Eckdaten:
Für die 88. Sitzung der 24. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 848 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich benutze diese Gelegenheit, um der ausgeschiedenen Frau Staatssekretärin Christine Marek für ihre Arbeit herzlich zu danken und ihr Anerkennung für ihre bisherige Tätigkeit im Dienste der Republik Österreich auszusprechen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und BZÖ.
Ich wünsche der neuen Staatssekretärin Mag. Verena Remler den besten Erfolg für ihre Arbeit im Dienste der Republik Österreich! (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und BZÖ.)
Bundesministerin Dr. Fekter sitzt auf ihrem Platz an der Regierungsbank.
Die Bundesministerin für Inneres Dr. Maria Fekter – die ich aber schon gesehen habe ... (Bundesministerin Dr. Fekter sitzt auf ihrem Platz an der Regierungsbank.) Sie
Bundesministerin Dr. Fekter: Bis Mittag!
sind den ganzen Tag da? (Bundesministerin Dr. Fekter: Bis Mittag!) Dann sind Sie nicht entschuldigt. (siehe S. 76)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Da haben wir noch viel zu tun. Das erkennt man, wenn man sich etwa die Versorgung der Unter-Dreijährigen in unserem Land ansieht. Und auch wenn man die Kinderbetreuungseinrichtung als Bildungseinrichtung sieht, so wie ich das auch tue, muss man sagen: Hier liegt noch viel vor uns. Christine Marek hat sich in ihrer Zeit als Staatssekretärin in all diesen Bereichen sehr engagiert, und auch ich möchte mich dem Dank an Christine Marek aus ganzem Herzen anschließen und ihr für ihre Zukunft alles Gute wünschen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Heiterkeit
Ihnen nun Frau Mag. Verena Remler in ausführlicher Form vorzustellen, werde ich deshalb nicht tun, weil auch ich sie erst bei der Angelobung kennengelernt habe (Heiterkeit) und Ihnen daher nicht erzählen kann, dass wir schon viele Jahre miteinander irgendwo tätig waren – weil es nicht wahr ist. Wahr ist aber, dass Frau Mag. Remler als nunmehrige Staatssekretärin bereits praktische Erfahrung in Familien- und Sozialpolitik hat, da sie seit 2007 als Geschäftsführerin des Gesundheits- und Sozialdienstes in Osttirol tätig war, in einem Bereich also, der die Betreuung von pflegebedürftigen Menschen, Dienste wie mobile Hauskrankenpflege, Altenhilfe, Heimhilfe, Essen auf Rädern sowie die Beratung der pflegenden Angehörigen umfasst.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich wünsche daher auch Ihnen, Frau Kollegin, aus ganzem Herzen alles erdenklich Gute. Was Sie zustande bringen, ist für die Regierung gut, ist für unser Land gut. – Alles Gute! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ
Bundesminister für Finanzen Vizekanzler Dipl.-Ing. Josef Pröll: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen auf der Regierungsbank, vor allem liebe Verena Remler! Als neue Staatssekretärin in einem sehr verantwortungsvollen Bereich, nämlich im Staatssekretariat für Wirtschaft, Familie und Jugend, übernimmst du eine ganz besondere Verantwortung. (Der Redner blickt auf die Galerie.) Ich freue mich, dass Christine Marek jetzt auch da ist. Auch an sie noch einmal herzlichen Dank für die tolle Arbeit (Beifall bei ÖVP und SPÖ) in den letzten zwei Jahren im Staatssekretariat und auch für die kollegiale Unterstützung und Regierungsarbeit an der Seite derer, die in den letzten zwei Jahren, seit 2008, das Land gestalten und in der Familienpolitik auch vieles weitergebracht haben.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Herzlich willkommen an Bord! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die 13. Familienbeihilfe wird de facto überhaupt gestrichen und durch einen Pauschalbetrag von 100 € ersetzt, und das auch nur für Kinder vom 6. bis zum 15. Lebensjahr. Der Herr Finanzminister nennt das dann eine Anpassung der 13. Familienbeihilfe, aber in Wirklichkeit ist es deren eiskalte Abschaffung – anders kann man das gar nicht bewerten. Das ist natürlich eine Bankrotterklärung der ehemaligen Familienpartei ÖVP, und ich sage das sehr deutlich: Die ÖVP hat als Familienpartei längst abgedankt in diesem Land. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Diese ÖVP hat in den letzten Jahren keinerlei politische Aktivitäten in Richtung der österreichischen Familien gesetzt. Man kann eigentlich nur festhalten: Sie haben die Familien verkauft und verraten. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie haben die Familien verkauft und verraten! Das ist die nackte politische Realität. (Beifall bei der FPÖ.) Sie haben sich dem linken Zeitgeist Ihres Koalitionspartners SPÖ in diesem Bereich schon längst angepasst.
Beifall bei der FPÖ.
Diese ÖVP hat in den letzten Jahren keinerlei politische Aktivitäten in Richtung der österreichischen Familien gesetzt. Man kann eigentlich nur festhalten: Sie haben die Familien verkauft und verraten. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie haben die Familien verkauft und verraten! Das ist die nackte politische Realität. (Beifall bei der FPÖ.) Sie haben sich dem linken Zeitgeist Ihres Koalitionspartners SPÖ in diesem Bereich schon längst angepasst.
Beifall bei der FPÖ.
Das sind genau jene schwierigen familienpolitischen Voraussetzungen, unter denen Sie, Frau Staatssekretärin, jetzt Ihr Amt antreten werden. Das zeigt einmal mehr, dass es in diesem Land vonseiten der Bundesregierung ein familienfeindliches Klima – leider Gottes! – gibt. Die österreichische Familienpolitik ist im Grunde genommen seit Jahren nicht mehr existent und längst durch linke ideologische Dogmen, auch vonseiten der Österreichischen Volkspartei, ersetzt worden. Das sind leider Realitäten, mit denen Sie auch konfrontiert werden müssen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Allerdings haben auch Sie, Frau Staatssekretärin, in Ihren ersten öffentlichen Reden in ein ähnliches Horn gestoßen – ähnlich wie die personifizierte Speerspitze des gesellschaftspolitischen Austromarxismus, nämlich Ihre Kollegin, die Frau Minister Heinisch-Hosek. Also da haben wir offenbar auch von Ihnen nichts anderes zu erwarten. Ich hege daher wenig Hoffnung, dass Sie das Ruder in dieser Regierung herumreißen werden. Ich gehe davon aus, dass Sie genauso oder ähnlich agieren werden wie Ihre Vorgängerin, Frau Christine Marek, die ja besonders erfolglos in diesem Amt war, was sich auch im Wiener Wahlergebnis widergespiegelt hat. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Aber, meine sehr geehrten Damen und Herren, Frau Staatssekretärin Remler, Sie könnten heute mit gutem Beispiel vorangehen, wie diese Regierung überhaupt einmal mit gutem Beispiel vorangehen hätte können. Sie hätten nämlich vonseiten der Bundesregierung endlich zwei Staatssekretariate einsparen können und einmal bei sich selbst, nämlich beim Kopf, anfangen können zu sparen – und nicht bei den Bürgern, nicht bei den Arbeitnehmern, nicht bei den Familien. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie von der Bundesregierung hätten einmal bei sich selbst beginnen können und, nachdem die Frau Marek in den Wiener Landtag weggelobt wurde, genau dieses Staatssekretariat und am besten das vom Herrn Ostermayer gleich dazu streichen können – nämlich ersatzlos streichen können. Damit hätten Sie gleich einmal bei sich selbst beginnen können, mit einem guten Sparvorhaben, und nicht immer nur bei der Bevölkerung. (Beifall bei der FPÖ.)
Ironische Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP.
Sie, Frau Staatssekretärin Remler, könnten heute positiv in die Geschichte eingehen, wenn Sie sich dazu entschließen, zu sagen: Ja, Sie haben recht, ich erkläre meinen Rücktritt, dieses Staatssekretariat sollte man einsparen. (Ironische Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP.) Das wäre eine gute Tat, und dann würden Sie endlich auch mit gutem Beispiel vorangehen. (Beifall bei der FPÖ.) Eigentlich sollte man das erwarten können, aber das ist natürlich von dieser rot-schwarzen Bundesregierung nicht zu erwarten. (Ruf bei der SPÖ: Wir sind im Parlament und nicht ...!)
Beifall bei der FPÖ.
Sie, Frau Staatssekretärin Remler, könnten heute positiv in die Geschichte eingehen, wenn Sie sich dazu entschließen, zu sagen: Ja, Sie haben recht, ich erkläre meinen Rücktritt, dieses Staatssekretariat sollte man einsparen. (Ironische Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP.) Das wäre eine gute Tat, und dann würden Sie endlich auch mit gutem Beispiel vorangehen. (Beifall bei der FPÖ.) Eigentlich sollte man das erwarten können, aber das ist natürlich von dieser rot-schwarzen Bundesregierung nicht zu erwarten. (Ruf bei der SPÖ: Wir sind im Parlament und nicht ...!)
Ruf bei der SPÖ: Wir sind im Parlament und nicht ...!
Sie, Frau Staatssekretärin Remler, könnten heute positiv in die Geschichte eingehen, wenn Sie sich dazu entschließen, zu sagen: Ja, Sie haben recht, ich erkläre meinen Rücktritt, dieses Staatssekretariat sollte man einsparen. (Ironische Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP.) Das wäre eine gute Tat, und dann würden Sie endlich auch mit gutem Beispiel vorangehen. (Beifall bei der FPÖ.) Eigentlich sollte man das erwarten können, aber das ist natürlich von dieser rot-schwarzen Bundesregierung nicht zu erwarten. (Ruf bei der SPÖ: Wir sind im Parlament und nicht ...!)
Hallo-Rufe bei der SPÖ. – Beifall bei der FPÖ.
Aber das ist ja genau der Punkt: Die Bevölkerung ist Ihnen völlig gleichgültig. Da fahren Sie mit der Rasierklinge drüber. Da schrauben Sie die Steuerbelastungen hoch. Da schröpfen Sie die Bevölkerung. Sie sollten bei sich anfangen – der Kopf da hinter mir stinkt! –, anstatt bei der Bevölkerung mit Belastungen anzusetzen. (Hallo-Rufe bei der SPÖ. – Beifall bei der FPÖ.) Immer beim Kopf beginnt es zu stinken, das ist beim Fisch so und genauso auch bei dieser Bundesregierung. Das sollte man doch auch einmal selbstkritisch von Ihrer Seite erkennen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Es geht
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Aber das ist ja genau der Punkt: Die Bevölkerung ist Ihnen völlig gleichgültig. Da fahren Sie mit der Rasierklinge drüber. Da schrauben Sie die Steuerbelastungen hoch. Da schröpfen Sie die Bevölkerung. Sie sollten bei sich anfangen – der Kopf da hinter mir stinkt! –, anstatt bei der Bevölkerung mit Belastungen anzusetzen. (Hallo-Rufe bei der SPÖ. – Beifall bei der FPÖ.) Immer beim Kopf beginnt es zu stinken, das ist beim Fisch so und genauso auch bei dieser Bundesregierung. Das sollte man doch auch einmal selbstkritisch von Ihrer Seite erkennen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Es geht
Beifall bei der FPÖ.
doch nicht an, immer nur die eigene Bevölkerung zu schröpfen, aber bei sich selbst in keiner Art und Weise anzusetzen bereit zu sein. (Beifall bei der FPÖ.)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und FPÖ.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Klubobmann, ich halte nur fest: In diesem Saal „stinkt“ niemand! Ich stelle das mit großem Nachdruck fest! (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Immer dann, wenn es beim Kollegen Strache besonders dünn wird, wird es besonders provokant und beleidigend. Es soll sich jeder Zuseher und jede Zuseherin ein Bild machen. Das hat so keinen Sinn; so kann kein Dialog geführt werden! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Prinz: Die hat er ja nicht!
Aber, Frau Staatssekretärin Remler, an diese Oppositionsrhetorik im Haus werden Sie sich gewöhnen. Es wird immer so sein, dass der Kollege Strache ans Rednerpult geht und sich hier in dieser Art und Weise einbringt. Aber ich gebe Ihnen einen Tipp: Fragen Sie ihn einmal, was seine alternativen Vorschläge sind. (Abg. Prinz: Die hat er ja nicht!) Dann kommt Schweigen, Stille. Dann haben wir da minutenlanges Schweigen am Rednerpult, weil es eben nichts gibt, außer sich bloß herauszustellen und hier diese alte Leier abzuziehen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Aber, Frau Staatssekretärin Remler, an diese Oppositionsrhetorik im Haus werden Sie sich gewöhnen. Es wird immer so sein, dass der Kollege Strache ans Rednerpult geht und sich hier in dieser Art und Weise einbringt. Aber ich gebe Ihnen einen Tipp: Fragen Sie ihn einmal, was seine alternativen Vorschläge sind. (Abg. Prinz: Die hat er ja nicht!) Dann kommt Schweigen, Stille. Dann haben wir da minutenlanges Schweigen am Rednerpult, weil es eben nichts gibt, außer sich bloß herauszustellen und hier diese alte Leier abzuziehen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Keine Bankenpakete! Unser Geld für unsere eigenen Leute! Das wäre einmal vernünftig! Nicht Milliarden in die Bankenwirtschaft hineinpumpen!
Frau Staatssekretärin, Herr Strache sagt zum Beispiel: Keine neuen Steuereinnahmen, keine Kürzungen, keine Einsparungen, mehr Leistungen, keine Schulden – am Schluss kommt nichts raus, einfach nichts. (Abg. Strache: Keine Bankenpakete! Unser Geld für unsere eigenen Leute! Das wäre einmal vernünftig! Nicht Milliarden in die Bankenwirtschaft hineinpumpen!) Das Plenum kann mich gerade noch sehen, weil hier eine riesige Blase in der Luft ist, nachdem er gesprochen hat, weil er eben nichts auf den Tisch legen kann.
Lebhafte ironische Heiterkeit bei FPÖ, Grünen und BZÖ.
Ich bin nicht der Verteidiger der Regierung, wir haben ja die Trennung Legislative/Exekutive, aber ein bisschen mache ich es jetzt schon. (Lebhafte ironische Heiterkeit bei FPÖ, Grünen und BZÖ.) Ich mache es jetzt schon, weil es nämlich berechtigt ist. Auf Kritik der Bevölkerung zu den geplanten Maßnahmen – und die hat es gegeben – hat eine Serie von Gesprächen im Bundeskanzleramt stattgefunden, mit den Vertretern der Familien, mit den Vertretern der Religionsgemeinschaften, mit den Sozialpartnern, mit allen. (Abg. Strache: Eine schwere Beschwerde vonseiten der Kirchenvertreter hat es gegeben, Entsetzen vonseiten der Kirchenvertreter!) Und das Ergebnis dieser Gespräche war, dass die Kritikpunkte hier eingeflossen sind und es noch Veränderungen gegeben hat. Ich muss Ihnen sagen, das ist demokratische Kultur, wenn man Kritik berücksichtigt, darauf eingeht, wenn ich an die vielen Aus
Abg. Strache: Eine schwere Beschwerde vonseiten der Kirchenvertreter hat es gegeben, Entsetzen vonseiten der Kirchenvertreter!
Ich bin nicht der Verteidiger der Regierung, wir haben ja die Trennung Legislative/Exekutive, aber ein bisschen mache ich es jetzt schon. (Lebhafte ironische Heiterkeit bei FPÖ, Grünen und BZÖ.) Ich mache es jetzt schon, weil es nämlich berechtigt ist. Auf Kritik der Bevölkerung zu den geplanten Maßnahmen – und die hat es gegeben – hat eine Serie von Gesprächen im Bundeskanzleramt stattgefunden, mit den Vertretern der Familien, mit den Vertretern der Religionsgemeinschaften, mit den Sozialpartnern, mit allen. (Abg. Strache: Eine schwere Beschwerde vonseiten der Kirchenvertreter hat es gegeben, Entsetzen vonseiten der Kirchenvertreter!) Und das Ergebnis dieser Gespräche war, dass die Kritikpunkte hier eingeflossen sind und es noch Veränderungen gegeben hat. Ich muss Ihnen sagen, das ist demokratische Kultur, wenn man Kritik berücksichtigt, darauf eingeht, wenn ich an die vielen Aus
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
nahmeregelungen bei der Familienbeihilfe denke, wenn man das auch lebt, wie Sie in Ihren Reden immer sagen. Aber sich bloß herzustellen und nichts vorzuschlagen, nichts zu sagen und nur runterzukritisieren und alles schlechtzumachen, das kann so auf Dauer nicht akzeptiert werden – das sage ich Ihnen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Ersparen Sie sich das!
Jetzt sage ich Ihnen noch etwas. Ich habe ja die Zeiten erlebt, wie Jörg Haider hier aufgetreten ist. Wissen Sie, was die Spezialität des Jörg Haider war? Der hat Vorschläge gemacht, und über die Vorschläge wurde hier diskutiert. Das stimmt schon. (Abg. Ing. Westenthaler: Ersparen Sie sich das!) – Sie tun das nicht mehr. Sie sind die Epigonen ohne Vorschläge. Aber wir reden ja jetzt von dem, was damals war. Da hat man darüber reden können. Einen Teil hat man kritisiert, einen Teil hat man vielleicht sogar übernommen, aber es hat manchmal zumindest Vorschläge gegeben. Von da (in Richtung FPÖ deutend) kommt nichts. Das müssen Sie (in Richtung BZÖ) jetzt aber auch zugeben. Sie sind ja eh in Konkurrenz mittlerweile. Ich weiß nicht, wie die politische Seelenwanderung zwischen Ihnen jetzt gerade ist, ob Sie gerade wieder drüben sind oder wieder da sind, ob Sie oben oder unten sitzen oder gar bald draußen sitzen. Ich weiß es ja nicht. Aber jedenfalls ist das die Herangehensweise, die uns nicht weiterbringt.
Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.
Da muss ich jetzt an diejenigen denken, die gerade vor den Fernsehapparaten sitzen. Die wollen sich ja ein Bild machen. Die wollen ja Unterschiede erkennen. Die wollen ja Vorschläge haben. Die wollen ja darüber diskutieren und nachdenken. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.) Das alles fehlt – außer den Zwischenrufen vom Kollegen Westenthaler, die fehlen mir nicht. Aber jedenfalls: das alles fehlt! (Neuerliche Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.)
Neuerliche Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.
Da muss ich jetzt an diejenigen denken, die gerade vor den Fernsehapparaten sitzen. Die wollen sich ja ein Bild machen. Die wollen ja Unterschiede erkennen. Die wollen ja Vorschläge haben. Die wollen ja darüber diskutieren und nachdenken. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.) Das alles fehlt – außer den Zwischenrufen vom Kollegen Westenthaler, die fehlen mir nicht. Aber jedenfalls: das alles fehlt! (Neuerliche Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.)
Abg. Strache: Dann setzen Sie ein familiengerechtes Splitting um!
Mein Appell wäre – und das könnte man gerade bei der Familienpolitik machen, einem Gebiet, wo alle fünf Parteien unterschiedliche Vorstellungen haben und wo man sich immer zusammenraufen muss, im Interesse der Familien, im Interesse der Österreicher und Österreicherinnen (Abg. Strache: Dann setzen Sie ein familiengerechtes Splitting um!) –, mein Appell wäre, und da wäre ich ganz besonders dafür, dass es hier einen vernünftigen Diskurs gibt und nicht das Übliche: mit einem Kübel herzukommen, ihn hier auszuleeren und dann wieder zu gehen. Das ist zu wenig! Das bringt uns nicht weiter! Da sollten wir wirklich an uns arbeiten, aber vor allem Sie, wenn Sie eine ernsthafte Oppositionspolitik machen wollen.
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Frau Staatssekretärin, ich wünsche Ihnen trotzdem alles Gute. Das ist halt heute ein Einstieg, wie er zu erwarten war. Wir werden uns mit dem natürlich auseinandersetzen, und zwar nachhaltig. Sie werden das sehen. Ich wünsche, dass – in unserem Interesse, im Interesse der Österreicher und Österreicherinnen – Ihre Arbeit von Erfolg gekrönt ist. Wir werden unser Bestes tun. Wir werden natürlich auch unsere unterschiedlichen Meinungen haben und diese auszudiskutieren haben, aber das war ja auch in der Vergangenheit so. Wir hätten uns auch etwas anderes vorstellen können, etwa eine Vermögensteuer, die mehr Einnahmen bringt, und keine Einsparungen bei den Familien. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) – Ja, ja! Na was ist so schlimm daran? Seit wann verteidigen Sie die Superreichen? Sie schauen gar nicht aus wie ein Superreicher. Wieso machen Sie das eigentlich? (Heiterkeit bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei der SPÖ.
Frau Staatssekretärin, ich wünsche Ihnen trotzdem alles Gute. Das ist halt heute ein Einstieg, wie er zu erwarten war. Wir werden uns mit dem natürlich auseinandersetzen, und zwar nachhaltig. Sie werden das sehen. Ich wünsche, dass – in unserem Interesse, im Interesse der Österreicher und Österreicherinnen – Ihre Arbeit von Erfolg gekrönt ist. Wir werden unser Bestes tun. Wir werden natürlich auch unsere unterschiedlichen Meinungen haben und diese auszudiskutieren haben, aber das war ja auch in der Vergangenheit so. Wir hätten uns auch etwas anderes vorstellen können, etwa eine Vermögensteuer, die mehr Einnahmen bringt, und keine Einsparungen bei den Familien. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) – Ja, ja! Na was ist so schlimm daran? Seit wann verteidigen Sie die Superreichen? Sie schauen gar nicht aus wie ein Superreicher. Wieso machen Sie das eigentlich? (Heiterkeit bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Also abschließend: Das ist unser Vorschlag. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Ein schwarzer Tag!
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig-Piesczek (Grüne): Frau Präsidentin! Meine geschätzten Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Morgen jährt sich zum zweiten Mal der Jahrestag der Angelobung dieser Bundesregierung (Abg. Ing. Westenthaler: Ein schwarzer Tag!), und ich hätte eigentlich erwartet, dass diese Regierungsumbildung auch zum Anlass genommen wird, einen Vorausblick auf die Reformen zu geben, die noch vor dieser Bundesregierung liegen, diesem Hause eine gewisse Bilanz zu liefern, was bis jetzt erreicht wurde und was bis jetzt nicht erreicht wurde.
Beifall bei den Grünen.
Ich glaube, da fragt man sich als Bürger schon, wenn man sich die ganze Latte der Problemfälle in diesem Land ansieht, von der Gesundheitsreform über die Schulreform, über die Pensionsreform, über die Pflegeproblematik, wo da wirklich Ihre Prioritäten sind. Liegen sie darin, sich gegenseitig zu behindern und zu blockieren, in ideologischen Streitigkeiten, in Streitigkeiten um Kompetenzen und um Macht? – Oder haben Sie irgendwann einmal daran gedacht, dass Sie eigentlich im Amt sind, um Lösungen und Reformen auf den Tisch zu legen, dass das Ihre Verpflichtung ist? (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Neubauer: Sie haben aber nur mehr 5 Minuten!
Ich möchte trotzdem kurz die wichtigen Bereiche, die noch offen sind, noch einmal näher beleuchten. (Abg. Neubauer: Sie haben aber nur mehr 5 Minuten!) Ich habe leider nur 6 Minuten Zeit, das war ein sehr berechtigter Einwand. Deswegen kann ich nicht auf alles eingehen, aber auf die wesentlichen Dinge möchte ich mich konzentrieren.
Rufe bei der ÖVP: Van der Bellen! – Ruf beim BZÖ: Bruno Kreisky!
Einen Satz möchte ich Ihnen vorlesen, vielleicht kann sich jemand von Ihnen auf der Regierungsbank daran erinnern, wer ihn gesagt hat: Die wahre Stärke unseres Landes wird sich immer daran messen, wie gut es den Schwachen geht. – Kann sich jemand erinnern? (Rufe bei der ÖVP: Van der Bellen! – Ruf beim BZÖ: Bruno Kreisky!) – Nein, es war Kanzler Faymann, der das gesagt hat.
Abg. Kößl: Wo leben Sie?
Gestern waren Lobeshymnen zu hören: Wir seien im internationalen Vergleich, was Arbeitslosigkeit betrifft, einfach top. Mehr war zu diesem Thema nicht zu hören. Dass wir allerdings eine um ein Viertel höhere Jugendarbeitslosigkeit haben als im Jahr 2008, dass 60 000 Menschen mehr arbeitslos sind und dass dieses Budget ... (Abg. Kößl: Wo leben Sie?) – Ich lebe in Österreich! Das sind Zahlen, mit denen Sie sich auseinandersetzen müssen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Gestern waren Lobeshymnen zu hören: Wir seien im internationalen Vergleich, was Arbeitslosigkeit betrifft, einfach top. Mehr war zu diesem Thema nicht zu hören. Dass wir allerdings eine um ein Viertel höhere Jugendarbeitslosigkeit haben als im Jahr 2008, dass 60 000 Menschen mehr arbeitslos sind und dass dieses Budget ... (Abg. Kößl: Wo leben Sie?) – Ich lebe in Österreich! Das sind Zahlen, mit denen Sie sich auseinandersetzen müssen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Oh-Rufe bei der ÖVP.
Diese Bundesregierung hätte in vielen Bereichen in der Vergangenheit mehr tun müssen – und ist wahrscheinlich die schwächste Bundesregierung, die wir seit Langem haben. (Beifall bei den Grünen. – Oh-Rufe bei der ÖVP.)
Ruf bei der FPÖ: Darum ist sie jetzt in Wien, weil sie so „toll“ war!
Liebe Christine Marek, du hast einen tollen Job gemacht. (Ruf bei der FPÖ: Darum ist sie jetzt in Wien, weil sie so „toll“ war!) Du hast tolle Dinge auf den Weg gebracht und auch abgeschlossen. (Abg. Ing. Westenthaler: Deshalb habt ihr sie nach Wien abgeschoben, weil sie so „toll“ war!) Die Familien in Österreich profitieren in vielfältiger Weise davon. Und ich möchte dir im Namen unseres Klubs noch einmal ganz, ganz
Abg. Ing. Westenthaler: Deshalb habt ihr sie nach Wien abgeschoben, weil sie so „toll“ war!
Liebe Christine Marek, du hast einen tollen Job gemacht. (Ruf bei der FPÖ: Darum ist sie jetzt in Wien, weil sie so „toll“ war!) Du hast tolle Dinge auf den Weg gebracht und auch abgeschlossen. (Abg. Ing. Westenthaler: Deshalb habt ihr sie nach Wien abgeschoben, weil sie so „toll“ war!) Die Familien in Österreich profitieren in vielfältiger Weise davon. Und ich möchte dir im Namen unseres Klubs noch einmal ganz, ganz
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
herzlich danken und alles Gute wünschen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Schönreden ist das! Das hilft den Familien nicht!
Ein paar Bemerkungen zu meinen Vorrednern. Frau Glawischnig, man kann immer mehr tun in einem Land, keine Frage, aber ich weiß nicht, was Sie daran Schlechtes finden wollen, dass man Vergleiche zieht mit anderen Ländern. Wenn man vergleicht, was machen die, was machen wir, wie liegen die anderen, wie liegen wir, und dann dabei feststellt, dass wir mit unseren Familienleistungen beispielsweise an der Spitze in ganz Europa liegen, ja was ist daran Schlechtes, das auch den Menschen in Österreich zu sagen? Warum wollen Sie das nicht wahrhaben? (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Schönreden ist das! Das hilft den Familien nicht!)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Steht im Koalitionsübereinkommen!
Ich kann Sie überhaupt nicht verstehen in der Hinsicht, aber eines vielleicht: Sie mahnen auch Reformen ein. Ja, gut. Ihre Kolleginnen und Kollegen in Wien haben sich jetzt in eine Koalition begeben. Vor der Wahl in Wien ist von allen Oppositionsparteien versprochen worden: Das Erste, was wir dort machen, ist eine Wahlrechtsreform! (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Steht im Koalitionsübereinkommen!)
Lebhafter Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Wir beseitigen in Wien als Allererstes dieses ungerechte, wirklich ungerechte und minderheitenfeindliche Wahlrecht! – Aber was tun Sie? Sie fallen im Liegen um und verzichten auf die Einlösung eines Versprechens, das Sie sogar vor einem Notar abgegeben haben! Also reden Sie nicht von Glaubwürdigkeit! (Lebhafter Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Mag. Stefan: Die Homoehe haben wir vergessen!
Herr Kollege Strache, ich weiß nicht, in welchem Land Sie leben beziehungsweise von welchem Land Sie hier vorhin gesprochen haben. Österreich kann es nicht gewesen sein. Sie reden von Stillstand in der Familienpolitik der letzten Jahre. (Abg. Mag. Stefan: Die Homoehe haben wir vergessen!) In den letzten Jahren ist dermaßen viel für die Familien getan worden. Wenn Sie es nicht gemerkt haben, dann war es wahrscheinlich deswegen, weil Sie halt wieder einmal, wie sehr oft, in diesem Hohen Haus nicht anwesend waren, während wir es beschlossen haben. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Rosenkranz: Das ist eine Frechheit! Unerhört!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Rosenkranz: Das ist eine Frechheit! Unerhört!
Herr Kollege Strache, ich weiß nicht, in welchem Land Sie leben beziehungsweise von welchem Land Sie hier vorhin gesprochen haben. Österreich kann es nicht gewesen sein. Sie reden von Stillstand in der Familienpolitik der letzten Jahre. (Abg. Mag. Stefan: Die Homoehe haben wir vergessen!) In den letzten Jahren ist dermaßen viel für die Familien getan worden. Wenn Sie es nicht gemerkt haben, dann war es wahrscheinlich deswegen, weil Sie halt wieder einmal, wie sehr oft, in diesem Hohen Haus nicht anwesend waren, während wir es beschlossen haben. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Rosenkranz: Das ist eine Frechheit! Unerhört!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Wir sind zwei unterschiedliche Parteien, die sich entschlossen haben, miteinander eine Koalition zu bilden, aber deswegen haben wir unsere Identität als Parteien nicht aufgegeben. Wir sind die ÖVP, das ist die SPÖ, und gemeinsam führen wir diese Bundesregierung und diese Koalition. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Dr. Rosenkranz: „Proporz“ heißt das!
In einer Koalition – Sie werden es in Wien noch erleben! – ist Kompromiss angesagt, und den leben wir tagtäglich (Abg. Dr. Rosenkranz: „Proporz“ heißt das!), weil die absolute Wahrheit niemand von uns für sich in Anspruch nehmen kann. Jeder hat aber seine Positionen. Sie werden es in Wien noch erleben!
Abg. Neubauer: Das ist typisch, dass von fünf Minuten eine Minute zur Familie ...!
Aber nun zum Thema Familie, meine Damen und Herren. (Abg. Neubauer: Das ist typisch, dass von fünf Minuten eine Minute zur Familie ...!) Es stellt sich heute unsere neue Staatssekretärin Mag. Remler vor, und das genau an einem Tag, wo wir die erste Lesung zu einem Budget abhalten, das – zugegeben – schmerzhaft ist. (Abg. Neubauer: Sauerei!) Manche meinen, es sei ein gewisser Widerspruch: Staatssekretärin angeloben, auf der anderen Seite sparen, auch bei Familien.
Abg. Neubauer: Sauerei!
Aber nun zum Thema Familie, meine Damen und Herren. (Abg. Neubauer: Das ist typisch, dass von fünf Minuten eine Minute zur Familie ...!) Es stellt sich heute unsere neue Staatssekretärin Mag. Remler vor, und das genau an einem Tag, wo wir die erste Lesung zu einem Budget abhalten, das – zugegeben – schmerzhaft ist. (Abg. Neubauer: Sauerei!) Manche meinen, es sei ein gewisser Widerspruch: Staatssekretärin angeloben, auf der anderen Seite sparen, auch bei Familien.
Ruf bei der ÖVP: So ist es!
leistungen, die es in ganz Europa gibt (Ruf bei der ÖVP: So ist es!), und das wird auch so bleiben! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
leistungen, die es in ganz Europa gibt (Ruf bei der ÖVP: So ist es!), und das wird auch so bleiben! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Strache: Weiter so!
Liebe Frau Staatssekretärin, liebe Verena, du nimmst heute eine große Aufgabe in Angriff! Diese Aufgabe lautet nicht geringer, als die Fortsetzung der klugen Arbeit von Christine Marek durchzuführen, mehr jungen Menschen als bisher Freude auf Familie zu machen, und zwar Familie mit Kindern. (Abg. Strache: Weiter so!) Wir, der ÖVP-Klub, werden dich dabei mit aller Kraft unterstützen. Wir wünschen dir alles, alles Gute für diese nicht leichte Aufgabe, aber unsere volle Unterstützung hast du dabei. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Kopf überreicht Staatssekretärin Mag. Remler einen Blumenstrauß.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Kopf überreicht Staatssekretärin Mag. Remler einen Blumenstrauß.
Liebe Frau Staatssekretärin, liebe Verena, du nimmst heute eine große Aufgabe in Angriff! Diese Aufgabe lautet nicht geringer, als die Fortsetzung der klugen Arbeit von Christine Marek durchzuführen, mehr jungen Menschen als bisher Freude auf Familie zu machen, und zwar Familie mit Kindern. (Abg. Strache: Weiter so!) Wir, der ÖVP-Klub, werden dich dabei mit aller Kraft unterstützen. Wir wünschen dir alles, alles Gute für diese nicht leichte Aufgabe, aber unsere volle Unterstützung hast du dabei. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Kopf überreicht Staatssekretärin Mag. Remler einen Blumenstrauß.)
Beifall beim BZÖ
Da drängt sich natürlich schon die Frage auf: Wozu brauchen wir dann überhaupt eine Staatssekretärin? Das hat nichts mit Ihnen persönlich zu tun, aber wenn der zuständige Ressortminister sagt: Wir wollen sie nicht belasten!, dann heißt das, er wird Sie auch in Zukunft nicht mit politischer Tätigkeit belasten wollen. Da muss man fairerweise schon sagen: Ein Staatssekretariat ist das nicht, das ist so etwas wie eine Superpraktikantin, die Sie in Zukunft abgeben werden (Beifall beim BZÖ), und das zu Lasten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll –: Er sagt ihr auch immer ein!)
Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll –: Er sagt ihr auch immer ein!
Da drängt sich natürlich schon die Frage auf: Wozu brauchen wir dann überhaupt eine Staatssekretärin? Das hat nichts mit Ihnen persönlich zu tun, aber wenn der zuständige Ressortminister sagt: Wir wollen sie nicht belasten!, dann heißt das, er wird Sie auch in Zukunft nicht mit politischer Tätigkeit belasten wollen. Da muss man fairerweise schon sagen: Ein Staatssekretariat ist das nicht, das ist so etwas wie eine Superpraktikantin, die Sie in Zukunft abgeben werden (Beifall beim BZÖ), und das zu Lasten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll –: Er sagt ihr auch immer ein!)
Beifall beim BZÖ.
Die Familien sind nicht auf Unterstützung angewiesen, sie brauchen keine Almosen, sondern sie müssen im Interesse des Landes und im Interesse von uns allen gefördert werden. Da ist es nicht hinnehmbar, dass gerade jene geschröpft werden, die einen wirklich großartigen Dienst an der Gesellschaft und am Land leisten. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Daher sollten wir den umgekehrten Weg gehen: die Familien fördern, die jungen Familien fördern, und nicht Kürzungen bei jenen vornehmen, die sich nicht wehren können, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Die Jungfamilien, die sich bereit erklären, Kinder in die Welt zu setzen, auch auf die Eltern zu schauen, brauchen unsere Aufmerksamkeit und unsere Unterstützung. Sie verzichten auf Wohlstand, sie verzichten auf Luxus. Das Geld, das die Familien zur Verfügung haben, meine sehr geehrten Damen und Herren und vor allem Herr Wirtschaftsminister Mitterlehner, geht eins zu eins in die Wirtschaft. Familien sind die Konsumenten Nummer eins dieser Republik. (Beifall beim BZÖ.)
Ruf bei der ÖVP: So ein Blödsinn!
Daher sind auch diese Förderungskürzungen als Nachteil für die österreichische Wirtschaft zu sehen. Diese Budgetmaßnahmen, die Sie vornehmen, nämlich Kürzungen bei den Familien, Kürzungen bei der Pflege, meine sehr geehrten Damen und Herren, sind ein völlig fatales Signal. Warum? – Sie bringen damit zum Ausdruck: Was kümmern uns die Familien, wir setzen auf Zuwanderung! Die Zuwanderung wird die Probleme der Zukunft lösen! (Ruf bei der ÖVP: So ein Blödsinn!) Das ist ein völlig verkehrter Weg, der ins Chaos führt und zu verurteilen ist, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Daher sind auch diese Förderungskürzungen als Nachteil für die österreichische Wirtschaft zu sehen. Diese Budgetmaßnahmen, die Sie vornehmen, nämlich Kürzungen bei den Familien, Kürzungen bei der Pflege, meine sehr geehrten Damen und Herren, sind ein völlig fatales Signal. Warum? – Sie bringen damit zum Ausdruck: Was kümmern uns die Familien, wir setzen auf Zuwanderung! Die Zuwanderung wird die Probleme der Zukunft lösen! (Ruf bei der ÖVP: So ein Blödsinn!) Das ist ein völlig verkehrter Weg, der ins Chaos führt und zu verurteilen ist, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich höre immer „Zukunftsbudget“. Sehr geehrter Herr Finanzminister, wenn Sie bei den Familien sparen, dann sparen Sie effektiv an der Zukunft, denn unsere Zukunft sind die Kinder, meine sehr geehrten Damen und Herren! Daher ist dieses Budget, das Sie hier verabschieden wollen, ungerecht, unsozial und vor allem unnötig. Daher wollen wir das auch bekämpfen, und zwar beim Verfassungsgerichtshof bekämpfen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.) Da lade ich auch die Grünen und die FPÖ ein, dabei mitzutun.
Beifall bei BZÖ und FPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Weniger Steuern!
Mit einem möchte ich gleich aufräumen, Herr Klubobmann Kopf: Es ist nicht richtig, dass wir die höchsten Familienförderungen in Österreich ausbezahlen. Vergleichen Sie Österreich dann bitte auch mit jenen Ländern, die die gleiche Abgaben- und Steuerquote haben wie wir! Denn in allen Ländern, die Sie in den Vergleich ziehen, wo wir bezüglich der Familienförderungen günstig abschneiden, werden viel, viel weniger Steuern und Abgaben gezahlt. Das ist die Realität. (Beifall bei BZÖ und FPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Weniger Steuern!) Wir zahlen 43 Prozent Steuern und Abgaben. Nehmen Sie das auch einmal zur Kenntnis, meine sehr geehrten Damen und Herren!
Abg. Kopf: Wo kommt der Unsinn her? Aus welcher Statistik kommt der Unsinn?
Die Familien in Österreich zahlen dreimal mehr Steuern, als sie an Förderungen erhalten – dreimal mehr Steuern! Sie sind somit auch Leistungsträger unseres Landes. (Abg. Kopf: Wo kommt der Unsinn her? Aus welcher Statistik kommt der Unsinn?) Sie sind Systemerhalter unseres Landes, und sie brauchen Unterstützung und keine Kürzungen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Die Familien in Österreich zahlen dreimal mehr Steuern, als sie an Förderungen erhalten – dreimal mehr Steuern! Sie sind somit auch Leistungsträger unseres Landes. (Abg. Kopf: Wo kommt der Unsinn her? Aus welcher Statistik kommt der Unsinn?) Sie sind Systemerhalter unseres Landes, und sie brauchen Unterstützung und keine Kürzungen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Grosz: So ist es!
Die ÖVP agiert so nach dem Motto: Ist der Ruf erst ruiniert, kassiert sich’s völlig ungeniert! (Abg. Grosz: So ist es!) – Jawohl, das ist der Ruf, den Sie haben, Herr
Abg. Mag. Stadler: Bankenminister! – Abg. Ing. Westenthaler: Minister 15 Prozent!
Finanzminister Pröll! (Abg. Mag. Stadler: Bankenminister! – Abg. Ing. Westenthaler: Minister 15 Prozent!) Sie wollten für Österreich immer nur das Beste haben. Sie wollten für Österreich etwas schaffen. Sie haben auch etwas geschafft: Sie haben neue Steuern geschafft, Sie haben Kürzungen und Belastungen geschafft, meine sehr geehrten Damen und Herren! Das ist nicht das Österreich, das sich unsere Familien verdient haben. – Danke schön. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Finanzminister Pröll! (Abg. Mag. Stadler: Bankenminister! – Abg. Ing. Westenthaler: Minister 15 Prozent!) Sie wollten für Österreich immer nur das Beste haben. Sie wollten für Österreich etwas schaffen. Sie haben auch etwas geschafft: Sie haben neue Steuern geschafft, Sie haben Kürzungen und Belastungen geschafft, meine sehr geehrten Damen und Herren! Das ist nicht das Österreich, das sich unsere Familien verdient haben. – Danke schön. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: „Ich distanziere mich!“ Das wäre ein guter Anfang! – Abg. Neubauer: ... einsagen!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nun gelangt Frau Staatssekretärin Mag. Remler zu Wort. Ich mache darauf aufmerksam: Die Redezeit soll 5 Minuten nicht überschreiten. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: „Ich distanziere mich!“ Das wäre ein guter Anfang! – Abg. Neubauer: ... einsagen!)
Beifall des Abg. Mag. Kuzdas.
Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend Mag. Verena Remler: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzte Regierungskolleginnen und -kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete im Hohen Haus! Ich freue mich, heute hier zu sein, und ich freue mich auch darauf, als Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe zu übernehmen. (Beifall des Abg. Mag. Kuzdas.)
Abg. Ing. Westenthaler: Oje! Nicht gut eingesagt, Herr Pröll! – Abg. Mag. Stadler: Schlecht eingesagt!
Ich trete dieses Amt zu einem Zeitpunkt an, an dem Familien in Österreich einige Einschnitte hinnehmen müssen. Sie können mir glauben, ich bin nicht glücklich damit, aber die Einsparungsmaßnahmen sind verantwortbar. Es gibt keine Alternative dazu (Abg. Ing. Westenthaler: Oje! Nicht gut eingesagt, Herr Pröll! – Abg. Mag. Stadler: Schlecht eingesagt!), wenn wir die nachhaltige Finanzierbarkeit der hohen Familienleistungen in Österreich sicherstellen (Abg. Ing. Westenthaler: Falsch eingesagt!) und unserer Jugend, für die ich jetzt auch politisch mitverantwortlich bin, nicht einen unfinanzierbaren Schuldenberg hinterlassen wollen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Falsch eingesagt!
Ich trete dieses Amt zu einem Zeitpunkt an, an dem Familien in Österreich einige Einschnitte hinnehmen müssen. Sie können mir glauben, ich bin nicht glücklich damit, aber die Einsparungsmaßnahmen sind verantwortbar. Es gibt keine Alternative dazu (Abg. Ing. Westenthaler: Oje! Nicht gut eingesagt, Herr Pröll! – Abg. Mag. Stadler: Schlecht eingesagt!), wenn wir die nachhaltige Finanzierbarkeit der hohen Familienleistungen in Österreich sicherstellen (Abg. Ing. Westenthaler: Falsch eingesagt!) und unserer Jugend, für die ich jetzt auch politisch mitverantwortlich bin, nicht einen unfinanzierbaren Schuldenberg hinterlassen wollen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich trete dieses Amt zu einem Zeitpunkt an, an dem Familien in Österreich einige Einschnitte hinnehmen müssen. Sie können mir glauben, ich bin nicht glücklich damit, aber die Einsparungsmaßnahmen sind verantwortbar. Es gibt keine Alternative dazu (Abg. Ing. Westenthaler: Oje! Nicht gut eingesagt, Herr Pröll! – Abg. Mag. Stadler: Schlecht eingesagt!), wenn wir die nachhaltige Finanzierbarkeit der hohen Familienleistungen in Österreich sicherstellen (Abg. Ing. Westenthaler: Falsch eingesagt!) und unserer Jugend, für die ich jetzt auch politisch mitverantwortlich bin, nicht einen unfinanzierbaren Schuldenberg hinterlassen wollen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Die schwimmen im Geld, die Familien!
Es freut mich auch sehr, dass Abmilderungen bei den Familienmaßnahmen noch gelungen sind – besonders die Erhaltung des Mehrkindzuschlages –, ohne dass der Gesamtkonsolidierungsrahmen aufgegeben werden musste. Nach den aktuellen Verhandlungsergebnissen haben die Familien für die kommenden vier Jahre um 300 Millionen € mehr zur Verfügung, als ursprünglich vorgesehen waren. (Abg. Ing. Westenthaler: Die schwimmen im Geld, die Familien!) Die Familien bekommen pro Jahr mehr Geld als im Hochkonjunkturjahr 2008. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Es freut mich auch sehr, dass Abmilderungen bei den Familienmaßnahmen noch gelungen sind – besonders die Erhaltung des Mehrkindzuschlages –, ohne dass der Gesamtkonsolidierungsrahmen aufgegeben werden musste. Nach den aktuellen Verhandlungsergebnissen haben die Familien für die kommenden vier Jahre um 300 Millionen € mehr zur Verfügung, als ursprünglich vorgesehen waren. (Abg. Ing. Westenthaler: Die schwimmen im Geld, die Familien!) Die Familien bekommen pro Jahr mehr Geld als im Hochkonjunkturjahr 2008. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Lauter reiche Familien haben wir in Österreich!
Diese Tatsache sollte auch von Kritikern dieses Budgets anerkannt werden. (Abg. Ing. Westenthaler: Lauter reiche Familien haben wir in Österreich!) Österreich gibt mit mehr als 8 Milliarden € mehr Geld für Familien aus als vergleichbare Länder. (Abg. Ing. Westenthaler: Die können sich gar nicht wehren, die Familien, vor dem vielen
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Geld!) International Vorreiter zu sein für die Familienförderung, diesen Anspruch dürfen wir nicht aufgeben. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Unglaublich! So viel Naivität auf einmal!
Sehr geehrte Damen und Herren, alle Umfragen zeigen: Die Familie bleibt die ideale Lebensform – auch der jungen Menschen. (Abg. Ing. Westenthaler: Unglaublich! So viel Naivität auf einmal!) Sie ist aber natürlich gesellschaftlichen Veränderungen unterworfen: Es gibt weniger Geburten, es gibt mehr Scheidungen, eine nicht immer kinderfreundliche Gesellschaft und ein Auseinanderdriften der Generationen. Diese Entwicklungen stellen Fragen, auf die wir Antworten finden müssen.
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler. – Zwischenrufe bei der ÖVP in Richtung BZÖ. – Abg. Mag. Stadler: Sie kriegt ein zünftiges Schmerzensgeld! Machen Sie sich keine Sorgen!
Ein Schlüsselfaktor für die Zukunftssicherheit der Familie und auch für die Gleichberechtigung der Frau ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler. – Zwischenrufe bei der ÖVP in Richtung BZÖ. – Abg. Mag. Stadler: Sie kriegt ein zünftiges Schmerzensgeld! Machen Sie sich keine Sorgen!) Diese Vereinbarkeit zu gestalten ist eine gesellschafts-, aber auch wirtschaftspolitische Aufgabe. Es ist unsere Aufgabe, das Leben mit Kindern zu erleichtern und neue Anreize zu schaffen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ein Schlüsselfaktor für die Zukunftssicherheit der Familie und auch für die Gleichberechtigung der Frau ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler. – Zwischenrufe bei der ÖVP in Richtung BZÖ. – Abg. Mag. Stadler: Sie kriegt ein zünftiges Schmerzensgeld! Machen Sie sich keine Sorgen!) Diese Vereinbarkeit zu gestalten ist eine gesellschafts-, aber auch wirtschaftspolitische Aufgabe. Es ist unsere Aufgabe, das Leben mit Kindern zu erleichtern und neue Anreize zu schaffen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Unglaublich! Eine Verhöhnung! – Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP in Richtung BZÖ. – Abg. Mag. Stadler: Sie kriegt ein Schmerzensgeld dafür!
Mir geht es nicht um entweder Sachleistungen oder Geldleistungen, sondern um das Sowohl-als-auch. Es geht immer um Wahlfreiheit. (Abg. Ing. Westenthaler: Unglaublich! Eine Verhöhnung! – Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP in Richtung BZÖ. – Abg. Mag. Stadler: Sie kriegt ein Schmerzensgeld dafür!) Nur wenn den Familien beides zur Verfügung steht, die Infrastruktur in Form eines qualitätsvollen, flexiblen und leistbaren Kinderbetreuungsangebotes und finanzielle Sicherheit, können sie frei entscheiden (Abg. Silhavy – in Richtung BZÖ –: ... Benehmen! – Abg. Mag. Stadler: Verhöhnt ...!) und jenes Lebensmodell wählen, das ihren Wünschen und Vorstellungen am besten entspricht. Schon jetzt sind viele Rahmenbedingungen geschaffen. Damit es noch besser funktioniert, muss auch die Wirtschafts- und Arbeitswelt kinderfreundlicher gestaltet werden. (Abg. Ing. Westenthaler: Eine Million Menschen leben in Armut, Frau Staatssekretärin!)
Abg. Silhavy – in Richtung BZÖ –: ... Benehmen! – Abg. Mag. Stadler: Verhöhnt ...!
Mir geht es nicht um entweder Sachleistungen oder Geldleistungen, sondern um das Sowohl-als-auch. Es geht immer um Wahlfreiheit. (Abg. Ing. Westenthaler: Unglaublich! Eine Verhöhnung! – Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP in Richtung BZÖ. – Abg. Mag. Stadler: Sie kriegt ein Schmerzensgeld dafür!) Nur wenn den Familien beides zur Verfügung steht, die Infrastruktur in Form eines qualitätsvollen, flexiblen und leistbaren Kinderbetreuungsangebotes und finanzielle Sicherheit, können sie frei entscheiden (Abg. Silhavy – in Richtung BZÖ –: ... Benehmen! – Abg. Mag. Stadler: Verhöhnt ...!) und jenes Lebensmodell wählen, das ihren Wünschen und Vorstellungen am besten entspricht. Schon jetzt sind viele Rahmenbedingungen geschaffen. Damit es noch besser funktioniert, muss auch die Wirtschafts- und Arbeitswelt kinderfreundlicher gestaltet werden. (Abg. Ing. Westenthaler: Eine Million Menschen leben in Armut, Frau Staatssekretärin!)
Abg. Ing. Westenthaler: Eine Million Menschen leben in Armut, Frau Staatssekretärin!
Mir geht es nicht um entweder Sachleistungen oder Geldleistungen, sondern um das Sowohl-als-auch. Es geht immer um Wahlfreiheit. (Abg. Ing. Westenthaler: Unglaublich! Eine Verhöhnung! – Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP in Richtung BZÖ. – Abg. Mag. Stadler: Sie kriegt ein Schmerzensgeld dafür!) Nur wenn den Familien beides zur Verfügung steht, die Infrastruktur in Form eines qualitätsvollen, flexiblen und leistbaren Kinderbetreuungsangebotes und finanzielle Sicherheit, können sie frei entscheiden (Abg. Silhavy – in Richtung BZÖ –: ... Benehmen! – Abg. Mag. Stadler: Verhöhnt ...!) und jenes Lebensmodell wählen, das ihren Wünschen und Vorstellungen am besten entspricht. Schon jetzt sind viele Rahmenbedingungen geschaffen. Damit es noch besser funktioniert, muss auch die Wirtschafts- und Arbeitswelt kinderfreundlicher gestaltet werden. (Abg. Ing. Westenthaler: Eine Million Menschen leben in Armut, Frau Staatssekretärin!)
Abg. Ing. Westenthaler: Stellt sich heraus und sagt, alles ist in Ordnung!
Meine Damen und Herren! Meiner neuen politischen Aufgabe stelle ich mich gerne, und ich möchte als die für Familie und Jugend zuständige Staatssekretärin dazu beitragen, dass Familie in all ihren unterschiedlichen Formen gut gelebt und realisiert werden kann. (Abg. Ing. Westenthaler: Stellt sich heraus und sagt, alles ist in Ordnung!) Ich lade Sie ein, mich bei dieser Aufgabe im Interesse der österreichischen Familien zu unterstützen. Nicht ideologische Grenzen, sondern das gemeinsame Interesse, moderne Familienpolitik zu machen, sollte unser gemeinsames Ziel sein. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Meine Damen und Herren! Meiner neuen politischen Aufgabe stelle ich mich gerne, und ich möchte als die für Familie und Jugend zuständige Staatssekretärin dazu beitragen, dass Familie in all ihren unterschiedlichen Formen gut gelebt und realisiert werden kann. (Abg. Ing. Westenthaler: Stellt sich heraus und sagt, alles ist in Ordnung!) Ich lade Sie ein, mich bei dieser Aufgabe im Interesse der österreichischen Familien zu unterstützen. Nicht ideologische Grenzen, sondern das gemeinsame Interesse, moderne Familienpolitik zu machen, sollte unser gemeinsames Ziel sein. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Das kann nur der Herr Pröll aufgeschrieben haben!
In diesem Sinne freue ich mich auf eine konstruktive Zusammenarbeit. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Das kann nur der Herr Pröll aufgeschrieben haben!)
Zwischenrufe beim BZÖ. – Abg. Mag. Stadler: Wenn ich so etwas schon höre ...!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Bevor ich Herrn Abgeordnetem Ing. Hofer das Wort erteile, halte ich fest, dass Herr Abgeordneter Westenthaler und Herr Abgeordneter Stadler eine gute Tradition in diesem Haus jetzt massiv durchbrochen haben (Zwischenrufe beim BZÖ. – Abg. Mag. Stadler: Wenn ich so etwas schon höre ...!), nämlich bei einer Antrittsrede eines Regierungsmitgliedes doch einigermaßen zurückhaltend mit Zwischenrufen zu sein. (Anhaltender Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen. – Abg. Ing. Westenthaler: Das ist ein Skandal, wie sich die Dame benimmt! Sie kommt daher ...! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und BZÖ.)
Anhaltender Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen. – Abg. Ing. Westenthaler: Das ist ein Skandal, wie sich die Dame benimmt! Sie kommt daher ...! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und BZÖ.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Bevor ich Herrn Abgeordnetem Ing. Hofer das Wort erteile, halte ich fest, dass Herr Abgeordneter Westenthaler und Herr Abgeordneter Stadler eine gute Tradition in diesem Haus jetzt massiv durchbrochen haben (Zwischenrufe beim BZÖ. – Abg. Mag. Stadler: Wenn ich so etwas schon höre ...!), nämlich bei einer Antrittsrede eines Regierungsmitgliedes doch einigermaßen zurückhaltend mit Zwischenrufen zu sein. (Anhaltender Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen. – Abg. Ing. Westenthaler: Das ist ein Skandal, wie sich die Dame benimmt! Sie kommt daher ...! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und BZÖ.)
Oh-Rufe bei ÖVP und SPÖ
Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (BZÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Frau Präsidentin! Ich mache darauf aufmerksam, dass erstens Traditionen nicht in der Geschäftsordnung stehen (Oh-Rufe bei ÖVP und SPÖ), zweitens es keine Tradition gibt, dass Regierungsmitglieder hier einen Anspruch darauf haben, dass ihnen die Abgeordneten andächtig zuhören. Das gilt nur für Abgeordnete bei der Jungfernrede. Das ist eine Missinterpretation Ihrer „Tradition“ gewesen.
Ruf bei der ÖVP: Geh, hör auf! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Drittens: Die Regierung sollte sich vorher darüber Gedanken machen – insbesondere der Herr Vizekanzler –, ob er Regierungsmitglieder ernennt, die ohne Souffleur reden können. (Ruf bei der ÖVP: Geh, hör auf! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall und Bravorufe beim BZÖ.
Viertens – und das ist entscheidend, meine Damen und Herren – sollten sich alle Bürger ein Bild davon machen, dass es in diesem Land nicht notwendig ist, eine neue Staatssekretärin zu haben, die die Familien über den Fernsehschirm verhöhnt. (Beifall und Bravorufe beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Sie kennen sich nicht aus! Sie haben keine Ahnung!
Ich halte nur noch einmal fest: Wir brauchen hier nicht die Geschäftsordnung zu strapazieren. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie kennen sich nicht aus! Sie haben keine Ahnung!) Ich mache nur darauf aufmerksam, dass es gute Gepflogenheiten in diesem Haus gibt und wir sehr sorgfältig mit dem Durchbrechen dieser Gepflogenheiten umgehen sollten – für alle Zukunft. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.
Ich halte nur noch einmal fest: Wir brauchen hier nicht die Geschäftsordnung zu strapazieren. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie kennen sich nicht aus! Sie haben keine Ahnung!) Ich mache nur darauf aufmerksam, dass es gute Gepflogenheiten in diesem Haus gibt und wir sehr sorgfältig mit dem Durchbrechen dieser Gepflogenheiten umgehen sollten – für alle Zukunft. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Frau Präsidentin! Meine Herren vom BZÖ, Sie haben offensichtlich überhaupt keine Kinderstube! Ich kann Ihnen eigentlich nur sagen: Schämen Sie sich! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Rufe beim BZÖ: Die Parlamentsgouvernante hat sich zu Wort gemeldet, der Herr Kopf! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von BZÖ und ÖVP.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Zur Geschäftsbehandlung gelangt Frau Klubvorsitzende Glawischnig-Piesczek zu Wort. – Bitte. (Rufe beim BZÖ: Die Parlamentsgouvernante hat sich zu Wort gemeldet, der Herr Kopf! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von BZÖ und ÖVP.)
Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP sowie der Abgeordneten Dr. Graf und Strache.
Ich finde, eine kultivierte politische Auseinandersetzung braucht auch gewisse Grundregeln des Respektes. Es war in diesem Haus üblich, dass man bei einer Erstrede zumindest erst einmal zuhört, auch wenn man anderer Meinung ist – und im Anschluss seine Argumente vorbringt. (Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP sowie der Abgeordneten Dr. Graf und Strache.)
Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP. – Ruf beim BZÖ: Super Opposition!
Im Übrigen ein abschließender Satz: Ich hoffe nicht, dass Sie sich deswegen so aufführen, weil es sich hier um eine Frau handelt. (Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP. – Ruf beim BZÖ: Super Opposition!)
Abg. Ing. Westenthaler: Aber bei Regierungsmitgliedern?!
Abgeordneter Ing. Norbert Hofer (FPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Staatssekretärin! Meine Damen und Herren! Natürlich ist es so, dass auch wir uns jetzt dann vom Rednerpult aus mit der Frau Staatssekretärin auseinandersetzen werden – durchaus auch sehr kritisch. Es ist aber üblich – es steht nicht in der Geschäftsordnung! –, dass man sich die erste Rede wirklich in Ruhe anhört. (Abg. Ing. Westenthaler: Aber bei Regierungsmitgliedern?!) Daher ist das Verhalten des Herrn Stadler auch von uns nicht positiv zu bewerten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Ing. Norbert Hofer (FPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Staatssekretärin! Meine Damen und Herren! Natürlich ist es so, dass auch wir uns jetzt dann vom Rednerpult aus mit der Frau Staatssekretärin auseinandersetzen werden – durchaus auch sehr kritisch. Es ist aber üblich – es steht nicht in der Geschäftsordnung! –, dass man sich die erste Rede wirklich in Ruhe anhört. (Abg. Ing. Westenthaler: Aber bei Regierungsmitgliedern?!) Daher ist das Verhalten des Herrn Stadler auch von uns nicht positiv zu bewerten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei FPÖ, SPÖ und ÖVP.
Das ist nicht in Ordnung, meine Damen und Herren! Auch wir sind der Meinung, dass man jemandem eine Chance geben muss. (Beifall bei FPÖ, SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Es sei jetzt noch hinzugefügt, dass es in unser aller Interesse liegt, wie wir uns gegenüber der Öffentlichkeit darstellen, und wenn wir uns ernst nehmen, dann sollten wir uns anders darstellen als in der Weise, wie es gerade jetzt von den beiden provoziert wird. Es gibt nämlich in diesem Haus noch Fairness und Respekt vor einer anderen politischen Meinung, und das ist meiner Meinung nach nicht nur bei der ersten Rede, sondern grundsätzlich einzufordern. Wenn Sie anderer Meinung sind, haben Sie hier noch genug Zeit, das kundzutun! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Das Ganze ist auch leicht durchschaubar, denn mit dieser Ihrer Chaotisierungsstrategie wollen Sie nur in die Medien kommen, sonst gar nichts! Machen Sie sich also nicht inhaltlich wichtig, denn das ist der wahre Hintergrund, und es ist wirklich zu verurteilen, wie Sie sich heute hier im Hause verhalten haben! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.
Die nun folgenden Redner haben 5 Minuten Redezeit. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.)
Abg. Mag. Stadler: Da schau her! Das ist etwas ganz Neues!
Abgeordneter Ing. Norbert Hofer (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Nach dieser Rede der Frau Staatssekretärin Remler, die ich mir sehr genau angehört habe, muss auch ich feststellen, dass es keine einzige konkrete inhaltliche Forderung gegeben hat, die tatsächlich umsetzbar wäre. (Abg. Mag. Stadler: Da schau her! Das ist etwas ganz Neues!)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Strache.
Ich kann nur festhalten, dass in diesem Budget, das wir gestern beraten haben und auch heute beraten, vor allem behinderte Menschen und Familien belastet werden. Leider wird genau der Weg, den man in Österreich etwa mit einem Familien-Steuersplitting gehen müsste, gemäß welchem die Familie auch als Wirtschaftsgemeinschaft bewertet wird, leider nicht beschritten! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Strache.)
Beifall bei der FPÖ.
Es stimmt: Wir geben sehr viel Geld für Familien aus, aber dieses Geld wirkt in weiten Teilen nicht, weil die Geburtenrate in Österreich noch immer sehr, sehr niedrig ist und daher Parteien wie die Grünen oder die SPÖ sehr stark auf Zuwanderung setzen. Das ist aus unserer Sicht ein falscher Weg, und deswegen sind wir auch für die Umsetzung des Familien-Steuersplittings. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler. – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.
gekommen. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler. – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Grosz: Sehr niveauvoll!
Die nächste Stufe in ihrer zweifelhaften Karriere, die ich noch erwähnen will, ist ein bemerkenswerter Postenschacher im Gesundheits- und Sozialsprengel in Lienz, wo sie nämlich ohne öffentliche Ausschreibung ihren Posten durch Parteibuch und durch Freunderlwirtschaft bekommen hat, meine Damen und Herren. (Abg. Grosz: Sehr niveauvoll!)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Staatssekretärin Remler, ich habe, wie bereits erwähnt, bei Ihren Ausführungen zugehört. Das gehört sich auch. Ich habe mich aber auch sehr kritisch mit Ihrer Position und mit Ihrer Vergangenheit auseinandergesetzt. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Steibl: Die Zeit ist um!
Ich muss Ihnen sagen: Ich habe auf Grund dieser Ihrer Vergangenheit kein Vertrauen in Ihre Kompetenz für Ihre Tätigkeit in der Regierung. Sie sind sozusagen ein Feigenblatt im Wirtschaftsministerium, das sich eigentlich nicht mit Familienpolitik auseinandersetzen sollte. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Steibl: Die Zeit ist um!) Denn: Familien, meine Damen und Herren, sind kein Teil der Wirtschaftspolitik! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich muss Ihnen sagen: Ich habe auf Grund dieser Ihrer Vergangenheit kein Vertrauen in Ihre Kompetenz für Ihre Tätigkeit in der Regierung. Sie sind sozusagen ein Feigenblatt im Wirtschaftsministerium, das sich eigentlich nicht mit Familienpolitik auseinandersetzen sollte. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Steibl: Die Zeit ist um!) Denn: Familien, meine Damen und Herren, sind kein Teil der Wirtschaftspolitik! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordnete Gabriele Binder-Maier (SPÖ): Frau Präsidentin! Mitglieder der Bundesregierung! Meine Damen und Herren! Frau Staatssekretärin Remler, ein herzliches Willkommen! Alles Gute für Sie! Viel Freude und Kraft für Ihre Arbeit als Familienstaatssekretärin! Auf ein gutes Miteinander mit uns ParlamentarierInnen, vor allen Dingen mit dem größten Kreis der ParlamentarierInnen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Frau Staatssekretärin Remler, Sie haben jetzt schon einen ernsten Eindruck erhalten, auf welch wirklich unglaubliche Weise Debatten hier zum Teil geführt werden, wie persönliche Angriffe formuliert werden, die in der politischen Auseinandersetzung meine Damen und Herren, bei allen unterschiedlichen Meinungen wahrlich nichts im Hohen Haus zu suchen haben! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Dritter Punkt, meine Damen und Herren: Ein Kollege von mir hat es immer so formuliert, dass wahrscheinlich alle von Ihnen einmal eine gute Kinderstube gehabt haben, dass aber manche diese Kinderstube nie besucht haben. – Ich bin der Meinung, dass das gerade auf die Kollegen vom BZÖ zutrifft! Ihr Verhalten ist wirklich letztklassig und peinlich! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Frau Staatssekretärin Remler, die Weiterentwicklung der Familienpolitik ist natürlich eine Grundbedingung. Mir geht es dabei vor allem um die Qualität des Zusammenlebens und nicht um die äußere Form des Zusammenlebens von Menschen mit Kindern. Eine Familie bilden aber auch Menschen ohne Kinder. In diesem Sinne freue ich mich auf eine positive und konstruktive Zusammenarbeit mit Ihnen, die von Respekt getragen ist! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Petzner.
Frauen, das Wort nehmen müssen, indem Sie ungezügelt hinausplärren. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Petzner.)
Beifall bei den Grünen.
Diesen Alltagssexismus konnten wir heute auch in der Rede des Herrn Kollegen Hofer wieder feststellen, auch wenn er es sehr fein ausgedrückt hat. Aber die Feststellung, dass eine Frau bereit ist, ihr Kind in Tirol und von jemandem anderen betreuen zu lassen, impliziert doch schon diese „Rabenmütter-Phantasie“, die auch in der öffentlichen Wahrnehmung in den letzten Wochen im Zusammenhang mit Ihrer Bestellung sehr wohl vorgeherrscht hat. Und dagegen ist entschieden aufzutreten! (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wer hat jemals Kollegen Bartenstein gefragt – ich erwähne jetzt ihn, weil er fünffacher Vater ist –, wie er seine Vaterschaft mit seiner politischen Tätigkeit, mit seinem Amt als Minister, mit seiner Tätigkeit als Nationalratsabgeordneter vereinbaren kann. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Niemand hat ihn das gefragt!
Beifall bei den Grünen.
Sobald aber eine Frau in diesem Staat eine wichtige Aufgabe übernimmt, wird sie sofort nach ihren familiären Hintergründen gefragt, und es schwingt sofort die Frage mit, wie denn jetzt die Beziehung zu ihrem Kind und die gesamte Situation aussieht. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
So geht es nicht nur den Frauen in diesem Haus, sondern so geht es auch Frauen außerhalb dieses Hauses. Wie viele Frauen werden tagtäglich etwa bei einem Einstellungsgespräch gefragt, welchen Tätigkeiten sie nachgehen oder wie sie denn ihre Tätigkeit oder Zusatzausbildungen mit ihrem Familienleben vereinbaren wollen? Auch das betrifft Familienpolitik! Es ist nicht nur Frauenpolitik, sondern auch Familienpolitik, dem entschieden entgegenzutreten! (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Kickl. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
In diesem Punkt wünsche ich Ihnen alles Gute! Wir werden Sie an Ihren Taten messen und nicht nur an Ihren Aussagen. Sie sagen, Familie ist dort, wo Kinder sind. – Dazu muss ich Ihnen entschieden sagen: Nein! Familie ist dort, wo Menschen entscheiden, miteinander zu leben. Da gibt es viele verschiedene Formen: Es gibt gleichgeschlechtliche Paare – Lesben und Schwule nennt man sie in diesem Haus –, die schon Kinder haben oder die Kinder haben möchten. (Zwischenruf des Abg. Kickl. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich verstehe nicht, warum Sie in einem Interview hier gegen die Adoption von Kindern für solche Paare auftreten!
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Es gibt Patchwork-Familien, es gibt Familien mit Migrationshintergrund, und all diese Familien sollten von Ihrer Politik umfasst sein. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen für die das Rednerpult verlassende Abg. Mag. Musiol.
(Beifall bei den Grünen für die das Rednerpult verlassende Abg. Mag. Musiol.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Ridi Maria Steibl (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Werte Frau Staatssekretärin Remler! Werte BesucherInnen auf der Galerie! Ich begrüße insbesondere Familien aus meiner Heimatgemeinde sehr herzlich (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kopf: Es ist nicht schmeichelhaft für sie!
Wenn man von Familie spricht, dann weiß man, dass Familie nur lebbar ist, wenn man miteinander diskutiert und manchmal unterschiedliche Meinungen hat. Das, was heute hier geliefert wurde, insbesondere von der Opposition und insbesondere vom BZÖ, ist aber wirklich nicht sehr schmeichelhaft für das Parlament und für uns Abgeordnete. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kopf: Es ist nicht schmeichelhaft für sie!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Stefan: Welche sparen wir bei der ÖVP ein? Die Wiener?
Ich komme jetzt gleich zu Herrn Kollegen Strache. Herr Abgeordneter Strache, wenn Sie sagen, wir könnten dieses Staatssekretariat einsparen, dann möchte ich Ihnen zur Antwort geben: Sie könnten 140 000 € pro Jahr für drei Abgeordnete einsparen, die Sie sozusagen auf dem Weg von Kärnten nach Wien aufgelesen haben! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Stefan: Welche sparen wir bei der ÖVP ein? Die Wiener?)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte auch noch etwas zu den Ausführungen des Herrn Kollegen Hofer sagen: Ich glaube, wir Abgeordnete haben gelobt und sind dazu angehalten, zur Sache zu sprechen – und persönliche Diffamierungen, die nicht belegt sind, gehören hintangehalten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte noch einmal festhalten: Es hat geheißen, die ÖVP sei keine Familienpartei mehr. – Na wer hat denn in den letzten Jahren vieles geleistet, vieles weitergebracht – natürlich in Kooperation mit dem jeweiligen Regierungspartner? – Das war die ÖVP! Und wir sind und bleiben die Familienpartei! (Beifall bei der ÖVP.) Da können Sie meckern, so viel Sie wollen, wenn auch auf hohem Niveau.
Beifall bei der ÖVP.
Ich gebe Frau Staatssekretärin Remler recht: Ihr Motto „Familie ist dort, wo Kinder sind“ ist ein gutes Leitmotiv. Und wir von der ÖVP – und ich möchte jetzt die entsprechenden Bereichssprecher nennen –, Frauensprecherin Doris Schittenhelm, Sozialsprecher Gustl Wöginger, Jugendsprecherin Silvia Fuhrmann und meine Wenigkeit als Familiensprecherin und auch Ausschussvorsitzende, werden sie unterstützen, wo es geht. Wir werden auch in Zukunft in der Familienpolitik einen Weg gehen, der das weiter fortsetzt, was wir bisher gemacht haben, nämlich einen Weg, mit dem wir – es wurde bereits gesagt – europaweit an erster Stelle stehen. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.
Sie von der Opposition können das, was geleistet worden ist, nicht wegreden, sei es das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld, sei es die steuerliche Absetzbarkeit, sei es das Gratiskindergartenjahr, das jetzt auch in den Ländern heruntergebrochen wird bis zu den Betreuungsmöglichkeiten für Unter-3-Jährige, und vieles andere mehr. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.) – Herr Kollege Stadler, Sie haben schon gesprochen, ich würde erwarten, dass Sie sich jetzt zurückhalten!
Beifall bei der ÖVP.
Ich betone gerade die Wahlfreiheit für Familien, denn Familienpolitik ist eine Querschnittspolitik. Familienpolitik geht hinein in die Wirtschaftspolitik, in die Arbeitsmarktpolitik. Wenn zum Beispiel die Pendlerpauschale angehoben wird, wenn pro Jahr 30 Millionen mehr dafür ausgegeben werden, dann muss ich sagen: Auch das ist Familienpolitik! Pendeln hat auch mit Vereinbarkeit von Beruf und Familie etwas zu tun. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Werte Damen und Herren von der Opposition, wir laden Sie ein, inhaltlich mitzuarbeiten! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Abgeordnete Ursula Haubner (BZÖ): Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Sehr geehrte Frau Staatssekretärin! Meine werten Kolleginnen und Kollegen! Dieses Budget, das uns gestern präsentiert wurde, ist ein Budget, das nicht den Anspruch stellt, dass es sozial ist, dass es gerecht ist. Daher ist, wie ich meine, in diesem Haus jegliche Kritik notwendig. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Da hat die Frau Prammer reingerufen! Der Herr Cap hat reingerufen!
gewütet wurde. (Abg. Ing. Westenthaler: Da hat die Frau Prammer reingerufen! Der Herr Cap hat reingerufen!) Das nur noch einmal, damit wir die Kirche im Dorf lassen. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.) Ich sage: Lassen wir die Kirche im Dorf!
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
gewütet wurde. (Abg. Ing. Westenthaler: Da hat die Frau Prammer reingerufen! Der Herr Cap hat reingerufen!) Das nur noch einmal, damit wir die Kirche im Dorf lassen. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.) Ich sage: Lassen wir die Kirche im Dorf!
Beifall beim BZÖ.
Ich wollte Sie, Frau Staatssekretärin Remler, eigentlich fragen, wie es Ihnen damit geht, wenn Sie sehen, dass die Familien in den nächsten Jahren zu den Verlierern zählen. Aber wenn Sie meinen, die Einsparungen seien vertretbar, dann muss ich als Familiensprecherin ehrlich sagen: Ich bin mehr als enttäuscht und ich bin nicht Ihrer Meinung! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll
In der gestrigen Budgetrede haben Sie, Herr Vizekanzler, versucht, mit unverbindlichen Worten und mit Rechtfertigungen das zuzudecken, was eigentlich Faktum ist: Wer Kinder hat, wird bestraft (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll) – es steht zwar auf Seite 39 etwas anderes, aber es ist Faktum –, nämlich aufgrund von Kürzungen der Leistungen, die – da gebe ich Ihnen recht – in den letzten Jahren ausgebaut wurden. Gerade zwischen 2000 und 2006 sind hervorragende Familienleistungen installiert worden, und diese werden jetzt abgebaut. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
In der gestrigen Budgetrede haben Sie, Herr Vizekanzler, versucht, mit unverbindlichen Worten und mit Rechtfertigungen das zuzudecken, was eigentlich Faktum ist: Wer Kinder hat, wird bestraft (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll) – es steht zwar auf Seite 39 etwas anderes, aber es ist Faktum –, nämlich aufgrund von Kürzungen der Leistungen, die – da gebe ich Ihnen recht – in den letzten Jahren ausgebaut wurden. Gerade zwischen 2000 und 2006 sind hervorragende Familienleistungen installiert worden, und diese werden jetzt abgebaut. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich bitte Sie wirklich, die Dinge zu erkennen und dann etwas zu tun. Denn: Wenn Sie nichts tun, dann brauchen wir wirklich keine zusätzliche Staatssekretärin! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich bitte, auch bei den Reformen ehrlich zu sein. Die unehrlichste Ansage geht in Richtung Familienlastenausgleichsfonds. Da kürzen Sie einfach die Leistungen, obwohl Sie wissen, da braucht es Reformen. Es werden vor allem familienfremde Leistungen wie Pensionsleistungen und Mittel für Freifahrten aus diesem Fonds genommen. Das sind in etwa 1,3 Milliarden €. Das hat aber nichts mit dem Familienlastenausgleichsfonds zu tun. Tun Sie da etwas, reformieren Sie! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Ursula Haubner überreicht Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll einen roten Krampussack samt Rute.
Sie den Familien antun, einen Gruß vom Krampus überreichen, einen Krampussack, der nichts Süßes enthält, sondern saure Äpfel und harte Nüsse, auf die die Österreicherinnen und Österreicher beißen müssen. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Ursula Haubner überreicht Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll einen roten Krampussack samt Rute.)
Abg. Mag. Stadler: Es war deine Rede falsch!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Ich möchte auf die Ausführungen meiner Vorrednerin gar nicht eingehen. Das Urteil über die Regierungsbeteiligung ihrer Partei ist ja längst gesprochen. Das wäre Zeitverlust. (Abg. Mag. Stadler: Es war deine Rede falsch!)
Abg. Mag. Stadler: Diese Rede hast du schon 200 Mal gehalten! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.
Als wir gestern alle miteinander am runden Tisch im ORF gesessen sind, habe ich ein bisschen über die Opposition nachgedacht, nicht nur gestern, sondern auch in den letzten zwei, drei Monaten. Und ich sage Ihnen ganz ehrlich, mir ist ein Woody Allen-Film eingefallen, der passt ganz genau zur Opposition: „Vicky Cristina Barcelona“. Im Eingang dieses Films sagt der Filmkommentator über eine der beiden Amerikanerinnen, die in Barcelona sind: Sie weiß nicht, was sie will, sie weiß, was sie nicht will. (Abg. Mag. Stadler: Diese Rede hast du schon 200 Mal gehalten! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Den Familien ist es wesentlich besser gegangen!
Meine sehr geehrten Kollegen von der Opposition, das kann man nicht einfach so runterschasseln! Sie haben ja außerdem Zeit gehabt, es zu beweisen. Sie haben damals während Ihrer Regierungsbeteiligung einen Schmarrn bewiesen, einen Schmarrn! (Abg. Mag. Stadler: Den Familien ist es wesentlich besser gegangen!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Die Familienstaatssekretärin haut ab!
Es war jedenfalls damals das Ergebnis Ihrer Regierungsbeteiligung das, dass 2006 eine andere Regierung gebildet wurde. Das ist das Ergebnis! Wenn Sie hier larmoyant herauskommen und an diese Zeit nostalgisch denken, dann ist das Ihr Problem. Aber diese Regierung ist jedenfalls darum bemüht, dass hier andere Zeichen gesetzt werden und dass die Bewältigung der Krise auch wirklich sozial gerecht stattfindet. Das ist ganz entscheidend. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Die Familienstaatssekretärin haut ab!)
Abg. Ing. Westenthaler: Die Frau Staatssekretärin ist abgehaut!
Da möchte ich etwas sagen, was mir in diesem Zusammenhang ein Bedürfnis wäre, der Herr Vizekanzler hat einmal von dem großen Wurf gesprochen. (Abg. Ing. Westenthaler: Die Frau Staatssekretärin ist abgehaut!) – Herr Abgeordneter Westenthaler, nur weil Sie darunter leiden, dass Sie nicht mehr Erstredner sind, brauchen Sie sich da herinnen nicht dauernd in Szene zu setzen! Das ist ja langsam unerträglich. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Wegen deiner Rede ist die Staatssekretärin gegangen!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Wegen deiner Rede ist die Staatssekretärin gegangen!
Da möchte ich etwas sagen, was mir in diesem Zusammenhang ein Bedürfnis wäre, der Herr Vizekanzler hat einmal von dem großen Wurf gesprochen. (Abg. Ing. Westenthaler: Die Frau Staatssekretärin ist abgehaut!) – Herr Abgeordneter Westenthaler, nur weil Sie darunter leiden, dass Sie nicht mehr Erstredner sind, brauchen Sie sich da herinnen nicht dauernd in Szene zu setzen! Das ist ja langsam unerträglich. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Wegen deiner Rede ist die Staatssekretärin gegangen!)
Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.
Vielleicht macht die Kamera noch einen letzten Schwenk zum Westenthaler, damit man ihn sieht. Oder vielleicht doch nicht, denn das haut die Quote runter. Also lassen wir es lieber. (Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz. – Abg. Strache: Sie können die Vorschläge gegenüberstellen!
Ich sage Ihnen, wir machen konkrete Vorschläge. Wo sind Ihre konkreten Vorschläge? Ich meine, hier herauskommen und sagen, unsere Vorschläge sind keine Vorschläge ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz. – Abg. Strache: Sie können die Vorschläge gegenüberstellen!) Aber welche Vorschläge haben Sie? Die kenne ich nicht. Wenn Ihnen nichts Besseres einfällt, als nichts zu sagen, dann ist es wirklich ein bisschen zu wenig. Ich sage das hier in aller Deutlichkeit, weil das mit Sicherheit ein weiterer wichtiger Punkt ist.
Abg. Bucher: Wie wollen Sie das kontrollieren?
Betrachten Sie zum Beispiel die Konzernbesteuerung. Das wird an die 200 Millionen € bringen. Das ist nicht nichts. Die Bankenabgabe wird jährlich an die 500 Millionen € bringen. Das ist nicht nichts. Da werden wir dann noch genauer schauen, ob die eine oder andere Bank auch geneigt ist, das an die Kunden weiterzugeben. Darüber hat es eine heftige öffentliche Debatte gegeben. Da wird man genau schauen. (Abg. Bucher: Wie wollen Sie das kontrollieren?)
Abg. Bucher: Steuererhöhungspartei SPÖ!
Die Erhöhung des Zwischensteuersatzes bei den Stiftungen ist ein weiterer Aspekt, die Aktienbesteuerung. (Abg. Bucher: Steuererhöhungspartei SPÖ!)
Beifall bei der SPÖ.
Das sind erste wichtige, große, massive Schritte. Das wird noch weitergehen. Wir werden darauf beharren, dass wir über eine Vermögensteuer ab 1 Million € diskutieren. Die Finanztransaktionssteuer, die Frage der Boni der Manager, das sind Punkte, die eine entscheidende Rolle spielen und dabei ein wichtiges Signal setzen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Bucher: Irland! Portugal!
Und da schließt sich der Kreis: Was ist denn von Ihren apokalyptischen, gruselhaften Prophezeiungen eingetroffen? – In den Oppositionsreden wurde dauernd gesagt: Die 13. Familienbeihilfe wird gestrichen, die Mehrwertsteuer wird erhöht, die Grundsteuer wird erhöht, der 13. und 14. Monatsgehalt werden besteuert! Und das ist ewig so weitergegangen. – Das ist alles nicht eingetroffen! (Abg. Bucher: Irland! Portugal!)
Abg. Kickl: Ja eh!
Ein letzter Punkt noch: Wir sind natürlich mit den Medien in enger Kooperation und sind aufeinander angewiesen, wir wollen ja haben, dass über uns geschrieben und berichtet wird, aber wenn ich manchmal da und dort lese, fast von einer Art Angstlust getrieben: Strache wird Erster! (Abg. Kickl: Ja eh!), und dann wimmert es in den Zeilen da drinnen, und man merkt so richtig ... (Beifall und Bravorufe bei der FPÖ.) – Ja, ja, aber da werden wir Ihnen einen ordentlichen Strich durch die Rechnung machen bei diesem Plan, den Sie da haben, das kann ich Ihnen heute schon sagen! Es sind ja auch nur die Kommentatoren, die das prophezeien. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Ja, ja! – Abg. Dr. Rosenkranz: Kann man mit Ihrer heißen Luft eigentlich auch Energie gewinnen?)
Beifall und Bravorufe bei der FPÖ.
Ein letzter Punkt noch: Wir sind natürlich mit den Medien in enger Kooperation und sind aufeinander angewiesen, wir wollen ja haben, dass über uns geschrieben und berichtet wird, aber wenn ich manchmal da und dort lese, fast von einer Art Angstlust getrieben: Strache wird Erster! (Abg. Kickl: Ja eh!), und dann wimmert es in den Zeilen da drinnen, und man merkt so richtig ... (Beifall und Bravorufe bei der FPÖ.) – Ja, ja, aber da werden wir Ihnen einen ordentlichen Strich durch die Rechnung machen bei diesem Plan, den Sie da haben, das kann ich Ihnen heute schon sagen! Es sind ja auch nur die Kommentatoren, die das prophezeien. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Ja, ja! – Abg. Dr. Rosenkranz: Kann man mit Ihrer heißen Luft eigentlich auch Energie gewinnen?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Ja, ja! – Abg. Dr. Rosenkranz: Kann man mit Ihrer heißen Luft eigentlich auch Energie gewinnen?
Ein letzter Punkt noch: Wir sind natürlich mit den Medien in enger Kooperation und sind aufeinander angewiesen, wir wollen ja haben, dass über uns geschrieben und berichtet wird, aber wenn ich manchmal da und dort lese, fast von einer Art Angstlust getrieben: Strache wird Erster! (Abg. Kickl: Ja eh!), und dann wimmert es in den Zeilen da drinnen, und man merkt so richtig ... (Beifall und Bravorufe bei der FPÖ.) – Ja, ja, aber da werden wir Ihnen einen ordentlichen Strich durch die Rechnung machen bei diesem Plan, den Sie da haben, das kann ich Ihnen heute schon sagen! Es sind ja auch nur die Kommentatoren, die das prophezeien. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Ja, ja! – Abg. Dr. Rosenkranz: Kann man mit Ihrer heißen Luft eigentlich auch Energie gewinnen?)
Beifall bei der SPÖ.
Wir jedenfalls werden unseren Beitrag dazu leisten, dass der gute Weg für Österreich hier fortgesetzt wird. Wir werden für ein soziales Österreich und für die Bewältigung der Krise in sozial verträglicher Form alles tun! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Die Staatssekretärin ist schon weg!
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Geschätzte Frau Bundesministerin! Herr Bundesminister! Geschätzte Herren Staatssekretäre! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! (Abg. Ing. Westenthaler: Die Staatssekretärin ist schon weg!) Wir müssen in diesen Tagen erleben, wie es Ländern geht, die jahrelang über ihre Verhältnisse gelebt, hohe Defizite angehäuft und hohe Schulden gemacht haben, und wie es diesen Ländern dann in der dadurch geschwächten Budgetsituation geht. Wenn dann noch eine Finanz- und Wirtschaftskrise dazukommt, dann geht es sehr schnell, dass man seine Kreditwürdigkeit verliert, dann geht es sehr schnell, dass man zum Spielball von Spekulanten wird (Abg. Hagen: Wir zahlen dann die Schulden!), dann geht es sehr schnell, dass man horrende Zinsen zahlen muss für das Geldausleihen, sofern man überhaupt noch Geld geliehen bekommt, und dann kann es sehr schnell gehen, dass man sogar an den Rand der Zahlungsfähigkeit als Nationalstaat kommt. (Abg. Kickl: Da springen eh Sie ein!)
Abg. Hagen: Wir zahlen dann die Schulden!
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Geschätzte Frau Bundesministerin! Herr Bundesminister! Geschätzte Herren Staatssekretäre! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! (Abg. Ing. Westenthaler: Die Staatssekretärin ist schon weg!) Wir müssen in diesen Tagen erleben, wie es Ländern geht, die jahrelang über ihre Verhältnisse gelebt, hohe Defizite angehäuft und hohe Schulden gemacht haben, und wie es diesen Ländern dann in der dadurch geschwächten Budgetsituation geht. Wenn dann noch eine Finanz- und Wirtschaftskrise dazukommt, dann geht es sehr schnell, dass man seine Kreditwürdigkeit verliert, dann geht es sehr schnell, dass man zum Spielball von Spekulanten wird (Abg. Hagen: Wir zahlen dann die Schulden!), dann geht es sehr schnell, dass man horrende Zinsen zahlen muss für das Geldausleihen, sofern man überhaupt noch Geld geliehen bekommt, und dann kann es sehr schnell gehen, dass man sogar an den Rand der Zahlungsfähigkeit als Nationalstaat kommt. (Abg. Kickl: Da springen eh Sie ein!)
Abg. Kickl: Da springen eh Sie ein!
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Geschätzte Frau Bundesministerin! Herr Bundesminister! Geschätzte Herren Staatssekretäre! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! (Abg. Ing. Westenthaler: Die Staatssekretärin ist schon weg!) Wir müssen in diesen Tagen erleben, wie es Ländern geht, die jahrelang über ihre Verhältnisse gelebt, hohe Defizite angehäuft und hohe Schulden gemacht haben, und wie es diesen Ländern dann in der dadurch geschwächten Budgetsituation geht. Wenn dann noch eine Finanz- und Wirtschaftskrise dazukommt, dann geht es sehr schnell, dass man seine Kreditwürdigkeit verliert, dann geht es sehr schnell, dass man zum Spielball von Spekulanten wird (Abg. Hagen: Wir zahlen dann die Schulden!), dann geht es sehr schnell, dass man horrende Zinsen zahlen muss für das Geldausleihen, sofern man überhaupt noch Geld geliehen bekommt, und dann kann es sehr schnell gehen, dass man sogar an den Rand der Zahlungsfähigkeit als Nationalstaat kommt. (Abg. Kickl: Da springen eh Sie ein!)
Abg. Strache: Sie selbst!
Österreich ist nicht Griechenland, aber seien wir ehrlich, auch wir haben in den letzten Jahrzehnten immer wieder mehr Geld verteilt, als wir eingenommen haben (Abg. Strache: Sie selbst!), und auch wir hatten eine Finanzkrise zu bewältigen, so wie andere auch. Wir haben sie Gott sei Dank besser bewältigt als viele andere, aber schauen wir unser Budget an!
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das streitet ja niemand ab!
Wir brauchen mittlerweile 11 Prozent unseres Bundesbudgets für Zinszahlungen. Mittlerweile machen wir schon Schulden, um die Zinsen für die Schulden zahlen zu können, und wenn wir jetzt bei den Ausgaben nicht handeln – und daher tun wir es ja, daher handeln wir ja mit diesem Budget! (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das streitet ja niemand ab!) –, wenn wir jetzt nicht dementsprechend budgetieren, dann sind wir bald bei 12, 13 Prozent, und wehe, wenn dann auch noch die Zinssätze steigen, dann sind wir möglicherweise bald bei 14, 15 Prozent des Budgets, die wir nur für Zinszahlungen ausgeben müssen. (Abg. Hagen: Wo ist die Verwaltungsreform?)
Abg. Hagen: Wo ist die Verwaltungsreform?
Wir brauchen mittlerweile 11 Prozent unseres Bundesbudgets für Zinszahlungen. Mittlerweile machen wir schon Schulden, um die Zinsen für die Schulden zahlen zu können, und wenn wir jetzt bei den Ausgaben nicht handeln – und daher tun wir es ja, daher handeln wir ja mit diesem Budget! (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das streitet ja niemand ab!) –, wenn wir jetzt nicht dementsprechend budgetieren, dann sind wir bald bei 12, 13 Prozent, und wehe, wenn dann auch noch die Zinssätze steigen, dann sind wir möglicherweise bald bei 14, 15 Prozent des Budgets, die wir nur für Zinszahlungen ausgeben müssen. (Abg. Hagen: Wo ist die Verwaltungsreform?)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Jarolim.
Und was heißt das auf der anderen Seite? – Das heißt nichts anderes, als dass wir dann weniger Spielraum haben für die notwendigen Dinge, die ein Staat zu tun hat. Stichworte: Bildung, Infrastruktur, Forschung und vieles andere mehr. Daher heißt es jetzt handeln, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Jarolim.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wir geben überhaupt am meisten aus!
Aber von welchem Niveau sparen und kürzen wir denn, meine Damen und Herren? – Wir sind unter jenen Ländern, die am meisten für Familienförderung ausgeben. Wir gehören zu jenen Ländern, die am meisten für die Senioren ausgeben. Wir zählen zu jenen Ländern, die am meisten für Sicherheit und Umweltschutz ausgeben. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wir geben überhaupt am meisten aus!) Und wir gehören
Zwischenrufe bei der FPÖ.
zu jenen Ländern, die am meisten pro Schüler ausgeben. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Und wir haben auch eines der bestausgebauten Sozialsysteme der Welt, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Wir haben die höchste Steuerquote!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Wir haben die höchste Steuerquote!
zu jenen Ländern, die am meisten pro Schüler ausgeben. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Und wir haben auch eines der bestausgebauten Sozialsysteme der Welt, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Wir haben die höchste Steuerquote!)
Abg. Kickl: Das wäre gar nicht so schlimm, wenn Sie das gemacht hätten, was Sie versprochen haben!
Wenn wir jetzt gezwungen sind, die eine oder andere Kürzung vorzunehmen, dann machen wir das schon von einem sehr, sehr hohen Niveau aus. Ich verstehe, dass sich niemand gerne etwas wegnehmen lässt – no na! –, aber es fehlt mir schon etwas das Verständnis für die Vehemenz, die so manche Protestgruppe jetzt an den Tag legt (Abg. Kickl: Das wäre gar nicht so schlimm, wenn Sie das gemacht hätten, was Sie versprochen haben!), wenn sie die eine oder andere Maßnahme kritisiert. Da fehlt mir bei so manchen Gruppierungen draußen in der Bevölkerung und auch in der politischen Landschaft schon etwas die Solidarität mit der nächsten Generation, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn wir jetzt gezwungen sind, die eine oder andere Kürzung vorzunehmen, dann machen wir das schon von einem sehr, sehr hohen Niveau aus. Ich verstehe, dass sich niemand gerne etwas wegnehmen lässt – no na! –, aber es fehlt mir schon etwas das Verständnis für die Vehemenz, die so manche Protestgruppe jetzt an den Tag legt (Abg. Kickl: Das wäre gar nicht so schlimm, wenn Sie das gemacht hätten, was Sie versprochen haben!), wenn sie die eine oder andere Maßnahme kritisiert. Da fehlt mir bei so manchen Gruppierungen draußen in der Bevölkerung und auch in der politischen Landschaft schon etwas die Solidarität mit der nächsten Generation, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.
In vielen anderen Ländern gibt es für Studenten Familienbeihilfe nur bis zum 18. oder 19. Lebensjahr. Ich meine, es ist zumutbar, von den Studenten einen Beitrag zu verlangen, indem wir sagen: Schließt euer Studium – im Regelfall!, von Ausnahmen abgesehen – mit 24 Jahren ab! Darüber hinaus gibt es – von Ausnahmen abgesehen – keine Familienbeihilfe mehr. (Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.) Ich meine, das ist zumutbar! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
In vielen anderen Ländern gibt es für Studenten Familienbeihilfe nur bis zum 18. oder 19. Lebensjahr. Ich meine, es ist zumutbar, von den Studenten einen Beitrag zu verlangen, indem wir sagen: Schließt euer Studium – im Regelfall!, von Ausnahmen abgesehen – mit 24 Jahren ab! Darüber hinaus gibt es – von Ausnahmen abgesehen – keine Familienbeihilfe mehr. (Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.) Ich meine, das ist zumutbar! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Schwentner.
Ich meine, dass es auch zumutbar ist, bei der Entwicklungshilfe eine moderate Kürzung vorzunehmen, weil notwendig. (Zwischenruf der Abg. Mag. Schwentner.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich meine, dass es auch sinnvoll und notwendig ist, bei Förderungen zu kürzen. Und ich meine, dass es auch zumutbar ist, im öffentlichen Dienst 2 000 Dienststellen zu streichen – als Gesamtbeitrag zur Stabilisierung des Haushaltes! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zur Akzeptanz dieses Paketes ist es dringend notwendig – das sage ich auch dazu –, vor allem den Finger dorthin zu legen – aber nicht nur den Finger zu legen, sondern auch zu handeln, und das tun wir ja auch –, wo die Steuerbetrüger zu verfolgen sind, und von diesen jenen Beitrag einzutreiben, sage ich, den sie dem Staat und dem Gemeinwesen schuldig sind. Auch das ist notwendig! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Aber, meine Damen und Herren von der Opposition, ich bitte schon auch anzuerkennen, dass wir mit diesem Budget nicht nur sparen und leider da und dort die eine oder andere Steuermaßnahme setzen müssen, sondern auch in die Zukunft investieren. Nämlich: 80 Millionen € mehr für die Unis, 80 Millionen € für den Ausbau der Ganztagsbetreuung an den Schulen, 100 Millionen € für Ökologisierung durch thermische Sanierung, 100 Millionen € für Forschung und Innovation. – Das sind Offensivbeiträge, weil wir nicht nur sparen wollen, sondern auch die Zukunft für unsere Kinder absichern wollen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Strache: Der Cap sagt, das sei „Panikmache“!
Es droht ein Anstieg des Bundesbeitrages aus dem Bundesbudget zu den Pensionen von 9 auf über 11 Milliarden € innerhalb der nächsten vier Jahre, wenn wir nichts tun. Und genauso wenig, wie wir uns erhöhte Zinszahlungen leisten können und leisten wollen, können, wollen und dürfen wir uns auch einen solchen rasanten Anstieg der Zuzahlungen zum Pensionssystem leisten. (Abg. Strache: Der Cap sagt, das sei „Panikmache“!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich denke, dass eine zweite Aufgabe der nächsten Jahre vor uns liegt, nämlich eine Reform des Pensionssystems in Richtung mehr Nachhaltigkeit in Angriff zu nehmen. Und ich bin heute schon gespannt auf die Schlussfolgerungen der Pensionskommission, die auf das Frühjahr verschoben wurden – von der Kommission wohlgemerkt, nicht von der Politik –, weil jedem klar sein muss, dass auch in diesem System Handlungsbedarf besteht und wir nicht die Augen vor Notwendigkeiten verschließen dürfen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Strache: Das machen Sie!
Ein Letztes, meine Damen und Herren: Es gibt manche in diesem Land, die versuchen zu beschwichtigen, indem sie sagen, es sei alles halb so schlimm, eigentlich sei ein Handlungsbedarf nicht wirklich gegeben, aber wenn ein Handlungsbedarf besteht, dann können wir ja ein paar Steuern erhöhen. (Abg. Strache: Das machen Sie!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Das haben wir doch schon! Wir sind ein Höchststeuerland!
Meine Damen und Herren! Österreich ist ein Hochsteuerland. Hohe Steuern untergraben die Leistungsbereitschaft der Menschen in einem Land. Ohne Leistungsbereitschaft gibt es kein Wachstum in einem Land, aber ohne Wachstum keinen Wohlstand und ohne Wohlstand keinen Sozialstaat. Das heißt, meine Damen und Herren, in der Schlussfolgerung: Zu hohe Steuern schädigen letzten Endes den Sozialstaat eines Landes. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Das haben wir doch schon! Wir sind ein Höchststeuerland!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: So viele Leerformeln!
Und damit all das nicht passiert, meine Damen und Herren, ist Sparen notwendig, ist ein Sanierungsbudget notwendig, wie wir es jetzt hier zu diskutieren beginnen, und deshalb gibt es zu diesem Sparbudget keine Alternative. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: So viele Leerformeln!)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Heinz-Christian Strache (FPÖ): Werte Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren auf der Regierungsbank! Sehr geehrte Damen und Herren! Wir haben heute ein Budget zu behandeln, wo man sagen kann, dass man dieses Budget und auch die Arbeit dieser Bundesregierung im Grunde genommen mit drei Worten charakterisieren kann: konzeptlos, ideenlos und hoffnungslos. Das, was hier vorliegt, ist ein Dokument des Scheiterns, ein Offenbarungseid des Scheiterns! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Weil auch der Gleichheitsgrundsatz mit drei entscheidenden Argumenten einklagbar ist, werden wir Freiheitlichen den Familien beispringen und eine Verfassungsklage einbringen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Wittmann: Ich sage nur: Ortstafeln!
Und damit sind wir schon, meine sehr geehrten Damen und Herren, beim ersten Vorschlag für den Herrn Cap. Wir Freiheitlichen unterscheiden uns von Ihnen, Herr Cap! Sie haben die Verfassung gebrochen, indem Sie das Budget nicht rechtzeitig vorgelegt haben und somit verfassungswidrig gehandelt haben, wir Freiheitlichen hingegen werden – und da unterscheiden wir uns klar von Ihnen – die Verfassung einhalten. – Vorschlag Nummer eins für Sie, Herr Cap. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Wittmann: Ich sage nur: Ortstafeln!)
Beifall bei der FPÖ.
Interessant ist auch, dass der Herr Finanzminister zu Beginn seiner gestrigen Rede gesagt hat, dass er von Freitag auf Samstag mit der SPÖ die letzten Details betreffend das Budget verhandelt hat, und dass er am Sonntag nach Brüssel geflogen ist, um das Hilfspaket für Irland zu verhandeln. Was heißt das? – Mit anderen Worten heißt das: Am Samstag hat er auf der einen Seite den Österreichern das Geld aus der Tasche gezogen, das er auf der anderen Seite am nächsten Tag in der Europäischen Union für Irland weitergegeben hat. Das ist doch die Realität! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Der Unterschied zwischen ÖVP/SPÖ und uns Freiheitlichen ist jener: Unser Geld ist für unsere Staatsbürger! (Beifall bei der FPÖ.) Wir wollen unsere Steuergelder nicht nach Griechenland oder nach Irland in Bankenpakete pumpen oder in Form von Nettobeiträgen in die Europäische Union oder in die Türkei, sondern wir wollen das österreichische Steuergeld hier bei uns einsetzen und es nicht so salopp, wie Sie mit den österreichischen Steuergeldern umgehen, in Bankenpakete pumpen und damit letztlich die Bankenmisswirtschaft schützen und stärken (Abg. Mag. Molterer: Mit Ihrer Stimme! Dem haben Sie zugestimmt!), anstatt dieses Geld zur Stärkung der eigenen österreichischen Wirtschaft und der Sozialpolitik einzusetzen. Das, Herr Cap, ist der Unterschied zwischen uns und Ihnen!
Abg. Mag. Molterer: Mit Ihrer Stimme! Dem haben Sie zugestimmt!
Der Unterschied zwischen ÖVP/SPÖ und uns Freiheitlichen ist jener: Unser Geld ist für unsere Staatsbürger! (Beifall bei der FPÖ.) Wir wollen unsere Steuergelder nicht nach Griechenland oder nach Irland in Bankenpakete pumpen oder in Form von Nettobeiträgen in die Europäische Union oder in die Türkei, sondern wir wollen das österreichische Steuergeld hier bei uns einsetzen und es nicht so salopp, wie Sie mit den österreichischen Steuergeldern umgehen, in Bankenpakete pumpen und damit letztlich die Bankenmisswirtschaft schützen und stärken (Abg. Mag. Molterer: Mit Ihrer Stimme! Dem haben Sie zugestimmt!), anstatt dieses Geld zur Stärkung der eigenen österreichischen Wirtschaft und der Sozialpolitik einzusetzen. Das, Herr Cap, ist der Unterschied zwischen uns und Ihnen!
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sie, meine Damen und Herren von der Koalition, unterstützen Großbanken; und ich verstehe das schon. Hinter mir sitzt der Herr Finanzminister und Vizekanzler Pröll, der ja einen Wahlonkel hat, und zwar den Herrn Generaldirektor des Raiffeisenkonzerns Konrad, der ihm natürlich vorgibt, was er zu tun hat. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Und genau das ist das, was diese Bundesregierung lebt: Bankenlobbyismus! Die kleineren und mittleren Gewerbebetriebe sind Ihnen wurscht, und auch der Mittelstand und die Leistungsträger sind Ihnen wurscht! (Abg. Dr. Stummvoll: Ich erinnere an die Bankensteuer!)
Abg. Dr. Stummvoll: Ich erinnere an die Bankensteuer!
Sie, meine Damen und Herren von der Koalition, unterstützen Großbanken; und ich verstehe das schon. Hinter mir sitzt der Herr Finanzminister und Vizekanzler Pröll, der ja einen Wahlonkel hat, und zwar den Herrn Generaldirektor des Raiffeisenkonzerns Konrad, der ihm natürlich vorgibt, was er zu tun hat. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Und genau das ist das, was diese Bundesregierung lebt: Bankenlobbyismus! Die kleineren und mittleren Gewerbebetriebe sind Ihnen wurscht, und auch der Mittelstand und die Leistungsträger sind Ihnen wurscht! (Abg. Dr. Stummvoll: Ich erinnere an die Bankensteuer!)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wo sind Sie, Herr Cap, bei diesem Vorschlag, der von den Freiheitlichen kommt, warum setzen Sie ihn nicht um? Das schlagen wir Freiheitlichen vor, aber Sie schützen da die RZB, Sie schützen da die Bankenkonzerne, die sich auf dem Rücken der Allgemeinheit bereichern. Das ist nicht sozial gerecht, Herr Cap! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Hörl: Solch ein Blödsinn!
Auch zahlreiche andere Zeitungen berichten über diese Entwicklung. Ja, die war ja vorhersehbar! Aber Rot und Schwarz loben noch immer den Euro als das große Zukunftsprojekt. In Wirklichkeit ist der Euro wahrscheinlich schon damals eine Totgeburt gewesen – und steht jetzt vor dem Krachen! (Abg. Hörl: Solch ein Blödsinn!)
Abg. Öllinger: Und was ist in Kärnten?
Von den 6,3 Milliarden € an österreichischen Steuergeldern, die Sie gegen unsere Stimmen nach Griechenland gepumpt haben, ist kein einziger Cent bei der griechischen Bevölkerung angekommen, sondern ausschließlich bei den Banken! Und genau das ist es, was wir meinen! (Abg. Öllinger: Und was ist in Kärnten?)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn Sie da nicht endlich umdenken, dann werden wir wahrscheinlich eine weitere dramatische Entwicklung erleben: Es werden dann all diese Rettungsschirme am Ende zusammenfallen und dann werden die Haftungen schlagend. Sie werden dann zu verantworten haben, dass die österreichischen Sparer ihre letzten Ersparnisse verloren haben – auf Grund dieser Ihrer unverantwortlichen Politik! Ich appelliere daher an Sie: Denken Sie da endlich um! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, es ist an der Zeit, dass Sie endlich umdenken. Es heißt: Der Fisch beginnt beim Kopf zu stinken! Daher sollten Sie einmal mit gutem Beispiel vorangehen, indem Sie zum Beispiel Staatssekretariate einsparen oder – der nächste Vorschlag, Herr Cap! – endlich eine Staats- und Verwaltungsreform machen. Sie sollten auch endlich darangehen, den rot-schwarzen Proporz und den Privilegiendschungel einmal aufzubrechen, anstatt immer wieder an der Steuerschraube zu drehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das hat mit sozialer Gerechtigkeit nichts zu tun, und das sichert auch nicht die Zukunft, sondern das ist ein No-Future-Projekt, das Sie da betreiben. Und das muss rasch eingestellt werden! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und da kommen wir dann gleich zu den nächsten Vorschlägen, Herr Cap. Im Pflegebereich, gerade bei den Ärmsten der Armen, da darf man doch keinen erschwerten Zugang schaffen! Da unterscheiden wir Freiheitlichen uns von den unsozialen Sozialdemokraten. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Neubauer: Weil es um die eigenen Stiftungen geht!
Wo ist bei den Stiftungen, Herr Cap, die Verdoppelung des Eingangssteuersatzes, wie wir Freiheitlichen das fordern? Nichts ist von Ihnen zu hören in diesem Bereich! (Abg. Neubauer: Weil es um die eigenen Stiftungen geht!)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Oder, Herr Cap, wenn es darum geht, dass die Familien in den nächsten vier Jahren durch Ihre unsozialen Maßnahmen 1,3 Milliarden € verlieren werden: Ja, wo ist denn die Umsetzung des freiheitlichen Vorschlags, ein Familiensteuersplitting einzuführen? Wo ist denn die Umsetzung des freiheitlichen Vorschlags, ein einheitliches Jugendschutzgesetz in Österreich endlich möglich zu machen? (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
Ja, auch bei den freiheitlichen Vorschlägen der Vergangenheit hat es oftmals Jahre gedauert, bis sie umgesetzt worden sind, wie beim kostenlosen Kindergarten. Aber genau das kann ich Ihnen versprechen: Wenn die Freiheitliche Partei stärkste und bestimmende Kraft in Österreich wird, werden wir diese Vorschläge umsetzen – und da unterscheiden wir uns von Ihnen, Herr Cap, und von der Sozialdemokratie. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist genau Ihre Finanzpolitik der letzten Jahre, die einfach geändert werden muss. Wir haben heute einen Schuldenstand, der katastrophal ist. Sie haben weiter eine Politik der steigenden Schulden zu verantworten. Wir steuern eine zukünftige Zinsenbelastung von 10 Milliarden € pro Jahr an. Ein Wahnsinn! Und Sie verwenden weiterhin österreichische Steuergelder für Bankenpakete und schröpfen die eigene Bevölkerung, anstatt endlich die 315 Rechnungshofvorschläge im Struktur- und Verwaltungsreformbereich umzusetzen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die liegen ja, bitte, auf dem Tisch! Da gibt es ein Bücherl, Herr Kanzler und Herr Vizekanzler, Herr Cap und Herr Kopf! Setzen Sie das doch um, und hören Sie endlich auf, die eigene Bevölkerung zu belasten! Endlich dieses Land vom roten und schwarzen Proporz befreien und diesen zerschlagen – das muss das Prinzip sein, statt die eigene Bevölkerung permanent zu belasten. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Neubauer: Das wäre eh schlimm!
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Nur damit Sie von den Regierungsfraktionen es sich zwischenruftechnisch einteilen können: Es ist nicht alles schlecht in Österreich – na ganz klar. (Abg. Neubauer: Das wäre eh schlimm!) Es gibt auch eine Reihe von Maßnahmen in dieser Budgetvorschau – ich werde vielleicht dann noch darauf eingehen –, die unsere Zustimmung finden. Trotzdem müssen wir feststellen, dass im Moment eine große Sache vertan wird. Diese Krise könnte viel mehr als Chance begriffen werden, und diese Chance wird vertan – und das ist schade.
Beifall bei den Grünen.
Vor diesem Hintergrund ist das vorgelegte Budget der Regierung in der Tendenz vor allem bildungsfeindlich – das mit Sicherheit –, es ist familienfeindlich und es ist frauenfeindlich. Das einzig Freundliche, was da drinnen ist, ist die Freundlichkeit Ihren eigenen Landeshauptleuten gegenüber und dass Sie bei den steuerlichen Maßnahmen die Reichen und die Superreichen relativ billig davonkommen haben lassen. Dort herrscht Freundlichkeit. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei Grünen und FPÖ.
Als Erstes waren Sie schon einmal zu feig, rechtzeitig das Budget vorzulegen. Das muss an dieser Stelle noch einmal erwähnt werden. Sie haben in verfassungsbrecherischer und absichtlicher und vorsätzlicher Weise das Ganze zu spät vorgelegt. Jetzt können Sie immer noch sagen: Ja und? Was kostet das? – Aber ich meine, wenn für die Bundesregierung die Verfassung nicht mehr gilt, dann ist das üblicherweise ein Rücktrittsgrund. (Beifall bei Grünen und FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Sie haben – drittens – die Lobbies von den Stiftungsprivilegierten und von all diesen gut erhört. So war es ja nicht! Sie haben auch die Agrarlobbys gehört. Sie sind vor den Klientelen, die Sie vertreten, in die Knie gegangen. Das ist die dritte Feigheit. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Sie haben, was vielleicht nur langfristig wirksam wäre, ebenfalls nicht erledigt – denn das ist nicht in der Kurzfristigkeit des Budgets 2011 abbildbar, das sage ich schon gleich dazu, um zur Versachlichung beizutragen. Aber Sie machen ja nichts in der langen Frist, und das manifestiert sich am allerbesten darin, dass Sie vor den Landeshauptleuten in die Knie gegangen sind. Denn diese Themen der Verwaltungsreform, der Föderalismusreform, der Strukturreformen, all diese Begriffe, die alle immer in den Mund nehmen, die leben Sie, Herr Vizekanzler und Herr Finanzminister, nicht so, wie Sie das gestern zitiert haben. Ich halte das für die größte Verhöhnung dieses Hauses und der Bevölkerung, wenn Sie sagen – ich zitiere noch einmal wörtlich –: „Alle reden von der Verwaltungsreform – wir leben sie!“ – Also so einen Schrott habe ich hier schon lange nicht mehr gehört. Das ist ja ärger als bei Grasser! (Beifall bei den Grünen.)
Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ.
Es ist ja genau das Gegenteil der Fall! Ich akzeptiere ja, dass Sie vor wenigen Jahren sehr ambitioniert gestartet sind – aber es kommt ja überhaupt nichts raus. Ich meine, wenn wenigstens ein bisschen etwas weitergehen würde – aber nein, die Zeichen verschlimmern sich ja, was das betrifft. Ich darf an dieser Stelle noch einmal die „Kleine Zeitung“ zitieren, was all diese Punkte betrifft: Wenn es um Föderalismus und Verwaltungsreform geht, sind Sie, Herr Vizekanzler, „als Tiger gesprungen und als Bettvorleger gelandet“. (Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ.) – Das ist tatsächlich der Fall. Besser könnte man es nicht beschreiben. Sie sind in dieser Sache der Pantoffelheld in Ihrer eigenen Partei.
Beifall bei den Grünen.
Das Schlimme ist, dass natürlich auch die SPÖ da nichts weiterbringt. Und was Herrn Faymann betrifft – bei aller zwischenzeitigen Sympathie, Herr Bundeskanzler, aber letztlich und angesichts all dessen, was ich selber erlebe, wenn wir das bei den Österreich-Gesprächen einmal angehen und schon relativ weit sind: Immer dann, wenn ein Landeshauptmann ums Eck kommt, spielen Sie den Frühstücksdirektor. Und mit Frühstücksdirektoren und Pantoffelhelden werden wir keinen Staat machen können! Das wird sich nicht ausgehen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Letztlich bleibt eben hier der Befund, dass der Neffe vor dem Onkel in die Knie gegangen ist. Das können wir nicht brauchen, so weit braucht der Feudalismus in diesem Land nicht zu gehen. Es reicht, wenn die Provinzfürsten sich so aufführen, wie sie sich bis jetzt aufgeführt haben. Aber was der Herr Landeshauptmann von Niederösterreich in letzter Zeit abgeliefert hat, das spottet jeder Beschreibung. Ich erwarte mir von einer selbstbewussten Regierungsspitze, dass sie da anders auftritt. Das tun Sie aber nicht. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Finanzminister, Sie waren feig oder sind feig, weil Sie hier auch noch einen groß angelegten Schwindel fabrizieren – auch da ist wieder die „Vergrasserung“ spürbar –, nämlich im Bereich der Behauptungen, die Sie hier machen. Dort, wo es nämlich wirklich wichtig wäre, in den Bereichen Schulen und Universitäten, geht finanzmäßig nichts weiter. Ob Sie sonst eine Reform zusammenbringen, ist eine andere Frage, da stehen die Zeichen ja auch eher auf Schwarz, wie wir gesehen haben. Aber hier herzugehen und zu behaupten, in den Schulen und speziell bei den Universitäten gebe es wesentlich mehr Geld – Sie reden da von irgendwelchen Offensiven –, nur weil Sie folgende Methode angewandt haben: zuerst drei Zuckerl wegnehmen, dann eines hinlegen und sagen: So, jetzt freut euch, jetzt habt ihr ein Zuckerl mehr!, das ist derart primitiv und letztlich auch verräterisch, dass es nicht hinnehmbar ist! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Jetzt könnte man sagen: Okay, immerhin einsichtig!, aber wenn Sie alle diese Tatbestände – ich zähle sie jetzt nicht auf, aber es sind mindestens fünf – auch wirklich umsetzen wollen, dann haben Sie hier wieder eine zusätzliche Bürokratie geschaffen, die nicht notwendig wäre, wenn Sie diesen Unfug einfach bleiben lassen würden. Damit ist wieder einmal bewiesen, dass Sie die Verwaltungsreform nicht leben, sondern auf diese Art und Weise einfach nur torpedieren. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wie wollen Sie erklären, dass wir im Bereich der Förderung von Agrardiesel und Schiffsdiesel 100 Millionen € nachschmeißen? Bei den Stiftungsprivilegien und deren Beseitigung geht nichts weiter – da wären 300 bis 400 Millionen € mehr drinnen, und die würden immer noch viel besser dastehen als alle vergleichbaren Institutionen in Europa. Wir haben in der Wirtschaftsförderung sogar eine Zunahme anstatt einer Abnahme. Sie fördern auch dort immer die Großen anstatt der Kleinen. Das zieht sich durch, Herr Vizekanzler! Ihre Waldviertler Philosophie: Dort, wo ein großer, dicker, fetter Traktor breite Spuren im Schnee macht, dort schmeißen Sie noch viel Geld nach – bei den Großbanken, bei den Großkonzernen, bei den Großbauern. Und das geht sich nicht mehr aus, dass Sie hier den verlängerten Arm von Raiffeisen in der Regierung und im Parlament spielen wollen. Da müssen wir dagegenhalten, und das tun wir auch. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Deshalb, meine Damen und Herren: Mehr Mut, weniger Feigheit! Und setzen Sie sich einmal gegen die Landeshauptleute durch! Dann werden Sie wieder auf Augenhöhe vor die Bevölkerung treten können. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Josef Bucher (BZÖ): Ein schlechter Tag beginnt mit einem ruinierten Budget! (Beifall beim BZÖ.) – Meine sehr geehrten Damen und Herren, das wird sich gestern auch unser Finanzminister klammheimlich gedacht haben, als er hinter mir bei der Klagemauer gestanden ist und seine Budgetrede gehalten hat, eine Budgetrede, die ein einziges Jammerklagen war. Alle waren schuld: die bösen Banken, die Finanzminister, die ihre Haushalte innerhalb Europas nicht in Ordnung bringen konnten, die Wirtschaftskrise, die Finanzmarktkrise – alle, nur nicht unsere Bundesregierung. Nein, unsere Bundesregierung ausgenommen, vor allem auch die vorhergehenden Bundesregierungen ausgenommen.
