Eckdaten:
Für die 64. Sitzung der 21. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 744 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Abg. Parnigoni – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Gaál –: Bravo, Anton! – Rufe bei der SPÖ: Hoppauf! – Bundesminister Scheibner: Auftrittsapplaus, oder was?
Erster Redner ist Herr Abgeordneter Gaál. Ich erteile ihm das Wort. (Abg. Parnigoni – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Gaál –: Bravo, Anton! – Rufe bei der SPÖ: Hoppauf! – Bundesminister Scheibner: Auftrittsapplaus, oder was?)
Abg. Edlinger: Wie sind die Wahlen in Favoriten ausgegangen, Toni?
Abgeordneter Anton Gaál (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! (Abg. Edlinger: Wie sind die Wahlen in Favoriten ausgegangen, Toni?) – Knapp an der 90-Prozent-Grenze, Herr Bundesminister. (Bundesminister Scheibner: Ich habe das jetzt nicht verstanden! Wie war das?)
Bundesminister Scheibner: Ich habe das jetzt nicht verstanden! Wie war das?
Abgeordneter Anton Gaál (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! (Abg. Edlinger: Wie sind die Wahlen in Favoriten ausgegangen, Toni?) – Knapp an der 90-Prozent-Grenze, Herr Bundesminister. (Bundesminister Scheibner: Ich habe das jetzt nicht verstanden! Wie war das?)
Zwischenbemerkung von Bundesminister Scheibner.
Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Der Bundesvoranschlag 2002 sieht für das Landesverteidigungsbudget einen Betrag von weniger als 23 Milliarden Schilling vor. Damit gehen die Mittel für die Landesverteidigung wieder geringfügig zurück – es ergibt sich ein Minus von 0,1 Prozent. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Scheibner. ) Und wenn Sie, Herr Minister, mir da von hinten einflüstern, das sei falsch, dann gehen wir von verschiedenen Berechnungen aus. Aber ich werde Ihnen beweisen, dass leider ich richtig liege! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Der Bundesvoranschlag 2002 sieht für das Landesverteidigungsbudget einen Betrag von weniger als 23 Milliarden Schilling vor. Damit gehen die Mittel für die Landesverteidigung wieder geringfügig zurück – es ergibt sich ein Minus von 0,1 Prozent. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Scheibner. ) Und wenn Sie, Herr Minister, mir da von hinten einflüstern, das sei falsch, dann gehen wir von verschiedenen Berechnungen aus. Aber ich werde Ihnen beweisen, dass leider ich richtig liege! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Bundesminister Scheibner: Was? Wie war das?
Daher stimmt es auch nicht, Herr Bundesminister, wenn Sie immer wieder sagen, Sie werden das Budget real erhöhen. – Sicher nicht! Dazu haben Sie ja gar keine Chance, denn eine Regierung, die solch einen radikalen Sparkurs verordnet, die Ambulanzgebühren einführt, die die Rezeptgebühren erhöht, die Unfallrenten besteuert – man könnte diese Liste beliebig lange fortsetzen; von den "kleinen Leuten" sprechen und dabei nur an deren Geldbörse denken –, eine Regierung, durch die die Armen immer ärmer, die Reichen immer reicher werden, hat jegliches Recht verwirkt, von einer Erhöhung des Militärbudgets – so berechtigt das auch sein mag – zu reden! (Beifall bei der SPÖ. – Bundesminister Scheibner: Was? Wie war das?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Was hat der Kollege Gaál heute?
Das würde auch die Bevölkerung nicht verstehen, wie letztlich auch die Wiener Wahlen bestätigt haben. Wenn Sie das Ergebnis genau analysieren, werden Sie mir darin Recht geben, denn Wien hat gegen diese unsoziale Politik gestimmt – und außerdem schaden Sie damit auch der Politik des österreichischen Bundesheeres, Herr Bundesminister. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Was hat der Kollege Gaál heute?)
Abg. Auer: Aber Anton, du warst doch immer ein seriöser Politiker!
Nächster Punkt, Herr Bundesminister (Abg. Auer: Aber Anton, du warst doch immer ein seriöser Politiker!): Österreich hat sich dazu verpflichtet, bis zum Jahre 2003 2 000 Soldaten und
Bundesminister Scheibner: Noch einmal, Herr Kollege: 1999 haben Sie gesagt?
Auch die Einschränkungen für die freiwilligen Waffenübungen von Milizsoldaten führen zu einer negativen Entwicklung: 1999 – ich habe mir das genau angeschaut – wurden noch 110 000 freiwillige Waffenübungstage geleistet, 2000 waren es weniger als 30 000, also rund 70 Prozent weniger! (Bundesminister Scheibner: Noch einmal, Herr Kollege: 1999 haben Sie gesagt?) – 1999 wurden 110 000 freiwillige Waffenübungstage geleistet, 2000 waren es nur mehr weniger als 30 000, wie gesagt, um 70 Prozent weniger. Da der Milizanteil bei Auslandseinsätzen, wie Sie wissen, 70 Prozent beträgt, laufen wir auch in diesem Bereich Gefahr, die negative Entwicklung fortzuschreiben.
Bundesminister Scheibner: Und wie schaut das aus?
Noch wäre Zeit, auf ein System einzuschwenken, das von allen getragen wird, machbar ist und dem verbleibenden Rest-Bundesheer die Aufgabenerfüllung innerstaatlicher Aufträge ermöglicht. (Bundesminister Scheibner: Und wie schaut das aus?) – Wie schaut das aus, Herr Bundesminister? – Erfolg versprechende Alternativvorschläge liegen vor, Sie brauchen sich nur zu bedienen.
Beifall bei der SPÖ.
Daher findet dieses Budget nicht unsere Zustimmung. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Edler und Dipl.-Ing. Kummerer.
Als Soldat habe ich aber auch gelernt, dass insbesondere in schwierigen Situationen – und die Budgetsituation, in die uns die SPÖ-Finanzminister mit ihrem Hang zur roten Farbe nicht nur in den Haaren, sondern auch im Budget gebracht haben, war wirklich eine katastrophale ... (Zwischenrufe der Abgeordneten Edler und Dipl.-Ing. Kummerer. ) – Die 2 000 Milliarden Schilling waren kein Schmäh, das wissen Sie ganz genau. Wenn es so leicht wäre, Herr Kollege, dass die Roten zahlen für die roten Zahlen, die Sie uns hinterlassen haben, dann wäre es einfacher. Aber leider zahlen alle Österreicher für das, was Sie gemacht haben! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Als Soldat habe ich aber auch gelernt, dass insbesondere in schwierigen Situationen – und die Budgetsituation, in die uns die SPÖ-Finanzminister mit ihrem Hang zur roten Farbe nicht nur in den Haaren, sondern auch im Budget gebracht haben, war wirklich eine katastrophale ... (Zwischenrufe der Abgeordneten Edler und Dipl.-Ing. Kummerer. ) – Die 2 000 Milliarden Schilling waren kein Schmäh, das wissen Sie ganz genau. Wenn es so leicht wäre, Herr Kollege, dass die Roten zahlen für die roten Zahlen, die Sie uns hinterlassen haben, dann wäre es einfacher. Aber leider zahlen alle Österreicher für das, was Sie gemacht haben! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Edler, Dipl.-Ing. Kummerer und Grabner.
Aber immer dann, wenn positive Signale – durchaus auch vom Parteivorsitzenden Gusenbauer – kommen, gibt es Störfeuer aus dem linken Eck. Einige stellen Totalopposition und faktische Gesprächsverweigerung durch Junktims – ich erinnere an die Frage des Kriegsmaterialgesetzes – vor die Interessen dieses Staates! (Zwischenrufe der Abgeordneten Edler, Dipl.-Ing. Kummerer und Grabner. ) – Ich habe gesagt, da meldet sich das linke Eck! (Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Er hört in die falsche Richtung!) – Hören Sie vielleicht auch einmal zu, es wäre gut für Sie und es wäre gut für Österreich, würden Sie ein bisschen die Ohren öffnen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Er hört in die falsche Richtung!
Aber immer dann, wenn positive Signale – durchaus auch vom Parteivorsitzenden Gusenbauer – kommen, gibt es Störfeuer aus dem linken Eck. Einige stellen Totalopposition und faktische Gesprächsverweigerung durch Junktims – ich erinnere an die Frage des Kriegsmaterialgesetzes – vor die Interessen dieses Staates! (Zwischenrufe der Abgeordneten Edler, Dipl.-Ing. Kummerer und Grabner. ) – Ich habe gesagt, da meldet sich das linke Eck! (Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Er hört in die falsche Richtung!) – Hören Sie vielleicht auch einmal zu, es wäre gut für Sie und es wäre gut für Österreich, würden Sie ein bisschen die Ohren öffnen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Aber immer dann, wenn positive Signale – durchaus auch vom Parteivorsitzenden Gusenbauer – kommen, gibt es Störfeuer aus dem linken Eck. Einige stellen Totalopposition und faktische Gesprächsverweigerung durch Junktims – ich erinnere an die Frage des Kriegsmaterialgesetzes – vor die Interessen dieses Staates! (Zwischenrufe der Abgeordneten Edler, Dipl.-Ing. Kummerer und Grabner. ) – Ich habe gesagt, da meldet sich das linke Eck! (Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Er hört in die falsche Richtung!) – Hören Sie vielleicht auch einmal zu, es wäre gut für Sie und es wäre gut für Österreich, würden Sie ein bisschen die Ohren öffnen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Edler: Bald! Bald!
Wenn Sie dann irgendwann wieder einmal in einer Regierung sein sollten, was im demokratischen Spiel der Kräfte irgendwann einmal (Abg. Edler: Bald! Bald!) – kann sein, kann aber auch nicht sein – kommen wird (Abg. Böhacker: Vielleicht!), dann müssen Sie mit den inzwischen geschaffenen Realitäten leben. (Abg. Edlinger: Oder ändern!) Wenn Sie sie nicht
Abg. Böhacker: Vielleicht!
Wenn Sie dann irgendwann wieder einmal in einer Regierung sein sollten, was im demokratischen Spiel der Kräfte irgendwann einmal (Abg. Edler: Bald! Bald!) – kann sein, kann aber auch nicht sein – kommen wird (Abg. Böhacker: Vielleicht!), dann müssen Sie mit den inzwischen geschaffenen Realitäten leben. (Abg. Edlinger: Oder ändern!) Wenn Sie sie nicht
Abg. Edlinger: Oder ändern!
Wenn Sie dann irgendwann wieder einmal in einer Regierung sein sollten, was im demokratischen Spiel der Kräfte irgendwann einmal (Abg. Edler: Bald! Bald!) – kann sein, kann aber auch nicht sein – kommen wird (Abg. Böhacker: Vielleicht!), dann müssen Sie mit den inzwischen geschaffenen Realitäten leben. (Abg. Edlinger: Oder ändern!) Wenn Sie sie nicht
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir werden uns nicht hinhalten lassen, und wir bieten in dieser staatspolitischen Frage die Hand zur Zusammenarbeit. Schlagen Sie sie nicht leichtfertig aus! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Dr. Evelin Lichtenberger (Grüne): Herr Präsident! Herr Minister! Sehr geehrte Damen und Herren! Kolleginnen und Kollegen! Die Jubelmeldungen, die durch die Presse gegangen sind, auch beim Verteidigungsbudget werde gespart, auch da komme es zu keinen großen Mehrausgaben, werden auf jeden Fall durch eine ganz wichtige Information zu ergänzen sein, und zwar über all das, was nicht im Budget steht, was außerbudgetär finanziert werden soll und dennoch – und darüber sollte man sich keine Illusionen machen – aus dem Steuersäckel der Österreicherinnen und Österreicher bezahlt werden wird müssen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Dabei sind jedoch zwei Punkte zu berücksichtigen: Erstens gibt es bis heute keine nachvollziehbare, gültige Evaluierung der bisherigen Kompensationsgeschäfte, die jeweils bei Militärbeschaffungsaktionen angekündigt wurden. Zweitens ist, glaube ich, jedem, der sich mit diesem Thema hinreichend beschäftigt, bekannt, dass die Preise auf dem Sektor militärische Güter bei weitem überhöht sind! Das ist ja auch kein Wunder: Für diese gibt es einen Markt, auf dem der Beschaffer entweder selbst sehr, sehr viel Geld hat oder ungeniert in den Steuersäckel greifen kann, weil mit dem Argument Sicherheit immer wieder jegliche Beschaffung gerechtfertigt wird. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Murauer: Dazu gibt es sogar einen Rechnungshofbericht! Das stimmt nicht ganz!
Ich sehe nicht ein und kann es nicht akzeptieren, dass diese Kompensationsgeschäfte im Zuge von Beschaffungsaktionen immer hinter dem Vorhang und unter der Tuchent abgewickelt werden, dass es also diesbezüglich überhaupt keine Transparenz gibt, dass es keine Evaluierung, keine Klarheit gibt (Abg. Murauer: Dazu gibt es sogar einen Rechnungshofbericht! Das stimmt nicht ganz!), was natürlich auch für ein Staatsbudget interessant wäre, weil es ja dann
Beifall bei den Grünen.
Was wird die Logik hinter diesen Entscheidungen sein? Die österreichische Bevölkerung hat ein Anrecht auf diese Informationen. Das sei Ihnen ins Stammbuch geschrieben! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Jung: Da geht es aber nicht um Hubschrauber, Frau Kollegin!
Denken Sie an die ungeklärten Leukämie-Fälle von vor allem Soldaten aus Italien! Denken Sie daran, dass das nicht hingenommen werden kann! (Abg. Jung: Da geht es aber nicht um Hubschrauber, Frau Kollegin!) Wenn es Hinweise darauf gibt, haben vor allem die Menschen, die im Bundesheer tätig sind und mit diesem Gerät umzugehen haben, das erste und wichtigste Anrecht darauf, zu wissen, ob hinreichend gesichert ist, dass diese Informationen nicht stimmen. Aber auch die Öffentlichkeit hat ein solches Anrecht. Das halte ich für ganz zentral. Ich bitte daher, dem mehr als genau nachzugehen, um zu wissen, ob diese Fakten entkräftet werden können. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Jung: Das sind ja keine Fakten, Frau Kollegin, das sind Gerüchte!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Jung: Das sind ja keine Fakten, Frau Kollegin, das sind Gerüchte!
Denken Sie an die ungeklärten Leukämie-Fälle von vor allem Soldaten aus Italien! Denken Sie daran, dass das nicht hingenommen werden kann! (Abg. Jung: Da geht es aber nicht um Hubschrauber, Frau Kollegin!) Wenn es Hinweise darauf gibt, haben vor allem die Menschen, die im Bundesheer tätig sind und mit diesem Gerät umzugehen haben, das erste und wichtigste Anrecht darauf, zu wissen, ob hinreichend gesichert ist, dass diese Informationen nicht stimmen. Aber auch die Öffentlichkeit hat ein solches Anrecht. Das halte ich für ganz zentral. Ich bitte daher, dem mehr als genau nachzugehen, um zu wissen, ob diese Fakten entkräftet werden können. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Jung: Das sind ja keine Fakten, Frau Kollegin, das sind Gerüchte!)
Abg. Jung: Was meinen Sie da konkret, Frau Kollegin? Was soll denn das sein?
Bei der Beschäftigung mit den eigentlichen Budgetdaten fällt mir ein Ungleichgewicht besonders auf – und das geht Hand in Hand damit, dass sich sehr viele Bundesheer-Angehörige meiner Ansicht nach legitimerweise immer wieder über eine völlig mangelhafte Personenausrüstung beschweren müssen, also darüber, dass Schutzausrüstungen fehlen oder nur in Teilen vorhanden sind. Gerade die unterste Ebene im Bundesheer muss mit großer Vernachlässigung fertig werden, was auf der anderen Seite im Gegensatz zu den Beschaffungen steht, die gigantisch viele Mittel kosten. (Abg. Jung: Was meinen Sie da konkret, Frau Kollegin? Was soll denn das sein?)
Abg. Jung: Weil sie gebraucht wurden!
Die Frage lautete: Die Aufwendungen für Munition erhöhten sich ... um 30 Prozent. Wieso? – Die Antwort lautete: Der Mehraufwand im Budget 2002 ist im Wesentlichen auf die Beschaffung von Panzermunition für den Kampfpanzer ... zurückzuführen. – Das ist genau das Faktum, das in der Frage festgestellt wurde. Von einer Begründung, warum es diese überdimensionale Erhöhung in diesem Zusammenhang gibt, ist weit und breit keine Rede. (Abg. Jung: Weil sie gebraucht wurden!)
Beifall bei den Grünen.
Herr Minister! Das ist aus meiner Sicht eine absolut unzumutbare Art und Weise, auf Fragen von Abgeordneten zu antworten. Ich ersuche Sie dringend, in Ihrer Rede, die Sie heute sicher noch halten werden, auf die Frage einzugehen, ob Sie gedenken, diese Art und Weise des Umgangs mit Informationswünschen, die Sie bisher an den Tag gelegt haben, beizubehalten. Das steht dem österreichischen Bundesheer nicht an, solch ein Verhalten verdient es sich keinesfalls. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Trattner: Jetzt erklärt sie es!
Herr Minister! Ihnen steht es nicht an und Ihnen steht es auf keinen Fall zu (Abg. Mag. Trattner: Jetzt erklärt sie es!), die österreichische Sicherheitspolitik und die österreichische Neutralität im Alleingang auf eine reine Bündnisfreiheit zu reduzieren, dass auf Grund einer Umdefinition (Abg. Jung: Aber nachdenken darüber darf man schon!) das, was Kollege Jung betreffend Befragung der Bevölkerung vorgestellt hat, letzten Endes obsolet wird, weil die Neutralität so weit ausgehöhlt wird, dass es keinerlei Möglichkeit mehr gibt, im Rahmen einer Abstimmung über eine aktive, klare Sicherheitspolitik und Neutralitätspolitik Österreichs sinnvoll zu debattieren. Sie werden sowohl mit Ihren Worten als auch mit Ihren Taten – ich lasse die Sozialdemokraten hier nicht aus der Verantwortung – die Neutralität so weit ausgehöhlt haben, dass sie keinerlei Chance mehr auf eine Verwandlung in aktive Politik hat, die ich aber von diesem Haus und auch im Sinne der österreichischen Neutralität verlange. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Jung: Aber nachdenken darüber darf man schon!
Herr Minister! Ihnen steht es nicht an und Ihnen steht es auf keinen Fall zu (Abg. Mag. Trattner: Jetzt erklärt sie es!), die österreichische Sicherheitspolitik und die österreichische Neutralität im Alleingang auf eine reine Bündnisfreiheit zu reduzieren, dass auf Grund einer Umdefinition (Abg. Jung: Aber nachdenken darüber darf man schon!) das, was Kollege Jung betreffend Befragung der Bevölkerung vorgestellt hat, letzten Endes obsolet wird, weil die Neutralität so weit ausgehöhlt wird, dass es keinerlei Möglichkeit mehr gibt, im Rahmen einer Abstimmung über eine aktive, klare Sicherheitspolitik und Neutralitätspolitik Österreichs sinnvoll zu debattieren. Sie werden sowohl mit Ihren Worten als auch mit Ihren Taten – ich lasse die Sozialdemokraten hier nicht aus der Verantwortung – die Neutralität so weit ausgehöhlt haben, dass sie keinerlei Chance mehr auf eine Verwandlung in aktive Politik hat, die ich aber von diesem Haus und auch im Sinne der österreichischen Neutralität verlange. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Minister! Ihnen steht es nicht an und Ihnen steht es auf keinen Fall zu (Abg. Mag. Trattner: Jetzt erklärt sie es!), die österreichische Sicherheitspolitik und die österreichische Neutralität im Alleingang auf eine reine Bündnisfreiheit zu reduzieren, dass auf Grund einer Umdefinition (Abg. Jung: Aber nachdenken darüber darf man schon!) das, was Kollege Jung betreffend Befragung der Bevölkerung vorgestellt hat, letzten Endes obsolet wird, weil die Neutralität so weit ausgehöhlt wird, dass es keinerlei Möglichkeit mehr gibt, im Rahmen einer Abstimmung über eine aktive, klare Sicherheitspolitik und Neutralitätspolitik Österreichs sinnvoll zu debattieren. Sie werden sowohl mit Ihren Worten als auch mit Ihren Taten – ich lasse die Sozialdemokraten hier nicht aus der Verantwortung – die Neutralität so weit ausgehöhlt haben, dass sie keinerlei Chance mehr auf eine Verwandlung in aktive Politik hat, die ich aber von diesem Haus und auch im Sinne der österreichischen Neutralität verlange. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordneter Walter Murauer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Die Priorität der Bundesregierung unter Bundeskanzler Schüssel, keine Schulden mehr zu machen und den nächsten Generationen keine Schulden mehr aufzubrummen, ist grundsätzlich zu unterstreichen und zu befürworten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Der Vollbeschäftigung dabei entsprechend Rechnung zu tragen – das gelingt in einem ausgezeichneten Ausmaß –, ein Kindergeld als Quantensprung der Familienpolitik einzuführen sowie der Bildung entsprechend Rechnung zu tragen, sind die Schwerpunkte der Politik dieser Bundesregierung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Herr Bundesminister! Im nächsten Bundesvoranschlag wird auch das Landesverteidigungsbudget höher sein müssen. Wir müssen 1 Prozent des Bruttoinlandsproduktes erreichen, und Sie haben dabei unsere Unterstützung, weil sich die Österreichische Volkspartei für die Notwendigkeit der Landesverteidigung und des Bundesheeres ausspricht und ein modernes europäisches, aber auch finanzierbares Heer haben möchte. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
In Budgetangelegenheiten wäre es natürlich hilfreich, meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie, wenn Sie einigermaßen mit einer Zunge reden würden. Auf der einen Seite sind die Kollegen Gaál und Kummerer und all die anderen Genossen, die im Verteidigungsausschuss sind, und auf der anderen Seite lässt uns Herr Edlinger immer wieder wissen, dass gerade beim Bundesheer zu sparen sei, oder man schickt den Juso-Führer vor, der überhaupt für die Abschaffung des Bundesheeres eintritt. Mehr Berechenbarkeit und eine weniger populistische oder parteipolitisch gefärbte Vorgangsweise wären für die Sicherheitspolitik hilfreich! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Auf die internationalen Operationen wird Kollege Freund noch eingehen. Ich möchte lediglich die Notwendigkeit herausstreichen. Ich möchte die Verpflichtung der Bundesregierung, dass Österreich 2 000 Mann zu stellen hat, diese bereitzuhalten und in 30 bis 60 Tagen zur Verfügung zu stellen hat, unterstreichen. Diese Truppen mit entsprechendem Gerät und sicherem Gerät auszustatten ist Verpflichtung, und insbesondere ist die Freiwilligkeit, meine Damen und Herren, zu unterstreichen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Um Österreich in Europa und in der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik entsprechend einbinden zu können, diskutieren wir eine neue Sicherheits- und Verteidigungsdoktrin, und diese Doktrin wird uns in nächster Zeit sicherheitspolitisch begleiten. Ein entsprechendes Papier wurde erarbeitet und vorgelegt, und jetzt ist das Parlament aufgerufen, jetzt, meine Damen und Herren, sind die Abgeordneten aufgerufen, dieses Papier zu diskutieren. Eine Bestandsaufnahme soll von allen Parteien gemeinsam mit allen betroffenen Organisationen, um einen möglichst breiten Konsens zu erzielen, erfolgen. Ich darf Sie aufrufen, darüber zu diskutieren, einen Konsens zu finden, aber darüber hinaus auch entsprechende Möglichkeiten der Sicherheitspolitik unseres Landes zu definieren, also Optionen zu überlegen und festzusetzen, um unser Land in die gemeinsame europäische Sicherheitspolitik entsprechend einbringen zu können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich meine, dass jene nicht gut beraten sind, die aus populistischen oder parteipolitischen Überlegungen die Diskussion grundsätzlich verweigern oder sich vielleicht, wie in anderen Fällen, hinter der Neutralität verschanzen und sagen, dass wir neutral sind und daher keine Diskussion stattfindet. Meine Damen und Herren! Das ist im Bereich der Sicherheit nicht zulässig! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Geschätzte Damen und Herren! Dem Budget ist aus Sicht der Volkspartei zuzustimmen, zumal eine Erhöhung auf 1 Prozent des Bruttoinlandsproduktes in Aussicht gestellt ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Bundesminister für Landesverteidigung Herbert Scheibner: Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Werte Abgeordnete! Die Diskussion um das Budget für das österreichische Bundesheer, für die österreichische Landesverteidigung sollte auch Gelegenheit geben, über grundlegende Fragen der österreichischen Sicherheitspolitik zu debattieren. Es sollte aber auch die Gelegenheit genützt werden, auf die – wenn manchmal auch unter schwierigen Bedingungen zu erbringenden – herausragenden und hervorragenden Leistungen unserer Soldaten, der Soldaten des österreichischen Bundesheeres, hinzuweisen. Ich glaube, wir sollten hier im Hohen Haus all unseren Soldaten Dank und Anerkennung bezeugen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir sollten uns vergegenwärtigen, meine Damen und Herren – gerade auch Sie von der Opposition –, dass diese Soldaten in einem gefährlichen, in einem oft lebensgefährlichen Einsatz stehen, egal in welchem Bereich das ist. Angesichts dessen kann es doch nicht zu minder sein, dass wir als politische Vertreter die Verantwortung wahrnehmen, den Soldaten, die in unserem Auftrag wichtige Aufgaben erfüllen, ihren Einsatz unter möglichst sicheren Gegebenheiten zu ermöglichen und das Notwendige – ich sage nicht mehr, aber auch nicht weniger – für diesen Einsatz und vor allem für die größtmögliche eigene Sicherheit bereitzustellen. Dafür sollte es einen möglichst breiten, ja einen 100-prozentigen Konsens auch hier im Parlament geben. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
In diesem Sinne, Herr Kollege Gaál, verstehe ich es nicht, dass man einerseits auch von Ihrer Seite im Landesverteidigungsausschuss das Budget als zu niedrig kritisiert, dass man aber andererseits, wenn es um eine öffentliche Debatte geht, wenn es darum geht, auch in der Öffentlichkeit, vielleicht auch gegenüber der eigenen Klientel, in der eigenen Partei genau dieses Prinzip aufrechtzuerhalten, in alte ideologische Schemata verfällt und wieder die Frage der Landesverteidigung und die Problematik der Geldmittelaufbringung aufwirft und diese gegen andere Aufwendungen, wie etwa im Sozialbereich, ausspielt. Das halte ich für absolut verantwortungslos, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Edlinger.
Es kann nicht die Frage sein, ob wir ausreichende Mittel ... (Zwischenruf des Abg. Edlinger. ) – Ja, Herr Kollege Edlinger, Sie sind einer von jenen, die bei den letzten Budgets von "Geschenken" für das österreichische Bundesheer gesprochen haben. Herr Kollege Edlinger! Wo sind die Geschenke? (Abg. Edlinger: Sie rauben die Pensionisten und andere aus!) Ich habe sie gesucht, ich habe sie leider nicht gefunden. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Edlinger: Sie rauben die Pensionisten und andere aus!
Es kann nicht die Frage sein, ob wir ausreichende Mittel ... (Zwischenruf des Abg. Edlinger. ) – Ja, Herr Kollege Edlinger, Sie sind einer von jenen, die bei den letzten Budgets von "Geschenken" für das österreichische Bundesheer gesprochen haben. Herr Kollege Edlinger! Wo sind die Geschenke? (Abg. Edlinger: Sie rauben die Pensionisten und andere aus!) Ich habe sie gesucht, ich habe sie leider nicht gefunden. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Es kann nicht die Frage sein, ob wir ausreichende Mittel ... (Zwischenruf des Abg. Edlinger. ) – Ja, Herr Kollege Edlinger, Sie sind einer von jenen, die bei den letzten Budgets von "Geschenken" für das österreichische Bundesheer gesprochen haben. Herr Kollege Edlinger! Wo sind die Geschenke? (Abg. Edlinger: Sie rauben die Pensionisten und andere aus!) Ich habe sie gesucht, ich habe sie leider nicht gefunden. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Edlinger: Pensionisten und Unfallrentner sind mir wichtiger als das Bundesheer!
Es ist unverantwortlich, meine Damen und Herren, dass man Sicherheit gegen andere Aufgaben ausspielt. Wollen Sie die Verantwortung dafür übernehmen, Herr Kollege Edlinger (Abg. Edlinger: Pensionisten und Unfallrentner sind mir wichtiger als das Bundesheer!), dass wir Soldaten in einen Einsatz schicken, obwohl wir nicht davon überzeugt sind, dass die Soldaten entsprechend ausgerüstet sind? (Abg. Edlinger: Da haben Sie Recht, mir sind die Menschen wichtiger als das Militär! Da haben Sie Recht!) – Meine Damen und Herren! Das war interessant: Ihnen sind die Menschen in diesem Land wichtiger als das Militär. Sind die Soldaten des österreichischen Bundesheeres keine Menschen, Herr Finanzminister außer Dienst Edlinger? (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Edlinger: Da haben Sie Recht, mir sind die Menschen wichtiger als das Militär! Da haben Sie Recht!
Es ist unverantwortlich, meine Damen und Herren, dass man Sicherheit gegen andere Aufgaben ausspielt. Wollen Sie die Verantwortung dafür übernehmen, Herr Kollege Edlinger (Abg. Edlinger: Pensionisten und Unfallrentner sind mir wichtiger als das Bundesheer!), dass wir Soldaten in einen Einsatz schicken, obwohl wir nicht davon überzeugt sind, dass die Soldaten entsprechend ausgerüstet sind? (Abg. Edlinger: Da haben Sie Recht, mir sind die Menschen wichtiger als das Militär! Da haben Sie Recht!) – Meine Damen und Herren! Das war interessant: Ihnen sind die Menschen in diesem Land wichtiger als das Militär. Sind die Soldaten des österreichischen Bundesheeres keine Menschen, Herr Finanzminister außer Dienst Edlinger? (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Es ist unverantwortlich, meine Damen und Herren, dass man Sicherheit gegen andere Aufgaben ausspielt. Wollen Sie die Verantwortung dafür übernehmen, Herr Kollege Edlinger (Abg. Edlinger: Pensionisten und Unfallrentner sind mir wichtiger als das Bundesheer!), dass wir Soldaten in einen Einsatz schicken, obwohl wir nicht davon überzeugt sind, dass die Soldaten entsprechend ausgerüstet sind? (Abg. Edlinger: Da haben Sie Recht, mir sind die Menschen wichtiger als das Militär! Da haben Sie Recht!) – Meine Damen und Herren! Das war interessant: Ihnen sind die Menschen in diesem Land wichtiger als das Militär. Sind die Soldaten des österreichischen Bundesheeres keine Menschen, Herr Finanzminister außer Dienst Edlinger? (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mag. Trattner: Das ist die Präpotenz des Edlinger!
Ich stelle Ihnen die Frage: Sind die Soldaten des österreichischen Bundesheeres, die tagtäglich auch für Sie (Abg. Mag. Trattner: Das ist die Präpotenz des Edlinger!) ihre Gesundheit und ihr Leben aufs Spiel setzen – niemand von uns, auch Sie nicht, weiß, ob er nicht morgen auch die Hilfe dieser Soldaten braucht –, in Ihren Augen keine Menschen, die zumindest ebensoviel wert sein sollten wie alle anderen Bevölkerungsteile in Österreich? (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und Freiheitlichen.
Ich stelle Ihnen die Frage: Sind die Soldaten des österreichischen Bundesheeres, die tagtäglich auch für Sie (Abg. Mag. Trattner: Das ist die Präpotenz des Edlinger!) ihre Gesundheit und ihr Leben aufs Spiel setzen – niemand von uns, auch Sie nicht, weiß, ob er nicht morgen auch die Hilfe dieser Soldaten braucht –, in Ihren Augen keine Menschen, die zumindest ebensoviel wert sein sollten wie alle anderen Bevölkerungsteile in Österreich? (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und Freiheitlichen.)
Abg. Dietachmayr: Das Geld, Herr Minister! Es geht um das Geld!
Das sind die Pole, die wir haben, das sind die Widersprüchlichkeiten, die es auch in der Opposition gibt, meine Damen und Herren! Das sollte auch einmal hier dargestellt werden. (Abg. Dietachmayr: Das Geld, Herr Minister! Es geht um das Geld!) – Ja, es geht um das Geld, Herr Kollege! Es ist eben notwendig, gewisse Mittel für die Landesverteidigung, für die Ausrüstung bereitzustellen. Österreich ist das absolute Schlusslicht bei den Aufwendungen für die Landes
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Edlinger: Das ist der Schuldenberg der ÖVP!
Wir haben jetzt das Problem, auf der einen Seite einmal Ihren Schuldenberg, Herr Kollege Edlinger, aufzuarbeiten und auf der anderen Seite die Defizite aus den letzten Jahrzehnten zu kompensieren. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Edlinger: Das ist der Schuldenberg der ÖVP!)
Abg. Murauer – in Richtung des Abg. Edlinger –: So hat nicht einmal der alte Marx gedacht!
Wir stellen uns dieser Aufgabe, weil uns und auch mir als Verteidigungsminister die Zukunft unseres Landes und die Zukunft unserer Sicherheitspolitik ein Anliegen sind. Wir werden diese Defizite Schritt für Schritt beseitigen. Das Budget 2002 ist mit dem Budget 2001 identisch, Herr Kollege Gaál! Im Jahre 2000 haben wir noch 500 Millionen Schilling als Überschreitungsermächtigung dazubekommen, für die wir Beschaffungen vorgezogen haben. Also 23,5 Milliarden Schilling für die österreichische Landesverteidigung sind kein Anlass zu Freudensprüngen, aber es ist ein Weg in die richtige Richtung, sodass man in dieser Sanierungsphase zumindest einmal die notwendigsten betrieblichen Anforderungen abdecken kann. (Abg. Murauer – in Richtung des Abg. Edlinger –: So hat nicht einmal der alte Marx gedacht!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir haben mit den 100 Millionen Schilling, die wir kürzlich im Ministerrat beschlossen haben, einen ersten Schritt in diese Richtung gesetzt, und ich kann sagen, dass wir mit dem Gerät, das wir damit anschaffen können, endlich auch eine Gleichheit bei der Ausrüstung mit unseren Gegnern zustande bringen. Ich sage hier deutlich: Unsere Gegner an der Grenze sind nicht die Flüchtlinge, sondern sind Schlepperorganisationen, kriminelle Organisationen, die hoch gerüstet und technologisch an der Grenze stehen, also genau mit diesem Gerät, das uns in den letzten zehn Jahren gefehlt hat. Jetzt wird endlich ein Gleichstand im Interesse der Sicherheit in der Ostregion geschaffen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir haben keine Probleme bei den Rotationen, weil sich ganze Kompanien aus den Kasernen für Auslandseinsätze melden. Es sollte uns doch Anlass zu Optimismus und zu Freude geben, dass unsere Soldaten trotz dieser manchmal schwierigen Rahmenbedingungen einsatzbereit, gut motiviert sind und ihren Auftrag, im Sinne Österreichs tätig zu sein, auch entsprechend wahrnehmen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Lichtenberger: Aber sie haben nicht einmal Helme!
Es ist selbstverständlich eine Priorität – Kollegin Lichtenberger hat es angesprochen –, gerade bei der Ausrüstung dieser Soldaten einiges zu tun. Ich habe den Auftrag gegeben, Frau Kollegin Lichtenberger – Sie wissen, dass gerade im Budget 2002 dafür Geldmittel reserviert sind –, dass es einen neuen Kampfanzug gibt, dass es eine neue Rüstung gibt, aber wenn es darum geht, auch unsere Soldaten entsprechend zu schützen – Sie haben gesagt, da braucht man kein schweres Gerät –, dann ist es auch notwendig, sie entsprechend splittergeschützt zu transportieren. Dazu sind Mannschaftstransportpanzer notwendig, dazu sind Schützenpanzer notwendig. Und das sind dann genau die Anschaffungen, die in die Milliarden gehen. (Abg. Dr. Lichtenberger: Aber sie haben nicht einmal Helme!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wenn ich Ihre Ausführungen richtig verstanden habe, dann sind wir diesbezüglich einer Meinung. Was hindert uns dann, diesen nationalen Konsens auch bei diesen wichtigen Beschaffungsvorhaben entsprechend umzusetzen? (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wenn Sie von Waffensystemen sprechen, Frau Kollegin Lichtenberger, dann muss ich Ihnen sagen, dass wir selbstverständlich alles tun – so wie bei allen Beschaffungen –, damit wir das militärisch beste Gerät zur bestmöglichen Sicherheit unserer Soldaten beschaffen können. Das allein hat Kriterium zu sein. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Lichtenberger: Schauen Sie sich doch die Werbebroschüre an! Die müssen Sie doch kennen!
Wenn Sie von kontaminierten Waffensystemen sprechen, dann kann ich Ihnen sagen: Im Gegensatz zu dem, was Sie mir oft unterschoben haben, beschaffen wir keinen Kampfhubschrauber, und es umfasst diese Beschaffung auch keine Waffensysteme, sondern es wird dieser Hubschrauber von der Grundausstattung her beschafft, und es werden keine Waffensysteme mit eingebracht. (Abg. Dr. Lichtenberger: Schauen Sie sich doch die Werbebroschüre an! Die müssen Sie doch kennen!)
Abg. Murauer: Zum Unterschied von Herrn Pilz, der das Bundesheer abschaffen will!
Sie haben dann auch die Frage der Bündnisfreiheit, der Neutralität angesprochen und mir vorgeworfen, ich würde irgendetwas im Bereich der Sicherheitspolitik ändern. Frau Kollegin Lichtenberger! Ich ändere überhaupt nichts, ganz im Gegenteil: Ich befinde mich völlig im Einklang mit unserer Verfassungslage, und ich bin auch verpflichtet, mich auf deren Ebene zu bewegen. (Abg. Murauer: Zum Unterschied von Herrn Pilz, der das Bundesheer abschaffen will!)
Abg. Dr. Lichtenberger: Da haben Sie uns zugestimmt!
Nur muss es im Zuge dieser Diskussion über eine Sicherheits- und Verteidigungsdoktrin, in der wir uns jetzt gerade befinden und die wir auch schon vor zehn Jahren hätten führen sollen – und ich hoffe doch, dass wir zu einer objektiven Diskussion zurückfinden –, doch auch möglich sein, Frau Kollegin Lichtenberger, endlich auch die Wahrheit zu sagen! Sie waren es doch auch mit Ihrer Fraktion, die gemeinsam mit uns in den letzten zehn Jahren immer wieder kritisiert haben, dass Maßnahmen, ja sogar Verfassungsänderungen gesetzt wurden, auch im Rahmen des Beitritts Österreichs zur Europäischen Union, die mit einem ernst genommenen Status der völkerrechtlichen Neutralität unvereinbar gewesen sind. Da haben Sie uns doch zugestimmt. (Abg. Dr. Lichtenberger: Da haben Sie uns zugestimmt!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wenn man heute endlich ehrlich sagt, dass all diese Maßnahmen, die früher gesetzt worden sind, heute Österreich den Status eines bündnisfreien Landes wie Schweden und Finnland geben und ehrlicherweise mit einer ernst genommenen völkerrechtlichen Neutralität nicht mehr viel zu tun haben, dann sollten Sie das unterstützen und nicht als verfassungswidrig kritisieren. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Lichtenberger: Wann denn? Wann?
Wir müssen endlich dazu kommen, gemeinsam mit der Bevölkerung offen und ehrlich über unsere sicherheitspolitischen Parameter zu diskutieren. Ich hoffe, dass wir dazu kommen werden, meine Damen und Herren, auch von der Opposition! (Abg. Dr. Lichtenberger: Wann denn? Wann?) Sie wissen, wir haben es angeboten, einen breiten Konsens in den Fragen der Sicherheitspolitik zu erlangen. Wir werden in den nächsten Wochen und Monaten umfassend, offen und, so hoffe ich, auch ehrlich über die Bedrohungs- und Sicherheitsszenarien diskutieren müssen. Wir werden daraus die entsprechenden Schlüsse zu ziehen haben, und wir werden dann auch – hoffentlich gemeinsam – die Maßnahmen in diesem Bereich zu treffen haben.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir alle sollten unsere Verantwortung als Repräsentanten der Politik und der Gesellschaft wahrnehmen und die Fragen der österreichischen Sicherheit aus der parteipolitischen Diskussion heraushalten. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister! Gott sei Dank ist das österreichische Bundesheer ein Teil des Gesamten. Weil das so ist, muss sich das österreichische Bundesheer auch als Teil im Gesamten diskutieren lassen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es nützt nichts, Herr Minister: Solange Sie solche soziale Belastungen setzen, solange Sie den Lohnsteuerpflichtigen 111 Milliarden Schilling zusätzlich abnehmen, solange Sie Besteuerungen vornehmen, für die kein Mensch, nicht einmal ein "einfaches Parteimitglied" in Kärnten Verständnis hat, solange Sie die Besserverdienenden, die Firmen, die Stiftungen verschonen, so lange, Herr Minister, werden Sie es sich gefallen lassen müssen, dass die Sozialdemokratie jede einzelne Ausgabe, die Sie und Ihre Regierungsmitglieder setzen, penibel überprüft. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Murauer: Das zeichnet ihn aus, wenn er Fasslabend ähnelt! Das zeichnet ihn sehr aus, Herr Kollege!
Ich behaupte, er nimmt viel von seinem Vorgänger an. Er ähnelt immer mehr Werner Fasslabend, der uns auch im Ausschuss mit wohlgesetzten und langen Worten Auskünfte gegeben hat, ohne etwas zu sagen. (Abg. Murauer: Das zeichnet ihn aus, wenn er Fasslabend ähnelt! Das zeichnet ihn sehr aus, Herr Kollege!)
Abg. Dr. Lichtenberger: Es steht eh nichts in den Antworten! Nicht neidig sein!
Mir ist es genauso ergangen. Kollegin Lichtenberger war diesbezüglich wesentlich besser bedient, denn sie hat noch Antworten erhalten. Ich habe keine Antworten erhalten. (Abg. Dr. Lichtenberger: Es steht eh nichts in den Antworten! Nicht neidig sein!) " Leider" hat der Vorsitzende des Landesverteidigungsausschusses die Zensur, die er im Ausschuss zu verhängen versucht hatte, nicht durchgebracht – das ist schief gegangen. Ich habe mir zuerst überlegt, ob ich nicht gleich die Fragen an Herrn Jung stelle, denn vielleicht wäre da eine Antwort gekommen. Vom Herrn Minister ist sie nicht gekommen.
Bundesminister Scheibner: Negativ!
Was meine ich? – Wir haben uns über die Darstellung unterhalten, wie sich das Landesverteidigungsbudget im Zusammenhang mit dem Bruttoinlandsprodukt in den letzten Jahren entwickelt hat. (Bundesminister Scheibner: Negativ!) Sie haben keine Antwort gegeben. (Bundesminister Scheibner: Negativ!) Das Zahlenmaterial, um das ich Sie ersucht habe, wurde nicht genannt.
Bundesminister Scheibner: Negativ!
Was meine ich? – Wir haben uns über die Darstellung unterhalten, wie sich das Landesverteidigungsbudget im Zusammenhang mit dem Bruttoinlandsprodukt in den letzten Jahren entwickelt hat. (Bundesminister Scheibner: Negativ!) Sie haben keine Antwort gegeben. (Bundesminister Scheibner: Negativ!) Das Zahlenmaterial, um das ich Sie ersucht habe, wurde nicht genannt.
Abg. Murauer: Wer hat jetzt Recht: Edlinger oder Kummerer?
Wenn ich Ihnen zubillige, diese 100 Millionen, die Sie erwähnt haben, noch aufzurechnen, dann sind wir glücklich und endlich bei 0,726 beziehungsweise mit den 100 Millionen bei 0,729. Drei Tausendstel Prozent, Herr Bundesminister, bekommen Sie für den Grenzeinsatz. Damit möchte ich mich noch ein bisschen beschäftigen. (Abg. Murauer: Wer hat jetzt Recht: Edlinger oder Kummerer?)
Zwischenruf des Abg. Jung.
Meine Damen und Herren! Wie schaut es tatsächlich aus? – Der Landesverteidigungsminister droht, den Grenzeinsatz zu beenden, sich zurückzuziehen, und bekommt 100 Millionen Schilling, um ihn weiter fortzusetzen. Da muss man auch noch dazusagen, dass sich die Soldaten 50 Millionen von diesen 100 Millionen selbst zahlen, denn sie haben durch die Kürzungen von Einsatzgebühren 50 Millionen an den Finanzminister abgeliefert. (Zwischenruf des Abg. Jung. )
Abg. Zweytick: Wer hat sie ausgehungert?
Scheibner meint, er zieht seinen Assistenzeinsatz vielleicht Ende des Jahres zurück, wenn nicht endlich Geld kommt. Auch das ist ein Zeichen der neuen Bundesregierung, das meiner Meinung nach interessant ist. (Abg. Zweytick: Wer hat sie ausgehungert?)
Abg. Murauer: Du musst dich davon lösen, dass nur mit Geld Sicherheit zu vermitteln ist! Du musst dich davon lösen! Das hat man in der Vergangenheit gemacht! Es gibt auch andere Mittel, Sicherheitspolitik zu machen!
Es liegt betragsmäßig jetzt erstmals das Budget des Kapitels Inneres unter dem Budget des Kapitels Landesverteidigung – so betrachtet man die innere Sicherheit in Österreich unter dieser neuen Regierung. (Abg. Murauer: Du musst dich davon lösen, dass nur mit Geld Sicherheit zu vermitteln ist! Du musst dich davon lösen! Das hat man in der Vergangenheit gemacht! Es gibt auch andere Mittel, Sicherheitspolitik zu machen!) Den tatsächlichen Stellenwert, Herr Kollege Murauer, haben wir alle bei der Budgetrede des Finanzministers gehört: Diese beiden Kapitel, Inneres und Landesverteidigung, waren dem Finanzminister kein einziges Wort in der Budgetdebatte wert. Das interessiert in der neuen Regierung niemanden! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Jung. )
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Jung.
Es liegt betragsmäßig jetzt erstmals das Budget des Kapitels Inneres unter dem Budget des Kapitels Landesverteidigung – so betrachtet man die innere Sicherheit in Österreich unter dieser neuen Regierung. (Abg. Murauer: Du musst dich davon lösen, dass nur mit Geld Sicherheit zu vermitteln ist! Du musst dich davon lösen! Das hat man in der Vergangenheit gemacht! Es gibt auch andere Mittel, Sicherheitspolitik zu machen!) Den tatsächlichen Stellenwert, Herr Kollege Murauer, haben wir alle bei der Budgetrede des Finanzministers gehört: Diese beiden Kapitel, Inneres und Landesverteidigung, waren dem Finanzminister kein einziges Wort in der Budgetdebatte wert. Das interessiert in der neuen Regierung niemanden! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Jung. )
Beifall bei den Freiheitlichen.
Aber durch eine Überschreitungsermächtigung zu 100 Prozent der Veräußerungen aus militärischem Altgerät und Material ist das zu kompensieren. Deshalb wird das Verteidigungsbudget für das Jahr 2002 ein stabiles Budget sein. Es ist knapp, aber für uns Freiheitliche akzeptabel. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Parnigoni: Das glaubt kein Mensch mehr! Das hat man in Wien gesehen!
Meine Damen und Herren der SPÖ! Wir werden Ihre Unterstützung in der Anpassung des Landesverteidigungsbudgets auf einen europäischen Rahmen künftig wieder brauchen können. Aber – Kollege Murauer ist dankenswerterweise schon darauf eingegangen – das Hauptziel dieser Bundesregierung ist die Budgetsanierung! Wir sanieren die Staatsschulden der SPÖ, die Sie in den letzten 30 Jahren angehäuft haben. Daran, meine Damen und Herren, beteiligt sich auch das österreichische Bundesheer. (Abg. Parnigoni: Das glaubt kein Mensch mehr! Das hat man in Wien gesehen!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren von der SPÖ! Sie werden doch nicht wieder Schulden zum Ankauf von Abfangjägern machen wollen. Mit dieser Bundesregierung wird das nicht gehen! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Lichtenberger: Das wäre mir aber neu!
Meine Damen und Herren! Bundesminister Scheibner ist ein Garant für intelligente Beschaffungsvorgänge in allen Bereichen, die das Bundesheer betrifft. (Abg. Dr. Lichtenberger: Das wäre mir aber neu!)
Abg. Dr. Lichtenberger: Eine absolute Instinktlosigkeit! Lassen Sie das bitte bleiben!
Meine Damen und Herren! Das österreichische Bundesheer kann auch in dem Jahr, das hinter uns liegt, auf einige Erfolge verweisen. Es hat die Entscheidung in der Frage der Beschaffung neuer Hubschrauber gegeben. Frau Kollegin Lichtenberger ist darauf schon eingegangen. Mit diesen Hubschraubern wird die Assistenzfähigkeit des Bundesheeres und nicht seine Kriegsfähigkeit erhöht. Denken Sie nur an die Lawinenabgänge in Galtür in Tirol. Das wird Ihnen doch auch ein Anliegen sein, Frau Kollegin, dass hinkünftig dort das österreichische Bundesheer einen ordentlichen Einsatz durchführen können wird. (Abg. Dr. Lichtenberger: Eine absolute Instinktlosigkeit! Lassen Sie das bitte bleiben!)
Abg. Dr. Lichtenberger: Ja genau! Das war das Ziel! Das war das Ziel!
Die Sicherstellung der Fortführung des Assistenzeinsatzes bis 2002 und die Kompensation der dort eingesetzten Mittel des Bundesheeres mit 100 Millionen Schilling sind ein weiterer Punkt. Die Ermöglichung der Milizlaufbahn für Frauen, erfolgreiche humanitäre Einsätze in Mosambik und anderen Bereichen der Welt, eine Forcierung des Heeresleistungssportes – ein wichtiger Beitrag zur Förderung in diesem Bereich –, eine unbürokratische Möglichkeit für Zivildienstwartende zur Ableistung des Wehrdienstes (Abg. Dr. Lichtenberger: Ja genau! Das war das Ziel! Das war das Ziel!), humanitäre Akzente auch in der Initiative zur Behandlung von schwer verletzten Kindern in Heeresspitälern, die Verunmöglichung von Kindersoldaten – all das sind im vergangenen Jahr Schritte gewesen, die Beweis genug dafür sind, dass Bundesminister Scheibner die Armee in eine Richtung entwickelt und reformiert, die richtig ist.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Alles in allem: Bundesminister Scheibner stabilisiert das Budget der Armee auch in diesem Jahr, und er reformiert sie in die richtige Richtung weiter. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister! Zunächst einmal muss ich den Vorwurf, den Sie in Richtung SPÖ-Fraktion zu richten versucht haben, nämlich dass wir gegen das Bundesheer wären, mit aller Entschiedenheit zurückweisen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Fink: Seit wann? Seit wann?
Herr Bundesminister! Ich bekenne mich klar zum österreichischen Bundesheer und befinde mich damit durchaus im Einklang mit unserer Gesamtpartei. Sie werden in allen Parteiprogrammen der SPÖ ein klares Bekenntnis zur umfassenden Landesverteidigung finden (Abg. Fink: Seit wann? Seit wann?), und wir bekennen uns auch inhaltlich dazu. Aber es ist nun einmal so, Herr Bundesminister – ich habe es Ihnen auch schon im Ausschuss gesagt –: Wenn die Bevölkerung von den Regierungsparteien in einem unglaublichen Ausmaß belastet wird, dann ist es nicht vermeidbar, dass auch über Ausgaben des Bundesheeres eine Diskussion geführt wird.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Jung: Es geht ja nicht um Geld, Herr Kollege!
Aber, Herr Bundesminister, ich weiß auch nicht, warum Sie ununterbrochen sagen, Sie bräuchten unsere Unterstützung. Sie brauchen sie in Wirklichkeit nicht, Herr Bundesminister! Ihr Gegner im Bereich des Budgets für das Bundesheer, für die Landesverteidigung ist nicht in den Reihen der Sozialdemokraten zu suchen. Ihre Zielansprache, um in der militärischen Sprache zu bleiben, muss sich in Richtung Himmelpfortgasse richten. Dort sitzt der Gegner des österreichischen Bundesheeres, meine Damen und Herren! Der Finanzminister ist es, der Ihnen die Mittel nicht zur Verfügung stellt, die Sie brauchen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Jung: Es geht ja nicht um Geld, Herr Kollege!)
Beifall bei der SPÖ.
Das, Herr Bundesminister, muss man Ihnen vorwerfen: Es ist nicht allzu viel dabei herausgekommen. Die Zeitungskommentare gehen auch alle ganz klar in diese Richtung: Sie haben, wie ich es schon gesagt habe, in dieser Richtung, was die Assistenzleistung betrifft, nichts zustande gebracht. Das ist schade, weil ich weiß, dass Sie andere Absichten verfolgt haben. Es ist alles beim Gleichen geblieben. Die Verunsicherung ist sehr groß. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Johann Loos (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Ich möchte meinen Beitrag mit jener Feststellung einleiten, mit der der Herr Bundesminister seine Ausführungen beendet hat, nämlich dass man die Sicherheitspolitik keineswegs mit der Tagespolitik vermengen sollte. Mein guter Freund und Bekannter, Herr Abgeordneter Gaál, hat schon im zweiten Satz von den Wiener Wahlen, Ambulanzgebühren und so weiter gesprochen. Man hat geglaubt, er redet gar nicht zum heutigen Thema. Man soll Sicherheitspolitik von der Tagespolitik trennen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Eines möchte ich aber ganz ernsthaft mit Freude feststellen: Gerade hat Herr Abgeordneter Leikam gesagt: Wir alle – er hat für die gesamte SPÖ gesprochen – sind dafür, dass die Landesverteidigung in Österreich einen bestimmten, guten Stellenwert hat. Dafür möchte ich mich bei allen bedanken. Ich möchte das auch den anwesenden Militärattachés sagen: Sie können davon ausgehen, dass der größte Teil von Österreich hinter seiner Landesverteidigung steht, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Kiss: Der Mann ist eine Schande für dieses Land! Eine Schande!
Zwei Seiten weiter steht ganz groß: Vorschlag von Edlinger: Sparen bei Landwirtschaftsförderungen und Heeresausgaben. (Abg. Kiss: Der Mann ist eine Schande für dieses Land! Eine Schande!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Irgendetwas passt nicht zusammen. Faktum ist, wir beschließen heuer ein Budget, das gleich hoch ist wie das vorige. Dazu kommen 100 Millionen Schilling an Mitteln, die für den Assistenzeinsatz an das Bundesheer abgegeben werden, meine sehr geehrten Damen und Herren! Das ist ein kleiner Erfolg, aber es ist ein Erfolg. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Noch etwas, das mir besonders bei den Grünen auffällt, die sich aus dieser Debatte total zurückziehen, wie man merkt – sie haben eine Rednerin gestellt, die wichtige Worte von sich gegeben hat –: Bei den Grünen ist es so, dass sie das Geld für die Abfangjäger, das Geld für die Hubschrauber ungefähr 20- bis 30-mal vergeben – für soziale Einrichtungen, für irgendwelche Anliegen. Wenn man all das zusammenzählen würde, Herr Abgeordneter Pirklhuber, dann könnten Sie ein ganzes Jahresbudget damit gestalten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Murauer: So ist es! Richtig!
