Eckdaten:
Für die 79. Sitzung der 25. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 706 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Allgemeiner Beifall.
Präsidentin Doris Bures: Ich begrüße den neuen Herrn Abgeordneten sehr herzlich in unserer Mitte. (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Schwentner: Ha, ha, ha! Das ist der Scherz des Tages!
Abgeordnete Ing. Waltraud Dietrich (STRONACH): Geschätzte Frau Präsident! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Wir nähern uns diesem Thema nicht, um politisches Kleingeld zu schlagen (Abg. Schwentner: Ha, ha, ha! Das ist der Scherz des Tages!), sondern um eine gegebene Problemsituation, eine Problemstellung offen und ehrlich anzudiskutieren. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Ing. Waltraud Dietrich (STRONACH): Geschätzte Frau Präsident! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Wir nähern uns diesem Thema nicht, um politisches Kleingeld zu schlagen (Abg. Schwentner: Ha, ha, ha! Das ist der Scherz des Tages!), sondern um eine gegebene Problemsituation, eine Problemstellung offen und ehrlich anzudiskutieren. (Beifall beim Team Stronach.)
Zwischenruf der Abg. Korun.
Gestern war eine Gruppe von uns in Traiskirchen, um sich in diesem Erstaufnahmezentrum und auch in der Umgebung einmal zu informieren und mit Betroffenen zu sprechen. Und ich sage Ihnen, wir waren wirklich sehr erstaunt darüber, wie sich die Situation darstellt. Wir haben mit dem Verantwortlichen gesprochen und ihn gefragt, wie es sein kann, dass jeder Einzelne dieser Flüchtlinge ein Smartphone hat und Markenartikel trägt. (Zwischenruf der Abg. Korun.) Sind das alles Spenden der Österreicher? Der Leiter des Zentrums, Franz Schabhüttl, hat gemeint, nein, da kommt schon jeder mit einem Smartphone ausgestattet, und die Kleider, die die Österreicher spenden, werden nicht angenommen. (Abg. Rädler: Tief! Ganz tief! – Abg. Schwentner: Das ist kein Kleingeld, was Sie da machen?!)
Abg. Rädler: Tief! Ganz tief! – Abg. Schwentner: Das ist kein Kleingeld, was Sie da machen?!
Gestern war eine Gruppe von uns in Traiskirchen, um sich in diesem Erstaufnahmezentrum und auch in der Umgebung einmal zu informieren und mit Betroffenen zu sprechen. Und ich sage Ihnen, wir waren wirklich sehr erstaunt darüber, wie sich die Situation darstellt. Wir haben mit dem Verantwortlichen gesprochen und ihn gefragt, wie es sein kann, dass jeder Einzelne dieser Flüchtlinge ein Smartphone hat und Markenartikel trägt. (Zwischenruf der Abg. Korun.) Sind das alles Spenden der Österreicher? Der Leiter des Zentrums, Franz Schabhüttl, hat gemeint, nein, da kommt schon jeder mit einem Smartphone ausgestattet, und die Kleider, die die Österreicher spenden, werden nicht angenommen. (Abg. Rädler: Tief! Ganz tief! – Abg. Schwentner: Das ist kein Kleingeld, was Sie da machen?!)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Rädler: Mit diesen Ansichten können Sie nicht überlaufen!
Meine geschätzten Damen und Herren, der Leiter des Zentrums hat auch gesagt, eine Asylindustrie, eine Schleppermafia sorgt dafür, dass die Menschen herkommen. Das heißt, kein Einziger würde von sich aus herkommen, gäbe es diese Schlepperindustrie nicht. Das ist Menschenhandel, das sind kriminelle Handlungen auf höchster Ebene, und ich sage Ihnen, dagegen kämpfen wir! Das wollen wir nicht, diese Kriminalität muss unterbunden werden. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Rädler: Mit diesen Ansichten können Sie nicht überlaufen!)
Rufe: Nepal!
Asyl bedeutet Schutz und Rettung. Das hat aber nichts mit einem Freibrief dafür zu tun, dass man sich das Land aussucht, in dem man die beste wirtschaftliche Situation vorfindet. Österreicher sind Menschen, die immer helfen, zum Beispiel im Rahmen von „Nachbar in Not“. Da haben wir geholfen, von der Tsunamikatastrophe bis hin zum Erdbeben in Neapel (Rufe: Nepal!) – Nepal.
Abg. Korun: Das ist falsch!
Roger Köppel hat es bei einer Publikation in der „Presse“ auf den Punkt gebracht. „Die UNO spricht von weltweit insgesamt über 230 Millionen Flüchtlingen. Nicht einmal zehn Prozent davon gelten als echte Asylberechtigte (...).“ (Abg. Korun: Das ist falsch!)
Abg. Schwentner: Waren Sie wirklich in Traiskirchen?
Meine geschätzten Damen und Herren, das sollte uns zu denken geben, denn Wirtschaftsflüchtlinge kommen nicht, um ihr Leben zu retten, sondern um ein besseres Leben zu haben. (Abg. Schwentner: Waren Sie wirklich in Traiskirchen?) Wie auch der zuständige Verantwortliche Franz Schabhüttl sagt, die Menschen kommen hierher, weil ihnen ein Haus, ein Auto, ein besseres Umfeld versprochen wurde. (Abg. Schwentner: Das ist unglaublich!)
Abg. Schwentner: Das ist unglaublich!
Meine geschätzten Damen und Herren, das sollte uns zu denken geben, denn Wirtschaftsflüchtlinge kommen nicht, um ihr Leben zu retten, sondern um ein besseres Leben zu haben. (Abg. Schwentner: Waren Sie wirklich in Traiskirchen?) Wie auch der zuständige Verantwortliche Franz Schabhüttl sagt, die Menschen kommen hierher, weil ihnen ein Haus, ein Auto, ein besseres Umfeld versprochen wurde. (Abg. Schwentner: Das ist unglaublich!)
Beifall beim Team Stronach.
Frau Innenminister, Sie haben zu spät reagiert, Sie sehen diese Flut, diese Ströme nicht, Sie sehen nicht, dass Tag für Tag mehr Menschen nach Österreich kommen. Allein nach Traiskirchen kommen Tag für Tag 300 Menschen – 300 Menschen, für die man nicht einmal ein Quartier hat! Dort gibt es mit gestrigem Tag 2 952 Asylwerber, 1 820 feste Betten, 480 Personen sind im Zeltdorf untergebracht, und der Rest liegt auf der Wiese, der Rest geht dann, wenn es regnet, irgendwo in eine Garage. Ich glaube, das sind Zustände, mit denen niemand hier zufrieden sein kann. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren, wer das Asylrecht erhalten will, der muss dessen Missbrauch bekämpfen. Es handelt sich da um Schlepperkriminalität, und wir sind gefordert, etwas dagegen zu unternehmen. Frau Minister, es ist höchste Zeit, dass wir in Österreich temporär die Grenzen dichtmachen, dass wir strenge Kontrollen durchführen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Rädler – in Richtung Team Stronach –: Viele seids ihr nicht mehr!
Was macht die Regierung? Was machen Sie, anstelle zu schauen, dass die Menschen hier Arbeitsplätze vorfinden? – Sie als Regierung kriminalisieren die Leute, Sie kriminalisieren die Unternehmer, Sie machen den Bürger gläsern, Sie stellen jeden einzelnen Bürger unter Betrugsverdacht, Sie lüften das Bankgeheimnis mit einem einzigen Ziel, nämlich jenem, das Vermögen jedes Einzelnen zu erfassen, einen Vermögensschnitt vorzunehmen, eine Vermögensbesteuerung einzuführen und so weiterzuwurschteln, wie Sie es bisher gemacht haben. Dagegen wehren wir uns. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Rädler – in Richtung Team Stronach –: Viele seids ihr nicht mehr!)
Abg. Lopatka: Aber europaweit!
Ich nenne Ihnen unsere Sicht, unsere Positionen: ein klares Ja zur Asyltradition, ein klares Ja zur Hilfestellung für jene, die es wirklich brauchen, aber nur für Kriegsflüchtlinge, für Menschen, die verfolgt werden, für Menschen, deren Leben in Gefahr ist, und ein klares Nein zu Wirtschaftsflüchtlingen! (Abg. Lopatka: Aber europaweit!) – Aber europaweit! (Beifall beim Team Stronach. – Die Abgeordneten der ÖVP halten Tafeln mit der Aufschrift „EU-Quote jetzt!“ und „Solidarität jetzt!“ sowie mit dem ÖVP-Logo und der Aufschrift „ÖVP-Parlamentsklub“ in die Höhe. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von Grünen, Team Stronach und ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach. – Die Abgeordneten der ÖVP halten Tafeln mit der Aufschrift „EU-Quote jetzt!“ und „Solidarität jetzt!“ sowie mit dem ÖVP-Logo und der Aufschrift „ÖVP-Parlamentsklub“ in die Höhe. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von Grünen, Team Stronach und ÖVP.
Ich nenne Ihnen unsere Sicht, unsere Positionen: ein klares Ja zur Asyltradition, ein klares Ja zur Hilfestellung für jene, die es wirklich brauchen, aber nur für Kriegsflüchtlinge, für Menschen, die verfolgt werden, für Menschen, deren Leben in Gefahr ist, und ein klares Nein zu Wirtschaftsflüchtlingen! (Abg. Lopatka: Aber europaweit!) – Aber europaweit! (Beifall beim Team Stronach. – Die Abgeordneten der ÖVP halten Tafeln mit der Aufschrift „EU-Quote jetzt!“ und „Solidarität jetzt!“ sowie mit dem ÖVP-Logo und der Aufschrift „ÖVP-Parlamentsklub“ in die Höhe. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von Grünen, Team Stronach und ÖVP.)
Neuerliche Zwischenrufe bei Team Stronach und Grünen in Richtung der Abgeordneten der ÖVP, die nach wie vor Tafeln in die Höhe halten. – Abg. Schönegger: Wir haben neuen Schwung im Klub!
EU-Quote: ja, aber aufgeteilt nach der Personenanzahl – wir haben 1,6 Prozent der Bevölkerung, wir nehmen 1,6 Prozent der Flüchtlinge auf – und nicht nach Sozialstandards oder nach dem Bruttoinlandsprodukt! (Neuerliche Zwischenrufe bei Team Stronach und Grünen in Richtung der Abgeordneten der ÖVP, die nach wie vor Tafeln in die Höhe halten. – Abg. Schönegger: Wir haben neuen Schwung im Klub!) Bauen wir keine Zeltstädte in Österreich, sondern bauen wir Zeltstädte im Umfeld von Kriegsgebieten! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
EU-Quote: ja, aber aufgeteilt nach der Personenanzahl – wir haben 1,6 Prozent der Bevölkerung, wir nehmen 1,6 Prozent der Flüchtlinge auf – und nicht nach Sozialstandards oder nach dem Bruttoinlandsprodukt! (Neuerliche Zwischenrufe bei Team Stronach und Grünen in Richtung der Abgeordneten der ÖVP, die nach wie vor Tafeln in die Höhe halten. – Abg. Schönegger: Wir haben neuen Schwung im Klub!) Bauen wir keine Zeltstädte in Österreich, sondern bauen wir Zeltstädte im Umfeld von Kriegsgebieten! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wie gesagt, Herr Minister Hundstorfer spricht von einem EU-weiten Best-Practice-Beispiel; wir seien Best Practice. – Ich bitte um ein Best-Practice-Beispiel im Bereich der Beschäftigung – 400 000 Arbeitslose sind eindeutig zu viel! – und ebenso um ein Best-Practice-Beispiel im Umgang mit Asylwerbern, um den sozialen Frieden und die soziale Akzeptanz in Österreich auch weiterhin zu gewährleisten. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ängste geschürt werden, dass hier bewusst Vorurteile geschürt werden. Arbeitslosigkeit gegen Flüchtlinge auszuspielen halte ich für unseriös. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hübner.
Denken wir nur an die große Herausforderung betreffend Auswanderer, betreffend Wirtschaftsflüchtlinge aus dem Kosovo. (Zwischenruf des Abg. Hübner.) Sie wissen, dass uns eine Welle im Herbst letzten Jahres bis in den Frühling dieses Jahres erreicht hat, wo wir in der ersten Februarwoche mehr als 500 Anträge von kosovarischen Staatsbürgern hatten, wo wir aber jetzt pro Woche in etwa nur mehr zehn bis 20 Asylanträge von kosovarischen Staatsbürgern haben. Wir haben dieses Problem erkannt und haben sofort agiert und reagiert, haben sofort Gegenmaßnahmen ergriffen. Und die Strategie, die wir eingeschlagen haben, ist mittlerweile Best-Practice-Beispiel in ganz Europa.
Beifall bei der ÖVP.
Daher, meine sehr verehrten Damen und Herren, kommt es auch nicht von ungefähr, dass der Rückführungspolitik in der Migrationsagenda der Europäischen Kommission großes Gewicht zukommt, dass die Rückführungspolitik ein wichtiger Teil der Asylpolitik ist. Ohne effektive Rückführungspolitik kann es auch keine langfristige Lösung in Europa geben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Damit aber Wirtschaftsflüchtlinge gar nicht nach Europa einreisen und unser Asylsystem für Schutzbedürftige blockieren, braucht es einen Strategiewechsel entsprechend unserem Österreich-Konzept „Leben retten“. Die Abklärung der Schutzbedürftigkeit sollte bereits direkt in den Drittstaaten, direkt außerhalb Europas erfolgen, und die Aufteilung dieser Schutzbedürftigen sollte gemäß einer fixen fairen Quote auf alle 28 Mitgliedstaaten vorgenommen werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, wie eingangs gesagt: Ich halte nichts davon, Arbeitslosigkeit gegen Flüchtlinge auszuspielen. Das ist unseriös. Ich halte das für wenig hilfreich. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ja, meine sehr verehrten Damen und Herren, gestatten Sie mir angesichts der aktuellen Situation, was die Unterbringung von Flüchtlingen betrifft, noch einige Worte zu sagen. Ich bin dem Herrn Bundeskanzler Werner Faymann sehr dankbar für diesen Schulterschluss, den ich mir gewünscht habe, und wir stehen hier vor einer gemeinsamen nationalen Herausforderung. Daher ist es ein starkes, positives Signal, dass sich der Herr Bundeskanzler auch persönlich dieser Frage annimmt. Dafür sage ich Danke, denn diese Herausforderung ist nur gemeinsam machbar und schaffbar. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Meine Damen und Herren auf der Galerie und vor den Bildschirmen! Lassen Sie mich eingangs Schülerinnen und Schüler der Neuen Mittelschule Am Schöpfwerk in unserem Haus sehr herzlich willkommen heißen. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, wenn wir über das Thema Flüchtlinge und Asylwerber sprechen, dann muss einmal gesagt werden, dass wir alle auf nationaler Ebene, ja, wenn Sie so wollen, Europa generell unter der verfehlten Außen- und Wirtschaftspolitik auf internationaler Ebene leiden. (Beifall bei der SPÖ.) Das ist ein Faktum. Wir kommen in die sehr, sehr schwierige Situation, diese Fehlentwicklungen immer auf nationaler Ebene austragen zu müssen.
Beifall bei den Grünen.
Ich empfinde es wirklich als fast unerträglich, dass man sich in der Europäischen Union um lauter Kleinigkeiten kümmert, wodurch es nur zur Verärgerung kommt, und die Frau Innenministerin muss zur Kenntnis nehmen – denn diese Forderung, dass wir eine faire Aufteilung in Europa brauchen, ist richtig –, dass man gestern wieder zu keiner Einigung, was die Quoten betrifft, gekommen ist. (Beifall bei den Grünen.) Das müssen wir ganz einfach auch einmal in aller Klarheit sagen.
in Richtung des Abg. Pilz
Peter (in Richtung des Abg. Pilz), eines sage ich dir auch in aller Deutlichkeit: Hier, von diesem Rednerpult aus, ununterbrochen zu sagen, wie fair wir mit den Flüchtlingen umgehen, und dann nach Hause zu fahren und in den Gemeinden und Ländern alles zu unternehmen, damit sie nicht aufgenommen werden, das kann auch nicht sein! Da braucht es einen nationalen Schulterschluss, meine sehr geehrten Damen und Herren! Anders ist diese Frage nicht zu klären! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Peter (in Richtung des Abg. Pilz), eines sage ich dir auch in aller Deutlichkeit: Hier, von diesem Rednerpult aus, ununterbrochen zu sagen, wie fair wir mit den Flüchtlingen umgehen, und dann nach Hause zu fahren und in den Gemeinden und Ländern alles zu unternehmen, damit sie nicht aufgenommen werden, das kann auch nicht sein! Da braucht es einen nationalen Schulterschluss, meine sehr geehrten Damen und Herren! Anders ist diese Frage nicht zu klären! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich bin froh darüber, dass sich jetzt die Regierungsspitze darum angenommen hat und dass wir, so hoffe ich, gemeinsam, was den Bund, die Bundesländer und die Kommunen, aber auch die Europäische Union betrifft, zu einer raschen Umsetzung kommen und dass jene, die ganz einfach unsere Hilfe brauchen, diese auch bekommen und alle anderen zu Hause bleiben. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir müssen jene aufnehmen, die in ihren Ländern nicht mehr leben können, weil sie dort verfolgt werden und Kriegszustände herrschen. (Beifall bei der ÖVP.) Wir müssen aber jene zurückbringen, die zu uns kommen wollen, obwohl sie nicht aus diesen Ländern stammen, meine Damen und Herren! Deshalb wurden diese Schnellverfahren eingeleitet, eine Differenzierung ist absolut notwendig. Das gilt auch für die Dublin-Fälle. Und es wurden gestern wieder 22 Kosovaren außer Landes gebracht, damit auch das einmal betont wird. Flüchtlinge, die in einem anderen EU-Land angekommen sind, werden wieder dorthin zurückgebracht, weil die Verfahren dort abgewickelt werden müssen. (Abg. Darmann: Das habt ihr jahrelang nicht gemacht!)
Abg. Darmann: Das habt ihr jahrelang nicht gemacht!
Wir müssen jene aufnehmen, die in ihren Ländern nicht mehr leben können, weil sie dort verfolgt werden und Kriegszustände herrschen. (Beifall bei der ÖVP.) Wir müssen aber jene zurückbringen, die zu uns kommen wollen, obwohl sie nicht aus diesen Ländern stammen, meine Damen und Herren! Deshalb wurden diese Schnellverfahren eingeleitet, eine Differenzierung ist absolut notwendig. Das gilt auch für die Dublin-Fälle. Und es wurden gestern wieder 22 Kosovaren außer Landes gebracht, damit auch das einmal betont wird. Flüchtlinge, die in einem anderen EU-Land angekommen sind, werden wieder dorthin zurückgebracht, weil die Verfahren dort abgewickelt werden müssen. (Abg. Darmann: Das habt ihr jahrelang nicht gemacht!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich verstehe überhaupt nicht, meine Damen und Herren, warum Kasernen, die zum Teil leer stehen, nicht für Kriegsflüchtlinge geöffnet werden. Das versteht niemand in diesem Land, warum diese Kasernen nicht geöffnet werden. Und dass Bürgermeister, vor allem auch aus Städten – ich nenne nur das Beispiel Linz –, das verhindern, das versteht die Bevölkerung nicht. Das müssen wir einfordern, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.
Zur Arbeitsmarktproblematik: Wir stehen ganz klar dazu, es wird keine weitere Öffnung des Arbeitsmarktes geben. Es gibt Arbeitsmöglichkeiten im Saisonnierbetrieb, in der Landwirtschaft, im Tourismus, nach drei Monaten; es können auch die Kommunen die Asylwerber für gemeinnützige Arbeiten im Bereich der Kommunen und der Gemeinden einteilen. (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neubauer: herbe Kritik an Landeshauptmann Pühringer! – Abg. Fekter: Nein, an Luger, dem Bürgermeister! – Zwischenruf des Abg. Schopf.
Abschließend bedanke ich mich bei all jenen, die im Bereich Asyl- und Fremdenwesen arbeiten und in diesen Wochen und Monaten Großartiges leisten. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neubauer: herbe Kritik an Landeshauptmann Pühringer! – Abg. Fekter: Nein, an Luger, dem Bürgermeister! – Zwischenruf des Abg. Schopf.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Gleichzeitig haben wir die Tatsache, dass 70 Prozent aller Flüchtlinge hier überhaupt keinen Asylstatus bekommen. 70 Prozent sind in Wirklichkeit Wirtschaftsflüchtlinge, sind Menschen, die einfach nach Österreich einwandern wollen. Das ist Tatsache, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.) – Und das sind nicht die Zahlen der „bösen“ FPÖ, das sind die Zahlen, die wir im letzten Innenausschuss von Herrn Mag. Taucher gehört haben; das ist der Chef – für die Zuseher – vom Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl. Das sind offizielle Zahlen der Bundesregierung. Nur 30 Prozent sind im Jahr 2015 überhaupt anerkennungswürdig.
Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordne- ten Dietrich und Lintl.
Wissen Sie, wir Freiheitliche fordern seit Jahren, dass wieder Grenzkontrollen eingeführt werden. Im Zuge des G-7-Gipfels beziehungsweise des Bilderberger-Treffens, als die Bundesrepublik Deutschland die Grenzen zu Österreich dichtgemacht hat, hat sich gezeigt – die „Süddeutsche Zeitung“ schreibt das –, dass in knapp einer Woche 6 000 Personen an den Grenzen festgenommen wurden. Das waren Kriminelle, und das waren illegale Flüchtlinge. Das ist doch eine Realität: in einer Woche 6 000 Personen, nur an einem kleinen Grenzstück zwischen Österreich und Bayern! Grenzkontrollen sind daher ein Gebot der Stunde, Frau Minister! (Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordne- ten Dietrich und Lintl.)
Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Es kommt ja auch nicht von ungefähr, dass beispielsweise der bayerische Finanzminister – der Ihnen von der ÖVP ja kein Unbekannter sein wird –, Herr Söder, fordert, dass man die Grenzen zu Österreich dichtmacht, weil Österreich nicht in der Lage ist – das sagt er wörtlich –, zu schauen, dass die Leute nicht illegal nach Bayern weitergehen. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Das, meine Damen und Herren, sind doch die wahren Probleme! Wir lassen doch alle rein, die offenen Grenzen ermöglichen es auch, und es gibt überhaupt keinen Überblick mehr, wer alles in diese Republik hereinkommt.
Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Dietrich
Daher, meine Damen und Herren, ist das Einzige, was möglich ist, diese Grenzen dichtzumachen (Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Dietrich) und auf der anderen Seite die Asyllager bereits auf dem afrikanischen Kontinent beziehungsweise in den Drittstaaten zu bauen.
Beifall bei der FPÖ
von einem Roten, nämlich von SPD-Bundesinnenminister Schily im Jahr 2004 – und der wird Ihnen ja nicht ganz unbekannt sein, meine Damen und Herren von der rot-grünen Front da drüben (Beifall bei der FPÖ); immerhin war er ja auch der Rechtsanwalt der RAF-Terroristen, also ganz so weit weg von dem sind Sie ja nicht. (Ruf: Gusenbauer!)
Ruf: Gusenbauer!
von einem Roten, nämlich von SPD-Bundesinnenminister Schily im Jahr 2004 – und der wird Ihnen ja nicht ganz unbekannt sein, meine Damen und Herren von der rot-grünen Front da drüben (Beifall bei der FPÖ); immerhin war er ja auch der Rechtsanwalt der RAF-Terroristen, also ganz so weit weg von dem sind Sie ja nicht. (Ruf: Gusenbauer!)
Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.
Ich selbst hatte am 4. Juni das zweifelhafte Vergnügen, Zeuge einer Abschiebung zu werden. Es waren drei Beamte in Zivil und eine Ärztin auf einem Flug von Wien nach Mailand. Der 4. Juni war ein Feiertag in Österreich, da gab es einen Abschiebungsversuch. Der Abzuschiebende hat dort getobt, hat sich aufgeführt, trotz Beruhigungsspritze – und nach einer Dreiviertelstunde hat sich dann der Pilot geweigert, ihn mitzunehmen, ihn nach Mailand rückzuführen. Mit einer Dreiviertelstunde Verspätung ist dann die Maschine in Wien in Richtung Mailand gestartet. (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der FPÖ.
Das, Frau Innenminister, ist nämlich genau das Problem: Diese Abschiebungen sind teuer, und die Flüchtlinge wehren sich ja auch massiv dagegen, weil die NGOs im Hintergrund stehen und sagen: Wenn du recht laut schreist, wird das abgebrochen! Daher, Frau Innenminister, wäre es möglich, einmal neue Wege zu gehen und zu überlegen, ob man nicht vielleicht mit der Hercules-Maschine abschieben könnte, denn dann könnten sie da drinnen schreien, so laut sie wollen. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsidentin Bures gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Gleichzeitig könnte das BMI dem Bundesheer das sozusagen finanzieren, dem Bundesheer wäre geholfen. (Präsidentin Bures gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Und die NGOs könnten aufhören, den Leuten zu erklären, sie sollen schreien und toben, damit sie hierbleiben können, denn da drinnen können sie schreien, so viel sie wollen, es ist so laut, dass es ohnehin keiner hört.
Abg. Schwentner: Wissen Sie, was Sie da reden ?
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein (fortsetzend): Und dieser Asylindustrie (Abg. Schwentner: Wissen Sie, was Sie da reden ?) – ja, Frau Kollegin Schwentner, ich weiß, was ich sage – wäre endlich einmal ein bisschen der Garaus gemacht. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Hagen. – Ruf bei den Grünen: Unfassbar, echt!)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Hagen. – Ruf bei den Grünen: Unfassbar, echt!
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein (fortsetzend): Und dieser Asylindustrie (Abg. Schwentner: Wissen Sie, was Sie da reden ?) – ja, Frau Kollegin Schwentner, ich weiß, was ich sage – wäre endlich einmal ein bisschen der Garaus gemacht. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Hagen. – Ruf bei den Grünen: Unfassbar, echt!)
Zwischenruf bei der FPÖ.
sind – gegen noch schwächere Menschen in Stellung gebracht werden, nämlich Kriegsflüchtlinge und Verfolgte. (Zwischenruf bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Schittenhelm.
Mit dieser Diskussion soll ihnen suggeriert werden: Es kann euch nur besser gehen, wenn ihr nach unten tretet und wenn es anderen Menschen noch schlechter geht als euch! Tatsache ist: Es hat auch bis jetzt keinem einzigen Arbeitslosen in Österreich geholfen, wenn es jemand anderem noch schlechter ging, sehr geehrte Damen und Herren. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Schittenhelm.)
Abg. Moser: 17!
Stellen wir ganz bewusst die Frage, was wie viel kostet: Wie viele Milliarden Euro kostet uns das Hypo-Debakel, der Hypo-Skandal: 10 Milliarden €, 11 Milliarden €, 12 Milliarden €? (Abg. Moser: 17!) Wie vielen Hunderttausenden arbeitslosen Menschen in Österreich wäre mit diesen 10 Milliarden € eigentlich geholfen? – Hunderttausenden, und zwar jahrelang!
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Königsberger-Ludwig.
Was ist eigentlich mit Privatstiftungen, in denen sehr wohlhabende, sehr reiche Menschen ihr Privatvermögen steuerschonend parken können, die viel weniger Steuern zahlen als die Arbeiterin oder der Arbeiter, der oder dem die Steuer automatisch vom Lohn abgezogen wird? Warum stellt niemand die Frage, was mit den Steuergeschenken an Millionäre und Milliardäre ist? Warum sollen Menschen, die sozial benachteiligt sind, gegeneinander aufgehetzt werden? (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Königsberger-Ludwig.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ
Tatsache ist, dass seit Jahren und Jahrzehnten eine Umverteilung von unten nach oben stattfindet. Wenn eine einzige, sehr wohlhabende österreichische Familie letztes Jahr ihr Vermögen von 45 Milliarden auf 65 Milliarden fast verdoppeln konnte, dann heißt das, es ist sehr viel Reichtum da. Der Sozialstaat ist finanzierbar, entgegen allen Unkenrufen, die wir seit Jahrzehnten hören (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ), diesem neoliberalen Dogma, es wäre ein „Naturgesetz“, dass der Sozialstaat abgebaut wird, es wäre ein Naturgesetz, dass für Bildung, für Integration, für Gesundheit, für Pensionen kein Geld da ist, während der Reichtum im Land steigt und steigt und steigt, hauptsächlich konzentriert in sehr wenigen Händen.
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Die Menschen, die arbeitslos sind, die Menschen, die Notstandshilfe beziehen müssen, weil sie keinen Job finden, die Menschen, die in der Mindestsicherung sind und von dieser mehr schlecht als recht leben können, sollen jetzt aufgehetzt werden gegen die Kriegsflüchtlinge aus Syrien, aus Eritrea, aus Somalia, aus dem Irak, die vor dem IS ihr Leben gerade retten konnten?! – Sehr geehrte Damen und Herren, das ist beschämend, und das muss, ja darf nicht sein! Eine andere Politik ist machbar, Solidarität ist machbar, und Solidarität ist lebbar. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Wir werden uns unseren Sozialstaat, unsere Absicherungssysteme, unser Gesundheitssystem nicht kaputtsparen lassen, und wir werden uns nicht gegeneinander aufhetzen lassen. Keine Arbeitslose/kein Arbeitsloser soll nach unten treten, um Sicherheit im eigenen Leben zu erleben. Es liegt an uns allen, an der Politik, den Sozialstaat zu schützen, zu verteidigen und auszubauen. Es ist sehr viel Reichtum da, der Sozialstaat gehört ausgebaut – statt gestrichen und entkräftet. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Und die Allerletzten sollten diejenigen sein, die auch sozial benachteiligt sind, die Hilfe brauchen, die Unterstützung brauchen. (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.)
Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.
Wir werden uns unseren Sozialstaat, unsere Absicherungssysteme, unser Gesundheitssystem nicht kaputtsparen lassen, und wir werden uns nicht gegeneinander aufhetzen lassen. Keine Arbeitslose/kein Arbeitsloser soll nach unten treten, um Sicherheit im eigenen Leben zu erleben. Es liegt an uns allen, an der Politik, den Sozialstaat zu schützen, zu verteidigen und auszubauen. Es ist sehr viel Reichtum da, der Sozialstaat gehört ausgebaut – statt gestrichen und entkräftet. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Und die Allerletzten sollten diejenigen sein, die auch sozial benachteiligt sind, die Hilfe brauchen, die Unterstützung brauchen. (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Gemeinsam werden wir es schaffen, dass alle sozial Benachteiligten unterstützt werden, dass sie ein menschenwürdiges Leben bekommen, und gemeinsam werden wir die Hetze in diesem Land besiegen und Solidarität ausbauen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Rädler: Übernahmekandidat!
Abgeordnete Dr. Jessi Lintl (STRONACH): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Minister! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Ja, Frau Minister, alle Maßnahmen, die Sie vorhin genannt haben, hätten Sie während Ihrer Amtszeit schon längst umsetzen können. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Rädler: Übernahmekandidat!)
Abg. Rädler: ÖVP-Bezirksvorsteherin! – Gegenruf des Abg. Darmann
Österreich ist ein beliebtes Flüchtlingsland: Man wird sofort aufgenommen, bekommt auf der Stelle eine e-card mit Gratiszugang zum Gesundheitssystem, beste juristische Betreuung (Abg. Rädler: ÖVP-Bezirksvorsteherin! – Gegenruf des Abg. Darmann), Taschengeld, Grundversorgung, und sobald man Asylstatus hat, ist der Nachzug der Familie legal. Das sind ideale Voraussetzungen für Schlepperorganisationen, die professionell das Angebot des österreichischen Sozialstaats als Basis für ihr Geschäftsmodell ausnutzen.
Ruf bei den Grünen: Bequem?! – Zwischenruf des Abg. Darmann.
Das Schleppergeschäft funktioniert mittlerweile wie ein Reisebüro: Wer mehr bezahlt, bekommt einen bequemeren Weg nach Europa. (Ruf bei den Grünen: Bequem?! – Zwischenruf des Abg. Darmann.) Flüchtlingen, die den Kriegswirren in ihren Heimatländern entkommen sind, steht nach der Genfer Konvention Unterstützung zu – aber bitte, meine Damen und Herren, nach dem Dublin-Abkommen (Ruf bei der ÖVP: Gesinnung!) dürfte es gar keine Flüchtlinge in Österreich geben, denn alle waren vorher schon in einem sicheren Drittstaat. (Beifall beim Team Stronach.)
Ruf bei der ÖVP: Gesinnung!
Das Schleppergeschäft funktioniert mittlerweile wie ein Reisebüro: Wer mehr bezahlt, bekommt einen bequemeren Weg nach Europa. (Ruf bei den Grünen: Bequem?! – Zwischenruf des Abg. Darmann.) Flüchtlingen, die den Kriegswirren in ihren Heimatländern entkommen sind, steht nach der Genfer Konvention Unterstützung zu – aber bitte, meine Damen und Herren, nach dem Dublin-Abkommen (Ruf bei der ÖVP: Gesinnung!) dürfte es gar keine Flüchtlinge in Österreich geben, denn alle waren vorher schon in einem sicheren Drittstaat. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das Schleppergeschäft funktioniert mittlerweile wie ein Reisebüro: Wer mehr bezahlt, bekommt einen bequemeren Weg nach Europa. (Ruf bei den Grünen: Bequem?! – Zwischenruf des Abg. Darmann.) Flüchtlingen, die den Kriegswirren in ihren Heimatländern entkommen sind, steht nach der Genfer Konvention Unterstützung zu – aber bitte, meine Damen und Herren, nach dem Dublin-Abkommen (Ruf bei der ÖVP: Gesinnung!) dürfte es gar keine Flüchtlinge in Österreich geben, denn alle waren vorher schon in einem sicheren Drittstaat. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Darmann.
Hier sind die Aufnahmezentren überfüllt, und die Bevölkerung zeigt leider nicht mehr viel Hilfsbereitschaft, weil illegale Migranten, großteils aus Afrika, und scharenweise junge Männer – und nicht Familien – bereits alles blockieren. Dabei sollten Kriegsflüchtlinge Priorität haben. Was hier geschieht, ist ein großräumig angelegter Missbrauch unseres Asylrechts durch illegale Wirtschaftsflüchtlinge. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Darmann.)
Ruf bei den Grünen: Wer ist „wir“?
Die EU schafft es nicht, ihre Außengrenzen zu schützen, aber das Schengen-Abkommen funktioniert nur unter der Voraussetzung, dass die EU-Außengrenzen gesichert sind. Wir fordern daher temporäre Grenzkontrollen in Österreich (Ruf bei den Grünen: Wer ist „wir“?), wie Deutschland sie für den G-7-Gipfel gemacht hat – bei denen übrigens 8 Prozent aller Kontrollierten wegen Vergehen gegen das Aufenthaltsrecht aufgegriffen wurden (Abg. Rädler: Wer ist „wir“?), die sonst einfach durch die Grenzen durchschlüpfen.
Abg. Rädler: Wer ist „wir“?
Die EU schafft es nicht, ihre Außengrenzen zu schützen, aber das Schengen-Abkommen funktioniert nur unter der Voraussetzung, dass die EU-Außengrenzen gesichert sind. Wir fordern daher temporäre Grenzkontrollen in Österreich (Ruf bei den Grünen: Wer ist „wir“?), wie Deutschland sie für den G-7-Gipfel gemacht hat – bei denen übrigens 8 Prozent aller Kontrollierten wegen Vergehen gegen das Aufenthaltsrecht aufgegriffen wurden (Abg. Rädler: Wer ist „wir“?), die sonst einfach durch die Grenzen durchschlüpfen.
Beifall beim Team Stronach.
Frankreich kontrolliert die Grenze zu Italien, auch Großbritannien hat die Gangart verschärft. Und wie reagiert die EU? – Sie diskutiert über Quoten und wird auch beim nächsten Treffen wieder keinen Beschluss fassen. Das ist einfach lächerlich. (Beifall beim Team Stronach.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
EU-Außengrenzen müssen dichtgemacht werden, und deshalb fordern wir einmal mehr das australische Modell: No way, illegal nach Europa zu kommen! (Zwischenruf bei der ÖVP.) Stattdessen brauchen wir Anlaufstellen des UNHCR direkt in den Krisengebieten. Wenn ein Asylgrund vorhanden ist, dann sind Verfolgte hier willkommen. Auch über ein temporäres Asylrecht sollte man nachdenken.
Ruf bei den Grünen: Von der FPÖ, ja! – Ruf bei der SPÖ: Von wem denn?
Eigenartig ist überhaupt die Interessenlage der NGOs, diese darf hinterfragt werden. Der Begriff „Asylindustrie“ wird in diesem Zusammenhang öfter genannt. (Ruf bei den Grünen: Von der FPÖ, ja! – Ruf bei der SPÖ: Von wem denn?)
Beifall beim Team Stronach.
Apropos Abschiebungen verhindern: Im „Südwind-Magazin“ wird eine Anleitung zur Verhinderung rechtsstaatlich geprüfter, gesetzeskonformer Abschiebungen per Flugzeug gegeben. Die Leser werden dazu aufgerufen, eine Amtshandlung zu verunmöglichen, die Bürger sollen sozusagen als Hilfssheriffs agieren. Bemerkenswert dabei ist, dass das „Südwind-Magazin“ mit dem Steuergeld österreichischer Bürger aus dem Budget für österreichische Entwicklungszusammenarbeit gefördert wird. Es ist also ein doppelter Missbrauch, und ich werde dazu heute noch eine Anfrage einbringen. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Rädler: Karl Schnell !
Die Zahl Asylsuchender und illegaler Migranten wird über den Sommer zunehmen, das ist klar. (Abg. Rädler: Karl Schnell !) Ich fordere die Bundesregierung auf, politisch Verfolgten aus Kriegsgebieten die nötige Unterstützung zukommen zu lassen, aber so rasch wie möglich Maßnahmen zu setzen, die geeignet sind, die illegale Migration zu verhindern. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Rädler: Die nimmt nicht einmal der Karl Schnell!)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Rädler: Die nimmt nicht einmal der Karl Schnell!