Beifall beim BZÖ.
Herr Finanzminister! Wir haben die schlimmsten Befürchtungen gehabt, aber mit diesem Budget, das Sie uns gestern vorgelegt haben, haben Sie die schlimmsten Befürchtungen auch noch übertroffen! Das ist die Realität. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Hörl: Und das sagt ein Kärntner?!
Statt neue Wege zu gehen, so wie wir das immer wieder auch von Ihren Kolleginnen und Kollegen in den Reihen der ÖVP hören, gehen Sie den alten ÖVP-Schuldenpfad weiter (Abg. Hörl: Und das sagt ein Kärntner?!), den Sie vor 24 Jahren beschritten haben und der nur aufgrund Ihrer fehlgesteuerten Politik zustande gekommen ist.
Beifall beim BZÖ.
Schulden machen um jeden Preis und die nächsten Generationen belasten – das ist die Pröll-Politik, durch die unsere Generationen in den nächsten Jahren in die Verschuldung geraten. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Hörl: Der Finanzminister muss deine Bank sanieren! – Der muss seine Bank retten!
Man darf ja nicht vergessen die jahrelange Untätigkeit von Rot und Schwarz, und das Experiment dauert mittlerweile schon wieder vier Jahre. (Abg. Hörl: Der Finanzminister muss deine Bank sanieren! – Der muss seine Bank retten!) Seit 2006 gibt es eine rot-schwarze Koalition, und spätestens im Jahr 2008, Herr Finanzminister, hätten Sie begreifen müssen, dass das Geld, das Sie für die Banken zur Verfügung stellen, uns irgendwann einmal abgehen wird, dass das schmerzvolle Einschnitte in den nächsten Jahren erfordert. Das hätten Sie irgendwann einmal auch begreifen müssen. Und Sie hätten in den letzten Jahren genug Zeit gehabt, die Hausaufgaben zu machen und Reformen auch rechtzeitig einzuführen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Man darf ja nicht vergessen die jahrelange Untätigkeit von Rot und Schwarz, und das Experiment dauert mittlerweile schon wieder vier Jahre. (Abg. Hörl: Der Finanzminister muss deine Bank sanieren! – Der muss seine Bank retten!) Seit 2006 gibt es eine rot-schwarze Koalition, und spätestens im Jahr 2008, Herr Finanzminister, hätten Sie begreifen müssen, dass das Geld, das Sie für die Banken zur Verfügung stellen, uns irgendwann einmal abgehen wird, dass das schmerzvolle Einschnitte in den nächsten Jahren erfordert. Das hätten Sie irgendwann einmal auch begreifen müssen. Und Sie hätten in den letzten Jahren genug Zeit gehabt, die Hausaufgaben zu machen und Reformen auch rechtzeitig einzuführen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Österreich steht im internationalen Wettbewerb. Uns reitet noch immer ein riesiger Amtsschimmel, der jede Menge Geld kostet, der in Zukunft nicht mehr finanzierbar ist. Und wenn ich das immer wieder vom Kollegen Kopf höre, dann kann ich nur sagen: Ja, dann machen Sie doch endlich einmal etwas dagegen! Das sind doch Ihre Beamtenheere, die da eine Menge Geld abkassieren und eine Menge Geld kosten. Machen Sie doch einmal einen Einschnitt! Kürzen Sie doch einmal eine Verwaltungsebene heraus! Zeigen Sie doch einmal Mut und Einsatz im Interesse der Steuerzahler! Geben Sie uns das nicht immer hier am Rednerpult mit auf den Weg, sondern setzen Sie auch einmal irgendetwas um! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das, was Sie umsetzen, ist einzig und allein der Auftrag Brüssels, den Banken zu helfen, den europäischen Mitgliedsländern zu helfen, den Rettungsschirm über alle zu spannen – nur nicht über die österreichische Bevölkerung, die hat keinen Schirm, der haben Sie den Schirm weggenommen, die steht im Regen, die bekommt jetzt Belastungen, Bestrafungen und Steuererhöhungen ab, und das ist unredlich. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Hörl: Kärnten war schon!
Wenn man Ihre Zusagen zusammenrechnet, kosten sie uns so nebenbei 10 Milliarden €. 10 Milliarden € kosten die Zusagen, die Sie ständig machen, um Irland und Griechenland zu retten – Portugal steht vor der Tür, dann kommt Spanien und vielleicht auch Italien, und dann bricht das ganze System ohnehin zusammen. (Abg. Hörl: Kärnten war schon!)
Beifall beim BZÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hörl.
Sie verschulden unser Land und Sie verpfänden unsere Zukunft, das ist die Realität! – Hören Sie in den letzten Reihen der ÖVP doch einmal zu! (Beifall beim BZÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hörl.) Herr Kollege Hörl, hören Sie doch einmal zu!
Beifall beim BZÖ.
Die Schulden, die Kredite, die Ihr Finanzminister aufnimmt, werden unsere Kinder und unsere Enkelkinder noch zurückzahlen müssen, meine sehr geehrten Damen und Herren. Das ist die Realität! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir müssen aus dieser Euro-Überschuldungskrise herauskommen. Und der einzige Weg, der herausführt – wir propagieren das schon seit vielen Monaten und schlagen das vor –, ist die Schaffung einer Euro-Kernzone, um mit den starken Euro-Ländern die Währung zu halten. Und jene Länder, die ihre Hausaufgaben nicht machen, die die Kriterien nicht erfüllen, sollten zu ihrer ursprünglichen Währung zurückkehren. Das ist der einzig richtige, der einzig gangbare und der einzig finanzierbare Weg, um den Euro zukunftsfit zu halten und zu retten, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ.)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Hypo Alpe-Adria! Ihre Bank!
Kärntner schon!), wenn Sie jetzt den Banken so großartig helfen und Milliarden ausschütten müssen?! (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Hypo Alpe-Adria! Ihre Bank!) – Nein, das ist nicht unsere Bank! Ich war noch nie in dieser Bank und habe auch niemals Geschäftsbeziehungen mit ihr gepflegt, Herr Finanzminister!
Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Rädler.
Aber genau das ist Ihre Art, Politik zu machen, diese ÖVP-Tiefkühlpolitik, nämlich den sozial Schwächeren, den Familien und sogar den Pflegebedürftigen Geld zu nehmen und es den Banken nachzuschmeißen. Das ist die ÖVP-Politik, und diese ist verwerflich und zu bekämpfen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Zwischenruf des Abg. Dolinschek.
Ich komme noch einmal auf die Verfassungswidrigkeit, dass Sie erst jetzt das Budget vorgelegt haben, zu sprechen. Sie, Herr Finanzminister, haben immer argumentiert, dass Sie Planbarkeit und Zeit brauchen, dass Sie wissen möchten, wie sich die Inflation, das Wirtschaftswachstum und die Arbeitslosigkeit im nächsten Jahr entwickeln, damit Sie ein Budget vorlegen können. – Herr Finanzminister, wie viel kümmert Sie die Planbarkeit eines Familienvaters, der zwei studierende Kinder hat? (Zwischenruf des Abg. Dolinschek.) Der hat auch Anspruch auf Planbarkeit. Dem nehmen Sie jetzt die Familienbeihilfe, den Mehrkindzuschlag. (Abg. Steibl: Das stimmt ja nicht!) Dieser Familienvater hat keine Planbarkeit, den schröpfen Sie, den schränken Sie ein. Und das ist die Verfassungswidrigkeit Nummer zwei, Herr Finanzminister! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Steibl: Das stimmt ja nicht!
Ich komme noch einmal auf die Verfassungswidrigkeit, dass Sie erst jetzt das Budget vorgelegt haben, zu sprechen. Sie, Herr Finanzminister, haben immer argumentiert, dass Sie Planbarkeit und Zeit brauchen, dass Sie wissen möchten, wie sich die Inflation, das Wirtschaftswachstum und die Arbeitslosigkeit im nächsten Jahr entwickeln, damit Sie ein Budget vorlegen können. – Herr Finanzminister, wie viel kümmert Sie die Planbarkeit eines Familienvaters, der zwei studierende Kinder hat? (Zwischenruf des Abg. Dolinschek.) Der hat auch Anspruch auf Planbarkeit. Dem nehmen Sie jetzt die Familienbeihilfe, den Mehrkindzuschlag. (Abg. Steibl: Das stimmt ja nicht!) Dieser Familienvater hat keine Planbarkeit, den schröpfen Sie, den schränken Sie ein. Und das ist die Verfassungswidrigkeit Nummer zwei, Herr Finanzminister! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich komme noch einmal auf die Verfassungswidrigkeit, dass Sie erst jetzt das Budget vorgelegt haben, zu sprechen. Sie, Herr Finanzminister, haben immer argumentiert, dass Sie Planbarkeit und Zeit brauchen, dass Sie wissen möchten, wie sich die Inflation, das Wirtschaftswachstum und die Arbeitslosigkeit im nächsten Jahr entwickeln, damit Sie ein Budget vorlegen können. – Herr Finanzminister, wie viel kümmert Sie die Planbarkeit eines Familienvaters, der zwei studierende Kinder hat? (Zwischenruf des Abg. Dolinschek.) Der hat auch Anspruch auf Planbarkeit. Dem nehmen Sie jetzt die Familienbeihilfe, den Mehrkindzuschlag. (Abg. Steibl: Das stimmt ja nicht!) Dieser Familienvater hat keine Planbarkeit, den schröpfen Sie, den schränken Sie ein. Und das ist die Verfassungswidrigkeit Nummer zwei, Herr Finanzminister! (Beifall beim BZÖ.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.
Das ist die Tiefkühlpolitik, die Sie betreiben. Sie stehen ausschließlich im Sold, im Dienst der Banken und der Europäischen Union. Sie haben sich davon verabschiedet, die Interessen der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler und der Bürger in Österreich zu vertreten. Sie machen aus den Bürgern Bürgen. Sie machen aus den Steuerzahlern Schuldner unserer Republik. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Abg. Ing. Westenthaler: Von welcher Partei ist der?
Es ist ja völlig skurril, dass wir dann von der Wirtschaftskammer, vom Wirtschaftskammerpräsidenten Leitl, Briefe bekommen, in denen er uns auffordert, das zu bekämpfen, was der Finanzminister macht. (Abg. Ing. Westenthaler: Von welcher Partei ist der?) Er schreibt, wir sollen uns für Erneuerung, für strukturelle Reformen einsetzen und dafür Politik machen. (Zwischenruf des Abg. Petzner.) – Und das mit den Pflichtmitgliedschaftsbeiträgen der Unternehmerinnen und Unternehmer in unserem Land, die sie auch zum Schalten von Inseraten und Werbespots unter dem Titel „Jetzt gegensteuern“ – gegen diese Bundesregierung – heranziehen.
Zwischenruf des Abg. Petzner.
Es ist ja völlig skurril, dass wir dann von der Wirtschaftskammer, vom Wirtschaftskammerpräsidenten Leitl, Briefe bekommen, in denen er uns auffordert, das zu bekämpfen, was der Finanzminister macht. (Abg. Ing. Westenthaler: Von welcher Partei ist der?) Er schreibt, wir sollen uns für Erneuerung, für strukturelle Reformen einsetzen und dafür Politik machen. (Zwischenruf des Abg. Petzner.) – Und das mit den Pflichtmitgliedschaftsbeiträgen der Unternehmerinnen und Unternehmer in unserem Land, die sie auch zum Schalten von Inseraten und Werbespots unter dem Titel „Jetzt gegensteuern“ – gegen diese Bundesregierung – heranziehen.
Beifall beim BZÖ.
Das ist Augenauswischerei auf dem Rücken der Pflichtmitglieder in unserem Land, die ihren finanziellen Beitrag leisten müssen. Das ist diese Verlogenheit der ÖVP, die uns schon zum Hals heraushängt, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Genauso ist es bei der Arbeiterkammer. Die Arbeiterkammer schreibt uns auch, dass wir das bekämpfen sollen, dass wir dafür eintreten sollen, dass den Familien kein Geld genommen wird, dass man diese Sozialkürzungen nicht einfach so hinnehmen soll. – Das Aus für dieses Kammernsystem wäre die richtige Systembereinigung. 600 Millionen € zahlen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitgeber, zahlen die Unternehmer in dieses Kammernsystem ein – 600 Millionen € jährlich, die wären einzusparen, und das System wäre auf eine freiwillige Mitgliedschaft umzustellen! Das ist ein richtiger Spargedanke, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Kopf: Ja!
Die Schuldenquote steigt natürlich auch. Da können Sie hier nicht sagen: Wir machen keine neuen Schulden! Orientieren Sie sich doch nicht an den osteuropäischen Reformländern Rumänien und Bulgarien, sondern orientieren Sie sich endlich einmal an der Schweiz! Die Schweiz betreibt Schuldenabbau (Abg. Kopf: Ja!) – dort sinken die Schulden und geht die Steuer- und Abgabenquote zurück. Das sollten Sie einmal als Maßstab heranziehen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Die Schuldenquote steigt natürlich auch. Da können Sie hier nicht sagen: Wir machen keine neuen Schulden! Orientieren Sie sich doch nicht an den osteuropäischen Reformländern Rumänien und Bulgarien, sondern orientieren Sie sich endlich einmal an der Schweiz! Die Schweiz betreibt Schuldenabbau (Abg. Kopf: Ja!) – dort sinken die Schulden und geht die Steuer- und Abgabenquote zurück. Das sollten Sie einmal als Maßstab heranziehen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Sie betreiben eine völlig falsche Schwerpunktsetzung. Das Budget, das Sie vorgelegt haben, Herr Finanzminister Pröll, ist ja bei weitem kein Zukunftsbudget. Im Vergleich zu Ihnen ist ja ein Archäologe geradezu ein Zukunftsforscher, das muss ich Ihnen auch einmal mit auf den Weg geben. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Krainer.
Sie sollten einmal unsere Vorschläge aufgreifen und über Privatisierungen nachdenken, beispielsweise Teilprivatisierungen bei den ÖBB, denen muss man einmal das Wirtschaften beibringen. Der Steuerzahler muss 7 Milliarden € pro Jahr aufbringen, damit das Unternehmen überhaupt noch einigermaßen einen Waggon auf die Schiene bringt, meine sehr geehrten Damen und Herren, und Sie wollen dort eine Kapitalaufstockung machen und noch einmal 400 Millionen € zuschießen. (Zwischenruf des Abg. Krainer.) 400 Millionen nehmen Sie von den Familien weg und geben sie dem maroden Betrieb der ÖBB, wo die Gewerkschafter das Sagen haben. (Abg. Grosz: Wo sitzt Haberzettl?)
Abg. Grosz: Wo sitzt Haberzettl?
Sie sollten einmal unsere Vorschläge aufgreifen und über Privatisierungen nachdenken, beispielsweise Teilprivatisierungen bei den ÖBB, denen muss man einmal das Wirtschaften beibringen. Der Steuerzahler muss 7 Milliarden € pro Jahr aufbringen, damit das Unternehmen überhaupt noch einigermaßen einen Waggon auf die Schiene bringt, meine sehr geehrten Damen und Herren, und Sie wollen dort eine Kapitalaufstockung machen und noch einmal 400 Millionen € zuschießen. (Zwischenruf des Abg. Krainer.) 400 Millionen nehmen Sie von den Familien weg und geben sie dem maroden Betrieb der ÖBB, wo die Gewerkschafter das Sagen haben. (Abg. Grosz: Wo sitzt Haberzettl?)
Beifall beim BZÖ.
Verkaufen wir die ÖBB gleich um einen Euro an die Gewerkschaft, dann kann sie zeigen, ob sie auch wirtschaften kann! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ. – Abg. Strache: Das ist richtig!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es gibt eine Reihe von Einsparungsmöglichkeiten, die Sie leider nicht ernst nehmen. Über 1 000 Anträge von den Oppositionsparteien gibt es dazu in den Ausschüssen. Ich höre immer, dass wir keine Vorschläge machen – das, was hier betrieben wird, ist ein Wahnsinn: Alle unsere Vorschläge werden ständig vertagt, und damit diskreditiert man auch die Mitarbeit der Opposition. Und das, Herr Kollege Cap – er ist gerade nicht im Saal; er hört das nicht gerne –, ist unredlich! (Beifall bei BZÖ und FPÖ. – Abg. Strache: Das ist richtig!)
Zwischenruf des Abg. Krainer.
Wir sagen Ja zu einem Steuersystem, bei dem die Steuern niedriger sind, denn das bringt Wachstum und Beschäftigung und auch Zukunft. (Zwischenruf des Abg. Krainer.)
Beifall beim BZÖ.
Wir vom BZÖ, meine sehr geehrten Damen und Herren, bleiben die Trutzburg der Steuerzahler gegen diese rot-schwarzen Raubritter. – Danke schön. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Vilimsky: Das hat der Grasser immer gesagt!
Bundeskanzler Werner Faymann: Sehr verehrter Herr Präsident! Mitglieder der Regierung! Hohes Haus! Ein guter Tag beginnt auch damit, dass heute die ... (Abg. Vilimsky: Das hat der Grasser immer gesagt!) – Genau, und jetzt werden Sie den Unterschied merken; aber man merkt: schlau und aufmerksam!
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Die Arbeitslosigkeit war im November rückläufig – die Zahlen sind heute bekannt geworden. Wir stehen bei einem Beschäftigungsrekord von 3 299 400 Beschäftigten, das sind 60 000 mehr als im November des Vorjahres. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Strache: Das hat mit Ihnen als Kanzler begonnen! Seither ist die soziale Gerechtigkeit beim Teufel!
Es ist wichtig, dass ich das einleitend sage, denn wissen Sie eigentlich, wann vor Beginn der Wirtschaftskrise der schlechteste Tag für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer war, wann die Arbeitslosigkeit am höchsten war? (Abg. Strache: Das hat mit Ihnen als Kanzler begonnen! Seither ist die soziale Gerechtigkeit beim Teufel!) – Als Sie, Herr Strache, in der Regierung waren, war der schwärzeste Tag für die Arbeitnehmer vor der Wirtschaftskrise, denn damals war die Arbeitslosigkeit am höchsten! Und daher ist es gut, dass Sie weit weg von dieser Regierung sind. Bitte bleiben Sie auch dort! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist wichtig, dass ich das einleitend sage, denn wissen Sie eigentlich, wann vor Beginn der Wirtschaftskrise der schlechteste Tag für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer war, wann die Arbeitslosigkeit am höchsten war? (Abg. Strache: Das hat mit Ihnen als Kanzler begonnen! Seither ist die soziale Gerechtigkeit beim Teufel!) – Als Sie, Herr Strache, in der Regierung waren, war der schwärzeste Tag für die Arbeitnehmer vor der Wirtschaftskrise, denn damals war die Arbeitslosigkeit am höchsten! Und daher ist es gut, dass Sie weit weg von dieser Regierung sind. Bitte bleiben Sie auch dort! (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Das wird knapp!
Das sind die Rahmenbedingungen, die auch durch dieses Budget zu stärken sind. Dieses Budget ist natürlich nur ein Teil unserer Aufgaben, die vor uns stehen. Wir haben in den Verhandlungen mit den Bundesländern betreffend den Stabilitätspakt noch einiges vor uns, aber auch im Bereich der Bildung, das wir in dieser Legislaturperiode zu bewältigen haben. (Ruf bei der FPÖ: Das wird knapp!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Sie brauchen ja keine Finanzhaie, Sie gehen ja schon vor den Landeshauptleuten in die Knie! Was soll das?
Wir berichten hier also nicht über die vollständige Erledigung aller Reformen, die in unserem Land notwendig sind, sondern wir berichten über einen Teilschritt bei der Budgetkonsolidierung, mit der wir dafür sorgen, dass die Finanzen in unserem Land stabil sind und dass Finanzhaie, die derzeit anderswo in Europa gegen Regierungen tätig sind, in unserem Land und gegen unser Land keine Chance haben. Wir wollen in unseren Entscheidungen souverän bleiben, und dafür braucht man ein konsolidiertes Budget. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Sie brauchen ja keine Finanzhaie, Sie gehen ja schon vor den Landeshauptleuten in die Knie! Was soll das?)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Gott sei Dank!
Herr Kollege Kogler, wir haben mit den Landeshauptleuten eine Diskussion, an der Sie ja nicht teilnehmen (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Gott sei Dank!), aber Sie könnten zum Beispiel in Oberösterreich dafür sorgen, dass es eine konstruktivere Gesprächsbasis gibt, denn wenn man über eine Straße diskutiert (Abg. Neubauer: Die Sie fünf Jahre lang zugesagt haben!) – das gilt auch dort, wo Sie in der Regierung sind –, ist es genauso notwendig, konstruktiv zu diskutieren, wie wenn es um die Familien geht.
Abg. Neubauer: Die Sie fünf Jahre lang zugesagt haben!
Herr Kollege Kogler, wir haben mit den Landeshauptleuten eine Diskussion, an der Sie ja nicht teilnehmen (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Gott sei Dank!), aber Sie könnten zum Beispiel in Oberösterreich dafür sorgen, dass es eine konstruktivere Gesprächsbasis gibt, denn wenn man über eine Straße diskutiert (Abg. Neubauer: Die Sie fünf Jahre lang zugesagt haben!) – das gilt auch dort, wo Sie in der Regierung sind –, ist es genauso notwendig, konstruktiv zu diskutieren, wie wenn es um die Familien geht.
Abg. Neubauer: Das ist unverfroren, was Sie sagen! Ein Bundeskanzler, auf den man sich nicht verlassen kann, das ist eine Sauerei!
(Abg. Neubauer: Das ist unverfroren, was Sie sagen! Ein Bundeskanzler, auf den man sich nicht verlassen kann, das ist eine Sauerei!) Damit hätten Sie auch eine Aufgabe, Herr Kogler, jeder kann seinen Beitrag leisten! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Dr. Moser: Wir halten Ihnen sowieso die Stange!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Dr. Moser: Wir halten Ihnen sowieso die Stange!
(Abg. Neubauer: Das ist unverfroren, was Sie sagen! Ein Bundeskanzler, auf den man sich nicht verlassen kann, das ist eine Sauerei!) Damit hätten Sie auch eine Aufgabe, Herr Kogler, jeder kann seinen Beitrag leisten! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Dr. Moser: Wir halten Ihnen sowieso die Stange!)
Zwischenruf des Abg. Zanger
Eines ist sicher: Die Verwaltungsreform, die der Rechnungshofpräsident immer wieder bekräftigt, und die Potenziale, die er öffentlich aufzeigt, führen mit Sicherheit dazu, dass es in den Ländern, etwa im Bereich der Spitäler, zu Einsparungen kommen wird, dieses Geld wird jedoch – und das muss uns klar sein – in anderen Bereichen, zum Beispiel im Bereich der Pflege, dringend benötigt. Diese Einsparungen führen nicht dazu, dass der Finanzminister mehr Geld in die Kassa bekommt und wir uns dann die ganze Budgetkonsolidierung ersparen (Zwischenruf des Abg. Zanger), wie uns das manche von der Opposition einreden wollen, sondern die Verwaltungsreform und alle Einsparungsvorschläge führen dazu, dass in den Ländern effizienter gearbeitet wird und dass Aufgaben, Kostensteigerungen im Bereich Gesundheit, zusätzliche Aufgaben im Bereich Pflege, wo das Geld fehlt, zusätzliche Arbeitsplätze in diesen Bereichen mit diesen Mitteln bewältigt werden können. (Zwischenruf des Abg. Hagen.)
Zwischenruf des Abg. Hagen.
Eines ist sicher: Die Verwaltungsreform, die der Rechnungshofpräsident immer wieder bekräftigt, und die Potenziale, die er öffentlich aufzeigt, führen mit Sicherheit dazu, dass es in den Ländern, etwa im Bereich der Spitäler, zu Einsparungen kommen wird, dieses Geld wird jedoch – und das muss uns klar sein – in anderen Bereichen, zum Beispiel im Bereich der Pflege, dringend benötigt. Diese Einsparungen führen nicht dazu, dass der Finanzminister mehr Geld in die Kassa bekommt und wir uns dann die ganze Budgetkonsolidierung ersparen (Zwischenruf des Abg. Zanger), wie uns das manche von der Opposition einreden wollen, sondern die Verwaltungsreform und alle Einsparungsvorschläge führen dazu, dass in den Ländern effizienter gearbeitet wird und dass Aufgaben, Kostensteigerungen im Bereich Gesundheit, zusätzliche Aufgaben im Bereich Pflege, wo das Geld fehlt, zusätzliche Arbeitsplätze in diesen Bereichen mit diesen Mitteln bewältigt werden können. (Zwischenruf des Abg. Hagen.)
Abg. Hagen: Den Proporzapparat müsst ihr einsparen!
Die Verwaltungsreform und die harten Diskussionen, die uns auch weiterhin mit den Ländern bevorstehen und die wir zu bewältigen haben (Abg. Hagen: Den Proporzapparat müsst ihr einsparen!), führen nicht dazu, dass wir uns Maßnahmen, die wir jetzt diskutieren, ersparen, sondern führen dazu, dass die Aufgaben in den Bereichen Bildung und Gesundheit, die Aufgaben, die die Gemeinden haben – schauen Sie sich doch die Finanzen der Gemeinden an! –, die Kinderbetreuung in Zukunft besser bewältigt werden. Es geht dabei um die Erreichung einer höheren Effizienz. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Die Verwaltungsreform und die harten Diskussionen, die uns auch weiterhin mit den Ländern bevorstehen und die wir zu bewältigen haben (Abg. Hagen: Den Proporzapparat müsst ihr einsparen!), führen nicht dazu, dass wir uns Maßnahmen, die wir jetzt diskutieren, ersparen, sondern führen dazu, dass die Aufgaben in den Bereichen Bildung und Gesundheit, die Aufgaben, die die Gemeinden haben – schauen Sie sich doch die Finanzen der Gemeinden an! –, die Kinderbetreuung in Zukunft besser bewältigt werden. Es geht dabei um die Erreichung einer höheren Effizienz. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.
Es gibt auch eine Richtungsänderung beim Thema Vermögensteuern. Die OECD hat oft darauf hingewiesen, dass wir die Arbeit sehr hoch besteuern, während wir im vermögensbezogenen Bereich weniger Steuern als andere in Europa haben. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.)
Abg. Ing. Westenthaler: Das zahlen die Bankkunden!
Wir haben eine Richtungsänderung vorgenommen und haben 3,7 Milliarden € bis 2014 vorgesehen, aus Bankensteuern (Abg. Ing. Westenthaler: Das zahlen die Bankkunden!), Stiftungssteuern, Konzernbesteuerungen und Besteuerungen von Wertpapieren und Aktien. Das ist eine notwendige Richtungsänderung, die wir vorgenommen haben und zu der wir stehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben eine Richtungsänderung vorgenommen und haben 3,7 Milliarden € bis 2014 vorgesehen, aus Bankensteuern (Abg. Ing. Westenthaler: Das zahlen die Bankkunden!), Stiftungssteuern, Konzernbesteuerungen und Besteuerungen von Wertpapieren und Aktien. Das ist eine notwendige Richtungsänderung, die wir vorgenommen haben und zu der wir stehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Problematisieren wir diese vermögensbezogenen Steuern nicht, sondern sagen wir, dass es der richtige Weg ist, von jenen in unserem Land mehr Beiträge zu holen, die sich auch mehr leisten können! (Beifall bei der SPÖ.)
Anhaltender Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei der ÖVP.
Nützen wir aber auch unsere Chancen, die wir in dieser Zeit haben, treiben wir die Reformen, die noch vor uns stehen, voran und sehen wir dieses Budget als einen Baustein, aber noch lange nicht als den letzten Baustein für die Reformen in unserem Land. (Anhaltender Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
und damit deutlich weniger Zukunft in vielen anderen Ländern. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Abg. Dr. Moser: ... weil die brauchen eine bessere Budgetpolitik!
Arbeitslosigkeit – der Herr Bundeskanzler hat es angesprochen –, jenes Thema, das die Menschen am meisten bewegt: Wir haben die beste Arbeitsmarktsituation, seien wir stolz darauf! Reden wir diese Dinge nicht schlecht! Machen wir Mut, dass weiter investiert, konsumiert und exportiert wird! (Abg. Dr. Moser: ... weil die brauchen eine bessere Budgetpolitik!) Machen wir nicht den Fehler, das Land in einer sehr kritischen Phase in Europa schlechtzureden, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.) Das ist wirtschaftspsychologisch ein schwerer Fehler, weil wir uns auch auf gute Daten stützen können. (Abg. Bucher: Das Land redet niemand schlecht, sondern die Regierung!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Arbeitslosigkeit – der Herr Bundeskanzler hat es angesprochen –, jenes Thema, das die Menschen am meisten bewegt: Wir haben die beste Arbeitsmarktsituation, seien wir stolz darauf! Reden wir diese Dinge nicht schlecht! Machen wir Mut, dass weiter investiert, konsumiert und exportiert wird! (Abg. Dr. Moser: ... weil die brauchen eine bessere Budgetpolitik!) Machen wir nicht den Fehler, das Land in einer sehr kritischen Phase in Europa schlechtzureden, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.) Das ist wirtschaftspsychologisch ein schwerer Fehler, weil wir uns auch auf gute Daten stützen können. (Abg. Bucher: Das Land redet niemand schlecht, sondern die Regierung!)
Abg. Bucher: Das Land redet niemand schlecht, sondern die Regierung!
Arbeitslosigkeit – der Herr Bundeskanzler hat es angesprochen –, jenes Thema, das die Menschen am meisten bewegt: Wir haben die beste Arbeitsmarktsituation, seien wir stolz darauf! Reden wir diese Dinge nicht schlecht! Machen wir Mut, dass weiter investiert, konsumiert und exportiert wird! (Abg. Dr. Moser: ... weil die brauchen eine bessere Budgetpolitik!) Machen wir nicht den Fehler, das Land in einer sehr kritischen Phase in Europa schlechtzureden, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.) Das ist wirtschaftspsychologisch ein schwerer Fehler, weil wir uns auch auf gute Daten stützen können. (Abg. Bucher: Das Land redet niemand schlecht, sondern die Regierung!)
Abg. Ing. Westenthaler: Bankenminister! Raiffeisenminister!
Zweiter Punkt: Ich musste heute in der Diskussion wieder mehrmals Klischees und Zuordnungen hören wie Bankenretter, Bankenunterstützer und Sonstiges. (Abg. Ing. Westenthaler: Bankenminister! Raiffeisenminister!) Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich spreche Sie, wenn Sie wollen, auch persönlich an: Haben Sie dem Bankenpaket zugestimmt, Herr Abgeordneter Strache? (Abg. Strache: Griechenland nicht! Griechenland und Irland nicht!) Haben Sie, Herr Abgeordneter Westenthaler, dem Bankenpaket zugestimmt? (Zwischenrufe beim BZÖ. – Abg. Strache: Griechenland haben wir nicht zugestimmt!) Ich frage Sie: ja oder nein? – Ja! Einstimmiger Beschluss in diesem Haus. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.) Eine einfache Frage, eine einfache Antwort: Ja, Sie haben zugestimmt! (Abg. Strache: Das Griechenlandpaket ist ein Bankenpaket!)
Abg. Strache: Griechenland nicht! Griechenland und Irland nicht!
Zweiter Punkt: Ich musste heute in der Diskussion wieder mehrmals Klischees und Zuordnungen hören wie Bankenretter, Bankenunterstützer und Sonstiges. (Abg. Ing. Westenthaler: Bankenminister! Raiffeisenminister!) Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich spreche Sie, wenn Sie wollen, auch persönlich an: Haben Sie dem Bankenpaket zugestimmt, Herr Abgeordneter Strache? (Abg. Strache: Griechenland nicht! Griechenland und Irland nicht!) Haben Sie, Herr Abgeordneter Westenthaler, dem Bankenpaket zugestimmt? (Zwischenrufe beim BZÖ. – Abg. Strache: Griechenland haben wir nicht zugestimmt!) Ich frage Sie: ja oder nein? – Ja! Einstimmiger Beschluss in diesem Haus. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.) Eine einfache Frage, eine einfache Antwort: Ja, Sie haben zugestimmt! (Abg. Strache: Das Griechenlandpaket ist ein Bankenpaket!)
Zwischenrufe beim BZÖ. – Abg. Strache: Griechenland haben wir nicht zugestimmt!
Zweiter Punkt: Ich musste heute in der Diskussion wieder mehrmals Klischees und Zuordnungen hören wie Bankenretter, Bankenunterstützer und Sonstiges. (Abg. Ing. Westenthaler: Bankenminister! Raiffeisenminister!) Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich spreche Sie, wenn Sie wollen, auch persönlich an: Haben Sie dem Bankenpaket zugestimmt, Herr Abgeordneter Strache? (Abg. Strache: Griechenland nicht! Griechenland und Irland nicht!) Haben Sie, Herr Abgeordneter Westenthaler, dem Bankenpaket zugestimmt? (Zwischenrufe beim BZÖ. – Abg. Strache: Griechenland haben wir nicht zugestimmt!) Ich frage Sie: ja oder nein? – Ja! Einstimmiger Beschluss in diesem Haus. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.) Eine einfache Frage, eine einfache Antwort: Ja, Sie haben zugestimmt! (Abg. Strache: Das Griechenlandpaket ist ein Bankenpaket!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Zweiter Punkt: Ich musste heute in der Diskussion wieder mehrmals Klischees und Zuordnungen hören wie Bankenretter, Bankenunterstützer und Sonstiges. (Abg. Ing. Westenthaler: Bankenminister! Raiffeisenminister!) Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich spreche Sie, wenn Sie wollen, auch persönlich an: Haben Sie dem Bankenpaket zugestimmt, Herr Abgeordneter Strache? (Abg. Strache: Griechenland nicht! Griechenland und Irland nicht!) Haben Sie, Herr Abgeordneter Westenthaler, dem Bankenpaket zugestimmt? (Zwischenrufe beim BZÖ. – Abg. Strache: Griechenland haben wir nicht zugestimmt!) Ich frage Sie: ja oder nein? – Ja! Einstimmiger Beschluss in diesem Haus. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.) Eine einfache Frage, eine einfache Antwort: Ja, Sie haben zugestimmt! (Abg. Strache: Das Griechenlandpaket ist ein Bankenpaket!)
Abg. Strache: Das Griechenlandpaket ist ein Bankenpaket!
Zweiter Punkt: Ich musste heute in der Diskussion wieder mehrmals Klischees und Zuordnungen hören wie Bankenretter, Bankenunterstützer und Sonstiges. (Abg. Ing. Westenthaler: Bankenminister! Raiffeisenminister!) Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich spreche Sie, wenn Sie wollen, auch persönlich an: Haben Sie dem Bankenpaket zugestimmt, Herr Abgeordneter Strache? (Abg. Strache: Griechenland nicht! Griechenland und Irland nicht!) Haben Sie, Herr Abgeordneter Westenthaler, dem Bankenpaket zugestimmt? (Zwischenrufe beim BZÖ. – Abg. Strache: Griechenland haben wir nicht zugestimmt!) Ich frage Sie: ja oder nein? – Ja! Einstimmiger Beschluss in diesem Haus. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.) Eine einfache Frage, eine einfache Antwort: Ja, Sie haben zugestimmt! (Abg. Strache: Das Griechenlandpaket ist ein Bankenpaket!)
Abg. Strache: Managergehälterdeckelung ist bis heute nicht umgesetzt! Bis heute kassieren die Direktoren 4 Millionen im Jahr!
Das Bankenpaket, meine sehr geehrten Damen und Herren, für Österreichs Banken hat nicht nur der Stabilisierung der Banken selbst, sondern vor allem der Sicherstellung der Kreditkreisläufe und der Sparguthaben gedient. Wir haben hier diskutiert und das einstimmig beschlossen, um Sparguthaben für die Österreicherinnen und Österreicher zu sichern und gleichzeitig die Garantie zu ermöglichen (Abg. Strache: Managergehälterdeckelung ist bis heute nicht umgesetzt! Bis heute kassieren die Direktoren 4 Millionen im Jahr!), dass weiter investiert werden kann, dass sie ihre Wohnungen finanzieren und Häuser bauen können. Dieser Beschluss war klug, warum reiben Sie sich dann an diesem einstimmigen Beschluss? (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das Bankenpaket, meine sehr geehrten Damen und Herren, für Österreichs Banken hat nicht nur der Stabilisierung der Banken selbst, sondern vor allem der Sicherstellung der Kreditkreisläufe und der Sparguthaben gedient. Wir haben hier diskutiert und das einstimmig beschlossen, um Sparguthaben für die Österreicherinnen und Österreicher zu sichern und gleichzeitig die Garantie zu ermöglichen (Abg. Strache: Managergehälterdeckelung ist bis heute nicht umgesetzt! Bis heute kassieren die Direktoren 4 Millionen im Jahr!), dass weiter investiert werden kann, dass sie ihre Wohnungen finanzieren und Häuser bauen können. Dieser Beschluss war klug, warum reiben Sie sich dann an diesem einstimmigen Beschluss? (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler. – Abg. Strache: Die Kommunalkredit von der Frau Schmied?
Zweiter Punkt: Herr Abgeordneter Strache, Herr Abgeordneter Bucher! Es gibt tatsächlich eine Bank, die mir große Sorgen bereitet. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler. – Abg. Strache: Die Kommunalkredit von der Frau Schmied?) Diese Bank hat ihren Ursprung dort, wo Sie politische Verantwortung tragen. (Zwischenrufe bei BZÖ und FPÖ.) Vergessen Sie nicht so schnell die jüngere Geschichte! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.) Wir haben mit der Hypo Alpe-Adria (Abg. Strache: Mit Herrn Martinz im Aufsichtsrat!), für die wir als Eigentümer die Verantwortung übernehmen, alle Hände voll zu tun, um die Bank zu stabilisieren (Abg. Dr. Strutz: Wo war denn die Finanzmarktaufsicht?), damit Kärnten und damit Österreich keinen Schaden nimmt, und wir wollen diese Bank auch in eine gute Zukunft führen. (Abg. Strache: Finanzmarktaufsicht!) Den Schaden haben Sie angerichtet, und wir sanieren. Das ist die Wahrheit bei diesen Themen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: Der Herr Martinz im Aufsichtsrat! – Abg. Dr. Strutz: Lacina, Gusenbauer, wo waren denn die?)
Zwischenrufe bei BZÖ und FPÖ.
Zweiter Punkt: Herr Abgeordneter Strache, Herr Abgeordneter Bucher! Es gibt tatsächlich eine Bank, die mir große Sorgen bereitet. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler. – Abg. Strache: Die Kommunalkredit von der Frau Schmied?) Diese Bank hat ihren Ursprung dort, wo Sie politische Verantwortung tragen. (Zwischenrufe bei BZÖ und FPÖ.) Vergessen Sie nicht so schnell die jüngere Geschichte! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.) Wir haben mit der Hypo Alpe-Adria (Abg. Strache: Mit Herrn Martinz im Aufsichtsrat!), für die wir als Eigentümer die Verantwortung übernehmen, alle Hände voll zu tun, um die Bank zu stabilisieren (Abg. Dr. Strutz: Wo war denn die Finanzmarktaufsicht?), damit Kärnten und damit Österreich keinen Schaden nimmt, und wir wollen diese Bank auch in eine gute Zukunft führen. (Abg. Strache: Finanzmarktaufsicht!) Den Schaden haben Sie angerichtet, und wir sanieren. Das ist die Wahrheit bei diesen Themen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: Der Herr Martinz im Aufsichtsrat! – Abg. Dr. Strutz: Lacina, Gusenbauer, wo waren denn die?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Zweiter Punkt: Herr Abgeordneter Strache, Herr Abgeordneter Bucher! Es gibt tatsächlich eine Bank, die mir große Sorgen bereitet. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler. – Abg. Strache: Die Kommunalkredit von der Frau Schmied?) Diese Bank hat ihren Ursprung dort, wo Sie politische Verantwortung tragen. (Zwischenrufe bei BZÖ und FPÖ.) Vergessen Sie nicht so schnell die jüngere Geschichte! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.) Wir haben mit der Hypo Alpe-Adria (Abg. Strache: Mit Herrn Martinz im Aufsichtsrat!), für die wir als Eigentümer die Verantwortung übernehmen, alle Hände voll zu tun, um die Bank zu stabilisieren (Abg. Dr. Strutz: Wo war denn die Finanzmarktaufsicht?), damit Kärnten und damit Österreich keinen Schaden nimmt, und wir wollen diese Bank auch in eine gute Zukunft führen. (Abg. Strache: Finanzmarktaufsicht!) Den Schaden haben Sie angerichtet, und wir sanieren. Das ist die Wahrheit bei diesen Themen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: Der Herr Martinz im Aufsichtsrat! – Abg. Dr. Strutz: Lacina, Gusenbauer, wo waren denn die?)
Abg. Strache: Mit Herrn Martinz im Aufsichtsrat!
Zweiter Punkt: Herr Abgeordneter Strache, Herr Abgeordneter Bucher! Es gibt tatsächlich eine Bank, die mir große Sorgen bereitet. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler. – Abg. Strache: Die Kommunalkredit von der Frau Schmied?) Diese Bank hat ihren Ursprung dort, wo Sie politische Verantwortung tragen. (Zwischenrufe bei BZÖ und FPÖ.) Vergessen Sie nicht so schnell die jüngere Geschichte! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.) Wir haben mit der Hypo Alpe-Adria (Abg. Strache: Mit Herrn Martinz im Aufsichtsrat!), für die wir als Eigentümer die Verantwortung übernehmen, alle Hände voll zu tun, um die Bank zu stabilisieren (Abg. Dr. Strutz: Wo war denn die Finanzmarktaufsicht?), damit Kärnten und damit Österreich keinen Schaden nimmt, und wir wollen diese Bank auch in eine gute Zukunft führen. (Abg. Strache: Finanzmarktaufsicht!) Den Schaden haben Sie angerichtet, und wir sanieren. Das ist die Wahrheit bei diesen Themen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: Der Herr Martinz im Aufsichtsrat! – Abg. Dr. Strutz: Lacina, Gusenbauer, wo waren denn die?)
Abg. Dr. Strutz: Wo war denn die Finanzmarktaufsicht?
Zweiter Punkt: Herr Abgeordneter Strache, Herr Abgeordneter Bucher! Es gibt tatsächlich eine Bank, die mir große Sorgen bereitet. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler. – Abg. Strache: Die Kommunalkredit von der Frau Schmied?) Diese Bank hat ihren Ursprung dort, wo Sie politische Verantwortung tragen. (Zwischenrufe bei BZÖ und FPÖ.) Vergessen Sie nicht so schnell die jüngere Geschichte! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.) Wir haben mit der Hypo Alpe-Adria (Abg. Strache: Mit Herrn Martinz im Aufsichtsrat!), für die wir als Eigentümer die Verantwortung übernehmen, alle Hände voll zu tun, um die Bank zu stabilisieren (Abg. Dr. Strutz: Wo war denn die Finanzmarktaufsicht?), damit Kärnten und damit Österreich keinen Schaden nimmt, und wir wollen diese Bank auch in eine gute Zukunft führen. (Abg. Strache: Finanzmarktaufsicht!) Den Schaden haben Sie angerichtet, und wir sanieren. Das ist die Wahrheit bei diesen Themen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: Der Herr Martinz im Aufsichtsrat! – Abg. Dr. Strutz: Lacina, Gusenbauer, wo waren denn die?)
Abg. Strache: Finanzmarktaufsicht!
Zweiter Punkt: Herr Abgeordneter Strache, Herr Abgeordneter Bucher! Es gibt tatsächlich eine Bank, die mir große Sorgen bereitet. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler. – Abg. Strache: Die Kommunalkredit von der Frau Schmied?) Diese Bank hat ihren Ursprung dort, wo Sie politische Verantwortung tragen. (Zwischenrufe bei BZÖ und FPÖ.) Vergessen Sie nicht so schnell die jüngere Geschichte! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.) Wir haben mit der Hypo Alpe-Adria (Abg. Strache: Mit Herrn Martinz im Aufsichtsrat!), für die wir als Eigentümer die Verantwortung übernehmen, alle Hände voll zu tun, um die Bank zu stabilisieren (Abg. Dr. Strutz: Wo war denn die Finanzmarktaufsicht?), damit Kärnten und damit Österreich keinen Schaden nimmt, und wir wollen diese Bank auch in eine gute Zukunft führen. (Abg. Strache: Finanzmarktaufsicht!) Den Schaden haben Sie angerichtet, und wir sanieren. Das ist die Wahrheit bei diesen Themen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: Der Herr Martinz im Aufsichtsrat! – Abg. Dr. Strutz: Lacina, Gusenbauer, wo waren denn die?)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: Der Herr Martinz im Aufsichtsrat! – Abg. Dr. Strutz: Lacina, Gusenbauer, wo waren denn die?
Zweiter Punkt: Herr Abgeordneter Strache, Herr Abgeordneter Bucher! Es gibt tatsächlich eine Bank, die mir große Sorgen bereitet. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler. – Abg. Strache: Die Kommunalkredit von der Frau Schmied?) Diese Bank hat ihren Ursprung dort, wo Sie politische Verantwortung tragen. (Zwischenrufe bei BZÖ und FPÖ.) Vergessen Sie nicht so schnell die jüngere Geschichte! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.) Wir haben mit der Hypo Alpe-Adria (Abg. Strache: Mit Herrn Martinz im Aufsichtsrat!), für die wir als Eigentümer die Verantwortung übernehmen, alle Hände voll zu tun, um die Bank zu stabilisieren (Abg. Dr. Strutz: Wo war denn die Finanzmarktaufsicht?), damit Kärnten und damit Österreich keinen Schaden nimmt, und wir wollen diese Bank auch in eine gute Zukunft führen. (Abg. Strache: Finanzmarktaufsicht!) Den Schaden haben Sie angerichtet, und wir sanieren. Das ist die Wahrheit bei diesen Themen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: Der Herr Martinz im Aufsichtsrat! – Abg. Dr. Strutz: Lacina, Gusenbauer, wo waren denn die?)
Unruhe im Saal. – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, in dieser Budgetrede ist auch eine Frage ein sehr wesentlicher Punkt. (Unruhe im Saal. – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) Es geht um die Frage: Welche Perspektive hat der Euro, und wie geht es mit
Abg. Strache: ... Ihre Politik!
Europa weiter? – Ich bitte Sie in dieser Debatte ernsthaft, denn die Situation in Europa ist in diesen Tagen ernst (Abg. Strache: ... Ihre Politik!): Hören wir auf mit Emotionen und populistischen Ansagen! Gefährden wir den Euro nicht, sonst gefährden wir ganz Europa! (Abg. Strache: Jetzt sind der Herr Bucher und der Herr Strache schuld, dass der Euro zugrunde geht?!) Wir haben in diesen Tagen und Wochen auch die Verantwortung dafür.
Abg. Strache: Jetzt sind der Herr Bucher und der Herr Strache schuld, dass der Euro zugrunde geht?!
Europa weiter? – Ich bitte Sie in dieser Debatte ernsthaft, denn die Situation in Europa ist in diesen Tagen ernst (Abg. Strache: ... Ihre Politik!): Hören wir auf mit Emotionen und populistischen Ansagen! Gefährden wir den Euro nicht, sonst gefährden wir ganz Europa! (Abg. Strache: Jetzt sind der Herr Bucher und der Herr Strache schuld, dass der Euro zugrunde geht?!) Wir haben in diesen Tagen und Wochen auch die Verantwortung dafür.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Und wenn Sie mir vorwerfen, dass ich am Wochenende nach Brüssel fliege – vielleicht muss ich das wieder tun –: Ja, ich tue das, weil meine Verantwortung nicht nur in Österreich liegt, sondern auch in Europa. Wir haben eine gemeinsame Aufgabe, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Bucher: Ja, die Familien und die sozial Schwachen ...!
Wenn wir die Situation beleuchten, sehen wir, dass in einzelnen Ländern die Situation dramatisch ist – überhaupt keine Frage! –, aber sie ist beherrschbar, wenn wir in Europa gemeinsam die richtigen Antworten geben. (Abg. Bucher: Ja, die Familien und die sozial Schwachen ...!)
Abg. Bucher: Ja, richtig! Die haben keine Einheitswährung gehabt!
Ich führe Sie zurück zur letzten großen Wirtschaftskrise, die die Welt in den Jahren 1929/1930 erlitten hat. Wissen Sie – und das ist heute Common Sense in der Nationalökonomie und in volkswirtschaftlichen Lehrbüchern –, was damals passiert ist? Da ist genau das passiert, was manche von Ihnen heute ansprechen, nämlich nationale Abgrenzung, das Problem von einem Land zum anderen schieben und nicht die gemeinsame Vorgangsweise wählen. (Abg. Bucher: Ja, richtig! Die haben keine Einheitswährung gehabt!) Wir müssen diese Krise in Europa gemeinsam bewältigen! – Diese Herausforderung gibt es.
Abg. Ing. Westenthaler: Sie übernehmen die Verantwortung für das Geld der anderen!
Spielen Sie nicht österreichische gegen europäische Interessen aus, dafür ist die Situation deutlich zu ernst! Ich übernehme die Verantwortung, ich stehe zu diesem Sparkurs in Österreich (Abg. Ing. Westenthaler: Sie übernehmen die Verantwortung für das Geld der anderen!) – ausgabenseitig, aber auch einnahmenseitig: 60 : 40, wobei der Schwerpunkt beim Sparen liegt. Ich übernehme die Verantwortung für die Erreichung unseres Sparzieles, ich übernehme auch die Verantwortung für die Ziele, die wir uns bei den Offensivmaßnahmen vorgegeben haben (Abg. Strache: Haften Sie auch privat für die Griechenland... ?), aber ich bekenne mich auch dazu, dass Österreich Gott sei Dank Teil dieser Europäischen Union ist, treibende Kraft in der Euro-Zone ist. (Abg. Mag. Stefan: Treibende Kraft? – Zahlende Kraft!)
Abg. Strache: Haften Sie auch privat für die Griechenland... ?
Spielen Sie nicht österreichische gegen europäische Interessen aus, dafür ist die Situation deutlich zu ernst! Ich übernehme die Verantwortung, ich stehe zu diesem Sparkurs in Österreich (Abg. Ing. Westenthaler: Sie übernehmen die Verantwortung für das Geld der anderen!) – ausgabenseitig, aber auch einnahmenseitig: 60 : 40, wobei der Schwerpunkt beim Sparen liegt. Ich übernehme die Verantwortung für die Erreichung unseres Sparzieles, ich übernehme auch die Verantwortung für die Ziele, die wir uns bei den Offensivmaßnahmen vorgegeben haben (Abg. Strache: Haften Sie auch privat für die Griechenland... ?), aber ich bekenne mich auch dazu, dass Österreich Gott sei Dank Teil dieser Europäischen Union ist, treibende Kraft in der Euro-Zone ist. (Abg. Mag. Stefan: Treibende Kraft? – Zahlende Kraft!)
Abg. Mag. Stefan: Treibende Kraft? – Zahlende Kraft!
Spielen Sie nicht österreichische gegen europäische Interessen aus, dafür ist die Situation deutlich zu ernst! Ich übernehme die Verantwortung, ich stehe zu diesem Sparkurs in Österreich (Abg. Ing. Westenthaler: Sie übernehmen die Verantwortung für das Geld der anderen!) – ausgabenseitig, aber auch einnahmenseitig: 60 : 40, wobei der Schwerpunkt beim Sparen liegt. Ich übernehme die Verantwortung für die Erreichung unseres Sparzieles, ich übernehme auch die Verantwortung für die Ziele, die wir uns bei den Offensivmaßnahmen vorgegeben haben (Abg. Strache: Haften Sie auch privat für die Griechenland... ?), aber ich bekenne mich auch dazu, dass Österreich Gott sei Dank Teil dieser Europäischen Union ist, treibende Kraft in der Euro-Zone ist. (Abg. Mag. Stefan: Treibende Kraft? – Zahlende Kraft!)
Abg. Mag. Stefan: Ja, eben! Deshalb muss man ja etwas ändern! Das hat ja keine Zukunft!
Und das ist, wenn in diesen Tagen schon viel über Familienpolitik gesprochen wird, auch eine zentrale Verantwortung gegenüber unseren Kindern: dass Europa Zukunft hat (Abg. Mag. Stefan: Ja, eben! Deshalb muss man ja etwas ändern! Das hat ja keine Zukunft!) und es uns nicht wieder dorthin führt, wo es 1930 begonnen hat. Vergessen wir das nicht!
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich sage Ihnen: Es sind nicht die einfachsten Verhandlungen und Stunden – da gebe ich Ihnen recht –, Ländern helfen zu müssen, um den Euro zu stabilisieren, aber Verantwortung greift weiter als die 10 Minuten hier am Rednerpult. Das, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist der Auftrag, den ich als Finanzminister für Österreich und für Europa sehe. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Krainer begibt sich mit einigen Tafeln zum Rednerpult. – He-Rufe bei der FPÖ. – Abg. Brosz: Transparenzdatenbank!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Krainer. – Bitte. (Abg. Krainer begibt sich mit einigen Tafeln zum Rednerpult. – He-Rufe bei der FPÖ. – Abg. Brosz: Transparenzdatenbank!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Richtig! – In weiterer Folge unterstützt der Redner seine Ausführungen mit einem Balken- und einem Tortendiagramm auf Tafeln, die er an das Rednerpult lehnt.
stimmt zum Teil – ja, für jene, die arbeiten gehen für ihr Geld, sind die Steuern in Österreich wirklich viel zu hoch –, aber es gibt auch Teile von Einkommen, für die die Steuern heute sehr, sehr niedrig sind. (Abg. Dr. Pirklhuber: Richtig! – In weiterer Folge unterstützt der Redner seine Ausführungen mit einem Balken- und einem Tortendiagramm auf Tafeln, die er an das Rednerpult lehnt.)
Abg. Ing. Hofer: Sie halten jedes Mal die gleiche Rede!
Sie sehen hier unterschiedliche Einkommensarten – mit allen wird jeweils 50 000 € im Jahr verdient – und wie viel Steuer dafür bezahlt wird. Da sehen wir, dass jemand, der das durch Spekulation verdient, null Euro an Steuern bezahlt. (Abg. Ing. Hofer: Sie halten jedes Mal die gleiche Rede!) Wir sehen, dass, wenn das in einer Stiftung verdient wird, 6 750 € an Steuern bezahlt werden (Abg. Dr. Strutz: Meinen Sie die Stiftung in der Steiermark? Meinen Sie die SPÖ-Stiftung in der Steiermark oder ...?), und wir sehen, dass, wenn das Geld über Zinserträge verdient wird, 12 500 € an Steuern bezahlt werden und bei Vermietung und Verpachtung zirka 20 000 € an Steuern bezahlt werden.
Abg. Dr. Strutz: Meinen Sie die Stiftung in der Steiermark? Meinen Sie die SPÖ-Stiftung in der Steiermark oder ...?
Sie sehen hier unterschiedliche Einkommensarten – mit allen wird jeweils 50 000 € im Jahr verdient – und wie viel Steuer dafür bezahlt wird. Da sehen wir, dass jemand, der das durch Spekulation verdient, null Euro an Steuern bezahlt. (Abg. Ing. Hofer: Sie halten jedes Mal die gleiche Rede!) Wir sehen, dass, wenn das in einer Stiftung verdient wird, 6 750 € an Steuern bezahlt werden (Abg. Dr. Strutz: Meinen Sie die Stiftung in der Steiermark? Meinen Sie die SPÖ-Stiftung in der Steiermark oder ...?), und wir sehen, dass, wenn das Geld über Zinserträge verdient wird, 12 500 € an Steuern bezahlt werden und bei Vermietung und Verpachtung zirka 20 000 € an Steuern bezahlt werden.
Abg. Vilimsky: Oder überhaupt keine wie der Ruttenstorfer!
