Eckdaten:
Für die 129. Sitzung der 27. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 1810 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Um 10 Uhr werde ich den Nationalratspräsidenten der Schweiz bei uns hier auf der Galerie willkommen heißen dürfen. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Bösch: Wenn Sie sich zusammennehmen, Herr Präsident!
Wir befinden uns, Sie wissen es, wieder in einer herausfordernden Situation, und ich darf Sie bitten: Stellen Sie das Gemeinsame vor das Trennende, insbesondere was die Wortwahl anlangt, dann werden wir in diesen nächsten vier Tagen doch das eine oder andere in guter Atmosphäre erledigen können! (Abg. Bösch: Wenn Sie sich zusammennehmen, Herr Präsident!) Das wünschen wir uns alle, und ich glaube, es ist wichtig, dass das auch unsere Zuseherinnen und Zuseher so wahrnehmen können. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Wir befinden uns, Sie wissen es, wieder in einer herausfordernden Situation, und ich darf Sie bitten: Stellen Sie das Gemeinsame vor das Trennende, insbesondere was die Wortwahl anlangt, dann werden wir in diesen nächsten vier Tagen doch das eine oder andere in guter Atmosphäre erledigen können! (Abg. Bösch: Wenn Sie sich zusammennehmen, Herr Präsident!) Das wünschen wir uns alle, und ich glaube, es ist wichtig, dass das auch unsere Zuseherinnen und Zuseher so wahrnehmen können. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. MMag. Katharina Werner, Bakk. leistet die Angelobung mit den Worten „Ich gelobe“. – Allgemeiner Beifall.
(Abg. MMag. Katharina Werner, Bakk. leistet die Angelobung mit den Worten „Ich gelobe“. – Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Sehr geehrte Bundesregierung! Das, was wir alle in den letzten 48 Stunden von Ihnen miterleben mussten, ist nicht nur einer der vielen Tiefpunkte Ihrer Regierungsarbeit, es ist der traurige Tiefpunkt in 20 Monaten Pandemie. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie lassen den Gesundheitsminister im Regen stehen. Ja, zugegebenermaßen hat er selbst auch seinen Teil dazu beigesteuert, aber wir alle sind Zeugen einer Hilflosigkeit, einer Planlosigkeit einer Bundesregierung in einer so schwierigen Zeit für unser Land. So kann man keine Gesundheitskrise, keine Jahrhundertpandemie bewältigen, sehr geehrte Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bitte Sie, sehr geehrte Damen und Herren, im Namen meiner Fraktion und, ich bin sicher, im Namen vieler Menschen unseres Landes: Reißen Sie sich zusammen und arbeiten Sie gemeinsam an der Bewältigung dieser großen Krise für Österreich! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Menschen in Österreich. Eines muss uns klar sein: Da darf die Politik nicht wegschauen, sehr geehrte Damen und Herren, da muss gehandelt werden, und zwar rasch! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Wurm.
Die Europäische Kommission hat das den Mitgliedstaaten, auch Ihnen, bereits mitgegeben, vorgeschlagen und Sie aufgefordert, für die Bevölkerung Teuerungsbremsen und Unterstützungspakete zu schnüren, aber im Gegensatz zu vielen europäischen Ländern ist hierzulande so gut wie nichts gegen die Teuerung passiert, keine einzige Maßnahme. Auch in Ihrem Budget, sehr geehrte Damen und Herren, findet sich nichts dazu. Das lässt auch erahnen, wer am Ende die Kosten für diese Krisen zahlen wird, sehr geehrter Herr Bundesminister. (Zwischenruf des Abg. Wurm.)
Beifall bei der SPÖ – Zwischenruf bei der ÖVP
Ich habe mich in den letzten Wochen mit Vertretern und Vertreterinnen der Arbeiterkammer, der Gewerkschaften, der Pensionisten und Pensionistinnen, der Studierenden, aber auch der Hilfsorganisationen zusammengesetzt. Ich darf nur anmerken: Eigentlich ist es Ihre Aufgabe, sehr geehrte Bundesregierung (Beifall bei der SPÖ – Zwischenruf bei der ÖVP), sich mit diesen Vertreterinnen und Vertretern zusammenzusetzen, denn eines ist auch klar: Das Beschwören des Miteinanders und des Gemeinsamen, so wie der Herr Präsident das heute schon gemacht hat, darf nicht einfach nur ein Pressekonferenzsprech sein, das darf nicht einfach ein PR-Gag sein.
Ruf bei der ÖVP: Das war der Gipfel ...!
Wir haben bei diesem Gipfel gemeinsame Lösungen erarbeitet, die sofort helfen sollen, denn Menschen brauchen das Geld jetzt. (Ruf bei der ÖVP: Das war der Gipfel ...!) Gelingen kann das zum Beispiel mit einer Halbierung der Mehrwertsteuer auf Strom und Gas – das ist ein Vorschlag der Europäischen Kommission, wir haben ihn aufgegriffen ‑, zeitlich befristet für ein Jahr, oder mit einem einmaligen 300‑Euro-Winterzuschuss für die Niedrigverdiener. Gelingen kann das aber auch mit einer echten, mit einer spürbaren und rückwirkenden Steuerreform für arbeitende Menschen ab Juli dieses Jahres und nicht, wie von Ihnen geplant, für einen kleinen Teil und das erst nächstes Jahr. Diese Maßnahmen würden sofort helfen, und sie wären auch fair, denn je höher der Preis, desto höher die Steuern und desto höher sind Ihre Einnahmen, Herr Finanzminister. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Wir haben bei diesem Gipfel gemeinsame Lösungen erarbeitet, die sofort helfen sollen, denn Menschen brauchen das Geld jetzt. (Ruf bei der ÖVP: Das war der Gipfel ...!) Gelingen kann das zum Beispiel mit einer Halbierung der Mehrwertsteuer auf Strom und Gas – das ist ein Vorschlag der Europäischen Kommission, wir haben ihn aufgegriffen ‑, zeitlich befristet für ein Jahr, oder mit einem einmaligen 300‑Euro-Winterzuschuss für die Niedrigverdiener. Gelingen kann das aber auch mit einer echten, mit einer spürbaren und rückwirkenden Steuerreform für arbeitende Menschen ab Juli dieses Jahres und nicht, wie von Ihnen geplant, für einen kleinen Teil und das erst nächstes Jahr. Diese Maßnahmen würden sofort helfen, und sie wären auch fair, denn je höher der Preis, desto höher die Steuern und desto höher sind Ihre Einnahmen, Herr Finanzminister. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei der SPÖ
Dieses Budget wäre auch die große Möglichkeit zum Ausbau der ganztägigen Kinderbetreuung in Österreich (Beifall bei der SPÖ), die Möglichkeit, den Kindern, den Familien das zurückzugeben, was ihnen aus Machtgier und Skrupellosigkeit 2016 von Sebastian Kurz genommen wurde. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Dieses Budget wäre die Chance für die dringend notwendige und überfällige Pflegereform in Österreich. – Nichts, gar nichts befindet sich dazu in Ihrem Budget.
Zwischenruf bei der ÖVP.
Dieses Budget wäre auch die große Möglichkeit zum Ausbau der ganztägigen Kinderbetreuung in Österreich (Beifall bei der SPÖ), die Möglichkeit, den Kindern, den Familien das zurückzugeben, was ihnen aus Machtgier und Skrupellosigkeit 2016 von Sebastian Kurz genommen wurde. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Dieses Budget wäre die Chance für die dringend notwendige und überfällige Pflegereform in Österreich. – Nichts, gar nichts befindet sich dazu in Ihrem Budget.
Beifall bei der SPÖ.
Was sagen Sie den Pflegerinnen und Pflegern, die spätestens jetzt, seit dieser Pandemie, täglich an ihre Grenzen gehen, mit ihren Kräften am Ende sind, wenn sie jetzt hören, dass von Ihnen rein gar nichts geplant ist, um ihre schwierigen Arbeitsbedingungen zu verbessern, den knappen Personalstand zu entspannen, wenn nichts geplant ist, um den zusätzlichen Bedarf an 100 000 Pflegekräften in den nächsten Jahren zu decken? Was sagen Sie den 400 000 Menschen mit Pflegebedarf in Österreich und ihren Familien, wenn Sie nichts geplant haben, um die Pflege in Österreich abzusichern? Sagen Sie ihnen, dass Sie mit Ihrem Budget 1,5 Milliarden Euro in die Wirtschaft stecken und nur 25 Millionen Euro in die Pflege! Sagen Sie ihnen das, das wäre ehrlich! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wöginger: Das stimmt nicht!
Sehr geehrte Damen und Herren! Es ist Aufgabe der Politik, Probleme zu lösen. Nimmt man diese Verantwortung wahr, dann gelingt es. Nimmt man sie nicht wahr, dann verschleppt man Probleme, und das hat verheerende Folgen, wie wir gerade an der Coronakrise sehen. Es ist aber auch eine Frage der Gerechtigkeit, den Menschen das zurückzugeben, was sie in den letzten Jahren zu viel an Steuern gezahlt haben, und ihnen ein leistbares Leben zu ermöglichen. Es ist eine Frage des Anstands, den Kindern in Österreich die 1,2 Milliarden Euro, die ihnen 2016 gestohlen wurden, zurückzugeben. (Abg. Wöginger: Das stimmt nicht!) Es ist eine Frage des Respekts, Herr Wöginger, die Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte, die uns alle seit 20 Monaten Tag und Nacht durch diese Krise bringen, endlich zu verbessern. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Krisper.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Krisper.
Sehr geehrte Damen und Herren! Es ist Aufgabe der Politik, Probleme zu lösen. Nimmt man diese Verantwortung wahr, dann gelingt es. Nimmt man sie nicht wahr, dann verschleppt man Probleme, und das hat verheerende Folgen, wie wir gerade an der Coronakrise sehen. Es ist aber auch eine Frage der Gerechtigkeit, den Menschen das zurückzugeben, was sie in den letzten Jahren zu viel an Steuern gezahlt haben, und ihnen ein leistbares Leben zu ermöglichen. Es ist eine Frage des Anstands, den Kindern in Österreich die 1,2 Milliarden Euro, die ihnen 2016 gestohlen wurden, zurückzugeben. (Abg. Wöginger: Das stimmt nicht!) Es ist eine Frage des Respekts, Herr Wöginger, die Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte, die uns alle seit 20 Monaten Tag und Nacht durch diese Krise bringen, endlich zu verbessern. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Krisper.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Parteivorstand ...! – Abg. Leichtfried: Kollege Wöginger ist heute ...!
Es ist, sehr geehrte Bundesregierung, auch eine Frage der Vernunft, mit diesem Budget endlich zu echten, nachhaltigen und sozial gerechten Klimamaßnahmen zu kommen. All das ist eine Frage des politischen Willens. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Parteivorstand ...! – Abg. Leichtfried: Kollege Wöginger ist heute ...!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Faktum ist, dass das Budget, das uns der Herr Finanzminister vorgestellt hat, in dieser schwierigen Zeit der Pandemie den Staat Österreich wirklich stabilisiert hat, dass die Menschen entlastet wurden, und zwar die untersten Einkommen und nicht, wie die Frau Kollegin von der SPÖ sagt, die oberen Einkommen. Wenn ihr hineinschaut, seht ihr, dass die Steuersätze bei den untersten Einkommen gesenkt wurden und auch bis 2025 die obersten Steuersätze überhaupt nicht heruntergesetzt wurden. Frau Kollegin, das sind Fakten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf bei der SPÖ.
Kogler, jetzt unter Schallenberg – haben Österreich durch die Krise geführt; andere Staaten wären froh, wenn es so gelungen wäre. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der FPÖ
Der deutsche Finanzminister hat, als es um die Wirtschaftshilfen, um die Kurzarbeit (Zwischenruf bei der FPÖ) und um die Hilfen für die Arbeitnehmer gegangen ist, gesagt: Die Österreicher haben das klüger gemacht! Die Deutschen hatten die Anträge nicht einmal noch abgegeben, ist bei uns schon ausgezahlt worden: 40 Milliarden Euro, sehr viel Geld. Vor einem Jahr hat man noch geglaubt, der Schuldenstand des österreichischen Staates geht in die Höhe, bis zu 89 Prozent.
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Herr Finanzminister, Sie haben uns ein Budget vorgelegt, wie es jeder tüchtige Unternehmer machen würde. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) In der Krisenzeit haben Sie einfach investiert, Sie haben in den Arbeitsmarkt investiert, Sie haben die Menschen entlastet. Wissen Sie, wo heute unser Schuldenstand liegt? – Nicht bei 89 Prozent, so wie das die Experten vor einem Jahr gesagt haben, sondern wir sind jetzt bei 79 Prozent für das Jahr 2022. Das sind Fakten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Herr Finanzminister, Sie haben uns ein Budget vorgelegt, wie es jeder tüchtige Unternehmer machen würde. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) In der Krisenzeit haben Sie einfach investiert, Sie haben in den Arbeitsmarkt investiert, Sie haben die Menschen entlastet. Wissen Sie, wo heute unser Schuldenstand liegt? – Nicht bei 89 Prozent, so wie das die Experten vor einem Jahr gesagt haben, sondern wir sind jetzt bei 79 Prozent für das Jahr 2022. Das sind Fakten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Ruf bei der FPÖ: Nix!
Wisst ihr, was noch Fakten sind? Ob man jetzt Arbeitnehmer ist oder Unternehmer: Der Arbeitnehmer wird am Ende des Jahres schauen, wie viel auf seinem Girokonto noch drauf ist: Ist noch etwas drauf oder ist (Ruf bei der FPÖ: Nix!) nichts mehr drauf? Der Unternehmer schaut sein Girokonto an, wo alles abgebucht wird: Habe ich am Ende des Jahres Erfolg gehabt, habe ich keinen Erfolg gehabt? (Zwischenruf des Abg. Kassegger.) Der Staat schaut auf den Schuldenstand. Ist es zumindest sozial ausgeglichen? Ist der Standort Österreich gesichert? Geht es dem Unternehmer gut? Geht es dem Arbeitgeber gut? Und der Schuldenstand geht nebenbei herunter (Zwischenruf des Abg. Rauch): von den prognostizierten 89 Prozent auf 79 Prozent. Meine Damen und Herren, das sind Fakten, an denen wir uns orientieren können. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Kassegger.
Wisst ihr, was noch Fakten sind? Ob man jetzt Arbeitnehmer ist oder Unternehmer: Der Arbeitnehmer wird am Ende des Jahres schauen, wie viel auf seinem Girokonto noch drauf ist: Ist noch etwas drauf oder ist (Ruf bei der FPÖ: Nix!) nichts mehr drauf? Der Unternehmer schaut sein Girokonto an, wo alles abgebucht wird: Habe ich am Ende des Jahres Erfolg gehabt, habe ich keinen Erfolg gehabt? (Zwischenruf des Abg. Kassegger.) Der Staat schaut auf den Schuldenstand. Ist es zumindest sozial ausgeglichen? Ist der Standort Österreich gesichert? Geht es dem Unternehmer gut? Geht es dem Arbeitgeber gut? Und der Schuldenstand geht nebenbei herunter (Zwischenruf des Abg. Rauch): von den prognostizierten 89 Prozent auf 79 Prozent. Meine Damen und Herren, das sind Fakten, an denen wir uns orientieren können. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Rauch
Wisst ihr, was noch Fakten sind? Ob man jetzt Arbeitnehmer ist oder Unternehmer: Der Arbeitnehmer wird am Ende des Jahres schauen, wie viel auf seinem Girokonto noch drauf ist: Ist noch etwas drauf oder ist (Ruf bei der FPÖ: Nix!) nichts mehr drauf? Der Unternehmer schaut sein Girokonto an, wo alles abgebucht wird: Habe ich am Ende des Jahres Erfolg gehabt, habe ich keinen Erfolg gehabt? (Zwischenruf des Abg. Kassegger.) Der Staat schaut auf den Schuldenstand. Ist es zumindest sozial ausgeglichen? Ist der Standort Österreich gesichert? Geht es dem Unternehmer gut? Geht es dem Arbeitgeber gut? Und der Schuldenstand geht nebenbei herunter (Zwischenruf des Abg. Rauch): von den prognostizierten 89 Prozent auf 79 Prozent. Meine Damen und Herren, das sind Fakten, an denen wir uns orientieren können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wisst ihr, was noch Fakten sind? Ob man jetzt Arbeitnehmer ist oder Unternehmer: Der Arbeitnehmer wird am Ende des Jahres schauen, wie viel auf seinem Girokonto noch drauf ist: Ist noch etwas drauf oder ist (Ruf bei der FPÖ: Nix!) nichts mehr drauf? Der Unternehmer schaut sein Girokonto an, wo alles abgebucht wird: Habe ich am Ende des Jahres Erfolg gehabt, habe ich keinen Erfolg gehabt? (Zwischenruf des Abg. Kassegger.) Der Staat schaut auf den Schuldenstand. Ist es zumindest sozial ausgeglichen? Ist der Standort Österreich gesichert? Geht es dem Unternehmer gut? Geht es dem Arbeitgeber gut? Und der Schuldenstand geht nebenbei herunter (Zwischenruf des Abg. Rauch): von den prognostizierten 89 Prozent auf 79 Prozent. Meine Damen und Herren, das sind Fakten, an denen wir uns orientieren können. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kassegger: Sehr gerne!
Ich kenne die Diskussion, die es in den nächsten drei Tagen geben wird, ganz genau. Jetzt haben wir die Krise vor der Tür. Über die Verantwortungslosigkeit der Freiheitlichen in dieser Krise werden wir am Nachmittag bei der Dringlichen reden – danke, dass ihr sie eingebracht habt (Abg. Kassegger: Sehr gerne!) –, dazu möchte ich jetzt nichts sagen. Dass dieser Staat in dieser schwierigen Zeit unter dieser Regierung so etwas zuwege gebracht hat, liebe Damen und Herren von der Opposition, nehmt das auch einmal zur Kenntnis. (Zwischenruf des Abg. Rauch.)
Zwischenruf des Abg. Rauch.
Ich kenne die Diskussion, die es in den nächsten drei Tagen geben wird, ganz genau. Jetzt haben wir die Krise vor der Tür. Über die Verantwortungslosigkeit der Freiheitlichen in dieser Krise werden wir am Nachmittag bei der Dringlichen reden – danke, dass ihr sie eingebracht habt (Abg. Kassegger: Sehr gerne!) –, dazu möchte ich jetzt nichts sagen. Dass dieser Staat in dieser schwierigen Zeit unter dieser Regierung so etwas zuwege gebracht hat, liebe Damen und Herren von der Opposition, nehmt das auch einmal zur Kenntnis. (Zwischenruf des Abg. Rauch.)
Zwischenruf des Abg. Hafenecker.
In Wien, wo Sie mit den NEOS das Sagen haben, gehen die Gebühren in die Höhe. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.)
Heiterkeit des Abg. Kassegger.
Dieser Staat unter unserem Finanzminister und diese Regierung haben die arbeitenden Menschen entlastet, haben die Pensionisten entlastet und haben den Wirtschaftsstandort Österreich gesichert. Obwohl Österreich schwerpunktmäßig ein Tourismusland ist, haben wir ein besseres Wachstum für 2022 prognostiziert als zum Beispiel Deutschland, Frankreich oder Italien. (Heiterkeit des Abg. Kassegger.) Wenn das nicht ein Erfolgskonzept ist, dann sagt mir einmal das Gegenteil! – Danke vielmals. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Dieser Staat unter unserem Finanzminister und diese Regierung haben die arbeitenden Menschen entlastet, haben die Pensionisten entlastet und haben den Wirtschaftsstandort Österreich gesichert. Obwohl Österreich schwerpunktmäßig ein Tourismusland ist, haben wir ein besseres Wachstum für 2022 prognostiziert als zum Beispiel Deutschland, Frankreich oder Italien. (Heiterkeit des Abg. Kassegger.) Wenn das nicht ein Erfolgskonzept ist, dann sagt mir einmal das Gegenteil! – Danke vielmals. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Wurm.
es: Österreich ist weder gut durch die Krise gekommen, noch ist Österreich besser durch die Krise gekommen als andere EU-Mitgliedstaaten. (Zwischenruf des Abg. Wurm.)
Zwischenruf des Abg. Hörl
Das Chaosmanagement der Bundesregierung bei der Bekämpfung der Coronakrise setzt sich nahtlos bei der Budgeterstellung fort. Wir sind mitten in der vierten Coronawelle, Deutschland hat Österreich zum Hochrisikogebiet erklärt, der aktuelle verfassungswidrige Lockdown für Ungeimpfte (Zwischenruf des Abg. Hörl) verursacht tägliche Kosten von mindestens 41 Millionen Euro, es gibt Liefer- und Produktionsengpässe, Preissteigerungen bei vielen Rohstoffen und Zwischenprodukten, eine Rekordinflation und eine drohende Pleitewelle. All das mag vielleicht ein weltweites Problem sein, aber nicht für das Budget des österreichischen Finanzministers, der bei der Budgeterstellung Realitätsverweigerung betreibt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das Chaosmanagement der Bundesregierung bei der Bekämpfung der Coronakrise setzt sich nahtlos bei der Budgeterstellung fort. Wir sind mitten in der vierten Coronawelle, Deutschland hat Österreich zum Hochrisikogebiet erklärt, der aktuelle verfassungswidrige Lockdown für Ungeimpfte (Zwischenruf des Abg. Hörl) verursacht tägliche Kosten von mindestens 41 Millionen Euro, es gibt Liefer- und Produktionsengpässe, Preissteigerungen bei vielen Rohstoffen und Zwischenprodukten, eine Rekordinflation und eine drohende Pleitewelle. All das mag vielleicht ein weltweites Problem sein, aber nicht für das Budget des österreichischen Finanzministers, der bei der Budgeterstellung Realitätsverweigerung betreibt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dieses Budget ist bereits vor dem Inkrafttreten Makulatur. Dieses Budget hat mit der Realität überhaupt nichts mehr zu tun. Aber das ist unter dieser Bundesregierung nichts Neues. Ich erinnere an das Budget 2020, das ohne Berücksichtigung der Coronakrise erstellt wurde, obwohl wir bereits mitten in der Coronakrise waren; oder das Budget 2021, in dem nur ein Lockdown Light berücksichtigt wurde, aber nicht der zweite harte Lockdown. Auf all die Formalfehler bei der Budgeterstellung – von den sechs vergessenen Nullen bis zu den vergessenen Unterschriften der ÖVP – möchte ich gar nicht erst näher eingehen. Diese Bundesregierung ist einfach nicht in der Lage, ein ordentliches und korrektes Budget vorzulegen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Besonders beunruhigend ist eine Verordnungsermächtigung in § 3 Abs. 7 Klimabonusgesetz, die ich auszugsweise zitieren möchte: „Die Bundesministerin für Klimaschutz [...] hat [...] die Abwicklung des regionalen Klimabonus, insbesondere betreffend Antragstellung, Verfahren und Auszahlung, mittels Verordnung festzulegen.“ – „Antragstellung“: Ist das nicht ein Wahnsinn? Die Umweltministerin plant offenbar allen Ernstes, dass jeder Österreicher die Auszahlung des Klimabonus beantragen muss. Warum passiert das nicht antraglos wie bei der Familienbeihilfe? Alles andere als eine antraglose Auszahlung des Klimabonus, und zwar durch das Finanzministerium, nicht durch das Umweltministerium, wäre bürokratischer Irrsinn. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Neben dem verwaltungstechnischen Aspekt möchte ich noch kurz auf den inhaltlichen Aspekt des Klimabonus eingehen, bei dem die Heizkosten vollkommen unberücksichtigt bleiben, obwohl die CO2-Strafsteuer nicht nur die Mobilität, sondern auch das Heizen betrifft. Ein Beispiel aus der Praxis, das ich schon letztes Mal im Plenum gebracht habe: Wer in der Ketzergasse an der Wiener Stadtgrenze zu Perchtoldsdorf wohnt und eine gerade Hausnummer hat, der bekommt 100 Euro Klimabonus – wegen der angeblich guten Öffi-Anbindung. Wer aber auf der anderen Straßenseite, in Niederösterreich, wohnt und eine ungerade Hausnummer hat, der bekommt 133 Euro Klimabonus. (Zwischenruf bei der ÖVP.) In der Ketzergasse entscheidet also die Hausnummer über die Höhe des Klimabonus. Solche treffsicheren Gesetze werden von dieser Bundesregierung eingebracht. Es gibt noch viele andere Kuriositäten, auf die ich gar nicht näher eingehen möchte.
in Richtung Abg. Wöginger
Der erste Teil der ökoasozialen Steuerreform mit einer massiven Erhöhung der NoVA um 510 Millionen Euro bis 2025 war ja bereits der erste Vorgeschmack der zukünftigen Ökostrafsteuern. Wer das Regierungsprogramm gelesen hat und auch der Umweltministerin bei der Präsentation der Steuerreform zugehört hat, der weiß genau, welche Belastungen noch auf uns zukommen werden. Der erste Klubobmannstellvertreter (in Richtung Abg. Wöginger) wird jetzt wieder sagen, das wird alles nicht kommen – aber du wirst sehen, du hast auch einen Koalitionspartner, mit dem du dich noch arrangieren musst! (Abg. Wöginger: Steht’s da drin oder nicht?)
Abg. Wöginger: Steht’s da drin oder nicht?
Der erste Teil der ökoasozialen Steuerreform mit einer massiven Erhöhung der NoVA um 510 Millionen Euro bis 2025 war ja bereits der erste Vorgeschmack der zukünftigen Ökostrafsteuern. Wer das Regierungsprogramm gelesen hat und auch der Umweltministerin bei der Präsentation der Steuerreform zugehört hat, der weiß genau, welche Belastungen noch auf uns zukommen werden. Der erste Klubobmannstellvertreter (in Richtung Abg. Wöginger) wird jetzt wieder sagen, das wird alles nicht kommen – aber du wirst sehen, du hast auch einen Koalitionspartner, mit dem du dich noch arrangieren musst! (Abg. Wöginger: Steht’s da drin oder nicht?)
Beifall bei der FPÖ.
Diese Steuerreform ist weder öko noch sozial, es ist eine ökoasoziale Steuerreform, die von den Österreichern über die kalte Progression selbst finanziert wird. Diese ökoasoziale Steuerreform wird die Österreicher noch viel Geld kosten. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Hafenecker: Was sagen Sie zum Herrn Chorherr?!
Abgeordnete Sigrid Maurer, BA (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! (Abg. Hafenecker: Was sagen Sie zum Herrn Chorherr?!) Sehr geehrter Herr Finanzminister! Liebe KollegInnen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher vor den Bildschirmen! (Abg. Rauch: Ist Ihnen Herr Chorherr noch bekannt?) Das Versprechen, jährlich eine Klimamilliarde in das Budget zu schreiben, wurde wieder erfüllt – es wurde sogar übererfüllt: 700 Millionen Euro mehr als 1 Milliarde. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Rauch.)
Abg. Rauch: Ist Ihnen Herr Chorherr noch bekannt?
Abgeordnete Sigrid Maurer, BA (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! (Abg. Hafenecker: Was sagen Sie zum Herrn Chorherr?!) Sehr geehrter Herr Finanzminister! Liebe KollegInnen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher vor den Bildschirmen! (Abg. Rauch: Ist Ihnen Herr Chorherr noch bekannt?) Das Versprechen, jährlich eine Klimamilliarde in das Budget zu schreiben, wurde wieder erfüllt – es wurde sogar übererfüllt: 700 Millionen Euro mehr als 1 Milliarde. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Rauch.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Rauch.
Abgeordnete Sigrid Maurer, BA (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! (Abg. Hafenecker: Was sagen Sie zum Herrn Chorherr?!) Sehr geehrter Herr Finanzminister! Liebe KollegInnen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher vor den Bildschirmen! (Abg. Rauch: Ist Ihnen Herr Chorherr noch bekannt?) Das Versprechen, jährlich eine Klimamilliarde in das Budget zu schreiben, wurde wieder erfüllt – es wurde sogar übererfüllt: 700 Millionen Euro mehr als 1 Milliarde. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Rauch.)
Abg. Deimek: Wir werden alle sterben!
Warum stelle ich das an den Anfang meiner Rede? – Weil wir Grünen angetreten sind, den Klimaschutz ins Zentrum der politischen Diskussion zu stellen, und weil wir es im letzten Jahr mit unseren eigenen Augen gesehen haben: Wetterextreme, die die Ernte unserer Bäuerinnen und Bauern zerstören, Hochwässer, Murenabgänge, Überschwemmungen, die die Dörfer gefährden (Abg. Deimek: Wir werden alle sterben!), die Hitze in der Stadt, die dazu führt, dass alte Menschen ihre Wohnungen kaum mehr verlassen können. Wir handeln, um dem entgegenzuwirken, und zwar konkret und nicht nur am Papier – und danach ist auch das Budget ausgerichtet. Das tun wir aus Verantwortung für das Klima und unsere Natur, wir tun aber auch viele andere Dinge, nämlich aus Verantwortung für Demokratie und Rechtsstaat und aus Verantwortung für ein gutes Miteinander.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir handeln mit diesem Budget für die Menschen in diesem Land. Das Geld, das wir investieren, betrifft sie ganz direkt, egal, ob es das Kindergartenkind, die Schülerin, die Unternehmerin, der Unternehmer ist, egal, ob es KünstlerInnen, Pflegekräfte, PensionistInnen, AlleinerzieherInnen oder Großfamilien sind. Für sie machen wir aus diesen Zahlen, die wir die nächsten drei Tage debattieren und dann auch beschließen werden, Zukunft. Wir investieren, wir modernisieren und wir reformieren, und zwar mit ökologischer, sozialer und ökonomischer Verantwortung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Der vorliegende Budgetvoranschlag spiegelt auch die Ausrichtung der ökosozialen Steuerreform wider. Klimaschädliches Verhalten bekommt einen Preis; wer klimafreundlich agiert, wird belohnt. An dieser Stelle muss ich schon sagen, die Wissenschaftsfeindlichkeit der Freiheitlichen Partei zeigt sich in allen vorhandenen Krisen. Das betrifft also die Klimakrise genauso wie die Pandemie. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
Sie ist ganz sicher auch das absolute Gegenteil einer asozialen Steuerreform, was hier gerade behauptet wurde. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Wenn man sich die Berechnungen des Fiskalrats, wer wie stark von dieser Steuerreform profitiert, wer am stärksten von Maßnahmen wie dem Klimabonus, der Senkung der KV-Beiträge, der Erhöhung des Kindermehrbetrags profitiert, anschaut, dann erkennt man, dass es das unterste Quintil ist, also die Menschen mit dem niedrigsten Einkommen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sie ist ganz sicher auch das absolute Gegenteil einer asozialen Steuerreform, was hier gerade behauptet wurde. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Wenn man sich die Berechnungen des Fiskalrats, wer wie stark von dieser Steuerreform profitiert, wer am stärksten von Maßnahmen wie dem Klimabonus, der Senkung der KV-Beiträge, der Erhöhung des Kindermehrbetrags profitiert, anschaut, dann erkennt man, dass es das unterste Quintil ist, also die Menschen mit dem niedrigsten Einkommen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Deimek: ... Pendlerpauschale!
Wir wissen, wo betreffend Klimaschutz die großen Baustellen liegen, und wir gehen sie an. Bezüglich Mobilität ist das beispielsweise das Klimaticket, wofür wir in diesem Budget 252 Millionen Euro bereitstellen. (Abg. Deimek: ... Pendlerpauschale!) Sie kennen das Prinzip: ein Ticket für alle öffentlichen Verkehrsmittel im gesamten Land. Das ist in vielen Regierungsprogrammen gestanden, Leonore Gewessler hat es auf den Boden gebracht. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Deimek: ... und für Familien wird es teurer ...!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Deimek: ... und für Familien wird es teurer ...!
Wir wissen, wo betreffend Klimaschutz die großen Baustellen liegen, und wir gehen sie an. Bezüglich Mobilität ist das beispielsweise das Klimaticket, wofür wir in diesem Budget 252 Millionen Euro bereitstellen. (Abg. Deimek: ... Pendlerpauschale!) Sie kennen das Prinzip: ein Ticket für alle öffentlichen Verkehrsmittel im gesamten Land. Das ist in vielen Regierungsprogrammen gestanden, Leonore Gewessler hat es auf den Boden gebracht. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Deimek: ... und für Familien wird es teurer ...!)
Abg. Deimek: Weil Sie keine Familie haben ... das ist ja spannend!
Es geht darum, ein attraktives Angebot für die öffentlichen Verkehrsmittel, für die Menschen in diesem Land, für die Mobilität sicherzustellen. (Abg. Deimek: Weil Sie keine Familie haben ... das ist ja spannend!) Das ist sicher ein Projekt, für das es sich lohnt, Geld auszugeben. Über hunderttausend Menschen haben es sich schon gekauft; es ist ein absolutes Erfolgsprojekt. (Abg. Deimek: ... sie darauf, dass es für die Familien teurer wird?!) Es werden jeden Tag mehr.
Abg. Deimek: ... sie darauf, dass es für die Familien teurer wird?!
Es geht darum, ein attraktives Angebot für die öffentlichen Verkehrsmittel, für die Menschen in diesem Land, für die Mobilität sicherzustellen. (Abg. Deimek: Weil Sie keine Familie haben ... das ist ja spannend!) Das ist sicher ein Projekt, für das es sich lohnt, Geld auszugeben. Über hunderttausend Menschen haben es sich schon gekauft; es ist ein absolutes Erfolgsprojekt. (Abg. Deimek: ... sie darauf, dass es für die Familien teurer wird?!) Es werden jeden Tag mehr.
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Wir machen den öffentlichen Verkehr aber nicht nur attraktiver, sondern wir bauen ihn auch aus. In den kommenden sechs Jahren werden 18,2 Milliarden Euro in ein modernes Eisenbahnnetz investiert. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Möglichst viele Menschen sollen an möglichst vielen Orten in Österreich möglichst bequem von A nach B kommen. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Mit dem Ticket tut man sich selber etwas Gutes, aber vor allem auch der Umwelt.
Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
Wir machen den öffentlichen Verkehr aber nicht nur attraktiver, sondern wir bauen ihn auch aus. In den kommenden sechs Jahren werden 18,2 Milliarden Euro in ein modernes Eisenbahnnetz investiert. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Möglichst viele Menschen sollen an möglichst vielen Orten in Österreich möglichst bequem von A nach B kommen. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Mit dem Ticket tut man sich selber etwas Gutes, aber vor allem auch der Umwelt.
Abg. Deimek: Meinen Sie damit den Herrn Chorherr, oder was meinen Sie damit?
Ein weiterer wichtiger Baustein ist auch das Wohnen und Heizen, denn wir müssen die schädlichen Ölheizungen loswerden. Wir müssen schauen, dass die Leichen aus dem Keller kommen (Abg. Deimek: Meinen Sie damit den Herrn Chorherr, oder was meinen Sie damit?), wie es in der Kampagne heißt, damit wir die CO2-Belastung, die CO2-Emmissionen runterbringen. Dafür gibt es ein großes Förderpaket, das auch in diesem Budget drinnen steckt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ein weiterer wichtiger Baustein ist auch das Wohnen und Heizen, denn wir müssen die schädlichen Ölheizungen loswerden. Wir müssen schauen, dass die Leichen aus dem Keller kommen (Abg. Deimek: Meinen Sie damit den Herrn Chorherr, oder was meinen Sie damit?), wie es in der Kampagne heißt, damit wir die CO2-Belastung, die CO2-Emmissionen runterbringen. Dafür gibt es ein großes Förderpaket, das auch in diesem Budget drinnen steckt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Obernosterer.
Ich habe eingangs auch gesagt, dieses Budget machen wir aus Verantwortung für Klima, Umwelt und Natur, aber auch aus Verantwortung für Demokratie und Rechtsstaat. Wir haben bereits mit Eintritt in diese Bundesregierung den stillen Tod der Justiz abgewehrt – und auch das wird weitergeführt. In diesem Budget wird das Justizbudget weiter ausgebaut, es werden Gelder für den Ausbau der Justizanstalten und auch für die hohen Personalkosten, die wir haben, bereitgestellt – und wir brauchen das Personal dringend, weil wir die unabhängige Justiz in diesem Land stützen müssen. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Obernosterer.)
Zwischenruf des Abg. Hafenecker
Ein weiterer Bereich, der mir besonders am Herzen liegt, ist der Gewaltschutz. Wir haben nach wie vor die Situation, dass Frauen in Österreich von ihren Männern, von ihren Ex-Männern, von ihren Freunden, von ihren Ex-Freunden ermordet werden – immer wieder! Wir müssen ganz dringend etwas dagegen tun. Deswegen hat diese Bundesregierung das größte Gewaltschutzpaket geschnürt, das es jemals gab: 24,6 Millionen Euro für den Gewaltschutz, um mehr Personal an die entscheidenden Stellen zu setzen (Zwischenruf des Abg. Hafenecker), um auch Täterarbeit zu finanzieren, um die Projekte ausbauen zu können, um die Anlaufstellen zu schaffen. Dieses Problem geht uns alle an – und diese Regierung legt betreffend diesen Bereich auch einen ganz starken Schwerpunkt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ein weiterer Bereich, der mir besonders am Herzen liegt, ist der Gewaltschutz. Wir haben nach wie vor die Situation, dass Frauen in Österreich von ihren Männern, von ihren Ex-Männern, von ihren Freunden, von ihren Ex-Freunden ermordet werden – immer wieder! Wir müssen ganz dringend etwas dagegen tun. Deswegen hat diese Bundesregierung das größte Gewaltschutzpaket geschnürt, das es jemals gab: 24,6 Millionen Euro für den Gewaltschutz, um mehr Personal an die entscheidenden Stellen zu setzen (Zwischenruf des Abg. Hafenecker), um auch Täterarbeit zu finanzieren, um die Projekte ausbauen zu können, um die Anlaufstellen zu schaffen. Dieses Problem geht uns alle an – und diese Regierung legt betreffend diesen Bereich auch einen ganz starken Schwerpunkt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ein weiteres Thema wurde bereits angesprochen: die Pflege. Es sind die Pflegekräfte, die in diesem Land seit eineinhalb Jahren Unglaubliches leisten – an dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank für den Einsatz an der Front der Pandemie unter unglaublichen Belastungen. Wir alle hier herinnen können uns kaum vorstellen – wir lesen es in den Zeitungen, wir hören es in den Interviews –, welch unglaubliche Leistung diese Menschen jeden Tag für uns erbringen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es gibt weitere Themen, die sehr wichtig sind: Beispielsweise gibt es auch für Kunst und Kultur ein Rekordbudget. So viel Geld hat es noch nie gegeben: 557 Millionen Euro. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, Sie sehen, wir nehmen unseren Auftrag sehr ernst: Wir investieren, modernisieren und reformieren für das Klima, unsere Natur, für Demokratie, den Rechtsstaat und ein gutes Miteinander. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Klubobfraustellvertreter Scherak. – Bitte sehr. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zuseher, und vor allem: Liebe Steuerzahlerinnen und Steuerzahler! Vielen Dank zuerst einmal an Sie, weil Sie es sind, die dieses Budget mit Ihrer harten Arbeit überhaupt erst ermöglichen. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Anstatt niederschwellige Angebote zu machen, einfache Maßnahmen zu setzen, wie zum Beispiel eine Impflotterie, die Tests endlich kostenpflichtig zu machen, damit die Menschen sich impfen lassen, allen Menschen einen fixen Impftermin per Brief oder auch per SMS zuzusenden, anstatt das alles zu machen, hat Sebastian Kurz vor ein paar Monaten die Pandemie für beendet erklärt. Landeshauptmann Stelzer wusste während der Landtagswahl in Oberösterreich überhaupt nicht, dass gerade eine Pandemie ist – so war zumindest mein Eindruck –, und Gesundheitsminister Mückstein hat am Sonntag im Hauptausschuss mehrere Fragen sowohl von unserer Fraktion als auch von der SPÖ dahin gehend, was denn die nächsten Maßnahmen sind und sein werden, nicht beantwortet. Zwei Stunden später geht er aber in die „ZIB 2“ und erklärt, dass er für Ausgangssperren für Geimpfte ist. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Meine Damen und Herren, ich kann Ihnen sagen: Sie können es offensichtlich nicht! – Das ist der einzige Schluss, der hier zum Schluss möglich ist. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Anstatt niederschwellige Angebote zu machen, einfache Maßnahmen zu setzen, wie zum Beispiel eine Impflotterie, die Tests endlich kostenpflichtig zu machen, damit die Menschen sich impfen lassen, allen Menschen einen fixen Impftermin per Brief oder auch per SMS zuzusenden, anstatt das alles zu machen, hat Sebastian Kurz vor ein paar Monaten die Pandemie für beendet erklärt. Landeshauptmann Stelzer wusste während der Landtagswahl in Oberösterreich überhaupt nicht, dass gerade eine Pandemie ist – so war zumindest mein Eindruck –, und Gesundheitsminister Mückstein hat am Sonntag im Hauptausschuss mehrere Fragen sowohl von unserer Fraktion als auch von der SPÖ dahin gehend, was denn die nächsten Maßnahmen sind und sein werden, nicht beantwortet. Zwei Stunden später geht er aber in die „ZIB 2“ und erklärt, dass er für Ausgangssperren für Geimpfte ist. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Meine Damen und Herren, ich kann Ihnen sagen: Sie können es offensichtlich nicht! – Das ist der einzige Schluss, der hier zum Schluss möglich ist. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Das von Ihnen vorgelegte Budget gibt auf diese drängenden Zukunftsfragen schlichtweg keine Antworten. Sie verwalten den Status quo, und wir diskutieren in Wirklichkeit ein Budget – und das fand ich sehr spannend, weil Kollege Obernosterer jetzt mehrmals gesagt hat, wie großartig diese Bundesregierung ist –, das sich einzig und allein darauf verlässt, dass die Unternehmerinnen und Unternehmer in diesem Land, dass die Menschen, die arbeiten gehen, mit ihrem Steueraufkommen dieses Land finanzieren, ohne dass Sie eine einzige echte, nachhaltige Reformansage machen. – Bei diesen Menschen können Sie sich bedanken, aber nicht bei dieser Bundesregierung. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Herr Finanzminister, zu diesen Tarifreformen, die Sie da jedes Mal machen, sage ich Ihnen ganz ehrlich: Die können Sie sich schenken. Wenn wir es nicht endlich schaffen, die kalte Progression abzuschaffen – und das haben alle hier in diesem Parlament vertretenen Parteien versprochen, in mehreren Wahlkämpfen –, dann geben Sie mit Ihren Tarifreformen den Menschen in Gutsherrenmanier nur das zurück, was Sie ihnen Jahre zuvor in Wirklichkeit in Raubrittermanier aus der Tasche gezogen haben. Diesen Menschen steht das Geld zu, und es ist eigentlich eine Zumutung, dass wir immer noch auf die Abschaffung der kalten Progression warten müssen. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Schauen wir weiter zu den Unternehmerinnen und Unternehmern; Kollege Obernosterer hat es auch schon angesprochen. Ja, die KöSt-Senkung ist etwas, das wir begrüßen – selbstverständlich! (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Wenn Sie nachfragen, Herr Kollege Wöginger: Ja, selbstverständlich werden wir als eine Partei, der die Unternehmerinnen und Unternehmer wichtig sind, eine Senkung der KöSt begrüßen. (Abg. Wöginger: Ja, der Haselsteiner hat euch das angeschafft!) – Herr Kollege Wöginger! Wenn Sie dazwischenrufen, dass Hans Peter Haselsteiner uns etwas angeschafft hat (Zwischenruf des Abg. Wöginger), dann ist das Ausdruck Ihrer Denke. Vielleicht ist das bei Ihnen so, dass die Spenderinnen und Spender Ihnen etwas anschaffen können. Wir sind überzeugt von der Politik, die wir machen! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Wöginger: Ja, der Haselsteiner hat euch das angeschafft!
Schauen wir weiter zu den Unternehmerinnen und Unternehmern; Kollege Obernosterer hat es auch schon angesprochen. Ja, die KöSt-Senkung ist etwas, das wir begrüßen – selbstverständlich! (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Wenn Sie nachfragen, Herr Kollege Wöginger: Ja, selbstverständlich werden wir als eine Partei, der die Unternehmerinnen und Unternehmer wichtig sind, eine Senkung der KöSt begrüßen. (Abg. Wöginger: Ja, der Haselsteiner hat euch das angeschafft!) – Herr Kollege Wöginger! Wenn Sie dazwischenrufen, dass Hans Peter Haselsteiner uns etwas angeschafft hat (Zwischenruf des Abg. Wöginger), dann ist das Ausdruck Ihrer Denke. Vielleicht ist das bei Ihnen so, dass die Spenderinnen und Spender Ihnen etwas anschaffen können. Wir sind überzeugt von der Politik, die wir machen! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Wöginger
Schauen wir weiter zu den Unternehmerinnen und Unternehmern; Kollege Obernosterer hat es auch schon angesprochen. Ja, die KöSt-Senkung ist etwas, das wir begrüßen – selbstverständlich! (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Wenn Sie nachfragen, Herr Kollege Wöginger: Ja, selbstverständlich werden wir als eine Partei, der die Unternehmerinnen und Unternehmer wichtig sind, eine Senkung der KöSt begrüßen. (Abg. Wöginger: Ja, der Haselsteiner hat euch das angeschafft!) – Herr Kollege Wöginger! Wenn Sie dazwischenrufen, dass Hans Peter Haselsteiner uns etwas angeschafft hat (Zwischenruf des Abg. Wöginger), dann ist das Ausdruck Ihrer Denke. Vielleicht ist das bei Ihnen so, dass die Spenderinnen und Spender Ihnen etwas anschaffen können. Wir sind überzeugt von der Politik, die wir machen! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Schauen wir weiter zu den Unternehmerinnen und Unternehmern; Kollege Obernosterer hat es auch schon angesprochen. Ja, die KöSt-Senkung ist etwas, das wir begrüßen – selbstverständlich! (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Wenn Sie nachfragen, Herr Kollege Wöginger: Ja, selbstverständlich werden wir als eine Partei, der die Unternehmerinnen und Unternehmer wichtig sind, eine Senkung der KöSt begrüßen. (Abg. Wöginger: Ja, der Haselsteiner hat euch das angeschafft!) – Herr Kollege Wöginger! Wenn Sie dazwischenrufen, dass Hans Peter Haselsteiner uns etwas angeschafft hat (Zwischenruf des Abg. Wöginger), dann ist das Ausdruck Ihrer Denke. Vielleicht ist das bei Ihnen so, dass die Spenderinnen und Spender Ihnen etwas anschaffen können. Wir sind überzeugt von der Politik, die wir machen! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Ganz zum Schluss noch einen Satz zur Pandemie: Meine Damen und Herren! Wenn Sie noch nicht impfen waren, machen Sie das! Gehen Sie impfen! Schützen Sie sich und schützen Sie die anderen Menschen in diesem Land! (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Oh-Rufe bei der SPÖ.
Frau Kollegin Rendi-Wagner, Sie stellen sich hier heraus und treten gegen die Teuerung auf, die es zweifelsohne gibt. Ich würde Ihnen aber raten, die Rede, die Sie hier gehalten haben, auch anderswo zu halten. Reden Sie bitte mit Bürgermeister Ludwig in Wien und versuchen Sie, das Wort im Wiener Rathaus zu ergreifen! (Oh-Rufe bei der SPÖ.) Dort werden nämlich gerade die Gebühren für Wasser, Müll und Kanal angehoben, und zwar um über 5 Prozent. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Das ist die Wiener Stadtregierung unter SPÖ-Bürgermeister Ludwig, die gerade den Wienerinnen und Wienern das Geld für eine Erhöhung der Gebühren aus der Tasche zieht. Das ist das, was Sie machen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Frau Kollegin Rendi-Wagner, Sie stellen sich hier heraus und treten gegen die Teuerung auf, die es zweifelsohne gibt. Ich würde Ihnen aber raten, die Rede, die Sie hier gehalten haben, auch anderswo zu halten. Reden Sie bitte mit Bürgermeister Ludwig in Wien und versuchen Sie, das Wort im Wiener Rathaus zu ergreifen! (Oh-Rufe bei der SPÖ.) Dort werden nämlich gerade die Gebühren für Wasser, Müll und Kanal angehoben, und zwar um über 5 Prozent. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Das ist die Wiener Stadtregierung unter SPÖ-Bürgermeister Ludwig, die gerade den Wienerinnen und Wienern das Geld für eine Erhöhung der Gebühren aus der Tasche zieht. Das ist das, was Sie machen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Frau Kollegin Rendi-Wagner, Sie stellen sich hier heraus und treten gegen die Teuerung auf, die es zweifelsohne gibt. Ich würde Ihnen aber raten, die Rede, die Sie hier gehalten haben, auch anderswo zu halten. Reden Sie bitte mit Bürgermeister Ludwig in Wien und versuchen Sie, das Wort im Wiener Rathaus zu ergreifen! (Oh-Rufe bei der SPÖ.) Dort werden nämlich gerade die Gebühren für Wasser, Müll und Kanal angehoben, und zwar um über 5 Prozent. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Das ist die Wiener Stadtregierung unter SPÖ-Bürgermeister Ludwig, die gerade den Wienerinnen und Wienern das Geld für eine Erhöhung der Gebühren aus der Tasche zieht. Das ist das, was Sie machen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Höfinger: Na unglaublich ...!
Und das pinke Anhängsel hüllt sich darüber in Schweigen. Ist ja auch klar, denn das kann ja nicht der Ansatz der NEOS sein, dass man Gebühren erhöht. (Abg. Höfinger: Na unglaublich ...!) 1 Milliarde Euro wird in Wien über Gebühren für Wasser, Kanal und Müll eingenommen – 1 Milliarde! Und jetzt setzen Sie noch einmal 50 Millionen Euro drauf. Da werden sich die Wienerinnen und Wiener bedanken. (Zwischenruf des Abg.
Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Matznetter.) – Ja, Matznetter, das wissen wir, du schreist immer dann, wenn es euch wehtut, und das tut weh! (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Leider tut es aber der Bevölkerung weh, nämlich den Wienerinnen und Wienern, denen das Geld aus der Tasche gezogen wird, wo ohnehin schon eine Teuerung gegeben ist. Das sollten Sie sich einmal ins Stammbuch schreiben, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Matznetter.) – Ja, Matznetter, das wissen wir, du schreist immer dann, wenn es euch wehtut, und das tut weh! (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Leider tut es aber der Bevölkerung weh, nämlich den Wienerinnen und Wienern, denen das Geld aus der Tasche gezogen wird, wo ohnehin schon eine Teuerung gegeben ist. Das sollten Sie sich einmal ins Stammbuch schreiben, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Fuchs: ... steht ja im Regierungsprogramm! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Zur FPÖ: Herr Kollege Fuchs, du bist an und für sich wirklich ein sachlicher und seriöser Politiker. Da Kickl ja zu Hause ist, weil er an Corona erkrankt ist – wir wünschen ihm alles Gute –, müsstest du ja keine solche Rede halten und Dinge erwähnen, die nicht in diesem Budget stehen. Du sprichst immer das Pendlerpauschale an, du sprichst immer auch die Dienstwägen an. Das findet sich nicht in diesem Budget, auch nicht in der ökosozialen Steuerreform. Für die Pendlerinnen und Pendler bleibt es gleich. (Abg. Fuchs: ... steht ja im Regierungsprogramm! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ja, wir bekennen uns zu einer CO2-Bepreisung, weil wir nicht die Augen vor dem Klimawandel verschließen dürfen. Das dürfen wir nicht. Es ist notwendig, dass wir hier schon die Realität erkennen, meine Damen und Herren. (Beifall bei ÖVP und Grünen.) Und dieses Budget samt der ökosozialen Steuerreform ist das Beste aus diesen beiden Welten.
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Ja zu Klimaschutz mit Hausverstand (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), ja zu einem regionalen Klimabonus und ja zu einer großen Entlastung für die Bürgerinnen und Bürger auf allen Ebenen mit einem Volumen von 18 Milliarden Euro! 18 Milliarden Euro geben wir den Menschen zurück, und das ist gut so, meine Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Kassegger.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Kassegger.
Ja zu Klimaschutz mit Hausverstand (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), ja zu einem regionalen Klimabonus und ja zu einer großen Entlastung für die Bürgerinnen und Bürger auf allen Ebenen mit einem Volumen von 18 Milliarden Euro! 18 Milliarden Euro geben wir den Menschen zurück, und das ist gut so, meine Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Kassegger.)
Abg. Loacker: 30 nehmen und 18 zurückgeben!
Dieses Budget ist von Aufschwung, Stabilität und Nachhaltigkeit geprägt. (Abg. Loacker: 30 nehmen und 18 zurückgeben!) – Ja, es ist immer so, dass eine Steuerreform nur die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler bezahlen können, und bei ihnen bedanken wir uns auch. Wir bedanken uns bei den Leistungsträgern dieser Gesellschaft, bei allen, die hier auch Steuern zahlen, denn nur dadurch ist es möglich, dass wir Steuerentlastungen durchführen. Der Staat nimmt nur Steuern ein, daher können wir auch nur diese verteilen. Daher einmal ein großes Danke auch an die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, die das überhaupt erst ermöglichen! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Maurer.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Maurer.
Dieses Budget ist von Aufschwung, Stabilität und Nachhaltigkeit geprägt. (Abg. Loacker: 30 nehmen und 18 zurückgeben!) – Ja, es ist immer so, dass eine Steuerreform nur die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler bezahlen können, und bei ihnen bedanken wir uns auch. Wir bedanken uns bei den Leistungsträgern dieser Gesellschaft, bei allen, die hier auch Steuern zahlen, denn nur dadurch ist es möglich, dass wir Steuerentlastungen durchführen. Der Staat nimmt nur Steuern ein, daher können wir auch nur diese verteilen. Daher einmal ein großes Danke auch an die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, die das überhaupt erst ermöglichen! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Maurer.)
Zwischenruf des Abg. Kassegger.
Wir entlasten die Menschen, und ich bin gespannt, ob die FPÖ diesen Dingen zustimmen wird, die wir beide eigentlich auch im Regierungsprogramm stehen hatten. Es ist der zweite und dritte Steuersatz enthalten, wir senken auf 30 und 40 Prozent ab, was in Summe eine Entlastung von bis zu 1 230 Euro pro Person pro Jahr ausmacht. Beim Familienbonus – von mir aus auch Plus; jetzt gibt es nämlich ein Plus, plus 500 Euro kommen dazu – sind es 2 000 Euro pro Kind pro Jahr. (Zwischenruf des Abg. Kassegger.) Auch der Kindermehrbetrag wird auf 450 Euro angehoben. (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Kassegger.) Das ist doch das, was wir gemeinsam ausgemacht haben, ich bin also gespannt, ob die FPÖ diesen Dingen zustimmen wird, die wir gemeinsam im letzten Regierungsprogramm stehen hatten, ob ihr euch weiterhin dazu bekennt, die Menschen mit dem Absenken der Steuerstufen und auch mit der Erhöhung des Familienbonus zu entlasten. Das kommt nämlich bei den Menschen an, meine Damen und Herren, die Menschen werden diese Entlastung spüren, und es ist auch notwendig, gerade in Zeiten wie diesen, dass wir diese große Entlastung umsetzen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Kassegger.
Wir entlasten die Menschen, und ich bin gespannt, ob die FPÖ diesen Dingen zustimmen wird, die wir beide eigentlich auch im Regierungsprogramm stehen hatten. Es ist der zweite und dritte Steuersatz enthalten, wir senken auf 30 und 40 Prozent ab, was in Summe eine Entlastung von bis zu 1 230 Euro pro Person pro Jahr ausmacht. Beim Familienbonus – von mir aus auch Plus; jetzt gibt es nämlich ein Plus, plus 500 Euro kommen dazu – sind es 2 000 Euro pro Kind pro Jahr. (Zwischenruf des Abg. Kassegger.) Auch der Kindermehrbetrag wird auf 450 Euro angehoben. (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Kassegger.) Das ist doch das, was wir gemeinsam ausgemacht haben, ich bin also gespannt, ob die FPÖ diesen Dingen zustimmen wird, die wir gemeinsam im letzten Regierungsprogramm stehen hatten, ob ihr euch weiterhin dazu bekennt, die Menschen mit dem Absenken der Steuerstufen und auch mit der Erhöhung des Familienbonus zu entlasten. Das kommt nämlich bei den Menschen an, meine Damen und Herren, die Menschen werden diese Entlastung spüren, und es ist auch notwendig, gerade in Zeiten wie diesen, dass wir diese große Entlastung umsetzen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.
Wir entlasten die Menschen, und ich bin gespannt, ob die FPÖ diesen Dingen zustimmen wird, die wir beide eigentlich auch im Regierungsprogramm stehen hatten. Es ist der zweite und dritte Steuersatz enthalten, wir senken auf 30 und 40 Prozent ab, was in Summe eine Entlastung von bis zu 1 230 Euro pro Person pro Jahr ausmacht. Beim Familienbonus – von mir aus auch Plus; jetzt gibt es nämlich ein Plus, plus 500 Euro kommen dazu – sind es 2 000 Euro pro Kind pro Jahr. (Zwischenruf des Abg. Kassegger.) Auch der Kindermehrbetrag wird auf 450 Euro angehoben. (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Kassegger.) Das ist doch das, was wir gemeinsam ausgemacht haben, ich bin also gespannt, ob die FPÖ diesen Dingen zustimmen wird, die wir gemeinsam im letzten Regierungsprogramm stehen hatten, ob ihr euch weiterhin dazu bekennt, die Menschen mit dem Absenken der Steuerstufen und auch mit der Erhöhung des Familienbonus zu entlasten. Das kommt nämlich bei den Menschen an, meine Damen und Herren, die Menschen werden diese Entlastung spüren, und es ist auch notwendig, gerade in Zeiten wie diesen, dass wir diese große Entlastung umsetzen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Der Standort entscheidet über den Standpunkt, so ist es nun einmal, und die SPÖ misst hier mit zweierlei Maß: Wenn sie regiert, ist es ein gutes Budget und eine gute Entlastung. Ist sie in Opposition, ist sie dagegen. – Das ist keine seriöse Art der Politik, und, Frau Kollegin Rendi-Wagner, gehen Sie ins Rathaus und halten Sie Bürgermeister Ludwig vom Anheben der Gebühren ab! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Ah-Rufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren in der Regierung! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Präsident, gestatten Sie mir, dass ich meine Rede wieder einmal mit einer Frage beginne, und zwar mit einer Frage an Frau Köstinger, Herrn Brunner, Herrn Blümel und Herrn Nehammer: Sie sind immer noch da? Sie sind ja immer noch da! Sie haben versprochen, wenn Herr Kurz geht, gehen Sie mit – erinnern Sie sich? (Ah-Rufe bei der ÖVP.) Das ganze Land hat sich gefreut, und jetzt haben Sie Ihr Versprechen gebrochen, geschätzte Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.) – So viel ist von den Versprechen der ÖVP in diesem Land nicht nur in dieser Frage, sondern generell zu halten.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren in der Regierung! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Präsident, gestatten Sie mir, dass ich meine Rede wieder einmal mit einer Frage beginne, und zwar mit einer Frage an Frau Köstinger, Herrn Brunner, Herrn Blümel und Herrn Nehammer: Sie sind immer noch da? Sie sind ja immer noch da! Sie haben versprochen, wenn Herr Kurz geht, gehen Sie mit – erinnern Sie sich? (Ah-Rufe bei der ÖVP.) Das ganze Land hat sich gefreut, und jetzt haben Sie Ihr Versprechen gebrochen, geschätzte Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.) – So viel ist von den Versprechen der ÖVP in diesem Land nicht nur in dieser Frage, sondern generell zu halten.
Beifall bei der SPÖ.
ist doch ein Witz für die Menschen, die pflegebedürftig sind, und für die Menschen, die pflegen, geschätzter Herr Blümel! So geht Budgetpolitik in dieser Phase sicher nicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hanger: Gelesen haben Sie das Budget nicht!
Sie wollen, dass die Gemeinden die Milliarde zurückzahlen, die sie so dringend brauchen und nicht zurückzahlen können. Sie machen Politik für die Superreichen, Herr Blümel! (Abg. Hanger: Gelesen haben Sie das Budget nicht!) Das ist das, was Sie mit diesem Budget machen. Das ist die grün-türkise Finanzpolitik, und diese ist nicht nur abzulehnen, sie ist so schnell wie möglich zu ändern, wenn Sie abgewählt sind. Darum geht es für die Zukunft, geschätzte Damen und Herren! (Zwischenruf des Abg. Wöginger.)
Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Sie wollen, dass die Gemeinden die Milliarde zurückzahlen, die sie so dringend brauchen und nicht zurückzahlen können. Sie machen Politik für die Superreichen, Herr Blümel! (Abg. Hanger: Gelesen haben Sie das Budget nicht!) Das ist das, was Sie mit diesem Budget machen. Das ist die grün-türkise Finanzpolitik, und diese ist nicht nur abzulehnen, sie ist so schnell wie möglich zu ändern, wenn Sie abgewählt sind. Darum geht es für die Zukunft, geschätzte Damen und Herren! (Zwischenruf des Abg. Wöginger.)
Abg. Wöginger: Und in Wien nimmt ...!
Seitens der Regierung, seitens der ÖVP ist schon die Teuerung angesprochen worden – selbst Sie haben erkannt, dass die Teuerung ins Land gezogen ist. Ja, Sie haben es erkannt, aber Sie tun nichts dagegen. Die Kosten für den wöchentlichen Einkauf steigen um 6,8 Prozent, für Benzin, Treibstoff um 36 Prozent, für Heizen und Strom um 16 Prozent. Das kann so nicht weitergehen, und was unternehmen Sie dagegen? Sagen Sie eines, was Sie dagegen unternehmen! Sie tun nichts gegen diese Teuerung. Sie lassen die Menschen in dieser Situation alleine, und Sie nehmen zur Kenntnis, dass diese Inflation existenzbedrohend für die Haushalte ist! (Abg. Wöginger: Und in Wien nimmt ...!)
Beifall bei der SPÖ.
Es gibt im Budget keinen einzigen Satz zu dieser Situation, und ich sage Ihnen: Sie lassen die Menschen im Stich, und so, wie Sie es hier machen, geht Budgetpolitik nicht! Das ist nicht das, was die Menschen in unserem Land derzeit brauchen, geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hanger.
Lassen Sie mich zum Schluss jetzt aber noch zu einem Thema kommen, das schon von einigen Vorrednerinnen und Vorrednern angesprochen wurde: zur Pandemiebekämpfung, die gerade durch Ihr Agieren in diesem Land jetzt wirklich den Bach hinuntergeht. (Zwischenruf des Abg. Hanger.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Bösch.
Eines zum Schluss, Herr Kurz: Herr Kurz, das ist Ihr Erbe. Diese Pandemiepolitik ist Ihr Erbe. Sie haben die Pandemie im Sommer für beendet erklärt. Sie haben dafür gesorgt, dass die Menschen unvorsichtig geworden sind. Sie haben dafür gesorgt, dass Pandemiebekämpfung nicht ernst genommen wurde. Jetzt stehen wir vor den Trümmern dieser Politik, und ich wäre froh, wenn sich in diesem Land endlich etwas ändern und den Menschen endlich wieder geholfen werden würde. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Bösch.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Das Regierungsprogramm, der Ministerratsvortrag 5/16 vom 30.1.2020 – Titel: „Menschen entlasten – Ökologisierung fördern“ –, der österreichische Aufbau- und Resilienzplan 2020–2026 vom 30.4.2021 und die Bemerkung der Frau Bundesministerin Gewessler bei der Präsentation der Steuerreform am 3.10.2021 beinhalten die „Ökologisierung und Erhöhung der Treffsicherheit des Pendlerpauschales“; damit ist diese auch Bestandteil dieses Regierungsprogrammes und natürlich auch dieser ökosozialen Steuerreform. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Wöginger.)
Allgemeiner Beifall.
Bevor ich Abgeordnetem Schwarz das Wort erteile, darf ich den Präsidenten des Schweizer Nationalrates Andreas Aebi mit seiner Gattin recht herzlich bei uns begrüßen. (Allgemeiner Beifall.)
Allgemeiner Beifall. – Abg. Matznetter: Mutig, bei unseren Inzidenzen!
Die Schweiz und Österreich verbinden enge freundschaftliche, aber auch wirtschaftliche Kontakte, und er hat eine dreitägige Reise nach Österreich angesetzt. Herzlich willkommen, und ich wünsche noch einen guten Aufenthalt! (Allgemeiner Beifall. – Abg. Matznetter: Mutig, bei unseren Inzidenzen!)
Heiterkeit des Abg. Wöginger.
Abgeordneter Mag. Dr. Jakob Schwarz, BA (Grüne): Herr Präsident! Ein Willkommen auch von mir! Ich beginne mit einem Hallo an die Mitglieder der Bundesregierung, an das Hohe Haus, an die Zuseherinnen und Zuseher und auch an den Herrn Präsidenten – und mit der Feststellung, dass alles, was irgendwie Ökologisierung im Namen hat, bei Abgeordnetem Fuchs von der FPÖ Schauer auslöst. (Heiterkeit des Abg. Wöginger.) Das heißt, insofern gehen wir da wahrscheinlich auch in die richtige Richtung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Dr. Jakob Schwarz, BA (Grüne): Herr Präsident! Ein Willkommen auch von mir! Ich beginne mit einem Hallo an die Mitglieder der Bundesregierung, an das Hohe Haus, an die Zuseherinnen und Zuseher und auch an den Herrn Präsidenten – und mit der Feststellung, dass alles, was irgendwie Ökologisierung im Namen hat, bei Abgeordnetem Fuchs von der FPÖ Schauer auslöst. (Heiterkeit des Abg. Wöginger.) Das heißt, insofern gehen wir da wahrscheinlich auch in die richtige Richtung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Was mich gleichfalls ein bisschen verwundert, ist, dass die SPÖ einen Antrag stellt, mit dem sie klimaschädliche Subventionen ausbauen möchte. Ich habe immer geglaubt, auch Sie wollen die mit abschaffen, aber offensichtlich gehen Sie da in eine ganz andere Richtung. Auch das ist leider nicht so, wie wir das im 21. Jahrhundert erwarten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ich möchte nicht abstreiten, dass die aktuelle Situation herausfordernd ist; ich glaube, das kann man jeden Tag feststellen. Was ich nicht teile, ist die Einschätzung, dass das Budget grundsätzlich und generell zu optimistisch ist. Wir haben festgestellt, dass Corona eine hohe Saisonalität hat, teilweise eine überraschend hohe Saisonalität. Das hat dazu geführt, dass schon letztes Jahr viele meiner VorrednerInnen gefordert haben, das Budget nach unten zu korrigieren, weil sie geglaubt haben, es ist zu optimistisch. Jetzt, am Ende des Jahres 2021, stellt sich heraus: Das Budget hat wahrscheinlich schon recht gut gepasst, es war vielleicht sogar einen Hauch zu pessimistisch. Deshalb glaube ich auch, dass dieses Budget, so wie es jetzt aufgestellt ist, halten wird. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Erstmals werden klimaschädliche Treibhausgase einen Preis bekommen und dadurch die gesamte Wirtschaft in eine positive, klimafreundliche Zukunft gelenkt. Das wäre ohne diese grüne Regierungsbeteiligung so nicht zustande gekommen, und das ist, glaube ich, ein großer Erfolg. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Gleichzeitig bleibt der Lenkungseffekt erhalten – auch das ist von einem meiner Vorredner abgestritten worden. Das UBA hat berechnet, dass alleine mit dieser Maßnahme 4 Prozent der Treibhausgase in Österreich reduziert werden können. Das ist für eine einzige Maßnahme ein relativ großer Anteil, den diese Maßnahme an der Reduktion von Treibhausgasen hat. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Loacker: Ist es auch!
Die meisten Wirtschaftsexpertinnen und -experten sind sich einig, dass wir in Österreich umweltschädliches Verhalten und ebensolche Technologien zu gering und Arbeitseinkommen zu hoch besteuern, deshalb gibt es über verschiedene Maßnahmen, insbesondere diese Tarifsenkung, auch ein großes Entlastungsvolumen für Arbeitseinkommen – wobei mich wundert, dass die NEOS plötzlich gegen die Steuerreform sind, obwohl ich vermutet habe, dass Sie grundsätzlich dafür sind, dass man Steuern senkt. Es ist auch so, dass ich irgendwo den Eindruck habe, Sie sind verwundert darüber, dass sich der Staat über Steuern finanziert, denn wenn man Steuern einnimmt – und mehr Steuern einnimmt –, dann sagen Sie, das ist eine Raubrittermanier, und Ähnliches. (Abg. Loacker: Ist es auch!) Das liegt halt an der Art und Weise: Man muss natürlich versuchen, die Steuern im Budget sinnvoll zu verwenden, aber dass sich der Staat grundsätzlich über Steuern finanziert, das sollte jetzt niemanden überraschen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die meisten Wirtschaftsexpertinnen und -experten sind sich einig, dass wir in Österreich umweltschädliches Verhalten und ebensolche Technologien zu gering und Arbeitseinkommen zu hoch besteuern, deshalb gibt es über verschiedene Maßnahmen, insbesondere diese Tarifsenkung, auch ein großes Entlastungsvolumen für Arbeitseinkommen – wobei mich wundert, dass die NEOS plötzlich gegen die Steuerreform sind, obwohl ich vermutet habe, dass Sie grundsätzlich dafür sind, dass man Steuern senkt. Es ist auch so, dass ich irgendwo den Eindruck habe, Sie sind verwundert darüber, dass sich der Staat über Steuern finanziert, denn wenn man Steuern einnimmt – und mehr Steuern einnimmt –, dann sagen Sie, das ist eine Raubrittermanier, und Ähnliches. (Abg. Loacker: Ist es auch!) Das liegt halt an der Art und Weise: Man muss natürlich versuchen, die Steuern im Budget sinnvoll zu verwenden, aber dass sich der Staat grundsätzlich über Steuern finanziert, das sollte jetzt niemanden überraschen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ich danke für die Kooperation und wünsche Ihnen alles Gute. Bleiben Sie gesund! – Danke schön. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Keine Ahnung von Ackerbau und Viehzucht!
Liebe ÖVP, liebe Grüne, Sie tun genau das beispielsweise im Bereich der Landwirtschaft – Stichwort Agrardiesel –, wo Sie neue klimaschädliche Subventionen einführen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Keine Ahnung von Ackerbau und Viehzucht!)
Beifall des Abg. Taschner
Wir geben über 10 Milliarden Euro im Jahr für Bildung aus (Beifall des Abg. Taschner), aber wir liegen im internationalen Vergleich, wenn ich beispielsweise Finnland hernehme, bei sämtlichen Abfragen, bei den Tests, bei den Pisa-Studien und so weiter, immer wieder im Hinterfeld, obwohl diese Länder weniger für Bildung ausgeben, als Österreich das tut. (Abg. Taschner: ... die Jugendarbeitslosigkeit!) Das liegt sicherlich auch daran, Herr Professor, dass wir die Prioritäten in diesem Land falsch setzen. Wenn ich mir das Budget ansehe, dann sehe ich, dass wir im kommenden Jahr wiederum 240 Millionen Euro für Schultests ausgeben, für Tests – PCR-Tests – in den Schulen. Das ist genau so viel Geld, wie wir für Förderstunden ausgeben, und das, obwohl wir in den letzten eineinhalb Jahren einen massiven Bildungsverlust bei unseren Kindern, bei unseren Jugendlichen beobachten. Das ist viel zu wenig Geld, das dafür aufgebracht wird.
Abg. Taschner: ... die Jugendarbeitslosigkeit!
Wir geben über 10 Milliarden Euro im Jahr für Bildung aus (Beifall des Abg. Taschner), aber wir liegen im internationalen Vergleich, wenn ich beispielsweise Finnland hernehme, bei sämtlichen Abfragen, bei den Tests, bei den Pisa-Studien und so weiter, immer wieder im Hinterfeld, obwohl diese Länder weniger für Bildung ausgeben, als Österreich das tut. (Abg. Taschner: ... die Jugendarbeitslosigkeit!) Das liegt sicherlich auch daran, Herr Professor, dass wir die Prioritäten in diesem Land falsch setzen. Wenn ich mir das Budget ansehe, dann sehe ich, dass wir im kommenden Jahr wiederum 240 Millionen Euro für Schultests ausgeben, für Tests – PCR-Tests – in den Schulen. Das ist genau so viel Geld, wie wir für Förderstunden ausgeben, und das, obwohl wir in den letzten eineinhalb Jahren einen massiven Bildungsverlust bei unseren Kindern, bei unseren Jugendlichen beobachten. Das ist viel zu wenig Geld, das dafür aufgebracht wird.
Beifall bei der FPÖ.
Dieses Budget von 240 Millionen Euro für Tests beweist nur eines: Der Testwahnsinn an unseren Schulen geht weiter, und nicht nur der Testwahnsinn, auch der Maskenzwang setzt sich fort. Egal ob jemand getestet ist – negativ getestet –, ob er geimpft ist: Auch wenn Jugendliche oder Kinder geimpft sind, müssen sie in Zukunft FFP2-Maske tragen. Das gilt im Übrigen jetzt auch in den Volksschulen. Diesem Wahnsinn müssen wir ein Ende setzen. Dieses Drangsalieren unserer Kinder darf so nicht weitergehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wirklichkeit, dass wir an den Oberstufen nur noch eine 2G-Regel haben – du musst genesen oder geimpft sein – und dass sich in Wirklichkeit die Volksschulen und die Unterstufen in Zukunft wieder im Distancelearning befinden. Das kann es nicht sein, so darf das nicht weitergehen. Diese Regierung dilettiert auf dem Rücken unserer Schüler. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Oder: Der kroatische Staatspräsident – auch den darf ich noch zitieren – meint: „In Österreich verbietet man heute Menschen, die nicht geimpft sind, das Haus zu verlassen. Was ist das, Wissenschaft oder Methoden, die an die 30er Jahre erinnern?“ (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Bundesministerin Köstinger: Was? – Zwischenruf des Abg. Wurm.
Es muss auch Schluss sein mit diesem Regierungssprech. Wenn ich daran denke: Die ehemalige Ministerin Bogner-Strauß spricht von Todesengeln, wenn sie von Krankenschwestern und Krankenpflegern spricht. Frau Minister Köstinger meint, die Zeit für Ungeimpfte sei abgelaufen. (Bundesministerin Köstinger: Was? – Zwischenruf des Abg. Wurm.) Den Vogel abgeschossen hat in Wirklichkeit der Herr Bundeskanzler, denn Bundeskanzler Schallenberg meinte – er spricht da über Menschen wie über Tiere, und das ist das Furchtbare –, wir müssten die Zügel für Ungeimpfte straffer ziehen. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Es muss auch Schluss sein mit diesem Regierungssprech. Wenn ich daran denke: Die ehemalige Ministerin Bogner-Strauß spricht von Todesengeln, wenn sie von Krankenschwestern und Krankenpflegern spricht. Frau Minister Köstinger meint, die Zeit für Ungeimpfte sei abgelaufen. (Bundesministerin Köstinger: Was? – Zwischenruf des Abg. Wurm.) Den Vogel abgeschossen hat in Wirklichkeit der Herr Bundeskanzler, denn Bundeskanzler Schallenberg meinte – er spricht da über Menschen wie über Tiere, und das ist das Furchtbare –, wir müssten die Zügel für Ungeimpfte straffer ziehen. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Hohes Haus! Das ist ein Wahnsinn! So ein Bundeskanzler hat in seinem Amt nichts mehr verloren! (Beifall bei der FPÖ.) Beenden Sie diesen weltweit einzigartigen Wahnsinn! (Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.) Er ist weltweit einzigartig, und das schrieb gestern auch die „Presse“: In nahezu 200 Ländern weltweit gibt es keine vergleichbaren Maßnahmen. – Nicht einmal in Nordkorea, nicht einmal in China – das sind die Länder, die da sogar noch über uns stehen. (Abg. Deimek: Nicht einmal in Liechtenstein!)
Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.
Hohes Haus! Das ist ein Wahnsinn! So ein Bundeskanzler hat in seinem Amt nichts mehr verloren! (Beifall bei der FPÖ.) Beenden Sie diesen weltweit einzigartigen Wahnsinn! (Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.) Er ist weltweit einzigartig, und das schrieb gestern auch die „Presse“: In nahezu 200 Ländern weltweit gibt es keine vergleichbaren Maßnahmen. – Nicht einmal in Nordkorea, nicht einmal in China – das sind die Länder, die da sogar noch über uns stehen. (Abg. Deimek: Nicht einmal in Liechtenstein!)
Abg. Deimek: Nicht einmal in Liechtenstein!
Hohes Haus! Das ist ein Wahnsinn! So ein Bundeskanzler hat in seinem Amt nichts mehr verloren! (Beifall bei der FPÖ.) Beenden Sie diesen weltweit einzigartigen Wahnsinn! (Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.) Er ist weltweit einzigartig, und das schrieb gestern auch die „Presse“: In nahezu 200 Ländern weltweit gibt es keine vergleichbaren Maßnahmen. – Nicht einmal in Nordkorea, nicht einmal in China – das sind die Länder, die da sogar noch über uns stehen. (Abg. Deimek: Nicht einmal in Liechtenstein!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wurm: Gute Rede! – Abg. Deimek: Die Wirtschaft steht hinter den Maßnahmen bis zum Tod!
Im Übrigen – ceterum censeo – glaube ich, dass dieses Budget nicht dazu geeignet ist, Österreich aus dieser Krise herauszuführen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wurm: Gute Rede! – Abg. Deimek: Die Wirtschaft steht hinter den Maßnahmen bis zum Tod!)
Abg. Deimek: In der Schweiz wird aber nicht zugesperrt!
Abgeordneter Peter Haubner (ÖVP): Geschätzter Herr Präsident! Herr Finanzminister! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Auch von dieser Stelle ein Grüezi an die Schweizer Delegation – uns verbindet ja einiges: Wir sind kleine Länder, wir haben tolle Unternehmen, wir haben fleißige Menschen, und wir haben starke Volkswirtschaften. (Abg. Deimek: In der Schweiz wird aber nicht zugesperrt!) Eine herzliche Gratulation auch zu Ihrer Performance, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Peter Haubner (ÖVP): Geschätzter Herr Präsident! Herr Finanzminister! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Auch von dieser Stelle ein Grüezi an die Schweizer Delegation – uns verbindet ja einiges: Wir sind kleine Länder, wir haben tolle Unternehmen, wir haben fleißige Menschen, und wir haben starke Volkswirtschaften. (Abg. Deimek: In der Schweiz wird aber nicht zugesperrt!) Eine herzliche Gratulation auch zu Ihrer Performance, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Lukas Hammer und Jakob Schwarz.
Ich möchte zum Thema starke Volkswirtschaften etwas sagen, weil genau das das Ziel dieses Budgets ist: dass wir Österreich als starke Volkswirtschaft erhalten. Wir wollen Stabilität und Wachstum in unserem Land, und da ist es ganz wichtig, dass wir eine florierende Wirtschaft haben und budgetäre Sicherheit geben, meine Damen und Herren, denn eine Wirtschaft, die gesunde Unternehmen hat, schafft und sichert Arbeitsplätze. Wenn ich mir dieses Budget ganz genau anschaue, dann erkenne ich, dass dieses Budget den Aufschwung unterstützt, die Stabilität schafft, die wir brauchen, und Nachhaltigkeit zum Inhalt hat. Der Herr Finanzminister hat dieses Budget mit großer Umsicht gebaut, und es ist eine klare Ansage in Richtung Zukunft, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Lukas Hammer und Jakob Schwarz.)
Zwischenruf bei der SPÖ
Gerade in diesen schwierigen Coronazeiten – und wie wir ja jetzt erleben, sind diese Zeiten noch nicht vorbei – wurden die größten Unterstützungspakete in der Zweiten Republik gestemmt. Jetzt gilt es eben, einerseits die Unterstützungen weiter fortzusetzen und andererseits gleichzeitig an die Zukunft zu denken, um die neuen Herausforderungen wie Klimaschutz, Arbeitsmarkt und Standort anzugehen – und genau das machen wir. Wenn wir jetzt den Aufschwung nutzen, dann werden wir zur gewohnten österreichischen Stärke zurückfinden. Dabei wird uns kein Gesamtlockdown helfen, meine Damen und Herren. Am meisten hilft es uns – und das ist unsere oberste Aufgabe –, dass wir die Bürgerinnen und Bürger zum Impfen bringen (Zwischenruf bei der SPÖ), denn mit einer hohen Impfquote können wir besser in Richtung Aufschwung marschieren.
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.
Die Wirtschaftsprognosen stehen ja auf Aufschwung, meine Damen und Herren, und das sind gute Signale. Dieses Budget – und das möchte ich in Richtung SPÖ schon noch einmal ganz deutlich sagen – setzt ganz klare Signale, nämlich in Richtung der arbeitenden Menschen: Wir entlasten diese, wir senken den Steuersatz von 35 Prozent auf 30 Prozent und jenen von 42 Prozent auf 40 Prozent. Wir setzen Anreize, und wir stärken den Wirtschaftsstandort durch Entlastungen und Förderungen. Die Investitionsprämie hat es ja in der Vergangenheit gezeigt: wertvolle Impulse – 7 Milliarden Euro lösen Investitionen von 80 Milliarden Euro aus. Diesen Weg wollen wir weitergehen und die Wirtschaft entsprechend unterstützen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.
Deshalb: Miteinander und nicht gegeneinander arbeiten – das ist das Gebot der Stunde, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.)
Beifall bei den NEOS.
Ich möchte aber auf die drei Punkte noch einmal genauer eingehen. Ich fange mit dem Reformstau an. Es geht dabei um die üblichen Reformen, die wir alle fordern und die auch alle Experten immer fordern, und ich starte wie immer mit der Pensionsreform: Ein Drittel des Bundeshaushalts ist in Form von Zuschüssen zu den Pensionen gebunden, und da muss endlich der Kopf aus dem Sand genommen werden. Da muss einfach endlich etwas getan werden, und es geht darum, dass das faktische Pensionsalter endlich angehoben wird. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Die vielleicht wichtigste Zukunftsreform betrifft die Bildung. Weil ich gerade auch den Besuch aus der Schweiz hier sehe: In der Schweiz nimmt das Bildungsbudget 16,5 Prozent des Budgets ein – in Österreich sind es weniger als 10 Prozent. Es wird zwar immer ein bisschen erhöht, aber auch da schaut offenbar keiner genau rein, denn: Was erhöht wird, das sind die Lehrergehälter – das ist natürlich angemessen, aber damit ändert sich einfach nichts in einer Schulklasse. Auch das gehört endlich geändert. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Zusätzlich zu dieser Erstarrung des Budgets, die wir schon vorfinden, haben wir jetzt einmal über 60 Milliarden Euro für die Krise ausgegeben. Über 60 Milliarden Euro wurden bis jetzt ausgegeben! Das wurde einfach bei den Schulden angehäuft. Und was jetzt dazukommt – weil dieser Sommer wieder nicht genutzt wurde, weil die Menschen wieder nicht zum Impfen gebracht worden sind –: Jetzt haben wir die nächste – vierte – Welle. Ja, ich würde mich freuen, wenn wir mit diesen 5 Milliarden Euro, die in diesem Budget enthalten sind, im nächsten Jahr auskommen würden, aber – ich bin da beim Kollegen Fuchs – ich glaube, das wird sich wahrscheinlich nicht ausgehen. Also wer zahlt für diese vollkommene Säumigkeit der Bundesregierung? – Der Steuerzahler, denn der badet es aus, und ich muss Ihnen wirklich sagen, ich würde Sie gerne in den Privatkonkurs schicken. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Sieber.
Dann haben wir noch den dritten Punkt, das ist die ökologische Steuerreform. Diese ist – das haben wir auch schon mehrmals gesagt – weder ökologisch, Kollege Schwarz, noch ist es eine wirkliche Steuerreform, denn eine solche sollte ja die Menschen entlasten. Was es geworden ist, ist ein bisschen eine Tarifreform – wir finden die Senkung der Tarife übrigens gut, Kollege Schwarz –, aber es ist vor allem ganz viel Subventionspopulismus drinnen. Von diesen 18 Milliarden Euro sind 10 Milliarden Subventionen, die über Klimaboni und Co ausgegeben werden, und das hat nichts mit einer Entlastung der Menschen in diesem Land zu tun. (Zwischenruf des Abg. Sieber.)
Beifall bei den NEOS.
Warum ist das so? – Weil eine ganz, ganz zentrale Forderung – Herr Finanzminister, ich schaue Sie jetzt wirklich an, ich schaue auch in Richtung von Herrn Vizekanzler Kogler, der aber gerade nicht da ist – bis jetzt nicht erfüllt wurde. Worum geht es? – Es geht um die Abschaffung der kalten Progression. Würden wir das endlich in den Griff bekommen, dann wäre schon viel geholfen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Weil es geheißen hat, wir finden all die Reformen, die für den Wirtschaftsstandort gemacht wurden, nicht gut: Wir finden die KöSt-Senkung gut, wir finden es auch gut, dass es einen Gewinnfreibetrag gibt, und auch der Investitionsfreibetrag ist absolut in Ordnung – das unterstützen wir. Was es aber doch wirklich braucht, meine Damen und Herren – und das wissen all jene von Ihnen, die tagtäglich mit Unternehmerinnen und Unternehmern reden, auch –, ist eine Senkung der Lohnnebenkosten, und die fehlt. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Abschließend – und ich habe das schon öfter gesagt –: Diese Bundesregierung ist wirklich ein Weltmeister im Ankündigen, aber ein vollkommenes Armutschkerl im Umsetzen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
Bundesminister für Finanzen Mag. Gernot Blümel, MBA: Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Werte Zuseherinnen und Zuseher vor den Fernsehschirmen! Mit diesem Budget ermöglichen wir Aufschwung, Stabilität und Nachhaltigkeit für Österreich. Klar ist, dass die Pandemie nach wie vor eine große Herausforderung darstellt, aber wir wissen: Die Impfung wirkt, und deswegen auch mein Appell an alle: Bitte lassen Sie sich impfen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kassegger: Das ist aber genau eine Gießkanne! Mehr Gießkanne geht nicht! Es ist eine Gießkanne!
Dennoch, und das sage ich hier ganz bewusst: Die Reduktion der Schuldenquote ist nicht gleichzusetzen mit einem Sparpaket. Es bedeutet, gezielt Schwerpunkte zu setzen, statt das Geld der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler nach dem Gießkannenprinzip auszugeben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kassegger: Das ist aber genau eine Gießkanne! Mehr Gießkanne geht nicht! Es ist eine Gießkanne!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Die ökosoziale Steuerreform, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist genau ein solcher Schwerpunkt. Wir verfolgen damit vier konkrete Ziele: Erstens wollen wir die arbeitenden Menschen in diesem Land entlasten, zweitens wollen wir Anreize für umweltfreundliches Verhalten setzen, drittens wollen wir den Standort Österreich nachhaltig stärken, und viertens wollen wir die Schuldenquote Österreichs Schritt für Schritt senken, um für die nächste Krise gut gerüstet zu sein. All diese vier Ziele erreichen wir mit diesem Budget, und das ist in diesem Budget bereits eingestellt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Die ökosoziale Steuerreform ist natürlich das große Projekt, das sich in diesem Budget widerspiegelt. Gleichzeitig geben wir den Ressorts genügend Spielräume, damit diese gezielt eigene Schwerpunkte setzen und ihre Arbeit fortsetzen können. Im Bereich des Bundesheers, der inneren Sicherheit und der Justiz werden etwa die Mittel für die Terrorismusbekämpfung aufgestockt. Auf mehrere Ressorts verteilt wird es auch zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten zum besseren Schutz von Frauen vor Gewalt geben. Für Pflegeleistungen werden wir im kommenden Jahr insgesamt 3,7 Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Das Bildungsbudget wird bereits im kommenden Jahr die 10-Milliarden-Euro-Marke überschreiten. Die Digitalisierung des Unterrichts wird fortgeführt, und generell werden wir im Bereich Wirtschaft auch Regionalentwicklungen weiter stärken und möglich machen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Mehr Geld gibt es natürlich auch für den Klimaschutz – bis 2025 um rund 5,9 Milliarden Euro mehr –, und im Bereich der Mobilität unterstützen wir klimafreundliches Verhalten mit ausreichenden Mitteln für die Schiene oder für die regionalen Klimatickets. Dieses Budget, meine sehr geehrten Damen und Herren, sorgt für Aufschwung, Stabilität und Nachhaltigkeit für Österreich. – Vielen Dank für die Beiträge. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Bernhard und Shetty.
Abgeordneter Lukas Hammer (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Zu Beginn noch ein Wort zu den NEOS: Es stimmt schon, ihr habt ein eigenes Modell für die Einführung eines CO2-Preises. Wir haben immer gesagt, dass wir dieses Modell nicht sinnvoll finden. Natürlich, ihr wollt einen CO2-Preis einführen, aber ihr wollt im Gegenzug alle anderen Umweltsteuern und Umweltabgaben abschaffen. Während wir darauf geschaut haben, dass die spritfressenden, großen Stinker schon beim Autokauf durch eine Reform der NoVA im Vergleich zu CO2-armen Fahrzeugen teurer werden, würdet ihr die NoVA komplett abschaffen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Bernhard und Shetty.) Das würde dazu führen, dass man mit einem fetten SUV die ersten 200 000 bis 300 000 Kilometer quasi umsonst unterwegs ist, bevor dieser CO2-Preis, den ihr einführen wollt, überhaupt greift. Euer Modell ist aus meiner Sicht ökologisch komplett kontraproduktiv. Schaut euch das bitte noch einmal an! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordneter Lukas Hammer (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Zu Beginn noch ein Wort zu den NEOS: Es stimmt schon, ihr habt ein eigenes Modell für die Einführung eines CO2-Preises. Wir haben immer gesagt, dass wir dieses Modell nicht sinnvoll finden. Natürlich, ihr wollt einen CO2-Preis einführen, aber ihr wollt im Gegenzug alle anderen Umweltsteuern und Umweltabgaben abschaffen. Während wir darauf geschaut haben, dass die spritfressenden, großen Stinker schon beim Autokauf durch eine Reform der NoVA im Vergleich zu CO2-armen Fahrzeugen teurer werden, würdet ihr die NoVA komplett abschaffen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Bernhard und Shetty.) Das würde dazu führen, dass man mit einem fetten SUV die ersten 200 000 bis 300 000 Kilometer quasi umsonst unterwegs ist, bevor dieser CO2-Preis, den ihr einführen wollt, überhaupt greift. Euer Modell ist aus meiner Sicht ökologisch komplett kontraproduktiv. Schaut euch das bitte noch einmal an! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kassegger.
erleben wir in Österreich gerade erst die vergleichsweise sanften Vorboten davon, was in anderen Regionen dieser Erde bereits jetzt bittere Realität ist. Wir brauchen – und das ist nach der Klimakonferenz klar geworden – dringend positive Signale der Hoffnung. Dieses Klimaschutzbudget, das uns die Bundesregierung vorgelegt hat und das wir diese Woche beschließen werden, ist ein positives Signal der Hoffnung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kassegger.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das Budget hat zusammen mit der ökosozialen Steuerreform ein konkretes Ziel: Wir wollen den Menschen und den Unternehmen klimafreundliches Verhalten ermöglichen. Klimaschutz soll die einfache und bessere Alternative werden, weil es bequemer und günstiger ist. Deswegen schaffen wir leistbare Alternativen zum Auto, indem wir den öffentlichen Verkehr massiv ausbauen und ihn durch das Klimaticket auch noch günstiger machen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Deswegen helfen wir Menschen, ihre fossilen Leichen aus dem Keller zu bekommen und auf klimafreundliche Heizsysteme umzusteigen. (Abg. Kassegger: Ein Verbot ist keine Hilfe, sondern Zwang!)
Abg. Kassegger: Ein Verbot ist keine Hilfe, sondern Zwang!
Das Budget hat zusammen mit der ökosozialen Steuerreform ein konkretes Ziel: Wir wollen den Menschen und den Unternehmen klimafreundliches Verhalten ermöglichen. Klimaschutz soll die einfache und bessere Alternative werden, weil es bequemer und günstiger ist. Deswegen schaffen wir leistbare Alternativen zum Auto, indem wir den öffentlichen Verkehr massiv ausbauen und ihn durch das Klimaticket auch noch günstiger machen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Deswegen helfen wir Menschen, ihre fossilen Leichen aus dem Keller zu bekommen und auf klimafreundliche Heizsysteme umzusteigen. (Abg. Kassegger: Ein Verbot ist keine Hilfe, sondern Zwang!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Matznetter: Ich hab’ geglaubt, Glasgow ...!
Dieses Klimabudget, meine sehr verehrten Damen und Herren, ist ein Signal der Hoffnung, denn noch haben wir eine Chance im Kampf gegen die Klimakrise. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Matznetter: Ich hab’ geglaubt, Glasgow ...!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Josef Muchitsch (SPÖ): Herr Präsident! Werte Regierungsmitglieder! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen im Plenum! Ich hätte eine große Bitte an die Kolleginnen und Kollegen von den Regierungsparteien: Bitte stellt euch nicht hier an das Rednerpult und sagt: Diese Regierung hat Österreich gut durch die Pandemie gebracht! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kassegger: Impfen wirkt, die Impfung wirkt!
Ihr stellt euch hierher und sagt: Die Pandemie ist bekämpft! (Abg. Kassegger: Impfen wirkt, die Impfung wirkt!) Oder: Wir haben Österreich gut durch die Krise gebracht!
Zwischenrufe bei der ÖVP.
(Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Das ist ein Schwachsinn. Wo lebt ihr? Macht bitte die Augen auf! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Shetty.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Shetty.
(Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Das ist ein Schwachsinn. Wo lebt ihr? Macht bitte die Augen auf! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Shetty.)
Zwischenruf des Abg. Obernosterer.
Wenn man sich dann anschaut, wie die Gesellschaft in unserem Land täglich immer weiter auseinanderdriftet – am Arbeitsplatz, in der Familie, im Freundeskreis –, dann zeigt sich: Es ist das pure Chaos, was diese Bundesregierung – und sonst niemand, nur diese Bundesregierung – verursacht hat. (Zwischenruf des Abg. Obernosterer.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn wir uns dann das Budget anschauen, Herr Finanzminister, so sage ich Ihnen als Sozialsprecher betreffend all diese Sozialbereiche: Auch dort ist nichts dahin gehend zu finden, wie man Missstände, Versäumnisse und Notstand bekämpft. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was machen Sie? – Sie streiten viel lieber, wenn es darum geht, Herr Vizekanzler: Machen wir jetzt eine Ausgangssperre in der Nacht oder machen wir keine? – Das ist jetzt Ihr Problem in der Regierung, anstatt Lösungen, auch für die Pflege, auf den Tisch zu legen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Drittes Beispiel: Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit. Auch da: zu spät, zu wenig, zu halbherzig – im Glauben, der Markt werde das irgendwie regeln. Wir als SPÖ haben in all diesen Bereichen – in all diesen Bereichen! – Vorschläge auf den Tisch gelegt. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Sie haben uns ausgegrenzt, Sie haben uns nicht zugehört. Sie haben das einfach weggewischt und gesagt: Wir lösen das schon alles alleine! Die Fakten und die Wahrheit sind andere: Sie haben nichts gelöst.
Beifall bei der SPÖ.
Deswegen reichen wir Ihnen heute, in den nächsten drei Tagen noch einmal die Hand. Wir als SPÖ werden zahlreiche Anträge dahin gehend einbringen, wie man dieses Budget noch reparieren kann, wie man es auch noch schaffen wird, dass die Menschen in unserem Land eine Zukunft vorfinden, dass sie ein gutes Leben und vor allem ein gemeinsames Leben vorfinden können. Stimmen Sie unseren Anträgen zu! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzter Herr Finanzminister! Geschätzter Herr Vizekanzler! Meine Damen der Bundesregierung! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher zu Hause! Dieses Budget für das Jahr 2022, das wir heute zu debattieren beginnen, unterstützt einerseits den wirtschaftlichen Aufschwung in diesem Land, es stärkt die Kaufkraft der Menschen in diesem Land, es fördert aber auch die Nachhaltigkeit und es stabilisiert gleichzeitig den staatlichen Haushalt. Das ist nahezu eine Quadratur des Kreises, aber sie gelingt uns. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.)
Abg. Kassegger: Das reicht nicht einmal für ...!
Wer es in dieser Beschreibung nicht glauben will: Wenden wir uns doch bitte einmal den Fakten zu! Nehmen wir das Wifo als neutrale, objektive, unabhängige Wirtschaftsforschungseinrichtung und schauen wir einmal, was das Wifo in den letzten Tagen zu diesem Budget gesagt hat! Es stellt fest, dass die privaten Haushalte um 2,8 Milliarden Euro entlastet werden – mit steigender Tendenz. Im Jahre 2026 werden es schon 7 Milliarden Euro Entlastung für die privaten Haushalte sein. Das steigert die Kaufkraft der Menschen (Abg. Kassegger: Das reicht nicht einmal für ...!), das heißt, die Menschen haben mehr in der Brieftasche.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Loacker: Das ist nicht wahr!
Nehmen wir noch den Budgetdienst unseres eigenen Hauses zur Beurteilung des Budgets her, weil auch immer wieder die kalte Progression angesprochen wurde! Der Budgetdienst attestiert diesem Budget beziehungsweise diesen Budgets und vor allem der Steuerreform, die ja dahinterliegt, dass mit dieser Steuerreform, die wir gleichzeitig dann in den nächsten Wochen auf den Tisch legen, die kalte Progression seit der letzten Steuerreform im Jahre 2016 mehr als ausgeglichen worden ist. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Loacker: Das ist nicht wahr!) – Wenn Sie es dem Budgetdienst nicht glauben wollen – sonst glauben Sie ihm ziemlich viel, und ich auch.
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Litschauer.
Dieses Budget enthält aber auch eine Reihe von wirtschaftspolitischen Maßnahmen, die auch die Wirtschaftskraft in diesem Land steigern und sichern – und das wiederum bringt Jobs. Das sichert Jobs und bringt neue Jobs, meine Damen und Herren. Ich darf nur die Investitionsprämie, den Investitionsfreibetrag und die Körperschaftsteuersenkung erwähnen, auch den Riesenbeitrag für die umgestaltete Nationalstiftung für die Spitzenforschung – all das sind Maßnahmen, bezüglich derer uns auch das Wifo attestiert, dass sie einen enormen Beitrag zur Stabilisierung der Wirtschaftskraft in unserem Land leisten. Der Herr Finanzminister hat es schon erwähnt: Auch Eco Austria attestiert, dass dieses Budget und die Steuerreform dahinter einen weiteren Wachstumseffekt für das BIP von zusätzlich 1 Prozent bringen, sodass wir nächstes Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 5 Prozent – sage und schreibe 5 Prozent! – rechnen können. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Litschauer.)
Beifall bei der ÖVP.
Selbstverständlich haben wir dieses Land ökonomisch sehr gut durch die Krise gebracht. Auch das Wifo attestiert, dass dieses Wirtschaftswachstum von heuer mit 4,5 Prozent und von nächstem Jahr mit 5 Prozent nicht zuletzt auch – neben der Steuerreform und anderen Dingen – auf die gut und vernünftig ausgestalteten Wirtschaftshilfen zurückzuführen ist. Das heißt, wir haben dieses Land ökonomisch sehr, sehr gut durch die Krise geführt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Dieses Budget enthält aber auch respektable Anreize für den Klimaschutz: Die thermische Sanierung, Unterstützungen für den Heizungstausch und das Klimaticket für die öffentlichen Verkehrsmittel seien hier nur erwähnt. Über all dem steht aber, dass es uns trotz ordentlicher Anstrengungen bei den Ausgaben für all diese Zukunftsmaßnahmen gelingt, unsere Schuldenquote schrittweise zurückzuführen. Sie wird Ende des nächsten Jahres nur noch bei 79,1 Prozent liegen, entgegen all den Unkenrufen von angeblich fast 90 Prozent, die wir zu hören bekommen haben. Nein, es werden 79 Prozent sein – mit deutlich sinkender Tendenz auch für die Jahre danach. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Meine Damen und Herren! Zu diesem Budget bleibt die Beurteilung, die ich schon eingangs erwähnt habe: Es unterstützt den wirtschaftlichen Aufschwung, dieses Budget stärkt die Kaufkraft der Menschen in Österreich, dieses Budget fördert die Nachhaltigkeit, und mit diesem Budget stabilisieren wir gleichzeitig den staatlichen Haushalt – ein Budget, das sich sehen lassen kann und das den Menschen in diesem Lande Stabilität, Sicherheit und Zukunft gibt. – Danke. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundesminister, ich habe so das Gefühl, Finanzminister ist nicht so wirklich Ihres. Sie haben dafür keine Passion. Ich glaube, dass Kulturminister im Bundeskanzleramt viel eher Ihres war als Finanzminister. Das kommt mir sehr stark so vor. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Kollege Fuchs hat schon gesagt, da gibt es dann den Fall, dass man in derselben Straße in Häusern mit ungerader Nummer 130 Euro bekommt und in Häusern mit gerader Nummer 100 Euro. Also all das hat ja nichts mit einer strukturierten, strategischen Wirtschafts- und Steuerpolitik zu tun – bei aller Liebe und allem Verständnis. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall des Abg. Lausch
Ihre nächste Fehleinschätzung, die Sie vor 5 Minuten getroffen haben: „Die Impfung wirkt“, also dieses Herstellen einer Kausalität zwischen dem Gesamtwohlergehen des Staates und der Tatsache, ob jemand geimpft ist oder nicht. „Die Impfung wirkt“ zu sagen und daraus verschiedene Dinge abzuleiten, da widerspricht Ihnen sogar Kollegin Schramböck, die heute Gesundheitsminister Mückstein sozusagen ausrichten lässt, er solle sich gefälligst auch um die Bestellung von Medikamenten – in ausreichendem Maße – bemühen (Beifall des Abg. Lausch) und nicht alles in Richtung Impfung schieben. Da würde ich an Ihrer Stelle ein bisschen mehr mit Frau Kollegin Schramböck kommunizieren. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Ihre nächste Fehleinschätzung, die Sie vor 5 Minuten getroffen haben: „Die Impfung wirkt“, also dieses Herstellen einer Kausalität zwischen dem Gesamtwohlergehen des Staates und der Tatsache, ob jemand geimpft ist oder nicht. „Die Impfung wirkt“ zu sagen und daraus verschiedene Dinge abzuleiten, da widerspricht Ihnen sogar Kollegin Schramböck, die heute Gesundheitsminister Mückstein sozusagen ausrichten lässt, er solle sich gefälligst auch um die Bestellung von Medikamenten – in ausreichendem Maße – bemühen (Beifall des Abg. Lausch) und nicht alles in Richtung Impfung schieben. Da würde ich an Ihrer Stelle ein bisschen mehr mit Frau Kollegin Schramböck kommunizieren. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich bin verwundert über die ehemalige Wirtschaftspartei ÖVP, für die jetzt auf einmal der Staat alles richten kann. Bis hin zur ganzen Klimapolitik ist das doch ein permanentes planwirtschaftliches Einmischen des Staates in die freie Wirtschaft. Man muss wirklich sagen: Die ehemalige Wirtschaftspartei ÖVP hat sich als Wirtschaftspartei verabschiedet. Jetzt gilt: Der Staat richtet alles und lenkt alles. Bei den Grünen verstehe ich das ja, aber bei der ÖVP fehlt mir da völlig das Verständnis. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das Ganze hat ein Ausmaß erreicht, das für uns Freiheitliche als echte Wirtschaftspartei nicht mehr akzeptabel ist. Das ist ein riesengroßer Umverteilungsmechanismus. Der Herr Finanzminister sagt, das Tollste am jetzigen Budget ist: Ich habe mir 5 Milliarden Euro als Verfügungsmittel gesichert. 5 Milliarden – das ist das Volumen einer großen Steuerreform! –, über die der Herr Finanzminister jetzt nach freien Stücken verfügt. – Also so geht es ja bitte wirklich nicht! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sehe überhaupt keine positive strukturelle Entwicklung, keine positiven Signale in diesem Budget. Ich sehe ein Weiterwurschteln der vergangenen zwei, drei Jahre. Irgendwann ist dann aber die Grenze erreicht und irgendwann wird es dann richtig unangenehm werden, und das wollen wir nicht. Es hätte heute die Möglichkeit gegeben, viele dieser negativen Entwicklungen zu stoppen und zu verhindern. Sie haben das verabsäumt und Sie werden dann, wenn sozusagen der Zahltag kommt, die volle Verantwortung dafür übernehmen müssen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Erstens: Was hat es mit diesen 18,4 Millionen Euro auf sich? – 18,4 Millionen Euro, das ist das Budget des Frauenministeriums, jährlich zur Verfügung gestellt. Zehn Jahre lang dümpelte das Budget bei circa 10,2 Millionen, 10,4 Millionen Euro dahin. Jetzt haben wir es zum dritten Mal in Folge erhöht, auf 18,4 Millionen Euro, das entspricht einer 81-prozentigen Steigerung. Das kann sich durchaus sehen lassen. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Pfurtscheller.
die Familien- und Jugendgerichtshilfe gestärkt, die juristische und psychosoziale Prozessbegleitung wird ausgebaut. Auch eine langjährige Forderung von GewaltschutzexpertInnen, von OpferschutzexpertInnen, nämlich die Gewaltthematik von Beginn an in die Ausbildung von StaatsanwältInnen und RichterInnen mit hineinzunehmen, ist damit umgesetzt worden. Das ist ein guter, wichtiger Schritt, den die Justizministerin da gesetzt hat. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Pfurtscheller.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Auch diese Lücke schließen wir im Sinne der Istanbulkonvention mit diesem Budget, und das ist gut so. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn wir jetzt auch noch ins Gesundheits- und Sozialministerium hineinschauen: Minister Mückstein finanziert dort beispielsweise das sozialraumorientierte Gewaltpräventionsprojekt Stop – Stadtteile ohne Partnergewalt, das der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser in Wien, konkret im 5. Bezirk, in Margareten, etabliert hat. Minister Mückstein ermöglicht, dass dieses wirklich tolle Projekt bundesweit ausgerollt und in sieben Bundesländern auch ausgebaut wird. Außerdem hat der Minister das Männertelefon ausgebaut, an das sich Burschen und Männer in aktuellen Konfliktsituationen wenden können – dort werden ihnen beispielsweise Antigewalttrainings vermittelt –, und eine große öffentliche Kampagne angekündigt, die Männergewalt und Männerbilder thematisiert und aktuell in Vorbereitung ist. Auch das sind langjährige Forderungen von Gewaltschutzorganisationen, die wir umsetzen werden. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Stögmüller unterhält sich mit den Abgeordneten Loacker und Krisper
Wenn Sie sich jetzt fragen: Welche anderen frauenpolitischen Akzente setzt die Bundesregierung darüber hinaus und was wird künftig notwendig sein? – Es sind klarerweise einige andere Akzente, die wir setzen, weil Frauenpolitik nicht nur Gewaltschutz und Gewaltprävention ist. Ich darf Sie beispielsweise an die große Joboffensive erinnern, die im Vorjahr gestartet wurde und jetzt fortgeführt wird, in der wir einen dezidierten Schwerpunkt in der Aus- und Weiterbildung von Frauen haben, insbesondere in der Technik und auch in Green Jobs. Ich darf Sie daran erinnern (Abg. Stögmüller unterhält sich mit den Abgeordneten Loacker und Krisper) – und vielleicht schafft es auch Kollege Stögmüller, zuzuhören –, dass wir 50 Prozent der AMS-Mittel für Frauen verwenden werden. (Zwischenruf des Abg. Lindner.)
Zwischenruf des Abg. Lindner.
Wenn Sie sich jetzt fragen: Welche anderen frauenpolitischen Akzente setzt die Bundesregierung darüber hinaus und was wird künftig notwendig sein? – Es sind klarerweise einige andere Akzente, die wir setzen, weil Frauenpolitik nicht nur Gewaltschutz und Gewaltprävention ist. Ich darf Sie beispielsweise an die große Joboffensive erinnern, die im Vorjahr gestartet wurde und jetzt fortgeführt wird, in der wir einen dezidierten Schwerpunkt in der Aus- und Weiterbildung von Frauen haben, insbesondere in der Technik und auch in Green Jobs. Ich darf Sie daran erinnern (Abg. Stögmüller unterhält sich mit den Abgeordneten Loacker und Krisper) – und vielleicht schafft es auch Kollege Stögmüller, zuzuhören –, dass wir 50 Prozent der AMS-Mittel für Frauen verwenden werden. (Zwischenruf des Abg. Lindner.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich sehe, meine Redezeit ist vorbei. Ich könnte jetzt noch sehr viel über die Notwendigkeiten in der Frauenpolitik sprechen, werde das andernorts fortführen. Vielleicht noch ein Schlusssatz: Frauenpolitik ist und bleibt nicht nur das Bohren harter Bretter. Frauenpolitik ist ein alltäglicher Kampf um Geld und Zeit, um Repräsentanz, um reale und auch um symbolische Macht. Allen Blockierern und Betonierern, die es hier leider nach wie vor gibt, möchte ich entgegnen und versichern, dass wir Grünen einen sehr, sehr langen Atem haben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Obernosterer: Was wahr ist, ist wahr!
Kollege Kopf hat erzählt, wie toll die Steuerentlastung sei und dass den Menschen das, was ihnen über die kalte Progression aus der Tasche gezogen wird, jetzt wieder zurückgegeben würde – Konjunktiv II. (Abg. Obernosterer: Was wahr ist, ist wahr!) Das ist nicht der Fall. Wenn Sie zum Beispiel im Jahr 2016 ein steuerpflichtiges Einkommen von 11 000 Euro gehabt haben, dann waren die steuerfrei. In der Zwischenzeit hat die Inflation ungefähr 10 Prozent betragen. Nehmen wir an, Ihr Einkommen wäre mit der Inflation mitgestiegen, dann würden Sie jetzt für diese zusätzlichen 1 100 Euro 20 Prozent Steuer zahlen – vorher war Ihr Einkommen steuerfrei.
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.
Jetzt erwartet die Regierung, dass Sie sich dafür bedanken, dass Sie 20 Prozent Steuer zahlen und nicht 25. Das ist die – unter Anführungszeichen – „Entlastung“ und das ist die Rückgabe der kalten Progression, mit der die Regierung immer noch ihre Pfoten in Ihrer persönlichen Tasche hat. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Die Regierung erweist sich in der Krisenbekämpfung als ziemlich hilflos. Die Ministerin von der Heugabel richtet dem Gesundheitsminister etwas aus (Zwischenrufe bei der ÖVP), dann muss Kogler dem Gesundheitsminister zur Seite springen (Zwischenrufe der Abgeordneten Kirchbaumer und Ottenschläger – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP) – ja, da sind wir unruhig –, und dann kommt die Wirtschaftsministerin und will ein bisschen Pferdeabführmittel kaufen, weil sie sich von Kickl hat beraten lassen. – Es ist wirklich wunderbar.
Zwischenrufe der Abgeordneten Kirchbaumer und Ottenschläger – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP
Die Regierung erweist sich in der Krisenbekämpfung als ziemlich hilflos. Die Ministerin von der Heugabel richtet dem Gesundheitsminister etwas aus (Zwischenrufe bei der ÖVP), dann muss Kogler dem Gesundheitsminister zur Seite springen (Zwischenrufe der Abgeordneten Kirchbaumer und Ottenschläger – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP) – ja, da sind wir unruhig –, und dann kommt die Wirtschaftsministerin und will ein bisschen Pferdeabführmittel kaufen, weil sie sich von Kickl hat beraten lassen. – Es ist wirklich wunderbar.
Beifall bei den NEOS.
Wenn man in die Budgetunterlagen und in das Budgetbegleitgesetz schaut, dann sieht man, dass die Partie wieder mit einer riesigen Krise rechnet: Man hat sich nämlich ein Pouvoir für unbegrenzte Mittel für die Kurzarbeit geben lassen. Der Arbeitsminister und der Finanzminister können sich selbst per Verordnung, ohne das Parlament fragen zu müssen, 2, 3, 4, 5, 6 Milliarden Euro, einen beliebigen Betrag, für Kurzarbeit freischalten. So etwas macht nur jemand, der es auch tatsächlich vorhat. – Geben Sie es bitte zu! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Dann kommen wir noch zu den Pensionen: Die muss ich ansprechen, weil das der wichtigste und größte Teil im Budget ist. Wenn man sich die Zeitspanne von 2019 bis zum Ende des Finanzrahmens, bis 2025, anschaut, dann sieht man, dass der Bundeszuschuss in der Untergliederung 22, also bei den Pensionen, um 50 Prozent, um die Hälfte steigt – und es ist Ihnen wurscht, Sie machen gar nichts. Sie machen Politik auf Kosten der Jungen, Politik auf Kosten der Zukunft, weil es jetzt einmal netter ist, wenn wir das Geld der anderen Leute verteilen – unverschämt! (Beifall bei den NEOS.) Das ist schamlos, ohne Charakter, ohne Verantwortung für die zukünftigen Generationen.
Abg. Hörl: Hallo, hallo!
Dann kommt Kollegin Disoski hier heraus und erzählt uns von ein paar Milliönchen für Gewaltschutz und ein paar Milliönchen fürs Frauenbudget. Wenn man es aber schaffen würde, dass die Österreicherinnen und Österreicher einen Monat – nur einen Monat! – später in Pension gehen würden, wären das 191 Millionen Euro für einen Monat. Da könnten Sie sich mit Ihren Peanuts brausen gehen. (Abg. Hörl: Hallo, hallo!) Das wirklich Wichtige wollen Sie aber leider nicht anpacken. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Dann kommt Kollegin Disoski hier heraus und erzählt uns von ein paar Milliönchen für Gewaltschutz und ein paar Milliönchen fürs Frauenbudget. Wenn man es aber schaffen würde, dass die Österreicherinnen und Österreicher einen Monat – nur einen Monat! – später in Pension gehen würden, wären das 191 Millionen Euro für einen Monat. Da könnten Sie sich mit Ihren Peanuts brausen gehen. (Abg. Hörl: Hallo, hallo!) Das wirklich Wichtige wollen Sie aber leider nicht anpacken. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.
Ich möchte auf zwei Punkte zu sprechen kommen: Das eine ist, dass dieses Budget ja dadurch, dass wir die CO2-Bepreisung – mit gewissen Abfederungen – eingeführt haben, einen ökologischen Touch besitzt. Diese CO2-Bepreisung wäre aber aus meiner Sicht ja am besten so zu gestalten, dass Sie, Herr Finanzminister, gar kein Geld durch sie einnehmen sollten, weil wir das CO2 einfach nicht erzeugen. Ich glaube, das wird in Zukunft immer besser werden. Herr Kollege Schwarz nickt, weil er weiß, es gibt ja technologische Möglichkeiten, dass wir CO2 wirklich vermeiden können und daher im Rahmen dieser Besteuerung damit gar nicht sozusagen ins Geschäft kommen – also ein Geldvermeidungsprozess, indem wir das mit Technologien – ich spreche da von der Wasserstofftechnologie – auf eine neue Schiene bringen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.)
Abg. Künsberg Sarre – den Kopf schüttelnd –: Die Maßnahmen, die Sie setzen ...!
Frau Kollegin Doppelbauer hat gesagt, 10 Milliarden Euro hat das Bildungsbudget bekommen. – Das ist der Höchstwert! Sie meint, das Ganze gehe nur auf die Gehälter. – Nicht nur; es werden wirklich Maßnahmen gesetzt, die in die Zukunft weisen (Abg. Künsberg Sarre – den Kopf schüttelnd –: Die Maßnahmen, die Sie setzen ...!), und diese Maßnahmen, die in die Zukunft weisen, werden dafür sorgen, dass wir dann mit den höheren Gewinnen auch die Schwierigkeiten, denen wir noch gegenüberstehen, meistern werden. (Abg. Greiner: Aha!)
Abg. Greiner: Aha!
Frau Kollegin Doppelbauer hat gesagt, 10 Milliarden Euro hat das Bildungsbudget bekommen. – Das ist der Höchstwert! Sie meint, das Ganze gehe nur auf die Gehälter. – Nicht nur; es werden wirklich Maßnahmen gesetzt, die in die Zukunft weisen (Abg. Künsberg Sarre – den Kopf schüttelnd –: Die Maßnahmen, die Sie setzen ...!), und diese Maßnahmen, die in die Zukunft weisen, werden dafür sorgen, dass wir dann mit den höheren Gewinnen auch die Schwierigkeiten, denen wir noch gegenüberstehen, meistern werden. (Abg. Greiner: Aha!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Brexit! Brexit! Keine Lkws, keine Würstel, kein Benzin – super! Gratuliere dem konservativen Ansatz!
Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich kann mich erinnern, als Thatcher bei der Wahl gegen Callaghan angetreten ist, hat man einen Labour-Mann gefragt – das war ein einfacher Arbeiter –: Was werden Sie wählen? Da hat er gesagt: Ich wähle jetzt Conservative. Da hat man gefragt: Warum wählst du Conservative? Und er hat gesagt: Na ja, wenn ich Labour wähle, dann würde die Sache so bleiben, wie sie ist, vielleicht ein bisschen besser, aber wenn ich Conservative wähle, dann habe ich die Chance, dass es noch viel besser wird. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Brexit! Brexit! Keine Lkws, keine Würstel, kein Benzin – super! Gratuliere dem konservativen Ansatz!) – Das war 1979, Herr Kollege, das war viel früher! Das ist eine Themaverfehlung, was Sie jetzt gemacht haben, aber ist ja egal.
Beifall bei der ÖVP. – Haha-Rufe bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ. – Abg. Matznetter: Das ist aber ein Missverständnis ...!
Zukunft, und dem möchte ich gerne angehören! (Beifall bei der ÖVP. – Haha-Rufe bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ. – Abg. Matznetter: Das ist aber ein Missverständnis ...!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
In Österreich kommen 85 Prozent der Steuereinnahmen aus Arbeit und Konsum – also durch jeden von uns, wenn er arbeiten geht oder sich einen Kaffee kauft – und nur circa 15 Prozent durch Steuern auf Gewinne und Vermögen. In kaum einem anderen Land ist diese Steuerstruktur so schief wie in Österreich – 85 Prozent Steuern auf Arbeit und Konsum, nur 15 auf Gewinne und Vermögen! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Doch anstatt jetzt herzugehen und zu sagen: Wir entlasten arbeitende Menschen!, verschiebt die Bundesregierung dieses Ungleichgewicht noch einmal mehr zugunsten der Vermögenden und Konzerne in diesem Land – für die senken Sie nämlich die Gewinnsteuer, und dadurch fehlt uns circa 1 Milliarde Euro pro Jahr.
Beifall bei der SPÖ.
Das ist ein Schlag ins Gesicht für jeden Angestellten, für jede Arbeiterin, die täglich ihre Arbeit verrichten, ein kleines oder durchschnittliches Einkommen beziehen und immer, immer größere Teile des Sozialstaats finanzieren müssen. Das ist nicht gerecht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Und was steht jetzt im Budget, Herr Finanzminister? – 130 Millionen Euro weniger als im Vorjahr für die Krankenhäuser! Das versteht niemand. Das verstehe auch ich nicht. Das macht keinen Sinn. Wir brauchen ein Budget, das allen die bestmögliche medizinische Versorgung bietet, und endlich fair bezahltes Personal, Solidarität mit allen, die in den letzten Wochen auf die Straße gegangen sind und für faire Arbeitsbedingungen gekämpft haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Baumgartner: Das stimmt ja nicht! – Zwischenruf der Abg. Diesner-Wais.
Gerade hat ja mein Vorredner erklärt: Das System Kurz ist nach wie vor da! – Ja super, das bedeutet nur, dass wir in diesem Land leider keine flächendeckende Kinderbetreuung haben. (Abg. Baumgartner: Das stimmt ja nicht! – Zwischenruf der Abg. Diesner-Wais.) Was wir brauchen, wäre auch ein echter Green New Deal, eine sozial gerechte Transformation hin zum klimafreundlichen Leben, mit einer CO2-neutralen Produktion und Industrie, wodurch Zehntausende neue Jobs entstehen würden, und natürlich auch eine sozial gerechte Energiepolitik, was bedeutet, dass die Haushalte Zuschüsse
Beifall bei der SPÖ.
brauchen, zum Beispiel jetzt im Winter, wenn die Energiekosten steigen. Es soll doch bitte niemand mitten in einem der reichsten Länder der Welt in einer kalten Wohnung sitzen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Haubner: Das stimmt aber nicht!
Da sehen Sie – und ich komme zum Fazit –, wo sich dieses Budget spießt: Auch wenn es natürlich ein paar lobenswerte Punkte gibt, ist es insgesamt ein Budget, das dazu führen wird, dass Besserverdienern mehr bleibt und Geringverdienern, die es ohnehin schon schwer haben, weniger, und das schadet dann letztlich uns allen gemeinsam. (Abg. Haubner: Das stimmt aber nicht!)
Beifall bei der SPÖ.
Wir wissen aber, dass ein anderes Budget möglich wäre. Dafür bringen wir heute noch viele, viele Anträge ein. Stimmen Sie mit! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Abgeordnete Mag. Agnes Sirkka Prammer (Grüne): Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Finanzminister! Liebe Frau Bundesministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Das Budget zeigt uns regelmäßig, wo die Schwerpunkte der staatlichen Arbeit liegen. Viele dieser Punkte wurden bereits ausführlich erörtert. Ich möchte den Fokus gerne auf einen weiteren Bereich lenken, und zwar mit den Zahlen 131 Millionen, 65 Millionen, 76 Millionen Euro. Das sind die zusätzlichen Mittel, die in der letzten Zeit in die Justiz investiert wurden: 131 Millionen 2020, 65 Millionen 2021, und 76 Millionen mehr sind es für das Jahr 2022. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Es bedeutet aber auch, dass das Recht, das Gericht beziehungsweise die Justiz insgesamt für die Menschen verständlich sein müssen. In diesem Zusammenhang möchte ich auf eine ganz wesentliche Berufsgruppe hinweisen, nämlich die Gerichtsdolmetscherinnen und Gerichtsdolmetscher. Mit diesem Budget konnte nun endlich erreicht werden, dass wir die Gebühren für diesen wichtigen Beruf wesentlich anheben. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Scharzenberger.
Die wichtige Arbeit, die da getan wird, ist wesentlich mehr als einfach übersetzen. Diese Menschen sind Sprachvermittler. Sie übersetzen nicht nur Worte, sie übersetzen nicht nur, was das Gericht fragt, sondern sie machen verständlich, was das Gericht wissen will. Sie sorgen dafür, dass man nicht nur die Worte versteht, sondern dass der Mensch verstanden wird. Das ist die Grundlage für Wahrheitsfindung und das ist die Grundlage für die Rechtsprechung. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Scharzenberger.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Jetzt gibt es die Möglichkeit, durch den Ausbau einer Sonderbetreuungseinrichtung Situationen zu schaffen, dass einerseits die Kranken die Unterstützung bekommen, die sie brauchen, andererseits aber auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jenen Support haben, den sie brauchen, um mit der notwendigen Ruhe und der notwendigen Aufmerksamkeit ihrem Beruf nachgehen zu können, so wie sie das auch wirklich machen möchten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das eine ist: Lassen wir die Justiz in Ruhe arbeiten! Das andere ist: Geben wir ihr die dafür notwendigen Ressourcen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Loacker: Die FPÖ hat nicht gesagt, dass es eine vierte Welle geben wird!
Uns und mich schockiert, dass Sie seit Juli wissen, dass es eine vierte Welle geben wird. Das hat uns der Herr Gesundheitsminister bei den Budgetberatungen angekündigt. (Abg. Loacker: Die FPÖ hat nicht gesagt, dass es eine vierte Welle geben wird!) Was haben Sie getan? – Sie haben seit Juli die falschen Maßnahmen gesetzt, die nicht ansatzweise faktenorientiert sind. Ich darf Ihnen einige Beispiele aufzählen.
Zwischenruf des Abg. Stögmüller.
(Der Redner stellt eine Tafel mit Informationen zu „CDC Centers for Disease Control and Prevention“ auf das Rednerpult.) Fakt ist – und das sollten Sie spätestens seit 6. August dieses Jahres wissen, da hat die amerikanische Seuchenbehörde, die CDC, es nämlich in ihrem Weekly Report veröffentlicht –, dass geimpfte Personen den Virus aufschnappen und teilweise sogar in einer stärkeren Intensität weitergeben können. Googeln Sie nach! Auf dieser Tafel steht die Adresse. Das sollten Sie wissen. (Zwischenruf des Abg. Stögmüller.)
Beifall bei der FPÖ
Wir brauchen mehr solche couragierten Persönlichkeiten (Beifall bei der FPÖ), die aufzeigen, dass diese Politik faktenlos, faktenwidrig ist, die den Mut haben, zu sagen: Uns reicht es! Die Hetze gegen ungeimpfte Personen, die diese Regierung betreibt, ist ein Wahnsinn!
Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz.
Lassen Sie bitte die Menschen selbst entscheiden, so wie das die Freiheitliche Partei tut, ob sie sich impfen lassen wollen oder nicht. (Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz.) Ignorieren Sie aber bitte nicht die wissenschaftlichen Fakten, und bitte ignorieren Sie auch nicht die mittlerweile massiv angestiegene Zahl der Todesfälle, die an die EMA gemeldet wurden. (Der Redner stellt eine Tafel vor sich auf das Rednerpult, auf der verschiedene Impfstoffe und die Zahl der angeblich damit in Zusammenhang gebrachten Todesfälle dargestellt sind.) Mittlerweile sind offiziellen Zahlen zufolge 17 252 Todesfälle im Zusammenhang mit der Covid-Schutzimpfung und, in der Datenbank ersichtlich, 1 161 000 Nebenwirkungen, leichte, mittlere und schwere, an die EMA gemeldet worden. Bedenken Sie bitte, dass maximal 2 bis 6 Prozent der Todesfälle und Nebenwirkungen an die EMA gemeldet werden! Diese Zahl können Sie allemal mit 50 multiplizieren.
Zwischenrufe bei der ÖVP sowie des Abg. Loacker
An all jene Personen, die bereits geimpft sind: Uns tut es wirklich leid, dass Sie auf diese Regierungspropaganda hereingefallen sind (Zwischenrufe bei der ÖVP sowie des Abg. Loacker), weil die Impfung bei Weitem nicht das bringt, was Sie den Menschen versprochen haben. – Ich danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
An all jene Personen, die bereits geimpft sind: Uns tut es wirklich leid, dass Sie auf diese Regierungspropaganda hereingefallen sind (Zwischenrufe bei der ÖVP sowie des Abg. Loacker), weil die Impfung bei Weitem nicht das bringt, was Sie den Menschen versprochen haben. – Ich danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.
Punkt 1: Ja, es gibt Impfdurchbrüche, gar keine Frage. Punkt 2: Ja, man kann über jede Maßnahme diskutieren. Aber, Herr Kollege Hauser, bitte nehmen Sie doch zur Kenntnis, dass es ganz einfach so ist, dass die Impfung die einzige Chance ist, die Pandemie zu bekämpfen. Es ist ganz einfach Faktum, dass auf den Intensivstationen in erster Linie Personen liegen, die nicht geimpft sind. Es ist Faktum, dass die Inzidenzen bei den Geimpften wesentlich niedriger sind als bei den Ungeimpften. Sprechen Sie doch ganz einfach mit Ihrem Kollegen aus dem Steirischen Landtag, der mittlerweile auch dazu aufruft, sich impfen zu lassen. Hören Sie bitte auf, diese Dinge in den Raum zu stellen, das hilft uns ganz einfach gar nicht! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.)
Ruf bei der SPÖ: Das stimmt!
Zum Budget: Aus meiner Sicht liegt ein sehr bemerkenswertes Budget am Tisch (Ruf bei der SPÖ: Das stimmt!), und ich möchte das an vier Kennzahlen festmachen:
Beifall bei der ÖVP.
Ein zweiter Aspekt ist mir sehr wichtig, wahrscheinlich die wichtigste Kennzahl überhaupt, wenn wir Budgets diskutieren: Das ist die Frage der Arbeitslosigkeit. Wir liegen unter Vorkrisenniveau, wir haben Regionen, in denen man von Arbeitskräftemangel spricht. Es ist unglaublich wichtig für eine Gesellschaft an sich, die Menschen in Beschäftigung zu haben, und das hilft uns natürlich auch im Budget, weil wir weniger Geld für Arbeitsmarktmaßnahmen ausgeben müssen. (Beifall bei der ÖVP.) – Danke.
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.
Also kurz zusammengefasst: Das Budget 2022 und der mittelfristige Finanzrahmen haben sehr viele positive Aspekte, und ich ersuche um Ihre Unterstützung. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.)
Abg. Jakob Schwarz: Nicht in die Prognose!
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Mein Vorredner, Abgeordneter Hanger, hat Abgeordneten Hauser sozusagen zur Sache gerufen: Wir reden hier nicht über die Pandemie, sondern über das Budget. – Nun, da gebe ich Kollegen Hanger recht, die Wirtschaftsforscher, die wir vor zehn Tagen hier im Budgethearing gehabt haben, haben uns richtigerweise bestätigt – auch Professor Badelt vom Wifo, der da saß, wo jetzt der Herr Staatssekretär sitzt –, dass die Auswirkungen weiterer Maßnahmen im Zuge der Pandemiebekämpfung nicht in dieses Budget eingearbeitet sind (Abg. Jakob Schwarz: Nicht in die Prognose!) – in die Prognose und damit die Grundlage für diese Budgetzahlen, und somit muss ich sogar ÖVP-Abgeordnetem Taschner recht geben: Wir sollten Professor Badelt vertrauen. Das heißt aber für den hier vorliegenden Fall, dass diese Bundesregierung offensichtlich seit Monaten nicht in der Lage ist, die notwendige Vorausschau für die tagtägliche Politik zu machen.
Beifall bei der SPÖ.
Vor dem Sommer, als der heutige Abgeordnete Kurz noch Bundeskanzler war, hat die ÖVP „Pandemie gemeistert“ plakatiert. Sie haben nur einen Fehler gemacht: Sie hätten die eigene Propaganda nicht glauben dürfen. Sie hätten diesen Sommer verwenden müssen, um sich zielgerichtet vorzubereiten, dass wir in der Pandemie so agieren, dass wir keine weiteren Maßnahmen brauchen, keine vierte Welle haben, keine Rekordbelegungen der Normal- sowie Intensivstationen in den Spitälern haben, keine Situation haben, dass die Salzburger Landeskliniken, wie heute, die Notlage ausrufen müssen. Überall dort steht darüber: Wir als ÖVP wollten politische Propaganda machen, „Pandemie gemeistert“ – zu einem Zeitpunkt, wo nichts gemeistert war, nichts vorbereitet war und, wie wir in den schwarz regierten Bundesländern sehen, nicht einmal das Testangebot ausreicht, vom Impfen reden wir nicht. Das ist Ihre Politik! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Jetzt komme ich zu diesem Budget. Seit gestern haben wir einen Lockdown. Was erzählt uns Herr Finanzminister Blümel heute, an Tag zwei, zu den notwendigen Hilfestellungen für die Betriebe, zum Beispiel für die Klein- und Kleinstbetriebe? – Ich habe eine Budgetermächtigung von 5 Milliarden Euro, und da gibt es ja eh noch Maßnahmen, die noch weiterlaufen. – Herr Finanzminister, der Härtefallfonds ist ausgelaufen – der ist Lebensgrundlage für die Kleinen! Die Garantiestellung kann gerade bis 15. Dezember beantragt werden, dann ist Schluss! Das Einzige, das über den Jahreswechsel geht, ist die Kurzarbeit. Sie lassen die Betriebe und damit die Arbeitgeber Hunderttausender Beschäftigter im Regen stehen. Das ist die Realität, und das ist kein Budget, dem irgendjemand in diesem Haus zustimmen kann. Wir sind in der Krise, wir haben ein Problem und wir haben eine Regierung, die nichts dazu tut, um das Problem zu lösen. Schämen Sie sich, Herr Finanzminister! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Schätzen Sie die Wissenschaft, schätzen Sie die Ergebnisse der Forschung! Da meine ich nicht nur die Naturwissenschaft oder Medizin, sondern da geht es auch um andere Wissenschaften und andere Forschungsbereiche. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Selbstverständlich bin ich im Übrigen immer noch der Meinung, dass die Windisch-Kaserne in Richard-Wadani-Kaserne umbenannt werden soll. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Michael Hammer: Budget!
Abgeordnete Mag. Karin Greiner (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Hohes Haus! Welchen Titel könnte man diesem Budget geben? (Abg. Michael Hammer: Budget!) Er könnte lauten: Geschenke für türkise Gönner, schlechte Zeiten für ArbeitnehmerInnen.
Abg. Michael Hammer: Haben Sie es nicht gelesen?
Was tut man hingegen für die ArbeitnehmerInnen? (Abg. Michael Hammer: Haben Sie es nicht gelesen?) – Man sagt, es ist die größte Steuerreform aller Zeiten, sie profitieren davon. Man sagt aber nicht dazu, dass mögliche Vorteile von der kalten Progression aufgefressen werden, dass insbesondere viele Niedrigverdiener von der Teuerungswelle überrollt werden. Wir sehen das anhand der steigenden Energiepreise momentan massiv.
Beifall bei der SPÖ.
Man tröstet, die Pflegereform wird alles ändern. Ex-Kanzler Kurz hat versprochen: Sie kommt, sie kommt. Ja, wo ist sie? Wie soll das mit 1,5 Milliarden Euro, die im Budget nicht abgebildet sind, finanziert werden? Sie ignorieren dieses Problem! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Gödl: Die ist schon längst ausgegeben!
