Eckdaten:
Für die 216. Sitzung der 24. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 1001 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Allgemeiner Beifall.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Ich begrüße den Herrn Abgeordneten herzlich in unserer Mitte. (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Huber richtet einen längeren Zuruf an den soeben den Saal verlassenden Abg. Hörl.
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Frau Bundesministerin! Die Ursprungsfrage hat sich ja eigentlich auf Steuern und Bankenabgaben bezogen. Meines Erachtens haben Sie zur Bankenabgabe ausreichend Stellung bezogen. Allerdings hat Herr Abgeordneter Krainer die Problematik der auseinanderdriftenden Steuerbelastung von Arbeitseinkommen und sogenannten Vermögensabgaben hinzugefügt. (Abg. Huber richtet einen längeren Zuruf an den soeben den Saal verlassenden Abg. Hörl.) – Geh, Herr Kollege! – Herr Kollege, es ist erst 9 Uhr!
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Jedenfalls würde ich hier nachfragen wollen, was bei einer Erbschaftssteuer so schlecht sein soll, wenn Freibeträge bis 500 000 € kreiert werden. Das heißt, dass jemand, der 1,5 Millionen € erbt – und das ist ja dann nun wirklich kein Armer –, dann für die darüber liegende Million € Steuer zahlt, etwa 25 Prozent; das wären dann 250 000 € von 1,5 Millionen €. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Sie stellen sich immer dagegen mit dem Argument, dass der kleine Häuselbauer erwischt werden würde. Ich kenne kein Modell in Österreich, das das vorsieht.
Abg. Riepl: Das stimmt ja überhaupt nicht! – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Ich kenne schon ein Modell, das vorsieht, dass der Häuselbauer betroffen ist. Das hat die Gewerkschaft vorgelegt, nämlich: bis 150 000 €. (Abg. Riepl: Das stimmt ja überhaupt nicht! – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Das heißt: Wehret den Anfängen! Man will hier den Menschen das wegnehmen, was sie sich geschaffen haben und an ihre Kinder weitergeben wollen. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Dagegen bin ich striktest.
Abg. Mag. Gaßner: Die Gemeinden waren das!
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Wir haben einen Budgetpfad, der auf der Schuldenbremse und auf einem Stabilitätspakt mit den Ländern fußt. Und die Länder haben sehr sorgsam gewirtschaftet, haben mir im Vorjahr ein Nulldefizit übergeben (Abg. Mag. Gaßner: Die Gemeinden waren das!), obwohl sie noch Defizit hätten machen können. (Abg. Mag. Gaßner: Das waren die Gemeinden!) – Auch die Gemeinden, richtig. – Das heißt, sie waren wesentlich sorgsamer, als die Unkenrufe in den Medien es vorausgesagt hatten.
Abg. Mag. Gaßner: Das waren die Gemeinden!
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Wir haben einen Budgetpfad, der auf der Schuldenbremse und auf einem Stabilitätspakt mit den Ländern fußt. Und die Länder haben sehr sorgsam gewirtschaftet, haben mir im Vorjahr ein Nulldefizit übergeben (Abg. Mag. Gaßner: Die Gemeinden waren das!), obwohl sie noch Defizit hätten machen können. (Abg. Mag. Gaßner: Das waren die Gemeinden!) – Auch die Gemeinden, richtig. – Das heißt, sie waren wesentlich sorgsamer, als die Unkenrufe in den Medien es vorausgesagt hatten.
Beifall bei der ÖVP.
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Ihre Unkenrufe kenne ich schon, und das seit geraumer Zeit. Jedes Mal haben wir bewiesen, dass wir die Budgets besser abgeschlossen haben als geplant. Im Vorjahr hatten wir 2,6 Prozent Defizit, obwohl 3 Prozent geplant gewesen sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Erinnern Sie sich an die Unkenrufe, als ich aufgrund des Abkommens mit der Schweiz etwas eingepreist habe, und ich habe es dann binnen Wochen auch nach Hause gebracht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Ich teile Ihre Philosophie der Schuldenmacherei nicht (Beifall bei der ÖVP), sondern man muss klug handeln, investiv agieren, damit Investitionen angeregt werden, ohne dass man neue Schulden macht.
Abg. Mag. Rossmann: Das glaube ich nicht!
Wenn beispielsweise Privatisierungserlöse für einen Impuls im Wohnbau herangezogen werden, dann brauche ich nicht das Defizit zu erhöhen und dann brauche ich nicht neue Schulden zu machen. Das nehmen Sie aber einfach nicht zur Kenntnis. Ich muss Ihnen leider sagen, dass Sie diesbezüglich auf dem falschen Dampfer sind. (Abg. Mag. Rossmann: Das glaube ich nicht!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich teile Ihre Ansicht, dass man den ländlichen Raum stärken muss und dass die Lebensqualität im ländlichen Raum erhalten bleiben muss. Wir werden schauen, wie wir hier bei den Verhandlungen nicht bloß an den bestehenden Schrauben drehen, sondern vielleicht ganz neue Reformansätze diesbezüglich einbringen können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben mehrere Vereinbarungen mit den Partnern außerhalb des Finanzausgleiches. Denken Sie beispielsweise an die Nachmittagsbetreuung, denken Sie beispielsweise an den Kindergarten, wo der Bund unterstützend tätig ist, und auch das kommt dem ländlichen Raum zugute. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Grosz.
Bundeskanzler Faymann hat uns zuletzt sogar den Vorschlag gemacht, 5 Millionen € von SPÖ geführten Ressorts ins BMeiA für bilaterale gestaltbare EZA umzuschichten. Es ist vor Wochen ein dementsprechender Vorschlag übergeben worden. (Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Meine Frage ist: Wer oder was verhindert das? – Es wird von der ÖVP geprüft. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Und damit wir über dasselbe
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Es ist aber richtig, dass gewisse bilaterale Projekte ins Stocken geraten sind. Ich selber habe beispielsweise in meinem Haus nicht zugelassen, dass wir für die bilaterale Entwicklungshilfe Geld in Offshore-Konstruktionen stecken. Ich möchte nicht, dass Geld beispielsweise auf die Cayman Islands oder nach Mauritius verschachtelt wird. Dort haben wir dann keinen Überblick mehr, was mit diesem Geld geschieht. Daher habe ich einige dieser Gelder nicht freigegeben. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Es wird keinerlei zusätzliche Belastungen für die Bürgerinnen und Bürger geben. Ganz im Gegenteil: Mit unserem Konjunkturpaket stellen wir den Menschen in Österreich mehr leistbaren Wohnraum zur Verfügung und schützen sie vor künftigen Hochwässern, denn das hat in unserem Konjunkturpaket Priorität. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist aber richtig, dass der Faktor Arbeit – auch durch die Abgaben im Sozialbereich – hoch belastet ist. Daher ist es auch in meinem Interesse, dass man die Arbeitsbelastung senkt. Einerseits gehört der hohe Eingangssteuersatz gesenkt, andererseits aber auch der Spitzensteuersatz, der bereits bei 60 000 € greift. Das ist die deftigste Reichensteuer, die in ganz Europa verlangt wird. Auch das müssen wir für den Mittelstand verbessern. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Wir haben derzeit eine leichte Flaute in der Konjunktur, wir sind zwar noch immer besser dran als alle rund um uns, aber die Prognose von 0,4, 0,6 Prozent ist nicht berauschend. Das heißt, wir müssen schauen, dass wir Arbeitsplätze bekommen, dass investiert wird, dass die Menschen in Österreich Arbeit haben, denn das beflügelt die Konjunktur, das beflügelt die Wirtschaft. Dann kommen auch Steuern herein, und wir können politisch gestalten. Ich gehe davon aus, dass das Konjunkturpaket im Hinblick auf die Arbeitsplätze Tausende Arbeitsplätze sichern und um die 1 500 neue schaffen wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Krainer: Haben wir gemacht! Sie haben dagegen gestimmt!
Abgeordneter Mag. Rainer Widmann (BZÖ): Frau Minister! Die Institute IHS und Wifo sehen das genau gegenteilig. Das Konjunkturpaketerl, das Sie geschnürt haben, wird vorwiegend von altem Geld bestimmt, das Sie neu verpackt haben, ein sogenannter Marketingschmäh dieser Bundesregierung – unbenommen dessen, dass die Gelder für Wohnbau und Hochwasserschutz richtig eingesetzt sind, aber sie sind nicht neu. Gescheiter wäre es gewesen, eine ordentliche Steuerentlastung in Form einer Steuerreform zu machen, von entsprechenden Verwaltungsreformen, damit man das gegenfinanzieren kann. (Abg. Krainer: Haben wir gemacht! Sie haben dagegen gestimmt!) – Das haben Sie nicht gemacht, Herr Kollege von der SPÖ. Sie sind die Steuererhöhungspartei.
Beifall bei der ÖVP.
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Sie dürften die Analysen der Wirtschaftsforscher nicht genau gelesen haben. Der Präsident des Wifo Dr. Aiginger hat uns ja empfohlen, im Wohnbau einen Schwerpunkt zu setzen. Und dass man Projekte für den Hochwasserschutz vorziehen soll, auch das haben die Forscher sehr begrüßt. Und die Forscher sowohl beim IHS als auch beim Wifo haben uns den Auftrag erteilt, keine neuen Schulden zu machen. Also Ihre Interpretation ist sehr kühn. Ganz im Gegenteil, wir sind von den Instituten für dieses Paket gelobt worden. (Beifall bei der ÖVP.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Ich kann Ihnen sagen (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), wir werden es heuer nicht bei der Halbjahresbilanz belassen, sondern bei der Ganzjahres-
Zwischenruf des Abg. Mag. Rossmann.
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Genau dieselben Vorwürfe haben Sie mir voriges Jahr gemacht. Sie haben da immer von 3,5 Milliarden € geredet und gesagt: Das müsste man, das müsste man! Tatsächlich haben wir voriges Jahr aber nur die Haftung für eine Anleihe übernommen und 500 Millionen € im Hinblick auf die Rekapitalisierung eingestellt. (Zwischenruf des Abg. Mag. Rossmann.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf bei den Grünen. – Abg. Rädler: Das bleibt uns eh überlassen, oder? – Ruf bei den Grünen: Budgetwahrheit !
Das heißt, diese apokalyptischen Zahlen, Herr Kogler, sind kontraproduktiv. Ich als Finanzministerin halte mich an das, was tatsächlich gebraucht wird. Wir wissen heute noch nicht, wie der Bescheid der Kommission ausschauen wird, wie die Verkaufserlöse in Südosteuropa sein werden. Sie können mir auch nicht sagen, wie viel wir von den Banken, die wir in Südosteuropa verkaufen wollen, erlösen werden, und daher ist es nicht gerechtfertigt, hier mit sehr hohen negativen Zahlen zu jonglieren und alle zu verunsichern. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf bei den Grünen. – Abg. Rädler: Das bleibt uns eh überlassen, oder? – Ruf bei den Grünen: Budgetwahrheit !)
Zwischenruf des Abg. Hörl
Frau Minister, was werden Sie tun, was werden Sie vor allem nicht parteipolitisch bedingt tun, dass wir die 200 Milliarden aushaftenden Kredite unserer Bankinstitute (Zwischenruf des Abg. Hörl), die im Osten damit behaftet sind, auch wieder lukrieren können?
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Vonseiten der ÖVP kommt da immer wieder die Forderung nach der Erhöhung der Mehrwertsteuer aufs Tapet, was für sehr viele Bevölkerungsteile ganz enorme Beeinträchtigungen bringen würde, da Dinge des alltäglichen Lebens dann viel mehr kosten würden. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP – Zwischenrufe bei der SPÖ
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Liebe Frau Abgeordnete, Sie erzählen hier die Unwahrheit (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP – Zwischenrufe bei der SPÖ), und zwar wenn Sie behaupten, von der ÖVP käme eine Mehrwertsteuererhöhungsfantasie. Steuererhöhungsfantasien kenne ich nur von der SPÖ, nicht von der ÖVP (Beifall bei der ÖVP) – und schon gar keine Mehrwertsteuererhöhung. (Zwischenrufe des Abg. Krainer und weiterer Abgeordneter der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Liebe Frau Abgeordnete, Sie erzählen hier die Unwahrheit (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP – Zwischenrufe bei der SPÖ), und zwar wenn Sie behaupten, von der ÖVP käme eine Mehrwertsteuererhöhungsfantasie. Steuererhöhungsfantasien kenne ich nur von der SPÖ, nicht von der ÖVP (Beifall bei der ÖVP) – und schon gar keine Mehrwertsteuererhöhung. (Zwischenrufe des Abg. Krainer und weiterer Abgeordneter der SPÖ.)
Zwischenrufe des Abg. Krainer und weiterer Abgeordneter der SPÖ.
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Liebe Frau Abgeordnete, Sie erzählen hier die Unwahrheit (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP – Zwischenrufe bei der SPÖ), und zwar wenn Sie behaupten, von der ÖVP käme eine Mehrwertsteuererhöhungsfantasie. Steuererhöhungsfantasien kenne ich nur von der SPÖ, nicht von der ÖVP (Beifall bei der ÖVP) – und schon gar keine Mehrwertsteuererhöhung. (Zwischenrufe des Abg. Krainer und weiterer Abgeordneter der SPÖ.)
Zwischenruf bei der FPÖ
Ich kann ausschließen, dass die ÖVP an Steuererhöhungen denkt. Die ÖVP denkt vielmehr an eine Steuerbremse (Zwischenruf bei der FPÖ), an eine Abgabenbremse, und nicht an Steuererhöhungen. (Beifall bei der ÖVP. – Rufe: wie bei der Mineralölsteuer, oder? Wie lang hören wir das? – Abg. Krainer: Unverschämtheit! – Weitere Zwischenrufe.)
Beifall bei der ÖVP. – Rufe: wie bei der Mineralölsteuer, oder? Wie lang hören wir das? – Abg. Krainer: Unverschämtheit! – Weitere Zwischenrufe.
Ich kann ausschließen, dass die ÖVP an Steuererhöhungen denkt. Die ÖVP denkt vielmehr an eine Steuerbremse (Zwischenruf bei der FPÖ), an eine Abgabenbremse, und nicht an Steuererhöhungen. (Beifall bei der ÖVP. – Rufe: wie bei der Mineralölsteuer, oder? Wie lang hören wir das? – Abg. Krainer: Unverschämtheit! – Weitere Zwischenrufe.)
Abg. Krainer: Eine Unverschämtheit ist das, hier die Unwahrheit zu sagen, eine Abgeordnete zu beleidigen! Unerhört! – Ruf bei der ÖVP: sei ruhig! – Weitere Zwischenrufe.
Abgeordneter Ing. Franz Windisch (ÖVP): Sehr geehrte Frau Finanzminister! Im Jahre 2008 wurde hier in diesem Haus das Finanzmarktstabilisierungsgesetz einstimmig beschlossen, damit Stützungsmaßnahmen für die heimischen Banken ermöglicht werden. (Abg. Krainer: Eine Unverschämtheit ist das, hier die Unwahrheit zu sagen, eine Abgeordnete zu beleidigen! Unerhört! – Ruf bei der ÖVP: sei ruhig! – Weitere Zwischenrufe.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen. – Zwischenruf bei den Grünen.
Die Verstaatlichung der Hypo Alpe-Adria erfolgte dann im Dezember 2009 zum Schutz der österreichischen Steuerzahler und der Volkswirtschaft; bei einem Scheitern wären nämlich sofort 20 Milliarden € Haftungen aufseiten Kärntens schlagend geworden. Die Grünen fordern nun die Schaffung einer Bad-Bank-Lösung, was die Verluste für die Steuerzahler maximieren würde, weil die Verluste aus dieser herauszuschälen wären. Sie sprechen von klugen Lösungen im Sinne der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, dass die Staatsschulden und das Defizit nicht explodieren. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen. – Zwischenruf bei den Grünen.)
Abg. Petzner: Die Frage hat Fekter !
Meine Frage diesbezüglich lautet: In welcher Höhe konnten in den vergangenen Jahren Risiken der Bank abgebaut werden und somit das Risiko negativer Auswirkungen hinsichtlich des Budgets reduziert werden? (Abg. Petzner: Die Frage hat Fekter !)
Zwischenruf des Abg. Petzner
Die Bank konnte inzwischen ein Drittel ihrer maroden Assets abbauen, die Haftungen von Kärnten konnten um ein Drittel reduziert werden (Zwischenruf des Abg. Petzner); sie haben damals 20 Milliarden betragen, jetzt sind es nur mehr 14 Milliarden. (Zwischenruf des Abg. Krainer.) Das hat dazu geführt, dass der Schaden, den der Steuerzahler hat, auch wesentlich geringer geworden ist. (Ruf bei der FPÖ: verursacht!)
Zwischenruf des Abg. Krainer.
Die Bank konnte inzwischen ein Drittel ihrer maroden Assets abbauen, die Haftungen von Kärnten konnten um ein Drittel reduziert werden (Zwischenruf des Abg. Petzner); sie haben damals 20 Milliarden betragen, jetzt sind es nur mehr 14 Milliarden. (Zwischenruf des Abg. Krainer.) Das hat dazu geführt, dass der Schaden, den der Steuerzahler hat, auch wesentlich geringer geworden ist. (Ruf bei der FPÖ: verursacht!)
Ruf bei der FPÖ: verursacht!
Die Bank konnte inzwischen ein Drittel ihrer maroden Assets abbauen, die Haftungen von Kärnten konnten um ein Drittel reduziert werden (Zwischenruf des Abg. Petzner); sie haben damals 20 Milliarden betragen, jetzt sind es nur mehr 14 Milliarden. (Zwischenruf des Abg. Krainer.) Das hat dazu geführt, dass der Schaden, den der Steuerzahler hat, auch wesentlich geringer geworden ist. (Ruf bei der FPÖ: verursacht!)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Bei den Restrukturierungsmaßnahmen werden wir nun einen Pfad einschlagen (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), der möglichst steuerzahlerschonend vorgeht, mit Verwertungsgesellschaften beispielsweise. Wenn wir Immobilien verwerten, braucht es nicht zwangsläufig eine Bank, wenn wir langfristig Leasingverträge auslaufen lassen, braucht es auch nicht zwangsläufig eine Bad Bank.
Zwischenruf des Abg. Mag. Rossmann
Bei der Bad Bank wären dem Steuerzahler die gesamten negativen, verlustbringenden Assets umgehängt worden. Die hätten sich nicht in Luft aufgelöst, sondern der Steuerzahler hätte dafür aufkommen müssen (Zwischenruf des Abg. Mag. Rossmann) – das sagt ja Herr Kogler nicht dazu. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: so böse angeschaut haben! von der ÖVP gewesen! – Zwischenruf des Abg. Brosz.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: so böse angeschaut haben! von der ÖVP gewesen! – Zwischenruf des Abg. Brosz.
Bei der Bad Bank wären dem Steuerzahler die gesamten negativen, verlustbringenden Assets umgehängt worden. Die hätten sich nicht in Luft aufgelöst, sondern der Steuerzahler hätte dafür aufkommen müssen (Zwischenruf des Abg. Mag. Rossmann) – das sagt ja Herr Kogler nicht dazu. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: so böse angeschaut haben! von der ÖVP gewesen! – Zwischenruf des Abg. Brosz.)
Abg. Grillitsch: Frage, Herr Petzner! Wo ist die Frage?
Abgeordneter Stefan Petzner (BZÖ): Frau Finanzminister, zu dieser Bad Bank und diesen klugen Lösungen, die Sie ansprechen – ob man jetzt über eine Bad Bank diskutiert oder über die klugen Lösungen, die Sie skizziert haben, mit einer Fondslösung oder was auch immer –: Tatsache ist, dass durch zwei Absätze im Kaufvertrag, den Herr Pröll abgeschlossen hat, geregelt ist (Abg. Grillitsch: Frage, Herr Petzner! Wo ist die Frage?), dass es bei allen diesen Maßnahmen zum Ersten die Zustimmung der Bayerischen Landesbank braucht und dass zum Zweiten eine solche Maßnahme automatisch zur Folge hätte (Abg. Grillitsch: keine Wortmeldung, sondern eine Frage!), dass die Bayerische Landesbank 2,6 Milliarden € des österreichischen Steuerzahlers ausbezahlt bekommen muss. Das hat Ihr Vorgänger Pröll verhandelt. – Herzlichen Dank dafür!, sagen die Steuerzahler.
Abg. Grillitsch: keine Wortmeldung, sondern eine Frage!
Abgeordneter Stefan Petzner (BZÖ): Frau Finanzminister, zu dieser Bad Bank und diesen klugen Lösungen, die Sie ansprechen – ob man jetzt über eine Bad Bank diskutiert oder über die klugen Lösungen, die Sie skizziert haben, mit einer Fondslösung oder was auch immer –: Tatsache ist, dass durch zwei Absätze im Kaufvertrag, den Herr Pröll abgeschlossen hat, geregelt ist (Abg. Grillitsch: Frage, Herr Petzner! Wo ist die Frage?), dass es bei allen diesen Maßnahmen zum Ersten die Zustimmung der Bayerischen Landesbank braucht und dass zum Zweiten eine solche Maßnahme automatisch zur Folge hätte (Abg. Grillitsch: keine Wortmeldung, sondern eine Frage!), dass die Bayerische Landesbank 2,6 Milliarden € des österreichischen Steuerzahlers ausbezahlt bekommen muss. Das hat Ihr Vorgänger Pröll verhandelt. – Herzlichen Dank dafür!, sagen die Steuerzahler.
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Ist diese Information, dass das im Kaufvertrag so geregelt ist, korrekt (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), und ist es korrekt, dass Sie Georg Krakow bereits beauftragt haben (Abg. Grillitsch: Frage!), mit den bayrischen Politikern und der BayernLB eine Lösung im Hintergrund zu verhandeln? Ich ersuche Sie um wahrheitsgemäße Beantwortung, Frau Finanzminister. (Beifall bei Abgeordneten des BZÖ.)
Abg. Grillitsch: Frage!
Ist diese Information, dass das im Kaufvertrag so geregelt ist, korrekt (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), und ist es korrekt, dass Sie Georg Krakow bereits beauftragt haben (Abg. Grillitsch: Frage!), mit den bayrischen Politikern und der BayernLB eine Lösung im Hintergrund zu verhandeln? Ich ersuche Sie um wahrheitsgemäße Beantwortung, Frau Finanzminister. (Beifall bei Abgeordneten des BZÖ.)
Beifall bei Abgeordneten des BZÖ.
Ist diese Information, dass das im Kaufvertrag so geregelt ist, korrekt (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), und ist es korrekt, dass Sie Georg Krakow bereits beauftragt haben (Abg. Grillitsch: Frage!), mit den bayrischen Politikern und der BayernLB eine Lösung im Hintergrund zu verhandeln? Ich ersuche Sie um wahrheitsgemäße Beantwortung, Frau Finanzminister. (Beifall bei Abgeordneten des BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Na ja! Die einen sagen so, die anderen sagen so! – Ruf bei der ÖVP: die einen haben recht! – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Herr Abgeordneter Petzner, ich antworte auch hier im Hohen Haus immer wahrheitsgemäß. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Na ja! Die einen sagen so, die anderen sagen so! – Ruf bei der ÖVP: die einen haben recht! – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Sie sind nämlich immun, Sie können alle Vorwürfe erheben. Ich bin nicht immun, ich muss hier wahrheitsgemäß aussagen. (Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.)
Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Herr Abgeordneter Petzner, ich antworte auch hier im Hohen Haus immer wahrheitsgemäß. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Na ja! Die einen sagen so, die anderen sagen so! – Ruf bei der ÖVP: die einen haben recht! – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Sie sind nämlich immun, Sie können alle Vorwürfe erheben. Ich bin nicht immun, ich muss hier wahrheitsgemäß aussagen. (Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.
Im Hinblick auf die Zustimmungsrechte der Landesbank: Es ist richtig, dass die Landesbank Zustimmungsrechte für gewisse Geschäfte hat, nicht für alle. (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.) Im Hinblick auf den Restrukturierungsplan haben wir die Kommission darauf aufmerksam gemacht, dass wir die Restrukturierungsvorgaben, die wir von der Kommission bekommen, nur dann umsetzen können, wenn es Zustimmung bei den Bayern findet, da gemeinsam vorzugehen. Wir wollen ja die Bayern auch nicht aus der Pflicht entlassen, ganz im Gegenteil. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg.
Beifall bei der ÖVP.
Dr. Rosenkranz.) Wir haben ja dafür gesorgt, dass das Kapital, das sie in der Bank haben, nicht zurückgezahlt wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Grosz: Wie wäre es einmal mit Frage beantworten, Frau Minister?
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Wir gelangen nun zur Anfrage 239/M. Das ist jene des Herrn Klubobmannes Bucher. – Bitte. (Abg. Grosz: Wie wäre es einmal mit Frage beantworten, Frau Minister?)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Ich habe mir jetzt Folgendes angeschaut – weil Sie auch immer wieder von sich behaupten, die Schuldenentwicklung in den Griff bekommen zu wollen –: Alleine in den Jahren 2008 bis 2013 haben sich die Schulden von 180 auf 231 Milliarden € erhöht. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Das ist eine eklatante Erhöhung um 51 Milliarden € zulasten der nächsten Generationen.
Abg. Dr. Rosenkranz: Wer bremst, verliert!
Ist das eine Schuldenbremse, Frau Finanzministerin? (Abg. Dr. Rosenkranz: Wer bremst, verliert!)
Beifall beim BZÖ.
(Beifall beim BZÖ.)
Abg. Bucher: Reden Sie sich nicht auf das aus!
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Wir haben gemeinsam hier im Hohen Haus – ich war schon da, und Sie waren auch dabei (Abg. Bucher: Reden Sie sich nicht auf das aus!) – am 24. September, vier Tage vor der Wahl, ein Wünsch-dir-was-Paket beschlossen, das diese Schulden in die Höhe getrieben hat. (Zwischenruf bei der FPÖ. – Abg. Bucher: 51 Milliarden! – Abg. Vilimsky: Das ist ja eine Provokation, bitte!)
Zwischenruf bei der FPÖ. – Abg. Bucher: 51 Milliarden! – Abg. Vilimsky: Das ist ja eine Provokation, bitte!
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Wir haben gemeinsam hier im Hohen Haus – ich war schon da, und Sie waren auch dabei (Abg. Bucher: Reden Sie sich nicht auf das aus!) – am 24. September, vier Tage vor der Wahl, ein Wünsch-dir-was-Paket beschlossen, das diese Schulden in die Höhe getrieben hat. (Zwischenruf bei der FPÖ. – Abg. Bucher: 51 Milliarden! – Abg. Vilimsky: Das ist ja eine Provokation, bitte!)
Beifall bei der ÖVP.
Alle Fraktionen waren dabei – alle! –, da kann sich niemand absentieren! Es gab eine Krise, und wir haben gegengesteuert. Wir haben damit die Arbeitsplätze in Österreich erhalten können, und es geht uns wirtschaftlich besser als allen rund um uns. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf beim BZÖ.
Diese Politik war also richtig. Dass wir dann aber schauen müssen, dass wir das wieder in den Griff bekommen, was wir an Geld ausgegeben haben, hat zum Stabilitätspakt geführt, hat zur Schuldenbremse geführt, und ich achte darauf, dass das eingehalten wird. (Zwischenruf beim BZÖ.)
Abg. Grosz: Weil sie schon !
Sehr geehrter Herr Abgeordneter, natürlich dürfen in Zukunft für die Bankenrettungen nicht die Steuerzahler weiter zur Kasse gebeten werden. (Abg. Grosz: Weil sie schon !) Ich habe heute schon mehrmals erwähnt, dass da ein Fonds aufgebaut werden soll, gemäß einer EU-Richtlinie – der Bankensektor selber trägt dazu bei, diesen Fonds aufzubauen –, und von dort wird dann die Bankenabwicklung oder die Bankenhilfe gespeist und nicht mehr vom Steuerzahler. Es ist unser Ziel – sowohl europäisch als auch hier in Österreich –, es abzukoppeln, dass nicht automatisch der
Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ.
Steuerzahler zur Kasse gebeten wird, wenn der Finanzsektor in Schwierigkeiten gerät. (Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ
Abgeordneter Josef Bucher (BZÖ): Richtig ist, dass in erster Linie der Steuerzahler das alles ausbaden muss, was Sie ihm eingebrockt haben. Sie können in keiner Weise den Anspruch stellen, Anwalt der Steuerzahler in Österreich zu sein (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ), denn Sie verschlimmern von Tag zu Tag die Situation der österreichischen Steuerzahler. (Ruf bei der ÖVP: Lei-Lei!) Dafür sind einzig und allein Sie als Finanzministerin verantwortlich und zuständig. (Abg. Dr. Stummvoll: Die Gesetze beschließt das Parlament! – Abg. Rädler: Frage!)
Ruf bei der ÖVP: Lei-Lei!
Abgeordneter Josef Bucher (BZÖ): Richtig ist, dass in erster Linie der Steuerzahler das alles ausbaden muss, was Sie ihm eingebrockt haben. Sie können in keiner Weise den Anspruch stellen, Anwalt der Steuerzahler in Österreich zu sein (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ), denn Sie verschlimmern von Tag zu Tag die Situation der österreichischen Steuerzahler. (Ruf bei der ÖVP: Lei-Lei!) Dafür sind einzig und allein Sie als Finanzministerin verantwortlich und zuständig. (Abg. Dr. Stummvoll: Die Gesetze beschließt das Parlament! – Abg. Rädler: Frage!)
Abg. Dr. Stummvoll: Die Gesetze beschließt das Parlament! – Abg. Rädler: Frage!
Abgeordneter Josef Bucher (BZÖ): Richtig ist, dass in erster Linie der Steuerzahler das alles ausbaden muss, was Sie ihm eingebrockt haben. Sie können in keiner Weise den Anspruch stellen, Anwalt der Steuerzahler in Österreich zu sein (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ), denn Sie verschlimmern von Tag zu Tag die Situation der österreichischen Steuerzahler. (Ruf bei der ÖVP: Lei-Lei!) Dafür sind einzig und allein Sie als Finanzministerin verantwortlich und zuständig. (Abg. Dr. Stummvoll: Die Gesetze beschließt das Parlament! – Abg. Rädler: Frage!)
Abg. Dr. Stummvoll: Die Steuergesetze beschließt das Parlament!
Wenn Sie schon sehen, dass sich der Schuldenberg laufend erhöht, sich die Steuerbelastung auf einem Höchststand befindet, warum gehen Sie nicht in die Strukturen rein (Abg. Dr. Stummvoll: Die Steuergesetze beschließt das Parlament!), verändern in Österreich endlich einmal im Bereich der Verwaltung, der Bürokratie etwas, um dort die Einsparungspotenziale zu heben, um diesem ganzen Schulden-, Verschwendungswahn, den Sie betreiben, den Kampf anzusagen? (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wenn Sie schon sehen, dass sich der Schuldenberg laufend erhöht, sich die Steuerbelastung auf einem Höchststand befindet, warum gehen Sie nicht in die Strukturen rein (Abg. Dr. Stummvoll: Die Steuergesetze beschließt das Parlament!), verändern in Österreich endlich einmal im Bereich der Verwaltung, der Bürokratie etwas, um dort die Einsparungspotenziale zu heben, um diesem ganzen Schulden-, Verschwendungswahn, den Sie betreiben, den Kampf anzusagen? (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Bucher: Schon wieder lustig!
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Sehr geehrter Herr Bucher, da treffen wir uns! (Abg. Bucher: Schon wieder lustig!) Einen 27-Milliarden-Konsolidierungspfad hat dieses Hohe Haus hier mit den Fraktionen der Regierung beschlossen. (Abg. Bucher: lustig ist das!) Sie waren da nicht dabei. Wir haben die Strukturen verändert, wir haben hier Reformen angesetzt (Abg. Bucher: Sonst würde der Schuldenstand nicht so steigen!) – sowohl im Gesundheitsbereich als auch bei den Frühpensionisten, im Hinblick auf die Verwaltung (Abg. Bucher: Den Kleinen haben Sie es genommen, den Großen haben Sie es gegeben!) als auch bei den Maßnahmen, die dieses Geld einsparen. Wir haben einen 27-Milliarden-Konsolidierungspfad, damit wir zum Nulldefizit kommen. (Abg. Bucher: Der Schuldenstand steigt!)
Abg. Bucher: lustig ist das!
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Sehr geehrter Herr Bucher, da treffen wir uns! (Abg. Bucher: Schon wieder lustig!) Einen 27-Milliarden-Konsolidierungspfad hat dieses Hohe Haus hier mit den Fraktionen der Regierung beschlossen. (Abg. Bucher: lustig ist das!) Sie waren da nicht dabei. Wir haben die Strukturen verändert, wir haben hier Reformen angesetzt (Abg. Bucher: Sonst würde der Schuldenstand nicht so steigen!) – sowohl im Gesundheitsbereich als auch bei den Frühpensionisten, im Hinblick auf die Verwaltung (Abg. Bucher: Den Kleinen haben Sie es genommen, den Großen haben Sie es gegeben!) als auch bei den Maßnahmen, die dieses Geld einsparen. Wir haben einen 27-Milliarden-Konsolidierungspfad, damit wir zum Nulldefizit kommen. (Abg. Bucher: Der Schuldenstand steigt!)
Abg. Bucher: Sonst würde der Schuldenstand nicht so steigen!
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Sehr geehrter Herr Bucher, da treffen wir uns! (Abg. Bucher: Schon wieder lustig!) Einen 27-Milliarden-Konsolidierungspfad hat dieses Hohe Haus hier mit den Fraktionen der Regierung beschlossen. (Abg. Bucher: lustig ist das!) Sie waren da nicht dabei. Wir haben die Strukturen verändert, wir haben hier Reformen angesetzt (Abg. Bucher: Sonst würde der Schuldenstand nicht so steigen!) – sowohl im Gesundheitsbereich als auch bei den Frühpensionisten, im Hinblick auf die Verwaltung (Abg. Bucher: Den Kleinen haben Sie es genommen, den Großen haben Sie es gegeben!) als auch bei den Maßnahmen, die dieses Geld einsparen. Wir haben einen 27-Milliarden-Konsolidierungspfad, damit wir zum Nulldefizit kommen. (Abg. Bucher: Der Schuldenstand steigt!)
Abg. Bucher: Den Kleinen haben Sie es genommen, den Großen haben Sie es gegeben!
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Sehr geehrter Herr Bucher, da treffen wir uns! (Abg. Bucher: Schon wieder lustig!) Einen 27-Milliarden-Konsolidierungspfad hat dieses Hohe Haus hier mit den Fraktionen der Regierung beschlossen. (Abg. Bucher: lustig ist das!) Sie waren da nicht dabei. Wir haben die Strukturen verändert, wir haben hier Reformen angesetzt (Abg. Bucher: Sonst würde der Schuldenstand nicht so steigen!) – sowohl im Gesundheitsbereich als auch bei den Frühpensionisten, im Hinblick auf die Verwaltung (Abg. Bucher: Den Kleinen haben Sie es genommen, den Großen haben Sie es gegeben!) als auch bei den Maßnahmen, die dieses Geld einsparen. Wir haben einen 27-Milliarden-Konsolidierungspfad, damit wir zum Nulldefizit kommen. (Abg. Bucher: Der Schuldenstand steigt!)
Abg. Bucher: Der Schuldenstand steigt!
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Sehr geehrter Herr Bucher, da treffen wir uns! (Abg. Bucher: Schon wieder lustig!) Einen 27-Milliarden-Konsolidierungspfad hat dieses Hohe Haus hier mit den Fraktionen der Regierung beschlossen. (Abg. Bucher: lustig ist das!) Sie waren da nicht dabei. Wir haben die Strukturen verändert, wir haben hier Reformen angesetzt (Abg. Bucher: Sonst würde der Schuldenstand nicht so steigen!) – sowohl im Gesundheitsbereich als auch bei den Frühpensionisten, im Hinblick auf die Verwaltung (Abg. Bucher: Den Kleinen haben Sie es genommen, den Großen haben Sie es gegeben!) als auch bei den Maßnahmen, die dieses Geld einsparen. Wir haben einen 27-Milliarden-Konsolidierungspfad, damit wir zum Nulldefizit kommen. (Abg. Bucher: Der Schuldenstand steigt!)
Ruf beim BZÖ: Na hoffentlich!
Sehr geehrter Herr Abgeordneter, ich respektiere den Souverän hier im Hohen Haus (Ruf beim BZÖ: Na hoffentlich!), ich war ja selber lange genug Parlamentarierin. Gesetze werden hier beschlossen, das heißt, sowohl die Ausgabensenkungsgesetze als auch die Abgabenerhöhungsgesetze. (Abg. Bucher: Kommen nicht von Ihnen?!)
Abg. Bucher: Kommen nicht von Ihnen?!
Sehr geehrter Herr Abgeordneter, ich respektiere den Souverän hier im Hohen Haus (Ruf beim BZÖ: Na hoffentlich!), ich war ja selber lange genug Parlamentarierin. Gesetze werden hier beschlossen, das heißt, sowohl die Ausgabensenkungsgesetze als auch die Abgabenerhöhungsgesetze. (Abg. Bucher: Kommen nicht von Ihnen?!)
Ruf bei der ÖVP: ... Frage!
Halten Sie es daher für sozial, dass Österreich keine nennenswerten Immobiliensteuern und überhaupt keine Erbschafts- und Schenkungssteuer einhebt, obwohl – nach den Ergebnissen der Studie der Oesterreichischen Nationalbank – lediglich 5 Prozent der Haushalte über 45 Prozent des gesamten Vermögens verfügen und obwohl vermögensbezogene Steuern nachweislich – Empfehlung der Europäischen Kommission und des Rates; haben Sie selbst beschlossen – zu den wachstumsunschädlichsten Steuern gehören und sich daher bestens zu einer Entlastung des Faktors Arbeit, insbesondere für niedrige Einkommen, eignen? (Ruf bei der ÖVP: ... Frage!)
Abg. Krainer: Für wen? Für wen?
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Sehr geehrter Herr Abgeordneter, Österreich hat nicht das Problem, zu wenige Steuern einzuheben; ganz im Gegenteil: Österreich ist ein Hochsteuerland. (Abg. Krainer: Für wen? Für wen?) Wir schröpfen die Menschen schon ziemlich stark, daher müssen wir darüber nachdenken, wie wir die Steuern senken können – und sollen nicht ständig neue Steuererhöhungsfantasien wälzen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Mag. Rossmann: Haben Sie mir überhaupt zugehört?)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Mag. Rossmann: Haben Sie mir überhaupt zugehört?
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Sehr geehrter Herr Abgeordneter, Österreich hat nicht das Problem, zu wenige Steuern einzuheben; ganz im Gegenteil: Österreich ist ein Hochsteuerland. (Abg. Krainer: Für wen? Für wen?) Wir schröpfen die Menschen schon ziemlich stark, daher müssen wir darüber nachdenken, wie wir die Steuern senken können – und sollen nicht ständig neue Steuererhöhungsfantasien wälzen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Mag. Rossmann: Haben Sie mir überhaupt zugehört?)
Zwischenruf bei der FPÖ
Im Grunde genommen denken viele hier nur über Steuererhöhungen nach und viel zu wenig über Steuersenkungen. Wir müssen die, die belastet sind, entlasten (Zwischenruf bei der FPÖ) und sollen nicht ständig darüber nachdenken, wie wir den Menschen neue Belastungen aufbürden können. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Rossmann: Entlastung des Faktors Arbeit gesprochen! – Ruf bei der SPÖ: keine Antwort!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Rossmann: Entlastung des Faktors Arbeit gesprochen! – Ruf bei der SPÖ: keine Antwort!
Im Grunde genommen denken viele hier nur über Steuererhöhungen nach und viel zu wenig über Steuersenkungen. Wir müssen die, die belastet sind, entlasten (Zwischenruf bei der FPÖ) und sollen nicht ständig darüber nachdenken, wie wir den Menschen neue Belastungen aufbürden können. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Rossmann: Entlastung des Faktors Arbeit gesprochen! – Ruf bei der SPÖ: keine Antwort!)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Wir haben das duale Ausbildungssystem, das hilft, dass die Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen in Österreich sehr gering ist. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben auch die berufsbildenden höheren Schulen, die die jungen Leute vorbereiten. Wir haben große Geldmittel in der aktiven Arbeitsmarktpolitik, mit denen wir jene Jugendlichen, die weder in einem dualen System noch in der Schule sind, im Arbeitsmarkt unterstützen können. Und wir sagen in Europa, dass unsere guten Modelle Best Practice sein könnten – auch für Griechenland, auch für Spanien. Da ist die ganze Bundesregierung gefordert, weil wir natürlich die Zukunft der Jungen als Chance sehen und nicht als Bürde. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall und Zwischenrufe bei Abgeordneten der SPÖ.
Was werden Sie diesen Parteifreunden sagen? (Beifall und Zwischenrufe bei Abgeordneten der SPÖ.)
Ah-Rufe bei SPÖ und BZÖ
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Also die Industriellenvereinigung ist keine Vorfeldorganisation der ÖVP (Ah-Rufe bei SPÖ und BZÖ), und ich habe Herrn Präsidenten Kapsch schon meine Meinung dazu gesagt (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz), nämlich: Die Erhöhung der Mehrwertsteuer geht zulasten der Kaufkraft der Menschen, treibt die Inflation an; eine treibende Inflation wirkt sich auch im Staatshaushalt aus (Zwischenruf des Abg. Haberzettl), und daher befürworte ich eine Erhöhung der Mehrwertsteuer nicht.
Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Also die Industriellenvereinigung ist keine Vorfeldorganisation der ÖVP (Ah-Rufe bei SPÖ und BZÖ), und ich habe Herrn Präsidenten Kapsch schon meine Meinung dazu gesagt (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz), nämlich: Die Erhöhung der Mehrwertsteuer geht zulasten der Kaufkraft der Menschen, treibt die Inflation an; eine treibende Inflation wirkt sich auch im Staatshaushalt aus (Zwischenruf des Abg. Haberzettl), und daher befürworte ich eine Erhöhung der Mehrwertsteuer nicht.
Zwischenruf des Abg. Haberzettl
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Also die Industriellenvereinigung ist keine Vorfeldorganisation der ÖVP (Ah-Rufe bei SPÖ und BZÖ), und ich habe Herrn Präsidenten Kapsch schon meine Meinung dazu gesagt (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz), nämlich: Die Erhöhung der Mehrwertsteuer geht zulasten der Kaufkraft der Menschen, treibt die Inflation an; eine treibende Inflation wirkt sich auch im Staatshaushalt aus (Zwischenruf des Abg. Haberzettl), und daher befürworte ich eine Erhöhung der Mehrwertsteuer nicht.
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Eine Mehrwertsteuererhöhung ist im Hinblick auf Kaufkraft, auf Investitionen, auf Inflationsanheizung und damit auch auf den Staatshaushalt nicht wirklich sinnvoll, weil mit einer Inflationsanheizung habe ich dann höhere Lohnabschlüsse, höhere Pensionsabschlüsse, höhere Beamtenabschlüsse (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), und das frisst dann den Ertrag, der durch eine Erhöhung käme, sofort wieder weg. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Eine Mehrwertsteuererhöhung ist im Hinblick auf Kaufkraft, auf Investitionen, auf Inflationsanheizung und damit auch auf den Staatshaushalt nicht wirklich sinnvoll, weil mit einer Inflationsanheizung habe ich dann höhere Lohnabschlüsse, höhere Pensionsabschlüsse, höhere Beamtenabschlüsse (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), und das frisst dann den Ertrag, der durch eine Erhöhung käme, sofort wieder weg. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Ruf: Vorlage!
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Ja, Frau Abgeordnete, wir sind wesentlich besser aufgestellt (Ruf: Vorlage!) und wir können die Krisen, die uns ja ständig begleiten, wesentlich besser managen. Wir haben dafür neue Institutionen geschaffen, die dieses Krisenmanagement begleiten – denken Sie an den ESM oder denken Sie an die EFSF.
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Darüber hinaus haben wir jetzt ein gemeinsames Aufsichtskonstrukt geschaffen, damit die Banken kontrolliert werden – unter den gleichen Bedingungen, den gleichen Standards. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Und vor allem wollen wir auch weiter diesen Abwicklungsfonds gründen, dass, wenn Krisen im Bankensektor vorkommen, nicht mehr der Steuerzahler zahlen muss, sondern der Finanzsektor selbst etwas dazu beiträgt.
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Wie werden Sie jetzt in dieser Sache weiter vorgehen, da ja dieser Erpressungsversuch auch evident und belegt ist und der Herr Finanzminister Pröll, Ihr Vorgänger, sich zum Schaden der Steuerzahler von der BayernLB erpressen ließ? Und wenn Sie tatsächlich diesen Schutzwall aufbauen wollen (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), dann müssen Sie hier entsprechende Maßnahmen setzen. Welche Maßnahmen werden Sie also in diese Richtung setzen?
Abg. Brosz: Das ist ein strafrechtlicher Vorwurf!
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Sie genießen hier Immunität, daher können Sie ungestraft derartige Verleumdungen über die Medien verbreiten. (Abg. Brosz: Das ist ein strafrechtlicher Vorwurf!) Eine Erpressung ist eine Verleumdung. – Diesen Vorwurf hat er erhoben und den weise ich auf das Allerentschiedenste zurück. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Geh in Deckung, die schießen gleich!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Geh in Deckung, die schießen gleich!
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Sie genießen hier Immunität, daher können Sie ungestraft derartige Verleumdungen über die Medien verbreiten. (Abg. Brosz: Das ist ein strafrechtlicher Vorwurf!) Eine Erpressung ist eine Verleumdung. – Diesen Vorwurf hat er erhoben und den weise ich auf das Allerentschiedenste zurück. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Geh in Deckung, die schießen gleich!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Es war notwendig, die Hypo zu verstaatlichen. Das Schlamassel hat uns das System Haider eingebrockt mit 20 Milliarden € an Haftungen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.) Diese 20 Milliarden € wären schlagartig über das Land Kärnten hereingebrochen, und das Land Kärnten hätte diese 20 Milliarden € niemals schultern können. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Man hätte die Krankenschwestern nicht mehr bezahlen können, man hätte die Lehrerinnen und Lehrer nicht mehr bezahlen können, man hätte die Straßenmeistereien nicht mehr bezahlen können. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Diesen Schuldenberg hätte dann der Bund schultern müssen, und daher mussten wir im Jahr 2009 so handeln. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Petzner: Sie sagen schon wieder nicht die Wahrheit!)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Es war notwendig, die Hypo zu verstaatlichen. Das Schlamassel hat uns das System Haider eingebrockt mit 20 Milliarden € an Haftungen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.) Diese 20 Milliarden € wären schlagartig über das Land Kärnten hereingebrochen, und das Land Kärnten hätte diese 20 Milliarden € niemals schultern können. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Man hätte die Krankenschwestern nicht mehr bezahlen können, man hätte die Lehrerinnen und Lehrer nicht mehr bezahlen können, man hätte die Straßenmeistereien nicht mehr bezahlen können. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Diesen Schuldenberg hätte dann der Bund schultern müssen, und daher mussten wir im Jahr 2009 so handeln. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Petzner: Sie sagen schon wieder nicht die Wahrheit!)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Es war notwendig, die Hypo zu verstaatlichen. Das Schlamassel hat uns das System Haider eingebrockt mit 20 Milliarden € an Haftungen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.) Diese 20 Milliarden € wären schlagartig über das Land Kärnten hereingebrochen, und das Land Kärnten hätte diese 20 Milliarden € niemals schultern können. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Man hätte die Krankenschwestern nicht mehr bezahlen können, man hätte die Lehrerinnen und Lehrer nicht mehr bezahlen können, man hätte die Straßenmeistereien nicht mehr bezahlen können. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Diesen Schuldenberg hätte dann der Bund schultern müssen, und daher mussten wir im Jahr 2009 so handeln. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Petzner: Sie sagen schon wieder nicht die Wahrheit!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Petzner: Sie sagen schon wieder nicht die Wahrheit!
Es war notwendig, die Hypo zu verstaatlichen. Das Schlamassel hat uns das System Haider eingebrockt mit 20 Milliarden € an Haftungen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.) Diese 20 Milliarden € wären schlagartig über das Land Kärnten hereingebrochen, und das Land Kärnten hätte diese 20 Milliarden € niemals schultern können. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Man hätte die Krankenschwestern nicht mehr bezahlen können, man hätte die Lehrerinnen und Lehrer nicht mehr bezahlen können, man hätte die Straßenmeistereien nicht mehr bezahlen können. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Diesen Schuldenberg hätte dann der Bund schultern müssen, und daher mussten wir im Jahr 2009 so handeln. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Petzner: Sie sagen schon wieder nicht die Wahrheit!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Petzner. – Abg. Grosz: Jetzt schießen sie gleich!
Ihr vom BZÖ oder jetzt vom Team Stronach, ihr betreibt Kindesweglegung. Wir haben uns der Situation angenommen, damit hier kein Schaden für die Steuerzahler entsteht. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Petzner. – Abg. Grosz: Jetzt schießen sie gleich!)
Abg. Mag. Kogler: Können Sie die ÖVP bitte beruhigen?
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Mag. Kogler. – Bitte. (Abg. Mag. Kogler: Können Sie die ÖVP bitte beruhigen?) – Moment, da stimmt die Liste nicht!
Abg. Mag. Kogler – das Rednerpult verlassend –: Entschuldigung, tut mir leid!
Die nächste Fragestellerin ist Frau Abgeordnete Himmelbauer. – Bitte. (Abg. Mag. Kogler – das Rednerpult verlassend –: Entschuldigung, tut mir leid!)
Abg. Grosz: Das ist eine der Ihren! Vorsicht, nicht anschreien! – Zwischenruf des Abg. Brosz.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Frau Bundesministerin, bitte. (Abg. Grosz: Das ist eine der Ihren! Vorsicht, nicht anschreien! – Zwischenruf des Abg. Brosz.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
abgewickelt werden können, ohne dass man den Steuerzahler dazu braucht. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Grosz: Jetzt geht es gleich wieder los!
Abgeordneter Stefan Petzner (BZÖ): Frau Bundesminister! (Abg. Grosz: Jetzt geht es gleich wieder los!) Tatsache ist, dass Sie auf Kosten des österreichischen Steuerzahlers die Kriminalisierung der Hypo von 2009 bis 2013 betrieben und damit einen massiven Schaden für die Bank, für die Mitarbeiter und den Steuerzahler angerichtet haben.
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Können Sie, Frau Minister Fekter, im Zusammenhang mit den Kosten für die CSI Hypo, die Sie ja teilweise auch auf die Bank übergewälzt haben, um die Auskunftspflicht hier im Parlament zu umgehen, garantieren, dass es für sämtliche dieser Kostenüberwälzungen – diese Kosten wurden ja, wie gesagt, in Ihrem Auftrag auf die Bank übergewälzt – durch die zuständigen Gremien der Bank – ich nenne hier den Vorstand und den Aufsichtsrat – die entsprechenden notwendigen Beschlüsse (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen) nach den Bestimmungen des Bankwesengesetzes und des Aktiengesetzes gibt? Ich verweise dazu auf folgende zahlreiche ...
Abg. Petzner: ... hier Stellung nehmen!
Frau Bundesministerin, bitte. (Abg. Petzner: ... hier Stellung nehmen!)
Abg. Petzner: Das war nicht die Frage!
Die Verurteilungen, die dann im Anschluss auch passiert sind – erst vorgestern hat der Oberste Gerichtshof Haftstrafen der früheren Bankmanager bestätigt –, zeigen ja, dass hier auch kriminelles Handeln passiert ist. (Abg. Petzner: Das war nicht die Frage!) Im Hinblick auf diese Aufarbeitung hat die betreffende CSI-Gruppe eine Fülle von Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft getätigt, die derzeit noch in Bearbeitung sind, und ich gehe davon aus, dass es auch noch mehrere Verurteilungen geben wird. (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.
Die Verurteilungen, die dann im Anschluss auch passiert sind – erst vorgestern hat der Oberste Gerichtshof Haftstrafen der früheren Bankmanager bestätigt –, zeigen ja, dass hier auch kriminelles Handeln passiert ist. (Abg. Petzner: Das war nicht die Frage!) Im Hinblick auf diese Aufarbeitung hat die betreffende CSI-Gruppe eine Fülle von Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft getätigt, die derzeit noch in Bearbeitung sind, und ich gehe davon aus, dass es auch noch mehrere Verurteilungen geben wird. (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Petzner: Das werden wir machen! Da werden Sie ein Problem haben!
Im Hinblick auf das Handeln der Organe muss ich sagen, dass die Organe – Aufsichtsrat und Vorstände – natürlich in ihrem eigenen Wirkungsbereich handeln, und da müssen Sie dort nachfragen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Petzner: Das werden wir machen! Da werden Sie ein Problem haben!)
Beifall bei den Grünen.
Kärnten gehandelt hat, aber es muss immer noch die Frage zulässig sein, was nachher passiert ist. (Beifall bei den Grünen.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen. – He-Rufe bei der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Kogler, halt dich zurück!
Ich mache die ÖVP-Abgeordneten darauf aufmerksam, dass es die ÖVP ist – in Einigkeit mit der SPÖ –, die verhindert, dass jener Josef Pröll im Parlament überhaupt zum Rechnungshofbericht aussagt. Die Vertuschung geht ja weiter! (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen. – He-Rufe bei der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Kogler, halt dich zurück!)
Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Ich frage Sie, wie Sie einen Vertrag, wo alles zum Nachteil der Republik Österreich gemacht wurde, im Nachhinein rechtfertigen, und welche Schritte Ihr Haus gesetzt hat, um den Schaden wenigstens zu minimieren. (Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.)
Beifall bei Grünen und BZÖ.
Gibt es bei Ihnen Untersuchungen, die das Vorgehen von damals überhaupt einmal durchleuchtet haben? (Beifall bei Grünen und BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Die Notverstaatlichung der Hypo war notwendig, weil das Land Kärnten in unverantwortlicher Weise 20 Milliarden € an Haftungen angesammelt hatte, die sofort schlagend geworden wären, wenn die Bank in Konkurs geschickt worden wäre. Und diese Haftungen des Landes Kärnten haben Österreich in die Ziehung gebracht, nicht die Bayern! Den Bayern war die Haftung von Kärnten egal, aber uns hat das nicht egal sein können, weil es ja auf den Bund zurückgeschlagen hätte. (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.)
Abg. Petzner: Von 21 auf 24 reduziert? – Abg. Ing. Westenthaler: Von 21 auf 24 reduziert? Das ist eine Rechnung!
Zweitens, was ist dann passiert? – Herr Kollege Kogler, die Bank hat inzwischen ein Drittel der negativen Assets abgebaut. Es ist die Bilanzsumme von 21 Milliarden € auf 24 Milliarden € reduziert worden. (Abg. Petzner: Von 21 auf 24 reduziert? – Abg. Ing. Westenthaler: Von 21 auf 24 reduziert? Das ist eine Rechnung!)
Abg. Ing. Westenthaler: Von 21 auf 24 wird nicht reduziert!
Das heißt, damit ist auch der Schaden reduziert worden. Die Haftung des Landes Kärnten wurde von 20 Milliarden € auf 14 Milliarden € reduziert, und damit ist auch das Risiko reduziert worden. (Abg. Ing. Westenthaler: Von 21 auf 24 wird nicht reduziert!) Man hat das Risikomanagement in der Bank State of the Art neu aufgebaut und hat dann auch die einzelnen Töchter in Südosteuropa zu verkaufsfähigen Einheiten rekonstruiert. Und damit werden wir jetzt anhand des Rekonstruierungsplans weiter fortfahren.
Abg. Mag. Kogler: Er sagt ja auch nicht aus!
Es ist nicht gerechtfertigt, an meinen Vorgänger permanent diese Verleumdungsvorwürfe zu richten. Er kann sich nicht wehren. (Abg. Mag. Kogler: Er sagt ja auch nicht aus!) Er wird sich auch nicht wehren, aber Sie als Abgeordneter sind immun und können hier alle Vorwürfe unter Straflosigkeit bringen. (He-Ruf des Abg. Ing. Westenthaler.) Das ist unsachlich, Herr Kogler. (Beifall bei der ÖVP.)
He-Ruf des Abg. Ing. Westenthaler.
Es ist nicht gerechtfertigt, an meinen Vorgänger permanent diese Verleumdungsvorwürfe zu richten. Er kann sich nicht wehren. (Abg. Mag. Kogler: Er sagt ja auch nicht aus!) Er wird sich auch nicht wehren, aber Sie als Abgeordneter sind immun und können hier alle Vorwürfe unter Straflosigkeit bringen. (He-Ruf des Abg. Ing. Westenthaler.) Das ist unsachlich, Herr Kogler. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist nicht gerechtfertigt, an meinen Vorgänger permanent diese Verleumdungsvorwürfe zu richten. Er kann sich nicht wehren. (Abg. Mag. Kogler: Er sagt ja auch nicht aus!) Er wird sich auch nicht wehren, aber Sie als Abgeordneter sind immun und können hier alle Vorwürfe unter Straflosigkeit bringen. (He-Ruf des Abg. Ing. Westenthaler.) Das ist unsachlich, Herr Kogler. (Beifall bei der ÖVP.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Es sind Ihnen in letzter Zeit die zwei wirklichen Chefs der Bank abhandengekommen. Der Aufsichtsrat Johannes Ditz hat gekündigt, und in weiterer Folge ist Gottwald Kranebitter als Chef der Bank gegangen und hat Sie nicht einmal informiert. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Beide haben wirklich belastende Aussagen zu Ihrer Arbeit gemacht. Sie haben sich dazu öffentlich nicht geäußert.
Abg. Dr. Rosenkranz: ... Bundesland Kärnten Haftungen übernommen hat!
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Ich habe bereits im April die erfahrenen Banker Dr. Liebscher und Wala in den Aufsichtsrat gegeben, um die Bank zu unterstützen, damit die Organe dort beim schwierigen Vorhaben der Restrukturierung unterstützt werden. (Abg. Dr. Rosenkranz: ... Bundesland Kärnten Haftungen übernommen hat!) Trotz der Entscheidungen des Herrn Dr. Ditz war aber bereits dafür vorgesorgt – vorher schon –, dass ein reibungsloser Übergang möglich ist. (Abg. Dr. Rosenkranz: Mittlerweile können ja die Abgeordneten die Frau Minister doubeln!)
Abg. Dr. Rosenkranz: Mittlerweile können ja die Abgeordneten die Frau Minister doubeln!
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Ich habe bereits im April die erfahrenen Banker Dr. Liebscher und Wala in den Aufsichtsrat gegeben, um die Bank zu unterstützen, damit die Organe dort beim schwierigen Vorhaben der Restrukturierung unterstützt werden. (Abg. Dr. Rosenkranz: ... Bundesland Kärnten Haftungen übernommen hat!) Trotz der Entscheidungen des Herrn Dr. Ditz war aber bereits dafür vorgesorgt – vorher schon –, dass ein reibungsloser Übergang möglich ist. (Abg. Dr. Rosenkranz: Mittlerweile können ja die Abgeordneten die Frau Minister doubeln!)
Abg. Linder: Ich wollte wissen, warum er gegangen ist! – Abg. Ing. Westenthaler: Die Frage war, warum er gegangen ist! – Weitere Rufe: Warum ist er gegangen?
Auch jetzt ist die Bank handlungsfähig. Wir haben zwei Vorstände in der Bank. Der eine hat bereits (Abg. Linder: Ich wollte wissen, warum er gegangen ist! – Abg. Ing. Westenthaler: Die Frage war, warum er gegangen ist! – Weitere Rufe: Warum ist er gegangen?)
Abg. Ing. Westenthaler: Ein lange geplanter Abgang! Die Karriereplanung des Herrn Kranebitter!
Herr Kranebitter hat mir bereits vor längerer Zeit Folgendes gesagt: Er hatte ursprünglich vor, als Übergangsregelung drei Jahre zu bleiben und hat jetzt aus freien Stücken den Rückzug angetreten. (Abg. Ing. Westenthaler: Ein lange geplanter Abgang! Die Karriereplanung des Herrn Kranebitter!)
Beifall bei der ÖVP. – Ruf: Ja, die ganze Raiffeisen-Gruppe ist schon wieder drinnen!
Ich bin überzeugt davon, dass im Aufsichtsrat, dem inzwischen auch Ludwig Scharinger angehört, jetzt genug Bank-Know-how vorhanden ist, um den Restrukturierungsplan weiter voranzutreiben. Und Sie werden mit Sicherheit eine gute Nachfolge für Herrn Kranebitter vorfinden. (Beifall bei der ÖVP. – Ruf: Ja, die ganze Raiffeisen-Gruppe ist schon wieder drinnen!)
Abg. Krainer: Richtig, bravo!
Abgeordnete Mag. Elisabeth Grossmann (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Die Raiffeisenbanken Österreichs haben von 2006 bis 2008 fast 2 Milliarden € Gewinn gemacht, dafür aber nicht einmal 20 Millionen € an Steuern gezahlt, also gerade einmal 1 Prozent. (Abg. Krainer: Richtig, bravo!) Jeder Friseur, jede Tischlerin, jedes kleine Unternehmen muss 25 Prozent zahlen. Das ist ungerecht, und daher will die SPÖ Steuerprivilegien und Steuerschlupflöcher wie die Gruppenbesteuerung endlich abschaffen, damit alle Unternehmen gleich behandelt werden.
Beifall bei der SPÖ.
Wie stehen Sie dazu, Frau Ministerin? (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Rosenkranz: Das Land Kärnten hat 20 Milliarden € an Haftungen übernommen!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Frau Bundesministerin, bitte. (Abg. Dr. Rosenkranz: Das Land Kärnten hat 20 Milliarden € an Haftungen übernommen!)
Abg. Krainer: Unglaublich! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Ihre Aussagen zu Raiffeisen sind falsch, denn allein durch die Bankenabgabe bekommen wir von Raiffeisen dreistellige Millionenbeträge. (Abg. Krainer: Unglaublich! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner
Wenn Sie einen Angriff auf diese Arbeitsplätze planen, dann sagen Sie den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in diesen Betrieben (Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner), dass Sie die Betriebe schwächen wollen, dass Sie die Betriebe unter Umständen aus Österreich vertreiben wollen. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ sowie des Abg. Mag. Stefan.) Die Gruppenbesteuerung ist ein Standortvorteil, den ich als Finanzministerin behalten möchte (Zwischenruf des Abg. Öllinger), denn nur durch die Arbeitsplätze haben wir hier Wohlstand, und nicht durch die Neiddebatte. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Brosz: Können Sie nicht die Frage beantworten? – Abg. Ing. Westenthaler: Ich bin dafür, dass die Frau Bundesminister eine eigene Sendung bekommt!)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ sowie des Abg. Mag. Stefan.
Wenn Sie einen Angriff auf diese Arbeitsplätze planen, dann sagen Sie den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in diesen Betrieben (Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner), dass Sie die Betriebe schwächen wollen, dass Sie die Betriebe unter Umständen aus Österreich vertreiben wollen. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ sowie des Abg. Mag. Stefan.) Die Gruppenbesteuerung ist ein Standortvorteil, den ich als Finanzministerin behalten möchte (Zwischenruf des Abg. Öllinger), denn nur durch die Arbeitsplätze haben wir hier Wohlstand, und nicht durch die Neiddebatte. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Brosz: Können Sie nicht die Frage beantworten? – Abg. Ing. Westenthaler: Ich bin dafür, dass die Frau Bundesminister eine eigene Sendung bekommt!)
Zwischenruf des Abg. Öllinger
Wenn Sie einen Angriff auf diese Arbeitsplätze planen, dann sagen Sie den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in diesen Betrieben (Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner), dass Sie die Betriebe schwächen wollen, dass Sie die Betriebe unter Umständen aus Österreich vertreiben wollen. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ sowie des Abg. Mag. Stefan.) Die Gruppenbesteuerung ist ein Standortvorteil, den ich als Finanzministerin behalten möchte (Zwischenruf des Abg. Öllinger), denn nur durch die Arbeitsplätze haben wir hier Wohlstand, und nicht durch die Neiddebatte. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Brosz: Können Sie nicht die Frage beantworten? – Abg. Ing. Westenthaler: Ich bin dafür, dass die Frau Bundesminister eine eigene Sendung bekommt!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Brosz: Können Sie nicht die Frage beantworten? – Abg. Ing. Westenthaler: Ich bin dafür, dass die Frau Bundesminister eine eigene Sendung bekommt!