Aber wenn jemand – jetzt könnte man schon fast sagen, wenn jemand so blöd ist –, aber wenn jemand arbeiten geht für sein Geld, dann wird das mit fast 33 000 € an Steuern und Abgaben belastet. Ein Teil davon ist on top, nämlich die Dienstgeberbeiträge, aber das ist die Ungleichheit im Steuersystem: dass manche keine oder sehr wenig Steuern zahlen und manche sehr hohe Steuern zahlen. (Abg. Vilimsky: Oder überhaupt keine wie der Ruttenstorfer!) Das ist das, was die SPÖ kritisiert, wenn wir die Ungerechtigkeit im Steuersystem kritisieren. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Stefan: Aber das betrifft ja nur die ...verdiener!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Stefan: Aber das betrifft ja nur die ...verdiener!
Aber wenn jemand – jetzt könnte man schon fast sagen, wenn jemand so blöd ist –, aber wenn jemand arbeiten geht für sein Geld, dann wird das mit fast 33 000 € an Steuern und Abgaben belastet. Ein Teil davon ist on top, nämlich die Dienstgeberbeiträge, aber das ist die Ungleichheit im Steuersystem: dass manche keine oder sehr wenig Steuern zahlen und manche sehr hohe Steuern zahlen. (Abg. Vilimsky: Oder überhaupt keine wie der Ruttenstorfer!) Das ist das, was die SPÖ kritisiert, wenn wir die Ungerechtigkeit im Steuersystem kritisieren. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Stefan: Aber das betrifft ja nur die ...verdiener!)
Ruf bei der FPÖ: Warum sind die roten Balken etwas Schlechtes?
Jetzt schauen wir uns an, was durch dieses Budget passiert. (Der Redner legt eine Folie mit weiteren Balken auf das ursprüngliche Balkendiagramm.) – Da verändert sich ja einiges (Ruf bei der FPÖ: Warum sind die roten Balken etwas Schlechtes?), diese Balken verändern sich nämlich. Diejenigen, die heute bei Spekulationsgewinnen nichts zahlen, die zahlen dadurch auch etwas, und die Stiftungen zahlen jetzt so viel, wie man bei Sparbucherträgen, bei Zinserträgen oder Dividendenerträgen zahlt.
Abg. Strache: Sind Sie der Karl-Heinz Grasser der SPÖ?
Ist das ein Schritt in Richtung mehr Gerechtigkeit? – Ja, das ist es ohne Zweifel! (Abg. Strache: Sind Sie der Karl-Heinz Grasser der SPÖ?) Sind wir dort, dass wir sagen können, wir sind zufrieden, Österreichs Steuersystem ist gerecht? – Nein, dazu fehlen noch viele Schritte. (Abg. Mag. Stefan: Halber Steuersatz für ...! Wenn unter einem Jahr mit Spekulation Gewinn ...!) Sie können sicher sein, dass wir weiterhin auf diesem Thema beharren werden, weil wir noch weit weg davon sind, dass es wirklich Gerechtigkeit im Steuersystem gibt. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan.) Aber das, was wir ohne Zweifel haben, ist, dass dieses Budget einen Beitrag zu mehr Steuergerechtigkeit bringt, und deswegen unterstützen wir dieses Budget. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Stefan: Halber Steuersatz für ...! Wenn unter einem Jahr mit Spekulation Gewinn ...!
Ist das ein Schritt in Richtung mehr Gerechtigkeit? – Ja, das ist es ohne Zweifel! (Abg. Strache: Sind Sie der Karl-Heinz Grasser der SPÖ?) Sind wir dort, dass wir sagen können, wir sind zufrieden, Österreichs Steuersystem ist gerecht? – Nein, dazu fehlen noch viele Schritte. (Abg. Mag. Stefan: Halber Steuersatz für ...! Wenn unter einem Jahr mit Spekulation Gewinn ...!) Sie können sicher sein, dass wir weiterhin auf diesem Thema beharren werden, weil wir noch weit weg davon sind, dass es wirklich Gerechtigkeit im Steuersystem gibt. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan.) Aber das, was wir ohne Zweifel haben, ist, dass dieses Budget einen Beitrag zu mehr Steuergerechtigkeit bringt, und deswegen unterstützen wir dieses Budget. (Beifall bei der SPÖ.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan.
Ist das ein Schritt in Richtung mehr Gerechtigkeit? – Ja, das ist es ohne Zweifel! (Abg. Strache: Sind Sie der Karl-Heinz Grasser der SPÖ?) Sind wir dort, dass wir sagen können, wir sind zufrieden, Österreichs Steuersystem ist gerecht? – Nein, dazu fehlen noch viele Schritte. (Abg. Mag. Stefan: Halber Steuersatz für ...! Wenn unter einem Jahr mit Spekulation Gewinn ...!) Sie können sicher sein, dass wir weiterhin auf diesem Thema beharren werden, weil wir noch weit weg davon sind, dass es wirklich Gerechtigkeit im Steuersystem gibt. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan.) Aber das, was wir ohne Zweifel haben, ist, dass dieses Budget einen Beitrag zu mehr Steuergerechtigkeit bringt, und deswegen unterstützen wir dieses Budget. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ist das ein Schritt in Richtung mehr Gerechtigkeit? – Ja, das ist es ohne Zweifel! (Abg. Strache: Sind Sie der Karl-Heinz Grasser der SPÖ?) Sind wir dort, dass wir sagen können, wir sind zufrieden, Österreichs Steuersystem ist gerecht? – Nein, dazu fehlen noch viele Schritte. (Abg. Mag. Stefan: Halber Steuersatz für ...! Wenn unter einem Jahr mit Spekulation Gewinn ...!) Sie können sicher sein, dass wir weiterhin auf diesem Thema beharren werden, weil wir noch weit weg davon sind, dass es wirklich Gerechtigkeit im Steuersystem gibt. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan.) Aber das, was wir ohne Zweifel haben, ist, dass dieses Budget einen Beitrag zu mehr Steuergerechtigkeit bringt, und deswegen unterstützen wir dieses Budget. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Rosenkranz – auf die Tortendiagramme weisend –: Ist das die Aufteilung zwischen ÖVP und SPÖ in der Regierung?
Damit Sie gleich noch etwas sehen und auch ein bisschen sehen, wohin das führt. Sie haben hier auf der einen Seite, unterteilt in zwei Gruppen, alle Einkünfte in Österreich dargestellt: Jene, die für ihr Geld arbeiten gehen, verdienen ein bisschen mehr als die Hälfte von dem, was in ganz Österreich verdient wird (Abg. Dr. Rosenkranz – auf die Tortendiagramme weisend –: Ist das die Aufteilung zwischen ÖVP und SPÖ in der Regierung?), und die Kapitaleinkommen, Unternehmensgewinne, Zinsgewinne, Spekulationsgewinne machen ein bisschen weniger als die Hälfte aus. Das ist die eine Seite.
Abg. Mag. Stefan: 80 Prozent Steuererträge und 10 Prozent ...!
Schauen wir uns jetzt aber an, wie sich unser Staat finanziert: Auf der anderen Seite sehen Sie, dass fast 90 Prozent Steuern und Abgaben auf Arbeit und Konsum sind und nur zirka 10 Prozent auf Kapital und Vermögen. (Abg. Mag. Stefan: 80 Prozent Steuererträge und 10 Prozent ...!) Das ist das Produkt dessen, dass bei unterschiedlichen Einkommensarten so ungerecht unterschiedlich viel eingenommen wird, und das führt
Abg. Dr. Pirklhuber: Wie lange sind Sie in der Regierung?!
Was dieses Budget schafft, ist mehr Gerechtigkeit. Es ist ein Schritt zu mehr Gerechtigkeit (Abg. Dr. Pirklhuber: Wie lange sind Sie in der Regierung?!), aber es ist noch nicht das Ende der Reise.
Abg. Strache: Sind Sie der Karl-Heinz Grasser der Sozialdemokratie?
Ich weiß, dass schon dieser Schritt für manche unverständlich ist oder manche ihn nicht mögen oder nur mit halbem Herzen mitgehen. Aber eines muss klar sein: Wer mit der Sozialdemokratie Politik machen will (Abg. Strache: Sind Sie der Karl-Heinz Grasser der Sozialdemokratie?), der muss damit rechnen, dass wir diese Schritte weitergehen, bis wir da wirklich zu mehr Gerechtigkeit kommen. – Ich sehe, die FPÖ ist nicht dabei. Das ist in Ordnung, das ist Ihre Entscheidung. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Moser: ... noch nichts geschehen, oder sehr wenig!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Moser: ... noch nichts geschehen, oder sehr wenig!
Ich weiß, dass schon dieser Schritt für manche unverständlich ist oder manche ihn nicht mögen oder nur mit halbem Herzen mitgehen. Aber eines muss klar sein: Wer mit der Sozialdemokratie Politik machen will (Abg. Strache: Sind Sie der Karl-Heinz Grasser der Sozialdemokratie?), der muss damit rechnen, dass wir diese Schritte weitergehen, bis wir da wirklich zu mehr Gerechtigkeit kommen. – Ich sehe, die FPÖ ist nicht dabei. Das ist in Ordnung, das ist Ihre Entscheidung. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Moser: ... noch nichts geschehen, oder sehr wenig!)
Abg. Kickl: Und dort, wo gar nichts gegeben wird, ...! – Abg. Mag. Stefan: Indien!
Wenn wir vergleichen, was in jenen Ländern passiert, die – wie Österreich – viel Geld geben, und in jenen Ländern, die gute Infrastrukturleistungen bereitstellen, dann sieht man, dass bei Letzteren Wunsch, nämlich Wunschkinder, und Wirklichkeit sehr nahe beisammen sind; das ist zum Beispiel in Frankreich und in Schweden der Fall. In jenen Ländern, die es wie Österreich machen und vor allem Geldleistungen geben, aber bei den Infrastrukturleistungen sehr schlecht sind, werden wenige Kinder geboren, in Österreich deutlich weniger, als sich die jungen Frauen und Männer wünschen. (Abg. Kickl: Und dort, wo gar nichts gegeben wird, ...! – Abg. Mag. Stefan: Indien!)
Beifall bei der SPÖ.
Der Umbau des Sozialstaates bedeutet auch weniger Geldleistungen, weniger Transferleistungen, weniger Steuerleistungen, aber dafür mehr und bessere Infrastrukturleistungen. Das ist der Weg, den wir Sozialdemokraten gehen. Dieser ist schmerzhaft, aber es ist sicher der richtige Weg. Dieses Budget geht auch in diese Richtung, und deswegen unterstützen wir es. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Jakob Auer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Lassen Sie mich zuerst Danke sagen und Respekt zollen sowohl dem Herrn Bundesminister für Finanzen, Herrn Bundesminister und Vizekanzler Pröll, als auch den beiden Staatssekretären Mag. Schieder und Dr. Lopatka, aber auch den Beamten des Finanzministeriums für die perfekten Unterlagen, die sie zu diesem Budget geliefert haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.) Meine Damen und Herren! Sie sind übersichtlich, die Erläuterungen professionell und die Darstellungen perfekt. (Abg. Petzner: Raiffeisen ...!)
Abg. Petzner: Raiffeisen ...!
Abgeordneter Jakob Auer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Lassen Sie mich zuerst Danke sagen und Respekt zollen sowohl dem Herrn Bundesminister für Finanzen, Herrn Bundesminister und Vizekanzler Pröll, als auch den beiden Staatssekretären Mag. Schieder und Dr. Lopatka, aber auch den Beamten des Finanzministeriums für die perfekten Unterlagen, die sie zu diesem Budget geliefert haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.) Meine Damen und Herren! Sie sind übersichtlich, die Erläuterungen professionell und die Darstellungen perfekt. (Abg. Petzner: Raiffeisen ...!)
Abg. Mag. Stefan: Sie meinen den Euro?!
len, keine einzige Regierung, meine Damen und Herren, war mit einer europa-, ja weltweit derartig dramatischen Situation konfrontiert. (Abg. Mag. Stefan: Sie meinen den Euro?!) Vielleicht haben manche mitbekommen, welch dramatischer Fehler in Amerika gemacht wurde, als man eine der größten Investmentbanken, nämlich Lehman Brothers, in Konkurs geschickt hat. Das war das Dilemma!
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
So viel auch zum dem Bankenhilfspaket in Österreich, wo rasch und richtig reagiert wurde, und wo noch dazu 500 Millionen € netto zusätzlich an Einnahmen zu verzeichnen sind, wenn man die Einnahmen des letzten und des heurigen Jahres zusammenzählt, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Da spricht der Raiffeisen-Lobbyist! – Abg. Strache: Bevor die Menschen in Privatkonkurs geschickt werden!
Allein in Amerika sind heuer nochmals 146 Banken in Konkurs geschickt worden. Wollen Sie das in Österreich? (Abg. Ing. Westenthaler: Da spricht der Raiffeisen-Lobbyist! – Abg. Strache: Bevor die Menschen in Privatkonkurs geschickt werden!) Ich nicht! Ich möchte haben, dass die Sparguthaben gesichert sind, und ich möchte auch haben, meine Damen und Herren, dass in Österreich der Wirtschaftskreislauf weiterhin funktioniert.
Abg. Dr. Rosenkranz: Sie sind aber auch nicht gerade leise!
Herr Kollege Strache! Sie sind ein Meister der großen Worte: laut, deutlich, populistisch, das können Sie perfekt. (Abg. Dr. Rosenkranz: Sie sind aber auch nicht gerade leise!) Ich frage Sie, weil Sie heute ja so oft Reformen eingefordert haben: Wo sind Reformen geblieben, wo Sie, wo Ihre Partei an der Spitze ist? In welcher Stadt? In welcher Gemeinde? In welchem Bundesland? – Zeigen Sie es uns, weisen Sie es vor, dann können wir vergleichen! Meine Damen und Herren, nichts außer laute Luftblasen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: ... Klagenfurt!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: ... Klagenfurt!
Herr Kollege Strache! Sie sind ein Meister der großen Worte: laut, deutlich, populistisch, das können Sie perfekt. (Abg. Dr. Rosenkranz: Sie sind aber auch nicht gerade leise!) Ich frage Sie, weil Sie heute ja so oft Reformen eingefordert haben: Wo sind Reformen geblieben, wo Sie, wo Ihre Partei an der Spitze ist? In welcher Stadt? In welcher Gemeinde? In welchem Bundesland? – Zeigen Sie es uns, weisen Sie es vor, dann können wir vergleichen! Meine Damen und Herren, nichts außer laute Luftblasen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: ... Klagenfurt!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neubauer: Aber ihr habt ihn gefördert!
Kollege Gradauer, den ich ja sehr schätze, hat uns jetzt einige Monate lang erzählt, wie wichtig es wäre, den Staat so ähnlich zu leiten, wie der Industrielle Kovats vor Kurzem sozusagen bekanntgegeben hat, wie man einen Staat führen sollte. Wie er seine Firma geführt hat, das sieht man. Das ist kein Vergleich gewesen, Herr Kollege Gradauer! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neubauer: Aber ihr habt ihn gefördert!)
Abg. Bucher: Auf die Regierung sind wir nicht stolz! – Abg. Dr. Graf: Auf das Land sind wir ja wohl stolz, Herr Kollege!
Meine Damen und Herren, wir wissen, dass Österreich wesentlich besser dasteht, und darauf sollten wir doch ein bisschen stolz sein! Machen wir uns nicht schlechter, als wir tatsächlich sind! Vergleichen wir ganz offen – sonst sind wir doch auch stolz, wenn Österreichs Sportler, Musiker, Unternehmer, auch die Österreicher in Berufswettbewerben positiv abschneiden. Da sind wir stolz, freuen uns – warum dürfen wir uns dann nicht mit anderen Staaten vergleichen? (Abg. Bucher: Auf die Regierung sind wir nicht stolz! – Abg. Dr. Graf: Auf das Land sind wir ja wohl stolz, Herr Kollege!) Da sind wir in vielen Bereichen die Benchmark, da können uns viele Staaten in Europa etwas nachhüpfen. Da sind sie weit hinter uns, in der Arbeitsmarktpolitik, bei der Beschäftigung, bei den Finanzen, in der Familienpolitik, in der Sozialpolitik und so weiter. (Abg. Petzner: PISA-Studie!)
Abg. Petzner: PISA-Studie!
Meine Damen und Herren, wir wissen, dass Österreich wesentlich besser dasteht, und darauf sollten wir doch ein bisschen stolz sein! Machen wir uns nicht schlechter, als wir tatsächlich sind! Vergleichen wir ganz offen – sonst sind wir doch auch stolz, wenn Österreichs Sportler, Musiker, Unternehmer, auch die Österreicher in Berufswettbewerben positiv abschneiden. Da sind wir stolz, freuen uns – warum dürfen wir uns dann nicht mit anderen Staaten vergleichen? (Abg. Bucher: Auf die Regierung sind wir nicht stolz! – Abg. Dr. Graf: Auf das Land sind wir ja wohl stolz, Herr Kollege!) Da sind wir in vielen Bereichen die Benchmark, da können uns viele Staaten in Europa etwas nachhüpfen. Da sind sie weit hinter uns, in der Arbeitsmarktpolitik, bei der Beschäftigung, bei den Finanzen, in der Familienpolitik, in der Sozialpolitik und so weiter. (Abg. Petzner: PISA-Studie!)
Abg. Dr. Graf: Das war nicht der Strache, das war der Bucher! Er hat die Schweiz nicht ...!
Heute wurde von Kollegem Strache auch die Schweiz zitiert, das ist immer bemerkenswert: In der Schweiz geht man mit 67 in Pension, aber wenn in Österreich darüber diskutiert wird, das Antrittsalter von 59 vielleicht einmal nur auf 61 anzuheben, ist das sozial unausgewogen. (Abg. Dr. Graf: Das war nicht der Strache, das war der Bucher! Er hat die Schweiz nicht ...!) Da ertönt hier der laute Aufschrei wegen des sozialen Kahlschlags, der stattfindet.
Abg. Strache: Die Schweiz ist aber sehr seriös! Beschimpfen Sie mir nicht die Schweiz!
Meine Damen und Herren, bleiben wir doch ein bisschen bei der Wahrheit, ein bisschen bei der Seriosität! Das würde auch einer Opposition sicherlich nicht schaden. (Abg. Strache: Die Schweiz ist aber sehr seriös! Beschimpfen Sie mir nicht die Schweiz!) Es würde dem Image der Politik insgesamt guttun, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, bleiben wir doch ein bisschen bei der Wahrheit, ein bisschen bei der Seriosität! Das würde auch einer Opposition sicherlich nicht schaden. (Abg. Strache: Die Schweiz ist aber sehr seriös! Beschimpfen Sie mir nicht die Schweiz!) Es würde dem Image der Politik insgesamt guttun, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Noch dazu meinte er heute, Raiffeisen würde keine Steuern zahlen. – Ich darf Sie berichtigen: Der Raiffeisen-Konzern hat im letzten Jahr 130 Millionen € an Steuern bezahlt. So viel zur Wahrheit, so viel zu Ihren Aussagen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber
Meine Damen und Herren! Ja, auch in Österreich hat man Maßnahmen zu treffen (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber), sie sind aber, wenn wir sie im internationalen Vergleich sehen, sozial ausgewogen, und in Wirklichkeit ist es eine kleine Reform, weil wir besser dastehen. Manche in diesem Haus sollten sich daran erinnern, wie hoch die Verschuldungsquote im Jahre 2000 war und auf welchen Wert sie 2008 gesunken ist. Vielleicht hat dann mancher die Größe, sich beim ehemaligen Bundeskanzler Dr. Schüssel zu entschuldigen: In seiner Zeit ist die Verschuldungsquote um knapp 8 Prozent abgesenkt worden. Wir stehen heute deutlich besser da; das ist das Fundament. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Das hat der Wähler 2006 nicht so gesehen! Das hat der Wähler 2006 nicht so gesehen, Herr Raiffeisen-Vertreter!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Das hat der Wähler 2006 nicht so gesehen! Das hat der Wähler 2006 nicht so gesehen, Herr Raiffeisen-Vertreter!
Meine Damen und Herren! Ja, auch in Österreich hat man Maßnahmen zu treffen (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber), sie sind aber, wenn wir sie im internationalen Vergleich sehen, sozial ausgewogen, und in Wirklichkeit ist es eine kleine Reform, weil wir besser dastehen. Manche in diesem Haus sollten sich daran erinnern, wie hoch die Verschuldungsquote im Jahre 2000 war und auf welchen Wert sie 2008 gesunken ist. Vielleicht hat dann mancher die Größe, sich beim ehemaligen Bundeskanzler Dr. Schüssel zu entschuldigen: In seiner Zeit ist die Verschuldungsquote um knapp 8 Prozent abgesenkt worden. Wir stehen heute deutlich besser da; das ist das Fundament. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Das hat der Wähler 2006 nicht so gesehen! Das hat der Wähler 2006 nicht so gesehen, Herr Raiffeisen-Vertreter!)
Abg. Strache: Behandeln Sie einmal die Anträge der Opposition dort, die über 1 000 Anträge!
Meine Damen und Herren, so viel sei am Ende noch gesagt: Ich lade Sie ein zu einem konstruktiven Beitrag bei den Diskussionen in den Budgetausschüssen. Wir werden am 9. Dezember beginnen. Ich hoffe auf eine faire, durchaus kritische, harte Auseinandersetzung über die Fakten (Abg. Strache: Behandeln Sie einmal die Anträge der Opposition dort, die über 1 000 Anträge!) – durchaus, selbstverständlich! –, aber ich hoffe auf eine faire Diskussion und keine, wie sie teilweise heute bereits in der Früh begonnen hat. Das sollte über alle Grenzen hinweg möglich sein.
Zwischenruf des Abg. Grosz.
Herr Kollege Grosz, Sie wollten ja in die Steiermark gehen: Bleiben Sie dort! Es ist für das Land sicher nicht schlechter. (Zwischenruf des Abg. Grosz.) Sie sollten die Versprechen einhalten und nicht nur die Versprechen der Regierung einfordern, das wäre durchaus angebracht. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Herr Kollege Grosz, Sie wollten ja in die Steiermark gehen: Bleiben Sie dort! Es ist für das Land sicher nicht schlechter. (Zwischenruf des Abg. Grosz.) Sie sollten die Versprechen einhalten und nicht nur die Versprechen der Regierung einfordern, das wäre durchaus angebracht. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Herr Bundeskanzler! Ein Wort noch zum Schluss: Sie haben heute der Kollegin Glawischnig zugerufen, man möge dazu beitragen, dass man auch in Oberösterreich ein konstruktives Klima hat. – Konstruktiv wäre es auch, wenn man Zusagen einhalten würde. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ – Abg. Mag. Rudas: Wehleidig!
Klubobmann Cap kommt heraus, spielt den parlamentarischer Sonnenkönig, „dodelt“ die Opposition in unflätigster Weise „herunter“ (Zwischenrufe bei der SPÖ – Abg. Mag. Rudas: Wehleidig!), und hatte selbst nicht mehr zu bieten als die politische
Beifall bei der FPÖ. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Rhetorik eines Staubsaugerverkäufers der siebziger Jahre. (Beifall bei der FPÖ. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Strache: Der Herr Einem bei der Jetalliance! – Zwischenruf der Abg. Mag. Rudas.
Oder eine weitere Frage an Klubobmann Cap: Wo sitzen denn die Spekulanten, wenn Ihr ehemaliges Regierungsmitglied, SPÖ-EU-Staatssekretär Ruttenstorfer, wegen Insiderhandel von der Finanzmarktaufsicht angezeigt wird und die Staatsanwaltschaft ermittelt? (Abg. Strache: Der Herr Einem bei der Jetalliance! – Zwischenruf der Abg. Mag. Rudas.) – Frau Zukunftshoffnung, auf Sie komme ich noch separat zu sprechen!
Beifall bei der FPÖ.
Herr Klubobmann Cap ist immer derjenige bei einer Diskussion, der wie ein sozialdemokratischer Tiger springt und dann als Bettvorleger bei der ÖVP landet. (Beifall bei der FPÖ.) Ich sage Ihnen eines: Sie von der SPÖ haben so viel Butter am Kopf, dass Sie als Fraktion der Salzburger Nockerl durchgehen würden! (Heiterkeit bei der FPÖ.)
Heiterkeit bei der FPÖ.
Herr Klubobmann Cap ist immer derjenige bei einer Diskussion, der wie ein sozialdemokratischer Tiger springt und dann als Bettvorleger bei der ÖVP landet. (Beifall bei der FPÖ.) Ich sage Ihnen eines: Sie von der SPÖ haben so viel Butter am Kopf, dass Sie als Fraktion der Salzburger Nockerl durchgehen würden! (Heiterkeit bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Rudas
Jetzt komme ich auf die beiden Herren Regierungsvertreter, von denen nur noch einer anwesend ist, zu sprechen. Herrn Bundeskanzler Faymann, der die tolle Arbeitslosigkeit beschwört, möchte ich ausrichten: Faktum ist, erstens will ich Österreich nicht verglichen haben mit irgendwo in der Westsahara, im Kongo oder irgendwo anders, sondern wirklich mit erfolgreichen Ländern (Zwischenruf der Abg. Mag. Rudas), und dabei schneiden wir miserabel ab, Frau Zukunftshoffnung! Die Jobs, die geschaffen werden, sind keine hochwertigen Jobs, sondern das sind McJobs, das sind Zeitarbeitsverträge, das sind Leiharbeiter, und den Rest der Arbeitslosen verstecken Sie in irgendwelchen Schulungen. – Wenn das Ihr Arbeitsmarktprogramm ist, na dann: Gute Nacht, Österreich! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Jetzt komme ich auf die beiden Herren Regierungsvertreter, von denen nur noch einer anwesend ist, zu sprechen. Herrn Bundeskanzler Faymann, der die tolle Arbeitslosigkeit beschwört, möchte ich ausrichten: Faktum ist, erstens will ich Österreich nicht verglichen haben mit irgendwo in der Westsahara, im Kongo oder irgendwo anders, sondern wirklich mit erfolgreichen Ländern (Zwischenruf der Abg. Mag. Rudas), und dabei schneiden wir miserabel ab, Frau Zukunftshoffnung! Die Jobs, die geschaffen werden, sind keine hochwertigen Jobs, sondern das sind McJobs, das sind Zeitarbeitsverträge, das sind Leiharbeiter, und den Rest der Arbeitslosen verstecken Sie in irgendwelchen Schulungen. – Wenn das Ihr Arbeitsmarktprogramm ist, na dann: Gute Nacht, Österreich! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ja, es stimmt, die FPÖ hat beim ersten Bankenpaket zugestimmt, aber nicht, um den Banken zu helfen, sondern um die Einlagen zu sichern, Herr Vizekanzler, und nicht mehr. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter
Sie hätten die Kontrolle ausüben sollen, Sie hätten seitens der Republik auf Mitbestimmung bestehen sollen. Das alles haben Sie nicht gemacht, und wissen Sie, was passiert ist? – Der Erste, der Geld genommen hat, war Ihr ÖVP-naher Herr Treichl, der einmal Finanzchef bei Ihnen in der ÖVP war (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter), der in jedem ÖVP-Personenkomitee auftaucht. Dieser Herr Treichl, der Chef der Erste Bank, hat im vergangenen Jahr Aktien um 30 000 € erworben, hat diese Aktien um über 800 000 € verkauft und einen hohen Gewinn erzielt, für den Sie heute als Helfershelfer genauso herhalten müssen. (Abg. Dr. Matznetter: Das stimmt nicht!)
Abg. Dr. Matznetter: Das stimmt nicht!
Sie hätten die Kontrolle ausüben sollen, Sie hätten seitens der Republik auf Mitbestimmung bestehen sollen. Das alles haben Sie nicht gemacht, und wissen Sie, was passiert ist? – Der Erste, der Geld genommen hat, war Ihr ÖVP-naher Herr Treichl, der einmal Finanzchef bei Ihnen in der ÖVP war (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter), der in jedem ÖVP-Personenkomitee auftaucht. Dieser Herr Treichl, der Chef der Erste Bank, hat im vergangenen Jahr Aktien um 30 000 € erworben, hat diese Aktien um über 800 000 € verkauft und einen hohen Gewinn erzielt, für den Sie heute als Helfershelfer genauso herhalten müssen. (Abg. Dr. Matznetter: Das stimmt nicht!)
Zwischenruf des Abg. Krainer.
Machen wir uns ein bisschen Gedanken, wie die Handschlagqualität dieser beiden Herren aussieht! (Zwischenruf des Abg. Krainer.) – Hören Sie zu, Herr Krainer, mit Ihren Taferln sind Sie „abgesoffen“, aber vielleicht gibt es eine zweite Chance. (Abg. Strache: Der „Karl-Heinz Grasser der SPÖ“ sollte ein bisschen zuhören!)
Abg. Strache: Der „Karl-Heinz Grasser der SPÖ“ sollte ein bisschen zuhören!
Machen wir uns ein bisschen Gedanken, wie die Handschlagqualität dieser beiden Herren aussieht! (Zwischenruf des Abg. Krainer.) – Hören Sie zu, Herr Krainer, mit Ihren Taferln sind Sie „abgesoffen“, aber vielleicht gibt es eine zweite Chance. (Abg. Strache: Der „Karl-Heinz Grasser der SPÖ“ sollte ein bisschen zuhören!)
Zwischenruf der Abg. Mag. Rudas.
Das Regierungsabkommen gibt die Leitlinien für diese Legislaturperiode vor. So wie die ÖVP zu unseren Vorschlägen zu einem Vorziehen der Steuerentlastung steht, die im April wirksam werden soll, und so weiter und so fort, so steht auch die SPÖ dazu, dass in dieser Legislaturperiode keine neuen Steuern eingeführt werden. – Frau Zukunftshoffnung, was ist denn jetzt? Jetzt wurde doch ein Riesenpaket an neuen Steuern eingeführt! (Zwischenruf der Abg. Mag. Rudas.) Das, was Sie sagen, hat überhaupt keine Handschlagqualität mehr, dem ist wirklich keine Beachtung mehr
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Rudas: Wir haben das nie gesagt! Erinnern Sie sich!
beizumessen! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Rudas: Wir haben das nie gesagt! Erinnern Sie sich!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Rudas: Sie waren ja dagegen!
Vizekanzler Pröll hat gesagt: Nein, eine Vermögensteuer, wie von der SPÖ gefordert, wird es mit uns von der ÖVP nicht geben! – Was ist passiert? Die SPÖ freut sich heute über eine Vermögensteuer, die in Wirklichkeit keine Vermögensteuer ist, denn wenn Sie ernsthaft glauben, dass Personen, die Unternehmensanteile in Aktien oder Investmentfonds erwerben, heute die Reichen sind, dann sind Sie über „Das Kapital“ von Karl Marx nicht hinausgekommen. Das sage ich Ihnen auch einmal. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Rudas: Sie waren ja dagegen!)
Abg. Strache: Skylink!
Sie werden den Wirtschaftsstandort Österreich noch weiter ramponieren! Fangen Sie, wenn Sie von Vermögensteuer reden, Frau Zukunftshoffnung, einmal damit an, Ihren roten Topmanagern die Gehälter zu begrenzen. Beginnen wir beim ÖBB-Chef Kern, bei den ganzen Häupl-Managern in Wien (Abg. Strache: Skylink!), die allesamt doppelt so viel verdienen wie Herr Obama. Sie stellen sich hierher und reden von sozialer Verteilungsgerechtigkeit?! – Machen Sie sich nicht lächerlich! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie werden den Wirtschaftsstandort Österreich noch weiter ramponieren! Fangen Sie, wenn Sie von Vermögensteuer reden, Frau Zukunftshoffnung, einmal damit an, Ihren roten Topmanagern die Gehälter zu begrenzen. Beginnen wir beim ÖBB-Chef Kern, bei den ganzen Häupl-Managern in Wien (Abg. Strache: Skylink!), die allesamt doppelt so viel verdienen wie Herr Obama. Sie stellen sich hierher und reden von sozialer Verteilungsgerechtigkeit?! – Machen Sie sich nicht lächerlich! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Die Gewinne werden privatisiert, und die Schulden werden öffentlich!
Wissen Sie, wie das Spiel läuft? Wir reden darüber, Menschen in Griechenland, in Irland, in Portugal, in Spanien oder wo auch immer zu helfen, doch diesen Menschen wird überhaupt nicht geholfen. Das Spiel läuft folgendermaßen – und das ist das Schäbige –: Die Europäische Zentralbank schafft frisches, neues Geld und borgt dieses Geld um 1 Prozentpunkt Zinsen den Banken, und die Banken gehen in Hochrisikoanleihen mit 8, 9 und 10 Prozent. Jetzt, weil diese Anleihen zu rutschen begonnen haben, kommt der Steuerzahler und zahlt das. (Abg. Strache: Die Gewinne werden privatisiert, und die Schulden werden öffentlich!) Kein einziger Bürger von Europa steht unter diesem Rettungsschirm, dafür aber die Zockerbanken, die mit dem Geld der Omas, die Anlagen für ihre Enkerl machen, ins Casino Royale gehen – und Sie decken das Ganze noch. Schande über Sie, Frau Zukunftshoffnung! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wissen Sie, wie das Spiel läuft? Wir reden darüber, Menschen in Griechenland, in Irland, in Portugal, in Spanien oder wo auch immer zu helfen, doch diesen Menschen wird überhaupt nicht geholfen. Das Spiel läuft folgendermaßen – und das ist das Schäbige –: Die Europäische Zentralbank schafft frisches, neues Geld und borgt dieses Geld um 1 Prozentpunkt Zinsen den Banken, und die Banken gehen in Hochrisikoanleihen mit 8, 9 und 10 Prozent. Jetzt, weil diese Anleihen zu rutschen begonnen haben, kommt der Steuerzahler und zahlt das. (Abg. Strache: Die Gewinne werden privatisiert, und die Schulden werden öffentlich!) Kein einziger Bürger von Europa steht unter diesem Rettungsschirm, dafür aber die Zockerbanken, die mit dem Geld der Omas, die Anlagen für ihre Enkerl machen, ins Casino Royale gehen – und Sie decken das Ganze noch. Schande über Sie, Frau Zukunftshoffnung! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Silhavy: Genau Ihr Niveau!
Ich habe fast den Gedanken – es sitzt zurzeit nur mehr einer auf der Regierungsbank –, der eine ist der rote Baron Münchhausen und der andere ist der schwarze Räuber Hotzenplotz. All das, was Sie den Menschen vor der Wahl versprochen haben, haben Sie nicht gehalten. (Abg. Silhavy: Genau Ihr Niveau!) Sie sind an einem Wochenende in die Therme gefahren und haben dort ein Budget gemacht (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen) – ich komme zum Schluss –, das vor sozialer Ungerechtigkeit nur so strotzt, das all Ihre Versprechen so erscheinen lässt, als wären sie das fleischgewordene gebrochene Wahlversprechen. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen
Ich habe fast den Gedanken – es sitzt zurzeit nur mehr einer auf der Regierungsbank –, der eine ist der rote Baron Münchhausen und der andere ist der schwarze Räuber Hotzenplotz. All das, was Sie den Menschen vor der Wahl versprochen haben, haben Sie nicht gehalten. (Abg. Silhavy: Genau Ihr Niveau!) Sie sind an einem Wochenende in die Therme gefahren und haben dort ein Budget gemacht (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen) – ich komme zum Schluss –, das vor sozialer Ungerechtigkeit nur so strotzt, das all Ihre Versprechen so erscheinen lässt, als wären sie das fleischgewordene gebrochene Wahlversprechen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich habe fast den Gedanken – es sitzt zurzeit nur mehr einer auf der Regierungsbank –, der eine ist der rote Baron Münchhausen und der andere ist der schwarze Räuber Hotzenplotz. All das, was Sie den Menschen vor der Wahl versprochen haben, haben Sie nicht gehalten. (Abg. Silhavy: Genau Ihr Niveau!) Sie sind an einem Wochenende in die Therme gefahren und haben dort ein Budget gemacht (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen) – ich komme zum Schluss –, das vor sozialer Ungerechtigkeit nur so strotzt, das all Ihre Versprechen so erscheinen lässt, als wären sie das fleischgewordene gebrochene Wahlversprechen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, es gäbe genug andere Möglichkeiten, ein soziales Budget zu machen, das ist es mit Sicherheit nicht. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Nein!
Das hat mich für einen Moment verblüfft, ich habe gedacht, Josef Pröll wird selbstkritisch. Dann habe ich gedacht, „Länder“, vielleicht meint er auch Erwin Pröll in Niederösterreich. (Abg. Ing. Westenthaler: Nein!) Dann bin ich endlich draufgekommen, er meint natürlich weder das eine noch das andere, sondern er sitzt im Glashaus und wirft die Steine auf die anderen, auf Irland, zum Beispiel, auf Griechenland, auf unsere europäischen Partner. – Herr Finanzminister, das ist riskant!
Abg. Ing. Westenthaler: Ja, das geht oft schnell!
Im Gegensatz dazu ist in Griechenland die Verschuldung des Staates die Ursache der Krise gewesen, aber nicht in Irland und Spanien, das macht das auch so kompliziert. (Die Lampe am Rednerpult beginnt, rot zu blinken.) – Geht meine Redezeit wirklich schon zu Ende? (Abg. Ing. Westenthaler: Ja, das geht oft schnell!) Das sollen 6 Minuten gewesen sein? (Abg. Grosz: Ist es wirklich schon so spät? Wer hat an der Uhr gedreht?) Na gut.
Abg. Grosz: Ist es wirklich schon so spät? Wer hat an der Uhr gedreht?
Im Gegensatz dazu ist in Griechenland die Verschuldung des Staates die Ursache der Krise gewesen, aber nicht in Irland und Spanien, das macht das auch so kompliziert. (Die Lampe am Rednerpult beginnt, rot zu blinken.) – Geht meine Redezeit wirklich schon zu Ende? (Abg. Ing. Westenthaler: Ja, das geht oft schnell!) Das sollen 6 Minuten gewesen sein? (Abg. Grosz: Ist es wirklich schon so spät? Wer hat an der Uhr gedreht?) Na gut.
Beifall bei den Grünen.
eine ganze Reihe von anderen Maßnahmen auch. Ich flehe Sie an: Die außeruniversitären Forschungsinstitute sind eine Visitenkarte Österreichs in der internationalen Forschungslandschaft – sicher nicht alle 70 oder 80, die davon betroffen sind, nein, aber 15 davon haben europäische Geltung, haben internationale Geltung, behaupte ich einmal –, und gerade für jene Institute, bei denen es sich aus verschiedenen Gründen nicht lohnt, bei denen es auch nicht sinnvoll wäre, sie an Universitäten anzugliedern, ist bis heute, 1. Dezember, nicht vorgesorgt. Das sind Institutionen, die sich auflösen müssen, die Angestellte kündigen müssen, wenn sie halbwegs die Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns beachten wollen. Hier brennt wirklich der Hut! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Bitte, vermeiden Sie eine internationale Blamage Österreichs in diesem Zusammenhang! Richten Sie nicht mit einem minimalen Budgeteffekt – es geht um 4 Millionen €, nächstes Jahr 8 Millionen € – später einen maximalen Schaden für die Forschung, für das Prestige, für die Reputation Österreichs im internationalen Kontext an! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Ing. Peter Westenthaler (BZÖ): Herr Bankenminister Pröll, ich würde an Ihrer Stelle – kurz als Replik – nicht so eine dicke Lippe führen, wenn es um die Hypo Bank geht, denn Sie haben offenbar vergessen, dass der Vertreter des Landes und damit der Vertreter in dem ganzen Schlamassel ein hoher ÖVPler war, nämlich ÖVP-Landesrat Martinz. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Noch etwas füge ich gleich hinzu: Es ist jetzt ein Jahr her, dass diese Bank verstaatlicht worden ist und Sie Eigentümervertreter dieser Bank geworden sind, und allein in diesem einen Jahr hat Ihr rot-schwarzes Management dort 1 Milliarde € in den Sand gesetzt und Hunderte Millionen Vermögenswerte vernichtet. Das ist das Ergebnis Ihrer Bankmanager dort, Herr Bankenminister! (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich kündige Ihnen an dieser Stelle an: Wir werden uns diese Manager einmal hierher holen, in einen Rechnungshof-Unterausschuss oder in einen Untersuchungsausschuss, denn diese Misswirtschaft, die Ihre Leute da treiben, spottet jeglicher Beschreibung, Herr Finanzminister! – Das einmal zur Hypo Bank. (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir haben die höchste Steuerbelastung, wir haben die höchsten Schulden, und da stellt sich der Herr Bankenminister, Freund und Helfer aller Banken, aller hoch dotierten Bankmanager und aller, die dazu gehören, hin und sagt: Wir haben keine weiteren Schulden. – Mit diesem Budget erhöhen Sie die Schulden um weitere Milliarden in den nächsten Jahren! Daher haben wir Sie der Unwahrheit überführt, Herr Bankenminister, der Sie nicht einmal ein Herz für die Menschen haben. Das ist die Wahrheit. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Keine andere Regierung vor Ihnen hat so lange Zeit gehabt, ein Budget zu erstellen, weil Sie es monatelang nicht vorgelegt haben, weil Sie die Verfassung gebrochen haben. Und dann kam Loipersdorf. Nebelschwaden, thermengeschwängerte Nebelluft, all das hat Sie alle miteinander ein bisschen benebelt, und Sie haben alles zusammengeschnürt und ein paar Tage später wieder aufgeschnürt, dann wieder zugeschnürt, gestern wieder aufgeschnürt – Sie schnüren herum, und übrig bleiben ein völlig verknotetes, verwirrtes und zugeknöpftes Paket und eine Regierung, die nicht mehr ernst zu nehmen ist. Das ist die Wahrheit, Herr Finanzminister! (Beifall beim BZÖ.) Jeder Betrieb, jedes Unternehmen in diesem Land, das so ein Budget erstellt, das sich so gibt, müsste zusperren, hätte keine Chance auf eine Zukunft.
Beifall beim BZÖ.
Aber man hat das gestern schon erkannt bei Ihrer „Therapierede“ mit ein bisschen Schuss Selbsthypnose, als die Regierungsvertreter hier aufgefädelt gesessen sind. Normalerweise müsste, wenn man ein Budget präsentiert, Aufbruchsstimmung herrschen, müssten alle strahlen, ein strahlendes Lächeln haben, euphorisiert sein. In Wirklichkeit sind hier ein paar blutleere Gestalten gesessen, die uns gezeigt haben, dass sie kein Herz für die Menschen haben, dass sie drüberfahren und ihre Politik einem Kühlschrank gleicht. Das ist das Ergebnis Ihrer Rede gestern gewesen, Herr Bankenminister! (Beifall beim BZÖ.)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Nein, stimmt nicht!
Wenn dann heute eine Staatssekretärin hierher kommt – und deswegen haben wir uns heute so aufgeregt –, die sagt, alles sei super (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Nein, stimmt nicht!), die Familien schwimmen in Geld, hat sie gesagt, die Frau Staatssekretärin, dort 500 Millionen € und da ein paar Millionen, so ist das nicht wahr. Eine Million Menschen lebt in diesem Land unter oder an der Armutsgrenze, Herr Finanzminister. (Abg. Mag. Stadler: Verhöhnung ist das!)
Abg. Mag. Stadler: Verhöhnung ist das!
Wenn dann heute eine Staatssekretärin hierher kommt – und deswegen haben wir uns heute so aufgeregt –, die sagt, alles sei super (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Nein, stimmt nicht!), die Familien schwimmen in Geld, hat sie gesagt, die Frau Staatssekretärin, dort 500 Millionen € und da ein paar Millionen, so ist das nicht wahr. Eine Million Menschen lebt in diesem Land unter oder an der Armutsgrenze, Herr Finanzminister. (Abg. Mag. Stadler: Verhöhnung ist das!)
Abg. Grosz: Die wissen nicht, wie sie Weihnachten feiern können!
Es gibt Tausende Familien in unserem Land, die jeden Tag, tagtäglich eine Entscheidung treffen müssen. (Abg. Grosz: Die wissen nicht, wie sie Weihnachten feiern können!) Und wissen Sie, welche Entscheidung, Herr Finanzminister? Nicht, ob sie vor der EU buckeln müssen oder ob sie ein paar Millionen nach Irland oder nach Griechenland schicken, sondern die tägliche Entscheidung der Familien bezieht sich darauf, ob sie entweder essen oder Miete zahlen oder sich sonst irgendetwas leisten können. Das ist die tägliche Entscheidung, die die Menschen zu treffen haben. Das ist die Wahrheit. (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Es gibt Tausende Familien in unserem Land, die jeden Tag, tagtäglich eine Entscheidung treffen müssen. (Abg. Grosz: Die wissen nicht, wie sie Weihnachten feiern können!) Und wissen Sie, welche Entscheidung, Herr Finanzminister? Nicht, ob sie vor der EU buckeln müssen oder ob sie ein paar Millionen nach Irland oder nach Griechenland schicken, sondern die tägliche Entscheidung der Familien bezieht sich darauf, ob sie entweder essen oder Miete zahlen oder sich sonst irgendetwas leisten können. Das ist die tägliche Entscheidung, die die Menschen zu treffen haben. Das ist die Wahrheit. (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich frage Sie, Herr Finanzminister: Können Sie es verantworten, dass aufgrund Ihrer Kürzungen in der Familienpolitik, aufgrund Ihrer Politik künftig überhaupt weniger Kinder geboren werden, weil es nicht mehr leistbar ist, Kinder in die Welt zu setzen? Sie sagen, wir brauchen mehr Zuwanderung, wir brauchen mehr Integration. – Weil Sie eine Politik machen, die das Kinderkriegen erschwert und die eine Schande ist für jegliche Form der wirklichen Familienpolitik. Das ist die Wahrheit, Herr Finanzminister! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Vizekanzler Mitterlehner!
Steigen Sie von Ihrem hohen Ross herunter! – Die ÖVP beginnt ohnehin schon damit, Sie werden schon abmontiert. Gestern ist schon der Nachfolger, Herr Spindelegger, in Position gebracht worden. Dann kommt halt ein anderer (Abg. Mag. Stadler: Vizekanzler Mitterlehner!), oder der Herr Wirtschaftsminister, und Sie dürfen Platz nehmen in Reihe zwei bei Herrn Schüssel oder in Reihe drei, auf dem Boulevard of Broken Dreams der ÖVP, bei der Vorgängerregierung. Dort nehmen Sie dann Platz, und es ist Ihnen wieder alles wurscht, Sie geben auf, weil Sie keine Verantwortung für die Zukunft tragen. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Steigen Sie von Ihrem hohen Ross herunter! – Die ÖVP beginnt ohnehin schon damit, Sie werden schon abmontiert. Gestern ist schon der Nachfolger, Herr Spindelegger, in Position gebracht worden. Dann kommt halt ein anderer (Abg. Mag. Stadler: Vizekanzler Mitterlehner!), oder der Herr Wirtschaftsminister, und Sie dürfen Platz nehmen in Reihe zwei bei Herrn Schüssel oder in Reihe drei, auf dem Boulevard of Broken Dreams der ÖVP, bei der Vorgängerregierung. Dort nehmen Sie dann Platz, und es ist Ihnen wieder alles wurscht, Sie geben auf, weil Sie keine Verantwortung für die Zukunft tragen. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall beim BZÖ.
Dieses Budget ist verantwortungslos, ideenlos, konzeptlos, und es ist herzlos, liebe Bundesregierung. Nehmen Sie es zurück! Nehmen Sie das Budget zurück und legen Sie etwas vor, wodurch die Menschen endlich wieder zu mehr Geld in ihren Taschen kommen! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Grosz: Da können sich viele gut daran erinnern!
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (SPÖ): Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Kollege Westenthaler, ich bin ja auch nicht erst seit ein paar Tagen hier im Haus, sondern schon seit einiger Zeit, und ich kann mich gut erinnern an die Zeit, als ich Oppositionsabgeordnete gewesen bin und Sie Klubobmann einer Regierungspartei (Abg. Grosz: Da können sich viele gut daran erinnern!), und ich kann mich auch daran erinnern, damals ganz andere Töne von Ihnen gehört zu haben. Aber als ehemalige Oppositionsabgeordnete habe ich durchaus Verständnis dafür, selbstverständlich, dass sich Redner der Oppositionsparteien auf die Kritik konzentrieren, die an einem Budget zu äußern ist. Trotzdem würde ich mir wünschen – und der eine oder die andere tut das ja auch –, eine differenzierte Wahrnehmung und Stellungnahme des vorliegenden Budgets auch von Oppositionsabgeordneten zu hören.
Abg. Neubauer: Das ist doch nur eine Ausrede!
Auch Sie werden nicht ernsthaft leugnen, was die Herausforderung heute ist, um welche Herausforderung es geht, wenn man heute ein Budget erstellt. Auch Sie werden nicht leugnen, dass zu den Rahmenbedingungen auch die Tatsache zählt, dass es eine weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise gibt (Abg. Neubauer: Das ist doch nur eine Ausrede!), vor der Europa nicht verschont bleibt und vor der Österreich auch nicht verschont bleibt, wenn man nicht entsprechend gegensteuert. (Abg. Neubauer: Das ist doch nur die Ausrede für diesen Pfusch! Die wirklichen Herausforderungen haben Sie nie angenommen!) Und das ist die Herausforderung, die mit diesem Budget auch aufgegriffen und angenommen wird.
Abg. Neubauer: Das ist doch nur die Ausrede für diesen Pfusch! Die wirklichen Herausforderungen haben Sie nie angenommen!
Auch Sie werden nicht ernsthaft leugnen, was die Herausforderung heute ist, um welche Herausforderung es geht, wenn man heute ein Budget erstellt. Auch Sie werden nicht leugnen, dass zu den Rahmenbedingungen auch die Tatsache zählt, dass es eine weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise gibt (Abg. Neubauer: Das ist doch nur eine Ausrede!), vor der Europa nicht verschont bleibt und vor der Österreich auch nicht verschont bleibt, wenn man nicht entsprechend gegensteuert. (Abg. Neubauer: Das ist doch nur die Ausrede für diesen Pfusch! Die wirklichen Herausforderungen haben Sie nie angenommen!) Und das ist die Herausforderung, die mit diesem Budget auch aufgegriffen und angenommen wird.
Abg. Bucher: Sie können das nicht verstehen als Steuererhöhungspartei!
Zusammenhang gehört habe. Klubobmann Bucher zum Beispiel hat gesagt: weniger Steuern und mehr Offensivmaßnahmen. – Wie, sehr geehrte Damen und Herren, soll sich das bitte ausgehen? Das geht sich nicht aus. (Abg. Bucher: Sie können das nicht verstehen als Steuererhöhungspartei!)
Ruf bei der FPÖ: Wird schon wieder werden!
Ich erinnere mich, als ehemalige Oppositionsabgeordnete (Ruf bei der FPÖ: Wird schon wieder werden!), auch noch sehr gut an das Budget, das Sie damals, Herr ehemaliger Klubobmann Westenthaler, unter Schwarz-Blau verteidigt haben, das nicht sozial gerecht und nicht sozial ausgewogen war, denn damals – das ist durchaus vergleichbar – betrug die Belastung für die breite Masse in Österreich 2,8 Milliarden €. (Abg. Amon: ... sehr undifferenziert! – Abg. Mag. Stadler: Wer war damals Finanzminister?) Hingegen haben Sie damals diejenigen, die viel haben und mehr beitragen hätten können, nicht nur weniger belastet, Sie haben sie damals mit 1,7 Milliarden € sogar entlastet. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Matznetter: So schaut es aus!)
Abg. Amon: ... sehr undifferenziert! – Abg. Mag. Stadler: Wer war damals Finanzminister?
Ich erinnere mich, als ehemalige Oppositionsabgeordnete (Ruf bei der FPÖ: Wird schon wieder werden!), auch noch sehr gut an das Budget, das Sie damals, Herr ehemaliger Klubobmann Westenthaler, unter Schwarz-Blau verteidigt haben, das nicht sozial gerecht und nicht sozial ausgewogen war, denn damals – das ist durchaus vergleichbar – betrug die Belastung für die breite Masse in Österreich 2,8 Milliarden €. (Abg. Amon: ... sehr undifferenziert! – Abg. Mag. Stadler: Wer war damals Finanzminister?) Hingegen haben Sie damals diejenigen, die viel haben und mehr beitragen hätten können, nicht nur weniger belastet, Sie haben sie damals mit 1,7 Milliarden € sogar entlastet. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Matznetter: So schaut es aus!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Matznetter: So schaut es aus!
Ich erinnere mich, als ehemalige Oppositionsabgeordnete (Ruf bei der FPÖ: Wird schon wieder werden!), auch noch sehr gut an das Budget, das Sie damals, Herr ehemaliger Klubobmann Westenthaler, unter Schwarz-Blau verteidigt haben, das nicht sozial gerecht und nicht sozial ausgewogen war, denn damals – das ist durchaus vergleichbar – betrug die Belastung für die breite Masse in Österreich 2,8 Milliarden €. (Abg. Amon: ... sehr undifferenziert! – Abg. Mag. Stadler: Wer war damals Finanzminister?) Hingegen haben Sie damals diejenigen, die viel haben und mehr beitragen hätten können, nicht nur weniger belastet, Sie haben sie damals mit 1,7 Milliarden € sogar entlastet. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Matznetter: So schaut es aus!)
Beifall bei der SPÖ.
Da ist mir schon der Weg, den wir hier in Österreich gehen, wichtig, dass wir sagen: Wir wollen unser Sozialsystem erhalten und dort ausbauen, wo es möglich ist, Stichwort Mindestsicherung, Stichwort Teuerungsabgeltung für die Pensionisten und Pensionistinnen in unserem Land – trotz Sparbudget. Also: Sparbudget ja, aber sozial gerecht in den Einnahmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Da hat Kopf geklatscht!
Abgeordneter Dkfm. Dr. Günter Stummvoll (ÖVP): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Ich muss zunächst, nachdem ich den Debattenbeitrag des Herrn Bundeskanzlers gehört habe, in dem er wieder für Vermögensbesteuerung und Reichensteuer plädiert hat, Folgendes gestehen (Abg. Ing. Westenthaler: Da hat Kopf geklatscht!): Ich bin auch Anhänger einer Reichensteuer. Wenn sich jetzt einige wundern, muss ich das erklären. Ich bin Anhänger einer
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Brosz: Wie wäre es mit ... bei Politikerpensionen?
Reichensteuer nach Schweizer Muster. Dort wird demnächst eine Volksabstimmung stattfinden, ob der Spitzensteuersatz auf 35 Prozent erhöht werden soll – wir haben in Österreich bekanntlich 50 Prozent –, und ob dieser Spitzensteuersatz von 35 Prozent ab 180 000 € Jahreseinkommen gelten soll. Bei uns gelten 50 Prozent ab 60 000 € Jahreseinkommen. Für eine solche Reichensteuer bin ich gerne zu haben, meine Damen und Herren, gar keine Frage. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Brosz: Wie wäre es mit ... bei Politikerpensionen?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Brosz: Bei den Altpolitikerpensionen kann man was machen!
Ich bin auch für Verteilungsgerechtigkeit, meine Damen und Herren, gar keine Frage. Verteilungsgerechtigkeit ist ein wichtiges Fundament unseres Sozialstaates. Aber, Herr Kollege Riepl, vor der Verteilungsgerechtigkeit kommt die Leistungsgerechtigkeit. Ohne Leistung kann ich nichts verteilen, meine Damen und Herren. So einfach ist das, Herr Kollege Riepl! Zuerst Leistungsgerechtigkeit, dann kann ich auch etwas verteilen und kann Verteilungsgerechtigkeit praktizieren. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Brosz: Bei den Altpolitikerpensionen kann man was machen!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Bucher: Ihr macht doch Schulden und keinen Schuldenabbau!
Ich kenne keine unsozialere Maßnahme als eine hohe Staatsverschuldung. Was heißt „hohe Staatsverschuldung“, meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie? – Das heißt, Umverteilung von unten nach oben. Wer zahlt die Zinsen für die Staatsschulden? – Auch der kleine Arbeiter, Herr Kollege Riepl, mit seinen Steuern. Und wer kassiert die Zinsen, wer kassiert jedes Jahr 8,3 Milliarden € Zinsen? – In Ihrer Diktion die „Kapitalisten“ auf den Finanzmärkten. Das wollen wir nicht haben. Daher: Schuldenabbau aus diesem zweifachen Grund. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Bucher: Ihr macht doch Schulden und keinen Schuldenabbau!)
Abg. Brosz: Sind die Altpolitikerpensionen gerecht?
Wir müssen auch, Herr Kollege Bucher – das weißt du genauso gut, wie ich das auch weiß, du spielst eine Rolle, wenn du hier beim Rednerpult stehst –, die Schulden abbauen, damit wir uns Handlungsspielraum für die Zukunft erhalten. (Abg. Brosz: Sind die Altpolitikerpensionen gerecht?) Wir geben heute schon, bitte, mehr Geld aus für die Zinsen für die Staatsschulden als für den ganzen Bildungsbereich. (Abg. Bucher: Sprich nicht von Schuldenabbau!)
Abg. Bucher: Sprich nicht von Schuldenabbau!
Wir müssen auch, Herr Kollege Bucher – das weißt du genauso gut, wie ich das auch weiß, du spielst eine Rolle, wenn du hier beim Rednerpult stehst –, die Schulden abbauen, damit wir uns Handlungsspielraum für die Zukunft erhalten. (Abg. Brosz: Sind die Altpolitikerpensionen gerecht?) Wir geben heute schon, bitte, mehr Geld aus für die Zinsen für die Staatsschulden als für den ganzen Bildungsbereich. (Abg. Bucher: Sprich nicht von Schuldenabbau!)
Abg. Grosz: Warum tun Sie es nicht?
vollkommen richtig!) Da muss ich eines sagen: Ich bin wirklich Anhänger von strukturellen Reformen – Verwaltungsreform, Gesundheitsreform, Bildungsreform (Abg. Grosz: Warum tun Sie es nicht?) –, aber spielen wir doch den Leuten nicht vor, dass Strukturreformen schmerzfrei sind.