Gott sei Dank ist Österreich ein Land, in dem es sehr gut aussieht, meine sehr geehrten Damen und Herren, ein Land, in dem man sehr gut leben kann. In dieses Land würden diese Migranten eindringen, würden sie nicht an der Grenze aufgehalten werden. Daher ist dieser Grenzeinsatz – leider Gottes ist meine Zeit schon ziemlich weit fortgeschritten – so sehr notwendig, damit wir in Österreich unseren sozialen Frieden und Frieden überhaupt aufrechterhalten können, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Murauer: So ist es! Richtig!)
Abg. Murauer: Richtig! Um das geht es!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Schlepper werden aufgehalten, das Schlepperwesen wird hintangehalten! Und wer dagegen ist, dass man gegen Schlepper vorgeht, ist anscheinend dafür, dass man für die Schlepper ist. (Abg. Murauer: Richtig! Um das geht es!) Irgendetwas stimmt hier nicht zusammen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Schlepper werden aufgehalten, das Schlepperwesen wird hintangehalten! Und wer dagegen ist, dass man gegen Schlepper vorgeht, ist anscheinend dafür, dass man für die Schlepper ist. (Abg. Murauer: Richtig! Um das geht es!) Irgendetwas stimmt hier nicht zusammen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Gaál: Aber nicht alle!
Mir ist es wichtig, meine sehr geehrten Damen und Herren, dass es diese Visionäre weiterhin gibt. Ich bin aber auch dafür, dass es Divisionäre gibt, die sich um unsere Landesverteidigung kümmern! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Gaál: Aber nicht alle!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schwarzenberger: Der Edlinger würde ihnen viel mehr wegnehmen!
Meine Damen und Herren! 50 Millionen Schilling wegzunehmen, das ist nicht mit einem einfachen Danke abgetan, sondern man muss das Kaderpersonal um Verständnis bitten und hoffen, dass hinkünftig eine andere Regierung am Werk sein wird, die nicht nur das Nulldefizit als oberstes Gebot hat, sondern auch noch die Menschen dahinter sieht. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schwarzenberger: Der Edlinger würde ihnen viel mehr wegnehmen!)
Abg. Dr. Ofner: Ja, Sie haben Recht! Ihr wolltet es nicht, aber wir wollten es!
Meine Damen und Herren! Herr Kollege Ofner! Das ist "neu regieren". Das wollten wir so nicht, aber Sie wollten es wahrscheinlich auch nicht. (Abg. Dr. Ofner: Ja, Sie haben Recht! Ihr wolltet es nicht, aber wir wollten es!) Sie sprachen immer davon, dass drei Viertel der Bevölkerung nicht belastet werden würden, meine Damen und Herren. An diesem Beispiel sehen Sie aber schon, dass das unwahr war, was da immer so hinausposaunt wurde.
Bundesminister Scheibner: Eine!
Und nun zum Budget grundsätzlich. – Herr Minister, Sie haben bei der Debatte zu den Budgetbegleitgesetzen gemeint, die Auslandseinsätze seien Ihnen die wichtigste Aufgabe (Bundesminister Scheibner: Eine!) – oder eine wichtige Aufgabe; genau – und Sie wollen keine Zwei-Klassen-Armee. Ich berichte Ihnen jetzt über das Befinden der Soldaten, wie es mir gegenüber von Soldaten zum Ausdruck gebracht worden ist.
Beifall bei der SPÖ.
Dann müssen Sie aber die Information auch dorthin tragen, wo sie verlangt wird, und sie nicht nur in den obersten Reihen belassen. (Beifall bei der SPÖ.) Es werden Dinge verlangt, bei denen keiner weiß, wie es funktionieren soll. Es fehlt also die Information.
Abg. Dr. Ofner: Das darf aber der Vranitzky nicht hören! Der hat gesagt, wer Visionen hat, gehört zum Arzt!
Herr Bundesminister! Sie haben auch gesagt, 20 Prozent des Personals – also ungefähr 2 000 Planstellen – werden Sie von den Zentralstellen zu den Kommanden umschichten. Wenn man sich jetzt die Heeresaltersstruktur näher anschaut, weiß man, dass das nicht so einfach gehen wird. Sie haben gesagt: hin zur Truppe. Wie soll das gehen? Ich denke auch, es braucht eine rechtzeitige Information des Kaderpersonals, es braucht Visionen (Abg. Dr. Ofner: Das darf aber der Vranitzky nicht hören! Der hat gesagt, wer Visionen hat, gehört zum Arzt!), es braucht Motivation, es braucht Vorbereitung, es braucht Flexibilität, es braucht Bewerbung von Maßnahmen, und es braucht meines Erachtens auch Kooperation mit der Wirtschaft. Es braucht Information über Berufsorientierung, es braucht Anreizsysteme, es braucht flexible Ein- und Ausstiegsmodelle, Sozialpläne und Vorruhestandsmodelle. Sonst, Herr Minister, werden Sie wahrscheinlich den Umstieg oder die Umschichtung nicht schaffen. Sie brauchen aber, um eine Reform zustande zu bringen, ein motiviertes Personal. Und ein motiviertes Personal haben Sie dann, wenn den Menschen auch eine Zukunft beruflicher Natur gegeben wird.
Beifall bei der SPÖ.
International gesehen müssen wir ja am Budgetziel festhalten, dass es ein ausgeglichenes Budget sein soll, und wir werden nicht im Jahre 2003, nicht im Jahre 2004 zusätzlich Planstellen für das KIOP-Personal bekommen. Ich bitte Sie daher, Herr Minister: Treffen Sie diesbezüglich in Form von Sozialplänen, von Vorruhestandsmodellen und auch von Anreizmodellen Vorsorge! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grabner: Die haben gesehen, dass du kommst, und sind gegangen!
Abgeordneter Ing. Herbert L. Graf (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Kameraden Soldaten und deren Offiziere, ich begrüße Sie recht herzlich. Ich hätte auch gerne die Herren Militärattachés begrüßt, aber viele von ihnen sind schon gegangen. (Abg. Grabner: Die haben gesehen, dass du kommst, und sind gegangen!) – Vielen Dank für das Kompliment, ich weiß es zu "schätzen". – Wahrscheinlich haben sie unsere Diskussion über 0,3 Tausendstelprozent als müßig erachtet. Offenbar genauso wie die Soldaten von einer Kompanie, die ich vorgestern hier im Hohen Haus empfangen habe und die mich dann gefragt haben: Sind die Abgeordneten denn nicht verantwortlich dafür, dass wir die gleichen Mittel bekommen wie diejenigen, die uns gegenüberstehen? Die Schlepperorganisationen haben alle Nachsichtgeräte, und wir sitzen dort und müssen in funktoten Räumen (Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Wer ist denn in der Regierung?) unsere eigenen Handys verwenden. – Was sollte ich ihnen erklären? (Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Ich weiß noch immer nicht, wer in der Regierung ist! – Abg. Jung: 15 Jahre Pfusch kann man nicht in einem Jahr beseitigen!)
Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Wer ist denn in der Regierung?
Abgeordneter Ing. Herbert L. Graf (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Kameraden Soldaten und deren Offiziere, ich begrüße Sie recht herzlich. Ich hätte auch gerne die Herren Militärattachés begrüßt, aber viele von ihnen sind schon gegangen. (Abg. Grabner: Die haben gesehen, dass du kommst, und sind gegangen!) – Vielen Dank für das Kompliment, ich weiß es zu "schätzen". – Wahrscheinlich haben sie unsere Diskussion über 0,3 Tausendstelprozent als müßig erachtet. Offenbar genauso wie die Soldaten von einer Kompanie, die ich vorgestern hier im Hohen Haus empfangen habe und die mich dann gefragt haben: Sind die Abgeordneten denn nicht verantwortlich dafür, dass wir die gleichen Mittel bekommen wie diejenigen, die uns gegenüberstehen? Die Schlepperorganisationen haben alle Nachsichtgeräte, und wir sitzen dort und müssen in funktoten Räumen (Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Wer ist denn in der Regierung?) unsere eigenen Handys verwenden. – Was sollte ich ihnen erklären? (Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Ich weiß noch immer nicht, wer in der Regierung ist! – Abg. Jung: 15 Jahre Pfusch kann man nicht in einem Jahr beseitigen!)
Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Ich weiß noch immer nicht, wer in der Regierung ist! – Abg. Jung: 15 Jahre Pfusch kann man nicht in einem Jahr beseitigen!
Abgeordneter Ing. Herbert L. Graf (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Kameraden Soldaten und deren Offiziere, ich begrüße Sie recht herzlich. Ich hätte auch gerne die Herren Militärattachés begrüßt, aber viele von ihnen sind schon gegangen. (Abg. Grabner: Die haben gesehen, dass du kommst, und sind gegangen!) – Vielen Dank für das Kompliment, ich weiß es zu "schätzen". – Wahrscheinlich haben sie unsere Diskussion über 0,3 Tausendstelprozent als müßig erachtet. Offenbar genauso wie die Soldaten von einer Kompanie, die ich vorgestern hier im Hohen Haus empfangen habe und die mich dann gefragt haben: Sind die Abgeordneten denn nicht verantwortlich dafür, dass wir die gleichen Mittel bekommen wie diejenigen, die uns gegenüberstehen? Die Schlepperorganisationen haben alle Nachsichtgeräte, und wir sitzen dort und müssen in funktoten Räumen (Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Wer ist denn in der Regierung?) unsere eigenen Handys verwenden. – Was sollte ich ihnen erklären? (Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Ich weiß noch immer nicht, wer in der Regierung ist! – Abg. Jung: 15 Jahre Pfusch kann man nicht in einem Jahr beseitigen!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wenn Sie jetzt noch einmal weiterschauen – und ich empfehle Ihnen, diese Diskussion vom 5. November 1998 aus dem Internet herauszuholen –, dann werden Sie sehen, dass der Herr Bundesminister, der damals Abgeordneter und unser Sprecher für Landesverteidigungsfragen war, die Neubeschaffung von Hubschraubern gefordert hat. Und gerade das ist jetzt geglückt – immerhin etwas bei diesen angespannten Budgetmitteln, die leider Sie (zur SPÖ gewandt) zu verantworten haben. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Ruf bei der ÖVP: Haben Sie gedient? – Abg. Parnigoni – auf dem Weg zum Rednerpult –: Ich habe gedient, keine Sorge!
Präsident Dr. Heinz Fischer: Zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Parnigoni. – Bitte. (Ruf bei der ÖVP: Haben Sie gedient? – Abg. Parnigoni – auf dem Weg zum Rednerpult –: Ich habe gedient, keine Sorge!)
Abg. Jung: Und wenn Sie es noch so oft sagen: 2 000 Milliarden habt ihr hinterlassen! Rote Zahlen!
Abgeordneter Rudolf Parnigoni (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Eingangs zwei Sätze zu meinem Vorredner. Ich halte fest: Der Schuldenstand des Budgets 2002 ist der höchste seit 1945 und hat sich seit 1999 von 119 Milliarden j auf 124 Milliarden j entwickelt. (Abg. Jung: Und wenn Sie es noch so oft sagen: 2 000 Milliarden habt ihr hinterlassen! Rote Zahlen!) Das heißt, von den Schulden brauchen Sie von der FPÖ überhaupt nicht zu reden: Sie haben die höchsten Schulden in diesem Staat überhaupt erzeugt und sind dafür verantwortlich. (Beifall bei der SPÖ. – Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen. – Abg. Böhacker: Das ist ja fast kindisch! – Weitere Rufe bei den Freiheitlichen und Gegenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen. – Abg. Böhacker: Das ist ja fast kindisch! – Weitere Rufe bei den Freiheitlichen und Gegenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Rudolf Parnigoni (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Eingangs zwei Sätze zu meinem Vorredner. Ich halte fest: Der Schuldenstand des Budgets 2002 ist der höchste seit 1945 und hat sich seit 1999 von 119 Milliarden j auf 124 Milliarden j entwickelt. (Abg. Jung: Und wenn Sie es noch so oft sagen: 2 000 Milliarden habt ihr hinterlassen! Rote Zahlen!) Das heißt, von den Schulden brauchen Sie von der FPÖ überhaupt nicht zu reden: Sie haben die höchsten Schulden in diesem Staat überhaupt erzeugt und sind dafür verantwortlich. (Beifall bei der SPÖ. – Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen. – Abg. Böhacker: Das ist ja fast kindisch! – Weitere Rufe bei den Freiheitlichen und Gegenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Ofner: Das macht der Mai! Da sind wir noch nicht! April ist noch nicht einmal!
Meine Damen und Herren, zum Budget selbst. – Die "Wende"-Regierung hat versprochen, dass sie alles neu macht. (Abg. Dr. Ofner: Das macht der Mai! Da sind wir noch nicht! April ist noch nicht einmal!) Sie, Herr Bundesminister, im Besonderen die FPÖ, haben eine Position vertreten, die lautete: Deutlich mehr Geld für das Bundesheer – von 5 bis 7 Milliarden war hier die Rede – und für den Wehr-Etat. Und jetzt? – Egal, wie man nunmehr zum Bundesheer-Etat steht: So wie es jetzt ausschaut, haben Sie das nicht erreicht, Herr Bundesminister. (Abg. Dr. Bösch: Wollen Sie wieder Schulden machen, Herr Parnigoni?) Das haben Sie nicht durchsetzen können, das haben Sie bei Ihrem eigenen freiheitlichen Finanzminister nicht durchsetzen können. Das ist ein Faktum. Ihre Glaubwürdigkeit ist hier zutiefst erschüttert. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Jung: Also, wenn Sie wirtschaften dürften, hätte schon das Parlament ein "Pickerl" auf der Türe!)
Abg. Dr. Bösch: Wollen Sie wieder Schulden machen, Herr Parnigoni?
Meine Damen und Herren, zum Budget selbst. – Die "Wende"-Regierung hat versprochen, dass sie alles neu macht. (Abg. Dr. Ofner: Das macht der Mai! Da sind wir noch nicht! April ist noch nicht einmal!) Sie, Herr Bundesminister, im Besonderen die FPÖ, haben eine Position vertreten, die lautete: Deutlich mehr Geld für das Bundesheer – von 5 bis 7 Milliarden war hier die Rede – und für den Wehr-Etat. Und jetzt? – Egal, wie man nunmehr zum Bundesheer-Etat steht: So wie es jetzt ausschaut, haben Sie das nicht erreicht, Herr Bundesminister. (Abg. Dr. Bösch: Wollen Sie wieder Schulden machen, Herr Parnigoni?) Das haben Sie nicht durchsetzen können, das haben Sie bei Ihrem eigenen freiheitlichen Finanzminister nicht durchsetzen können. Das ist ein Faktum. Ihre Glaubwürdigkeit ist hier zutiefst erschüttert. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Jung: Also, wenn Sie wirtschaften dürften, hätte schon das Parlament ein "Pickerl" auf der Türe!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Jung: Also, wenn Sie wirtschaften dürften, hätte schon das Parlament ein "Pickerl" auf der Türe!
Meine Damen und Herren, zum Budget selbst. – Die "Wende"-Regierung hat versprochen, dass sie alles neu macht. (Abg. Dr. Ofner: Das macht der Mai! Da sind wir noch nicht! April ist noch nicht einmal!) Sie, Herr Bundesminister, im Besonderen die FPÖ, haben eine Position vertreten, die lautete: Deutlich mehr Geld für das Bundesheer – von 5 bis 7 Milliarden war hier die Rede – und für den Wehr-Etat. Und jetzt? – Egal, wie man nunmehr zum Bundesheer-Etat steht: So wie es jetzt ausschaut, haben Sie das nicht erreicht, Herr Bundesminister. (Abg. Dr. Bösch: Wollen Sie wieder Schulden machen, Herr Parnigoni?) Das haben Sie nicht durchsetzen können, das haben Sie bei Ihrem eigenen freiheitlichen Finanzminister nicht durchsetzen können. Das ist ein Faktum. Ihre Glaubwürdigkeit ist hier zutiefst erschüttert. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Jung: Also, wenn Sie wirtschaften dürften, hätte schon das Parlament ein "Pickerl" auf der Türe!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Jung: Jetzt kommen Sie mit dem gleichen Schmäh wie im Ausschuss! Sie sind nicht lernfähig! Oder Sie behaupten absichtlich etwas Falsches!
Zum Zweiten: Da wird gejeiert und gejammert, es seien zu wenig Mittel da für den Assistenzeinsatz an der Grenze, es fehlten die Nachtsichtgeräte, da heißt es, eine intelligente Beschaffung muss her. – Ich frage Sie – und ich bin auch dafür, dass wir die richtigen Prioritäten setzen und nicht das Geld nach dem Gießkannen-Prinzip verteilen –, Herr Bundesminister: Welche Art von Hubschrauber brauchen Sie für den Assistenzeinsatz? – Einen, der Transportkapazität hat, oder einen, der Kampfkapazität hat? – Hätten Sie den mit Transportkapazität gekauft, dann hätten Sie eine halbe Milliarde gespart und hätten die notwendigen Gelder für die anderen Investitionen gehabt. Das ist die Wahrheit! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Jung: Jetzt kommen Sie mit dem gleichen Schmäh wie im Ausschuss! Sie sind nicht lernfähig! Oder Sie behaupten absichtlich etwas Falsches!)
Abg. Jung: Von wie viel? Von 300 000?
Meine Damen und Herren! Ich hoffe, dass Sie das Problem der so genannten stehenden Kosten erkennen. Es wurde heute schon gesagt: Die Verringerung des Heeres-Umfanges von 300 000 in Richtung 100 000 ist erfolgt. (Abg. Jung: Von wie viel? Von 300 000?) – Von 300 000 in Richtung 100 000. (Abg. Jung: Von wie viel?) Die Reduktion von der einstigen Gesamtmobilitätsstärke von 300 000 auf 100 000 ist schon 1998 erfolgt, und wir müssen natürlich auch über diese 100 000 Mann-Stärke nachdenken. (Abg. Jung: Sie reden immer etwas, von dem Sie nicht einmal wissen, was Sie sagen! Sie reden immer nach, was Ihnen irgendein Sekretär aufschreibt!)
Abg. Jung: Von wie viel?
Meine Damen und Herren! Ich hoffe, dass Sie das Problem der so genannten stehenden Kosten erkennen. Es wurde heute schon gesagt: Die Verringerung des Heeres-Umfanges von 300 000 in Richtung 100 000 ist erfolgt. (Abg. Jung: Von wie viel? Von 300 000?) – Von 300 000 in Richtung 100 000. (Abg. Jung: Von wie viel?) Die Reduktion von der einstigen Gesamtmobilitätsstärke von 300 000 auf 100 000 ist schon 1998 erfolgt, und wir müssen natürlich auch über diese 100 000 Mann-Stärke nachdenken. (Abg. Jung: Sie reden immer etwas, von dem Sie nicht einmal wissen, was Sie sagen! Sie reden immer nach, was Ihnen irgendein Sekretär aufschreibt!)
Abg. Jung: Sie reden immer etwas, von dem Sie nicht einmal wissen, was Sie sagen! Sie reden immer nach, was Ihnen irgendein Sekretär aufschreibt!
Meine Damen und Herren! Ich hoffe, dass Sie das Problem der so genannten stehenden Kosten erkennen. Es wurde heute schon gesagt: Die Verringerung des Heeres-Umfanges von 300 000 in Richtung 100 000 ist erfolgt. (Abg. Jung: Von wie viel? Von 300 000?) – Von 300 000 in Richtung 100 000. (Abg. Jung: Von wie viel?) Die Reduktion von der einstigen Gesamtmobilitätsstärke von 300 000 auf 100 000 ist schon 1998 erfolgt, und wir müssen natürlich auch über diese 100 000 Mann-Stärke nachdenken. (Abg. Jung: Sie reden immer etwas, von dem Sie nicht einmal wissen, was Sie sagen! Sie reden immer nach, was Ihnen irgendein Sekretär aufschreibt!)
Abg. Jung: Also: Parnigoni ist für die Auflösung von Kasernen , von Kleinkasernen!
Aber – aber! – die Kasernenstruktur, Kollege Jung, hat sich bisher nicht geändert (Abg. Jung: Also: Parnigoni ist für die Auflösung von Kasernen , von Kleinkasernen!), und für das Heeresministerium, darf ich festhalten, war bis jetzt immer ein Minister der ÖVP verantwortlich.
Abg. Jung: Lesen Sie die heutigen Zeitungen!
Da, Herr Bundesminister, haben Sie entsprechende Einsparungsmöglichkeiten, und ich frage Sie nur: Wie werden Sie das in Einklang mit Ihren Versprechungen bringen, etwa in Weitra, wo Sie eine Bestandsgarantie ... (Abg. Jung: Lesen Sie die heutigen Zeitungen!) Reden Sie doch keinen solchen Stumpfsinn daher, Herr Jung! In Weitra hat der Herr Bundesminister ganz klar eine Bestandsgarantie für diese Kaserne abgegeben. Die Experten sagen allerdings, dass eine Kaserne, die nicht Verbandsstärke hat, wenig Chancen hat und dass in Wirklichkeit nur bei einer Verbandsstärke eine wirtschaftliche Führung möglich ist.
Beifall bei der SPÖ.
Ich hoffe, dass Sie die Chance von KIOP nutzen, dass Sie da entsprechende Maßnahmen setzen, damit diese Kaserne auch in der Zukunft gesichert ist. – Sie wissen ja, dass diese Kaserne sich besonders dadurch auszeichnet, dass es eine hohe Freiwilligen-Quote gibt, eine hohe Kaderstärke gibt, dass es einen großen Übungsplatz dazu gibt und dass dort die Akzeptanz der Bevölkerung sehr wohl gegeben ist, Herr Bundesminister. Ich würde Sie einladen, dass Sie im Interesse Ihrer eigenen Glaubwürdigkeit einen entsprechenden Schritt in diese Richtung setzen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich weiß, dass Sie jetzt sagen werden, ich darf nicht über Galtür reden, ich sage es aber trotzdem – und ich denke mit Schaudern daran zurück, Frau Lichtenberger –: Damals hat sich gezeigt, dass unsere alten Hubschrauber, die 36 Jahre alt sind, bei Katastrophen im alpinen Bereich nicht ausreichend sind. Bis die Groß-Hubschrauber eintrafen, musste wertvolle Zeit verstreichen, und vielleicht hätte man damals Valzur noch evakuieren können – vielleicht. Ich habe damals auch mit Bestürzung feststellen müssen, dass die größte Hilfsbereitschaft nichts nützt, wenn die technische Ausrüstung fehlt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es reicht vielleicht nicht aus, sich nur hinter das Bundesheer zu stellen. Stellen wir uns vor das Bundesheer! Die Beschaffung der "Black Hawks", die zur Bergung von Österreichern in Not, zum Schutz von Österreichern, zur Bergung aus Katastrophengebieten dienen sollen, ist auch eine humanitäre Pflicht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Als Tirolerin möchte ich mich auch für das schnelle Auswahlverfahren bedanken, denn es ist für uns in Tirol sehr beruhigend, dass die größte österreichische Hilfsorganisation, die das Bundesheer auch darstellt, endlich entsprechend ausgestattet wird. Zu einer Katastrophe im alpinen Bereich kann es jederzeit wieder kommen, plötzlich und ohne Vorwarnung. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Österreich hat sich verpflichtet, im Geiste der europäischen Solidarität und zum Zwecke der Gewährleistung der Sicherheit der Republik an der Entwicklung einer funktionsfähigen europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik mitzuarbeiten. In Zukunft werden neben territorialen Verteidigungsaufgaben vor allem auch internationale Solidaritätsleistungen im Vordergrund stehen. Gerade deshalb muss das Bundesheer schon jetzt auf diese Aufgaben vorbereitet werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Die Rahmenbedingungen dafür werden gerade geschaffen. Die Motivation unserer Soldaten ist hoch. Als Beispiel möchte ich Ihnen unsere Kaserne in Ried im Innkreis in Oberösterreich nennen, wo sich schon jetzt über 100 Freiwillige, darunter ein hoher Anteil an Grundwehrdienern, für die KIOP gemeldet haben. Für mich ist es nun schon fast eine Frage der Ehre, diese Truppe auch dem europäischen Standard gemäß auszustatten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Diese Regierung redet nicht nur, sie handelt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Das, meine Damen und Herren, ist seriöse Sicherheitspolitik, denn im Ernstfall sind wir alle, auch die Kritiker, froh, wenn unsere Soldaten zur Stelle sind. Unsere Soldaten sind es, die bereit sind, Opfer für dieses Land zu bringen. Deshalb verdienen sie unseren Respekt und unsere Unterstützung. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Diese Regierung redet nicht nur, sie handelt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Das, meine Damen und Herren, ist seriöse Sicherheitspolitik, denn im Ernstfall sind wir alle, auch die Kritiker, froh, wenn unsere Soldaten zur Stelle sind. Unsere Soldaten sind es, die bereit sind, Opfer für dieses Land zu bringen. Deshalb verdienen sie unseren Respekt und unsere Unterstützung. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Großruck: Das ist ja keine Berichtigung! – Abg. Böhacker: Das ist eine Wertung!
Abgeordneter DDr. Erwin Niederwieser (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Kollegin Stadler hat als Vorvorrednerin begründet, dass der Ankauf des "Black Hawk"-Hubschraubers sich logisch aus der Lawinenkatastrophe von Galtür ergibt. (Abg. Großruck: Das ist ja keine Berichtigung! – Abg. Böhacker: Das ist eine Wertung!)
Abg. Böhacker: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!
Nein, Kollegin Stadler hat mit dem Unglück in Galtür den Ankauf des "Black Hawk" argumentiert. (Abg. Böhacker: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!)
Abg. Zweytick: Also sind sie doch geflogen?
Das ist unrichtig. Richtig ist vielmehr, dass nicht die "Black Hawks" in Galtür geflogen sind, als das Wetter schlecht war (Abg. Zweytick: Also sind sie doch geflogen?), sondern die "Black Hawks" sind geflogen, als es wieder schön geworden ist und die Massentransporte aus dem Tal durchzuführen waren. (Zwischenruf des Abg. Jung. ) Sie sind unter Lebensgefahr geflogen, die österreichischen Piloten, mit den alten Maschinen (Abg. Jung: Auch!) und haben noch Menschen gerettet zu einem Zeitpunkt, zu dem die "Black Hawks" auf dem Boden gestanden sind. (Abg. Jung: Was hat denn das mit dem Bundesheer zu tun?)
Zwischenruf des Abg. Jung.
Das ist unrichtig. Richtig ist vielmehr, dass nicht die "Black Hawks" in Galtür geflogen sind, als das Wetter schlecht war (Abg. Zweytick: Also sind sie doch geflogen?), sondern die "Black Hawks" sind geflogen, als es wieder schön geworden ist und die Massentransporte aus dem Tal durchzuführen waren. (Zwischenruf des Abg. Jung. ) Sie sind unter Lebensgefahr geflogen, die österreichischen Piloten, mit den alten Maschinen (Abg. Jung: Auch!) und haben noch Menschen gerettet zu einem Zeitpunkt, zu dem die "Black Hawks" auf dem Boden gestanden sind. (Abg. Jung: Was hat denn das mit dem Bundesheer zu tun?)
Abg. Jung: Auch!
Das ist unrichtig. Richtig ist vielmehr, dass nicht die "Black Hawks" in Galtür geflogen sind, als das Wetter schlecht war (Abg. Zweytick: Also sind sie doch geflogen?), sondern die "Black Hawks" sind geflogen, als es wieder schön geworden ist und die Massentransporte aus dem Tal durchzuführen waren. (Zwischenruf des Abg. Jung. ) Sie sind unter Lebensgefahr geflogen, die österreichischen Piloten, mit den alten Maschinen (Abg. Jung: Auch!) und haben noch Menschen gerettet zu einem Zeitpunkt, zu dem die "Black Hawks" auf dem Boden gestanden sind. (Abg. Jung: Was hat denn das mit dem Bundesheer zu tun?)
Abg. Jung: Was hat denn das mit dem Bundesheer zu tun?
Das ist unrichtig. Richtig ist vielmehr, dass nicht die "Black Hawks" in Galtür geflogen sind, als das Wetter schlecht war (Abg. Zweytick: Also sind sie doch geflogen?), sondern die "Black Hawks" sind geflogen, als es wieder schön geworden ist und die Massentransporte aus dem Tal durchzuführen waren. (Zwischenruf des Abg. Jung. ) Sie sind unter Lebensgefahr geflogen, die österreichischen Piloten, mit den alten Maschinen (Abg. Jung: Auch!) und haben noch Menschen gerettet zu einem Zeitpunkt, zu dem die "Black Hawks" auf dem Boden gestanden sind. (Abg. Jung: Was hat denn das mit dem Bundesheer zu tun?)
Rufe bei der ÖVP: Unerhört! – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Jung: Jetzt tun Sie aber den Amerikanern und den Deutschen Unrecht! Das ist unerhört! Diesen Leuten, die als Nicht-Österreicher in Österreich Einsätze geflogen sind! Das ist unerhört, Herr Kollege!
Das ist die Wahrheit, nicht das, was Kollegin Stadler hier behauptet hat. (Rufe bei der ÖVP: Unerhört! – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Jung: Jetzt tun Sie aber den Amerikanern und den Deutschen Unrecht! Das ist unerhört! Diesen Leuten, die als Nicht-Österreicher in Österreich Einsätze geflogen sind! Das ist unerhört, Herr Kollege!) Und wahr ist auch, dass die Bundesregierung den Ankauf von Transporthubschraubern beschlossen hat. Was Sie da kaufen, sind Kampfhubschrauber, die eine halbe Milliarde mehr kosten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist die Wahrheit, nicht das, was Kollegin Stadler hier behauptet hat. (Rufe bei der ÖVP: Unerhört! – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Jung: Jetzt tun Sie aber den Amerikanern und den Deutschen Unrecht! Das ist unerhört! Diesen Leuten, die als Nicht-Österreicher in Österreich Einsätze geflogen sind! Das ist unerhört, Herr Kollege!) Und wahr ist auch, dass die Bundesregierung den Ankauf von Transporthubschraubern beschlossen hat. Was Sie da kaufen, sind Kampfhubschrauber, die eine halbe Milliarde mehr kosten. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei den Freiheitlichen.
Präsident Dr. Heinz Fischer: Meine Damen und Herren! Wir haben beim Kapitel Landesverteidigung eine sehr friedliche Stimmung, und darum begnüge ich mich damit, zu sagen: Nächsten Montag werden wir an alle 183 Mitglieder des Hohen Hauses einen Leitfaden für tatsächliche Berichtigungen verteilen, und dann werden alle sehen, dass zum Beispiel diese jetzt nicht ein Idealtypus gemäß diesem Leitfaden gewesen ist. (Heiterkeit bei den Freiheitlichen.)
Abg. Böhacker – in Richtung der Rednerin –: Machen Sie bei "Leichter leben" mit?
Insgesamt sind im Jahre 2000 45 730 Menschen illegal nach Österreich eingereist und angehalten worden. Das ist ein Zuwachs von 6,8 Prozent gegenüber 1999. (Abg. Böhacker – in Richtung der Rednerin –: Machen Sie bei "Leichter leben" mit?) – Dieses Thema haben wir gestern schon besprochen. – Nur durch den Assistenzeinsatz kann einiges verhindert und ein hohes Maß an Sicherheit für die Bevölkerung garantiert werden.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Freund: Ist sie auch!
Ich fordere daher die Bundesregierung noch einmal auf, sich auch mit der Vorbeugung zu beschäftigen und die Verfahren effektiver zu gestalten, und zwar auf Grundlage der Menschenrechte. Die Wahrung der Menschenrechte muss eine Selbstverständlichkeit für uns alle sein! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Freund: Ist sie auch!) Anderen Menschen zu helfen muss aber ebenfalls eine Selbstverständlichkeit sein.
Abg. Schwemlein: Ich werde nicht lachen, Frau Kollegin!
Präsident Dr. Heinz Fischer: Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Hartinger. Sie hat das Wort. (Abg. Schwemlein: Ich werde nicht lachen, Frau Kollegin!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Böhacker: Er hat eh schon lange nichts mehr zu lachen daheim!
Abgeordnete Mag. Beate Hartinger (Freiheitliche): Ihnen wird das Lachen vergehen, Herr Kollege Schwemlein. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Böhacker: Er hat eh schon lange nichts mehr zu lachen daheim!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Herr Präsident! Herr Minister! Akzeptanz, Vertrauen in und Glauben an unser Bundesheer sind die Voraussetzung für die Sicherheit unseres Landes und damit von größter Bedeutung. Wenn Kollege Edlinger meinte, das Militär sei nicht so wichtig wie die Menschen in unserem Land, so muss ich sagen: Meine Damen und Herren der Sozialdemokratie, da haben Sie etwas nicht verstanden, denn das Bundesheer ist für die Sicherheit der Menschen in unserem Land verantwortlich. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ein modernes Unternehmen Bundesheer erfordert auch ein adäquates Budget, eine moderne Ausrüstung und motivierte Soldaten. Und da muss ich auch eines feststellen, meine Damen und Herren der Sozialdemokraten: Auf der einen Seite sagen Sie: Wir müssen einsparen, wir geben zu viel aus!, auf der anderen Seite sagen Sie: Der Herr Minister hat zu wenig gekämpft, hat zu wenig Budget! – Ich verstehe Ihre Strategie nicht so ganz, denn Kollege Parnigoni fordert einerseits mehr Geld und fragt, ob Kasernen erhalten bleiben, aber dann lese ich erstaunlicherweise in der heutigen Ausgabe der "Presse", er fordert eine Verringerung von fünf auf drei Brigaden und eine Senkung der Zahl der Kleinkasernen. – Ja bitte, wie ist das zu verstehen? Auf der einen Seite fragen Sie den Herrn Minister, ob die Kleinkasernen erhalten bleiben, auf der anderen Seite fordern Sie, diese zu schließen. Da verstehe ich Ihre Politik nicht mehr. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Gaál: ... hat das größte Budget!
Das ist die typische Doppelzüngigkeit der SPÖ. Ich kann Ihnen nur eines sagen, meine Damen und Herren der Sozialdemokratie: Ich bin froh, dass der Verteidigungsminister ein Freiheitlicher ist, denn wenn Sie in der Regierung wären, wenn einer von Ihnen Verteidigungsminister wäre, wäre das Bundesheer wahrscheinlich schon abgeschafft. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Gaál: ... hat das größte Budget!) – Also das sehe ich etwas anders, aber bitte.
Abg. Dr. Niederwieser: Nur drei?!
Die Modernisierung und Schaffung schlanker Strukturen ist eine Aufgabe, der wir uns im Verteidigungsbereich zu stellen haben. Mich freuen vor allem drei Dinge, die der Herr Minister eingeleitet hat. (Abg. Dr. Niederwieser: Nur drei?!) – Zum Beispiel drei Dinge. Es sind so viele Dinge, aber meine Redezeit ist zu kurz, um alle aufzählen zu können.
Abg. Zweytick: Ganz eine tolle Geschichte!
Der erste Punkt ist die Öffnung des Heeresspitals Stammersdorf im 21. Bezirk für die Zivilbevölkerung. Tatsache ist, dass die Kapazität dieses modernen Spitals mit 177 Betten leicht den Einzugsbereich der Bezirke Floridsdorf und Donaustadt mit rund 200 000 Menschen mit betreuen kann. Dank der guten Infrastruktur vor allem in den Bereichen Unfallchirurgie, Augen, HNO und Dermatologie wäre dieses Spital ein ideales Schwerpunktkrankenhaus. (Abg. Zweytick: Ganz eine tolle Geschichte!)
Abg. Dr. Niederwieser: In Innsbruck machen sie das schon lange!
Unser Minister versteht es perfekt, damit nicht nur die ausgezeichneten personellen und investiven Ressourcen zu nutzen und deren Qualität durch Frequenzsteigerung zu sichern, sondern auch Synergien zwischen dem Zivil- und dem Heeresbereich herbeizuführen. (Abg. Dr. Niederwieser: In Innsbruck machen sie das schon lange!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Der zweite Punkt ist ein ganz interessanter, nämlich das moderne Unternehmen Bundesheer. Ich möchte hier zum Beispiel die 4. Panzergrenadierbrigade herausgreifen, die mit Beginn dieses Jahres auch ein Controlling eingeführt hat und eine Prozesskostenrechnung einführen wird. Das sind moderne Strategien, die wir brauchen und die wir auch umsetzen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Das Bundesheer ist einer der größten Arbeitgeber in Österreich und ist damit auch eine Zukunftschance für viele Frauen. Auch dies ist ein engagiertes Projekt unseres Ministers. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Zusammenfassend kann ich sagen: Die Zukunft unseres Bundesheeres und die Sicherheit Österreichs liegen in freiheitlicher und damit in guter Hand. Damit, meine Damen und Herren, können alle Bürgerinnen und Bürger gut schlafen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Auer.
Abgeordneter Arnold Grabner (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Bei jeder Bundesheerreform seit 1990 wurde über eine Anpassung der Infrastruktur des Bundesheeres an den tatsächlichen Bedarf des Heeres diskutiert. Das war ebenso bei der Reform ... (Zwischenruf des Abg. Auer. ) – Bleib bei der Landwirtschaft! Davon hast du eine Ahnung, aber beim Bundesheer hast du keine Ahnung! (Ruf bei der ÖVP: Grabner, bleib beim Sport!)
Ruf bei der ÖVP: Grabner, bleib beim Sport!
Abgeordneter Arnold Grabner (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Bei jeder Bundesheerreform seit 1990 wurde über eine Anpassung der Infrastruktur des Bundesheeres an den tatsächlichen Bedarf des Heeres diskutiert. Das war ebenso bei der Reform ... (Zwischenruf des Abg. Auer. ) – Bleib bei der Landwirtschaft! Davon hast du eine Ahnung, aber beim Bundesheer hast du keine Ahnung! (Ruf bei der ÖVP: Grabner, bleib beim Sport!)
Abg. Böhacker: Fragt doch eure Landespolitiker, was die dazu sagen, wenn alles verkauft wird!
Das war bei der Reform 1992 ebenso der Fall wie auch bei der Strukturanpassung 1998. Das Verkaufspotenzial, das aus den Planungen jener Zeit vorliegt, bewegt sich in einer Größenordnung von zirka 2,5 Milliarden Schilling. Es rührt sich aber rein gar nichts. Von Seiten des Verteidigungsministeriums werden keinerlei Anstrengungen unternommen, um Kasernen und militärische Liegenschaften zu veräußern, obwohl es sich zum Teil um lukrative Grundstücke handelt, da sie mittlerweile in Wohngebieten liegen. Es versteht sich von selbst, dass sich mit diesen Objekten ein hervorragender Verkaufserlös erzielen ließe. (Abg. Böhacker: Fragt doch eure Landespolitiker, was die dazu sagen, wenn alles verkauft wird!)
in Richtung des Abg. Auer
Umso dringender, meine Damen und Herren, erscheint die Notwendigkeit des Verkaufs der Liegenschaften, da Finanzminister Grasser seinen Parteikollegen, dem Verteidigungsminister, sowohl im Budget 2001 als auch im Budget 2002 alleine im Regen stehen ließ. Die "Freundlichkeit", die der Finanzminister dem Verteidigungsministerium gegenüber an den Tag legt, kann man daran ermessen, dass die Mittel für die Landwirtschaft – Entschuldigung, für die Landesverteidigung – immer mehr schrumpfen. – Ich habe an dich (in Richtung des Abg. Auer) gedacht.
Abg. Böhacker: Wo hast du gedient? In welcher Kaserne hast du gedient?
Man bedient sich manchmal mobiler Holzwände, um die Räume zu teilen. (Abg. Böhacker: Wo hast du gedient? In welcher Kaserne hast du gedient?) Mangels finanzieller Aufwendungen werden diese Mängel auch weiterhin bestehen. In etlichen – vor allem älteren – Kasernen blättert der Putz von den Wänden und schließen die Fenster äußerst mangelhaft. Es gibt Unterkünfte, die man getrost als desolat und gesundheitsgefährdend für unsere Soldaten bezeichnen kann. Durch bauliche Mängel leidet nämlich besonders die Hygiene.
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage noch einmal: Wir stehen zum Bundesheer, wir stehen zum Ankauf der Hubschrauber, aber nicht der um 500 Millionen Schilling teureren. Mit diesem Geld hätten wir schon vieles anderes machen können im Bundesheer. Ich habe schon einmal gesagt: Um diese 500 Millionen Schilling könnten 10 000 Studenten fünf Jahre lang gratis studieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Zweytick. – Abg. Murauer: Weißt du, was wir um die Zinsen kaufen könnten?
Noch etwas: Es wird immer gesagt, die Sozialdemokraten seien schuld. – Ich habe es gestern schon der Frau Vizekanzler gesagt: In 30 Jahren sozialdemokratischer Regierung sind viele Fehler geschehen, aber so viele Fehler, wie in dem einen Jahr der jetzigen Regierung geschehen sind, hat es in diesen 30 Jahren nicht gegeben. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Zweytick. – Abg. Murauer: Weißt du, was wir um die Zinsen kaufen könnten?)
Beifall bei der SPÖ.
Und wenn Sie – gerade Freund Ofner – von der SPÖ und dem Bundesheer sprechen: Ich habe gar nicht gewusst, dass die letzten fünf Verteidigungsminister von der SPÖ waren. Da gab es einen Frischenschlager, einen Krünes, einen Lichal – und wie hieß der letzte Minister? Ich glaube, er ist jetzt der Zweite Präsident des Nationalrates. Das waren alle Sozialdemokraten? – Die waren die Unfähigen, die das hinterlassen haben, was heute der Zustand im Bundesheer ist! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Murauer: Richtig!
Abgeordneter Mag. Walter Tancsits (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! So eine Wehrbudgetdebatte hat etwas Gutes. Sie trennt schärfer als in vielen anderen Bereichen, wer sie zu gaghaften Vergleichen und Rechenbeispielen benützt und wer wirklich dazu bereit ist, Verantwortung für einen wesentlichen Teil des Staatsganzen zu übernehmen. (Abg. Murauer: Richtig!) Denn wie kann man sonst Vergleiche von Hubschraubern mit Studiengebühren verstehen? (Abg. Grabner: 500 Millionen ...!)
Abg. Grabner: 500 Millionen ...!
Abgeordneter Mag. Walter Tancsits (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! So eine Wehrbudgetdebatte hat etwas Gutes. Sie trennt schärfer als in vielen anderen Bereichen, wer sie zu gaghaften Vergleichen und Rechenbeispielen benützt und wer wirklich dazu bereit ist, Verantwortung für einen wesentlichen Teil des Staatsganzen zu übernehmen. (Abg. Murauer: Richtig!) Denn wie kann man sonst Vergleiche von Hubschraubern mit Studiengebühren verstehen? (Abg. Grabner: 500 Millionen ...!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Murauer: So ist es!
Herr Kollege! Was glauben Sie denn, wie viele Hubschrauber man um den Zinseszins, den Ihre Schulden verursacht haben, kaufen hätte können? (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Murauer: So ist es!) Was sollen wir wirklich mit Vergleichen anfangen, wenn Kunstsubventionen gegen Nachtsichtgeräte aufgerechnet werden oder Ambulanzgebühren gegen das Heeresbudget, wie heute schon gesagt wurde? (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer. )
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.
Herr Kollege! Was glauben Sie denn, wie viele Hubschrauber man um den Zinseszins, den Ihre Schulden verursacht haben, kaufen hätte können? (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Murauer: So ist es!) Was sollen wir wirklich mit Vergleichen anfangen, wenn Kunstsubventionen gegen Nachtsichtgeräte aufgerechnet werden oder Ambulanzgebühren gegen das Heeresbudget, wie heute schon gesagt wurde? (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer. )
Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Nichts gemacht!
Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Natürlich steht das Budget für Landesverteidigung auch im Zeichen der nationalen Kraftanstrengung, null Neuverschuldung zu erreichen. (Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Nichts gemacht!) Wir stehen zu diesem Ziel, aber ich gebe zu bedenken: Einem Bereich, der bisher schon knapp gehalten wurde – und ich sage sogar: zu knapp gehalten wurde –, fällt das Sparen schwerer als anderen Bereichen, die bisher eher aus dem Vollen geschöpft haben. Wir tragen daher dieses Budget mit, vergessen aber nicht, dass es notwendig sein wird, nach gelungener Überwindung des Finanzdebakels, das Sie uns hinterlassen haben, in Zukunft für eine entsprechende Dotation der Landesverteidigung zu sorgen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Natürlich steht das Budget für Landesverteidigung auch im Zeichen der nationalen Kraftanstrengung, null Neuverschuldung zu erreichen. (Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Nichts gemacht!) Wir stehen zu diesem Ziel, aber ich gebe zu bedenken: Einem Bereich, der bisher schon knapp gehalten wurde – und ich sage sogar: zu knapp gehalten wurde –, fällt das Sparen schwerer als anderen Bereichen, die bisher eher aus dem Vollen geschöpft haben. Wir tragen daher dieses Budget mit, vergessen aber nicht, dass es notwendig sein wird, nach gelungener Überwindung des Finanzdebakels, das Sie uns hinterlassen haben, in Zukunft für eine entsprechende Dotation der Landesverteidigung zu sorgen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei der ÖVP.
Ich bedanke mich, dass Sie wenigstens die letzten Verteidigungsminister nennen können. Wer Zweiter oder Dritter Präsident des Nationalrates ist, wissen Sie ja nicht, Herr Kollege Grabner! (Heiterkeit bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich glaube, dass es aber notwendig ist, gerade im Zeichen dieses Sparbudgets, anzuerkennen, dass die Bediensteten des Ressorts und die Soldaten des Bundesheeres trotz schwieriger Bedingungen eine ungebrochene Dienst- und Einsatzfreude an den Tag legen, und ich möchte mich dafür im Namen meiner Kollegen bedanken. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und Freiheitlichen.
Präsident Dr. Heinz Fischer: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Ing. Kaipel. Er hat das Wort. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ – Abg. Murauer: Geh, hör auf! Höhere Verschuldung!
Abgeordneter Ing. Erwin Kaipel (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Jung und Herr Kollege Graf! Herr Kollege Jung meinte, er habe "rote Zahlen" von uns übernommen. – Da darf ich Sie korrigieren. Sie haben von uns ein Österreich übernommen mit höchstem Wohlstand, mit höchster Beschäftigung, mit niedrigster Arbeitslosenrate (Beifall bei der SPÖ – Abg. Murauer: Geh, hör auf! Höhere Verschuldung!), mit einer Schuldenquote unter dem europäischen Durchschnitt und mit einer Steuerquote im europäischen Durchschnitt. Sie haben das viertreichste Land Europas von uns übernommen! (Abg. Murauer: Schulden wie ein Stabsoffizier!)
Abg. Murauer: Schulden wie ein Stabsoffizier!
Abgeordneter Ing. Erwin Kaipel (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Jung und Herr Kollege Graf! Herr Kollege Jung meinte, er habe "rote Zahlen" von uns übernommen. – Da darf ich Sie korrigieren. Sie haben von uns ein Österreich übernommen mit höchstem Wohlstand, mit höchster Beschäftigung, mit niedrigster Arbeitslosenrate (Beifall bei der SPÖ – Abg. Murauer: Geh, hör auf! Höhere Verschuldung!), mit einer Schuldenquote unter dem europäischen Durchschnitt und mit einer Steuerquote im europäischen Durchschnitt. Sie haben das viertreichste Land Europas von uns übernommen! (Abg. Murauer: Schulden wie ein Stabsoffizier!)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Kollege Graf! Wenn auch Sie die Schulden ansprechen, dann darf ich darauf hinweisen, dass der Schuldenstand in Österreich noch nie so hoch war wie jetzt. Er ist um 83 Milliarden Schilling höher als im Jahre 1999, und Sie werden mit dem Budget 2002 noch einmal 31 Millionen Schilling Schulden täglich produzieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Lassen Sie mich als, glaube ich, letzten Redner meiner Fraktion noch einmal Ihre Aufmerksamkeit zum Grenzschutz hinlenken. Ich darf zu Beginn klarstellen, dass ich mich eindeutig zum Bundesheer bekenne und dass ich auch den Dank meiner Kollegen an das Bundesheer ausweiten möchte, nämlich an alle beteiligten Organisationen – auch an die Gendarmerie und die Zollwache, die gemeinsam mit dem Bundesheer vorbildlich ihren Grenzeinsatz leisten. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Jung: Wer wird sich zur ewigen Weiterführung eines Provisoriums bekennen, Herr Kollege?
Leider ist das Ergebnis aber kein Ergebnis, und es fehlt auch ein klares Bekenntnis zur Weiterführung dieses Grenzschutzes. (Abg. Jung: Wer wird sich zur ewigen Weiterführung eines Provisoriums bekennen, Herr Kollege?) Es ist für alle Beteiligten und vor allem auch für die Bevölkerung unverständlich, wenn dann Aussagen kommen, wie beispielsweise vom Verteidigungsminister, der meint, dass die Soldaten bereits zu Beginn des nächsten Jahres, also in ein paar Monaten, abgezogen werden, und zum anderen vom Herrn Bundeskanzler, der meint, er sei froh darüber, dass es gelungen sei, den Grenzeinsatz langfristig außer Streit zu stellen. – Offenbar waren die beiden Herren auf verschiedenen Veranstaltungen.
Abg. Wattaul: Das ist aber dein Wunschtraum!
Aber es zeigt zumindest, in welch kurzen Zeiteinheiten der Herr Bundeskanzler denkt. – Offensichtlich spürt der Herr Bundeskanzler, dass sein Ende bereits begonnen hat. (Abg. Wattaul: Das ist aber dein Wunschtraum!)
Abg. Murauer: So wie bei den Draken!
Die bestehenden Mängel sind heute schon mehrfach angesprochen worden: Mannausrüstung, technische Ausrüstung, auch der Mangel an klaren Befehlen – all das muss natürlich zu Demotivation und Chaos führen! Sie hingegen widmen sich der Anschaffung von Abfangjägern und wollen dafür 30 bis 40 Milliarden Schilling zusätzlich ausgeben. Ich muss dazu sagen, dass ich mich nicht grundsätzlich dagegen ausspreche, aber zuerst muss die Finanzierung gesichert sein. (Abg. Murauer: So wie bei den Draken!) Und wir sind uns, glaube ich, auch darüber im Klaren, dass diese 24 Abfangjäger keine Verteidigung sein können, sondern bestenfalls eine symbolische Funktion haben können. Jedenfalls muss die Finanzierung vorher gesichert sein.
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister! Es gibt eine ganze Reihe wirklich wichtiger Aufgaben. Daher lade ich Sie ein, sich nicht Kleinkriegen, sondern diesen wirklich großen Problemen zu widmen. Sie können sicher sein, dass wir unseren Teil dazu beitragen werden, dass es vernünftige Lösungen geben wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine geschätzten Damen und Herren! Tatsache ist, dass ich mit verschiedenen Aussagen wie: Wir brauchen schlankere Strukturen! nicht übereinstimme. Das Bundesheer ist schlank genug, das Bundesheer braucht nur zeitgemäße Strukturen – und Bundesminister Scheibner steht dafür! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen, der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine geschätzten Damen und Herren! Das österreichische Bundesheer hat seine Aufgaben zum Schutze der Bevölkerung immer zur vollsten Zufriedenheit erfüllt. In diesem Sinne möchte ich die heutige Debatte zum Anlass nehmen, vor allem den Rekruten und den Führungskräften unseres Heeres für ihre Leistungen zu danken. (Beifall bei den Freiheitlichen, der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wenn jemand von diesem Pult aus feststellt, dass manche Kasernen noch nicht ganz in Ordnung sind, dass vielleicht gewisse Unterkünfte noch mangelhaft sind, dann, meine geschätzten Damen und Herren, muss ich sagen: Es ist ja die Aufgabe jedes Regionalpolitikers, dort tätig zu werden und zu zeigen, wie gut er ist, damit eben solche Missstände abgestellt werden. (Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Außerdem glaube ich nicht, dass es noch solche Massenunterkünfte gibt, von denen hier gesprochen wurde.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine geschätzten Damen und Herren! Wenn Sie vom Einsatz und Ankauf dieser neuen Hubschrauber sprechen und sagen, sie seien zu teuer, so wie es hier von einem Abgeordneten schon getan wurde, sage ich Ihnen: Unsere Piloten waren noch mit den alten Hubschraubern im Einsatz, als die neuen Hubschrauber noch lange nicht angekauft worden sind. Das war gefährlich! Stellen Sie sich vor: Wenn unsere Piloten jetzt mit den neuen Hubschraubern fliegen, können sie in jeder Situation und bei jedem Wetter fliegen! Das ist doch positiv, und Österreich hat anerkannte Piloten! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich glaube, wir brauchen im österreichischen Bundesheer nicht nur motivierte Soldaten und Führungskräfte, wir brauchen auch ein motiviertes Haus, das zu diesem Bundesheer steht. Deswegen kann ich ganz beruhigt sein; ein Mann steht dafür und schaut darauf: Bundesminister Scheibner! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Murauer: Das ist aber kein Fehler!
Abgeordnete Mag. Ulrike Lunacek (Grüne): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Zu Beginn muss ich zuerst eine kleine Richtigstellung anbringen. Herr Abgeordneter Herbert Graf von den Freiheitlichen hat vorhin in seinem Redebeitrag Frau Kollegin Stoisits und mich verwechselt. (Abg. Murauer: Das ist aber kein Fehler!) Herr Kollege Graf, in Ihrer Fraktion gibt es zwei mit Namen "Graf", ganz gleich geschrieben. Ich meine, da kann es vielleicht schon vorkommen, dass die verwechselt werden. Aber dass Sie die Namen "Stoisits" und "Lunacek" verwechseln, zwei so typisch ostösterreichische Namen, das hat mich schon sehr verwundert. Das habe nicht ich gesagt, sondern die Kollegin Stoisits. (Ruf bei den Freiheitlichen: Vielleicht habt ihr die gleiche Stimme!)
Ruf bei den Freiheitlichen: Vielleicht habt ihr die gleiche Stimme!
Abgeordnete Mag. Ulrike Lunacek (Grüne): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Zu Beginn muss ich zuerst eine kleine Richtigstellung anbringen. Herr Abgeordneter Herbert Graf von den Freiheitlichen hat vorhin in seinem Redebeitrag Frau Kollegin Stoisits und mich verwechselt. (Abg. Murauer: Das ist aber kein Fehler!) Herr Kollege Graf, in Ihrer Fraktion gibt es zwei mit Namen "Graf", ganz gleich geschrieben. Ich meine, da kann es vielleicht schon vorkommen, dass die verwechselt werden. Aber dass Sie die Namen "Stoisits" und "Lunacek" verwechseln, zwei so typisch ostösterreichische Namen, das hat mich schon sehr verwundert. Das habe nicht ich gesagt, sondern die Kollegin Stoisits. (Ruf bei den Freiheitlichen: Vielleicht habt ihr die gleiche Stimme!)
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.
Gleichzeitig ist aber, und das ist auch beschlossen worden, der Beitrag Österreichs zu den UNO-Truppen, zu jenen, die seit Jahren und Jahrzehnten im Ausland zu einem ganz tollen Bild Österreichs beitragen, halbiert worden. Auch Sie sagen immer, dass Österreich beweisen muss, wie solidarisch es auf internationaler Ebene ist, deswegen müssen wir Ihren Aussagen nach ja auch in Richtung NATO unterwegs sein. Die österreichischen Soldaten haben in den letzten Jahren und Jahrzehnten in Krisengebieten weltweit oftmals bewiesen, dass Österreich mit der internationalen Gemeinschaft solidarisch ist! Aber diese Beiträge, zum Beispiel der österreichische Einsatz in Zypern, werden aufgelöst. Die Halbierung des Kontingentes ist bereits beschlossen, und bald werden die österreichischen Truppen dort ganz abziehen. (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen.