Wenn Sie einen Angriff auf diese Arbeitsplätze planen, dann sagen Sie den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in diesen Betrieben (Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner), dass Sie die Betriebe schwächen wollen, dass Sie die Betriebe unter Umständen aus Österreich vertreiben wollen. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ sowie des Abg. Mag. Stefan.) Die Gruppenbesteuerung ist ein Standortvorteil, den ich als Finanzministerin behalten möchte (Zwischenruf des Abg. Öllinger), denn nur durch die Arbeitsplätze haben wir hier Wohlstand, und nicht durch die Neiddebatte. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Brosz: Können Sie nicht die Frage beantworten? – Abg. Ing. Westenthaler: Ich bin dafür, dass die Frau Bundesminister eine eigene Sendung bekommt!)
Abg. Krainer: Falsch!
Im Gegensatz dazu zahlen 2 700 000 Erwerbseinkommensbezieher keine Steuer. (Abg. Krainer: Falsch!) Das sind zum Teil die niedrigen Einkommen – dazu bekenne ich mich –, aber das sind auch jene, die unter Umständen von den vielen Ausnahmen in unserem Steuersystem lukrativ profitieren. Daher meine Ansage: Wir müssen den Eingangssteuersatz senken.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wir belasten zudem den Mittelstand überproportional. Das heißt, der Mittelstand trägt den ganzen Rucksack der Umverteilung. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir sind Weltmeister beim Umverteilen, kein anderes Land verteilt so viel von den Steuerzahlenden zu den Empfangenden, und diese Umverteilung wird immer wieder zu einem Ziegelstein im Rucksack des Mittelstandes.
Abg. Riepl: Die Millionäre leben im Paradies! – Abg. Mag. Rossmann: Schutzpatronin der Millionäre!
Daher ist es mir ein Anliegen, den Mittelstand zu entlasten. (Abg. Riepl: Die Millionäre leben im Paradies! – Abg. Mag. Rossmann: Schutzpatronin der Millionäre!) – Nein, nicht die Millionäre. Ich bekenne mich auch dazu, dass diejenigen, die mehr leisten können, auch mehr leisten müssen. Dazu bekenne ich mich. Aber wir haben bereits die
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte die guten Steuerzahler in Österreich behalten, die Arbeitsplätze in Österreich behalten. Sie sollen hier in Österreich Steuern zahlen und nicht durch die Neiddebatte vertrieben werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Jarolim: Bitte bei der Wahrheit bleiben!
Man müsste daher den Faktor Arbeit weiter entlasten. Man könnte beispielsweise Lohnnebenkosten senken. Die Arbeitslosenversicherung beispielsweise ist in Österreich wesentlich höher als in Deutschland unter gleichen Bedingungen. Da könnte man ansetzen. Aber auch andere Lohnnebenkosten könnte man senken, um die Arbeit weniger zu belasten. (Abg. Dr. Jarolim: Bitte bei der Wahrheit bleiben!)
Abg. Grosz – in Richtung ÖVP –: Das ist ein eigener, da brauchen Sie nicht schreien!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Zusatzfrage? – Bitte, Herr Abgeordneter Haubner. (Abg. Grosz – in Richtung ÖVP –: Das ist ein eigener, da brauchen Sie nicht schreien!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Gradauer.
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Wir müssen immer wieder danach trachten und uns aktiv bemühen, dass die Standortqualität in Österreich erhalten bleibt, weil das Arbeitsplätze bedeutet. Arbeitsplätze werden nicht durch Plakate von Politikern geschaffen, Arbeitsplätze werden durch die Wirtschaft geschaffen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Gradauer.)
Beifall bei der ÖVP.
Die wahrscheinlich schärfste Kritik, die unsere Betriebe an der Politik üben, ist die Bürokratie. Wir müssen uns bemühen, durch Bürokratieabbau die Betriebe sukzessive zu entfesseln. Darum werden wir uns mit Sicherheit weiter bemühen. Es ist ja schon einiges geschehen, in der Gewerbeordnung beispielsweise oder auch mit dem Unternehmensserviceportal, der digitalen Möglichkeit, dem E-Government, damit die Unternehmen es leichter haben, mit den Staatsstellen zu kommunizieren, aber wir müssen die Bürokratie weiter abbauen. Darüber hinaus müssen wir den Unternehmen auch die Möglichkeit für Investitionen lassen, dass sie Eigenkapital aufbauen können und wir ihnen nicht durch schlechte Steuergesetze die Luft abschnüren. (Beifall bei der ÖVP.)
Rufe bei der ÖVP: Frage! Frage!
Bei Ihrem Amtsantritt hat sich das noch anders angehört. Damals haben Sie selbst das BZÖ-Modell, das Fair-Tax-Modell als Ihr eigenes Modell angekündigt. Mittlerweile hören wir von diesem Modell auch nichts mehr. (Rufe bei der ÖVP: Frage! Frage!)
Beifall beim BZÖ.
Ich frage Sie: Welches alternative Modell für eine umfassende Steuerreform werden Sie vorlegen, damit Österreich endlich von diesen exorbitanten Steuern entlastet wird? (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Sepp Pröll hat im Jahr 2009 eine Steuersenkung in der Größenordnung von 3,5 Milliarden € umgesetzt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Und die Mineralölsteuer habt ihr erhöht!
Wir vom Finanzressort haben daran mitgearbeitet, dass das Hohe Haus eine Pendlerpauschale neu, einen Pendler-Euro umsetzen konnte. Damit haben wir die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gravierend entlastet. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Und die Mineralölsteuer habt ihr erhöht!)
Abg. Grosz: Für Griechenland, für den ESM haben Sie neue Schulden aufgenommen!
Herr Grosz, ich weiß es nicht, Sie waren hier im Hohen Haus vertreten, haben aber wahrscheinlich nicht mitbekommen, was wir an Entlastungen wirklich zustande gebracht haben. Wir haben ein Konsolidierungspaket geschnürt, um in Zukunft keine neuen Schulden mehr aufnehmen zu müssen. (Abg. Grosz: Für Griechenland, für den ESM haben Sie neue Schulden aufgenommen!) Wir wollen ein Nulldefizit haben, denn das stabilisiert am besten.
Abg. Bucher: Exzellent!
Herr Grosz! Es geht den Österreicherinnen und Österreichern gut (Abg. Bucher: Exzellent!), besser als den anderen rund um uns herum. Wir bemühen uns, dass das so bleibt und der Wohlstand weiter ausgebaut wird. Das Wirtschaftswachstum ist momentan nicht berauschend, daher haben wir ein Konjunkturpaket geschnürt.
Abg. Mag. Rossmann: Und wie finanzieren Sie das?
dererziehung zu belohnen durch einen Steuerfreibetrag von 7 000 € pro Kind. (Abg. Mag. Rossmann: Und wie finanzieren Sie das?) Das hilft den Familien, das hilft jenen, die die nächste Generation aufziehen, denn die nächste Generation zahlt ja dann in die Sozialnetze ein (Abg. Ing. Höbart: Tatsächlich?!), die unseren Wohlstand im Alter bedeuten. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Brosz: Die Sonntagsrede der Frau Finanzministerin!)
Abg. Ing. Höbart: Tatsächlich?!
dererziehung zu belohnen durch einen Steuerfreibetrag von 7 000 € pro Kind. (Abg. Mag. Rossmann: Und wie finanzieren Sie das?) Das hilft den Familien, das hilft jenen, die die nächste Generation aufziehen, denn die nächste Generation zahlt ja dann in die Sozialnetze ein (Abg. Ing. Höbart: Tatsächlich?!), die unseren Wohlstand im Alter bedeuten. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Brosz: Die Sonntagsrede der Frau Finanzministerin!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Brosz: Die Sonntagsrede der Frau Finanzministerin!
dererziehung zu belohnen durch einen Steuerfreibetrag von 7 000 € pro Kind. (Abg. Mag. Rossmann: Und wie finanzieren Sie das?) Das hilft den Familien, das hilft jenen, die die nächste Generation aufziehen, denn die nächste Generation zahlt ja dann in die Sozialnetze ein (Abg. Ing. Höbart: Tatsächlich?!), die unseren Wohlstand im Alter bedeuten. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Brosz: Die Sonntagsrede der Frau Finanzministerin!)
Beifall bei der ÖVP.
Entlasten möchte ich aber die Familien. Das heißt, bei den Familien denke ich an eine tatsächliche Entlastung. Wie finanziert man so etwas? – Durch Strukturreformen und nicht durch Draufdoppeln mit neuen Steuern. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn man vergleicht, so haben ein Single, der keine Kinder hat, und ein Vater, der für drei Kinder zu sorgen hat, denselben Steuersatz, und das ist ungerecht. Das ist unfair. Andere Länder haben bessere Modelle. Deutschland beispielsweise kennt einen Freibetrag von 7 000 € pro Kind. Daran orientiere ich mich, das möchte ich umsetzen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Steibl: Da kann man nur gratulieren! Danke!
Das war eine der ersten Maßnahmen, die ich gesetzt habe, indem ich den Erlass familienfreundlich abgeändert habe. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Steibl: Da kann man nur gratulieren! Danke!)
Abg. Mag. Steinhauser: Als Schriftführerin federführend!
Sie können versichert sein, dass wir, wenn die ÖVP bei den Koalitionsverhandlungen mit am Tisch sitzt – und ich gehe davon aus, dass wir federführend am Tisch sitzen werden (Abg. Mag. Steinhauser: Als Schriftführerin federführend!) –, das dann hineinverhandeln.
Abg. Steibl: Nicht „angeblich“, wir sind es!
Wie können Sie es als Ministerin der ÖVP, der angeblichen Familienpartei (Abg. Steibl: Nicht „angeblich“, wir sind es!) verantworten, dass Ihre Politik nur den reichen Familien zugutekommt, während immer noch 250 000 Kinder und Jugendliche in Österreich von Armut betroffen sind?
Beifall bei der ÖVP.
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Unsere Politik, die wir jetzt schon relativ lange mitbegleiten, hat dazu geführt, dass wir Umverteilungsweltmeister sind. Das heißt, in keinem anderen Land der Welt wird so viel Geld von den Steuerzahlern zu jenen gegeben, die empfangen, und dazu gehören auch jene Kinder, die in ärmeren Verhältnissen aufwachsen. Wir unterstützen sie durch die Mindestsicherung, wir unterstützen sie durch Nachmittagsbetreuung, wir unterstützen sie auch dadurch, dass das Kindergartenjahr gratis geworden ist, dass die Schulbildung in Österreich keine hohen Extrakosten für die Familien verursacht. Wir unterstützen in Millionenhöhe. Diese Kinder sind auch mir ein Anliegen, und ich bekenne mich dazu, dass man die Schwächeren der Gesellschaft im Wohlstand mitnimmt. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Da Sie das französische Modell angesprochen haben: Es ist richtig, Frankreich kennt auch eine große steuerliche Entlastung, insbesondere für Mehrkindfamilien. Aber Frankreich ist nur ein Beispiel, denn auch Deutschland, Dänemark, Holland, Schweden, all jene Länder, mit denen wir uns normalerweise vergleichen, entlasten die Familien über Steuerfreibeträge und steuerliche Möglichkeiten – zusätzlich zu den Transferleistungen und zu der Infrastruktur, die für die Kinder angeboten werden. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Zwischenruf des Abg. Linder
Ich habe schon erwähnt, dass ich glaube, dass der Mittelstand, der sich um die Kindererziehung kümmert (Zwischenruf des Abg. Linder), dass die Familien, die die Kinder großziehen, und Kinder kosten viel Geld, eine steuerliche Erleichterung gegenüber jenen, die Singles sind und diese Kosten nicht haben, brauchen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich habe schon erwähnt, dass ich glaube, dass der Mittelstand, der sich um die Kindererziehung kümmert (Zwischenruf des Abg. Linder), dass die Familien, die die Kinder großziehen, und Kinder kosten viel Geld, eine steuerliche Erleichterung gegenüber jenen, die Singles sind und diese Kosten nicht haben, brauchen. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei FPÖ und Grünen.
Sie fordern, wie Sie vorhin schon dargelegt haben, einen Steuerfreibetrag von 7 000 €, was eine Maßnahme ist, die sehr viel kosten würde – sie würde 5 Milliarden € kosten –, aber wirklich davon profitieren würde nur eine sehr kleine Schicht von sehr, sehr gut Verdienenden. (Zwischenrufe bei FPÖ und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Frage an Sie ist: Warum bevorzugen Sie, noch dazu als christlich-soziale Politikerin, die ungerechteren Maßnahmen, die dem Mittelstand gar nicht nützen? (Beifall bei der SPÖ.)
Rufe bei der SPÖ: Nicht Sie!
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Ich habe gerade sehr viel Geld für die Kinderbetreuung locker gemacht. Und obwohl das eigentlich eine kommunale Angelegenheit ist, habe ich den Gemeinden dadurch geholfen, dass wir zusätzliches Geld für die Kinder (Rufe bei der SPÖ: Nicht Sie!) – Die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, denn ich verwalte dieses Geld ja nur treuhänderisch. Ich maße mir nicht an, dass das ich bin. Aber ich habe entschieden, dass dieses Steuergeld für die Infrastruktur Kindergärten zur Verfügung gestellt wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Ich habe gerade sehr viel Geld für die Kinderbetreuung locker gemacht. Und obwohl das eigentlich eine kommunale Angelegenheit ist, habe ich den Gemeinden dadurch geholfen, dass wir zusätzliches Geld für die Kinder (Rufe bei der SPÖ: Nicht Sie!) – Die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, denn ich verwalte dieses Geld ja nur treuhänderisch. Ich maße mir nicht an, dass das ich bin. Aber ich habe entschieden, dass dieses Steuergeld für die Infrastruktur Kindergärten zur Verfügung gestellt wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter
Wir haben Jahre und Jahrzehnte hindurch die niedrigen Einkommen so aufgerüstet, dass wir in Österreich die beste Umverteilung weltweit haben (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter), und wir haben dabei den Mittelstand vernachlässigt, der all das zahlt. Und ich möchte endlich einmal die Zahler entlasten und nicht neue Empfängermodelle kreieren. (Beifall bei der ÖVP. – Bravoruf des Abg. Amon.)
Beifall bei der ÖVP. – Bravoruf des Abg. Amon.
Wir haben Jahre und Jahrzehnte hindurch die niedrigen Einkommen so aufgerüstet, dass wir in Österreich die beste Umverteilung weltweit haben (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter), und wir haben dabei den Mittelstand vernachlässigt, der all das zahlt. Und ich möchte endlich einmal die Zahler entlasten und nicht neue Empfängermodelle kreieren. (Beifall bei der ÖVP. – Bravoruf des Abg. Amon.)
Beifall bei der ÖVP.
Es muss der Mittelstand entlastet werden, der ständig neue Steine in den Rucksack bekommt, mit denen wir umverteilen. Beim Umverteilen sind wir schon Weltmeister, ich möchte jetzt einmal bei der Entlastung des Mittelstandes Weltmeister werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Gaßner: Wer ist denn der Mittelstand? – Bundesministerin Dr. Fekter: Jeder, der Einkommensteuer zahlt!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Zusatzfrage? – Bitte, Frau Abgeordnete Schenk. (Abg. Mag. Gaßner: Wer ist denn der Mittelstand? – Bundesministerin Dr. Fekter: Jeder, der Einkommensteuer zahlt!)
Zwischenruf der Abg. Binder-Maier.
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Ich glaube, dass inzwischen alle erkannt haben, dass wir die Familien im Hinblick auf ihre Steuerbelastung zu wenig entlasten. Das heißt, wir geben zwar viel Geld als Transferleistungen aus – diese kommen all jenen zugute, die keine Steuer zahlen, die bekommen diese Transferleistungen, um ihnen zu helfen, Familien, um Wohlstand zu ermöglichen –, aber der Mittelstand fällt beispielsweise bei den Stipendien heraus, fällt bei den Begünstigungen heraus, hat keine Erleichterung bei der ORF-Gebühr, bei der Rezeptgebühr, bei den Dingen, die in Wirklichkeit aber den Ärmeren sehr wohl zugutekommen. (Zwischenruf der Abg. Binder-Maier.)
Abg. Neubauer: Warum tun Sie es dann nicht?
Es ist höchst an der Zeit, an die Familien zu denken und ihnen eine Steuererleichterung zukommen zu lassen (Abg. Neubauer: Warum tun Sie es dann nicht?), damit das Geld den Kindern zugutekommt und es nicht die Finanzministerin absaugt.
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Dann ist es zu spät! – Ruf bei der FPÖ: Also nie!
Ich werde es dann machen, wenn wir den Spielraum haben. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Dann ist es zu spät! – Ruf bei der FPÖ: Also nie!) Durch den konsequenten Konsolidierungspfad wird, glaube ich, im Jahr 2015 in etwa absehbar sein, dass wir dann dieses Modell umsetzen können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich werde es dann machen, wenn wir den Spielraum haben. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Dann ist es zu spät! – Ruf bei der FPÖ: Also nie!) Durch den konsequenten Konsolidierungspfad wird, glaube ich, im Jahr 2015 in etwa absehbar sein, dass wir dann dieses Modell umsetzen können. (Beifall bei der ÖVP.)
Lang anhaltender Beifall bei der ÖVP.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Danke, Frau Bundesministerin. (Lang anhaltender Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Ikrath: Warum fürchtet ihr das? Das verstehe ich jetzt nicht!
Wir Freiheitlichen befürchten, dass dieser Gesetzentwurf ein rein theoretischer ist, dass das Gesetz in der Praxis nicht umzusetzen ist. (Abg. Mag. Ikrath: Warum fürchtet ihr das? Das verstehe ich jetzt nicht!) Es sind keine Sanktionen vorgesehen, wenn die Pläne nicht realistisch erstellt werden, wenn die Pläne in der Praxis nicht funktionieren. Es gibt keinerlei Maßnahmen, wie man die Banken zur Rechenschaft ziehen kann, wie man die Banken verantwortlich machen kann. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Ikrath.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Ikrath.
Wir Freiheitlichen befürchten, dass dieser Gesetzentwurf ein rein theoretischer ist, dass das Gesetz in der Praxis nicht umzusetzen ist. (Abg. Mag. Ikrath: Warum fürchtet ihr das? Das verstehe ich jetzt nicht!) Es sind keine Sanktionen vorgesehen, wenn die Pläne nicht realistisch erstellt werden, wenn die Pläne in der Praxis nicht funktionieren. Es gibt keinerlei Maßnahmen, wie man die Banken zur Rechenschaft ziehen kann, wie man die Banken verantwortlich machen kann. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Ikrath.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Ikrath: Deswegen macht man ja das Gesetz, Herr Kollege!
Finanzmarktaufsicht und Oesterreichische Nationalbank als Gutachter: In der Vergangenheit hat sich gezeigt, wie hilflos oder wie unwissend sie sind. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Ikrath: Deswegen macht man ja das Gesetz, Herr Kollege!)
Abg. Mag. Ikrath: Kollege, das ist eine Themaverfehlung! – Abg. Strache: Was für Aufsichtsorgane waren das?
Gehen wir zurück zur Hypo Alpe-Adria. Die Oesterreichische Nationalbank hat noch im Herbst 2008 der Hypo ein bestes Zeugnis ausgestellt, hat den Ausblick für 2009 auf Gewinn-Erwartung gestellt und gesagt: Die Bank ist bestens aufgestellt und sie funktioniert! (Abg. Mag. Ikrath: Kollege, das ist eine Themaverfehlung! – Abg. Strache: Was für Aufsichtsorgane waren das?)
Beifall bei der FPÖ.
2009 hat man plötzlich erkannt, dass die Bank pleite ist und nichts funktioniert! Wenn man nicht in der Lage ist, im Herbst 2008 zu erkennen, dass die Bank auf dem falschen Weg ist, dann, glaube ich, hat die OeNB genauso wie die Finanzmarktaufsicht keine Berechtigung, diesbezügliche Konzepte zu prüfen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir von den Freiheitlichen sind überzeugt davon, dass dieses Gesetz außer Bürokratie, außer Verwaltungsaufwand nichts bewirken kann. Deshalb fordern wir eine Konkursordnung für Banken, damit im Ernstfall eine geregelte Abwicklung der Banken über die Bühne gehen kann. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Krainer: Der Kollege hat das Gesetz nicht verstanden!
Deshalb fordern wir eine Konkursordnung, die in absehbarer Zeit umgesetzt wird. Dann, glauben wir, wird der Staat – und damit der Steuerzahler – in Zukunft nicht wieder in die Haftung kommen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Krainer: Der Kollege hat das Gesetz nicht verstanden!)
Abg. Strache: Das ist bis dato exzellent gelungen bei der Volksbank, bei der Kommunalkredit!
Zweitens müssen die Banken sogenannte Sanierungspläne und Abwicklungspläne erstellen, die es der Aufsicht ermöglichen, sehr gezielt zu intervenieren und eine Sanierung herbeizuführen. Wir wollen ja vermeiden, dass Banken überhaupt in eine Situation kommen, durch die dann der Staatshaushalt und der Steuerzahler belastet werden. (Abg. Strache: Das ist bis dato exzellent gelungen bei der Volksbank, bei der Kommunalkredit!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.
Ich möchte dem Finanzministerium ausdrücklich dafür Anerkennung zollen, dass es diese unerfreulichen Erfahrungswerte jetzt konsequent umsetzt, um damit in Zukunft solche Belastungen zu vermeiden. Und ich bin ja nicht bekannt dafür, dass ich dem Finanzministerium sehr freizügig Lob spende, aber in diesem Fall ist es angebracht und angemessen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.)
Zwischenruf bei den Grünen.
Zudem möchte ich betonen, dass diesmal das Proportionalitätsprinzip tatsächlich berücksichtigt wird. Und das vermisse ich auch bei meinen Kollegen. Könnten wir ein Mal anerkennen in diesem Hohen Haus, dass es sehr unterschiedliche Geschäftsmodelle von Banken gibt? Ich möchte einmal erleben, dass die Sparkasse in Poysdorf das Finanzministerium oder die Regierung erpressen kann. Das ist doch völliger Unsinn! (Zwischenruf bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Es ist dies ein gutes, ein notwendiges Gesetz. Die Insolvenzordnung werden wir dann gestalten, wenn die europäischen Vorgaben da sind, weil es sinnvoll ist, das alles auf einmal aus einem Guss zu tun. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Rosenkranz: Da warten wir auf eine Lösung!
Dieses Gesetz löst nicht ein, was voriges Jahr ursprünglich ausgerufen wurde. Es hat mit einem echten Bankeninsolvenzrecht nichts zu tun, weil der entscheidende Punkt – was geschieht am Schluss wirklich, wenn es doch schiefgeht? – gar nicht geregelt ist. (Abg. Dr. Rosenkranz: Da warten wir auf eine Lösung!) Es wird zwar, wie behauptet, ein Testament für die Bank verlangt, aber wer dann am Schluss wofür genau zuständig ist, ist überhaupt nicht klar. Mag sein, dass das besser ist als nichts – das ist auch so –, aber wir sind weit von dem Punkt entfernt, an dem wir sein sollten.
Abg. Mag. Ikrath: Das versteh’ ich aber nicht!
Wir haben also im Prinzip wieder folgende Situation: Dann, wenn man etwas gebraucht hätte, war es nicht da, und dann, wenn man es angeblich eh nicht mehr braucht, hätten Sie etwas parat. – Das passt hinten und vorne nicht zusammen, es wundert einen aber auch nicht mehr! (Abg. Mag. Ikrath: Das versteh’ ich aber nicht!)
Abg. Mag. Ikrath: Doch!
Vor diesem Hintergrund müssen wir uns noch einmal mit den österreichischen Bankenproblemen beschäftigen. Mit dem Gesetzentwurf, der hier vorliegt, hätten wir die Malaise in der Kommunalkredit und in der Hypo Alpe-Adria vermutlich nicht bekämpfen können. (Abg. Mag. Ikrath: Doch!) Da hätten die Testamente schreiben können, so viele sie wollen.
Abg. Mag. Ikrath: Wir hätten einen eigenen ...!
Alleine wenn man die Historie betrachtet! Ich komme einmal zum ersten Punkt, der bis jetzt völlig untergegangen ist. Sie behaupten im Zusammenhang mit der Hypo Alpe-Adria, wie toll jetzt alles ist und wer nicht aller der Frau Finanzministerin assistiert – die Task Force, unsere ganzen wunderbaren Player auf diesem Gebiet. (Abg. Mag. Ikrath: Wir hätten einen eigenen ...!) Nein, Herr Kollege Ikrath! Wir haben da ja persönlich keinen Konflikt, also sollten wir es auch dabei belassen. Ich scheue mich auch nicht davor, Namen zu nennen. Frau Bundesministerin, es war ja eh nicht Ihre Idee. Sie sind in der Causa Hypo Alpe-Adria ohnehin schon entmachtet. Auf der anderen Seite wundere ich mich, warum man Sie dann diesen Text noch sprechen lässt, obwohl alle schon etwas anderes wollen. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Alleine wenn man die Historie betrachtet! Ich komme einmal zum ersten Punkt, der bis jetzt völlig untergegangen ist. Sie behaupten im Zusammenhang mit der Hypo Alpe-Adria, wie toll jetzt alles ist und wer nicht aller der Frau Finanzministerin assistiert – die Task Force, unsere ganzen wunderbaren Player auf diesem Gebiet. (Abg. Mag. Ikrath: Wir hätten einen eigenen ...!) Nein, Herr Kollege Ikrath! Wir haben da ja persönlich keinen Konflikt, also sollten wir es auch dabei belassen. Ich scheue mich auch nicht davor, Namen zu nennen. Frau Bundesministerin, es war ja eh nicht Ihre Idee. Sie sind in der Causa Hypo Alpe-Adria ohnehin schon entmachtet. Auf der anderen Seite wundere ich mich, warum man Sie dann diesen Text noch sprechen lässt, obwohl alle schon etwas anderes wollen. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen.
Republik! –, da hat die Frau Finanzministerin die Zahlen noch nicht parat – by the way, Zitat Bundeskanzler. Die Zahlen nicht parat?! – Okay, aber ein Budget haben wir. Und der Herr Vizekanzler murmelt irgendetwas Ähnliches hinterher. So wird in dieser Republik Verantwortung übernommen, wenn es um eine solch gravierende Causa geht! (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Aber eine Task Force hat man eingerichtet! Na schauen wir uns die Task Force an: Die Notenbank, die FMA, die Finanzprokuratur – ich weiß gar nicht, ob die noch dabei ist oder ob die nicht mittlerweile schon entmündigt ist – und weitere und weitere. Das ist offensichtlich so in diesem Land, dass man im Bankwesen kaum jemanden findet, der nicht irgendwann einmal bei Raiffeisen angestreift hat oder wenigstens am Rand dabei war. Meistens sind sie aber eh mittendrin gewesen und nicht nur dabei. (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Abg. Petzner macht eine zustimmende Geste.
Der Herr Liebscher – wunderbar, die Notenbank! Jetzt ist Herr Liebscher der Aufsichtsratsvorsitzende in der Hypo Alpe-Adria und ist außerdem Leiter der Task Force. Der Herr Liebscher war die längste Zeit Notenbankchef, als in Kärnten – jetzt nickt zwar Herr Kollege Petzner, das war aber die Zeit, von der er nicht so gerne hört – vor 2008 die ärgsten Umstände geherrscht haben, was diese Bank betrifft. (Abg. Petzner macht eine zustimmende Geste.) Das war ein Pyramidenspiel der Sonderklasse! Wie auch immer, aber wo war denn da die Notenbank, um als einer der Hauptkontrolleure der Bankenlandschaft einzuschreiten? Und die gleichen Leute sollen jetzt sanieren und bilden die Task Force?!
Abg. Krainer: Das ist ein Blödsinn!
Da das heute in der Fragestunde schon wieder mit einem Verleumdungsvorwurf quittiert worden ist: Da gehört genauso die Frage nach der vermutlichen oder tatsächlichen Erpressbarkeit der österreichischen Bundesregierung, mindestens aber des ehemaligen Finanzministers Pröll – Ihres Vorgängers – dazu, vor dem Hintergrund, dass offenkundig, wenn man heute die Verträge anschaut, alles zum Nachteil der Republik Österreich und zum Vorteil der BayernLB und der Bayern gemacht wurde. (Abg. Krainer: Das ist ein Blödsinn!) – Nein, das ist kein Blödsinn, das ist so.
Beifall bei Grünen und BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Und jetzt soll das Ganze hier im Haus nicht untersucht werden? – Das geht alles nicht mehr! Deshalb werden wir auch einen Antrag stellen, dass der Rechnungshofausschuss, in dem das nämlich vorliegt und aufliegt, über den Sommer arbeiten kann, um das aufzuklären. (Beifall bei Grünen und BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Mag. Ikrath: Zum Gesetz, bitte!
Das hat natürlich damit zu tun, dass hier kein Vertrauen in die Zukunft existiert. Sie wollen die Budgetlüge fortsetzen, Sie wollen weiter so tun, als ob das alles nichts kostet. Alles nach der Wahl. Diese ganzen kosmetischen Aktionen könnten uns ja auch noch wurscht sein, aber sie haben dazu geführt, Frau Bundesministerin, dass das Versteckspiel, das So-tun-als-ob-eh-alles-viel-besser-Wäre zusätzlich Millionen, wenn nicht gar Milliarden kostet, weil es genau darum geht, dass es Kapitalvorschriften und andere Abwicklungsszenarien zu nutzen gilt, die besser sind. (Abg. Mag. Ikrath: Zum Gesetz, bitte!)
Abg. Mag. Ikrath: Ein Wort zum Gesetz!
Aber Sie verweigern ja hier jede Auskunft, schummeln beim Budget und wollen sich so über die Wahlen retten. – Das ist Wahlkampf, und das ist ein Milliardenschaden, der zusätzlich verursacht wird. (Abg. Mag. Ikrath: Ein Wort zum Gesetz!) Dann lassen Sie aber die Opposition „ang’lahnt“! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Ikrath: Herr Kollege Kogler, kein Wort zum Gesetz! – Abg. Mag. Kogler – das Rednerpult verlassend –: Oja, die ersten zwei Sätze!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Ikrath: Herr Kollege Kogler, kein Wort zum Gesetz! – Abg. Mag. Kogler – das Rednerpult verlassend –: Oja, die ersten zwei Sätze!
Aber Sie verweigern ja hier jede Auskunft, schummeln beim Budget und wollen sich so über die Wahlen retten. – Das ist Wahlkampf, und das ist ein Milliardenschaden, der zusätzlich verursacht wird. (Abg. Mag. Ikrath: Ein Wort zum Gesetz!) Dann lassen Sie aber die Opposition „ang’lahnt“! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Ikrath: Herr Kollege Kogler, kein Wort zum Gesetz! – Abg. Mag. Kogler – das Rednerpult verlassend –: Oja, die ersten zwei Sätze!)
Abg. Mag. Kogler: Aber das ist in dem Gesetz ja alles nicht geregelt!
Der zweite Schritt, der fehlt, ist, dass am Ende nicht der Staat zahlt, sondern diejenigen, die der Bank Geld geborgt haben, die Anleihen gezeichnet haben, indem diese Anleihen in Eigenkapital umgewandelt werden. (Abg. Mag. Kogler: Aber das ist in dem Gesetz ja alles nicht geregelt!) – Aber die Vorbereitungen dazu stehen in diesem Gesetz! Ich sage ja ausdrücklich: Der zweite Schritt ist das, was noch fehlt: dass die Schuld dessen, der einer Bank Geld borgt, quasi in Stimmrechtskapital, in Kapital der Bank umgewandelt wird und damit die Bank ausreichend kapitalisiert ist. Dann hätten wir nicht die Probleme, die wir bei der Hypo hatten.
Beifall bei der SPÖ.
Bei der Hypo wäre es bereits wunderbar gewesen, wenn in den Anleihen nicht nur gestanden wäre, dass das Land Kärnten haftet, was ja zur Notverstaatlichung geführt hat, sondern wenn gleich dringestanden wäre: Im Konkursfall zahlt dir das nicht Kärnten, sondern dann hast du halt Eigenkapital an der Bank. – Dann hätten wir diese Probleme heute nicht, und dann hätten wir auch die Notverstaatlichung nicht gebraucht. Insofern ist das ein weiterer Schritt – einer von vielen, vielen Schritten –, um aus der Krise die richtigen Lehren zu ziehen. Dieser Gesetzentwurf hat jedenfalls die Zustimmung der Sozialdemokratie. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Insolvenzrecht für die Banken brauchen, weil es nicht für alle Zukunft so sein darf, dass der Steuerzahler für marode Banken aufkommen muss. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Krainer: Das ist ein Blödsinn! Na so ein Blödsinn!
Nach fünf Jahren haben Sie das erste Mal etwas in diese Richtung unternommen. Der nächste Schritt wartet schon auf uns, und zwar die Bankenunion innerhalb der Euro-Zone. Bankenunion heißt, dass es eine Vereinigung aller Banken geben wird. (Abg. Krainer: Das ist ein Blödsinn! Na so ein Blödsinn!) – Natürlich! Jetzt komme ich in die Verlegenheit, den Raiffeisenboss Rothensteiner in den Zeugenstand zu rufen, der gesagt hat: Eine Bankenunion heißt, dass der österreichische Einlagenbesitzer – also der Bankkunde –, der am Konto etwas hat, dafür haftet, wenn im Süden Europas eine Bank pleitegeht. – Großartig, Frau Finanzministerin, großartig!
Beifall beim BZÖ. – Abg. Mag. Ikrath: Das ist ein Blödsinn! ... !
Wenn Sie das unterstützen, dass die österreichischen Bankkunden, die ein Sparbuch haben, jetzt in Zukunft dafür haften müssen, wenn in Spanien eine Bank pleitegeht, dann frage ich Sie: Wie kommt der österreichische Bankkunde, der überhaupt nichts dafürkann, dazu, für marode Banken aufzukommen? (Beifall beim BZÖ. – Abg. Mag. Ikrath: Das ist ein Blödsinn! ... !) – Das ist die Situation. Rothensteiner im Originalton lesen, meine lieben Freunde! Er hat das schon vor einiger Zeit gesagt. Wir halten überhaupt nichts davon, dass eine Bankenunion geschaffen wird und unsere Spareinlagen für das Auffangen maroder Banken zur Verfügung gestellt werden sollen. (Abg. Mag. Ikrath: Dagegen hat sich ja die Bundesregierung gerade ausgesprochen!)
Abg. Mag. Ikrath: Dagegen hat sich ja die Bundesregierung gerade ausgesprochen!
Wenn Sie das unterstützen, dass die österreichischen Bankkunden, die ein Sparbuch haben, jetzt in Zukunft dafür haften müssen, wenn in Spanien eine Bank pleitegeht, dann frage ich Sie: Wie kommt der österreichische Bankkunde, der überhaupt nichts dafürkann, dazu, für marode Banken aufzukommen? (Beifall beim BZÖ. – Abg. Mag. Ikrath: Das ist ein Blödsinn! ... !) – Das ist die Situation. Rothensteiner im Originalton lesen, meine lieben Freunde! Er hat das schon vor einiger Zeit gesagt. Wir halten überhaupt nichts davon, dass eine Bankenunion geschaffen wird und unsere Spareinlagen für das Auffangen maroder Banken zur Verfügung gestellt werden sollen. (Abg. Mag. Ikrath: Dagegen hat sich ja die Bundesregierung gerade ausgesprochen!)
Beifall beim BZÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, das einzige wirkungsvolle Rezept kann nur das Trennbankensystem sein. Wir sind mit diesem Trennbankensystem jahrelang gut gefahren, im Rahmen dessen wir eben die Spielbanken aus den großen Konzernen herausschälen und sie von den Geschäftsbanken trennen. Die Geschäftsbanken haben im Grunde eine gesunde Struktur, das sind in der Regel jene Banken, mit denen wir in Österreich zu tun haben, von denen wir noch Kredite bekommen. Das sind die guten Banken, und zu denen stehen wir auch, Kollege Ikrath! Wofür wir uns aber nicht einsetzen wollen, sind die Spielbanken, jene Banken, die in die Casinos gehen und für die der Steuerzahler haftet. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Für solche Bankmodelle darf es in unserem Banken- und Finanzsystem keinen Platz geben, und das muss man endlich einmal begreifen. Natürlich wehren sich die großen Konzernchefs dagegen, diese Trennung vorzunehmen. Ich gebe auch zu, dass es schwierig ist, diese Trennung zu vollziehen, aber wenn wir sie nicht vornehmen und nicht endlich zu diesem Trennbankensystem kommen, dann wird der Finanzmarkt in Zukunft weder in Österreich noch auf europäischer Ebene funktionieren. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Bucher: Zum Teil schon!
Es geht darum, einen Schnitt zu machen, dass eine Schieflage in einem Bankinstitut nicht automatisch dazu führt, dass der Staat, wenn man es so will, mit dem Rücken zur Wand steht und sagt, aus Überlegungen der volkswirtschaftlichen Stabilität und anderen kann ich nichts anderes tun. Deswegen haben wir nach einem Rechtsinstrument gesucht, wie man damit umgehen kann. Das Trennbankensystem ist eines, das diskutiert worden ist. Man muss sich aber die österreichische Bankenrealität anschauen, Österreichs Banken sind keine Investmentbanken. (Abg. Bucher: Zum Teil schon!) Und man könnte als Gegenargument sogar anführen: Lehman war eine reine Invest-
Abg. Bucher: Der Haupterbe ist der Steuerzahler!
Und als zweite Frage geht es darum, ein „Testament“ zu erstellen (Abg. Bucher: Der Haupterbe ist der Steuerzahler!), festzulegen, was mit einem Institut passiert, wenn es pleitegeht, wenn es droht pleitezugehen, sodass die Aufsicht, das Finanzministerium, die Öffentlichkeit und die Bank selbst wissen: Welches Risiko steckt drinnen? Was müssen wir jetzt tun, damit eben nicht die Gesellschaft wieder zahlen muss, sondern die Bank selbst?
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
In diesem Sinne halte ich das für ein sehr, sehr gutes Gesetz, das auch mehr Unabhängigkeit der Politik und der Regierung von den Fehlern auf den Finanzmärkten schafft. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Petzner: Das ist richtig! – Abg. Dr. Rosenkranz: Es heißt ja auch Fragestunde und nicht Antwortstunde!
In der heutigen Fragestunde hat man erlebt, wie sich die Frau Finanzministerin beharrlich geweigert hat, auf Fragen zu antworten (Abg. Petzner: Das ist richtig! – Abg. Dr. Rosenkranz: Es heißt ja auch Fragestunde und nicht Antwortstunde!), wie die Frau Finanzministerin auf gute, sachliche, auch gut vorgetragene Fragen, auch von Herrn Kogler und von anderen, einfach immer mit den gleichen Stehsätzen geantwortet hat und in keiner Weise darauf eingegangen ist, was hier gefragt wurde. (Abg. Dr. Rosenkranz: Hat er jetzt gesagt „Stehsätze“ oder „Schmähsätze?)
Abg. Dr. Rosenkranz: Hat er jetzt gesagt „Stehsätze“ oder „Schmähsätze?
In der heutigen Fragestunde hat man erlebt, wie sich die Frau Finanzministerin beharrlich geweigert hat, auf Fragen zu antworten (Abg. Petzner: Das ist richtig! – Abg. Dr. Rosenkranz: Es heißt ja auch Fragestunde und nicht Antwortstunde!), wie die Frau Finanzministerin auf gute, sachliche, auch gut vorgetragene Fragen, auch von Herrn Kogler und von anderen, einfach immer mit den gleichen Stehsätzen geantwortet hat und in keiner Weise darauf eingegangen ist, was hier gefragt wurde. (Abg. Dr. Rosenkranz: Hat er jetzt gesagt „Stehsätze“ oder „Schmähsätze?)
Beifall beim Team Stronach.
Das waren keine untergriffigen Fragen, das waren auch keine polemischen Fragen, sondern ganz sachliche Fragen, die einfach zu beantworten gewesen wären. Und Sie verweigern das. Sie verweigern das ganz beharrlich. (Beifall beim Team Stronach.) Und da frage ich mich, was eine Fragestunde bewirken soll, wenn Sie sich beharrlich weigern, Fragen zu beantworten. Und auch jetzt wieder.
Beifall beim Team Stronach.
Das Verhalten des Herrn Schieder sagt ja auch einiges. Herr Schieder hat sich nämlich vor meiner Rede zu Wort gemeldet. Wir sind immerhin die sechste Fraktion in diesem Haus. Und wenn Herrn Schieder auch unsere Fragen interessieren würden, dann hätte er sich nach mir gemeldet, um auch zu hören, welche Fragen wir haben. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Petzner: Weil er keine Ahnung hat, muss er sich alles aufschreiben lassen!
Aber da er gar nicht bereit ist, genauso wie Sie, Frau Minister, auf unsere Fragen zu antworten, ist es komplett egal, wann Sie sich melden. Sie haben Ihre mitgebrachten Antworten parat und antworten einfach so, wie es Ihnen aufgeschrieben wurde oder wie Sie es selbst aufgeschrieben haben. (Abg. Petzner: Weil er keine Ahnung hat, muss er sich alles aufschreiben lassen!) Es geht Ihnen überhaupt nicht darum, uns Rede und Antwort zu stehen. Und genau das ist das Bedauerliche, denn letztlich
Abg. Dr. Stummvoll: Sie haben es nicht verstanden, Herr Kollege!
hätten Sie die Aufgabe, uns Rede und Antwort zu stehen. Das wäre Ihre Aufgabe. (Abg. Dr. Stummvoll: Sie haben es nicht verstanden, Herr Kollege!) Das wäre Ihre Aufgabe gewesen, Frau Minister und Herr Staatssekretär! Und Sie verweigern das!
Abg. Neubauer: Warum verweigert denn der Herr Stronach die Fernsehdiskussion?
Genau das ist der Punkt, den ich Ihnen hier ankreide, denn letztlich missachten Sie das gesamte Parlament und wollen hier zudecken anstatt aufdecken. (Abg. Neubauer: Warum verweigert denn der Herr Stronach die Fernsehdiskussion?)
Abg. Mag. Ikrath: Die Antwort wurde schon dreimal gegeben! Zuhören, Herr Lugar!
Da es um Insolvenzen geht, müssen wir die Hypo noch einmal besprechen, und ich werde das heute noch öfter machen, bis ich von Ihnen eine Antwort bekomme. (Abg. Mag. Ikrath: Die Antwort wurde schon dreimal gegeben! Zuhören, Herr Lugar!) Und die Frage, auf die ich eine Antwort von Ihnen haben will, ist: Warum hat Herr Pröll es zugelassen, dass die Republik Österreich und der Steuerzahler erpresst werden? Warum hat er das zugelassen? Warum hat er zugelassen, dass die BayernLB fast 2 Milliarden aus der Hypo abzieht und sie damit in Schieflage bringt?
Abg. Mag. Ikrath: Wir haben doch jetzt hier keine Hypo-Debatte!
Natürlich ist es so, dass die Hypo vorher schon ziemlich, sage ich einmal, schlecht beieinander war. Keine Frage. Auch schon damals beim Verkauf waren, wenn man das genau betrachtet, Risken vorhanden. (Abg. Mag. Ikrath: Wir haben doch jetzt hier keine Hypo-Debatte!) Aber die Bayern haben dann die Bilanzsumme fast verdoppelt, die Bayern haben die Direktive ausgegeben, die auch schriftlich belegt ist: Wachsen um jeden Preis!, und die Bayern haben dann das eigene Institut, nachdem sie gemerkt haben, dass es nicht zu retten ist, mit Druck, mit einer aus meiner Sicht widerrechtlichen Vorgehensweise den österreichischen Steuerzahlern umgehängt. (Abg. Dr. Rosenkranz: Sagen Sie nicht immer „die Bayern“! Sagen Sie „die CSU“! Was können denn die Bayern dafür?!) Herr Finanzminister Pröll hat da zugeschaut und das alles auch noch unterstützt, hat noch zusätzlich in die Verträge alle möglichen Rechte für die Bayern hineinreklamieren lassen!
Abg. Dr. Rosenkranz: Sagen Sie nicht immer „die Bayern“! Sagen Sie „die CSU“! Was können denn die Bayern dafür?!
Natürlich ist es so, dass die Hypo vorher schon ziemlich, sage ich einmal, schlecht beieinander war. Keine Frage. Auch schon damals beim Verkauf waren, wenn man das genau betrachtet, Risken vorhanden. (Abg. Mag. Ikrath: Wir haben doch jetzt hier keine Hypo-Debatte!) Aber die Bayern haben dann die Bilanzsumme fast verdoppelt, die Bayern haben die Direktive ausgegeben, die auch schriftlich belegt ist: Wachsen um jeden Preis!, und die Bayern haben dann das eigene Institut, nachdem sie gemerkt haben, dass es nicht zu retten ist, mit Druck, mit einer aus meiner Sicht widerrechtlichen Vorgehensweise den österreichischen Steuerzahlern umgehängt. (Abg. Dr. Rosenkranz: Sagen Sie nicht immer „die Bayern“! Sagen Sie „die CSU“! Was können denn die Bayern dafür?!) Herr Finanzminister Pröll hat da zugeschaut und das alles auch noch unterstützt, hat noch zusätzlich in die Verträge alle möglichen Rechte für die Bayern hineinreklamieren lassen!
Abg. Mag. Ikrath: Die Fragen sind schon viermal beantwortet worden, aber man muss die Antworten verstehen! Zuhören, zuhören – und dann eingestehen, dass es so ist!
All das sind Fragen, die wir aufgeklärt haben wollen. Und ich verstehe jetzt wirklich nicht, warum Sie, Frau Ministerin, nicht einfach sagen: Ja, es gibt hier offene Fragen! Diese offenen Fragen werden permanent von vier Fraktionen hier im Hohen Haus gestellt. Und anstatt sie zu beantworten, was machen Sie? – Sie erzählen immer die gleichen Märchen: Wenn damals der Steuerzahler nicht eingesprungen wäre, dann wären sofort die Haftungen schlagend geworden! (Abg. Mag. Ikrath: Die Fragen sind schon viermal beantwortet worden, aber man muss die Antworten verstehen! Zuhören, zuhören – und dann eingestehen, dass es so ist!)
Abg. Mag. Ikrath: Ich bin verzweifelt!
Herr Ikrath, ich würde Sie wirklich bitten, Ihre Zwischenrufe nicht ununterbrochen zu machen. (Abg. Mag. Ikrath: Ich bin verzweifelt!) Wenn Sie etwas Vernünftiges zu sagen haben, kommen Sie heraus, sprechen Sie zu uns, und lassen Sie jetzt bitte mich sprechen! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Ikrath, ich würde Sie wirklich bitten, Ihre Zwischenrufe nicht ununterbrochen zu machen. (Abg. Mag. Ikrath: Ich bin verzweifelt!) Wenn Sie etwas Vernünftiges zu sagen haben, kommen Sie heraus, sprechen Sie zu uns, und lassen Sie jetzt bitte mich sprechen! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Oder, die zweite Variante: Sie wissen, was damals schiefgelaufen ist, und Sie wollen nicht vor der Wahl, dass ein ehemaliger Finanzminister der ÖVP hier sozusagen ins Licht des Scheinwerfers geführt wird, um zu fragen, ob er alles richtig gemacht hat. Ich bin der Letzte, der jemanden verurteilt, wenn er Fehler gemacht hat. Aber ich bin der Erste, der jemanden verurteilt, der Fehler macht und sie zudeckt. Und das ist genau der Punkt: Sie wollen zudecken! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Egal, wann Sie eine Bad Bank machen, wann Sie notverstaatlichen, ob Sie überhaupt notverstaatlichen: Der Schaden ist in dem Moment angerichtet, in dem die Bank jemandem einen Kredit gibt und diesen Kredit nicht zurückbezahlt bekommt. In dem Moment ist der Schaden angerichtet. Und dieser Schaden ist in den Jahren 2005, 2006, 2007 bis zur Notverstaatlichung angerichtet worden, aber nicht nachher! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das heißt, die Notverstaatlichung hat am Schaden in keiner Weise irgendetwas geändert. Die Frage ist nur, wer jetzt für diesen Schaden aufkommt. Und diesbezüglich hat Herr Pröll eine Entscheidung getroffen, und diese Entscheidung hat geheißen: Dieser Schaden – der ja schon angerichtet war – soll vom Steuerzahler bezahlt werden! Diese Entscheidung hat er getroffen, und wir wollen wissen, ob diese Entscheidung gut war. Nicht mehr wollen wir von Ihnen wissen! Und wenn Sie uns keine Auskunft geben, werde ich die gleiche Frage immer und immer wieder hier stellen, so lange, bis Sie bereit sind, das zu tun, was in Ihrer Verantwortung und ihrer Pflicht liegt: uns endlich Auskunft zu geben! (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Mag. Ikrath: Ein großer Schritt!
Abgeordneter Mag. Bruno Rossmann (Grüne): Herr Präsident! Meine Dame und meine Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Das, was Sie uns heute hier vorgelegt haben, ist ja wohl ein kleines Schrittchen in die richtige Richtung. Das gestehe ich durchaus zu. (Abg. Mag. Ikrath: Ein großer Schritt!) – Nein, das ist kein großer Schritt! Erstens kommt dieser Schritt fünf Jahre nach Lehman Brothers! Damit beginnt es schon einmal, und das ist schon der eigentliche Skandal, Herr Ikrath! (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Bucher.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Bucher.
Abgeordneter Mag. Bruno Rossmann (Grüne): Herr Präsident! Meine Dame und meine Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Das, was Sie uns heute hier vorgelegt haben, ist ja wohl ein kleines Schrittchen in die richtige Richtung. Das gestehe ich durchaus zu. (Abg. Mag. Ikrath: Ein großer Schritt!) – Nein, das ist kein großer Schritt! Erstens kommt dieser Schritt fünf Jahre nach Lehman Brothers! Damit beginnt es schon einmal, und das ist schon der eigentliche Skandal, Herr Ikrath! (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Bucher.)
Abg. Mag. Kogler: Auf einem Drittel des Weges!
Fünf Jahre nach Lehman Brothers bequemt sich diese Regierung, eine Vorlage vorzulegen, die erstmals versucht, den Steuerzahler in der Bankenlandschaft zu entlasten – das erste Mal! Aber sie bleibt dabei, Herr Kollege Ikrath, auf halbem Wege stehen (Abg. Mag. Kogler: Auf einem Drittel des Weges!), denn das entscheidende Instrument, nämlich das Bail-in-Instrument, das heißt die Haftungskaskade, wer wann im Falle einer Bankenpleite zu haften hat, wird nicht geregelt, das wird verschoben auf die Zukunft. Im Übrigen auch durch die Einigung auf der europäischen Ebene – ich komme gleich dazu – verschoben bis in das Jahr 2018! Das heißt, zehn Jahre nach Lehman Brothers werden wir voraussichtlich in Europa und in Österreich ein Banken-Insolvenzrecht haben, das möglicherweise – ich sage „möglicherweise“ – diesen Namen verdient.
Beifall bei den Grünen.
Aufräumen bitte im Bankenbereich, aber richtig und rasch! – Danke sehr. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Ing. Lugar.
Das passt übrigens zum zweiten Teil von Ihnen, Herr Klubobmann: Wenn Ihre These stimmen würde, dass die Bayern Österreich erpresst haben, dann können Sie nicht den Erpressten fragen, warum er sich hat erpressen lassen, sondern Sie müssen den Erpresser fragen. Aber vielleicht kann sich Frank Stronach im Bayrischen Landtag auch einen Klub kaufen, dann können Sie ja dort diese Frage einbringen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Ing. Lugar.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das ist ein gutes Gesetz in die richtige Richtung, und es ist auch vernünftig, dass man beim Insolvenzrecht auf die europäische Einigung wartet. Ich danke jedenfalls dafür, dass das noch funktioniert hat. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Krainer.
Nehmen wir das Beispiel Hypo Alpe-Adria her. Tatsache ist, meine Damen und Herren, dass seit dem Jahr 2005 und den SWAP-Verlusten, die im Jahr 2005 passiert sind, halbjährliche Prüfungen der Finanzmarktaufsicht in dieser Bank stattgefunden haben. Halbjährlich sind dort die Kohorten der Finanzmarktaufsicht einmarschiert, haben die Bank auf den Kopf gestellt, alles durchsucht und haben immer grünes Licht gegeben und gesagt: Alles ist wunderbar und passt! Und genau diese Institutionen, die alles verpasst haben, die nichts gefunden haben, sollen jetzt dafür sorgen – vorsorglich –, dass eine Schieflage einer Bank verhindert wird. Also mein Vertrauen in diese Institutionen ist da sehr, sehr beschränkt. Ich habe die Befürchtung, dass die nicht wirklich sehr erfolgreich arbeiten werden. (Zwischenruf des Abg. Krainer.)
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Mag. Kogler.
Ein Jahr später war das ganze Institut pleite. Wie kann so etwas passieren? – Da hat die Aufsicht komplett versagt, meine Damen und Herren: die Nationalbank und die Finanzmarktaufsicht! Daher wird der Bock zum Gärtner gemacht. Und man muss das sehr, sehr vorsichtig beurteilen. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Mag. Kogler.)
Abg. Mag. Kogler: Richtig!
Nächster Punkt: Jede Bank hat in den Aufsichtsgremien einen Staatskommissär sitzen (Abg. Mag. Kogler: Richtig!), vom Finanzministerium eingesetzt, der überall dabei ist, der regelmäßig Bericht erstattet. Was haben diese Staatskommissäre gemacht? Wo sind die gewesen? (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) – Die werden mit Steuergeld dafür bezahlt, dort zu sitzen und die Interessen des Steuerzahlers und der Republik zu vertreten, und trotzdem haben wir drei Notverstaatlichungen und drei Banken in der Pleite und Milliardenkosten für die Steuerzahler. Ein Totalversagen der Aufsicht, ein Totalversagen des Finanzministeriums und ein Totalversagen der Staatskommissäre liegen hier auf dem Tisch, meine Damen und Herren! Das ist die Wahrheit, die man zur Kenntnis nehmen muss! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Nächster Punkt: Jede Bank hat in den Aufsichtsgremien einen Staatskommissär sitzen (Abg. Mag. Kogler: Richtig!), vom Finanzministerium eingesetzt, der überall dabei ist, der regelmäßig Bericht erstattet. Was haben diese Staatskommissäre gemacht? Wo sind die gewesen? (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) – Die werden mit Steuergeld dafür bezahlt, dort zu sitzen und die Interessen des Steuerzahlers und der Republik zu vertreten, und trotzdem haben wir drei Notverstaatlichungen und drei Banken in der Pleite und Milliardenkosten für die Steuerzahler. Ein Totalversagen der Aufsicht, ein Totalversagen des Finanzministeriums und ein Totalversagen der Staatskommissäre liegen hier auf dem Tisch, meine Damen und Herren! Das ist die Wahrheit, die man zur Kenntnis nehmen muss! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Nächster Punkt: Jede Bank hat in den Aufsichtsgremien einen Staatskommissär sitzen (Abg. Mag. Kogler: Richtig!), vom Finanzministerium eingesetzt, der überall dabei ist, der regelmäßig Bericht erstattet. Was haben diese Staatskommissäre gemacht? Wo sind die gewesen? (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) – Die werden mit Steuergeld dafür bezahlt, dort zu sitzen und die Interessen des Steuerzahlers und der Republik zu vertreten, und trotzdem haben wir drei Notverstaatlichungen und drei Banken in der Pleite und Milliardenkosten für die Steuerzahler. Ein Totalversagen der Aufsicht, ein Totalversagen des Finanzministeriums und ein Totalversagen der Staatskommissäre liegen hier auf dem Tisch, meine Damen und Herren! Das ist die Wahrheit, die man zur Kenntnis nehmen muss! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Staatssekretär Mag. Schieder: Das ist ja etwas ganz anderes!
Und wenn Herr Staatssekretär Schieder sagt: Diese verpflichtenden Sanierungs- und Abwicklungspläne müssen jährlich vorgelegt werden und werden dann geprüft!, dann verweise ich darauf, dass wir auch jetzt schon gesetzliche Bestimmungen haben, wonach jede Bank jährlich an die Finanzmarktaufsicht den Businessplan für das kommende Jahr komplett vorlegen muss und genehmigen muss. (Staatssekretär Mag. Schieder: Das ist ja etwas ganz anderes!)
Abg. Dr. Jarolim: Ohne Haider ginge es dem Land wesentlich besser! Das muss man einmal zur Kenntnis nehmen!
Das ist überhaupt nichts anderes, denn dort muss man auch genau die Geschäfte, die man macht, auflisten. Ist alles geschehen, trotzdem sind drei Banken notverstaatlicht worden. Also bei der Aufsicht und bei der Kontrolle haben wir wirklich ein Problem, und daher sind berechtigte Zweifel angebracht, meine Damen und Herren, ob da die richtigen Kontroll- und Prüfungsinstanzen ausgewählt wurden, um solche Pleiten in Zukunft verhindern zu können. (Abg. Dr. Jarolim: Ohne Haider ginge es dem Land wesentlich besser! Das muss man einmal zur Kenntnis nehmen!) Jaja.
Beifall beim BZÖ.
lungen kläglichst versagt und einen Milliardenschaden für den österreichischen Steuerzahler angerichtet haben, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
in Richtung Bundesministerin Dr. Fekter zeigend
Diese Frau (in Richtung Bundesministerin Dr. Fekter zeigend) ist die teuerste Finanzministerin in der Geschichte der Zweiten Republik! Kein anderer Finanzminister vor ihr hat derart viel Steuergeld versenkt und verpulvert und keiner hat so versagt wie diese Frau! (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.)
Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.
Diese Frau (in Richtung Bundesministerin Dr. Fekter zeigend) ist die teuerste Finanzministerin in der Geschichte der Zweiten Republik! Kein anderer Finanzminister vor ihr hat derart viel Steuergeld versenkt und verpulvert und keiner hat so versagt wie diese Frau! (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Es ist inakzeptabel, Frau Finanzminister, dass Sie weiter in diesem Amt verbleiben, denn Sie können mit Steuergeld nicht umgehen! Sie haben kein diplomatisches Geschick! Sie führen sich in Brüssel so auf, dass sich jeder Österreicher für Ihre Aussagen, die Sie dort treffen, schämen muss. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Richtig!
Frau Finanzminister Fekter, Sie schaden dem Ansehen dieses Landes. Sie schaden dem Steuerzahler. Und Sie schaden dem Wirtschafts- und Bankenstandort Österreich. (Abg. Mag. Kogler: Richtig!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Und auch bei allen anderen notverstaatlichten Banken haben wir die gleiche Situation, sodass wir in Summe auf Schäden in Milliardenhöhe kommen, die Sie angerichtet haben, Frau Finanzministerin Fekter. Daher appelliere ich an die Abgeordneten dieses Hohen Hauses, dafür zu sorgen, dass wir diese Finanzministerin ihres Amtes entheben und in die Wüste schicken. Es hat sich „ausgefektert“, Frau Finanzminister! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
(Beifall beim BZÖ.)
Abg. Grillitsch: He! He! He! – Abg. Steibl: Das ist unerhört! – Weitere anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sie kennen sich in der Sache nicht aus, Frau Finanzminister! Sie sind unfähig, das Finanzministerium zu führen. Sie haben schlichtweg Ihr Mundwerk nicht im Griff. (Abg. Grillitsch: He! He! He! – Abg. Steibl: Das ist unerhört! – Weitere anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie wissen nicht, wie man sich auf internationaler Ebene benimmt. Sie schaden den Interessen der Republik Österreich. Sie schaden dem Steuerzahler.
Beifall beim BZÖ.
Daher: Treten Sie zurück! Dann habe ich noch ein klein wenig Hoffnung, dass wir bei diesen drei notverstaatlichten Banken doch noch ein Stück weiterkommen, dass wir Steuergeld retten und dass Ihr Nachfolger es besser macht als Sie. Die Latte liegt nicht besonders hoch, denn viel schlechter, viel peinlicher und viel unfähiger als Sie kann man fast gar nicht sein. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Präsident Fritz Neugebauer: Herr Kollege, ich möchte nur darauf hinweisen, dass die Verballhornung von Namen hier nicht zum Sprachgebrauch gehört. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (STRONACH): Herr Präsident! So sehr ich den inhaltlich fachlichen Beitrag vom Herrn Petzner schätze, so sehr ist es auch ein Bärendienst, den er uns hier erwiesen hat, indem er auf eine aus meiner Sicht sehr unflätige Art und Weise hier Argumente vorbringt. Ich glaube nicht, dass das der Sache dienlich ist, denn letztlich wollen, glaube ich, die Oppositionsparteien alle das Gleiche. Nämlich: Sie wollen einfach nur Transparenz und Aufklärung über die Vorgänge, die hier passiert sind. (Beifall beim Team Stronach.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Und wenn Sie, Herr Matznetter, hier Frank Stronach angreifen in einer Art und Weise, die nicht nachvollziehbar ist, dann frage ich mich wirklich, ob Sie verstanden haben, was hier passiert ist. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Ich werde mich heute immer wieder zu Wort melden, auch wenn Ihnen das überhaupt nicht gefällt – so lange, bis die Frau Finanzministerin heute hier Rede und Antwort steht (Beifall beim Team Stronach), so lange, bis sie uns heute hier sagt, was damals passiert ist, warum sich Pröll hat erpressen lassen, warum der Steuerzahler jetzt 7 bis 9 Milliarden zu zahlen hat und was Sie zu tun gedenkt, um den Schaden möglichst gering zu halten.
Beifall beim Team Stronach
Und wenn Sie, Herr Matznetter, hier Frank Stronach angreifen in einer Art und Weise, die nicht nachvollziehbar ist, dann frage ich mich wirklich, ob Sie verstanden haben, was hier passiert ist. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Ich werde mich heute immer wieder zu Wort melden, auch wenn Ihnen das überhaupt nicht gefällt – so lange, bis die Frau Finanzministerin heute hier Rede und Antwort steht (Beifall beim Team Stronach), so lange, bis sie uns heute hier sagt, was damals passiert ist, warum sich Pröll hat erpressen lassen, warum der Steuerzahler jetzt 7 bis 9 Milliarden zu zahlen hat und was Sie zu tun gedenkt, um den Schaden möglichst gering zu halten.
Beifall beim Team Stronach.
Das werde ich heute noch einige Male fragen! Und wenn Sie keine Antwort gibt, können wir das Spiel bis Mitternacht spielen. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der ÖVP.
Und selbst wenn die Behauptung stimmt, dass die Kärntner Hypo oder die Hypo Alpe Adria zu diesem Zeitpunkt noch gesund gewesen sei, muss man geradezu verrückt gewesen sein, diese Haftungen zu behalten, weil das natürlich für die Bayern ein Freibrief war, mit dieser Bank was auch immer zu machen, denn letzten Endes haften ja die Kärntner und mangels Geld in Kärnten dann wohl letzten Endes alle Österreicherinnen und Österreicher für all das, was nachher der neue Eigentümer mit dieser Bank macht. Eine völlig irrwitzige und verrückte Aktion, die da abgelaufen ist! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Geh bitte!
Da bestand Handlungsbedarf. Und Josef Pröll ist gar nichts anderes übriggeblieben, als das zu tun, was er in Verantwortung gegenüber den Steuerzahlern getan hat. (Abg. Mag. Kogler: Geh bitte!)
Abg. Petzner –dazwischenrufend – zeigt auf ein Schriftstück, das er in die Höhe hält.
Aber, Herr Petzner, Sie können es noch so oft wiederholen, diese Verantwortung trifft Jörg Haider und seine Landesregierung – und sonst niemanden! (Abg. Petzner –dazwischenrufend – zeigt auf ein Schriftstück, das er in die Höhe hält.) Sie können noch so oft rufen „Haltet den Dieb!“, Sie werden davon nicht ablenken können! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Aber, Herr Petzner, Sie können es noch so oft wiederholen, diese Verantwortung trifft Jörg Haider und seine Landesregierung – und sonst niemanden! (Abg. Petzner –dazwischenrufend – zeigt auf ein Schriftstück, das er in die Höhe hält.) Sie können noch so oft rufen „Haltet den Dieb!“, Sie werden davon nicht ablenken können! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Das tun Sie ja nicht!
Ich bin ganz beim Kollegen Lugar, wenn er sagt: Sie erweisen uns allen hier keinen guten Dienst und dem Land schon gar nicht!, denn wir sind jetzt in der verdammt schwierigen Situation, dass insbesondere die Finanzministerin, unterstützt von den beiden Koalitionsparteien hier im Hohen Haus, die schwierige Aufgabe hat, zu retten, was zu retten ist. (Abg. Mag. Kogler: Das tun Sie ja nicht!) Diese Bank muss redimensioniert werden, muss abgewickelt werden. Es müssen all die Risiken, die da sind – ja, was heißt Risiken?! –, viele dieser toten Geschäfte liquidiert werden, aber natürlich nicht in Panikaktionen, sondern in überlegter Art und Weise, um den Schaden für die Österreicherinnen und Österreicher so gering wie möglich zu halten. (Abg. Mag. Kogler: Seit drei Jahren die ÖVP schon!)