Abg. Grosz: Legt die Sozialversicherungen zusammen!
Wir alle wissen, beim Verwaltungsaufwand sind 90 Prozent Personalkosten. Spitalskosten sind zu 70 Prozent Personalkosten. (Abg. Grosz: Legt die Sozialversicherungen zusammen!) 1 Milliarde € Einsparung bei der Verwaltung heißt 20 000 Arbeitsplätze. Und sagen wir nicht, dass diese 20 000 sofort Metallfacharbeiter oder sofort Krankenpflegerinnen werden können.
Beifall bei der ÖVP.
Spielen wir den Leuten nicht etwa vor, dass man sagt: Strukturreformen sind schmerzfrei. Sie werden Schmerzen erzeugen. Das wäre unehrlich, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben auch die drei Spitäler Gmünd, Waidhofen und Zwettl mit Schwerpunkten versehen. Nicht jedes Spital macht das Gleiche. Das ist moderne Gesundheitspolitik am Beispiel Niederösterreich, meine Damen und Herren. Diese Prozesse finden ja ständig statt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Sie glauben immer, Strukturreform ist ein Riesenpaukenschlag und dann ist wieder Ruhe. Nein, das sind permanente Prozesse, die wir machen: die Bundesregierung gemeinsam mit den Ländern! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage Ihnen, wie das in der Schweiz abläuft. In der Schweiz liegt die Abgabenquote unter 30 Prozent. Die Arbeitslosenrate liegt bei 2 Prozent. Das Bankenpaket wurde innerhalb eines Jahres erledigt. Die vielen Milliarden Schweizer Franken, die die Schweizer Regierung in die UBS gepumpt hat, kamen nach einem Jahr zurück mit sage und schreibe 1 Milliarde € Gewinn. – So viel zu den Besten in Europa, für die Sie sich immer halten. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
und jetzt wieder aufbauschen bis zum Gehtnichtmehr, ein Ende hat. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der FPÖ.
Lassen Sie dieses Budget in einer Schublade verschwinden! Denken Sie nach, wie das besser zu machen wäre! Wir sind gerne bereit, Ihnen mit Ideen auszuhelfen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn dem so wäre, wie es die Regierung oder einzelne Regierungsmitglieder wünschen, dass wir jetzt in fünf- bis sechsminütigen Reden noch einen Gegenentwurf servieren müssen, plus Kritik, so halte ich das einfach für unseriös. Und das passt ganz gut zum Thema Wissenschaft und Forschung, denn sonst würde ich dem Präsidenten des Exzellenz-Institutes Gugging raten, uns morgen alle als Professoren und Professorinnen an dieses Institut zu berufen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Es wird nicht redlich über die Notwendigkeiten und Bedürfnisse des tertiären Bildungssektors und der Forschung gesprochen. Sie nehmen den Unis primär etwas weg, rudern dann etwas zurück und geben wohltätige Spenden, die Sie dann als Offensivprogramme titulieren. Es ist kein Offensivprogramm, wenn man jemandem auf der Straße 1 000 € nimmt und zwei Wochen später 400 € schenkt. Das ist kein Offensivprogramm! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Diese kosmetischen Korrekturen, die dann so groß mit olympischem Eifer verkauft werden, erinnern mich daran: Ich amputiere den Universitäten ein Bein und schenke ihnen eine Woche später ein Toupet. – Na, die werden jubeln! Sie werden damit nicht weiterkommen. (Beifall bei den Grünen.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Ich glaube, dass die Situation im Bildungs- und Forschungsbereich kritisch ist. Meine Befürchtung ist – und sie wird leider aufgehen –: Es werden in den nächsten Semestern Tausende von Studierenden vor verschlossenen Toren stehen, weil man bemüht ist, Qualität nur dadurch zu erhalten, dass man die Zahl der Studierenden reduziert, sonst ginge sich das nicht aus. Das heißt, dieses Mehr an Geld muss gesucht werden. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen.
Wir Grüne haben Alternativen genannt. Die Studierenden haben es deutlich gemacht, auch wir. Das muss nicht auf Kosten der Armen, der Pflegebedürftigen, der Kranken und der Familien gehen. Es gibt Alternativen. Suchen wir sie gemeinsam, sonst ist das Bildungs-Klau und Forschungs-Klau! (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll.
Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (BZÖ): Herr Präsident! Herr Bankenminister! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Ich habe mir vorgenommen, mich heute nur auf die Kürzungen im Familienbereich zu konzentrieren. Wissen Sie, über alles andere in diesem Budget kann man reden, sich überlegen, macht es Sinn, dort zu sparen, da zu sparen? Aber wenn Sie selber, Herr Bankenminister, gestern in Ihrer Rede, bevor Sie zu den Plattitüden und Bauernregeln gekommen sind, so nach dem Motto: „Wenn es am 30. November schneit, ist der Winter nimmer weit“ ... (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll.) – Ja, mag sein, aber so ähnlich liest sich auch die Seite 43 bei Ihnen, Herr Bankenminister.
Beifall beim BZÖ sowie der Abg. Dr. Moser.
Aber wenn man darüber nachdenkt, wo man nicht sparen soll, weil man die Zukunft beschwört, wie Sie das selbst gemacht haben auf Seite 35, wo Sie gesagt haben, dass es immer weniger Beitragszahler gibt, und dann schneiden Sie genau bei den Familien am tiefsten hinein, dann fehlt mir jedes Verständnis. Dann ist es eine Chuzpe, am Tag danach eine neue Familienstaatssekretärin zu präsentieren, der irgendein ÖVP-Sekretär eine total verunglückte Rede aufgesetzt hat, in der sie die Familien verhöhnt. Dazu brauchen wir weder Sie noch Frau Remler noch irgendeinen ÖVP-Sekretär. (Beifall beim BZÖ sowie der Abg. Dr. Moser.)
Abg. Ing. Westenthaler: Es ist so! Er kann sich’s leisten!
Kronzeugen liefern: Ich liefere Ihnen den Kronzeugen Herbert Sausgruber. Herbert Sausgruber ist kein Hitzkopf, einer, der alle heiligen Zeiten einmal eine Verfassungsbeschwerde beim Verfassungsgerichtshof einreicht, beispielsweise wenn er weiß, im Gegensatz zu denen und Ihren Reihen hier – einer hat zur Rede des Kollegen Westenthaler gesagt, das sei totaler Unsinn, totaler Blödsinn –, dass sich die Familien die Kinder nicht mehr leisten können. (Abg. Ing. Westenthaler: Es ist so! Er kann sich’s leisten!)
Abg. Grosz: Die Gouvernante!
Wenn mich das heute empört hat und die Frau Präsidentin schon wieder einmal die Maßregelungskeule herausgeholt hat (Abg. Grosz: Die Gouvernante!) – nein, ich habe noch nicht Gouvernante gesagt; das waren ein paar andere, die glauben, das sei ein Mädchenpensionat und kein Parlament –, dann muss ich mich daran erinnern, dass sie gestern Klubobmann Bucher gemaßregelt hat. Offensichtlich hat sie nur eine – orange – Blickrichtung. (Abg. Bucher: Ja, ... !) Oder ist das ein Wahrnehmungsproblem? – Ich weiß es nicht, das müssen wir mit ihr diskutieren. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) – Ja, zu Ihnen komme ich noch, Frau Silhavy.
Abg. Bucher: Ja, ... !
Wenn mich das heute empört hat und die Frau Präsidentin schon wieder einmal die Maßregelungskeule herausgeholt hat (Abg. Grosz: Die Gouvernante!) – nein, ich habe noch nicht Gouvernante gesagt; das waren ein paar andere, die glauben, das sei ein Mädchenpensionat und kein Parlament –, dann muss ich mich daran erinnern, dass sie gestern Klubobmann Bucher gemaßregelt hat. Offensichtlich hat sie nur eine – orange – Blickrichtung. (Abg. Bucher: Ja, ... !) Oder ist das ein Wahrnehmungsproblem? – Ich weiß es nicht, das müssen wir mit ihr diskutieren. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) – Ja, zu Ihnen komme ich noch, Frau Silhavy.
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Wenn mich das heute empört hat und die Frau Präsidentin schon wieder einmal die Maßregelungskeule herausgeholt hat (Abg. Grosz: Die Gouvernante!) – nein, ich habe noch nicht Gouvernante gesagt; das waren ein paar andere, die glauben, das sei ein Mädchenpensionat und kein Parlament –, dann muss ich mich daran erinnern, dass sie gestern Klubobmann Bucher gemaßregelt hat. Offensichtlich hat sie nur eine – orange – Blickrichtung. (Abg. Bucher: Ja, ... !) Oder ist das ein Wahrnehmungsproblem? – Ich weiß es nicht, das müssen wir mit ihr diskutieren. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) – Ja, zu Ihnen komme ich noch, Frau Silhavy.
Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Gestern hat die Frau Präsidentin Kollegen Bucher gemaßregelt, obwohl er nichts anderes in seinem Debattenbeitrag gemacht hat als vorher die Roten, Schwarzen und alle anderen. Aber er ist gemaßregelt worden, vor laufender Kamera; heute macht sie das Gleiche mit uns. Jetzt werden wir einmal über die Vorsitzführung der Frau Prammer diskutieren müssen. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ
Meine Damen und Herren! Wenn sie sagt, es gibt eine Tradition in diesem Hause, dann hat Frau Abgeordnete außer Dienst Prammer – jetzt ist sie Präsidentin und nicht mehr Abgeordnete – vergessen (Zwischenruf bei der SPÖ) – den Eindruck habe ich heute nicht gehabt –, dass die SPÖ damals in Opposition war – Frau Abgeordnete Prammer saß auf Sitz 2; da, wo du jetzt sitzt, Otto – und dass damals nach der Regierungserklärung sogar die Sitzung unterbrochen werden musste, weil sich die SPÖ so aufgeführt hat – gemeinsam mit den Grünen, Frau Glawischnig. Sie haben allerdings damals ein bisschen weiter hinten Platz nehmen müssen: Sie saßen auf Platz 97.
Rufe bei der FPÖ: Unglaublich!
Sie haben sich damals dermaßen tumultös verhalten, dass man die Sitzung unterbrechen musste, und am gleichen Tag haben Sie sich eines der stärksten Mitglieder der Bundesregierung – die damalige Frau Bundesministerin Sickl – herausgesucht und haben am gleichen Tag noch eine Dringliche Anfrage an sie gemacht. Die erste Wortmeldung von Frau Bundesminister Sickl ist im Tumult von Frau Silhavy untergegangen. (Rufe bei der FPÖ: Unglaublich!)
Abg. Grosz: Wegen der Silhavy brauchen wir Schmerzensgeld!
Frau Kollegin Silhavy, es gibt keine Abgeordnete aus den roten Reihen (Unruhe im Saal), die so häufig im Protokoll nachzulesen ist wie Sie (Abg. Grosz: Wegen der Silhavy brauchen wir Schmerzensgeld!), die Sie Frau Bundesminister Sickl mit ihrer sonoren Stimme so oft unterbrochen haben. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Frau Kollegin Silhavy, es gibt keine Abgeordnete aus den roten Reihen (Unruhe im Saal), die so häufig im Protokoll nachzulesen ist wie Sie (Abg. Grosz: Wegen der Silhavy brauchen wir Schmerzensgeld!), die Sie Frau Bundesminister Sickl mit ihrer sonoren Stimme so oft unterbrochen haben. (Beifall beim BZÖ.)
Ruf beim BZÖ: Er hat’s vergessen!
Es hagelte nur so Zwischenrufe aus der roten Reichshälfte – und heute geht Kollege Cap heraus und beschwört den Anstand und die Courtoisie. (Ruf beim BZÖ: Er hat’s vergessen!) – Das nennt man Amnesie und nicht Courtoisie. Ersteres ist eine Krankheit. Ich hätte dazugesagt, wenn ich Mediziner wäre, das ist das neue Krankheitsbild des „Morbus Capi“, wenn man nicht mehr weiß, was man selber vor zehn Jahren gemacht hat. Allerdings muss man hinzufügen, da sind Sie noch ein bisschen weiter hinten gegessen, Platz 37, da hat es sich besser geschlafen, nicht
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
wahr? Deswegen kann es erklärbar sein, warum er vergessen hat, was sich damals ereignet hat. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Ruf von der Regierungsbank: Das war eine tolle Budgetrede jetzt! Große Achtung! So wichtig ist euch das Budget!
Also, Frau Präsidentin: Es gibt da keine „Tradition“. Hören Sie daher auf, ständig die Abgeordneten des BZÖ, der orangen Fraktion, zu maßregeln! Behandeln Sie alle Fraktionen gleich in diesem Hause – und befleißigen Sie sich einer unparteiischen Vorsitzführung! (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Ruf von der Regierungsbank: Das war eine tolle Budgetrede jetzt! Große Achtung! So wichtig ist euch das Budget!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Stefan: Da hat er recht gehabt!
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Meine Damen und Herren vor den Fernsehapparaten! Es tut mir leid, aber es gibt auch solche Abgeordnete wie den, den Sie eben gehört haben, die weniger zur Sache kommen, sondern mehr bei diesen Dingen verweilen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Stefan: Da hat er recht gehabt!)
Abg. Ing. Westenthaler: Warum sind Sie rausgeschmissen worden?
Ich möchte trotzdem zu den Punkten kommen (Unruhe im Saal), die heute Gegenstand der Debatte sind (Abg. Ing. Westenthaler: Warum sind Sie rausgeschmissen worden?), aber er schreit schon wieder. Lassen Sie sich dadurch nicht irritieren! Wir haben ein ernsthaftes Thema hier vor uns, nämlich die Frage, ob dieses Budget, so wie es heute vorgelegt worden ist (Unruhe im Saal – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen), einerseits jenen Ansprüchen gerecht wird (Abg. Strache: ... Sie sich das leisten können! – Abg. Mag. Stadler: Wie viel sind 2 000 €? – Abg. Ing. Westenthaler: Was kostet ein Rasierapparat?), die ein Mehr an gerechter Form der Einnahmen fordern (Abg. Dolinschek – am Rednerpult vorbeigehend –: Die orange Krawatte hat er schon!) – da hat der Herr Bundeskanzler sehr klar ausgeführt, dass nach vielen Jahren erstmals eine gerechtere Form des Budgets kommt –, auf der anderen Seite wird dieses Parlament darüber zu befinden haben, ob jene Maßnahmen, die auf der Ausgabenseite getroffen werden und die zumutbar sind, denen keine hohe Ungerechtigkeit innewohnt, die richtigen Maßnahmen sind.
Unruhe im Saal – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen
Ich möchte trotzdem zu den Punkten kommen (Unruhe im Saal), die heute Gegenstand der Debatte sind (Abg. Ing. Westenthaler: Warum sind Sie rausgeschmissen worden?), aber er schreit schon wieder. Lassen Sie sich dadurch nicht irritieren! Wir haben ein ernsthaftes Thema hier vor uns, nämlich die Frage, ob dieses Budget, so wie es heute vorgelegt worden ist (Unruhe im Saal – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen), einerseits jenen Ansprüchen gerecht wird (Abg. Strache: ... Sie sich das leisten können! – Abg. Mag. Stadler: Wie viel sind 2 000 €? – Abg. Ing. Westenthaler: Was kostet ein Rasierapparat?), die ein Mehr an gerechter Form der Einnahmen fordern (Abg. Dolinschek – am Rednerpult vorbeigehend –: Die orange Krawatte hat er schon!) – da hat der Herr Bundeskanzler sehr klar ausgeführt, dass nach vielen Jahren erstmals eine gerechtere Form des Budgets kommt –, auf der anderen Seite wird dieses Parlament darüber zu befinden haben, ob jene Maßnahmen, die auf der Ausgabenseite getroffen werden und die zumutbar sind, denen keine hohe Ungerechtigkeit innewohnt, die richtigen Maßnahmen sind.
Abg. Strache: ... Sie sich das leisten können! – Abg. Mag. Stadler: Wie viel sind 2 000 €? – Abg. Ing. Westenthaler: Was kostet ein Rasierapparat?
Ich möchte trotzdem zu den Punkten kommen (Unruhe im Saal), die heute Gegenstand der Debatte sind (Abg. Ing. Westenthaler: Warum sind Sie rausgeschmissen worden?), aber er schreit schon wieder. Lassen Sie sich dadurch nicht irritieren! Wir haben ein ernsthaftes Thema hier vor uns, nämlich die Frage, ob dieses Budget, so wie es heute vorgelegt worden ist (Unruhe im Saal – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen), einerseits jenen Ansprüchen gerecht wird (Abg. Strache: ... Sie sich das leisten können! – Abg. Mag. Stadler: Wie viel sind 2 000 €? – Abg. Ing. Westenthaler: Was kostet ein Rasierapparat?), die ein Mehr an gerechter Form der Einnahmen fordern (Abg. Dolinschek – am Rednerpult vorbeigehend –: Die orange Krawatte hat er schon!) – da hat der Herr Bundeskanzler sehr klar ausgeführt, dass nach vielen Jahren erstmals eine gerechtere Form des Budgets kommt –, auf der anderen Seite wird dieses Parlament darüber zu befinden haben, ob jene Maßnahmen, die auf der Ausgabenseite getroffen werden und die zumutbar sind, denen keine hohe Ungerechtigkeit innewohnt, die richtigen Maßnahmen sind.
Abg. Dolinschek – am Rednerpult vorbeigehend –: Die orange Krawatte hat er schon!
Ich möchte trotzdem zu den Punkten kommen (Unruhe im Saal), die heute Gegenstand der Debatte sind (Abg. Ing. Westenthaler: Warum sind Sie rausgeschmissen worden?), aber er schreit schon wieder. Lassen Sie sich dadurch nicht irritieren! Wir haben ein ernsthaftes Thema hier vor uns, nämlich die Frage, ob dieses Budget, so wie es heute vorgelegt worden ist (Unruhe im Saal – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen), einerseits jenen Ansprüchen gerecht wird (Abg. Strache: ... Sie sich das leisten können! – Abg. Mag. Stadler: Wie viel sind 2 000 €? – Abg. Ing. Westenthaler: Was kostet ein Rasierapparat?), die ein Mehr an gerechter Form der Einnahmen fordern (Abg. Dolinschek – am Rednerpult vorbeigehend –: Die orange Krawatte hat er schon!) – da hat der Herr Bundeskanzler sehr klar ausgeführt, dass nach vielen Jahren erstmals eine gerechtere Form des Budgets kommt –, auf der anderen Seite wird dieses Parlament darüber zu befinden haben, ob jene Maßnahmen, die auf der Ausgabenseite getroffen werden und die zumutbar sind, denen keine hohe Ungerechtigkeit innewohnt, die richtigen Maßnahmen sind.
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Na, wenn nichts rauskommt, schon!
Eines muss ich schon sagen, und ich möchte dabei den Redebeitrag von Klubobfrau Dr. Glawischnig vom Anfang aufgreifen: Ist es schlecht, wenn zwei Regierungsparteien schon im Vorfeld sehr klar sagen, wie ihre Positionen sind? (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Na, wenn nichts rauskommt, schon!) Ich glaube, das ist Teil der Demokratie, und ich finde es gut, dass Wählerinnen und Wähler genau wissen, wer für das eine und wer für das andere steht. Dann kann man nämlich den Kompromiss auch beurteilen. (Ruf von der Regierungsbank: So ist es!)
Ruf von der Regierungsbank: So ist es!
Eines muss ich schon sagen, und ich möchte dabei den Redebeitrag von Klubobfrau Dr. Glawischnig vom Anfang aufgreifen: Ist es schlecht, wenn zwei Regierungsparteien schon im Vorfeld sehr klar sagen, wie ihre Positionen sind? (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Na, wenn nichts rauskommt, schon!) Ich glaube, das ist Teil der Demokratie, und ich finde es gut, dass Wählerinnen und Wähler genau wissen, wer für das eine und wer für das andere steht. Dann kann man nämlich den Kompromiss auch beurteilen. (Ruf von der Regierungsbank: So ist es!)
Abg. Bucher: Die rote Arbeiterkammer ... !
Da wäre übrigens einiges nachzuarbeiten, auch bei unserem Regierungspartner, wenn ein Landeshauptmann eine Klage einbringt oder gar, wie ich heute höre, ein Manager der Raiffeisenbank, von dem ich keine Klagen gehört habe, als wir das Bankenpaket geschnürt haben. (Abg. Bucher: Die rote Arbeiterkammer ... !) Wir sollten darüber vielleicht ein ernstes Wort reden, dass er diesen anderen Bereich auch zu akzeptieren hat. Die Herren in den Banken werden zu akzeptieren haben, dass sie Aufgaben erfüllen wie andere auch.
Abg. Strache: Warum schickt der Herr Schieder Gesetzentwürfe an den ... ?
Hundertausende Unternehmer führen für ihre Angestellten die Lohnsteuer ab, da wird es für die Banken zumutbar sein, dass sie 25 Prozent berechnen. (Abg. Strache: Warum schickt der Herr Schieder Gesetzentwürfe an den ... ?) Sie sollen es auch abführen und sie haben es nicht notwendig – gerade die Banken! –, hier gegen die Regierung Klage zu führen.
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen
Zurück aber zu einem wesentlichen Punkt, der aus der gestrigen Budgetrede stammt. Der Herr Finanzminister hat zwei Tatsachen nebeneinander gestellt (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen): Arbeit muss sich lohnen und Vermögen darf nicht bestraft werden. (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Auch das Gehalt ist ein Einkommen, ein Vermögen.
Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Zurück aber zu einem wesentlichen Punkt, der aus der gestrigen Budgetrede stammt. Der Herr Finanzminister hat zwei Tatsachen nebeneinander gestellt (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen): Arbeit muss sich lohnen und Vermögen darf nicht bestraft werden. (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Auch das Gehalt ist ein Einkommen, ein Vermögen.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Wir wissen, warum der Schieder Staatssekretär ist und nicht der Matznetter!
Ändern Sie mit uns die Struktur, wie gestern angekündigt, Herr Vizekanzler! Wir werden als Regierung gemeinsam Erfolg haben. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Wir wissen, warum der Schieder Staatssekretär ist und nicht der Matznetter!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Pendl.
Ich glaube, dass wir doch gemeinsam feststellen können – und es würde der Opposition kein Stein aus der Krone fallen, das auch einmal zuzugeben –, dass Österreich in dieser kritischen Situation, die wir global und auch in Europa haben, deutlich besser dasteht als viele andere. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Pendl.)
Beifall bei der ÖVP.
Das ist unser Ziel, meine Damen und Herren: dass wir eben an der Spitze bleiben. Und daher muss klar sein: Es gibt keine Alternative zum Schuldenabbau in der Perspektive. Schulden machen unfrei, Schulden sind teuer, Schulden belasten die nächste Generation, Schulden sind eine Wachstumsbremse, meine Damen und Herren, und Schulden sind ein Inflationsrisiko. Es gibt daher keine Alternative zur Konsolidierung in diesem Land, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen
Für die Österreichische Volkspartei, Herr Kollege Matznetter, stelle ich zweifelsfrei fest: Unsere Priorität liegt auf der Ausgabenseite. Warum? – Wenn wir nämlich die Dynamik auf der Ausgabenseite nicht brechen, was ist denn die Alternative? – Entweder höhere Schulden oder höhere Steuern. Das wollen wir nicht, da unterscheiden wir uns (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen) auch von der Sozialdemokratie, meine Damen und Herren. (Abg. Bucher: Macht es doch!)
Abg. Bucher: Macht es doch!
Für die Österreichische Volkspartei, Herr Kollege Matznetter, stelle ich zweifelsfrei fest: Unsere Priorität liegt auf der Ausgabenseite. Warum? – Wenn wir nämlich die Dynamik auf der Ausgabenseite nicht brechen, was ist denn die Alternative? – Entweder höhere Schulden oder höhere Steuern. Das wollen wir nicht, da unterscheiden wir uns (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen) auch von der Sozialdemokratie, meine Damen und Herren. (Abg. Bucher: Macht es doch!)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.
Das ist der Unterschied, und daher bin ich dankbar, dass mit Josef Pröll dieser Weg eingeschlagen wird: der Weg der Vernunft und der Weg des wirtschaftlichen Hausverstandes, der Österreich in eine gute Zukunft führt. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.)
Abg. Kopf: Oi!
Abgeordneter Dr. Walter Rosenkranz (FPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! „Es ist ein rot-weiß-rotes Budget“, hat der Herr Finanzminister gesagt. – Ja, das stimmt: die Zornesröte der Studenten, die ihr erfolgreiches Studium in Gefahr sehen (Abg. Kopf: Oi!), das Weiß der Ohnmachtsblässe in den Gesichtern der Mehrkindfamilien und die Schamesröte, wenn wir merken, dass wir viel Geld in das Bildungssystem pumpen, aber nur wenig beim Schüler oder beim Studenten ankommt – mit dem Resultat, dass unsere Kinder nicht mehr lesen, rechnen und schreiben können. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Walter Rosenkranz (FPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! „Es ist ein rot-weiß-rotes Budget“, hat der Herr Finanzminister gesagt. – Ja, das stimmt: die Zornesröte der Studenten, die ihr erfolgreiches Studium in Gefahr sehen (Abg. Kopf: Oi!), das Weiß der Ohnmachtsblässe in den Gesichtern der Mehrkindfamilien und die Schamesröte, wenn wir merken, dass wir viel Geld in das Bildungssystem pumpen, aber nur wenig beim Schüler oder beim Studenten ankommt – mit dem Resultat, dass unsere Kinder nicht mehr lesen, rechnen und schreiben können. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf von der Regierungsbank: Geh, bitte!
Im Zuge der Budgetvorlage haben sehr viele verantwortungsvolle Stellen und Institutionen eine Verwaltungs-, Struktur- und Föderalismusreform verlangt. Aber diese Erwartung in Faymann und Josef Pröll zu setzen ist ja zu hoch gegriffen, denn in Wirklichkeit sind sie ja nur die entsandten Paladine der Landeshauptleute Häupl und Erwin Pröll, den wahren Übermachtfaktoren in diesem Land. (Ruf von der Regierungsbank: Geh, bitte!)
Beifall bei der FPÖ.
Seit Monaten herrscht Stillstand in der Bildungsdebatte, weil es zwischen Bundesministerium und Landeshauptleuten ein reines Machtspiel um die Lehrerdienstposten gibt. Kinder sind unsere Zukunft, höre ich permanent, nur der Bildung der Kinder ist es herzlich egal, ob ein rotes oder schwarzes Parteibuch für die Anstellung oder den Direktorposten notwendig ist. Bildungspolitik ist nicht Parteibuchwirtschaft. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn Herr Cap und gestern auch Herr Raidl, der Manager von ÖVPs Gnaden, gemeint haben, die FPÖ sei nicht regierungsfähig, kann ich Ihnen nur sagen: Das historische dritte Lager ist die Nummer eins, wenn es um die Interessen der Österreicher geht. Herr Raidl wird auch das zur Kenntnis nehmen müssen – weil er gesagt hat, nur die große Koalition ist befähigt, Probleme zu lösen –: Wer die Grundrechungsarten beherrscht, wird einsehen, dass es in Zukunft eine große Koalition nur mit der FPÖ wird geben können. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Unser Umgang mit österreichischem Steuergeld ist anders. Wir wollen keine Bundesregierung als eine Export-Import-Firma mit den beiden Schlagern im Sortiment: Steuergeldexport in marode Staaten und Banken und auf der anderen Seite Import in unser gutes Sozialsystem von außen. Das wollen wir nicht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es geht nicht darum, dass der Steuer-Euro EU-tauglich, migrantentauglich und gendertauglich ist, er muss österreichtauglich sein und bleiben. Wir wollen nicht die besten Köpfe importieren, sondern unseren Kindern die Chancen geben, selbst beste Köpfe zu werden und einen qualifizierten Arbeitsplatz zu finden. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen
Beste Köpfe, vom tüchtigen Handwerksmeister bis zum nobelpreisverdächtigen Wissenschaftler, das ist unser Interesse. Aber das geht nicht, weil sich die ÖVP – Frau Karl hat es ja gesagt – ihre Berater in Südkorea holt und die SPÖ lieber nach Nordkorea fährt. Und dazwischen ist das (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen) großkoalitionäre Niemandsland. – So wird es nicht weitergehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Beste Köpfe, vom tüchtigen Handwerksmeister bis zum nobelpreisverdächtigen Wissenschaftler, das ist unser Interesse. Aber das geht nicht, weil sich die ÖVP – Frau Karl hat es ja gesagt – ihre Berater in Südkorea holt und die SPÖ lieber nach Nordkorea fährt. Und dazwischen ist das (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen) großkoalitionäre Niemandsland. – So wird es nicht weitergehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kopf: Jedem seine Meinung!
Abgeordnete Mag. Judith Schwentner (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau MinisterInnen! Herr Minister! Hohes Haus! Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer! Ich möchte gern noch auf ein Kapitel im Budget zurückkommen, nämlich die Entwicklungszusammenarbeit. Heute ist bislang nur in einem Halbsatz etwas dazu gesagt worden, nämlich von Ihnen, Herr Klubobmann. Zu sagen, es sei zumutbar und es sei moderat, was es an Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit gibt, das halte ich wirklich für eine besondere Chuzpe. (Abg. Kopf: Jedem seine Meinung!)
Beifall bei den Grünen.
Es ist nämlich nicht zumutbar. Es ist absolut nicht moderat, wie es aussieht, im Zusammenhang, auch im Verhältnis zum Außenministerium, was da an Kürzungen bei der Entwicklungszusammenarbeit und damit auch an der österreichischen Solidarität und internationalen Verantwortung zukommt. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Stimmt!
Ich habe auch das Gefühl, Sie haben heute vor allem die Dinge angesprochen, die moderat und zumutbar wären, bei denen Sie offensichtlich ein besonders schlechtes Gewissen haben, dazu gehört offensichtlich auch dieses Kapitel. Das zieht sich nämlich wie ein roter Faden durch alles durch, nämlich bei denen zu sparen, wo die Schwächsten der Schwachen zu finden sind, und in diesem Zusammenhang, nämlich in der Entwicklungszusammenarbeit, nicht einmal in Österreich, sondern irgendwo anders in den Partnerländern. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Stimmt!) Da ist es ganz einfach, zu sagen: Okay, geht halt nicht mehr!
Beifall bei den Grünen.
Wir dürfen nicht vergessen, dass es nicht zuletzt auch um die Sicherheit Europas geht, dass Entwicklungspolitik ein maßgeblicher Bereich der Außenpolitik ist, der systematisch derzeit ausgehungert wird. Ich empfinde das als tatsächliche Schande, dass wir das so weit kommen lassen, und die Lobby in diesem Zusammenhang ist offensichtlich viel zu klein, als dass irgendjemand darauf reagiert. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Amon: Kärnten nicht! – Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Abgeordneter Herbert Scheibner (BZÖ): Meine Damen und Herren! Die Besucherinnen und Besucher hier und auch vor den Fernsehschirmen konnten sich ja jetzt ein Bild davon machen, was von dieser Regierung hier kommt. Es wird schöngeredet, es werden überhaupt keine Perspektiven gesetzt, es wird alles verniedlicht. Die Opposition wird beschimpft, und Kärnten wird immer wieder beschimpft, vor allem vonseiten der ÖVP. (Abg. Amon: Kärnten nicht! – Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) – Das haben wir jetzt auch immer wieder gehört. Da werden sich die Kärntnerinnen und Kärntner, die jetzt in großer Zahl hier auf der Tribüne sind, ein richtiges Bild von Ihnen machen, meine Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Herbert Scheibner (BZÖ): Meine Damen und Herren! Die Besucherinnen und Besucher hier und auch vor den Fernsehschirmen konnten sich ja jetzt ein Bild davon machen, was von dieser Regierung hier kommt. Es wird schöngeredet, es werden überhaupt keine Perspektiven gesetzt, es wird alles verniedlicht. Die Opposition wird beschimpft, und Kärnten wird immer wieder beschimpft, vor allem vonseiten der ÖVP. (Abg. Amon: Kärnten nicht! – Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) – Das haben wir jetzt auch immer wieder gehört. Da werden sich die Kärntnerinnen und Kärntner, die jetzt in großer Zahl hier auf der Tribüne sind, ein richtiges Bild von Ihnen machen, meine Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Amon: Nein, die Budgetierung!
Wenn Sie, Herr Finanzminister, sagen, die Banken seien nicht verantwortlich für die Krise, dann frage ich Sie: Na was hat denn etwa die Krise in Griechenland ausgelöst? (Abg. Amon: Nein, die Budgetierung!) Waren das nicht die Banken? War es nicht das Ziel und die Notwendigkeit, die Banken dort zu retten? Für welche Bank der Österreicher mit seinem Steuergeld herhalten muss, das Sie ihm abnehmen, ist ihm ziemlich egal, Herr Finanzminister.
Beifall beim BZÖ.
Und wenn dann immer wieder gesagt wird – auch der Kollege Cap sagt das –: Ja, Ihr habt alle mitgestimmt beim Bankenrettungspaket!, dann muss ich Ihnen sagen: Das ist wirklich ungeheuerlich! Denn: Wir haben aus Solidarität mit der österreichischen Wirtschaft, auch mit der österreichischen Bankenlandschaft damals diesem Bankenrettungspaket zugestimmt – aber mit ganz klaren Voraussetzungen. Erstens einmal, dass der Rechnungshof die Verwendung dieser Mittel überprüfen kann, und zweitens vor allem, dass die Banken diese Solidarität auch weitergeben, nämlich an die kleine und mittelständische Wirtschaft und an die Bevölkerung. Doch genau das ist nicht passiert und passiert auch nach wie vor nicht! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Kopf: Der Rechnungshof macht ... !
Der Herr Klubobmann Kopf schüttelt den Kopf. Ich sage Ihnen: Reden Sie einmal mit Ihren kleinen Wirtschaftstreibenden und mit den Leuten, die Kredite haben oder haben wollen! (Abg. Kopf: Der Rechnungshof macht ... !) Das passiert jetzt noch immer, die müssen sich ausziehen bis aufs Hemd, dass sie überhaupt vorgelassen werden, und dann wird wegen des Risk managements das alles abgelehnt, vor allem bei den Großbanken, und gerade die Bank Austria (Abg. Bucher: Zahlt keine Steuern!) tut sich da besonders gut hervor.
Abg. Bucher: Zahlt keine Steuern!
Der Herr Klubobmann Kopf schüttelt den Kopf. Ich sage Ihnen: Reden Sie einmal mit Ihren kleinen Wirtschaftstreibenden und mit den Leuten, die Kredite haben oder haben wollen! (Abg. Kopf: Der Rechnungshof macht ... !) Das passiert jetzt noch immer, die müssen sich ausziehen bis aufs Hemd, dass sie überhaupt vorgelassen werden, und dann wird wegen des Risk managements das alles abgelehnt, vor allem bei den Großbanken, und gerade die Bank Austria (Abg. Bucher: Zahlt keine Steuern!) tut sich da besonders gut hervor.
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Sie sagen: Wir sparen! – Wo sparen Sie bei sich? Wir haben hier auch ein Einsparungspaket bei den Politikern und bei den politischen Systemen mit 250 Millionen € angesetzt. – Keine Diskussion darüber! (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) Aber Steuern erhöhen und entsprechende Förderungen kürzen, das können Sie!
Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Das ist aber für eine Regierung, die für die Zukunft arbeiten möchte, absolut zu wenig. (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Der Steuerzahler sagt, was Herr Molterer einmal gesagt hat: Es reicht!
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Diese Ihre Politik, meine Damen und Herren, wird hoffentlich bald ein Ende finden. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Ruf beim BZÖ: Fernsehzeit ist vorbei – und der Vizekanzler geht!
Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen Mag. Andreas Schieder: Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Kollegen auf der Regierungsbank! Sehr geehrte Damen und Herren! (Ruf beim BZÖ: Fernsehzeit ist vorbei – und der Vizekanzler geht!) Es ist das Budget zu beurteilen und aus der Sicht des Finanzministeriums vor allem auch die Frage der Einnahmenseite. Ich weiß, ein Budget, ein Haushalt hat auch viele Dimensionen auf der Einsparungsseite (Zwischenruf des Abg. Grosz), aber bevor ich darauf eingehe, machen wir gemeinsam einen Blick zurück! (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Zwischenruf des Abg. Grosz
Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen Mag. Andreas Schieder: Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Kollegen auf der Regierungsbank! Sehr geehrte Damen und Herren! (Ruf beim BZÖ: Fernsehzeit ist vorbei – und der Vizekanzler geht!) Es ist das Budget zu beurteilen und aus der Sicht des Finanzministeriums vor allem auch die Frage der Einnahmenseite. Ich weiß, ein Budget, ein Haushalt hat auch viele Dimensionen auf der Einsparungsseite (Zwischenruf des Abg. Grosz), aber bevor ich darauf eingehe, machen wir gemeinsam einen Blick zurück! (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen Mag. Andreas Schieder: Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Kollegen auf der Regierungsbank! Sehr geehrte Damen und Herren! (Ruf beim BZÖ: Fernsehzeit ist vorbei – und der Vizekanzler geht!) Es ist das Budget zu beurteilen und aus der Sicht des Finanzministeriums vor allem auch die Frage der Einnahmenseite. Ich weiß, ein Budget, ein Haushalt hat auch viele Dimensionen auf der Einsparungsseite (Zwischenruf des Abg. Grosz), aber bevor ich darauf eingehe, machen wir gemeinsam einen Blick zurück! (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Strache: Wie ist das mit dem Gesetzesvorschlag von der Bank Austria, den Sie bekommen haben?
Wir nehmen mit diesem Budget den Banken- und Finanzsektor in die Verantwortung. Wir sorgen für den Einstieg in die vermögensbezogene Besteuerung. Wir schaffen endlich das, was wir seit Jahrzehnten diskutiert haben (Abg. Strache: Wie ist das mit dem Gesetzesvorschlag von der Bank Austria, den Sie bekommen haben?): dass wir die Belastung von Arbeitseinkommen und Konsumsteuern hin zum Kapitaleinkommen, zum Spekulationseinkommen auch im Steuersystem berücksichtigen müssen. Das setzen wir endlich um durch die Spekulationsabgabe von 25 Prozent jedenfalls in jedem Jahr.
Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan.
Bisher war es so, dass das im ersten Jahr steuerpflichtig war und nachher gratis, geschenkt, nicht steuerpflichtig. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan.) In Zukunft wird jeder für seine Spekulationsgewinne 25 Prozent Steuern zahlen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Herr Staatssekretär! Wieso lassen Sie sich Gesetze ...?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Herr Staatssekretär! Wieso lassen Sie sich Gesetze ...?
Bisher war es so, dass das im ersten Jahr steuerpflichtig war und nachher gratis, geschenkt, nicht steuerpflichtig. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan.) In Zukunft wird jeder für seine Spekulationsgewinne 25 Prozent Steuern zahlen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Herr Staatssekretär! Wieso lassen Sie sich Gesetze ...?)
Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan.
Wir führen auch eine Bankenabgabe ein, mit einem Ertrag von mindestens 500 Millionen € jährlich. Von dieser Bankenabgabe werden alle österreichischen Banken gemäß ihrer Größe gleich belastet werden. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan.) Da wird auf keine Bank in Österreich Rücksicht genommen, sondern das ist der gerechte Beitrag. (Abg. Strache: Wie erklären Sie sich die Gesetzesformulierung, ... ans Finanzministerium weitergeleitet hat?) Der gesamte Finanz- und Bankensektor hat da auch einen Beitrag von einer halben Milliarde jährlich zu leisten. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Strache: Wie erklären Sie sich die Gesetzesformulierung, ... ans Finanzministerium weitergeleitet hat?
Wir führen auch eine Bankenabgabe ein, mit einem Ertrag von mindestens 500 Millionen € jährlich. Von dieser Bankenabgabe werden alle österreichischen Banken gemäß ihrer Größe gleich belastet werden. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan.) Da wird auf keine Bank in Österreich Rücksicht genommen, sondern das ist der gerechte Beitrag. (Abg. Strache: Wie erklären Sie sich die Gesetzesformulierung, ... ans Finanzministerium weitergeleitet hat?) Der gesamte Finanz- und Bankensektor hat da auch einen Beitrag von einer halben Milliarde jährlich zu leisten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir führen auch eine Bankenabgabe ein, mit einem Ertrag von mindestens 500 Millionen € jährlich. Von dieser Bankenabgabe werden alle österreichischen Banken gemäß ihrer Größe gleich belastet werden. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan.) Da wird auf keine Bank in Österreich Rücksicht genommen, sondern das ist der gerechte Beitrag. (Abg. Strache: Wie erklären Sie sich die Gesetzesformulierung, ... ans Finanzministerium weitergeleitet hat?) Der gesamte Finanz- und Bankensektor hat da auch einen Beitrag von einer halben Milliarde jährlich zu leisten. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Stefan: Sie! – Zwischenruf des Abg. Strache
Ich darf Ihnen auch eines sagen, weil Sie immer der Verteidiger der Aktienbesitzer sind (Abg. Mag. Stefan: Sie! – Zwischenruf des Abg. Strache): Nur 5 bis 7 Prozent der Österreicher besitzen überhaupt Aktien, und das oberste Einkommens- und Besitzerzehntel besitzt 81 Prozent der hochriskanten Geschäfte. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Strache.) Sich hinter die zu stellen, finde ich schandhaft, und ich finde es richtig, dass wir mit dieser Steuer endlich einmal Kapitalzuwächse fair und gerecht besteuern.
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Strache.
Ich darf Ihnen auch eines sagen, weil Sie immer der Verteidiger der Aktienbesitzer sind (Abg. Mag. Stefan: Sie! – Zwischenruf des Abg. Strache): Nur 5 bis 7 Prozent der Österreicher besitzen überhaupt Aktien, und das oberste Einkommens- und Besitzerzehntel besitzt 81 Prozent der hochriskanten Geschäfte. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Strache.) Sich hinter die zu stellen, finde ich schandhaft, und ich finde es richtig, dass wir mit dieser Steuer endlich einmal Kapitalzuwächse fair und gerecht besteuern.
Zwischenruf des Abg. Strache.
Auch dort, wo wir bei der Mineralölsteuer eine Erhöhung gemäß dem Umweltbelastungsprinzip vornehmen – Diesel ein bisschen mehr als Benzin belasten –, gibt es im Gegenzug 30 Millionen € mehr für die Pendlerinnen und Pendler. (Zwischenruf des Abg. Strache.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Insgesamt darf ich daher auch sagen: Auf der Einnahmenseite ist mit diesem Budget der große Durchbruch gelungen bei den vermögensbezogenen Steuern. Wir nehmen den Finanzsektor in die Verantwortung. Was wir versprochen haben, setzen wir auch um. Wir nehmen den Finanzsektor in die Verantwortung. Wir leisten hiermit auch langfristig einen wichtigen Beitrag zu einem gerechteren Steuersystem und zu stabilen Staatsfinanzen für unser Österreich. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf beim BZÖ: Die sind beide nicht da! – Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler. – Abg. Grosz: Das ist auch ein Vogelhaus ...!
(Ruf beim BZÖ: Die sind beide nicht da! – Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler. – Abg. Grosz: Das ist auch ein Vogelhaus ...!)
Zwischenruf des Abg. Grosz.
Abgeordnete Angela Lueger (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! (Zwischenruf des Abg. Grosz.) Gehen wir noch einmal darauf zurück, in welcher Zeit dieses Budget entstanden ist! Wir befinden uns in der schwersten Krise der Weltwirtschaft, und da ist es entstanden. Die Regierung hat bereits vor der Budgeterstellung darauf reagiert, richtig reagiert und gegengesteuert. Wie der Herr Staatssekretär soeben gesagt hat, ist es mit Konjunkturmaßnahmen und Arbeitsmarktpaketen gelungen, Österreich so dastehen zu lassen, wie wir jetzt – in der Krise und auch in der Zeit der Budgetschaffung im guten Mittelfeld im Vergleich zu Europa – dastehen.
Abg. Kitzmüller: ... war nicht in der Regierung! – Abg. Dr. Rosenkranz: Wann war Strache Minister? Wann war Strache Minister?
Herr Strache – schade, dass er jetzt nicht da ist, aber vielleicht kann es ihm einer der Kollegen ausrichten –, wenn Sie in Ihrer Rede heute sagen, dieses Budget sei konzept-, ideen- und hoffnungslos, und wenn Sie sagen, wir seien hart gegen die Bevölkerung – ja, es ist ein Sparbudget, ja, es müssen alle dazu beitragen –, dann möchte ich nur kurz in Erinnerung rufen: Als Sie, Herr Strache, auch mit in der Regierung waren ... (Abg. Kitzmüller: ... war nicht in der Regierung! – Abg. Dr. Rosenkranz: Wann war Strache Minister? Wann war Strache Minister?) Die FPÖ war doch in der Regierung! Da gibt es ja Verbindungen. (Abg. Dr. Rosenkranz: Wann war Strache Minister? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Rosenkranz: Wann war Strache Minister? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Herr Strache – schade, dass er jetzt nicht da ist, aber vielleicht kann es ihm einer der Kollegen ausrichten –, wenn Sie in Ihrer Rede heute sagen, dieses Budget sei konzept-, ideen- und hoffnungslos, und wenn Sie sagen, wir seien hart gegen die Bevölkerung – ja, es ist ein Sparbudget, ja, es müssen alle dazu beitragen –, dann möchte ich nur kurz in Erinnerung rufen: Als Sie, Herr Strache, auch mit in der Regierung waren ... (Abg. Kitzmüller: ... war nicht in der Regierung! – Abg. Dr. Rosenkranz: Wann war Strache Minister? Wann war Strache Minister?) Die FPÖ war doch in der Regierung! Da gibt es ja Verbindungen. (Abg. Dr. Rosenkranz: Wann war Strache Minister? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe beim BZÖ
Damals unter blauer Regierungsbeteiligung: Energieabgabe – um 100 Prozent angehoben, Autobahnvignette – um 100 Prozent angehoben, Passgebühren – um 100 Prozent angehoben, drei Mal Erhöhung der Rezeptgebühr, Erhöhung der Spitalsgebühren (Zwischenrufe beim BZÖ) und Pensionsanpassungen über Jahre hinweg unter der Inflationsrate, also wirklich ein Realverlust.
Zwischenruf der Abg. Ursula Haubner.
Es wurde nicht das Ergebnis von Loipersdorf umgesetzt, nein, es wurde verhandelt und abgeändert. Das hat die Frau Staatssekretärin auch schon gesagt: Es wurden insgesamt 300 Millionen € für die nächsten vier Jahre im Vergleich zur Einigung von Loipersdorf zur Verfügung gestellt. Das heißt: 75 Millionen € mehr pro Jahr. (Zwischenruf der Abg. Ursula Haubner.) Ich bin froh über die zusätzlichen Gelder, die 80 Millionen € für Universitäten, ich bin froh über die 80 Millionen € für die Ganztagsschulen. Das Einzige, das ich vermisse, ist Geld für die Finanzierung des weiteren Ausbaues der Kindergärten, nämlich als erste außerhäusliche Bildungsbetreuung.
Zwischenruf des Abg. Hagen
Was mich gestört hat – das in Richtung des Herrn Finanzministers – (Zwischenruf des Abg. Hagen): Das Thema Integration selbst war Ihnen in Ihrer Budgetrede eigentlich nur drei Sätze wert. Da freue ich mich schon auf die Ausschussdebatten, in denen wir dann sicherlich mehr darüber erfahren können.
Beifall bei der SPÖ.
Es ist richtig, es ist ein Sparpaket. Es ist richtig, es ist schmerzhaft, aber nichtsdestotrotz glaube ich, dass es wichtig ist, dass wir auch geschlossen hinter diesem Budget stehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich berichtige tatsächlich: Herr Heinz-Christian Strache war nie Mitglied einer Bundesregierung, wird es aber werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir Österreicher wollen das nicht, und deshalb ist mit diesem Budget der erste Schritt zu einer Budgetkonsolidierung gesetzt worden, in welchen Bereichen wir einsparen und Prioritäten setzen. Ich denke, dass es ganz wichtig ist, dass wir in Österreich für unser Budget selbst verantwortlich bleiben. Das ist uns damit gelungen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Moser: Das haben wir jetzt jahrelang ...! Jahrelang!
Ich komme aber nun zu etwas anderem: Die Regierung hat auch Offensivmaßnahmen gesetzt. Ich glaube, wir sollten nicht nur kritisieren, sondern wir müssen auch Dinge sehen, die sehr positiv sind, wie etwa die Abschaffung der Kreditvertragsgebühr, was ein ganz wesentlicher Punkt ist, des Weiteren 100 Millionen € für die thermische Sanierung, was ein wichtiger Impuls für die Wirtschaft ist, wo 1 €, der in thermische Sanierung investiert wird, 6 € in der Wertschöpfung auslöst. (Abg. Dr. Moser: Das haben wir jetzt jahrelang ...! Jahrelang!) Das sind die richtigen Maßnahmen, Frau Kollegin! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich komme aber nun zu etwas anderem: Die Regierung hat auch Offensivmaßnahmen gesetzt. Ich glaube, wir sollten nicht nur kritisieren, sondern wir müssen auch Dinge sehen, die sehr positiv sind, wie etwa die Abschaffung der Kreditvertragsgebühr, was ein ganz wesentlicher Punkt ist, des Weiteren 100 Millionen € für die thermische Sanierung, was ein wichtiger Impuls für die Wirtschaft ist, wo 1 €, der in thermische Sanierung investiert wird, 6 € in der Wertschöpfung auslöst. (Abg. Dr. Moser: Das haben wir jetzt jahrelang ...! Jahrelang!) Das sind die richtigen Maßnahmen, Frau Kollegin! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Deimek.
Auch die Erhöhung der Forschungsabgabe von 8 auf 10 Prozent ist ein richtiges Signal. (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Deimek.) Das ist das, was die Wirtschaft braucht, und wir können in dieser Hinsicht auch stolz darauf sein, dass wir diese Offensivmaßnahmen haben.
Beifall bei der ÖVP.
In dieser Hinsicht: Erneuern statt besteuern! – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Abgeordneter Elmar Podgorschek (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Dame und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Das Budget ist aus meiner Sicht an Perspektivenlosigkeit nicht mehr zu überbieten. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Mit Ach und Krach hat der Finanzminister – wahrscheinlich in der Dampfsauna in Loipersdorf – ein Budget im wahrsten Sinne des Wortes zusammengezimmert. Ich glaube, er wäre besser Tischler geworden, weil keiner so schön – zumindest verbal – „abschleifen“ kann wie er.
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Dieses Budget beinhaltet nur viele Sprechblasen und heiße Luft. Es sind aus meiner Sicht keine Maßnahmen zur wirklichen Umsetzung und zur Eindämmung unseres Schuldenstandes gesetzt worden. Ich gebe den Kollegen Stummvoll und Molterer vollkommen recht: Schuldenberg, Strukturschwäche und außerbudgetäre Schulden werden uns verstärkt einholen und die Zukunft unserer Nachkommen nachhaltig schädigen. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Aber in einer unnachahmlichen Art wurde in aller epischen Breite ein Wohlfühlszenario dargestellt, das wahrscheinlich nur von der ÖVP kommen kann. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dieses Budget beinhaltet nur viele Sprechblasen und heiße Luft. Es sind aus meiner Sicht keine Maßnahmen zur wirklichen Umsetzung und zur Eindämmung unseres Schuldenstandes gesetzt worden. Ich gebe den Kollegen Stummvoll und Molterer vollkommen recht: Schuldenberg, Strukturschwäche und außerbudgetäre Schulden werden uns verstärkt einholen und die Zukunft unserer Nachkommen nachhaltig schädigen. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Aber in einer unnachahmlichen Art wurde in aller epischen Breite ein Wohlfühlszenario dargestellt, das wahrscheinlich nur von der ÖVP kommen kann. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Dass der Abbau des Schuldenberges eine Frage der Zukunft ist, ist unumstößlich. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Wir sind es unseren Kindern und Kindeskindern schuldig, dass wir sie nicht mit einer Hypothek belasten, weil sie dann die Zukunft bewältigen müssen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dass der Abbau des Schuldenberges eine Frage der Zukunft ist, ist unumstößlich. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Wir sind es unseren Kindern und Kindeskindern schuldig, dass wir sie nicht mit einer Hypothek belasten, weil sie dann die Zukunft bewältigen müssen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
den Westring wie um ein Goldenes Kalb getanzt, das kontraproduktiv ist. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Pinzette und Samthandschuhe für die Reichen – und auf der anderen Seite wird hinausgeworfen, wird wirklich auch brutal vorgegangen: hinausgeworfen bei den Schulden, für die Infrastrukturbauten, und brutal vorgegangen gegenüber denen, die es wirklich für ihr tägliches Brot brauchen. Das tragen wir nicht mit, da sagen wir: Nein, danke! (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Christoph Hagen (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank, die Sie den Herrn Finanzminister vertreten, der dieses Budget verbrochen hat! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Es ist ja wahr, er wird schon beim Schweinsbratl-Essen sein. Es wäre seine Aufgabe, hier zu sein, meine Damen und Herren! (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Christoph Hagen (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank, die Sie den Herrn Finanzminister vertreten, der dieses Budget verbrochen hat! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Es ist ja wahr, er wird schon beim Schweinsbratl-Essen sein. Es wäre seine Aufgabe, hier zu sein, meine Damen und Herren! (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Ich möchte Sie darauf aufmerksam machen: Ich stehe heute im schwarzen Anzug hier – wir wissen alle, schwarz ist die Farbe der Trauer –, nicht nur deshalb, weil mir schwarz vor Augen geworden ist, als ich das Budget gesehen habe, sondern weil es wirklich die Farbe der Trauer ist. Dieses Budget ist traurig für die Familien, für die Autofahrer und für die Leistungsträger ganz im Speziellen, meine Damen und Herren. Das ist eine Tatsache! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Da nützt es auch nichts, wenn Herr Klubobmann Cap von der SPÖ hinter dem Rednerpult herumgehüpft ist wie, ich würde sagen, ein amerikanischer Wanderprediger. So ist er herumgehüpft und hat die Opposition beschimpft. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das nützt nichts, davon wird das Budget nicht besser, liebe Damen und Herren von der SPÖ!
Beifall beim BZÖ.
Ich möchte jetzt kurz auf die Einnahmenseite eingehen – aber Sie wissen es ohnehin –: Steuern, Steuern, Steuern! Es ist hier gesagt worden: Sie (in Richtung SPÖ) wollen immer wieder neue Steuern. Sie (in Richtung ÖVP) reden immer vom Einsparen, und in Wirklichkeit machen Sie neue Steuern. Meine Damen und Herren, das ist der falsche Weg! Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie Herr Pröll hier gestanden ist und gesagt hat, dass es keine neuen Steuern geben wird. Aber Herr Pröll hat uns leider eines Besseren belehrt. So schaut es aus, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das ist der falsche Weg, denn Sie sparen an der Zukunft. Da sollte investiert, anstatt der Sparstift angesetzt werden, meine Damen und Herren. Sparen Sie besser bei der Verwaltungsreform, dort hätten Sie viel zu tun! Legen Sie die Sozialversicherungsanstalten zusammen, das wäre einmal ein richtiger Schritt! Aber da trauen Sie sich nicht drüber. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das ist eine Politik, die abzulehnen ist, meine Damen und Herren! Diesem Budget kann nicht zugestimmt werden. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
In der Schule ist es nicht die entscheidende Frage, wer schlussendlich für die Lehrer verantwortlich ist. Wir brauchen da neue Strukturen! Es kann nicht sein, dass wir weiter festhalten an der viergliedrigen Ausbildung der Lehrer, an vier verschiedenen Schultypen für die 10- bis 14-Jährigen, das ist auch volkswirtschaftlich völliger Unsinn. Wir müssen diese Ressourcen so bündeln, dass wir Begabungen fördern und Schwächere auf diesem Weg mitnehmen können. Das ist die Anforderung der Zukunft, und ich lade Sie ein, da mitzugehen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Wolfgang Schüssel (ÖVP): Hohes Haus! Ich teile übrigens voll die Meinung meines Vorredners, dass die Ministerinnen oder Minister nicht unmittelbar für das PISA-Ergebnis verantwortlich sind – das gilt übrigens auch für Elisabeth Gehrer –, und ich glaube noch immer, dass die Schule, die Qualität der Lehrer, die Motivation der Lehrer das Allerentscheidendste sind. Darauf muss man sich auch, glaube ich, konzentrieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das Zweite ist die Zinsensituation: Wir zahlen heute um einen Prozentpunkt weniger an Zinsen als vor der Teilnahme an der Eurozone. Wenn Sie das übersetzen, würde das zum Beispiel bedeuten, dass wir durch die Teilnahme an der Eurozone jetzt einen Vorteil von 1,5 Milliarden bis 2 Milliarden € haben. Reden Sie also, bitte, die Eurozone nicht schlecht! Wir sind froh darüber, dass wir diesen Schutzschirm haben, und sind damit eigentlich absolut zufrieden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall des Abg. Hörl.