Diesbezüglich gibt es eine Verringerung, und das ist für uns die falsche Richtung. (Beifall bei den Grünen.) Auf der einen Seite steht die westeuropäische Rüstungsgruppe, die Forschung im Bereich Rüstung, auf der anderen Seite aber werden dort, wo es darum geht, den Frieden zu sichern, dort, wo man wirklich eingreifen kann, um den Frieden abzusichern, damit es keine bewaffneten Auseinandersetzungen, keine kriegerischen Auseinandersetzungen mehr gibt, die Mittel gekürzt. Das ist die falsche Richtung!
Abg. Jung: Kommt noch!
In die falsche Richtung geht es auch, was das Eurokorps betrifft. Es ist beschlossen – aber im Budget findet sich nichts. Sie sagen, das stehe ja noch nicht auf der Tagesordnung, das sei noch nicht so weit (Abg. Jung: Kommt noch!), das komme schon noch. In der "Presse" vom 18. Oktober 2000 stand zu lesen, das solle halt dann Finanzminister Grasser refundieren. Ich frage mich nur: Woraus? Außerbudgetär geht das ja nicht wirklich, und so argumentieren wie bei den Abfangjägern, dass es dann Gegengeschäfte gibt, die ja sowieso außerbudgetär sind, kann man beim Eurokorps nicht wirklich.
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Wattaul.
Wie also, frage ich Sie, Herr Minister Scheibner, soll diese rund 1 Milliarde – oder wie viel auch immer – in den nächsten Jahren finanziert werden? Darauf haben Sie uns noch keine Antwort gegeben. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Wattaul. ) Wir werden es sicher nicht finanzieren, Herr Kollege Wattaul! Von uns wird das Geld sicher nicht kommen. (Abg. Wattaul: Ihr kritisiert nur!)
Abg. Wattaul: Ihr kritisiert nur!
Wie also, frage ich Sie, Herr Minister Scheibner, soll diese rund 1 Milliarde – oder wie viel auch immer – in den nächsten Jahren finanziert werden? Darauf haben Sie uns noch keine Antwort gegeben. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Wattaul. ) Wir werden es sicher nicht finanzieren, Herr Kollege Wattaul! Von uns wird das Geld sicher nicht kommen. (Abg. Wattaul: Ihr kritisiert nur!)
Bundesminister Scheibner: Habe ich gesagt!
Ich wurde dann neugierig, ob der Herr Verteidigungsminister auch noch andere Dinge fordern wird, so etwa: stärkere zivile Maßnahmen, mehr Verhandeln, mehr Vermitteln, ein stärkeres Einbringen auch in die EU, ob er vielleicht auch gegenüber der Außenministerin sagen wird, dass man im mediatorischen, im diplomatischen Bereich mehr machen soll, zum Beispiel auch mehr in die Bildung, in die Zivilgesellschaft investieren soll. Davon habe ich dann nichts gehört. (Bundesminister Scheibner: Habe ich gesagt!) – Na gut, dann nehme ich jetzt zur Kenntnis, dass Sie das gesagt haben.
Abg. Murauer: Wer entwaffnet sie denn?
Was den Mazedonien-Einsatz betrifft, so stimmen wir sehr wohl darin überein, dass es notwendig ist, die Grenzen zwischen Mazedonien und dem Kosovo zu sichern. Das begrüßen wir, das ist notwendig. Das hätte die NATO, das hätten die KFOR-Truppen von Anfang an tun sollen. Ebenso hätten die KFOR-Truppen – und da ist etwas verabsäumt worden – auch schon im Kosovo die albanische Guerilla entwaffnen sollen, damit jetzt nicht wieder die Möglichkeit bestünde, dass sie guerillamäßig in Mazedonien agieren. (Abg. Murauer: Wer entwaffnet sie denn?) Aber die Außenministerin hatte die Idee, die NATO-Truppen jetzt in Mazedonien einzusetzen, genau jene Truppen, die im Kosovo-Krieg auf Seiten der Albaner gestanden sind und jetzt auf der anderen Seite stehen. Diese Truppen sind einfach Partei! (Zwischenruf des Abg. Jung. ) Es hat aber so ausgesehen, da können Sie mir doch wirklich nicht widersprechen. (Abg. Jung: Die Österreicher waren auf keiner ...!) Nicht die Österreicher, die KFOR-Truppen insgesamt.
Zwischenruf des Abg. Jung.
Was den Mazedonien-Einsatz betrifft, so stimmen wir sehr wohl darin überein, dass es notwendig ist, die Grenzen zwischen Mazedonien und dem Kosovo zu sichern. Das begrüßen wir, das ist notwendig. Das hätte die NATO, das hätten die KFOR-Truppen von Anfang an tun sollen. Ebenso hätten die KFOR-Truppen – und da ist etwas verabsäumt worden – auch schon im Kosovo die albanische Guerilla entwaffnen sollen, damit jetzt nicht wieder die Möglichkeit bestünde, dass sie guerillamäßig in Mazedonien agieren. (Abg. Murauer: Wer entwaffnet sie denn?) Aber die Außenministerin hatte die Idee, die NATO-Truppen jetzt in Mazedonien einzusetzen, genau jene Truppen, die im Kosovo-Krieg auf Seiten der Albaner gestanden sind und jetzt auf der anderen Seite stehen. Diese Truppen sind einfach Partei! (Zwischenruf des Abg. Jung. ) Es hat aber so ausgesehen, da können Sie mir doch wirklich nicht widersprechen. (Abg. Jung: Die Österreicher waren auf keiner ...!) Nicht die Österreicher, die KFOR-Truppen insgesamt.
Abg. Jung: Die Österreicher waren auf keiner ...!
Was den Mazedonien-Einsatz betrifft, so stimmen wir sehr wohl darin überein, dass es notwendig ist, die Grenzen zwischen Mazedonien und dem Kosovo zu sichern. Das begrüßen wir, das ist notwendig. Das hätte die NATO, das hätten die KFOR-Truppen von Anfang an tun sollen. Ebenso hätten die KFOR-Truppen – und da ist etwas verabsäumt worden – auch schon im Kosovo die albanische Guerilla entwaffnen sollen, damit jetzt nicht wieder die Möglichkeit bestünde, dass sie guerillamäßig in Mazedonien agieren. (Abg. Murauer: Wer entwaffnet sie denn?) Aber die Außenministerin hatte die Idee, die NATO-Truppen jetzt in Mazedonien einzusetzen, genau jene Truppen, die im Kosovo-Krieg auf Seiten der Albaner gestanden sind und jetzt auf der anderen Seite stehen. Diese Truppen sind einfach Partei! (Zwischenruf des Abg. Jung. ) Es hat aber so ausgesehen, da können Sie mir doch wirklich nicht widersprechen. (Abg. Jung: Die Österreicher waren auf keiner ...!) Nicht die Österreicher, die KFOR-Truppen insgesamt.
Beifall bei den Grünen.
Diese Truppen sind nicht neutral! Das ist einer der Hauptgründe dafür, dass es aus unserer Sicht nicht möglich ist, sie in Mazedonien einzusetzen; abgesehen davon, dass die mazedonische Regierung das auch gar nicht will. (Beifall bei den Grünen.) Worum es in der Region geht, ist die Stabilisierung, und diese ist militärisch nicht zu erreichen.
Abg. Jung: Vorher werden sie keine Ruhe geben!
Um das vielleicht auch einmal klar zu sagen: Natürlich sind die Anliegen der albanischen Minderheit in Mazedonien ernst zu nehmen, aber auch differenziert zu betrachten. Was da immer im Raum steht, ist die Forderung, dass sie als eigenes Staatsvolk anerkannt werden. (Abg. Jung: Vorher werden sie keine Ruhe geben!) Die Anerkennung, die sie schon haben, ist jene als Volksgruppe. Da fehlt aber noch sehr viel, da fehlt noch viel an Umsetzung, gerade im Bildungsbereich. Eine Universität allein zum Beispiel ist nicht genug. Es braucht noch viel mehr Bildung im Primär- und Sekundärschulbereich.
Abg. Großruck: Das will aber niemand!
Das muss schon noch weiter entwickelt werden, aber diese Minderheit als Staatsvolk anzuerkennen, davor warne ich. (Abg. Großruck: Das will aber niemand!) – Das wird von den Albanern schon gesagt, und das wird auch zum Teil in den Raum gestellt. (Abg. Großruck: Die Albaner, aber nicht die Europäer!) Auch der Bosnien-Beauftragte Petritsch hat sehr genau gesagt, dass diese Nationenbildung etwas ist, was die Gefahr einer Sezession in sich birgt. (Abg. Jung: Schrecklich!) Ich weiß schon, Herr Kollege Jung, dass Sie das sehr wohl befürworten, aber ich glaube, man muss hier die Stabilität der gesamten Region in den Mittelpunkt stellen.
Abg. Großruck: Die Albaner, aber nicht die Europäer!
Das muss schon noch weiter entwickelt werden, aber diese Minderheit als Staatsvolk anzuerkennen, davor warne ich. (Abg. Großruck: Das will aber niemand!) – Das wird von den Albanern schon gesagt, und das wird auch zum Teil in den Raum gestellt. (Abg. Großruck: Die Albaner, aber nicht die Europäer!) Auch der Bosnien-Beauftragte Petritsch hat sehr genau gesagt, dass diese Nationenbildung etwas ist, was die Gefahr einer Sezession in sich birgt. (Abg. Jung: Schrecklich!) Ich weiß schon, Herr Kollege Jung, dass Sie das sehr wohl befürworten, aber ich glaube, man muss hier die Stabilität der gesamten Region in den Mittelpunkt stellen.
Abg. Jung: Schrecklich!
Das muss schon noch weiter entwickelt werden, aber diese Minderheit als Staatsvolk anzuerkennen, davor warne ich. (Abg. Großruck: Das will aber niemand!) – Das wird von den Albanern schon gesagt, und das wird auch zum Teil in den Raum gestellt. (Abg. Großruck: Die Albaner, aber nicht die Europäer!) Auch der Bosnien-Beauftragte Petritsch hat sehr genau gesagt, dass diese Nationenbildung etwas ist, was die Gefahr einer Sezession in sich birgt. (Abg. Jung: Schrecklich!) Ich weiß schon, Herr Kollege Jung, dass Sie das sehr wohl befürworten, aber ich glaube, man muss hier die Stabilität der gesamten Region in den Mittelpunkt stellen.
Zwischenbemerkung von Bundesminister Scheibner.
Herr Minister! Haben Sie diese Sicherheitsdoktrin, diesen Analyseteil, wirklich genau gelesen? Dort steht nämlich: Es ist nicht zu erwarten, dass es in den nächsten Jahren – bis zu zehn, steht da – solche Krisen in unserem Nachbargebiet geben wird, die auf Österreich übergreifen können. – Das steht in der Sicherheitsdoktrin. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Scheibner. ) – Militärische Bedrohung, das verstehe ich darunter, wenn Sie sagen, dass Krisenherde an unsere Grenzen herangetragen werden. (Abg. Murauer: Ein Angriff auf Österreich!) Krisenherde an unsere Grenzen heranzutragen heißt für mich schon, dass es an den Grenzen, für die österreichischen Grenzregionen Bedrohungen gibt.
Abg. Murauer: Ein Angriff auf Österreich!
Herr Minister! Haben Sie diese Sicherheitsdoktrin, diesen Analyseteil, wirklich genau gelesen? Dort steht nämlich: Es ist nicht zu erwarten, dass es in den nächsten Jahren – bis zu zehn, steht da – solche Krisen in unserem Nachbargebiet geben wird, die auf Österreich übergreifen können. – Das steht in der Sicherheitsdoktrin. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Scheibner. ) – Militärische Bedrohung, das verstehe ich darunter, wenn Sie sagen, dass Krisenherde an unsere Grenzen herangetragen werden. (Abg. Murauer: Ein Angriff auf Österreich!) Krisenherde an unsere Grenzen heranzutragen heißt für mich schon, dass es an den Grenzen, für die österreichischen Grenzregionen Bedrohungen gibt.
Beifall bei den Grünen.
Mein Appell zum Schluss: dass es endlich eine öffentliche und offene Debatte rund um diese Sicherheitsdoktrin gibt, damit genau diese Punkte, die jetzt für mich widersprüchlich sind, offen diskutiert werden können! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Lichtenberger: Das ist gegenseitig, Herr Kollege!
Abgeordneter Dr. Michael Spindelegger (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Sich mit den Grünen zu Fragen der militärischen Landesverteidigung, der Sicherheitspolitik auseinander zu setzen, ist schwierig. (Abg. Dr. Lichtenberger: Das ist gegenseitig, Herr Kollege!) Wer den Grundsatz ablehnt, dass es überhaupt eine militärische Landesverteidigung gibt, für den ist es auch schwer, über irgendein Detail eine Einigung zu finden. Das nehmen wir einmal so zur Kenntnis, das ist so. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Dr. Michael Spindelegger (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Sich mit den Grünen zu Fragen der militärischen Landesverteidigung, der Sicherheitspolitik auseinander zu setzen, ist schwierig. (Abg. Dr. Lichtenberger: Das ist gegenseitig, Herr Kollege!) Wer den Grundsatz ablehnt, dass es überhaupt eine militärische Landesverteidigung gibt, für den ist es auch schwer, über irgendein Detail eine Einigung zu finden. Das nehmen wir einmal so zur Kenntnis, das ist so. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Gaál: Das ist eine falsche Schlussfolgerung! Wir haben gesagt, die Bevölkerung wird das nicht verstehen!
Heute haben wir von Ihnen gehört, dass es, eigentlich solange es diese Sozialpolitik der Bundesregierung gibt, überhaupt keine Erhöhung geben soll, ja überhaupt jede Ausgabe im Bereich der Landesverteidigung zu hinterfragen ist. (Abg. Gaál: Das ist eine falsche Schlussfolgerung! Wir haben gesagt, die Bevölkerung wird das nicht verstehen!) Das, meine Damen und Herren, ist ein sehr gefährlicher Weg, den Sie hier gehen. Das ist ein Weg des Populismus in der Sicherheitspolitik, der sich mit Ihrer bisherigen Rolle nicht verträgt, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Heute haben wir von Ihnen gehört, dass es, eigentlich solange es diese Sozialpolitik der Bundesregierung gibt, überhaupt keine Erhöhung geben soll, ja überhaupt jede Ausgabe im Bereich der Landesverteidigung zu hinterfragen ist. (Abg. Gaál: Das ist eine falsche Schlussfolgerung! Wir haben gesagt, die Bevölkerung wird das nicht verstehen!) Das, meine Damen und Herren, ist ein sehr gefährlicher Weg, den Sie hier gehen. Das ist ein Weg des Populismus in der Sicherheitspolitik, der sich mit Ihrer bisherigen Rolle nicht verträgt, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es ist wesentlich wichtiger, dass wir uns wirklich einmal inhaltlich grundlegend unterhalten. Ich mache Ihnen dazu einen konkreten Vorschlag: Wir werden am 19. April die Gelegenheit haben, einen Unterausschuss des Landesverteidigungsausschusses einzurichten, in dem wir nach Vorlage des Analyseteils der Sicherheits- und Verteidigungsdoktrin Punkt für Punkt die Probleme erörtern können, die für uns wichtig sind: Wie soll die Struktur des Bundesheeres ausschauen, wenn wir die Aufgaben neu definieren? Wie sollen wir im europäischen Rahmen weitertun? Wie schaut es mit dem Eurokorps aus, was wird das in der Struktur des Bundesheeres bedeuten? Was brauchen wir für den Assistenzeinsatz im Inland? Wie können wir den Aufforderungen, im Rahmen der UNO auch einen Hilfeleistungseinsatz im Ausland zu gewährleisten, nachkommen? – Das sind die Fragen, mit denen wir uns beschäftigen müssen. Aber begeben Sie sich nicht auf das Niveau, zu sagen, Sozialausgaben müssen zu Militärausgaben aufgerechnet werden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich bitte Sie darum und möchte Sie wirklich ersuchen: Gehen Sie mit uns den Weg, sich seriös Stück für Stück zu dieser Lage neu zu orientieren, daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen und dann gemeinsam – ich lade Sie wirklich dazu ein – eine Sicherheitsdoktrin für Österreich neu zu entwickeln! Ich bitte Sie darum! Unterlassen Sie Aussagen wie jene, die ich erwähnt habe, und versuchen Sie, auch diejenigen in Ihrer Partei, die diese "Stallorder" ausgeben, in eine andere Richtung zu bewegen! Ich bitte Sie darum. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Diesen Vorwurf kann ich nicht nachvollziehen, denn es waren nicht Vertreter der Regierungsparteien, die in öffentlichen Aussagen die Bevölkerung verunsichert haben, indem sie Befürchtungen geäußert haben, dass die Grenzsicherung reduziert wird, sondern das waren Vertreter der Sozialdemokratie, sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Leikam: 2002 ist in acht Monaten!
Die jetzige Bundesregierung hat die Weichen gestellt. Wir haben eindeutig sichergestellt, dass der Assistenzeinsatz vorerst einmal bis ins Jahr 2002 verlängert wird, dass nicht wie bisher immer nur eine jährliche Verlängerung stattfindet. (Abg. Leikam: 2002 ist in acht Monaten!) Wir haben sichergestellt, dass die technische Ausstattung auf einem entsprechenden Niveau erfolgt, und es ist unsere Zielsetzung, dass das eigentlich zuständige Ressort, nämlich das Innenressort, diese Grenzsicherung unter Beibehaltung der Qualität selbst übernehmen kann. Bis das erreicht ist, wird das österreichische Bundesheer diese Aufgabe selbstverständlich unterstützen.
Abg. Leikam: Mit wem? Mit welchen Leuten?
Es ist auch festgehalten worden, dass ab dem Budget 2003 jenem Ressort, das die Grenzsicherung übernimmt, auch die notwendigen Geldmittel zur Verfügung gestellt werden. Ich weiß nicht, was Sie hier noch zu kritisieren haben. Es ist eindeutig sichergestellt: Der verfassungsrechtliche Zustand soll hergestellt werden, der Assistenzeinsatz ist gesichert (Abg. Leikam: Mit wem? Mit welchen Leuten?), und auch die Geldmittel werden zur Verfügung gestellt! Also eigentlich sollten Sie diese Regelung begrüßen und nicht kritisieren. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Es ist auch festgehalten worden, dass ab dem Budget 2003 jenem Ressort, das die Grenzsicherung übernimmt, auch die notwendigen Geldmittel zur Verfügung gestellt werden. Ich weiß nicht, was Sie hier noch zu kritisieren haben. Es ist eindeutig sichergestellt: Der verfassungsrechtliche Zustand soll hergestellt werden, der Assistenzeinsatz ist gesichert (Abg. Leikam: Mit wem? Mit welchen Leuten?), und auch die Geldmittel werden zur Verfügung gestellt! Also eigentlich sollten Sie diese Regelung begrüßen und nicht kritisieren. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Zum Schluss wurde noch von Frau Kollegin Lunacek gesagt, die geplanten Maßnahmen in Mazedonien, die Forderung, das KFOR-Mandat nicht auszuweiten, seien ein Wahlkampfgag von mir gewesen. Darauf kann ich Ihnen antworten, Frau Kollegin Lunacek: Sie werden zur Kenntnis nehmen müssen, dass ich bei der Erfüllung meiner Aufgaben als Verteidigungsminister nicht irgendeiner Partei, auch nicht meiner eigenen, auch keinen Wahlkämpfen verpflichtet bin, sondern einzig und allein der Aufgabenerfüllung des österreichischen Bundesheeres und der größtmöglichen Sicherheit unserer Soldaten! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wenn wir uns zu diesem konsensualen Weg finden – ich würde es mir wünschen –, dann werden wir auch einen guten Weg für die Zukunft des österreichischen Bundesheeres finden können. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Entweder – oder! Entweder, man nimmt den Standpunkt von Staaten wie etwa Frankreich ein, das an jedem Eck und an jedem Ende Volksgruppen innerhalb seiner Grenzen hat, das aber abstreitet und sagt: Bei uns gibt es keine, bei uns gibt es nur Franzosen und sonst überhaupt nichts!, oder man nimmt einen rechtlich und politisch korrekten Standpunkt ein! Dann gibt es eben Minderheiten, dann gibt es Volksgruppen, und die wird man, auch wenn es einmal irgendwie unbequem sein sollte, anerkennen müssen und nicht unterteilen dürfen in gute und schlechte. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Es wird in absehbarer Zeit hier im Hohen Haus zur Beratung von Berichten der Beschwerdekommission kommen. Das wird Gelegenheit sein, sich weiter und näher und intensiver mit diesem Problemkreis auseinander zu setzen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Rufe: Albanischen!
Abgeordnete Mag. Ulrike Lunacek (Grüne): Herr Kollege Ofner hat behauptet, dass ich die Anerkennung der mazedonischen Volksgruppe in Mazedonien (Rufe: Albanischen!), der albanischen (Abg. Kiss: Na, na!) – was habe ich gesagt? –, der albanischen Volksgruppe in Mazedonien nicht anerkennen würde (Abg. Ing. Westenthaler: Sie sollten es sich vorher aufschreiben!), der albanischen Volksgruppe in Mazedonien nicht anerkennen würde.
Abg. Kiss: Na, na!
Abgeordnete Mag. Ulrike Lunacek (Grüne): Herr Kollege Ofner hat behauptet, dass ich die Anerkennung der mazedonischen Volksgruppe in Mazedonien (Rufe: Albanischen!), der albanischen (Abg. Kiss: Na, na!) – was habe ich gesagt? –, der albanischen Volksgruppe in Mazedonien nicht anerkennen würde (Abg. Ing. Westenthaler: Sie sollten es sich vorher aufschreiben!), der albanischen Volksgruppe in Mazedonien nicht anerkennen würde.
Abg. Ing. Westenthaler: Sie sollten es sich vorher aufschreiben!
Abgeordnete Mag. Ulrike Lunacek (Grüne): Herr Kollege Ofner hat behauptet, dass ich die Anerkennung der mazedonischen Volksgruppe in Mazedonien (Rufe: Albanischen!), der albanischen (Abg. Kiss: Na, na!) – was habe ich gesagt? –, der albanischen Volksgruppe in Mazedonien nicht anerkennen würde (Abg. Ing. Westenthaler: Sie sollten es sich vorher aufschreiben!), der albanischen Volksgruppe in Mazedonien nicht anerkennen würde.
Abg. Kiss: Nein, was haben Sie gesagt? Suchen Sie es sich heraus!
Herr Kollege Ofner! Ich habe tatsächlich gesagt (Abg. Kiss: Nein, was haben Sie gesagt? Suchen Sie es sich heraus!), dass ich die Anerkennung dieser Volksgruppe der Albaner sehr wohl richtig finde und auch politisch korrekt, dass das auch ausgeweitet werden müsste – einen Teil davon gibt es ja schon. Wogegen ich mich ausgesprochen habe, war die Anerkennung als Staatsvolk. Und darin liegt ein Unterschied, das wissen Sie ganz genau. (Zwischenruf des Abg. Dr. Ofner. ) Weil Staatsvolk auch eine Sezession implizieren kann. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Ofner.
Herr Kollege Ofner! Ich habe tatsächlich gesagt (Abg. Kiss: Nein, was haben Sie gesagt? Suchen Sie es sich heraus!), dass ich die Anerkennung dieser Volksgruppe der Albaner sehr wohl richtig finde und auch politisch korrekt, dass das auch ausgeweitet werden müsste – einen Teil davon gibt es ja schon. Wogegen ich mich ausgesprochen habe, war die Anerkennung als Staatsvolk. Und darin liegt ein Unterschied, das wissen Sie ganz genau. (Zwischenruf des Abg. Dr. Ofner. ) Weil Staatsvolk auch eine Sezession implizieren kann. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Kollege Ofner! Ich habe tatsächlich gesagt (Abg. Kiss: Nein, was haben Sie gesagt? Suchen Sie es sich heraus!), dass ich die Anerkennung dieser Volksgruppe der Albaner sehr wohl richtig finde und auch politisch korrekt, dass das auch ausgeweitet werden müsste – einen Teil davon gibt es ja schon. Wogegen ich mich ausgesprochen habe, war die Anerkennung als Staatsvolk. Und darin liegt ein Unterschied, das wissen Sie ganz genau. (Zwischenruf des Abg. Dr. Ofner. ) Weil Staatsvolk auch eine Sezession implizieren kann. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Kiss: So ist es!
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Frau Kollegin Lunacek, das war jetzt keine tatsächliche Berichtigung, sondern eine tatsächliche Bestätigung, die Sie hier gebracht haben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Kiss: So ist es!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich hätte gerne Ihre Argumentation gehört, wenn wir das Verteidigungsbudget in Zeiten der Budgetsanierung erhöht hätten. Die hätte ich mir dann gerne angehört. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich möchte das unterstreichen, was Sie, Herr Bundesminister, gesagt haben – Sie haben immer das Gleiche gesagt, ich möchte das bestätigen. Herr Bundesminister! Sie haben immer gesagt, dass im konkreten Fall der Einsatz von militärischen Kräften nicht sinnvoll ist, weil hier die Politik gefragt ist. Und dieser Weg ist zweifelsohne der richtige, Herr Bundesminister. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Kogler: Sie akzeptieren nur den Populismus der FPÖ! Ich "gratuliere"!
Ich möchte als letzter Redner zu diesem Budgetkapitel noch auf eine Aussage des Abgeordneten Gaál eingehen, weil sie doch auffallend war. Wehrsprecher Gaál, den wir an sich als sehr verantwortungsvollen Wehrsprecher der SPÖ kennen – ich weiß nicht, wie viele Podiumsdiskussionen ich mit Ihnen, Herr Abgeordneter, schon absolviert habe, bei denen Sie immer davon gesprochen haben, dass es das erklärte Ziel der österreichischen Landesverteidigung sein und bleiben müsse, dass sie ein Budget von 1 Prozent des Bruttoinlandsproduktes zur Verfügung gestellt bekommt –, hat heute hier folgendes Argument vorgebracht: Solange wir den Sozialstaat reformieren und auf das verträgliche Maß, auf das finanzierbare Maß zurückbringen, so lange ist im Grunde genommen jeder Schilling für die Landesverteidigung falsch. – Das ist ein Populismus, den wir ablehnen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Kogler: Sie akzeptieren nur den Populismus der FPÖ! Ich "gratuliere"!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich akzeptiere Populismus überhaupt nicht, das unterscheidet mich möglicherweise von Ihnen, Herr Kollege Kogler. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es wäre ja interessant, einmal auszuheben, wie oft Sie das Geld, das wir für die dringend notwendigen neuen Hubschrauber einsetzen, im Rahmen dieser Budgetdebatte tatsächlich vergeben wollen. – Das ist Populismus, Herr Kogler, und nicht etwas anderes, was Sie hier ins Treffen führen! (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.
Sie sehen nämlich – und das ist Ihr Problem; Sie müssen endlich einmal über dieses ideologische Dogma, das Sie haben, drübersteigen, drüberkommen – nur eine Option für die österreichische Sicherheitspolitik, und das ist die Neutralität. Wem gegenüber wir neutral sein sollen in einer Zeit, in der es dieses bipolare Verhältnis nicht mehr gibt, bleiben Sie uns schuldig. (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler. ) Überlegen Sie sich, ob Österreich nicht mehrere Optionen haben sollte, über die es nachdenken kann! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie sehen nämlich – und das ist Ihr Problem; Sie müssen endlich einmal über dieses ideologische Dogma, das Sie haben, drübersteigen, drüberkommen – nur eine Option für die österreichische Sicherheitspolitik, und das ist die Neutralität. Wem gegenüber wir neutral sein sollen in einer Zeit, in der es dieses bipolare Verhältnis nicht mehr gibt, bleiben Sie uns schuldig. (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler. ) Überlegen Sie sich, ob Österreich nicht mehrere Optionen haben sollte, über die es nachdenken kann! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Schwemlein: Woran merkst du das?
Ich möchte mich bei allen Angehörigen des österreichischen Bundesheeres bedanken für das Verständnis, das sie im Zusammenhang mit der Budgetkonsolidierung aufbringen, und dafür, dass sie im Grunde mit sehr knappen Mitteln einen ausgezeichneten Dienst versehen, dass sie einsehen, dass wir in einer Zeit der Budgetkonsolidierung Schwerpunkte und Erhöhungen des Budgets in den Bereichen Forschung, Bildung und Infrastruktur vornehmen müssen (Abg. Schwemlein: Woran merkst du das?), weil das tatsächlich die wichtigsten Zukunftsthemen sind. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich möchte mich bei allen Angehörigen des österreichischen Bundesheeres bedanken für das Verständnis, das sie im Zusammenhang mit der Budgetkonsolidierung aufbringen, und dafür, dass sie im Grunde mit sehr knappen Mitteln einen ausgezeichneten Dienst versehen, dass sie einsehen, dass wir in einer Zeit der Budgetkonsolidierung Schwerpunkte und Erhöhungen des Budgets in den Bereichen Forschung, Bildung und Infrastruktur vornehmen müssen (Abg. Schwemlein: Woran merkst du das?), weil das tatsächlich die wichtigsten Zukunftsthemen sind. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Nach mehr als einem Jahr "neu regieren" stellt man sich tatsächlich immer öfter die Frage, worin eigentlich die Wirtschaftspolitik dieser Regierung und insbesondere, Herr Minister, die Wirtschaftspolitik Ihres Ressorts besteht. Was hat die Regierung im Bereich der Wirtschaftspolitik eigentlich wirklich gemacht, außer die Steuerquote zu erhöhen, die Investitionen und das Wirtschaftswachstum zu drosseln, die Telekom und die UMTS-Lizenzen zu verscherbeln und die Aktienanleger zu verschrecken? (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Mertel: Stehsätze!
Natürlich weiß ich, Herr Minister, mittlerweile schon im Vorhinein, was Ihre Antwort auf diese Frage sein wird. (Abg. Dr. Mertel: Stehsätze!) Sie wollen ein Nulldefizit erreichen, und ich bestätige Ihnen an dieser Stelle auch gerne, dass Sie uns, was den sportlichen Ehrgeiz in dieser Frage betrifft, schlagen. (Abg. Dr. Stummvoll: Nicht nur sportlich!) Aber das entbindet Sie noch lange nicht der Verantwortung, darüber hinaus die eine oder andere Initiative zu setzen, die wirtschaftspolitisch Sinn macht.
Abg. Dr. Stummvoll: Nicht nur sportlich!
Natürlich weiß ich, Herr Minister, mittlerweile schon im Vorhinein, was Ihre Antwort auf diese Frage sein wird. (Abg. Dr. Mertel: Stehsätze!) Sie wollen ein Nulldefizit erreichen, und ich bestätige Ihnen an dieser Stelle auch gerne, dass Sie uns, was den sportlichen Ehrgeiz in dieser Frage betrifft, schlagen. (Abg. Dr. Stummvoll: Nicht nur sportlich!) Aber das entbindet Sie noch lange nicht der Verantwortung, darüber hinaus die eine oder andere Initiative zu setzen, die wirtschaftspolitisch Sinn macht.
Beifall bei der SPÖ.
Auch das Wachstum der Bruttoanlageninvestitionen ist real deutlich gesunken. Im Jahre 1999 sind die Anlageninvestitionen noch um 3,2 Prozent gewachsen, heute ist dieser Wert auf 2,1 Prozent gesunken. Damit widerlegt das Wirtschaftsforschungsinstitut heute die Aussagen, die Herr Bundeskanzler Schüssel gestern zu den Auswirkungen Ihrer Wirtschaftspolitik noch hier im Plenum von sich gegeben hat. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgesehen davon, dass Sie mit dieser Verordnung die Verantwortung auf die Landeshauptleute abgeschoben haben, muss ich wirklich sagen, dass das nicht unbedingt einen Schwerpunkt wirtschaftspolitischen Handelns darstellt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Regierung hat es vorgezogen, die Technologiepolitik in den Rat für Technologieentwicklung auszulagern, in welchem Sie, Herr Minister, als mit zuständiger Wirtschaftsminister nicht einmal vertreten sind. Sie persönlich ziehen es offenbar vor, dieses für die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Österreich so entscheidende und zentrale Thema lieber Ihren FPÖ-Kollegen in der Regierung zu überlassen, was natürlich Ihre Entscheidung ist, was aber über die Wirtschaftskompetenz der ÖVP doch einiges aussagt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Aber immerhin haben Sie, Herr Minister Bartenstein, vorige Woche im "Standard" einige Initiativen angekündigt, die Sie nach den Wiener Wahlen – ein interessanter Termin für Bundesthemen – präsentieren wollen. Zum Beispiel: die Ladenöffnungszeiten, die Gewerbeordnung, das Kartellgesetz – ein Thema, das mir ganz besonders wichtig ist. Ich darf Ihnen versichern, Herr Minister: Auch wenn wir vielleicht am Ende nicht mit Ihnen übereinstimmen werden, so freuen wir uns dennoch mittlerweile wirklich schon über jede Initiative im Bereich der Wirtschaftspolitik, die über reine Ankündigungspolitik hinausgeht. In diesem Sinne sehen wir auch freudig und in Erwartung Ihren angekündigten Initiativen entgegen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Schwemlein: Kollege Hofmann, wie viele haben zugesperrt?
Würde das stimmen, was Sie sagen, warum sollte es dann in Österreich im Jahr 2000 um rund 1 800 Unternehmensgründungen mehr gegeben haben als im Jahr 1999, nämlich immerhin fast 24 000 Neugründungen. (Abg. Schwemlein: Kollege Hofmann, wie viele haben zugesperrt?) Auf Grund der Erhöhung der Jungunternehmerförderung ist auch für das Jahr 2001 mit einem weiteren Anstieg, also mit einer positiven Entwicklung im Bereich der Firmenneugründungen zu rechnen. Und ich betone: mit positiven Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Wir haben gleichsam Vollbeschäftigung. (Abg. Schwemlein: Wirklich?)
Abg. Schwemlein: Wirklich?
Würde das stimmen, was Sie sagen, warum sollte es dann in Österreich im Jahr 2000 um rund 1 800 Unternehmensgründungen mehr gegeben haben als im Jahr 1999, nämlich immerhin fast 24 000 Neugründungen. (Abg. Schwemlein: Kollege Hofmann, wie viele haben zugesperrt?) Auf Grund der Erhöhung der Jungunternehmerförderung ist auch für das Jahr 2001 mit einem weiteren Anstieg, also mit einer positiven Entwicklung im Bereich der Firmenneugründungen zu rechnen. Und ich betone: mit positiven Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Wir haben gleichsam Vollbeschäftigung. (Abg. Schwemlein: Wirklich?)
Abg. Schwemlein: Erzähl, was ihr vorhabt! Red von der Zukunft!
Frau Kollegin Kubitschek, was Sie zu sagen vergessen haben: Es ist das Ergebnis der 30-jährigen sozialistischen Budget- und Finanzpolitik, das es der neuen Regierung mit Sicherheit nicht einfach macht. Oftmals in diesem Hause bereits erwähnt, ich nenne nur die Zahl: 2 200 Milliarden Schilling Schulden. (Abg. Schwemlein: Erzähl, was ihr vorhabt! Red von der Zukunft!) Davon müssen Sie ausgehen! Hier sind Reparaturarbeiten zu leisten: Zinszahlungen und Rückzahlungen haben zu einer hohen Steuer- und Abgabenquote geführt. Zinszahlungen und Rückzahlungen sind erforderlich, wenn man eine Schuldenpolitik macht, wie sie in den vergangenen Jahrzehnten unter sozialistischen Finanzministern der Fall war. (Abg. Eder: Wer hatte den Wirtschaftsminister 20 Jahre lang?)
Abg. Eder: Wer hatte den Wirtschaftsminister 20 Jahre lang?
Frau Kollegin Kubitschek, was Sie zu sagen vergessen haben: Es ist das Ergebnis der 30-jährigen sozialistischen Budget- und Finanzpolitik, das es der neuen Regierung mit Sicherheit nicht einfach macht. Oftmals in diesem Hause bereits erwähnt, ich nenne nur die Zahl: 2 200 Milliarden Schilling Schulden. (Abg. Schwemlein: Erzähl, was ihr vorhabt! Red von der Zukunft!) Davon müssen Sie ausgehen! Hier sind Reparaturarbeiten zu leisten: Zinszahlungen und Rückzahlungen haben zu einer hohen Steuer- und Abgabenquote geführt. Zinszahlungen und Rückzahlungen sind erforderlich, wenn man eine Schuldenpolitik macht, wie sie in den vergangenen Jahrzehnten unter sozialistischen Finanzministern der Fall war. (Abg. Eder: Wer hatte den Wirtschaftsminister 20 Jahre lang?)
Zwischenruf des Abg. Eder.
In der bislang kurzen Zeit dieser Legislaturperiode ist Gott sei Dank schon viel Positives geschehen. Ich erinnere, nachdem Ihnen, meine Damen und Herren von der linken Seite dieses Hauses, das nicht so geläufig zu sein scheint, an das ElWOG 2000, wodurch es zu einer verbesserten Situation hinsichtlich des Strombezuges, der Strompreise gekommen ist. (Zwischenruf des Abg. Eder. ) Ich freue mich darüber, dass das Bundes-Beschaffungs-GmbH-Gesetz auch festhält, dass kleine und mittlere Unternehmungen bei den Vergaben gleichsam zu schützen sind, sodass sie auch die Chance erhalten (Abg. Eder: Das steht nicht im Gesetz, nur in den Erläuterungen!), vor Ort zu einem Auftrag zu kommen.
Abg. Eder: Das steht nicht im Gesetz, nur in den Erläuterungen!
In der bislang kurzen Zeit dieser Legislaturperiode ist Gott sei Dank schon viel Positives geschehen. Ich erinnere, nachdem Ihnen, meine Damen und Herren von der linken Seite dieses Hauses, das nicht so geläufig zu sein scheint, an das ElWOG 2000, wodurch es zu einer verbesserten Situation hinsichtlich des Strombezuges, der Strompreise gekommen ist. (Zwischenruf des Abg. Eder. ) Ich freue mich darüber, dass das Bundes-Beschaffungs-GmbH-Gesetz auch festhält, dass kleine und mittlere Unternehmungen bei den Vergaben gleichsam zu schützen sind, sodass sie auch die Chance erhalten (Abg. Eder: Das steht nicht im Gesetz, nur in den Erläuterungen!), vor Ort zu einem Auftrag zu kommen.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Es ist einiges geschehen, aber es ist auch noch sehr, sehr viel zu tun. Es gibt eine Fülle von Aufgaben für den Herrn Wirtschaftsminister, für Frau Staatssekretärin Rossmann im Tourismusbereich, für die Bundesregierung, letztlich für uns alle. Die freiheitliche Parlamentsfraktion wird Sie, Herr Bundesminister, bei diesen Vorhaben im Sinne einer zukunftsorientierten Wirtschaftspolitik bestmöglich unterstützen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein.
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Vorredner Hofmann hat hier ständig seine Freude über etwas bekannt gegeben – so viel Freude haben wir natürlich nicht. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein. )
Zwischenruf des Abg. Kiermaier.
Kollege Kiermaier nickt, es hat ihm bisher nicht so viel gemacht, aber jetzt, da er in Opposition ist, spürt er das. (Zwischenruf des Abg. Kiermaier. ) Es ist nämlich schon ein Problem, mit dem vorhandenen Datenmaterial wirklich konkludente Politik zu verfolgen. Gut, man könnte sagen: Na, die gibt es sowieso nicht!, aber ich möchte nicht a priori voraussetzen, dass da keine schlüssige Politik geschieht. Es ist jedoch, wenn jetzt die Debatte über das Wirtschaftskapitel und die entsprechenden Budgetkapitel ansteht, schon ein Problem, auf Grund dieses Zahlenwerkes bestimmte Orientierungen auszumachen. Aber das ist eben die Folge davon, dass der Grundsatz der Budgetklarheit seit langem immer mehr ausgehöhlt wird. Ich weiß mich mit den Experten etwa des Wirtschaftsforschungsinstitutes durchaus einig darin, dass das ganz anders
Beifall bei den Grünen.
Es "knabbern" ganz andere – da muss man nicht auf die Oppositionsredner warten – an diesem Problem, das wissen Sie, und deshalb wäre es gescheit, wenn das Budget wieder transparenter gestaltet werden würde. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Es ist nicht die erste Frage, ob irgendetwas von privater oder von staatlicher Seite geleistet wird, sondern die erste Frage ist: Welcher Nutzen soll für die Gesellschaft von einem bestimmten Zweig – diesfalls Wirtschaftszweig – erbracht werden? Erst dann ist zu fragen, wie das am günstigsten bereitgestellt werden kann, und zwar mit allen Pro und Kontras. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Ständig erleben wir jedoch eine Umkehrung der Debatte.
Abg. Öllinger: Staatlich!
Als Oppositionsabgeordneter darf ich es mir leisten, mich nicht länger darüber auszulassen, wo wir jetzt Privatisierung für sinnvoll hielten und wo nicht. Ich kann Ihnen aber schon versichern: Wir sind nicht grundsätzlich gegen jede Privatisierung, wie uns das gerne "umgehängt" wird – sicher nicht! Ich sehe zum Beispiel überhaupt nicht ein, warum Bundessportheime, die im Wesentlichen nur mehr bestimmten Gruppen dienen, ausgerechnet privat geführt werden müssen. (Abg. Öllinger: Staatlich!) Da wäre eine Öffnung gut. Ich kenne genug Beispiele aus dem Rechnungshofausschuss! (Beifall bei den Grünen. – Rufe: Umgekehrt!) Habe ich mich versprochen? – Ich danke für die Korrektur. Aber Sie haben gewusst, wie es gemeint ist, das spricht für Ihre Aufmerksamkeit. (Abg. Dr. Petrovic: Wir passen auf! – Abg. Dr. Puttinger: Wir passen gut auf!) Genau!
Beifall bei den Grünen. – Rufe: Umgekehrt!
Als Oppositionsabgeordneter darf ich es mir leisten, mich nicht länger darüber auszulassen, wo wir jetzt Privatisierung für sinnvoll hielten und wo nicht. Ich kann Ihnen aber schon versichern: Wir sind nicht grundsätzlich gegen jede Privatisierung, wie uns das gerne "umgehängt" wird – sicher nicht! Ich sehe zum Beispiel überhaupt nicht ein, warum Bundessportheime, die im Wesentlichen nur mehr bestimmten Gruppen dienen, ausgerechnet privat geführt werden müssen. (Abg. Öllinger: Staatlich!) Da wäre eine Öffnung gut. Ich kenne genug Beispiele aus dem Rechnungshofausschuss! (Beifall bei den Grünen. – Rufe: Umgekehrt!) Habe ich mich versprochen? – Ich danke für die Korrektur. Aber Sie haben gewusst, wie es gemeint ist, das spricht für Ihre Aufmerksamkeit. (Abg. Dr. Petrovic: Wir passen auf! – Abg. Dr. Puttinger: Wir passen gut auf!) Genau!
Abg. Dr. Petrovic: Wir passen auf! – Abg. Dr. Puttinger: Wir passen gut auf!
Als Oppositionsabgeordneter darf ich es mir leisten, mich nicht länger darüber auszulassen, wo wir jetzt Privatisierung für sinnvoll hielten und wo nicht. Ich kann Ihnen aber schon versichern: Wir sind nicht grundsätzlich gegen jede Privatisierung, wie uns das gerne "umgehängt" wird – sicher nicht! Ich sehe zum Beispiel überhaupt nicht ein, warum Bundessportheime, die im Wesentlichen nur mehr bestimmten Gruppen dienen, ausgerechnet privat geführt werden müssen. (Abg. Öllinger: Staatlich!) Da wäre eine Öffnung gut. Ich kenne genug Beispiele aus dem Rechnungshofausschuss! (Beifall bei den Grünen. – Rufe: Umgekehrt!) Habe ich mich versprochen? – Ich danke für die Korrektur. Aber Sie haben gewusst, wie es gemeint ist, das spricht für Ihre Aufmerksamkeit. (Abg. Dr. Petrovic: Wir passen auf! – Abg. Dr. Puttinger: Wir passen gut auf!) Genau!
Heiterkeit bei den Grünen.
Trotzdem ist es ein Kapitalfehler jeder Privatisierungsstrategie, vollmundig am Anfang zu verkünden – möglicherweise noch unter Angabe der Fristen –, wie viel Geld durch eine bestimmte Privatisierungsaktion lukriert werden soll. Und dann sagt man noch dazu: Und am Soundsovielten hat das sozusagen abgeschlossen zu sein! (Heiterkeit bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Edlinger: Nur Vögel!
Es ist dann – und das ist nicht viel anders als beim Nulldefizit – auch der Befund zu liefern. Und da muss ich sagen: Mit den jetzigen Privatisierungen haben Sie wirklich noch keine großen Vögel abgeschossen! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Edlinger: Nur Vögel!) Ja, gut, das ist eine Frage der Semantik.
Abg. Öllinger: Das ist nicht in Ordnung!
Sie haben einmal anlässlich der Ladenöffnungsdebatte, auf die ich jetzt nicht näher eingehen will, gesagt, Deregulierung sei sein Wert per se. Dazu stehen Sie, ich weiß, das ist aus Ihrer Sicht in Ordnung. (Abg. Öllinger: Das ist nicht in Ordnung!) Aus der Sicht des Ministers ist Deregulierung ein Wert per se. – Gemeint haben Sie, Herr Minister, offensichtlich, dass ein bestimmtes niedriges Niveau an Regelungsdichte besser sei als ein höheres. Sie gehen offensichtlich auch davon aus, dass Sie nach Ihrer Logik in Österreich jedenfalls ein zu hohes vorfinden, und deshalb ist Deregulierung für Sie ein Wert per se. Aber Sie entziehen sich damit einer elementaren Fragestellung.
Beifall bei den Grünen.
Herr Minister! Gerade eine funktionierende Marktwirtschaft braucht – in bestimmter Weise jedenfalls – einen starken Staat, und zwar einen starken Staat, der nicht nur die Regelung verdichtet, nämlich im Sinne des Volumens der Regelungen, sondern auch klare Regelungen vorgibt. Dieser Staat muss darüber hinaus aber auch durchsetzungswillig auftauchen und darf für Lobbyismus nicht anfällig sein. Es braucht vielleicht ein bisschen eine couragiertere Wirtschaftspolitik, als sie von der Wirtschaftskammer in die ÖVP getragen wird. Das zu beachten ist, glaube ich, wichtig, wenn man sich diesen Fragen nähert. (Beifall bei den Grünen.)
Bravoruf des Abg. Öllinger. – Beifall bei den Grünen.
Herr Minister Bartenstein! Das, was momentan diese Bundesregierung hier anzubieten hat, ist eine einzige Enttäuschung! (Bravoruf des Abg. Öllinger. – Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich sehe, meine Redezeit ist zu Ende. Ich möchte nur mehr so viel sagen: Sie haben mit Ihrer Prognose Recht gehabt: Ich bin enttäuscht! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Dkfm. Dr. Günter Puttinger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Hohes Haus! Nur eine Bemerkung zu meinem Vorredner, um klarzustellen, wie die Position der ÖVP aussieht: Selbstverständlich sind wir für eine freie Wirtschaft, aber die Grenzen und der Staat sind dort notwendig, wo der Einzelne oder wo die Gesellschaft geschädigt wird. Das ist eine ganz klare Definition, zu der wir stehen. Das ist unsere Positionierung, und von dieser gehen wir sicherlich nicht ab! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Edler: Nicht mehr!
Wenn man über Wirtschaft spricht, meine sehr verehrten Damen und Herren, dann muss man auch einige Daten anführen. Ich möchte schon vorwegnehmend sagen, da die Reaktion der Frau Kubitschek das Argument sein wird, dass das Wifo jetzt die Daten geändert habe, was ja tatsächlich richtig ist, dass auch die vom Wifo revidierten Zahlen europaweit gesehen zu den besten zählen, wenn nicht in mancher Hinsicht sogar die besten sind. (Abg. Edler: Nicht mehr!)
Beifall bei der ÖVP.
Schauen Sie sich Japan an! Kennen Sie die Zahlen aus Japan? Wissen Sie, was für ein Wachstum jetzt dort erwartet wird? – Ein solches von 0,2 Prozent. Aber wenn wir immerhin noch mit 2,1 Prozent rechnen können, dann haben wir effektiv wesentlich mehr als auf der ganzen Welt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Aber lassen Sie mich auf eines der positiven Faktoren näher eingehen, nämlich auf die Unternehmensbesteuerung. Das ist ein eminent wichtiger Standortfaktor. Er ist von zentraler Bedeutung für den Unternehmer, und da liegt Österreich im internationalen Vergleich unwahrscheinlich gut. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Verzetnitsch: Wo ist der Treffsicherheitsbericht über die Steuer? Seit dem Vorjahr angekündigt! Kommt nicht!
Meistens – und das wissen Sie genauso gut wie wir – wird die Standortqualität jedoch nicht nach der Unternehmensbesteuerung, sondern nach der Abgabenquote beurteilt. Die Abgabenquote ist die Gesamtbelastung durch Steuern und Sozialabgaben im Verhältnis zum BIP, und da, meine sehr verehrten Damen und Herren, haben wir viel aufzuholen. Die Abgabenquote liegt mit 44 Prozent deutlich höher als die Durchschnittsquote der OECD mit 37 Prozent und als die Durchschnittsquote der Europäischen Union mit 41,5 Prozent. USA und Japan können diese Werte mit 29,7 Prozent und 28,8 Prozent deutlich unterbieten. Das heißt für uns, dass wir uns in der Zukunft auf der einen Seite sehr wohl und sehr vehement mit der Steuer, sehr wohl und sehr vehement mit den Sozialausgaben und auf der anderen Seite sehr wohl auch mit den Arbeitskosten auseinander zu setzen haben. (Abg. Verzetnitsch: Wo ist der Treffsicherheitsbericht über die Steuer? Seit dem Vorjahr angekündigt! Kommt nicht!) Das hat, bitte, nichts mit der Budgetpolitik zu tun, sondern hat einen anderen Zusammenhang. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meistens – und das wissen Sie genauso gut wie wir – wird die Standortqualität jedoch nicht nach der Unternehmensbesteuerung, sondern nach der Abgabenquote beurteilt. Die Abgabenquote ist die Gesamtbelastung durch Steuern und Sozialabgaben im Verhältnis zum BIP, und da, meine sehr verehrten Damen und Herren, haben wir viel aufzuholen. Die Abgabenquote liegt mit 44 Prozent deutlich höher als die Durchschnittsquote der OECD mit 37 Prozent und als die Durchschnittsquote der Europäischen Union mit 41,5 Prozent. USA und Japan können diese Werte mit 29,7 Prozent und 28,8 Prozent deutlich unterbieten. Das heißt für uns, dass wir uns in der Zukunft auf der einen Seite sehr wohl und sehr vehement mit der Steuer, sehr wohl und sehr vehement mit den Sozialausgaben und auf der anderen Seite sehr wohl auch mit den Arbeitskosten auseinander zu setzen haben. (Abg. Verzetnitsch: Wo ist der Treffsicherheitsbericht über die Steuer? Seit dem Vorjahr angekündigt! Kommt nicht!) Das hat, bitte, nichts mit der Budgetpolitik zu tun, sondern hat einen anderen Zusammenhang. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Verzetnitsch: Das stimmt doch gar nicht!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wenn wir das Niveau der Arbeitskosten so hoch haben, wenn wir der Spitzenreiter bei den Lohnnebenkosten sind, dann hat das eine politische Herausforderung zu sein. Und diese Herausforderung wird diese Bundesregierung bis zum Jahre 2003 auch meistern. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Verzetnitsch: Das stimmt doch gar nicht!)
Abg. Verzetnitsch: Eindeutig!
Eine Sache, die Sie, Herr Kollege, immer wieder einwerfen, ist: Wir sollten uns nach den Lohnstückkosten richten. (Abg. Verzetnitsch: Eindeutig!) Das ist richtig! Ich gebe Ihnen da vollkommen Recht! Bei den Lohnstückkosten, wo man letzten Endes die Arbeitskosten mit der Arbeitsproduktivität vergleicht, haben wir in den letzten Jahren eine Senkung von 0,5 Prozent pro Jahr erreicht. Das ist also eine positive Entwicklung. Wir kommen aber dabei nicht darüber
Beifall bei der ÖVP.
Unser primäres Ziel der Wirtschaftspolitik ist es, meine sehr verehrten Damen und Herren – und das erreichen wir mit dem Budget 2002 –, einerseits den künftigen Handlungsspielraum durch rasches Erreichen eines ausgeglichenen Haushaltes herzustellen und andererseits mittelfristig die Zinslast für die öffentlichen Schulden zu senken. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Unter diesen Umständen werden, meine sehr verehrten Damen und Herren, die Österreicherinnen und Österreicher dann in einem Jahr oder in einigen Jahren sagen: Diese schwarz-blaue Regierung hat nicht nur vernünftig, sondern auch sinnvoll und Gott sei Dank noch zum allerletztmöglichen Zeitpunkt optimal gehandelt! – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Puttinger: Jö! Was zahlen Sie denn an Eintritt dafür?
Abgeordnete Heidrun Silhavy (SPÖ): Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Herr Kollege Puttinger! Das war ja beinahe kabarettreif, was Sie da geliefert haben. (Abg. Dr. Puttinger: Jö! Was zahlen Sie denn an Eintritt dafür?) Aber ich denke mir, in Ihrer Position wird Ihnen wohl nichts anderes übrig bleiben, als mit Galgenhumor an die Sache heranzugehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Heidrun Silhavy (SPÖ): Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Herr Kollege Puttinger! Das war ja beinahe kabarettreif, was Sie da geliefert haben. (Abg. Dr. Puttinger: Jö! Was zahlen Sie denn an Eintritt dafür?) Aber ich denke mir, in Ihrer Position wird Ihnen wohl nichts anderes übrig bleiben, als mit Galgenhumor an die Sache heranzugehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist auch ein wichtiges Thema. Sie haben gerade ausgeführt, wie gut es den Österreicherinnen und Österreichern unter Ihrer Politik geht, und ich behaupte, dass genau das Gegenteil der Fall ist, und das ist auch faktisch beweisbar. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Stummvoll: Na geh, das ist Klassenkampf!
Aber ich bin Ihnen sehr dankbar dafür, dass Sie hier auch gesagt haben, welch guten Werte wir bei den Lohnstückkosten erzielt haben. Auch ich meine, dass das unbestritten ist. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unseres Landes haben wirklich hervorragende Leistungen erbracht, haben qualitativ hervorragende und gute Arbeit geleistet. Aber eines ist in Ihrem Redebeitrag auch deutlich herausgekommen: Lohnnebenkostensenkung heißt nicht, dass die Arbeitnehmer mehr im Tascherl haben, sondern heißt, dass der Wirtschaft mehr übrig bleibt. Das haben Sie hier vorhin ganz unverblümt zum Ausdruck gebracht. Und das ist genau der Kernpunkt Ihrer Politik. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Stummvoll: Na geh, das ist Klassenkampf!) Ja, aber von Ihrer Seite!
Beifall bei der SPÖ.