Abg. Mag. Kogler: Seit drei Jahren die ÖVP schon!
Ich bin ganz beim Kollegen Lugar, wenn er sagt: Sie erweisen uns allen hier keinen guten Dienst und dem Land schon gar nicht!, denn wir sind jetzt in der verdammt schwierigen Situation, dass insbesondere die Finanzministerin, unterstützt von den beiden Koalitionsparteien hier im Hohen Haus, die schwierige Aufgabe hat, zu retten, was zu retten ist. (Abg. Mag. Kogler: Das tun Sie ja nicht!) Diese Bank muss redimensioniert werden, muss abgewickelt werden. Es müssen all die Risiken, die da sind – ja, was heißt Risiken?! –, viele dieser toten Geschäfte liquidiert werden, aber natürlich nicht in Panikaktionen, sondern in überlegter Art und Weise, um den Schaden für die Österreicherinnen und Österreicher so gering wie möglich zu halten. (Abg. Mag. Kogler: Seit drei Jahren die ÖVP schon!)
Abg. Ing. Westenthaler: Finanzministerin, nehme ich an!
Das ist die Verantwortung, die derzeit die Finanzministerin Fekter wahrnimmt! Und jeder unqualifizierte Zwischenruf (Abg. Ing. Westenthaler: Finanzministerin, nehme ich an!) und jeder öffentliche Angriff – eine Auseinandersetzung mit der Sache: selbstverständlich, warum nicht –, aber jeder unqualifizierte Angriff, jede öffentliche Diskussion mit solchen Halbwahrheiten schadet uns bei dieser ganz schwierigen Aufgabe der Abwicklung und schadet letzten Endes den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern in Österreich. Nehmen Sie das einmal zur Kenntnis, Herr Petzner! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Petzner.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Petzner.
Das ist die Verantwortung, die derzeit die Finanzministerin Fekter wahrnimmt! Und jeder unqualifizierte Zwischenruf (Abg. Ing. Westenthaler: Finanzministerin, nehme ich an!) und jeder öffentliche Angriff – eine Auseinandersetzung mit der Sache: selbstverständlich, warum nicht –, aber jeder unqualifizierte Angriff, jede öffentliche Diskussion mit solchen Halbwahrheiten schadet uns bei dieser ganz schwierigen Aufgabe der Abwicklung und schadet letzten Endes den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern in Österreich. Nehmen Sie das einmal zur Kenntnis, Herr Petzner! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Petzner.)
Zwischenruf des Abg. Brosz.
Und ein Letztes: Die unflätige Art und Weise, wie Sie hier gerade vom Rednerpult aus mit der Finanzministerin gesprochen haben, spottet wirklich jeder Beschreibung. (Zwischenruf des Abg. Brosz.) Das ist in einer Art und Weise unanständig, wie das in diesem Hohen Haus nichts verloren hat – ja, nicht nur in diesem Hohen Haus, sondern generell in zwischenmenschlichen Beziehungen nichts verloren hat. Sie sollten sich wirklich schämen! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Team Stronach.
Und ein Letztes: Die unflätige Art und Weise, wie Sie hier gerade vom Rednerpult aus mit der Finanzministerin gesprochen haben, spottet wirklich jeder Beschreibung. (Zwischenruf des Abg. Brosz.) Das ist in einer Art und Weise unanständig, wie das in diesem Hohen Haus nichts verloren hat – ja, nicht nur in diesem Hohen Haus, sondern generell in zwischenmenschlichen Beziehungen nichts verloren hat. Sie sollten sich wirklich schämen! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Team Stronach.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Ing. Westenthaler und Petzner.
Meine Damen und Herren! Diese Finanzministerin hat eine ganz, ganz schwierige Aufgabe zu bewältigen, die von Ihren Freunden in Kärnten eingebrockt worden ist. (Zwischenrufe der Abgeordneten Ing. Westenthaler und Petzner.) Und sie verdient nicht unser Misstrauen, sondern sie verdient unser aller Unterstützung bei dieser schweren Aufgabe! (Anhaltender Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Seit drei Jahren beschwört die ÖVP dieses Problem, anstatt es zu lösen!)
Anhaltender Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Seit drei Jahren beschwört die ÖVP dieses Problem, anstatt es zu lösen!
Meine Damen und Herren! Diese Finanzministerin hat eine ganz, ganz schwierige Aufgabe zu bewältigen, die von Ihren Freunden in Kärnten eingebrockt worden ist. (Zwischenrufe der Abgeordneten Ing. Westenthaler und Petzner.) Und sie verdient nicht unser Misstrauen, sondern sie verdient unser aller Unterstützung bei dieser schweren Aufgabe! (Anhaltender Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Seit drei Jahren beschwört die ÖVP dieses Problem, anstatt es zu lösen!)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Josef Bucher (BZÖ): Das erleben wir immer wieder, meine sehr geehrten Damen und Herren, dass die ÖVP dann, wenn es Angriffe auf sie gibt, immer weinerlich kontert, weinerlich wird. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das ist die ÖVP: einst eine staatstragende Partei, die jetzt heruntergekommen ist! Da sieht jetzt ganz Österreich zu. (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Josef Bucher (BZÖ): Das erleben wir immer wieder, meine sehr geehrten Damen und Herren, dass die ÖVP dann, wenn es Angriffe auf sie gibt, immer weinerlich kontert, weinerlich wird. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das ist die ÖVP: einst eine staatstragende Partei, die jetzt heruntergekommen ist! Da sieht jetzt ganz Österreich zu. (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Kopf: Sie haben die Bank verkauft!
Wenn Sie sagen, dass die Haftungen in Kärnten ausschließlich unter Landeshauptmann Jörg Haider eingegangen worden sind, dann betreiben Sie hier Geschichtsfälschung. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Kopf: Sie haben die Bank verkauft!) Acht Jahre lang war in Kärnten ein ÖVP-Landeshauptmann Zernatto verantwortlich, vor ihm ein Ambrozy. Da ist dieser Haftungswahn entstanden, meine sehr geehrten Damen und Herren. Jörg Haider hatte in Kärnten niemals die absolute Mehrheit. Er brauchte immer, um die Beschlüsse im Landtag zu erwirken, eine ÖVP oder eine SPÖ dazu. (Abg. Kopf: Aber Sie haben verkauft!) Sie sind mindestens mitschuldig an der ganzen Entwicklung in Kärnten! Betreiben Sie jetzt nicht eine Kindesweglegung! Das ist ja unerhört! (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Gaßner.)
Abg. Kopf: Aber Sie haben verkauft!
Wenn Sie sagen, dass die Haftungen in Kärnten ausschließlich unter Landeshauptmann Jörg Haider eingegangen worden sind, dann betreiben Sie hier Geschichtsfälschung. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Kopf: Sie haben die Bank verkauft!) Acht Jahre lang war in Kärnten ein ÖVP-Landeshauptmann Zernatto verantwortlich, vor ihm ein Ambrozy. Da ist dieser Haftungswahn entstanden, meine sehr geehrten Damen und Herren. Jörg Haider hatte in Kärnten niemals die absolute Mehrheit. Er brauchte immer, um die Beschlüsse im Landtag zu erwirken, eine ÖVP oder eine SPÖ dazu. (Abg. Kopf: Aber Sie haben verkauft!) Sie sind mindestens mitschuldig an der ganzen Entwicklung in Kärnten! Betreiben Sie jetzt nicht eine Kindesweglegung! Das ist ja unerhört! (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Gaßner.)
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Gaßner.
Wenn Sie sagen, dass die Haftungen in Kärnten ausschließlich unter Landeshauptmann Jörg Haider eingegangen worden sind, dann betreiben Sie hier Geschichtsfälschung. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Kopf: Sie haben die Bank verkauft!) Acht Jahre lang war in Kärnten ein ÖVP-Landeshauptmann Zernatto verantwortlich, vor ihm ein Ambrozy. Da ist dieser Haftungswahn entstanden, meine sehr geehrten Damen und Herren. Jörg Haider hatte in Kärnten niemals die absolute Mehrheit. Er brauchte immer, um die Beschlüsse im Landtag zu erwirken, eine ÖVP oder eine SPÖ dazu. (Abg. Kopf: Aber Sie haben verkauft!) Sie sind mindestens mitschuldig an der ganzen Entwicklung in Kärnten! Betreiben Sie jetzt nicht eine Kindesweglegung! Das ist ja unerhört! (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Gaßner.)
Abg. Krainer: Was sind Sie? Hauptschuldig!
Wenn es einmal darum geht, die Frau Finanzministerin Fekter zur Verantwortung zu ziehen, dann kommen Sie sofort heraus, um die Frau Fekter zu verteidigen. (Abg. Krainer: Was sind Sie? Hauptschuldig!) Wir müssen immer einiges einstecken, wenn es darum geht, Kritik von der Regierungsbank aus zu ertragen, so wie gestern, Herr Kollege Kopf. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Da sind Sie dann immer undifferenziert. Uns umzuhängen, dass die Opposition dieses Hypo-Desaster zu schultern hat, ist ja wohl die größte Unterstellung, die es gibt. (Abg. Ing. Westenthaler: So ist es! Sie waren es! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Wenn es einmal darum geht, die Frau Finanzministerin Fekter zur Verantwortung zu ziehen, dann kommen Sie sofort heraus, um die Frau Fekter zu verteidigen. (Abg. Krainer: Was sind Sie? Hauptschuldig!) Wir müssen immer einiges einstecken, wenn es darum geht, Kritik von der Regierungsbank aus zu ertragen, so wie gestern, Herr Kollege Kopf. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Da sind Sie dann immer undifferenziert. Uns umzuhängen, dass die Opposition dieses Hypo-Desaster zu schultern hat, ist ja wohl die größte Unterstellung, die es gibt. (Abg. Ing. Westenthaler: So ist es! Sie waren es! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: So ist es! Sie waren es! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wenn es einmal darum geht, die Frau Finanzministerin Fekter zur Verantwortung zu ziehen, dann kommen Sie sofort heraus, um die Frau Fekter zu verteidigen. (Abg. Krainer: Was sind Sie? Hauptschuldig!) Wir müssen immer einiges einstecken, wenn es darum geht, Kritik von der Regierungsbank aus zu ertragen, so wie gestern, Herr Kollege Kopf. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Da sind Sie dann immer undifferenziert. Uns umzuhängen, dass die Opposition dieses Hypo-Desaster zu schultern hat, ist ja wohl die größte Unterstellung, die es gibt. (Abg. Ing. Westenthaler: So ist es! Sie waren es! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Ich halte mich im Zaum, Herr Kollege Kopf, aber es war die Frau Fekter, die von einem „Fass ohne Boden“ gesprochen hat, und das in Ihrer Verantwortung als Eigentümervertreterin – und das kriegt sie nicht mehr los! Das ist ganz allein ihr Verschulden! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: So ist es!
Das alleine, meine sehr geehrten Damen und Herren, dieses Fass-ohne-Boden-Kommentieren der Hypo hat den Steuerzahler 30 Millionen € gekostet – und ich spreche nicht von den unzähligen Milliarden, die jetzt die nächsten Generationen werden schultern müssen, die noch gar nicht auf der Welt sind. (Abg. Ing. Westenthaler: So ist es!) Ziehen Sie die Finanzministerin endlich ab, dann haben wir eine Ruhe und dann wird es mit Österreich wieder bergauf gehen! (Anhaltender Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Anhaltender Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das alleine, meine sehr geehrten Damen und Herren, dieses Fass-ohne-Boden-Kommentieren der Hypo hat den Steuerzahler 30 Millionen € gekostet – und ich spreche nicht von den unzähligen Milliarden, die jetzt die nächsten Generationen werden schultern müssen, die noch gar nicht auf der Welt sind. (Abg. Ing. Westenthaler: So ist es!) Ziehen Sie die Finanzministerin endlich ab, dann haben wir eine Ruhe und dann wird es mit Österreich wieder bergauf gehen! (Anhaltender Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Die ganze Problematik der Hypo Alpe-Adria oder der Kommunalkredit stellt ein schlechtes Zeugnis sowohl für das Management als auch für die Abwicklung des Staates dar. Und auch bei meinem letzten Rückblick auf die Hypo Alpe-Adria konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Frau Finanzministerin auf Kosten der Steuerzahler wirklich nichts zu teuer ist, um diese Hypo Alpe-Adria als blau-orangenes Gedächtnisfeuer am Brennen zu halten. Das heißt nichts anderes, als dass da billige Parteipolitik auf Kosten des Landes Kärnten in diesem Fall und auf Kosten der Hypo Alpe-Adria gemacht wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abschließend möchte ich wiederum meine Forderung aufstellen: Wir brauchen dringend einen Untersuchungsausschuss, damit all diese Vorgänge aufgeklärt werden, damit man endlich einmal klar auf dem Tisch hat, wer wirklich Schuld an dieser Misere hat – denn es kann nicht sein, dass wir uns in der nächsten Legislaturperiode wiederum immer gegenseitig vorwerfen, wer Schuld hat. Es muss aufgeklärt werden, und auch ein Ex-Vizekanzler Pröll muss dann letzten Endes zur Verantwortung gezogen werden! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Krainer: Top 10!
Und da möchte ich auch eines sagen, da die Banken in letzter Zeit von gewissen politischen Gruppen als Feindbild aufgebaut wurden, meine Damen und Herren: Wir haben in Österreich über 800 Banken mit 75 000 Mitarbeitern. Drei von diesen 800 Banken haben die Eigentümerfunktion des Staates verlangt – drei von 800! Und diese 75 000 Mitarbeiter in den Banken (Zwischenruf des Abg. Krainer: Top 10!) arbeiten täglich nach bestem Wissen und Gewissen. Und wir lassen nicht zu, dass hier generell
Abg. Jakob Auer: So ist es!
ein Banken-Bashing betrieben wird und die Banken hier verteufelt werden. Vergessen wir nicht, ohne Banken kann es keine funktionierende Wirtschaft geben, meine Damen und Herren! (Abg. Jakob Auer: So ist es!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
des Steuerzahlers bei Krisen einfach notwendig. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Mag. Widmann.
Abgeordnete Dr. Ruperta Lichtenecker (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Werte Damen und Herren! Wir behandeln heute unter dem Tagesordnungspunkt 4 die Bürgerinitiative Nr. 55 zum Thema „allgemeine Freiheit der direkten Kreditgewährung“, und im Zuge dessen möchte ich recht herzlich auf der Galerie den Initiator Heini Staudinger und seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter hier bei uns im Parlament begrüßen. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Mag. Widmann.)
Abg. Dr. Matznetter: Das Gegenteil! Die haben die Chance !
Zum Anlegerschutz sei eines gesagt: Wir haben seit Wochen, seit Monaten über das Thema Prospektpflicht diskutiert und darüber, ab wann denn bei einer Anlage die Prospektpflicht tragend werden muss. Prospekte zu erstellen, ist eine sehr, sehr teure Angelegenheit. Dass die Prospektpflicht nicht unbedingt direkt die Anleger schützen muss, sehen wir jetzt beispielsweise bei der ALPINE-Pleite. Die Anleger, die in diese Anleihen investiert haben, haben jetzt ein veritables Problem. (Abg. Dr. Matznetter: Das Gegenteil! Die haben die Chance !)
Beifall bei den Grünen.
Stimmen Sie heute unserem Antrag zu! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Lichtenecker: Stimmt ja nicht!
Der dritte Punkt, den wir heute behandeln, ist die Frage Crowdfunding im weitesten Sinne. Da ist es so, dass wir von den Regierungsparteien etwas wesentlich Besseres vorlegen, als die Grünen hier vorgelegt haben. Die Grünen schlagen vor, quasi bis 3 Millionen € gibt es halt keinen Anlegerschutz mehr, ist egal. (Abg. Dr. Lichtenecker: Stimmt ja nicht!)
Abg. Mag. Kogler: Stimmt ja nicht! Fantasie!
Ihr Vorschlag sagt ja, wir verzichten auf den Anlegerschutz und damit auch auf die Kosten. (Abg. Mag. Kogler: Stimmt ja nicht! Fantasie!) Das ist etwas, wo wir Sozialdemokraten nicht mitgehen wollen, dass wir sagen, wir brauchen keinen Anlegerschutz. Aber das, was wir schon wollen, ist, derartige Projekte zu ermöglichen, indem wir diese Kosten, die es heute teilweise gibt, reduzieren. Insofern glaube ich, dass wir hier eine vernünftige Lösung haben. – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ihr Vorschlag sagt ja, wir verzichten auf den Anlegerschutz und damit auch auf die Kosten. (Abg. Mag. Kogler: Stimmt ja nicht! Fantasie!) Das ist etwas, wo wir Sozialdemokraten nicht mitgehen wollen, dass wir sagen, wir brauchen keinen Anlegerschutz. Aber das, was wir schon wollen, ist, derartige Projekte zu ermöglichen, indem wir diese Kosten, die es heute teilweise gibt, reduzieren. Insofern glaube ich, dass wir hier eine vernünftige Lösung haben. – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Und die SPÖ hat es heute geschafft, einen neuen Politikertypus zu gebären, nämlich den „Ephemero-Politiker“, den „Eintagspolitiker“, und zwar mit dem Herrn Maier. Der Herr Maier, das müssen Sie sich vorstellen: Das wäre jetzt an sich recht lustig, aber – und weil sie gerade gähnt, die Frau Kollegin – es ist ein ernster Kern dahinter, denn das, was die Menschen überhaupt nicht verstehen, ist diese Art von Arbeitsplatzpolitik, die ihr offenbar so versteht, dass ein Abgeordneter für einen allerletzten Tag des Plenums angelobt wird, dafür vier Monate Gehalt abcasht, drei Monate Gehaltsfortzahlung und aliquotes Urlaubsgeld. Das ist wirklich unglaublich, was ihr euch da heute geleistet habt! (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei BZÖ und FPÖ
Aber eines ist jetzt völlig klar. Euer Wahlspruch auf den Plakaten bekommt eine völlig neue Bedeutung: „Wir kämpfen um jeden Arbeitsplatz.“ – Der bekommt eine völlig neue Bedeutung (Heiterkeit und Beifall bei BZÖ und FPÖ), nämlich für das Abcashen von Mandataren, die nichts leisten, die einen Tag hier herinnen sitzen und 50 000 € abcashen. Dieser „Eintagsmandatar“ wird 50 000 € dafür abcashen, dass er vielleicht ein paar Minuten heute hier herinnen gesessen ist. Schämen Sie sich dafür! Das ist wirklich unglaublich. Das muss man wirklich sagen. (Abg. Riepl: Wie ist das mit denen, die euch davongerannt sind?! Die sind euch alle davongerannt!)
Abg. Riepl: Wie ist das mit denen, die euch davongerannt sind?! Die sind euch alle davongerannt!
Aber eines ist jetzt völlig klar. Euer Wahlspruch auf den Plakaten bekommt eine völlig neue Bedeutung: „Wir kämpfen um jeden Arbeitsplatz.“ – Der bekommt eine völlig neue Bedeutung (Heiterkeit und Beifall bei BZÖ und FPÖ), nämlich für das Abcashen von Mandataren, die nichts leisten, die einen Tag hier herinnen sitzen und 50 000 € abcashen. Dieser „Eintagsmandatar“ wird 50 000 € dafür abcashen, dass er vielleicht ein paar Minuten heute hier herinnen gesessen ist. Schämen Sie sich dafür! Das ist wirklich unglaublich. Das muss man wirklich sagen. (Abg. Riepl: Wie ist das mit denen, die euch davongerannt sind?! Die sind euch alle davongerannt!)
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ
Da kommt dann die SPÖ daher und sagt: Nein, das gefällt uns nicht. Oder es kommt die ÖVP in Person der Frau Finanzministerin daher. Und da ist sie plötzlich da, die Finanzmarktaufsicht. Da kommt sie, da ist sie schnell. Bei den großen Banken wird weggeschaut, wird nichts gemacht, wird versagt. Bei den kleineren und mittleren Unternehmungen, wenn sich innovative Bürger zusammentun (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ), da kommt die Finanzmarktaufsicht daher und reitet gegen
Beifall beim BZÖ.
Das hat nichts mit einer Wirtschaftspartei ÖVP zu tun, was vorhin gesagt worden ist. Da belastet ihr ganz bewusst die kleine und mittelständische Wirtschaft, die ohnehin schon unter einer Kreditklemme stöhnt, die ohnehin kaum mehr Kredite bekommt, die wirklich massiv unter der Krise leidet – und nicht einmal die Alternativen, nicht einmal die innovativen Projekte lasst ihr zu. Das hat mit einer Wirtschaftspartei ÖVP nichts zu tun. Da habt ihr in Wirklichkeit abgedankt. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das ist heute kein Ruhmesblatt, was die ÖVP hier gemeinsam mit dem Finanzministerium und der Finanzmarktaufsicht leistet. Das ist das Gegenteil von freier Marktwirtschaft, das ist das Gegenteil von freiem Unternehmertum, und da wird das BZÖ immer dagegen sein. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Lichtenecker: Leseübung!
Präsident Fritz Neugebauer: Entschuldigung, Herr Kollege. Dieser eine Antrag ist zu verlesen. Das sind nur wenige Zeilen. Die beiden anderen sind verteilt worden. Aber der soeben genannte Antrag betreffend Crowdfunding wäre zu verlesen. (Abg. Dr. Lichtenecker: Leseübung!)
Heiterkeit. – Abg. Dr. Lichtenecker: Gott sei Dank haben wir einen Präsidenten!
Präsident Fritz Neugebauer: Jetzt geht es auf Seite 2 weiter mit: „Der Nationalrat wolle beschließen“. – Bitte. (Heiterkeit. – Abg. Dr. Lichtenecker: Gott sei Dank haben wir einen Präsidenten!)
Beifall bei der ÖVP.
Dann bringe ich noch einen Abänderungsantrag von Dr. Günter Stummvoll, Jan Krainer, Kolleginnen und Kollegen ein, und zwar zu Basel III. Dieser wurde auch verteilt. Er beschäftigt sich damit, dass die entsprechenden genauen Richtlinien seitens der Europäischen Kommission vorliegen, und hier wird mit diesem Abänderungsantrag diesen genauen Richtlinien Rechnung getragen. – Besten Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Krainer: Das ist keine Fragestunde! Das ist eine Debatte!
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (STRONACH): Herr Präsident! Hohes Haus! Herr Schieder, wie Sie schon richtig gesagt haben, Sie haben sich jetzt nicht vor mir gemeldet. Das freut mich sehr. Ich werde dann einige Fragen an Sie stellen. Ich bin gespannt, ob Sie die dann auch beantworten werden. (Abg. Krainer: Das ist keine Fragestunde! Das ist eine Debatte!)
Beifall beim Team Stronach.
Das abfedern zu wollen, halte ich für einen Fehler. Das ist sozusagen genau wider die Natur dieses Geschäftes, denn wenn jemand ein Risiko eingeht, um einen höheren Ertrag zu haben, dann soll er dieses Risiko auch tragen. Da müssen wir nichts tun, um das abzufedern, denn wir tun es ja in anderen Bereichen auch nicht. Wenn sich jemand Derivate kauft und damit auf die Nase fällt, wird er ja auch nicht dementsprechend geschützt. (Beifall beim Team Stronach.)
Bundesministerin Dr. Fekter: Ja!
Erstens: Hat Josef Pröll damals richtig gehandelt (Bundesministerin Dr. Fekter: Ja!), als er diese, wie Sie es nennen, „Notverstaatlichung“ gemacht hat? Warum hat er so schlecht verhandelt? Warum sind alle Punkte im Vertrag zum Nachteil Österreichs?
Zwischenbemerkung von Staatssekretär Mag. Schieder.
Dann ist auch noch wichtig zu wissen, warum Sie sich partout weigern, erstens Auskunft zu geben und zweitens hier Transparenz zuzulassen. Es wäre überhaupt kein Problem, wenn Sie sagen würden: Schauen wir uns das an! Das ist eine riesige Baustelle, die hier hinterlassen wurde. Je nach Berechnungen sind es 7 bis 9 Milliarden €. – Warum wollen Sie nicht wissen, was da schiefgelaufen ist? Warum wollen Sie das nicht wissen? Können Sie mir das heute beantworten, oder vielleicht der Herr Schieder, wenn er jetzt gleich nach mir spricht? Herr Schieder, können Sie mir das beantworten? (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Mag. Schieder.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Widmann.
Selbstverständlich wurde da viel in den Sand gesetzt. Aber keiner von Ihnen hat die Rolle der Bayern LB angesprochen, die ja die Bilanzsumme fast verdoppelt hat. Keiner von Ihnen! Oder diese 2 Milliarden €, die abgezogen wurden – auch die wurden von Ihnen nie angesprochen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Widmann.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn Sie das nicht können, werde ich Sie auch das heute noch ein paarmal fragen. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich meine, wenn wir da einen großen, aber doch inhaltlich behutsamen Schritt vorwärts gehen, dann ist das durchaus eine Win-win-Situation, sowohl für die Organisationen, die kleinen Firmen, aber auch die Gemeinden, die Finanzierungen suchen, als auch für jene Leute, die auf neue Art investieren wollen, sei es mit oder ohne Gewinnabsicht. – Danke vielmals. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei BZÖ und FPÖ
Abgeordneter Mag. Rainer Widmann (BZÖ): Herr Präsident! Ich muss dem Herrn Stronach heute einmal wirklich recht geben. Er hat sich offenbar wirklich – Zitat Stronach – nur Leute mit „einigermaßen Charakter“ genommen (Heiterkeit bei BZÖ und FPÖ), denn wenn man sich hier ans Rednerpult herausstellt und über Jörg Haider schimpft, obwohl man ihm das Mandat verdankt, dann bestätigt das genau das Zitat von Frank Stronach. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Jury.)
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Jury.
Abgeordneter Mag. Rainer Widmann (BZÖ): Herr Präsident! Ich muss dem Herrn Stronach heute einmal wirklich recht geben. Er hat sich offenbar wirklich – Zitat Stronach – nur Leute mit „einigermaßen Charakter“ genommen (Heiterkeit bei BZÖ und FPÖ), denn wenn man sich hier ans Rednerpult herausstellt und über Jörg Haider schimpft, obwohl man ihm das Mandat verdankt, dann bestätigt das genau das Zitat von Frank Stronach. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Jury.)
Beifall beim BZÖ.
Weiters haben wir in Österreich eine sogenannte Wirtschaftspartei, die vorgibt, für die Unternehmer da zu sein, aber in Wirklichkeit eine reine Beamten- und Bankenpartei Österreichs – die neue „ÖBB“ – ist. Was da herauskommt, das wissen wir. Darauf können wir verzichten. Wir wollen Wettbewerb haben. Wir wollen Eigenkapital haben für die Unternehmer aus der Region. Und das muss machbar und möglich sein. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Matznetter.
Abschließend zum Crowdfunding: Ich bin für ergänzende Formen der Finanzierung. Dies auch deshalb, weil ich davon ausgehe, dass Basel III die Finanzierungsfähigkeit der „boring banks“ aufgrund der engen Zwangsjacke, die diesem biederen Geschäftsmodell, das die Realwirtschaft finanziert, angelegt wird, reduziert. Ich bin ebenso der Meinung, im Gegensatz zu manchen VertreterInnen unseres Regierungspartners, dass die Eigenverantwortung der Menschen gestärkt werden muss. Ich würde gerne mehr Freiheit anstelle von noch mehr Sicherheit verwirklicht sehen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Mag. Widmann: Und bei Stronach?
Genauso, wie natürlich auch Jörg Haider auf meinem Lebensweg eine Rolle gespielt hat: Auch da waren aus meiner Sicht viele positive Dinge – auch wenn Sie das nicht so sehen –, aber natürlich auch viel Schatten. Und auch darüber muss man reden. (Abg. Mag. Widmann: Und bei Stronach?)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Diese undifferenzierte Haltung, die Sie an den Tag legen, Herr Widmann – alles begnadigen, alles zudecken und ja nicht darüber sprechen, was gut und was schlecht war –, genau das Gleiche macht ja die Finanzministerin jetzt auch, wenn sie Herrn Pröll hier sozusagen Generalamnestie gibt, ihn generell freispricht. Letztlich deckt sie damit zu. Was ich will, ist Aufklärung und Transparenz! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn ich mich hierher stelle und sage, es gibt auch Schatten, dann können Sie mir nicht vorwerfen, dass ich jemanden verunglimpfe. Denn letztlich ist das Ihr Spezialgebiet, nicht meines! – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Es ist ja interessant, was hier alles an Beiträgen zur Sache kommt nach der Fraktion „Wessen Brot ich gerade esse, dessen Musik ich gerade spiele“ – ist auch eine Form, wie man das durchführen kann. Wir haben hier nur inhaltliche Dinge zu tun als gesetzgebende Körperschaft, und da gibt es einen einzigen Auftraggeber: Das sind Wählerin und Wähler, und nicht jemand, der in Kanada, Zug oder woanders ist. Das sollten Sie sich überlegen, bevor Sie es hier so deutlich aussprechen! (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenecker.
Deswegen ist das Argument genau das falsche, denn es ist ein Schutz. 3 Millionen freizugeben, ist verrückt! Ich sage es, wie es ist. (Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenecker.) Im Wahlkampf sind leider auch die Grünen, die sonst sehr sachlich sind, in einer Art Wahlkampfmodus. Das Modell Waldviertel ist damit nicht lösbar; es wäre nicht einmal mit dem Entschließer lösbar.
Zwischenruf des Abg. Mag. Widmann.
Aber trotzdem, wenn Sie das nächste Mal 3 Millionen aufnehmen – legen Sie eine Anleihe auf, Herr Staudinger! Geben Sie einen Prospekt vor, berichten Sie ad hoc, wenn etwas ist, legen Sie testierte Bilanzen vor, dann hat das alles seine Ordentlichkeit! Alle anderen machen es so – tun Sie es auch! (Zwischenruf des Abg. Mag. Widmann.) Bei 3 Millionen, wenn Sie wollen, kann ich Ihnen Leute nennen, kann man das zu günstigen Kosten machen. Das ist meine Empfehlung.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Aber die Strafen der FMA sind so niedrig, dass das wahrscheinlich der billigere Weg ist. Ich wünsche Ihnen und Ihren Anlegern, dass es niemals ein Problem geben wird. – Danke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und BZÖ.
Das muss hier auch einmal klar und deutlich gesagt werden. (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Abg. Krainer – in Richtung FPÖ –: ... nicht bei den Verhandlungen dabei war und wie der Blinde von der Farbe redet!
Wir kommen zur Abstimmung, die ich über jeden Ausschussantrag getrennt vornehme. (Abg. Krainer – in Richtung FPÖ –: ... nicht bei den Verhandlungen dabei war und wie der Blinde von der Farbe redet!)
Abg. Krainer: Eine Zweidrittelmehrheit wäre sich nicht ausgegangen! Bei der Opposition! – Weitere Zwischenrufe.
Bei Zustimmung ersuche ich um ein bejahendes Zeichen. – Das ist mit Mehrheit angenommen. (Abg. Krainer: Eine Zweidrittelmehrheit wäre sich nicht ausgegangen! Bei der Opposition! – Weitere Zwischenrufe.)
Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.
Ich appelliere an die Bundesregierung, diese zusätzlichen Vorschläge auch noch umzusetzen. Wenn Sie es nicht tun, dann werden es wir Freiheitliche im Herbst machen, mit einem Bundeskanzler Heinz-Christian Strache! (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Krainer: Fürs Protokoll: Es sind jetzt zwei Grüne hier herinnen, nicht keiner!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als nächste Rednerin zu Wort gelangt Frau Abgeordnete Tamandl. 2 Minuten sind eingestellt. – Bitte. (Abg. Krainer: Fürs Protokoll: Es sind jetzt zwei Grüne hier herinnen, nicht keiner!)
Abg. Mag. Haider: Sie glauben gar nicht, was ich alles glaube!
Abgeordnete Gabriele Tamandl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen! Herr Kollege Haider, das glauben Sie ja wohl selber nicht! Ihre Fraktion ist nicht einmal anwesend, denn die glaubt das auch nicht (Abg. Mag. Haider: Sie glauben gar nicht, was ich alles glaube!), dass der Herr Strache jemals in der Republik Bundeskanzler wird.
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir haben hier sechs Materien, sechs Tagesordnungspunkte zusammengefasst. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das ist richtig, es sind viele Punkte, die nicht allzu großartige Emotionen hervorrufen. Ich möchte ein paar herausgreifen.
Beifall bei der ÖVP.
Im Großen und Ganzen sind das keine spektakulären Änderungen, die natürlich unsere Zustimmung finden. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Krainer: Unsere Ansicht!
dann soll er sie machen. Aber warum soll der Staat dafür Geld zur Verfügung stellen? (Abg. Krainer: Unsere Ansicht!)
Zwischenruf des Abg. Scheibner.
Man muss sich ja vor Augen halten – und da erinnere ich mich zurück an die parlamentarische Anfrage, die ich 2008 gestellt habe –, wie viele steuerliche Mittel für die zweite und dritte Säule aufgewendet werden, und das waren damals um die 600 Millionen €. (Zwischenruf des Abg. Scheibner.)
Abg. Dr. Bartenstein: Wie viele Steuermittel wenden wir denn für die erste Säule auf?
Da kann man sich vorstellen, was man mit diesen 600 Millionen € an alternativen Verwendungsmöglichkeiten hätte. (Abg. Dr. Bartenstein: Wie viele Steuermittel wenden wir denn für die erste Säule auf?)
Beifall bei den Grünen.
Daher würde ich dafür plädieren, aus dieser zweiten und dritten Säule tunlichst auszusteigen und, Herr Kollege Bartenstein, die erste Säule so zu stärken, dass jeder eine Pension hat, von der er am Ende des Tages auch leben kann. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Das Produkt wird also keiner Versicherungssteuer unterzogen, es gibt keine KESt, bei der Auszahlung gibt es keine Besteuerung, es gibt auch Kapitalgarantie dazu. Allerdings ist die Performance, wenn man auch die Inflation berücksichtigt, eine sehr bescheidene. Und das Produkt ist auch insofern teuer, weil 20 Prozent des Kapitals irgendwo für Vertrieb, Werbung und für jene, die die Produkte verkaufen, verschwinden. Es ist ein Produkt, das sicher gut ist für die Anbieter, aber weniger gut für die Kunden. Und ich denke, das soll nicht Intention der Zukunftsvorsorge sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Ich möchte mich bedanken bei all jenen, mit denen mich nette Erinnerungen verbinden, hier im Haus und auch außerhalb, auch im Wahlkreis, und möchte mich auch bedanken bei denen, die in der Vergangenheit immer verzichten mussten. Das wird sich in Zukunft ändern, ich freue mich darauf. Ich darf mich für Ihre Freundschaft recht herzlich bedanken und wünsche Ihnen alles Gute. (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Mag. Rossmann: Geh, hör mir auf, die Prämien wurden auch halbiert im letzten Jahr!
Natürlich ist das keine Erfolgsstory. Aber auf der anderen Seite das jetzt alles über Bord zu werfen und zu sagen, wir stoppen die staatliche Unterstützung dafür überhaupt, geht ja auch nicht, denn die Verträge muss man einhalten, da gibt es ja einen Vertrauensgrundsatz, und ein Vertrag wird ja (Abg. Mag. Rossmann: Geh, hör mir auf, die Prämien wurden auch halbiert im letzten Jahr!) – Ja, völlig richtig, auch das ist richtig. Aber ich glaube, dass es nicht der richtige Weg ist, jetzt die Nerven zu verlieren und alles über Bord zu werfen. Obwohl man zugeben muss, dass es hier wirklich zu Verlusten gekommen ist, die schmerzlich sind und auch nicht absehbar waren.
Beifall beim BZÖ.
Es stellt sich wirklich die Frage, ob das eine ganze Behörde, eine Infrastruktur, eine Verwaltung rechtfertigt und ob es nicht gescheiter wäre, sich mit den zuständigen Herren zusammenzusetzen und hier ein für alle Mal einen Schlussstrich zu ziehen. Ich glaube, das wäre vernünftiger, dann braucht man diese Behörde auch nicht extra wieder einrichten und dann wäre allen Genüge getan. – Danke schön. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ehrenamt, das ist Begeisterung, das ist aber auch Ausbildung, die Fähigkeit, wirklich zu helfen, und das sind Menschen, die sich mit voller Kraft dafür einsetzen, quer durch ganz Österreich. An dieser Stelle möchte ich all denen, deren Hilfe wir in letzter Zeit so sehr geschätzt haben und die uns wirklich selbstlos geholfen haben, ein großes Dankeschön sagen: Ihre Leistung ist unbezahlbar, aber Respekt und Wertschätzung muss all diesen Menschen auf jeden Fall gezollt werden. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Rosenkranz: Die einen wollen die Wirtschaft entfesseln und die anderen die Akten!
Wir haben internationale Vereinbarungen abgeschlossen, denen zufolge das jedenfalls notwendig wäre. Ich denke, dass da wirklich ein sogenannter nationaler Schulterschluss notwendig ist, um die Herausgabe der Akten zu erwirken, und wir uns nicht gefallen lassen dürfen, dass unsere Ermittlungen behindert oder sogar verhindert werden. Ich darf also den Herrn Außenminister herzlich ersuchen, den Schweizer Botschafter zu sich zu holen und dazu beizutragen, dass die Akten entfesselt werden und die Wahrheit ans Tageslicht kommt. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Rosenkranz: Die einen wollen die Wirtschaft entfesseln und die anderen die Akten!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn wir diese Änderungen jetzt beschließen, schaffen wir damit Sicherheit. Es ist ein gutes Gesetz, und ich bitte um die Zustimmung. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
lionen € aus dem allgemeinen Haushalt. Das heißt, es könnten über die laufenden Wohnprogramme hinaus zirka 14 000 leistbare Wohneinheiten entstehen, die wir dringendst benötigen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Kuntzl: Nein!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Herr Kollege Ehmann! Sie haben zwar den Antrag begründet, aber es ist leider in der Geschäftsordnung vorgesehen, dass er bei der Einbringung vorgelesen werden muss, und das haben Sie nicht gemacht. Macht das Frau Kollegin Kuntzl noch? (Abg. Mag. Kuntzl: Nein!) – Nein. Machen Sie dann noch eine zweite Wortmeldung, nehme ich an, oder? – Gut.
Abg. Dr. Bartenstein bietet der Rednerin seine Lesebrille an, die diese ablehnt; dann bringt ihr ein Klubmitarbeiter eine Brille
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (fortsetzend): Ich möchte Ihnen diese Leseübung eigentlich ersparen (Abg. Dr. Bartenstein bietet der Rednerin seine Lesebrille an, die diese ablehnt; dann bringt ihr ein Klubmitarbeiter eine Brille) – das ist jetzt die falsche Brille! –, denn das ist ein eineinhalbseitiger Antrag. Vielleicht können wir das anders lösen, als dass ich den Antrag vorlese.
Allgemeiner Beifall.
Ich würde meinen Klub bitten, dass wir das anders lösen, als dass ich da dem Plenum, da wir ohnehin bis 2 Uhr früh hier sitzen werden, eineinhalb Seiten vorlese. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (fortsetzend): Eigentlich wollte ich ja zur Zukunftsvorsorge etwas sagen, die wir heute korrigieren (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ), die ja eigentlich ein prämienbegünstigtes Aktiensparen ist. Wenn ich daran erinnern darf – das wäre mir nämlich noch ein Anliegen gewesen –, so ist das ein Prestigeprojekt aus der Schüssel-Grasser-Ära, das wir heute korrigieren. Heute ist auch eingestanden worden, dass das kein Erfolgsmodell geworden ist.
Beifall bei der SPÖ.
Betonen möchte ich auch noch, dass das natürlich weiterhin eine riskante Form der Zukunftsvorsorge bleibt und dass aus Sicht der Sozialdemokratie weiterhin gilt, im Sinne einer sinnvollen Zukunftsvorsorge die politische Kraftanstrengung dahingehend zu kanalisieren, die erste Säule der Alterssicherung abzusichern, und zwar in Richtung Absicherung von existenzsichernden Pensionen für breite Bevölkerungsschichten. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Dolinschek: Ich habe nichts verstanden!
Der Antrag ist allen Klubs bereits vor längerer Zeit zugegangen und bekannt. Inhaltlich erläutert wurde er ja bereits von Kolleginnen beziehungsweise Kollegen. Ich würde ersuchen, dass man solche Anträge der Einfachheit halber, wenn es die Geschäftsordnung verlangt, kopiert. Dann ersparen wir uns das Vorlesen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Dolinschek: Ich habe nichts verstanden!)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Alois Gradauer (FPÖ): Herr Präsident! – Lieber Martin Graf, ich freue mich, dass du heute, bei der letzten Sitzung, mein Präsident bist. Danke vielmals! (Beifall bei der FPÖ.) – Frau Bundesminister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus!
Beifall bei der FPÖ.
So weit zum Abänderungsantrag in dieser Sache. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Das ist heute meine wahrscheinlich letzte Rede hier im Plenum. Es sind sieben interessante Jahre vergangen, in denen ich hier sein durfte. Ich scheide freiwillig als Abgeordneter aus und mache Platz für die Jugend. Mein Nachfolger sollte, sofern er gewählt wird – aber daran besteht ja kein Zweifel –, Herr Mag. Philipp Schrangl werden. Er ist Jurist, 28 Jahre alt, und das ist gut so. Verjüngung ist gut. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Für viele Politiker dieser SP-VP-Koalition müsste es einen „Knüppel-aus-dem-Sack“ geben, damit endlich das beidhändige Hinausschmeißen von Steuergeld gestoppt wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Schweiz! Unser Geld für unsere Leute! Mittelstand, KMU stärken! Und: Weniger EU, mehr Österreich! – Das wäre auf der Tagesordnung. (Beifall bei der FPÖ.)
Heiterkeit. – Abg. Weninger: Als Einziger, oder was?
Meine Damen und Herren, zwischenmenschlich hat alles gepasst. Es gab keine Differenzen persönlicher Art, keinen Streit. Ich habe mich auch an keinen Handgreiflichkeiten beteiligt. (Heiterkeit. – Abg. Weninger: Als Einziger, oder was?)
Ruf: Hallo!
Die Arbeit in den Ausschüssen hat mir rundum sehr viel Spaß gemacht. Mir war die Arbeit in den Ausschüssen immer lieber, als hier beim Politiktheater im Plenum mitzumachen. (Ruf: Hallo!) Wir haben leider Gottes – Heinz, du weißt es – das Spekulationsverbot nicht mehr hingekriegt. Das wird aber eine Aufgabe in der nächsten GP sein.
Allgemeiner Beifall.
Volles Lob allen Bediensteten des Parlaments, der Parlamentsdirektion! Ich muss sagen – ich habe da schon ein bisschen Erfahrung in dieser Richtung –, da wird professionell und kompetent gearbeitet. (Allgemeiner Beifall.)
Allgemeiner Beifall.
Ein Danke meinen Freunden vom Klub! Von Heinz zu Heinz – also von Heinz Strache zu Heinz Hackl –: Ich danke euch für die Freundschaft! Den Referenten und parlamentarischen Mitarbeitern – Georgia – danke ich für die Zusammenarbeit. Ihnen alles Gute, meine Damen und Herren, beste Gesundheit und viel Erfolg! – Danke. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und FPÖ.
Abgeordneter Dkfm. Dr. Günter Stummvoll (ÖVP): Herr Präsident! Frau Finanzministerin! Hohes Haus! Ich möchte zunächst auf meinen Vorredner eingehen, auf Herrn Alois Gradauer. Lieber Alois, ich möchte mich als Obmann des Finanzausschusses bei dir gleichfalls bedanken. Du warst einer jener, die dazu beigetragen haben, dass wir im Finanzausschuss immer ein sachlich sehr konstruktives Klima hatten. Die Zusammenarbeit mit dir war immer menschlich sympathisch und sachlich sehr konstruktiv, und ich bedanke mich ausdrücklich bei dir für alle deine Beiträge. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Zum heutigen Thema sage ich nur eines: Das, was auf Fachchinesisch unter dem Schlagwort „Twopack“ in der EU herumgegeistert ist, setzen wir jetzt innerstaatlich um. Es geht dabei um eine Intensivierung der Haushaltsüberwachung der Mitgliedstaaten der Euro-Zone. Ich glaube, das ist notwendig und richtig. Wenn man eine gemeinsame Währung hat, dann muss auch die Haushaltspolitik entsprechend koordiniert und abgestimmt sein. Und das, was hier geschieht, ist ein wichtiger Schritt in Richtung Stärkung der Finanzmarktstabilität und Stärkung auch der Euro-Zone, insgesamt ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung eines stabilen Euro. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Aber da komme ich wieder zurück auf jene Grundsätze, die in der Verfassung verankert sind – Artikel 51 Abs. 8 wurde ja heute schon einmal erwähnt –, nämlich unter anderem der Grundsatz der Transparenz. Und wenn all das nicht erfüllt wird, dann wird dieser unabhängige Fiskalrat sein neues Aufgabenspektrum, das ihm mit auf den Weg gegeben wurde, nicht erfüllen können. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Allgemeiner Beifall.
In diesem Sinne ein herzliches Dankeschön. Auf Wiedersehen! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall beim BZÖ.
Da frage ich mich: Na was heißt denn das? – Sie haben sich hier ein Selbstbeweihräucherungsgremium geschaffen, um Ihre Budgetpolitik in Zukunft öffentlich abfeiern zu lassen. Das ist der Sukkus von dem. Und man kann daher mit Recht sagen: Das ist ein Proporzgesetz. Der Sinn und Zweck sind in Wahrheit verfälscht worden. Daher ist dies auch abzulehnen. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Das geht sich mathematisch gar nicht aus!
Wenn man sich die puren Zahlen anschaut, dann sieht man, dass wir in den letzten Jahrzehnten für einen Euro Wirtschaftswachstum drei Euro an Schulden aufgewendet haben. Das muss man sich einmal vorstellen. Das heißt, für einen einzigen Euro Wachstum drei Euro zusätzliche Schulden. Und dass dieser Weg nicht funktionieren kann, muss jedem klar sein, anscheinend unserer Bundesregierung noch nicht. Es mag schon sein (Abg. Mag. Kogler: Das geht sich mathematisch gar nicht aus!) Natürlich geht sich das aus. Rechnen Sie es nach!
Beifall beim Team Stronach.
Vielleicht ergreifen Sie jetzt – vorhin haben Sie es nicht getan – die Gelegenheit, hier endlich für Transparenz zu sorgen. Ich glaube, die Bürger haben es sich verdient. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Den Kollegen Gartlehner und Gradauer, die ausscheiden werden – wir sind ja Jakob Auer als Stellvertreter zur Seite gestanden sind –, wünsche ich alles Gute, viel Erfolg und viel Glück für eure weiteren Aufgaben in der Zukunft. Es war eine schöne Zeit, als wir oft bis nachts, wenn der Herr Kogler ohne Kaffee und ohne Wasser bis spät in der Nacht im Budgetausschuss gesprochen hat, miteinander eine gewisse Solidarität mit und auch gegen den Herrn Kogler gezeigt haben. Alles Gute! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Ich wünsche Ihnen, meine sehr verehrten Kolleginnen und Kollegen, für die vielen Herausforderungen, die auf Sie warten, viel Erfolg und verabschiede mich mit einem aufrichtigen „Glückauf!“ (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich möchte aber die Chance nützen und mich mit Genehmigung des Präsidenten, da aus dem Budgetausschuss zwei Kollegen, nämlich zwei stellvertretende Vorsitzende, der Kollege Gradauer und der Kollege Gartlehner, ausscheiden, persönlich und im Namen meiner Fraktion sowohl bei Alois Gradauer als auch bei Kurt Gartlehner ausdrücklich für die hervorragende Zusammenarbeit bedanken. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Lieber Konrad, ein herzliches Dankeschön! (Allgemeiner Beifall.)
Heiterkeit und Beifall bei Grünen, ÖVP und FPÖ.
Und man sieht, speziell im Rechnungshofausschuss, welche Talente in Abgeordneten schlummern, auch in Abgeordneten von den Regierungsparteien. (Heiterkeit und Beifall bei Grünen, ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und FPÖ.
Ich wünsche Ihnen allen alles Gute auf Ihrem Weg und herzlichen Dank für die gute Zusammenarbeit! (Beifall bei SPÖ, ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.
Ich bin jetzt so oft gefragt worden, ob ich die Erlaubnis erteile, dass jemand gelobt werden darf. – Ich erteile die Erlaubnis. (Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Grünen. – Abg. Grillitsch: eigentumsfeindliche Positionen vom Jannach!
Unserer Ansicht nach ist es absolut notwendig, die Umweltagenden in ein eigenständiges Ministerium zu geben. Das ist absolut vorrangig. (Beifall bei FPÖ und Grünen. – Abg. Grillitsch: eigentumsfeindliche Positionen vom Jannach!)
Beifall bei der FPÖ
Wir denken, es ist sinnvoll, in einer zukünftigen Gesetzgebungsperiode, nämlich bereits in der nächsten, das Umweltministerium als eigenständiges Ministerium zu führen (Beifall bei der FPÖ) – und diese Empfehlung geht uns hier ab. Wir erwarten uns da eine Trennung, eine Zusammenlegung allenfalls mit dem Gesundheitsministerium; besser wäre es aber, es komplett eigenständig zu machen, damit der Umweltminister, der später dann immer noch mit allen Bereichen verhandeln muss, eine wirklich glaubwürdige und konsequente Umweltschutz- und Klimaschutzpolitik betreiben kann. Da wird von uns eine Trennung gefordert. Und die wünschen wir uns für die nächste Gesetzgebungsperiode. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir denken, es ist sinnvoll, in einer zukünftigen Gesetzgebungsperiode, nämlich bereits in der nächsten, das Umweltministerium als eigenständiges Ministerium zu führen (Beifall bei der FPÖ) – und diese Empfehlung geht uns hier ab. Wir erwarten uns da eine Trennung, eine Zusammenlegung allenfalls mit dem Gesundheitsministerium; besser wäre es aber, es komplett eigenständig zu machen, damit der Umweltminister, der später dann immer noch mit allen Bereichen verhandeln muss, eine wirklich glaubwürdige und konsequente Umweltschutz- und Klimaschutzpolitik betreiben kann. Da wird von uns eine Trennung gefordert. Und die wünschen wir uns für die nächste Gesetzgebungsperiode. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Rufe: Der ist nicht da! – Der Nächste bitte!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Hörl. (Rufe: Der ist nicht da! – Der Nächste bitte!)
Abg. Dr. Moser: Na, na, ich bin gemeldet!
Kollege Hörl ist nicht anwesend; dann kommt der nächste Pro-Redner an die Reihe, das ist Herr Abgeordneter Stauber. – Bitte. (Abg. Dr. Moser: Na, na, ich bin gemeldet!)
Allgemeiner Beifall.
Ich wünsche euch allen alles Gute, und ich hoffe, dass ich vielleicht den einen oder anderen Kollegen oder die eine oder andere Kollegin einmal bei uns im wunderschönen Lavanttal in Kärnten, in meiner Heimatgemeinde St. Andrä begrüßen kann. – Danke schön. Alles Gute! (Allgemeiner Beifall.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (Grüne): Herr Präsident! Herr Minister! Meine Damen und Herren hier im Saal und vielleicht auch zu Hause! Der Umweltkontrollbericht – immerhin der zehnte, alle drei Jahre wird er vorgelegt – ist eine Bilanz Ihrer Umweltpolitik, Herr Minister, und so etwas wie ein ökologischer Rechnungshofbericht. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Der Bericht stellt Ihnen leider in seinen einzelnen Kapiteln nicht gerade – ich bin ja vorsichtig – ein gutes Zeugnis aus; ich könnte sogar sagen: ein vergleichsweise schlechtes Zeugnis. (Beifall des Abg. Huber.)
Beifall des Abg. Huber.
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (Grüne): Herr Präsident! Herr Minister! Meine Damen und Herren hier im Saal und vielleicht auch zu Hause! Der Umweltkontrollbericht – immerhin der zehnte, alle drei Jahre wird er vorgelegt – ist eine Bilanz Ihrer Umweltpolitik, Herr Minister, und so etwas wie ein ökologischer Rechnungshofbericht. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Der Bericht stellt Ihnen leider in seinen einzelnen Kapiteln nicht gerade – ich bin ja vorsichtig – ein gutes Zeugnis aus; ich könnte sogar sagen: ein vergleichsweise schlechtes Zeugnis. (Beifall des Abg. Huber.)
Abg. Amon: Ein rechtsgültiger Bescheid!
Konkretes Beispiel: Sie waren glücklicherweise auf der richtigen Seite im Bereich der Schwarzen Sulm. Die Schwarze Sulm ist ein Flussjuwel von europäischer Dimension. Es existiert ein rechtswidriger Bescheid in der Steiermark, der aber noch immer gültig ist. (Abg. Amon: Ein rechtsgültiger Bescheid!) – Er ist noch immer gültig, aber er ist rechtswidrig. (Abg. Amon: Das behaupten Sie!) – Na, sachlich rechtswidrig; ich habe mich extra erkundigt. Wir können uns das ja gerne wieder einmal gemeinsam anschauen. Fahren wir in die Steiermark, Herr Kollege! Das ist ein Flussjuwel, für das wir eintreten sollten, und, Herr Minister, wir sind auch dafür, dass Sie sich dafür starkmachen. (Abg. Mag. Kogler: Komplett rechtswidrig! Korrupte Behörden! – Zwischenruf des Abg. Neugebauer. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.)
Abg. Amon: Das behaupten Sie!
Konkretes Beispiel: Sie waren glücklicherweise auf der richtigen Seite im Bereich der Schwarzen Sulm. Die Schwarze Sulm ist ein Flussjuwel von europäischer Dimension. Es existiert ein rechtswidriger Bescheid in der Steiermark, der aber noch immer gültig ist. (Abg. Amon: Ein rechtsgültiger Bescheid!) – Er ist noch immer gültig, aber er ist rechtswidrig. (Abg. Amon: Das behaupten Sie!) – Na, sachlich rechtswidrig; ich habe mich extra erkundigt. Wir können uns das ja gerne wieder einmal gemeinsam anschauen. Fahren wir in die Steiermark, Herr Kollege! Das ist ein Flussjuwel, für das wir eintreten sollten, und, Herr Minister, wir sind auch dafür, dass Sie sich dafür starkmachen. (Abg. Mag. Kogler: Komplett rechtswidrig! Korrupte Behörden! – Zwischenruf des Abg. Neugebauer. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.)
Abg. Mag. Kogler: Komplett rechtswidrig! Korrupte Behörden! – Zwischenruf des Abg. Neugebauer. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.
Konkretes Beispiel: Sie waren glücklicherweise auf der richtigen Seite im Bereich der Schwarzen Sulm. Die Schwarze Sulm ist ein Flussjuwel von europäischer Dimension. Es existiert ein rechtswidriger Bescheid in der Steiermark, der aber noch immer gültig ist. (Abg. Amon: Ein rechtsgültiger Bescheid!) – Er ist noch immer gültig, aber er ist rechtswidrig. (Abg. Amon: Das behaupten Sie!) – Na, sachlich rechtswidrig; ich habe mich extra erkundigt. Wir können uns das ja gerne wieder einmal gemeinsam anschauen. Fahren wir in die Steiermark, Herr Kollege! Das ist ein Flussjuwel, für das wir eintreten sollten, und, Herr Minister, wir sind auch dafür, dass Sie sich dafür starkmachen. (Abg. Mag. Kogler: Komplett rechtswidrig! Korrupte Behörden! – Zwischenruf des Abg. Neugebauer. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.)
Abg. Mag. Kogler – in Richtung ÖVP –: Das ist durch und durch rechtswidrig!
Kommen wir zum nächsten Kapitel, zur Luft! Da, Herr Minister, ist die Bilanz im Umweltkontrollbericht wirklich vernichtend: Wir haben Höchstmengen bei Stickstoffoxid-Emissionen, teilweise 40 Prozent Überschreitungen. (Abg. Mag. Kogler – in Richtung ÖVP –: Das ist durch und durch rechtswidrig!) Wir sind mit Luxemburg gemeinsam Schlusslicht – Schlusslicht! – bei der Luftreinhaltepolitik, was NOx anlangt.
Abg. Mag. Kogler – in Richtung ÖVP –: Das Land Steiermark hat ja selbst !
Das Hauptproblem: Feinstaubbelastung im Verkehrssektor. EU-Vertragsverletzungsverfahren sind anhängig. (Abg. Mag. Kogler – in Richtung ÖVP –: Das Land Steiermark hat ja selbst !) Es wird immer wieder – das kenne ich seit mindestens elf, zwölf, wenn nicht seit 13 Jahren – im Umweltkontrollbericht darauf hingewiesen, dass die Einführung von Umweltzonen erforderlich ist und dass wir – ich sage es deutlich – wirksame Parkraumbewirtschaftung einführen sollen.
Beifall bei den Grünen.
Herr Minister Berlakovich – es tut mir leid –, das Grußwort von Pennälertag kennen Sie wahrscheinlich, das wird mein Kollege Pirklhuber noch erwähnen. Ich wünsche Ihnen jedenfalls ein gutes weiteres Leben im Burgenland. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Huber: Machen wir Pause!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als Nächster wäre Herr Abgeordneter Huber zu Wort gemeldet, aber es sind nur mehr 2 Minuten bis zur Debatte der Dringlichen. (Abg. Huber: Machen wir Pause!) – Okay, dann unterbreche ich die Sitzung bis 15 Uhr, bis zum Aufruf der Dringlichen Anfrage. (Abg. Mag. Kogler: Die Schwarze Sulm und das Verhalten der Behörden sind ein Fall für die Korruptionsstaatsanwaltschaft!)
Abg. Mag. Kogler: Die Schwarze Sulm und das Verhalten der Behörden sind ein Fall für die Korruptionsstaatsanwaltschaft!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als Nächster wäre Herr Abgeordneter Huber zu Wort gemeldet, aber es sind nur mehr 2 Minuten bis zur Debatte der Dringlichen. (Abg. Huber: Machen wir Pause!) – Okay, dann unterbreche ich die Sitzung bis 15 Uhr, bis zum Aufruf der Dringlichen Anfrage. (Abg. Mag. Kogler: Die Schwarze Sulm und das Verhalten der Behörden sind ein Fall für die Korruptionsstaatsanwaltschaft!)
Abg. Grosz: „Karl-Heinz“? Das sollten Sie schon wissen!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Ich erteile Herrn Klubobmann Karl-Heinz Strache als erstem Fragesteller zur Begründung der Anfrage das Wort. (Abg. Grosz: „Karl-Heinz“? Das sollten Sie schon wissen!) Die Redezeit darf entsprechend der Geschäftsordnung 20 Minuten nicht übersteigen. – Bitte, Herr Klubobmann.
Beifall bei FPÖ und Grünen
Ich sage, es ist mehr als ein Geheimdienstskandal, was hier zutage getreten ist. Das ist ein Verrat an unseren Grund- und Freiheitsrechten und letztlich auch ein Bruch des Völkerrechts, den man schärfstens verurteilen muss (Beifall bei FPÖ und Grünen), wo man offensichtlich vorhat, eine Daten- und Internet-Diktatur zu errichten – anders kann man das gar nicht bezeichnen –, wo weltweite Rasterüberwachung und Kontrollmechanismen aufgebaut werden, abseits aller gesetzlichen Definitionen.
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage, was wir da jetzt beinahe jeden Tag aufs Neue an schockierenden Details erfahren, das lässt einem, wie gesagt, den Atem stocken, und man kann davon ausgehen, dass es sich um den größten Überwachungs- und Spionageskandal seit Ende des Zweiten Weltkrieges handelt und dass man offensichtlich einem regelrechten digitalen Spionagekrieg ausgesetzt ist. Dabei muss man aber auch erwarten, dass die österreichischen Regierungsvertreter natürlich auch entsprechend reagieren und selbstverständlich auch die Europäische Union entsprechend reagiert, indem man dann nicht einfach solche unglaublichen Missstände duckmäuserisch und kriecherisch und devot hinnimmt und versucht, zur Tagesordnung überzugehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das heißt, natürlich muss man im Sinne dieser Verantwortung gegenüber den Bürgerrechten, die gerade wir als neutraler Staat Österreich haben, so einen Antrag, den er ja gestellt, und den Wunsch, den er geäußert hat, ernst nehmen und auch entsprechend ehrlich und korrekt abhandeln. Ich sage, wir als neutrales Land sollten ihm diesen Schutz gewähren und letztlich auch sicherstellen, dass Edward Snowden bei uns Asyl erhält. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Da erwarte ich mir eine andere Position der Regierungsverantwortlichen hier in Österreich. Da erwarte ich mir natürlich neben dem Herbeizitieren des amerikanischen Botschafters auch die Einsetzung eines Sicherheitsrates, und da erwarte ich mir auch, dass die Amerikaner natürlich nicht nur entsprechend kritisiert werden, sondern dass sie auch aufgefordert werden, alles so rasch wie möglich auf den Tisch zu legen. Und solange das noch nicht passiert ist haben wir auch entsprechende Schritte zu setzen, beispielsweise indem wir den automatischen Datenaustausch sofort außer Kraft setzen. (Beifall bei der FPÖ.) – Das wäre einmal der erste wesentliche und notwendige Schritt.
Ruf bei der FPÖ: Unerhört!
Ein weiterer Schritt wäre natürlich, die TAFTA-Verhandlungen über die Freihandelszone auszusetzen, die ja gerade am Beginn stehen und wo wir jetzt wissen, dass da offensichtlich abgehört wurde, dass Konferenzen europäischer Politiker abgehört wurden (Ruf bei der FPÖ: Unerhört!), dass Wanzen gesetzt wurden, um im Sinne der Spionage gegenüber Freunden – aber darauf wird man dann noch zu sprechen kommen, wie der Herr Obama das zum Ausdruck gebracht hat – offenbar einen Informationsvorsprung zu haben und zu wissen, welche Position die Europäer einnehmen wollen, um sich auch rechtzeitig entsprechend darauf einstellen zu können. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ein weiterer Schritt wäre natürlich, die TAFTA-Verhandlungen über die Freihandelszone auszusetzen, die ja gerade am Beginn stehen und wo wir jetzt wissen, dass da offensichtlich abgehört wurde, dass Konferenzen europäischer Politiker abgehört wurden (Ruf bei der FPÖ: Unerhört!), dass Wanzen gesetzt wurden, um im Sinne der Spionage gegenüber Freunden – aber darauf wird man dann noch zu sprechen kommen, wie der Herr Obama das zum Ausdruck gebracht hat – offenbar einen Informationsvorsprung zu haben und zu wissen, welche Position die Europäer einnehmen wollen, um sich auch rechtzeitig entsprechend darauf einstellen zu können. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.
Und ich frage mich, was da bei der europäischen Politik und auch bei den Verantwortungsträgern der Europäischen Union bis hin zu Ashton los ist, wie man damit umgeht. Ja, nehmen die sich überhaupt selbst noch ernst? (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.) Haben die irgendein Rückgrat, irgendeinen Charakter? Verstehen die noch irgendwie, was es heißt, Bürgerrechte zu verteidigen und endlich einmal nicht zu buckeln und sich nicht devot gegenüber den Amerikanern alles gefallen zu lassen? (Beifall bei der FPÖ.) Das kann es ja nicht geben!
Beifall bei der FPÖ.
Und ich frage mich, was da bei der europäischen Politik und auch bei den Verantwortungsträgern der Europäischen Union bis hin zu Ashton los ist, wie man damit umgeht. Ja, nehmen die sich überhaupt selbst noch ernst? (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.) Haben die irgendein Rückgrat, irgendeinen Charakter? Verstehen die noch irgendwie, was es heißt, Bürgerrechte zu verteidigen und endlich einmal nicht zu buckeln und sich nicht devot gegenüber den Amerikanern alles gefallen zu lassen? (Beifall bei der FPÖ.) Das kann es ja nicht geben!
Beifall bei der FPÖ
Natürlich entzaubert diese ganze Affäre auch den amerikanischen Präsidenten, dem man den Friedensnobelpreis gegeben hat. Also ich meine, spätestens jetzt sollte er darüber nachdenken, ob er den in der Form auch verdient, denn ich glaube, dass ein Friedensnobelpreis eher Edward Snowden zusteht, bei dem Mut, den er da gelebt hat (Beifall bei der FPÖ), solche Missstände in den USA, aber auch außerhalb der USA aufzuzeigen – und dazu gehört sehr, sehr viel Mut.
Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.
Snowden hat ja auch von den Russen durchaus das Angebot bekommen, den Asylstatus zu erhalten, wenn er sich bereit erklärt, keine weiteren Aufdeckungen des Skandals mehr zu leben. Er hat das abgelehnt! Auch das zeigt, welchen Charakter dieser Herr hat: Er ist offensichtlich wirklich ein aus Überzeugung Getriebener, damit sich solche Entwicklungen, Zustände und Missstände nicht fortsetzen können. (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.) Und das ist ihm doppelt hoch anzurechnen, weil er damit letztlich vielleicht wirklich dazu beiträgt, zum konkreten Frieden und zur Freiheit der Menschen in dieser Welt etwas beizutragen. Und genau das ist vorbildhaft.
Ruf bei der SPÖ: Big Brother!
Ich sage, das erinnert natürlich alles an ein Modell des gläsernen Menschen à la Big Brother – George Orwell is watching you –, wo man den Eindruck hat, dass der amerikanische Präsident nach dem Motto „Big Barack is watching you“ agiert. (Ruf bei der SPÖ: Big Brother!) Und wenn Obama im letzten und auch im vorletzten Wahlkampf gesagt und ausgerufen hat: Yes we can!, so muss man das heute eigentlich umtexten und sagen: Yes we scan! – Das ist offenbar seine neue Ausrichtung der Politik. (Beifall bei der FPÖ.) Aber da ist der Lack ab, wenn man nicht bereit ist, diese Fehler einzugestehen, nicht bereit ist, sie offenzulegen und nicht bereit ist, diese auch abzustellen. – Und genau darum geht es.
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage, das erinnert natürlich alles an ein Modell des gläsernen Menschen à la Big Brother – George Orwell is watching you –, wo man den Eindruck hat, dass der amerikanische Präsident nach dem Motto „Big Barack is watching you“ agiert. (Ruf bei der SPÖ: Big Brother!) Und wenn Obama im letzten und auch im vorletzten Wahlkampf gesagt und ausgerufen hat: Yes we can!, so muss man das heute eigentlich umtexten und sagen: Yes we scan! – Das ist offenbar seine neue Ausrichtung der Politik. (Beifall bei der FPÖ.) Aber da ist der Lack ab, wenn man nicht bereit ist, diese Fehler einzugestehen, nicht bereit ist, sie offenzulegen und nicht bereit ist, diese auch abzustellen. – Und genau darum geht es.
Beifall bei der FPÖ.
Aber auch das zeigt wiederum, wie da offensichtlich Druck aufgebaut wird und man sich nicht gegen solche Druckaufbauentwicklungen wehrt. (Beifall bei der FPÖ.) So etwas ist ungeheuerlich: dass einem bolivianischen Präsidenten so etwas überhaupt passiert, und dass man dann versucht, auch noch Zugriff auf sein Hoheitsgebiet – das Flugzeug – zu bekommen und eine Durchsuchung, milde gesagt, zu erpressen oder zu erzwingen.
Beifall bei der FPÖ.
Das muss man auch einmal hinterfragen, ob solche Mechanismen überhaupt aufrechtzuerhalten sind und wie wir damit umgehen. Ich sage, das ist eines neutralen Landes nicht würdig. Wir müssen alles tun, um solche Entwicklungen in Zukunft abzustellen – das ist die Erwartungshaltung der Österreicher gegenüber der Regierung – und auch Schutz für Edward Snowden durch Gewährung von Asyl in Österreich sicherzustellen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und FPÖ.
Ich erwarte mir so wie Sie auch, verehrte Abgeordnete, eine vollständige und rasche Aufklärung durch die US-Behörden. Wir brauchen und erwarten Transparenz seitens der USA, um verloren gegangenes Vertrauen wiederherzustellen. Im Interesse der Vereinigten Staaten ist es auch, die Fragen, die wir gestellt haben, zu beantworten. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, so sind diese Vorgänge als völlig inakzeptabel zu bewerten und daher auch unverzüglich abzustellen. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und FPÖ.)
Anhaltender Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Die Verbindung zum Fliegerhorst betreffend, die Sie, Herr Strache, in Ihren Ausführungen angesprochen haben, möchte ich nur mitteilen, dass mir das Verteidigungsministerium die Auskunft erteilt hat, dass da keinerlei Zusammenhang besteht. (Anhaltender Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Johannes Hübner (FPÖ): Frau Präsidentin! Liebe Kollegen! Liebe Regierungsmitglieder! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Das Einzige, das ich an Ihrer Rede nicht verstehe, ist der tosende Applaus von der SPÖ. Das kann ich mir nur durch den ersten Satz Ihrer Antwort erklären. Sie haben nämlich die erste Frage damit beantwortet, dass Sie diese Themen in den zuständigen Gremien ausführlich erörtern werden. Das mag einigen Leuten bekannt vorkommen, das hören wir immer im ORF nach Wahlniederlagen, da heißt es dann immer: Was werden Sie tun? – Wir werden es in den Gremien ausführlich erörtern. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Krainer: Das hat die FPK gesagt!
So in etwa hat sich die gesamte Stellungnahme des Bundeskanzlers angehört: nur nichts sagen, allgemein ausweichen. (Abg. Krainer: Das hat die FPK gesagt!) – Was ist, Kollege? (Abg. Krainer: Das hat die FPK gesagt, das mit den Parteigremien!) – Ich glaube, damit kennen Sie sich besser aus. Ich habe in den letzten Jahren die Interviews nach Bekanntwerden der Wahlergebnisse verfolgt und habe, ich würde sagen, im Schnitt pro Wahlergebnis vier bis fünf SPÖ-Sager vernommen, dass man die Gremien befassen und eine Aussage erst dann treffen werde, wenn die zuständigen Gremien erörtert haben.
Abg. Krainer: Das hat die FPK gesagt, das mit den Parteigremien!
So in etwa hat sich die gesamte Stellungnahme des Bundeskanzlers angehört: nur nichts sagen, allgemein ausweichen. (Abg. Krainer: Das hat die FPK gesagt!) – Was ist, Kollege? (Abg. Krainer: Das hat die FPK gesagt, das mit den Parteigremien!) – Ich glaube, damit kennen Sie sich besser aus. Ich habe in den letzten Jahren die Interviews nach Bekanntwerden der Wahlergebnisse verfolgt und habe, ich würde sagen, im Schnitt pro Wahlergebnis vier bis fünf SPÖ-Sager vernommen, dass man die Gremien befassen und eine Aussage erst dann treffen werde, wenn die zuständigen Gremien erörtert haben.
Abg. Amon: Dann überlegt euch, an wen ihr die Dringliche richtet!
Ich muss auch sagen, Sie sind zumindest präsent, die SPÖ ist heute wenigstens präsent. Ich muss Ihrer Fraktion ein Kompliment machen, der Herr Minister ist schon weg, aber Verteidigungsminister Klug ist da, Minister Hundstorfer habe ich gesehen, und auch der Bundeskanzler ist da. Die ÖVP hat nur die Justizministerin geschickt, die damit am wenigsten zu tun hat. Bei allem Respekt, Frau Dr. Karl ist mir wert und wichtig, ein wichtiges Regierungsmitglied, aber trotzdem, zu dieser Materie uns nur die Justizministerin zu schicken, die in keinem einzelnen Punkt davon betroffen ist, ist ein bisschen wenig. (Abg. Amon: Dann überlegt euch, an wen ihr die Dringliche richtet!)
Rufe bei SPÖ und ÖVP: Zur Sache! – Abg. Dr. Wittmann: Falsche Rede!
Dass der Außenminister und Vizekanzler es nicht der Mühe wert findet, irgendetwas dazu zu sagen, passt aber gut zum gesamten Bild. (Rufe bei SPÖ und ÖVP: Zur Sache! – Abg. Dr. Wittmann: Falsche Rede!) Ich glaube, es ist ja nicht ganz unbedeutend für den Außenminister und Vizekanzler, was hier abgeht, wenn der angeblich gute Freund, wenn der nette Botschafter ihn so behandelt. Der Herr Bundeskanzler hat uns heute ja ganz nett gesagt, wie die Amerikaner darauf reagiert haben. Über Urgenz hat der Botschafter mitgeteilt, er werde in Amerika noch einmal
Abg. Dr. Wittmann: Falsche Rede!
anfragen. (Abg. Dr. Wittmann: Falsche Rede!) Damit ist die Bundesregierung offenbar zufrieden.
Abg. Dr. Wittmann: Schwache Rede!
Diese „Spionage unter Freunden“ hat dazu geführt, dass Jonathan Pollard in Amerika zu 99 Jahren Haft mit frühester Begnadigungsmöglichkeit nach, wie ich glaube, 79 Jahren verurteilt worden ist. Unter „Freunden“! (Abg. Dr. Wittmann: Schwache Rede!)
Abg. Riepl: Was wollen Sie eigentlich sagen? – Abg. Dr. Wittmann: Schwache Rede, sehr schwache Rede!
Pollard ist dann nach ein paar Jahren freigekommen, weil die Beziehungen mit Israel sehr eng sind, weil das wirklich gute Freunde sind, aber das ist in Amerika nicht immer dasselbe. (Abg. Riepl: Was wollen Sie eigentlich sagen? – Abg. Dr. Wittmann: Schwache Rede, sehr schwache Rede!)
Abg. Klikovits: Wirklich schade, dass Sie das nicht ernst nehmen! – Abg. Dr. Wittmann: Eine Kaffeehausplauderei!
Metternich hat damals den Deutschen Bund nach Karlsbad eingeladen, und man hat gegen die Volksverhetzer, wie sie damals geheißen haben – heute sind das die Terroristen, die Volksverhetzer –, Gesetze erlassen, die unter anderem eine vollständige und lückenlose Überwachung des Briefverkehrs vorgesehen haben. Jedes Briefstück musste gelesen, registriert und in seinem wesentlichen Inhalt zusammengefasst werden, und es musste auch nach, wie man heute sagen würde, Codewords untersucht werden. Man hat einige Worte angeführt, und wenn man eines davon verwendet hat, dann ist man registriert und vorgeladen worden. (Abg. Klikovits: Wirklich schade, dass Sie das nicht ernst nehmen! – Abg. Dr. Wittmann: Eine Kaffeehausplauderei!)
Beifall bei der FPÖ.
Nicht nur keine Verfolgung, nicht nur kein Zur-Verantwortung-Ziehen, nicht nur keine Verurteilung, sondern weiter Kollaboration mit dem Täter – das ist eine Schändlichkeit und eine Feigheit und eine Nichtbeachtung und Nichtvertretung der Rechte der eigenen Bürger, und das raubt einem fast den Atem! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: Eigentlich sollte man fragen, ob man diese Veranstaltung fortsetzen soll!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Klubobmann Dr. Cap gelangt nun zu Wort. – Bitte. (Abg. Dr. Jarolim: Eigentlich sollte man fragen, ob man diese Veranstaltung fortsetzen soll!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Herr Kollege Hübner, ich weiß jetzt nicht, was bei dieser Ihrer „Montagsrede“ die Botschaft war! Was wollten Sie uns eigentlich sagen? (Beifall bei SPÖ und ÖVP.) Ich habe mich jetzt echt minutenlang bemüht, herauszufinden, was Sie uns eigentlich sagen wollen. Sie haben sich zu einem Teil verplaudert, der zweite Teil war kaum hörbar, weil Sie nicht ins Mikrofon gesprochen haben, und der dritte Teil war dann eine Montags- und keine Sonntagsrede. Aber gut, Sie werden sich etwas dabei gedacht haben, dass Sie das so angelegt haben.
Abg. Strache: Sie sind betroffen!
Worum es in dieser Sache geht, ist eigentlich eine ziemlich ernste Angelegenheit. Viele Bürgerinnen und Bürger, die heute zusehen und auch zuhören, werden sich die Frage stellen, ob auch sie einmal betroffen sein können, plötzlich in irgendeinem Filter hängenbleiben, die da kreiert wurden mit den neuen technischen Möglichkeiten (Abg. Strache: Sie sind betroffen!), und sich dann plötzlich wiederfinden in irgendeiner Kartei, um das jetzt verständlich zu übersetzen. (Abg. Strache: Sie sind betroffen, Herr Cap!) Sie werden sich die Frage stellen, was man dagegen machen kann.
Abg. Strache: Sie sind betroffen, Herr Cap!
Worum es in dieser Sache geht, ist eigentlich eine ziemlich ernste Angelegenheit. Viele Bürgerinnen und Bürger, die heute zusehen und auch zuhören, werden sich die Frage stellen, ob auch sie einmal betroffen sein können, plötzlich in irgendeinem Filter hängenbleiben, die da kreiert wurden mit den neuen technischen Möglichkeiten (Abg. Strache: Sie sind betroffen!), und sich dann plötzlich wiederfinden in irgendeiner Kartei, um das jetzt verständlich zu übersetzen. (Abg. Strache: Sie sind betroffen, Herr Cap!) Sie werden sich die Frage stellen, was man dagegen machen kann.
Abg. Strache: Datenaustausch kappen!
In einer Dringlichen Anfrage sollte man eigentlich die Frage, was man dagegen machen kann, beantworten. (Abg. Strache: Datenaustausch kappen!) Diese Frage ist von den beiden Vorrednern nicht gestellt worden. (Abg. Strache: Hören Sie einmal zu!) Daher wäre es besser gewesen, Sie hätten keine Dringliche gemacht, denn eine Dring-
Abg. Strache: Hören Sie einmal zu!
In einer Dringlichen Anfrage sollte man eigentlich die Frage, was man dagegen machen kann, beantworten. (Abg. Strache: Datenaustausch kappen!) Diese Frage ist von den beiden Vorrednern nicht gestellt worden. (Abg. Strache: Hören Sie einmal zu!) Daher wäre es besser gewesen, Sie hätten keine Dringliche gemacht, denn eine Dring-
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
liche, um uns nichts zu sagen, hat keinen Sinn, ehrlich gesagt. – Das zur Einleitung. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Strache: Unsere Sicht ist das nicht!
Mich wundert noch eine zweite Sache. Sie sind doch immer die Partei, die über Ordnung, Terrorbekämpfung und so weiter spricht. – Ganz vom Tisch zu wischen ist es nicht, dass man eine vernünftige, den Gesetzen entsprechende Datenarbeit verrichtet, um den Terror wirklich optimal bekämpfen zu können. Das wundert mich, dass Sie darüber nicht sprechen. Das kommt bei Ihnen nicht vor. (Abg. Strache: Unsere Sicht ist das nicht!) Ich habe Sie aber früher oft sagen gehört, verbessern wird doch die Möglichkeiten der Polizei, der Exekutive, verbessern wir die Möglichkeiten in Bezug auf Internet, Cybercrime, und so weiter, und so weiter. Das ist alles vorgekommen. – Heute nicht, heute war das alles weg! Heute haben Sie sich ausschließlich auf diese zwei teilweise nicht verständlichen Themen konzentriert. Das wundert mich etwas.
Abg. Strache: , der bei dem Wahnsinn zusieht! Dafür hat der Bürger kein Verständnis!
Ich meine, die werden sich nicht fürchten. „Hübner, Strache allein gegen Obama“, das ist ein Film, der nicht abendfüllend ist, das sage ich Ihnen. Das wird zu wenig sein. Da wird man mit Vorschlägen kommen müssen. (Abg. Strache: , der bei dem Wahnsinn zusieht! Dafür hat der Bürger kein Verständnis!)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Sie haben die falsche Rede mit, Kollege Cap!
Und da sieht man aber auch den Vorteil der Mitgliedschaft in der Europäischen Union, die sehr wohl über Datenschutz, Datenaustausch, die sehr wohl über diese Frage jetzt verhandeln kann, inklusive, von mir aus, auch des Freihandelsabkommens, und ein Partner ist, der dafür sorgen muss, dass das gegenüber den USA – aber ich sage gleich dazu: auch global und weltweit – geregelt wird. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Sie haben die falsche Rede mit, Kollege Cap!) Denn, ehrlich gesagt, ich habe nichts davon, wenn man das mit den Amerikanern regelt, gleichzeitig aber zwei andere Geheimdienste irgendwo drinnen sind und mithören. Davon habe ich auch nichts. (Abg. Jenewein: Also machen wir gar nichts, das ist dann die österreichische Lösung!) Ich möchte das generell geregelt haben. Das ist mein Anliegen.
Abg. Jenewein: Also machen wir gar nichts, das ist dann die österreichische Lösung!
Und da sieht man aber auch den Vorteil der Mitgliedschaft in der Europäischen Union, die sehr wohl über Datenschutz, Datenaustausch, die sehr wohl über diese Frage jetzt verhandeln kann, inklusive, von mir aus, auch des Freihandelsabkommens, und ein Partner ist, der dafür sorgen muss, dass das gegenüber den USA – aber ich sage gleich dazu: auch global und weltweit – geregelt wird. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Sie haben die falsche Rede mit, Kollege Cap!) Denn, ehrlich gesagt, ich habe nichts davon, wenn man das mit den Amerikanern regelt, gleichzeitig aber zwei andere Geheimdienste irgendwo drinnen sind und mithören. Davon habe ich auch nichts. (Abg. Jenewein: Also machen wir gar nichts, das ist dann die österreichische Lösung!) Ich möchte das generell geregelt haben. Das ist mein Anliegen.
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Der hat überhaupt nichts beantwortet!
Es geht nämlich nicht darum, ob man jemanden anruft, sondern darum, dass er eine Antwort darauf gibt, wie da wirklich die Praxis ist. Und das hat der Herr Bundeskanzler vorhin bei der Beantwortung der vielen Punkte auch angesprochen (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Der hat überhaupt nichts beantwortet!): Ja, wenn es stimmt – und es scheint zu stimmen –, dass all das – EU-Behörden, Botschaften, Regierungsbesprechungen, Besprechungen vor Verhandlungen – abgehört wird, um sich Vorteile für den Verhandlungsprozess zu verschaffen, dann ist entschieden dagegen vorzugehen. Oder wenn es um Wirtschaftsspionage geht – das ist aber etwas, das man noch gesondert behandeln muss. Das geht ja über die Frage betreffend die 500 Millionen Daten, die da im Monat gesammelt wurden und wo man neue technische Möglichkeiten hat, diese zu filtern, um damit etwas anfangen zu können, hinaus. Das alles sollte nach rechtsstaatlichen Prinzipen ablaufen.
Abg. Strache: Und deshalb müssen wir Sie zur Ordnung rufen, denn von Ihnen kann man sonst nichts erwarten!
Daneben gibt es noch diese traditionelle Arbeit mit den traditionellen Zielen – vielleicht auch noch technisch verfeinert und verbessert, damit man noch mehr Vorsprung hat, noch mehr die Auseinandersetzung führen kann. Das sind Dinge, die man global regeln muss. Das sind Dinge, bei denen die EU gefordert sein wird. Sie hat auch die Möglichkeit dazu und wird das auch tun. Im Europäischen Parlament gibt es diese Diskussion. Das geht aber weit über den blauen Schrebergarten hinaus. (Abg. Strache: Und deshalb müssen wir Sie zur Ordnung rufen, denn von Ihnen kann man sonst nichts erwarten!)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das kann nicht im Rahmen des Datenschutzes sein! – Abg. Strache: Wie geht das im gesetzlichen Rahmen? Da gibt es keinen gesetzlichen Rahmen!
Jetzt komme ich zu dem, was ich am Anfang gesagt habe. Es werden sich ja manche, die heute zusehen, die Frage stellen, was geschieht, wenn sie mit dem Handy telefonieren oder vom Festnetz aus telefonieren oder irgendwelche Mails verschicken und so weiter. Es gibt in den USA intern allein Milliarden Mails, die da anscheinend nach einem bestimmten System durch diese Filter laufen, dann, wenn irgendetwas übrig bleibt, noch einmal irgendetwas durchlaufen, mit denen man dann irgendetwas anfängt. Ich hoffe, all dies geschieht im Rahmen der Gesetze, des Datenschutzes und des Rechtsstaates. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das kann nicht im Rahmen des Datenschutzes sein! – Abg. Strache: Wie geht das im gesetzlichen Rahmen? Da gibt es keinen gesetzlichen Rahmen!) – Ich hoffe es. Ich bin kein amerikanischer Richter, ich kann das jetzt nicht sagen, aber ich gehe davon aus, dass die dazu verpflichtet sind, das so zu machen. Und ich bin auch daran interessiert, dass das so geschieht.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Jenewein.
Wir geben Antworten – Sie haben noch die Chance dazu, vielleicht schafft es einer Ihrer Redner doch noch. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Jenewein.)
Abg. Heinzl: Das war gut! – Abg. Amon – auf dem Weg zum Rednerpult –: Das war in Ansätzen wirklich ausgezeichnet!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Amon. – Bitte. (Abg. Heinzl: Das war gut! – Abg. Amon – auf dem Weg zum Rednerpult –: Das war in Ansätzen wirklich ausgezeichnet!)
Zwischenruf des Abg. Krainer.
„An den Herrn Bundeskanzler“, steht auf Ihrer Dringlichen Anfrage. – Ich erinnere mich daran, dass gestern irgendwann in der Nacht im deutschen Fernsehen in der Sendung „Anne Will“ der Oppositionsführer von der SPD in der Bundesrepublik Deutschland versucht hat, Bundeskanzlerin Merkel zu unterstellen, sie wäre da gleichsam involviert und hätte etwas davon gewusst. Und anscheinend zielt die Opposition hier auf eine ähnliche Vorgangsweise ab, nur dass der Bundeskanzler in Österreich ein Sozialdemokrat ist. (Zwischenruf des Abg. Krainer.)
Beifall bei der ÖVP – Zwischenruf des Abg. Strache
Ich halte es in beiden Fällen für wirklich absurd, Herr Strache (Beifall bei der ÖVP – Zwischenruf des Abg. Strache), dass da so subkutan unterstellt wird, es wäre auch nur irgendeiner europäischen Regierung recht, dass Ratssitzungen abgehört werden, oder es wäre irgendeiner europäischen Regierung recht, dass die Daten ihrer eigenen Bürger für US-amerikanische Zwecke ausspioniert werden. (Abg. Strache: Deshalb habt ihr das 2012 trotz aller Bedenken übergeben!) Das, Herr Strache, ist wirklich absurd und in aller Deutlichkeit zurückzuweisen! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Strache: Deshalb habt ihr das 2012 trotz aller Bedenken übergeben!
Ich halte es in beiden Fällen für wirklich absurd, Herr Strache (Beifall bei der ÖVP – Zwischenruf des Abg. Strache), dass da so subkutan unterstellt wird, es wäre auch nur irgendeiner europäischen Regierung recht, dass Ratssitzungen abgehört werden, oder es wäre irgendeiner europäischen Regierung recht, dass die Daten ihrer eigenen Bürger für US-amerikanische Zwecke ausspioniert werden. (Abg. Strache: Deshalb habt ihr das 2012 trotz aller Bedenken übergeben!) Das, Herr Strache, ist wirklich absurd und in aller Deutlichkeit zurückzuweisen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich halte es in beiden Fällen für wirklich absurd, Herr Strache (Beifall bei der ÖVP – Zwischenruf des Abg. Strache), dass da so subkutan unterstellt wird, es wäre auch nur irgendeiner europäischen Regierung recht, dass Ratssitzungen abgehört werden, oder es wäre irgendeiner europäischen Regierung recht, dass die Daten ihrer eigenen Bürger für US-amerikanische Zwecke ausspioniert werden. (Abg. Strache: Deshalb habt ihr das 2012 trotz aller Bedenken übergeben!) Das, Herr Strache, ist wirklich absurd und in aller Deutlichkeit zurückzuweisen! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Strache: Verwechseln Sie mich nicht mit Herrn Hübner!
Weil Sie, Herr Kollege Strache, verschiedene Mitglieder der Bundesregierung auf der Regierungsbank vermissen: Wir haben in den letzten drei Tagen in den zuständigen Unterausschüssen ... (Abg. Strache: Verwechseln Sie mich nicht mit Herrn Hübner!) – Aber die Verantwortung für Ihre Partei werden Sie ja wohl noch übernehmen, Herr Kollege Strache. (Abg. Strache: Aber Sie sagen, ich! Verwechseln Sie nicht mich mit Herrn Hübner! Herr Hübner hat den Herrn Außenminister vermisst, nicht ich!) Das kann man schon erwarten. Ja, Sie als Partei spreche ich an. Sie als Partei, Herr Klubobmann, habe ich angesprochen.
Abg. Strache: Aber Sie sagen, ich! Verwechseln Sie nicht mich mit Herrn Hübner! Herr Hübner hat den Herrn Außenminister vermisst, nicht ich!
Weil Sie, Herr Kollege Strache, verschiedene Mitglieder der Bundesregierung auf der Regierungsbank vermissen: Wir haben in den letzten drei Tagen in den zuständigen Unterausschüssen ... (Abg. Strache: Verwechseln Sie mich nicht mit Herrn Hübner!) – Aber die Verantwortung für Ihre Partei werden Sie ja wohl noch übernehmen, Herr Kollege Strache. (Abg. Strache: Aber Sie sagen, ich! Verwechseln Sie nicht mich mit Herrn Hübner! Herr Hübner hat den Herrn Außenminister vermisst, nicht ich!) Das kann man schon erwarten. Ja, Sie als Partei spreche ich an. Sie als Partei, Herr Klubobmann, habe ich angesprochen.
Abg. Strache: Ich vermisse den Außenminister gar nicht, glauben Sie mir das! Den vermisse ich nicht, und der fehlt mir nicht!
Sie haben hier Regierungsmitglieder vermisst, die sich in den letzten drei Tagen im zuständigen Unterausschuss (Abg. Strache: Ich vermisse den Außenminister gar nicht, glauben Sie mir das! Den vermisse ich nicht, und der fehlt mir nicht!) im Hinblick auf die Arbeit der militärischen Nachrichtendienste und die Arbeit des Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung all Ihren Fragen gestellt haben. All Ihre Fragen sind beantwortet worden. Hier geben Sie ja zum Teil Behauptungen wider besseres Wissen wieder, und das ist inakzeptabel, Herr Strache! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Zum Beispiel welche, Herr Amon? Welche Unwahrheiten?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Zum Beispiel welche, Herr Amon? Welche Unwahrheiten?
Sie haben hier Regierungsmitglieder vermisst, die sich in den letzten drei Tagen im zuständigen Unterausschuss (Abg. Strache: Ich vermisse den Außenminister gar nicht, glauben Sie mir das! Den vermisse ich nicht, und der fehlt mir nicht!) im Hinblick auf die Arbeit der militärischen Nachrichtendienste und die Arbeit des Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung all Ihren Fragen gestellt haben. All Ihre Fragen sind beantwortet worden. Hier geben Sie ja zum Teil Behauptungen wider besseres Wissen wieder, und das ist inakzeptabel, Herr Strache! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Zum Beispiel welche, Herr Amon? Welche Unwahrheiten?)
Abg. Jenewein: Jetzt sofort! – Abg. Strache: Sagen Sie mir bitte, welche Unwahrheiten!
Wir können gerne dann (Abg. Jenewein: Jetzt sofort! – Abg. Strache: Sagen Sie mir bitte, welche Unwahrheiten!) – Herr Kollege Strache, ich habe da alles Mögliche mitgeschrieben (Abg. Strache: Sie wissen nichts!), aber mir ist meine Redezeit zu schade, Herr Kollege Strache (Abg. Strache: Na schauen Sie, weil es keine gibt! Lauter Floskeln!), als dass ich auf all Ihre Zwischenrufe eingehe. Seien Sie nicht so nervös, sondern hören Sie zu! (Abg. Jenewein: Wo ist die Unwahrheit, Herr Amon?)
Abg. Strache: Sie wissen nichts!
Wir können gerne dann (Abg. Jenewein: Jetzt sofort! – Abg. Strache: Sagen Sie mir bitte, welche Unwahrheiten!) – Herr Kollege Strache, ich habe da alles Mögliche mitgeschrieben (Abg. Strache: Sie wissen nichts!), aber mir ist meine Redezeit zu schade, Herr Kollege Strache (Abg. Strache: Na schauen Sie, weil es keine gibt! Lauter Floskeln!), als dass ich auf all Ihre Zwischenrufe eingehe. Seien Sie nicht so nervös, sondern hören Sie zu! (Abg. Jenewein: Wo ist die Unwahrheit, Herr Amon?)
Abg. Strache: Na schauen Sie, weil es keine gibt! Lauter Floskeln!
Wir können gerne dann (Abg. Jenewein: Jetzt sofort! – Abg. Strache: Sagen Sie mir bitte, welche Unwahrheiten!) – Herr Kollege Strache, ich habe da alles Mögliche mitgeschrieben (Abg. Strache: Sie wissen nichts!), aber mir ist meine Redezeit zu schade, Herr Kollege Strache (Abg. Strache: Na schauen Sie, weil es keine gibt! Lauter Floskeln!), als dass ich auf all Ihre Zwischenrufe eingehe. Seien Sie nicht so nervös, sondern hören Sie zu! (Abg. Jenewein: Wo ist die Unwahrheit, Herr Amon?)
Abg. Jenewein: Wo ist die Unwahrheit, Herr Amon?
Wir können gerne dann (Abg. Jenewein: Jetzt sofort! – Abg. Strache: Sagen Sie mir bitte, welche Unwahrheiten!) – Herr Kollege Strache, ich habe da alles Mögliche mitgeschrieben (Abg. Strache: Sie wissen nichts!), aber mir ist meine Redezeit zu schade, Herr Kollege Strache (Abg. Strache: Na schauen Sie, weil es keine gibt! Lauter Floskeln!), als dass ich auf all Ihre Zwischenrufe eingehe. Seien Sie nicht so nervös, sondern hören Sie zu! (Abg. Jenewein: Wo ist die Unwahrheit, Herr Amon?)
Zwischenruf des Abg. Grosz. – Abg. Strache: Eine Untersuchung des Präsidenten-Flugzeuges Morales!
ministerin hat in Abstimmung mit ihrem deutschen Amtskollegen einen Fragenkatalog entworfen, dieser wurde adaptiert, wurde den österreichischen Umständen angepasst und der amerikanischen Botschaft übergeben. Wir harren der Antworten. (Zwischenruf des Abg. Grosz. – Abg. Strache: Eine Untersuchung des Präsidenten-Flugzeuges Morales!)
Abg. Jenewein: Ihnen fällt ja nichts ein!
Herr Kollege Strache, danke, dass Sie das aufwerfen. (Abg. Jenewein: Ihnen fällt ja nichts ein!) Österreich hat dem bolivianischen Präsidenten selbstverständlich erlaubt, in Wien zu landen. (Zwischenruf des Abg. Grosz.) Der bolivianische Präsident ebenso wie der Pilot des Flugzeuges, vielleicht nicht ganz so bedeutend, beide haben einer freiwilligen Nachschau zugestimmt, und das war für alle Beteiligten sinnvoll, Herr Kollege Strache, denn damit ist erst sichtbar geworden, wie absurd diese Flugverbote waren. (Zwischenruf des Abg. Neubauer.) Es ist unseren Behörden und unseren Ministern dafür zu danken, dass sie da völlig korrekt und richtig agiert haben. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Grosz: War es nicht eher so, dass die Amerikaner gesagt haben: Schauen Sie nach!?)
Zwischenruf des Abg. Grosz.
Herr Kollege Strache, danke, dass Sie das aufwerfen. (Abg. Jenewein: Ihnen fällt ja nichts ein!) Österreich hat dem bolivianischen Präsidenten selbstverständlich erlaubt, in Wien zu landen. (Zwischenruf des Abg. Grosz.) Der bolivianische Präsident ebenso wie der Pilot des Flugzeuges, vielleicht nicht ganz so bedeutend, beide haben einer freiwilligen Nachschau zugestimmt, und das war für alle Beteiligten sinnvoll, Herr Kollege Strache, denn damit ist erst sichtbar geworden, wie absurd diese Flugverbote waren. (Zwischenruf des Abg. Neubauer.) Es ist unseren Behörden und unseren Ministern dafür zu danken, dass sie da völlig korrekt und richtig agiert haben. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Grosz: War es nicht eher so, dass die Amerikaner gesagt haben: Schauen Sie nach!?)
Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Herr Kollege Strache, danke, dass Sie das aufwerfen. (Abg. Jenewein: Ihnen fällt ja nichts ein!) Österreich hat dem bolivianischen Präsidenten selbstverständlich erlaubt, in Wien zu landen. (Zwischenruf des Abg. Grosz.) Der bolivianische Präsident ebenso wie der Pilot des Flugzeuges, vielleicht nicht ganz so bedeutend, beide haben einer freiwilligen Nachschau zugestimmt, und das war für alle Beteiligten sinnvoll, Herr Kollege Strache, denn damit ist erst sichtbar geworden, wie absurd diese Flugverbote waren. (Zwischenruf des Abg. Neubauer.) Es ist unseren Behörden und unseren Ministern dafür zu danken, dass sie da völlig korrekt und richtig agiert haben. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Grosz: War es nicht eher so, dass die Amerikaner gesagt haben: Schauen Sie nach!?)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Grosz: War es nicht eher so, dass die Amerikaner gesagt haben: Schauen Sie nach!?
Herr Kollege Strache, danke, dass Sie das aufwerfen. (Abg. Jenewein: Ihnen fällt ja nichts ein!) Österreich hat dem bolivianischen Präsidenten selbstverständlich erlaubt, in Wien zu landen. (Zwischenruf des Abg. Grosz.) Der bolivianische Präsident ebenso wie der Pilot des Flugzeuges, vielleicht nicht ganz so bedeutend, beide haben einer freiwilligen Nachschau zugestimmt, und das war für alle Beteiligten sinnvoll, Herr Kollege Strache, denn damit ist erst sichtbar geworden, wie absurd diese Flugverbote waren. (Zwischenruf des Abg. Neubauer.) Es ist unseren Behörden und unseren Ministern dafür zu danken, dass sie da völlig korrekt und richtig agiert haben. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Grosz: War es nicht eher so, dass die Amerikaner gesagt haben: Schauen Sie nach!?)
Abg. Strache: In einer Stunde Pressekonferenz bei uns im Klub!
Ich möchte mir gerne die Gerüchte ausmalen, eigentlich möchte ich sie mir gar nicht ausmalen, die es gegeben hätte, hätte diese freiwillige Nachschau in der Maschine nicht stattgefunden. Da wären Unterstellungen unterwegs gewesen! Wahrscheinlich würde dann auch schon das Gerücht laufen, dass sich Herr Snowden bereits in Österreich befindet, denn das hört man ja da und dort auf den Gängen. (Abg. Strache: In einer Stunde Pressekonferenz bei uns im Klub!) Es ist schon einigermaßen inter-essant, welche Blüten das treibt.
Abg. Strache: Aber hören Sie doch auf, Sie verteidigen Völkerrechts- und Bürgerrechtsbrüche!
All Ihre Argumente, Herr Strache, mit den unglaublichen auch anti-amerikanischen Stereotypen (Abg. Strache: Aber hören Sie doch auf, Sie verteidigen Völkerrechts- und Bürgerrechtsbrüche!), sind, muss ich Ihnen sagen, insofern unangebracht, als die Vorgänge, die passiert sind, natürlich rechtlich zu untersuchen sind (Abg. Strache: Das ist doch Unsinn, was Sie da verzapfen!), und zwar zuallererst auf amerikanischem Boden, dann natürlich in den europäischen Ländern, wo es im Moment Verdachts-momente gibt. Es gibt ja noch keine Beweise. Und dann sind natürlich auch entsprechende rechtliche Schritte zu setzen. Das ist ja überhaupt keine Frage.
Abg. Strache: Das ist doch Unsinn, was Sie da verzapfen!
All Ihre Argumente, Herr Strache, mit den unglaublichen auch anti-amerikanischen Stereotypen (Abg. Strache: Aber hören Sie doch auf, Sie verteidigen Völkerrechts- und Bürgerrechtsbrüche!), sind, muss ich Ihnen sagen, insofern unangebracht, als die Vorgänge, die passiert sind, natürlich rechtlich zu untersuchen sind (Abg. Strache: Das ist doch Unsinn, was Sie da verzapfen!), und zwar zuallererst auf amerikanischem Boden, dann natürlich in den europäischen Ländern, wo es im Moment Verdachts-momente gibt. Es gibt ja noch keine Beweise. Und dann sind natürlich auch entsprechende rechtliche Schritte zu setzen. Das ist ja überhaupt keine Frage.
Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.
Dass es die Beziehungen zu den USA einigermaßen stark belastet, wenn so etwas unter Partnern passiert, ist auch klar. Das ist inakzeptabel! Da ist ja auch niemand anderer Meinung! (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.) Aber eines hat diese ganze Aktion auch gezeigt, Herr Kollege Strache: Genau die anti-europäischen Zwischen-töne, die da auch immer kommen, sind gerade in diesem Zusammenhang völlig unan-gebracht.
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Strache.
Herr Dr. Cap hat davon gesprochen, dass es eigentlich gut wäre, wenn es eine weltweite Regelung für Geheimdienste gäbe. Das ist ein vielleicht zu optimistischer Ansatz, aber ein guter Ansatz. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Strache.) Aber es wäre schon schön, wenn es uns gelänge, für diesen Bereich europäische Richtlinien zu schaffen, dass sich Europa da hinsichtlich der Vorgangsweise einig ist, damit nicht die einzelnen Dienste jeweils in den anderen Ländern Aktionen setzen können, die sie aufgrund nationalstaatlicher Gesetze nicht setzen dürften. Das wäre schon ein großer Fortschritt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Dr. Cap hat davon gesprochen, dass es eigentlich gut wäre, wenn es eine weltweite Regelung für Geheimdienste gäbe. Das ist ein vielleicht zu optimistischer Ansatz, aber ein guter Ansatz. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Strache.) Aber es wäre schon schön, wenn es uns gelänge, für diesen Bereich europäische Richtlinien zu schaffen, dass sich Europa da hinsichtlich der Vorgangsweise einig ist, damit nicht die einzelnen Dienste jeweils in den anderen Ländern Aktionen setzen können, die sie aufgrund nationalstaatlicher Gesetze nicht setzen dürften. Das wäre schon ein großer Fortschritt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Noch mehr von diesem schwachen Europa? Das ist eine gefährliche Drohung!
Das heißt, wir brauchen mehr Europa, Herr Kollege Strache, und nicht weniger Europa! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Noch mehr von diesem schwachen Europa? Das ist eine gefährliche Drohung!)
Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.
Umso bemerkenswerter war jetzt für mich die Tonalität und die fehlende Emotionalität Ihrer Rede, Herr Bundeskanzler. Das war ungefähr so, als hätte man die Weinstatistik des letzten Jahres als Nichtalkoholiker vorgelesen, sage ich jetzt etwas unhöflich. Hier in dieser Frage keine Emotionalität zu verspüren, verstehe ich nicht. (Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.)
Abg. Amon: Das merkt man bei Herrn Pilz immer!
Es geht um die Rechte von Bürgerinnen und Bürgern. Es geht um das Grundrecht auf Privat- und Familienleben. Das ist uns Grünen sehr, sehr wichtig, schon seit es uns gibt (Abg. Amon: Das merkt man bei Herrn Pilz immer!), und mir persönlich ist es auch sehr, sehr wichtig. Ich glaube, es gibt hier sehr viele Menschen, denen das persönlich sehr wichtig ist: Recht auf Privat- und Familienleben.
Beifall bei Grünen und FPÖ sowie des Abg. Markowitz.
Ich hätte mir von der österreichischen Bundesregierung da eine sehr viel schärfere Vorgangsweise und auch einen schärferen Ton in der Sache erwartet. (Beifall bei Grünen und FPÖ sowie des Abg. Markowitz.)
Beifall bei Grünen und FPÖ.
spitzelung und Überwachung gehören aus meiner Sicht abgestellt. (Beifall bei Grünen und FPÖ.)
Beifall bei Grünen und FPÖ.
Für mich ist Edward Snowden ein bemerkenswerter junger Mensch, der persönlich sehr viel riskiert haben muss. Ich weiß nicht, was ihm in den USA tatsächlich droht, aber lebenslange Haft ist wahrscheinlich das Mindeste. Er hat persönlich sehr viel aufs Spiel gesetzt, um unsere Rechte, unsere Rechte als Europäerinnen und Europäer, als Österreicherinnen und Österreicher, zu schützen und zu verteidigen. (Beifall bei Grünen und FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Strache.
Und dann hören wir von dieser Bundesregierung bürokratische Argumente. (Zwischenruf des Abg. Strache.) Es hat solch einen Fall noch nie gegeben. Es ist auch bemerkenswert, dass sich die FPÖ das erste Mal in ihrer Geschichte für einen Asylwerber einsetzt, der im Übrigen kein gültiges Reisedokument hat. Aber immerhin. (Neuerlicher Beifall bei Grünen und FPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei Grünen und FPÖ.
Und dann hören wir von dieser Bundesregierung bürokratische Argumente. (Zwischenruf des Abg. Strache.) Es hat solch einen Fall noch nie gegeben. Es ist auch bemerkenswert, dass sich die FPÖ das erste Mal in ihrer Geschichte für einen Asylwerber einsetzt, der im Übrigen kein gültiges Reisedokument hat. Aber immerhin. (Neuerlicher Beifall bei Grünen und FPÖ.)
Beifall bei Grünen und FPÖ.
Aber dass man hier nach dem Florianiprinzip vorgeht und sagt: Das müssen die Behörden entscheiden, wir sind ein Rechtsstaat!? – Ja, selbstverständlich sind wir ein Rechtsstaat. Aber spätestens seit der offensichtlich von den USA – auf welche Art auch immer – erzwungenen Sperre des Luftraums von Spanien muss klar sein, dass es sich da ganz eindeutig um politische Verfolgung handelt. (Beifall bei Grünen und FPÖ.)
Beifall bei Grünen und FPÖ.
Ich fordere Sie hiermit auf, sich auf europäischer Ebene auch dafür starkzumachen, dass das Freihandelsabkommen nicht weiter verhandelt wird! (Beifall bei Grünen und FPÖ.)
Beifall bei Grünen und FPÖ.
Eines interessiert mich aber auch noch, und das möchte ich Sie zum Abschluss schon fragen: Seit wann weiß eigentlich die österreichische Bundesregierung, wissen Mitglieder der österreichischen Bundesregierung von diesem sogenannten PRISM-Programm? Wann wurden Sie tatsächlich darüber informiert? Und können Sie tatsächlich ausschließen, dass es eine Zusammenarbeit auch mit österreichischen Behörden bei diesem Datenklau gibt, dass unter Umständen auch österreichische Behörden da involviert sind? Das hätte ich sehr gerne gewusst. Sie werden es uns heute wahrscheinlich nicht verraten, wir werden es aber parlamentarisch abfragen. Wenn, dann bin ich auf das Höchste schockiert. Ich hoffe, dass das nicht der Fall ist, und ich möchte von Ihnen hier gerne eine präzise, detaillierte Auskunft, seit wann Sie von diesen Praktiken wissen. (Beifall bei Grünen und FPÖ.)
Beifall bei Grünen und FPÖ.
Denn wenn wir so weit kommen, dass sogar Mitgliedsländer die europäischen Grundrechte mit Füßen treten und dass es hier keine Konsequenzen gibt, ist der Urlaub für Sie leider abgesagt, es tut mir leid. (Beifall bei Grünen und FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Pendl. – Abg. Scheibner – auf dem Weg zum Rednerpult –: Ich hoffe, Kollege Pendl, ich werde mein Bestes dazu tun!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Scheibner gelangt nun zu Wort. – Bitte. (Zwischenruf des Abg. Pendl. – Abg. Scheibner – auf dem Weg zum Rednerpult –: Ich hoffe, Kollege Pendl, ich werde mein Bestes dazu tun!)
Abg. Strache: Es ist bis dato noch kein einziger verhindert worden!
Wie sonst, als dass man flächendeckend Daten erfasst und ausarbeitet, kann man etwa einen Terroranschlag verhindern, den bisher unverdächtige Menschen planen? (Abg. Strache: Es ist bis dato noch kein einziger verhindert worden!) Wir wissen schon auch, dass die Verhinderung eines Terroranschlags einige Tausend Menschenleben retten kann. Das ist das eine, und das sollte man schon auch sagen.
Abg. Dr. Rosenkranz: Oh ja, wahrscheinlich! – Abg. Grosz: Er ist ein Schreibtischterrorist! Seine Waffe ist der Kugelschreiber!
Herr Bundeskanzler, ich weiß nicht, ob Sie verdächtigt werden, irgendwelche Terroranschläge zu verüben. Das wäre vielleicht doch etwas überschießend. (Abg. Dr. Rosenkranz: Oh ja, wahrscheinlich! – Abg. Grosz: Er ist ein Schreibtischterrorist! Seine Waffe ist der Kugelschreiber!) Da holt man flächendeckend Informationen ein und tut dann so, als ob das das Selbstverständlichste auf der Welt wäre. (Abg. Grosz: Er wirft mit dem Briefbeschwerer!)
Abg. Grosz: Er wirft mit dem Briefbeschwerer!
Herr Bundeskanzler, ich weiß nicht, ob Sie verdächtigt werden, irgendwelche Terroranschläge zu verüben. Das wäre vielleicht doch etwas überschießend. (Abg. Dr. Rosenkranz: Oh ja, wahrscheinlich! – Abg. Grosz: Er ist ein Schreibtischterrorist! Seine Waffe ist der Kugelschreiber!) Da holt man flächendeckend Informationen ein und tut dann so, als ob das das Selbstverständlichste auf der Welt wäre. (Abg. Grosz: Er wirft mit dem Briefbeschwerer!)
Zwischenruf des Abg. Grosz.
Ein bisschen Schadenfreude sei auch angebracht, denn ich kann mich noch gut an den Hype um Obama erinnern. „Yes we can!“, haben wir auch hier im Hohen Haus gehört. (Zwischenruf des Abg. Grosz.) Hurra, jetzt mit Obama gibt es endlich Demokratie und Menschenrechte in den Vereinigten Staaten! Jetzt ist man kleinlaut. So schlimm, glaube ich, war es überhaupt noch nie, wie jetzt unter Herrn Obama.
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Ich wünsche mir eine Initiative. Herr Staatssekretär! Sie sind ja immer sehr aktiv. Dieser Herr Obama soll einmal den Friedensnobelpreis zurückgeben, nicht nur wegen dieser Affäre, sondern auch deshalb, weil er Waffen an Terroristen im Nahen Osten liefert. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.) Das haben wir ja auch immer wieder kritisiert.
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Die Ashton, oder? – Ruf bei der ÖVP: Das muss man nicht wissen, das ist Allgemeinbildung! – Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Da gäbe es eine sehr charmante Dame, nämlich Frau Ashton. Frau Ashton ist die – wie heißt das? – Hohe Vertreterin der Europäischen Union für Außenpolitik. . Ich glaube, den Namen merkt man sich leider nicht. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Die Ashton, oder? – Ruf bei der ÖVP: Das muss man nicht wissen, das ist Allgemeinbildung! – Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.) – Wie? Aha. Bad English ist, wie wir wissen, auch auf der Regierungsbank ab und zu einmal die Umgangssprache.
Abg. Dr. Rosenkranz: Wenn sie etwas sagt, kann es sein, dass sie abgehört wird!
Aber es ist ja wirklich etwas Ernstes, dass diese Dame, die die Europäische Union nach außen vertritt, überhaupt nichts zu diesem Skandal sagt. Sie sagt überhaupt nichts. Sie wurde von Journalisten befragt, und da hat sie gesagt: Das ist Sache der Nationalstaaten. Sie habe zwar eine persönliche Meinung, aber die sage sie nicht. (Abg. Dr. Rosenkranz: Wenn sie etwas sagt, kann es sein, dass sie abgehört wird!)
Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.
Meine Damen und Herren, was soll so eine EU-Außenpolitik mit solchen Funktionären? – Wir wissen, dass es im Außenpolitischen Dienst der Europäischen Union 4 000 Beamte gibt. Bitte zusperren! (Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.)
Abg. Grosz: Er ist ein großer Wirtshausgeher!
Was glauben Sie, was es für den weltweiten Flugverkehr bedeutet, wenn diese GPS-Daten nur um 10 Prozent manipuliert werden? – Das würde nicht nur bedeuten, dass Kollege Grillitsch – weil er so lacht – den Weg zum nächsten Wirtshausbesuch oder zur nächsten Versammlung nicht richtig findet. Das wäre ja noch nicht so tragisch. (Abg. Grosz: Er ist ein großer Wirtshausgeher!) Das internationale Verkehrswesen
Abg. Pendl: Da muss einmal das Funksystem !
Was ist die Reaktion Europas, der starken Europäischen Union, darauf? – Das Projekt Galileo, also ein eigenes Ortungssystem mit Satelliten für Europa. Jahrelang wurde über die Finanzierung gestritten. (Abg. Pendl: Da muss einmal das Funksystem !) – Hör auf, Otto!
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das ist aber auch wichtig!
Wir reden über die Glühbirnen und über die Paradeiser, die man nicht mehr anbauen darf, weil diese Horden an Beamten in der Europäischen Union das so sehen und es für wichtig erachten. Aber zu diesen wichtigen Bereichen hat Europa keine Antwort. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das ist aber auch wichtig!) – Die Paradeiser sind auch wichtig, die Glühbirnen sind auch wichtig, aber jeweils falsche Entscheidungen der Europäischen Union. Wir wollen richtige Entscheidungen.
Beifall beim BZÖ.
Wichtige Aufgaben für Europa wären auch die Sicherheit der Europäer und eine gemeinsame Vertretung von Interessen nach außen mit einer aktiven Außenpolitik, die völlig gescheitert ist. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Aber nur einmal kurz einen Theaterdonner zu machen und dann zur Tagesordnung überzugehen, ist zu wenig. Wir fordern von Ihnen auch Handlungen ein und wir sind sehr gespannt, wie die so wichtige und große Europäische Union jetzt auf diesen Skandal reagiert. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Strache: Das Verhalten unserer Regierungsvertreter zeigt, was wir von uns selbst halten! Nämlich nichts!
Meine Damen und Herren, diese Enthüllungen des Herrn Snowden haben gezeigt, was die USA von uns Europäern halten und was Orwell schon vor einiger Zeit vorausgeahnt hat. (Abg. Strache: Das Verhalten unserer Regierungsvertreter zeigt, was wir von uns selbst halten! Nämlich nichts!)
Beifall beim Team Stronach.
Ich glaube, die Sache ist hochbrisant. Wir wollen Fakten auf dem Tisch haben, nicht nur zum Hypo-Skandal, wie Kollege Lugar heute schon gesagt hat, sondern auch hier. Wir wollen Fakten auf dem Tisch haben. Wir haben ein Recht darauf. Wir, das österreichische Parlament, wir gewählte Volksvertreter, sind das höchste Kontrollorgan in diesem Staat. Sie, meine Damen und Herren, sind uns das schuldig. Legen Sie bitte die Fakten auf den Tisch oder hier aufs Pult. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Strache: Das war jetzt die Retourkutsche!
Abgeordneter Mag. Harald Stefan (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Entschuldigung! Sehr geehrte Frau Präsidentin! (Abg. Strache: Das war jetzt die Retourkutsche!) Sehr geehrte Regierungsmitglieder! Hohes Haus! – Nein, das war natürlich keine Retourkutsche.
Beifall bei der FPÖ.
Allein damit diese Diskussion endlich einmal im Hohen Haus stattfindet, ist diese Dringliche Anfrage völlig richtig. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Dr. Pilz.
Sie sagen, dass ja Sitzungen stattgefunden haben. – Das ist richtig: Auf Drängen der Opposition haben Sitzungen in den geheimen Ausschüssen stattgefunden. Das ist aber auch nur geschehen, weil es eben den Druck der Opposition gegeben hat, die gesagt hat: Wir wollen zumindest ein paar Fragen beantwortet haben. Das war einmal die Initialzündung. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Dr. Pilz.)
Zwischenruf des Abg. Amon.
Sie haben außerdem gesagt, Herr Klubobmann Strache hätte Unwahrheiten am laufenden Band gesagt und Antiamerikanismus geübt. (Zwischenruf des Abg. Amon.) Sie haben aber überhaupt nichts davon belegen können, auch nicht auf den Zuruf hin: Bitte, sagen Sie uns doch etwas! – Es war also definitiv nicht so, es war weder antiamerikanisch, noch war es in irgendeiner Form unwahr. Das haben Sie ja dadurch, dass Sie nicht einmal einen einzigen Beleg dafür vorbringen konnten, selbst gezeigt.
Beifall bei der FPÖ.
Es ist doch interessant, wie die USA ihre Partner, ihre Verbündeten behandeln. Sie behandeln sie nämlich schlicht und einfach wie Feindstaaten. Es kommt eben jetzt doch einiges ans Tageslicht. Das zu sagen ist kein Antiamerikanismus, sondern das ist höchstens eine wirklich mangelhafte Einstellung der US-Amerikaner uns gegenüber – und nicht umgekehrt. Das muss man einmal zur Sprache bringen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn zum Beispiel EU-Institutionen überwacht werden, dann können Sie mir nicht erzählen, dass damit irgendwelche Anschläge verhindert werden. Da geht es eben rein um Spionage, um Überwachung, darum, einen Informationsvorteil zu bekommen und Ähnliches. Dagegen muss man sich wehren. Dagegen muss man protestieren. Das kann man nicht einfach zur Kenntnis nehmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Wo ist da jetzt das Problem?
Das beschließen Sie hier, solche Abkommen schließen Sie! Alle Achtung! Wirklich großartig! (Ruf bei der ÖVP: Wo ist da jetzt das Problem?) – Wo ist das Problem? – Ja, das ist allerdings richtig. Ist das normal? Macht man so etwas? Wird so etwas überwacht? Wird bei uns so etwas überwacht (Abg. Strache: Die „Rasse“! – Abg. Petzner: Für die ÖVP ist alles kein Problem!): religiöse Überzeugung, welche Rasse, ethnische Herkunft? (Zwischenruf des Abg. Amon.) – Interessant; na gut, wenn Sie das so sehen. Ich habe schon anderes gehört in diesem Haus. (Ruf bei der ÖVP: Mit Rasse ist Ethnie gemeint! Das ist ein Übersetzungsfehler! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ja sicher, ein Übersetzungsfehler. Ja ja, genau.
Abg. Strache: Die „Rasse“! – Abg. Petzner: Für die ÖVP ist alles kein Problem!
Das beschließen Sie hier, solche Abkommen schließen Sie! Alle Achtung! Wirklich großartig! (Ruf bei der ÖVP: Wo ist da jetzt das Problem?) – Wo ist das Problem? – Ja, das ist allerdings richtig. Ist das normal? Macht man so etwas? Wird so etwas überwacht? Wird bei uns so etwas überwacht (Abg. Strache: Die „Rasse“! – Abg. Petzner: Für die ÖVP ist alles kein Problem!): religiöse Überzeugung, welche Rasse, ethnische Herkunft? (Zwischenruf des Abg. Amon.) – Interessant; na gut, wenn Sie das so sehen. Ich habe schon anderes gehört in diesem Haus. (Ruf bei der ÖVP: Mit Rasse ist Ethnie gemeint! Das ist ein Übersetzungsfehler! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ja sicher, ein Übersetzungsfehler. Ja ja, genau.
Zwischenruf des Abg. Amon.
Das beschließen Sie hier, solche Abkommen schließen Sie! Alle Achtung! Wirklich großartig! (Ruf bei der ÖVP: Wo ist da jetzt das Problem?) – Wo ist das Problem? – Ja, das ist allerdings richtig. Ist das normal? Macht man so etwas? Wird so etwas überwacht? Wird bei uns so etwas überwacht (Abg. Strache: Die „Rasse“! – Abg. Petzner: Für die ÖVP ist alles kein Problem!): religiöse Überzeugung, welche Rasse, ethnische Herkunft? (Zwischenruf des Abg. Amon.) – Interessant; na gut, wenn Sie das so sehen. Ich habe schon anderes gehört in diesem Haus. (Ruf bei der ÖVP: Mit Rasse ist Ethnie gemeint! Das ist ein Übersetzungsfehler! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ja sicher, ein Übersetzungsfehler. Ja ja, genau.
Ruf bei der ÖVP: Mit Rasse ist Ethnie gemeint! Das ist ein Übersetzungsfehler! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das beschließen Sie hier, solche Abkommen schließen Sie! Alle Achtung! Wirklich großartig! (Ruf bei der ÖVP: Wo ist da jetzt das Problem?) – Wo ist das Problem? – Ja, das ist allerdings richtig. Ist das normal? Macht man so etwas? Wird so etwas überwacht? Wird bei uns so etwas überwacht (Abg. Strache: Die „Rasse“! – Abg. Petzner: Für die ÖVP ist alles kein Problem!): religiöse Überzeugung, welche Rasse, ethnische Herkunft? (Zwischenruf des Abg. Amon.) – Interessant; na gut, wenn Sie das so sehen. Ich habe schon anderes gehört in diesem Haus. (Ruf bei der ÖVP: Mit Rasse ist Ethnie gemeint! Das ist ein Übersetzungsfehler! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ja sicher, ein Übersetzungsfehler. Ja ja, genau.
Ruf bei der FPÖ: Ihr wisst nicht einmal, was ihr da beschlossen habt!
Wir haben aber, soviel ich weiß, den deutschen Text beschlossen. Dann haben Sie ihn also nicht gelesen. Sie hätten ja damals einmahnen können, dass es nicht gut übersetzt ist. (Ruf bei der FPÖ: Ihr wisst nicht einmal, was ihr da beschlossen habt!)
Beifall bei der FPÖ.
Wie man dem begegnen kann, zeigt zum Beispiel Ecuador. Ecuador hat überlegt, Snowden Asyl zu gewähren. Daraufhin haben die USA gesagt, gut, dann wird das Handelsübereinkommen gekündigt, das einen Vorteil für Ecuador bringt, weil es dadurch besser exportieren kann, insbesondere Blumen. Was hat Ecuador gemacht? – Die sind darauf nicht eingegangen, sondern haben dieses Übereinkommen von sich aus gekündigt. – Das ist die richtige Vorgangsweise! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei FPÖ und BZÖ. – Abg. Strache: Das ist es! Menschenrechte haben keine Bedeutung für die ÖVP!
Wir hören aber hier: Nein, es geht ja um die wirtschaftlichen Beziehungen! – Das ist schon richtig, das verstehe ich alles, aber dann tun wir doch nicht immer so scheinheilig, wenn es um China oder sonstige Staaten auf dieser Erde geht! Dort sind plötzlich die Menschenrechte wichtig, aber das Übereinkommen mit den USA ist sakrosankt! (Beifall bei FPÖ und BZÖ. – Abg. Strache: Das ist es! Menschenrechte haben keine Bedeutung für die ÖVP!)
Abg. Strache: Da haben sich zwei gefunden! Zwei Friedensnobelpreisträger!
Wesentlich ist natürlich auch – das wurde ja schon angesprochen –: Wie reagiert Österreich? Wie reagiert die Europäische Union? Dazu ist schon sehr viel Richtiges gesagt worden. Auch der Friedensnobelpreisträger Obama ist schon angesprochen worden, aber die Europäische Union hat ja auch den Friedensnobelpreis verliehen bekommen. Das dürfte sich offenbar ganz gut vertragen. Vielleicht sollten ihn beide zurückgeben. (Abg. Strache: Da haben sich zwei gefunden! Zwei Friedensnobelpreisträger!)
Beifall bei FPÖ und BZÖ.
behandelt werden, aber es geschieht nichts dergleichen! Das ist das Entscheidende. (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
So können Sie darüber abstimmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grosz: Bedank dich bei den Amerikanern! „Danke, USA!“
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! (Abg. Grosz: Bedank dich bei den Amerikanern! „Danke, USA!“) Lassen Sie mich einmal so beginnen: Wie ernst muss ein Thema sein, damit wir es hier wirklich einmal ernst diskutieren? Das würde mich wirklich interessieren, denn ich glaube (Ruf bei der FPÖ: ... Scherz!) – leider Gottes hat das alles mit Scherz nichts zu tun –, wenn wir uns die Entwicklung der letzten Jahrzehnte ansehen, dann muss man einmal vorweg sagen – Kollege Scheibner ist auch in diese Richtung gegangen –: Wenn sich Europa aus all diesen technischen Entwicklungen verabschiedet hat, und das seit langen Jahren, dann darf man sich nicht wundern, wenn man sich bodengebunden oder nicht bodengebunden – Herbert, denn das ist nämlich die Wahrheit – einer Weltmacht, die das derzeit in der Hand hat, ausliefert.
Ruf bei der FPÖ: ... Scherz!
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! (Abg. Grosz: Bedank dich bei den Amerikanern! „Danke, USA!“) Lassen Sie mich einmal so beginnen: Wie ernst muss ein Thema sein, damit wir es hier wirklich einmal ernst diskutieren? Das würde mich wirklich interessieren, denn ich glaube (Ruf bei der FPÖ: ... Scherz!) – leider Gottes hat das alles mit Scherz nichts zu tun –, wenn wir uns die Entwicklung der letzten Jahrzehnte ansehen, dann muss man einmal vorweg sagen – Kollege Scheibner ist auch in diese Richtung gegangen –: Wenn sich Europa aus all diesen technischen Entwicklungen verabschiedet hat, und das seit langen Jahren, dann darf man sich nicht wundern, wenn man sich bodengebunden oder nicht bodengebunden – Herbert, denn das ist nämlich die Wahrheit – einer Weltmacht, die das derzeit in der Hand hat, ausliefert.
Abg. Grosz: Das rechtfertigt keine Grundrechtsverletzung!
Wenn wir das jetzt unaufgeregt diskutieren: Na, Herr Kollege Strache, woher kommt denn die Warnung, ob Sie mit der Familie in ein Urlaubsland fahren dürfen oder nicht? Woher kommt sie? Sie haben sicher großes Interesse, dass Sie genau informiert werden, ob Ihre Familie in einem Land sicher ist oder nicht. (Abg. Grosz: Das rechtfertigt keine Grundrechtsverletzung!) – Schön zuhorchen! – Daher ersuche ich darum, dass wir diese Diskussion sachlich und differenziert führen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Aufpassen!
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wenn wir das jetzt unaufgeregt diskutieren: Na, Herr Kollege Strache, woher kommt denn die Warnung, ob Sie mit der Familie in ein Urlaubsland fahren dürfen oder nicht? Woher kommt sie? Sie haben sicher großes Interesse, dass Sie genau informiert werden, ob Ihre Familie in einem Land sicher ist oder nicht. (Abg. Grosz: Das rechtfertigt keine Grundrechtsverletzung!) – Schön zuhorchen! – Daher ersuche ich darum, dass wir diese Diskussion sachlich und differenziert führen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Aufpassen!
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Warum schauen Sie den Kollegen Amon an?
Wir müssten diese Fragen einmal ohne Anlassfälle durchdiskutieren und müssten schauen, wo wir ansetzen können, damit nicht am Ende des Tages aus einer Hysterie heraus der Preis für die Sicherheit der Verlust der persönlichen Freiheit sein wird. Das kann es nicht sein. Aber ich erinnere auch daran – und jetzt schaue ich in eine bestimmte Richtung –, dass wir bei jedem Fall, ob es um Ausbildung möglicher Terroristen geht, ob es um die Dschihad-Kämpfer geht oder um was auch immer, die Diskussion haben (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Warum schauen Sie den Kollegen Amon an?), dass wir weit vor einem Straftatbestand sind, und wir sollten da ohne jegliche Rechtsgrundlage ganz einfach schauen und, sage ich jetzt einmal, polizeiliche Maßnahmen setzen. Ich will nur aufzeigen, wie gefährlich dieser Grat in Wirklichkeit ist. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir müssten diese Fragen einmal ohne Anlassfälle durchdiskutieren und müssten schauen, wo wir ansetzen können, damit nicht am Ende des Tages aus einer Hysterie heraus der Preis für die Sicherheit der Verlust der persönlichen Freiheit sein wird. Das kann es nicht sein. Aber ich erinnere auch daran – und jetzt schaue ich in eine bestimmte Richtung –, dass wir bei jedem Fall, ob es um Ausbildung möglicher Terroristen geht, ob es um die Dschihad-Kämpfer geht oder um was auch immer, die Diskussion haben (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Warum schauen Sie den Kollegen Amon an?), dass wir weit vor einem Straftatbestand sind, und wir sollten da ohne jegliche Rechtsgrundlage ganz einfach schauen und, sage ich jetzt einmal, polizeiliche Maßnahmen setzen. Ich will nur aufzeigen, wie gefährlich dieser Grat in Wirklichkeit ist. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Strache: Das ist jetzt eine ernste Debatte? Ein „wirklich“ ernstzunehmender Beitrag! Nehmen Sie sich selber ernst? Das ist ja peinlich!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, das ist das Problem! Ich verlasse mich da ganz auf unseren Bundeskanzler und auf die Bundesregierung. Die werden das schon ausdiskutieren in Brüssel. Eine Antwort darauf kann aber nur Europa geben, denn jeder Wissende hier im Saal – und das sind schon einige – weiß, nach welchem Muster die amerikanischen Geheimdienste organisiert sind. Ich sage es noch einmal, damit wir es nicht ganz vergessen: nach dem britischen! Ich glaube daher, dass das Thema viel zu ernst ist. Ich würde ja mit dieser Persönlichkeit gerne einmal ohne einen Anlassfall eine viel tiefgreifendere Diskussion in dieser Sache führen. Ich weiß ja, obwohl das jetzt schon zwölf Tage her ist, nicht einmal, wie der Herr ausschaut. Das ist ja auch interessant! Vielleicht habt ihr ein Bild von ihm? – Ich habe keines. Ich bin nur neugierig, ob die Geschichte wirklich eine Geschichte ist oder ob da etwas Ernstes dahintersteckt. (Abg. Strache: Das ist jetzt eine ernste Debatte? Ein „wirklich“ ernstzunehmender Beitrag! Nehmen Sie sich selber ernst? Das ist ja peinlich!)