Die Zahl Asylsuchender und illegaler Migranten wird über den Sommer zunehmen, das ist klar. (Abg. Rädler: Karl Schnell !) Ich fordere die Bundesregierung auf, politisch Verfolgten aus Kriegsgebieten die nötige Unterstützung zukommen zu lassen, aber so rasch wie möglich Maßnahmen zu setzen, die geeignet sind, die illegale Migration zu verhindern. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Rädler: Die nimmt nicht einmal der Karl Schnell!)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Dr. Nikolaus Scherak (NEOS): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Innenministerin! Hohes Haus! Frau Bundesministerin, Sie haben heute über Zukunftskonzepte geredet, aber worüber wir eigentlich reden sollten, ist das, was Sie und die gesamte Bundesregierung in den letzten Tagen gemacht haben – und das ist schlichtweg eine Bankrotterklärung gewesen! Es war ein Versagen auf allen Ebenen, es war wiederum ein Kniefall vor den Ländern. Frau Ministerin, man kann es nicht anders sagen: Sie sind aufgrund dieser Bankrotterklärung schlichtweg rücktrittsreif, und gemeinsam mit Ihnen ist die gesamte Bundesregierung rücktrittsreif. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Steinhauser: Das wäre interessant!
Unabhängig davon, was es war, würde mich einmal interessieren, auf welcher Rechtsgrundlage Sie überhaupt handeln (Abg. Steinhauser: Das wäre interessant!) beziehungsweise ob es überhaupt in diesem Zusammenhang eine Rechtsgrundlage, auf der Sie handeln, gibt. Sie haben sich heute wieder hergestellt und gesagt, es wird keinen Arbeitsmarktzugang für Asylwerber geben, obwohl Sie genau wissen, dass es eine EU-Richtlinie gibt, die genau das vorsieht, und dass Sie dementsprechend, wenn Sie das nicht umsetzen werden, rechtswidrig handeln.
Abg. Wöginger: Das ist aber Blödsinn!
dem Dublin-Verfahren bei ihr schon längst abgelaufen ist, nämlich vor einem halben Jahr. (Abg. Wöginger: Das ist aber Blödsinn!) Das heißt, Sie handeln bewusst rechtswidrig! Ihre Behörden handeln bewusst rechtswidrig! (Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.)
Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.
dem Dublin-Verfahren bei ihr schon längst abgelaufen ist, nämlich vor einem halben Jahr. (Abg. Wöginger: Das ist aber Blödsinn!) Das heißt, Sie handeln bewusst rechtswidrig! Ihre Behörden handeln bewusst rechtswidrig! (Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.)
Beifall bei NEOS und Grünen.
Wir können nur froh darüber sein, dass es eine engagierte Zivilgesellschaft gibt, dass es eine engagierte AUA-Crew gibt, die bei solchen Abschiebungen nicht mitmacht und so etwas verhindert. (Beifall bei NEOS und Grünen.)
Abg. Wöginger: So ein Blödsinn! Das ist eine Frechheit!
Was natürlich schlimm ist, ist, dass Sie keine Lösungen für dieses Problem haben. Und wenn Sie Lösungsvorschläge haben, die Sie gelegentlich geäußert haben, dann setzen Sie diese nicht um. Sie können sich nicht durchsetzen! Sie haben im letzten Jahr keine einzige der Lösungen, die Sie vorgeschlagen haben, auch nur in irgendeiner Weise durchgesetzt, Sie wurden immer von den Ländern blockiert. (Abg. Wöginger: So ein Blödsinn! Das ist eine Frechheit!)
Abg. Wöginger: Sperrt auf daheim! Das ist eine Frechheit!
Sie verschlimmern diese Probleme, Frau Ministerin, und wenn diese Flüchtlinge in Zeltlagern bleiben werden müssen, ist das natürlich auch menschliches Versagen. Es ist absolut unmenschlich, dass in einem Land wie Österreich Flüchtlinge in Zeltlagern leben müssen, weil Sie nicht fähig sind, Lösungen zustande zu bringen und hier endlich sinnvolle Konzepte vorzulegen. (Abg. Wöginger: Sperrt auf daheim! Das ist eine Frechheit!) – Kollege Schellhorn hat eines aufgesperrt, Sie wissen, was dort passiert ist, oder?
Beifall bei NEOS und Grünen.
Es ist unmenschlich und beschämend, dass tausend unbegleitete minderjährige Flüchtlinge ohne Betreuung in Traiskirchen festsitzen, weil Sie nicht fähig sind, Lösungen zu bringen, und weil Sie nicht fähig sind, die Länder unter Druck zu setzen! (Beifall bei NEOS und Grünen.)
Abg. Rädler: Oligarchen bei den NEOS!
Wenn Sie jetzt noch nicht einmal garantieren können, dass die Kasernen geöffnet werden – man weiß ja jetzt wieder nicht, was passieren wird –, wenn Sie das jetzt wieder nicht garantieren können, dann zeigt das wieder nur, in was für einem politischen System wir leben, in dem Landesfürsten sagen, was zu tun ist, in dem der Schwanz mit dem Hund wedelt (Abg. Rädler: Oligarchen bei den NEOS!) und Sie nicht fähig sind, sich entsprechend durchzusetzen. (Beifall bei NEOS und Grünen.)
Beifall bei NEOS und Grünen.
Wenn Sie jetzt noch nicht einmal garantieren können, dass die Kasernen geöffnet werden – man weiß ja jetzt wieder nicht, was passieren wird –, wenn Sie das jetzt wieder nicht garantieren können, dann zeigt das wieder nur, in was für einem politischen System wir leben, in dem Landesfürsten sagen, was zu tun ist, in dem der Schwanz mit dem Hund wedelt (Abg. Rädler: Oligarchen bei den NEOS!) und Sie nicht fähig sind, sich entsprechend durchzusetzen. (Beifall bei NEOS und Grünen.)
Beifall bei NEOS und Grünen. – Abg. Wöginger: Das ist ein Wahnsinn, so etwas! – Abg. Rädler: Oligarchensöldner!
Frau Bundesministerin, was hier passiert, ist ein völliges Versagen auf allen Ebenen, es ist ein völliges Versagen von Ihnen, es ist eine Bankrotterklärung von Ihnen, es ist eine Bankrotterklärung der Bundesregierung. Sie sind rücktrittsreif und mit Ihnen die gesamte Bundesregierung! (Beifall bei NEOS und Grünen. – Abg. Wöginger: Das ist ein Wahnsinn, so etwas! – Abg. Rädler: Oligarchensöldner!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich weiß schon, die Opposition hat andere Aufgaben und auch andere Spielregeln, aber ich bin überzeugt davon, es gibt Themen, bei denen politische Strategien nichts verloren haben, sondern zu denen man auch über Parteigrenzen hinweg gemeinsam Lösungen finden soll. Arbeitslosigkeit, Erhalt des Sozialstaates und Asylpolitik gehören da für mich einfach dazu. Es geht um Menschen, es geht um Schicksale, und es geht eben um die Verantwortung, die wir alle als Politikerinnen und Politiker haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Wir brauchen kein Asylverfahren! – Abg. Darmann: Geh bitte, das ist aber Ihre Verantwortung!
Wenn Kollegin Belakowitsch-Jenewein sagt, 70 Prozent aller Menschen sind Wirtschaftsflüchtlinge, dann möchte ich Sie schon fragen, Frau Kollegin: Wie wollen Sie das herausfiltern, ohne dass Sie den Menschen ein ordentliches Asylverfahren zukommen lassen? (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Wir brauchen kein Asylverfahren! – Abg. Darmann: Geh bitte, das ist aber Ihre Verantwortung!) – Ich glaube, das ist unsere
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Entschuldigung, das sind ja nicht meine Zahlen! Das sind die offiziellen Zahlen!
Aufgabe, Frau Kollegin Belakowitsch-Jenewein! (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Entschuldigung, das sind ja nicht meine Zahlen! Das sind die offiziellen Zahlen!)
Abg. Darmann: Man darf die Europäische Union mit Fehlern nicht unterstützen, das ist ein Wahnsinn!
Ja, es stimmt, wir müssen gegen Schlepper ankommen, das ist überhaupt keine Frage, aber ich bin überzeugt davon, man darf Menschen, die Schutz suchen, nicht kriminalisieren (Abg. Darmann: Man darf die Europäische Union mit Fehlern nicht unterstützen, das ist ein Wahnsinn!), und das wird immer auch in Ihren Debatten, Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ, wirklich gemacht. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Sie müssen zuhören!) – Ich höre Ihnen wirklich zu, und es tut mir manchmal weh, was Sie sagen, Frau Kollegin, auch Ihre heutigen Ausführungen war wirklich grenzwertig! (Beifall bei der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Sie müssen zuhören!
Ja, es stimmt, wir müssen gegen Schlepper ankommen, das ist überhaupt keine Frage, aber ich bin überzeugt davon, man darf Menschen, die Schutz suchen, nicht kriminalisieren (Abg. Darmann: Man darf die Europäische Union mit Fehlern nicht unterstützen, das ist ein Wahnsinn!), und das wird immer auch in Ihren Debatten, Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ, wirklich gemacht. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Sie müssen zuhören!) – Ich höre Ihnen wirklich zu, und es tut mir manchmal weh, was Sie sagen, Frau Kollegin, auch Ihre heutigen Ausführungen war wirklich grenzwertig! (Beifall bei der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.)
Beifall bei der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.
Ja, es stimmt, wir müssen gegen Schlepper ankommen, das ist überhaupt keine Frage, aber ich bin überzeugt davon, man darf Menschen, die Schutz suchen, nicht kriminalisieren (Abg. Darmann: Man darf die Europäische Union mit Fehlern nicht unterstützen, das ist ein Wahnsinn!), und das wird immer auch in Ihren Debatten, Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ, wirklich gemacht. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Sie müssen zuhören!) – Ich höre Ihnen wirklich zu, und es tut mir manchmal weh, was Sie sagen, Frau Kollegin, auch Ihre heutigen Ausführungen war wirklich grenzwertig! (Beifall bei der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.)
Abg. Darmann: Welche Realitätsverweigerung führt zu solchen Aussagen?
Ich möchte einfach nur darauf hinweisen, dass weltweit 52 Millionen Menschen auf der Flucht sind, die UNHCR hat das in ihrem Bericht gesagt: 52 Millionen Menschen! Und vier Fünftel dieser Menschen sind in den angrenzenden Ländern, von wo die Menschen geflüchtet sind. „Nur“ – unter Anführungszeichen – 600 000 Menschen suchen in Europa Schutz. Ich denke, Europa muss es doch schaffen, diese 600 000 Menschen aufzunehmen und ein ordentliches System zu finden, wo man ... (Abg. Darmann: Welche Realitätsverweigerung führt zu solchen Aussagen?) – Ich kenne die Ängste und Sorgen schon, Herr Kollege, wirklich, aber trotzdem denke ich, es hat keinen Sinn, gegeneinander auszuspielen.
Zwischenruf der Abg. Fekter.
Frau Ministerin, bei allem Respekt, ich muss das heute auch anbringen: Ich bin überzeugt davon, dass es auch für Österreich unwürdig ist, wenn wir Zeltstädte haben. Das hilft niemandem, das schürt noch mehr Ängste, das schürt noch mehr Emotionen. (Zwischenruf der Abg. Fekter.) – Ganz ehrlich, Frau Kollegin Fekter, es ist so! (Zwischenruf des Abg. Amon.) – Es ist einfach so, dass Zeltstädte Bilder in den Köpfen der Menschen suggerieren, und ich meine, dass die bei uns in Österreich einfach nicht sein müssen. (Beifall bei SPÖ und Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Amon.
Frau Ministerin, bei allem Respekt, ich muss das heute auch anbringen: Ich bin überzeugt davon, dass es auch für Österreich unwürdig ist, wenn wir Zeltstädte haben. Das hilft niemandem, das schürt noch mehr Ängste, das schürt noch mehr Emotionen. (Zwischenruf der Abg. Fekter.) – Ganz ehrlich, Frau Kollegin Fekter, es ist so! (Zwischenruf des Abg. Amon.) – Es ist einfach so, dass Zeltstädte Bilder in den Köpfen der Menschen suggerieren, und ich meine, dass die bei uns in Österreich einfach nicht sein müssen. (Beifall bei SPÖ und Grünen.)
Beifall bei SPÖ und Grünen.
Frau Ministerin, bei allem Respekt, ich muss das heute auch anbringen: Ich bin überzeugt davon, dass es auch für Österreich unwürdig ist, wenn wir Zeltstädte haben. Das hilft niemandem, das schürt noch mehr Ängste, das schürt noch mehr Emotionen. (Zwischenruf der Abg. Fekter.) – Ganz ehrlich, Frau Kollegin Fekter, es ist so! (Zwischenruf des Abg. Amon.) – Es ist einfach so, dass Zeltstädte Bilder in den Köpfen der Menschen suggerieren, und ich meine, dass die bei uns in Österreich einfach nicht sein müssen. (Beifall bei SPÖ und Grünen.)
Beifall bei SPÖ und Grünen.
Ich bin auch der Meinung, dass es nicht richtig war, wie Kollege Scherak auch gesagt hat, einen Asylstopp auszusprechen. Was immer das auch gewesen ist, es war so in den Medien. Frau Ministerin, im Innenausschuss und im Menschenrechtsausschuss haben Sie noch gesagt, wir müssen dafür sorgen, dass es rasche Asylverfahren gibt. Und dann sagen Sie, es sollen Asylverfahren gestoppt werden. Das ist etwas, das diametral dazu steht. Ich denke, Sie als Vertreterin einer christlich-sozialen Partei und wir sollten bei diesem Thema die strategischen Spielchen hintanstellen und gemeinsam eine Lösung finden: eine menschliche und eine, die den Rechtstaat Österreich auch tatsächlich widerspiegelt. (Beifall bei SPÖ und Grünen.)
Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.
Ein Wort noch – ich habe schon wieder so wenig Zeit – zur Finanzierung des Sozialstaates, denn das ist auch Thema der heutigen Aktuellen Stunde. Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, Frau Kollegin Korun hat es kurz angesprochen: Der Sozialstaat ist finanzierbar, davon bin ich auch überzeugt. (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Fekter: Wieder eine Steuer, das ist super!
Wir müssen es nur angehen und endlich die Dinge dort anpacken, wo sie hingehören. Wir brauchen eine Wertschöpfungsabgabe, 100 Prozent! (Abg. Fekter: Wieder eine Steuer, das ist super!) – Das ist kein Griff in die Mottenkiste, sondern das ist ein Gesetz der Gerechtigkeit, ein Gesetz der Stunde. (Abg. Rädler: Jetzt weiß ich, warum Sie nicht mehr gewählt werden!) – Wir brauchen die Bekämpfung der Steuerhinterziehung, und wir brauchen auch vermögensbezogene Steuern, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, wenn wir wollen, dass unser Sozialstaat diesen Status halten kann, den wir jetzt haben und den wir uns alle wünschen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Rädler: Jetzt weiß ich, warum Sie nicht mehr gewählt werden!
Wir müssen es nur angehen und endlich die Dinge dort anpacken, wo sie hingehören. Wir brauchen eine Wertschöpfungsabgabe, 100 Prozent! (Abg. Fekter: Wieder eine Steuer, das ist super!) – Das ist kein Griff in die Mottenkiste, sondern das ist ein Gesetz der Gerechtigkeit, ein Gesetz der Stunde. (Abg. Rädler: Jetzt weiß ich, warum Sie nicht mehr gewählt werden!) – Wir brauchen die Bekämpfung der Steuerhinterziehung, und wir brauchen auch vermögensbezogene Steuern, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, wenn wir wollen, dass unser Sozialstaat diesen Status halten kann, den wir jetzt haben und den wir uns alle wünschen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir müssen es nur angehen und endlich die Dinge dort anpacken, wo sie hingehören. Wir brauchen eine Wertschöpfungsabgabe, 100 Prozent! (Abg. Fekter: Wieder eine Steuer, das ist super!) – Das ist kein Griff in die Mottenkiste, sondern das ist ein Gesetz der Gerechtigkeit, ein Gesetz der Stunde. (Abg. Rädler: Jetzt weiß ich, warum Sie nicht mehr gewählt werden!) – Wir brauchen die Bekämpfung der Steuerhinterziehung, und wir brauchen auch vermögensbezogene Steuern, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, wenn wir wollen, dass unser Sozialstaat diesen Status halten kann, den wir jetzt haben und den wir uns alle wünschen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Mag. Dr. Maria Theresia Fekter (ÖVP): Sehr geehrte Frau Ministerin! Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Königsberger-Ludwig, schon wieder eine neue Steuer von der Sozialdemokratie! – Dazu: Nein, danke! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, es ist der Bevölkerung zuzuhören, die möchte wissen, wie es funktioniert! (Zwischenruf bei der FPÖ.) – Daher war es unsachlich, dass darüber nicht berichtet wurde. Deshalb erwähne ich das jetzt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, es ist der Bevölkerung zuzuhören, die möchte wissen, wie es funktioniert! (Zwischenruf bei der FPÖ.) – Daher war es unsachlich, dass darüber nicht berichtet wurde. Deshalb erwähne ich das jetzt. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Königsberger-Ludwig: Sie schüren ja die Ängste!
Wir müssen nämlich die österreichische Bevölkerung ernst nehmen. Es sind erhebliche Ängste vorhanden. (Abg. Königsberger-Ludwig: Sie schüren ja die Ängste!) – Wir müssen auch die Aufnahmefähigkeit im Auge behalten. Es gibt Angst vor Überfremdung, Angst, dass viele kommen. Die Bilder in den Medien, im Fernsehen zeigen diese Ängste, schüren diese Ängste. Wir müssen der Bevölkerung zuhören und dann die Fakten erklären.
Abg. Neubauer: So wie der Pühringer!
Nicht jeder, der diese Ängste artikuliert, ist ein Hetzer, meine sehr verehrten Damen und Herren. (Abg. Neubauer: So wie der Pühringer!) – Wenn Menschen Ängste haben, müssen wir das ernst nehmen. Die Aufnahmefähigkeit von Traiskirchen und Thalham ist überschritten. Ich komme aus dem Bezirk und betreue Thalham seit 25 Jahren.
Abg. Darmann: So viele kleine Quartiere kann es gar nicht geben, wie es aufgrund Ihrer Asylpolitik geben muss!
Die Ängste der dortigen Bevölkerung, meine sehr verehrten Damen und Herren, nehme ich ernst. Die Aufnahmefähigkeit dieser Erstaufnahmezentren und der umliegenden Orte ist überschritten. Ich habe Verständnis für die Bevölkerung, dass sie von der Politik fordert, dass wir Schritte unternehmen. Daher ist es dringend notwendig, kleinere Einheiten zu schaffen, die Unterbringungseinheiten auf alle Bezirke in Österreich zu verteilen, die Massenquartiere zu entlasten und die Zeltstädte abzubauen. (Abg. Darmann: So viele kleine Quartiere kann es gar nicht geben, wie es aufgrund Ihrer Asylpolitik geben muss!)
Beifall bei der ÖVP.
Lassen Sie mich aber auch noch Folgendes sagen: Mir sind Zelte, bei uns in Österreich betreut, allemal lieber, als wir würden diese nicht aufstellen und die Menschen müssten sich in Hauseingängen, unter der Brücke oder im Freien aufhalten. Das hat die Frau Innenministerin verhindert! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Der Flüchtlingsansturm ist seit dem Vorjahr massiv gestiegen. 15 000 neue Unterkünfte wurden schon geschaffen, aber es ist zu wenig. Viele Gemeinden nehmen Familien auf und leisten ihren solidarischen Beitrag. Es funktioniert in den kleinen Einheiten, und daher auch einmal ein Dank an die Bürgermeister und Bürgermeisterinnen, an die Quartiergeber, an die Betreuer und an jene, die sich um die Integration dieser Flüchtlinge bemühen. Das soll auch erwähnt werden! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
ist notwendig, die Massenquartiere, die jetzt den größten Rucksack tragen, zu entlasten. Und es ist auch notwendig, dass Bund und Länder sich gemeinsam koordinieren. Schuldzuweisungen sind in dieser Frage unangebracht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Hagen.
Abgeordneter Mag. Roman Haider (FPÖ): Frau Präsident! Frau Bundesminister! Hohes Haus! Frau Kollegin Königsberger-Ludwig, es gibt kein Recht auf illegale Einwanderung! (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Hagen.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Anders kann man diese Entwicklung, die sich bei uns gerade abspielt, nicht nennen. 192 000 Asylanträge hat es in der Zeit von 2004 bis 2014 gegeben, und sage und schreibe 146 000 davon sind von österreichischen Gerichten rechtskräftig abgewiesen worden – 80 Prozent Abweisungsquote. Ich hoffe, dass wir doch eines außer Zweifel stellen können, nämlich die Integrität der österreichischen Gerichte, die mit Sicherheit unabhängig sind und auf Basis unserer Gesetzeslage prüfen, ob ein Verfolgungsgrund vorliegt oder nicht. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn Sie sagen, Kollege Pendl, es gibt jetzt mehr echte Kriegsflüchtlinge, etwa aus Syrien, die zu uns kommen, dann stimmt das auch nur teilweise, denn die Abweisungsquote liegt immer noch zwischen 60 und 70 Prozent. Für heuer werden 70 000 Asylanträge erwartet und das heißt, dass circa 20 000 bis 25 000 davon das Recht auf Asyl zugesprochen bekommen. Das ist in Ordnung, wir haben es in unserer Geschichte immer wieder erlebt, dass Österreich vorbildliche Nachbarschaftshilfe in Krisensituationen, bei Konflikten, geleistet hat. Da kann man den Österreichern überhaupt nichts vorwerfen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.
Meine Damen und Herren, das ist eine moderne Völkerwanderung. Das sind Dimensionen, die die europäischen Gesellschaften nicht aushalten werden. Da sagen wir Freiheitlichen eines ganz klar: No way! No way, genau wie es die Australier gesagt haben, genau wie es Australien vorzeigt. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.)
Beifall bei der FPÖ.
Ja, Frau Kollegin, wenn einer versucht, illegal nach Österreich zu kommen, dann muss ihm klar sein: Du hast damit jedes Recht verspielt, illegal kommst du bei uns nicht herein. Das muss die Botschaft sein! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Königsberger-Ludwig: Woher haben Sie denn das?
Was wir brauchen, ist eine Umkehrung der Signale, meine Damen und Herren. Derzeit signalisiert die EU: Wenn du es einmal zu uns geschafft hast, dann kannst du dableiben; es wird niemand zurückgeschickt. Dieses Signal ist ein fatales, es ist ein falsches. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Königsberger-Ludwig: Woher haben Sie denn das?) – Dieses Signal spielt nur den internationalen Schlepperbanden, den mörderischen Schlepperbanden in die Hände. Natürlich ist es unsere Pflicht, allein schon aus humanitären Gründen, den Menschen, die sich in die Hände dieser mörderischen Schlepper begeben haben, zu helfen, wenn sie in Seenot geraten.
Beifall bei der FPÖ.
Aber dann ist es auch unsere Pflicht, unseren eigenen Gesellschaften gegenüber, sie wieder dorthin zurückzubringen, wo sie ihre Reise angetreten haben, nämlich nach Afrika. (Beifall bei der FPÖ.) Darum brauchen wir schon in Afrika Asylzentren und humanitäre Betreuungsstationen, damit das sichergestellt ist. No way – das muss die Botschaft sein!
Beifall bei der FPÖ.
Es liegt an Ihnen, liebe Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP und liebe Frau Innenminister, tun Sie das, was Ihnen Ihre eigenen Kollegen sagen: Bei uns haben Wirtschaftsflüchtlinge keinen Platz – und schon gar keinen Arbeitsplatz! (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Das ist die Moskauer Schülerin!
Präsidentin Doris Bures: Als Nächste gelangt Frau Abgeordnete Mag. Schwentner zu Wort. – Bitte. (Ruf bei der FPÖ: Das ist die Moskauer Schülerin!)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Judith Schwentner (Grüne): Frau Präsidentin! Werte Ministerin! Werte Zuschauerinnen und Zuschauer! Was wir hier in dieser Aktuellen Stunde erleben, mag vielleicht ein Ausdruck der Hilflosigkeit einiger in diesem Hohen Haus sein. Für mich aber ist es auch ein Tiefpunkt im Parlament – ein Tiefpunkt in diesen sieben Jahren, in denen ich jetzt im Nationalrat bin; ein Tiefpunkt an Menschlichkeit, wie ich ihn eigentlich noch nicht erlebt habe. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das ist aber kein gutes Zeichen, dass Sie sich das nicht merken!
Vielleicht ist bereits der Titel dieser Aktuellen Stunde Ausdruck der Hilflosigkeit, wenn man nämlich schreibt: Arbeitslose, nicht funktionierendes Sozialsystem – ich habe es mir gar nicht gemerkt –, Flüchtlinge und Wirtschaftsflüchtlinge. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das ist aber kein gutes Zeichen, dass Sie sich das nicht merken!)
Abg. Höbart: Was denn sonst!?
Ich finde es ja bemerkenswert, dass ganz viele hier herinnen sitzen, die ganz genau wissen, warum Menschen illegal da sind, und bestimmen wollen, wer ein Flüchtling und wer ein Wirtschaftsflüchtling ist. (Abg. Höbart: Was denn sonst!?) Wie anmaßend! Sind Sie die bessere Asylbehörde, wie alle meine Vorredner und Vorrednerinnen? (Abg. Darmann: Auch die Grünen sollten den Rechtsstaat akzeptieren! Gesetze gelten
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
für die Grünen scheinbar nicht! Wo kommen wir da hin?!) Das ist eine unfassbare Anmaßung! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich möchte deswegen auf eine Sache eingehen, die besonders hängen geblieben ist – neben der unsäglichen Ansage von Kollegin Belakowitsch-Jenewein, die ich nicht wiederholen möchte –, nämlich auf jene mit dem Handy. Ich habe in meinem vorherigen Job bei der Caritas sehr viel mit Asylwerberinnen und Asylwerbern zu tun gehabt. (Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Alle diese Asylwerber und Asylwerberinnen hatten ein Handy. Ich sage Ihnen, warum: Dieses Handy ist neben dem, was sie noch am Körper haben, das Letzte, das sie haben, und das Letzte an Kontakt zur Außenwelt, an Möglichkeit, zu kommunizieren. Ich finde es äußerst beschämend, das in irgendeiner anderen Weise zu interpretieren – äußerst beschämend! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Schönegger hält ein Taferl mit der Aufschrift „Solidarität jetzt!“ in die Höhe.
Ich würde mir wirklich wünschen, dass wir in der Lage sind, die Herausforderungen, vor denen wir in diesem Land stehen, in der angemessenen Ernsthaftigkeit zu diskutieren und uns nicht – da schaue ich ganz konkret in Richtung ÖVP – von einer Gesinnung, die immer schlimmer wird, antreiben zu lassen. (Abg. Schönegger hält ein Taferl mit der Aufschrift „Solidarität jetzt!“ in die Höhe.) – Ja, Solidarität jetzt, aber bitte mit jenen, die es brauchen – und nicht mit der FPÖ, werter Kollege von der ÖVP! (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Holzinger. – Abg. Darmann: Keiner kümmert sich mehr um Österreich als wir! – Abg. Fekter: bitte!)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Holzinger. – Abg. Darmann: Keiner kümmert sich mehr um Österreich als wir! – Abg. Fekter: bitte!
Ich würde mir wirklich wünschen, dass wir in der Lage sind, die Herausforderungen, vor denen wir in diesem Land stehen, in der angemessenen Ernsthaftigkeit zu diskutieren und uns nicht – da schaue ich ganz konkret in Richtung ÖVP – von einer Gesinnung, die immer schlimmer wird, antreiben zu lassen. (Abg. Schönegger hält ein Taferl mit der Aufschrift „Solidarität jetzt!“ in die Höhe.) – Ja, Solidarität jetzt, aber bitte mit jenen, die es brauchen – und nicht mit der FPÖ, werter Kollege von der ÖVP! (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Holzinger. – Abg. Darmann: Keiner kümmert sich mehr um Österreich als wir! – Abg. Fekter: bitte!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Höbart und Steinbichler. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Nicht „bitte“! Was ist von Äußerungen von Minister Kurz zu halten, der einfach beginnt, Dinge zu behaupten, zum Beispiel was die Familienbeihilfe anbelangt, die Idee nach dem Herkunftsprinzip? (Zwischenrufe der Abgeordneten Höbart und Steinbichler. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ich würde bitten, dass man, wenn solche Schnellschüsse passieren, auch darüber nachdenkt, was es am Ende bedeuten würde. Bedeutet das, den Gleichheitsgrundsatz abzuschaffen? Bedeutet das, Menschen zu differenzieren und ungleich zu behandeln? Bedeutet das eine neue Lösung für die Familienbeihilfe? (Abg. Fekter: Ihr nehmt die Menschen nicht ernst! – Ruf bei der FPÖ: So ein Blödsinn!)
Abg. Fekter: Ihr nehmt die Menschen nicht ernst! – Ruf bei der FPÖ: So ein Blödsinn!
Nicht „bitte“! Was ist von Äußerungen von Minister Kurz zu halten, der einfach beginnt, Dinge zu behaupten, zum Beispiel was die Familienbeihilfe anbelangt, die Idee nach dem Herkunftsprinzip? (Zwischenrufe der Abgeordneten Höbart und Steinbichler. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ich würde bitten, dass man, wenn solche Schnellschüsse passieren, auch darüber nachdenkt, was es am Ende bedeuten würde. Bedeutet das, den Gleichheitsgrundsatz abzuschaffen? Bedeutet das, Menschen zu differenzieren und ungleich zu behandeln? Bedeutet das eine neue Lösung für die Familienbeihilfe? (Abg. Fekter: Ihr nehmt die Menschen nicht ernst! – Ruf bei der FPÖ: So ein Blödsinn!)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Holzinger. – Abg. Fekter: Grüne Träumer! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Dann diskutieren wir diesen Vorschlag in aller Ernsthaftigkeit und bis zum Ende gedacht. Aber schießen Sie nicht die ganze Zeit nach rechts: Es nützt Ihnen nichts! (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Holzinger. – Abg. Fekter: Grüne Träumer! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Es nützt Ihnen genau nichts! Mich macht das, ehrlich gesagt, sehr betroffen, dass man nicht mehr in der Lage ist, den Menschen in Traiskirchen – wenn Sie schon in Traiskirchen waren (Abg. Höbart: Sie wahrscheinlich noch nicht! Ich bin jeden Tag dort!) – wirklich in die Augen zu schauen.
Abg. Höbart: Sie wahrscheinlich noch nicht! Ich bin jeden Tag dort!
Dann diskutieren wir diesen Vorschlag in aller Ernsthaftigkeit und bis zum Ende gedacht. Aber schießen Sie nicht die ganze Zeit nach rechts: Es nützt Ihnen nichts! (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Holzinger. – Abg. Fekter: Grüne Träumer! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Es nützt Ihnen genau nichts! Mich macht das, ehrlich gesagt, sehr betroffen, dass man nicht mehr in der Lage ist, den Menschen in Traiskirchen – wenn Sie schon in Traiskirchen waren (Abg. Höbart: Sie wahrscheinlich noch nicht! Ich bin jeden Tag dort!) – wirklich in die Augen zu schauen.
Abg. Schittenhelm: Wo ist die Lösung?
Deswegen finde ich es ganz wichtig, dass Kollegen und Kolleginnen, wie Alev Korun und Julian Schmid, hinfahren, sich auf die Straße setzen und mit den Menschen reden. So erfahren sie Geschichten von Flucht sowie die Gründe, warum die Menschen hierhergekommen sind. (Abg. Schittenhelm: Wo ist die Lösung?)
Zwischenruf des Abg. Steinbichler.
Ich finde es ganz bemerkenswert, dass im Nationalrat jemand wie Sepp Schellhorn sitzt – er ist gerade nicht da –, der sich einfach über den Bürgermeister von Bad Gastein hinweggesetzt und Flüchtlinge aufgenommen hat. (Zwischenruf des Abg. Steinbichler.) All das, was er erzählt hat (Abg. Darmann: Ihnen ist ja egal, was die eigene Bevölkerung denkt!), darüber, wie ihm diese Menschen „geliefert“ wurden – er hat gesagt, wie Kisten Bier, was er ja als Gastronom kennt –, das tut mir richtig weh, solche Aussagen von ihm zu lesen.
Abg. Darmann: Ihnen ist ja egal, was die eigene Bevölkerung denkt!
Ich finde es ganz bemerkenswert, dass im Nationalrat jemand wie Sepp Schellhorn sitzt – er ist gerade nicht da –, der sich einfach über den Bürgermeister von Bad Gastein hinweggesetzt und Flüchtlinge aufgenommen hat. (Zwischenruf des Abg. Steinbichler.) All das, was er erzählt hat (Abg. Darmann: Ihnen ist ja egal, was die eigene Bevölkerung denkt!), darüber, wie ihm diese Menschen „geliefert“ wurden – er hat gesagt, wie Kisten Bier, was er ja als Gastronom kennt –, das tut mir richtig weh, solche Aussagen von ihm zu lesen.
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Daran sollten wir alle arbeiten: Wie wir die Menschen, die hierherkommen, menschlich behandeln. Das wünsche ich mir! – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Steinhauser: Das ist Ihr Problem!
Abgeordneter Christoph Hagen (STRONACH): Frau Präsident! Frau Bundesminister! Hohes Haus! Ich bin vor ein paar Tagen bei der ÖVP-Zentrale vorbeigelaufen und da ist mir eine Fahne aufgefallen, auf der steht: „Zuhören. Verstehen. Umsetzen.“ – Frau Bundesminister, ich habe Ihnen vorhin zugehört, ich habe Sie nicht verstanden und habe nicht gesehen, wo Sie etwas umsetzen. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Steinhauser: Das ist Ihr Problem!)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Liebe Damen und Herren von den „GrünInnen“, wissen Sie, wer das gesagt hat? – Das hat Frau Katharina Wiesflecker, grüne Landesrätin in Vorarlberg, gesagt. Meine Damen und Herren, da haben Sie den Beweis! Frau Schwentner, weil Sie vorhin gesagt haben, dass das mit all dem nichts zu tun hat: Hier haben Sie den Beweis schwarz auf weiß! (Der Redner hält eine Kopie des erwähnten Artikels in die Höhe.) Ihre Landesrätin bestätigt das, was wir in unserer Aktuellen Stunde ansprechen möchten. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.) Nehmen Sie das zur Kenntnis! Dieses Doppelspiel der Grünen ist wirklich nicht mehr erträglich!
Zwischenruf des Abg. Steinhauser
Meine Damen und Herren, ich habe gestern sehr aufmerksam – wir waren ja in Traiskirchen – den „Report“ angeschaut (Zwischenruf des Abg. Steinhauser), wo auch die Flüchtlingsproblematik diskutiert worden ist. Ich habe diesen Zahnarzt dort gesehen, der keinen Job bekommt, weil er natürlich die Sprache noch nicht kann – das ist gar kein Thema, das wäre eine qualifizierte Zuwanderung, damit habe ich überhaupt kein Problem. Es widerspricht aber dem, was Ihre Soziallandesrätin sagt.
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Steinhauser.
Der ORF hat natürlich schon etwas Schönfärberei betrieben. Wenn Sie einmal in Traiskirchen mit den Verantwortlichen sprechen – das haben wir gestern mit verschiedenen Institutionen zur Genüge getan –, dann erfahren Sie auch, dass sehr viele Menschen, die da jetzt als Flüchtlinge aus verschiedenen Kriegsgebieten kommen, aus wirtschaftlichen Gründen kommen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Steinhauser.)
Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.
Als wir draußen mit den Verantwortlichen geredet haben, hat man uns eines erklärt, was mir auch einleuchtet: Wenn Sie in Afghanistan eine sechsköpfige Familie mit 15 € im Monat durchfüttern können, dann sind die 40 € Taschengeld, das diese Leute vom Staat bekommen – die Verpflegung und Unterkunft ist natürlich gratis –, ein schönes Geld. (Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.)
Abg. Steinhauser: Das ist der Vorwurf einer strafbaren Handlung! – Zwischenruf der Abg. Korun.
Ich habe es einmal in einer Ausschusssitzung gesagt und hätte fast einen Ordnungsruf vom Kollegen Amon bekommen – die Bestätigung habe ich dann aber bekommen: Diese NGOs betreiben das ganz bewusst, um ihre Leute beschäftigen zu können. Ich habe damals gesagt, dass die Grünen Beihelfer dieser Schlepper sind, und das wiederhole ich hier noch einmal. Das haben Sie, Frau Korun, in der Ausschusssitzung sogar bestätigt. Fragen Sie Kollegen Amon! Das ist Fakt. (Abg. Steinhauser: Das ist der Vorwurf einer strafbaren Handlung! – Zwischenruf der Abg. Korun.)
Zwischenruf der Abg. Kucharowits.
Eine Frau hat erzählt, dass in der Schule in Hörbranz, meiner Heimatgemeinde, Geld für Asylwerber-Kinder gesammelt wurde. Die Kinder hätten ihr Taschengeld hergeben sollen, aber sie haben sich geweigert, es herzugeben. Als dann die Lehrerin gefragt hat, warum sie nichts spenden wollen, haben sie gesagt, dass das Mädchen von den Asylwerbern, für die das Geld bestimmt war, ein neueres Handy als sie habe. (Zwischenruf der Abg. Kucharowits.)
Zwischenruf des Abg. Steinhauser
Das hat mir zu denken gegeben. Wenn man, so wie ich gestern in Traiskirchen, gesehen hat (Zwischenruf des Abg. Steinhauser), dass jeder ein Handy hat – jeder ein neues Modell –, dann muss man sich schon fragen, wie weit Hilfe und Solidarität mit unserem teuer verdienten Steuergeld gehen kann. (Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.)
Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.
Das hat mir zu denken gegeben. Wenn man, so wie ich gestern in Traiskirchen, gesehen hat (Zwischenruf des Abg. Steinhauser), dass jeder ein Handy hat – jeder ein neues Modell –, dann muss man sich schon fragen, wie weit Hilfe und Solidarität mit unserem teuer verdienten Steuergeld gehen kann. (Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Königsberger-Ludwig: Erbärmlich! – Abg. Steinhauser: Intellektueller Tiefflieger!
Wir brauchen niemanden sterben zu lassen, wir können die Leute natürlich betreuen, aber die Frage ist immer das Wie. Im Ausland Werbung zu machen, damit alle zu uns kommen, das ist der falsche Weg! (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Königsberger-Ludwig: Erbärmlich! – Abg. Steinhauser: Intellektueller Tiefflieger!)
Beifall bei NEOS, SPÖ, ÖVP und Grünen.