Herr Minister! Sie operieren immer mit dem Argument, welch gute Arbeitsmarktdaten wir in Österreich hätten – diese sind bei der Debatte nicht das Problem –, aber Sie haben die Leistungen für Arbeitslose verschlechtert, indem Sie den Familienzuschlag gekürzt haben. Sie haben den Zugang erschwert, indem Sie die Zweitanwartschaft von 26 auf 28 Wochen erhöht haben. Sie kennen ohnedies die Liste all dieser Maßnahmen, die Sie gesetzt haben, mit denen Sie arbeitslose Menschen treffen. In Wahrheit finden Sie es wirklich gerecht und sozial verträglich, dass arbeitslose Menschen in einem so hohen Ausmaß zur Budgetsanierung beitragen. Ich finde das ungerecht! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Also irgendwie passt das nicht ganz zusammen: Kommt es, oder kommt es nicht? Wie schaut denn das überhaupt aus? Sie haben zu einer Frage drei unterschiedliche Positionen eingenommen, und das finde ich für einen Bundesminister dieser Regierung sehr bemerkenswert. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Schwemlein.
Letzter Punkt: Herr Bundesminister, Sie haben angekündigt, eine Effizienzsteigerung bei der Bekämpfung des Schwarzunternehmertums anzusteuern, und haben in diesem Zusammenhang von der Vorbereitung eines Gesetzentwurfs gesprochen. Gibt es bereits diesen Gesetzentwurf? (Zwischenruf des Abg. Schwemlein. ) Freiwillige Redezeitbeschränkung, Herr Kollege Schwemlein!
Beifall bei der SPÖ.
Allerletzter Punkt: Wir haben gestern über die Öffentlichkeit vernommen, dass sich die Sozialpartner hinsichtlich Verbesserungen des Arbeitnehmerschutzes geeinigt haben. Herr Bundesminister, Sie haben ja dramatische Verschlechterungen in diesem Bereich angekündigt. Werden Sie jetzt, nachdem offiziell das Verhandlungsergebnis bekannt ist, nach den Vorschlägen der Sozialpartner den ArbeitnehmerInnenschutz gestalten, oder halten Sie an Ihren Versionen fest? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Schwemlein: Diametral anderer Meinung als der gleichen Meinung!
Sehr geehrte Frau Abgeordnete Kubitschek! In einem bin ich diametral anderer Meinung: Es ist das Nulldefizit des Jahres 2002 ein ganz wichtiger Faktor zur Standortstärkung, und es ist nichts schlechter für den Wirtschaftsstandort Österreich als ausufernde Budgetdefizite, wie wir sie in den vergangenen Jahren leider immer wieder hatten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Schwemlein: Diametral anderer Meinung als der gleichen Meinung!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Mertel und Schwemlein.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! In Sachen Ladenöffnung meine ich, dass es Zeit ist, Österreich von der Schlusslichtposition Europas wegzubringen. Es gibt kein zweites Land in Europa, das so restriktiv mit dem Thema Ladenöffnung umgeht. Und, sehr geehrte Frau Abgeordnete Silhavy, warum sollten denn Reisebüros, Banken, Friseurbetriebe, also Dienstleistungsunternehmungen, die sehr ähnlich strukturiert sind wie Handelsunternehmungen und auch an sehr ähnlichen Orten ihre Geschäfte tätigen, nicht an Samstagnachmittagen ihre Geschäfte ähnlich offen halten können wie Handelsunternehmungen per se? Ich glaube, das ist vernünftig und gut, und das wird ein wesentliches Element meiner Reformvorschläge sein. (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Mertel und Schwemlein. )
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Als Arbeitsminister könnte ich jetzt auf die Vollbeschäftigung eingehen. Ich bin stolz darauf, dass wir sie haben. Das ist aber nicht etwa das Verdienst der Bundesregierung, das ist das Verdienst der Wirtschaft und auch der Konjunktur. Ich sage aber dazu, dass wir – abgesehen von der De-facto-Vollbeschäftigung – immer mehr Daten haben, die die ausgezeichnete Effizienz der aktiven Arbeitsmarktpolitik bestätigen. Wenn ich mir nämlich anschaue, was in den Problemgruppen – ältere Arbeitnehmer, Frauen, Jugendliche, Langzeitarbeitslose – weitergegangen ist, dann kann ich nur sagen, dort liegen die Erfolge unserer Arbeitsmarktpolitik! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Diese Erfolge der Arbeitsmarktpolitik werden mit einem AMS errungen, das sozialpartnerschaftlich strukturiert ist und das auch föderal die entsprechenden Realitäten in Österreich widerspiegelt. Ich betone, das ist so und das wird auch so bleiben, auch im Zuge einer Vollausgliederung des AMS als GesmbH; das sage ich hier im Hohen Hause ganz deutlich. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Gratuliere, meine sehr verehrten Damen und Herren der Sozialpartner! (Beifall bei der ÖVP.) Das ist mehr als nur ein Lebenszeichen, das könnte auch eine Weichenstellung für die zu
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Verzetnitsch: Ich nehme Sie beim Wort!
Sehr geehrte Frau Abgeordnete Silhavy! Wie gesagt: Nähere Informationen holen Sie sich bitte bei Ihrem Sitznachbarn, Herrn Präsidenten Verzetnitsch. Nochmals mein Dank an die Sozialpartnerschaft! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Verzetnitsch: Ich nehme Sie beim Wort!)
Abg. Öllinger: Was ist ein "ausgetrockneter Arbeitsmarkt"?
Wir wissen, dass wir in Wirklichkeit längst das Problem der austrocknenden Arbeitsmärkte haben. (Abg. Öllinger: Was ist ein "ausgetrockneter Arbeitsmarkt"?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wie gesagt, es gibt Unsicherheiten in Sachen Konjunkturentwicklung – das steht außer Frage –, aber ich kann Ihnen versichern, dass Finanzminister Grasser und die Bundesregierung diesen Unsicherheiten im Budget entsprechend Rechnung getragen haben, sodass auf der Basis der gegenwärtig absehbaren Konjunkturentwicklung dieses Nulldefizit 2002 und damit dieser große Meilenstein für Österreichs Wirtschaft weiterhin erreichbar sind. – Ich danke Ihnen damit für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Aber? – Zwischenruf des Abg. Schwemlein.
Abgeordneter Helmut Haigermoser (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Eine kurze Anmerkung zum Thema Ladenöffnung. Meine Damen und Herren! Wir werden eine Lösung finden müssen und auch darauf hinarbeiten, die Interessen der 250 000 Mitarbeiter im Einzelhandel mit den Interessen der klein- und mittelständischen Betriebe und den Interessen der Gewerkschaft, der Kirchen und anderer gesellschaftlich relevanter Gruppen zusammenzufassen und zu einem akzeptablen Ergebnis zu kommen, Frau Kollegin. (Abg. Öllinger: Aber? – Zwischenruf des Abg. Schwemlein. )
Abg. Schwemlein: Du bist eh auf unserer Seite!
Das ist zumindest die Absicht unserer Fraktion, und ich weiß, wovon ich rede, weil ich selbst, Kollege Schwemlein, trotz meiner jetzt schon angegrauten Haare noch immer hinter der Budel stehe, wie man landläufig dazu sagt. Daher vermeine ich auch die Interessen jener zu verstehen, die dieses "Schicksal" – unter Anführungszeichen – mit mir teilen dürfen. (Abg. Schwemlein: Du bist eh auf unserer Seite!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Silhavy, Parfuss und Mag. Prammer.
Meine Damen und Herren! Ich bedauere wirklich, welche Haltung hier gegenüber dem Mittelstand oft eingenommen wird, und ich sage, es ist wirklich eine Gemeinheit, was Sie von der Sozialdemokratie immer wieder tun, indem Sie auf diesen Mittelstand einprügeln und von Milliarden an Steuergeschenken für diese Berufsgruppe fabulieren. Das ist ungerecht und darf auch nicht so hingenommen werden, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Silhavy, Parfuss und Mag. Prammer. )
Abg. Mag. Prammer: Ja, eh!
Gerade von Ihrer Seite, Frau Silhavy, wird ja immer wieder fabuliert, dass es ein 15-Milliarden-Steuergeschenk-Paket seitens der Bundesregierung gebe. (Abg. Mag. Prammer: Ja, eh!) – Wenn Sie damit allerdings meinen, dass wir im Dienste der Sicherung der Arbeitsplätze eine Entlastung um 15 Milliarden Schilling anstreben, dann haben Sie Recht, meine Damen und Herren, denn diese Entlastung ist mehr denn je notwendig, und zwar im Sinne der Mitarbeiter, der Betriebe und des Wirtschaftsstandortes Österreich (Abg. Eder: Das geschieht ja nicht!), weil wir nämlich – um auf Ihren Zwischenruf einzugehen, Herr Kollege – vernünftig arbeiten wollen und, wie gesagt, den Schuldenberg des Herrn Edlinger abzuarbeiten haben. Das sei Ihnen noch einmal ins Stammbuch geschrieben!
Abg. Eder: Das geschieht ja nicht!
Gerade von Ihrer Seite, Frau Silhavy, wird ja immer wieder fabuliert, dass es ein 15-Milliarden-Steuergeschenk-Paket seitens der Bundesregierung gebe. (Abg. Mag. Prammer: Ja, eh!) – Wenn Sie damit allerdings meinen, dass wir im Dienste der Sicherung der Arbeitsplätze eine Entlastung um 15 Milliarden Schilling anstreben, dann haben Sie Recht, meine Damen und Herren, denn diese Entlastung ist mehr denn je notwendig, und zwar im Sinne der Mitarbeiter, der Betriebe und des Wirtschaftsstandortes Österreich (Abg. Eder: Das geschieht ja nicht!), weil wir nämlich – um auf Ihren Zwischenruf einzugehen, Herr Kollege – vernünftig arbeiten wollen und, wie gesagt, den Schuldenberg des Herrn Edlinger abzuarbeiten haben. Das sei Ihnen noch einmal ins Stammbuch geschrieben!
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ein wirklicher Skandal, meine Damen und Herren! Und der weitere Skandal ist, dass die hiefür ausgesprochene Strafe für die Firma, die das angestellt hat, von den irischen Behörden reduziert wurde. – So kann es wahrlich nicht gehen! Ich würde daher auch Ihnen von der Sozialdemokratie empfehlen, auf die großen sozialistischen EU-Kapazunder namens Schröder und Jacques Delors dahin gehend einzuwirken, dass sie ihre Kraft nicht dazu einsetzen, um gegen Österreich Sanktionen auszusprechen, sondern dafür sorgen, dass diese Betrügereien abgestellt oder zumindest eingegrenzt werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Darauf sollten diese Herren ihre Kraft verwenden, statt bei den Champagnisier-Treffen den Sanktionen gegen Österreich noch das Wort zu reden, meine Damen und Herren! (Widerspruch bei der SPÖ.)
Widerspruch bei der SPÖ.
Ein wirklicher Skandal, meine Damen und Herren! Und der weitere Skandal ist, dass die hiefür ausgesprochene Strafe für die Firma, die das angestellt hat, von den irischen Behörden reduziert wurde. – So kann es wahrlich nicht gehen! Ich würde daher auch Ihnen von der Sozialdemokratie empfehlen, auf die großen sozialistischen EU-Kapazunder namens Schröder und Jacques Delors dahin gehend einzuwirken, dass sie ihre Kraft nicht dazu einsetzen, um gegen Österreich Sanktionen auszusprechen, sondern dafür sorgen, dass diese Betrügereien abgestellt oder zumindest eingegrenzt werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Darauf sollten diese Herren ihre Kraft verwenden, statt bei den Champagnisier-Treffen den Sanktionen gegen Österreich noch das Wort zu reden, meine Damen und Herren! (Widerspruch bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren von der SPÖ! Sie sind auch indirekt dafür verantwortlich, denn Sie haben sich dieses Themas leider Gottes noch nicht glaubwürdig angenommen. Daher meine ich, dass auch die Bundesregierung aufzufordern ist, in ihrer Kompetenz in der Union über Fischler und andere Kommissare diese Dinge anzusprechen, denn es ist ein eminent wirtschaftspolitisches Thema, das Geld kostet und auch den Verbraucherschutz insgesamt beinhaltet. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
Das kann allerdings auch damit zusammenhängen, dass in den parteiinternen Beratungen Herr Gaugg momentan unentbehrlicher ist als Herr Haigermoser, der hier offensichtlich irgendwie zur Unterhaltung des Parlaments eingesetzt wurde. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Eder und Dr. Stummvoll.
Meine Damen und Herren! Ich halte das nicht für einen Zufall, und zwar insofern nicht, als Herr Gaugg ja noch vor einer Stunde über die APA gegen die Ambulanzgebühr protestiert hat, und zwar vernünftig gegen die Ambulanzgebühr protestiert hat, sodass er offensichtlich bereits vor das Parteigericht oder was weiß ich wohin zitiert wurde. (Zwischenrufe der Abgeordneten Eder und Dr. Stummvoll. )
Abg. Dr. Trinkl: 3 Prozent!
Ich sage Ihnen nur eines: Genau so, wie man 3 Prozent Arbeitslosenquote – egal, ob es jetzt die EU-Arbeitslosenquote oder die österreichische Registerarbeitslosenquote ist – aus politischen Gründen als Vollbeschäftigung definieren kann, ist in den fünfziger Jahren beispielsweise von britischen Ökonomen ein halbes Prozent Arbeitslosigkeit als Vollbeschäftigung definiert worden, und alles, was darüber lag, war nicht mehr Vollbeschäftigung. (Abg. Dr. Trinkl: 3 Prozent!) Ein halbes Prozent! – Ja, Sie zucken mit den Schultern. Sie haben jetzt die 3 Prozent erfunden (Abg. Dr. Trinkl: Nein! ...!), und zwar nicht die 3 Prozent Registerarbeitslosenquote, sondern der Herr Minister hat die 3 EU-Prozent, die eigentlich völlig irrelevant sind, als Vollbeschäftigung definiert. (Bundesminister Dr. Bartenstein: Ah so? – Abg. Dr. Mitterlehner: Wieso sind sie irrelevant?)
Abg. Dr. Trinkl: Nein! ...!
Ich sage Ihnen nur eines: Genau so, wie man 3 Prozent Arbeitslosenquote – egal, ob es jetzt die EU-Arbeitslosenquote oder die österreichische Registerarbeitslosenquote ist – aus politischen Gründen als Vollbeschäftigung definieren kann, ist in den fünfziger Jahren beispielsweise von britischen Ökonomen ein halbes Prozent Arbeitslosigkeit als Vollbeschäftigung definiert worden, und alles, was darüber lag, war nicht mehr Vollbeschäftigung. (Abg. Dr. Trinkl: 3 Prozent!) Ein halbes Prozent! – Ja, Sie zucken mit den Schultern. Sie haben jetzt die 3 Prozent erfunden (Abg. Dr. Trinkl: Nein! ...!), und zwar nicht die 3 Prozent Registerarbeitslosenquote, sondern der Herr Minister hat die 3 EU-Prozent, die eigentlich völlig irrelevant sind, als Vollbeschäftigung definiert. (Bundesminister Dr. Bartenstein: Ah so? – Abg. Dr. Mitterlehner: Wieso sind sie irrelevant?)
Bundesminister Dr. Bartenstein: Ah so? – Abg. Dr. Mitterlehner: Wieso sind sie irrelevant?
Ich sage Ihnen nur eines: Genau so, wie man 3 Prozent Arbeitslosenquote – egal, ob es jetzt die EU-Arbeitslosenquote oder die österreichische Registerarbeitslosenquote ist – aus politischen Gründen als Vollbeschäftigung definieren kann, ist in den fünfziger Jahren beispielsweise von britischen Ökonomen ein halbes Prozent Arbeitslosigkeit als Vollbeschäftigung definiert worden, und alles, was darüber lag, war nicht mehr Vollbeschäftigung. (Abg. Dr. Trinkl: 3 Prozent!) Ein halbes Prozent! – Ja, Sie zucken mit den Schultern. Sie haben jetzt die 3 Prozent erfunden (Abg. Dr. Trinkl: Nein! ...!), und zwar nicht die 3 Prozent Registerarbeitslosenquote, sondern der Herr Minister hat die 3 EU-Prozent, die eigentlich völlig irrelevant sind, als Vollbeschäftigung definiert. (Bundesminister Dr. Bartenstein: Ah so? – Abg. Dr. Mitterlehner: Wieso sind sie irrelevant?)
Beifall bei den Grünen.
Sagen Sie nicht "ah so", Herr Minister! Sie wissen selbst, wie die EU-Arbeitslosenquote definiert wird, und Sie sagen selbst – das habe ich zumindest von Ihnen auch schon gehört, zu Recht gehört –, dass sie wesentlich ungenauer ist als die österreichische Methode, Arbeitslosigkeit zu registrieren. Nach der österreichischen Methode, Arbeitslosigkeit zu definieren, sind wir von der Vollbeschäftigung noch weit entfernt, egal, ob Sie Vollbeschäftigung bei einem halben Prozent oder bei 3 Prozent ansetzen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Mitterlehner: 4 waren budgetiert!
Das muss man sich vorstellen: Da wird zunächst von den Vertretern der Bundesregierung, auch von Herrn Finanzminister Grasser, gesagt: 25 Milliarden bringt das Viertel. Wie viele sind es geworden, meine Damen und Herren? Knapp 11 Milliarden Schilling, und die sind nicht einmal sicher. Nach Abzug aller Taxen und Spesen nicht einmal 11 Milliarden Schilling! (Abg. Dr. Mitterlehner: 4 waren budgetiert!) Und da stellt sich die Bundesregierung, stellen Sie, Herr Bundesminister, sich vor das Auditorium und sagen: Wir feiern unsere wirtschaftspolitischen Erfolge.
Abg. Dr. Trinkl: Wer war der Minister damals? – Abg. Dr. Stummvoll: Wer hat die Emission so lange verzögert? Wer?
War das ein Erfolg? War das ein Erfolg, Herr Kollege Mitterlehner? Halten Sie die Telekom-Privatisierung für einen Erfolg? Lesen Sie die "Kleine Zeitung" von heute: Eine neuerliche Gewinnwarnung steht bevor: Verlust von 6 bis 7 Milliarden Schilling für die Telekom. Das heißt, man schickt ein im Prinzip fast konkursreifes Unternehmen an die Börse, und man weiß es auch. Man weiß es auch, dass dieses Unternehmen in den vergangenen Jahren ausgehungert wurde, dass nichts investiert wurde, und trotzdem schickt man es an die Börse. Man macht die ÖsterreicherInnen vorher noch glücklich, ihnen den Mund damit wässrig, dass sie jetzt zu Volksaktionären werden können. Man verkauft den Österreicherinnen und Österreichern die Illusion, dass sie ihr eigenes Unternehmen, das sie, da es vorher staatlich war, noch einmal kaufen dürfen, dass sie über den Erwerb von Aktien einen Beitrag zum Kauf des Unternehmens leisten dürfen; Aktien, die sofort zu sinken beginnen und nicht einmal den niedrigen Ausgabekurs erreichen. (Abg. Dr. Trinkl: Wer war der Minister damals? – Abg. Dr. Stummvoll: Wer hat die Emission so lange verzögert? Wer?)
Beifall bei den Grünen.
Ja, wir waren es nicht, Herr Stummvoll! (Beifall bei den Grünen.) Die Frage ist, ob man es will, dass dieses Telekom-Unternehmen ein wirtschaftlich potentes Unternehmen ist, und das wollten Sie offensichtlich genauso wenig, denn Sie waren ja Mitglied der vorigen Bundesregierung. Sie können sich doch nicht immer ausreden und sagen, Sie hätten von nichts gewusst. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Und zuletzt hätten Sie es jetzt beim Börsegang wissen müssen, dass man nicht an die Börse gehen kann mit einem Unternehmen, das ausgehungert ist, das knapp vor dem Ende steht. (Abg. Dr. Stummvoll: Einstimmigkeit im Ministerrat!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ja, wir waren es nicht, Herr Stummvoll! (Beifall bei den Grünen.) Die Frage ist, ob man es will, dass dieses Telekom-Unternehmen ein wirtschaftlich potentes Unternehmen ist, und das wollten Sie offensichtlich genauso wenig, denn Sie waren ja Mitglied der vorigen Bundesregierung. Sie können sich doch nicht immer ausreden und sagen, Sie hätten von nichts gewusst. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Und zuletzt hätten Sie es jetzt beim Börsegang wissen müssen, dass man nicht an die Börse gehen kann mit einem Unternehmen, das ausgehungert ist, das knapp vor dem Ende steht. (Abg. Dr. Stummvoll: Einstimmigkeit im Ministerrat!)
Abg. Dr. Stummvoll: Einstimmigkeit im Ministerrat!
Ja, wir waren es nicht, Herr Stummvoll! (Beifall bei den Grünen.) Die Frage ist, ob man es will, dass dieses Telekom-Unternehmen ein wirtschaftlich potentes Unternehmen ist, und das wollten Sie offensichtlich genauso wenig, denn Sie waren ja Mitglied der vorigen Bundesregierung. Sie können sich doch nicht immer ausreden und sagen, Sie hätten von nichts gewusst. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Und zuletzt hätten Sie es jetzt beim Börsegang wissen müssen, dass man nicht an die Börse gehen kann mit einem Unternehmen, das ausgehungert ist, das knapp vor dem Ende steht. (Abg. Dr. Stummvoll: Einstimmigkeit im Ministerrat!)
Abg. Dr. Mitterlehner: Nicht sehr gut!
Für den Standort Börse Wien ist das alles andere als erfreulich. Und da bin ich bei der Frage Deregulierung, denn Privatisierung allein ist noch nicht Deregulierung. Die Frage ist, meine Damen und Herren, Herr Mitterlehner: Funktioniert die Börseaufsicht? (Abg. Dr. Mitterlehner: Nicht sehr gut!) Funktioniert die? Kann es in einem Land passieren, dass ein Unternehmen wie die Telekom unter diesen Bedingungen, wie die Telekom an die Börse gegangen ist, an die Börse gehen darf, wenn die Börsenaufsicht funktioniert? Wir kommen, Herr Kollege Mitterlehner, in den nächsten Tagen noch darauf zu sprechen, was alles im Umfeld dieses Börseganges passiert ist, was nachher passiert ist, was jetzt noch passiert ist. – Wo ist da die staatliche Aufsicht?
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Aber es wird nicht nur beim Arbeitnehmerschutz reduziert. Ich weiß schon, das wäre differenzierter zu betrachten. Es gibt auch Punkte, die ich dabei durchaus positiv sehen könnte, etwa den Einsatz von Psychologen. Aber das Eigentliche ist, Herr Kollege Mitterlehner: Gleichzeitig wird neben diesem Zurücknehmen des Arbeitnehmerschutzes, das es für mich trotzdem noch ist, weil eben die Zielvorgaben fehlen, die Aufsicht über den Arbeitnehmerschutz reduziert. Laut "Standard" soll ein Abbau von 50 Arbeitsinspektoren geplant sein. Was wir aber brauchen und was wir seit Jahren fordern, ist ein Ausbau der Arbeitsinspektion. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Wir brauchen eine mächtige Kontrollbehörde im Bereich des Arbeitnehmerschutzes und nicht eine, die reduziert wird, auch wenn es nur über "natürliche Abgänge" – unter Anführungszeichen – erfolgen soll.
Beifall bei den Grünen.
Jetzt haben wir zwei Beratungsinstitutionen parallel nebeneinander. Man sollte sich da ein vernünftiges Modell überlegen, aber nicht das machen, was getan wird, nämlich nicht nur den Arbeitnehmerschutz, sondern auch die Kontrollen über den Arbeitnehmerschutz zurücknehmen. Das ist der falsche Weg, und dieser Weg führt mit Sicherheit nicht vorwärts, meine Damen und Herren. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Jetzt weiß ich schon, im Betriebsanlagenrecht ist schon so viel dereguliert worden, dass sich die Unternehmer im Prinzip das schon fast selbst organisieren können. Aber wenn eine Betriebsanlage von der einen Seite genehmigt wurde, von Ihrer wirtschaftlichen Seite, und die Arbeitsinspektion erhebt einen Einspruch, weil ihrer Meinung nach Bestimmungen des Arbeitnehmerschutzes nicht eingehalten wurden – was passiert dann? Führen Sie, Herr Bartenstein, über Ihr Ministerium dann eine Verfassungsbeschwerde gegen sich selbst? Machen Sie das? Können Sie das? Das ist politisch weder zu verantworten noch zu rechtfertigen. Und Sie können das mit Sicherheit nicht rechtfertigen. Das erklären Sie einmal jemandem: dass der Herr Bartenstein als Arbeitsminister gegen den Herrn Bartenstein als Wirtschaftsminister Verfassungsbeschwerde erhebt! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Puttinger: Dazu wird es nie kommen!
Also das, was hier in diesem Beitrag im "Standard" beschrieben wurde, ist Realität, das kann jederzeit eintreten. Das haben prominente Verfassungsjuristen erkannt. (Abg. Dr. Puttinger: Dazu wird es nie kommen!) Es ist aber in der Vergangenheit schon dazu gekommen, dass das Sozialministerium als das für die Arbeitsinspektion zuständige Ministerium gegen einen Bescheid des Wirtschaftsministeriums betreffend Betriebsanlagengenehmigung Einspruch erhoben hat, der dann bis zum Verfassungsgerichtshof gegangen ist.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich halte das für einen grundlegenden und fundamentalen Irrtum, der bei der Schaffung dieser Superministerien passiert ist. Und wir haben Ihnen gesagt, dass es Interessenkonflikte geben wird, die man so nicht lösen, die man so nicht zuordnen kann. Aber damals ist der Herr Bundesminister aufgetreten und hat gesagt: Es gibt ja keine Probleme zwischen Wirtschaft und Arbeit, und deshalb gibt es auch keine Konflikte! – Ich halte das für fatal, und das, meine Damen und Herren, werden sogar Sie noch einsehen müssen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wenn wir heute dieses Kapitel Wirtschaft und Arbeit diskutieren, an jenem Tag, an dem die Wirtschaftsforscher die Prognose nach unten revidiert haben, so können wir im Hinblick auf die allgemeine weltwirtschaftliche Konjunkturentwicklung trotzdem selbstbewusst sagen: Ein Wirtschaftswachstum, auch ein revidiertes, von 2,2 Prozent real, ein Verbraucherpreisindex von nur 1,7 Prozent, eine Arbeitslosenrate von 3,6 Prozent sind trotz Revision nach unten immer noch beachtliche Zahlen, um die uns viele Länder beneiden, meine Damen und Herren! Das soll man auch festhalten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Hannes Bauer.
Ich gebe aber gerne zu, dass es eine Zahl in der Prognose gibt, wo wir sehr Acht geben müssen: Ein Leistungsbilanzdefizit von 85 Milliarden Schilling ist ein Schwächezeichen. Es signalisiert erstens die starke Rohstoffabhängigkeit unseres Landes und signalisiert zweitens, dass wir zweifellos noch strukturelle Schwächen in unserer Wirtschaft haben. So ehrlich müssen wir sein. Hier müssen wir sehr Acht geben, hier gibt es für die Zukunft noch Herausforderungen für die Regierungspolitik. Wir wollen ja nicht alles durch die rosarote Brille sehen. Man muss ganz objektiv sagen, was unsere Stärken sind und auch was die Herausforderungen für die nächsten Jahre sein werden, meine Damen und Herren. So sehen halt wir Politik: objektiv, ehrlich und fair. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Hannes Bauer. )
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Eines muss man auch sagen – ich habe es schon gestern betont –: Unser Problem auf dem Arbeitsmarkt besteht heute darin – die Kollegen Kopf und Mitterlehner werden noch darauf eingehen –, dass jeder zweite Betrieb klagt, keine Arbeitskräfte zu bekommen, keine IT-Techniker, keine Fachkräfte, keine Hilfsarbeiter. Das ist unser Problem, meine Damen und Herren, und nicht die Frage, die Sie artikulieren! Das ist die Herausforderung für die Regierung, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Gradwohl.
Als Mandatar komme ich mir manchmal vor wie eine Außenstelle des Arbeitsmarktservice. Ständig bekomme ich Briefe von Unternehmern, die darüber klagen, keine Arbeitskräfte zu bekommen. Das ist die Herausforderung für die nächsten Monate, meine Damen und Herren! (Zwischenruf des Abg. Gradwohl. )
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Der Bundeskanzler hat gestern darauf hingewiesen: Im "Institutional Investors", einem halbjährlichen Ranking der Industriestaaten, ist Österreich im letzten halben Jahr vom 16. auf den 9. Platz vorgestoßen, was die Bonität, die Kreditwürdigkeit des Landes betrifft. – Meine Damen und Herren, ein schöner Erfolg in diesem halben Jahr unter dieser Bundesregierung! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Aber insgesamt, meine Damen und Herren: Dank an den Wirtschaftsminister, Dank an die Frau Staatssekretärin! Wir sind gut unterwegs, wir sind auf dem richtigen Kurs, und wir werden diese Herausforderung bewältigen, nämlich Budgetkonsolidierung und Reformen durchführen, und das Ganze bei Vollbeschäftigung. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Darüber hinaus ist heute vom Herrn Bundesminister hier angesprochen worden, dass die Krise, von den USA ausgehend, vielleicht auch über Europa hereinbricht. Ich kann nur sagen, hoffentlich kommt die Krise nicht auch noch dazu, denn dann wird es nämlich noch wesentlich schwieriger werden, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Ofner: Die Opposition ist auch, wie sie ist! – Abg. Dr. Stummvoll: Weder Gesundbeten noch Krankjammern!
Es nützt nichts, Herr Kollege Stummvoll, wenn Sie sich hier herstellen und versuchen, eine Reihe von Dingen gesundzubeten. Die Welt ist, wie sie ist, unser Land ist, wie es ist, und diese Bundesregierung ist auch, wie sie ist, nämlich unprofessionell. (Abg. Dr. Ofner: Die Opposition ist auch, wie sie ist! – Abg. Dr. Stummvoll: Weder Gesundbeten noch Krankjammern!) Nach eineinhalb Jahren Bestehen dieser Bundesregierung darf ich ein klares Wort sagen: Es sind eineinhalb verlorene Jahre für Österreich. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es nützt nichts, Herr Kollege Stummvoll, wenn Sie sich hier herstellen und versuchen, eine Reihe von Dingen gesundzubeten. Die Welt ist, wie sie ist, unser Land ist, wie es ist, und diese Bundesregierung ist auch, wie sie ist, nämlich unprofessionell. (Abg. Dr. Ofner: Die Opposition ist auch, wie sie ist! – Abg. Dr. Stummvoll: Weder Gesundbeten noch Krankjammern!) Nach eineinhalb Jahren Bestehen dieser Bundesregierung darf ich ein klares Wort sagen: Es sind eineinhalb verlorene Jahre für Österreich. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Sie dürfen nicht vom "Konsum" auf den "Billa" schließen! Der Schalle ist nicht der Gerharter!
Es wurden heute schon die Ladenöffnungszeiten angesprochen. Ja, bitte, wer verlangt denn, die Ladenöffnungszeiten auf 72 Stunden auszudehnen? (Der Redner hält eine Ausgabe des "WirtschaftsBlattes" in die Höhe.) Da: Herr Veit Schalle! Den dürften Sie ja kennen, vielleicht gibt er Ihnen das eine oder andere Mal auch eine Wahlspende, damit die Ladenöffnungszeiten liberalisiert werden. Ich habe von den Mitgliedern der Wirtschaftskammer, den kleinen Greißlern, all jenen im Verkauf noch nie gehört, dass sie die Ladenöffnungszeiten geändert haben wollen. (Abg. Neudeck: Sie dürfen nicht vom "Konsum" auf den "Billa" schließen! Der Schalle ist nicht der Gerharter!) Ich habe es heute von Ihrem Herrn Haigermoser, der hier gestanden ist, auch gehört: Er denkt auch nicht daran, zuzustimmen, die Ladenöffnungszeiten zu verändern. (Abg. Neudeck: Sie wollen die Geschäfte so wie den "Konsum" zusperren!)
Abg. Neudeck: Sie wollen die Geschäfte so wie den "Konsum" zusperren!
Es wurden heute schon die Ladenöffnungszeiten angesprochen. Ja, bitte, wer verlangt denn, die Ladenöffnungszeiten auf 72 Stunden auszudehnen? (Der Redner hält eine Ausgabe des "WirtschaftsBlattes" in die Höhe.) Da: Herr Veit Schalle! Den dürften Sie ja kennen, vielleicht gibt er Ihnen das eine oder andere Mal auch eine Wahlspende, damit die Ladenöffnungszeiten liberalisiert werden. Ich habe von den Mitgliedern der Wirtschaftskammer, den kleinen Greißlern, all jenen im Verkauf noch nie gehört, dass sie die Ladenöffnungszeiten geändert haben wollen. (Abg. Neudeck: Sie dürfen nicht vom "Konsum" auf den "Billa" schließen! Der Schalle ist nicht der Gerharter!) Ich habe es heute von Ihrem Herrn Haigermoser, der hier gestanden ist, auch gehört: Er denkt auch nicht daran, zuzustimmen, die Ladenöffnungszeiten zu verändern. (Abg. Neudeck: Sie wollen die Geschäfte so wie den "Konsum" zusperren!)
Beifall bei der SPÖ.
Aber hier kommt das, was Kollege Öllinger gesagt hat, sehr klar zum Ausdruck: Da gibt es einmal den Herrn Arbeitsminister Bartenstein, und dieser Herr Arbeitsminister Bartenstein will natürlich die Ladenöffnungszeiten ausweiten. Und dann gibt es den anderen, den Wirtschaftsminister Bartenstein, der keine sozialen Rahmenbedingungen hinsichtlich der Ausweitung der Ladenöffnungszeiten für die Beschäftigten vorschlägt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Alles ab!
Die Freiheitliche Partei lehnt die Ausweitung der Ladenöffnungszeiten interessanterweise seit Jahren und auch heute, zwar schon ein bisschen komplizierter ausgedrückt, aber noch immer, klar ab. Die kleinen und mittleren Handelsbetriebe lehnen sie auch klar ab. Und die Sozialdemokraten lehnen jedenfalls (Abg. Neudeck: Alles ab!) alle Regelungen ab (Abg. Schwarzenberger: Alle, auch die vernünftigen!), die nur auf dem Rücken der bereits jetzt belasteten Arbeitnehmer und kleinen Handelsbetriebe ausgetragen werden. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Ofner. )
Abg. Schwarzenberger: Alle, auch die vernünftigen!
Die Freiheitliche Partei lehnt die Ausweitung der Ladenöffnungszeiten interessanterweise seit Jahren und auch heute, zwar schon ein bisschen komplizierter ausgedrückt, aber noch immer, klar ab. Die kleinen und mittleren Handelsbetriebe lehnen sie auch klar ab. Und die Sozialdemokraten lehnen jedenfalls (Abg. Neudeck: Alles ab!) alle Regelungen ab (Abg. Schwarzenberger: Alle, auch die vernünftigen!), die nur auf dem Rücken der bereits jetzt belasteten Arbeitnehmer und kleinen Handelsbetriebe ausgetragen werden. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Ofner. )
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Ofner.
Die Freiheitliche Partei lehnt die Ausweitung der Ladenöffnungszeiten interessanterweise seit Jahren und auch heute, zwar schon ein bisschen komplizierter ausgedrückt, aber noch immer, klar ab. Die kleinen und mittleren Handelsbetriebe lehnen sie auch klar ab. Und die Sozialdemokraten lehnen jedenfalls (Abg. Neudeck: Alles ab!) alle Regelungen ab (Abg. Schwarzenberger: Alle, auch die vernünftigen!), die nur auf dem Rücken der bereits jetzt belasteten Arbeitnehmer und kleinen Handelsbetriebe ausgetragen werden. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Ofner. )
Beifall bei der SPÖ.
Wir sind für Liberalisierung, Kollege Ofner! Wir sind für Liberalisierung, warten aber auf Vorschläge des Herrn Ministers, die auch sozial verträglich sind und es den Frauen, die großteils in diesen Betrieben arbeiten, auch ermöglichen, weiterhin ein ordentliches Familienleben führen zu können. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kopf: Andere auch!
Zweiter Punkt: das Mineralrohstoffgesetz. Man höre und staune: Kaum gibt es eine neue Regierung, wird das Mineralrohstoffgesetz schon wieder in Angriff genommen! Mit dem jetzigen Entwurf, der in Begutachtung ist und herumgeistert, wird der Herr Ex-Umweltminister Bartenstein – das war er nämlich auch schon einmal – den Abbau der Massenrohstoffe weiter beschleunigen und auch erleichtern. Insbesondere sollen die Schotterbarone (Abg. Kopf: Andere auch!) wieder Erleichterungen und die Möglichkeit eingeräumt bekommen, ohne Rücksichtnahme auf irgendjemanden abbauen zu können.
Beifall bei der SPÖ.
Das wiederum lehnen die Gemeinden ab, das lehnen die Bürger ab. Und diese Vorgangsweise wird auch von der Sozialdemokratischen Partei abgelehnt. Erworbene Rechte der Bürger und der Schutz der Umwelt müssen gewahrt bleiben. (Beifall bei der SPÖ.) Wirtschaftliche Interessen dürfen nicht ausschließlich zu Lasten der Gemeinden und deren Lebensqualität gehen.
Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Ofner und Neudeck.
Oder, ein weiterer Punkt, wenn wir über die wirtschaftliche Entwicklung, die Wirtschaft sprechen: Was ist denn mit den Tausenden Menschen, die täglich in die Arbeit fahren müssen, auf ihr Auto angewiesen sind und sich die Autos auf Grund Ihrer Belastungen kaum mehr leisten können, die jetzt endlich einmal eine Kilometergelderhöhung bräuchten, ein entsprechendes Pendlerpauschale? Diese Menschen berücksichtigen Sie überhaupt nicht, meine Damen und Herren. Ich würde an Ihrer Stelle nicht so viel lachen, denken Sie an Ihr Wiener Wahlergebnis! Da haben Sie überhaupt nichts zu lachen! (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Ofner und Neudeck. ) Denken Sie an Ihr Wiener Wahlergebnis! Da haben Sie so verloren, dass Sie hier überhaupt ganz still sein müssen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Oder, ein weiterer Punkt, wenn wir über die wirtschaftliche Entwicklung, die Wirtschaft sprechen: Was ist denn mit den Tausenden Menschen, die täglich in die Arbeit fahren müssen, auf ihr Auto angewiesen sind und sich die Autos auf Grund Ihrer Belastungen kaum mehr leisten können, die jetzt endlich einmal eine Kilometergelderhöhung bräuchten, ein entsprechendes Pendlerpauschale? Diese Menschen berücksichtigen Sie überhaupt nicht, meine Damen und Herren. Ich würde an Ihrer Stelle nicht so viel lachen, denken Sie an Ihr Wiener Wahlergebnis! Da haben Sie überhaupt nichts zu lachen! (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Ofner und Neudeck. ) Denken Sie an Ihr Wiener Wahlergebnis! Da haben Sie so verloren, dass Sie hier überhaupt ganz still sein müssen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Wer soll es denn machen? Ist ja logisch!
Aber eines kann man schon sagen: Unserer Wirtschaft geht es derzeit noch gut – aber nicht wegen Ihrer Wirtschaftspolitik, sondern trotz dieser Bundesregierung. Die Wirtschaft in Österreich wird derzeit von den Sozialpartnern, den arbeitenden Menschen und den unermüdlich arbeitenden kleineren und mittleren Unternehmungen getragen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Wer soll es denn machen? Ist ja logisch!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Ofner.
Die Wirtschaftspolitik der Regierung fehlt in Österreich. (Zwischenruf des Abg. Dr. Ofner. ) Die sollten Sie nämlich machen, Herr Ofner. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Wirtschaftspolitik der Regierung fehlt in Österreich. (Zwischenruf des Abg. Dr. Ofner. ) Die sollten Sie nämlich machen, Herr Ofner. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Mag. Gaßner: Das ist gar nicht so schwer!
Abgeordnete lic.oec. HSG Irina Schoettel-Delacher (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Hohes Haus! Ich bin eine entschiedene Gegnerin von unangebrachtem Konjunktur- und Wirtschaftspessimismus. Man kann nämlich alles schlecht reden, wenn man sich nur genügend Mühe gibt. Und die Opposition gibt sich jedenfalls redlich Mühe. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Mag. Gaßner: Das ist gar nicht so schwer!)
Abg. Dr. Cap: Wie viel?
Die zweite besonders wichtige Kennzahl, auf die ich noch hinweisen möchte, die heute auch in allen Medien zu lesen war, ist die sensationelle Exportquote. Lag die Gesamtexportquote im Jahre 1999 noch bei rund 30,6 Prozent vom BIP, wird sie 2001 bei rund 36 Prozent vom BIP liegen und erstmals die magische Grenze von 1 000 Milliarden Schilling überschreiten. (Abg. Dr. Cap: Wie viel?) – 1 000 Milliarden Schilling. (Abg. Haigermoser: Müsstet ihr eh wissen bei euren Schulden!) Eine Erfolgsstory, die sich wirklich sehen lassen kann! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Haigermoser: Müsstet ihr eh wissen bei euren Schulden!
Die zweite besonders wichtige Kennzahl, auf die ich noch hinweisen möchte, die heute auch in allen Medien zu lesen war, ist die sensationelle Exportquote. Lag die Gesamtexportquote im Jahre 1999 noch bei rund 30,6 Prozent vom BIP, wird sie 2001 bei rund 36 Prozent vom BIP liegen und erstmals die magische Grenze von 1 000 Milliarden Schilling überschreiten. (Abg. Dr. Cap: Wie viel?) – 1 000 Milliarden Schilling. (Abg. Haigermoser: Müsstet ihr eh wissen bei euren Schulden!) Eine Erfolgsstory, die sich wirklich sehen lassen kann! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Die zweite besonders wichtige Kennzahl, auf die ich noch hinweisen möchte, die heute auch in allen Medien zu lesen war, ist die sensationelle Exportquote. Lag die Gesamtexportquote im Jahre 1999 noch bei rund 30,6 Prozent vom BIP, wird sie 2001 bei rund 36 Prozent vom BIP liegen und erstmals die magische Grenze von 1 000 Milliarden Schilling überschreiten. (Abg. Dr. Cap: Wie viel?) – 1 000 Milliarden Schilling. (Abg. Haigermoser: Müsstet ihr eh wissen bei euren Schulden!) Eine Erfolgsstory, die sich wirklich sehen lassen kann! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Bei einer Steuerreform aus Sicht der Wirtschaft – und wir sprechen ja hier zum Kapitel Wirtschaft – sollten in erster Linie die Klein- und Mittelunternehmen, denn sie sind die größten Arbeitgeber Österreichs, als Gewinner hervorgehen. Gerade Klein- und Mittelbetriebe sowie Neugründungen sollten weder durch komplizierte Steuersysteme noch zu hohe Abgabenquoten oder überbordende Bürokratie und Verwaltungsaufwand in ihren eigentlichen Tätigkeiten und in ihrer Wettbewerbsfähigkeit behindert oder eingeschränkt werden. Die vom Kollegen Stummvoll erwähnten Schwachstellen müssen deshalb möglichst rasch beseitigt werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wie wir bereits gehört haben, liegt Österreich laut dem jüngsten Synthesebericht der EU-Kommission, in welchem die Wirtschafts- und Sozialpolitik der EU-Staaten anhand von rund 50 Indikatoren gemessen wird, an achter Stelle und somit im Mittelfeld. Ich bin überzeugt davon, dass wir bei konsequenter Weiterverfolgung des eingeschlagenen Weges der Bundesregierung Österreichs Position rasch weiter verbessern werden können. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Parfuss: So bleibt man schlank!
Ich möchte zuerst noch einmal auf diesen Widerspruch zwischen Wirtschaft und Arbeit eingehen, den Kollege Öllinger bereits aufgezeigt hat, und da noch fortsetzen. Die Ladenöffnungszeiten waren heute hier schon ein Diskussionspunkt. Ich persönlich bin genau so ein Fall: Ich stehe oft spät abends vor dem Kühlschrank, schaue hinein und finde nichts drinnen. (Abg. Parfuss: So bleibt man schlank!) Ich bin ein typischer Fall: Ich würde gerne später einkaufen, sage ich jetzt einmal persönlich.
Abg. Kiermaier: Zur Gänze!
Erstens: Bei der Wiener Bevölkerung zum Beispiel gibt es eine sehr große Zufriedenheit, was die Ladenöffnungszeiten betrifft. Sie wünscht an und für sich keine weitere Flexibilisierung, bis auf ein paar wenige kleine Gruppen. Die Wiener Handelsbetriebe zum Beispiel sprechen sich bei jeder einschlägigen Befragung – wirklich bei jeder! – mit einer ganz massiven Mehrheit gegen eine weitere Ausweitung aus. (Abg. Kiermaier: Zur Gänze!) Nur einige Großhandelsketten würden sich dafür aussprechen.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Dafür möchte der Wirtschafts- und Arbeitsminister massiven Druck auf ArbeitnehmerInnen, vor allem Frauen, und massive Arbeitsverschlechterungen für ArbeitnehmerInnen in dieser Branche in Kauf nehmen, um dieser sehr ausgeprägten kleinen Lobbyistengruppe entgegenzukommen. – Ich denke, das ist eine klare Antwort auf diese Interessenkonfliktsituation Wirtschaft und Arbeit. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Was mir immer wieder abgeht und was auch in vielen internationalen Standortstudien bei der Bewertung Österreichs an erster Stelle oder zumindest auf den Rängen eins bis vier immer wieder steht, sind unsere restriktiven Ausländerbeschäftigungsregelungen. Das kommt nicht vor. Wenn man Befragungen durchführt, dann sieht man, es versteht niemand, was bei den IT-Fachkräften wirklich die Logik hinter der Argumentation der Regierung ist. Die Absicht, die Paarung von Wirtschaftsfeindlichkeit und Xenophobie in einer solchen Weise umzusetzen, ist absurd. Wenn Sie die internationalen Standortstudien wirklich ernst nehmen würden, dann würden Sie in diesem Bereich als Erstes einmal etwas ändern oder etwas lösen. (Beifall bei den Grünen.)
Präsident Dr. Fasslabend übernimmt den Vorsitz.
Zweiter Bereich: Lohnnebenkosten. Wir haben schon sehr oft vorgeschlagen, man möge die Situation in der Energiewirtschaft, die tendenziell sinkenden Preise, dafür nutzen, um eine ökologische Steuerreform umzusetzen und Lohnnebenkosten zu senken. Wir haben durchaus nichts dagegen, das in Angriff zu nehmen. Es ist jetzt der Zeitpunkt, zu dem es – unter Anführungszeichen – "am wenigsten wehtut" und zu dem es am sinnvollsten wäre. Und auch der Wirtschaftsminister, Ex-Umweltminister, hat das wiederholte Male ab 1995 als eines seiner wichtigsten Vorhaben immer wieder angekündigt, aber bis zum heutigen Tag nicht umgesetzt. (Präsident Dr. Fasslabend übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen.
Zwei Sätze noch zu den Schwachpunkten Infrastrukturpolitik und Technologiepolitik. Wir haben nach Inkrafttreten der neuen Ministerienstrukturen jetzt erstmals die Möglichkeit – das haben wir im Übrigen belobigt –, dass im Bereich Verkehrsinfrastruktur die Proporzstreitereien zwischen dem roten Schieneninfrastrukturministerium und dem schwarzen Straßenbauministerium beendet werden könnten und in irgendeiner Form gebündelt eine vernünftige Gesamtverkehrslösung angestrebt werden könnte. – Das Gegenteil ist der Fall: Wir haben im Bereich Infrastrukturpolitik im Moment Wunschzettel-Lösungen für Landeshauptleute. Da regt sich jemand auf, dann bekommt er einen Koralm-Tunnel, und so weiter. Das ist im Moment Infrastrukturpolitik. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Böhacker: Schöne Formulierung "Stark- und Schwachpunkte", das gefällt mir!
Zu meinem letzten Themenbereich – ich wollte ursprünglich eigentlich nur zur Energiepolitik reden, aber all diese Stark- und Schwachpunkte waren durchaus noch erwähnenswert –, zur Energiepolitik. (Abg. Böhacker: Schöne Formulierung "Stark- und Schwachpunkte", das gefällt mir!) Sie können diese Formulierung gerne übernehmen. (Abg. Böhacker: Darf ich nicht auch
Beifall bei den Grünen.
Man möge sich vor Augen führen, welche Betriebe das sind, die sich da jetzt für österreichische Anteile interessieren. Die E.ON ist nicht irgendein Konzern, sondern die haben einen Jahresumsatz von 980 Milliarden Schilling. Das ist mehr als unser Budget, eine Kriegskasse von fast 500 Milliarden Schilling. Also für die ist das wirklich ein "Schlapf", sich hier in Österreich einzukaufen. Und was noch dazukommt und immer übersehen wird – mittlerweile durch die Verbindung der Stromversorgung und der Wasserversorgung; Stichwort NÖSIWAG in Niederösterreich –, ist, dass damit nicht nur die österreichische Stromversorgung ausländischen Atomkonzernen auf dem Silbertablett angeboten wird, sondern auch die Wasserversorgung. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Großruck: Wenn Sie in 50 Jahren in der Regierung sein sollten, dann geht es Ihnen so wie den deutschen Grünen jetzt! Seien Sie vorsichtig, was Sie sagen!
Mir tut es im Nachhinein noch Leid, dass gerade die Sozialdemokraten bei den Verhandlungen – wir waren ja nicht eingebunden – diesen Punkt nicht massiv thematisiert haben. – Danke. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Großruck: Wenn Sie in 50 Jahren in der Regierung sein sollten, dann geht es Ihnen so wie den deutschen Grünen jetzt! Seien Sie vorsichtig, was Sie sagen!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Aber wem diese Statistiken zu schwierig sind, dem empfehle ich, eine der zahlreichen im Saal herumliegenden Tageszeitungen zur Hand zu nehmen, den Stellenmarkt aufzuschlagen, und Sie werden sehen, was Vollbeschäftigung ist und was nicht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Eder.
Was die Frage betrifft, was nicht Vollbeschäftigung bedeutet, würde ich wiederum empfehlen, Tageszeitungen von vor etwa zwei, zweieinhalb oder drei Jahren zur Hand zu nehmen. (Zwischenruf des Abg. Eder. ) Dann können Sie nämlich – auch Sie, Herr Kollege Eder! – den Unterschied zwischen einer sozialen Politik – und sozial ist, was Arbeit schafft – und einer sozialistischen Politik, die von Arbeit und Beschäftigung redet, aber diese nie zustande gebracht hat, sehen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Was die Frage betrifft, was nicht Vollbeschäftigung bedeutet, würde ich wiederum empfehlen, Tageszeitungen von vor etwa zwei, zweieinhalb oder drei Jahren zur Hand zu nehmen. (Zwischenruf des Abg. Eder. ) Dann können Sie nämlich – auch Sie, Herr Kollege Eder! – den Unterschied zwischen einer sozialen Politik – und sozial ist, was Arbeit schafft – und einer sozialistischen Politik, die von Arbeit und Beschäftigung redet, aber diese nie zustande gebracht hat, sehen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Eder: Sie haben keine einzige verkauft!
Ich erinnere an das, was etwa beim letzten Budgetbegleitgesetz vorgefallen ist, wo uns von der linken Seite des Hauses erzählt wurde: Wenn der Bund seine Wohnbaugesellschaften verkaufen wird, dann wird das einen Domino-Effekt auslösen. Die Gemeinnützigkeit wird abgeschafft. (Abg. Eder: Sie haben keine einzige verkauft!)
Abg. Eder: Sie sind ja gestiegen!
Weiters wurde uns prophezeit, dass die Mieten steigen werden (Abg. Eder: Sie sind ja gestiegen!), dass 106 000 Mieter einer unsicheren Wohnzukunft – so, glaube ich, haben Sie es genannt – entgegengehen werden. Wir haben schon die vazierenden Mieter aus der BUWOG in Wien biwakieren gesehen. Zeigen Sie mir eine Miete, die gestiegen ist, und dann können wir weiterreden, Herr Kollege Eder! (Abg. Eder: Um 2,5 Prozent sind die Bauspardarlehen allein gestiegen!) Das ist nicht der Fall. Daher werden wir diese Wohnbaupolitik auch weiter so fortsetzen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Eder: Um 2,5 Prozent sind die Bauspardarlehen allein gestiegen!
Weiters wurde uns prophezeit, dass die Mieten steigen werden (Abg. Eder: Sie sind ja gestiegen!), dass 106 000 Mieter einer unsicheren Wohnzukunft – so, glaube ich, haben Sie es genannt – entgegengehen werden. Wir haben schon die vazierenden Mieter aus der BUWOG in Wien biwakieren gesehen. Zeigen Sie mir eine Miete, die gestiegen ist, und dann können wir weiterreden, Herr Kollege Eder! (Abg. Eder: Um 2,5 Prozent sind die Bauspardarlehen allein gestiegen!) Das ist nicht der Fall. Daher werden wir diese Wohnbaupolitik auch weiter so fortsetzen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Weiters wurde uns prophezeit, dass die Mieten steigen werden (Abg. Eder: Sie sind ja gestiegen!), dass 106 000 Mieter einer unsicheren Wohnzukunft – so, glaube ich, haben Sie es genannt – entgegengehen werden. Wir haben schon die vazierenden Mieter aus der BUWOG in Wien biwakieren gesehen. Zeigen Sie mir eine Miete, die gestiegen ist, und dann können wir weiterreden, Herr Kollege Eder! (Abg. Eder: Um 2,5 Prozent sind die Bauspardarlehen allein gestiegen!) Das ist nicht der Fall. Daher werden wir diese Wohnbaupolitik auch weiter so fortsetzen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Sophie Bauer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Auf die Ausführungen des Abgeordneten Tancsits möchte ich nicht eingehen, aber eines möchte ich Ihnen ans Herz legen, Herr Abgeordneter Tancsits: Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen vergessen immer, dass Sie fast 14 Jahre in der Regierung waren. Die Maßnahmen, die Sie jetzt setzen, sind wir nicht bereit gewesen mitzutragen. Das möchte ich Ihnen nur sagen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister! Die Arbeitgeberseite hat ja in den vergangenen Monaten immer wieder ihre Vorstellungen zu Änderungen im Arbeitnehmerschutzbereich eingebracht. Es wird die Kontrolltätigkeit der Arbeitsinspektion in Frage gestellt. Eine Forderung wäre die Kürzung der Mindesteinsatzzeiten von Präventivfachkräften. Herr Bundesminister! Diesen Forderungen nachzugeben, wäre ein Rückschritt ins 19. Jahrhundert. Wer beim Arbeitnehmerschutz spart, spart am falschen Platz! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister! Dies ist ein Beweis dafür, dass dem betrieblichen Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerschutz größte Bedeutung für die Gesundheit der ArbeitnehmerInnen beizumessen ist. Den Sparstift bei den Vorsorgemaßnahmen durch Kürzung von Einsatzzeiten der Präventivkräfte anzusetzen, wäre daher ein falscher Weg. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Mag. Schweitzer – in Richtung SPÖ –: Der Gaugg war auch in der Privatwirtschaft!
Wenn ich von etwas nichts verstehe, Herr Cap, dann rede ich nicht groß, sondern dann höre ich zu und lerne. Und das würde ich auch Ihnen empfehlen! (Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Mag. Schweitzer – in Richtung SPÖ –: Der Gaugg war auch in der Privatwirtschaft!)
Abg. Dr. Cap: Das sagt der Gaugg aber nicht!