Dritter Punkt: Ich glaube, es war Herr Abgeordneter Strache, der behauptet hat, die Kürzungen im Familienbereich seien notwendig, weil wir Geld nach Irland überweisen müssten. – Bitte, das ist kompletter Unsinn! (Beifall des Abg. Hörl.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Wahrheit ist, dass wir keinen einzigen Steuer-Euro direkt nach Irland überweisen, sondern es nimmt der Europäische Stabilitätsfonds Kredite auf dem Kapitalmarkt auf, diese werden garantiert und behaftet von allen Euro-Staaten – das ist richtig –, aber dass wir jetzt irgendetwas tun müssen, dass wir quasi Familienleistungen kürzen, um den Iren zu helfen, ist wirklicher Schwachsinn. Es ist totaler Populismus, der natürlich nur ausspielen und Emotionen schüren soll. Ich halte das eigentlich nicht für richtig und sage ehrlich – die Experten bei euch werden das sicherlich auch wissen –: Hören Sie, bitte, mit diesem Argument auf! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Letzter Punkt: Eines sollten sich amerikanische Institutionen schon auch fragen. Bei aller Liebe zu Amerika: So geht es nicht, dass man UNO-Institutionen ausspäht, dass man andere Diplomaten beispielsweise nach Telefonnummern, nach Iris-Dingen befragt und alles sammelt, den UNO-Generalsekretär abhört. So kann es nicht gehen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Die Vienna Convention verbietet das! Wir sollten daher genau diese Balance, Freiheit und Verantwortung, in der Situation nicht vergessen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Demonstrativer Beifall der Abgeordneten Mag. Molterer und Dolinschek.
Abgeordneter Alois Gradauer (FPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Es ist eigentlich unmöglich, dass ein ehemaliger Bundeskanzler im Nationalrat vor fast leeren Rängen sprechen muss. (Demonstrativer Beifall der Abgeordneten Mag. Molterer und Dolinschek.) Ich denke, es ist eine große Disziplinlosigkeit, dass jetzt so wenige Abgeordnete herinnen sind. (Ruf bei der SPÖ: Aller Fraktionen! – Weitere Zwischenrufe.) Aller Fraktionen, ganz richtig! Ich glaube, über diesen Punkt sollte man wirklich einmal nachdenken, ob man da nicht Veränderungen in der Organisation machen kann, um dieses schlechte Bild, das nach außen dringt, wesentlich zu verbessern.
Ruf bei der SPÖ: Aller Fraktionen! – Weitere Zwischenrufe.
Abgeordneter Alois Gradauer (FPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Es ist eigentlich unmöglich, dass ein ehemaliger Bundeskanzler im Nationalrat vor fast leeren Rängen sprechen muss. (Demonstrativer Beifall der Abgeordneten Mag. Molterer und Dolinschek.) Ich denke, es ist eine große Disziplinlosigkeit, dass jetzt so wenige Abgeordnete herinnen sind. (Ruf bei der SPÖ: Aller Fraktionen! – Weitere Zwischenrufe.) Aller Fraktionen, ganz richtig! Ich glaube, über diesen Punkt sollte man wirklich einmal nachdenken, ob man da nicht Veränderungen in der Organisation machen kann, um dieses schlechte Bild, das nach außen dringt, wesentlich zu verbessern.
Beifall bei der FPÖ.
Was die Zusammenarbeit betrifft: Herr Abgeordneter Auer, in Oberösterreich ist die ÖVP in der absoluten Machtposition. Dort gibt es bei allen Anträgen, die von uns Freiheitlichen kommen, nur Ablehnungen – und so geht es auch nicht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich habe hier leider nur 3 Minuten als Budgetsprecher zur Verfügung, ich kann zum Thema Budget nur mehr im Ausschuss etwas sagen. Ich möchte nur für Herrn Finanzminister Pröll noch ein paar Dinge anbringen: Erstens hat er eine typisch Pröllsche Sonntagsrede gehalten, zweitens würde ich ihm empfehlen, das angekündigte Konklave dringend einzuberufen – und nicht zu warten, bis aus den Trümmern seiner Budgetpolitik schwarzer Rauch aufsteigt! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
So können Innovation, Fortschritt und Wachstum auf sehr gute Art und Weise gedeihen. Wichtig ist auch, die Budgetmittel zu konzentrieren für die Universitäten, die Studierenden und natürlich auch für außeruniversitären Forschungseinrichtungen, die sie dringend notwendig haben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ.
Es werden Konsolidierungsmaßnahmen entwickelt, indem man sagt: Im Bereich der Behinderten muss es eine Verlängerung der Übergangsfristen geben, was die bauliche Barrierefreiheit anbelangt. Dem kann ich absolut nicht zustimmen, das kann ich absolut nicht verstehen. Überhaupt geht diese Regierung mit Menschen mit Behinderung sehr sträflich und nachlässig um, sie kümmert sich in keiner Weise um ihre Sorgen und Anliegen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Rechnungshofpräsident Moser hat es einmal sehr treffend gesagt: „Setzen wir jetzt keine Strukturreformen,“ – gerade in der Schulverwaltung, in der Beseitigung der Mehrgleisigkeiten – „dann frisst die Vergangenheit die Zukunft auf.“ (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Eines ist auch ganz, ganz wichtig: Schulen gehören weg von der Parteipolitik, Schulen gehören entpolitisiert! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Dieses Budget, das hier vorliegt, ist leider ideenlos. Es ist ein Budget, das die viel gepriesene Schule der Zukunft, von der gerade die Frau Bundesministerin immer wieder spricht, nicht einmal mehr in der Pipeline hat. Vielmehr ist die Schule der Zukunft bei dieser Regierung bereits auf dem Abstellgleis. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Huber: Sprechen Sie aus Erfahrung?
(Abg. Huber: Sprechen Sie aus Erfahrung?), kritisieren alles in einer derartigen Tonlage, verlieren kein Wort über Inhalte. (Zwischenrufe bei BZÖ und FPÖ.)
Zwischenrufe bei BZÖ und FPÖ.
(Abg. Huber: Sprechen Sie aus Erfahrung?), kritisieren alles in einer derartigen Tonlage, verlieren kein Wort über Inhalte. (Zwischenrufe bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Neubauer: Sie sind nicht ernst zu nehmen! – Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Es fehlt Ihnen die Basis, um zu diskutieren!
Live-Übertragung gibt es nur bis 13 Uhr – das wissen die Zuhörer und Zuhörerinnen auf der Galerie nicht –, und eine Minute nach 13 Uhr rennen Strache und Westenthaler hinaus, weil – jetzt kommen wir auf den Punkt – ihnen die Inhalte völlig egal sind! Ich bin mir nicht einmal sicher, ob sie das Budget gelesen haben. Es ist ihnen völlig wurscht, sie wollen nur eine Show machen. Kaum sind die Kameras weg, ist die Show vorbei, und damit auch ihre politische Tätigkeit. Ich nehme an, sie befinden sich beim Buffet. (Abg. Neubauer: Sie sind nicht ernst zu nehmen! – Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Es fehlt Ihnen die Basis, um zu diskutieren!)
Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Richtig, ...!
Sehr geehrte Damen und Herren! Schade, denn an sich dient ein Budget ja zur politischen Auseinandersetzung. (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Richtig, ...!) Über viele Punkte, die die grüne Opposition hier angebracht hat, kann und muss man diskutieren. Aber diese Fundamental-Kritik von der FPÖ und den Orangen kann man nicht mehr ernst nehmen. Das ist, wie wenn man tausendmal sagt, es brennt, es brennt, es brennt – und dabei brennt es noch immer nicht. Deshalb wird Sie irgendwann niemand mehr politisch ernst nehmen. (Zwischenrufe bei BZÖ und FPÖ.) – Liebe Kollegen, ganz ruhig!
Zwischenrufe bei BZÖ und FPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Schade, denn an sich dient ein Budget ja zur politischen Auseinandersetzung. (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Richtig, ...!) Über viele Punkte, die die grüne Opposition hier angebracht hat, kann und muss man diskutieren. Aber diese Fundamental-Kritik von der FPÖ und den Orangen kann man nicht mehr ernst nehmen. Das ist, wie wenn man tausendmal sagt, es brennt, es brennt, es brennt – und dabei brennt es noch immer nicht. Deshalb wird Sie irgendwann niemand mehr politisch ernst nehmen. (Zwischenrufe bei BZÖ und FPÖ.) – Liebe Kollegen, ganz ruhig!
Neuerliche Zwischenrufe bei BZÖ und FPÖ.
Faktum ist: Die Bundesregierung hat Österreich durch die größte Weltwirtschaftskrise geführt. Wir haben mit den Niederlanden zusammen im Europa-Vergleich – das hat der Kollege Vilimsky nicht verstanden, erklären Sie ihm dann bitte, was ein Europa-Vergleich ist –, Österreich hat im europäischen Vergleich mit den Niederlanden die niedrigste Arbeitslosigkeit. Darauf können wir stolz sein. (Neuerliche Zwischenrufe bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Deimek: In Somalia ist es noch schlechter, da können wir uns ein Beispiel nehmen!
Ja, das ist sehr wohl mit den Österreicherinnen und Österreichern, durch die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler erreicht worden, aber die Bundesregierung hat die richtigen Maßnahmen zur richtigen Zeit gesetzt. Diese Krise hat eben etwas gekostet, und jetzt machen wir ein Budget. Noch einmal: Wir können inhaltlich über einzelne Punkte streiten, aber wenn wir uns in Europa umschauen, gerade wenn wir sehen, was in Großbritannien, in Frankreich, sogar in Deutschland los ist, dann kann sich dieses Budget sehen lassen. (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: In Somalia ist es noch schlechter, da können wir uns ein Beispiel nehmen!)
Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Alles nicht, aber sehr viel! – Zwischenrufe bei BZÖ und FPÖ.
Das heißt: Ja, diskutieren wir über einzelne Punkte im Budget, dafür sind wir als Abgeordnete da. Da gibt es sogar Diskussionsbedarf zwischen den einzelnen Regierungsparteien. Aber wenn Sie Ihren Job als Abgeordnete ernst nehmen, dann können Sie nicht hier herausgehen und alles am Budget kritisieren. Es gibt darin sehr viele Punkte, die richtungweisend sind, gerade was die gerechten Einnahmen betrifft. (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Alles nicht, aber sehr viel! – Zwischenrufe bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Neubauer: Der Wähler auch! – Weitere Zwischenrufe bei BZÖ und FPÖ.
Plakatkampagnen finanzieren! Wir kommen immer mehr drauf, wer das wohl sein mag. (Abg. Neubauer: Der Wähler auch! – Weitere Zwischenrufe bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Mitglieder der Oppositionsparteien! Ich möchte nicht so undifferenziert sein wie die FPÖ, deswegen nenne ich Sie beim Namen: Liebe FPÖ, liebes BZÖ! Ich hoffe, dass im Ausschuss Ihre Kritik ein bisschen inhaltlicher sein wird und nicht nur, wie jetzt, durch Abwesenheit glänzt. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Rufe und Gegenrufe zwischen BZÖ und ÖVP.
Der uns vorgelegte Bundesbudgetvoranschlag trägt genau diese Handschrift. Er rückt Bildung, Wissenschaft, Forschung sowie Nachhaltigkeit in die Mitte; er trägt unsere Handschrift, wenn es um die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen, um Bildung, Wissenschaft und Forschung geht. Viele Bildungsreformen sind heute für Sie vielleicht schon vergessen, für uns aber auch in Zukunft zu sichern. Wir haben im Jahr 2005 das modernste Tagesbetreuungsgesetz für die Schulen beschlossen. (Rufe und Gegenrufe zwischen BZÖ und ÖVP.)
Abg. Petzner: Wir haben das schlechteste Bildungssystem ...!
Nach diesem Gesetz kann die Schule selbst autonom entscheiden, ob sie ... (Abg. Petzner: Wir haben das schlechteste Bildungssystem ...!) – Herr Petzner, hören Sie zu!; das lernt man schon in der Schule. Demokratie heißt zuhören und reden, wenn man gefragt ist. Jetzt bin ich am Wort, nicht Sie. Sie sind jetzt nicht gefragt, gefragt ist jetzt die Meinung der ÖVP. Demokratie heißt zuhören. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Nach diesem Gesetz kann die Schule selbst autonom entscheiden, ob sie ... (Abg. Petzner: Wir haben das schlechteste Bildungssystem ...!) – Herr Petzner, hören Sie zu!; das lernt man schon in der Schule. Demokratie heißt zuhören und reden, wenn man gefragt ist. Jetzt bin ich am Wort, nicht Sie. Sie sind jetzt nicht gefragt, gefragt ist jetzt die Meinung der ÖVP. Demokratie heißt zuhören. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Petzner: ... zur gemeinsamen Schule!
Ich weiß schon, Sie wollen nicht hören, dass es seit 2005 ein modernes Tagesbetreuungsgesetz gibt und dass mit diesem Finanzgesetz gesichert wird, dass die Schulen die Tagesbetreuung ausbauen können. Dafür haben sie unter anderem auch zusätzlich 80 Millionen € im Budgetvoranschlag im Schulbereich zur Verfügung gestellt bekommen. (Abg. Petzner: ... zur gemeinsamen Schule!)
Abg. Hagen: Haben Sie 8 000 Seiten durchgelesen?!
Kommen wir aber zu den Hochschulen. Herr Petzner, auch in den Hochschulen muss man zuhören. Ich weiß, das fällt schwer. Studieren heißt Zuhören, heißt Lernen. Das ist manchmal schwierig, insbesondere dann, wenn man vielleicht nicht die Lesefähigkeit für das Budget hat. (Abg. Hagen: Haben Sie 8 000 Seiten durchgelesen?!) – Aber kommen wir zum Hochschulbereich. Internationale Studien zeigen uns, dass wir deutlich mehr ausgeben als viele andere OECD-Länder. Wir liegen im Spitzenfeld. 11 400 € geben wir in Österreich pro Studienplatz aus, 9 300 € ist der OECD-Schnitt. Das heißt, wir liegen deutlich über dem OECD-Schnitt.
Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Nicht weiter, überhaupt einmal!
Die jüngste FiBS-Studie vergleicht Österreich, Deutschland und die Schweiz. Österreich gibt für einen Hochschulabsolventen für die gesamten Bildungskosten 149 000 € aus, Deutschland nur 106 000 €. Dieser Vergleich macht sicher: Österreich besteht im internationalen Wettbewerb, aber wir müssen weiter viel tun. (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Nicht weiter, überhaupt einmal!) Deswegen brauchen wir eine Kapazitätsplanung, deswegen unterstützen wir die Politik unserer Wissenschaftsministerin –
Beifall bei der ÖVP. – Weitere Zwischenrufe bei BZÖ und FPÖ.
Da wird eine Studie fertig werden, da werden wir studienplatzbezogene Finanzierungsmodelle entwickeln, da brauchen wir eine Studieneingangs-Situation, da brauchen wir Möglichkeiten für die Universitäten, dass sie planen können – das sind die Aufgaben. Das Budget nimmt die ersten Weichenstellungen vor, die inhaltliche Arbeit muss jetzt im Ressort und in der gesamten Bundesregierung kommen. Und Ihre Vorarbeit für Demokratie ist es, zuhören zu lernen. (Beifall bei der ÖVP. – Weitere Zwischenrufe bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Wolfgang Zanger (FPÖ): Herr Präsident! Meine Damen, meine Herren auf der Regierungsbank! Es wäre natürlich verlockend, auf die Ausführungen von Fräulein Zukunft der SPÖ einzugehen, aber manche Tiefen bleiben einfach unerreichbar, das wäre sinnlos. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Schüssel hat uns das gerade ganz anders erklärt! Jetzt kenne ich mich gar nicht mehr aus!
Eine ganz eigene Lesart von Sparen und Schuldenmachen hat diese rot-schwarze Bundesregierung. Der österreichische Schuldenberg wird größer und größer, von 198 Milliarden € derzeit wird er bis zum Jahr 2014 auf 262 Milliarden € anwachsen. Interessant wäre es natürlich, diese Summe mit den Beliebtheitswerten des Finanzministers zu verzinsen, denn da würden wir uns sofort 8 Milliarden € sparen. Leider ist genau das Umgekehrte der Fall. Die chinesische Ratingagentur bewertet Österreich nur mehr mit dem zweitbesten Rating, das heißt, die Bonität sinkt, die Zinsen werden steigen und die Kredite werden teurer werden, vermutlich teurer als budgetiert. (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Schüssel hat uns das gerade ganz anders erklärt! Jetzt kenne ich mich gar nicht mehr aus!)
Abg. Wöginger: Die machen wir uns ohnehin!
Ein trauriges Kapitel ist, dass sich im Bereich der Reformen überhaupt nichts tut, nicht einmal dort, wo es notwendig wäre. Ich habe jüngst einmal mit Kommunen gesprochen, mit Bürgermeistern, ob sie sich darüber in ihrem Kreis schon einmal Gedanken gemacht haben, ob sie selbst etwas im Verwaltungsbereich verändern könnten, möchten, werden. Die Antwort war: Das war nie Diskussionsgegenstand. – Und genau das ist eigentlich das Traurige. Es müsste auch auf den niedrigsten Ebenen der Verwaltung zumindest einmal angefangen werden, das zu diskutieren. Man muss sich Gedanken darüber machen. (Abg. Wöginger: Die machen wir uns ohnehin!) Wenn das schon nicht der Fall ist, wie soll das dann von oben nach unten oktroyiert werden? Das
Beifall bei der FPÖ.
Ein Detail möchte ich noch ansprechen. Gestern war ja auch der Herr Bundespräsident bei der Budgetrede anwesend und hat in einer ersten Reaktion gesagt, dass er grundsätzlich für die Sparpläne – eigentlich Belastungspläne – der Regierung Verständnis zeigt. Besonders schmerzlich sei jedoch die Kürzung der Entwicklungshilfe. Zur Ausgewogenheit des Budgets hat der Herr Bundespräsident nichts gesagt. Es werden Massensteuern erhöht oder neu erfunden, gleichzeitig die Transferzahlungen massiv gekürzt. Die Betroffenen sind Pendler, Familien und Studenten. Diese Ungerechtigkeit ist für mich besonders schmerzlich, Herr Bundespräsident! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen und BZÖ.
Abgeordnete Mag. Daniela Musiol (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte ZuhörerInnen und -seherInnen auf den Galerien! Frau Kollegin Cortolezis-Schlager! Sie haben gesagt, Demokratie heißt Zuhören. Und wenn ich Sie richtig verstanden habe, dann haben Sie auch gesagt, Demokratie heißt reden, wenn man gefragt ist. Wenn ich Sie da richtig verstanden habe, so muss ich dem schon entgegenhalten, dass das wohl Ihr Demokratieverständnis ist. Mein Demokratieverständnis ist, dass man auch reden kann, wenn man nicht gefragt ist. Zum Beispiel all die Bürgerinnen und Bürger, die keine Möglichkeit haben, in diversen Volksbefragungen ihre Meinung über dieses Budget kundzutun, haben in den letzten Wochen sehr wohl geredet, und das war gut so. (Beifall bei Grünen und BZÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Mein Appell in diesem Zusammenhang richtet sich hauptsächlich an die SPÖ: Ja, es ist eine schwierige Situation, aber Kolleginnen und Kollegen Ihrer Partei in anderen Parlamenten, nämlich in Wien, sind da einen anderen Weg gegangen. Rot-Grün in Wien hat nämlich nicht gesagt: Die finanzielle Situation ist schwierig und deswegen sparen wir weiterhin bei den sozial Benachteiligten, sondern sie haben 17 Millionen € in die Hand genommen, um eben genau gegen Kinderarmut vorzugehen und gezielte Maßnahmen zu setzen. Das hat die Bundesregierung bislang noch nicht getan. Die Beratungen in den Ausschüssen werden zeigen, ob wir sie noch dazu bewegen können. Meine Hoffnung ist zwar eher gering, aber wir werden sicher nicht dazu schweigen und auch nicht nur dann etwas dazu sagen, wenn wir gefragt werden, sondern wir werden in diesen Fragen auch weiterhin tätig sein. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Stefan Markowitz (BZÖ): Herr Präsident! Werte Bundesregierung! Hohes Haus! In der gestrigen Budgetrede des Finanzministers haben mir die Worte Tourismus und Freizeitwirtschaft gefehlt. Diese Begriffe wurden mit keinem einzigen Wort erwähnt. Gerade in Zeiten der Krise war der Tourismus ein wichtiger Faktor. Im Tourismus allein wurden 2009 15,4 Prozent des BIP erwirtschaftet. Der Tourismus bietet eine Standortgarantie, eine Jobgarantie für Österreicher hier in diesem Land mit Zukunft. Gerade mit seinen offenen Lehrstellen, mit denen wir gemeinsam die Jugendarbeitslosigkeit bekämpfen werden, sollte der österreichische Tourismus meiner Meinung nach eine größere Wertigkeit haben, vor allem auch beim Finanzminister. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
deren Sanierung vorangetrieben wird und Maßnahmen bezüglich Arbeitsplatzsicherung gesetzt werden. Aus diesen Gründen wird dies also von unserer Seite massiv kritisiert, weil das unserer Meinung nach in eine falsche Richtung geht. Ab 2012 werden neue CO2-Abgaben die Tickets noch teurer machen. Das ist nicht die Richtung, die wir einschlagen sollten, weil wir nämlich ein Tourismusland sind. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Damit gehen wir absolut in die falsche Richtung, wenn wir uns für die Zukunft unserer österreichischen Kinder und Jugendlichen einsetzen wollen. Auch das Bundesjugendschutzgesetz ist noch immer nicht verwirklicht. Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hier ist noch einiges zu tun im Sinne der österreichischen Jugend. – Vielen Dank. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Frau Kollegin Haubner, ich habe mir heute am Vormittag gedacht, dass ich es zum Teil unerträglich finde, wie die Auseinandersetzung hier in diesem Haus geführt wird. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Ich habe heute eine SchülerInnengruppe da gehabt, und ich frage Sie jetzt alle, alle Kolleginnen und Kollegen, ob Sie denn niemals von den Schülerinnen und Schülern gefragt werden, warum der Ton im Parlament so ist. Ihnen lehrt man, ordentlich miteinander zu sprechen, ihnen lehrt man, Auseinandersetzungen ordentlich zu führen – und dann erleben sie derartige Redebeiträge. Ich denke mir, wir sind alle kein gutes Vorbild. Unterschiedliche Meinungen sind wichtig, aber es kommt auf die Art der Auseinandersetzung an. Davon bin ich überzeugt! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Kollege Molterer, aus unserer Sicht gibt es keine Alternative zu mehr Steuergerechtigkeit. Und ich denke mir auch, dass dieses Budget genau dahin gehend ein erster Schritt ist. Als Sozialdemokratin bin ich darüber froh, und wir werden sicherlich auch in diese Richtung noch weiterarbeiten. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dolinschek: Ja, genau! Das ist sehr richtig!
noch an Verbesserungen mitzuarbeiten. (Abg. Dolinschek: Ja, genau! Das ist sehr richtig!) – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
noch an Verbesserungen mitzuarbeiten. (Abg. Dolinschek: Ja, genau! Das ist sehr richtig!) – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Es gibt allerdings auch in der Politik Verantwortung, und diese Verantwortung nimmt unser Vizekanzler und Finanzminister Josef Pröll wahr. Wir in der Österreichischen Volkspartei nehmen diese Verantwortung wahr – im Sinne einer zukunftsorientierten Arbeit in diesem Land. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Strutz: Die Demonstranten waren in Griechenland!
Ich habe kein lautes Aufschreien gehört, als wir diese Stabilisierungsmaßnahmen gesetzt, diese vielen Milliarden in die Hand genommen haben, um unterstützend zu wirken. Da habe ich keine Demonstranten auf den Straßen gesehen. Da habe ich vielmehr Gruppen in der Bevölkerung erlebt, die gesagt haben: Wunderbar, dass ihr das macht! Gut, dass wir wenigstens Kurzarbeit haben und nicht arbeitslos sind! (Abg. Dr. Strutz: Die Demonstranten waren in Griechenland!)
Beifall bei der ÖVP.
Wir brauchen eine Budgetkonsolidierung – auch in den Gemeinden, wo wir auch entsprechende Maßnahmen setzen –, damit wir in den nächsten Jahren den Lebensstandard in unserem Land nicht nur halten können, sondern ihn uns auch weiterhin leisten und ihn sichern können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Da ist nicht nur der Finanzminister gefordert, sondern da sind alle Verantwortungsträger des Staates mit einzubinden. Auch die Bundesländer und Gemeinden werden – und das ist ganz, ganz sicher – ihre Verantwortung wahrnehmen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Gaßner: Weil es nicht geht! Ganz einfach!
Abgeordneter Dr. Martin Strutz (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Geschätzte Frau Kollegin von der ÖVP, ich haben Ihnen jetzt sehr aufmerksam zugehört. Sie haben in den letzten Sätzen immer gesagt: „wir brauchen“, „wir müssen“, „alle sind gefordert“. – Die ÖVP ist über Jahrzehnte in dieser Bundesregierung, und ich kann Ihnen daher nur die Frage stellen: Warum tun Sie das nicht alles, was Sie jetzt gerade eingefordert haben?! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Gaßner: Weil es nicht geht! Ganz einfach!)
Beifall bei der FPÖ
Sie haben gesagt, als wir diese Stabilisierungsmaßnahmen hier im Hohen Haus beschlossen haben, haben Sie keine Demonstranten gesehen. – Frau Kollegin, die Demonstranten waren in Griechenland! Das war die arbeitende Bevölkerung von Griechenland, die Autos angezündet hat, die vor der Regierung demonstriert hat (Beifall bei der FPÖ), weil sie ja gewusst hat, dass das Geld, das wir nach Griechenland überwiesen haben, bei den Menschen in Griechenland nicht angekommen ist. Dieses Geld, das wir jetzt über das Budget zu finanzieren haben, ist nämlich in Wirklichkeit für die Rettung der Banken, für die Rettung der Spekulanten, die auf den Niedergang von Griechenland gewettet haben, verwendet worden.
Abg. Prähauser: 8 000!
Allein diese Seiten, flächendeckend geschaltet in allen Medien, haben laut einer Anfrage 800 000 € gekostet. (Abg. Prähauser: 8 000!) Wir haben – die verschiedensten Parteien, ob Grüne, ob BZÖ, ob Freiheitliche – im letzten Jahr eine Anfragenserie gestartet, und Sie wissen, allein die Inseratentätigkeit dieser Bundesregierung
Abg. Weninger: Ausgerechnet das Bundesland Kärnten!
Wir werden in den Verhandlungen aber vor allem eines einfordern, und das möchte ich hier auch klarmachen, weil Sie mit der Vorlage dieses Budgets gezeigt haben: Sie haben kein Herz für die Familien in Österreich. Deshalb werden wir auch mit einer Verfassungsklage gegen diesen Budgetentwurf vorgehen. Wir werden das über das Bundesland Kärnten machen (Abg. Weninger: Ausgerechnet das Bundesland Kärnten!), weil die Familien genauso ein Recht darauf haben, sich auf diesen Staat verlassen zu können.
Abg. Weninger: Genau! Haben sie!
Wenn den Banken ein Rettungsschirm aufgestellt wird, den wir zu finanzieren haben, Herr Kollege, dann haben auch die österreichischen Familien ein Recht darauf, dass ihnen ein Rettungsschirm aufgestellt wird. (Abg. Weninger: Genau! Haben sie!) Und wenn das SPÖ und ÖVP nicht machen, dann werden es die Freiheitlichen tun. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn den Banken ein Rettungsschirm aufgestellt wird, den wir zu finanzieren haben, Herr Kollege, dann haben auch die österreichischen Familien ein Recht darauf, dass ihnen ein Rettungsschirm aufgestellt wird. (Abg. Weninger: Genau! Haben sie!) Und wenn das SPÖ und ÖVP nicht machen, dann werden es die Freiheitlichen tun. (Beifall bei der FPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Zum Thema UN-Konvention der Menschenrechte von Menschen mit Behinderungen muss man sich auch überlegen, wie wir diese Gesetze umsetzen. Von jetzt an kann man sagen, wir haben noch immer nichts. Der wichtigste Punkt, der mir bis jetzt fehlt: Wir haben den Staaten- und Zivilbericht bereits eingeschickt. Vielleicht wissen Sie es noch, im März war der Herr Sozialminister hier und hat gesagt, es gibt einen Nationalen Aktionsplan. Wissen Sie es vielleicht noch? Wo ist der? Wann kommt der? Der sollte im Oktober präsentiert werden. Wir brauchen einen konkreten Plan, der ganz genau festschreibt, von wann bis wann und wie etwas umgesetzt wird. Bis jetzt haben wir nichts. Wann kommt der Plan? Die Leute sind verunsichert. Was wird kommen? Wo ist der Fahrplan für den inklusiven Schulbereich? Wann kommt der? Ich fordere und ich erwarte diesen Bericht. – Danke schön fürs Zuhören und fürs Zusehen. Ich hoffe, dass sich etwas tut! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall beim BZÖ.
Nur, ich habe noch gut in Erinnerung, dass kurz vor der Nationalratswahl im Jahr 2006 von der SPÖ der Pflegenotstand ausgerufen worden ist. Wir haben einen ständigen Anstieg der Zahl älterer Menschen zu verzeichnen, und wir wissen, dass es natürlich immer mehr Pflegegeldbezieher gibt. Jetzt geht die Regierung her und schlägt vor, die Pflegestufe 6 etwas zu erhöhen – das ist ja löblich –, aber gleichzeitig den Zugang zur Pflegestufe 1 und zur Pflegestufe 2 zu erschweren. – Das sind aber zwei Drittel der pflegebedürftigen Menschen, die die Pflegestufen 1 und 2 beziehen. Das ist einmal eine wesentliche Verschlechterung in diesem Bereich. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Jemand, der 45 Jahre gearbeitet hat, kann aber einfach nicht mit Abschlägen bestraft werden, nur weil diese bis zum 60. Lebensjahr erbracht wurden. So kann es auf jeden Fall nicht sein! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und BZÖ.
Wichtig ist auch, bei dem ganzen Pensionswirrwarr zu berücksichtigen, wie hoch der Bundeszuschuss ist. Wie hoch ist er bei den ASVGlern, wie hoch ist er bei den Selbständigen und wie hoch bei den Bauern? – Nach dem ASVG sind es 13 Prozent, aber das Umlageverfahren ist eigentlich so gestaltet worden: ein Drittel Dienstnehmer, ein Drittel Dienstgeber und ein Drittel Bundeszuschuss. Davon sind wir noch weit entfernt. Die Selbständigen sind natürlich mit 34 Prozent genau dort, aber bei den Bauern sind es 81 Prozent. Da gehört der Hebel angesetzt, weil die Beiträge in diesem Bereich auch viel niedriger sind. Dann wäre das schon eine große Reform. (Beifall beim BZÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Grosz: Danke! Das Problem ist aber, dass die Bundesregierung eine Glaubensfrage ... ! Die waren von Anfang an als Glaubensgemeinschaft konzipiert!
Alles wurde nur kritisiert, es ist nur gemotschkert worden. Wir kennen das ja von allen Seiten – nur glaube ich, dass wir gemeinsam aufgerufen sind, in einer nicht leichten Zeit, europäisch oder international beurteilt, für die Menschen in unserer Heimat das Beste zu tun. Ich glaube, dass diese Bundesregierung auf einem hervorragenden Weg ist und es uns guttut, sie in diesem Vorhaben auch zu unterstützen, denn die Menschen und das Land, glaube ich, sind das wert – und darum kämpfen wir! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Grosz: Danke! Das Problem ist aber, dass die Bundesregierung eine Glaubensfrage ... ! Die waren von Anfang an als Glaubensgemeinschaft konzipiert!)
Ruf bei der FPÖ: Das glaube ich auch!
führt, so merkt man, dass sich, wie ich meine, zwei Punkte wie ein roter Faden durch die Diskussion ziehen: Erstens diskutieren und kritisieren Sie von der Opposition dieses Budget auf das Wildeste – was ja nicht anders zu erwarten war und natürlich Ihr gutes Recht ist (Ruf bei der FPÖ: Das glaube ich auch!) –, aber zweitens haben Sie kaum Gegenvorschläge und Alternativen zu bieten.
Ruf beim BZÖ: Fangt’s an! – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wenn Sie einmal einen Gegenvorschlag haben, den zarten Versuch einer Gegenfinanzierung aufstellen, dann hört man: die Verwaltungsreform. Die Verwaltungsreform ist das Allheilmittel für alles. Selbstverständlich gibt es hier natürlich auch Handlungsbedarf, und die Regierung setzt hier auch Maßnahmen, aber Ihr Spiel, das Doppelspiel, das Sie von der Opposition betreiben, ist nur allzu durchsichtig. (Ruf beim BZÖ: Fangt’s an! – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.
Ständig fordern Sie neue Maßnahmen, neue Mittel für dies und das, was die Regierung unternimmt, das ist alles zu wenig – wenn man aber fragt, wie das gegenfinanziert werden soll, erntet man Schweigen, oder es kommt wieder die Verwaltungsreform. Sie argumentieren konzept- und inhaltslos. Nur Schimpfen ist zu wenig, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Österreich liegt, meine sehr geehrten Damen und Herren, bei seinen sozialstaatlichen Leistungen im Spitzenfeld. Der Wohlfahrtsstaat funktioniert, und er wird auch weiterhin mit diesem Budget funktionieren. Machen Sie den Menschen nicht Angst, streuen Sie ihnen nicht Sand in die Augen, und reden Sie unser Land nicht schlecht! – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mayerhofer – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Kunasek –: Sag ihnen, wie’s wirklich ist!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als nächster Redner gelangt Herr Abgeordneter Kunasek zu Wort. 3 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Mayerhofer – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Kunasek –: Sag ihnen, wie’s wirklich ist!)
Beifall bei der FPÖ.
darüber und dann müssen Sie sich auch der Öffentlichkeit stellen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Mit uns Freiheitlichen gibt es diese Art der Sicherheitspolitik nicht. Wir stehen zur Wehrpflicht, wir stehen zu einer starken Miliz, und wir stehen auch zu einem funktionierenden Bundesheer. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Brunner: Ah jetzt auf einmal?
Jetzt für die Regierungsparteien, damit wir auch ein paar Vorschläge bringen: Ja, wir haben Vorschläge. Wir bringen schon seit Längerem den Vorschlag ein, spätestens seit der Schengen-Öffnung, den Assistenzeinsatz im Burgenland nicht mehr weiter fortzuführen. Da werden zig Millionen Euro in eine angebliche Sicherheit investiert, die durch das Bundesheer nicht mehr sichergestellt werden kann, weil die Kompetenzen fehlen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Brunner: Ah jetzt auf einmal?)
Zwischenruf des Abg. Grosz.
weder das Bundesheer etwas, noch die Bevölkerung, und die Sicherheit in Österreich ist damit auch nicht gewährleistet. (Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Was soll man da noch sagen?
Meine sehr geehrten Damen und Herren, das Budget im Bereich militärische Landesverteidigung ist – und so war es zu erwarten – eine Katastrophe, es ist ein Horrorszenario, es schafft Verunsicherung in der Bevölkerung und ganz besonders, Herr Minister, bei den zig Tausend Bediensteten des Ressorts. Da werden wir in den nächsten Wochen sicher noch einiges zu diskutieren haben. (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Was soll man da noch sagen?)
Zwischenrufe der Abgeordneten Grosz und Kopf. – Zwischenruf bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Albert Steinhauser (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe KollegInnen von SPÖ und ÖVP! Wenn Sie die Redebeiträge der Opposition kritisieren, dann würde ich Sie doch einladen, ein bisschen zu differenzieren. Es stimmt schon: Manches, was da von den beiden Rechtsparteien vorgebracht wird, ist eine Art Voodoo-Budgetpolitik. (Zwischenrufe der Abgeordneten Grosz und Kopf. – Zwischenruf bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Auf der einen Seite wettert man gegen Einsparungen, das kann ich noch nachvollziehen, aber im gleichen Atemzug will man keine neuen Steuern, im Gegenteil, man will sogar die Steuern senken, und am Ende will man ein konsolidiertes Budget. Um zu sehen, dass das nicht zusammengeht, dafür, glaube ich, braucht man kein Ökonom zu sein, das verstehen auch Laien und hoffentlich auch die Bürgerinnen und Bürger auf der Straße. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Neubauer: ... umgedreht!
Landeshauptleuten und kommt mit der Position zurück: alle Lehrer zu den Ländern. Also Führungsstärke und Durchsetzungsqualität sehen anders aus. (Abg. Neubauer: ... umgedreht!)
Zwischenruf des Abg. Mayerhofer.
Der dritte Punkt ist, dass die SPÖ ja zu guter Letzt die ÖVP noch vorgeführt hat. Die ÖVP, die immer ausgabenseitig sparen wollte, ist offensichtlich dann in die Falle gelockt worden, nämlich in ihrem eigenen Kerngebiet, den Familien, zu sparen. Ja, schlimmer kann man sich nicht blamieren. Das Budget trägt durchaus eine sozialdemokratische Handschrift. Umso schwerer wiegt es, wo die Sozialdemokratie ausgelassen hat. Da möchte ich ein Beispiel bringen, das mir ein persönliches Anliegen ist – das ist die Entwicklungszusammenarbeit. (Zwischenruf des Abg. Mayerhofer.)
Beifall bei den Grünen.
Das ist eine Schande, und ich sage, es ist in erster Linie eine Schande der Sozialdemokratie, die eigentlich auf dieses Themengebiet in der Regierung aufpassen hätte müssen. Daher mein Appell an Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen von der Sozialdemokratie: Geben Sie sich einen Ruck und bessern Sie da noch nach! Ich glaube, das wäre wichtig und angebracht. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Höfinger: Nein! Falsche ...!
Abgeordneter Gerald Grosz (BZÖ): Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete von SPÖ und ÖVP, die Sie jetzt die letzten Stunden hier ans Pult herauskommen und fast flehentlich und weinerlich der Opposition erklären: Ja was hätten wir denn sonst anderes tun sollen, von der Opposition kommen ja so wenig Vorschläge. Deswegen mussten wir dieses Budget jetzt vorlegen, das als Chaos- und Horrorbudget in die Geschichte der Zweiten Republik eingehen wird. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Höfinger: Nein! Falsche ...!)
Abg. Klikovits hält eine Tafel mit der Aufschrift „Gerald Grosz ade – Mäuse melken OK!“ in die Höhe.
Das, was Sie hier in Zahlen gegossen haben, das, was Sie hier seitens der Regierung dem Parlament übermittelt haben, ist die sozialpolitische, die wirtschaftspolitische und schlussendlich die finanzpolitische Bankrotterklärung einer Regierung, einer Republik und solcher Regierungsmitglieder, die hier noch oben auf der Bank Platz nehmen durften, sehr geehrte Damen und Herren. (Abg. Klikovits hält eine Tafel mit der Aufschrift „Gerald Grosz ade – Mäuse melken OK!“ in die Höhe.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Kopf.
Schauen wir, dass wir in das Gesundheitssystem endlich Effizienz bekommen, und schneiden wir nicht die Familienbeihilfe ab, sehr geehrte Damen und Herren! Ein guter Vorschlag, ich tausche sofort mit Ihnen. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Kopf.)
Abg. Kopf: Weil das intellektuell anspruchslos ist! – Zwischenruf bei der FPÖ.
Unser Vorschlag: Legen wir 21 Sozialversicherungsanstalten zusammen, und sparen wir uns die Erhöhung der Mineralölsteuer! Was haben Sie dagegen? Warum wehren Sie sich intellektuell gegen diese Ansätze einer Verwaltungsreform? (Abg. Kopf: Weil das intellektuell anspruchslos ist! – Zwischenruf bei der FPÖ.) Warum wehren Sie sich dagegen, dass wir endlich an die Erbpachten in der Oesterreichischen Nationalbank herangehen und die Pensionsprivilegien und die Rücklagen endlich auflösen und uns damit ersparen, dass wir auf die Studierenden, auf die Zukunft dieser Republik finanzpolitisch losgehen müssen?
Zwischenruf der Abg. Dr. Moser. – Gegenruf bei der SPÖ.
Warum gehen wir nicht her und schauen endlich, dass die Privilegien des Herrn Haberzettl und seiner Genossinnen und Genossen in der Erbpacht der Sozialdemokratie, bei den ÖBB, endlich ein Ende finden und dieser Schuldenturm, dieses Sodom und Gomorrha endlich ausgeräuchert werden, und verzichten damit im Gegenzug auf Belastungen des Klein- und Mittelstandes in Österreich? Warum tun Sie es denn nicht?! (Zwischenruf der Abg. Dr. Moser. – Gegenruf bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Gaßner: Schrei nicht so!
Warum gehen Sie schlichtweg dumm als Regierung hier heraus und legen diesem Land ein Budget vor, wo Sie Abgaben erhöhen, wo Sie Steuern erhöhen, wo Sie Sozialleistungen kürzen, aber nicht das tun, was Ihnen alle namhaften Experten – aber wissen Sie, was noch schlimmer ist, der logische Hausverstand – seit Wochen, ja Monaten sagen, nämlich dass Sie endlich in Ihrem eigenen Bereich zu sparen beginnen und Österreich zukunftsfit machen? (Abg. Mag. Gaßner: Schrei nicht so!)
Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.
Warum gehen wir nicht endlich her, sehr geehrte Damen und Herren der Bundesregierung, und schaffen im Bildungsbereich die Landesschulräte, die Bezirksschulräte ab und schauen, dass es einheitliche Kompetenzen gibt? Das ist ja auch im Interesse der Sozialdemokratie, höre ich endlich. Dann brauchen wir nicht irgendwelche zusätzlichen Mittel, die wir wieder dem Steuerzahler aus der Tasche heraus fladern. (Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.)
Abg. Mag. Gaßner: Wer ist das, der Hirschmann?
Warum gehen wir denn nicht her – und die Vorschläge höre ich doch: Managementklub, Industriellenvereinigung, Altlandesrat Hirschmann und wie sie alle heißen (Abg. Mag. Gaßner: Wer ist das, der Hirschmann?) – und schauen, dass es endlich eine Föderalismusreform in Österreich gibt, eine Halbierung der Landtage, eine Effizienzsteigerung der Landesregierungen?
Beifall beim BZÖ. – Ruf bei der SPÖ: Das war die typische Rede eines Zurückgetretenen!
Sie streichen das Pflegegeld, die Pflegegeldeinstufungen der Pflegegeldstufe 1 und 2, Sozialminister Hesoun würde sich im Grab umdrehen. Sie kürzen bei den Familien, Sie kürzen in unverantwortlicher Weise bei den Sozialleistungen, die ohnedies am Höhepunkt einer Wirtschaftskrise gebraucht werden, anstatt dass Sie endlich mit Fantasie, mit Mut und mit Weitsicht diese Republik in die Zukunft führen. (Beifall beim BZÖ. – Ruf bei der SPÖ: Das war die typische Rede eines Zurückgetretenen!)
Abg. Dr. Rosenkranz: Man braucht sie für die Form!
Ich gehe einmal nicht davon aus, dass Herr Vilimsky dumm ist, daher weiß er, dass in Salzburger Nockerln keine Butter enthalten ist. Also wollte er uns eigentlich loben, keine auf dem Kopf zu haben. Was mit dem Mehl passiert ist ... (Abg. Dr. Rosenkranz: Man braucht sie für die Form!) Das kann man auch mit Öl machen, dafür braucht man keine Butter.
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.
Meine Damen und Herren, dieses Budget ist kein leichtes, das ist keine Frage. Aber die Budgetprobleme nur in der Finanzmisere zu sehen, ist auch der falsche Ansatz. Dies hat auch eine Vorgeschichte mit einer Regierung beginnend im Jahr 2000 mit Schwarz-Blau fortgesetzt im Jahr 2002 von Schwarz-Orange. Ich nehme nur ein ganz kleines Beispiel heraus, um nicht zu viele Leute noch nachhaltig zu erzürnen, aber zum Nachdenken sollte es anregen. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Abg. Prähauser, der gerade das Rednerpult verlässt: Das habe ich schon getan!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter, eine Frage: Können Sie Ihre Rede mit einem Satz zu Ende bringen? (Abg. Prähauser, der gerade das Rednerpult verlässt: Das habe ich schon getan!) – Ach so. Die Redezeit wäre nämlich noch nicht zu Ende gewesen.
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ für den sich zu seinem Platz begebenden Abg. Prähauser.
(Beifall bei Abgeordneten der SPÖ für den sich zu seinem Platz begebenden Abg. Prähauser.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wenn das Verfahren Kampusch abgeschlossen ist, haben wir Nationalratsabgeordnete über Anfragen das Recht, auch entsprechende Antworten zu bekommen. (Beifall bei der FPÖ.) Eine Weiterleitung an
Beifall bei der FPÖ.
Ich ersuche um Offenlegung der offenen Fragen, die heute hier gestellt wurden, und der auch noch anhängigen vier weiteren Anfragen. Das erwarten wir von Ihnen. Und ich kann Ihnen eines sagen: Wenn Sie glauben, dass es in dieser Frage so weitergehen wird, dann haben Sie sich getäuscht! Wir haben noch sehr viele offene Fragen zum Fall Kampusch und wir werden Sie alle weiter damit beschäftigen. Das kann ich Ihnen garantieren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Bundesministerin für Justiz Mag. Claudia Bandion-Ortner: Frau Präsidentin! Sehr verehrte Damen und Herren Abgeordnete! Natürlich ist es mein größtes Interesse, dass die Causa Kampusch restlos aufgeklärt wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Eines möchte ich in diesem Zusammenhang auch noch sagen: Mir tut das Mädchen, Natascha Kampusch, schön langsam leid, denn sie wird nicht in Ruhe gelassen, und es wird ständig gemutmaßt, dass sie nicht die Wahrheit sagt. Ich glaube, sie hat ein sehr hartes Schicksal hinter sich, und man sollte irgendwann auch dieses Mädchen in Ruhe lassen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Noch einmal zum Abschluss: Natürlich bin ich daran interessiert, dass alles restlos aufgeklärt wird. Und falls da wirklich irgendetwas nicht in Ordnung war, damals, vor einigen Jahren, verspreche ich Ihnen, das wird Konsequenzen haben. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Frau Ministerin, ich bin sehr froh und danke ausdrücklich dafür, dass diese Causa von der Staatsanwaltschaft Innsbruck nochmals geprüft wird. Ich habe auch Verständnis dafür, dass man die Details nicht im laufenden Verfahren offenlegen kann, und glaube, wir sind alle gut beraten, wenn wir die Ergebnisse abwarten und darauf vertrauen, dass da entsprechend sorgsam vorgegangen wird. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Demonstrativer Beifall des Abg. Mayerhofer.
Auf der anderen Seite muss man sich, wenn nur Teile aus diesem Bericht stimmen, die Frage stellen, ob nicht weiterhin Gefahr für diese junge Dame besteht, dann muss man sich die Frage stellen, ob nicht für viele andere Kinder und Jugendliche weiterhin Gefahr besteht. (Demonstrativer Beifall des Abg. Mayerhofer.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Deshalb, meine Damen und Herren, haben wir in dieser Angelegenheit auch als Parlamentarier – und die bisherigen Debattenbeiträge zeigen das ja auch, und von den noch nicht zu Wort gekommenen Fraktionen weiß man das aus den bisherigen Debatten – eine ganz besondere Verantwortung. Ich glaube, wir sollten alles tun, allen klarzumachen, dass wir nicht bereit sind, da auch nur ein Krümelchen unter den Teppich zu kehren. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.) Wir sind nicht bereit, da auch nur einen Funken offen zu lassen.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ, BZÖ und Grünen.
Ich verstehe Ihre Zurückhaltung, Frau Bundesministerin. Ich glaube, sie ist auch angebracht. Man soll die Ermittlungen nicht gefährden, nicht stören, aber die Ermittlungen sind mit aller Ernsthaftigkeit und Seriosität zu führen. Und ich sage das sehr deutlich: Ich habe bei jenen Akten, die mir vorliegen – insbesondere natürlich die Unterlagen von Dr. Rzeszut –, nicht den Eindruck, dass da immer ganz korrekt ermittelt worden ist. Und diese korrekten Ermittlungen wollen wir als Parlamentarier sicherstellen. Das sei all jenen gesagt, die glauben, dass sie möglicherweise davonkommen können. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ, BZÖ und Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Anfrage darum, dass nach 13 Personen anonymisiert gefragt wurde – derjenige, der den Akt kennt, weiß natürlich, welche Personen gemeint sind –, nämlich danach, ob diese Personen, nachdem die Rufdatenerfassung ergeben hat, dass sie den mutmaßlichen Täter angerufen haben – es hat ja kein Gerichtsverfahren stattgefunden, einem Gerichtsverfahren hat er sich ja durch Selbstmord entzogen –, befragt worden sind. Das sind Fragen, die man mit Ja oder mit Nein beantworten kann, ohne dass auch nur irgendeine konkrete Ermittlung seitens der Staatsanwaltschaft Innsbruck in irgendeiner Frage behindert oder ein Ergebnis für einen Bericht präjudiziert würde. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Mag. Stadler.
Unserem Antrag, einen Untersuchungsausschuss zu diesen Vorfällen hier zu machen, wurde leider die Mehrheit nicht zuerkannt. Wir hoffen darauf, dass wir das nicht machen müssen, dass die Aufklärung eine endgültige und klare sein wird. Aber wenn das nicht der Fall sein sollte, dann werden wir natürlich weiterhin auf diesem Untersuchungsausschuss beharren. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Mag. Stadler.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Mag. Stadler.
Die Vorwürfe, die erhoben werden, sind massiv und gravierend – und nicht nur das, was sich im Kern abgespielt hat, sondern sozusagen auch die Begleitmusik rundherum. Wir wollen nicht haben, dass die Staatsanwaltschaft und die unabhängige Justiz mit Gerüchten oder Ähnlichem angepatzt sind. Wir wollen im Interesse der Bevölkerung eine klare Aufklärung haben. Und dazu sind wir als Volksvertreter da, weil in diesem Punkt die Legislative auch die Exekutive kontrollieren kann und muss. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Mag. Stadler.)
Abg. Dr. Rosenkranz: Unerhört!
Das Schlüsselstück ist wahrscheinlich der Bericht von Oberst Kröll, der Bericht von Oberst Kröll an die letzte Untersuchungskommission, der bis heute im Innenministerium und im Justizministerium unter Verschluss gehalten wird. (Abg. Dr. Rosenkranz: Unerhört!) Wir haben mehrere Male gefragt: Was steht da drinnen? Und ich weiß ungefähr, was drinnen steht. (Abg. Dr. Rosenkranz: Das ist unerträglich!)
Abg. Dr. Rosenkranz: Das ist unerträglich!
Das Schlüsselstück ist wahrscheinlich der Bericht von Oberst Kröll, der Bericht von Oberst Kröll an die letzte Untersuchungskommission, der bis heute im Innenministerium und im Justizministerium unter Verschluss gehalten wird. (Abg. Dr. Rosenkranz: Unerhört!) Wir haben mehrere Male gefragt: Was steht da drinnen? Und ich weiß ungefähr, was drinnen steht. (Abg. Dr. Rosenkranz: Das ist unerträglich!)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ und BZÖ.
Der Präsident des Obersten Gerichtshofes hat völlig recht: Das Parlament ist die einzige und letzte Adresse und der letzte Ort, an dem durch eine penible Untersuchung das Vertrauen in den Rechtsstaat wiederhergestellt werden kann. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ und BZÖ.)
Abg. Grosz: Unglaublich! – Abg. Ing. Westenthaler: Das sind Methoden!
Ich finde, das Stärkste überhaupt ist Folgendes: Er teilt bei der Beerdigung seines Bruders einem Polizeibeamten des Innenministeriums, der offensichtlich auf ihn angesetzt war, mit, dass er die Absicht hat, dem Abgeordneten Pilz die Unterlagen zu übergeben. Daraufhin hat sofort eine Hausdurchsuchung bei ihm stattgefunden, und er ist sofort für eineinhalb Tage verhaftet worden, meine Damen und Herren! (Abg. Grosz: Unglaublich! – Abg. Ing. Westenthaler: Das sind Methoden!)
Abg. Dr. Pilz: Häuser renovieren!
Warum flieht dieses Mädchen zweimal vor Herrn Priklopil und kehrt zweimal zu ihm zurück, freiwillig? – Nie aufgeklärt worden! Warum geht sie in der Nachbarschaft baden und geht wieder freiwillig zurück, jahrelang? Warum geht sie mit ihm Schi fahren, jahrelang, kehrt freiwillig wieder zu ihm zurück? (Abg. Dr. Pilz: Häuser renovieren!) – Bitte? Hausrenovierung! Das ist alles bis heute nie aufgeklärt worden, nicht einmal untersucht worden, nicht einmal der Versuch gestartet worden!
Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Die Öffentlichkeit erwartet Antwort – genau aus den Gründen, die meine Vorredner genannt haben. Und ich erwarte auch deswegen Antwort, weil ich es für unerträglich halte, dass der Bruder eines dramatisch zu Tode gekommenen Spitzenpolizeibeamten – ich bin mir mit dem Selbstmord nicht so ganz sicher – dann verhaftet wird, wenn er ankündigt, dass er zu einem Abgeordneten geht. Ich halte das für einen weiteren Skandal. (Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.– Abg. Ing. Westenthaler: Wir schließen uns dem an!
Ich würde ersuchen, dass wir nicht in der Art und Weise, dass wir das Problem wieder vertagen, damit umgehen, sondern ich würde dringend um eine Sitzungsunterbrechung bitten, Frau Präsidentin, damit die weitere Vorgangsweise geklärt werden kann. (Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.– Abg. Ing. Westenthaler: Wir schließen uns dem an!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
der in den eigenen Parteistrukturen stecken geblieben ist. Damit ist für mich das Thema beendet und ich gehe zur Tagesordnung über. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich denke, das Parlament ist jener Ort, wo offene Worte getauscht werden können, wo Kritik stattfinden muss, aber ich glaube, dass Kritik auch ihre Kultur und ihre Grenzen braucht. Das war heute nicht immer festzustellen. Und glauben Sie mir, manche Bürger in unserem Land verstehen uns nicht! Und manche Bürger in anderen Ländern Europas würden solch eine „Anwürfigkeit“ nicht begreifen. Das sind Dinge, über die man auch einmal reden muss. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Cap.
Es waren sicherlich mühevolle Stunden, dennoch wurde das Ziel erreicht. Meine/unsere Anerkennung gilt dem Herrn Finanzminister, nicht nur für die Budgetvorlage, sondern auch für die gestrige Budgetrede, die allgemein gut beurteilt wurde. Schlechte Meinungen gab es nur bei manchen Pressefotos. Und da sollen sich die Redaktionen selbst einmal ein Urteil bilden, wie sie sich in diesem Land über die Politik äußern. Das ist nicht tragbar! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Cap.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich halte das Androhen von Verfassungsklagen, wie das heute mehrmals gemacht wurde – von welcher Stelle auch immer – einfach für ungeeignet. Wer an dieses Land denkt, der muss sich etwas Besseres einfallen lassen, als eine Verfassungsklage gegen diese Regierung einzubringen. Wenn sich in den Gebietskörperschaften einige befinden, die anderer Meinung sind, dann darf das sein, aber sie müssen auch wissen, dass sie selber Korrekturen machen müssen. Es wird nicht angehen, alles zu verlangen, alles von der Republik einzumahnen und dann noch mit Klagen zu drohen. Diese Linie – so glaube ich – kann so nicht hingenommen werden, das kann man auch nicht so zur Kenntnis nehmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Ich schließe ab. – Vielleicht noch etwas zum Nachdenken: John F. Kennedy war für mich ein großes Vorbild (Zwischenrufe bei der SPÖ) – hören Sie zu! –, vielleicht auch für manche von Ihnen. In meiner Jugendzeit war er eine erfrischende Persönlichkeit. Die Geschichte brauche ich hier nicht zu beurteilen. John F. Kennedy sagte einmal: Frage nicht immer, was der Staat für dich tun kann, sondern denke auch einmal nach, was du für den Staat machen kannst. (Abg. Petzner: Für das Land!) – Eine Aufgabe, ein Gedanke, eine Empfehlung an viele von uns. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Petzner: Für das Land!
Ich schließe ab. – Vielleicht noch etwas zum Nachdenken: John F. Kennedy war für mich ein großes Vorbild (Zwischenrufe bei der SPÖ) – hören Sie zu! –, vielleicht auch für manche von Ihnen. In meiner Jugendzeit war er eine erfrischende Persönlichkeit. Die Geschichte brauche ich hier nicht zu beurteilen. John F. Kennedy sagte einmal: Frage nicht immer, was der Staat für dich tun kann, sondern denke auch einmal nach, was du für den Staat machen kannst. (Abg. Petzner: Für das Land!) – Eine Aufgabe, ein Gedanke, eine Empfehlung an viele von uns. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich schließe ab. – Vielleicht noch etwas zum Nachdenken: John F. Kennedy war für mich ein großes Vorbild (Zwischenrufe bei der SPÖ) – hören Sie zu! –, vielleicht auch für manche von Ihnen. In meiner Jugendzeit war er eine erfrischende Persönlichkeit. Die Geschichte brauche ich hier nicht zu beurteilen. John F. Kennedy sagte einmal: Frage nicht immer, was der Staat für dich tun kann, sondern denke auch einmal nach, was du für den Staat machen kannst. (Abg. Petzner: Für das Land!) – Eine Aufgabe, ein Gedanke, eine Empfehlung an viele von uns. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Nun, diese 1 000 zusätzlichen Polizisten sind uns schon im vergangenen Jahr seitens der Bundesregierung vorenthalten geblieben, und wenn ich mir den Personalstand für das kommende Jahr im Budget 2011 anschaue, dann stelle ich fest, dass sich genau 134 Beamte mehr zu Buche schlagen. Das sind 134 Exekutivplanstellen – da spreche ich auch Sie an, Frau Beamtenministerin! –, die in krassem Widerspruch zu dem stehen, was wir von dieser Bundesregierung und insbesondere von Vizekanzler und Finanzminister Pröll bereits vor zwei Jahren versprochen bekommen haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich würde meinen: In diesem wichtigen Bereich hat die Bundesregierung schon vom Start weg eindeutig versagt. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Aus dem Budget zur Sanierung von Altlasten hat sich der Minister etwas ins eigene Budget abgezweigt. Das heißt, auch da werden Lasten ins nächste Jahrhundert verschoben, die zukünftige Generationen zu tragen haben werden. Das finde ich mehr als unverantwortlich. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kopf: Was ist das für eine Frage?