Weitere Baustelle: Wo ist die Kindergartenmilliarde, die man für eine entsprechende Betreuung in den Kommunen dringend benötigen würde? (Abg. Gödl: Die ist schon längst ausgegeben!) – Kollege Gödl, wo ist die Kindergartenmilliarde? Das wäre finanziert gewesen. (Weitere Zwischenrufe des Abg. Gödl.) Mitterlehner und Kern hätten das auf Schiene gehabt, hätten das durch die Bankenabgabe finanziert. Was hat Ihr Bundeskanzler, der Ex-Kanzler gemacht? Er hat gesagt: „Kann ich ein Bundesland aufhetzen?“ – Das ist das, was ein Ex-Bundeskanzler dazu zu sagen hat. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Weitere Zwischenrufe des Abg. Gödl.
Weitere Baustelle: Wo ist die Kindergartenmilliarde, die man für eine entsprechende Betreuung in den Kommunen dringend benötigen würde? (Abg. Gödl: Die ist schon längst ausgegeben!) – Kollege Gödl, wo ist die Kindergartenmilliarde? Das wäre finanziert gewesen. (Weitere Zwischenrufe des Abg. Gödl.) Mitterlehner und Kern hätten das auf Schiene gehabt, hätten das durch die Bankenabgabe finanziert. Was hat Ihr Bundeskanzler, der Ex-Kanzler gemacht? Er hat gesagt: „Kann ich ein Bundesland aufhetzen?“ – Das ist das, was ein Ex-Bundeskanzler dazu zu sagen hat. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Weitere Baustelle: Wo ist die Kindergartenmilliarde, die man für eine entsprechende Betreuung in den Kommunen dringend benötigen würde? (Abg. Gödl: Die ist schon längst ausgegeben!) – Kollege Gödl, wo ist die Kindergartenmilliarde? Das wäre finanziert gewesen. (Weitere Zwischenrufe des Abg. Gödl.) Mitterlehner und Kern hätten das auf Schiene gehabt, hätten das durch die Bankenabgabe finanziert. Was hat Ihr Bundeskanzler, der Ex-Kanzler gemacht? Er hat gesagt: „Kann ich ein Bundesland aufhetzen?“ – Das ist das, was ein Ex-Bundeskanzler dazu zu sagen hat. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Das sind mehr als 9 Milliarden Euro, von denen wir nicht erfahren dürfen, wohin sie gehen. Was ist das für ein Zustand? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Wir als SPÖ erwarten uns ein transparentes Vorgehen. Wir erwarten von dem Budget für das nächste Jahr, dass es ökologisch und sozial gerecht ist. Ihr Budget ist nichts von alledem. Es ist keineswegs dazu geeignet, soziale Disbalancen auszugleichen. Es ignoriert wirkliche soziale Brennpunkte. Sie gehen über ArbeitnehmerInnen hinweg, Sie ignorieren die Probleme der Niedrigverdiener, aber Sie bedienen die türkisen Gönner. Einem solchen Budget können wir als SPÖ keineswegs zustimmen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
von der Heugabel“ bezeichnest – letztens im Gesundheitsausschuss hast du Schafe zu uns gesagt, und einer deiner Kollegen hat in einer Sitzung im Juli in unsere Richtung gezeigt und uns einen Haufen Ungebildeter genannt –, das passt nicht zu dir! Das ist eine Respektlosigkeit, und ich finde, das passt überhaupt nicht zu dir. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Dieses Budget ist jedenfalls ein Fundament für unseren Aufschwung und für unseren gemeinsamen Neustart. – Danke. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im öffentlichen Dienst, die Sie stets wertvolle Arbeit für das Funktionieren unseres Landes erbringen und ganz besonders in den letzten zwei Jahren erbracht haben! Das Gesundheits- und Bildungssystem funktioniert bestens. Die Versorgung und die Sicherheit sind für uns alle gewährleistet. Der Rechtsstaat leistet hervorragende Dienste. Dies, weil alle öffentlich Bediensteten trotz ständiger Personalreduktion und Einsparungen ihre Aufgaben nicht nur mit großem Engagement und Pflichtbewusstsein erfüllen, sondern auch erfüllen wollen. Ihnen, sehr geehrte Damen und Herren, gebührt an dieser Stelle Dank! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn man sich dieses Budget im Detail ansieht, erkennt man, dass es nach wie vor die Handschrift des Systems Kurz trägt, und es ist Ausdruck einer verfehlten Coronapolitik. Statt eines Budgets mit Verbesserungen für die Allgemeinheit, mit dem man der arbeitenden Bevölkerung entgegenkommt, werden nach wie vor Konzerne und Großspender bedient, nicht aber der Pflegenotstand beendet und nicht die Kindergartenmilliarde umgesetzt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Deimek: Es lässt sich ja jeder Wissenschaftler und jeder Professor kaufen!
Zuerst möchte ich einmal etwas festhalten, was oft vergessen beziehungsweise in der heutigen Debatte viel zu wenig berücksichtigt wird (Abg. Deimek: Es lässt sich ja jeder Wissenschaftler und jeder Professor kaufen!): Die Steuerreform, wie wir sie jetzt haben, ist nur ein Teil. Ein guter Teil der Steuerreform wurde ja bereits in das Jahr 2020 vorgezogen, um die sozialen und ökonomischen Härten der Coronakrise abzufedern. (Abg. Fuchs: Die NoVA-Erhöhung!) – Herr Fuchs, Sie wissen es ganz genau: Der Einstiegssteuersatz wurde von 25 Prozent auf 20 Prozent gesenkt (Abg. Fuchs: Und die NoVA-Erhöhung?), und der Sozialversicherungsbonus wurde, insbesondere für jene ArbeitnehmerInnengruppen, die keine Einkommensteuer zahlen, um 100 Euro auf 400 Euro erhöht. Dieses Paket machte allein 1,7 Milliarden Euro Steuerentlastung aus. (Beifall bei Grünen und ÖVP), 1,7 Milliarden Euro, die in den aktuellen Analysen der Wirtschaftsforschungsinstitute keine Berücksichtigung mehr finden. Das heißt, da muss man immer im Hinterkopf behalten: Es findet nicht nur jetzt diese Entlastung, diese steuerliche Maßnahme statt, sondern es hat schon viel stattgefunden.
Abg. Fuchs: Die NoVA-Erhöhung!
Zuerst möchte ich einmal etwas festhalten, was oft vergessen beziehungsweise in der heutigen Debatte viel zu wenig berücksichtigt wird (Abg. Deimek: Es lässt sich ja jeder Wissenschaftler und jeder Professor kaufen!): Die Steuerreform, wie wir sie jetzt haben, ist nur ein Teil. Ein guter Teil der Steuerreform wurde ja bereits in das Jahr 2020 vorgezogen, um die sozialen und ökonomischen Härten der Coronakrise abzufedern. (Abg. Fuchs: Die NoVA-Erhöhung!) – Herr Fuchs, Sie wissen es ganz genau: Der Einstiegssteuersatz wurde von 25 Prozent auf 20 Prozent gesenkt (Abg. Fuchs: Und die NoVA-Erhöhung?), und der Sozialversicherungsbonus wurde, insbesondere für jene ArbeitnehmerInnengruppen, die keine Einkommensteuer zahlen, um 100 Euro auf 400 Euro erhöht. Dieses Paket machte allein 1,7 Milliarden Euro Steuerentlastung aus. (Beifall bei Grünen und ÖVP), 1,7 Milliarden Euro, die in den aktuellen Analysen der Wirtschaftsforschungsinstitute keine Berücksichtigung mehr finden. Das heißt, da muss man immer im Hinterkopf behalten: Es findet nicht nur jetzt diese Entlastung, diese steuerliche Maßnahme statt, sondern es hat schon viel stattgefunden.
Abg. Fuchs: Und die NoVA-Erhöhung?
Zuerst möchte ich einmal etwas festhalten, was oft vergessen beziehungsweise in der heutigen Debatte viel zu wenig berücksichtigt wird (Abg. Deimek: Es lässt sich ja jeder Wissenschaftler und jeder Professor kaufen!): Die Steuerreform, wie wir sie jetzt haben, ist nur ein Teil. Ein guter Teil der Steuerreform wurde ja bereits in das Jahr 2020 vorgezogen, um die sozialen und ökonomischen Härten der Coronakrise abzufedern. (Abg. Fuchs: Die NoVA-Erhöhung!) – Herr Fuchs, Sie wissen es ganz genau: Der Einstiegssteuersatz wurde von 25 Prozent auf 20 Prozent gesenkt (Abg. Fuchs: Und die NoVA-Erhöhung?), und der Sozialversicherungsbonus wurde, insbesondere für jene ArbeitnehmerInnengruppen, die keine Einkommensteuer zahlen, um 100 Euro auf 400 Euro erhöht. Dieses Paket machte allein 1,7 Milliarden Euro Steuerentlastung aus. (Beifall bei Grünen und ÖVP), 1,7 Milliarden Euro, die in den aktuellen Analysen der Wirtschaftsforschungsinstitute keine Berücksichtigung mehr finden. Das heißt, da muss man immer im Hinterkopf behalten: Es findet nicht nur jetzt diese Entlastung, diese steuerliche Maßnahme statt, sondern es hat schon viel stattgefunden.
Beifall bei Grünen und ÖVP
Zuerst möchte ich einmal etwas festhalten, was oft vergessen beziehungsweise in der heutigen Debatte viel zu wenig berücksichtigt wird (Abg. Deimek: Es lässt sich ja jeder Wissenschaftler und jeder Professor kaufen!): Die Steuerreform, wie wir sie jetzt haben, ist nur ein Teil. Ein guter Teil der Steuerreform wurde ja bereits in das Jahr 2020 vorgezogen, um die sozialen und ökonomischen Härten der Coronakrise abzufedern. (Abg. Fuchs: Die NoVA-Erhöhung!) – Herr Fuchs, Sie wissen es ganz genau: Der Einstiegssteuersatz wurde von 25 Prozent auf 20 Prozent gesenkt (Abg. Fuchs: Und die NoVA-Erhöhung?), und der Sozialversicherungsbonus wurde, insbesondere für jene ArbeitnehmerInnengruppen, die keine Einkommensteuer zahlen, um 100 Euro auf 400 Euro erhöht. Dieses Paket machte allein 1,7 Milliarden Euro Steuerentlastung aus. (Beifall bei Grünen und ÖVP), 1,7 Milliarden Euro, die in den aktuellen Analysen der Wirtschaftsforschungsinstitute keine Berücksichtigung mehr finden. Das heißt, da muss man immer im Hinterkopf behalten: Es findet nicht nur jetzt diese Entlastung, diese steuerliche Maßnahme statt, sondern es hat schon viel stattgefunden.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Schauen wir uns jetzt einmal tatsächlich die ganz konkreten Zahlen an! Da gibt es beispielsweise die ersten Ergebnisse, die uns der Fiskalrat gebracht hat. (Der Redner hält eine Tafel mit einem Säulendiagramm unter dem Titel „Verteilung der ökosozialen Steuerreform auf private Haushalte“ in die Höhe.) Interessanterweise geht er von einer Verteilungswirkung der Steuerreform aus, die insbesondere die untersten Einkommen, das unterste Einkommensfünftel, die einkommensschwächsten Haushalte am stärksten begünstigt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
während bei den obersten Einkommensgruppen die Entlastung nach wie vor am geringsten ist. Das nenne ich sozial treffsicher und sozial ausgewogen. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Schauen wir uns jetzt an, wie es bei den reichsten privaten Haushalten war! (Der Redner hält eine weitere Tafel mit einem Säulendiagramm unter dem Titel „Vergleich Steuerreform 2015/16 – ökosoziale Steuerreform“ in die Höhe.) Siehe da: Oioioioioi! Die Einkommensentlastung bei den reichsten Haushalten war bei dieser unglaublich sozialen Steuerreform in den Jahren 2015/16 mit Abstand deutlich höher als bei dieser ökosozialen Steuerreform. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Mit dieser ökosozialen Steuerreform, vor allem mit diesem Klimabonus, der wirklich allen Haushalten zugutekommt, haben wir eines erreicht: den Einstieg in eine wirkliche Ökologisierung. Wir haben auch einen sozialen Ausgleich im Steuersystem erreicht, für den wir uns sicher nicht schämen müssen. – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Abgeordnete Mag. Carmen Jeitler-Cincelli, BA (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Sehr geehrte Ministerinnen und Minister! Geschätzte Kollegen! Ich möchte auch noch kurz etwas sagen, Gerald Loacker, weil ich das vorhin genauso empfunden habe. Ich muss es dir ehrlich sagen, ich habe mir gedacht: Es ist herabwürdigend. Ein Kollege von der SPÖ hat mir dann sogar gesagt, er findet es sexistisch. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Das würde ich infrage stellen, es wäre aber meiner Meinung nach schon eine Entschuldigung wert. Sie sagen „Ministerin von der Heugabel“ und dann reden Sie von Schamlosigkeiten und so weiter – ich denke mir, das ist einfach nicht notwendig. Sie sind doch in Ihrer Tonalität auch oft die selbsternannte moralische Instanz. Ich glaube, eine Entschuldigung wäre okay. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abg. Kucharowits.)
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abg. Kucharowits.
Abgeordnete Mag. Carmen Jeitler-Cincelli, BA (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Sehr geehrte Ministerinnen und Minister! Geschätzte Kollegen! Ich möchte auch noch kurz etwas sagen, Gerald Loacker, weil ich das vorhin genauso empfunden habe. Ich muss es dir ehrlich sagen, ich habe mir gedacht: Es ist herabwürdigend. Ein Kollege von der SPÖ hat mir dann sogar gesagt, er findet es sexistisch. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Das würde ich infrage stellen, es wäre aber meiner Meinung nach schon eine Entschuldigung wert. Sie sagen „Ministerin von der Heugabel“ und dann reden Sie von Schamlosigkeiten und so weiter – ich denke mir, das ist einfach nicht notwendig. Sie sind doch in Ihrer Tonalität auch oft die selbsternannte moralische Instanz. Ich glaube, eine Entschuldigung wäre okay. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abg. Kucharowits.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Es gibt klare Fakten. Da ist die Gruppe der 18- bis 59-Jährigen; die Geimpften haben eine Inzidenz von 383 und die Ungeimpften von 1 734. Das ist das Vierfache. Heute: über 10 000 Neuinfektionen, 458 Schwerkranke auf den Intensivstationen. Meine Herren (in Richtung FPÖ), auch Sie haben eine Verantwortung, und Sie können die Verantwortung nicht auf die Regierung oder sonst wohin abschieben. Sie tragen diese Verantwortung mit. Wenn Ihr Generalsekretär Schnedlitz Videos verschickt, die Tausende Male geteilt werden, in denen gesagt wird, man werde in die Spritze gedrängt, ist das einfach nur populistisch. Lassen Sie diesen Blödsinn und helfen Sie mit! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Am kommenden Sonntag hat Johannes Namenstag – herzlichen Glückwunsch –, aber es findet keine Wahl statt. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Die zweite Idee: Ich glaube, wir könnten uns dazu committen, dass es gut ist, wenn man Geld für gute Sachen ausgibt, auch wenn es nicht die eigene Partei ausgibt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) Mein Lieblingsbeispiel dazu: Wir geben im Bereich Frauen und Gewaltprävention so viel Geld aus wie noch nie. Da könnte man einfach sagen: Das ist eine gute Sache! Im Bereich wissenschaftlicher Forschung geben wir auch einen Batzen Geld aus. Da könnte man auch – vielleicht bis auf die FPÖ – sagen: Super, das finden wir gut und unterstützen wir! – Das wäre nur so eine Idee.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Der letzte Punkt: Wir können uns vielleicht hier und da auch ein paar Superlative ersparen. Meines Erachtens ist das Budget weder ein Weltuntergang, noch ist es ein neuer Urknall. Es ist einfach das, was Demokratie auch ausmacht: ein Kompromiss, ein Ausgleich von Interessen. So langweilig das klingt und so wenig Klicks es auf Social Media bringt, ist es doch eigentlich das, was meiner Meinung nach die Bevölkerung will. Ich glaube, es wird uns niemand böse sein, wenn kein kreischender Politiker aus dem Fernseher herausschaut, sondern jemand, der seriös und vielleicht ganz langweilig erklärt und Dinge abarbeitet. Ich glaube, das wäre kein schlechter Stil. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Was ist neu an diesem Budget? – Wir setzen die Segel für die Ökologisierung des Steuersystems, und wir bringen einen Stufenplan in Gang, der uns – ja: gemäßigt – zu den Zielen hinführt, die wir uns selbst gesetzt haben. Wir schärfen steuerlich dort nach, wo es notwendig ist, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Genau das sind zwei Punkte, zu denen ich sagen möchte: Deswegen glaube ich immer noch, dass Türkis-Grün ideologisch die beste Konstellation ist, um diese großen Zukunftsfragen zu beantworten, weil wir es eben schaffen, den wirtschaftlichen Aspekt und den ökologischen Aspekt zusammenzubringen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Das Klimaticket ist auch eine Sache, von der wir über alle ideologischen Grenzen hinweg, glaube ich, unisono sagen können, dass wir das gut finden. Wie gesagt, ich würde mir wünschen, dass wir in dieser Budgetwoche Dinge ein bisschen differenzierter sehen, seriös argumentieren und nicht nur immer dieselben Reflexe bedienen. Ich glaube, Letzteres ist für uns und auch für die Zuseherinnen und Zuseher langweilig, und es würde gerade in einer aufgeregten Zeit guttun, Dinge seriös abzuarbeiten. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.
Wenn ich den Begriff Nachhaltigkeit vor Augen habe, dann ist damit meiner Meinung nach nachhaltig im Sinne der nächsten Generationen gemeint. Schließlich ist es vor allem notwendig, das Budget für die nächsten Generationen so zu gestalten, dass der Schuldenrucksack nicht allzu groß wird und dass wir die Schuldenquote bis 2025 wieder in Richtung 70 Prozent des BIPs senken. Das zeigt auch dieser Finanzrahmen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.
Summa summarum ist dieses Budget wirklich hervorragend, und ich darf der gesamten Bundesregierung und vor allem dem Finanzminister danken. Stabilität und Nachhaltigkeit sind wirklich Schwerpunkte, die da gesetzt werden. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.
eine Gesellschaft, für uns alle ist es relevant, dass die Menschen Arbeit haben, dass sie für ihre Familien sorgen können. Und weil wir heute das Budget diskutieren, ist es, glaube ich, auch angebracht, zu erwähnen, dass das wiederum die Grundlage dafür ist, dass wir alles in unserem Land finanzieren können – vom Sozialstaat bis zum Bildungssystem, von der Pension bis zum Gesundheitssystem. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Erlauben Sie mir daher, zu Beginn dieser Debatte zum Budget vor allem all jenen zu danken, die einen Beitrag dazu leisten, dass Österreich ein wirtschaftsstarkes Land ist, dass die Menschen in unserem Land Arbeit haben und dass wir auch all das, was unser Land ausmacht – das Sozialsystem, das Bildungssystem, unsere Pensionen und vieles mehr – finanzieren können. Zum ersten möchte ich den Unternehmerinnen und Unternehmern danken, die Arbeitsplätze schaffen, zum zweiten allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die tagtäglich fleißig ihren Beitrag leisten – und ganz besonders, weil wir das Budget diskutieren: ein großes Danke an alle Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, die in unserem Land dafür sorgen, dass Österreich so aufgestellt ist, wie es aufgestellt ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen
Ich glaube, wir alle sind uns einig, dass wir als kleines Land mit 9 Millionen Einwohnern diese globalen Trends weder stoppen noch beeinflussen können. Was aber schon möglich ist, ist, zu versuchen, mit einem Budget und einer Steuerreform bestmöglich darauf zu reagieren und Rahmenbedingungen zu schaffen, dass sich Österreich auch in Zukunft gut entwickeln kann (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen), und ich möchte mich bei all jenen bedanken, die diese Steuerreform verhandelt und ausgestaltet haben, allen voran beim Finanzminister, denn diese Steuerreform macht es möglich, dass Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen in Österreich entlastet werden. Die Lohn- und Einkommensteuer sinkt von 35 auf 30, von 42 auf 40 Prozent, die Sozialversicherungsbeiträge werden gesenkt, und die großen Profiteure dieser Reform sind Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen. Das ist gut so, sehr geehrte Damen und Herren, weil diese das Rückgrat unseres Landes sind. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich glaube, wir alle sind uns einig, dass wir als kleines Land mit 9 Millionen Einwohnern diese globalen Trends weder stoppen noch beeinflussen können. Was aber schon möglich ist, ist, zu versuchen, mit einem Budget und einer Steuerreform bestmöglich darauf zu reagieren und Rahmenbedingungen zu schaffen, dass sich Österreich auch in Zukunft gut entwickeln kann (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen), und ich möchte mich bei all jenen bedanken, die diese Steuerreform verhandelt und ausgestaltet haben, allen voran beim Finanzminister, denn diese Steuerreform macht es möglich, dass Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen in Österreich entlastet werden. Die Lohn- und Einkommensteuer sinkt von 35 auf 30, von 42 auf 40 Prozent, die Sozialversicherungsbeiträge werden gesenkt, und die großen Profiteure dieser Reform sind Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen. Das ist gut so, sehr geehrte Damen und Herren, weil diese das Rückgrat unseres Landes sind. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Dieser Familienbonus wird noch einmal von 1 500 auf 2 000 Euro erhöht. Ich hoffe, dass das nicht die letzte Erhöhung ist, aber es ist ein weiterer richtiger Schritt in Richtung Wertschätzung von Familien, denn sie sind es, die arbeiten gehen, die Kinder großziehen und somit die Zukunft unseres Landes absichern. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Zum Dritten – auch wenn es von manchen auch heute wieder kritisiert worden ist –, auch da ein klares Bekenntnis: Ja, wir führen bei dieser Steuerreform eine CO2-Bepreisung ein. Ich halte es für einen sinnvollen und richtigen Schritt, mittelfristig unser Steuersystem in die Richtung weiterzuentwickeln, dass wir den Faktor Arbeit stetig entlasten und gleichzeitig natürlich umweltschädliches Verhalten auch mehr und mehr einen Preis bekommt. Das ist eine Transformation, die man nicht mit dem Holzhammer durchführen sollte. Das ist eine Transformation, die Zeit braucht, aber es ist eine wichtige Transformation, um Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit unter einen Hut zu bringen – und daher auch ein klares Bekenntnis zu dieser Einführung der CO2-Bepreisung im Sinne einer ökologischen und ökonomischen Ausgewogenheit in unserem Land. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Wurm: Genau so ist es!
Ich habe bei der Debatte in den letzten Tagen, insbesondere in den sozialen Medien, ein bisschen den Eindruck gewonnen, dass von manchen das Gefühl geschürt wird, dass die Impfung nicht wirken würde, dass wir trotz Impfung nicht sicher wären, dass die Impfung wertlos sei, weil man sich ja ohne geimpft zu sein anstecken könne, und mit Impfung genauso. (Abg. Wurm: Genau so ist es!) Ich glaube, dass das ein Thema ist, das man nicht emotional (Abg. Wurm: Rational!) oder als Glaubensfrage behandeln sollte, sondern dass es ein Thema ist, bei dem wir ganz genau auf die Fakten schauen sollten.
Abg. Wurm: Rational!
Ich habe bei der Debatte in den letzten Tagen, insbesondere in den sozialen Medien, ein bisschen den Eindruck gewonnen, dass von manchen das Gefühl geschürt wird, dass die Impfung nicht wirken würde, dass wir trotz Impfung nicht sicher wären, dass die Impfung wertlos sei, weil man sich ja ohne geimpft zu sein anstecken könne, und mit Impfung genauso. (Abg. Wurm: Genau so ist es!) Ich glaube, dass das ein Thema ist, das man nicht emotional (Abg. Wurm: Rational!) oder als Glaubensfrage behandeln sollte, sondern dass es ein Thema ist, bei dem wir ganz genau auf die Fakten schauen sollten.
Abg. Wurm: Das war eine Gemeinheit! – Abg. Brandstätter: Die Pandemie ist vorbei! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich habe im Sommer gewagt, zu sagen, dass wir es mit einer Pandemie der Ungeimpften zu tun bekommen werden. (Abg. Wurm: Das war eine Gemeinheit! – Abg. Brandstätter: Die Pandemie ist vorbei! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich habe gesagt, dass jeder, der nicht geimpft ist, sich früher oder später anstecken wird: wenn nicht im Sommer, dann im Herbst, wenn nicht im Herbst, dann im Winter. (Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Ich habe im Sommer gewagt, zu sagen, dass wir es mit einer Pandemie der Ungeimpften zu tun bekommen werden. (Abg. Wurm: Das war eine Gemeinheit! – Abg. Brandstätter: Die Pandemie ist vorbei! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich habe gesagt, dass jeder, der nicht geimpft ist, sich früher oder später anstecken wird: wenn nicht im Sommer, dann im Herbst, wenn nicht im Herbst, dann im Winter. (Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Abg. Kassegger: Das war eine Hausnummer ...!
Unabhängig davon, ob man jetzt ein Impfgegner oder ein Impfbefürworter ist, ob man skeptisch gegenüber der Impfung ist oder nicht, ein Faktum sollten wir uns alle bewusst machen: Wenn wir auf die letzte Woche blicken, dann sehen wir, die Siebentageinzidenz – also eine durchaus relevante Messgröße – bei den Geimpften war fast 350. (Abg. Kassegger: Das war eine Hausnummer ...!) Das heißt, alle, die sagen, man kann sich trotz der Impfung anstecken, es gibt Impfdurchbrüche, haben vollkommen recht. (Abg. Wurm: Bravo!) Die Siebentageinzidenz der Ungeimpften lag allerdings mehr als vier Mal höher, bei über 1 700. (Abg. Kassegger: Die werden ein bissl mehr getestet! – Rufe bei der FPÖ: ... mehr getestet ...! Wenn ich mehr teste, habe ich eine viermal höhere Inzidenz ...!) Die Wahrheit ist also nicht nur, dass die Impfung wirkt, sondern die Wahrheit ist auch, dass jeder, der nicht geimpft ist, ein hohes Risiko hat, sich anzustecken. Ich möchte fast sagen, er wird sich früher oder später garantiert anstecken. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Wurm: Bravo!
Unabhängig davon, ob man jetzt ein Impfgegner oder ein Impfbefürworter ist, ob man skeptisch gegenüber der Impfung ist oder nicht, ein Faktum sollten wir uns alle bewusst machen: Wenn wir auf die letzte Woche blicken, dann sehen wir, die Siebentageinzidenz – also eine durchaus relevante Messgröße – bei den Geimpften war fast 350. (Abg. Kassegger: Das war eine Hausnummer ...!) Das heißt, alle, die sagen, man kann sich trotz der Impfung anstecken, es gibt Impfdurchbrüche, haben vollkommen recht. (Abg. Wurm: Bravo!) Die Siebentageinzidenz der Ungeimpften lag allerdings mehr als vier Mal höher, bei über 1 700. (Abg. Kassegger: Die werden ein bissl mehr getestet! – Rufe bei der FPÖ: ... mehr getestet ...! Wenn ich mehr teste, habe ich eine viermal höhere Inzidenz ...!) Die Wahrheit ist also nicht nur, dass die Impfung wirkt, sondern die Wahrheit ist auch, dass jeder, der nicht geimpft ist, ein hohes Risiko hat, sich anzustecken. Ich möchte fast sagen, er wird sich früher oder später garantiert anstecken. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Kassegger: Die werden ein bissl mehr getestet! – Rufe bei der FPÖ: ... mehr getestet ...! Wenn ich mehr teste, habe ich eine viermal höhere Inzidenz ...!
Unabhängig davon, ob man jetzt ein Impfgegner oder ein Impfbefürworter ist, ob man skeptisch gegenüber der Impfung ist oder nicht, ein Faktum sollten wir uns alle bewusst machen: Wenn wir auf die letzte Woche blicken, dann sehen wir, die Siebentageinzidenz – also eine durchaus relevante Messgröße – bei den Geimpften war fast 350. (Abg. Kassegger: Das war eine Hausnummer ...!) Das heißt, alle, die sagen, man kann sich trotz der Impfung anstecken, es gibt Impfdurchbrüche, haben vollkommen recht. (Abg. Wurm: Bravo!) Die Siebentageinzidenz der Ungeimpften lag allerdings mehr als vier Mal höher, bei über 1 700. (Abg. Kassegger: Die werden ein bissl mehr getestet! – Rufe bei der FPÖ: ... mehr getestet ...! Wenn ich mehr teste, habe ich eine viermal höhere Inzidenz ...!) Die Wahrheit ist also nicht nur, dass die Impfung wirkt, sondern die Wahrheit ist auch, dass jeder, der nicht geimpft ist, ein hohes Risiko hat, sich anzustecken. Ich möchte fast sagen, er wird sich früher oder später garantiert anstecken. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Unabhängig davon, ob man jetzt ein Impfgegner oder ein Impfbefürworter ist, ob man skeptisch gegenüber der Impfung ist oder nicht, ein Faktum sollten wir uns alle bewusst machen: Wenn wir auf die letzte Woche blicken, dann sehen wir, die Siebentageinzidenz – also eine durchaus relevante Messgröße – bei den Geimpften war fast 350. (Abg. Kassegger: Das war eine Hausnummer ...!) Das heißt, alle, die sagen, man kann sich trotz der Impfung anstecken, es gibt Impfdurchbrüche, haben vollkommen recht. (Abg. Wurm: Bravo!) Die Siebentageinzidenz der Ungeimpften lag allerdings mehr als vier Mal höher, bei über 1 700. (Abg. Kassegger: Die werden ein bissl mehr getestet! – Rufe bei der FPÖ: ... mehr getestet ...! Wenn ich mehr teste, habe ich eine viermal höhere Inzidenz ...!) Die Wahrheit ist also nicht nur, dass die Impfung wirkt, sondern die Wahrheit ist auch, dass jeder, der nicht geimpft ist, ein hohes Risiko hat, sich anzustecken. Ich möchte fast sagen, er wird sich früher oder später garantiert anstecken. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Deimek: ... 40 Prozent ...! Fragen Sie den Landeshauptmann Stelzer, wie es wirklich ausschaut ...! Fragen Sie den Landeshauptmann Stelzer ...!
In diesem Sinne, trotz aller Emotionalität bei diesem Thema, meine Bitte an alle, die noch nicht geimpft sind: Lassen Sie es sich noch einmal durch den Kopf gehen! (Abg. Deimek: ... 40 Prozent ...! Fragen Sie den Landeshauptmann Stelzer, wie es wirklich ausschaut ...! Fragen Sie den Landeshauptmann Stelzer ...!) Schauen Sie sich diese Zahlen an! Erwägen Sie Ihr ganz persönliches Risiko und seien Sie sich bewusst, dass Sie durch die Impfung nicht nur sich selbst schützen, sondern auch einen Beitrag dazu leisten, dass das Infektionsgeschehen in Summe sich verlangsamt. – Vielen Dank. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP und Beifall bei den Grünen.)
Anhaltender Beifall bei der ÖVP und Beifall bei den Grünen.
In diesem Sinne, trotz aller Emotionalität bei diesem Thema, meine Bitte an alle, die noch nicht geimpft sind: Lassen Sie es sich noch einmal durch den Kopf gehen! (Abg. Deimek: ... 40 Prozent ...! Fragen Sie den Landeshauptmann Stelzer, wie es wirklich ausschaut ...! Fragen Sie den Landeshauptmann Stelzer ...!) Schauen Sie sich diese Zahlen an! Erwägen Sie Ihr ganz persönliches Risiko und seien Sie sich bewusst, dass Sie durch die Impfung nicht nur sich selbst schützen, sondern auch einen Beitrag dazu leisten, dass das Infektionsgeschehen in Summe sich verlangsamt. – Vielen Dank. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP und Beifall bei den Grünen.)
Ruf bei der ÖVP: Klubobmann Kurz!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Herr Kollege Kurz (Ruf bei der ÖVP: Klubobmann Kurz!), Sie haben hier wieder behauptet, dass Sie in der Vergangenheit die Steuern in diesem Land gesenkt hätten. Ich sage immer: Zahlen lügen nicht! Wir schauen uns nur die Zahlen der Regierung, die Regierungszahlen an; diese sagen, dass die Steuern und Abgaben in Österreich in der Zeit, als Sie Bundeskanzler waren, jedes Jahr höher waren als in den zwei Jahren, bevor Sie Bundeskanzler geworden sind.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Die Höhe der Steuern und Abgaben in Österreich wird noch immer mit der sogenannten Steuer- und Abgabenquote gemessen, und die war 2016 42,4 Prozent und 2017 42,5 Prozent. Dann wurden Sie Bundeskanzler einer zunächst türkis-blauen Bundesregierung. Was ist mit der Steuer- und Abgabenquote passiert? – Sie ist gestiegen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das heißt, die Steuern in diesem Land sind zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie Bundeskanzler geworden sind, auf 42,8 Prozent gestiegen. Im Jahr darauf sind sie auf 43,1 Prozent gestiegen. Wo werden sie heuer liegen? – Bei 43,1 Prozent. Im gesamten Verlauf des Budgetrahmens werden in jedem einzelnen Jahr die Steuern und Abgaben in Österreich höher sein, als es unter Faymann/Mitterlehner und unter Kern/Mitterlehner der Fall war. – Das sind die Zahlen der Bundesregierung, und ich kann Ihnen sagen: Zahlen lügen nicht! Wenn Sie sagen, Sie senken die Steuern, erhöhen Sie sie. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Höhe der Steuern und Abgaben in Österreich wird noch immer mit der sogenannten Steuer- und Abgabenquote gemessen, und die war 2016 42,4 Prozent und 2017 42,5 Prozent. Dann wurden Sie Bundeskanzler einer zunächst türkis-blauen Bundesregierung. Was ist mit der Steuer- und Abgabenquote passiert? – Sie ist gestiegen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das heißt, die Steuern in diesem Land sind zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie Bundeskanzler geworden sind, auf 42,8 Prozent gestiegen. Im Jahr darauf sind sie auf 43,1 Prozent gestiegen. Wo werden sie heuer liegen? – Bei 43,1 Prozent. Im gesamten Verlauf des Budgetrahmens werden in jedem einzelnen Jahr die Steuern und Abgaben in Österreich höher sein, als es unter Faymann/Mitterlehner und unter Kern/Mitterlehner der Fall war. – Das sind die Zahlen der Bundesregierung, und ich kann Ihnen sagen: Zahlen lügen nicht! Wenn Sie sagen, Sie senken die Steuern, erhöhen Sie sie. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wenn wir uns aber die Steuerstruktur ansehen, dann sehen wir: Ja, in der Tat gibt es Gruppen in Österreich, die weniger Steuern als früher zahlen werden, und andere Gruppen, die mehr Steuern als früher zahlen werden. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wer zahlt weniger? – Ich nehme nur die Zahlen, die der Finanzminister vorgelegt hat. – Die Konzernsteuern, die Körperschaftsteuer, steigen im Vergleich zu 2019 um 4 Prozent. Das heißt, die Konzerne werden 2025 um 4 Prozent mehr Steuern als vor der Krise zahlen – um 4 Prozent! Was werden die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zahlen? – Sie werden zwischen 23 und 29 Prozent mehr Steuern als vor der Krise zahlen. Das heißt, das, was Sie da in die Wege geleitet haben, als Sie noch Bundeskanzler waren, war: Konzerne zahlen weniger Steuern, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zahlen mehr Steuern. Das sind die Zahlen, die die Bundesregierung dem Hohen Haus vorgelegt hat, und ich sage: Zahlen lügen nicht, sie sagen aber genau das aus! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn wir uns aber die Steuerstruktur ansehen, dann sehen wir: Ja, in der Tat gibt es Gruppen in Österreich, die weniger Steuern als früher zahlen werden, und andere Gruppen, die mehr Steuern als früher zahlen werden. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wer zahlt weniger? – Ich nehme nur die Zahlen, die der Finanzminister vorgelegt hat. – Die Konzernsteuern, die Körperschaftsteuer, steigen im Vergleich zu 2019 um 4 Prozent. Das heißt, die Konzerne werden 2025 um 4 Prozent mehr Steuern als vor der Krise zahlen – um 4 Prozent! Was werden die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zahlen? – Sie werden zwischen 23 und 29 Prozent mehr Steuern als vor der Krise zahlen. Das heißt, das, was Sie da in die Wege geleitet haben, als Sie noch Bundeskanzler waren, war: Konzerne zahlen weniger Steuern, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zahlen mehr Steuern. Das sind die Zahlen, die die Bundesregierung dem Hohen Haus vorgelegt hat, und ich sage: Zahlen lügen nicht, sie sagen aber genau das aus! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Diesner-Wais: Haben wir eine Affäre?
Im Übrigen möchte ich die Gelegenheit wahrnehmen, schon auch etwas zu Ihrem persönlichen Umgang mit der Krise der ÖVP und mit der ganzen Affäre, die es da gibt, zu sagen. (Abg. Diesner-Wais: Haben wir eine Affäre?) Erstens habe ich hier bereits öfters gesagt, Sie wandeln auf den Spuren von Karl-Heinz Grasser, weil Sie immer nur Ihre Unschuld beteuern, genauso wie ich das von einem gewissen Karl-Heinz Grasser in Erinnerung habe. In der Zwischenzeit beschäftigen Sie auch denselben Gutachter, der Sie gutachterlich – unter Anführungszeichen – „entlastet“. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ob das zu Ihrem Vorteil ist, weiß ich nicht. Der Gutachter, der noch dazu fälschlicherweise für dieses Gutachten das Logo der Universität verwendet hat (Ruf bei der ÖVP: Mein Gott na!), ist derselbe, der schon versucht hat, Karl-Heinz Grasser von jeder Schuld freizusprechen. Die Unschuldsvermutung gilt natürlich auch noch für Karl-Heinz Grasser, auch wenn er bereits in erster Instanz verurteilt worden ist. Das sind Sie noch nicht, das stimmt, die Unschuldsvermutung im strafrechtlichen Sinn gilt auch für Sie. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Im Übrigen möchte ich die Gelegenheit wahrnehmen, schon auch etwas zu Ihrem persönlichen Umgang mit der Krise der ÖVP und mit der ganzen Affäre, die es da gibt, zu sagen. (Abg. Diesner-Wais: Haben wir eine Affäre?) Erstens habe ich hier bereits öfters gesagt, Sie wandeln auf den Spuren von Karl-Heinz Grasser, weil Sie immer nur Ihre Unschuld beteuern, genauso wie ich das von einem gewissen Karl-Heinz Grasser in Erinnerung habe. In der Zwischenzeit beschäftigen Sie auch denselben Gutachter, der Sie gutachterlich – unter Anführungszeichen – „entlastet“. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ob das zu Ihrem Vorteil ist, weiß ich nicht. Der Gutachter, der noch dazu fälschlicherweise für dieses Gutachten das Logo der Universität verwendet hat (Ruf bei der ÖVP: Mein Gott na!), ist derselbe, der schon versucht hat, Karl-Heinz Grasser von jeder Schuld freizusprechen. Die Unschuldsvermutung gilt natürlich auch noch für Karl-Heinz Grasser, auch wenn er bereits in erster Instanz verurteilt worden ist. Das sind Sie noch nicht, das stimmt, die Unschuldsvermutung im strafrechtlichen Sinn gilt auch für Sie. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Mein Gott na!
Im Übrigen möchte ich die Gelegenheit wahrnehmen, schon auch etwas zu Ihrem persönlichen Umgang mit der Krise der ÖVP und mit der ganzen Affäre, die es da gibt, zu sagen. (Abg. Diesner-Wais: Haben wir eine Affäre?) Erstens habe ich hier bereits öfters gesagt, Sie wandeln auf den Spuren von Karl-Heinz Grasser, weil Sie immer nur Ihre Unschuld beteuern, genauso wie ich das von einem gewissen Karl-Heinz Grasser in Erinnerung habe. In der Zwischenzeit beschäftigen Sie auch denselben Gutachter, der Sie gutachterlich – unter Anführungszeichen – „entlastet“. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ob das zu Ihrem Vorteil ist, weiß ich nicht. Der Gutachter, der noch dazu fälschlicherweise für dieses Gutachten das Logo der Universität verwendet hat (Ruf bei der ÖVP: Mein Gott na!), ist derselbe, der schon versucht hat, Karl-Heinz Grasser von jeder Schuld freizusprechen. Die Unschuldsvermutung gilt natürlich auch noch für Karl-Heinz Grasser, auch wenn er bereits in erster Instanz verurteilt worden ist. Das sind Sie noch nicht, das stimmt, die Unschuldsvermutung im strafrechtlichen Sinn gilt auch für Sie. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Im Übrigen möchte ich die Gelegenheit wahrnehmen, schon auch etwas zu Ihrem persönlichen Umgang mit der Krise der ÖVP und mit der ganzen Affäre, die es da gibt, zu sagen. (Abg. Diesner-Wais: Haben wir eine Affäre?) Erstens habe ich hier bereits öfters gesagt, Sie wandeln auf den Spuren von Karl-Heinz Grasser, weil Sie immer nur Ihre Unschuld beteuern, genauso wie ich das von einem gewissen Karl-Heinz Grasser in Erinnerung habe. In der Zwischenzeit beschäftigen Sie auch denselben Gutachter, der Sie gutachterlich – unter Anführungszeichen – „entlastet“. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ob das zu Ihrem Vorteil ist, weiß ich nicht. Der Gutachter, der noch dazu fälschlicherweise für dieses Gutachten das Logo der Universität verwendet hat (Ruf bei der ÖVP: Mein Gott na!), ist derselbe, der schon versucht hat, Karl-Heinz Grasser von jeder Schuld freizusprechen. Die Unschuldsvermutung gilt natürlich auch noch für Karl-Heinz Grasser, auch wenn er bereits in erster Instanz verurteilt worden ist. Das sind Sie noch nicht, das stimmt, die Unschuldsvermutung im strafrechtlichen Sinn gilt auch für Sie. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der FPÖ
Sie haben nachher den Rücktritt von den beiden verlangt. Sie haben nie von Unschuldsvermutung gesprochen, Sie haben gesagt, aus politisch-moralischen Gründen müssen die beiden zurücktreten. – Ich stimme dem zu. Wieso aber legen Sie nicht dieselbe moralische Latte, die Sie an Strache und Gudenus und auch an Kickl angelegt haben, an sich selber (Zwischenrufe bei der FPÖ), an Herrn Finanzminister Blümel und an Innenminister Nehammer an? (Anhaltender Beifall bei SPÖ, FPÖ und NEOS.)
Anhaltender Beifall bei SPÖ, FPÖ und NEOS.
Sie haben nachher den Rücktritt von den beiden verlangt. Sie haben nie von Unschuldsvermutung gesprochen, Sie haben gesagt, aus politisch-moralischen Gründen müssen die beiden zurücktreten. – Ich stimme dem zu. Wieso aber legen Sie nicht dieselbe moralische Latte, die Sie an Strache und Gudenus und auch an Kickl angelegt haben, an sich selber (Zwischenrufe bei der FPÖ), an Herrn Finanzminister Blümel und an Innenminister Nehammer an? (Anhaltender Beifall bei SPÖ, FPÖ und NEOS.)
Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Wenn es nämlich danach geht, was Sie selber nach dem Ibizavideo gegenüber der FPÖ, gegenüber Strache, Gudenus und Kickl verlangt haben, wenn Sie dieselben Grundsätze auf sich selber anwenden, würden Sie nicht mehr hier sitzen und Herr Blümel und Herr Nehammer auch nicht. (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) Sie sollten wirklich nicht bei anderen mit der Apothekerwaage messen und bei sich selber nur von der Unschuldsvermutung sprechen. Das steht niemandem zu, damit erweisen Sie der Politik und sich selber keinen guten Dienst. – Vielen Dank. (Beifall bei SPÖ, FPÖ und NEOS. – Ruf bei der FPÖ: Wo er recht hat, hat er recht, der Krainer!) – Danke.
Beifall bei SPÖ, FPÖ und NEOS. – Ruf bei der FPÖ: Wo er recht hat, hat er recht, der Krainer!
Wenn es nämlich danach geht, was Sie selber nach dem Ibizavideo gegenüber der FPÖ, gegenüber Strache, Gudenus und Kickl verlangt haben, wenn Sie dieselben Grundsätze auf sich selber anwenden, würden Sie nicht mehr hier sitzen und Herr Blümel und Herr Nehammer auch nicht. (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) Sie sollten wirklich nicht bei anderen mit der Apothekerwaage messen und bei sich selber nur von der Unschuldsvermutung sprechen. Das steht niemandem zu, damit erweisen Sie der Politik und sich selber keinen guten Dienst. – Vielen Dank. (Beifall bei SPÖ, FPÖ und NEOS. – Ruf bei der FPÖ: Wo er recht hat, hat er recht, der Krainer!) – Danke.
Ruf bei der FPÖ: Es war nicht falsch, es war grundrichtig!
Abgeordneter Andreas Ottenschläger (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Herr Kollege Krainer, eigentlich haben wir ja jetzt eine Debatte zum Budget, Sie aber haben den Zeigefinger wieder einmal ausgepackt, zeigen immer auf andere, moralisieren (Ruf bei der FPÖ: Es war nicht falsch, es war grundrichtig!), reden von der Unschuldsvermutung, und gleichzeitig ziehen Sie diese aber wieder ins Lächerliche. Ich finde diese Vorverurteilungen, die Sie immer wieder anstellen, des Hohen Hauses überhaupt nicht würdig. Dann sagen Sie noch, Herr Klubobmann Kurz darf sich nicht öffentlich wehren. – Das finde ich scheinmoralisch, sehr geehrter Herr Krainer! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Andreas Ottenschläger (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Herr Kollege Krainer, eigentlich haben wir ja jetzt eine Debatte zum Budget, Sie aber haben den Zeigefinger wieder einmal ausgepackt, zeigen immer auf andere, moralisieren (Ruf bei der FPÖ: Es war nicht falsch, es war grundrichtig!), reden von der Unschuldsvermutung, und gleichzeitig ziehen Sie diese aber wieder ins Lächerliche. Ich finde diese Vorverurteilungen, die Sie immer wieder anstellen, des Hohen Hauses überhaupt nicht würdig. Dann sagen Sie noch, Herr Klubobmann Kurz darf sich nicht öffentlich wehren. – Das finde ich scheinmoralisch, sehr geehrter Herr Krainer! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Was Sie auch nicht dazusagen, ist, dass wir gerade für die Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen sehr viel getan haben. Ich möchte es hier noch einmal wiederholen: Die Kaufkraft wird dadurch gestärkt, dass wir die Steuern senken – der Eingangssteuersatz bei Lohn- und Einkommensteuer wurde gesenkt. Der Kinderbonus entlastet natürlich vor allem betroffene Familien deutlich. Das ist wirkliche Entlastung für jene in diesem Land, die es brauchen. Das haben Sie nicht zustande gebracht, aber wir haben es eben zustande gebracht, und das sei hier in der Tat gesagt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: ... das ist nicht verantwortungsvoll ...!
mit der vorliegenden ökosozialen Steuerreform nämlich genau das: dass wir mit dem Steuergeld verantwortungsvoll umgehen, dass wir die Mittel für diejenigen einsetzen, die es wirklich brauchen, die das Rückgrat der österreichischen Gesellschaft sind – das sind zum Beispiel die Familien und die vielen fleißigen Unternehmerinnen und Unternehmer oder Arbeitnehmer in diesem Land. Sie entlasten wir, und dazu stehen wir! (Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: ... das ist nicht verantwortungsvoll ...!)
Rufe bei der ÖVP: Oje!
Präsidentin Doris Bures: Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Christoph Matznetter. – Bitte. (Rufe bei der ÖVP: Oje!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Frau Präsidentin! Geschätzte Damen und Herren in der Regierung und in den Abgeordnetenreihen! Ich weiß nicht, was Kollege Ottenschläger da vorgehabt hat, eines aber ist ja wohl klar: Wenn die Steuern- und Abgabenquote bereits unter Bundeskanzler Werner Faymann deutlich niedriger war, brauchen Sie nicht mit Zeitverzögerungen zu kommen. Zahlen lügen nicht! Sie sind höher als damals und daher war die Selbstbeweihräucherung unangebracht, Herr Kollege! (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wenn wir schon beim Thema sind: Sie werfen Abgeordnetem Krainer, der eine sehr sachliche Rede dazu gehalten hat, ernsthaft vor - - (Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Meine Damen und Herren, Sie sollten sich die Reaktion dieser Fraktion, die sagt, da wird jemand von weisungsgebundenen Staatsanwälten zu Unrecht verfolgt, anschauen. Die 103 Seiten Hausdurchsuchungsbeschluss, das war ja wohl richterlich genehmigt, Herr Klubobmann Wöginger, das ist kein weisungsabhängiges Netzwerk!
Zwischenruf bei der ÖVP
Es gibt 103 Seiten dichter Vorwürfe, und zu Recht hat dieses Parlament heute im Immunitätsausschuss beschlossen – und beschließt hoffentlich am Donnerstag im Plenum –, dass die Verfolgung weitergeht. Sie arbeiten hier mit Propaganda (Zwischenruf bei der ÖVP), statt dass Sie die vielen Fehler, die in der Pandemiebekämpfung, beim Budget und den Finanzen begangen worden sind – die Zahlen lügen nicht –, zur Kenntnis nehmen, sich bemühen und wenigstens versprechen, es besser zu machen und Sauberkeit einkehren zu lassen. Davon ist nichts zu spüren, es gibt keine Verbesserung, Sie sind unverändert da.
Beifall bei der SPÖ.
Ich fürchte, dass das österreichische Volk eine andere Entscheidung treffen muss, was die Klassenzusammensetzung da auf der Regierungsbank betrifft. Die Mithelferschaft der Grünen lasse ich heute einmal weg, um eine Schonzeit für die armen Gebeutelten zu erreichen. – Danke, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich rechne es Ihnen vor: Heute haben wir das Frauenbudget auf 18 Millionen Euro erweitert, und 18 Millionen Euro sind ein Drittel dessen, was Sie pro Jahr für Inseratenschaltungen aufwenden – rund 50 Millionen Euro. Das sind nach meinen Zahlen 2020 4,3 Millionen Euro pro Monat gewesen. Bitte, das ist ja Propagandapolitik vor Frauenpolitik! Die Verliererinnen sind die Frauen. Deshalb meine ich, Sie sollten wirklich schauen, dass Sie diese Inseratenpolitik – diese Propagandapolitik – in den Griff bekommen und endlich wieder zu einer Politik zurückkehren, die die Österreicherinnen und Österreicher brauchen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend noch von meiner Seite ein Dank an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der obersten Organe. Sie mussten in dieser schwierigen Situation, auch wenn die linke Hand oft nicht wusste, was die rechte Hand will, ihre Tätigkeit verrichten. Ein herzliches Dankeschön! – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Brandstötter.
Abgeordneter Mag. Wolfgang Gerstl (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Meine sehr geehrten Regierungsmitglieder! Liebe Mitglieder der Volksanwaltschaft und Frau Präsidentin des Rechnungshofes! Ich habe mir jetzt gedacht, ich bin irgendwie ein bisschen in einem falschen Film. Da redet der Burgenländer Drobits offenbar gegen den Wiener Ludwig – anders kann ich mir das nicht vorstellen. Er spricht vom größten Inseratenbudget und von Falschausgaben, und das stelle ich die ganze Zeit in Wien fest! Wien hat das größte Inseratenbudget von allen öffentlichen Institutionen. Dass die SPÖ Burgenland so stark gegen die SPÖ Wien ist, habe ich mir nicht erwartet, aber es ist vollkommen richtig. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Brandstötter.)
Beifall bei der ÖVP.
Als Verfassungssprecher ist mir noch wichtig, dass wir faire Verfahren – auch immer ein Menschenrecht – rasch durchführen können, daher gibt es auch dieses erhöhte Budget für die Justiz, und dass wir auch dem, was ein Rechtsschutzbeauftragter zur Justiz sagt, die nötige Unterstützung geben, denn Menschenrechte müssen überall eingehalten werden, auch in der Justiz. – Vielen, vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Abgeordneter Christian Lausch (FPÖ): Frau Präsidentin! Herr Präsident! Geschätzte oberste Organe dieser Republik! Ja, wir haben jetzt schon einiges gehört und, Kollege Gerstl, ich kann Ihnen das zurückgeben: Auch ich glaube bei Ihrer Rede, ich bin im falschen Film, wenn Sie dieses Budget loben, aber eigentlich ohne Substrat loben und nur mit Bundesländervergleichen daherkommen. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
Also: kein großer Wurf, kein großes innovatives Steuerpaket. Wir werden natürlich die nächsten Monate aufzeigen, was an Verteuerungen – ich sage nur Spritpreis – auf die arbeitende Bevölkerung in diesem Land zukommt. Ich muss ehrlich sagen: Wir sind sehr, sehr enttäuscht von diesem Steuerpaket. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Deshalb ist es wichtig, sie zurückzubringen, und dafür bekommen sie Unterstützung, und zwar bis zu 75 Prozent der Mitgliedsbeiträge, gedeckelt mit einem Betrag von maximal 90 Euro. Das wird ersetzt und das ist für viele Menschen, für viele Familien eine ganz, ganz große Unterstützung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Somit ist es möglich, dass der Sport in eine positive Zukunft starten kann – sowohl im Breitenbereich, sowohl für alle Einzelnen als auch im Spitzensportbereich, und das ist wesentlich, um Österreich auch da voranzubringen. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei NEOS, ÖVP, FPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn Sie die parlamentarische Arbeit als Bürgerin, als Bürger wahrnehmen, dann sehen Sie in allererster Linie irgendwie immer uns Abgeordnete, weil wir hier im Vordergrund stehen. Im Hintergrund ist es aber so, dass die MitarbeiterInnen der Parlamentsdirektion dafür verantwortlich sind, dass wir überhaupt unserer Arbeit nachkommen können. Sie machen das ganz, ganz großartig, und deswegen möchte ich mich auf diesem Weg in erster Linie bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Parlament einmal ganz herzlich bedanken. (Beifall bei NEOS, ÖVP, FPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich glaube, dass wir uns insgesamt immer vor Augen führen sollten, dass es da um die wichtigsten Institutionen dieses Staates geht und dass diese für eine Demokratie unersetzlich sind – dementsprechend müssen wir dort immer auch entsprechende finanzielle Mittel zur Verfügung stellen. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Kollegin Diesner-Wais, die Volksanwaltschaftssprecherin der ÖVP, wird ja einige Redner nach mir sprechen: Ich ersuche alle Parlamentsfraktionen – selbst die Grünen haben diesbezüglich positive Signale ausgesendet –, diese Kompetenzerweiterung zu unterstützen, da dies ein Mehr an Menschenrechtskontrolle und ein Mehr an Transparenz im öffentlichen Dienst bedeuten würde. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
schaffen und an diesem Reichtum Österreichs auch weiter arbeiten. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten der NEOS.
Abgeordneter David Stögmüller (Grüne): Wertes Präsidium! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Frauen Ministerinnen! Werte Frau Präsidentin des Rechnungshofes! Sehr geehrte Volksanwälte! Zuerst möchte ich mich auch im Namen meiner Fraktion ganz herzlich bei der Parlamentsdirektion für die bisherige großartige Zusammenarbeit in dieser Legislaturperiode bedanken, für die Servicierung durch den Budgetdienst und alle anderen Dienste, die es gibt, von der Registratur bis hin zur Ausschussbetreuung. Vielen herzlichen Dank dafür! (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
habe Ihnen auch im Ausschuss schon ein Lob dafür ausgesprochen. Diese werden inhouse gemacht, was sicherlich die kostengünstigste Variante ist, und die Qualität, wie man sieht – und das ist wichtig –, leidet keineswegs darunter. Selbst kritische Stimmen müssen zugestehen, dass die Aufbereitung der Berichte in den letzten Jahren unter Präsidentin Kraker deutlich aussagekräftiger und anschaulicher wurde. Dafür ein großes Lob nicht nur an Sie, sondern auch an Ihr gesamtes Team, dass es zu dieser positiven Veränderung gekommen ist. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
An uns wird es liegen, weiterhin die Empfehlungen des Rechnungshofes nach und nach aufzuarbeiten und damit auch den BürgerInnen zu zeigen, dass ein behutsamer und sparsamer Umgang mit ihrem Steuergeld nicht nur das Ziel, sondern unser aller Pflicht ist – eine Aufgabe, die wir jeden Tag bestmöglich zu erfüllen versuchen, und das werden wir auch weiterhin tun. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Michael Hammer: Der letzte Blaue im Saal!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gelangt nun Herr Abgeordneter Alois Kainz. – Bitte schön, Herr Abgeordneter. (Abg. Michael Hammer: Der letzte Blaue im Saal!)
Beifall bei der FPÖ.
In Anbetracht dessen, welch hervorragende Leistungen der Rechnungshof bei seinen Prüfungen erbringt, hätte ich mir eine dementsprechende Budgeterhöhung gewünscht, welche gewährleistet, dass alle Planstellen realisiert werden könnten. Der Rechnungshof hat auch 2022 zusätzliche Aufgaben zu bewältigen, vor allem betreffend die Prüfung im Zusammenhang mit den Covid-19-Maßnahmen. Insofern wäre mehr Personal eine enorme Entlastung gewesen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne ein Danke an den Rechnungshof für seine Arbeit, ein Danke aber auch an unseren Herrn Bundesminister für dieses nachhaltige und zukunftsweisende Budget! – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Gödl: Wie in Wien!
Wir NEOS halten da dagegen. Wir wollen eine Transformation der Medienförderung, die in transparente und nachvollziehbare Förderkriterien mündet, die Abo- und Bezahlmodelle attraktiv macht, und wir wollen ein Ende der überbordenden Inserate und Werbung der öffentlichen Hand – überall. (Abg. Gödl: Wie in Wien!)
Abg. Gödl: Was ist mit Wien?
Als einen von vielen notwendigen Schritten bringe ich folgenden Antrag ein - - (Abg. Gödl: Was ist mit Wien?) – Wenn Sie sinnerfassend zuhören können, dann haben Sie gehört: „der öffentlichen Hand“. Es ist überall zu viel. (Abg. Brandstätter: Zuhören!)
Abg. Brandstätter: Zuhören!
Als einen von vielen notwendigen Schritten bringe ich folgenden Antrag ein - - (Abg. Gödl: Was ist mit Wien?) – Wenn Sie sinnerfassend zuhören können, dann haben Sie gehört: „der öffentlichen Hand“. Es ist überall zu viel. (Abg. Brandstätter: Zuhören!)
Beifall bei den NEOS.
Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich bin überzeugt davon, dass wir Minderheiten eine Visitenkarte Österreichs sind. Gestalten wir sie vielsprachig! Fürchten wir uns nicht vor den Sprachen Österreichs und fürchten wir uns nicht vor den Menschen, die in vielerlei Hinsicht mehr Kompetenz zeigen! Machen wir sie zum Teil unserer Gesellschaft! Gerade bei den Volksgruppen werden wir sehr viele Modelle finden, wie uns Integration auch in anderen Bereichen gut gelingen kann. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend noch ein Danke an die Volksanwälte und die Mitarbeiter bei der Volksanwaltschaft für die ausgezeichnete Arbeit! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ich möchte aber auch noch einen weiteren Punkt erwähnen. Bei der Volksanwaltschaft ist ja seit 2009 das International Ombudsman Institute angesiedelt. Dort sind die Volksanwaltschaften von 100 Staaten vernetzt, die Menschen eben unterstützen, damit kein Unrecht und keine Rechtsverletzungen passieren. In Kürze wird das IOI den Rechtsstatus einer internationalen Organisation erhalten, dazu möchte ich wirklich herzlich gratulieren. Das ist natürlich auch erwähnenswert, da sich ja sein Sitz in Österreich befindet. – Herzliche Gratulation! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ich möchte mich nochmals wirklich recht herzlich bei den drei Volksanwälten und bei all ihren Mitarbeitern für die hohe Prüfungsqualität und für die gute Arbeit im Sinne unserer Bürgerinnen und Bürger bedanken, und ich möchte uns allen wünschen, dass auch in Zukunft unsere Bürger bestens zu ihrem Recht kommen. Nochmals: Herzlichen Dank für Ihre Arbeit! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Eines muss ich sagen: Von Professionalität und Seriosität ist dieses Budget nicht gekennzeichnet, sehr geehrte Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren von der ÖVP und den Grünen, stoppen Sie endlich diesen Verordnungs- und Verbotswahnsinn! Sorgen Sie für die notwendigen Hilfen! Hören Sie endlich auf, den Sport in irgendeiner Art und Weise zu verbieten! Beenden Sie endlich diesen gesundheitspolitischen Skandal, bevor Sie Schäden anrichten, die auf lange Sicht nicht mehr gutzumachen sind! Und vor allem, sehr geehrter Herr Sportminister vor dem Bildschirm zu Hause, treten Sie endlich zurück! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Ofenauer.
Integration geschieht nicht durch Leistung, egal wie oft das erzählt wird. Welche Leistung? Wie viel Leistung? An wen? Es gibt keine Schuld. Wir starten nicht aus einem Minus, und wir müssen uns auch nicht erst beweisen. Um welche Leistung soll es gehen, wenn hier geborene Kinder und Jugendliche kaum die Perspektive haben, die österreichische Staatsbürgerschaft zu bekommen und damit rechtlich endlich ihren ebenfalls hier geborenen österreichischen Freundinnen und Freunden gleichgestellt zu sein? Wie können wir es wagen, hier von Leistung zu sprechen und mit dem Finger auf andere zu zeigen? Was es braucht, ist eine aktive Integrationspolitik, die sich um Ungleichheiten sorgt und sie beseitigt. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Ofenauer.)
Beifall bei den Grünen.
Integration geschieht auch nicht durch ein abstraktes Fördern und Fordern. Daran ist vielleicht die Alliteration interessant, aber im Grunde ist es sinnentleert, die Konditionalität hineinzubringen in etwas, das für uns, für die hier und für die woanders Geborenen, für die mit Migration im Hintergrund und in der Familie, für diejenigen mit der anderen Religion, der anderen Hautfarbe, der anderen Muttersprache, zum täglichen Überleben gehört. Bildung, Ausbildung, Arbeitsmöglichkeit fordern wir jeden Tag ein, und den Beitrag zum gelingenden Miteinander leisten wir auch noch dazu. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Diese Stimmen zu hören, auch das ist Aufgabe aktiver Integrationspolitik. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Dafür gibt es das Integrationsbudget mit Mentoringprogrammen, mit einem Maßnahmenpaket zur Stärkung von Frauen mit Migrationsbiografie, mit Förderungen für Vereine und Initiativen – damit diese Stimmen gehört werden, damit Integration gelingen kann. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Deswegen wollte ich das hier noch einmal kommentieren, weil mich das so ärgert: Sie haben Österreich nicht gut durch die Krise gebracht, sondern Sie haben Österreichs Ruf in der Welt ruiniert! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Heiterkeit des Abg. Loacker.
Bemerkenswert ist zum Beispiel, dass unter dem Budgetposten „Werkleistungen durch Dritte“ einfach 9 Millionen Euro gebunkert werden. Wenn wir Herrn Minister Kogler dann im Ausschuss fragen, was denn darunter zu verstehen ist, sagt er: Das meiste ist für Medienzusammenarbeit gedacht! – Also wir wissen, wofür das Wort Medienzusammenarbeit die Chiffre ist, nämlich für Inserate. (Heiterkeit des Abg. Loacker.) Wir werden mit anderen parlamentarischen Kontrollmechanismen noch genau nachsehen, was da dahintersteckt.
Beifall bei den NEOS.
Jänner 2021 eine Reform angekündigt, die noch immer nicht da ist. Herr Vizekanzler, Sie sind auch Sportminister, und ich darf Sie daran erinnern, dass es zwei Jahre nach Beginn der Legislaturperiode an der Zeit wäre, dass Sie sich für die Ihnen zugewiesene Kompetenz auch kompetent fühlen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Ruf bei der FPÖ: Und die Pointe?!
Er kam als Analphabet hierher, aber es hat sich sehr schnell gezeigt, dass er enorme Anstrengungen unternehmen möchte, um Schreiben und Rechnen zu lernen. Ein engagierter freiwilliger Betreuer in meiner Gemeinde hat sein Engagement gesehen und ihn zusätzlich zu den öffentlichen Angeboten gefördert. So hat er nach einigen Jahren hier in Österreich den Pflichtschulabschluss geschafft. Er hat eine Lehre als Metallbautechniker begonnen und steht jetzt kurz vor dem Abschluss. Er hat einen fixen Arbeitsplatz in einem Betrieb in der Oststeiermark, wohnt auch in dieser Gemeinde, in der er arbeitet, und wurde zu guter Letzt – und das ist besonders erfreulich – vor etwa vier Wochen im Zuge einer großen Feuerwehrversammlung in die örtliche freiwillige Feuerwehr aufgenommen. Das ist also ein Musterbeispiel an gelungener Integration, wie es eigentlich im Bilderbuch steht. (Ruf bei der FPÖ: Und die Pointe?!) An diesem positiven Beispiel kann man auch gut das Prinzip der erfolgreichen Integration verstehen. Diesbezüglich bin ich nicht ganz der Meinung meiner Kollegin Faika El-Nagashi.
Beifall bei der ÖVP.
Frau Bundesminister, ich möchte Ihnen ausdrücklich dafür danken, dass Sie einen Schwerpunkt auf Mädchen und Frauen legen und damit diesen falschen patriarchalischen Strukturen, die so oft die Integration von Mädchen und Frauen in unsere Gesellschaft verhindern, auch ganz klar den Kampf ansagen. Dass darauf ein Schwerpunkt gelegt wird, finde ich absolut gut und absolut wichtig. Die Budgeterhöhungen im Bereich der Integration fließen genau in diesen Bereich. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine geschätzten Damen und Herren! Im Bereich der Integration ist vieles passiert. Ich bin sicher, dass es noch viele positive Beispiele wie Quasem, der einige Zeit in meiner Heimatgemeinde gewohnt hat, geben wird – aber nur dann, wenn wir Fördern und Fordern in allen Bereichen umsetzen, nämlich Fördern in dem Sinn, dass wir als Staat Institutionen und Angebote zur Verfügung stellen, aber auch ein klares Einfordern mit aller Vehemenz, dass jene, die zu uns zugewandert sind, auch Integrationsmaßnahmen selbst in Anspruch nehmen müssen und sich auch einbringen und ausbilden lassen müssen. Das brauchen wir, damit wir ein gutes Miteinander in unserer Gesellschaft gewährleisten können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Prammer.
Wir haben bereits im letzten Jahr eine historische Verdoppelung des Volksgruppenbudgets zustande gebracht. Diese Verdoppelung des Volksgruppenbudgets wird natürlich fortgeschrieben. Das Geld ist bereits bei den Volksgruppen angekommen. Es ist wichtig für den Erhalt der und auch für das Leben in den Volksgruppen, denen wir auch verfassungsrechtlich verpflichtet sind. Die Schwerpunkte im Budget werden insbesondere auf die Jugend- und Nachwuchsarbeit gesetzt und auch darauf, dass die Volksgruppen mit ihren Medien im neuen Zeitalter ankommen – mit einem Schwerpunkt auf Digitalisierung. Jedes Volksgruppenmedium bekommt finanzielle Unterstützung aus dem Kanzleramt, sodass auch die Volksgruppenarbeit der anerkannten Volksgruppen insbesondere im neuen digitalen Zeitalter ankommen kann. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Prammer.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Prammer.
Der zweite Schwerpunkt, der zweite Aufgabenbereich, der mit diesem Budget finanziert wird, ist der Bereich Integration. Wir setzen in der Integration ganz klar auf das Motto: fördern und fordern. Warum tun wir das? – Wir fördern Integrationsmaßnahmen mit diesem Budget, aber wir fordern auch die Eigenverantwortung und die Selbstinitiative, das Engagement im Integrationsprozess der Zuwanderinnen und Zuwanderer ein. Das ist der Schlüssel für gelungene Integration: die Beidseitigkeit des Integrationsprozesses. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Prammer.)
Beifall bei der ÖVP.
Ein Schwerpunkt, den wir im Budget in diesem Jahr setzen, ist die Prävention von sogenannter ehrkultureller Gewalt, der Schutz von Frauen und Mädchen vor Gewalt im Kontext von Integration. Gewalt an Frauen und Mädchen hat in Österreich viele Facetten – hat viele Gesichter. Wir müssen gegen alle Formen von Gewalt ankämpfen und wir müssen auch all die Tatsachen benennen: Es gibt Formen von ehrkultureller Gewalt, die im Kontext von Migration nach Österreich kommen, wie Zwangsehe, wie weibliche Genitalverstümmelung, wie Kinderehe. Und diese Formen von Gewalt – wie auch alle anderen – will ich in Österreich nicht haben! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Ich glaube, dass das Gelingen von Integration eine ganz zentrale Zukunftsfrage für den sozialen Zusammenhalt, für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ist. Wir werden überall dort hinsehen, wo dieser Zusammenhalt gefährdet ist. Das ist auch Integrationsarbeit: dass wir dort hinsehen, wo Parallelstrukturen entstehen, wo Segregation entsteht und wo sich Menschen abschotten. Daher wird auch ein Schwerpunkt auf den Kampf gegen Parallelgesellschaften gelegt und den Kampf gegen den politischen Islam – überall dort, wo unsere Werte mit Füßen getreten werden und wo der Nährboden für Extremismus und Islamismus geschaffen wird. Daher ist der Kampf gegen all diese Formen von Extremismus ein Schwerpunkt, der sich auch in diesem Budget abbildet. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir werden damit auch die Arbeit der Dokumentationsstelle politischer Islam weiterführen, die sich nun als unabhängige Forschungseinrichtung etabliert hat. Wir werden natürlich auch die Novelle des Islamgesetzes, die hier beschlossen wurde, entsprechend umsetzen. Daher wollen wir beispielsweise das Auslandsfinanzierungsverbot, das im Islamgesetz seinen Niederschlag findet, noch umfassender kontrollieren. All das wird mit einer Aufstockung des Budgets des Kultusamtes sichergestellt, damit wir umfassend zum einen Integration fördern, die positiven Beispiele gelungener Integration sehen und unterstützen, zum anderen aber auch den Kampf gegen Parallelgesellschaften und Extremismus fortführen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Taschner.
Ich ersuche Sie wirklich, liebe Kolleginnen und Kollegen: Tragen Sie Sorge dafür! Wir sind für das Budget verantwortlich, für die Ausstattung des Rechnungshofes. Ich wünsche mir zeitweise auch mehr Taten und ein bisschen lautere Stimmen aus den Regierungsfraktionen dazu. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Taschner.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.
Ich möchte hier an dieser Stelle appellieren – ich glaube, das ist im Sinne aller –: Es kann niemand allein eine Pandemie bekämpfen, sondern es geht darum, dass wir gemeinsam die Pandemie bewältigen, und wir alle sind dazu aufgerufen, solidarisch zu agieren, dem wissenschaftlichen Fortschritt zu vertrauen und die Impfquote zu heben. Österreich hat ja genügend Impfstoff zur Verfügung. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.)
Allgemeiner Beifall.
Wichtig erscheint uns, dass Rechnungshöfe die zentrale Aufgabe haben, die Handlungsfähigkeit und Funktionsfähigkeit von Regierungen und Verwaltungen zu beurteilen. Daran arbeiten wir, denn das ist die Voraussetzung für die Umsetzung von Reformen. – Ich danke für die Aufmerksamkeit. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Abgeordnete Mag. Eva Blimlinger (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Sehr geehrte Bundesminister und Bundesministerinnen! Sehr geehrte Frau Staatssekretärin! Zunächst gilt mein Dank, bevor ich mich näher dem öffentlichen Dienst widme, den obersten Organen – es ist ja auch schon ausführlich erwähnt worden –, und ich freue mich, dass Sie in dieser effizienten Art und Weise für die Republik tätig sind. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Im Übrigen bin ich natürlich noch immer dafür, dass die Windisch-Kaserne in Richard-Wadani-Kaserne umbenannt wird. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Staatssekretärin im Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport Mag. Andrea Mayer: Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Sehr geehrte Frau Minister! Frau Rechnungshofpräsidentin! Hohes Haus! In Vertretung von Herrn Vizekanzler Kogler möchte ich die Gelegenheit ergreifen und an meine Vorrednerin anschließen und mich ganz, ganz herzlich bei allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen im öffentlichen Dienst für ihre Arbeit bedanken. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Lindner.
Die Veränderungen in der Arbeitswelt, eine Dynamisierung, stellenweise weniger Personal, Digitalisierung, Homeoffice und natürlich die letzten 20 Monate des Pandemiegeschehens: Was da an Arbeit geleistet worden ist, kann man nicht hoch genug anerkennen. Der Staat funktioniert wegen des öffentlichen Dienstes so gut, und ich hoffe, dass wir gemeinsam mit der Gewerkschaft zu einem guten Abschluss der Gehaltsverhandlungen kommen, um dem öffentlichen Dienst auch auf diesem Wege eine hohe Wertschätzung zukommen zu lassen. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Lindner.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Neben den Gehaltsverhandlungen ist eine gute Personalentwicklung ein entscheidender Erfolgsfaktor dafür, dass die Qualität der Arbeit des öffentlichen Dienstes auch weiter so gewährleistet ist. Es geht darum, dass wir die besten Köpfe des Landes für den öffentlichen Dienst gewinnen, um das Wissen, das durch die Pensionierungen in den nächsten zehn Jahren irgendwie wegzudriften droht, auch im öffentlichen Dienst zu halten, dass die qualitativ wirklich sehr hoch stehende Ausbildung und Weiterentwicklung ausgebaut wird und weiterhin diesen Qualitätsstandard bietet und dass wir durch Maßnahmen der Inklusion darauf achten, dass alle, die hier leben, auch Teil des öffentlichen Dienstes sind. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Shetty
Zu Herrn Abgeordneten Shetty und seinem Redebeitrag darf ich noch ergänzen: Es sind nicht 9 Millionen Euro für Werkleistungen Dritter im Sportbudget vorgesehen, sondern es sind 2,7 Millionen Euro, und die sind auch nicht für Medienkooperationen (Zwischenruf des Abg. Shetty), sondern für die Durchführung des Tags des Sports und des Langen Tags des Sports vorgesehen. Da geht es um Veranstaltungen und Kooperationen, bei denen das Bundesministerium Partner ist, also das sind die 2,7 Millionen Euro für Werkleistungen Dritter. – Ich danke. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Zu Herrn Abgeordneten Shetty und seinem Redebeitrag darf ich noch ergänzen: Es sind nicht 9 Millionen Euro für Werkleistungen Dritter im Sportbudget vorgesehen, sondern es sind 2,7 Millionen Euro, und die sind auch nicht für Medienkooperationen (Zwischenruf des Abg. Shetty), sondern für die Durchführung des Tags des Sports und des Langen Tags des Sports vorgesehen. Da geht es um Veranstaltungen und Kooperationen, bei denen das Bundesministerium Partner ist, also das sind die 2,7 Millionen Euro für Werkleistungen Dritter. – Ich danke. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich bedanke mich bei den drei Volksanwälten ganz herzlich für ihre Tätigkeit und hoffe, dass die aufgezeigten Missstände bei der Bundesregierung auf Aufmerksamkeit stoßen, dass sie abgestellt und entsprechende gesetzliche Regelungen veranlasst werden. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Einwallner.
Abgeordneter Alexander Melchior (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Liebe Mitglieder der Bundesregierung! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich darf mich zum Sport zu Wort melden und möchte gleich am Anfang sagen, dass natürlich auch der Sport vor einer riesengroßen Herausforderung gestanden ist. (Zwischenruf des Abg. Einwallner.) – Du, ich höre dich nicht! Die Menschen hören dich auch nicht, wenn du jetzt lauter schreist. Du kannst aber auch hierherkommen und wir können uns das Rednerpult teilen. Aber so bringt das irgendwie nichts. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Alexander Melchior (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Liebe Mitglieder der Bundesregierung! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich darf mich zum Sport zu Wort melden und möchte gleich am Anfang sagen, dass natürlich auch der Sport vor einer riesengroßen Herausforderung gestanden ist. (Zwischenruf des Abg. Einwallner.) – Du, ich höre dich nicht! Die Menschen hören dich auch nicht, wenn du jetzt lauter schreist. Du kannst aber auch hierherkommen und wir können uns das Rednerpult teilen. Aber so bringt das irgendwie nichts. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Besonders erfreulich war, dass wir das im Sportausschuss gut vordiskutiert haben und da auch wirklich viele Maßnahmen davon umgesetzt wurden. An dieser Stelle möchte ich mich bei allen bedanken, die bei der Umsetzung dabei waren. Ich habe viele Rückmeldungen von den Vereinen bekommen, von Menschen, die ehrenamtlich tätig sind. Es ist dort gut angekommen, und so konnte sichergestellt werden, dass Sport auch weiterhin möglich ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Zorba.
Ich freue mich auch, dass jetzt ganz viele Turniere und Meisterschaften stattgefunden haben, und möchte zum Schluss allen gratulieren, die in einer solch herausfordernden Zeit Preise gewonnen haben, vor allem im Jugendbereich. Ich habe da bei einigen Turnieren dabei sein dürfen. Es ist wunderschön, zu sehen, wie sehr die Kinder darin aufgegangen sind und sich gefreut haben. Schauen wir, dass wir in diesem Bereich noch möglichst viel an Unterstützung leisten können. Es zahlt sich auf jeden Fall aus. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Zorba.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ich glaube, das Budget für die nächsten zwei Jahre ist ein mit der Volksanwaltschaft gut akkordiertes. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Nurten Yılmaz (SPÖ): Herr Präsident! Werte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Werte Frauen Ministerinnen! Frau Staatssekretärin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Es gibt keine zusätzlichen Investitionen in Pflege, keine Offensive gegen den Pflegenotstand, stattdessen gibt es eine KöSt-Senkung, die nur den Reichsten und den türkisen Spendern zugutekommt. Es gibt keinen einzigen Cent mehr als bisher für Ganztagsschulen, Nachmittagsbetreuung oder Kindergärten. Stattdessen wird der ungerechte Familienbonus noch einmal erhöht. Das erfreut die reichen Großfamilien, eine teilzeitbeschäftigte Alleinerzieherin hat nichts davon. Das ist die Quintessenz des ökokonservativen Budgets 2022: Umverteilung nach oben. Manches mag ökologisch sein, aber sozial, werte Kolleginnen und Kollegen, ist da gar nichts, aber wirklich nichts! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Ministerin, Sie müssen als Integrationsministerin Partei ergreifen für die jungen Menschen und deren Zukunft, Partei ergreifen für die Kinder, die täglich in unserem Land auf die Welt kommen, für die Kinder, deren Eltern und Großeltern einmal nach Österreich ausgewandert sind. Diese Kinder sind unsere Kinder und diese Kinder brauchen endlich eine Interessenvertretung in der Bundesregierung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zweitens: Nach wie vor wandern circa 90 Millionen Euro vom Budget in den Österreichischen Integrationsfonds. Dieser ist und bleibt eine Blackbox, und zwar im doppelten Sinne: Die MitarbeiterInnen im ÖIF machen eine gute und wichtige Arbeit, keine Frage; es geht aber nicht, dass dort die wirkliche Integrationsarbeit intransparent abläuft und jede Anfrage mit Verweis auf das Interpellationsrecht zurückgeworfen wird. Diese Arbeit muss im Haus gemacht werden, werte Kolleginnen und Kollegen, und zwar im Ministerium selbst. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Lopatka – auf dem Weg zum Rednerpult –: Keine Sorge, Herr Präsident!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gemeldet ist Dr. Reinhold Lopatka. – Herr Abgeordneter, ich nehme an, dass Sie die Redezeit exakt einhalten werden und wir um 15 Uhr zum nächsten Punkt kommen können. Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Lopatka – auf dem Weg zum Rednerpult –: Keine Sorge, Herr Präsident!)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Es ist ein gutes Miteinander auf den Weg gebracht worden, unter anderem durch eine deutliche Aufstockung der Mittel. Das sollten wir nützen, um diesen guten Weg gemeinsam fortzusetzen. – Danke. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.
Diese Personen dürfen dann in die Nachtgastronomie gehen, sie dürfen ins Kleidergeschäft gehen, sie dürfen sich Winterstiefel kaufen, Weihnachtsgeschenke für ihre Liebsten kaufen, das dürfen sie alles; aber ein anderer Teil, ungefähr 30 Prozent unserer Mitbürger, die dürfen das alles nicht, weil sie sich aus unterschiedlichsten Gründen nicht haben impfen lassen – sei es aufgrund einer Vorerkrankung, sei es, weil sie diesen Impfstoffen misstrauen, vielleicht auch, weil sie vor den Nebenwirkungen dieser Impfstoffe Angst haben, all das sind durchaus Gründe, die zu respektieren sind. Diese Bürger werden jetzt von Ihnen eingesperrt, Herr Bundeskanzler! (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
Gut, Sie sind am nächsten Tag ausgerückt, Sie sind ihm dann einerseits beigesprungen, als Sie gesagt haben, das Ziel sei natürlich, die Impfquote zu erhöhen, aber Sie haben auch gesagt, es werde auf keinen Fall einen Lockdown für die Geimpften geben. Meine Damen und Herren, was ist das für eine Regierung? – Das ist ein Sauhaufen! Einer sagt hü und einer sagt hott. (Beifall bei der FPÖ.) Keiner weiß, worum es geht. Bei Ihnen ist wirklich die ägyptische Finsternis ausgebrochen, meine Damen und Herren.
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Ich will jetzt gar nicht so genau darauf eingehen, was Ihr Klubobmanndarsteller einmal gesagt hat, dass es eben keine Impfpflicht in Österreich geben wird, auch keine indirekte, aber bitte schön, meine Damen und Herren, was ist 2G? Was ist 2G? – Die indirekte Impfpflicht. (Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Abg. Hörl: Sie spalten!
Anstatt dass Sie versuchen, dem entgegenzuwirken, schmeißen Sie noch eines drauf. Es ist einfach so: Man hat den Eindruck, Sie von der Österreichischen Volkspartei wollen diese Spaltung. (Abg. Hörl: Sie spalten!) Es ist ja nicht so, dass das überraschend wäre. Der Klubobmann, der jetzt fehlt, Herr Wöginger, der möchte ja so gerne spalten. Das hat er ja schon angekündigt: Er will einen Spalt hineintreiben. Jetzt haben wir den Spalt durch die Bevölkerung. Da können Sie sich dann auf die Schulter klopfen, liebe Österreichische Volkspartei. Sie spalten auf: Geimpfte gegen Ungeimpfte, Arbeitnehmer gegen
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Stocker.
Arbeitgeber, Sie hetzen Gäste gegen Kellner auf, Sie hetzen Handel gegen Gastronomie, Polizei gegen Bürger, Ärzte gegen Patienten auf. Sie spalten die Gesellschaft in allen Bereichen, meine Damen und Herren von der Volkspartei! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Stocker.)
Ruf: Geh bitte! – Abg. Lopatka: Hören Sie auf!
Herr Bundeskanzler Schallenberg, macht Sie das eigentlich nicht nervös? Wollen Sie tatsächlich, dass es in unserer Republik so weitergeht? Wissen Sie, Herr Bundeskanzler Schallenberg, wir haben so etwas schon einmal gehabt, bei der Staatssicherheit in der DDR. Auch damals war es so, meine Damen und Herren, dass innerhalb der Familien das Spitzelwesen geblüht hat. (Ruf: Geh bitte! – Abg. Lopatka: Hören Sie auf!) – Was heißt: Geh, hören Sie auf!, Herr Kollege von der Österreichischen Volkspartei?! (Abg. Lopatka: Na wirklich!) Die Österreichische Volkspartei ist genau jene Partei, die das permanent befeuert. Dieses Spitzelwesen, das hatten wir bei der Staatssicherheit. Damals haben die sogenannten Spitzel IM geheißen. Dieses Spitzelwesen haben Sie in den letzten 22 Monaten hier aufgezogen.
Abg. Lopatka: Na wirklich!
Herr Bundeskanzler Schallenberg, macht Sie das eigentlich nicht nervös? Wollen Sie tatsächlich, dass es in unserer Republik so weitergeht? Wissen Sie, Herr Bundeskanzler Schallenberg, wir haben so etwas schon einmal gehabt, bei der Staatssicherheit in der DDR. Auch damals war es so, meine Damen und Herren, dass innerhalb der Familien das Spitzelwesen geblüht hat. (Ruf: Geh bitte! – Abg. Lopatka: Hören Sie auf!) – Was heißt: Geh, hören Sie auf!, Herr Kollege von der Österreichischen Volkspartei?! (Abg. Lopatka: Na wirklich!) Die Österreichische Volkspartei ist genau jene Partei, die das permanent befeuert. Dieses Spitzelwesen, das hatten wir bei der Staatssicherheit. Damals haben die sogenannten Spitzel IM geheißen. Dieses Spitzelwesen haben Sie in den letzten 22 Monaten hier aufgezogen.
Ruf: Oida!
Dann haben Sie einen Innenminister, der sich hinstellt und drakonische, drastische Strafen verkündet, dass man den Eindruck gewinnen könnte, jeder Maskenverweigerer kommt jetzt ins Gefängnis. Schauen Sie sich die Videos an: Da werden unbescholtene Bürger im Schuhgeschäft kontrolliert, ob sie einen grünen Pass haben. Unbescholtene Bürger werden in dieser Republik beim Einkauf von Schuhen, von Kleidung kontrolliert. Auf der anderen Seite aber haben wir offene Grenzen, im Burgenland und in der Steiermark. Wie schaut es denn aus, was kommt dort alles herein? Haben die Asylwerber eigentlich alle einen 2G-Nachweis? (Ruf: Oida!) Müssen die eigentlich einen 2G-Nachweis haben, bevor sie überhaupt „Asyl“ rufen dürfen? Sie haben ja einen Grünen-Pass-Fetisch, Sie ordnen ja diesem grünen Pass sonst auch alles unter. Oder gilt das nur für die unbescholtenen Österreicherinnen und Österreicher, liebe Volkspartei? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dann haben Sie einen Innenminister, der sich hinstellt und drakonische, drastische Strafen verkündet, dass man den Eindruck gewinnen könnte, jeder Maskenverweigerer kommt jetzt ins Gefängnis. Schauen Sie sich die Videos an: Da werden unbescholtene Bürger im Schuhgeschäft kontrolliert, ob sie einen grünen Pass haben. Unbescholtene Bürger werden in dieser Republik beim Einkauf von Schuhen, von Kleidung kontrolliert. Auf der anderen Seite aber haben wir offene Grenzen, im Burgenland und in der Steiermark. Wie schaut es denn aus, was kommt dort alles herein? Haben die Asylwerber eigentlich alle einen 2G-Nachweis? (Ruf: Oida!) Müssen die eigentlich einen 2G-Nachweis haben, bevor sie überhaupt „Asyl“ rufen dürfen? Sie haben ja einen Grünen-Pass-Fetisch, Sie ordnen ja diesem grünen Pass sonst auch alles unter. Oder gilt das nur für die unbescholtenen Österreicherinnen und Österreicher, liebe Volkspartei? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Jeder, der sich Ihrem evidenzbefreiten Meinungsdiktat nicht unterordnet, wird als Covidiot, als Depp, als dumm, als Nazi, als Coronaleugner bezeichnet. Meine Damen und Herren, bei Ihnen gibt es nur Schwarz und Weiß: hier die Wissenschaft – die von Ihnen definierte –, die Volkspartei, da drüben die Bürger. Und die haben gefälligst das zu tun, was Sie ihnen sagen. Und dann gibt es noch die publizistischen Troubadoure dieser Bundesregierung, die ja in den letzten 22 Monaten von Sebastian Kurz und Ihrer Volkspartei ordentlich mit Geld gefüttert worden sind. Na die müssen sich natürlich verbiegen und die müssen natürlich genau diese Propaganda bringen, die Sie wollen. Bei manchen ist es dann tatsächlich schon so weit gekommen, dass sie die eigene Propaganda glauben und ihre zweijährigen Kinder impfen lassen und dass sie sich vor Angst nicht mehr aus dem Haus trauen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Vor diesem Hintergrund muss man ehrlich sagen: Der Gesundheitsminister möchte dann die gesunden Menschen separieren. Gesundheitsminister Mückstein hat am Sonntag im Hauptausschuss gesagt, er möchte Menschen in Österreich separieren. Wie geht denn das weiter, wo hört denn das auf? Was ist dann der nächste Schritt? Haben wir dann Lager für die separierten Menschen? Sind das dann die sogenannten Separationslager für die gesunden Menschen, vielleicht auch noch eingezäunt mit Stacheldraht, damit das Virus nicht rauskrabbeln kann, meine Damen und Herren? (Zwischenrufe bei den Grünen.) Was ist dann der nächste Schritt, meine Damen und Herren? Was ist der nächste Schritt? Und was werden Sie unseren Bürgern noch alles aufbürden? (Ruf bei den Grünen: Das ist ein Wahnsinn!) – Das ist ein Wahnsinn, Sie sagen es. (Ruf bei der ÖVP: Diese Rede, ja!) Diese Politik ist ein wirklicher Wahnsinn, meine Damen und Herren!
Ruf bei den Grünen: Das ist ein Wahnsinn!
Vor diesem Hintergrund muss man ehrlich sagen: Der Gesundheitsminister möchte dann die gesunden Menschen separieren. Gesundheitsminister Mückstein hat am Sonntag im Hauptausschuss gesagt, er möchte Menschen in Österreich separieren. Wie geht denn das weiter, wo hört denn das auf? Was ist dann der nächste Schritt? Haben wir dann Lager für die separierten Menschen? Sind das dann die sogenannten Separationslager für die gesunden Menschen, vielleicht auch noch eingezäunt mit Stacheldraht, damit das Virus nicht rauskrabbeln kann, meine Damen und Herren? (Zwischenrufe bei den Grünen.) Was ist dann der nächste Schritt, meine Damen und Herren? Was ist der nächste Schritt? Und was werden Sie unseren Bürgern noch alles aufbürden? (Ruf bei den Grünen: Das ist ein Wahnsinn!) – Das ist ein Wahnsinn, Sie sagen es. (Ruf bei der ÖVP: Diese Rede, ja!) Diese Politik ist ein wirklicher Wahnsinn, meine Damen und Herren!
Ruf bei der ÖVP: Diese Rede, ja!
Vor diesem Hintergrund muss man ehrlich sagen: Der Gesundheitsminister möchte dann die gesunden Menschen separieren. Gesundheitsminister Mückstein hat am Sonntag im Hauptausschuss gesagt, er möchte Menschen in Österreich separieren. Wie geht denn das weiter, wo hört denn das auf? Was ist dann der nächste Schritt? Haben wir dann Lager für die separierten Menschen? Sind das dann die sogenannten Separationslager für die gesunden Menschen, vielleicht auch noch eingezäunt mit Stacheldraht, damit das Virus nicht rauskrabbeln kann, meine Damen und Herren? (Zwischenrufe bei den Grünen.) Was ist dann der nächste Schritt, meine Damen und Herren? Was ist der nächste Schritt? Und was werden Sie unseren Bürgern noch alles aufbürden? (Ruf bei den Grünen: Das ist ein Wahnsinn!) – Das ist ein Wahnsinn, Sie sagen es. (Ruf bei der ÖVP: Diese Rede, ja!) Diese Politik ist ein wirklicher Wahnsinn, meine Damen und Herren!
Beifall bei der FPÖ.
Und wissen Sie: Alles geschieht unter dem Deckmantel: die Wissenschaft. Jetzt sage ich Ihnen etwas, meine Damen und Herren: Es gibt sie nicht, die Wissenschaft. Wissenschaft ist ein Prozess, es gibt eine These, es gibt eine Antithese, es gibt eine Synthese. Eine These muss aufgestellt werden, sie wird bewiesen oder widerlegt. Bei Ihnen ist das ein bissel anders. Und wenn man nach Ihrer Wissenschaft geht, so wie Sie 22 Monate lang Wissenschaft definiert haben, dann wäre die Erde heute noch eine Scheibe, denn genau das war seinerzeit wissenschaftlicher Konsens. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Lopatka: Sie schon!
Auch die Erkenntnisse von Ignaz Semmelweis hätte man nie umgesetzt. Auch damals gab es einen Streit in der Wissenschaft. Heute wird niemand mehr die Erkenntnisse von Ignaz Semmelweis anzweifeln, meine Damen und Herren. (Abg. Lopatka: Sie schon!)
Abg. Lopatka: Ich rufe! Sie sind die Schreierin! Ich schreie nicht, ich rufe!
Wir müssen aber gar nicht so weit in die Vergangenheit zurück, Herr Kollege Lopatka, wenn Sie schon dauernd dazwischenschreien. (Abg. Lopatka: Ich rufe! Sie sind die Schreierin! Ich schreie nicht, ich rufe!) Wo sind wir denn im Februar 2021 gestanden? Damals wurde den Bürgern gesagt: Lasst euch impfen, wir haben jetzt ganz viel Impfstoff bekommen, Astra Zeneca wurde geliefert, lasst euch alle impfen! Die Wissenschaft hat gesagt: Der Impfstoff ist gut, der Impfstoff ist sicher. Und heute, wo ist die Wissenschaft heute? – Dieser Impfstoff wird in Österreich nicht mehr verimpft. Hat sich die Wissenschaft geirrt? Hat die Wissenschaft andere Erkenntnisse?
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Noch im Sommer dieses Jahres war Moderna der Porsche unter den Impfstoffen. Die Wissenschaft hat das gesagt. Und wo stehen wir heute? Heute wird Moderna an unter 30-jährige Männer gar nicht mehr verimpft. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Da hat sich also die Wissenschaft, so wie Sie die Wissenschaft nämlich definieren, wohl auch in jüngster Vergangenheit geirrt.
Beifall bei der FPÖ.
Das ist genau Ihr Problem, dass Sie immer die Wissenschaft bemühen, in Wahrheit aber nur Ihre Meinung politisch durchsetzen wollen. Sie beziehen sich dann auf gekaufte Experten, denen Sie halt irgendetwas versprechen, die gerne in Österreich Karriere machen wollen. Und Sie sind nicht willens, auch internationale Erkenntnisse anzuerkennen, auch einmal internationale Experten, wirkliche Wissenschafter zu hören und deren Thesen in Ihre politische Überlegung einzubringen. Es geht Ihnen nicht um die Wissenschaft, es geht Ihnen nicht um die Gesundheit, nein, meine Damen und Herren der Österreichischen Volkspartei, Ihnen geht es um die Politik. Das ist das Problem, und deshalb stehen wir auch so da, wie wir dastehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es sagen Ihnen ja seit Monaten unterschiedlichste internationale Studien, dass Sie mit der Impfung keine Wende herbeibringen werden. Es gibt in der Zwischenzeit Dutzende Studien, die das belegen. Die jüngste, eine Harvard-Studie, ist im europäischen epidemiologischen Journal erschienen, und dort steht dann eben wörtlich: Die alleinige Abhängigkeit von der Impfung als primäre Strategie zur Minderung von Covid-19 muss dringend überprüft werden. Es müssen auch andere pharmakologische Interventionen zunehmen. – Zitatende. Meine Damen und Herren, das steht in dieser internationalen Studie. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Kassegger.
Herr Bundeskanzler, es liegt an Ihnen, denn Sie haben ja dem Gesundheitsminister sowieso alles entzogen. (Zwischenruf des Abg. Kassegger.) Sie fahren ihm ja eh andauernd in die Panier, er darf es eh nicht mehr entscheiden. Das müssen Sie sich untereinander ausmachen. Genau das sollten Sie jetzt endlich beherzigen. Warum setzen Sie nur auf die Impfung? Warum glauben Sie eigentlich, dass Sie jetzt die ÖsterreicherInnen so weit pädagogisch erziehen müssen? Sie schicken die Ungeimpften in einen Lockdown, damit sie zu dieser Impfung gehen.
Beifall bei der FPÖ. – Bundeskanzler Schallenberg spricht mit einer Mitarbeiterin.
Herr Bundeskanzler Schallenberg, Sie erinnern mich leider immer wieder ein bissel an das Märchen „Des Kaisers neue Kleider“. Sie sind in Wahrheit nackt, und niemand rundherum traut sich, Ihnen zu sagen, dass Sie auf diesem Weg, auf dem Sie sich befinden, nackt in der Bekämpfung der Pandemie sind. (Beifall bei der FPÖ. – Bundeskanzler Schallenberg spricht mit einer Mitarbeiterin.) – Wissen Sie, Herr Bundeskanzler, es gebietet eigentlich die Höflichkeit, dass man zuhört. Wir sind in einer ganz schwierigen Situation in Österreich. Sie gehen Ihren Weg weiter, der uns in diese Katastrophe geführt hat, Sie spalten die Menschen weiter, die Sie in diese Katastrophe geführt haben, und es interessiert Sie überhaupt nicht, was hier gesprochen wird. Das ist ein ungeheuerliches Benehmen und das zeigt allerdings auch, wie wenig Sie das Parlament achten. Es interessiert Sie gar nicht, was im Parlament gesprochen wird. Na danke! Die letzten 2 Minuten hat sich der Herr Bundeskanzler zurückgelehnt; vielleicht hört er doch noch einmal zu!
Abg. Hörl: Sie und Höflichkeit! Das ist ein Witz!
Wissen Sie, Herr Bundeskanzler, es geböte nämlich das Gebot der Höflichkeit. (Abg. Hörl: Sie und Höflichkeit! Das ist ein Witz!) Wenn es Sie schon nicht interessiert, dann tun Sie wenigstens so! Dieses Benehmen, das Sie hier an den Tag legen, ist wirklich furchtbar. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Lopatka: Vielleicht hat er sich etwas aufgeschrieben! Er ist sehr höflich! Sie sind nicht höflich!) – Ich weiß jetzt nicht genau, Kollege Lopatka, welches Problem Sie haben, aber ich kann es leider nicht für Sie lösen, das müssen Sie schon selbst lösen – oder suchen Sie sich bitte einen entsprechenden Therapeuten.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Lopatka: Vielleicht hat er sich etwas aufgeschrieben! Er ist sehr höflich! Sie sind nicht höflich!
Wissen Sie, Herr Bundeskanzler, es geböte nämlich das Gebot der Höflichkeit. (Abg. Hörl: Sie und Höflichkeit! Das ist ein Witz!) Wenn es Sie schon nicht interessiert, dann tun Sie wenigstens so! Dieses Benehmen, das Sie hier an den Tag legen, ist wirklich furchtbar. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Lopatka: Vielleicht hat er sich etwas aufgeschrieben! Er ist sehr höflich! Sie sind nicht höflich!) – Ich weiß jetzt nicht genau, Kollege Lopatka, welches Problem Sie haben, aber ich kann es leider nicht für Sie lösen, das müssen Sie schon selbst lösen – oder suchen Sie sich bitte einen entsprechenden Therapeuten.
Abg. Loacker: Welche Strategie?
hat, auch tatsächlich zum Erfolg führt. (Abg. Loacker: Welche Strategie?) Wenn Sie jetzt wieder einen Lockdown machen, noch einen Lockdown dranhängen und vielleicht irgendwann alle in den Lockdown schicken, wird das auch nichts bringen, denn schon Ihr Vorgänger hat einmal gesagt, Lockdowns bringen nichts. Das ist auch international so. Es gibt übrigens Studien, die belegen, dass die Lockdowns eigentlich nichts gebracht haben.
Beifall bei der FPÖ.
Glauben Sie, dass Sie mit dieser Strategie die Pandemie tatsächlich in den Griff bekommen werden? Herr Bundesminister Mückstein, wenn Sie schon hier sind, denken Sie mal darüber nach! Glauben Sie nicht, dass es vielleicht Sinn machen würde, Patienten, die mit Symptomen daheim liegen, auch zu behandeln und sie nicht allein ihrem Schicksal zu überlassen, in der Hoffnung, dass in 14 Tagen alles gut ist, und wenn es nicht gut ist, na ja, dann kommen sie halt ins Krankenhaus? – Das ist die falsche Strategie, meine sehr geehrten Damen und Herren, so werden wir nicht aus der Pandemie rauskommen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Hörl: Glauben Sie eigentlich selbst, was Sie sagen?
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch (fortsetzend): Die einzige Strategie, die Sie fahren, ist Nachimpfen. Jetzt brauchen wir die Boosterimpfung nach vier Monaten, bald brauchen wir sie nach zwei Monaten, und irgendwann sind wir in der Situation, in der wir öfter Boosterimpfungen als Testungen brauchen werden. Das ist der Weg, den Sie geradewegs drauflos gehen, meine Damen und Herren der Österreichischen Volkspartei. Das ist der falsche Weg. (Abg. Hörl: Glauben Sie eigentlich selbst, was Sie sagen?) – Kehren Sie um! Hinterfragen Sie bitte Ihre Strategie! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch (fortsetzend): Die einzige Strategie, die Sie fahren, ist Nachimpfen. Jetzt brauchen wir die Boosterimpfung nach vier Monaten, bald brauchen wir sie nach zwei Monaten, und irgendwann sind wir in der Situation, in der wir öfter Boosterimpfungen als Testungen brauchen werden. Das ist der Weg, den Sie geradewegs drauflos gehen, meine Damen und Herren der Österreichischen Volkspartei. Das ist der falsche Weg. (Abg. Hörl: Glauben Sie eigentlich selbst, was Sie sagen?) – Kehren Sie um! Hinterfragen Sie bitte Ihre Strategie! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Das war der Bundesminister Mückstein!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich bitte Sie, jegliche Anspielungen auf den Holocaust durch Worte wie Separation, Stacheldraht und andere Dinge zu unterlassen. (Abg. Belakowitsch: Das war der Bundesminister Mückstein!) Ich bitte Sie, das zu unterlassen, und sage ganz bewusst: Wir sollten mit diesen Dingen nicht spielen. (Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS. – Abg. Belakowitsch: Zur Geschäftsordnung!)
Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS. – Abg. Belakowitsch: Zur Geschäftsordnung!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich bitte Sie, jegliche Anspielungen auf den Holocaust durch Worte wie Separation, Stacheldraht und andere Dinge zu unterlassen. (Abg. Belakowitsch: Das war der Bundesminister Mückstein!) Ich bitte Sie, das zu unterlassen, und sage ganz bewusst: Wir sollten mit diesen Dingen nicht spielen. (Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS. – Abg. Belakowitsch: Zur Geschäftsordnung!)
Rufe bei der FPÖ: Man hört dich nicht! Bitte Mikro einschalten! – Abg. Lopatka: Wir hören sie!
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch (FPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Sehr geehrter Herr Präsident! (Rufe bei der FPÖ: Man hört dich nicht! Bitte Mikro einschalten! – Abg. Lopatka: Wir hören sie!) Die Worte separieren und Separation sind am Sonntag im Hauptausschuss gefallen, und zwar vonseiten des Herrn Bundesministers Mückstein.
Rufe bei den Grünen: Lüge!
Ich habe sie zitiert. Es war das Zitieren des Bundesministers, der die Menschen separieren möchte. (Rufe bei den Grünen: Lüge!) Diese Ausdrücke kamen nicht von mir, sondern sie waren ein Zitat. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich habe sie zitiert. Es war das Zitieren des Bundesministers, der die Menschen separieren möchte. (Rufe bei den Grünen: Lüge!) Diese Ausdrücke kamen nicht von mir, sondern sie waren ein Zitat. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Das ist jetzt der Unterschied oder was? – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Der Bundesminister hat das Wort separieren gesagt, aber nicht „Separationslager“ und „mit Stacheldraht“ (Abg. Belakowitsch: Das ist jetzt der Unterschied oder was? – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), aber ich möchte Sie alle in der Gesamtheit bitten: Es ist für uns ganz wichtig, dass wir auch eine sehr kontroverse Diskussion wie diese mit dem nötigen Respekt abhalten, darum habe ich Sie vorhin auch nicht unterbrochen.
Abg. Belakowitsch: Nein, Sie haben getratscht!
Bundeskanzler Mag. Alexander Schallenberg, LL.M.: Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Liebe Regierungsmitglieder! Hohes Haus! Frau Abgeordnete, ich habe Ihnen ganz genau zugehört (Abg. Belakowitsch: Nein, Sie haben getratscht!), und ich muss dazu eine Sache ganz offen sagen: Der Vergleich mit der DDR und mit Stasimethoden (Abg. Steger: Angemessen!), den Sie angestellt haben, ist Ihrer unwürdig und er ist eine Verhöhnung der Opfer des Kommunismus. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Rufe bei der FPÖ: Das sagen die Leute!) Es ist erstaunlich, dass das gerade Ihnen geschieht.
Abg. Steger: Angemessen!
Bundeskanzler Mag. Alexander Schallenberg, LL.M.: Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Liebe Regierungsmitglieder! Hohes Haus! Frau Abgeordnete, ich habe Ihnen ganz genau zugehört (Abg. Belakowitsch: Nein, Sie haben getratscht!), und ich muss dazu eine Sache ganz offen sagen: Der Vergleich mit der DDR und mit Stasimethoden (Abg. Steger: Angemessen!), den Sie angestellt haben, ist Ihrer unwürdig und er ist eine Verhöhnung der Opfer des Kommunismus. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Rufe bei der FPÖ: Das sagen die Leute!) Es ist erstaunlich, dass das gerade Ihnen geschieht.
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Rufe bei der FPÖ: Das sagen die Leute!
Bundeskanzler Mag. Alexander Schallenberg, LL.M.: Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Liebe Regierungsmitglieder! Hohes Haus! Frau Abgeordnete, ich habe Ihnen ganz genau zugehört (Abg. Belakowitsch: Nein, Sie haben getratscht!), und ich muss dazu eine Sache ganz offen sagen: Der Vergleich mit der DDR und mit Stasimethoden (Abg. Steger: Angemessen!), den Sie angestellt haben, ist Ihrer unwürdig und er ist eine Verhöhnung der Opfer des Kommunismus. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Rufe bei der FPÖ: Das sagen die Leute!) Es ist erstaunlich, dass das gerade Ihnen geschieht.
Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Meine Damen und Herren! (Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Meine Damen und Herren! (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Ja, die Coronasituation in Österreich ist und bleibt ernst, ebenso wie in einer ganzen Reihe von anderen europäischen Staaten, die gerade mit einer sehr schwierigen vierten Welle konfrontiert sind. Die Zahl der Neuinfektionen in Österreich ist höher als je zuvor. Das liegt zum einen an der besonders ansteckenden Deltavariante und zum anderen an der leider Gottes noch zu geringen Impfquote, an der zu geringen Anzahl an Menschen in diesem Land, die sich haben impfen lassen. Für mich ist eines ganz klar: Unsere Aufgabe als Bundesregierung ist es, die Menschen in Österreich zu schützen, und dieser Aufgabe kommen wir auch gemeinsam nach. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Meine Damen und Herren! (Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Meine Damen und Herren! (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Ja, die Coronasituation in Österreich ist und bleibt ernst, ebenso wie in einer ganzen Reihe von anderen europäischen Staaten, die gerade mit einer sehr schwierigen vierten Welle konfrontiert sind. Die Zahl der Neuinfektionen in Österreich ist höher als je zuvor. Das liegt zum einen an der besonders ansteckenden Deltavariante und zum anderen an der leider Gottes noch zu geringen Impfquote, an der zu geringen Anzahl an Menschen in diesem Land, die sich haben impfen lassen. Für mich ist eines ganz klar: Unsere Aufgabe als Bundesregierung ist es, die Menschen in Österreich zu schützen, und dieser Aufgabe kommen wir auch gemeinsam nach. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Meine Damen und Herren! (Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Meine Damen und Herren! (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Ja, die Coronasituation in Österreich ist und bleibt ernst, ebenso wie in einer ganzen Reihe von anderen europäischen Staaten, die gerade mit einer sehr schwierigen vierten Welle konfrontiert sind. Die Zahl der Neuinfektionen in Österreich ist höher als je zuvor. Das liegt zum einen an der besonders ansteckenden Deltavariante und zum anderen an der leider Gottes noch zu geringen Impfquote, an der zu geringen Anzahl an Menschen in diesem Land, die sich haben impfen lassen. Für mich ist eines ganz klar: Unsere Aufgabe als Bundesregierung ist es, die Menschen in Österreich zu schützen, und dieser Aufgabe kommen wir auch gemeinsam nach. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Brückl: Weil sie testen!
Die Inzidenz, also die Anzahl der an Covid-19 Erkrankten unter 100 000 Einwohnern innerhalb einer Woche, ist bei ungeimpften Menschen weiter ansteigend, und zwar exponentiell ansteigend. (Abg. Brückl: Weil sie testen!) Sie liegt derzeit bei einem Wert über 1 700.
Abg. Brückl: Weil die nicht testen müssen!
Zum Vergleich: Bei Geimpften (Abg. Brückl: Weil die nicht testen müssen!) liegt der Inzidenzwert unter 350, ist damit also viermal geringer. (Abg. Belakowitsch: Die sind nicht getestet! – Ruf bei der FPÖ: Weil die Geimpften nicht testen müssen!) – Alle werden getestet, unterschiedslos. (Abg. Belakowitsch: Das ist falsch! – Zwischenrufe bei der FPÖ.) Frau Abgeordnete, diese Zahlen sprechen für sich und sie sprechen eine ganz deutliche Sprache: die Sprache der Mathematik. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch, Brückl und Wurm.)
Abg. Belakowitsch: Die sind nicht getestet! – Ruf bei der FPÖ: Weil die Geimpften nicht testen müssen!
Zum Vergleich: Bei Geimpften (Abg. Brückl: Weil die nicht testen müssen!) liegt der Inzidenzwert unter 350, ist damit also viermal geringer. (Abg. Belakowitsch: Die sind nicht getestet! – Ruf bei der FPÖ: Weil die Geimpften nicht testen müssen!) – Alle werden getestet, unterschiedslos. (Abg. Belakowitsch: Das ist falsch! – Zwischenrufe bei der FPÖ.) Frau Abgeordnete, diese Zahlen sprechen für sich und sie sprechen eine ganz deutliche Sprache: die Sprache der Mathematik. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch, Brückl und Wurm.)
Abg. Belakowitsch: Das ist falsch! – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Zum Vergleich: Bei Geimpften (Abg. Brückl: Weil die nicht testen müssen!) liegt der Inzidenzwert unter 350, ist damit also viermal geringer. (Abg. Belakowitsch: Die sind nicht getestet! – Ruf bei der FPÖ: Weil die Geimpften nicht testen müssen!) – Alle werden getestet, unterschiedslos. (Abg. Belakowitsch: Das ist falsch! – Zwischenrufe bei der FPÖ.) Frau Abgeordnete, diese Zahlen sprechen für sich und sie sprechen eine ganz deutliche Sprache: die Sprache der Mathematik. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch, Brückl und Wurm.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch, Brückl und Wurm.
Zum Vergleich: Bei Geimpften (Abg. Brückl: Weil die nicht testen müssen!) liegt der Inzidenzwert unter 350, ist damit also viermal geringer. (Abg. Belakowitsch: Die sind nicht getestet! – Ruf bei der FPÖ: Weil die Geimpften nicht testen müssen!) – Alle werden getestet, unterschiedslos. (Abg. Belakowitsch: Das ist falsch! – Zwischenrufe bei der FPÖ.) Frau Abgeordnete, diese Zahlen sprechen für sich und sie sprechen eine ganz deutliche Sprache: die Sprache der Mathematik. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch, Brückl und Wurm.)
Abg. Belakowitsch: Die Geimpften auch, Herr Bundeskanzler!
Bereits seit Monaten warnen wir immer und immer wieder davor, dass sich jeder ungeimpfte Mensch in diesem Land früher oder später anstecken wird, und leider Gottes bewahrheitet sich das. (Abg. Belakowitsch: Die Geimpften auch, Herr Bundeskanzler!) Ich darf an dieser Stelle auch ausdrücklich Klubobmann Herbert Kickl und seiner Familie eine rasche Genesung und einen hoffentlich milden Verlauf ihrer Covid-Infektion wünschen.
Abg. Hauser: Stimmt ja nicht!
Wir alle wissen, dass das Risiko für ungeimpfte Menschen um ein Vielfaches höher ist. (Abg. Hauser: Stimmt ja nicht!) Geimpfte stecken sich bis zu 70 Prozent weniger an.
Abg. Belakowitsch: Sie sollten die neuesten Studien lesen! Hätten Sie mir zugehört!
(Abg. Belakowitsch: Sie sollten die neuesten Studien lesen! Hätten Sie mir zugehört!) Es ist bis zu 95 Prozent weniger wahrscheinlich, dass sie einen schweren Krankheitsverlauf haben. (Abg. Martin Graf: Wie ist das beim Kogler?) Meine sehr geehrten Damen und Herren, es ist klar: Die Zahlen sprechen für sich. Und die Ungeimpften – das ist auch klar – sind derzeit die wesentlichen Treiber des Infektionsgeschehens in unserem Land. (Abg. Belakowitsch: Nein, falsch! Selbst Drosten sagt das! – Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Martin Graf: Wie ist das beim Kogler?
(Abg. Belakowitsch: Sie sollten die neuesten Studien lesen! Hätten Sie mir zugehört!) Es ist bis zu 95 Prozent weniger wahrscheinlich, dass sie einen schweren Krankheitsverlauf haben. (Abg. Martin Graf: Wie ist das beim Kogler?) Meine sehr geehrten Damen und Herren, es ist klar: Die Zahlen sprechen für sich. Und die Ungeimpften – das ist auch klar – sind derzeit die wesentlichen Treiber des Infektionsgeschehens in unserem Land. (Abg. Belakowitsch: Nein, falsch! Selbst Drosten sagt das! – Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Nein, falsch! Selbst Drosten sagt das! – Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.
(Abg. Belakowitsch: Sie sollten die neuesten Studien lesen! Hätten Sie mir zugehört!) Es ist bis zu 95 Prozent weniger wahrscheinlich, dass sie einen schweren Krankheitsverlauf haben. (Abg. Martin Graf: Wie ist das beim Kogler?) Meine sehr geehrten Damen und Herren, es ist klar: Die Zahlen sprechen für sich. Und die Ungeimpften – das ist auch klar – sind derzeit die wesentlichen Treiber des Infektionsgeschehens in unserem Land. (Abg. Belakowitsch: Nein, falsch! Selbst Drosten sagt das! – Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Amesbauer: Und auf das sind Sie stolz? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wir haben daher am Sonntag gemeinsam mit den Landeshauptleuten einen drastischen und weitreichenden Schritt setzen müssen. Seit gestern gilt im ganzen Land eine Ausgangsbeschränkung für den ungeimpften Teil der Bevölkerung. (Abg. Amesbauer: Und auf das sind Sie stolz? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Damit haben wir die sogenannte fünfte Stufe im Stufenplan vorgezogen.
Abg. Belakowitsch: Oh doch ...!
Ich muss ganz klar sagen, dass wir diese Entscheidung nicht leichten Herzens getroffen haben. (Abg. Belakowitsch: Oh doch ...!) Niemand wünscht sich solch gravierende Einschränkungen. Niemand wünscht sich, für rund 2 Millionen Menschen die Freiheit des Ausgangs aus den eigenen vier Wänden einzuschränken. In Anbetracht der Lage in diesem Land war dieser Schritt aber leider notwendig. (Ruf bei der FPÖ: Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!) Es ist mein Ziel und ich stehe ausdrücklich dazu, dass wir in dieser Situation gemeinsam alles dafür tun, die Ungeimpften zur Impfung zu bringen, statt die Geimpften einzuschränken. (Ruf bei der FPÖ: Zu zwingen!) Das ist in der Politik, die wir betreiben, mein ganz klares Ziel. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!
Ich muss ganz klar sagen, dass wir diese Entscheidung nicht leichten Herzens getroffen haben. (Abg. Belakowitsch: Oh doch ...!) Niemand wünscht sich solch gravierende Einschränkungen. Niemand wünscht sich, für rund 2 Millionen Menschen die Freiheit des Ausgangs aus den eigenen vier Wänden einzuschränken. In Anbetracht der Lage in diesem Land war dieser Schritt aber leider notwendig. (Ruf bei der FPÖ: Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!) Es ist mein Ziel und ich stehe ausdrücklich dazu, dass wir in dieser Situation gemeinsam alles dafür tun, die Ungeimpften zur Impfung zu bringen, statt die Geimpften einzuschränken. (Ruf bei der FPÖ: Zu zwingen!) Das ist in der Politik, die wir betreiben, mein ganz klares Ziel. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Zu zwingen!
Ich muss ganz klar sagen, dass wir diese Entscheidung nicht leichten Herzens getroffen haben. (Abg. Belakowitsch: Oh doch ...!) Niemand wünscht sich solch gravierende Einschränkungen. Niemand wünscht sich, für rund 2 Millionen Menschen die Freiheit des Ausgangs aus den eigenen vier Wänden einzuschränken. In Anbetracht der Lage in diesem Land war dieser Schritt aber leider notwendig. (Ruf bei der FPÖ: Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!) Es ist mein Ziel und ich stehe ausdrücklich dazu, dass wir in dieser Situation gemeinsam alles dafür tun, die Ungeimpften zur Impfung zu bringen, statt die Geimpften einzuschränken. (Ruf bei der FPÖ: Zu zwingen!) Das ist in der Politik, die wir betreiben, mein ganz klares Ziel. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich muss ganz klar sagen, dass wir diese Entscheidung nicht leichten Herzens getroffen haben. (Abg. Belakowitsch: Oh doch ...!) Niemand wünscht sich solch gravierende Einschränkungen. Niemand wünscht sich, für rund 2 Millionen Menschen die Freiheit des Ausgangs aus den eigenen vier Wänden einzuschränken. In Anbetracht der Lage in diesem Land war dieser Schritt aber leider notwendig. (Ruf bei der FPÖ: Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!) Es ist mein Ziel und ich stehe ausdrücklich dazu, dass wir in dieser Situation gemeinsam alles dafür tun, die Ungeimpften zur Impfung zu bringen, statt die Geimpften einzuschränken. (Ruf bei der FPÖ: Zu zwingen!) Das ist in der Politik, die wir betreiben, mein ganz klares Ziel. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Wer gemeinsam?
Mit der Maßnahme, die wir am Sonntag gemeinsam getroffen haben (Abg. Belakowitsch: Wer gemeinsam?), haben wir eine einheitliche bundesweite Unterkante geschaffen: 3G gilt am Arbeitsplatz, 2G gilt in der Freizeit und es gibt Ausgangsbeschränkungen für die Ungeimpften. (Abg. Deimek: ... wie es funktioniert hat!) Wie wir schon wiederholt festgestellt haben, liegt es aber natürlich in der Hand der Bundesländer (Abg. Amesbauer: Das ist gefährlich ...!), und es steht ihnen dementsprechend auch frei, strengere Maßnahmen einzuführen. Wir stehen diesbezüglich laufend mit den Landeshauptleuten in Kontakt. Ich habe heute in der Früh mit dem Salzburger Landeshauptmann Wilfried Haslauer über die angespannte Situation in seinem Bundesland gesprochen, und ich habe ihm zugesagt, dass vonseiten des Bundes in diesem Fall – wie auch in jedem anderen Fall – alles getan wird und wir mit aller Kraft helfen und unterstützen werden, wenn es in Salzburg notwendig und gebraucht wird. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Deimek: ... wie es funktioniert hat!
Mit der Maßnahme, die wir am Sonntag gemeinsam getroffen haben (Abg. Belakowitsch: Wer gemeinsam?), haben wir eine einheitliche bundesweite Unterkante geschaffen: 3G gilt am Arbeitsplatz, 2G gilt in der Freizeit und es gibt Ausgangsbeschränkungen für die Ungeimpften. (Abg. Deimek: ... wie es funktioniert hat!) Wie wir schon wiederholt festgestellt haben, liegt es aber natürlich in der Hand der Bundesländer (Abg. Amesbauer: Das ist gefährlich ...!), und es steht ihnen dementsprechend auch frei, strengere Maßnahmen einzuführen. Wir stehen diesbezüglich laufend mit den Landeshauptleuten in Kontakt. Ich habe heute in der Früh mit dem Salzburger Landeshauptmann Wilfried Haslauer über die angespannte Situation in seinem Bundesland gesprochen, und ich habe ihm zugesagt, dass vonseiten des Bundes in diesem Fall – wie auch in jedem anderen Fall – alles getan wird und wir mit aller Kraft helfen und unterstützen werden, wenn es in Salzburg notwendig und gebraucht wird. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Amesbauer: Das ist gefährlich ...!
Mit der Maßnahme, die wir am Sonntag gemeinsam getroffen haben (Abg. Belakowitsch: Wer gemeinsam?), haben wir eine einheitliche bundesweite Unterkante geschaffen: 3G gilt am Arbeitsplatz, 2G gilt in der Freizeit und es gibt Ausgangsbeschränkungen für die Ungeimpften. (Abg. Deimek: ... wie es funktioniert hat!) Wie wir schon wiederholt festgestellt haben, liegt es aber natürlich in der Hand der Bundesländer (Abg. Amesbauer: Das ist gefährlich ...!), und es steht ihnen dementsprechend auch frei, strengere Maßnahmen einzuführen. Wir stehen diesbezüglich laufend mit den Landeshauptleuten in Kontakt. Ich habe heute in der Früh mit dem Salzburger Landeshauptmann Wilfried Haslauer über die angespannte Situation in seinem Bundesland gesprochen, und ich habe ihm zugesagt, dass vonseiten des Bundes in diesem Fall – wie auch in jedem anderen Fall – alles getan wird und wir mit aller Kraft helfen und unterstützen werden, wenn es in Salzburg notwendig und gebraucht wird. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Mit der Maßnahme, die wir am Sonntag gemeinsam getroffen haben (Abg. Belakowitsch: Wer gemeinsam?), haben wir eine einheitliche bundesweite Unterkante geschaffen: 3G gilt am Arbeitsplatz, 2G gilt in der Freizeit und es gibt Ausgangsbeschränkungen für die Ungeimpften. (Abg. Deimek: ... wie es funktioniert hat!) Wie wir schon wiederholt festgestellt haben, liegt es aber natürlich in der Hand der Bundesländer (Abg. Amesbauer: Das ist gefährlich ...!), und es steht ihnen dementsprechend auch frei, strengere Maßnahmen einzuführen. Wir stehen diesbezüglich laufend mit den Landeshauptleuten in Kontakt. Ich habe heute in der Früh mit dem Salzburger Landeshauptmann Wilfried Haslauer über die angespannte Situation in seinem Bundesland gesprochen, und ich habe ihm zugesagt, dass vonseiten des Bundes in diesem Fall – wie auch in jedem anderen Fall – alles getan wird und wir mit aller Kraft helfen und unterstützen werden, wenn es in Salzburg notwendig und gebraucht wird. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Steger: Die Bereitschaft! – Ruf bei der FPÖ: Ja, weil Sie die Leute zwingen!
Nach bald 20 Monaten Pandemie wissen wir, dass Maßnahmen Zeit brauchen, bis sie ihren vollen Effekt entfalten. Ich sehe aber bereits jetzt sehr starke und ermutigende Signale. Seit der Einführung der 2G-Regel ist die Impfbereitschaft in Österreich unglaublich – ja beeindruckend – gestiegen. (Abg. Steger: Die Bereitschaft! – Ruf bei der FPÖ: Ja, weil Sie die Leute zwingen!) Allein in der letzten Woche wurden fast eine halbe Million Impfdosen verabreicht, das ist so viel wie seit Juli nicht. (Abg. Loacker: Da sieht man, was man alles früher hätte haben können!) Momentan ist Österreich das Land in der Europäischen Union, wo die meisten Impfdosen verabreicht werden. (Zwischenrufe bei den NEOS.) Das zeigt, glaube ich, dass die Maßnahmen wirken und dass immer mehr Menschen das Angebot nutzen, sich impfen lassen – sei es der erste Stich, der zweite Stich oder, ganz besonders wichtig, der dritte Stich, die Auffrischungsimpfung – und sich damit schützen.
Abg. Loacker: Da sieht man, was man alles früher hätte haben können!
Nach bald 20 Monaten Pandemie wissen wir, dass Maßnahmen Zeit brauchen, bis sie ihren vollen Effekt entfalten. Ich sehe aber bereits jetzt sehr starke und ermutigende Signale. Seit der Einführung der 2G-Regel ist die Impfbereitschaft in Österreich unglaublich – ja beeindruckend – gestiegen. (Abg. Steger: Die Bereitschaft! – Ruf bei der FPÖ: Ja, weil Sie die Leute zwingen!) Allein in der letzten Woche wurden fast eine halbe Million Impfdosen verabreicht, das ist so viel wie seit Juli nicht. (Abg. Loacker: Da sieht man, was man alles früher hätte haben können!) Momentan ist Österreich das Land in der Europäischen Union, wo die meisten Impfdosen verabreicht werden. (Zwischenrufe bei den NEOS.) Das zeigt, glaube ich, dass die Maßnahmen wirken und dass immer mehr Menschen das Angebot nutzen, sich impfen lassen – sei es der erste Stich, der zweite Stich oder, ganz besonders wichtig, der dritte Stich, die Auffrischungsimpfung – und sich damit schützen.
Zwischenrufe bei den NEOS.
Nach bald 20 Monaten Pandemie wissen wir, dass Maßnahmen Zeit brauchen, bis sie ihren vollen Effekt entfalten. Ich sehe aber bereits jetzt sehr starke und ermutigende Signale. Seit der Einführung der 2G-Regel ist die Impfbereitschaft in Österreich unglaublich – ja beeindruckend – gestiegen. (Abg. Steger: Die Bereitschaft! – Ruf bei der FPÖ: Ja, weil Sie die Leute zwingen!) Allein in der letzten Woche wurden fast eine halbe Million Impfdosen verabreicht, das ist so viel wie seit Juli nicht. (Abg. Loacker: Da sieht man, was man alles früher hätte haben können!) Momentan ist Österreich das Land in der Europäischen Union, wo die meisten Impfdosen verabreicht werden. (Zwischenrufe bei den NEOS.) Das zeigt, glaube ich, dass die Maßnahmen wirken und dass immer mehr Menschen das Angebot nutzen, sich impfen lassen – sei es der erste Stich, der zweite Stich oder, ganz besonders wichtig, der dritte Stich, die Auffrischungsimpfung – und sich damit schützen.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Wurm: Was heißt „beschämend niedrig“?!
dem wir uns befinden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Wurm: Was heißt „beschämend niedrig“?!)
Abg. Wurm: Das ist keine beschämend niedrige Quote, Herr Bundeskanzler!
Auch wenn Sie es nicht tun: Ich glaube daran, dass es möglich ist; ich glaube an die Menschen in diesem Land, und ich glaube, dass es uns gemeinsam gelingen kann, aus diesem Teufelskreis von Wellen und Lockdowndiskussionen endlich hinauszukommen. (Abg. Wurm: Das ist keine beschämend niedrige Quote, Herr Bundeskanzler!)
Abg. Belakowitsch: Na dann sofort weg damit! Dann weg damit!
Eines will ich auch klarstellen, weil das manchmal infrage gestellt wird: Wir werden keine der Maßnahmen, die wir in der Bundesregierung gesetzt haben, auch nur eine Stunde länger aufrechterhalten, als es absolut notwendig ist. (Abg. Belakowitsch: Na dann sofort weg damit! Dann weg damit!) Wir haben keine dieser Stufen leichten Herzens ausgelöst, aber wir werden sie in dem Moment leichten Herzens zurücknehmen, in dem sich die Impfquote erhöht und sich das Infektionsgeschehen in diesem Land beruhigt hat. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Belakowitsch: Das ist Erpressung!)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Belakowitsch: Das ist Erpressung!
Eines will ich auch klarstellen, weil das manchmal infrage gestellt wird: Wir werden keine der Maßnahmen, die wir in der Bundesregierung gesetzt haben, auch nur eine Stunde länger aufrechterhalten, als es absolut notwendig ist. (Abg. Belakowitsch: Na dann sofort weg damit! Dann weg damit!) Wir haben keine dieser Stufen leichten Herzens ausgelöst, aber wir werden sie in dem Moment leichten Herzens zurücknehmen, in dem sich die Impfquote erhöht und sich das Infektionsgeschehen in diesem Land beruhigt hat. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Belakowitsch: Das ist Erpressung!)
Ruf bei der SPÖ: Bitte! Bitte!
Was es von der Politik, von Regierungsseite, von uns dafür braucht, ist ein gemeinsames Vorgehen und – ich sage es ganz klar – auch Klarheit in der Kommunikation. (Ruf bei der SPÖ: Bitte! Bitte!) Ich werde als Bundeskanzler alles daransetzen, dies sicherzustellen. Heute Vormittag hatte ich auch ein Gespräch mit Gesundheitsminister Mückstein über die weitere Vorgangsweise und die Kommunikation in den kommenden Wochen. Da haben wir uns noch einmal miteinander abgestimmt. Ich habe auch heute mit Innenminister Nehammer darüber gesprochen. Ich muss dem Innenminister auch ein großes Kompliment aussprechen: Allein gestern wurden 15 000 Kontrollen durchgeführt, über 120 Übertretungen festgestellt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Amesbauer: Bravo! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Amesbauer: Bravo! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Was es von der Politik, von Regierungsseite, von uns dafür braucht, ist ein gemeinsames Vorgehen und – ich sage es ganz klar – auch Klarheit in der Kommunikation. (Ruf bei der SPÖ: Bitte! Bitte!) Ich werde als Bundeskanzler alles daransetzen, dies sicherzustellen. Heute Vormittag hatte ich auch ein Gespräch mit Gesundheitsminister Mückstein über die weitere Vorgangsweise und die Kommunikation in den kommenden Wochen. Da haben wir uns noch einmal miteinander abgestimmt. Ich habe auch heute mit Innenminister Nehammer darüber gesprochen. Ich muss dem Innenminister auch ein großes Kompliment aussprechen: Allein gestern wurden 15 000 Kontrollen durchgeführt, über 120 Übertretungen festgestellt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Amesbauer: Bravo! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen
Um es ganz klar zu sagen: Die Ausgangsbeschränkungen sind schwierig, aber sie sind keine Empfehlung, sondern sie sind klare, rechtliche Vorgaben (Zwischenrufe bei der FPÖ – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen), die auch kontrolliert werden, und Übertretungen werden, wenn notwendig, sanktioniert. (Abg. Rauch: ..., Herr Bundeskanzler, das ist ...! Genau das ist das, was Sie gesagt haben! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt neuerlich das Glockenzeichen.)
Abg. Rauch: ..., Herr Bundeskanzler, das ist ...! Genau das ist das, was Sie gesagt haben! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Um es ganz klar zu sagen: Die Ausgangsbeschränkungen sind schwierig, aber sie sind keine Empfehlung, sondern sie sind klare, rechtliche Vorgaben (Zwischenrufe bei der FPÖ – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen), die auch kontrolliert werden, und Übertretungen werden, wenn notwendig, sanktioniert. (Abg. Rauch: ..., Herr Bundeskanzler, das ist ...! Genau das ist das, was Sie gesagt haben! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt neuerlich das Glockenzeichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Belakowitsch: Was reden Sie da? Das ist ja inhaltlich falsch!
Eines ist auch ganz klar: Wir werden natürlich die Situation weiterhin sehr genau beobachten. Sie ist natürlich volatil, sie ist in Bewegung, sie ist dynamisch. Wir werden die Vorgangsweise auch laufend aus gesundheitspolitischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Sicht evaluieren. Falls notwendig, werden wir natürlich gemeinsam als Bundesregierung in Absprache mit den Bundesländern dort, wo es notwendig ist, nachschärfen, aber noch einmal – und das ist für mich entscheidend –: Bei all jenen Menschen in diesem Land, die einen Beitrag geleistet haben, die sich haben impfen lassen, die damit sich und ihr Umfeld geschützt haben, sehe ich nicht ein, dass wir ihre Freiheit weiterhin oder in Zukunft wieder einschränken. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Belakowitsch: Was reden Sie da? Das ist ja inhaltlich falsch!)
Abg. Belakowitsch: Durch Zwang, ja!
Sehr geehrte Damen und Herren! Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass das Virus nicht verschwinden wird. Wir werden lernen müssen, damit zu leben und damit umzugehen. Das ist möglich, und zwar dank der Impfung. (Abg. Belakowitsch: Durch Zwang, ja!) Sie hat schon Hunderttausende Leben gerettet, auch wenn Sie es nicht wahrhaben wollen, sie hat Hunderttausende Menschenleben gerettet. (Abg. Belakowitsch: Wie kommen Sie da drauf?) Sie ist das einzige Mittel, damit wir diesen Spuk endgültig hinter uns lassen können.
Abg. Belakowitsch: Wie kommen Sie da drauf?
Sehr geehrte Damen und Herren! Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass das Virus nicht verschwinden wird. Wir werden lernen müssen, damit zu leben und damit umzugehen. Das ist möglich, und zwar dank der Impfung. (Abg. Belakowitsch: Durch Zwang, ja!) Sie hat schon Hunderttausende Leben gerettet, auch wenn Sie es nicht wahrhaben wollen, sie hat Hunderttausende Menschenleben gerettet. (Abg. Belakowitsch: Wie kommen Sie da drauf?) Sie ist das einzige Mittel, damit wir diesen Spuk endgültig hinter uns lassen können.
Abg. Wurm: Herr Bundeskanzler, haben Sie eine Ahnung von der Impfquote in Israel? Kennen Sie die Impfquote in Israel?
Staaten wie Israel zeigen es uns vor. Sie haben mitten in die vierte Welle hinein geimpft, und man sieht schon in den Grafiken, wie die Entwicklung fast senkrecht nach unten geht. (Abg. Wurm: Herr Bundeskanzler, haben Sie eine Ahnung von der Impfquote in Israel? Kennen Sie die Impfquote in Israel?) Das ist Wissenschaft, das ist Mathematik,
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
das sind Fakten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Ich kann Ihnen eines versprechen: Diese Bundesregierung wird auch in Zukunft, so wie das schon in den letzten 20 Monaten der Fall war, ihre Politik auf Fakten und nicht auf Fakenews aufbauen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Das wird weiterhin der Fall sein.
Zwischenruf des Abg. Hauser. – Abg. Rauch: Hören Sie auf, die Gesellschaft zu spalten! – Abg. Belakowitsch: Hören Sie bitte auf, die Leute gegeneinander aufzuhetzen!