Natürlich: Wenn man der Ansicht ist, wie das beim Herrn Öllinger der Fall ist, dass der einzige soziale Gewinn der Gewinn des Unternehmers ist (Abg. Dr. Cap: Das sagt der Gaugg aber nicht!), und der Rest interessiert ihn nicht, dann braucht man darüber hier nicht weiterzureden! Aber Herr Öllinger ist ja jetzt leider nicht hier.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Cap: Das sagt jetzt der Gaugg wieder! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Was passiert denn, Herr Cap, wenn es keinen Gewinn gibt, wie das ja in der Regierungszeit Ihrer Partei lange genug der Fall war? Wie wurde denn damals gewirtschaftet? Kreisky hat als Oppositionspolitiker gesagt: 4 Milliarden Schilling Staatsdefizit sind eine Katastrophe, eine Frechheit! – Als Regierungschef aber hat er gesagt: 1 Milliarde Schilling Schulden sind mir lieber als Arbeitslose! – Letztendlich hatten wir fast 2 Billionen Schulden! Und in Ihrer Regierungszeit gab es die höchste Arbeitslosenrate überhaupt! Erst unter dieser Bundesregierung gibt es in Österreich wieder annähernd Vollbeschäftigung: dank einer funktionierenden Wirtschaft, die selbstverständlich auch von Europa kommt. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Cap: Das sagt jetzt der Gaugg wieder! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Cap: Das sagen aber nicht die Cheyenne, sondern nur Sie!
Der Stamm der Cheyenne hat dazu ein passendes Sprichwort: Reiter, wenn du bemerkst, dass dein Pferd tot ist, dann steig ab! – Sie haben bemerkt, dass Ihr Pferd tot ist, haben aber nie das Pferd ausgewechselt, sondern noch drei tote Pferde dazu gekauft und wahrscheinlich gedacht, dass Sie damit das Rennen machen werden. (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Cap: Das sagen aber nicht die Cheyenne, sondern nur Sie!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Sie haben das Rennen aber verloren! Und Sie haben es "geschafft", dass Österreich diesbezüglich das Schlusslicht Europas wurde! Das war Ihr "Erfolg"! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe des Abg. Nürnberger.
Herr Nürnberger, Sie haben – außer Forderungen zu stellen! – Ihr Leben lang nichts gemacht! Haben Sie einmal einen Groschen Geld verdient, wo Sie Ihr Kapital eingesetzt haben? – Kein einziges Mal! Das lassen Sie sich von einem Unternehmer einmal sagen! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe des Abg. Nürnberger. )
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Nürnberger: Lesen Sie doch einmal, was in diesem Kollektivvertrag wirklich drinnen steht!
Zu den Gewerkschaftern und zu Ihnen, Herr Nürnberger: Wenn heute ein ausgebildeter Kfz-Mechaniker laut Kollektivvertrag monatlich netto 12 000 S verdient, dann frage ich Sie schon, wozu Sie hier sitzen. Handeln Sie zumindest 14 000 S heraus, und dann wird es diesem Kfz-Mechaniker besser gehen! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Nürnberger: Lesen Sie doch einmal, was in diesem Kollektivvertrag wirklich drinnen steht!) – Dann bräuchte ich diesen Kfz-Mechaniker nicht 20 Prozent über dem Kollektivvertrag zahlen, denn dann würde ihm das auch so zustehen. (Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Nürnberger. )
Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Nürnberger.
Zu den Gewerkschaftern und zu Ihnen, Herr Nürnberger: Wenn heute ein ausgebildeter Kfz-Mechaniker laut Kollektivvertrag monatlich netto 12 000 S verdient, dann frage ich Sie schon, wozu Sie hier sitzen. Handeln Sie zumindest 14 000 S heraus, und dann wird es diesem Kfz-Mechaniker besser gehen! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Nürnberger: Lesen Sie doch einmal, was in diesem Kollektivvertrag wirklich drinnen steht!) – Dann bräuchte ich diesen Kfz-Mechaniker nicht 20 Prozent über dem Kollektivvertrag zahlen, denn dann würde ihm das auch so zustehen. (Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Nürnberger. )
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Cap – in Richtung der Freiheitlichen –: Ist das der Klubdichter bei Ihnen? – Abg. Mag. Schweitzer – in Richtung des Abg. Dr. Cap –: Der hat aber was zu sagen!
Wir werden jedenfalls Ihre "Wirtschaft" und all diese Ihre Forderungen zu verhindern wissen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Cap – in Richtung der Freiheitlichen –: Ist das der Klubdichter bei Ihnen? – Abg. Mag. Schweitzer – in Richtung des Abg. Dr. Cap –: Der hat aber was zu sagen!)
Abg. Dr. Cap: Wo ist denn der Gaugg? Sucht der das "Klubherz"? – Abg. Haigermoser: Cap, ohne Partei bist auch du nichts!
Präsident Dr. Werner Fasslabend: Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Haidlmayr. – Bitte. (Abg. Dr. Cap: Wo ist denn der Gaugg? Sucht der das "Klubherz"? – Abg. Haigermoser: Cap, ohne Partei bist auch du nichts!)
Beifall bei den Grünen.
Herr Minister! Wenn Sie das, was Sie da gesagt haben, auch nur ein wenig selbst glauben, dann frage ich Sie schon allen Ernstes: Warum hat man dann UnfallrentnerInnen 2,7 Milliarden Schilling weggenommen, um dann wieder 1 Milliarde Schilling davon für Behinderten-Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen, wenn es Ihrer Ansicht nach ohnehin keine arbeitslosen behinderten Menschen gibt? (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Auch Herr Innenminister Strasser könnte in seinem Bereich mehr als 1 000 behinderte Menschen einstellen, tut dies aber gleichfalls nicht! Und warum wird das überall nicht getan? – Nicht deshalb, weil es behinderte arbeitslose Menschen in Österreich nicht mehr gäbe, sondern weil Sie den Boden dafür geschaffen haben, dass man sich für 2 000 S im Monat – ich betone: für 2 000 S im Monat! – von der Einstellung behinderter Menschen sozusagen freikaufen kann! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Südtirol ist ja nicht weit weg von hier, und wenn Sie sich diesbezüglich ein bisschen umhören würden, müsste Ihnen bereits bekannt sein, wie man dort der Behindertenarbeitslosigkeit entgegengetreten ist. Nicht so, wie das in Österreich geschieht, dass man einer Gruppe von behinderten Menschen etwas weggenommen hat, um dann einen geringen Teil wieder einer anderen Gruppe von behinderten Menschen zu geben. Nein, das hat man in Südtirol nicht gemacht! Eine solche schändliche Methode gibt es dort nicht, sondern in Südtirol hat man die Ausgleichstaxe angehoben, aber nicht um 10 S oder um 15 S, sondern in Südtirol wurde diese Ausgleichstaxe auf 40 000 S pro Monat für jeden nicht mit einem behinderten Menschen besetzten Arbeitsplatz angehoben! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Und wissen Sie, Herr Minister, was daraufhin in Südtirol geschehen ist? – Die Arbeitslosenrate behinderter Menschen ist auf Grund dieser Maßnahme von 12 auf 2,3 Prozent gesunken! Diese Forderung, Herr Minister, die in Bozen Realität wurde, diese Idee, die in Bozen umgesetzt wurde, stelle ich seit Jahren hier in diesem Hause, aber immer wieder werden auch diese Anträge von uns Grünen, wenn es darum geht, eben diese Ausgleichstaxe auf 40 000 S zu erhöhen, abgelehnt! Und solange diese Anträge abgelehnt werden, so lange werden wir in Österreich eine Arbeitslosenrate von 40 Prozent bei behinderten Menschen haben! (Beifall bei den Grünen.)
Anhaltender Beifall bei den Grünen.
Herr Minister! Wir Grünen lassen es nicht mehr zu – und mit "wir" meine ich auch die behinderten Menschen Österreichs –, dass Sie auf Kosten behinderter Menschen eine Arbeitsmarktpolitik betreiben, mit der Sie eine Arbeitslosenrate von 40 Prozent zulassen! – Jetzt, Herr Minister, muss Schluss sein! (Anhaltender Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Khol: Da hat er Recht!
Vollbeschäftigung beziehungsweise "ausgetrockneter" Arbeitsmarkt heißt aber selbstverständlich nicht, dass es auf dem Arbeitsmarkt nicht trotzdem auch Probleme geben kann. Und die Behindertenbeschäftigung und -einstellung ist ein solches Problem, so, wie es auch bei anderen Gruppen Probleme auf dem Arbeitsmarkt gibt, oft auch Probleme, für einzelne Personen einen Arbeitsplatz zu finden. – Das eine schließt das andere doch in keinster Weise aus, nur: Diese Polemik in der Argumentation, und zwar in der unzulässigen Verbindung dieser beiden Punkte, finde ich schon einigermaßen befremdend. (Abg. Dr. Khol: Da hat er Recht!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Daher nochmals: Ich meine, diese Bestimmung richtet sich gegen die Behinderten und stellt keinen Schutz für die Behinderten dar. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Rufe bei der ÖVP: Das stimmt doch alles nicht!
Abgeordneter Georg Oberhaidinger (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Meine Damen und Herren! Kurz eingehend auf die Ausführungen meines Vorredners, des Kollegen Kopf, und die von ihm zitierte Umfrage: Karlheinz, wurde da auch abgefragt, wer gesucht wird? Ist es nicht so, dass die Unternehmen deswegen so schwer Mitarbeiter finden, weil diese noch jung sein sollten, nach Möglichkeit nicht älter als 20 Jahre, Erfahrungen einbringen sollten, als wären sie 60-Jährige – und so billig sein sollten, als wären sie 15-Jährige? (Rufe bei der ÖVP: Das stimmt doch alles nicht!)
Beifall bei der SPÖ.
Unter diesen Auspizien ist es natürlich sehr, sehr schwierig, geeignete Arbeitskräfte zu finden, meine Damen und Herren! Das sollte hier doch auch einmal ausgesprochen werden! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dietachmayr: Dann brauchen wir noch mehr Polizisten, die bei jeder Kreuzung stehen!
Österreich, meine Damen und Herren, darf nicht Kalifornien werden! Davor sollten wir bewahrt werden. Bei uns sollten die Lichter nicht ausgehen, nur weil wir zur Unzeit am falschen Platz sparen! – Danke! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dietachmayr: Dann brauchen wir noch mehr Polizisten, die bei jeder Kreuzung stehen!)
Abg. Dietachmayr: Man kann nicht genug warnen davor!
Abgeordneter Sigisbert Dolinschek (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Kollege Oberhaidinger! Die Lichter werden in Österreich nicht so schnell ausgehen – da kann ich Sie beruhigen. (Abg. Dietachmayr: Man kann nicht genug warnen davor!)
Abg. Oberhaidinger: Zum Nachteil der Beschäftigten!
Ich kann Ihnen immerhin sagen, dass unter dieser Bundesregierung, von dieser Koalition die "Aktion Fairness", die ja auch vom Österreichischen Gewerkschaftsbund gefordert worden ist, umgesetzt worden ist. (Abg. Oberhaidinger: Zum Nachteil der Beschäftigten!) Das Ziel einer generellen Angleichung zwischen Arbeitern und Angestellten ist umgesetzt worden. Eine gewisse Gleichstellung fehlt noch beim Kündigungsschutz, aber das ist ja eine Angelegenheit der Sozialpartner, das ist im Kollektivvertrag geregelt, und dort sind die Sozialpartner noch gefordert. Sie sind säumig! Der ÖGB vertritt meiner Meinung nach nur die Leute in jenen Bereichen, in denen er viele Mitglieder hat, aber als Interessenvertretung müsste er eigentlich die Interessen aller Arbeitnehmer vertreten und nicht nur ein Herz für jene Arbeitnehmer haben, in
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dietachmayr: Da müsst ihr euch eben durchsetzen in der Regierung!
Zu Ihnen, Herr Bundesminister: Sie sind ein Verfechter der Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten. Ich kann Ihren Intentionen in diesem Punkt nicht ganz folgen, denn in Österreich gibt es, glaube ich, auf Landesebene sehr viele Möglichkeiten, die Ladenöffnungszeiten in Tourismusgebieten auf dem Verordnungsweg durch die Landeshauptleute auszudehnen, sodass dort auch sonntags oder abends offen gehalten werden kann. Ich glaube, dass es vor allem für die Betriebe im Bereich der klein- und mittelständischen Wirtschaft und auch für die dort Beschäftigten sehr schwierig wäre, wenn die Öffnungszeit von 66 Stunden weiter ausgedehnt werden würde. – Das möchte ich Ihnen nur sagen. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dietachmayr: Da müsst ihr euch eben durchsetzen in der Regierung!)
Abg. Dietachmayr: Bei diesem Punkt sicher!
Das werden wir schon tun, Herr Kollege! Vielleicht haben wir dafür auch Ihre Unterstützung – ich würde mir das sehr wünschen. (Abg. Dietachmayr: Bei diesem Punkt sicher!) Sehr gut!
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Ansonsten möchte ich noch sagen: Ein ausgeglichener Haushalt ist sicherlich nicht Selbstzweck, sondern Ausgangspunkt für die Sicherung der Lebensqualität jüngerer und älterer Generationen und ermöglicht einen fairen und gerechten sozialen Ausgleich und die Verwirklichung tatsächlich sozialer Gerechtigkeit! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Edler: Bartenstein gegen die Steiermark!
Dies ist aus meiner Sicht völlig inakzeptabel, aber nicht, weil gegen notwendige Straffungen im Verwaltungsbereich oder gegen Entbürokratisierung etwas einzuwenden wäre, sondern weil mit dem Wegfall der IESG-Stelle Leoben das Gegenteil eintritt, nämlich die Zerstörung einer effizienten Verwaltungseinheit, der Verlust von Arbeitsplätzen und schließlich auch eine höhere Kostenbelastung. (Abg. Edler: Bartenstein gegen die Steiermark!) Ebenso von der Schließung betroffen sind nach diesem nunmehrigen Entwurf unbegreiflicherweise auch die Standorte Wiener Neustadt und Bregenz.
Abg. Edler: Was sagt der Bartenstein?
Unsere Obersteiermark soll anscheinend ausgehungert werden. (Abg. Edler: Was sagt der Bartenstein?) Zuerst gab es vollmundige Versprechen im Hinblick auf überparteiliche Zusammenarbeit und gemeinsame Anstrengungen. Jetzt gibt es nur mehr Verschleierungs- und Diffamierungskampagnen von Seiten dieser angeblichen Volksvertreter. Was etwa die Aussagen
Beifall bei der SPÖ.
Einige Tage später, am 23. März dieses Jahres, um 10.23 Uhr bekommen nämlich die Bediensteten per E-Mail die Ankündigung, dass ihre Dienststelle aufgelöst wird und das Personal mit 1. Juli dieses Jahres nach Graz zu pendeln hat. – Das ist Zynismus pur! Das ist die Politik des Drüberfahrens von ÖVP und FPÖ auf Kosten der betroffenen Beschäftigten! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Grollitsch betritt soeben den Sitzungssaal.
Aber am 2. März, einen Tag nach Einbringung dieses Antrages, hat Udo Grollitsch mir hier noch dafür gedankt, dass ich diesen Antrag eingebracht habe. – Dies zeigt sehr deutlich das Demokratieverständnis und die Glaubwürdigkeit von Abgeordnetem Udo Grollitsch! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Grollitsch betritt soeben den Sitzungssaal.) Jetzt ist er da! – Du bist leider zu spät gekommen!
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrter Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen von der Regierungsfraktion! Ich ersuche Sie daher: Beweisen Sie demokratische Kultur. Torpedieren Sie nicht ein inhaltlich begründetes, sinnvolles Anliegen, und ermöglichen Sie den Erhalt der IESG-Stelle in Leoben zum Wohle der Menschen in der gesamten Obersteiermark! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Mitterlehner – auf dem Weg zum Rednerpult –: Da geh ich gleich wieder hinauf! – Abg. Schwarzenberger: Ein guter Redner kann sich auch kurz fassen!
Präsident Dr. Werner Fasslabend: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Dr. Mitterlehner. Herr Abgeordneter! Ich werde dann um 15 Uhr unterbrechen. Ich bitte um Verständnis dafür und darf Sie ersuchen, sich entweder so kurz zu fassen, dass Ihre Rede bis dahin beendet ist, oder Ihre Ausführungen nachher fortzusetzen. (Abg. Dr. Mitterlehner – auf dem Weg zum Rednerpult –: Da geh ich gleich wieder hinauf! – Abg. Schwarzenberger: Ein guter Redner kann sich auch kurz fassen!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Günter Stummvoll hat auch bereits die Leistungsbilanz angesprochen: Es dürfte Ihnen entgangen sein – und es wird auch kaum angesprochen –, dass unsere Leistungsbilanz die viertschlechteste in der Europäischen Union ist! Das heißt mit anderen Worten: Wir leben auch heute noch über unsere Verhältnisse, und wir müssen dieser Tendenz im Interesse unseres Landes noch viel stärker gegensteuern, als wir es derzeit bereits tun. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordnete Mag. Brunhilde Plank (SPÖ): Herr Präsident! Kolleginnen und Kollegen! (Die Rednerin platziert zwei Zeitungsausschnitte mit Karikaturen auf das Rednerpult.) Herr Abgeordneter Bösch hat heute hier gesagt, das Hauptziel dieser Regierung sei die Budgetsanierung. – Herr Kollege Bösch von der FPÖ! Dieses Spiel ist aus! (Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) – Warten Sie auf das Ende meiner Rede und lachen Sie dann! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Brunhilde Plank (SPÖ): Herr Präsident! Kolleginnen und Kollegen! (Die Rednerin platziert zwei Zeitungsausschnitte mit Karikaturen auf das Rednerpult.) Herr Abgeordneter Bösch hat heute hier gesagt, das Hauptziel dieser Regierung sei die Budgetsanierung. – Herr Kollege Bösch von der FPÖ! Dieses Spiel ist aus! (Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) – Warten Sie auf das Ende meiner Rede und lachen Sie dann! (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei den Freiheitlichen: Rien ne va plus!
In Anlehnung an den Titel eines Werkes von Jean-Paul Sartre, "Les jeux sont faits": Das Spiel ist wirklich aus! (Ruf bei den Freiheitlichen: Rien ne va plus!) Die Menschen in Österreich wissen es, wir in der Opposition wissen es, und viele von Ihnen wissen es auch. Du, Toni Knerzl, weißt es auch, und führende Wirtschaftsforscher wissen es auch. (Abg. Schwarzenberger: Nur die Frau Plank versteht es nicht!)
Abg. Schwarzenberger: Nur die Frau Plank versteht es nicht!
In Anlehnung an den Titel eines Werkes von Jean-Paul Sartre, "Les jeux sont faits": Das Spiel ist wirklich aus! (Ruf bei den Freiheitlichen: Rien ne va plus!) Die Menschen in Österreich wissen es, wir in der Opposition wissen es, und viele von Ihnen wissen es auch. Du, Toni Knerzl, weißt es auch, und führende Wirtschaftsforscher wissen es auch. (Abg. Schwarzenberger: Nur die Frau Plank versteht es nicht!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger
Dieser Fetisch Nulldefizit, den Sie umtanzen, versteckt Menschen und Schicksale hinter Zahlen, nackten und kalten Zahlen. Das ist kalt, das ist verantwortungslos, das ist ungerecht! Ein kleiner Unfallrentner hat nichts vom Nulldefizit (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger ), aber ein kleiner Unfallrentner hat das Recht, weiterhin in Österreich leben zu können. Ich betone: zu können! – Das ist es!
Zwischenrufe der Abgeordneten Murauer und Großruck.
Wir, die Sozialdemokraten und Sozialdemokratinnen, die Opposition, wir sagen Ihnen das ja seit Monaten. (Zwischenrufe der Abgeordneten Murauer und Großruck. ) Sie sind aber nicht nur auf einem Auge blind, sondern Sie sind auch blind und taub für das, was Ihre Aufgabe wäre, nämlich Politik zu machen für Menschen, Herr Kollege Großruck. Ich betone: für Menschen! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger. )
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.
Wir, die Sozialdemokraten und Sozialdemokratinnen, die Opposition, wir sagen Ihnen das ja seit Monaten. (Zwischenrufe der Abgeordneten Murauer und Großruck. ) Sie sind aber nicht nur auf einem Auge blind, sondern Sie sind auch blind und taub für das, was Ihre Aufgabe wäre, nämlich Politik zu machen für Menschen, Herr Kollege Großruck. Ich betone: für Menschen! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger. )
Abg. Knerzl: Das hättet ihr schon in der Vergangenheit tun müssen, nämlich sparen!
Was haben Sie gehöhnt, als wir Ihnen das sagten, und zwar immer wieder! Ihr Zauberwort "Sparen" funktioniert nicht mehr (Abg. Knerzl: Das hättet ihr schon in der Vergangenheit tun müssen, nämlich sparen!), und zwar schon lange nicht mehr. In diesem Zusammenhang darf ich Ihnen wieder Haider zitieren. Er meinte, man werde überlegen müssen, dass man über die Leute nicht einfach drüberfahren kann, wie zum Beispiel bei den Unfallrenten.
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.
Das "man" sind Sie! Das bist du, Toni, das ist der Herr Kollege Grollitsch, das sind Sie von der FPÖ, und das sind Sie von der ÖVP. Sie sind "man"! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger. )
Abg. Neudeck: Wir können uns immer entscheiden, nicht nur heute!
Aber heute können Sie, meine Damen und Herren von der größeren Regierungspartei, beweisen, dass es bei Ihnen keinen Klubzwang gibt, wie Sie immer sagen, Sie können sich nämlich heute für unseren Antrag entscheiden (Abg. Neudeck: Wir können uns immer entscheiden, nicht nur heute!) und damit für die Menschen in Österreich. Sie haben heute die Chance, dies zu beweisen.
Die Abgeordneten Edler und Grabner: Der Khol!
Ich frage noch einmal: Welcher Teufel hat die FPÖ geritten? (Die Abgeordneten Edler und Grabner: Der Khol!) – Das schreiben in Ihrem Blatt "Zur Zeit" Andreas Mölzer und Co.; ich kann es Ihnen geben.
Zwischenruf des Abg. Haigermoser sowie Gegenruf des Abg. Schwemlein. – Abg. Haigermoser: Schwemlein, kümmere dich um die Krimmler Bahn – und gib Ruhe!
Haider – kein unbedeutender FPÖ-Politiker – zur Finanzpolitik Grassers: Das Paket zur sozialen Treffsicherheit war so nötig wie ein Kropf. Das war nichts als ein Tummelplatz für völlig unfähige Experten! (Zwischenruf des Abg. Haigermoser sowie Gegenruf des Abg. Schwemlein. – Abg. Haigermoser: Schwemlein, kümmere dich um die Krimmler Bahn – und gib Ruhe!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.
Frau Vizekanzlerin Riess-Passer hat am Montag gesagt: Der Fehler, den wir gemacht haben – und das muss man auch klar sagen –, war die Unfallrentenbesteuerung. Das war etwas, was wirklich die "kleinen" Leute getroffen hat, und das muss auch korrigiert werden. – Ja, Frau Vizekanzlerin, das muss korrigiert werden! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger. )
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Die Kapriolen der Wiener Spitzenkandidatin der FPÖ möchte ich hier nicht noch einmal beschreiben. Ihr Vertrauen hat sie in neuneinhalb Wochen verspielt, als sie zur Unfallrentenbesteuerung einen Tag offiziell so, inoffiziell so gesagt hat. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Wer nach neuneinhalb Wochen seine Kompetenz so abgibt, braucht auf Vertrauen nicht mehr zu hoffen. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger. )
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.
Die Kapriolen der Wiener Spitzenkandidatin der FPÖ möchte ich hier nicht noch einmal beschreiben. Ihr Vertrauen hat sie in neuneinhalb Wochen verspielt, als sie zur Unfallrentenbesteuerung einen Tag offiziell so, inoffiziell so gesagt hat. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Wer nach neuneinhalb Wochen seine Kompetenz so abgibt, braucht auf Vertrauen nicht mehr zu hoffen. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger. )
Abg. Haigermoser: Warum sind Sie heute so verbissen?
Sie jedoch, die anderen hier – Sie haben keine Wahl; es sei denn, Sie gehen in die Knie vor den Drohungen des mächtigsten ÖVP-Bundespolitikers, des Landeshauptmanns Pröll. (Abg. Haigermoser: Warum sind Sie heute so verbissen?) Er sagt, "wenn es die FPÖ zu bunt treiben sollte" – das sagt Landeshauptmann Pröll, nicht ich. (Abg. Haigermoser: Wir fürchten uns schon!) Wir nehmen zur Kenntnis: Die christlich-soziale Partei hat kein Herz und kein Verantwortungsgefühl. (Abg. Haigermoser: Wir fürchten uns schon über die Maßen!) – Da haben Sie sich auch zu fürchten!
Abg. Haigermoser: Wir fürchten uns schon!
Sie jedoch, die anderen hier – Sie haben keine Wahl; es sei denn, Sie gehen in die Knie vor den Drohungen des mächtigsten ÖVP-Bundespolitikers, des Landeshauptmanns Pröll. (Abg. Haigermoser: Warum sind Sie heute so verbissen?) Er sagt, "wenn es die FPÖ zu bunt treiben sollte" – das sagt Landeshauptmann Pröll, nicht ich. (Abg. Haigermoser: Wir fürchten uns schon!) Wir nehmen zur Kenntnis: Die christlich-soziale Partei hat kein Herz und kein Verantwortungsgefühl. (Abg. Haigermoser: Wir fürchten uns schon über die Maßen!) – Da haben Sie sich auch zu fürchten!
Abg. Haigermoser: Wir fürchten uns schon über die Maßen!
Sie jedoch, die anderen hier – Sie haben keine Wahl; es sei denn, Sie gehen in die Knie vor den Drohungen des mächtigsten ÖVP-Bundespolitikers, des Landeshauptmanns Pröll. (Abg. Haigermoser: Warum sind Sie heute so verbissen?) Er sagt, "wenn es die FPÖ zu bunt treiben sollte" – das sagt Landeshauptmann Pröll, nicht ich. (Abg. Haigermoser: Wir fürchten uns schon!) Wir nehmen zur Kenntnis: Die christlich-soziale Partei hat kein Herz und kein Verantwortungsgefühl. (Abg. Haigermoser: Wir fürchten uns schon über die Maßen!) – Da haben Sie sich auch zu fürchten!
Abg. Dr. Ofner: Der ist eh nicht da!
Herr Klubobmann Westenthaler – wenn Sie da wären! Sie brauchten keine fremden Schuttberge mehr wegzuräumen. Sie haben in wenigen Monaten so viel Schutt angehäuft, Berge von Schutt und Politmüll, dass Sie gar nicht mehr darüber hinwegsehen. Fangen Sie an mit dem Aufräumen! Die Parlamentarier und Parlamentarierinnen können Ihnen heute helfen. Seien Sie Manns genug, Herr Klubobmann Westenthaler, und nehmen auch Sie nach Ihrem Vorbild ... (Abg. Dr. Ofner: Der ist eh nicht da!) Sie werden es ihm schon sagen. (Abg. Grabner: Der ist nie da! – Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Grabner: Der ist nie da! – Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Herr Klubobmann Westenthaler – wenn Sie da wären! Sie brauchten keine fremden Schuttberge mehr wegzuräumen. Sie haben in wenigen Monaten so viel Schutt angehäuft, Berge von Schutt und Politmüll, dass Sie gar nicht mehr darüber hinwegsehen. Fangen Sie an mit dem Aufräumen! Die Parlamentarier und Parlamentarierinnen können Ihnen heute helfen. Seien Sie Manns genug, Herr Klubobmann Westenthaler, und nehmen auch Sie nach Ihrem Vorbild ... (Abg. Dr. Ofner: Der ist eh nicht da!) Sie werden es ihm schon sagen. (Abg. Grabner: Der ist nie da! – Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Schwarzenberger: Wo ist denn eurer? Wo ist der Kostelka? – Abg. Dr. Ofner: Wo ist der Kostelka? – Weitere Zwischenrufe.
Nehmen auch Sie nach Ihrem Vorbild Haider ... (Abg. Schwarzenberger: Wo ist denn eurer? Wo ist der Kostelka? – Abg. Dr. Ofner: Wo ist der Kostelka? – Weitere Zwischenrufe.)
Abg. Dr. Ofner: Sie lesen nicht!
Abgeordnete Mag. Brunhilde Plank (fortsetzend): Nehmen Sie alle wie Ihr Vorbild Haider die Forderungen, die Argumente der Opposition endlich wahr und endlich ernst! (Abg. Dr. Ofner: Sie lesen nicht!) Sie werden sicher nicht weiter an Khols Lippen hängen wollen, wenn er in seinem Reform-ABC unter "U " die Unfallrentenbesteuerung meint.
Abg. Haigermoser: Frau Brunhilde Plank! Warum machen Sie so einen Wirbel?
Sie werden sich dem einstimmigen Beschluss der Kärntner Landesregierung anschließen müssen. (Abg. Haigermoser: Frau Brunhilde Plank! Warum machen Sie so einen Wirbel?) Klagenfurt, 2. März 2001, Beschluss des Kärntner Landtages betreffend keine Besteuerung der Unfall
Abg. Dr. Khol: Herr Präsident! Die Zeit!
In Wirklichkeit haben Sie keine Wahl. (Abg. Dr. Khol: Herr Präsident! Die Zeit!) Werfen Sie Ihre versteinerten Herzen weg, und beenden Sie die unsoziale, ungerechte und verfassungswidrige Politik! – Danke. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
In Wirklichkeit haben Sie keine Wahl. (Abg. Dr. Khol: Herr Präsident! Die Zeit!) Werfen Sie Ihre versteinerten Herzen weg, und beenden Sie die unsoziale, ungerechte und verfassungswidrige Politik! – Danke. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Dr. Ofner: Uns bleibt nichts erspart!
Präsident Dr. Werner Fasslabend: Frau Abgeordnete Silhavy gelangt als Nächste zu Wort. – Bitte. (Abg. Dr. Ofner: Uns bleibt nichts erspart!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Heidrun Silhavy (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Nein, meine Damen und Herren von der FPÖ, da bleibt nichts erspart! Gegen diese Ungerechtigkeiten, gegen diese unsozialen Maßnahmen, gegen diese soziale Härte und Kälte werden wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten so lange auftreten, solange sie durch Sie bestehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger. – Abg. Haigermoser: Interessiert uns eh nicht!
Meine Damen und Herren! Gestern stand Herr Abgeordneter Khol hier am Rednerpult und sprach von einer "Politik mit Hirn und Herz". Meine Damen und Herren, ich habe Ihnen gestern schon gesagt: Diese Politik mit Hirn und Herz wird Ihnen in Österreich niemand unterstellen! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger. – Abg. Haigermoser: Interessiert uns eh nicht!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.
Meine Damen und Herren! Die Besteuerung der Unfallrenten ist aus mehreren Gründen unsozial. Kollegin Plank hat schon ausgeführt, dass es sich bei den Betroffenen um Menschen mit niedrigem Einkommen handelt. Es geht um eine Pension, um Renten, die eine niedrigere Bemessungsgrundlage haben. Es geht auch darum, dass Menschen dafür, dass sie bei der Arbeit ein Leid erfahren haben – dass sie einen Arm, ein Bein verloren haben oder vielleicht querschnittgelähmt sind –, für diese Mehrbelastungen des Lebens etwas abgegolten bekommen. Diesen Menschen, die ohnedies ihre Gesundheit aufs Spiel gesetzt haben, nehmen Sie noch Geld weg. Das ist soziale Kälte, das ist ein steinernes Herz, das ist kein Herz! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger. )
Abg. Neudeck: ... "niedergeschoren"?
Ich sehe den Kollegen Gaugg jetzt nicht. Offensichtlich ist er von Herrn Klubobmann Westenthaler schon niedergeschoren worden, der gesagt hat, er habe mitgestimmt, und er werde das alles mittragen müssen. (Abg. Neudeck: ... "niedergeschoren"?)
Abg. Dr. Ofner: Der ist ja chronisch!
Aber auf jeden Fall sollte er sich das gut überlegen. Ein Mensch, der eine Unfallrente bekommt, der querschnittgelähmt ist, der im Rollstuhl fährt und deswegen in eine Spitalsambulanz geht, weil ja nicht alle Arztpraxen rollstuhlgerecht gebaut sind (Abg. Dr. Ofner: Der ist ja chronisch!), darf dann in Zukunft, wenn es nach Ihnen geht, wieder Ambulanzgebühren zahlen? (Abg. Dr. Ofner: Überhaupt nicht wahr!) – Das ist soziale Kälte! (Abg. Dr. Ofner: Das ist nicht wahr!) Das ist Politik ohne Hirn und ohne Herz, behaupte ich! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Schender: Sie müssen bei der Wahrheit bleiben!)
Abg. Dr. Ofner: Überhaupt nicht wahr!
Aber auf jeden Fall sollte er sich das gut überlegen. Ein Mensch, der eine Unfallrente bekommt, der querschnittgelähmt ist, der im Rollstuhl fährt und deswegen in eine Spitalsambulanz geht, weil ja nicht alle Arztpraxen rollstuhlgerecht gebaut sind (Abg. Dr. Ofner: Der ist ja chronisch!), darf dann in Zukunft, wenn es nach Ihnen geht, wieder Ambulanzgebühren zahlen? (Abg. Dr. Ofner: Überhaupt nicht wahr!) – Das ist soziale Kälte! (Abg. Dr. Ofner: Das ist nicht wahr!) Das ist Politik ohne Hirn und ohne Herz, behaupte ich! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Schender: Sie müssen bei der Wahrheit bleiben!)
Abg. Dr. Ofner: Das ist nicht wahr!
Aber auf jeden Fall sollte er sich das gut überlegen. Ein Mensch, der eine Unfallrente bekommt, der querschnittgelähmt ist, der im Rollstuhl fährt und deswegen in eine Spitalsambulanz geht, weil ja nicht alle Arztpraxen rollstuhlgerecht gebaut sind (Abg. Dr. Ofner: Der ist ja chronisch!), darf dann in Zukunft, wenn es nach Ihnen geht, wieder Ambulanzgebühren zahlen? (Abg. Dr. Ofner: Überhaupt nicht wahr!) – Das ist soziale Kälte! (Abg. Dr. Ofner: Das ist nicht wahr!) Das ist Politik ohne Hirn und ohne Herz, behaupte ich! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Schender: Sie müssen bei der Wahrheit bleiben!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Schender: Sie müssen bei der Wahrheit bleiben!
Aber auf jeden Fall sollte er sich das gut überlegen. Ein Mensch, der eine Unfallrente bekommt, der querschnittgelähmt ist, der im Rollstuhl fährt und deswegen in eine Spitalsambulanz geht, weil ja nicht alle Arztpraxen rollstuhlgerecht gebaut sind (Abg. Dr. Ofner: Der ist ja chronisch!), darf dann in Zukunft, wenn es nach Ihnen geht, wieder Ambulanzgebühren zahlen? (Abg. Dr. Ofner: Überhaupt nicht wahr!) – Das ist soziale Kälte! (Abg. Dr. Ofner: Das ist nicht wahr!) Das ist Politik ohne Hirn und ohne Herz, behaupte ich! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Schender: Sie müssen bei der Wahrheit bleiben!)
Abg. Mag. Schender: Bleiben Sie bei der Wahrheit!
Meine Damen und Herren! Sie können es der Öffentlichkeit beweisen (Abg. Mag. Schender: Bleiben Sie bei der Wahrheit!): Machen Sie eine Politik zu purem Machterhalt, oder glauben Sie,
Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Schwarzenberger: "Chance bei der Gelegenheit"!
Wenn Sie Politik für die Menschen machen wollen, nehmen Sie die Chance endlich bei der Gelegenheit und stimmen Sie unserem Antrag zu! (Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Schwarzenberger: "Chance bei der Gelegenheit"!) Nehmen Sie diese Gelegenheit wahr! – Sie lachen darüber; vielleicht finden Sie das lächerlich. Sie sitzen ja nicht im Rollstuhl! (Widerspruch bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Rada: Ungeheuerlich!) Sie haben ja keine Hand und keinen Arm verloren! Aber Sie lachen darüber, dass Sie diesen Menschen das Geld aus der Tasche nehmen. (Widerspruch bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Das ist jetzt die ÖVP-Politik?! – Ich "gratuliere" Ihnen! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger. )
Widerspruch bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Rada: Ungeheuerlich!
Wenn Sie Politik für die Menschen machen wollen, nehmen Sie die Chance endlich bei der Gelegenheit und stimmen Sie unserem Antrag zu! (Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Schwarzenberger: "Chance bei der Gelegenheit"!) Nehmen Sie diese Gelegenheit wahr! – Sie lachen darüber; vielleicht finden Sie das lächerlich. Sie sitzen ja nicht im Rollstuhl! (Widerspruch bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Rada: Ungeheuerlich!) Sie haben ja keine Hand und keinen Arm verloren! Aber Sie lachen darüber, dass Sie diesen Menschen das Geld aus der Tasche nehmen. (Widerspruch bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Das ist jetzt die ÖVP-Politik?! – Ich "gratuliere" Ihnen! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger. )
Widerspruch bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wenn Sie Politik für die Menschen machen wollen, nehmen Sie die Chance endlich bei der Gelegenheit und stimmen Sie unserem Antrag zu! (Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Schwarzenberger: "Chance bei der Gelegenheit"!) Nehmen Sie diese Gelegenheit wahr! – Sie lachen darüber; vielleicht finden Sie das lächerlich. Sie sitzen ja nicht im Rollstuhl! (Widerspruch bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Rada: Ungeheuerlich!) Sie haben ja keine Hand und keinen Arm verloren! Aber Sie lachen darüber, dass Sie diesen Menschen das Geld aus der Tasche nehmen. (Widerspruch bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Das ist jetzt die ÖVP-Politik?! – Ich "gratuliere" Ihnen! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger. )
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.
Wenn Sie Politik für die Menschen machen wollen, nehmen Sie die Chance endlich bei der Gelegenheit und stimmen Sie unserem Antrag zu! (Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Schwarzenberger: "Chance bei der Gelegenheit"!) Nehmen Sie diese Gelegenheit wahr! – Sie lachen darüber; vielleicht finden Sie das lächerlich. Sie sitzen ja nicht im Rollstuhl! (Widerspruch bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Rada: Ungeheuerlich!) Sie haben ja keine Hand und keinen Arm verloren! Aber Sie lachen darüber, dass Sie diesen Menschen das Geld aus der Tasche nehmen. (Widerspruch bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Das ist jetzt die ÖVP-Politik?! – Ich "gratuliere" Ihnen! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger. )
Abg. Dr. Ofner: Ihr habt es 30 Jahre so ...!
Sie zeigen hier ganz genau, mit welcher sozialen Kälte Sie Ihre Politik machen. Es geht Ihnen nur um puren Machterhalt, es geht Ihnen um keinen einzigen Menschen in diesem Lande! (Abg. Dr. Ofner: Ihr habt es 30 Jahre so ...!) Das ist erschreckend!
Abg. Dr. Ofner: Ja!
Herr Kollege Ofner! (Abg. Dr. Ofner: Ja!) In dreißig Jahren haben wir Maßnahmen für diese Menschen gesetzt und haben einen Wohlstand in diesem Land geschaffen, an dem alle Menschen teilnehmen konnten. (Abg. Dr. Ofner: Ich habe es miterlebt! Ihr habt gut angefangen und fürchterlich aufgehört!) Sie nehmen diesen Menschen den Wohlstand, und zwar den Ärmsten der Armen, und das ist schockierend! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger. – Abg. Dr. Ofner: Seien Sie nicht hasserfüllt ...!)
Abg. Dr. Ofner: Ich habe es miterlebt! Ihr habt gut angefangen und fürchterlich aufgehört!
Herr Kollege Ofner! (Abg. Dr. Ofner: Ja!) In dreißig Jahren haben wir Maßnahmen für diese Menschen gesetzt und haben einen Wohlstand in diesem Land geschaffen, an dem alle Menschen teilnehmen konnten. (Abg. Dr. Ofner: Ich habe es miterlebt! Ihr habt gut angefangen und fürchterlich aufgehört!) Sie nehmen diesen Menschen den Wohlstand, und zwar den Ärmsten der Armen, und das ist schockierend! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger. – Abg. Dr. Ofner: Seien Sie nicht hasserfüllt ...!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger. – Abg. Dr. Ofner: Seien Sie nicht hasserfüllt ...!
Herr Kollege Ofner! (Abg. Dr. Ofner: Ja!) In dreißig Jahren haben wir Maßnahmen für diese Menschen gesetzt und haben einen Wohlstand in diesem Land geschaffen, an dem alle Menschen teilnehmen konnten. (Abg. Dr. Ofner: Ich habe es miterlebt! Ihr habt gut angefangen und fürchterlich aufgehört!) Sie nehmen diesen Menschen den Wohlstand, und zwar den Ärmsten der Armen, und das ist schockierend! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger. – Abg. Dr. Ofner: Seien Sie nicht hasserfüllt ...!)
Abg. Dr. Ofner: Politik mit Hass!
Herr Kollege Ofner! Ich bin nicht hasserfüllt. (Abg. Dr. Ofner: Politik mit Hass!) Sie haben ein steinernes Herz, das ist erschreckend! Dieses steinerne Herz müssen diese Menschen, die Unfallrentner und Unfallrentnerinnen, büßen. (Abg. Dr. Ofner: Sie lesen zu viele Märchen! Das "steinerne Herz" ist von Grimm!) Das ist schlimm! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Ofner: ... Hass!)
Abg. Dr. Ofner: Sie lesen zu viele Märchen! Das "steinerne Herz" ist von Grimm!
Herr Kollege Ofner! Ich bin nicht hasserfüllt. (Abg. Dr. Ofner: Politik mit Hass!) Sie haben ein steinernes Herz, das ist erschreckend! Dieses steinerne Herz müssen diese Menschen, die Unfallrentner und Unfallrentnerinnen, büßen. (Abg. Dr. Ofner: Sie lesen zu viele Märchen! Das "steinerne Herz" ist von Grimm!) Das ist schlimm! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Ofner: ... Hass!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Ofner: ... Hass!
Herr Kollege Ofner! Ich bin nicht hasserfüllt. (Abg. Dr. Ofner: Politik mit Hass!) Sie haben ein steinernes Herz, das ist erschreckend! Dieses steinerne Herz müssen diese Menschen, die Unfallrentner und Unfallrentnerinnen, büßen. (Abg. Dr. Ofner: Sie lesen zu viele Märchen! Das "steinerne Herz" ist von Grimm!) Das ist schlimm! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Ofner: ... Hass!)
Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Machen Sie sich keine Sorgen, in der Sozialdemokratie gibt es keinen Hass. (Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Wir gehen in die Politik wegen der Menschlichkeit, weil wir Menschen lieben. Sie machen leider Gottes das Gegenteil, und deswegen bekämpfen wir die Politik, die Sie betreiben. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Ofner: Politik mit Hass!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Ofner: Politik mit Hass!
Meine Damen und Herren! Machen Sie sich keine Sorgen, in der Sozialdemokratie gibt es keinen Hass. (Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Wir gehen in die Politik wegen der Menschlichkeit, weil wir Menschen lieben. Sie machen leider Gottes das Gegenteil, und deswegen bekämpfen wir die Politik, die Sie betreiben. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Ofner: Politik mit Hass!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Herr Kollege Ofner! Sie, Ihre Fraktion, und die Damen und Herren von der ÖVP werden unter Beweis stellen können, ob Sie eine Politik für die Menschen machen oder nicht. Stimmen Sie unserem Antrag zu, und heben Sie endlich diese unsoziale Besteuerung der Unfallrenten auf! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Edlinger: Wo ist der Gaugg? – Abg. Dietachmayr: Ist jetzt nicht der Gaugg ...? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Präsident Dr. Werner Fasslabend: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Böhacker. – Bitte. (Abg. Edlinger: Wo ist der Gaugg? – Abg. Dietachmayr: Ist jetzt nicht der Gaugg ...? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Grabner: Sag, ist das der Gaugg?
Abgeordneter Hermann Böhacker (fortsetzend): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! (Abg. Grabner: Sag, ist das der Gaugg?) Es ist beschämend. (Ruf bei der SPÖ: Ja, beschämend für Sie! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Dr. Fasslabend gibt das Glockenzeichen.) Es ist wirklich beschämend (allgemeiner Beifall), meine Damen und Herren von den Sozialdemokraten, wie Sie auf dem Rücken der Verunfallten billige Parteipolemik betreiben. Schämen Sie sich! Das ist unglaublich! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Ruf bei der SPÖ: Ja, beschämend für Sie! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Dr. Fasslabend gibt das Glockenzeichen.
Abgeordneter Hermann Böhacker (fortsetzend): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! (Abg. Grabner: Sag, ist das der Gaugg?) Es ist beschämend. (Ruf bei der SPÖ: Ja, beschämend für Sie! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Dr. Fasslabend gibt das Glockenzeichen.) Es ist wirklich beschämend (allgemeiner Beifall), meine Damen und Herren von den Sozialdemokraten, wie Sie auf dem Rücken der Verunfallten billige Parteipolemik betreiben. Schämen Sie sich! Das ist unglaublich! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
allgemeiner Beifall
Abgeordneter Hermann Böhacker (fortsetzend): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! (Abg. Grabner: Sag, ist das der Gaugg?) Es ist beschämend. (Ruf bei der SPÖ: Ja, beschämend für Sie! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Dr. Fasslabend gibt das Glockenzeichen.) Es ist wirklich beschämend (allgemeiner Beifall), meine Damen und Herren von den Sozialdemokraten, wie Sie auf dem Rücken der Verunfallten billige Parteipolemik betreiben. Schämen Sie sich! Das ist unglaublich! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordneter Hermann Böhacker (fortsetzend): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! (Abg. Grabner: Sag, ist das der Gaugg?) Es ist beschämend. (Ruf bei der SPÖ: Ja, beschämend für Sie! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Dr. Fasslabend gibt das Glockenzeichen.) Es ist wirklich beschämend (allgemeiner Beifall), meine Damen und Herren von den Sozialdemokraten, wie Sie auf dem Rücken der Verunfallten billige Parteipolemik betreiben. Schämen Sie sich! Das ist unglaublich! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Rufe bei der SPÖ: Für Sie!
Meine Damen und Herren! Was diese beiden Vorrednerinnen heute hier an Argumenten vorgebracht haben, sind schallende Ohrfeigen für alte Sozialdemokraten. (Rufe bei der SPÖ: Für Sie!) Meine Damen und Herren, nehmen Sie das zur Kenntnis! Ich werde es Ihnen beweisen.
Abg. Grabner: Wie der Gaugg ausschaut ...!
Bis zum Jahre 1972 waren die Unfallrenten steuerbefreit. Erst durch das Einkommensteuergesetz 1988 wurde die Unfallrente steuerpflichtig. (Abg. Grabner: Wie der Gaugg ausschaut ...!) Wer war denn damals Finanzminister? Wer war Sozialminister? (Abg. Silhavy: Das ist ein älterer Gaugg ...! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Silhavy: Das ist ein älterer Gaugg ...! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Bis zum Jahre 1972 waren die Unfallrenten steuerbefreit. Erst durch das Einkommensteuergesetz 1988 wurde die Unfallrente steuerpflichtig. (Abg. Grabner: Wie der Gaugg ausschaut ...!) Wer war denn damals Finanzminister? Wer war Sozialminister? (Abg. Silhavy: Das ist ein älterer Gaugg ...! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.
Es war der Sozialdemokrat Dkfm. Lacina! Lacina hat die Unfallrentenbesteuerung eingeführt. Der Sozialminister war Walter Geppert von der Sozialdemokratie. Wenn Sie hier herausgehen, betreiben Sie eine Doppelbödigkeit, die nicht zu überbieten ist, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Silhavy: ... diese Ihre Politik zu beschreiben!
Es war der Verfassungsgerichtshof, der diese Bestimmungen aufgehoben hat. (Abg. Silhavy: ... diese Ihre Politik zu beschreiben!) Ihre Häme darüber, dass der Verfassungsgerichtshof jüngst zwei Gesetze aus formalen Gründen aufgehoben hat (Abg. Grabner: Ja, ihr habt das Gesetz gemacht!), können Sie auf sich selbst beziehen, meine Damen und Herren von den Sozialdemokraten! (Abg. Edlinger: ... die Wähler!)
Abg. Grabner: Ja, ihr habt das Gesetz gemacht!
Es war der Verfassungsgerichtshof, der diese Bestimmungen aufgehoben hat. (Abg. Silhavy: ... diese Ihre Politik zu beschreiben!) Ihre Häme darüber, dass der Verfassungsgerichtshof jüngst zwei Gesetze aus formalen Gründen aufgehoben hat (Abg. Grabner: Ja, ihr habt das Gesetz gemacht!), können Sie auf sich selbst beziehen, meine Damen und Herren von den Sozialdemokraten! (Abg. Edlinger: ... die Wähler!)
Abg. Edlinger: ... die Wähler!
Es war der Verfassungsgerichtshof, der diese Bestimmungen aufgehoben hat. (Abg. Silhavy: ... diese Ihre Politik zu beschreiben!) Ihre Häme darüber, dass der Verfassungsgerichtshof jüngst zwei Gesetze aus formalen Gründen aufgehoben hat (Abg. Grabner: Ja, ihr habt das Gesetz gemacht!), können Sie auf sich selbst beziehen, meine Damen und Herren von den Sozialdemokraten! (Abg. Edlinger: ... die Wähler!)
Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich sage Ihnen eines. (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Silhavy: Er hat ja keine Argumente!
Präsident Dr. Werner Fasslabend: Meine Damen und Herren! Bei einer kurzen Debatte hat jeder Redner nur 5 Minuten Zeit für seine Ausführungen. Geben Sie bitte jedem Redner eine faire Chance, dass er seine Argumente darlegen kann. (Abg. Silhavy: Er hat ja keine Argumente!)
Abg. Edlinger: Wir hätten so gern den Gaugg gehört!
Abgeordneter Hermann Böhacker (fortsetzend): Ich verhehle gar nicht (Abg. Edlinger: Wir hätten so gern den Gaugg gehört!), dass die Besteuerung von Unfallrenten eine sehr sensible Sache ist, auch wenn sie steuersystematisch eindeutig ist. Die Vergangenheit hat bewiesen, dass es zu Härtefällen kommen kann und gekommen ist. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Diese Regierung hat erkannt, dass es zu Härtefällen gekommen ist, und wir werden jene Maßnahmen setzen, die diese Härtefälle ausräumen. (Abg. Schwemlein: Die Vorlage ...! – Abg. Edlinger: "Abfedern"! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Dazu brauchen wir nicht Sie, meine Damen und Herren von den Sozialdemokraten! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Hermann Böhacker (fortsetzend): Ich verhehle gar nicht (Abg. Edlinger: Wir hätten so gern den Gaugg gehört!), dass die Besteuerung von Unfallrenten eine sehr sensible Sache ist, auch wenn sie steuersystematisch eindeutig ist. Die Vergangenheit hat bewiesen, dass es zu Härtefällen kommen kann und gekommen ist. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Diese Regierung hat erkannt, dass es zu Härtefällen gekommen ist, und wir werden jene Maßnahmen setzen, die diese Härtefälle ausräumen. (Abg. Schwemlein: Die Vorlage ...! – Abg. Edlinger: "Abfedern"! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Dazu brauchen wir nicht Sie, meine Damen und Herren von den Sozialdemokraten! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Schwemlein: Die Vorlage ...! – Abg. Edlinger: "Abfedern"! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Hermann Böhacker (fortsetzend): Ich verhehle gar nicht (Abg. Edlinger: Wir hätten so gern den Gaugg gehört!), dass die Besteuerung von Unfallrenten eine sehr sensible Sache ist, auch wenn sie steuersystematisch eindeutig ist. Die Vergangenheit hat bewiesen, dass es zu Härtefällen kommen kann und gekommen ist. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Diese Regierung hat erkannt, dass es zu Härtefällen gekommen ist, und wir werden jene Maßnahmen setzen, die diese Härtefälle ausräumen. (Abg. Schwemlein: Die Vorlage ...! – Abg. Edlinger: "Abfedern"! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Dazu brauchen wir nicht Sie, meine Damen und Herren von den Sozialdemokraten! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordneter Hermann Böhacker (fortsetzend): Ich verhehle gar nicht (Abg. Edlinger: Wir hätten so gern den Gaugg gehört!), dass die Besteuerung von Unfallrenten eine sehr sensible Sache ist, auch wenn sie steuersystematisch eindeutig ist. Die Vergangenheit hat bewiesen, dass es zu Härtefällen kommen kann und gekommen ist. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Diese Regierung hat erkannt, dass es zu Härtefällen gekommen ist, und wir werden jene Maßnahmen setzen, die diese Härtefälle ausräumen. (Abg. Schwemlein: Die Vorlage ...! – Abg. Edlinger: "Abfedern"! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Dazu brauchen wir nicht Sie, meine Damen und Herren von den Sozialdemokraten! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Edlinger: "Abgefedert" und ausgenommen!
Wir haben bereits am 1. März dieses Jahres einen entsprechenden Entschließungsantrag eingebracht und beschlossen, in welchem aufgelistet ist, welche Härtefälle ausgeräumt werden. (Abg. Edlinger: "Abgefedert" und ausgenommen!) Wir sind aber nicht dazu da, jene Spitzenverdiener zu schonen, die neben ihrem Spitzeneinkommen auch noch steuerfrei eine Unfallrente beziehen. (Abg. Silhavy: Was ist ein Härtefall?) Das ist nicht unsere Aufgabe! (Abg. Silhavy: Wer hat denn das gesagt?) Wir haben für die Kleinen zu sorgen und nicht für die Reichen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Edlinger: ... wird sich freuen!)
Abg. Silhavy: Was ist ein Härtefall?
Wir haben bereits am 1. März dieses Jahres einen entsprechenden Entschließungsantrag eingebracht und beschlossen, in welchem aufgelistet ist, welche Härtefälle ausgeräumt werden. (Abg. Edlinger: "Abgefedert" und ausgenommen!) Wir sind aber nicht dazu da, jene Spitzenverdiener zu schonen, die neben ihrem Spitzeneinkommen auch noch steuerfrei eine Unfallrente beziehen. (Abg. Silhavy: Was ist ein Härtefall?) Das ist nicht unsere Aufgabe! (Abg. Silhavy: Wer hat denn das gesagt?) Wir haben für die Kleinen zu sorgen und nicht für die Reichen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Edlinger: ... wird sich freuen!)
Abg. Silhavy: Wer hat denn das gesagt?
Wir haben bereits am 1. März dieses Jahres einen entsprechenden Entschließungsantrag eingebracht und beschlossen, in welchem aufgelistet ist, welche Härtefälle ausgeräumt werden. (Abg. Edlinger: "Abgefedert" und ausgenommen!) Wir sind aber nicht dazu da, jene Spitzenverdiener zu schonen, die neben ihrem Spitzeneinkommen auch noch steuerfrei eine Unfallrente beziehen. (Abg. Silhavy: Was ist ein Härtefall?) Das ist nicht unsere Aufgabe! (Abg. Silhavy: Wer hat denn das gesagt?) Wir haben für die Kleinen zu sorgen und nicht für die Reichen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Edlinger: ... wird sich freuen!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Edlinger: ... wird sich freuen!