Leistungsgerechtigkeit ist ein wichtiges Stichwort für die ÖVP. Aber ich frage Sie schon: Ist Umweltverschmutzung eine Leistung? (Abg. Kopf: Was ist das für eine Frage?) Denn aus dem Umweltministerium sind im Jahr 2011 93 Millionen € dafür vorgesehen, dass die Industrie gratis Verschmutzungsrechte bekommt. Wenn das Leistung ist, na danke. Die Bevölkerung zahlt ohnehin für die Schäden, die durch diese Umweltverschmutzung entstehen. Aber es kann nicht sein, dass das für die Industrie gratis ist und sie auch noch dafür belohnt wird.
Beifall bei den Grünen.
Ich frage mich überhaupt, warum Mittel für Umweltverschmutzung aus dem Umweltbudget kommen. Der Herr Umweltminister ist nicht mehr da. Wenn dies der Wirtschaftsminister zahlt, ist es auch zu kritisieren, aber mit Mitteln aus dem Umweltministerium Umweltverschmutzung zu bezahlen, das halte ich für einen Skandal. Ein Umweltminister hat Klimaschutz und Umweltschutz zu finanzieren und nicht Umweltverschmutzung. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Daher bin ich der Meinung, Österreich braucht unbedingt ein eigenständiges, starkes und engagiertes Umweltministerium. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ
kann, zum Beispiel durch eine flächendeckende Ausstattung mit Psychotherapie (Beifall beim BZÖ) oder durch die Zulassung von Medikamenten, deren Zulassung vom Hauptverband behindert wird, oder durch die Beendigung der rein symptomatischen Therapien, ohne vorher eine Diagnose zu erstellen, was auch üblich ist.
Beifall beim BZÖ.
Auch über den Tierschutz müssen wir in 14 Tagen sprechen. Darüber wurde überhaupt nichts gesagt. Ich werde mir das im Budget genau ansehen. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Nicht ganz ersichtlich ist für mich, wo nun die strukturellen Reformen stattfinden, die Minister Spindelegger angekündigt hat. Aber wir werden das ja im Budgetausschuss und dann in der Budgetdebatte hier im Plenum noch ausführlich diskutieren können. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn Kollege Strutz heute gesagt hat, die ÖVP ist hier herinnen gewesen über Jahrzehnte, hat aber das eine oder andere nicht gemacht, dann meine ich, Gott sei Dank war die ÖVP in den letzten Jahrzehnten in Regierungsverantwortung, deshalb steht Österreich auch so tadellos da. Ich glaube, dass die ÖVP und die Regierungsmitglieder der ÖVP einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet haben, dass die Ausgangssituation für Österreich eine ganz andere ist als für viele andere Länder in Europa. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist heute schon angesprochen worden, dass der Asylgerichtshof wirklich eine Erfolgsgeschichte ist, sodass wir auch da diesen Rucksack abbauen können. Ich glaube, dass gerade dieser Weg fortgesetzt werden muss. Wir haben an und für sich budgetäre Vorgaben im Bereich des Innenressorts, die es uns ermöglichen, diesen erfolgreichen Weg auch fortzusetzen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Prinz: Kulturdebatte!
Abgeordnete Mag. Heidemarie Unterreiner (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Wir haben heute Reden vom Kanzler, vom Bundeskanzler gehört, wobei in beiden kein Wort von Kultur zu hören war. Das mutet schon etwas sonderbar an, meine ich als Kultursprecherin. Ich habe auch sonst keinen Redebeitrag dazu gehört. Anscheinend ist für die anderen Kultur so eine Art Verzierung, Ornament. (Abg. Prinz: Kulturdebatte!)
Beifall bei der FPÖ.
Wir Freiheitlichen sind auch die einzige Partei, für die unsere große Kultur, unser Kulturerbe, unsere Sitten, unsere Gebräuche, unsere Traditionen einen großen Wert darstellen, die wir achten und unzerstört an spätere Generationen weitergeben wollen. (Beifall bei der FPÖ.) Und das ist nicht rückwärtsgewandt. Ich habe das schon ein paar Mal hier im Haus gehört, Frau Muttonen hat das das letzte Mal gesagt, sondern ganz im Gegenteil, es ist ganz wichtig, dass auch zukünftige Generationen diesen Reichtum unzerstört erhalten können und weiterentwickeln können.
Beifall bei der FPÖ.
Es ist nicht uninteressant, dass jetzt nach unseren großen Wahlerfolgen auch einige linke Politiker aufgewacht sind. Zum Beispiel hat der ehemalige Bundeskanzler Gusenbauer – Sie alle werden das gelesen haben – in einem „Presse“-Interview gesagt, dass es ein schwerer Fehler seiner Partei, der Sozialdemokraten, war, Themen – und ich zitiere jetzt seine Worte – wie Identität, Heimat und Nation den Rechten zu überlassen. Also der hat das erkannt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Viele der linken Politiker haben das nicht erkannt, so wie der jetzige Kulturstadtrat Mailath-Pokorny, der noch immer einer ewig gestrigen gescheiterten Politik nachhängt. Das ist ja nicht uninteressant, er hat in seiner Rede gesagt, der Schwerpunkt seiner Politik sind Migrant Mainstreaming – er verwendet ja nicht einmal ein deutsches Wort – und Interkulturalität. Also ich finde es eigenartig, dass er in der Hinsicht meint, dies ist der Schwerpunkt der Kulturpolitik in unserer Metropole, und wir sind die Einzigen, die die Identität zum Gewissensthema unserer Epoche gemacht haben, und wir sind auch die Einzigen, die sich gegen Parallelkulturen ausgesprochen haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage es immer wieder: Bewahrung unserer Identität ist das Gewissensthema unserer Epoche. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Es ist auch insofern tragikomisch, dass dieses Bundesamt für Asyl und Migration Erwähnung findet, als es erst im Jahr 2013 umgesetzt werden soll. Zur Erinnerung, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, wir schreiben das Jahr 2010. Und sich in einer Budgetrede über das Budget 2011 mit etwas zu schmücken, das 2013, ungefähr in drei Jahren, kommen soll, finde ich doch einigermaßen absurd. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Es wäre an der Zeit, in Bildung zu investieren, um gleiche Chancen und gleiche Startbedingungen zu erreichen – für alle Kinder und Jugendlichen, die in unserem Land aufwachsen und hier leben! (Zwischenruf bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Das ist keine konstruktive Integrationspolitik! Und wir brauchen uns nicht zu wundern, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, wenn die Integration nicht so klappt, wie wir uns das – hoffentlich alle! – wünschen, wenn das Zusammenleben nicht verbessert wird. Wir sind für konkrete Maßnahmen, und das muss diese Bundesregierung endlich auch angehen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Also Schluss mit Bankrotterklärungen – endlich ein anderes Budget! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Mag. Gaßner: Hallo!
Abgeordnete Martina Schenk (BZÖ): Frau Präsidentin! Herr Minister! Frau Ministerin! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren! Der Herr Finanzminister hat in seiner gestrigen Budgetrede gesagt, das ist kein schwarzes Budget, das ist kein rotes Budget, das ist ein rot-weiß-rotes Budget. – Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich sage Ihnen: Das ist ein totes Budget! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Mag. Gaßner: Hallo!)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Hallo, Herr Gaßner! Ich werde Ihnen auch sagen, warum ich das meine. Das sage nicht nur ich, sondern auch hohe Parteirepräsentanten und Parteigranden von ÖVP und SPÖ kritisieren dieses Budget. So wird etwa von Landeshauptmann Sausgruber eine Verfassungsklage vorbereitet, und die Salzburger Landeshauptfrau Burgstaller hat angeboten, sich zwei Wochen freizuschaufeln, um nach Wien zu kommen und die nötige Verwaltungsreform zu verhandeln. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
In der gestrigen Ausgabe des „Report“ hat eine Abgeordnete von Ihnen in einem Interview gesagt, dass sie froh sei, dass die SPÖ das Budget mit verhandelt habe, denn sonst würde es noch schlimmer ausschauen. „Noch schlimmer“ impliziert, dass sie meint, dass das Budget schlimm ist – ein Budget, das Sie, meine sehr geehrten Damen und Herren von der SPÖ, mit beschlossen haben. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Und da regen Sie sich jetzt auf, meine Damen und Herren von ÖVP und SPÖ, dass sich die Opposition erdreistet, Kritik am Budget zu üben?! Also ich frage Sie schon: Wenn schon Ihre eigenen Parteienvertreter Kritik am Budget üben, wer, wenn nicht wir als Opposition, ist dann berechtigt, daran Kritik zu üben? (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Matznetter: Wo sind die Vorschläge?
In der heutigen und in der gestrigen Debatte wurde immer danach gefragt, wo die Vorschläge der Oppositionsparteien sind. Meine sehr geehrten Damen und Herren, wenn Sie nicht alle Vorschläge ablehnen würden, nicht alle Vorschläge vertagen würden ... (Abg. Dr. Matznetter: Wo sind die Vorschläge?) Lesen Sie die Vorschläge! Wir haben umfassende Konzepte eingebracht: für Einsparungen im Pflegebereich, für eine Reform des Gesundheitssystems, für ein neues Bildungskonzept. (Abg.
Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Matznetter: Das sind nur Mehrausgaben, Frau Kollegin!
Dr. Matznetter: Wo?) Lesen Sie und quatschen Sie nicht dazwischen, sehr geehrter Kollege! Das muss ich Ihnen sagen, auch wenn Sie heute eine schöne orange Krawatte tragen. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Matznetter: Das sind nur Mehrausgaben, Frau Kollegin!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Matznetter: Das sind nur Mehrausgaben!
Sie wollen sich brüsten mit Ihrem Budget, das 14 Kilo wiegt und das 3 086 Seiten hat?! – Ich darf daran erinnern, dass 900 Anträge von uns in den Ausschüssen liegen, die nicht behandelt worden sind. Das übersteigt die 3086 Seiten, die dieses Budget umfasst, meine sehr geehrten Damen und Herren. Nehmen Sie das zur Kenntnis, Herr Kollege! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Matznetter: Das sind nur Mehrausgaben!)
Abg. Kopf – ironisch lachend –: Komm, sei nicht so streng mit uns!
Aber ich darf mich jetzt auch der ÖVP zuwenden, die sich als selbsternannte Familienpartei verabschiedet hat und zur Bankenpartei mutiert ist. (Abg. Kopf – ironisch lachend –: Komm, sei nicht so streng mit uns!)
Ruf bei der ÖVP: Das stimmt nicht!
Für Banken steht, meine sehr geehrten Damen und Herren von der ÖVP, genügend Geld zur Verfügung. Ein 100-Milliarden-€-Paket haben wir beschlossen. Dieses Geld geht aber nicht weiter an die kleinen Unternehmen, an die Klein- und Mittelbetriebe, die bekommen keine Kredite, die müssen betteln gehen und schauen, dass sie irgendwie über die Runden kommen. (Ruf bei der ÖVP: Das stimmt nicht!)
Abg. Kopf: Können sie das Geld auch wieder zurückzahlen?
Nein, das stimmt schon! Eine befreundete Familie von mir hat acht Kinder, die bekommt nicht einmal einen Überziehungsrahmen von 6 000 €. – Ist das soziale Politik? (Abg. Kopf: Können sie das Geld auch wieder zurückzahlen?) Ist das Politik, die Sie vertreten wollen, meine sehr geehrten Damen und Herren von der ÖVP und Herr Klubobmann? Ich glaube, nicht! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Nein, das stimmt schon! Eine befreundete Familie von mir hat acht Kinder, die bekommt nicht einmal einen Überziehungsrahmen von 6 000 €. – Ist das soziale Politik? (Abg. Kopf: Können sie das Geld auch wieder zurückzahlen?) Ist das Politik, die Sie vertreten wollen, meine sehr geehrten Damen und Herren von der ÖVP und Herr Klubobmann? Ich glaube, nicht! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Auch die Verwaltungsreform wurde nicht angegangen. Ich bin jedoch der Meinung, dass nur mit einer Verwaltungsreform das Budget saniert werden kann und nicht, indem bei den Familien totgespart wird. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ursula Haubner: Das Wie brauchen Sie uns auch nicht vorzuschreiben!
Abgeordneter Mag. Kurt Gaßner (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Frau Kollegin Schenk, ich kann mich nicht erinnern, dass irgendjemand der Opposition verboten hätte, Kritik zu üben. Es geht nur immer um das Wie! Ich habe genau aufgepasst. (Abg. Ursula Haubner: Das Wie brauchen Sie uns auch nicht vorzuschreiben!)
Ruf bei der FPÖ: Das kommt schon noch!
Herr Bundesminister, man muss Ihnen gratulieren: Einen ganzen Tag lang diskutieren wir schon das Budget, aber noch kein Einziger hat sich bisher über das Landwirtschaftsbudget erregt. Ganz im Gegenteil! (Ruf bei der FPÖ: Das kommt schon noch!) Der Bauernbund hat sofort gesagt, es sei alles gut. Auch der Bauernbundpräsident hat gemeint, dass das Landwirtschaftsbudget sehr gut verhandelt wurde. Schade, dass er nicht hier ist, der Kollege Grillitsch, denn ich hätte eine Frage zu seiner gestrigen Presseaussendung. Er hat nämlich gestern in einer Presseaussendung Folgendes gemeint:
Demonstrativer Beifall des Abg. Huber.
Dass das mit der Planungssicherheit nicht funktioniert, haben wir gesehen, denn es sind jetzt Mitte November 4 000 Bauern ohne Förderung dagestanden, sie haben keine Förderungen ausbezahlt bekommen. Das gehört geändert! (Demonstrativer Beifall des Abg. Huber.) Und dass es noch Verhandlungen gibt über die Vermögenssteuer für Grundbesitz, ist mir neu. Ich begrüße es aber.
Beifall bei der SPÖ.
Wenn man die Gemeinden haben will, dann muss es genügend Geld zur Bewältigung ihrer Aufgaben auch in der Zukunft geben. Und das wird in den nächsten Jahren trotz des Sparbudgets eine sehr wesentliche Rolle spielen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Alles in allem kann man sagen: Es gibt im Bereich des Sports eine gute Ausgangsbasis, aber es sind noch sehr, sehr viele gute Entscheidungen zu treffen. Und das wünsche ich mir auch von Ihnen, Herr Bundesminister. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Aufklärungsquote spricht eine klare Sprache. Ich gebe aber zu bedenken, dass dies nicht an der Motivation der Polizistinnen und Polizisten liegt, sondern ganz einfach an der Minderzahl der Beschäftigten, die dort tätig sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Windholz.
Die Effizienz und Zuverlässigkeit der polizeilichen Ermittlungen sind die Grundlagen erfolgreicher Verfahren an den österreichischen Gerichten. Das ist das Um und Auf für eine faktische Sicherheit – während einigen hier im Haus bereits ein Sicherheitsgefühl völlig genügt. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Windholz.)
Beifall bei der FPÖ.
Davon ausgehend macht es einen wesentlichen Teil parlamentarischer Verantwortung aus, Entwicklungen und Auffälligkeiten auf diesem Gebiet im Auge zu behalten und allfälligen Störfaktoren im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten entgegenzuwirken. Was allerdings mit staatsanwaltschaftlicher Pflichterfüllung im Fall Kampusch nach ersichtlich gescheiterter Inanspruchnahme justizressortinterner Abhilfe an das Parlament herangetragen wurde, muss jeden Bürger, aber erst recht jeden Polizisten in Österreich alarmieren. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Wie ist es möglich (Zwischenruf bei der SPÖ.) – Das ist Ihnen wurscht, das merkt man an Ihrer Bemerkung, Kollege Jarolim. Es tut mir leid, dass Ihnen das hier über die Lippen gekommen ist. (Abg. Grosz: Er ist komplett unschuldig!) Habe ich ihn verwechselt?
Abg. Grosz: Er ist komplett unschuldig!
Wie ist es möglich (Zwischenruf bei der SPÖ.) – Das ist Ihnen wurscht, das merkt man an Ihrer Bemerkung, Kollege Jarolim. Es tut mir leid, dass Ihnen das hier über die Lippen gekommen ist. (Abg. Grosz: Er ist komplett unschuldig!) Habe ich ihn verwechselt?
weitere Zwischenrufe bei der SPÖ
Wie ist es möglich, dass unter staatsanwaltschaftlicher Ermittlungsaufsicht eine aktenkundige Tatzeugin (weitere Zwischenrufe bei der SPÖ) – hören Sie lieber zu, das ist viel besser! – durch mehr als acht Jahre – niederschriftlich nicht einmal auf Polizeiebene – auf Justizebene bis heute nicht vernommen wurde?
neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ
Wie ist es möglich, dass dessen ungeachtet die Staatsanwaltschaft den Fall in der Folge (neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ) – wenn Sie zuhören würden, dann wüssten Sie, wovon Sie reden! – so behandelt hat, als wäre die Tatzeugin gar nicht existent?
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Windholz.
Und was passiert da in großem Stil? – Ungeheuerliches, was österreichische Polizisten da erleben müssen – und mit ihnen die gesamte österreichische Bevölkerung! (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Windholz.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Windholz.
Der Polizist draußen versteht überhaupt nicht, dass von einer Minute auf die andere Millionen an Euro in andere Länder verschippert werden und für die einfachen Dinge auf einer PI kein Geld vorhanden ist. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Windholz.)
Heiterkeit bei Bundesministerin Heinisch-Hosek.
Ich habe in den letzten Tagen und Wochen, zuletzt in Oberösterreich, mit sehr vielen Lehrern gesprochen. In Oberösterreich waren 1 000 Lehrer bei einer Veranstaltung! Und die Klage über die miserablen Arbeitsbedingungen, über die Löhne, die hören wir jetzt seit Jahren. Ich weiß auch, dass wir dieses Problem nicht kurzfristig mit diesem Budget lösen können, aber ein Schrei war wirklich durchgehend zu hören: Helft uns! Da wurden Zustände geschildert von Lehrkräften, die in Klassen unterrichten, wo fast keine Kinder mehr mit Deutsch als Muttersprache, mit Deutsch als Erstsprache sind. Es muss doch möglich sein, dass wir in solche Klassen zusätzliche Lehrkräfte hinein geben! (Heiterkeit bei Bundesministerin Heinisch-Hosek.)
Beifall bei den Grünen.
Wir wundern uns angesichts dessen, was da vorliegt, schon lange nicht mehr. Das ist ein mutloses, ein unsoziales Budget. Es ist ein Budget, das unsere Schulen weiter schädigen wird. Der Finanzminister hat ja selbst gesagt, dass in dieser Konstellation nicht mehr möglich sei. Das ist eine Bankrotterklärung, leider auch für die Bildungspolitik und für unsere Kinder. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Kurt List (BZÖ): Frau Präsidentin! Geschätzte Dame, geschätzte Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Diese Budgetdebatte ist ein eindeutiger Beweis dafür, dass sich unser Staat in einer schlimmen Verfassung befindet. Die Schulden sind bereits auf über 240 Milliarden € angewachsen, und für diesen gewaltigen Schuldenberg ist die ÖVP hauptverantwortlich. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Hornek: Hey!
Hauptverantwortlich ist die ÖVP mit ihrem neuen Schuldenkaiser „Franz Josef Pröll I.“. Das ist der neue Schuldenkaiser dieser Republik, der, mit seinem gesamten Hofstaat, verantwortlich für diese Schulden ist, nämlich deswegen, weil Sie von der ÖVP seit 1986 durchgehend an den Schalthebeln dieses Landes, in der Regierung sitzen, und in dieser Verantwortung hat die ÖVP Österreich ruiniert (Abg. Hornek: Hey!) und – ich kann es mit Fug und Recht sagen – beinahe in den Staatsbankrott geführt. (Zwischenruf des Abg. Mag. Ikrath.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Ikrath.
Hauptverantwortlich ist die ÖVP mit ihrem neuen Schuldenkaiser „Franz Josef Pröll I.“. Das ist der neue Schuldenkaiser dieser Republik, der, mit seinem gesamten Hofstaat, verantwortlich für diese Schulden ist, nämlich deswegen, weil Sie von der ÖVP seit 1986 durchgehend an den Schalthebeln dieses Landes, in der Regierung sitzen, und in dieser Verantwortung hat die ÖVP Österreich ruiniert (Abg. Hornek: Hey!) und – ich kann es mit Fug und Recht sagen – beinahe in den Staatsbankrott geführt. (Zwischenruf des Abg. Mag. Ikrath.)
Abg. Mag. Ikrath – auf den Redner weisend –: Das ist peinlich, Herr Kollege!
Laufend, geschätzte Damen und Herren, wird nämlich das nicht vorhandene Geld der nächsten Generationen beim Fenster hinausgeschmissen. Sie verpulvern laufend das Geld der nächsten Generationen! Und es ist auch peinlich, nachher zu plakatieren, dass die ÖVP hier politisch versagt hat. (Abg. Mag. Ikrath – auf den Redner weisend –: Das ist peinlich, Herr Kollege!) Die ÖVP legt jedem neu geborenen Österreicher ein „Geschenk“ in die Wiege, nämlich Schulden von 23 942 €. Und diese Schulden, geschätzte Damen und Herren, werden bis 2014 unter Pröll, unter der Verantwortung dieses Schuldenkaisers, auf insgesamt 31 500 € anwachsen.
Beifall beim BZÖ.
Geschätzte Damen und Herren, diese Schuldenpolitik ist verantwortungslos und muss sofort abgestellt werden! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Kopf: Ach so? – Ironische Heiterkeit des Abg. Kopf.
Trotzdem, geschätzte Damen und Herren, versucht die ÖVP, ihr Versagen, ihre politischen Versäumnisse der letzten Jahre mit der Wirtschafts- und Eurokrise zu rechtfertigen. Das wird aber nicht gelingen, auch nicht mit der gestern letztlich kläglich gescheiterten Budgetrede des Finanzministers. (Abg. Kopf: Ach so? – Ironische Heiterkeit des Abg. Kopf.) Die Bürger wissen nämlich, dass alles, was Finanzminister Pröll hier versucht hat, um das Budget zu sanieren, nur eine dürftige Flickschusterei ist. Es ist dürftige Flickschusterei, was uns hier an Budget vorliegt. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Trotzdem, geschätzte Damen und Herren, versucht die ÖVP, ihr Versagen, ihre politischen Versäumnisse der letzten Jahre mit der Wirtschafts- und Eurokrise zu rechtfertigen. Das wird aber nicht gelingen, auch nicht mit der gestern letztlich kläglich gescheiterten Budgetrede des Finanzministers. (Abg. Kopf: Ach so? – Ironische Heiterkeit des Abg. Kopf.) Die Bürger wissen nämlich, dass alles, was Finanzminister Pröll hier versucht hat, um das Budget zu sanieren, nur eine dürftige Flickschusterei ist. Es ist dürftige Flickschusterei, was uns hier an Budget vorliegt. (Beifall beim BZÖ.)
Ruf beim BZÖ: Hat sie auch nie gehabt!
Geschätzte Damen und Herren, das Pröll-Budget zeigt ohnehin, dass die ÖVP längst ihre Wirtschaftskompetenz verloren hat. (Ruf beim BZÖ: Hat sie auch nie gehabt!) Leider waren auch die notwendigen Informationen, die Informationskampagne ihrer eigenen Wirtschaftskammer völlig wertlos und erfolglos. Sie wissen ja, dabei wurde mit Nachdruck vor den Gefahren neuer Steuern für die Wirtschaft gewarnt. Sie können sich erinnern – gestern ist er wieder gelaufen, der Spot, in dem Heinz Prüller und Niki Lauda vor den negativen Auswirkungen für die gesamte österreichische Wirtschaft warnen –: Diese neuen Steuern sind – Zitat der Wirtschaftskammer – absoluter Schwachsinn und schädigen die Wirtschaft nachhaltig. Trotzdem, geschätzte Damen und Herren, wird die ÖVP gemeinsam mit der SPÖ diese Belastungslawine vor Weihnachten noch beschließen, und das ist eine Ungeheuerlichkeit.
Beifall beim BZÖ.
Wir, das BZÖ, lehnen das Budget als absoluten Schwachsinn ab. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Rädler.
Ich möchte diese Gelegenheit auch dazu nützen, mich bei allen Beteiligten recht herzlich für diese Maßnahmen zu bedanken. Es sind wichtige erste Schritte für ein faires und gerechteres Pensionssystem in Österreich. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Rädler.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich habe als ehemaliges Regierungsmitglied durchaus Verständnis dafür, dass man die eigene Arbeit auch entsprechend informativ darstellen möchte. Dazu braucht es Augenmaß und Verantwortungssinn, denn auch das ist eine Frage der Glaubwürdigkeit. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten des BZÖ. – Abg. Grosz: Das gilt der SPÖ!
Keinesfalls darf aus dieser Darstellung der Regierungstätigkeit aus meiner Sicht eine Art „Ausgleich“ – unter Anführungszeichen – von Einbußen, die einzelne Zeitungen im Inseratenbereich – im Inseratengeschäft, um es ganz klar zu sagen – erlitten haben, durch Steuergelder werden. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten des BZÖ. – Abg. Grosz: Das gilt der SPÖ!)
Abg. Scheibner: Sie müsste nicht!
Das, meine Damen und Herren, ist wettbewerbsverzerrend, und es ist auch medienpolitisch unsauber. Ich habe dazu auch viele Meldungen aus der Bevölkerung bekommen, die das gar nicht versteht. Für dieses Geld – und es geht um relativ viel Geld, wir haben das recherchiert – könnte man ganz konkrete Impulse setzen. Ich denke da etwa an die Wissenschaftsministerin, die bedauerlicherweise für manche im Bereich gerade der außeruniversitären Forschung Streichungen vornehmen muss (Abg. Scheibner: Sie müsste nicht!), wo Geld nicht mehr zur Verfügung steht, das bisher vorhanden war.
Abg. Grosz: Von wem? Von wem ist denn die?
Wenn man sich jetzt einmal – und ich nehme als Quelle für meine Schätzungen das „Österreichische Pressehandbuch 2010“ – ausrechnet, was so eine Inseratenkampagne (Abg. Grosz: Von wem? Von wem ist denn die?) über einen Monat gerechnet in
Beifall bei ÖVP und BZÖ.
den verschiedenen Tageszeitungen letzten Endes kostet und was man mit diesem Geld hätte tun können, dann kann man entdecken, dass man mit diesem Geld – es geht um eine Größenordnung von etwa 700 000 € – sehr wohl Basisfinanzierungen für verschiedene außeruniversitäre Forschungseinrichtungen gewährleisten könnte. (Beifall bei ÖVP und BZÖ.)
Abg. Scheibner: Da gibt’s noch ein paar mehr, Frau Kollegin!
Ich biete uns allen nur zur Überlegung und zum Nachdenken an: Man könnte auf diese Art und Weise mit dem Geld, das hierfür verwendet wurde, etwa finanzieren: den jährlichen Basisbeitrag für das Kreisky Archiv, für das Institut für den Donauraum und Mitteleuropa, für das Institut der Regionen Europas, für das Friedenszentrum Schlaining, für das Konrad Lorenz Institut und das Österreichische Lateinamerika-Institut. (Abg. Scheibner: Da gibt’s noch ein paar mehr, Frau Kollegin!)
Beifall bei ÖVP und BZÖ. – Abg. Grosz: Da ist schon ein bisschen der Krieg! ... der Krieg der Eitelkeiten!
Meine Damen und Herren, es wäre besser, hier konkrete Forschungsimpulse zu setzen, als mit dem Geld das zu machen, was damit getan wurde. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und BZÖ. – Abg. Grosz: Da ist schon ein bisschen der Krieg! ... der Krieg der Eitelkeiten!)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordnete Anneliese Kitzmüller (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Bevor ich auf das Budget zu sprechen komme, möchte ich der neuen Familienstaatssekretärin Mag. Remler alles Gute und viel Glück wünschen. Ich glaube aber, ich muss nicht nur ihr viel Glück wünschen, sondern besonders auch unseren Familien viel Glück mit ihr, denn wenn sie sagt, dass an diesem Budget nichts mehr zu machen ist, dass es keine Alternativen gibt, dann wissen wir ja, wie weit die Bereitschaft gegeben ist, tatsächlich etwas für die Familien zu tun. – Es ist nämlich so gut wie keine vorhanden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
werden diese unheilige Allianz, die sich da gebildet hat, gewaltig bekämpfen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren von der Regierung, hören Sie endlich auf, die Familien zu schröpfen! Es ist eine Vernichtung der Familien, die Sie da vornehmen. Schließen Sie sich unserem Familiensteuersplitting-Modell an, tun Sie etwas für die Familien! Wir haben Ihnen Alternativen gezeigt. Schauen Sie sich, wie auch Kollegin Schenk schon gesagt hat, endlich einmal unsere Anträge in den Ausschüssen an und tun Sie etwas für die Familien! Ihre Husch-Pfusch-Politik war von Anfang an zum Scheitern verurteilt, auch Ihre kosmetischen Nachbesserungen haben nicht gefruchtet und waren wertlos. Die haben ungefähr so viel Sinn gehabt, wie wenn Sie in ein Auto, das Sie an die Wand gefahren haben und das einen Totalschaden hat, ein Duftbäumchen hängen, anstatt es zu reparieren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Genau!
Wenn Sie bei den Familien sparen, meine Damen und Herren, dann sparen Sie am falschen Ort. Wir wollen, dass die Frauen entscheiden können, ob sie berufstätig sein wollen oder ihre Kinder selber erziehen wollen. Wir wollen, dass die Frauen Mütter werden können und sich selbst entscheiden können, was sie wollen. Und wir wollen nicht, meine Damen und Herren, dass aus den Frauen bessere Männer werden, denn das ist zum Scheitern verurteilt. (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Genau!)
Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der FPÖ – in Richtung der auf ihren Sitzplatz zurückkehrenden Abg. Kitzmüller –: Anneliese, jawohl!
Meine Damen und Herren, ich möchte hier keine Werbung machen, aber: Gehen Sie in ein Geschäft einer großen Lebensmittelkette und holen Sie sich dort den Hausverstand, der Ihnen offensichtlich abhanden gekommen ist! (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der FPÖ – in Richtung der auf ihren Sitzplatz zurückkehrenden Abg. Kitzmüller –: Anneliese, jawohl!)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Sie kürzen bei der aktiven Arbeitsmarktpolitik, und das ist extrem kurzsichtig und auch budgetpolitisch unverantwortlich, denn es gibt zahlreiche Studien – erst jetzt wieder eine vom August –, die klar belegen, dass es sich schon in Kürze rechnet, wenn in eine höhere Qualifizierung von gering qualifizierten Jugendlichen investiert wird. Mit einer Investition von 51 Millionen bis 80 Millionen € im Jahr würde sozusagen das Investitions-Ertrags-Verhältnis nach schon vier Jahren umgekehrt werden. Bereits im fünften Jahr bringt das mehr, als es ursprünglich gekostet hat. Warum ist das so? – Ganz einfach: weil höher qualifizierte Jugendliche dann eben Jobs bekommen, höher qualifizierte Menschen mehr verdienen, mehr Lohnsteuer zahlen, Sozialversicherungsbeiträge erbringen, durch die höhere Kaufkraft Konsumsteuern bringen und so weiter. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen.
Meine Damen und Herren, wir Grüne sagen, es wäre dringend notwendig, mehr Mittel für die Bildungsreform zur Verfügung zu stellen. Wir brauchen mehr Mittel für wirkliche Qualifizierungsmaßnahmen, für zertifizierte Bildungsmaßnahmen, für Lehrgänge, einfach Mittel für Höherqualifikation. Das ist nicht nur politisch extrem wichtig, sondern auch budgetpolitisch höchst sinnvoll, weil es sich schon nach einigen Jahren rechnet. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ.
Hören Sie also bitte auf die Menschen draußen, auf die Experten und lehnen Sie selbst dieses Budget ab! – Danke schön. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mag. Aubauer.
Insgesamt kann man daher sagen, dass es gelungen ist, das, was in einem Sparbudget eben notwendig ist, sehr sozial verträglich durchzuführen. Es kommt teilweise zu Verschlechterungen, aber diese sind sozial ausgewogen. Insofern bin ich froh, dass – zielgerichtet – jene Sparmaßnahmen kommen, die am allerwenigsten sozial schädlich sind. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mag. Aubauer.)
Abg. Grosz: Als Gesamtkunstwerk!
Ich meine, man sollte dieses Budget als Gesamtes betrachten. (Abg. Grosz: Als Gesamtkunstwerk!) Es gibt da und dort Härten – es wird darüber intensiv diskutiert werden –, aber ich glaube, es ist durchaus ein Budget, das, ausgehend von der Gegenwart, auf die Zukunft ausgerichtet ist, was wichtig ist.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Dr. Oberhauser.
Natürlich sind Geld und Unterstützung wichtig, aber für mich ist gerade dann, wenn es um die Familien geht, auch wichtig, dass wir den Wert der Familie für uns und für die Gesellschaft erkennen. Und dazu können wir, glaube ich, auch ohne Geld einiges beitragen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Dr. Oberhauser.)
Zwischenruf des Abg. Gahr.
Abgeordneter Mag. Roman Haider (FPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Die Herren Minister! Die Herren Staatssekretäre! Hohes Haus! Herr Kollege Gahr, Sie haben recht: Man kann dieses Budget wirklich aus unterschiedlichen Gesichtspunkten sehen, aber Ihren kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen, lieber Herr Gahr. (Zwischenruf des Abg. Gahr.) – Die lassen sich auch nicht nachvollziehen!
Abg. Hörl: So ein Blödsinn!
Der Generalsekretär der Hoteliervereinigung spricht in einer Aussendung davon, dass der Tourismus Jahr für Jahr die Leistungsbilanz rettet. Und er würde sein bestes Ross im Stall für das Rennen fit machen, die Regierung aber führt ihr bestes Ross im Stall, den Tourismus, auf die Schlachtbank. – Das macht diese Regierung! (Abg. Hörl: So ein Blödsinn!)
Beifall bei der FPÖ.
Lieber Franz Hörl, du wirst hier mitstimmen und mit dazu beitragen, dass der Tourismus von deiner Regierung auf die Schlachtbank geführt wird! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Hörl: Wegen der Lufthansa, oder?
Eine kurze Aufzählung der Belastungen im Tourismus: die Ticketsteuer und zusätzlich auch noch eine CO2-Abgabe bei Flugreisen. Die Ticketsteuer wird, wie du weißt, auf Druck der Deutschen eingeführt. (Abg. Hörl: Wegen der Lufthansa, oder?) Die Deutschen haben die Ticketsteuer eingeführt und wissen ganz genau, wenn Österreich keine Ticketsteuer einführt, dann wird in Innsbruck und Salzburg so quasi der Ausweichtourismus der deutschen Touristen, die es hier billiger kriegen würden,
Zwischenruf des Abg. Hörl.
stattfinden. Und was machen wir Österreicher, anstatt von diesem Fehler zu profitieren? – Ihr vollzieht diesen Fehler nach, mein Lieber. (Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hörl.
Welche Belastungen gibt es noch? – AGES, Gesundheits- und Ernährungssicherungsbeitrag: verschoben, aber nicht aufgehoben, mein Lieber! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hörl.) Kürzung des Budgets für die Hotel- und Tourismusbank. Kürzung des Budgets der Österreich Werbung, und, und, und.
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Deimek.
Spartenobmann Schenner – Spartenobmann in deiner schwarzen Wirtschaftskammer! – spricht von Belastungen für den Tourismus in der Höhe von 100 Millionen €. Das beste Ross im Stall wird geschlachtet! (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Deimek.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wöginger: Das brauchst du dich nicht zu fragen! Hat dir das der Haimbuchner aufgeschrieben?
Noch ein Wort, weil ich keinen einzigen oberösterreichischen Abgeordneten von Rot und Schwarz hier im Saal sehe: Nach dem Ergebnis des Gipfels vom Montag zum Linzer Westring wundert es mich nicht, dass sich die hier nicht mehr blicken lassen, wo sich ihre Chefs auch die letzte Trumpfkarte, die sie noch gehabt haben, aus der Hand haben nehmen lassen, nämlich eure Zustimmung beziehungsweise die Verweigerung der Zustimmung zu diesem Budget. Durch die Verschiebung der Einigung betreffend den Westring – ah, August Wöginger ist jetzt im Saal – habt ihr euch die letzte Trumpfkarte auch noch aus der Hand nehmen lassen. Ich frage mich, wie ihr das in Oberösterreich verkaufen wollt! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wöginger: Das brauchst du dich nicht zu fragen! Hat dir das der Haimbuchner aufgeschrieben?)
Beifall bei den Grünen.
Ja, darüber nachzudenken hätte sich gelohnt, und damit hätte man manches abfedern können, was hier mit Sicherheit nicht abgefedert ist. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Grosz: Künftiger Parteichef Spindelegger!
Abgeordneter Gerhard Huber (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Weil ich gerade Herrn Außenminister Spindelegger sehe (Abg. Grosz: Künftiger Parteichef Spindelegger!), möchte ich auch ein Wort zur Entwicklungszusammenarbeit sagen: Als Entwicklungshilfesprecher finde ich es schon bedauerlich, dass die Entwicklungshilfegelder gekürzt worden sind.
Beifall beim BZÖ.
Was man diesbezüglich überhaupt nicht hört, von keiner Fraktion, ist, dass es viel wichtiger wäre, wenn man die betreffenden Organisationen zusammenlegen würde, wenn man die Effizienz steigern würde und wenn man wirklich schauen würde, dass die Entwicklungshilfe, die dringend notwendig ist, dort ankommt, wo sie gebraucht wird. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Donnerbauer: Das stimmt ja nicht! Verwechseln Sie da nicht die Frau Bures und die Frau Karl?
Jetzt möchte ich mich einmal bei Frau Kollegin Plassnik bedanken, denn seit ich sie sprechen gehört habe, sehe ich ehrlich gesagt, in welchem Zustand sich die ÖVP im Moment befindet. Ich habe so etwas noch nie gesehen, wie massiv Frau Plassnik ihre Kollegin Karl kritisiert hat. Sie hat ja Frau Ministerin Karl massiver kritisiert, als die gesamte Opposition das heute getan hat. (Abg. Mag. Donnerbauer: Das stimmt ja nicht! Verwechseln Sie da nicht die Frau Bures und die Frau Karl?)
Beifall beim BZÖ.
Und nun ein paar Worte zur Landwirtschaft: Da heute so viel darüber gesprochen wurde, dass die Opposition keine Vorschläge einbringt, muss ich sagen – aber von den ÖVP-Bauernvertretern, einschließlich des Ministers, ist ja niemand mehr da –, dass ich schon viele Vorschläge eingebracht habe, die man wirklich sofort umsetzen könnte. Niemand, kein Land, wird verstehen, warum in Österreich heute 17 Prozent aller Ausgleichszahlungen, aller Förderungen die sogenannten Reichen, die Großgrundbesitzer bekommen. Da müssen wir sofort umschichten! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wenn wir heute einen Deckel einziehen, sodass ein Landwirt höchstens 25 000 € an Förderung bekommt, dann steht die Bevölkerung dazu, dann steht die Bevölkerung hinter den Bauern! Vor allem aber passiert eines: Über 120 000 Bauern bekommen mindestens das Doppelte an Förderungen, und damit können wir ihre Existenz absichern und sparen noch Milliarden ein. Doch da hört die ÖVP nicht zu, und die SPÖ hat keinen Mut – und die ÖVP betoniert weiter und lässt sich von ihrem Kurs nicht abbringen. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer.
Es gehört sofort eingeführt, dass die Bauern buchhaltungspflichtig werden – sie sind bereit dazu. (Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer.) Ich habe mit so vielen Bauern gesprochen: Sie sind bereit dazu! Dann kann man hergehen und die Sozialversicherungsbeiträge nach dem Gewinn bezahlen, und nicht so, wie es heute der Fall ist.
Beifall beim BZÖ.
Ein Herr Mateschitz zahlt jedes Jahr 20 000 € an Bauernversicherung. Er bekommt über 1 Million € an Förderung und bezahlt 20 000 €; der kleine Bauer, der jährliche Gesamteinnahmen von 12 000 €, 13 000 € hat, muss 5 000 € bezahlen! Sie alle sind gerne dazu bereit, eine Buchhaltung zu führen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Grosz: Bravo! Sehr gut!
Eines noch: Das Budget ist total ohne Mut, es ist eine Schande! Bei der AGES macht ihr nichts anderes, als Beiträge zu kürzen, das heißt, ihr erhöht Steuern. Die Leute, die Betriebe müssen die Lebensmittelkontrollen in Zukunft selbst bezahlen, und diese Kosten werden alle auf die Produkte aufschlagen. Das ist eine versteckte Steuererhöhung – hört damit auf! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Grosz: Bravo! Sehr gut!)
Abg. Grosz: Wir stellen es auf YouTube, wenn Sie wollen!
Abgeordnete Heidrun Silhavy (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Sehr geehrte Damen und Herren! Bevor ich auf das Budget, über das wir ja in den nächsten zwei Wochen sehr intensiv diskutieren werden, eingehe, möchte ich mich noch einmal kurz auf eine Rede des Kollegen Mag. Stadler beziehen und allen Damen und Herren empfehlen, im Stenographischen Protokoll der 9. Sitzung der XXI. GP die Seiten 97 bis 101 nachzulesen (Abg. Grosz: Wir stellen es auf YouTube, wenn Sie wollen!), dann können Sie sich selbst ein Urteil darüber bilden, wie „wahrheitsgemäß“ und wie „qualitativ“ dieser Beitrag des Kollegen Stadler war. (Abg. Mag. Stadler: Was wollen Sie jetzt sagen? Was?) – Es soll jeder nachlesen (Abg. Mag. Stadler: Ja, aber was wollen Sie mir sagen? – Abg. Grosz: Was ist die Botschaft?), dann kann sich jeder ein Urteil darüber bilden, in welchem Grad Ihre Ausführungen und der Vergleich mit heute gestimmt haben. (Abg. Grosz: Wir haben
Abg. Mag. Stadler: Was wollen Sie jetzt sagen? Was?
Abgeordnete Heidrun Silhavy (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Sehr geehrte Damen und Herren! Bevor ich auf das Budget, über das wir ja in den nächsten zwei Wochen sehr intensiv diskutieren werden, eingehe, möchte ich mich noch einmal kurz auf eine Rede des Kollegen Mag. Stadler beziehen und allen Damen und Herren empfehlen, im Stenographischen Protokoll der 9. Sitzung der XXI. GP die Seiten 97 bis 101 nachzulesen (Abg. Grosz: Wir stellen es auf YouTube, wenn Sie wollen!), dann können Sie sich selbst ein Urteil darüber bilden, wie „wahrheitsgemäß“ und wie „qualitativ“ dieser Beitrag des Kollegen Stadler war. (Abg. Mag. Stadler: Was wollen Sie jetzt sagen? Was?) – Es soll jeder nachlesen (Abg. Mag. Stadler: Ja, aber was wollen Sie mir sagen? – Abg. Grosz: Was ist die Botschaft?), dann kann sich jeder ein Urteil darüber bilden, in welchem Grad Ihre Ausführungen und der Vergleich mit heute gestimmt haben. (Abg. Grosz: Wir haben
Abg. Mag. Stadler: Ja, aber was wollen Sie mir sagen? – Abg. Grosz: Was ist die Botschaft?
Abgeordnete Heidrun Silhavy (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Sehr geehrte Damen und Herren! Bevor ich auf das Budget, über das wir ja in den nächsten zwei Wochen sehr intensiv diskutieren werden, eingehe, möchte ich mich noch einmal kurz auf eine Rede des Kollegen Mag. Stadler beziehen und allen Damen und Herren empfehlen, im Stenographischen Protokoll der 9. Sitzung der XXI. GP die Seiten 97 bis 101 nachzulesen (Abg. Grosz: Wir stellen es auf YouTube, wenn Sie wollen!), dann können Sie sich selbst ein Urteil darüber bilden, wie „wahrheitsgemäß“ und wie „qualitativ“ dieser Beitrag des Kollegen Stadler war. (Abg. Mag. Stadler: Was wollen Sie jetzt sagen? Was?) – Es soll jeder nachlesen (Abg. Mag. Stadler: Ja, aber was wollen Sie mir sagen? – Abg. Grosz: Was ist die Botschaft?), dann kann sich jeder ein Urteil darüber bilden, in welchem Grad Ihre Ausführungen und der Vergleich mit heute gestimmt haben. (Abg. Grosz: Wir haben
Ruf beim BZÖ: Ja, aber was wollen Sie uns damit sagen? Was ist die Botschaft?
Herr Kollege Stadler, ich habe es gelesen, und das zu tun empfehle ich allen anderen auch. Damit erübrigt es sich dann nämlich von selbst, die Qualität Ihrer Wortmeldung zu beurteilen. Das können Sie sicher selbst sagen. (Ruf beim BZÖ: Ja, aber was wollen Sie uns damit sagen? Was ist die Botschaft?) – Die Botschaft ist sehr einfach, es soll sich jeder seine eigene Meinung bilden, was der Wahrheitsgehalt der Ausführungen des Herrn Kollegen Stadler ist.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Stadler zeigt auf Kopien eines Stenographischen Protokolls und liest einige Male „Silhavy“. – Abg. Mag. Stadler: Da waren Sie in der zweitletzten Reihe!
Ich möchte mich nun auch nicht mehr weiter mit Kollegem Stadler auseinandersetzen, denn sein heutiges Betragen hat ja ohnedies gegen ihn gesprochen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Stadler zeigt auf Kopien eines Stenographischen Protokolls und liest einige Male „Silhavy“. – Abg. Mag. Stadler: Da waren Sie in der zweitletzten Reihe!)
Abg. Scheibner: Man hört ihrer Rede zu und weiß nicht, was sie ...! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Ja, wir in Österreich haben die Krise gut bewältigt. Wir haben die Krise gut bewältigt, Herr Kollege Stadler, weil der Sozialstaat gerade in der Krise ein wichtiger Stabilitätsfaktor war. Ja, wir haben die Krise gut bewältigt, weil wir die richtigen Maßnahmen zur Bekämpfung der Krise gesetzt haben und diese auch hier beschlossen haben. Ja, wir haben die Krise auch deshalb gut bewältigt, weil der Tourismus ein stabiler wirtschaftlicher Faktor war, der Arbeitsplätze in dieser schwierigen Situation gesichert hat, und ein Arbeitgeber war, der auch für Sicherheit gesorgt hat. (Abg. Scheibner: Man hört ihrer Rede zu und weiß nicht, was sie ...! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Was macht eigentlich Silhavy? – Abg. Grosz: Was macht eigentlich Frau Silhavy?
Herr Sozialminister, die UN-Welttourismusorganisation betonte, dass der Tourismus ein enormes Wachstum haben und daher auch in den nächsten Jahren der Jobmotor schlechthin sein wird. In diesem Zusammenhang werden wir auch genau verfolgen – das ist teilweise schon angesprochen worden –, ob die Ticket Tax, auch wenn sie mit Augenmaß festgelegt worden ist, auch keine unerwünschten Auswirkungen auf den Tourismus, vor allem auf den Städtetourismus hat. (Abg. Ing. Westenthaler: Was macht eigentlich Silhavy? – Abg. Grosz: Was macht eigentlich Frau Silhavy?)
Demonstrativer Beifall des Abg. Hörl.
Raum neue Projekte und Impulse gerade für den Tourismus setzen wird. – Danke, Kollege Hörl! Ich sehe, wir sind einer Meinung, das freut mich. (Demonstrativer Beifall des Abg. Hörl.)
Beifall bei der SPÖ.
Auch unter diesem Blickwinkel betrachtet ist es notwendig, dass diejenigen, die heute für Spekulationen, für Stiftungserträge wenig bis gar nichts zahlen, in Zukunft mehr zur Finanzierung des Staatshaushaltes beitragen. Dieses Budget geht mit dem Einstieg in vermögensbezogene Steuern ein Stück in Richtung mehr Gerechtigkeit, und das hat eine nachhaltige und positive Wirkung für unser Budget. Deswegen werden wir diesem Budget auch zustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Für das Protokoll: Drei rote Abgeordnete haben applaudiert, der Rest hat den Beifall verweigert! – Abg. Grosz: Aber was macht Frau Silhavy? – Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten des BZÖ und der Abg. Silhavy.
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Dr. Huainigg. – Bitte. (Abg. Mag. Stadler: Für das Protokoll: Drei rote Abgeordnete haben applaudiert, der Rest hat den Beifall verweigert! – Abg. Grosz: Aber was macht Frau Silhavy? – Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten des BZÖ und der Abg. Silhavy.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
Was aber wichtig ist bei dieser Neuregelung: Es darf kein Stillstand passieren! Es muss ein Etappenplan veröffentlicht werden, und dann ist gerechtfertigt, wenn der Umbau ein paar Jahre lang dauert. Aber das Ziel muss weiter Barrierefreiheit, Gleichstellung sein, und das ist das Ziel der Behindertenpolitik der ÖVP und auch der Regierung. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kopf: Die Engländer werden es schon wissen!
Abgeordneter DDr. Werner Königshofer (FPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Da hier vonseiten der Regierungsparteien immer wieder gesagt worden ist, die Opposition habe keine Vorschläge, keine Argumente, so darf ich doch auf die Ausschüsse und die dort zur Behandlung vorliegenden Anträge verweisen. Außerdem darf ich Ihnen sagen, ein englischer Parlamentarier hat einmal gesagt: Die Opposition darf meckern, Milch geben muss die Regierung! – Das darf ich Ihnen auch sagen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kopf: Die Engländer werden es schon wissen!)
Beifall bei der FPÖ.
ziert. (Beifall bei der FPÖ.) Und diese Banken haben wir mit der Griechenland-Hilfe unterstützt.
Beifall bei der FPÖ.
So weit die „rote Sahra“, aber sie hat recht damit! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Meine Damen und Herren, es ist unverantwortlich, wie hier vorgegangen wird! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Dr. Matznetter: Beispiel Kärnten! Die Hypo kostet uns 5 Milliarden!
Herr Kollege Matznetter, rechnen wir nur noch einmal kurz die Irland-Hilfe vor: 85 Milliarden €, 5 Prozent Zinsen pro Jahr, das sind 4,25 Milliarden € Zinsen pro Jahr. (Abg. Dr. Matznetter: Beispiel Kärnten! Die Hypo kostet uns 5 Milliarden!) Die irische Regierung hat ein Einsparungsprogramm von 15 Milliarden in fünf Jahren beschlossen; das heißt, 3 Milliarden € Einsparung pro Jahr. (Beifall bei der FPÖ.) 4,25 Milliarden € Zinsen, 3 Milliarden Einsparung – da fehlen 1,25 Milliarden pro Jahr. In fünf Jahren sind das 6,25 Milliarden, und dann müssen die 85 Milliarden zurückgezahlt werden.
Beifall bei der FPÖ.
Herr Kollege Matznetter, rechnen wir nur noch einmal kurz die Irland-Hilfe vor: 85 Milliarden €, 5 Prozent Zinsen pro Jahr, das sind 4,25 Milliarden € Zinsen pro Jahr. (Abg. Dr. Matznetter: Beispiel Kärnten! Die Hypo kostet uns 5 Milliarden!) Die irische Regierung hat ein Einsparungsprogramm von 15 Milliarden in fünf Jahren beschlossen; das heißt, 3 Milliarden € Einsparung pro Jahr. (Beifall bei der FPÖ.) 4,25 Milliarden € Zinsen, 3 Milliarden Einsparung – da fehlen 1,25 Milliarden pro Jahr. In fünf Jahren sind das 6,25 Milliarden, und dann müssen die 85 Milliarden zurückgezahlt werden.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Matznetter: Das war aber eine schwache Rede, Herr Kollege! Was ist los heute?
Meine Damen und Herren von der Regierung! Ich ersuche Sie, das Verhältnis Österreichs zur EU und zum Euro zu evaluieren, wie man so schön sagt! Ich ersuche Sie, entsprechende Austrittskriterien zu überlegen, Austrittsszenarien für den Fall der Fälle, dass die Krise eintritt, damit Österreich nicht in den Orkus der Finanzhölle hineingezogen wird. – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Matznetter: Das war aber eine schwache Rede, Herr Kollege! Was ist los heute?)
demonstrativer Beifall der Abg. Ablinger
Einerseits möchte ich die Ministerin loben, denn man muss schon sagen, es ist in Zeiten der angespannten budgetären Situation nicht selbstverständlich, dass das Budget halbwegs gleichbleibt (demonstrativer Beifall der Abg. Ablinger), aber zu viel loben werde ich sie nicht, Frau Kollegin Ablinger, denn für mich als grünen Kulturpolitiker bedeuten diese 800 000 € weniger erstens eine Reduktion, zweitens ist das Budget sehr niedrig, und wenn wir uns die Prozentzahl anschauen, müssen wir sagen, 0,61 Prozent des Gesamtbudgets sind eine Niederlage – unabhängig von der absoluten Zahl des Budgets. Die Regierung, vor allem die SPÖ ist ja angetreten, um das Kulturbudget auf 1 Prozent anzuheben, und jetzt liegt es bei 0,61 Prozent – das ist der niedrigste Stand seit 20 Jahren. Unabhängig von irgendwelchen Wirtschaftskrisen und Sparmaßnahmen ist dieser Prozentsatz immer ein Prozentsatz des Gesamtbudgets und daher nicht wirklich lobenswert.
Beifall bei den Grünen.
Was mich vor allen Dingen stört, ist, wie wir dieses Budget verteilen. Man könnte nämlich in diesem Zusammenhang sagen – ebenso wie im Gesamtbudget –, eine Krise ist auch eine Chance, eine Chance auf Neuverteilung, aber das wird überhaupt nicht angegangen. Es handelt sich um eine Mängelverwaltung, es gibt keine visionäre Kulturpolitik, es wird überhaupt nichts angegangen. Der Fahrplan für die nächsten Jahre sieht so aus, dass das Budget nicht nur gleichbleibt, sondern auch wieder weniger wird. No na, könnte man fast sagen, aber das heißt, dass auch in den kommenden Jahren nichts zu erwarten ist. Ich kann nur sagen, wenn jetzt – trotz der angespannten budgetären Situation – nichts verändert wird, wird lange nichts verändert werden. Also wer jetzt nichts macht, wird lange nichts machen können. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Mit einem Wort: Wir haben Kult und Kultur, und wir pflegen heute wiederum den Kult. Wir pflegen nicht die Kultur, nicht die Bildung, und das ist sehr traurig. Darüber sollten wir einmal nachdenken, was in diesem Begriff „Kultur“ schon alles versteckt wäre. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Scheibner: Seit Jahren!
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (BZÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Manche Kommentatoren und Beobachter behaupten ja, die Politik habe ein Problem. Ich hingegen behaupte, die Politik ist das Problem. Dass das wirklich so ist, sieht man am Kollegen Cap. Kollege Cap stellt sich seit Monaten immer wieder hierher ans Rednerpult (Abg. Scheibner: Seit Jahren!) – oder auch seit Jahren – und behauptet, dass die Opposition keine Vorschläge vorbringt. (Abg. Riepl: Stimmt ja auch!)
Abg. Riepl: Stimmt ja auch!
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (BZÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Manche Kommentatoren und Beobachter behaupten ja, die Politik habe ein Problem. Ich hingegen behaupte, die Politik ist das Problem. Dass das wirklich so ist, sieht man am Kollegen Cap. Kollege Cap stellt sich seit Monaten immer wieder hierher ans Rednerpult (Abg. Scheibner: Seit Jahren!) – oder auch seit Jahren – und behauptet, dass die Opposition keine Vorschläge vorbringt. (Abg. Riepl: Stimmt ja auch!)
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Jetzt ist es aber so, dass die Opposition allein in dieser Gesetzgebungsperiode bisher Hunderte Anträge gestellt und Initiativen gestartet hat, die jedoch in den Ausschüssen von SPÖ und ÖVP immer begraben wurden. Daher frage ich mich, was wir noch alles tun müssen, bis Herr Kollege Cap endlich einmal zur Kenntnis nimmt, dass wir in diesem Haus, was die Initiativen und die Vorschläge betrifft, die meiste Arbeit leisten. (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.) Wenn man sich nur das Jahr 2010 anschaut, dann kann man sagen, dieses Haus hätte zusperren müssen, hätten wir von der Opposition nicht so viele Anträge eingebracht. Es wäre nämlich ohne unsere Anträge überhaupt nichts zu tun gewesen in diesem Haus! (Neuerlicher Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Neuerlicher Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Jetzt ist es aber so, dass die Opposition allein in dieser Gesetzgebungsperiode bisher Hunderte Anträge gestellt und Initiativen gestartet hat, die jedoch in den Ausschüssen von SPÖ und ÖVP immer begraben wurden. Daher frage ich mich, was wir noch alles tun müssen, bis Herr Kollege Cap endlich einmal zur Kenntnis nimmt, dass wir in diesem Haus, was die Initiativen und die Vorschläge betrifft, die meiste Arbeit leisten. (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.) Wenn man sich nur das Jahr 2010 anschaut, dann kann man sagen, dieses Haus hätte zusperren müssen, hätten wir von der Opposition nicht so viele Anträge eingebracht. Es wäre nämlich ohne unsere Anträge überhaupt nichts zu tun gewesen in diesem Haus! (Neuerlicher Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Riepl: Was ist passiert, als Sie in der Regierung waren?
Wenn man dann die Regierungserklärungen der jeweiligen Regierungen nachliest, dann muss man sagen, in diesen Regierungserklärungen sind diese Großbaustellen ebenfalls dringestanden. Sie sind von einer Regierung zur nächsten weitergereicht worden. Und was ist passiert? – Nichts! Nichts ist geschehen, bis heute nichts. (Abg. Riepl: Was ist passiert, als Sie in der Regierung waren?)