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! In Syrien werden Dörfer zerbombt – und wir diskutieren das hier auf dem Niveau von: Wer hat welches Handy?! (Beifall bei NEOS, SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
Allein, wenn man die Überschrift dieser Aktuellen Stunde anschaut – „400 000 Arbeitslose, Sozialsystem nicht finanzierbar – Schutz für Verfolgte, aber kein Platz für Wirtschaftsflüchtlinge“ –, da werden die Themen in einer Art und Weise vermischt, dass es intellektuell nur als Zumutung erlebbar ist! (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Fekter: Sie nehmen die Menschen nicht ernst!
Was die Situation heute zeigt, ist, dass die Bundesregierung heillos überfordert ist. Da gebe ich den Kritikern vollkommen recht. Ich gebe auch jenen recht, die der ÖVP vorwerfen, dass sie in den Chor der rechten Hetzer einstimmt, denn das, was da am Wochenende von Ihnen, Frau Bundesministerin, und vom Integrationsminister Kurz gekommen ist, ist in Wirklichkeit nur Öl ins Feuer gegossen und Wasser auf die Mühlen der FPÖ-Propaganda! (Beifall bei den NEOS. – Abg. Fekter: Sie nehmen die Menschen nicht ernst!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich nehme die Menschen schon ernst, aber, Frau Abgeordnete Fekter, es nützt nichts, wenn wir hier herinnen schöne Worte finden und Ihre ÖVP-Bürgermeister den Bürgern vor Ort signalisieren, dass Asylwerber im Dorf eine Zumutung wären. Das sind Ihre Parteifreunde, die überall in den kleinen Dörfern (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ja, Ihre Bürgermeister sagen das ... (Abg. Rädler: Wer sagt das?)
Abg. Rädler: Wer sagt das?
Ich nehme die Menschen schon ernst, aber, Frau Abgeordnete Fekter, es nützt nichts, wenn wir hier herinnen schöne Worte finden und Ihre ÖVP-Bürgermeister den Bürgern vor Ort signalisieren, dass Asylwerber im Dorf eine Zumutung wären. Das sind Ihre Parteifreunde, die überall in den kleinen Dörfern (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ja, Ihre Bürgermeister sagen das ... (Abg. Rädler: Wer sagt das?)
Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Herr Rädler, Sie sind ja selbst Bürgermeister, telefonieren Sie einmal mit Ihren Kollegen, was da zum Teil für eine Politik gemacht wird! (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich nehme die Bürgermeisterin von Alberschwende, Kollegin Schwarzmann, positiv aus, aber ganz viele andere von Ihrer Couleur sind da schlechte Beispiele. Schauen Sie nur, was Sepp Schellhorn erlebt hat! (Beifall bei NEOS, SPÖ und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Strolz.)
Beifall bei NEOS, SPÖ und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Strolz.
Herr Rädler, Sie sind ja selbst Bürgermeister, telefonieren Sie einmal mit Ihren Kollegen, was da zum Teil für eine Politik gemacht wird! (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich nehme die Bürgermeisterin von Alberschwende, Kollegin Schwarzmann, positiv aus, aber ganz viele andere von Ihrer Couleur sind da schlechte Beispiele. Schauen Sie nur, was Sepp Schellhorn erlebt hat! (Beifall bei NEOS, SPÖ und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Strolz.)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das stimmt nicht! So hat sie es nicht gesagt!
Wenn wir schon den Bogen zum Arbeitsmarkt spannen wollen und wenn wir der Meinung sind – wie das Katharina Wiesflecker in Vorarlberg behauptet –, dass die Asylwerber, wenn sie einen Asylstatus haben, ein Problem für die Mindestsicherung werden, dann muss man sich fragen, warum das überhaupt so ist. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das stimmt nicht! So hat sie es nicht gesagt!) Wenn sie dazu gezwungen werden, nicht zu arbeiten (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Na dann dürfen’s ja arbeiten!), wenn sie keine Deutschkurse bekommen, weil wir diese Ressource nicht zur Verfügung stellen, ist es logisch, dass sie, wenn sie dann einmal das Recht haben, zu bleiben, aufgrund der langen Arbeitslosigkeit nicht arbeiten können, denn wenn jemand zu lange vom Arbeitsmarkt weg war, findet er viel schwerer wieder hinein.
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Na dann dürfen’s ja arbeiten!
Wenn wir schon den Bogen zum Arbeitsmarkt spannen wollen und wenn wir der Meinung sind – wie das Katharina Wiesflecker in Vorarlberg behauptet –, dass die Asylwerber, wenn sie einen Asylstatus haben, ein Problem für die Mindestsicherung werden, dann muss man sich fragen, warum das überhaupt so ist. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das stimmt nicht! So hat sie es nicht gesagt!) Wenn sie dazu gezwungen werden, nicht zu arbeiten (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Na dann dürfen’s ja arbeiten!), wenn sie keine Deutschkurse bekommen, weil wir diese Ressource nicht zur Verfügung stellen, ist es logisch, dass sie, wenn sie dann einmal das Recht haben, zu bleiben, aufgrund der langen Arbeitslosigkeit nicht arbeiten können, denn wenn jemand zu lange vom Arbeitsmarkt weg war, findet er viel schwerer wieder hinein.
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Machen wir auf für alle!
Österreich hat die Verpflichtung, den Arbeitsmarkt für Asylwerber zu öffnen (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Machen wir auf für alle!) und eine diesbezügliche EU-Richtlinie umzusetzen, der Sie, Frau Ministerin, selbst im Rat zugestimmt haben. Bis 20. Juli haben wir dafür noch Zeit. Wir laufen Gefahr, in ein Vertragsverletzungsverfahren zu kommen. Das dürfen Sie uns dann erklären, warum Sie eine Richtlinie nicht umsetzen, die Sie selbst beschlossen haben.
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.
Das ist eine humanitäre und eine menschliche Notwendigkeit, den Leuten das Selbstwertgefühl zu geben, das man bekommt, wenn man arbeiten kann und arbeiten darf. Panikmache ist fehl am Platz, wir müssen nach Lösungen suchen! (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.)
Allgemeiner Beifall.
Damit ist Herr Abgeordneter MMMag. Dr. Axel Kassegger zum Ordner gewählt. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein (FPÖ): Frau Präsident! Herr Bundesminister! Ganz kurz noch zur Aktuellen Stunde möchte ich Ihnen, Frau Kollegin Schwentner, schon eines sagen: Sie haben hier behauptet, ich hätte irgendetwas mit Handys bei Asylwerbern kritisiert. – Das entspricht nicht den Tatsachen, ich habe dieses Wort nicht einmal in den Mund genommen. Ich würde Sie schon bitten, das einmal im Protokoll nachzulesen! Das ist nicht in Ordnung. Sie sind ganz offensichtlich nicht in der Lage, sinnerfassend zuzuhören. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie haben den Arbeitsmarkt schon in den letzten Jahren sukzessive immer mehr und immer weiter aufgemacht. Ich sage Ihnen ganz ehrlich, Herr Bundesminister, als Funktionärin einer Oppositionspartei könnte ich jetzt natürlich sagen, das ist sehr schön, das ist sehr gut, aber als Staatsbürgerin und Politikerin muss ich Ihnen ehrlicherweise sagen, Sie gefährden damit den Arbeitsmarkt, auch den sozialen Frieden in weiterer Folge, und somit sind Sie dann auch rücktrittsreif. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Wahrheit ist: Sie beschließen ein Gesetz, und das mag auch gut gemeint sein – ich will Ihnen jetzt gar nicht unterstellen, dass Sie es nicht gut gemeint haben –, aber das Problem ist: Exekutieren müssen es die Beamten der Finanzpolizei, die gleichzeitig vom Finanzministerium ausgehungert werden. Das ist das Hauptproblem. Man kann die besten Gesetze machen, wenn man sie nicht exekutiert, sind sie sozusagen sinnlos. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundesminister, ich würde mich freuen, würden Sie heute ein Bekenntnis dazu abgeben, dass Sie nach der Wien-Wahl nicht den Arbeitsmarkt für Asylwerber öffnen! Das wäre etwas, das ich Ihnen abnehmen würde. Anderenfalls, meine Damen und Herren, sage ich Ihnen ganz ehrlich, wird dieser Arbeitsmarkt nach der Wien-Wahl geöffnet werden. Sie halten jetzt noch dicht, um zu retten, was zu retten ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Loacker
Ich halte das, was hier einige Rednerinnen und Redner in der Aktuellen Stunde vorhin gesagt haben, für wirklich sehr bedenklich. Ich finde es schäbig, wenn versucht wird, arbeitsuchende Menschen gegen Kriegsflüchtlinge auszuspielen (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Loacker), wenn versucht wird, die Bevölkerung aufzuhetzen und aufzuwiegeln, um vielleicht populistisch auf Stimmenfang zu gehen. (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.
Ich halte das, was hier einige Rednerinnen und Redner in der Aktuellen Stunde vorhin gesagt haben, für wirklich sehr bedenklich. Ich finde es schäbig, wenn versucht wird, arbeitsuchende Menschen gegen Kriegsflüchtlinge auszuspielen (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Loacker), wenn versucht wird, die Bevölkerung aufzuhetzen und aufzuwiegeln, um vielleicht populistisch auf Stimmenfang zu gehen. (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Fakt ist: Es wurden eindeutig Äpfel mit Birnen verwechselt, und das ist nicht fair gegenüber jenen Menschen, die von dieser Situation betroffen sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich bedanke mich bei all jenen, die daran mitgewirkt haben. Recht herzlichen Dank, Herr Bundesminister, für die Einbringung dieser Regierungsvorlage. Ich hoffe wirklich auf eine breite Zustimmung. – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Hallo-Rufe bei der ÖVP
Herr Minister Hundstorfer, eines muss ich Ihnen schon sagen: Ich begleite Sie jetzt schon ein paar Jahre und habe Sie in diesen Jahren durchaus auch schätzen gelernt. Es war immer möglich, mit Ihnen Probleme zu erläutern, eine gemeinsame Problemsicht zu entwickeln, und man hatte das Gefühl, selbst wenn Sie Vorschläge nicht unmittelbar übernehmen, dass Sie sich des Problems annehmen. Das hat sich aber geändert. Das hat sich in den letzten zwei Jahren geändert, und ich frage mich, warum. Ich verstehe schon, dass es frustrierend ist, mit diesen Krisen umzugehen, dass es frustrierend ist, mit der ÖVP in einer Koalition zu sein (Hallo-Rufe bei der ÖVP), das kann ich nachvollziehen, meine Damen und Herren, aber es kann nicht sein, dass Ihnen als Regierung in dieser Situation nicht mehr einfällt als das, was wir auch heute wieder als Regierungsvorlage hier vor uns liegen haben. – Ja, eh gut, wir werden auch zustimmen, aber es ist einfach nicht genug.
Beifall der Abg. Moser sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Das betrifft zum einen das Thema Arbeitszeit. Herr Minister, Sie sagen mir, Arbeitszeit ist kein Thema, schon gar nicht bei den Sozialpartnern. Erfreulicherweise höre ich jetzt von den Gewerkschaften etwas anderes. Sie gehen bei den Forderungen zur Arbeitszeitverkürzung jetzt über die sechste Urlaubswoche hinaus. – Gut so, da müssen wir dranbleiben! Das Thema Arbeitszeitverteilung ist eines der wichtigsten arbeitsmarktpolitischen Themen der Zukunft. (Beifall der Abg. Moser sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Holzinger.
anders verteilen; wenn nicht, haben wir kontinuierlich steigende Arbeitslosenzahlen, die uns irre viel Geld kosten. Arbeitszeitverteilung ist ein Schlüsselelement, um den Arbeitsmarkt der Zukunft zu gestalten. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Holzinger.)
Abg. Hammer: Komplett realitätsfremd! – Abg. Deimek: Erhöhen auf 45!
Ich kann nicht verstehen, warum vor allem die ÖVP, die Wirtschaft, das derart abblockt und nicht einmal diskussionsbereit ist. Es ist schon klar, Arbeitszeitverkürzung ist eine Herausforderung, aber es geht darum, die Herausforderung zu gestalten. Wir müssen darüber reden, was notwendig ist. Das Arbeitszeitmaß ist nur eine organisatorische Einheit. Sind es 60 Stunden, sind es 48, sind es 40, sind es 38,5, sind es 35? Das ist eine Einheit – die Umstellung ist die Herausforderung, die wir gemeinsam gestalten müssen, sodass sie möglich ist! (Abg. Hammer: Komplett realitätsfremd! – Abg. Deimek: Erhöhen auf 45!) Nur so kann das funktionieren! Bitte überwinden Sie diese Abblockungsstrategie!
Beifall bei den Grünen.
Und wenn Sie von der ÖVP dann sagen, höherer Löhne in diesem Bereich gefährden den Standort – Absiedelung et cetera –, antworte ich: Der IWF, der Internationale Währungsfonds, hat gestern – gestern gab es diese Meldung in den Medien – eine Kursänderung in diesem Bereich bekanntgegeben. Es hat sich herausgestellt, dass, wenn wir auf Wachstum setzen, wir gerade bei den untersten 20 Prozent der Einkommen ansetzen müssen, dass es uns also nichts bringt, immer noch mehr Reichtum zu haben, immer noch mehr Reiche, sondern wenn es ums Wachstum geht, dann müssen wir bei den unteren 20 Prozent ansetzen. Nur das bringt etwas! (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.
Okay, da kommen wir nicht weiter, also machen wir einen nächsten Vorschlag und sagen: Regeln wir die Bereiche, die von den Kollektivverträgen nicht erfasst sind! Konkret sieht das so aus, dass wir wollen, dass ein Mindestlohn in diesem Bereich vom Bundeseinigungsamt gesatzt wird – das Bundeseinigungsamt, das mit Sozialpartnervertretern besetzt ist. (Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.) Was kommt von Ihnen in der Debatte? – Frau Abgeordnete Winzig, die sich offenbar nicht ausgekannt hat, sagte: Überlassen wir das den Sozialpartnern! – Wenn es keinen Kollektivvertrag gibt? – Na, bitte! Wir schalten ein Sozialpartnergremium ein. Sie haben sich mit dem Vorschlag nicht einmal auseinandergesetzt! (Abg. Winzig: Da haben Sie mich falsch verstanden! Sie müssen nur aufpassen!)
Abg. Winzig: Da haben Sie mich falsch verstanden! Sie müssen nur aufpassen!
Okay, da kommen wir nicht weiter, also machen wir einen nächsten Vorschlag und sagen: Regeln wir die Bereiche, die von den Kollektivverträgen nicht erfasst sind! Konkret sieht das so aus, dass wir wollen, dass ein Mindestlohn in diesem Bereich vom Bundeseinigungsamt gesatzt wird – das Bundeseinigungsamt, das mit Sozialpartnervertretern besetzt ist. (Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.) Was kommt von Ihnen in der Debatte? – Frau Abgeordnete Winzig, die sich offenbar nicht ausgekannt hat, sagte: Überlassen wir das den Sozialpartnern! – Wenn es keinen Kollektivvertrag gibt? – Na, bitte! Wir schalten ein Sozialpartnergremium ein. Sie haben sich mit dem Vorschlag nicht einmal auseinandergesetzt! (Abg. Winzig: Da haben Sie mich falsch verstanden! Sie müssen nur aufpassen!)
Zwischenruf der Abg. Moser.
Herr Kollege Muchitsch, Sie sagen, wir brauchen Vorschläge. – Wir machen Vorschläge, aber es gibt einfach viel zu wenig Debatte darüber. Es gibt keine Debatte, es gibt keine Vorschläge von Ihnen, die wirklich weitgehend sind. – Ich sage Ihnen: So kann das einfach nicht weitergehen! (Zwischenruf der Abg. Moser.)
Beifall bei den Grünen.
Meine Damen und Herren, ich erhoffe mir eine andere Zukunftspolitik für Österreich. Arbeitszeitverteilung, Mindestlohnpolitik, Arbeitsmarktpolitik für Arbeitssuchende: Das sind unsere Vorschläge! Wir werden viele weitere machen. Wir werden nicht aufhören, konstruktiv an der Zukunft unseres Landes zu arbeiten, und hoffen, dass die Regierung das endlich auch tut. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei Grünen, NEOS und Team Stronach. – Abg. Strolz: Letztklassig! Immer wieder letztklassig!
Ich habe mir das Stenographische Protokoll der Rede des Abgeordneten Dr. Scherak aus der Debatte der Aktuellen Stunde kommen lassen, weil ich einen Zwischenruf nicht eindeutig zuordnen konnte. Da mir aber jetzt das Protokoll dieser Debatte vorliegt, erteile ich Herrn Abgeordnetem Rädler für den Zwischenruf „Oligarchensöldner!“ einen Ordnungsruf. (Beifall bei Grünen, NEOS und Team Stronach. – Abg. Strolz: Letztklassig! Immer wieder letztklassig!)
Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Also, Frau Kollegin Schatz: Erstens: Es wird debattiert. Zweitens: Ja, es gibt unterschiedliche Meinungen zu Ihren Anträgen, und wenn Sie hier die Kollegin Winzig kritisieren, dann weise ich das auf das Entschiedenste zurück. (Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Schatz: ... weshalb dann die Niedriglohn-Raten! ... dann die Leute, wenn Sie eh alles im Griff haben? Na, sagen Sie etwas! Warum verdienen die Leute 1 500 €, teilweise weniger, für Vollzeit?!
Und zu Ihrem Ansatz, was die Satzungen bei den Kollektivverträgen betrifft – ich weiß nicht, ob Sie das auch mitbekommen, wenn Sie schon kritisieren, dass aus Ihrer Sicht zu wenig gemacht wird –: Es wird ständig gesatzt im Bundeseinigungsamt – ständig! Ich glaube, wir sind hier auf einem sehr guten Weg, und das ist genau das, was Sie ansprechen. Das wird eigentlich Woche für Woche, Monat für Monat ein Stück weit besser, weil sehr viele Kollektivverträge gesatzt werden. Daher verstehe ich die Problematik nicht, die Sie ja immer wieder erneut thematisieren. Nach dem Motto „Täglich grüßt das Murmeltier“ bekommen wir immer wieder die gleichen Anträge. (Abg. Schatz: ... weshalb dann die Niedriglohn-Raten! ... dann die Leute, wenn Sie eh alles im Griff haben? Na, sagen Sie etwas! Warum verdienen die Leute 1 500 €, teilweise weniger, für Vollzeit?!)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.
Sie haben die Möglichkeit, hier herauszugehen. Sie haben jetzt, glaube ich, 10 Minu- ten lang gesprochen. Es gibt keinen Monolog, es gibt eine Redeordnung, und daran haben auch Sie sich zu halten, Frau Kollegin! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.)
Abg. Schatz: Doch! Ich habe gesagt, das ist auch gut!
Einen Punkt haben Sie auch ausgeklammert, Frau Kollegin Schatz: Wir beschließen hier ein großes Paket mit Arbeitsmarktmitteln für ältere Personen, für über 50-Jährige, die länger als sechs Monate arbeitslos sind. Das wischen Sie mit einem Handstrich, mit einem Federstrich weg, Sie erwähnen es nicht einmal im Zuge der Debatte. Wir erwähnen es schon. (Abg. Schatz: Doch! Ich habe gesagt, das ist auch gut!)
Abg. Schatz: Ja, Sie sagen ...! Machen Sie einmal einen ...!
Ich finde es auch wirklich sinnvoll und nützlich, dass wir gerade dieser Gruppe helfen. Warum? – Weil diese Menschen es schwerer haben, wieder auf den Arbeitsmarkt zurückzufinden. (Abg. Schatz: Ja, Sie sagen ...! Machen Sie einmal einen ...!) Die Verweildauer ist dort dreimal so lange wie bei den anderen Altersgruppen, und deshalb gilt – neben allen arbeitslosen Menschen – insbesondere den über 50-Jährigen unsere Solidarität und unsere Anerkennung, damit alles getan wird, um diese Menschen, die arbeiten wollen, das muss man auch betonen, wieder am Arbeitsmarkt integrieren zu können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich finde es auch wirklich sinnvoll und nützlich, dass wir gerade dieser Gruppe helfen. Warum? – Weil diese Menschen es schwerer haben, wieder auf den Arbeitsmarkt zurückzufinden. (Abg. Schatz: Ja, Sie sagen ...! Machen Sie einmal einen ...!) Die Verweildauer ist dort dreimal so lange wie bei den anderen Altersgruppen, und deshalb gilt – neben allen arbeitslosen Menschen – insbesondere den über 50-Jährigen unsere Solidarität und unsere Anerkennung, damit alles getan wird, um diese Menschen, die arbeiten wollen, das muss man auch betonen, wieder am Arbeitsmarkt integrieren zu können. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Schwentner
Die „vierzehnmalige Auszahlung der bedarfsorientierten Mindestsicherung“, der „Anspruch auf Abdeckung der vollen Wohnkosten“, ohne genaue Detaillierung, was damit gemeint ist (Zwischenruf der Abg. Schwentner), und der „Rechtsanspruch auf Ausbildung und Qualifikation“ – ein Rechtsanspruch auf Ausbildung und Qualifikation! –, dann noch die „Schaffung eines Rechtsanspruchs auf bestimmte Leistungen, ... wie Kostenbeiträge für medizinische Hilfsmittel“ et cetera oder auch „die erhöhte Familienbeihilfe“. (Zwischenruf des Abg Neubauer.)
Zwischenruf des Abg Neubauer.
Die „vierzehnmalige Auszahlung der bedarfsorientierten Mindestsicherung“, der „Anspruch auf Abdeckung der vollen Wohnkosten“, ohne genaue Detaillierung, was damit gemeint ist (Zwischenruf der Abg. Schwentner), und der „Rechtsanspruch auf Ausbildung und Qualifikation“ – ein Rechtsanspruch auf Ausbildung und Qualifikation! –, dann noch die „Schaffung eines Rechtsanspruchs auf bestimmte Leistungen, ... wie Kostenbeiträge für medizinische Hilfsmittel“ et cetera oder auch „die erhöhte Familienbeihilfe“. (Zwischenruf des Abg Neubauer.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Meine Damen und Herren, das ist der völlig falsche Ansatz! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.) Wir brauchen Anreizsysteme und keine Sozialromantik der Grünen, was die Arbeitsmarktpolitik anbelangt! Eine bedarfsorientierte Mindestsicherung ist für jene Menschen, die diese brauchen. Ich nenne immer wieder alleinerziehende Mütter. – Ja, die brauchen dieses soziale Netzwerk, aber das kann keine Dauerunterstützung für jene sein, die einfach nicht arbeiten wollen (Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie des Abg. Hagen), und die haben wir auch in Österreich, meine Damen und Herren. Daher muss es in diesem Bereich zu anderen Sanktionen kommen.
Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie des Abg. Hagen
Meine Damen und Herren, das ist der völlig falsche Ansatz! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.) Wir brauchen Anreizsysteme und keine Sozialromantik der Grünen, was die Arbeitsmarktpolitik anbelangt! Eine bedarfsorientierte Mindestsicherung ist für jene Menschen, die diese brauchen. Ich nenne immer wieder alleinerziehende Mütter. – Ja, die brauchen dieses soziale Netzwerk, aber das kann keine Dauerunterstützung für jene sein, die einfach nicht arbeiten wollen (Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie des Abg. Hagen), und die haben wir auch in Österreich, meine Damen und Herren. Daher muss es in diesem Bereich zu anderen Sanktionen kommen.
Zwischenrufe der Abgeordneten Schatz und Schwentner.
Ich bin auch dankbar dafür, dass der Herr Sozialminister die Sozialreferentenkonferenz zu diesem Thema einberufen hat. Erste Ansätze wurden da diskutiert. (Zwischenrufe der Abgeordneten Schatz und Schwentner.) Ja, auch Anreize zu schaffen, wenn jemand aus der Mindestsicherung heraus will. (Abg. Schwentner: Höhere Löhne!) Ja, wenn jemand arbeiten will, zurück in den Arbeitsmarkt will, dann soll es Anreize geben, aber für jene, die nicht wollen, kann es keine Dauerunterstützung geben, meine Damen und Herren! Das muss einmal ganz klar gesagt werden. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Schatz: Gehen Sie zur FPÖ, da sind Sie besser aufgehoben! – Abg. Schwentner – in Richtung FPÖ –: Neue Allianzen? – Abg. Peter Wurm: Keine neuen Allianzen, nur die Inhalte!)
Abg. Schwentner: Höhere Löhne!
Ich bin auch dankbar dafür, dass der Herr Sozialminister die Sozialreferentenkonferenz zu diesem Thema einberufen hat. Erste Ansätze wurden da diskutiert. (Zwischenrufe der Abgeordneten Schatz und Schwentner.) Ja, auch Anreize zu schaffen, wenn jemand aus der Mindestsicherung heraus will. (Abg. Schwentner: Höhere Löhne!) Ja, wenn jemand arbeiten will, zurück in den Arbeitsmarkt will, dann soll es Anreize geben, aber für jene, die nicht wollen, kann es keine Dauerunterstützung geben, meine Damen und Herren! Das muss einmal ganz klar gesagt werden. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Schatz: Gehen Sie zur FPÖ, da sind Sie besser aufgehoben! – Abg. Schwentner – in Richtung FPÖ –: Neue Allianzen? – Abg. Peter Wurm: Keine neuen Allianzen, nur die Inhalte!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Schatz: Gehen Sie zur FPÖ, da sind Sie besser aufgehoben! – Abg. Schwentner – in Richtung FPÖ –: Neue Allianzen? – Abg. Peter Wurm: Keine neuen Allianzen, nur die Inhalte!
Ich bin auch dankbar dafür, dass der Herr Sozialminister die Sozialreferentenkonferenz zu diesem Thema einberufen hat. Erste Ansätze wurden da diskutiert. (Zwischenrufe der Abgeordneten Schatz und Schwentner.) Ja, auch Anreize zu schaffen, wenn jemand aus der Mindestsicherung heraus will. (Abg. Schwentner: Höhere Löhne!) Ja, wenn jemand arbeiten will, zurück in den Arbeitsmarkt will, dann soll es Anreize geben, aber für jene, die nicht wollen, kann es keine Dauerunterstützung geben, meine Damen und Herren! Das muss einmal ganz klar gesagt werden. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Schatz: Gehen Sie zur FPÖ, da sind Sie besser aufgehoben! – Abg. Schwentner – in Richtung FPÖ –: Neue Allianzen? – Abg. Peter Wurm: Keine neuen Allianzen, nur die Inhalte!)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Ing. Waltraud Dietrich (STRONACH): Geschätzter Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Das Arbeitsmarktpolitik-Finanzierungsgesetz ist etwas Sinnvolles, dem wir selbstverständlich unsere Zustimmung geben werden. Es ist sinnvoll, in Zeiten, in denen es mehr als 400 000 Arbeitslose in Österreich gibt, die Gruppe 50 plus besonders zu unterstützen und diesen Menschen die Möglichkeit zu geben, am Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen. Daher unsere volle Unterstützung in diesem Bereich. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ansetzen müssen wir aber bei der Ursache, das heißt, wir müssen schauen, dass in Österreich wieder junge Menschen motiviert sind, Unternehmer zu werden. Wir brauchen eine Wirtschaft ohne Bürokratie! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Peter Wurm.
Die rot-schwarze Regierung geht in den letzten Jahren einen Weg – das zieht sich wie ein roter Faden durch –, dass jene, die arbeiten, bestraft werden – die haben immer weniger Geld im Geldbörsel –, dass die Unternehmer schikaniert werden und dass auch Pendler, das sind nämlich jene Personen, die bereit sind, Tag für Tag stundenlang zum Arbeitsplatz zu fahren, auch noch draufzahlen. Dagegen wehren wir uns. Wir wollen, dass Pendler solche Rahmenbedingungen haben, dass die Kilometer, die sie tatsächlich fahren, auch voll steuerlich absetzbar sind. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Peter Wurm.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Wir wollen dafür Sorge tragen, dass der ländliche Raum nicht nur eine große Vergangenheit hat, sondern auch eine Zukunft. Deshalb: Stärkung des ländlichen Raums! (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das ist aber nicht weit!
Um konkrete Beispiele zu nennen: Ich kenne Leute, die tagtäglich von Krakau, das ist ganz am Ende der Welt, nach Weiz pendeln, von Schöder nach Tamsweg hinauf (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das ist aber nicht weit!) oder von Predlitz nach Leoben. Die Kosten für diese Pendlerei werden ihnen vom Staat nicht voll ersetzt. Das heißt, sie zahlen noch dafür, das verringert ihr Haushaltsgeld, und sie lassen sehr, sehr viel Lebenszeit dort auf der Straße. Aber der Einzige, der davon wirklich profitiert, das ist der
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Daher: kilometerabhängiger Pendlerabsetzbetrag, volle Unterstützung für Pendler, damit der ländliche Raum eine Zukunft hat. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Rainer Wimmer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Sehr geschätzte Kolleginnen und Kollegen, liebe Freundinnen und Freunde auf der Galerie! Ich darf recht herzlich die Besucher und Besucherinnen von der Musik-Neuen Mittelschule aus Neunkirchen willkommen heißen, die heute unter uns sind, und darf ihnen einen schönen Aufenthalt hier bei uns wünschen. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der SPÖ.
Aber was ich mir schon wünschen würde, geschätzte Damen und Herren, ist, dass sich die Wirtschaft ein bisschen mehr engagiert und mehr Kreativität zeigt. Wenn wir wissen, dass ein ausverhandeltes beziehungsweise fast ausverhandeltes Papier am Tisch liegt, das in dieser Form Bonus-Malus-System genannt wird – wir wissen, worum es geht –, dann glaube ich, dass hier alle Anstrengungen angebracht wären, dass dieses Gesetz auch umgesetzt wird. (Beifall bei der SPÖ.) Und ich möchte schon auch die Wirtschaft einladen, diesbezüglich einen ganz wesentlichen Schritt zu setzen.
Beifall bei der SPÖ.
gemeint, es wäre gescheiter, in Österreich Hartz IV und die Tariföffnungsklausel einzuführen. – Liebe Kolleginnen und Kollegen, dazu können wir nur sagen: Nie im Leben! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Köchl.
Was wollen denn die in Wirklichkeit, meine sehr geschätzten Damen und Herren, vielleicht Hartz IV einführen, die Menschen mit ein paar hundert Euro abspeisen und sozusagen den Kollektivvertrag noch umfahren können? – Das ist Sozial- und Lohndumping der niedersten Schublade! Das lehnen wir eindeutig ab, liebe Kolleginnen und Kollegen! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Köchl.)
Beifall bei der SPÖ.
Weil vor allem Kollegin Schatz gemeint hat, für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werde sehr wenig getan, möchte ich schon in Erinnerung rufen: Die Lohnsteuerreform, die gestern den Ministerrat passiert hat, ist ein Meilenstein. Und darauf sind wir stolz, weil wir als Gewerkschaftsbewegung und als Sozialdemokratie ganz wesentlich dazu beigetragen haben, dass wir zu diesem Ergebnis gekommen sind. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Ich bin immer wieder begeistert, dass Kollegin Schatz und heute auch Kollege Wimmer die Arbeit verteilen wollen. Sie meinen, wir müssen die Arbeit auf mehr Menschen verteilen. Wir müssen zum Jahreswechsel, wenn der Bilanzbuchhalter eine „Mörderhackn“ hat, die Arbeit verteilen auf den Bauarbeiter, der im Winter keine Arbeit hat. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Und im Sommer, wenn es am Bau viele Stunden gibt, betrauen wir den Buchhalter, der im Sommer weniger zu tun hat, mit der Arbeit. – Also man kann sich wirklich daran begeistern, wie schön Sie Arbeit mit dem Schäufelchen verteilen können!
Beifall bei den NEOS.
Unser Antrag bezüglich Weiterbildungskonto geht noch eine Spur weiter als jener der Grünen, wir wollen nämlich das Weiterbildungskonto nicht nur für die Arbeitslosen, sondern auch für die Menschen, die im Erwerb stehen – ähnlich dem Pensionskonto. Und wir müssen daran arbeiten, präventiv dafür sorgen, dass die Menschen nicht in Arbeitslosigkeit geraten, indem sie sich schon weiterbilden und Weiterbildung erfahren, wenn sie noch im Arbeitsprozess stehen – anstatt erst nachher reparative Maßnahmen zu setzen. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Peter Wurm: Herr Minister, wo kommt keiner nach?
Es kommt niemand Neuer nach aus Drittstaaten, das wissen Sie. Wir haben ein komplexes System. (Abg. Peter Wurm: Herr Minister, wo kommt keiner nach?) – Es kommt aus Drittstaaten nur mehr jemand mit Rot-Weiß-Rot-Karte nach, sonst nicht! Das wissen Sie. (Abg. Hübner: Oder ein Asylwerber!) Das wissen Sie.
Abg. Hübner: Oder ein Asylwerber!
Es kommt niemand Neuer nach aus Drittstaaten, das wissen Sie. Wir haben ein komplexes System. (Abg. Peter Wurm: Herr Minister, wo kommt keiner nach?) – Es kommt aus Drittstaaten nur mehr jemand mit Rot-Weiß-Rot-Karte nach, sonst nicht! Das wissen Sie. (Abg. Hübner: Oder ein Asylwerber!) Das wissen Sie.
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das stimmt nur halb, Sie haben ja für die Asylwerber schon geöffnet!
Schauen Sie, Asylwerber auf dem österreichischen Arbeitsmarkt gibt es nicht, Asylberechtigte gibt es. Und genau das ist der Punkt, wo sich unsere Politik unterscheidet: Wir versuchen, ein sehr, sehr komplexes System gemeinsam in Europa zu lösen, so schwierig es auch ist. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das stimmt nur halb, Sie haben ja für die Asylwerber schon geöffnet!) Für Sie ist die Antwort: Auf dem Mittelmeer retour! – Das ist nicht unsere Antwort. (Abg. Hübner: Aber Ihre Aussage war falsch!)
Abg. Hübner: Aber Ihre Aussage war falsch!
Schauen Sie, Asylwerber auf dem österreichischen Arbeitsmarkt gibt es nicht, Asylberechtigte gibt es. Und genau das ist der Punkt, wo sich unsere Politik unterscheidet: Wir versuchen, ein sehr, sehr komplexes System gemeinsam in Europa zu lösen, so schwierig es auch ist. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das stimmt nur halb, Sie haben ja für die Asylwerber schon geöffnet!) Für Sie ist die Antwort: Auf dem Mittelmeer retour! – Das ist nicht unsere Antwort. (Abg. Hübner: Aber Ihre Aussage war falsch!)
neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein
Sie ist nicht falsch (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein), denn Sie wissen ganz genau, welch komplexer Weg das ist, bis man in Österreich Asylberechtigter wird. (Abg. Hübner: Entweder kommt man dann nach oder nicht!) Das wissen Sie. – So, das ist Punkt eins.
Abg. Hübner: Entweder kommt man dann nach oder nicht!
Sie ist nicht falsch (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein), denn Sie wissen ganz genau, welch komplexer Weg das ist, bis man in Österreich Asylberechtigter wird. (Abg. Hübner: Entweder kommt man dann nach oder nicht!) Das wissen Sie. – So, das ist Punkt eins.
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.
Punkt zwei: Es wird in absehbarer Zeit keine Öffnung für Asylwerber geben. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.) Das wissen Sie, das habe ich schon gesagt. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Beim letzten Mal haben Sie noch gesagt, Sie prüfen!) – Sie müssen nur zuhören! Sie müssen zuhören, Frau Belakowitsch-Jenewein! Ich habe diese Aussage schon im ORF getätigt, und, und, und. Das ist alles nichts Neues.
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Beim letzten Mal haben Sie noch gesagt, Sie prüfen!
Punkt zwei: Es wird in absehbarer Zeit keine Öffnung für Asylwerber geben. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.) Das wissen Sie, das habe ich schon gesagt. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Beim letzten Mal haben Sie noch gesagt, Sie prüfen!) – Sie müssen nur zuhören! Sie müssen zuhören, Frau Belakowitsch-Jenewein! Ich habe diese Aussage schon im ORF getätigt, und, und, und. Das ist alles nichts Neues.
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das sind ja Ihre eigenen Aussagen!
Und weil Sie sich hierher stellen und sagen, dass das Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz zahnlos ist: Ich würde Sie bitten und einladen (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das sind ja Ihre eigenen Aussagen!) – Nein, es geht nicht um meine Aussagen. Ich zitiere die Freiheitliche Partei Burgenland (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das ist ja Ihr Koalitionspartner!): das strengste Gesetz Europas. Das strengste Gesetz Europas! Das ist die Aussage der Freiheitlichen Partei Burgenland. Für den Fall, dass die auch nicht mehr zu Ihnen gehören, dann sagen Sie es. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Ruf: Die sind schon bei der SPÖ!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das ist ja Ihr Koalitionspartner!
Und weil Sie sich hierher stellen und sagen, dass das Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz zahnlos ist: Ich würde Sie bitten und einladen (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das sind ja Ihre eigenen Aussagen!) – Nein, es geht nicht um meine Aussagen. Ich zitiere die Freiheitliche Partei Burgenland (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das ist ja Ihr Koalitionspartner!): das strengste Gesetz Europas. Das strengste Gesetz Europas! Das ist die Aussage der Freiheitlichen Partei Burgenland. Für den Fall, dass die auch nicht mehr zu Ihnen gehören, dann sagen Sie es. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Ruf: Die sind schon bei der SPÖ!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Ruf: Die sind schon bei der SPÖ!
Und weil Sie sich hierher stellen und sagen, dass das Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz zahnlos ist: Ich würde Sie bitten und einladen (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das sind ja Ihre eigenen Aussagen!) – Nein, es geht nicht um meine Aussagen. Ich zitiere die Freiheitliche Partei Burgenland (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das ist ja Ihr Koalitionspartner!): das strengste Gesetz Europas. Das strengste Gesetz Europas! Das ist die Aussage der Freiheitlichen Partei Burgenland. Für den Fall, dass die auch nicht mehr zu Ihnen gehören, dann sagen Sie es. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Ruf: Die sind schon bei der SPÖ!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das wissen wir eh!
Es sollte Ihnen auch zu denken geben – und das ist der Auftrag an uns alle –, dass es immer drei Branchen sind; es sind immer drei Branchen, so leid mir das tut. Ich habe das alles nicht gern, ich würde am liebsten niemanden strafen, das wäre mir am liebsten (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das wissen wir eh!), aber das geht leider nicht, weil wir immer im Baubereich, in der Gastronomie und in der Landwirtschaft dieses Problem haben.
Beifall bei der SPÖ.