Abg. Strache: Das ist ja peinlich, was Sie da aufführen! „I kenn des Büd’l von dem Herr’n ned!“ – Na bumm!
Herr Kollege Strache, lassen wir die Kirche im Dorf! Jetzt herzugehen, alle schuldig werden lassen, wo wir wissen, wie diese Dienste und Polizeigeschichten in der westlichen Welt organisiert sind ... (Abg. Strache: Das ist ja peinlich, was Sie da aufführen! „I kenn des Büd’l von dem Herr’n ned!“ – Na bumm!) – Dann diskutieren wir das doch nicht jetzt anhand dieses Falles, sondern diskutieren wir es und schauen wir, welche Rechtsgrundlage wir zustande bringen. (Abg. Strache: Es kennt sich keiner aus, wovon er redet!) Wir werden ganz einfach schauen, wie wir das organisieren.
Abg. Strache: Es kennt sich keiner aus, wovon er redet!
Herr Kollege Strache, lassen wir die Kirche im Dorf! Jetzt herzugehen, alle schuldig werden lassen, wo wir wissen, wie diese Dienste und Polizeigeschichten in der westlichen Welt organisiert sind ... (Abg. Strache: Das ist ja peinlich, was Sie da aufführen! „I kenn des Büd’l von dem Herr’n ned!“ – Na bumm!) – Dann diskutieren wir das doch nicht jetzt anhand dieses Falles, sondern diskutieren wir es und schauen wir, welche Rechtsgrundlage wir zustande bringen. (Abg. Strache: Es kennt sich keiner aus, wovon er redet!) Wir werden ganz einfach schauen, wie wir das organisieren.
Ruf bei der FPÖ: Kann man die Rede nachher übersetzen lassen?
Das schaue ich mir dann an, weil wir, meine sehr geehrten Damen und Herren, bei der Diskussion immer an folgender Stelle gelandet sind: Für die einen hätten wir die Polizei schon halb abschaffen und entwaffnen müssen, für die anderen hätten wir aufrüsten müssen. Wir sind immer dagestanden – viele hier im Saal wissen es – und haben nicht gewusst ... (Ruf bei der FPÖ: Kann man die Rede nachher übersetzen lassen?) Wir haben uns als Regierungsfraktionen immer bemüht, rechtsstaatlich korrekte, saubere Lösungen zustande zu bringen. (Abg. Strache: Kann man die Rede auf Deutsch übersetzen? – Weitere Rufe bei der FPÖ: Was wollen Sie sagen? So ernst nehmen Sie das Problem?)
Abg. Strache: Kann man die Rede auf Deutsch übersetzen? – Weitere Rufe bei der FPÖ: Was wollen Sie sagen? So ernst nehmen Sie das Problem?
Das schaue ich mir dann an, weil wir, meine sehr geehrten Damen und Herren, bei der Diskussion immer an folgender Stelle gelandet sind: Für die einen hätten wir die Polizei schon halb abschaffen und entwaffnen müssen, für die anderen hätten wir aufrüsten müssen. Wir sind immer dagestanden – viele hier im Saal wissen es – und haben nicht gewusst ... (Ruf bei der FPÖ: Kann man die Rede nachher übersetzen lassen?) Wir haben uns als Regierungsfraktionen immer bemüht, rechtsstaatlich korrekte, saubere Lösungen zustande zu bringen. (Abg. Strache: Kann man die Rede auf Deutsch übersetzen? – Weitere Rufe bei der FPÖ: Was wollen Sie sagen? So ernst nehmen Sie das Problem?)
Abg. Grosz: Die Rede ist absolut spionagesicher! Die versteht nicht einmal der amerikanische Geheimdienst!
Meine Damen und Herren, aber lösen können wir das Problem nicht, indem wir es so diskutieren, Herr Kollege Strache, wie Sie das sagen, sondern lösen kann man das nur, wenn man einen korrekten Zugang zum Rechtsstaat hat, wenn man versucht, diese Frage vernünftig im europäischen Kontext zu lösen. Dann werden wir sie grundrechtegetreu und rechtsstaatlich einwandfrei im Sinne der Menschenrechte lösen. (Abg. Grosz: Die Rede ist absolut spionagesicher! Die versteht nicht einmal der amerikanische Geheimdienst!)
Abg. Grosz: Das war eine verschlüsselte Rede, damit sie die Amerikaner nicht verstehen können! Eine Kryptorede! 007! – Heiterkeit und Zwischenrufe bei BZÖ und FPÖ!
Und wenn wir das nicht einmal diskutieren können, dann sind wir, glaube ich – ehrlich, meine sehr geehrten Damen und Herren! –, weit davon entfernt, diese Frage korrekt zu lösen. (Abg. Grosz: Das war eine verschlüsselte Rede, damit sie die Amerikaner nicht verstehen können! Eine Kryptorede! 007! – Heiterkeit und Zwischenrufe bei BZÖ und FPÖ!)
Abg. Strache: War es nicht so?
Das gibt uns Gelegenheit, heute auch darüber zu reden, wie die Situation in Österreich ist. Ich halte das für wichtig und notwendig, um den Ängsten in der Bevölkerung zu begegnen. Andererseits aber, Herr Kollege Strache, war ich enttäuscht darüber, wie Sie Ihre Rede begonnen haben, nämlich indem Sie geschildert haben, der Herr Snowden muss über China nach Russland fliehen. (Abg. Strache: War es nicht so?)
Abg. Dr. Rosenkranz: Amerika ist schon besser! – Abg. Strache: Meinen Sie das amerikanische Rechtssystem?
Da habe ich eine gewisse Ernsthaftigkeit vermisst, denn so naiv können doch nicht einmal Sie sein, zu meinen, dass der Herr Snowden glaubt, in einem „Rechtsstaat“ – unter Anführungszeichen – wie China oder Russland würde ihm Gerechtigkeit widerfahren. (Abg. Dr. Rosenkranz: Amerika ist schon besser! – Abg. Strache: Meinen Sie das amerikanische Rechtssystem?)
demonstrativer Beifall des Abg. Huber
Ich bin dem ehemaligen Verteidigungsminister Scheibner sehr dankbar, der ganz richtig gesagt hat (demonstrativer Beifall des Abg. Huber): Die Notwendigkeit von Diensten ist eindeutig gegeben. Es gibt keinen Staat auf der Welt, der nicht Dienste hat, der nicht Nachrichtendienste hat, mittels derer er versucht, Informationen aus dem Ausland zur Sicherheit seines eigenen Landes zu bekommen, und es gibt keinen Staat, der nicht auch einen Dienst hat, der zur Sicherheit seiner eigenen staatlichen Einrichtungen, seiner eigenen Gesellschaft Vorsorge trifft. – Das ist ganz klar. Doch jeder Dienst braucht dafür eine gesetzliche Befugnis. Das ist das Rechtsstaatlichkeitsprinzip, das wir uns erwarten. So gehen wir als Europäer an solche Dinge heran: dass so etwas gesetzlich genau geregelt ist, dass es dafür Kontrolle gibt.
Abg. Brosz: Die Frage ist, was der Pendl überhaupt gesagt hat! – Abg. Strache: Pfoa! Der hat den Pendl verstanden!
Wie schaut diese Kontrolle aus? Es ist so, dass nicht einfach irgendeine Behörde irgendwelche Überwachungsaufgaben in Auftrag geben kann, sondern wenn sie das zur Gefahrenerforschung tut, die im Dienste einer möglichen Gefahrenabwehr zu erfolgen hat – das ist das, was Herr Kollege Pendl vorher angeschnitten hat, nämlich wo noch keine strafrechtliche Handlung gesetzt worden ist, aber man den Verdacht hat, dass es zu einer strafrechtlichen Handlung kommt (Abg. Brosz: Die Frage ist, was der Pendl überhaupt gesagt hat! – Abg. Strache: Pfoa! Der hat den Pendl verstanden!) –, dann sind in diesem Fall besondere gesetzliche Vorschriften notwendig.
Abg. Strache: Das heißt, Sie wollen uns jetzt erklären, die CIA hat mit unserem Rechtsschutzbeauftragten vorher gesprochen?
Diese Vorschriften finden sich auf der einen Seite im Militärbefugnisgesetz und auf der anderen Seite im Sicherheitspolizeigesetz. Jede Sicherheitsbehörde, die das machen muss, braucht dazu die Genehmigung des Rechtsschutzbeauftragten. Ein solcher Rechtsschutzbeauftragter ist weisungsfrei gestellt – verfassungsmäßig weisungsfrei gestellt. (Abg. Strache: Das heißt, Sie wollen uns jetzt erklären, die CIA hat mit unserem Rechtsschutzbeauftragten vorher gesprochen?) – Da waren auch Sie dabei, Herr Kollege Strache! Sie haben auch mitbeschlossen, dass der Rechtsschutzbeauftragte verfassungsrechtlich weisungsfrei gestellt wird, damit die österreichische Bevölkerung eindeutig geschützt ist. (Abg. Petzner: Was ist jetzt rechtskonform?)
Abg. Petzner: Was ist jetzt rechtskonform?
Diese Vorschriften finden sich auf der einen Seite im Militärbefugnisgesetz und auf der anderen Seite im Sicherheitspolizeigesetz. Jede Sicherheitsbehörde, die das machen muss, braucht dazu die Genehmigung des Rechtsschutzbeauftragten. Ein solcher Rechtsschutzbeauftragter ist weisungsfrei gestellt – verfassungsmäßig weisungsfrei gestellt. (Abg. Strache: Das heißt, Sie wollen uns jetzt erklären, die CIA hat mit unserem Rechtsschutzbeauftragten vorher gesprochen?) – Da waren auch Sie dabei, Herr Kollege Strache! Sie haben auch mitbeschlossen, dass der Rechtsschutzbeauftragte verfassungsrechtlich weisungsfrei gestellt wird, damit die österreichische Bevölkerung eindeutig geschützt ist. (Abg. Petzner: Was ist jetzt rechtskonform?)
Abg. Strache: Deshalb übermitteln wir ihnen unsere Daten?
In dieser Verhältnismäßigkeit bewegen wir uns bei allen Dingen. Da haben wir ein anderes Rechtsstaatlichkeitsprinzip als die Amerikaner. (Abg. Strache: Deshalb übermitteln wir ihnen unsere Daten?) Wenn das, was bisher öffentlich aufgezeigt worden ist, alles stimmt, dann, muss ich sagen, überschreitet das jedes Denkvermögen eines Europäers und ist daher eindeutig und klar abzulehnen.
Abg. Mag. Steinhauser: Da gibt es aber immer Zustimmung!
Die Amerikaner sagen zwar ja, ja, sie sind schon bereit, aber wenn es um die Durchsetzbarkeit der Rechte geht, dann haben die Amerikaner aus ihrem Rechtsschutzsystem ein anderes Verständnis. (Abg. Mag. Steinhauser: Da gibt es aber immer Zustimmung!) Dieses Verständnis entspricht nicht unserem, aber da dürfen wir als Österreicherinnen und Österreicher, als Europäer nicht nachgeben. (Abg. Mag. Steinhauser: Ihr habt schon nachgegeben! Ihr habt permanent nachgegeben! Ihr macht ständig das Gegenteil!)
Abg. Mag. Steinhauser: Ihr habt schon nachgegeben! Ihr habt permanent nachgegeben! Ihr macht ständig das Gegenteil!
Die Amerikaner sagen zwar ja, ja, sie sind schon bereit, aber wenn es um die Durchsetzbarkeit der Rechte geht, dann haben die Amerikaner aus ihrem Rechtsschutzsystem ein anderes Verständnis. (Abg. Mag. Steinhauser: Da gibt es aber immer Zustimmung!) Dieses Verständnis entspricht nicht unserem, aber da dürfen wir als Österreicherinnen und Österreicher, als Europäer nicht nachgeben. (Abg. Mag. Steinhauser: Ihr habt schon nachgegeben! Ihr habt permanent nachgegeben! Ihr macht ständig das Gegenteil!)
Beifall bei der ÖVP.
Wir verhandeln Abkommen mit anderen Ländern der Welt nur nach unserem Rechtsschutzempfinden und nicht nach dem Rechtsschutzempfinden anderer Staaten. Darauf, meine Damen und Herren, können Sie sich in dieser Republik verlassen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Strache: Können Sie uns bitte einmal konkret sagen, wie Sie den Spionagewahnsinn abstellen wollen?
Ansonsten kann ich dazu nur sagen, was auch schon von mehreren Vorrednern gesagt worden ist: Die gesamte Situation zeigt, dass wir in Europa nicht weniger, sondern mehr zusammenarbeiten müssen. Mein Kollege Amon und auch andere Vorredner haben es schon gesagt, und GPS und Galileo sind ganz typische Beispiele dafür: Wenn wir nicht bereit sind, in die Technologie, in die Rechtsschutzsysteme und auch in die Überwachungssysteme in Europa Geld zu investieren und das auf unsere Schultern zu nehmen, dann werden andere das übernehmen. Wenn wir das nicht wollen, müssen wir bereit sein, dafür zu kämpfen und Geld dafür in die Hand zu nehmen. (Abg. Strache: Können Sie uns bitte einmal konkret sagen, wie Sie den Spionagewahnsinn abstellen wollen?)
Abg. Strache: Also der Missbrauch geht munter weiter!
Ich denke, dass die österreichische Bundesregierung diesen Weg verfolgt. Das ist ein guter Weg für die Österreicherinnen und Österreicher, der ihnen Sicherheit und Klarheit gibt, der ihnen die Möglichkeit gibt, sich darauf zu verlassen, dass mit ihren Daten sorgsam umgegangen wird und dass nicht missbräuchlich davon Gebrauch gemacht wird. – Und das erwarten wir uns auch von allen anderen Staaten dieser Welt, sei es Amerika, sei es China oder sei es Russland. (Abg. Strache: Also der Missbrauch geht munter weiter!) Wir legen diesen Datenschutzstandard bei allen an. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Ein bisschen eine Themenverfehlung!)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Ein bisschen eine Themenverfehlung!
Ich denke, dass die österreichische Bundesregierung diesen Weg verfolgt. Das ist ein guter Weg für die Österreicherinnen und Österreicher, der ihnen Sicherheit und Klarheit gibt, der ihnen die Möglichkeit gibt, sich darauf zu verlassen, dass mit ihren Daten sorgsam umgegangen wird und dass nicht missbräuchlich davon Gebrauch gemacht wird. – Und das erwarten wir uns auch von allen anderen Staaten dieser Welt, sei es Amerika, sei es China oder sei es Russland. (Abg. Strache: Also der Missbrauch geht munter weiter!) Wir legen diesen Datenschutzstandard bei allen an. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Ein bisschen eine Themenverfehlung!)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, Sie können sicher sein, dass in Österreich solche Fälle, wie sie gerade öffentlich diskutiert werden, nicht möglich sind. Wir wissen heute noch nicht, was daran alles wahr ist und was nicht, aber wenn nur ein Funken Wahrheit daran ist, dann ist so etwas in Österreich nicht möglich. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und FPÖ.
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Werte Kolleginnen und Kollegen! Meine Damen und Herren! Es ist schon außergewöhnlich, wenn ein amerikanischer Friedensnobelpreisträger einen amerikanischen Dissidenten durch die ganze Welt verfolgt. Aber noch außergewöhnlicher ist es, wenn ein Staat nach dem anderen vor der amerikanischen Erpressung kapituliert. (Beifall bei Grünen und FPÖ.)
Beifall bei Grünen und FPÖ.
Es geht ja nicht darum, wo der Herr Snowden hinreisen darf, sondern es geht darum, dass Herr Snowden ganz offensichtlich politisch verfolgt wird. Wenn jemand als Dissident verfolgt wird, wenn Lufträume gesperrt werden, wenn Staaten erpresst werden, wenn Republiken wie Österreich unter Druck gesetzt werden, wenn Geheimdienste auf allen Ebenen tätig werden, nur um eine einzige Person zu bekommen, um diese verhaften und vor die amerikanische Justiz stellen zu können, dann handelt es sich um politische Verfolgung, insbesondere dann, wenn diese Person nichts anderes getan hat, als für unsere gemeinsamen Bürger- und Bürgerinnenrechte einzutreten – denn das ist der Verfolgungsgrund! (Beifall bei Grünen und FPÖ.)
Abg. Strache: Der hat wahrscheinlich die Daten gleich mitgebracht!
Ich zeige Ihnen ein Foto. (Der Redner hält ein Foto in die Höhe, auf dem drei Personen zu sehen sind.) Dieses Foto ist gestern in der amerikanischen Botschaft aufgenommen worden. Der Herr im blauen Anzug mit einem Glas Wein in der Hand ist Dr. Peter Gridling, der Direktor des Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung. (Abg. Strache: Der hat wahrscheinlich die Daten gleich mitgebracht!) Natürlich hat er den Independence Day gefeiert; zumindest wird er das sagen. Aber meines Wissens ist gestern in der amerikanischen Botschaft etwas ganz anderes gefeiert worden: eine gelungene Zusammenarbeit zwischen CIA und BVT mitten am Flughafen Wien-Schwechat!
Heiterkeit bei Grünen, FPÖ und BZÖ.
Dann ist das Flugzeug gelandet, und dann kommen die Beamten des Bundesamtes für Volltanken und Treibstoffanzeigen, des BVT. (Heiterkeit bei Grünen, FPÖ und BZÖ.) Dann kommt der Beamte des Bundesamtes für Volltanken und Treibstoffanzeigen und sagt: Das bringen wir doch in Ordnung; wir müssen nur eine Nachschau halten! (Beifall bei Grünen und FPÖ.)
Beifall bei Grünen und FPÖ.
Dann ist das Flugzeug gelandet, und dann kommen die Beamten des Bundesamtes für Volltanken und Treibstoffanzeigen, des BVT. (Heiterkeit bei Grünen, FPÖ und BZÖ.) Dann kommt der Beamte des Bundesamtes für Volltanken und Treibstoffanzeigen und sagt: Das bringen wir doch in Ordnung; wir müssen nur eine Nachschau halten! (Beifall bei Grünen und FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Sie haben zu viel Fernsehen geschaut!
Diese Information ist nicht aus dem österreichischen Außenministerium gekommen, ist nicht über diplomatische Kanäle gekommen, sondern – und ich habe mich davon überzeugt durch Gespräche mit österreichischen Verfassungsschützern – ist von der CIA und ihrem Wiener Büro direkt an das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung in Wien gekommen, und zwar an den Direktor dieses Amtes. (Ruf bei der ÖVP: Sie haben zu viel Fernsehen geschaut!)
Abg. Kopf: Zu viel „James Bond“ schauen ist nicht gut!
Was ist dann passiert? – Die CIA hat einen Wunsch geäußert: Man möge nachschauen. Man möge im Interesse und offensichtlich im Auftrag der CIA überprüfen. – Und was tut der österreichische Verfassungsschutz? Er tut genau das, was die CIA mitten in Wien will. (Abg. Kopf: Zu viel „James Bond“ schauen ist nicht gut!)
Abg. Amon: Das stimmt ja nicht! Das ist die glatte Unwahrheit!
Dann frage ich die Innenministerin im zuständigen Ausschuss: Frau Innenministerin, woher hatten Sie und Ihr Verfassungsschutz die Information, dass sich Snowden möglicherweise dort befindet? – Die Antwort auf diese Frage wird von der Innenministerin bis heute verweigert. (Abg. Amon: Das stimmt ja nicht! Das ist die glatte Unwahrheit!)
Abg. Amon: Aber nur in Ihrem Kopf, Herr Pilz!
Diese offensichtliche und meiner Meinung nach illegale Zusammenarbeit zwischen CIA und Verfassungsschutz mitten in Wien muss auch parlamentarische Folgen haben, denn: Was ist denn die rechtliche Basis für die Nachschau? Es gibt keinen internationalen Haftbefehl gegen Snowden. Es gibt keinen Rechtstitel gegen Snowden. Es gibt nur eine amerikanische Aufforderung und ein amerikanisches Diktat. (Abg. Amon: Aber nur in Ihrem Kopf, Herr Pilz!) Ein politisches Diktat ist kein Rechtstitel. Auf welchem Rechtstitel basierend hat diese Nachschau stattgefunden? Es gibt keinen, also gibt es kein Gesetz, auf dessen Basis der österreichische Verfassungsschutz amerikanische Interessen am Flugplatz in Wien-Schwechat exekutiert hat. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.
Diese offensichtliche und meiner Meinung nach illegale Zusammenarbeit zwischen CIA und Verfassungsschutz mitten in Wien muss auch parlamentarische Folgen haben, denn: Was ist denn die rechtliche Basis für die Nachschau? Es gibt keinen internationalen Haftbefehl gegen Snowden. Es gibt keinen Rechtstitel gegen Snowden. Es gibt nur eine amerikanische Aufforderung und ein amerikanisches Diktat. (Abg. Amon: Aber nur in Ihrem Kopf, Herr Pilz!) Ein politisches Diktat ist kein Rechtstitel. Auf welchem Rechtstitel basierend hat diese Nachschau stattgefunden? Es gibt keinen, also gibt es kein Gesetz, auf dessen Basis der österreichische Verfassungsschutz amerikanische Interessen am Flugplatz in Wien-Schwechat exekutiert hat. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei Grünen und FPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ.
Ja, das wäre eine Haltung der Republik Österreich! Aber wo ist der Bundeskanzler, der sagt: Wenn Snowden nach Wien kommt – und wir werden die Russen fragen, ob sie bereit sind, das zu ermöglichen –, dann kriegt er zumindest im neutralen Österreich ein faires Asylverfahren!? Wo ist der Bundeskanzler, der sich das traut? Wo ist der Außenminister, der sich das traut? Wo ist der SPÖ-Klubobmann, der sich das traut? Wo ist der ÖVP-Klubobmann, der sich das traut? Der große Ruf, die große Anordnung aus Washington – und aus großen österreichischen Wahlkämpfern werden fünf Zentimeter kleine Freunde der USA! (Beifall bei Grünen und FPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Das ist die Realität in dieser Republik, und dieser Realität müssen wir etwas entgegensetzen, weil es ja nicht nur um unseren Rechtsstaat, nicht nur um unsere Souveränität, sondern um die Grundrechte unserer Bürgerinnen und Bürger geht! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Strache – in Richtung ÖVP –: Das war der Beschluss 2012, dank euch!
Wissen Sie, dass Österreich die einzige Republik in der EU ist, die sich gesetzlich verpflichtet hat, den USA Zugriff auf alle Fingerabdrücke und alle Gen-Daten in Österreich zu ermöglichen (Abg. Strache – in Richtung ÖVP –: Das war der Beschluss 2012, dank euch!) – gegen französischen Protest, gegen deutsche Einwände? Österreich ist sozusagen das Trojanische Pferd des amerikanischen Überwachungsstaates im Bereich Polizei und Militär.
Abg. Amon: Sie sagen die glatte Unwahrheit, Herr Pilz!
Und dann sitzt hinter mir ein Verteidigungsminister, der sich seit drei Tagen in zwei Ausschusssitzungen weigert, im geheimen Ausschuss zu sagen, wer die Partnerdienste des Heeres-Nachrichtenamtes sind. (Abg. Amon: Sie sagen die glatte Unwahrheit, Herr Pilz!)
Abg. Mag. Lapp: Stimmt nicht! Lüge!
Die Innenministerin sagt uns das, wer die Partnerdienste sind. Die Innenministerin sagt uns das; das muss man zu ihrer Ehrenrettung sagen. Die sagt uns, wer die Partnerdienste sind. Der Verteidigungsminister verweigert diese Auskunft. (Abg. Mag. Lapp: Stimmt nicht! Lüge!)
Abg. Amon: Das ist die glatte Unwahrheit!
Was hat der Verteidigungsminister zu verbergen? Was hat der Verteidigungsminister zu befürchten? (Abg. Amon: Das ist die glatte Unwahrheit!) Warum schützt er die geheimen Kontakte der militärischen Nachrichtendienste? Warum informiert er nicht einmal den österreichischen Nationalrat und den zuständigen Ständigen Unterausschuss? (Abg. Mag. Lapp: Lüge!)
Abg. Mag. Lapp: Lüge!
Was hat der Verteidigungsminister zu verbergen? Was hat der Verteidigungsminister zu befürchten? (Abg. Amon: Das ist die glatte Unwahrheit!) Warum schützt er die geheimen Kontakte der militärischen Nachrichtendienste? Warum informiert er nicht einmal den österreichischen Nationalrat und den zuständigen Ständigen Unterausschuss? (Abg. Mag. Lapp: Lüge!)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Wenn jetzt hier eine SP-Abgeordnete völlig die Nerven verliert und schon zwei Mal „Lüge“ schreit, dann sieht man, wie groß das schlechte Gewissen insbesondere der SPÖ ist. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Strache: Weil sie weder sozial noch demokratisch ist! Das ist das Grundproblem! – Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Ich hätte mir nie gedacht, dass eine Sozialdemokratische Partei heute in diesem Haus auftritt und die Interessen der USA und nicht die Interessen der österreichischen und europäischen Bürgerinnen und Bürger vertritt. (Abg. Strache: Weil sie weder sozial noch demokratisch ist! Das ist das Grundproblem! – Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Deswegen verlange ich weitere Aufklärung und eine Kursänderung. Die Bundesregierung hat, wie wir alle in diesem Haus, auf der Seite der Menschen und nicht auf der Seite des amerikanischen Überwachungsstaats zu sein! – Danke sehr. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich berichtige tatsächlich: Alle gestellten Fragen wurden im Detail im Unterausschuss beantwortet! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Amon: Das ist ja unglaublich!
Sehr geehrte Damen und Herren, ich kann nur noch einmal wiederholen: Ist tatsächlich der Herr Bundeskanzler Werner Faymann, der im EU-Rat sitzt, ein international gesuchter Terrorist? Er ist doch bestenfalls ein nationaler Schreibtisch-Terrorist, aber doch keine gefährliche Person, nicht einmal in den Institutionen der Europäischen Union. (Abg. Amon: Das ist ja unglaublich!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Nein, das war eine rhetorische Frage!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter, Terroristen sitzen in diesem Saal auf keinen Fall. Ich erteile Ihnen für diese Wortwahl einen Ordnungsruf. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Nein, das war eine rhetorische Frage!)
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordneter Gerald Grosz (fortsetzend): Frau Präsidentin, Sie wissen ganz genau, dass die Wahrheit von Ordnungsrufen nicht umfasst werden kann. Da können Sie hundertmal Ordnungsrufe verteilen! Die Bürgerinnen und Bürger, aber auch die Abgeordneten, die hier herinnen sitzen, wissen, was gemeint ist. Und die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes haben ein Anrecht darauf, dass in einem Land private Daten sicher sind – und nicht den Vereinigten Staaten von Amerika und den Geheimdiensten ausgeliefert werden, sehr geehrte Frau Präsidentin! (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Dr. Pilz.
Es ist das österreichische Verhalten, das europäische Verhalten blamabel. Edward Snowden stellt einen Asylantrag in Russland, dieser Asylantrag wird per Fax an die österreichische Botschaft gerichtet. Und was machen die österreichischen Behörden? – Sie erfinden alle möglichen Ausreden, um ja nicht diesen Asylantrag behandeln zu müssen! (Beifall beim BZÖ, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Dr. Pilz.) Nein, selbstverständlich muss ein Asylantrag persönlich hier in Österreich ordnungsgemäß mit den Stempelmarken der Republik abgegeben werden!
Beifall beim BZÖ, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Dr. Pilz.
Wenn ein international gesuchter Dissident der Vereinigten Staaten, der für die Einhaltung von Grund- und Menschenrechten und für Meinungsfreiheit eintritt, einen Asylantrag ordnungsgemäß gestempelt hier in Österreich abgeben muss, dann steht das doch im Widerspruch zu Ihrer Asylpolitik! Jeder tschetschenische Terrorist wird hier eingebürgert, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Dr. Pilz.) Aber wenn es darum geht, jemanden zu schützen, der für unsere Interessen steht, dann knicken Sie vor lauter Angst ein, sehr geehrte Damen und Herren!
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Die österreichischen Behörden wurden zu Handlangern der Geheimdienste der Vereinigten Staaten degradiert. (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.) Aber das wundert mich nicht, sehr geehrte Damen und Herren, das wundert mich nicht. Sie sind in bester Tradition des Herrn Metternich unterwegs. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Die österreichischen Behörden wurden zu Handlangern der Geheimdienste der Vereinigten Staaten degradiert. (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.) Aber das wundert mich nicht, sehr geehrte Damen und Herren, das wundert mich nicht. Sie sind in bester Tradition des Herrn Metternich unterwegs. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ, bei Abgeordneten der FPÖ sowie der Abg. Mag. Korun.
Schämen Sie sich für die Vorratsdatenspeicherung, die nichts anderes als die Vorlage für weitere Spionagetätigkeit gegen unbescholtene Bürger in unserem Land ist! (Beifall beim BZÖ, bei Abgeordneten der FPÖ sowie der Abg. Mag. Korun.)
Abg. Krainer: Wer hat denn der Vorratsdatenspeicherung in Brüssel zugestimmt? Die BZÖ-Ministerin Gastinger!
Sie verwenden das Wort „Terrorismusbekämpfung“ dafür, dass Sie unter die Tuchent der Österreicherinnen und Österreicher schauen können. Und dann, wenn es darum geht, tapfer und mutig die Freiheitsrechte in Österreich zu verteidigen, dann knicken Sie ein, wie der Bundeskanzler heute einmal mehr, und verstecken sich hinter einer Flut von Gesetzen, hinter einer Flut von Ausreden, die Sie hier versuchen dem Hohen Haus aufzutischen. (Abg. Krainer: Wer hat denn der Vorratsdatenspeicherung in Brüssel zugestimmt? Die BZÖ-Ministerin Gastinger!)
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen. – Abg. Krainer: Wer hat denn der Vorratsdatenspeicherung in Brüssel zugestimmt? Die BZÖ-Ministerin Gastinger!
Schämen Sie sich! (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen. – Abg. Krainer: Wer hat denn der Vorratsdatenspeicherung in Brüssel zugestimmt? Die BZÖ-Ministerin Gastinger!)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Der hat nichts beantwortet!
Abgeordnete Mag. Christine Lapp, MA (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Sehr geehrte Damen und Herren! Die Themen, die wir heute hier diskutieren, sind viel zu ernst, um damit Schindluder zu treiben, wie das die Kollegen vor mir getan haben. Die Aufregung über die Vorkommnisse geht quer über alle Parteien in unserem Land und bewegt auch die Bevölkerung. Die Beurteilung der Lage ist eine wichtige Maßnahme, und für klare und sichere Antworten und vor allem dafür, Verantwortung in die Richtung zu übernehmen, wie das Bundeskanzler Faymann vorhin in der Beantwortung aller Fragen dargelegt hat, ist jetzt Zeit. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Der hat nichts beantwortet!)
Abg. Kopf: Halluzinationen!
Es ist jetzt Zeit dafür, denn es hilft nichts, die Bevölkerung aufzuhetzen, über irgendwelche Phantasien zu reden. (Abg. Kopf: Halluzinationen!) Die Ausführungen von Herrn Pilz haben eher an einen neuen Agentenkrimi im Stil der fünfziger Jahre erinnert, als dass er von Tatsachen gesprochen hätte.
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wer hat denn die Rede geschrieben?
Der Kampf gegen Terrorismus kann bei solchen Aktivitäten mit Sicherheit nicht als Rechtfertigung angeführt werden. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wer hat denn die Rede geschrieben?) Und es gibt keine Blankovollmacht für Verstöße gegen wichtige Rechtsgrundsätze. (Zwischenruf des Abg. Jenewein.) – Ich setze hier sehr wichtige Aussagen, Herr Kollege; Sie sind ein neuer Kollege, Sie haben wahrscheinlich auch nicht verfolgt, dass diese Aussagen vonseiten der EU-Kommissarin Reding und unseres Herrn Bundespräsidenten getroffen worden sind.
Zwischenruf des Abg. Jenewein.
Der Kampf gegen Terrorismus kann bei solchen Aktivitäten mit Sicherheit nicht als Rechtfertigung angeführt werden. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wer hat denn die Rede geschrieben?) Und es gibt keine Blankovollmacht für Verstöße gegen wichtige Rechtsgrundsätze. (Zwischenruf des Abg. Jenewein.) – Ich setze hier sehr wichtige Aussagen, Herr Kollege; Sie sind ein neuer Kollege, Sie haben wahrscheinlich auch nicht verfolgt, dass diese Aussagen vonseiten der EU-Kommissarin Reding und unseres Herrn Bundespräsidenten getroffen worden sind.
Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.
Es ist aber sehr wichtig, dass wir darauf kommen, denn sehr viele Österreicherinnen und Österreicher und Menschen auf der Welt gehen manchmal selbst so weit, dass in ihre Privatsphäre sehr intensiv Einschau gehalten werden kann. Das heißt, die Aufklärung über das, was im Internet alles möglich ist und welche Gegebenheiten vorhanden sind, ist ebenfalls im Spannungsfeld mit dem Gefühl der Ohnmacht bei Internet-Usern zu sehen. (Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.)
Beifall bei der SPÖ.
zugegriffen werden kann. Die Handlungen werden gesetzt, Bundeskanzler Faymann zeigt hier klare Verantwortung. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Abgeordneter Oswald Klikovits (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Ja, auch ich bin dankbar, dass es möglich ist, dass wir heute diese Debatte über Cyberwar, Cyberkriminalität und die Gefahren, die weltweit vom WWW, World Wide Web, ausgehen, führen können. Ich hätte mir gewünscht, dass nicht mit politisch vordergründiger Polemik, sondern mit Ernsthaftigkeit, die zweifelsfrei hinter diesem Thema steckt, auch tatsächlich diskutiert wird. (Zwischenruf des Abg. Neubauer.)
Ruf bei der FPÖ: Wo hätte er sich denn sonst hinstellen sollen?
Ich kann diese Ernsthaftigkeit nicht erkennen, wenn ich mir anhöre, welche Verschwörungstheorien der jetzt den Saal verlassende Dr. Peter Pilz hier von sich gibt, mit wirklich obskuren und abstrusen Konstruktionen, dass der und der und dieser und jener irgendetwas gemacht hätte. Die Fakten sind doch bekannt. Ich bedauere wirklich, Herr Dr. Pilz, dass Sie sich hier herstellen (Ruf bei der FPÖ: Wo hätte er sich denn sonst hinstellen sollen?) und irgendwelche krausen Geschichten wider besseres Wissen erzählen. Dass Herr Strache das vielleicht nicht weiß, weil Herr Vilimsky ihm das nicht erzählen darf, was aufklärend in den jeweiligen Ausschüssen dargelegt wurde, das verstehe ich ja noch, denn sonst würde Vilimsky nämlich seinen Eid brechen. Daher kann auch ich nicht sagen, was dort besprochen wurde, aber ich kann Ihnen versichern, dass die Ernsthaftigkeit dort – außer bei so manchen Oppositionspolitikern – im Vordergrund gestanden ist.
Beifall bei der ÖVP.
Ich bedanke mich bei den Nachrichtendiensten, beim Abwehrdienst, dass sie lückenlos Aufklärung betrieben haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich bedanke mich bei der Frau Bundesminister für Inneres, dass sie – wie schon anerkennend von Pilz festgestellt wurde – in dem zuständigen Stapo-Ausschuss ebenfalls Aufklärung darüber gegeben hat, soweit das eben möglich ist, weil man ja nicht jedem alles tatsächlich erzählen kann. Es ist eine größere Gefahr, wenn manche Leute etwas erfahren und dann weitergeben, weil ich mir nicht ganz sicher bin, ob sie nicht auch für andere arbeiten. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Präsident Neugebauer übernimmt wieder den Vorsitz.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir haben die Chance ergriffen, dass diese Bedrohungen, die aus der Cyberkriminalität oder dem Cyberwar entstehen könnten, auch tatsächlich bekämpft werden. Ich darf die Kollegen von der Freiheitlichen Partei daran erinnern, dass sie die Sicherheitsstrategie mitbeschlossen haben. In die Sicherheitsstrategie haben wir sehr, sehr viele Punkte mit hineingeschrieben, die dazu Stellung nehmen und sich darauf beziehen, dass es hier zu Verbesserungen kommt, dass die staatlichen Einrichtungen eindeutig klar geregelt sind, dass wir mit dem Militärbefugnisgesetz unsere Nachrichtendienste sehr gut unter Kontrolle haben und dass wir auch mit dem Unterausschuss und den Unterausschüssen, die wir im Landesverteidigungsministerium und im Innenministerium haben, dementsprechend gute Kontrollorgane der Demokratie haben. Wir müssen sie nützen, nicht für Politshows, sondern wir müssen sie nützen im Interesse der Bürger. (Präsident Neugebauer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.
teilweise entsteht, bei Twitter und Co natürlich auch irgendwann einmal Rückflüsse hat; das bedenken die wenigsten. (Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Es geht um illegale Daten!
Ich fürchte, wir müssen erst einmal eine gesellschaftspolitische Diskussion darüber führen, wie wir modernen Menschen den Umgang mit diesen Technologien lernen, denn jeder hat zwar ein Handy, jeder hat einen Laptop, aber die wenigsten können tatsächlich verantwortungsvoll damit umgehen und wissen, welchen persönlichen Schaden sie über dieses Instrumentarium, das ja grundsätzlich gut ist, nehmen können. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Es geht um illegale Daten!)
Ruf bei der FPÖ: Sagen Sie, wissen Sie, was Sie da reden?!
Deswegen müssen wir staatliche Einrichtungen finden, deswegen müssen auch diese Dienste von der Demokratie überwacht werden, deswegen müssen auch die Geheimdienste überwacht werden. Dass es auch manchmal Fehlentwicklungen gibt, das werden wir nie abstellen können, aber wir müssen grundsätzlich den Rahmen so schaffen, dass das in Ordnung geht. (Ruf bei der FPÖ: Sagen Sie, wissen Sie, was Sie da reden?!) Diese Diskussion müssen wir jetzt einmal führen, weil es unverantwortlich ist, dass wir teilweise unsere jungen Leute ins Unglück stürzen, wenn sie nicht informiert sind, was später auf sie zukommen kann, wenn im World Wide Web das eine oder andere nicht ordentlich und geschützt passiert.
Abg. Neubauer: Das ist ja unglaublich!
Daher, meine sehr geehrten Damen und Herren, sollten wir jetzt nicht das Gesetz, das wir gemacht haben, verdammen. Wir sollten uns selbst ernst nehmen hier im Hohen Haus. (Abg. Neubauer: Das ist ja unglaublich!) – Sie, Herr Kollege Neubauer, haben es auch mitbeschlossen, Sie wissen es nur nicht, das ist Ihr Problem. Sie beschließen offensichtlich öfters etwas, von dem Sie nicht wissen, dass es Auswirkungen hat. (Abg. Neubauer: Sind wir schuld, dass wir abgehört werden, oder was?!)
Abg. Neubauer: Sind wir schuld, dass wir abgehört werden, oder was?!
Daher, meine sehr geehrten Damen und Herren, sollten wir jetzt nicht das Gesetz, das wir gemacht haben, verdammen. Wir sollten uns selbst ernst nehmen hier im Hohen Haus. (Abg. Neubauer: Das ist ja unglaublich!) – Sie, Herr Kollege Neubauer, haben es auch mitbeschlossen, Sie wissen es nur nicht, das ist Ihr Problem. Sie beschließen offensichtlich öfters etwas, von dem Sie nicht wissen, dass es Auswirkungen hat. (Abg. Neubauer: Sind wir schuld, dass wir abgehört werden, oder was?!)
Abg. Neubauer: Dann nehmen Sie es endlich ernst!
Herr Dr. Pilz, das war wirklich unverantwortlich, und wider besseres Wissen hat auch HC Strache heute seinen Redebeitrag abgegeben. Es ist einfach dieses Thema viel zu ernst. (Abg. Neubauer: Dann nehmen Sie es endlich ernst!) – Der gläserne Mensch muss versuchen, sich auch konzentriert zu schützen und nicht durch irgendwelche unqualifizierten und auch gar unverständlichen Zwischenrufe. (Abg. Jenewein: Ihre ganze Rede ist unqualifiziert!) – Ja, ich weiß es, Sie sind auch so ein Wunderknabe, Sie haben schon mit sechs das gewusst, was Sie heute können. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Jenewein: Ihre ganze Rede ist unqualifiziert!
Herr Dr. Pilz, das war wirklich unverantwortlich, und wider besseres Wissen hat auch HC Strache heute seinen Redebeitrag abgegeben. Es ist einfach dieses Thema viel zu ernst. (Abg. Neubauer: Dann nehmen Sie es endlich ernst!) – Der gläserne Mensch muss versuchen, sich auch konzentriert zu schützen und nicht durch irgendwelche unqualifizierten und auch gar unverständlichen Zwischenrufe. (Abg. Jenewein: Ihre ganze Rede ist unqualifiziert!) – Ja, ich weiß es, Sie sind auch so ein Wunderknabe, Sie haben schon mit sechs das gewusst, was Sie heute können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Dr. Pilz, das war wirklich unverantwortlich, und wider besseres Wissen hat auch HC Strache heute seinen Redebeitrag abgegeben. Es ist einfach dieses Thema viel zu ernst. (Abg. Neubauer: Dann nehmen Sie es endlich ernst!) – Der gläserne Mensch muss versuchen, sich auch konzentriert zu schützen und nicht durch irgendwelche unqualifizierten und auch gar unverständlichen Zwischenrufe. (Abg. Jenewein: Ihre ganze Rede ist unqualifiziert!) – Ja, ich weiß es, Sie sind auch so ein Wunderknabe, Sie haben schon mit sechs das gewusst, was Sie heute können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und FPÖ.
Abgeordnete Mag. Alev Korun (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrte Herren auf der Regierungsbank! Verehrte Kolleginnen und Kollegen! Was Edward Snowden mit seinen Enthüllungen ans Tageslicht gebracht hat, das ist mehr als erschreckend, da sind wir uns alle hoffentlich einig, aber manche Reden hier im Plenum, vor allem von manchen Kolleginnen und Kollegen von den Regierungsparteien, die schlagen wirklich dem Fass den Boden aus! (Beifall bei Grünen und FPÖ.)
Abg. Klikovits: Das habe ich nicht gemeint!
sie irgendwelche privaten Fotos auf Facebook stellen. (Abg. Klikovits: Das habe ich nicht gemeint!) – Herr Kollege Klikovits, Sie reden völlig am Problem vorbei! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
sie irgendwelche privaten Fotos auf Facebook stellen. (Abg. Klikovits: Das habe ich nicht gemeint!) – Herr Kollege Klikovits, Sie reden völlig am Problem vorbei! (Beifall bei den Grünen.)
Ruf bei der FPÖ: Das ist ja unglaublich!
Auch die Ausführungen einer SP-Kollegin, die von Fantasien gesprochen hat und von Krimis aus den fünfziger Jahren – ich glaube, Sie haben den Ernst der Lage nicht erkannt! (Ruf bei der FPÖ: Das ist ja unglaublich!)
Beifall bei den Grünen.
Es ist wirklich mehr als bedauerlich, dass die Regierungsparteien versuchen, das Thema kleinzureden und so zu tun, als hätten wir es nicht mit einer Massenüberwachung durch einen befreundeten Staat zu tun. Die Bundesregierung macht gute Miene zum bösen Spiel. Das ist einfach unerträglich, und das wird der österreichische Nationalrat hoffentlich nicht so hinnehmen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Amon: Frau Korun, war das falsch?
Und was macht unsere Bundesregierung? – Sie macht zuerst auf empört. Der US-Botschafter wird ins Außenamt zitiert, es wird ein Gespräch mit ihm geführt, es wird Aufklärung verlangt. Das wird öffentlich kommuniziert. (Abg. Amon: Frau Korun, war das falsch?) – Das war nicht falsch. Falsch war, was dann gekommen ist. Es geht darum, dass dieser junge Mann, der für uns alle persönlich sehr, sehr viel aufs Spiel gesetzt hat, unseren Schutz verdient, nachdem er unsere Bürgerinnen- und Bürgerrechte auf eigenes Risiko so massiv geschützt hat. (Abg. Amon: Den verwehrt ihm ja niemand!) – Den verwehrt ihm niemand? Die Bundesregierung versteckt sich hinter bürokratischen Argumenten und sagt: Na ja (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Ostermayer), ein Asylantrag kann nicht bei einer Botschaft gestellt werden. (Ruf bei der ÖVP: Wir sind ein Rechtsstaat! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Amon: Den verwehrt ihm ja niemand!
Und was macht unsere Bundesregierung? – Sie macht zuerst auf empört. Der US-Botschafter wird ins Außenamt zitiert, es wird ein Gespräch mit ihm geführt, es wird Aufklärung verlangt. Das wird öffentlich kommuniziert. (Abg. Amon: Frau Korun, war das falsch?) – Das war nicht falsch. Falsch war, was dann gekommen ist. Es geht darum, dass dieser junge Mann, der für uns alle persönlich sehr, sehr viel aufs Spiel gesetzt hat, unseren Schutz verdient, nachdem er unsere Bürgerinnen- und Bürgerrechte auf eigenes Risiko so massiv geschützt hat. (Abg. Amon: Den verwehrt ihm ja niemand!) – Den verwehrt ihm niemand? Die Bundesregierung versteckt sich hinter bürokratischen Argumenten und sagt: Na ja (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Ostermayer), ein Asylantrag kann nicht bei einer Botschaft gestellt werden. (Ruf bei der ÖVP: Wir sind ein Rechtsstaat! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Wir sind ein Rechtsstaat! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Und was macht unsere Bundesregierung? – Sie macht zuerst auf empört. Der US-Botschafter wird ins Außenamt zitiert, es wird ein Gespräch mit ihm geführt, es wird Aufklärung verlangt. Das wird öffentlich kommuniziert. (Abg. Amon: Frau Korun, war das falsch?) – Das war nicht falsch. Falsch war, was dann gekommen ist. Es geht darum, dass dieser junge Mann, der für uns alle persönlich sehr, sehr viel aufs Spiel gesetzt hat, unseren Schutz verdient, nachdem er unsere Bürgerinnen- und Bürgerrechte auf eigenes Risiko so massiv geschützt hat. (Abg. Amon: Den verwehrt ihm ja niemand!) – Den verwehrt ihm niemand? Die Bundesregierung versteckt sich hinter bürokratischen Argumenten und sagt: Na ja (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Ostermayer), ein Asylantrag kann nicht bei einer Botschaft gestellt werden. (Ruf bei der ÖVP: Wir sind ein Rechtsstaat! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und FPÖ.
Auf diese Aussage warten wir bis heute, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall bei Grünen und FPÖ.)
Abg. Kopf: Ja natürlich!
Diese Aussage ist bis heute nicht gekommen, stattdessen heute wieder ein müdes Argument, ein beschämendes Argument vom Herrn Bundeskanzler – der im Moment nicht mehr unter uns weilt, leider –, der sagt, jeder Fall werde einzeln geprüft. (Abg. Kopf: Ja natürlich!) Hat dem jemand widersprochen, dass jeder Fall in einem Rechtsstaat einzeln geprüft wird? Politischer Mut hätte anders ausgeschaut. Politischer Mut hätte nicht bedeutet, sich einfach hinter bürokratischen Argumenten zu verstecken. Politischer Mut hätte bedeutet: Ja, selbstverständlich stellen wir uns vor Edward Snowden, selbstverständlich gewähren wir ihm Schutz, und selbstverständlich lassen wir ihn einreisen, auch wenn sein Heimatland sein Reisedokument für ungültig erklärt hat. (Abg. Kopf: Das entspricht ja auch der Rechtslage!)
Abg. Kopf: Das entspricht ja auch der Rechtslage!
Diese Aussage ist bis heute nicht gekommen, stattdessen heute wieder ein müdes Argument, ein beschämendes Argument vom Herrn Bundeskanzler – der im Moment nicht mehr unter uns weilt, leider –, der sagt, jeder Fall werde einzeln geprüft. (Abg. Kopf: Ja natürlich!) Hat dem jemand widersprochen, dass jeder Fall in einem Rechtsstaat einzeln geprüft wird? Politischer Mut hätte anders ausgeschaut. Politischer Mut hätte nicht bedeutet, sich einfach hinter bürokratischen Argumenten zu verstecken. Politischer Mut hätte bedeutet: Ja, selbstverständlich stellen wir uns vor Edward Snowden, selbstverständlich gewähren wir ihm Schutz, und selbstverständlich lassen wir ihn einreisen, auch wenn sein Heimatland sein Reisedokument für ungültig erklärt hat. (Abg. Kopf: Das entspricht ja auch der Rechtslage!)
Beifall bei den Grünen.
Wenn wir uns als EU-Mitglieder nächstes Mal irgendwo hinstellen und von Menschenrechten und Grundrechten reden, dann werden viele zu Recht darüber lachen. Das ist die Politik, die geändert gehört. Mehr Mut und endlich Schutz für Edward Snowden! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ.
Das sollte uns doch allen Lehre genug gewesen sein, dass man bei solchen Dingen – bei Grund- und Freiheitsrechten, bei der Privatsphäre, beim Schutz des persönlichen Lebens – besonders sensibel und besonders vorsichtig vorgehen muss, meine Damen und Herren. Ich vermisse diese Sensibilität sehr stark auch in dieser Diskussion. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Dass er dann ausgerechnet zum zweiten Hauptkonkurrenten der USA – formulieren wir es so! –, nämlich ausgerechnet nach Russland weiterfliegt, das ist auch eine Frage, die man diskutieren muss. Also ich bin schon auch dafür, die Rolle des Herrn Snowden zu beleuchten und nicht ganz unkritisch zu diskutieren. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei beim BZÖ.
Verfahren, wie von Pilz angesprochen, zu erfolgen, um die Rolle des Herrn Snowden tatsächlich objektiv und korrekt zu klären. (Beifall bei beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Und eine zweite Anregung: Wir benötigen eine Whistleblower-Regelung, aber nicht nur in Österreich, sondern wir brauchen eine Whistleblower-Regelung für ganz Europa, denn dann würde sich heute die Frage, die sich für viele stellt: Sollen wir Asyl gewähren oder nicht?, nicht stellen, denn eine Whistleblower-Regelung sieht den Schutz des Whistleblowers vor. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: O ja!
Erster Punkt: Bis jetzt konnte uns niemand erklären, wie es zu der ominösen Nachschau im Flugzeug des Präsidenten Morales gekommen ist. Es gibt keine Erklärung. (Ruf bei der ÖVP: O ja!) Warum hält die österreichische Polizei eine Nachschau? Wonach hat sie gesucht? Und wer hat die Nachschau angeordnet? Es gibt keine Erklärung dafür! (Zwischenruf des Abg. Amon.)
Zwischenruf des Abg. Amon.
Erster Punkt: Bis jetzt konnte uns niemand erklären, wie es zu der ominösen Nachschau im Flugzeug des Präsidenten Morales gekommen ist. Es gibt keine Erklärung. (Ruf bei der ÖVP: O ja!) Warum hält die österreichische Polizei eine Nachschau? Wonach hat sie gesucht? Und wer hat die Nachschau angeordnet? Es gibt keine Erklärung dafür! (Zwischenruf des Abg. Amon.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Herr Abgeordneter Amon, Sie wissen, ich darf nicht erzählen, was im Ständigen Unterausschuss darüber gesprochen wurde. Dieses Faktum macht es mir relativ einfach, denn es ist mir nicht verboten, darüber zu sprechen, worüber nicht geredet wurde. Und nicht geredet wurde darüber, was der Grund dafür war, denn es hat keine schlüssige Erklärung in dieser Frage gegeben. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Auch in Österreich ist die Situation nicht besser. Sie wissen, wir haben im Stakkato Überwachungsgesetze beschlossen. Stichwort „Vorratsdatenspeicherung“. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) – Ich komme schon zum Schlusssatz.
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Das Ziel der Terroristen ist die Einschränkung einer freien Gesellschaft, und sie sind ihrem Ziel gefährlich nahe gekommen! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Abgeordneter Hans-Jörg Jenewein (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Verteidigungsminister! (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Sie brauchen nicht schon hereinzuschreien, bevor ich überhaupt angefangen habe. Das ist auch nicht unbedingt sehr sinnvoll – es sei denn, Sie sind nervös! Und das wundert mich gar nicht. Denn dieser Auftritt, den heute hier diese Regierung, diese ÖVP/SPÖ-Regierung, geliefert hat, ist in Wahrheit ein außenpolitischer Offenbarungseid. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Hans-Jörg Jenewein (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Verteidigungsminister! (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Sie brauchen nicht schon hereinzuschreien, bevor ich überhaupt angefangen habe. Das ist auch nicht unbedingt sehr sinnvoll – es sei denn, Sie sind nervös! Und das wundert mich gar nicht. Denn dieser Auftritt, den heute hier diese Regierung, diese ÖVP/SPÖ-Regierung, geliefert hat, ist in Wahrheit ein außenpolitischer Offenbarungseid. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Und was ist dieses Mal passiert? – Dieses Mal ist genau dasselbe passiert: Man ist wieder in die Knie gegangen! Diese Regierung hat ja die Hose voll, sobald ein Anruf kommt. Es ist völlig egal, ob aus Washington, ob aus Moskau oder aus Brüssel, man geht in die Knie. Das ist tagtäglich gelebte Praxis. Und Sie machen das seit Jahren und glauben, man kann sich so durchschummeln, denn wir sind ja ein kleines Land, wir können uns ja mit niemandem anlegen, wir wollen uns ja auch mit niemandem anlegen. Ist eh alles super und alles toll! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Amon.
gedruckt, zeigen, damit Sie es auch in der letzten Reihe, auf der Eselsbank, sehen. Da haben wir den Herrn Peter Gridling. Und der Herr Peter Gridling macht nichts anderes, als in Weinlaune zu champagnisieren. Er champagnisiert mit dem amerikanischen Botschafter. Und Sie hauen sich wahrscheinlich auf die Schenkel und denken sich: Das haben wir wieder gut gemacht! Die Amerikaner haben uns wieder lieb! Und letztes Mal haben uns eben auch die Russen lieb gehabt. (Zwischenruf des Abg. Amon.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage Ihnen, Herr Kollege: Nach Ihrem Auftritt, den Sie hier heute geliefert haben, sollten Sie so klein sein, sollten Sie so klein mit Hut sein! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Amon.
Sie verraten nicht nur sämtliche eigene gefällte Beschlüsse. Sie brauchen nie wieder über Menschenrechte in diesem Hohen Haus zu sprechen. Vor zwei Jahren haben wir darüber debattiert, wie furchtbar die Ukraine ist, weil die arme Frau Timoschenko dort in Untersuchungshaft ist. Da setzen Sie dann das Sonntagsgesicht auf, das Sie normalerweise in der Kirche am Sonntag haben, und dann schauen Sie ganz betroffen und sagen: Oh, mein Gott, diese arme Frau Timoschenko und die Menschenrechte, furchtbar! Natürlich, denn die Ukraine hat ja keine Lobby! (Zwischenruf des Abg. Amon.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie haben die Hose gestrichen voll. Und ich sage Ihnen ganz ehrlich: Es ist beschämend, dass in diesem Land so vorgegangen wird! Aber es war einmal anders. Wir können uns alle daran erinnern, dass gerade Österreich zu Zeiten von Bruno Kreisky, aber auch zu Zeiten von Kurt Waldheim die eigenen nationalen Interessen nicht einfach wegen eines Anrufes aus Washington oder aus Moskau über Bord geworfen hat, sondern dass man hier aktiv Außenpolitik betrieben hat. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Aber was machen Sie: Sie gehen in die Knie! – Sie sollten sich schämen! Sie sollten sich wirklich schämen! Das ist ein grauenvoller Auftritt, den Sie hier international hinlegen. Und Sie sind damit in bester Gesellschaft mit der Wahlverliererin Merkel, die demnächst eine auf den Deckel kriegen wird. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie haben auch schon alle Wahlen heuer verloren. Tun Sie da also nicht so groß herumreden! Und es wird auch einen Grund haben, warum die Herbstwahlen bei weitem nicht so ausgehen werden, wie Sie sich das wünschen. Das sage ich Ihnen auch! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grillitsch: Das war immer so!
Anscheinend, wie bei vielen anderen Bereichen auch, haben Sie sich in der Koalition nicht mehr einigen können. Und es wird auch nichts mehr gesagt, warum das so ist, ob man vielleicht noch irgendwo etwas unterstützen soll, nichts. Es wird ganz einfach keine Sitzung mehr einberufen. Und all diese Anträge, diese wichtigen und guten Anträge von mehreren Fraktionen, werden jetzt mit dem Wahltag für obsolet erklärt. (Abg. Grillitsch: Das war immer so!) – Das ist immer so, ja, das war immer schon so, das haben wir immer schon so gehabt, und deshalb werden wir auch noch im 22. Jahrhundert die Verwaltung von Maria Theresia haben! Na wenn das das ist, was Sie (Zwischenrufe der Abgeordneten Grillitsch und Mag. Widmann.) Ja, das ist die normative Kraft des Faktischen. Das ist die Realverfassung, weil natürlich gerade in der Frage der Kompetenzen die Länder alles blockieren und ihr euch leider – ihr seid mit uns der Verfassungsgesetzgeber – nicht traut, gegen diese Dinge vorzugehen. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Grillitsch und Mag. Widmann.
Anscheinend, wie bei vielen anderen Bereichen auch, haben Sie sich in der Koalition nicht mehr einigen können. Und es wird auch nichts mehr gesagt, warum das so ist, ob man vielleicht noch irgendwo etwas unterstützen soll, nichts. Es wird ganz einfach keine Sitzung mehr einberufen. Und all diese Anträge, diese wichtigen und guten Anträge von mehreren Fraktionen, werden jetzt mit dem Wahltag für obsolet erklärt. (Abg. Grillitsch: Das war immer so!) – Das ist immer so, ja, das war immer schon so, das haben wir immer schon so gehabt, und deshalb werden wir auch noch im 22. Jahrhundert die Verwaltung von Maria Theresia haben! Na wenn das das ist, was Sie (Zwischenrufe der Abgeordneten Grillitsch und Mag. Widmann.) Ja, das ist die normative Kraft des Faktischen. Das ist die Realverfassung, weil natürlich gerade in der Frage der Kompetenzen die Länder alles blockieren und ihr euch leider – ihr seid mit uns der Verfassungsgesetzgeber – nicht traut, gegen diese Dinge vorzugehen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Anscheinend, wie bei vielen anderen Bereichen auch, haben Sie sich in der Koalition nicht mehr einigen können. Und es wird auch nichts mehr gesagt, warum das so ist, ob man vielleicht noch irgendwo etwas unterstützen soll, nichts. Es wird ganz einfach keine Sitzung mehr einberufen. Und all diese Anträge, diese wichtigen und guten Anträge von mehreren Fraktionen, werden jetzt mit dem Wahltag für obsolet erklärt. (Abg. Grillitsch: Das war immer so!) – Das ist immer so, ja, das war immer schon so, das haben wir immer schon so gehabt, und deshalb werden wir auch noch im 22. Jahrhundert die Verwaltung von Maria Theresia haben! Na wenn das das ist, was Sie (Zwischenrufe der Abgeordneten Grillitsch und Mag. Widmann.) Ja, das ist die normative Kraft des Faktischen. Das ist die Realverfassung, weil natürlich gerade in der Frage der Kompetenzen die Länder alles blockieren und ihr euch leider – ihr seid mit uns der Verfassungsgesetzgeber – nicht traut, gegen diese Dinge vorzugehen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Vor diesem Hintergrund, Herr Staatssekretär, hier jetzt ein letzter Versuch, ich bin schon gespannt, was Sie sagen werden (Staatssekretär Dr. Ostermayer: Sie werden sich freuen!), dieses wichtige Ansinnen, das wir alle gemeinsam gehabt haben in diesem Fünf-Parteien-Antrag, der jetzt zu einer Fristsetzung anliegt, doch noch einer positiven Lösung zuzuführen. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Kopf, Brosz und Scheibner.
Abgeordneter Elmar Mayer (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzter Herr Staatssekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen! (Zwischenrufe der Abgeordneten Kopf, Brosz und Scheibner.) Kollege Scheibner, ich glaube, Sie haben den falschen Antrag herausgesucht, um das zu belegen, was Sie belegen wollten, nämlich dass im Bereich der Verwaltungsreform wenig bis gar nichts geschieht. (Abg. Kopf: Weil es nicht stimmt!) Und gerade dieser Antrag, den wir da behandelt haben, ist einer, der am meisten behandelt wurde, auch von den 1 500. (Abg. Scheibner: Aber er geht verloren!)
Abg. Kopf: Weil es nicht stimmt!
Abgeordneter Elmar Mayer (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzter Herr Staatssekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen! (Zwischenrufe der Abgeordneten Kopf, Brosz und Scheibner.) Kollege Scheibner, ich glaube, Sie haben den falschen Antrag herausgesucht, um das zu belegen, was Sie belegen wollten, nämlich dass im Bereich der Verwaltungsreform wenig bis gar nichts geschieht. (Abg. Kopf: Weil es nicht stimmt!) Und gerade dieser Antrag, den wir da behandelt haben, ist einer, der am meisten behandelt wurde, auch von den 1 500. (Abg. Scheibner: Aber er geht verloren!)
Abg. Scheibner: Aber er geht verloren!
Abgeordneter Elmar Mayer (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzter Herr Staatssekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen! (Zwischenrufe der Abgeordneten Kopf, Brosz und Scheibner.) Kollege Scheibner, ich glaube, Sie haben den falschen Antrag herausgesucht, um das zu belegen, was Sie belegen wollten, nämlich dass im Bereich der Verwaltungsreform wenig bis gar nichts geschieht. (Abg. Kopf: Weil es nicht stimmt!) Und gerade dieser Antrag, den wir da behandelt haben, ist einer, der am meisten behandelt wurde, auch von den 1 500. (Abg. Scheibner: Aber er geht verloren!)
Abg. Scheibner: Deswegen ist es ja schade, dass nichts herausgekommen ist!
Sie wissen ganz genau, mindestens 500 von den Anträgen sind dreimal eingebracht worden, immer wieder. Das ist ja das Recht der Opposition. Man muss aber die Zahlen, die Sie da spielen, ein bisschen relativieren. Gerade dieser Ausschuss, der Unterausschuss, hat sich sehr qualifiziert in mehreren Sitzungen mit dem Thema auseinandergesetzt. Ich erinnere daran: Die erste Sitzung war am 27. August 2009 mit Dr. Moser vom Rechnungshof, mit Professor Felderer vom IHS, wo wir die Dinge wirklich ausgeleuchtet haben, gemeinsam beraten haben. (Abg. Scheibner: Deswegen ist es ja schade, dass nichts herausgekommen ist!)
Abg. Scheibner: Sie bestätigen nur das, was ich gesagt habe!
Dann, bei der zweiten Sitzung, wo wir auch wieder diesen Antrag, den Sie jetzt noch einmal mit einer Frist belegen wollen, behandelt haben, waren Schulpartner, Elternvertreter, Schülervertreter mit dabei, Leute aus der Gewerkschaft waren mit dabei. Dann, am 20. Oktober 2009, haben wir uns wieder mit den Länderpositionen befasst, die unterschiedliche Berichte abgaben, mit dem Städtebund, dem Gemeindebund, mit Landesschulräten, mit den Landesregierungen aller neun Bundesländer. (Abg. Scheibner: Sie bestätigen nur das, was ich gesagt habe!)