Ich habe diesbezüglich eine ganz große Bitte an alle in diesem Haus, aber insbesondere an Sie, sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete der FPÖ: Bei allen Auffassungsunterschieden, die wir haben, bei allen Diskussionen müssen wir doch alle anerkennen: Das ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, eine Herausforderung, die jeden einzelnen Menschen in diesem Land betrifft, nicht nur die Personen, die in diesem Haus sind. (Zwischenruf des Abg. Hauser. – Abg. Rauch: Hören Sie auf, die Gesellschaft zu spalten! – Abg. Belakowitsch: Hören Sie bitte auf, die Leute gegeneinander aufzuhetzen!)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch. – Abg. Rauch: ... Ihr Versagen in der Gesundheitspolitik, in der Personalpolitik in den letzten 20, 22 ...!
Wenn man auf politischer Ebene versucht, sich damit zu profilieren, politisches Kleingeld zu schlagen, dann bewirkt man nur eines: die Verwirrung von Menschen, die Verunsicherung von Menschen. Was bewirken Verwirrung und Verunsicherung von Menschen? – Sie bewirken, dass die Maßnahmen langsamer greifen, dass die Impfungen weniger schnell voranschreiten und dass die Situation in den Spitälern sich weiter zuspitzt. Das kann doch in niemandes Interesse sein! (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch. – Abg. Rauch: ... Ihr Versagen in der Gesundheitspolitik, in der Personalpolitik in den letzten 20, 22 ...!) Daher lautet meine nachdrückliche Bitte und auch Einladung an Sie: Leisten Sie einen Beitrag! Arbeiten wir zusammen, um diese Pandemie endgültig hinter uns lassen zu können! – Danke sehr. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Wenn man auf politischer Ebene versucht, sich damit zu profilieren, politisches Kleingeld zu schlagen, dann bewirkt man nur eines: die Verwirrung von Menschen, die Verunsicherung von Menschen. Was bewirken Verwirrung und Verunsicherung von Menschen? – Sie bewirken, dass die Maßnahmen langsamer greifen, dass die Impfungen weniger schnell voranschreiten und dass die Situation in den Spitälern sich weiter zuspitzt. Das kann doch in niemandes Interesse sein! (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch. – Abg. Rauch: ... Ihr Versagen in der Gesundheitspolitik, in der Personalpolitik in den letzten 20, 22 ...!) Daher lautet meine nachdrückliche Bitte und auch Einladung an Sie: Leisten Sie einen Beitrag! Arbeiten wir zusammen, um diese Pandemie endgültig hinter uns lassen zu können! – Danke sehr. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Gerhard Kaniak (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister Mückstein! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen Abgeordnete! Ich habe Ihnen, Herr Bundeskanzler, genau zugehört und mir auch Ihre aus meiner Sicht teils abstrusen Analysen angehört. Ich kann Ihnen nur in einer Sache recht geben: Die Lage ist tatsächlich ernst. Die Coronalage ist ernst, aber noch viel ernster ist die Lage der Rechtsstaatlichkeit und der Freiheiten in diesem Land aufgrund der Maßnahmen, die Sie und Ihre Bundesregierung in den letzten Tagen getroffen haben. Das ist wirklich ernst. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Bis vor wenigen Wochen hat es zumindest einen Grundkonsens in der Bekämpfung der Coronapandemie in diesem Hohes Haus gegeben: Das oberste Ziel, dass es darum geht, eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern und möglichst viele Leben zu retten, stand bei allen Fraktionen außer Streit. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Sie haben aber eine 180-Grad-Wende hingelegt. Wenn man Ihren Worten heute genau zugehört hat, dann erkennt man, dass Sie nur mehr ein einziges Ziel haben: das Erhöhen der Durchimpfungsrate, koste es, was es wolle, und seien es auch die Grund- und Freiheitsrechte unserer Bürger. Das können wir beim besten Willen nicht mittragen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Bis vor wenigen Wochen hat es zumindest einen Grundkonsens in der Bekämpfung der Coronapandemie in diesem Hohes Haus gegeben: Das oberste Ziel, dass es darum geht, eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern und möglichst viele Leben zu retten, stand bei allen Fraktionen außer Streit. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Sie haben aber eine 180-Grad-Wende hingelegt. Wenn man Ihren Worten heute genau zugehört hat, dann erkennt man, dass Sie nur mehr ein einziges Ziel haben: das Erhöhen der Durchimpfungsrate, koste es, was es wolle, und seien es auch die Grund- und Freiheitsrechte unserer Bürger. Das können wir beim besten Willen nicht mittragen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Berlakovich.
Wenn Sie schon von „Fakenews“ und Desinformation sprechen, dann erlauben Sie mir, dass ich die Zahlen, die Sie heute hier gebracht haben, etwas relativiere und ins richtige Licht setze! Ja, wir haben in Österreich aktuell über 131 000 aktive Fälle. Das ist sehr, sehr viel. Allerdings testen wir in Österreich auch ungefähr 20-mal so viel wie vor einem Jahr und bis zu 50-mal so viel wie andere vergleichbare Staaten. Dadurch finden wir natürlich auch mehr positive Fälle. (Zwischenruf des Abg. Berlakovich.)
Beifall bei der FPÖ – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wenn wir uns an unsere ursprüngliche Prämisse – Schutz vor Überlastung des Gesundheitssystems und vor allem des Nadelöhrs Intensivstationen – erinnern, dann müssen wir uns auch die diesbezügliche Situation anschauen. Es gibt eine Belegungsrate von 22 Prozent durch Covid-19-Patienten. Das ist in der Tat relativ viel. Österreichweit stehen aber tagesaktuell 37 Prozent aller intensivmedizinischen Behandlungsbetten leer, meine sehr geehrten Damen und Herren! Wo ist da die akute Überlastung unseres Gesundheitssystems und der Intensivstationen, die solch massive Eingriffe in die Grund- und Freiheitsrechte rechtfertigt? – Ich sehe sie nicht. (Beifall bei der FPÖ – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Das stimmt nicht!
Vielleicht noch ein Detail zur Ergänzung, weil Oberösterreich in den letzten Monaten ja der Prügelknabe der Nation war: In Oberösterreich stehen tagesaktuell 43 Prozent der Intensivbetten leer. Dass es auf einzelnen Abteilungen zu Überlastungen kommt, ist also offensichtlich weniger ein Problem der Gesamtkapazität als ein Managementproblem und ein Verteilungsproblem, aber sicherlich kein generalisiertes Problem durch die Anzahl der Covid-Kranken. (Ruf bei der ÖVP: Das stimmt nicht!)
Beifall bei der FPÖ.
Sie wollen die Impfquote unbedingt erhöhen? – Na dann sehen Sie sich doch bitte die Studien an, die beweisen, dass es, was den epidemiologischen Verlauf anbelangt, vollkommen irrelevant ist, wie hoch die Impfquote ist! Schauen Sie sich die Zahlen aus Israel an: 65 Prozent Impfquote, trotzdem eine starke vierte Welle. Das ist nicht mehr als bei uns. Wozu brauchen wir 85 Prozent? Selbst wenn wir 85 Prozent hätten: Schauen Sie nach Dänemark! Die hatten 85 Prozent und haben trotzdem eine starke vierte Welle. Schauen Sie sich als Vergleich vielleicht auch Rumänien an! Die haben mit nur 30 Prozent Durchimpfungsrate ihre vierte Welle Gott sei Dank jetzt hinter sich gebracht. Wenn man Ihrer Logik folgt, dann hätten die ja eine dauerhafte Welle über den ganzen Winter haben müssen. Nein, das Gegenteil war der Fall: Die Welle hat genauso lang gedauert wie in Israel und in anderen Staaten dieser Welt. Das heißt, eine direkte Relation der Ausbreitung des Virus zur Impfquote ist nicht gegeben, und deshalb ist auch Ihre Strategie grundlegend falsch. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir brauchen eine flächendeckende Analyse der Seroprävalenz von Antikörpern, damit jeder Österreicher und jede Österreicherin weiß: Hat sie oder er einen natürlichen Schutz gegen das Coronavirus oder nicht, muss sie oder er sich zusätzlich schützen oder nicht? Wir brauchen einen gezielten Schutz der Risikogruppe, denn knappe 20 Prozent der österreichischen Bevölkerung – das sind diejenigen mit schweren Erkrankungen und über 65 – tragen zu einem Großteil zu den schweren Krankheitsverläufen und zu fast 98, 99 Prozent aller Todesfälle bei. Diese Personen müssen wir schützen, wir müssen ihnen aber die Art und Weise des Schutzes freistellen – ob sie sich impfen lassen wollen, ob sie Masken tragen wollen, ob sie regelmäßig getestet werden wollen. Das müssen wir die Menschen doch selbst entscheiden lassen und dürfen sie nicht zwangsbehandeln; das sind doch freie Bürger, Herr Bundeskanzler! (Beifall bei der FPÖ.) Wir können sie nicht wie Vieh behandeln, und wir wollen das übrigens auch nicht – wir Freiheitliche zumindest nicht. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.)
Zwischenruf des Abg. Hafenecker.
Wir brauchen eine flächendeckende Analyse der Seroprävalenz von Antikörpern, damit jeder Österreicher und jede Österreicherin weiß: Hat sie oder er einen natürlichen Schutz gegen das Coronavirus oder nicht, muss sie oder er sich zusätzlich schützen oder nicht? Wir brauchen einen gezielten Schutz der Risikogruppe, denn knappe 20 Prozent der österreichischen Bevölkerung – das sind diejenigen mit schweren Erkrankungen und über 65 – tragen zu einem Großteil zu den schweren Krankheitsverläufen und zu fast 98, 99 Prozent aller Todesfälle bei. Diese Personen müssen wir schützen, wir müssen ihnen aber die Art und Weise des Schutzes freistellen – ob sie sich impfen lassen wollen, ob sie Masken tragen wollen, ob sie regelmäßig getestet werden wollen. Das müssen wir die Menschen doch selbst entscheiden lassen und dürfen sie nicht zwangsbehandeln; das sind doch freie Bürger, Herr Bundeskanzler! (Beifall bei der FPÖ.) Wir können sie nicht wie Vieh behandeln, und wir wollen das übrigens auch nicht – wir Freiheitliche zumindest nicht. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.)
Beifall bei der FPÖ.
Der dritte Punkt neben dem Schutz der Risikogruppen und den Antikörpertestungen ist natürlich die frühzeitige Behandlung. Die Bundesregierung macht, dass Zehntausende Menschen in diesem Land – nach dem derzeitigen Stand sind es momentan über 200 000 Menschen –, in Österreich, „abgesondert“ (mit den Fingern Anführungszeichen andeutend) sind. Mindestens ein Drittel davon sind gesunde, ungetestete Menschen, die abgesondert und in den eigenen vier Wänden eingesperrt werden. Das ist absolut inakzeptabel, es widerspricht auch in jeglicher Art und Weise der Intention des Epidemiegesetzes und gehört schleunigst beendet. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Prinz: Das kann man als Apotheker ...!
der Abgeordneten Dr. Dagmar Belakowitsch, Kolleginnen und Kollegen betreffend „Versagen des Vertrauens gegenüber der Bundesregierung und den Staatssekretären“ (Abg. Prinz: Das kann man als Apotheker ...!)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Mitglieder der Bundesregierung, die Bevölkerung hat Ihnen das Vertrauen schon längst versagt, und wir tun es auch. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Loacker: Musst jetzt den Kaniak berichtigen? – Heiterkeit bei den NEOS. – Ruf bei den Grünen: Das könnte aber länger dauern!
Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Peter Wurm zu einer tatsächlichen Berichtigung. – Bitte. (Abg. Loacker: Musst jetzt den Kaniak berichtigen? – Heiterkeit bei den NEOS. – Ruf bei den Grünen: Das könnte aber länger dauern!)
Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.
Abgeordneter Peter Wurm (FPÖ): Herr Präsident! Der Herr Bundeskanzler hat einige unrichtige Aussagen getätigt, die ich nun mit einer tatsächlichen Berichtigung richtigstellen werde. Ich konzentriere mich auf zwei Aussagen. Die erste Aussage war: Es werden alle getestet, egal ob geimpft oder ungeimpft. – Das ist unrichtig, Herr Bundeskanzler, das sollten Sie wissen. Nur Ungeimpfte werden regelmäßig und verpflichtend getestet. (Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Ein Schwachsinn! – Zwischenrufe bei der SPÖ sowie der Abg. Belakowitsch
Die zweite unrichtige Aussage, Herr Bundeskanzler: Sie haben sich (Ruf bei der ÖVP: Ein Schwachsinn! – Zwischenrufe bei der SPÖ sowie der Abg. Belakowitsch) – darf ich weitersprechen, Herr Präsident? – auf eine beschämende Impfquote bezogen, die Österreich anscheinend hat. Das ist Ihre Aussage, die Sie als Bundeskanzler Österreichs über das eigene Volk tätigen – eine beschämende Impfquote, haben Sie wortwörtlich gesagt und in diesem Zusammenhang auch Israel als leuchtendes Beispiel verwendet. Ich möchte noch einmal darauf hinweisen, Herr Bundeskanzler – ich gebe Ihnen gerne die Zahlen mit, wenn Sie sie nicht kennen sollten –: Israel hat eine um 2 Prozent niedrigere Impfquote als Österreich. – Danke, der Rest folgt dann in meiner Rede. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die zweite unrichtige Aussage, Herr Bundeskanzler: Sie haben sich (Ruf bei der ÖVP: Ein Schwachsinn! – Zwischenrufe bei der SPÖ sowie der Abg. Belakowitsch) – darf ich weitersprechen, Herr Präsident? – auf eine beschämende Impfquote bezogen, die Österreich anscheinend hat. Das ist Ihre Aussage, die Sie als Bundeskanzler Österreichs über das eigene Volk tätigen – eine beschämende Impfquote, haben Sie wortwörtlich gesagt und in diesem Zusammenhang auch Israel als leuchtendes Beispiel verwendet. Ich möchte noch einmal darauf hinweisen, Herr Bundeskanzler – ich gebe Ihnen gerne die Zahlen mit, wenn Sie sie nicht kennen sollten –: Israel hat eine um 2 Prozent niedrigere Impfquote als Österreich. – Danke, der Rest folgt dann in meiner Rede. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Na selbstverständlich, was denn sonst?!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Das Letzte war keine tatsächliche Berichtigung, sondern eine politische Feststellung. Ich halte fest, dass es keine tatsächliche Berichtigung im Sinne (Abg. Belakowitsch: Na selbstverständlich, was denn sonst?!) der Geschäftsordnung gewesen ist. (Zwischenruf des Abg. Rauch.)
Zwischenruf des Abg. Rauch.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Das Letzte war keine tatsächliche Berichtigung, sondern eine politische Feststellung. Ich halte fest, dass es keine tatsächliche Berichtigung im Sinne (Abg. Belakowitsch: Na selbstverständlich, was denn sonst?!) der Geschäftsordnung gewesen ist. (Zwischenruf des Abg. Rauch.)
Abg. Belakowitsch: Herr Präsident, Sie wissen nicht einmal, was Sie da oben machen! – Abg. Martin Graf: Das war eine notwendige Richtigstellung!
Frau Abgeordnete Schwarz ist zu Wort gemeldet. – Bitte. (Abg. Belakowitsch: Herr Präsident, Sie wissen nicht einmal, was Sie da oben machen! – Abg. Martin Graf: Das war eine notwendige Richtigstellung!)
Abg. Hafenecker: ... der Schallenberg war wirklich ...! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ
Abgeordnete Gabriela Schwarz (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine Damen und Herren vor den Bildschirmen, wo auch immer! Ich möchte zuerst etwas zum Ton sagen, der da soeben Einzug gehalten hat. Ich werde mich dem hoffentlich nicht anschließen – es sei denn, ich werde doch noch emotional (Abg. Hafenecker: ... der Schallenberg war wirklich ...! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ) –, sondern werde versuchen, mit sachlichen und fachlichen Argumenten diese Pandemie Revue passieren zu lassen, und aufzeigen, wo wir gerade stehen.
Abg. Rauch: ... diplomatische Akademie absolviert ...!
Beginnen möchte ich schon mit einem Appell (Abg. Rauch: ... diplomatische Akademie absolviert ...!), da unterstütze ich den Bundeskanzler: Bitte, das nationale Impfgremium
Abg. Hafenecker: ... auf Israel losgehen! – Zwischenruf des Abg. Amesbauer
hat am 2. November eine Empfehlung für den dritten Stich (Abg. Hafenecker: ... auf Israel losgehen! – Zwischenruf des Abg. Amesbauer) nach sechs Monaten als Schutz für alle über 18 abgegeben und das zwei Tage später noch auf vier Monate herabgesetzt, zum Beispiel für all jene, die mit Astra Zeneca geimpft wurden.
Zwischenrufe bei der FPÖ
Zweite Feststellung: Wir respektieren selbstverständlich die Persönlichkeitsrechte und die Freiheitsrechte, unumwunden und uneingeschränkt (Zwischenrufe bei der FPÖ), aber wir haben auch ein Grundrecht auf Gesundheit. (Beifall bei der ÖVP.) Die Gesundheit betrachte ich schon so: Wenn ich mein Gegenüber nicht schütze (Abg. Rauch: ... internationalen Medien! Warum schränken Sie ...? – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen), dann endet dort meine persönliche Freiheit. Die endet dort, wo ich jemanden anderen gefährde, und dabei bleibe ich. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Martin Graf.) Deshalb mein Appell: Bitte nutzen Sie die Möglichkeit zum dritten Stich – und falls Sie noch nicht impfen waren, nehmen Sie die niederschwelligen Angebote in allen Bundesländern wahr und gehen Sie impfen!
Beifall bei der ÖVP.
Zweite Feststellung: Wir respektieren selbstverständlich die Persönlichkeitsrechte und die Freiheitsrechte, unumwunden und uneingeschränkt (Zwischenrufe bei der FPÖ), aber wir haben auch ein Grundrecht auf Gesundheit. (Beifall bei der ÖVP.) Die Gesundheit betrachte ich schon so: Wenn ich mein Gegenüber nicht schütze (Abg. Rauch: ... internationalen Medien! Warum schränken Sie ...? – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen), dann endet dort meine persönliche Freiheit. Die endet dort, wo ich jemanden anderen gefährde, und dabei bleibe ich. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Martin Graf.) Deshalb mein Appell: Bitte nutzen Sie die Möglichkeit zum dritten Stich – und falls Sie noch nicht impfen waren, nehmen Sie die niederschwelligen Angebote in allen Bundesländern wahr und gehen Sie impfen!
Abg. Rauch: ... internationalen Medien! Warum schränken Sie ...? – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen
Zweite Feststellung: Wir respektieren selbstverständlich die Persönlichkeitsrechte und die Freiheitsrechte, unumwunden und uneingeschränkt (Zwischenrufe bei der FPÖ), aber wir haben auch ein Grundrecht auf Gesundheit. (Beifall bei der ÖVP.) Die Gesundheit betrachte ich schon so: Wenn ich mein Gegenüber nicht schütze (Abg. Rauch: ... internationalen Medien! Warum schränken Sie ...? – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen), dann endet dort meine persönliche Freiheit. Die endet dort, wo ich jemanden anderen gefährde, und dabei bleibe ich. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Martin Graf.) Deshalb mein Appell: Bitte nutzen Sie die Möglichkeit zum dritten Stich – und falls Sie noch nicht impfen waren, nehmen Sie die niederschwelligen Angebote in allen Bundesländern wahr und gehen Sie impfen!
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Martin Graf.
Zweite Feststellung: Wir respektieren selbstverständlich die Persönlichkeitsrechte und die Freiheitsrechte, unumwunden und uneingeschränkt (Zwischenrufe bei der FPÖ), aber wir haben auch ein Grundrecht auf Gesundheit. (Beifall bei der ÖVP.) Die Gesundheit betrachte ich schon so: Wenn ich mein Gegenüber nicht schütze (Abg. Rauch: ... internationalen Medien! Warum schränken Sie ...? – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen), dann endet dort meine persönliche Freiheit. Die endet dort, wo ich jemanden anderen gefährde, und dabei bleibe ich. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Martin Graf.) Deshalb mein Appell: Bitte nutzen Sie die Möglichkeit zum dritten Stich – und falls Sie noch nicht impfen waren, nehmen Sie die niederschwelligen Angebote in allen Bundesländern wahr und gehen Sie impfen!
Ruf bei der FPÖ: Ist angebracht! – Abg. Belakowitsch: ... Bürger der DDR ..., würde Ihnen nicht schaden ... mit Leuten zu reden! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Nun komme ich zu den Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ: Erstens ist der Vergleich mit der Stasi und mit einer kommunistischen Diktatur unterirdisch. (Ruf bei der FPÖ: Ist angebracht! – Abg. Belakowitsch: ... Bürger der DDR ..., würde Ihnen nicht schaden ... mit Leuten zu reden! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Rauch: Falschaussage! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ad zwei fällt mir noch ein Vergleich ein, der bei einer Pressekonferenz der FPÖ gezogen wurde. Da ging es um den Plan B, in dem Herr Kickl, dem ich selbstverständlich auch gute Genesung wünsche, wie allen anderen Kranken in Österreich, die individuelle medikamentöse Behandlung für jeden Erkrankten gefordert hat. (Abg. Rauch: Falschaussage! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Deimek
Meine Damen und Herren, glauben Sie bitte allen Ernstes, dass Ärzte und Ärztinnen in Österreich das nicht ohnehin tun (Zwischenruf des Abg. Deimek) – auf die Gesundheit der Menschen zu achten und bei Krankheit die Medikamente zu verschreiben, die der oder die Einzelne braucht? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Deimek.) Es ist eine Unterstellung, dass die Ärzteschaft da nicht nach den wirklichen Gesetzen der Medizin handelt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Das tun sie nicht, die Leute werden einfach nur abgesondert!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Deimek.
Meine Damen und Herren, glauben Sie bitte allen Ernstes, dass Ärzte und Ärztinnen in Österreich das nicht ohnehin tun (Zwischenruf des Abg. Deimek) – auf die Gesundheit der Menschen zu achten und bei Krankheit die Medikamente zu verschreiben, die der oder die Einzelne braucht? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Deimek.) Es ist eine Unterstellung, dass die Ärzteschaft da nicht nach den wirklichen Gesetzen der Medizin handelt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Das tun sie nicht, die Leute werden einfach nur abgesondert!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Das tun sie nicht, die Leute werden einfach nur abgesondert!
Meine Damen und Herren, glauben Sie bitte allen Ernstes, dass Ärzte und Ärztinnen in Österreich das nicht ohnehin tun (Zwischenruf des Abg. Deimek) – auf die Gesundheit der Menschen zu achten und bei Krankheit die Medikamente zu verschreiben, die der oder die Einzelne braucht? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Deimek.) Es ist eine Unterstellung, dass die Ärzteschaft da nicht nach den wirklichen Gesetzen der Medizin handelt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Das tun sie nicht, die Leute werden einfach nur abgesondert!)
Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen
Zweitens, zum Vergleich – abgesehen davon, dass Kickl ein Wurmmittel für Pferde und Kühe empfohlen hat, über das heute in den „Oberösterreichischen Nachrichten“ steht, dass es in Oberösterreich bereits zu Vergiftungserscheinungen gekommen ist (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen) –: Der Bundesminister für Gesundheit hat in einer Sitzung des Gesundheitsausschusses auch erklärt, dass es, wenn man es in der Konzentration verwendet, in der es eventuell Wirkung haben könnte, toxisch ist, sprich giftig. Wer das nicht glaubt, kann gerne den Gesundheitsminister dazu befragen. (Abg. Hauser: Sie sind so falsch informiert, Sie sind sowas von falsch informiert! Erschreckend, wie desinformiert Sie wirklich sind! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Hauser: Sie sind so falsch informiert, Sie sind sowas von falsch informiert! Erschreckend, wie desinformiert Sie wirklich sind! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Zweitens, zum Vergleich – abgesehen davon, dass Kickl ein Wurmmittel für Pferde und Kühe empfohlen hat, über das heute in den „Oberösterreichischen Nachrichten“ steht, dass es in Oberösterreich bereits zu Vergiftungserscheinungen gekommen ist (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen) –: Der Bundesminister für Gesundheit hat in einer Sitzung des Gesundheitsausschusses auch erklärt, dass es, wenn man es in der Konzentration verwendet, in der es eventuell Wirkung haben könnte, toxisch ist, sprich giftig. Wer das nicht glaubt, kann gerne den Gesundheitsminister dazu befragen. (Abg. Hauser: Sie sind so falsch informiert, Sie sind sowas von falsch informiert! Erschreckend, wie desinformiert Sie wirklich sind! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Amesbauer: ... Psychiater, da gehört ...!
Was wirklich letztklassig, grausam und nicht zu tolerieren ist, ist der Vergleich der 3G-Regel am Arbeitsplatz mit einer Impfvergewaltigung. Ich sage Ihnen eines (Abg. Amesbauer: ... Psychiater, da gehört ...!), und nun werde ich doch emotional: Ich habe in meiner Aufgabe als ehrenamtliche Mitarbeiterin in der Krisenintervention Vergewaltigungsopfer zu betreuen, und dieser Vergleich ist einfach nur schändlich. (Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS.
Was wirklich letztklassig, grausam und nicht zu tolerieren ist, ist der Vergleich der 3G-Regel am Arbeitsplatz mit einer Impfvergewaltigung. Ich sage Ihnen eines (Abg. Amesbauer: ... Psychiater, da gehört ...!), und nun werde ich doch emotional: Ich habe in meiner Aufgabe als ehrenamtliche Mitarbeiterin in der Krisenintervention Vergewaltigungsopfer zu betreuen, und dieser Vergleich ist einfach nur schändlich. (Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS.)
Abg. Amesbauer: ... Risiko ...!
Kinder betrifft, die offensichtlich am 24. November ausgegeben werden soll, zeitnah und mit großer Umsicht entscheiden wird (Abg. Amesbauer: ... Risiko ...!) und die Eltern dann mit ebenso großer Umsicht (Abg. Martin Graf: Bitte zuerst die ÖVP-Klub...!) und allen Erwägungen entscheiden, ob sie ihre Kinder zwischen fünf und elf Jahren impfen lassen. (Ruf bei der FPÖ: Sind bei Ihnen im Klub schon alle geimpft? – Zwischenruf des Abg. Martin Graf.)
Abg. Martin Graf: Bitte zuerst die ÖVP-Klub...!
Kinder betrifft, die offensichtlich am 24. November ausgegeben werden soll, zeitnah und mit großer Umsicht entscheiden wird (Abg. Amesbauer: ... Risiko ...!) und die Eltern dann mit ebenso großer Umsicht (Abg. Martin Graf: Bitte zuerst die ÖVP-Klub...!) und allen Erwägungen entscheiden, ob sie ihre Kinder zwischen fünf und elf Jahren impfen lassen. (Ruf bei der FPÖ: Sind bei Ihnen im Klub schon alle geimpft? – Zwischenruf des Abg. Martin Graf.)
Ruf bei der FPÖ: Sind bei Ihnen im Klub schon alle geimpft? – Zwischenruf des Abg. Martin Graf.
Kinder betrifft, die offensichtlich am 24. November ausgegeben werden soll, zeitnah und mit großer Umsicht entscheiden wird (Abg. Amesbauer: ... Risiko ...!) und die Eltern dann mit ebenso großer Umsicht (Abg. Martin Graf: Bitte zuerst die ÖVP-Klub...!) und allen Erwägungen entscheiden, ob sie ihre Kinder zwischen fünf und elf Jahren impfen lassen. (Ruf bei der FPÖ: Sind bei Ihnen im Klub schon alle geimpft? – Zwischenruf des Abg. Martin Graf.)
Abg. Amesbauer: Nein, das ist keine Solidarität!
Der Verlauf der Pandemie ist schwierig, die Wissenschaft war sich auch nicht immer einig, wie sie verlaufen wird, aber ich sage Ihnen ganz einfach: Passen Sie bitte auf sich und auf Ihre Umgebung auf! Das geht nach wie vor am besten, indem Sie sich impfen lassen. Darum bitte ich Sie: Seien Sie solidarisch! (Abg. Amesbauer: Nein, das ist keine Solidarität!) Wir pochen immer so auf unser solidarisches Gesundheitssystem, aber die Solidarität ist keine Einbahnstraße, sie ist ein Geben und Nehmen, und die Demokratie besteht nicht nur aus Rechten, sondern auch aus Pflichten. Bitte gehen Sie impfen, schützen Sie sich (Abg. Belakowitsch: Das ist keine - -, also eine Pflicht, die Impfung, ach so! Na, sagen S’ das doch gleich!), schützen Sie Ihre Nächsten! – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Das ist keine - -, also eine Pflicht, die Impfung, ach so! Na, sagen S’ das doch gleich!
Der Verlauf der Pandemie ist schwierig, die Wissenschaft war sich auch nicht immer einig, wie sie verlaufen wird, aber ich sage Ihnen ganz einfach: Passen Sie bitte auf sich und auf Ihre Umgebung auf! Das geht nach wie vor am besten, indem Sie sich impfen lassen. Darum bitte ich Sie: Seien Sie solidarisch! (Abg. Amesbauer: Nein, das ist keine Solidarität!) Wir pochen immer so auf unser solidarisches Gesundheitssystem, aber die Solidarität ist keine Einbahnstraße, sie ist ein Geben und Nehmen, und die Demokratie besteht nicht nur aus Rechten, sondern auch aus Pflichten. Bitte gehen Sie impfen, schützen Sie sich (Abg. Belakowitsch: Das ist keine - -, also eine Pflicht, die Impfung, ach so! Na, sagen S’ das doch gleich!), schützen Sie Ihre Nächsten! – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Der Verlauf der Pandemie ist schwierig, die Wissenschaft war sich auch nicht immer einig, wie sie verlaufen wird, aber ich sage Ihnen ganz einfach: Passen Sie bitte auf sich und auf Ihre Umgebung auf! Das geht nach wie vor am besten, indem Sie sich impfen lassen. Darum bitte ich Sie: Seien Sie solidarisch! (Abg. Amesbauer: Nein, das ist keine Solidarität!) Wir pochen immer so auf unser solidarisches Gesundheitssystem, aber die Solidarität ist keine Einbahnstraße, sie ist ein Geben und Nehmen, und die Demokratie besteht nicht nur aus Rechten, sondern auch aus Pflichten. Bitte gehen Sie impfen, schützen Sie sich (Abg. Belakowitsch: Das ist keine - -, also eine Pflicht, die Impfung, ach so! Na, sagen S’ das doch gleich!), schützen Sie Ihre Nächsten! – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich berichtige tatsächlich: Das Medikament, von dem Herbert Kickl unter anderem – unter vielen anderen Möglichkeiten – gesprochen hat, wird erfolgreich in verschiedenen Bereichen der Humanmedizin eingesetzt, unter anderem auch zur Behandlung von Covid‑19. Der Bayerische Rundfunk hat einen Bericht darüber und einen Oberarzt, nämlich den Oberarzt Werner Appelt, gezeigt, der genau dazu gesprochen hat. Er ist Oberarzt im Krankenhaus Barmherzige Brüder München, wo es erfolgreich eingesetzt wird. Er bat darum, dass dieses Medikament bereits den Patienten zu Hause gegeben wird, um damit Krankenhausaufenthalte zu verhindern. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.
Abgeordneter Philip Kucher (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler, ich möchte nicht zu hart mit Ihnen sein – wenn Sie vielleicht kurz das Handy weglegen würden; das ist auch eine Parallele zu Ihrem Vorgänger –, ich möchte nicht zu hart mit Ihnen sein, weil Sie das anscheinend in der Regierung auch nie anders gelernt haben, aber in einer Rede 15-mal das Wort „gemeinsam“ zu verwenden und intern die Hackelschmeißerei in der Bundesregierung zu leben, das passt irgendwie nicht zusammen; auch wenn man Sie gestern im Fernsehen erlebt hat. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.
von faktenbasiert reden und Ihre eigenen Beraterstäbe völlig anderer Meinung sind, dann passt das, Herr Bundeskanzler, hinten und vorne nicht zusammen. Da können Sie 100-mal von faktenbasiert sprechen. Vielleicht wäre es Ihnen auch gut angestanden, ein bisschen mehr auf die Wissenschaft zu hören und ein bisschen weniger auf Frau Köstinger – dann wären wir alle miteinander nicht in diesem Schlamassel. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten von Grünen und NEOS. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Die nächste Kollegin, von der ich sagen muss: Irgendetwas passt hier in diesem Hohen Haus anscheinend in der Krise nicht mehr!, ist Frau Kollegin Belakowitsch. Ich wünsche Herbert Kickl persönlich alles Gute und gute Besserung, aber in einer Rede irgendwelche komischen Vergleiche zu bringen, dass Herbert Kickl eigentlich so etwas wie Ignaz Semmelweis oder ein Albert Einstein des 21. Jahrhunderts sei? – Nein, das ist er ganz, ganz sicher nicht! Er weiß ja selbst, dass er einen Topfen daherredet. Er weiß es ja selbst. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten von Grünen und NEOS. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Abg. Hauser: Du redest so einen Blödsinn ...! – Ruf bei der FPÖ: Jetzt hast du so gut angefangen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ihr habt Panik vor irgendwelchen Impfgegnern von der MFG, deswegen erzählt ihr Geschichten, die hinten und vorne nicht stimmen: von Wurmmitteln für Pferde oder für Kühe, was wir heute alles gehört haben, und von irgendwelchen Bitterstoffen. Ihr wisst ja selbst, dass das ein Topfen ist. Alle miteinander wisst ihr es. (Abg. Hauser: Du redest so einen Blödsinn ...! – Ruf bei der FPÖ: Jetzt hast du so gut angefangen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Künsberg Sarre.
Das ist leider das Unanständige in der Krise: Herbert Kickl auf der einen Seite, der genau weiß, dass es in Österreich ein desaströses Krisenmanagement gibt, und Sebastian Kurz auf der anderen Seite, der uns erzählt hat, er sei so etwas wie der Messias, der sich im Sommer hat plakatieren lassen – er hat gesagt, er hat die Pandemie gemeistert – und der uns erzählt hat, es komme eine coole Zeit auf uns zu. Ich sage offen, das ist beides gleich schäbig für ehemals staatstragende Parteien – egal ob ÖVP oder FPÖ. Das ist kein Weg aus der Krise. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Künsberg Sarre.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Künsberg Sarre. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ihr spielt für ein paar Tausend Wählerstimmen mit Menschenleben. Das wisst ihr alle miteinander ganz genau. Kurz und Kickl, diese Politik bringt uns alle miteinander nicht weiter. Da könnt ihr 100 000-mal einen Dringlichen Antrag einbringen, das ist einfach nur unanständig. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Künsberg Sarre. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Nur ein Punkt – weil das heute auch vom Bundeskanzler gekommen ist und Sebastian Kurz uns ja die Geschichte erzählt hat: Wir sind so super aus dieser Krise gekommen! – Das zweite Mal hintereinander – das zweite Mal hintereinander! – liegt Österreich weltweit an der Spitze in Bezug auf die Zahl der Neuinfektionen. Das muss man in einem starken Land wie Österreich mit so tollen Menschen einmal zusammenbringen, das Gesundheitssystem so herunterzufahren. Wir sind ja nicht Dschibuti, wir sind Österreich, und wir hätten es schaffen können, deutlich besser aus der Krise hervorzukommen, das wäre möglich gewesen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Hände falten, Goschen halten! Das habt ihr euch bewahrt. (Beifall bei der SPÖ.) Anstatt dass ihr die Krise meistert, macht ihr Marketing-Blabla und vergesst, dass es da wirklich um Menschenleben geht, dass es um Existenzen geht, dass es um die Wirtschaft geht und dass es um Österreich geht.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Baumgartner: Jetzt schrei net so!
Es kann nicht sein, dass das Krisenmanagement in Österreich immer im Desaster endet. Viele, viele andere Staaten zeigen uns vor, dass es deutlich, deutlich besser möglich ist, aber das ist Krisenmanagement der Marke ÖVP. Deswegen: Reißt euch zusammen! Serviert Kurz ab, wenn er im Hintergrund noch intrigiert, haut auf den Tisch und schaut, dass ihr in der Bundesregierung weniger streitet und endlich das Krisenmanagement in den Vordergrund stellt! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Baumgartner: Jetzt schrei net so!)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Ralph Schallmeiner (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Frau Ministerin! Sehr geehrte Minister! Sehr geehrte Damen und Herren hier herinnen und zu Hause vor den Bildschirmen! Drei Anmerkungen vorneweg: einmal an Kollegen Kaniak, der gesagt hat, weil wir so viel testen, haben wir auch so viele positive Fälle. – Kollege Kaniak, hör bitte einfach Statistiker Neuwirth zu, der kann dir ganz genau erklären, wie das ist: dass das eben nicht wahr ist, was du sagst, weil ansonsten ja Vorarlberg eine 20-mal geringere Inzidenz als Wien haben müsste. Wien testet 20-mal mehr als Vorarlberg – dieser Tage erst wieder auf den Punkt gebracht. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Aber nicht verpflichtend! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Zum Zweiten: Die Behauptung von Peter Wurm, dass nicht jeder in Österreich getestet wird, ist auch falsch. Natürlich wird jeder oder jede in Österreich getestet. Ich selbst – zweimal geimpft – bin in den letzten zehn Tagen, würde ich mal sagen, sechsmal getestet worden. Das ist gar kein Problem. Es wird jeder und jede in diesem Land getestet, wenn er oder sie möchte. (Abg. Belakowitsch: Aber nicht verpflichtend! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Deimek
Ja, und zum Dritten doch noch einmal zu Kollegen Kaniak: Lieber Kollege Kaniak, ich würde dir empfehlen, sprich einmal mit der neuen Gemeindeärztin von Seewalchen! Vielleicht hast du dieses 24-minütige Video gesehen (Zwischenruf des Abg. Deimek) – normalerweise bin ich nicht sehr gut auf „Österreich“ zu sprechen, also auf die Zeitung „Österreich“ –, dann wüsstest du, was sich wirklich abspielt, und würdest dich nicht hier hinstellen und so tun, als ob ja eigentlich in unserem Gesundheitswesen eh alles kein Problem wäre, als ob wir aktuell eh keine Belastung hätten. – So, das vorneweg. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Ja, und zum Dritten doch noch einmal zu Kollegen Kaniak: Lieber Kollege Kaniak, ich würde dir empfehlen, sprich einmal mit der neuen Gemeindeärztin von Seewalchen! Vielleicht hast du dieses 24-minütige Video gesehen (Zwischenruf des Abg. Deimek) – normalerweise bin ich nicht sehr gut auf „Österreich“ zu sprechen, also auf die Zeitung „Österreich“ –, dann wüsstest du, was sich wirklich abspielt, und würdest dich nicht hier hinstellen und so tun, als ob ja eigentlich in unserem Gesundheitswesen eh alles kein Problem wäre, als ob wir aktuell eh keine Belastung hätten. – So, das vorneweg. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Und nein, der angebliche Plan B, den die FPÖ heute hier wieder einmal zu präsentieren versucht – es ist, glaube ich, eh schon der 27. Anlauf, der wahrscheinlich eh auch sinnlos untergehen wird –, ist kein Mittel, damit es besser wird, sondern dieser Plan B ist nichts anderes als ein Potemkinsches Dorf, auch wenn das Narrativ dieses Plans B von der FPÖ ständig und immer und immer wieder bemüht wird, um angeblich eine Alternative aufzutun. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Denn – reden wir über die Fakten – was macht die Impfung? – Die Impfung senkt das Risiko, sich zu infizieren. Sie senkt das Risiko, symptomatisch zu erkranken. Sie senkt des Weiteren das Risiko, im Krankenhaus behandelt werden zu müssen, und sie senkt nochmals das Risiko, auf der Intensivstation zu landen. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Das macht die Impfung.
Abg. Belakowitsch: ... Daten?
Wir sehen das auch anhand der Daten der Ages. Die Ages hat zum Beispiel für den 9.11. dieses Jahres geschrieben, 25,7 Prozent der Menschen auf den Intensivstationen in diesem Land seien geimpft, 74,3 Prozent seien ungeimpft. (Abg. Belakowitsch: ... Daten?) – Liebe Kollegin Belakowitsch, das war in den Unterlagen zum Hauptausschuss vom Sonntag, bei dem es eben um die Lockdownverordnung gegangen ist. Das sind die Zahlen, Daten und Fakten der Ages. Diese Daten, Zahlen und Fakten werden uns auch international bestätigt. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Wir sehen das auch anhand der Daten der Ages. Die Ages hat zum Beispiel für den 9.11. dieses Jahres geschrieben, 25,7 Prozent der Menschen auf den Intensivstationen in diesem Land seien geimpft, 74,3 Prozent seien ungeimpft. (Abg. Belakowitsch: ... Daten?) – Liebe Kollegin Belakowitsch, das war in den Unterlagen zum Hauptausschuss vom Sonntag, bei dem es eben um die Lockdownverordnung gegangen ist. Das sind die Zahlen, Daten und Fakten der Ages. Diese Daten, Zahlen und Fakten werden uns auch international bestätigt. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Abg. Belakowitsch: 37 Prozent der Intensivbetten sind frei!
Sehr geehrte Damen und Herren, das alles geschieht vor dem Hintergrund einer dramatischen und sich zuspitzenden Situation. In Salzburg – das haben wir heute schon gehört – melden die Krankenhäuser eine Überlastung, ein Triageteam wird gerade gebildet. (Abg. Belakowitsch: 37 Prozent der Intensivbetten sind frei!) Auch überall anders füllen sich Intensiv- und Normalstationen. Es vergeht kein Tag ohne Berichte von den Intensivstationen, von Ärztinnen und Ärzten aus ihren Ordinationen, von Pflegepersonal, das überfordert ist, weil es einfach nicht mehr geht, das fünfmal am Tag Menschen wenden muss, damit Patienten auf der Intensivstation überhaupt eine Chance haben, zu überleben. Das alles negiert die FPÖ. (Zwischenruf des Abg. Deimek. – Ruf bei der FPÖ: Blödsinn!)
Zwischenruf des Abg. Deimek. – Ruf bei der FPÖ: Blödsinn!
Sehr geehrte Damen und Herren, das alles geschieht vor dem Hintergrund einer dramatischen und sich zuspitzenden Situation. In Salzburg – das haben wir heute schon gehört – melden die Krankenhäuser eine Überlastung, ein Triageteam wird gerade gebildet. (Abg. Belakowitsch: 37 Prozent der Intensivbetten sind frei!) Auch überall anders füllen sich Intensiv- und Normalstationen. Es vergeht kein Tag ohne Berichte von den Intensivstationen, von Ärztinnen und Ärzten aus ihren Ordinationen, von Pflegepersonal, das überfordert ist, weil es einfach nicht mehr geht, das fünfmal am Tag Menschen wenden muss, damit Patienten auf der Intensivstation überhaupt eine Chance haben, zu überleben. Das alles negiert die FPÖ. (Zwischenruf des Abg. Deimek. – Ruf bei der FPÖ: Blödsinn!)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Hauser.
Ihnen, liebe Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ, sind die Erkrankten egal, Ihnen sind die Angehörigen der Erkrankten egal, und Ihnen sind auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Spitälern, in den Ordinationen, in unserem Gesundheitswesen in Österreich schlichtweg egal. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Hauser.) Wie es sich für eine rechtspopulistische Partei gehört, sind Ihnen Zahlen, Daten, Fakten egal. Wenn sie nicht ins System hineinpassen, werden sie einfach negiert, und dann werden Wissenschafter und Wissenschafterinnen von Ihnen einfach schlechtgeredet, so wie es Ihre stellvertretende Klubobfrau heute hier gemacht hat, so wie Sie das seit 22 Monaten in einer Tour machen. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ihnen, liebe Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ, sind die Erkrankten egal, Ihnen sind die Angehörigen der Erkrankten egal, und Ihnen sind auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Spitälern, in den Ordinationen, in unserem Gesundheitswesen in Österreich schlichtweg egal. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Hauser.) Wie es sich für eine rechtspopulistische Partei gehört, sind Ihnen Zahlen, Daten, Fakten egal. Wenn sie nicht ins System hineinpassen, werden sie einfach negiert, und dann werden Wissenschafter und Wissenschafterinnen von Ihnen einfach schlechtgeredet, so wie es Ihre stellvertretende Klubobfrau heute hier gemacht hat, so wie Sie das seit 22 Monaten in einer Tour machen. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Sehr geehrte Damen und Herren, ich möchte mit einem Impfaufruf, der sehr persönlich ist, abschließen. Ich habe gesagt, dass ich in den letzten zehn Tagen insgesamt sechsmal getestet worden bin, meistens mit einem PCR-Test. Warum? – Weil sich meine Tochter – mit elf Jahren ungeimpft – angesteckt hat. Sie hat uns die Krankheit nach Hause gebracht. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Meine Tochter hat leichte Symptome gehabt, ich war die ganze Zeit bei ihr. Ich habe direkten Kontakt mit ihr gehabt, denn bei einer Elfjährigen es ist halt eher schwer, sich komplett voneinander zu separieren. Ich bin in dieser Zeit kein einziges Mal positiv getestet worden. Ich bin doppelt geimpft, bei mir hat die Impfung gewirkt. (Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Hauser.) Das zeigt, dass diese Impfung sehr, sehr gut funktioniert und sehr, sehr gut wirkt. Auch alle anderen Verwandten in meinem direkten Umfeld, die direkten Kontakt mit meiner Tochter hatten und geimpft sind, sind nicht erkrankt. Das ist die Wirkung der
Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Hauser.
Sehr geehrte Damen und Herren, ich möchte mit einem Impfaufruf, der sehr persönlich ist, abschließen. Ich habe gesagt, dass ich in den letzten zehn Tagen insgesamt sechsmal getestet worden bin, meistens mit einem PCR-Test. Warum? – Weil sich meine Tochter – mit elf Jahren ungeimpft – angesteckt hat. Sie hat uns die Krankheit nach Hause gebracht. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Meine Tochter hat leichte Symptome gehabt, ich war die ganze Zeit bei ihr. Ich habe direkten Kontakt mit ihr gehabt, denn bei einer Elfjährigen es ist halt eher schwer, sich komplett voneinander zu separieren. Ich bin in dieser Zeit kein einziges Mal positiv getestet worden. Ich bin doppelt geimpft, bei mir hat die Impfung gewirkt. (Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Hauser.) Das zeigt, dass diese Impfung sehr, sehr gut funktioniert und sehr, sehr gut wirkt. Auch alle anderen Verwandten in meinem direkten Umfeld, die direkten Kontakt mit meiner Tochter hatten und geimpft sind, sind nicht erkrankt. Das ist die Wirkung der
Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten der NEOS. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Impfung, das können Sie schlechtreden, so viel Sie wollen, das ist Fakt! (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten der NEOS. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Hauser.
Sehr geehrte Damen und Herren! Die FPÖ gefährdet Leben – dazu stehe ich –, indem sie hier einen angeblichen Plan B präsentiert, der keiner ist. (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Hauser.) Sehr geehrte Damen und Herren, seien Sie nicht so wie die FPÖ! Gehen Sie impfen, schützen Sie sich selbst, schützen Sie die anderen, seien Sie solidarisch! (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Die FPÖ gefährdet Leben – dazu stehe ich –, indem sie hier einen angeblichen Plan B präsentiert, der keiner ist. (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Hauser.) Sehr geehrte Damen und Herren, seien Sie nicht so wie die FPÖ! Gehen Sie impfen, schützen Sie sich selbst, schützen Sie die anderen, seien Sie solidarisch! (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Unruhe im Saal. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! (Unruhe im Saal. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Geschätzte Fernsehzuschauerinnen und -zuschauer! Ich möchte Ihnen etwas mitgeben: Wenn Sie davon ausgehen, dass bei der Freiheitlichen Partei ungefähr die Hälfte der Abgeordneten geimpft ist, dann liegen Sie nicht weit daneben.
Abg. Belakowitsch: Alles schon widerlegt!
Diese Abgeordnetenkollegen von der FPÖ sind geimpft, weil sie Folgendes wissen: Die Impfung schützt nicht zu 100 Prozent, aber sie reduziert das Risiko, dass man sich ansteckt. Wenn man sich ansteckt, dann ist man weniger ansteckend gegenüber anderen, wenn man sich ansteckt und ansteckend ist, ist man weniger lange ansteckend. Wenn man sich ansteckt, hat man einen milderen Krankheitsverlauf (Abg. Belakowitsch: Alles schon widerlegt!), und die Wahrscheinlichkeit, dass man ins Spital muss, ist viel niedriger. Deswegen haben sich auch viele Freiheitliche, der gesamte Wiener Gemeinderatsklub der FPÖ, impfen lassen. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Diese Abgeordnetenkollegen von der FPÖ sind geimpft, weil sie Folgendes wissen: Die Impfung schützt nicht zu 100 Prozent, aber sie reduziert das Risiko, dass man sich ansteckt. Wenn man sich ansteckt, dann ist man weniger ansteckend gegenüber anderen, wenn man sich ansteckt und ansteckend ist, ist man weniger lange ansteckend. Wenn man sich ansteckt, hat man einen milderen Krankheitsverlauf (Abg. Belakowitsch: Alles schon widerlegt!), und die Wahrscheinlichkeit, dass man ins Spital muss, ist viel niedriger. Deswegen haben sich auch viele Freiheitliche, der gesamte Wiener Gemeinderatsklub der FPÖ, impfen lassen. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei NEOS.
Natürlich sind die Menschen dann unzufrieden, wenn sie sehen, dass das, was ihnen von der allerobersten Stelle versprochen worden ist, nicht eintritt. Auf dieser Unzufriedenheit, die auf die Versprechen der ÖVP zurückgeht, baut jetzt die FPÖ-Polemik auf. (Beifall bei NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Ich habe im Juni eine parlamentarische Anfrage gestellt: Herr Minister, was machen Sie, die Impfanmeldungen gehen zurück? – Die Antwort war – ich fasse kurz zusammen –: Ich bin nicht zuständig! – Das ist natürlich auch kein Zugang für einen Amtsträger. Ein Minister bekommt ein Managergehalt, weil er Managerverantwortung hat, und diese muss man auch wahrnehmen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Dazu kommt natürlich noch die Geringschätzung: In der Sitzung des Hauptausschusses dieses Hauses am Sonntag sind Sie von mehreren Fraktionen gefragt worden, welche weiteren Maßnahmen kommen, wenn das nicht reicht. Es hat keine Antworten gegeben. 2 Stunden später gibt derselbe Minister in der „ZIB 2 am Sonntag“ dem Zuschauer die Antworten, die die Abgeordneten hier herinnen nicht bekommen haben, weil es scheinbar keine gegeben hat. – Das ist das Gegenteil von Zusammenarbeit und das Gegenteil eines Vertrauensbeweises. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Ja, ein Minister hat es nicht leicht, insbesondere in dieser Regierung nicht, das verstehe ich. Da muss man sich vom Bundeskanzler im „Morgenjournal“ zurückpfeifen lassen, da meldet sich die nicht zuständige Landwirtschaftsministerin – Sie wissen, von welchem Gerät aus – zu Wort, hat keine fachliche Ahnung und richtet dem Minister aus, sie halte „nichts von den Wortmeldungen des Gesundheitsministers“. Wenn er etwas zur Landwirtschaft sagen würde, dann müsste sie ja auch nichts davon halten, aber beim Thema Gesundheit hätte sie Pause. Dann muss Vizekanzler Kogler zur Verteidigung ausreiten, und jetzt kommt Frau Schramböck und sagt, man hat zu wenig Medikamente eingekauft, und gießt noch Wasser auf die Kickl’schen Pferdeentwurmungsmittelmühlen. Was fällt der eigentlich ein, nicht? – Man hat es als Minister wirklich nicht leicht, ich verstehe Sie da voll. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
(Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der FPÖ.
Auch da gilt: Es ist natürlich sexy, je härter die Maßnahmen sind, und langweilig sind diejenigen, die vielleicht noch sagen: Na ja, eigentlich gäbe es schon auch konservative Behandlungen, eigentlich sollte man doch auch auf das Gesundheitssystem schauen! Wieso werden die Betten immer weniger? Was macht man, damit das Gesundheitspersonal motiviert bleibt und nicht mit fliegenden Fahnen die Krankenhäuser verlässt, und zwar nicht wegen der Coronakranken, sondern wegen der Maßnahmen und dem großen Druck? – Oder auch Ärzte, die noch auf die Natur des Menschen, auf die Psyche des Menschen, der Kinder oder der Jugendlichen Rücksicht nehmen: Nein, total langweilig, das brauchen wir nicht! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Sieber: Das verstehe einer!
immer weniger geworden, das wird schon zugegeben. Jetzt heißt es, es gibt das Personal nicht mehr. Was macht der Herr Gesundheitsminister als Dankeschön für das Gesundheitspersonal? – Eine Impfpflicht. Es wird damit gerechnet, dass wir dadurch 20 bis 30 Prozent an Personal verlieren, und da kommt der Zusammenbruch des Gesundheitssystems mit Sicherheit. Wer ist schuld daran? – Na ja, da kann man ja sagen: Das sind die Ungeimpften und nicht der Gesundheitsminister! (Abg. Sieber: Das verstehe einer!)
Beifall bei der FPÖ.
Zu unserem obersten Repräsentanten sozusagen, dem Herr Bundeskanzler, und seiner Sprache, der mangelnden Geduld mit einem Teil der Bevölkerung – die „Zauderer und Zögerer“, bei denen man die Zügel anziehen muss; es wird jetzt in den nächsten Monaten für einen Teil der Bevölkerung schon ungemütlich –: Da hat ein Psychiater diese Woche das traurige Fazit gestellt, dass mit dieser Sprache ganz gezielt die niedersten Instinkte im Menschen angesprochen werden. (Beifall bei der FPÖ.) Das heißt, der Herr Bundeskanzler kann stolz darauf sein, dass er sich in seiner noch sehr jungen Kanzlerschaft schon einen Orden dafür verdient hat – den kann er sich ans Sakko heften –, dass er die niedersten Instinkte der Menschen anspricht. – So viel dazu. (Zwischenruf des Abg. Sieber.)
Zwischenruf des Abg. Sieber.
Zu unserem obersten Repräsentanten sozusagen, dem Herr Bundeskanzler, und seiner Sprache, der mangelnden Geduld mit einem Teil der Bevölkerung – die „Zauderer und Zögerer“, bei denen man die Zügel anziehen muss; es wird jetzt in den nächsten Monaten für einen Teil der Bevölkerung schon ungemütlich –: Da hat ein Psychiater diese Woche das traurige Fazit gestellt, dass mit dieser Sprache ganz gezielt die niedersten Instinkte im Menschen angesprochen werden. (Beifall bei der FPÖ.) Das heißt, der Herr Bundeskanzler kann stolz darauf sein, dass er sich in seiner noch sehr jungen Kanzlerschaft schon einen Orden dafür verdient hat – den kann er sich ans Sakko heften –, dass er die niedersten Instinkte der Menschen anspricht. – So viel dazu. (Zwischenruf des Abg. Sieber.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Er ist für das Gemeinsame und gegen die Spaltung. Er hat hier auch gerade wieder verkündet, dass er sein Amt vollkommen falsch versteht. Er sagt, seine Aufgabe ist es, die Gesundheit der Bürger zu schützen. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Nein! Wir sind mündige Bürger. Jeder Erwachsene in Österreich ist selbst aufgerufen, für seine individuelle Gesundheit zu sorgen, die Eltern für die der Kinder, und auch für die Alten wird in den Familien gesorgt. Die Bundesregierung ist dazu da, das Gesundheitssystem zur Verfügung zu stellen und zu schützen, für das Personal und für ausreichende Kapazitäten zu sorgen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Er ist für das Gemeinsame und gegen die Spaltung. Er hat hier auch gerade wieder verkündet, dass er sein Amt vollkommen falsch versteht. Er sagt, seine Aufgabe ist es, die Gesundheit der Bürger zu schützen. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Nein! Wir sind mündige Bürger. Jeder Erwachsene in Österreich ist selbst aufgerufen, für seine individuelle Gesundheit zu sorgen, die Eltern für die der Kinder, und auch für die Alten wird in den Familien gesorgt. Die Bundesregierung ist dazu da, das Gesundheitssystem zur Verfügung zu stellen und zu schützen, für das Personal und für ausreichende Kapazitäten zu sorgen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Ja, wir haben jetzt folgende Situation: Einem Teil der Bevölkerung wird nur mehr erlaubt, arbeiten zu gehen, und das nur unter Schikanen, Lebensmittel einzukaufen oder alleine spazieren zu gehen. Sie dürfen kein Geschäft betreten und – für mich oberster symbolischer Gipfel – nicht zum Friseur gehen. Da erübrigt sich dann bald das mit der mangelnden Kontrollierbarkeit, weil man ja dann auf den öffentlichen Plätzen diejenigen sieht, die unmögliche Frisuren haben und schmuddelig daherkommen; auf die kann ich dann mit dem Finger zeigen: Das muss ein Ungeimpfter sein! (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
So eine Politik wird betrieben. Das hat mit Gesundheitspolitik nichts zu tun, das hat mit Unrecht zu tun. Dem schließen wir uns nicht an, sondern da braucht es dringend unseren Plan B. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Aha!
Abgeordneter Dr. Josef Smolle (ÖVP): Sehr geehrter Herr Vorsitzender! Geschätzte Regierungsmitglieder! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Tatsächlich befinden wir uns mitten in der vierten Welle. (Ruf bei der FPÖ: Aha!) Wir sind nicht das erste Land, das davon betroffen ist. Wir sind bei Gott auch nicht das einzige Land, das davon betroffen ist.
Abg. Belakowitsch: Warum ist das so?
voraus. (Abg. Belakowitsch: Warum ist das so?) Damit ist es ihnen gelungen, diese vierte Welle zu brechen. (Abg. Belakowitsch: Warum haben wir nicht vor der vierten Welle die Auffrischung geimpft?)
Abg. Belakowitsch: Warum haben wir nicht vor der vierten Welle die Auffrischung geimpft?
voraus. (Abg. Belakowitsch: Warum ist das so?) Damit ist es ihnen gelungen, diese vierte Welle zu brechen. (Abg. Belakowitsch: Warum haben wir nicht vor der vierten Welle die Auffrischung geimpft?)
Abg. Belakowitsch: Warum erst jetzt?!
Warum ist diese Auffrischungsimpfung so wichtig? (Abg. Belakowitsch: Warum erst jetzt?!) – Es hat sich mittlerweile herausgestellt, dass der Schutz gegen eine schwere Erkrankung zu etwa 90 Prozent sehr gut über sechs Monate und auch noch darüber hinaus anhält, dass aber der Schutz vor einer milden Erkrankung etwas rascher nachlässt, und genau das beschert die vierte Welle. Deshalb ist jetzt die dritte Impfung so wichtig.
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Es gibt aber eine Reihe von Handlungssträngen, von denen jener mit der Impfung entscheidend ist. Es gibt aber auch – es ist wiederholt angesprochen worden – die Frage, welche therapeutischen Möglichkeiten es gibt. Da will ich einmal eines festhalten: Bislang waren die Behandlungsmöglichkeiten für diese Erkrankung äußerst bescheiden. Es bringt nichts, irgendwelche Therapien, die vielleicht eine marginale Wirksamkeit haben, gar nicht wirken oder potenziell gefährlich sind, zu hypen, weil sie die anderen Maßnahmen nicht ersetzen. Die österreichische Ärztinnen- und Ärzteschaft hat sich mit den anderen Gesundheitsberufen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) vom ersten Tag der Pandemie an mit den bescheidenen therapeutischen Möglichkeiten, die es bis jetzt gegeben hat, um die Patientinnen und Patienten gekümmert. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Ich danke allen Kolleginnen und Kollegen, die dieser Aufgabe verantwortungsbewusst nachgekommen sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Es gibt aber eine Reihe von Handlungssträngen, von denen jener mit der Impfung entscheidend ist. Es gibt aber auch – es ist wiederholt angesprochen worden – die Frage, welche therapeutischen Möglichkeiten es gibt. Da will ich einmal eines festhalten: Bislang waren die Behandlungsmöglichkeiten für diese Erkrankung äußerst bescheiden. Es bringt nichts, irgendwelche Therapien, die vielleicht eine marginale Wirksamkeit haben, gar nicht wirken oder potenziell gefährlich sind, zu hypen, weil sie die anderen Maßnahmen nicht ersetzen. Die österreichische Ärztinnen- und Ärzteschaft hat sich mit den anderen Gesundheitsberufen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) vom ersten Tag der Pandemie an mit den bescheidenen therapeutischen Möglichkeiten, die es bis jetzt gegeben hat, um die Patientinnen und Patienten gekümmert. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Ich danke allen Kolleginnen und Kollegen, die dieser Aufgabe verantwortungsbewusst nachgekommen sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es gibt aber eine Reihe von Handlungssträngen, von denen jener mit der Impfung entscheidend ist. Es gibt aber auch – es ist wiederholt angesprochen worden – die Frage, welche therapeutischen Möglichkeiten es gibt. Da will ich einmal eines festhalten: Bislang waren die Behandlungsmöglichkeiten für diese Erkrankung äußerst bescheiden. Es bringt nichts, irgendwelche Therapien, die vielleicht eine marginale Wirksamkeit haben, gar nicht wirken oder potenziell gefährlich sind, zu hypen, weil sie die anderen Maßnahmen nicht ersetzen. Die österreichische Ärztinnen- und Ärzteschaft hat sich mit den anderen Gesundheitsberufen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) vom ersten Tag der Pandemie an mit den bescheidenen therapeutischen Möglichkeiten, die es bis jetzt gegeben hat, um die Patientinnen und Patienten gekümmert. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Ich danke allen Kolleginnen und Kollegen, die dieser Aufgabe verantwortungsbewusst nachgekommen sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Belakowitsch: Sicher so gut wie die Impfung!
Es gibt nun zwei Präparate in der Entwicklung, in der Pipeline, für die es die ersten sehr, sehr guten klinischen Studien gibt, die wirklich Hoffnung bringen, dass man, wenn man sie frühzeitig verwendet, damit schwere Verläufe weitgehend oder zumindest teilweise verhindern kann. (Abg. Belakowitsch: Sicher so gut wie die Impfung!) Natürlich ist es auch unsere Aufgabe, diese, sobald sie zugelassen sind, zu verwenden (Abg. Belakowitsch: Warum ist es nicht zugelassen?), und wir werden das mit großer Selbstverständlichkeit und Begeisterung tun. (Abg. Belakowitsch: Warum ist es in Großbritannien zugelassen und in Europa nicht?)
Abg. Belakowitsch: Warum ist es nicht zugelassen?
Es gibt nun zwei Präparate in der Entwicklung, in der Pipeline, für die es die ersten sehr, sehr guten klinischen Studien gibt, die wirklich Hoffnung bringen, dass man, wenn man sie frühzeitig verwendet, damit schwere Verläufe weitgehend oder zumindest teilweise verhindern kann. (Abg. Belakowitsch: Sicher so gut wie die Impfung!) Natürlich ist es auch unsere Aufgabe, diese, sobald sie zugelassen sind, zu verwenden (Abg. Belakowitsch: Warum ist es nicht zugelassen?), und wir werden das mit großer Selbstverständlichkeit und Begeisterung tun. (Abg. Belakowitsch: Warum ist es in Großbritannien zugelassen und in Europa nicht?)
Abg. Belakowitsch: Warum ist es in Großbritannien zugelassen und in Europa nicht?
Es gibt nun zwei Präparate in der Entwicklung, in der Pipeline, für die es die ersten sehr, sehr guten klinischen Studien gibt, die wirklich Hoffnung bringen, dass man, wenn man sie frühzeitig verwendet, damit schwere Verläufe weitgehend oder zumindest teilweise verhindern kann. (Abg. Belakowitsch: Sicher so gut wie die Impfung!) Natürlich ist es auch unsere Aufgabe, diese, sobald sie zugelassen sind, zu verwenden (Abg. Belakowitsch: Warum ist es nicht zugelassen?), und wir werden das mit großer Selbstverständlichkeit und Begeisterung tun. (Abg. Belakowitsch: Warum ist es in Großbritannien zugelassen und in Europa nicht?)
Abg. Belakowitsch: Das stimmt ja nicht!
Ich möchte aber jetzt noch etwas zur FPÖ sagen: Sie haben – zumindest Ihre Parteispitze – vor etwa vier Wochen eine 180-Grad-Wendung vollzogen, denn Sie haben über 20 Monate hinweg die Krankheit und die Pandemie kleingeredet. (Abg. Belakowitsch: Das stimmt ja nicht!) Da war die Rede: Das ist ja nur eine kleine Grippe. (Ruf bei der FPÖ: Das stimmt ja gar nicht! – Abg. Belakowitsch: Wer hat das gesagt? Können Sie das belegen?) Dann hat es geheißen: Es gibt ja gar keine Welle, die wird ja nur herbeigetestet. (Abg. Hörl: Genau!) Es hat geheißen: die sogenannte Pandemie. – Da muss ich schon sagen: Wie man bei mehr als fünf Millionen Todesfällen weltweit und mehr als 11 000 davon in Österreich von einer sogenannten Pandemie reden kann, ist mir unverständlich. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Deimek: Reden Sie jetzt auch von sogenannten ...? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Das stimmt ja gar nicht! – Abg. Belakowitsch: Wer hat das gesagt? Können Sie das belegen?
Ich möchte aber jetzt noch etwas zur FPÖ sagen: Sie haben – zumindest Ihre Parteispitze – vor etwa vier Wochen eine 180-Grad-Wendung vollzogen, denn Sie haben über 20 Monate hinweg die Krankheit und die Pandemie kleingeredet. (Abg. Belakowitsch: Das stimmt ja nicht!) Da war die Rede: Das ist ja nur eine kleine Grippe. (Ruf bei der FPÖ: Das stimmt ja gar nicht! – Abg. Belakowitsch: Wer hat das gesagt? Können Sie das belegen?) Dann hat es geheißen: Es gibt ja gar keine Welle, die wird ja nur herbeigetestet. (Abg. Hörl: Genau!) Es hat geheißen: die sogenannte Pandemie. – Da muss ich schon sagen: Wie man bei mehr als fünf Millionen Todesfällen weltweit und mehr als 11 000 davon in Österreich von einer sogenannten Pandemie reden kann, ist mir unverständlich. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Deimek: Reden Sie jetzt auch von sogenannten ...? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Hörl: Genau!
Ich möchte aber jetzt noch etwas zur FPÖ sagen: Sie haben – zumindest Ihre Parteispitze – vor etwa vier Wochen eine 180-Grad-Wendung vollzogen, denn Sie haben über 20 Monate hinweg die Krankheit und die Pandemie kleingeredet. (Abg. Belakowitsch: Das stimmt ja nicht!) Da war die Rede: Das ist ja nur eine kleine Grippe. (Ruf bei der FPÖ: Das stimmt ja gar nicht! – Abg. Belakowitsch: Wer hat das gesagt? Können Sie das belegen?) Dann hat es geheißen: Es gibt ja gar keine Welle, die wird ja nur herbeigetestet. (Abg. Hörl: Genau!) Es hat geheißen: die sogenannte Pandemie. – Da muss ich schon sagen: Wie man bei mehr als fünf Millionen Todesfällen weltweit und mehr als 11 000 davon in Österreich von einer sogenannten Pandemie reden kann, ist mir unverständlich. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Deimek: Reden Sie jetzt auch von sogenannten ...? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Deimek: Reden Sie jetzt auch von sogenannten ...? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich möchte aber jetzt noch etwas zur FPÖ sagen: Sie haben – zumindest Ihre Parteispitze – vor etwa vier Wochen eine 180-Grad-Wendung vollzogen, denn Sie haben über 20 Monate hinweg die Krankheit und die Pandemie kleingeredet. (Abg. Belakowitsch: Das stimmt ja nicht!) Da war die Rede: Das ist ja nur eine kleine Grippe. (Ruf bei der FPÖ: Das stimmt ja gar nicht! – Abg. Belakowitsch: Wer hat das gesagt? Können Sie das belegen?) Dann hat es geheißen: Es gibt ja gar keine Welle, die wird ja nur herbeigetestet. (Abg. Hörl: Genau!) Es hat geheißen: die sogenannte Pandemie. – Da muss ich schon sagen: Wie man bei mehr als fünf Millionen Todesfällen weltweit und mehr als 11 000 davon in Österreich von einer sogenannten Pandemie reden kann, ist mir unverständlich. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Deimek: Reden Sie jetzt auch von sogenannten ...? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Oh mein Gott! Wir waren immer schon bei der Realität!
Ich finde diese 180-Grad-Kehrtwendung positiv, weil sie eine Annäherung an die Realität ist. (Abg. Belakowitsch: Oh mein Gott! Wir waren immer schon bei der Realität!) Ich erwarte jetzt eigentlich, dass Sie dann ganz selbstverständlich die Maßnahmen, die zur
Abg. Belakowitsch: Kennen Sie das Ages-Dashboard?
Eindämmung der Pandemie getroffen werden, auch entsprechend mittragen, dass Sie sie nicht mehr kleinreden. Heute war am Rande wieder zu hören, dass es mit der Überlastung der Intensivstationen gar nicht so sei. (Abg. Belakowitsch: Kennen Sie das Ages-Dashboard?) Reden Sie mit den Spitälern! Reden Sie mit den Chirurginnen und Chirurgen, die tagtäglich um das Intensivbett für angesetzte Operationen ringen müssen! Das ist eine ernste Situation. (Abg. Martin Graf: ... Patienten behandeln! ... Zeit!)
Abg. Martin Graf: ... Patienten behandeln! ... Zeit!
Eindämmung der Pandemie getroffen werden, auch entsprechend mittragen, dass Sie sie nicht mehr kleinreden. Heute war am Rande wieder zu hören, dass es mit der Überlastung der Intensivstationen gar nicht so sei. (Abg. Belakowitsch: Kennen Sie das Ages-Dashboard?) Reden Sie mit den Spitälern! Reden Sie mit den Chirurginnen und Chirurgen, die tagtäglich um das Intensivbett für angesetzte Operationen ringen müssen! Das ist eine ernste Situation. (Abg. Martin Graf: ... Patienten behandeln! ... Zeit!)
Abg. Belakowitsch: Wann hat irgendwer von uns etwas gegen Abstandhalten gesagt? Ich kann mich nicht erinnern!
Wenn ich jetzt Revue passieren lasse, dass Sie fast jede Maßnahme gegen die Pandemie, jede oder fast jede Maßnahme zur Bekämpfung der Pandemie – Maskentragen, Impfen, Abstandhalten und so weiter (Abg. Belakowitsch: Wann hat irgendwer von uns etwas gegen Abstandhalten gesagt? Ich kann mich nicht erinnern!) – hintertrieben und torpediert haben und jetzt mit dem Finger auf die Bundesregierung zeigen, dann ist das einfach skurril. (Abg. Belakowitsch: Ja, die haben die Verantwortung!) Das ist das Höflichste, was mir dazu einfällt. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Martin Graf: Ethisch verantwortungslos ist es, in der Pandemie nur Privatpatienten zu operieren! Das ist verantwortungslos!)
Abg. Belakowitsch: Ja, die haben die Verantwortung!
Wenn ich jetzt Revue passieren lasse, dass Sie fast jede Maßnahme gegen die Pandemie, jede oder fast jede Maßnahme zur Bekämpfung der Pandemie – Maskentragen, Impfen, Abstandhalten und so weiter (Abg. Belakowitsch: Wann hat irgendwer von uns etwas gegen Abstandhalten gesagt? Ich kann mich nicht erinnern!) – hintertrieben und torpediert haben und jetzt mit dem Finger auf die Bundesregierung zeigen, dann ist das einfach skurril. (Abg. Belakowitsch: Ja, die haben die Verantwortung!) Das ist das Höflichste, was mir dazu einfällt. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Martin Graf: Ethisch verantwortungslos ist es, in der Pandemie nur Privatpatienten zu operieren! Das ist verantwortungslos!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Martin Graf: Ethisch verantwortungslos ist es, in der Pandemie nur Privatpatienten zu operieren! Das ist verantwortungslos!
Wenn ich jetzt Revue passieren lasse, dass Sie fast jede Maßnahme gegen die Pandemie, jede oder fast jede Maßnahme zur Bekämpfung der Pandemie – Maskentragen, Impfen, Abstandhalten und so weiter (Abg. Belakowitsch: Wann hat irgendwer von uns etwas gegen Abstandhalten gesagt? Ich kann mich nicht erinnern!) – hintertrieben und torpediert haben und jetzt mit dem Finger auf die Bundesregierung zeigen, dann ist das einfach skurril. (Abg. Belakowitsch: Ja, die haben die Verantwortung!) Das ist das Höflichste, was mir dazu einfällt. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Martin Graf: Ethisch verantwortungslos ist es, in der Pandemie nur Privatpatienten zu operieren! Das ist verantwortungslos!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter.
Gleich darauf wurde ein Triageteam eingerichtet, welches zu entscheiden hat, welcher Patient intensivmedizinisch betreut wird und welcher nicht. Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, so eine Entscheidung möchten wir alle miteinander niemals treffen müssen. Ich zitiere: „Es herrscht jeden Tag ein menschenunwürdiger Streit, wessen Patient zuerst operiert werden könne“, so ein Salzburger Mediziner. Das ist eine Situation, geschätzter Herr Bundeskanzler, die vermeidbar gewesen wäre, wenn die Bundesregierung rechtzeitig ihre Arbeit aufgenommen hätte, klare Botschaften an die Bevölkerung gerichtet hätte – zum Beispiel eine Impfkampagne während der Sommermonate. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter.)
Ruf: Das interessiert ihn nicht!
Die Regierungsparteien sprechen nicht aus einem Sprachrohr. – Herr Bundeskanzler (in Richtung des mit Bundesministerin Edtstadler sprechenden Bundeskanzlers Schallenberg), vielleicht könnten Sie meinen Ausführungen bitte folgen? (Ruf: Das interessiert ihn nicht!) – Das schafft Verunsicherung, und das können wir jetzt, in dieser Situation, nicht gebrauchen. Ihre Politik, Herr Bundeskanzler, ist es, die einen Riss durch die Gesellschaft gezogen hat. Anstatt rechtzeitig Maßnahmen für alle zu verordnen, haben Sie
Abg. Deimek: Das ist denen wurscht!
die Gesellschaft bewusst mit dem Lockdown für Ungeimpfte gespaltet. Die einen und die anderen – das ist das politische Mantra dieser Regierung. Die Leidtragenden sind nur die Menschen in diesem Land, die im Verordnungschaos versinken und sich verärgert und auch coronamüde von der Politik abwenden. (Abg. Deimek: Das ist denen wurscht!) Sie gefährden damit nicht nur die Gesundheit der Bevölkerung, sondern erschüttern mit Ihren Versäumnissen die Demokratie in diesem Land. Wir wissen aus der Geschichte, was passiert, wenn sich Menschen vom Vertrauen in ihre politischen Vertreterinnen und Vertreter abwenden.
Beifall bei der SPÖ.
Ja, es waren Michael Ludwig und Hans Peter Doskozil, die im Sommer mutige Entscheidungen getroffen haben. Sie haben Corona zu einem gemeinsamen Projekt gemacht, haben vermieden, zu polarisieren, und zeitgerecht klare Maßnahmen gesetzt. Heute sind sie mit ihren Bundesländern österreichweit Vorzeigeregionen. (Beifall bei der SPÖ.) Die Pandemiebekämpfung dieser zwei Bundesländer zweifelt niemand mehr an – auch nicht ihre Vorgehensweise. Man muss aber an dieser Stelle schon auch festhalten – und ich habe es eingangs schon formuliert –, dass es Aufgabe des Bundes ist, sich kraft des Epidemiegesetzes um eine Epidemie zu kümmern und diese Krise zu bekämpfen. Da wurde aber wieder einmal die Verantwortung an die Länder abgeschoben.
Beifall bei der SPÖ.
Zum Abschluss möchte ich mich bei allen Menschen bedanken, die tagtäglich ihren Dienst in Krankenhäusern, auf Intensivstationen, in Kindergärten, in Schulen verrichten, die den Virus tagtäglich vor sich haben. Sie alle haben meinen höchsten Respekt verdient und verdienen mehr als nur Anerkennung. Halten Sie durch! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Wo?
Meine Damen und Herren, glauben Sie mir, es braucht diese Maßnahmen. Es ist noch nicht vorbei. Die Pandemie ist so präsent wie leider noch nie zuvor und hält uns fest im Griff. Die letzten Tage waren sehr hart. Die Zahlen der letzten Tage sprechen für sich. Pro Tag gab es fast 12 000 Infizierte, so viele wie noch nie. Dabei treten 83 Prozent der symptomatischen Erkrankungen in der ungeimpften Bevölkerung auf. Was macht die FPÖ? – Die FPÖ schlägt einen Plan B vor: Antikörpertestungen und eine frühzeitige Behandlung zur Schonung des Gesundheitssystems. Was denken Sie, was jetzt gerade passiert? Glauben Sie, dass die ÄrztInnen die Leute so lange warten lassen, bis sie eine Intensivbetreuung brauchen? – Nein, auch jetzt werden die Leute betreut. (Abg. Belakowitsch: Wo?) Eine frühzeitige Behandlung reicht aber nicht aus. Es braucht mehr.
Abg. Wurm: Bei uns passieren gar keine Tests!
Was will die FPÖ weiter? Die FPÖ will außerdem, dass erst bei Symptomen mit PCR-Tests gearbeitet wird. Auch das reicht leider nicht, auch dann ist es zu spät. (Abg. Wurm: Bei uns passieren gar keine Tests!) Wir brauchen präventive Maßnahmen. Studien zeigen klar auf, dass bei einer Impfung besser abgeschätzt werden kann, wie lange ein
Abg. Belakowitsch: Aha! Sehr medizinisch!
Schutz wirkt, als bei einer einmaligen Antikörpertestung, bei der man nicht einmal weiß, wann die Infektion stattfand. (Abg. Belakowitsch: Aha! Sehr medizinisch!)
Abg. Belakowitsch: Wer sagt das? Sagen das Sie?
Was heißt es weiter: Ich will mich nicht impfen lassen! Ich bin eh gesund! Ich nehme genug Vitamin C! Ich lasse mich doch von der Politik nicht veräppeln! – Noch immer heißt es: Ich, ich und noch einmal ich!(Abg. Belakowitsch: Wer sagt das? Sagen das Sie?) – Da geht es aber nicht um die eigene Person, da geht es um uns alle. Egoismus ist da fehl am Platz! (Abg. Belakowitsch: Da haben Sie recht! Da haben Sie ausnahmsweise ...!)
Abg. Belakowitsch: Da haben Sie recht! Da haben Sie ausnahmsweise ...!
Was heißt es weiter: Ich will mich nicht impfen lassen! Ich bin eh gesund! Ich nehme genug Vitamin C! Ich lasse mich doch von der Politik nicht veräppeln! – Noch immer heißt es: Ich, ich und noch einmal ich!(Abg. Belakowitsch: Wer sagt das? Sagen das Sie?) – Da geht es aber nicht um die eigene Person, da geht es um uns alle. Egoismus ist da fehl am Platz! (Abg. Belakowitsch: Da haben Sie recht! Da haben Sie ausnahmsweise ...!)
Abg. Belakowitsch: Die Grünen!
Eine Partei hat das aber leider noch nicht kapiert. Eine Partei handelt weiterhin egoistisch und wissenschaftsfeindlich. (Abg. Belakowitsch: Die Grünen!) Bei der FPÖ heißt es – genau, Herr Kollege Wurm (in Richtung des an die Decke schauenden Abg. Wurm), schauen Sie einfach rauf! –: Wissenschaft, was ist denn das, es gibt eh Entwurmungsmittel, wozu braucht es da bitte Expertinnen und Experten?! (Abg. Deimek: Ignoranz und Eigenwilligkeit ...! – Zwischenruf der Abg. Steger.)
in Richtung des an die Decke schauenden Abg. Wurm
Eine Partei hat das aber leider noch nicht kapiert. Eine Partei handelt weiterhin egoistisch und wissenschaftsfeindlich. (Abg. Belakowitsch: Die Grünen!) Bei der FPÖ heißt es – genau, Herr Kollege Wurm (in Richtung des an die Decke schauenden Abg. Wurm), schauen Sie einfach rauf! –: Wissenschaft, was ist denn das, es gibt eh Entwurmungsmittel, wozu braucht es da bitte Expertinnen und Experten?! (Abg. Deimek: Ignoranz und Eigenwilligkeit ...! – Zwischenruf der Abg. Steger.)
Abg. Deimek: Ignoranz und Eigenwilligkeit ...! – Zwischenruf der Abg. Steger.
Eine Partei hat das aber leider noch nicht kapiert. Eine Partei handelt weiterhin egoistisch und wissenschaftsfeindlich. (Abg. Belakowitsch: Die Grünen!) Bei der FPÖ heißt es – genau, Herr Kollege Wurm (in Richtung des an die Decke schauenden Abg. Wurm), schauen Sie einfach rauf! –: Wissenschaft, was ist denn das, es gibt eh Entwurmungsmittel, wozu braucht es da bitte Expertinnen und Experten?! (Abg. Deimek: Ignoranz und Eigenwilligkeit ...! – Zwischenruf der Abg. Steger.)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
In diesem Antrag ist dann noch zu lesen, die FPÖ möchte die Spaltung der Gesellschaft beenden. – Wer, bitte, soll euch das glauben? (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Wer glaubt euch das? Ihr wollt dafür sorgen, dass die Spaltung in der Gesellschaft beendet wird? Das glaubt euch nicht einmal mein sechsjähriges Kind. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
In diesem Antrag ist dann noch zu lesen, die FPÖ möchte die Spaltung der Gesellschaft beenden. – Wer, bitte, soll euch das glauben? (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Wer glaubt euch das? Ihr wollt dafür sorgen, dass die Spaltung in der Gesellschaft beendet wird? Das glaubt euch nicht einmal mein sechsjähriges Kind. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Wurm: Ihr habt eigene Eingänge für die Ungeimpften ...! Eigene Eingänge für Ungeimpfte habt ihr gemacht!
Ihr lebt von der Spaltung, ihr seid die Spaltung, es gibt nichts anderes, was ihr könnt. Das ist euer Geschäft, das ist euer Kapital. Gerade vorhin hat Kollegin Belakowitsch geredet und gegen Asylwerber gehetzt, und jetzt wollt ihr gegen die Spaltung auftreten? (Abg. Wurm: Ihr habt eigene Eingänge für die Ungeimpften ...! Eigene Eingänge für Ungeimpfte habt ihr gemacht!) – Das Einzige, was ihr mit eurer Coronapolitik bewirkt, das Einzige, was ihr wollt, ist Spaltung. Ihr seid die Spaltung! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Amesbauer.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Amesbauer.
Ihr lebt von der Spaltung, ihr seid die Spaltung, es gibt nichts anderes, was ihr könnt. Das ist euer Geschäft, das ist euer Kapital. Gerade vorhin hat Kollegin Belakowitsch geredet und gegen Asylwerber gehetzt, und jetzt wollt ihr gegen die Spaltung auftreten? (Abg. Wurm: Ihr habt eigene Eingänge für die Ungeimpften ...! Eigene Eingänge für Ungeimpfte habt ihr gemacht!) – Das Einzige, was ihr mit eurer Coronapolitik bewirkt, das Einzige, was ihr wollt, ist Spaltung. Ihr seid die Spaltung! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Amesbauer.)
Abg. Amesbauer: Und ohne schlechtes Gewissen!
Ohne Rücksicht auf Verluste spaltet ihr, ohne Rücksicht auf Leben, ohne Rücksicht auf unsere Gesellschaft. (Abg. Amesbauer: Und ohne schlechtes Gewissen!) Meine Damen und Herren, das ist Egoismus pur. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Ja! – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Ja! – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ohne Rücksicht auf Verluste spaltet ihr, ohne Rücksicht auf Leben, ohne Rücksicht auf unsere Gesellschaft. (Abg. Amesbauer: Und ohne schlechtes Gewissen!) Meine Damen und Herren, das ist Egoismus pur. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Ja! – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Hallo?! So ist Österreich! So ist die Bundesregierung!
Wie unser Bundespräsident aber sagte: So ist unsere Gesellschaft nicht. So ist Österreich Gott sei Dank nicht. (Abg. Belakowitsch: Hallo?! So ist Österreich! So ist die Bundesregierung!) In Österreich schaut man aufeinander. Solidarität ist jetzt gefragt, vor allem auch Solidarität – wie heute schon mehrfach erwähnt – mit den Menschen (Abg. Deimek: Solidarität mit den ...!), die Tag und Nacht an vorderster Front für uns alle kämpfen, für die Menschen auf den Intensivstationen in den Krankenhäusern. (Abg. Amesbauer: Sollen Sie einmal einen Corona ...!)
Abg. Deimek: Solidarität mit den ...!
Wie unser Bundespräsident aber sagte: So ist unsere Gesellschaft nicht. So ist Österreich Gott sei Dank nicht. (Abg. Belakowitsch: Hallo?! So ist Österreich! So ist die Bundesregierung!) In Österreich schaut man aufeinander. Solidarität ist jetzt gefragt, vor allem auch Solidarität – wie heute schon mehrfach erwähnt – mit den Menschen (Abg. Deimek: Solidarität mit den ...!), die Tag und Nacht an vorderster Front für uns alle kämpfen, für die Menschen auf den Intensivstationen in den Krankenhäusern. (Abg. Amesbauer: Sollen Sie einmal einen Corona ...!)
Abg. Amesbauer: Sollen Sie einmal einen Corona ...!
Wie unser Bundespräsident aber sagte: So ist unsere Gesellschaft nicht. So ist Österreich Gott sei Dank nicht. (Abg. Belakowitsch: Hallo?! So ist Österreich! So ist die Bundesregierung!) In Österreich schaut man aufeinander. Solidarität ist jetzt gefragt, vor allem auch Solidarität – wie heute schon mehrfach erwähnt – mit den Menschen (Abg. Deimek: Solidarität mit den ...!), die Tag und Nacht an vorderster Front für uns alle kämpfen, für die Menschen auf den Intensivstationen in den Krankenhäusern. (Abg. Amesbauer: Sollen Sie einmal einen Corona ...!)
Abg. Deimek: Genau!
Diese Menschen gehen zum Teil ein- bis zweimal aufs WC. Sie kommen freiwillig vom Urlaub zurück, um zu arbeiten (Abg. Deimek: Genau!), um für uns die Versorgung sicherzustellen (Abg. Belakowitsch: Und jetzt?) – die Versorgung, die für uns alle eigentlich selbstverständlich ist, weil sie uns ja zusteht. (Abg. Belakowitsch: Und was ist jetzt mit dem 500-Euro-Bonus?!) Selbstverständlich ist sie nur deshalb, weil diese Tausenden Personen im Gesundheits- und Pflegebereich tagtäglich für uns da sind. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Belakowitsch: Und jetzt?
Diese Menschen gehen zum Teil ein- bis zweimal aufs WC. Sie kommen freiwillig vom Urlaub zurück, um zu arbeiten (Abg. Deimek: Genau!), um für uns die Versorgung sicherzustellen (Abg. Belakowitsch: Und jetzt?) – die Versorgung, die für uns alle eigentlich selbstverständlich ist, weil sie uns ja zusteht. (Abg. Belakowitsch: Und was ist jetzt mit dem 500-Euro-Bonus?!) Selbstverständlich ist sie nur deshalb, weil diese Tausenden Personen im Gesundheits- und Pflegebereich tagtäglich für uns da sind. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Belakowitsch: Und was ist jetzt mit dem 500-Euro-Bonus?!
Diese Menschen gehen zum Teil ein- bis zweimal aufs WC. Sie kommen freiwillig vom Urlaub zurück, um zu arbeiten (Abg. Deimek: Genau!), um für uns die Versorgung sicherzustellen (Abg. Belakowitsch: Und jetzt?) – die Versorgung, die für uns alle eigentlich selbstverständlich ist, weil sie uns ja zusteht. (Abg. Belakowitsch: Und was ist jetzt mit dem 500-Euro-Bonus?!) Selbstverständlich ist sie nur deshalb, weil diese Tausenden Personen im Gesundheits- und Pflegebereich tagtäglich für uns da sind. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Diese Menschen gehen zum Teil ein- bis zweimal aufs WC. Sie kommen freiwillig vom Urlaub zurück, um zu arbeiten (Abg. Deimek: Genau!), um für uns die Versorgung sicherzustellen (Abg. Belakowitsch: Und jetzt?) – die Versorgung, die für uns alle eigentlich selbstverständlich ist, weil sie uns ja zusteht. (Abg. Belakowitsch: Und was ist jetzt mit dem 500-Euro-Bonus?!) Selbstverständlich ist sie nur deshalb, weil diese Tausenden Personen im Gesundheits- und Pflegebereich tagtäglich für uns da sind. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Deimek.
Ich möchte mich hier noch einmal bei allen Personen im Gesundheits- und Pflegebereich, bei allen Ärztinnen, bei allen Ärzten, Pflegerinnen, Pflegern, Reinigungskräften, bei allen, die dort arbeiten, herzlich bedanken. Euch gebührt mein höchster Respekt und meine Wertschätzung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Abg. Belakowitsch: Wieso soll Ihnen jemand was glauben?!
Kurz noch zu all den Personen, die sich noch nicht haben impfen lassen: Glauben Sie mir (Abg. Belakowitsch: Wieso soll Ihnen jemand was glauben?!), ich verstehe jeden und jede, der beziehungsweise die Angst hat. Ich selber hatte auch Angst vor der Impfung. (Abg. Belakowitsch: Warum?) Es war so viel geschrieben worden, ich hatte Angst, dass ich einen allergischen Schock bekomme, weil ich davor einen hatte. Ich habe dann mit meinem Hausarzt gesprochen (Abg. Amesbauer: Es gibt auch Hausärzte, die abraten! – Abg. Belakowitsch: Mein Hausarzt rät mir ab!), er hat mich gut aufgeklärt, er hat mir meine Angst nehmen können, und ich bin jetzt so was von froh, dass ich mich habe impfen lassen.
Abg. Belakowitsch: Warum?
Kurz noch zu all den Personen, die sich noch nicht haben impfen lassen: Glauben Sie mir (Abg. Belakowitsch: Wieso soll Ihnen jemand was glauben?!), ich verstehe jeden und jede, der beziehungsweise die Angst hat. Ich selber hatte auch Angst vor der Impfung. (Abg. Belakowitsch: Warum?) Es war so viel geschrieben worden, ich hatte Angst, dass ich einen allergischen Schock bekomme, weil ich davor einen hatte. Ich habe dann mit meinem Hausarzt gesprochen (Abg. Amesbauer: Es gibt auch Hausärzte, die abraten! – Abg. Belakowitsch: Mein Hausarzt rät mir ab!), er hat mich gut aufgeklärt, er hat mir meine Angst nehmen können, und ich bin jetzt so was von froh, dass ich mich habe impfen lassen.
Abg. Amesbauer: Es gibt auch Hausärzte, die abraten! – Abg. Belakowitsch: Mein Hausarzt rät mir ab!
Kurz noch zu all den Personen, die sich noch nicht haben impfen lassen: Glauben Sie mir (Abg. Belakowitsch: Wieso soll Ihnen jemand was glauben?!), ich verstehe jeden und jede, der beziehungsweise die Angst hat. Ich selber hatte auch Angst vor der Impfung. (Abg. Belakowitsch: Warum?) Es war so viel geschrieben worden, ich hatte Angst, dass ich einen allergischen Schock bekomme, weil ich davor einen hatte. Ich habe dann mit meinem Hausarzt gesprochen (Abg. Amesbauer: Es gibt auch Hausärzte, die abraten! – Abg. Belakowitsch: Mein Hausarzt rät mir ab!), er hat mich gut aufgeklärt, er hat mir meine Angst nehmen können, und ich bin jetzt so was von froh, dass ich mich habe impfen lassen.
Ruf bei der FPÖ: Reden Sie mit Ihrem Hausarzt!
Noch einmal mein Appell an alle (Ruf bei der FPÖ: Reden Sie mit Ihrem Hausarzt!): Bitte reden Sie mit Ihrem Arzt, mit Ihrer Ärztin! Lassen Sie sich impfen, denn die Impfung ist die einzige Lösung! – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Was ist, wenn der Hausarzt ...! Es gibt genug Hausärzte, die abraten!)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Was ist, wenn der Hausarzt ...! Es gibt genug Hausärzte, die abraten!
Noch einmal mein Appell an alle (Ruf bei der FPÖ: Reden Sie mit Ihrem Hausarzt!): Bitte reden Sie mit Ihrem Arzt, mit Ihrer Ärztin! Lassen Sie sich impfen, denn die Impfung ist die einzige Lösung! – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Was ist, wenn der Hausarzt ...! Es gibt genug Hausärzte, die abraten!)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Abgeordneter Dr. Nikolaus Scherak, MA (NEOS): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Frau Bundesministerin! Sehr geehrter Herr Minister! Frau Staatssekretärin! Ich weiß nicht, wer von Ihnen das Buch von Christopher Clark über den Ersten Weltkrieg kennt. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Es heißt „Die Schlafwandler“, und er beschreibt darin, wie durch Ignoranz, mangelnde Aufmerksamkeit, durch das Missachten einer androhenden Situation – und das alles durch die politischen Eliten Europas verursacht – der gesamte Kontinent in den Ersten Weltkrieg getaumelt oder, wie Clark es beschreibt, geschlafwandelt ist.
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Deimek.
Es ist deswegen ein bisschen billig – weil Frau Kollegin Ribo vor mir das jetzt gerade getan hat –, wieder der FPÖ die Schuld zuzuschieben. Ich lehne das, was die FPÖ im Zusammenhang mit ihrer Coronapolitik macht, auch ab, und auch die Mythen, die hier verbreitet werden, aber Fakt ist schon, dass die österreichische Bundesregierung aus ÖVP und Grünen dafür verantwortlich ist, wo wir jetzt stehen. Es ist einigermaßen einfach und Sie machen es sich einigermaßen einfach, wenn Sie der FPÖ die Schuld dafür zuschieben, dass Sie nicht in der Lage waren, die Impfquote entsprechend hinaufzutreiben, dass Sie nicht in der Lage waren, die entsprechenden Testkapazitäten auszubauen, und es ist Ihre Bundesregierung, die dafür verantwortlich ist, und nicht die FPÖ. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Deimek.)
Beifall bei den NEOS.
Ich halte es für unverantwortlich, dass diejenigen Menschen, die sich zweimal oder auch schon dreimal haben impfen lassen, die sich trotzdem regelmäßig testen, jetzt die Dummen sein sollen. Herr Bundeskanzler, ich nehme Sie beim Wort. Ich verlasse mich in dieser Situation auf Sie, dass diese Menschen nicht zu Hause eingesperrt werden, nur weil Ihr Koalitionspartner plötzlich der Meinung ist, dass das ein sinnvolles Mittel wäre. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Wenn Sie es selbst nicht können, dann lassen Sie es bleiben, suchen Sie sich einen erfahrenen Pandemiemanager oder überhaupt irgendjemanden mit Managementqualität! Schaffen wir es gemeinsam, dass die Impfquote in die Höhe getrieben wird! Ich bitte alle Menschen in Österreich: Gehen Sie impfen, zum ersten, zum zweiten oder auch zum dritten Mal! Es schützt Sie, und es schützt die anderen! (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Belakowitsch: Wie schaut’s jetzt aus? Der Herr Bundeskanzler beobachtet Sie genau!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Herr Bundesminister Mückstein. – Bitte sehr. (Abg. Belakowitsch: Wie schaut’s jetzt aus? Der Herr Bundeskanzler beobachtet Sie genau!)
Abg. Belakowitsch: Die Hilferufe hören wir auch!
Siebentageinzidenz ist seit letzter Woche bis heute von 653 auf 916 gestiegen. In der jüngeren Altersgruppe beträgt die Inzidenz bei den Ungeimpften 2 000 und im Vergleich dazu bei den Geimpften 350. Seit einer Woche liegen 58 Personen mehr auf den Intensivstationen, und seit einer Woche liegen mehr als 350 Menschen mehr auf den Normalstationen. Wir hören die Hilferufe von den Ärztinnen und Ärzten, von den Pflegekräften aus den Spitälern (Abg. Belakowitsch: Die Hilferufe hören wir auch!) – das sind die Zahlen, das sind sehr technische Sachen –, die können dort nicht mehr.
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
In Salzburg wurde ein Triageteam aufgestellt. Das sind sechs Personen, die im Einzelfall darüber entscheiden, wer ein Intensivbett bekommt und wer nicht. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Das ist nicht der einzige Beweis dafür, dass wir in einer sehr ernsten Situation sind. In den letzten Tagen wurden in vielen Bundesländern Stück für Stück Verschärfungen gemacht, zum Beispiel die Ausweitung der FFP2-Masken-Pflicht oder auch die Absage von Veranstaltungen.
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Das ist mir wichtig: Lassen Sie uns bitte hier alle gemeinsam an einem Strang ziehen! Das gilt für uns als Bundesregierung. Ich muss Ihnen ehrlich und selbstkritisch sagen, dass wir als Bundesregierung in den letzten Tagen hinter diesem Anspruch zurückgeblieben sind. Gemeinsame Kommunikation ist entscheidend, und auch darüber sind wir uns einig. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Gleichzeitig gilt das aber auch für alle hier im Hohen Haus vertretenen Parteien, für alle Abgeordneten. Wir müssen gemeinsam alles tun, um die vierte Welle zu brechen. Das erwarten sich die Menschen da draußen von uns. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Eines ist klar: Was wir langfristig brauchen, ist eine höhere Durchimpfungsrate. Die gute Nachricht ist: Wir sehen bereits die Auswirkungen der von uns gesetzten Maßnahmen. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Die Zahl der Erstimpfungen pro Tag hat sich in der letzten Zeit, seit Ankündigung der 3G-Regelung am Arbeitsplatz, vervierfacht. Wir konnten letzten Freitag fast 80 000 Stiche in Österreich verabreichen, fast 50 000 davon waren Drittstiche. Ich glaube, das ist beeindruckend. Ich bedanke mich hier bei denjenigen, die zur Impfung gegangen sind, und auch bei denjenigen, die diese Impfung organisiert und verabreicht haben. Wir sind da auf einem guten Weg. – Danke schön. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Eines ist klar: Was wir langfristig brauchen, ist eine höhere Durchimpfungsrate. Die gute Nachricht ist: Wir sehen bereits die Auswirkungen der von uns gesetzten Maßnahmen. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Die Zahl der Erstimpfungen pro Tag hat sich in der letzten Zeit, seit Ankündigung der 3G-Regelung am Arbeitsplatz, vervierfacht. Wir konnten letzten Freitag fast 80 000 Stiche in Österreich verabreichen, fast 50 000 davon waren Drittstiche. Ich glaube, das ist beeindruckend. Ich bedanke mich hier bei denjenigen, die zur Impfung gegangen sind, und auch bei denjenigen, die diese Impfung organisiert und verabreicht haben. Wir sind da auf einem guten Weg. – Danke schön. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Wurm: Also nicht mehr beschämend?
Auch weil immer wieder Vergleiche gezogen werden: Wir haben letzten Sonntag mehr Impfdosen verabreicht als Deutschland. Das ist wirklich beeindruckend. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Wurm: Also nicht mehr beschämend?) Wir sind übrigens auch in Bezug auf die aktuelle Impfrate im europäischen Vergleich derzeit klar auf Platz eins. (Abg.
Abg. Rauch: ... falsche Einsager! – Zwischenruf des Abg. Hauser.
Wurm: Aha!) Wir müssen auch bei den Drittstichen dranbleiben. (Abg. Rauch: ... falsche Einsager! – Zwischenruf des Abg. Hauser.) Wir wissen, dass die Drittstiche – das habe ich gerade eben ausgeführt – den größten Teil der Impfungen ausmachen. Wir sind neben Israel bis dato das einzige Land mit systematischen Drittimpfungen. Da geht viel weiter, das ist enorm wichtig, und das wird helfen, die vierte Welle zu brechen.
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abschließend möchte ich Sie noch einmal alle dazu aufrufen, dass wir bei der Pandemiebekämpfung, bei der Sicherstellung von Intensivkapazitäten, bei der Gesundheit der Bevölkerung an einem Strang ziehen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wir können nur gemeinsam schaffen, jetzt die vierte Welle zu brechen.
Abg. Rauch: Herr Bundeskanzler, hast gehört? Das ist das Gegenteil von dem, was Sie gesagt haben! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Halten wir uns bitte alle an die Maßnahmen, tragen wir Maske, waschen wir uns die Hände, halten wir Abstand, reduzieren wir Kontakte, wo immer das möglich ist! (Abg. Rauch: Herr Bundeskanzler, hast gehört? Das ist das Gegenteil von dem, was Sie gesagt haben! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Motivieren wir, motivieren Sie bitte die Menschen, sich impfen zu lassen! Das ist unser Weg, so bekommen wir die Zahlen wieder runter, und so entlasten wir gemeinsam die Intensivstationen. – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Rauch.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Rauch.
Halten wir uns bitte alle an die Maßnahmen, tragen wir Maske, waschen wir uns die Hände, halten wir Abstand, reduzieren wir Kontakte, wo immer das möglich ist! (Abg. Rauch: Herr Bundeskanzler, hast gehört? Das ist das Gegenteil von dem, was Sie gesagt haben! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Motivieren wir, motivieren Sie bitte die Menschen, sich impfen zu lassen! Das ist unser Weg, so bekommen wir die Zahlen wieder runter, und so entlasten wir gemeinsam die Intensivstationen. – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Rauch.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Peter Wurm (FPÖ): Herr Präsident! Ich möchte mich heute an die Zuseher draußen wenden, und zwar an alle ungeimpften Zuseher, an alle genesenen Zuseher und selbstverständlich auch an alle geimpften Zuseher. Wir sitzen alle im selben Boot, und ich bitte Sie wirklich eindringlich, nicht der Bundesregierung zu folgen und diese Spaltung und dieses gegenseitige Aufhetzen mitzumachen. Wir Österreicher müssen zusammenhalten, und das, was die Bundesregierung vorhat und seit Monaten betreibt, ist, eben durch diese Spaltung von ihrem eigenen Versagen, dem Versagen ihrer Politik und von ihrer Unfähigkeit abzulenken. (Beifall bei der FPÖ.) Deshalb lautet mein Appell: Bitte zusammenhalten und nicht spalten lassen!
Beifall bei der FPÖ.
Es gibt einige Dinge, die bei der Regierung jetzt offensichtlich nicht ganz stimmig sind. Ich sage auch ganz deutlich: Das Vorhaben, in den Pflegeberufen die Impfpflicht einzuführen und alle zu kündigen, die dem nicht Folge leisten, kann man nur als höchst schwachsinnig und ungerecht bezeichnen. Offensichtlich dürfte es hier Gott sei Dank einen Kurswechsel geben, denn es ist meiner Meinung nach gemeingefährlich, in der jetzigen Phase auf 15 bis 20 Prozent des Fachpersonals in der Pflege zu verzichten. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Selbstverständlich unterstützen wir seit Wochen und Monaten alle in der Pflege, die sich genau gegen diese Maßnahme stellen. Ich sage jetzt eines deutlich – weil es ja auch immer wieder kommt und wir diese üblichen Anschüttungen Richtung FPÖ in Wahrheit seit Jahrzehnten kennen –: Das, was sich verändert hat und was Ihnen ein Problem bereitet, sind zu 80 Prozent nicht FPÖ-Wähler. Die merken zum ersten Mal am eigenen Leib, was da für ein Spiel getrieben wird: Mit Unwahrheiten, Halbwahrheiten, Druck und Brutalität wird hineingefahren. Die verstehen jetzt zum ersten Mal, wie es uns Freiheitlichen seit Jahren und Jahrzehnten geht, wenn wir nämlich ohne Evidenz, ohne Inhalt nur unter Druck gesetzt werden und zum Außenseiter gestempelt werden. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Ich finde es also ganz gut, dass jetzt viele Österreicher aufgewacht sind und auch den Medien nicht mehr glauben, zu Recht nicht mehr glauben, und viele andere Dinge hinterfragen, zu Recht hinterfragen. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Selbstverständlich unterstützen wir seit Wochen und Monaten alle in der Pflege, die sich genau gegen diese Maßnahme stellen. Ich sage jetzt eines deutlich – weil es ja auch immer wieder kommt und wir diese üblichen Anschüttungen Richtung FPÖ in Wahrheit seit Jahrzehnten kennen –: Das, was sich verändert hat und was Ihnen ein Problem bereitet, sind zu 80 Prozent nicht FPÖ-Wähler. Die merken zum ersten Mal am eigenen Leib, was da für ein Spiel getrieben wird: Mit Unwahrheiten, Halbwahrheiten, Druck und Brutalität wird hineingefahren. Die verstehen jetzt zum ersten Mal, wie es uns Freiheitlichen seit Jahren und Jahrzehnten geht, wenn wir nämlich ohne Evidenz, ohne Inhalt nur unter Druck gesetzt werden und zum Außenseiter gestempelt werden. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Ich finde es also ganz gut, dass jetzt viele Österreicher aufgewacht sind und auch den Medien nicht mehr glauben, zu Recht nicht mehr glauben, und viele andere Dinge hinterfragen, zu Recht hinterfragen. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Abg. Prinz: 1 700! 1 700! – Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller.
Bundeskanzler Kurz – ich sage immer Bundeskanzler –, der jetzt nicht da ist, hat heute eine interessante Rede gehalten. Er ist ja irgendwann einmal zumindest gewählt worden; Sie, Herr Kollege Schallenberg, sind nie gewählt worden. Bundeskanzler Kurz hat heute etwas Interessantes gesagt, nämlich: Die Inzidenz bei den doppelt Geimpften liegt bei 350 oder so etwas und bei den Ungeimpften bei 1 000. (Abg. Prinz: 1 700! 1 700! – Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller.) Das ist ja eine 180-Grad-Kehrtwendung, mit der der ehemalige Bundeskanzler Kurz zugibt, dass doppelt Geimpfte selbstverständlich nicht geschützt sind. (Abg. Jeitler-Cincelli: Das hat nie jemand gesagt!) Die Erzählung war ja eine ganz andere, und ich bin froh, dass die Dinge langsam ans Tageslicht kommen.
Abg. Jeitler-Cincelli: Das hat nie jemand gesagt!
Bundeskanzler Kurz – ich sage immer Bundeskanzler –, der jetzt nicht da ist, hat heute eine interessante Rede gehalten. Er ist ja irgendwann einmal zumindest gewählt worden; Sie, Herr Kollege Schallenberg, sind nie gewählt worden. Bundeskanzler Kurz hat heute etwas Interessantes gesagt, nämlich: Die Inzidenz bei den doppelt Geimpften liegt bei 350 oder so etwas und bei den Ungeimpften bei 1 000. (Abg. Prinz: 1 700! 1 700! – Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller.) Das ist ja eine 180-Grad-Kehrtwendung, mit der der ehemalige Bundeskanzler Kurz zugibt, dass doppelt Geimpfte selbstverständlich nicht geschützt sind. (Abg. Jeitler-Cincelli: Das hat nie jemand gesagt!) Die Erzählung war ja eine ganz andere, und ich bin froh, dass die Dinge langsam ans Tageslicht kommen.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sie, Herr jetziger Bundeskanzler – ich sage es noch einmal –, haben sich bis heute nicht offiziell entschuldigt. Das verlange ich nicht von Ihnen, ich bitte Sie darum, dass Sie Ihre Aussage, dass man bei den Ungeimpften „die Zügel [...] straffer ziehen“ muss, endlich einmal zurücknehmen und sich offiziell entschuldigen. Die Ungeimpften sind kein Vieh, Herr Bundeskanzler, das sind Menschen und Österreicher, und die haben sich so eine Aussage nicht verdient. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich bitte Sie, sich heute im Rahmen des Plenums dafür zu entschuldigen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie, Herr jetziger Bundeskanzler – ich sage es noch einmal –, haben sich bis heute nicht offiziell entschuldigt. Das verlange ich nicht von Ihnen, ich bitte Sie darum, dass Sie Ihre Aussage, dass man bei den Ungeimpften „die Zügel [...] straffer ziehen“ muss, endlich einmal zurücknehmen und sich offiziell entschuldigen. Die Ungeimpften sind kein Vieh, Herr Bundeskanzler, das sind Menschen und Österreicher, und die haben sich so eine Aussage nicht verdient. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich bitte Sie, sich heute im Rahmen des Plenums dafür zu entschuldigen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage es hier auch noch einmal: Wir alle von den Freiheitlichen sind gerne bereit, wenn Sie Ihre Politik ändern, vernünftig, auf Zahlen, Daten, Fakten und wissenschaftlichen Erkenntnissen basierend, mit Ihnen zu diskutieren. Ihre Politik jedoch ist gescheitert, und die Menschen haben das mittlerweile mitbekommen. Sie werden es hoffentlich von sich aus bald beenden. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordnete Claudia Plakolm (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen und vor allem liebe Zuseher der heutigen Parlamentssitzung! Auch ich möchte zu Beginn FPÖ-Chef Herbert Kickl von hier aus gute und baldige Genesung von seiner Coronaerkrankung wünschen. Ich glaube, Schadenfreude, wie man sie in den sozialen Medien mancherorts liest, ist absolut unangebracht. Aber was auch definitiv unangebracht ist, sind die Wortwahl und die Verantwortungslosigkeit der FPÖ seit Beginn dieser Pandemie. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Deimek.
Wenn man so wie Herbert Kickl in einer Pressekonferenz von einer Impfvergewaltigung spricht, dann verhöhnt man damit die Opfer dieser scheußlichen Straftat, man verhöhnt alle Vergewaltigungsopfer damit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Zwischenruf des Abg. Deimek
Inhaltlich haben bereits einige Experten und auch Ärztinnen und Ärzte Stellung zu Ihrem Plan B genommen. Ich möchte jetzt gar nicht meine Redezeit damit verschwenden, darüber zu diskutieren, ob ein Entwurmungsmittel für Pferde wirksam ist oder nicht. Verstehen Sie mich nicht falsch: Verantwortungslos finde ich es nicht, dass Sie sich Gedanken zur Pandemie machen und dass Sie auch einen Plan erstellen, über dessen Inhalt man bekanntlich streiten kann (Zwischenruf des Abg. Deimek), verantwortungslos ist viel, viel mehr, dass Sie wissentlich Menschen verunsichern, nämlich Menschen, die Ihnen und Ihren Verschwörungstheorien vertrauen, die etwas auf Ihre Meinung halten und Ihren Aussagen Glauben schenken. Das ist ein unglaublicher Machtmissbrauch, mit dem Sie da spielen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Inhaltlich haben bereits einige Experten und auch Ärztinnen und Ärzte Stellung zu Ihrem Plan B genommen. Ich möchte jetzt gar nicht meine Redezeit damit verschwenden, darüber zu diskutieren, ob ein Entwurmungsmittel für Pferde wirksam ist oder nicht. Verstehen Sie mich nicht falsch: Verantwortungslos finde ich es nicht, dass Sie sich Gedanken zur Pandemie machen und dass Sie auch einen Plan erstellen, über dessen Inhalt man bekanntlich streiten kann (Zwischenruf des Abg. Deimek), verantwortungslos ist viel, viel mehr, dass Sie wissentlich Menschen verunsichern, nämlich Menschen, die Ihnen und Ihren Verschwörungstheorien vertrauen, die etwas auf Ihre Meinung halten und Ihren Aussagen Glauben schenken. Das ist ein unglaublicher Machtmissbrauch, mit dem Sie da spielen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Können Sie nicht lesen? Frühzeitig!
Was aber an Dreistigkeit nicht zu überbieten ist, sind Ihre Handlungsempfehlungen an Ärztinnen und Ärzte und auch an die Pflegerinnen und Pfleger, an das medizinische Fachpersonal. Ich lese aus Ihrem Antrag vor: „[...] das Herzstück des ,Plan B‘ ist die frühzeitige Behandlung Corona-positiver Menschen, damit ein schwerer Krankheitsverlauf mit Hospitalisierung verhindert werden kann.“ – Was glauben Sie denn, was Ärzte und Pfleger im Krankenhaus den ganzen Tag machen? (Abg. Belakowitsch: Können Sie nicht lesen? Frühzeitig!) Sie haben absolut den Blick für die Realität verloren. Sie haben den Blick für die Realität verloren, die sich auf unseren Intensivstationen mittlerweile abspielt. (Abg. Belakowitsch: Das ist es: zu spät!)
Abg. Belakowitsch: Das ist es: zu spät!
Was aber an Dreistigkeit nicht zu überbieten ist, sind Ihre Handlungsempfehlungen an Ärztinnen und Ärzte und auch an die Pflegerinnen und Pfleger, an das medizinische Fachpersonal. Ich lese aus Ihrem Antrag vor: „[...] das Herzstück des ,Plan B‘ ist die frühzeitige Behandlung Corona-positiver Menschen, damit ein schwerer Krankheitsverlauf mit Hospitalisierung verhindert werden kann.“ – Was glauben Sie denn, was Ärzte und Pfleger im Krankenhaus den ganzen Tag machen? (Abg. Belakowitsch: Können Sie nicht lesen? Frühzeitig!) Sie haben absolut den Blick für die Realität verloren. Sie haben den Blick für die Realität verloren, die sich auf unseren Intensivstationen mittlerweile abspielt. (Abg. Belakowitsch: Das ist es: zu spät!)
Abg. Belakowitsch: Das ist genau das Problem: Erst im Krankenhaus werden sie behandelt! Das ist das Problem!
Ich möchte ein weiteres Mal die Gelegenheit nutzen, allen zu danken, die im Gesundheitsbereich arbeiten, in den Spitälern, bei Rettungsorganisationen, in den Test- und Impfstraßen und bei vielen anderen Einrichtungen: Danke für Ihre Arbeit! Sie leisten seit Anbeginn dieser Pandemie Unglaubliches, und das rund um die Uhr, Tag und Nacht. (Abg. Belakowitsch: Das ist genau das Problem: Erst im Krankenhaus werden sie behandelt! Das ist das Problem!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich möchte aufs Schärfste zurückweisen, was Kollegin Fürst hier vorne gesagt hat. Sie hat von einer Hysterie gesprochen. Das ist ein Schlag ins Gesicht für alle, die tagtäglich die Situation in den Krankenhäusern erleben, die tagtäglich damit konfrontiert sind, die Angehörige wegen Corona verloren haben. Das haben Sie denen ins Gesicht gesagt: dass das nur eine Hysterie ist, und das weise ich aufs Schärfste zurück! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Kassegger: Das ist Hysterie!
Auch wenn Sie es nicht wahrhaben wollen, die Situation in den Krankenhäusern ist bittere Realität, und die Bilder, die wir bisher nur aus italienischen Krankenhäusern gekannt haben, spiegeln eine Situation wider, die mittlerweile auch uns erreicht hat. (Abg. Kassegger: Das ist Hysterie!)
Abg. Deimek: 300 Leute sind in Quarantäne wegen euch, wegen der Jungen ÖVP! Ihr seid ein Skandalverein!
Was mich wirklich wütend macht, das ist, dass manche noch immer nicht wahrhaben wollen, dass es bereits ein wirksames Mittel gegen diese Coronapandemie, gegen diese schwere Krankheit gibt. Die Impfung wirkt, sie schützt vor schweren Verläufen, ist kostenlos und einfach zu haben. (Abg. Deimek: 300 Leute sind in Quarantäne wegen euch, wegen der Jungen ÖVP! Ihr seid ein Skandalverein!) Ich möchte das auch mit Fakten noch einmal belegen: Drei von vier Intensivbetten werden von Ungeimpften gebraucht. Wer geimpft ist, hat zu 95 Prozent keinen schweren Verlauf und ist um 70 Prozent weniger ansteckend.
Abg. Amesbauer: Die werden dann kündigen! – Abg. Belakowitsch: Sehr verantwortungsvoll!
Die Beschränkungen sind hausgemacht von denjenigen, die die Wirksamkeit der Impfung nicht wahrhaben wollen, die sich aus Egoismus über das Gemeinwohl stellen und den Freiheitsbegriff missbrauchen. Sie agieren unsolidarisch mit denjenigen, die Vorerkrankungen haben und die auf eine hohe Durchimpfungsrate angewiesen sind. Deshalb plädiere ich auch für eine Impfpflicht für Berufsgruppen mit unausweichlich vielen Sozialkontakten, wie zum Beispiel im Gesundheits- oder auch im Bildungsbereich. (Abg. Amesbauer: Die werden dann kündigen! – Abg. Belakowitsch: Sehr verantwortungsvoll!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Deimek: Was sagen Sie zu dem Cluster der Jungen ÖVP beim Oktoberfest? – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Das Weiterwurschteln von Welle zu Welle muss jetzt endlich ein Ende haben, deswegen appelliere ich ein weiteres Mal: Lassen Sie sich impfen, egal ob zum ersten, zum zweiten oder zum dritten Mal! Nur die Impfung wirkt und bringt uns auch aus dieser Pandemie. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Deimek: Was sagen Sie zu dem Cluster der Jungen ÖVP beim Oktoberfest? – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Melanie Erasim, MSc (SPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen Abgeordnete! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Kollegin Plakolm, weiterwurschteln – der Ausdruck, den Sie gerade verwendet haben – ist, glaube ich, das richtige Wort, denn das, was hier passiert, sind lediglich Lippenbekenntnisse, wenn Sie sich alle so euphorisch bei denjenigen, die in der Pandemie in den Gesundheitsberufen ihre Frau, ihren Mann stehen, bedanken. Im Budget sieht man davon leider gar nichts, und das ist wirklich traurig. (Beifall bei der SPÖ.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Es ist jedoch vor allem Ihre Aufgabe – nämlich die Aufgabe der Regierung –, in Zeiten einer Pandemie dieses Land sicher zu führen. Als „beschämend niedrig“ haben Sie, Herr Bundeskanzler, der Sie gerade am Handy lesen, die Impfrate bezeichnet – beschämend niedrig ist die Kompetenz, die in dieser Regierung herrscht. Seit knapp zwei Jahren dilettieren Sie hier herum und schaffen es nicht, die Pandemie unter Kontrolle zu bringen. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Zwischenruf des Abg. Gerstl.
Wir sind bei den Infektionszahlen mittlerweile beschämendes Schlusslicht in der gesamten Europäischen Union, und was machen Sie in dieser dramatischen Situation? – Sie setzen sich nicht innerhalb dieser gescheiterten Regierung zusammen und versuchen, den Karren aus dem Dreck zu ziehen, nein, die ÖVP übt Rache an den Grünen, weil diese ihren Messias in Verkörperung von Sebastian Kurz aus dem Kanzleramt geschossen haben! (Zwischenruf des Abg. Gerstl.)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Gerstl
Herr Bundesminister Mückstein, ich habe genau an dieser Stelle vor genau dieser Rache gewarnt. Diese Rache fällt in ÖVP-Manier sehr, sehr bitter aus, nämlich vor allem für die Bevölkerung. Von Kindern auf Intensivstationen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Gerstl) über Triageteams bis hin zu völlig überlastetem Gesundheitspersonal – die Liste Ihres tragischen Taumelns ließe sich endlos fortführen.
Zwischenruf des Abg. Gerstl.
„Krieg in der Regierung“ lautete gestern eine Schlagzeile. – Ja, sagen Sie, schämen Sie sich nicht für solche Schlagzeilen? Schämen Sie sich nicht für diese vielen vermeidbaren Todesfälle? Schämen Sie sich nicht für die Verzweiflung, die Sie in so vielen Branchen stiften? (Zwischenruf des Abg. Gerstl.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Gerstl.
Einen besonders schlimmen Beitrag zur Verunsicherung in Österreich leistet mit großer Beständigkeit auch unsere Tourismusministerin Elisabeth Köstinger. Sie ist heute nicht hier, doch man darf sie in dieser Versagensreihe nicht unerwähnt lassen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Gerstl.) Jetzt gibt es eine Reisewarnung seitens Deutschland. Sie, die Ministerin, war es, die einen erfolgreichen Landeshauptmann und Bürgermeister im Sommer gemaßregelt hat, seine Maßnahmen als „absurd“ bezeichnet hat. – Was bezeichnen Sie jetzt als absurd, Herr Bundeskanzler, wenn der größte, wichtigste Geschäftspartner und die wichtigsten Tourismusgäste uns auf die Liste jener Länder setzen, die als nicht bereisenswert gelten?
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter.
Sie verschlafen den gesamten Sommer und wollen dann bei der Bevölkerung die Zügel straffer ziehen. Das Einzige, was straffer gezogen werden muss, sind die Zügel bei Ihnen, werte Bundesregierung, denn so etwas hat sich Österreich wirklich nicht verdient. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter.)
Abg. Hauser: Das wird in Apotheken verkauft!
Abgeordnete Dr. Elisabeth Götze (Grüne): Frau Präsidentin! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte ZuseherInnen! Ich möchte mit einer tatsächlichen Berichtigung beginnen, weil die FPÖ hartnäckig behauptet, dass Ivermectin von den Barmherzigen Brüdern verwendet wird, noch immer verwendet wird, und dem ist nicht so. (Abg. Hauser: Das wird in Apotheken verkauft!) Es ist nachgewiesen – und das wurde auch von ihnen selber so kommuniziert –, dass sich alle Hoffnungen in dieses Wurmmittel nicht bewahrheitet haben. (Beifall bei Grünen, ÖVP und NEOS. – Abg. Deimek: Das ist keine tatsächliche Berichtigung, sondern ein Redebeitrag! Das hat ... so geheißen, die Frau Präsidentin ...!)
Beifall bei Grünen, ÖVP und NEOS. – Abg. Deimek: Das ist keine tatsächliche Berichtigung, sondern ein Redebeitrag! Das hat ... so geheißen, die Frau Präsidentin ...!
Abgeordnete Dr. Elisabeth Götze (Grüne): Frau Präsidentin! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte ZuseherInnen! Ich möchte mit einer tatsächlichen Berichtigung beginnen, weil die FPÖ hartnäckig behauptet, dass Ivermectin von den Barmherzigen Brüdern verwendet wird, noch immer verwendet wird, und dem ist nicht so. (Abg. Hauser: Das wird in Apotheken verkauft!) Es ist nachgewiesen – und das wurde auch von ihnen selber so kommuniziert –, dass sich alle Hoffnungen in dieses Wurmmittel nicht bewahrheitet haben. (Beifall bei Grünen, ÖVP und NEOS. – Abg. Deimek: Das ist keine tatsächliche Berichtigung, sondern ein Redebeitrag! Das hat ... so geheißen, die Frau Präsidentin ...!)
Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten der NEOS.
Erkrankungen haben oder Kinder sind. Impfen ist also unsere solidarische Pflicht. Wir alle wollen zu unseren lieb gewordenen Gewohnheiten zurückkehren, und das gelingt uns mit der Impfung, und zwar, wenn ausreichend Menschen geimpft sind. Wir wissen, wir brauchen eine Durchimpfungsrate von über 80 Prozent, und darauf müssen wir hinsteuern. Das ist Solidarität! Das müssen wir erreichen! (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ich appelliere an alle – an alle, vor allem in diese Richtung (in Richtung FPÖ) –: Gehen Sie bitte impfen, damit wir diese Pandemie endlich nachhaltig in den Griff bekommen! – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Christian Hafenecker, MA (FPÖ): Frau Präsidentin! Werte Mitglieder der Bundesregierung! In dieser heutigen Sitzung sieht man ja, wie absurd die Herangehensweise der österreichischen Bundesregierung mittlerweile ist: Auf der einen Seite sitzt Herr Bundeskanzler Schallenberg, der den Impffortschritt als beschämend bezeichnet, daneben auch gleich noch Israel mitbeleidigt, auf der anderen Seite sitzt Herr Minister Mückstein, der sagt, wir seien Europameister im Impfen und es sei alles in bester Ordnung. – Also ich glaube, das alleine ist ein Sinnbild dafür, wie es Ihnen in der Regierung und in der Koalition so geht, und das soll man auch einmal herausstreichen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Salzmann.
Frau Kollegin Erasim, auch mir geht Frau Ministerin Köstinger ab, weil sie auch eine ist, die Schuld daran trägt, welches Bild wir nach außen transportieren. Ich glaube, sie ist auch im Haus, nur eine Etage tiefer, und sie zählt, glaube ich, gerade nach, ob noch alle Lipizzaner da sind, weil für die ist sie nämlich auch noch zuständig – das nur nebenbei. (Zwischenruf der Abg. Salzmann.)
Beifall bei der FPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, aber zurück zum Thema: Ich habe bereits im Hauptausschuss gesagt, was Sie, Herr Bundeskanzler und Herr Gesundheitsminister, hier veranlasst haben: Das ist das Öffnen der Büchse der Pandora. Sie sperren mit Ihren Maßnahmen jetzt gesunde Menschen ein, Sie brandmarken gesunde Menschen, Sie diskreditieren gesunde Menschen, kriminalisieren gesunde Menschen und erteilen ihnen de facto ein Berufs- und ein Ausbildungsverbot – und auch wenn es Präsident Sobotka nicht gefällt: Das erinnert mich trotzdem frappant an gewisse Maßnahmen, die in den Dreißigerjahren gesetzt worden sind, und das hat diese Republik nicht verdient. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Deimek
Herr Bundeskanzler, noch etwas: Ich durchschaue Ihre Strategie. Sie wollen genau die ungeimpften Personen zum Sündenbock dafür machen, dass Sie in der Bundesregierung versagt haben, vor allem im Sommer versagt und eben nicht die richtigen Maßnahmen ergriffen haben: Sie haben nicht geschaut, dass die Zahl der Spitalsbetten entsprechend erhöht wird, Sie haben nicht dafür gesorgt, dass die Pflegekräfte eine Lohnaufbesserung und eine Prämie bekommen. Wissen Sie, was Sie in der Zwischenzeit gemacht haben? – Sie haben 500 Millionen Euro, die genau in diesen Gesundheitsbereich hineingehört hätten, genommen und in Medien investiert (Zwischenruf des Abg. Deimek), um in den Medien eine Meinung zu kaufen und um die Weste von Sebastian Kurz, der leider wie immer nicht hier ist, weißzuwaschen. Das haben Sie mit diesem Geld gemacht, das Sie dem Steuerzahler weggenommen haben.
Zwischenruf bei der ÖVP.
Ein weiterer Punkt, den man auch besprechen muss, ist ein Innenminister Nehammer, der gerade wiederum in Allmachtfantasien schwelgt, indem er sozusagen alle Landeskriminalämter dazu angewiesen hat, gegen die eigene Bevölkerung vorzugehen. Es gibt zwei Bezirksstreifen, die Kontrollen machen. Sie freuen sich darüber, dass 15 000 Kontrollen an Personen in Österreich stattgefunden haben. Meine sehr geehrten Damen und Herren, das ist totalitär, das kann man nicht anders bezeichnen! (Zwischenruf bei der ÖVP.) Und ja, ich muss auch dem Präsidenten von Kroatien recht geben, der gesagt hat, „das ist Faschismus“. – Das brauchen wir in unserem Land nicht, das müssen Sie sich gefallen lassen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ein weiterer Punkt, den man auch besprechen muss, ist ein Innenminister Nehammer, der gerade wiederum in Allmachtfantasien schwelgt, indem er sozusagen alle Landeskriminalämter dazu angewiesen hat, gegen die eigene Bevölkerung vorzugehen. Es gibt zwei Bezirksstreifen, die Kontrollen machen. Sie freuen sich darüber, dass 15 000 Kontrollen an Personen in Österreich stattgefunden haben. Meine sehr geehrten Damen und Herren, das ist totalitär, das kann man nicht anders bezeichnen! (Zwischenruf bei der ÖVP.) Und ja, ich muss auch dem Präsidenten von Kroatien recht geben, der gesagt hat, „das ist Faschismus“. – Das brauchen wir in unserem Land nicht, das müssen Sie sich gefallen lassen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
was passiert mit dem Gesundheitsminister, der gerade Rauchen gegangen ist? – Vielleicht hat auch er einmal eine Problematik auf der Lunge und würde gerne behandelt werden. Kollege Hintner ist der Garant dafür, dass auch der Gesundheitsminister dann nicht mehr behandelt wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, das ist der Grund dafür, warum wir zur Demonstration am Samstag am Heldenplatz in der Wiener Innenstadt einladen: einfach deswegen, weil es offenbar nicht mehr ausreicht, hier einen parlamentarischen Diskurs mit Ihnen zu führen, sondern ich denke, es ist wichtig, dass auch die Bevölkerung Ihnen anhand einer starken Teilnahme signalisiert, wie groß der Unmut gegen Ihre Vorgehensweise mittlerweile geworden ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Die Abgeordneten Hafenecker und Steger: Das war ein Zitat!
Präsidentin Doris Bures: Herr Abgeordneter Hafenecker, für den Ausdruck „das ist Faschismus“ erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Die Abgeordneten Hafenecker und Steger: Das war ein Zitat!)
Rufe bei der ÖVP: Der „Falter“? – Abg. Michael Hammer: Das Renner-Institut, oder was?
Und was sagt heute der „Falter“? (Rufe bei der ÖVP: Der „Falter“? – Abg. Michael Hammer: Das Renner-Institut, oder was?) – Er zitiert einen Experten aus Dänemark, er hat diesen gefragt: Wie kann man es schaffen – Herr Bundeskanzler –, dass sich mehr Menschen impfen lassen? Und was sagt dieser Experte? – Er sagt erstens: Man muss es zu
Ruf bei der ÖVP: Na so was!
einer kollektiven Aktion machen. (Ruf bei der ÖVP: Na so was!) – Das ist uns im April des Jahres 2020 noch gelungen, dass wir gemeinsam gesagt haben, wir tragen viele Maßnahmen dieser Bundesregierung auch als Opposition mit. Das haben wir getan. Und dann hat es irgendwann einmal eine Spaltung gegeben.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Zweitens: Herr Gesundheitsminister, gehen Sie nie wieder auf eine Pressekonferenz, bei der auch der Innenminister dabei ist! Das braucht man nicht. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.) Gehen Sie auf eine Pressekonferenz, bei der Experten dabei sind, wie zum Beispiel Frau Prof. von Laer, die das auch sagt: Wir wollen nicht 3G im Sinne von „geimpft, genesen oder gestorben“, sondern wir wollen eine echte Auseinandersetzung.
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage noch eines dazu – letzte Frage –: In Oberösterreich sind in den letzten vier Tagen 59 Menschen gestorben. Wie viele davon gehen auf das Konto der Zaghaftigkeit? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wurm: Da hat er recht!
Also: Wie sollen wir mit Dingen umgehen, die uns auch außenpolitisch beschäftigen, wenn wir es hier herinnen nicht verwenden oder nicht erwähnen dürfen? – Das ist meine Frage, und meine Bitte auch im Hinblick auf die Spruchpraxis ist, auch über solche Dinge nachzudenken. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wurm: Da hat er recht!)
Ruf bei der ÖVP: Das ist eh der Tiefpunkt!
Präsidentin Doris Bures: Ich frage, ob es eine weitere Wortmeldung zur Geschäftsbehandlung gibt. – Dies ist offenbar nicht der Fall. (Ruf bei der ÖVP: Das ist eh der Tiefpunkt!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Kein Recht wirkt absolut, auch nicht die Grundrechte. Das würde ja auch dem Prinzip der Grundrechte widersprechen, nämlich dass sie für alle gleich und gleichrangig gelten. Dieses Prinzip gibt ja selbst die Grenzen vor: Die Freiheit des einen endet dort, wo die Freiheit des anderen beginnt. Oder, wie Mai Thi Nguyen-Kim es sagt: Dein Recht, deine Faust zu schwingen, endet dort, wo meine Nase anfängt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Wurm: Das ist sehr weit hergeholt!
Und dann nehmen Sie eine andere Gruppe genauso fitter, genauso sportlicher, genauso gesunder, genauso athletischer Menschen (Abg. Wurm: Das ist sehr weit hergeholt!) und zeigen Sie denen, wie man einen Schneepflug macht – oder ein Pizzastück, wie man jetzt sagt –, lehren Sie diese, wie man ein Bogerl macht, und lassen Sie es sie in einem geschützten Bereich einmal ausprobieren – und dann lassen Sie diese Menschen den Berg runterfahren. Ich glaube, es liegt auf der Hand, dass die Wahrscheinlichkeit, dass die heil runterkommen, wesentlich höher ist.
Abg. Stefan: Das ist ein Plädoyer für Genesene!
Das entspricht genau dem, wie unser Immunsystem funktioniert. Es kann noch so fit sein und noch so gesund sein, Corona muss es erst einmal lernen. (Abg. Stefan: Das ist ein Plädoyer für Genesene!) Das geht auf die harte Tour, indem man diese Menschen sich einfach den Berg runterstürzen lässt, sprich: sie einfach dem Virus aussetzt. Oder man lässt sie zuerst einen Skikurs machen, sprich: man impft. (Abg. Stefan: Ich habe schon Bogerl machen gelernt, darf aber trotzdem nirgends hingehen! Warum?)
Abg. Stefan: Ich habe schon Bogerl machen gelernt, darf aber trotzdem nirgends hingehen! Warum?
Das entspricht genau dem, wie unser Immunsystem funktioniert. Es kann noch so fit sein und noch so gesund sein, Corona muss es erst einmal lernen. (Abg. Stefan: Das ist ein Plädoyer für Genesene!) Das geht auf die harte Tour, indem man diese Menschen sich einfach den Berg runterstürzen lässt, sprich: sie einfach dem Virus aussetzt. Oder man lässt sie zuerst einen Skikurs machen, sprich: man impft. (Abg. Stefan: Ich habe schon Bogerl machen gelernt, darf aber trotzdem nirgends hingehen! Warum?)
Abg. Hauser: So ein Blödsinn!
Jetzt wieder zu den Maßnahmen: Natürlich bleibt es jedem und jeder selbst überlassen, ob er oder sie dem Virus lieber mit oder ohne Vorbereitung begegnen möchte. Wenn die Krankenhäuser aber so voll mit Bruchpiloten sind, dass andere Menschen, die dringend Versorgung brauchen, diese nicht bekommen können, dann muss man die Piste für diejenigen sperren, die vom Skifahren keine Ahnung haben; dann darf man sie eben nur für Geübte offen lassen. (Abg. Hauser: So ein Blödsinn!)