Wir haben bereits am 1. März dieses Jahres einen entsprechenden Entschließungsantrag eingebracht und beschlossen, in welchem aufgelistet ist, welche Härtefälle ausgeräumt werden. (Abg. Edlinger: "Abgefedert" und ausgenommen!) Wir sind aber nicht dazu da, jene Spitzenverdiener zu schonen, die neben ihrem Spitzeneinkommen auch noch steuerfrei eine Unfallrente beziehen. (Abg. Silhavy: Was ist ein Härtefall?) Das ist nicht unsere Aufgabe! (Abg. Silhavy: Wer hat denn das gesagt?) Wir haben für die Kleinen zu sorgen und nicht für die Reichen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Edlinger: ... wird sich freuen!)
Abg. Schwemlein – in Richtung des Abg. Dr. Khol deutend –: Khol hat das gesagt!
Meine Damen und Herren! Wenn es um Ihren Fristsetzungsantrag geht: Seit Wochen werfen Sie dieser Regierung vor, zu schnell, zu hastig, "speed kills" zu arbeiten. (Abg. Schwemlein – in Richtung des Abg. Dr. Khol deutend –: Khol hat das gesagt!) Dieser Ihr Fristsetzungsantrag steht unter dem Motto "speed kills quality"! Das ist Ihre Arbeit – eine schlechte Arbeit, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Wenn es um Ihren Fristsetzungsantrag geht: Seit Wochen werfen Sie dieser Regierung vor, zu schnell, zu hastig, "speed kills" zu arbeiten. (Abg. Schwemlein – in Richtung des Abg. Dr. Khol deutend –: Khol hat das gesagt!) Dieser Ihr Fristsetzungsantrag steht unter dem Motto "speed kills quality"! Das ist Ihre Arbeit – eine schlechte Arbeit, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Silhavy: ... geradezu menschenverachtend!
Ich sage Ihnen noch einmal: Diese Regierung wird die Problematik der Unfallrentenbesteuerung lösen. Wir machen Politik für die Menschen und nicht, wie Lacina und Co, gegen die Menschen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Silhavy: ... geradezu menschenverachtend!)
Abg. Jäger: Wir werden es so lange vorbringen, bis Sie bereit sind, diese Ungerechtigkeiten ...!
Abgeordneter Dr. Gottfried Feurstein (ÖVP): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Es ist jetzt das vierte Mal, dass wir dieses Thema außerhalb der Budgetverhandlungen als eigenen Tagesordnungspunkt behandeln. Meine Damen und Herren von der SPÖ! Ich möchte Ihnen noch einmal sagen ... (Abg. Jäger: Wir werden es so lange vorbringen, bis Sie bereit sind, diese Ungerechtigkeiten ...!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Hören Sie mir, bitte, zu! – Noch einmal: Jawohl, wir sind bereit, über die Unfallrentenbesteuerung zu reden, und wollen eine sachliche Diskussion zu diesem Thema einleiten! Dazu haben wir einen Entschließungsantrag eingebracht und die Regierung gebeten, eine Expertengruppe einzusetzen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das ist der erste Punkt, um dessen Beachtung ich bitte: Wir sind diesbezüglich gesprächsbereit! (Abg. Edlinger: Ambulanzgebühr!)
Abg. Edlinger: Ambulanzgebühr!
Hören Sie mir, bitte, zu! – Noch einmal: Jawohl, wir sind bereit, über die Unfallrentenbesteuerung zu reden, und wollen eine sachliche Diskussion zu diesem Thema einleiten! Dazu haben wir einen Entschließungsantrag eingebracht und die Regierung gebeten, eine Expertengruppe einzusetzen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das ist der erste Punkt, um dessen Beachtung ich bitte: Wir sind diesbezüglich gesprächsbereit! (Abg. Edlinger: Ambulanzgebühr!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Frau Abgeordnete Plank! Der kleine Unfallrentner wird von uns nicht besteuert. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Der kleine Unfallrentner wird nicht besteuert! Das möchte ich ganz klar sagen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Frau Abgeordnete Plank! Der kleine Unfallrentner wird von uns nicht besteuert. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Der kleine Unfallrentner wird nicht besteuert! Das möchte ich ganz klar sagen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dietachmayr: Realitätsverlust!
Wenn Sie unseren Entschließungsantrag gelesen hätten, so wüssten Sie das genau – und Sie haben ihn gelesen und wissen das (Abg. Dietachmayr: Realitätsverlust!), aber Sie wollen das nur nicht wahrhaben. (Abg. Edlinger: Die Menschen wissen, ob sie zahlen!) Sie wollen zu diesem Thema immer wieder ein politisches Theater aufziehen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dietachmayr: Realitätsverweigerung ist das!)
Abg. Edlinger: Die Menschen wissen, ob sie zahlen!
Wenn Sie unseren Entschließungsantrag gelesen hätten, so wüssten Sie das genau – und Sie haben ihn gelesen und wissen das (Abg. Dietachmayr: Realitätsverlust!), aber Sie wollen das nur nicht wahrhaben. (Abg. Edlinger: Die Menschen wissen, ob sie zahlen!) Sie wollen zu diesem Thema immer wieder ein politisches Theater aufziehen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dietachmayr: Realitätsverweigerung ist das!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dietachmayr: Realitätsverweigerung ist das!
Wenn Sie unseren Entschließungsantrag gelesen hätten, so wüssten Sie das genau – und Sie haben ihn gelesen und wissen das (Abg. Dietachmayr: Realitätsverlust!), aber Sie wollen das nur nicht wahrhaben. (Abg. Edlinger: Die Menschen wissen, ob sie zahlen!) Sie wollen zu diesem Thema immer wieder ein politisches Theater aufziehen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dietachmayr: Realitätsverweigerung ist das!)
Zwischenruf des Abg. Riepl.
Sie wollen nur ein politisches Theater, Sie sind nicht für eine sachliche Auseinandersetzung. Ich lade Sie ein, dass wir dann, wenn die Regierung den Expertenbericht vorlegt, dieses Thema sachlich miteinander verhandeln und behandeln und dass wir zu einem Ergebnis kommen, mit dem wir soziale Härten, die da entstehen können, beseitigen. – Das ist der zweite Punkt. (Zwischenruf des Abg. Riepl. )
Abg. Dr. Mertel: Wann war das?
Der dritte Punkt, den ich Ihnen nennen möchte und den ich schon in anderen Reden angesprochen habe, ist: Sie müssen mir das beantworten, was auch Minister Lacina in den Raum gestellt hat. Minister Lacina hat die Unfallrentenbesteuerung folgendermaßen begründet: Es war die Auffassung und Zielsetzung ... (Abg. Dr. Mertel: Wann war das?) 1988; das stammt aus dem Protokoll. (Abg. Dr. Mertel: Aha, 1988! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Mertel: Aha, 1988! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Der dritte Punkt, den ich Ihnen nennen möchte und den ich schon in anderen Reden angesprochen habe, ist: Sie müssen mir das beantworten, was auch Minister Lacina in den Raum gestellt hat. Minister Lacina hat die Unfallrentenbesteuerung folgendermaßen begründet: Es war die Auffassung und Zielsetzung ... (Abg. Dr. Mertel: Wann war das?) 1988; das stammt aus dem Protokoll. (Abg. Dr. Mertel: Aha, 1988! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Plank: Unfallrente wird nicht besteuert ...!
Lacina sagte: Es war die Auffassung und Zielsetzung, durch die Besteuerung beider – er meinte damit die Invalidenpension und die Unfallrente – zu einer Gleichbehandlung beizutragen. (Abg. Mag. Plank: Unfallrente wird nicht besteuert ...!)
Abg. Öllinger: Selbstverständlich!
Meine Damen und Herren! Frau Abgeordnete Plank! Wenn Sie mit behinderten Menschen reden, so werden Sie immer die Frage gestellt bekommen: Ich habe genau die gleiche Behinderung wie mein Nachbar, der Unfallrentner ist, warum bekomme ich nichts? – Diese Frage haben Sie bis heute nicht beantwortet. (Abg. Öllinger: Selbstverständlich!) Warum bekommt der Unfallrentner, der beide Arme nicht mehr hat, etwas steuerfrei (Abg. Edlinger: Alle werden gleich geschröpft!), was der andere, dem ebenfalls beide Arme fehlen, nicht bekommt? – Herr Öllinger, Sie können diese Frage beantworten. (Abg. Öllinger: Ich habe es Ihnen eh schon gesagt!)
Abg. Edlinger: Alle werden gleich geschröpft!
Meine Damen und Herren! Frau Abgeordnete Plank! Wenn Sie mit behinderten Menschen reden, so werden Sie immer die Frage gestellt bekommen: Ich habe genau die gleiche Behinderung wie mein Nachbar, der Unfallrentner ist, warum bekomme ich nichts? – Diese Frage haben Sie bis heute nicht beantwortet. (Abg. Öllinger: Selbstverständlich!) Warum bekommt der Unfallrentner, der beide Arme nicht mehr hat, etwas steuerfrei (Abg. Edlinger: Alle werden gleich geschröpft!), was der andere, dem ebenfalls beide Arme fehlen, nicht bekommt? – Herr Öllinger, Sie können diese Frage beantworten. (Abg. Öllinger: Ich habe es Ihnen eh schon gesagt!)
Abg. Öllinger: Ich habe es Ihnen eh schon gesagt!
Meine Damen und Herren! Frau Abgeordnete Plank! Wenn Sie mit behinderten Menschen reden, so werden Sie immer die Frage gestellt bekommen: Ich habe genau die gleiche Behinderung wie mein Nachbar, der Unfallrentner ist, warum bekomme ich nichts? – Diese Frage haben Sie bis heute nicht beantwortet. (Abg. Öllinger: Selbstverständlich!) Warum bekommt der Unfallrentner, der beide Arme nicht mehr hat, etwas steuerfrei (Abg. Edlinger: Alle werden gleich geschröpft!), was der andere, dem ebenfalls beide Arme fehlen, nicht bekommt? – Herr Öllinger, Sie können diese Frage beantworten. (Abg. Öllinger: Ich habe es Ihnen eh schon gesagt!)
Abg. Silhavy: Aber nicht allen was wegnehmen!
Meine Damen und Herren! Frau Silhavy! Diese Frage müssen auch wir den vielen behinderten Menschen in Österreich beantworten. (Abg. Silhavy: Aber nicht allen was wegnehmen!) Wir wollen keine Neidgenossenschaft unter den Behinderten, sondern wir wollen eine faire, klare
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Mit den Debattenbeiträgen, mit denen Sie heute wieder hierher getreten sind, schaffen Sie nicht den Boden und nicht die Grundlage für eine faire Auseinandersetzung darüber. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek. ) Ich bin dafür, dass wir auch mit den behinderten Menschen über dieses Thema reden. Wir werden mit ihnen reden, wenn wir von der Expertengruppe die Grundlagen bekommen. (Abg. Silhavy: Herr Abgeordneter Feurstein, wir reden schon mit diesen Menschen!) Wir sind gesprächsbereit. Aber die Fristsetzung brauchen wir zu diesem Thema nicht. (Abg. Silhavy: Bei der Ambulanzgebühr – da nehmen Sie den Menschen etwas weg!)
Abg. Silhavy: Herr Abgeordneter Feurstein, wir reden schon mit diesen Menschen!
Mit den Debattenbeiträgen, mit denen Sie heute wieder hierher getreten sind, schaffen Sie nicht den Boden und nicht die Grundlage für eine faire Auseinandersetzung darüber. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek. ) Ich bin dafür, dass wir auch mit den behinderten Menschen über dieses Thema reden. Wir werden mit ihnen reden, wenn wir von der Expertengruppe die Grundlagen bekommen. (Abg. Silhavy: Herr Abgeordneter Feurstein, wir reden schon mit diesen Menschen!) Wir sind gesprächsbereit. Aber die Fristsetzung brauchen wir zu diesem Thema nicht. (Abg. Silhavy: Bei der Ambulanzgebühr – da nehmen Sie den Menschen etwas weg!)
Abg. Silhavy: Bei der Ambulanzgebühr – da nehmen Sie den Menschen etwas weg!
Mit den Debattenbeiträgen, mit denen Sie heute wieder hierher getreten sind, schaffen Sie nicht den Boden und nicht die Grundlage für eine faire Auseinandersetzung darüber. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek. ) Ich bin dafür, dass wir auch mit den behinderten Menschen über dieses Thema reden. Wir werden mit ihnen reden, wenn wir von der Expertengruppe die Grundlagen bekommen. (Abg. Silhavy: Herr Abgeordneter Feurstein, wir reden schon mit diesen Menschen!) Wir sind gesprächsbereit. Aber die Fristsetzung brauchen wir zu diesem Thema nicht. (Abg. Silhavy: Bei der Ambulanzgebühr – da nehmen Sie den Menschen etwas weg!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Die Lösung muss eine faire Lösung für alle behinderten Menschen in Österreich sein, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Feurstein: ... Einkommensersatz!
Der Unterschied zwischen einer Leistung aus der gesetzlichen Unfallversicherung und einer Leistung aus der Invalidenpension ist der, dass die gesetzliche Unfallversicherung den Schadenersatzanspruch eines Arbeitnehmers gegenüber seinem Unternehmer regelt. (Abg. Dr. Feurstein: ... Einkommensersatz!) – Das ist kein Einkommensersatz, Herr Kollege Feurstein, und das wissen Sie auch. Diese Komponente ist zwar integriert, aber in erster Linie wird damit das Haftungsprivileg des Unternehmers abgelöst. (Abg. Verzetnitsch – in Richtung ÖVP –: Euer eigener Antrag!) Das ist der Punkt! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Verzetnitsch – in Richtung ÖVP –: Euer eigener Antrag!
Der Unterschied zwischen einer Leistung aus der gesetzlichen Unfallversicherung und einer Leistung aus der Invalidenpension ist der, dass die gesetzliche Unfallversicherung den Schadenersatzanspruch eines Arbeitnehmers gegenüber seinem Unternehmer regelt. (Abg. Dr. Feurstein: ... Einkommensersatz!) – Das ist kein Einkommensersatz, Herr Kollege Feurstein, und das wissen Sie auch. Diese Komponente ist zwar integriert, aber in erster Linie wird damit das Haftungsprivileg des Unternehmers abgelöst. (Abg. Verzetnitsch – in Richtung ÖVP –: Euer eigener Antrag!) Das ist der Punkt! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Der Unterschied zwischen einer Leistung aus der gesetzlichen Unfallversicherung und einer Leistung aus der Invalidenpension ist der, dass die gesetzliche Unfallversicherung den Schadenersatzanspruch eines Arbeitnehmers gegenüber seinem Unternehmer regelt. (Abg. Dr. Feurstein: ... Einkommensersatz!) – Das ist kein Einkommensersatz, Herr Kollege Feurstein, und das wissen Sie auch. Diese Komponente ist zwar integriert, aber in erster Linie wird damit das Haftungsprivileg des Unternehmers abgelöst. (Abg. Verzetnitsch – in Richtung ÖVP –: Euer eigener Antrag!) Das ist der Punkt! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Dann haben Sie sehr schnell die Situation, dass die Unternehmen natürlich auf das Privatrecht verwiesen sind, sodass dann jedes einzelne Unternehmen dem Arbeitnehmer auf dem individuellen Weg, also über private Klagen, den Schaden abgelten muss. Das ist dann die amerikanische Situation. Das wollen Sie haben, aber nicht wir! Wir haben ein hervorragendes System der gesetzlichen Unfallversicherung. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dr. Pumberger: Keine Sorge!
Sie, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien, haben genauso wie wir ein freies Mandat. Sie haben genauso diese vom österreichischen Volk gegebene Möglichkeit, und Sie sind sogar verpflichtet dazu, sich hier gemäß Ihrem freien Mandat zu verhalten. (Abg. Dr. Pumberger: Keine Sorge!) Deprimierend ist, dass Sie, wenn schon nicht vorher so doch spätestens durch die Wahlergebnisse belehrt, wissen, dass diese Regelung falsch ist, dass Sie nicht bei den Menschen ankommt.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Großruck: Unerhört! – Abg. Mag. Kukacka: Nehmen Sie das zurück!
Meine Damen und Herren! Mich deprimiert, dass wir hier gegen Phantome diskutieren. Na klar, Sie werden so abstimmen, wie Sie immer abgestimmt haben. Sie scheren sich keinen Deut um Ihr Wissen! Ob das verfassungswidrig ist, ob das ungerecht ist, ob das hart ist oder ob das ökonomisch problematisch ist, Sie scheren sich nicht darum. Sie stimmen ab, weil Herr Khol Sie am Nasenring durch das Parlament führt. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Großruck: Unerhört! – Abg. Mag. Kukacka: Nehmen Sie das zurück!)
Abg. Schwarzenberger: Lernen Sie Anstand! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Das ist der Punkt: Es ist Ihnen egal! Immer in solchen entscheidenden Situationen hat die Fraktionsdisziplin über alles andere gesiegt. Immer in solchen entscheidenden Situationen, ob die allein erziehenden Frauen betroffen waren – und ich kann mich noch gut daran erinnern – oder andere Bevölkerungsgruppen, denen man bestimmte Rechte vorenthalten hat. Das wissen Sie auch, Kollege Feurstein! (Abg. Schwarzenberger: Lernen Sie Anstand! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Abgeordneter Karl Öllinger (fortsetzend): Ich nehme Abstand von diesem Ausdruck, und ersetzte ihn durch: Herr Zuchtmeister Khol. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Ich meine, es muss möglich sein, hier klar festzustellen, dass diese Fraktionsdisziplin, diese Fraktionszwänge in einem Parlament, das dem freien Mandat verpflichtet ist, nichts zu suchen haben, meine Damen und Herren. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Mag. Schweitzer: Die Redezeit ist abgelaufen! – Zwischenruf der Abg. Silhavy. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Mag. Schweitzer: Die Redezeit ist abgelaufen! – Zwischenruf der Abg. Silhavy. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordneter Karl Öllinger (fortsetzend): Ich nehme Abstand von diesem Ausdruck, und ersetzte ihn durch: Herr Zuchtmeister Khol. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Ich meine, es muss möglich sein, hier klar festzustellen, dass diese Fraktionsdisziplin, diese Fraktionszwänge in einem Parlament, das dem freien Mandat verpflichtet ist, nichts zu suchen haben, meine Damen und Herren. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Mag. Schweitzer: Die Redezeit ist abgelaufen! – Zwischenruf der Abg. Silhavy. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Mag. Schweitzer: Letztklassig! – Abg. Dr. Pumberger: Seien Sie unbesorgt! – Abg. Ing. Westenthaler: Damit haben Sie wieder Ihre Letztklassigkeit unter Beweis gestellt! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Es muss möglich sein, darüber zu sprechen, dass es ein freies Mandat gibt und nicht ein an die Fraktionsdisziplin gebundenes Mandat. Das sollten Sie ernst nehmen! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Mag. Schweitzer: Letztklassig! – Abg. Dr. Pumberger: Seien Sie unbesorgt! – Abg. Ing. Westenthaler: Damit haben Sie wieder Ihre Letztklassigkeit unter Beweis gestellt! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Edlinger: Wo ist Gaugg? – Abg. Ing. Westenthaler – neben seinem Platz stehend –: Wo ist Nürnberger, wo ist Kostelka?
Wir kommen nunmehr zur Abstimmung über den Antrag, dem Finanzausschuss zur Berichterstattung über den Antrag 387/A der Abgeordneten Dr. Gusenbauer und Genossen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Einkommensteuergesetz 1988 geändert wird, eine Frist bis 9. Mai 2001 zu setzen. (Abg. Edlinger: Wo ist Gaugg? – Abg. Ing. Westenthaler – neben seinem Platz stehend –: Wo ist Nürnberger, wo ist Kostelka?)
Beifall bei der SPÖ, weil auch Abg. Ing. Westenthaler steht.
Ich ersuche jene Damen und Herren, die für den Fristsetzungsantrag sind, um ein Zeichen der Zustimmung. (Beifall bei der SPÖ, weil auch Abg. Ing. Westenthaler steht.) – Ich stelle fest, das ist die Minderheit und damit abgelehnt. (Abg. Riepl: Bravo Westenthaler! Er hat das unterstützt!)
Abg. Riepl: Bravo Westenthaler! Er hat das unterstützt!
Ich ersuche jene Damen und Herren, die für den Fristsetzungsantrag sind, um ein Zeichen der Zustimmung. (Beifall bei der SPÖ, weil auch Abg. Ing. Westenthaler steht.) – Ich stelle fest, das ist die Minderheit und damit abgelehnt. (Abg. Riepl: Bravo Westenthaler! Er hat das unterstützt!)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Reinhold Mitterlehner (ÖVP) (fortsetzend): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich darf noch kurz an die vorhergehende Debatte anschließen: Herr Kollege Öllinger! Wir von der Wirtschaft waren nicht unbedingt begeistert von der Regelung, aber wir wissen auch, was eine bestimmte Disziplin und eine Gesamtregelung bedeuten. Daher brauchen wir auch keine "Zuchtmeister", wie Sie es sagten, sondern wir haben eine Linie, und die gehen wir gemeinsam, und jetzt prüfen wir eben gemeinsam, ob es nicht eine bessere Lösung gibt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Sie haben heute auch die EU-Statistik und unsere eigene angesprochen. Es ist jedoch nicht entscheidend, nach welchen Werten man vorgeht, sondern entscheidend ist, dass wir immer noch und über den ganze Zeitraum hinweg eine wesentlich bessere Entwicklung haben als die Europäischen Union insgesamt. Das ist der Punkt! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und des Abg. Mag. Schender.
Meine Damen und Herren! Mitgliederorientiert, mitarbeiterorientiert, bürgerorientiert zu sein, das heißt auch, die Sozialpartnerschaft wieder in den Vordergrund zu rücken. Das wird unserem Land sicherlich Erfolg bringen. (Beifall bei der ÖVP und des Abg. Mag. Schender. )
Abg. Böhacker: Krankjammerei! – Abg. Mag. Schweitzer: Die Zahl der Nächtigungen geht aber in die Höhe!
Abgeordneter Emmerich Schwemlein (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Meine Damen und Herren! Wenn man über das Budgetkapitel Wirtschaft diskutiert, ist es höchst an der Zeit, sich einmal intensiver über einen gerade vorhin gelobten, aber doch – und da werden mir, so denke ich, alle zustimmen – bereits angeschlagenen Wirtschaftsbereich zu unterhalten, und zwar über den Tourismus. (Abg. Böhacker: Krankjammerei! – Abg. Mag. Schweitzer: Die Zahl der Nächtigungen geht aber in die Höhe!)
Abg. Mag. Schweitzer: Was sagst du dazu, dass die Zahl der Nächtigungen steigt?
Wenn man das Gesamtbudget anschaut und dagegen hält, wie die Freizeit- und Tourismuswirtschaft dotiert ist, kann man nur feststellen, dass der Budgetansatz für die Freizeit- und Tourismuswirtschaft unterdotiert ist. (Abg. Mag. Schweitzer: Was sagst du dazu, dass die Zahl der Nächtigungen steigt?) Es ist mehr als traurig – und ich kann das all jenen mit einer Graphik belegen (der Redner hält eine Graphik in die Höhe), die es nicht gelesen haben –, dass die Förderungen leider zurückgehen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Schweitzer. – Gegenruf der Abg. Heinisch-Hosek. ) Es wird zwar auch darüber berichtet, was anscheinend im heurigen Jahr an zusätzlichen Zahlungen fließen soll – dankenswerterweise, möchte ich gleich einschieben (Abg. Mag. Schweitzer: Wir fördern durch die Politik!); Frau Staatssekretärin! Über die Situation in Kaprun bin ich sehr froh! –, aber in der Summe schaut es nicht gut aus. (Zwischenruf des Abg. Mag. Schweitzer. ) Wir werden uns über so manches unterhalten müssen.
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Schweitzer. – Gegenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Wenn man das Gesamtbudget anschaut und dagegen hält, wie die Freizeit- und Tourismuswirtschaft dotiert ist, kann man nur feststellen, dass der Budgetansatz für die Freizeit- und Tourismuswirtschaft unterdotiert ist. (Abg. Mag. Schweitzer: Was sagst du dazu, dass die Zahl der Nächtigungen steigt?) Es ist mehr als traurig – und ich kann das all jenen mit einer Graphik belegen (der Redner hält eine Graphik in die Höhe), die es nicht gelesen haben –, dass die Förderungen leider zurückgehen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Schweitzer. – Gegenruf der Abg. Heinisch-Hosek. ) Es wird zwar auch darüber berichtet, was anscheinend im heurigen Jahr an zusätzlichen Zahlungen fließen soll – dankenswerterweise, möchte ich gleich einschieben (Abg. Mag. Schweitzer: Wir fördern durch die Politik!); Frau Staatssekretärin! Über die Situation in Kaprun bin ich sehr froh! –, aber in der Summe schaut es nicht gut aus. (Zwischenruf des Abg. Mag. Schweitzer. ) Wir werden uns über so manches unterhalten müssen.
Abg. Mag. Schweitzer: Wir fördern durch die Politik!
Wenn man das Gesamtbudget anschaut und dagegen hält, wie die Freizeit- und Tourismuswirtschaft dotiert ist, kann man nur feststellen, dass der Budgetansatz für die Freizeit- und Tourismuswirtschaft unterdotiert ist. (Abg. Mag. Schweitzer: Was sagst du dazu, dass die Zahl der Nächtigungen steigt?) Es ist mehr als traurig – und ich kann das all jenen mit einer Graphik belegen (der Redner hält eine Graphik in die Höhe), die es nicht gelesen haben –, dass die Förderungen leider zurückgehen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Schweitzer. – Gegenruf der Abg. Heinisch-Hosek. ) Es wird zwar auch darüber berichtet, was anscheinend im heurigen Jahr an zusätzlichen Zahlungen fließen soll – dankenswerterweise, möchte ich gleich einschieben (Abg. Mag. Schweitzer: Wir fördern durch die Politik!); Frau Staatssekretärin! Über die Situation in Kaprun bin ich sehr froh! –, aber in der Summe schaut es nicht gut aus. (Zwischenruf des Abg. Mag. Schweitzer. ) Wir werden uns über so manches unterhalten müssen.
Zwischenruf des Abg. Mag. Schweitzer.
Wenn man das Gesamtbudget anschaut und dagegen hält, wie die Freizeit- und Tourismuswirtschaft dotiert ist, kann man nur feststellen, dass der Budgetansatz für die Freizeit- und Tourismuswirtschaft unterdotiert ist. (Abg. Mag. Schweitzer: Was sagst du dazu, dass die Zahl der Nächtigungen steigt?) Es ist mehr als traurig – und ich kann das all jenen mit einer Graphik belegen (der Redner hält eine Graphik in die Höhe), die es nicht gelesen haben –, dass die Förderungen leider zurückgehen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Schweitzer. – Gegenruf der Abg. Heinisch-Hosek. ) Es wird zwar auch darüber berichtet, was anscheinend im heurigen Jahr an zusätzlichen Zahlungen fließen soll – dankenswerterweise, möchte ich gleich einschieben (Abg. Mag. Schweitzer: Wir fördern durch die Politik!); Frau Staatssekretärin! Über die Situation in Kaprun bin ich sehr froh! –, aber in der Summe schaut es nicht gut aus. (Zwischenruf des Abg. Mag. Schweitzer. ) Wir werden uns über so manches unterhalten müssen.
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Lieber Kollege Schweitzer! Du kannst noch eine Stunde da stehen, und du wirst von Freizeit- und Tourismuswirtschaft nichts verstehen, aber überhaupt nichts! (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.) Wenn du glaubst, dass Freizeit- und Tourismuswirtschaft auf dem Golfplatz in Tatzmannsdorf stattfindet, dann irrst du dich! Das ist weitaus mehr, Kollege Schweitzer! Setz dich hin, und lern dazu! Lern dazu, das ist viel gescheiter! (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Schweitzer und Böhacker. )
Neuerlicher Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Schweitzer und Böhacker.
Lieber Kollege Schweitzer! Du kannst noch eine Stunde da stehen, und du wirst von Freizeit- und Tourismuswirtschaft nichts verstehen, aber überhaupt nichts! (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.) Wenn du glaubst, dass Freizeit- und Tourismuswirtschaft auf dem Golfplatz in Tatzmannsdorf stattfindet, dann irrst du dich! Das ist weitaus mehr, Kollege Schweitzer! Setz dich hin, und lern dazu! Lern dazu, das ist viel gescheiter! (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Schweitzer und Böhacker. )
Der Redner wendet sich an den den Vorsitz führenden Präsidenten Dr. Fasslabend.
Meine Damen und Herren! Ein ganz wesentlicher Verlust – ein ganz wesentlicher Punkt ... (Der Redner wendet sich an den den Vorsitz führenden Präsidenten Dr. Fasslabend.) Mache ich jetzt eine Doppelconference mit irgendeinem kleinen Lehrer, oder rede ich allein? Was ist jetzt? (Zwischenruf des Abg. Mag. Schweitzer. ) Mache ich eine Doppelconference mit einem kleinen Lehrer, oder rede ich? (Abg. Mag. Schweitzer: Das machst du nämlich immer! Deswegen zeigen wir dir das jetzt!)
Zwischenruf des Abg. Mag. Schweitzer.
Meine Damen und Herren! Ein ganz wesentlicher Verlust – ein ganz wesentlicher Punkt ... (Der Redner wendet sich an den den Vorsitz führenden Präsidenten Dr. Fasslabend.) Mache ich jetzt eine Doppelconference mit irgendeinem kleinen Lehrer, oder rede ich allein? Was ist jetzt? (Zwischenruf des Abg. Mag. Schweitzer. ) Mache ich eine Doppelconference mit einem kleinen Lehrer, oder rede ich? (Abg. Mag. Schweitzer: Das machst du nämlich immer! Deswegen zeigen wir dir das jetzt!)
Abg. Mag. Schweitzer: Das machst du nämlich immer! Deswegen zeigen wir dir das jetzt!
Meine Damen und Herren! Ein ganz wesentlicher Verlust – ein ganz wesentlicher Punkt ... (Der Redner wendet sich an den den Vorsitz führenden Präsidenten Dr. Fasslabend.) Mache ich jetzt eine Doppelconference mit irgendeinem kleinen Lehrer, oder rede ich allein? Was ist jetzt? (Zwischenruf des Abg. Mag. Schweitzer. ) Mache ich eine Doppelconference mit einem kleinen Lehrer, oder rede ich? (Abg. Mag. Schweitzer: Das machst du nämlich immer! Deswegen zeigen wir dir das jetzt!)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Präsident Dr. Werner Fasslabend: Herr Abgeordneter! Sie wissen, dass es Zwischenrufe gibt. Sie sind selbst einer, der dieses Instrument ausgiebigst ausnutzt. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Wenn der Anschein einer Doppelrede entsteht, dann werde ich sicherlich darauf zurückkommen. – Bitte.
Abg. Grabner: Dass es nicht stimmt!
Meine Damen und Herren! Ich halte überhaupt nichts davon – und damit gehe ich auf einen Zwischenruf ein, den ich vorhin hörte –, irgendeinen Wirtschaftsbereich krankzureden, ich halte aber auch gar nichts davon, ihn hochzujubeln, wissend, dass wir Probleme haben. (Abg. Grabner: Dass es nicht stimmt!)
Abg. Böhacker: Ja, warum denn? – Abg. Mag. Schweitzer: Weil die Sozialisten kein Geld dafür hatten! – Abg. Zweytick: Die Betriebe gibt es zum Teil deswegen nicht mehr!
Herr Kollege Mitterlehner! Ich bin sehr froh, wenn Sie Freizeit- und Tourismuswirtschaft positiv sehen – und ich nehme an, dass Sie das auch auf Grund Ihrer beruflichen Funktion machen –, aber ich bitte Sie – und ich weiß, dass Sie es besser wissen –: Schauen Sie doch in die Betriebe hinein! Es schaut die Realität ganz anders aus! Da geht es nicht darum, ob es da oder dort ein Umsatz-Plus oder ein Nächtigungs-Plus gibt, sondern da geht es darum, dass wir in Österreich tausende Betriebe haben, die allerdringendst Hilfe brauchen, weil sie durch Jahrzehnte, möchte ich schon fast sagen, aber seit zehn Jahren mindestens, nichts mehr investiert haben. Die sind nicht in der Lage, mehr anzubieten! (Abg. Böhacker: Ja, warum denn? – Abg. Mag. Schweitzer: Weil die Sozialisten kein Geld dafür hatten! – Abg. Zweytick: Die Betriebe gibt es zum Teil deswegen nicht mehr!) Entscheidend ist, dass wir diesen Betrieben helfen, damit sie auf dem Markt überhaupt eine Chance haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Kollege Mitterlehner! Ich bin sehr froh, wenn Sie Freizeit- und Tourismuswirtschaft positiv sehen – und ich nehme an, dass Sie das auch auf Grund Ihrer beruflichen Funktion machen –, aber ich bitte Sie – und ich weiß, dass Sie es besser wissen –: Schauen Sie doch in die Betriebe hinein! Es schaut die Realität ganz anders aus! Da geht es nicht darum, ob es da oder dort ein Umsatz-Plus oder ein Nächtigungs-Plus gibt, sondern da geht es darum, dass wir in Österreich tausende Betriebe haben, die allerdringendst Hilfe brauchen, weil sie durch Jahrzehnte, möchte ich schon fast sagen, aber seit zehn Jahren mindestens, nichts mehr investiert haben. Die sind nicht in der Lage, mehr anzubieten! (Abg. Böhacker: Ja, warum denn? – Abg. Mag. Schweitzer: Weil die Sozialisten kein Geld dafür hatten! – Abg. Zweytick: Die Betriebe gibt es zum Teil deswegen nicht mehr!) Entscheidend ist, dass wir diesen Betrieben helfen, damit sie auf dem Markt überhaupt eine Chance haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Schweitzer: Tun S’ es verkehrt herum lesen!
Meine Damen und Herren! Nun zu einem ebenfalls ganz wesentlichen Punkt, und da bin ich der Frau Staatssekretärin dankbar für eine Presseaussendung, die sie heute gemacht hat. Frau Staatssekretärin! Sie schreiben über das Programm "LEADER+". Wie wir gehört haben, sind 2,2 Milliarden Schilling für Österreich beschlossen worden. (Abg. Mag. Schweitzer: Tun S’ es verkehrt herum lesen!): Und was steht nun in der genannten Presseaussendung der Frau Staatssekretärin, meine Damen und Herren? – Stellen Sie sich das einmal vor! – Die Frau Staatssekretärin stellt fest, die 2,2 Milliarden Schilling sind primär für Förderungen auf dem Agrarsektor gedacht.
Zwischenruf bei der SPÖ. – Abg. Schwarzenberger: Sie sind für mich einfach zu "intelligent"!
Liebe Frau Staatssekretärin! Hier möchte ich Sie eines Besseren belehren: Tatsache ist, dass all diese Förderprogramme in der Vergangenheit eben nur von der Landwirtschaft genutzt wurden. Das war aber ein Fehler insbesondere dieser Regierung, Frau Staatssekretärin! Das heißt unter dem Strich nichts anderes: Der ländliche Raum soll gefördert werden, und im ländlichen Raum müssen Sie jene fördern, die auch die größten Chancen haben. Die Landwirtschaft hat so viel Förderprogramme, dass Kollege Schwarzenberger sie wahrscheinlich gar nicht aufzählen kann. (Zwischenruf bei der SPÖ. – Abg. Schwarzenberger: Sie sind für mich einfach zu "intelligent"!) Daher müssen wir für die Tourismuswirtschaft aus diesem Bereich auf alle Fälle Mittel lukrieren. Ich bitte Sie, mir zu sagen, welche konkreten Ziele, Maßnahmen Sie haben, um aus diesem Programm "LEADER+" Mittel für die österreichische Freizeit- und Tourismuswirtschaft zu lukrieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Liebe Frau Staatssekretärin! Hier möchte ich Sie eines Besseren belehren: Tatsache ist, dass all diese Förderprogramme in der Vergangenheit eben nur von der Landwirtschaft genutzt wurden. Das war aber ein Fehler insbesondere dieser Regierung, Frau Staatssekretärin! Das heißt unter dem Strich nichts anderes: Der ländliche Raum soll gefördert werden, und im ländlichen Raum müssen Sie jene fördern, die auch die größten Chancen haben. Die Landwirtschaft hat so viel Förderprogramme, dass Kollege Schwarzenberger sie wahrscheinlich gar nicht aufzählen kann. (Zwischenruf bei der SPÖ. – Abg. Schwarzenberger: Sie sind für mich einfach zu "intelligent"!) Daher müssen wir für die Tourismuswirtschaft aus diesem Bereich auf alle Fälle Mittel lukrieren. Ich bitte Sie, mir zu sagen, welche konkreten Ziele, Maßnahmen Sie haben, um aus diesem Programm "LEADER+" Mittel für die österreichische Freizeit- und Tourismuswirtschaft zu lukrieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Schwemlein: Dann tun Sie etwas!
Zu den betrieblichen Kennzahlen erlauben Sie mir schon die Bemerkung: Ich bin vier Jahre hier als Abgeordnete an das Rednerpult getreten, und auf der Regierungsbank saß ein sozialdemokratischer Finanzminister. Wie oft habe ich da die dramatische Situation der Betriebe hervorgestrichen, und wie oft habe ich gerade auch aus Ihrem Mund und von Ihrem Minister gehört, ich würde den Tourismus krankreden! Es ist nie zur Kenntnis genommen worden, wie dramatisch die Eigenkapitalsituation in den Betrieben ist und wie dramatisch schlecht die Rahmenbedingungen – auch die steuerlichen – für die Betriebe in Österreich sind. Ich muss sagen: Es gilt dafür zu sorgen, dass die Betriebe endlich aus eigener Kraft die nötige Kapitalkraft erwirtschaften und endlich einmal Gewinne machen können. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Schwemlein: Dann tun Sie etwas!)
Abg. Schwemlein: Sie sind jetzt in der Regierung!
Es ist auf die Versäumnisse der letzten zwei Jahrzehnte zurückzuführen, dass wir uns in dieser Situation befinden. (Abg. Schwemlein: Sie sind jetzt in der Regierung!) Sie werden sich wundern, wenn ich sage – auch wenn Sie es nicht hören wollen –: Ich bin sehr optimistisch, dass es uns gelingen wird, nach der Budgetkonsolidierung eine wirkliche steuerliche Erleichterung auch für die touristischen Betriebe zu ermöglichen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es ist auf die Versäumnisse der letzten zwei Jahrzehnte zurückzuführen, dass wir uns in dieser Situation befinden. (Abg. Schwemlein: Sie sind jetzt in der Regierung!) Sie werden sich wundern, wenn ich sage – auch wenn Sie es nicht hören wollen –: Ich bin sehr optimistisch, dass es uns gelingen wird, nach der Budgetkonsolidierung eine wirkliche steuerliche Erleichterung auch für die touristischen Betriebe zu ermöglichen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir haben aber – das ist nicht abzustreiten – nach dem letzten Winter wiederum und trotz nicht immer idealer Schneelage eine Rekordwintersaison zu verzeichnen, deren Ausmaß mich selbst verwundert. Es zeigt sich, dass die in den letzten Jahren erfolgten Milliardeninvestitionen in Beschneiungsanlagen wirklich Erfolg bringen, denn dadurch sind wir im Winter wetterunabhängig, schneeunabhängig geworden. Das ist ein großer Erfolg. Mein Dank gilt da auch den Liftgesellschaften, die das zusammen mit dem Bund und mit den Ländern immerhin mitfinanziert haben. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zum Tourismusbudget: Es ist etwas verwirrend und aus den Budgetzahlen nicht ganz klar ersichtlich, aber ich kann es Ihnen sagen: Der Großteil ist, wie Sie wissen, bei der ÖHT konzentriert; wir haben schon das letzte Mal darüber gesprochen. Es ist ein großer Wurf, dass die Tourismusförderungen endlich an einer Stelle konzentriert sind. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Einem: Mit einer Million? Fürchten Sie nicht, dass das ein bisschen wenig ist?
In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass das Schutzhütten-Programm nahezu zur Gänze aufrecht erhalten geblieben ist. Das ist wichtig für Österreich! Wir wissen, wie wichtig gerade für unsere Berge, für die Bergwelt, für das Wandern die Schutzhütten sind. Es freut mich auch ganz besonders, dass sich der Bergrettungsdienst nach wie vor mit einer Million Schilling im Budget wiederfindet, denn gerade die Bergrettung ist ein wichtiger Faktor. Ich sage immer: Die Sicherheit in unseren Bergen, das Bewusstsein, dass ich, sollte etwas passieren, gerettet werde, ist einfach ein Vorteil, den Österreich zu bieten hat. In anderen Ländern ist das bei weitem nicht so. Wir haben bei der Bergrettung einen Deckungsgrad von – man kann sagen – 100 Prozent. (Abg. Dr. Einem: Mit einer Million? Fürchten Sie nicht, dass das ein bisschen wenig ist?)
Abg. Verzetnitsch: Ändern Sie das ...!
Ich erwähne es hier in diesem Hohen Haus, weil es vielleicht manche nicht wissen: Wenn heute ein Cafetier in einem Kaffeehaus oder der Betreiber eines kleinen Restaurants mit einer kleinen Speisekarte – ich spreche jetzt von der kleinen Speisekarte! – einen Lehrling ausbilden will, dann darf dieses Kaffeehaus oder dieses kleine Restaurant nicht einmal einen Lehrling im Service ausbilden, weil die Speisekarte zu klein ist. – Bitte schön, das darf es doch heutzutage nicht mehr geben! (Abg. Verzetnitsch: Ändern Sie das ...!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Zweytick: Aber ein paar Saisonniers brauchen wir schon noch!
Sie wissen genau, dass wir die Sozialpartner dazu brauchen, und deshalb betone ich: Hier sehe ich viele Chancen! – Ich habe für meine Idee der Modullehre bereits Mitstreiter in der Wirtschaftskammer Salzburg. Ich habe auch Mitstreiter in der Fachgruppe Hotellerie, die es zustande gebracht haben, die "Etagen-Fachkraft" mit einer zweijährigen Lehre zu ermöglichen. Was dort möglich ist, muss doch auch im Bereich der Gastronomie möglich sein! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Zweytick: Aber ein paar Saisonniers brauchen wir schon noch!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Verzetnitsch.
Ich glaube, damit wäre ein gewisses Nachwuchsproblem mit einem Schlag gelöst. Man gibt den jungen Menschen endlich Chancen in diesem Beruf. Wir brauchen doch – und das ist mir auch ganz wichtig – die österreichische Identität bei den Fachkräften, bei den Arbeitskräften im Umgang mit dem Gast. Es kann doch nicht immer nur der Ruf nach Saisonniers erfolgen! Es geht sonst unser gutes österreichisches Produkt, nämlich die sprichwörtliche österreichische Gastfreundschaft, mittelfristig, langfristig kaputt. Das wollen wir alle nicht, deshalb bitte ich Sie hier von dieser Stelle aus, im Rahmen der Sozialpartnerschaft diesbezüglich tätig zu werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Verzetnitsch. )
Abg. Schwemlein: Was ist mit LEADER?
Nur einen Satz noch zu Frau Kollegin Haidlmayr, die jetzt nicht mehr anwesend ist (Abg. Schwemlein: Was ist mit LEADER?): Zu ihrer Kritik, dass die Quote bei den Behinderten nicht ausgeschöpft worden wäre, kann ich nur sagen, dass sie sogar mehr als doppelt ausgeschöpft wurde. Vielleicht können Sie ihr das ausrichten! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Schwemlein: Was tun Sie mit LEADER? Was machen Sie mit LEADER?)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Schwemlein: Was tun Sie mit LEADER? Was machen Sie mit LEADER?
Nur einen Satz noch zu Frau Kollegin Haidlmayr, die jetzt nicht mehr anwesend ist (Abg. Schwemlein: Was ist mit LEADER?): Zu ihrer Kritik, dass die Quote bei den Behinderten nicht ausgeschöpft worden wäre, kann ich nur sagen, dass sie sogar mehr als doppelt ausgeschöpft wurde. Vielleicht können Sie ihr das ausrichten! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Schwemlein: Was tun Sie mit LEADER? Was machen Sie mit LEADER?)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Schwemlein: Was ist mit LEADER? – Abg. Verzetnitsch: Sie können sofort zwischenbetrieblich ausbilden! Das können Sie sofort tun!
Sie werden diesen Bericht zeitgerecht bekommen. Es werden neue Aspekte darin enthalten sein, die ich gemeinsam mit Ihnen erarbeitet habe, und ich freue mich schon auf eine Diskussion darüber. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Schwemlein: Was ist mit LEADER? – Abg. Verzetnitsch: Sie können sofort zwischenbetrieblich ausbilden! Das können Sie sofort tun!)
Abg. Dr. Mertel: Der falsche Satz im falschen Kapitel!
Abgeordneter Mag. Rüdiger Schender (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrte Frau Staatssekretär! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Wenn man diese Debatte über das Budgetkapitel "Wirtschaft und Arbeit" aufmerksam verfolgt hat, so ist man eigentlich erschüttert darüber, zu welchen Mitteln Sie von Rot und Grün greifen, um zu verunsichern, zu polarisieren, zu versuchen, Menschen auseinander zu dividieren. (Abg. Dr. Mertel: Der falsche Satz im falschen Kapitel!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Klassenkampf ist out! Frau Kollegin Mertel, Klassenkampf ist out! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt wieder den Vorsitz.
Es hat keinen Sinn, zu versuchen, Arbeitgeberseite und Arbeitnehmerseite auseinander zu dividieren. Beide sind aufeinander angewiesen. Beide müssen und wollen miteinander arbeiten und wollen auch für unsere Wirtschaft etwas weiterbringen. (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt wieder den Vorsitz.)
Abg. Binder: Haben Sie das auswendig gelernt?
Daher nehmen Sie bitte zur Kenntnis, dass Wirtschaftspolitik mehr ist als Klassenkampf, dass es mehr bedarf, als gewisse Bereiche krankzujammern, vielmehr müssen wir mit gezielten Aktivitäten unsere Wirtschaft vorantreiben. Es hat keinen Sinn, wenn Sie hier alte marxistische Hüte aus dem Fundus der Vergangenheit hervorzaubern, denn diese Dinge, meine Damen und Herren, haben sich bereits einmal als der falsche Weg erwiesen. (Abg. Binder: Haben Sie das auswendig gelernt?)
Abg. Binder: Haben Sie die Sätze aus der Burger-Fibel abgeschrieben?
Wir treffen uns auf dieser Ebene nicht, und zwar deshalb, weil diese Ihre Konzepte überholt sind und weil sie letztendlich auch gar niemanden mehr interessieren. Sie sollten endlich einsehen, dass Sie damit jämmerlich gescheitert sind! Sie haben den Staat an den Rand des Ruins gebracht. Sie haben Ihre eigene Parteikasse an den Rand des Konkurses gebracht – Sie können sie wahrscheinlich nur mehr mit Schnorrbriefen an Ihre Mitglieder aufpäppeln –, und Sie haben, sobald Sie in der Wirtschaft agiert haben, bewiesen, dass Sie eine Gefahr für die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in Österreich sind. (Abg. Binder: Haben Sie die Sätze aus der Burger-Fibel abgeschrieben?)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ihre Konzepte haben keine Zukunft. Wir hingegen stehen für Sanierung. Wir stehen für das Nulldefizit. Wir stehen für die Zukunft der jungen Menschen in unserem Land, und wir stehen für Innovation, Ordoliberalismus und für soziale Qualität statt Bevormundung. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Trinkl: Wenn sie so nah sind, tun sie besonders weh!
Abgeordneter Dkfm. Dr. Hannes Bauer (SPÖ): Geschätzter Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Zunächst möchte ich zu den von meinem Vorredner erwähnten Pleiten sagen: Solche Pleiten sind immer unangenehm! (Abg. Dr. Trinkl: Wenn sie so nah sind, tun sie besonders weh!) Aber es gibt jedes Jahr leider viele Insolvenzfälle, nicht nur jene, die hier zitiert wurden. Dies muss auch einmal gesagt werden!
Abg. Verzetnitsch: Arbeitnehmerschutz!
Zweitens möchte ich meine Freude darüber zum Ausdruck bringen, dass wir nun die Renaissance der Sozialpartnerschaft feiern. Es wurde heute wiederholt auf die Bedeutung der Sozialpartner hingewiesen. Sie sind so dankbar, dass sie gestern eine gute Lösung im Bereich des Arbeitsmarktes (Abg. Verzetnitsch: Arbeitnehmerschutz!) – konkret im Arbeitnehmerschutzbereich und auch in anderen Bereichen des Arbeitsmarktes gibt es Diskussionen – gefunden haben.
Abg. Zweytick: Führt auch nicht dazu!
Wir sind auch der Auffassung, dass die Arbeitskraft in Österreich in Folge der hohen Lohnnebenkosten zu teuer ist. Und wir sind durchaus auch der Meinung, dass man die Lohnnebenkosten reduzieren sollte. Aber man muss auch wissen, dass diese Reduzierung nicht dazu führen darf, dass man Leistungen im Sozialbereich kürzt. (Abg. Zweytick: Führt auch nicht dazu!) Daher brauchen wir eine andere Bemessungsgrundlage. (Abg. Zweytick: Sie haben einen ganz anderen Ansatz!)
Abg. Zweytick: Sie haben einen ganz anderen Ansatz!
Wir sind auch der Auffassung, dass die Arbeitskraft in Österreich in Folge der hohen Lohnnebenkosten zu teuer ist. Und wir sind durchaus auch der Meinung, dass man die Lohnnebenkosten reduzieren sollte. Aber man muss auch wissen, dass diese Reduzierung nicht dazu führen darf, dass man Leistungen im Sozialbereich kürzt. (Abg. Zweytick: Führt auch nicht dazu!) Daher brauchen wir eine andere Bemessungsgrundlage. (Abg. Zweytick: Sie haben einen ganz anderen Ansatz!)
Beifall bei der SPÖ.
Das heißt, wir sind eigentlich stark genug, um eine rein österreichische Lösung anzustreben. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Das stimmt!
Abgeordneter Mag. Dr. Josef Trinkl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Dieses Budget hat tatsächlich historische Dimensionen. (Ruf bei der SPÖ: Das stimmt!) Erstmals seit 30 Jahren ist nun diese neue Bundesregierung in der Lage, ein Budget vorzulegen, das ohne neue Schulden auskommt. Und darauf sind wir stolz! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordneter Mag. Dr. Josef Trinkl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Dieses Budget hat tatsächlich historische Dimensionen. (Ruf bei der SPÖ: Das stimmt!) Erstmals seit 30 Jahren ist nun diese neue Bundesregierung in der Lage, ein Budget vorzulegen, das ohne neue Schulden auskommt. Und darauf sind wir stolz! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Daran wird sich auch nichts ändern, auch wenn die Opposition versucht, die Entwicklung in Österreich krankzubeten. Kollege Edlinger hat gestern angesichts der Fastenzeit zur Besinnung aufgerufen. Ich darf Ihnen sagen: Nach dem Fasten kommt Ostern, nach dem Dunkel kommt das Licht des Morgens, meine Damen und Herren! Ich darf Ihnen versichern: Selbst Ungläubigen wird dieses Licht nicht verborgen bleiben! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Oberhaidinger.
Alle Prognosen für 2002 belegen, dass sich die Kennzahlen in Österreich auf einem hohen Niveau stabilisieren werden. Die Menschen in Österreich vertrauen dieser Bundesregierung. Nehmen Sie als einen Beweis dafür, dass sich 24 000 Jungunternehmer entschlossen haben, zu investieren. (Zwischenruf des Abg. Oberhaidinger. ) Es investiert nur jemand, der in die Zu
Abg. Amon: Unerhört!
Was macht die Opposition? – Sie trägt nicht nur die politische Auseinandersetzung auf die Straße, sondern sie scheut auch nicht davor zurück, Schüler von Polytechnischen Schulen zu missbrauchen und mittels politischer Falschmeldungen zu verunsichern. (Abg. Amon: Unerhört!)
Ruf bei der ÖVP: Das ist unglaublich!
Meine Damen und Herren! Ich habe hier einen Prospekt der Jungen Generation der SPÖ. (Ruf bei der ÖVP: Das ist unglaublich!) Ich zitiere wörtlich: Was die Regierung schon beschlossen und noch geplant hat, ist ein für Österreich einmaliger Abbau der Rechte der Jugendlichen. (Abg. Amon: Wahnsinn!) Die Lehrlinge werden zu billigen Hilfskräften gemacht. Sie müssen für die Berufsschulzeit selbst bezahlen. Keine einzige Bestimmung bringt den Lehrlingen Vorteile, das erfolgreiche duale Ausbildungssystem wird total zerschlagen. – Und so geht es weiter.
Abg. Amon: Wahnsinn!
Meine Damen und Herren! Ich habe hier einen Prospekt der Jungen Generation der SPÖ. (Ruf bei der ÖVP: Das ist unglaublich!) Ich zitiere wörtlich: Was die Regierung schon beschlossen und noch geplant hat, ist ein für Österreich einmaliger Abbau der Rechte der Jugendlichen. (Abg. Amon: Wahnsinn!) Die Lehrlinge werden zu billigen Hilfskräften gemacht. Sie müssen für die Berufsschulzeit selbst bezahlen. Keine einzige Bestimmung bringt den Lehrlingen Vorteile, das erfolgreiche duale Ausbildungssystem wird total zerschlagen. – Und so geht es weiter.
Abg. Steibl: Was ist das für eine Sprache? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Jetzt kommt die Spitze: Es gibt eine Aufforderung der Jungen Generation der SPÖ, die lautet: Ich schlage zurück! – mit dem Boxhandschuh. Ich schlage zurück: Das ist die Aufforderung der SPÖ! (Abg. Steibl: Was ist das für eine Sprache? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich bedauere diese Vorgangsweise zutiefst, Herr Präsident! Sie machen damit nicht nur die Stimmung auf dem Lehrlingsmarkt kaputt, sondern Sie schaden mit solchen Aktionen auch dem Wirtschaftsstandort Österreich. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neudeck: Die Republik wird brennen, haben sie gesagt!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neudeck: Die Republik wird brennen, haben sie gesagt!
Jetzt kommt die Spitze: Es gibt eine Aufforderung der Jungen Generation der SPÖ, die lautet: Ich schlage zurück! – mit dem Boxhandschuh. Ich schlage zurück: Das ist die Aufforderung der SPÖ! (Abg. Steibl: Was ist das für eine Sprache? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich bedauere diese Vorgangsweise zutiefst, Herr Präsident! Sie machen damit nicht nur die Stimmung auf dem Lehrlingsmarkt kaputt, sondern Sie schaden mit solchen Aktionen auch dem Wirtschaftsstandort Österreich. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neudeck: Die Republik wird brennen, haben sie gesagt!)
Beifall bei der ÖVP.
Wir freuen uns über den Erfolg des Bundeskanzlers, den er in Stockholm erzielen konnte, indem er eine 7-jährige Übergangsfrist für den freien Zugang zum Arbeitsmarkt erreicht hat und damit den berechtigten Sorgen – das gebe ich zu – vor allem von Arbeitnehmervertretern entgegengekommen ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Verzetnitsch: Haben Sie der Frau Staatssekretärin zugehört?