Zwischenruf des Abg. Höfinger.
Das hört man übrigens in der Regierung wie ein Mantra. Die Hilfe für Griechenland ist alternativlos, das Bankenpaket ist alternativlos, die Steuererhöhungen sind alternativlos, das Budget ist alternativlos. Da frage ich mich, wenn das wirklich so alternativlos ist: Warum sagt der Herr Finanzminister, er hätte selbst auch mehr gewollt? Hat er doch etwas anderes gewollt? Gibt es doch Alternativen zu diesem Budget? Oder wie kann ich das verstehen? Wie kann ich es verstehen, wenn der Herr Finanzminister immer wieder jammert, mit diesem Koalitionspartner, mit dieser SPÖ sei leider nicht mehr möglich gewesen? (Zwischenruf des Abg. Höfinger.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Was hätten Sie gerne? Sagen Sie es uns! Sagen Sie uns, was Sie gerne hätten, wenn Sie nicht diesen schweren Klotz SPÖ am Bein hätten! Sagen Sie uns, was Sie gerne hätten! Vielleicht können wir Ihnen helfen, vielleicht können wir Sie unterstützen. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Oder umgekehrt, ich kann mir vorstellen, dass es mit der ÖVP auch nicht so leicht ist. Vielleicht können wir Ihnen von der SPÖ ein bisserl unter die Arme greifen, denn eines ist ganz sicher: Wir brauchen diese Reformen; wir brauchen sie seit 30 Jahren.
Beifall beim BZÖ.
Das ist Ihre Politik. Deshalb wiederhole ich es noch einmal: Die Politik hat kein Problem, die Politik ist das Problem. (Beifall beim BZÖ.)
Rufe bei der ÖVP: Na, na, na!
Eben aufgrund der notwendigen Einsparungsmaßnahmen wurden insgesamt 413 Bahn- und 30 Straßenprojekte evaluiert. Es wurden einige redimensioniert, und andere werden in mehreren Etappen gebaut. Aber ich glaube, dass für jedes Projekt eine halbwegs gute Lösung gefunden worden ist. Ich darf auch festhalten, dass es vielleicht in Zukunft nicht unbedingt notwendig sein wird, dass jede Straße eine Autobahn sein muss. (Rufe bei der ÖVP: Na, na, na!) – Nein, nicht jede Straße muss eine Autobahn sein. Darin, glaube ich, sind wir uns halbwegs einig, sehr geehrte Damen und Herren! (Abg. Wöginger: Hauptbahnhof St. Pölten!) – Der Hauptbahnhof St. Pölten ist wichtig, ich komme gleich darauf zu sprechen. (Heiterkeit. – Abg. Wöginger: Der Westring wird gebaut, damit du es weißt!)
Abg. Wöginger: Hauptbahnhof St. Pölten!
Eben aufgrund der notwendigen Einsparungsmaßnahmen wurden insgesamt 413 Bahn- und 30 Straßenprojekte evaluiert. Es wurden einige redimensioniert, und andere werden in mehreren Etappen gebaut. Aber ich glaube, dass für jedes Projekt eine halbwegs gute Lösung gefunden worden ist. Ich darf auch festhalten, dass es vielleicht in Zukunft nicht unbedingt notwendig sein wird, dass jede Straße eine Autobahn sein muss. (Rufe bei der ÖVP: Na, na, na!) – Nein, nicht jede Straße muss eine Autobahn sein. Darin, glaube ich, sind wir uns halbwegs einig, sehr geehrte Damen und Herren! (Abg. Wöginger: Hauptbahnhof St. Pölten!) – Der Hauptbahnhof St. Pölten ist wichtig, ich komme gleich darauf zu sprechen. (Heiterkeit. – Abg. Wöginger: Der Westring wird gebaut, damit du es weißt!)
Heiterkeit. – Abg. Wöginger: Der Westring wird gebaut, damit du es weißt!
Eben aufgrund der notwendigen Einsparungsmaßnahmen wurden insgesamt 413 Bahn- und 30 Straßenprojekte evaluiert. Es wurden einige redimensioniert, und andere werden in mehreren Etappen gebaut. Aber ich glaube, dass für jedes Projekt eine halbwegs gute Lösung gefunden worden ist. Ich darf auch festhalten, dass es vielleicht in Zukunft nicht unbedingt notwendig sein wird, dass jede Straße eine Autobahn sein muss. (Rufe bei der ÖVP: Na, na, na!) – Nein, nicht jede Straße muss eine Autobahn sein. Darin, glaube ich, sind wir uns halbwegs einig, sehr geehrte Damen und Herren! (Abg. Wöginger: Hauptbahnhof St. Pölten!) – Der Hauptbahnhof St. Pölten ist wichtig, ich komme gleich darauf zu sprechen. (Heiterkeit. – Abg. Wöginger: Der Westring wird gebaut, damit du es weißt!)
Beifall bei der SPÖ.
Zusammenfassend, sehr geehrte Damen und Herren, sei gesagt, der Wirtschaftsstandort Österreich braucht ein umweltfreundliches, leistungsfähiges Verkehrsnetz, Wachstum und Arbeitsplätze hängen direkt mit einer gut ausgebauten Infrastruktur zusammen, oberste Priorität haben dabei die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene – und all das sichert das vorgelegte Budget. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Darum: Lassen wir die Kirche im Dorf! Machen wir Reformen – aber immer mit Herz! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Werner Neubauer (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Mitglieder der österreichischen Bundesregierung! Dieses Budget, das wir heute, aber auch in den nächsten Wochen noch näher besprechen werden, wird die Nagelprobe für die Glaubwürdigkeit dieser Bundesregierung sein, meine sehr geehrten Damen und Herren – die Glaubwürdigkeit dessen, wie Sie im Jahre 2008 in die Wahlauseinandersetzungen gegangen sind, was Sie damals den Menschen versprochen haben und was Sie davon einhalten und was Sie davon nicht machen werden. All das wird für Sie zur Nagelprobe in den nächsten Wochen werden. Wir Freiheitliche werden dafür sorgen, dass die Menschen das, was hier herinnen gesprochen wird, auch draußen erfahren werden. Darauf können Sie wirklich setzen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Rettungsschirm für Griechenland und jetzt für Irland tatsächlich passiert. Also warte ich auf die Einlösung der Versprechungen der Sozialdemokraten, eine Volksabstimmung in Österreich abzuhalten. Ich bin gespannt darauf, wie Sie das machen wollen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grosz: Das ist nicht der Einzige!
Nicht wir sind es, die Ihrer Ministerin ausrichten lassen, dass sie inkompetent ist. Ihr eigener sozialdemokratischer Landesrat Kepplinger sagt, er nimmt Bures letztlich nicht mehr ernst. (Abg. Grosz: Das ist nicht der Einzige!) – Ja, kein Wunder. Bei dieser Politik der Unglaubwürdigkeit ist es kein Wunder, dass sich die eigenen SPÖ-Landesräte von ihrer Ministerin abwenden. (Abg. Grosz: Die SPÖ ist am Ende!)
Abg. Grosz: Die SPÖ ist am Ende!
Nicht wir sind es, die Ihrer Ministerin ausrichten lassen, dass sie inkompetent ist. Ihr eigener sozialdemokratischer Landesrat Kepplinger sagt, er nimmt Bures letztlich nicht mehr ernst. (Abg. Grosz: Das ist nicht der Einzige!) – Ja, kein Wunder. Bei dieser Politik der Unglaubwürdigkeit ist es kein Wunder, dass sich die eigenen SPÖ-Landesräte von ihrer Ministerin abwenden. (Abg. Grosz: Die SPÖ ist am Ende!)
Beifall bei der FPÖ.
Ich weiß nicht, wo diese sozialdemokratische Ministerin Linz noch haben will. Die Wähler, meine sehr geehrten Damen und Herren, werden Ihnen die Rechnung dafür präsentieren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Ein Jugendbelastungspaket haben Sie vorgestellt, das wollen Sie hier beschließen. Ich bin mir sicher und davon überzeugt, dass die Demonstrierenden weiter auf der Straße sein werden, dass die Proteste weitergehen werden, von den Gewerkschaften, von den Verbänden, von den Familienorganisationen, von den Kinderrechtsorganisationen, um hier ganz klar ein Zeichen zu setzen, dass das alles andere als sozial gerecht ist. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ.
Dann kam die Sternstunde von Präsident Neugebauer, er hat nämlich kurz gesagt: Wisst ihr was? Das Gescheiteste ist, es bleibt alles, wie es ist. – Ich sage Ihnen, das war die schlechteste Variante, die hier zum Durchbruch gekommen ist, denn wenn es so bleibt, wie es ist, dann gibt es einfach keine Reform. Da hat sich die Betonfraktion in der ÖVP einmal mehr durchgesetzt. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Und dieses Gefälle wird natürlich noch einmal verstärkt, denn dieses Budget produziert mit Sicherheit neue Sozialfälle. Sie tragen dieses Sparprogramm auf dem Rücken der Schwächsten in dieser Gesellschaft aus. Dann werden wieder jene zum Handkuss kommen, die überhaupt nichts dafür können. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wenn Sie weiterhin die Augen vor der Realität verschließen, dann wird es leider Gottes weiter bergab gehen und nicht bergauf. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall des Abg. Weninger.
Die Pensionen werden uns auch weiterhin beschäftigen, hoffentlich nicht in der Art und Weise, wie es die Junge Volkspartei versucht, nämlich einen Generationenkonflikt herbeizureden. Die Meinungen, die da verbreitet werden, dass die Alten auf Kosten der Jungen leben, und dass der Generationenvertrag als Selbstbedienungsladen für Seniorenvertreter dargestellt wird, das ist, gelinde gesagt, eine Frechheit. (Beifall des Abg. Weninger.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Dem Budget stimmen wir natürlich gerne zu. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf bei der SPÖ: Das hat er nicht gesagt!
Aber ich bin auch ganz klar derjenige, der sagt, einseitige Belastungen lehne ich ab. Da schließe ich jetzt an das an, was Kollege Kaipel vorhin gesagt hat: Die Bauern zahlen zu wenig Beiträge. (Ruf bei der SPÖ: Das hat er nicht gesagt!) Sie müssen sich das genau anschauen, Herr Kaipel: Die Bauern zahlen den Pensionsbeitrag, daneben wird auch das fiktive Ausgedinge angerechnet. Alle Betriebe zahlen Direktabgaben, und zwar über die Abgabe Land- und Forstwirtschaft. Es gibt keine Krankenstandszeiten und so weiter.
Zwischenruf bei der SPÖ.
Wir zahlen jetzt schon 22,8 Prozent, wenn man das zusammenrechnet. Ich glaube, dass man aus diesem Grund das, was im Sozialbudget drinsteht, noch einmal genau durchleuchten und genau anschauen sollte. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Ich bin der Meinung, die Bäuerinnen und Bauern werden über Gebühr belastet, und das soll man sich genau anschauen.
Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.
Kollege Gaßner hat auch die Eigentumssteuer angesprochen, und dazu kommt von mir eine klare Absage. (Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.) Eine Eigentumssteuer für Grundbesitzer wird nicht in Frage kommen. Das ist eine Produktionsgrundlage. Das ist ja nicht ein Wert, über den die Bauern verfügen, sondern eine Produktionsgrundlage, die sie für die Erzeugung von hochwertigen Lebensmitteln brauchen. Und ich sage Ihnen, Eigentum muss auch in der Zukunft noch leistbar bleiben. Dafür steht die Österreichische Volkspartei. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Kollege Gaßner hat auch die Eigentumssteuer angesprochen, und dazu kommt von mir eine klare Absage. (Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.) Eine Eigentumssteuer für Grundbesitzer wird nicht in Frage kommen. Das ist eine Produktionsgrundlage. Das ist ja nicht ein Wert, über den die Bauern verfügen, sondern eine Produktionsgrundlage, die sie für die Erzeugung von hochwertigen Lebensmitteln brauchen. Und ich sage Ihnen, Eigentum muss auch in der Zukunft noch leistbar bleiben. Dafür steht die Österreichische Volkspartei. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Insgesamt noch einmal zusammengefasst: Der Staatshaushalt soll stabilisiert werden, und ich glaube, dieses Budget geht in die richtige Richtung. Darum sollte man dem auch zustimmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Grosz: Naja, und was ist jetzt die Botschaft?
Ich bringe Ihnen nur ein Beispiel, weil die Frau Bundesministerin da ist: Man kann sagen, das Justizministerium spart auch, aber – jetzt kommt das große Aber – schon allein bei Personalausgaben hat das Bundesministerium für Justiz von 2009 bis 2011 zirka 10 Millionen € mehr ausgegeben. Das, denke ich, ist nicht sparen. – Entschuldigung, 1 Million € mehr. (Abg. Grosz: Naja, und was ist jetzt die Botschaft?) Aber das ist natürlich auch beachtlich, wenn man sagt, die Ausgaben steigen von 14,3 Millionen € auf 15,3 Millionen € an. Das ist eigentlich beträchtlich, wenn man dann nämlich sieht, dass man bei den Justizbehörden in den Ländern von 2009 bis 2011 4 Millionen € an Personalkosten einspart. (Zwischenruf beim BZÖ.)
Zwischenruf beim BZÖ.
Ich bringe Ihnen nur ein Beispiel, weil die Frau Bundesministerin da ist: Man kann sagen, das Justizministerium spart auch, aber – jetzt kommt das große Aber – schon allein bei Personalausgaben hat das Bundesministerium für Justiz von 2009 bis 2011 zirka 10 Millionen € mehr ausgegeben. Das, denke ich, ist nicht sparen. – Entschuldigung, 1 Million € mehr. (Abg. Grosz: Naja, und was ist jetzt die Botschaft?) Aber das ist natürlich auch beachtlich, wenn man sagt, die Ausgaben steigen von 14,3 Millionen € auf 15,3 Millionen € an. Das ist eigentlich beträchtlich, wenn man dann nämlich sieht, dass man bei den Justizbehörden in den Ländern von 2009 bis 2011 4 Millionen € an Personalkosten einspart. (Zwischenruf beim BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wie gesagt, Frau Bundesministerin, Sie stehen nicht alleine da. Auch Ihre Kollegin aus dem Verkehrsministerium hat es geschafft, die Personalausgaben von 2009 bis 2011 um 4,5 Millionen € ansteigen zu lassen. Wenn man vonseiten der Regierungsparteien immer von einem nachhaltigen Budget und von Nachhaltigkeit spricht, dann, so meine ich, sollte man das schon oben – sprich im Ministerium – leben, dann kann man natürlich auch einiges von der Basis verlangen. Aber nicht oben nicht sparen und bei der Basis den Sparstift ansetzen. Ich glaube, das ist nicht fair. Das ist auch nicht nachhaltig. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Daher, denke ich, ist dieses Budget – wie es schon von einigen Oppositionsrednern bezeichnet wurde – ein Budget, das viele in kürzester Zeit zustande gebracht hätten. Dafür hätte man diesen Budgetentwurf eigentlich nicht auf den Sankt Nimmerleinstag verschieben müssen, man hätte die Verfassung nicht brechen müssen. So ein Budget hätte man locker und leicht sofort zustande gebracht, denke ich, denn das nicht nachhaltig ist. Das ist kein Budget, das die Bevölkerung entlastet, sondern das Gegenteil ist der Fall, es belastet die Bevölkerung. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der FPÖ
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Meine Damen und Herren! Einige Stunden dieser Budgetdebatte haben wir schon hinter uns gebracht (Zwischenruf bei der FPÖ), aber ich möchte noch einmal auf den konkreten Punkt zurückkommen, darauf, worum es bei diesem Budget eigentlich geht.
Beifall bei den Grünen.
Wir stehen ja nicht an, die positiven Elemente anzusprechen. Wir haben das auch mehrfach getan. Ich erinnere: Flugticketabgabe – ja, warum nicht? Mineralölsteuererhöhung – wenn notwendig, weil Steuerung weg von fossiler Energie hin zu erneuerbarer Energie, auch richtig. Aktiengewinnbesteuerung – no na net. Aber das Ausmaß einer grundsätzlichen Neuorientierung der Steuerpolitik ist in diesem Budget nicht sichtbar. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Die arbeitsmarktpolitischen Impulse für mehr Beschäftigung, Herr Minister Hundstorfer, wo sind sie denn wirklich, wenn man die Kleinen belastet, wenn man die Familien belastet, wenn man die Studenten belastet? Wo sind die Ansätze für Forschung und Innovation, die wirklich Impulse geben, die vorausschauend sind? (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Mag. Gaßner. – Abg. Mag. Gaßner: Ich darf nicht laut klatschen!
Wenn nämlich damit gemeint ist, dass ein Konzern wie Raiffeisen Niederösterreich in den Jahren 2006 bis 2008 einen Gewinn von 739 Millionen € schreibt – 739 Millionen €! – und nicht nur null Steuern zahlt, sondern eine Steuergutschrift von 21,6 Millionen € bekommt, meine Damen und Herren, dann ist das ein Affront der gesamten österreichischen Bevölkerung gegenüber! Und das ist eigentlich die Schande für dieses Budget und für Ihre Politik. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Mag. Gaßner. – Abg. Mag. Gaßner: Ich darf nicht laut klatschen!)
Beifall beim BZÖ
Zum Zweiten, meine Damen und Herren: Ich glaube, wir sind uns alle einig hier im Hohen Haus – und das sagt auch meine Fraktion, das sagen auch die Kärntner Abgeordneten in unserer Fraktion –, dass wir schonungslose Aufklärung wollen (Beifall beim BZÖ), dass wir wollen, dass die wahren Verantwortlichen, die echten Schuldigen zur vollen Rechenschaft gezogen werden und dass natürlich auch die politische Verantwortung vollinhaltlich geklärt wird.
Zwischenruf der Abg. Mag. Muttonen
Im Jahr 2007 erfolgte ein Verkauf – auch auf Basis politischer Beschlüsse in den entsprechenden Gremien des Landes Kärnten – an die Bayerische Landesbank. Das heißt, die Kärntner Hypo Alpe-Adria wurde zu einer Bank in mehrheitlich deutschem Besitz. Es handelt sich seit diesem Jahr, seit Mitte 2007, um eine deutsche Bank und nicht um eine österreichische Bank. Das ist auch der entscheidende Punkt, dass parallel zur Übernahme dieser Bank durch die BayernLB – und das wird sich durch die Untersuchungen der Staatsanwaltschaft in Klagenfurt auch weisen, davon bin ich fest überzeugt – die zentralen Fehler, das Missmanagement (Zwischenruf der Abg. Mag. Muttonen), die Verantwortungslosigkeit, Fehlentwicklungen nicht in Kärnten liegen, sondern bei den deutschen Mehrheitseigentümern. (Abg. Mag. Muttonen: Das ist ein Märchen! Ein Märchen!)
Abg. Mag. Muttonen: Das ist ein Märchen! Ein Märchen!
Im Jahr 2007 erfolgte ein Verkauf – auch auf Basis politischer Beschlüsse in den entsprechenden Gremien des Landes Kärnten – an die Bayerische Landesbank. Das heißt, die Kärntner Hypo Alpe-Adria wurde zu einer Bank in mehrheitlich deutschem Besitz. Es handelt sich seit diesem Jahr, seit Mitte 2007, um eine deutsche Bank und nicht um eine österreichische Bank. Das ist auch der entscheidende Punkt, dass parallel zur Übernahme dieser Bank durch die BayernLB – und das wird sich durch die Untersuchungen der Staatsanwaltschaft in Klagenfurt auch weisen, davon bin ich fest überzeugt – die zentralen Fehler, das Missmanagement (Zwischenruf der Abg. Mag. Muttonen), die Verantwortungslosigkeit, Fehlentwicklungen nicht in Kärnten liegen, sondern bei den deutschen Mehrheitseigentümern. (Abg. Mag. Muttonen: Das ist ein Märchen! Ein Märchen!)
Abg. Mag. Muttonen: Der Herr Birnbacher, oder?
Da auch immer wieder darüber diskutiert wird, es sei beim Verkauf nicht alles ordnungsgemäß zugegangen, füge ich hinzu: Im Jahr 2007 haben sämtliche renommierte Wirtschaftsprüfungskanzleien (Abg. Mag. Muttonen: Der Herr Birnbacher, oder?) – von der Nationalbank bis hin zur Finanzmarktaufsicht, Deloitte, KPMG, Ernst & Young, um nur einige zu nennen – diese Bank von oben bis unten geprüft, auf Herz und Nieren durchgecheckt, und es wurde ein Risikobedarf, ein Vorsorgebedarf von 250 Millionen € erhoben. 2007: Risikobedarf nach 5 000 Prüfungen, bitte, 250 Millionen € und
Abg. Mag. Muttonen: Glauben Sie das alles selbst? Glauben Sie das alles selbst?
Es stellt sich meiner Meinung nach die Frage, was dann passiert ist, zwischen 2007 ... (Abg. Mag. Muttonen: Glauben Sie das alles selbst? Glauben Sie das alles selbst?) Ich glaube das sehr wohl, Frau Muttonen, weil ich damals selber dabei war und das aus eigener Erfahrung beurteilen kann. Glauben Sie mir das! (Abg. Dr. Pirklhuber: ... Budget!)
Abg. Dr. Pirklhuber: ... Budget!
Es stellt sich meiner Meinung nach die Frage, was dann passiert ist, zwischen 2007 ... (Abg. Mag. Muttonen: Glauben Sie das alles selbst? Glauben Sie das alles selbst?) Ich glaube das sehr wohl, Frau Muttonen, weil ich damals selber dabei war und das aus eigener Erfahrung beurteilen kann. Glauben Sie mir das! (Abg. Dr. Pirklhuber: ... Budget!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Ja klar!
Was ist dann bis 2009 passiert? Und vor allem auch – und das ist für mich der entscheidende politische Punkt, deswegen wünsche ich mir die Aufklärung ja so sehr, Herr Kollege Pirklhuber (Abg. Dr. Pirklhuber: Ja klar!), weil das ja noch richtig spannend wird, vor allem für die Volkspartei –: Was ist bei der Verstaatlichung passiert? Was ist hinter verschlossenen Türen zwischen der Österreichischen Volkspartei, der Kärntner ÖVP und der bayrischen CSU gemauschelt worden? (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Was ist dann bis 2009 passiert? Und vor allem auch – und das ist für mich der entscheidende politische Punkt, deswegen wünsche ich mir die Aufklärung ja so sehr, Herr Kollege Pirklhuber (Abg. Dr. Pirklhuber: Ja klar!), weil das ja noch richtig spannend wird, vor allem für die Volkspartei –: Was ist bei der Verstaatlichung passiert? Was ist hinter verschlossenen Türen zwischen der Österreichischen Volkspartei, der Kärntner ÖVP und der bayrischen CSU gemauschelt worden? (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich fordere die Offenlegung des Vertrages der Republik Österreich mit dem Freistaat Bayern. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) Was steht in diesem Vertrag drinnen? (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich fordere die Offenlegung des Vertrages der Republik Österreich mit dem Freistaat Bayern. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) Was steht in diesem Vertrag drinnen? (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP
Ist es richtig, meine Damen und Herren, dass darin festgeschrieben steht – mit der Unterschrift des Finanzministers –, dass bei einem allfälligen Verkauf der Hypo Alpe-Adria Milliarden nicht an die österreichischen Steuerzahler, sondern an die bayrischen Steuerzahler (Zwischenruf bei der ÖVP), an den Freistaat Bayern – bis zu 4 Milliarden € – zurückfließen sollen? Das heißt, dass die bayrischen Steuerzahler, die Bayerische Landesbank, die bayrische CSU – um es konkret beim Namen zu nennen – die großen Nutznießer dieser Sanierung sein werden, egal, wie sich diese Bank entwickelt, egal, ob sie erfolgreich verkauft wird oder nicht. Das sind Fragen, die ich beantwortet haben möchte, auch hier im Hohen Haus. Herr Staatssekretär Lopatka, Sie sind heute hier: Legen Sie den Vertrag offen! Warum ist dieser in einer Schublade versteckt und versperrt? Ich möchte wissen – noch einmal –: Was wurde zwischen Finanzminister Pröll und seinen bayerischen Parteifreunden in Sachen Verstaatlichung ausverhandelt?
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Präsident Fritz Neugebauer: Entschuldigen Sie, Herr Kollege: Die Gesamtredezeit Ihrer Fraktion ist ausgeschöpft. Einen Schusssatz noch. – Bitte. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Schluss: Dass die damaligen Verhandlungen nicht korrekt geführt wurden und wir von den Bayern schlichtweg über den Tisch gezogen wurden, das müssen Sie einmal erkennen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein anderer wichtiger Bereich ist die BIG, die als Bundesunternehmen unter den gegebenen Umständen sehr gut arbeitet und weiterhin in der jetzigen Organisationsform bestehen bleiben sollte. Eine Zustimmung zu Vorschlägen wie jenem von David Ungar-Klein, der im sogenannten Infrastrukturreport 2010/2011 die Umwandlung der heutigen ÖIAG in eine Infrastrukturholding vorschlägt, in die letztendlich auch die BIG eingebracht werden sollte, können wir uns jedenfalls nicht vorstellen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ursula Haubner: Ihr seid dort in einer Koalition!
Wenn ich heute zum Beispiel gehört habe, dass der Bund in den letzten 24 Jahren die Schulden verdreifacht hat, so tut es mir als Kärntner leid, das zu sagen: In Kärnten wurden zwischen 2001 und 2008 die Schulden verdreifacht! Wenn man hört, dass gespart werden muss, so stehen wir dazu. Wir wissen auch, dass wir in Kärnten finanziell wirklich nicht gut aufgestellt sind, und wir wissen, dass wir auch dort fast in sämtliche Sozialbereiche hineingegriffen haben, um das Budget in den Griff zu bekommen, und das eigentlich überall. (Abg. Ursula Haubner: Ihr seid dort in einer Koalition!)
Abg. Grosz: Die ÖVP ist mit in der Regierung!
Da sind wir ja mit dabei. (Abg. Grosz: Die ÖVP ist mit in der Regierung!) Es ist auch richtig, dass wir dort überall Abstriche gemacht haben. Wir stehen im Bund dazu, wir stehen in Kärnten dazu. (Abg. Grosz: Überall, wo die ÖVP in der Regierung ist, kommt
Abg. Grosz: Überall, wo ihr dabei seid ...! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.
dann die Pleite!) Ihr steht in Kärnten dazu, aber im Bund wisst ihr nichts davon. (Abg. Grosz: Überall, wo ihr dabei seid ...! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.) Es ist bei den Kindern eingegriffen worden, es ist das Kindergeld gestrichen worden, es ist für Kinder für drei bis vier Jahre gestrichen worden. (Abg. Grosz: Ihr seid eine Partei, die überall nur Schulden hinterlässt!)
Abg. Grosz: Ihr seid eine Partei, die überall nur Schulden hinterlässt!
dann die Pleite!) Ihr steht in Kärnten dazu, aber im Bund wisst ihr nichts davon. (Abg. Grosz: Überall, wo ihr dabei seid ...! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.) Es ist bei den Kindern eingegriffen worden, es ist das Kindergeld gestrichen worden, es ist für Kinder für drei bis vier Jahre gestrichen worden. (Abg. Grosz: Ihr seid eine Partei, die überall nur Schulden hinterlässt!)
Abg. Grosz: In Kärnten sitzt ihr in der Regierung, im Bund sitzt ihr in der Regierung ...!
Sogar im Feuerwehrbudget hat es Kürzungen gegeben. Überall dort, wo es den Leuten weh tut, ist, wie gesagt, einfach gekürzt worden. (Abg. Grosz: In Kärnten sitzt ihr in der Regierung, im Bund sitzt ihr in der Regierung ...!) Es ist beim Wohnbau gekürzt worden, in der Jugendwohlfahrt, im Sozialbudget ist gekürzt worden.
Abg. Grosz: Bis der Martinz gekommen ist ...!
Wenn wir von der Landesbank und heute auch von den Haftungen reden, wenn man fragt: Warum übernimmt die Republik immer wieder Haftungen in diesem europäischen Währungsschirm?, dann muss man dazu sagen: Die Kärntner Hypo-Bank war eine Landesbank. (Abg. Grosz: Bis der Martinz gekommen ist ...!) Das wird wahrscheinlich niemand abstreiten können. (Zwischenrufe bei SPÖ und BZÖ.) Ich frage mich wirklich, warum es notwendig war, dass die Kärntner für diese Hypo-Bank, für die Geschäfte auf dem Balkan, 19 Milliarden € an Haftungen übernommen haben! (Abg. Grosz: ... hat Martinz übernommen, so eine Sauerei!)
Zwischenrufe bei SPÖ und BZÖ.
Wenn wir von der Landesbank und heute auch von den Haftungen reden, wenn man fragt: Warum übernimmt die Republik immer wieder Haftungen in diesem europäischen Währungsschirm?, dann muss man dazu sagen: Die Kärntner Hypo-Bank war eine Landesbank. (Abg. Grosz: Bis der Martinz gekommen ist ...!) Das wird wahrscheinlich niemand abstreiten können. (Zwischenrufe bei SPÖ und BZÖ.) Ich frage mich wirklich, warum es notwendig war, dass die Kärntner für diese Hypo-Bank, für die Geschäfte auf dem Balkan, 19 Milliarden € an Haftungen übernommen haben! (Abg. Grosz: ... hat Martinz übernommen, so eine Sauerei!)
Abg. Grosz: ... hat Martinz übernommen, so eine Sauerei!
Wenn wir von der Landesbank und heute auch von den Haftungen reden, wenn man fragt: Warum übernimmt die Republik immer wieder Haftungen in diesem europäischen Währungsschirm?, dann muss man dazu sagen: Die Kärntner Hypo-Bank war eine Landesbank. (Abg. Grosz: Bis der Martinz gekommen ist ...!) Das wird wahrscheinlich niemand abstreiten können. (Zwischenrufe bei SPÖ und BZÖ.) Ich frage mich wirklich, warum es notwendig war, dass die Kärntner für diese Hypo-Bank, für die Geschäfte auf dem Balkan, 19 Milliarden € an Haftungen übernommen haben! (Abg. Grosz: ... hat Martinz übernommen, so eine Sauerei!)
Abg. Grosz: Eine Schande, pfui, was Martinz getan hat!
Das möchte ich mich wirklich fragen. Da war kein ÖVPler dabei, das muss ich auch dazusagen. Bitte schön, nehmt das zur Kenntnis! (Abg. Grosz: Eine Schande, pfui, was Martinz getan hat!) Klaubt nicht immer Sachen heraus, die nicht auf Tatsachen beruhen, denn sonst ist es wirklich an der Zeit, dass wir Kärntner nicht mehr ernst genommen werden. Dafür stehe ich eigentlich nicht. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das möchte ich mich wirklich fragen. Da war kein ÖVPler dabei, das muss ich auch dazusagen. Bitte schön, nehmt das zur Kenntnis! (Abg. Grosz: Eine Schande, pfui, was Martinz getan hat!) Klaubt nicht immer Sachen heraus, die nicht auf Tatsachen beruhen, denn sonst ist es wirklich an der Zeit, dass wir Kärntner nicht mehr ernst genommen werden. Dafür stehe ich eigentlich nicht. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Grosz: ... eine Sauerei! Ich will aber die Ferkel in Österreich nicht beleidigen! – Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von BZÖ und SPÖ.
Abgeordnete Edith Mühlberghuber (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Mitglieder auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Auch nach Abschleifungen, Abfederungen und Entschärfungen ist im vorliegenden Budgetentwurf ... (Abg. Grosz: ... eine Sauerei! Ich will aber die Ferkel in Österreich nicht beleidigen! – Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von BZÖ und SPÖ.) – Bitte, es ist vorbei, ja?
Beifall bei der FPÖ.
Nach Abschleifungen, Abfederungen und Entschärfungen ist im vorliegenden Budgetentwurf kein Zukunftspaket für die künftige Entwicklung Österreichs zu erkennen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grosz – in Richtung der Abg. Mag. Muttonen –: Schauen Sie in den Spiegel hinein, unterhalten Sie sich mit sich selbst! Reden Sie mit Cap, wenn er noch mit Ihnen redet!
Alle klagen darüber, dass wir zu wenig Kinder haben. Es ist nicht nachvollziehbar, dass in einer kinderarmen Gesellschaft die größten Kürzungen bei den Familien vorgenommen werden. (Abg. Grosz – in Richtung der Abg. Mag. Muttonen –: Schauen Sie in den Spiegel hinein, unterhalten Sie sich mit sich selbst! Reden Sie mit Cap, wenn er noch mit Ihnen redet!) – Herr Grosz, hier bin ich – nicht dort drüben!
Beifall bei der FPÖ
Meine Damen und Herren, nun zum Thema Pflege. Der Herr Finanzminister hat gestern darüber gesprochen, und immer mehr Menschen bewegt das Thema, immer mehr Familien betrifft das Thema. Die Zugangsvoraussetzungen von pflegebedürftigen Personen für die Pflegestufen 1 und 2 sind eine Bestrafung der Betroffenen und deren Familien, besonders der Frauen (Beifall bei der FPÖ), denn der Großteil der Pflegearbeit auf diesen Stufen wird zu Hause geleistet.
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Anstatt die heimischen Familien zu schröpfen, wie es die Regierung vorhat, sollte in sie investiert werden, denn nur so kann die Zukunft unseres Landes gesichert werden. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bin davon überzeugt, mit diesem Budget, das für 2011 gesichert ist, werden wir in diesem Haus auch weiterhin sehr positive Tierschutzarbeit betreiben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Petzner.
Die zweite Aussage war: Bei den Haftungen war kein ÖVPler dabei. – Richtig ist, dass die Haftungen mit dem Budget oder mit den Nachtragsvoranschlägen wechselweise mit ÖVP oder SPÖ beschlossen wurden. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Petzner.)
Abg. Grosz: Solltest weniger schlafen, dann hörst auch mehr!
Kollege Widmann vom BZÖ war da schon etwas sachlicher. Er hat vorgeschlagen – das war, glaube ich, der einzige Vorschlag, den ich von der Opposition gehört habe –, dass man die Forschungsprämie in der Höhe von 10 Prozent jetzt spreizen sollte. (Abg. Grosz: Solltest weniger schlafen, dann hörst auch mehr!) Nein, ich habe nicht geschlafen, aber ihr seid ja gar nicht vollzählig hier. – Das ist, glaube ich, ein konstruktiver Beitrag zu diesem Budget. (Zwischenrufe beim BZÖ.)
Zwischenrufe beim BZÖ.
Kollege Widmann vom BZÖ war da schon etwas sachlicher. Er hat vorgeschlagen – das war, glaube ich, der einzige Vorschlag, den ich von der Opposition gehört habe –, dass man die Forschungsprämie in der Höhe von 10 Prozent jetzt spreizen sollte. (Abg. Grosz: Solltest weniger schlafen, dann hörst auch mehr!) Nein, ich habe nicht geschlafen, aber ihr seid ja gar nicht vollzählig hier. – Das ist, glaube ich, ein konstruktiver Beitrag zu diesem Budget. (Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Grosz: Das war jetzt der Schmäh des heutigen Tages!
müssen, so ist es. (Abg. Grosz: Das war jetzt der Schmäh des heutigen Tages!) Ja, ja, das war so. Das wird schon kommen, und Sie werden sich dann daran erinnern.
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Zum Thema Umweltpolitik darf ich noch Folgendes feststellen. Es ist nicht so, dass das nur ein Sparbudget ist, es sind hier ja auch Investitionen eingeplant: für die thermische Sanierung 100 Millionen € und 100 Millionen € für Innovation und Forschung. Zum Beispiel im Bereich der Umwelttechnologie haben wir jährliche Steigerungsraten von plus 8 Prozent, in der Exportoffensive sind wir führend, wir sind in der Forschungsquote führend und liegen in Europa an dritter Stelle. Dafür ist sicherlich auch in diesem Budget vorgesorgt worden, wir sollten das nicht krankjammern! (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
In der Rede des oberösterreichischen Kollegen Keck – er ist jetzt nicht da – habe ich ein paar Worte zum Thema Linzer Westring vermisst. Es schaut schon fast danach aus, als ob durch das blaugelbe Land überhaupt keine Millionen mehr durchfließen oder durchsickern nach rotweiß, in das Land Oberösterreich. Ich bekenne mich dazu, dass man Versprechen, die man abgegeben hat, zum Wohle der Bevölkerung von Linz und Umgebung auch einhalten soll. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.
Ich möchte ein paar Punkte herausgreifen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.) – Kollege Gaßner, schön, dass Sie meiner Meinung sind! Als Bürgermeister möchte ich paar Dinge aus dem Bereich ÖBB herausgreifen. Da tut sich offenbar ein Milliardengrab auf: heuer 17 Milliarden € Schulden, nächstes Jahr 20 Milliarden €. Die Europäische Statistikbehörde Eurostat gibt schon eine Warnung heraus: Milliardengrab Österreich bei den ÖBB; Milliardengrab Österreich bei der ASFINAG, Milliardengrab Österreich bei der Bundesimmobiliengesellschaft. (Zwischenruf des Abg. Heinzl.)
Zwischenruf des Abg. Heinzl.
Ich möchte ein paar Punkte herausgreifen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.) – Kollege Gaßner, schön, dass Sie meiner Meinung sind! Als Bürgermeister möchte ich paar Dinge aus dem Bereich ÖBB herausgreifen. Da tut sich offenbar ein Milliardengrab auf: heuer 17 Milliarden € Schulden, nächstes Jahr 20 Milliarden €. Die Europäische Statistikbehörde Eurostat gibt schon eine Warnung heraus: Milliardengrab Österreich bei den ÖBB; Milliardengrab Österreich bei der ASFINAG, Milliardengrab Österreich bei der Bundesimmobiliengesellschaft. (Zwischenruf des Abg. Heinzl.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wenn Sie diese Verwaltungs- und Staatsreform in Zukunft nicht einleiten, werden der Staat Österreich und damit auch die Zukunft unserer Kinder bankrott gehen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren von der Regierung! Wenn Sie des Arbeitens überdrüssig sind, dann treten Sie ab! Wir stehen mit unserer freiheitlichen Politik parat für ein sozialeres, familienfreundlicheres und zukunftsorientiertes Österreich! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Insofern ist ein Sparbudget, das die Mittel für Kunst und Kultur nicht kürzt, ein solches Bekenntnis zur Garantie eben dieser Freiräume. Darüber bin ich froh. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Zanger: Wir?! Nur fürs Protokoll, vier ÖVP-Mandatare im Saal!
Es gibt jede Menge Wünsche und Begehrlichkeiten, aber wer soll das bezahlen? Die Bevölkerung hat ein Recht darauf, die Wahrheit zu erfahren. Wir können uns das alles nicht leisten. Wir können nicht ständig über unsere Verhältnisse leben, das wäre unverantwortlich den Kindern gegenüber. (Abg. Zanger: Wir?! Nur fürs Protokoll, vier ÖVP-Mandatare im Saal!) Noch mehr Schulden machen? – Nicht mit uns! Daher: Respekt vor unserem Finanzminister und den Regierungsmitgliedern. Sie haben eine deutliche Schuldenbremse eingezogen. Das ist wichtig und notwendig. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es gibt jede Menge Wünsche und Begehrlichkeiten, aber wer soll das bezahlen? Die Bevölkerung hat ein Recht darauf, die Wahrheit zu erfahren. Wir können uns das alles nicht leisten. Wir können nicht ständig über unsere Verhältnisse leben, das wäre unverantwortlich den Kindern gegenüber. (Abg. Zanger: Wir?! Nur fürs Protokoll, vier ÖVP-Mandatare im Saal!) Noch mehr Schulden machen? – Nicht mit uns! Daher: Respekt vor unserem Finanzminister und den Regierungsmitgliedern. Sie haben eine deutliche Schuldenbremse eingezogen. Das ist wichtig und notwendig. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Natürlich erntet ein Sparbudget nicht Jubel von allen Seiten. Natürlich sind von den Sparmaßnahmen alle betroffen, die Jüngeren und die Älteren. Die Senioren tragen im Übrigen mehr als eine halbe Milliarde Euro zu diesem Sparbudget bei. Umso bedauerlicher ist, dass die teure Hacklerregelung in der Praxis erst 2050 auslaufen soll – viel zu spät (Zwischenrufe bei der SPÖ), denn diese Pension begünstigt die Falschen, nicht die echten Hackler.
Beifall bei der ÖVP.
Natürlich ist dieses Sparbudget der Auftakt für mehr. Um im Skifahrerland Österreich zu bleiben: Minister Pröll hat einen guten Start hingelegt. Jetzt gilt es, die nächsten Tore gut zu nehmen, nämlich die Reformen für Bildung, Gesundheit und Pflege; damit wir dann alle gemeinsam gut im Ziel ankommen: bei einem sanierten Budget. Denn das wollen wir alle. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Kinder zu haben. Und so geht es endlos weiter, meine sehr geschätzten Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Regierung muss nur aufpassen, dass sie vor lauter Abfederung nicht selbst abfedert! – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei BZÖ und FPÖ. – Abg. Petzner: Skandal, uns als „Hooligan-Sektor“ zu bezeichnen!
Meine Damen und Herren, verbale Entgleisungen erleben wir ja auch als Sportler und Sportfunktionäre auf den Sportplätzen, zumeist ausgehend von amtsbekannten Personen. Im Vergleich dazu und auch auf die Gefahr hin, dass dieser weit hergeholt ist, würde ich den Verantwortlichen dieses Hauses anraten, zur Prävention einen Hooligan-Paragraphen in die Geschäftsordnung aufzunehmen und auch einen speziellen Hooligan-Sektor hier im Saal einzurichten. Ich wüsste schon einige, die dort Platz nehmen könnten. (Heiterkeit und Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei BZÖ und FPÖ. – Abg. Petzner: Skandal, uns als „Hooligan-Sektor“ zu bezeichnen!)
Beifall bei der ÖVP.
Es stimmt, die Wünsche wären in vielen Bereichen größer gewesen – auch ich hatte andere Erwartungen für die eine oder andere Sparte –, aber im Gesamten betrachtet, merke ich, dass dem Bemühen um Ausgewogenheit wirklich Rechnung getragen wurde. Die Details dazu werden wir uns in den Fachausschüssen noch einmal anschauen und werden sie auch diskutieren können. Ich bin aber überzeugt, dass wir alles in allem vor Weihnachten ein rundes Budget beschließen werden können. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Harald Jannach (FPÖ): Geschätzter Herr Präsident! Liebe Mitglieder der Bundesregierung! Als Agrarsprecher beleuchte ich kurz das Agrarbudget, aus unserer Sicht. Wir sind mit den Kürzungen im Agrarbudget nicht einverstanden. Es sind weit über 100 Millionen €. Das ist unserer Ansicht nach für den Bauernstand, der mit massiven Einkommenseinbußen zu kämpfen hat, mehr als unverhältnismäßig. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Bundesminister Hundstorfer spricht mit Bundesminister Stöger.
Sie müssen auch bedenken, Herr Sozialminister, dass gerade bei der Kürzung der Familienbeihilfe bäuerliche Familien massiv betroffen sind, da sie im Schnitt mehr Kinder haben als nichtbäuerliche Familien, und das betrifft auch das Pflegegeld. Hier sind wir ganz und gar nicht Ihrer Meinung. Aber ich mache Ihnen einen Vorschlag, wo man wirklich sparen könnte, auch im landwirtschaftlichen Bereich, ohne einen aktiven Bauer wirklich zu belasten: Sie können einmal bei der ungerechten Aufteilung der Agrarförderungen sparen! (Beifall bei der FPÖ. – Bundesminister Hundstorfer spricht mit Bundesminister Stöger.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Windholz.
Da könnten Sie leicht sparen und bräuchten nicht alles auf die kleinen Landwirte umzuverteilen, die nicht mehr wissen, wie sie weiterkämpfen sollen. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Windholz.)
Bundesminister Hundstorfer: Was bekommt die Familie Scheuch? – Ruf bei der ÖVP: Scheuch!
Dazu wird es von uns nie die Zustimmung geben, denn wir verlangen eine Förderobergrenze von 50 000 €. Das ist mehr als genug und betrifft 97 Prozent der Bauern. Nur 3 Prozent der Bauern erhalten Förderungen von über 50 000 € pro Jahr, alles steuerfrei. Wirken Sie auch auf den Landwirtschaftsminister ein, dass er von der von ihm befürworteten Förderobergrenze von 800 000 € – er tritt für eine Förderobergrenze von 800.000 € ein – abrückt. (Bundesminister Hundstorfer: Was bekommt die Familie Scheuch? – Ruf bei der ÖVP: Scheuch!)
Beifall bei der FPÖ.
Ich habe keine Ahnung, was die Familie Scheuch bekommt, aber auch für sie gilt das, was wir hier verlangen, nämlich eine Förderobergrenze von 50 000 €. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Solche Broschüren aus dem Lebensministerium flattern dutzendweise ins Haus, die Inserate kennt mittlerweile jeder. Da könnte man massiv sparen. Sparen Sie bitte nicht bei den kleinen Bauern, die nicht mehr wissen, wie es weitergehen soll, sondern sparen Sie bei den Kammern, sparen Sie bei der AMA, sparen Sie bei den Großgrundbesitzern, bei der Kirche und beim Landadel! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Sie zahlen keine Mehrwertsteuer dafür, das hat er gemeint!
Natürlich sind das betriebliche Einnahmen, die, wenn sie zu Erträgen führen, selbstverständlich besteuert werden. Diese Steuererklärung sollte er sich einmal bei einem richtigen Landwirt anschauen, dann wird er sehen, dass Erträge selbstverständlich zu besteuern sind. (Abg. Dr. Pirklhuber: Sie zahlen keine Mehrwertsteuer dafür, das hat er gemeint!)
Beifall bei der ÖVP.
Und wenn das heute nichts hilft, so werde ich das noch zehnmal sagen, irgendwann einmal wird es Kollege Jannach vielleicht begreifen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Die gesetzten Förderschwerpunkte lassen für die Zukunft hoffen. Schwerpunktmäßig sollen 2011 insbesondere folgende Bereiche unterstützt werden: die Kooperation Wirtschaft und Wissenschaft, die Finanzierung und Gründung innovativer Unternehmen, kooperative Forschungseinrichtungen, die Patentverwertung, internationale Technologiekooperationen und die Stärkung der Humanressourcen mit spezifischen Frauenförderungen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Für die Kreativwirtschaft hätte das Budget schlimmer ausfallen können. Ich freue mich über die gesetzten Akzente, was jedoch nicht heißen soll, dass alles so ist, wie es sein soll. Nein, ganz im Gegenteil! Das Fundament für künftige Verbesserungen ist jedoch gebaut, und es gilt jetzt, darauf weiter aufzubauen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Zanger: Steuermann ist gut! Steuererhöhungsmann!
Bevor wir dieses Budget bewerten, sollten wir uns genau ansehen, unter welchen schweren und wirklich schwierigen Umständen und Rahmenbedingungen dieses Budget zustande gekommen ist. Das Jahr 2009 war das Jahr der effizienten Bekämpfung einer weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise. In nie geahnten Dimensionen hat die österreichische Bundesregierung mit staatlichen Mitteln, mit staatlicher Unterstützung und staatlichen Instrumenten gemeinsam mit uns allen diese Wirtschafts- und Finanzkrise in Österreich, wie ich meine, sehr effizient bekämpft. Der Finanzminister, und in diesem Fall Steuermann, Josef Pröll, hat das Schiff Österreich sehr gekonnt durch diesen Krisensturm gelenkt. (Abg. Zanger: Steuermann ist gut! Steuererhöhungsmann!)
Beifall bei der ÖVP.
Abg. Zanger.) Das gilt auch für so manchen Zwischenrufer von den Oppositionsparteien. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich habe aber auch gelernt, dass es einen bösen Cop gibt und einen guten. Auch das haben Sie gespielt. Ich muss sagen, das ist eine dialektische Meisterleistung. Ich gratuliere Ihnen dazu, aber wir wissen alle, was wir davon zu halten haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich denke noch an die Ausführungen des derzeitigen Herrn Bundeskanzlers Faymann, der von sozialer Kälte gesprochen hat. In jedem dritten Satz war von sozialer Kälte die Rede. Wo war denn die soziale Kälte? – Jetzt haben wir sie! Bis 2014 Winter, soziale Kälte! So ist es! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Noch etwas gleich vorweg: Als unerfahrener Mann, als Steirer bekommt man den Kropf, den man am Wechsel abgelegt hat, wieder neu. Und so kann ich Ihnen jetzt auch sagen: Trotz der Erderwärmung haben wir Winter. Wir haben hier mit dem Budget ein Zahlenorakel vorliegen, das wirklich nur die Familien trifft, die Jugend trifft, die Bildungsinitiativen oder Bildungsmaßnahmen trifft. Ein Volk, eine Gemeinschaft, die nicht bereit ist, in Familien zu investieren, in ihre Kinder zu investieren, das ist morbid, das ist dekadent. Da können Sie mir Zahlen bringen, was das alles kostet, das ist völlig egal! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.
Wir wissen, dass die Armutsfalle immer mehr zuschnappt. Das wissen wir! Wir wissen auch, dass es in Österreich immer mehr Leute gibt, die Unterstützung brauchen. Und diese Unterstützung wird von Menschen bezahlt, bitte, die selbst nicht mehr haben. Und wir sind doch eines der reichsten Länder, bitte! Denn: Uns geht es ja so gut, wir haben alles am besten – und trotzdem müssen wir hungern. Das ist schon erstaunlich! (Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage Ihnen, was Ihr Problem ist. Sie haben ein riesiges Problem. Es gibt nämlich eine inoffizielle Machtpyramide: Zuerst die Banken, dann kommen die Konzerne, und dann kommt die Regierung, dann kommen die Klein- und Mittelbetriebe und schlussendlich die unselbständig Erwerbstätigen. Wo die meisten sind, die nichts zu reden haben, das können Sie sich ausmalen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich gehe aber auch auf ein zweites, sozial-moralisch-ethisches Problem ein, nämlich den produzierten Generationenkonflikt, den wir haben: Alt gegen Jung, Familien untereinander. Es wird immer herumjongliert, wer mehr bekommen soll. Sie wissen doch selbst, dass die Alten heute sogar schon für die Enkelkinder zahlen müssen, weil es vielen Eltern ja gar nicht mehr ausgeht, dass sie über die Runden kommen. Bitte, das sind Tatsachen! Und wenn Sie das nicht glauben, dann lade ich Sie in die Südsteiermark zu mir ein, ich führe Sie dort zu diesen Familien. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Steibl: Redezeit!
Was die Eltern heute leisten müssen, ist ungeheuerlich. Da haben wir dann noch die Pendlerpauschale. (Abg. Steibl: Redezeit!) Lauter sprechen, bitte, ich höre nichts! – Kommen Sie zu uns runter in die Steiermark! Dann sehen Sie ganz genau, wie viel die Leute bei uns leisten müssen. Zwei Autos, bitte, zwei Autos! Die sogenannten Schöpfer, die jeden Tag von Kitzeck nach Graz fahren, bei denen schaue ich mir an, wie die mit einer solchen Pendlerpauschale durchkommen. Beppo Muchitsch, wo bist du? – Er kann das ja nachrechnen. Das ist ja kein Problem!
Abg. Grosz: Auch für Südsteier!
Und die Bildung? – Da schließe ich mich wirklich, und das sogar noch ganz vordergründig, den Damen und Herren von der gesamten Opposition an: Bildung ist eine Bringschuld der Republik! Und Bildung muss für jedes Individuum ein Muss sein, auch für Steirer. (Abg. Grosz: Auch für Südsteier!) Jawohl! (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei FPÖ und BZÖ.
Und die Bildung? – Da schließe ich mich wirklich, und das sogar noch ganz vordergründig, den Damen und Herren von der gesamten Opposition an: Bildung ist eine Bringschuld der Republik! Und Bildung muss für jedes Individuum ein Muss sein, auch für Steirer. (Abg. Grosz: Auch für Südsteier!) Jawohl! (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Abg. Mag. Stadler: So ist es!
Ich verweise noch auf das, was Kollegin Haubner gesagt hat: Jugend ist auch Humankapital. Humankapital ist auch ein Wirtschaftsfaktor. Ohne das funktioniert in unserer Republik nichts! Und die Träger dieser Kulturleistung sind eben meistens die Eltern, Großeltern, es sind die Familien. (Abg. Mag. Stadler: So ist es!)
Abg. Steibl: Bürgerinnen!
Ich bitte Sie, denken Sie um! Es sind unsere Bürger, die die Mehrleistungen erbringen und die sich noch immer tüchtig ... (Abg. Steibl: Bürgerinnen!) Bürgerinnen! Danke, Handkuss! Trinken wir dann nachher einen Kaffe!
Beifall und Bravorufe bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
Schlusssatz: Dieses Budget steht nicht für die Zukunft unserer heimischen Bevölkerung und für Verteilungsgerechtigkeit, sondern dieses Budget ist Teil einer unaufhaltsamen Abwärtsspirale des Gemeinwesens Österreich. – Danke schön. (Beifall und Bravorufe bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Mag. Stadler: Jetzt haben Sie es nicht leicht!
Abgeordnete Petra Bayr (SPÖ): Sehr geehrte Damen und Herren! Ich möchte gerne vier Anmerkungen zum Budget machen. (Abg. Mag. Stadler: Jetzt haben Sie es nicht leicht!) Das ist eine Extra-Latte, die mir da aufgelegt wurde. Die werde ich kaum überspringen können, das fürchte ich auch.
Demonstrativer Beifall des Abg. Dr. Pirklhuber.
Zum einen: Was nicht geklappt hat mit diesem Budget – aber man darf die Hoffnung nicht aufgeben –, ist eine wirkliche Ökologisierung. Nur die Erhöhung der Mineralölsteuer und das Einführen einer Flugticketabgabe und im Gegenzug die Erhöhung des Pendlerpauschales ist nicht das, was ich mir unter Ökologisierung des Steuersystems vorstelle. (Demonstrativer Beifall des Abg. Dr. Pirklhuber.) – Ich bekomme immer Zwischenapplause von meinen grünen Fans; fein.
Beifall der Abgeordneten Dr. Grünewald und Dr. Pirklhuber.
Nochmals zu einem anderen Thema, das mir wichtig ist, zur Entwicklungszusammenarbeit. Ich halte es für nicht akzeptabel, dass die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit in dem Ausmaß gekürzt wird. Ich denke mir, dass der gestaltbare Bereich sehr wichtig ist, dass da sehr, sehr viele Projekte darin enthalten sind, bei denen es wirklich darum geht, Leben zu retten. Auch wenn die EZA manche sehr lustig finden, wenn das manche als Spaß verstehen oder als Sahnehäubchen, also als etwas, was man politisch auch noch machen kann, wenn man viel Geld zu verschenken hat, wie das gestern apostrophiert worden ist – nein, das ist es nicht. Entwicklungspolitik ist eine sinnvolle, wichtige politische Maßnahme für eine Welt in Balance, mit einem dementsprechenden Schuss an Eigeninteresse. (Beifall der Abgeordneten Dr. Grünewald und Dr. Pirklhuber.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Dr. Grünewald und Dr. Pirklhuber.
Zum Schluss noch eine weitere Anmerkung: Was mich sehr freut, ist, dass die Bemessungsgrundlage des Arbeitslosenversicherungsgeldes für Entwicklungshelfer und Entwicklungshelferinnen geändert wird, dass die nicht mehr benachteiligt sind, wenn sie nach ihren Auslandseinsätzen zurückkommen und mit einer kleineren Bemessungsgrundlage nur sehr, sehr wenig Arbeitslosengeld beziehen können. Ich denke, solchen Menschen sollte aus ihrer sehr wichtigen Aufgabe für eine Welt in Balance kein Nachteil erwachsen. Diese Maßnahme halte ich daher für sehr, sehr wichtig und einen wichtigen Einstieg in weitere notwendige sozialpolitische Neuregelungen für EntwicklungshelferInnen. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Dr. Grünewald und Dr. Pirklhuber.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, ganz kurz noch zu meinem Vorredner, dem neuen steirischen freiheitlichen Abgeordneten, dem Herrn Riemer. Ich möchte am Rednerpult nur festhalten, weil er seine steirische Heimat so betont hat: Die Steiermark ist ein großes Bundesland, ein buntes Bundesland, wir haben eine Vielfalt, deswegen gibt es leider auch andere Dinge, die passieren. Die Rede des Herrn Riemer hat es bewiesen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Demonstrativer Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten anderer Fraktionen.
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als vorläufig letzter Redner dieses Abends ist Herr Abgeordnete Dr. Wittmann zu Wort gemeldet. (Demonstrativer Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten anderer Fraktionen.) 4 Minuten Redezeit sind eingestellt. – Bitte. (Abg. Grillitsch: Drei Minuten genügen auch!)
Abg. Grillitsch: Drei Minuten genügen auch!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als vorläufig letzter Redner dieses Abends ist Herr Abgeordnete Dr. Wittmann zu Wort gemeldet. (Demonstrativer Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten anderer Fraktionen.) 4 Minuten Redezeit sind eingestellt. – Bitte. (Abg. Grillitsch: Drei Minuten genügen auch!)
Zwischenrufe.
Abgeordneter Dr. Peter Wittmann (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Sehr geehrte Damen und Herren, ich werde natürlich die Redezeit aufbrauchen, die mir zur Verfügung steht. (Zwischenrufe.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Das ist eine Erfolgsgeschichte. Unser Land ist unter den drei besten Ländern Europas. Das heißt, diese Regierung hat die richtigen Maßnahmen zum richtigen Zeitpunkt gesetzt, sonst würden wir nicht so gut dastehen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Also im Detail, für meinen Bereich, ist dieses Budget hervorragend und moderat, das mit Augenmaß erstellt wurde. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)