Abg. Deimek: Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen! – Abg. Wurm: Wer sind die geübten Skifahrer dann?
Da in diesem Moment das Recht aller auf ausreichende gesundheitliche Versorgung höher zu bewerten ist als das Recht mancher auf Selbstverwirklichung (Abg. Deimek: Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen! – Abg. Wurm: Wer sind die geübten Skifahrer dann?), sind diese Maßnahmen jetzt sowohl notwendig als auch zulässig. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Da in diesem Moment das Recht aller auf ausreichende gesundheitliche Versorgung höher zu bewerten ist als das Recht mancher auf Selbstverwirklichung (Abg. Deimek: Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen! – Abg. Wurm: Wer sind die geübten Skifahrer dann?), sind diese Maßnahmen jetzt sowohl notwendig als auch zulässig. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Gerstl: Falsch! Hat er nicht! – Bundesministerin Edtstadler: Hat er nicht! – Zwischenruf der Abg. Niss. – Abg. Gerstl: Hat er ja nicht!
Wilfried Haslauer vor vielen Jahren als Studienkollegen erlebt. Ich halte ihn für einen der wirklich Gebildeten und habe ihn bis zu diesem Zeitpunkt für einen verantwortungsvollen Politiker gehalten. Sich dann aber über Virologen lustig zu machen – dass sie Leute einsperren wollen, die dann irgendwann verhungern und verdursten –, das war beschämend. (Abg. Gerstl: Falsch! Hat er nicht! – Bundesministerin Edtstadler: Hat er nicht! – Zwischenruf der Abg. Niss. – Abg. Gerstl: Hat er ja nicht!)
Beifall bei den NEOS.
Es ist kein Zufall, dass mir Herr Prof. Kittel geschrieben hat. Er ist der Leiter des Austrian Corona Panel Project. Das (ein Schriftstück in die Höhe haltend) ist nicht irgendein Kinderbrief, den man herzeigen kann und über den man sagt: Schaut, wie lieb ich bin, und das Kind findet mich auch lieb! Das ist ein sehr ernsthaftes Mail von Herrn Prof. Kittel, in dem er schreibt: Das Spielen auf der Klaviatur der Pandemieskepsis und Wissenschaftsfeindlichkeit ist unverantwortlich und trägt ebenso maßgeblich dazu bei, dass es nicht gelingt, die Pandemie zu überwinden. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Prinz.
Der nächste Punkt: Herr Wöginger hat hier gesagt: Ja, wir haben eh den Hausverstand! Jetzt ist er gerade nicht da. (Zwischenruf des Abg. Prinz.) – Herr Wöginger, mit dem Hausverstand können Sie einkaufen gehen, aber Sie können damit nicht die Forschung beeinträchtigen. Das ist das, was Sie gemacht haben. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Der nächste Punkt: Herr Wöginger hat hier gesagt: Ja, wir haben eh den Hausverstand! Jetzt ist er gerade nicht da. (Zwischenruf des Abg. Prinz.) – Herr Wöginger, mit dem Hausverstand können Sie einkaufen gehen, aber Sie können damit nicht die Forschung beeinträchtigen. Das ist das, was Sie gemacht haben. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Wurm: Hoffentlich keine! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Jetzt bringe ich Ihnen noch einmal das Buch „Factfulness“ mit. (Der Redner hält das genannte Buch von Hans Rosling in die Höhe.) Ich stelle Ihnen eine Frage, damit Sie sehen, wie das mit dem Hausverstand ist – die, die es gelesen haben, bitte nicht mitspielen –: Wie viel Prozent der einjährigen Kinder weltweit haben schon zumindest eine Impfung bekommen? Wie viel Prozent? (Abg. Wurm: Hoffentlich keine! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Herr Dr. Mückstein wird das vielleicht wissen. Na, was glauben Sie? Nicht sehr viele. Die Europäerinnen und Europäer, die befragt wurden, sagen: Na, etwa 5 Prozent, 10 Prozent, 20 Prozent! – Nein, 80 Prozent der Kinder weltweit haben bereits eine Impfung bekommen. Das Buch ist im Jahr 2018 geschrieben worden. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Das heißt, die Menschen, auch die Gebildeten, liegen völlig daneben mit dem sogenannten Hausverstand. Wir haben dankbar zu sein, dass wir die Wissenschafterinnen und Wissenschafter haben, die uns aufklären.
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Jetzt bringe ich Ihnen noch einmal das Buch „Factfulness“ mit. (Der Redner hält das genannte Buch von Hans Rosling in die Höhe.) Ich stelle Ihnen eine Frage, damit Sie sehen, wie das mit dem Hausverstand ist – die, die es gelesen haben, bitte nicht mitspielen –: Wie viel Prozent der einjährigen Kinder weltweit haben schon zumindest eine Impfung bekommen? Wie viel Prozent? (Abg. Wurm: Hoffentlich keine! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Herr Dr. Mückstein wird das vielleicht wissen. Na, was glauben Sie? Nicht sehr viele. Die Europäerinnen und Europäer, die befragt wurden, sagen: Na, etwa 5 Prozent, 10 Prozent, 20 Prozent! – Nein, 80 Prozent der Kinder weltweit haben bereits eine Impfung bekommen. Das Buch ist im Jahr 2018 geschrieben worden. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Das heißt, die Menschen, auch die Gebildeten, liegen völlig daneben mit dem sogenannten Hausverstand. Wir haben dankbar zu sein, dass wir die Wissenschafterinnen und Wissenschafter haben, die uns aufklären.
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wie sollen wir denn diese Pandemie bekämpfen, wenn Sie, meine Damen und Herren in der Bundesregierung, keine Ahnung davon haben, wenn Sie dann auch untereinander streiten und am Ende noch auf die Wissenschafterinnen und Wissenschafter losgehen? Hören Sie auf damit und vertrauen Sie denen, die für uns arbeiten, und vertrauen Sie erst recht denen, die Tag und Nacht mit unglaublicher Schutzbekleidung für die Kranken, die es leider gibt, da sind! Wir haben auch gehört, wie viele in den letzten Tagen gestorben sind. Vertrauen wir denen, die dort arbeiten, und bedanken wir uns bei ihnen! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Wurm: Nur NEOS, die da reden!
Präsidentin Doris Bures: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Martina Künsberg Sarre. – Bitte. (Abg. Wurm: Nur NEOS, die da reden!)
Beifall bei den NEOS, bei Abgeordneten der FPÖ sowie der Abgeordneten Silvan und Yılmaz.
Abgeordnete Mag. Martina Künsberg Sarre (NEOS): Frau Präsidentin! Herr Minister! Frau Minister! Hohes Haus! Werte Zuschauerinnen und Zuschauer! Wenn ich mir die Reden von Türkis-Grün anhöre, dann glaube ich wirklich, dass Sie immer noch denken, dass Sie die Pandemie gut gemeistert haben. Ich möchte es Ihnen hier nochmals sagen: Sie haben die Pandemie nicht gut gemeistert! (Beifall bei den NEOS, bei Abgeordneten der FPÖ sowie der Abgeordneten Silvan und Yılmaz.)
Beifall der Abg. Yılmaz. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sie haben es nicht geschafft, dass wir eine ausreichend hohe Impfquote erreichen. Im Gegenteil: Wir sind im weltweiten Spitzenfeld bei den Infektionszahlen und am unteren Ende bei den Impfungen. Weil Sie es bei den Erwachsenen nicht schaffen, tragen Sie die Pandemie nach wie vor auf dem Rücken der Kinder und Jugendlichen aus. Unsere Kinder zahlen den Preis für Ihre verfehlte Politik. (Beifall der Abg. Yılmaz. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Wissen Sie, was Sie den Kindern und Jugendlichen mit dieser verfehlten Politik antun? Sie haben monatelang gehört, dass sie solidarisch sein müssen, dass Isolation, Schulschließungen und Distancelearning notwendig sind, um ältere Menschen und Risikogruppen zu schützen. Das haben sie ohne Mucks akzeptiert, sie haben sich an ganz viele Dinge im großen Stil gehalten. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Sie aber haben in dieser Zeit nichts zusammengebracht und es mit Ihrer verfehlten Politik geschafft, dass wir bei den Schulschließungen im weltweiten Spitzenfeld sind. Sie haben es im Gegensatz zu vielen anderen Ländern nicht geschafft, Einschränkungen zuerst bei Kindern und Jugendlichen zurückzunehmen – im Gegenteil.
Abg. Wurm: Doch, seit Monaten! – Abg. Belakowitsch: Oh ja!
Sie kennen auch die Auswirkungen: Bildungsverluste und vergebene Lebenschancen, psychische und körperliche Belastungen und Krankheiten, besonders stark bei denen, die es bereits vor der Pandemie schwer hatten. Erst nach und nach wird deutlich, welche Begleitschäden es gibt. Die Triagierung auf den Kinder- und Jugendpsychiatrien ist seit Monaten gegeben und eine Tatsache. Die Wartefrist auf einen Therapieplatz beträgt Monate – und da reden wir von schweren Essstörungen oder Suizidversuchen. Darüber wird hier überhaupt nicht gesprochen. (Abg. Wurm: Doch, seit Monaten! – Abg. Belakowitsch: Oh ja!) Hauptsache aber Sie plakatieren: Die Pandemie ist gemeistert!
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.
Es ist aber nicht nur die Schule allein. Ich habe drei Kinder und zwei davon sind im Teenageralter. Ich wünsche mir für meine Kinder, aber auch für alle anderen Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, dass sie endlich wieder alles tun können, worauf sie Lust haben. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Schönes Referat!
Ich wünsche mir für sie, dass sie sich ausprobieren dürfen, dass sie wo und wann und mit wem auch immer feiern dürfen. Ich wünsche mir für meine Kinder, dass ich sie von Übernachtungspartys, vom Tanzkurs oder von Bällen abholen kann und dass diese stattfinden und nicht andauernd verschoben werden. (Ruf bei der ÖVP: Schönes Referat!) Ich wünsche mir für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, dass sie etwas erleben dürfen, dass sie das erleben dürfen, was wir alle erlebt haben. (Zwischenruf des Abg. Höfinger.)
Zwischenruf des Abg. Höfinger.
Ich wünsche mir für sie, dass sie sich ausprobieren dürfen, dass sie wo und wann und mit wem auch immer feiern dürfen. Ich wünsche mir für meine Kinder, dass ich sie von Übernachtungspartys, vom Tanzkurs oder von Bällen abholen kann und dass diese stattfinden und nicht andauernd verschoben werden. (Ruf bei der ÖVP: Schönes Referat!) Ich wünsche mir für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, dass sie etwas erleben dürfen, dass sie das erleben dürfen, was wir alle erlebt haben. (Zwischenruf des Abg. Höfinger.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Schön vorgelesen!
Anstatt sich um die Jungen zu kümmern, schränken Sie das Leben dieser Generation weiter ein. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Schön vorgelesen!)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Ing. Reinhold Einwallner (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Herr Bundeskanzler! Meine Damen und Herren vor den Fernsehschirmen und wo auch immer Sie diese Sitzung verfolgen! Sie erleben jetzt seit gut 2 Stunden ein Schauspiel zwischen FPÖ und ÖVP, das wohl seinesgleichen sucht. Sie beweisen – und zwar beide Parteien – seit über 2 Stunden die Verantwortungslosigkeit bei der Bekämpfung dieser Pandemie, meine Damen und Herren. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Auf der einen Seite: die FPÖ mit unglaublichen Redebeiträgen, die von Stasimethoden spricht, von Separierungslagern spricht. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Meine Damen und Herren von der FPÖ, der Plan B steht wahrscheinlich für beschämend. Was anderes kann es nicht sein, wenn das Ihr Plan B ist. (Beifall bei SPÖ und Grünen.)
Beifall bei SPÖ und Grünen.
Auf der einen Seite: die FPÖ mit unglaublichen Redebeiträgen, die von Stasimethoden spricht, von Separierungslagern spricht. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Meine Damen und Herren von der FPÖ, der Plan B steht wahrscheinlich für beschämend. Was anderes kann es nicht sein, wenn das Ihr Plan B ist. (Beifall bei SPÖ und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Gesundheitsminister, Sie stehen hier heute auf und sagen: Ja, wir hatten ein Kommunikationsproblem!, und der Bundeskanzler nickt ein bisschen dazu. – Ein Kommunikationsproblem?! Die ganze Regierung ist ein Kommunikationsproblem in dieser Pandemie. Die Leute kennen sich ja nicht mehr aus, was gilt und was nicht gilt. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Geh bitte!
unwürdig, wenn Landeshauptleute so agieren. (Ruf bei der ÖVP: Geh bitte!) Die Wissenschaft braucht jetzt Wertschätzung, meine Damen und Herren, und nicht Aussagen wie jene von Haslauer und Stelzer. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
unwürdig, wenn Landeshauptleute so agieren. (Ruf bei der ÖVP: Geh bitte!) Die Wissenschaft braucht jetzt Wertschätzung, meine Damen und Herren, und nicht Aussagen wie jene von Haslauer und Stelzer. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Geh bitte!
Fakt ist vielmehr: Unser Problem ist, dass es von Anfang an kein gesamtstaatliches Krisenmanagement in dieser Krise gab – das war von Anfang an, vom Beginn der Krise an das Problem –, dass es keinen nationalen Schulterschluss gab, weil der ehemalige Bundeskanzler Kurz geglaubt hat, er sei der alleinige Heilsbringer und könne diese Krise alleine mit Inszenierung lösen. Das funktioniert aber nicht. In einer Krisenbekämpfung braucht man ein gemeinsames Vorgehen – nur das kann funktionieren. (Ruf bei der ÖVP: Geh bitte!) Plakate reichen nicht, Herr Bundeskanzler. Es hätte eine Impfkampagne im Sommer gebraucht, aber die Mittel dafür haben Sie gekürzt. Und das ist die Verantwortung, die Sie zu tragen haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Fakt ist vielmehr: Unser Problem ist, dass es von Anfang an kein gesamtstaatliches Krisenmanagement in dieser Krise gab – das war von Anfang an, vom Beginn der Krise an das Problem –, dass es keinen nationalen Schulterschluss gab, weil der ehemalige Bundeskanzler Kurz geglaubt hat, er sei der alleinige Heilsbringer und könne diese Krise alleine mit Inszenierung lösen. Das funktioniert aber nicht. In einer Krisenbekämpfung braucht man ein gemeinsames Vorgehen – nur das kann funktionieren. (Ruf bei der ÖVP: Geh bitte!) Plakate reichen nicht, Herr Bundeskanzler. Es hätte eine Impfkampagne im Sommer gebraucht, aber die Mittel dafür haben Sie gekürzt. Und das ist die Verantwortung, die Sie zu tragen haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Prinz.
Das Ergebnis liegt auf der Hand. Es wurde schon gesagt: Den viel zitierten und angekündigten „Sommer wie damals“ gab es leider nicht. Der Sommer wurde wieder verschlafen. (Zwischenruf des Abg. Prinz.) Wir haben die Chancen im Sommer nicht genutzt und daraus resultieren ein schrecklicher Herbst und ein schrecklicher Winter, was schwere Folgen für die Wirtschaft und die Bevölkerung in unserem Land haben wird. Das ist Ihre Verantwortung, sehr geehrte Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Das war wichtig!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Das war wichtig!
Das Ergebnis liegt auf der Hand. Es wurde schon gesagt: Den viel zitierten und angekündigten „Sommer wie damals“ gab es leider nicht. Der Sommer wurde wieder verschlafen. (Zwischenruf des Abg. Prinz.) Wir haben die Chancen im Sommer nicht genutzt und daraus resultieren ein schrecklicher Herbst und ein schrecklicher Winter, was schwere Folgen für die Wirtschaft und die Bevölkerung in unserem Land haben wird. Das ist Ihre Verantwortung, sehr geehrte Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Das war wichtig!)
Abg. Stefan: Wie schreibt man das?
Die Impfung – das haben wir heute schon etliche Male gehört – schützt vor schweren Erkrankungen und führt im Falle einer Infektion in der Regel zu einem milden Verlauf. Das muss mittlerweile allen klar sein, auch den zahlreichen Hobbyvirologen und ‑experten, die mitunter Probleme haben, das Wort Pandemie überhaupt zu schreiben. (Abg. Stefan: Wie schreibt man das?)
Abg. Stefan: Was jetzt: banal oder ...?
Der Plan B der FPÖ, den wir hier vorgelegt bekommen haben, ist für mich als Arzt B wie bedrohlich, B wie banal, B wie beschämend, B wie bizarr. (Abg. Stefan: Was jetzt: banal oder ...?) Dort, wo die FPÖ stark ist, ist in vielen Regionen leider auch die Impfquote entsprechend niedrig. Das ist ein Faktum. Die FPÖ – das habe ich in den letzten Monaten miterlebt – ist die Kraft, die gegen die Covid-Impfung auftritt. (Abg. Deimek: Ist das ein Trauma?)
Abg. Deimek: Ist das ein Trauma?
Der Plan B der FPÖ, den wir hier vorgelegt bekommen haben, ist für mich als Arzt B wie bedrohlich, B wie banal, B wie beschämend, B wie bizarr. (Abg. Stefan: Was jetzt: banal oder ...?) Dort, wo die FPÖ stark ist, ist in vielen Regionen leider auch die Impfquote entsprechend niedrig. Das ist ein Faktum. Die FPÖ – das habe ich in den letzten Monaten miterlebt – ist die Kraft, die gegen die Covid-Impfung auftritt. (Abg. Deimek: Ist das ein Trauma?)
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Loacker.
Wissen Sie, welche zwei Staaten weltweit gar nicht impfen? – Das sind Eritrea und Nordkorea. Wollen Sie sich wirklich mit diesen Staaten auf eine Stufe stellen? (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Loacker.)
Abg. Wurm: Da hat der Kollege Kurz was anderes gesagt! Da hast du nicht aufgepasst!
Österreich GmbH hat berechnet, was die Impfung in den letzten acht Monaten bewirkt hat. Ein paar Zahlen – Sie berufen sich immer auf Zahlen; das sind Fakten, keine Fakenews (Abg. Wurm: Da hat der Kollege Kurz was anderes gesagt! Da hast du nicht aufgepasst!) –: In den letzten acht Monaten hat die Impfung 19 203 Krankenhausaufenthalte verhindert. Die Impfung hat 6 200 Aufenthalte auf der Intensivstation verhindert und die Impfung hat 6 118 Todesfälle verhindert. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Danke an alle, die dazu beigetragen haben. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Österreich GmbH hat berechnet, was die Impfung in den letzten acht Monaten bewirkt hat. Ein paar Zahlen – Sie berufen sich immer auf Zahlen; das sind Fakten, keine Fakenews (Abg. Wurm: Da hat der Kollege Kurz was anderes gesagt! Da hast du nicht aufgepasst!) –: In den letzten acht Monaten hat die Impfung 19 203 Krankenhausaufenthalte verhindert. Die Impfung hat 6 200 Aufenthalte auf der Intensivstation verhindert und die Impfung hat 6 118 Todesfälle verhindert. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Danke an alle, die dazu beigetragen haben. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.
Österreich GmbH hat berechnet, was die Impfung in den letzten acht Monaten bewirkt hat. Ein paar Zahlen – Sie berufen sich immer auf Zahlen; das sind Fakten, keine Fakenews (Abg. Wurm: Da hat der Kollege Kurz was anderes gesagt! Da hast du nicht aufgepasst!) –: In den letzten acht Monaten hat die Impfung 19 203 Krankenhausaufenthalte verhindert. Die Impfung hat 6 200 Aufenthalte auf der Intensivstation verhindert und die Impfung hat 6 118 Todesfälle verhindert. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Danke an alle, die dazu beigetragen haben. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.)
Abg. Belakowitsch: Das ist Ihr Niveau!
Beim sogenannten Plan B ist sehr viel Nonsens dabei, „Nonstop Nonsens“ möchte ich sagen, eine beliebte Serie von Dieter Hallervorden vor vielen Jahren. (Abg. Belakowitsch: Das ist Ihr Niveau!) Vor allem Klubobmann Kickl hat sich da als Anführer der Peinlichkeiten besonders hervorgetan: der Sager vom unverwundbarem Immunsystem zum Beispiel. – Dem Virus ist das völlig wurscht. Wie töricht diese Aussage ist, sieht er jetzt selbst. Ich wünsche ihm an dieser Stelle alles Gute, ich hoffe, er sieht zu.
Abg. Belakowitsch: Lachen ist die beste Medizin!
Weitere Empfehlungen von Chefarzt und Dr.-Google-Nobelpreisträger Kickl: die Bitterstoffe – das war schon sehr unterhaltsam, wenn es nicht so traurig wäre –, dann Vitamin C, Zink, Paracetamol, Ibuprofen. (Abg. Belakowitsch: Lachen ist die beste Medizin!) Den Vogel hat er dann wirklich mit dem Wurmmittel abgeschossen. Ich kann Ihnen sagen, ich bin Dermatologe, ich verwende das Wurmmittel Ivermectin gegen die Krätzmilbe sehr häufig. Ich habe viel Erfahrung damit. (Abg. Belakowitsch: Aha! Doch ein Humanmedikament?!) Wenn es wirklich helfen soll, dann muss man es in Dosen nehmen, bei denen es zu Leberschädigung und Nierenschädigung kommt. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Abg. Belakowitsch: Aha! Doch ein Humanmedikament?!
Weitere Empfehlungen von Chefarzt und Dr.-Google-Nobelpreisträger Kickl: die Bitterstoffe – das war schon sehr unterhaltsam, wenn es nicht so traurig wäre –, dann Vitamin C, Zink, Paracetamol, Ibuprofen. (Abg. Belakowitsch: Lachen ist die beste Medizin!) Den Vogel hat er dann wirklich mit dem Wurmmittel abgeschossen. Ich kann Ihnen sagen, ich bin Dermatologe, ich verwende das Wurmmittel Ivermectin gegen die Krätzmilbe sehr häufig. Ich habe viel Erfahrung damit. (Abg. Belakowitsch: Aha! Doch ein Humanmedikament?!) Wenn es wirklich helfen soll, dann muss man es in Dosen nehmen, bei denen es zu Leberschädigung und Nierenschädigung kommt. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Weitere Empfehlungen von Chefarzt und Dr.-Google-Nobelpreisträger Kickl: die Bitterstoffe – das war schon sehr unterhaltsam, wenn es nicht so traurig wäre –, dann Vitamin C, Zink, Paracetamol, Ibuprofen. (Abg. Belakowitsch: Lachen ist die beste Medizin!) Den Vogel hat er dann wirklich mit dem Wurmmittel abgeschossen. Ich kann Ihnen sagen, ich bin Dermatologe, ich verwende das Wurmmittel Ivermectin gegen die Krätzmilbe sehr häufig. Ich habe viel Erfahrung damit. (Abg. Belakowitsch: Aha! Doch ein Humanmedikament?!) Wenn es wirklich helfen soll, dann muss man es in Dosen nehmen, bei denen es zu Leberschädigung und Nierenschädigung kommt. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Also ich rufe ihm jetzt zu, wenn er zuschaut: Schweigen Sie lieber, Herr Kickl, Herr Obergscheit, zu medizinischen Themen! Das sage ich Ihnen als Arzt, als Politiker und als Staatsbürger. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
An den ehemaligen Philosophiestudenten Kickl: Argentum est sermo, aurum silentium est – Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Habt ihr ...?
Schauen wir gemeinsam, dass wir die Impfquote weiter steigern! Vergessen wir Kickl und Co! (Abg. Belakowitsch: Habt ihr ...?) Die Impfung ist das Tor zum Ende der Pandemie. – Herzlichen Dank. (Anhaltender Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Wurm: Das war eine schwache Rede!)
Anhaltender Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Wurm: Das war eine schwache Rede!
Schauen wir gemeinsam, dass wir die Impfquote weiter steigern! Vergessen wir Kickl und Co! (Abg. Belakowitsch: Habt ihr ...?) Die Impfung ist das Tor zum Ende der Pandemie. – Herzlichen Dank. (Anhaltender Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Wurm: Das war eine schwache Rede!)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist ja eine einfache volkswirtschaftliche Rechnung: Mehr Sport, mehr Bewegung in den Schulen entlastet langfristig unser Gesundheitssystem und fördert die geistige Leistungsfähigkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Daher müssen die Mittel zur Förderung von Bewegung und Sport endlich insgesamt erhöht werden. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Prammer. – Zwischenruf des Abg. Stefan.
Natürlich standen wir immer in einem Spannungsfeld zwischen Gesundheitsprävention auf der einen Seite und dem verständlichen Wunsch der Sportlerinnen und Sportler nach Bewegung auf der anderen Seite, aber das Wichtigste für unsere Entscheidungen und für uns als verantwortungsvolle Politiker ist die Gesundheit der Bevölkerung und die Gesundheit der Sportlerinnen und Sportler. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Prammer. – Zwischenruf des Abg. Stefan.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich glaube, wir sind auf dem richtigen Weg: 156 Millionen Euro für den Sport, für die Dach- und Fachverbände, für die Vereine, für die Sportlerinnen und Sportler. Ich bitte um Zustimmung zum Budget 2022. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Prammer.
Wir sollten dennoch daran denken, unsere Leidenschaften zu zügeln, denn gerade das wäre in turbulenten Zeiten, in denen es wichtig ist, gemeinsam die Pandemie zu bekämpfen, essenziell. Dazu möchte ich aufrufen: mehr Besonnenheit und weniger Aufgeregtheit, mehr Miteinander und weniger Gegeneinander. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Prammer.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weratschnig.
Abschließend möchte ich nur noch einmal sagen: Es lebe der Sport! – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weratschnig.)
Abg. Steger: Das ist ja was ganz was Neues!
Unser Ziel muss natürlich sein, dass wir noch mehr Menschen für Bewegung und Sport begeistern, und das spiegelt sich auch im aktuellen Budget wider. Wir wollen den Spitzensport in Österreich weiter fördern, damit wir uns auch in Zukunft wieder über Erfolge bei Europameisterschaften, Weltmeisterschaften (Abg. Steger: Das ist ja was ganz was Neues!), aber auch bei Olympischen Spielen gemeinsam freuen können. Beispielsweise investieren wir 1 Million Euro in den Nachwuchsleistungssport und über 1,8 Millionen Euro in die Sportmedizin und die Wissenschaft.
Abg. Steger: Auch ganz was Neues!
Auch Spitzensportler wie Gregor Schlierenzauer oder David Alaba haben einmal klein angefangen, und daher sind die Fach- und Dachverbände mit ihren unzähligen Vereinen so wichtig. In diesem Bereich haben wir die Finanzierung mit 33,5 Millionen Euro für die Fachverbände (Abg. Steger: Auch ganz was Neues!) und über 25,5 Millionen Euro für die Dachverbände sichergestellt. Gerade in der Gesundheitskrise gab und gibt es natürlich auch jetzt für den Sport enorme Herausforderungen, daher bin ich froh, dass wir rasch Hilfe geleistet und unsere Vereine unterstützt haben. (Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Steger.)
Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Steger.
Auch Spitzensportler wie Gregor Schlierenzauer oder David Alaba haben einmal klein angefangen, und daher sind die Fach- und Dachverbände mit ihren unzähligen Vereinen so wichtig. In diesem Bereich haben wir die Finanzierung mit 33,5 Millionen Euro für die Fachverbände (Abg. Steger: Auch ganz was Neues!) und über 25,5 Millionen Euro für die Dachverbände sichergestellt. Gerade in der Gesundheitskrise gab und gibt es natürlich auch jetzt für den Sport enorme Herausforderungen, daher bin ich froh, dass wir rasch Hilfe geleistet und unsere Vereine unterstützt haben. (Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Steger.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
begeistern. Davon habe ich mir in den letzten Wochen bei vielen Sportveranstaltungen ein Bild machen können. Vielen Dank dafür! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Für mich ist ein Leben ohne Vereine nicht vorstellbar, auch deshalb, weil ich selbst schon in unzähligen Vereinen aktiv war und noch immer bin, deshalb meine Bitte und mein Appell: Jetzt müssen wir den Blick nach vorne richten und unsere Mitmenschen wieder für mehr Sport und Bewegung begeistern. Da kann jeder von uns einen Beitrag leisten. Ich habe erst letzten Samstag meine Freunde und mich für den Silvesterlauf angemeldet, und morgen in der Früh vor der Sitzung im Parlament geht es los mit dem Training. Jeder, der mitlaufen will, ist herzlich eingeladen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Damit das auch so bleibt, wird weiterhin in die Sportinfrastruktur, in Sportveranstaltungen und in Sportgroßveranstaltungen investiert. Darüber bin ich sehr froh, denn das ist die Grundlage für die Sportvereine. Sportvereine sind die beste Lebensschule für unsere Kinder, und ganz Europa beneidet uns darum. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ganz wichtig ist auch, dass neben anderen Budgetposten auch das Budget im Bereich des Schulsports weiter ausgebaut wird. Es wird bereits jetzt sehr viel in die Förderung des Sports an Schulen investiert. Ich kann Ihnen dazu auch ein aktuelles Beispiel bringen: Meine Tochter ist in der HLW Schrödingerstraße. Sie hat jetzt in der dritten Klasse die Ausbildung zum Übungsleiter gemacht und wird am Beginn der fünften Klasse die Ausbildung zum Fitness- und Freizeitcoach machen; genau so etwas gehört ausgebaut. In diesem Sinne: Stimmen Sie dem Sportbudget zu! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend eine dringende Bitte im Sinne der Künstlerinnen und Künstler: Setzen wir endlich eine Direktvergütung bei Google und Co um! Es liegt auf der Hand, werte Frau Staatssekretärin, werte Kultursprecherin Blimlinger, es liegt jetzt auf der Hand mit der Umsetzung der UrheberInnenrechtsrichtlinie der Europäischen Union. Das wäre im Sinne der Künstlerinnen und Künstler und würde einen wichtigen Beitrag zu Fair Pay leisten. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es kann immer mehr sein für die Kunst und Kultur, aber so eine Erhöhung hat in den letzten 20, 25 Jahren keiner der Vorgänger von Andrea Mayer erreicht, und für diese Erhöhung möchte ich mich wirklich herzlich bedanken. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Im Übrigen bin ich dafür, dass die Windisch-Kaserne in Richard-Wadani-Kaserne umbenannt wird. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich glaube, das sind wir vonseiten der Politik den Mitarbeitern dort schuldig. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Gerstl: ... bewerben! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wir wären aber nicht in Österreich, wenn dieser ganze, angeblich so objektive Ausschreibungsprozess nicht eine reine Augenauswischerei, ein abgekartetes Spiel wäre. Es ist ein offenes Geheimnis, dass für diesen prestigeträchtigen Posten ohnehin nur eine Frau aus dem ÖVP-Umfeld infrage kommen würde. Und so rein zufällig hat sich mit Brigitta Pallauf die durch die ÖVP gestellte Salzburger Landtagspräsidentin beworben. Die türkis-schwarze Volkspartei hat anscheinend nichts gelernt aus den jüngsten Postenschachereien rund um Thomas Schmid und Co. (Abg. Gerstl: ... bewerben! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Gerstl.
Daher, Frau Staatssekretärin, wette ich mit Ihnen – und bei einem objektiven Bewerbungsverfahren steht die Quote 1 : 31 gegen mich – um eine Flasche guten österreichischen Rotweins, dass Brigitta Pallauf die nächste Präsidentin der Salzburger Festspiele werden wird. Ich hoffe, ich werde diese Wette verlieren, aber ich glaube es nicht. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Gerstl.)
Der Standard, Stefan Weiss, 27.4.2018
„Die Betriebsratsvorsitzenden fordern den "umgehenden Beginn von Verhandlungen mit den Regierungsverantwortlichen" und eine "konstruktive Thematisierung" des bereits von den Mitarbeitervertretern erarbeiteten und vorgelegten Entwurfs für einen Kollektivvertrag.“ (Der Standard, Stefan Weiss, 27.4.2018)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir haben ein Kulturbudget in der Höhe von 557,1 Millionen Euro, ein Plus von 61 Millionen Euro. Dieses Budget mit diesen zusätzlichen 61 Millionen Euro ist also nicht nur strukturell wichtig für Kunst und Kultur, sondern auch, würde ich sagen, ein ganz, ganz starkes, klares Bekenntnis der Politik, der Republik zu Kunst und Kultur und zu deren Wichtigkeit für unser Land. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Wir wollen, dass Kultur weiterhin stattfindet, auch wenn die nächsten Wochen vielleicht schwierig werden. Wir brauchen Kultur, wir wollen Kultur, und deswegen auch mein Aufruf und meine Bitte an Sie alle, die Sie zusehen: Bitte gehen Sie zur Impfung! – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei den NEOS.
Insgesamt freuen wir uns natürlich, dass es die Wertschätzung für Kunst- und Kulturbetriebe gibt. In Coronazeiten haben wir gesehen, dass es beim Satellitenkonto – das heißt, wie viel Wertschöpfung man im Rundumlauf erreicht, wenn man einen Euro in Kunst- und Kulturbetriebe schiebt – am Anfang Schwierigkeiten gegeben hat, weil es zu wenig valide Daten gibt. Wir möchten noch einmal darauf hinweisen, dass die Schaffung dieses Satellitenkontos, wo man valide Daten dazu, wie hoch die Wertschöpfung ist, zur Verfügung stellen kann, dringend notwendig ist. Wir hoffen, dass das in Bälde umgesetzt wird. – Herzlichen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Staatssekretärin im Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport Mag. Andrea Mayer: Frau Präsidentin! Geschätzte Abgeordnete zum Nationalrat! Sehr geehrte Damen und Herren! Die österreichische Bundesregierung hat sich mit dem vorliegenden Kulturbudget des Bundes zu einem historischen und zukunftsweisenden Schritt entschlossen. Das Budget erreicht mit 557 Millionen Euro einen historischen Höchststand, das bedeutet eine Erhöhung um 61 Millionen Euro. Das ist ein starkes Bekenntnis zur österreichischen Kunst- und Kulturlandschaft, zu den zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern, die in Österreich leben und arbeiten. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Dabei darf ich auch noch einmal betonen, dass es in Österreich möglich war, die Empfehlung des Europäischen Parlaments, dass 2 Prozent der den einzelnen Ländern aus dem EU-Wiederaufbauplan zugewiesenen Mittel für Kunst und Kultur gewidmet werden, umzusetzen. Das haben nicht viele Länder umgesetzt, wir in Österreich aber schon. Auch das zeigt den Stellenwert, den Kunst und Kultur in Österreich für die Bundesregierung haben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Betreffend Salzburger Festspiele möchte ich noch sagen, dass ich auf jeden Fall auch mit dafür gesorgt habe, dass es im Verfahren, so wie bei alle anderen Personalauswahlverfahren, für die ich verantwortlich bin – da bin ich nur mitverantwortlich –, eine Ausschreibung gibt, dass ein professionelles Personalbüro eingesetzt ist, das das Verfahren begleitet, und dass es auch Hearings gibt, bevor eine Auswahl getroffen wird. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ich wünsche der Kunst und Kultur, ich wünsche uns im Parlament, ich wünsche vor allem auch dem Staatssekretariat, dass wir in diesem Sinne weiterarbeiten. Ich freue mich auf die Kunst- und Kulturstrategie. Ich freue mich darauf, die Kunststaatssekretärin auch in den Bundesländern begrüßen zu dürfen, hinauszugehen, mit den Leuten zu reden und entsprechend für die Kunst und Kultur in Österreich zu wirken. – Danke schön. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Weratschnig.
Die wichtigen Instrumente, die entwickelt worden sind, sind ausgelaufen oder laufen gerade aus. Frau Staatssekretärin, Sie haben sich da sehr eingesetzt und viele wichtige Instrumente entwickelt. Ich gehe davon aus, dass Sie, wenn die Zeiten wieder schlimmer werden – und wir müssen rechtzeitig beginnen, Vorsorge dafür zu treffen, damit wir unterstützen können, wenn es notwendig wird –, mit entsprechendem Nachdruck Verhandlungen führen werden, um wieder Unterstützung für die Kunst- und Kulturszene auf die Beine zu stellen. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Weratschnig.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Litschauer.
Umgekehrt ist es letztlich auch ein Appell an die Menschen in Österreich. Ich erinnere immer wieder gerne daran, dass wir in einer unglaublich privilegierten Situation sind. Wir haben zum Beispiel in Wien eine derartige Ansammlung an hervorragenden Kulturveranstaltungen, Konzerten, Opern. In anderen Ländern, in anderen Städten gibt es vielleicht einmal im Jahr die Veranstaltungen, die wir an jedem Abend zu Dutzenden haben. In diesem Sinne ist das also auch eine Ermunterung und eine Erinnerung an alle: Konsumieren Sie bitte die hervorragende Kultur, die wir in Österreich zu bieten haben! – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Litschauer.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Dazu, Hohes Haus, sagt die Vorsitzende der Direktorenkonferenz Katrin Vohland Folgendes: Angesichts des anhaltenden Besucherrückgangs reichten die bisherigen Hilfspakete nicht aus. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.
Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Frau Staatssekretärin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Kunst und Kultur reichen bei uns in Österreich von der kleinsten Initiative, vom kleinsten Projekt in den Gemeinden bis zur Hochkultur an den großen Häusern der Landeshauptstädte sowie der Bundeshauptstadt und bei den Festspielen. Überall sind es großartige und sehr tüchtige Menschen, die all diese Kunst und Kultur tragen, entstehen lassen und möglich machen. Für diesen Einsatz sage ich an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Prammer.
In diesem Zusammenhang darf ich auch bitten, gerade die Künstlerinnen und Künstler in den ländlichen Regionen und Gemeinden bei der Mittelverteilung entsprechend zu berücksichtigen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Prammer.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine Damen und Herren! Die vergangenen schwierigen Monate haben gezeigt, dass auch eine Pandemie wie diese nichts an der Kreativität der heimischen Künstlerinnen und Künstler ändert. Ich persönlich freue mich jetzt schon auf vielfältige Beiträge im Bereich Kunst und Kultur im Jahre 2022. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Wie sagte aber Friedrich Schiller? – „Die Kunst ist eine Tochter der Freiheit.“ Und diese Freiheit haben wir genutzt. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister, nützen Sie bitte auch Ihr gutes Netzwerk nach Frankreich. Die französische EU-Präsidentschaft kommt. Macron hat gesagt, der Dialog mit Afrika soll ein Schwerpunkt der französischen EU-Präsidentschaft werden. Es wäre ein guter Ansatz, dass Österreich in der europäischen und in der globalen Politik wieder mehr Außenpolitik betreibt und sich durchaus auch Afrika zuwendet. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Was ich damit sagen möchte, ist: Das Wichtigste in der Außenpolitik ist natürlich, Österreichs Interessen im Ausland bestmöglich zu vertreten. Ich glaube, mit Bundeskanzler Alexander Schallenberg, der jetzt gerade nicht hier ist, und mit Außenminister Michael Linhart haben wir zwei ausgewiesene, erfahrene Diplomaten. Ich kann abschließend nur eines sagen: Ich bin fest davon überzeugt, dass Österreichs Außenpolitik beim Herrn Außenminister in guten Händen ist – unterstützen wir ihn gemeinsam! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ
Da geht es um die Frage der Prioritätensetzung. Wir Freiheitliche sind der Meinung, dass Priorität eins – insbesondere in Krisensituationen – die österreichischen Bürger sind und erst Priorität zwei sozusagen die Rettung der Welt ist. In dieser Krisensituation sehen wir es nicht als gut an, Mittel für die Entwicklungshilfe/‑zusammenarbeit zu erhöhen, sondern da sollte man eher über eine Reduktion nachdenken und den österreichischen Bürgern unter die Arme greifen (Beifall bei der FPÖ); insbesondere, und das haben wir auch im Ausschuss besprochen, wenn es hinsichtlich der Wirksamkeit dieser Gelder doch Erklärungsbedarf gibt. Länder wie etwa Äthiopien, Afghanistan, Sudan beweisen ja klar, dass es auch mit Hunderten Millionen und Milliarden von Euro und Dollars nicht gelingt, stabile Gesellschaften zu bilden, Demokratie zu implementieren, offene, stabile Gesellschaften zu implementieren. Alle drei Fälle sind als gescheitert zu beurteilen. Ich sehe da aber überhaupt keine Kursänderung im Rahmen unserer Politik der Entwicklungshilfe/-zusammenarbeit.
Beifall bei der FPÖ.
Ganz konkret sollten wir das auch – also durchaus nicht bedingungslos – mit Rücknahmeabkommen junktimieren. (Beifall bei der FPÖ.) Der Ausbau der Rücknahmeabkommen steht auch in Ihrem Strategiebericht 2022 bis 2025. Wir haben im Ausschuss darüber diskutiert und Sie selbst haben gesagt: Das ist eine Schwachstelle! – Das ist schon einmal eine gute Erkenntnis, dass das eine Schwachstelle ist, aber Lösungswege konnten Sie leider auch nicht aufzeigen, wobei das ja aus meinem Selbstverständnis heraus relativ einfach wäre, und zwar indem wir Entwicklungshilfegelder mit dem Abschluss entsprechender Rücknahmeabkommen junktimieren. Da gäbe es also noch einiges Verbesserungspotenzial.
Abg. Brandstätter: Sie sind lernfähig! Bravo!
Das gibt mir aber die Gelegenheit, noch einmal das Verhältnis der Freiheitlichen Partei zu Russland klarzustellen: Es ist ja bekannt, dass es da so Freundschaftsabkommen – oder was auch immer – gegeben hat. Die gibt es nicht mehr, die wird es in Zukunft auch nicht geben. Es werden auch keine Präsidenten mehr auf Hochzeiten freiheitlicher Politiker tanzen et cetera. (Abg. Brandstätter: Sie sind lernfähig! Bravo!) Das heißt aber nicht, dass wir keinen normalen Zugang zu Russland in alter österreichischer Neutralitätstradition pflegen wollen. Das heißt, dass wir – zumindest wir Freiheitliche – in Richtung Russland, in Richtung China ein Brückenbauer sein wollen, dass wir auch unsere Freunde aus dem Baltikum oder unsere polnischen Freunde durchaus unterstützen könnten, weil diese sich zugegebenermaßen aufgrund ihrer historischen Erfahrungen – und dafür haben wir vollstes Verständnis – wesentlich schwerer tun. Das wäre eine Möglichkeit für die Republik Österreich, da als tatsächlicher Brückenbauer in Erscheinung zu treten, und das wäre unser Zugang. Vielleicht, Herr Außenminister, nehmen Sie diesen Zugang auf und verfolgen den auch in weiterer Folge. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das gibt mir aber die Gelegenheit, noch einmal das Verhältnis der Freiheitlichen Partei zu Russland klarzustellen: Es ist ja bekannt, dass es da so Freundschaftsabkommen – oder was auch immer – gegeben hat. Die gibt es nicht mehr, die wird es in Zukunft auch nicht geben. Es werden auch keine Präsidenten mehr auf Hochzeiten freiheitlicher Politiker tanzen et cetera. (Abg. Brandstätter: Sie sind lernfähig! Bravo!) Das heißt aber nicht, dass wir keinen normalen Zugang zu Russland in alter österreichischer Neutralitätstradition pflegen wollen. Das heißt, dass wir – zumindest wir Freiheitliche – in Richtung Russland, in Richtung China ein Brückenbauer sein wollen, dass wir auch unsere Freunde aus dem Baltikum oder unsere polnischen Freunde durchaus unterstützen könnten, weil diese sich zugegebenermaßen aufgrund ihrer historischen Erfahrungen – und dafür haben wir vollstes Verständnis – wesentlich schwerer tun. Das wäre eine Möglichkeit für die Republik Österreich, da als tatsächlicher Brückenbauer in Erscheinung zu treten, und das wäre unser Zugang. Vielleicht, Herr Außenminister, nehmen Sie diesen Zugang auf und verfolgen den auch in weiterer Folge. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Das heißt, wir können die Welt nur dann sicherer und lebenswerter machen, wenn möglichst viele Staaten in der Welt an einem Strang ziehen. Deshalb freut es mich sehr, dass das Ressort für europäische und internationale Angelegenheiten mehr Ressourcen bekommt – nämlich 1,9 Prozent mehr als im Vorjahr –, dessen Budget somit um 10,5 Millionen Euro erhöht wird. Besonders freut mich auch, dass auf unser Betreiben hin die Mittel für den Auslandskatastrophenfonds abermals, und zwar um 2,5 auf 55 Millionen Euro aufgestockt worden sind. Ich erinnere: Diese haben wir auch schon letztes Jahr erhöht, was bedeutet, dass wir bis zum Jahr 2024 eine Steigerung auf rund 60 Millionen Euro haben werden, was für eine rasche Bewältigung von diesen vielen aktuellen Katastrophen notwendig sein wird. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Alles in allem: Es gibt viele Krisen und sie werden nicht weniger. Unsere Aufgabe und zugleich Verantwortung ist es aber, für soziale, wirtschaftliche und politische Stabilität auch woanders zu sorgen, denn das hat, wie wir wissen, in einer globalen Weltpolitik natürlich automatisch auch Auswirkungen auf Österreich. In diesem Sinne freue ich mich, dass wir sehr viele positive Aspekte zu vermelden haben, ich freue mich auch auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Außenminister. Es wird uns nicht langweilig werden. Wichtig ist es aber, wie eingangs erwähnt, den Weitblick zu bewahren und nicht in Neiddebatten zu verfallen. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Hörl
Ich freue mich auch, dass die Opposition kommt, aber nach allem, was ich höre, wird es da wenige Gesprächspartner geben. Damit komme ich schon zu einem wesentlichen Punkt: Außenpolitik muss eben mehr sein als Symbole, Bilder und auch Marketingsprüche. Wir haben so oft den Spruch vom Brückenbauer gehört, aber ich fürchte, meine sehr geehrten Damen und Herren, diese Brückenbauer sind wir halt nicht mehr (Zwischenruf des Abg. Hörl), und das wird schon seinen Grund haben.
Beifall bei den NEOS sowie der Abg. El-Nagashi.
Noch einmal: Das heißt nicht, dass man sagt, na gut, dann werden die halt nach Westeuropa gebracht! Wir müssen sie aber auf jeden Fall einmal betreuen, und dann wird es Rückführungsmöglichkeiten geben, das muss man sich dann in Ruhe anschauen. Es kann aber doch überhaupt nicht sein, dass wir Europäerinnen und Europäer zuschauen, wie Menschen verhungern, die überhaupt nichts dafür können, die ohnehin schon einmal missbraucht wurden. Da möchte ich wirklich auch um Zustimmung bitten. (Beifall bei den NEOS sowie der Abg. El-Nagashi.)
Oh-Rufe bei der ÖVP
Dann möchte ich noch etwas sagen: Ja, natürlich, nach dem Westfälischen System agieren Staaten miteinander, aber in unserer globalisierten Welt geht es halt um Menschen. Dazu habe ich Ihnen ein Buch mitgebracht (Oh-Rufe bei der ÖVP) – ja, erst lesen und dann schreien –, der Kollege von den Grünen hat es sich schon angeschaut: „Atlas eines ängstlichen Mannes“. Sie kennen mich, da geht es nicht um mich. Christoph Ransmayr hat da (das genannte Buch in die Höhe haltend) Reportagen von der ganzen Welt zusammengeführt. Er hat beobachtet, wie Menschen im Himalaya, in der Südsee leben, er hat beobachtet, wie arme und reiche Menschen leben, er hat Menschen in ihren Nöten
Beifall bei den NEOS.
Zum Abschluss, Herr Bundesminister, bedanke auch ich mich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hier, vor allem aber auch bei denen draußen. Ich weiß es aus eigener Erfahrung, ich stimme Kollegen Kassegger zu, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wirtschaftskammer sind tolle MitarbeiterInnen, die kennen sich aus, sie sind wichtig für Österreich. Die sind aber eh so gut, deswegen, Herr Bundesminister, brauchen Sie diese 600 000 Euro für Inserate nicht, die Leistungen des Außenministeriums sind anerkannt. Verwenden Sie die 600 000 Euro für etwas Sinnvolles oder sparen Sie sie ein, aber bitte vergessen Sie das mit den Inseraten! Sie sind viel zu gut dafür, das brauchen Sie nicht. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei ÖVP und Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter.
Bis vor Kurzem war ich ja noch selbst in Paris als Botschafter Teil dieses Teams Außenamt und habe auch dort mein Bestes gegeben, um weltweit für Sie da zu sein. Für uns ist klar: Wir können nicht jeden Brand sofort löschen, aber wir stehen an der Seite der Österreicherinnen und Österreicher und sind zu jeder Tages- und Nachtzeit weltweit für Sie da. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Inland und an den 101 Vertretungsbehörden im Ausland waren und sind gerade wieder in der Pandemie immer dort, wo sie gebraucht wurden – bei den Repatriierungsflügen, beim Beschaffen medizinischer Güter zu Beginn der Coronakrise, bei der Impfstoffhilfe in unserer Nachbarschaft am Westbalkan und anderen Partnerländern und zuletzt bei den Evakuierungen aus Afghanistan. Ich möchte mich auch hier ganz ausdrücklich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Außenamt sehr herzlich bedanken. (Beifall bei ÖVP und Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Damit haben wir, glaube ich, die Möglichkeit, uns wertebasiert für die Österreicherinnen und Österreicher weltweit einzusetzen – für unser Land, für unser Österreich. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Zorba.
Einen Satz noch zum Außenministerium, weil ich glaube, dass auch immer einmal großer Dank und Anerkennung für die Arbeit, die da geleistet wird, erwähnt werden muss: Es ist wirklich ein Schatz, den wir da in Österreich haben: in der Pflege der internationalen Beziehungen, als Informationsquelle und natürlich auch in der Betreuung von Österreichern in anderen Ländern; es ist also wirklich ein unglaublicher Wert. Ich glaube, das muss hier auch gesagt sein. Da wird Tolles geleistet und da müssen wir wirklich sehr dankbar sein. – Vielen Dank. Ich mache an dieser Stelle Schluss. Danke schön. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Zorba.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Brandstätter und Brandstötter.
Wir alle haben einen Brief oder ein E-Mail von einerseits der Dachorganisation der Entwicklungsorganisationen und humanitärer Hilfeorganisationen, der Arbeitsgemeinschaft Globale Verantwortung, und noch dazu von einigen großen NGOs gekriegt, in dem sie uns ersuchen, doch noch einen Abänderungsantrag hier in der Debatte einzubringen und das Budget für die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit, sowohl was die ADA, also die Austrian Development Agency, als auch was den Auslandskatastrophenfonds betrifft, doch zu erhöhen. Dieser Antrag wird gerade verteilt. Die Regierungsparteien haben also die Chance, dann am Donnerstag einem Antrag zuzustimmen, mit dem sie ihrem eigenen Regierungsprogramm nachkommen könnten, nämlich in Richtung 0,7 Prozent des BNE für Entwicklungszusammenarbeit zu kommen. Das ist zwar ein kleines Schritterl – wir fordern konkret eine Erhöhung von 20 Prozent für ADA und AKF –, aber immerhin wäre es ein Schritt in Richtung Ihres Regierungsprogramms. Das wäre doch etwas. Ich hoffe, Sie sind dann alle dabei, wenn wir am Donnerstag abstimmen. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Brandstätter und Brandstötter.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter.
Herr Minister, tut mir leid, aber wenn Sie uns im Ausschuss auf Nachfrage sagen, dass Sie natürlich wollen, dass so viel wie möglich ODA-anrechenbar ist, dann glaube ich, dass man das schon wesentlich differenzierter diskutieren muss, als das momentan der Fall ist, denn das, was da mit Budgetkosmetik passiert, ist wirklich, wirklich unmoralisch, unethisch und auch politisch überhaupt nicht sauber. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter.)
Beifall bei der ÖVP.
schnell und unkompliziert Hilfe zu ermöglichen. Sie sind in diesem Bereich ja extrem engagiert, auch da meine große Wertschätzung, aber ich finde, es wäre auch einmal angebracht, dass man sagt: Das ist auch einmal ein Erfolg und es geht in die richtige Richtung. – Natürlich kann es immer mehr sein, aber man kann auch einmal das, was da ist, honorieren, und ich würde das gerne an dieser Stelle tun. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Disoski.
Der zweite Aspekt, den Sie angesprochen haben, betrifft die Impfdosen. Wie Sie ja selbst wissen, sind die Impfstoffe, die Österreich anderen Ländern zur Verfügung stellt – wenn ich richtig informiert bin, da vor allem auch rund um den Westbalkan –, natürlich und selbstverständlich keine Impfstoffe, die abgelaufen sind. Da geht es auch nicht um die Anrechnung wegen der ODA oder sonst irgendetwas, sondern es geht ausschließlich darum, Länder zu unterstützen, die unsere Hilfe brauchen. Das machen wir und ich bin sehr, sehr dankbar, dass diese Initiative auch gestartet wurde. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Disoski.)
Beifall bei der ÖVP.
An dieser Stelle ein ganz, ganz großes Dankeschön an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ich habe vorher eine SMS von einer lieben ehemaligen Kollegin bekommen, die gesagt hat, sie sieht zu. Ihr stellvertretend: Du seist gegrüßt – und auch alle Kolleginnen und Kollegen, die in Österreich oder in den Vertretungen vor Ort sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich möchte zum Abschluss noch erwähnen, dass das Thema – du hast es auch schon angesprochen – Amtssitz ein wirklich wichtiges Thema ist, nicht nur für uns, für die Außenpolitik, sondern auch für die Standortpolitik. Du hast von der Wertschöpfung gesprochen. Alleine diese Kontakte, die man in diesem Rahmen auch in Österreich nutzen kann, diese bilateralen Gespräche, die am Rande stattfinden – ich weiß, wie wichtig sie sind, ich weiß, wie du sie führen wirst. Es hilft uns allen, vielen herzlichen Dank! – Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Brandstätter: Wir kriegen ja immer mehr zurück!
Trotz alldem, trotz Krise und obwohl wir jeden Cent jetzt hier in Österreich dringend brauchen würden, zahlen wir jedes Mal mehr und mehr und noch mehr in die Europäische Union ein. Das, sehr geehrte Damen und Herren, halte ich nicht nur für absolut unverantwortlich, sondern gerade in der jetzigen Zeit für einen unglaublichen Verrat an den Interessen der Österreicherinnen und Österreicher. (Abg. Brandstätter: Wir kriegen ja immer mehr zurück!)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Brandstätter.
Aber nicht nur das, Sie haben auch im vergangenen Jahr unter dem Deckmantel von Corona einem der weitreichendsten Beschlüsse seit der Einführung des Euro zugestimmt, nämlich dem EU-Wiederaufbaufonds, und damit nicht nur dem gewaltigen Tabubruch einer Schuldenunion, sondern auch Zahlungen und Haftungen Österreichs in Milliardenhöhe für Pleitestaaten wie Italien, Spanien oder Frankreich. Für 3,5 Milliarden Euro, die wir wahrscheinlich bekommen werden, zahlen wir in Zukunft um die 12 Milliarden Euro. Das sind Schulden der nächsten Generation, für die Sie verantwortlich sind, sehr geehrte Damen und Herren. Wenn Sie von Solidarität sprechen, frage ich mich immer: Was ist mit der Solidarität gegenüber der eigenen Bevölkerung, der nächsten Generationen in Österreich, sehr geehrte Damen und Herren? (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Brandstätter.)
Zwischenruf des Abg. Brandstätter
Bei einer derartigen Vorgehensweise zeigt sich einmal wieder die ganze Absurdität der Europäischen Union und in welchem Paralleluniversum die Politiker teilweise leben. Aus diesem Grund bringe ich folgenden Entschließungsantrag ein (Zwischenruf des Abg. Brandstätter):
Beifall bei der FPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, hören Sie endlich mit diesem ständigen Ungarn- und Polenbashing auf, bevor noch die nächsten Länder der Europäischen Union den Rücken kehren! Statt Flüchtlingsverteilungsfantasien nachzuhängen, sollten Sie lieber dafür sorgen, dass die Milliarden, die wir nach Brüssel überweisen, endlich für einen effektiven Außengrenzschutz eingesetzt werden. Hören Sie außerdem endlich mit diesem Ausverkauf Österreichs nach Brüssel auf, sowohl finanzieller Natur als auch betreffend unsere Kompetenzen! (Beifall bei der FPÖ.)
Kurier 29.07.2021: Migration: Nehammer kritisiert erneut EU-Kommission
Der österreichische Innenminister Karl Nehammer zeigte – zumindest verbal – seine Bereitschaft, die von der neuesten Welle illegaler Massenmigration bedrohten EU-Mitgliedstaaten zu unterstützen: „Die EU-Kommission muss Polen bei der Sicherung der EU-Außengrenze unterstützen und die nötigen Mittel für die Errichtung eines robusten Grenzzaunes bereitstellen“ (Welt 10.11.2021: „Das darf sich Europa nicht gefallen lassen“). „Die Außengrenze muss auch in Litauen geschlossen werden. Es darf keine Lücken geben, das System kann so nicht funktionieren“, so Nehammer (Kurier 29.07.2021: Migration: Nehammer kritisiert erneut EU-Kommission). Auch auf bilateraler Ebene bat Nehammer Unterstützung an.
Beifall bei den NEOS.
Diese Budgeterhöhung ist möglich, Sonderbudgets sind möglich, und ich bitte Sie, noch einmal darüber nachzudenken, ob wir nicht dieses Sonderbudget ziehen. Ich bitte Sie weiters darum, auch Evaluierung zu einer Priorität eins zu machen, denn wer effizient hilft, der hilft, wer nicht effizient hilft, der hilft eben nicht. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei FPÖ.
Ich habe vorhin Kollegin Dziedzic zugehört und teile ihre Bedenken, was die vielen Konflikte rund um den Globus und auch die vielen Probleme, die es im Zusammenhang mit Menschenrechten gibt, betrifft. Ich hoffe, dass Kollegin Dziedzic auch einmal sieht, was sich im eigenen Land abspielt: dass hier unschuldige Menschen zu Hause einfach interniert werden. Dafür ist ihre Partei mitverantwortlich. Man muss ja schon fast hoffen, dass es irgendwelche internationalen NGOs gibt, die sich auch einmal um die Österreicher kümmern, wenn das so weitergeht. (Beifall bei FPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP
so gut geht, Staatsbesuche abhalten, werden sofort Impfdosen verteilt. Auch darüber sollte man sprechen können (Zwischenruf bei der ÖVP), nicht nur, wie diese dort hinkommen, sondern auch, was wir dafür bezahlen.
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundesminister, diese Ungerechtigkeit – und Brasilien ist jetzt nur exemplarisch genannt worden – sollten Sie also aus meiner Sicht schleunigst auf gerade stellen, und man sollte wirklich schauen, dass die Auslandsösterreicher mindestens genauso gut behandelt werden wie andere Länder rund um den Globus. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich halte es für ganz dringend notwendig, dass man zumindest dieses Signal vom Hohen Haus aussendet, und wenn wir nicht in der Lage sind, dieses Signal auszusenden, dann tun Sie, Frau Kollegin Dziedzic – mit Verlaub –, mir echt leid. Dann brauchen Sie den moralischen Zeigefinger vor allem in Richtung der FPÖ überhaupt nicht mehr zu heben, denn dann haben Sie sämtlichen Kredit, den man Ihnen in der Entwicklungshilfe gegeben hat, schon längst verbraucht; das sage ich an dieser Stelle. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich hoffe, wir kommen in den nächsten Wochen zu einem besseren Standpunkt im Zusammenhang mit der österreichischen Außenpolitik. Ich lade Sie dazu ein, mit uns in Verhandlung zu treten. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist einer der Gründe, warum wir diesem Budget nicht zustimmen können, obwohl Sie, Frau Ministerin, ambitioniert sind. Wir hoffen einfach, dass da mehr Durchschlagkraft an den Tag gelegt wird und Sie sich für die österreichische Justiz sehr starkmachen werden. – Danke, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
131 Millionen Euro 2020, 65 Millionen Euro 2021, das war das, was die Justiz vor dem schleichenden Tod gerettet hat, womit ihr Bundesministerin Alma Zadić das Überleben gesichert hat. Nachdem das System zuvor jahrelang kaputtgespart worden war, konnte die Justiz mit diesen Mitteln am Leben erhalten und aufgepäppelt werden. Es wurden zum Beispiel dringend benötigte Stellen in allen Bereichen geschaffen – an den Gerichten, bei den Staatsanwälten und auch in den Justizanstalten – und es wurden Ressourcen zur Verfügung gestellt, um ein effizientes Arbeiten zu ermöglichen. Das Überleben ist jetzt gesichert und es können auch zukunftsgerichtete Projekte angegangen werden. Dafür gibt es erneut eine Aufstockung des Budgets um 76 Millionen Euro. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Ich habe das letzte Mal meine Rede hier mit einem leisen leider beendet und die Frau Justizministerin die ihre mit einem Versprechen, und zwar ging es damals eben genau um die Gebühren für die Gerichtsdolmetscherinnen und Gerichtsdolmetscher. Diese haben seit Jahren dringend eine Erhöhung gefordert, und dieses Versprechen wird mit diesem Budget eingelöst. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Natürlich geht immer mehr, aber wir haben jetzt aus: ausbeuterisch wenig, ein: fair entlohnt, gemacht, und ich denke doch, dass das ein wichtiger, wenn zugegebenermaßen auch längst überfälliger Schritt war. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Gewaltschutz. Für diesen Bereich stehen 5,6 Millionen Euro an zusätzlichen Mitteln zur Verfügung. Ein wichtiger und großer Teil dieses Bereichs ist die Jugend- und Familiengerichtshilfe. Diese Einrichtung ist so wichtig, um den Opfern zu ihrem Recht zu verhelfen, um ihnen eine Stimme zu geben, um ihnen Gehör zu verschaffen, und da werden auch 20 zusätzliche Stellen geschaffen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Auch das Antigewalttraining darf in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben. Auch dafür steht fast eine halbe Million Euro zur Verfügung, damit ein Vorfall, der vor Gericht landet, nicht mehr der erste einer sich immer weiter drehenden Gewaltspirale ist, sondern das Ende einer langen Leidensgeschichte. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Somit ende ich auch diesmal, wie ich vorhin schon einmal geendet habe: Lassen wir die Justiz arbeiten und geben wir ihr die notwendigen Mittel! – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Ein zweiter Punkt, der auch immer wieder von uns genannt wird, betrifft einen ganz anderen Bereich, nämlich den der Justizanstalten: dass die Insassen nicht sozialversichert sind. Sie sind zwar arbeitslosenversichert, aber sonst nicht sozialversichert. Das heißt, sie werden wie Privatpatienten behandelt, und es wird auch wie für Privatpatienten bezahlt, und das kostet enorme Summen, die so nicht notwendig wären. Wir fordern daher Jahr für Jahr – und ich fordere es auch heute wieder –, dass hier endlich einmal eine gesetzliche Regelung getroffen wird, durch die die Insassen von Justizanstalten in die normale Sozialversicherung aufgenommen werden. Es kann ja nicht sein, dass die Justizwachebeamten letztendlich schlechter oder weniger zuvorkommend behandelt werden als die Insassen der Justizanstalten selbst – abgesehen von dem großen finanziellen Aufwand. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Es sind vier so wichtige Themenstellungen, denen sich all die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im gesamten Justizbereich – Menschen, die in der Rechtsprechung, in der Strafverfolgung, in den Justizanstalten als Wachpersonal, in den Schreibstuben und auch in der Rechtspflege tätig sind – verschrieben haben. – Danke dafür, danke ihnen allen, denn sie schaffen genau diesen Rechtsfrieden und diese Rechtssicherheit in Österreich, die wir so dringend brauchen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir brauchen das Geld für ganz wichtige Schwerpunktsetzungen im Bereich des Gewaltschutzes. Meine Damen und Herren! Mit heutigem Tag sind es alleine 26 Frauenmorde, die in diesem Jahr in Österreich begangen wurden. – Da gilt es hinzuschauen, da gilt es, etwas zu tun: beim Gewaltschutz, bei der Prävention – dafür ist Geld vorgesehen –, bei Infokampagnen darüber, wohin sich Frauen wenden können. Es ist dies ein Thema, das so wichtig ist, dass wir alle, Männer und Frauen in Österreich, zusammenstehen müssen, um das zu beenden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine Damen und Herren! Nochmals: Ich glaube, wir haben ein gutes, ausgewogenes Budget mit guten Schwerpunktsetzungen. Vor allem möchte ich mich bei den Menschen, die das Fundament unseres Rechtsstaats bilden, bei allen jenen, die in den verschiedenen Bereichen der Justiz tätig sind, herzlich bedanken, denn sie erbringen jeden Tag ihre Leistung für sein gutes Funktionieren. Dafür sei herzlichst gedankt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Jachs.
Abgeordneter Dr. Johannes Margreiter (NEOS): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Justizministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher vor den Bildschirmen, sofern noch jemand da ist! Im Rahmen seiner Budgetrede hat der Herr Finanzminister am 13. Oktober zum Justizbudget Folgendes ausgeführt: „Wir werden im Bereich der Justiz Mittel zur Umsetzung des Terrorbekämpfungspakets aufstocken.“ – Es geht dem Herrn Minister also budgetär um die Terrorbekämpfung. Wer wird ihm widersprechen, dass Terrorbekämpfung in Zeiten wie den unseren ein wichtiges Thema ist? (Zwischenruf der Abg. Jachs.)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Silvan.
Sehen wir aber den Tatsachen einmal ins Auge und reden wir über die Relationen! Rücken wir die dringlichen Themen vor die wichtigen, die grundlegenden vor die zusätzlichen! Es ist nicht der Terror, der unser Land im Würgegriff hält, auch nicht der fundamentalistische Islamismus. Es sind die Machenschaften, die derzeit vornehmlich die WKStA befassen, die unser Land im Würgegriff halten. Es ist unethisches Verhalten. Es ist gekaufte, schamlose Meinungsmache, die unser System korrupt unterwandert. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Silvan.)
Zwischenruf des Abg. Haubner
Für einen österreichischen Wertekompass, der politischen Extremismus verhindern soll, braucht es kein Feindbild von fanatischen Gotteskriegern oder ideologischen Fanatikern. Die Bedrohung unserer gesellschaftlichen Realität und unserer gesellschaftlichen Integrität ist aktuell ein Herr Schmid, der nach dem Motto: „Wer zahlt schafft an“, glaubt, sich über jede moralische und gesetzliche Grenze hinwegsetzen zu können. Das ist auch ein Herr Kurz, der in staatstragender Funktion diese Umtriebe nicht nur gutheißt, sondern auch noch befeuert (Zwischenruf des Abg. Haubner), und das ist natürlich auch ein Minister, der demokratische Kontrollinstitutionen wie einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss monatelang zum Narren hält. Ich sage nur das Stichwort: Ich habe ja alles geliefert! – Ja, das stimmt, er hat wirklich alles geliefert. Er und seine türkise Chatgruppe haben wirklich alles getan, um diesen ihren Sumpf zum Naturschutzgebiet zu erklären – unter dem Motto: Trockenlegung strengstens verboten! Mitten in diesem Sumpf – ich zitiere den „Standard“ –: ein „Blümchen“. – Dem entgegenzuwirken ist das Gebot der Stunde.
Zwischenruf des Abg. Wurm.
der Abgeordneten Dr. Stephanie Krisper, Kolleginnen und Kollegen betreffend „Mehr Personalressourcen für die WKStA“ (Zwischenruf des Abg. Wurm.)
Beifall bei den NEOS.
Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Bundesministerin für Justiz Dr. Alma Zadić, LL.M.: Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren Abgeordnete! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Die unabhängige und starke Justiz ist von zentraler Bedeutung für unsere Gesellschaft, und zwar für ein gerechtes Miteinander, denn sie schützt die Schwächsten unserer Gesellschaft und sorgt auch für den Rechtsfrieden. Das Budget des Justizministeriums wird 2022 um 76,4 Millionen Euro aufgestockt. Damit ist es gelungen, die erfolgreiche Trendwende fortzusetzen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Ja, und damit konnten wir auch den viel zitierten stillen Tod der Justiz abwenden. Nach einer Erhöhung 2020 um 131 Millionen Euro, 2021 um 65 Millionen Euro konnten wir jetzt 76,4 Millionen Euro dazubekommen. Damit können wir die sehr hohen Kosten des laufenden Betriebes tragen. Man muss dazusagen, die Justiz ist ein personalstarkes Haus, daher ist es einfach notwendig, da auch in Personal zu investieren. Zusätzlich zur Aufrechterhaltung des laufenden Betriebes konnten wir durch diese Aufstockung die Unabhängigkeit der Justiz weiterhin strukturell absichern und zusätzlich auch Schwerpunkte auf gewisse Projekte legen, insbesondere im Bereich des Gewaltschutzes, der Prozessbegleitung und natürlich auch der Weiterentwicklung der modernen und unabhängigen Justiz. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sie wissen, der Kampf gegen häusliche Gewalt und Gewalt gegen Frauen ist mir ein wichtiges Anliegen, denn wir müssen alles daran setzen, um diese Gewaltspirale endlich zu durchbrechen. Heute zählen wir den 26. Frauenmord. Allein in diesem Jahr wurden zusätzlich 40 Frauen beinahe ermordet. – Das ist ein Auftrag, das ist ein Auftrag an die Politikerinnen und Politiker in diesem Land! Und ja, wir als Bundesregierung nehmen zusätzlich 24 Millionen Euro in die Hand, um diese Gewaltspirale zu durchbrechen, allein 5,6 Millionen Euro innerhalb der Justiz für den Gewaltschutz. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Wir fördern damit Antigewalttrainings, Männerberatung, aber auch die Familien- und Jugendgerichtshilfe bekommt endlich die geforderten Ressourcen. Ja, und alles dem einen Ziel verschrieben: diese Gewaltspirale zu durchbrechen.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn wir uns den heutigen Frauenmord anschauen, müssen wir sagen: Er ist an Brutalität und Frauenhass einfach nicht zu überbieten – und das ist ein Auftrag an uns alle. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Viel Kritik hat es heuer auch am Bundesverwaltungsgericht gegeben. Man hat gerügt, dass die Asylverfahren viel zu lange dauern. Ja, bei meinem Amtsantritt lag der Rückstand bei 40 000, das heißt, 40 000 Verfahren waren noch offen. Wir haben im letzten Budget dafür gesorgt, dass 80 vorgesehene Stellenkürzungen nicht stattfanden, und wir haben zusätzlich 30 Stellen für juristische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazubekommen. Auch heuer setzen wir das fort, denn auch heuer gibt es mehr Planstellen, sowohl für die Richterinnen und Richter im Bundesverwaltungsgericht als auch für die juristischen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ein weiteres Projekt, das heute auch mehrfach angesprochen wurde, ist die Digitalisierung der Justiz. Ja, das ist mir auch ein zentrales Anliegen, ich möchte, dass die gesamten Bezirksgerichte, dass die Landesgerichte und auch alle Staatsanwaltschaften einen voll digitalisierten Akt haben. Das kostet Geld, deswegen habe ich von Anfang an Geld in diesen Bereich investiert – und ich kann Ihnen heute mit Stolz sagen: Im ersten Quartal des nächsten Jahres wird die gesamte Staatsanwaltschaft umgestellt sein, nämlich auf den digitalen Akt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Letztes Jahr habe ich etwas versprochen. Ich habe letztes Jahr bedauert, dass wir die Dolmetschergebühren nicht erhöhen konnten, und ich habe versprochen, dass ich mich beim nächsten Budget dafür einsetzen werde, gemeinsam mit dem Innenminister, die Dolmetschergebühren zu erhöhen. Das haben wir gemacht, und es war auch endlich Zeit dafür, denn 14 Jahre lang wurden die Dolmetschergebühren nicht erhöht. Wir als Bundesregierung haben es gemeinsam geschafft, diese Stundensätze deutlich zu erhöhen. Ja, das ist wichtig für die Rechtsstaatlichkeit, denn jeder hat ein Recht auf einen gesetzlichen Richter. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ja, ich weiß, dass der Straf- und Maßnahmenvollzug zwar zusätzliche Budgetmittel bekommen hat, ich weiß aber auch, dass die Zahlen im Maßnahmenvollzug leider enorm steigen und dass damit auch verbunden sein wird, dass es da auch steigende Kosten geben wird, aber wir als Bundesregierung setzen alles daran, dass wir das auch in den Griff bekommen, dass wir die Justizanstalten ausbauen und auch mit der anstehenden Maßnahmenreform das Ganze gut strukturiert auf den Weg bringen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
ganz herzlich auch den Beamtinnen und Beamten in meinem Haus danken, allen voran jenen in der Präsidialsektion, die mich in den Budgetverhandlungen, aber auch im Ausschuss sehr unterstützt haben, gemeinsam auch mit der Generaldirektion. Ein herzliches Danke an die Beamtinnen und Beamten! – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Wir Grüne sind angetreten, um all das zu ermöglichen, und zwar nachhaltig; und zum dritten Mal ist uns ein Schritt in diese Richtung gelungen. Das sind keine Einzelschritte mehr, das ist schon ein Weg – der grüne Weg der Justizpolitik. (Beifall bei den Grünen.)
Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.
Ich als Strafverteidiger weiß, wie quälend lange Strafprozesse sein können und wie man die Wände hochgeht, wenn man Monat für Monat immer noch nicht weiß, ob und wofür man überhaupt angeklagt wird. Manche in diesem Haus wissen das auch und ich beneide keine und keinen von ihnen. Sie alle haben so wie jeder Mensch in Österreich das Recht, nicht nur auf die Unschuldsvermutung und auf einen fairen Prozess, sondern auch auf eine rasche Entscheidung. Das braucht Geld, das muss man ausverhandeln, jedes Jahr aufs Neue, und das haben wir auch heuer wieder geschafft – der grüne Weg der Justizpolitik. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen.
Zu diesem Weg gehört aber auch, die unabhängige Justiz nicht nur in ihren finanziellen Bedürfnissen ernst zu nehmen, sondern sie auch gegen Attacken zu verteidigen, egal von welcher Seite, und die Grenze zu ziehen zwischen der immer zulässigen, ja notwendigen Kritik an einzelnen Entscheidungen auf der einen Seite und der Verunglimpfung, der pauschalen Kritik an ganzen Behörden auf der anderen Seite; die lassen wir nicht zu – auch das ist der grüne Weg. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
auch im nächsten Jahr ein paar Stürme erleben, aber es wird nicht untergehen. – Danke an die Frau Justizministerin und alle, die das möglich gemacht haben. – Danke fürs Zuhören. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich möchte mich abschließend beim Berufsverband bedanken, der da sehr, sehr hartnäckig war, sehr präzise auch in seinen Forderungen und auch sehr offen für jeden Austausch, und ganz besonders bei Funda Sel, das ist die Gerichtsdolmetscherin, mit der ich ganz viel Kontakt hatte, die mir sehr, sehr viele Inputs für die Arbeit geliefert hat – danke. Das ist wirklich ein großer Schritt vorwärts für die etwa 850 Gerichtsdolmetscherinnen und -dolmetscher, die wir in Österreich haben. Also: fein so. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Sehr geehrte Damen und Herren! Als Sprecher für Wohnen und Bauten der ÖVP darf ich die Diskussion nutzen, auch das Thema Wohnen in Zusammenhang mit diesem Budget anzusprechen. Ich spreche von den geplanten Anhebungen der Sanierungsrate in Richtung 3 Prozent und dem geplanten Ausstieg aus fossilen Heizungssystemen. Damit werden von 2022 bis 2025 insgesamt 1 290 Millionen Euro, zusätzlich weitere – zumindest – 280 Millionen Euro für einkommensschwache Haushalte, bereitgestellt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Was bedeutet das für 2022? – 350 Millionen Euro für die thermische Sanierung und für die Aktion Raus aus Öl, 90 Millionen Euro für den Umstieg auf klimafreundliche Heizungen und 60 Millionen Euro für die thermische Sanierung im mehrgeschoßigen Wohnbau, also insgesamt 500 Millionen Euro. Dazu kommen noch Förderungen für thermische Sanierungen von betrieblichen und kommunalen Gebäuden in Ortskernen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Das ist eine enorme und wichtige Summe, um unseren Gebäudebestand klimafit zu machen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
In diesem Sinne: Es wurde nichts erreicht. Wir hoffen auf Besserung. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben bereits in den letzten beiden Jahren mehr Geld in diese Waagschalen hineingelegt und wir machen das auch heuer wieder. Man könnte es in andere Worte fassen und sagen, dass die Justiz mit diesem Budget um 215 Millionen Euro mehr zur Verfügung hat, als sie es noch vor drei Jahren hatte. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Deimek: Jetzt wissen wir wieder, warum sich die Athene vom Parlament abwendet: weil sie mit der Justitia verwechselt wird!
Unser oberstes Ziel muss es auch sein, für Rechtssicherheit und Rechtsfrieden zu sorgen, denn diese zwei Komponenten sorgen für innere Sicherheit, und das machen wir auch mit diesem Budget. (Abg. Deimek: Jetzt wissen wir wieder, warum sich die Athene vom Parlament abwendet: weil sie mit der Justitia verwechselt wird!)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ich möchte nur zwei Punkte herausgreifen: Wir stärken den Gewaltschutz. Es wurde heute schon angesprochen: Wir wollen, dass keine Frau, kein Kind in Angst vor häuslicher Gewalt leben muss, und darum ist es richtig, dass wir hier mehr Geld zur Verfügung stellen und daran arbeiten. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Krisper
der ÖVP.) Allen Kolleginnen und Kollegen, die immer liebend gern mit dem Zeigefinger der Moral auf andere zeigen, möchte ich wirklich sagen, wenn sie das tun (Zwischenruf der Abg. Krisper), zeigen immer drei Finger auf sie zurück. (Abg. Deimek: Richtig, das hat schon die Justitia gewusst und ... auch gesagt!)
Abg. Deimek: Richtig, das hat schon die Justitia gewusst und ... auch gesagt!
der ÖVP.) Allen Kolleginnen und Kollegen, die immer liebend gern mit dem Zeigefinger der Moral auf andere zeigen, möchte ich wirklich sagen, wenn sie das tun (Zwischenruf der Abg. Krisper), zeigen immer drei Finger auf sie zurück. (Abg. Deimek: Richtig, das hat schon die Justitia gewusst und ... auch gesagt!)
Abg. Deimek: Ich glaube, das ist das ... Fremdenverkehrsbudget!
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, ein abschließender Satz noch zum Budget: Als Juristin freut es mich wirklich, dass dieses Budget der Justiz auch den Stellenwert einräumt, den sie verdient (Abg. Deimek: Ich glaube, das ist das ... Fremdenverkehrsbudget!), dass wir mehr Geld zur Verfügung stellen, denn eine funktionierende Justiz kostet Geld und das ist sie uns auch wert. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, ein abschließender Satz noch zum Budget: Als Juristin freut es mich wirklich, dass dieses Budget der Justiz auch den Stellenwert einräumt, den sie verdient (Abg. Deimek: Ich glaube, das ist das ... Fremdenverkehrsbudget!), dass wir mehr Geld zur Verfügung stellen, denn eine funktionierende Justiz kostet Geld und das ist sie uns auch wert. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Deimek: Tatsächliche Berichtigung!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordnete Becher. – Bitte sehr, Frau Abgeordnete. (Abg. Deimek: Tatsächliche Berichtigung!)
Beifall bei der SPÖ.
Wir brauchen echte Lösungen. Das Problem muss gelöst werden und nicht das Symptom. – Machen Sie endlich ein Mietrecht, das die Spekulation bekämpft, verbieten Sie endlich befristete Mietverträge, denn durch die werden nur die Spekulanten gefördert und die Gerichte belastet! Beschließen Sie endlich das Bestellerprinzip für Immobilienmakler, was ja ÖVP-Altkanzler Kurz schon im Wahlkampf versprochen hat, und machen Sie Gesetze, die funktionieren, und dadurch die Justiz gesund, anstatt ein weiteres Pflaster für die Justiz aufzukleben! Das geht nicht so weiter. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Sie haben ja im „Morgenjournal“ – ich habe mir das aufmerksam angehört – gesagt, Sie verwehren sich dagegen, dass pauschale Kritik an der Staatsanwaltschaft, insbesondere an der WKStA, geübt wird. – Da gebe ich Ihnen schon recht: Die Kritik sollte zielgerichtet und nicht pauschal sein. Ich würde mir aber wünschen, dass Sie das vice versa genauso sehen. Ich persönlich empfinde es nämlich auch als pauschale Kritik, wenn vonseiten der WKStA eine politische Einflussnahme auf Verfahren artikuliert wird, die dann aber nicht belegt werden kann, die sogar vom Gruppenleiter der WKStA im Untersuchungsausschuss ausdrücklich als nicht gegeben bezeichnet wird. Das ist keine Einbahnstraße, das sind kommunizierende Gefäße, und es darf sich die Justiz auch nicht wundern, wenn sie so pauschal mit der Politik umgeht, dass sie dann auch auf diesem Spielfeld steht und sich Kritik gefallen lassen muss. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Eines sage ich hier auch, weil mich das vormittags schon etwas verwundert hat: Das Gutachten eines Strafrechtsprofessors, wird hier, nur weil es im Inhalt der Meinung der Opposition und der linken Jagdgesellschaft nicht entspricht, ganz pauschal - - (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Ja, der Herr Kollege Krainer, ich weiß es eh. Ich frage mich, wo die Expertise des Kollegen Krainer ist (Zwischenruf des Abg. Matznetter), um sich mit diesem Gutachten auseinanderzusetzen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wenn die Expertise aus seinen Strafanzeigen stammt, dann weiß ich, dass es mit ihr nicht weit her ist, denn die waren weitgehend erfolglos.
Zwischenruf des Abg. Matznetter
Eines sage ich hier auch, weil mich das vormittags schon etwas verwundert hat: Das Gutachten eines Strafrechtsprofessors, wird hier, nur weil es im Inhalt der Meinung der Opposition und der linken Jagdgesellschaft nicht entspricht, ganz pauschal - - (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Ja, der Herr Kollege Krainer, ich weiß es eh. Ich frage mich, wo die Expertise des Kollegen Krainer ist (Zwischenruf des Abg. Matznetter), um sich mit diesem Gutachten auseinanderzusetzen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wenn die Expertise aus seinen Strafanzeigen stammt, dann weiß ich, dass es mit ihr nicht weit her ist, denn die waren weitgehend erfolglos.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Eines sage ich hier auch, weil mich das vormittags schon etwas verwundert hat: Das Gutachten eines Strafrechtsprofessors, wird hier, nur weil es im Inhalt der Meinung der Opposition und der linken Jagdgesellschaft nicht entspricht, ganz pauschal - - (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Ja, der Herr Kollege Krainer, ich weiß es eh. Ich frage mich, wo die Expertise des Kollegen Krainer ist (Zwischenruf des Abg. Matznetter), um sich mit diesem Gutachten auseinanderzusetzen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wenn die Expertise aus seinen Strafanzeigen stammt, dann weiß ich, dass es mit ihr nicht weit her ist, denn die waren weitgehend erfolglos.
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wenn man natürlich lieber die Analysen im „Falter“ und die scharfen Schlüsse des Herrn Klenk liest, dann muss ich sagen: Lieber lese ich die eines Strafrechtsprofessors. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das sei hier nur am Rande angemerkt. (Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Wenn man natürlich lieber die Analysen im „Falter“ und die scharfen Schlüsse des Herrn Klenk liest, dann muss ich sagen: Lieber lese ich die eines Strafrechtsprofessors. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das sei hier nur am Rande angemerkt. (Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Beifall bei der ÖVP.
Was ich sage, ist, dass auch Sie, sehr geehrte Frau Bundesministerin, gefordert sind, dass diese Verfahren in angemessener – meiner Meinung nach rascher – Zeit zu entscheiden sind. Ich habe auch mit Verwunderung zur Kenntnis genommen, dass in der WKStA jetzt Kommunikationsplanstellen geschaffen werden. Ich würde mir allenfalls Ermittlungsplanstellen wünschen. Ich würde mir wünschen, dass Sie bei der Justiz, die Sie in Ruhe arbeiten lassen wollen, Ihr Augenmerk nicht nur auf die Ruhe legen, sondern auf die Arbeit, damit wir sehr rasch mit Entscheidungen rechnen können – denn das haben sich die Öffentlichkeit und die Republik auch verdient. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich muss aber abschließend zu den Ausführungen meines Vorredners, Kollegen Stocker, und zum Privatgutachten für den ehemaligen Bundeskanzler etwas sagen: Das kann man so nicht stehen lassen. Dass auf dem Privatgutachten das Logo der Universität abgebildet wird, das ist wie eine Manipulation. Das ist absolut nicht korrekt und das ist abzulehnen. (Beifall bei der SPÖ.) In diesem Gutachten wird zu den eigentlichen Vorwürfen an den ehemaligen Bundeskanzler Sebastian Kurz ja gar nichts gesagt, nämlich Beihilfe zur Untreue. Es ist ein massiver Angriff auf die Staatsanwaltschaft für Wirtschaftskriminalität und Korruption. Dass all diese gesetzten Maßnahmen, auch die Hausdurchsuchung, von einem Gericht bewilligt wurden, darauf wird gar nicht eingegangen. Das heißt, das Gutachten ist für A und F. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich muss aber abschließend zu den Ausführungen meines Vorredners, Kollegen Stocker, und zum Privatgutachten für den ehemaligen Bundeskanzler etwas sagen: Das kann man so nicht stehen lassen. Dass auf dem Privatgutachten das Logo der Universität abgebildet wird, das ist wie eine Manipulation. Das ist absolut nicht korrekt und das ist abzulehnen. (Beifall bei der SPÖ.) In diesem Gutachten wird zu den eigentlichen Vorwürfen an den ehemaligen Bundeskanzler Sebastian Kurz ja gar nichts gesagt, nämlich Beihilfe zur Untreue. Es ist ein massiver Angriff auf die Staatsanwaltschaft für Wirtschaftskriminalität und Korruption. Dass all diese gesetzten Maßnahmen, auch die Hausdurchsuchung, von einem Gericht bewilligt wurden, darauf wird gar nicht eingegangen. Das heißt, das Gutachten ist für A und F. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Ministerin, es ist nicht mehr darauf beschränkt, dass zum Martiniganslessen weniger Gäste kommen, wie wir noch vorige Woche diskutieren konnten, oder ob bei den Friseuren weniger los ist. Die Situation ist so, dass in der umsatzstärksten Zeit des österreichischen stationären Handels, nämlich der Vorweihnachtszeit, mehr als 30 Prozent der Bevölkerung die Geschäfte, bis auf den Lebensmittelhandel, Tabaktrafiken und Drogerien, nicht betreten dürfen. Ich frage Sie heute, Frau Bundesministerin, mit einer viel größeren Schärfe als im Ausschuss: Was haben Sie im Köcher? Warum sind nicht längst alle Coronahilfen zumindest bis März nächsten Jahres verlängert? Wieso nicht, Frau Bundesministerin, wie kann das sein? (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Stögmüller.
Dann höre ich, dass Mitarbeiter nicht arbeiten können, weil sie aus Ungarn kommen und eine Sputnik-Impfung haben, Touristen nicht kommen können, weil sie eine andere Impfung haben, die zwar bei der WHO zugelassen ist, aber bei uns nicht gilt. Wann beheben Sie das, meine Damen und Herren? Kann mir das irgendjemand erklären? Wir haben 2G in den Hotels und in der Gastronomie. Wieso kann der russische Tourist nicht bei uns einchecken? Wieso kann der chinesische Tourist nicht einchecken? (Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) Was spricht dagegen? Nur weil die westlichen Konzerne bei der EMA schneller waren? So weit müssen wir uns also nicht ins eigene Fleisch schneiden, und bitte – soll ich mehr zur grünen Seite hinüberschauen? –, bitte sorgt dafür, dass wir halbwegs eine Liberalität haben, wenigstens einen Fuzel unseres Wintertourismus retten können.
Beifall bei der SPÖ.
Das wäre ein Beitrag: dass Sie, wenn Sie schon einen „Sommer wie damals“ gefeiert haben, in der Folge wenigstens nicht mit dieser Pendeluhrschlafmethode weitermachen. Das ist nämlich nicht nur für die Gesundheit, sondern auch für die Wirtschaft lebensgefährlich. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Frau Minister, ich denke, Sie setzen die richtigen Schwerpunkte, und mit unserer Unterstützung können Sie auf jeden Fall rechnen. – Danke vielmals. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Wenn wir jetzt noch anschauen, was Sie für den Standort Österreich tun, sehen wir: Da fehlt es ja auch komplett. Die Standortpolitik dieser Regierung ist, möchte ich einmal sagen, massiv überschaubar. Wir haben immer noch die höchste Steuerbelastung, wir haben noch massive bürokratische Hürden in unserem System. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Die hohen Lohnnebenkosten sind noch immer ein Thema, die kalte Progression wird nicht abgeschafft; Fachkräftemangel, Lehrlingsmangel – nichts wird dagegen getan.
Abg. Michael Hammer: Das ist ein Blödsinn!
Sie tun nichts dafür, dass wieder mehr Menschen in Österreich den Lehrberuf angehen, also eine Lehre beginnen, und damit wieder Facharbeiter in den Branchen zur Verfügung stehen. (Abg. Michael Hammer: Das ist ein Blödsinn!) Wenn man sich die Branchen ein bissel anschaut – ein Touristiker ist hier, der Kollege aus dem Gailtal –, muss man sagen, es ist eigentlich auch erschreckend, dass sich im Gastronomiebereich von 2005 bis 2019, 2020 die Lehrlingszahlen halbiert haben. Das heißt, die Branche hat damals noch 14 000 Lehrlinge ausgebildet, heute ist sie bei 8 000 Lehrlingen. Insgesamt sind es überhaupt nur 7,5 Prozent, die der Tourismus an Lehrlingen ausbildet. Da sind das Gewerbe und das Handwerk mit 50 Prozent noch top. Die bilden wenigstens noch Lehrlinge aus, die Touristiker bilden aber keine Lehrlinge aus.
Abg. Loacker: ... Ich weiß nicht, ob das für den Kickl spricht!
dass man endlich einmal einen Strategiewechsel machen sollte – Sie sagen ja täglich: impfen, impfen, impfen, drängen die Leute in die Impfung hinein, drängen Kinder in die Impfung hinein, drängen jeden Unternehmer und den Mitarbeiter in die Impfung hinein ‑, haben Sie sich darüber lustig gemacht. Klubobmann Wöginger hat sich darüber lustig gemacht. Heute lese ich im „Exxpress“: „Schramböck kritisiert Mückstein-Chaos: ‚Fokus sollte auf Medikamenten liegen‘“. – Frau Minister, es freut mich, dass Sie offensichtlich die Strategie ändern und jetzt auch auf eine medikamentöse Behandlung setzen. (Abg. Loacker: ... Ich weiß nicht, ob das für den Kickl spricht!) Es widerspricht aber total der derzeitigen Linie dieser Bundesregierung. Vielleicht können Sie uns das noch erklären.
Beifall bei der FPÖ.
Ich freue mich auf Ihre Zustimmung. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Kaufmann.
Ein Thema, das noch gar nicht behandelt wurde, ist das Personal, ist die Personalplanung. Ich danke Ihnen für die – ich nenne es einmal so – Weitsicht, die Bundeswettbewerbsbehörde mit zusätzlichen Personalstellen auszustatten. Es erfolgt eine Ausweitung von 43 auf 49 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das bedeutet, dass die Bundeswettbewerbsbehörde in Zukunft noch wirksamer sein kann. Warum ist das wichtig? – Beispielsweise weil sie aktiv gegen illegale Preisabsprachen vorgeht und damit garantiert, dass in Österreich der Wettbewerb funktioniert. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Kaufmann.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Gabriela Schwarz.
Mein dritter Punkt ist jener, der bereits sehr heftig von Kollegen Matznetter angesprochen wurde: Natürlich werden wir uns Gedanken machen. Wir werden uns intensive Gedanken über weitere Wirtschaftshilfen machen, und auch da wird etwas passieren. Bisher ist es gut gelungen, die Unternehmen und die arbeitende Bevölkerung zu unterstützen. Das wird auch 2022 gelingen, da bin ich sehr zuversichtlich. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Gabriela Schwarz.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Man kann natürlich ganz viel Arbeit jenseits der Budgetzahlen machen. Wenn Sie in die morgige Ausgabe des „Kuriers“ schauen, werden Sie lesen, dass Wifo-Chef Gabriel Felbermayr der Regierung, was die Wirtschaftshilfen und ihre Zielsicherheit anbelangt, ein sehr schlechtes Zeugnis ausstellt, weil es in manchen Bereichen zu einer sichtbaren Überförderung gekommen ist – ich sage nur: Umsatzersatz für die Gastronomie im November letzten Jahres – und man in anderen Bereichen eben nicht treffsicher genug war. Felbermayr sagt, man hätte den Sommer nützen können, um zu überlegen, wie eine Förderung strukturiert sein muss, damit sie treffsicher ist. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Niss.
Wir haben auch über die Investitionsprämie, die in der Steuerreform vorgesehen ist, gesprochen. Ja, es ist gut, wenn die Unternehmen eine Investitionsprämie für Investitionen bekommen, wir hätten das jedoch breiter gefasst. Wir hätten uns vorgestellt, dass man auch für Investitionen in Form einer Beteiligung an einem anderen Unternehmen eine solche Prämie geltend machen kann, weil man dadurch beispielsweise Start-ups neue Finanzierungsmöglichkeiten eröffnet und die Abhängigkeit der österreichischen Unternehmensfinanzierung vom Bankensektor reduzieren kann. Das ist leider nicht passiert. (Zwischenruf der Abg. Niss.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Kollege Angerer hat vorhin noch angesprochen, dass Sie vom Herrn Gesundheitsminister mehr Medikamenteneinkauf fordern. Einerseits macht den Medikamenteneinkauf in Österreich ja nicht der Gesundheitsminister – das machen entweder die Spitalsträger oder die Sozialversicherung –, andererseits: Selbst wenn man mehr Medikamente einkauft, bringt das nichts. Man kann natürlich das viel zitierte Pferdeentwurmungsmittel von Herrn Kickl einkaufen, das in Oberösterreich ausverkauft ist. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Da freuen sich ein paar, wenn sie es kriegen. Es wird wahrscheinlich überdosiert
Heiterkeit bei NEOS, ÖVP und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Hauser.
genommen, weil viele Leute versehentlich die Portion nehmen, die für ein Pferd vorgesehen war; das ist für den Menschen natürlich zu viel. (Heiterkeit bei NEOS, ÖVP und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Hauser.)
Beifall bei NEOS, ÖVP und Grünen.
Vielleicht haben Sie aber auch an ein Medikament von der Firma MSD gedacht, das viel in den Medien ist, aber – überlegen Sie sich das! – um einen schweren Covid-Fall zu verhindern, müssten Sie dieses Medikament 70 000 Menschen geben. Das ist dann halt ein bisschen viel Streuverlust auf dem Weg zum Ziel, da bin ich am Ende des Tages doch lieber fürs Impfen. – Bitte gehen Sie impfen! (Beifall bei NEOS, ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Noch kurz zu der Rede des Nationalratsabgeordneten Angerer: Es geht darum, dass jeder Euro richtig und gut ausgegeben ist. Ich bereue keinen einzigen Euro, den wir in die österreichischen Unternehmen investiert haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Gegen die Pandemie hilft eines: impfen, impfen und nochmals impfen. Das sage ich nicht nur, weil es das Thema der Gesundheit der Österreicherinnen und Österreicher betrifft, sondern es geht auch um jeden Arbeitsplatz. Da gilt es jetzt für jene, die noch nicht geimpft sind, aufzuwachen, mitzumachen und Verantwortung zu übernehmen, nicht nur für sich selbst, sondern insbesondere für die nächsten Generationen, für unsere Kinder und für die Enkelkinder, denn es ist nicht gottgegeben und nicht selbstverständlich, dass es in Österreich diesen Wohlstand gibt. Da muss jeder und jede etwas beitragen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP
Ich habe heute etwas von Herrn Nationalratsabgeordneten Kaniak, FPÖ-Gesundheitssprecher, gesehen, der gesagt hat: Das Ziel der ÖVP ist „das Erhöhen der Durchimpfungsrate“. – Ja, genau! Das ist genau unser Ziel, die Erhöhung der Durchimpfungsrate, denn jeder Stich zählt (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP), jeder Erststich, jeder Zweitstich und jeder Drittstich.
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte die FPÖ noch einmal dazu auffordern und sie auch dazu anhalten, da mitzuhelfen, denn das unterscheidet Österreich von anderen Ländern. Schauen Sie nach Frankreich, nach Italien, nach Dänemark! Da sind alle Parteien geschlossen für das Impfen, und deshalb haben sie eine höhere Impfquote. Das ist die Ursache. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Amesbauer.
Ich möchte deshalb jeden Einzelnen, der mit seinen Kindern eislaufen gehen möchte, auffordern: Lassen Sie sich impfen! (Zwischenruf des Abg. Amesbauer.) Wer sein Bier
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
im Gasthaus trinken will: Lassen Sie sich impfen! Wer Sonstiges machen will: Lassen Sie sich impfen! Das ist das Allerwichtigste, was es im Moment gibt. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Eines möchte ich noch einmal sagen: Wir haben die richtigen Maßnahmen gesetzt, und wir werden auch in Zukunft die richtigen Maßnahmen setzen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es geht auch darum, dass wir in Zukunft wieder Versorgungssicherheit in vielen Bereichen erlangen. Wir haben jetzt plakativ vor Augen geführt bekommen, was es heißt, wenn manche Wirtschaftsbereiche nicht mehr in unseren Händen sind, wenn wir von Konzernen, die weit in der Welt verstreut sind, abhängig sind. Auch das ist eine unheimliche Herausforderung für die Wirtschaft. Viele erkennen das als Chance, und wir werden an ihrer Seite gehen. – In diesem Sinne: Vielen herzlichen Dank, alles, alles Gute! Ich hoffe auf Ihre Zustimmung. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
warte ich auf den Beitrag dieser Bundesregierung. Wissen Sie, wieso? – Weil die Bürgerinnen und Bürger in diesem Land es sich verdient haben, dass Sie gefälligst Ihre Arbeit erledigen. Die machen Sie seit Monaten nicht. Immer und immer wieder hüpfen Sie in die gleichen Fehler, die Ihnen von Expertinnen und Experten prognostiziert wurden, und zwar weil Sie aus politischem Kalkül in einem Schlagabtausch mit der Freiheitlichen Partei die Gesundheitskrise zum Schaden von Österreich für sich verwendet haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Obernosterer
Ich sage Ihnen, diese Polarisierung, die Sie aus politischem Kalkül gesucht haben – dass Sie keine Lösungen fabriziert haben –, das fällt uns allen nun auf den Kopf. Die Bürgerinnen und Bürger haben sich Lösungen verdient und vor allem eines: dass Sie für die Österreicherinnen und Österreicher hart arbeiten und nicht nur in Reden – als Lippenbekenntnisse – davon sprechen. Sie nutzen das nicht, Sie bauen das Steuer- und Abgabensystem für die Klein- und Mittelbetriebe nicht um. Sie nehmen den Druck von den ArbeitnehmerInnen in diesem Land nicht weg. Sie schreiben den Istzustand, der es für viele von Tag zu Tag schwieriger macht, fort. Das müssen Sie sich heute gefallen lassen, denn in dieser Budgetvorlage finden wir überhaupt nichts, was für die Wirtschaftshilfen (Zwischenruf des Abg. Obernosterer), die nun gebraucht werden – weil Sie nicht getan haben, was zu tun gewesen wäre –, an Vorsorge getroffen worden wäre, meine sehr verehrten Damen und Herren. – Da sehen wir nichts. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage Ihnen, diese Polarisierung, die Sie aus politischem Kalkül gesucht haben – dass Sie keine Lösungen fabriziert haben –, das fällt uns allen nun auf den Kopf. Die Bürgerinnen und Bürger haben sich Lösungen verdient und vor allem eines: dass Sie für die Österreicherinnen und Österreicher hart arbeiten und nicht nur in Reden – als Lippenbekenntnisse – davon sprechen. Sie nutzen das nicht, Sie bauen das Steuer- und Abgabensystem für die Klein- und Mittelbetriebe nicht um. Sie nehmen den Druck von den ArbeitnehmerInnen in diesem Land nicht weg. Sie schreiben den Istzustand, der es für viele von Tag zu Tag schwieriger macht, fort. Das müssen Sie sich heute gefallen lassen, denn in dieser Budgetvorlage finden wir überhaupt nichts, was für die Wirtschaftshilfen (Zwischenruf des Abg. Obernosterer), die nun gebraucht werden – weil Sie nicht getan haben, was zu tun gewesen wäre –, an Vorsorge getroffen worden wäre, meine sehr verehrten Damen und Herren. – Da sehen wir nichts. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Zarits: Die Gewerkschaften, oder? Die Gewerkschaften?
Es ist mir klar, dass der Finanzminister Ihnen nach dem Kaufhaus Österreich nicht gerne Geld gibt. Sie hätten allerdings dafür kämpfen müssen, dass die Wirtschaftshilfen wieder vorbereitet sind – für das, was kommen wird, wenn ein Lockdown im Raum steht, wenn wieder Beschränkungen da sind, wenn 35 Prozent nicht in Geschäften einkaufen können und Amazon einen Vorteil hat, so wie es aufgestellt ist. Das heißt, wenn Sie die Klein- und Mittelbetriebe stärken wollen, dann brauchen die das Geld. „Koste es, was es wolle“, hat es einmal geheißen. Wir sehen nichts in Ihrer Vorlage. Es braucht Mut, dass man neue Wege geht, und zwar insofern, als man diejenigen entlastet, die dieses Land groß gemacht haben, die den Wohlstand auch wirklich erwirtschaftet haben. (Abg. Zarits: Die Gewerkschaften, oder? Die Gewerkschaften?) Das sind die Klein- und Mittelbetriebe, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in diesem Land, die Fleißigen, die sich täglich bemühen, die aber von Ihnen in diesem vorliegenden Budget nichts bekommen. Das ist ein Budget der Spenderinnen und Spender des türkisen Systems Kurz, aber nicht für die Bürgerinnen und Bürger in diesem Land. (Beifall bei der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Zarits.)
Beifall bei der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Zarits.
Es ist mir klar, dass der Finanzminister Ihnen nach dem Kaufhaus Österreich nicht gerne Geld gibt. Sie hätten allerdings dafür kämpfen müssen, dass die Wirtschaftshilfen wieder vorbereitet sind – für das, was kommen wird, wenn ein Lockdown im Raum steht, wenn wieder Beschränkungen da sind, wenn 35 Prozent nicht in Geschäften einkaufen können und Amazon einen Vorteil hat, so wie es aufgestellt ist. Das heißt, wenn Sie die Klein- und Mittelbetriebe stärken wollen, dann brauchen die das Geld. „Koste es, was es wolle“, hat es einmal geheißen. Wir sehen nichts in Ihrer Vorlage. Es braucht Mut, dass man neue Wege geht, und zwar insofern, als man diejenigen entlastet, die dieses Land groß gemacht haben, die den Wohlstand auch wirklich erwirtschaftet haben. (Abg. Zarits: Die Gewerkschaften, oder? Die Gewerkschaften?) Das sind die Klein- und Mittelbetriebe, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in diesem Land, die Fleißigen, die sich täglich bemühen, die aber von Ihnen in diesem vorliegenden Budget nichts bekommen. Das ist ein Budget der Spenderinnen und Spender des türkisen Systems Kurz, aber nicht für die Bürgerinnen und Bürger in diesem Land. (Beifall bei der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Zarits.)
Beifall bei der SPÖ.
Deswegen bitte ich Sie: Überdenken Sie Ihre Vorlage noch einmal! Geben Sie die Zusicherung für dringend benötigte Wirtschaftshilfen, und schaffen Sie vor allem Klarheit und damit Vertrauen! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Frau Minister Schramböck, ich bin wirklich betroffen – eigentlich muss ich sagen: sehr schockiert – über Ihr – dem Anschein nach – Unwissen über Covid. Ich meine, das Einzige, was Ihnen einfällt, ist: Impfen, Impfen, Impfen! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das ist das, was der ÖVP-Fraktion seit Anbeginn der Pandemie einfällt: Impfen, Impfen, Impfen!
Zwischenruf bei der ÖVP
Schauen Sie sich doch bitte (Zwischenruf bei der ÖVP) – ich habe nicht so viel Zeit – einmal die aktuelle Harvard-Studie zum Zusammenhang zwischen der Impfquote und den Infektionen an! (Zwischenruf des Abg. Haubner. – Weitere Zwischenrufe bei der
Zwischenrufe bei der ÖVP
ÖVP.) Wenn Sie diese aktuelle Studie kennen würden, wüssten Sie, dass es keinen Zusammenhang zwischen Impfquote und Infektionen gibt. Ihre Meinung (Zwischenrufe bei der ÖVP), dass durch eine Erhöhung der Impfquote die Anzahl der Infektionen zurückgeht, ist wissenschaftlich falsch (Abg. Stögmüller: ... Wissenschaft!), da können Sie noch so hereinschreien und hereinbrüllen (Abg. Melchior: Aber selber geimpft sein!), Sie sind auf dem falschen Dampfer. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Stögmüller: ... Wissenschaft!
ÖVP.) Wenn Sie diese aktuelle Studie kennen würden, wüssten Sie, dass es keinen Zusammenhang zwischen Impfquote und Infektionen gibt. Ihre Meinung (Zwischenrufe bei der ÖVP), dass durch eine Erhöhung der Impfquote die Anzahl der Infektionen zurückgeht, ist wissenschaftlich falsch (Abg. Stögmüller: ... Wissenschaft!), da können Sie noch so hereinschreien und hereinbrüllen (Abg. Melchior: Aber selber geimpft sein!), Sie sind auf dem falschen Dampfer. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Melchior: Aber selber geimpft sein!
ÖVP.) Wenn Sie diese aktuelle Studie kennen würden, wüssten Sie, dass es keinen Zusammenhang zwischen Impfquote und Infektionen gibt. Ihre Meinung (Zwischenrufe bei der ÖVP), dass durch eine Erhöhung der Impfquote die Anzahl der Infektionen zurückgeht, ist wissenschaftlich falsch (Abg. Stögmüller: ... Wissenschaft!), da können Sie noch so hereinschreien und hereinbrüllen (Abg. Melchior: Aber selber geimpft sein!), Sie sind auf dem falschen Dampfer. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
ÖVP.) Wenn Sie diese aktuelle Studie kennen würden, wüssten Sie, dass es keinen Zusammenhang zwischen Impfquote und Infektionen gibt. Ihre Meinung (Zwischenrufe bei der ÖVP), dass durch eine Erhöhung der Impfquote die Anzahl der Infektionen zurückgeht, ist wissenschaftlich falsch (Abg. Stögmüller: ... Wissenschaft!), da können Sie noch so hereinschreien und hereinbrüllen (Abg. Melchior: Aber selber geimpft sein!), Sie sind auf dem falschen Dampfer. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Selber bist geimpft!
Sie diskriminieren die ungeimpfte österreichische Bevölkerung, und Sie spalten die Gesellschaft in einem Ausmaß, das es überhaupt noch nie gegeben hat. (Ruf bei der ÖVP: Selber bist geimpft!) Wir argumentieren wissenschaftlich. (Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Das, was ihr macht, ist reiner Populismus, den man auf Impfen, Impfen, Impfen reduzieren kann. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das ist alles, was ihr zu bieten habt. Das erschreckt mich.
Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Sie diskriminieren die ungeimpfte österreichische Bevölkerung, und Sie spalten die Gesellschaft in einem Ausmaß, das es überhaupt noch nie gegeben hat. (Ruf bei der ÖVP: Selber bist geimpft!) Wir argumentieren wissenschaftlich. (Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Das, was ihr macht, ist reiner Populismus, den man auf Impfen, Impfen, Impfen reduzieren kann. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das ist alles, was ihr zu bieten habt. Das erschreckt mich.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sie diskriminieren die ungeimpfte österreichische Bevölkerung, und Sie spalten die Gesellschaft in einem Ausmaß, das es überhaupt noch nie gegeben hat. (Ruf bei der ÖVP: Selber bist geimpft!) Wir argumentieren wissenschaftlich. (Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Das, was ihr macht, ist reiner Populismus, den man auf Impfen, Impfen, Impfen reduzieren kann. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das ist alles, was ihr zu bieten habt. Das erschreckt mich.
Zwischenrufe der Abgeordneten Haubner und Zarits. – Abg. Hanger: Wenn Du so viel Blödsinn redest ...!
Frau Minister, Sie sagen, Sie haben alles gemacht. Na ja, wenn man Betriebe behördlich zusperrt, dann wird man diese Betriebe wohl entschädigen müssen. Wissen Sie, was Sie gemacht haben? – Sie haben das Epidemiegesetz ausgehebelt. Sie haben einen Rechtsanspruch durch eine Betteltour ersetzt. Das ist der Wahnsinn, und das ist die Schande. Ich sage Ihnen noch eines zum Ausfallsbonus, weil Sie gerade so stolz sind – auch dir, Kollege Haubner, weil du auch immer wieder dazwischenschreist –: Ausfallsbonus (Zwischenrufe der Abgeordneten Haubner und Zarits. – Abg. Hanger: Wenn Du so viel Blödsinn redest ...!) für kleine Betriebe, aktuelle Statistik vom September: 56 Prozent der kleinen Betriebe haben noch keinen Ausfallsbonus bekommen. Geld wird schon verteilt worden sein, aber nicht in Richtung der Kleinen. Schaut euch eure eigenen Berichte an! Zu mir sagen die Leute immer: Die ÖVP-Politiker gehen raus zum Rednerpult und sagen: Wir verteilen 40 Milliarden Euro! Nur unten bei den Kleinen ist halt wenig bis nichts angekommen, und das ist halt die Tragödie. (Abg. Hanger: Ein so ein Schwachsinn!) – Schau dir den Ausfallsbonus bitte selbst an – 56 Prozent!
Abg. Hanger: Ein so ein Schwachsinn!
Frau Minister, Sie sagen, Sie haben alles gemacht. Na ja, wenn man Betriebe behördlich zusperrt, dann wird man diese Betriebe wohl entschädigen müssen. Wissen Sie, was Sie gemacht haben? – Sie haben das Epidemiegesetz ausgehebelt. Sie haben einen Rechtsanspruch durch eine Betteltour ersetzt. Das ist der Wahnsinn, und das ist die Schande. Ich sage Ihnen noch eines zum Ausfallsbonus, weil Sie gerade so stolz sind – auch dir, Kollege Haubner, weil du auch immer wieder dazwischenschreist –: Ausfallsbonus (Zwischenrufe der Abgeordneten Haubner und Zarits. – Abg. Hanger: Wenn Du so viel Blödsinn redest ...!) für kleine Betriebe, aktuelle Statistik vom September: 56 Prozent der kleinen Betriebe haben noch keinen Ausfallsbonus bekommen. Geld wird schon verteilt worden sein, aber nicht in Richtung der Kleinen. Schaut euch eure eigenen Berichte an! Zu mir sagen die Leute immer: Die ÖVP-Politiker gehen raus zum Rednerpult und sagen: Wir verteilen 40 Milliarden Euro! Nur unten bei den Kleinen ist halt wenig bis nichts angekommen, und das ist halt die Tragödie. (Abg. Hanger: Ein so ein Schwachsinn!) – Schau dir den Ausfallsbonus bitte selbst an – 56 Prozent!
Zwischenrufe bei der ÖVP
So, nun zum Tourismus (Zwischenrufe bei der ÖVP): Voriges Jahr habt ihr durch den von euch verordneten Dauerlockdown ein Desaster für den Tourismus verursacht. (Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) Vom 2. November bis Mai habt ihr ein maximales Nächtigungsminus produziert. Die Schweizer haben es anders und viel besser gemacht: Sie haben unsere Sicherheitskonzepte angewendet und waren erfolgreich.
Zwischenruf des Abg. Stögmüller.
So, nun zum Tourismus (Zwischenrufe bei der ÖVP): Voriges Jahr habt ihr durch den von euch verordneten Dauerlockdown ein Desaster für den Tourismus verursacht. (Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) Vom 2. November bis Mai habt ihr ein maximales Nächtigungsminus produziert. Die Schweizer haben es anders und viel besser gemacht: Sie haben unsere Sicherheitskonzepte angewendet und waren erfolgreich.
Abg. Stögmüller: Schlusssatz ...!
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (fortsetzend): Ich fordere Sie auf (Abg. Stögmüller: Schlusssatz ...!): Schädigen Sie den Tourismus nicht weiter! Er wurde bisher schon geschädigt, es gibt einen partiellen Lockdown. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (fortsetzend): Ich fordere Sie auf (Abg. Stögmüller: Schlusssatz ...!): Schädigen Sie den Tourismus nicht weiter! Er wurde bisher schon geschädigt, es gibt einen partiellen Lockdown. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (fortsetzend): Wir haben eine Eigenkapitalschwäche. Versuchen Sie, diese Probleme zu beseitigen! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.)
Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP sowie des Abg. Stögmüller.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordnete Smodics-Neumann. – Bitte. (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP sowie des Abg. Stögmüller.)
Beifall bei der ÖVP.
Herzlichen Dank, Frau Bundesministerin, für die Stärkung der dualen Ausbildung – immer wieder und aufs Neue! Danke auch, dass du da dahinter bleibst, denn durch die Modernisierung der Berufsbilder und die Schaffung neuer Berufsbilder bleibt die Lehre auch am Puls der Zeit. Wie erfolgreich dieses duale Ausbildungssystem ist, nämlich auch im internationalen Vergleich, haben unsere jungen Berufsfachkräfte im September bei den Europameisterschaften der Berufe bewiesen, bei denen von unseren jungen Nachwuchskräften elf Goldmedaillen, zwölf Silbermedaillen und zehn Bronzemedaillen für Österreich geholt werden konnten. Herzlichen Dank und herzliche Gratulation! Ich war dabei, ihr wart wirklich großartig. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Oberrauner.
Ich darf vielleicht ganz kurz erklären – liebe Damen und Herren, lassen Sie sich nicht Sand in die Augen streuen! –: Körperschaftsteuer zahlen alle juristischen Personen – das sind AGs, GmbHs, Genossenschaften, Vereine –, sofern sie einen Betrieb der gewerblichen Art unterhalten, also Unternehmer sind. (Zwischenruf der Abg. Oberrauner.) Eine GmbH können Sie heute oder konnten Sie auch jetzt schon mit einem Stammkapital von 10 000 Euro gründen. Die Hälfte haben Sie als Barerlag zu erlegen.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wir reden also in Summe von mehr als 500 000 Unternehmen und ihren Mitarbeitern, die entlastet werden. Mehr Geld in den Unternehmen zu belassen heißt, die Liquidität zu stärken, heißt, Arbeitsplätze zu sichern, heißt, zu wachsen und Arbeitsplätze zu schaffen. Das bedeutet auch mehr Konsum. Mehr Konsum bedeutet wieder mehr Steuereinnahmen, und die brauchen wir ganz dringend, damit unser Staat funktioniert, damit das soziale Netz auch aufgespannt bleibt und damit unser Gesundheitssystem funktioniert. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Apropos Gesundheitssystem – einen Satz an alle Geimpften und ganz speziell, aufgrund seiner vorigen Rede, an Herrn Kollegen Hauser von der FPÖ: Sehr geehrte Damen und Herren, vergessen Sie bitte nicht auf die dritte Impfung, auf Ihre Auffrischungsimpfung, damit Ihr ganz persönliches Gesundheitssystem auch weiterhin den Schutzschild oben hat! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Brandstätter legt das Buch von Stefan Aust und Adrian Geiges über Xi Jinping auf das Rednerpult.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Brandstätter. – Bitte sehr. Das Wort steht bei Ihnen – mit Bucherklärung. (Abg. Brandstätter legt das Buch von Stefan Aust und Adrian Geiges über Xi Jinping auf das Rednerpult.)
Abg. Hörl: Das geht nicht mehr!
Abgeordneter Dr. Helmut Brandstätter (fortsetzend): Ja, ich weiß schon, aber Kollege Michi Bernhard hat mir gesagt, ich habe jetzt theoretisch 15 Minuten Zeit, aber ich möchte mir keine Fleißpunkte, sondern lieber Beliebtheitspunkte verdienen (Abg. Hörl: Das geht nicht mehr!) und werde diese 15 Minuten also nicht ausnutzen. – Was sagst du? (Ruf bei der ÖVP: Jetzt nützt es eh nix mehr! – Heiterkeit und weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Er provoziert mich, aber es werden trotzdem nicht 15 Minuten.
Ruf bei der ÖVP: Jetzt nützt es eh nix mehr! – Heiterkeit und weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Helmut Brandstätter (fortsetzend): Ja, ich weiß schon, aber Kollege Michi Bernhard hat mir gesagt, ich habe jetzt theoretisch 15 Minuten Zeit, aber ich möchte mir keine Fleißpunkte, sondern lieber Beliebtheitspunkte verdienen (Abg. Hörl: Das geht nicht mehr!) und werde diese 15 Minuten also nicht ausnutzen. – Was sagst du? (Ruf bei der ÖVP: Jetzt nützt es eh nix mehr! – Heiterkeit und weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Er provoziert mich, aber es werden trotzdem nicht 15 Minuten.
Bundesministerin Schramböck: Sind im Budget!
weniger als 1 % der klinischen Forschung in Österreich derzeit gefördert wird“. – Da müsste man auf jeden Fall etwas korrigieren. (Bundesministerin Schramböck: Sind im Budget!)
Der Redner überreicht Bundesministerin Schramböck das Buch über Xi Jinping.
Ein nächster Punkt – weil Sie ja auch immer auf die Frage der Lieferketten hingewiesen haben –: Das ist, glaube ich, ganz wichtig, und da kommen wir nach China. Jetzt weiß ich, bei Ihnen muss ich aufpassen (erheitert), weil Sie so einen Hang zur Kleptolibrie haben. Ich gebe Ihnen das Buch, aber nur, wenn Sie für das „Kurier“-Lernhaus etwas spenden. Dann gebe ich Ihnen gerne das Buch, und es ist wirklich lesenswert, aber das mit der Spende für das Lernhaus haben, glaube ich, alle mitbekommen. (Der Redner überreicht Bundesministerin Schramböck das Buch über Xi Jinping.)
Beifall bei den NEOS.
Da möchte ich Sie aber wirklich bitten: Sagen Sie Ihren Kolleginnen und Kollegen in der ÖVP, sie sollen mit der Wissenschaftsfeindlichkeit aufhören, und zweitens: Wir brauchen mehr Geld für Forschung! Es muss gezielter sein. Die Gespräche der letzten Tage haben mich wieder sehr viel gelehrt. Dieser Dialog mit der Wissenschaft muss noch verstärkt werden, dann glauben vielleicht manche Kolleginnen und Kollegen hier auch, dass Impfen wichtig ist, dass Medikamente wichtig sind und dass nur die Wissenschaft garantiert, dass wir weiter einen menschlichen Fortschritt haben, und der Hausverstand – nebenbei – schadet auch nicht. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Laurenz Pöttinger (ÖVP): Knapp 2,2 Milliarden Euro für Wissenschaft und Forschung – ein sehr gelungenes Budget für unseren Standort und für unsere Zukunft! Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Frau Ministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich glaube sehr wohl, dass sich dieses Budget sehen lassen kann. Unabhängige Experten loben es. Die Opposition ist, wie immer, unzufrieden, aber das liegt offensichtlich in der Natur der Sache. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Brandstätter.
Es ist unglaublich, was wir in den vielen Monaten, die wir bis jetzt durchlebt haben, da alles von Ihrer Fraktion gehört haben. Es ist sehr gefährlich, wenn Sie auch jetzt nicht umkehren und jetzt nicht zu den Leuten sagen: Bitte geht impfen! Nur damit schaffen wir es, dass wir diese Knechtschaft durch die Pandemie endlich beenden können. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Brandstätter.)
Beifall bei der SPÖ.
Das erklärte Ziel der Bundesregierung ist, Österreich im Bereich Forschung und Technologie bis 2030 in das internationale Spitzenfeld zu bringen und weiters die internationale Sichtbarkeit der Forschung und des Forschungs- und Innovationsstandortes Österreich zu erhöhen. Diesen Zielen ist in den letzten Wochen leider ein Bärendienst erwiesen worden. Der Bundeskanzler redet im Zusammenhang mit Forschung und Wissenschaft über Kristallkugeln, und der Landeshauptmann von Salzburg macht sich öffentlich über Wissenschafterinnen und Wissenschafter lustig. Es wäre besser gewesen, den Empfehlungen der Wissenschafter und Wissenschafterinnen zu entsprechen und datenbasierte Maßnahmen zu setzen. Das war weder eine Empfehlung für Österreich noch ein Ruhmesblatt für den Standort, das ist eigentlich nicht entschuldbar. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Bedeutung von Wissenschaft und Forschung für den Industriestandort Österreich: Angesichts des rasanten internationalen Fortschritts, des technologischen Fortschritts, muss es uns gelingen, die Betriebe in Österreich wettbewerbsfähig zu machen. Dazu gehört ein klares Bekenntnis zu einem umfassenden Budget, auch zu Risikokapital für Start-ups und zu einem umfassenden Budget für die angewandte Forschung, die den Betrieben am meisten hilft. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter
Klar kann ich Ihnen heute sagen, wie das die Frau Ministerin auch schon angesprochen hat und uns, werte Kolleginnen und Kollegen, im Übrigen auch im Ausschuss gesagt hat: Es wird für besonders betroffene Bereiche – das ist nun einmal der Eventbereich, das ist der Freizeitbereich – auch Unterstützungen geben. Herr Kollege Matznetter von der SPÖ, ich verstehe, dass Sie sich hierherstellen und sagen: Um Gottes Willen, nichts passiert und nichts ist angekündigt, was es an Unterstützungen gibt! – Die Frau Ministerin hat Ihnen schon im Ausschuss erklärt, dass es wichtig ist, zielgenau zu treffen (Zwischenruf des Abg. Matznetter), und dass es Unterstützungsmaßnahmen für die Unternehmen gibt, die sie auch wirklich brauchen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Klar kann ich Ihnen heute sagen, wie das die Frau Ministerin auch schon angesprochen hat und uns, werte Kolleginnen und Kollegen, im Übrigen auch im Ausschuss gesagt hat: Es wird für besonders betroffene Bereiche – das ist nun einmal der Eventbereich, das ist der Freizeitbereich – auch Unterstützungen geben. Herr Kollege Matznetter von der SPÖ, ich verstehe, dass Sie sich hierherstellen und sagen: Um Gottes Willen, nichts passiert und nichts ist angekündigt, was es an Unterstützungen gibt! – Die Frau Ministerin hat Ihnen schon im Ausschuss erklärt, dass es wichtig ist, zielgenau zu treffen (Zwischenruf des Abg. Matznetter), und dass es Unterstützungsmaßnahmen für die Unternehmen gibt, die sie auch wirklich brauchen. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Erasim und Matznetter.
Ich weiß, das ist für einen Sozialdemokraten total schwierig zu verstehen, aber ein gesundes Unternehmen möchte gar nicht von der öffentlichen Hand abhängig sein. (Zwischenrufe der Abgeordneten Erasim und Matznetter.) Aus diesem Grund wollen viele Unternehmerinnen und Unternehmer lieber ihrer Tätigkeit nachgehen, auf eigenen Beinen stehen, und wir brauchen nur jene Unterstützungen zu geben, die es auch wirklich braucht. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Die Vergangenheit hat bewiesen, die letzten Monate dieser Pandemie haben bewiesen, dass es dort Unterstützungsmaßnahmen gibt, wo sie gebraucht werden.
Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich weiß, das ist für einen Sozialdemokraten total schwierig zu verstehen, aber ein gesundes Unternehmen möchte gar nicht von der öffentlichen Hand abhängig sein. (Zwischenrufe der Abgeordneten Erasim und Matznetter.) Aus diesem Grund wollen viele Unternehmerinnen und Unternehmer lieber ihrer Tätigkeit nachgehen, auf eigenen Beinen stehen, und wir brauchen nur jene Unterstützungen zu geben, die es auch wirklich braucht. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Die Vergangenheit hat bewiesen, die letzten Monate dieser Pandemie haben bewiesen, dass es dort Unterstützungsmaßnahmen gibt, wo sie gebraucht werden.
Zwischenruf der Abg. Erasim
Liebe Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ! Der wirkliche Auslöser für die Situation, in der wir sind (Zwischenruf der Abg. Erasim), sind die Stimmungsmacherinnen und Stimmungsmacher in der FPÖ. Die sind dafür verantwortlich, dass sich viele Menschen in Österreich einfach nicht impfen lassen. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Die sind dafür verantwortlich, dass wir heute die Situation haben, dass wir eine 2G-Regelung haben und damit viele Menschen zu ihrem eigenen Schutz aus dem Freizeitbereich ausschließen müssen.
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Liebe Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ! Der wirkliche Auslöser für die Situation, in der wir sind (Zwischenruf der Abg. Erasim), sind die Stimmungsmacherinnen und Stimmungsmacher in der FPÖ. Die sind dafür verantwortlich, dass sich viele Menschen in Österreich einfach nicht impfen lassen. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Die sind dafür verantwortlich, dass wir heute die Situation haben, dass wir eine 2G-Regelung haben und damit viele Menschen zu ihrem eigenen Schutz aus dem Freizeitbereich ausschließen müssen.
Zwischenrufe bei der SPÖ
Wir müssen alle miteinander dafür sorgen, dass wir dieser Stimmungsmache der FPÖ entgegenwirken, damit sich möglichst viele Menschen in unserem Land impfen lassen, damit wir ohne diese Pandemie wieder gut leben können. Solange diese Pandemie da ist (Zwischenrufe bei der SPÖ), solange es diese Infektionszahlen gibt, wird es nicht möglich sein, einer normalen Freizeitaktivität nachzugehen. (Beifall bei der ÖVP.) Das muss aber unser gemeinsames Ziel sein. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir müssen alle miteinander dafür sorgen, dass wir dieser Stimmungsmache der FPÖ entgegenwirken, damit sich möglichst viele Menschen in unserem Land impfen lassen, damit wir ohne diese Pandemie wieder gut leben können. Solange diese Pandemie da ist (Zwischenrufe bei der SPÖ), solange es diese Infektionszahlen gibt, wird es nicht möglich sein, einer normalen Freizeitaktivität nachzugehen. (Beifall bei der ÖVP.) Das muss aber unser gemeinsames Ziel sein. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.
Wir müssen alle miteinander dafür sorgen, dass wir dieser Stimmungsmache der FPÖ entgegenwirken, damit sich möglichst viele Menschen in unserem Land impfen lassen, damit wir ohne diese Pandemie wieder gut leben können. Solange diese Pandemie da ist (Zwischenrufe bei der SPÖ), solange es diese Infektionszahlen gibt, wird es nicht möglich sein, einer normalen Freizeitaktivität nachzugehen. (Beifall bei der ÖVP.) Das muss aber unser gemeinsames Ziel sein. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Danke, Frau Ministerin, für Ihren Einsatz in diesem Bereich! Wir als Regierungsparteien werden das vom Parlament aus tatkräftig unterstützen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich fasse zusammen: Insgesamt fällt das Budget aus wohnungspolitischer Sicht durch. Die Österreicherinnen und Österreicher werden auch in Zukunft Monat für Monat mehr für die Wohnung bezahlen müssen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Greiner: Haha!
Erste Bemerkung – eine Beobachtung des ganzen Tages –: Mir kommt vor, die grundsätzliche Rednerunterlage der SPÖ ist immer die gleiche (Abg. Greiner: Haha!): Man schimpft auf die Unternehmer, man versucht, Klassenkampf voranzutreiben, und man versucht, die Regierungspolitik madig zu machen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Erste Bemerkung – eine Beobachtung des ganzen Tages –: Mir kommt vor, die grundsätzliche Rednerunterlage der SPÖ ist immer die gleiche (Abg. Greiner: Haha!): Man schimpft auf die Unternehmer, man versucht, Klassenkampf voranzutreiben, und man versucht, die Regierungspolitik madig zu machen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Zweite Geschichte: Herr Kollege Lercher, Sie haben gesagt, die Bundesregierung mache nichts für Klein- und Mittelbetriebe. – Ich verstehe, dass Sie das nicht merken, denn wenn man nur im Klassenkampf unterwegs ist und versucht, gegen die Unternehmer zu hetzen (Zwischenrufe bei der SPÖ), kann man nicht bei den Betrieben sein, um zu erfahren, dass 75 Prozent der Hilfeleistung kleineren und mittleren Betrieben zugutegekommen sind – herzlichen Dank. (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.)
Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.
Zweite Geschichte: Herr Kollege Lercher, Sie haben gesagt, die Bundesregierung mache nichts für Klein- und Mittelbetriebe. – Ich verstehe, dass Sie das nicht merken, denn wenn man nur im Klassenkampf unterwegs ist und versucht, gegen die Unternehmer zu hetzen (Zwischenrufe bei der SPÖ), kann man nicht bei den Betrieben sein, um zu erfahren, dass 75 Prozent der Hilfeleistung kleineren und mittleren Betrieben zugutegekommen sind – herzlichen Dank. (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Brandstätter.
Da sich auch Herr Kollege Brandstätter als Vertreter der Wirtschaft bei den NEOS über den Fortschritt und die Entwicklung in den Betrieben Gedanken macht, kann ich ihn beruhigen: Verlassen Sie sich auf die österreichische Wirtschaft! Die Unternehmerinnen und Unternehmer investieren sehr viel in Forschung und Entwicklung und brauchen da von Ihnen keine klugen Ratschläge. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Brandstätter.)
Zwischenruf bei der SPÖ
Damit komme ich jetzt zum eigentlichen Thema: Ich war im Sommer mit Präsident Mahrer sehr viel in den Betrieben der österreichischen Wirtschaft unterwegs (Zwischenruf bei der SPÖ), und wir haben ein Thema immer wieder zu hören bekommen: Es fehlen die Arbeitskräfte. (Ruf bei der SPÖ: Ist das eine Erstrede?)
Ruf bei der SPÖ: Ist das eine Erstrede?
Damit komme ich jetzt zum eigentlichen Thema: Ich war im Sommer mit Präsident Mahrer sehr viel in den Betrieben der österreichischen Wirtschaft unterwegs (Zwischenruf bei der SPÖ), und wir haben ein Thema immer wieder zu hören bekommen: Es fehlen die Arbeitskräfte. (Ruf bei der SPÖ: Ist das eine Erstrede?)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Daher bin ich sehr froh, dass wir als Wirtschaftsbund die Idee hatten, einen Fachkräfte- oder Arbeitskräftemonitor auf die Beine zu stellen, mit dem es gelungen ist, einmal zu eruieren, wie viele offene Stellen es in Österreich tatsächlich gibt. Beim AMS sind circa 110 000 gemeldet. Wir alle wissen, dass das nicht annähernd der tatsächlichen Zahl entspricht. Daher haben wir versucht, mit einem IT-System Jobplattformen abzusaugen und zu schauen, wie viele offene Stellen es tatsächlich gibt. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Sie werden es nicht glauben, wir sind bei 250 000 offenen Stellen gelandet. Das sind annähernd gleich viele, wie es Arbeitsuchende in diesem Land gibt.
Zwischenruf der Abg. Erasim.
Wir müssen alles daran setzen, diese Lücke zu schließen. Daher bin ich auch sehr froh, dass sich die Frau Bundesministerin dafür entschieden hat, im Bereich der Austrian Business Agency einen großen Schwerpunkt in den Ausbau von Work in Austria zu setzen. (Zwischenruf der Abg. Erasim.) Dort werden 1,5 Millionen Euro investiert, um entsprechendes Arbeitskräftepotenzial zur Verfügung zu stellen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Erasim.) – Regen Sie sich nicht auf, stimmen Sie dem Budget zu! (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Erasim.
Wir müssen alles daran setzen, diese Lücke zu schließen. Daher bin ich auch sehr froh, dass sich die Frau Bundesministerin dafür entschieden hat, im Bereich der Austrian Business Agency einen großen Schwerpunkt in den Ausbau von Work in Austria zu setzen. (Zwischenruf der Abg. Erasim.) Dort werden 1,5 Millionen Euro investiert, um entsprechendes Arbeitskräftepotenzial zur Verfügung zu stellen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Erasim.) – Regen Sie sich nicht auf, stimmen Sie dem Budget zu! (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.)
Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.
Wir müssen alles daran setzen, diese Lücke zu schließen. Daher bin ich auch sehr froh, dass sich die Frau Bundesministerin dafür entschieden hat, im Bereich der Austrian Business Agency einen großen Schwerpunkt in den Ausbau von Work in Austria zu setzen. (Zwischenruf der Abg. Erasim.) Dort werden 1,5 Millionen Euro investiert, um entsprechendes Arbeitskräftepotenzial zur Verfügung zu stellen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Erasim.) – Regen Sie sich nicht auf, stimmen Sie dem Budget zu! (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Dies zeigt, wie dramatisch die Situation ist, Frau Ministerin, es zeigt aber auch das Versagen des Systems Kurz, dem auch Sie angehören. Laut Epidemiegesetz liegt die klare Verantwortung bei der Bundesregierung. Auch wenn es jetzt einen Lockdown für Ungeimpfte gibt, den ich für völlig falsch erachte, steigen die Fallzahlen in Österreich weiter an. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir brauchen jetzt eine Politik, die handelt und nicht sehenden Auges unser Land an die Wand fährt. Wir brauchen eine Politik des Miteinanders, und wir brauchen eine Politik, die die Gesellschaft nicht spaltet. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen noch eine gute Nacht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Alois Stöger, diplômé (SPÖ): Einen schönen guten Morgen! Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Vor allem liebe Zuseherinnen und Zuseher! Das Wichtigste des heutigen Tages ganz in der Früh: Die Pensionen sind sicher! – Das ist die entscheidende Frage. Warum ist das so entscheidend? – Weil wir erkennen, dass es gerade in der Krise, so wie wir sie derzeit erleben, wichtig ist, dass man den Menschen Sicherheit gibt. Wir haben gerade in der Krise erlebt, dass es der Sozialstaat ist, der den Menschen die Sicherheit gibt, dass sie leben können, so wie sie leben wollen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Belakowitsch und Wurm.