Wir wünschen uns aber ebenso ein flexibles Modell, das besonders auch von Wirtschaftsminister Bartenstein vertreten wird, um unserer Volkswirtschaft jene Arbeitskräfte zu sichern, die sie braucht, um auch in Zukunft erfolgreich sein zu können. (Abg. Verzetnitsch: Haben Sie der Frau Staatssekretärin zugehört?) – Ja, ich glaube schon. Ein flexibles Modell zu erreichen, das auf alle Bedürfnisse Rücksicht nimmt, kann nicht so schwer sein, Herr Präsident, wenn wir uns bemühen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir wünschen uns aber ebenso ein flexibles Modell, das besonders auch von Wirtschaftsminister Bartenstein vertreten wird, um unserer Volkswirtschaft jene Arbeitskräfte zu sichern, die sie braucht, um auch in Zukunft erfolgreich sein zu können. (Abg. Verzetnitsch: Haben Sie der Frau Staatssekretärin zugehört?) – Ja, ich glaube schon. Ein flexibles Modell zu erreichen, das auf alle Bedürfnisse Rücksicht nimmt, kann nicht so schwer sein, Herr Präsident, wenn wir uns bemühen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Trinkl: Vom Licht war die Rede, nicht von der Auferstehung!
Abgeordneter Günter Kiermaier (SPÖ): Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Kollege Trinkl, Sie haben von der Auferstehung gesprochen. (Abg. Dr. Trinkl: Vom Licht war die Rede, nicht von der Auferstehung!) Es ist erst einer wieder auferstanden, und das war ein sehr guter Mensch.
Abg. Neudeck: Wer war das?
Meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Neudeck: Wer war das?) – Jesus Christus war das.
Abg. Neudeck: Fondiert oder fundiert?
Es geht in dieser Regierung ununterbrochen um die Ziffer Null, das ist das erklärte Ziel. Der "Wundermann" in der Himmelpfortgasse, der sicher nicht an Minderwertigkeitskomplexen leidet, wird immer mehr entzaubert. Wenn man die Bewertungen der EU-Kommission aus Brüssel hört, dann muss man sagen, dass er schon ziemlich zerfleddert aussieht. Dort wird nämlich gesagt, dass dieses Budget kein Wunderwerk sei. Übrigens haben wir das selbst auch gewusst, doch es ist ein Zeugnis dafür, dass wir keine Horrormeldungen verbreiten, sondern dass diese Beurteilung fundiert ist und auch vom Ausland bestätigt wird. (Abg. Neudeck: Fondiert oder fundiert?)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Neudeck: Herr Kollege! Wir haben da gar nicht mitgestimmt! Das stimmt doch nicht!
Meine Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP! Vom Herrn Bundeskanzler angefangen bis zu den Abgeordneten dieses Hauses leiden Sie wirklich manchmal an Gedächtnisschwund. Sie reden immer wieder von der Verschuldung, Sie hören damit nicht auf, vergessen aber, dass Sie alle Regierungsvorlagen in den letzten dreizehn Jahren mitbestimmt haben. Wussten Sie denn nicht, was Sie hier beschlossen haben, meine sehr geehrten Damen und Herren? (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Neudeck: Herr Kollege! Wir haben da gar nicht mitgestimmt! Das stimmt doch nicht!)
Abg. Schwarzenberger: Er hat uns zu wenig gegeben! – Abg. Neudeck: Er hat selbst nicht gewusst, wie viel Schulden er hat!
Zum Beispiel betreffend den Bereich Landwirtschaft: Dem Kollegen Schwarzenberger war das Geld immer Recht, er konnte nie genug davon bekommen, und er hat es auch immer genommen. Warum regen Sie sich also zum Beispiel über die Politik, die der damalige Finanzminister Edlinger gemacht hat, auf? – Das ist nicht konsequent. (Abg. Schwarzenberger: Er hat uns zu wenig gegeben! – Abg. Neudeck: Er hat selbst nicht gewusst, wie viel Schulden er hat!)
Abg. Neudeck: Umlaufvermögen heißt das!
Folgendes ist auch interessant: Wenn man ein Budget beurteilt, so hat das große Ähnlichkeit mit einer Bilanzziehung. Es gibt in einer Bilanz ein Umlagevermögen und ein Anlagevermögen. Wenn Sie das Anlagevermögen dieser Republik einmal durchleuchten, meine sehr geehrten Damen und Herren, dann müssen Sie zugeben (Abg. Neudeck: Umlaufvermögen heißt das!), dass dieses Anlagevermögen europaweit einsame Klasse ist. Was wir an Infrastruktur zu bieten haben, das werden Sie so schnell kaum irgendwo finden.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Böhacker: Das war aber nicht sehr charmant!
Zur Frau Vizekanzlerin, auch wenn sie noch so schnell redet, kann man sagen: Aus geredetem Blech wird trotzdem kein Gold, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Böhacker: Das war aber nicht sehr charmant!) Die Schelte ihres Herrn und Meisters ist ihr gewiss, der ihr schon ausrichten lässt, dass ihre Freunde gefälligst einmal erwachsen werden sollen. Ich denke, sie wird sicher nicht "danke, Jörg!" gesagt haben.
Abg. Böhacker: Hat er schon längst erbracht, hat er längst erbracht!
Zum Schluss noch ein paar Worte zu Herrn Bundesminister Grasser: Seine Glaubwürdigkeit ist, meine sehr geehrten Damen und Herren von den Regierungsparteien, für mich und für viele andere so lange nicht gegeben, solange er in der Sache Franz Häusler nicht den Wahrheitsbeweis angetreten hat. (Abg. Böhacker: Hat er schon längst erbracht, hat er längst erbracht!) Wenn er glaubt, sich dabei hinter dem Datenschutz verstecken zu können, dann wird er sich täuschen.
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir lehnen dieses Budget ab, weil es keine gestaltende Wirtschaftspolitik zulässt und daher der Wirtschaft dieses Landes und damit den Bürgern nicht dient. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Richtig ist, dass die Lohnsteuer in den letzten zwei Jahren nicht erhöht wurde, vielmehr wurde die Lohnsteuer über die gesamten Steuersätze am 1. Jänner 2000 gesenkt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Böhacker: Einen Stammgast, den man melkt, muss man immer gut füttern!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächster Redner zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Staffaneller. Freiwillige Redezeitbeschränkung: 6 Minuten. – Bitte. (Abg. Böhacker: Einen Stammgast, den man melkt, muss man immer gut füttern!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Norbert Staffaneller (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Hohes Haus! Auf Beleidigungen gegenüber unserer Frau Vizekanzlerin möchte ich nicht eingehen; das ist nicht mein Stil. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Das gilt auch für Beleidigungen unserem Bundesminister Herbert Haupt gegenüber, dem von Ex-Ministerin Prammer unterstellt worden ist (Abg. Achatz: Wer hat von Blech geredet?), dass er und die Beamten sich beim Gender Mainstreaming nicht ausken
Abg. Achatz: Wer hat von Blech geredet?
Abgeordneter Norbert Staffaneller (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Hohes Haus! Auf Beleidigungen gegenüber unserer Frau Vizekanzlerin möchte ich nicht eingehen; das ist nicht mein Stil. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Das gilt auch für Beleidigungen unserem Bundesminister Herbert Haupt gegenüber, dem von Ex-Ministerin Prammer unterstellt worden ist (Abg. Achatz: Wer hat von Blech geredet?), dass er und die Beamten sich beim Gender Mainstreaming nicht ausken
Zwischenruf des Abg. Verzetnitsch.
Im Wiener Raum waren im Februar 2000 14 512 Ausländer arbeitslos und im Februar 2001 16 325. Das ist eine Steigerung um 12,5 Prozent. Die Zahl der arbeitslosen Inländer ist im Verhältnis zum Vorjahr um 11,2 Prozent oder um 6 241 zurückgegangen. Diesbezüglich ist in den letzten Jahren einiges passiert, die Beschäftigungsbewilligungen sind nicht bedarfsgerecht erteilt worden wie im übrigen Bundesgebiet, und so kann es sicher nicht sein. Da schließe ich mich auch der Meinung der Frau Staatssekretärin an. (Zwischenruf des Abg. Verzetnitsch. ) Herr Präsident! Bei der Bewilligung von Saisonniers ist das nicht unbedingt so. (Abg. Verzetnitsch: Wer vergibt sie denn?) – Wer hat sie vergeben? – Ich hoffe, dass sich die Vergabe beim jetzigen Bundesminister ändern wird. Ich glaube schon.
Abg. Verzetnitsch: Wer vergibt sie denn?
Im Wiener Raum waren im Februar 2000 14 512 Ausländer arbeitslos und im Februar 2001 16 325. Das ist eine Steigerung um 12,5 Prozent. Die Zahl der arbeitslosen Inländer ist im Verhältnis zum Vorjahr um 11,2 Prozent oder um 6 241 zurückgegangen. Diesbezüglich ist in den letzten Jahren einiges passiert, die Beschäftigungsbewilligungen sind nicht bedarfsgerecht erteilt worden wie im übrigen Bundesgebiet, und so kann es sicher nicht sein. Da schließe ich mich auch der Meinung der Frau Staatssekretärin an. (Zwischenruf des Abg. Verzetnitsch. ) Herr Präsident! Bei der Bewilligung von Saisonniers ist das nicht unbedingt so. (Abg. Verzetnitsch: Wer vergibt sie denn?) – Wer hat sie vergeben? – Ich hoffe, dass sich die Vergabe beim jetzigen Bundesminister ändern wird. Ich glaube schon.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Im vergangenen Jahr waren im Jahresdurchschnitt bereits um 27 429 Personen weniger arbeitslos als im Jahre 1999. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Die berufliche Rehabilitation arbeitslos vorgemerkter Behinderter soll verstärkt – das steht in den Programmen – durchgeführt werden. Die Arbeitsmarktchancen für Ältere sollen erhöht werden, die Arbeitsmarktchancen für Frauen sollten erhöht werden, die Transparenz auf dem Arbeitsmarkt muss erhöht werden, und die Unterstützung der Besetzung am Arbeitsplatz im Informations- und Kommunikationsbereich durch Qualifizierungsmaßnahmen ist auch ein Ziel, das natürlich sehr wichtig und notwendig ist. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Lichtenberger: Frau Haidlmayr hat sich sicher gemeldet!
Haben Sie das einmal kritisiert? (Abg. Dr. Lichtenberger: Frau Haidlmayr hat sich sicher gemeldet!) Ich darf Sie daran erinnern, dass innerhalb eines Jahres die Zahl der Arbeitslosen bei den Behinderten um 7 000 gesenkt worden ist. (Abg. Haidlmayr: Ich habe auch einen Antrag eingebracht!) Ich glaube, Sie könnten dazu auch einmal ein Wort des Lobes sagen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Haidlmayr: Ich habe auch einen Antrag eingebracht!
Haben Sie das einmal kritisiert? (Abg. Dr. Lichtenberger: Frau Haidlmayr hat sich sicher gemeldet!) Ich darf Sie daran erinnern, dass innerhalb eines Jahres die Zahl der Arbeitslosen bei den Behinderten um 7 000 gesenkt worden ist. (Abg. Haidlmayr: Ich habe auch einen Antrag eingebracht!) Ich glaube, Sie könnten dazu auch einmal ein Wort des Lobes sagen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Haben Sie das einmal kritisiert? (Abg. Dr. Lichtenberger: Frau Haidlmayr hat sich sicher gemeldet!) Ich darf Sie daran erinnern, dass innerhalb eines Jahres die Zahl der Arbeitslosen bei den Behinderten um 7 000 gesenkt worden ist. (Abg. Haidlmayr: Ich habe auch einen Antrag eingebracht!) Ich glaube, Sie könnten dazu auch einmal ein Wort des Lobes sagen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Haidlmayr: Die Frau Vizekanzlerin will sie auflösen!
Ich hoffe, Sie haben die Programme und die Ziele der Bundessozialämter studiert, dann sind Sie sicher draufgekommen, dass die Bundessozialämter entsprechende Programme vorbereitet haben (Abg. Haidlmayr: Die Frau Vizekanzlerin will sie auflösen!) und Arbeitslosigkeit bei den Jugendlichen verhindern wollen, indem sie schon in den Pflichtschulen Behinderte betreuen und die Behinderten auf einen Ausbildungsplatz bringen werden. Das ist Politik, wie wir sie verstehen! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Haidlmayr. )
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Haidlmayr.
Ich hoffe, Sie haben die Programme und die Ziele der Bundessozialämter studiert, dann sind Sie sicher draufgekommen, dass die Bundessozialämter entsprechende Programme vorbereitet haben (Abg. Haidlmayr: Die Frau Vizekanzlerin will sie auflösen!) und Arbeitslosigkeit bei den Jugendlichen verhindern wollen, indem sie schon in den Pflichtschulen Behinderte betreuen und die Behinderten auf einen Ausbildungsplatz bringen werden. Das ist Politik, wie wir sie verstehen! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Haidlmayr. )
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir haben Programme. Wir haben Ziele. Wir arbeiten auch nach dem Gender Mainstreaming. Sowohl das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit als auch das Bundesministerium für soziale Sicherheit und Generationen haben entsprechende Maßnahmen getroffen. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mag. Tancsits: Von Gusenbauer nicht! – Abg. Haller: Sicher nicht das Verdienst der Opposition!
Abgeordneter Ing. Kurt Gartlehner (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Mein Vorredner hat sehr löblich über die Konjunktur gesprochen und irgendwie suggeriert, dass es doch das Verdienst dieser Bundesregierung wäre, dass die Konjunktur in Österreich derart gut floriert. (Abg. Mag. Tancsits: Von Gusenbauer nicht! – Abg. Haller: Sicher nicht das Verdienst der Opposition!) Ich glaube, dass er sachlich sicher nicht Recht hat, wenngleich wir uns natürlich auch darüber freuen, dass die Konjunktur sehr gut ist und auch die Politik und das Wirtschaften in Österreich erleichtert. (Abg. Achatz: Der einzige Ehrliche bei der Opposition! – Abg. Böhacker: Du wirst sie auch nicht krankreden können!) – Nein, das werde ich sicher nicht.
Abg. Achatz: Der einzige Ehrliche bei der Opposition! – Abg. Böhacker: Du wirst sie auch nicht krankreden können!
Abgeordneter Ing. Kurt Gartlehner (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Mein Vorredner hat sehr löblich über die Konjunktur gesprochen und irgendwie suggeriert, dass es doch das Verdienst dieser Bundesregierung wäre, dass die Konjunktur in Österreich derart gut floriert. (Abg. Mag. Tancsits: Von Gusenbauer nicht! – Abg. Haller: Sicher nicht das Verdienst der Opposition!) Ich glaube, dass er sachlich sicher nicht Recht hat, wenngleich wir uns natürlich auch darüber freuen, dass die Konjunktur sehr gut ist und auch die Politik und das Wirtschaften in Österreich erleichtert. (Abg. Achatz: Der einzige Ehrliche bei der Opposition! – Abg. Böhacker: Du wirst sie auch nicht krankreden können!) – Nein, das werde ich sicher nicht.
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube daher, dass es dringend notwendig ist, dass man nicht nur Sozial- und Wirtschaftspolitik ganz allgemein, sondern auch den Infrastruktur-, den Innovations-, den Bildungs- und den Forschungsbereich mehr vernetzt, dass die Bundesregierung miteinander versucht, mehr kritische Masse zu generieren, damit der Nutzen für die Menschen in diesem Land überhaupt erst hervorgebracht werden kann. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordnete Ridi Steibl (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Sehr geehrte Damen und Herren! Bundesminister Bartenstein hat in seiner Rede eindrucksvoll bestätigt: Die neue Regierung mit Bundeskanzler Schüssel und die Wirtschaft schaffen Arbeit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Prinz: Eher Zweiteres!
Auch der Stockholmer Gipfel hatte Wirtschaft und Familie als Schwerpunkte. Dies bestätigen auch Berichte in nationalen wie internationalen Medien. Daher frage ich mich: Was ist der Grund dafür, dass die SPÖ nicht weiß, was in Stockholm von den EU-Staatschefs beraten wurde? Ist es vielleicht die Konzeptlosigkeit der SPÖ in Bezug auf das Kinderbetreuungsgeld, oder ist es eine innerliche Einkehr der SPÖ beziehungsweise eine Verdrängungstaktik? (Abg. Prinz: Eher Zweiteres!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es wurde nämlich über den "Baby-Gipfel" referiert und gesprochen. Ich glaube, dass der österreichische Weg in Bezug auf das Kinderbetreuungsgeld und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein ganz wichtiger Schritt sind, um die Benachteiligung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt zu mindern und ihnen endlich Wahlfreiheit zu ermöglichen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Mertel: Sie wissen nicht, was ich gesagt habe, warum Frau Binder nickt! – Abg. Dr. Khol: Mertel ist noch immer uneinsichtig! Mertel ist noch immer uneinsichtig!
Das bestätigen Sie jetzt auch mit dem Nicken. (Abg. Dr. Mertel: Sie wissen nicht, was ich gesagt habe, warum Frau Binder nickt! – Abg. Dr. Khol: Mertel ist noch immer uneinsichtig! Mertel ist noch immer uneinsichtig!) Das ist zwar ein ganz kleiner, aber sehr wichtiger Schritt, zumal Österreich bei den Arbeitsmarktdaten derzeit auf dem dritten Platz, also weit vorne liegt. Frauen stellen mittlerweile 45 Prozent der Beschäftigten in ganz Österreich, und sie schaffen 40 Prozent
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Zusammenfassend: Diese neue Regierung schafft qualifizierte Frauenarbeitsplätze, strebt die Harmonisierung von Beruf und Familie an, trachtet danach, Frauen in neue Berufe und Forschungsprojekte zu bringen, hat zum Ziel gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit mit einem Budget für Vollbeschäftigung, mit höheren Ausgaben für Familie, Forschung und Bildung. Wir sind auf dem guten Weg dazu! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Trinkl: Weil die Regierung so eine gute Wirtschaftspolitik macht!
Sie haben es richtig gesagt: wieder Lehrlinge ausbilden wollen. Aber warum ist der Arbeitsmarkt so ausgetrocknet? (Abg. Dr. Trinkl: Weil die Regierung so eine gute Wirtschaftspolitik macht!) – Weil sich die Unternehmer in den letzten fünf Jahren geweigert haben, Lehrlinge auszubilden, um die damals noch in der Regierung befindliche Sozialdemokratie dazu zu bringen, dass der Staat die Kosten dafür übernimmt. Daher haben wir heute keine Facharbeiter. Genau das ist es, Herr Kollege Trinkl! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Trinkl: Welche Kosten? Welche Kosten?) – Die Ausbildungskosten. (Abg. Dr. Trinkl: Da sind Sie falsch informiert!) – Ich habe leider wenig Zeit.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Trinkl: Welche Kosten? Welche Kosten?
Sie haben es richtig gesagt: wieder Lehrlinge ausbilden wollen. Aber warum ist der Arbeitsmarkt so ausgetrocknet? (Abg. Dr. Trinkl: Weil die Regierung so eine gute Wirtschaftspolitik macht!) – Weil sich die Unternehmer in den letzten fünf Jahren geweigert haben, Lehrlinge auszubilden, um die damals noch in der Regierung befindliche Sozialdemokratie dazu zu bringen, dass der Staat die Kosten dafür übernimmt. Daher haben wir heute keine Facharbeiter. Genau das ist es, Herr Kollege Trinkl! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Trinkl: Welche Kosten? Welche Kosten?) – Die Ausbildungskosten. (Abg. Dr. Trinkl: Da sind Sie falsch informiert!) – Ich habe leider wenig Zeit.
Abg. Dr. Trinkl: Da sind Sie falsch informiert!
Sie haben es richtig gesagt: wieder Lehrlinge ausbilden wollen. Aber warum ist der Arbeitsmarkt so ausgetrocknet? (Abg. Dr. Trinkl: Weil die Regierung so eine gute Wirtschaftspolitik macht!) – Weil sich die Unternehmer in den letzten fünf Jahren geweigert haben, Lehrlinge auszubilden, um die damals noch in der Regierung befindliche Sozialdemokratie dazu zu bringen, dass der Staat die Kosten dafür übernimmt. Daher haben wir heute keine Facharbeiter. Genau das ist es, Herr Kollege Trinkl! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Trinkl: Welche Kosten? Welche Kosten?) – Die Ausbildungskosten. (Abg. Dr. Trinkl: Da sind Sie falsch informiert!) – Ich habe leider wenig Zeit.
Beifall bei der SPÖ.
Was mich allerdings wundert, meine Damen und Herren, ist die Tatsache, dass sich das Wirtschaftsforschungsinstitut überhaupt noch getraut hat, diese doch eher schlechten Zahlen bekannt zu geben. Wenn man nämlich die heutige Ausgabe des "Kurier" aufmerksam liest, findet man einen Artikel, in dem Herr Finanzminister Karl-Heinz Grasser Herrn Helmut Kramer mit den Worten bedroht: Wenn er immer wieder solche nicht regierungsfreundlichen "Lobhudeleien" loslässt, dann sperrt er ihm sein Wifo zu. – Das ist die Form des "neuen Regierens". Wenn jemand nicht sagt, was gefällig ist, dann wird er bedroht, meine Damen und Herren! So schaut Ihr "neues Regieren" aus! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Binder: So ist es!
Wo sind dafür die Reserven im Budget? – Damals, als die neue Getränkesteuer verhandelt wurde, wurde versprochen, sollte es zu Rückzahlungen kommen, dann könne das nicht die Gemeinden treffen. Ich finde keinen Schilling dafür im Budget. Wenn die Gemeinden damit belastet werden, dann ist das das sichere wirtschaftliche Aus für unsere Gemeinden und für unseren ländlichen Raum. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Binder: So ist es!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Herr Bundesminister! Wir wissen aber – darin sind wir uns sicher einig –, dass es schon noch Defizite gibt, und zwar im Bereich des Angebots von qualifizierten Teilzeitarbeitsplätzen. Ich weiß schon, es ist nicht die Politik, die diese Arbeitsplätze schaffen kann, aber es muss sowohl im Interesse des Familienministeriums als auch im Interesse des Wirtschaftsministeriums sein, dem großen Anliegen der österreichischen Frauen, nämlich Familie und Beruf besser als bisher vereinbaren zu können, entgegenzukommen, sich auch von Seiten der Politik verstärkt darüber Gedanken zu machen und auch von Seiten der Politik Anreize und Impulse in diese Richtung an die österreichische Wirtschaft zu schicken. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP
Wir gehen natürlich und Gott sei Dank einen anderen Weg als die SPÖ (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP), die gerade derzeit eine Kampagne in einer Belangsendung startet, sofern ich mich nicht irre, in der man aufrechnet, mit 1 Milliarde Schilling könnte man so und so viele Kindergartenplätze schaffen. Sie tut dies in Anbetracht der teilweisen Überversorgung, die es bereits gibt. Sie rechnet auch um, dadurch könnte man 110 Arbeitsplätze schaffen.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich rechne jetzt anders um. Wir waren doch immer einer Meinung, Herr Minister, und zwar sowohl die ÖVP als auch die Freiheitlichen, dass nach der elterlichen Betreuung Tagesmütter die zweitbeste Art der Kinderbetreuung darstellen. Auch dazu haben wir Freiheitliche ein Anliegen, und zwar sollte man Tagesmütter verstärkt in die Richtung fördern, dass man sie nicht nur bei Vereinen anstellen kann, wie es derzeit geschieht, sondern dass man auch die Möglichkeit schaffen sollte, dass sie diesen Beruf selbständig ausüben. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich glaube, Herr Bundesminister, da sind wir als Regierungsparteien gefordert. Wir sind in letzter Zeit sehr große Reformen angegangen. Wir sollten in nächster Zeit auch diese kleinen Bereiche angehen; auch diese dürfen wir nicht vergessen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Ing. Erwin Kaipel (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Herr Trinkl hat im Zusammenhang mit dem Bundesvoranschlag 2002 von einem Nulldefizit gesprochen. Das ist schlichtweg falsch. Der Bundesvoranschlag 2002 sieht kein Nulldefizit vor. Vielmehr wird mit diesem Voranschlag 2002 der Schuldenstand täglich um 31 Millionen Schilling erhöht. (Beifall bei der SPÖ.)
Demonstrativer Beifall der Abgeordneten Amon und Mag. Tancsits.
"Neu regieren, das heißt: Bildung als Rohstoff des 21. Jahrhunderts zum Mittelpunkt machen. Ein Staat, der in Bildung, in ,brain-power‘ investiert, sichert die Lebens- und Arbeitschancen der Menschen und stärkt die Wirtschaft." (Demonstrativer Beifall der Abgeordneten Amon und Mag. Tancsits. ) – Warten Sie, ich zitiere weiter!
Zwischenruf des Abg. Amon.
Meine Kollegen von der ÖVP-Fraktion! Sie wissen heute genau so gut wie wir, dass da, wo "Schüssel" draufsteht, nichts drinnen ist. (Zwischenruf des Abg. Amon. ) Auf der einen Seite stehen die schönen Worte des Bundeskanzlers, auf der anderen Seite ist die Realität, ist das konkrete Handeln, das ganz anders aussieht.
Ruf bei der ÖVP: Haben wir gemacht!
Sie haben bei Ihrem Amtsantritt versprochen, in Bildung zu investieren (Ruf bei der ÖVP: Haben wir gemacht!), aber tatsächlich wird quer über alle Bildungsbereiche gekürzt. Dieses Budget 2002 setzt diesen Bildungsabbau fort. (Beifall bei der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Amon. )
Beifall bei der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Amon.
Sie haben bei Ihrem Amtsantritt versprochen, in Bildung zu investieren (Ruf bei der ÖVP: Haben wir gemacht!), aber tatsächlich wird quer über alle Bildungsbereiche gekürzt. Dieses Budget 2002 setzt diesen Bildungsabbau fort. (Beifall bei der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Amon. )
Abg. Amon: Das sind die falschen Zahlen! Schauen Sie sich die absoluten Zahlen an!
Wir haben im Jahr 1999 – noch unter der SPÖ-Regierung – Bildungsausgaben in der Höhe von 4 Prozent des BIP gehabt, und im Voranschlag des Jahres 2002 sind es um 11 Prozent weniger. (Abg. Amon: Das sind die falschen Zahlen! Schauen Sie sich die absoluten Zahlen an!)
Abg. Amon: Schauen Sie sich die absoluten Zahlen an!
Ein funktionierendes, zukunftsweisendes Bildungssystem braucht neben dem Bildungsangebot natürlich auch entsprechend intakte Schul-, Universitäts-, Fachhochschulgebäude. (Abg. Amon: Schauen Sie sich die absoluten Zahlen an!) Auch in diesem Bereich macht die Regierung zu wenig. In Summe bedeutet dieses Regierungsprogramm einen massiven Qualitätsverlust im Schul- und Universitätswesen. Die Chancengleichheit und das Recht auf Bildung, vor allem in einer modernen Infrastruktur, bleiben auf der Strecke.
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte, weil schon so oft geschehen, die Wiener Wahlen nicht einmal mehr strapazieren, aber ich glaube, dass genau dieses Ihr Verhalten, diese Kälte und diese Arroganz ein ganz wesentlicher Grund für Wahlergebnisse wie jene vom Sonntag waren. Ich habe nur einen Wunsch an Sie, Herr Bundesminister, und an diese Bundesregierung: Bleiben Sie bitte so, wie Sie sind! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Ing. Leopold Maderthaner (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Keine neuen Schulden mehr. – Das ist, glaube ich, die wichtigste Aussage zum Budget 2002, die man sich merken sollte. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Dies hätten wir, so möchte ich behaupten, leider mit den Sozialdemokraten nie zustande gebracht. Es ist nur mit der neuen Koalitionsregierung möglich gewesen, die Schulden nicht mehr zu erhöhen. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Kiermaier: Sicher!
Jetzt höre ich natürlich immer – lieber Günter Kiermaier, du hast das ja auch gesagt (Abg. Kiermaier: Sicher!) –, die ÖVP war ja dabei. Das stimmt auch, lieber Freund, aber wir haben schon seit Jahren davon gesprochen, dass es eine andere Prioritätensetzung geben muss, dass wir umkehren müssen, dass wir manches anders einteilen müssen, dass wir Korrekturen vornehmen müssen.
Abg. Haigermoser – in Richtung SPÖ –: So etwas von daneben!
Meine Damen und Herren! Wenn ich immer höre – Herr Kollege Gaßner hat das gesagt –, die Wirtschaft habe in den letzten Jahren keine Lehrlinge aufgenommen, weil sie wollte, dass der Staat die Lehrlinge bezahlt (Abg. Haigermoser – in Richtung SPÖ –: So etwas von daneben!), so frage ich Sie: Woher haben Sie denn diese Weisheit? (Abg. Mag. Gaßner: Nicht die Lehre, die Ausbildung!) Was wir verlangt haben, war: Die Berufsschule sollte bezahlt werden, weil sie für jeden Jugendlichen bezahlt wird, nur für den Lehrling nicht. Das ist es, was wir verlangt haben. Da müssen Sie genauer berichten! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Gaßner: Nicht die Lehre, die Ausbildung!
Meine Damen und Herren! Wenn ich immer höre – Herr Kollege Gaßner hat das gesagt –, die Wirtschaft habe in den letzten Jahren keine Lehrlinge aufgenommen, weil sie wollte, dass der Staat die Lehrlinge bezahlt (Abg. Haigermoser – in Richtung SPÖ –: So etwas von daneben!), so frage ich Sie: Woher haben Sie denn diese Weisheit? (Abg. Mag. Gaßner: Nicht die Lehre, die Ausbildung!) Was wir verlangt haben, war: Die Berufsschule sollte bezahlt werden, weil sie für jeden Jugendlichen bezahlt wird, nur für den Lehrling nicht. Das ist es, was wir verlangt haben. Da müssen Sie genauer berichten! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Wenn ich immer höre – Herr Kollege Gaßner hat das gesagt –, die Wirtschaft habe in den letzten Jahren keine Lehrlinge aufgenommen, weil sie wollte, dass der Staat die Lehrlinge bezahlt (Abg. Haigermoser – in Richtung SPÖ –: So etwas von daneben!), so frage ich Sie: Woher haben Sie denn diese Weisheit? (Abg. Mag. Gaßner: Nicht die Lehre, die Ausbildung!) Was wir verlangt haben, war: Die Berufsschule sollte bezahlt werden, weil sie für jeden Jugendlichen bezahlt wird, nur für den Lehrling nicht. Das ist es, was wir verlangt haben. Da müssen Sie genauer berichten! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Haigermoser: Der Jarolim und das "Euroteam"!
Aber ich sage Ihnen auch, wer verlangt hat, dass die Lehrlinge vom Staat bezahlt werden: Das waren die öffentlichen Betriebe, und die haben gewusst, was ein Lehrling kostet. Der Wirtschaft haben Sie immer vorgeworfen, ein Lehrling sei ein Geschäft, jeden Tag könne man an einem Lehrling groß verdienen. Für diese Lehrlinge, die in den öffentlichen Betrieben gearbeitet haben, 15 000 S pro Monat, das haben die öffentlichen Betriebe verlangt – und nicht die Wirtschaft selbst. (Abg. Haigermoser: Der Jarolim und das "Euroteam"!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Darüber muss man sicherlich nachdenken, denn wenn einmal ein Lehrling im letzten Lehrjahr, bezogen auf die Anwesenheitszeit im Betrieb, mehr kostet als ein fertiger Geselle, dann stimmt irgendetwas nicht mehr. Und so ist es leider. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Edlinger, sein Gespräch mit Abgeordneten-Kollegen beendend: Leo, bitte, dir hör ich immer zu!
Ich muss Ihnen hier eines sagen – und ich spreche da Herrn Ex-Finanzminister Edlinger an; er hört zwar nicht zu ... (Abg. Edlinger, sein Gespräch mit Abgeordneten-Kollegen beendend: Leo, bitte, dir hör ich immer zu!) Bitte, lieber Freund, darf ich dir jetzt etwas sagen: Was mir nicht gepasst hat – und vielleicht auch anderen nicht –, das war, als du auf eine Anfrage geantwortet hast: Ja, es stimmt, dass wir derzeit 107 Milliarden an Zinsen bezahlen, und es werden im Jahre 2003 etwa 120 Milliarden sein. – Nachzulesen in einem Protokoll; es war eine Anfrage.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Da habe ich gesagt: Es kann doch nicht sein, dass wir das einfach zur Kenntnis nehmen, sondern wir haben etwas dagegen zu tun und nicht jedes Jahr eine höhere Staatsverschuldung in Kauf zu nehmen, die dann zu hohen Zinsen führt, die uns heute noch zusätzlich belasten! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Die Wirtschaft trägt durch viele Maßnahmen, wie durch die Streichung von Investitionsfreibeträgen, wie durch die Verkürzung bei den Verlustvorträgen, zur Sanierung bei, aber sie trägt auch massiv dadurch bei, dass die Fondsüberschüsse in den verschiedensten Fonds dem Budget zugeführt und nicht den Unternehmern zurückbezahlt werden, die diese Überschüsse aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträgen einbezahlen. Die Unternehmer tragen aber gerne zu dieser Budgetsanierung bei, weil sie wissen, dass dies ein wichtiger Beitrag zur Standortsicherung ist und Spielräume im Budget für mehr Leistungen in Forschung und Entwicklung, für mehr Leistungen in Bildung und schließlich und endlich auch für die Lohnnebenkostensenkung schafft, die im Regierungsprogramm vorgesehen ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich habe Recherchen in Bezug auf Arbeitslosengelder in den europäischen Ländern gemacht, und es ist nicht so, wie Sie immer betonen, dass wir hier in Österreich quasi das Schlusslicht bezüglich Arbeitslosengeld sind. England zum Beispiel hat einen fixen Arbeitslosenbeitrag von nur 5 000 S, unabhängig vom Einkommen. Da können Sie nicht behaupten, dass das hoch ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Deswegen ist es viel besser, da mit Förderungen und mit Information anzusetzen, so wie das Minister Bartenstein noch in seiner früheren Minister-Ära im Hinblick auf das Familien-Audit gemacht hat. Ich wünsche mir, dass auch im Bereich Bildung diese Fördermaßnahmen greifen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordnete Mag. Cordula Frieser (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wenn ich die Debattenbeiträge der Opposition Revue passieren lasse und mir die Kritikpunkte, Wünsche und Anregungen vergegenwärtige, dann muss ich sagen: Da würde diese Republik, was ihre Wirtschaftspolitik betrifft, im Chaos versinken! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Immer!
Und dann kommt noch Herr Kollege Öllinger und beginnt neuerdings die Inkompatibilität von Wirtschaftsminister und Arbeitsminister zu kritisieren. Herrn Kollegen Öllinger ist noch immer nicht aufgefallen – ah, Sie sind jetzt da (Abg. Öllinger: Immer!) –, dass es in Schweden und im UK, sprich in Großbritannien, sehr wohl eine Vereinigung dieser beiden Bereiche gibt. (Abg. Öllinger: Das lässt sich doch nicht vergleichen!)
Abg. Öllinger: Das lässt sich doch nicht vergleichen!
Und dann kommt noch Herr Kollege Öllinger und beginnt neuerdings die Inkompatibilität von Wirtschaftsminister und Arbeitsminister zu kritisieren. Herrn Kollegen Öllinger ist noch immer nicht aufgefallen – ah, Sie sind jetzt da (Abg. Öllinger: Immer!) –, dass es in Schweden und im UK, sprich in Großbritannien, sehr wohl eine Vereinigung dieser beiden Bereiche gibt. (Abg. Öllinger: Das lässt sich doch nicht vergleichen!)
Abg. Öllinger: Das stimmt ja nicht einmal!
Lieber Herr Öllinger! Schweden ist das klassische sozialistische Land. (Abg. Öllinger: Das stimmt ja nicht einmal!) Es ist dieses Land, das Sie immer als Beispiel des hohen sozialen Standards anführen. Ihre Einwände, Herr Kollege Öllinger, sind bestenfalls Blähungen eines Alt-Marxisten. Ich kann Sie wirklich nicht verstehen. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Schwarzenberger: Originell war das!)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Schwarzenberger: Originell war das!
Lieber Herr Öllinger! Schweden ist das klassische sozialistische Land. (Abg. Öllinger: Das stimmt ja nicht einmal!) Es ist dieses Land, das Sie immer als Beispiel des hohen sozialen Standards anführen. Ihre Einwände, Herr Kollege Öllinger, sind bestenfalls Blähungen eines Alt-Marxisten. Ich kann Sie wirklich nicht verstehen. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Schwarzenberger: Originell war das!)
Zwischenruf der Abg. Dr. Mertel.
Aber, meine sehr geehrten Damen und Herren, was von allen Rednern der Opposition stets mitschwingt, ist, dass diese Budgetsanierung im Wesentlichen zu Lasten der ... (Zwischenruf der Abg. Dr. Mertel. ) – Frau Mertel, seien Sie einmal still! Sie werden schon noch drankommen, aber heute ist meine Redezeit leider viel zu kurz. – Die Redner der Opposition bringen immer wieder zum Ausdruck, dass die Budgetsanierung zu Lasten der Arbeitnehmer vorgenommen wurde. Ich sage Ihnen als Vertreterin der Wirtschaft, dass die Wirtschaft einen sehr großen Beitrag zur Budgetsanierung geleistet hat: Denken wir an die Abschaffung des Investitionsfreibetrages, an die Einschränkungen der Rückstellungen! Denken wir an die Erhöhung der Abschreibung bei Gebäuden und an die Begrenzung des Verlustvortrages!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir von der Regierung, in der Person unseres verehrten Herrn Wirtschaftsministers und der Frau Staatssekretärin, werden diesen Weg der leistungsorientierten ökosozialen Marktwirtschaft fortsetzen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Jarolim: Wer ist das, der Freund?
Ich möchte das jetzt etwas abkürzen, weil ich meinem Freund und Kollegen versprochen habe, ihm ein bisschen von meiner Redezeit abzutreten. (Abg. Dr. Jarolim: Wer ist das, der Freund?) – Herr Kollege Bruckmann.
Demonstrativer Beifall bei den Grünen.
Ich möchte nur sagen, dass vor allem in sportrelevanten Medien die Berichterstattung über Sport eine große Rolle spielt und dort viele Menschen auch Arbeit finden. Ich möchte hier lobend den ORF-Sport erwähnen. Ich glaube, er ist beispiel- und meisterhaft, wenn man da international Vergleiche anstellt. Ich denke, dass ein starker ORF natürlich auch eine starke ORF-Sportberichterstattung in Zukunft rechtfertigt. (Demonstrativer Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Insgesamt rückt der Sport immer mehr ins Zentrum wirtschaftlicher Überlegungen, und ich glaube, es kann sicherlich nicht schaden, dass wir mit unserem Minister Bartenstein einen Wirtschafts- und Arbeitsminister haben, der zu den schnellsten Marathonläufern unter den Politikern zählt. Ich werde zwar nicht mit dem Marathonlaufen anfangen – das habe ich mir nicht als Ziel vorgenommen –, aber es ist sicherlich gut, mit einem Sportsmann im Interesse des Sports und der Wirtschaft zusammenzuarbeiten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich meine, Österreich kann froh sein, dass diese Regierung Abschied von einer antiquierten, von einer teilweise rückwärts gewandten Wirtschaftspolitik genommen hat, die sich primär an der Einflussnahme des Staates orientiert, wie das schon in den siebziger Jahren der Fall war. Diese Politik hat die weltweite Globalisierung der Wirtschaftsbeziehungen und die Liberalisierung der Märkte nicht ausreichend zur Kenntnis genommen und wollte vor allem den Weg in die Schuldenfalle aller Österreicher nicht konsequent stoppen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Sie haben es schon wieder vergessen!
Gerade wenn ich an die Grünen denke, hat sich doch ein bisschen gezeigt, dass die Opposition hier in gewisser Weise geradezu eine wirtschaftspolitische Denkmalpflege für politische Konzeptionen praktiziert hat, die in der gesellschaftlichen Praxis ihre Bewährungsprobe einfach nicht bestanden haben. (Abg. Öllinger: Sie haben es schon wieder vergessen!) – Sie sollten aufpassen. Ich habe viele gute Formulierungen, die gerade auf Ihre Politik passen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Gerade wenn ich an die Grünen denke, hat sich doch ein bisschen gezeigt, dass die Opposition hier in gewisser Weise geradezu eine wirtschaftspolitische Denkmalpflege für politische Konzeptionen praktiziert hat, die in der gesellschaftlichen Praxis ihre Bewährungsprobe einfach nicht bestanden haben. (Abg. Öllinger: Sie haben es schon wieder vergessen!) – Sie sollten aufpassen. Ich habe viele gute Formulierungen, die gerade auf Ihre Politik passen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Jeder siebente Schilling muss für den Zinsendienst ausgegeben werden, Herr Kollege Edlinger. Und Sie sind einer der Hauptschuldigen an dieser Entwicklung. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Das kann gar nicht oft genug gesagt werden! Dass Sie sich die Haare rot färben haben lassen, zeigt nur, dass diese Gesinnung bis in Ihre Haarwurzeln geht. Aber sie war falsch für Österreich, meine Damen und Herren! (Heiterkeit und neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Heiterkeit und neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Jeder siebente Schilling muss für den Zinsendienst ausgegeben werden, Herr Kollege Edlinger. Und Sie sind einer der Hauptschuldigen an dieser Entwicklung. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Das kann gar nicht oft genug gesagt werden! Dass Sie sich die Haare rot färben haben lassen, zeigt nur, dass diese Gesinnung bis in Ihre Haarwurzeln geht. Aber sie war falsch für Österreich, meine Damen und Herren! (Heiterkeit und neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Lichtenberger: Sie haben immer nur den steinernen Gast gespielt in der Regierung!
Deshalb ist diese Trendwende notwendig, und wir sind froh, dass diese Regierung diese Trendwende eingeleitet hat. (Abg. Dr. Lichtenberger: Sie haben immer nur den steinernen Gast gespielt in der Regierung!) Wir sind jetzt dank dieser Regierung wieder auf dem richtigen Weg. (Abg. Öllinger: Wie schauen Ihre Haarwurzeln aus? Wir wollen Ihre Haarwurzelfarbe wissen!) Die Wirtschaft blüht. Die Zahl der Beschäftigten steigt. Wir haben Vollbeschäftigung, meine Damen und Herren, obwohl diese Regierung mehr als 76 Milliarden Schilling an Schulden alleine von der ÖIAG übernommen hat.
Abg. Öllinger: Wie schauen Ihre Haarwurzeln aus? Wir wollen Ihre Haarwurzelfarbe wissen!
Deshalb ist diese Trendwende notwendig, und wir sind froh, dass diese Regierung diese Trendwende eingeleitet hat. (Abg. Dr. Lichtenberger: Sie haben immer nur den steinernen Gast gespielt in der Regierung!) Wir sind jetzt dank dieser Regierung wieder auf dem richtigen Weg. (Abg. Öllinger: Wie schauen Ihre Haarwurzeln aus? Wir wollen Ihre Haarwurzelfarbe wissen!) Die Wirtschaft blüht. Die Zahl der Beschäftigten steigt. Wir haben Vollbeschäftigung, meine Damen und Herren, obwohl diese Regierung mehr als 76 Milliarden Schilling an Schulden alleine von der ÖIAG übernommen hat.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Jedenfalls ist eines klar: Die Opposition hat der Wirtschaftspolitik dieser Regierung nichts entgegenzusetzen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Sie haben keine konstruktiven Alternativen geboten. Sie haben keine Vorschläge gebracht, wie der Sozialstaat anders finanziert werden soll, wie die Pensionen gesichert werden sollen, wie die Zukunft der Jugend finanziert werden kann. Das wird auch in Zukunft dieser Regierung vorbehalten bleiben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Jedenfalls ist eines klar: Die Opposition hat der Wirtschaftspolitik dieser Regierung nichts entgegenzusetzen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Sie haben keine konstruktiven Alternativen geboten. Sie haben keine Vorschläge gebracht, wie der Sozialstaat anders finanziert werden soll, wie die Pensionen gesichert werden sollen, wie die Zukunft der Jugend finanziert werden kann. Das wird auch in Zukunft dieser Regierung vorbehalten bleiben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Zu Kollegen Kukacka. Wenn er Kollegen Edlinger wieder einen Vorwurf macht, weiß ich nicht, ob er weiß, wovon er redet. Edlinger war drei Jahre lang Finanzminister. In zwei Jahren hat er das Budgetdefizit von 5 Prozent auf 2,5 Prozent heruntergebracht. Was soll das? – Sie wissen nicht, wovon Sie reden! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Was sonst? Warum denn nicht?
Oder wenn ich an die Junktimierungsstrategie bei den Beneš-Dekreten und bei den AVNOJ-Beschlüssen denke, über deren Inhalt wir wahrscheinlich gar nicht weit auseinander liegen, muss ich feststellen, die Art zu sagen: entweder die betreffenden Staaten ziehen diese Beschlüsse zurück, oder wir werden unser Veto bei den Beitrittsverhandlungen einlegen – so wie es die FPÖ, wie es Jörg Haider und wie es seine Leute wollen –, das ist doch nicht die Basis, um hier wirklich eine Gesprächsbasis entstehen zu lassen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Was sonst? Warum denn nicht?) Da ist doch die ganze so genannte strategische Partnerschaft nur pure Makulatur; da ist doch überhaupt nichts mehr mit einer Perspektive verbunden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Oder wenn ich an die Junktimierungsstrategie bei den Beneš-Dekreten und bei den AVNOJ-Beschlüssen denke, über deren Inhalt wir wahrscheinlich gar nicht weit auseinander liegen, muss ich feststellen, die Art zu sagen: entweder die betreffenden Staaten ziehen diese Beschlüsse zurück, oder wir werden unser Veto bei den Beitrittsverhandlungen einlegen – so wie es die FPÖ, wie es Jörg Haider und wie es seine Leute wollen –, das ist doch nicht die Basis, um hier wirklich eine Gesprächsbasis entstehen zu lassen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Was sonst? Warum denn nicht?) Da ist doch die ganze so genannte strategische Partnerschaft nur pure Makulatur; da ist doch überhaupt nichts mehr mit einer Perspektive verbunden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dipl.-Ing. Pirklhuber.
Wären wir – das sage ich jetzt noch einmal – nicht ein Staat, sondern eine Privatfirma, gingen die Zahlungen, die Herr Haider als Regionalmanager für den Schaden, den er mit seinen Äußerungen angerichtet hat, zahlen müsste, in die Millionen, das können Sie mir glauben! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dipl.-Ing. Pirklhuber. )
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Khol: Na bitte!
Ich möchte auch schon schließen. Ich weiß eigentlich nicht, mit wem ich heute hier noch gesprochen habe, denn die Kampagne für den Bundespräsidenten scheint schon zu beginnen. Frau Außenminister! In Umfragen wird schon veröffentlicht, Sie wären eine Kandidatin. Ich frage Sie: Haben Sie das in Auftrag gegeben? Ist das bloß ein Querschuss von irgendwoher? (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Khol: Na bitte!) – Ja, bitte, hier steht es: APA, 16.34 Uhr:
Beifall bei der SPÖ.
Also bitte, es tut mir Leid, das möchte ich schon noch hinzufügen und mit der Frage verbinden: Frau Außenminister, wollen Sie Bundespräsidentin werden? Beantworten Sie uns diese Frage, klären Sie uns auch darüber heute auf! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Karl Schweitzer (Freiheitliche): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Herr Kollege Cap: Wie geht doch der Schieder ab! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Wenn ich Ihnen da so zuhöre, dann weiß ich es erst zu schätzen, wie kompetent Kollege Schieder hier immer als Erstredner aufgetreten ist. (Abg. Haigermoser: Der Ruf nach Schieder erschallt!) Es wundert mich auch, dass als Erstredner nicht Kollege Einem, sondern Kollege Cap aufgetreten ist. Es gibt also drei außenpolitische Lager in Ihrer Fraktion, und im Moment hat Kollege Cap die Nase vorn in dieser sehr gespaltenen außenpolitischen Fraktion. – So scheint es zu sein.
Abg. Haigermoser: Der Ruf nach Schieder erschallt!
Abgeordneter Mag. Karl Schweitzer (Freiheitliche): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Herr Kollege Cap: Wie geht doch der Schieder ab! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Wenn ich Ihnen da so zuhöre, dann weiß ich es erst zu schätzen, wie kompetent Kollege Schieder hier immer als Erstredner aufgetreten ist. (Abg. Haigermoser: Der Ruf nach Schieder erschallt!) Es wundert mich auch, dass als Erstredner nicht Kollege Einem, sondern Kollege Cap aufgetreten ist. Es gibt also drei außenpolitische Lager in Ihrer Fraktion, und im Moment hat Kollege Cap die Nase vorn in dieser sehr gespaltenen außenpolitischen Fraktion. – So scheint es zu sein.
Ruf bei den Freiheitlichen: Im Budget!
Kollege Cap! Vielleicht hat es auch damit zu tun, dass Sie natürlich lange Zeit für die Europapolitik dieser Fraktion nicht zuständig waren und somit nicht wissen müssen, dass es, solange es einen sozialistischen Bundeskanzler gegeben hat und wir schon in der Europäischen Union waren, keine Handschrift Österreichs gegeben hat, die auf europäischer Ebene festzustellen war. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass Klima oder Vranitzky irgendwo Spuren hinterlassen haben. (Ruf bei den Freiheitlichen: Im Budget!) Ich habe das auch gestern festgestellt. Bis heute konnte kein Nachweis darüber erbracht werden. (Abg. Dr. Khol: Klima hat Spuren hinterlassen! Im Budget!)
Abg. Dr. Khol: Klima hat Spuren hinterlassen! Im Budget!
Kollege Cap! Vielleicht hat es auch damit zu tun, dass Sie natürlich lange Zeit für die Europapolitik dieser Fraktion nicht zuständig waren und somit nicht wissen müssen, dass es, solange es einen sozialistischen Bundeskanzler gegeben hat und wir schon in der Europäischen Union waren, keine Handschrift Österreichs gegeben hat, die auf europäischer Ebene festzustellen war. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass Klima oder Vranitzky irgendwo Spuren hinterlassen haben. (Ruf bei den Freiheitlichen: Im Budget!) Ich habe das auch gestern festgestellt. Bis heute konnte kein Nachweis darüber erbracht werden. (Abg. Dr. Khol: Klima hat Spuren hinterlassen! Im Budget!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Frau Bundesminister! Es ist aber auch richtig, dass die Europäische Union – Sie haben ja in mehreren Interviews im Vorlauf dieser Debatte gesagt, das sei der Bereich, dem Sie sich am meisten widmen werden – in der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik bis dato nicht sehr erfolgreich war, dass vieles von dem, was man erwartet hat, nicht erfüllt werden konnte. Da gebe ich Kollegen Cap Recht: Was die Situation im Nahen Osten anlangt, hat die Europäische Union nicht wirklich Flagge gezeigt, obwohl das hoch notwendig wäre und zuletzt auch von Annan eingefordert wurde – wie ich meine, auch zu Recht. Ich ersuche Sie recht höflich, auf europäischer Ebene auch einmal mit Nachdruck die Forderung zu deponieren, dass die Europäische Union die Pflicht hat, im Nahen Osten zumindest für gleiches Recht für alle einzutreten. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Es ist Tatsache, dass das System modifiziert werden muss, bevor erweitert wird, weil es nicht sinnvoll ist, ein schlechtes System, ein krankes System, das noch dazu sehr viel Geld kostet, womöglich auf eine erweiterte Union zu übertragen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Frau Bundesminister! Wir sind der Ansicht, dass Subsidiarität nicht nur im Mund geführt werden sollte, sondern dass wir Subsidiarität jetzt endlich auch einmal mit Leben erfüllen müssen. Ich glaube, wir sollten die künftige Diskussion auch dieser Frage widmen: Was ist für die österreichische Politik Subsidiarität? Wie soll sie aussehen? Wie wollen wir sie gemeinsam umsetzen? (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Jäger
Abgeordnete Mag. Ulrike Lunacek (Grüne): Herr Präsident! Frau Ministerin! Meine Damen und Herren! Lassen Sie mich zu Beginn meiner Rede den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Außenamtes sowohl meinen Dank als auch meinen Respekt für das, was sie vor allem im letzten Jahr geleistet haben, aussprechen. Gerade dieses letzte Jahr 2000 war wohl ein sehr hartes, ein sehr schwieriges. Die Leute, die im Ausland in den Botschaften tätig sind, waren ständig konfrontiert mit Fragen danach, was denn jetzt in Österreich los sei. Sie mussten versuchen, die Situation in Österreich klarzulegen und differenziert klarzulegen (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Jäger ), dass es in Österreich eine Regierung gibt mit der Beteiligung einer Partei, die im internationalen Kontext durchaus als rechtspopulistisch mit rechtsextremen Elementen zu deklarieren ist, dass es aber auch Menschen in diesem Land gibt, die diese Partei nicht gewählt haben, und dass die Demokratie in diesem Land immer noch sehr lebendig ist. Hier haben die Beamten und Beamtinnen des Außenministeriums wirklich ausgezeichnete Arbeit geleistet, und dafür möchte ich mich bei ihnen bedanken und ihnen auch meinen Respekt aussprechen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Mag. Ulrike Lunacek (Grüne): Herr Präsident! Frau Ministerin! Meine Damen und Herren! Lassen Sie mich zu Beginn meiner Rede den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Außenamtes sowohl meinen Dank als auch meinen Respekt für das, was sie vor allem im letzten Jahr geleistet haben, aussprechen. Gerade dieses letzte Jahr 2000 war wohl ein sehr hartes, ein sehr schwieriges. Die Leute, die im Ausland in den Botschaften tätig sind, waren ständig konfrontiert mit Fragen danach, was denn jetzt in Österreich los sei. Sie mussten versuchen, die Situation in Österreich klarzulegen und differenziert klarzulegen (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Jäger ), dass es in Österreich eine Regierung gibt mit der Beteiligung einer Partei, die im internationalen Kontext durchaus als rechtspopulistisch mit rechtsextremen Elementen zu deklarieren ist, dass es aber auch Menschen in diesem Land gibt, die diese Partei nicht gewählt haben, und dass die Demokratie in diesem Land immer noch sehr lebendig ist. Hier haben die Beamten und Beamtinnen des Außenministeriums wirklich ausgezeichnete Arbeit geleistet, und dafür möchte ich mich bei ihnen bedanken und ihnen auch meinen Respekt aussprechen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Was die Erweiterung betrifft, möchte ich sagen, Österreich sollte Vorreiterland sein für die Öffnung der Grenzen, aber nicht nur für die Wirtschaft, nicht nur für die Österreicherinnen und Österreicher, die über die Grenzen gehen können und sich dort ansiedeln und arbeiten können, sondern auch für die Menschen von drüben, die in unser Land kommen wollen. Sie aber versuchen im Gegensatz dazu, innerhalb der EU durchzusetzen, dass es nicht, wie die Kommission es früher wollte, vielleicht nur vier Jahre Übergangsfristen für die Freizügigkeit gibt, sondern jetzt gibt es auf jeden Fall fünf, und für die Länder, die mehr wollen, gibt es sieben. Für Österreich gibt es sieben Jahre! Das heißt, vor 2010, 2012, das haben Sie selbst im Ausschuss gesagt, wird es keine Personenfreizügigkeit geben. – Frau Ministerin! Ich an Ihrer Stelle wäre darauf nicht stolz! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Haigermoser: Was ist das zum Beispiel!