Daher kann ich nur Sie alle auffordern, arbeiten wir gemeinsam daran, dieses Problem zu lösen, denn es geht nicht um ausländische Arbeitskräfte, sondern es geht um unseren österreichischen Arbeitsmarkt, denn es sind genügend inländische Arbeitskräfte davon betroffen. Das sollte uns zu denken geben, und daher diese Aufforderung an uns alle, gemeinsam daran zu arbeiten, wie wir damit umgehen können. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Woher wissen Sie, was uns in den Kram passt? Ihre Politik passt uns nicht in den Kram! – Abg. Hübner: Lohndumping kann man nur machen, wenn es ein Überangebot gibt!
er etwas Falsches! Das unterscheidet uns !), die österreichischen Auftraggeber mit ins Boot zu bringen, damit sie solche Aufträge gar nicht mehr erteilen. Und das ist das, was Ihnen nicht in den Kram passt, aber das ist die Ursache des Übels. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Woher wissen Sie, was uns in den Kram passt? Ihre Politik passt uns nicht in den Kram! – Abg. Hübner: Lohndumping kann man nur machen, wenn es ein Überangebot gibt!) – Nein, eben nicht. Sehen Sie, genau das ist das Thema.
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Den verteidigt ja keiner!
Denken Sie doch einmal darüber nach! Verteidigen Sie doch nicht den österreichischen Auftraggeber mit Überangebot. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Den verteidigt ja keiner!) – Das tun Sie gerade! Sie mit Ihren Ausführungen, aber dieses Überangebot habe ich in vielen anderen Branchen genauso. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Wer sagt denn, dass das nur österreichische sind? Sie erzählen irgendetwas!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Wer sagt denn, dass das nur österreichische sind? Sie erzählen irgendetwas!
Denken Sie doch einmal darüber nach! Verteidigen Sie doch nicht den österreichischen Auftraggeber mit Überangebot. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Den verteidigt ja keiner!) – Das tun Sie gerade! Sie mit Ihren Ausführungen, aber dieses Überangebot habe ich in vielen anderen Branchen genauso. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Wer sagt denn, dass das nur österreichische sind? Sie erzählen irgendetwas!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Weniger als gestern, das wissen wir!
Ich möchte aber nun zum Thema Arbeitszeit ein paar Dinge sagen. Weil Sie, Frau Abgeordnete, zuerst auch die aktuellen Zahlen angesprochen haben: Zur Stunde sind 320 000 Menschen arbeitslos und 64 000 in Schulung. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Weniger als gestern, das wissen wir!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Sie sind gar nicht perfekt!
Und damit Sie es noch einmal hören: 15 Prozent jener, die in der Statistik angeführt werden, kriegen keine Leistung von uns – damit das auch klar ist –, weil wir eine Statistik haben, in die auch der Arbeitsuchende bereits aufgenommen wird; wir sind ja so perfekt (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Sie sind gar nicht perfekt!), dass wir auch den Arbeitsuchenden sofort aufnehmen und dadurch riskieren, dass unsere Statistik um einiges höher ist als die Zahl jener, die effektiv eine Leistung beziehen.
Beifall bei der SPÖ.
Daher konzentriere ich mich auf die 270 Millionen Überstunden, wissend, dass es immer Überstunden geben wird müssen – das ist ja gar keine Frage, das ist ja überhaupt nicht das Thema. Aber es ist die Frage zulässig, ob ich 10 Prozent dieser 270 Millio- nen Überstunden in Arbeitsplätze umwandeln könnte – das ergäbe immerhin rund 9 000 Vollzeitarbeitsplätze. Und das wäre es wert, diese Debatte einmal zu führen, und darum geht es mir. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Pirklhuber: 15 Prozent sind zu viel!
Zum Niedriglohnsektor, Frau Abgeordnete Schatz, denn Sie kritisieren immer das österreichische System der Sozialpartnerschaft: Die Bundesrepublik Deutschland hat einen gesetzlichen Mindestlohn und hat einen Niedriglohnsektor von 24 Prozent der Arbeitskräfte. Die Europäische Union hat im Durchschnitt einen Niedriglohnsektor von 17 Prozent – wir haben einen Niedriglohnsektor von 15 Prozent. Das heißt, der österreichische Weg, dass die Sozialpartner etwas gestalten, kann nicht so schlecht gewesen sein, denn sonst hätten wir nicht diesen Wert. (Abg. Pirklhuber: 15 Prozent sind zu viel!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Aber Sie kündigen seit vier Jahren den Überstunden-Euro an!
Natürlich sind 15 Prozent immer noch viel, aber selbst dort, wo man ein Gesetz gebraucht hat, gibt es noch immer einen Niedriglohnsektor von 24 Prozent. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Aber Sie kündigen seit vier Jahren den Überstunden-Euro an!) Das sollte Ihnen auch einmal zu denken geben, nämlich dass die von Ihnen geforderte gesetzliche Lösung nicht der Weisheit letzter Schluss ist. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Natürlich sind 15 Prozent immer noch viel, aber selbst dort, wo man ein Gesetz gebraucht hat, gibt es noch immer einen Niedriglohnsektor von 24 Prozent. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Aber Sie kündigen seit vier Jahren den Überstunden-Euro an!) Das sollte Ihnen auch einmal zu denken geben, nämlich dass die von Ihnen geforderte gesetzliche Lösung nicht der Weisheit letzter Schluss ist. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Peter Wurm: Pro Jahr ?
Punkt zwei: Die Durchschnittsverweildauer in ganz Österreich bei der BMS ist 8,1 Monate. (Abg. Peter Wurm: Pro Jahr ?) – Ja, 8,1 Monate ist die Durchschnittsverweildauer. (Abg. Peter Wurm: Aber über die Jahre gerechnet!)
Abg. Peter Wurm: Aber über die Jahre gerechnet!
Punkt zwei: Die Durchschnittsverweildauer in ganz Österreich bei der BMS ist 8,1 Monate. (Abg. Peter Wurm: Pro Jahr ?) – Ja, 8,1 Monate ist die Durchschnittsverweildauer. (Abg. Peter Wurm: Aber über die Jahre gerechnet!)
Abg. Peter Wurm: Wenn man es recherchieren kann!
Herr Abgeordneter, ich weiß, Sie haben ein Problem in Ihrer Gemeinde, aber ich darf Ihnen trotzdem sagen: Österreichweit sind 75 Prozent der BMS-Bezieher Aufstocker, die kriegen 50 €, 100 €, 150 €. Und damit sie die 50 €, 100 €, 150 € bekommen, müssen sie sich auch vor dem Sozialreferat geistig ausziehen, denn sonst kriegen sie das gar nicht, denn die 50 €, 100 €, 150 € Aufstockungsleistung unterliegen der Sozialhilfelogik. Das heißt, die Leute können schon Notstandshilfe haben, die Leute können ein geringes Aktiveinkommen haben, sind aber trotzdem Leute, die sonst nichts mehr haben, denn sonst bekommen sie diese 50 €, 100 € oder 150 € nicht. (Abg. Peter Wurm: Wenn man es recherchieren kann!)
Abg. Peter Wurm: Nein, die machen das nach Vorschrift!
Schauen Sie, das Recherchieren ist das Nächste. Vertrauen Sie doch den österreichischen Bezirksverwaltungsbehörden! Haben Sie so viel Misstrauen gegenüber österreichischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Bezirksverwaltungsbehörden? (Abg. Peter Wurm: Nein, die machen das nach Vorschrift!) Niemand anderer macht das! Die österreichischen Bezirksverwaltungsbehörden oder Magistrate, wenn die Stadt ein bisschen größer ist, sind diejenigen, die das machen. Und Sie wissen ganz genau, dass diese Personen sehr wohl mit den Konsulaten, mit den Botschaften reden, wenn es um ausländische Kräfte geht. Das wissen Sie doch! Und Sie wissen auch, dass wir auch in Österreich ganz genau hinschauen, denn sonst hätten wir nicht in Wien eine Ablehnungsquote von 40 Prozent.
Abg. Peter Wurm: Da haben wir die Grünen in der Regierung, das ist schwierig!
Machen Sie doch in Tirol endlich den Vorstoß und führen Sie das ein, was Niederösterreich und Wien haben, nämlich immer nur auf ein Jahr. Bringen Sie das doch einmal im Tiroler Landtag ein! (Abg. Peter Wurm: Da haben wir die Grünen in der Regierung, das ist schwierig!)
Abg. Steinbichler: Stimmt ja nicht!
Bei Kollektivverträgen, wo es das nicht gibt – beim Kollegen Muchitsch, im Handel und bei etlichen anderen auch –, gibt es die niedrigste Beschäftigungsquote im Alter. Irgendwie stimmt die Argumentation nicht, irgendwo ist die Argumentation nicht schlüssig, denn überall dort, wo der ältere Mitarbeiter nachvollziehbar nach dem Senioritätsprinzip wirklich viel mehr verdient als der junge, gibt es einen hohen Beschäftigtenanteil im Alter. Und überall dort, wo die Kollektivverträge das nicht vorsehen, gibt es die niedrigste Beschäftigungsquote. (Abg. Steinbichler: Stimmt ja nicht!) Das ist leider das Ergebnis einer umfangreichen Studie, die wir gemacht haben.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Es geht schlichtweg darum: Wie können wir es ermöglichen, dass Menschen länger im Erwerbsprozess bleiben? Eine der Möglichkeiten wird – ich weiß, es gefällt Ihnen nicht, aber das ist mir jetzt wirklich egal – die Teilpension sein, denn mit dieser Teilpension soll es auch ermöglicht werden, bei einer reduzierten Arbeitszeit länger im Erwerbsprozess zu bleiben. – Ich danke schön. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Steinbichler: Was ist denn mit den ÖBB? – Bundesminister Hundstorfer: Alles schon vorbei, alles Geschichte!
Präsident Karlheinz Kopf: Als Nächste zu Wort gelangt Frau Abgeordnete Mag. Aubauer. – Bitte. (Abg. Steinbichler: Was ist denn mit den ÖBB? – Bundesminister Hundstorfer: Alles schon vorbei, alles Geschichte!)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordnete Mag. Gertrude Aubauer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Wir freuen uns, dass wir die Klasse 4F des GRG 23 aus Wien-Liesing, die gerade bei Kollegin Tamandl zu Gast war, hier begrüßen dürfen. Schön, dass Sie da sind! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Yilmaz.
Das heißt, es macht Sinn, mehr Geld für ältere Menschen in den Arbeitsmarkt zu investieren, das macht Sinn für uns alle, für die Systeme. Und bitte bedenken wir auch: Das gibt vielen, vielen Menschen neue Hoffnung und nimmt ihnen die Sorgen! – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Yilmaz.)
Bundesminister Hundstorfer: Für Kinder!
Abgeordneter Peter Wurm (FPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Werte Zuseher hier im Haus und zu Hause vor den Fernsehgeräten! Herr Minister Hundstorfer, ich muss Sie leider korrigieren, ich habe da einen Bescheid von der MA 40 aus Wien, wo die Mindestsicherung auf zwei Jahre zugesichert wurde, zusätzlich sogar mit 13. und 14. (Bundesminister Hundstorfer: Für Kinder!) Den habe ich da, Herr R., kann ich Ihnen danach vielleicht zeigen. Ich wollte nur klarstellen: Auch in Wien ist die Welt nicht immer in Ordnung! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Eh! Da ist gar nichts in Ordnung!) – Ja, oder nichts ist in Ordnung.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Eh! Da ist gar nichts in Ordnung!
Abgeordneter Peter Wurm (FPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Werte Zuseher hier im Haus und zu Hause vor den Fernsehgeräten! Herr Minister Hundstorfer, ich muss Sie leider korrigieren, ich habe da einen Bescheid von der MA 40 aus Wien, wo die Mindestsicherung auf zwei Jahre zugesichert wurde, zusätzlich sogar mit 13. und 14. (Bundesminister Hundstorfer: Für Kinder!) Den habe ich da, Herr R., kann ich Ihnen danach vielleicht zeigen. Ich wollte nur klarstellen: Auch in Wien ist die Welt nicht immer in Ordnung! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Eh! Da ist gar nichts in Ordnung!) – Ja, oder nichts ist in Ordnung.
Der Redner versucht, Bundesminister Hundstorfer ein Schriftstück zu überreichen, was dieser ablehnt, worauf der Redner das Schriftstück auf die Regierungsbank legt.
tionen von uns übernimmt, habe ich mir gedacht, vielleicht können Sie Ihrem Kollegen einen Mitgliedsantrag überreichen, vielleicht will er doch bei uns gleich Mitglied werden? Dann geht die ganze Sache wahrscheinlich einfacher. (Der Redner versucht, Bundesminister Hundstorfer ein Schriftstück zu überreichen, was dieser ablehnt, worauf der Redner das Schriftstück auf die Regierungsbank legt.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenbemerkung von Bundesminister Hundstorfer.
In Summe kostet es die Steuerzahler rund 1,5 Milliarden €, wobei man da sagen muss – und das stammt aus einer ganz aktuellen Anfragebeantwortung, die der Herr Minister gemacht hat –: Er gibt selbst zu, dass die Statistik in Österreich bei der Mindestsicherung mangelhaft ist. Das heißt, der Minister gibt das auch zu, denn es ist ja ganz schwierig, über die ganzen Kanäle, Artikel-15a-Vereinbarungen, herauszufinden, was das den Steuerzahler in Summe kostet. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Hundstorfer.) Der Herr Minister gibt selbst zu, dass diese Statistik verbesserungswürdig und fehlerhaft ist. Da bin ich gespannt, wann die Österreicher einmal echte Zahlen erfahren werden.
Abg. Loacker: Das ist doch ! Das ist doch dermaßen !
Auch da zu den Kosten: Aktuell schätze ich – genaue Zahlen gibt es ja nicht –, dass wir beim Asylwerberbereich bei rund 1 Milliarde liegen. Kleines Beispiel Tirol: Die ausgelagerte Asyl-GmbH hat ein Budget von 45 Millionen €. Was ja auch keiner sagt – ich werde dazu diese Woche noch eine Anfrage einbringen –, ich aber gerne wissen möchte: Wer stellt diese Asylunterkünfte eigentlich kostenlos zur Verfügung? Es wird ja immer so getan, als ob da Leute aufstehen und Asylunterkünfte zur Verfügung stellen. Ich möchte einmal wissen: Wer macht das kostenlos? Auch vom Herrn Schellhorn hätte ich gerne eine Antwort, ob er auch die 19 € bekommt. Oder sind diese 36 Personen bei ihm kostenlos untergebracht? (Abg. Loacker: Das ist doch ! Das ist doch dermaßen !) Ich bin auf die Antwort schon sehr gespannt.
Beifall bei der FPÖ.
Ja, im Prinzip könnte man das noch länger ausführen, aber aufgrund der Zeit mache ich es ganz kurz. Wie schon gesagt: Wir von der FPÖ sind ganz klar für ein Herkunftslandprinzip bei den Sozialleistungen. Das sollten ÖVP und SPÖ endlich gemeinsam mit uns umsetzen, damit unser Sozialsystem in Österreich nicht komplett aus dem Ruder läuft – denn am Ende zahlen dann der Österreicher und die Österreicherin die Rechnung! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Wöginger – in den Bankreihen der ÖVP stehend –: Doch!
Und jetzt zur Alten und vielleicht auch zur Polemik des Herrn Kollegen Wöginger, der jetzt nicht da ist. (Abg. Wöginger – in den Bankreihen der ÖVP stehend –: Doch!) – Ah, Entschuldigung, ich habe auf die Plätze geschaut. Die Mindestsicherung, wie wir sie jetzt haben, wird immer so gesehen, als wäre das der Weg in die soziale Hängematte und als würden die Leute das Sozialsystem damit ausnützen. Wir wissen aber, dass es sehr, sehr viele Menschen aus der Mindestsicherung ganz schwer wieder rausschaffen, weil sie eben zum Beispiel nicht dazuverdienen können (Abg. Wöginger: Anreizsystem, ja!) und weil der Weg in den Arbeitsmarkt zurück ein sehr, sehr schwieriger ist. Ich glaube daher, dass die Mindestsicherung, wie wir sie jetzt haben, ein Weg ins soziale Out ist. Es ist unsere Aufgabe, gemeinsam entsprechende Maßnahmen zu setzen, um die Menschen aus diesem sozialen Out herauszubekommen. (Abg. Wöginger: Aber nicht mit der !)
Abg. Wöginger: Anreizsystem, ja!
Und jetzt zur Alten und vielleicht auch zur Polemik des Herrn Kollegen Wöginger, der jetzt nicht da ist. (Abg. Wöginger – in den Bankreihen der ÖVP stehend –: Doch!) – Ah, Entschuldigung, ich habe auf die Plätze geschaut. Die Mindestsicherung, wie wir sie jetzt haben, wird immer so gesehen, als wäre das der Weg in die soziale Hängematte und als würden die Leute das Sozialsystem damit ausnützen. Wir wissen aber, dass es sehr, sehr viele Menschen aus der Mindestsicherung ganz schwer wieder rausschaffen, weil sie eben zum Beispiel nicht dazuverdienen können (Abg. Wöginger: Anreizsystem, ja!) und weil der Weg in den Arbeitsmarkt zurück ein sehr, sehr schwieriger ist. Ich glaube daher, dass die Mindestsicherung, wie wir sie jetzt haben, ein Weg ins soziale Out ist. Es ist unsere Aufgabe, gemeinsam entsprechende Maßnahmen zu setzen, um die Menschen aus diesem sozialen Out herauszubekommen. (Abg. Wöginger: Aber nicht mit der !)
Abg. Wöginger: Aber nicht mit der !
Und jetzt zur Alten und vielleicht auch zur Polemik des Herrn Kollegen Wöginger, der jetzt nicht da ist. (Abg. Wöginger – in den Bankreihen der ÖVP stehend –: Doch!) – Ah, Entschuldigung, ich habe auf die Plätze geschaut. Die Mindestsicherung, wie wir sie jetzt haben, wird immer so gesehen, als wäre das der Weg in die soziale Hängematte und als würden die Leute das Sozialsystem damit ausnützen. Wir wissen aber, dass es sehr, sehr viele Menschen aus der Mindestsicherung ganz schwer wieder rausschaffen, weil sie eben zum Beispiel nicht dazuverdienen können (Abg. Wöginger: Anreizsystem, ja!) und weil der Weg in den Arbeitsmarkt zurück ein sehr, sehr schwieriger ist. Ich glaube daher, dass die Mindestsicherung, wie wir sie jetzt haben, ein Weg ins soziale Out ist. Es ist unsere Aufgabe, gemeinsam entsprechende Maßnahmen zu setzen, um die Menschen aus diesem sozialen Out herauszubekommen. (Abg. Wöginger: Aber nicht mit der !)
Abg. Peter Wurm: Nie?
Ich bitte Sie daher um ein bisschen weniger Polemik in der Debatte, werte Kolleginnen und Kollegen, vor allem von ÖVP und SPÖ. Die FPÖ ist da auf anderen Wegen, und die bekommt unsere Unterstützung nie. Und davor möchte ich auch warnen: Ich weiß (Abg. Peter Wurm: Nie?) – Nie, sicher nicht! Diese Geschichte, die Sie da haben, Mindestsicherung nach Herkunftsland, das Gleiche ist jetzt aufgepoppt: Familienbeihilfe nach Herkunftsland ... (Zwischenrufe bei FPÖ und ÖVP.) – Ja, wohin führt das? – Sie überholen jetzt die FPÖ rechts, und jetzt kommt die FPÖ mit einer namentlichen Abstimmung und wird sich das anschauen, ob Sie von der ÖVP das jetzt unterstützen oder nicht. (Neuerliche Zwischenrufe bei FPÖ und ÖVP.) Das ist Wasser auf die Mühlen der FPÖ und kein Beitrag dazu, das in irgendeiner Weise seriös zu diskutieren. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenrufe bei FPÖ und ÖVP.
Ich bitte Sie daher um ein bisschen weniger Polemik in der Debatte, werte Kolleginnen und Kollegen, vor allem von ÖVP und SPÖ. Die FPÖ ist da auf anderen Wegen, und die bekommt unsere Unterstützung nie. Und davor möchte ich auch warnen: Ich weiß (Abg. Peter Wurm: Nie?) – Nie, sicher nicht! Diese Geschichte, die Sie da haben, Mindestsicherung nach Herkunftsland, das Gleiche ist jetzt aufgepoppt: Familienbeihilfe nach Herkunftsland ... (Zwischenrufe bei FPÖ und ÖVP.) – Ja, wohin führt das? – Sie überholen jetzt die FPÖ rechts, und jetzt kommt die FPÖ mit einer namentlichen Abstimmung und wird sich das anschauen, ob Sie von der ÖVP das jetzt unterstützen oder nicht. (Neuerliche Zwischenrufe bei FPÖ und ÖVP.) Das ist Wasser auf die Mühlen der FPÖ und kein Beitrag dazu, das in irgendeiner Weise seriös zu diskutieren. (Beifall bei den Grünen.)
Neuerliche Zwischenrufe bei FPÖ und ÖVP.
Ich bitte Sie daher um ein bisschen weniger Polemik in der Debatte, werte Kolleginnen und Kollegen, vor allem von ÖVP und SPÖ. Die FPÖ ist da auf anderen Wegen, und die bekommt unsere Unterstützung nie. Und davor möchte ich auch warnen: Ich weiß (Abg. Peter Wurm: Nie?) – Nie, sicher nicht! Diese Geschichte, die Sie da haben, Mindestsicherung nach Herkunftsland, das Gleiche ist jetzt aufgepoppt: Familienbeihilfe nach Herkunftsland ... (Zwischenrufe bei FPÖ und ÖVP.) – Ja, wohin führt das? – Sie überholen jetzt die FPÖ rechts, und jetzt kommt die FPÖ mit einer namentlichen Abstimmung und wird sich das anschauen, ob Sie von der ÖVP das jetzt unterstützen oder nicht. (Neuerliche Zwischenrufe bei FPÖ und ÖVP.) Das ist Wasser auf die Mühlen der FPÖ und kein Beitrag dazu, das in irgendeiner Weise seriös zu diskutieren. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich bitte Sie daher um ein bisschen weniger Polemik in der Debatte, werte Kolleginnen und Kollegen, vor allem von ÖVP und SPÖ. Die FPÖ ist da auf anderen Wegen, und die bekommt unsere Unterstützung nie. Und davor möchte ich auch warnen: Ich weiß (Abg. Peter Wurm: Nie?) – Nie, sicher nicht! Diese Geschichte, die Sie da haben, Mindestsicherung nach Herkunftsland, das Gleiche ist jetzt aufgepoppt: Familienbeihilfe nach Herkunftsland ... (Zwischenrufe bei FPÖ und ÖVP.) – Ja, wohin führt das? – Sie überholen jetzt die FPÖ rechts, und jetzt kommt die FPÖ mit einer namentlichen Abstimmung und wird sich das anschauen, ob Sie von der ÖVP das jetzt unterstützen oder nicht. (Neuerliche Zwischenrufe bei FPÖ und ÖVP.) Das ist Wasser auf die Mühlen der FPÖ und kein Beitrag dazu, das in irgendeiner Weise seriös zu diskutieren. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Peter Wurm: Ja!
Ich habe es in der Früh schon gesagt: Was Sie machen, was Minister Kurz macht, ist, irgendetwas ganz schnell rauszuschießen, ohne sich der Konsequenzen bewusst zu sein. Wenn ich jetzt auf den Antrag zurückgehe: Was heißt Mindestsicherung nach Herkunftsprinzip? Ja, was heißt das? Erklären Sie es! Wir haben es Ihnen im Ausschuss schon öfters gesagt. Das heißt, dass vielleicht Menschen aus Rumänien hier weniger bekommen (Abg. Peter Wurm: Ja!), das heißt aber auch, dass Menschen aus Deutschland, die bei uns arbeiten, Menschen aus der Schweiz, Menschen aus Liechtenstein, die hier arbeiten, viel, viel mehr bekommen. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.) Und, ist das gerecht? – Nein, denn alle leben hier mit den gleichen Lebenskosten, mit den gleichen Ausgaben für Lebensmittel, für die Wohnung, für alles, was sie haben. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Die Rechnung geht sich aus! Es wird billiger!)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.
Ich habe es in der Früh schon gesagt: Was Sie machen, was Minister Kurz macht, ist, irgendetwas ganz schnell rauszuschießen, ohne sich der Konsequenzen bewusst zu sein. Wenn ich jetzt auf den Antrag zurückgehe: Was heißt Mindestsicherung nach Herkunftsprinzip? Ja, was heißt das? Erklären Sie es! Wir haben es Ihnen im Ausschuss schon öfters gesagt. Das heißt, dass vielleicht Menschen aus Rumänien hier weniger bekommen (Abg. Peter Wurm: Ja!), das heißt aber auch, dass Menschen aus Deutschland, die bei uns arbeiten, Menschen aus der Schweiz, Menschen aus Liechtenstein, die hier arbeiten, viel, viel mehr bekommen. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.) Und, ist das gerecht? – Nein, denn alle leben hier mit den gleichen Lebenskosten, mit den gleichen Ausgaben für Lebensmittel, für die Wohnung, für alles, was sie haben. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Die Rechnung geht sich aus! Es wird billiger!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Die Rechnung geht sich aus! Es wird billiger!
Ich habe es in der Früh schon gesagt: Was Sie machen, was Minister Kurz macht, ist, irgendetwas ganz schnell rauszuschießen, ohne sich der Konsequenzen bewusst zu sein. Wenn ich jetzt auf den Antrag zurückgehe: Was heißt Mindestsicherung nach Herkunftsprinzip? Ja, was heißt das? Erklären Sie es! Wir haben es Ihnen im Ausschuss schon öfters gesagt. Das heißt, dass vielleicht Menschen aus Rumänien hier weniger bekommen (Abg. Peter Wurm: Ja!), das heißt aber auch, dass Menschen aus Deutschland, die bei uns arbeiten, Menschen aus der Schweiz, Menschen aus Liechtenstein, die hier arbeiten, viel, viel mehr bekommen. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.) Und, ist das gerecht? – Nein, denn alle leben hier mit den gleichen Lebenskosten, mit den gleichen Ausgaben für Lebensmittel, für die Wohnung, für alles, was sie haben. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Die Rechnung geht sich aus! Es wird billiger!)
Zwischenrufe bei FPÖ und ÖVP.
Und außerdem ist es verfassungswidrig, weil es dem Gleichheitsgrundsatz widerspricht, das scheint Ihnen einfach wurscht zu sein. Ihnen ist ein Gleichheitsgrundsatz, der in der Verfassung verankert ist, einfach egal. (Zwischenrufe bei FPÖ und ÖVP.) Und Sie bringen immer wieder die gleichen Gerüchte, die gleichen Missbrauchsargumente und so weiter. Ich bin es wirklich leid, ehrlich müde. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Sind Sie? Wenn Sie müde sind, gehen Sie schlafen, bitte!) Ich würde lieber darüber diskutieren, wie wir dieses soziale Netz so schaffen, dass Menschen, denen es in diesem Land nicht gut geht, Unterstützung bekommen, dass sie aber gleichzeitig möglichst schnell wieder rauskommen und Zugang zum Arbeitsmarkt finden.
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Sind Sie? Wenn Sie müde sind, gehen Sie schlafen, bitte!
Und außerdem ist es verfassungswidrig, weil es dem Gleichheitsgrundsatz widerspricht, das scheint Ihnen einfach wurscht zu sein. Ihnen ist ein Gleichheitsgrundsatz, der in der Verfassung verankert ist, einfach egal. (Zwischenrufe bei FPÖ und ÖVP.) Und Sie bringen immer wieder die gleichen Gerüchte, die gleichen Missbrauchsargumente und so weiter. Ich bin es wirklich leid, ehrlich müde. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Sind Sie? Wenn Sie müde sind, gehen Sie schlafen, bitte!) Ich würde lieber darüber diskutieren, wie wir dieses soziale Netz so schaffen, dass Menschen, denen es in diesem Land nicht gut geht, Unterstützung bekommen, dass sie aber gleichzeitig möglichst schnell wieder rauskommen und Zugang zum Arbeitsmarkt finden.
Ruf bei der ÖVP: Das ist Wahnsinn!
Insofern unterstützen wir auch den Antrag der NEOS, die – so wie wir – wollen, dass man die Einkommensgrenze im Zuverdienst anhebt. (Ruf bei der ÖVP: Das ist Wahnsinn!) Und wir haben auch andere Ideen, was die Wohnbeihilfe anlangt.
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Ja, die Mindestsicherung ist zu niedrig, und deswegen sagen wir: 14 Mal. Sie ist aber nicht (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Ja, und wissen Sie, was das Problem ist? – Auf der anderen Seite sind die Gehälter zu niedrig. Wissen Sie, wie viele Menschen in Österreich unter einem überhaupt akzeptablen Mindestlohn arbeiten? Das sind mitt-
Beifall bei den Grünen.
Ich würde mir auch wünschen, dass wir das im Ausschuss schaffen, über den Sommer – da haben wir keine Ausschüsse – beziehungsweise bis zum Herbst, wenn die Verhandlungen wirklich beginnen, entsprechende gemeinsame Lösungen zu finden, was die Mindestsicherung anbelangt, nämlich dass sie wirklich gewährleistet wird für alle, denen es nicht so gut geht, die darauf angewiesen sind und sie dringend brauchen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Peter Wurm: Stimmen meine Zahlen nicht? Stimmen die Zahlen oder nicht?
Abgeordneter Johann Hechtl (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren des Hohen Hauses! Herr Kollege Wurm, Ihre Ausführungen hier am Rednerpult und dieser Entschließungsantrag sind schon bezeichnend für die FPÖ. (Abg. Peter Wurm: Stimmen meine Zahlen nicht? Stimmen die Zahlen oder nicht?)
Abg. Peter Wurm: Habe ich etwas anderes gesagt?
Die Vorrednerin, Kollegin Schwentner, hat es schon deutlich gesagt, und ich kann es nur noch einmal wiederholen: Es bekommt keiner eine Leistung in Österreich, auf die er nicht einen Rechtsanspruch hat, beziehungsweise die bedarfsorientierte Mindestsicherung bekommen nur jene Personen, die hier auch einen rechtmäßigen Aufenthalt haben. Jene, die keinen rechtmäßigen Aufenthalt hier haben, bekommen keine Leistung aus der bedarfsorientierten Mindestsicherung. (Abg. Peter Wurm: Habe ich etwas anderes gesagt?) Das wissen Sie genau. Sie propagieren immer etwas anderes, und das ist bezeichnend für Sie und für die Freiheitliche Partei. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Vorrednerin, Kollegin Schwentner, hat es schon deutlich gesagt, und ich kann es nur noch einmal wiederholen: Es bekommt keiner eine Leistung in Österreich, auf die er nicht einen Rechtsanspruch hat, beziehungsweise die bedarfsorientierte Mindestsicherung bekommen nur jene Personen, die hier auch einen rechtmäßigen Aufenthalt haben. Jene, die keinen rechtmäßigen Aufenthalt hier haben, bekommen keine Leistung aus der bedarfsorientierten Mindestsicherung. (Abg. Peter Wurm: Habe ich etwas anderes gesagt?) Das wissen Sie genau. Sie propagieren immer etwas anderes, und das ist bezeichnend für Sie und für die Freiheitliche Partei. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte auch sagen, dass wir vonseiten der sozialdemokratischen Fraktion diesem Entschließungsantrag von Ihnen schärfstens entgegentreten, weil wir hier eine Ungerechtigkeit sehen und weil wir nicht einsehen wollen, dass die Freiheitliche Partei entscheidet, wer eine rechtmäßige Leistung in Österreich zu 100 Prozent bekommt und wer sie aufgrund eines Herkunftsprinzips nur zu einem Teil bekommt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein Wort noch zur Kollegin Schatz, zu dem Antrag betreffend gesetzlichen Mindestlohntarif. Wir sind mit der Sozialpartnerschaft sehr gut gefahren in Österreich, das hat uns auch die Geschichte gezeigt, und wir werden daher daran festhalten, dass Lohnverhandlungen auf Sozialpartnerebene abgewickelt werden. Die Sozialpartner kennen die einzelnen wirtschaftlichen Sektoren am besten, und bei ihnen sind die Verhandlungen gut aufgehoben. Die Sozialpartnerschaft gehört gestärkt und nicht geschwächt! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren, wir bekennen uns ganz klar zur Mindestsicherung – ich betone das –, wir bekennen uns ganz klar zur Mindestsicherung für jene, die Unterstützung benötigen, die sollen sie auch entsprechend erhalten. Ziel der Mindestsicherung muss es sein, den Menschen eine Chance zu geben, wieder ein selbstbestimmtes Leben in Eigenverantwortung führen zu können, und ihnen auch finanzielle Perspektiven zu geben. Ziel des Gesetzgebers soll es sein, mehr Anreize zu schaffen für diejenigen, die arbeiten wollen, aber auch mehr Hilfestellung zu geben für jene, die es aus eigener Kraft nicht schaffen können – und letztlich für mehr Kontrolle derjenigen zu sorgen, die unser Sozialsystem missbrauchen! – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Kollege Hechtl, Sie haben von einem Rechtsanspruch gesprochen. Ich habe hier die Anfragebeantwortung der Frau Landesrätin Dr. Baur aus Tirol vorliegen (ein Schriftstück in die Höhe haltend), in der sie uns auflistet, wer in Tirol alles Mindestsicherungsbezieher ist, also einen Rechtsanspruch darauf hat. Und wo es bei mir dann ein bissel komisch wird im Bauch, ist, wenn ein Staatenloser Rechtsanspruch hat, 19 unbekannter Herkunft, wo wir nicht einmal wissen, woher sie sind, und 42 aus Jugoslawien! Aber Jugoslawien gibt es nicht mehr! Das ist die Anfragebeantwortung der Soziallandesrätin Baur aus Tirol. Wo da der Rechtsanspruch ist, das weiß ich nicht, aber Sie werden da vielleicht eine andere Rechtsmeinung haben als ich. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Jetzt wissen wir schon, Herr Sozialminister, dass der Antrag bei uns im Sozialausschuss nicht zu diskutieren wäre, er ist jetzt dem Finanzausschuss zugewiesen worden. Und wir wissen sehr wohl, dass hier die Kompetenz im Finanzministerium liegt, aber ich hätte mir gewünscht, auch von Ihnen einmal inhaltlich eine Stellungnahme dazu zu hören, aber das war weder im Ausschuss möglich, noch haben Sie heute ein Wort zu diesem Antrag gesagt. Aber ich kann Ihnen sagen, wir haben diesen Antrag auch im Ausschuss für Konsumentenschutz liegen, und ich hoffe sehr, dass wir da eine Antwort von Ihnen diesbezüglich bekommen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
wir diese Forderung noch nicht in einem Kollektivvertrag umgesetzt finden –, bemühen, dass diese Forderung endlich umgesetzt wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Dr. Angelika Winzig (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Kolleginnen und Kollegen! Frau Kollegin Schatz, ich ersuche Sie, das nächste Mal im Ausschuss besser zuzuhören, damit Sie auch wissen, von welchen Löhnen ich gesprochen habe! Und glauben Sie mir, ich gehöre zu dieser Minderheit, die Löhne und Gehälter auszahlt, und ich weiß schon, wovon ich rede. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das vielzitierte Beispiel Friseur: Da haben wir einen Mindestlohn sofort nach Abschluss der Lehre in Höhe von 1 325 €, natürlich ohne Trinkgeld. Ein selbständiger Friseur verdient im Durchschnitt das Gleiche, mit dem Unterschied, das unternehmerische Risiko zu tragen und sozial schlechter abgesichert zu sein. So ist nämlich die wirkliche Welt, Frau Kollegin Schatz! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abschließend, Frau Kollegin Schatz: Ich bin der Meinung, Löhne und Gehälter haben auch künftig von Unternehmervertretern und Mitarbeitervertretern verhandelt und festgelegt zu werden – und nicht von Berufspolitikern fern der betrieblichen Realität. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Die Staatenlosen in der EU! Genau!
Und damit wir auch ein bisschen Dynamik hineinbringen (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Die Staatenlosen in der EU! Genau!) Es gibt Staatenlose, ja. Fragen Sie die Bezirksverwaltungsbehörde, die das so registriert hat! Fragen Sie doch die Menschen, die dort arbeiten, warum es zu solchen Personen kommt! Dann werden Sie sehen, dass die dort Beschäftigten sich das nicht einfach machen, dass die das sehr genau prüfen. Und dann werden Sie erfahren, warum die Staatenlosen zu so einer Einstufung kommen.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Damit wir auch ein bisschen Optimismus haben: Es haben bis Ende Mai dieses Jahres bereits wiederum 292 000 Personen mit einem Arbeitslosengeldbezug eine Beschäftigung begonnen. – Danke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Über Namensaufruf durch die Schriftführerin Lueger beziehungsweise den Schriftführer Gahr werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Wahlurne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführerin Lueger beziehungsweise den Schriftführer Gahr werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Wahlurne.)
Beifall und Bravoruf beim Team Stronach.
Aus diesem Grund unterstützen wir auch den Antrag, den unser einstiger Kollege Marcus Franz eingebracht hat, und ich bin mir ganz, ganz sicher, dass auch die ÖVP diesen sinnvollen Antrag unterstützen wird und Marcus Franz ausreichend Zeit finden wird, ihn hier zu begründen, damit wir gemeinsam diese sinnvolle Maßnahme beschließen können. (Beifall und Bravoruf beim Team Stronach.)
Beifall bei der SPÖ.
Viele sprechen von Verwaltungsreform – aber Bundesminister Hundstorfer setzt Verwaltungsreformen tatsächlich auch um. Ein großes Dankeschön an dich, Herr Minister! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Da haben wir im Ausschuss diskutiert, Frau Kollegin Schwentner, dass wir das auch für eine wichtige Maßnahme halten, weil es ja darum geht, dass die Kostenbeiträge für Eltern, deren Kinder in Krankenhäusern aufhältig sind, gestrichen werden, weil es doch eine sehr hohe Belastung ist, eine finanzielle Belastung, zu der emotionalen Belastung noch dazu. Zuständig ist in dieser Materie allerdings das Gesundheitsministerium und deswegen wird es die Zuweisung an den Gesundheitsausschuss geben. Schauen wir, was wir dort dann diskutieren. Ich hoffe, dass wir eine gemeinsame Lösung finden können. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Und noch schlimmer wird es mit dem Sozialbetrugsbekämpfungsgesetz, das Sie in der Pipeline haben. Da wird die Rechtsstaatlichkeit mit Füßen getreten. Sozialbetrug gehört bekämpft, ja, aber mit rechtsstaatlichen Mitteln und mit Augenmaß, und nicht mit Willkür. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Meinl-Reisinger: Das ist unser Job, würde ich sagen! – Abg. Loacker: Sie können sich die Arbeit auf 50 Mandatare aufteilen!