Ich sage auch noch etwas deutlich: Es ist und es muss unser Pensionssystem so abgesichert werden, dass Menschen, die 45 Jahre lang gearbeitet haben, abschlagsfrei in Pension gehen können. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Belakowitsch und Wurm.)
Abg. Loacker: Die Legende ist nicht wahr!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Es werden Redner nach mir kommen, die das Pensionssystem bejammern werden. Die werden sagen, das geht nicht, das können wir uns alles nicht leisten. Wenn man sich die Zahlen im Budget genauer ansieht, dann merkt man, dass sich die Arbeiter und Angestellten in Österreich die Pensionen zum größten Teil selber zahlen. In Österreich wurde 1955 vereinbart, dass ein Drittel der Pensionen der Staat mitfinanzieren muss. (Abg. Loacker: Die Legende ist nicht wahr!) Bei den Arbeitern und Angestellten ist das schon lange nicht mehr der Fall. Das ist nur der Fall bei den Selbstständigen und bei den Bauern. Die sollen auch ihre Pension haben, aber es kann nicht sein - - (Abg. Loacker schüttelt den Kopf.) – Herr Kollege Loacker regt sich schon auf. Dann passt es, wenn er sich aufregt, dann liege ich richtig. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wurm: Bis jetzt ist er noch ganz ruhig!)
Abg. Loacker schüttelt den Kopf.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Es werden Redner nach mir kommen, die das Pensionssystem bejammern werden. Die werden sagen, das geht nicht, das können wir uns alles nicht leisten. Wenn man sich die Zahlen im Budget genauer ansieht, dann merkt man, dass sich die Arbeiter und Angestellten in Österreich die Pensionen zum größten Teil selber zahlen. In Österreich wurde 1955 vereinbart, dass ein Drittel der Pensionen der Staat mitfinanzieren muss. (Abg. Loacker: Die Legende ist nicht wahr!) Bei den Arbeitern und Angestellten ist das schon lange nicht mehr der Fall. Das ist nur der Fall bei den Selbstständigen und bei den Bauern. Die sollen auch ihre Pension haben, aber es kann nicht sein - - (Abg. Loacker schüttelt den Kopf.) – Herr Kollege Loacker regt sich schon auf. Dann passt es, wenn er sich aufregt, dann liege ich richtig. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wurm: Bis jetzt ist er noch ganz ruhig!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wurm: Bis jetzt ist er noch ganz ruhig!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Es werden Redner nach mir kommen, die das Pensionssystem bejammern werden. Die werden sagen, das geht nicht, das können wir uns alles nicht leisten. Wenn man sich die Zahlen im Budget genauer ansieht, dann merkt man, dass sich die Arbeiter und Angestellten in Österreich die Pensionen zum größten Teil selber zahlen. In Österreich wurde 1955 vereinbart, dass ein Drittel der Pensionen der Staat mitfinanzieren muss. (Abg. Loacker: Die Legende ist nicht wahr!) Bei den Arbeitern und Angestellten ist das schon lange nicht mehr der Fall. Das ist nur der Fall bei den Selbstständigen und bei den Bauern. Die sollen auch ihre Pension haben, aber es kann nicht sein - - (Abg. Loacker schüttelt den Kopf.) – Herr Kollege Loacker regt sich schon auf. Dann passt es, wenn er sich aufregt, dann liege ich richtig. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wurm: Bis jetzt ist er noch ganz ruhig!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Grünen.
Wenn Sie sich die Geschichte anschauen – ich habe das wieder mitgenommen, speziell für den Herrn Loacker (die Kopie eines Zeitungsausschnitts in die Höhe haltend) –: 1955 hat man schon bejammert, dass sich das nicht ausgehen kann. 1955, da war ich noch gar nicht auf der Welt, haben die Leute es schon bejammert. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Liebe Kolleginnen und Kollegen! In Österreich wurden seit 1956 jedes Monat pünktlich die Pensionen ausbezahlt, und die Österreicherinnen und Österreicher haben sich darauf verlassen können. Schauen wir, dass das auch in der Zukunft so ist! – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordnete Ribo. – Bitte sehr, bei Ihnen steht das Wort. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.)
Abg. Belakowitsch: Sie auch!
Daher zurück zur Pflege. Um die Probleme in der Pflege wissen wir nicht erst seit gestern. Das ist etwas, was eine Regierung nach der anderen vor sich herschiebt – seit Jahrzehnten! (Abg. Belakowitsch: Sie auch!) Man schwindelt sich irgendwie mit kleinen Reförmchen durch, man hofft, dass es für die eine Legislaturperiode reichen wird, und insgeheim hofft man, dass man in der nächsten Regierung für das Thema nicht zuständig sein wird.
Beifall und Zwischenruf bei den Grünen.
Jahrzehntelang wurde nichts gemacht, und jetzt soll es der grüne Gesundheitsminister, neben der größten Pandemie ever, irgendwie noch schaffen, die größte Pflegereform ever auf den Tisch zu bringen. (Beifall und Zwischenruf bei den Grünen.) – Genau: die größte Pflegereform, die es zweifelsfrei braucht.
Abg. Wurm: Dann macht keine Impfpflicht!
Das größte Problem ist nach wie vor der Pflegekräftemangel, denn ohne Personal kann da nichts weitergehen. Wir können die besten Ideen haben, aber wenn wir kein Personal dafür haben, wird das nix. (Abg. Wurm: Dann macht keine Impfpflicht!) Als Knackpunkt ist daher eine Ausbildungsoffensive mit je 50 Millionen Euro für die nächsten drei Jahre im Budget festgeschrieben. (Beifall bei den Grünen.) Wir wollen damit die Ausbildung in der Pflege attraktiver und leistbarer machen.
Beifall bei den Grünen.
Das größte Problem ist nach wie vor der Pflegekräftemangel, denn ohne Personal kann da nichts weitergehen. Wir können die besten Ideen haben, aber wenn wir kein Personal dafür haben, wird das nix. (Abg. Wurm: Dann macht keine Impfpflicht!) Als Knackpunkt ist daher eine Ausbildungsoffensive mit je 50 Millionen Euro für die nächsten drei Jahre im Budget festgeschrieben. (Beifall bei den Grünen.) Wir wollen damit die Ausbildung in der Pflege attraktiver und leistbarer machen.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ebenfalls im Budget gesichert ist die Finanzierung von 150 Communitynurses. Das ist mir persönlich ein ganz besonderes Anliegen, denn Communitynurses setzen als präventive Gesundheitskonzepte im Idealfall bereits vor der Pflegebedürftigkeit an und entlasten somit natürlich die pflegenden Angehörigen, aber auch die ambulanten Einrichtungen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich weiß nicht, wie oft ich das hier gesagt habe, aber ich werde es einfach immer und immer wieder wiederholen: Die Menschen in der Pflege haben bewiesen, dass sie liefern. Die Menschen in der Pflege haben bewiesen, dass wir uns auf sie verlassen können. Das galt vor der Pandemie und das gilt auch während der Pandemie. Wirklich jede und jeder von uns hat gesehen, was diese Menschen unter welchen Bedingungen oder, besser gesagt, trotz dieser herrschenden Bedingungen für uns alle leisten. Jetzt müssen wir liefern, und zwar wir alle! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Michael Hammer: Die sitzen nicht zu Hause, die arbeiten was!
Meine Damen und Herren der Bundesregierung, liebe Abgeordnete der Regierungsparteien! Wo ist sie denn, die Wertschätzung? Wo ist denn der 500-Euro-Bonus für die Pflegekräfte? Die sitzen immer noch zu Hause und warten. (Abg. Michael Hammer: Die sitzen nicht zu Hause, die arbeiten was!) Und viele werden ihn gar nicht bekommen, meine Damen und Herren der Regierungsparteien, weil jene Pfleger - - (Abg. Ribo: Das stimmt nicht!) – Was schreien Sie schon wieder rein: Das stimmt nicht!? Kennen Sie einen Pfleger, der diesen Bonus schon bekommen hat? – Er ist noch nicht ausbezahlt worden, meine Damen und Herren! Das ist genau diese schäbige Art dieser Bundesregierung: versprochen, angekündigt, nicht ausbezahlt! Das, meine Damen und Herren, lehnen wir ab. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Ribo: Das stimmt nicht!
Meine Damen und Herren der Bundesregierung, liebe Abgeordnete der Regierungsparteien! Wo ist sie denn, die Wertschätzung? Wo ist denn der 500-Euro-Bonus für die Pflegekräfte? Die sitzen immer noch zu Hause und warten. (Abg. Michael Hammer: Die sitzen nicht zu Hause, die arbeiten was!) Und viele werden ihn gar nicht bekommen, meine Damen und Herren der Regierungsparteien, weil jene Pfleger - - (Abg. Ribo: Das stimmt nicht!) – Was schreien Sie schon wieder rein: Das stimmt nicht!? Kennen Sie einen Pfleger, der diesen Bonus schon bekommen hat? – Er ist noch nicht ausbezahlt worden, meine Damen und Herren! Das ist genau diese schäbige Art dieser Bundesregierung: versprochen, angekündigt, nicht ausbezahlt! Das, meine Damen und Herren, lehnen wir ab. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren der Bundesregierung, liebe Abgeordnete der Regierungsparteien! Wo ist sie denn, die Wertschätzung? Wo ist denn der 500-Euro-Bonus für die Pflegekräfte? Die sitzen immer noch zu Hause und warten. (Abg. Michael Hammer: Die sitzen nicht zu Hause, die arbeiten was!) Und viele werden ihn gar nicht bekommen, meine Damen und Herren der Regierungsparteien, weil jene Pfleger - - (Abg. Ribo: Das stimmt nicht!) – Was schreien Sie schon wieder rein: Das stimmt nicht!? Kennen Sie einen Pfleger, der diesen Bonus schon bekommen hat? – Er ist noch nicht ausbezahlt worden, meine Damen und Herren! Das ist genau diese schäbige Art dieser Bundesregierung: versprochen, angekündigt, nicht ausbezahlt! Das, meine Damen und Herren, lehnen wir ab. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Ribo: Das stimmt nicht!
Herr Bundesminister! Es hat schon der Erstredner Alois Stöger gesagt, die Pensionen sind sicher. Das ist gut. Ich muss nur leider hinzufügen, sie werden heuer kaum erhöht, und das ist schäbig von dieser Bundesregierung. Wir haben eine enorme Teuerungsrate, und die Pensionen - - (Abg. Ribo: Das stimmt nicht!) Sie schreien immer nur dazwischen: Das stimmt nicht! Sie standen hier heraußen und Sie haben kein Wort zu den Pensionen gesagt. Für Sie sind ja Pensionen mit 1 300 Euro schon große Pensionen. Leben Sie doch einmal mit 1 300 Euro im Monat, wenn Sie meinen, dass das so eine große Pension ist! Diese Erhöhung der Pensionen ist eine Schande für die Republik angesichts dieser Teuerungsrate, meine Damen und Herren.
Beifall bei der FPÖ.
Damit ist sichergestellt, dass dieses Geld tatsächlich wieder in den österreichischen Steuertopf zurückfließt. Ich bitte Sie, hier mitzustimmen. Es ist eine Entlastung für unsere Bürger. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Loacker
Einen Satz dazu noch zu Kollegen Stöger – ich werde den Schwerpunkt meiner Rede eher auf die Pflege legen –: Ja, es ist richtig und es ist unser oberstes Ziel – das muss es auch sein –, dass unsere Pensionen, das Pensionssystem abgesichert sind und dass wir auch entsprechende Pensionserhöhungen, wie sie jetzt auch geplant sind, durchführen. Was aber nicht der Fall ist, da unterscheiden wir uns in der Diskussion: Unser Zugang ist natürlich immer, dass es, wenn es das Ziel ist, die Pensionen abzusichern, immer wieder auch ein Drehen an Stellschrauben braucht, weil wir einfach eine demografische Entwicklung haben, die das durch eine höhere Lebenserwartung – zum Glück – und viele andere Faktoren notwendig macht. Ich glaube, dort muss man immer drehen und schrauben. Das tun wir auch (Zwischenruf des Abg. Loacker), und das ist ein nachhaltiger Zugang. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Einen Satz dazu noch zu Kollegen Stöger – ich werde den Schwerpunkt meiner Rede eher auf die Pflege legen –: Ja, es ist richtig und es ist unser oberstes Ziel – das muss es auch sein –, dass unsere Pensionen, das Pensionssystem abgesichert sind und dass wir auch entsprechende Pensionserhöhungen, wie sie jetzt auch geplant sind, durchführen. Was aber nicht der Fall ist, da unterscheiden wir uns in der Diskussion: Unser Zugang ist natürlich immer, dass es, wenn es das Ziel ist, die Pensionen abzusichern, immer wieder auch ein Drehen an Stellschrauben braucht, weil wir einfach eine demografische Entwicklung haben, die das durch eine höhere Lebenserwartung – zum Glück – und viele andere Faktoren notwendig macht. Ich glaube, dort muss man immer drehen und schrauben. Das tun wir auch (Zwischenruf des Abg. Loacker), und das ist ein nachhaltiger Zugang. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Ribo und Rössler.
In diesem Sinne: Packen wir dieses große Thema an! Ich bin überzeugt davon, dass wir auch dort zu Lösungen kommen werden. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Ribo und Rössler.)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf bei der SPÖ.
Würden die Österreicher einen Monat später in Pension gehen – nur einen Monat! –, würde das einen Unterschied von 191 Millionen Euro machen. Alle, die hier herinnen für ein Budgetkapitel verantwortlich sind, sollen einmal überlegen, was bei ihnen 191 Millionen Euro ausmachen würden. Das sind gewaltige Summen. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Brandstätter weist in Richtung Präsident Sobotka. – Abg. Wurm – erheitert in Richtung Präsident Sobotka –: Auch der ..., Herr Präsident! – Heiterkeit und Zwischenrufe bei den NEOS. – Heiterkeit des Präsidenten Sobotka.
Erfreulicherweise sind die Österreicher bei guter Gesundheit, Österreich hat ein gutes und leistungsstarkes Gesundheitssystem, und es beweisen auch Sozialdemokraten, dass man im mittleren Alter noch weiterarbeiten kann. ÖGB-Präsident Katzian hat seinen 65. Geburtstag gefeiert, zu dem ich ihm auch gratuliert habe, er arbeitet weiter als ÖGB-Präsident und er wird nächstes Jahr noch einmal kandidieren. Man kann natürlich eine gute Leistung erbringen – nicht in allen Jobs, aber es gibt viele Berufe, in denen man auch Mitte 60 noch eine gute Leistung erbringen kann. Sie tun immer so, als ob alle Dachdecker wären. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Brandstätter weist in Richtung Präsident Sobotka. – Abg. Wurm – erheitert in Richtung Präsident Sobotka –: Auch der ..., Herr Präsident! – Heiterkeit und Zwischenrufe bei den NEOS. – Heiterkeit des Präsidenten Sobotka.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Und dann hat Kollege Stöger auch noch eine Unwahrheit verbreitet. Man kann Unwahrheiten in der Hoffnung, dass sie irgendwann hängenbleiben, sehr oft wiederholen, zum Beispiel jene, dass ausgemacht gewesen wäre – ich frage mich, zwischen wem –, dass ein Drittel zu den Pensionen zugeschossen wird. Das steht nirgends, es ist aber wurscht, das kann man oft behaupten, und irgendwann bleibt es vielleicht hängen. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Oder man kann behaupten, dass die Pensionen der Arbeiter und Angestellten sich quasi selbst decken – und wenn man ein paar Dinge ausblendet, dann stimmt das, aber jetzt möchte ich Ihnen diese Dinge einmal einblenden.
Beifall bei den NEOS.
Also wenn wir schon rechnen, dann ehrlich! Ich weiß, mit Mathematik hat man es auf der sozialdemokratischen Seite nicht so, und auf der ÖVP-Seite ist man dann halt auch eher christlich-sozialistisch. Das Geld spielt keine Rolex! Man schreibt zwar immer: Wir machen eine Pensionsreform!, aber die kommt nie. Seit Wolfgang Schüssel habt ihr das Thema keinen Millimeter vorangebracht, und das ist euer Versagen und euer Vergehen an der Jugend. (Beifall bei den NEOS.)
Ruf bei den NEOS: ... finanzierbar!
Abgeordneter Mag. Markus Koza (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrte Damen und Herren! Es ist immer sehr schön für mich, nach Herrn Kollegen Loacker reden zu dürfen. Meine sehr geehrten ZuseherInnen, ich bringe Ihnen eine beruhigende Nachricht: Unser Pensionssystem steht nicht vor dem Kollaps, unser Pensionssystem ist kurz-, mittel- und langfristig weiterhin finanzierbar. (Ruf bei den NEOS: ... finanzierbar!)
Beifall bei den Grünen
Ich möchte schon vor einem ganz massiv warnen, nämlich dass Sie die Diskussion rund um die Pensionen auf einen reinen Kostenfaktor reduzieren, rein darauf reduzieren, was sie unsere Gesellschaft kosten. – Nein, das geht nicht! Pensionen, meine sehr geehrten Damen und Herren, sind Einkommen, Einkommen von älteren Menschen. Pensionen, das steht auch in der Budgetanalyse des Budgetdienstes drinnen, haben eine wesentliche Funktion als gesicherte Einkommen gerade in Krisen (Beifall bei den Grünen), da sie nämlich als sogenannte automatische Stabilisatoren wirken, die Nachfrage stabilisieren, gegen Armut absichern und konjunkturelle Abschwünge abfedern. Das heißt, Pensionen haben längst nicht nur eine reine Kostenfunktion, nein, sie bringen auch Steuern und Abgaben, stabilisieren Nachfrage, stabilisieren Beschäftigung, und das gilt es schon einmal ganz deutlich und klar zu sagen und hervorzuheben.
Beifall bei den Grünen
Ich möchte noch ein paar Punkte zum Budget beziehungsweise zu dem, was im Pensionssystem im nächsten Jahr einmal vorgesehen ist, kurz erwähnen. Das eine ist, dass, wenn wir am Freitag die Beschlüsse tätigen, ab 1. Jänner der Frühstarterbonus nicht nur für die ASVG-Versicherten und die Selbstständigen, sondern auch für öffentlich Bedienstete, für EisenbahnerInnen, für PostlerInnen eingeführt wird, wodurch alle diejenigen, die bereits in jungen Jahren zu arbeiten begonnen und Pensionsversicherungsbeiträge gezahlt haben, also vor 20 zu arbeiten begonnen haben, mit dem Pensionsantritt eine höhere Pension bekommen, weil sie eben auch viel früher zu arbeiten begonnen haben. Das bedeutet bis zu 840 Euro zusätzlich an Pension (Beifall bei den Grünen), für circa 60 Prozent der neu einsteigenden PensionistInnen und ungefähr halbe-halbe zwischen Männern und Frauen.
Beifall der Abg. Prammer
(Beifall der Abg. Prammer) –, denn nur dann, wenn wir einen hohen Beschäftigungsstand haben, nur dann, wenn wir ausreichend Menschen in guter Beschäftigung haben, können wir tatsächlich unser Sozialsystem, unsere Pensionssysteme ausreichend finanzieren. Das ist unser Job.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wie wichtig der Sozialstaat für uns alle ist, meine sehr geehrten Damen und Herren, erleben wir Tag für Tag in der Coronakrise, und diesen Sozialstaat müssen wir auch für künftige Generationen erhalten. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Ex-Kanzler Kurz, der sich jetzt mit seinem Telefon beschäftigt (Zwischenrufe bei der ÖVP), war einer, der dieses Thema immer wieder ausgespart hat, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, und eher negativ über dieses Thema geredet hat (Beifall bei der SPÖ – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP), nämlich indem er gesagt hat, dass Menschen nicht aufstehen wollen, weil sie nicht arbeiten wollen. Das ist eigentlich sehr menschenverachtend, liebe Kolleginnen und Kollegen.
Beifall bei der SPÖ – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP
Ex-Kanzler Kurz, der sich jetzt mit seinem Telefon beschäftigt (Zwischenrufe bei der ÖVP), war einer, der dieses Thema immer wieder ausgespart hat, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, und eher negativ über dieses Thema geredet hat (Beifall bei der SPÖ – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP), nämlich indem er gesagt hat, dass Menschen nicht aufstehen wollen, weil sie nicht arbeiten wollen. Das ist eigentlich sehr menschenverachtend, liebe Kolleginnen und Kollegen.
Zwischenruf des Abg. Loacker
Das Thema Armut und Armutsgefährdung ist mitten in dieser Gesellschaft gelandet, und wir müssen darüber reden. Ich weiß, dass Bundesminister Mückstein sich bemüht (Zwischenruf des Abg. Loacker) – er bemüht sich auch mehr als die Türkisen –, die Pandemiebekämpfung in den Griff zu bekommen, er bemüht sich auch, dass die Gesellschaft, dass die Menschen gut geschützt sind. Das interessiert die ÖVP schon weniger, weil es da um andere Interessen wie den Tourismus geht. (Zwischenruf der Abg. Totter.) Dass Sie damit aber auch die Bevölkerung gefährden, das haben Sie nicht – oder absichtlich nicht – auf dem Radar.
Zwischenruf der Abg. Totter.
Das Thema Armut und Armutsgefährdung ist mitten in dieser Gesellschaft gelandet, und wir müssen darüber reden. Ich weiß, dass Bundesminister Mückstein sich bemüht (Zwischenruf des Abg. Loacker) – er bemüht sich auch mehr als die Türkisen –, die Pandemiebekämpfung in den Griff zu bekommen, er bemüht sich auch, dass die Gesellschaft, dass die Menschen gut geschützt sind. Das interessiert die ÖVP schon weniger, weil es da um andere Interessen wie den Tourismus geht. (Zwischenruf der Abg. Totter.) Dass Sie damit aber auch die Bevölkerung gefährden, das haben Sie nicht – oder absichtlich nicht – auf dem Radar.
Beifall bei der SPÖ.
alles ab, was wir gegen Armutsgefährdung tun. Schließlich und endlich haben Sie sich schwarz auf weiß ins Regierungsprogramm geschrieben: Wir wollen in dieser Legislaturperiode die Armut halbieren. – Davon ist keine Rede. Daher müssen wir in diesem Haus über dieses Thema öfter und noch intensiver reden. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Wir reden von der Armutsbekämpfung!
Abgeordnete Mag. Elisabeth Scheucher-Pichler (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine geschätzten Kolleginnen und Kollegen! Vor allem aber auch: Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer zu Hause! Frau Kollegin Heinisch-Hosek, als wir gemeinsam Frauensprecherinnen waren – das war in den Jahren 2002 bis, ich weiß nicht, 2006 –, hat es nicht einmal annähernd jenes Frauenbudget gegeben, das es jetzt gibt (Abg. Heinisch-Hosek: Wir reden von der Armutsbekämpfung!), da hat es nicht einmal annähernd so viele Maßnahmen in Richtung Armutsbekämpfung gegeben – und das hängt ja zusammen, Sie haben ja auch das Wort Frauen ständig in den Mund genommen und erwähnt. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordnete Mag. Elisabeth Scheucher-Pichler (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine geschätzten Kolleginnen und Kollegen! Vor allem aber auch: Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer zu Hause! Frau Kollegin Heinisch-Hosek, als wir gemeinsam Frauensprecherinnen waren – das war in den Jahren 2002 bis, ich weiß nicht, 2006 –, hat es nicht einmal annähernd jenes Frauenbudget gegeben, das es jetzt gibt (Abg. Heinisch-Hosek: Wir reden von der Armutsbekämpfung!), da hat es nicht einmal annähernd so viele Maßnahmen in Richtung Armutsbekämpfung gegeben – und das hängt ja zusammen, Sie haben ja auch das Wort Frauen ständig in den Mund genommen und erwähnt. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, ich sage aber auch ganz offen, weil Herr Kollege Loacker ja immer wieder die Pensionen in den Mittelpunkt seiner Ausführungen stellt: Gott sei Dank sind die Pensionen gesichert – ja, sie sind gesichert! –, aber dass es uns in Österreich so gut geht, ist einerseits das Ergebnis einer guten Finanzpolitik, andererseits aber auch das Verdienst jener Menschen, unserer Eltern und Großeltern, die in der Nachkriegszeit nicht lange herumdiskutiert haben, nicht gefragt haben: warum und wo und wie?, sondern die Ärmel hochgekrempelt haben, dieses Land aufgebaut haben und uns zu Wohlstand gebracht haben, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
werden. Wir stehen dazu! Das ist unser Ansatz, dass wir gerade jene Menschen, die ein Leben lang gearbeitet haben, unterstützen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Zum Schluss: Die Impfung ist das Wichtigste und die einzige Möglichkeit, um diese Pandemie zu überwinden. Das ist Fakt. Daher bitte, meine sehr geehrten Damen und Herren: Lassen Sie sich impfen, schützen Sie sich und auch andere! – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Da bringt er aber auch nichts zusammen!
Abgeordneter Peter Wurm (FPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Schönen guten Morgen allen Zusehern und dem Hohen Haus! Ich möchte mich heute dem Konsumentenschutzbudget widmen. Minister Mückstein ist ja auch für Konsumentenschutz zuständig, zumindest formal. De facto, glaube ich, wissen wir alle, dass da wenig passiert, auch im Bereich Soziales wenig bis gar nichts. Natürlich gibt es jetzt seit zwei Jahren Corona und deshalb ist er als Gesundheitsminister ausgelastet (Abg. Belakowitsch: Da bringt er aber auch nichts zusammen!), aber das ist natürlich kein Vorteil für den Konsumentenschutz.
Beifall bei der FPÖ.
Daher bin ich froh, wenn im Konsumentenschutz diese Verbandsklagenrichtlinie kommt, und ich bin schon gespannt, wann die ersten Sammelklagen, die die Pharmafirmen und den Impfstoff betreffen, eintrudeln. – Danke vielmals. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir, die wir hier sitzen, sind alle Verbraucherinnen und Verbraucher. Manche von uns sind auch Unternehmer oder Unternehmerinnen. Uns allen muss es wichtig sein, dass jene, die sich ordentlich verhalten, geschützt sind – und dafür braucht es effektiven Konsumentenschutz. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Auch die Unternehmer und Unternehmerinnen haben etwas davon, wenn die schwarzen Schafe vor den Vorhang geholt werden und die, die sich ordnungsgemäß verhalten, belohnt werden. Deswegen braucht es Schwerpunkte, bei denen wir zeigen, dass guter Konsumentenschutz stattfindet. Ich möchte ein Beispiel geben: Letztes Jahr gab es die Reisehotline vom VKI, für Personen, die fliegen wollten und dann nicht fliegen konnten. Dank zweier Sammelklagen haben 17 000 Personen für Flüge, die nicht stattgefunden haben, ihr Geld zurückbekommen. Dafür ein großes Dankeschön an den VKI und seine MitarbeiterInnen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn es zu gerichtlichen Entscheidungen kommt, dann sind die zu 90 Prozent ein Erfolg. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sinne der Verbraucher und Verbraucherinnen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Die acht Kapitel, die sich im neuen NAP wiederfinden werden, sind Behindertenpolitik, Diskriminierungsschutz, Barrierefreiheit, Bildung, Beschäftigung, selbstbestimmtes Leben, Gesundheit und Rehabilitation, Bewusstseinsbildung und Information. Wenn ich es richtig verstanden habe, dann liegt die Zuständigkeit für Behindertenpolitik und das selbstbestimmte Leben ganz klar im Sozialministerium. Ich würde also auch Bewusstseinsbildung und Information in Ihrem Ministerium ansiedeln. Ich frage Sie daher: Wo findet sich dieses Budget? (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich sehe es als große Lücke, dass gerade im Sozialministerium kein Sonderbudget für Menschen mit Behinderung vorgesehen ist, gerade auch, was das Thema Lohn statt Taschengeld betrifft. Da haben wir ebenso dringenden Handlungsbedarf, weil in den Werkstätten Menschen arbeiten, die eine sozialversicherungsrechtliche Absicherung verdient haben. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Es zeigt einmal mehr, dass Inklusion noch nicht in der Regierung angekommen ist. Ich sage es noch einmal klar und deutlich: Inklusion hat nichts mit karitativ zu tun, Inklusion ist ein Menschenrecht. – Danke. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Etwas Wichtiges möchte ich noch zum Keyaccountmanagement sagen, weil man sich das sonst vielleicht zu abstrakt vorstellt: Die sind wiederum total stark mit dem AMS, mit den Neba-Maßnahmen vernetzt. Das wird immer stärker ausgebaut – wie gesagt, 2020 pilotiert –, und ich freue mich über diesen Erfolg und danke daher dem Herrn Minister – und Ihnen für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Aber auch im Sozialbereich treffen wir wichtige Maßnahmen. Wir investieren in die Bekämpfung der sozialen Folgen der Pandemie. Zuerst das Thema Delogierungsprävention und Wohnungssicherung: Das wird zukünftig in ganz Österreich umgesetzt, und so wird erreicht, dass Tausende von einer Delogierung bedrohte MieterInnen eine neue Wohnperspektive erhalten. Damit ergänzt der Bund regional sehr unterschiedlich ausgebaute Strukturen zur Verhinderung von Obdachlosigkeit. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zudem setzen wir Maßnahmen für die psychosoziale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Die Bundesregierung investiert bis Ende 2022 zusätzlich 13 Millionen Euro in ein niederschwelliges Beratungs- und Behandlungsprogramm zur Abfederung der krisenbedingten Auswirkungen von Covid-19. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Mein Ressort unterstützt weiters die berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. So werden etwa die Arbeitsassistenz aufgrund der sehr guten Nachfrage sowie Beratungsprojekte und Individualförderungen ausgebaut. 2022 ist ja insgesamt eine Steigerung von rund 10 Prozent auf 315 Millionen Euro vorgesehen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Des Weiteren möchte ich auch noch etwas zu den Pensionen sagen. Auch im kommenden Jahr werden die niedrigen Pensionen über dem Inflationswert erhöht. Es gibt da eine Erhöhung um 3 Prozent. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Zentral im Budget ist auch die VerbraucherInnenbildung, hier im Besonderen die Finanzbildung. – Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: ... wieder ein Blödsinn!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Kucher. – Bitte sehr, Herr Abgeordneter. (Ruf bei der ÖVP: ... wieder ein Blödsinn!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage Ihnen ganz ehrlich: Wer jetzt in dieser Situation nicht hilft, der hat auch gar nicht vor zu helfen! (Beifall bei der SPÖ.) Wer jetzt nicht hilft, der hat gar nicht vor zu helfen. Hunderttausende Menschen in Österreich sind betroffen, und die Angehörigen, die Menschen, die Pflege brauchen, haben es sich verdient, noch dazu mitten in dieser Gesundheitskrise, dass die Politik den Worten auch endlich Taten folgen lässt!
Beifall bei der SPÖ.
Wir erleben heute, dass in diesem Bereich gar nichts weitergeht. Ich kann Ihnen Zuschriften geben, ich habe sie Ihnen vorgelesen, Herr Gesundheitsminister. Es gibt Leute in Pflegeheimen, die am Ende sind, die nicht mehr können, und das Einzige, das heute gemacht wird, sind Versprechen, Versprechen, Versprechen – und es passiert gar nichts! Wenn mitten in dieser Gesundheitskrise, nach all den großen Versprechungen, nach all dem Applaus für die Pflegekräfte und den Versprechen, sie zu unterstützen, heute nichts weitergeht, dann weiß ich nicht mehr, was das Wort dieser grün-schwarzen Bundesregierung noch wert sein soll. Deswegen: Strengt euch an, unterstützt heute unseren Vorschlag für eine Pflegeoffensive in Österreich! Die Worte hören wir alle miteinander seit Jahren, tut endlich etwas! Wir haben es gemeinsam in der Hand, endlich aktiv zu werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Kucher
Wir haben in Kärnten in einem Zeitraum von mehreren Jahren vorgezeigt, wie man die Pflege verändern und sie auch weiterentwickeln kann. Wir sind auf ein Pflegesystem gestoßen – Kollege Kucher sagt zwar, ihr alle seid schuld, die ÖVP, die Grünen, ihr alle habt nichts zustande gebracht, Frau Hartinger-Klein hat auch nichts dazu beigetragen (Zwischenruf des Abg. Kucher) –, das seit 40 Jahren in den meisten Bundesländern von
Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Fischer.
Es ist jetzt an der Zeit und an der Stunde, endlich dieses Modell zur Umsetzung zu bringen. Hören wir auf zu reden, das ist echt läppisch und echt verantwortungslos gegenüber den zu Pflegenden und den PflegerInnen, dass wir da nicht agieren! (Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Fischer.)
Beifall bei der FPÖ.
Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den NEOS. – Ruf bei der ÖVP: Macht’s nicht besser!
Wöginger nicht da, ich muss ihn nämlich enttäuschen: Nicht alle Kinder gehen nach Wien und kommen dann als Grüne zurück, manche werden pink. (Beifall bei den NEOS. – Ruf bei der ÖVP: Macht’s nicht besser!)
Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.
Das von Ralf Dahrendorf und in den Bildungswissenschaften ab den 1960ern zitierte katholische Arbeitermädchen vom Land – Sie sehen es vor Ihnen. Weder meine Mutter noch mein Vater haben studiert, sie arbeiteten beide und zogen vier Kinder groß. (Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.) Meine Eltern vermittelten ihren Kindern jedoch, dass Bildung der Schlüssel für ein gelingendes Leben ist. So schafften sie es der Statistik zum Trotz, alle ihre Kinder zu AkademikerInnen auszubilden. Diese Bildungsaffinität und auch das Bewusstsein, dass wir hier in Österreich viel besser sein könnten, ließen mich 2017 bei NEOS andocken. Seit 2018 durfte ich zudem als Quereinsteigerin an einer Schule mit besonderen Herausforderungen unterrichten.
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen.
Was hat das alles mit Konsumentenschutz, meinem Thema, über das ich dann sprechen werde, zu tun? – Zum einen durfte ich das Fach Ernährung und Haushalt unterrichten, ein Fach, das wirklich viel Platz für verwandte Themen bietet. Mein zweites Unterrichtsfach ist Deutsch. Konsumentenschutz beginnt meiner Meinung nach dort. Er beginnt damit, sich der Tatsache zu stellen, dass jeder fünfte Jugendliche, der neun Jahre in Österreich in die Schule gegangen ist, nicht sinnerfassend lesen kann – und das in einem der reichsten Länder der Welt. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ, FPÖ und Grünen.
Die langfristige Absicherung des VKI ist ein Vorhaben, hinter dem, glaube ich, alle im Parlament vertretenen Parteien stehen. Verehrte Damen und Herren, Kolleginnen und Kollegen, ich freue mich darauf, diesen Reformprozess mit Ihnen anzustoßen, zu begleiten und voranzutreiben. – Herzlichen Dank. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ, FPÖ und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir befinden uns jetzt knapp zwei Jahre in der größten Gesundheitskrise, und ich denke, es müsste bis jetzt jedem klar geworden sein, was Personen in den Spitälern, aber vor allem auch in der Pflege und in den Pflegeheimen leisten. Wir werden immer älter, das wissen wir. Pflegereformen – das hat mein Kollege Kucher schon genauer ausformuliert – wurden immer wieder groß angekündigt – Taskforce und so weiter –, aber es passiert nichts. Herr Bundesminister, durch Nichtstun kann man durch diese Situation nicht mehr durchtauchen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Man könnte fast sagen, es ist schon Gefahr in Verzug, es muss jetzt gehandelt werden. Umso perplexer macht es mich, dass man im Budget absolut nichts dazu findet, wie die Pflegereform budgetär umgesetzt werden soll. Warum gibt es da keine finanziellen Mittel? Was muss denn noch alles passieren, damit da endlich der Startschuss fällt und gehandelt wird? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir als SPÖ sagen – ich habe das schon mehrmals gesagt und ich werde nicht müde, das zu fordern –, wir brauchen ein einheitliches Pflegesystem in ganz Österreich. Kollegin Scheucher-Pichler hat es angesprochen: Wir bräuchten – das wäre wichtig – einen Pflegefonds, in dem alle Mittel, sowohl der Länder als auch des Bundes, zusammenfließen. Wir müssen die Pflegeberufe attraktiver machen. Es geht natürlich auch um eine Ausbildungsoffensive, dass Auszubildende so wie auch Polizeischüler und -schülerinnen entlohnt werden. Wir brauchen mehr Personal und wir brauchen attraktivere Arbeitszeitmodelle: 4-Tage-Woche, 35-Stunden-Woche, mehr Urlaub, sprich sechste Urlaubswoche für alle – das alles sind Möglichkeiten, um die Belastung zu reduzieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Höfinger.
Bei der letzten Ausschusssitzung wurden 24 Anträge eingebracht beziehungsweise standen auf der Tagesordnung. Alle kamen ausschließlich von der Opposition und nahezu alle Anträge wurden wieder einmal vertagt. Ein Antrag meines Kollegen Peter Wurm betreffend den Betrieb von Dorfläden zur Sicherung der Nahversorgung ist nicht zufällig ähnlich einer Petition, die von einem ÖVP-Abgeordneten eingebracht wurde. Und was hat die ÖVP mit einem Anliegen, das angeblich auch ihr Anliegen ist, gemacht? – Sie hat es vertagt. Das ist ja die Spitze der Skurrilität. (Zwischenruf des Abg. Höfinger.) Jetzt vertagen Sie sich schon selber. Haben Sie darüber schon einmal nachgedacht? (Ruf bei der FPÖ: Ist ja unglaublich! – Zwischenruf des Abg. Sieber.)
Ruf bei der FPÖ: Ist ja unglaublich! – Zwischenruf des Abg. Sieber.
Bei der letzten Ausschusssitzung wurden 24 Anträge eingebracht beziehungsweise standen auf der Tagesordnung. Alle kamen ausschließlich von der Opposition und nahezu alle Anträge wurden wieder einmal vertagt. Ein Antrag meines Kollegen Peter Wurm betreffend den Betrieb von Dorfläden zur Sicherung der Nahversorgung ist nicht zufällig ähnlich einer Petition, die von einem ÖVP-Abgeordneten eingebracht wurde. Und was hat die ÖVP mit einem Anliegen, das angeblich auch ihr Anliegen ist, gemacht? – Sie hat es vertagt. Das ist ja die Spitze der Skurrilität. (Zwischenruf des Abg. Höfinger.) Jetzt vertagen Sie sich schon selber. Haben Sie darüber schon einmal nachgedacht? (Ruf bei der FPÖ: Ist ja unglaublich! – Zwischenruf des Abg. Sieber.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Drobits. – Abg. Höfinger: War jetzt auch eine Stimmungskanone, gell?
Kurz gesagt: Diese Vertagungsfestspiele, die Sie hier abhalten, sind einfach absurd. Werter Herr Dr. Mückstein, solange diese Vertagungsorgien noch anhalten, so lange werden Sie sich auch mit alten Anträgen herumschlagen müssen. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Drobits. – Abg. Höfinger: War jetzt auch eine Stimmungskanone, gell?)
Abg. Loacker – nickend –: Die kriegen eh mit 58 das Überbrückungsgeld!
Abgeordneter Dietmar Keck (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Wir haben heute schon viel über die Pensionen gehört. Kollege Loacker: Du weißt, ich schätze dich, Gerald, aber was du heute gesagt hast, versteht wirklich keiner mehr. Kollege Stöger hat es schon gesagt: „45 Jahre sind genug“. – 45 Jahre sind genug für diese Menschen, die im Straßenbau bei der ärgsten Hitze Teerarbeiten machen, die am Bau sind, Maurer sind, 25-, 30-, 50-Kilo-Säcke schleppen, die an einem Hochofen arbeiten, in einer Schmiede arbeiten, in einer Gießerei arbeiten. (Abg. Loacker – nickend –: Die kriegen eh mit 58 das Überbrückungsgeld!) Ja, meine Damen und Herren, da sind 45 Jahre wirklich genug, um abschlagsfrei in Pension gehen zu können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dietmar Keck (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Wir haben heute schon viel über die Pensionen gehört. Kollege Loacker: Du weißt, ich schätze dich, Gerald, aber was du heute gesagt hast, versteht wirklich keiner mehr. Kollege Stöger hat es schon gesagt: „45 Jahre sind genug“. – 45 Jahre sind genug für diese Menschen, die im Straßenbau bei der ärgsten Hitze Teerarbeiten machen, die am Bau sind, Maurer sind, 25-, 30-, 50-Kilo-Säcke schleppen, die an einem Hochofen arbeiten, in einer Schmiede arbeiten, in einer Gießerei arbeiten. (Abg. Loacker – nickend –: Die kriegen eh mit 58 das Überbrückungsgeld!) Ja, meine Damen und Herren, da sind 45 Jahre wirklich genug, um abschlagsfrei in Pension gehen zu können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich denke, lieber Gerald, und ich muss dir das so sagen: Das kann nur einer sagen, der weiß, wie diese Jobs sind, und der in diesem Job schon gearbeitet hat. Ich weiß, wie schwer das für diese Menschen ist, und mit jedem Jahr, das sie älter werden, wird es immer schwieriger, in diesem Job zu bleiben. Glaube es mir, die sind froh, wenn sie 60 Jahre alt sind, dass ihnen gesagt werden kann: Freund, du kannst in Pension gehen! – Und was passiert dann in unserem Staat? – Er kriegt massivste Abschläge, Abschläge dafür, dass er 45 Jahre Beiträge bezahlt hat, 45 Jahre für die Republik, für die Wirtschaft und für alles gearbeitet hat. Da wird er in diesem Land bestraft. Das finden wir nicht gerecht und das gehört abgeschafft. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Loacker
in die Pension gehen. Wir haben aber viele, die gehen aus der Arbeit nicht in die Pension (Zwischenruf des Abg. Loacker), die sind vorher krank, die sind vorher arbeitslos, also die kriegen das alles nicht. Ich würde dich bitten, arbeite auch du mit Zahlen, die wirklich stimmen!
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Es ist notwendig, diesem Entschließungsantrag beizutreten. Ich habe es vorhin schon gesagt: Es kann nicht sein, dass sich eine Person in Österreich entscheiden muss: Muss ich frieren oder habe ich etwas zu essen? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Ribo.
Der Sozialstaat steht immer vor Herausforderungen, wird immer vor großen Herausforderungen stehen. Es stimmt, dass eine der ganz großen Herausforderungen die Pflege ist. Darauf bitte ich durchaus, einen exakten Blick zu werfen. Es genügt nicht, Herr Kucher aus Klagenfurt, wenn Sie hier mit doppelt geballter Faust stehen und, ja, laute Worte von sich geben. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Ribo.) Wir müssen von der Theorie in die Praxis kommen, und die Praxis in der Pflege, die passiert nicht nur hier auf der Regierungsbank, die Praxis in der Pflege passiert vor Ort.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Was mache ich zum Beispiel als Sozialhilfeverbandsobmann in Graz-Umgebung? – Wir werden im nächsten Jahr in einigen weiteren Gemeinden neue Tageszentren eröffnen, denn wir brauchen die Tageszentren für Senioren, um die Pflege zu Hause zu stärken. Das sind konkrete Maßnahmen, die müssen wir setzen. Es wird nicht den Urknall in der Pflegereform geben, der alles löst, sondern wir müssen Schritt für Schritt an vielen Rädchen drehen, in den Gemeinden, vor allem auch in den Ländern, denn die haben große Kompetenzen in der Pflege, und auch im Bund. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Eines sei auch gesagt, man vergisst es nämlich so leicht: Das Pflegegeld, das wir in Österreich haben, das ist weltweit einzigartig, auch einzigartig betreffend die Höhe. In der höchsten Stufe, der Pflegestufe 7, bekommt man über 1 700 Euro. Vergleichen Sie alleine mit Deutschland, dort bedeutet die Pflegestufe 5, das ist dort die höchste Pflegegeldstufe, etwas über 1 000 Euro an Zuwendung an die betroffenen Menschen! Wir sind in vielen Bereichen sehr gut aufgestellt. Das bedeutet aber nicht, dass wir uns in vielen Bereichen nicht auch offensiv weiterentwickeln müssen – und die Pflege ist so ein Punkt. Meine Damen und Herren, aber: Weniger Reden, mehr tun in den Gemeinden, in den Ländern und natürlich auch hier bei uns im Parlament! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Es kann ja nicht sein, dass Österreicherinnen und Österreicher bei Kontoüberziehungen bis zu 18,5 Prozent Überziehungszinsen haben. Diese Zinsen sind ein Wucher. Die Banken wurden 2008 gerettet und heute haben die Konsumentinnen und Konsumenten keine Chance, in gleicher Weise in so einer Situation, wie es die Pandemie als finanzieller Brandbeschleuniger ist, gerettet zu werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich fühle mich damit zumindest, auch mit meiner Fraktion, bestätigt, dass unsere Arbeit gut ist. Ich bedanke mich für die Umsetzung im Budget und ich hoffe, dass die Regierungsfraktionen im Konsumentenausschuss diese unsere Ideen, die von Ihnen umgesetzt werden, dann auch entsprechend bejahen und ihnen zustimmen werden. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Erwin Angerer (FPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Ja, die Genossinnen und Genossen der Sozialdemokratie haben einen Antrag eingebracht. Dazu kann ich nur sagen: Es steht zwar SPÖ drauf, er ist aber von Jörg Haider und den Freiheitlichen abgekupfert. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Teuerungsausgleich und Heizkostenzuschuss – ich bin erstaunt. Ich bin erstaunt, was die Sozialdemokraten hier einbringen, das ist nämlich genau der Antrag, der von euch letzte Woche im Kärntner Landtag abgelehnt wurde.
Beifall bei der FPÖ
Hier im Parlament, im Nationalrat bringt ihr, Kollege Muchitsch mit seinen Kolleginnen und Kollegen, den Antrag ein. Das ist scheinheiliger Populismus (Beifall bei der FPÖ): hier in Wien etwas zu fordern, was ihr in den Ländern, wo ihr Verantwortung tragt, ablehnt. Redet mit eurem Landeshauptmann in Kärnten, dann soll er es in Kärnten auch beschließen! (Beifall und Bravoruf bei der FPÖ.)
Beifall und Bravoruf bei der FPÖ.
Hier im Parlament, im Nationalrat bringt ihr, Kollege Muchitsch mit seinen Kolleginnen und Kollegen, den Antrag ein. Das ist scheinheiliger Populismus (Beifall bei der FPÖ): hier in Wien etwas zu fordern, was ihr in den Ländern, wo ihr Verantwortung tragt, ablehnt. Redet mit eurem Landeshauptmann in Kärnten, dann soll er es in Kärnten auch beschließen! (Beifall und Bravoruf bei der FPÖ.)
Abg. Angerer: Jetzt bin ich aber neugierig! – Abg. Ragger: Jetzt machen wir aber keine Diskussion draus!
Dazu ist wiederum – wortgewaltig – Abgeordneter Kucher an der Reihe. – Bitte sehr, Herr Abgeordneter. (Abg. Angerer: Jetzt bin ich aber neugierig! – Abg. Ragger: Jetzt machen wir aber keine Diskussion draus!)
Zwischenruf der Abg. Baumgartner
Abgeordneter Philip Kucher (SPÖ): Herr Präsident, danke für die freundliche Einbegleitung! – Nein, jetzt machen wir keine Diskussion draus. Ich bin so und so noch wirklich fassungslos über den Redebeitrag des Kollegen Gödl. Am Ende der Pflegedebatte kommt er hier raus und kritisiert mich, dass wir sagen, die Politik muss den Worten endlich Taten folgen lassen. Er kritisiert und sagt, die Pflegepolitik wird ja nicht hier gemacht, sondern ohnehin vor Ort in den Pflegeheimen. – Das ist dieselbe zynische Herangehensweise wie die von Landeshauptmann Stelzer in Oberösterreich (Zwischenruf der Abg. Baumgartner), der sagt: Was brauchen wir Maßnahmen? Es gibt eh genug Leute in den Intensivstationen, die dort Tag und Nacht arbeiten, die sollen weiterarbeiten, wir müssen nichts tun! (Abg. Singer: Nein, hat er nicht gesagt!)
Abg. Singer: Nein, hat er nicht gesagt!
Abgeordneter Philip Kucher (SPÖ): Herr Präsident, danke für die freundliche Einbegleitung! – Nein, jetzt machen wir keine Diskussion draus. Ich bin so und so noch wirklich fassungslos über den Redebeitrag des Kollegen Gödl. Am Ende der Pflegedebatte kommt er hier raus und kritisiert mich, dass wir sagen, die Politik muss den Worten endlich Taten folgen lassen. Er kritisiert und sagt, die Pflegepolitik wird ja nicht hier gemacht, sondern ohnehin vor Ort in den Pflegeheimen. – Das ist dieselbe zynische Herangehensweise wie die von Landeshauptmann Stelzer in Oberösterreich (Zwischenruf der Abg. Baumgartner), der sagt: Was brauchen wir Maßnahmen? Es gibt eh genug Leute in den Intensivstationen, die dort Tag und Nacht arbeiten, die sollen weiterarbeiten, wir müssen nichts tun! (Abg. Singer: Nein, hat er nicht gesagt!)
Abg. Gödl: Nein, habe ich nicht gesagt!
Dasselbe hat Kollege Gödl gesagt: Wir brauchen keine Pflegereform, wir brauchen nichts zu tun, denn die Leute vor Ort hackeln eh! (Abg. Gödl: Nein, habe ich nicht gesagt!) Das ist der Punkt und das weißt du ganz genau! (Weiterer Ruf bei der ÖVP: Hat er nicht gesagt!) Die Leute vor Ort sind fertig, sind ausgebrannt und können nicht mehr, und dieses Blabla, das wir uns alle miteinander hier herinnen gegenseitig vortragen, wird nichts besser machen, wenn wir nicht auch miteinander das Geld in die Hand nehmen.
Weiterer Ruf bei der ÖVP: Hat er nicht gesagt!
Dasselbe hat Kollege Gödl gesagt: Wir brauchen keine Pflegereform, wir brauchen nichts zu tun, denn die Leute vor Ort hackeln eh! (Abg. Gödl: Nein, habe ich nicht gesagt!) Das ist der Punkt und das weißt du ganz genau! (Weiterer Ruf bei der ÖVP: Hat er nicht gesagt!) Die Leute vor Ort sind fertig, sind ausgebrannt und können nicht mehr, und dieses Blabla, das wir uns alle miteinander hier herinnen gegenseitig vortragen, wird nichts besser machen, wenn wir nicht auch miteinander das Geld in die Hand nehmen.
Zwischenruf des Abg. Gödl.
Ich habe früher aufgezählt: Es kann nicht sein, dass – ich weiß nicht – Sebastian Kurz jedes Jahr wie der Weihnachtsmann immer wieder Pflegereformen versprochen hat, und dann ist im Packerle außer Versprechungen nichts drin. (Zwischenruf des Abg. Gödl.) Deswegen bitte ich dich wirklich: Lösen wir jetzt miteinander die Pflegemisere und nehmen wir dafür endlich das Geld in die Hand! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich habe früher aufgezählt: Es kann nicht sein, dass – ich weiß nicht – Sebastian Kurz jedes Jahr wie der Weihnachtsmann immer wieder Pflegereformen versprochen hat, und dann ist im Packerle außer Versprechungen nichts drin. (Zwischenruf des Abg. Gödl.) Deswegen bitte ich dich wirklich: Lösen wir jetzt miteinander die Pflegemisere und nehmen wir dafür endlich das Geld in die Hand! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Da haben wir gesagt: Bitte, ihr könnt doch nicht auf den Rettungsdienst vergessen, und auf den ausgelagerten Bereich in der Pflege! (Beifall bei der SPÖ.) Was ist mit den biomedizinischen AnalytikerInnen in den Laborinstituten, die im Rahmen der Testungen alles gegeben haben, mit jenen Leuten, bei denen wir uns bedankt haben und wo wir heute kritisieren, dass sozusagen nicht schnell genug getestet wird, weil die Regierung auch das verschlafen hat? Diese vergisst die Regierung auch jetzt wieder beim Coronabonus!
Abg. Gabriela Schwarz schüttelt den Kopf.
Der letzte Punkt, der leider auch nicht aufgeklärt worden ist – ist das ein Zufall? –: Auf der einen Seite haben wir 1 Milliarde für die Konzerne, da sitzt das Geld locker. Im Gesundheitsbereich aber und für die Pflege haben wir leider kein Geld. Kollegin Schwarz als Generalsekretärin ist noch immer die Antwort auf folgende Frage schuldig geblieben: Mit welcher Begründung habt ihr 50 000 Euro von Privatkliniken bekommen? Warum hat die ÖVP das Geld bekommen? (Abg. Gabriela Schwarz schüttelt den Kopf.) Warum haben die euren Wahlkampf bezahlt? Hat das vielleicht einen Zusammenhang damit, dass ihr im Bereich der Gesundheitsversorgung gegen die Zweiklassenmedizin eben nichts tut und nicht dafür kämpft, dass alle Menschen in Österreich wirklich gleich gute Leistungen bekommen? (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Gabriela Schwarz schüttelt neuerlich den Kopf.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Gabriela Schwarz schüttelt neuerlich den Kopf.
Der letzte Punkt, der leider auch nicht aufgeklärt worden ist – ist das ein Zufall? –: Auf der einen Seite haben wir 1 Milliarde für die Konzerne, da sitzt das Geld locker. Im Gesundheitsbereich aber und für die Pflege haben wir leider kein Geld. Kollegin Schwarz als Generalsekretärin ist noch immer die Antwort auf folgende Frage schuldig geblieben: Mit welcher Begründung habt ihr 50 000 Euro von Privatkliniken bekommen? Warum hat die ÖVP das Geld bekommen? (Abg. Gabriela Schwarz schüttelt den Kopf.) Warum haben die euren Wahlkampf bezahlt? Hat das vielleicht einen Zusammenhang damit, dass ihr im Bereich der Gesundheitsversorgung gegen die Zweiklassenmedizin eben nichts tut und nicht dafür kämpft, dass alle Menschen in Österreich wirklich gleich gute Leistungen bekommen? (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Gabriela Schwarz schüttelt neuerlich den Kopf.)
Beifall bei den Grünen.
Wir sprechen hier in Summe von 3,3 Milliarden Euro. Das sind die nackten Zahlen. Das sind 200 Millionen Euro mehr als im letzten Jahr, also für 2021, und das, obwohl wir insbesondere hinsichtlich der Coronabekämpfung im Budget davon ausgehen, dass wir für 2022 weniger Geld brauchen werden. Das heißt, wir geben 200 Millionen Euro mehr aus – 200 Millionen Euro für die Absicherung des Gesundheitswesens. Als Löwenanteil dieser Mehrausgaben sind 600 Millionen Euro zur Absicherung der Sozialversicherungen geplant, als Ausgleich für die Senkung der Krankenversicherungsbeiträge, die ja eine Entlastungsmaßnahme für niedrigere Einkommen ist. Das heißt, wir nehmen Steuergeld her, um eben auch niedrigere Einkommen zu entlasten – das ist eine soziale Maßnahme –, und sichern dabei auch gleichzeitig die Sozialversicherungen nachhaltig ab. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ein Wort vielleicht noch zu den Communitynurses: Nein, das sind keine zusätzlichen Heimhilfen für die Gemeinden, wie manche glauben, sondern das ist wirklich medizinisches und pflegerisches Personal der höchsten Qualitätsstufe. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Dann sind wir nämlich auch auf weitere Krisen im Gesundheitswesen besser vorbereitet und schaffen es endlich, dass wir in ganz Österreich die gleichen Leistungen für alle Menschen haben, egal, ob am Bodensee oder am Neusiedler See, egal, ob oben an der tschechischen Grenze oder unten im Süden, im Gailtal. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Grundsätzlich stellt sich mir da aber schon die Frage, warum Österreich auf dem Weltmarkt Impfstoffe aufkauft, die es offensichtlich selber gar nicht benötigt, gleichzeitig aber die internationale Solidarität schädigt, so wie WHO-Chef Tedros gesagt hat: Reiche Industriestaaten mit über 40 Prozent Durchimpfungsraten sollten die Covid-Impfstoffkäufe einstellen, damit auch die armen Länder dieser Welt einmal zu Impfstoffkontingenten kommen. Wir in Österreich machen das anders. Wir kaufen die Impfstoffe teuer auf und verschenken sie hinterher. Ich erkenne die Sinnhaftigkeit dieses Vorgehens leider nicht. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Kucher.
Es gab seinerzeit eine schriftliche Stellungnahme von Sebastian Kurz und dem Kollegen Strache, in der explizit drinnen steht, dass innerhalb der Sozialversicherungen gleiche Beiträge und gleiche Leistungen gelten. „Leistungsharmonisierung innerhalb der ÖGK“, so ist es schriftlich festgehalten. (Zwischenruf des Abg. Kucher.) – Ein falsches Zitat wird auch nicht richtig, wenn du es wiederholst. Ich empfehle nachzulesen und bitte, bei der Wahrheit zu bleiben.
Beifall bei der ÖVP.
Mein zweiter Punkt zum Thema Wahrheit: Ich weiß nicht, wie es im Kärntner Landesverband des Österreichischen Roten Kreuzes ist, aber unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ehrenamtlich wie hauptberuflich, waren von Anfang an gut geschützt. – So viel noch dazu. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ein Thema, das wir gerade in Zeiten der Pandemie auch nicht außer Acht lassen sollten, ist die Prävention. Bitte gehen Sie zu den Vorsorgeuntersuchungen! Die Ärztinnen und Ärzte sind für Sie da. Bitte lassen Sie diese Möglichkeit nicht außer Acht! Ich appelliere noch einmal dringend: Nehmen Sie die Möglichkeit des dritten Stichs wahr, wenn Sie dran sind! Und wenn Sie noch nicht geimpft sind, lassen Sie sich bitte impfen! – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Kaniak: ... so formuliert, dass wir nicht mitstimmen können!
Dass die Ärztekammer da blockiert, ist mir klar, aber dass Sie als Apotheker nun auf diesen Antiapothekerkurs der Regierung aufspringen, finde ich interessant. Haben Sie schon Feedback von Ihren Apothekerkollegen bekommen? Überraschung: Sie bekommen heute wieder die Möglichkeit, dem Antrag zuzustimmen. (Abg. Kaniak: ... so formuliert, dass wir nicht mitstimmen können!)
Beifall bei den NEOS.
Zusammenfassend: Beim Gesundheitsbudget gibt es nichts Neues, keine Ziele, keinen Plan, keine Steuerungshebel. Das Gesundheitsbudget ist ein reiner Durchlaufposten, der dafür nächstes Jahr höher ausfällt, weil die Kosten der Krisenbewältigung weiter steigen – im Gegensatz zu Staaten mit erfolgreicherem Pandemiemanagement. – Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei Grünen und ÖVP sowie der Abg. Strache.
Man sieht an diesen zwei Projekten, dass es nicht immer Millionen braucht, um in bestimmen Bereichen Akzente zu setzen, aber es braucht Geduld und es braucht Mut. (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie der Abg. Strache.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Zum Schluss habe ich noch eine Bitte an Sie alle: Schauen Sie nicht weg, schauen Sie genau hin, vielleicht gibt es auch in Ihrem Umfeld ein pflegendes Kind, einen Young Carer! Machen Sie auf diese zwei Projekte aufmerksam, helfen Sie! – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Im Bereich Tiergesundheit und Tierschutz machen wir ebenfalls große Schritte nach vorne: Wir investieren in die Weiterentwicklung des Österreichischen Tiergesundheitsdienstes und schaffen dadurch eine moderne Organisation. Damit verbessern wir die Tiergesundheit, und das wird auch der Gesundheit der Menschen helfen, Stichwort Antibiotikaresistenzen. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Beim Tierschutz erhöhen wir außerdem die bestehenden Förderungen für Tierschutzbildung und stärken den Kampf gegen den illegalen Welpenhandel. – Danke schön. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Jetzt ist es natürlich schon interessant, dass sich die ÖVP bezüglich Leistungsharmonisierungen da rausmanövrieren will, dass sie sagt: Nein, nein, die Zweiklassenmedizin wollten wir eh nicht abschaffen, die wollen wir jetzt noch einzementieren!, so wie Abgeordnete Schwarz, die gemeint hat, nur die ÖGK-Versicherten sollen eine einheitliche Leistung kriegen, aber die Beamten und die Selbstständigen können schon bessere Leistungen bekommen. (Beifall bei der SPÖ.) Da sieht man wieder die Wertigkeit, denn im Endeffekt geht es eben um die Finanzen: Welcher Versicherte ist mehr oder weniger wert?
Zwischenruf des Abg. Hauser.
Auch von der Patientenmilliarde, die ja immer sehr stark propagiert worden ist und wo behauptet wurde, was man alles durch die Sozialversicherungsreform einsparen werde – wir haben immer gesagt, das ist eine Zerschlagung der Sozialversicherung –, hört man gar nichts mehr. (Zwischenruf des Abg. Hauser.) Diese Milliarde war leider ein Märchen, das haben wir von Anfang an gesagt und das bestätigt sich auch jetzt noch immer, sie ist inexistent.
Beifall bei der SPÖ.
Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schallmeiner.
Es wird im Gesundheitssystem auch in der Digitalisierung etliches gemacht. Bekanntlich hat der E-Impfpass im heurigen Jahr einen Boost erfahren, aber auch Elga wird weiter ausgebaut, und natürlich wird die digitale Kommunikation in den kommenden Jahren im Gesundheitswesen eine wesentliche Rolle spielen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schallmeiner.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, mein Highlight bei den Wirkungszielen im Gesundheitswesen ist das Wirkungsziel Nummer eins, nämlich das Bekenntnis, ein niederschwelliges, auf hohem Niveau arbeitendes, solidarisch finanziertes Gesundheitswesen für alle Menschen in unserem Land zur Verfügung zu stellen. Das ist ein ganz entscheidendes Ziel. Wir werden das hier weiter festigen und ausbauen, und ich glaube, wir können sagen: Kaum ein Land auf der Welt kommt diesem Ziel so nahe oder hat darin so viel erreicht wie Österreich. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Baumgartner und Loacker
sind 73 Prozent der Bevölkerung doppelt geimpft. Wir in Österreich haben 63 Prozent doppelt Geimpfte – ich habe diese Zahlen aus „Our World in Data“ –, in Kenia 3,7 Prozent und in Nigeria 1,49 Prozent. Wenn man jetzt der Logik der ÖVP folgen würde, müsste man erwarten, dass in Nigeria und in Kenia die Infektionszahlen explodieren, dass die Todeszahlen durch die Decke gehen (Zwischenrufe der Abgeordneten Baumgartner und Loacker) und bei uns und in Holland alles toll wäre. – Hört einmal ein bisschen zu, bevor ihr immer wieder dazwischenschreit!
Abg. Baumgartner: Die sind jünger!
Das ist natürlich nicht so. Auch dazu habe ich eine Grafik erstellt (eine Tafel mit einem Kurvendiagramm über die täglichen Neuinfektionen mit Covid-19 in den erwähnten Ländern in die Höhe haltend), und Sie sehen darauf die explodierenden Zahlen für Österreich und Holland – da gehen die Kurven ins Extreme –, während die Kurven für Nigeria und Kenia de facto am Boden verlaufen. (Abg. Baumgartner: Die sind jünger!)
Abg. Loacker: Dass solche Leute in den Nationalrat kommen, ist ein Wahnsinn!
Das heißt also: Wenn die WHO sagt, das sei eine weltweite Pandemie, dann ist der Virus weltweit gleich, dann sprechen die Zahlen eine klare Sprache. Damit ist die Harvard-Studie inhaltlich voll und ganz untermauert, mit der Konsequenz, dass eine Erhöhung der Impfquote die Zahl der Infektionen natürlich nicht zurückdrängt. (Abg. Loacker: Dass solche Leute in den Nationalrat kommen, ist ein Wahnsinn!)
Abg. Loacker: Ich schäme mich für mein ... Tiroler ...!
Ich weiß schon, dass das euer Narrativ zerstört, das weiß ich. (Abg. Loacker: Ich schäme mich für mein ... Tiroler ...!) Das weiß ich. Ich darf noch hinzufügen, dass auch der WHO-Direktor für Europa, Dr. Hans Kluge, gesagt hat: Mit Impfungen stoppen Sie die Pandemie nicht. – So viel dazu.
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Was ignorieren Sie? (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Was ignoriert das österreichische Parlament bis auf die Freiheitliche Partei? (Abg. Stögmüller: Entwurmungsmittel!) Was ignoriert vor allem der Mainstream? (Abg. Leichtfried: Herr Kollege ...!) Herr Gesundheitsminister, was ignorieren auch Sie nach wie vor, obwohl Sie beginnen, den Ernst der Lage zu begreifen, aber von der ÖVP gestoppt werden, weil die ÖVP ihr Narrativ, dass Impfungen gegen alles helfen, natürlich aufrechterhalten will und damit ungebremst auf die Ungeimpften losgeht? – Sie ignorieren die CDC, den Weekly Report vom 6. August, in dem festgestellt wurde, dass Geimpfte natürlich den Virus aufschnappen und weitergeben – zum Teil in einer höheren Intensität weitergeben – können. (Ruf bei der ÖVP: Aspirin!) Sie ignorieren die eigene Ages, die permanent von Impfdurchbrüchen berichtet. Zum Beispiel: 2. September, für über 60-Jährige bei 68,62 Prozent – das ist doch alarmierend!
Abg. Stögmüller: Entwurmungsmittel!
Was ignorieren Sie? (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Was ignoriert das österreichische Parlament bis auf die Freiheitliche Partei? (Abg. Stögmüller: Entwurmungsmittel!) Was ignoriert vor allem der Mainstream? (Abg. Leichtfried: Herr Kollege ...!) Herr Gesundheitsminister, was ignorieren auch Sie nach wie vor, obwohl Sie beginnen, den Ernst der Lage zu begreifen, aber von der ÖVP gestoppt werden, weil die ÖVP ihr Narrativ, dass Impfungen gegen alles helfen, natürlich aufrechterhalten will und damit ungebremst auf die Ungeimpften losgeht? – Sie ignorieren die CDC, den Weekly Report vom 6. August, in dem festgestellt wurde, dass Geimpfte natürlich den Virus aufschnappen und weitergeben – zum Teil in einer höheren Intensität weitergeben – können. (Ruf bei der ÖVP: Aspirin!) Sie ignorieren die eigene Ages, die permanent von Impfdurchbrüchen berichtet. Zum Beispiel: 2. September, für über 60-Jährige bei 68,62 Prozent – das ist doch alarmierend!
Abg. Leichtfried: Herr Kollege ...!
Was ignorieren Sie? (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Was ignoriert das österreichische Parlament bis auf die Freiheitliche Partei? (Abg. Stögmüller: Entwurmungsmittel!) Was ignoriert vor allem der Mainstream? (Abg. Leichtfried: Herr Kollege ...!) Herr Gesundheitsminister, was ignorieren auch Sie nach wie vor, obwohl Sie beginnen, den Ernst der Lage zu begreifen, aber von der ÖVP gestoppt werden, weil die ÖVP ihr Narrativ, dass Impfungen gegen alles helfen, natürlich aufrechterhalten will und damit ungebremst auf die Ungeimpften losgeht? – Sie ignorieren die CDC, den Weekly Report vom 6. August, in dem festgestellt wurde, dass Geimpfte natürlich den Virus aufschnappen und weitergeben – zum Teil in einer höheren Intensität weitergeben – können. (Ruf bei der ÖVP: Aspirin!) Sie ignorieren die eigene Ages, die permanent von Impfdurchbrüchen berichtet. Zum Beispiel: 2. September, für über 60-Jährige bei 68,62 Prozent – das ist doch alarmierend!
Ruf bei der ÖVP: Aspirin!
Was ignorieren Sie? (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Was ignoriert das österreichische Parlament bis auf die Freiheitliche Partei? (Abg. Stögmüller: Entwurmungsmittel!) Was ignoriert vor allem der Mainstream? (Abg. Leichtfried: Herr Kollege ...!) Herr Gesundheitsminister, was ignorieren auch Sie nach wie vor, obwohl Sie beginnen, den Ernst der Lage zu begreifen, aber von der ÖVP gestoppt werden, weil die ÖVP ihr Narrativ, dass Impfungen gegen alles helfen, natürlich aufrechterhalten will und damit ungebremst auf die Ungeimpften losgeht? – Sie ignorieren die CDC, den Weekly Report vom 6. August, in dem festgestellt wurde, dass Geimpfte natürlich den Virus aufschnappen und weitergeben – zum Teil in einer höheren Intensität weitergeben – können. (Ruf bei der ÖVP: Aspirin!) Sie ignorieren die eigene Ages, die permanent von Impfdurchbrüchen berichtet. Zum Beispiel: 2. September, für über 60-Jährige bei 68,62 Prozent – das ist doch alarmierend!
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Tote: 4.135“ „Davon geimpft: 3.284 / 79,9%“ zu lesen ist) schauen Sie sich diese Tafel bitte genau an! Die Briten, nämlich die britische Regierungsagentur, die United Kingdom Health Security Agency, sind mittlerweile diejenigen, die am korrektesten und täglich zu den Covid-Todesfällen berichten. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Schaut euch das bitte an! Schaut euch das an! Sie hat für den Zeitraum 11.10. bis 7.11. berichtet, dass es in England 4 135 Todesfälle gegeben hat – das ist die Regierungsagentur –, davon waren 3 284 doppelt geimpft, also 79,9 Prozent. (Abg. Stögmüller: Impfungen ... gesamt ...!) Vergessen Sie bitte das Narrativ, klären Sie die Bevölkerung endlich einmal auf und gehen nicht mit Ihrer Hetze permanent gegen Ungeimpfte vor, die diese Zahlen kennen und sich selber schützen wollen! – Ich danke. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Stögmüller: Impfungen ... gesamt ...!
Tote: 4.135“ „Davon geimpft: 3.284 / 79,9%“ zu lesen ist) schauen Sie sich diese Tafel bitte genau an! Die Briten, nämlich die britische Regierungsagentur, die United Kingdom Health Security Agency, sind mittlerweile diejenigen, die am korrektesten und täglich zu den Covid-Todesfällen berichten. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Schaut euch das bitte an! Schaut euch das an! Sie hat für den Zeitraum 11.10. bis 7.11. berichtet, dass es in England 4 135 Todesfälle gegeben hat – das ist die Regierungsagentur –, davon waren 3 284 doppelt geimpft, also 79,9 Prozent. (Abg. Stögmüller: Impfungen ... gesamt ...!) Vergessen Sie bitte das Narrativ, klären Sie die Bevölkerung endlich einmal auf und gehen nicht mit Ihrer Hetze permanent gegen Ungeimpfte vor, die diese Zahlen kennen und sich selber schützen wollen! – Ich danke. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Tote: 4.135“ „Davon geimpft: 3.284 / 79,9%“ zu lesen ist) schauen Sie sich diese Tafel bitte genau an! Die Briten, nämlich die britische Regierungsagentur, die United Kingdom Health Security Agency, sind mittlerweile diejenigen, die am korrektesten und täglich zu den Covid-Todesfällen berichten. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Schaut euch das bitte an! Schaut euch das an! Sie hat für den Zeitraum 11.10. bis 7.11. berichtet, dass es in England 4 135 Todesfälle gegeben hat – das ist die Regierungsagentur –, davon waren 3 284 doppelt geimpft, also 79,9 Prozent. (Abg. Stögmüller: Impfungen ... gesamt ...!) Vergessen Sie bitte das Narrativ, klären Sie die Bevölkerung endlich einmal auf und gehen nicht mit Ihrer Hetze permanent gegen Ungeimpfte vor, die diese Zahlen kennen und sich selber schützen wollen! – Ich danke. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Brandstätter: Bitte, Herr Doktor, heißt das, dass wir nicht impfen sollen?
Abgeordneter Dr. Werner Saxinger, MSc (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Damen und Herren! (Abg. Brandstätter: Bitte, Herr Doktor, heißt das, dass wir nicht impfen sollen?) Ich wollte mich heute eigentlich nicht zur FPÖ äußern – ich habe das gestern ausführlich getan –, aber, lieber Kollege Hauser, Ihre Reden und Argumente sind wirklich die beste Werbung für die Impfung. Ein Vergleich der Zahlen in Europa mit denen in Nigeria und Kenia sind wirklich eine intellektuelle Zumutung. Das muss man einmal sagen. (Beifall bei ÖVP, Grünen und NEOS.)
Beifall bei ÖVP, Grünen und NEOS.
Abgeordneter Dr. Werner Saxinger, MSc (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Damen und Herren! (Abg. Brandstätter: Bitte, Herr Doktor, heißt das, dass wir nicht impfen sollen?) Ich wollte mich heute eigentlich nicht zur FPÖ äußern – ich habe das gestern ausführlich getan –, aber, lieber Kollege Hauser, Ihre Reden und Argumente sind wirklich die beste Werbung für die Impfung. Ein Vergleich der Zahlen in Europa mit denen in Nigeria und Kenia sind wirklich eine intellektuelle Zumutung. Das muss man einmal sagen. (Beifall bei ÖVP, Grünen und NEOS.)
Abg. Hauser: Lass dir sagen ... letzten Tafel!
Kommen wir aber zum Thema: Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts. (Abg. Hauser: Lass dir sagen ... letzten Tafel!) Dieser banale aber sehr weise Spruch wird uns gerade in Coronazeiten immer wieder bewusst. Der österreichischen Regierung ist die Gesundheit der Bevölkerung sehr viel wert.
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Kassegger: Aber Impfen ersetzt das Testen auch nicht!
Der Entwurf zum Bundesvoranschlag 2022 stellt für die Gesundheit Auszahlungen in Höhe von 3,2 Milliarden Euro dar. Das ist eine Steigerung von 3,9 Prozent. Die Steigerung ist aber hauptsächlich für die Finanzierung der Maßnahmen zur Krisenbewältigung bedingt. Ich nehme mir einen Teil heraus, mein Lieblingsthema: die Covid-Impfstoffe. Wissen Sie, wie viel wir bisher für die Impfstoffe und wie viel für die Testungen ausgegeben haben? – Bisher haben wir für die Impfstoffe 460 Millionen Euro ausgegeben, für die Testungen das Dreifache. Das heißt: Konservative Schätzungen im Ministerium gehen von bis zu 1,8 Milliarden für Testungen bis zum Jahresende 2021 aus. Umgekehrt wäre es mir lieber, das muss ich Ihnen sagen. Dann hätten wir wahrscheinlich kein Problem mehr. Testen ersetzt das Impfen nicht – besser impfen als testen. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Kassegger: Aber Impfen ersetzt das Testen auch nicht!)
Abg. Hauser: Nigeria vielleicht?
Österreich beteiligt sich auch an einem EU-Projekt für Schenkungen, denn die Pandemie ist ja erst vorbei, wenn auch in anderen Ländern ausreichend Menschen geimpft sind. (Abg. Hauser: Nigeria vielleicht?) Wir haben an die Ukraine 250 000 Dosen gespendet, an den Libanon 100 000, an Tunesien 50 000 und an den Iran eine Million. Österreich leistet also im internationalen Kampf gegen die Coronapandemie Großartiges. Es ist aber schon skurril und auch traurig für mich: Diese Staaten möchten impfen, haben
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Zorba.
Wir leben schon – aus meiner Sicht – in einer sehr eigenartigen Zeit, in der man mittels Lotterie, Geld, Würstel, Schnitzel Leute ködern muss, damit sie eine lebensrettende, wirksame, sichere, kostenlose Impfung in Anspruch nehmen. Das macht mich oft fassungslos und traurig, aber es ist so. – Wurscht, Hauptsache es wird geimpft. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Zorba.)
Beifall bei NEOS, ÖVP und Grünen.
Ich berichtige tatsächlich: In diesen Ländern gibt es hohe Covid-Zahlen. Es gibt aber wenig Evidenz darüber, weil so wenig getestet wird, weil Menschen gerade im ländlichen Raum besonders schnell begraben werden, weil über den gesamten afrikanischen Kontinent 60 Prozent der Bevölkerung unter 24 Jahre alt sind und weil es vor allem Kreuzimmunisierungen gibt – Stichwort Marburg und Ähnliches. Deshalb sind die Zahlen niedrig. (Beifall bei NEOS, ÖVP und Grünen.)
Beifall bei NEOS, ÖVP und Grünen.
Aus einer Budgetanfrage wissen wir jetzt, dass wir im heurigen Jahr in Summe Testkosten von 1,6 Milliarden Euro haben – 1,6 Milliarden Euro nur für die Testerei, die uns im internationalen Vergleich in der Pandemiebekämpfung jetzt nicht wahnsinnig viel gebracht hat, das muss man fairerweise sagen. Die Kosten fürs Impfen betrugen 0,47 Milliarden Euro. Das heißt also: 0,47 fürs Impfen und 1,6 fürs Testen. Wenn wir Impfweltmeister statt Testweltmeister wären, dann würde die Situation – insbesondere in Oberösterreich und in Salzburg – jetzt anders ausschauen. Deswegen ist es wichtig, das Impfen zu betonen, so schmerzlich das für einen Osttiroler FPÖ-Abgeordneten auch sein mag. (Beifall bei NEOS, ÖVP und Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Ich glaube, alle vier Monate! Oder alle zwei!
Es zeichnet sich leider ab, dass wir möglicherweise in einen Rhythmus kommen, bei dem wir alle sechs bis zwölf Monate eine Art Auffrischungsimpfung brauchen könnten. (Abg. Belakowitsch: Ich glaube, alle vier Monate! Oder alle zwei!) Das weiß man noch nicht mit Bestimmtheit, aber es ist möglich. Dann wäre es doch einmal angebracht vorauszuschauen: Was heißt denn das, und was muss die Republik tun, wenn es so weit kommt?
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
unselbstständig. Das heißt auch: Sollte sich herausstellen, dass es eine regelmäßige Auffrischungsimpfung braucht, dass auch da regelmäßig upgedatet werden muss, so wie man bei der Influenza den Impfstoff immer dem Grippevirus anpassen muss, sollte man sich überlegen: Wie machen wir das? Wir werden nicht auf Dauer Impfzentren, Impfbusse haben, Impfen im Stephansdom, Impfen auf der Insel und ich weiß nicht was durchführen. Dann braucht man eine ganz andere Logistik. Das heißt aber auch, dass man bestehende Infrastruktur besser nutzen muss, und dass man sich über Standesgrenzen hinweg der Frage nähern muss, ob nicht Auffrischungsimpfungen auch in einer Apotheke stattfinden können. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Heiterkeit des Abg. Wurm
Was ich auch noch anmerken möchte, weil wir ja grundsätzlich gerne kooperieren, aber das Gefühl haben, dass bei dem Schulterschluss immer eine Schulter fehlt, mit der man schließen möchte (Heiterkeit des Abg. Wurm): Es wurde medial angekündigt, es wird ein Impfpflichtgesetz geben. Meine Fraktion unterstützt Impfpflicht in Gesundheitsberufen. Aber wenn ich dann lesen muss, dass Experten diesen Entwurf schon haben und die Parlamentsklubs diesen Entwurf nicht haben, muss ich sagen: Das ist keine Form der Zusammenarbeit. (Abg. Belakowitsch: Das ist nicht wirklich überraschend!) Das ist einfach ein Weiterwurschteln und Improvisieren, wie wir es vom Gesundheitsministerium seit den letzten 20 Monaten kennen. (Abg. Wurm: Ihr seid naiv, Gerald! – Abg. Belakowitsch: „Oe24“ anrufen!) – Ich habe den Entwurf über Twitter von einer Expertin bekommen. Aber das kann es ja nicht sein, dass ich mir über „Oe24“ und Twitter Entwürfe organisieren muss, weil das Gesundheitsministerium nicht in der Lage ist, fünf Parlamentsklubs das zuzustellen, was es anderen Leuten auch zustellt! Das ist einfach keine Zusammenarbeit. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Belakowitsch: Das ist nicht wirklich überraschend!
Was ich auch noch anmerken möchte, weil wir ja grundsätzlich gerne kooperieren, aber das Gefühl haben, dass bei dem Schulterschluss immer eine Schulter fehlt, mit der man schließen möchte (Heiterkeit des Abg. Wurm): Es wurde medial angekündigt, es wird ein Impfpflichtgesetz geben. Meine Fraktion unterstützt Impfpflicht in Gesundheitsberufen. Aber wenn ich dann lesen muss, dass Experten diesen Entwurf schon haben und die Parlamentsklubs diesen Entwurf nicht haben, muss ich sagen: Das ist keine Form der Zusammenarbeit. (Abg. Belakowitsch: Das ist nicht wirklich überraschend!) Das ist einfach ein Weiterwurschteln und Improvisieren, wie wir es vom Gesundheitsministerium seit den letzten 20 Monaten kennen. (Abg. Wurm: Ihr seid naiv, Gerald! – Abg. Belakowitsch: „Oe24“ anrufen!) – Ich habe den Entwurf über Twitter von einer Expertin bekommen. Aber das kann es ja nicht sein, dass ich mir über „Oe24“ und Twitter Entwürfe organisieren muss, weil das Gesundheitsministerium nicht in der Lage ist, fünf Parlamentsklubs das zuzustellen, was es anderen Leuten auch zustellt! Das ist einfach keine Zusammenarbeit. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Wurm: Ihr seid naiv, Gerald! – Abg. Belakowitsch: „Oe24“ anrufen!
Was ich auch noch anmerken möchte, weil wir ja grundsätzlich gerne kooperieren, aber das Gefühl haben, dass bei dem Schulterschluss immer eine Schulter fehlt, mit der man schließen möchte (Heiterkeit des Abg. Wurm): Es wurde medial angekündigt, es wird ein Impfpflichtgesetz geben. Meine Fraktion unterstützt Impfpflicht in Gesundheitsberufen. Aber wenn ich dann lesen muss, dass Experten diesen Entwurf schon haben und die Parlamentsklubs diesen Entwurf nicht haben, muss ich sagen: Das ist keine Form der Zusammenarbeit. (Abg. Belakowitsch: Das ist nicht wirklich überraschend!) Das ist einfach ein Weiterwurschteln und Improvisieren, wie wir es vom Gesundheitsministerium seit den letzten 20 Monaten kennen. (Abg. Wurm: Ihr seid naiv, Gerald! – Abg. Belakowitsch: „Oe24“ anrufen!) – Ich habe den Entwurf über Twitter von einer Expertin bekommen. Aber das kann es ja nicht sein, dass ich mir über „Oe24“ und Twitter Entwürfe organisieren muss, weil das Gesundheitsministerium nicht in der Lage ist, fünf Parlamentsklubs das zuzustellen, was es anderen Leuten auch zustellt! Das ist einfach keine Zusammenarbeit. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Was ich auch noch anmerken möchte, weil wir ja grundsätzlich gerne kooperieren, aber das Gefühl haben, dass bei dem Schulterschluss immer eine Schulter fehlt, mit der man schließen möchte (Heiterkeit des Abg. Wurm): Es wurde medial angekündigt, es wird ein Impfpflichtgesetz geben. Meine Fraktion unterstützt Impfpflicht in Gesundheitsberufen. Aber wenn ich dann lesen muss, dass Experten diesen Entwurf schon haben und die Parlamentsklubs diesen Entwurf nicht haben, muss ich sagen: Das ist keine Form der Zusammenarbeit. (Abg. Belakowitsch: Das ist nicht wirklich überraschend!) Das ist einfach ein Weiterwurschteln und Improvisieren, wie wir es vom Gesundheitsministerium seit den letzten 20 Monaten kennen. (Abg. Wurm: Ihr seid naiv, Gerald! – Abg. Belakowitsch: „Oe24“ anrufen!) – Ich habe den Entwurf über Twitter von einer Expertin bekommen. Aber das kann es ja nicht sein, dass ich mir über „Oe24“ und Twitter Entwürfe organisieren muss, weil das Gesundheitsministerium nicht in der Lage ist, fünf Parlamentsklubs das zuzustellen, was es anderen Leuten auch zustellt! Das ist einfach keine Zusammenarbeit. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Das ist gut zum Schutz Ihrer eigenen Gesundheit, aber auch für die Gesellschaft und natürlich zum Schutz unseres Gesundheitssystems. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Gödl: ... muss es ja ersetzen!
Wir haben uns das von der Bundesarbeitskammer ausrechnen lassen (Abg. Gödl: ... muss es ja ersetzen!): Bei einem Einkommen von 1 500 Euro beträgt die Entlastung jährlich 315 Euro, und davon erhält der Finanzminister 57 Euro. Bei 2 000 Euro brutto hat man eine Entlastung von 336 Euro jährlich, davon erhält der Finanzminister 89 Euro. Bei den Pensionisten natürlich genau das Gleiche: 1 350 Euro – 283 Euro Entlastung, 51 Euro bekommt der Finanzminister, und so weiter und so fort. (Der Redner stellt eine Tafel mit der Aufschrift „Mehreinnahmen für Bund durch höhere Lohnsteuer: 190 Millionen EUR, Entfall an KV-Beiträgen: 900 Millionen EUR“ auf das Rednerpult.) Auf den ersten Blick schauen die Beträge vielleicht sehr klein aus, aber im Endeffekt kriegt der Finanzminister jährlich 190 Millionen Euro an Lohnsteuer von jenen Personen, die angeblich entlastet werden sollen. Die ÖGK, die Österreichische Gesundheitskasse, wird pro Jahr mit 900 Millionen Euro belastet. So sieht Entlastung nicht aus, liebe Regierung! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben uns das von der Bundesarbeitskammer ausrechnen lassen (Abg. Gödl: ... muss es ja ersetzen!): Bei einem Einkommen von 1 500 Euro beträgt die Entlastung jährlich 315 Euro, und davon erhält der Finanzminister 57 Euro. Bei 2 000 Euro brutto hat man eine Entlastung von 336 Euro jährlich, davon erhält der Finanzminister 89 Euro. Bei den Pensionisten natürlich genau das Gleiche: 1 350 Euro – 283 Euro Entlastung, 51 Euro bekommt der Finanzminister, und so weiter und so fort. (Der Redner stellt eine Tafel mit der Aufschrift „Mehreinnahmen für Bund durch höhere Lohnsteuer: 190 Millionen EUR, Entfall an KV-Beiträgen: 900 Millionen EUR“ auf das Rednerpult.) Auf den ersten Blick schauen die Beträge vielleicht sehr klein aus, aber im Endeffekt kriegt der Finanzminister jährlich 190 Millionen Euro an Lohnsteuer von jenen Personen, die angeblich entlastet werden sollen. Die ÖGK, die Österreichische Gesundheitskasse, wird pro Jahr mit 900 Millionen Euro belastet. So sieht Entlastung nicht aus, liebe Regierung! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.
Im Endeffekt ist es also wieder ein kompliziertes Konstrukt, im Endeffekt ist es so, dass die ÖGK geschwächt werden soll, dass die Sozialversicherung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geschwächt werden soll. Ich sage wie immer: Immer wenn ein ÖVP-Politiker im Bundeskanzleramt sitzt, geht es den ArbeitnehmerInnen schlechter. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordnete Mag. Elisabeth Scheucher-Pichler (ÖVP): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Erfreulicherweise haben wir in Österreich genügend guten Impfstoff. Für mich gibt es zur Untergliederung Gesundheit in der derzeitigen Situation eine einzige relevante Ansage: Bitte halten Sie weiter die Hygienemaßnahmen ein! Besprechen Sie sich mit dem Arzt oder der Ärztin Ihres Vertrauens! Und bitte, meine sehr geehrten Damen und Herren, lassen Sie sich impfen! – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben am 9. Dezember eine Sitzung des Gesundheitsausschusses. Ganz wichtig betreffend Vollspaltenböden – es wird permanent diskutiert, es wird dauernd demonstriert –: Die Vollspaltenböden müssen abgeschafft werden! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Höfinger.
Ich denke, dabei ist es notwendig, nicht nur das Budget des Gesundheitsministers anzugreifen, sondern auch vom Budget der Landwirtschaftsministerin wirklich etwas zum Tierschutz und zum Tierwohl rüberzubringen, damit wir die Probleme, die ich aufgezählt habe, in Österreich endlich aus der Welt schaffen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Höfinger.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Was hören wir aber? – Zahlen über Zahlen, auf Argument folgt Gegenargument. Was jedoch weder Argument noch Realität – weder im Hinblick auf die aktuelle Situation noch auf den Status der Coronabekämpfung – wiedergeben, ist das ständige Einflechten des Wortes Spaltung. Allein Frau Kollegin Belakowitsch von der FPÖ hat es in ihrer gestrigen Rede neun Mal verwendet. Meinungsvielfalt ist ein Zeichen der Demokratie, legitim, und definitiv keine Spaltung! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abschließend, Herr Kollege Kucher von der SPÖ: Ich weiß nicht, in welchem Bundesland Sie den Rettungsdienst machen, aber in Tirol ist der Rettungsdienst von Anfang an mit Schutzausrüstung unterwegs, nämlich mit Maske und Vollmontur. – Herzlichen Dank allerseits. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Menschen, die im Gesundheitsbereich arbeiten, sind in der vergangenen Woche in ganz Österreich auf die Straße gegangen, um klarzumachen: Es ist fünf nach zwölf! Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, ich würde sagen: Es ist 15 nach zwölf! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was aber machen Sie? – Sie fangen an, die Berufsgruppen gegeneinander auszuspielen. Man sieht das am besten anhand des Coronabonus: Die einen bekommen einen Bonus, die anderen bekommen keinen. Dieses Gegeneinanderausspielen der Berufsgruppen im Gesundheitsbereich macht mich unglaublich wütend. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Gesundheitsminister, das sind jene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die als erste mit erkrankten Personen in Kontakt gekommen sind, die Infizierte ins Krankenhaus gefahren haben. Es sind Menschen, die auf den Covid-Stationen geputzt haben, es sind ArbeitnehmerInnen, die an den Krankenhauseingängen den Zutritt kontrolliert haben. Diese und ganze viele weitere Menschen machen das jetzt, während der vierten Welle, immer noch. Sie alle lässt die Regierung im Regen stehen – und das ist wirklich eine Schande. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Lieber Herr Gesundheitsminister! Können Sie sich vorstellen, was die Menschen in unseren Einsatzorganisationen seit März 2020 leisten? – Ich schon. Ich bin als ehrenamtlicher Sanitäter selbst Coronaeinsätze gefahren. Als wir noch nicht gewusst haben, was mit dieser Pandemie auf uns zukommt, wie wir uns schützen können und worauf wir achten müssen, waren es meine Kolleginnen und Kollegen, die ihre eigene Gesundheit riskiert haben, damit ihre Mitmenschen medizinisch versorgt werden. Ihnen gebühren der größtmögliche Respekt, unsere Anerkennung und der Coronabonus. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen! Über 9 000 Menschen haben genau diese Forderung auf der Webseite des Parlaments schon unterstützt. Nutzen Sie die Gelegenheit und stimmen Sie diesem Antrag zu! Geben wir den Menschen, die unser Gesundheitssystem am Laufen halten, die finanzielle Anerkennung, die sie schon so lange verdienen! Geben wir unseren Heldinnen und Helden endlich den Coronabonus! – Koste es, was es wolle. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Belakowitsch: ... Blödsinn!
Helfen Sie bitte dabei mit, die Pandemie zu überwinden und dadurch Menschenleben zu retten und die Pflegeberufe zu entlasten! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Belakowitsch: ... Blödsinn!)
Ruf bei der ÖVP: Ist er auch komplett!
Abgeordneter Peter Wurm (FPÖ): Frau Präsidentin! Werter Herr Minister! Hohes Haus! Kollege Saxinger hat im Laufe der Debatte den Redebeitrag meines Kollegen Gerald Hauser als „intellektuelle Zumutung“ tituliert. (Ruf bei der ÖVP: Ist er auch komplett!) – Man kann das aber nachlesen.
Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.
Kurz zur Erklärung: Die Engländer haben festgestellt – das kann man nachlesen –, dass es nach der Impfung sehr wohl eine moderate Differenzierung zwischen Ungeimpften und Geimpften in Bezug auf deren Hospitalisierung gibt. Es gibt einen moderaten Unterschied, keinen signifikanten – das ist eine Aussage. (Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.)
Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.
Ich sage es auch noch einmal, weil es immer wieder kommt: Was war die Position der Freiheitlichen? – Wir haben immer gesagt, wenn jemand für sich entscheidet, er will sich impfen lassen: selbstverständlich gerne! Wir haben nie jemandem verboten, sich impfen zu lassen, das war nie die Aussage. (Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.) Wenn Sie mir eine Aussage bringen, dann sage ich: Mea culpa! (Zwischenrufe der Abgeordneten Scherak und Belakowitsch.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Scherak und Belakowitsch.
Ich sage es auch noch einmal, weil es immer wieder kommt: Was war die Position der Freiheitlichen? – Wir haben immer gesagt, wenn jemand für sich entscheidet, er will sich impfen lassen: selbstverständlich gerne! Wir haben nie jemandem verboten, sich impfen zu lassen, das war nie die Aussage. (Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.) Wenn Sie mir eine Aussage bringen, dann sage ich: Mea culpa! (Zwischenrufe der Abgeordneten Scherak und Belakowitsch.)
Abg. Salzmann: Aber sie wirkt, und das ist wichtig!
So, das sind die Vorteile, die man hat – und wir sollten auch die Nachteile nicht außer Acht lassen. Natürlich hat diese Impfung Nebenwirkungen (Abg. Salzmann: Aber sie wirkt, und das ist wichtig!) – teilweise schwere, und man kann auch daran sterben. (Ruf bei der ÖVP: Man kann auch an Corona sterben!) Das ist auch alles belegt, und wir sind der Meinung: Ein erwachsener Mensch muss, wenn er alles objektiv betrachtet und mit seinem Arzt spricht, für sich entscheiden, welche Entscheidung er trifft. In welcher Hinsicht Sie bei uns auch zukünftig mit massivem Widerstand rechnen müssen, das sage ich Ihnen, ist, wenn es in Richtung Kinderimpfung und Kinderzwangsimpfung geht. Lassen Sie unsere Kinder in Ruhe! Die Kinder sollten in diesem Bereich geschützt werden, weil es für die Kinder keinen Vorteil ergibt. Da haben Sie auch in Zukunft massiven Widerstand von uns zu erwarten.
Ruf bei der ÖVP: Man kann auch an Corona sterben!
So, das sind die Vorteile, die man hat – und wir sollten auch die Nachteile nicht außer Acht lassen. Natürlich hat diese Impfung Nebenwirkungen (Abg. Salzmann: Aber sie wirkt, und das ist wichtig!) – teilweise schwere, und man kann auch daran sterben. (Ruf bei der ÖVP: Man kann auch an Corona sterben!) Das ist auch alles belegt, und wir sind der Meinung: Ein erwachsener Mensch muss, wenn er alles objektiv betrachtet und mit seinem Arzt spricht, für sich entscheiden, welche Entscheidung er trifft. In welcher Hinsicht Sie bei uns auch zukünftig mit massivem Widerstand rechnen müssen, das sage ich Ihnen, ist, wenn es in Richtung Kinderimpfung und Kinderzwangsimpfung geht. Lassen Sie unsere Kinder in Ruhe! Die Kinder sollten in diesem Bereich geschützt werden, weil es für die Kinder keinen Vorteil ergibt. Da haben Sie auch in Zukunft massiven Widerstand von uns zu erwarten.
Beifall bei der FPÖ.
Darauf weise ich Sie ausdrücklich hin, und ansonsten sind und waren wir als Freiheitliche immer für eine sinnvolle Diskussion zu den Maßnahmen zu haben. Wir fordern eine Coronapolitik mit Herz und Hirn, kein Drüberfahren und keine Bezeichnungen wie: Das sind alles Dumme oder jeder, der das nicht versteht, ist intellektuell minderbemittelt! Wir fordern eine Diskussion auf Augenhöhe, Zahlen, Daten und Fakten und Ehrlichkeit für die Bürger ein. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hauser.
Abgeordneter Dr. Werner Saxinger, MSc (ÖVP): Ich habe zwei tatsächliche Berichtigungen, die eine an Kollegen Hauser: Ich habe nicht ihn als „intellektuelle Zumutung“ bezeichnet, sondern ich habe den Vergleich der Zahlen aus Kenia und Nigeria mit jenen aus Österreich als intellektuelle Unzumutbarkeit tituliert. (Zwischenruf des Abg. Hauser.)
Abg. Wurm: Eben! Welche hab ich getroffen?
Präsidentin Doris Bures: Herr Abgeordneter, Sie müssen damit beginnen, welche Aussage der Herr Abgeordnete getätigt hat (Abg. Wurm: Eben! Welche hab ich getroffen?), um dann sozusagen zu erläutern, warum (Abg. Belakowitsch: Nicht eine neue Rede!) dieser Sachverhalt berichtigt werden muss.
Abg. Belakowitsch: Nicht eine neue Rede!
Präsidentin Doris Bures: Herr Abgeordneter, Sie müssen damit beginnen, welche Aussage der Herr Abgeordnete getätigt hat (Abg. Wurm: Eben! Welche hab ich getroffen?), um dann sozusagen zu erläutern, warum (Abg. Belakowitsch: Nicht eine neue Rede!) dieser Sachverhalt berichtigt werden muss.
Zwischenruf des Abg. Kassegger
er nie ...!) Ich berichtige tatsächlich, dass 75 Prozent der Patienten ungeimpft und 25 Prozent geimpft (Zwischenruf des Abg. Kassegger) mit vielen Vorerkrankungen sind. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
er nie ...!) Ich berichtige tatsächlich, dass 75 Prozent der Patienten ungeimpft und 25 Prozent geimpft (Zwischenruf des Abg. Kassegger) mit vielen Vorerkrankungen sind. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Höfinger: ... wäre ich dir sehr dankbar!
Frau Ministerin, wenn Sie mit Unterstützung der Medien ein historisches Budget abfeiern, muss ich in die Ära Bruno Kreisky zurückgehen, als wir 1 Prozent der Wirtschaftsleistung für die Landesverteidigung ausgegeben haben (Abg. Höfinger: ... wäre ich dir sehr dankbar!) und nicht, wie derzeit, 0,62 Prozent. Fakt ist, meine Damen und Herren, auch dieses Budget, und ich glaube, darauf können wir uns alle einigen (Zwischenruf der Abg. Salzmann), wird den Investrückstau nicht überwinden. (Beifall bei der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Höfinger.)
Zwischenruf der Abg. Salzmann
Frau Ministerin, wenn Sie mit Unterstützung der Medien ein historisches Budget abfeiern, muss ich in die Ära Bruno Kreisky zurückgehen, als wir 1 Prozent der Wirtschaftsleistung für die Landesverteidigung ausgegeben haben (Abg. Höfinger: ... wäre ich dir sehr dankbar!) und nicht, wie derzeit, 0,62 Prozent. Fakt ist, meine Damen und Herren, auch dieses Budget, und ich glaube, darauf können wir uns alle einigen (Zwischenruf der Abg. Salzmann), wird den Investrückstau nicht überwinden. (Beifall bei der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Höfinger.)
Beifall bei der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Höfinger.
Frau Ministerin, wenn Sie mit Unterstützung der Medien ein historisches Budget abfeiern, muss ich in die Ära Bruno Kreisky zurückgehen, als wir 1 Prozent der Wirtschaftsleistung für die Landesverteidigung ausgegeben haben (Abg. Höfinger: ... wäre ich dir sehr dankbar!) und nicht, wie derzeit, 0,62 Prozent. Fakt ist, meine Damen und Herren, auch dieses Budget, und ich glaube, darauf können wir uns alle einigen (Zwischenruf der Abg. Salzmann), wird den Investrückstau nicht überwinden. (Beifall bei der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Höfinger.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, während das Inferno in Hirschwang an der Rax tobte, stand ein Black Hawk am Nationalfeiertag – unter anderem auch zu Ehren der Frau Ministerin – am Heldenplatz zur Schau. Durch die Brandkatastrophe kommt es ans Tageslicht: Von neun Black Hawks sind gerade zwei einsatzfähig. Italien, Deutschland und die Slowakei unterstützen unsere großartigen Einsatzkräfte unter der Leitung der freiwilligen Feuerwehren tatkräftig und solidarisch. Danke dafür – genauso den deutschen und ungarischen Soldaten, die österreichische Staatsbürger im August aus Kabul ausflogen, zumal das offizielle Österreich da nicht rechtzeitig seiner Fürsorgepflicht nachgekommen ist, obwohl Elitesoldaten des österreichischen Bundesheeres ihr Leben am Flughafen riskieren mussten. Das alles zeigt, dass wir uns dringend und ausreichend resilient auf zukünftige Ereignisse einstellen müssen – schwierig, mit dieser dahintaumelnden Regierung! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Pläne im Hinterzimmer, Frau Ministerin, wie gerade beim österreichischen Bundesheer, wo zur Stunde Soldaten zum Einsackeln von Testkits bei einem Handelskonzern eingesetzt werden: Da werden wir nicht zusehen! Wir werden nicht zusehen, wie aus der strategischen Reserve der Republik ein Sacklpickerverein wird. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Friedrich Ofenauer (ÖVP): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen im Hohen Haus! Sehr verehrte Zuseherinnen und Zuseher! Kollege Laimer, der Begriff „Sacklpickerverein“ ist ja das Letzte. Also das lasse ich gegenüber den Soldatinnen und Soldaten des österreichischen Bundesheeres und den Tätigkeiten, die sie ausführen, nicht zu. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das ist dieses Hohen Hauses unwürdig, das haben sich die Soldatinnen und Soldaten nicht verdient. Sie sind und sie bleiben die strategische Reserve der Republik.
Beifall bei der ÖVP.
Kollege Laimer, wenn immer wieder gerne Anleihen an der Geschichte und an Bruno Kreisky genommen werden, dann möchte ich – wie Kreisky – zurufen: Lernen S’ Geschichte! Denn wer war es denn, der die notwendigen Ertüchtigungen zum Beispiel bei den Hubschraubern nicht hat durchführen lassen? – Es waren Darabos und Klug. Da hilft auch Ihre Showpolitik mit dem Herzeigen von irgendwelchen Tafeln nichts. Dieses Budget zur militärischen Landesverteidigung im Jahr 2022 zeigt eine kontinuierliche Aufwärtsentwicklung seit 2015. Wir haben für das nächste Jahr 2,713 Milliarden Euro zur Verfügung, um den – ja, das stimmt – durchaus gegebenen Investitionsrückstau aufzulösen, aber dieses ist wiederum das höchste Budget. Es zeigt nach oben und das wird auch in den nächsten Jahren so weitergehen. Das ist wichtig. – Herzlichen Glückwunsch dafür, Frau Bundesministerin. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
und Soldaten des österreichischen Bundesheeres an dieser Stelle auch einmal herzlichst gedankt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, das Budget kann sich sehen lassen. Es ist ein Budget, mit dem die Rückstände beseitigt werden können, das eine kontinuierliche Aufwärtsentwicklung des Budgetpfades mit sich bringt und das die Gewähr dafür ist, dass das österreichische Bundesheer seine Aufträge im Interesse der Sicherheit der Bewohner der Republik Österreich erfüllen kann. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Höfinger.
(Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Höfinger.)
Zwischenruf des Abg. Wurm
Der dramatische Investitionsstau ist weiterhin abzubauen. Ich räume aber ein, dass Sie natürlich nicht aufräumen können, was in Jahrzehnten versäumt worden ist – das halte ich Ihnen zugute. Ich möchte Sie aber durchaus ermuntern, in Bezug auf den Finanzminister tätig zu werden. Es ist ja nichts Neues, wenn wir feststellen, dass die Türkisen nicht nur im Abwind sind, sondern eigentlich auf dem Abstellgleis gelandet sind. Bei Ihnen, Frau Ministerin, nehme ich an, dass Sie eine brave Schwarze aus Niederösterreich sind, und deshalb fordere ich Sie auf, sich so in den Budgetverhandlungen zu verhalten (Zwischenruf des Abg. Wurm), dass der Herr Finanzminister, der ein ausgewiesener Türkiser ist, Sie endlich kennenlernt, damit Sie endlich die Budgetmittel freibringen, die wir notwendig brauchen.
Beifall bei der FPÖ.
Das Bundesheer, meine Damen und Herren, muss in die Lage versetzt werden, seinen verfassungsmäßigen Auftrag zu erfüllen, und das ist die militärische Landesverteidigung. Wer diese Verteidigung beherrscht, der kann auch helfen, wenn die anderen Strukturen, die zivilen Strukturen, nicht mehr weiterkommen, nämlich mit schwerem Gerät und auch mit ausreichend Personal, und das gilt es für uns alle, vor allem für Sie, Frau Ministerin, sicherzustellen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP. – Abg. Sieber: Bitte kein Märchen!
Präsidentin Doris Bures: Herr Abgeordneter, Sie müssen die sozusagen tatsachenwidrige Behauptung von Herrn Abgeordneten Ofenauer voranstellen und sie dann berichtigen. (Zwischenruf bei der ÖVP. – Abg. Sieber: Bitte kein Märchen!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Richtig ist: Sonderinvestitionsprogramm 2016, Zuordnung der Mittel schon 2015 mit Ministerweisung; darin sind unter anderem enthalten: die Modifizierung der Black-Hawk-Transporthubschrauber mit dem Volumen von 80 Millionen Euro. Die Entscheidung für das Upgrade wurde 2015, also vor sechs Jahren, getroffen. Bis heute ist das Upgrade nicht abgeschlossen. Warum? – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.
Mich freut es zum einen, dass Sie – da muss man auch gratulieren – es geschafft haben, beim Bundesheer wieder einmal ein Plus hinzustellen, das Budget zu erhöhen. Ich glaube, es ist doch einem hartnäckigen Einsatz Ihrerseits, Ihres Kabinetts und Ihres gesamten Hauses sowie auch der guten Arbeit des Bundesheers zuzuschreiben, dass es zu diesem Budgetplus gekommen ist. Also Gratulation von unserer Seite dafür. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.) – Ja, ich glaube, da kann man schon klatschen.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Noch einmal Gratulation zu dem Anstieg im Budget. Dank an Sie, Ihr Team, den Generalsekretär, den gesamten Generalstab, die Zivilbediensteten im Ministerium und natürlich alle Soldatinnen und Soldaten für ihren Einsatz für unsere Gesellschaft, für unsere Republik. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen
Abgeordneter Dr. Helmut Brandstätter (NEOS): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Dem Dank an die Soldatinnen und Soldaten schließe ich mich natürlich gerne an (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen) – danke schön –, aber beim Budget habe ich schon größere Probleme. Ich möchte einmal auf das zu sprechen kommen, was in dem Budget nicht drinnen steht. Ich wüsste gerne: Was wird wirklich ausgegeben, was wird für Flugzeuge, vielleicht auch für die Wartung ausgegeben? Das erfahren wir nicht. Ich habe im Rahmen des Ausschusses den Vertreter des Budgetdienstes gefragt, warum davon nichts drinnen steht. Darauf hat man mir gesagt, na ja, das sei schwer nachvollziehbar. Was heißt schwer nachvollziehbar? – Das heißt, es ist intransparent!
Beifall bei den NEOS.
Deswegen habe ich Ihnen heute ein besonderes Buch mitgebracht, ich habe es ausgedruckt (einen Ausdruck der „Defense Budget Overview 2021“ in die Höhe haltend): das Budget der Armee und der militärischen Dienste der Vereinigten Staaten, ich werde Ihnen das dann geben. Was wirklich faszinierend ist, und ich gestehe, ich habe es auch nicht gewusst: Sie können da jedes Detail der amerikanischen Abwehr und des amerikanischen Militärbudgets nachlesen. Da steht genau drinnen: Positionen für Waffen, Gehaltserhöhungen, Beteiligungen an internationalen Partnerschaften, Militärmedizin, Unterkünfte. Da steht drinnen, wie viele Panzer gerade einsatzfähig sind, welche nicht, welche repariert werden. Das heißt, von der amerikanischen Armee, die eine wesentliche Aufgabe hat – da sind wir uns wahrscheinlich einig – und über sehr viel mehr Geld als unser Bundesheer verfügt, erfährt das Parlament, was mit dem Geld gemacht wird – jetzt kann man sagen, der Parlamentarismus in Amerika ist ein bisschen älter und ist schon ein bisschen weiter als bei uns. Wir müssen uns hier mit irgendwelchen Zahlen, mit irgendwelchen Bezeichnungen, über die wir aber im Detail nichts erfahren, abspeisen lassen. Was ist wirklich mit der Luftraumüberwachung? Was ist mit den Drohnen? Wir lesen, es gibt Abschreibungen und Aufwendungen – das kann es bitte schön nicht sein. (Beifall bei den NEOS.) – Danke.
Ruf bei der SPÖ: Das kann man nicht lesen!
Ich habe mir da etwas angeschaut, ich habe das auch nicht gekannt (einen Ausdruck in die Höhe haltend), aber allen, die sich für europäische Landesverteidigung interessieren, kann ich das nur empfehlen. (Ruf bei der SPÖ: Das kann man nicht lesen!) Das kann man hier nicht lesen, ich weiß schon, man kann es im Detail nicht lesen. Das schaut aus wie ein U-Bahn-Plan, ist auf den ersten Blick verwirrend wie manche U-Bahn-Pläne, aber auf den zweiten Blick schon interessant, weil man da die verschiedenen Bemühungen in den Bereichen Sicherheit und Verteidigung im Rahmen der Europäischen Union nachlesen kann.
Beifall bei den NEOS. – Abg. Brandstätter überreicht Bundesministerin Tanner den Ausdruck der „Defense Budget Overview 2021“.
Was wir in Zukunft auch brauchen, ist ein strategischer Zugang zum Budget, der uns das Risikobild genau vermittelt, das Risikobild auch unseres Bundesheeres, eingebettet in ein europäisches Sicherheitssystem, und letztlich geht es eben auch um die Kontrolle, die Frage: Können wir das, was geplant ist, auch kontrollieren? Nach all dem, was wir in unserem Budget sehen, und wenn wir uns das (den Ausdruck der „Defense Budget Overview 2021“ wieder in die Höhe haltend) als Vergleich ansehen, dann müssen wir leider sagen, dass wir es nicht kontrollieren können, weil Sie es uns nicht sagen, aber vielleicht klappt es ja im nächsten Jahr. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Brandstätter überreicht Bundesministerin Tanner den Ausdruck der „Defense Budget Overview 2021“.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS
Bundesministerin für Landesverteidigung Mag. Klaudia Tanner: Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Und vor allem am heutigen Tag: Sehr geehrte Soldatinnen und Soldaten und Damen und Herren Zivilbedienstete meines Ressorts! Das österreichische Bundesheer ist neben der Wahrnehmung der Landesverteidigung die strategische Reserve der Republik, und nicht nur am heutigen Tage zeigen dies unsere Soldatinnen und Soldaten wie wohl niemals zuvor. – Daher an dieser Stelle ein ganz großes Dankeschön an all diejenigen, die im Einsatz sind (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS), im Einsatz bei zahlreichen Assistenzeinsätzen, bei Unterstützungsleistungen für die Gesundheitsbehörden im Kampf gegen die Coronapandemie.
Beifall bei ÖVP, Grünen und NEOS.
Sehr geehrte Damen und Herren, wir haben – hatten – ja leider ein aktuelles Beispiel: Das Bundesheer war in den vergangenen Wochen gegen den Waldbrand im Raxgebiet im Dauereinsatz. Zwei Blackhawks, zwei Agusta-Bell 212, eine Alouette III und eine Pilatus PC-6 des Bundesheeres haben gemeinsam mit Hubschraubern des Innenministeriums, mit Hubschraubern der Deutschen Bundeswehr und der Slowakei sowie mit zwei Löschflugzeugen aus Italien die Einsatzkräfte im Kampf gegen diesen größten Waldbrand der letzten Jahre unterstützt. Allein unsere Luftstreitkräfte, jene des österreichischen Bundesheeres, haben mehr als 4 Millionen Liter Wasser über dem Brandgebiet abgeworfen. – An dieser Stelle ein ganz großes Dankeschön an alle Einsatzkräfte! (Beifall bei ÖVP, Grünen und NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Kassegger.
Sehr geehrte Damen und Herren, über Jahre hat man dem österreichischen Bundesheer nicht den entsprechenden Stellenwert eingeräumt, man hat ihm budgetär nicht den Stellenwert eingeräumt, den es verdient. (Zwischenruf des Abg. Kassegger.) Dieser jahrelange Rückstau hat ein Ende, und in dieser Hinsicht können wir positiv in die Zukunft blicken, denn es ist notwendig, dass wir ein modernes, handlungsfähiges Bundesheer schaffen, das die Herausforderungen und Szenarien des 21. Jahrhunderts bewältigen kann. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Rössler und Stögmüller.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Rössler und Stögmüller.
Sehr geehrte Damen und Herren, über Jahre hat man dem österreichischen Bundesheer nicht den entsprechenden Stellenwert eingeräumt, man hat ihm budgetär nicht den Stellenwert eingeräumt, den es verdient. (Zwischenruf des Abg. Kassegger.) Dieser jahrelange Rückstau hat ein Ende, und in dieser Hinsicht können wir positiv in die Zukunft blicken, denn es ist notwendig, dass wir ein modernes, handlungsfähiges Bundesheer schaffen, das die Herausforderungen und Szenarien des 21. Jahrhunderts bewältigen kann. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Rössler und Stögmüller.)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie der Abgeordneten Brandstätter und Künsberg Sarre.
Ich kann an dieser Stelle auch sagen: Unser Engagement in den Missionen wird unglaublich geschätzt. Ich komme gerade vom Verteidigungsministertreffen im Jumboformat mit den Außenministern, und immer wieder wird die besondere Professionalität unserer Soldatinnen und Soldaten bei den Auslandsmissionen betont und geschätzt – auch an dieser Stelle ein großes Dankeschön an die Kameradinnen und Kameraden! (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie der Abgeordneten Brandstätter und Künsberg Sarre.)
Abg. Bösch: Danke!
Wir dürfen trotz aller Assistenzanforderungen, Einsätze und Unterstützungsleistungen nicht auf unsere ursprünglichen Aufgaben der Landesverteidigung vergessen. (Abg. Bösch: Danke!) Es ist tatsächlich ein wahrer, guter Spruch: Wer verteidigen kann, der kann auch helfen. (Abg. Kassegger: So ist es!) Wer nur helfen kann, der kann nicht verteidigen. – Daher muss es auch immer unser Anspruch sein, Österreich als neutrales Land im Herzen Europas militärisch adäquat auf stabile Beine zu stellen. (Abg. Kassegger: ... Hubschrauber!) Das heißt, dass wir auch in diesen Bereich weiter investieren müssen, um die erforderlichen militärischen Kernkompetenzen und Fähigkeiten zu erhalten. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Kassegger: So ist es!
Wir dürfen trotz aller Assistenzanforderungen, Einsätze und Unterstützungsleistungen nicht auf unsere ursprünglichen Aufgaben der Landesverteidigung vergessen. (Abg. Bösch: Danke!) Es ist tatsächlich ein wahrer, guter Spruch: Wer verteidigen kann, der kann auch helfen. (Abg. Kassegger: So ist es!) Wer nur helfen kann, der kann nicht verteidigen. – Daher muss es auch immer unser Anspruch sein, Österreich als neutrales Land im Herzen Europas militärisch adäquat auf stabile Beine zu stellen. (Abg. Kassegger: ... Hubschrauber!) Das heißt, dass wir auch in diesen Bereich weiter investieren müssen, um die erforderlichen militärischen Kernkompetenzen und Fähigkeiten zu erhalten. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Kassegger: ... Hubschrauber!
Wir dürfen trotz aller Assistenzanforderungen, Einsätze und Unterstützungsleistungen nicht auf unsere ursprünglichen Aufgaben der Landesverteidigung vergessen. (Abg. Bösch: Danke!) Es ist tatsächlich ein wahrer, guter Spruch: Wer verteidigen kann, der kann auch helfen. (Abg. Kassegger: So ist es!) Wer nur helfen kann, der kann nicht verteidigen. – Daher muss es auch immer unser Anspruch sein, Österreich als neutrales Land im Herzen Europas militärisch adäquat auf stabile Beine zu stellen. (Abg. Kassegger: ... Hubschrauber!) Das heißt, dass wir auch in diesen Bereich weiter investieren müssen, um die erforderlichen militärischen Kernkompetenzen und Fähigkeiten zu erhalten. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Wir dürfen trotz aller Assistenzanforderungen, Einsätze und Unterstützungsleistungen nicht auf unsere ursprünglichen Aufgaben der Landesverteidigung vergessen. (Abg. Bösch: Danke!) Es ist tatsächlich ein wahrer, guter Spruch: Wer verteidigen kann, der kann auch helfen. (Abg. Kassegger: So ist es!) Wer nur helfen kann, der kann nicht verteidigen. – Daher muss es auch immer unser Anspruch sein, Österreich als neutrales Land im Herzen Europas militärisch adäquat auf stabile Beine zu stellen. (Abg. Kassegger: ... Hubschrauber!) Das heißt, dass wir auch in diesen Bereich weiter investieren müssen, um die erforderlichen militärischen Kernkompetenzen und Fähigkeiten zu erhalten. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Sehr geehrte Damen und Herren! Eine Investition in das Bundesheer, das ist immer eine Investition in die Sicherheit – in die Sicherheit Österreichs. Und auch Sicherheit kostet Geld, die gibt es nicht zum Nulltarif, und ich freue mich wirklich sehr – ich hoffe, mit Ihnen –, dass die Leistungen des österreichischen Bundesheeres geschätzt werden, dass auch die budgetären Notwendigkeiten erkannt und anerkannt werden und dass wir jeden Tag die Möglichkeit haben, die Österreicherinnen und Österreicher davon zu überzeugen, dass das Bundesheer unsere Sicherheitsgarantie ist. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich habe mir vorhin die Debatte angehört und habe auch viel Lob vonseiten der Vertreter der Oppositionsparteien gehört. – Ich klammere jetzt einmal die weinerliche Rede des Kollegen Laimer aus, der es am wenigsten notwendig hätte, hier auszuteilen, denn ich bin seit langen Jahren im Landesverteidigungsausschuss, und es war die SPÖ, die die Wehrpflicht abschaffen wollte. Innerhalb der SPÖ-ÖVP-Koalition haben wir immer wieder mit Darabos, mit Klug gerungen, wenn es um Erhöhungen gegangen wäre. Die Minister wollten diese gar nicht! Sie wollten einsparen, sie wollten verkleinern, sie wollten Gerät verkaufen und so weiter. Ich bitte daher, jetzt vonseiten der SPÖ hier nicht als großer Verteidiger der Landesverteidigung aufzustehen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Vielen herzlichen Dank für Ihr Engagement nach innen, aber auch nach außen, wenn es darum geht, die Bevölkerung in dieser Frage mitzunehmen! Auch das machen Sie hervorragend, und wir merken eine Bewegung, die es uns wieder ermöglicht, gemeinsam das Bundesheer nach vorne zu bringen. Dafür danke ich ganz, ganz herzlich. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abg. Disoski
Grundwehrdiener, Soldatinnen und Soldaten werden also immer herangezogen, wenn Hilfe im großen Stil notwendig ist, und ich möchte auch für meine Fraktion die Gelegenheit nutzen, von dieser Stelle ein Danke zu sagen: ein Danke an alle, die ihren Grundwehrdienst abgeleistet haben, die ihn gerade ableisten (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abg. Disoski), ein Danke an alle Soldatinnen und Soldaten, die immer da ihren Dienst leisten, wo wir als Gesellschaft sie gerade brauchen! Ohne sie wäre ganz vieles nicht möglich.
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Frau Ministerin! Die Autarkie der Kasernen ist ein entscheidender Schlüssel für das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung. Für eine schnelle Mobilisierung im Notfall brauchen die Kasernen aber keine Lippenbekenntnisse, sondern tatsächliche Investitionen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Schallmeiner und Scherak.
Sehr geehrte Soldatinnen und Soldaten, ich glaube, uns ist allen bewusst, dass es Aufgaben gibt, bei deren Erfüllung man vorne steht und sichtbar ist, und dass es Aufgaben in der Assistenzleistung gibt, die man nicht sieht, die aber mindestens genauso wichtig sind. Ich glaube, der Großteil von uns macht keinen Unterschied beim Dankesagen für alles, was Sie tun – vor dem Vorhang, aber auch dahinter. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Schallmeiner und Scherak.)
Beifall bei der ÖVP.
Danke für Ihren Einsatz, Frau Bundesminister, und für den Ihrer Soldatinnen und Soldaten! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Es freut mich, dass auch die Sozialdemokraten letztes Jahr diesem Antrag zugestimmt haben. Offenbar hat auch dort ein gewisses Umdenken eingesetzt, und ich hoffe, dass sie diesem Antrag auch diesmal wieder zustimmen werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Was mich persönlich auch besonders freut, sind die Investitionen in die Infrastruktur, weil es natürlich die Truppe motiviert, und vor allem, weil auch in die Zehner-Kaserne meines Heimatbezirkes Ried im Innkreis investiert wird. Die Soldaten dort leisten eine sehr, sehr gute Arbeit und werden gut geführt, aber die Investition in die Sanierung ist unumgänglich und ein ganz, ganz wesentlicher Punkt. Einerseits ist die Sanierung natürlich ein wichtiger Wirtschafts- und Arbeitsmarktfaktor in unserer Region, andererseits kristallisiert sich die Zehner-Kaserne immer mehr als ganz bedeutender Punkt für den Grenzschutz heraus. – Daher danke ich Ihnen, Frau Bundesministerin, und dem Generalstab für die Bemühungen in diesem Bereich, gratuliere insgesamt zum ganzen Budget und hoffe auf eine gute Zusammenarbeit. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Obernosterer.
Jetzt sagen Sie natürlich: Wir haben das Budget erhöht! – Um bei diesem Beispiel zu bleiben: Da hätten Sie das Haushaltseinkommen von 630 Euro um 1,4 Prozent auf 638,82 Euro erhöht. Da sind wir jetzt. Das ist das höchste Budget aller Zeiten, das ist richtig – aber 638,82 Euro, das ist nicht einmal die Mindestsicherung. Wovon reden Sie also? – Wir sind unterhalb der Mindestsicherung, und selbstverständlich werden Sie mit einem Budget analog zu 638,82 Euro monatlichem Haushaltseinkommen das seit Jahren unterfinanzierte Bundesheer nicht retten können. (Zwischenruf des Abg. Obernosterer.) Selbstverständlich werden Sie den massiven Investitionsrückstau mit diesen Beträgen nicht aufholen können. 100 Millionen Euro, das klingt zwar viel, aber das sind Mickymausbeträge im Vergleich zu dem, was erforderlich wäre, um den Investitionsrückstau aufzuholen. Selbstverständlich werden Sie damit fortfahren, Kasernen und Liegenschaften zu versilbern.
Beifall bei der FPÖ.
Das wäre doch eine Mindestwertschätzung für unsere Wehrdienstleistenden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Noch einmal abschließend: Das ist alles schön und auch gut gemacht, Frau Bundesministerin. Ihre Präsentation heute war sehr, sehr gut gemacht, 17 Minuten lang, Sie haben mit dem Beispiel auch ein bisschen niederösterreichischen Wahlkampf mit hineingebracht. Das ist alles schön und gut, aber darum geht es beim Bundesheer nicht. Die Linie der ÖVP ist klar: Soweit mir erinnerlich ist, waren die letzten Bundesminister der ÖVP, denen das Heer im Sinne einer militärischen Landesverteidigung noch ein Anliegen war, Bundesminister Lichal und Bundesminister Fasslabend. Seitdem – und da müssen Sie so aufrichtig sein und das der Bevölkerung mitteilen – liegt der Österreichischen Volkspartei, insbesondere der türkisen Gruppe innerhalb der Volkspartei, nichts an einem Heer, das in der Lage ist, seine Aufgabe der militärischen Landesverteidigung zu übernehmen – denn wenn Ihnen etwas daran liegen würde, dann würden Sie dieses Heer nicht mit derart lächerlichen Ressourcen ausstatten, wie Sie es tun. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS.
Abgeordneter Ing. Reinhold Einwallner (SPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren! Herr Bundesminister! Frau Bundesministerin! Lassen Sie mich der Debatte zu der Untergliederung Inneres einen Dank voranstellen, nämlich an die Polizistinnen und Polizisten, die unter wirklich nicht einfachen Bedingungen jeden Tag für die Sicherheit in Österreich und für die Sicherheit der Bevölkerung in Österreich im Einsatz sind – ein herzliches Dankeschön dafür. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Ries.
Die entscheidende Frage ist allerdings nicht nur die Budgethöhe, sondern auch die Prioritätensetzung, die man in einem Budget und in einem Ministerium vornimmt. In den letzten Wochen erleben wir wieder, wo und wie Sie Ihre Prioritäten setzen. Nicht nur, dass Sie eine große Organisationsstrukturreform ankündigen – viele vermuten natürlich, dass diese ähnlich ist wie die letzten Organisationsstrukturreformen, dass es mehr oder weniger wieder nur zu einer Umfärbung im Ministerium kommt und dass der eine oder andere brave türkise Parteigänger jetzt eine Funktion im Ministerium bekommt –, Sie überfrachten die Polizistinnen und Polizisten in regelmäßigen Abständen mit Tätigkeiten, für die sie nicht ausgebildet sind, für die sie eigentlich auch nicht da sind und für die sie, wenn man es genau nimmt, auch keine Zeit haben, weil sie sich um Kriminalitätsbekämpfung kümmern sollten und nicht darum – wie jetzt –, die 2G zu kontrollieren. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Ries.)
Beifall bei der SPÖ.
Schauen wir uns aber einen anderen Bereich an, nämlich den Bereich der Infrastruktur: Wie sind die Arbeitsbedingungen, die die Exekutivbeamten vorfinden? Da ist auch wieder die Frage: Welche Schwerpunkte setzt man und wie? Sie sind in den letzten Wochen mit der Idee hinausgegangen, einen Bunker im vierten Untergeschoß des Innenministeriums zu bauen, der um die 30 Millionen Euro kosten wird. Ich glaube nicht, dass das die erste Priorität ist, wenn es um Infrastruktur in Ihrem Ministerium geht. Ich gebe zu, es braucht einen Lageraum, es braucht wahrscheinlich einen technisch gut ausgestatteten Lageraum, aber es braucht keinen Bunker und es braucht Ihre Bunkerfantasien nicht – schon gar nicht, bevor wir hier überhaupt ein Gesetz beschlossen haben! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das Geld, die Summe alleine ist nicht entscheidend, sondern das Entscheidende bei einem Budget ist, wie man die Prioritäten setzt – und da sind wir der Meinung, dass Sie sie falsch gesetzt haben. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Karl Mahrer (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! 3,25 Milliarden Euro – neuerlich das höchste Sicherheitsbudget der Zweiten Republik. Das ist ein klares Bekenntnis dieser Bundesregierung. Die Sicherheit der Menschen ist uns ein ganz wesentliches Anliegen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich danke auch Kollegen Einwallner für seine ja grundsätzlich anerkennenden Worte zum Budget. Ich glaube auch, dieses Budget ist nicht nur ein Dankeschön, eine Wertschätzung, sondern es ist auch eine Unterstützung für die 38 000 Polizistinnen und Polizisten, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sicherheitsverwaltung, die tagtäglich für unsere Sicherheit sorgen und denen ich hier natürlich auch – auch als Sicherheitssprecher der Volkspartei – ein herzliches Dankeschön sagen möchte. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Allgemeiner Beifall.
Ich bitte Sie einfach ganz menschlich: Halten wir inne und leben wir auch ein wenig sein Vermächtnis, nämlich das Gemeinsame vor das Trennende zu stellen, trotz allem Diskurs. Otto Pendl, ich werde dich und dein Bemühen um Gemeinsamkeit nie vergessen! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Das Zuwanderungsproblem, die Kosten und auch die Sicherheitsprobleme können wir nur dann lösen, wenn wir die illegale Zuwanderung möglichst weitreichend unterbinden. In Österreich sind Sie dafür zuständig, Herr Innenminister, und Österreich, die Regierung, ist auch dafür zuständig, die Europäische Union endlich dazu zu bewegen, die Außengrenzen dichtzumachen. Wir brauchen die Festung Europa, sonst wird Europa untergehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Abgeordneter Mag. Georg Bürstmayr (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Österreich braucht eine gute, gut ausgebildete und gut bezahlte Polizei, so lautete einer meiner ersten Sätze meiner ersten Rede hier in diesem Haus, und das ist nach wie vor Kernbestandteil grüner Sicherheitspolitik. Polizistinnen und Polizisten haben eben nicht nur die Aufgabe, unsere Menschenrechte zu schützen, sie sind auch selbst Menschen, die Rechte haben: auf anständige Arbeitsbedingungen, auf Respekt seitens ihres Dienstgebers und nicht zuletzt auf anständige Entlohnung. Und deshalb ist es gut, dass es seit 2019 rund 10 Prozent mehr Mittel für den Personalaufwand in diesem Bereich gibt. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP sowie der Abg. Krisper.
Stellvertretend für diese mehr als 30 000 ExekutivbeamtInnen denke ich da an jene, die sich bei 40 Grad im Schatten oder bei nasskaltem Wetter vor den Toren der Hofburg die Beine in den Bauch stehen, um uns, um dieses Parlament, um die Demokratie zu schützen. (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie der Abg. Krisper.) Wir können unseren Dank dafür durch einen Applaus ausdrücken, aber es gilt auch hier: Ein Applaus zahlt keine Miete und keine Heizung.
Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten der NEOS.
Ich möchte heute noch von einem Betrag sprechen, der etwa ein Zehntel dieser Summe ausmacht, nämlich von jenen 347 Millionen Euro für den Bereich des sogenannten Fremdenwesens. Was sich dahinter unter anderem verbirgt, sind nicht nur die Gehälter für jene BeamtInnen, die feststellen, ob Menschen, die in Österreich Schutz suchen, diesen Schutz auch brauchen und erhalten sollen, sondern auch die Mittel dafür, dass diese Menschen in dieser Zeit, die so ein Verfahren nun einmal braucht, anständig untergebracht, versorgt und betreut werden – einfach weil sie Menschen sind und keine Schachfiguren, die von Diktatoren und Despoten hin- und hergeschoben werden. Ein Mensch ist eben ein Mensch und kein Ding, keine Figur aus Plastik oder Holz. (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall der Abg. Neßler.
Meine Kollegin Ewa Dziedzic hat sich im Gegensatz zu Ihnen, Kollege Amesbauer, vor einigen Tagen persönlich ein Bild von dieser Lage gemacht, und glauben Sie mir, das sind Situationen, die wir an unseren Grenzen und auch sonst in Österreich niemals zulassen dürfen. (Beifall der Abg. Neßler.) Dafür steht diese abstrakte Summe von 350 Millionen Euro, von 0,35 Prozent des Bundesbudgets: für das Bekenntnis dieser Bundesregierung dazu, dass Menschen eben keine Dinge sind.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wissen Sie, das sind so abstrakte Zahlen und Begriffe – UG 11, Inneres: 3,25 Milliarden Euro; UG 18, Fremdenwesen: 347 Millionen Euro –, aber sie stehen für sehr fundamentale Dinge: für unser gemeinsames Bekenntnis zu den Grundwerten dieser Republik, zur Demokratie, zum Recht auf Sicherheit und zur Menschenwürde, und das sollte uns schon etwas wert sein. – Danke fürs Zuhören. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP
Abgeordnete Dr. Stephanie Krisper (NEOS): Herr Präsident! Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Damen und Herren zu Hause! Franz Kafka würde ja im gegenwärtigen Österreich längst völlig erschöpft sein ob der vielen Eindrücke. Zuerst einmal: Der Ibiza-Untersuchungsausschuss wäre schon sehr fordernd gewesen durch Lächerlichmachen und Stören der parlamentarischen Kontrollarbeit (Zwischenruf bei der ÖVP) durch jene Partei, die zunehmend in den Fokus der Kontrolle geraten ist.
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Apropos Spiel: Es wundert uns ja, dass Sie, Herr Innenminister, aus dem Symptom dieses Managementversagens – Bilder von Menschen in Hallen – nicht längst Profit schlagen wollten, um das Schreckgespenst der Migrationskrise zu ventilieren; aber vielleicht fürchtet man ja mittlerweile auch in den türkisen Sphären, dass die Menschen sich dann langsam doch vermehrt fragen, warum plötzlich wieder so furchtbar viele – das würden diese Bilder ja insinuieren – in Traiskirchen und ähnlichen Einrichtungen sind. Ist die Balkanroute doch nicht geschlossen? Man kann Grenzen nicht völlig schließen. Ist der Innenminister überfordert, weil er das nicht kommen sah, genauso wie die Regierung generell die vierte Coronawelle nicht kommen sah? (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei den NEOS.
Vorzugeben, es seien untragbar viele Menschen, die zu uns kämen, das käme jetzt nicht so gut an, also schweigt man lieber, man verschweigt lieber. Wenn man aber klar ausspricht, was Sache ist, ist es so: Die Zahlen sind in Wahrheit überschaubar, Herr Minister, eben vergleichbar mit vorletztem Jahr und letztem Jahr. Ihr Ressort kann und will das aber anscheinend nicht gut managen. Es kann sein, dass Sie es nicht können, weil dieselben Personen im Ressort tätig sind wie 2015 – da haben wir auch schon eine Managementkrise erlebt –, oder dass Sie die Situation für opportun halten, weil die Türkisen ja nichts lieber machen, als die Migrationskarte zu spielen, ihre Lieblingskarte, wenn sie wieder einmal gebraucht wird. In Wahrheit ist es schlicht ein weiteres Managementversagen vonseiten der ÖVP, das wir hier erleben. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf bei der FPÖ.