Abg. Scheibner: Er hat keine Ergebnisse, weil er nicht beendet ist!
Am 4. November 2009 haben wir die Sozialpartner dazu eingeladen, die privaten Schulerhalter, die öffentlichen Schulerhalter. Und am 15. April 2010 haben wir dann eine Position erarbeitet – das ist richtig, wie Sie es geschildert haben –, wie man es ideal gestalten könnte. Ich finde die Ergebnisse dieses Unterausschusses daher auch sehr wichtig und gut, und sie sollen auch ein Leitbild für alle Fraktionen hier herinnen sein. (Abg. Scheibner: Er hat keine Ergebnisse, weil er nicht beendet ist!) Und das war auch die Basis, worauf die Regierung aufgebaut hat zu arbeiten.
Abg. Scheibner: Weil es keine Abschaffung ist!
Und eines stimmt natürlich nicht, was Sie behaupten: Jetzt ist mir schon klar, warum Sie gestern als einzige Fraktion gegen die Abschaffung der Bezirksschulräte gestimmt haben. (Abg. Scheibner: Weil es keine Abschaffung ist!) Sie waren die Einzigen, alle anderen haben mitgestimmt, weil man ganz genau gewusst hat, eines dieser Ergebnisse war, dass wir die 98 Bezirksschulräte österreichweit mit ihren Verwaltungsebenen zur Gänze abschaffen wollen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Widmann.) Das haben wir gestern beschlossen. Sie wollen es einfach nicht wahrhaben. (Abg. Scheibner: Sie haben es nur umbenannt!) – Nein, das stimmt ganz einfach nicht. Sie müssen sich wirklich damit auseinandersetzen! Fragen Sie Ihre Kollegin Haubner, die ist im zuständigen Ausschuss, die war auch im Unterausschuss, fragen Sie sie! (Abg. Scheibner: Sie hat Ihnen das gestern gesagt!)
Zwischenruf des Abg. Mag. Widmann.
Und eines stimmt natürlich nicht, was Sie behaupten: Jetzt ist mir schon klar, warum Sie gestern als einzige Fraktion gegen die Abschaffung der Bezirksschulräte gestimmt haben. (Abg. Scheibner: Weil es keine Abschaffung ist!) Sie waren die Einzigen, alle anderen haben mitgestimmt, weil man ganz genau gewusst hat, eines dieser Ergebnisse war, dass wir die 98 Bezirksschulräte österreichweit mit ihren Verwaltungsebenen zur Gänze abschaffen wollen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Widmann.) Das haben wir gestern beschlossen. Sie wollen es einfach nicht wahrhaben. (Abg. Scheibner: Sie haben es nur umbenannt!) – Nein, das stimmt ganz einfach nicht. Sie müssen sich wirklich damit auseinandersetzen! Fragen Sie Ihre Kollegin Haubner, die ist im zuständigen Ausschuss, die war auch im Unterausschuss, fragen Sie sie! (Abg. Scheibner: Sie hat Ihnen das gestern gesagt!)
Abg. Scheibner: Sie haben es nur umbenannt!
Und eines stimmt natürlich nicht, was Sie behaupten: Jetzt ist mir schon klar, warum Sie gestern als einzige Fraktion gegen die Abschaffung der Bezirksschulräte gestimmt haben. (Abg. Scheibner: Weil es keine Abschaffung ist!) Sie waren die Einzigen, alle anderen haben mitgestimmt, weil man ganz genau gewusst hat, eines dieser Ergebnisse war, dass wir die 98 Bezirksschulräte österreichweit mit ihren Verwaltungsebenen zur Gänze abschaffen wollen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Widmann.) Das haben wir gestern beschlossen. Sie wollen es einfach nicht wahrhaben. (Abg. Scheibner: Sie haben es nur umbenannt!) – Nein, das stimmt ganz einfach nicht. Sie müssen sich wirklich damit auseinandersetzen! Fragen Sie Ihre Kollegin Haubner, die ist im zuständigen Ausschuss, die war auch im Unterausschuss, fragen Sie sie! (Abg. Scheibner: Sie hat Ihnen das gestern gesagt!)
Abg. Scheibner: Sie hat Ihnen das gestern gesagt!
Und eines stimmt natürlich nicht, was Sie behaupten: Jetzt ist mir schon klar, warum Sie gestern als einzige Fraktion gegen die Abschaffung der Bezirksschulräte gestimmt haben. (Abg. Scheibner: Weil es keine Abschaffung ist!) Sie waren die Einzigen, alle anderen haben mitgestimmt, weil man ganz genau gewusst hat, eines dieser Ergebnisse war, dass wir die 98 Bezirksschulräte österreichweit mit ihren Verwaltungsebenen zur Gänze abschaffen wollen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Widmann.) Das haben wir gestern beschlossen. Sie wollen es einfach nicht wahrhaben. (Abg. Scheibner: Sie haben es nur umbenannt!) – Nein, das stimmt ganz einfach nicht. Sie müssen sich wirklich damit auseinandersetzen! Fragen Sie Ihre Kollegin Haubner, die ist im zuständigen Ausschuss, die war auch im Unterausschuss, fragen Sie sie! (Abg. Scheibner: Sie hat Ihnen das gestern gesagt!)
Abg. Scheibner: wird nicht verhandelt!
Dort sind diese Dinge weiter behandelt, weiter bearbeitet worden. Der erste wichtige Schritt ist gesetzt, und ich bin überzeugt, wenn das auch nicht mehr in dieser Legislaturperiode geschehen kann, es werden zumindest in der kommenden wieder einige weitere Schritte gesetzt werden. (Abg. Scheibner: wird nicht verhandelt!) Aber genau dieser Antrag war einer, der zu konkreten Ergebnissen geführt hat und wo ich meine, wir können stolz darauf sein und müssen das nicht bejammern.
Beifall bei der SPÖ.
Also in Zukunft würde ich andere Beispiele suchen an Ihrer Stelle! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall der Abgeordneten Huber und Mag. Widmann
Abgeordneter Mag. Wolfgang Gerstl (ÖVP): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Kollege Scheibner, du weißt, dass ich dich sehr schätze (Beifall der Abgeordneten Huber und Mag. Widmann) und ich deine Expertise im Grunde auch immer sehr gerne annehme. Aber heute hast du mich wirklich enttäuscht. (Oh-Rufe beim BZÖ.) Zu sagen, seit 2010 ist nichts passiert, wo du selber dabei warst (Abg. Scheibner: In dem Ausschuss!) – Ja, in dem Ausschuss. Aber du schilderst es für die Bevölkerung so, wie wenn sich in der Verwaltungsreform nichts getan hätte, und das gilt es aufzuklären, meine Damen und Herren! (Abg. Scheibner: Das habe ich nicht gesagt! Der Ausschuss hat nicht mehr getagt!)
Oh-Rufe beim BZÖ.
Abgeordneter Mag. Wolfgang Gerstl (ÖVP): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Kollege Scheibner, du weißt, dass ich dich sehr schätze (Beifall der Abgeordneten Huber und Mag. Widmann) und ich deine Expertise im Grunde auch immer sehr gerne annehme. Aber heute hast du mich wirklich enttäuscht. (Oh-Rufe beim BZÖ.) Zu sagen, seit 2010 ist nichts passiert, wo du selber dabei warst (Abg. Scheibner: In dem Ausschuss!) – Ja, in dem Ausschuss. Aber du schilderst es für die Bevölkerung so, wie wenn sich in der Verwaltungsreform nichts getan hätte, und das gilt es aufzuklären, meine Damen und Herren! (Abg. Scheibner: Das habe ich nicht gesagt! Der Ausschuss hat nicht mehr getagt!)
Abg. Scheibner: In dem Ausschuss!
Abgeordneter Mag. Wolfgang Gerstl (ÖVP): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Kollege Scheibner, du weißt, dass ich dich sehr schätze (Beifall der Abgeordneten Huber und Mag. Widmann) und ich deine Expertise im Grunde auch immer sehr gerne annehme. Aber heute hast du mich wirklich enttäuscht. (Oh-Rufe beim BZÖ.) Zu sagen, seit 2010 ist nichts passiert, wo du selber dabei warst (Abg. Scheibner: In dem Ausschuss!) – Ja, in dem Ausschuss. Aber du schilderst es für die Bevölkerung so, wie wenn sich in der Verwaltungsreform nichts getan hätte, und das gilt es aufzuklären, meine Damen und Herren! (Abg. Scheibner: Das habe ich nicht gesagt! Der Ausschuss hat nicht mehr getagt!)
Abg. Scheibner: Das habe ich nicht gesagt! Der Ausschuss hat nicht mehr getagt!
Abgeordneter Mag. Wolfgang Gerstl (ÖVP): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Kollege Scheibner, du weißt, dass ich dich sehr schätze (Beifall der Abgeordneten Huber und Mag. Widmann) und ich deine Expertise im Grunde auch immer sehr gerne annehme. Aber heute hast du mich wirklich enttäuscht. (Oh-Rufe beim BZÖ.) Zu sagen, seit 2010 ist nichts passiert, wo du selber dabei warst (Abg. Scheibner: In dem Ausschuss!) – Ja, in dem Ausschuss. Aber du schilderst es für die Bevölkerung so, wie wenn sich in der Verwaltungsreform nichts getan hätte, und das gilt es aufzuklären, meine Damen und Herren! (Abg. Scheibner: Das habe ich nicht gesagt! Der Ausschuss hat nicht mehr getagt!)
Abg. Neubauer: Bürger nicht!
In dieser Gesetzgebungsperiode ist in der Verwaltungsreform so viel geschehen wie schon lange nicht mehr. (Abg. Neubauer: Bürger nicht!) Und das sage nicht ich alleine. Wir haben große Reformen gemacht, wo du, und ich bin dir sehr dankbar dafür, auch wirklich mitgeholfen hast. (Zwischenruf beim BZÖ.) Wir haben die Verwaltungsgerichtsbarkeit in dieser Periode hier beschlossen, wo wir über 100 Behörden in Österreich aufgelöst haben und sie durch neun Landesverwaltungsgerichte und zwei Bundesverwaltungsgerichte ersetzt haben. (Abg. Scheibner: Die jetzt teurer sind als die Bundes !)
Zwischenruf beim BZÖ.
In dieser Gesetzgebungsperiode ist in der Verwaltungsreform so viel geschehen wie schon lange nicht mehr. (Abg. Neubauer: Bürger nicht!) Und das sage nicht ich alleine. Wir haben große Reformen gemacht, wo du, und ich bin dir sehr dankbar dafür, auch wirklich mitgeholfen hast. (Zwischenruf beim BZÖ.) Wir haben die Verwaltungsgerichtsbarkeit in dieser Periode hier beschlossen, wo wir über 100 Behörden in Österreich aufgelöst haben und sie durch neun Landesverwaltungsgerichte und zwei Bundesverwaltungsgerichte ersetzt haben. (Abg. Scheibner: Die jetzt teurer sind als die Bundes !)
Abg. Scheibner: Die jetzt teurer sind als die Bundes !
In dieser Gesetzgebungsperiode ist in der Verwaltungsreform so viel geschehen wie schon lange nicht mehr. (Abg. Neubauer: Bürger nicht!) Und das sage nicht ich alleine. Wir haben große Reformen gemacht, wo du, und ich bin dir sehr dankbar dafür, auch wirklich mitgeholfen hast. (Zwischenruf beim BZÖ.) Wir haben die Verwaltungsgerichtsbarkeit in dieser Periode hier beschlossen, wo wir über 100 Behörden in Österreich aufgelöst haben und sie durch neun Landesverwaltungsgerichte und zwei Bundesverwaltungsgerichte ersetzt haben. (Abg. Scheibner: Die jetzt teurer sind als die Bundes !)
Abg. Scheibner: Das hat aber nichts mit der Verwaltungsreform zu tun!
Und wir haben eine Gesetzesbeschwerde hier eingeführt, die sicherstellt, dass kein Bürger mehr wegen eines verfassungswidrigen Gesetzes verurteilt wird. Solche Reformen hat es in der Republik seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben. (Abg. Scheibner: Das hat aber nichts mit der Verwaltungsreform zu tun!) Und ich bin sicher, dass der Präsident des Verfassungsgerichtshofes nicht nur mir einen Brief geschrieben hat, wo er sich bedankt für diese großen, grundsätzlichen Änderungen, sondern auch dir als Verfassungssprecher des BZÖ. (Abg. Scheibner: Ja, aber die Gesetzesbeschwerde ist keine Frage der Verwaltung, ist Justiz! Du mischt ja alles zusammen!) Und daher hättest du das auch erwähnen können, damit die Bevölkerung auch weiß, was wir hier alles beschlossen haben.
Abg. Scheibner: Ja, aber die Gesetzesbeschwerde ist keine Frage der Verwaltung, ist Justiz! Du mischt ja alles zusammen!
Und wir haben eine Gesetzesbeschwerde hier eingeführt, die sicherstellt, dass kein Bürger mehr wegen eines verfassungswidrigen Gesetzes verurteilt wird. Solche Reformen hat es in der Republik seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben. (Abg. Scheibner: Das hat aber nichts mit der Verwaltungsreform zu tun!) Und ich bin sicher, dass der Präsident des Verfassungsgerichtshofes nicht nur mir einen Brief geschrieben hat, wo er sich bedankt für diese großen, grundsätzlichen Änderungen, sondern auch dir als Verfassungssprecher des BZÖ. (Abg. Scheibner: Ja, aber die Gesetzesbeschwerde ist keine Frage der Verwaltung, ist Justiz! Du mischt ja alles zusammen!) Und daher hättest du das auch erwähnen können, damit die Bevölkerung auch weiß, was wir hier alles beschlossen haben.
Abg. Scheibner: Hat er eh gesagt! nur eine Umbenennung!
Meine Damen und Herren, nicht nur im Verfassungsbereich – wofür der Herr Staatssekretär Ostermayer auch verantwortlich ist, und ich sage ihm auch ein besonderes Danke für seine Beamten, die da auch besonders mitgewirkt haben – gab es großartige Reformen, sondern auch bei der Schulreform, die mein Vorredner bereits erwähnt hat. Was er nicht dazu gesagt hat, denn er war offensichtlich zu nobel dazu, ist, dass gestern bei der Reform des Schulwesens, wo wir die Bezirksschulräte abgeschafft haben, eine Partei nicht mitgestimmt hat. (Abg. Scheibner: Hat er eh gesagt! nur eine Umbenennung!)
Abg. Riepl: Das hat er gesagt!
Interessant: Es war das BZÖ. Alle Parteien sind für die Reform gewesen, nur das BZÖ war nicht für die Reform. Das ist auch interessant, meine Damen und Herren! (Abg. Riepl: Das hat er gesagt!) – Hat er gesagt, dann nehme ich das zurück – passt, danke. Es war nur wichtig, das noch einmal festzuhalten.
Zwischenrufe bei der SPÖ sowie des Abg. Scheibner.
Oder die Justizreform: Wir haben 26 Gerichtsstandorte aufgelöst zur Verschlankung, zur Verbesserung. (Zwischenrufe bei der SPÖ sowie des Abg. Scheibner.) Oder die Reform im Bundesministerium für Inneres: Wir haben 31 Polizeibehörden aufgelöst und sie durch neun Landespolizeidirektionen ersetzt. Oder wir haben die Elektronische Gesundheitsakte eingeführt, meine Damen und Herren, wo wir sicherstellen, dass es zu keinen Doppelbefundungen mehr kommt – Reformen, wo wir Millionen-Einsparungen für Österreich machen, Reformen, die im Dienste der Bürgerinnen und Bürger sind.
Abg. Kopf: So, dass man es nicht mehr behandeln kann!
Und, Herr Kollege Scheibner, jetzt kommen wir zu den konkreten Anträgen: Sie bringen heute 100 Fristsetzungsanträge ein, am letzten Tag der offiziellen Möglichkeit in dieser Gesetzgebungsperiode (Abg. Kopf: So, dass man es nicht mehr behandeln kann!), so, dass man es in Zukunft, wie mein Klubobmann sagt, nicht mehr behandeln kann. Und, meine Damen und Herren, ich muss das für die Zuseherinnen und Zuseher auch sagen, wenn es dem Kollegen Scheibner nämlich ernst gewesen wäre mit seinen Anträgen, dann hätte ihm die Geschäftsordnung auch ein Mittel dazu gegeben: § 26 Abs. 8 der Geschäftsordnung sagt, dass Anträge eingebracht werden können, mit Frist versehen werden können und innerhalb eines Jahres hier beschlossen oder abgelehnt werden müssen. (Zwischenrufe bei SPÖ, ÖVP und BZÖ.)
Zwischenrufe bei SPÖ, ÖVP und BZÖ.
Und, Herr Kollege Scheibner, jetzt kommen wir zu den konkreten Anträgen: Sie bringen heute 100 Fristsetzungsanträge ein, am letzten Tag der offiziellen Möglichkeit in dieser Gesetzgebungsperiode (Abg. Kopf: So, dass man es nicht mehr behandeln kann!), so, dass man es in Zukunft, wie mein Klubobmann sagt, nicht mehr behandeln kann. Und, meine Damen und Herren, ich muss das für die Zuseherinnen und Zuseher auch sagen, wenn es dem Kollegen Scheibner nämlich ernst gewesen wäre mit seinen Anträgen, dann hätte ihm die Geschäftsordnung auch ein Mittel dazu gegeben: § 26 Abs. 8 der Geschäftsordnung sagt, dass Anträge eingebracht werden können, mit Frist versehen werden können und innerhalb eines Jahres hier beschlossen oder abgelehnt werden müssen. (Zwischenrufe bei SPÖ, ÖVP und BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dolinschek: Was redest denn du?
Was glauben Sie, meine Damen und Herren, wie viele Anträge das BZÖ in dieser Gesetzgebungsperiode bisher eingebracht hat? – Keine! Keinen einzigen Antrag, meine Damen und Herren. Und was bedeutet das, wenn Sie heute hundert einbringen, aber fast fünf Jahre lang keinen einzigen dazu eingebracht haben? – Am Abend werden die Faulen fleißig! Das ist ein durchschaubares Wahlkampfmanöver, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dolinschek: Was redest denn du?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Dieser Antrag richtet sich von selbst! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und BZÖ.
Abgeordneter Dr. Walter Rosenkranz (FPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Ich habe jetzt leider keinen Spiegel hier, denn: „Am Abend wird der Faule fleißig!“, das hätte ich jetzt gerne dem Herrn Kollegen Gerstl mit dem Spiegel einmal vorgehalten. (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Abg. Scheibner: Die ÖVP auf jeden Fall!
Ich habe jetzt nicht vor, dass ich die allgemeine Problematik um die Fristsetzungsanträge heute erörtere. Es ist nur eines: Gibt es irgendjemanden, der im Haus irgendeinem Abgeordneten oder einer Fraktion ein Recht auf Antragstellung nehmen oder verbieten möchte? – Ich glaube wohl nicht. (Abg. Scheibner: Die ÖVP auf jeden Fall!)
Beifall bei der FPÖ.
Jetzt kommen halt diese hundert Anträge, und wir werden das ganz normal geschäftsordnungsmäßig ohne jede Aufregung abhandeln. (Beifall bei der FPÖ.) Manche werden aufstehen, manche werden sitzenbleiben, was auch immer, es wird ganz geschäftsordnungsmäßig abgehandelt.
Abg. Elmar Mayer: Ein bisschen seriöser, Herr Kollege!
nichts anderes ist ja diese Reform! (Abg. Elmar Mayer: Ein bisschen seriöser, Herr Kollege!)
Abg. Mag. Steinhauser: Verbale Benotung!
Das heißt, wenn man jetzt beim Kollegen Mayer ist, der das versteht: In der Bildungsdebatte kommt immer eines, nämlich: Man soll die Noten abschaffen! Das ist nämlich insofern ganz sinnvoll, denn dann kann man auch den Politikern nicht mehr die entsprechenden Noten geben, denn das, was Schulverwaltungsreform betrifft, ist ein glattes Nichtgenügend in den fünf Jahren. (Abg. Mag. Steinhauser: Verbale Benotung!)
Abg. Scheibner: Sehr staatstragende Politik!
Wir haben nämlich auch gute Lust gehabt, aufgrund dieser minimalinvasiven Methode, wenn man das aus dem Bereich der Medizin entnimmt, diese laparoskopische kleine Reform auch abzulehnen. Aber was wäre denn die Folge gewesen? – Genau das, was euch jetzt passiert ist, dass jetzt wieder Spott und Hohn der Koalition kommt: Na ja, ihr habt ja selber nicht zugestimmt! Ihr habt da hundert Sachen verlangt, jetzt nehmen wir eine heraus, und da habt ihr selber dagegen gestimmt! (Abg. Scheibner: Sehr staatstragende Politik!) Das passiert in der Verkürzung immer, dass man mit so einem Totschlagargument dann konfrontiert wird.
Abg. Scheibner: Gefährliche Drohung!
Eines ist klar: Wenn jetzt wirklich Schluss ist ohne jegliche Sitzungen mehr, dann ist bis Ende des Jahres absolute Stille und Stillstand, denn bis sich eine neue Regierung wieder zusammengerauft hat – ich gehe davon aus, es werden die alten Partner sein (Abg. Scheibner: Gefährliche Drohung!), allerdings mit verschiedenen anderen Vorzeichen, um das Misstrauen, das sich jetzt aufbaut, wieder auszuräumen –, bis da wieder alle Koalitionsübereinkommen gemacht werden, dass man sich ja nicht gegenseitig überstimmen kann, bis dahin ist wiederum ein halbes Jahr verloren. Die Schulverwaltungsreform ist zu schade dafür. (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei FPÖ und BZÖ.
Eines ist klar: Wenn jetzt wirklich Schluss ist ohne jegliche Sitzungen mehr, dann ist bis Ende des Jahres absolute Stille und Stillstand, denn bis sich eine neue Regierung wieder zusammengerauft hat – ich gehe davon aus, es werden die alten Partner sein (Abg. Scheibner: Gefährliche Drohung!), allerdings mit verschiedenen anderen Vorzeichen, um das Misstrauen, das sich jetzt aufbaut, wieder auszuräumen –, bis da wieder alle Koalitionsübereinkommen gemacht werden, dass man sich ja nicht gegenseitig überstimmen kann, bis dahin ist wiederum ein halbes Jahr verloren. Die Schulverwaltungsreform ist zu schade dafür. (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Die Rednerin hält inne. – Abg. Ing. Schultes: Ist schon fertig? – Ruf beim BZÖ: Das war eine kurze Rede!
Abgeordnete Mag. Daniela Musiol (Grüne): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Ich persönlich finde es ja schon fad, über die Verwaltungsreform nur zu reden. Machen wir sie doch einfach! (Die Rednerin hält inne. – Abg. Ing. Schultes: Ist schon fertig? – Ruf beim BZÖ: Das war eine kurze Rede!)
Abg. Huber: Die schwarzen Mander!
Alle Fraktionen in diesem Haus waren sich einig, was zu tun ist. Dann kamen die Länder, die LändervertreterInnen und haben ihre Meinung kundgetan, und dann kam Stillstand. (Abg. Huber: Die schwarzen Mander!) Dann ist nichts passiert, und das ist, glaube ich, das Grundproblem, das wir in allen möglichen Bereichen haben, die der Rechnungshof auch dankenswerterweise einmal aufgeführt hat, wo etwas im Bereich der Verwaltungsreform zu tun wäre, dass einfach die Länder teilweise oder größtenteils nicht mitziehen, sich aber auch die VertreterInnen in diesem Haus, die Fraktionen, vor allem die Regierungsfraktionen nicht trauen, hier das Bewusstsein zu haben, das sie als Bundesgesetzgeber wahrnehmen könnten, nämlich zu sagen: Wir als Bundesgesetzgeber halten dieses und jenes aber trotzdem für wichtig!
Abg. Dr. Matznetter: Ich habe super Begründungen gemacht!
Die Fristsetzungsanträge finde ich vor einem anderen Hintergrund auch spannend, nämlich vor dem Hintergrund: Wie wird eigentlich mit Anträgen in diesem Haus umgegangen? – Es wäre ja schön, wenn Anträge, die hier eingebracht werden, wenigstens abgestimmt würden im Sinne von: Ich bin dafür!, oder: Ich bin dagegen! Die Situation bei den meisten Anträgen in den meisten Ausschüssen ist vielmehr, dass die Anträge vertagt werden. Wir könnten schon eine Loseblattsammlung für die VertreterInnen der Regierungsfraktionen mit Begründungen für Vertagungen herausgeben. Die sind ja teilweise haarsträubend. (Abg. Dr. Matznetter: Ich habe super Begründungen gemacht!)
Abg. Scheibner: Mehr lose als Blatt!
Wunderbar! Vielleicht wollen Sie sich an der Loseblattsammlung irgendwie beteiligen. Ich habe auch eifrig mitgeschrieben. (Abg. Scheibner: Mehr lose als Blatt!) – „Mehr lose als Blatt“. – Es ist ja wirklich oft nicht in der Sache begründbar, warum man nicht entscheidet, es muss ja nicht immer ein Ja sein. Aber man sagt: Wir haben es ohnehin auf dem Radar! Wir müssen noch überlegen, da braucht es noch Gespräche! Und die Gespräche gehen dann über Perioden und es passiert nichts.
Abg. Riepl: Wenn wir ablehnen, bringen Sie den gleichen Antrag wieder ein! Das ist auch nicht sinnvoll!
Stellen wir uns doch hier wirklich für die nächste Periode die Aufgabe oder setzen wir uns das Ziel, zu sagen: Hier wird entschieden! Und entschieden bedeutet halt auch abgelehnt. Aber dann kann man die Debatte hier im Nationalrat führen. Dann gibt es klare Positionierungen und dann wissen die Menschen auch, wer welche Position hat und warum sie daher diese Personen unterstützen oder nicht unterstützen werden. (Abg. Riepl: Wenn wir ablehnen, bringen Sie den gleichen Antrag wieder ein! Das ist auch nicht sinnvoll!)
Beifall bei Grünen, BZÖ und Team Stronach.
Nein! Die Anträge, die ich meine, sind nicht einmal abgestimmt worden: Bundesrahmengesetz für Kinderbetreuung zum Beispiel, Herr Riepl. Bei dieser Diskussion waren Sie dabei. Sie selber haben gesagt, Sie sind dafür und es ist eigentlich nicht einzusehen, dass Kinder in Österreich unterschiedliche Voraussetzungen vorfinden. (Beifall bei Grünen, BZÖ und Team Stronach.)
Abg. Mag. Kogler: So schaut’s aus!
Was ist passiert? – Die SPÖ hat jedes Mal gemeinsam mit der ÖVP einen Grund gefunden, diesen Antrag zu vertagen, anstatt zu sagen: Wir wollen das nicht! oder: Wir setzen uns gegenüber unseren Landeskönigen, Landesfürsten oder wem auch immer nicht durch, weil wir Angst haben, dass wir nicht mehr auf die Liste kommen, wenn wir sagen, dass wir das wollen! (Abg. Mag. Kogler: So schaut’s aus!)
Beifall bei Grünen, BZÖ und Team Stronach.
Also bitte, bleiben wir bei den Tatsachen! Noch einmal: Die nächste Periode wäre eine gute Gelegenheit, zu sagen: Diesmal wird entschieden und nicht vertagt! Dann ersparen wir uns einerseits die Loseblattsammlung, und der Parlamentarismus hätte andererseits auch etwas davon. (Beifall bei Grünen, BZÖ und Team Stronach.)
Abg. Scheibner: Im Verfassungskonvent , wo Sie das Ergebnis verhindert haben!
Wir haben aber in dieser Legislaturperiode nicht nur darüber geredet, sondern wir haben gehandelt, wir haben verhandelt und wir haben im Unterschied zu der Regierung, Herr Abgeordneter Scheibner, in der Sie auch Regierungsmitglied waren, viele Dinge geschafft, die davor nicht geschafft wurden. (Abg. Scheibner: Im Verfassungskonvent , wo Sie das Ergebnis verhindert haben!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich werde jetzt einige Beispiele aufzählen, ich könnte vieles aufzuzählen, ich habe noch einmal eine Menge an Unterlagen zusammengestellt, was wir alles geschafft haben. Und das Schöne ist: Manches haben wir als Regierungsparteien geschafft, manches haben wir in Form einer Zweidrittelmehrheit geschafft und manches – ganz besonders erfreulich! – haben wir auch einstimmig geschafft. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Brosz.
Das eine ist – es ist vorhin schon erwähnt worden –: die Verwaltungsgerichtsbarkeit. Das gerade im Zusammenhang mit der Diskussion, die vorhin bei der Dringlichen Anfrage stattgefunden hat, wo ich mir manchmal gedacht habe, eigentlich sind hier alle auf die Verfassung, auf die österreichischen Gesetze angelobt. Es sind manchmal Vorschläge gekommen, die wider das österreichische Recht gegangen sind. (Zwischenruf des Abg. Brosz.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich möchte diese Gelegenheit auch dazu nutzen, vor der Sommerpause allen zu danken, die an der Beschlussfassung, auch davor an der Verhandlung all dieser Projekte mitgewirkt und die dazu beigetragen haben, dass die demokratische Kunst des Machbaren verwirklicht wurde. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Mag. Gaßner: Was ist falsch gewesen daran?
Abgeordneter Mag. Rainer Widmann (BZÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Das hat sich jetzt angehört wie die Proberede einer versuchten Leistungsbilanz einer Stillstandsregierung seit fünf Jahren. Ich gebe schon zu, Sie haben dort und da ein Reförmchen gemacht. (Abg. Mag. Gaßner: Was ist falsch gewesen daran?) Sie haben dort und da ein paar Strukturen verändert. Aber wissen Sie, was ich unter echten Reformen verstehe? – Wenn die Menschen das im Service und vor allem im Geldbörsel spüren. (Abg. Dr. Jarolim: So wie in Kärnten!) Aber sie spüren nichts. Ganz im Gegenteil: Sie zahlen bei dieser Bundesregierung sogar noch drauf!
Abg. Dr. Jarolim: So wie in Kärnten!
Abgeordneter Mag. Rainer Widmann (BZÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Das hat sich jetzt angehört wie die Proberede einer versuchten Leistungsbilanz einer Stillstandsregierung seit fünf Jahren. Ich gebe schon zu, Sie haben dort und da ein Reförmchen gemacht. (Abg. Mag. Gaßner: Was ist falsch gewesen daran?) Sie haben dort und da ein paar Strukturen verändert. Aber wissen Sie, was ich unter echten Reformen verstehe? – Wenn die Menschen das im Service und vor allem im Geldbörsel spüren. (Abg. Dr. Jarolim: So wie in Kärnten!) Aber sie spüren nichts. Ganz im Gegenteil: Sie zahlen bei dieser Bundesregierung sogar noch drauf!
Abg. Peter Haubner: Wir sind immer fleißig!
Kollege Gerstl hat hier gesagt: Am Abend wird der Faule fleißig. – Na, da mache ich mir bei der ÖVP keine Sorgen, dass sie fleißig wird. (Abg. Peter Haubner: Wir sind immer fleißig!) Sie sind bei der Verwaltungsreform echte Tagträumer, zum Abend kommen Sie niemals, liebe Kollegen von der ÖVP! Es ist nun einmal so. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Kollege Gerstl hat hier gesagt: Am Abend wird der Faule fleißig. – Na, da mache ich mir bei der ÖVP keine Sorgen, dass sie fleißig wird. (Abg. Peter Haubner: Wir sind immer fleißig!) Sie sind bei der Verwaltungsreform echte Tagträumer, zum Abend kommen Sie niemals, liebe Kollegen von der ÖVP! Es ist nun einmal so. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das muss man auch zur Kenntnis nehmen, weil halt die Landeshauptleute und die Bürgermeister draußen blockieren, weil die Ihre Wahlkampfreserve sind und Sie gar nichts ändern wollen. Ihnen geht es um die Macht! Das ist ja letztlich bereits auf den Wahlplakaten und Inseraten zu sehen: Das Duell von dem mit der schönen Frisur und dem anderen, Spindelegger, der auch Kanzler werden will. Aber ich glaube, dass keiner geeignet ist. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Weninger.
Betreffend Politsystem: Auch da haben Sie versprochen, diesen Nationalrat zu verkleinern. Haben Sie das getan? Das haben Sie groß hinausposaunt. (Zwischenruf des Abg. Weninger.) Das haben Sie probiert, zu versprechen, aber in Wirklichkeit haben Sie auch da nichts zustande gebracht. (Abg. Riepl: neuen Klub gründen!)
Abg. Riepl: neuen Klub gründen!
Betreffend Politsystem: Auch da haben Sie versprochen, diesen Nationalrat zu verkleinern. Haben Sie das getan? Das haben Sie groß hinausposaunt. (Zwischenruf des Abg. Weninger.) Das haben Sie probiert, zu versprechen, aber in Wirklichkeit haben Sie auch da nichts zustande gebracht. (Abg. Riepl: neuen Klub gründen!)
Abg. Weninger: Stimmt ja nicht! Das stimmt alles nicht, was Sie sagen!
Im Politsystem, auch bei der Parteienförderung kläglichst versagt. Da haben Sie die Parteienförderung hinaufschnalzen lassen, anstatt sie zu reduzieren. (Abg. Weninger: Stimmt ja nicht! Das stimmt alles nicht, was Sie sagen!)
Beifall beim BZÖ.
Also hören Sie auf, der Opposition vorzuwerfen, sie wolle nichts reformieren! Ganz im Gegenteil! Wir wären der Reformmotor in dieser Republik, aber ihr seid der Stillstandsmotor, der versagt hat und einen Kolbenreiber gehabt hat. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Riepl: Der Bucher fehlt!
Wir kommen nun zur Abstimmung über den Antrag der Abgeordneten Bucher, Kollegin und Kollegen, dem Verfassungsausschuss zur Berichterstattung über den Antrag 700/A(E) der Abgeordneten Dr. Wittmann, Mag. Molterer, Dr. Rosenkranz, Scheibner, Mag. Musiol eine Frist bis 8. September 2013 zu setzen. (Abg. Riepl: Der Bucher fehlt!)
Oje-Rufe bei der ÖVP. – Abg. Steibl: Der Huber-Bauer!
Zu Wort gemeldet ist als Erster Herr Abgeordneter Huber. – Bitte. (Oje-Rufe bei der ÖVP. – Abg. Steibl: Der Huber-Bauer!)
Ironische Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Hornek: Huber!
Abgeordneter Gerhard Huber (BZÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Jetzt reden wir über den Umweltkontrollbericht, und eines kann man eindeutig feststellen: Die Umweltpolitik ist eindeutig in der Hand von Raiffeisen. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Hornek: Huber!) Dieser Herr Landwirtschafts- und Umweltminister dient ja einzig und allein Raiffeisen. Der Krake von Raiffeisen hat die gesamte Agrar- und Umweltpolitik im Würgegriff. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Gerhard Huber (BZÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Jetzt reden wir über den Umweltkontrollbericht, und eines kann man eindeutig feststellen: Die Umweltpolitik ist eindeutig in der Hand von Raiffeisen. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Hornek: Huber!) Dieser Herr Landwirtschafts- und Umweltminister dient ja einzig und allein Raiffeisen. Der Krake von Raiffeisen hat die gesamte Agrar- und Umweltpolitik im Würgegriff. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Grosz: Die Bienen haben sie umgebracht! Bienenmörder!
Aber auch die Europäische Kommission sieht höchsten Handlungsbedarf. Es gibt zwar kleine Erfolge bei der Luftreinhaltung, aber alleine wenn man sich die Stickstoffoxide oder die Feinstaubbelastung ansieht: Allein im Jahr 2010 lagen die Stickstoffoxide 40 Prozent über dem EU-Grenzwert. Und was hat dieser Bundesminister gemacht? Nichts! Diese Bundesregierung hat absolut nichts gemacht. (Abg. Grosz: Die Bienen haben sie umgebracht! Bienenmörder!)
Beifall beim BZÖ.
Bei den Böden, bei der gesamten Landnutzung, da geht alles, die Freisetzung in Richtung Siedlungsgebiet. Der Herr Bundesminister sollte ein Umweltminister sein, macht aber absolut nichts. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Deswegen möchte ich hier jetzt einmal folgende Forderung wirklich unterstreichen: Es ist höchst an der Zeit, dass wir das Landwirtschaftsministerium vom Umweltministerium trennen. Denn jeder in Österreich weiß, wen dieser Herr Bundesminister vertritt: die Industrie, die Chemiekonzerne und Raiffeisen, aber die Umwelt, das Leben, die Gesundheit unserer Bevölkerung sind ihm vollkommen egal. – Da gehört endlich gehandelt! (Beifall beim BZÖ.)
Pfui-Rufe beim BZÖ.
Was haben wir in der Landwirtschaft für eine Situation? – Das Bekenntnis zur Selbstbestimmung, dass wir keine gentechnisch veränderten Organismen anbauen. Und was macht dieser Bundesminister? – Im Gegenzug importieren wir jedes Jahr hunderttausende Tonnen gentechnisch veränderter Organismen. (Pfui-Rufe beim BZÖ.) Das wird über die Landwirtschaft veredelt und kommt eins zu eins auf den Teller des Konsumenten. Niemand will das. Niemand heißt das gut. Dieser Bundesminister tut gar nichts dagegen.
Abg. Grosz: Pfui!
Was ist im Bereich der Chemikalien? – Obwohl wir heute wissen, welche hormonelle Wirksamkeit gewisse Pestizide auf den Menschen und auf Tiere haben, dieser Minister macht gar nichts. Weiterhin werden alle Pestizide ausgebracht. (Abg. Grosz: Pfui!)
Abg. Grosz: Pfui!
Herr Bundesminister, warum? Wo sind da Ihre Taten? Wo gibt es da Pläne? Was haben Sie gemacht im Energiesektor? Herr Bundesminister! Sie haben zugeschaut, dass die TIWAG, dass das Land Tirol alle 14 Wasserkraftwerke an die amerikanischen Kredithaie verscherbelt. (Abg. Grosz: Pfui!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Grosz: Bravo! Sehr richtig! Ihr seid’s die Bienenmörder! Gemeuchelt habt ihr die Sumsi!
Herr Bundesminister! Diesen Holzweg müssen wir verlassen. Es braucht eine sofortige Wende, sowohl im Umweltbereich als auch im Agrarbereich. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Grosz: Bravo! Sehr richtig! Ihr seid’s die Bienenmörder! Gemeuchelt habt ihr die Sumsi!)
Beifall bei der FPÖ.
Für die Zukunft, meine sehr verehrten Damen und Herren, sollte man sich überlegen, ob man nicht Schlauchsysteme für die Gülleausbringung einsetzen und mehr forcieren sollte. Es funktioniert auch in der Schweiz und in Holland mit solchen Anlagen. Man sollte auch in Österreich in Zukunft solche Maßnahmen und solche Systeme forcieren. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
habe, dass schonend mit der Gülleausbringung umgegangen wird und die Natur nicht mutwillig zusätzlich belastet wird. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Grosz: Sag etwas zum Bienenmord!
Im Bereich Wasser und Wasserwirtschaft wurden bedeutsame Erfolge erzielt, und zwar aufgrund der Tatsache, dass es ein enormes Engagement der Landgemeinden und der Bevölkerung in Bezug auf Abwasserreinigung gegeben hat und immer noch gibt, somit bleibt die wichtigste Ressource unseres Landes, nämlich gesundes Wasser, erhalten. (Abg. Grosz: Sag etwas zum Bienenmord!)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.
wenn sie zu uns kommen und Umwelttechnologien kaufen. – Das war mein Schlusssatz, hochgeschätzter Herr Klubobmann! (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Gaßner.
Abschließend: Wir sind sehr gut im Umweltschutz unterwegs. Der Umweltkontrollbericht bestätigt das hohe Niveau der Umwelt. Wir müssen besser werden, und an dem arbeiten wir tagtäglich. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Gaßner.)
Beifall bei den Grünen.
Zurück an den Start!, würde ich sagen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Rädler
Zum Entschließungsantrag der Abgeordneten Weninger und Schultes, dieser betrifft auch besonders die Stickstoffoxid-Problematik (Zwischenruf des Abg. Rädler): Ich muss sagen, das ist ein wichtiger und richtiger Schritt, insbesondere bei mir in der Oststeiermark, wo wir sehr, sehr viele Schweinezucht- und Mastbetriebe haben, den ich sehr begrüße. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Hornek.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Hornek.
Zum Entschließungsantrag der Abgeordneten Weninger und Schultes, dieser betrifft auch besonders die Stickstoffoxid-Problematik (Zwischenruf des Abg. Rädler): Ich muss sagen, das ist ein wichtiger und richtiger Schritt, insbesondere bei mir in der Oststeiermark, wo wir sehr, sehr viele Schweinezucht- und Mastbetriebe haben, den ich sehr begrüße. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Hornek.)
Abg. Huber: Du bestätigst, dass er Raiffeisen-Minister ist!
Abgeordneter Franz Hörl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Lebensminister! Der Umweltbericht zeigt eigentlich, neben den Daten, Informationen und Empfehlungen, wie gut die Situation in Österreich ist und stellt Österreich und damit Ihnen, Herr Lebensminister, ein sehr gutes Zeugnis aus. Ich denke, Raiffeisen liefert gute Bilanzen und der Umweltbericht zeigt, wie Österreich glänzt. (Abg. Huber: Du bestätigst, dass er Raiffeisen-Minister ist!) Ich bin froh, dass Österreich eine schöne Heimat ist. Das wird übrigens von vielen Touristen, die ihren Urlaub bei uns verbringen, auch so gesehen.
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei den Grünen.
Ich denke, wir sind auf einem guten Weg. Auch Natura-2000-Gebiete hätten wir genug. Die Zündelei der Grünen in Brüssel und die Vernaderung unserer Heimat wären entbehrlich gewesen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn wir nun auch erfahren, wenn wir jetzt umstellen, dass im Jahre 2020 die EU selbst wiederum die Umstellung von der Umstellung machen möchte, dann würde es mich freuen, wenn unsere Bundesregierung an die EU herantreten und sagen würde: Wir haben ein gut funktionierendes System. Ich weiß, wir haben hier ein Problem mit einer sogenannten Monopolstellung, aber gebt uns Zeit bis 2020, dann werden wir gemeinsam eine Lösung finden. Ich glaube, das wäre gut und sinnvoll. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Das heißt, auf Deutsch gesagt: Wir haben uns bemüht, die EU-Vorgaben zu erfüllen und den Bürgern entgegenzukommen. Für die Gemeinden ist es ein Vorteil, und die Wirtschaft wird ein bisschen wirtschaftlicher. Etwas Besseres gibt es derzeit nicht, daher bitte ich Sie, die Reform zu unterstützen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Abschließend, wie Kollegin Brunner zu Recht immer gesagt hat: Selbstverständlich brauchen wir ein unabhängiges, eigenständiges Umweltministerium! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
in Richtung des Abg. Ing. Schultes
All das wurde sichergestellt in einer Verhandlung, die vor wenigen Wochen noch so ausgeschaut hat, als würde dieses Gesetz nicht zustande kommen. Es war auch in meinem Sinn. Du (in Richtung des Abg. Ing. Schultes) bist einige Jahre älter als ich und hast viel mehr Erfahrung, aber das war ein Lehrbeispiel an politischer Verhandlung. So viele Interessen unter einen Hut zu bringen war wirklich die politische Quadratur des Kreises. Ich glaube, es ist uns ein guter Schritt gelungen, bei aller Kritik, was in diesem Bereich noch besser gehen könnte. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
All das wurde sichergestellt in einer Verhandlung, die vor wenigen Wochen noch so ausgeschaut hat, als würde dieses Gesetz nicht zustande kommen. Es war auch in meinem Sinn. Du (in Richtung des Abg. Ing. Schultes) bist einige Jahre älter als ich und hast viel mehr Erfahrung, aber das war ein Lehrbeispiel an politischer Verhandlung. So viele Interessen unter einen Hut zu bringen war wirklich die politische Quadratur des Kreises. Ich glaube, es ist uns ein guter Schritt gelungen, bei aller Kritik, was in diesem Bereich noch besser gehen könnte. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Zum Abschluss von ganzem Herzen ein herzliches Dankeschön an Herrn Johann Breitenfelder, der über Jahrzehnte als Mitarbeiter des Parlaments und des Parlamentsklubs der Sozialdemokratie Generationen von SPÖ-Abgeordneten liebevoll, kompetent und mit ganzem Herzen begleitet hat. Lieber Johann, im Namen unseres Klubs: Alles Gute in der Pension, Gesundheit und herzlichen Dank! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall des Abg. Huber
Wenn hier Kollege Schultes den Abänderungsantrag mit den Worten begründet: na ja, wenn es jetzt jemand verstanden hat, dann gratuliere ich (Beifall des Abg. Huber), dann meine ich, offenbar habt ihr, liebe Kollegen von ÖVP und SPÖ, es selber nicht ganz verstanden! Da sollen dann wir von der Opposition mitmachen, obwohl wir eine verantwortungsvolle Zukunftspolitik in diesem Bereich haben wollen?
Abg. Weninger: Das habe ich auch nicht ...!
Also draufzahlen werden mit dieser Novelle laut Experten, die sich auskennen, in Wirklichkeit die Konsumenten und die Umwelt! Das ist das, was wir nicht haben wollen. Daher werden wir dem auch nicht zustimmen. Da kann man auch nicht flapsig hergehen und diesen Artikel der „Kronen Zeitung“ „Todesstoß für die Mülltrennung“, Herr Minister, so leicht vom Tisch zu wischen versuchen, wie das Kollege Weninger gemacht hat. Das stimmt so nicht. (Abg. Weninger: Das habe ich auch nicht ...!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Weninger.
Das haben die Experten gesagt. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Weninger.) Und lieber Kollege Weninger, wenn das so ist, dann nehme ich das für bare Münze: „Todesstoß für die Mülltrennung“. Da machen Sie mit.
Beifall beim BZÖ
Wir vom BZÖ machen nicht mit (Beifall beim BZÖ), denn für uns zählen eine hohe Trennmoral, die nachhaltige Vermeidung vor Entsorgung und Wiederverwertung und natürlich die Kosten für den Konsumenten. Sie belasten die Konsumenten, Sie belasten die Umwelt, wir wollen sie entlasten. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wir vom BZÖ machen nicht mit (Beifall beim BZÖ), denn für uns zählen eine hohe Trennmoral, die nachhaltige Vermeidung vor Entsorgung und Wiederverwertung und natürlich die Kosten für den Konsumenten. Sie belasten die Konsumenten, Sie belasten die Umwelt, wir wollen sie entlasten. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Demonstrativer Beifall des Abg. Mag. Gaßner.
Nach einer Umfrage sammeln 96 Prozent der ÖsterreicherInnen die Verpackungsabfälle getrennt. Und ich bedanke mich bei Ihnen, sehr geehrte Damen und Herren, dass Sie hier mittun. Jahrelang sehr viel getrennt sammeln, in den Stoffkreislauf wieder zurückführen – es ist wichtig, dass das gemacht wird, und daher danke ich Ihnen genauso wie den Städten und Gemeinden, die hier eine sehr aktive Rolle spielen und den hohen Standard in unserer Abfallwirtschaft absichern. Herzlichen Dank dafür. (Demonstrativer Beifall des Abg. Mag. Gaßner.)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Ein anderes Beispiel dafür ist der Elektroschrott: Die Europäische Union schreibt als Ziel 4 Kilogramm pro Kopf vor, in Österreich werden 10 Kilogramm pro Kopf gesammelt und in den Stoffkreislauf zurückgeführt. Das ist sehr wichtig, und es war auch das Ziel, dass wir mehr Wettbewerb zulassen, aber gleichzeitig die Sicherheit geben, dass die Haushaltsabfälle weiterhin korrekt und zuverlässig entsorgt werden. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Gaßner.
Abschließend: Abfallwirtschaft hat einen hohen Standard in Österreich. Wir arbeiten tagtäglich hart daran, dass dieser hohe Standard erhalten bleibt, weil es wichtig ist, Wertstoffe nicht zu deponieren, sondern sie in den Stoffkreislauf zurückzuführen. Daher herzlichen Dank an alle Beteiligten. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Gaßner.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Jakob Auer.
Abschließend möchte ich nochmals hervorheben, dass Österreich mit Sicherheit eine Vorreiterrolle bezüglich funktionierender Abfallsammlung, Abfalltrennung und Abfallbeseitigung einnimmt. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Jakob Auer.)
Beifall bei der FPÖ.
Unsere Meinung dazu ist – und diese divergiert mit der Ansicht der Grünen, das ist in einer Demokratie so, es tut mir in diesem Fall aber besonders leid, dass es zu keiner Einigung gekommen ist –, dass der EURATOM-Vertrag eigentlich in der jetzigen Form nicht mehr – wie das die Kollegin Lichtenecker in ihrem Antrag formuliert hat – weiterentwickelbar ist und aufgelöst gehört und das von der Republik Österreich bezahlte Geld in alternative Energieformen investiert werden soll. (Beifall bei der FPÖ.) Das unterscheidet uns eben leider in dieser Frage.
Beifall bei der SPÖ.
Ich bedanke mich vor allen Dingen beim Kollegen Weninger recht herzlich, der im Umweltausschuss als Ansprech- und Kommunikationsperson die Fäden zwischen allen Fraktionen gezogen und versucht hat, alle an einen Tisch zu bringen. Obwohl es nicht einfach war, ist es trotzdem in einem großen Ausmaß gelungen. Noch einmal herzlichen Dank dafür. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Zum Antrag der Grünen darf ich noch anmerken, warum es bei uns zum EURATOM-Vertrag eine andere Meinung gibt. Die Weiterentwicklung des EURATOM-Vertrages – wie Sie, Frau Kollegin Lichtenecker, das in Ihrem Antrag gleich eingangs stehen haben – ist aus unserer Sicht auch rein rechtlich nicht möglich, weil das den Statuten des derzeitigen EURATOM-Vertrages widersprechen würde. Deshalb war es auch unsere Entscheidung, einen anderen Weg zu finden. Ich denke, es ist ein guter Weg für Österreich, für die Anti-Atompolitik und für die Möglichkeit, Alternativenergien in Zukunft dadurch besser zu fördern. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Ich darf jetzt abschließend, am Ende dieser Periode, für fünf Jahre Zusammenarbeit danken. Als Umweltsprecher der Fraktion hatte ich ab und zu interessante Gespräche und Erfahrungen. Ganz besonders will ich mich aber bei unserem Umweltminister Niki Berlakovich bedanken, der in diesen fünf Jahren von der Opposition keine Chance auf einen Erfolg bekommen hat. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Es war wirklich unfair. Ich hätte erwartet, dass gerade die Grünen, die angeblich für die Umwelt sind, ein wenig
Abg. Öllinger: Ja, ja!
mehr daran mitwirken, tatsächlich Entscheidungen in ihrem Interesse zu beeinflussen, aber ihr wart einfach nur immer dagegen. (Abg. Öllinger: Ja, ja!)
Abg. Dr. Lichtenecker: Da ist aber wirklich die Frage: Warum?
Ich hätte gerne erlebt, dass wir einmal im Umweltausschuss eine Diskussion geführt hätten im Stil des Finanzausschusses oder vielleicht im Stil eines anderen Ausschusses, des Sozialausschusses. Es war uns nicht gegönnt (Abg. Dr. Lichtenecker: Da ist aber wirklich die Frage: Warum?), denn ganz offensichtlich ist dieses fundamentale Anti-Umweltpolitik-System, das die Grünen fünf Jahre gespielt haben, eine traurige Aufführung. (Abg. Öllinger: Geh! Sie sind stecken geblieben!)
Abg. Öllinger: Geh! Sie sind stecken geblieben!
Ich hätte gerne erlebt, dass wir einmal im Umweltausschuss eine Diskussion geführt hätten im Stil des Finanzausschusses oder vielleicht im Stil eines anderen Ausschusses, des Sozialausschusses. Es war uns nicht gegönnt (Abg. Dr. Lichtenecker: Da ist aber wirklich die Frage: Warum?), denn ganz offensichtlich ist dieses fundamentale Anti-Umweltpolitik-System, das die Grünen fünf Jahre gespielt haben, eine traurige Aufführung. (Abg. Öllinger: Geh! Sie sind stecken geblieben!)
Abg. Öllinger: Na danke!
Wir werden das das nächste Mal hoffentlich nicht mehr erleben. Und ich denke, dass wir mit einem stärkeren Umweltministerium in der Hand der ÖVP (Abg. Öllinger: Na danke!) auch in der nächsten Periode gut weiterarbeiten werden können. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Das ist eine gefährliche Drohung!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Das ist eine gefährliche Drohung!
Wir werden das das nächste Mal hoffentlich nicht mehr erleben. Und ich denke, dass wir mit einem stärkeren Umweltministerium in der Hand der ÖVP (Abg. Öllinger: Na danke!) auch in der nächsten Periode gut weiterarbeiten werden können. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Das ist eine gefährliche Drohung!)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Dr. Ruperta Lichtenecker (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Kollege Schultes macht es einem schwierig, die Rede freundlich zu beginnen. Das ist eine etwas sehr eigene Sicht – sage ich jetzt freundlich – der Dinge, wie es im Umweltausschuss abgeht. Es ist überhaupt keine Frage, die Grünen sind die federführende Fraktion, wenn es darum geht, die Umwelt- und Klimaaspekte in diesem Land tatsächlich voranzutreiben. Und das ist auch gut so, und das hat die Vorsitzende dieses Umweltausschusses, Christiane Brunner, auch ausgezeichnet gemacht. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Jannach.
Klar ist: AKW sind nur dann sicher, wenn sie abgeschaltet sind! (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Jannach.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte aber trotzdem noch etwas erwähnen, weil das, glaube ich, sehr wichtig ist: Wir haben einen Vier-Parteien-Antrag, der auch hier zur Abstimmung vorliegt, wo unser Kollege, Umweltsprecher Hannes Weninger, sehr engagiert gearbeitet hat. Aber der Grund, warum er hier tätig geworden ist, war jener, dass vielleicht die Vorsitzende des Umweltausschusses nicht richtig erkannt hat, dass sie zwar von einer Partei ist, aber als Ausschussvorsitzende auch für Kompromisse arbeiten muss. Auch wenn sie sagt, es ist nicht ihre Aufgabe, für die Regierungsparteien zu arbeiten, so besteht ihre Aufgabe aber doch darin, Kompromisse zu finden zwischen allen Parteien, damit der Anti-Atom-Kurs ganz klar weiter vorangetrieben werden kann. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Schopf – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Widmann –: Stimmt zu, Rainer! Stimmt zu!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als nächster Redner gelangt Herr Abgeordneter Mag. Widmann zu Wort. 3 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Schopf – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Widmann –: Stimmt zu, Rainer! Stimmt zu!)
Beifall des Abg. Huber.
Wenn Sie da nicht mitstimmen, dann machen Sie billige Parteipolitik, die sachlich nicht begründet ist. Aber ich gehe davon aus, dass Sie das in dieser wichtigen Sache nicht machen werden und daher unseren Antrag unterstützen werden. (Beifall des Abg. Huber.)
Abg. Neubauer: Das haben wir doch im ElWOG schon !
Das sind alles Punkte, die nicht in Ordnung sind. Und wenn man dann auf der anderen Seite mit der E-Wirtschaft spricht, dann erfährt man, dass diese sich beklagt, dass Genehmigungsverfahren für die wichtige Wasserkraft in Österreich fünf bis zehn Jahre dauern. (Abg. Neubauer: Das haben wir doch im ElWOG schon !) Die E-Wirtschaft ist bereit, 10 Milliarden € in die Wasserkraft zu investieren, und wird behindert, und zwar ganz massiv. Und gerade bei der Kleinwasserkraft ist leider noch nicht viel passiert. Da gibt es auch Genehmigungsverfahren, die Jahre dauern und so viel an Planungs- und an Gutachterkosten verursachen, dass sich das kleinere Investoren gar nicht zutrauen. – Das heißt, hier ist einiges zu tun, Herr Minister.
Beifall beim Team Stronach.
Herr Hörl hat heute schon – dazu möchte ich etwas sagen – gesagt, dass jede Kritik an der Arbeit des Herrn Bundesministers eine Kritik an unserem Land ist. Also ich möchte das ein bisschen trennen. Wenn ich hier den Herrn Bundesminister kritisiere und wenn ich ihm sage, dass er nichts tut – und das tut er ja die letzten Jahre schon nicht, er ist ja so ziemlich der untätigste Minister in dieser Regierung, gerade was den Umweltbereich betrifft; bei der Landwirtschaft hat er sich schon ausgezeichnet, aber im Umweltbereich ist er leider ein sehr untätiger Minister –, wenn wir ihn also hier kritisieren und Sie davon sprechen, dass wir Österreich schlechtmachen, dann kann ich Ihnen eines sagen: Das ist nicht das Gleiche. Der Herr Minister und Österreich sind nicht das Gleiche. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Dr. Lichtenecker: Von was reden Sie?
Und eine Sache vielleicht noch, was die Grünen betrifft – es sind leider nicht mehr allzu viele anwesend von den Grünen; eigenartigerweise, bei Umweltfragen. Letztlich geht es darum: Wenn man erneuerbare Energie will, dann muss man auch für Windkraft sein, dann muss man auch für Wasserkraft sein, und dann darf man nicht über die Hintertür gute Projekte mit professionellen Bürgerbewegern vor Ort torpedieren. Das ist nicht das, was wir brauchen. (Abg. Dr. Lichtenecker: Von was reden Sie?) Wir brauchen erneuerbare Energie, und zwar nicht nur Photovoltaik, sondern wir brauchen auch die Wind- und die Wasserkraft. Das sei Ihnen einmal ins Stammbuch geschrieben. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Dr. Lichtenecker: Keine Ahnung, von was Sie daherreden!)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Dr. Lichtenecker: Keine Ahnung, von was Sie daherreden!
Und eine Sache vielleicht noch, was die Grünen betrifft – es sind leider nicht mehr allzu viele anwesend von den Grünen; eigenartigerweise, bei Umweltfragen. Letztlich geht es darum: Wenn man erneuerbare Energie will, dann muss man auch für Windkraft sein, dann muss man auch für Wasserkraft sein, und dann darf man nicht über die Hintertür gute Projekte mit professionellen Bürgerbewegern vor Ort torpedieren. Das ist nicht das, was wir brauchen. (Abg. Dr. Lichtenecker: Von was reden Sie?) Wir brauchen erneuerbare Energie, und zwar nicht nur Photovoltaik, sondern wir brauchen auch die Wind- und die Wasserkraft. Das sei Ihnen einmal ins Stammbuch geschrieben. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Dr. Lichtenecker: Keine Ahnung, von was Sie daherreden!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Josef Lettenbichler (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Ich befasse mich mit Punkt 16 der heutigen Tagesordnung und darf Minister Berlakovich ausdrücklich danken, denn er hat Initiative gezeigt. Mit diesem Beschluss, den wir heute fassen, über 20 Millionen €, der Aufstockung der Mittel für das Umweltförderungsgesetz, setzen wir einen wichtigen Schritt, denn die Auswirkungen des Hochwassers von Mai und Juni sind noch immer zu sehen. Es wird rasch geholfen, aber man darf auch nicht vergessen, dass auch Trinkwasser- und Abwasseranlagen beschädigt und teilweise zerstört worden sind, wie auch in der Gemeinde Waidring. Und für diese Hilfe möchte ich mich bei Bundesminister Berlakovich ausdrücklich bedanken. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall des Abg. Huber sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
eine der ersten Gemeinden, die vom Hochwasser mit voller Wucht getroffen wurden. Es ging anfangs natürlich darum, die betroffenen Keller und Gebäude auszuräumen sowie all den Schlamm und Dreck wegzuschaffen. Und es ist faszinierend gewesen, welche Solidarität hier geherrscht hat, und ich möchte all den freiwilligen Helfern, aber auch den Einsatzkräften – den Feuerwehren, den Bundesheersoldaten – ausdrücklich danken. (Beifall des Abg. Huber sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
In den betroffenen Gebieten ist noch lange nicht alles so, wie es vor der Katastrophe war. Aber mit dem heutigen Beschluss setzen wir einen wichtigen Schritt, damit wir wieder Normalität herstellen können. Herzlichen Dank, Herr Minister! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Insofern war es wichtig, dass wir jetzt auch die Kennzeichnung von Strom haben. Das war das Ergebnis der Atomgipfel, die auch hier im Parlament vollzogen wurden, nämlich dass wir den Herkunftsnachweis für den Strom haben und dass wir damit verhindern, dass Atomstrom sozusagen übers Hintertürl nach Österreich kommt. Daher darf ich mich am Ende der Legislaturperiode auch recht herzlich bei den Mitgliedern des Umweltausschusses für die kritische Auseinandersetzung, für die positive Auseinandersetzung, teilweise auch für die harte Auseinandersetzung bedanken. Aber das Ziel ist klar: Wir alle wollen gemeinsam erreichen, dass wir Österreich im Umweltbereich Stück für Stück lebenswerter machen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Widmann: Hättet ihr einen gescheiten gemacht!
Lieber Rainer! Ich sage auch an dieser Stelle, ich bin doch enttäuscht, dass du oder dass das BZÖ mit den Grünen hier diesen Antrag nicht beschließen werdet (Abg. Mag. Widmann: Hättet ihr einen gescheiten gemacht!), weil letztendlich der Inhalt dieses Antrages zu 99 Prozent bereits vor etlichen Monaten an dieser Stelle gemeinsam beschlossen worden ist. Die Hauptforderungen, die vor allem vom BZÖ immer wieder gestellt worden sind, sind in diesem Antrag ganz klar formuliert worden. (Abg. Mag. Widmann: Ihr geht in die Knie vor der Atom-Lobby!)
Abg. Mag. Widmann: Ihr geht in die Knie vor der Atom-Lobby!
Lieber Rainer! Ich sage auch an dieser Stelle, ich bin doch enttäuscht, dass du oder dass das BZÖ mit den Grünen hier diesen Antrag nicht beschließen werdet (Abg. Mag. Widmann: Hättet ihr einen gescheiten gemacht!), weil letztendlich der Inhalt dieses Antrages zu 99 Prozent bereits vor etlichen Monaten an dieser Stelle gemeinsam beschlossen worden ist. Die Hauptforderungen, die vor allem vom BZÖ immer wieder gestellt worden sind, sind in diesem Antrag ganz klar formuliert worden. (Abg. Mag. Widmann: Ihr geht in die Knie vor der Atom-Lobby!)
Abg. Mag. Widmann: Was heißt das?
Zum Zweiten, zum Thema EURATOM: Ebenfalls eure Forderung! Im Antrag steht, „dass es betreffend der Geldmittel der EURATOM-Gemeinschaft zu einer Neuorientierung“ – ich betone Neuorientierung, das sind genau jene Punkte, die du nämlich gefordert hast – „kommt und diese in Hinkunft ausschließlich zu Gunsten der Sicherheitsaspekte und des bestmöglichen Schutzes der Bevölkerung verwendet werden“. (Abg. Mag. Widmann: Was heißt das?)
Beifall bei der SPÖ.
dass diese Forderungen, sobald es geht, auch wirklich realisiert werden. Ich danke für diese Beschlussfassung. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Widmann: Der Antrag ist kein Hammer!
Abgeordneter Mag. Michael Hammer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Umweltminister! Ich kann nahtlos an die Ausführungen des Kollegen Schopf anschließen. Wir setzen heute hier einen weiteren gemeinsamen Schritt, leider ohne BZÖ und die Grünen, was den Kampf gegen den Ausbau des tschechischen Atomkraftwerkes Temelín, Block III und IV, betrifft. (Abg. Mag. Widmann: Der Antrag ist kein Hammer!) Ich glaube, wir haben das ganz konsequent im Antrag drin, dass alle rechtlich und politisch möglichen Schritte gesetzt werden sollen, um das zu verhindern.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Lichtenecker: Und die Mehrheit hat nicht recht!
Ich glaube, der Beschluss ist ausgezeichnet. Schade, dass die Grünen und das BZÖ aus irgendwelchen hehren Überlegungen da nicht mitkönnen. Aber ich glaube, die Mehrheit setzt hier ein klares Zeichen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Lichtenecker: Und die Mehrheit hat nicht recht!)
Abg. Dr. Lichtenecker: Was hören wir da jetzt?
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als vorläufig letzter Redner zu diesem Tagesordnungspunkt ist Herr Abgeordneter Rädler zu Wort gemeldet. 2 Minuten. – Bitte. (Abg. Dr. Lichtenecker: Was hören wir da jetzt?)