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Kollege Loacker, Sie haben es als Oppositionspartei mit neun Mandataren einfach, Sie picken sich einfach die Punkte heraus, die Ihnen passen, und kritisieren jene, die Ihnen nicht am Herzen liegen. (Abg. Meinl-Reisinger: Das ist unser Job, würde ich sagen! – Abg. Loacker: Sie können sich die Arbeit auf 50 Mandatare aufteilen!)
Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.
In diesem Sinne ist es ein wichtiges Paket im Sinne der Österreicherinnen und Österreicher. (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Abgeordneter Josef Schellhorn (NEOS): Herr Präsident! Sehr geschätzter Herr Bundesminister! Wir haben es wirklich schwer, oder Sie haben es leicht. Helfen Sie mir auf die Sprünge, Herr Wöginger – der Herr Rädler hat heute irgendetwas von Legionären gesagt, glaube ich –: Sie sind 48 plus zwei, also 50. Sie können es sich aufteilen, Sie können das gesamte Gesetz durchgehen. Sie meinen, dass wir es uns leicht machen? – Wir machen es uns besonders schwer, weil wir überall dort den Finger in die Wunde legen, wo Sie einen Bock gebaut haben. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Ich möchte auch noch sagen, dass wir dem Abänderungsantrag der Kollegin Lichtenecker, den sie, glaube ich, heute unter diesem Tagesordnungspunkt auch noch einbringen wird, natürlich beipflichten werden und unsere Zustimmung erteilen. Und ich bitte Sie, auch in dieser Hinsicht: Denken Sie einmal an diejenigen, die Arbeitsplätze schaffen! Es ist nicht die Regierung, es sind die Unternehmer. Und solange Sie die Unternehmer nicht entfesseln, solange Sie das System nicht endlich entbürokratisieren, wird es ihnen noch schwerer fallen, Arbeitsplätze zu schaffen. – Danke vielmals. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ.
Man darf nicht vergessen, wir sprechen hier über ein Volumen von bisher rund 80 Millionen €, das die Unternehmer zu zahlen hatten, und das wurde jetzt mindestens halbiert. Und das ist einmal sicher eine sinnvolle Geschichte, damit Betriebe auch wieder leichter arbeiten können. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Zusammenfassend: Ich bin froh darüber, dass wir dieses Zinsensenkprogramm jetzt auf diesem Weg durchgebracht haben, Sie als Konsumentenschutzminister. Sie wissen, ich kämpfe seit über einem Jahr auch für die Senkung der Verzugszinsen für Private, für Bürger. Auch da gelten nämlich nach wie vor, wie gesagt, teilweise 300-fache Aufschläge für die Bürger, wenn diese ihre Konten überzogen haben. Ich hoffe, dass die Regierung, ÖVP und SPÖ, auch betreffend Verzugszinsen für die Bürger in Österreich, ähnlich wie bei den Unternehmern, endlich einsichtig wird und diese auf ein normales Maß reduziert. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich bin gespannt, wie das weitergeht, denn es gab ja mehrere Anträge von Ihnen, die immer wieder verblüffend irritierend waren, würde ich einmal sagen. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich hätte noch eine Bitte zur Objektivität: Auch wenn es einigen nicht gefällt, aber reden wir nicht von einem Überstunden-Euro, ohne die Absenkung des Krankenversicherungsbeitrages zu erwähnen, denn das ist die Entlastung. (Beifall bei der SPÖ.) Ich tue nämlich nichts anderes, als 200 Millionen € zu verschieben. Ich belaste nicht mehr, sondern verschiebe mit dieser Idee nur 200 Millionen €. Das ist der Unterschied, und das möchte ich dazusagen. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.
Ich hätte noch eine Bitte zur Objektivität: Auch wenn es einigen nicht gefällt, aber reden wir nicht von einem Überstunden-Euro, ohne die Absenkung des Krankenversicherungsbeitrages zu erwähnen, denn das ist die Entlastung. (Beifall bei der SPÖ.) Ich tue nämlich nichts anderes, als 200 Millionen € zu verschieben. Ich belaste nicht mehr, sondern verschiebe mit dieser Idee nur 200 Millionen €. Das ist der Unterschied, und das möchte ich dazusagen. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Punkt zwei: Wir haben uns gestattet, im Zuge der Steuerreform gerade für Ein-Personen-Unternehmen sehr massiv die Mindestbeitragsgrundlage für ihre Sozialversicherung entsprechend abzusenken, weil gerade diese Unternehmen natürlich enorme Probleme mit diversen Beitragsgrundlagen aus der Vergangenheit haben. Auch das wird in Zukunft repariert sein, und ich danke denjenigen, die hier jetzt zustimmen, für deren Zustimmung. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Schimanek und Peter Wurm.
Herr Abgeordneter Wurm, es ist schon klar, Sie werden hier jetzt versuchen, auf den Zug aufzuspringen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Schimanek und Peter Wurm.) Auch Sie haben es gefordert, aber Sie sind nur einer von vielen, die es gefordert haben, das möchte ich nur festhalten, denn das war seit vielen Jahren ein massives Thema der österreichischen Wirtschaft. (Abg. Schimanek: Mitterlehner!) Da hat es Sie in diesem Haus noch gar nicht gegeben, ist von Herrn Obernosterer und anderen schon solch eine Forderung betreffend die Frage, wie wir mit Säumniszuschlägen umgehen, gekommen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Schimanek: Mitterlehner!
Herr Abgeordneter Wurm, es ist schon klar, Sie werden hier jetzt versuchen, auf den Zug aufzuspringen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Schimanek und Peter Wurm.) Auch Sie haben es gefordert, aber Sie sind nur einer von vielen, die es gefordert haben, das möchte ich nur festhalten, denn das war seit vielen Jahren ein massives Thema der österreichischen Wirtschaft. (Abg. Schimanek: Mitterlehner!) Da hat es Sie in diesem Haus noch gar nicht gegeben, ist von Herrn Obernosterer und anderen schon solch eine Forderung betreffend die Frage, wie wir mit Säumniszuschlägen umgehen, gekommen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Herr Abgeordneter Wurm, es ist schon klar, Sie werden hier jetzt versuchen, auf den Zug aufzuspringen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Schimanek und Peter Wurm.) Auch Sie haben es gefordert, aber Sie sind nur einer von vielen, die es gefordert haben, das möchte ich nur festhalten, denn das war seit vielen Jahren ein massives Thema der österreichischen Wirtschaft. (Abg. Schimanek: Mitterlehner!) Da hat es Sie in diesem Haus noch gar nicht gegeben, ist von Herrn Obernosterer und anderen schon solch eine Forderung betreffend die Frage, wie wir mit Säumniszuschlägen umgehen, gekommen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bin gespannt, ob ihm das jetzt in der neuen Fraktion vergeht, denn ich denke, dort wird man etwas vernünftiger sein und ihn diese Anträge nicht stellen lassen, sonst ist damit zu rechnen, dass er in einem Jahr mit demselben Antrag für 14-jährige Kinder hier ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Demonstrativer Beifall des Abg. Steinbichler.
Jeder von uns weiß, dass wir viel zu tun haben, insbesondere im Sozialversicherungsbereich. Wir müssen ganz einfach auch hier im Hohen Haus eine offene Diskussion über die Struktur der Sozialversicherungen in Österreich führen. (Demonstrativer Beifall des Abg. Steinbichler.) Haben wir in Zeiten wie diesen mit 21 Sozialversicherungsträgern in Österreich nicht doch zu viele? Reichen ein paar wenige oder reicht überhaupt nur eine Krankenkasse für ganz Österreich? (Bravorufe beim Team Stronach.) – Darüber sollten wir offen diskutieren, denn ich glaube, dass da ein strukturelles und finanzielles Potenzial vorhanden ist.
Bravorufe beim Team Stronach.
Jeder von uns weiß, dass wir viel zu tun haben, insbesondere im Sozialversicherungsbereich. Wir müssen ganz einfach auch hier im Hohen Haus eine offene Diskussion über die Struktur der Sozialversicherungen in Österreich führen. (Demonstrativer Beifall des Abg. Steinbichler.) Haben wir in Zeiten wie diesen mit 21 Sozialversicherungsträgern in Österreich nicht doch zu viele? Reichen ein paar wenige oder reicht überhaupt nur eine Krankenkasse für ganz Österreich? (Bravorufe beim Team Stronach.) – Darüber sollten wir offen diskutieren, denn ich glaube, dass da ein strukturelles und finanzielles Potenzial vorhanden ist.
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.
Das sollten wir uns zum Vorbild nehmen: Wo sich in der Politik zwei Partner gefunden haben, nicht nur an die Partei zu denken, sondern an die Interessen der Menschen dieses Landes, an die Interessen der Österreicherinnen und Österreicher. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.)
Beifall bei den Grünen.
Nichtsdestotrotz sind die 4 Prozent heute ein guter Schritt – und, wie gesagt, alle anderen Baustellen, die offen sind, sind zügig anzugehen und Lösungen sind umzusetzen im Sinne der Neugründerinnen und Neugründer, der KMUs, der Ein-Personen-Unternehmen, um tatsächlich verbesserte Rahmenbedingungen für die Wirtschaft herzustellen. (Beifall bei den Grünen.)
Die Abgeordneten Loacker und Schellhorn machen sich durch Handzeichen und Rufe bemerkbar.
Abgeordneter Wolfgang Knes (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte zum Meldepflicht-Änderungsgesetz Stellung nehmen. Schade, dass der Herr Loacker nicht hier ist, aber der Herr Schellhorn (Die Abgeordneten Loacker und Schellhorn machen sich durch Handzeichen und Rufe bemerkbar.) – Ja, die Sitzordnung wurde geändert. Vielen Dank. (Die Abgeordneten Loacker und Schellhorn: Nein!)
Die Abgeordneten Loacker und Schellhorn: Nein!
Abgeordneter Wolfgang Knes (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte zum Meldepflicht-Änderungsgesetz Stellung nehmen. Schade, dass der Herr Loacker nicht hier ist, aber der Herr Schellhorn (Die Abgeordneten Loacker und Schellhorn machen sich durch Handzeichen und Rufe bemerkbar.) – Ja, die Sitzordnung wurde geändert. Vielen Dank. (Die Abgeordneten Loacker und Schellhorn: Nein!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Obernosterer.
In diesem Sinne können wir dem Gesetz frohlockend entgegenschauen. Danke an alle, die konstruktiv daran mitgearbeitet haben, danke an den Bundesminister für diesen Weitblick und vielen Dank für die breite Zustimmung bei dieser Gesetzesbestimmung. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Obernosterer.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Köchl.
Herr Bundesminister, es gebührt auch Lob, wenn so etwas umgesetzt wird. Das ist für uns in der Praxis draußen ein ganz, ganz wichtiger Schritt, weil wir einfach mit dieser Abschaffung der täglichen Geringfügigkeitsgrenze zu einer Rechtssicherheit gekommen sind, und der nächsten Schritt ist die freiwillige Mithilfe im Familienverband. Dann ist in vielen Punkten, die uns nicht gutgetan haben, jetzt einiges gelungen, und wir können sagen: Wir haben der Kleingewerbestruktur in der Tourismusbranche, den vielen gastgewerblichen Familienbetrieben, mit der Entbürokratisierung und Liberalisierung jetzt wirklich auch ordentlich geholfen. – Danke vielmals. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Köchl.)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Erste-Hilfe-Kurse, nicht Reanimationskurse! Das ist ja unverschämt!
gegriffen und gesagt, dass er Erste-Hilfe-Kurse für alle in der dritten Klasse Volksschule verpflichtend einführen wird mit heurigem Jahr (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Erste-Hilfe-Kurse, nicht Reanimationskurse! Das ist ja unverschämt!) – heuer eingeführt von Herrn Bürgermeister Michael Häupl.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Liebe Kollegen von der sozialistischen Fraktion, ich würde einmal nachschauen, was die Wiener so machen, vielleicht kann man da etwas lernen für die Erste Hilfe – das wäre nicht so schlecht. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das gilt auch für Grün. Also bitte, die Kraft bei Kindern ist offenbar vorhanden. Volksschüler in der dritten Klasse sind noch nicht zwölf, sondern meistens erst neun Jahre alt, und denen wird das zugemutet. Ich habe sogar ein Foto, wo der Herr Bürgermeister diese Schulung bereits demonstriert. (Der Redner hält ein ausgedrucktes Foto in die Höhe.) Ich halte das für gut. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Erste Hilfe, nicht Reanimation, da ist schon ein Unterschied!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Erste Hilfe, nicht Reanimation, da ist schon ein Unterschied!
Liebe Kollegen von der sozialistischen Fraktion, ich würde einmal nachschauen, was die Wiener so machen, vielleicht kann man da etwas lernen für die Erste Hilfe – das wäre nicht so schlecht. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das gilt auch für Grün. Also bitte, die Kraft bei Kindern ist offenbar vorhanden. Volksschüler in der dritten Klasse sind noch nicht zwölf, sondern meistens erst neun Jahre alt, und denen wird das zugemutet. Ich habe sogar ein Foto, wo der Herr Bürgermeister diese Schulung bereits demonstriert. (Der Redner hält ein ausgedrucktes Foto in die Höhe.) Ich halte das für gut. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Erste Hilfe, nicht Reanimation, da ist schon ein Unterschied!)
Abg. Brosz: Im Team Stronach macht man Reanimation und in der ÖVP reicht Erste Hilfe!
Ich bin mir sicher, dass ich meine eigene Fraktion bald überzeugt haben werde, und ich glaube, wir werden dieses Projekt mit den bekannten guten freiwilligen Hilfsorganisationen – Rotes Kreuz zum Beispiel – umsetzen können. (Abg. Brosz: Im Team Stronach macht man Reanimation und in der ÖVP reicht Erste Hilfe!) Das Rote Kreuz steht bereit und will und wird diese Schulung mit uns machen.
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ja, Erste Hilfe!
Wenn die Sozialdemokraten als Koalitionspartner nicht mitgehen wollen, dann können sie ja Erste-Hilfe-Nachhilfe bei Bürgermeister Häupl nehmen (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ja, Erste Hilfe!), der macht das in Wien bei den Volksschülern, wie gesagt.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das ist aber nicht Erste Hilfe !
Meine Damen und Herren, ein letzter Satz: Es geht nicht nur darum, menschliche Tragödien zu verhindern, sondern es geht auch darum, volkswirtschaftlichen Schaden von der Republik abzuwehren. Es gibt Studien, die besagen, dass in Österreich der plötzliche Herztod 700 Millionen € Kosten verursacht. Auch da wäre einiges zu tun. Ich danke schön. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das ist aber nicht Erste Hilfe !)
Heiterkeit. – Abg. Brosz: Schon wieder ein Koalitionspartner!
Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz Rudolf Hundstorfer: Herr Präsident! Herr Dr. Franz, zumindest haben Sie den Ruf, ein wirklich sehr, sehr seriöser Mediziner zu sein und sehr seriös zu arbeiten. (Heiterkeit. – Abg. Brosz: Schon wieder ein Koalitionspartner!) – Nein, seien Sie mir jetzt nicht böse, bleiben wir bitte seriös! Der Wiener Bürgermeister hat angeregt, kindgerechte Erste-Hilfe-Kurse in der Volksschule anzubieten. Das war das, was er angeregt hat, das war das, was, glaube ich, gemeint ist. Wir reden von Erste-Hilfe-Kursen.
Abg. Franz hält neuerlich ein Foto in die Höhe.
Sie reden von Reanimationskursen, verpflichtend ab dem zwölften Lebensjahr. Ich glaube – und es sind ein paar unter uns, die medizinisch ausgebildet sind – zwischen Reanimationskurs für einen Zwölfjährigen und einem Erste-Hilfe-Grundkurs für ein Kind ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. (Abg. Franz hält neuerlich ein Foto in die Höhe.) Und darum geht es. Der Herr Bürgermeister redet nicht von Reanimation. Nein, er redet von Erste-Hilfe-Kursen, und da, Entschuldigung, gibt es ein bisschen einen Unterschied. (Ruf bei der ÖVP: Ohne Defi!)
Ruf bei der ÖVP: Ohne Defi!
Sie reden von Reanimationskursen, verpflichtend ab dem zwölften Lebensjahr. Ich glaube – und es sind ein paar unter uns, die medizinisch ausgebildet sind – zwischen Reanimationskurs für einen Zwölfjährigen und einem Erste-Hilfe-Grundkurs für ein Kind ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. (Abg. Franz hält neuerlich ein Foto in die Höhe.) Und darum geht es. Der Herr Bürgermeister redet nicht von Reanimation. Nein, er redet von Erste-Hilfe-Kursen, und da, Entschuldigung, gibt es ein bisschen einen Unterschied. (Ruf bei der ÖVP: Ohne Defi!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich weiß, das ist ein Thema, und ich weiß von der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung. Wenn jeder Erwachsene in Erster Hilfe Grundkenntnisse hätte, könnten wir viel helfen, gar keine Frage, da bin ich völlig bei Ihnen. Aber wir reden hier von Kids, und ich glaube, wir sollten das Thema wirklich noch einmal in aller Ruhe besprechen, vor allem die verpflichtende Reanimation sollten wir den Erwachsenen überlassen, nicht Kindern. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Brosz: Wo ist der Franz? Ist er umgefallen?
Ich bitte jene Damen und Herren, die hiezu ihre Zustimmung geben, um ein entsprechendes Zeichen. (Abg. Brosz: Wo ist der Franz? Ist er umgefallen?) – Das ist mehrheitlich angenommen.
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundesminister, ich weiß schon, Sie dürfen jetzt nicht mehr in die Nationalbank gehen. Es mag besonders schmerzlich für Sie sein, dass Sie mit Herrn Nowotny vielleicht nicht mehr mittagessen können – das verstehe ich aus Ihrer Sicht schon –, aber es macht Sie deswegen nicht glaubwürdiger. Ich glaube, glaubwürdig wären Sie erst dann, wenn Sie beispielsweise nicht mehr ins Wiener Rathaus dürften, weil auch dort endlich einmal die Luxuspensionen abgeschafft werden, die die Spitzenbeamten oder jene, die in den ausgelagerten Betrieben sind, bekommen, wenn es auch dort einmal dazu käme, dass es keine Luxuspensionen mehr gibt. Und genau das, Herr Bundesminister, ist das, was wir Ihnen vorwerfen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich weiß, Sie werden heute aufstehen und sich wieder auf die Schulter klopfen. Und ja, ich anerkenne, Sie haben hier einen Schritt gemacht – das habe ich Ihnen auch schon im Ausschuss gesagt –, aber das ist einfach zu wenig. Das war ein Schritt, aber jetzt müssen wirklich die weiteren Taten gesetzt werden. Daher würde ich Sie bitten, endlich weiterzumachen und danach zu trachten, dass die jetzt noch vorhandenen Luxuspensionen erstens einmal nicht mehr weiter exorbitant ansteigen und dass es in Zukunft einmal so weit ist, dass im Sinne einer Artikel-15a-Vereinbarung die Länder mit an Bord genommen werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Peter Wurm
Fakt ist weiters, dass die Zahl der Ausgleichszulagenbezieher steigt – 240 000 Personen haben wir. Das hat auch einen Grund, den Sie leider gerne verschweigen möchten und an den Sie sich nicht gerne erinnern wollen (Zwischenruf des Abg. Peter Wurm): Sie waren es, die 2002 und 2003 Täter waren, als es darum ging, Pensionen durch die Pensionsverschlechterungsreform 2002/2003 zu kürzen.
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Auer.
Jetzt haben wir natürlich folgende Situation: Sie waren diejenigen, die die Abschläge erhöht haben, auch bei jenen, die gesundheitsbedingt nicht mehr imstande sind, länger zu arbeiten, also in eine Invaliditäts- oder Berufsunfähigkeitspension gehen müssen. Es waren Sie, die die Abschläge erhöht und die Berechnungsgrundlage auf die Lebensarbeitszeit ausgedehnt haben. Auf der anderen Seite haben wir natürlich wesentlich mehr Ausgleichszulagenbezieher. Also diesbezüglich wird schon ein wenig mit unfairen Mitteln gearbeitet, was nicht okay ist. Aus diesem Grund werden wir auch beide Anträge ablehnen. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Auer.)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Aus gutem Grund!
Die Richtung, was die Luxuspensionen betrifft, haben Sie nicht unterstützt (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Aus gutem Grund!), daran möchte ich nur noch einmal erinnern; es war aber ein notwendiger Schritt, und es war für uns der einzige Grund, da lange und ausgiebig mitzuverhandeln und uns auch hineinzureklamieren. (Beifall bei den Grünen.) Insofern vermisse ich das dann, und die Schnellschüsse, die dann herauskommen, kann ich nur halb ernst nehmen, aber wie gesagt: weil wir auch in Richtung einheitliches Pensionssystem gehen wollen, unterstützen wir es trotzdem.
Beifall bei den Grünen.
Die Richtung, was die Luxuspensionen betrifft, haben Sie nicht unterstützt (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Aus gutem Grund!), daran möchte ich nur noch einmal erinnern; es war aber ein notwendiger Schritt, und es war für uns der einzige Grund, da lange und ausgiebig mitzuverhandeln und uns auch hineinzureklamieren. (Beifall bei den Grünen.) Insofern vermisse ich das dann, und die Schnellschüsse, die dann herauskommen, kann ich nur halb ernst nehmen, aber wie gesagt: weil wir auch in Richtung einheitliches Pensionssystem gehen wollen, unterstützen wir es trotzdem.
Beifall bei den Grünen.
In diesem Sinn geben wir unsere Zustimmung zu diesem Antrag nicht, aber zur Diskussion. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Deshalb ersuche ich darum, dass man im GuKG eine eigene Regelung für den ambulanten Bereich und für Behinderteneinrichtungen vorsieht – das ist wirklich dringend notwendig. Im jetzigen Entwurf ist nichts enthalten, und ich bitte, das wirklich vorrangig voranzutreiben, denn ein normalisiertes Leben für behinderte Menschen ist eine Sichtweise, die der Würde des Menschen entspricht, und die Menschenwürde gehört auch in der Verfassung verankert. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.
eine Schande, wenn wir heute noch über Luxuspensionen sprechen müssen und dass diese nicht schon längst abgeschafft wurden. Es wäre ein tolles Zeichen der Großparteien, wenn ihre Altpolitiker mit gutem Beispiel vorangehen und auf diese Pensionen verzichten würden. Aber zu diesem Thema wird mein Kollege Robert Lugar noch ausführlich Stellung beziehen. (Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren, die Kosten im Sozialbereich explodieren. Wir haben nichts mehr zu verschenken. Wenn wir uns den Pensionsbereich anschauen, dann explodierten sie schon von 1995 bis 2013 von 18 auf 41 Milliarden. Und wenn wir uns die Alterspyramide vor Augen führen und sehen, dass immer weniger junge Menschen in das System einzahlen, dann ist es höchste Zeit für ein faires, transparentes System, das alle Menschen gleich behandelt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Loacker.
In diesem Sinne: Ein klares Ja zum Pensionsmonitoring. – Ein herzliches Dankeschön für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Loacker.)
Bundesminister Hundstorfer: Völlig falsch!
Wir bekommen die in Begutachtung befindliche Teilpension als Fortschritt verkauft. Die neue Teilpension – Herr Minister, Sie wissen das ganz genau – kann aber gar nichts, was die Altersteilzeit nicht auch schon kann (Bundesminister Hundstorfer: Völlig falsch!), sie gibt nur statt 90 Prozent nun 100 Prozent Kostenerstattung für die Betriebe, deshalb bringt das nichts. Es wird auch niemand, der sonst in Pension gegangen wäre, in Teilpension à la Hundstorfer gehen, sondern es werden die Leute in Teilpension nach Ihrer Methode gehen, die sonst in Altersteilzeit gewesen wären. Sie tun also dem System überhaupt keinen Gefallen, daher sind auch die wirkungsorientierten Folgenabschätzungen, die mit dem Entwurf mitgereicht werden, für den Schredder geeignet, und für sonst gar nichts. Es geht in Summe um eine Schönfärberei bei der Statistik, aber wirklich bewirkt wird nichts.
Beifall bei den NEOS.
Auf dem Weg zu einem gemeinsamen Pensionsrecht für alle Österreicherinnen und Österreicher gehen wir in kleinen Trippelschritten voran, und das ist eine Zumutung für all diejenigen, die die Privilegien einer kleinen Gruppe finanzieren müssen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Die können es nicht vererben, so schaut es aus!
Es ist nicht fair, wenn jemand vier Jahre Minister war und ungeachtet dessen, was er vorher gemacht hat, ungeachtet dessen, wie viel er vorher eingezahlt hat, 80 Prozent des Letztbezuges bekommt und das auch noch an seine Nachkommen beziehungsweise an seine Frau vererben kann. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Die können es nicht vererben, so schaut es aus!)
Beifall beim Team Stronach.
Diese Anpassungen, die Sie gemacht haben, Herr Minister, sind Makulatur. Da können Sie dem Bezieher einer Mindestpension nicht einmal aufrecht in die Augen schauen. Daher: Stehen Sie auf, sorgen Sie für Gerechtigkeit! Ich glaube, das ist von einer sozialistischen Partei zu erwarten. (Beifall beim Team Stronach.)
Zwischenruf des Abg. Lugar.
Ich stelle richtig: Es stimmt nicht, was Herr Lugar behauptet hat, denn die altersbedingte Durchschnittspensionierung der ÖBB-Bediensteten liegt genauso wie bei den ASVG-Bediensteten bei knapp 60 Jahren. (Zwischenruf des Abg. Lugar.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Lugar, machen Sie Ihr Stammbuch auf, schreiben Sie es hinein, lernen Sie es auswendig – und diskriminieren Sie nicht immer wieder die Eisenbahnerinnen und Eisenbahner! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Weiters begrüßen wir – und das darf ich abschließend sagen –, dass 2016/2017 250 Millionen € jährlich zusätzlich für die Förderung von älteren arbeitslosen Menschen, die länger als sechs Monate auf Jobsuche sind, eingesetzt werden. Ich glaube, das ist ein wichtiger Beitrag, um den Arbeitsmarkt besser in den Griff zu bekommen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Lugar.
Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz Rudolf Hundstorfer: Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Abgeordneter Ing. Lugar, nicht böse sein, aber ein paar der Äußerungen, die Sie hier getätigt haben, können Sie nur mit Ihrer Immunität tätigen. (Zwischenruf des Abg. Lugar.) – Das ist kein Blödsinn. Das ist so.
Beifall bei der SPÖ.
Alleine die Behauptung, die Sie über den ÖGB aufgestellt haben, ist so rufschädigend wie nur irgendetwas. Ich habe nämlich die Zusatzpensionsordnung aufgelöst, sehr geehrter Ing. Lugar. Erkundigen Sie sich, bevor Sie hier Unwahrheiten sagen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Lugar: Es geht um Fairness, Herr Minister!
Punkt zwei: Sie stellen sich hierher und meinen: So, liebe Regierung, Rechtsstaat – was ist das?, brauchen wir nicht, weg damit, sofort alle Politikerpensionen runter aufs ASVG-Niveau! Das ist es, was Sie hier fordern. – Glauben Sie denn, dass das mit einem Prinzip eines Rechtsstaates einigermaßen vertretbar ist? Glauben Sie das wirklich? (Abg. Lugar: Es geht um Fairness, Herr Minister!) – Nein, es geht da nicht um Fairness, es geht um den Rechtsstaat, um die Rechtsstaatlichkeit.
Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Auer: Und noch weniger kriegen!
Sie sind ja dann der Nächste, der kommt und sagt: Die ASVG-Höchstpension ist zu hoch, denn wir haben immer noch Mindestrentner, runter damit! Das ist es, was Sie wollen. Sie wollen ein Staatsgefüge total ins Schwanken bringen. Ich will das nicht. Es ist übrigens kein Wunder, dass Sie so wenig Stimmen haben, das ist eh klar. (Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Auer: Und noch weniger kriegen!)
Zwischenruf des Abg. Lugar.
Nächster Punkt: Wenn Sie sich hierher stellen und sagen, Altpolitiker, Altpolitiker!, dann sagen Sie unter anderem auch dazu, dass sie damals einen Pensionsbeitrag von 23 Prozent gezahlt haben! (Zwischenruf des Abg. Lugar.) Das sagen Sie ja nie. Sie kommen da mit irgendeinem Populismus. Natürlich gibt es in jedem Land der Welt Mindestpensionisten, ist ja vollkommen klar, vollkommen logisch; und natürlich kommen Sie mit Populismus und sagen, da hat einer um 2 000 € mehr, das ist nicht fair. – Das kann doch keine Politik sein!
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie der Abg. Moser.
Wenn Sie sich hierher stellen und von einem Pensionsminus von 25 Prozent reden, so muss ich sagen: Das ist es, was wir bei der Korridorpension eingeführt haben. Ein Korridorpensionist hat um 25 Prozent weniger Pension, als wenn er mit 65 in Pension gehen würde. Wenn Sie wirklich behaupten wollen, das sei nichts, dann ist es kein Wunder, dass Ihr Stimmenanteil dauernd schrumpft. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie der Abg. Moser.)
Zwischenbemerkung von Bundesminister Hundstorfer.
Abgeordneter Peter Wurm (FPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Werte Zuseher und Zuhörer! Zwei Sätze zur Pension, zur Luxuspension: Herr Minister, mir ist schon klar, dass Sie das ganz schwer erklären können. Die Leute draußen haben schon verstanden, warum SPÖ und ÖVP die Luxuspensionen für die nächsten Jahrzehnte quasi festgeschrieben haben. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Hundstorfer.) Da muss ich Kollegen Lugar natürlich recht geben.
Abg. Kuzdas: Völliger Unsinn!
Die Bevölkerung draußen hat ganz genau verstanden: Linke Tasche, rechte Tasche, es bleibt mir nicht mehr übrig (Abg. Kuzdas: Völliger Unsinn!), so gescheit sind die Leute draußen wohl. Das werden Sie überall hören, wenn Sie einmal mit der gewöhnlichen Bevölkerung reden würden, was Sie ja nicht mehr machen. Würden Sie mit den Unternehmern reden, was Sie offensichtlich auch nicht mehr machen, dann würden Sie ganz schnell erfahren, dass die Wirtschaft das Gefühl hat, sie zahlt diese 5 Milliarden €. Fragen Sie ein paar Unternehmer! Das ist ganz klar, die Wirtschaft zahlt das 5-Milliarden-€-Paket, ganz klar.
Zwischenruf der Abg. Tamandl – Heiterkeit des Redners
Ein Bekannter hat mir gerade etwas geschrieben, das ich als Beispiel bringen möchte. Er hat ein Firmenauto. Jetzt mit der neuen Steuerreform passiert ihm Folgendes: Er bekommt, glaube ich, netto 70 € mehr im Monat, dafür wird jetzt sein Dienstauto beim Hinzurechnungsbetrag anders versteuert. Das heißt, er verliert diese 60 € oder 70 €, die er dort gewinnt. Und die Leute draußen sind nicht dumm, die verstehen das sehr wohl. Wie solche Sachen passieren können, ist mir unverständlich. Sie kennen das Beispiel mit dem Hinzurechnungsbetrag (Zwischenruf der Abg. Tamandl – Heiterkeit des Redners), Sie wissen das also ganz genau. (Abg. Moser: Die Redezeit ist aus!)
Abg. Moser: Die Redezeit ist aus!
Ein Bekannter hat mir gerade etwas geschrieben, das ich als Beispiel bringen möchte. Er hat ein Firmenauto. Jetzt mit der neuen Steuerreform passiert ihm Folgendes: Er bekommt, glaube ich, netto 70 € mehr im Monat, dafür wird jetzt sein Dienstauto beim Hinzurechnungsbetrag anders versteuert. Das heißt, er verliert diese 60 € oder 70 €, die er dort gewinnt. Und die Leute draußen sind nicht dumm, die verstehen das sehr wohl. Wie solche Sachen passieren können, ist mir unverständlich. Sie kennen das Beispiel mit dem Hinzurechnungsbetrag (Zwischenruf der Abg. Tamandl – Heiterkeit des Redners), Sie wissen das also ganz genau. (Abg. Moser: Die Redezeit ist aus!)
Beifall bei der FPÖ.
Zusammenfassend: Diese Steuerreform, von der Sie dauernd reden, die einen Impuls bewirken soll, wird eben genau gar nichts bewirken. Die Teuerung schreitet voran, alles wird teurer. Die Leute draußen werden Ihnen bei den nächsten Wahlen die Rechnung präsentieren. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Aber, Herr Abgeordneter Lugar, wenn Sie uns den Vorwurf machen, Politik nur für unsere Wählergruppen zu machen, dann ist das, glaube ich, absolut berechtigt vonseiten des Teams Stronach. Ihnen kann man diesen Vorwurf nach den letzten Wahlen nicht mehr machen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Peter Wurm. – Abg. Moser: Nationalbank!
Auch im Staats- und staatsnahen Bereich gibt es Topfunktionen, die eben entsprechend hoch entlohnt werden müssen, um Topführungskräfte zu erhalten und sie letztendlich auch in den Sozialsicherungssystemen zu halten, so wie das auch in der Privatwirtschaft der Fall ist. (Zwischenruf des Abg. Peter Wurm. – Abg. Moser: Nationalbank!)
Zwischenrufe und Heiterkeit bei der FPÖ.
Gerade die FPÖ, die mit ihrem Desaster rund um die Hypo jeden Steuerzahler und auch (Zwischenrufe und Heiterkeit bei der FPÖ.) – Da brauchen Sie nicht zu lachen, das ist nicht zum Lachen! Im Hypo-Untersuchungsausschuss werden uns jeden Tag die Belege dazu geliefert, was da die blaue Katastrophe angerichtet hat. Wenn Sie sich herausstellen und für Mindestrentner sprechen, muss ich sagen: Die zahlen genauso mit bei dem Desaster, das Sie und Jörg Haider in Kärnten angerichtet haben. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Gerade die FPÖ, die mit ihrem Desaster rund um die Hypo jeden Steuerzahler und auch (Zwischenrufe und Heiterkeit bei der FPÖ.) – Da brauchen Sie nicht zu lachen, das ist nicht zum Lachen! Im Hypo-Untersuchungsausschuss werden uns jeden Tag die Belege dazu geliefert, was da die blaue Katastrophe angerichtet hat. Wenn Sie sich herausstellen und für Mindestrentner sprechen, muss ich sagen: Die zahlen genauso mit bei dem Desaster, das Sie und Jörg Haider in Kärnten angerichtet haben. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich glaube, mit Flexibilität am Arbeitsmarkt sind wir am richtigen Weg; denn wir können uns über alle Details der Sozialleistungen in diesem Staat unterhalten, aber wenn es niemanden gibt, der die Leistungen erbringt und in das Sozialsystem einzahlt, werden wir das alles nicht bewerkstelligen können. Dafür gehört unser Dank allen Beschäftigten in dieser Republik. Wir sollten wirklich mit Verantwortung und Sorgfalt über diese Themen diskutieren. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Moser: Na bitte! Ist das notwendig? – Abg. Lugar – auf dem Weg zum Rednerpult –: Ja, das ist notwendig!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Ing. Lugar. – Bitte. (Abg. Moser: Na bitte! Ist das notwendig? – Abg. Lugar – auf dem Weg zum Rednerpult –: Ja, das ist notwendig!)
Zwischenbemerkung von Bundesminister Hundstorfer
Jetzt können wahrscheinlich auch Sie mit einem Taschenrechner nachvollziehen, dass sich das nicht ausgeht, da muss einer quersubventionieren. Wissen Sie, wer da quersubventioniert? Ich verrate Ihnen ein Geheimnis: Das sind jene Steuerzahler, die hinten und vorne nicht wissen, wie es sich ausgeht, wie sie ihre Miete zahlen sollen (Zwischenbemerkung von Bundesminister Hundstorfer), wie sie ihre Telefonrechnung, ihre Stromrechnung zahlen sollen. Jene subventionieren all jene quer, die Sie hier schützen, und genau darum geht es: Sie schützen die Klientel.
Bundesminister Hundstorfer: Falsch, gibt es nicht!
Wenn Sie mir dann vorwerfen, ich habe hier die arme Gewerkschaft schlecht behandelt, das alles könne ich mir nur im Rahmen meiner Immunität erlauben: Sie haben ja selber zugegeben, dass es bei der Gewerkschaft Privilegien gegeben hat und immer noch gibt. (Bundesminister Hundstorfer: Falsch, gibt es nicht!)
Bundesminister Hundstorfer: 1,6 Millionen Mitglieder!
Sie haben einiges schon gemacht, ich erkenne das an. Aber ich meine, wo ist die Entschuldigung, Herr Minister? Entschuldigen Sie sich einmal bei den ÖGB-Mitgliedern dafür, dass Sie und Ihre Vorgänger über viele Jahre Privilegien zugelassen haben (Bundesminister Hundstorfer: 1,6 Millionen Mitglieder!) und letztlich die Beiträge umgeleitet haben zu jenen Günstlingen, die Ihnen zu Gesicht stehen!
Abg. Moser: Danke schön!
Genau darum geht’s, um nichts anderes. Es geht um Fairness, darum, dass sich Einzelne aus dem System mehr herausholen, als Ihnen zusteht. Mir geht es nicht darum, zu sagen, 5 000 € an Pension ist zu viel. (Abg. Moser: Danke schön!) Wenn sich jemand die 5 000 € verdient hat, indem er in das System entsprechend eingezahlt hat, soll es so sein. (Abg. Moser: Das haben wir eh schon gehört! Bitte setzen Sie sich!) Aber wir sprechen von all jenen, die nicht einmal einen Bruchteil dessen eingezahlt haben, was sie sich herausholen. Über die wollen Sie aber nicht sprechen, denn das sind Ihre Freunde – von Ihnen von der SPÖ und vor allem von Ihnen von der ÖVP. Das sind Ihre Freunde, das sind jene, die wirklich mächtig sind in diesem Land, das sind die Spitzenpensionisten, und die wollen Sie natürlich nicht verlieren. Deshalb machen Sie ihnen die Mauer und verraten all jene, die die Mindestpension kassieren – und das ist schändlich! (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Katzian: Sagt jemand, der sich kaufen hat lassen von einem Millionär! – Rufe bei SPÖ und ÖVP: Genau! Genau!)