Non-Refoulement, Push-backs sind abstrakte Begriffe, es geht aber darum, dass Menschen – und darunter können auch Flüchtlinge sein – auf europäischem Terrain sind und gewaltsam zurückgedrängt werden. Diese Fratze zeigt die EU im Moment, das müssen wir stoppen, wie natürlich auch die Flüge nach Belarus und diese Möglichkeiten Lukaschenkas, Druck aufzubauen – aber jetzt gehört einmal diese überschaubare Zahl von Menschen in Sicherheit gebracht, bevor noch mehr erfrieren. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf bei der FPÖ.)
Abg. Belakowitsch: „Überschaubare Zahl“, was sagen Sie dazu, Herr Minister?
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu einer Stellungnahme hat sich Herr Bundesminister Karl Nehammer zu Wort gemeldet. – Bitte, Herr Bundesminister. (Abg. Belakowitsch: „Überschaubare Zahl“, was sagen Sie dazu, Herr Minister?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Bundesminister für Inneres Karl Nehammer, MSc: Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Zum höchsten Sicherheitsbudget in der Zweiten Republik für das Innenministerium ist schon viel gesagt worden. Es geht um 38 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 32 000 Polizistinnen und Polizisten, uniformiert und in zivil. Grundlage dieses Budgets ist es, ihnen entsprechende Arbeitsbedingungen zu ermöglichen, mit dem einzigen Zweck, mehr Sicherheit für die Republik Österreich gewährleisten zu können. Ein großes Danke auch von meiner Seite an alle, die daran mitgewirkt haben, vor allem an den Finanzminister, der die Priorität auch budgetär anerkannt hat und in einer gemeinsamen Anstrengung mit der Bundesregierung tatsächlich dieses Rekordbudget für die Sicherheit in Österreich zur Verfügung stellt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Die zweite Säule betrifft die schnellen Interventionsgruppen nach dem Modell der Wega in Wien. Wir haben beim Terroranschlag gesehen, es braucht gut ausgebildete, gut bewaffnete Polizistinnen und Polizisten, die rasch zum Einsatz kommen können. Nur deshalb ist es uns gelungen, den Täter innerhalb von 9 Minuten zu neutralisieren – ein internationaler Spitzenwert im Kampf gegen den Terror, verbunden auch mit viel Beachtung und Anerkennung für die Polizistinnen und Polizisten der Spezialeinsatzkräfte. Ich glaube, all das, was da geleistet wird, verdient noch immer einen großen Applaus. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Jetzt kommen wir zum anderen großen Budgetbereich, deutlich kleiner, aber dennoch wichtig, zum Bereich des Fremdenwesens. Hier wurde allerlei gesagt, aber ich glaube, da muss man auch alles ein Stück weit wieder ins rechte Licht rücken. Warum sage ich das? – Wir haben vorhin Frau Abgeordnete Krisper gehört. Frau Abgeordnete Krisper – wie soll ich sagen? – drückt sehr gerne in ihrer Selbstbeschreibung Menschennähe und Respekt und Wertschätzung aus, lässt sie dann aber seltsamerweise den Menschen, die im Bereich des Fremdenwesens besonders viel leisten, gar nicht zuteilwerden. Sie spricht von Missmanagement, Fehleinschätzungen, Behördenversagen kommt vielleicht auch noch dazu. – Frau Abgeordnete Krisper, ich möchte Sie daran erinnern, dass Sie selbst tatsächlich noch keinen wesentlichen Beitrag dazu geleistet haben, dass Österreich seinen internationalen Verpflichtungen gerecht wird, dass Menschen Schutz bekommen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Deshalb ist es für mich besonders verwerflich, wenn Beamtinnen und Beamte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die gerade in diesem Bereich eingesetzt sind und arbeiten, immer gescholten werden, dass immer mit dem großen moralischen Finger auf sie gezeigt wird, ohne tatsächlich etwas für den Schutz und die Unterbringung der Menschen zu leisten. Ihre Kritik weise ich auf das Schärfste zurück. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Die Entwicklung betreffend Weißrussland ist tatsächlich besorgniserregend, Kollege Amesbauer hat dazu auch viel gesagt. Im Unterschied zu Ihnen – Sie sind in der Opposition – obliegt es uns, zu handeln. Ich bin im engen Austausch mit dem polnischen Innenminister, mit den Verbündeten, den Innenministern Litauens und der anderen baltischen Staaten, der Europäischen Union, die genau diese Bedrohungslage erkannt haben. Ja, es war auch Österreich, das die Kommission dazu gebracht hat, umzudenken. Mittlerweile denkt die Kommission ernsthaft darüber nach, Polen tatsächlich zu helfen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), den Grenzschutz tatsächlich zu ermöglichen und nicht nur über das Thema Aufnahmezentren zu diskutieren.
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Jetzt kommen wir zu einem Aspekt, der mir ebenso wichtig ist. Wir haben gehört, dass es gerade sehr viel Leid an der Grenze zwischen Weißrussland und Polen gibt. Das stimmt, und das ist eigentlich unerträglich. Es ist aufs Schärfste zurückzuweisen, dass es heute noch immer möglich ist, dass Potentaten glauben, mit Menschenleben Politik machen zu können. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Meine sehr geehrten Damen und Herren, machen wir einen Fehler nicht: Schieben wir nicht dieses Problem, das ausschließlich von Lukaschenka herbeigeführt worden ist, jetzt in die Hände der Europäischen Union, denn das ist die Vollendung des Werks Lukaschenkas. Unsere Aufgabe
Beifall bei der ÖVP.
Diesen Prozess müssen wir von Lukaschenka durch Geschlossenheit und durch Sanktionsmaßnahmen einfordern, die wir entschieden von der Europäischen Kommission fordern, um Weißrussland klarzumachen, dass wir uns nicht mit diesen Methoden erpressen lassen. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Yılmaz.
Wir müssen vor der europäischen Außengrenze damit beginnen, Menschen, die keine Bleibeberechtigung haben, rechtzeitig zurückzubringen. (Zwischenruf der Abg. Yılmaz.) Deswegen haben wir umfassende Rückführungsprogramme entworfen, eine Plattform gegen illegale Migration ins Leben gerufen und sind jetzt gerade dabei, mit Bosnien-Herzegowina erste echte Fortschritte zu erreichen, dass Menschen, die keine Bleibeberechtigung in der Europäischen Union erhalten werden, in Herkunftsländer zurückgebracht werden.
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Wir müssen diese Frage schon vor der EU-Außengrenze zu klären beginnen, denn da hat Kollege Amesbauer völlig recht: Es verpflichten uns derzeit die Europäische Union, die internationalen Gesetze dazu, Menschen aufzunehmen, von denen wir wissen, dass sie gar keine Bleibeberechtigung haben werden, nämlich dann, wenn es ihnen gelingt, die Grenze zu überschreiten, sie: Asyl!, sagen und damit ein Asylverfahren beginnt. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Damit wir uns schon über die Dimension im Klaren sind, worüber wir hier sprechen: Wir brauchen gar keine Migrationsbewegung aus Afghanistan nach Österreich, um eine Migrationskrise in Österreich oder der Europäischen Union zu erreichen. Denken wir daran, dass sich 2,4 Millionen Afghanen im Iran aufhalten, 1,2 Millionen Afghanen in Pakistan – und nur ein Bruchteil dieser Menschen, wenn sie sich auf den Weg machen, ist in der Lage dazu, die Sozialsysteme der Europäischen Union zu destabilisieren. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Ich bin hier in guter Gesellschaft des dänischen Migrationsministers, ehemaliger Kommunist, mittlerweile Sozialist, der gesagt hat: Es ist die Pflicht eines Politikers, der einen Wohlfahrtsstaat vertritt, auch dafür zu sorgen, dass der Wohlfahrtsstaat erhalten bleibt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Damit wir uns schon über die Dimension im Klaren sind, worüber wir hier sprechen: Wir brauchen gar keine Migrationsbewegung aus Afghanistan nach Österreich, um eine Migrationskrise in Österreich oder der Europäischen Union zu erreichen. Denken wir daran, dass sich 2,4 Millionen Afghanen im Iran aufhalten, 1,2 Millionen Afghanen in Pakistan – und nur ein Bruchteil dieser Menschen, wenn sie sich auf den Weg machen, ist in der Lage dazu, die Sozialsysteme der Europäischen Union zu destabilisieren. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Ich bin hier in guter Gesellschaft des dänischen Migrationsministers, ehemaliger Kommunist, mittlerweile Sozialist, der gesagt hat: Es ist die Pflicht eines Politikers, der einen Wohlfahrtsstaat vertritt, auch dafür zu sorgen, dass der Wohlfahrtsstaat erhalten bleibt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Sie sehen also: Das Budget ist umfassend aufgeteilt, gegliedert, von der Inneren Sicherheit mit 3,2 Milliarden bis zu den Hunderten Millionen für das Thema Fremdenwesen – mit dem Gesamtziel, das freie, demokratische Österreich nachhaltig und sicher im wahrsten Sinne des Wortes abzusichern. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Ing. Manfred Hofinger (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ja, die Sicherheit und der Schutz unserer Bevölkerung, der Bürger in Österreich ist ein hohes Gut. Wir leben im Vergleich zu vielen anderen Ländern auf der ganzen Welt in einem sehr sicheren Land, und das verdanken wir zu einem ganz großen Teil Tausenden Polizistinnen und Polizisten. Sie sind die Helden des Alltags, die sich für den Schutz unserer Bürger einsetzen – herzlichen Dank dafür. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
erhöhen. Wir werden zusätzlich 60 Millionen Euro in ein Antiterrorpaket investieren. Von den 3,25 Milliarden Euro werden 75 Prozent für Personalkosten aufgewendet. Dazu stehen wir auch und wir werden das auch in den nächsten Jahren ausbauen. Wir haben für uns das Ziel gesetzt, bis 2024 4 300 Polizistinnen und Polizisten neu einzustellen, um die Sicherheit in Österreich nochmals zu erhöhen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Schallmeiner.
Insgesamt ist das ein sehr gutes Budget. Herr Bundesminister, herzlichen Dank an Sie und natürlich an alle Polizistinnen und Polizisten, die sich tagtäglich für den Schutz unserer Bürger einsetzen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Schallmeiner.)
Beifall bei der SPÖ.
Gleichzeitig – und auch darauf haben Sie schon verwiesen – haben wir in den letzten zwei Jahren in der einschlägig rechtsextremen Szene mehrfach enorme Waffenfunde erlebt, sind große Waffendepots ausgehoben worden, erst vergangene Woche in Niederösterreich wieder ein großes Waffenlager samt NS-Devotionalien. Ich glaube, diese Fakten zeigen einfach auch schon, mit welcher Gefahr für die innere Sicherheit wir es hier zu tun haben, und deswegen sagen wir auch seit Jahren, dass es konkrete und aktive Gegenmaßnahmen braucht, um aktiv gegen Rechtsextremismus vorzugehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich freue mich, dass es dazu die Ankündigung gibt, dass dieser Rechtsextremismusbericht im Oktober 2022 für die Jahre 2020/2021 wieder erscheinen soll. Das ist eine wirklich wichtige Maßnahme, und ich freue mich, dass das gelungen ist, dass sich unser Druck diesbezüglich ausgezahlt hat und dieser Rechtsextremismusbericht nächstes Jahr wieder erscheinen wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und Grünen
Gerade die massiv ansteigende Zahl der antisemitischen Vorfälle – die IKG und das Forum gegen Antisemitismus haben ja auf den extremen Anstieg im ersten Halbjahr 2021 aufmerksam gemacht –, die Verharmlosung der NS-Verbrechen und der Schoah, die antisemitischen Vorfälle in den Reihen der Coronaleugner und Coronaleugnerinnen, die wir in den letzten eineinhalb Jahr erlebt haben und die ich hier wirklich mit aller Vehemenz als geschichtsvergessen zurückweisen möchte (Beifall bei SPÖ und Grünen), gerade diese Abscheulichkeiten, die wir hier erleben, zeigen einmal mehr, wie wichtig es ist, die Maßnahmen dieses Aktionsplans gegen Rechtsextremismus und die Maßnahmen der Strategie gegen Antisemitismus aufeinander abzustimmen und Antisemitismus und Rechtsextremismus gemeinsam und konsequent zu bekämpfen.
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Disoski.
Sehr geehrte Damen und Herren, diese so dringend notwendigen Maßnahmen brauchen natürlich auch die notwendigen finanziellen Mittel, und, Herr Innenminister, wir werden Ihre Ankündigungen in diesem Bereich genau mitverfolgen, weil das natürlich auch heißt, dass die angekündigten Mittel entsprechend eingesetzt, die angekündigten Maßnahmen auch umgesetzt werden müssen, damit wir Rechtsextremismus endlich bekämpfen können. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Disoski.)
Beifall bei den Grünen.
Dafür haben wir – und das freut mich sehr – 8 Millionen Euro vereinbart, und das sind Mittel, die jährlich in verschiedenen Ressorts ins Budget geschrieben werden, um auf dieser Ebene Extremismuspräventionsprogramme umzusetzen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Es ist am Vormittag von einer Kollegin angesprochen worden, dass, wenn etwas Gender heißt, das nicht bedeutet, dass eine feministische Ideologie dahintersteht. Ich würde da aber gern Folgendes ergänzen: Auch wenn es so ist, ist es gut und richtig. Das sind durchaus feministische Zugänge, die da auch umgesetzt werden, um mit einer gendersensiblen Pädagogik auch Männer zu erreichen, Burschen zu erreichen, aber auch Mädchen und junge Frauen zu erreichen und zu stärken. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Das sind Initiativen, jetzt nur kurz angerissen, die jährlich stattfinden werden, und ich freue mich sehr darauf, später, wenn sie dann in die Umsetzung gekommen sind, mehr über diese Programme erzählen zu können. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Werte Damen und Herren, das, was wir jetzt an der Grenze haben, nimmt sich eher wie betreutes Reisen aus: von der Grenze direkt in die Bundesbetreuung. Aktiver Grenzschutz sieht anders aus. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ries: ... Schutzwesten nicht!
an die richtige Adresse zu richten. Es war nämlich unter Innenminister Sobotka, als Waffen, Helme und Ausrüstung angeschafft wurden. In diesem Sinne gilt der Dank Innenminister Sobotka. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ries: ... Schutzwesten nicht!)
Abg. Brandstätter: Bei so vielen Skandalen ...! – Abg. Stögmüller: ... noch viel ...!
Es befremdet mich allerdings, wenngleich es mich nicht überrascht, wie Frau Kollegin Krisper mit diesem Thema umgeht. Das muss man sich schon noch einmal vor Augen führen: Sie sagen hier, es wundert Sie, dass Sie im Zusammenhang mit Flüchtlingen und dem Innenminister keine Bilder sehen; und dann bauen Sie auf diesen Bildern Ihre Kritik auf – auf Bildern, die es gar nicht gibt, die Sie erfinden, auf einer Fiktion. Das zeigt uns zweierlei: Zum einen nehmen Sie Ihre Methoden aus dem Untersuchungsausschuss, der nicht zu Unrecht – und Sie haben es gerade wieder bewiesen – als Unterstellungsausschuss bezeichnet wurde, weiter mit und können sich offensichtlich ein Leben ohne diese Methoden und ohne Untersuchungsausschuss politisch gar nicht mehr vorstellen. (Abg. Brandstätter: Bei so vielen Skandalen ...! – Abg. Stögmüller: ... noch viel ...!)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Jakob Schwarz und Zorba.
Herr Bundesminister, ich bedanke mich ausdrücklich nicht nur dafür, dass immer mehr Mittel in die Sicherheit investiert werden, und dafür, dass Sie diese vorgesehen haben, sondern ich bedanke mich auch dafür, dass Sie in diesen schweren Zeiten der Pandemie eine BVT-Reform zusammengebracht haben, an der viele vorher gescheitert sind, vor allem Ihr Vorgänger als Innenminister. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Jakob Schwarz und Zorba.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Jakob Schwarz und Zorba.
Letztlich, abschließend, gilt mein Dank allen Polizistinnen und Polizisten, die in dieser herausfordernden Zeit ihre Aufgabe zu unser aller Wohle erfüllen und die gerade jetzt auch mit der Kontrolle all jener Vorschriften, die wir hier beschließen, die wir hier ermöglichen, beschäftigt sind, damit wir auch diese Pandemie mit Unterstützung der Exekutive überwinden können. Herzlichen Dank an Sie, Herr Minister, und an alle Bediensteten im Exekutivdienst! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Jakob Schwarz und Zorba.)
Beifall bei den NEOS
weise das zurück (Beifall bei den NEOS); noch dazu untermauert mit einer Unterstellung. Es ist einfach unrichtig, wenn Sie hergehen und sagen, Kollegin Krisper hätte keine Beiträge geleistet. Sie mögen medial nicht so großartig inszeniert worden sein wie Ihr Flug nach Athen (Abg. Taschner: Frau Krisper ist medial hervorragend!), aber Frau Krisper hat sicherlich vor Ort mehr getan als Sie mit Ihrer Medienshow. (Ruf bei der ÖVP: Das ist keine Show!) Das finde ich einfach eines Innenministers unwürdig. Ich sage es, wie es ist. (Ruf bei der ÖVP: Das sind die anderen! – Abg. Hörl: Die Krisper ist eine verlogene ...!)
Abg. Taschner: Frau Krisper ist medial hervorragend!
weise das zurück (Beifall bei den NEOS); noch dazu untermauert mit einer Unterstellung. Es ist einfach unrichtig, wenn Sie hergehen und sagen, Kollegin Krisper hätte keine Beiträge geleistet. Sie mögen medial nicht so großartig inszeniert worden sein wie Ihr Flug nach Athen (Abg. Taschner: Frau Krisper ist medial hervorragend!), aber Frau Krisper hat sicherlich vor Ort mehr getan als Sie mit Ihrer Medienshow. (Ruf bei der ÖVP: Das ist keine Show!) Das finde ich einfach eines Innenministers unwürdig. Ich sage es, wie es ist. (Ruf bei der ÖVP: Das sind die anderen! – Abg. Hörl: Die Krisper ist eine verlogene ...!)
Ruf bei der ÖVP: Das ist keine Show!
weise das zurück (Beifall bei den NEOS); noch dazu untermauert mit einer Unterstellung. Es ist einfach unrichtig, wenn Sie hergehen und sagen, Kollegin Krisper hätte keine Beiträge geleistet. Sie mögen medial nicht so großartig inszeniert worden sein wie Ihr Flug nach Athen (Abg. Taschner: Frau Krisper ist medial hervorragend!), aber Frau Krisper hat sicherlich vor Ort mehr getan als Sie mit Ihrer Medienshow. (Ruf bei der ÖVP: Das ist keine Show!) Das finde ich einfach eines Innenministers unwürdig. Ich sage es, wie es ist. (Ruf bei der ÖVP: Das sind die anderen! – Abg. Hörl: Die Krisper ist eine verlogene ...!)
Ruf bei der ÖVP: Das sind die anderen! – Abg. Hörl: Die Krisper ist eine verlogene ...!
weise das zurück (Beifall bei den NEOS); noch dazu untermauert mit einer Unterstellung. Es ist einfach unrichtig, wenn Sie hergehen und sagen, Kollegin Krisper hätte keine Beiträge geleistet. Sie mögen medial nicht so großartig inszeniert worden sein wie Ihr Flug nach Athen (Abg. Taschner: Frau Krisper ist medial hervorragend!), aber Frau Krisper hat sicherlich vor Ort mehr getan als Sie mit Ihrer Medienshow. (Ruf bei der ÖVP: Das ist keine Show!) Das finde ich einfach eines Innenministers unwürdig. Ich sage es, wie es ist. (Ruf bei der ÖVP: Das sind die anderen! – Abg. Hörl: Die Krisper ist eine verlogene ...!)
Beifall bei den NEOS.
Es gibt also wirklich nicht nur Sonnenschein, sondern auch einige Dinge, die verbessert werden könnten und für die Sicherheit der österreichischen Bevölkerung sehr, sehr wichtig wären: Ich möchte Sie gerne einladen, Ihre Aufmerksamkeit auch auf diese zu richten. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
menschlichen Bedürfnisse denken, die Maslow in einer Pyramide sehr plakativ zusammengefasst hat! Wissen Sie, was in dieser Pyramide ganz unten – dort wo sie am breitesten ist – steht, gleich über den Grundbedürfnissen wie Schlafen und Essen? – Richtig: das Bedürfnis nach Sicherheit! Es ist daher so wichtig, dass wir uns um dieses Sicherheitsbedürfnis kümmern, und das tun wir mit diesem Budget. Es ist nämlich ein Rekordbudget, und jeder Euro, den wir in die Sicherheit investieren, ist ein sehr gut investierter Euro für die Freiheit unserer Demokratie. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, gestern fand in unserem Land aber auch zum 26. Mal in diesem Jahr ein Mord an einer Frau statt – zum 26. Mal! Ich meine, das ist wirklich ein ganz klarer, trauriger Auftrag an uns, insbesondere weil nächste Woche die 16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen beginnen. Ich glaube, dass dieses Symbol der 16 Tage sehr, sehr wichtig ist, aber dass es noch wichtiger ist, dass wir an allen 365 Tagen des Jahres etwas gegen die häusliche Gewalt tun! Auch das tun wir mit diesem Budget, denn wir stärken den Gewaltschutz massiv, und auch die opferschutzorientierte Täterarbeit. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, lassen Sie mich noch einmal kurz auf die menschlichen Bedürfnisse zurückkommen: Es ist nämlich so, dass in einer Gesellschaft die Menschen ihre anderen Bedürfnisse – bis hin zur Selbstverwirklichung – erst stillen können, wenn ihre Grundbedürfnisse – wie es das Bedürfnis nach Sicherheit in einer Gesellschaft ist – erfüllt sind. Das zu ermöglichen verstehe ich unter Politik, und die Voraussetzungen dafür schaffen wir mit diesem Budget. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Taschner: Freundschaft?!
Abgeordnete Nurten Yılmaz (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Herr Bundesminister Nehammer, Sie haben vollkommen recht: Wir dürfen uns von Despoten und Diktatoren nicht erpressen lassen und müssen dagegenhalten! Ich mache Ihnen einen Vorschlag: Der einzige Regierungschef in der westlichen Welt, der mit Herrn Lukaschenka wirklich gute, freundschaftliche Beziehungen aufgebaut hat, war Herr Kurz: Es hat gegenseitige Besuche gegeben, er hat ihm Designerski nach Minsk mitgebracht. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Taschner: Freundschaft?!)
Ruf bei der ÖVP: Wer hat in Moskau den Boden geküsst?
Ich denke, da könnte er jetzt tätig werden und sagen: Lieber Freund, so geht es nicht! – Er hätte dabei sicherlich Rückendeckung von den anderen westlichen Regierungen. Er war der einzige Regierungschef im Westen, der - - (Ruf bei der ÖVP: Wer hat in Moskau den Boden geküsst?) – Wer hat in Moskau? (Ruf bei der ÖVP: Wer hat in Moskau den Boden geküsst?) – Sagen Sie, wann sind Sie aufgetaut worden? (Beifall bei der SPÖ. – Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Wer hat in Moskau den Boden geküsst?
Ich denke, da könnte er jetzt tätig werden und sagen: Lieber Freund, so geht es nicht! – Er hätte dabei sicherlich Rückendeckung von den anderen westlichen Regierungen. Er war der einzige Regierungschef im Westen, der - - (Ruf bei der ÖVP: Wer hat in Moskau den Boden geküsst?) – Wer hat in Moskau? (Ruf bei der ÖVP: Wer hat in Moskau den Boden geküsst?) – Sagen Sie, wann sind Sie aufgetaut worden? (Beifall bei der SPÖ. – Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich denke, da könnte er jetzt tätig werden und sagen: Lieber Freund, so geht es nicht! – Er hätte dabei sicherlich Rückendeckung von den anderen westlichen Regierungen. Er war der einzige Regierungschef im Westen, der - - (Ruf bei der ÖVP: Wer hat in Moskau den Boden geküsst?) – Wer hat in Moskau? (Ruf bei der ÖVP: Wer hat in Moskau den Boden geküsst?) – Sagen Sie, wann sind Sie aufgetaut worden? (Beifall bei der SPÖ. – Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich habe ja den Verdacht, dass Sie so lange warten wollen, bis es Neuwahlen gibt und diese Stelle nicht eingerichtet wird. Geben Sie es einfach zu, dann brauche ich auch nicht mehr nachzufragen! Wichtig wäre es aber, dass Sie zumindest so tun, als würden Sie diese Stelle wirklich wollen – wobei Sie das eh tun, aber Sie setzen sie halt nicht um. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Stimmt ja nicht!
Was Sie aber laufend präsentieren, sind Spezialeinheiten, schöne Fotos für den Boulevard. Diese Polizisten, die Sie immer wieder präsentieren – Bereitschaftseinheit, Interventionseinheit –, werden eigentlich von den Wachzimmern abgezogen. (Ruf bei der ÖVP: Stimmt ja nicht!) Wo sind die neuen Polizistinnen und Polizisten in Wien? (Abg. Michael Hammer: Na bei diesen Einheiten!) Wo sind etwa die neuen Polizistinnen und Polizisten für Favoriten? Bei gleicher Einwohnerzahl wie Linz schaut es so aus: Linz hat 620 Planstellen, Favoriten 319 – bei gleicher Einwohnerzahl! Anzahl der Polizeiinspektionen: Linz zwölf, Favoriten sieben. (Abg. Loacker: In Favoriten fressen sie weniger Pferdeabführmittel!) – Das ist jetzt nicht mein Thema, gell? (Heiterkeit des Abg. Loacker.) Wenn du willst, können wir auch über die Arbeiterkammer diskutieren – wenn du magst!
Abg. Michael Hammer: Na bei diesen Einheiten!
Was Sie aber laufend präsentieren, sind Spezialeinheiten, schöne Fotos für den Boulevard. Diese Polizisten, die Sie immer wieder präsentieren – Bereitschaftseinheit, Interventionseinheit –, werden eigentlich von den Wachzimmern abgezogen. (Ruf bei der ÖVP: Stimmt ja nicht!) Wo sind die neuen Polizistinnen und Polizisten in Wien? (Abg. Michael Hammer: Na bei diesen Einheiten!) Wo sind etwa die neuen Polizistinnen und Polizisten für Favoriten? Bei gleicher Einwohnerzahl wie Linz schaut es so aus: Linz hat 620 Planstellen, Favoriten 319 – bei gleicher Einwohnerzahl! Anzahl der Polizeiinspektionen: Linz zwölf, Favoriten sieben. (Abg. Loacker: In Favoriten fressen sie weniger Pferdeabführmittel!) – Das ist jetzt nicht mein Thema, gell? (Heiterkeit des Abg. Loacker.) Wenn du willst, können wir auch über die Arbeiterkammer diskutieren – wenn du magst!
Abg. Loacker: In Favoriten fressen sie weniger Pferdeabführmittel!
Was Sie aber laufend präsentieren, sind Spezialeinheiten, schöne Fotos für den Boulevard. Diese Polizisten, die Sie immer wieder präsentieren – Bereitschaftseinheit, Interventionseinheit –, werden eigentlich von den Wachzimmern abgezogen. (Ruf bei der ÖVP: Stimmt ja nicht!) Wo sind die neuen Polizistinnen und Polizisten in Wien? (Abg. Michael Hammer: Na bei diesen Einheiten!) Wo sind etwa die neuen Polizistinnen und Polizisten für Favoriten? Bei gleicher Einwohnerzahl wie Linz schaut es so aus: Linz hat 620 Planstellen, Favoriten 319 – bei gleicher Einwohnerzahl! Anzahl der Polizeiinspektionen: Linz zwölf, Favoriten sieben. (Abg. Loacker: In Favoriten fressen sie weniger Pferdeabführmittel!) – Das ist jetzt nicht mein Thema, gell? (Heiterkeit des Abg. Loacker.) Wenn du willst, können wir auch über die Arbeiterkammer diskutieren – wenn du magst!
Heiterkeit des Abg. Loacker.
Was Sie aber laufend präsentieren, sind Spezialeinheiten, schöne Fotos für den Boulevard. Diese Polizisten, die Sie immer wieder präsentieren – Bereitschaftseinheit, Interventionseinheit –, werden eigentlich von den Wachzimmern abgezogen. (Ruf bei der ÖVP: Stimmt ja nicht!) Wo sind die neuen Polizistinnen und Polizisten in Wien? (Abg. Michael Hammer: Na bei diesen Einheiten!) Wo sind etwa die neuen Polizistinnen und Polizisten für Favoriten? Bei gleicher Einwohnerzahl wie Linz schaut es so aus: Linz hat 620 Planstellen, Favoriten 319 – bei gleicher Einwohnerzahl! Anzahl der Polizeiinspektionen: Linz zwölf, Favoriten sieben. (Abg. Loacker: In Favoriten fressen sie weniger Pferdeabführmittel!) – Das ist jetzt nicht mein Thema, gell? (Heiterkeit des Abg. Loacker.) Wenn du willst, können wir auch über die Arbeiterkammer diskutieren – wenn du magst!
Beifall bei der SPÖ.
Dieser Anschlag zeigt ein systemisches Versagen im Vorfeld. Danke an die Einsatzkräfte, die so schnell vor Ort waren und noch Schlimmeres verhindert haben – aber für die Ermittlungsfehler, die Kommunikationsfehler und die falschen Ressourceneinteilungen tragen Sie die politische Verantwortung, Herr Minister! Das darf nie wieder passieren! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Politik weniger mit sich selber beschäftigen sollte und sich mehr um Inhalte kümmern muss. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Zeiten sind nicht einfach und auch die Herausforderungen und die Aufgabenbereiche der Polizei haben sich in den letzten Jahren massiv geändert; Stichworte: Pandemiebewältigung, Cybercrime oder Extremismus. Deshalb erhöhen wir das Budget des Innenressorts über den nächsten Bundesfinanzrahmen um 236,4 Millionen Euro. Das ist somit das höchste Sicherheitsbudget in der Geschichte des BMI. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Die Pandemie ist keine Privatsache! (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) In der Politik geht es darum – Frau Kollegin Belakowitsch, lassen Sie mich ausreden! –, die richtigen Entscheidungen zu treffen, und das sind nicht immer die populärsten Entscheidungen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Pandemie ist keine Privatsache! (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) In der Politik geht es darum – Frau Kollegin Belakowitsch, lassen Sie mich ausreden! –, die richtigen Entscheidungen zu treffen, und das sind nicht immer die populärsten Entscheidungen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.
Auch die letzten Worte meiner Rede widme ich der Opposition: keine Sorge, die Sicherheit in Österreich ist durch die ausgezeichnete Arbeit unserer Exekutive gewährleistet. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren vor den Bildschirmen! Herr Bundesminister! Eine spannende Rede, die hier jetzt vor meiner zu hören war: Sie stellen sich hierher und spannen tatsächlich den Bogen zur Impfung. Also euch von der Österreichischen Volkspartei ist wirklich nicht mehr zu helfen. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) Nicht einmal, wenn es um die innere Sicherheit geht, könnt ihr davon ablassen, hier Propaganda zu betreiben, und
Beifall des Abg. Bösch. – Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP.
das, obwohl Sie sich überhaupt nicht auskennen. Sie sind so etwas von resistent gegen Fakten und Daten, das ist wirklich unfassbar. (Beifall des Abg. Bösch. – Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Also, ganz ehrlich: Mit Gewalt kann man mit Sicherheit kein Problem lösen. Und sich mit Gewalt einen Fluchtweg zu erobern, das ist also wirklich etwas, was ich zutiefst ablehne. Ich glaube daher, wir als Republik Österreich sollten tatsächlich den Polen dafür sehr dankbar sein, denn sie machen letztendlich die Arbeit für die gesamte Union. Denn eines muss uns allen auch klar sein: Die, die dort an der Grenze zwischen Weißrussland und Polen stehen, die wollen nicht nach Polen, die wollen nach Deutschland, die wollen nach Österreich und die wollen nach Schweden. Das heißt, die Polen erledigen in Wahrheit unsere Arbeit, Herr Bundesminister, und dafür müssen wir ihnen auch dankbar sein und dafür verdienen sie auch alle Unterstützung. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Nehmen wir das Ganze bitte als das, was es ist: Es gibt einen Lockdown für Personen, die ungeimpft sind. Wenn diese in der Gastronomie aufschlagen, dann werden sie sowieso heimgeschickt. Ob sie jetzt ins Einkaufszentrum, zum Billa, ins Schuhgeschäft gehen oder nicht – Sie werden es nie schaffen, alle zu finden. Ich sage Ihnen ganz ehrlich: Das macht die Pandemie auch nicht aus. Das Einzige, was es macht, ist, dass Sie 30 Prozent der Bevölkerung zu sozial Geächteten machen. Da können sich hier alle herstellen und sagen: Ach, niemand darf aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden, wir brauchen Deradikalisierungsprogramme – aber 30 Prozent schließen wir aus, die machen wir zu Geächteten. Hören wir endlich auf damit! Hören Sie endlich auf, die Bevölkerung zu spalten, Herr Bundesminister! (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.
Herr Bundesminister! Ich glaube, dass es dringend notwendig ist, dass wir auch in der Migrationspolitik endlich wieder hinschauen, unsere Grenzen sichern. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich bitte dringend um Annahme. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Andreas Minnich (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundesminister! Werte Abgeordnetenkollegen im Nationalrat! Liebe Zuseher zu Hause! Der Schutz und die Sicherheit unserer Bürger gehören zu den Kernaufgaben unseres Staates. Mit dem Staatsschutzgesetz ist in einem großen Miteinander ein Gesetz entstanden. Ich möchte an dieser Stelle Ausschussvorsitzendem Karl Mahrer und allen Kollegen Danke sagen. (Beifall bei der ÖVP.) Hier ist etwas Gutes entstanden. Danke für das Miteinander, das in dieser schwierigen Zeit vielen ein Vorbild sein sollte.
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Zorba.
Sehr geehrter Herr Bundesminister, Gratulation zu diesem Budget! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Zorba.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Jakob Schwarz und Zorba.
euch alle für euren so wichtigen Beitrag. Wir können uns auf euch verlassen und werden euch unterstützen, wo wir können. Vielen Dank! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Jakob Schwarz und Zorba.)
Ruf bei der ÖVP: Hört, hört!
Liebe Frau Kollegin Yılmaz! Bitte schauen Sie sich die Homepage der Österreichisch-Weißrussischen Gesellschaft an. Dort wurde vor Kurzem geschrieben: In freundschaftlicher Atmosphäre hat man sich mit einer weißrussischen Abordnung im SPÖ-Klub vor dem Kreisky-Gemälde unterhalten. (Ruf bei der ÖVP: Hört, hört!) – Bitte fragen Sie Ihren Kollegen Robert Laimer. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Liebe Frau Kollegin Yılmaz! Bitte schauen Sie sich die Homepage der Österreichisch-Weißrussischen Gesellschaft an. Dort wurde vor Kurzem geschrieben: In freundschaftlicher Atmosphäre hat man sich mit einer weißrussischen Abordnung im SPÖ-Klub vor dem Kreisky-Gemälde unterhalten. (Ruf bei der ÖVP: Hört, hört!) – Bitte fragen Sie Ihren Kollegen Robert Laimer. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Der Budgetentwurf ist unübersichtlich, nicht transparent und die Herkunft von so manchen Zahlen ist für uns Abgeordnete einfach nicht nachvollziehbar. Ich darf mich aber an dieser Stelle und auch im Namen meiner Fraktion beim Budgetdienst des Hohen Hauses für seine Arbeit bedanken. Das Team rund um Herrn MMag. Dr. Berger hat es heuer wieder geschafft, dieses durchaus unübersichtliche Budget zu analysieren und damit für uns Abgeordnete eine solide Diskussionsgrundlage zu schaffen. Herzlichen Dank dafür! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Heute, meine sehr geehrten Damen, sehen wir auch schwarz auf weiß, dass es nicht der Wille der ÖVP ist, für mehr Tierwohl zu sorgen, denn es gibt kein zusätzliches Geld, um endlich das Verbot von Vollspaltenböden durchzusetzen, kein Förderprogramm, sodass Bäuerinnen und Bauern die Ställe umbauen und für mehr Tierwohl sorgen können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Schmiedlechner.
Das vorgelegte Budget ist mutlos und wird den Bedürfnissen der heimischen Bäuerinnen und Bauern in keinem Fall gerecht. Jedes Jahr Direktzahlungen zu erhöhen, ist mit Sicherheit der falsche Ansatz. Man soll sich schon einmal überlegen: Wieso kommen die Bäuerinnen und Bauern mit ihrem Betrieb nicht durch, wieso können sie davon nicht mehr leben? Unsere Bäuerinnen und Bauern leisten jeden Tag harte Arbeit, sie sind dafür verantwortlich, dass Österreich so einen hohen Selbstversorgungsgrad bei Grundnahrungsmitteln aufweist. Als Dank werden sie von der ÖVP zu SubventionsempfängerInnen degradiert. Der primäre Sektor braucht nicht nur mehr Geld, sondern auch mutige Gesetzesinitiativen wie eine echte Herkunftskennzeichnung und ein starkes Lieferkettengesetz. Dafür setzen wir uns ein, und das werden wir strikt fordern. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Schmiedlechner.)
Beifall bei der ÖVP.
momentan Agrarmärkte, die enorm in Bewegung sind, wir haben bei vielen Rohstoffen Preissteigerungen, und das schlägt sich natürlich auch auf die landwirtschaftlichen Rohstoffe nieder. Lieferketten sind da und dort verkürzt, aber wir schaffen es in Europa und speziell in Österreich, die Versorgungslage aufrechtzuerhalten, und das mit hochwertigen Lebensmitteln. Das ist das Verdienst der österreichischen Bäuerinnen und Bauern und das Verdienst einer erfolgreichen Agrarpolitik. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir brauchen dafür aber mehrere Mechanismen: Da ist auf der einen Seite die Klimaanpassung, die größte Herausforderung für die Landwirtschaft in den nächsten Jahrzehnten. Da haben wir mit den Instrumenten der Ernteversicherung und der Hagelversicherung, mit Initiativen betreffend Bewässerung und mit der Einrichtung des Waldfonds – mit über 350 Millionen Euro für die Gesunderhaltung des heimischen Waldes, aber vor allem für die Zukunftsgestaltung des österreichischen Waldes – vieles geschafft. Wir finden in diesem Budget auch die gesamten Mittel für die ländliche Entwicklung vor, mit denen wir bis hin zur Biodiversität sehr viel schaffen. Wir müssen aber auch aufpassen, sorgsam damit umzugehen, denn in Europa haben wir nichts davon, wenn wir Blühstreifen am Feld, aber dafür Kondensstreifen am Himmel haben, weil wir nicht mehr produzieren, sondern importieren. Das heißt, wir müssen die Produktion aufrechterhalten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
jenen internationaler Betriebe – da brauchen Sie nicht so weit zu schauen, da reicht ein Blick in die Slowakei –, dann sehen Sie, wie kleinstrukturiert Österreich ist. Das ist ein Verdienst der Agrarpolitik, denn nur durch Spezialisierung und Diversifizierung ist es möglich, dass in Österreich auch ein 20-Hektar-Betrieb noch leistungsfähig im Erwerb stehen kann. Das ist das Verdienst der Agrarpolitik des Bauernbundes, der österreichischen Volkspartei und dieser Bundesregierung. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Sieber.
Abgeordneter Peter Schmiedlechner (FPÖ): Herr Präsident! Frau Minister! Sehr geehrte Zuseher! Wir debattieren das Budget für die Landwirtschaft; oder sollte man sagen: das Budget für die Institutionen, für die Bürokratie, für die verarbeitende Industrie, für die Inserate der Ministerin, damit sie gut dasteht und ihre Untätigkeit kaschieren kann, ein Budget für den Breitbandausbau? (Zwischenruf des Abg. Sieber.) Tatsächlich kommt nur ein Bruchteil dieses Budgets wirklich bei den Bäuerinnen und Bauern an.
Bundesministerin Köstinger liest in ihren Unterlagen.
Frau Minister, Sie ruinieren nicht nur die heimische Bauernschaft, auch der Konsument zahlt damit drauf. Von einer Selbstversorgung, welche in Krisenfällen entscheidend ist, entfernen wir uns schneller, als Sie glauben. Frau Bundesminister! Wollen Sie die Bauern wirklich ruinieren? (Bundesministerin Köstinger liest in ihren Unterlagen.) – Sie hat Wichtigeres zu tun! (Ruf bei der ÖVP: Das ist verständlich bei deiner Rede!) Wie sonst können wir Ihr Nichthandeln interpretieren? Wie wollen Sie die derzeit prekäre Lage der Landwirte verbessern? Ich frage Sie: Wo im Budget stehen die Lösungen, wo stehen die Antworten auf diese Fragen?
Ruf bei der ÖVP: Das ist verständlich bei deiner Rede!
Frau Minister, Sie ruinieren nicht nur die heimische Bauernschaft, auch der Konsument zahlt damit drauf. Von einer Selbstversorgung, welche in Krisenfällen entscheidend ist, entfernen wir uns schneller, als Sie glauben. Frau Bundesminister! Wollen Sie die Bauern wirklich ruinieren? (Bundesministerin Köstinger liest in ihren Unterlagen.) – Sie hat Wichtigeres zu tun! (Ruf bei der ÖVP: Das ist verständlich bei deiner Rede!) Wie sonst können wir Ihr Nichthandeln interpretieren? Wie wollen Sie die derzeit prekäre Lage der Landwirte verbessern? Ich frage Sie: Wo im Budget stehen die Lösungen, wo stehen die Antworten auf diese Fragen?
Zwischenruf des Abg. Lindinger.
Und bitte, nennen Sie jetzt nicht den Agrardiesel oder die Steuerrückvergütung für die Bauern bei der CO2-Bepreisung! Es ist wirklich lächerlich, was dort berechnet worden ist. Diejenigen, die das berechnet haben, gehören wirklich mit dem nassen Fetzen davongejagt. (Zwischenruf des Abg. Lindinger.) Es ist ein Schlag ins Gesicht für die Grünlandbauern, aber auch ein Hohn für die Ackerbauern. Die Landwirtschaft braucht nicht
Beifall bei der FPÖ.
neue Auflagen, nicht neue Richtlinien, wir brauchen die Sicherung des Arbeitsplatzes Bauernhof, die Sicherung der heimischen Produktion. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei FPÖ.
Ich bitte um Unterstützung unseres Antrages. Natürlich erwarte ich mir von der ÖVP eine Ablehnung und ein Nichthandeln. Das sind wir aber schon gewohnt. Ich glaube, es ist höchst an der Zeit, dass wir diese ÖVP aus dem Amt jagen. (Beifall bei FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Abgeordnete Dipl.-Ing. Olga Voglauer (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Minister! Spoštovana Visoka Hiša! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Das Budget für das nächste Jahr im landwirtschaftlichen Bereich ist gesichert und wird auch im großen Rahmen weitergeschrieben.
Beifall bei den Grünen.
Es braucht auch unter Bäuerinnen und Bauern endlich eine offene Diskussion darüber, dass wir nicht nur die ersten und unmittelbar Betroffenen von der Klimakrise sind, sondern dass wir auch jeden Tag bei uns am Hof einen Beitrag leisten werden müssen. Dafür wird die Politik mit einem Rahmenprogramm sorgen müssen, das uns einen Zielpfad vorgeben wird, wie wir unsere Treibhausgase und die Emissionen in der Landwirtschaft reduzieren. Ohne Reduktion wird es nicht gehen. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
nicht nur von der Ökonomie, sondern gerade von der Klimakrise. Wir wissen, die Tierhaltung ist dabei ein großes Thema. Was wird auf die Tierhaltung in den nächsten zehn Jahren unmittelbar Einfluss haben? – Es sind unsere Ernährungsgewohnheiten. Wir wissen, wenn wir auf dreimal Fleischessen in der Woche zurückschrauben, tun wir dem Klima einfach etwas Gutes. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Das ist nicht nur ein Geplänkel der Umweltschutzorganisationen, das ist einfach Fakt.
Beifall bei den Grünen.
Die Landwirtschaft wird das erleben und kann sich heute darauf vorbereiten. Wenn wir als Grüne diese Regierungsarbeit mitgestalten, dann wird das unsere Handschrift sein, dass klimarelevante Zielpfade auch gesetzlich ihren Niederschlag finden werden. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zur Planungssicherheit nur so viel: Wer sich nur auf die Ökonomie besinnt und den Klimaschutz nicht mitdenkt, wird die Landwirtschaft an die Wand fahren. Ich will das nicht. Deshalb werde ich mich für die kleinen Betriebe einsetzen, die ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten, und diese sollen zukünftig auch ordentlich belohnt werden. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall des Abg. Hörl.
Der Wintertourismus findet heuer statt, hieß es. Das war am 8.11. (Beifall des Abg. Hörl.) Ich bin mir nicht sicher, ob sich das noch so ausgeht, wie es sich ausgehen soll, denn Gäste aus Deutschland, besonders jene mit Kindern, sind mit ihren Familien bereits abgereist, nachdem es Reisewarnungen gegeben hat. Wir haben schon vor langer Zeit darauf hingewiesen, dass es sinnvoll wäre, zu versuchen, diese Reisewarnungen abzuwenden und mit unseren Zielmärkten zu verhandeln, damit die Gäste im Land bleiben können.
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Hörl.
Wir würden uns wünschen, dass wir nicht immer einen Reformprozess nach dem nächsten anstoßen und ihn dann in die Schublade schieben, sondern dass wir stattdessen anfangen, die notwendigen Reformen tatsächlich umzusetzen. Lassen Sie uns insofern hoffen, dass noch Gäste für den Wintertourismus übrig bleiben und dass die Saison für unsere Hoteliers und vor allem für die Hoteliersfamilien halbwegs gut endet! (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Hörl.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, dass wir einen ganz, ganz großen Auftrag dahin gehend haben, die Chancengleichheit zwischen den Menschen in der Stadt und am Land herzustellen. Wir müssen alles dafür tun, dass die Lebensräume lebendig bleiben, dass wir auch regional Wirtschaft ermöglichen und vor allem die jungen Menschen im ländlichen Raum dazu motivieren können, in ihrer Heimat, in ihren Heimatregionen zu bleiben. Dort müssen wir vor allem die Chancen der Digitalisierung nutzen und damit Österreich flächendeckend eine Zukunft geben. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Loacker: Dann einfach nix zur Gesundheit sagen!
Wir setzen natürlich einen ganz großen Schwerpunkt im Bereich der Landwirtschaft. Gerade sehe ich Herrn Abgeordneten Loacker, der ja keine Gelegenheit auslässt, mir immer wieder Geräte aus der Landwirtschaft zuzuschreiben. Herr Abgeordneter Loacker, ich kann Ihnen sagen: Es gibt wenig, was ich mit so viel Stolz ausübe wie meine Funktion als Landwirtschaftsministerin. In der Landwirtschaft sind Menschen tätig, die 365 Tage im Jahr das tun, was für uns alle am wichtigsten ist. (Abg. Loacker: Dann einfach nix zur Gesundheit sagen!) Sie kümmern sich um die Lebensmittelproduktion, die Pflege und den Landschaftserhalt unserer Regionen und der Kulturlandschaft in Österreich, die für den Tourismus, für Klimaschutz, für Artenvielfalt, für die ganze Forstwirtschaft so wichtig ist. Das erfüllt mich wirklich mit Stolz und ich sage allen Bäuerinnen und Bauern da draußen ein ganz, ganz großes Dankeschön. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Loacker.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Loacker.
Wir setzen natürlich einen ganz großen Schwerpunkt im Bereich der Landwirtschaft. Gerade sehe ich Herrn Abgeordneten Loacker, der ja keine Gelegenheit auslässt, mir immer wieder Geräte aus der Landwirtschaft zuzuschreiben. Herr Abgeordneter Loacker, ich kann Ihnen sagen: Es gibt wenig, was ich mit so viel Stolz ausübe wie meine Funktion als Landwirtschaftsministerin. In der Landwirtschaft sind Menschen tätig, die 365 Tage im Jahr das tun, was für uns alle am wichtigsten ist. (Abg. Loacker: Dann einfach nix zur Gesundheit sagen!) Sie kümmern sich um die Lebensmittelproduktion, die Pflege und den Landschaftserhalt unserer Regionen und der Kulturlandschaft in Österreich, die für den Tourismus, für Klimaschutz, für Artenvielfalt, für die ganze Forstwirtschaft so wichtig ist. Das erfüllt mich wirklich mit Stolz und ich sage allen Bäuerinnen und Bauern da draußen ein ganz, ganz großes Dankeschön. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Loacker.)
Beifall bei der ÖVP.
Eine große Anforderung gibt es natürlich auch im Bereich des Tierwohls. Auch da setzen wir mit dem größten Tierwohlpaket, das es in Österreich jemals gegeben hat – 120 Millionen Euro Investitionsförderung für tierwohlfreundliche Ställe –, bereits im heurigen Jahr einen starken Akzent. Es braucht jetzt nur noch Konsumentinnen und Konsumenten, die auch bereit sind, zum entsprechenden Fleisch zu greifen und die entsprechenden Produkte im Regal nachzufragen, dann wird das ein echtes Erfolgsmodell made in Austria. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Der Breitbandausbau ist ein weiteres ganz, ganz zentrales Thema. Das gilt natürlich für Stadt und Land gleichermaßen, was wir vonseiten der öffentlichen Hand ganz klar priorisieren ist aber der flächendeckende Ausbau und diesbezüglich sehen wir vor allem unterversorgte Regionen und Gemeinden als große Priorität an. Das Budget deckt auch das ab und eine wirklich gute Nachricht ist dabei die langfristige Perspektive: Bis zum Jahr 2026 stehen uns 1,4 Milliarden Euro für den Breitbandausbau in Österreich zur Verfügung. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Neßler.
Zu guter Letzt: Der Budgetvoranschlag des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus für 2022 sieht Ausgaben von rund 3,37 Milliarden Euro vor. Das ist im Vergleich zum Vorjahr eine maßgebliche Steigerung. Es ist ein ganz wichtiges Signal für den ländlichen Raum, es ist ein ganz wichtiges Signal für den Tourismus, für die Gastronomie und für den Breitbandausbau. Wir werden damit die wesentlichen Ziele erreichen können. – Sehr geehrte Damen und Herren, vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Neßler.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Letztendlich meine ich auch, dass die ökosoziale Steuerreform ein Impuls für eine regionale Entwicklung ist, weil sie gerade auch periphere Regionen besonders unterstützen soll. In diesem Sinn werden wir diesem Budget zustimmen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Prinz: Na, na, na!
Tourismusministerin irgendetwas verkündet, kann man sich wirklich teilweise selber schon nicht mehr spüren (Abg. Prinz: Na, na, na!) – das ist ein wirklicher Skandal! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Tourismusministerin irgendetwas verkündet, kann man sich wirklich teilweise selber schon nicht mehr spüren (Abg. Prinz: Na, na, na!) – das ist ein wirklicher Skandal! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP
Schön, dass Sie zumindest heute anwesend sind, denn gestern bei der Dringlichen Anfrage zum Coronachaos haben Sie sich ja, wie so oft, davor gedrückt (Zwischenruf bei der ÖVP), hier Verantwortung zu übernehmen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) – auch für die aktuellen Reisewarnungen, die einen Wintertourismus so gut wie verunmöglichen. Ergebnislos, skandalös und realitätsfern – das sind die Worte, die mir unzählige Unternehmerinnen und Unternehmer aus der Gastro- und Tourismusbranche über Sie und die aktuelle Coronasituation mit großer Verzweiflung sagen. (Abg. Baumgartner: ... unterwegs?)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Schön, dass Sie zumindest heute anwesend sind, denn gestern bei der Dringlichen Anfrage zum Coronachaos haben Sie sich ja, wie so oft, davor gedrückt (Zwischenruf bei der ÖVP), hier Verantwortung zu übernehmen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) – auch für die aktuellen Reisewarnungen, die einen Wintertourismus so gut wie verunmöglichen. Ergebnislos, skandalös und realitätsfern – das sind die Worte, die mir unzählige Unternehmerinnen und Unternehmer aus der Gastro- und Tourismusbranche über Sie und die aktuelle Coronasituation mit großer Verzweiflung sagen. (Abg. Baumgartner: ... unterwegs?)
Abg. Baumgartner: ... unterwegs?
Schön, dass Sie zumindest heute anwesend sind, denn gestern bei der Dringlichen Anfrage zum Coronachaos haben Sie sich ja, wie so oft, davor gedrückt (Zwischenruf bei der ÖVP), hier Verantwortung zu übernehmen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) – auch für die aktuellen Reisewarnungen, die einen Wintertourismus so gut wie verunmöglichen. Ergebnislos, skandalös und realitätsfern – das sind die Worte, die mir unzählige Unternehmerinnen und Unternehmer aus der Gastro- und Tourismusbranche über Sie und die aktuelle Coronasituation mit großer Verzweiflung sagen. (Abg. Baumgartner: ... unterwegs?)
Zwischenruf der Abg. Salzmann.
Da Sie uns während der Budgetdebatte keine Auskunft über konkrete, bitter notwendige Maßnahmen und Coronahilfen geben konnten, haben wir uns gedacht: Na, vielleicht erfahren wir über die OTS irgendetwas Neues. Mit Entsetzen habe ich festgestellt: Das Einzige, was Ihnen am heutigen Tag einfällt, während der ganze Wintertourismus zu Grabe getragen wird, ist: „Neue Stammsaisonier-Regelung schafft Planungssicherheit für Tourismus“. – Für welchen Tourismus denn, Frau Ministerin? (Zwischenruf der Abg. Salzmann.) Sie können sich ja selbst schon gar nicht mehr ernst nehmen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Da Sie uns während der Budgetdebatte keine Auskunft über konkrete, bitter notwendige Maßnahmen und Coronahilfen geben konnten, haben wir uns gedacht: Na, vielleicht erfahren wir über die OTS irgendetwas Neues. Mit Entsetzen habe ich festgestellt: Das Einzige, was Ihnen am heutigen Tag einfällt, während der ganze Wintertourismus zu Grabe getragen wird, ist: „Neue Stammsaisonier-Regelung schafft Planungssicherheit für Tourismus“. – Für welchen Tourismus denn, Frau Ministerin? (Zwischenruf der Abg. Salzmann.) Sie können sich ja selbst schon gar nicht mehr ernst nehmen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Belakowitsch: ... Anspielung?
Wenn man sich in einer Wirtschaftsregion befindet, in der 500 Millionen Menschen leben, in der es Länder gibt, in denen die Jugendarbeitslosigkeit über 25 Prozent beträgt, kann das die Lösung von allem sein? – Ja verstehen Sie nicht, dass es in dieser Branche ein Bezahlungs- und Ausbildungsproblem gibt und das nur ein bisschen Schminke auf großen Problemen ist? Tausende stehen vor den Scherben ihrer Existenz. (Abg. Belakowitsch: ... Anspielung?)
Zwischenbemerkung von Bundesministerin Köstinger.
Wenn man nach der Verlängerung des Härtefallfonds fragt, geben Sie drei Antworten. Antwort eins – und ich bedanke mich ganz herzlich bei Ihnen, dass Sie das soeben wiederholt haben –: Ich bin nicht zuständig. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Köstinger.) Nun erkläre ich Ihnen etwas: Es gibt so etwas, das heißt Handy. Da kann man nicht nur Whatsapps schreiben, sondern da kann man auch andere Minister anrufen und sich akkordieren. (Ruf bei der ÖVP: Bist du narrisch!) Dann gibt es Laptops – wenn man sie nicht im Wagerl spazieren führt, kann man E-Mails schreiben und sich akkordieren. – Alles anscheinend nicht gemacht! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Bist du narrisch!
Wenn man nach der Verlängerung des Härtefallfonds fragt, geben Sie drei Antworten. Antwort eins – und ich bedanke mich ganz herzlich bei Ihnen, dass Sie das soeben wiederholt haben –: Ich bin nicht zuständig. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Köstinger.) Nun erkläre ich Ihnen etwas: Es gibt so etwas, das heißt Handy. Da kann man nicht nur Whatsapps schreiben, sondern da kann man auch andere Minister anrufen und sich akkordieren. (Ruf bei der ÖVP: Bist du narrisch!) Dann gibt es Laptops – wenn man sie nicht im Wagerl spazieren führt, kann man E-Mails schreiben und sich akkordieren. – Alles anscheinend nicht gemacht! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wenn man nach der Verlängerung des Härtefallfonds fragt, geben Sie drei Antworten. Antwort eins – und ich bedanke mich ganz herzlich bei Ihnen, dass Sie das soeben wiederholt haben –: Ich bin nicht zuständig. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Köstinger.) Nun erkläre ich Ihnen etwas: Es gibt so etwas, das heißt Handy. Da kann man nicht nur Whatsapps schreiben, sondern da kann man auch andere Minister anrufen und sich akkordieren. (Ruf bei der ÖVP: Bist du narrisch!) Dann gibt es Laptops – wenn man sie nicht im Wagerl spazieren führt, kann man E-Mails schreiben und sich akkordieren. – Alles anscheinend nicht gemacht! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Die dritte Antwort ist: unvorhersehbar. Jeder renommierte Wissenschaftler dieses Landes hat exakter als jede Dreitageswetterprognose vorhergesagt, dass wir Ende November mit bis zu 15 000 Infizierten rechnen müssen. Sie haben nichts gemacht. Bitte werden Sie munter und fahren Sie nicht weiter dieses Land mitsamt seinen fleißigen Unternehmerinnen und Unternehmern an die Wand! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Ja, über Ihre Rede sind wir fassungslos!
Ihre eigenen Unterstützer wenden sich kopfschüttelnd von Ihnen ab. Die ÖHV zeigt sich fassungslos. (Abg. Michael Hammer: Ja, über Ihre Rede sind wir fassungslos!) Es mangelt an allem. Nun können Sie mir nicht sagen, liebe Kolleginnen und Kollegen, dass die Österreichische Hoteliervereinigung eine Nebenorganisation der SPÖ ist! So weit wollen wir doch wirklich nicht kommen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ihre eigenen Unterstützer wenden sich kopfschüttelnd von Ihnen ab. Die ÖHV zeigt sich fassungslos. (Abg. Michael Hammer: Ja, über Ihre Rede sind wir fassungslos!) Es mangelt an allem. Nun können Sie mir nicht sagen, liebe Kolleginnen und Kollegen, dass die Österreichische Hoteliervereinigung eine Nebenorganisation der SPÖ ist! So weit wollen wir doch wirklich nicht kommen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Michael Hammer: .... Wurmmittel!
All Ihre Versprechen sind keinen Cent wert. (Abg. Michael Hammer: .... Wurmmittel!) Selbst wenn nun wieder Milliardenhilfspakete geschnürt werden, denen wir werden zustimmen müssen, weil ja die Leute nichts dafür können, ist jeder Cent, der ausgeschüttet werden müssen wird, ein Beweis für Ihr unfassbares Versagen, Frau Ministerin. Planungssicherheit ist ein Wort, das Sie anscheinend nicht kennen. Sie zerstören mit Ihrem
Zwischenruf bei der ÖVP
Missmanagement ganze Existenzen. Wenn Sie Charakter haben, machen Sie den Weg für jemanden frei (Zwischenruf bei der ÖVP), der es kann! Sie haben Österreich schon genug angetan. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Missmanagement ganze Existenzen. Wenn Sie Charakter haben, machen Sie den Weg für jemanden frei (Zwischenruf bei der ÖVP), der es kann! Sie haben Österreich schon genug angetan. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Jetzt wissen wir, warum Sie nicht aufgestellt sind! – Ruf bei der ÖVP – in Richtung SPÖ –: Schämts euch, da drüben! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Stammler. (Abg. Michael Hammer: Jetzt wissen wir, warum Sie nicht aufgestellt sind! – Ruf bei der ÖVP – in Richtung SPÖ –: Schämts euch, da drüben! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die wahre Bedrohung für uns Bäuerinnen und Bauern, Kollege Schmiedlechner, ist mit Sicherheit nicht eine Farm-to-Fork-Strategie oder höhere Umweltauflagen oder mehr Tierschutz, im Gegenteil, die reale Bedrohung für unsere Werkstatt unter freiem Himmel ist und bleibt, sofern wir nichts dagegen machen, der Klimawandel. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Ich sehe die Dörfer, in denen der größte Bauer die Flächen seiner ehemaligen fünf Kolleginnen und Kollegen pachtet und bewirtschaftet, ja jetzt schon. Die Folge ist nicht nur eine Abwanderung der Menschen aus den ländlichen Regionen, die Folge sind fünf Streuobstgärten weniger, da ein Hof sie ganz einfach nicht mehr allein bewirtschaften kann. Fünf Streuobstgärten weniger bedeutet: Tausende Insekten und Bestäuber weniger, damit unzählige Singvögel weniger und so weiter und so fort. Es kann in einem Umweltprogramm drinnen stehen, was will, wenn niemand mehr draußen ist, dieses umzusetzen, haben wir nichts davon. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Deshalb ersuche ich Sie, Frau Minister, im Sinne von uns allen: Sorgen Sie für eine Umschichtung der Fördermittel hin zu den noch vorhandenen kleinstrukturierten Betrieben. So wie für die Wirtschaft die KMUs das Rückgrat darstellen, so sind es die kleinräumigen Strukturen in der Landbewirtschaftung. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Stögmüller: Wo sind denn die ...?
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (FPÖ): Herr Präsident! Frau Minister! Ich habe mich gestern (Abg. Stögmüller: Wo sind denn die ...?) – vermisst du schon etwas? – beim Kapitel Wirtschaft ausreichend zum Thema Tourismus geäußert, weil ich heute zum Thema Landwirtschaft reden will. Ich bedauere aber die desaströse Entwicklung für den österreichischen Tourismus nach dem von der Regierung verordneten Dauerlockdown des letzten Jahres sehr. (Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller.)
Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller.
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (FPÖ): Herr Präsident! Frau Minister! Ich habe mich gestern (Abg. Stögmüller: Wo sind denn die ...?) – vermisst du schon etwas? – beim Kapitel Wirtschaft ausreichend zum Thema Tourismus geäußert, weil ich heute zum Thema Landwirtschaft reden will. Ich bedauere aber die desaströse Entwicklung für den österreichischen Tourismus nach dem von der Regierung verordneten Dauerlockdown des letzten Jahres sehr. (Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller.)
Beifall bei der FPÖ.
Seit 2. November des letzten Jahres erfährt der österreichische Tourismus leider Gottes wieder ein Desaster, weil die Regierung seit Monaten die falsche Politik betreibt. Ich erinnere nur an die Aussprache mit den Tourismussprechern der anderen Parteien. Ich habe vor einem Monat eindringlich darauf hingewiesen, dass diese Coronapolitik der Regierung scheitern wird. Ich habe seit September darauf hingewiesen, dass die Coronapolitik der Regierung falsch ist. Gegen ungeimpfte Personen zu hetzen und zu schimpfen, ist zu wenig. (Beifall bei der FPÖ.) Sie müssen endlich akzeptieren, dass nicht die Ungeimpften das Problem sind (Zwischenruf des Abg. Obernosterer), sondern dass Ihre Politik das Problem ist und die Sache nicht regelt! Das ist wirklich ein Desaster!
Zwischenruf des Abg. Obernosterer
Seit 2. November des letzten Jahres erfährt der österreichische Tourismus leider Gottes wieder ein Desaster, weil die Regierung seit Monaten die falsche Politik betreibt. Ich erinnere nur an die Aussprache mit den Tourismussprechern der anderen Parteien. Ich habe vor einem Monat eindringlich darauf hingewiesen, dass diese Coronapolitik der Regierung scheitern wird. Ich habe seit September darauf hingewiesen, dass die Coronapolitik der Regierung falsch ist. Gegen ungeimpfte Personen zu hetzen und zu schimpfen, ist zu wenig. (Beifall bei der FPÖ.) Sie müssen endlich akzeptieren, dass nicht die Ungeimpften das Problem sind (Zwischenruf des Abg. Obernosterer), sondern dass Ihre Politik das Problem ist und die Sache nicht regelt! Das ist wirklich ein Desaster!
Zwischenruf bei der ÖVP.
Ich rede aber heute zum Thema Landwirtschaft, weil ich und weil wir wieder einmal einen Beitrag zur Rettung der Almwirtschaft im positiven Sinne leisten möchten. Es nützt das Budget in der Landwirtschaft überhaupt nichts, wenn die Wölfe die Landwirtschaft, die Almwirtschaft gefährden und entleeren. Das hilft ja nichts, wenn die Bauern nicht mehr auftreiben, wenn damit der Tourismus zu Schaden kommt und die Gesellschaft zu Schaden kommt. Das ist ein wirkliches Desaster. Ich gebe heute der ÖVP noch einmal die Chance, ich bringe auch einen Antrag ein, einen Antrag von uns tatsächlich zu unterstützen. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Hörl
Wie schaut denn die Situation der Almwirtschaft und der Landwirtschaft aus? – Eine Anfragebeantwortung von Frau Minister Gewessler, ganz aktuell, vom 18.10., sagt – auf die Frage: „Wie viele Wolfrisse gab es 2020, 2019 und 2018?“ (Zwischenruf des Abg. Hörl) –: Die Zahlen explodierten bis August: bei den Schafen von 125 auf 294, bei den Ziegen von acht auf 27, bei den Rindern von einem auf acht, also die Situation ist ein Desaster. Die Zahlen sind ja noch wesentlich höher, natürlich mit der Konsequenz, dass die Bauern die Almen nicht mehr bestellen und frühzeitig abtreiben. Wir müssen dadurch einen immensen Kulturverlust einstecken, der zuerst primär die Bauern trifft, aber natürlich auch den Tourismus, und da müssen wir eingreifen.
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Weiter in dieser Anfragebeantwortung: Wie viele Wölfe gibt es derzeit? – Die Frau Minister sagt, es gibt ungefähr 40 Wölfe. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Es gibt ein Rudel in Allentsteig und es gibt herumziehende einzelne Wölfe, die tatsächlich das Problem sind. Ich frage: Na ja, was kann man denn tun, kann man möglicherweise den Schutzstatus reduzieren? Was sagt die grüne Ministerin Gewessler? – „Seitens meines Ressorts besteht keine Absicht, vom unionsrechtlich zwingend vorgegebenen Schutzstatus [...] abzugehen.“
Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer.
Worum geht es da? – In diesem Antrag geht es darum: Wir wollen dasselbe Recht, das es in Finnland und in Schweden gibt, wo die Rentierzucht als Kultur der traditionellen Bevölkerung – der Samen – geschützt ist. Die Wölfe werden dort entnommen, damit die Rentierzucht aufrechterhalten werden kann. (Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir sagen, wir haben im Alpenraum seit 6 000 Jahren dieselbe Tradition. Auch wir müssen unsere Almen schützen. Wenn das in Finnland und Schweden möglich ist, muss das in Österreich auch möglich sein. Ich bitte um Unterstützung dieser Initiative durch das Parlament. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Erasim.
Abgeordneter Gabriel Obernosterer (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr verehrten Damen und Herren zu Hause vor den Bildschirmen! Liebe Frau Kollegin von der SPÖ! Wenn ich etwas im Leben weiß, das getraue ich mich laut zu sagen, dann ist es, wie der Tourismus funktioniert und wie man ein Budget macht. Ihr Redebeitrag - - (Zwischenruf der Abg. Erasim.) – Nein, die tut nicht weh, das muss Ihnen wehtun und denen wehtun, die Ihnen zugehört haben, das sage ich auch ganz klar dazu (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Erasim), denn Sie haben null Ahnung davon. Entschuldigung, dass ich das einfach sage. (Beifall bei der ÖVP.)
neuerlicher Zwischenruf der Abg. Erasim
Abgeordneter Gabriel Obernosterer (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr verehrten Damen und Herren zu Hause vor den Bildschirmen! Liebe Frau Kollegin von der SPÖ! Wenn ich etwas im Leben weiß, das getraue ich mich laut zu sagen, dann ist es, wie der Tourismus funktioniert und wie man ein Budget macht. Ihr Redebeitrag - - (Zwischenruf der Abg. Erasim.) – Nein, die tut nicht weh, das muss Ihnen wehtun und denen wehtun, die Ihnen zugehört haben, das sage ich auch ganz klar dazu (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Erasim), denn Sie haben null Ahnung davon. Entschuldigung, dass ich das einfach sage. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Gabriel Obernosterer (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr verehrten Damen und Herren zu Hause vor den Bildschirmen! Liebe Frau Kollegin von der SPÖ! Wenn ich etwas im Leben weiß, das getraue ich mich laut zu sagen, dann ist es, wie der Tourismus funktioniert und wie man ein Budget macht. Ihr Redebeitrag - - (Zwischenruf der Abg. Erasim.) – Nein, die tut nicht weh, das muss Ihnen wehtun und denen wehtun, die Ihnen zugehört haben, das sage ich auch ganz klar dazu (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Erasim), denn Sie haben null Ahnung davon. Entschuldigung, dass ich das einfach sage. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Erasim: Zu Grabe getragen!
Ich sage euch noch etwas dazu, was Verantwortung ist, weil das immer wieder gesagt wird. (Abg. Erasim: Zu Grabe getragen!) – Das stimmt nicht! Die Situation ist momentan sehr ernst (Zwischenrufe bei der SPÖ), ich kenne das auch selbst. Hören Sie mir zu! Die Situation ist zu ernst, um da ein Showprogramm abzuziehen.
Zwischenrufe bei der SPÖ
Ich sage euch noch etwas dazu, was Verantwortung ist, weil das immer wieder gesagt wird. (Abg. Erasim: Zu Grabe getragen!) – Das stimmt nicht! Die Situation ist momentan sehr ernst (Zwischenrufe bei der SPÖ), ich kenne das auch selbst. Hören Sie mir zu! Die Situation ist zu ernst, um da ein Showprogramm abzuziehen.
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
5 Milliarden Euro sind in der Ermächtigung im Budget drinnen, das wisst ihr genau. Alle Hilfsprogramme des letzten Jahres brauchen wir nicht neu aufzusetzen. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) – Also eines erwarte ich mir auch von einer Dame: Wenn eine Dame spricht, lasse ich sie ausreden. (Abg. Belakowitsch: Sie sind ja keine Dame, Herr Kollege!) Und von Ihnen: Wenn ein Herr spricht, lassen Sie auch den Herrn aussprechen im Sinne der Gleichberechtigung. Das sage ich auch ganz klar dazu. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Abg. Belakowitsch: Sie sind ja keine Dame, Herr Kollege!
5 Milliarden Euro sind in der Ermächtigung im Budget drinnen, das wisst ihr genau. Alle Hilfsprogramme des letzten Jahres brauchen wir nicht neu aufzusetzen. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) – Also eines erwarte ich mir auch von einer Dame: Wenn eine Dame spricht, lasse ich sie ausreden. (Abg. Belakowitsch: Sie sind ja keine Dame, Herr Kollege!) Und von Ihnen: Wenn ein Herr spricht, lassen Sie auch den Herrn aussprechen im Sinne der Gleichberechtigung. Das sage ich auch ganz klar dazu. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
5 Milliarden Euro sind in der Ermächtigung im Budget drinnen, das wisst ihr genau. Alle Hilfsprogramme des letzten Jahres brauchen wir nicht neu aufzusetzen. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) – Also eines erwarte ich mir auch von einer Dame: Wenn eine Dame spricht, lasse ich sie ausreden. (Abg. Belakowitsch: Sie sind ja keine Dame, Herr Kollege!) Und von Ihnen: Wenn ein Herr spricht, lassen Sie auch den Herrn aussprechen im Sinne der Gleichberechtigung. Das sage ich auch ganz klar dazu. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Abg. Belakowitsch: Ist das die ÖVP-Parteizeitung? – Ruf bei der FPÖ: Wer hat das geschrieben? – Abg. Belakowitsch: Die ÖVP-Parteizeitung! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Herr Kollege Hauser, Ihnen sage ich eines: Sie sind Tourismussprecher der Freiheitlichen Partei und Vorsitzender unseres Tourismusausschusses. Ich lese Ihnen jetzt etwas vor, denn mir glauben Sie es ohnehin nicht: „Massiv zur katastrophalen Situation trage die FPÖ mit ihrer billigen Agitation bei [...]. ,Die Partei hat nichts Besseres zu tun, als die Impfmoral aus politischem Kalkül zu untergraben und der Regierung dabei zuzusehen, wie sie ihre Energie in die Reparatur dieser Sabotage steckt. [...]ʻ Selbst massiv am zweiten Totalschaden der Wintersaison in Folge mitzuwirken und den anderen die Schuld dafür zuschieben sei verantwortungslos.“ (Abg. Belakowitsch: Ist das die ÖVP-Parteizeitung? – Ruf bei der FPÖ: Wer hat das geschrieben? – Abg. Belakowitsch: Die ÖVP-Parteizeitung! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Das ist nicht von mir, das ist aus einer Aussendung der Österreichischen Hoteliervereinigung. Nehmt das einmal zur Kenntnis! Helft dem Tourismus und schadet ihm nicht! Das ist politische Verantwortung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Herr Kollege Hauser, Ihnen sage ich eines: Sie sind Tourismussprecher der Freiheitlichen Partei und Vorsitzender unseres Tourismusausschusses. Ich lese Ihnen jetzt etwas vor, denn mir glauben Sie es ohnehin nicht: „Massiv zur katastrophalen Situation trage die FPÖ mit ihrer billigen Agitation bei [...]. ,Die Partei hat nichts Besseres zu tun, als die Impfmoral aus politischem Kalkül zu untergraben und der Regierung dabei zuzusehen, wie sie ihre Energie in die Reparatur dieser Sabotage steckt. [...]ʻ Selbst massiv am zweiten Totalschaden der Wintersaison in Folge mitzuwirken und den anderen die Schuld dafür zuschieben sei verantwortungslos.“ (Abg. Belakowitsch: Ist das die ÖVP-Parteizeitung? – Ruf bei der FPÖ: Wer hat das geschrieben? – Abg. Belakowitsch: Die ÖVP-Parteizeitung! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Das ist nicht von mir, das ist aus einer Aussendung der Österreichischen Hoteliervereinigung. Nehmt das einmal zur Kenntnis! Helft dem Tourismus und schadet ihm nicht! Das ist politische Verantwortung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Sieber: Auch heute!
Lassen Sie mich mit Folgendem schließen: Josef Riegler hat 1986 die ökosoziale Marktwirtschaft gebaut, geprägt, präsentiert und ins Land hineingetragen. 1987 ist er Landwirtschaftsminister geworden. Daran sieht man: Damals waren in der ÖVP Visionen offenbar noch erlaubt, ja sogar erwünscht. (Abg. Sieber: Auch heute!) Er wurde sogar Bundesparteiobmann und Vizekanzler. Das ist heute offenbar nicht mehr erwünscht und auch nicht mehr erlaubt; zumindest wird es nicht gemacht. Ich finde das sehr schade. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Lassen Sie mich mit Folgendem schließen: Josef Riegler hat 1986 die ökosoziale Marktwirtschaft gebaut, geprägt, präsentiert und ins Land hineingetragen. 1987 ist er Landwirtschaftsminister geworden. Daran sieht man: Damals waren in der ÖVP Visionen offenbar noch erlaubt, ja sogar erwünscht. (Abg. Sieber: Auch heute!) Er wurde sogar Bundesparteiobmann und Vizekanzler. Das ist heute offenbar nicht mehr erwünscht und auch nicht mehr erlaubt; zumindest wird es nicht gemacht. Ich finde das sehr schade. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den Grünen.
zwei, in dem das Budget von zwei wesentlichen, großen Krisen beherrscht wird, der Pandemie und der Klimakrise. In Glasgow ist gerade die UN-Klimakonferenz zu Ende gegangen, und wir wissen, dass das Ergebnis sehr mager, wenn nicht enttäuschend ausgefallen ist. Dennoch oder gerade deshalb müssen wir unsere Anstrengungen fortsetzen beziehungsweise unsere Anstrengungen eigentlich sogar intensivieren, damit wir die Pariser Klimaziele erreichen. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Ich bin überzeugt, dass Betriebe, die eine gute Anreise und eine gute Abreise schaffen – Stichwort die ersten und letzten Kilometer –, wenn sie es schaffen, dass sie sich auf das potenzielle Klientel einlassen und spezielle Klimaticketpackages erarbeiten, noch mehr davon profitieren werden. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Zusammen mit dem wirklich ambitionierten Ausbauprogramm für die Öffis wird das eine Schiene in eine nachhaltige Zukunft für unseren Tourismus sein. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich bin überzeugt, dass Betriebe, die eine gute Anreise und eine gute Abreise schaffen – Stichwort die ersten und letzten Kilometer –, wenn sie es schaffen, dass sie sich auf das potenzielle Klientel einlassen und spezielle Klimaticketpackages erarbeiten, noch mehr davon profitieren werden. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Zusammen mit dem wirklich ambitionierten Ausbauprogramm für die Öffis wird das eine Schiene in eine nachhaltige Zukunft für unseren Tourismus sein. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf bei der FPÖ
Wenn wir einen nachhaltigen, zukunftsfitten, aber auch sozialen Tourismus wollen, dann müssen wir die Bundesförderung anpassen, oder – ich formuliere anders –: Wir haben im Tourismus viele Herausforderungen und im Wesentlichen, im Endeffekt haben wir zwei Möglichkeiten. Entweder wir stampfen jetzt bei krisenhaften Ereignissen immer wieder irgendwelche Notfalllösungen aus dem Boden oder wir könnten jetzt schon vorausschauend sein und eine positive Zukunft gestalten, denn die Veränderung kommt so oder so (Zwischenruf bei der FPÖ), die Frage wird nur sein, was wir daraus machen.
Heiterkeit bei Abgeordneten der Grünen
Wenn ich von einem nachhaltigen Tourismus spreche, dann geht es nicht darum, dass alle Ökos werden müssen – keine Angst, Herr Kollege Hörl (Heiterkeit bei Abgeordneten der Grünen) –, es geht darum, dass wir unsere eigene Geschäftsgrundlage nicht zerstören und dass wir mit grünen Ideen für die Zukunft schwarze Zahlen schreiben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn ich von einem nachhaltigen Tourismus spreche, dann geht es nicht darum, dass alle Ökos werden müssen – keine Angst, Herr Kollege Hörl (Heiterkeit bei Abgeordneten der Grünen) –, es geht darum, dass wir unsere eigene Geschäftsgrundlage nicht zerstören und dass wir mit grünen Ideen für die Zukunft schwarze Zahlen schreiben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Schallmeiner
Zu Kollegen Hauser – er ist gerade nicht da (Zwischenruf des Abg. Schallmeiner) –: Ich habe versucht, Ihnen heute zuzuhören, und auch gestern, als Sie zum Tourismus – ah, da ist Kollege Hauser! – gesprochen haben. Ich habe wirklich versucht, zuzuhören. Ich stelle mir aber schon die Frage: Wohin geht die Tourismuspolitik bei der FPÖ aktuell? – Einerseits soll die Wintersaison stattfinden, andererseits wollen Sie keine Coronamaßnahmen.
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Hörl.
Da frage ich mich schon: In welcher Welt soll sich das ausgehen?, und vor allem: Was wollen Sie den Touristen und Touristinnen denn bieten? – Im Endeffekt wäre das nur ein: I will survive im Durchseuchungsgebiet mit all-inclusive, mit den Triagen vor den Landeskrankenhäusern, vielleicht noch als Give-away ein Entwurmungsmittel und eine Tourismuskampagne, die Sie dann Highway to Hell nennen können, aber mehr geht sich da nicht aus. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Jetzt aber wirklich zum Wintertourismus: Ich glaube, niemand hat aktuell oder generell Interesse daran – davon gehe ich jetzt einmal aus –, dass diese Saison zum zweiten Mal gekübelt wird. Wer aber will, dass eine Winterliebe – so heißt die aktuelle Tourismuskampagne – kein Winterflop wird, muss dafür Sorge tragen, dass wir die Infektionszahlen herunterbekommen, und zwar deutlich, und da müssen wir auch auf die Experten und Expertinnen hören. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Ruf bei den Grünen: Eine sehr gute Rede!
Mir geht es aber, und das sage ich sehr deutlich zum Schluss, ohnehin zuallererst um die Gesundheit der Menschen. Das war einmal unsere gemeinsame Prämisse. Dort müssen wir wieder hinkommen, und zwar alle gemeinsam und möglichst rasch. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Ruf bei den Grünen: Eine sehr gute Rede!)
Abg. Prinz: Das hat er so nicht gesagt!
Abgeordneter Klaus Köchl (SPÖ): Geschätzter Herr Präsident! Geschätzte Frau Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Kollege Schmuckenschlager hat als einer der ersten von der ÖVP zur Landwirtschaft gesprochen und gesagt, dass ein Bauer mit 20 Hektar in Österreich sehr gut leben kann. Wenn jetzt danach noch zehn Kollegen von der ÖVP herauskommen, um über die Landwirtschaft zu reden (Abg. Prinz: Das hat er so nicht gesagt!), entspricht das in etwa der Zahl (Zwischenruf des Abg. Berlakovich) der landwirtschaftlichen Betriebe im Vollerwerb in Österreich, die zusperren müssen. Ich nehme also zur Kenntnis, die ÖVP bringt pro Betrieb, der zusperrt, einen Abgeordneten zum Reden heraus. Das ist keine Landwirtschaftspolitik, meine Herrschaften. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Berlakovich
Abgeordneter Klaus Köchl (SPÖ): Geschätzter Herr Präsident! Geschätzte Frau Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Kollege Schmuckenschlager hat als einer der ersten von der ÖVP zur Landwirtschaft gesprochen und gesagt, dass ein Bauer mit 20 Hektar in Österreich sehr gut leben kann. Wenn jetzt danach noch zehn Kollegen von der ÖVP herauskommen, um über die Landwirtschaft zu reden (Abg. Prinz: Das hat er so nicht gesagt!), entspricht das in etwa der Zahl (Zwischenruf des Abg. Berlakovich) der landwirtschaftlichen Betriebe im Vollerwerb in Österreich, die zusperren müssen. Ich nehme also zur Kenntnis, die ÖVP bringt pro Betrieb, der zusperrt, einen Abgeordneten zum Reden heraus. Das ist keine Landwirtschaftspolitik, meine Herrschaften. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Klaus Köchl (SPÖ): Geschätzter Herr Präsident! Geschätzte Frau Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Kollege Schmuckenschlager hat als einer der ersten von der ÖVP zur Landwirtschaft gesprochen und gesagt, dass ein Bauer mit 20 Hektar in Österreich sehr gut leben kann. Wenn jetzt danach noch zehn Kollegen von der ÖVP herauskommen, um über die Landwirtschaft zu reden (Abg. Prinz: Das hat er so nicht gesagt!), entspricht das in etwa der Zahl (Zwischenruf des Abg. Berlakovich) der landwirtschaftlichen Betriebe im Vollerwerb in Österreich, die zusperren müssen. Ich nehme also zur Kenntnis, die ÖVP bringt pro Betrieb, der zusperrt, einen Abgeordneten zum Reden heraus. Das ist keine Landwirtschaftspolitik, meine Herrschaften. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hörl: Ist sie auch! – Abg. Salzmann: Ist sie auch!
Das ist keine Landwirtschaftspolitik: Liebe Frau Minister, wenn du im Wahlkampf in Kärnten auftrittst, bist du die Kämpferin für die kleinen bäuerlichen Familienbetriebe. (Abg. Hörl: Ist sie auch! – Abg. Salzmann: Ist sie auch!) Ich glaube dir auch, dass du dafür kämpfst und dass du das auch machst, aber wenn du in Österreich die Agrarpolitik machst und wenn du dann die Politik in der EU machst, dann ist das ganz unterschiedlich und anders.
Zwischenbemerkung von Bundesministerin Köstinger
In Österreich ist da schon mehr Agrarindustrie und in der EU wird genau das Gegenteil von dem abgestimmt (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Köstinger), was für unsere Betriebe irrsinnig wichtig wäre (Ruf bei der ÖVP: So ein Blödsinn, das stimmt überhaupt nicht!), nämlich dass man hergeht und sagt, die 20 Hektar verdoppelt man für die kleinen Bauern – zum Beispiel bei diesen GAP-Verordnungen –, das macht man so, und erst dann gibt man die Förderung. (Bundesministerin Köstinger: Das machen wir ja!)
Ruf bei der ÖVP: So ein Blödsinn, das stimmt überhaupt nicht!
In Österreich ist da schon mehr Agrarindustrie und in der EU wird genau das Gegenteil von dem abgestimmt (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Köstinger), was für unsere Betriebe irrsinnig wichtig wäre (Ruf bei der ÖVP: So ein Blödsinn, das stimmt überhaupt nicht!), nämlich dass man hergeht und sagt, die 20 Hektar verdoppelt man für die kleinen Bauern – zum Beispiel bei diesen GAP-Verordnungen –, das macht man so, und erst dann gibt man die Förderung. (Bundesministerin Köstinger: Das machen wir ja!)
Bundesministerin Köstinger: Das machen wir ja!
In Österreich ist da schon mehr Agrarindustrie und in der EU wird genau das Gegenteil von dem abgestimmt (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Köstinger), was für unsere Betriebe irrsinnig wichtig wäre (Ruf bei der ÖVP: So ein Blödsinn, das stimmt überhaupt nicht!), nämlich dass man hergeht und sagt, die 20 Hektar verdoppelt man für die kleinen Bauern – zum Beispiel bei diesen GAP-Verordnungen –, das macht man so, und erst dann gibt man die Förderung. (Bundesministerin Köstinger: Das machen wir ja!)
Ruf bei der ÖVP: Das ist ein Unsinn!
In der Agrarindustrie werden keine Kontrollen gemacht. Da ist wohl ein Gesetz – das ist hergerichtet worden –, aber es wird ja nicht kontrolliert. (Ruf bei der ÖVP: Das ist ein Unsinn!) – Das wird nicht kontrolliert. Ich bin der Meinung (Abg. Berlakovich: Das stimmt ja nicht! Das stimmt ja nicht, was Sie behaupten!), es sollen nur diejenigen eine Agrarförderung kriegen, die auch einer Kontrolle unterzogen worden sind. Dann wird es da natürlich die Wahrheit geben und wird das ganz einfach passen. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Pfurtscheller: Da klatscht nicht einmal die SPÖ!)
Abg. Berlakovich: Das stimmt ja nicht! Das stimmt ja nicht, was Sie behaupten!
In der Agrarindustrie werden keine Kontrollen gemacht. Da ist wohl ein Gesetz – das ist hergerichtet worden –, aber es wird ja nicht kontrolliert. (Ruf bei der ÖVP: Das ist ein Unsinn!) – Das wird nicht kontrolliert. Ich bin der Meinung (Abg. Berlakovich: Das stimmt ja nicht! Das stimmt ja nicht, was Sie behaupten!), es sollen nur diejenigen eine Agrarförderung kriegen, die auch einer Kontrolle unterzogen worden sind. Dann wird es da natürlich die Wahrheit geben und wird das ganz einfach passen. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Pfurtscheller: Da klatscht nicht einmal die SPÖ!)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Pfurtscheller: Da klatscht nicht einmal die SPÖ!
In der Agrarindustrie werden keine Kontrollen gemacht. Da ist wohl ein Gesetz – das ist hergerichtet worden –, aber es wird ja nicht kontrolliert. (Ruf bei der ÖVP: Das ist ein Unsinn!) – Das wird nicht kontrolliert. Ich bin der Meinung (Abg. Berlakovich: Das stimmt ja nicht! Das stimmt ja nicht, was Sie behaupten!), es sollen nur diejenigen eine Agrarförderung kriegen, die auch einer Kontrolle unterzogen worden sind. Dann wird es da natürlich die Wahrheit geben und wird das ganz einfach passen. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Pfurtscheller: Da klatscht nicht einmal die SPÖ!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Schmiedlechner.
Ich nehme wirklich zur Kenntnis, dass für jeden Bauer, der in Österreich im Vollerwerb zusperrt, heute ein ÖVP-Mandatar herauskommt und spricht. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Schmiedlechner.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich glaube, es ist müßig, über die Wichtigkeit und die Dringlichkeit des Breitbandausbaus zu sprechen. Inzwischen – spätestens seit Corona, Homeschooling, Homeoffice – ist es bekannt und anerkannt. Deswegen ist auch die Unterstützung für den Breitbandausbau ein sehr wichtiges Anliegen dieser Bundesregierung, gerade in ländlichen, unterversorgten Gebieten, in denen der Markt nicht oder unzureichend ausbaut. Wir wollen Chancengleichheit zwischen Stadt und Land herstellen. Das ist uns ein ganz wichtiges Anliegen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir wollen in die allgemeine Sicherheit investieren, aber auch in das Sicherheitsbewusstsein der Bürgerinnen und Bürger. Wir wollen Wissen verbreitern und die Entwicklung und Anwendung von Sicherheitstechnologien vorantreiben. Jeder Cent, der sowohl in die Sicherheitstechnologie, in die Sicherheitsforschung als auch in die Breitbandversorgung fließt, ist damit gut investiertes Geld. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir brauchen dringend Maßnahmen, die sicherstellen, dass weniger Holz aus dem Ausland importiert wird, denn eines ist klar: Holz haben wir in unserem eigenen Land mehr als genug, nur die Bauern finden leider sehr oft keine Abnehmer. Das hat auch für die Konsumenten weitreichende Folgen. So kommt das in den österreichischen Baumärkten angebotene Brennholz des Öfteren nicht aus dem eigenen Land, sondern vermehrt vom Balkan und aus Osteuropa, wobei zu sagen ist, dass dieses Holz bei Weitem nicht die Qualität von unserem eigenen heimischen Brennholz aufweist. Es wird unter anderem nicht ausreichend getrocknet, und durch die langen Transportwege hat es auch keinen so guten ökologischen Fußabdruck. Dabei hätten wir mehr als genug Holz im eigenen Land, und unsere Bauern bräuchten in diesen schwierigen Zeiten jede Unterstützung. Den Gürtel jetzt bei unseren Land- und Forstwirten enger zu schnallen, ist für mich der absolut falsche Weg. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
eine positive ökonomische und soziale Auswirkung von rund 1 Milliarde Euro auf unser wunderschönes Land hat. 1 Milliarde Euro – ein unvorstellbarer Betrag, der uns bestätigt, wie wichtig der Zivildienst ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich bedanke mich natürlich auch bei unserer zuständigen Ministerin, bei Elisabeth Köstinger, für die gute Zusammenarbeit, aber vor allem auch dafür, dass die benötigten Mittel im Budget wieder abgebildet sind. Der größte Dank gilt natürlich den jungen Männern, die mit ihrem Einsatz im Zivildienst einen wesentlichen und unverzichtbaren Beitrag für unser wunderschönes Land leisten. – Vielen Dank dafür. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Ein ganz wichtiger Baustein dabei ist die Gemeinsame Agrarpolitik. Da geht es für uns auch sehr stark um die Sicherheit und die Zukunft unserer heimischen Höfe und vor allem der jungen Landwirtschaft in Österreich. Wichtige Maßnahmen dabei sind zum Beispiel das Top-up in der ersten Säule und die Niederlassungsprämie in der zweiten Säule, die ganz wichtige Impulse für unsere heimische Landwirtschaft gibt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben ein Budget, das Sicherheit bietet, aber auch in die Zukunft weist. Die Zukunft hängt davon ab, was wir heute machen, und darum machen wir vom Bauernbund und der Volkspartei und in der Bundesregierung tatsächlich etwas für unsere Landwirtschaft und für den ländlichen Raum. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich denke, die Hoffnung auf die kommende Wintersaison, sie lebt. Wir haben mit 2G die Reisefreiheit in Europa wiederhergestellt, der Binnenmarkt ist offen für Reisen. Dass wir bezüglich Deutschland natürlich eine herbe Enttäuschung mit den Schülern erleben und eine Einführung einer Quarantäne haben, das ist wahr. Frau Erasim, wenn Sie der Frau Minister diesbezüglich Vorwürfe machen, antworte ich: Wir haben keine Macht im deutschen Hoheitsgebiet, das Geschrei hätten Sie sich sparen können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weratschnig. – Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
Ich gebe dir, Frau Kollegin Neßler, schon recht: Wir gestalten die Zukunft hoffentlich positiv. Lösen wir die aktuellen Dinge, und zwar morgen und schnell! – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weratschnig. – Zwischenruf des Abg. Leichtfried.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Ing. Josef Hechenberger (ÖVP): Geschätzter Herr Präsident! Geschätzte Frau Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher hier und auch zu Hause! Eingangs einmal ein herzliches Danke für das Budget, liebe Frau Bundesminister. Die österreichischen Bauernfamilien wissen, sie können sich auf dich verlassen. Herzlichen Dank! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Geschätzte Damen und Herren! Die Landwirtschaft, die Bauernfamilien leisten für die Bevölkerung sehr viel. Ich darf mit dem Thema gepflegte, intakte Kulturlandschaft, eine ausreichende Biodiversität beginnen, und dafür gibt es über die Gemeinsame Agrarpolitik entsprechende Mittel, und da ist, denke ich – da wir jetzt in den finalen Diskussionen und Verhandlungen sind –, wirklich auch einmal unserem geschätzten Bundesparteiobmann Sebastian Kurz Danke zu sagen, der sich in Brüssel sehr erfolgreich dafür eingesetzt hat, nicht das Minus zu akzeptieren, sondern dieses in ein Plus umgewandelt hat. Deshalb können wir dank Sebastian Kurz zukünftig – über die nächsten sieben Jahre – wirklich ein größeres Budgetvolumen verteilen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Was mir in diesem Zusammenhang jedoch fehlt, ist Folgendes: Wir reden immer von Wertschätzung, es fehlt aber oft die Wertschöpfung. Was passiert derzeit? – Derzeit sind die Produktionskosten der Lebensmittel massiv gestiegen, sie steigen weiter, wir schaffen es bis dato aber nicht, das letztendlich auch auf die Produktpreise der Bauern umzulegen. Da ist mein klarer Appell an den Handel, nicht nur die höheren Produktpreise an den Konsumenten weiterzugeben, sondern es muss auch der Produzent etwas bekommen! Es braucht auch einen fairen Anteil an der Wertschöpfungskette, was das Thema Produktion nachhaltiger Lebensmittel betrifft. Ganz klarer Appell: Der Bauer braucht Wertschöpfung und nicht nur Wertschätzung! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Dabei müssen wir sie massiv unterstützen, andererseits müssen wir aber in diesem Saal auch aktiv darüber diskutieren, in Brüssel gemeinsam für ein aktives Wolfsmanagement einzutreten. Wir wollen nämlich die zukünftige Almwirtschaft sichern. Die Koexistenz ist aufgrund der ganzen Lage nicht möglich, und somit ist für mich ganz klar: Wir wollen die Almwirtschaft! Die Almwirtschaft ist Grundlage für den Tourismus, ist Grundlage für den Freizeitsport, ist auch Garant für die Reduktion von Naturgefahren, und aus diesem Grund haben wir da sehr viel Arbeit vor uns. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Eines ist meiner Meinung nach schon bezeichnend, wenn die Kollegen der Opposition hergehen und sagen, wie wichtig die Bauernfamilien sind. Eines ist klar: Wenn man dann in der Debatte die Dinge genauer analysiert, sie genauer anschaut, dann ist es immer so, dass sofort der Vorwurf kommt: Die Bauern bekommen da zu viel, dort zu viel! – Die Opposition spricht also von Problemen, die Regierung versucht, Probleme im Sinne der Bauernfamilien zu lösen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Deshalb vorweg einmal ein ganz großes Danke an Sie, Frau Bundesministerin, dass Sie auch bisher diesen Bereich so gut mit Coronahilfen unterstützen. Da möchte ich vor allem den Veranstalterschutzschirm erwähnen, der ja nach wie vor aktiv ist und für den auch in den nächsten zwei Jahren 95 Millionen Euro vorgesehen sind. Vielen Dank dafür! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube also, diese Bereiche können und werden auch in den nächsten Jahren gut zusammenspielen, und das wird auch sehr, sehr wichtig sein. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zusammenfassend: Ich bin sehr stolz auf dieses Budget, weil es eine solide Basis für unsere bäuerlichen Familienbetriebe zu Hause, aber auch für die Landgemeinden ist. Vor allem sieht man an diesem Budget, dass unserer Bundesregierung der ländliche Raum und unsere Gemeinden und vor allem auch die Landwirtschaft ein großes Anliegen sind. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Bäuerinnen und Bauern arbeiten unter höchsten Standards, produzieren Lebensmittel höchster Qualität und decken somit dreimal am Tag den Tisch aller Österreicherinnen und Österreicher. Die Produkte, die diese Wertschätzung erfahren, brauchen auch die notwendige Wertschöpfung. Das ist leider Gottes in vielen Sparten der Landwirtschaft aktuell aufgrund von verschiedensten Umständen nicht der Fall. Unsere Bäuerinnen und Bauern sind aber Unternehmer wie alle anderen und müssen entsprechend wirtschaften, das heißt, sie müssen von ihren Produkten auch leben können. Deshalb ist es so notwendig, dass wir die seit Monaten diskutierte Herkunftskennzeichnung endlich umsetzen. Minister Mückstein möge doch bitte die zweite und dritte Verordnung noch heuer umsetzen. Damit schaffen wir vielleicht die notwendige Wertschöpfung für die Lebensmittel aus Österreich. (Beifall bei der ÖVP.)
Heiterkeit und lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Aktuell diskutieren wir die Gemeinsame Agrarpolitik. Da muss – es wurde schon von mehreren Vorrednern angesprochen – der Nationale Strategieplan bis Jahresende vorgelegt werden. Dank dem großartigen Einsatz von Sebastian Kurz (Heiterkeit und lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ), unserer Bundesministerin Elli Köstinger - - – Ja, Sebastian Kurz hat auch das Budget der Gemeinsamen Agrarpolitik auf EU-Ebene maßgeblich verhandelt, und es wurde auch für die nächste Periode erhöht. Dank dem Einsatz unserer Ministerin und des Österreichischen Bauernbundes ist es auch geschafft worden, dass wir mit der Gemeinsamen Agrarpolitik Maßnahmen setzen, die die Bäuerinnen und Bauern auch praxisnah umsetzen können. Mir geht es vor allem darum, dass dies praxisnah passiert.
Beifall bei der ÖVP.
Unsere Bäuerinnen und Bauern sind keine Klimasünder, wie es in den Medien oft dargestellt wird, sondern sie sind viel eher die Klimaschützer. Die CO2-Bindung funktioniert in der Land- und Forstwirtschaft dementsprechend, und unsere Bäuerinnen und Bauern arbeiten mit und in der Natur und nicht gegen die Natur. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
ist, dafür, dass die Rahmenbedingungen dementsprechend stabil sind. Wir kämpfen dafür, dass nicht nur die Wertschätzung für die Produkte, die in Österreich produziert werden, dargestellt wird, sondern dass auch eine dementsprechende Wertschöpfung daraus möglich ist. Dafür setzen wir uns ein. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Frau Ministerin, ich weiß, Sie sind ein Fan des Projektes Leader. Darum werbe ich dafür insofern, weil das Budget 2022 eine 15-prozentige Steigerung gegenüber dem Budget 2020 vorsieht, die auch schon 2021 abgebildet war. Ich bin sehr froh, dass Leader auch im Budget 2022 die entsprechende Dotation findet. In den weiteren Jahren, für die nächste Leaderperiode, wird das Budget neu verhandelt, und da steht ja eine Änderung um bis zu 20 Prozent im Raum. Das wäre eine echte Stärkung, eine echte Steigerung für das Programm Leader, für die Leaderaktionsgruppen, für die Bürgerpartizipation in diesen ländlichen Räumen. Frau Ministerin, ich gratuliere dazu, dass es gelungen ist, auch in diesem Bereich eine Steigerung zustande zu bringen, um das Projekt abzusichern. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne werbe ich dafür: Stimmen Sie dem Budget 2022 zu! Wir tun es auf jeden Fall, und ich freue mich auf die Umsetzung des Budgets. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Letztendlich ist einfach die Bitte an alle Konsumentinnen und Konsumenten: Der beste Einsatz für eine bäuerliche Landwirtschaft in Österreich ist, wenn man zu regionalen und saisonalen Lebensmitteln greift. Mit unserem täglichen Einkauf entscheiden wir sozusagen, wo die Reise hingeht. Die Landwirtschaft braucht die Unterstützung, aber nicht nur hier in diesem Haus, sondern überall in Österreich, und darum ersuche ich. Das Budget ist eine gute Grundlage für die Zukunft. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Warum ist das so? – Ein Grund wird sicher sein, dass die Jugend selbst an eine Zukunft in der Landwirtschaft und auch an eine Zukunft für die Landwirtschaft glaubt. Darin müssen wir sie stärken, da sind wir alle gefordert, sie auch zu unterstützen. Zum anderen bin ich überzeugt, dass der Lehrkörper sehr zeitaktuell, modern, innovativ, offen für Neues, fachkundig, aber auch sehr motiviert arbeitet. Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich bei allen Kolleginnen und Kollegen in den landwirtschaftlichen Fachschulen von Vorarlberg bis ins Burgenland auf das Herzlichste für ihre Arbeit für unsere bäuerliche Jugend bedanken. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Mit unserer Frau Bundesminister Elisabeth Köstinger haben wir eine Ministerin, die das einerseits erkennt und auch entsprechend unterstützt. Wir haben es heute gehört: Das Agrarbudget kann sich sehen lassen, die Breitbandinitiative, die ökosoziale Steuerreform – für all das kann man nur Danke sagen und gratulieren. – Dafür ein großes, aufrichtiges Dankeschön, Frau Minister. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abschließend: Unterstützen wir weiterhin unsere bäuerliche und ländliche Jugend! Sie ist unsere Zukunft, sie ist unsere zukünftige Versorgungssicherheit. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Schmiedlechner.
Köstinger, gilt Ihnen und auch dem Bundeskanzler außer Dienst, wenn ich das so sagen darf, Sebastian Kurz, der das federführend in Brüssel verhandelt hat. Es ist wiederum gelungen, mit 316 Millionen Euro Bundesmittel 1 480 000 000 Euro EU-Mittel auszulösen, sodass in Summe 1,8 Milliarden zu den Bauern kommen können. Das darf ich Kollegen Schmiedlechner ganz klar und deutlich sagen: 100 Prozent dieser 1,8 Milliarden Euro kommen direkt zu den Bauern, und nicht nur ein Bruchteil, wie du gesagt hast. (Zwischenruf des Abg. Schmiedlechner.)
Zwischenruf der Abg. Herr. – Weiterer Ruf bei der SPÖ: Stimmt nicht!
Wir sind ja nicht die SPÖ. Die SPÖ will nämlich 50 Prozent dieser Mittel aus der ländlichen Entwicklung für landwirtschaftsferne Bereiche verwenden. (Zwischenruf der Abg. Herr. – Weiterer Ruf bei der SPÖ: Stimmt nicht!) Die SPÖ hat es überhaupt nicht so sehr mit der Landwirtschaft: Da kommt Kollege Köchl heraus und behauptet steif und fest, größere Betriebe würden nicht kontrolliert, nur kleinere Betriebe. – Das ist absolut falsch, da wäre eigentlich eine tatsächliche Berichtigung notwendig gewesen, aber so möchte ich das hiermit berichtigen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir sind ja nicht die SPÖ. Die SPÖ will nämlich 50 Prozent dieser Mittel aus der ländlichen Entwicklung für landwirtschaftsferne Bereiche verwenden. (Zwischenruf der Abg. Herr. – Weiterer Ruf bei der SPÖ: Stimmt nicht!) Die SPÖ hat es überhaupt nicht so sehr mit der Landwirtschaft: Da kommt Kollege Köchl heraus und behauptet steif und fest, größere Betriebe würden nicht kontrolliert, nur kleinere Betriebe. – Das ist absolut falsch, da wäre eigentlich eine tatsächliche Berichtigung notwendig gewesen, aber so möchte ich das hiermit berichtigen. (Beifall bei der ÖVP.)
Präsidentin Bures übernimmt der Vorsitz.
Meine geschätzten Damen und Herren, es geht aber nicht nur um Zahlen, es geht um Versorgungssicherheit, es geht um die Gestaltung des Lebensraumes, es geht um die Menschen in unserem Land. Das vorgelegte Budget, nach den Grundsätzen der ökosozialen Marktwirtschaft ausgerichtet – Joschi Riegler hat das eigentlich ursprünglich gestartet –, ermöglicht, dass man die wirklich essenziellen Bedürfnisse der Land- und Forstwirtschaft in Österreich damit auch bedienen kann. Es ist möglich, dass die Umweltleistungen, die Klimaleistungen, die Versorgungsleistungen von unseren Bäuerinnen und Bauern entsprechend erbracht werden. Auch die 120 Millionen Euro im Tierwohlpaket, das möchte ich als Tierschutzsprecher entsprechend erwähnen, sind sehr, sehr positiv. (Präsidentin Bures übernimmt der Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Der Waldfonds, der schon angesprochen worden ist, ist wieder mit 102,5 Millionen Euro dotiert und nicht, wie gesagt worden ist, gekürzt worden. Insgesamt stehen diese 350 Millionen Euro zur Verfügung. Daher bitte: gegen die EU-Pläne und für einen gesunden, bewirtschafteten Wald! – Herzlichen Dank, Frau Bundesministerin, das ist wichtig für die Menschen in unserem Land. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
letzten Unterrichtsausschusssitzung im Oktober wurden sämtliche unserer Anträge nicht angenommen, und zwar mit der Begründung, wir würden uns noch wundern, was dazu im Budget alles drinnen sei, was schon alles auf dem Weg sei, welche Würfe da nicht gelungen seien. – Ich staune wirklich! Sie legen ein Budget vor, als hätte es Corona nie gegeben: zu wenig, unambitioniert und teilweise auch realitätsfern. (Beifall bei der SPÖ.) Es berücksichtigt weder die Empfehlungen von Expertinnen und Experten noch die Bedürfnisse der Kinder, Familien oder der Tausenden Pädagoginnen und Pädagogen.
Beifall bei der SPÖ.
Was fehlt denn? – Es gibt keine zusätzliche Unterstützung für Versäumtes. Warum wurden die Förderstunden nicht bis 2025 fix verankert? Es gibt kein Geld für akut notwendige Hilfe bei psychischer Belastung bei Kindern. Es gibt kein Geld für Supervision für Lehrerinnen und Lehrer. Von den Schulen mit besonderen Herausforderungen wurden nur 100 ausgesucht. Was ist mit den restlichen 500 Schulen? Die strudeln sich währenddessen ab? Ein Chancenindex wäre da gerechter und zielgerichtet. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Krisper.
Wo sind die ausreichenden administrativen und organisatorischen Ressourcen für die Schulen, damit sich die Pädagoginnen und Pädagogen endlich wieder um ihre eigentliche Aufgabe kümmern können, nämlich um das Pädagogische? Und wo ist das Geld für die Ganztagsschulen und für die ganztägigen Elementarbildungseinrichtungen? Wo bleibt das Geld? Wo sind die 1,2 Milliarden Euro, die für Machterwerb und Manipulation verwendet wurden? Viele, viele Kinder und Familien hätten jetzt bessere schulische Betreuung und vor allem ein besseres Familieneinkommen, denn Frauen hätten die Möglichkeit gehabt, ganztags arbeiten zu gehen. Dann wären wahrscheinlich auch nicht mehr über 360 000 Kinder armutsgefährdet. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Krisper.) Dazu habe ich einen neuerlichen Antrag eingebracht, denn dieses Geld steht ihnen zu.
Beifall bei der SPÖ.
Und weil ich schon bei Stufe 3 bin, ein Blick zurück zu dem erst kürzlich Vorgefallenen: Herr Minister, wie kann es sein, dass am Sonntagabend mediale Ankündigungen und erst am Dienstag zu Mittag gesetzliche Vorgaben an die Schulen kommen? Zwei Tage Verwirrung bei den SchulleiterInnen, bei den Schulen: Die Schulen waren offiziell noch in Stufe 2 statt in Stufe 3, wo sie eigentlich sein sollten, und eine Ankündigung per Mail ist eine Info, aber keine gesetzliche Vorgabe. Die Schulen wurden wieder einmal alleingelassen. Nach zwei Jahren Pandemie ist das eine ziemlich traurige und verantwortungslose Vorstellung, meine Damen und Herren. Das Vertrauen in die Führung des Bildungsministeriums ist wirklich an einem Tiefpunkt angelangt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Höfinger: Aber nicht alle!
Das Fazit zum Bildungssystem: In Österreich bekommt ein Kind 100 Euro für 2022. Im Vergleich dazu geben die Niederlande 700 Euro aus, um Versäumtes aufzuholen. Man muss auch sagen, dass die nordischen Länder uns im Bildungsbereich schon weit voraus sind (Abg. Höfinger: Aber nicht alle!), und sie investieren trotzdem, um Versäumtes
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Sie tragen im Gegenzug die Verantwortung für sämtliche langfristigen Schäden. Alles, was Sie jetzt an Hilfe und Unterstützung verwehren, wird die Kinder ein Leben lang begleiten und das Budget in Österreich in den nächsten Jahren belasten. Humankapitalverlust bedeutet Einkommensverlust, und das auf allen Seiten. Bildung muss Priorität haben, und mehr muss man dazu nicht sagen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Das Budget selbst, insbesondere im Bildungsbereich, ist über die 10-Milliarden-Euro-Grenze hinausgewachsen. Im Forschungsbereich haben wir auch einen Zuwachs, wir haben circa 5,6 Milliarden Euro, glaube ich, im Budget als Geld zur Verfügung. Jetzt werden Sie natürlich sagen – ich habe es auch schon von Frau Kollegin Doppelbauer gehört –, von diesen 10 Milliarden Euro im Bildungsbudget ist ein Großteil, über 8 Milliarden, 8,5 Milliarden Euro, für das Personal – als ob das schlecht wäre, meine sehr verehrten Damen und Herren! Gerade das Gegenteil ist der Fall: Das Personal ist das Allerwichtigste. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Also ob das Budget um 10 oder nur um 1 Prozent erhöht wird, ist gar nicht so entscheidend, sondern entscheidend ist, dass dieses Geld richtig und sinnvoll eingesetzt wird – und unser Bundesminister steht dafür, dass das gut gelingen wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Salzmann: Das stimmt ja gar nicht!
Das ist aber nicht das einzige Problem, Hohes Haus. In den vergangenen Tagen ist das mittlerweile sprichwörtliche Schulchaos in völlig neue Galaxien aufgebrochen. Niemand kennt sich mehr aus, Kollegin Vorderwinkler von der SPÖ hat das auch angesprochen. Ich darf ein Beispiel geben, Herr Bundesminister: Ihr Kommunikationsteam hat sich da völlig verselbstständigt, hat vergangene Woche eine Weisung – zumindest ist es in den Schulen und bei den Direktoren als Weisung angekommen – hinausgeschickt, obwohl es keine Verordnung gegeben hat. Da wurde dann verbreitet, dass man in Zukunft in den Schulen wieder eine FFP2-Maske tragen muss, und zwar von der 1. Klasse Volksschule bis in die Maturaklassen. (Abg. Salzmann: Das stimmt ja gar nicht!) Sie haben das in der Verordnung dann zurückgenommen, dort ist keine Rede mehr davon, das ist richtig, aber es war einmal so vorgesehen.
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundesminister, bitte beenden Sie zumindest in Ihrem Bereich diese Spaltung der Gesellschaft, diese Teilung der Menschen in Gut und Böse in unserem Land! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP
Abgeordnete Mag. Sibylle Hamann (Grüne): Liebe Frau Präsidentin! Lieber Herr Bundesminister! Kolleginnen und Kollegen! Das war ein wirklich arges Jahr in den Schulen, geprägt von Unterbrechungen, von Überforderungen, von Verletzungen durch Corona, aber ich bin fest davon überzeugt, dass die Schulen stärker und resilienter aus dieser Krise herauskommen können (Beifall bei Grünen und ÖVP), und dieses Budget von immerhin mehr als 10 Milliarden Euro wird ihnen dabei helfen. Ich versuche, das in ein paar Eckpunkten zu umreißen.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ja, schließlich ist es ein Budget, das auch Neues hervorgebracht hat; die digitale Grundbildung habe ich bereits erwähnt. Ein zweites Kind von Corona ist die Sommerschule, die gekommen ist, um zu bleiben – und wesentlich ausgeweitet wird –, in Hinkunft als Angebot für alle Kinder und Jugendlichen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Da kann man nicht nur spielerisch lernen – für die Kleineren ‑, sondern sich auch – für die Älteren – gezielt auf einen Schulwechsel, auf Nachprüfungen, auf Wettbewerbe vorbereiten. Für Studierende wird das eine Chance sein, sich in der Praxis zu erproben und Erfahrungen zu sammeln. Ich glaube, wir werden uns irgendwann gar nicht mehr vorstellen können, dass es diese Einrichtung einmal nicht gegeben hat; ich werde
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ihnen dazu demnächst noch Details berichten und freue mich schon darauf. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Taschner.
Abgeordnete Mag. Martina Künsberg Sarre (NEOS): Frau Präsidentin! Herr Minister! Hohes Haus! Ich mag es ja immer gerne, wenn ich nach Kollegen Taschner spreche, weil ich schon gewusst habe, was kommen wird, und jetzt hat es auch Frau Kollegin Hamann gesagt: Erstmals haben wir mehr als 10 Milliarden Euro im Bildungsbudget zur Verfügung. – Ja, das mag stimmen, aber es kommt natürlich darauf an, was drinnen steckt. Wenn man nur sagt, der Betrag sei super und es sei egal, was dazukomme, macht man es sich ein bisschen einfach. (Zwischenruf des Abg. Taschner.)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf der Abg. Salzmann.
Was Sie aber natürlich überhaupt nicht erwähnt haben, ist, dass ein sehr, sehr großer Teil der Erhöhungen, nämlich 238 Millionen Euro, für Tests, Masken und Desinfektionsmittel verwendet wird, und ich glaube, wir sind uns einig, dass das jetzt zwar notwendig und wichtig ist, dass das aber natürlich keine einzige bildungspolitische Maßnahme ist, die den Kindern etwas bringt. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf der Abg. Salzmann.) – Ich weiß nicht, was Sie als bildungspolitisch betrachten. Natürlich musste das da sein, aber es müsste zusätzlich noch etwas kommen beziehungsweise sollte sich endlich auch der Gesundheitsminister zuständig fühlen und nicht vor den Toren der Schule haltmachen. Das sind eigentlich gesundheitspolitische und keine bildungspolitischen Maßnahmen.
Beifall bei den NEOS.
Vielleicht noch ganz kurz: Länder, deren Bevölkerung wenig wissenschaftsskeptisch ist, haben auch gute Impfquoten. Also vielleicht gäbe es da einen gewissen Zusammenhang, Herr Taschner. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS.
Abgeordnete Mag. Dr. Maria Theresia Niss, MBA (ÖVP): Frau Präsidentin! Sehr verehrter Herr Minister! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Ich kann keine Rede über die Forschung beginnen, ohne den Riesenerfolg der Forschung der letzten zwei Jahre zu erwähnen, und das ist natürlich die Impfung. (Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Da wurde in den letzten zwei Jahren das Wissen von ganz, ganz vielen gebildeten Menschen weltweit und natürlich auch viel an finanziellen Mitteln investiert, um den einzigen und auch langfristig wirklich möglichen Weg aus der Pandemie zu finden, nämlich jenen durch die Impfung. Deswegen wende ich mich mit einer inständigen Bitte an Sie alle: Lassen Sie sich impfen, zum ersten, zum zweiten oder zum dritten Mal! Ich habe heute in der Früh meinen dritten Stich bekommen. Ich kann Ihnen versichern: Es geht rasch, es tut nicht weh und es hilft – Ihnen, Ihren Angehörigen und dem Land. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Lukas Hammer.
Unsere Forscher spielen sowohl in der Quantentechnologie als auch beispielsweise in der Krebsforschung eine führende Rolle. Denken wir an Prof. Zeilinger, aber auch an Prof. Lechner in Innsbruck im Bereich der Quantentechnologie! Denken wir an das IMP, an Boehringer Ingelheim im Bereich der Krebsforschung! Ich möchte gar nicht über den Bereich Green Energy beziehungsweise Green Technology sprechen, denn da würde ich jeden beleidigen, den ich nicht erwähne. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Lukas Hammer.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Lukas Hammer.
und das ist für die Forschung in Österreich und für den Standort Österreich wesentlich. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Lukas Hammer.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Zusammenfassend möchte ich sagen: Ich bin stolz auf unsere Wissenschaft, ich bin stolz auf unsere Forschungseinrichtungen, ich bin stolz auf unsere Unternehmen, ich bin aber vor allem ganz stolz auf unsere Frauen! – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Dem Impfappell meiner Vorrednerin kann ich mich aus ganzem Herzen und aus vollster Überzeugung anschließen. Der Beitrag der Wissenschaft zur Bekämpfung der Pandemie ist gar nicht hoch genug einzuschätzen. Insofern ist es auch völlig unverständlich, dass in der aktuellen Debatte seitens einiger Regierungsmitglieder Wissenschafter jetzt zu Sündenböcken für die aktuelle furchtbare Lage gemacht werden sollen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das möchte ich von dieser Stelle aus heftig zurückweisen und – ganz im Gegenteil – an diejenigen, von denen wir jetzt so dringend wichtige Entscheidungen erwarten, appellieren, einzugreifen, diese Welle zu stoppen, diese Welle zu brechen und wirklich auf die Expertise der Wissenschafter zu hören und darauf zurückzugreifen. Es ist hoch an der Zeit! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
gegeben hat – damals haben wir das umgesetzt –, andererseits wäre es auch wichtig, den Bezieherkreis der Studienförderung zu erweitern, damit mehr Studierende Unterstützung bekommen können. Das wäre dringend notwendig, denn die Studierenden sind von der Pandemie sehr stark getroffen worden und hätten sich das verdient. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Es sind 375 Millionen Euro für die Fachhochschulen vorgesehen, also da gibt es einen Ausbau. Ich sehe nicht, dass wir da säumig wären – ganz im Gegenteil, dieser Sektor wurde ja schon voriges Jahr gestärkt und wird auch mit diesem Budget neuerlich gestärkt, ebenso die Universitäten. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Zum Bereich Forschung – FWF, Akademie der Wissenschaften et cetera –: Mir liegt besonders die mittlerweile sehr gute Dotierung des FWF am Herzen, um die Grundlagenforschung ausreichend zu fördern. Es handelt sich beim Budget für die Jahre 2021 bis 2023 um eine Steigerung von 27 Prozent, für die Programme des FWF stehen 806 Millionen Euro zur Verfügung, ich glaube, das ist ein sehr guter Weg. Mit dem neuen Präsidenten wird es auch gut sein, die diversen Programme im FWF etwas zu konsolidieren, denke ich, vor allen Dingen im Bereich der Exzellenzprogramme. Ein besonderes Anliegen sind mir dabei aber auch die Programme zur Erschließung und Entwicklung der Künste, mit denen die künstlerische Forschung gefördert wird. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Brückl: Antidemokratisch!
machen. (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Brückl: Antidemokratisch!) Genau das ist der Punkt, den wir engagierter angehen sollten, um bestimmte Dinge zu ermöglichen. Mein Dank gilt an dieser Stelle ihm für seine mutige Haltung – er wird dafür mit Morddrohungen eingedeckt, nur so viel dazu.
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Im Übrigen bin ich selbstverständlich nach wie vor der Meinung, dass die Windisch-Kaserne in Richard-Wadani-Kaserne umbenannt werden soll. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Dr. Martin Graf (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Ich muss entschieden dem widersprechen, was Frau Kollegin Blimlinger da gesagt hat. Das ist nämlich genau das, was nicht passieren darf: Was hat man für einen Zugang zum Thema Bildung beziehungsweise Ausbildung, wenn man ein Grundrecht, nämlich das Recht auf Bildung, einfach so negiert – noch dazu als Rektor oder als Wissenschaftssprecherin einer Regierungspartei? (Beifall bei der FPÖ.)
Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.
Zu Kollegen Taschner möchte ich nur sagen: Viel Kritik habe ich von Ihnen gehört, Sie behaupten ja, alles müsse neu aufgesetzt werden – na dann hoffe ich, dass die ÖVP bald in die Regierung kommt, dann können Sie das auch endlich umsetzen! Sie stellen es ja so dar, als sei die ÖVP in der Opposition, Sie kritisieren schlussendlich mehr als wir. (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.)
Bundesminister Faßmann schüttelt den Kopf.
Abgeordneter Mag. Dr. Martin Graf (fortsetzend): Mein Schlusssatz: Sehr traurig ist, dass der FWF – der jedes Jahr bei der Bilanzpressekonferenz sagt, er könnte mehr gute Projekte ausstatten, doch das Geld fehle – nächstes Jahr tatsächlich nominal, aber auch prozentuell weniger bekommt. (Bundesminister Faßmann schüttelt den Kopf.) Da muss man sich, glaube ich, genau ansehen, warum das so ist, denn es darf kein gutes Projekt auf der Strecke bleiben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Dr. Martin Graf (fortsetzend): Mein Schlusssatz: Sehr traurig ist, dass der FWF – der jedes Jahr bei der Bilanzpressekonferenz sagt, er könnte mehr gute Projekte ausstatten, doch das Geld fehle – nächstes Jahr tatsächlich nominal, aber auch prozentuell weniger bekommt. (Bundesminister Faßmann schüttelt den Kopf.) Da muss man sich, glaube ich, genau ansehen, warum das so ist, denn es darf kein gutes Projekt auf der Strecke bleiben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie des Abg. Lercher.
Abgeordneter Dr. Josef Smolle (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Damen und Herren! Österreich gehört europaweit zu den Ländern mit der höchsten Forschungs- und Entwicklungsquote, und da sage ich mit leichtem Augenzwinkern dazu: Für mich als Steirer ist das besonders schön, denn die Steiermark hat mit 5,14 Prozent eine der höchsten F&E-Quoten aller 283 europäischen Regionen. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie des Abg. Lercher.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Hamann.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir haben mit dem Budget guten Input in die Forschung. Ich kann Ihnen versichern, die österreichischen Forscherinnen und Forscher wissen das zu nutzen, und ich mache mir um den Output keine Sorgen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Hamann.)
Abg. Hörl: Hallo, hallo!
Das alles sind keine Folgen einer Coronaerkrankung, das sind direkte Folgen einer fehlgeleiteten Coronapolitik dieser Bundesregierung. Der Ex-Kanzler hat ja noch vor dem Sommer medienwirksam die Pandemie für beendet erklärt, eine coole Zeit kommt auf uns zu, hat er gesagt, und heute stehen wir schlimmer da als je zuvor. Dann kommen Abgeordnete wie Herr Taschner hier heraus, wohlgemerkt Wissenschaftssprecher der ÖVP, und er sagt allen Ernstes, er sei immer noch stolz, Teil dieses Systems Kurz zu sein. (Abg. Hörl: Hallo, hallo!) Herr Taschner und andere Kollegen (Zwischenruf des Abg. Taschner), vielleicht besuchen Sie einmal eine Kinder- und Jugendpsychiatrie, schauen Sie sich die direkten Folgen dieser türkisen Show-und Ankündigungspolitik an, und erzählen Sie dann den Kindern und Jugendlichen, die monatelang auf einen Betreuungsplatz gewartet haben, dass sie super durch die Krise gekommen sind!
Zwischenruf des Abg. Taschner
Das alles sind keine Folgen einer Coronaerkrankung, das sind direkte Folgen einer fehlgeleiteten Coronapolitik dieser Bundesregierung. Der Ex-Kanzler hat ja noch vor dem Sommer medienwirksam die Pandemie für beendet erklärt, eine coole Zeit kommt auf uns zu, hat er gesagt, und heute stehen wir schlimmer da als je zuvor. Dann kommen Abgeordnete wie Herr Taschner hier heraus, wohlgemerkt Wissenschaftssprecher der ÖVP, und er sagt allen Ernstes, er sei immer noch stolz, Teil dieses Systems Kurz zu sein. (Abg. Hörl: Hallo, hallo!) Herr Taschner und andere Kollegen (Zwischenruf des Abg. Taschner), vielleicht besuchen Sie einmal eine Kinder- und Jugendpsychiatrie, schauen Sie sich die direkten Folgen dieser türkisen Show-und Ankündigungspolitik an, und erzählen Sie dann den Kindern und Jugendlichen, die monatelang auf einen Betreuungsplatz gewartet haben, dass sie super durch die Krise gekommen sind!
Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich sage Ihnen aber eines, um auf den Punkt der psychischen Gesundheit zurückzukommen, Herr Bundesminister: Wagen Sie es nicht, sich wieder an den jungen Menschen in diesem Land abzuputzen! Wagen Sie es nicht, wieder Kinder und Jugendliche wegzusperren, sie einzusperren, ihnen zu nehmen, was eine glückliche Jugend ausmacht! (Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wagen Sie es nicht, ihnen wieder den Sport und die Freizeit zu streichen, ihnen den Kontakt zu ihren Freundinnen und Freunden zu nehmen! Wagen Sie es nicht, wieder die Schulen zu schließen! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Kontaktreduzierungen sind der Faktor für psychische Probleme der jungen Menschen, und wir dürfen und können uns keine weitere Depressions- und Essstörungswelle leisten. Wagen Sie es nicht, schon wieder die Kleinsten für die Fehler der
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich sage Ihnen aber eines, um auf den Punkt der psychischen Gesundheit zurückzukommen, Herr Bundesminister: Wagen Sie es nicht, sich wieder an den jungen Menschen in diesem Land abzuputzen! Wagen Sie es nicht, wieder Kinder und Jugendliche wegzusperren, sie einzusperren, ihnen zu nehmen, was eine glückliche Jugend ausmacht! (Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wagen Sie es nicht, ihnen wieder den Sport und die Freizeit zu streichen, ihnen den Kontakt zu ihren Freundinnen und Freunden zu nehmen! Wagen Sie es nicht, wieder die Schulen zu schließen! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Kontaktreduzierungen sind der Faktor für psychische Probleme der jungen Menschen, und wir dürfen und können uns keine weitere Depressions- und Essstörungswelle leisten. Wagen Sie es nicht, schon wieder die Kleinsten für die Fehler der
Beifall bei den NEOS. – Abg. Taschner: How dare you?!
Großen zahlen zu lassen! Ich verspreche Ihnen, wir werden das nicht zulassen. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Taschner: How dare you?!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ja, es stimmt, es gibt einige Kinder und Jugendliche, die durchaus Unterstützung brauchen, aber diese Bundesregierung hat 13 Millionen Euro zusätzlich für die Zukunft zur Verfügung gestellt, damit wir genau dort eingreifen können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) Also das, was Sie da behaupten, Herr Kollege Shetty von den NEOS, ist eine Frechheit. Das ist eine Frechheit gegenüber dem Minister, das ist eine Frechheit gegenüber den Kindern und Jugendlichen, die gemeinsam mit den Pädagoginnen und Pädagogen hervorragend mit den Herausforderungen in der Schule zurande gekommen sind. Dem gebührt großer Respekt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ja, es stimmt, es gibt einige Kinder und Jugendliche, die durchaus Unterstützung brauchen, aber diese Bundesregierung hat 13 Millionen Euro zusätzlich für die Zukunft zur Verfügung gestellt, damit wir genau dort eingreifen können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) Also das, was Sie da behaupten, Herr Kollege Shetty von den NEOS, ist eine Frechheit. Das ist eine Frechheit gegenüber dem Minister, das ist eine Frechheit gegenüber den Kindern und Jugendlichen, die gemeinsam mit den Pädagoginnen und Pädagogen hervorragend mit den Herausforderungen in der Schule zurande gekommen sind. Dem gebührt großer Respekt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.
Schauen wir uns aber dieses Bildungssystem und unser Schulsystem in Österreich insgesamt an: Wir sind hervorragend durch die Pandemie gekommen, wir haben uns mit hervorragenden Pädagoginnen und Pädagogen auch sofort auf diese neue Situation eingestellt. (Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.) Sagen Sie nicht einer neuen Generation, dass ihre Zukunft verloren ist! Was ist das für eine Perspektive für heutige Jugendliche? Ich habe letztens eine Onlinediskussion mit einer Schulklasse geführt, die mir sagte: Wir lesen in den Medien die ganze Zeit und uns wird auch gesagt, wir haben nichts gelernt, wir können nichts, wir werden nie einen Job kriegen und so weiter. – Hören Sie auf, das zu tun! (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.) Hören Sie auf! Sie sagen das in all den Debatten. (Beifall bei der ÖVP.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.
Schauen wir uns aber dieses Bildungssystem und unser Schulsystem in Österreich insgesamt an: Wir sind hervorragend durch die Pandemie gekommen, wir haben uns mit hervorragenden Pädagoginnen und Pädagogen auch sofort auf diese neue Situation eingestellt. (Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.) Sagen Sie nicht einer neuen Generation, dass ihre Zukunft verloren ist! Was ist das für eine Perspektive für heutige Jugendliche? Ich habe letztens eine Onlinediskussion mit einer Schulklasse geführt, die mir sagte: Wir lesen in den Medien die ganze Zeit und uns wird auch gesagt, wir haben nichts gelernt, wir können nichts, wir werden nie einen Job kriegen und so weiter. – Hören Sie auf, das zu tun! (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.) Hören Sie auf! Sie sagen das in all den Debatten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Schauen wir uns aber dieses Bildungssystem und unser Schulsystem in Österreich insgesamt an: Wir sind hervorragend durch die Pandemie gekommen, wir haben uns mit hervorragenden Pädagoginnen und Pädagogen auch sofort auf diese neue Situation eingestellt. (Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.) Sagen Sie nicht einer neuen Generation, dass ihre Zukunft verloren ist! Was ist das für eine Perspektive für heutige Jugendliche? Ich habe letztens eine Onlinediskussion mit einer Schulklasse geführt, die mir sagte: Wir lesen in den Medien die ganze Zeit und uns wird auch gesagt, wir haben nichts gelernt, wir können nichts, wir werden nie einen Job kriegen und so weiter. – Hören Sie auf, das zu tun! (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.) Hören Sie auf! Sie sagen das in all den Debatten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Frau Kollegin Künsberg Sarre von den NEOS, auch wenn es Ihnen in jedem Ausschuss und in jeder Debatte hier gesagt wird: Der Bund ist für die Elementarpädagogik nicht zuständig. Er ist es einfach nicht. (Beifall bei der ÖVP.) Wir haben hervorragende Einrichtungen für unsere Null- bis Sechsjährigen, wir haben hervorragende Gesetzgebungen dafür. Wir haben super Bildungseinrichtungen, und wir haben in den letzten Jahren in allen Bundesländern viel Wert darauf gelegt. Gerade in der Steiermark, woher Sie kommen, haben wir eines der besten Kinderbildungs- und Kinderbetreuungsgesetze. (Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.) Sie können nicht sagen, der Bund ist zuständig, und fragen, wo im Budget das Geld dafür ist. Nein, so funktioniert das nicht, wir haben in Österreich den Föderalismus.
Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.
Frau Kollegin Künsberg Sarre von den NEOS, auch wenn es Ihnen in jedem Ausschuss und in jeder Debatte hier gesagt wird: Der Bund ist für die Elementarpädagogik nicht zuständig. Er ist es einfach nicht. (Beifall bei der ÖVP.) Wir haben hervorragende Einrichtungen für unsere Null- bis Sechsjährigen, wir haben hervorragende Gesetzgebungen dafür. Wir haben super Bildungseinrichtungen, und wir haben in den letzten Jahren in allen Bundesländern viel Wert darauf gelegt. Gerade in der Steiermark, woher Sie kommen, haben wir eines der besten Kinderbildungs- und Kinderbetreuungsgesetze. (Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.) Sie können nicht sagen, der Bund ist zuständig, und fragen, wo im Budget das Geld dafür ist. Nein, so funktioniert das nicht, wir haben in Österreich den Föderalismus.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
ja, das wird für gute Bildungsarbeit genutzt, nämlich für hervorragende Pädagoginnen und Pädagogen in den Schulen direkt, und die verwalten nicht, sondern die gestalten, die machen wirklich gute Unterrichtsarbeit. Fakt ist auch: Wir haben viele Projekte und viele Maßnahmen, Stichwort auch Digitalisierung. Allein in Graz sind das 9 700 Endgeräte, die für Einrichtungen zusätzlich zur Verfügung gestellt werden. Das heißt, wir sind auch fit für die Zukunft. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Sieber: Sie wissen, dass das nicht stimmt! Das gibt es ja nicht! Lernen Sie Geschichte!
Abgeordnete Eva Maria Holzleitner, BSc (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! An die Kollegin von der ÖVP: Der Bund ist deswegen nicht für Elementarpädagogik zuständig, weil ein Ex-Kanzler – der Kollege, Herr Klubobmann Kurz, sitzt im Raum – ein Bundesland aufhetzen wollte und den Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung nicht möglich gemacht hat. (Abg. Sieber: Sie wissen, dass das nicht stimmt! Das gibt es ja nicht! Lernen Sie Geschichte!) Er ist in Wahrheit der ärgste politische Haxlsteller. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Salzmann: Das ist doch eine alte Geschichte! Das stimmt ja gar nicht! Du weißt, dass das nicht stimmt! – Abg. Gabriela Schwarz: Das stimmt nicht!) Deswegen gibt es das nicht auf Bundesebene. Das stimmt, Frau Kollegin Salzmann, das stimmt. (Abg. Salzmann: Nein, es stimmt nicht!) Das gibt es schwarz auf weiß in Chatnachrichten, aber Sie werden es uns nachher sicher erklären.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Salzmann: Das ist doch eine alte Geschichte! Das stimmt ja gar nicht! Du weißt, dass das nicht stimmt! – Abg. Gabriela Schwarz: Das stimmt nicht!