Beifall bei der ÖVP.
Deshalb werde ich heute ausgeliefert. Ein Dankeschön an den Herrn Pilz. Ich werde dies den bürgerlichen Grünen, die zu mir dann gesagt haben, auf Bundesebene werden sie die Grünen nicht mehr wählen, auf Landesebene werden sie sie wählen, mitteilen. Aber, liebe Frau Glawischnig, vielleicht könnten Sie sich das auch einmal innerparteilich ausmachen, denn dieses Linksabdriften des Herrn Pilz kommt auf der ländlichen Ebene überhaupt nicht mehr gut an. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Die vielen tausend Nebenerwerbslandwirte, welche ihren Wein selber abgefüllt haben, selber vermarktet haben, die profitieren absolut nicht davon. Man darf eines nicht vergessen: Das ist mehr als eine Verdoppelung der Marketingbeiträge. Und das, glaube ich, werden Sie, Herr Minister, Ihren Wählern, den Bäuerinnen und Bauern, die heute schon in ihrer Existenz gefährdet sind, erklären müssen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Bundesminister, das BZÖ und ich, wir sind sicher nicht hier, damit es bequem ist. Für solche Erhöhungen sind wir nie zu haben. Und deswegen sagen wir: Genug gezahlt! Und wir werden sicher erhobenen Hauptes da dagegen stimmen und werden das auch während des gesamten Wahlkampfes den Bäuerinnen und Bauern erzählen. (Beifall beim BZÖ.)
Heiterkeit beim BZÖ.
Abgeordneter Johannes Schmuckenschlager (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Eine interessante Abschiedsrede des Agrarsprechers des BZÖ hier im Hohen Haus. (Heiterkeit beim BZÖ.) Und sie zeichnet ein ähnliches Bild, wie es sich in all Ihren Reden gezeigt hat, dass nämlich einem Mangel an Denkvermögen ein Reichtum von Ahnungslosigkeit gegenübersteht. (Zwischenrufe beim BZÖ.)
Zwischenrufe beim BZÖ.
Abgeordneter Johannes Schmuckenschlager (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Eine interessante Abschiedsrede des Agrarsprechers des BZÖ hier im Hohen Haus. (Heiterkeit beim BZÖ.) Und sie zeichnet ein ähnliches Bild, wie es sich in all Ihren Reden gezeigt hat, dass nämlich einem Mangel an Denkvermögen ein Reichtum von Ahnungslosigkeit gegenübersteht. (Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Huber: Verdoppeln! Mehr als verdoppeln!
Die österreichische Weinmarketinggesellschaft finanziert sich aus den vier Weinbau treibenden Bundesländern Niederösterreich, Steiermark, Burgenland und Wien und natürlich auch aus den Beiträgen der Weinwirtschaft, sowohl des Handels wie auch der Landwirte. Da nehmen wir nun eine Systemänderung vor und werden für die Winzer die Beiträge nicht mehr über die Fläche berechnen, sondern über die Anzahl der gefechsten Liter. (Abg. Huber: Verdoppeln! Mehr als verdoppeln!)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Weiters können wir zahlreiche Ausnahmen streichen, erleichtern somit die Einhebungsmöglichkeiten. Auch die Sektwirtschaft wird miteingebunden. Herr Huber, vielleicht können Sie sich das auch vorstellen: Eine ganze Branche wie die Sektbranche sagt: Bitte nehmen Sie uns mit, wir wollen unseren Beitrag leisten, damit wir auch an diesem guten Marketing teilhaben können! (Zwischenruf bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
vorhandenen Erhebungsmaßnahmen nun die Anrechnung dazuhängen – und das ist ja wirklich etwas Gutes! Das können Sie den Bauern sagen: Es kommt endlich wieder einmal ein Zettel weg vom Schreibtisch, und nicht einer dazu! Aber das vergessen Sie leider Gottes. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.
Ich glaube, einer der besten Weine der Welt hat sich auch ein hervorragendes Marketing verdient. Ich möchte mich an dieser Stelle bedanken bei allen Mitarbeitern der Österreichischen Marketing-Gesellschaft, die nicht nur von der Weinwirtschaft selbst gelobt wird, sondern auch zahlreiche internationale Preise erringen kann. Daher ist es nur recht und billig, ihr auch die entsprechende Ausstattung mit den rechtlichen Rahmenbedingungen sicherzustellen. (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.)
Abg. Grosz: Es spricht die Weinsprecherin ! – Abg. Schenk – auf dem Weg zum Rednerpult –: Du tust trinken, ich tu sprechen! – Abg. Grosz: Auch Flaschengeist genannt! Franks Flaschengeist!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Schenk. 2 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Grosz: Es spricht die Weinsprecherin ! – Abg. Schenk – auf dem Weg zum Rednerpult –: Du tust trinken, ich tu sprechen! – Abg. Grosz: Auch Flaschengeist genannt! Franks Flaschengeist!)
Abg. Dr. Rosenkranz: so einen Blödsinn, Frau Kollegin Schenk!
Inhaltlich hat es der Vorredner erläutert, erklärt. Ich möchte aber die Art und Weise, wie das hier jetzt durchgesetzt wird, ansprechen und hinterfragen; und ich möchte auch hinterfragen, warum sich die FPÖ nun entschieden hat, hier zuzustimmen, wo sie ja immer massiv dagegen war. (Abg. Dr. Rosenkranz: so einen Blödsinn, Frau Kollegin Schenk!) Meine sehr geehrten Damen und Herren! Kollege Huber vom BZÖ hat auch schon angesprochen, was hier im Hintergrund läuft, und vielleicht wird sich ja im Zuge der nächsten Wochen und Monate noch irgendetwas in diese Richtung aufklären.
Beifall des Abg. Ing. Lugar.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das ist der falsche Weg! Und wir werden dem sicher nicht zustimmen. – Danke. (Beifall des Abg. Ing. Lugar.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Grosz: Da hamma schon den Faul gehabt, ang’flaschelt ! – Abg. Mag. Gaßner: das ist wirklich tief! – Zwischenruf der Abg. Mag. Muttonen.
Wenn ich heute den einen oder anderen Redebeitrag verfolgt habe, dann kann ich nur raten: Greifen Sie vorher zu einem guten Glas Wein, denn: in vino veritas, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Grosz: Da hamma schon den Faul gehabt, ang’flaschelt ! – Abg. Mag. Gaßner: das ist wirklich tief! – Zwischenruf der Abg. Mag. Muttonen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber
Wir sind gefragt worden, wo das Gegengeschäft sei, was da dahinterstehe. Kollege Grosz hat gefragt – wie der Schelm ist, so denkt er halt (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber) –: Wie viele Kisten Veltliner habt ihr dafür gekriegt? – Gut, das ist halt nicht unsere Denkart, aber bitte. Ich kann ganz genau sagen, was das – unter Anführungszeichen – „Gegengeschäft“ gewesen ist, das war erst vor wenigen Sitzungen hier im Nationalrat: eine Änderung des Luftreinhaltegesetzes. Es gab einen gehegten Wunsch der Winzer, den ich auch im Parlament eingebracht habe. Es gab dann auch eine Resolution aus dem Land Niederösterreich. Es wird Winzern ermöglicht, in den schwer zugänglichen Regionen den Rebschnitt bereits im März zu verbrennen beziehungsweise auch den Bewuchs der Böschungen und so weiter, was ja die Arbeit der Winzer in diesen Regionen sehr erleichtert. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Wir sind gefragt worden, wo das Gegengeschäft sei, was da dahinterstehe. Kollege Grosz hat gefragt – wie der Schelm ist, so denkt er halt (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber) –: Wie viele Kisten Veltliner habt ihr dafür gekriegt? – Gut, das ist halt nicht unsere Denkart, aber bitte. Ich kann ganz genau sagen, was das – unter Anführungszeichen – „Gegengeschäft“ gewesen ist, das war erst vor wenigen Sitzungen hier im Nationalrat: eine Änderung des Luftreinhaltegesetzes. Es gab einen gehegten Wunsch der Winzer, den ich auch im Parlament eingebracht habe. Es gab dann auch eine Resolution aus dem Land Niederösterreich. Es wird Winzern ermöglicht, in den schwer zugänglichen Regionen den Rebschnitt bereits im März zu verbrennen beziehungsweise auch den Bewuchs der Böschungen und so weiter, was ja die Arbeit der Winzer in diesen Regionen sehr erleichtert. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Aus diesem Antrag, den ich eingebracht habe, wurde im Rahmen der Verhandlungen ein Mehrparteienantrag, der das Parlament innerhalb von zwei Monaten passiert hat. Es wurden für die österreichischen Winzer zwei wichtige Gesetze beschlossen beziehungsweise werden sie jetzt beschlossen, und das ist gut so für die österreichische Weinwirtschaft. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordneter Jakob Auer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich stehe nicht an, dem Kollegen Rosenkranz meinen ehrlichen Respekt entgegenzubringen: So perfekt, so exzellent hat selten jemand dieses Weingesetz, dieses AMA-Marketinggesetz dargelegt! – Gratuliere! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Demonstrativer Beifall des Abg. Dr. Rosenkranz.
Meine Damen und Herren, es gebe wenige Erfolgsgeschichten in der österreichischen Agrarpolitik, wird immer behauptet. – Das ist eine Erfolgsgeschichte, wo durch – zugegeben, durchaus intensive – Verhandlungen etwas möglich geworden ist. Und bei dieser Gelegenheit sollte man auch ein bisschen stolz auf die österreichische Weinkultur sein, insbesondere auf die Qualität, die die österreichischen Weinbauern erzeugen. (Demonstrativer Beifall des Abg. Dr. Rosenkranz.)
Zwischenruf des Abg. Huber.
Was ich mir heute hier anhören musste! Herr Kollege Huber, deine Darbietung war jämmerlich: Nichtwissen, keine Ahnung, inkompetent! (Zwischenruf des Abg. Huber.) Es wäre dir gut angestanden, wenn du dich schon nicht auskennst, zumindest Kollegen Rosenkranz 3 Minuten zu schenken, zuzuhören; es hätte deiner Weiterbildung gutgetan! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.
Was ich mir heute hier anhören musste! Herr Kollege Huber, deine Darbietung war jämmerlich: Nichtwissen, keine Ahnung, inkompetent! (Zwischenruf des Abg. Huber.) Es wäre dir gut angestanden, wenn du dich schon nicht auskennst, zumindest Kollegen Rosenkranz 3 Minuten zu schenken, zuzuhören; es hätte deiner Weiterbildung gutgetan! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Abg. Huber: Das ist ja eine Tatsache, bitte!
Kollege Huber behauptet ständig, die AMA sei ein Schreckgespenst, und spricht davon, wie viele Beamte da sozusagen die Bauern drangsalieren und so weiter. – Falsche Behauptungen! (Abg. Huber: Das ist ja eine Tatsache, bitte!) Es würde dir auch ganz guttun, dich einmal in Bayern zu erkundigen. Die Bayern schauen immer neidvoll nach Österreich und erklären, warum in Österreich die Geschichte mit der
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Meine Damen und Herren! Ich möchte diese Gelegenheit aber auch dafür nützen, mich beim Kollegem Sacher sehr herzlich zu bedanken, der jahrelang Mitglied des Landwirtschaftsausschusses war und in einer konstruktiven Art und Weise mitgearbeitet hat. Bei vielen anderen Mitgliedern habe ich dann später noch einmal die Chance, Danke zu sagen. Es sei ihm für die hervorragende Mitarbeit gedankt! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.) Und ich möchte auch der langjährigen ersten Bäuerin Österreichs, der Anni Höllerer, ein Dankeschön sagen (Beifall und Bravoruf des Abg. Hörl – Beifall bei der ÖVP) – nicht für die heutige Abstimmung, sondern für deine jahrzehntelange tolle Arbeit im Sinne der österreichischen Bäuerinnen, die wirklich exzellent war und ist. Viele Bäuerinnen in Österreich können sich an dir ein Beispiel nehmen! – Trotzdem hätte es mich natürlich gefreut, hättest auch du heute mitgehen können. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Grosz: Warum ging sie nicht mit?)
Beifall und Bravoruf des Abg. Hörl – Beifall bei der ÖVP
Meine Damen und Herren! Ich möchte diese Gelegenheit aber auch dafür nützen, mich beim Kollegem Sacher sehr herzlich zu bedanken, der jahrelang Mitglied des Landwirtschaftsausschusses war und in einer konstruktiven Art und Weise mitgearbeitet hat. Bei vielen anderen Mitgliedern habe ich dann später noch einmal die Chance, Danke zu sagen. Es sei ihm für die hervorragende Mitarbeit gedankt! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.) Und ich möchte auch der langjährigen ersten Bäuerin Österreichs, der Anni Höllerer, ein Dankeschön sagen (Beifall und Bravoruf des Abg. Hörl – Beifall bei der ÖVP) – nicht für die heutige Abstimmung, sondern für deine jahrzehntelange tolle Arbeit im Sinne der österreichischen Bäuerinnen, die wirklich exzellent war und ist. Viele Bäuerinnen in Österreich können sich an dir ein Beispiel nehmen! – Trotzdem hätte es mich natürlich gefreut, hättest auch du heute mitgehen können. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Grosz: Warum ging sie nicht mit?)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Grosz: Warum ging sie nicht mit?
Meine Damen und Herren! Ich möchte diese Gelegenheit aber auch dafür nützen, mich beim Kollegem Sacher sehr herzlich zu bedanken, der jahrelang Mitglied des Landwirtschaftsausschusses war und in einer konstruktiven Art und Weise mitgearbeitet hat. Bei vielen anderen Mitgliedern habe ich dann später noch einmal die Chance, Danke zu sagen. Es sei ihm für die hervorragende Mitarbeit gedankt! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.) Und ich möchte auch der langjährigen ersten Bäuerin Österreichs, der Anni Höllerer, ein Dankeschön sagen (Beifall und Bravoruf des Abg. Hörl – Beifall bei der ÖVP) – nicht für die heutige Abstimmung, sondern für deine jahrzehntelange tolle Arbeit im Sinne der österreichischen Bäuerinnen, die wirklich exzellent war und ist. Viele Bäuerinnen in Österreich können sich an dir ein Beispiel nehmen! – Trotzdem hätte es mich natürlich gefreut, hättest auch du heute mitgehen können. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Grosz: Warum ging sie nicht mit?)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Das Gegenteil ist eingetreten: Die österreichischen Konsumentinnen und Konsumenten haben dem österreichischen Wein die Treue gehalten und in einem großen Ausmaß den Heimmarkt verteidigt, durchaus auch im Vergleich mit internationalen Weinen. Wir können bestehen, und das ist eine große Leistung der österreichischen Weinwirtschaft. – Danke dafür. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Das ist ein Qualitätsweg, der beispielhaft ist. Der muss unterstützt werden, daher danke ich Ihnen, dass dieser Weg hier gemeinsam gegangen wird und dass wir beim Wein weiter im Export erfolgreich sind, aber auch im Heimmarkt unsere Erfolge haben. – Herzlichen Dank für die Unterstützung. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Dr. Rosenkranz: Ich trinke aber beide!
Abgeordneter Josef A. Riemer (FPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Ja, die Geschichte des österreichischen Weins ist eine Erfolgsgeschichte. Wir brauchen nicht zu sagen, wir haben Spitzenweine, denn der Wein hat Weltruf – top, eins, bitte! Ich denke da an die Südsteiermark, ich beziehe mich darauf – Kollege Rosenkranz kommt aus einer anderen Region –, ich nehme die Südsteiermark her. (Abg. Dr. Rosenkranz: Ich trinke aber beide!) Auch die Weißweine aus der Südsteiermark sind, bitte, Weltklasse! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Rosenkranz: So ist es! Die werde ich morgen schon trinken!) Wir reden ja nicht nur von irgendeinem kleinen Getränkeladen!
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Rosenkranz: So ist es! Die werde ich morgen schon trinken!
Abgeordneter Josef A. Riemer (FPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Ja, die Geschichte des österreichischen Weins ist eine Erfolgsgeschichte. Wir brauchen nicht zu sagen, wir haben Spitzenweine, denn der Wein hat Weltruf – top, eins, bitte! Ich denke da an die Südsteiermark, ich beziehe mich darauf – Kollege Rosenkranz kommt aus einer anderen Region –, ich nehme die Südsteiermark her. (Abg. Dr. Rosenkranz: Ich trinke aber beide!) Auch die Weißweine aus der Südsteiermark sind, bitte, Weltklasse! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Rosenkranz: So ist es! Die werde ich morgen schon trinken!) Wir reden ja nicht nur von irgendeinem kleinen Getränkeladen!
Beifall bei FPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Dazu trägt natürlich auch die Weinbauschule Silberberg bei, die internationalen Ruf hat. Ein Hut-ab!, diesen Bäuerinnen und Bauern, die dort lernen, den Lehrern und so weiter. Da brauchen wir uns nicht zu verstecken, vor niemandem – nicht vor Kalifornien, nicht vor dem Rheinwein. Das ist absolut Spitze! (Beifall bei FPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Ruf: Slowenen! – Abg. Dr. Rosenkranz: 1953 hat es keine Slowenen dort gegeben!
Ein zweites Problem, das vielleicht auch mit dem Wein zu tun hat, ist eine südsteirische Geschichte. Es gibt bei uns die Geschichte der sogenannten Doppelbesitzer nach dem Gleichenberger Abkommen. Das Gleichenberger Abkommen hat es 1952 ungefähr 50 Weinbauern jenseits der Grenze erlaubt, ihre kleinen Landstriche zu bewirtschaften. Da geht es um 50 Hektar; nicht dass man meint, das sei riesig. Auf der anderen Seite konnten auch Jugoslawen auf der österreichischen Seite ihre bewirtschaften. (Ruf: Slowenen! – Abg. Dr. Rosenkranz: 1953 hat es keine Slowenen dort gegeben!)
Beifall bei der FPÖ.
Das gilt nur für 35 bis 50 Kleinstbauernbetriebe. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: Uhr einstellen! Das waren jetzt 8 Minuten!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Höllerer. 2 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Dr. Jarolim: Uhr einstellen! Das waren jetzt 8 Minuten!)
Abg. Huber: Ja, unglaublich!
Ein 10-Hektar-Betrieb zahlt derzeit 550 € Marketingbeiträge an die Wein Marketing GmbH und wird künftig 1 200 € an die Wein Marketing GmbH zu bezahlen haben (Abg. Huber: Ja, unglaublich!), wenn es ein flaschenabfüllender Betrieb ist, der eine Größe von 10 Hektar aufzuweisen hat. Diese Berechnung fußt auf der Durchschnittsernte der letzten fünf Jahre und stützt sich auf die Daten der Statistik Austria.
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Huber. – Abg. Dr. Rosenkranz: Frau Höllerer, ich glaube, diesen 1 Cent pro Flasche zahlt der Konsument gerne! 1 Cent pro Flasche!
Damit verbunden ist eine mehr als Verdoppelung der Wein-Marketing-Beiträge, und das stellt für die kleinen und mittleren Weinbaubetriebe, die flaschenabfüllende Betriebe sind, eine enorme finanzielle Belastung dar. Sie ist meiner Meinung nach ungerechtfertigt, und daher werde ich diesem Gesetz nicht zustimmen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Huber. – Abg. Dr. Rosenkranz: Frau Höllerer, ich glaube, diesen 1 Cent pro Flasche zahlt der Konsument gerne! 1 Cent pro Flasche!)
Beifall bei Grünen und SPÖ sowie der Abgeordneten Huber und List.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Meine Damen und Herren! Herr Bundesminister! Zu Beginn möchte ich eines anbringen: Meine Hochachtung!, an die Kollegin Höllerer, dass sie sich gegen ihre Männerriege im Bauernbund stellt. (Beifall bei Grünen und SPÖ sowie der Abgeordneten Huber und List.) Das vorneweg, da möchte ich einmal anerkennend meine Wertschätzung ausdrücken. Das ist eine seltene Gelegenheit, auch darauf hinzuweisen, dass es Bäuerinnen sehr schwer haben, in der Landwirtschaft politisch zu Wort zu kommen.
Beifall bei Grünen und BZÖ – Abg. Huber – in Richtung des Abg. Jakob Auer –: Der darf das sagen?
Ich erinnere mich noch gut daran, als Kollege Jannach zu Recht – zu Recht! – gesagt hat: Wenn wir schon das AMA-Gesetz ändern, dann müssen wir da auch endlich demokratische Zustände herstellen und eine ausreichende Kontrolle vorsehen! – Das ist das Problem, meine Damen und Herren! Die AMA ist ein Staat im Staat. Viele Bauern und Bäuerinnen erleben sie als Terroreinrichtung (Beifall bei Grünen und BZÖ – Abg. Huber – in Richtung des Abg. Jakob Auer –: Der darf das sagen?), als Terroreinrichtung gegen ihre eigenen Interessen, und das mit Deckung teilweise der Landwirtschaftskammern und mit Deckung des Ministeriums.
Abg. Dr. Rosenkranz: Anton Wallner? Das ist ja ein Burschenschafter!
Der Herr Bundesminister hat ja großartig verkündet, es wird eine Frist geben, damit die Probleme auf den Almen gelöst werden. Was ist die Realität? – Von 300 Fällen in Salzburg wurden gerade einmal 12 Fälle geprüft. Anton Wallner, der Sprecher der Salzburger Almbauern (Abg. Dr. Rosenkranz: Anton Wallner? Das ist ja ein Burschenschafter!), sagt: Wir wurden angelogen und vertröstet. Ich hätte mir nie gedacht, dass es so schmutzig zugehen kann.
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Huber und List.
Transparenz herzustellen, Kollege Auer. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Huber und List.)
Beifall bei Grünen und BZÖ.
Und wenn du hier heute Kollegen Huber maßregelst, dass er irgendetwas nicht weiß, dann muss ich dir schon sagen: Was du öffentlich über den Weinbau erzählt hast und dass das Sondermüll wäre, was die Biobauern auf den Flächen machen, das ist wirklich unter jeder Kritik! (Beifall bei Grünen und BZÖ.) Du hast das ja Gott sei Dank auch richtigstellen müssen, denn so ist es nicht!
Beifall bei den Grünen. – Abg. Kopf: ... Selbstgerechtigkeit der Grünen.
Es ist ungeheuerlich, wenn sich die Selbstgerechtigkeit des Bauernbundes hier darin äußert, anderen Abgeordneten irgendwie vorzuschreiben, was sie zu denken haben. – Das wird es nicht geben! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kopf: ... Selbstgerechtigkeit der Grünen.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Ich habe gesagt, die Bäuerinnen und Bauern ...!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Herr Abgeordneter Dr. Pirklhuber, für den Vorwurf, dass die AMA eine Terroreinrichtung ist (Abg. Dr. Pirklhuber: Ich habe gesagt, die Bäuerinnen und Bauern ...!) – das haben Sie dann im zweiten Satz zu relativieren versucht –, erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf, weil ich glaube, das ... (Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist aber nicht in Ordnung! – Abg. Krainer: Da hat aber jemand großen Spaß!) – Schauen Sie im Protokoll nach! Ich habe das mitgelesen.
Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist aber nicht in Ordnung! – Abg. Krainer: Da hat aber jemand großen Spaß!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Herr Abgeordneter Dr. Pirklhuber, für den Vorwurf, dass die AMA eine Terroreinrichtung ist (Abg. Dr. Pirklhuber: Ich habe gesagt, die Bäuerinnen und Bauern ...!) – das haben Sie dann im zweiten Satz zu relativieren versucht –, erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf, weil ich glaube, das ... (Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist aber nicht in Ordnung! – Abg. Krainer: Da hat aber jemand großen Spaß!) – Schauen Sie im Protokoll nach! Ich habe das mitgelesen.
Beifall bei der FPÖ.
Ich denke, damit tut man den Bauern sehr unrecht. Man schafft unnotwendigerweise eine bürokratische Hürde, eine Aufzeichnungspflicht, die jetzt auf den Wald ausgeweitet wird, und deswegen werden wir dieser Vorlage nicht zustimmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Dieses Gesetz werden wir beschließen müssen, ich bitte aber darum, dass man bei der Evaluierung der EU-Holzverordnung versucht, noch einmal entsprechend nachzubessern. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Deshalb ist es schade, dass der Bauernbund daraus nicht gelernt hat und heute von nachhaltiger Intensivierung statt von einer Ökologisierung der Landwirtschaft spricht, denn wenn Sie es ernst nehmen, dann können Sie diese zwei Worte nicht gleichzeitig verwenden, so wie Sie es derzeit tun. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Darum geht es, und darum habe ich Sie, Herr Minister, auch schon mehrfach ersucht. Das ist bisher leider noch nicht ausreichend gelungen, aber es kommt ja eine neue Legislaturperiode und somit auch eine neue Chance. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Viel gescheiter ist es, wenn wir eine gerechte Agrarpolitik machen, eine Agrarwende, einen Aufschwung erreichen, damit wir endlich wieder konkurrenzfähig sind. Deshalb gibt es auch nur eines: Weg von dieser ÖVP! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Was hat die ÖVP gemacht? – Die ÖVP hat – und das ist nicht überheblich – über Generationen nachhaltig Agrarpolitik in Österreich gestaltet. Es ist auch gelungen, die bäuerliche Struktur, wie wir sie haben, diese kleinbäuerliche Struktur, trotz der Globalisierung der Märkte in Europa aufrechtzuerhalten. Wir können froh sein, dass es diese Struktur gibt, dass es diese Bäuerinnen und Bauern gibt, weil sie genau das bieten, was sich die Menschen in Österreich wünschen: nachvollziehbare Produktion. – Und das reden Sie madig, Herr Kollege Huber, schämen Sie sich! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das ist nicht der Stil, den wir bisher verfolgt haben, möchte ich hier heute auch offen sagen, sondern da werden wir uns verbünden müssen – Arbeitnehmer und Waldbauern für gerechte Löhne und für gerechte Preise für die heimische Forstwirtschaft. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Ein Bauer soll nicht einen eigenen Buchhalter anstellen müssen, damit er das Ganze regeln kann, sondern es muss ganz klar strukturiert sein, mit einer ganz klaren Vorgabe, damit sich auch jeder auskennt und am Ende des Tages der heimische Holzmarkt wieder floriert und viele Beschäftigte aufnehmen kann. Das würde ich mir wünschen, und es ist, glaube ich, auch unsere Aufgabe und auch die der Bundesregierung, das auf breite Beine zu stellen und so schnell wie möglich umzusetzen. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Zwischenruf des Abg. Huber
Die zweite Sache zur Landwirtschaftspolitik: Herr Abgeordneter Huber, Sie stellen sich jedes Mal hier ans Rednerpult – das ist Ihr gutes Recht – und versuchen, alles in Grund und Boden zu reden. Aber vergegenwärtigen Sie sich einfach die Fakten (Zwischenruf des Abg. Huber): Die Struktur der österreichischen Land- und Forstwirtschaft ist kleinstrukturiert. Obwohl der Wettbewerbs- und der Marktdruck gewaltig sind, haben wir trotzdem im Vergleich zu vielen europäischen Ländern eine kleinstrukturierte bäuerliche Landwirtschaft. (Abg. Huber: Vergleichen wir Südtirol mit Nordtirol, Salzburg mit Bayern!)
Abg. Huber: Vergleichen wir Südtirol mit Nordtirol, Salzburg mit Bayern!
Die zweite Sache zur Landwirtschaftspolitik: Herr Abgeordneter Huber, Sie stellen sich jedes Mal hier ans Rednerpult – das ist Ihr gutes Recht – und versuchen, alles in Grund und Boden zu reden. Aber vergegenwärtigen Sie sich einfach die Fakten (Zwischenruf des Abg. Huber): Die Struktur der österreichischen Land- und Forstwirtschaft ist kleinstrukturiert. Obwohl der Wettbewerbs- und der Marktdruck gewaltig sind, haben wir trotzdem im Vergleich zu vielen europäischen Ländern eine kleinstrukturierte bäuerliche Landwirtschaft. (Abg. Huber: Vergleichen wir Südtirol mit Nordtirol, Salzburg mit Bayern!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Huber.
Gerade zuletzt haben wir bewiesen, dass wir für diese bäuerlichen Betriebe kämpfen. Denn vier Jahre lang wurden jetzt Verhandlungen zur Gemeinsamen Agrarpolitik für die kommende Periode in der Europäischen Union geführt. Da ist es darum gegangen, ob wir uns in Richtung Agrarindustrie entwickeln oder nach wie vor bäuerliche Familienbetriebe unterstützen – und das ist geglückt. Wir haben bei diesen Verhandlungen unsere österreichischen Forderungen durchgebracht, nämlich dass ein Bauer zukünftig Direktzahlungen bekommt, wenn er sich umweltfreundlich verhält. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Huber.) Das wird in Zukunft in ganz Europa so sein, was bisher nicht der Fall war.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Es ist möglich, dass ein Staat wie Österreich mehr für die Umwelt tut in der Landwirtschaft, nämlich wenn wir ein Umweltprogramm haben, wenn wir ein Bergbauernprogramm haben, wenn wir das Programm für den ländlichen Raum machen, und das haben wir erreicht. Wir haben das auch in Bezug auf die finanziellen Mittel erreicht. So helfen wir der bäuerlichen Landwirtschaft in Österreich, und das wird auch in Zukunft so sein. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Präsident Neugebauer übernimmt wieder den Vorsitz.
Unsere Waldbauern haben da einen wichtigen Beitrag für die Ökologie zu leisten, sie müssen aber auch ein Einkommen erzielen. Wir haben daher Interesse daran, dass die Industrie, die Holz- und Papierindustrie funktioniert, dass die Menschen dort einen Arbeitsplatz haben. Aber Waldarbeit ist nach wie vor gefährlich, und daher müssen die Waldbauern auch einen entsprechenden Lohn beziehungsweise ein entsprechendes Entgelt für ihr Produkt bekommen. (Präsident Neugebauer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Herzlichen Dank für die Zustimmung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und BZÖ.
Ich wünsche allen Kolleginnen und Kollegen im Hohen Haus ruhige Sommerferien – es waren fünf harte und arbeitsreiche Jahre, sowohl für die Regierungsparteien als auch für die Oppositionsparteien –, in der Hoffnung, dass der Wahlkampf nicht allzu deftig ausfällt, denn wir sehen uns ja alle oder viele von uns sehen sich ja im Herbst wieder. – Danke schön. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ein Beispiel dazu: Schenkt der Bauer seinem Nachbarn, weil der Nachbar gerade zwei Meter Brennholz braucht und die beiden eine gute Nachbarschaft pflegen, zwei Meter Brennholz, dann ist der Bauer verpflichtet, über diese zwei Meter Brennholz Aufzeichnungen zu führen, Buch zu führen. Das kann es nicht sein, meine sehr verehrten Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei FPÖ und BZÖ.
Herr Kollege Franz Eßl, wenn du sagst, dass das nicht in Ordnung ist, dann brauchst du nur dagegen zu stimmen, denn jedem Blödsinn, der von der EU kommt, müssen wir sicher nicht zustimmen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Abg. Scheibner: Ihr unterstellt den Bauern, dass sie täuschen! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.
Zu dem Beispiel meines Vorredners mit den zwei Metern Holz für den Nachbarn: Das wird dann wohl am Stammtisch bei einem Bier als Eigenverbrauch ausgemacht werden. (Abg. Scheibner: Ihr unterstellt den Bauern, dass sie täuschen! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich denke, dass wir mit dem, was wir da international geregelt haben, auf nationaler Ebene kein Problem haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich habe das am Beginn meiner Rede bereits erläutert: Die EU-Kommission hat gegen den Widerstand der Agrarlobby und gegen den Widerstand der Pharmafirmen oder Agrochemiekonzerne entschieden. Das ist der beste Beweis dafür, dass diese Mittel mehr als schädlich sind, weswegen ein Verbot dieser Mittel absolut gerechtfertigt ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Scheibner. – Abg. Königsberger-Ludwig: Aber der Kollege Schultes auch!
Abgeordneter Ing. Franz Windisch (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Der Sack wird zugemacht, das Pflanzenschutzmittelpaket ist ausverhandelt – ein Themenfeld, das ja die NGOs, die Grünen und leider Gottes auch so mancher Agrarsprecher mit Skandalisierung und Emotionalisierung aufgeladen hat. (Zwischenruf des Abg. Scheibner. – Abg. Königsberger-Ludwig: Aber der Kollege Schultes auch!) Es wurde auf der Medienorgel sozusagen rauf und runter gespielt.
Abg. Riepl: Das schlucke ich aber nicht! – Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Ariel, Meister Proper: zweieinhalbmal so giftig. Duftstoffe, Rosenduft: sechsmal so giftig. (Abg. Riepl: Das schlucke ich aber nicht! – Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Beifall bei der ÖVP.
Also bitte schön, lassen wir die Kirche im Dorf, hören wir auf mit dieser Hysterie! Wägen wir Risken und Nutzen ab! Hören wir auf mit dem Pflanzenschutz-Bashing, das betrieben worden ist! Kommen wir in eine andere Ära hinein, in eine andere Phase, denn eines ist klar: Lebensmittel müssen auch in Hinkunft leistbar sein und bleiben, und ohne Pflanzenschutz ist das schlicht und einfach nicht möglich! (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Ist heute Fasching? – Abg. Dr. Bartenstein – auf das gelbe T-Shirt mit der Aufschrift „Ohne Biene gehn wir Maja“ des Abg. Dr. Pirklhuber deutend –: Ah, ist das fesch! – Abg. Dr. Pirklhuber – auf dem Weg zum Rednerpult –: Ja, nach wie vor!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Dr. Pirklhuber. – Bitte. (Ruf bei der ÖVP: Ist heute Fasching? – Abg. Dr. Bartenstein – auf das gelbe T-Shirt mit der Aufschrift „Ohne Biene gehn wir Maja“ des Abg. Dr. Pirklhuber deutend –: Ah, ist das fesch! – Abg. Dr. Pirklhuber – auf dem Weg zum Rednerpult –: Ja, nach wie vor!)
Beifall bei den Grünen.
Meine Damen und Herren, diese 115 000 € waren keine öffentlichen Mittel, sondern Mittel der chemischen Industrie. Die haben an diesem Forschungsprojekt teilgenommen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Er hat von wir gesprochen, also von der chemische Industrie. Sie sehen, diesen Interessenkonflikt haben wir nicht aufgelöst. Das ist eine politische Baustelle, der wir uns widmen müssen. Diese Interessenskollision zwischen Kontrolle, Forschung und Aufklärung und den Interessen der chemischen Industrie darf in staatlichen Organisationen und Einrichtungen wie der AGES nicht in dieser Form unwidersprochen bleiben. Da haben wir Handlungsbedarf. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
sprecher Kurt Gaßner und Dr. Rudi Kracher sowie allen Mitstreiterinnen und Mitstreitern quer durch alle Fraktionen herzlichen Dank, Anerkennung und Respekt! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Die Rednerin überreicht Bundesminister Dipl.-Ing. Berlakovich ein Glas Honig. – Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Herr Bundesminister, auch Sie konnten letztendlich von dieser heutigen klugen Entscheidung überzeugt werden. Ich weiß, Sie bekommen oft Saures, heute gibt es ein süßes Danke aus dem Haus der Bienen für Sie. (Die Rednerin überreicht Bundesminister Dipl.-Ing. Berlakovich ein Glas Honig. – Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Alles Gute für Sie! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall beim BZÖ.
ausschuss gegeben hat, war einzig und allein meine Initiative, die Initiative des BZÖ. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Jeder sollte wissen: In allen Gemeinden, in Schulen, in all den Gärten, auf den Spielplätzen, auf den Golfplätzen wird dieses Glyphosat eingesetzt, auch von den ÖBB. Das BZÖ war sich nie zu schade, alle Missstände aufzuzeigen und als unabhängige Mandatare auch gegen die Industrie zu kämpfen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Diesen Weg werden wir weitergehen, denn es ist der richtige Weg. Liebe Kollegen von der ÖVP! Ich sage und garantiere euch: Mit mir und dem BZÖ werdet ihr sehr wohl noch sehr lange rechnen müssen! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Warum eigentlich?
Da ich beim Thema Herbst angekommen bin, möchte ich Ihnen mitteilen – einige von Ihnen wissen es ja schon –, dass ich nicht mehr kandidieren werden und dass dies sozusagen meine letzte Rede hier im Hohen Haus ist. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Warum eigentlich?)
Allgemeiner Beifall. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wieso stellt ihr ihn denn nicht mehr auf?
In diesem Sinne für Sie alle alles Gute! – Danke. (Allgemeiner Beifall. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wieso stellt ihr ihn denn nicht mehr auf?)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
In diesem Sinne bedanke ich mich für den breiten Konsens, der garantiert, dass wir eine produzierende Landwirtschaft mit ökologischer Verantwortung haben. Abschließend möchte ich mich auch bei den Mitgliedern des Agrarausschusses für die konstruktive, kritische Auseinandersetzung bedanken, die doch immer wieder davon getragen wurde, dass man einerseits den Konsumenten, aber andererseits auch der Landwirtschaft eine Perspektive geben will. – Herzlichen Dank für die Unterstützung. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei FPÖ und SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich darf noch im Namen unserer Fraktion, auch im Namen unseres Agrarsprechers, dir, lieber Kurt Gaßner, herzlich für die Sachlichkeit und für die gute Zusammenarbeit danken. Du bist ein Experte, ein Landwirtschaftsexperte, und ich darf dir im Namen unseres Agrarsprechers Harald Jannach und auch von meiner Seite unseren Dank aussprechen. – Herzlichen Dank. (Beifall und Bravorufe bei FPÖ und SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ und Grünen. – Abg. Grosz: Auflösungstendenzen im Parlament! Alle fünf Minuten geht einer!
Ein herzliches Dankeschön, und ich wünsche dir auf deinem neuen Lebensweg alles, alles Gute. Ich hoffe, wir sehen uns doch das eine oder andere Mal noch hier im Parlament. – Alles Gute! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ und Grünen. – Abg. Grosz: Auflösungstendenzen im Parlament! Alle fünf Minuten geht einer!)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.
Dazu kommt der saure Regen, der zum Beispiel die Neonics lösen kann. Darüber sollten wir sachlich reden. Ich denke, wir sollten auch darüber reden, wie wir in Zukunft nicht die Medizinindustrie füttern, damit die Leute nicht aufgrund dessen krank werden. Der Mensch ist, was er isst. Geben wir dem Menschen das Richtige! Helfen wir den Bauern, helfen wir uns allen! Dann ist Österreich ein Feinkostladen, und das sind wir auch unseren Kindern schuldig. Es geht in einem weiteren Schritt nicht um die Bienen allein, sondern es geht um unsere Gesundheit. Ziel muss es daher sein, alle Pflanzengifte so rasch wie möglich zu ersetzen. Bitte investieren wir hier in Forschung! – Danke. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.)
Abg. Königsberger-Ludwig: Da hätten wir auch schon früher Zeit gehabt!
Ich möchte es aber in dieser Stunde nicht verabsäumen, auch an jene zu denken, die die Konsequenzen davon zu tragen haben, und das sind beispielsweise Menschen aus kleinstbäuerlichen Strukturen in der Südsteiermark, die nach dem Krieg mit Schwein und Mais zu Wohlstand gekommen sind – trotz dieser kleinbäuerlichen Struktur. Gerade jetzt in diesem Moment ist es auch ein Gebot der Stunde, nachzudenken, wie wir diesen kleinbäuerlichen Familien in der Südsteiermark und auch in anderen Gebieten – in Grünlandgebieten, die auch betroffen sind – mit entsprechenden Maßnahmen über diese Hürde hinweghelfen können. (Abg. Königsberger-Ludwig: Da hätten wir auch schon früher Zeit gehabt!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Königsberger-Ludwig: Da müsst ihr die Politik umstellen, Herr Grillitsch!
Abschließend habe ich noch die Bitte, weiter in einem solchen Konsens zu arbeiten, weil ich glaube, dass die Bäuerinnen und Bauern gerade dieser kleinbäuerlichen Familien in Österreich es nicht verdient haben, ständig als Giftspritzer, Tierquäler, Steuerprivilegierte und Förderungsempfänger dargestellt zu werden. Helfen wir ihnen! Führen wir eine sachliche, offene Diskussion! – Die Bäuerinnen und Bauern haben diese verdient. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Königsberger-Ludwig: Da müsst ihr die Politik umstellen, Herr Grillitsch!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke, bei der Diskussion, die wir führen, soll es nicht darum gehen, nur im Auge zu haben, wie man möglichst Erträge von Landwirtschaft steigern könnte, sondern es sollte wirklich darum gehen, wie wir auf dieser Erde so überleben können, dass alle überleben können. Ich glaube, dass die richtige Vorgehensweise sein müsste, erst herauszufinden, wie diverse Mittel auf Organismen, auf Nützlinge, auf Schädlinge wirken und wie man sie so einsetzen kann, dass man die Umwelt möglichst in Balance hält. Alles andere, nämlich das Einsetzen von Mitteln, von denen wir nicht wirklich genau wissen, wie sie wirken, ist Biozid im wahrsten Sinne des Wortes. Wir Menschen sollten jedenfalls nicht zu Schädlingen dieser Erde werden. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Man kann auch Kompromissfähigkeit sagen!
Dass dies möglich wurde, ist letztlich der Hartnäckigkeit und Steherqualität unseres Landwirtschaftssprechers Kurt Gaßner und der Nachgebefähigkeit vom Kollegen Jakob Auer zu verdanken. – Ich danke euch beiden für eure Weitsicht. (Heiterkeit und Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Man kann auch Kompromissfähigkeit sagen!)
Abg. Binder-Maier überreicht Abg. Mag. Gaßner einen Strohhut. – Heiterkeit.
Lieber Herr Kollege Gaßner, du hast die Anliegen zum Schutz der Bienen unter einen Hut gebracht und darfst dir die frühzeitige Rettung der Bienen auf den nun von Kollegin Binder-Maier überreichten Hut schreiben. (Abg. Binder-Maier überreicht Abg. Mag. Gaßner einen Strohhut. – Heiterkeit.) Danke für deinen unermüdlichen Einsatz für den ländlichen Raum, für die Gemeinden und für die Fördergerechtigkeit in der Landwirtschaft. (Beifall bei SPÖ, ÖVP, FPÖ und Grünen.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, FPÖ und Grünen.
Lieber Herr Kollege Gaßner, du hast die Anliegen zum Schutz der Bienen unter einen Hut gebracht und darfst dir die frühzeitige Rettung der Bienen auf den nun von Kollegin Binder-Maier überreichten Hut schreiben. (Abg. Binder-Maier überreicht Abg. Mag. Gaßner einen Strohhut. – Heiterkeit.) Danke für deinen unermüdlichen Einsatz für den ländlichen Raum, für die Gemeinden und für die Fördergerechtigkeit in der Landwirtschaft. (Beifall bei SPÖ, ÖVP, FPÖ und Grünen.)
Allgemeiner Beifall.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, ich wünsche Ihnen beziehungsweise euch, liebe GenossInnen, für die Zukunft alles Gute, vor allem die Toleranz und den notwendigen Respekt vor Andersdenkenden sowie die Weitsicht, um gemeinsam erfolgreich für unser schönes Österreich weiterzuarbeiten. – Glück auf! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich danke für die Beschlussfassung. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Pirklhuber: die Genossenschaften!
Meine Damen und Herren, es ist ja bemerkenswert, und ich freue mich darüber, wenn man meint, wir sollten noch weiter gehen, noch mehr in Richtung bester Qualität. Ich darf nur daran erinnern, Österreich hat die Gentechnikfreiheit auch bei der Milch. Preislich null Auswirkungen, Mehrkosten pro Tonne: 90 €! Niemand zahlt den Bauern auch nur einen Cent mehr, im Gegenteil. (Abg. Dr. Pirklhuber: die Genossenschaften!) Nicht die Genossenschaften, wir haben ja auch viele freie Molkereien, lieber Kollege Pirklhuber! (Abg. Dr. Pirklhuber: Aber die meisten sind Genossenschaften!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Aber die meisten sind Genossenschaften!
Meine Damen und Herren, es ist ja bemerkenswert, und ich freue mich darüber, wenn man meint, wir sollten noch weiter gehen, noch mehr in Richtung bester Qualität. Ich darf nur daran erinnern, Österreich hat die Gentechnikfreiheit auch bei der Milch. Preislich null Auswirkungen, Mehrkosten pro Tonne: 90 €! Niemand zahlt den Bauern auch nur einen Cent mehr, im Gegenteil. (Abg. Dr. Pirklhuber: die Genossenschaften!) Nicht die Genossenschaften, wir haben ja auch viele freie Molkereien, lieber Kollege Pirklhuber! (Abg. Dr. Pirklhuber: Aber die meisten sind Genossenschaften!)
Beifall bei der ÖVP.
Wir sollten schon daran erinnern, dass wir in Österreich eine umweltgerechte Landwirtschaftspolitik betreiben, und so manche Schläge sind ungerecht gewesen, die der Herr Bundesminister in diesem Zusammenhang eingesteckt hat. Das sollte man auch einmal dazusagen. (Beifall bei der ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Ein herzliches Danke. Ich sage ausdrücklich danke über die Parteigrenzen hinweg, persönlich danke – und wünsche dir alles Gute. (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Mag. Gaßner kommt mit einem Strohhut in der Hand zum Rednerpult. – Abg. Dr. Pirklhuber: Aufsetzen! Aufsetzen!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Mag. Gaßner. – Bitte. (Abg. Mag. Gaßner kommt mit einem Strohhut in der Hand zum Rednerpult. – Abg. Dr. Pirklhuber: Aufsetzen! Aufsetzen!)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen.
Abgeordneter Mag. Kurt Gaßner (SPÖ): Ich setze meinen Hut dann auf, wenn ich glaube, ich brauche ihn. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen.)
Abg. Huber: Glyphosate, habe ich gesagt! Roundup!
Ich muss aber trotzdem zum Kollegen Huber noch eines sagen. Er hat davon gesprochen, dass die ÖBB Neonicotinoide verwenden würden. Das ist falsch! (Abg. Huber: Glyphosate, habe ich gesagt! Roundup!) Die verwenden etwas anderes, nur damit das einmal klar ist! Sagt das nicht immer!
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.
Dass dies möglich wurde, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist der hervorragenden Zusammenarbeit im Landwirtschaftsausschuss zu verdanken. Das war zum Teil relativ hart, das war zum Teil nicht leicht. Und ich bedanke mich dafür wirklich bei allen Mitgliedern dieses Ausschusses, vor allem bei dir, lieber Jakob. Das klingt jetzt etwas komisch, wenn wir uns jetzt gegenseitig hier loben, aber es hat auch schon andere Zeiten gegeben, da war es noch ein bissel härter. Aber wir haben doch immer wieder einen Konsens gefunden und, wie ich glaube, gute Lösungen. Danke! Ich wünsche dir, dass das auch in der nächsten Periode so weitergeht. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ und bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ, Grünen, BZÖ und Team Stronach.
Vor allem möchte ich mich aber bei den Fraktionsmitgliedern der Sozialdemokratie im Landwirtschaftsausschuss ganz herzlich bedanken. Ich möchte dem Parlament sagen, es ist wirklich gescheit, in Ausschüssen zu arbeiten, wo 50 Prozent Frauen drinnen sind. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ und bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ, Grünen, BZÖ und Team Stronach.)
Heiterkeit.
Da hinten steht der Rudi Kracher, Dr. Rudolf Kracher. Bei dir möchte ich mich auch bedanken, lieber Rudi. Komm vor, damit ich dich sehe beim Bedanken! (Heiterkeit.) Du hast nicht nur fachlich gut für uns gesorgt und uns hervorragend betreut, sondern auch menschlich. Ich weiß, du hörst jetzt auf, so wie ich. Ich wünsche dir für die nächste Zeit alles Gute. Besten Dank für deine Arbeit! Und wir werden uns sicher öfter sehen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen, BZÖ und Team Stronach.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen, BZÖ und Team Stronach.
Da hinten steht der Rudi Kracher, Dr. Rudolf Kracher. Bei dir möchte ich mich auch bedanken, lieber Rudi. Komm vor, damit ich dich sehe beim Bedanken! (Heiterkeit.) Du hast nicht nur fachlich gut für uns gesorgt und uns hervorragend betreut, sondern auch menschlich. Ich weiß, du hörst jetzt auf, so wie ich. Ich wünsche dir für die nächste Zeit alles Gute. Besten Dank für deine Arbeit! Und wir werden uns sicher öfter sehen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen, BZÖ und Team Stronach.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ja, es ist das jetzt auch meine letzte Rede hier. Ich war 16 Jahre lang hier im Hohen Haus. Es war sehr, sehr spannend, es war einfach ein Erlebnis, hier sein zu dürfen. Nun möchte ich auch einmal denen danken, die es möglich gemacht haben, dass ich hier 16 Jahre bleiben konnte: Das sind meine Wählerinnen und Wähler gewesen. Die haben es mir ermöglicht. Dafür herzlichen Dank! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Ich hoffe, dass ich sie nicht allzu sehr enttäuscht habe.
Allgemeiner Beifall.
Vor allem aber danken möchte ich den Damen und Herren des Stenographischen Dienstes, denn ich habe mich oft gewundert, wie sie es zustande bringen, lesbare Protokolle aus dem zu machen, was hier heraußen erzählt wird. Danke schön. (Allgemeiner Beifall.)
Allgemeiner Beifall.
Ich höre schon auf – mit zwei Wünschen. Ich ersuche den neuen Nationalrat und die Politik, sich fürderhin um den ländlichen Raum, um die ländlichen Regionen wirklich zu kümmern und Sorgen zu machen, denn das ist ein Bereich, wo ich manchmal den Eindruck habe, dass er etwas vernachlässigt wird. Er ist nämlich nicht nur Landwirtschaft, sondern es geht dort um alle Menschen, die dort wohnen und leben. Daher bitte ich Sie, wirklich auf diese Regionen zu schauen. (Allgemeiner Beifall.)
Heiterkeit
Wie könnte es anders sein: Mein letzter Wunsch – mein letzter Wunsch hier! (Heiterkeit); der lacht schon; nein, nein, mein ganz letzter ist es noch nicht! –, mein letzter Wunsch hier im Parlament ist der, dass die Gemeinden in Zukunft die finanziellen Mittel bekommen, die sie dazu brauchen, um die ihnen aufgetragenen Aufgaben zu erfüllen. Das sollte wirklich möglich sein. (Allgemeiner Beifall.)
Allgemeiner Beifall.
Wie könnte es anders sein: Mein letzter Wunsch – mein letzter Wunsch hier! (Heiterkeit); der lacht schon; nein, nein, mein ganz letzter ist es noch nicht! –, mein letzter Wunsch hier im Parlament ist der, dass die Gemeinden in Zukunft die finanziellen Mittel bekommen, die sie dazu brauchen, um die ihnen aufgetragenen Aufgaben zu erfüllen. Das sollte wirklich möglich sein. (Allgemeiner Beifall.)
Allgemeiner Beifall.
Auf Wiedersehen! (Allgemeiner Beifall.)
Allgemeiner Beifall.
Wer auch in dritter Lesung für den Entwurf ist, den bitte ich um ein Zeichen. – Das ist Einstimmigkeit. Der Gesetzentwurf ist somit auch in dritter Lesung angenommen. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinn bitte ich um Beschlussfassung. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Eine Fülle von Vorschlägen, die es umzusetzen gilt. Ich glaube, wir sind da auf einem sehr guten Weg, und wir freuen uns daher auf den Beschluss. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Diese Schwachstelle müssen wir im Auge behalten und bei allfälligen Reformen hier ansetzen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Grosz.
Das hat begonnen im „Mittagsjournal“ am 26. Juni. Da haben Sie sich zur Aussage hinreißen lassen: Die Gefängnisse sind halt kein Paradies. – Als ob das Paradies schon verwirklicht wäre, wenn man die Sicherheit hat, nicht vergewaltigt zu werden. Eine unglaubliche Aussage, die an Zynismus nicht zu überbieten ist! (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Grosz.)
Beifall bei den Grünen.
Panne vier: Sie werden zur Entschädigung befragt. – Es ist mir schon klar, dass eine Entschädigungsfrage immer heikel ist. Sie sind an Gesetze gebunden. Das ist aber nicht der Punkt! Sie haben in einer untragbaren Art flapsig geantwortet, Sie haben gesagt: Ich kann nicht einfach mit dem Geld um mich werfen! – Im Casino wirft man mit dem Geld um sich, aber nicht in der Frage, ob ein Jugendlicher, der im Gefängnis vergewaltigt worden ist, möglicherweise einen Entschädigungsanspruch hat. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wir brauchen dringend Reformen im Strafvollzug. Und wir brauchen eine Justizministerin, die dazu in der Lage ist. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ.
Dieses Ungleichgewicht, Frau Bundesminister, müssen Sie in Angriff nehmen, bevor Sie die halbe Steiermark im Nationalratswahlkampf unsicher machen. Da haben Sie in diesem Sommer noch genug zu tun! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich erinnere Sie an die Politjustiz und an die Staatsanwälte in der roten Staatsanwaltschaft Wien, wo gegen einen Bundeskanzler Faymann in der Inseratenaffäre die Verfahren eingestellt wurden oder wo von 20 Beschuldigten bei der Kommunalkredit ausschließlich gegen die SPÖ-Ministerin Schmied das Verfahren eingestellt worden ist. Gegen 19 weitere nicht, aber gegen Regierungspolitiker wird in diesem Land das Verfahren eingestellt. Auf eine Einstellung bei einem Regierungspolitiker kommen 3 Anklagen gegen Oppositionspolitiker. – Das ist die Rechnung Ihrer verpolitisierten Justiz! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir schützen die Menschen vor den Tätern! Aber schützen wir auch die Täter vor anderen Tätern in unseren Justizvollzugsanstalten, Frau Bundesminister! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Sie haben, Frau Bundesminister, in der Justizpolitik genug zu tun, um das fehlende Vertrauen, für das Sie selbst verantwortlich sind, wieder wettzumachen! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall des Abg. Markowitz.
Das ist natürlich ein Problem, denn wenn nicht mehr Personal eingestellt wird, dann leidet die Sicherheit darunter. Daher sollte man einen zweiten Schritt auch noch setzen und die Exekutive mit mehr Personal ausstatten, für eine bessere Ausstattung sorgen und die Möglichkeit schaffen, dass die Polizisten wieder mehr im Außendienst tätig sein können – zum Wohle und für die Sicherheit der Bevölkerung! Ich glaube, das wäre auch ein wichtiger Schritt, der noch zu setzen wäre. – Danke schön. (Beifall des Abg. Markowitz.)
Abg. Grosz: Hat wieder viel Geld gekostet!
habe zwei Vertrauensstudien über die Justiz in Auftrag gegeben. (Abg. Grosz: Hat wieder viel Geld gekostet!) Ende 2011 lag das Vertrauen der Bevölkerung in die Justiz noch bei 65 Prozent; Anfang 2013 lag das Vertrauen der Österreicherinnen und Österreicher in die Justiz bei 72 Prozent. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
habe zwei Vertrauensstudien über die Justiz in Auftrag gegeben. (Abg. Grosz: Hat wieder viel Geld gekostet!) Ende 2011 lag das Vertrauen der Bevölkerung in die Justiz noch bei 65 Prozent; Anfang 2013 lag das Vertrauen der Österreicherinnen und Österreicher in die Justiz bei 72 Prozent. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Da hat eine Reihe von Maßnahmen gegriffen, aber vor allem hat natürlich auch die sehr gute Arbeit der Richterinnen und Richter, Staatsanwälte und Staatsanwältinnen die Bevölkerung überzeugt und das Vertrauen der Bevölkerung in die Justiz gefördert. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
sinnmachende Resozialisierung schaffen können. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Also die Einladung, die Bitte, das wirklich anzugehen, auch in der nächsten Gesetzgebungsperiode, mit allen Schwierigkeiten. Ich weiß schon, dass das alles etwas kostet. Aber ich glaube, wir kennen die Situation. Wenn wir schon darüber reden, glaube ich, sollten wir offen und ehrlich sein, ohne dass man sich da gegenseitig angeht. Man sollte ganz einfach der Sache verpflichtet die Dinge auf den Tisch legen! – Dazu würde ich Sie herzlich einladen und darum bitten. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Mag. Steinhauser: Erwachsenen!
Die Problematik, Frau Bundesministerin, wenn ich das so sagen darf, in der Josefstadt – das wissen Sie aber ohnehin genau –, das ist die dünne personelle Decke. Und die Hauptproblematik ist, dass man das Jugendgericht dort integriert hat. Um die Örtlichkeit geht es gar nicht, das ist der zweite Teil. Nur was dort natürlich nicht funktioniert, ist, dass das Department Jugend, wie es ja richtig heißt, dort sehr gut betreut, auch gut untergebracht ist. Zu den Einschlusszeiten, Kollege Steinhauser, das kann ich nicht nachvollziehen, dass die Jugendlichen so lange im Einschluss sind. Das stimmt so nicht. Das kann man so nicht stehen lassen. (Abg. Mag. Steinhauser: Erwachsenen!)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Pendl und Ursula Haubner.
Ich glaube, im Großen und Ganzen, da muss ich auch meinem Vorredner recht geben, leisten die Justizbediensteten Österreichs gute Arbeit, großartige Arbeit. Es ist nicht immer einfach. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Pendl und Ursula Haubner.)
Beifall bei der FPÖ.
Bemühen wir uns alle und machen wir hier kein politisches Kleingeld! Ich glaube, dann helfen wir der Republik, dem Ruf der Strafvollzugsbediensteten und uns allen am allerbesten. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Wurm: Seit 1959!
Es ist schon richtig, die Menschenrechtskonvention ist bei uns im Verfassungsrang. (Abg. Mag. Wurm: Seit 1959!) Das ist unser Verfassungsgesetz, aber nicht der EGMR. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte ist keinesfalls im Verfassungsrang. Dem haben wir uns durch völkerrechtliche Verträge über unsere Mitgliedschaft im Europarat unterworfen. Aber eine Unterwerfung ist nicht ewig, sondern sie besteht so lange, wie wir sie wollen. Wir müssen den Leuten, die uns solche Dinge „aufs Auge drücken“, ob sie jetzt manchen passen oder nicht, aber klarmachen, dass sie in unsere Legislative nicht einzugreifen haben und dass wir dann, wenn sie sich nicht eines Besseren besinnen, dieses System verlassen werden.
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Wir werden daher auf jeden Fall gegen diese Gesetzesvorlage stimmen, weil wir der Meinung sind, dass sie inhaltlich völlig falsch ist. Außerdem sind wir der Meinung, dass sie auch verfassungsrechtlich bedenklich ist, denn hier wird wieder eine Minimalsache gemacht: Es wird jetzt die Stiefkindadoption erlaubt, aber die Sukzessivadoption und die Fremdadoption nicht. (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Ursula Haubner.
Daher gibt es dazu ein klares Nein unsererseits. – Danke. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Ursula Haubner.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.
Abgeordnete Mag. Karin Hakl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Wir ermöglichen heute mit dieser Gesetzesvorlage die Stiefkindadoption für homosexuelle Paare. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das heißt?
Die Frage der Linken ist: Warum nicht gleich die Adoption für homosexuelle Paare in jedem Fall für alle Kinder? – Ich kann den Kinderwunsch auch Homosexueller sehr gut nachvollziehen. Aber hier und in anderen Fällen haben wir – das muss ich einfach sagen – das Kindeswohl in den Mittelpunkt zu stellen. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das heißt?)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Eh falsch! Blödsinn! Ändern wir’s!
Wie bei anderen Eltern, die sich gerne ein Kind wünschen und keines bekommen können, funktioniert es eben einmal bei homosexuellen Paaren nicht. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Eh falsch! Blödsinn! Ändern wir’s!)
Abg. Bayr: Warum besser?
Deswegen ist es auch in keinem Fall ein Ausdruck von Diskriminierung – Sie streiten das jetzt ab –, wenn man Kinder keinem hohen, auch gesellschaftlichen Druck aussetzt, wenn es ohnehin Eltern gibt, bei denen von außen betrachtet bessere Verhältnisse vorliegen. (Abg. Bayr: Warum besser?) – Darauf komme ich.
Abg. Mag. Steinhauser: Na! Na! Na!
Warum ist es besser? – Ich bin der festen Überzeugung – das ist durch Studien ausgesprochen gut belegt –, dass Kinder Männer und Frauen in ihrer Erziehung als stabile Bezugspersonen brauchen. Sie können jetzt sagen, ja, es kann ja auch andere Bezugspersonen geben. Richtig. Aber ich glaube, dass angesichts so vieler alleinerziehender Mütter oder besser gesagt – ich möchte das nicht den Müttern zumuten – wegen vieler nicht vorhandener Väter (Abg. Mag. Steinhauser: Na! Na! Na!) unser Hauptaugenmerk darauf liegen sollte, wie wir es schaffen, dass auch diese Kinder mehr Kontakt zu Männern haben, weil sie männliche Role-Models brauchen, weil sie mehr Risikobereitschaft lernen müssen. Wenn zu Hause die Mama, die Oma, in der Schule die Volksschullehrerin, davor die Kindergärtnerin und dann fast nur AHS-Lehrerinnen die Kinder betreuen, ist diese männerlose Welt insbesondere für junge Burschen ein großes Problem.
Beifall bei der ÖVP.
Die Psychotherapeuten und die Psychologen wissen das, und sie sagen uns das auch. Sie sagen uns, es macht sich nicht bezahlt, wenn wir uns nicht darum kümmern. Geschlechteridentität, Geschlechtsidentifikation und die spätere Bindungs- und Beziehungsfähigkeit hängen auch davon ab. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Die Frau eines meiner Bekannten hat ihren Mann wegen einer anderen Frau verlassen. Die beiden Söhne leben in dieser Beziehung. Die mögen die Stiefmutter, aber die Probleme, die sie haben, die erzählen sie nicht ihren Müttern, die erzählen sie auch nicht der Stiefmutter und die erzählen sie auch nicht dem Vater, weil das alles schon durch die Trennung unglaublich schwierig ist. Aber sie erzählen es ihren besten Freunden, manchmal einer guten Bekannten wie mir und ihren Mitschülern. Diese Probleme sind einfach nicht zu leugnen und nicht ohne. Die Jungs sind einfach nicht glücklich. Grundsätzlich schon deswegen, weil die Eltern geschieden sind, aber diese Situation mit zwei Müttern ist einfach zusätzlich belastend. Das Kindeswohl im Auge zu haben heißt, dass ich mich über die Nöte dieser Kinder nicht freuen darf. Und schon gar nicht sollten wir den Wünschen Erwachsener zuliebe derart belastende Situationen für Kinder forcieren. – Danke. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Mag. Schönegger: Ja, Hochmut kommt vor dem Fall! Ihre Arroganz ist kaum zu überbieten!
Abgeordneter Mag. Albert Steinhauser (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Der Europäische Menschenrechtsgerichtshof hat das Verbot der Stiefkind-Adoption durch homosexuelle Paare aufgehoben. Dies ist eine weitere Niederlage der Österreichischen Volkspartei in einer ganzen Niederlagenserie, und damit meine ich nicht Ihre Wahlergebnisse, sondern eine gesellschaftspolitische Niederlagenserie vor den Höchstgerichten. Man könnte auch sagen, Sie sind auf gesellschaftspolitischem Rückzugsgefecht ohne jeden Erfolg. (Abg. Mag. Schönegger: Ja, Hochmut kommt vor dem Fall! Ihre Arroganz ist kaum zu überbieten!) – Ich kann Ihnen gern aufzählen,
Zwischenruf bei der ÖVP.
welche Niederlagen Sie schon vor dem Höchstgericht erleiden mussten, und Sie werden über sich selbst lachen müssen. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Erste höchstgerichtliche Niederlage: Bindestrich-Verbot. Also Homosexuelle, die sich verpartnern, dürfen in ihrem Namen keinen Bindestrich haben. Das war der ÖVP wichtig. Das ist peinlich. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Trauzeugen-Verbot: Homosexuelle dürfen sich verpartnern, aber Trauzeugen dürfen sie keinen haben. Das ist lächerlich. (Beifall bei den Grünen.)
Ruf bei der ÖVP: Sie sind absurd!
Standesamt-Verbot, die nächste höchstgerichtliche Niederlage: Man darf sich nicht vor dem Standesamt verpartnern. Das ist absurd. (Ruf bei der ÖVP: Sie sind absurd!)
Abg. Mag. Schönegger: Das ist auch gut so!