Abg. Moser: Das haben wir eh schon gehört! Bitte setzen Sie sich!
Genau darum geht’s, um nichts anderes. Es geht um Fairness, darum, dass sich Einzelne aus dem System mehr herausholen, als Ihnen zusteht. Mir geht es nicht darum, zu sagen, 5 000 € an Pension ist zu viel. (Abg. Moser: Danke schön!) Wenn sich jemand die 5 000 € verdient hat, indem er in das System entsprechend eingezahlt hat, soll es so sein. (Abg. Moser: Das haben wir eh schon gehört! Bitte setzen Sie sich!) Aber wir sprechen von all jenen, die nicht einmal einen Bruchteil dessen eingezahlt haben, was sie sich herausholen. Über die wollen Sie aber nicht sprechen, denn das sind Ihre Freunde – von Ihnen von der SPÖ und vor allem von Ihnen von der ÖVP. Das sind Ihre Freunde, das sind jene, die wirklich mächtig sind in diesem Land, das sind die Spitzenpensionisten, und die wollen Sie natürlich nicht verlieren. Deshalb machen Sie ihnen die Mauer und verraten all jene, die die Mindestpension kassieren – und das ist schändlich! (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Katzian: Sagt jemand, der sich kaufen hat lassen von einem Millionär! – Rufe bei SPÖ und ÖVP: Genau! Genau!)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Katzian: Sagt jemand, der sich kaufen hat lassen von einem Millionär! – Rufe bei SPÖ und ÖVP: Genau! Genau!
Genau darum geht’s, um nichts anderes. Es geht um Fairness, darum, dass sich Einzelne aus dem System mehr herausholen, als Ihnen zusteht. Mir geht es nicht darum, zu sagen, 5 000 € an Pension ist zu viel. (Abg. Moser: Danke schön!) Wenn sich jemand die 5 000 € verdient hat, indem er in das System entsprechend eingezahlt hat, soll es so sein. (Abg. Moser: Das haben wir eh schon gehört! Bitte setzen Sie sich!) Aber wir sprechen von all jenen, die nicht einmal einen Bruchteil dessen eingezahlt haben, was sie sich herausholen. Über die wollen Sie aber nicht sprechen, denn das sind Ihre Freunde – von Ihnen von der SPÖ und vor allem von Ihnen von der ÖVP. Das sind Ihre Freunde, das sind jene, die wirklich mächtig sind in diesem Land, das sind die Spitzenpensionisten, und die wollen Sie natürlich nicht verlieren. Deshalb machen Sie ihnen die Mauer und verraten all jene, die die Mindestpension kassieren – und das ist schändlich! (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Katzian: Sagt jemand, der sich kaufen hat lassen von einem Millionär! – Rufe bei SPÖ und ÖVP: Genau! Genau!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Moser: Und viel, viel schneller lernen!
Liebe Kolleginnen und Kollegen – auch das wird hervorgestrichen, daher gibt es auch die Forderung nach Zielformulierungen –, genau das Gegenteil ist der Fall! Ich habe jahrelang intensiv Deutsch an einer Schule unterrichtet und habe mich auch dafür ausbilden lassen. Wenn ich Kinder, die überhaupt nicht Deutsch konnten, optimal fördern wollte, habe ich gute Schüler aus der Stammklasse mit hineingenommen, diese miteinander reden lassen und ihnen Aufgaben gegeben, da Schüler von Schülern nun einmal nachgewiesenermaßen am besten lernen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Moser: Und viel, viel schneller lernen!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Da braucht es keine Schulversuche mehr, da braucht es auch keine neuen Erkenntnisse mehr. Da muss man nur endlich bereit sein, die bekannten Dinge auch umzusetzen. Und dafür würde es sich lohnen zu kämpfen. Ich danke Ihnen auch für die Empfehlungen, die ich als Bildungspolitiker alle eins zu eins unterstreichen kann. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Professor Claus Staringer, Steuerrechtler an der Wirtschaftsuni Wien, hat davor gewarnt, die Gruppenbesteuerung krank- oder schlechtzureden. Sie ist eine wirtschaftspolitische und standortpolitische Maßnahme. Aber er hat auch klar betont, dass die Kritikpunkte des österreichischen Rechnungshofes auf alle Fälle umgesetzt werden müssen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Walser.
Es wurde gesagt: Die einzige Lösung für die Verbesserung der Sprachkenntnisse ist die Ganztagsschule mit verschränktem Unterricht, da alle sagen, dann wird es besser. In der Sendung „Im Zentrum“ vor der letzten Nationalratswahl war eine Lehrerin; Kollege Walser und die spätere Unterrichtsministerin Heinisch-Hosek sind auch dort gesessen. Diese Lehrerin aus Favoriten hat berichtet, sie habe eine Klasse mit 100 Prozent Kindern mit Migrationshintergrund und mangelnden Deutschkenntnissen. Und sie hat es fertiggebracht, ohne dass dort bessere Kinder drinnen gewesen wären, die sie beim Unterricht etwas unterstützt hätten, dass diese Kinder sehr rasch und auch gut die deutsche Sprache gelernt haben. (Zwischenruf des Abg. Walser.)
Abg. Mayer: Der Hausverstand genügt nicht!
Das heißt, es gibt nie eine allein seligmachende, gute Sache, sondern es hängt offensichtlich auch damit zusammen, ob es gute Lehrer gibt, die mit der individuellen Situation in der Klasse fertig werden. Denen kann man nicht nur zurufen: Es muss die Ganztagsschule mit verschränktem Unterricht geben! (Abg. Mayer: Der Hausverstand genügt nicht!) Herr Kollege Mayer, Sie waren schon dran beim Reden, eine zweite Wortmeldung ist in der Geschäftsordnung vorgesehen. Ich kann Sie gleich nachher anmelden, aber vielleicht macht das Ihr eigener Ordner, oder Sie machen es selber. Das funktioniert doch hier im Haus!
Beifall bei der FPÖ.
Das ist der Antrag: Deutsch als Pausensprache. Wenn man schon den ganzen Tag für so gut ansieht, dann wird es als erster Schritt wohl noch besser sein, dass man in der Pause auch deutsch spricht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das heißt, wir wollen das, was der Herr Staatssekretär Mahrer verlangt, der mit Ihnen die Bildung verhandelt, umsetzen und erwarten uns natürlich die Zustimmung der ÖVP. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Walter Rosenkranz: Was der Bauch nicht will, lässt der Kopf nicht zu!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Dr. Moser. – Bitte. (Abg. Walter Rosenkranz: Was der Bauch nicht will, lässt der Kopf nicht zu!)
Abg. Jarolim: Wer sagt das?! – Abg. Pirklhuber: Föderalismus!
Da bin ich bei einem Grundproblem, das uns jedes Mal im Rechnungshofausschuss beschäftigt. Reformen sind dringend notwendig. Die Mittel, die wir steuerlich lukrieren, müssen effizienter eingesetzt werden. Und was passiert? – Nichts! (Abg. Jarolim: Wer sagt das?! – Abg. Pirklhuber: Föderalismus!)
Beifall bei den Grünen.
Das ist der Frust, der uns dann immer wieder über das Wahlverhalten der einzelnen WählerInnen deutlich spürbar gemacht wird. Wir sagen, wir wollen einen Schritt machen, um endlich einmal aus diesem Kreislauf des Nichthandelns auszubrechen. Ich weiß, die Opposition ist nicht die Mehrheit, aber ich führe Ihnen das immer wieder vor Augen, wo es überall notwendig wäre, dass wir bei den Einnahmen und bei den Ausgaben endlich einen verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeldern haben. Die Reihe der Beispiele ist elendslang, der Rechnungshof zeigt es immer wieder auf. Mein Kollege Walser wird Ihnen im Bildungsbereich noch drastischer vor Augen führen, wo diese Kompetenzzersplitterung in Österreich hingeführt hat.– Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Präsidentin Bures übernimmt wieder den Vorsitz.
Abgeordnete Mag. Christiane Brunner (Grüne): Sehr geehrter Herr Energieminister! Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Wir besprechen jetzt meine Anfrage betreffend Verschleppung und Demontage des Energieeffizienzgesetzes und die Beantwortung des Ministers. (Präsidentin Bures übernimmt wieder den Vorsitz.)
Oh-Rufe bei ÖVP und FPÖ.
Bevor ich beginne, möchte ich etwas erzählen, was mir kürzlich passiert ist. Herr Minister, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, ich bin neugierig, ob Sie das genauso überrascht wie mich. Wir wissen, der öffentliche Verkehr ist in Österreich vor allem in den ländlichen Regionen nicht besonders gut ausgebaut. Daher müssen auch Grüne ab und zu mit dem Auto fahren. (Oh-Rufe bei ÖVP und FPÖ.) Ich habe das gemacht, musste kürzlich tanken und da bekam ich eine Rechnung. (Die Rednerin hält eine Treibstoffrechnung in die Höhe.)
Beifall bei den Grünen.
Also ich stelle fest, dass Sie hier offenbar Energieeinsparung dem Profit der Mineralölbranche opfern und aus dem Energiespargesetz ein Mineralölfördergesetz machen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Pirklhuber: Er kennt sich nicht aus!
Rund um die Auseinandersetzungen, welche Maßnahmen jetzt angerechnet werden können, sind vor einigen Monaten Medienberichte aufgetaucht, wonach eben Tankstellenbetreiber statt echter Energiesparmaßnahmen dem Diesel Reinigungsadditive zugeben können, um so ihre Energieeinsparung darstellen zu können. (Abg. Pirklhuber: Er kennt sich nicht aus!) Die Beigabe dieser Reinigungsadditive passiert jetzt schon.
Ironische Heiterkeit bei den Grünen. – Abg. Walser: Gut gemacht! – Abg. Pirklhuber: Das ist aber spannend!
Jetzt spreche ich zu dieser Aussage. Also, erstens, wer ist Professor Rose? – Das ist der ehemalige Chef-Stratege von Shell. (Ironische Heiterkeit bei den Grünen. – Abg. Walser: Gut gemacht! – Abg. Pirklhuber: Das ist aber spannend!) So viel zu einem unab-
Abg. Pirklhuber: Richtig! Unglaublich!
Aber jetzt komme ich zum noch kritischeren Teil, zu den Wirkungen, die diese Maßnahme haben könnte. Sie schreiben in Ihrer Beantwortung, dass Sie von Effizienzsteigerungen von 0,7 Prozent ausgehen. Die Verpflichtung der Tankstellenbetreiber sowie aller EnergielieferantInnen liegt bei 0,6 Prozent. Das heißt, wenn diese Maßnahme so anerkannt wird, kommt es zu einer Übererfüllung durch die Tankstellenbetreiber. Dadurch wird der Markt mit Zertifikaten geschwemmt, andere Verpflichtete können diese Zertifikate billig kaufen, und dieses Gesetz, die Energiesparverpflichtung und -leistung, die wir erbringen wollen, werden dadurch völlig ausgehebelt und sabotiert. (Abg. Pirklhuber: Richtig! Unglaublich!)
Abg. Pirklhuber: Ein Trick!
Statt Energiesparmaßnahmen, die verpflichtend zu erbringen sind, schaffen Sie durch diese Anrechnung einen Anreiz dafür, mehr Dieselkraftstoff und Benzin zu verkaufen – und das im Jahr der entscheidenden Klimakonferenz in Paris. (Abg. Pirklhuber: Ein Trick!)
Abg. Pirklhuber: Ein Geschäft ist es!
Ich glaube ihm, dass er viel erreicht hat, wenn diese Maßnahme anerkannt wird, nämlich viele Profite für seine Branche, aber leider auch sehr viel Schaden für die Umwelt, für den Klimaschutz und auch für die KonsumentInnen, denn das, was Sie hier tun, ist KonsumentInnen-Täuschung, weil KonsumentInnen vorgegaukelt wird, sie würden etwas für den Umweltschutz, für den Klimaschutz tun. Tatsächlich werden Additive beigemengt, die keinerlei Wirkung haben. (Abg. Pirklhuber: Ein Geschäft ist es!) Sie wollen lediglich die Tankstellenbetreiber billig davonkommen lassen, um sozusagen die Profite auch noch anzukurbeln. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich glaube ihm, dass er viel erreicht hat, wenn diese Maßnahme anerkannt wird, nämlich viele Profite für seine Branche, aber leider auch sehr viel Schaden für die Umwelt, für den Klimaschutz und auch für die KonsumentInnen, denn das, was Sie hier tun, ist KonsumentInnen-Täuschung, weil KonsumentInnen vorgegaukelt wird, sie würden etwas für den Umweltschutz, für den Klimaschutz tun. Tatsächlich werden Additive beigemengt, die keinerlei Wirkung haben. (Abg. Pirklhuber: Ein Geschäft ist es!) Sie wollen lediglich die Tankstellenbetreiber billig davonkommen lassen, um sozusagen die Profite auch noch anzukurbeln. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Nehmen Sie das auch in Bezug auf Ihre Glaubwürdigkeit und die Glaubwürdigkeit der Bundesregierung ernst, denn wer soll Sie noch ernst nehmen, wenn Sie aus einem Energiespargesetz ein Mineralölfördergesetz machen. Wir stehen ein halbes Jahr vor der sehr wichtigen Klimakonferenz in Paris. Überlegen Sie sich, welche Antwort Österreich dort gibt, wenn wir gefragt werden, was wir getan haben. Wird unsere Antwort sein, dass wir Energie eingespart haben, oder wird unsere Antwort sein, dass wir den Benzin- und Dieselverbrauch gesteigert und gefördert haben? – Das ist die Frage, vor der Sie stehen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Pirklhuber: Was ist mit dem Herrn Minister?!
Ich möchte auch für mich persönlich sagen, ich habe damals nicht nur sehr viel Zeit, sondern auch viel Herzblut in diese Verhandlungen investiert. (Abg. Pirklhuber: Was ist mit dem Herrn Minister?!) Daher verstehe ich gut, dass es nach so einer intensiven Debatte, wie wir sie hatten, jetzt viele gibt, die vom Stand der Umsetzung ein wenig enttäuscht sind und die sich mehr erwartet hätten – teilweise vielleicht auch mehr, als wir dann letztlich im Gesetz zu Papier gebracht haben. (Zwischenrufe der Abgeordneten Brunner und Pirklhuber.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Brunner und Pirklhuber.
Ich möchte auch für mich persönlich sagen, ich habe damals nicht nur sehr viel Zeit, sondern auch viel Herzblut in diese Verhandlungen investiert. (Abg. Pirklhuber: Was ist mit dem Herrn Minister?!) Daher verstehe ich gut, dass es nach so einer intensiven Debatte, wie wir sie hatten, jetzt viele gibt, die vom Stand der Umsetzung ein wenig enttäuscht sind und die sich mehr erwartet hätten – teilweise vielleicht auch mehr, als wir dann letztlich im Gesetz zu Papier gebracht haben. (Zwischenrufe der Abgeordneten Brunner und Pirklhuber.)
Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.
In diesem Sinn, lieber Herr Bundesminister, glaube ich, dass wir eine rasche Begutachtung der Richtlinienverordnung mit einem erweiterten Methodendokument dringend brauchen. (Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.) Das würde dazu beitragen, dass es Klarheit für die Energielieferanten gibt. Das würde dazu beitragen, dass die Wirksamkeit des Gesetzes gestärkt wird. Schließlich haben wir uns auch gemeinsam verpflichtet, den Energieeinsatz zu verbessern, zu senken, und genau dafür brauchen wir wirksame Maßnahmen.
Beifall bei der SPÖ.
Ich bin mir sicher und hoffe sehr, dass das Wirtschaftsministerium fieberhaft daran arbeitet und der Herr Bundesminister ordentlich Druck macht. Ich denke, dass wir die entscheidenden letzten Meter bis zur Wirksamkeit dieses Gesetzes auch gemeinsam erfolgreich zurücklegen werden. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Brunner: Aber die Additive können alles überschwemmen!
Es ist natürlich ein wesentlich größeres Thema. Dieses Thema betrifft die gesamte Wirtschaft, betrifft die gesamten Lieferanten, und es ist schwierig in der Umsetzung, wie wir das auch bei der Einrichtung der Monitoringstelle gesehen haben. An dem arbeiten wir, und auch an der entsprechenden Verordnung. (Abg. Brunner: Aber die Additive können alles überschwemmen!)
Abg. Pirklhuber: Das wissen wir doch, Herr Minister, da brauchen wir die G7 nicht!
ben wir da wieder etwas mehr Druck und auch Unterstützung erhalten, einerseits durch die gesamte Problematik der Versorgungsunsicherheit – was die Ukraine und andere Themen anbelangt – und andererseits etwa beim letzten G7-Gipfel, aber auch bei anderen Treffen, auf denen die Problematik der Erderwärmung und der Klimaziele generell dargestellt worden ist. (Abg. Pirklhuber: Das wissen wir doch, Herr Minister, da brauchen wir die G7 nicht!)
Zwischenruf der Abg. Brunner.
Was die Umsetzung anlangt – ich gehe jetzt nur auf diese Additiv-Problematik ein –, würde ich ganz gerne eine Aussage aus der Anfragebeantwortung, die Sie nicht zitiert haben, auch noch unterstreichen. Sie haben nämlich Herrn Professor Rose mehr oder weniger Befangenheit, weil er einmal bei diesem oder jenem Unternehmen gearbeitet hat, attestiert, womit das Ganze unbrauchbar wäre. Ich sage nur dazu, bei der Tankstellenbranche bestand eben die Schwierigkeit der Umsetzung. (Zwischenruf der Abg. Brunner.) Wir wurden dort natürlich schon im Entstehungsprozess des Gesetzes gefragt, wie denn die Umsetzung stattfinden soll. Es ist wahnsinnig schwierig, jemandem zu erklären, dass eventuell Reifenoptimierungstests – womit das beste Abrollverhalten eruiert wird – die Maßnahme sind, mit der man die 0,6 Prozent erreicht. Wenn man dann der Branche sagt, wir müssen entsprechende Fahrerschulungen machen, wie wir uns ökonomisch auf der Straße verhalten, damit wir die Effizienz steigern, dann sind das lauter Aspekte gewesen, die gerade die Tankstellenbetreiber, die Automatentankstellen oder anderes betreiben, zur Weißglut gebracht haben. Deswegen haben wir uns auch bemüht – und wir haben es Ihnen auch mitgeteilt, es war keine geheime Vorgangsweise –, herauszufinden, ob man nicht eine weitere Strecke als zuvor mit genau demselben Input zurücklegen kann. Dadurch ist diese Thematik der Additive, Zusätze entstanden. Das war keine geheime Vorgangsweise, sondern da waren die Energieagentur und andere Organisationen schon in der ersten Gutachtenerstellung eingebunden.
Abg. Brunner: Da geht es aber um weitere Zusätze!
jetzt auch entsprechend objektiviert werden. Daher ganz ehrlich: Es handelt sich nicht um eine Förderung der fossilen Industrie in dem Zusammenhang, sondern wir haben eben diese Kraftstoffe, und wenn ich dieses Additiv dazugebe, erziele ich eine entsprechend effizientere Verwendung. Das ist es und kein anderes Geheimnis! Und noch einmal: Das ist eine Facette im gesamten Gefüge und nicht der große Teil des Energieeffizienzgesetzes. (Abg. Brunner: Da geht es aber um weitere Zusätze!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Pirklhuber: Aber zur Täuschung darf es nicht führen!
Daher bitte ich, das Wording ein bisschen zu reduzieren und auch die Probleme auf der anderen Seite zu sehen. Wir sind wirklich bemüht, wie vereinbart eine Umsetzung zustande zu bringen, im Interesse des Klimazieles – das unterstützen wir alle – und im Interesse aber auch der Bürgerinnen und Bürger, die dieses Gesetz leben können müssen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Pirklhuber: Aber zur Täuschung darf es nicht führen!)
Vizekanzler Mitterlehner: iPhones!
Abgeordneter Mag. Josef Lettenbichler (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren vor den Bildschirmen, Laptops, iPads oder wo auch immer! (Vizekanzler Mitterlehner: iPhones!) Ich will anfangs ein bisschen meiner Verwunderung über die Fragestellung dieser heutigen Kurzdebatte Ausdruck verleihen. Es hat eine Anfrage der Abgeordneten Brunner gegeben und auch, ich habe mir natürlich im Vorfeld dieser Debatte die Beantwortung durchgelesen, eine allumfassende und auch sehr ins Detail gehende Beantwortung seitens des Ministers. Natürlich kann man über Inhalte diskutieren, darüber, dass man unterschiedliche Auffassungen hat, über den Inhalt beziehungsweise den Umfang und die Qualität der Beantwortung aber nicht. Ob man deswegen extra eine Kurzdebatte machen muss, lasse ich dahingestellt. (Abg. Pirklhuber: Natürlich!)
Abg. Pirklhuber: Natürlich!
Abgeordneter Mag. Josef Lettenbichler (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren vor den Bildschirmen, Laptops, iPads oder wo auch immer! (Vizekanzler Mitterlehner: iPhones!) Ich will anfangs ein bisschen meiner Verwunderung über die Fragestellung dieser heutigen Kurzdebatte Ausdruck verleihen. Es hat eine Anfrage der Abgeordneten Brunner gegeben und auch, ich habe mir natürlich im Vorfeld dieser Debatte die Beantwortung durchgelesen, eine allumfassende und auch sehr ins Detail gehende Beantwortung seitens des Ministers. Natürlich kann man über Inhalte diskutieren, darüber, dass man unterschiedliche Auffassungen hat, über den Inhalt beziehungsweise den Umfang und die Qualität der Beantwortung aber nicht. Ob man deswegen extra eine Kurzdebatte machen muss, lasse ich dahingestellt. (Abg. Pirklhuber: Natürlich!)
Abg. Pirklhuber: Da geht es nicht um eine Abwehrhaltung! Die Fakten müssen stimmen!
Bis zu einem gewissen Grad habe ich Verständnis für die Äußerungen der Abgeordnetenkollegin Brunner, weil, wenn das Thema fossile Brennstoffe ist, eine gewisse natürliche Abwehrhaltung bei den Grünen festzustellen ist, und das nicht nur in diesem Bereich. (Abg. Pirklhuber: Da geht es nicht um eine Abwehrhaltung! Die Fakten müssen stimmen!) Wie schon der Herr Bundesminister gesagt hat, braucht man auch akzeptable, nachhaltige und praktikable Umsetzungsschritte, damit wir die einzelnen Sektoren, die von diesem Gesetz betroffen sind, damit ausstatten können und damit auch eine Machbarkeit gegeben ist.
Abg. Brunner: Natürlich nicht! Es muss aber tatsächliche Einsparungen geben!
Ich glaube, wir sind uns schon einig, dass wir dieses Gesetz nicht gemacht haben, damit wir damit gleich zum letzten Schritt kommen. Es sind ja verschiedene Schritte möglich, die zur Erfüllung dieses Effizienzzieles gesetzt werden können. Wir haben dieses Gesetz auch nicht gemacht, weil wir ein Maximum an Ausgleichszahlungen lukrieren wollen. Das ist nicht die Intention dieses Gesetzes! (Abg. Brunner: Natürlich nicht! Es muss aber tatsächliche Einsparungen geben!)
Abg. Pirklhuber: Was heißt „einschießen“? Es geht um die Klimaherausforderung!
Man muss ein Gesetz in der Ausführung dann so machen – das hat auch der Herr Minister mehrmals gesagt, auch hier im Haus, und dafür bin ich auch dankbar –, dass man der Wirtschaft Instrumente in die Hand gibt, damit man ein Gesetz auch umsetzen kann. Ich finde es auch nicht in Ordnung, dass man sich hier jetzt einschießt auf die Mineralölindustrie, auf die Tankstellenbetreiber. (Abg. Pirklhuber: Was heißt „einschießen“? Es geht um die Klimaherausforderung!)
Beifall bei der ÖVP.
Nicht nur in diesem Bereich brauchen wir praktikable Lösungen, die jetzt ausgearbeitet werden, auch in der Gemeinsamkeit, die wir immer wieder wollen. Wir brauchen für unsere Wirtschaft und die Industrie, die ja durchaus gewillt sind, dieses Gesetz umzusetzen, Instrumente, Werkzeuge, die es ihnen auch ermöglichen, dieses Gesetz umzusetzen. Dafür kämpfen wir. Dazu laden wir auch Sie ein. Wenn es da vielleicht noch Diskussionsbedarf gibt – sehr gerne. Der Minister ist dafür bekannt, immer ein offenes Ohr zu haben, und seine Leute in der Abteilung, in der Sektion ebenfalls. Dazu laden wir Sie ein! – Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Vizekanzler Mitterlehner: „Aufbau“ wollten Sie sagen!
Wenn ich die Anfrage der Grünen richtig interpretiere, dann geht ihnen sozusagen der Aufbau der Bürokratie in Form der Monitoringstelle zu langsam. – Ich sage, wir Freiheitlichen sind der Meinung, dass dieser Aufbau der Bürokratie ein Punkt ist, den wir überhaupt nicht wollen. Das ganze Energieeffizienzgesetz ist unseres Erachtens ein Musterbeispiel für den Bürokratieabbau, von dem immer gesprochen wurde, ... (Vizekanzler Mitterlehner: „Aufbau“ wollten Sie sagen!) Nein, ich sage ganz bewusst „Abbau“, von dem immer gesprochen wird, aber in der Tat, in der Umsetzung findet dann immer genau das Gegenteil davon statt, nämlich ein Bürokratieaufbau.
Vizekanzler Mitterlehner: Das machen wir auch!
Abgesehen davon sind wir nach wie vor – und das ist auch bekannt – der Meinung, dass wir in einem ersten Schritt einmal einen strategischen Energie-Masterplan für Österreich in einem europäischen Kontext machen sollten, bevor wir über operative Umsetzungsgesetze à la Energieeffizienzgesetz sprechen. (Vizekanzler Mitterlehner: Das machen wir auch!) Das gilt auch für das Energieinfrastrukturgesetz, das jetzt in Diskussion ist.
Beifall bei der FPÖ.
Ich fasse zusammen: Das hat mit Bürokratieabbau nichts zu tun! Das ist genau das Gegenteil davon: Das ist Produzieren von Bürokratie, von zusätzlicher Bürokratie – und dafür sind wir Freiheitlichen nicht zu haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Lettenbichler: Dafür ist doch nicht der Minister verantwortlich!
Sie wissen als Jurist genauso gut wie ich, dass das nicht möglich ist, und zwar deshalb nicht, weil die Durchführungsverordnung zu diesem Gesetz fehlt, weil die Energieagentur erst in dem Prozess ist, jenen Katalog von Maßnahmen zu erarbeiten, die anerkannt werden punkto Energieeffizienz. Damit ist dieser Satz rechtlich nicht gedeckt und daher heiße Luft. – Punkt eins. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Lettenbichler: Dafür ist doch nicht der Minister verantwortlich!)
Beifall bei den Grünen.
Herr Vizekanzler, ich hoffe, dass Sie mit der heutigen Debatte über diese Frage erkennen, dass Sie dabei auf heiße Luft bauen, dass das Ganze nicht zusammenstimmt – und dass Sie daher sofort und schon morgen diesen Humbug abstellen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Brunner: Sie können davon ausgehen, dass das nicht die Energieeffizienz erhöht!
Was Sie offensichtlich nicht hören wollten: Ich habe Ihnen vorhin schon gesagt, dass wir jetzt erst in die Begutachtung gehen und erst dann, nach der Begutachtung, feststehen wird, ob das eine entsprechende Maßnahme ist oder nicht. Sie haben (Abg. Brunner: Sie können davon ausgehen, dass das nicht die Energieeffizienz erhöht!) Ich weiß nicht, wie Sie zu diesem Schluss kommen.
Abg. Brunner: Ich hab’ Sie gefragt !
Es geht jetzt einmal um die eine Darstellung, die drauf ist. Da werfen Sie mir vor, dass das draufsteht (Abg. Brunner: Ich hab’ Sie gefragt !) – der Herr Willi hat es gerade gesagt –, daher sage ich Ihnen: Das verantworte nicht ich, sondern das Unternehmen (Abg. Pirklhuber: Eh klar!), und die Vorgangsweise ist möglicherweise nicht rechtlich gedeckt, aber die Vorgangsweise ist möglicherweise auch nicht mit Sanktionen bedroht! Ist das einmal rübergekommen? (Abg. Brunner: Aber keine Garantie für !) – Gut! Daher hat das an sich mit mir und einer Anfragebeantwortung wenig zu tun.
Abg. Pirklhuber: Eh klar!
Es geht jetzt einmal um die eine Darstellung, die drauf ist. Da werfen Sie mir vor, dass das draufsteht (Abg. Brunner: Ich hab’ Sie gefragt !) – der Herr Willi hat es gerade gesagt –, daher sage ich Ihnen: Das verantworte nicht ich, sondern das Unternehmen (Abg. Pirklhuber: Eh klar!), und die Vorgangsweise ist möglicherweise nicht rechtlich gedeckt, aber die Vorgangsweise ist möglicherweise auch nicht mit Sanktionen bedroht! Ist das einmal rübergekommen? (Abg. Brunner: Aber keine Garantie für !) – Gut! Daher hat das an sich mit mir und einer Anfragebeantwortung wenig zu tun.
Abg. Brunner: Aber keine Garantie für !
Es geht jetzt einmal um die eine Darstellung, die drauf ist. Da werfen Sie mir vor, dass das draufsteht (Abg. Brunner: Ich hab’ Sie gefragt !) – der Herr Willi hat es gerade gesagt –, daher sage ich Ihnen: Das verantworte nicht ich, sondern das Unternehmen (Abg. Pirklhuber: Eh klar!), und die Vorgangsweise ist möglicherweise nicht rechtlich gedeckt, aber die Vorgangsweise ist möglicherweise auch nicht mit Sanktionen bedroht! Ist das einmal rübergekommen? (Abg. Brunner: Aber keine Garantie für !) – Gut! Daher hat das an sich mit mir und einer Anfragebeantwortung wenig zu tun.
Abg. Pirklhuber: Täuschung der Konsumenten ist gegeben!
Das ist es, und daher würde ich einmal die ganze Dramatik aus dem herausnehmen. Ich kann jetzt in dem Zusammenhang weder etwas abstellen noch etwas bestätigen. Ich hoffe, dass mir nicht ein Dritter genau dasselbe noch einmal sagt, denn das eine hat mit dem anderen meiner Meinung nach nichts zu tun. (Abg. Pirklhuber: Täuschung der Konsumenten ist gegeben!) – Bitte? (Abg. Pirklhuber: Eine Konsumententäuschung ist gegeben! – Ruf bei der ÖVP: Überhaupt nicht!)
Abg. Pirklhuber: Eine Konsumententäuschung ist gegeben! – Ruf bei der ÖVP: Überhaupt nicht!
Das ist es, und daher würde ich einmal die ganze Dramatik aus dem herausnehmen. Ich kann jetzt in dem Zusammenhang weder etwas abstellen noch etwas bestätigen. Ich hoffe, dass mir nicht ein Dritter genau dasselbe noch einmal sagt, denn das eine hat mit dem anderen meiner Meinung nach nichts zu tun. (Abg. Pirklhuber: Täuschung der Konsumenten ist gegeben!) – Bitte? (Abg. Pirklhuber: Eine Konsumententäuschung ist gegeben! – Ruf bei der ÖVP: Überhaupt nicht!)
Abg. Kassegger: Unterschied !
Der Vorteil, den ich dann bei der Klimaproblematik habe, ist ein enormer. Aus diesem Grund glaube ich, dass man in diesem Fall das Notwendige, das an Bürokratie damit verbunden ist, auch akzeptieren kann, weil die Vorteile weitgehend überwiegen. Wir möchten aber auch die Bürokratie in minimalem Rahmen halten. Daher: Ob das in die Grundsatzphilosophie der FPÖ hineinpasst oder nicht, bleibt Ihnen überlassen. Bei Ihnen passt wenig in die Philosophie – alles frei, aber alles abgedeckt. (Abg. Kassegger: Unterschied !) – Ja, die Mitgliedserklärung habe ich zufällig da? (Abg. Kassegger: Ich weiß nicht, was das !) Das ist etwas anderes. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Matznetter.)
Abg. Kassegger: Ich weiß nicht, was das !
Der Vorteil, den ich dann bei der Klimaproblematik habe, ist ein enormer. Aus diesem Grund glaube ich, dass man in diesem Fall das Notwendige, das an Bürokratie damit verbunden ist, auch akzeptieren kann, weil die Vorteile weitgehend überwiegen. Wir möchten aber auch die Bürokratie in minimalem Rahmen halten. Daher: Ob das in die Grundsatzphilosophie der FPÖ hineinpasst oder nicht, bleibt Ihnen überlassen. Bei Ihnen passt wenig in die Philosophie – alles frei, aber alles abgedeckt. (Abg. Kassegger: Unterschied !) – Ja, die Mitgliedserklärung habe ich zufällig da? (Abg. Kassegger: Ich weiß nicht, was das !) Das ist etwas anderes. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Matznetter.
Der Vorteil, den ich dann bei der Klimaproblematik habe, ist ein enormer. Aus diesem Grund glaube ich, dass man in diesem Fall das Notwendige, das an Bürokratie damit verbunden ist, auch akzeptieren kann, weil die Vorteile weitgehend überwiegen. Wir möchten aber auch die Bürokratie in minimalem Rahmen halten. Daher: Ob das in die Grundsatzphilosophie der FPÖ hineinpasst oder nicht, bleibt Ihnen überlassen. Bei Ihnen passt wenig in die Philosophie – alles frei, aber alles abgedeckt. (Abg. Kassegger: Unterschied !) – Ja, die Mitgliedserklärung habe ich zufällig da? (Abg. Kassegger: Ich weiß nicht, was das !) Das ist etwas anderes. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Matznetter.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Pirklhuber und Brunner.
Abgeordnete Dr. Kathrin Nachbaur (STRONACH): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrte Kollegen im Hohen Haus! Sehr geehrte Steuerzahler und sehr geehrte Stromkunden! Wir haben letztes Jahr gegen das Energieeffizienzgesetz gestimmt, weil wir es für überflüssig hielten, und das tun wir auch heute noch. (Zwischenrufe der Abgeordneten Pirklhuber und Brunner.)
Abg. Pirklhuber: Zukunftstechnologien !
Das Gesetz macht alle Energielieferanten eigentlich dafür verantwortlich, dass ihre Kunden bis 2020 jährlich 0,6 Prozent weniger Energie verbrauchen – ansonsten müssen die Versorger Strafe zahlen. (Abg. Pirklhuber: Zukunftstechnologien !) Das Wifo hat schon letztes Jahr geschätzt, dass diesbezüglich bis zu 450 Millionen € an Strafen anfallen könnten. Und wer, glauben Sie, sehr geehrte Damen und Herren, wird das wirklich bezahlen? – Natürlich Sie, die Stromkunden, die Steuerzahler werden die Krot wieder einmal schlucken müssen. (Abg. Pirklhuber: müssen sparen !)
Abg. Pirklhuber: müssen sparen !
Das Gesetz macht alle Energielieferanten eigentlich dafür verantwortlich, dass ihre Kunden bis 2020 jährlich 0,6 Prozent weniger Energie verbrauchen – ansonsten müssen die Versorger Strafe zahlen. (Abg. Pirklhuber: Zukunftstechnologien !) Das Wifo hat schon letztes Jahr geschätzt, dass diesbezüglich bis zu 450 Millionen € an Strafen anfallen könnten. Und wer, glauben Sie, sehr geehrte Damen und Herren, wird das wirklich bezahlen? – Natürlich Sie, die Stromkunden, die Steuerzahler werden die Krot wieder einmal schlucken müssen. (Abg. Pirklhuber: müssen sparen !)
Abg. Heinzl: Sehr gut, dass !
Nur wenn es – interessanterweise – um das Finanzpolitische geht, dann reitet unser Herr Bundeskanzler weit aus und unterstützt als einziger Regierungschef die Tsipras-Partei entgegen der Verhandlungsposition der Troika, aber wenn es ums Schuldenmachen geht, ist die SPÖ immer dabei. (Abg. Heinzl: Sehr gut, dass !)
Beifall beim Team Stronach.
0,6 Prozent Energieeinsparung pro Jahr mal 15, mal 20 Jahre ergeben mehr als ein Zehntel Gesamtenergieeinsparung. Diese per Gesetz verordnete Einsparung ist so bereits laufend – ohne jegliches Zutun von Bürokraten – ohnehin im Gange. Man sollte lieber auf den technischen Fortschritt vertrauen als wiederum die Bürokratiekeule zu schwingen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Es braucht keine planwirtschaftlichen, bürokratischen Steuerungen oder zusätzliche Belastungen für die Unternehmer und auch nicht für die privaten Haushalte. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Pirklhuber: Entkoppeln muss man es vom Energieverbrauch!
Wenn wir also weniger Wirtschaftswachstum haben und weniger Bevölkerungswachstum haben, brauchen wir weniger Energie. Also hoffentlich ist das keine selbsterfüllende Prophezeiung – wir wollen mehr Wirtschaftswachstum, wir wollen mehr Bevölkerungswachstum. (Abg. Pirklhuber: Entkoppeln muss man es vom Energieverbrauch!) Wir brauchen Arbeitsplätze, gesunde Unternehmen, die selbstverständlich im eigenen Interesse energieeffizient produzieren. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn wir also weniger Wirtschaftswachstum haben und weniger Bevölkerungswachstum haben, brauchen wir weniger Energie. Also hoffentlich ist das keine selbsterfüllende Prophezeiung – wir wollen mehr Wirtschaftswachstum, wir wollen mehr Bevölkerungswachstum. (Abg. Pirklhuber: Entkoppeln muss man es vom Energieverbrauch!) Wir brauchen Arbeitsplätze, gesunde Unternehmen, die selbstverständlich im eigenen Interesse energieeffizient produzieren. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
müssen schließlich wettbewerbsfähig sein, und wir können genauso auf das Energiebewusstsein der Bürger, der Konsumenten, der Stromkunden vertrauen, denn die müssen die Rechnung am Ende des Tages bezahlen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei den NEOS.
In dieser Hinsicht brauchen wir keinen Papiertiger und keinen Murks. Wir brauchen diesbezüglich endlich einmal etwas Vernünftiges, statt nur zu hoffen, dass es sich in dieser Legislaturperiode noch ausgeht. – Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Lopatka: Ja!