Abgeordnete Eva Maria Holzleitner, BSc (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! An die Kollegin von der ÖVP: Der Bund ist deswegen nicht für Elementarpädagogik zuständig, weil ein Ex-Kanzler – der Kollege, Herr Klubobmann Kurz, sitzt im Raum – ein Bundesland aufhetzen wollte und den Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung nicht möglich gemacht hat. (Abg. Sieber: Sie wissen, dass das nicht stimmt! Das gibt es ja nicht! Lernen Sie Geschichte!) Er ist in Wahrheit der ärgste politische Haxlsteller. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Salzmann: Das ist doch eine alte Geschichte! Das stimmt ja gar nicht! Du weißt, dass das nicht stimmt! – Abg. Gabriela Schwarz: Das stimmt nicht!) Deswegen gibt es das nicht auf Bundesebene. Das stimmt, Frau Kollegin Salzmann, das stimmt. (Abg. Salzmann: Nein, es stimmt nicht!) Das gibt es schwarz auf weiß in Chatnachrichten, aber Sie werden es uns nachher sicher erklären.
Abg. Salzmann: Nein, es stimmt nicht!
Abgeordnete Eva Maria Holzleitner, BSc (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! An die Kollegin von der ÖVP: Der Bund ist deswegen nicht für Elementarpädagogik zuständig, weil ein Ex-Kanzler – der Kollege, Herr Klubobmann Kurz, sitzt im Raum – ein Bundesland aufhetzen wollte und den Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung nicht möglich gemacht hat. (Abg. Sieber: Sie wissen, dass das nicht stimmt! Das gibt es ja nicht! Lernen Sie Geschichte!) Er ist in Wahrheit der ärgste politische Haxlsteller. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Salzmann: Das ist doch eine alte Geschichte! Das stimmt ja gar nicht! Du weißt, dass das nicht stimmt! – Abg. Gabriela Schwarz: Das stimmt nicht!) Deswegen gibt es das nicht auf Bundesebene. Das stimmt, Frau Kollegin Salzmann, das stimmt. (Abg. Salzmann: Nein, es stimmt nicht!) Das gibt es schwarz auf weiß in Chatnachrichten, aber Sie werden es uns nachher sicher erklären.
Zwischenruf des Abg. Eßl.
Zur psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen kann ich gleich nahtlos an das anschließen, was Kollege Shetty gesagt hat: Es sind zwei Jahre, Herr Minister, wir haben wirklich höchstdramatische Zahlen. Die Kinder- und Jugendpsychiatrien sind voll, die Triage ist Realität. Die psychologische Unterstützung von Kindern und Jugendlichen ist wesentlich, muss eine unserer Topprioritäten sein. (Zwischenruf des Abg. Eßl.) Das sagt die Bundesjugendvertretung mit ihrem Motto: Die Krise im Kopf, unter dem sie eine Zehnpunktecharta aufgestellt hat. Viele Punkte darin betreffen auch den Bildungsbereich. Es geht einerseits um den Ausbau von Schulpsychologie, aber auch um die verstärkte Prävention beim Thema Mobbing oder auch um Aufklärung zu psychoaktiven Suchtmitteln an Schulen.
Beifall bei der SPÖ.
Viele Vorschläge liegen somit am Tisch, Herr Minister. Wir appellieren wirklich an Sie, hier ein sattes Plus für die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen auszuschütten. Wir erkennen an, dass Sie eine Erhöhung vorgenommen haben, aber es braucht einfach noch mehr. Der gute Wille wäre da, jetzt braucht es wirklich mehr Millionen für die mentale Gesundheit unserer Kinder und Jugendlichen in diesem Land. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es gibt zu wenig Professorinnen, zu wenig Frauen auf Tenuretrackstellen. Das zeigen auch die Wirkungsziele, die Ihr Ministerium aufgestellt hat. Ich fordere Sie wirklich auf, Herr Minister: Sie haben eine zentrale Koordinierungsfunktion – natürlich, Kollegin Blimlinger, unter Berücksichtigung der Uniautonomie, das ist völlig klar –, Sie als Bundesminister müssen da wirklich einfach mehr Ambitionen im Einsatz für die Frauen in Österreich zeigen, damit diese auch im Hochschulbereich dieselben Berufschancen wie ihre männlichen Kollegen haben. Herr Minister, setzen Sie ein Zeichen, durchbrechen wir gemeinsam die gläserne Decke! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Nico Marchetti (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Minister! Ich finde, wir sollten ein bisschen darauf achten, welche Worte wir wählen, denn ich glaube nicht, dass man kämpferischer wirkt, wenn man besonders unfreundlich ist, oder dass man eher recht hat, wenn man lauter ist. Wenn man sich hierherstellt und meint, die Bundesregierung habe irgendeine Art der Freude daran, Kinder einzusperren, wegzusperren, dann möchte ich echt sagen: So zu tun, als wären wir irgendwelche Sadisten, die Freude daran hätten, jungen Menschen Schaden zuzufügen, ist wirklich geschmacklos. Lieber Kollege Shetty, Würde ist mehr als ein Konjunktiv. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wie gesagt, es geht nicht nur darum, mehr Geld in ein System hineinzuwerfen, sondern es geht auch darum, das System zu verbessern. Ich glaube, diese 10 Milliarden Euro für das Bildungsbudget sind nicht nur ein Batzen Geld, sondern es ist auch wirklich ein gutes System, bei dem sich die Euros, die wir da hineinleeren, auch auszahlen. Insofern finde ich es eine gute Sache, und ich glaube, dass wir auch zufrieden damit sein können, wie die Verhandlungen verlaufen sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete MMMag. Gertraud Salzmann (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen hier im Hohen Haus! Aber auch geschätzte Zuseher daheim, die Sie dieser durchaus hitzigen Bildungsdebatte hoffentlich mit Interesse folgen! Ich könnte jetzt viel replizieren. Kollege Shetty, ich glaube, Nico Marchetti, mein Vorredner, hat es auch gesagt: Ich distanziere mich wirklich von dieser Wortwahl, die hier am Rednerpult getroffen worden ist. Wir sperren keine Kinder weg. Wenn du sagst: „Wagen Sie es nicht“!, dann empfinde ich das als Drohung, und das finde ich hier völlig unangemessen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Holzleitner: ... etwas anderes!
Kollegin Holzleitner – ich sehe dich jetzt nicht –, zu den 1,6 Milliarden Euro: Auch wenn ihr das mantraartig immer wieder, immer wieder wiederholt, wird es nicht richtiger, denn diese Erzählung stimmt nicht. (Abg. Holzleitner: ... etwas anderes!) Ich kann es dir sehr gern erklären, vielleicht nimmst du es von mir an.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Meinl-Reisinger: Was heißt denn Wahlfreiheit, wenn es nichts gibt? Das ist doch eine Augenauswischerei! Was habe ich denn für eine Wahl, wenn der Kindergarten in schwarzen Gemeinden um zwölf zumacht? – Zwischenrufe der Abgeordneten Holzleitner und Brandstötter.
Meine Damen und Herren, es ist immer wieder von 1,6 Milliarden Euro die Rede gewesen, aber es ist ganz viel Geld in den Ausbau der Tagesbetreuung geflossen. Zum einen haben es die Gemeinden zum Teil nicht abgeholt, zum anderen – das möchte ich hier als Vertreterin der Volkspartei ganz klarmachen – stehen wir für die Wahlfreiheit, wir verfolgen nicht das Modell, das die SPÖ hat. Ihr könnt ein anderes haben, das ist mir egal. Wir stehen für die Wahlfreiheit, wir wollen die Tagesbetreuung, aber nicht verpflichtend, das ist klar. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Meinl-Reisinger: Was heißt denn Wahlfreiheit, wenn es nichts gibt? Das ist doch eine Augenauswischerei! Was habe ich denn für eine Wahl, wenn der Kindergarten in schwarzen Gemeinden um zwölf zumacht? – Zwischenrufe der Abgeordneten Holzleitner und Brandstötter.)
Abg. Martin Graf: Das liegt eventuell am System!
Herr Kollege Brückl, Sie haben von den Förderstunden gesprochen. Es gibt derzeit so viele Förderstunden, dass sie in den Schulen gar nicht verbraucht werden können. Warum? (Abg. Martin Graf: Das liegt eventuell am System!) – Bitte bedenken Sie auch einen Umstand: Es gibt viele Lehrerinnen und Lehrer, die ihren Dienst in den Klassen, in den Schulen in den letzten eineinhalb Jahren mit einem hohen Idealismus bis an die Grenze ihrer Belastungsfähigkeit verrichtet haben. Ich denke, es ist klar, dass die irgendwann auch nicht mehr können, dass die auch nicht mehr und noch mehr zusätzliche Förderstunden geben können. (Abg. Martin Graf: Das wird jetzt viel besser, denn jetzt dürfen sie ständig Maske tragen!)
Abg. Martin Graf: Das wird jetzt viel besser, denn jetzt dürfen sie ständig Maske tragen!
Herr Kollege Brückl, Sie haben von den Förderstunden gesprochen. Es gibt derzeit so viele Förderstunden, dass sie in den Schulen gar nicht verbraucht werden können. Warum? (Abg. Martin Graf: Das liegt eventuell am System!) – Bitte bedenken Sie auch einen Umstand: Es gibt viele Lehrerinnen und Lehrer, die ihren Dienst in den Klassen, in den Schulen in den letzten eineinhalb Jahren mit einem hohen Idealismus bis an die Grenze ihrer Belastungsfähigkeit verrichtet haben. Ich denke, es ist klar, dass die irgendwann auch nicht mehr können, dass die auch nicht mehr und noch mehr zusätzliche Förderstunden geben können. (Abg. Martin Graf: Das wird jetzt viel besser, denn jetzt dürfen sie ständig Maske tragen!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte zum Abschluss betonen – und vielleicht lassen mich die Kolleginnen und Kollegen hier herinnen auch ausreden –, Herr Minister: Ein Budget mit erstmalig mehr als 10 Milliarden Euro für eine gute Bildung, bei dem jeder Euro, meine Damen und Herren, unseren Kindern und damit unserer Zukunft zugutekommt, ist ein gutes Bildungsbudget. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zum Abschluss möchte ich ganz bewusst von dieser Stelle aus allen Pädagoginnen und Pädagogen, sei es in den Kinderbetreuungseinrichtungen oder in den Schulen, meinen ganz herzlichen Dank aussprechen. Sie haben die Kinder mit einem hohen Maß an Engagement bestens durch diese ganz schwierige, enorm fordernde Zeit begleitet, sie bestens betreut und auch vielfach gestützt. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Helmut Brandstätter (NEOS): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Herr Kurz verlässt wieder einmal fluchtartig den Saal, obwohl ich ihm so gerne etwas gesagt hätte. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Es geht nämlich um einen ganz wichtigen Satz, den man, wenn man an einer Universität studiert, auf jeden Fall mitbekommt, und wenn man nicht an der Universität studiert, nicht mitbekommt. Deswegen hätte ich ihm das gerne gesagt, aber Sie können es ihm ja dann ausrichten: „Die Wissenschaft und ihre Lehre ist frei.“ (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Sie schreien schon wieder, und wenn Sie schreien, hören Sie nicht. Kollege Loacker hat das heute schon erklärt. Deswegen sage ich es noch einmal, und der Herr Bundesminister kann es Ihnen dann auch noch erklären: „Die Wissenschaft und ihre Lehre ist frei.“ (Beifall bei den NEOS.)
Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Helmut Brandstätter (NEOS): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Herr Kurz verlässt wieder einmal fluchtartig den Saal, obwohl ich ihm so gerne etwas gesagt hätte. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Es geht nämlich um einen ganz wichtigen Satz, den man, wenn man an einer Universität studiert, auf jeden Fall mitbekommt, und wenn man nicht an der Universität studiert, nicht mitbekommt. Deswegen hätte ich ihm das gerne gesagt, aber Sie können es ihm ja dann ausrichten: „Die Wissenschaft und ihre Lehre ist frei.“ (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Sie schreien schon wieder, und wenn Sie schreien, hören Sie nicht. Kollege Loacker hat das heute schon erklärt. Deswegen sage ich es noch einmal, und der Herr Bundesminister kann es Ihnen dann auch noch erklären: „Die Wissenschaft und ihre Lehre ist frei.“ (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Abgeordneter Dr. Helmut Brandstätter (NEOS): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Herr Kurz verlässt wieder einmal fluchtartig den Saal, obwohl ich ihm so gerne etwas gesagt hätte. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Es geht nämlich um einen ganz wichtigen Satz, den man, wenn man an einer Universität studiert, auf jeden Fall mitbekommt, und wenn man nicht an der Universität studiert, nicht mitbekommt. Deswegen hätte ich ihm das gerne gesagt, aber Sie können es ihm ja dann ausrichten: „Die Wissenschaft und ihre Lehre ist frei.“ (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Sie schreien schon wieder, und wenn Sie schreien, hören Sie nicht. Kollege Loacker hat das heute schon erklärt. Deswegen sage ich es noch einmal, und der Herr Bundesminister kann es Ihnen dann auch noch erklären: „Die Wissenschaft und ihre Lehre ist frei.“ (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Martin Graf: Warum hat er damals nichts gesagt?
Herr Badelt hat das dann in einem „Profil“-Interview erzählt. Er hat gesagt, Schmid hat ihn zum Essen eingeladen. Das war noch das Freundlichste. Dann hat er ihm „sehr rüde eröffnet“, dass das Finanzministerium die Wifo-Grundsubvention um ein Viertel kürzen muss, und dann hat er gesagt, er ist unzufrieden, und es geht ja alles nicht so weiter. Dann hat er gesagt, es gibt Studien, die zwar bezahlt, aber nicht veröffentlicht werden. – Das, meine Damen und Herren, ist schon skandalös: dass mit Steuergeld Studien finanziert werden, und wenn sie einem Beamten – nicht einem Beamten, sondern Herrn Schmid, der irgendwie zum System Kurz gehört – nicht passen, dann werden sie nicht veröffentlicht. Deswegen haben wir heute einen Entschließungsantrag vorbereitet. (Abg. Martin Graf: Warum hat er damals nichts gesagt?) – Wer? (Abg. Martin Graf: Herr Professor Badelt!) – Das müssen Sie Professor Badelt fragen, aber wenn jemand eine Drohung ausspricht - - (Weiterer Zwischenruf des Abg. Martin Graf.) Wenn jemand eine Drohung ausspricht (Zwischenruf des Abg. Eßl), ist ja der Böse derjenige, der die Drohung ausspricht, und nicht derjenige, der bedroht wird. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Martin Graf: Herr Professor Badelt!
Herr Badelt hat das dann in einem „Profil“-Interview erzählt. Er hat gesagt, Schmid hat ihn zum Essen eingeladen. Das war noch das Freundlichste. Dann hat er ihm „sehr rüde eröffnet“, dass das Finanzministerium die Wifo-Grundsubvention um ein Viertel kürzen muss, und dann hat er gesagt, er ist unzufrieden, und es geht ja alles nicht so weiter. Dann hat er gesagt, es gibt Studien, die zwar bezahlt, aber nicht veröffentlicht werden. – Das, meine Damen und Herren, ist schon skandalös: dass mit Steuergeld Studien finanziert werden, und wenn sie einem Beamten – nicht einem Beamten, sondern Herrn Schmid, der irgendwie zum System Kurz gehört – nicht passen, dann werden sie nicht veröffentlicht. Deswegen haben wir heute einen Entschließungsantrag vorbereitet. (Abg. Martin Graf: Warum hat er damals nichts gesagt?) – Wer? (Abg. Martin Graf: Herr Professor Badelt!) – Das müssen Sie Professor Badelt fragen, aber wenn jemand eine Drohung ausspricht - - (Weiterer Zwischenruf des Abg. Martin Graf.) Wenn jemand eine Drohung ausspricht (Zwischenruf des Abg. Eßl), ist ja der Böse derjenige, der die Drohung ausspricht, und nicht derjenige, der bedroht wird. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Weiterer Zwischenruf des Abg. Martin Graf.
Herr Badelt hat das dann in einem „Profil“-Interview erzählt. Er hat gesagt, Schmid hat ihn zum Essen eingeladen. Das war noch das Freundlichste. Dann hat er ihm „sehr rüde eröffnet“, dass das Finanzministerium die Wifo-Grundsubvention um ein Viertel kürzen muss, und dann hat er gesagt, er ist unzufrieden, und es geht ja alles nicht so weiter. Dann hat er gesagt, es gibt Studien, die zwar bezahlt, aber nicht veröffentlicht werden. – Das, meine Damen und Herren, ist schon skandalös: dass mit Steuergeld Studien finanziert werden, und wenn sie einem Beamten – nicht einem Beamten, sondern Herrn Schmid, der irgendwie zum System Kurz gehört – nicht passen, dann werden sie nicht veröffentlicht. Deswegen haben wir heute einen Entschließungsantrag vorbereitet. (Abg. Martin Graf: Warum hat er damals nichts gesagt?) – Wer? (Abg. Martin Graf: Herr Professor Badelt!) – Das müssen Sie Professor Badelt fragen, aber wenn jemand eine Drohung ausspricht - - (Weiterer Zwischenruf des Abg. Martin Graf.) Wenn jemand eine Drohung ausspricht (Zwischenruf des Abg. Eßl), ist ja der Böse derjenige, der die Drohung ausspricht, und nicht derjenige, der bedroht wird. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Eßl
Herr Badelt hat das dann in einem „Profil“-Interview erzählt. Er hat gesagt, Schmid hat ihn zum Essen eingeladen. Das war noch das Freundlichste. Dann hat er ihm „sehr rüde eröffnet“, dass das Finanzministerium die Wifo-Grundsubvention um ein Viertel kürzen muss, und dann hat er gesagt, er ist unzufrieden, und es geht ja alles nicht so weiter. Dann hat er gesagt, es gibt Studien, die zwar bezahlt, aber nicht veröffentlicht werden. – Das, meine Damen und Herren, ist schon skandalös: dass mit Steuergeld Studien finanziert werden, und wenn sie einem Beamten – nicht einem Beamten, sondern Herrn Schmid, der irgendwie zum System Kurz gehört – nicht passen, dann werden sie nicht veröffentlicht. Deswegen haben wir heute einen Entschließungsantrag vorbereitet. (Abg. Martin Graf: Warum hat er damals nichts gesagt?) – Wer? (Abg. Martin Graf: Herr Professor Badelt!) – Das müssen Sie Professor Badelt fragen, aber wenn jemand eine Drohung ausspricht - - (Weiterer Zwischenruf des Abg. Martin Graf.) Wenn jemand eine Drohung ausspricht (Zwischenruf des Abg. Eßl), ist ja der Böse derjenige, der die Drohung ausspricht, und nicht derjenige, der bedroht wird. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Badelt hat das dann in einem „Profil“-Interview erzählt. Er hat gesagt, Schmid hat ihn zum Essen eingeladen. Das war noch das Freundlichste. Dann hat er ihm „sehr rüde eröffnet“, dass das Finanzministerium die Wifo-Grundsubvention um ein Viertel kürzen muss, und dann hat er gesagt, er ist unzufrieden, und es geht ja alles nicht so weiter. Dann hat er gesagt, es gibt Studien, die zwar bezahlt, aber nicht veröffentlicht werden. – Das, meine Damen und Herren, ist schon skandalös: dass mit Steuergeld Studien finanziert werden, und wenn sie einem Beamten – nicht einem Beamten, sondern Herrn Schmid, der irgendwie zum System Kurz gehört – nicht passen, dann werden sie nicht veröffentlicht. Deswegen haben wir heute einen Entschließungsantrag vorbereitet. (Abg. Martin Graf: Warum hat er damals nichts gesagt?) – Wer? (Abg. Martin Graf: Herr Professor Badelt!) – Das müssen Sie Professor Badelt fragen, aber wenn jemand eine Drohung ausspricht - - (Weiterer Zwischenruf des Abg. Martin Graf.) Wenn jemand eine Drohung ausspricht (Zwischenruf des Abg. Eßl), ist ja der Böse derjenige, der die Drohung ausspricht, und nicht derjenige, der bedroht wird. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Martin Graf und Eßl.
Kollege Margreiter hat das bei der Diskussion um die Justizdebatte schon richtig gesagt. Er hat nämlich gesagt: Das System ist korrupt unterwandert. (Zwischenrufe der Abgeordneten Martin Graf und Eßl.) – Da müssen wir aufpassen, das müssen wir beenden, und deswegen haben wir einen Entschließungsantrag vorbereitet.
Abg. Hörl: ... Handy auch schon gelöscht?
auf einmal weg gewesen; aber die Buben lernen ja nicht einmal etwas. Herr Fleischmann hat noch immer geglaubt, wenn er sein Handy löscht, zurücksetzt, dann ist alles weg. Gott sei Dank ist das nicht so. Sie haben zwar versucht, das System zu unterwandern, aber die WKStA arbeitet, wird also auch das auswerten, und das ist auch ganz wesentlich. (Abg. Hörl: ... Handy auch schon gelöscht?)
Abg. Eßl: Lesen Sie es einmal selber!
Jetzt schenke ich Herrn Kurz gerne das Buch „Die Kunst des richtigen Maßes“. (Der Redner hält das genannte Buch in die Höhe.) Ja, das ist das Buch „Die Kunst des richtigen Maßes“ von Prof. Johannes Huber. Kollege Kollross lächelt. (Abg. Eßl: Lesen Sie es einmal selber!) Ich gestehe, weil ich ja gerne die Wahrheit sage: Ich habe es leider noch nicht gelesen, werde es aber jetzt lesen. Ich lese Ihnen nur ganz kurz etwas vor (Zwischenruf des Abg. Gerstl): Dieses Buch gibt Hinweise darauf, wie wir das richtige Maß finden, aber auch darauf, wie wir es halten können, zum Beispiel indem wir alte Gewohnheiten ablegen und neue annehmen, was nicht einfach ist, wofür es aber hilfreiche Techniken gibt. – Zitatende.
Zwischenruf des Abg. Gerstl
Jetzt schenke ich Herrn Kurz gerne das Buch „Die Kunst des richtigen Maßes“. (Der Redner hält das genannte Buch in die Höhe.) Ja, das ist das Buch „Die Kunst des richtigen Maßes“ von Prof. Johannes Huber. Kollege Kollross lächelt. (Abg. Eßl: Lesen Sie es einmal selber!) Ich gestehe, weil ich ja gerne die Wahrheit sage: Ich habe es leider noch nicht gelesen, werde es aber jetzt lesen. Ich lese Ihnen nur ganz kurz etwas vor (Zwischenruf des Abg. Gerstl): Dieses Buch gibt Hinweise darauf, wie wir das richtige Maß finden, aber auch darauf, wie wir es halten können, zum Beispiel indem wir alte Gewohnheiten ablegen und neue annehmen, was nicht einfach ist, wofür es aber hilfreiche Techniken gibt. – Zitatende.
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Kollross.
Ziel muss es auch sein – und ich glaube, Sie stehen als Wissenschaftler wirklich dafür, Herr Bundesminister –, gewissen Leuten zu erklären: „Die Wissenschaft und ihre Lehre ist frei.“ Lasst die Menschen in Ruhe arbeiten! Hört mit der Wissenschaftsfeindlichkeit auf! Wir leben von diesen Forschungsergebnissen. Sie sind gut für uns, eben zum Beispiel auch, indem eine Impfung gefunden wurde. Also lasst euch impfen! – Danke. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Kollross.)
Beifall bei der ÖVP.
Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung Dr. Heinz Faßmann: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Wir reden von der gleichen Materie, sprich von den gleichen UGs, aber offensichtlich aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln. Sie werden daher verstehen, dass ich beide Budgets, UG 30 und 31, lobe, und ich verstehe vollkommen, dass die Opposition sie kritisiert. Das ist legitim und eben Teil unserer parlamentarischen Diskussion. Warum ich zufrieden bin, Frau Vorderwinkler: OECD – Education at a Glance sagt mir, wir geben etwa 13 000 US-Dollar pro Schüler und Schülerin pro Jahr aus. Wir sind damit nach Luxemburg, Norwegen und Island an vierter Stelle. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wissen Sie, ich sage bei jeder Gelegenheit – manchmal kommt man sich ja schon unglaublich redundant vor, wenn man eigentlich immer das Gleiche sagt, aber das gehört, glaube ich, zum Schicksal eines Politikers dazu –, dass die Zeit- und Sinnstruktur, die Schule den Schülern und Schülerinnen gibt und geben kann, in der Früh aufzustehen – manchmal mühsam, weil man lieber noch länger schlafen möchte ‑, in die Schule zu gehen, dort etwas zu lernen, wichtig ist. Das schafft Sinnstruktur im Leben, und daher ist natürlich auch für mich Präsenzschule die beste Prophylaxe, um jemanden vor depressiven Attitüden zu bewahren. Das sage ich jedes Mal, aber Sie sagen mir jetzt eindrucksvoll, ich darf nichts wagen: Ganz habe ich es nicht verstanden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Martin Graf: Nein! Weniger als früher!
Herr Abgeordneter Graf, Sie haben den FWF erwähnt und gesagt, er hatte noch nie so wenig Geld wie jetzt. (Abg. Martin Graf: Nein! Weniger als früher!) Haben Sie es nicht gesagt? – Er könnte mehr haben. Ich muss Ihnen sagen, der FWF hat 27 Prozent Erhöhung im Vergleich zu den vergangenen drei Jahren. Der FWF hat noch nie so viel Budget gehabt, wie er jetzt bekommen wird. Der FWF hat auch die Möglichkeit, über den Exzellenzcluster ganz neue Strukturen in Österreich zu errichten, die es vorher nicht gegeben hat.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir sind, glaube ich, im Bereich der Ludwig-Boltzmann-Gesellschaft, die mehr Geld bekommen wird, ebenso erfolgreich. Die Akademie der Wissenschaften bekommt mehr Geld, das IST Austria bekommt mehr Geld. Insgesamt ist der Forschungssektor wirklich, wirklich ein erfolgreicher Sektor gewesen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine Damen und Herren, Bildung, Wissenschaft und Forschung gehören in diesem Budget insgesamt zu den Wachstumsbereichen. Ich danke letztlich dem Hohen Haus dafür – denn Sie stimmen dem Budget zu –, dass dies möglich geworden ist. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordnete Mag. Romana Deckenbacher (ÖVP): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Brennpunktschulen – dieser Begriff ist immer wieder im schulischen Kontext zu hören, und ich persönlich verwende ihn sehr, sehr ungern, denn man hat immer eine Assoziation damit: Gewalt, gespaltene Gesellschaft, religiöser Fanatismus, ein Ort, wo man vielleicht nicht so gerne hingeht. Und täglich gehen Zigtausende Menschen als Schülerinnen, als Schüler, als Lehrerinnen, als Lehrer, als Schulleiterinnen und Schulleiter dorthin und leisten aufgrund dieser Situation oder genau deswegen großartige Arbeit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wirksamkeit der gesetzten Maßnahmen auch wirklich überprüft werden können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Unsere Kolleginnen und Kollegen arbeiten an allen Schulen immer wieder einfach großartig, und jene, die aufgrund ihrer besonderen Herausforderungen Unterstützung brauchen, sollen sie auch bekommen, denn Bildung ist die beste Investition in unsere Zukunft. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Was ist im Förderpaket? – Für Lehrlinge ist nichts dabei, dabei sind Lehrlinge Schüler wie andere Schüler auch. Wenn ich daran denke, wie bei der Matura herumdiskutiert worden ist, was alles passieren muss, damit die Maturanten die Matura machen können! Die Lehrlinge sind im Stich gelassen worden. Es ist in dieser Richtung nichts passiert, und deshalb bitte und fordere ich ein Umdenken, was die Lehrlinge betrifft. Es gibt über 100 000 Lehrlinge bei uns in Österreich, und diese haben auch ein Recht auf Allgemeinbildung. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.
Zum Abschluss meiner Rede frage ich Sie, Herr Minister: Haben Sie in Ihrem Kabinett schon einen Lehrling aufgenommen, um diesem vielleicht ein bisschen die Praxis beizubringen? (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Mit dem Budget 2022 haben wir, wie bereits gehört, Meilensteine gesetzt. Es sind Meilensteine im Bereich der Schule mit einem Budget von über 10 Milliarden Euro, das ist ein Plus von 400 Millionen Euro. Einen zweiten Meilenstein sehe ich im Bereich der Wissenschaft, Forschung und Universitäten mit 5,6 Milliarden Euro, das ist ein Plus von 360 Millionen Euro. In Summe haben wir für den Bildungsbereich 15,8 Milliarden Euro veranschlagt, das ergibt ein Plus von 760 Millionen Euro. Das kann man sich ruhig auf der Zunge zergehen lassen. Es ist ganz gewaltig, was der Herr Minister da ausverhandelt hat, und dafür gebührt ihm ein großes Dankeschön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Nachfolgend möchte ich, weil mir das persönlich sehr wichtig ist, zwei Bereiche ansprechen: Der eine, Herr Köchl, ist die Lehre mit Matura, für die 12,4 Millionen Euro vorgesehen sind. Ich bin ein Fan der Lehre mit Matura. Warum? – Weil das Modell bei uns im Bezirk Wolfsberg wirklich sehr gut funktioniert, dort machen circa 10 Prozent der Lehrlinge die Lehre mit Matura, und das schon seit Jahren. Ich kann das bestätigen, weil sehr viele Absolventen der Schule, an der ich unterrichten darf, genau diesen Weg einschlagen. Aus ihnen werden letztendlich die reifen, leistungswilligen, hoch gefragten Fachkräfte mit sehr guter Allgemeinbildung, also genau jene, die wir in der Wirtschaft brauchen und hinkünftig noch mehr brauchen werden. Deswegen: Gratulation und danke, dass darauf ein Augenmerk gelegt wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Bildung und Ausbildung in der Region helfen somit den Regionen in allen Bereichen und bei all ihren Aufgaben. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Hamann.
die besonders in den ländlichen Regionen eine wesentliche Säule des Bildungsbereichs darstellen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Hamann.)
Beifall bei der ÖVP.
Es werden aber nicht nur Endgeräte angekauft und ausgeliefert – wobei das allein schon eine echte logistische Meisterleistung ist –, sondern Minister Heinz Faßmann stellt darüber hinaus auch genügend Gelder für die sinnvolle Umsetzung des Projektes zur Verfügung. Es gibt sowohl zusätzliche Stunden für den First-Level-Support an den Schulen als auch Planstellen für IT-Administratoren, die den Schulen unterstützend zur Verfügung stehen. Besonders begrüße ich die Etablierung des Pflichtfaches digitale Grundbildung, auch dafür sind finanzielle Mittel vorgesehen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Lercher.
Meine Damen und Herren! SPÖ-Ministerinnen wie Kollegin Heinisch-Hosek, die leider nicht mehr da ist, haben stets von Digitalisierung geredet, es aber nicht geschafft, dieses Projekt umzusetzen. Jetzt kommt endlich die Umsetzung. Ein großes Kompliment und mein herzlicher Dank gehen daher an Bundesminister Faßmann und sein Team. Danke an alle Kolleginnen und Kollegen, die dieses Projekt an den Schulen mit viel Engagement umsetzen! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Lercher.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Hamann.
Ich appelliere daher dringend an alle, die den unsachlichen Darlegungen der FPÖ Glauben schenken: Lernen auch Sie dazu, wachen Sie auf und lassen Sie sich impfen! Es ist nie zu spät, und es hilft Ihnen und uns allen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Hamann.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Katharina Kucharowits (SPÖ): Frau Präsidentin! Werter Herr Bundesminister! Geschätzte Kollegen und Kolleginnen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! „Koste es, was es wolle“ ist ein Sager, der ungemein strapaziert worden ist und trotzdem noch immer nicht bei Kindern, SchülerInnen, Lehrlingen und Studierenden angekommen ist, auch budgetär nicht. Die Zielgruppen dieses Sagers sind SpenderInnen, TopverdienerInnen und Konzerne, was sich auch im Budget niederschlägt. Das ist wirklich traurig. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich frage Sie wirklich: Wie genau soll diesem riesigen Mangel an Kinderbildungsplätzen begegnet werden? Wie? Noch dazu müssen diese für Mütter, für Eltern bezahlbar sein. Wie reagieren Sie auf den Protest der PädagogInnen und BetreuerInnen, die ja auch auf den Straßen unterwegs waren, Herr Bundesminister, wie auf den Fachkräftemangel und wie auf die andauernde Unterbezahlung? (Beifall bei der SPÖ.) – Finanziell gar nicht, wir finden im Budget gar nichts! Das ist traurig, denn die Kinder sind wirklich die größten VerliererInnen dieser Krise, und sie können nicht länger warten. Deshalb braucht es sofort einen ersten wichtigen Schritt: Her mit dem Rechtsanspruch auf einen ganztägigen kostenlosen Kinderbildungsplatz (Beifall bei der SPÖ), der von Ex-Kanzler Kurz verhindert wurde! – 1,2 Milliarden Euro wurden aus Eitelkeit ganz einfach verhindert. Das ist eine Verhöhnung der Kinder, der Eltern und vor allem der Frauen.
Beifall bei der SPÖ
Ich frage Sie wirklich: Wie genau soll diesem riesigen Mangel an Kinderbildungsplätzen begegnet werden? Wie? Noch dazu müssen diese für Mütter, für Eltern bezahlbar sein. Wie reagieren Sie auf den Protest der PädagogInnen und BetreuerInnen, die ja auch auf den Straßen unterwegs waren, Herr Bundesminister, wie auf den Fachkräftemangel und wie auf die andauernde Unterbezahlung? (Beifall bei der SPÖ.) – Finanziell gar nicht, wir finden im Budget gar nichts! Das ist traurig, denn die Kinder sind wirklich die größten VerliererInnen dieser Krise, und sie können nicht länger warten. Deshalb braucht es sofort einen ersten wichtigen Schritt: Her mit dem Rechtsanspruch auf einen ganztägigen kostenlosen Kinderbildungsplatz (Beifall bei der SPÖ), der von Ex-Kanzler Kurz verhindert wurde! – 1,2 Milliarden Euro wurden aus Eitelkeit ganz einfach verhindert. Das ist eine Verhöhnung der Kinder, der Eltern und vor allem der Frauen.
Zwischenruf der Abg. Salzmann
Kommen wir zur akuten Coronasituation! Die letzten Tage und Wochen waren hinsichtlich der Regierungskommunikation ehrlich gesagt eine absolute Katastrophe (Zwischenruf der Abg. Salzmann), auch im Bildungsbereich, leider: ein Hin und Her, von heute auf morgen PCR-Testungen anstelle von Antigentestungen! Braucht es in der Volksschule doch FFP2-Masken oder reicht der Mund-Nasen-Schutz? – Es ist ein Problem, so zu argumentieren und so zu kommunizieren, weil das Unsicherheiten und Ängste schürt; es sorgt vor allem auch dafür, dass man einfach nicht mehr mitmacht – und das geht so nicht, Herr Bundesminister. Was tun Sie ehrlich, um dieses Chaos künftig zu verhindern? Es herrscht nämlich wirklich Chaos – und die Adresse ist leider die Regierungsadresse.
Beifall bei der SPÖ.
Nun zu den Unis und Fachhochschulen: Ja, es gibt mehr Gelder für Unis, aber für Fachhochschulen sind heiße 6,4 Millionen Euro vorgesehen – und das sind Peanuts im Budget. Gleichzeitig stellen wir uns die Frage – Kollegin Kuntzl ist darauf eingegangen ‑: Wann erhöhen Sie endlich die Studienbeihilfe? Studierende sind am Limit, sie leiden ungemein an der Teuerung, und Studijobs sind weggefallen. Was ist mit den Studierendenwohnheimen? Sie investieren leider nichts darin – das ist ein Konflikt, den wir beide schon länger austragen. Studierende leiden leider auch psychisch. Welche Maßnahmen, Herr Bundesminister, treffen Sie, um Studierende wirklich, wirklich zu schützen? Es ist nämlich Ihre Aufgabe, für beste Rahmenbedingungen für Studierende zu sorgen. Wir hören und lesen leider seit 20 Monaten nichts. (Beifall bei der SPÖ.) Von Coronamaßnahmen im Sinne der Studierenden gibt es übrigens auch nichts im Budget zu finden.
Ruf bei der ÖVP: Ja!
Abschließend – meine Zeit ist zu Ende (Ruf bei der ÖVP: Ja!) – bitten wir Sie: Nehmen Sie Ihre Aufgabe umfassend wahr und seien Sie bitte endlich ein Minister für Kinder, SchülerInnen und Studierende, erheben Sie Ihre Stimme! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Scherak.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Scherak.
Abschließend – meine Zeit ist zu Ende (Ruf bei der ÖVP: Ja!) – bitten wir Sie: Nehmen Sie Ihre Aufgabe umfassend wahr und seien Sie bitte endlich ein Minister für Kinder, SchülerInnen und Studierende, erheben Sie Ihre Stimme! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Scherak.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Präsidentin Doris Bures: Zu diesem Themenbereich ist nun niemand mehr zu Wort gemeldet. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Damit schließe ich auch diese Debatte.
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS.
Meine Damen und Herren! Ich weiß, das alles ist Ende November, Anfang Dezember zusammengedrängt, das liegt natürlich auch daran, dass da vor allem die Möglichkeit der Beleuchtung am Abend besser gegeben ist. Wir werden diese Beleuchtungen auch dem Publikum mit Tafeln erklären, damit nicht jemand meint, wir haben quasi nur jedes Mal ein anderes Farbspiel an der Parlamentsfassade, sondern erfährt, dass das auch einen inhaltlichen Grund hat. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ.
Frauen waren die Krisenheldinnen – gestern, heute, und sie sind es auch morgen. Sie tragen den Löwinnenanteil an dieser Krise, egal ob im Job oder zu Hause, die ganze Coronakrise hindurch. (Beifall bei der SPÖ.) Die Auswirkungen auf die Frauen in der Pandemie sind von der Bundesregierung leider kaum bis gar nicht abgefedert worden. Sie wurden schlichtweg ignoriert. Das stellen nicht nur wir als SPÖ fest, sondern auch unser wirklich hochgeschätzter und hochkarätiger Budgetdienst, der das in seiner Analyse an mehreren Stellen kritisiert. Die Ziele des Ministeriums wurden im Hinblick auf die Pandemie de facto nicht angepasst. In den Erläuterungen wurde nichts hinzugefügt, und der Budgetdienst attestiert: „ungenügend berücksichtigt“, da kein Fokus auf Gleichstellung gelegt wurde. Ich glaube, das ist ehrlicherweise wirklich eine sehr entlarvende Analyse. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Frauen waren die Krisenheldinnen – gestern, heute, und sie sind es auch morgen. Sie tragen den Löwinnenanteil an dieser Krise, egal ob im Job oder zu Hause, die ganze Coronakrise hindurch. (Beifall bei der SPÖ.) Die Auswirkungen auf die Frauen in der Pandemie sind von der Bundesregierung leider kaum bis gar nicht abgefedert worden. Sie wurden schlichtweg ignoriert. Das stellen nicht nur wir als SPÖ fest, sondern auch unser wirklich hochgeschätzter und hochkarätiger Budgetdienst, der das in seiner Analyse an mehreren Stellen kritisiert. Die Ziele des Ministeriums wurden im Hinblick auf die Pandemie de facto nicht angepasst. In den Erläuterungen wurde nichts hinzugefügt, und der Budgetdienst attestiert: „ungenügend berücksichtigt“, da kein Fokus auf Gleichstellung gelegt wurde. Ich glaube, das ist ehrlicherweise wirklich eine sehr entlarvende Analyse. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
keine Maßnahmen vorgesehen, um diesen Genderpaygap, also diese Ungleichbehandlung, auch tatsächlich auszumerzen. Wir waren und sind BündnispartnerInnen beim Thema Gehaltstransparenz. Das ist auch an die Grünen gerichtet: Wir waren und sind BündnispartnerInnen. – Machen wir da doch wirklich etwas gemeinsam, denn die Zahlen sind alarmierend: Frauen verdienen in ihrem Leben 500 000 Euro – eine halbe Million Euro! – weniger als Männer! (Beifall bei der SPÖ.) Dieser Einkommensunterschied darf wirklich nicht einzementiert werden. Handeln Sie endlich, liebe Bundesregierung und vor allem auch liebe Frau Ministerin!
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steinacker: ... ein Wahnsinn! – Weiterer Zwischenruf bei der ÖVP.
Was wir im Budget auch nicht sehen, ist ein Rechtsanspruch auf einen Kinderbildungsplatz. Wir werden nicht müde zu betonen, dass dieser Rechtsanspruch schon 2016 Realität hätte sein können und sich 2022 noch immer nicht im Budget wiederfindet, gestohlen von Sebastian Kurz und von der türkisen Regierungsspitze noch immer blockiert. Das ist wirklich ein Wahnsinn. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steinacker: ... ein Wahnsinn! – Weiterer Zwischenruf bei der ÖVP.) Für die Frauen, für die Familien und insbesondere für die Kinder in diesem Land bräuchte es einen Rechtsanspruch auf einen Kinderbildungsplatz.
Beifall bei der SPÖ.
Das wäre eine extrem wichtige Weiterentwicklung. Leider haben wir auch auf die Frage, ob sich beim Genderbudgeting irgendetwas bezüglich Reformen tut, im Budgetausschuss eine Absage bekommen. Dabei wäre das wirklich sehr wesentlich, um die Gleichstellung der Geschlechter im Gesamtbudget in einer Umschau einfach darzulegen und damit wirklich das Beste für die Frauen und für die Gleichstellung herausholen zu können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Noch ein Exkurs zum Gewaltschutz: Vorhin, um 8 Uhr, haben der Österreichische Frauenring und die Allianz gewaltfrei leben am Josefsplatz eine Kundgebung abgehalten. Sie fordern 228 Millionen Euro zur Umsetzung der Istanbulkonvention, zu der wir uns alle bekannt haben. Diese Forderung nach 228 Millionen Euro wird nicht erfüllt, ein Zehntel davon wird erfüllt. Die Frauen- und Mädchenberatungsstellen wurden gänzlich ausgelassen. Auch in den schriftlichen Budgetanfragen konnte uns nicht einmal dargelegt werden, ob es eine Kampagne für die Frauenhelpline gibt, weil das Detailbudget für 2022 im Frauenministerium noch nicht ausgearbeitet worden ist. Wichtige Kampagnen sind einfach in Schwebe, und das kann nicht sein. Gewaltprävention muss verstärkt werden! – Herr Präsident, wir haben sogar schon 26 Frauenmorde in diesem Land zu verzeichnen, knapp 50 versuchte Morde an Frauen – Morde einfach deshalb, weil Frauen Frauen sind. Diese Femizide müssen der Vergangenheit angehören! Dafür braucht es eine satte Budgeterhöhung. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Krisper und Meinl-Reisinger.
20 Jahren stagniert. Kinder- und Jugendorganisationen werden seit 20 Jahren einfach aufs Abstellgleis gestellt. Auch das können wir im Sinne der Kinderrechte nicht akzeptieren, in deren Namen wir uns alle am 20. November wieder herausstellen werden, um sie zu feiern. Eine Budgeterhöhung wäre das Mindeste. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Krisper und Meinl-Reisinger.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Abgeordnete Dipl.-Kffr. (FH) Elisabeth Pfurtscheller (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Frau Ministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ja, das Budget für Frauen und Gleichstellung wurde seit dem Jahr 2020 um sagenhafte 81 Prozent erhöht. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Heinisch-Hosek: Doch! – Abg. Greiner: Hallo?! Das sind aktuelle ...! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Liebe Frau Kollegin Holzleitner, ich unterstelle Ihnen jetzt, dass Sie genau aus diesem Grund mit keinem Wort auf das vorliegende Budget eingegangen sind, sondern über ganz andere Dinge gesprochen haben, die mit dieser UG 10 gar nichts zu tun haben. (Abg. Heinisch-Hosek: Doch! – Abg. Greiner: Hallo?! Das sind aktuelle ...! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich könnte jetzt auf jedes einzelne der Themen replizieren, die Sie da eben in die Diskussion geworfen haben. Ich suche mir aber nur eines aus, weil es mich wirklich am allermeisten ärgert, was Sie uns schon seit Wochen unterstellen. (Ruf bei der SPÖ: ... Zahlen genannt!) Da geht es um den Rechtsanspruch für den Kinderbetreuungsplatz. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: ... Zahlen genannt!
Liebe Frau Kollegin Holzleitner, ich unterstelle Ihnen jetzt, dass Sie genau aus diesem Grund mit keinem Wort auf das vorliegende Budget eingegangen sind, sondern über ganz andere Dinge gesprochen haben, die mit dieser UG 10 gar nichts zu tun haben. (Abg. Heinisch-Hosek: Doch! – Abg. Greiner: Hallo?! Das sind aktuelle ...! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich könnte jetzt auf jedes einzelne der Themen replizieren, die Sie da eben in die Diskussion geworfen haben. Ich suche mir aber nur eines aus, weil es mich wirklich am allermeisten ärgert, was Sie uns schon seit Wochen unterstellen. (Ruf bei der SPÖ: ... Zahlen genannt!) Da geht es um den Rechtsanspruch für den Kinderbetreuungsplatz. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Liebe Frau Kollegin Holzleitner, ich unterstelle Ihnen jetzt, dass Sie genau aus diesem Grund mit keinem Wort auf das vorliegende Budget eingegangen sind, sondern über ganz andere Dinge gesprochen haben, die mit dieser UG 10 gar nichts zu tun haben. (Abg. Heinisch-Hosek: Doch! – Abg. Greiner: Hallo?! Das sind aktuelle ...! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich könnte jetzt auf jedes einzelne der Themen replizieren, die Sie da eben in die Diskussion geworfen haben. Ich suche mir aber nur eines aus, weil es mich wirklich am allermeisten ärgert, was Sie uns schon seit Wochen unterstellen. (Ruf bei der SPÖ: ... Zahlen genannt!) Da geht es um den Rechtsanspruch für den Kinderbetreuungsplatz. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Bayr: Das war der Kurz! – Abg. Einwallner: Das sind nun einmal Fakten! – Weiterer Ruf bei der SPÖ: Kurz hat das verhindert!
Sie unterstellen, dass 2016 verhindert worden ist, dass es einen Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz gibt. (Abg. Bayr: Das war der Kurz! – Abg. Einwallner: Das sind nun einmal Fakten! – Weiterer Ruf bei der SPÖ: Kurz hat das verhindert!) Das stimmt mitnichten, und ich erkläre es Ihnen jetzt. Ich bitte auch, dass Sie zuhören und diese Unwahrheit nicht mehr wiederholen. (Abg. Heinisch-Hosek: Das war der Kurz! Das war der Kurz! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Heinisch-Hosek: Das war der Kurz! Das war der Kurz! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Sie unterstellen, dass 2016 verhindert worden ist, dass es einen Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz gibt. (Abg. Bayr: Das war der Kurz! – Abg. Einwallner: Das sind nun einmal Fakten! – Weiterer Ruf bei der SPÖ: Kurz hat das verhindert!) Das stimmt mitnichten, und ich erkläre es Ihnen jetzt. Ich bitte auch, dass Sie zuhören und diese Unwahrheit nicht mehr wiederholen. (Abg. Heinisch-Hosek: Das war der Kurz! Das war der Kurz! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Zwischenruf der Abg. Kucharowits
Es ging nicht um den Rechtsanspruch für einen Kinderbetreuungsplatz, sondern es ging tatsächlich darum, erstens die Nachmittagsbetreuung in den Schulen auszubauen. Zweitens wurden seit dieser Zeit von unserer Regierung 1,6 Milliarden Euro für die Kinderbetreuung in Österreich ausgegeben (Zwischenruf der Abg. Kucharowits), und es wird weiteres Geld ausgegeben werden. (Abg. Bayr: Ohne Rechtsanspruch!) Die Frau Ministerin wird auch nächstes Jahr wieder mit den Bundesländern verhandeln. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Bayr: Ohne Rechtsanspruch!
Es ging nicht um den Rechtsanspruch für einen Kinderbetreuungsplatz, sondern es ging tatsächlich darum, erstens die Nachmittagsbetreuung in den Schulen auszubauen. Zweitens wurden seit dieser Zeit von unserer Regierung 1,6 Milliarden Euro für die Kinderbetreuung in Österreich ausgegeben (Zwischenruf der Abg. Kucharowits), und es wird weiteres Geld ausgegeben werden. (Abg. Bayr: Ohne Rechtsanspruch!) Die Frau Ministerin wird auch nächstes Jahr wieder mit den Bundesländern verhandeln. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es ging nicht um den Rechtsanspruch für einen Kinderbetreuungsplatz, sondern es ging tatsächlich darum, erstens die Nachmittagsbetreuung in den Schulen auszubauen. Zweitens wurden seit dieser Zeit von unserer Regierung 1,6 Milliarden Euro für die Kinderbetreuung in Österreich ausgegeben (Zwischenruf der Abg. Kucharowits), und es wird weiteres Geld ausgegeben werden. (Abg. Bayr: Ohne Rechtsanspruch!) Die Frau Ministerin wird auch nächstes Jahr wieder mit den Bundesländern verhandeln. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Bayr: Ohne Rechtsanspruch! – Weiterer Ruf bei der SPÖ: ... gestohlen! – Abg. Heinisch-Hosek: ... Kinderbetreuung reden! – Abg. Herr: ... keinen Rechtsanspruch!
Sie müssen sich keine Sorgen machen: Die Kinderbetreuung in Österreich wird so ausgebaut werden, dass sie wirklich auch für alle nützlich ist. (Abg. Bayr: Ohne Rechtsanspruch! – Weiterer Ruf bei der SPÖ: ... gestohlen! – Abg. Heinisch-Hosek: ... Kinderbetreuung reden! – Abg. Herr: ... keinen Rechtsanspruch!)
Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Jetzt doch noch zum Budget für Frauen, weil wir dafür eine Erhöhung um 81 Prozent geschafft haben. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Der Großteil dieses Budgets wird in den Gewaltschutz fließen. Das möchte ich Ihnen entgegenhalten, denn Sie behaupten ja immer, dass – unter Anführungszeichen – „nur“ dieses Geld verwendet wird. Auch das stimmt mitnichten. Es sind sehr viele Ministerien in den Gewaltschutz miteingebunden. Das wissen Sie ganz genau. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Der Frau Ministerin ist es zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen gelungen, dass es insgesamt noch viel mehr Geld für den Gewaltschutz gibt, zum Beispiel im Innenministerium, im Justizministerium oder im Sozialministerium. Auch das Familienministerium und das Integrationsministerium leisten einen größeren Beitrag zum Gewaltschutz.
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Jetzt doch noch zum Budget für Frauen, weil wir dafür eine Erhöhung um 81 Prozent geschafft haben. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Der Großteil dieses Budgets wird in den Gewaltschutz fließen. Das möchte ich Ihnen entgegenhalten, denn Sie behaupten ja immer, dass – unter Anführungszeichen – „nur“ dieses Geld verwendet wird. Auch das stimmt mitnichten. Es sind sehr viele Ministerien in den Gewaltschutz miteingebunden. Das wissen Sie ganz genau. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Der Frau Ministerin ist es zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen gelungen, dass es insgesamt noch viel mehr Geld für den Gewaltschutz gibt, zum Beispiel im Innenministerium, im Justizministerium oder im Sozialministerium. Auch das Familienministerium und das Integrationsministerium leisten einen größeren Beitrag zum Gewaltschutz.
Abg. Heinisch-Hosek: Ich lach’ nicht über Sie! – Zwischenruf des Abg. Kollross
Abschließend möchte ich noch festhalten, dass in den Ministerien auch sehr viel für den Gewaltschutz getan wird, das nicht im aktuellen Gewaltschutzpaket enthalten ist. Zum Beispiel werden im Innenministerium schon seit Jahren Polizistinnen und Polizisten speziell ausgebildet. Ziel ist es – Sie brauchen gar nicht zu lachen, Frau Kollegin Heinisch-Hosek, Sie wissen es genau (Abg. Heinisch-Hosek: Ich lach’ nicht über Sie! – Zwischenruf des Abg. Kollross) –, dass in allen Polizeistationen mindestens eine geschulte Person zugegen ist, wenn eine Frau mit Gewalterfahrung zur Polizei kommt. Es gibt in Wien neuerdings Supportteams bei der Polizei, die die Frauen von der ersten Minute an begleiten, die die Fälle begleiten und versuchen, die Polizisten so zu unterstützen, dass das Bestmögliche für die betroffenen Frauen getan wird.
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Hören Sie also bitte endlich, endlich auf, zu behaupten, dass nichts getan wird! Unsere Frauenministerin vernetzt sich mit allen, die im Gewaltschutz tätig sind, und hat in den letzten zwei Jahren wirklich unglaublich viel erreicht. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Mühlberghuber. – Bitte sehr, Frau Abgeordnete. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Auch Sie, Frau Bundesminister, sollten sich da aber wirklich einbringen! Da gibt es eine Arbeitsgruppe, die jetzt schon seit vier Jahren tagt. Wir kennen weder einen Zwischenstand, noch wissen wir, wie weit diese Arbeitsgruppe jetzt schon verhandelt hat oder was in diese Richtung kommen soll. Ich bitte Sie wirklich: Bringen Sie sich da ein, schauen Sie, dass Sie in diese Arbeitsgruppe eingebunden werden! Helfen Sie mit! Hören Sie endlich einmal auf, zu reden, handeln Sie und helfen Sie bei der Umsetzung mit! – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
hingewiesen –, haben draußen auf dem Platz Frauenorganisationen, Gewaltschutzorganisationen darauf aufmerksam gemacht, dass der Gewaltschutz seit Jahren chronisch unterfinanziert war, dass beim Gewaltschutz seit Jahren budgetär nichts gemacht worden ist. Das war tatsächlich so. Wenn man sich die Zahlen vergegenwärtigt: Zehn Jahre lang sind die Forderungen von Gewaltschutzorganisationen, von Frauenorganisationen nicht erhört worden, sind verpufft, es gab nicht mehr Geld, es gab Stagnation, zuletzt, unter der türkis-blauen Bundesregierung, sogar Kürzungen. Jetzt jedoch, mit der türkis-grünen Bundesregierung, haben wir das Budget für den Gewaltschutz zum dritten Mal in Folge ressortübergreifend erhöht – zum dritten Mal in Folge! (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Wo wir, glaube ich, eine ganz andere Meinung haben, ist, wenn wir eine Antwort auf die Frage suchen, wann denn diese Lücken zustande gekommen sind. Weil du den Genderpaygap angesprochen hast: 20 Prozent verdienen Frauen in Österreich weniger als Männer, brutto, am Stundenlohn gemessen. Das ist nicht in den letzten zwei Jahren entstanden, das gab es schon vorher genauso. Was habt ihr dagegen getan? Was? (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Du hast auf die Armutsgefährdung von Alleinerziehenden hingewiesen. Die letzte Kinderkostenstudie, auf deren Basis Förderungen wie beispielsweise die Unterhaltszahlungen oder auch die Familienbeihilfe bemessen werden, die letzte Kinderkostenstudie stammt aus dem Jahr 1964! Wieso habt ihr keine neue in Auftrag gegeben? – Das habt ihr nicht gemacht, wir machen es. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Zwischenruf bei der SPÖ
Kinderbetreuungsplätze: Wir wissen, dass wir da in Österreich noch Luft nach oben haben. Wir Grüne bekennen uns zu einem Rechtsanspruch auf Kinderbetreuungsplätze (Zwischenruf bei der SPÖ), wir werden das gemeinsam mit dem Koalitionspartner umsetzen. Wir haben schon erste Schritte gemacht, beispielsweise dort, wo von euch verabsäumt worden ist, eine Lücke zu schließen: wenn es um die Ausbildung von Elementarpädagoginnen und Elementarpädagogen geht. Sie sind nämlich die Voraussetzung dafür, dass wir die Zahl der Kinderbetreuungsplätze ausbauen können, und das machen wir!
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Kucharowits.
Das trifft nach wie vor zu. Wir haben wirklich noch viel zu tun. Solange wir hier sitzen und stehen und uns über Genderpaygaps, über Genderpensiongaps unterhalten, solange wir die Situation haben, dass Pressekonferenzen und Round Tables stattfinden, in denen Männer uns erklären, welche Krisenmaßnahmen getroffen werden, müssen wir alle parteiübergreifend zusammenarbeiten, und das werden wir auch tun. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Kucharowits.)
Beifall bei Abgeordneten der NEOS sowie bei der SPÖ.
Abgeordnete Henrike Brandstötter (NEOS): Guten Morgen, Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Bürgerinnen und Bürger zu Hause! Ich finde es ein bisschen bezeichnend, wenn sich der grüne Regierungspartner am Podium selbst einen Auftrag erteilt und der Befund ist, dass Männer die Krise kommunizieren und auch verantworten und dass es noch viel zu tun gibt. Ich hoffe, dass diesem Auftrag auch Taten folgen. Man kennt ja die eine oder andere Person in der Regierung. (Beifall bei Abgeordneten der NEOS sowie bei der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf der Abg. Salzmann. – Abg. Sieber: Hat sie ja!
Leider geht aus der Diskussion im Ausschuss auch ganz klar hervor, dass Sie als Frauenministerin Ihre Koordinierungsfunktion in diesem doch sehr wichtigen Politikfeld nur sehr unzureichend wahrnehmen. Es ist zutiefst irritierend, wofür Sie sich nicht zuständig fühlen: nicht für die bereits geflossenen Mittel im Gewaltschutzbereich, nicht für opferbasierte Täterarbeit, nicht für Kampagnenarbeit zum Brustkrebsmonat – Stichwort Frauengesundheit –, nicht für Jobprojekte für die Altersgruppe 50 plus, nicht für das Unterhaltspaket. Selbst auf die Frage des eigenen Koalitionspartners, wie Sie als Frauenministerin die Wirkungsziele auf ihre Gendergerechtigkeit hin untersuchen wollen, sehen Sie die Verantwortung beim Vizekanzler und bei den Expertinnen und Experten der Arbeitsgruppe Gendermainstreaming und Genderbudgeting. – Ich weiß ja nicht, wie es Ihnen geht, aber ich wünsche mir schon, dass die Frauenministerin in manchen Bereichen eine gewisse Expertise hat und auch in der Lage ist, ressortübergreifend Auskünfte zu essenziellen Fragen der Frauen- und Gleichstellungspolitik zu erteilen. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf der Abg. Salzmann. – Abg. Sieber: Hat sie ja!) – Ich weiß nicht, in welchem Ausschuss Sie waren, Herr Kollege, aber in dem Ausschuss, in dem ich war, war das nicht der Fall. (Zwischenruf des Abg. Sieber.)
Zwischenruf des Abg. Sieber.
Leider geht aus der Diskussion im Ausschuss auch ganz klar hervor, dass Sie als Frauenministerin Ihre Koordinierungsfunktion in diesem doch sehr wichtigen Politikfeld nur sehr unzureichend wahrnehmen. Es ist zutiefst irritierend, wofür Sie sich nicht zuständig fühlen: nicht für die bereits geflossenen Mittel im Gewaltschutzbereich, nicht für opferbasierte Täterarbeit, nicht für Kampagnenarbeit zum Brustkrebsmonat – Stichwort Frauengesundheit –, nicht für Jobprojekte für die Altersgruppe 50 plus, nicht für das Unterhaltspaket. Selbst auf die Frage des eigenen Koalitionspartners, wie Sie als Frauenministerin die Wirkungsziele auf ihre Gendergerechtigkeit hin untersuchen wollen, sehen Sie die Verantwortung beim Vizekanzler und bei den Expertinnen und Experten der Arbeitsgruppe Gendermainstreaming und Genderbudgeting. – Ich weiß ja nicht, wie es Ihnen geht, aber ich wünsche mir schon, dass die Frauenministerin in manchen Bereichen eine gewisse Expertise hat und auch in der Lage ist, ressortübergreifend Auskünfte zu essenziellen Fragen der Frauen- und Gleichstellungspolitik zu erteilen. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf der Abg. Salzmann. – Abg. Sieber: Hat sie ja!) – Ich weiß nicht, in welchem Ausschuss Sie waren, Herr Kollege, aber in dem Ausschuss, in dem ich war, war das nicht der Fall. (Zwischenruf des Abg. Sieber.)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Sieber.
Es ist auch vielsagend, dass sich die Grünen mit den Fragen nach dem Umsetzungsstand des Genderbudgetings ebenfalls nicht an Sie wenden, sondern direkt an den Budgetdienst. Das Genderbudgeting ist im österreichischen Budget nach wie vor unzureichend umgesetzt. Der Budgetdienst schlägt deshalb ein sogenanntes Genderbudgetstatement vor, das aufzeigen würde, wie die Budgetmittel tatsächlich genderspezifisch wirken. Vielleicht denken Sie noch einmal über diesen Vorschlag nach. Ich finde, das ist ein sehr guter Vorschlag, auch angesichts der Tatsache, dass der Genderpaygap in Österreich immer noch um 5 Prozent höher als im OECD-Durchschnitt ist. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Sieber.)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf der Abg. Salzmann.
Meine Damen und Herren! Zusammenfassend kann man sagen: Würde die Regierung nur einen Bruchteil ihres Budgets für Werbung, für Propaganda einsparen und stattdessen für Frauen- und Gleichstellungspolitik ausgeben, dann würde Österreich ganz anders dastehen. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf der Abg. Salzmann.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Vergangenes Jahr haben wir aufgrund der Coronapandemie und der damit verbundenen Ausgaben leider ein Rekorddefizit von 22,5 Milliarden Euro verzeichnen müssen, und die Schuldenquote steigt auf fast 90 Prozent – genau auf 89,6 Prozent – an. Das sind jetzt zwar nur Zahlen und man wird sich vielleicht denken: Ja eh, das ist halt so, das können wir nicht ändern!, aber das muss uns ganz deutlich zum Nachdenken bringen, vor allem die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler von morgen. Ich möchte allerdings auch klar festhalten: Jeder Euro, der in den vergangenen Monaten investiert wurde, um einen Arbeitsplatz zu sichern, um die Wirtschaft anzukurbeln, um Sozialleistungen und Hilfspakete sicherzustellen, jeder einzelne Euro, damit wir schneller aus dieser Krise kommen, ist absolut richtig investiert und in diesen Monaten absolut richtig eingesetzt. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Sieber: ... Oberösterreich ...!
Es gibt aber natürlich auch bei dieser Medaille zwei Seiten. Langfristig müssen wir natürlich wieder zu dem Ziel, das wir uns seit 2017, seit die ÖVP mit Sebastian Kurz an der Spitze Verantwortung für Ober- -, für Österreich übernimmt, gesetzt haben, zurückkommen, nämlich zu unserem Ziel, Schulden abzubauen (Abg. Sieber: ... Oberösterreich ...!) – ja, in Oberösterreich machen wir das bekanntlich auch – und Chancen zu ermöglichen. So wie man auch zu Hause nicht mehr ausgeben kann, als einem zur Verfügung steht, so müssen auch wir verantwortungsvoll mit Steuergeld umgehen. Dieser Polster, den wir uns in den letzten Jahren, in denen die Wirtschaft gut florierte, als noch keine Rede von Corona war, geschaffen haben, hat uns einen wesentlichen Handlungsspielraum ermöglicht, weshalb auch ein Großteil der Branchen mittlerweile aus der wirtschaftlichen Krise zurück ist und sich erholt hat und eine hohe Beschäftigung, insbesondere auch unter Jugendlichen, herrscht. Dieses starke Wachstum, das uns jetzt schneller aus dieser Krise gebracht hat, müssen wir nutzen, um für die nächsten Generationen die Schuldenquote wieder nachhaltig zu senken. Das ist gleichzeitig die beste Vorsorge für die nächsten Krisen. Man weiß ja bekanntlich nie, was kommen kann.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rössler.
Schuldenabbau heißt für uns aber auch, nicht pauschal überall den Sparstift anzusetzen, sondern echte Schwerpunkte zu setzen, echte Zukunftsthemen anzugehen und auch effizienter zu werden. Einen schlanken Staat, vor allem mit treffsicherem Sozialsystem ohne Gießkannenprinzip, sind wir den nächsten Generationen schuldig. Ein nachhaltiges Budget mit einer ökosozialen Steuerreform zeigt sich nicht nur darin, wie wir mit den natürlichen Ressourcen, mit unserer Umwelt umgehen, sondern auch darin, wie wir mit den finanziellen Ressourcen umgehen – denn auch diese sind begrenzt – und welche Möglichkeiten, welchen Spielraum wir den nächsten Generationen hinterlassen. Das ist ökosozial und das ist vor allem generationengerecht. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rössler.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski, Grebien und Rössler.
In den letzten Wochen hat uns die Parlamentsdirektion mit vielen Daten und Informationen zum Budget versorgt, eine davon war in haptischer Form der sogenannte Budgetziegel. Wir als Abgeordnete haben diese Unterlage mit allen Zahlen und Fakten für das anstehende Jahr bekommen. Dieser Budgetziegel wiegt satte 12,7 Kilogramm – 12 Kilogramm in Zahlen gegossene Politik. Wir müssen alles unternehmen, damit der wirtschaftliche Aufschwung weitergeht und wir nicht die vollen 12 Kilogramm in den Schuldenrucksack für die nächsten Generationen packen, sondern die Last auf den Schultern unserer Kinder in den nächsten Jahren geringer wird. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski, Grebien und Rössler.)
Beifall bei der SPÖ.
Für eine wirkungsvolle Armutsbekämpfung müssten auch Sachleistungen, besonders ein rascher Ausbau der Kinder- und Pflegebetreuung, dringend vorangetrieben werden. (Beifall bei der SPÖ.) Das würde allen Familien und ihren Kindern mehr bringen als das derzeitige Modell des Familienbonus.
Beifall bei der SPÖ.
Ich ersuche um Zustimmung, um auch den ärmsten Familien in Österreich die Unterstützung zu geben, die sie brauchen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
„Sie können zu einer Frauen-Beratungs-Stelle gehen. Überall dort arbeiten Menschen, die sich mit dem Thema Gewalt gut auskennen. Gemeinsam wird überlegt, wie es Frauen* besser gehen kann. [...] Frauen* mit Gewalt-Erfahrung haben oft noch lange danach Probleme mit den Folgen. Aber alle haben Kraft in sich. Kraft, die sie gebraucht haben, die Gewalt zu überstehen. Wir hoffen, dieses Buch hilft, die Kraft zu spüren. Und neue und andere Kräfte zu finden. Alle Frauen* haben das Recht auf ein gutes Leben ohne Gewalt!“ – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.
Frau Minister, was ist eigentlich aus dieser dreistelligen Notruftelefonnummer geworden? Es braucht die Möglichkeit eines schnellen, eines unkomplizierten Hilfeschreies, bei dem sofort Antwort und Unterstützung kommt, bei dem die Polizei kommt, bevor der Mord passiert, und nicht, wenn es zu spät ist. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Sieber: Das haben wir!
Frau Minister Raab, Österreich braucht eine Frauenministerin, eine Frauenpolitikerin, die für die Sorgen, für die Interessen und für die Lebensrealitäten der österreichischen Frauen eintritt (Abg. Sieber: Das haben wir!) und sich dafür noch mehr einsetzt, denn Frauenpolitik ist trotz der alarmierenden Entwicklungen im Bereich Gewalt gegen Frauen mehr als nur Gewaltschutz. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.
Frau Minister Raab, Österreich braucht eine Frauenministerin, eine Frauenpolitikerin, die für die Sorgen, für die Interessen und für die Lebensrealitäten der österreichischen Frauen eintritt (Abg. Sieber: Das haben wir!) und sich dafür noch mehr einsetzt, denn Frauenpolitik ist trotz der alarmierenden Entwicklungen im Bereich Gewalt gegen Frauen mehr als nur Gewaltschutz. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Norbert Sieber (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Minister! Hohes Haus! Kollegin Ecker hat soeben gesagt, wir brauchen eine Ministerin, die sich für Familien und Frauen einsetzt. – Ich bin froh, sagen zu können, mit unserer Frau Ministerin Raab haben wir eine solche Ministerin. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Neßler.
der Finanzierung der Familienleistungen in unserem Land – ab 2022 wieder Überschüsse schreiben wird, und das sollte uns allen ein großes Anliegen sein. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Neßler.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rössler.
Auch wenn der Familienbonus keine unmittelbare Familienleistung, sondern eine Steuerleistung ist, möchte ich doch darauf hinweisen. Mit der Erhöhung des Familienbonus von 1 500 Euro auf 2 000 Euro pro Kind und Jahr werden Familien in diesem Land erheblich und nachhaltig unterstützt. Es sind 75 Millionen Euro im Voranschlag 2022 und 1,55 Milliarden Euro von 2022 bis 2025, die für Familien zur Verfügung stehen, und das, meine Damen und Herren, ist meiner Meinung ein wunderbarer, großartiger Schritt. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rössler.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Im Sozialbereich haben wir für Familien, die wenig Einkommen haben, den Kindermehrbetrag von 250 Euro auf 450 Euro angehoben – auch das eine wichtige familienpolitische Leistung, die man nicht genug betonen kann. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Man muss dazusagen, dass dieser Kindermehrbetrag sogar als Negativsteuer ausbezahlt wird, also für diejenigen, die keine Steuern zahlen, wird es auch als Negativsteuer ausbezahlt. Was wenig erwähnt wird, aber hier auch einmal gesagt werden soll, ist, dass auch für Kinder über 18 Jahre, die in Ausbildung sind, der Familienbonus ebenfalls auf 650 Euro pro Jahr und Kind angehoben wurde.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Frau Minister, abschließend möchte ich Ihnen nochmals für das erzielte Ergebnis Danke sagen und alles Gute für die Zukunft wünschen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Salzmann: Das stimmt nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Es wurden vor nicht allzu langer Zeit Chats veröffentlicht, aus denen hervorgeht, dass in der Vergangenheit eine Hälfte der Bundesregierung, namentlich durch den ehemaligen Kanzler Sebastian Kurz, aktiv verhindert hat, dass es einen Ausbau einer flächendeckenden und qualitätsvollen Kinderbetreuung gibt. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Salzmann: Das stimmt nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Je lauter die ÖVP schreit, desto wahrer ist die Botschaft, die man hier verkündet. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Salzmann.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Salzmann.
Es wurden vor nicht allzu langer Zeit Chats veröffentlicht, aus denen hervorgeht, dass in der Vergangenheit eine Hälfte der Bundesregierung, namentlich durch den ehemaligen Kanzler Sebastian Kurz, aktiv verhindert hat, dass es einen Ausbau einer flächendeckenden und qualitätsvollen Kinderbetreuung gibt. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Salzmann: Das stimmt nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Je lauter die ÖVP schreit, desto wahrer ist die Botschaft, die man hier verkündet. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Salzmann.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Salzmann: Es stimmt nicht ...!
Ich will jetzt gar nicht zu lange auf die Chats eingehen, Sie haben ja Ihre Konsequenzen schon gezogen, aber Fakt ist, Sebastian Kurz hat in seinem politischen Bestreben, Macht zu ergreifen, alle Eltern, Jungeltern, Eltern von schon älteren Kindern, unsere Babys, unsere Kindergartenkinder, unsere Volksschulkinder, unsere Kinder in der weiterführenden Schule verraten. Nichts anderes hat er gemacht. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Salzmann: Es stimmt nicht ...!)
Beifall bei den NEOS.
Ich bitte darum, Frau Ministerin, dass Sie sich insbesondere dafür einsetzen, dass unsere Kinder in Zukunft eine bessere, qualitätsvollere, flächendeckendere Betreuung bekommen, dass Sie sich nicht auf die Bundesländer ausreden und dass Sie auch nicht weiter die Unternehmerinnen und Unternehmer in unserem Land schröpfen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Norbert Sieber (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Abgeordneter Bernhard hat in seiner Rede behauptet, dass im Jahr 2016 verhindert worden sei, dass 1,2 Milliarden Euro für den Ausbau von qualitätsvoller Kinderbetreuung hätten bereitgestellt werden sollen. – Das ist unrichtig. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Widerspruch bei der SPÖ
Richtig ist vielmehr, dass mit diesen 1,2 Milliarden Euro ein rotes Prestigeprojekt hätte vorangetrieben werden sollen (Widerspruch bei der SPÖ), das die Gesamtschule im verschränkten Unterricht zum Ziel gehabt hätte, unter Ausschluss aller Bundesländer, und das ist mit der ÖVP nicht zu machen! (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.)
Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.
Richtig ist vielmehr, dass mit diesen 1,2 Milliarden Euro ein rotes Prestigeprojekt hätte vorangetrieben werden sollen (Widerspruch bei der SPÖ), das die Gesamtschule im verschränkten Unterricht zum Ziel gehabt hätte, unter Ausschluss aller Bundesländer, und das ist mit der ÖVP nicht zu machen! (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordnete Dr. Ewa Ernst-Dziedzic (Grüne): Herr Präsident! Frau Ministerin! Werte Kollegen und Kolleginnen! Werte Zusehende! Abseits des parteipolitischen Geplänkels möchte ich etwas Grundsätzliches in dieser wichtigen Debatte feststellen: Gleichstellung ist kein Privileg. Gleichstellung ist eine Frage dessen, wie wir als gesamte Gesellschaft miteinander leben wollen, und zwar ungeachtet von Geschlecht, Orientierung und Identität. Es geht dabei nie um eine Politik für Minderheiten, wie so oft kolportiert wird, sondern um Gleichstellungspolitik, um Gesellschaftspolitik für alle. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
All das, meine Damen und Herren, passiert nicht zufällig, all das – man kann es nicht oft genug wiederholen – sind Auswüchse einer patriarchalen Denkweise im Europa des 21. Jahrhunderts, auch in Österreich 2021. Dass wir noch heute um gleiche Rechte und Selbstbestimmung, um mehr Ressourcen kämpfen müssen, das ist, ehrlich gesagt, eine Zumutung. Gleichstellung der Geschlechter, ich wiederhole, ist kein Privileg, es ist ein verbrieftes Recht, aber leider immer noch keine gelebte Praxis. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
In diesem Sinne, Frau Ministerin, danke für Ihre weiteren Bemühungen. Ich hoffe, Sie nehmen das tatsächlich ernst, wenn Sie sagen, dass die Beseitigung des Patriarchats nach wie vor und auch noch im 21. Jahrhundert die größte Herausforderung für die Gleichstellungspolitik ist. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Mario Lindner (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen! Es ist nicht möglich, über das Budget von Frauen und Gleichstellung zu diskutieren, ohne auf die wohl schlimmste Tatsache einzugehen, vor der unsere Gesellschaft heute steht: 26 Frauenmorde – 26 Frauen, die von Männern ermordet wurden – allein im Jahr 2021! (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ
Das ist eine Krise der Gewalt von Männern, eine Krise, die ganz sicher kein Frauenthema ist, sondern durch toxische Männlichkeit und Sexismus geschaffen wird (Beifall bei der SPÖ), eine Krise, gegen die vor allem jeder Mann aufstehen muss.
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Meinl-Reisinger und Künsberg Sarre.
Frau Bundesministerin! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Meinl-Reisinger und Künsberg Sarre.)
Beifall bei der SPÖ.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir wissen alle, dass auch das groß angekündigte Gewaltschutzpaket dieser Regierung nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist, und da rede ich noch nicht einmal von langwierigen Auszahlungsprozessen und hohen Anspruchshürden. Vor allem löst dieses Paket nämlich die strukturellen Probleme innerhalb unserer Gesellschaft nicht. In diesem Budget finden sich weder genügend Mittel für die präventive Arbeit mit Buben und jungen Männern noch die längst überfällige Basisfinanzierung für die Männerberatungsstellen in ganz Österreich. Ja, opferschutzorientierte Täterarbeit ist wichtig, aber das strukturelle Problem von männlicher Gewalt werden wir nur dann lösen, wenn wir in flächendeckende moderne Prävention investieren – und genau dafür haben Sie endlich zu sorgen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Lassen Sie es mich auf den Punkt bringen: Gewalt, Diskriminierung und Hass nehmen zu, das zeigen die Erfahrungen von LGBTIQ-Organisationen, aber das zeigt inzwischen sogar der Hate-Crime-Report Ihrer Regierung. Um dieser Entwicklung entgegenzutreten, braucht es nicht nur die Exekutive, sondern es braucht aktive und mutige Präventionsarbeit der Bundesregierung und insbesondere der Ministerin für Gleichstellung. Solange wir beinahe im Wochentakt erleben, dass Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität angegriffen werden, so lange darf die Politik nicht wegschauen. Ihre Politik des Wegschauens und Nichtzuständigseins, Frau Bundesministerin, muss endlich ein Ende haben! (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter. – Abg. Brandstätter: „Du bist Familie!“ „Kriegst [...] alles, was du willst!“ – Weitere Zwischenrufe bei den NEOS und Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Alexander Melchior (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Für uns in der Volkspartei ist die Familie ein ganz zentrales Element. (Heiterkeit bei der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter. – Abg. Brandstätter: „Du bist Familie!“ „Kriegst [...] alles, was du willst!“ – Weitere Zwischenrufe bei den NEOS und Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Sie, Herr Kollege Brandstätter, haben mit Sicherheit eine totale Berechtigung, hier jetzt herauszurufen, finden hier immer die richtigen Worte, und wenn Sie es ab und zu schaffen würden, Ihren Frust gegen die ÖVP ein bisschen abzulegen, ich schwöre Ihnen, es wäre für Sie auch angenehmer, hier zu sein und das Leben zu genießen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Alexander Melchior (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Für uns in der Volkspartei ist die Familie ein ganz zentrales Element. (Heiterkeit bei der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter. – Abg. Brandstätter: „Du bist Familie!“ „Kriegst [...] alles, was du willst!“ – Weitere Zwischenrufe bei den NEOS und Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Sie, Herr Kollege Brandstätter, haben mit Sicherheit eine totale Berechtigung, hier jetzt herauszurufen, finden hier immer die richtigen Worte, und wenn Sie es ab und zu schaffen würden, Ihren Frust gegen die ÖVP ein bisschen abzulegen, ich schwöre Ihnen, es wäre für Sie auch angenehmer, hier zu sein und das Leben zu genießen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich sage Ihnen eines: Wir haben in der Familienpolitik in den letzten Jahren ganz, ganz wichtige Maßnahmen auf den Weg gebracht. Ich bin sehr froh, dass wir mit dem Familienbonus etwas auf den Weg gebracht haben, das eine wirkliche Entlastung für die Familien darstellt. Wir sind jetzt diesen Schritt aber auch weitergegangen und werden den Familienbonus noch einmal erhöhen, und zwar auf 2 000 Euro – 2 000 Euro für jedes Kind. Diese Maßnahme kommt so vielen Menschen zugute, nämlich insgesamt 950 000 Familien in Österreich. Damit liegen wir, wenn man alle Familienleistungen in Österreich zusammenzählt, im internationalen Vergleich auf Platz drei in Europa, was die Familienleistungen angeht. Das ist wirklich ein tolles Erfolgsrezept. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Disoski.
Darüber hinaus geht es im Zeitalter der Digitalisierung darum, dass wir auch im Schulbuchbereich neue Maßstäbe setzen. Auch da kommt es zu einer Aufstockung um weitere 6 Millionen Euro, und auch dazu möchte ich ganz herzlich gratulieren und viel Erfolg wünschen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Disoski.)
Beifall bei den NEOS.
Ich kann da an Kollegin Brandstötter anschließen und Sie fragen: Was liegt denn eigentlich in Ihrer Zuständigkeit? (Beifall bei den NEOS.) Auch im Frauenbereich äußern Sie sich ja zu vielen Projekten, die sozusagen ein bisschen in Richtung Querschnittmaterie gehen, sehr ähnlich.
Beifall bei den NEOS.
Ich möchte abschließend und auch in Anlehnung an das, was Kollege Marchetti gesagt hat – die Opposition kritisiere ja nur –, festhalten: Gerade in diesem Bereich kritisieren wir eben nicht nur. In Wien, wo unser Vizebürgermeister auch für diesen Bereich, nämlich für Gleichstellungsfragen, ressortverantwortlich ist, werden wir etwas ganz Konkretes umsetzen, und zwar noch in dieser Legislaturperiode, nämlich das erste queere Jugendzentrum in Österreich. Wir werden also einen Safe Space für LGBTIQ-Jugendliche schaffen. Der Prozess startet nächstes Jahr, und das wird noch in dieser Legislaturperiode umgesetzt. Auch solche Initiativen würde ich mir von Ihnen bundesweit wünschen, Frau Bundesministerin. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Neßler.
Bundesministerin für Frauen, Familie, Jugend und Integration im Bundeskanzleramt MMag. Dr. Susanne Raab: Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Ich darf heute über die Schwerpunkte sowohl im Frauen- und Gleichstellungsbereich als auch im Familienbudget für das kommende Budgetjahr sprechen. Ich freue mich wirklich sehr, dass das Frauenbudget 2022 18,4 Millionen Euro vorsieht – um fast 4 Millionen Euro mehr als im Vorjahr, um 6 Millionen Euro mehr als im Jahr davor und um rund 8 Millionen Euro mehr als im Jahr vor meinem Amtsantritt. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Neßler.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Der Opferschutz wird mit der Budgeterhöhung nicht nur finanziell abgesichert – das haben mir die Vertreterinnen und Vertreter der Gewaltschutzzentren so mitgeteilt –, sondern das Angebot für die Betroffenen wird verstärkt, es wird substanziell ausgeweitet, beispielsweise durch zusätzliche Beratung im Zusammenhang mit sicherheitspolizeilichen Fallkonferenzen. Das, sehr geehrte Damen und Herren, ist auch mehr als notwendig, denn häusliche Gewalt kann niemals Privatsache sein. Das geht uns allesamt an, und es ist unsere gesamtgesellschaftliche Aufgabe, dagegen anzukämpfen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Aufgabe von uns Frauen und auch niemals nur die Aufgabe der Frauenministerin sein, gegen Gewalt in Österreich anzugehen. Das ist unsere gesamtgesellschaftliche Aufgabe, und daher spiegeln sich dieser Ansatz und diese Bemühungen auch in den Budgets der anderen Ressorts wider – und das ist auch gut und richtig so. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Die Basis für ein gewaltfreies Leben ist ein selbstbestimmtes Leben, ein finanziell unabhängiges Leben für die Frauen. Daher ist es wichtig, dass wir auch mit dem neuen Budget in die Stärkung und die Selbstbestimmung von Frauen investieren. Wir müssen die klassischen Rollenbilder aufbrechen. Wir müssen Mädchen und Frauen auch für die Zukunftsbranchen begeistern, für naturwissenschaftliche, für technische, für mathematische Berufe – überall dort, wo auch das Geld zu Hause ist; überall dort, wo Frauen und Mädchen auch mehr verdienen können –, um einen Beitrag zu leisten, die leidige Gehaltsschere in Österreich zu schließen. Und wir müssen auch einen Beitrag leisten, dass jedes Mädchen in Österreich das werden kann, was es will. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Die Grundlage für die Selbstbestimmung der Frau ist, dass sie finanziell unabhängig ist. Daher ist es auch ein Schwerpunkt im Frauenbudget, dass wir Frauen am Arbeitsmarkt fördern. Das kann aber natürlich nicht nur die Aufgabe der Frauenministerin sein. Wir haben deshalb im Arbeitsministerium einen Schwerpunkt auf die Förderung von Frauen durch das Arbeitsmarktservice gesetzt: Es kommt zu einer überproportionalen Förderung von Frauen im AMS-Budget. Die Förderung steigt auf 4 Prozent, das heißt, für arbeitslose Frauen stehen 4 Prozentpunkte mehr Fördermittel zur Verfügung, als es ihrem Anteil an Arbeitslosen entspricht. Das ist eine Diskriminierung von Frauen im positiven Sinne, wenn man so will, denn es ist wichtig, dass wir einen Schwerpunkt setzen, damit Frauen durch den Job selbstbestimmt finanzielle Unabhängigkeit erlangen können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Die Coronajoboffensive wird einen großen Teil dazu beitragen. Von 2020 bis 2022 stehen insgesamt 700 Millionen Euro dafür zur Verfügung. Bislang waren 54 Prozent der Teilnehmenden Frauen. Ich möchte Arbeitsminister Martin Kocher ganz herzlich dafür danken, dass auch ihm die Gleichstellung ein Anliegen ist. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Sehr geehrte Damen und Herren, Frauen leisten in unserer Gesellschaft wirklich Übermenschliches, auch in der Krise, egal, ob im Wirtschafts- und Arbeitsmarktbereich, im Rahmen sozialen Engagements, in der Pflege von Familienangehörigen, wie wir heute gehört haben, aber natürlich auch insgesamt als Mütter in der Familie. Es ist daher wichtig, dass wir Rahmenbedingungen schaffen, um Frauen, aber natürlich auch Familien generell zu entlasten. Und ja, ich möchte es an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich sagen: Wir werden die Zahl der Kinderbetreuungsplätze auch in den kommenden Jahren erhöhen. Wir werden mehr Plätze für die Betreuung von kleinen Kindern in Kindergärten und Kindergruppen schaffen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Auch das ist natürlich nicht nur Aufgabe der Bundesregierung, sondern verfassungsgesetzlich sind auch die Länder zuständig. Daher ist es unsere Aufgabe als Bundesregierung, die Länder dabei zu unterstützen. Die Verhandlungen mit den Bundesländern betreffend Kinderbetreuung haben bereits begonnen, und ich freue mich, dass wir gemeinsam mit dem Regierungspartner ein klares Bekenntnis zum Ausbau der Kinderbetreuung geschafft haben. Das wird sich natürlich in den kommenden Jahren auch in der Realität abbilden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Neßler.
Weil es auch erwähnt wurde: Auch jene Familien, die vom Familienbonus nicht profitieren können, weil ihr Einkommen nicht so hoch ist, werden entlastet. Wir werden nämlich den Kindermehrbetrag von 250 auf 450 Euro erhöhen, sodass besonders Alleinerzieherinnen und Alleinverdienerinnen dadurch eine finanzielle Entlastung spüren werden. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Neßler.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist, dass wir nicht nur die Familien im familiären Kontext unterstützen, sondern natürlich auch die Kinder, insbesondere wenn es um Bildungsmaßnahmen geht. Wir haben daher auch im Budget vorgesehen, die Mittel für die Schulbücher ein weiteres Mal deutlich aufzustocken. Konkret wird das Budget für das kommende Schuljahr um 6 Millionen Euro angehoben, und insgesamt stehen somit 130,6 Millionen Euro zur Verfügung. Wichtig ist dabei: Wir werden die Schulen auch Schritt für Schritt ins digitale Zeitalter überführen, und die Schulbücher leisten da einen Beitrag, denn es kann mehr Geld für digitale Schulbücher, für die sogenannten E-Books, ausgegeben werden. Bildung – und natürlich auch, dass unsere Kinder im digitalen Zeitalter im Bildungsbereich zukunftsfit gemacht werden – ist eine ganz zentrale Maßnahme im familienpolitischen Bereich, daher investieren wir da auch sehr stark. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Es freut mich, dass wir im Familienbereich europaweit gesehen unter den top drei sind, was die Leistungen an die Familien betrifft, und es freut mich, dass es uns trotz der Tatsache, dass wir im internationalen Vergleich auch bereits in den letzten Jahren gut dagestanden sind, gelungen ist, dass wir weiter in den Familienbereich investieren und noch einmal mehr Geld für die Entlastung und Unterstützung von Familien in unserem Land in die Hand nehmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich freue mich, dass dieses Budget diese Rahmenbedingungen möglich macht. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es wurde jetzt schon viel diskutiert: Es geht um den Ausbau der Kinderbetreuungsplätze – die Frau Ministerin hat schon erklärt, dass wir deren Ausbau forcieren wollen. Ich möchte nur noch anmerken, dass das aus folgendem Grund so wichtig ist: Wenn wir eine Wahlfreiheit für Frauen haben möchten, dann brauchen wir auch eine Möglichkeit, dass diese Wahlfreiheit in Betracht gezogen werden kann. Natürlich ist es so, dass wir die Barcelonaziele nach 19 Jahren leider immer noch nicht erreicht haben, das ist traurige Realität, und ich möchte mich auch bei allen ÖVP-Abgeordneten bedanken, die sich für einen Rechtsanspruch ausgesprochen haben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
schließen – seit 2008 ist das im Regierungsübereinkommen vorgesehen und seitdem ist nichts passiert –, und wir arbeiten mit voller Kraft daran, dass wir unserem ambitionierten Ziel, die Kinderarmut zu halbieren, ein Stück näherkommen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Liebe Kollegen und Kolleginnen! Ich sage das jetzt auch bewusst in Richtung der FPÖ: Wir sollten öfter auf die Wissenschaft hören, auf die Wissenschaft vertrauen, als auf den so oft bemühten Hausverstand, hinter dem sich im Endeffekt nur Wissenschaftsskepsis verbirgt. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Sabine Schatz (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Das Frauenbudget wird auch im Jahr 2022 steigen, das ist gut und richtig. Wir haben das schon mehrfach gehört, und Sie sind offenbar mit diesem Budget auch zufrieden, aber: Kann man aber mit einem Frauenbudget von 18,4 Millionen Euro zufrieden sein? – Ich sage: Nein. Als Vorstandsmitglied einer Frauenberatungsstelle, als Politikerin, der Gewaltschutz wirklich ein großes Anliegen ist, als Frauenpolitikerin, als Feministin kann ich mit einem Frauenbudget von 18,4 Millionen Euro einfach nicht zufrieden sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Krisper und Seidl
Ja, die Mittel für den Gewaltschutz sind angehoben worden – wir anerkennen das und wir sehen, dass auch in den anderen Ministerien eine entsprechende Anhebung des Gewaltschutzbudgets vorgenommen worden ist. Das ist angesichts von 26 Femiziden in diesem Jahr, angesichts von 224 Femiziden seit 2014 – 224 Frauen, die durch die Hand ihres Partners, Ex-Partners ermordet worden sind – auch dringend notwendig! Das können wir nicht einfach so hinnehmen (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Krisper und Seidl), da dürfen wir uns auch nicht auf dem jetzt Erreichten ausruhen, Frau Ministerin! Wir müssen tagtäglich weiter daran arbeiten.
Beifall bei der SPÖ.
Was passiert aber abseits des Gewaltschutzes im Frauenressort? – Wir erleben gerade, dass Frauen in dieser Coronakrise besonders betroffen sind. Viele Studien bestätigen, dass Frauen mehrfach belastet sind und der Druck auf Frauen enorm gestiegen ist. Wo finden wir aber tatsächlich die Mittel, die da entgegenwirken? Immer noch arbeiten Frauen im Vergleich zu Männern 68 Tage im Jahr gratis, die Gehaltsschere hat sich immer noch nicht geschlossen. Wo finden wir die Mittel, die da konkret entgegenwirken? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Und auch, wenn es der ÖVP nicht gefällt: Wo sind die zusätzlichen Mittel für den Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen? (Beifall bei der SPÖ.) Wo ist die Kinderbetreuungsmilliarde, die Sebastian Kurz 2016 verhindert hat, um seine eigene, persönliche Karriere damit anzukurbeln und zu fördern? (Zwischenruf des Abg. Fürlinger.)
Zwischenruf des Abg. Fürlinger.
Und auch, wenn es der ÖVP nicht gefällt: Wo sind die zusätzlichen Mittel für den Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen? (Beifall bei der SPÖ.) Wo ist die Kinderbetreuungsmilliarde, die Sebastian Kurz 2016 verhindert hat, um seine eigene, persönliche Karriere damit anzukurbeln und zu fördern? (Zwischenruf des Abg. Fürlinger.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Ministerin, wenn Sie, wie Sie gesagt haben, die Vereinbarkeit von Job und Familie ernst nehmen, wenn Sie da tatsächlich aktiv Maßnahmen setzen wollen, dann müssen Sie diesen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung einfordern, dann müssen Sie diese Kinderbetreuungsmilliarde auch im Budget einfordern und dafür sorgen, dass tatsächlich die Vereinbarkeit von Beruf und Familie möglich ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ja, jeder in den Gewaltschutz investierte Euro und Cent sind richtig, wichtig und notwendig. Aber, Frau Ministerin, als Frauenministerin muss der Kampf für ein selbstbestimmtes Leben, muss der Kampf für ökonomische Unabhängigkeit der Frauen, muss der Kampf dafür, dass es endlich echte Gleichstellung gibt, immer Ihr vorrangiges Ziel sein, und das muss sich auch im Budget entsprechend widerspiegeln. Das ist letztendlich auch ein Gewaltschutzmittel und eine Maßnahme, um Gewaltprävention zu betreiben. In diesem Sinne kann ich mit diesem Budget nicht zufrieden sein. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: O ja! – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ
Abgeordneter Nikolaus Prinz (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Frau Bundesministerin! Meine Damen und Herren! Liebe Kollegin Sabine Schatz, wir kommen ja aus demselben Bezirk, dem Bezirk Perg. In einem Punkt muss ich dir leider widersprechen, wenn wir von Kinderbetreuungsgeld, von mehr als 1 Milliarde Euro und vom Jahr 2016 sprechen: Da ist es nicht um einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung gegangen (Abg. Heinisch-Hosek: O ja! – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ), zum Beispiel für Zwei-, Drei- oder Vierjährige, sondern da ist es um nicht mehr und nicht weniger als um eine verpflichtende Nachmittagsbetreuung gegangen. (Rufe bei der SPÖ: Nein! Nein! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Rufe bei der SPÖ: Nein! Nein! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Abgeordneter Nikolaus Prinz (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Frau Bundesministerin! Meine Damen und Herren! Liebe Kollegin Sabine Schatz, wir kommen ja aus demselben Bezirk, dem Bezirk Perg. In einem Punkt muss ich dir leider widersprechen, wenn wir von Kinderbetreuungsgeld, von mehr als 1 Milliarde Euro und vom Jahr 2016 sprechen: Da ist es nicht um einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung gegangen (Abg. Heinisch-Hosek: O ja! – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ), zum Beispiel für Zwei-, Drei- oder Vierjährige, sondern da ist es um nicht mehr und nicht weniger als um eine verpflichtende Nachmittagsbetreuung gegangen. (Rufe bei der SPÖ: Nein! Nein! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ – Präsident Sobotka gibt neuerlich das Glockenzeichen
Das macht auf freiwilliger Basis durchaus Sinn. Wenn wir jedoch von verpflichtender Nachmittagsbetreuung, verschränkter Gesamtschule sprechen (anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ – Präsident Sobotka gibt neuerlich das Glockenzeichen), dann reden wir nicht mehr vom Fußballtraining oder der Musikstunde in der Musikschule um 14 oder 16 Uhr, sondern dann sind die Kinder nur mehr in der Schule. Und das ist nicht unser Zugang. Das ist vielleicht für Wien richtig, aber nicht für ganz Österreich! (Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: ... von der ÖVP bist, dass du hier die Unwahrheit sagen kannst?)
Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: ... von der ÖVP bist, dass du hier die Unwahrheit sagen kannst?
Das macht auf freiwilliger Basis durchaus Sinn. Wenn wir jedoch von verpflichtender Nachmittagsbetreuung, verschränkter Gesamtschule sprechen (anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ – Präsident Sobotka gibt neuerlich das Glockenzeichen), dann reden wir nicht mehr vom Fußballtraining oder der Musikstunde in der Musikschule um 14 oder 16 Uhr, sondern dann sind die Kinder nur mehr in der Schule. Und das ist nicht unser Zugang. Das ist vielleicht für Wien richtig, aber nicht für ganz Österreich! (Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: ... von der ÖVP bist, dass du hier die Unwahrheit sagen kannst?)
Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Irgendwann wäre der Zeitpunkt, dass man der Wahrheit die Ehre gibt und sagt, worum es wirklich gegangen ist und worum nicht. (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Zukunft zustande bringen kann, damit die Familien auch in der Zukunft die Wahlmöglichkeiten haben, aber mehr Chancen in Richtung Vereinbarkeit von Familie und Beruf gegeben sind. Das ist ein wichtiger Punkt. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ
Geschätzte Damen und Herren – und da richte ich mich vor allem an jene, die uns jetzt zuschauen –, es geht auch darum, dass man nicht alles glauben soll, was im Internet zu finden ist, sondern dass man sich tatsächlich auf Experten verlässt. Und wenn die überwiegende Mehrheit der Wissenschafter und Mediziner sagt (Zwischenruf bei der SPÖ), dass Impfen vernünftig ist, dann wird es wahrscheinlich nicht verkehrt sein.
Abg. Kollross: Dem Haslauer sagen!
Es passt nicht ganz zusammen, wenn eine Fraktion in diesem Hause hinter vorgehaltener Hand sagt: Es sind eh mehr als die Hälfte von uns geimpft!, aber draußen sagt: Das ist ja furchtbar! Solch ein Blödsinn, das brauchen wir nicht, uns tut das nichts! – Schauen wir uns einfach die Realität an! Nehmen wir die Dinge sozusagen zur Kenntnis, schauen wir aber auch, dass wir in der Gesellschaft das machen, was in der Familie wichtig ist: aufeinander Rücksicht nehmen, nachdenken, welchen Beitrag man leisten kann (Abg. Kollross: Dem Haslauer sagen!), dann wird es uns vielleicht gemeinsam besser gehen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es passt nicht ganz zusammen, wenn eine Fraktion in diesem Hause hinter vorgehaltener Hand sagt: Es sind eh mehr als die Hälfte von uns geimpft!, aber draußen sagt: Das ist ja furchtbar! Solch ein Blödsinn, das brauchen wir nicht, uns tut das nichts! – Schauen wir uns einfach die Realität an! Nehmen wir die Dinge sozusagen zur Kenntnis, schauen wir aber auch, dass wir in der Gesellschaft das machen, was in der Familie wichtig ist: aufeinander Rücksicht nehmen, nachdenken, welchen Beitrag man leisten kann (Abg. Kollross: Dem Haslauer sagen!), dann wird es uns vielleicht gemeinsam besser gehen! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Sieber: Nein, das ist richtig!
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Abgeordneter Prinz hat soeben behauptet, dass die Vereinbarung aus 2016 eine Verpflichtung zur Nachmittagsbetreuung von Kindern beinhaltet hätte. – Das ist unrichtig. (Abg. Sieber: Nein, das ist richtig!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Sieber: Nein ...! – Zwischenruf des Abg. Fürlinger.
Ich berichtige tatsächlich, dass ein Rechtsanspruch auf Nachmittagsbetreuung in einem 1,2-Milliarden-Euro-Paket vereinbart wurde. Und vereitelt wurde es von: Sebastian Kurz. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Sieber: Nein ...! – Zwischenruf des Abg. Fürlinger.)
Abg. Kollross: Das war eine tatsächliche Berichtigung! – Rufe bei der SPÖ: Lernen Sie einmal die Geschäftsordnung! Das ist wahrscheinlich eine sinnlose Veranstaltung! – Abg. Leichtfried: Ich glaube, der Herr Prinz weiß nicht, was ein Rechtsanspruch ist! Unglaublich! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Der Präsident gibt das Glockenzeichen.
Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Maximilian Köllner. – Bitte. (Abg. Kollross: Das war eine tatsächliche Berichtigung! – Rufe bei der SPÖ: Lernen Sie einmal die Geschäftsordnung! Das ist wahrscheinlich eine sinnlose Veranstaltung! – Abg. Leichtfried: Ich glaube, der Herr Prinz weiß nicht, was ein Rechtsanspruch ist! Unglaublich! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Der Präsident gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Egal, ob es um die jungen Abgeordneten hier im Hohes Haus oder vielleicht die Berufsjugendlichen hier im Hohes Haus geht: Seit ich hier im Hohen Haus bin, wird immer davon gesprochen, die Jugendstrategie umzusetzen, wir reden davon, die Jugendarbeit zu fördern, die Jugendorganisationen zu unterstützen – aber letztendlich reden wir um den heißen Brei, wenn nicht einmal die Hausaufgaben gemacht werden, nämlich dass Sie die Jugendförderung an die Inflation anpassen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Eßl.
Apropos Jugendliche: 300 000 Kinder und Jugendliche in Österreich sind von Armut betroffen oder bedroht; das wurde bereits angesprochen. Sie haben selbst in Ihr Regierungsprogramm geschrieben, Sie wollen die Armut in den Familien bekämpfen. Nur: Allein mir fehlt der Glaube, denn wenn man zum Beispiel im Budget hinsichtlich Armutsgefährdungsquote nachschaut, dann findet man nichts, das zeigt, dass Sie diese senken wollen. Da hilft auch der Familienbonus nichts, auch wenn Sie ihn hier hervorheben und loben, denn der kommt vielleicht bei der türkisen Familie an, aber nicht bei jenen, die ihn wirklich brauchen würden. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Eßl.)
Abg. Pfurtscheller: Und die gehören nicht zur Familie oder wie?
Im Gegenteil! 70 Prozent der Bezieher sind Männer (Abg. Pfurtscheller: Und die gehören nicht zur Familie oder wie?), und er nützt vor allem jenen, die ohnehin gut verdienen – und das ist der Witz. (Abg. Pfurtscheller: Gehören Männer nicht zur Familie? – Ruf bei der ÖVP: Die 1 500 Euro verdienen!) Der Bonus kommt nicht bei jenen an, die ihn wirklich brauchen würden, nämlich bei Frauen und Kindern. Das ist der Punkt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Pfurtscheller: Gehören Männer nicht zur Familie? – Ruf bei der ÖVP: Die 1 500 Euro verdienen!
Im Gegenteil! 70 Prozent der Bezieher sind Männer (Abg. Pfurtscheller: Und die gehören nicht zur Familie oder wie?), und er nützt vor allem jenen, die ohnehin gut verdienen – und das ist der Witz. (Abg. Pfurtscheller: Gehören Männer nicht zur Familie? – Ruf bei der ÖVP: Die 1 500 Euro verdienen!) Der Bonus kommt nicht bei jenen an, die ihn wirklich brauchen würden, nämlich bei Frauen und Kindern. Das ist der Punkt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Im Gegenteil! 70 Prozent der Bezieher sind Männer (Abg. Pfurtscheller: Und die gehören nicht zur Familie oder wie?), und er nützt vor allem jenen, die ohnehin gut verdienen – und das ist der Witz. (Abg. Pfurtscheller: Gehören Männer nicht zur Familie? – Ruf bei der ÖVP: Die 1 500 Euro verdienen!) Der Bonus kommt nicht bei jenen an, die ihn wirklich brauchen würden, nämlich bei Frauen und Kindern. Das ist der Punkt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Schnabel: Das stimmt noch immer nicht, auch wenn Sie es 20 Mal sagen!
Im Übrigen, ich möchte das wiederholen: Wir haben nicht vergessen, dass Sebastian Kurz zu seinem eigenen Vorteil – zu seinem eigenen Vorteil! (Abg. Schnabel: Das stimmt noch immer nicht, auch wenn Sie es 20 Mal sagen!) – den österreichischen Familien und Kindern diese Kinderbetreuungsplätze gestohlen hat, Herr Kollege! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schnabel: ... 20 Mal sagen, stimmt es nicht!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schnabel: ... 20 Mal sagen, stimmt es nicht!
Im Übrigen, ich möchte das wiederholen: Wir haben nicht vergessen, dass Sebastian Kurz zu seinem eigenen Vorteil – zu seinem eigenen Vorteil! (Abg. Schnabel: Das stimmt noch immer nicht, auch wenn Sie es 20 Mal sagen!) – den österreichischen Familien und Kindern diese Kinderbetreuungsplätze gestohlen hat, Herr Kollege! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schnabel: ... 20 Mal sagen, stimmt es nicht!)
Abg. Eßl: Das ist eine Lüge!
Er hat den Familien die Kinderbetreuungsplätze gestohlen! (Abg. Eßl: Das ist eine Lüge!) Sie haben jetzt die Chance, das wiedergutzumachen: Also her mit der Kinderbetreuungsmilliarde, her mit dem Rechtsanspruch auf Nachmittagsbetreuung! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Sieber: Jetzt sagt er es schon wieder!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Sieber: Jetzt sagt er es schon wieder!
Er hat den Familien die Kinderbetreuungsplätze gestohlen! (Abg. Eßl: Das ist eine Lüge!) Sie haben jetzt die Chance, das wiedergutzumachen: Also her mit der Kinderbetreuungsmilliarde, her mit dem Rechtsanspruch auf Nachmittagsbetreuung! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Sieber: Jetzt sagt er es schon wieder!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Es ist mir ein Herzensanliegen, dass wir keine Frau in irgendeiner Form beurteilen, sondern dass wir sie in ihrer Lebenssituation, da, wo sie steht, unterstützen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS.
Herr Schnedlitz, ich sage Ihnen eines – vielleicht schauen Sie es sich später an –: Sie haben nicht das Recht, diesen Claim dafür zu missbrauchen, dass Sie den Menschen von einer Impfung abraten, dafür, dass Sie sagen: Wir leben in einer Diktatur. (Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS.)
in Richtung Abg. Köllner
Es braucht Initiativen, um Mädchen in Mint-Fächer zu bringen. Meine Kollegin zum Beispiel wird eine Stiftung extra dafür gründen, damit die Mädchen auch diese Lust an den Mint-Fächern behalten. Unsere Frau Ministerin und Frau Ministerin Schramböck haben vor Kurzem gemeinsam einen Award gegründet. Es braucht Finanzerziehung für Mädchen. Es braucht natürlich auch Kinderbetreuungsthemen. Herr Kollege (in Richtung Abg. Köllner), nur weil man etwas 20 Mal sagt, wird es nicht richtiger. Es wird hier sehr, sehr viel getan.
in Richtung Abg. Holzleitner
Evi (in Richtung Abg. Holzleitner), zu dem, was du vorhin gesagt hast: Wir wissen ja mittlerweile, dass es um einen Motherhoodpaygap geht. Der echte Genderpaygap sind ja nur ein paar Prozent, die man erklären kann. Wir müssen Frauen dazu bringen, dass sie darüber nachdenken, dass sie früher wieder mehr Stunden machen, damit sie dann nicht in diese Altersarmutsfalle kommen. (Abg. Heinisch-Hosek: Wie?)
Abg. Heinisch-Hosek: Wie?
Evi (in Richtung Abg. Holzleitner), zu dem, was du vorhin gesagt hast: Wir wissen ja mittlerweile, dass es um einen Motherhoodpaygap geht. Der echte Genderpaygap sind ja nur ein paar Prozent, die man erklären kann. Wir müssen Frauen dazu bringen, dass sie darüber nachdenken, dass sie früher wieder mehr Stunden machen, damit sie dann nicht in diese Altersarmutsfalle kommen. (Abg. Heinisch-Hosek: Wie?)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Unsere Aufgabe ist es, Frauen in allen Lebensphasen zu unterstützen. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) – Frau Heinisch-Hosek, ich verstehe Sie leider nicht. Ich glaube, der Erfolg jeder Frau sollte eine Inspiration für andere Frauen sein. Ich glaube, wenn wir einander anfeuern, einander begleiten, dann sind wir am allerstärksten. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Unsere Aufgabe ist es, Frauen in allen Lebensphasen zu unterstützen. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) – Frau Heinisch-Hosek, ich verstehe Sie leider nicht. Ich glaube, der Erfolg jeder Frau sollte eine Inspiration für andere Frauen sein. Ich glaube, wenn wir einander anfeuern, einander begleiten, dann sind wir am allerstärksten. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
auf Abg. Sieber, der seinen Platz einnimmt, deutend
Abgeordneter Michael Bernhard (NEOS): Ich möchte auf eine Rede von Herrn Kollegen Sieber, den ich jetzt gerade nicht sehe, eingehen. Ich habe in meiner vorangegangen Rede auf die Chats des ehemaligen Kanzlers Kurz, die wir alle kennen, Bezug genommen – ich sehe den Kollegen (auf Abg. Sieber, der seinen Platz einnimmt, deutend) mittlerweile –, und ich habe gesagt, dass er Verrat an unseren Kindern begangen hat, weil er die Nachmittagsbetreuung, den Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung ab dem ersten Lebensjahr verhindert hat. Es gab dann eine tatsächliche Berichtigung, die sehr skurril war, weil der Kollege von der ÖVP behauptet hat, die ÖVP hätte, namentlich durch Sebastian Kurz, ein sozialdemokratisches „Prestigeprojekt“ verhindert.
Abg. Sieber: Ohne Länder!
Ich habe mir die Chats noch einmal angesehen. Man muss das verstehen. Was ist denn da gesagt worden? Kurz hat eine Nachricht von einem Herrn Schmid gekriegt, in der dieser schreibt: „Wir müssen bei Banken aufpassen. Die wollen das am Montag weiter besprechen und entscheiden“. Kanzler – also Christian Kern – und Vizekanzler – damals Reinhold Mitterlehner – und Mahrer und Co. „Ziel- 1,2 Mrd für Nachmittagsbetreuung mit Rechtsanspruch und Vereinbarungen Bund Gemeinden ohne Länder! Mega Sprengstoff!“ (Abg. Sieber: Ohne Länder!)
Die Abgeordneten Pfurtscheller und Sieber: Ohne Länder!
So, und was antwortet der ehemalige Kanzler? – Er sagt: „Gar nicht gut!!! Wie kannst du das aufhalten?“ – Sprich: Wie kannst du den Rechtsanspruch und die Vereinbarung zwischen Bund und Gemeinden betreffend die Nachmittagsbetreuung aufhalten? (Die Abgeordneten Pfurtscheller und Sieber: Ohne Länder!) Der sagt dann: „Ich terrorisiere gerade Mahrer“, bli, bla, blubb, den kennt man ja. Also: Kurz terrorisiert Mahrer. Dann sagt Schmid: „Ich sitze da nicht drinnen“, „Leider“. Dann sagt Kurz darauf: Können wir irgendein Land aufhetzen? (Abg. Sieber: Weil sie alle ...! Ohne Länder, darum geht es ja!)
Abg. Sieber: Weil sie alle ...! Ohne Länder, darum geht es ja!
So, und was antwortet der ehemalige Kanzler? – Er sagt: „Gar nicht gut!!! Wie kannst du das aufhalten?“ – Sprich: Wie kannst du den Rechtsanspruch und die Vereinbarung zwischen Bund und Gemeinden betreffend die Nachmittagsbetreuung aufhalten? (Die Abgeordneten Pfurtscheller und Sieber: Ohne Länder!) Der sagt dann: „Ich terrorisiere gerade Mahrer“, bli, bla, blubb, den kennt man ja. Also: Kurz terrorisiert Mahrer. Dann sagt Schmid: „Ich sitze da nicht drinnen“, „Leider“. Dann sagt Kurz darauf: Können wir irgendein Land aufhetzen? (Abg. Sieber: Weil sie alle ...! Ohne Länder, darum geht es ja!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Pfurtscheller und Sieber.
Die ÖVP regt sich also darüber auf, dass die Länder nicht in den Ausbau der Kinderbetreuung und den Rechtsanspruch, der seit Jahren nicht funktioniert, eingebunden sind. (Zwischenrufe der Abgeordneten Pfurtscheller und Sieber.) Ich möchte Ihnen nur eines sagen, Herr Kollege Sieber: Sowohl Christian Kern als auch Reinhold Mitterlehner hatten am Tiefpunkt ihrer politischen Karriere wesentlich mehr Format als die Menschen, die diesen Chat geschrieben haben. Das muss man schon einmal sagen. (Beifall bei NEOS und SPÖ. – Abg. Sieber: Darum geht es! Ohne Länder!)
Beifall bei NEOS und SPÖ. – Abg. Sieber: Darum geht es! Ohne Länder!
Die ÖVP regt sich also darüber auf, dass die Länder nicht in den Ausbau der Kinderbetreuung und den Rechtsanspruch, der seit Jahren nicht funktioniert, eingebunden sind. (Zwischenrufe der Abgeordneten Pfurtscheller und Sieber.) Ich möchte Ihnen nur eines sagen, Herr Kollege Sieber: Sowohl Christian Kern als auch Reinhold Mitterlehner hatten am Tiefpunkt ihrer politischen Karriere wesentlich mehr Format als die Menschen, die diesen Chat geschrieben haben. Das muss man schon einmal sagen. (Beifall bei NEOS und SPÖ. – Abg. Sieber: Darum geht es! Ohne Länder!)
Beifall bei NEOS und SPÖ.
Ich hätte das jetzt nicht noch einmal vorgelesen, aber Fakt ist, dass genau das vor fünf Jahren passiert ist. Dinge, die wir seit fünf Jahren dringend gebraucht hätten, wurden fünf Jahre lang verschoben. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Abg. Bernhard – einen Ausdruck der von ihm zitierten Chats in die Höhe haltend –: Nein!
keine sind und die zum Zweiten immer wieder einen Sachverhalt völlig falsch darlegen. (Abg. Bernhard – einen Ausdruck der von ihm zitierten Chats in die Höhe haltend –: Nein!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ihr (in Richtung SPÖ und NEOS) könnt das so lange predigen, wie ihr wollt, es war nicht so! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Es ist einfach die Unwahrheit, die hier immer wieder behauptet wird, weil man einem Menschen etwas Schlechtes tun will. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Köllner.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Köllner.
Ihr (in Richtung SPÖ und NEOS) könnt das so lange predigen, wie ihr wollt, es war nicht so! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Es ist einfach die Unwahrheit, die hier immer wieder behauptet wird, weil man einem Menschen etwas Schlechtes tun will. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Köllner.)
Die Abgeordneten Greiner und Heinisch-Hosek: Nein!
Ich war damals schon Abgeordneter, ich kann mich gut an diese Debatte zwischen Kern und Mitterlehner und der restlichen ÖVP erinnern. Wir sind auch für Bundesländer und Gemeinden verantwortlich. Es ist um einen Rechtsanspruch für Kinder ab dem ersten Lebensjahr und eine verpflichtende Ganztagsschule für alle Kinder gegangen. (Die Abgeordneten Greiner und Heinisch-Hosek: Nein!) Das wird es mit der Volkspartei nicht geben – nicht zu dem Zeitpunkt damals und auch jetzt nicht. (Abg. Leichtfried hebt die Hand.)
Abg. Leichtfried hebt die Hand.
Ich war damals schon Abgeordneter, ich kann mich gut an diese Debatte zwischen Kern und Mitterlehner und der restlichen ÖVP erinnern. Wir sind auch für Bundesländer und Gemeinden verantwortlich. Es ist um einen Rechtsanspruch für Kinder ab dem ersten Lebensjahr und eine verpflichtende Ganztagsschule für alle Kinder gegangen. (Die Abgeordneten Greiner und Heinisch-Hosek: Nein!) Das wird es mit der Volkspartei nicht geben – nicht zu dem Zeitpunkt damals und auch jetzt nicht. (Abg. Leichtfried hebt die Hand.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bitte Sie, unterlassen Sie diese ständigen Unterstellungen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn ihr (in Richtung ÖVP) nicht damit leben könnt, dass Kurz diese Nachmittagsbetreuung, diesen Rechtsanspruch, verhindert hat, dann kann ich euch auch nicht helfen, liebe Kolleginnen und Kollegen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scherak hebt die Hand.
Ich glaube, wir können es jetzt dabei bewenden lassen. (Abg. Scherak hebt die Hand.) – Bitte, eine Wortmeldung zur Geschäftsbehandlung, die auch keine oder die schon eine werden wird.
Beifall bei den NEOS.
Abgeordneter Dr. Nikolaus Scherak, MA (NEOS) (zur Geschäftsbehandlung): Selbstverständlich werde ich zur Geschäftsbehandlung sprechen und möchte, weil Klubobmann Wöginger gesagt hat, dass hier in mehreren tatsächlichen Berichtigungen etwas erzählt wurde, was keine tatsächlichen Berichtigungen waren, nur klarstellen, dass sich Kollege Bernhard zu Wort gemeldet und keine tatsächliche Berichtigung gemacht hat – insofern ist das etwas, was im Rahmen der Geschäftsordnung selbstverständlich zulässig ist, nämlich dass Abgeordnete sich zu Wort melden und ihre Meinung kundtun. (Beifall bei den NEOS.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Für das Jahr 2021 waren das 14,6 Millionen Euro. Bereits damals gab es umfangreiche Maßnahmen zur Stärkung des Gewaltschutzes. Ich erinnere an dieser Stelle noch einmal daran, dass Frau Bundesminister Raab und weitere Mitglieder der Bundesregierung im Mai 2021 24,6 Millionen Euro für die größte Gewaltschutz- und Gewaltpräventionsoffensive der letzten Jahrzehnte bereitgestellt haben. Darunter fallen eben zum Beispiel 5 Millionen Euro für die Organisationen, die Opfern von Gewalt Beratung und Hilfe bieten, und 3 Millionen Euro für Kinderschutzzentren. Zudem werden Familienberatungsstellen österreichweit unterstützt. Um die juristische und psychosoziale Prozessbegleitung von Frauen und Kindern zu gewährleisten, werden 3 Millionen Euro bereitgestellt. 1,5 Millionen Euro gibt es für die Familiengerichtsbarkeit, und 0,5 Millionen Euro werden in Täterarbeit und Antigewalttrainings investiert. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Sehr geehrte Damen und Herren, es liegt in unserer Verantwortung, der Gewalt auch weiterhin keinen Platz in unserer Gesellschaft zu geben und allen Betroffenen Unterstützung angedeihen zu lassen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Finanzielle Mittel sind wichtig. Nicht weniger wichtig ist meiner Meinung nach aber, auf das zu achten, was wir als Teil der Gesellschaft miteinander schaffen können, und darauf zu achten, wie wir miteinander umgehen, im privaten, im beruflichen, aber auch im politischen Leben, denn Gewaltschutz geht uns alle an. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Abgeordnete MMMag. Gertraud Salzmann (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzte Frau Ministerin Raab! Hohes Haus! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Die Frauensprecherin der SPÖ, Frau Kollegin Holzleitner, ist jetzt, glaube ich, nicht herinnen. Sie hat vieles kritisiert, ich möchte euch aber sagen: Alles schlechtzureden ist für uns auch kein Weg. Wir als ÖVP schauen nämlich gemeinsam mit den Grünen in unserer Regierung dorthin, wo die Probleme bei den Frauen betreffend Gleichstellung liegen, und wir packen diese Probleme auch an, das kann ich euch versichern. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Wir setzen uns gemeinsam mit der Bundesregierung für die Chancengleichheit von Mädchen und Frauen auf allen Ebenen ein, und Sie, Frau Ministerin, sind für uns eine, mit der wir ganz stark gemeinsam für die Frauen und die Frauenanliegen eintreten. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir wollen die Gleichstellung in vielen Bereichen vorantreiben. Wir haben die Gleichstellung im Gesetz verankert. Das ist für mich als Juristin klar. Wir müssen die Gleichstellung aber in der Gesellschaft ankommen lassen, wir müssen die Gleichstellung in den Köpfen schaffen. Wenn ich höre, dass Vertreter der Öffentlichkeit bei öffentlichen Anlässen einer Frau die Hand nicht geben, danach aber den Männern, die in Vertretung ihrer Funktionen anwesend sind, die Hand sehr wohl geben, wenn ich aus den Schulen höre, dass Väter Gespräche mit Lehrerinnen verweigern, weil Lehrerinnen eben Frauen sind, dann betone ich: Das geht im Jahr 2021 einfach nicht mehr! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Für mich ist auch ganz klar: Bildung und Ausbildung sind der Schlüssel für Chancengleichheit und Chancengerechtigkeit. Dieses Gebiet müssen wir noch viel stärker angehen. Wir werden dafür sorgen, dass Frauen und Mädchen viel stärker in die Technik und die Mint-Bereiche hineingehen. Wir werden es hoffentlich in gemeinsamer Anstrengung schaffen, die alten Stereotype und Rollenbilder zu überwinden. Wir brauchen mehr Lohntransparenz in den Firmen. Außerdem müssen wir sicherlich auch bezüglich Altersarmut der Frauen noch viel mehr tun. Ich nenne jetzt nur das Stichwort Teilzeit, da wird es unsere gemeinsame Anstrengung brauchen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Im Jahr 2021 angelangt, hat die Benachteiligung von Mädchen und Frauen keinen Platz mehr; das darf nicht toleriert werden. Ich ersuche alle hier herinnen, egal ob Männer oder Frauen, egal ob von unserer Fraktion oder anderen Fraktionen: Helfen wir gemeinsam mit, stehen wir gemeinsam tagtäglich dafür ein: Nein zu einer Ungleichbehandlung von Mädchen und Frauen, ja zu einer klaren Chancengleichheit! – Herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Die Gleichstellungsziellandkarte hat 35 Untergruppen, und in 29 davon wird explizit das Gleichstellungsziel für Frauen erwähnt. Das betrifft das Gesundheitsbudget – ich habe gestern bereits zum Punkt Gendermedizin gesprochen –, das Budget für Familie und Jugend, das Budget für das Ressort Arbeit sowie die Budgets für Wissenschaft und Forschung, für Inneres, für militärische Angelegenheiten, für das Bundeskanzleramt und so weiter. In all diesen Budgets finden sich Maßnahmen, um dem Ziel der Gleichstellung der Geschlechter näherzukommen. Wir haben geschlechtsspezifische Unterschiede. No na net! Es ist aber für mich ganz, ganz wichtig, festzuhalten, dass diese Unterschiede eine Bereicherung für unsere Gesellschaft sein können und nicht dazu verwendet werden sollen, um die Frauen zu diskriminieren oder Macht auszuüben und Macht auszuspielen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Einwallner und Lindner.
eine Familie hat, bitte schön, auch einen Mann, gell, und nicht nur eine Frau. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Einwallner und Lindner.) Es gibt wirklich viele Väter, das möchte ich hier sagen, und die habe ich auch bei mir im Unternehmen, die in Karenz gehen und von mir dabei unterstützt werden, sodass sie in Karenz gehen können und, wenn sie zurückkommen, den gleichen Arbeitsplatz vorfinden, den sie vorher verlassen haben. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
eine Familie hat, bitte schön, auch einen Mann, gell, und nicht nur eine Frau. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Einwallner und Lindner.) Es gibt wirklich viele Väter, das möchte ich hier sagen, und die habe ich auch bei mir im Unternehmen, die in Karenz gehen und von mir dabei unterstützt werden, sodass sie in Karenz gehen können und, wenn sie zurückkommen, den gleichen Arbeitsplatz vorfinden, den sie vorher verlassen haben. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Da Rom leider auch nicht an einem Tag erbaut wurde, möchte ich abschließend Lothar de Maizière zitieren. Diese Umgestaltung in Richtung einer gerechteren Realität hätte ich lieber im Laufschritt statt im Schritttempo, aber wie Lothar de Maizière sagt: „Politik ist [...] die Kunst des Machbaren und nicht des unbedingt Wünschbaren.“ – Aber es kommt ja Weihnachten, wünschen darf man sich’s ja trotzdem. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rössler.
Im Ministerium ist die Familie & Beruf Management GmbH angesiedelt, die in diesem Bereich Gemeinden zertifiziert, und 560 Kommunen haben sich als familienfreundliche Gemeinden deklariert. Über einen Bürger- und Bürgerinnenprozess werden Maßnahmen erarbeitet, die eben unseren jungen und junggebliebenen Eltern und den Kindern vor Ort – lokal zugeschneidert – helfen sollen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bestmöglich umzusetzen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rössler.)
Zwischenruf der Abg. Greiner.
Ein Wort zum Rechtsanspruch, liebe SPÖ: Sie tun so, als ob mit einem Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung alle Herausforderungen, die es in Österreich in diesem Bereich gibt, gelöst wären, aber das ist nicht so. Es stimmt auch nicht, wenn Sie sagen, Sebastian Kurz hat diese 1,2 Milliarden Euro verhindert. (Zwischenruf der Abg. Greiner.) Das wurde mehrfach widerlegt und auch schon besprochen. In Summe wurden eben in den letzten Jahren 1,6 Milliarden Euro für den Ausbau der Kinderbetreuung ausgegeben. Der Bund finanziert zum Beispiel die Errichtung der Kinderkrippen mit. Das ist gut und richtig. Wir bauen die Hüllen, aber die Hüllen allein reichen nicht aus, um vor Ort ein adäquates Kinderbetreuungsangebot zu bieten.
Zwischenruf bei der SPÖ.
Frau Kollegin Disoski hat es heute schon gesagt: Wir investieren auch in die Ausbildung der Pädagoginnen und Pädagogen, denn auch sie sind wichtig. Sie sind in Wirklichkeit das Nadelöhr, damit wir vor Ort entsprechende Kinderbetreuung anbieten können. Nicht einmal in Wien schaffen Sie es, vollständig, durchgehend Kinderbetreuung anzubieten. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Sie brauchen alljährlich rund 500 Sondergenehmigungen zur Überschreitung der Gruppengröße, damit Sie ein ausreichendes Kinderbetreuungsangebot aufstellen können.
Beifall bei der ÖVP.
Ich bin auch Gemeindebundobmann unseres Bezirks und ich muss sagen, es kommen auch SPÖ-Bürgermeister zu mir, die sagen: Bitte setzt diesen Rechtsanspruch nicht um, das stürzt uns in Rechtsverfahren, die uns immense Kosten bereiten, in Schadenersatzforderungen! Schauen wir nach Deutschland, wo die Gemeinden 20 000 Euro oder 30 000 Euro ausbezahlen müssen. Dieses Geld können die Kommunen wirklich besser in die Familien und in die Kinderbetreuung investieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist uns wichtig, und das ist das große Credo, dass sich Arbeit auszahlt, dass Arbeit sich lohnt und die Familien dementsprechend unterstützt werden. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.
Ich berichtige tatsächlich: Eine Familie kann auch aus zwei Frauen bestehen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
Natürlich kann das Frauenbudget immer höher sein, aber ein gutes Budget ist das eine, es zielgerichtet einzusetzen, ist das andere. Das unterscheidet uns wesentlich von der Sozialdemokratie: dass wir das Geld dort einsetzen, wo es dringend gebraucht wird, dass wir gezielte Schwerpunkte setzen, anstatt das Geld der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler mit der Gießkanne zu verteilen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Frauen verdienen im Vollzeitjob immer noch um 14,3 Prozent weniger als Männer. Es braucht also gezielte Maßnahmen für die Stärkung von Frauen. Wir brauchen gleichen Lohn für gleiche Arbeit, und wir brauchen ein Umdenken bei der Berufswahl, indem wir aufhören, Stereotypisierungen zu verfolgen. Brechen wir alte Denkmuster auf! Es gibt keine Tabubereiche für Frauen, wir können alles sein, was wir wollen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir alle wissen aber, mit welchen Herausforderungen und Hürden wir im Alltag konfrontiert sind. Wir sind alle Töchter, Kolleginnen, Freundinnen, Enkelinnen, das eint uns, darin sind wir gleich, deshalb ist Frauenpolitik eine Angelegenheit von uns allen. Wir alle können unseren Beitrag leisten, jede Einzelne von uns. Trauen wir uns doch gegenseitig mehr zu, machen wir einander mehr Mut und geben wir vor allem unseren jungen Mädchen mehr Selbstvertrauen mit auf den Weg! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Obernosterer: Na, na, na!
Wir wünschen uns alle, dass es uns gemeinsam gelingt, aber seitens der SPÖ sind wir überzeugt, dass es mehr Anreize für die älteren Menschen, die in Langzeitbeschäftigungslosigkeit sind, braucht, um in Jobs im öffentlichen Dienst – beim Bund, bei Ländern, Gemeinden – und vor allem bei den Hilfsorganisationen zu kommen. Unser Vorschlag, die Aktion 40 000, Herr Bundesminister, ist Ihnen bekannt. Wenn wir diese früher umgesetzt hätten, wenn wir sie schon gestartet hätten, hätte uns das jetzt vor allem im Kampf gegen die Pandemie, als es wirklich ein Sprungbrett in verschiedene Gesundheits- und Pflegebereiche gebraucht hätte, sicherlich geholfen, aber auch das wurde von dieser Bundesregierung verschlafen. (Abg. Obernosterer: Na, na, na!)
Zwischenruf des Abg. Obernosterer.
In der Theorie, Herr Bundesminister, ist das Projekt Sprungbrett schön dargestellt. In der Praxis und in der Realität schaut es leider anders aus. Ich möchte Ihnen dazu ein Mail eines betroffenen 60-Jährigen aus Niederösterreich wiedergeben, dem ich versprochen habe, dass ich das tun werde – ich zitiere –: Sehr geehrter Herr Muchitsch! Ich vertraue auf Sie, dass Sie Herrn Kocher immer wieder ins Gewissen reden, damit die Verantwortlichen in der ÖVP endlich einen realistischen Blick auf die derzeitige Arbeitsmarktsituation bekommen. Es nützt nichts, dauernd gebetsmühlenartig zu sagen, dass man die Arbeitslosen wieder schnell in Beschäftigung bringen will, wenn einen die Unternehmen aufgrund des Alters nicht mehr nehmen. Auch das AMS ist da chancenlos. Mein Betreuer macht sehr gute Arbeit, aber er ist auf verlorenem Posten, wenn die Unternehmen aufgrund des Alters immer Nein sagen. (Zwischenruf des Abg. Obernosterer.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend: Herr Bundesminister, wenn man helfen will, dann muss man dazu auch Maßnahmen setzen. Ich glaube, der Zeitpunkt ist da, die Pandemie wird uns wieder stärker einholen als je zuvor. Diese Menschen haben keine Chance, zu Jobs zu kommen, deshalb ist eine Angleichung der Notstandshilfe auf die Höhe des Arbeitslosengeldes mehr als sozial gerechtfertigt. Ich ersuche Sie, uns bei diesem Antrag mit Ihren Kollegen in Ihrer ÖVP zu unterstützen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Es sind aktuell um 22 000 Menschen weniger arbeitslos als vor zwei Jahren, also vor der Coronakrise. Ich habe schon gestern in meinem Redebeitrag zur Sozialpolitik gesagt: Die beste Sozialpolitik ist eine offensive Arbeitsmarktpolitik, denn Arbeit ist zum einen natürlich wichtig, um ein Einkommen zu generieren, um leben zu können, um seine Familie erhalten zu können, aber Arbeit ist im Leben auch ein ganz entscheidender Teil zur Sinnerfüllung. (Beifall bei der ÖVP.) Daher müssen wir gemeinsam – da bin ich voll bei Beppo Muchitsch – alle Anstrengungen unternehmen, damit auch jene 271 000 Menschen, die derzeit arbeitslos sind, eine realistische Chance haben, einen Job zu finden.
Beifall bei der ÖVP.
Aber zur aktiven Arbeitsmarktpolitik: Diese hat eben eine ganz besondere Bedeutung, Beppo Muchitsch hat es angesprochen. Ja, es ist eine ganz große Aufgabe, Langzeitarbeitslosigkeit zu bekämpfen. Beppo hat auch die aktuelle Zahl erwähnt: Derzeit sind circa 114 000 Menschen langzeitarbeitslos. Was du aber nicht dazugesagt hast, Herr Kollege Muchitsch, ist die Tatsache, dass im April des heurigen Jahres 148 000 Menschen langzeitarbeitslos waren. Es ist also mit diesen bisherigen Programmen gelungen, die Anzahl innerhalb von sieben Monaten von 148 000 auf 114 000 zu reduzieren. Eine große Anzahl hat also bereits wieder einen Job gefunden. Das war also aktive Arbeitsmarktpolitik, die eben seitens der Regierung auch ganz massiv betrieben worden ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Diese Reformen werden wir gemeinsam vorantreiben. Die budgetären Voraussetzungen dafür werden mit dem Budget 2022 jedenfalls sehr gut geschaffen. – Alles Gute! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Gödl: 34 000!
Mein Vorredner hat die Aktion Sprungbrett schon so gelobt. Da muss ich schon auch noch ein bisschen etwas dazu sagen: Ja, es sind jetzt einige Langzeitarbeitslose – es ist aber auch nicht die ganz große Anzahl – zum Glück in Beschäftigung gekommen. (Abg. Gödl: 34 000!) Jedem Einzelnen ist zu gratulieren. Ja, es ist schön, es sind über 30 000, aber es sind immer noch 115 000, die in der Langzeitarbeitslosigkeit sind, und wenn der nächste Lockdown kommt, werden es wieder mehr werden. Das ist einfach so.
Abg. Gödl: Da kommt noch ...!
Sie haben zwar für das Jahr 2022 250 Millionen Euro für diese Aktion Sprungbrett zur Verfügung gestellt, aber 2023 schaut es dann schon wieder mager aus, da sind es dann nur noch 50 Millionen Euro. (Abg. Gödl: Da kommt noch ...!) Das heißt, offensichtlich sind Sie bei der Planung davon ausgegangen, dass Sie das alles im Jahr 2022 erledigen werden. Darauf sind wir sehr gespannt. Ich glaube, es ist ein bisschen wenig ambitioniert, was Sie da machen. Sie sollten das schon als ein Programm sehen, das Sie zumindest so lange laufen lassen, bis Sie diese Quote tatsächlich runtergedrückt haben, und zwar weit runter, also am besten eigentlich in einen vierstelligen Bereich. Das haben Sie nicht gemacht.
Abg. Hörl: Sie sind der Engel des Unheils, Frau Doktor!
Behalten Sie bei allen Maßnahmen, die Sie setzen, im Hinterkopf, was Sie damit auslösen können (Abg. Hörl: Sie sind der Engel des Unheils, Frau Doktor!), wenn Sie diesen Leuten die Daumenschrauben noch enger anziehen, denn dann sind wir wirklich beim Zusammenbruch des Gesundheitssystems!
Abg. Hörl: Der gefallen Engel!
Ich warne davor, dass wir dann auch noch die 24-Stunden-Kräfte, die ja zu einem Gutteil aus den östlichen Nachbarländern kommen, die entweder ungeimpft sind oder mit Impfstoffen geimpft sind, die wir in Österreich nicht anerkennen, mit einer Impfpflicht belegen. (Abg. Hörl: Der gefallen Engel!) Wenn wir die alle vor den Kopf stoßen, weil wir ihnen sagen: Ihr müsst jetzt dieser Impfpflicht folgen, ihr seid quasi im Gesundheitsbereich tätig!, dann werden wir im Bereich der 24-Stunden-Betreuung ein ganz großes Problem kriegen, sehr geehrter Herr Bundesminister. – Das würde ich Ihnen als Arbeitsminister auch gerne mitgeben, weil Sie natürlich auch für Arbeitskräfte in diesem Bereich eine Verantwortung haben.
Beifall bei der FPÖ.