Ich bin nur froh, dass Sie diese Niederlagenserie hinnehmen müssen und dass wir wenigstens schrittweise zu einer Angleichung kommen. Jetzt machen wir heute einen kleinen Schritt nach vorne, und es gibt in Zukunft die Stiefkind-Adoption. Was es aber für gleichgeschlechtliche Paare nicht geben wird, ist die Fremdkind-Adoption. (Abg. Mag. Schönegger: Das ist auch gut so!)
Abg. Wöginger: Hast du Kinder?
Sie bleiben jedes Argument schuldig, warum das nicht möglich sein soll. Ein Argument, das man zu bringen versucht, ist – hören Sie mir gut zu, Sie ersparen sich vielleicht die nächste höchstgerichtliche Niederlage, wenn Sie zuhören! –, Kinder brauchen Vater und Mutter. – Das trifft allerdings bei der Adoption nicht zu. (Abg. Wöginger: Hast du Kinder?) Denn wenn Sie informiert wären, dann müssten Sie wissen, dass in Österreich auch die Einzeladoption zulässig ist. Das heißt, dass auch ein Elternteil ein Kind adoptieren kann, also nicht Vater und Mutter. (Abg. Mag. Stefan: Dann bleibt das Verhältnis zum anderen! – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Die Bevölkerung ist dafür!)
Abg. Mag. Stefan: Dann bleibt das Verhältnis zum anderen! – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Die Bevölkerung ist dafür!
Sie bleiben jedes Argument schuldig, warum das nicht möglich sein soll. Ein Argument, das man zu bringen versucht, ist – hören Sie mir gut zu, Sie ersparen sich vielleicht die nächste höchstgerichtliche Niederlage, wenn Sie zuhören! –, Kinder brauchen Vater und Mutter. – Das trifft allerdings bei der Adoption nicht zu. (Abg. Wöginger: Hast du Kinder?) Denn wenn Sie informiert wären, dann müssten Sie wissen, dass in Österreich auch die Einzeladoption zulässig ist. Das heißt, dass auch ein Elternteil ein Kind adoptieren kann, also nicht Vater und Mutter. (Abg. Mag. Stefan: Dann bleibt das Verhältnis zum anderen! – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Die Bevölkerung ist dafür!)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Mag. Wurm.
Meine Damen und Herren, damit bleibt ein einziger Differenzierungsgrund übrig, wenn auch eine Einzeladoption möglich ist, nämlich die sexuelle Orientierung der Eltern. Es ist aber nicht relevant, was die Eltern im Schlafzimmer machen, denn dort haben die Kinder ohnedies nichts verloren. Entscheidend ist ein einziger Punkt, und das ist das Kindeswohl. Und das Kindeswohl ist im Einzelfall zu prüfen, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Mag. Wurm.)
Beifall bei den Grünen.
Daher sage ich Ihnen, entscheidend ist für mich, dass Kinder Geborgenheit haben, dass Kinder Eltern haben, die sich um sie kümmern, die sie beim Aufwachsen begleiten, die, wenn Kinder Probleme haben, zur Verfügung stehen. Das Kindeswohl ist entscheidend, und das ist im Einzelfall zu prüfen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Halten wir fest: Es gibt bei der Gleichstellung von homosexuellen Paaren durchaus Fortschritte in Österreich, nur gehen sie nicht von der Regierung aus, sondern von den Höchstgerichten. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das liegt am Gesetz!
Justizausschuss über dieses Thema geführt, und ich muss ehrlich sagen, ich bin enttäuscht. Ich bin enttäuscht, dass es nach wie vor zu offenen Diskriminierungen kommt. Herr Kollege Steinhauser hat ein paar Beispiele aufgezählt. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das liegt am Gesetz!) – Danke, Frau Kollegin Glawischnig.
Abg. Mag. Schönegger: Wo ist da der Fortschritt?
Gewisse Dinge sind eben nicht möglich. (Abg. Mag. Schönegger: Wo ist da der Fortschritt?) Es ist ein Problem, wenn Retro manchmal in ist, Herr Kollege Schönegger (Ruf bei der ÖVP: Was ist retro? – Abg. Grillitsch: Sie! Aber wir nicht!), nur meine ich, diese Retro-Gesetzgebung ist Österreichs nicht würdig. (Unruhe im Saal. – Zwischenruf des Abg. Petzner.) – Danke, Herr Kollege Petzner.
Ruf bei der ÖVP: Was ist retro? – Abg. Grillitsch: Sie! Aber wir nicht!
Gewisse Dinge sind eben nicht möglich. (Abg. Mag. Schönegger: Wo ist da der Fortschritt?) Es ist ein Problem, wenn Retro manchmal in ist, Herr Kollege Schönegger (Ruf bei der ÖVP: Was ist retro? – Abg. Grillitsch: Sie! Aber wir nicht!), nur meine ich, diese Retro-Gesetzgebung ist Österreichs nicht würdig. (Unruhe im Saal. – Zwischenruf des Abg. Petzner.) – Danke, Herr Kollege Petzner.
Unruhe im Saal. – Zwischenruf des Abg. Petzner.
Gewisse Dinge sind eben nicht möglich. (Abg. Mag. Schönegger: Wo ist da der Fortschritt?) Es ist ein Problem, wenn Retro manchmal in ist, Herr Kollege Schönegger (Ruf bei der ÖVP: Was ist retro? – Abg. Grillitsch: Sie! Aber wir nicht!), nur meine ich, diese Retro-Gesetzgebung ist Österreichs nicht würdig. (Unruhe im Saal. – Zwischenruf des Abg. Petzner.) – Danke, Herr Kollege Petzner.
Abg. Grillitsch: Sagt ja keiner was!
Man kann nicht die Augen vor der Realität verschließen. (Abg. Grillitsch: Sagt ja keiner was!) Es gibt nun einmal Paare, und es gibt sie jetzt schon. Dies gibt es ja schon. Nur, die ÖVP geht eben mit Scheuklappen durch die Welt, daran kann man nichts ändern. Wir warten eben auf die nächsten Urteile.
Abg. Wöginger: Das ist bei euch nicht anders! – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Herr Kollege Hübner, bei Ihnen ist es ja auch interessant – das ist mir sowieso schon aufgefallen bei der FPÖ –: Wenn Ihnen Gerichtsurteile passen, dann ist es okay. Wenn sie Ihnen aber nicht ins Konzept passen, dann sagen Sie einfach Nein, wir akzeptieren dies nicht. – Das kann aber auch nicht sein. (Abg. Wöginger: Das ist bei euch nicht anders! – Zwischenrufe bei der FPÖ.) Sie sind ja, glaube ich, auch Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates. (Zwischenruf des Abg. Dr. Hübner.) – Ja, es ist eine interessante Argumentation, Herr Kollege Hübner. – Herzlichen Dank. (Beifall bei SPÖ und Grünen. – Abg. Petzner: Dünne Rede!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Hübner.
Herr Kollege Hübner, bei Ihnen ist es ja auch interessant – das ist mir sowieso schon aufgefallen bei der FPÖ –: Wenn Ihnen Gerichtsurteile passen, dann ist es okay. Wenn sie Ihnen aber nicht ins Konzept passen, dann sagen Sie einfach Nein, wir akzeptieren dies nicht. – Das kann aber auch nicht sein. (Abg. Wöginger: Das ist bei euch nicht anders! – Zwischenrufe bei der FPÖ.) Sie sind ja, glaube ich, auch Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates. (Zwischenruf des Abg. Dr. Hübner.) – Ja, es ist eine interessante Argumentation, Herr Kollege Hübner. – Herzlichen Dank. (Beifall bei SPÖ und Grünen. – Abg. Petzner: Dünne Rede!)
Beifall bei SPÖ und Grünen. – Abg. Petzner: Dünne Rede!
Herr Kollege Hübner, bei Ihnen ist es ja auch interessant – das ist mir sowieso schon aufgefallen bei der FPÖ –: Wenn Ihnen Gerichtsurteile passen, dann ist es okay. Wenn sie Ihnen aber nicht ins Konzept passen, dann sagen Sie einfach Nein, wir akzeptieren dies nicht. – Das kann aber auch nicht sein. (Abg. Wöginger: Das ist bei euch nicht anders! – Zwischenrufe bei der FPÖ.) Sie sind ja, glaube ich, auch Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates. (Zwischenruf des Abg. Dr. Hübner.) – Ja, es ist eine interessante Argumentation, Herr Kollege Hübner. – Herzlichen Dank. (Beifall bei SPÖ und Grünen. – Abg. Petzner: Dünne Rede!)
Beifall bei BZÖ, ÖVP und FPÖ.
Ich sage, wir haben Kinderrechte in der Verfassung festgeschrieben. Kinder haben Rechte auf Liebe, auf Zuneigung. Sie haben das Recht auf Eltern und sie haben das Recht auf Mutter und Vater. Und das ist so. (Beifall bei BZÖ, ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und ÖVP.
Erwachsene haben das Recht und die Entscheidungsfreiheit zusammenzuleben, mit wem sie wollen. Da darf der Staat nicht einschreiten, da muss jeder für sich entscheiden, welche Lebensform er wählt. Aber für Erwachsene gibt es kein Recht auf ein Kind. Und das gilt für heterosexuelle Partnerschaften genauso wie für gleichgeschlechtliche Partnerschaften. (Beifall bei BZÖ und ÖVP.) Kinder dürfen nicht zum Spielball persönlicher Befindlichkeiten oder Selbstverwirklichung werden. (Neuerlicher Beifall bei BZÖ und ÖVP.)
Neuerlicher Beifall bei BZÖ und ÖVP.
Erwachsene haben das Recht und die Entscheidungsfreiheit zusammenzuleben, mit wem sie wollen. Da darf der Staat nicht einschreiten, da muss jeder für sich entscheiden, welche Lebensform er wählt. Aber für Erwachsene gibt es kein Recht auf ein Kind. Und das gilt für heterosexuelle Partnerschaften genauso wie für gleichgeschlechtliche Partnerschaften. (Beifall bei BZÖ und ÖVP.) Kinder dürfen nicht zum Spielball persönlicher Befindlichkeiten oder Selbstverwirklichung werden. (Neuerlicher Beifall bei BZÖ und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Krainer.
Wenn wir alle, die wir hier sitzen, sagen, es geht uns um das Kindeswohl, dann glaube ich das jeder einzelnen Kollegin und jedem einzelnen Kollegen. Aber da muss ich mich immer wieder fragen, was in der jeweiligen Situation das Beste für das Kind ist. (Zwischenruf des Abg. Krainer.) – Herr Kollege! Das Beste für das Kind sind
Beifall beim BZÖ.
unbestritten konstante männliche und weibliche Bezugspersonen, die verlässlich sind und dem Kind Sicherheit geben. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Krainer.
Es nützt auch dem Kind, wenn wir ständig das Familienrecht verbessern. Das ist ganz klar. (Zwischenruf des Abg. Krainer.) Ich verweise gerade auf die Verbesserung der täglichen Obsorge-Angelegenheiten, die wir gemacht haben, auch für Kinder, die in eingetragenen Partnerschaften leben, auch das ist richtig. (Unruhe im Saal. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Unruhe im Saal. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Es nützt auch dem Kind, wenn wir ständig das Familienrecht verbessern. Das ist ganz klar. (Zwischenruf des Abg. Krainer.) Ich verweise gerade auf die Verbesserung der täglichen Obsorge-Angelegenheiten, die wir gemacht haben, auch für Kinder, die in eingetragenen Partnerschaften leben, auch das ist richtig. (Unruhe im Saal. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Unruhe im Saal – Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen
Aber darf ich noch meinen dritten Gedanken fortführen. Was nützt es wirklich dem Kind, einem achtjährigen, einem neunjährigen Kind, wenn es in die Lage gebracht wird, dass es seinen Freunden in der Schule erklären muss (Unruhe im Saal – Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen), dass es zwei Väter oder zwei Mütter hat? (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Manche haben drei Omas, manche zwei! – Ruf bei der ÖVP: Zwei sind normal! – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Manche haben gar keine!) – Was nützt es dem Kind, wenn es in eine Situation gebracht wird, die Druck erzeugt und mit einer Zwangslage und auch mit einer Überforderung verbunden ist? (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Manche haben drei Omas, manche zwei! – Ruf bei der ÖVP: Zwei sind normal! – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Manche haben gar keine!
Aber darf ich noch meinen dritten Gedanken fortführen. Was nützt es wirklich dem Kind, einem achtjährigen, einem neunjährigen Kind, wenn es in die Lage gebracht wird, dass es seinen Freunden in der Schule erklären muss (Unruhe im Saal – Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen), dass es zwei Väter oder zwei Mütter hat? (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Manche haben drei Omas, manche zwei! – Ruf bei der ÖVP: Zwei sind normal! – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Manche haben gar keine!) – Was nützt es dem Kind, wenn es in eine Situation gebracht wird, die Druck erzeugt und mit einer Zwangslage und auch mit einer Überforderung verbunden ist? (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Aber darf ich noch meinen dritten Gedanken fortführen. Was nützt es wirklich dem Kind, einem achtjährigen, einem neunjährigen Kind, wenn es in die Lage gebracht wird, dass es seinen Freunden in der Schule erklären muss (Unruhe im Saal – Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen), dass es zwei Väter oder zwei Mütter hat? (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Manche haben drei Omas, manche zwei! – Ruf bei der ÖVP: Zwei sind normal! – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Manche haben gar keine!) – Was nützt es dem Kind, wenn es in eine Situation gebracht wird, die Druck erzeugt und mit einer Zwangslage und auch mit einer Überforderung verbunden ist? (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Daher sage ich, es spricht nichts oder wenig dafür. Daher werden wir diese Regierungsvorlage ablehnen, denn sie ist letztendlich auch ein Schritt weiter in Richtung Freigabe der Adoption von Kindern durch gleichgeschlechtliche Paare. Und das lehnen wir ab. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei Team Stronach und Grünen.
diesem Grund werden wir dieser Regierungsvorlage zustimmen. (Beifall bei Team Stronach und Grünen.)
Beifall beim Team Stronach.
Aber in diesem einen ganz speziellen Fall haben Sie unsere Unterstützung. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Dr. Matznetter: Sagen Sie doch, warum spielt das Geschlecht eine Rolle?
Ich möchte hier eines aufklären. (Abg. Dr. Matznetter: Sagen Sie doch, warum spielt das Geschlecht eine Rolle?) Lassen Sie mich das aufklären. (Abg. Dr. Matznetter: Sie haben die Frage nicht beantwortet!) Es wurde immer wieder angesprochen, warum es auch die Möglichkeit der Einzeladoption gibt. Da müssen Sie eines wissen: Ein Wahlvater ersetzt den leiblichen Vater beziehungsweise eine Wahlmutter ersetzt die leibliche Mutter, aber die familienrechtlichen Beziehungen zum anderen leiblichen
Abg. Dr. Matznetter: Sie haben die Frage nicht beantwortet!
Ich möchte hier eines aufklären. (Abg. Dr. Matznetter: Sagen Sie doch, warum spielt das Geschlecht eine Rolle?) Lassen Sie mich das aufklären. (Abg. Dr. Matznetter: Sie haben die Frage nicht beantwortet!) Es wurde immer wieder angesprochen, warum es auch die Möglichkeit der Einzeladoption gibt. Da müssen Sie eines wissen: Ein Wahlvater ersetzt den leiblichen Vater beziehungsweise eine Wahlmutter ersetzt die leibliche Mutter, aber die familienrechtlichen Beziehungen zum anderen leiblichen
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Matznetter: Sie haben die Frage nicht beantwortet, warum das Geschlecht eine Rolle spielt!
Elternteil bleiben ja aufrecht! – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Matznetter: Sie haben die Frage nicht beantwortet, warum das Geschlecht eine Rolle spielt!)
Abg. Dr. Matznetter: Sie haben doch Einzelkind-Adoptionen im Ausland ...!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Zu Wort gemeldet hat sich Herr Abgeordneter Grosz. – Bitte. (Abg. Dr. Matznetter: Sie haben doch Einzelkind-Adoptionen im Ausland ...!)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Gott sei Dank!
Abgeordneter Gerald Grosz (BZÖ): Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Wir leben ja Gott sei Dank in Österreich und vor allem in einem Parlament, wo das freie Wort auch des freien Mandatars etwas gilt. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Gott sei Dank!) Daher darf ich mich auch zu diesem Thema zu Wort melden mit einer etwas anderen Meinung als meine Fraktion; aber das hält auch das Bündnis Zukunft Österreich aus.
demonstrativer Beifall bei SPÖ und Grünen
Wir haben in Österreich alleinerziehende Mütter, die mit ihren Kindern eine Familie bilden. Wir haben alleinerziehende Väter, die Familien bilden. Wir haben Patchwork-Familien in Österreich, die mit ihren Kindern, den angeheirateten Kindern, den weiteren Kindern, eine Familie bilden. Und wir haben auch gleichgeschlechtliche Paare in unserem Land, gar nicht so wenige – sehr geehrte Damen und Herren, schrecken Sie sich nicht, das ist keine ansteckende Krankheit! –, die auch Familie bilden (demonstrativer Beifall bei SPÖ und Grünen), denn, sehr geehrte Damen und Herren, überall dort, wo es ein liebevolles und respektvolles Miteinander gibt, herrscht, zumindest nach meiner Vorstellung, auch Familie! (Demonstrativer Beifall bei den Grünen.)
Demonstrativer Beifall bei den Grünen.
Wir haben in Österreich alleinerziehende Mütter, die mit ihren Kindern eine Familie bilden. Wir haben alleinerziehende Väter, die Familien bilden. Wir haben Patchwork-Familien in Österreich, die mit ihren Kindern, den angeheirateten Kindern, den weiteren Kindern, eine Familie bilden. Und wir haben auch gleichgeschlechtliche Paare in unserem Land, gar nicht so wenige – sehr geehrte Damen und Herren, schrecken Sie sich nicht, das ist keine ansteckende Krankheit! –, die auch Familie bilden (demonstrativer Beifall bei SPÖ und Grünen), denn, sehr geehrte Damen und Herren, überall dort, wo es ein liebevolles und respektvolles Miteinander gibt, herrscht, zumindest nach meiner Vorstellung, auch Familie! (Demonstrativer Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei BZÖ, SPÖ und Grünen.
Ich sage Ihnen heute einmal mehr: Die Österreicherinnen und Österreicher sind in ihren Vorstellungen des freien Miteinanders, des nicht bevormundeten Miteinanders weiter als ein Großteil von Ihnen, sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete in diesem Haus! (Beifall bei BZÖ, SPÖ und Grünen.) Die Menschen in diesem Land sind nämlich im 21. Jahrhundert angekommen.
Beifall bei BZÖ und Grünen
zur Kenntnis bringt, stimmen aber schlussendlich heute der Stiefkind-Adoption zu. Ja wenn Sie ein Problem damit haben, dann seien Sie doch so ehrlich und stimmen dagegen! Wie ich so ehrlich bin, sehr geehrte Damen und Herren (Beifall bei BZÖ und Grünen), und den zwei grünen Anträgen auf gänzliche Öffnung heute zustimmen werde.
Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
Wenn Sie mit dem Argument kommen, das arme Kind würde sich im Kindergarten oder in der Volksschule schämen, weil es zwei Väter hat, dann ist das der Geist, der vor 40 Jahren geherrscht hat, als man behinderte Kinder nicht in die Schule geschickt hat, weil man sich für die Behinderten geschämt hat, sehr geehrte Damen und Herren! (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Abg. Klikovits: ... ist ja unfassbar!
Oder ein Kind, das schwarz ist, kann man nicht in die Schule schicken, weil noch immer die Diskriminierung von einem schwarzen Kind herrscht, sehr geehrte Damen und Herren! (Abg. Klikovits: ... ist ja unfassbar!) Dass wir wissen, dass es in unserem Land Diskriminierung gibt, kann ja nicht bedeuten, dass wir vor der Diskriminierung in die Knie gehen, sehr geehrte Damen und Herren! Das ist kein mutiger Gesetzgeber.
Demonstrativer Beifall bei den Grünen.
Ich stimme der Reparatur nicht zu, sehr geehrte Damen und Herren, weil sie für mich zu wenig weit geht. (Demonstrativer Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
Aber ich stimme den zwei grünen Anträgen zu, weil sie mutig sind und endlich eine Diskussion in dem Land auslösen, die wir brauchen. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Seien Sie ein bisschen visionär!
Abgeordneter Mag. Bernd Schönegger (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzte Frau Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Wie die Frau Bundesminister schon deutlich gemacht hat, setzen wir hier ein Urteil des EGMR vom Februar 2013 um. Wir setzen es um, weil wir ein Rechtsstaat sind und wir als Abgeordnete dieses Hauses auf die Verfassung vereidigt sind, Herr Kollege Grosz, nicht mehr und nicht weniger! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Seien Sie ein bisschen visionär!)
Zwischenruf des Abg. Krainer
Sehr geehrte Damen und Herren, wir von der Österreichischen Volkspartei sehen das sehr, sehr sachlich. Wir setzen dieses Urteil ohne unangebrachte emotionale Aufregung um. Das Kindeswohl steht über allem! Durch einige Maßnahmen, die wir ergreifen (Zwischenruf des Abg. Krainer), wie zum Beispiel die Zustimmungspflicht des leiblichen Elternteiles, setzen wir dieses Urteil, glaube ich, sehr sicher um, dass das Kindeswohl weiterhin im Mittelpunkt bleibt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krainer: Das Kindeswohl spielt bei Ihnen keine Rolle!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krainer: Das Kindeswohl spielt bei Ihnen keine Rolle!
Sehr geehrte Damen und Herren, wir von der Österreichischen Volkspartei sehen das sehr, sehr sachlich. Wir setzen dieses Urteil ohne unangebrachte emotionale Aufregung um. Das Kindeswohl steht über allem! Durch einige Maßnahmen, die wir ergreifen (Zwischenruf des Abg. Krainer), wie zum Beispiel die Zustimmungspflicht des leiblichen Elternteiles, setzen wir dieses Urteil, glaube ich, sehr sicher um, dass das Kindeswohl weiterhin im Mittelpunkt bleibt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krainer: Das Kindeswohl spielt bei Ihnen keine Rolle!)
Zwischenruf des Abg. Grosz.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, erlauben Sie mir aber auch einige ganz grundsätzliche Gedanken zu diesem Thema. Seit ich politisch tätig bin, bin ich wirklich der festen Überzeugung, dass die Politik und die Volkspartei im Besonderen eine wesentliche Aufgabe haben, nämlich die Aufgabe, Ideale zu formulieren und Ideale zu verfolgen. (Zwischenruf des Abg. Grosz.) Und wir lassen uns weder von dieser Seite (in Richtung SPÖ) noch von dieser Seite (in Richtung Grüne) vorschreiben, welche Ideale wir verfolgen sollen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, erlauben Sie mir aber auch einige ganz grundsätzliche Gedanken zu diesem Thema. Seit ich politisch tätig bin, bin ich wirklich der festen Überzeugung, dass die Politik und die Volkspartei im Besonderen eine wesentliche Aufgabe haben, nämlich die Aufgabe, Ideale zu formulieren und Ideale zu verfolgen. (Zwischenruf des Abg. Grosz.) Und wir lassen uns weder von dieser Seite (in Richtung SPÖ) noch von dieser Seite (in Richtung Grüne) vorschreiben, welche Ideale wir verfolgen sollen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Das stimmt so nicht!
Unser Ideal besteht in der Familienpolitik nun einmal aus Vater, Mutter und Kind. Das ist die Familie im Idealfall, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Das stimmt so nicht!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krainer: Sie schreiben es aber den anderen vor! – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Mag. Steinhauser: Es ist aussichtslos, geben Sie es auf!
Selbstverständlich gibt es andere Fälle, selbstverständlich kann die Familie in anderen Fällen funktionieren, und da haben wir auch Vorsorge zu treffen, nur lassen wir uns von Ihnen nicht unsere Meinung vorschreiben. Das muss heute bei dieser Diskussion auch einmal gesagt werden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krainer: Sie schreiben es aber den anderen vor! – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Mag. Steinhauser: Es ist aussichtslos, geben Sie es auf!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krainer: So etwas finde ich zum Zu-Tode-Genieren! Das ist realitätsfremd! Abgründe tun sich auf!
Herr Kollege Krainer, ich glaube, nur weil wir – und die Freiheitlichen zum Beispiel auch, Teile des BZÖ auch – nicht der Meinung sind, dass gute Politik nur darin besteht, das SPÖ-Parteiprogramm oder das Parteiprogramm der Grünen umzusetzen, sind wir keine schlechten Menschen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krainer: So etwas finde ich zum Zu-Tode-Genieren! Das ist realitätsfremd! Abgründe tun sich auf!)
Beifall bei der FPÖ.
Schlussendlich ist aus unserer Sicht auch die Formulierung zu schwammig, zu vage und eröffnet wieder ein weiteres Feld, wie man unter Umständen vielleicht fragliche Entscheidungen treffen kann. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir werden daher diesem Teil – und damit auch in dritter Lesung – nicht zustimmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Entscheidend ist – und damit schließe ich –, dass in subjektiver Hinsicht die Wissentlichkeit Voraussetzung der Strafbarkeit ist. Der Täter muss also wissen, dass eine terroristische Straftat begangen wird oder dass die Vereinigung auf die Begehung solcher Straftaten ausgerichtet ist. Damit fassen wir diesen § 278d sehr präzise und laufen nicht Gefahr, dass eine überschießende Interpretation stattfinden kann. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich danke jedenfalls für die Klarheit und dafür, dass es innerhalb der kurzen Zeit gelungen ist, da wirklich aus einem miserablen Vorschlag – ich sage noch einmal Waiglein, und das ist eine Schande – eine gute Lösung zu machen. Danke dem Justizministerium! (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Aber der größte Dank gilt einer weiteren Person, und das ist der anonyme Bauernbundfunktionär, der letztendlich noch über seinen Schatten gesprungen ist. Danke schön. (Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Grosz: Aber der Wirtschaftsbund war auch dabei!
Wir kennen ihn ja nicht, wir müssen ihn auch nicht kennen. Wichtig ist, dass wir ihn am Ende überzeugen konnten. (Abg. Grosz: Aber der Wirtschaftsbund war auch dabei!)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
In diesem Sinne wollen wir Folgendes: Wir wollen eine getrennte Abstimmung. Wir stimmen der Ausweitung bei der Terrorismusfinanzierung nicht zu; dem § 278a, der Änderung des Mafiaparagraphen, selbstverständlich schon. Und in dritter Lesung, in der über die Vorlage in ihrer Gesamtheit abgestimmt wird, ist es immer ganz schwierig, wenn man einen Teil des Gesetzes unterstützt und einen anderen Teil ablehnt – das Glas ist halb voll oder halb leer. In diesem Fall, weil es eine so lange Auseinandersetzung über den § 278a gegeben hat, werden wir aber letztendlich in dritter Lesung zustimmen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP
Denn dieser Mafia-Paragraph (Zwischenruf bei der ÖVP) – keine Sorge, ich bekomme keinen Ordnungsruf, denn ich wurde ja gefragt – hat hohen Reformbedarf gehabt. Und daher sind wir froh, dass, wie gesagt, Ihre blamable justizpolitische Vorgangsweise in diesem Bereich endlich ein Ende gefunden hat. Ein besonderes Gustostück ist es für Sie sicher nicht; auch nicht für Ihre gescheiterte Justizministerin.
Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Angesichts dessen, was ich schon vorher bei einem anderen Tagesordnungspunkt über die Justizpolitik gesagt habe, hätte ich ja fast vorgeschlagen, wenn es nicht so spät wäre, gegen Ihre Justizministerin als Ausdruck der Ablehnung dieser Justizpolitik einmal einen Misstrauensantrag einzubringen. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir haben diesen § 278a StGB immer abgelehnt, weil die Problematik – sie ist hier schon mehrmals angesprochen worden, darum werde ich es nicht wiederholen – klar ans Tageslicht gekommen ist, wie mit diesem Paragraphen Missbrauch betrieben werden kann. Deswegen haben wir diesen auch abgelehnt und jetzt diese Reparatur sehr begrüßt, weshalb wir, wie gesagt, gerne zustimmen werden. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Ja, ja! Der hat sich so blamiert wie selten einer zuvor, und Sie machen ihn auch noch zum Oberstaatsanwalt! Ihr befördert ihn auch noch!
Abschließend noch zu Ihren Ausführungen, Herr Abgeordneter Grosz: Wir haben keine „wild gewordenen Staatsanwälte“, weder in Wiener Neustadt noch sonst wo in Österreich. Das weise ich entschieden zurück! – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Ja, ja! Der hat sich so blamiert wie selten einer zuvor, und Sie machen ihn auch noch zum Oberstaatsanwalt! Ihr befördert ihn auch noch!)
Beifall bei SPÖ, FPÖ, Grünen und BZÖ.
Man kritisiert hier nicht Beamte, aber wenn Beamte sich über die APA zu Wort melden und die Mitglieder dieses Nationalrates herabwürdigen, weil sie nicht gleich das machen, was der Herr Beamte will, dann steht es auch an, diese Kritik anzubringen, dass das unangebracht ist, völlig unangebracht! (Beifall bei SPÖ, FPÖ, Grünen und BZÖ.)
Beifall bei SPÖ, FPÖ, Grünen und BZÖ. – Abg. Dr. Bartenstein: Nur die roten Beamten sind gute Beamte, gell, Herr Wittmann? – Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Dieser Beamte hat nicht das Recht, ein Mitglied dieses Nationalrates herabzuwürdigen. Er hat auch nicht die Kompetenz, strafrechtliche Bestimmungen zu entwerfen, die in Dilettantismus enden, und er hat schon gar nicht die Kompetenz, sich weiterhin im Strafrecht dilettantisch zu bewegen. Man sollte ihm das klarmachen. Also: Die Hände solcher Beamten weg von unserem Strafrecht und von unseren Justizthemen, denn das ist unangebracht und dilettantisch! (Beifall bei SPÖ, FPÖ, Grünen und BZÖ. – Abg. Dr. Bartenstein: Nur die roten Beamten sind gute Beamte, gell, Herr Wittmann? – Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Abg. Grosz: Zuhören!
Ich möchte kurz diese Gelegenheit auch dazu nutzen, mich bei Ihnen zu bedanken. Ich bedanke mich bei allen Abgeordneten aller Fraktionen im ehrlichen Bewusstsein (Abg. Grosz: Zuhören!), dass jeder Einzelne von Ihnen auch ein Idealist sein muss, wenn er hier herinnen ist, dass jeder Einzelne von Ihnen mit Energie, mit manchmal mehr und manchmal weniger Freude, aber mit Überzeugung dafür einsteht, woran er glaubt. Ich habe das immer getan.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich möchte auch meiner Überzeugung Ausdruck geben, dass dieses Parlament ganz dringend mehr Frauen verdient, ganz einfach deswegen, weil wir anders denken, weil wir emotionaler sind. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Mag. Stefan: Vor allem in der ÖVP!
Da geht es um vieles. Wir Frauen brauchen, obwohl wir 52 Prozent sind, gar nicht 52 Prozent der Macht – das wäre fair und gerecht –, sondern ohnehin nur 50 Prozent. Und das auch nicht deswegen, weil die Welt davon besser wird, sondern weil es dringend notwendig ist, dass sie gerechter wird, vor allem auch in diesem Punkt. (Abg. Mag. Stefan: Vor allem in der ÖVP!)
Allgemeiner Beifall. – Abg. Strache: Jetzt gehen die Marek und die Hakl! Bei euch gehen alle Frauen!
Ich freue mich über jeden Einzelnen, den ich wiedersehe. (Allgemeiner Beifall. – Abg. Strache: Jetzt gehen die Marek und die Hakl! Bei euch gehen alle Frauen!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Gisela Wurm (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich bin mit meiner Vorrednerin, die sich jetzt aus dem Parlament verabschiedet, einer Meinung, wenn es heißt: Mehr Frauen braucht das Parlament! Wir von der sozialdemokratischen Fraktion werden unseren Beitrag dazu leisten, und ich hoffe, die anderen werden uns folgen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Darauf hoffe ich und meine, dass wir auch überzeugen können. Das ist ein guter, ein wichtiger Tag für die Frauen. Das ist ein wichtiger Tag für die Menschenrechte. Das ist ein wichtiger Tag in Bezug auf die Bekämpfung von Gewalt. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
schon ein bisschen aufpassen, wenn man solche Abkommen abschließt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Meine Bitte an Sie ist, dass Sie sich die Praxis anschauen, ob das Gefühl, das ich habe, dass da eine relative Zurückhaltung besteht, tatsächlich richtig ist. Wenn das so ist, besteht nämlich doch Bedarf, in diesem sensiblen Punkt zu handeln, um gerade in diesen Trennungs- und Gewaltkonflikten Frauen zu schützen und zukünftige Straftaten zu verhindern. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Markowitz – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Grosz –: Mach es kurz! Ja?
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Grosz. – Bitte. (Abg. Markowitz – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Grosz –: Mach es kurz! Ja?)
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Markowitz.
Abgeordneter Gerald Grosz (BZÖ): Es folgt die kürzeste Rede meiner politischen Tätigkeit: Wir stimmen allen Vorlagen zu. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Markowitz.)
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Zusammenhang möchte ich mich ganz, ganz herzlich bei allen international tätigen Abgeordneten hier im Haus, bei den Mitgliedern des Europarates bedanken, die sich unglaublich engagieren. Das wird sehr oft wenig wahrgenommen, auch in den eigenen Fraktionen, aber sie leisten Großartiges für die internationale Solidarität. Es sollte auch einmal ausgesprochen werden, was hier Unglaubliches geleistet wird, wie sehr sich unsere Kolleginnen und Kollegen engagieren. Dafür sei auch herzlich Dank gesagt! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Einen schönen Abend wünsche ich noch. (Beifall bei der SPÖ.)
Demonstrativer Beifall der Abg. Mag. Wurm.
Ich bitte jene Damen und Herren, die hiezu die Zustimmung geben, um ein Zeichen. – Das ist einstimmig angenommen. (Demonstrativer Beifall der Abg. Mag. Wurm.)
Abg. Dr. Hübner – auf dem Weg zum Rednerpult –: Immer das Rauslatschen! – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Dr. Hübner: Morgen ist richtig, ja!
Als Erster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Dr. Hübner. – Bitte. (Abg. Dr. Hübner – auf dem Weg zum Rednerpult –: Immer das Rauslatschen! – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Dr. Hübner: Morgen ist richtig, ja!)
Beifall bei der FPÖ.
Richtlinie hin oder her: Wir sagen dazu nein und werden daher nicht zustimmen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube aber dennoch nicht, dass es der Weisheit letzter Schluss ist, und diese Bedenken haben wir im Ministerrat – vertreten durch die Ministerin – auch immer wieder eingebracht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Ing. Lugar.
Es bedarf hier einer umfassenden Diskussion auf europäischer Ebene und auch in Österreich und – die Ministerin hat es im Ausschuss schon anklingen lassen – auch einer Reform des Urheberrechtsgesetzes. Ich glaube, wir sind da auf einem guten Weg, und ich bin optimistisch, dass wir dies in der nächsten Legislaturperiode umsetzen werden. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Ing. Lugar.)
Abg. Krainer: Wir wollen alle hören!
Ich nenne jetzt einmal nur fünf Punkte, in denen ich der Meinung bin, dass das Urheberrecht ganz dringend reformiert und novelliert gehört (Abg. Krainer: Wir wollen alle hören!):
Beifall bei den Grünen.
Ich denke, dass es in der nächsten Legislaturperiode mit uns gemeinsam eine Möglichkeit geben wird, das Urheberrecht zu novellieren; ich hoffe es. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Im Interesse der Künstlerinnen und Künstler und der Urheberinnen und Urheber wäre es sehr wichtig, dass wir in der nächsten Gesetzgebungsperiode eine wirklich grundlegende Reform dieses Urheberrechts zustande bringen. Ich bin optimistisch. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei BZÖ und Team Stronach.
Abgeordneter Gerald Grosz (BZÖ): Hohes Haus! Gegen die Verlängerung der Schutzfrist von 50 auf 70 Jahre gibt es Bedenken seitens des Konsumentenschutzes, diese Bedenken teilen wir. Das Urheberrecht braucht aus unserer Sicht eine Gesamtreform, nicht dieses weitere Flickwerk, das heute hier präsentiert wird. Wir lehnen es daher ab und stimmen nicht zu. (Beifall bei BZÖ und Team Stronach.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Zinggl. – Abg. Grosz: Babylonische Sprachverwirrung!
Herr Abgeordneter Zinggl hat gesagt, ich hätte im Justizausschuss gesagt, Österreich hat dagegen gestimmt. – Das stimmt nicht. Ich habe gesagt, Österreich hat nicht zugestimmt. Ich habe nicht gesagt, dass wir dagegen gestimmt haben. Ich habe gesagt, Österreich hat nicht zugestimmt. (Zwischenruf des Abg. Dr. Zinggl. – Abg. Grosz: Babylonische Sprachverwirrung!)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ja, genau!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, und vor allem Herr Abgeordneter Zinggl! Ich gebe Ihnen in einem Punkt völlig recht: Das Urheberrecht bedarf einer grundlegenden Reform. Deshalb möchte ich die Gelegenheit nutzen, auch kurz in die Zukunft des Urheberrechts zu blicken, denn Kreativität und geistige Leistungen müssen natürlich auch im digitalen Zeitalter nach wie vor noch etwas wert sein. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ja, genau!)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ein kleiner Hinweis: dazwischen wird gewählt!
Das heißt, es wird in der nächsten Legislaturperiode eine vertiefte Diskussion geben, und es wird in der nächsten Legislaturperiode eine – hoffentlich möglichst konsensuale und gut erklärte – Lösung zu den offenen Fragen geben. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ein kleiner Hinweis: dazwischen wird gewählt!) Ich glaube, es ist auch wichtig, diese Diskussion breit zu führen, weil es ja doch in einem großen Maß auch um Bewusstseinsbildung geht. Insofern sehe ich die heute vorliegende Reform wirklich nur als Auftakt für eine Modernisierung des Urheberrechts, aber bei Weitem nicht als finalen Schritt. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das heißt, es wird in der nächsten Legislaturperiode eine vertiefte Diskussion geben, und es wird in der nächsten Legislaturperiode eine – hoffentlich möglichst konsensuale und gut erklärte – Lösung zu den offenen Fragen geben. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ein kleiner Hinweis: dazwischen wird gewählt!) Ich glaube, es ist auch wichtig, diese Diskussion breit zu führen, weil es ja doch in einem großen Maß auch um Bewusstseinsbildung geht. Insofern sehe ich die heute vorliegende Reform wirklich nur als Auftakt für eine Modernisierung des Urheberrechts, aber bei Weitem nicht als finalen Schritt. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Der Regierungsvorlage werden wir in dieser Form nicht zustimmen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Abgeordnete Mag. Sonja Steßl-Mühlbacher (SPÖ): Frau Präsidentin! Geschätzte Frau Bundesminister! Hohes Haus! Für die Umsetzung von Rahmenbeschlüssen der Union betreffend die gegenseitige Anerkennung von Urteilen und Bewährungsentscheidungen wird durch dieses EU-Rechtshilfegesetz die innerstaatliche Voraussetzung geschaffen – für die Überwachung von Bewährungsmaßnahmen –, und daher werden wir zustimmen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Abgeordneter Gerald Grosz (BZÖ): Hohes Haus! Wir stimmen der Regierungsvorlage zu, weil es ein guter Schritt ist, wiewohl wir auch den Antrag der Freiheitlichen unterstützen. Wir werden uns daher den Freiheitlichen anschließen und dem negativen Ausschussbericht nicht zustimmen. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Durch dieses sehr kluge Gesetz wird das möglich. Bewährungsentscheidungen und Alternativen zur Untersuchungshaft werden dann in den jeweiligen Aufenthaltsländern anerkannt. Ich glaube, das ist sinnvoll, und ich verstehe eigentlich nicht, warum die FPÖ nicht zustimmt, zumal gerade vorhin ja beklagt wurde, dass viele ausländische Straftäter in den österreichischen Gefängnissen sitzen. Im Prinzip ist mit dieser Maßnahme gewährleistet, dass es eher weniger werden. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das alles ist es, warum wir dieser Gesetzesvorlage in dieser Form nicht zustimmen werden. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist wichtig für den Schutz geistigen Eigentums. Dieser Schutz wiederum ist Voraussetzung dafür, dass Innovation und Wettbewerbsfähigkeit eine Chance haben, dass also in diesen größeren Rechtsräumen auch einheitliche Standards und einheitliche Regeln, die auch einheitlich vollzogen werden, herrschen. Es ist sicherlich insgesamt ein Vorteil für den Wirtschaftsstandort Europa. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Wir werden daher dieser Regierungsvorlage nicht unsere Zustimmung geben. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Kößl: Er kommt gleich!
Abgeordneter Dr. Andreas Karlsböck (FPÖ): Frau Präsident! Minister ist keiner da. (Abg. Kößl: Er kommt gleich!) Frau Minister – sie geht gerade. Ich mache es ganz kurz, weil es wirklich schon spät ist.
Beifall bei der FPÖ.
Daher meine ich, er tritt hier voll in den Wahlkampf ein, möchte aber auf der anderen Seite die Universitäten heraushalten. Er tut damit – ich möchte das nur festhalten – den Universitäten keinen guten Dienst. Ich weiß, man hat es in diesem Metier nicht leicht, aber es gibt ein Sprichwort: Schuster, bleib bei deinen Leisten! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Grünewald: Während der Geisterstunde!
Abgeordnete Mag. Katharina Cortolezis-Schlager (ÖVP): Frau Vorsitzende! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Die Wissenschaft ist die Zukunft. Daher ist der Abschluss dieser Legislaturperiode gut in der Wissenschaft aufgehoben. (Abg. Dr. Grünewald: Während der Geisterstunde!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Hörl: Bravo!
Es ist mir ein großes Anliegen, im Zuge dieser letzten Novelle auch dem Herrn Bundesminister zu danken für eine sehr, sehr intensive Arbeit in den letzten zwei Jahren. Herr Bundesminister, du hast für den Forschungs- und Wissenschaftsstandort Österreich einen ganz wichtigen Beitrag geleistet! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Hörl: Bravo!)
Allgemeiner Beifall.
Herr Bundesminister, wir werden auch künftig, in neuen Rollen, viel miteinander zu tun haben. Danke dir für die Zusammenarbeit! (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Steibl: Ja, auch Abgeordnete ...!
Wenn man so ein Gesetz durchpeitscht und dann noch Begründungen liefert, die an und für sich völlig normal und Grundsatz einer Universität sein sollten, frage ich mich, was das soll. Anscheinend werden Gespräche nur mit Gleichgesinnten geführt. Jeder Gegner ist entweder nicht klug genug, er versteht von der Sache nichts oder mit dem redet man nicht. Das finde ich nicht gut! Auch wenn man Bundespräsident werden will, muss man mit Leuten reden können. (Abg. Steibl: Ja, auch Abgeordnete ...!) Das sage ich jetzt ohne Zynismus, ich sage das ganz offen. Wenn man das nicht kann und sich nur mit Jasagern umgibt, finde ich das nicht gut.
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Markowitz.
Ich finde, es ist gut begründet, wenn wir diesem Gesetz nicht zustimmen, weil es überhastet ist, unseriös, gegen den Willen vieler Leute und vor allem ohne Diskussion. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Markowitz.)
Ruf bei der SPÖ: Diesmal ohne Brille?
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (SPÖ): Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Bundesminister! Auch im Wissenschaftsausschuss ... (Ruf bei der SPÖ: Diesmal ohne Brille?) Diesmal geht es ohne Brille, ja.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Auch im Wissenschaftsausschuss wird sich offensichtlich vieles verändern. Es haben sich viele Kolleginnen und Kollegen heute verabschiedet, auch Kollegin Cortolezis-Schlager. Ich möchte mich bei dir sehr herzlich für die Zusammenarbeit in den letzten Jahren bedanken und dir für deine berufliche und persönliche Zukunft alles, alles Gute wünschen! Du bist und bleibst ein politischer Mensch, und ich bin sicher, dass wir in dem einen oder anderen Zusammenhang sicher von dir hören werden und vielleicht auch wieder miteinander zu tun haben werden. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Es sind offenbar noch einige Fragen zu klären, was die medizinische Fakultät in Linz betrifft. Aber da ist man offensichtlich auf einem guten Weg. Heute jedenfalls werden die entsprechenden gesetzlichen Rahmenbedingungen geschaffen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Ich habe aber den Ausführungen der Vorredner doch auch entnommen, dass wir eigentlich gar nicht mehr wählen müssen! Denn wenn ich höre, dass Frau Minister Karl im Amt bleibt, oder wenn du, liebe Kollegin Cortolezis-Schlager, meinst, auch Minister Töchterle bleibt im Amt, dann frage ich mich, warum wir wählen gehen, wenn ohnehin schon alles fix ist. Vielleicht gibt es ja doch noch irgendwo Bewegung! (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Aber gute Minister können durchaus auch bleiben; die Frage ist, ob er das ist.
Beifall beim BZÖ.
Daher sagen wir, das ist eigentlich sehr unausgegoren, nicht durchdacht, nur eine „Lex Innsbruck“ und daher zum jetzigen Zeitpunkt jedenfalls abzulehnen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Darüber bin ich froh und dafür meinen herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Denen, die noch im Haus verbleiben, wünsche ich viel Kraft für die nächsten Herausforderungen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Hübner: Ich verzichte!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Dr. Hübner. (Abg. Dr. Hübner: Ich verzichte!) – Sie ziehen Ihre Wortmeldung zurück? – (Abg. Dr. Hübner nickt.)
Abg. Dr. Hübner nickt.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Dr. Hübner. (Abg. Dr. Hübner: Ich verzichte!) – Sie ziehen Ihre Wortmeldung zurück? – (Abg. Dr. Hübner nickt.)
Ruf bei der ÖVP: Lichtenecker! – Abg. Dr. Lichtenecker: Bin ich schon dran? – Ruf bei der ÖVP: Lichtenecker! Letzter Aufruf! Sie verzögern den Abflug!
Somit gelangt Frau Abgeordnete Dr. Lichtenecker zu Wort. (Ruf bei der ÖVP: Lichtenecker! – Abg. Dr. Lichtenecker: Bin ich schon dran? – Ruf bei der ÖVP: Lichtenecker! Letzter Aufruf! Sie verzögern den Abflug!) – Die Aufmerksamkeit lässt schon etwas zu wünschen übrig. – Bitte, Frau Kollegin.
Beifall bei den Grünen.
In diesem Sinne werden die oberösterreichischen Abgeordneten des grünen Parlamentsklubs heute diese Gesetzesvorlage auch mitunterstützen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir wissen, dass Österreich europaweit die höchste Ärztedichte hat. Ich möchte aber auch auf ein Problem hinweisen, nämlich dass es vor allem in den ländlichen Gebieten und im ländlichen Raum einen Fachärzte- und einen Psychotherapeutenmangel gibt. Ich möchte auch darauf hinweisen, dass wir vor zwei Tagen einen Entschließungsantrag betreffend Schaffung eines Gesamtkonzepts für den Tourismus in ländlichen Regionen beschlossen haben. Ich denke, das wäre auch ein Fingerzeig dafür, dass wir ein Gesamtkonzept für die ärztliche Versorgung, was Fachärzte und Psychotherapeuten in ländlichen Regionen betrifft, beschließen können und damit auch ausreichende ärztliche Versorgung an den Wochenenden sicherstellen können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzte Damen und Herren! Der heutige Tag war wichtig für zukünftige Studierende, die im Oktober 2013 mit ihrem Medizinstudium beginnen wollen. Ich möchte daher allen, die das Glück haben, heute den Aufnahmetest für das Medizinstudium bestanden zu haben, für den Oktober 2013 alles Gute in ihrem Studium wünschen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche den Fernsehzusehern – sofern es solche noch gibt – einen guten Abend! (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Abschiedsrede!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Dritter Präsident Dr. Graf hat sich zu Wort gemeldet. – Bitte. (Ruf bei der ÖVP: Abschiedsrede!)
Heiterkeit bei Grünen und BZÖ.
Abgeordneter Mag. Dr. Martin Graf (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Ich werde da schon beim Heruntergehen damit einbegleitet, dass das meine Abschiedsrede ist. Man soll den Abend nicht vor dem Tag loben – oder so irgendwie heißt das. (Heiterkeit bei Grünen und BZÖ.) – Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. (Abg. Amon: Das ist übrigens ein russisches Sprichwort!) Es ist modern geworden, dass Politiker sich Auszeiten nehmen. Ich werde mir jetzt einmal eine Auszeit gönnen.
Abg. Amon: Das ist übrigens ein russisches Sprichwort!
Abgeordneter Mag. Dr. Martin Graf (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Ich werde da schon beim Heruntergehen damit einbegleitet, dass das meine Abschiedsrede ist. Man soll den Abend nicht vor dem Tag loben – oder so irgendwie heißt das. (Heiterkeit bei Grünen und BZÖ.) – Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. (Abg. Amon: Das ist übrigens ein russisches Sprichwort!) Es ist modern geworden, dass Politiker sich Auszeiten nehmen. Ich werde mir jetzt einmal eine Auszeit gönnen.
Beifall bei der FPÖ.
Ich kann als einer der langjährigen Wissenschaftspolitiker hier im Haus – seit 1994 – etwas aus der Geschichte plaudern. Es gab Zeiten, als man Wissenschaftsmaterien bewusst am Anfang einer Tagesordnung behandelt hat, weil es auch ein Wollen der Regierung und der Regierungsparteien gegeben hat. Als es noch einen Abgeordneten Lukesch, einen Abgeordneten Niederwieser, einen Abgeordneten Grünewald, einen Abgeordneten Graf und wen auch immer gegeben hat – im Jahr 1998, 1999 und danach –, haben wir es zumindest geschafft, Wissenschaftsmaterien und Forschungsmaterien nicht um Mitternacht zu verhandeln, so wie es vorher der Fall war, sondern prominent in den Vormittagsstunden. (Beifall bei der FPÖ.)
Staatssekretär Mag. Schieder: Wie viele Punkte noch?!
Herr Bundesminister Töchterle hat einige Kapriolen geschlagen in seiner Zeit – egal, ob das war im Zusammenhang mit der Empfehlung, Studiengebühren einzuheben, wobei wir als Gesetzgeber das letztlich reparieren mussten, und zwar in einer Art und Weise, die fast als einzigartig zu bezeichnen ist. Jedenfalls kann man das vom Gesetzestechnischen her nur als Katastrophe bezeichnen, wenn Satzungen von Universitäten zu Gesetzen erhoben werden, damit es keine Regressansprüche gibt – das alles, weil der Herr Bundesminister eine falsche Empfehlung gegeben hat, Punkt eins. (Staatssekretär Mag. Schieder: Wie viele Punkte noch?!) – Ein paar Minuten Wissenschaftspolitik müssen Sie sich schon anhören können!
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Beschließt es endlich! Bitte!
Herr Bundesminister, meine Damen und Herren von ÖVP, SPÖ, wer immer in Zukunft das Sagen hat: Wenn wir nicht wollen, dass Gesundheitsvorsorge und Gesundheitspolitik Landes- und Gemeindesache bleiben, dann beschließen wir das doch ganz einfach. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Beschließt es endlich! Bitte!) Ich bin dafür zu haben, dass das Bundessache wird, denn dann wäre das wenigstens ehrlich in unserer Budgetsystematik. Das, was da jetzt betrieben wird, ist jedoch ein Wahnsinn, Prozesslawinen werden folgen – das alles aufgrund von Aussagen eines Bundesministers, der Themen ohne gesetzliche Deckung vorgibt, und zwar bei Dingen, wo sich Menschen im Wissenschafts- und Forschungsbereich darauf verlassen, dann aber den Klagsweg beschreiten müssen, um zu ihrem Recht zu kommen.
Ironische Heiterkeit der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.
Es tut mir leid, dass das um diese Zeit abgehandelt wird, und ich sage das trotzdem noch einmal: Wir werden die Vorschusslorbeeren auch mit dieser Abänderung noch geben, weil wir wollen, dass das Ding UG 2002 eine gute Wendung nimmt. Was wir jedoch nicht wollen, ist, dass in Zukunft weiterhin nur auf Basis von Klientelpolitik, auf Basis von Versprechungspolitik die Wissenschafts- und Forschungspolitik am Gängelband herumgeführt wird. (Ironische Heiterkeit der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.
An dieser Stelle – und damit höre ich dann gleich auf – bedanke ich mich bei den vielen Weggefährten. (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.) – Frau Kollegin Glawischnig, Sie haben mich fünf Jahre lang, und auch davor schon, nicht mögen, und wenn Sie sich jetzt lustig machen über den Parlamentarismus, weil Sie einmal zuhören müssen, so ist das Ihr Problem. (Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.)
Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.
An dieser Stelle – und damit höre ich dann gleich auf – bedanke ich mich bei den vielen Weggefährten. (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.) – Frau Kollegin Glawischnig, Sie haben mich fünf Jahre lang, und auch davor schon, nicht mögen, und wenn Sie sich jetzt lustig machen über den Parlamentarismus, weil Sie einmal zuhören müssen, so ist das Ihr Problem. (Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Mit einem Unterschied: Ich habe zwei Kinder und Peter Pilz nicht!
Frau Abgeordnete Glawischnig, Sie sind ja ohnehin fast nie anwesend! Ich kann mich, was die letzten Jahre betrifft, eigentlich immer nur daran erinnern, dass Sie und Peter Pilz die am häufigsten abwesenden Abgeordneten gewesen sind. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Mit einem Unterschied: Ich habe zwei Kinder und Peter Pilz nicht!) – Welche Gründe es auch immer dafür gab, aber dafür haben Sie sehr viele moralisierende Beiträge geliefert. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Reden Sie weiter, so lange Sie wollen!) Ich habe drei Kinder; das ist sozusagen Ihr Manko, denn Sie haben eines weniger als ich. Das ist Ihr Problem. (Ironische Heiterkeit bei den Grünen.) Lachen Sie ruhig weiter, aber die Redezeit einer Fraktion und eines Abgeordneten werden auch Sie nicht beschneiden können, auch wenn ein politischer Gegner redet. Das werden Sie vielleicht lernen müssen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Reden Sie weiter, so lange Sie wollen!
Frau Abgeordnete Glawischnig, Sie sind ja ohnehin fast nie anwesend! Ich kann mich, was die letzten Jahre betrifft, eigentlich immer nur daran erinnern, dass Sie und Peter Pilz die am häufigsten abwesenden Abgeordneten gewesen sind. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Mit einem Unterschied: Ich habe zwei Kinder und Peter Pilz nicht!) – Welche Gründe es auch immer dafür gab, aber dafür haben Sie sehr viele moralisierende Beiträge geliefert. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Reden Sie weiter, so lange Sie wollen!) Ich habe drei Kinder; das ist sozusagen Ihr Manko, denn Sie haben eines weniger als ich. Das ist Ihr Problem. (Ironische Heiterkeit bei den Grünen.) Lachen Sie ruhig weiter, aber die Redezeit einer Fraktion und eines Abgeordneten werden auch Sie nicht beschneiden können, auch wenn ein politischer Gegner redet. Das werden Sie vielleicht lernen müssen. (Beifall bei der FPÖ.)
Ironische Heiterkeit bei den Grünen.
Frau Abgeordnete Glawischnig, Sie sind ja ohnehin fast nie anwesend! Ich kann mich, was die letzten Jahre betrifft, eigentlich immer nur daran erinnern, dass Sie und Peter Pilz die am häufigsten abwesenden Abgeordneten gewesen sind. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Mit einem Unterschied: Ich habe zwei Kinder und Peter Pilz nicht!) – Welche Gründe es auch immer dafür gab, aber dafür haben Sie sehr viele moralisierende Beiträge geliefert. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Reden Sie weiter, so lange Sie wollen!) Ich habe drei Kinder; das ist sozusagen Ihr Manko, denn Sie haben eines weniger als ich. Das ist Ihr Problem. (Ironische Heiterkeit bei den Grünen.) Lachen Sie ruhig weiter, aber die Redezeit einer Fraktion und eines Abgeordneten werden auch Sie nicht beschneiden können, auch wenn ein politischer Gegner redet. Das werden Sie vielleicht lernen müssen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Abgeordnete Glawischnig, Sie sind ja ohnehin fast nie anwesend! Ich kann mich, was die letzten Jahre betrifft, eigentlich immer nur daran erinnern, dass Sie und Peter Pilz die am häufigsten abwesenden Abgeordneten gewesen sind. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Mit einem Unterschied: Ich habe zwei Kinder und Peter Pilz nicht!) – Welche Gründe es auch immer dafür gab, aber dafür haben Sie sehr viele moralisierende Beiträge geliefert. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Reden Sie weiter, so lange Sie wollen!) Ich habe drei Kinder; das ist sozusagen Ihr Manko, denn Sie haben eines weniger als ich. Das ist Ihr Problem. (Ironische Heiterkeit bei den Grünen.) Lachen Sie ruhig weiter, aber die Redezeit einer Fraktion und eines Abgeordneten werden auch Sie nicht beschneiden können, auch wenn ein politischer Gegner redet. Das werden Sie vielleicht lernen müssen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Grosz.
schaftlichen Angelegenheiten zumindest; sagen wir es einmal so. (Zwischenruf des Abg. Grosz.) Ich kann mich an andere Reden auch erinnern, aber das Gute bleibt bei mir hängen.
Beifall bei der FPÖ.
Jedenfalls: Vergangenheit ist Vergangenheit. Die Zukunft wird von vielen neuen Wissenschaftssprechern gestaltet werden, und denen wünsche ich vor allem eines: eine gute Hand für die Wissenschafts- und Forschungspolitik in Österreich. Da drücke ich die Daumen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
In diesem Sinne wünschen wir uns einen regen Austausch von Wissenschaftern, von Professoren, aber auch von Studierenden. Ich meine auch, dass das nicht nur die bilateralen und die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Österreich und Brasilien stärkt, sondern ebenso den Austausch von Wissenschaft und Forschung. Das ist auch von dieser Stelle aus nur zu unterstützen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr positiv ist aber zu bewerten, dass bei der Vergabe der Stipendien auf soziale Benachteiligungen Bedacht genommen wird. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Amon: Nicht?! Wer weiß!
Abgeordneter Mag. Rainer Widmann (BZÖ): Frau Präsident! Meine Damen und Herren! Das ist mit Sicherheit nicht meine letzte Rede hier (Abg. Amon: Nicht?! Wer weiß!), aber als einer der letzten Redner mache ich es kurz: Wir begrüßen dieses Abkommen, natürlich auch den Studentenaustausch, insbesondere weil es auch eine Evaluierung gibt.
Beifall beim BZÖ.
In diesem Sinne: Wir werden dem zustimmen. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Graf: Das ist keine Unart! Das ist eine Sauerei!
Abgeordneter Gerald Grosz (BZÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Es ist mittlerweile eine Unart, die sich in die Beschlusspraxis des Immunitätsausschusses eingeschlichen hat, dass wir auch dann, wenn politische Zusammenhänge bestehen, Abgeordnete unseres Hauses ausliefern. (Abg. Dr. Graf: Das ist keine Unart! Das ist eine Sauerei!)
Abg. Strache: Wo ist der Bucher?
Noch dazu ist es so, dass diese Anzeige von einem politischen Mitbewerber eingebracht wurde – ein weiteres Indiz dafür, dass in dieser Angelegenheit ein politischer Zusammenhang besteht. Es handelt sich um eine Anzeige des Herrn Scheuch, dessen politische Karriere sich nicht zuletzt durch jene behaupteten Tatbestände, die die Abgeordneten Petzner und Bucher mehrmals formuliert haben, ohnedies selbst erledigt hat, sehr geehrte Damen und Herren. (Abg. Strache: Wo ist der Bucher?)
Abg. Dr. Graf: Bei den Grünen wird aber nicht stattgegeben! – Abg. Strache: Die werden nicht ausgeliefert!
Da könnten Sie von den Grünen und auch von SPÖ und ÖVP sagen: Eh klar, Blau, Orange, das sind Verbrecher! – Nein, sehr geehrte Damen und Herren: 14 Auslieferungsbegehren gibt es im Zusammenhang mit den Grünen. (Abg. Dr. Graf: Bei den Grünen wird aber nicht stattgegeben! – Abg. Strache: Die werden nicht ausgeliefert!)
Beifall beim BZÖ
Das zeigt einmal mehr, sehr geehrte Damen und Herren, wie die Justiz mit ihren Methoden versucht, Abgeordneten ans Zeug zu flicken (Beifall beim BZÖ): fünf Auslieferungsbegehren bei Regierungsabgeordneten und mehr als 36 Auslieferungsbegehren betreffend Oppositionsabgeordnete.
Abg. Dr. Graf: Staatsanwaltschaft!
Im Vergleich dazu wurden in der XXII. Gesetzgebungsperiode, zwischen 2002 und 2006, nur zwölf Auslieferungsbegehren gestellt und in der XX. GP, also zwischen 1996 und 1999 13 Auslieferungsbegehren. So hat sich die Beschlusspraxis des Immunitätsausschusses geändert. (Abg. Dr. Graf: Staatsanwaltschaft!) So hat sich aber auch die Agitation der Staatsanwaltschaft gegen einzelne Abgeordnete der Opposition in den letzten Jahren geändert.
Beifall beim BZÖ
Sehr viele Abgeordnete haben sich in den letzten drei Tagen verabschiedet – auch ich wünsche Ihnen weiterhin alles Gute –, aber sehr viele Abgeordnete haben heute hier auch Wünsche für kommende Gesetzgebungsperioden deponiert. Einer dieser Wünsche muss es sein, dass wir so viel Respekt vor uns selbst haben, dass wir Abgeordnete, die zu beschützen sind, weil sie ihrer politischen Tätigkeit nachkommen, auch hier in diesem Haus durch die Immunität schützen (Beifall beim BZÖ), ansonsten aber unsere Forderung schlagend wird, die außerberufliche Immunität gänzlich abzuschaffen, dann gibt es auch keine Diskussionen mehr.
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Seitdem lizitiert man, Jahr für Jahr einmal mehr, diese Immunität – gegen die Abgeordneten –, anstatt dass man sie schützend dafür verwendet, dass Abgeordnete vor den Exekutivorganen, nämlich vor der österreichischen Bundesregierung und den politischen Machthabern in diesem Land, auch beschützt werden. Das findet nicht statt, seit 1996! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Es ist wenig verwunderlich, dass den damaligen Bericht Herr Abgeordneter Großruck unterschrieben hat, der jetzt die Rolle des Vorsitzenden dieses Immunitätsausschusses gespielt hat. Ein schwarzer Vorsitzender mit einer schwarzen Justizministerin und einer politisch weisungsabhängigen Justiz – dagegen müssen wir uns zur Wehr setzen, sehr geehrte Damen und Herren! Das erhoffe ich mir auch für die künftige Gesetzgebungsperiode. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Die Abgeordneten Scheibner, Kolleginnen und Kollegen haben hundert Fristsetzungsanträge eingebracht. (Beifall beim BZÖ.) Diese wurden mittlerweile an alle Abgeordneten verteilt.
Abg. Mag. Kogler: Da werden wir einmal fragen, was der Josef Pröll zur Hypo sagt!
Unvereinbarkeitsausschuss (Abg. Mag. Kogler: Da werden wir einmal fragen, was der Josef Pröll zur Hypo sagt!)
Abg. Mag. Kogler: Schon wieder wird Pröll versteckt!
Ich ersuche bei Zustimmung zu diesem Antrag um ein entsprechendes Zeichen. – Das ist nicht die Mehrheit und damit abgelehnt. (Abg. Mag. Kogler: Schon wieder wird Pröll versteckt!)
Allgemeiner Beifall.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Meine Damen und Herren! Am Ende einer Tagung ist es üblich – ich stehe jetzt gar nicht auf –, eine Schlussansprache durch die Präsidentin zu halten, früher der Präsidenten; noch dazu, weil es ja auch die Gesetzgebungsperiode ist, die zu Ende geht. Ich habe mir erlaubt, Ihnen meine Schlussansprache schriftlich zu übermitteln. (Allgemeiner Beifall.) Es sind herzeigbare Zahlen, die dort drinnen sind. Ich glaube, Sie können sie auch gut verwenden.
Allgemeiner Beifall.
Das Einzige, was ich in diesem Brief nicht habe, was ich hier mündlich sagen will, ist, dass ich allen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Parlamentsdirektion, in den Klubs den parlamentarischen MitarbeiterInnen sehr, sehr herzlich für ihre intensive Arbeit durch fünf Jahre danke. (Allgemeiner Beifall.)
Allgemeiner Beifall.
Ich wünsche Ihnen alles Gute! Danke. (Allgemeiner Beifall.)