„Das eben ist der Fluch der bösen Tat, Daß sie, fortzeugend, immer Böses muß gebären“, so schreibt Schiller. (Abg. Lopatka: Ja!) Dieses Zitat schildert das Verhängnis dieser Bundesregierung. (Abg. Lopatka: Aber geh!) Diese Bundesregierung ist durch Wählertäuschung ins Amt gekommen. (Rufe bei der ÖVP: Ja hallo!) Sie hat moralisch keine legitime Basis, und seit damals kam sie dann auch nicht mehr wirklich vom Fleck. Sie ist nie richtig in den Tritt gekommen, zumindest nicht zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger. (Abg. Auer: Und ihr seid’s außer Tritt !)
Abg. Lopatka: Aber geh!
„Das eben ist der Fluch der bösen Tat, Daß sie, fortzeugend, immer Böses muß gebären“, so schreibt Schiller. (Abg. Lopatka: Ja!) Dieses Zitat schildert das Verhängnis dieser Bundesregierung. (Abg. Lopatka: Aber geh!) Diese Bundesregierung ist durch Wählertäuschung ins Amt gekommen. (Rufe bei der ÖVP: Ja hallo!) Sie hat moralisch keine legitime Basis, und seit damals kam sie dann auch nicht mehr wirklich vom Fleck. Sie ist nie richtig in den Tritt gekommen, zumindest nicht zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger. (Abg. Auer: Und ihr seid’s außer Tritt !)
Rufe bei der ÖVP: Ja hallo!
„Das eben ist der Fluch der bösen Tat, Daß sie, fortzeugend, immer Böses muß gebären“, so schreibt Schiller. (Abg. Lopatka: Ja!) Dieses Zitat schildert das Verhängnis dieser Bundesregierung. (Abg. Lopatka: Aber geh!) Diese Bundesregierung ist durch Wählertäuschung ins Amt gekommen. (Rufe bei der ÖVP: Ja hallo!) Sie hat moralisch keine legitime Basis, und seit damals kam sie dann auch nicht mehr wirklich vom Fleck. Sie ist nie richtig in den Tritt gekommen, zumindest nicht zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger. (Abg. Auer: Und ihr seid’s außer Tritt !)
Abg. Auer: Und ihr seid’s außer Tritt !
„Das eben ist der Fluch der bösen Tat, Daß sie, fortzeugend, immer Böses muß gebären“, so schreibt Schiller. (Abg. Lopatka: Ja!) Dieses Zitat schildert das Verhängnis dieser Bundesregierung. (Abg. Lopatka: Aber geh!) Diese Bundesregierung ist durch Wählertäuschung ins Amt gekommen. (Rufe bei der ÖVP: Ja hallo!) Sie hat moralisch keine legitime Basis, und seit damals kam sie dann auch nicht mehr wirklich vom Fleck. Sie ist nie richtig in den Tritt gekommen, zumindest nicht zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger. (Abg. Auer: Und ihr seid’s außer Tritt !)
Beifall bei den NEOS.
Das ist die böse Tat, die zu Beginn dieser Regierungsarbeit stand. Es wurden, auf Kosten der BürgerInnen, die Bürger und Bürgerinnen getäuscht. Das ist, wie ich meine, eine Schande. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Kogler: Was, Terror?! – Abg. Lopatka: Terror?!
Das heißt, Sie machen die Menschen arm an Jobchancen, an Zukunftschancen und im Geldtascherl. Sie machen die jungen Menschen arm, die Bildungsblockade regiert weiterhin, wir verhärten uns in der Bildung im schlechten Mittelmaß. Sie von der ÖVP, Sie von der SPÖ, Sie führen Österreich in den Terror der Mittelmäßigkeit, und das werden wir verhindern. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Kogler: Was, Terror?! – Abg. Lopatka: Terror?!)
Beifall bei den NEOS.
Deswegen stellen wir heute einen Fristsetzungsantrag. Wir werden dieses Spiel nicht mitspielen, weil Österreich einen entschlossenen Neustart braucht. Wenn wir so weitermachen, dann fahren wir dieses Land an die Wand, und die NEOS werden da nicht mitmachen. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Schrangl.
Deswegen unser Fristsetzungsantrag, damit wir morgen auf Basis eines Antrages, der bereits im Verfassungsausschuss liegt, hier im Haus eine Neuwahl beschließen können. Ich freue mich, dass die Grünen mitgehen. Ich gehe davon aus, dass auch die FPÖ da mitgeht. (Zwischenruf des Abg. Schrangl.)
Beifall bei den NEOS sowie der Abgeordneten Schrangl und Podgorschek.
Wenn das einzige Argument die Angst vor einer erstarkenden FPÖ ist, dann sage ich: Ja dann warten Sie noch ein, zwei, drei Monate, Jahre. Die Angst wird nicht verschwinden, aber Sie besorgen das Geschäft der FPÖ! (Beifall bei den NEOS sowie der Abgeordneten Schrangl und Podgorschek.)
Beifall bei den NEOS.
Wir NEOS sind das Prinzip Hoffnung, und wir werden das in den nächsten Wahlen in diese Republik hineintragen. Wann immer die nächste Wahl auf Bundesebene kommt, wir werden da sein als die positive, weltoffene Kraft der Veränderung. Daran arbeiten wir jeden Tag, und da sind wir auch bereit, Verantwortung zu übernehmen. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Kogler: Dann geht’s schneller!
Abgeordneter Mag. Andreas Schieder (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren – sowohl die, die diese Debatte verfolgen beziehungsweise den vorigen Beitrag verfolgt haben, als auch Sie hier im Hohen Haus! Sprachlos trete ich hierher (Abg. Kogler: Dann geht’s schneller!), nämlich deshalb: Sich einerseits anzuhören, dass es der „Terror“ sei, andererseits, ganz ehrlich (Abg. Meinl-Reisinger: Der Mittelmäßigkeit!) – der Terror der Mittelmäßigkeit, wie ihn Kollege Strolz empfindet.
Abg. Meinl-Reisinger: Der Mittelmäßigkeit!
Abgeordneter Mag. Andreas Schieder (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren – sowohl die, die diese Debatte verfolgen beziehungsweise den vorigen Beitrag verfolgt haben, als auch Sie hier im Hohen Haus! Sprachlos trete ich hierher (Abg. Kogler: Dann geht’s schneller!), nämlich deshalb: Sich einerseits anzuhören, dass es der „Terror“ sei, andererseits, ganz ehrlich (Abg. Meinl-Reisinger: Der Mittelmäßigkeit!) – der Terror der Mittelmäßigkeit, wie ihn Kollege Strolz empfindet.
Abg. Meinl-Reisinger: Meinl-Reisinger oder Strache!
Ich finde es viel beschaulicher, hier die Jämmerlichkeit mitzuerleben, die die Mühen der Ebene hervorrufen, nachdem er mit den NEOS quasi so ein bisschen einen starken Wahlkampf gehabt hat, und diesen krampfhaften Versuch, das Rad der Echauffiertheit weiterzudrehen und weiterzudrehen. Das macht mich nahezu sprachlos, wie man zum einen eigentlich in Selbstverblendung glaubt, es gebe da im Herbst einen Zweikampf Strolz oder Strache (Abg. Meinl-Reisinger: Meinl-Reisinger oder Strache!) – das wird die Politikwissenschaft wirklich noch mit aller Härte beurteilen können –, aber zum anderen auch, wie die Verzweiflung einen anscheinend dahin treibt, hier so eine Performance abzugeben.
Abg. Strolz: Für Neuwahlen?
armung am Baum picken geblieben sein, und hier ist übergeblieben, dass man sich jetzt so inszeniert, wie man sich inszeniert. Ich will trotzdem noch versuchen, zwei sachliche Argumente hinzuzufügen (Abg. Strolz: Für Neuwahlen?), warum sowohl die Fristsetzung als auch das Ansinnen an sich ein vollkommen falscher Ansatz sind.
Abg. Meinl-Reisinger: Eine vertane Chance für die Steuerzahler! Eine vertane Chance!
Allein wenn Sie sich anschauen, was im gestrigen Ministerrat beschlossen wurde und damit auch heute dem Haus hier zugeleitet wird und damit auch in den nächsten Ausschüssen und damit auch im Juli-Plenum beschlossen werden kann – wenn wir nur diesen Ausschnitt hernehmen, ohne darüber zu reden, was wir heute beschließen und was wir noch im Herbst zu tun haben –, dann sehen wir, wie wichtig es ist, dass wir weiterarbeiten und uns nicht in irgendwelche Neuwahlwünsche des Herrn Strolz treiben lassen. (Abg. Meinl-Reisinger: Eine vertane Chance für die Steuerzahler! Eine vertane Chance!)
Abg. Loacker: gar nichts machen !
Es ist das ganze Kapitel Strafgesetznovelle, in dem eine Vielzahl von Änderungen steckt, wichtige Fragen wie die Erbrechtsänderung in Österreich oder die Novelle des Erbrechtes, das eine modernere Fassung von Pflege und all diesen Fragen vorsieht, das Einlagensicherungssystem, bei dem es darum geht, das europäische Bankeneinlagensystem so umzusetzen, wie es der Europäische Rat beschlossen hat, und damit auch das Finanzsystem ein Stück krisenresistenter zu machen (Abg. Loacker: gar nichts machen !), das Streitbeilegungsgesetz in Verbraucherangelegenheiten, das auch ein zentraler Punkt im Konsumentenschutz ist, das gesamte Sozialbetrugsbekämpfungspaket, das wir hier auch noch im Detail diskutieren werden, aber bei dem es um wesentliche Pflöcke geht, damit Sozialbetrug, das Vorbei an Krankenkassen, Arbeitsrechtsstandards und Steuerstandards in Österreich nicht möglich sein soll – wir wollen das stärker bekämpfen –, die Wissenschaftsfonds-Novelle, die gerade zusätzliche Mittel im Forschungs- und Technologieförderungsbereich zur Verfügung stellt, sowie auch (Abg. Moser: Das Mietrecht!) – das Mietrecht, das erst in Verhandlung ist (Abg. Meinl-Reisinger: Seit 20 Jahren!), aber ich habe mich jetzt nur einmal aufs nächste Plenum bezogen, was wir hier behandeln werden – den gesamten Themenkomplex Steuerreform.
Abg. Moser: Das Mietrecht!
Es ist das ganze Kapitel Strafgesetznovelle, in dem eine Vielzahl von Änderungen steckt, wichtige Fragen wie die Erbrechtsänderung in Österreich oder die Novelle des Erbrechtes, das eine modernere Fassung von Pflege und all diesen Fragen vorsieht, das Einlagensicherungssystem, bei dem es darum geht, das europäische Bankeneinlagensystem so umzusetzen, wie es der Europäische Rat beschlossen hat, und damit auch das Finanzsystem ein Stück krisenresistenter zu machen (Abg. Loacker: gar nichts machen !), das Streitbeilegungsgesetz in Verbraucherangelegenheiten, das auch ein zentraler Punkt im Konsumentenschutz ist, das gesamte Sozialbetrugsbekämpfungspaket, das wir hier auch noch im Detail diskutieren werden, aber bei dem es um wesentliche Pflöcke geht, damit Sozialbetrug, das Vorbei an Krankenkassen, Arbeitsrechtsstandards und Steuerstandards in Österreich nicht möglich sein soll – wir wollen das stärker bekämpfen –, die Wissenschaftsfonds-Novelle, die gerade zusätzliche Mittel im Forschungs- und Technologieförderungsbereich zur Verfügung stellt, sowie auch (Abg. Moser: Das Mietrecht!) – das Mietrecht, das erst in Verhandlung ist (Abg. Meinl-Reisinger: Seit 20 Jahren!), aber ich habe mich jetzt nur einmal aufs nächste Plenum bezogen, was wir hier behandeln werden – den gesamten Themenkomplex Steuerreform.
Abg. Meinl-Reisinger: Seit 20 Jahren!
Es ist das ganze Kapitel Strafgesetznovelle, in dem eine Vielzahl von Änderungen steckt, wichtige Fragen wie die Erbrechtsänderung in Österreich oder die Novelle des Erbrechtes, das eine modernere Fassung von Pflege und all diesen Fragen vorsieht, das Einlagensicherungssystem, bei dem es darum geht, das europäische Bankeneinlagensystem so umzusetzen, wie es der Europäische Rat beschlossen hat, und damit auch das Finanzsystem ein Stück krisenresistenter zu machen (Abg. Loacker: gar nichts machen !), das Streitbeilegungsgesetz in Verbraucherangelegenheiten, das auch ein zentraler Punkt im Konsumentenschutz ist, das gesamte Sozialbetrugsbekämpfungspaket, das wir hier auch noch im Detail diskutieren werden, aber bei dem es um wesentliche Pflöcke geht, damit Sozialbetrug, das Vorbei an Krankenkassen, Arbeitsrechtsstandards und Steuerstandards in Österreich nicht möglich sein soll – wir wollen das stärker bekämpfen –, die Wissenschaftsfonds-Novelle, die gerade zusätzliche Mittel im Forschungs- und Technologieförderungsbereich zur Verfügung stellt, sowie auch (Abg. Moser: Das Mietrecht!) – das Mietrecht, das erst in Verhandlung ist (Abg. Meinl-Reisinger: Seit 20 Jahren!), aber ich habe mich jetzt nur einmal aufs nächste Plenum bezogen, was wir hier behandeln werden – den gesamten Themenkomplex Steuerreform.
Zwischenruf des Abg. Strolz
5 Milliarden € Entlastung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in diesem Land für nächstes Jahr durchzusetzen, was eine Kaufkraftsteigerung bringt (Zwischenruf des Abg. Strolz) und damit auch einen Konjunkturimpuls setzt, was gleichzeitig aber auch – mit der automatischen Arbeitnehmerveranlagung, der sogenannten Negativsteuer oder Sozialversicherungsrückvergütung für die untersten Einkommensschichten – in der Verteilungswirkung ein fundamentaler Schritt nach vorne ist, nämlich dass bei den kleinen Einkommen mehr im Börsel bleibt und damit natürlich auch für die Kosten des täglichen Lebens verwendet wird und damit auch für den Konsum und für die Konjunktur eine wesentliche Stütze darstellt.
Abg. Strolz: Gehen Sie nicht mit?
Daher werden Sie verstehen (Abg. Strolz: Gehen Sie nicht mit?), dass wir nicht mitgehen werden, nämlich weil es fundamental abzulehnen ist und eigentlich nur ein nicht einmal lustiger Versuch war, wieder irgendwie in die Schlagzeilen zu kommen. Es ist schade, dass die Politik bei Ihnen auf diesem Niveau angekommen ist. Sie sind einmal angetreten, um Sachpolitik zu machen. Inzwischen haben Sie sich auf dieses Niveau heruntergearbeitet. Schade, wurscht drum, wir werden nicht mitgehen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Daher werden Sie verstehen (Abg. Strolz: Gehen Sie nicht mit?), dass wir nicht mitgehen werden, nämlich weil es fundamental abzulehnen ist und eigentlich nur ein nicht einmal lustiger Versuch war, wieder irgendwie in die Schlagzeilen zu kommen. Es ist schade, dass die Politik bei Ihnen auf diesem Niveau angekommen ist. Sie sind einmal angetreten, um Sachpolitik zu machen. Inzwischen haben Sie sich auf dieses Niveau heruntergearbeitet. Schade, wurscht drum, wir werden nicht mitgehen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Strolz: Es geht um Österreich! Es geht um Österreich!
Ich habe Verständnis für Kollegen Klubobmann Matthias Strolz, wenn er Neuwahlen möchte. Wenn ich mir die letzten beiden Landtagswahlergebnisse der NEOS anschaue, einmal knapp unter 2,5 Prozent, einmal knapp über 2,5 Prozent, also beide Male im Durchschnitt bei der Hälfte von dem, was es das letzte Mal noch war (Abg. Strolz: Es geht um Österreich! Es geht um Österreich!) – Kollege Strolz, bei den Gemeinderatswahlen, ich weiß es, war es noch viel schlechter, einmal 0,89 Prozent, einmal 0,39 Prozent. (Zwischenrufe der Abgeordneten Strolz und Loacker.) Dass Sie da in Neuwahlen fliehen wollen, dafür habe ich Verständnis, nur wir stehen nicht zur Verfügung. Wir wollen arbeiten und keine Neuwahlen, Kollege Strolz.
Zwischenrufe der Abgeordneten Strolz und Loacker.
Ich habe Verständnis für Kollegen Klubobmann Matthias Strolz, wenn er Neuwahlen möchte. Wenn ich mir die letzten beiden Landtagswahlergebnisse der NEOS anschaue, einmal knapp unter 2,5 Prozent, einmal knapp über 2,5 Prozent, also beide Male im Durchschnitt bei der Hälfte von dem, was es das letzte Mal noch war (Abg. Strolz: Es geht um Österreich! Es geht um Österreich!) – Kollege Strolz, bei den Gemeinderatswahlen, ich weiß es, war es noch viel schlechter, einmal 0,89 Prozent, einmal 0,39 Prozent. (Zwischenrufe der Abgeordneten Strolz und Loacker.) Dass Sie da in Neuwahlen fliehen wollen, dafür habe ich Verständnis, nur wir stehen nicht zur Verfügung. Wir wollen arbeiten und keine Neuwahlen, Kollege Strolz.
Abg. Strolz: Sie sind ein Sesselkleber!
Die Wahlergebnisse waren bitter für Sie, ich weiß es (Abg. Strolz: Sie sind ein Sesselkleber!), ich verstehe Sie, die Wahlergebnisse waren bitter für Sie. Sie könnten eigentlich froh sein, dass wir die Legislaturperiode auf 5 Jahre verlängert haben, weil Sie wenigstens diese Zeit sicher haben. (Neuerliche Zwischenrufe der Abgeordneten Strolz und Loacker.)
Neuerliche Zwischenrufe der Abgeordneten Strolz und Loacker.
Die Wahlergebnisse waren bitter für Sie, ich weiß es (Abg. Strolz: Sie sind ein Sesselkleber!), ich verstehe Sie, die Wahlergebnisse waren bitter für Sie. Sie könnten eigentlich froh sein, dass wir die Legislaturperiode auf 5 Jahre verlängert haben, weil Sie wenigstens diese Zeit sicher haben. (Neuerliche Zwischenrufe der Abgeordneten Strolz und Loacker.)
Abg. Strolz – eine Broschüre in die Höhe haltend –: So hätten Sie es machen sollen!
Schauen Sie, Ihr Problem ist ja nicht nur, dass Sie das, was Sie versprochen haben – Sachpolitik zu machen –, längst aufgegeben haben. Die Menschen merken immer mehr, dass Sie inhaltsbefreit sind und dass die NEOS-Partei nur die schnelle Schlagzeile sucht. (Abg. Strolz – eine Broschüre in die Höhe haltend –: So hätten Sie es machen sollen!) – Ja, da haben Sie viel abgeschrieben von uns, ich weiß es, aber Sie können gerne darauf zeigen.
Abg. Strolz: Eine neue Regierung!
Schauen Sie, Ihr Problem ist das Unterschreiten der 4-Prozent-Hürde, und Sie sind auf dem besten Weg dorthin. Sie werden es dann in Oberösterreich das nächste Mal wieder sehen, dann werden Sie hier wieder einen Neuwahlantrag stellen, weil natürlich die Angst, bei Wahlen nicht erfolgreich zu sein, von Wahl zu Wahl – ich verstehe es – bei Ihnen zunimmt. Aber das, was Österreich braucht, ist (Abg. Strolz: Eine neue Regierung!) sachliche Arbeit, und ich sage es Ihnen: Sachlich gibt es keinen einzigen Grund für Neuwahlen.
Abg. Meinl-Reisinger: Reformen! Bildungsreform !
Welches Problem ist denn mit Neuwahlen gelöst? Welches Problem ist mit Neuwahlen gelöst? (Abg. Meinl-Reisinger: Reformen! Bildungsreform !) Das Asylproblem? Die Arbeitslosigkeit? (Abg. Strolz: Staatsverschuldung!) – Das ist gelöst mit Neuwahlen? Die Staatsverschuldung? – Na herrlich! Glauben Sie das wirklich selbst, dass Neuwahlen irgendetwas in dem Land lösen? (Abg. Strolz: Sie sind ein Angstkleber!) – Nein, ganz sicher nicht (Abg. Strolz: Aber sicher!), nein, ganz sicher nicht.
Abg. Strolz: Staatsverschuldung!
Welches Problem ist denn mit Neuwahlen gelöst? Welches Problem ist mit Neuwahlen gelöst? (Abg. Meinl-Reisinger: Reformen! Bildungsreform !) Das Asylproblem? Die Arbeitslosigkeit? (Abg. Strolz: Staatsverschuldung!) – Das ist gelöst mit Neuwahlen? Die Staatsverschuldung? – Na herrlich! Glauben Sie das wirklich selbst, dass Neuwahlen irgendetwas in dem Land lösen? (Abg. Strolz: Sie sind ein Angstkleber!) – Nein, ganz sicher nicht (Abg. Strolz: Aber sicher!), nein, ganz sicher nicht.
Abg. Strolz: Sie sind ein Angstkleber!
Welches Problem ist denn mit Neuwahlen gelöst? Welches Problem ist mit Neuwahlen gelöst? (Abg. Meinl-Reisinger: Reformen! Bildungsreform !) Das Asylproblem? Die Arbeitslosigkeit? (Abg. Strolz: Staatsverschuldung!) – Das ist gelöst mit Neuwahlen? Die Staatsverschuldung? – Na herrlich! Glauben Sie das wirklich selbst, dass Neuwahlen irgendetwas in dem Land lösen? (Abg. Strolz: Sie sind ein Angstkleber!) – Nein, ganz sicher nicht (Abg. Strolz: Aber sicher!), nein, ganz sicher nicht.
Abg. Strolz: Aber sicher!
Welches Problem ist denn mit Neuwahlen gelöst? Welches Problem ist mit Neuwahlen gelöst? (Abg. Meinl-Reisinger: Reformen! Bildungsreform !) Das Asylproblem? Die Arbeitslosigkeit? (Abg. Strolz: Staatsverschuldung!) – Das ist gelöst mit Neuwahlen? Die Staatsverschuldung? – Na herrlich! Glauben Sie das wirklich selbst, dass Neuwahlen irgendetwas in dem Land lösen? (Abg. Strolz: Sie sind ein Angstkleber!) – Nein, ganz sicher nicht (Abg. Strolz: Aber sicher!), nein, ganz sicher nicht.
Heiterkeit bei der ÖVP.
Ich war schon ein paarmal dabei, als wir vorzeitige Neuwahlen hatten, da waren Sie vielleicht noch unterstützend für uns unterwegs. (Heiterkeit bei der ÖVP.) Also ich nehme es an, dass Sie damals Karlheinz Kopf als sein parlamentarischer Mitarbeiter unterstützt haben. Die Kollegin Meinl nickt, also sie war damals auch noch unterstützend dabei. (Abg. Meinl-Reisinger: Ich habe mich daran erinnert!) – Gut, dann habe ich das missverstanden, Sie haben sich nur daran erinnern können, dass Sie damals noch für uns unterwegs waren.
Abg. Meinl-Reisinger: Ich habe mich daran erinnert!
Ich war schon ein paarmal dabei, als wir vorzeitige Neuwahlen hatten, da waren Sie vielleicht noch unterstützend für uns unterwegs. (Heiterkeit bei der ÖVP.) Also ich nehme es an, dass Sie damals Karlheinz Kopf als sein parlamentarischer Mitarbeiter unterstützt haben. Die Kollegin Meinl nickt, also sie war damals auch noch unterstützend dabei. (Abg. Meinl-Reisinger: Ich habe mich daran erinnert!) – Gut, dann habe ich das missverstanden, Sie haben sich nur daran erinnern können, dass Sie damals noch für uns unterwegs waren.
Abg. Strolz: Zehn-Punkte-Plan!
als Sie bisher gezeigt haben, weil Sie immer gesagt haben, dass Sie gerade, was die europäische Idee betrifft und das Erreichen europäischer Lösungen (Abg. Strolz: Zehn-Punkte-Plan!), mit dabei sind. Davon merke ich in der letzten Zeit wenig.
Abg. Strolz: Ja!
Wo Sie uns unterstützen können, wo wir auch mit unserem Koalitionspartner ringen, um zu Lösungen zu kommen, ist, nachhaltig unser Pensionssystem abzusichern. (Abg. Strolz: Ja!) Da haben wir eine große Herausforderung. Sie haben die Möglichkeit, uns zu unterstützen, und wir sind mit den Grünen auf einem guten Weg, zu einer Lösung zu kommen, was die Neuregelungen beim Bankgeheimnis, bei der Bekämpfung des Steuerbetrugs betrifft.
Abg. Strolz: Der richterliche Beschluss fehlt noch immer!
Ich bin gespannt, ob Sie dann Verantwortung übernehmen oder wieder im inhaltsleeren Schreien nach Neuwahlen stecken bleiben. (Abg. Strolz: Der richterliche Beschluss fehlt noch immer!) – Gut, ich merke mir das, was Sie als Zwischenruf gesagt haben, wann Sie dabei sind. Wenn das so kommt, bin ich gespannt, ob Sie dann dabei sind. Das werden Sie innerhalb einer Monatsfrist beweisen können, ob Ihr Wort gilt.
Abg. Loacker: Das ist zehn Jahre her! – Zwischenrufe der Abgeordneten Strolz und Meinl-Reisinger.
Schauen Sie, was ist unser Ziel? – 2018 dort zu sein, wo wir 2005 waren, wie es damals der „Stern“ getitelt hat: „Österreich. Das bessere Deutschland“. Und im Untertitel hat es geheißen: „Wie haben die das bloß geschafft? Gute Stimmung, mehr Wachstum, neue Jobs: Während hierzulande Frust grassiert, Geiz zur Nationaltugend wird und die Arbeitslosigkeit steigt, geht es in der Alpenrepublik voran.“ (Abg. Loacker: Das ist zehn Jahre her! – Zwischenrufe der Abgeordneten Strolz und Meinl-Reisinger.)
Abg. Strolz: Das ist ja das Problem!
Das wollen wir wieder. Wir wollen wieder dort hinkommen, wo wir 2005 waren. (Abg. Strolz: Das ist ja das Problem!) Wir brauchen noch etwas an Zeit, wir brauchen die Unterstützung des Koalitionspartners. Daher sage ich: Weiterarbeiten für Österreich und keine Neuwahlen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das wollen wir wieder. Wir wollen wieder dort hinkommen, wo wir 2005 waren. (Abg. Strolz: Das ist ja das Problem!) Wir brauchen noch etwas an Zeit, wir brauchen die Unterstützung des Koalitionspartners. Daher sage ich: Weiterarbeiten für Österreich und keine Neuwahlen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS.
Die ÖVP hat unzählige Wahlversprechen einfach gebrochen. Wie hat sich das vor der Wahl noch angehört vom damaligen Vizekanzler Spindelegger: Keine neuen Steuern. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Hagen.
Ja was denn bitte sonst ist eine Erhöhung der Grunderwerbsteuer im Familienverband um bis das Zehnfache? Was ist das sonst, bitte, frage ich Sie? (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Hagen.)
Neuerlicher Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Hagen.
Die Entfesselung der Wirtschaft – ja, ich glaube es auch: Die Registrierkassenpflicht ist wahrscheinlich eine Fußfessel der Wirtschaft. Das ist keine Entfesselung, sondern Sie haben Fesseln angelegt. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Hagen.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker.
Entschuldigen Sie: Wenn es einen gründlichen Verdacht gibt, dann kann man auch jetzt schon hineinschauen. Da gibt es einen richterlichen Beschluss von einem Richtersenat, und dann kann man hineinschauen, wenn es einen begründeten Verdacht gibt. Warum muss man jetzt plötzlich jeden Finanzbeamten hineinschauen lassen? – In 10 Jahren schlagen Sie uns dann vor, wir schaffen das Bargeld ab und dürfen überhaupt nur noch Bankkonten haben, und wir legen vielleicht gleich von vornherein dem Finanzamt den Bankauszug vor. Das ist dann Ihre nächste Idee. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker.)
Zwischenruf des Abg. Lopatka.
Ausgabenseitig haben Sie nichts verändert. Was ist mit den Fördertöpfen? Mit den großen Ankündigungen, dass Sie das Staatsbudget sanieren wollen? – Nichts. Sie haben zuerst von einem Experten gesprochen, Herr Klubobmann Lopatka. Ich sage Ihnen etwas, was viele Experten sagen: Österreich hat ein Ausgabenproblem, kein Einnahmenproblem. (Zwischenruf des Abg. Lopatka.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker.
Sie sind angetreten und die ÖVP tritt an dafür, dass wir einen ausgeglichenen Staatshaushalt haben. Und Sie machen nichts. Sie probieren ausgabenseitig nichts, sondern erhöhen die Steuern und pressen die Bürger dieses Landes so weit aus, bis es nicht mehr geht. Dann werden wir uns aber anschauen, was passieren wird. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker.)
Beifall bei der FPÖ.
Und wenn Sie sagen, ja, ich schaue mir dann an, ob Sie bei der Steuerreform zustimmen, vielleicht gibt es einen richterlichen Beschluss: Wir haben in einer großartigen Reform, die von jeder Partei in diesem Haus unterstützt worden ist, die Unabhängigen Verwaltungssenate zu Landesverwaltungsgerichten und zum Bundesverwaltungsgericht zusammengefasst – und jetzt plötzlich kommen Sie daher und wollen wieder eine neue Behörde schaffen, einen Rechtsschutzbeauftragten, den Sie woanders, nämlich bei der Informationsfreiheit, wenn es darum geht, einen gläsernen Staat zu schaffen und nicht die gläsernen Bürger auszuspionieren, verweigern, und auf der anderen Seite hätten Sie dann plötzlich doch wieder die Idee, eine neue Behörde einzuführen. Also das ist wirklich nicht konsequent. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS. – Rufe bei der FPÖ: Richtig!
Ich sage Ihnen etwas: Ich bin froh, dass die NEOS diesen Neuwahlantrag der FPÖ wieder aufs Tapet gebracht haben. Es gibt hundert Gründe, warum er heute durchgehen sollte. Ich würde mich über Ihre Unterstützung freuen, denn ich denke schon, dass Neuwahlen Probleme lösen, und zwar den gordischen Knoten dieser Regierungsverweigerer. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS. – Rufe bei der FPÖ: Richtig!)
Abg. Fekter: Haha!
Was finden wir aber – bei allem Respekt und dem kleinen Versuch, dort oder da etwas erreichen zu wollen, manchmal wenigstens, in der Funktion des Bundeskanzlers? – Es ist halt leider richtig, was die meisten Kommentatoren schreiben, nämlich, da ist jetzt jemand Kanzler, eh schon recht lang, der eigentlich nicht sehr viel will, aber eines schon: Kanzler sein. (Abg. Fekter: Haha!) Und das ist zu wenig. Und das spürt man, das merkt man, das merkt auch die Bevölkerung, das merken auch die Regierungskolleginnen und -kollegen. Frau Fekter hat meine Sympathien, wenn sie dieses Bonmot jetzt mit Sympathie goutiert, aber das ist halt leider tragisch, was ich über den Herrn Kanzler gesagt habe.
Zwischenrufe bei der ÖVP
Ich würde eher meinen, da ist er auf dem falschen Pferd unterwegs. In anderen Zusammenhängen hat man den Eindruck, er sitzt auf einem toten Gaul; es ist auch nicht mehr viel da. Jedenfalls: Django ist das keiner! Der weiß nämlich, wohin er reitet, er hat sein Pferd im Griff – in dem einen Fall –; und für den zweiten Fall sollte er überhaupt bemerken, dass er nicht auf einem toten Gaul herumhängen (Zwischenrufe bei der ÖVP) und sich dann noch – so wie er es gerne hätte – im Kinosaal feiern lassen kann.
Abg. Rädler: Zur Sache!
Wie kann man das jetzt untermauern? – Wir haben doch den Befund, dass wir allein von der europäischen Entwicklung her ... (Abg. Rädler: Zur Sache!) – Es geht ja um die Neuwahlen! Ich sage ja gerade, es wäre gut, wenn da zwei andere an der Spitze stünden.
Abg. Fekter: Vielleicht könnte man ...!
Die europäische Entwicklung ist schon schlimm genug, da kann man vielleicht hier nichts unmittelbar dafür. (Abg. Fekter: Vielleicht könnte man ...!) Aber ein besseres Führungsduo könnten wir in der Situation schon brauchen. Wenn ich mir etwa die Wirtschafts- und Finanzkrise anschaue: Zwar ist der Herr Kanzler heute in Griechenland, besucht dort diverse Einrichtungen, spricht mit Herrn Tsipras – aber wo ist denn die österreichische Initiative, auf europäischer Ebene endlich einmal so aufzutreten, dass dort ein anderer wirtschafts- und finanzpolitischer Kurs gefahren wird? – Gibt es nicht!
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sie werden sich ja nicht einmal einig! Hätte die SPÖ eine Idee, die vielleicht auf ihren Grundsätzen beruhen würde – was ohnehin nicht der Fall ist –, wären wir spätestens morgen dort, dass Sie von der ÖVP wieder blockieren würden. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen
Was hier passiert ist, ist offensichtlich parteipolitisches Kalkül (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen) – ich bin schon fertig, Frau Präsidentin –, indem man nämlich seitens der ÖVP geglaubt hat, wenn man vor den Landtagswahlen noch so etwas her organisiert, dann verliert zwar auch die ÖVP an die FPÖ, aber nicht so viel wie die SPÖ, und auf diese Art und Weise könnte man in der Steiermark die SPÖ wieder überholen. Das ist sich so gerade nicht ausgegangen (Zwischenruf des Abg. Höfinger) – auf einem anderen Weg haben Sie es geschafft, das ist die Methode Lopatka. Das ist alles, nur keine Regierungsfähigkeit – alles zum Schaden des Landes! (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Höfinger
Was hier passiert ist, ist offensichtlich parteipolitisches Kalkül (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen) – ich bin schon fertig, Frau Präsidentin –, indem man nämlich seitens der ÖVP geglaubt hat, wenn man vor den Landtagswahlen noch so etwas her organisiert, dann verliert zwar auch die ÖVP an die FPÖ, aber nicht so viel wie die SPÖ, und auf diese Art und Weise könnte man in der Steiermark die SPÖ wieder überholen. Das ist sich so gerade nicht ausgegangen (Zwischenruf des Abg. Höfinger) – auf einem anderen Weg haben Sie es geschafft, das ist die Methode Lopatka. Das ist alles, nur keine Regierungsfähigkeit – alles zum Schaden des Landes! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Was hier passiert ist, ist offensichtlich parteipolitisches Kalkül (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen) – ich bin schon fertig, Frau Präsidentin –, indem man nämlich seitens der ÖVP geglaubt hat, wenn man vor den Landtagswahlen noch so etwas her organisiert, dann verliert zwar auch die ÖVP an die FPÖ, aber nicht so viel wie die SPÖ, und auf diese Art und Weise könnte man in der Steiermark die SPÖ wieder überholen. Das ist sich so gerade nicht ausgegangen (Zwischenruf des Abg. Höfinger) – auf einem anderen Weg haben Sie es geschafft, das ist die Methode Lopatka. Das ist alles, nur keine Regierungsfähigkeit – alles zum Schaden des Landes! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Höfinger: Das ist ein Plan ...!
Präsidentin Doris Bures: Nächste Rednerin: Frau Klubvorsitzende Dietrich. – Bitte. (Abg. Höfinger: Das ist ein Plan ...!)
Abg. Lugar – in Richtung ÖVP –: ... so nervös!
Abgeordnete Ing. Waltraud Dietrich (STRONACH): Geschätzte Frau Präsident! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! (Abg. Lugar – in Richtung ÖVP –: ... so nervös!) Ja, selbstverständlich gibt es für uns als Oppositionspartei Bereiche, mit denen wir absolut nicht zufrieden sind und wo wir Stillstand orten. Wir orten Stillstand, wenn es darum geht, endlich Reformen zu machen, endlich eine unternehmensfreundliche Politik in diesem Land zu haben, eine Wirtschaft ohne Bürokratie!
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Was Spindelegger noch als „Entfesselung der Wirtschaft“ angesprochen hatte, wurde zu einer Knebelung. Wir haben, wenn ich an Finanzminister Schelling denke, ihm wirklich Vorschusslorbeeren gegeben. Wir waren der Meinung, das ist jetzt jemand aus der Wirtschaft, der etwas für Unternehmer tun wird – und ich sage Ihnen: Wir sind zutiefst enttäuscht, weil genau das Gegenteil eingetreten ist! (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Jetzt geht es in eine Richtung, die wir nicht unterstützen, wenn etwa das Bankgeheimnis fallen soll, wenn Unternehmer kriminalisiert werden sollten – Registrierkassenpflicht, vieles, was für Unternehmer absolut schädlich ist. Da bin ich bei Ihnen.
Abg. Höfinger: Dass ihr dann nicht mehr drinnen seid?
Aber, meine geschätzten Damen und Herren, es gibt auch einen Punkt, der für uns gegen Neuwahlen spricht. Das ist jener Punkt (Abg. Höfinger: Dass ihr dann nicht mehr drinnen seid?): Wir haben den größten Finanzskandal der Zweiten Republik. 20 Milliarden wurden in der Hypo versenkt, und heute stelle ich mir die Frage: Warum will gerade die FPÖ in einer Phase, in der man kurz davor steht, Kulterer einzuvernehmen, Striedinger einzuvernehmen, die ganzen Netzwerke der Macht in Kärnten, rund um Kärnten einzuvernehmen (Abg. Rädler: Haider!) und Aufklärung und Transparenz hineinzubringen – warum will man gerade in dieser Phase Neuwahlen haben?
Abg. Rädler: Haider!
Aber, meine geschätzten Damen und Herren, es gibt auch einen Punkt, der für uns gegen Neuwahlen spricht. Das ist jener Punkt (Abg. Höfinger: Dass ihr dann nicht mehr drinnen seid?): Wir haben den größten Finanzskandal der Zweiten Republik. 20 Milliarden wurden in der Hypo versenkt, und heute stelle ich mir die Frage: Warum will gerade die FPÖ in einer Phase, in der man kurz davor steht, Kulterer einzuvernehmen, Striedinger einzuvernehmen, die ganzen Netzwerke der Macht in Kärnten, rund um Kärnten einzuvernehmen (Abg. Rädler: Haider!) und Aufklärung und Transparenz hineinzubringen – warum will man gerade in dieser Phase Neuwahlen haben?
Abg. Höfinger: Was? Geh!