Ich glaube, Sie haben auch für Menschen Verantwortung, die Sie mutwillig in die Arbeitslosigkeit treiben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Der Kampf gegen die Langzeitarbeitslosigkeit ist sicher einer der größten Kämpfe, die wir in der nächsten Zeit führen müssen. Das ist ein Kampf für Perspektiven, es ist ein Kampf gegen Armut, gegen Armutsgefährdung und es ist vor allem ein Kampf gegen Hoffnungslosigkeit. – In diesem Sinne: danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Es werden in dieser Pandemie wohl viele zu dem Schluss gekommen sein, dass die Regierung in der Pandemiebekämpfung nicht einmal eine Woche nach vorne schaut, weil das, was die zusammenstolpern, ja echt auf keine Kuhhaut geht. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Das ist im Übrigen auch etwas, was der Rechnungshof seit vielen Jahren fordert, weil das Nebeneinander zwischen Notstandshilfe und Sozialhilfe beziehungsweise Mindestsicherung bei Langzeitarbeitslosen zu Ineffizienzen in der Bürokratie führt und den, der die Sozialleistung braucht, zum Bittsteller macht, weil er zu zwei Behörden gehen muss, um einmal sozial abgesichert zu sein. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
der Schwarzarbeit zu Leibe gerückt werden kann. Ich halte noch fest: Für die Schwarzarbeit braucht es immer zwei, einen Arbeitgeber und einen Arbeitnehmer, und beiden gehört auf die Finger geklopft. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Laurenz Pöttinger (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Minister! Ich möchte mit einem Dank beginnen: Danke, dass Sie die Verantwortung übernommen haben, dieses schwierige Ressort in so einer schwierigen Zeit zu übernehmen. Sie machen einen tollen Job! Es ist unglaublich, was Sie in den letzten Monaten weitergebracht haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Hörl: Genau!
Auch ich stehe unter dem Eindruck der heutigen Meldungen. Auch ich stehe unter dem Eindruck, dass die gesundheitliche Situation ganz schwierig ist, und die notwendigen Schritte zu tun fällt mehr als schwer. Frau Abgeordnete Belakowitsch, wenn Sie hier zwei-, dreimal von Verantwortung sprechen, gehen Sie bitte einmal in sich (Abg. Hörl: Genau!) und denken Sie über Ihre Verantwortung nach! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Auch ich stehe unter dem Eindruck der heutigen Meldungen. Auch ich stehe unter dem Eindruck, dass die gesundheitliche Situation ganz schwierig ist, und die notwendigen Schritte zu tun fällt mehr als schwer. Frau Abgeordnete Belakowitsch, wenn Sie hier zwei-, dreimal von Verantwortung sprechen, gehen Sie bitte einmal in sich (Abg. Hörl: Genau!) und denken Sie über Ihre Verantwortung nach! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Abg. Belakowitsch: Bitte! Sie gehen wirklich mit geschlossenen Augen durch die Welt!
Ja, wir sprechen von guten Zahlen. Bis vor ungefähr einer Woche war ich auch noch total motiviert und positiv gestimmt. Die Zahlen waren unglaublich gut: 50 000 mehr Menschen in Beschäftigung als vor der Krise. (Abg. Belakowitsch: Bitte! Sie gehen wirklich mit geschlossenen Augen durch die Welt!) Wie es der Wirtschaftsbund ausgerechnet hat, haben wir in Summe fast gleich viele offene Stellen wie Arbeitsuchende, wenn man alle Plattformen mitberechnet – und die Aktion Sprungbrett wirkt.
Zwischenruf bei der SPÖ.
Herr Abgeordneter Muchitsch! Wenn Sie über die Aktion 20 000 nachdenken, wissen Sie, dass diese nicht gewirkt hat. Die Aktion Sprungbrett aber wirkt nachhaltig. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Die Aktion 40 000 wäre ungefähr das Doppelte von dem, was vorher nicht gewirkt hat.
Abg. Wurm: Zufrieden sein!
Ich glaube, wir können (Abg. Wurm: Zufrieden sein!) mit der Zahl zufrieden sein, mit 34 000 Personen weniger in der Langzeitbeschäftigungslosigkeit als zum Höhepunkt im April. (Abg. Belakowitsch: Na, seid zufrieden!) Das Ziel, bis 2023 wieder unter 95 000 zu kommen, ist ambitioniert, aber es ist erreichbar. – Ich glaube, mit Ihren Maßnahmen, Herr Minister, und den Maßnahmen, die noch folgen, werden wir auch am Arbeitsmarkt eine gute Zukunft haben.
Abg. Belakowitsch: Na, seid zufrieden!
Ich glaube, wir können (Abg. Wurm: Zufrieden sein!) mit der Zahl zufrieden sein, mit 34 000 Personen weniger in der Langzeitbeschäftigungslosigkeit als zum Höhepunkt im April. (Abg. Belakowitsch: Na, seid zufrieden!) Das Ziel, bis 2023 wieder unter 95 000 zu kommen, ist ambitioniert, aber es ist erreichbar. – Ich glaube, mit Ihren Maßnahmen, Herr Minister, und den Maßnahmen, die noch folgen, werden wir auch am Arbeitsmarkt eine gute Zukunft haben.
Zwischenruf bei der SPÖ.
Jetzt noch ein Appell von mir: Bitte gehen Sie impfen! Ich verstehe, dass viele Menschen in unserem Land über eine generelle Impfpflicht nachdenken. Ich verstehe das! Fragen Sie einmal die Bevölkerung, wie sie momentan denkt! Es hat keiner geglaubt, dass diese Zahlen noch einmal so explodieren. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Ich glaube, wir müssen sehr gut darüber nachdenken, welche Schritte wir setzen und welche Äußerungen wir tätigen – das sage ich speziell in Richtung FPÖ. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Jetzt noch ein Appell von mir: Bitte gehen Sie impfen! Ich verstehe, dass viele Menschen in unserem Land über eine generelle Impfpflicht nachdenken. Ich verstehe das! Fragen Sie einmal die Bevölkerung, wie sie momentan denkt! Es hat keiner geglaubt, dass diese Zahlen noch einmal so explodieren. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Ich glaube, wir müssen sehr gut darüber nachdenken, welche Schritte wir setzen und welche Äußerungen wir tätigen – das sage ich speziell in Richtung FPÖ. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Rainer Wimmer (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine geschätzten Damen und Herren! Herr Bundesminister! Ja, der Arbeitsmarkt hat sich in den letzten Monaten sehr positiv entwickelt, aber man muss ehrlicherweise dazusagen, geschätzte Damen und Herren, vor allen Dingen Sie, Herr Bundesminister: Da können Sie nichts dafür. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Hörl: Du kommst daher wie der Danninger!
Es war die Konjunktur, die das angestellt hat. Wir haben ein hohes Wachstum, wir haben volle Auftragsbücher, die Menschen arbeiten Tag und Nacht. (Abg. Hörl: Du kommst daher wie der Danninger!) Das sind die Faktoren, die diesen guten Umstand herbeigeführt haben. Wir wissen eh nicht, wie sich das in den nächsten Tagen und Wochen entwickeln wird. Es ist schon angesprochen worden, die Situation mit Corona ist ja nicht einfach und sehr schwerwiegend.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei den Grünen.
Markus, Kollege Koza, du hast die Umweltstiftung angesprochen. Ja, die ist ganz, ganz wichtig, aber bitte nicht nur davon sprechen. Es müssen einmal Realitäten geschaffen werden. Fangt an damit und wartet nicht ewig, meine lieben Kolleginnen und Kollegen, sonst haben wir wirklich nur Überschriften und alles ist Schall und Rauch – und das wollt ihr doch wohl selber auch nicht. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei den Grünen.)
Abg. Hörl: Das ist ein Blödsinn!
Die Langzeitarbeitslosigkeit ist heute schon angesprochen worden. Kollege Pöttinger, Sie haben gesagt, die Aktion 20 000 hat nicht gefruchtet. Es waren ÖVP-Gemeinden, meine sehr geschätzten Damen und Herren, die dankbar waren, dass es diese Aktion gab, und die sie auch in Anspruch genommen haben. (Abg. Hörl: Das ist ein Blödsinn!) Machen Sie diese Aktion nicht madig! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Langzeitarbeitslosigkeit ist heute schon angesprochen worden. Kollege Pöttinger, Sie haben gesagt, die Aktion 20 000 hat nicht gefruchtet. Es waren ÖVP-Gemeinden, meine sehr geschätzten Damen und Herren, die dankbar waren, dass es diese Aktion gab, und die sie auch in Anspruch genommen haben. (Abg. Hörl: Das ist ein Blödsinn!) Machen Sie diese Aktion nicht madig! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hörl: Die Gewerkschaft ...!
Mit der Abschaffung, mit der Niederwalzung dieser Aktion haben Sie den älteren Arbeitnehmern in Wirklichkeit die Hoffnung genommen. (Abg. Hörl: Die Gewerkschaft ...!) Es war ganz dramatisch, was da geschehen ist. Die ältere Generation war Ihnen damals und ist Ihnen in Wirklichkeit heute noch wurscht, und Sie überlassen sie ihrem Schicksal.
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister, ich habe mit Erstaunen – vorgestern war es, glaube ich – Ihre APA-Aussendung gelesen. „Der Standard“ hat heute auch noch ein bisschen etwas darüber berichtet. Sie haben da zur Altersteilzeit gemeint, die Blockvariante sei nicht im Sinne des Erfinders. Sie wollen darüber nachdenken. – Kolleginnen und Kollegen, bisher war es immer so: Wenn der Herr Bundesminister nachzudenken anfängt, dann haben die Arbeitnehmer etwas Böses zu erwarten. Da ja die Blockvariante schon so massiv verschlechtert wurde, stellt sich schon die Frage: Heißt das, Sie wollen die Blockvariante ganz abschaffen, Herr Bundesminister? Wenn Sie das im Schilde führen, kann ich von dieser Stelle aus sagen: Sie werden mit einem ganz heftigen Widerstand von uns rechnen müssen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall und Bravoruf bei der SPÖ.
Abschließend: Ein paar Tage haben Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die 45 Jahre gehackelt haben und fleißig waren, noch die Chance, ohne Abschläge in Pension gehen zu können. Sie haben bewirkt, dass ab 1.1. nächsten Jahres diese Abschläge wieder eingeführt werden. 5 000 Euro pro Jahr nehmen Sie den Menschen weg. Wir werden nicht aufgeben, meine sehr geschätzten Damen und Herren, dafür zu kämpfen, dass auch weiterhin die Menschen, die 45 Jahre gearbeitet haben, keine Abschläge in Kauf nehmen müssen. (Beifall und Bravoruf bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir werden morgen Anträge einbringen und wir werden sehen, wie sich vor allen Dingen die ÖVP verhalten wird. – In diesem Sinne ein herzliches Dankeschön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wurm: 2022!
Das Arbeitsbudget 2020 (Abg. Wurm: 2022!) sieht rund ein Drittel weniger Ausgaben vor als im Jahr 2021 – aber nicht deshalb, weil wir weniger investieren wollen, sondern deshalb, weil wir zum Glück viele Menschen in Beschäftigung gebracht haben und es zum Glück auch weniger Kurzarbeit gibt.
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Die Kollegen vor mir haben das Thema angesprochen: Wie machen wir mit der Kurzarbeit weiter? – Minister Kocher hat das schon mehrmals erwähnt: Wenn es notwendig ist, wird auch in diesem Bereich etwas getan, und ich bin davon überzeugt, dass unser Minister da handeln wird. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Auf der anderen Seite stehen die Einnahmen: Weil eben mehr Menschen einen Job gefunden haben, was ja sehr erfreulich ist, werden auch die Einnahmen aus den Arbeitslosenversicherungsbeiträgen um circa 6 Prozent höher sein. Daraus ergibt sich eine Budgetierung in Höhe von 7,7 Milliarden Euro, und da darf ich wirklich allen Arbeitnehmern und allen Arbeitgebern Danke sagen, denn sie sind es, die diese Summen erwirtschaften. – Vielen Dank dafür! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Das Budget 2022 für den Bereich Arbeit deckt mit verschiedenen Schwerpunktsetzungen die gesamte Berufslaufbahn ab. Ich darf unserem Minister für seine Weitsicht und sein Verantwortungsbewusstsein meinen Dank aussprechen, denn ich bin überzeugt und ich bin sehr zuversichtlich, dass wir mit diesem Budget die Grundlagen schaffen, um die arbeitsmarktpolitischen Herausforderungen von morgen zu meistern. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Es ist ja bitte Irrsinn, was ihr da vorhabt. Ich kann euch nur auffordern: Bitte bleibt vernünftig und findet eine Lösung, die das Problem in der Pflege nicht noch größer macht, als es sowieso schon ist! Das wäre meine Aufforderung, Herr Minister, und da bitte ich Sie, auch einmal ein Machtwort zu sprechen, denn das ist eine Entwicklung, die uns ganz, ganz massiv betreffen wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das sind alles inhaltliche Fragen, Herr Minister – lassen wir die Zahlen weg, denn was nächstes Jahr passiert, werden wir dann sehen –, und ich ersuche Sie, uns diese inhaltlichen, fachlichen Fragen bitte zu beantworten. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Der Arbeitsminister hat begrenzte Kompetenzen im Rahmen der Pandemiebekämpfung. Mit 3G am Arbeitsplatz, das ich für eine wichtige Maßnahme halte, schaffen wir noch sicherere Rahmenbedingungen in der Arbeit. Es war schon vorher so, dass die Wahrscheinlichkeit, sich am Arbeitsplatz anzustecken, gering war, jetzt ist sie noch einmal um einiges geringer geworden, und das ist etwas, glaube ich, das wir den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Österreich auch schuldig sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ein weiterer ganz wichtiger Bereich ist die Förderung von Frauen am Arbeitsmarkt. Wir haben das höchste Budget, das es je für Frauenförderung gab, und haben das Förderziel noch einmal erhöht, auch insgesamt für alle Förderprogramme im Rahmen des AMS. Bisher galt das Förderziel von 3,5 Prozentpunkten über dem Anteil der Frauenarbeitslosigkeit, jetzt haben wir es auf 4 Prozent erhöht, das heißt, Frauen werden positiv unterstützt, insbesondere wenn sie ihren Job verloren haben. Da gibt es eine Reihe von ganz konkreten Programmen, gerade im Handwerk und im technischen Bereich. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich möchte diese Gelegenheit noch nutzen, um auch die besondere Leistung des AMS hervorzuheben. Das AMS war aufgrund der Kurzarbeitsabrechnungen, aufgrund der Abwicklung der Coronajoboffensive, aufgrund der Vermittlungshürden, aufgrund der Schwierigkeiten, Schulungen während der Coronazeit zu veranstalten, gerade 2020 und 2021 massiv gefordert und hat unter großem Einsatz vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dafür gesorgt, dass diese schwierige Lage bewältigt wurde. Der Arbeitsmarkt steht glücklicherweise gut da, es geht darum, das weiterhin zu verteidigen. Das ist sicher auch ein Verdienst der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die dazu beigetragen haben, dass Kurzarbeitsbeihilfen – der größte Teil der Beihilfen, die an Unternehmen gingen – möglichst schnell und rasch ausbezahlt wurden. Das war in der Lage, in der wir waren, gerade in der ersten Welle der Pandemie, aber auch im letzten Winter, besonders wichtig. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.
können. Die Aktion Sprungbrett – sie wirkt und funktioniert – mit 250 Millionen Euro für 2022 sowie die Coronajoboffensive mit insgesamt 700 Millionen Euro sind zwei treffende Beispiele. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Von einer Rekordarbeitslosigkeit zu Rekordbeschäftigung – Zahlen besser als noch vor Corona – und zu einem Fachkräftemangel in nur wenigen Monaten, das zeigt die enormen Herausforderungen im Bereich Arbeit und Wirtschaft. Mit unserem Arbeitsminister Martin Kocher haben wir einen Experten an den Schalthebeln. Dieses Budget zeigt, dass er sein Handwerk versteht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Jakob Schwarz und Zorba.
An dieser Stelle möchte ich in einem wichtigen Punkt an Sie alle appellieren: In dieser dynamischen Phase, in der wir uns befinden, ist es absolut hilfreich, wenn Arbeitnehmer und Unternehmer nicht gegeneinander ausgespielt werden. Unser Standort Österreich kann nur dann stark in die Zukunft gehen, wenn wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Jakob Schwarz und Zorba.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Jakob Schwarz und Zorba.
Noch eines: Am meisten ist den Arbeitnehmern und den Unternehmen und somit unserem ganzen Land und den Menschen geholfen, wenn wir die Pandemie hinter uns lassen können. Die Lösung haben wir: Die Impfung wirkt und funktioniert. – Bitte gehen Sie impfen! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Jakob Schwarz und Zorba.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Werte FPÖ, Ihre Haltung spaltet unser Land. Helfen wir einander, gemeinsam aus dieser schwierigen Zeit zu kommen! Gehen wir alle gemeinsam impfen! – Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
ich nicht von Schwarzarbeit, sondern von den unzähligen Stunden, die freiwillig geleistet werden. Freiwilligenarbeit ist ja auch eine ganz wichtige Säule in unserer Gesellschaft geworden. Nicht nur die Arbeit in Vereinen ist unverzichtbar geworden, auch die Versorgung von Pflegebedürftigen würde ohne die Arbeit von unzähligen pflegenden Angehörigen nicht mehr funktionieren. Da braucht es Verbesserungen, da braucht es eine Absicherung im Erwerbsleben dieser Menschen, zum Beispiel durch eine fixe Anstellung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Muchitsch.
Trotz alledem suchen Unternehmen händeringend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir werden den Fokus auch darauf legen müssen, dass wir Langzeitarbeitslose wieder in Beschäftigung bringen – da bin ich mit Kollegen Muchitsch natürlich einer Meinung. Nicht zustimmen kann ich jedoch der Behauptung, dass das Projekt Sprungbrett nicht funktioniert, im Gegenteil: 19 Prozent der Langzeitarbeitslosen wurden im Jahr 2021 wieder zurück in den Arbeitsmarkt geführt. (Zwischenruf des Abg. Muchitsch.) Ich glaube, das ist schon ein Erfolg, der sich sehen lassen kann. Unser Bundesminister hat mit diesem Projekt einen Pflock eingeschlagen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Trotz alledem suchen Unternehmen händeringend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir werden den Fokus auch darauf legen müssen, dass wir Langzeitarbeitslose wieder in Beschäftigung bringen – da bin ich mit Kollegen Muchitsch natürlich einer Meinung. Nicht zustimmen kann ich jedoch der Behauptung, dass das Projekt Sprungbrett nicht funktioniert, im Gegenteil: 19 Prozent der Langzeitarbeitslosen wurden im Jahr 2021 wieder zurück in den Arbeitsmarkt geführt. (Zwischenruf des Abg. Muchitsch.) Ich glaube, das ist schon ein Erfolg, der sich sehen lassen kann. Unser Bundesminister hat mit diesem Projekt einen Pflock eingeschlagen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Besonders stolz bin ich darauf, dass wir den Fokus auf die Lehre legen. Ich persönlich habe selbst zwei Lehrberufe erlernt und auch abgeschlossen. Sie haben mir für meine berufliche Karriere sehr weitergeholfen. Ich habe dadurch Selbstständigkeit, Zielstrebigkeit und Pünktlichkeit gelernt sowie die Erkenntnis gewonnen, dass man sich in die Arbeitswelt einarbeiten kann. Das ist die duale Ausbildung. Ich glaube, das ist einzigartig auf der ganzen Welt. Wir erhalten jetzt eine Förderung von 230 Millionen Euro nur für die Lehre. Dafür herzlichen Dank! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Natürlich war es in meinem Fall so, dass meine Eltern keine Freude damit gehabt haben, dass ich mich, statt die Matura zu machen, dazu entschlossen habe, zwei Lehrberufe zu erlernen. Heute sagen sie aber: Das war der richtige Weg! Lehre bedeutet nicht, dass man keine Karriere macht. Meine Karriere verdanke ich der Lehre. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Die zweite Gruppe – Menschen, die ein Attest bringen, einer Risikogruppe angehören ‑: das ist überhaupt mit 30. Juni ausgelaufen. Sie könnten mit dem Herrn Sozialminister längst geredet haben. Vielleicht haben Sie es auch getan. Kollegin Nussbaum hat jedenfalls den Herrn Gesundheitsminister gefragt, der hat aber von nichts etwas gewusst. Sie könnten sich gemeinsam darauf einigen, dass Sie auch dieser Gruppe eine Verlängerung zukommen lassen, das wäre auch höchst an der Zeit. Vielleicht geht das noch. Vielleicht schaffen wir es – so oft beschworen – alle gemeinsam. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Prozent!
Die zweite tatsächliche Berichtigung, Frau Präsidentin: Frau Abgeordnete Kirchbaumer hat behauptet, dass heuer über die Aktion Sprungbrett 19 000 Menschen bereits vermittelt werden konnten (Ruf bei der ÖVP: Prozent!) – 10 000? (Ruf bei der ÖVP: 19 Prozent!) – 19 Prozent, danke! –, in Beschäftigung gebracht werden konnten. Ich berichtige: Es sind tatsächlich Vermittlungen, die, wie in den Jahren davor, über das AMS-Vermittlungsverfahren gehen. Das AMS hat allein im Vorjahr 2020 knapp 50 000 Langzeitbeschäftigungslose wieder in Jobs gebracht – also nicht einen anderen Scheinwerfer darauf stellen, da das sowieso aktuell die Vermittlungstätigkeit des AMS ist und auch so passiert! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Sieber: War das eine tatsächliche Berichtigung?)
Ruf bei der ÖVP: 19 Prozent!
Die zweite tatsächliche Berichtigung, Frau Präsidentin: Frau Abgeordnete Kirchbaumer hat behauptet, dass heuer über die Aktion Sprungbrett 19 000 Menschen bereits vermittelt werden konnten (Ruf bei der ÖVP: Prozent!) – 10 000? (Ruf bei der ÖVP: 19 Prozent!) – 19 Prozent, danke! –, in Beschäftigung gebracht werden konnten. Ich berichtige: Es sind tatsächlich Vermittlungen, die, wie in den Jahren davor, über das AMS-Vermittlungsverfahren gehen. Das AMS hat allein im Vorjahr 2020 knapp 50 000 Langzeitbeschäftigungslose wieder in Jobs gebracht – also nicht einen anderen Scheinwerfer darauf stellen, da das sowieso aktuell die Vermittlungstätigkeit des AMS ist und auch so passiert! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Sieber: War das eine tatsächliche Berichtigung?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Sieber: War das eine tatsächliche Berichtigung?
Die zweite tatsächliche Berichtigung, Frau Präsidentin: Frau Abgeordnete Kirchbaumer hat behauptet, dass heuer über die Aktion Sprungbrett 19 000 Menschen bereits vermittelt werden konnten (Ruf bei der ÖVP: Prozent!) – 10 000? (Ruf bei der ÖVP: 19 Prozent!) – 19 Prozent, danke! –, in Beschäftigung gebracht werden konnten. Ich berichtige: Es sind tatsächlich Vermittlungen, die, wie in den Jahren davor, über das AMS-Vermittlungsverfahren gehen. Das AMS hat allein im Vorjahr 2020 knapp 50 000 Langzeitbeschäftigungslose wieder in Jobs gebracht – also nicht einen anderen Scheinwerfer darauf stellen, da das sowieso aktuell die Vermittlungstätigkeit des AMS ist und auch so passiert! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Sieber: War das eine tatsächliche Berichtigung?)
Heiterkeit bei der SPÖ.
In unserem Budget forcieren wir die Wiedereingliederung von arbeitsuchenden Personen, mit der Coronajoboffensive investieren wir rund 700 Millionen Euro, beim Projekt Sprungbrett sind es 300 Millionen Euro. So sehr auch die Opposition unsere Maßnahmen hier im Parlament schlechtredet: Die Zahlen sprechen ganz klar eine andere Sprache. Es ist schade, dass die Opposition kein gutes Wort über die Regierungsarbeit verliert. Ich denke, das ist eine von der Partei vorgegebene Hackordnung. Konstruktive Kritik schaut meiner Meinung nach anders aus. (Heiterkeit bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Regierung hat sich in den letzten Monaten darum gekümmert, zahlreiche Menschen wieder in Beschäftigung zu bringen. FPÖ und SPÖ stellen in fast jeder Sitzung des Ausschusses für Arbeit und Soziales, so wie heute auch Kollegin Belakowitsch hier im Plenum, einen Antrag auf Erhöhung des Arbeitslosengeldes – vermutlich um Wähler zu gewinnen. Das ist unseriöse und populistische Politik. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Genau deshalb, liebe SPÖ und liebe FPÖ, passt mein Vorschlag für euer politisches Motto, und ich rufe es für euch noch einmal in Erinnerung: Land der Berge, Land der Äcker, wer was arbeitet, hat einen Pecker! – Das kann es für Österreich und die arbeitenden Menschen nicht sein. (Beifall bei der ÖVP.) Das ist weder fair noch gerecht und bringt auch keinen Wohlstand. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek: ... die arbeitslosen Menschen ... unfassbar ...! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek: ... die arbeitslosen Menschen ... unfassbar ...! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Genau deshalb, liebe SPÖ und liebe FPÖ, passt mein Vorschlag für euer politisches Motto, und ich rufe es für euch noch einmal in Erinnerung: Land der Berge, Land der Äcker, wer was arbeitet, hat einen Pecker! – Das kann es für Österreich und die arbeitenden Menschen nicht sein. (Beifall bei der ÖVP.) Das ist weder fair noch gerecht und bringt auch keinen Wohlstand. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek: ... die arbeitslosen Menschen ... unfassbar ...! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Nun zur Kurzarbeit: Das ist unser gemeinsames Projekt aus der SPÖ-ÖVP-Regierungszeit. Ich bezeichne die Kurzarbeit als unser gemeinsames Kind aus unserer Regierungsehe. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Auch wenn wir jetzt nicht mehr verheiratet sind, kümmern wir uns weiterhin anständig und ordentlich darum, das ist unsere Verantwortung für Österreich (Beifall bei der ÖVP) – immer auch im Dialog mit den Sozialpartnern, weil mir als christlichsozialer Gewerkschafterin das sehr wichtig ist. Sollte es notwendig sein, sind auch für nächstes Jahr wieder 200 Millionen Euro im Budget für die Kurzarbeit veranschlagt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP
Nun zur Kurzarbeit: Das ist unser gemeinsames Projekt aus der SPÖ-ÖVP-Regierungszeit. Ich bezeichne die Kurzarbeit als unser gemeinsames Kind aus unserer Regierungsehe. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Auch wenn wir jetzt nicht mehr verheiratet sind, kümmern wir uns weiterhin anständig und ordentlich darum, das ist unsere Verantwortung für Österreich (Beifall bei der ÖVP) – immer auch im Dialog mit den Sozialpartnern, weil mir als christlichsozialer Gewerkschafterin das sehr wichtig ist. Sollte es notwendig sein, sind auch für nächstes Jahr wieder 200 Millionen Euro im Budget für die Kurzarbeit veranschlagt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Nun zur Kurzarbeit: Das ist unser gemeinsames Projekt aus der SPÖ-ÖVP-Regierungszeit. Ich bezeichne die Kurzarbeit als unser gemeinsames Kind aus unserer Regierungsehe. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Auch wenn wir jetzt nicht mehr verheiratet sind, kümmern wir uns weiterhin anständig und ordentlich darum, das ist unsere Verantwortung für Österreich (Beifall bei der ÖVP) – immer auch im Dialog mit den Sozialpartnern, weil mir als christlichsozialer Gewerkschafterin das sehr wichtig ist. Sollte es notwendig sein, sind auch für nächstes Jahr wieder 200 Millionen Euro im Budget für die Kurzarbeit veranschlagt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Nun noch zur Senkung der Einkommensteuer: 2021 haben wir mit dem niedrigsten Steuersatz begonnen und die Steuern von 25 auf 20 Prozent gesenkt. 2022 sind nun die beiden mittleren Stufen an der Reihe – daher eine Senkung von 35 auf 30 und von 42 auf 40 Prozent. Die hohen Einkommen werden nicht entlastet. Für den Unternehmer ist es keine Mehrbelastung, weil er für den Arbeitnehmer nicht mehr bezahlen muss. Unterm Strich erhält der Staat weniger Steuereinnahmen über das Einkommen. Gestärkt wird jedoch die Kaufkraft der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die schon heuer je rund 350 Euro mehr zur Verfügung haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Zum Abschluss: Dieses Budget ist in Zahlen gegossene arbeitnehmerfreundliche und ökosoziale Politik. Dieses Budget beschließen wir heute, und ich bin stolz darauf. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Wir werden heute einen Beschluss fassen, durch den Arbeit noch mehr unterstützt wird, sodass die Menschen durch die Senkung des Einkommensteuertarifs und auch der Lohnsteuer mehr Geld davon haben, dass sie arbeiten gehen. Das ist gut so, denn das schafft Hoffnung, das schafft Perspektiven, und das schafft ein Einkommen zum Auskommen im Leben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Gestatten Sie mir, meine Damen und Herren, einen wesentlichen Punkt anzuführen, den auch der Herr Bundesminister in seinem Beitrag hier hervorgehoben hat: Es ist wesentlich, dass die Impfrate steigt. Damit senken wir auch die Zahlen der Arbeitslosen. Deswegen, meine Damen und Herren: Machen Sie davon Gebrauch, setzen Sie den dritten Stich und überzeugen Sie auch Ihre Freunde an den Stammtischen, den ersten Stich zu setzen! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
In diesem Sinne: für Nachhaltigkeit, für Stabilität, aus Verantwortung für Österreich! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall der Abg. Niss.
sind wir dann für diese Zeit einmal sehr gut aufgestellt. Ich möchte an dieser Stelle auch dem AWS, der FFG und auch den SAL stellvertretend für alle anderen für die gute Abwicklung dieser Förderungen danken. (Beifall der Abg. Niss.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum volkswirtschaftlichen Nutzen möchte ich auch noch einmal sagen: Wir sollten rechtzeitig, vom Kindergarten an, verstärkt in Mint-Fächer investieren, die Quote der Frauen ernst nehmen – 20 Prozent in Forschung und Entwicklung haben wir noch immer nicht erreicht –, und am Ende des Tages muss über allem eine digitale Souveränität stehen, die wir leider noch immer nicht erreicht haben. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Schmuckenschlager.
Dieser Ausdruck von Verhalten, sich nämlich freiwillig in stundenlange Staus zu stellen, zerstört Möglichkeiten, werte Abgeordnete, hemmt Mobilität und verbraucht Ressourcen ohne große Wertschöpfung. Wir wollen mit ganz wichtigen und markanten Punkten im Budget 2022 eine Mobilitätswende aufzeigen. Wir wollen vor allem Freiheiten aufzeigen, wir wollen neue Maßstäbe für mehr Zeit, für Entschleunigung, aber auch für den Klimaschutz setzen, und dafür gilt ein Grundsatz: der Grundsatz vermeiden, verlagern und verbessern. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Schmuckenschlager.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Jeitler-Cincelli.
Damit der Umstieg attraktiver wird, braucht es natürlich auch andere Scharniere. Das Klimaticket steht an allen Ecken und Enden im Budget und ist auf Schiene. 130 000 verkaufte Klimatickets, werte Abgeordnete – das ist eine Erfolgsgeschichte, so wollen wir das. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Jeitler-Cincelli.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
den Klimaschutz ist und bleibt die Mobilitätswende. Arbeiten wir gemeinsam daran! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Bundesministerin, Herr Staatssekretär, kommen Sie mit Ihrer Politik zurück auf den Weg des gemeinsamen Realismus! (Beifall bei der FPÖ.)
allgemeine Heiterkeit
Abgeordneter Johannes Schmuckenschlager (ÖVP): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Ich muss Sie leider korrigieren, Herr Präsident: Der nächste Redner wird den Antrag nicht einbringen (allgemeine Heiterkeit), vielleicht aber der nächste Redner der Fraktion. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Abgeordneter Johannes Schmuckenschlager (ÖVP): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Ich muss Sie leider korrigieren, Herr Präsident: Der nächste Redner wird den Antrag nicht einbringen (allgemeine Heiterkeit), vielleicht aber der nächste Redner der Fraktion. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.
Es freut mich aber sehr, wenn hier von einem Vertreter der freiheitlichen Fraktion ein Plädoyer für Innovation, Forschung und Wissenschaft gehalten wird, denn das nährt die Hoffnung, dass nicht alle den Thesen der Herbert-Kickl-Pferdeakademie verfallen sind. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie des Abg. Shetty.
Mit Fit for 55 hat die Europäische Union ja ein Ziel vorgegeben. Wir haben auch ein sehr ambitioniertes Ziel, nämlich mit 2040 in Österreich komplett klimaneutral unterwegs zu sein. Diese Ziele müssen wir aber erreichen, um, wie es auch vorhin genannt wurde, zu „radikalen Planetenrettern“ zu werden. Ich glaube, das sollten wir alle als Ambition haben, denn wir haben nun einmal nur diesen einen Planeten. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie des Abg. Shetty.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Das heißt aber, dass wir volkswirtschaftlich und gesellschaftlich vieles bewegen müssen. Klimapolitik ist heute Standortpolitik, ist Gesellschaftspolitik, ist Sicherheitspolitik. Gerade bezüglich Sicherheitspolitik erkennen wir das momentan sehr stark. Wir haben eine Energiekrise, eine Teuerung, die darauf zurückzuführen ist, dass gewisse Länder politische Ambitionen in Europa mit dem Rohstoff der Energie begründen wollen. Wir müssen es uns schon vor Augen halten: Wenn Putin in Russland abdreht, wird es in Europa finster, und das ist auch eine politische Abhängigkeit, der wir mit der Klimapolitik entgegentreten müssen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Wir haben ein umfangreiches Paket im Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz. Wir müssen, bitte, die Verordnungen auf den Weg bringen. Das ist, glaube ich, der Auftrag fürs Ministerium, und ich bin dankbar, dass es mit dem Staatssekretär im Ministerium kompetente Unterstützung gibt. Der Bereich Energie und Umwelt ist derartig umfangreich, dass in der vollen Breite der Regierungsfraktionen daran gearbeitet wird, damit wir diese Schritte recht bald auf den Weg bringen, sodass die Wende in unserem Land, in Europa, den gesamten Planeten zu erhalten, auch gelingt. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Ruf bei der ÖVP: Aber hallo!
Ich möchte da auch positiv herausheben, dass wir, wenn es um die thermische Sanierung, um den Raus-aus-dem-Öl-Bonus, um energieautarke Bauernhöfe und viele andere konkreten Maßnahmen geht, die sozusagen in eine klimaneutrale Zukunft einzahlen, sehr wohl Bemühungen im Ressort und auch von mindestens einer Regierungsfraktion sehen (Ruf bei der ÖVP: Aber hallo!) – welche Regierungsfraktion, das darf sich jetzt jeder selbst überlegen. (Beifall bei den NEOS. – Staatssekretär Brunner: Bei uns ist es klar, ja! – Heiterkeit des Redners. – Zwischenruf bei den Grünen.)
Beifall bei den NEOS. – Staatssekretär Brunner: Bei uns ist es klar, ja! – Heiterkeit des Redners. – Zwischenruf bei den Grünen.
Ich möchte da auch positiv herausheben, dass wir, wenn es um die thermische Sanierung, um den Raus-aus-dem-Öl-Bonus, um energieautarke Bauernhöfe und viele andere konkreten Maßnahmen geht, die sozusagen in eine klimaneutrale Zukunft einzahlen, sehr wohl Bemühungen im Ressort und auch von mindestens einer Regierungsfraktion sehen (Ruf bei der ÖVP: Aber hallo!) – welche Regierungsfraktion, das darf sich jetzt jeder selbst überlegen. (Beifall bei den NEOS. – Staatssekretär Brunner: Bei uns ist es klar, ja! – Heiterkeit des Redners. – Zwischenruf bei den Grünen.)
Zwischenruf bei den Grünen.
Es gibt aber auch Schatten, und das ist der Grund, warum wir dem Budget nicht zustimmen können. Das möchte ich auch inhaltlich begründen. Wie den Kollegen hier bekannt ist, haben wir ein eigenes Modell für die Ökologisierung der österreichischen Steuerlandschaft vorgelegt. Darüber kann man vortrefflich streiten. Wir sind aber der Meinung, dass ein ganz grundsätzliches Prinzip von der Regierung nicht eingehalten worden ist, nämlich dass wir grundsätzlich den Weg wählen, dass wir weniger Steuern, weniger Abgaben einnehmen und nicht als Regierung, als Politik den Menschen mittels Bonus etwas zurückgeben. Das hat für uns etwas Bevormundendes. (Zwischenruf bei den Grünen.)
Beifall bei den NEOS.
Auch das ist ein ganz wichtiger Punkt, der in den Verhandlungen zwischen ÖVP und Grünen verloren gegangen ist. Es gibt Werkzeuge, mit denen wir innerhalb kürzester Zeit unsere Emissionen bedeutend reduzieren könnten, damit wir wieder Richtung Klimaneutralität 2040 gehen. Diese Werkzeuge wurden im letzten Jahr nicht ausreichend genutzt, und das sagen nicht nur die NEOS, sondern das sagt eine wesentlich breitere Allianz. Sie haben heute die große Chance, in Korrektur zu gehen, das Dieselprivileg abzuschaffen und den CO2-Preis zu erhöhen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den Grünen.
Was haben wir da gemacht? – Wir haben sozusagen eine CO2-Differenzierung eingeführt, dass es schon einen sehr großen Anreiz beim Kauf gibt, CO2-sparende Autos zu kaufen, und die allergrößten Stinker werden richtig teuer. Für einen Audi Q7 – das ist eines der Autos mit dem höchsten CO2-Ausstoß – wird man im Jahr 2024 40 000 Euro NoVA zahlen müssen. (Beifall bei den Grünen.) – Ich weiß, da kriege ich nur von meiner Fraktion Applaus.
Ruf: Noch höher?
Die NEOS sind die einzige Fraktion, die auch schon immer gesagt hat: Ja, wir wollen einen CO2-Preis einführen! Ihr habt uns auch relativ stark dafür kritisiert, dass der CO2-Preis, den wir jetzt einführen, wenig Lenkungswirkung hat und dass der CO2-Preis zu niedrig ist. Ich gebe völlig offen zu: Mir wäre ein höherer CO2-Preis mit einer größeren Lenkungswirkung natürlich auch lieber gewesen. (Ruf: Noch höher?)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich habe mir ein konkretes Beispiel angeschaut, weil ich das genauer wissen wollte. Das könnt ihr auch nachrechnen, ich gebe euch nachher gerne die Zahlen. Für einen VW Tiguan, eines der meistgekauften Autos in Österreich, zahlt man im Jahr 2024 3 322 Euro NoVA, und dann muss man jedes Jahr knapp über 1 000 Euro motorbezogene Versicherungssteuer zahlen. Er hat einen Verbrauch von 6 Litern pro 100 Kilometern, das heißt, man zahlt bei eurem Modell 2,3 Euro mehr pro 100 Kilometern. Allein durch den Entfall der NoVA spart man sich bei eurem Modell so viel, dass man mit dem Tiguan 145 000 Kilometer fahren könnte. Das sind bei einer durchschnittlichen Fahrleistung elf Jahre. Das heißt, man fährt elf Jahre quasi umsonst. In diesen elf Jahren fällt aber auch noch motorbezogene Versicherungssteuer in der Höhe von 11 500 Euro an. Wenn man das zusammenrechnet, kommt man schon auf 652 000 Kilometer, die man mit eurem Modell fahren könnte, ohne dass der Preis irgendeine Lenkungswirkung hat. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Bernhard: Geh bitte, Lukas!
Ihr schafft mit eurem Modell – wir können das gerne auch diskutieren – einen massiven Anreiz dazu, sich die allergrößten Stinker zu kaufen, weil es einem vollkommen egal sein kann, wie hoch der CO2-Preis ist. (Abg. Bernhard: Geh bitte, Lukas!) Das Absurde ist, weil wir die NoVA reformiert haben und beim Kauf der allergrößten Stinker eine sehr hohe NoVA zu bezahlen sein wird, die nach eurem Modell entfällt: Euer System produziert einen Anreiz, möglichst große, möglichst viel CO2 ausstoßende Autos zu kaufen. Ihr gebt vor, ein klimapolitisches Steuermodell zu haben, aber ihr gebt den Leuten eigentlich eine lebenslange Tankkarte. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ihr schafft mit eurem Modell – wir können das gerne auch diskutieren – einen massiven Anreiz dazu, sich die allergrößten Stinker zu kaufen, weil es einem vollkommen egal sein kann, wie hoch der CO2-Preis ist. (Abg. Bernhard: Geh bitte, Lukas!) Das Absurde ist, weil wir die NoVA reformiert haben und beim Kauf der allergrößten Stinker eine sehr hohe NoVA zu bezahlen sein wird, die nach eurem Modell entfällt: Euer System produziert einen Anreiz, möglichst große, möglichst viel CO2 ausstoßende Autos zu kaufen. Ihr gebt vor, ein klimapolitisches Steuermodell zu haben, aber ihr gebt den Leuten eigentlich eine lebenslange Tankkarte. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
er ist eben nicht alles. Wir haben einen anderen Weg gewählt, wir sagen: Ja, diese Lenkungswirkung muss schon beim Kauf gegeben sein, das heißt auch mit der NoVA. Wir haben die NoVA ökologisiert, wir haben einen CO2-Preis eingeführt, das ist auch in diesem Budget enthalten. Alles andere hilft vielleicht bei der Profitmaximierung von Autokonzernen, aber sicher nicht dem Klima. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Na so schwierig war es auch nicht! – Abg. Lukas Hammer: Ihr habt das noch nie verstanden! Das ist ja das Problem!
Abgeordneter Alois Stöger, diplômé (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Jetzt muss ich fast meine Rede umdrehen. Lukas Hammer hat das so kompliziert erklärt, dass es eh niemand verstanden hat, aber in Wirklichkeit ist es ganz einfach. (Ruf bei der ÖVP: Na so schwierig war es auch nicht! – Abg. Lukas Hammer: Ihr habt das noch nie verstanden! Das ist ja das Problem!)
Beifall bei der SPÖ.
Zweitens: Wenn Menschen dazu keine Chance haben, dann könnt ihr das mit einer noch so neoliberalen Politik nicht verändern, sondern ihr müsst etwas tun, damit die Leute auf den öffentlichen Verkehr umsteigen können. (Beifall bei der SPÖ.) Was hätte man da tun können? – Man hätte zum Beispiel im Budget sicherstellen können, dass man bei Postbus geeignete Fahrzeuge anschaffen kann, mit denen dann ein attraktiveres Angebot gemacht werden kann, von mir aus Elektrofahrzeuge, von mir aus auch Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb. Das würde nützen, und das ist meine Kritik an diesem Budget im Zusammenhang mit Postbus. Da hätte man etwas tun können. (Abg. Weratschnig: Das steht alles im Budget!)
Abg. Weratschnig: Das steht alles im Budget!
Zweitens: Wenn Menschen dazu keine Chance haben, dann könnt ihr das mit einer noch so neoliberalen Politik nicht verändern, sondern ihr müsst etwas tun, damit die Leute auf den öffentlichen Verkehr umsteigen können. (Beifall bei der SPÖ.) Was hätte man da tun können? – Man hätte zum Beispiel im Budget sicherstellen können, dass man bei Postbus geeignete Fahrzeuge anschaffen kann, mit denen dann ein attraktiveres Angebot gemacht werden kann, von mir aus Elektrofahrzeuge, von mir aus auch Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb. Das würde nützen, und das ist meine Kritik an diesem Budget im Zusammenhang mit Postbus. Da hätte man etwas tun können. (Abg. Weratschnig: Das steht alles im Budget!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Es führt kein Weg vorbei, liebe Grüne, liebe Österreicherinnen und Österreicher, wir müssen den öffentlichen Verkehr massiv ausbauen, massiv auch in den Regionen, und dann werden die Leute freiwillig umsteigen. Dafür habt ihr in der Sozialdemokratie einen Partner, weil das insgesamt wichtig für uns ist. Der Umstieg auf die Schiene und die entsprechende Bewertung sind entscheidend, das sehen wir in diesem Budget, das finden wir positiv, und daher können wir diesem Bereich durchaus zustimmen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Litschauer.
Abgeordneter Andreas Ottenschläger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzter Herr Staatssekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Herr Kollege Deimek von der FPÖ hat hier kurz einen Antrag präsentiert. Darin ging es, wenn ich es richtig verstanden habe, um das Thema einer wissenschaftlichen Begleitung der Coronakrise. Ich denke, gerade in diesem Bereich haben Forschung und Wissenschaft bewiesen, was der Weg aus dieser Krise ist, nämlich die Impfung. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Litschauer.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine Damen und Herren! Wenn wir schon beim Thema Technologie, Forschung, Wissenschaft sind, dann sei an dieser Stelle auch gesagt: Wir plädieren auch in der Klimafrage für einen technologieoffenen Zugang, auch für ein gewisses Zu- und Vertrauen in Forschung und Entwicklung – Stichwort: auch die Weiterentwicklung von klimafreundlichen Antriebstechnologien –, ich glaube nämlich, ohne diese Entwicklung werden wir die Bewältigung der Klimakrise nicht schaffen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine Damen und Herren! Selbstverständlich ist es uns auch ein großes Anliegen, die aktive Mobilität weiter zu fördern – mit Mitteln in Höhe von 68 Millionen Euro im Jahr für Fuß- sowie Radverkehr –, und, das sei auch an dieser Stelle erwähnt, wir wollen auch ein fußgängerfreundliches und fahrradfreundliches Paket, bessere Rahmenbedingungen für Fußgänger und Fahrradfahrer in der Straßenverkehrsordnung schaffen. Da sind wir schon in sehr guten Gesprächen, und ich bin zuversichtlich, dass wir die Rahmenbedingungen gemeinsam verbessern können. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Abgeordneter Peter Schmiedlechner (FPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Zuseher! Um nur kurz auf die Worte des Vorredners einzugehen: Wie die Impfung wirkt, das merken wir ja gerade aktuell. Die Zahlen schießen in die Höhe (Zwischenrufe bei der ÖVP), und das, obwohl (Abg. Ottenschläger: Also das ist wirklich beschämend!) die ungeimpften Menschen eingesperrt worden sind. (Abg. Gabriela Schwarz: ... euer Wurmmittel, oder? Die Leute liegen mittlerweile im Spital mit Vergiftungen!) Irgendetwas passt da also in Ihrer Logik überhaupt nicht zusammen. (Abg. Ottenschläger: Ihr tut nur verunsichern in diesem Bereich!) Vielleicht sollten Sie sich andere Maßnahmen überlegen. (Abg. Ottenschläger: Wieso lasst ihr euch dann selber auch impfen? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Ottenschläger: Also das ist wirklich beschämend!
Abgeordneter Peter Schmiedlechner (FPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Zuseher! Um nur kurz auf die Worte des Vorredners einzugehen: Wie die Impfung wirkt, das merken wir ja gerade aktuell. Die Zahlen schießen in die Höhe (Zwischenrufe bei der ÖVP), und das, obwohl (Abg. Ottenschläger: Also das ist wirklich beschämend!) die ungeimpften Menschen eingesperrt worden sind. (Abg. Gabriela Schwarz: ... euer Wurmmittel, oder? Die Leute liegen mittlerweile im Spital mit Vergiftungen!) Irgendetwas passt da also in Ihrer Logik überhaupt nicht zusammen. (Abg. Ottenschläger: Ihr tut nur verunsichern in diesem Bereich!) Vielleicht sollten Sie sich andere Maßnahmen überlegen. (Abg. Ottenschläger: Wieso lasst ihr euch dann selber auch impfen? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Gabriela Schwarz: ... euer Wurmmittel, oder? Die Leute liegen mittlerweile im Spital mit Vergiftungen!
Abgeordneter Peter Schmiedlechner (FPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Zuseher! Um nur kurz auf die Worte des Vorredners einzugehen: Wie die Impfung wirkt, das merken wir ja gerade aktuell. Die Zahlen schießen in die Höhe (Zwischenrufe bei der ÖVP), und das, obwohl (Abg. Ottenschläger: Also das ist wirklich beschämend!) die ungeimpften Menschen eingesperrt worden sind. (Abg. Gabriela Schwarz: ... euer Wurmmittel, oder? Die Leute liegen mittlerweile im Spital mit Vergiftungen!) Irgendetwas passt da also in Ihrer Logik überhaupt nicht zusammen. (Abg. Ottenschläger: Ihr tut nur verunsichern in diesem Bereich!) Vielleicht sollten Sie sich andere Maßnahmen überlegen. (Abg. Ottenschläger: Wieso lasst ihr euch dann selber auch impfen? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Ottenschläger: Ihr tut nur verunsichern in diesem Bereich!
Abgeordneter Peter Schmiedlechner (FPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Zuseher! Um nur kurz auf die Worte des Vorredners einzugehen: Wie die Impfung wirkt, das merken wir ja gerade aktuell. Die Zahlen schießen in die Höhe (Zwischenrufe bei der ÖVP), und das, obwohl (Abg. Ottenschläger: Also das ist wirklich beschämend!) die ungeimpften Menschen eingesperrt worden sind. (Abg. Gabriela Schwarz: ... euer Wurmmittel, oder? Die Leute liegen mittlerweile im Spital mit Vergiftungen!) Irgendetwas passt da also in Ihrer Logik überhaupt nicht zusammen. (Abg. Ottenschläger: Ihr tut nur verunsichern in diesem Bereich!) Vielleicht sollten Sie sich andere Maßnahmen überlegen. (Abg. Ottenschläger: Wieso lasst ihr euch dann selber auch impfen? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Ottenschläger: Wieso lasst ihr euch dann selber auch impfen? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Peter Schmiedlechner (FPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Zuseher! Um nur kurz auf die Worte des Vorredners einzugehen: Wie die Impfung wirkt, das merken wir ja gerade aktuell. Die Zahlen schießen in die Höhe (Zwischenrufe bei der ÖVP), und das, obwohl (Abg. Ottenschläger: Also das ist wirklich beschämend!) die ungeimpften Menschen eingesperrt worden sind. (Abg. Gabriela Schwarz: ... euer Wurmmittel, oder? Die Leute liegen mittlerweile im Spital mit Vergiftungen!) Irgendetwas passt da also in Ihrer Logik überhaupt nicht zusammen. (Abg. Ottenschläger: Ihr tut nur verunsichern in diesem Bereich!) Vielleicht sollten Sie sich andere Maßnahmen überlegen. (Abg. Ottenschläger: Wieso lasst ihr euch dann selber auch impfen? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Kühberger: Nein, ich komme nicht von der Stadt! ...!
Gerade am Land, wo die öffentlichen Verbindungen nicht flächendeckend ausgebaut sind, sind die Menschen auf das Auto angewiesen, um in die Arbeit zu fahren, um unsere Kinder in den Kindergarten zu fahren, um das Notwendigste einzukaufen, um zum Arzt zu fahren und um Medikamente zu besorgen, wenn es notwendig ist, und, ja, auch um Freunde zu besuchen. Das ist den grünen Stadtmenschen aber natürlich egal. (Abg. Kühberger: Nein, ich komme nicht von der Stadt! ...!) Dieses Budget bringt Belastungen für die Familien, und – dort ist die ÖVP wieder in der Ziehung – dieses Budget bringt Belastungen für die Familien am Land.
Beifall bei der FPÖ.
Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Ing. Martin Litschauer (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren im Hohen Haus! Sehr geehrte Zuseher und Zuseherinnen! Gleich als Anmerkung zum Vorredner: Vielleicht bin ich eine Seltenheit, aber ich bin ein Grüner, der aus dem Waldviertel, also vom Land und nicht aus der Stadt, kommt, und wir können dort durchaus zeigen, wie es geht. Ich habe vor ein paar Jahren sogar mitgeholfen, Bauernhöfe energieautark zu machen – also nicht glauben, wir wüssten nicht, wie so etwas geht! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Als Waldviertler bin ich sehr viel mit der Franz-Josefs-Bahn unterwegs, und da habe ich festgestellt, dass sehr viele, die aus dem Waldviertel zum Beispiel nach Wien pendeln, bereits das Klimaticket benutzen, und es freut mich, dass das so gut ankommt. Das hat auch einen bestimmten Grund: Wenn man zum Beispiel von Gmünd nach Wien fährt und sich jetzt das Klimaticket gekauft hat, dann kann man sich im Vergleich zur Jahreskarte 1 528 Euro ersparen. Das ist doch eine sehr, sehr beachtliche Ersparnis, die unsere Pendler mit diesem Klimaticket erzielen können, und ich glaube, das ist auch ein guter Anreiz, dass wir den Pendlern damit Möglichkeiten geben, auf die Öffis umzusteigen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Deswegen auch an Herrn Stöger: Auch für das Land wird sich punkto öffentlicher Verkehr sehr viel tun. Es stimmt natürlich, dass wir im Bereich des Güterverkehrs noch einiges machen müssen, aber auch das findet sich im Budget. Die Schienengüterverkehrsförderung wurde um 21,7 Millionen Euro auf 161 Millionen Euro erhöht und auch die Anschlussbahnförderung wurde um 2 Millionen Euro auf 9 Millionen Euro erhöht. So will der Bund helfen, den Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern, und das ist auch bei uns im Waldviertel sehr wichtig. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Im Bereich des Verkehrs gibt es sehr viel zu tun, und dafür brauchen wir alle: alle Verkehrsverbünde, alle Gemeinden, alle Bundesländer. Daher von mir auch noch einmal der Aufruf: Helfen wir zusammen, damit wir das – für den Personenverkehr und auch für den Güterverkehr – in Zukunft hinbekommen, damit wir die Straßen und im Endeffekt auch das Klima entlasten können und unserer Umwelt etwas Gutes tun! – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Fördermittel sind gut, der Bahnausbau ist gut, aber wir werden diese Klimakrise nicht wegfördern können. Es wird ambitionierte, strukturelle Reformen bei der Mobilität, im Steuersystem, aber vor allem auch im Fördersystem benötigen, mit einer klaren, liberalen Ordnungspolitik, aber immer mit marktwirtschaftlichen Instrumenten. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Herr.
Die besondere Tragödie beim Fördern ist ja nicht, dass wir das Gute zu wenig fördern – bei der thermischen Sanierung macht jeder Cent mehr natürlich Sinn –, sondern dass wir immer noch Milliarden für umweltschädliche Fossilförderungen ausgeben. Das ist eigentlich nichts anderes als Fossilsozialismus – sprich, wir geben Milliarden an Steuergeld aus, um Umwelt und Klima zu schädigen, und müssen uns dann auf der anderen Seite die Selbsthuldigungen der Regierung anhören, dass wir Millionen an Steuergeld einnehmen. Das ist doch vollkommen absurd! (Zwischenruf der Abg. Herr.) Gerade die abgefeierte CO2-Besteuerung – eine zusätzliche Steuer ohne jeglichen Lenkungseffekt, also das Schlechteste aus beiden Welten – verpufft im Vergleich mit den Fossilförderungen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Die besondere Tragödie beim Fördern ist ja nicht, dass wir das Gute zu wenig fördern – bei der thermischen Sanierung macht jeder Cent mehr natürlich Sinn –, sondern dass wir immer noch Milliarden für umweltschädliche Fossilförderungen ausgeben. Das ist eigentlich nichts anderes als Fossilsozialismus – sprich, wir geben Milliarden an Steuergeld aus, um Umwelt und Klima zu schädigen, und müssen uns dann auf der anderen Seite die Selbsthuldigungen der Regierung anhören, dass wir Millionen an Steuergeld einnehmen. Das ist doch vollkommen absurd! (Zwischenruf der Abg. Herr.) Gerade die abgefeierte CO2-Besteuerung – eine zusätzliche Steuer ohne jeglichen Lenkungseffekt, also das Schlechteste aus beiden Welten – verpufft im Vergleich mit den Fossilförderungen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Greta Thunberg hat in Glasgow gesagt: weniger Blablabla, more action now! – Das war auch an Sie adressiert. Ich möchte das einfach einmal so stehen lassen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
Was für mich aber vor allem wichtig ist: Wir unterstützen damit angewandte Forschung in Institutionen und Unternehmen. Gerade die KMUs profitieren überproportional. Das Rückgrat unserer heimischen Wirtschaft profitiert durch dieses Budget. (Beifall bei der ÖVP.) Die KMUs haben in den letzten Monaten Unglaubliches geleistet, und es ist in unserem Interesse, dass sie auch weiterhin erfolgreich sind. 12,14 Milliarden Euro wurden 2020 für Forschung und experimentelle Entwicklung ausgegeben, die heimischen Unternehmen trugen davon 41,4 Prozent. Wie auch der zuletzt erschienene Forschungs- und Technologiebericht bescheinigt, sind 28 Prozent des österreichischen Wirtschaftswachstums auf die Wirkung des Innovationssystems zurückzuführen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Das Klimaministerium unterstützt vor allem durch verschiedene Programme, beispielsweise über die FFG oder das AWS. Natürlich haben die Bereiche Mobilitätswende, Energiewende und Kreislaufwirtschaft einen besonderen Stellenwert eingenommen, und ich bin auch davon überzeugt, dass wir gemeinsam mit unseren innovativen Betrieben, mit unseren außeruniversitären und universitären Einrichtungen genau diese großen Herausforderungen, die vor uns liegen, auch meistern werden. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer.
Das Zweite ist der Punkt sozial, und dazu will ich Folgendes sagen: Die CO2-Steuer soll ja das klimaschädliche Verhalten etwas teurer machen, um die Leute zum Umsteigen zu bewegen, und um diese Teuerung auszugleichen, gibt es einen Klimabonus. – Das finden wir per se auch gut, nur unser Vorschlag war, dass der Klimabonus für alle gleich und abhängig vom sozialen Bedarf für die, die ihn wirklich brauchen, natürlich höher ist, also zum Beispiel durch zusätzliche Gelder für Menschen, die an Energiearmut leiden, die im Winter in den nicht geheizten Wohnungen sitzen, weil ihnen für das Heizen das Geld fehlt. Das war unser Vorschlag. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Was aber haben Sie gemacht? – Sie haben gesagt: Nein, der Klimabonus ist abhängig von der Postleitzahl! – Die soziale Treffsicherheit dieses Modells sei einmal dahingestellt. Das ist sehr abenteuerlich! (Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Weratschnig.
die Leute zum Umsteigen zu bewegen. Was ist aber, wenn man gar nicht umsteigen kann, wenn es zum Beispiel Mieter und Mieterinnen betrifft? Die haben nämlich gar keine Wahl. Die werden jetzt fürs Heizen beispielsweise mit Gas oder Öl mehr zahlen, haben aber keine Chance, das zu ändern, denn die Art zu heizen sucht der Vermieter, die Vermieterin aus. Der Eigentümer entscheidet, welche Heizung eingebaut ist, und dort muss man auch ansetzen, wenn man will, dass es einen Lenkungseffekt gibt, wenn man will, dass sich etwas ändert. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Weratschnig.) Das tun Sie aber nicht. Sie bitten einfach die Mieter und Mieterinnen, die nichts ändern können, zur Kasse. Das ist nicht sozial, das ist auch nicht öko, Herr Staatssekretär, da gibt es auch keinen Lenkungseffekt! Das ist nicht in unserem Sinne. (Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer.)
Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer.
die Leute zum Umsteigen zu bewegen. Was ist aber, wenn man gar nicht umsteigen kann, wenn es zum Beispiel Mieter und Mieterinnen betrifft? Die haben nämlich gar keine Wahl. Die werden jetzt fürs Heizen beispielsweise mit Gas oder Öl mehr zahlen, haben aber keine Chance, das zu ändern, denn die Art zu heizen sucht der Vermieter, die Vermieterin aus. Der Eigentümer entscheidet, welche Heizung eingebaut ist, und dort muss man auch ansetzen, wenn man will, dass es einen Lenkungseffekt gibt, wenn man will, dass sich etwas ändert. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Weratschnig.) Das tun Sie aber nicht. Sie bitten einfach die Mieter und Mieterinnen, die nichts ändern können, zur Kasse. Das ist nicht sozial, das ist auch nicht öko, Herr Staatssekretär, da gibt es auch keinen Lenkungseffekt! Das ist nicht in unserem Sinne. (Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Brandstätter und Shetty.
Ganz zum Schluss komme ich jetzt auch noch zur Klimakonferenz, auf der ich war und betreffend die man wirklich sagen muss, da ist viel zu wenig weitergegangen – das muss man deutlich sagen. Eine ungeheure Ungerechtigkeit ist auch, dass oftmals jene Länder, die am allerwenigsten zur Klimakrise beitragen, am härtesten getroffen werden: Die spüren die Hitze, die sehen, dass das Trinkwasser immer knapper wird, die spüren das Steigen des Meeresspiegels und werden am allerhärtesten getroffen. Das führt zu Verteilungskämpfen, das führt auch zu Gewalt, das führt auch dazu, dass Menschen flüchten müssen. Das kann uns nicht egal sein, das betrifft auch uns. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Brandstätter und Shetty.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Das gilt vor allem, wenn wir uns anschauen, dass historisch gesehen Europa und die USA bisher alleine mehr als 50 Prozent des gesamten CO2-Austoßes verursacht haben, und deshalb - - (Zwischenruf des Abg. Hörl.) – Ich weiß nicht, warum Sie da schon wieder hereinschreien. Ja, wir finden, soziale Gerechtigkeit hört nicht an den nationalstaatlichen Grenzen auf (Beifall bei der SPÖ), die muss global gelten, und deshalb bringe ich auch einen Antrag ein.
Beifall bei der SPÖ
Das gilt vor allem, wenn wir uns anschauen, dass historisch gesehen Europa und die USA bisher alleine mehr als 50 Prozent des gesamten CO2-Austoßes verursacht haben, und deshalb - - (Zwischenruf des Abg. Hörl.) – Ich weiß nicht, warum Sie da schon wieder hereinschreien. Ja, wir finden, soziale Gerechtigkeit hört nicht an den nationalstaatlichen Grenzen auf (Beifall bei der SPÖ), die muss global gelten, und deshalb bringe ich auch einen Antrag ein.
Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.
Auf der Pariser Klimakonferenz haben wir nämlich den Ländern, die es am allerhärtesten trifft, versprochen, dass 100 Milliarden Euro an Hilfsgeldern aufgestellt werden. Die warten immer noch, die warten bis heute darauf, und das kann nicht sein. (Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.) Deutschland gibt in diesem Bereich circa 20 Mal so viel aus wie Österreich. Tun wir endlich das, was notwendig ist! Deshalb bringe ich folgenden Antrag ein:
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Bernhard und Shetty.
Das ist im Sinne von uns allen. Die Klimakrise kennt keine nationalstaatlichen Grenzen, und in diesem Sinne hoffe ich, dass Sie zustimmen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Bernhard und Shetty.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Als Sprecher für Digitalisierung bin ich sehr glücklich über dieses Budget. Quer durch die verschiedenen Untergruppen und Ressorts stehen mehr als 400 Millionen Euro für die Digitalisierung im Jahr 2022 bereit, sei es in der Justiz, in der öffentlichen Verwaltung, bei der Bildung, bei der Bekämpfung von Cyberkriminalität oder auch beim Infrastrukturausbau. Ein großer Bestandteil ist zum Beispiel die Digitalisierungsoffensive im Schulbereich. Die digitale Bildung und Weiterbildung sehen wir als eine wesentliche Voraussetzung und eine wichtige Investition für die Zukunft. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Das ist nicht nur wichtig, damit technische Lösungen in diesem Bereich verstanden und eingesetzt werden können, sondern auch für die damit verbundenen Themen wie den Umgang mit sozialen Medien oder die Sensibilisierung für den Datenschutz. Auch für einen erfolgreichen Wirtschaftsstandort Österreich sehen wir eine digital gebildete Gesellschaft als zentrale Säule. Die Ausstattung der Schulen sowie der Schülerinnen und Schüler mit der erforderlichen technischen Infrastruktur und den notwendigen Geräten ist eine Voraussetzung dafür. (Beifall bei Grünen und ÖVP.) So werden alle Schülerinnen und Schüler der 5. Schulstufe digitale Endgeräte erhalten. Alle diese Maßnahmen und technischen Voraussetzungen im Bildungsbereich erfordern natürlich eine angemessene Finanzierung, die mit diesem Budget sichergestellt ist.
Beifall bei Grünen und ÖVP.
80 Millionen Euro im Digitalisierungsfonds, die abgerufen werden können. Der Digitalisierungsfonds ist die finanzielle Grundlage zur Umsetzung von Maßnahmen für eine bürgernahe serviceorientierte Verwaltung mit einer zeitgemäßen digitalen Infrastruktur. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Mit den Mitteln des vorliegenden Budgets haben wir quer über verschiedene Untergruppen und Ressorts die nötigen Voraussetzungen dafür geschaffen. – Danke schön. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Hörl: Das wäre eh gescheit!
Ich habe diesbezüglich meinen Kollegen Hermann Gahr gerne unterstützt, der auch im Wipptal zuhauf Petitionen eingebracht hat und die Bevölkerung ersucht hat, diese Petitionen zu unterstützen – die liegen ja alle vor. Es hat auch Landeshauptmann Platter dann einen Kurswechsel gemacht – ursprünglich war er für die Brückenlösung, er hat dann aber einen Schwenk in Richtung Tunnellösung gemacht –, er hat sogar mit der Roten Karte gedroht und gemeint: Na ja, wenn die Wiener weiter so tun, dann werde ich einfordern, dass die Mauteinnahmen, die über die Asfinag in Tirol realisiert werden, auch in Tirol investiert werden. (Abg. Hörl: Das wäre eh gescheit!) Diesbezüglich haben wir auch einen Antrag eingebracht, der auch vertagt wurde, also auch keine Unterstützung erfahren hat.
Beifall bei der FPÖ.
Ich bin gespannt, ob die ÖVP heute Rückgrat zeigt und diese Initiative unterstützt. – Ich danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS.
Abgeordnete Mag. Dr. Maria Theresia Niss, MBA (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geschätzter Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Ich muss am Anfang auf die Aussage meines Kollegen Schmiedlechner eingehen, der gesagt hat, dass man sieht, dass die Impfung nicht wirkt, weil jetzt die Zahlen explodieren. Ich muss ganz ehrlich sagen, lieber Herr Kollege – wobei, ich sehe ihn jetzt ohnehin nicht; vielleicht können ihm die blauen Kollegen das ausrichten, aber es sind ja kaum welche hier –, ich halte diese Aussage nicht nur für falsch, sondern sie ist irreführend und gefährlich. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei ÖVP, Grünen und NEOS.
Ich kann daher nur wieder sagen beziehungsweise den Aufruf machen: Bitte, lassen Sie sich impfen, zum ersten, zum zweiten und zum dritten Mal! (Beifall bei ÖVP, Grünen und NEOS.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Lukas Hammer.
Zuletzt betrifft das natürlich die so positive Forschungsprämie für diesen Standort – auch ein themenoffenes Programm, das es unseren Unternehmen ermöglicht, in Österreich die beste Forschung zu machen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Lukas Hammer.) Da wir wissen, dass jeder Euro, der in die Forschungsförderung geht, langfristig 6 Euro an BIP-Steigerung erzielt, ist das, glaube ich, gut investiertes Geld. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zuletzt betrifft das natürlich die so positive Forschungsprämie für diesen Standort – auch ein themenoffenes Programm, das es unseren Unternehmen ermöglicht, in Österreich die beste Forschung zu machen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Lukas Hammer.) Da wir wissen, dass jeder Euro, der in die Forschungsförderung geht, langfristig 6 Euro an BIP-Steigerung erzielt, ist das, glaube ich, gut investiertes Geld. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Disoski.
Ich möchte aber in diesem Zusammenhang noch auf eine Notwendigkeit hinweisen, und das ist der Aspekt der Technologieneutralität. Lassen Sie mich auch sagen, warum das so wichtig ist: Wir wissen heute noch nicht, welche Technologie in Zukunft die zielführende ist. Wir wissen nicht, ob es die alternativen Treibstoffe sind, ob es die Batterietechnik, ob es der Wasserstoff sein wird. Unsere Unternehmen müssen deswegen auch weiterhin in all diesen Bereichen forschen können. Sie tun es auch. Schauen Sie sich beispielsweise die AVL in Graz an – ursprünglich ein Experte im Bereich Verbrennungsmotor forscht dieses Unternehmen in allen drei genannten Bereichen. Das ist gut und wichtig, denn, meine Damen und Herren, Wettbewerb ist nicht nur prinzipiell notwendig und wichtig, sondern vor allem auch in der Forschung. Das müssen wir ermöglichen, und deswegen sind diese themenoffenen Programme wie die Basisprogramme bei der FFG, aber auch die Forschungsprämie für diesen Standort so wesentlich. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Disoski.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Disoski.
Zusammenfassend darf ich sagen: Dieses Budget ist ein positives für den Standort. Mit diesem Forschungsbudget schaffen wir es, dass wir Forschung in Österreich ermöglichen, und ich glaube, der Standort, die Bürger, aber auch die Umwelt und das Klima werden es uns danken. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Disoski.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
und ist gemeinsam mit der Steuerreform wirklich ein unglaublicher und unfassbarer Wurf, der hier gelungen ist. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Es gibt ja eigentlich zwei große Säulen, auf denen wir aufbauen müssen. Auf der einen Seite bauen wir den öffentlichen Verkehr dramatisch aus, Abgeordneter Stöger hat es erwähnt. Selbstverständlich tun wir das, indem wir in die Infrastruktur, in die Schieneninfrastruktur in den nächsten Jahren über 18 Milliarden Euro investieren. Wir schaffen aber mit dem Klimaticket auch ein Angebot, das den Umstieg entsprechend unterstützen soll. Das ist nicht ein Entweder-oder, sondern das ist ein Sowohl-als-auch. Die Ängste des Abgeordneten Stöger kann ich, glaube ich, hier auch entsprechend entkräften: Das ist ein unglaublich attraktives Angebot für den Umstieg und geht natürlich nicht zulasten des Ausbaus der Schieneninfrastruktur. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Insgesamt ist das also ein sehr erfreuliches Budget in den Bereichen Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innnovation, mit denen wir die großen Herausforderungen der Zukunft, die auf uns zukommen, auch entsprechend angehen werden. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Sieber: ... und niemand klatscht!
So beende ich diesen Redebeitrag mit einem weiteren Textauszug aus dem eingangs zitierten Lied von Falco (Abg. Sieber: ... und niemand klatscht!): „Und dieser Frust macht uns stumm“. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
So beende ich diesen Redebeitrag mit einem weiteren Textauszug aus dem eingangs zitierten Lied von Falco (Abg. Sieber: ... und niemand klatscht!): „Und dieser Frust macht uns stumm“. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Abgeordneter Lukas Hammer (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Auf dieses Budget mit insgesamt – wenn man alle UGs anschaut und wirklich einmal auf den Klimaschutz schaut – 1,9 Milliarden Euro, das uns vorliegt, kann man aus Sicht des Klimaschutzes schon stolz sein. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Kollegin Herr fordert in ihrem Antrag, dass die Klimafinanzierung bezogen auf 2019 verdoppelt werden soll. Die gute Nachricht ist: Würden wir diesen Antrag umsetzen, müssten wir die Klimafinanzierung reduzieren. Das will ich nicht. Alleine für den Green Climate Fund haben wir die Zuwendungen mehr als vervierfacht, nämlich von 30 Millionen Euro auf 130 Millionen Euro. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich möchte an dieser Stelle die Gelegenheit nützen, den sehr engagierten Beamtinnen und Beamten im Klimaschutzministerium zu danken, die diese Projekte begleiten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Liebe KollegInnen von SPÖ und NEOS, Sie prangern gerne die Inserate der Bundesregierung in diversen Zeitungen an. In Wien aber inseriert die rot-pinke Stadtregierung mit Millionen an Steuermitteln Propaganda für die Lobau-Autobahn, und das mit absoluten Unwahrheiten. Ich würde mir wünschen, dass Sie dieselben Standards, die Sie hier anwenden, auch einmal in Wien anwenden. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Sie würden damit sowohl den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern als auch dem Klimaschutz einen guten Dienst erweisen.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
An dieser Stelle sage ich auch: Meine Solidarität gilt all jenen jungen Menschen, die in der Lobau seit vielen Wochen ausharren, weil sie sich für ihre Zukunft einsetzen und gegen den Bau einer klima- und umweltzerstörerischen Autobahn. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer.
Alle geplanten Projekte werden – falls einmal umgesetzt – an und für sich zu 100 Prozent von den Energiekundinnen und -kunden selbst bezahlt. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer.) Der Energieteil im Budget ist wirklich sehr lieb gemeint, aber er spielt nicht wirklich die Zukunftsmusik, das kann ich als ehemaliger Musiker sagen.
Beifall bei der SPÖ.
Die Europäische Kommission hat bereits allen EU-Mitgliedstaaten eine Toolbox in Form von Maßnahmenvorschlägen – Halbierung der Mehrwertsteuern, der Umsatzsteuern und alles, was dazu gehört, oder auch Direktzahlungen – präsentiert. Was hat unsere Regierung gemacht? – Nichts! (Beifall bei der SPÖ.) Einige EU-Länder wie Spanien, Frankreich, Ungarn haben schon reagiert, haben die Steuern gesenkt, haben bereits auch zusätzliche Maßnahmen wie Ausgleichszahlungen angekündigt, aber, ich wiederhole es noch einmal: Was hat unsere Bundesregierung bis jetzt gemacht? – Nichts!
Zwischenrufe bei den Grünen
Liebe Grüne, der Appell geht an euch, ihr habt 2019 damit geworben, dass der Anstand grün wählt. Wenn ihr einen Anstand habt (Zwischenrufe bei den Grünen), dann stimmt ihr da heute für die Hunderttausenden Haushalte mit, damit wir die Leute schützen, damit keiner im Finstern sitzen muss, keinem das Licht abgedreht wird und im Winter keiner frieren muss. – Danke schön. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.
Liebe Grüne, der Appell geht an euch, ihr habt 2019 damit geworben, dass der Anstand grün wählt. Wenn ihr einen Anstand habt (Zwischenrufe bei den Grünen), dann stimmt ihr da heute für die Hunderttausenden Haushalte mit, damit wir die Leute schützen, damit keiner im Finstern sitzen muss, keinem das Licht abgedreht wird und im Winter keiner frieren muss. – Danke schön. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Hörl: Gewaltig!
Abgeordnete Tanja Graf (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzter Staatssekretär! Liebe Kollegen und Kolleginnen! Liebe Zuschauer! Bevor ich mit meiner Rede starte, darf ich vielleicht einen Mythos, den Kollege Schroll verbreitet hat – dass die Regierung in Österreich mit diesem Budget nichts für den Bereich Soziales mache –, aufklären und eines festhalten: Ich zeige dir diese Grafik (eine Tafel, auf der ein Überblick über das Budget 2022 dargestellt ist, in Richtung SPÖ-Reihen zeigend), hier siehst du, dass die Hälfte des gesamten Budgets, das sind 47 Milliarden Euro, in Soziales investiert wird. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Hörl: Gewaltig!)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Du hast das Thema Energie angesprochen: 90 Millionen Euro werden alleine in unserer UG 43 für einkommensschwache Haushalte reserviert werden. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.) Die Länder machen wirklich sehr viel, das Land Salzburg hat einen Heizkostenzuschuss in der Höhe von 150 Euro pro Antrag beschlossen, interessanterweise macht Kärnten etwas, Vorarlberg macht etwas, aber Wien? Schau bitte einmal nach Wien! In Wien ist der Heizkostenzuschuss ein Teil der Mindestsicherung. Ist das sozial? – Jemanden einen Heizkostenzuschuss zu geben und zu sagen, dass er bei der Mindestsicherung abgerechnet wird (Zwischenrufe bei der ÖVP), das ist nicht sozial. Schaut euch das bitte an, bevor ihr mit dem Finger irgendwohin zeigt! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Du hast das Thema Energie angesprochen: 90 Millionen Euro werden alleine in unserer UG 43 für einkommensschwache Haushalte reserviert werden. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.) Die Länder machen wirklich sehr viel, das Land Salzburg hat einen Heizkostenzuschuss in der Höhe von 150 Euro pro Antrag beschlossen, interessanterweise macht Kärnten etwas, Vorarlberg macht etwas, aber Wien? Schau bitte einmal nach Wien! In Wien ist der Heizkostenzuschuss ein Teil der Mindestsicherung. Ist das sozial? – Jemanden einen Heizkostenzuschuss zu geben und zu sagen, dass er bei der Mindestsicherung abgerechnet wird (Zwischenrufe bei der ÖVP), das ist nicht sozial. Schaut euch das bitte an, bevor ihr mit dem Finger irgendwohin zeigt! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Du hast das Thema Energie angesprochen: 90 Millionen Euro werden alleine in unserer UG 43 für einkommensschwache Haushalte reserviert werden. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.) Die Länder machen wirklich sehr viel, das Land Salzburg hat einen Heizkostenzuschuss in der Höhe von 150 Euro pro Antrag beschlossen, interessanterweise macht Kärnten etwas, Vorarlberg macht etwas, aber Wien? Schau bitte einmal nach Wien! In Wien ist der Heizkostenzuschuss ein Teil der Mindestsicherung. Ist das sozial? – Jemanden einen Heizkostenzuschuss zu geben und zu sagen, dass er bei der Mindestsicherung abgerechnet wird (Zwischenrufe bei der ÖVP), das ist nicht sozial. Schaut euch das bitte an, bevor ihr mit dem Finger irgendwohin zeigt! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ein Kernstück wird der Klimabonus sein. Kollegin Herr, Sie haben gesagt, der ist von der Postleitzahl abhängig. Ich darf Sie daran erinnern, wie viele Pendler es gibt, die tagtäglich in die Arbeit fahren und unser Budget finanzieren, die tagtäglich arbeiten und mit ihren Abgaben unser Budget finanzieren. Sie haben es nicht so leicht, dass sie in der Stadt in die U-Bahn einsteigen können. Es macht schon einen Unterschied, ob man in der Stadt wohnt oder ob man am Land wohnt, wo man ein Auto braucht, daher ist ein Klimabonus auch gerechtfertigt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Da bitte ich: Sprecht bitte mit den Menschen im Umweltbereich, denn es kann nicht sein, dass der Umweltschutz den Klimaschutz blockiert! So funktioniert das nicht, so werden wir ein Problem mit unserem Ziel bekommen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich hoffe, so viel soziales Herz hat diese ÖVP noch, dass sie den Menschen in Österreich zumindest das Heizen ermöglicht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Das Umweltbudget ist ein Topbudget, und ich freue mich auf seine Umsetzung. – Vielen Dank. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.
Aber nicht genannt worden ist: Wie wird sie finanziert? – Die Deutschen haben eine KI-Strategie vorgelegt, die mit 3 Milliarden Euro finanziert wird, die Österreicher haben eine KI-Strategie vorgelegt, die stattfinden wird oder nicht, weil sie eben nicht finanziert ist und niemand weiß, wo das Geld herkommt. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Litschauer.
Das Buch kann ich nur wärmstens empfehlen, und vielleicht trägt es, wenn es mehr Leute lesen, auch dazu bei, dass wir ein bisschen weniger Wissenschaftsfeindlichkeit im Land haben. Es würde uns mehr Wohlstand bringen. – Danke. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Litschauer.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Abgeordneter Mag. Michael Hammer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher! Wir beschäftigen uns mit dem großen Budgetbereich und Kapitel Klima, Umwelt und Energie. Wenn man sich alleine die oberflächliche Budgetanalyse für diesen gesamten Bereich mit einer Steigerung von 253 Prozent anschaut, so muss man sagen, dass es dafür normalerweise nur zwei Erklärungen gibt: Entweder geht es um ganz kleine Beträge, bei denen es einmal irgendeine Veränderung gibt, was durch eine kleine Erhöhung im Prozentsatz so und so viel ausmacht, oder es gibt eine fundamentale Veränderung im gesamten Budgetbereich. Genau darum handelt es sich bei diesem Budgetübergang für das Jahr 2022 und dem Bundesfinanzrahmen für die Folgejahre. Durch die Umsetzung der ökosozialen Steuerreform, durch den Einstieg in die CO2-Bepreisung und durch die Kompensation durch die Einführung des regionalen Klimabonus – und das ist ja ein großer Teil des Budgets, der da abgebildet ist – handelt es sich daher wirklich um eine Systemänderung größeren Ausmaßes. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schallmeiner.
Ich glaube, wir haben hier wirklich ein gutes Budget für Umwelt- und Klimaschutz, und wir tragen das auch sehr gerne mit. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schallmeiner.)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Abgeordneter Ing. Martin Litschauer (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren! Danke für die Vorrede, ich kann mich da im Wesentlichen anschließen. Es gibt nur einen Begriff, der mich ein bissel triggert, und das ist der Begriff: Klimaschutz mit Hausverstand. Das hat aber jetzt nichts mit dem Vorredner zu tun, sondern eher mit einer anderen Fraktion, die da in der Mitte sitzt, denn wenn der Begriff dort verwendet wird, triggert mich das, weil es dann meistens heißt: Jetzt will jemand auf die Bremse steigen. Das hat manchmal, glaube ich, damit zu tun, dass sich der Hausverstand zwar mit den Erfahrungen der Vergangenheit beschäftigt, aber wenig mit der Innovation nach vorne. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Das merkt man dann auch daran, dass die Energieeffizienz nicht an vorderster Stelle steht, und das merkt man speziell in der Diskussion um die E-Fuels.
Abg. Deimek: Das ist einmal eine Ansage!
CO2-neutral heißt noch lange nicht, dass das eine Lösung ist, denn auch diese Kraftstoffe produzieren Abgase, auch diese Verbrennungsmotoren produzieren Lärm, und beides wollen wir nicht haben. (Abg. Deimek: Das ist einmal eine Ansage!) Dann kommt noch dazu, dass diese E-Fuels fünf- bis zehnmal so viel Energie brauchen wie ein Elektroantrieb. Wenn ich hier höre, ein Vorschlag ist, wir importieren diese E-Fuels aus Saudi-Arabien, dann bin ich gespannt, wie das funktionieren soll, denn um diese E-Fuels stellen sich an: die Containerschiffe, die Flugzeugindustrie; alle möglichen Industrien wollen das haben, und ihr glaubt wirklich, dass diese E-Fuels nach Österreich kommen, wenn sie nicht irgendwo im Suezkanal stecken bleiben oder sonst irgendwo verbraucht werden! Ihr versprecht Lösungen, die nicht kommen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Deimek: ... da wärt ihr aber schön dumm!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Deimek: ... da wärt ihr aber schön dumm!
CO2-neutral heißt noch lange nicht, dass das eine Lösung ist, denn auch diese Kraftstoffe produzieren Abgase, auch diese Verbrennungsmotoren produzieren Lärm, und beides wollen wir nicht haben. (Abg. Deimek: Das ist einmal eine Ansage!) Dann kommt noch dazu, dass diese E-Fuels fünf- bis zehnmal so viel Energie brauchen wie ein Elektroantrieb. Wenn ich hier höre, ein Vorschlag ist, wir importieren diese E-Fuels aus Saudi-Arabien, dann bin ich gespannt, wie das funktionieren soll, denn um diese E-Fuels stellen sich an: die Containerschiffe, die Flugzeugindustrie; alle möglichen Industrien wollen das haben, und ihr glaubt wirklich, dass diese E-Fuels nach Österreich kommen, wenn sie nicht irgendwo im Suezkanal stecken bleiben oder sonst irgendwo verbraucht werden! Ihr versprecht Lösungen, die nicht kommen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Deimek: ... da wärt ihr aber schön dumm!)
Abg. Deimek: ... im Waldviertel nicht angekommen! Fahrt einmal nach ...!
Der Hintergrund ist: Man will nur einen Verbrennungsmotor am Leben erhalten und sucht eine Argumentationskette, und die Primärenergie ist wurscht! Wir können es uns nicht leisten, fünf- bis zehnmal so viel Energie zu verschwenden, nur damit man einen Motor am Leben erhält. (Abg. Deimek: ... im Waldviertel nicht angekommen! Fahrt einmal nach ...!)
Beifall bei den Grünen.
Zwischenbemerkung von Staatssekretär Brunner.) Wir haben uns Jahrzehnte in die Abhängigkeit von Russland begeben, weil es genug Leute gegeben hat, die behauptet haben, Erdgas sei die Brückentechnologie. Erdgas ist eh die Brückentechnologie – die Brückentechnologie in die Energiearmut, denn dahin hat man nämlich die Kunden geführt. Jahrzehntelang hat man ihnen verkauft, Erdgasheizungen seien die Zukunft. – Das waren sie nie! Ich habe vor zwei Jahrzehnten schon gesagt, wir müssen raus aus Erdgas, und jetzt haben wir das Dilemma, dass viele an diesen Erdgasheizungen hängen und nicht wissen, wie sie die Gasheizungen zahlen sollen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wer hat denn das zu verantworten? Wenn wir nach Wien schauen: Warum gibt es denn dort so viel Gas? Wer ist denn nach Russland gefahren und hat die Erdgasverträge abgeschlossen, sodass wir jetzt in der Bredouille sitzen? – Da muss ich leider nach links (in Richtung SPÖ blickend) schauen. Ihr wisst jetzt nicht, wie ihr aus der Verantwortung herauskommt, die ihr jahrzehntelang mit aufgebaut habt, und schlagt jetzt vor, dass wir die Mehrwertsteuer auf Gas senken. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Einwallner.
Etwas Besseres fällt euch nicht ein? Das Senken der Mehrwertsteuer auf Erdgas, damit die Pools weiter billig geheizt werden können, damit die Penthousewohnungen billig geheizt werden können, weil es egal ist, damit man ja das System Erdgas weiter am Leben erhält – das kann doch nicht die Lösung sein! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Einwallner.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
Wir haben mit dem Klimabonus ein System geschaffen – das hat Kollege Koza gestern sehr gut erklärt –, das vor allem die niedrigen Einkommen entlasten soll, und genau da müssen wir ansetzen, aber doch nicht mit einer allgemeinen Senkung der Mehrwertsteuer! Wir sagen immer, Klimaschutz ist nur eine von zwei Seiten der Medaille, das habe ich auch vorhin gehört, aber die Senkung der Mehrwertsteuer auf Erdgas ist genau das Gegenteil von Klimaschutz. Wenn Sie da so mit gespaltener Zunge reden, muss ich gestehen, das halte ich nicht mehr aus. Wenn wir Klimaschutz haben wollen, dann können wir nicht mit gespaltener Zunge sprechen. – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Abgeordneter Franz Leonhard Eßl (ÖVP): Herr Präsident! Meine geschätzten Kolleginnen und Kollegen! Herr Staatssekretär! Da ist sehr viel Emotion dahinter, aber man merkt, dass Kollege Litschauer wirklich mit Herzblut bei diesem Thema ist. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Wurm: Aha! – Zwischenruf des Abg. Kassegger.
Verboten agiert. (Abg. Wurm: Aha! – Zwischenruf des Abg. Kassegger.) Das Klimaticket ist ein solches Vorzeigeprojekt, mit dem man das entsprechend schafft.
Abg. Kassegger: Am Vortag anreisen!
Es ist also notwendig, dass man da Alternativen schafft. Auch ich würde gerne das Klimaticket nutzen, aber wenn es eine Vormittagssitzung in Wien gibt, komme ich vom Lungau mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht her. Wenn ich mit den Öffis fahre, kann ich nur an einer Nachmittagssitzung teilnehmen. (Abg. Kassegger: Am Vortag anreisen!) Wir brauchen also Verbesserungsmöglichkeiten, die für die Zukunft natürlich auch angedacht sind. In Salzburg gäbe es sicherlich einige Dinge, die wir angehen könnten, zum Beispiel die S-Bahn zum Mirabellplatz oder die Pinzgauer Lokalbahn, aber auch – für mich persönlich interessant – die Murtalbahn, die man vielleicht auch als Pilotprojekt mit der Energiequelle Wasserstoff andenken könnte, länderübergreifend Steiermark–Salzburg. Der ehemalige Kollege Karl Schmidhofer hat dazu schon Gedanken gehabt. Vielleicht wäre es möglich, in diese Richtung entsprechend zu denken.
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Es gibt also vieles, das schon bewerkstelligt worden ist, und für die Zukunft bleibt noch einiges übrig. In Summe darf ich sagen, dass wir diesem Budget mit gutem Gewissen zustimmen können. Es ist ein gutes Budget für den Bereich Mobilität, und es festigt den Weg der ökosozialen Marktwirtschaft, den Joschi Riegler vor 30 Jahren begonnen hat. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Jetzt geht es aktiv an die Umsetzung. Die Rahmenbedingungen sind vorhanden und wir müssen diese nutzen. Dafür, glaube ich, brauchen wir einen gemeinsamen Schulterschluss. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Nicht unerwähnt lassen möchte ich das neue Instrument der Stadtregionalbahn. Falls eine Anbindung über die Stadtgrenze hinaus erfolgt, steht ein neuer Fördertopf zur Verfügung, der im Jahre 2023 mit 50 Millionen Euro dotiert ist. Ich erwähne diese Möglichkeit deshalb, weil auch die Stadt Linz und das Umland mit der oberösterreichischen Regionalstadtbahn davon profitieren werden. Für mich als Oberösterreicher, aber auch für die vielen Berufstätigen im Raum Linz ist sie daher von besonderer Bedeutung. Diese Bahn bedeutet weniger nervenaufreibenden Stress und auch weniger Zeitverlust. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Für mich ist allerdings enttäuschend, dass Steyr und das Umland in diesem Rahmenprogramm nicht vorkommen. Ich persönlich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Steyr auf das Abstellgleis geschoben wurde. Es ist schade für die gesamte Region. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ich glaube, wenn man auf den alten Begriff, das Beste aus zwei Welten, zurückgeht, ist das das Filetstück dieser Budgetverhandlungen. Dazu gratuliere ich natürlich auch dem Herrn Staatssekretär, der Frau Bundesminister und beiden Umweltsprechern, den Herren Hammer und Schmuckenschlager. 253 Prozent Steigerung muss man erst zustande bringen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Litschauer, mir hat der Vergleich mit dem Pool und den Sozialdemokraten ganz gut gefallen. Es ist eine alte Geschichte, aber etwas sage ich Ihnen schon auch: E-Fuel gehört genauso wie Wasserstoff und alle anderen Möglichkeiten dazu – denn wie wollen Sie eigentlich diesen Energiewandel stemmen, wenn Sie alleine für die Elektromobilität, wenn Sie alles umstellen, eine große Anzahl an Freudenau-Kraftwerken brauchen? Wir werden also auf alle Energieträger setzen müssen und auch darauf schauen müssen, dass wir die Bewilligungen und die Genehmigungen bei der UVP und in vielen anderen Bereichen wesentlich einfacher, effizienter und schneller machen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Jetzt kannst auf ein Bier gehen mit ihm! – Abg. Lukas Hammer: Provozier ihn nicht!
Alles in allem, denke ich mir, kann dieses Budget für eine große Zukunft stehen. Die Gewissheit ist groß, auch die Wünsche sind groß, dass wir die Energiewende so schnell wie möglich schaffen. Das werden wir aber nur dann zustande bringen, wenn wir Verfahren wie das UVP-Verfahren vereinfachen, die Genehmigung beschleunigen und das tun, was richtig ist, nämlich dieses Thema nicht nur über den Verbrauch anzugehen, sondern auch über die Erzeugung von Energie, die dringend notwendig ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Jetzt kannst auf ein Bier gehen mit ihm! – Abg. Lukas Hammer: Provozier ihn nicht!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich freue mich auf die Unterstützung von allen Seiten, weil gerade im ländlichen Raum Infrastruktur maßgeblich dafür sorgt, dass Menschen auch im ländlichen Raum wohnen bleiben. Gerade auch junge Familien stellen da sehr hohe Ansprüche. Das kann ich auch verstehen. Mir als Vertreterin dieses Raumes ist es natürlich sehr wichtig, dass die Menschen ihr Leben auch weiterhin dort verbringen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen
Dieser Bonus wird mit der neuen CO2-Bepreisung finanziert. Ja, wir geben CO2-Emissionen einen Preis – und dahinter stehe ich auch zu 100 Prozent –, weil das dringend notwendig ist (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen), denn Steuern sind Steuerungsmaßnahmen, und damit steuern wir auf eine nachhaltigere Zukunft mit kürzeren Transportwegen zu. Insgesamt bedeutet das also Entlastung für die Umwelt, aber genauso für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. So geht ökosoziale Steuerreform.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich danke allen für die zumindest zum großen Teil konstruktiven Beiträge in den letzten drei Tagen dieser Budgetdebatte. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Für uns als Volkspartei hat die ökologische, soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeit einen sehr, sehr hohen Stellenwert. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Jeder noch so kleine Beitrag ist essenziell für die Bewältigung des Klimawandels. Jeder von uns ist gefragt, seinen Teil zu leisten, sprich man kann nicht immer nur fordern, sondern man muss sich auch überlegen, wie man selbst konkret einen Beitrag leisten kann. Da gibt es ein afrikanisches Sprichwort, das das, finde ich, gut zusammenfasst. Das kennt wahrscheinlich jeder, aber es sollten sich eigentlich noch viel mehr Menschen zu Herzen nehmen: „Wenn an vielen kleinen Orten viele kleine Menschen viele kleine Dinge tun, wird sich das Angesicht unserer Erde verändern.“ (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Sehr geehrte Damen und Herren! Mit dem viel zitierten Bauchgefühl lässt sich kein Virus besiegen, und der Hausverstand ist besser, wenn er mit Fakten gefüttert wird. An eine Wissenschaft muss man nicht glauben, sonst hieße sie Glaubensgemeinschaft. Wissenschaftliche Erkenntnisse lassen sich nicht durch eine Meinung widerlegen, sie lassen sich nicht durch eine Religion widerlegen, und sie lassen sich auch nicht durch eine Verschwörungstheorie widerlegen. Ganz wichtig: Es gibt auch kein Recht auf eine falsche Tatsachenbehauptung unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit, weder rechtlich noch ethisch. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Loacker.
Sehr geehrte Damen und Herren! „Wer nichts weiß, muss alles glauben“, und „Wer Wissen schafft, macht Wissenschaft“. – Danke. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Loacker.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Andreas Kühberger (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzter Herr Staatssekretär! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Österreicherinnen und Österreicher! Einen der größten Anstiege im Budget hat das Budget für Klima, Umwelt und Energie erfahren, und das ist auch gut so. Wir erhöhen da gewaltig, von 680 Millionen Euro im Jahr 2021 auf 2,4 Milliarden Euro – das sind sage und schreibe plus 250 Prozent –, und das ist gut so. Warum? – Weil wir damit auf eine klimaneutrale Zukunft in Österreich setzen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Wir können und wir wollen natürlich auch Energie liefern. Die Bundesregierung hat ja beschlossen, bis zum Jahr 2030 auf 100-prozentig erneuerbare Energie bei Strom zu setzen. Damit wir dieses Ziel umsetzen können, brauchen wir 13 000 Hektar Dachflächen. Meine Damen und Herren, alleine unsere bäuerlichen Familienbetriebe in der Steiermark haben 500 Hektar Dachflächen zur Verfügung. Darum ist diese Förderung für energieautarke Bauernhöfe ein ganz, ganz wichtiger Schritt. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Klimaschutz und Wirtschaft. Das, meine Damen und Herren, ist ein schönes Beispiel dafür, dass diese ökosoziale Steuerreform wirkt. – Ein Danke der Bundesregierung. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Abgeordneter Ing. Josef Hechenberger (ÖVP): Geschätzter Herr Präsident! Geschätzter Herr Staatssekretär! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Ganz besonders aber geschätzte Zuseherinnen und Zuseher! Durch das vorgelegte Budget ist schwarz auf weiß ersichtlich, dass in Österreich die Energiewende eingeläutet wird. Geschätzter Herr Staatssekretär, wir haben uns ja gerade unlängst in der Gemeinde Hopfgarten ein Bild davon machen können. Neben einer sehr interessanten Diskussion mit den Hopfgartnerinnen und Hopfgartnern war es auch möglich, die zwei Kleinwasserkraftwerke zu besichtigen, die derzeit revitalisiert werden und so zukünftig für 10 000 Haushalte Energie produzieren werden. Ich muss sagen, mich hat fasziniert, welche Kraft oft auch in den Regionen steckt. Wir müssen das unterstützen, die Innovation bekräftigen und so einfach gemeinsam versuchen, die Energiewende noch schneller, noch effizienter und noch nachhaltiger einzuläuten. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Herr Staatssekretär, ich möchte mich da wirklich auch herzlich für den Einsatz bedanken, weil eines für uns, für mich als Vertreter Tirols, klar ist: Wir müssen auch zukünftig alles unternehmen, um Kraftwerke gemeinsam weiterzuentwickeln, um die Wasserkraft stärker zu nutzen, und da ist deine Unterstützung ganz besonders wichtig, weil es aus meiner Sicht keine effizientere erneuerbare Energie als die Wasserkraft gibt, die 365 Tage 24 Stunden hindurch Energie produziert und so auch, wenn man das entsprechend richtig macht, das Risiko von Hochwasser und Naturgefahren entsprechend mindert beziehungsweise reduziert. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Somit muss man sagen, mit der ökosozialen Steuerreform ist eines gelungen: die Ausgewogenheit herzustellen, dass man sämtliche Bevölkerungsgruppen – wurscht, wo sie leben – gemeinsam unterstützen will und dass man gleichzeitig sinnvolle und effiziente Maßnahmen setzt, um nachhaltiger zu leben und auch entsprechend enkeltauglicher Politik zu machen (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
In diesem Sinne, geschätzte Damen und Herren, ein herzliches Danke an die Frau Minister, ein herzliches Danke an den Staatssekretär für die vorgelegten Budgetvorschläge, und wir werden dem Ganzen natürlich mit großer Freude zustimmen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ich möchte Ihnen das auch an einem Beispiel illustrieren: In Kärnten haben wir es jetzt erstmals geschafft, auch ein Ticket für alle öffentlichen Verkehrsmittel um einen Preis einzurichten. Das hat im Schulterschluss mit dem Bund funktioniert. – Danke dafür, das ist Vertrauen in den öffentlichen Verkehr, das ist gut für die Menschen! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Wir unterstützen Institutionen wie das Fraunhofer-Institut in Klagenfurt, wo künstliche Intelligenz eingesetzt wird, damit KMUs für sich neue Geschäftsmodelle lukrieren können, damit Daten, die sie bereits in ihren Bestandssystemen haben, in Möglichkeiten, wie man Wertschöpfung generiert, umgemünzt werden können. Es ist Staatssekretär Magnus Brunner, der bei seinen vielen Besuchen in Kärnten viele Aspekte und Ideen mitnimmt und sie in diese Programme einfließen lässt. – Danke, Herr Staatssekretär, dass du auch für Kärnten immer so ein offenes Ohr hast! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Daher, geschätzte Damen und Herren, nehmen wir die Forschung ernst! Wissen ist Macht. Machen Sie Gebrauch vom dritten Stich, oder gehen Sie hin, vertrauen Sie der Wissenschaft und setzen Sie den ersten! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Haus, dass wir, anstatt die Gewinnsteuer für die größten Konzerne in diesem Land zu senken, das Geld in den öffentlichen Verkehr investieren, nicht zugestimmt haben. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das wäre dann schlüssig gewesen, dann hätte ich Ihnen das geglaubt – aber man sieht, wo die Prioritäten liegen. (Zwischenruf des Abg. Haubner.)
Zwischenruf des Abg. Haubner.
Haus, dass wir, anstatt die Gewinnsteuer für die größten Konzerne in diesem Land zu senken, das Geld in den öffentlichen Verkehr investieren, nicht zugestimmt haben. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das wäre dann schlüssig gewesen, dann hätte ich Ihnen das geglaubt – aber man sieht, wo die Prioritäten liegen. (Zwischenruf des Abg. Haubner.)
Beifall bei der SPÖ.
Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Abgeordneter Joachim Schnabel (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren, vor allem geschätzter Herr Staatssekretär! Geschätzter Herr Finanzminister! (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Du, geschätzter Herr Finanzminister, hast bei deiner Budgetrede zu Beginn drei Worte genannt: „Aufschwung, Stabilität und Nachhaltigkeit“. – Nachhaltigkeit trifft vor allem für die nun hier diskutierten Budgetteile Mobilität, Klima, Umwelt und Energie besonders zu, vor allem weil die Investitionen, die aus diesem Budget getätigt werden, mit mehr als 7,2 Milliarden Euro am längsten wirken werden – für Österreich, aber darüber hinaus auch für Europa und für die nächsten Generationen.
Beifall bei der ÖVP.
Für die Verkehrswende braucht es Infrastruktur. Mit dem Ausbau der Schieneninfrastruktur setzen wir einen Meilenstein in der Verkehrswende: Der ÖBB-Rahmenplan beinhaltet ein großes Ausbaupaket, und als regionaler Abgeordneter bin ich froh, dass 19,4 Millionen Euro für den zweigleisigen Ausbau der Südbahnstrecke von Werndorf bis zur Staatsgrenze in Spielfeld vorgesehen sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Wir haben zurzeit die EU-Vorgabe – pro zehn E-Autos eine E-Ladesäule – zwar erfüllt, aber es braucht ein Mehr an Elektroladeinfrastruktur, deswegen benötigen wir das Sofortprogramm erneuerbare Energie in der Mobilität. Frau Bundesminister Gewessler hat zugesagt, dass das baldigst kommen wird, und das ist wichtig, denn laut Prognosen wird es in Zukunft Millionen E-Autos in Österreich geben, dafür brauchen wir rechtzeitig und vorsorglich die entsprechende Infrastruktur. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Sehr geehrte Damen und Herren, zum Schluss möchte ich festhalten, dass wir mit diesem Budget – und vor allem mit dem regionalen Klimabonus – die Menschen entlasten, vieles für den ländlichen Raum tun und genau die richtigen Akzente und Maßnahmen setzen, um Österreich in eine klimaschonende, gute Zukunft zu führen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Das wäre dann nämlich sozial und gerecht – das, was Sie hier im Budget stehen haben, ist weder sozial noch gerecht! (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Geh bitte!
Herr Blümel, ich habe aber noch eine andere Frage an Sie, nämlich: Was machen Sie eigentlich noch auf der Regierungsbank? (Ruf bei der ÖVP: Geh bitte!)
Beifall bei SPÖ und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Lausch.
rund um das Ibizavideo leiten werde. Das haben Sie am 19. Mai gesagt, Sie haben persönlich erklärt: Kickl kann nicht Minister in jenem Ressort bleiben, in dem gegen seine Parteifreunde ermittelt wird. – In Ihrem Finanzressort ist das Beinschab-Tool mutmaßlich illegal finanziert worden, wir wissen das alle aus den Chats – wie können Sie das Ressort leiten, in dem diese Ermittlungen stattfinden?! (Beifall bei SPÖ und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Lausch.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie müssten nach den moralischen Standards, die Sie nach dem Aufdecken des Ibizavideos selbst an die anderen angelegt haben, zurücktreten. Wenn Sie dieselben Standards an sich selbst anlegen, dürften Sie nicht mehr im Amt sein. Treten Sie zurück! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Andreas Ottenschläger (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Herr Kollege Krainer, mein Vorredner, hat, glaube ich, die Hälfte seiner Redezeit dafür verwendet, wieder mit dem Finger – in diesem Fall – auf den Finanzminister zu zeigen. Das zeigt uns, die Kritik am Budget ist überschaubar, anscheinend ist auch für die SPÖ dieses Budget eigentlich ein gutes. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die ökosoziale Steuerreform wird treffsicher und sozial die Menschen und die Unternehmen bei der Transformation in eine klimaschonende Zukunft begleiten, für ein lebenswertes Österreich. Neben dem eingeschlagenen Weg, ressourcenschonendes Verhalten zu belohnen, werden die Bürger und Unternehmer entlastet, denn die Steuern werden spürbar gesenkt. Und ich darf mir auch den Hinweis erlauben, Herr Kollege Krainer von der SPÖ, was Sie bei all den Zahlen und Abgabenquoten hier nicht dazusagen, sind im Wesentlichen zwei Dinge: Das eine ist zum Beispiel der Familienbonus, denn noch nie im Laufe der Geschichte der Zweiten Republik wurden so viele finanzielle Mittel für die Familien zur Verfügung gestellt. Das ist treffsichere soziale Politik. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Im Sinne der Bevölkerung und des Landes gilt es mit Sorgfalt und Verantwortung mit Steuergeld umzugehen und die bestmöglichen Rahmenbedingungen für einen wettbewerbsfähigen Standort zu schaffen. Unser Dank an dieser Stelle gilt vor allem den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern, denn durch ihre Leistung sind all diese guten, positiven Entwicklungen und Investitionen erst möglich. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Ökologisierung der Normverbrauchsabgabe mit einer massiven Erhöhung der NoVA um 510 Millionen Euro bis 2025 war ja bereits der erste Vorgeschmack der zukünftigen Ökostrafsteuern. Diese NoVA-Erhöhung betrifft insbesondere Kraftfahrzeuge, die von Kleingewerbetreibenden, aber auch von Familien angeschafft werden. Diese Kleingewerbetreibenden und Familien waren und sind die ersten Opfer dieser ökoasozialen Steuerreform. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Diese Mindereinnahmen werden wohl wieder durch höhere oder neue Steuern kompensiert werden müssen, die wiederum der österreichische Steuerzahler schultern muss. Diejenigen Ausländer, die in Österreich tanken, verbrauchen den Treibstoff aber nicht in Österreich, sondern im Ausland. Die Emissionen aus dem Tanktourismus werden aber dennoch Österreich zugerechnet. Aus budgetärer Sicht ist es ein Wahnsinn, wenn die Republik Österreich auf Steuereinnahmen von Ausländern verzichtet, nur weil ungerechtfertigterweise Emissionen, die im Ausland verursacht werden, der Republik Österreich zugerechnet werden. Daher sind diesbezüglich der Herr Finanzminister und auch die Frau Umweltministerin gefordert, sich dafür einzusetzen, dass der CO2-Ausstoß aufgrund des Tanktourismus eben nicht Österreich zugerechnet wird. Der österreichische Steuerzahler wird es ihnen danken. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Tomaselli und Lercher.
Von grüner Seite haben wir bis dato überhaupt nichts gehört. Ich würde mir also erwarten, dass die grünen Redner zu diesem Punkt endlich einmal Stellung beziehen und klarstellen, wie sie zur Ökologisierung des Pendlerpauschales stehen. Frau Kollegin Tomaselli, Sie sind ja nach mir zu Wort gemeldet, Sie können das hier gleich klarstellen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Tomaselli und Lercher.)
Beifall bei der FPÖ.
Diese Steuerreform ist weder öko noch ist sie sozial. Es ist eine ökoasoziale Steuerreform, die von den Österreichern selbst über die kalte Progression finanziert wird. Diese ökoasozialen Steuermaßnahmen werden die Österreicher noch viel Geld kosten. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Einwallner.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordnete Tomaselli. – Bitte sehr, Frau Abgeordnete. (Zwischenruf des Abg. Einwallner.)
Beifall bei den Grünen sowie Bravoruf des Abg. Koza.
Abgeordnete Mag. Nina Tomaselli (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Herr Kollege Fuchs, ich kann es Ihnen kurz und schmerzlos beantworten. Es gilt wie immer: Ökologisierung gut, Nationalisierung schlecht. (Beifall bei den Grünen sowie Bravoruf des Abg. Koza.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Baumgartner.
Einen Anteil daran haben selbstverständlich die Wirtschaftshilfen, die ausgeschüttet wurden. Mehrere Studien haben mittlerweile bestätigt, dass diese sehr, sehr positive Effekte gezeigt haben. Die wichtigste Hilfe, die sicher am breitesten wirksam und unserer Meinung nach auch am effektivsten ist, ist mit Sicherheit die Kurzarbeit. Das AMS schätzt ja, dass damit 1,2 Millionen Jobs gerettet werden konnten. Das bedeutet also, dass 1,2 Millionen Menschen und ihren Familien geholfen werden konnte. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Baumgartner.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Baumgartner.
gesagt hat, dass die Wirtschaftshilfen auch evaluiert werden müssen. Es braucht eine transparente und umfassende Überprüfung. Die Krise ist bisher einzigartig, und das bedeutet immer auch, dass ganz vieles zum ersten Mal passiert. Dabei passieren auch Fehler. Das ist in Ordnung. Das Wichtige ist jedoch, dass man auch die richtigen Lehren daraus zieht – deshalb ein klares Plädoyer für eine umfassende Evaluierung der Wirtschaftshilfen. Danach müssen die nächsten Schritte gesetzt werden. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Baumgartner.)
Beifall bei den NEOS.
Ich finde das als Parlamentarierin wirklich sehr schade. Es ist eine vertane Chance, dass da nichts gemacht worden ist. Ich bin, um ganz ehrlich zu sein, wütend, weil die Grünen auch nicht abgeliefert haben. Ich hätte mir wirklich gewünscht, dass wir uns alle im Sinne der Zukunft und der Berechnung der Kosten des Klimawandels in unserem Budget darauf verständigen könnten, einen gemeinsamen Beschluss in diesem Haus umzusetzen. Es ist nicht gelungen. Wir NEOS werden dranbleiben. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Steger.
Einleitend muss man vielleicht wieder einmal erklären, dass Budgetdebatten seit Jahrzehnten einem bestimmten Ritual folgen: Regierungsfraktionen sehen das Budget sehr, sehr positiv – Herr Kollege Fuchs schmunzelt, ich kann mich erinnern, er hat Budgets auch eine Zeit lang sehr, sehr positiv gesehen –, Oppositionsparteien sehen es immer sehr, sehr negativ. Das ist seit Jahrzehnten gleich. Ich sage Ihnen ganz ehrlich, so einfach wie dieses Jahr hat man es als Vertreter einer Regierungsfraktion noch selten gehabt, weil dieses Budget tatsächlich unglaublich viele positive Aspekte beinhaltet. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Steger.)
Zwischenruf des Abg. Lausch
Der zweite wesentliche Aspekt, den möchte ich einmal mehr hervorstreichen, ist folgender: Wir schaffen den Einstieg in die Ökologisierung des Steuersystems. Jetzt mag man über Höhen reden, ob 30 Euro pro Tonne genug sind oder nicht, aber jedenfalls ist es ein Einstieg, denn natürlich muss dieser Einstieg auch standortverträglich gemacht werden und sind auch die europäischen Rahmenbedingungen zu berücksichtigen. Ganz wichtig ist, und das möchte ich ausdrücklich betonen: All diese Einnahmen, die durch diese CO2-Bepreisung kommen, werden ja über den Klimabonus wieder an die Bevölkerung zurückgegeben (Zwischenruf des Abg. Lausch), um einerseits diese Lenkungseffekte sicherzustellen, aber auch um zu schauen, dass man insbesondere ländliche Regionen nicht benachteiligt. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Jakob Schwarz und Rössler.) Das ist mehr, als die CO2-Bepreisung hereinbringt.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Jakob Schwarz und Rössler.
Der zweite wesentliche Aspekt, den möchte ich einmal mehr hervorstreichen, ist folgender: Wir schaffen den Einstieg in die Ökologisierung des Steuersystems. Jetzt mag man über Höhen reden, ob 30 Euro pro Tonne genug sind oder nicht, aber jedenfalls ist es ein Einstieg, denn natürlich muss dieser Einstieg auch standortverträglich gemacht werden und sind auch die europäischen Rahmenbedingungen zu berücksichtigen. Ganz wichtig ist, und das möchte ich ausdrücklich betonen: All diese Einnahmen, die durch diese CO2-Bepreisung kommen, werden ja über den Klimabonus wieder an die Bevölkerung zurückgegeben (Zwischenruf des Abg. Lausch), um einerseits diese Lenkungseffekte sicherzustellen, aber auch um zu schauen, dass man insbesondere ländliche Regionen nicht benachteiligt. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Jakob Schwarz und Rössler.) Das ist mehr, als die CO2-Bepreisung hereinbringt.
Beifall bei der ÖVP.
Ein Aspekt, wenn wir schon über Steuerpolitik reden, ist mir persönlich auch immer sehr wichtig, wir haben das auch durch eine Studie des Budgetdienstes bewiesen: Wir haben ein Steuersystem, das auch sehr stark umverteilt. Das kann man jetzt positiv oder negativ sehen, die einen werden sagen, da wird schon zu viel umverteilt, die anderen sagen, es wird zu wenig umverteilt. Klar ist aber auch, dass wir gerade durch diese Umverteilung im Bereich der Armutsbekämpfung Weltspitze sind und durch dieses solidarische Steuersystem, auch gemessen am Gini-Koeffizienten, auch da an der Weltspitze sind. Das sollte man immer wieder erwähnen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
In schwierigen Zeiten ist es notwendig, dass wir finanzielle Stabilität in unserer Republik haben. Ich bin sehr davon überzeugt, dass gerade das Budget 2022 für diese finanzielle Stabilität in unserer Republik sorgen wird, und darf daher um Ihre Unterstützung ersuchen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Sieber: ... Euro!
Wichtig ist der Regierung zum Beispiel, die Ungerechtigkeit des Familienbonus beizubehalten, nämlich dass jene, die Lohnsteuer zahlen, in den Genuss des Familienbonus kommen, jene, die geringe Einkommen haben, die gerade diejenigen wären, die zusätzliche Unterstützung brauchen, seitens der Regierung in diesem Bereich keine Unterstützung bekommen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Sieber: ... Euro!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter
Was ist Ihnen ebenfalls nicht wichtig? – Nicht wichtig ist Ihnen auch die Kinderbetreuung. Ich weiß, dass ihr da schon lange eine andere Geschichte erzählt, dass das alles nicht so war. Ich möchte aber noch einmal an eines erinnern, weil das vor allen Dingen natürlich die Gemeinden und Städte zusätzlich betrifft: 1,2 Milliarden Euro wären schon lange in der Kindernachmittagsbetreuung investiert, gäbe es nicht Sebastian Kurz, gäbe es nicht das Ego des Sebastian Kurz (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter), dem es wichtiger war, dass er Bundeskanzler wird als dass Kinder, dass Familien, dass Städte und Gemeinden die notwendige Unterstützung bekommen, die sie brauchen, damit endlich ein Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung gewährleistet wird. (Zwischenruf des Abg. Sieber.) – Ich weiß eh Kollege, du hast keine Ahnung, was Rechtsanspruch bedeutet, das hast du heute in deiner Rede schon einmal zum Ausdruck gebracht. (Beifall bei der SPÖ.) Mach dich nicht ein zweites Mal lächerlich, einmal war schon schlimm genug! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Sieber.)
Zwischenruf des Abg. Sieber.
Was ist Ihnen ebenfalls nicht wichtig? – Nicht wichtig ist Ihnen auch die Kinderbetreuung. Ich weiß, dass ihr da schon lange eine andere Geschichte erzählt, dass das alles nicht so war. Ich möchte aber noch einmal an eines erinnern, weil das vor allen Dingen natürlich die Gemeinden und Städte zusätzlich betrifft: 1,2 Milliarden Euro wären schon lange in der Kindernachmittagsbetreuung investiert, gäbe es nicht Sebastian Kurz, gäbe es nicht das Ego des Sebastian Kurz (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter), dem es wichtiger war, dass er Bundeskanzler wird als dass Kinder, dass Familien, dass Städte und Gemeinden die notwendige Unterstützung bekommen, die sie brauchen, damit endlich ein Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung gewährleistet wird. (Zwischenruf des Abg. Sieber.) – Ich weiß eh Kollege, du hast keine Ahnung, was Rechtsanspruch bedeutet, das hast du heute in deiner Rede schon einmal zum Ausdruck gebracht. (Beifall bei der SPÖ.) Mach dich nicht ein zweites Mal lächerlich, einmal war schon schlimm genug! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Sieber.)
Beifall bei der SPÖ.
Was ist Ihnen ebenfalls nicht wichtig? – Nicht wichtig ist Ihnen auch die Kinderbetreuung. Ich weiß, dass ihr da schon lange eine andere Geschichte erzählt, dass das alles nicht so war. Ich möchte aber noch einmal an eines erinnern, weil das vor allen Dingen natürlich die Gemeinden und Städte zusätzlich betrifft: 1,2 Milliarden Euro wären schon lange in der Kindernachmittagsbetreuung investiert, gäbe es nicht Sebastian Kurz, gäbe es nicht das Ego des Sebastian Kurz (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter), dem es wichtiger war, dass er Bundeskanzler wird als dass Kinder, dass Familien, dass Städte und Gemeinden die notwendige Unterstützung bekommen, die sie brauchen, damit endlich ein Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung gewährleistet wird. (Zwischenruf des Abg. Sieber.) – Ich weiß eh Kollege, du hast keine Ahnung, was Rechtsanspruch bedeutet, das hast du heute in deiner Rede schon einmal zum Ausdruck gebracht. (Beifall bei der SPÖ.) Mach dich nicht ein zweites Mal lächerlich, einmal war schon schlimm genug! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Sieber.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Sieber.
Was ist Ihnen ebenfalls nicht wichtig? – Nicht wichtig ist Ihnen auch die Kinderbetreuung. Ich weiß, dass ihr da schon lange eine andere Geschichte erzählt, dass das alles nicht so war. Ich möchte aber noch einmal an eines erinnern, weil das vor allen Dingen natürlich die Gemeinden und Städte zusätzlich betrifft: 1,2 Milliarden Euro wären schon lange in der Kindernachmittagsbetreuung investiert, gäbe es nicht Sebastian Kurz, gäbe es nicht das Ego des Sebastian Kurz (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter), dem es wichtiger war, dass er Bundeskanzler wird als dass Kinder, dass Familien, dass Städte und Gemeinden die notwendige Unterstützung bekommen, die sie brauchen, damit endlich ein Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung gewährleistet wird. (Zwischenruf des Abg. Sieber.) – Ich weiß eh Kollege, du hast keine Ahnung, was Rechtsanspruch bedeutet, das hast du heute in deiner Rede schon einmal zum Ausdruck gebracht. (Beifall bei der SPÖ.) Mach dich nicht ein zweites Mal lächerlich, einmal war schon schlimm genug! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Sieber.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen der Regierungsparteien, es wird Zeit, dass ihr den Kopf nicht weiter in den Sand steckt! Es wird Zeit, dass ihr endlich wirkliche Hilfen für die Gemeinden und Städte schafft, denn das bedeutet letztendlich ein Mehr an Lebensqualität für jeden Menschen in diesem Land. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Christoph Stark (ÖVP): Herr Präsident! Herr Finanzminister! Geschätzte Damen und Herren! Hohes Haus! Ich möchte meinen Redebeitrag mit einem Zitat des Molekularbiologen und Science Busters Martin Moder beginnen, der neulich in „Frühstück bei mir“ auf Ö3 sinngemäß gesagt hat, er habe alle Lotterien dieser Erde bereits gewonnen, weil er in diesem Land geboren wurde und in diesem Land Österreich leben darf. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Kollege Hanger hat es bereits im Detail erklärt, ich brauche gar nicht mehr darauf einzugehen, aber: Ein Teil dieser Steuerreform – und das sage ich zum Kollegen Kollross – sind auch die Gemeindefinanzen im Rahmen des Finanzausgleiches. Wir wissen genau, dass das Kommunale Investitionsprogramm 2021 zu wirken begann und bis ins Jahr 2022 hineinwirkt. – Lieber Kollege, wenn du sagst, das habe nicht gewirkt: 6 258 Anträge mit einem Volumen von 785 Millionen Euro, die an die Gemeinden ausbezahlt wurden, wurden gestellt. Das bedeutet 6 258 Projekte in den Gemeinden, die auch zugunsten der Regionalwirtschaft umgesetzt wurden. Auch dieses Programm ist Teil der Steuerreform 2022. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Darum, meine Damen und Herren: Bitte vertrauen Sie der Wissenschaft! Bitte lassen Sie sich für Ihre Gesundheit und für Österreich impfen! – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP
Abgeordneter Christian Lausch (FPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Kollege Hanger, Sie haben davon gesprochen, das Budget sei so fair, das Budget sei so gut und eines der besten Budgets. – Das teilen wir einmal nicht (Zwischenruf bei der ÖVP), und ich sage Ihnen auch gleich, warum: Wenn man bedenkt – und die Budgetzahlen zeigen das –, dass nun die geburtenstarken Jahre in Pension gehen, wenn man weiß, im öffentlichen Dienst werden in den nächsten Jahren sehr viele Personen in den wohlverdienten Ruhestand gehen, wenn man weiß, dass der öffentliche Dienst eine bedeutende Säule unserer Republik ist, und man mit so einem Budget für den öffentlichen Dienst so wenig mit neuen Planstellen, mit Aufnahmen und Nachbesetzungen vorsorgt, dann, muss man sagen, kann das gar kein gutes Budget sein – das sage ich Ihnen als Öffentlicher-Dienst-Sprecher meiner Partei.
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.
In diesem Sinne: Hoffen wir noch das Beste! An dieses Steuerpaket glauben wir aber nicht. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei NEOS und ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Es muss einmal etwas Positives gesagt werden: Im Budgetausschuss mit dem Herrn Finanzminister hat der fragende Abgeordnete vernünftige Antworten von den Sektionschefs und vom Herrn Bundesminister bekommen, und das ist nicht selbstverständlich. Da, finde ich, hat sich das Finanzministerium von vielen anderen positiv abgehoben. Das sei an dieser Stelle auch einmal wertgeschätzt. (Beifall bei NEOS und ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf bei den NEOS.
Da sind wir wieder bei einem Punkt, der den Herrn Finanzminister tatsächlich inhaltlich betrifft: Wenn jemand private Altersvorsorge macht und beispielsweise mit Fonds oder mit Aktien etwas fürs Alter zur Seite legt, dann wird er mit der Kapitalertragsteuer besteuert wie ein Börsenzocker, der jeden Tag x-fach tradet. Da ist der gleiche Steuersatz drauf, und das ist nicht fair und es ist auch nicht klug, weil die Republik ja ein Interesse daran haben muss, dass die Menschen im Alter gut versorgt sind und keine finanziellen Sorgen haben. Daher wäre es an der Zeit, die alte Spekulationsfrist wieder einzuführen, damit jemand, der ein Wertpapier länger behält, nicht wie ein Börsenzocker besteuert wird, sondern eben fair behandelt wird. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Wir müssen nicht als Stammsitzland eines innovativen Unternehmens genau in dem Bereich die schärfsten Regeln entwerfen, in dem dieses Unternehmen tätig ist. Das ist auch ein Signal an andere innovative Unternehmen, sich gut zu überlegen, welches Land sie als ihren Gründungsstandort wählen. Und wenn man die modernen Unternehmen so behandelt, werden halt zukünftig immer mehr Gründungen an einem anderen Standort stattfinden als in Österreich, und das kann ja wohl nicht das Ziel sein. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den Grünen.
Klar ist, dass die Gemeinden, wie viele Organisationen, Betriebe und so weiter, unter Corona gelitten haben, und deswegen haben wir zwei Gemeindepakete geschnürt. (Beifall bei den Grünen.) Wir haben mehrmals gehört, die Investitionstätigkeit funktioniere nicht, die Gemeinden könnten sich das Geld aus dem Gemeindepaket eins nicht abholen. – Das ist nicht richtig! 80 Prozent der Gelder sind bereits abgeholt, knapp 2 000 Gemeinden haben bereits Investitionsgelder abgeholt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Daher konnten die Gemeinden mit Hilfe dieses kommunalen Investitionspaketes bereits über 3 Milliarden Euro in wichtige Infrastruktur vor Ort investieren.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Klar ist, dass die Gemeinden, wie viele Organisationen, Betriebe und so weiter, unter Corona gelitten haben, und deswegen haben wir zwei Gemeindepakete geschnürt. (Beifall bei den Grünen.) Wir haben mehrmals gehört, die Investitionstätigkeit funktioniere nicht, die Gemeinden könnten sich das Geld aus dem Gemeindepaket eins nicht abholen. – Das ist nicht richtig! 80 Prozent der Gelder sind bereits abgeholt, knapp 2 000 Gemeinden haben bereits Investitionsgelder abgeholt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Daher konnten die Gemeinden mit Hilfe dieses kommunalen Investitionspaketes bereits über 3 Milliarden Euro in wichtige Infrastruktur vor Ort investieren.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ein Punkt im Zuge der Verschuldungstätigkeit war, dass wir gesagt haben, wir wollen auch ein Monitoring schaffen. Monitoring heißt, wir wollen sehen, inwieweit die Gemeinden gleichmäßig investieren oder ob es Gemeinden gibt, die weniger oder nicht investieren. Auch dieses Instrument haben wir geschaffen, um frühzeitig zu sehen, ob es Gemeinden gibt, die nicht ausreichend investieren. Gezeigt hat sich, dass die Gemeinden gemessen am BIP gleich viel investieren wie vor der Krise, auch 2020. Die Investitionen liegen sogar auf dem dritthöchsten Niveau innerhalb der letzten 20 Jahre. Das heißt, man sieht wirklich, dass die Gemeinden gut investieren konnten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich bitte um Zustimmung. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ
Mittels unfassbarer Wahlkampfkostenüberschreitung wurden Medien gekauft, Umfragen manipuliert und so unzählige Wählerinnen und Wähler hinters Licht geführt. Sie mit Ihrem Best-Buddy-Bundeskanzler außer Dienst Kurz bekamen dafür von Ihren Großspendern Millionen Euro. Durch dieses Budget bekommen genau diese Großspender ihren Einsatz um ein Vielfaches zurück. 1 Milliarde Euro pro Jahr kosten diese Wahlversprechen die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, und das ist ein Hohn, geschätzte Damen und Herren (Beifall bei der SPÖ) – Geld, mit dem der Pflegenotstand beendet werden könnte, eine echte Digitaloffensive im Bildungsbereich gestartet werden könnte, die Arbeitslosigkeit bekämpft werden könnte oder auch dafür gesorgt werden könnte, dass im Winter niemand mehr frieren muss!
Abg. Michael Hammer: Sind Sie außer bösartig auch etwas?
Sie haben mit Ihrer Machtversessenheit – man muss das hier in aller Deutlichkeit sagen – den Familien in diesem Land 1,2 Milliarden Euro gestohlen (Abg. Michael Hammer: Sind Sie außer bösartig auch etwas?), 1,2 Milliarden, mit denen ein Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz geschaffen werden könnte. (Beifall bei der SPÖ.) Vielleicht betrifft es Sie nicht, aber die Familien und die AlleinerzieherInnen in diesem Land wären dankbar dafür und hätten ein besseres Leben!
Beifall bei der SPÖ.
Sie haben mit Ihrer Machtversessenheit – man muss das hier in aller Deutlichkeit sagen – den Familien in diesem Land 1,2 Milliarden Euro gestohlen (Abg. Michael Hammer: Sind Sie außer bösartig auch etwas?), 1,2 Milliarden, mit denen ein Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz geschaffen werden könnte. (Beifall bei der SPÖ.) Vielleicht betrifft es Sie nicht, aber die Familien und die AlleinerzieherInnen in diesem Land wären dankbar dafür und hätten ein besseres Leben!
Beifall und Bravoruf bei der SPÖ.
diesem Land ausschließlich vor Wahlen am Herzen liegen. Danach werden sie vergessen. Klatschen alleine reicht nicht. Steigen Sie von Ihrem hohen Ross und gießen Sie Ihr Geklatsche endlich in Zahlen! – Danke schön. (Beifall und Bravoruf bei der SPÖ.)
in Richtung des Abg. Haubner
Geh, Peter (in Richtung des Abg. Haubner), kannst du nicht bitte hier herauskommen und erklären, wozu ihr euch da jetzt selbst auffordert? Was ist da jetzt geplant? Was steht an? Kommt morgen der Lockdown, oder was ist los? Wir verstehen diesen Antrag nicht. Es ist, muss ich ehrlich sagen, für mich nicht ganz erklärbar, dass sich eine Bundesregierung selber auffordern muss, Maßnahmen zu überlegen und zu präsentieren, damit man die Arbeitsplätze und die Unternehmen sichert. Vielleicht tust du das nachher. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Geh, Peter (in Richtung des Abg. Haubner), kannst du nicht bitte hier herauskommen und erklären, wozu ihr euch da jetzt selbst auffordert? Was ist da jetzt geplant? Was steht an? Kommt morgen der Lockdown, oder was ist los? Wir verstehen diesen Antrag nicht. Es ist, muss ich ehrlich sagen, für mich nicht ganz erklärbar, dass sich eine Bundesregierung selber auffordern muss, Maßnahmen zu überlegen und zu präsentieren, damit man die Arbeitsplätze und die Unternehmen sichert. Vielleicht tust du das nachher. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte Ihnen aber vor Augen führen, wie das bei Ihnen immer gemeint ist: Seit Wochen und vor allem in den letzten Tagen fordern alle Oppositionsparteien mit klugen Vorschlägen, mit wirklich guten Anträgen ein Nachjustieren an diesem Budget ein, weil es Wirtschaftshilfen brauchen wird. Und jetzt kommen Sie im letzten Abdruck mit irgendeinem Entschließungsantrag daher und wollen, dass wir da mitgehen. Wenn Sie das mit der Zusammenarbeit ernst meinen, dann stimmen Sie doch bei den guten Anträgen der Opposition zu, denn diese sind durchdachter! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
In dieser Krise ist nämlich Folgendes passiert – und darauf möchte ich gerne reflektieren –: Am Beginn waren alle Parteien, sogar auch die Freiheitlichen, noch bereit, zusammenzuarbeiten. Die Hände waren ausgestreckt, die Vorschläge sind gekommen. Die ÖVP aber hat sich aus politischem Kalkül im Sinne der Stimmenmaximierung irgendwann entschieden, diesen Weg zu verlassen, und sie ist bewusst in die Polarisierung mit den Freiheitlichen eingestiegen – zum Schaden Österreichs, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Kreisky!
Da will ich schon darauf zu sprechen kommen, was eigentlich politische Schuld ist: Politische Schuld ist, wenn man mehr verspricht, als man bereit ist, zu halten, und wenn man weniger tut, als man eigentlich tun könnte. (Ruf bei der ÖVP: Kreisky!) Und wenn wir dieser Tage in den Medien lesen und hören, dass der ehemalige Kanzler mit seinen Freunden bewusst Lösungen der Regierung boykottiert hat, dann ist das die größte politische Schuld, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall und Bravoruf bei der SPÖ.)
Beifall und Bravoruf bei der SPÖ.
Da will ich schon darauf zu sprechen kommen, was eigentlich politische Schuld ist: Politische Schuld ist, wenn man mehr verspricht, als man bereit ist, zu halten, und wenn man weniger tut, als man eigentlich tun könnte. (Ruf bei der ÖVP: Kreisky!) Und wenn wir dieser Tage in den Medien lesen und hören, dass der ehemalige Kanzler mit seinen Freunden bewusst Lösungen der Regierung boykottiert hat, dann ist das die größte politische Schuld, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall und Bravoruf bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Mit dieser Empathielosigkeit haben Sie uns auch ein Budget vorgelegt, das den Klein- und Mittelbetrieben keine Wertschätzung entgegenbringt, das zu wenig für die Kommunen und die Städte enthält und das die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in diesem Land zurücklässt. Sie haben ein Budget vorgelegt, das unserer Gehaltsklasse und den Spenderinnen und Spendern entspricht, das aber auf die vielen in diesem Land vergisst. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Deswegen kann ich aus Überzeugung sagen: Wir werden dem nicht zustimmen. – Sie brauchen uns eh nicht, aber Sie werden daran denken, wenn Sie draufkommen, dass Sie andere politische Parteien in Zukunft wieder brauchen werden (Bravoruf bei der SPÖ), denn die Österreicherinnen und Österreicher wissen, wie Sie vorgehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Eßl: Ja, genau!
Ich sage es Ihnen ganz ehrlich: Charakter zeigt sich in der Krise (Abg. Eßl: Ja, genau!), und die Charakterlosigkeit Ihrer Fraktion wird dementsprechend bestraft werden, meine sehr verehrten Damen und Herren (Beifall bei der SPÖ), weil Sie eben nicht auf die wirklichen Leistungsträgerinnen und Leistungsträger achten, sondern etwas fortführen, was Sie schon lange Zeit in Österreich leben und tun: Ungerechtigkeit! Die einzige Konstante der letzten 34 Jahre in der Politik Österreichs ist die ÖVP, und da braucht man sich nicht zu wundern, dass es Stillstand gibt.
Beifall bei der SPÖ
Ich sage es Ihnen ganz ehrlich: Charakter zeigt sich in der Krise (Abg. Eßl: Ja, genau!), und die Charakterlosigkeit Ihrer Fraktion wird dementsprechend bestraft werden, meine sehr verehrten Damen und Herren (Beifall bei der SPÖ), weil Sie eben nicht auf die wirklichen Leistungsträgerinnen und Leistungsträger achten, sondern etwas fortführen, was Sie schon lange Zeit in Österreich leben und tun: Ungerechtigkeit! Die einzige Konstante der letzten 34 Jahre in der Politik Österreichs ist die ÖVP, und da braucht man sich nicht zu wundern, dass es Stillstand gibt.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller.
Ja, es ist „die ÖVP!“ (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller.)
Beifall und Bravoruf bei der SPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich möchte Ihnen heute sagen: Diese Pandemie ist leider nicht vorbei, aber die Zeit Ihrer Politik, die ist vorbei! (Beifall und Bravoruf bei der SPÖ.)
Abg. Lausch: Ein sehr guter Antrag!
Abstimmung über den Entschließungsantrag der Abgeordneten Harald Stefan, Kolleginnen und Kollegen betreffend „Einbeziehung der Insassen von Justizanstalten in die gesetzliche Krankenversicherung“. (Abg. Lausch: Ein sehr guter Antrag!)
Ruf bei der FPÖ: Die ÖVP nicht!
Wer spricht sich dafür aus? (Ruf bei der FPÖ: Die ÖVP nicht!) – Das ist die Minderheit, abgelehnt.
Abg. Lausch: Ihr seid Spritpreistreiber!
Abstimmung über den Entschließungsantrag der Abgeordneten Michael Bernhard, Kolleginnen und Kollegen betreffend „Abschaffung des Dieselprivilegs“. (Abg. Lausch: Ihr seid Spritpreistreiber!)