Grundsätzlich ist so eine Partnerschaft schon sinnvoll, aber die Skepsis besteht bei der Umsetzung. Die Skepsis besteht darin, dass es ungleiche Partner gibt! Und zwischen Ungleichen eine Partnerschaft zu entwickeln, das ist natürlich sehr schwierig bis unmöglich. Außerdem sagt der Botschafter, es müssten auch die "bekannten ständigen Störungen eliminiert" werden. Wir wissen, worauf er sich bezieht. (Abg. Haigermoser: Was ist das zum Beispiel!) Das sagt der slowenische Botschafter: "die bekannten ständigen Störungen zu eliminieren", jene zum Beispiel, dass die Freiheitlichen immer fordern: Veto! Solange Slowenien nicht die AVNOJ-Bestimmungen abgeschafft hat, einfach ein Veto gegen den Beitritt! (Abg. Haigermoser: Super! Das wollte ich hören! Von wegen Menschenrecht!)
Abg. Haigermoser: Super! Das wollte ich hören! Von wegen Menschenrecht!
Grundsätzlich ist so eine Partnerschaft schon sinnvoll, aber die Skepsis besteht bei der Umsetzung. Die Skepsis besteht darin, dass es ungleiche Partner gibt! Und zwischen Ungleichen eine Partnerschaft zu entwickeln, das ist natürlich sehr schwierig bis unmöglich. Außerdem sagt der Botschafter, es müssten auch die "bekannten ständigen Störungen eliminiert" werden. Wir wissen, worauf er sich bezieht. (Abg. Haigermoser: Was ist das zum Beispiel!) Das sagt der slowenische Botschafter: "die bekannten ständigen Störungen zu eliminieren", jene zum Beispiel, dass die Freiheitlichen immer fordern: Veto! Solange Slowenien nicht die AVNOJ-Bestimmungen abgeschafft hat, einfach ein Veto gegen den Beitritt! (Abg. Haigermoser: Super! Das wollte ich hören! Von wegen Menschenrecht!)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Jäger.
Frau Ministerin! Ich weiß, dass Sie das nicht so sehen, aber Sie befinden sich hier ständig im Zwiespalt. Die Freiheitlichen sagen etwas, Sie sagen dann wieder, es sei ohnehin nicht so, Sie wollten das anders, Sie bestimmten die Außenpolitik. Diese Aussagen kommen immer und immer wieder, und die Tatsache, dass Sie jetzt durchsetzen, dass es für Österreich siebenjährige Übergangsfristen geben wird, ist für mich ein Zeichen, dass Sie die Außenpolitik Freiheitlichen-verträglich machen wollen und nicht eigenständig agieren. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Jäger. )
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Frau Ministerin! Ich behaupte: Wenn es eine offensive, gestalterische österreichische Außenpolitik gäbe, die nicht ständig vom Störfaktor FPÖ gestört würde, dann würden Sie diese Werbekampagne nicht brauchen, dann könnten Sie nämlich gestalterisch Außenpolitik betreiben, dann bräuchten Sie nicht diese Faktoren zuzudecken, um zu zeigen, dass alles in Ordnung ist. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Khol: Das weiß sie!
Frau Ministerin! Sie sind Außenministerin. Sie sind Politikerin. (Abg. Dr. Khol: Das weiß sie!) Eine Initiative Ihres Ministeriums, dass jede und jeder Einzelne etwas tun soll, um gerechter zu handeln, ist nicht Ihre Aufgabe, wage ich hier zu behaupten. (Bundesministerin Dr. Ferrero-Waldner: Selbstverständlich ist es das!) Ihre Aufgabe ist es nicht, Werbekampagnen zu machen, sondern Politik. Heute wird das Budget für die Entwicklungszusammenarbeit beschlossen, das gegenüber dem letzten Jahr wieder einmal um 15 Millionen Schilling zurückgegangen ist, gegenüber dem Erfolg des Jahres 2000 wurde es sogar um 12 Prozent gekürzt, und gleichzeitig machen Sie eine Werbekampagne, in der die Menschen aufgefordert werden zu spenden. – Wohin sollen sie denn dann spenden? Da gibt es Fernsehspots, wo beispielsweise ein kleiner Bub gezeigt wird und dann steht: "Lehrling oder Soldat?". Dann wird "Lehrling" angeklickt, und dann steht: "Sie haben die Wahl". Danach kommt noch: "Das ist eine Initiative der Außenministerin". – Frau Ministerin! Ich hoffe, dass dann, wenn es Inserate sind, zumindest ein Spendenkonto dabeisteht.
Bundesministerin Dr. Ferrero-Waldner: Selbstverständlich ist es das!
Frau Ministerin! Sie sind Außenministerin. Sie sind Politikerin. (Abg. Dr. Khol: Das weiß sie!) Eine Initiative Ihres Ministeriums, dass jede und jeder Einzelne etwas tun soll, um gerechter zu handeln, ist nicht Ihre Aufgabe, wage ich hier zu behaupten. (Bundesministerin Dr. Ferrero-Waldner: Selbstverständlich ist es das!) Ihre Aufgabe ist es nicht, Werbekampagnen zu machen, sondern Politik. Heute wird das Budget für die Entwicklungszusammenarbeit beschlossen, das gegenüber dem letzten Jahr wieder einmal um 15 Millionen Schilling zurückgegangen ist, gegenüber dem Erfolg des Jahres 2000 wurde es sogar um 12 Prozent gekürzt, und gleichzeitig machen Sie eine Werbekampagne, in der die Menschen aufgefordert werden zu spenden. – Wohin sollen sie denn dann spenden? Da gibt es Fernsehspots, wo beispielsweise ein kleiner Bub gezeigt wird und dann steht: "Lehrling oder Soldat?". Dann wird "Lehrling" angeklickt, und dann steht: "Sie haben die Wahl". Danach kommt noch: "Das ist eine Initiative der Außenministerin". – Frau Ministerin! Ich hoffe, dass dann, wenn es Inserate sind, zumindest ein Spendenkonto dabeisteht.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Lunacek überreicht der auf der Regierungsbank sitzenden Bundesministerin Dr. Ferrero-Waldner Paranüsse.
Frau Ministerin! Heute Vormittag haben uns entwicklungspolitischen Sprecherinnen und Sprechern die Vertreter der AGEZ, der Arbeitsgemeinschaft Entwicklungszusammenarbeit, einige harte Nüsse überreicht. Ich darf Ihnen diese Nüsse im Namen der entwicklungspolitischen NGOs weitergeben – es sind Paranüsse, sehr hart zu knacken! –, denn diese Organisationen werden an der Reduzierung dieses Budgets noch sehr lang und hart zu kauen haben. Sie haben Jahre hindurch etwas aufgebaut, was sie durch die Reduzierung des Budgets nicht mehr wirklich weiterführen können. Werbekampagnen sind nicht dazu geeignet, das Budget wieder zu erhöhen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Lunacek überreicht der auf der Regierungsbank sitzenden Bundesministerin Dr. Ferrero-Waldner Paranüsse.)
Beifall bei den Grünen.
Frau Ministerin! Ich hoffe sehr, dass diese harten Budgetnüsse, diese harten inhaltlichen Nüsse, die die Organisationen durch Sie zu knacken haben, den Organisationen nicht im Halse stecken bleiben und deren jahrzehntelange Bemühungen nicht zunichte machen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Schwarzenberger: Die Frau Minister wird diese Nüsse leicht knacken!
In diesem Sinne hoffe ich, dass das Budget wirklich – wie Sie angekündigt haben – im nächsten Jahr wieder steigen wird. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Schwarzenberger: Die Frau Minister wird diese Nüsse leicht knacken!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordneter Dr. Michael Spindelegger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geschätzte Frau Bundesministerin! Meine Damen und Herren! Zur Kritik von Kollegen Cap und Kollegin Lunacek, dass man keine Spuren der österreichischen Außenpolitik sieht: Meine Damen und Herren! Dass die Frau Bundesministerin mit ihren Werten hervorragend liegt – das sei dem Kollegen Cap geantwortet –, liegt daran, dass sie eine hervorragende Außenpolitik macht. Das ist schon die beste Antwort darauf, wie die Österreicher diese Außenpolitik beurteilen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Schwarzenberger: Weil sie blind ist!
Frau Kollegin Lunacek! Wenn Ihnen die Spuren der österreichischen Außenpolitik nicht deutlich genug sind, dann wohl deshalb (Abg. Schwarzenberger: Weil sie blind ist!), weil Sie die Augen verschließen – und dann beklagen Sie sich bei uns, dass Sie nichts sehen können. Das ist aber die Art und Weise, wie man Politik nicht betreiben soll! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Mag. Lunacek: Das ist Ihre Sicht der Dinge!) – Ich werde gerne
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Mag. Lunacek: Das ist Ihre Sicht der Dinge!
Frau Kollegin Lunacek! Wenn Ihnen die Spuren der österreichischen Außenpolitik nicht deutlich genug sind, dann wohl deshalb (Abg. Schwarzenberger: Weil sie blind ist!), weil Sie die Augen verschließen – und dann beklagen Sie sich bei uns, dass Sie nichts sehen können. Das ist aber die Art und Weise, wie man Politik nicht betreiben soll! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Mag. Lunacek: Das ist Ihre Sicht der Dinge!) – Ich werde gerne
Abg. Mag. Lunacek: In der Werbekampagne!
Wir haben immer eine klassische Dreiteilung unserer Außenpolitik gehabt: die Europapolitik, die Nachbarschaftspolitik und die Weltpolitik. In allen drei Bereichen setzen diese Außenministerin und das Außenamt Schwerpunkte. (Abg. Mag. Lunacek: In der Werbekampagne!)
Abg. Mag. Lunacek: Für die auch, nicht nur für uns!
Was tun wir in Österreich dazu? – Zunächst ist es ganz wichtig, dass das Kapitel, das jetzt in den Beitrittsverhandlungen mit den Beitrittswerbern eröffnet ist, nämlich Freizügigkeit der Arbeitnehmer, auch so behandelt wird, dass es für uns verträglich ist. (Abg. Mag. Lunacek: Für die auch, nicht nur für uns!) Ich teile hier die Kritik, die der ÖGB, die die Arbeiterkammern immer wieder äußern. Wir brauchen Übergangsfristen für die Grenzregionen. Was tut die Außenministerin? Was tut der Bundeskanzler? – Wir versuchen (Abg. Mag. Lunacek: Die ÖVP war da anderer Meinung! Sieben Jahre!) Übergangsfristen festzumachen – in flexibler Art und Weise: fünf Jahre plus eine Ausweitungsmöglichkeit um zwei Jahre, daher maximal sieben Jahre.
Abg. Mag. Lunacek: Die ÖVP war da anderer Meinung! Sieben Jahre!
Was tun wir in Österreich dazu? – Zunächst ist es ganz wichtig, dass das Kapitel, das jetzt in den Beitrittsverhandlungen mit den Beitrittswerbern eröffnet ist, nämlich Freizügigkeit der Arbeitnehmer, auch so behandelt wird, dass es für uns verträglich ist. (Abg. Mag. Lunacek: Für die auch, nicht nur für uns!) Ich teile hier die Kritik, die der ÖGB, die die Arbeiterkammern immer wieder äußern. Wir brauchen Übergangsfristen für die Grenzregionen. Was tut die Außenministerin? Was tut der Bundeskanzler? – Wir versuchen (Abg. Mag. Lunacek: Die ÖVP war da anderer Meinung! Sieben Jahre!) Übergangsfristen festzumachen – in flexibler Art und Weise: fünf Jahre plus eine Ausweitungsmöglichkeit um zwei Jahre, daher maximal sieben Jahre.
Abg. Mag. Lunacek: Einstimmiger Beschluss ist notwendig!
Es geht aber auch in die andere Richtung. Wenn der Lebensstandard bei unseren Nachbarn so hoch ist, dass wir früher öffnen können, werden wir das auch tun. (Abg. Mag. Lunacek: Einstimmiger Beschluss ist notwendig!) Ich glaube, das ist genau jene Art, wie man Außenpolitik richtig betreibt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es geht aber auch in die andere Richtung. Wenn der Lebensstandard bei unseren Nachbarn so hoch ist, dass wir früher öffnen können, werden wir das auch tun. (Abg. Mag. Lunacek: Einstimmiger Beschluss ist notwendig!) Ich glaube, das ist genau jene Art, wie man Außenpolitik richtig betreibt. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Cap: Zu spät!
Meine Damen und Herren! Thema Nummer zwei: die strategischen Partnerschaften. Was soll eine Außenministerin denn Besseres tun, als heute Fundamente zu legen für eine Zusammenarbeit mit diesen Beitrittswerbern, wenn sie einmal Mitglied in der Europäischen Union sind? (Abg. Dr. Cap: Zu spät!) Das sind die Brücken, die wir schlagen. Wir wollen, dass Mitteleuropa einmal ein Schwerpunkt in dieser großen Union ist. Und wenn wir dazu heute mit unseren Nachbarn entsprechende Verbindungen aufnehmen, uns für viele Jahre im Voraus Partnerschaften organisieren, ist das gelebte Außenpolitik. Das ist hervorragend, würde ich sagen.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wenn wir zum Dritten jetzt beginnen, in einer Österreich-Plattform auch die Österreicher über die Vorteile der Beitrittswerber und einer großen Union zu informieren, so ist das genau das, was wir brauchen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das ist kein Einseifen oder sonst etwas, das ist ein Informieren. Informieren gehört dazu, und das brauchen wir, Herr Kollege Cap. Auch Ihre Partei ist bereit, an dieser Österreich-Plattform mitzuwirken, was wir sehr begrüßen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich möchte die Frau Bundesministerin dazu beglückwünschen, weil ich nicht annehme, dass dem tschechischen Außenminister diese Äußerung so locker von den Lippen gekommen ist, denn die muss er einmal zu Hause vertreten. Dass er sie gemacht hat, ist ein Zeichen dafür, dass das Außenpolitik genau nach Maß Österreichs ist, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Also Sie können sehen, sowohl in der Europapolitik als auch in der Nachbarschaftspolitik, als auch in der Weltpolitik hinterlässt Österreich deutliche Spuren, und ich beglückwünsche die Frau Bundesministerin dazu. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Lunacek: Halbwegs!
Nun zum Budgetkapitel "Äußeres": Es zeigt sich, meine Damen und Herren, dass die Einschnitte, die auch im Außenministerium so wie in allen Ressorts gemacht werden müssen, deshalb besonders schmerzlich sind, weil das ein kleines Ressort mit einem kleinen Budget, aber mit großen Auswirkungen ist. Ich bedauere es auch zutiefst, dass wir bis an jene Schwelle herankommen, ab welcher Substanz und Qualität nur mehr verloren werden können. Jetzt ist die letzte Marke erreicht, wo man noch alles Mögliche aufschieben kann, um die Außenpolitik noch halbwegs zu gewährleisten. (Abg. Mag. Lunacek: Halbwegs!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Was die Mitarbeiter anlangt – und damit möchte ich meine Rede schließen –, habe ich bei meinen vielen Reisen nicht feststellen können, dass unsere Diplomaten und die Mitarbeiter des Außenamtes angesichts dieser schwierigen Rahmenbedingungen demotiviert wären. Ganz im Gegenteil: Sie betreuen uns als Abgeordnete hervorragend, sie bieten aber auch den Österreichern eine hervorragende Serviceeinrichtung. Daher möchte ich mich auch namens meiner Fraktion bei allen Damen und Herren im auswärtigen Amt bedanken. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Bundesministerin für auswärtige Angelegenheiten Dr. Benita Ferrero-Waldner: Herr Präsident! Hohes Haus! Zum Ersten möchte ich mich herzlich dafür bedanken, dass man meinen Beamtinnen und Beamten hier Lob, Anerkennung und Respekt gezollt hat. Ich glaube, es war nicht nur letztes Jahr, sondern ist insgesamt unsere Beamtenschaft eine ausgezeichnete, und wir werden genauso weiterarbeiten wie bisher. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Jäger: Schuld ist, dass kein Geld da ist!
Zum Zweiten lassen Sie mich sagen, dass ich mir eigentlich schon gewünscht hätte, dass Sie alle auch sehen und hören können, denn was ich allein in den letzten drei Monaten – wir haben erst Ende März – an außenpolitischen Initiativen gesetzt habe, das, meine sehr verehrten Abgeordneten, kann sich, glaube ich, schon sehen lassen. Das ist zum Einen, nachdem wir in die Phase der Erweiterung eintreten, die Strategische Partnerschaft plus die Plattform – auf diese komme ich noch zu sprechen –, das ist zum Zweiten ein neues Kulturkonzept, das notwendig wurde, und das ist zum Dritten – ebenfalls in sehr, sehr kurzer Zeit realisiert – eine neue Unterstützung für die Entwicklungszusammenarbeit, die nicht sehr einfach ist, weil die NGOs es bisher nicht geschafft haben, jene Bewusstseinsbildung zu schaffen, die wir uns alle wünschen würden und die auch ich gerne sehen würde. (Abg. Jäger: Schuld ist, dass kein Geld da ist!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich darf Ihnen sagen, dass diese Länder das sehr wohl sehr positiv sehen. Was sie sich von uns erwarten, das ist eben eine Unterstützung in der jetzigen Phase, um dann mit uns gemeinsam die Interessen zu vertreten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Lunacek: Das hätten Sie schon längst tun sollen!
Die Österreich-Plattform ist keine Werbekampagne. Da haben Sie entweder nicht zugehört oder mich gründlich missverstanden. Was es ist, ist ganz klar: eine Plattform, auf der erstens alle politischen Parteien mitzumachen eingeladen sind und zweitens eine ganze Reihe von Netzwerkpartnern sind, damit wir, ähnlich wie wir das damals bei der Euro-Initiative gemacht haben, mit der Bevölkerung einen Dialog führen können. (Abg. Mag. Lunacek: Das hätten Sie schon längst tun sollen!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wahrscheinlich ärgert es Sie, dass wir mit der Bevölkerung in einen Dialog eintreten, aber genau das ist das Richtige, denn wir wollen selbstverständlich Pro und Kontra in den einzelnen Fragen mit der Bevölkerung – sowohl in den Bundesländern als auch in den Grenzregionen – diskutieren. Ich glaube, das müssten Sie doch sehen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Der Balkan, das nächste Nachbarschaftsgebiet, bleibt selbstverständlich Ziel unserer Initiativen. Warum war der mazedonische Außenminister gerade jetzt in Österreich, obwohl sich sein Land in einer Krisensituation befindet? – Weil er sieht, dass Österreich ein befreundetes Land ist, ein Land, dem man zuhört und das auch Initiativen setzt. Wir haben gerade jetzt, in einem schwierigen Moment, ein Investitionsschutzabkommen unterzeichnet. Das wurde von den Mazedoniern als ein Schritt gefeiert, den sie brauchen, damit es Investitionen gibt, damit es mehr Arbeitsplätze gibt und damit die Jugend im Land befriedet wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Edler: Sie sind polemisch!
Das heißt: Wenn Sie fair wären, dann müssten Sie diese Aktion eigentlich unterstützen! Aber leider betreiben Sie nur Opposition. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Edler: Sie sind polemisch!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich glaube, es wurden von uns jene Initiativen für die nächsten Jahre gesetzt, die uns in der Außenpolitik weiterführen werden. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Erstens: Sie haben hier erklärt, dass Sie schon bei verschiedenen Vorträgen gesagt hätten, was die Schwerpunkte Ihrer Arbeit im Rahmen des Post-Nizza-Prozesses sind, und uns vorgehalten, dass wir das alles nicht zur Kenntnis nehmen. Lassen Sie mich dazu eine bescheidene Anmerkung machen: Es wird auch für die Fragen im Rahmen des Post-Nizza-Prozesses einer Verfassungsmehrheit in diesem Haus bedürfen, und es wäre angemessen, dass Sie auch mit jenen Parteien, die die Regierung nicht bilden, darüber sprechen würden. Dazu darf ich Sie einladen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mag. Lunacek.
Dritter Punkt als Vorbemerkung: Sie sollten sich, Frau Bundesministerin, einen anderen und vielleicht auch einen besseren Ex-offo-Verteidiger leisten als Herrn Spindelegger, denn darzustellen, was Sie alles geleistet haben, und dabei darauf hinzuweisen, dass Sie bereit waren, eine Frist zu übernehmen, die der deutsche Bundeskanzler vorgeschlagen hat, uns hier zu sagen, dass Sie in der Zukunft Brücken schlagen wollen und dass Sie eine Information über die EU-Erweiterung planen, wobei Sie aber keine Handlungen setzen, die die objektiven Voraussetzungen dafür verbessern, uns hier zur Kenntnis zu bringen, dass Sie bereit waren, dem tschechischen Außenminister etwas erklären zu hören, und im Übrigen darauf hinzuweisen, dass im Bereich der Weltpolitik Leistungen in der vorigen Legislaturperiode erbracht worden sind, das finde ich alles großartig, aber dass es nur so dargestellt wird, das haben Sie nicht verdient, das können Sie selbst besser. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mag. Lunacek. )
Beifall bei der SPÖ.
Frau Bundesministerin! Auch wir Sozialdemokraten – das kann ich Ihnen versichern – sind dafür, dass wir endlich unsere Beziehungen zu den Erweiterungskandidatenländern in unserer Nachbarschaft auf eine bessere Basis stellen, dass wir wirklich zu hören beginnen, was deren Bedürfnisse sind, und dass wir unter der Bedingung der vollen Gleichberechtigung der Partner mit diesen Ländern reden und uns nicht so aufführen – ich meine damit nicht primär Sie, oder ich meine damit an sich überhaupt nicht Sie persönlich –, als ob das Entwicklungsländer wären, denen wir vorschreiben können, wie sie sich zu verhalten haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Khol: Bei der Bundesregierung ist es klar! Aber bei der Gewerkschaft ist es schon etwas unklarer!
Frau Bundesministerin! Wir wissen aber nicht, ob das auch die Sicht der gesamten Bundesregierung ist. Das ist das Problem, das wir als Opposition hier sehen. Vor allem wissen aber unsere Nachbarn nicht, ob das die Position der Bundesregierung ist. (Abg. Dr. Khol: Bei der Bundesregierung ist es klar! Aber bei der Gewerkschaft ist es schon etwas unklarer!) Und diese Länder sollen nun bereit sein, Herr Abgeordneter Khol, mit Österreich eine besondere Partnerschaft, nämlich eine Strategische Partnerschaft, wie Sie sie nennen, einzugehen, ohne dass diese Verhältnisse geklärt werden?
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Khol – in Richtung der Grünen –: Nicht uninteressant!
Wir wollen weiters nicht den heute lebenden Menschen Vorwürfe für eine Vergangenheit machen, die sie nicht zu verantworten haben, denn unter diesen Bedingungen hätten auch wir Vorwürfe zu gewärtigen, vielfach gewichtigere, die sich auf die Zeit davor beziehen. Wir wollen die Geschichte nicht umkehren, wir wollen aber Probleme, die daraus übrig geblieben sind, lösen, und zwar in aller Ruhe, in aller Behutsamkeit und mit aller Zähigkeit. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Khol – in Richtung der Grünen –: Nicht uninteressant!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Frau Bundesministerin! Ich darf Sie abschließend noch um eines bitten: Bitte tragen Sie dazu bei, den Eindruck zu verwischen oder das Bild zum Verschwinden zu bringen, das Konzept der Strategischen Partnerschaft sei in Wirklichkeit nichts anderes als die beleidigte Reaktion der österreichischen Politik oder der österreichischen Regierung auf die Behandlung durch die westlichen Partner in der Europäischen Union, etwa nach dem Motto: Wenn ihr uns so hässlich behandelt, dann suchen wir uns eben andere Freunde! – Es wäre nicht nur schlimm, wenn das die Grundlage wäre, sondern es wäre das offene Einbekenntnis, dass Ihre Politik Maßstäben folgt, die der Außenpolitik eines Landes nicht angemessen sind. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Frau Bundesministerin! Ich komme zum Schluss. Wir hätten gerne eindeutige Signale von Ihnen. Wir sind bereit, Sie und Ihre Politik im Interesse Österreichs zu unterstützen, wenn Sie bereit sind, für diese Eindeutigkeit und Klarheit zu sorgen. Wir sind der Überzeugung, dass die Außenpolitik ein Mindestmaß an Konsens der Parteien, und zwar aller Parteien, in diesem Parlament braucht. Wir sind zu Gesprächen in dieser Richtung bereit, aber wir laden Sie ein, Ihre Programmatik nicht nur bei Vorträgen zu erklären, sondern auch mögliche Partner im Parlament rechtzeitig einzubinden. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Abgeordneter Wolfgang Jung (Freiheitliche): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Cap hat sich vorhin dagegen gewendet, die Möglichkeit einer Junktimierung bei bestimmten Problemen als Ultima Ratio einzusetzen. – Dabei frage ich mich – ich kann ihn nicht fragen, weil er nicht da ist –: Was wird zum Beispiel in Österreich geschehen oder was schlägt er vor, wenn sich die tschechische Regierung, vielleicht auch auf Grund von inneren Zwängen, hinsichtlich Temelin uneinsichtig zeigt, wenn wir nicht als letzte Möglichkeit mit dem nötigen Nachdruck verhandeln können? (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Herr Kollege Einem! Wenn, dann für alle, und daher sage ich hier ganz bewusst und deutlich, auch als Erklärung zu einem heutigen Zeitungsartikel: Für uns Freiheitliche gibt es kein Ja zu einem EU-Beitritt für Staaten, die sich nicht eindeutig und offiziell, das heißt durch Aufhebung der entsprechenden Teile der Beneš-Dekrete und AVNOJ-Bestimmungen, von diesen Unrechtsgesetzen getrennt haben. Das gilt auch für Slowenien. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Die Regelung von Einzelfällen genügt nicht.
Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Dr. Khol.
Aus beiden Gründen sind wir gut beraten, nicht zu besserwisserisch in Nationalitätenkonflikte einzugreifen. Gute Dienste, humanitäre Hilfe – und dort, wo es von beiden Seiten gewünscht wird, auch Einsätze im Sinne von Petersberg – wollen wir gerne leisten. Zu militärischer Zwangsbeglückung sollten wir uns aber nicht drängen lassen. Ich hoffe, ich bin einmal mit Frau Kollegin Lichtenberger einer Meinung. (Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Dr. Khol. )
Beifall bei den Freiheitlichen.
Dazu eine grundsätzliche Anmerkung zur Nationalitätenfrage auf dem Balkan, wo gerade die Leugnung der Realitäten maßgeblich zum Kriegsausbruch von 1991 beigetragen hat. Wer die Serben, die Kroaten oder die Albaner dort, wo sie als Mehrheit in einem an ihr Mutterland angrenzenden geschlossenen Siedlungsgebiet leben, unter Druck von einer Wiedervereinigung mit jenem Staat abhält, dem sie sich ethnisch zugehörig fühlen, nur weil mit Zwang Grenzen aufrechterhalten werden sollen, die nicht mehr passen, macht einen schwerwiegenden Fehler und wird den Konflikt verlängern. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Abschließend noch eine Bemerkung: Es gibt eine Reihe von Staaten, die sich selbst – überwiegend aus eigenem Verschulden – in der Vergangenheit von der internationalen Staatengemeinschaft isoliert haben, aber nun den Weg zurück suchen. Wir sollten sie darin unterstützen und ihnen nach Kräften helfen, auch wenn sie unsere Vorstellungen von Demokratie noch nicht voll erfüllen. Wir begrüßen daher ausdrücklich die Kontakte der Frau Außenministerin zum Iran und fordern sie auf, diese Bemühungen auch mit anderen vergleichbaren Staaten fortzusetzen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Ruf bei der ÖVP: Von wem sonst? – Abg. Dr. Khol: Oje! – Weitere Zwischenrufe.
Präsident Dr. Werner Fasslabend: Als Nächstes folgt eine tatsächliche Berichtigung des Herrn Abgeordneten Dr. Einem. (Ruf bei der ÖVP: Von wem sonst? – Abg. Dr. Khol: Oje! – Weitere Zwischenrufe.)
Abg. Achatz: Das war letztklassig! Eine Unterstellung!
Richtig ist, ich habe gesagt, wir wollen nicht, dass die heute lebenden Menschen diese Vorwürfe gemacht bekommen. Und im Gegensatz zu manchen Ihrer Vertreter sind wir beispielsweise nicht der Meinung, dass SS-Soldaten noch heute dafür gelobt werden können, dass sie ihrer Auffassung treu geblieben sind. (Abg. Achatz: Das war letztklassig! Eine Unterstellung!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Zweiter Punkt: Sie haben außerdem erklärt, der Hohe Repräsentant in Bosnien, Herr Dr. Petritsch, agiere selbstherrlich. – Herr Abgeordneter Jung! Sie wissen, dass auch das falsch ist. Die Absetzung des Präsidenten erfolgte im Einvernehmen mit den Russen, mit den Amerikanern und mit allen EU-Vertretern, und deshalb, weil dieser Präsident begonnen hat, eine zweite Struktur in Bosnien-Herzegowina gegen die vereinbarte staatliche Struktur aufzubauen. Das ist die Tatsache, Herr Abgeordneter. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Jung: Das hat man schon einmal verweigert, und dann ist der Krieg ausgebrochen!
Herr Abgeordneter Jung! Ist es die Veränderung von Grenzen, die Sie wollen? (Abg. Jung: Das hat man schon einmal verweigert, und dann ist der Krieg ausgebrochen!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Kurzmann: Das ist blanker Unsinn, den Sie da verzapfen! – Abg. Edlinger: "Blanker Unsinn" – ist das kein Ordnungsruf? Das wundert mich sehr!
Der Beitrag des Herrn Kollegen Jung war ja nicht untypisch. Es ist die klassische Tendenz einer Militarisierung in der Außenpolitik festzustellen. Gerade weil Herr Abgeordneter Jung das ja auch immer deutlich in den Vordergrund stellt, hoffe ich, dass das heute von Ihnen, Frau Bundesministerin, getragene blaue Kostüm eine Hommage an den Frühling ist und nicht ein Zeichen für eine Außenpolitik, die immer "blauer" und immer militärischer wird, denn das wäre ein österreichisches Desaster! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Kurzmann: Das ist blanker Unsinn, den Sie da verzapfen! – Abg. Edlinger: "Blanker Unsinn" – ist das kein Ordnungsruf? Das wundert mich sehr!)
Beifall bei den Grünen.
Mit einer schlagwortartigen Ankündigung wird es hier nicht getan sein, und das ist auch keine adäquate Politik, mit der man Oppositionsparteien, die durchaus bereit sind, im Interesse Österreichs gemeinsam am Post-Nizza-Prozess zu arbeiten, auf eine Plattform zur Zusammenarbeit bringen kann. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Frau Ministerin! Sie haben eine Enquete angekündigt. Sie haben uns gefragt, warum wir das nicht wissen. – Ganz einfach, und das sei Ihnen zum Abschluss ins Stammbuch geschrieben: Von einer Enquete des Herrn Bundeskanzlers ist bei uns weder eine Detailbeschreibung noch eine Einladung eingetroffen. Mit Schlagworten allein können wir keinesfalls Post-Nizza-Politik machen. Sie wird aber notwendig sein und, wie ich hoffe, die Diskussion des nächsten Jahres beherrschen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Mit unserer ausgezeichneten, erfolgreichen Außenministerin haben wir, was das Budget anbelangt, auch eine ganz hervorragende Wirtschaftsfachfrau, denn auch beim Außenamt musste der Sparstift angesetzt werden, aber es ist der Frau Bundesministerin im vergangenen Jahr gelungen – und es wird ihr auch heuer gelingen, davon bin ich überzeugt –, die Außenpolitik und ihre Aufgaben trotz knappster Mittel optimal zu bewältigen. Ich möchte daher Ihnen, Frau Bundesministerin, und auch Ihren Beamten sehr herzlich für diese Tätigkeit danken. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Frau Bundesminister! Ich darf Sie ersuchen, sich dafür einzusetzen, dass diese Parlamentswahlen in fairer, freier und ordentlicher Manier abgeführt werden können. Ich darf Sie ersuchen, sich dafür einzusetzen, dass es dort zu demokratischen Wahlen kommt und dass die jetzt ernannte Wahlkommission, die monocolor ist, auch objektiv entscheiden wird. Meine Damen und Herren! Das sind die Herausforderungen, und in diesem Bereich hat die Frau Bundesminister ganz hervorragende Arbeit geleistet. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Khol: Nein!
Ich ende – von dieser Situation ausgehend – mit einem Vierzeiler. (Abg. Dr. Khol: Nein!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Österreich ist ein Musterknabe! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Heiterkeit.
Präsident Dr. Werner Fasslabend: Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Jäger. – Bevor ich ihr das Wort erteile, möchte ich zum Ausdruck bringen, dass ich absolutes Verständnis dafür habe, dass die Lokalberichterstattung aus Westösterreich einer morgigen Tageszeitung großes Interesse hervorruft. Ich würde aber meinen, dass Kommentare und Hypothesen dazu möglichst nicht zu umfangreich hier im Plenarsaal stattfinden sollten. (Heiterkeit.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Ich denke nur daran, dass eine Million Flüchtlinge aus Afghanistan, im Iran, in Pakistan auf Hilfe warten, und es gibt in Österreich eine Partei, die Flüchtlinge, Asylwerber nicht in Österreich haben will. Aber dann ist es doch doppelbödig, wenn wir nicht bereit sind, für den UNHCR Geld auszugeben, und ich bitte Sie, in den nächsten Jahren hier wirklich etwas zu tun. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen sowie des Abg. Dr. Khol.
Sie haben heute in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Vertretern der Dreikönigsaktion eine Werbekampagne vorgestellt. An dieser Stelle möchte ich den Sternsingern wirklich gratulieren, sie haben heuer 147 Millionen Schilling gesammelt, ich gratuliere dazu ganz, ganz herzlich. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen sowie des Abg. Dr. Khol. ) Ulrike Lunacek hat es schon angesprochen. Indem Sie das gemeinsam getan haben, suggerieren Sie der österreichischen Bevölkerung, sie soll noch mehr spenden.
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Noch ein Punkt. Ich denke, man muss auch in diesem Bereich etwas machen, und es soll ja nächstes Jahr eine UN-Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung geben. Man muss sich natürlich überlegen, wie man die Finanzmärkte in Zukunft kontrolliert, wie man die internationalen Konzerne auch dazu bringt, Steuern zu leisten. Eines der größten Probleme ist, dass drei Multimillionäre 48 Entwicklungsländern gegenüberstehen. Und wenn in Ihrer neuen Broschüre als Aufforderung an die Österreicher steht – ich habe nichts gegen Werbekampagnen, aber ich denke mir, dass das auch NGOs machen könnten –: Nicken Sie nicht, tun Sie etwas!, dann bitte ich Sie, Frau Ministerin: Tun Sie etwas in Ihrer Angelegenheit als Ministerin! – Danke. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Und tatsächlich muss es Befremden auslösen, dass in einem demokratischen Staatswesen, zu dem sich Slowenien mittlerweile entwickelt hat, Vertreibungs- und Enteignungsgesetze so hartnäckig verteidigt werden und in der Rechtsordnung noch immer so nachhaltig nachwirken wie heute in Slowenien. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Zweytick: Höchste Zeit, dass er geht!
Wenn slowenische Politiker wie Staatspräsident Kucan zu den kommunistischen AVNOJ-Gesetzen erklären, diese seien ebenso sinnstiftend wie der österreichische Staatsvertrag, dann, meine Damen und Herren, ist dieser Vergleich eigentlich eine unerträgliche Provokation (Abg. Zweytick: Höchste Zeit, dass er geht!), denn der österreichische Staatsvertrag – und das wissen wir alle – enthält keine einzige Bestimmung, die Massenmord und Vertreibung, also Verbrechen gegen die Menschlichkeit, legalisieren würde. (Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Zweytick. )
Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Zweytick.
Wenn slowenische Politiker wie Staatspräsident Kucan zu den kommunistischen AVNOJ-Gesetzen erklären, diese seien ebenso sinnstiftend wie der österreichische Staatsvertrag, dann, meine Damen und Herren, ist dieser Vergleich eigentlich eine unerträgliche Provokation (Abg. Zweytick: Höchste Zeit, dass er geht!), denn der österreichische Staatsvertrag – und das wissen wir alle – enthält keine einzige Bestimmung, die Massenmord und Vertreibung, also Verbrechen gegen die Menschlichkeit, legalisieren würde. (Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Zweytick. )
Neuerlicher Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Zweytick.
Ich teile deshalb die Meinung des Herrn Bundeskanzlers ausdrücklich, dass bei manchen slowenischen Politikern das scheindemokratische Mäntelchen kaum in der Lage ist, ihre kommunistische Vergangenheit zu bedecken. (Neuerlicher Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Zweytick. )
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Klargestellt werden muss: Wenn es in den entscheidenden Fragen zu keinen bilateralen Einigungen kommt, dann dürfen wir nicht zögern, den Vorschlag des slowenischen Außenministers aufzugreifen und die Problematik der AVNOJ-Gesetze zu internationalisieren. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Dieses Vertrauen in Österreich und das Ansehen Österreichs scheinen mir allerdings stark gefährdet, wenn man den Absichtserklärungen die Mittel für die Osthilfe gegenüberstellt. Diese Mittel wurden in den letzten Jahren sukzessive gekürzt. Letztes Jahr war die Situation schon nicht rosig, und heuer kann man sie wohl als trist bezeichnen. Nach dem Wegfall der Überschreitungsmittel und einer Kürzung des Fixums von ganzen 20 Prozent steht nur mehr sehr wenig für die Osthilfe zur Verfügung. Das ist ein finanzieller Kahlschlag, aber nicht nur das, es ist auch ein Schlag in das Gesicht der Ärmsten Europas, und es ist auch ein Eigentor. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist zu befürchten, dass neben diesen Umweltprojekten auch weitere Osthilfe-Maßnahmen wieder einmal der blau-schwarzen Einsparungswut zum Opfer fallen, worunter auch Österreich sehr leidet, und zwar im Bereich der Bildung. Ich zitiere wieder aus dieser Broschüre: Osthilfe, ein Mittel zur Modernisierung des Bildungsprozesses, zur Modernisierung der Ausbildungsstruktur und zur Heranführung von Bildungsinstitutionen in Südosteuropa an die EU-Standards. – Da wollte Österreich sogar einen Schwerpunkt setzen, aber wenn ich da an die Bildungspolitik, die derzeit bei uns betrieben wird, denke, dann scheint mir das eher eine Drohung zu sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Österreich hat in den letzten zehn Jahren als unmittelbarer Nachbar der Reformstaaten Mittel- und Osteuropas natürlich – und auch nicht ganz selbstlos – ein hohes Interesse an einer erfolgreichen wirtschaftlichen sowie einer stabilen demokratischen Entwicklung gehabt und hier Engagement gezeigt. Bedenkt man die Situation in Bosnien-Herzegowina, wo erstmals Reformkräfte in der Regierung wirklich die Vision eines multiethnischen Staates haben, dann muss man sehen, dass Kürzungen in diesem Bereich wirklich ein schwerer Fehler sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das Gebiet ist nach wie vor ein potentieller Konfliktherd. Und wenn Sie, Frau Ministerin, sagen, dass der Balkan ein Schwerpunkt ist, und betonen, dass Entwicklungsarbeit bedeutet, Zukunft zu sichern, dann frage ich mich: Wo sind die Perspektiven? Wo sind die Schwerpunkte, die Sie setzen wollen? Welche Konzepte verfolgen Sie? Heißt das Konzept: 2002 weniger und 2003 gar keine Osthilfe mehr? – Ich glaube, das wäre wirklich ein schwerer Fehler. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Instabilität macht nicht vor unserer Grenze Halt. Mögliche Problemfelder müssen an ihren sozialen, an ihren politischen und wirtschaftlichen Wurzeln bekämpft werden. Wir haben dafür ein bewährtes Mittel, und zwar das der Osthilfe. Prävention, sehr geehrte Damen und Herren, ist gefragt, dann erspart man sich die Intervention! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Edeltraud Gatterer (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Hohes Haus! Ich glaube, jeder, der die Außenpolitik verfolgt hat, hat auch mitbekommen, dass die Frau Außenministerin und ihr großartiges Team im letzten Jahr an und für sich fast das schwerste Jahr in der Außenpolitik hatten, durch EU-Sanktionen, durch OSZE-Vorsitz und durch viele andere Vorbereitungsarbeiten, und ich glaube, die Budgetdebatte ist auch ein guter Anlass, Ihnen, Frau Außenministerin, und Ihrem Team hierfür zu danken. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte doch noch einmal auf die strategische Partnerschaft eingehen, denn in der Debatte haben Sie ja heute der Frau Ministerin im Grunde alles abgesprochen, sogar dass sie ein Herz hat. Wenn Sie sich das Ranking der Politiker ansehen, dann meine ich, die ÖsterreicherInnen haben sehr wohl erkannt, dass unsere Außenministerin eine Frau mit großer Kompetenz, mit viel Engagement, mit wahnsinnig viel Arbeitseinsatz, aber vor allem auch mit sehr viel Herz ist. Ich meine, das müssen Sie ihr zugestehen, das können Sie ihr nicht absprechen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Cap: Es ist nie zu spät!
Ich glaube, dass gerade der sehr gute Vorschlag der strategischen Partnerschaft Herz auch für die Nachbarn zeigt. In unmittelbarer Nähe Österreichs gibt es vier Beitrittswerber, und Österreich hat eine Außengrenze von 1 300 Kilometern zu diesen neuen Beitrittsländern. Das ist meiner Ansicht nach etwas, was im Grunde genommen die Ansätze der Frau Außenministerin wirklich unterstützt. Sie sollten alle Anstrengungen unternehmen und genau dieses Programm der strategischen Partnerschaft unterstützen. Warum soll es zu spät sein? (Abg. Dr. Cap: Es ist nie zu spät!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, genau mit dem Modell der strategischen Partnerschaft sind wir auf dem besten Weg, diese Bemühungen fortzuführen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Nachdem dieses verbrecherische Regime durch demokratische Wahlen endlich gestürzt ist, gilt es nun, den Jugoslawen das Tor nach Europa weit aufzustoßen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Jugoslawien und Zoran Djindjić brauchen unsere Hilfe. Wir dürfen uns nicht bequem zurücklehnen und die Menschen sich selbst überlassen. Wir müssen ihnen heute helfen, damit sie eine Zukunft haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Minister! Sie haben in der Vergangenheit – das habe ich wirklich sehr begrüßt – die Bedeutung des zivilen Krisenmanagements betont und beteuert, dass Österreich da einen Schwerpunkt setzen wird. Umso unverständlicher für mich ist jetzt Ihr Ruf nach militärischem Eingreifen im Mazedonien-Konflikt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir dürfen in dieser Frage nicht in die Falle gehen und überreagieren. Wir dürfen der Strategie der Rebellen, die auf eine Ausweitung des Konfliktes abzielt, nicht folgen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Sehr geehrte Frau Ministerin, ich fordere Sie auf: Geben Sie dem Balkan, Jugoslawien eine Chance! Unterstützen Sie die Menschen! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zu diesen vitalen Interessen Österreichs zählen neben anderen die folgenden Punkte: Gewährleistung unserer territorialen Integrität, der Schutz der rechtsstaatlich-demokratischen Verfassungsordnung und der inneren Sicherheit, die Sicherheit der wirtschaftlichen Interessen, die Wahrnehmung der Interessen Österreichs in der EU und die Durchsetzung der Interessen der Union im globalen Raum, aber auch der Schutz und die Förderung der Grundwerte. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Diese neue Sicherheitsdoktrin, meine Damen und Herren, schafft die Grundlage für die neue europäische Solidarität. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren von der Opposition, vor allem Sie von der SPÖ! Sie sind eingeladen, sich dabei an Ihre bisherige Europapolitik zu erinnern und mit uns den Entwurf des Analyseteils der neuen Sicherheitsdoktrin konsequent und, wie ich hoffe, auch ohne Scheuklappen zu debattieren. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen und Bravo-Ruf bei der ÖVP.
Selbstverständlich tut es auch mir weh, wenn ich mein Budget kürzen muss, denn ich würde sehr gern viel mehr ausgeben, vor allem in der Osthilfe, aber auch bei den internationalen Organisationen. Aber ich trage natürlich auch eine Kürzung dieses Budgetdefizits voll mit, denn wir können nur mit einem schuldenfreien Budget in der Zukunft gut weiterarbeiten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen und Bravo-Ruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Haigermoser.
Ein dritter Punkt, der in der Diskussion angesprochen wurde, betrifft die Konkretisierung der strategischen Partnerschaft: Bitte, diese Konkretisierung ist ja genau der am 6. Juni stattfindenden Regionalkonferenz vorbehalten, denn es ist ja nicht ein zur Gänze vorfabriziertes Paket, sondern es ist bewusst eine Initiative mit Vorschlägen, die von mir gestartet wurde, bei der selbstverständlich auch die anderen als gleichberechtigte Partner – es heißt ja Partnerschaft – ihre Vorstellungen einbringen sollen. Das wird auch von den Kollegen sehr gerne so gesehen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Haigermoser. )
Abg. Dr. Cap: Wo sind die gemeinsamen Interessen?
Schließlich möchte ich noch auf die Frage eingehen, welche Kriterien denn bei der strategischen Partnerschaft angelegt worden sind: Ganz klar die Kriterien, dass es um die Beitrittskandidaten geht! Lassen Sie mich Kroatien als Beispiel nennen: Ich weiß schon, dass Kroatien Interesse hätte, als Fast-Nachbar dabei zu sein, aber Kroatien ist eben noch nicht Beitrittskandidat. Wenn Sie mein Konzept logisch sehen – und es ist ein logisches Konzept –, dann geht es darum, dass, sobald die Beitrittskandidaten – voraussichtlich ab 2004 – in der Union mit uns sind, sie selbstverständlich mit uns gemeinsam eine Gruppe bilden werden, die sich jeweils einmal pro Halbjahr vor dem großen Europäischen Rat trifft, um die Positionen abzustimmen. Das wird nicht immer die gemeinsame Position sein, aber man wird zumindest die Positionen kennen, und sehr oft wird es eine gemeinsame Position werden. Davon bin ich überzeugt. Nicht umsonst hat auch die luxemburgische Außenministerin, als sie neulich hier war, gesagt, dass es in der Union eine Selbstverständlichkeit ist, solche Allianzen einzugehen, wie auch die Benelux-Staaten das machen. (Abg. Dr. Cap: Wo sind die gemeinsamen Interessen?)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Dr. Bösch und Haigermoser. – Abg. Dr. Cap: Wo ist die Partnerschaft bei der strategischen Partnerschaft?
Letzter Punkt – ganz kurz zur Frage Jugoslawien und Mazedonien, Einsatz KFOR. Ich habe zweimal schon gesagt: Eine diplomatisch-politische Initiative ist ohnehin von der Union getroffen worden. Das haben wir alle selbstverständlich nicht nur mitgetragen, sondern lange diskutiert und entschieden. Aber man muss darüber hinaus denken, und Sie wissen ja, dass die Situation auch heute noch nicht entschärft ist. Sie ist vorläufig entschärft, und hoffentlich genügt diese Lösung. Es ist ja auch eine Verstärkung der KFOR-Truppen an den Grenzen eingetreten. Aber derzeit hat man sich eben damit geholfen, dass man Mazedonien anderweitig, bilateral militärisch, unterstützt. Jeder weiß doch, dass Mazedonien ein ganz schwaches Heer hat und selbst, alleine, ohne Hilfe nicht in der Lage ist, zu helfen. Das war der Grund für meinen Anstoß, und im UN-Sicherheitsrat ist inzwischen auch eine Resolution da, die sehr klar in diese Richtung geht. Hoffen wir, dass wir nicht mehr brauchen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Dr. Bösch und Haigermoser. – Abg. Dr. Cap: Wo ist die Partnerschaft bei der strategischen Partnerschaft?)
Abg. Jäger: Bitte! Auf dem Boden der Wahrheit bleiben!
Abgeordnete Mag. Karin Hakl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Es ist jetzt das dritte Mal, dass ich hier stehe und insbesondere zum Budget der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit ein paar Worte verlieren möchte, und zum dritten Mal muss ich sagen, ich bin froh, dass zwar der permanente Abwärtstrend, wie er viele Jahre in diesem Bereich vorgeherrscht hat (Abg. Jäger: Bitte! Auf dem Boden der Wahrheit bleiben!), halbwegs gestoppt ist, dass ich auf der anderen Seite aber, ebenso wie Sie, werte Kolleginnen, auch nicht zufrieden bin mit dem Status quo. Ich bin der Ansicht – und ich appelliere diesbezüglich an alle Abgeordneten in diesem Haus –, dass es ab nächstem Jahr unbedingt wieder mehr Geld für die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit geben muss. Ich glaube, das sind wir als reiches Land den ärmsten Menschen in dieser Welt einfach schuldig. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Mag. Karin Hakl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Es ist jetzt das dritte Mal, dass ich hier stehe und insbesondere zum Budget der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit ein paar Worte verlieren möchte, und zum dritten Mal muss ich sagen, ich bin froh, dass zwar der permanente Abwärtstrend, wie er viele Jahre in diesem Bereich vorgeherrscht hat (Abg. Jäger: Bitte! Auf dem Boden der Wahrheit bleiben!), halbwegs gestoppt ist, dass ich auf der anderen Seite aber, ebenso wie Sie, werte Kolleginnen, auch nicht zufrieden bin mit dem Status quo. Ich bin der Ansicht – und ich appelliere diesbezüglich an alle Abgeordneten in diesem Haus –, dass es ab nächstem Jahr unbedingt wieder mehr Geld für die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit geben muss. Ich glaube, das sind wir als reiches Land den ärmsten Menschen in dieser Welt einfach schuldig. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Auf ein paar Punkte muss ich aber trotzdem eingehen. Frau Jäger! Frau Lunacek! Wenn Sie sagen, es habe einen Rückgang um 12 Prozent gegenüber dem Erfolg des Jahres 2000 gegeben, so muss ich Ihnen sagen, das ist ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen. Man darf aber nur Äpfel mit Äpfeln und Birnen mit Birnen vergleichen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Haigermoser.
Meine Damen und Herren! Ich werde meine Ausführungen damit auch schon schließen und hoffe, dass auch der Herr Finanzminister unseren gemeinsamen Appell für mehr Mittel für die bilaterale EZA vernommen hat. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Haigermoser. )
Abg. Dr. Cap: Aber es ist doch schon alles gesagt! – Abg. Mag. Hartinger – auf dem Weg zum Rednerpult –: Fast alles!
Präsident Dr. Werner Fasslabend: Frau Abgeordnete Mag. Hartinger ist die nächste Rednerin. – Bitte. (Abg. Dr. Cap: Aber es ist doch schon alles gesagt! – Abg. Mag. Hartinger – auf dem Weg zum Rednerpult –: Fast alles!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Sie sehen: Die Aufgaben im Zusammenhang mit der EU-Osterweiterung sind vielfältig. Sie betreffen auch die Gesundheit. Aber unsere Regierung denkt gesamtheitlich und packt die Dinge an, wo andere erst einmal reden. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Uns allen ist klar, dass sich unser Zusammenleben ändern wird. Uns ist auch klar, dass nicht nur unsere Nachbarn, sondern auch wir einiges dazulernen müssen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Posch: Was hat das mit der Außenpolitik zu tun?
Brücken zwischen Ost und West sind zu bauen, Straßen für Wirtschaft und Wohlstand, und das nicht nur im übertragenen Sinn. Im Umkreis von Wien gibt es Städte wie Hollabrunn, Wiener Neustadt, Tulln oder Korneuburg, und alle diese Städte sind mit sehr guten Verkehrsverbindungen verbunden. (Abg. Mag. Posch: Was hat das mit der Außenpolitik zu tun?) Das entspricht dem Mobilitätsbedürfnis unserer Zeit.
Abg. Mag. Posch: Eine Straßenbahn nach Bratislava!
Jedenfalls geht es uns darum, dass wir im Rahmen der knappen Budgets Schwerpunkte für den Verkehrsausbau in der Ostregion setzen werden, weil gerade die Slowakei einen schweren Start hatte, in die Demokratie zu finden. (Abg. Mag. Posch: Eine Straßenbahn nach Bratislava!) Sie braucht daher ganz besonders unsere Zuwendung. Wir müssen alles daransetzen, dass diese Erweiterung ein Erfolgsprojekt wird, und wir müssen vier Punkte wesentlich beachten.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Mertel: Die klatschen, damit sie auffallen!
Der erste Punkt ist: Alle Gespräche müssen in Augenhöhe und ohne Besserwisserei und Bevormundung passieren. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Mertel: Die klatschen, damit sie auffallen!) Es geht nicht darum, Spuren zu hinterlassen – besonders gute Spuren hinterlassen meistens die Großspurigen –, sondern es geht darum, mit den Nachbarn wirklich in ein gutes Gespräch zu kommen.
Beifall bei der ÖVP.
Das sind schwierige Fragen, die noch zu klären sind, und ich bin sicher, dass unsere Frau Außenminister, die bekannt dafür ist, mit ihrer anerkannten Stärke konstruktive Lösungen finden wird. Ich verlasse mich ganz darauf, dass die Verhandlungen zu einem guten Ergebnis kommen werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Natürlich wird die EU-Osterweiterung Probleme bringen, aber sie wird gerade auch für Österreich große Chancen eröffnen. Deshalb bitte ich Sie alle darum: Chancen zu nutzen erfordert innere Bereitschaft, guten Mut und harte Arbeit. Dafür müssen wir den Menschen Mut machen – und das ist vornehme Aufgabe aller Parteien dieses Hauses. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Posch: Keine Seniorenrede!
Präsident Dr. Werner Fasslabend: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Dr. Bruckmann. – Bitte. (Abg. Mag. Posch: Keine Seniorenrede!)
Heiterkeit des Abg. Dr. Khol.
In der Schul’ frog’n se uns: "Che paese è questo?" (Welches Land ist das?) Nachha sogd’n mir: "E Italia, ma terra nosch tra!" – und des megden se gor net! (Heiterkeit des Abg. Dr. Khol. )
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Lassen Sie mich ausdrücklich festhalten, meine Damen und Herren, dass die großen Erfolge der österreichischen Südtirol-Politik in den vergangenen vier Jahrzehnten nicht zuletzt darauf beruhten, dass diese Politik aus dem Parteienstreit herausgehalten werden konnte und dass sie – unabhängig von der jeweiligen Zusammensetzung der österreichischen Bundesregierung – konsensual erfolgte, eine Hommage auch Richtung Opposition. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine heutige große Freude beruht darauf, dass diese erfolgreiche Südtirol-Politik unter der Ministerschaft von Benita Ferrero-Waldner neue Meilensteine setzen konnte. Lassen Sie mich nur einen herausgreifen, nämlich den – und das werden viele von Ihnen noch nicht wissen –, dass am 28. Februar dieses Jahres von der italienischen Abgeordnetenkammer ein Verfassungsreformgesetz genehmigt wurde, mit dem die Pflicht zur Genehmigung von Südtiroler Landesgesetzen durch Rom abgeschafft und erstmals die deutsche Bezeichnung "Südtirol" in die italienische Verfassung aufgenommen wurde. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Hohes Haus! Für mich besteht eine der wichtigsten Konsequenzen der Schaffung der Europäischen Union darin, dass dieses traumatische Thema gegenstandslos geworden ist, es besteht nicht mehr, und zwar einfach deshalb, weil wir mit allen anderen EU-Staaten genauso wie mit Deutschland vereint sind, und dass Österreich daher als Mitglied der Europäischen Union frei von dieser psychischen Bürde, die vor uns Generationen belastet hatte, in seine Zukunft gehen kann. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)