Für mich ist der Eindruck ein ganz klarer: Da gibt es Interessen, vieles zu vertuschen, vieles zu verdecken und den Untersuchungsausschuss abzudrehen. Meine geschätzten Damen und Herren, da sind wir nicht dabei! Wir haben mit Robert Lugar einen kompetenten Mann in diesem Ausschuss, der alles daransetzen wird, aufzudecken (Abg. Höfinger: Was? Geh!), wo politische Verantwortung fehlgeschlagen ist.
Beifall beim Team Stronach.
Ich freue mich schon darauf, wenn wir hier in diesem Plenum die Verantwortlichkeiten der unterschiedlichen Parteien diskutieren werden, und ich kann Ihnen heute schon sagen: Wir vom Team Stronach waren nirgends dabei, unsere Weste ist weiß! (Beifall beim Team Stronach.) Aber einige wollen wahrscheinlich, dass es hier nicht zur Aufklärung kommt. – Ich danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Höfinger: Das Mandat ist dann weg, aber die Weste ist weiß!)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Höfinger: Das Mandat ist dann weg, aber die Weste ist weiß!
Ich freue mich schon darauf, wenn wir hier in diesem Plenum die Verantwortlichkeiten der unterschiedlichen Parteien diskutieren werden, und ich kann Ihnen heute schon sagen: Wir vom Team Stronach waren nirgends dabei, unsere Weste ist weiß! (Beifall beim Team Stronach.) Aber einige wollen wahrscheinlich, dass es hier nicht zur Aufklärung kommt. – Ich danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Höfinger: Das Mandat ist dann weg, aber die Weste ist weiß!)
Abg. Höfinger: ... mehr bei den Weißen!
Präsidentin Doris Bures: Als Nächste zu Wort gemeldet: Frau Abgeordnete Mag. Meinl-Reisinger. – Bitte. (Abg. Höfinger: ... mehr bei den Weißen!)
Abg. Kuzdas: Die Anna Fenninger! Die hat in der Politik nichts verloren!
„wenn man an einem punkt angelangt ist ..., dass man jahre lang hintergangen wird ... 3 jahre“, ich würde sagen, eineinhalb Jahre haben wir „versucht demokratisch vorzugehen – lösungen zu finden – ohne erfolg! irgendwann stellt man sich eine grundsatzfrage: füge ich mich dem system?“ (Abg. Kuzdas: Die Anna Fenninger! Die hat in der Politik nichts verloren!) „... ich habe all diese lügen satt!“
Beifall bei NEOS und FPÖ. – Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
Das waren Auszüge aus dem Posting, das gestern Anna Fenninger auf Facebook gestellt hat. Als ich das gelesen habe, habe ich mir gedacht: Das könnte genau so auf der Straße von Menschen zu hören sein gegenüber dieser Politik, dieser Regierung in Österreich! (Beifall bei NEOS und FPÖ. – Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Huh-Rufe bei der ÖVP
Es könnte auch genau so von uns NEOS-Abgeordneten kommen, denn: Warum fordern die NEOS Neuwahlen? – Machen Sie sich keine Sorgen um die NEOS! Wenn wir Angst hätten, jetzt an dieser Stelle zu sagen: „Huh, würden wir vielleicht wieder reinkommen (Huh-Rufe bei der ÖVP) in den Nationalrat?“ (Abg. Rädler: Nein!), dann wären wir ganz genau so wie Sie! Dann wären das Einzige, was uns interessieren würde, unsere Sessel, unsere Posten in diesem Nationalrat, unser Machterhalt, unsere Klub-
Abg. Rädler: Nein!
Es könnte auch genau so von uns NEOS-Abgeordneten kommen, denn: Warum fordern die NEOS Neuwahlen? – Machen Sie sich keine Sorgen um die NEOS! Wenn wir Angst hätten, jetzt an dieser Stelle zu sagen: „Huh, würden wir vielleicht wieder reinkommen (Huh-Rufe bei der ÖVP) in den Nationalrat?“ (Abg. Rädler: Nein!), dann wären wir ganz genau so wie Sie! Dann wären das Einzige, was uns interessieren würde, unsere Sessel, unsere Posten in diesem Nationalrat, unser Machterhalt, unsere Klub-
Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
förderung, unsere Parteifinanzierung. Aber das ist nicht der Grund, warum ich in die Politik gegangen bin. Das ist nicht der Grund, warum es NEOS gibt! (Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Rädler: Haselsteiner!
Das Einzige, was Sie wollen, ist, dieses politische System zu erhalten. Dafür kämpfen Sie: für den Erhalt Ihrer Posten, Ihrer Sessel, die Sie hin und her schieben, für Ihre Parteifinanzierung, für Ihre Klubförderung, für den Erhalt dieses politischen Systems! (Abg. Rädler: Haselsteiner!) Genau dafür treten wir an, dass es eine Veränderung gibt: gegen dieses politische System, das – und davon bin ich überzeugt – im Sterben liegt. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Das Einzige, was Sie wollen, ist, dieses politische System zu erhalten. Dafür kämpfen Sie: für den Erhalt Ihrer Posten, Ihrer Sessel, die Sie hin und her schieben, für Ihre Parteifinanzierung, für Ihre Klubförderung, für den Erhalt dieses politischen Systems! (Abg. Rädler: Haselsteiner!) Genau dafür treten wir an, dass es eine Veränderung gibt: gegen dieses politische System, das – und davon bin ich überzeugt – im Sterben liegt. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das sind Zahlen, Daten und Fakten aus dem Jahr 2015. Dies zeigt, dass wir hier vor einem großen Problem stehen und ein großes Problem haben. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
den Tisch legen können, denn das, was hier zugemutet und gefordert und dort eben auch schon umgesetzt wird, ist wirklich haarsträubend. Das darf bei uns sicher nicht umgesetzt werden! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Jedes Jahr verbiegen wir auf das Brutalste Tausende von jungen Lebensläufen. Das können wir besser! Der Rechnungshof zeigt, wie es geht. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Unter diesem Aspekt ist dieser Bericht, so denke ich, obwohl er schon älter ist, noch immer hochaktuell. Die Frau Innenministerin ist aufgefordert, die Personaleinteilung in Übereinstimmung mit der Entwicklung der Bevölkerung effizienter zu steuern, die versprochenen 1 000 Polizisten bereitzustellen und auch den Personalstand transparenter darzustellen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Yilmaz.
Ich möchte von dieser Stelle aus wirklich dazu gratulieren, dass solche Leuchtturmprojekte in meinem Wahlkreis durchgeführt werden, und würde auch dazu einladen, dass diese Leuchtturmprojekte in alle Teile Österreichs gebracht werden, denn sie sind ein ganz wesentlicher Beitrag dazu, auch in den Köpfen Brücken zu bauen. Gerade bei diesem Thema brauchen wir das ganz, ganz dringend. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Yilmaz.)
Zwischenruf des Abg. Lausch.
Europa ist aber auch eine wirtschaftliche Erfolgsgeschichte: die EU-Osterweiterung, der Euro haben dazu geführt, dass es mehr Wirtschaftswachstum gibt. (Zwischenruf des Abg. Lausch.) Ich finde es sehr spannend – das wissen Sie (in Richtung FPÖ) mit Sicherheit schon wieder nicht –, dass sich zum Beispiel die Wirtschaftskraft in Polen seit dem EU-Beitritt verdoppelt hat. Das, glaube ich, soll man den Polen auch wirklich vergönnen, aber das bedeutet ja auch für uns, dass das Exportmärkte sind, in die auch unsere Unternehmen exportieren können, und das bringt ja auch uns Vorteile.
Abg. Zanger: Du kapierst überhaupt nichts!
Das zweite Thema ist die Zuwanderung aus Drittstaaten. Das sollten wir uns auch vor Augen führen. Da haben wir klare Regeln. (Abg. Zanger: Du kapierst überhaupt nichts!) Es ist nicht ganz einfach, nach Österreich einzuwandern. Es gibt sehr klare Vorschriften dafür – die Rot-Weiß-Rot-Karte, Regeln für temporäre Zuwanderung, für fixe Zuwanderung und so weiter –, und das wollen wir aber auch, dazu bekennen wir uns auch, weil es natürlich eine gesteuerte Zuwanderung geben muss.
Beifall bei der ÖVP.
Ich selber komme aus einer Gemeinde mit 4 000 Einwohnern. Wir haben derzeit zwei syrische Familien, und ich behaupte, es ist eine Bereicherung für eine Gemeinde, wenn zwei syrische Familien da sind. Wenn wir diese Kriegsflüchtlinge auf das gesamte Bundesgebiet verteilen, dann kann das wirklich nicht das große Problem sein. Wir haben aber auch im Auge zu behalten, was sich zukünftig entwickelt, und deshalb ist gerade die Forderung der Frau Innenminister entsprechend zu unterstützen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich halte auch die ÖVP-Position, in dieser Frage in der Mitte zu stehen, für ganz richtig. Ich denke, auf der einen Seite wird grenzenlose Zuwanderung nicht möglich sein, auf der anderen Seite ist es aber auch nicht die richtige Antwort, die Grenzbalken dichtzumachen. Die Position in der Mitte ist die richtige, und die werden wir auch in Zukunft vertreten. Ich denke, das Brückenbauen soll einfach noch stärker in unseren Köpfen stattfinden, dann werden wir auch diese Herausforderungen lösen können. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kumpitsch begibt sich zum Rednerpult und schenkt sich ein Glas Wasser ein. – Abg. Cap: Prost! – Abg. Kumpitsch: Danke!
Präsidentin Doris Bures: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Mag. Kumpitsch. Ich stelle Ihnen 3 Minuten Redezeit ein. – Bitte. (Abg. Kumpitsch begibt sich zum Rednerpult und schenkt sich ein Glas Wasser ein. – Abg. Cap: Prost! – Abg. Kumpitsch: Danke!)
Abg. Kopf: Herzlich willkommen!
Abgeordneter Mag. Günther Kumpitsch (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Abgeordnete! Sehr geehrte Zuschauer auf der Galerie und vor den Fernsehern! Es ist mir eine Ehre, heute hier sprechen zu dürfen. Da es meine erste Rede ist (Abg. Kopf: Herzlich willkommen!), möchte ich mich bei euch kurz vorstellen.
Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Nachbaur.
Mein Name ist Günther Kumpitsch, ich komme aus der Steiermark, aus dem Bezirk Graz-Umgebung, und ich bin im Landeskriminalamt der Landespolizeidirektion Steiermark als Jurist tätig. Schon aus diesem Grund sind mir die Sicherheit unserer Bevölkerung, aber auch die Arbeitsbedingungen unserer Polizistinnen und Polizisten sehr viel wert. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Nachbaur.)
Beifall bei der FPÖ.
Tatsache ist, dass der finanzielle Aufwand an Dienstzuteilungsgebühren in den Jah- ren 2007 bis 2011 durchschnittlich 10 Millionen € betrug – also keine Kleinigkeit. Zwei Jahre nach dieser Kritik zeigt sich, dass nach wie vor dringender Handlungsbedarf besteht. Es ist eine Frage des Standpunktes oder der Sichtweise, ob die in den vergangenen Jahren vorgenommenen Schließungen von Polizeidienststellen einer Systemanpassung dienten oder als reiner sicherheitspolitischer Kahlschlag zu werten sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Neubauer: Unglaublich!
Ich gebe meiner Kollegin Becher auch darin recht, dass diese Ungleichbesetzungen der Dienststellen natürlich auch eine enorme Überforderung der Polizistinnen und Polizisten bedeuten. Aus der Beantwortung der letzten parlamentarischen Anfrage betreffend Überstundendienste vom 26. Mai zeigt sich, dass heute noch immer gravierende Unterschiede zwischen den systemisierten und den tatsächlichen Personalständen im Bereich der Polizei bestehen. Das bedingt auch, dass im Bereich der Landespolizeidirektion Wien im Jahr 2014 mehr als 343 000 systemisierte Überstunden anfielen und trotzdem viele Polizistinnen und Polizisten über die Maßen belastet wurden. (Abg. Neubauer: Unglaublich!)
Beifall bei der FPÖ.
Das Bundesministerium wird daher von uns aufgefordert, mangelnde Planstellen nicht weiter wie bisher einfach durch Zuteilungen zu ersetzen, sondern im Interesse der Sicherheit der Bevölkerung und im Interesse der Polizistinnen und Polizisten diese systemisierten Personalstände mit den tatsächlichen Personalständen in Einklang zu bringen. (Beifall bei der FPÖ.) Es wäre dann nämlich nicht mehr nötig, mit Langzeitzuteilungen und sonstigen Manövern zu arbeiten. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das Bundesministerium wird daher von uns aufgefordert, mangelnde Planstellen nicht weiter wie bisher einfach durch Zuteilungen zu ersetzen, sondern im Interesse der Sicherheit der Bevölkerung und im Interesse der Polizistinnen und Polizisten diese systemisierten Personalstände mit den tatsächlichen Personalständen in Einklang zu bringen. (Beifall bei der FPÖ.) Es wäre dann nämlich nicht mehr nötig, mit Langzeitzuteilungen und sonstigen Manövern zu arbeiten. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.
Meine Damen und Herren, das ist der entscheidende Punkt. Wir bestrafen diese Kinder, die schon benachteiligt sind, indem wir sie nicht fördern. Das ganze System kostet enorm viel Geld. Wir verpulvern Unmengen an Geld, und wir erreichen nicht das, was wir eigentlich erreichen wollen. (Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen.
Geben wir also allen Kindern eine Chance! Wir Grüne sagen schon lange: Kein Kind zurücklassen! Das gilt insbesondere für jene, die benachteiligt sind. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend: Es ist für mich relevant, dass die SPÖ-geführte Bundesregierung die Gruppenbesteuerung durch das Abgabenänderungsgesetz Anfang 2014 reformiert hat und damit auch für mehr Steuergerechtigkeit gesorgt ist. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Präsident! Da keine Follow-up-Prüfung vorliegt, würde mich interessieren, welche der 23 Empfehlungen, die der Rechnungshof ausgesprochen hat, tatsächlich umgesetzt wurden, welche gar nicht umgesetzt wurden und welche auf Gelb gestellt sind. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Es ist Irrsinn, Schulversuche zu starten, und nicht wenige, sondern an 50 Prozent der Schulstandorte, ohne im Vorhinein zu wissen, was das kostet, und ohne sich zu erkundigen. Und auch im Nachhinein weiß man bis heute eigentlich nicht, was diese Schulversuche gekostet haben. Dieses Geld fehlt natürlich in der Bildung, und mit diesem Geld könnte man wahrscheinlich Sinnvolleres in der Bildung machen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es ist natürlich traurig, dass ein Bundesministerium so arbeitet. Deshalb danke ich dem Rechnungshof doppelt dafür, dass er genau solche Missstände aufzeigt, um das Parlament in seiner Arbeit zu unterstützen. Noch einmal herzlichen Dank für die großartige Arbeit. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Zanger.
Abgeordneter Philip Kucher (SPÖ): Geschätzter Herr Präsident! Herr Rechnungshofpräsident! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Neu eingetroffene Frau Bundesministerin, Sie sind herzlich willkommen! Ihr unterhaltet euch wahrscheinlich schon über die Personalplanung für die Polizei und die Kosteneinsparungspotenziale. Bitte auch auf Kärnten nicht vergessen, ein Kärntner Rechnungshofpräsident ist da und kann nachweisen, dass auch in Kärnten die Personalsituation nicht ganz ideal ist, wie vor Kurzem in einer parlamentarischen Anfragebeantwortung übermittelt wurde. (Zwischenruf des Abg. Zanger.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist ein Grund dafür, dass wir die Gruppenbesteuerung im letzten Jahr im Abgabenänderungsgesetz auch eingeschränkt haben. Das waren erste wichtige Schritte, und weitere müssen folgen. Wir werden uns die Gruppenbesteuerung auch weiterhin kritisch ansehen und versuchen, gemeinsam neue und fairere Modelle der Gesamtkonzernbesteuerung zu entwickeln. Schauen wir aber jedenfalls kritisch weiter darauf, dass die Gelder, die investiert werden, welche die Konzerne sozusagen über eine indirekte Steuerbegünstigung bekommen, auch so investiert werden, dass es wirklich Ziele gibt, die dann auch erreicht werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Deshalb rege ich an: Bitte unterstützen Sie, dass diese Empfehlungen umgesetzt werden. Ich glaube, es ist im Interesse von uns allen, diese Schritte zu setzen. – Danke. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich stehe auch dazu. Also müssen wir auch über dieses Thema unaufgeregt reden. Das heißt: Brauchen wir wirklich Quoten? Wem nützt die Quote in Österreich, und wem nützt sie überhaupt in der EU? Oder können wir unaufgeregt sagen: Das Boot in Österreich ist voll!? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Lintl.
mehr –, was machen wir? – Es gilt, klare Verhaltensmaßregeln und Richtlinien hier in Österreich zu formulieren, wenn die EU versagt. Da müssen wir national einschreiten können! (Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Lintl.)
Beifall bei der FPÖ.
Noch einmal: Das sind Traumatisierte, aber dass auch die autochthone Bevölkerung dem Menschenrecht unterliegt, das soll hier auch einmal eindeutig klargestellt werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es ist höchst an der Zeit. Das Wasser steht uns nicht bis zum Hals, sondern schon über den Kopf drüber. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz.
Ich sage Ihnen, warum mir jedes Verständnis fehlt, jetzt und hier von Ihnen einen Misstrauensantrag serviert zu bekommen: Es gibt in Österreich klare Zuständigkeiten, was diese zweifelsohne schwierige Frage betrifft. (Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Walter Rosenkranz und Moser.
Auch innerhalb der Landesregierungen gibt es Zuständigkeiten: In einem Bundesland ist ein ÖVP-Landesrat zuständig, in sechs Bundesländern sind es SPÖ-Landesräte, und in zwei Bundesländern sind es grüne Landesrätinnen, die zuständig sind. (Zwischenrufe der Abgeordneten Walter Rosenkranz und Moser.) Sie haben geschaut, dass sie etwas schaffen, und sie haben mehr geschafft, als das in unseren Nachbarstaaten der Fall ist. Trotzdem gibt es bei uns wahrscheinlich mehr Aufregung als in Italien, Frankreich oder Griechenland.
Zwischenruf des Abg. Darmann.
Oder: Heute in der Früh ist es noch einmal im ORF gekommen: „Traumatisierte Menschen, die erleben mussten, wie Soldaten und Kämpfer in Uniform Menschen gejagt, gefoltert und ermordet haben, in Kasernen unterzubringen ist moralisch und gesundheitlich ein Problem“, sagte der Kärntner Landeshauptmann. Für ihn kommt es daher nicht infrage, dafür Kasernen zu nehmen. (Zwischenruf des Abg. Darmann.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wenn wir immer zuerst die Zustimmung der Gemeinden einholen müssen, dann möchte ich wissen, welcher Bürgermeister in Österreich sagt: Ja, bitte, ich nehme mehr und noch mehr Flüchtlinge! (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Rädler: Eh klar! – Abg. Steinhauser: Das hat sie nicht gesagt!
Die sollen das machen. – Ja, die anderen sollen das machen. (Abg. Rädler: Eh klar! – Abg. Steinhauser: Das hat sie nicht gesagt!)
Abg. Steinhauser: Dann zitieren Sie nicht falsch!
Ja, das hat sie nicht gesagt, aber das war ja intendiert. (Abg. Steinhauser: Dann zitieren Sie nicht falsch!) – Wenn sie sagt, das ist in Wien und im Burgenland viel leichter, was will sie dann damit sagen? – Macht ihr es, denn bei euch ist es leichter! (Abg. Steinhauser: Weil es schwer ist! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.)
Abg. Steinhauser: Weil es schwer ist! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.
Ja, das hat sie nicht gesagt, aber das war ja intendiert. (Abg. Steinhauser: Dann zitieren Sie nicht falsch!) – Wenn sie sagt, das ist in Wien und im Burgenland viel leichter, was will sie dann damit sagen? – Macht ihr es, denn bei euch ist es leichter! (Abg. Steinhauser: Weil es schwer ist! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Brosz: Es ist schwer mit euren Bürgermeistern, mit euren ÖVP-Bürgermeistern!
Die Ministerin, die ihre Verantwortung wahrnimmt, bekommt von Ihnen einen Misstrauensantrag. Das ist Ihre Politik! Zweischneidiger und doppelbödiger geht es gar nicht mehr, sage ich Ihnen! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Brosz: Es ist schwer mit euren Bürgermeistern, mit euren ÖVP-Bürgermeistern!)
Abg. Brosz: Mit euren Bürgermeistern ist es ganz schwer!
Oder: in Salzburg. Was sagt in Salzburg die zuständige Landesrätin Martina Berthold? – „Ich finde es nicht konstruktiv, wie jetzt agiert wird. Sich jetzt auf 100 Prozent zu versteifen, ist eine Maßregelung der Bundesländer, die nicht konstruktiv ist.“ (Abg. Brosz: Mit euren Bürgermeistern ist es ganz schwer!)
Zwischenrufe der Abg. Korun.
Ja wozu macht man Vereinbarungen? Wenn wir dann sagen, haltet das ein, was wir vereinbart haben, dann werden die Bundesländer gemaßregelt!? – Das sagt Ihre Landesrätin zu ihrem eigenen Versagen! Sehen Sie auch das, wenn Sie dann so vollmundig nach mir hier reden werden! (Zwischenrufe der Abg. Korun.)
Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Brosz. – Zwischenruf des Abg. Walser.
Was schaffen Ihre Landesrätinnen hier? – Ich sage es Ihnen: Ich halte Ihre Vorgehensweise für äußerst unfair und unsolidarisch! Wir sollten gemeinsam versuchen, hier zu Lösungen zu kommen. (Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Brosz. – Zwischenruf des Abg. Walser.)
Abg. Steinhauser: Die Erstaufnahmestellen sind überfüllt!
Ich sage Ihnen noch ein Zweites: Die Ministerin kommt auf der einen Seite, wenn es um die Erstaufnahmen geht, ihren Aufgaben nach. Aber bei jenen, Richtung Freiheitliche Partei Schade, dass Kollegin Belakowitsch-Jenewein gerade nicht im Saal ist. Sie hat heute gemeint: Es gibt ja nicht einmal Statistiken, Frau Innenminister!, und hat gefragt: Wo ist die Statistik, was Abschiebungszahlen betrifft? (Abg. Steinhauser: Die Erstaufnahmestellen sind überfüllt!)
Abg. Darmann: andere Zahlen!
Ich sage es Ihnen aber, weil Sie heute Vormittag gefragt haben: Im heurigen Jahr waren es von Jänner bis April 4 167 Außerlandbringungen. Davon waren 1 176 zwangsweise, 2 991 freiwillige; davon 1 686 freiwillige und 1 300 unterstützt freiwillige Ausreisen. – Also Sie bekommen alles, was Sie wollen. Die Frau Ministerin sorgt für rechtsstaatliche Verfahren. Und diejenigen, die eben keinen Aufenthaltstitel haben, bleiben auch nicht im Land, um das ganz deutlich zu sagen. Da kommt es zu Abschiebungen. Nicht angenehm, aber es wird gemacht. (Abg. Darmann: andere Zahlen!)
Zwischenruf der Abg. Schwentner
Das, was Sie heute hier tun, ist kein Beitrag zur Lösung dieses großen Problems, das nicht nur uns beschäftigt (Zwischenruf der Abg. Schwentner), das wir in Wirklichkeit in Österreich allein nie lösen werden können, sondern nur auf europäischer Ebene. (Abg. Steinhauser: bringt ihr auch nichts zusammen!)
Abg. Steinhauser: bringt ihr auch nichts zusammen!
Das, was Sie heute hier tun, ist kein Beitrag zur Lösung dieses großen Problems, das nicht nur uns beschäftigt (Zwischenruf der Abg. Schwentner), das wir in Wirklichkeit in Österreich allein nie lösen werden können, sondern nur auf europäischer Ebene. (Abg. Steinhauser: bringt ihr auch nichts zusammen!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich hoffe, dass Ihre Kollegen auf europäischer Ebene konstruktiver sind als Sie heute hier, und ich hoffe, dass Ihre Landesrätinnen ihre Verantwortung wahrnehmen, was sie bis heute im Gegensatz zur Ministerin nicht getan haben, weder in Tirol noch in Salzburg. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Walter Rosenkranz: Können wir das ganze Erkenntnis vorgelesen bekommen?! Das ist zu wenig! Bitte das Ganze!
Sie sind auch damit auf der ganzen Linie gescheitert, sehr geehrte Frau Innenministerin, nämlich mit dem Versuch, den Rechtsstaat mit Füßen zu treten, eine rechtswidrige Verordnung zu machen, zu sagen: Ach, das Gesetz, das das Parlament beschlossen hat, tritt mir zu spät in Kraft! Das ziehe ich jetzt mit einer Verordnung ein bisschen vor! (Abg. Walter Rosenkranz: Können wir das ganze Erkenntnis vorgelesen bekommen?! Das ist zu wenig! Bitte das Ganze!)
Beifall bei Grünen und NEOS. – Abg. Prinz: Mein Gott!
(Beifall bei Grünen und NEOS. – Abg. Prinz: Mein Gott!)
Beifall bei Grünen und NEOS. – Zwischenrufe der Abgeordneten Eßl und Rädler.
Sehr geehrte Frau Innenministerin, bitte machen Sie Platz für jemanden, der den Rechtsstaat wirklich ernst nimmt und der die Menschenrechte auch wirklich schützt, bevor der Rechtsstaat, Schutzsuchende und die Republik noch größeren Schaden nehmen. – Danke. (Beifall bei Grünen und NEOS. – Zwischenrufe der Abgeordneten Eßl und Rädler.)
Beifall bei SPÖ, Grünen und NEOS.
Darum ist es angebracht, sehr vorsichtig bei der Wortwahl, bei den Formulierungen der Handlungen, die angekündigt werden, die als beabsichtigt in den Raum gestellt werden, die kurzfristig gesetzt werden, zu sein. Es gilt abzuwägen, mit Vernunft und in Absprache: Was trägt zur Lösung bei oder was schafft neue Probleme? – Zeltstädte sind keine Lösung. (Beifall bei SPÖ, Grünen und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Daran zu arbeiten, sich dafür einzusetzen, sich zu engagieren, das lohnt sich im gemeinsamen Interesse, im Interesse Österreichs. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Höfinger: Es gibt zwei!
Abgeordneter Mag. Philipp Schrangl (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Sehr geehrte Frau Staatssekretär! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Meine lieben Kollegen im Nationalrat, liebe Bürger auf der Galerie und zu Hause! (Abg. Höfinger: Es gibt zwei!) – Ich habe gesagt: Frau Bundesminister. Das passt schon. (Abg. Höfinger: Es gibt aber zwei!) – Entschuldigung, dann tut es mir leid. Herzlichen Dank. Entschuldigung, Grüß Gott, Frau Bundesminister. So viel Höflichkeit muss sein. (Abg. Rädler: Guten Morgen!)
Abg. Höfinger: Es gibt aber zwei!
Abgeordneter Mag. Philipp Schrangl (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Sehr geehrte Frau Staatssekretär! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Meine lieben Kollegen im Nationalrat, liebe Bürger auf der Galerie und zu Hause! (Abg. Höfinger: Es gibt zwei!) – Ich habe gesagt: Frau Bundesminister. Das passt schon. (Abg. Höfinger: Es gibt aber zwei!) – Entschuldigung, dann tut es mir leid. Herzlichen Dank. Entschuldigung, Grüß Gott, Frau Bundesminister. So viel Höflichkeit muss sein. (Abg. Rädler: Guten Morgen!)
Abg. Rädler: Guten Morgen!
Abgeordneter Mag. Philipp Schrangl (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Sehr geehrte Frau Staatssekretär! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Meine lieben Kollegen im Nationalrat, liebe Bürger auf der Galerie und zu Hause! (Abg. Höfinger: Es gibt zwei!) – Ich habe gesagt: Frau Bundesminister. Das passt schon. (Abg. Höfinger: Es gibt aber zwei!) – Entschuldigung, dann tut es mir leid. Herzlichen Dank. Entschuldigung, Grüß Gott, Frau Bundesminister. So viel Höflichkeit muss sein. (Abg. Rädler: Guten Morgen!)
Zwischenruf des Abg. Lopatka.
Der Antrag (Zwischenruf des Abg. Lopatka.) – Halten Sie das Taferl hoch! Schauen wir, ob Sie etwas zusammenbringen! (Abg. Lopatka: Die Debatte geht ja weiter! Luxemburg übernimmt den EU-Vorsitz!) – Sehr gut, sehr gut. Die Debatte geht weiter.
Abg. Lopatka: Die Debatte geht ja weiter! Luxemburg übernimmt den EU-Vorsitz!
Der Antrag (Zwischenruf des Abg. Lopatka.) – Halten Sie das Taferl hoch! Schauen wir, ob Sie etwas zusammenbringen! (Abg. Lopatka: Die Debatte geht ja weiter! Luxemburg übernimmt den EU-Vorsitz!) – Sehr gut, sehr gut. Die Debatte geht weiter.
Beifall bei der FPÖ.
Weil das hier noch auf der Seite steht: Herr Bundesminister Kurz hat die Familienbeihilfe für sich entdeckt. Das war eine Anfrage von den Freiheitlichen, deren Beantwortung noch nicht da ist, die Antwort aber wahrscheinlich schon im Ministerium bekannt ist. Die Frau Bundesministerin hat wahrscheinlich gleich dem Herrn Kollegen Kurz gesagt: Pass auf, da wird etwas kommen, vielleicht sollten wir das fordern!, weil es nämlich bei den Landtagswahlen so aussieht, dass die FPÖ immer weiter gewinnt und die ÖVP immer verliert. Jetzt muss man wahrscheinlich ein bisschen umschwenken. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir sind übrigens nicht die Einzigen. Sie wissen es, Sie waren bei der Pressekonferenz in Linz selbst dabei, wo Landeshauptmann Pühringer gefordert hat, die Grenzen zu schließen. Wenn Sie schon nicht auf uns hören oder zumindest nur im Fünf-Jahres-Takt, also mit fünf Jahren Verspätung, dann hören Sie auf Ihren Parteikollegen Pühringer und machen Sie die Grenzen dicht! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Die mittlerweile hoch professionellen Schlepperorganisationen spielen eine Schlüsselrolle bei den Flüchtlingsdramen. Sie sind gnadenlose Ausbeuter, die die Menschen völlig ungeschützt und desorientiert aussetzen. Die maroden Boote werden teilweise gezielt versenkt oder von den sogenannten Besatzungen verlassen, und somit werden die Menschen ihrem Schicksal überlassen. Diese verantwortungslosen Schlepper sind mit schuld am Tod tausender Flüchtlinge. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Rädler: Das war stark! Zwei Appläuse!
Präsident Karlheinz Kopf: Der soeben von Frau Abgeordneter Lintl eingebrachte Entschließungsantrag ist ausreichend unterstützt, steht daher mit in Verhandlung. (Abg. Rädler: Das war stark! Zwei Appläuse!)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Vavrik.
Abgeordneter Mag. Albert Steinhauser (Grüne): Sehr geehrte Frau Innenministerin, die heutige Diskussion markiert einen Endpunkt eines langen Scheiterns von Ihnen! Sie haben sich diesen Misstrauensantrag von den Grünen redlich verdient. Es gibt im Leben Situationen, dass man in seiner Funktion nichts mehr beitragen kann, und das sollte man auch erkennen und die Konsequenzen ziehen – und Sie sind nachweislich in solch einer Situation! (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Vavrik.)
Abg. Rädler: Das war schon immer so!
Des Weiteren wollen Sie dort auch keine Journalisten haben (Abg. Rädler: Das war schon immer so!), weil Sie nicht wollen, dass die Öffentlichkeit erfährt, was es dort für Missstände gibt. Wenn das schon immer so war, ist das eher ein Indiz dafür, dass es diese Missstände schon immer gegeben hat, Herr Abgeordneter Rädler! (Beifall bei den Grünen.) Dieser Eingriff in die freie Berichterstattung ist, freundlich gesagt, inakzeptabel und unüblich – deutlich gesagt: Das kennen wir eher aus anderen Ländern!
Beifall bei den Grünen.
Des Weiteren wollen Sie dort auch keine Journalisten haben (Abg. Rädler: Das war schon immer so!), weil Sie nicht wollen, dass die Öffentlichkeit erfährt, was es dort für Missstände gibt. Wenn das schon immer so war, ist das eher ein Indiz dafür, dass es diese Missstände schon immer gegeben hat, Herr Abgeordneter Rädler! (Beifall bei den Grünen.) Dieser Eingriff in die freie Berichterstattung ist, freundlich gesagt, inakzeptabel und unüblich – deutlich gesagt: Das kennen wir eher aus anderen Ländern!
Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Kitzmüller: Schauen Sie sich doch einmal die Zahlen an! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Dazu passt auch die Aussage Ihres Parteichefs Mitterlehner, der in der „ZiB 2“ wörtlich von einer „Völkerwanderung“ gesprochen hat. – Das ist eine maßlose Übertreibung. Ja, die Situation ist eine Herausforderung. Es kommen mehr Flüchtlinge als in den letzten Jahren, aber es kommen lange noch nicht so viele wie vor zehn Jahren, als der Afghanistan-Krieg war, es kommen weniger als während der Jugoslawien-Krise, und es kommen deutlich weniger als während der Ungarn-Krise oder des Prager Frühlings. Das als „Völkerwanderung“ zu bezeichnen, ist offensichtlich der Versuch, der Bevölkerung Angst zu machen und mit dieser Angst das politische Geschäft zu machen. (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Kitzmüller: Schauen Sie sich doch einmal die Zahlen an! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Ich sage Ihnen etwas: Das politische Geschäft mit der Angst wird die FPÖ immer besser machen als Sie, und das wird der Grund dafür sein, dass Sie damit nichts gewinnen werden, sondern den Boden für diese Partei aufbereiten werden. (Beifall bei den Grünen.) – Sie freuen sich darüber, wenn Sie nur in deren Reihen schauen. (Neuerliche Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Neuerliche Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Ich sage Ihnen etwas: Das politische Geschäft mit der Angst wird die FPÖ immer besser machen als Sie, und das wird der Grund dafür sein, dass Sie damit nichts gewinnen werden, sondern den Boden für diese Partei aufbereiten werden. (Beifall bei den Grünen.) – Sie freuen sich darüber, wenn Sie nur in deren Reihen schauen. (Neuerliche Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Nächster Punkt: die Zelte. – Wieder eine Inszenierung von Ihnen! Die Erstaufnahmestellen gehören dem Bund, Sie sind dafür verantwortlich. Wenn Sie über die Länder reden und auf die Länder zeigen, dann zeigen Sie auf den Spiegel, denn dann zeigen Sie auf die ÖVP. Die ÖVP stellt sechs Landeshauptleute, sie sitzt in sieben Landesregierungen. Wenn Sie den Ländern ernsthaft einen Vorwurf machen, dann sagt das nichts anderes, als dass Ihre Parteifreunde, die in sieben Landesregierungen sitzen, Sie schon lange im Stich gelassen haben und nicht mehr unterstützen! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Salzburg und Tirol. – Seien Sie froh, dass Sie zwei engagierte Grüne Landesrätinnen haben! (Beifall bei den Grünen.) Ich sage Ihnen einmal die Zahlen; die Kolleginnen haben einen Rucksack an Defiziten von Ihren Vorgängern geerbt. Die Kollegin in Tirol hat innerhalb von eineinhalb Jahren aus 1 000 Plätzen 3 000 gemacht. Ich sage Ihnen etwas: Ohne die zwei engagierten Grünen Landesrätinnen wäre die Bilanz dieser Innenministerin noch viel katastrophaler. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Salzburg und Tirol. – Seien Sie froh, dass Sie zwei engagierte Grüne Landesrätinnen haben! (Beifall bei den Grünen.) Ich sage Ihnen einmal die Zahlen; die Kolleginnen haben einen Rucksack an Defiziten von Ihren Vorgängern geerbt. Die Kollegin in Tirol hat innerhalb von eineinhalb Jahren aus 1 000 Plätzen 3 000 gemacht. Ich sage Ihnen etwas: Ohne die zwei engagierten Grünen Landesrätinnen wäre die Bilanz dieser Innenministerin noch viel katastrophaler. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Wenn jemand etwas bewegt – und das ist so –, dann sind das diese zwei Landesrätinnen. Ihr (in Richtung ÖVP) habt eure Innenministerin schon lange im Stich gelassen, ihr unterstützt sie schon lange nicht mehr! (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Brosz: Die Rädlers und Kollegen!
Nächster Punkt: Wer ist die Bürgermeisterpartei in Österreich? – Ob es uns gefällt oder nicht, es ist die ÖVP. Und wer ist auf den Barrikaden, wenn Flüchtlinge in den Gemeinden aufgenommen werden sollen? – Es sind die ÖVP-Bürgermeister! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Brosz: Die Rädlers und Kollegen!) Es ist der Bürgermeister von Bad Gastein ein ÖVP-Bürgermeister, der sich aufregt, wenn Abgeordneter Schellhorn einige Flüchtlinge unterbringen will. Es ist der Bürgermeister von Horn – ein ÖVP-Bürgermeister –, der sich aufregt, wenn eine Kaserne geöffnet werden soll. Es ist der Bürgermeister von Vomp – ein ÖVP-Bürgermeister –, der auf die Barrikaden geht. Die Innenministerin hat ja nicht einmal mehr eine Durchsetzungskraft bei den kleinsten Funktionären und den Bürgermeistern, die haben sich schon längst alle abgewendet, lassen sie im Stich. Null Durchsetzungskraft! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Nächster Punkt: Wer ist die Bürgermeisterpartei in Österreich? – Ob es uns gefällt oder nicht, es ist die ÖVP. Und wer ist auf den Barrikaden, wenn Flüchtlinge in den Gemeinden aufgenommen werden sollen? – Es sind die ÖVP-Bürgermeister! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Brosz: Die Rädlers und Kollegen!) Es ist der Bürgermeister von Bad Gastein ein ÖVP-Bürgermeister, der sich aufregt, wenn Abgeordneter Schellhorn einige Flüchtlinge unterbringen will. Es ist der Bürgermeister von Horn – ein ÖVP-Bürgermeister –, der sich aufregt, wenn eine Kaserne geöffnet werden soll. Es ist der Bürgermeister von Vomp – ein ÖVP-Bürgermeister –, der auf die Barrikaden geht. Die Innenministerin hat ja nicht einmal mehr eine Durchsetzungskraft bei den kleinsten Funktionären und den Bürgermeistern, die haben sich schon längst alle abgewendet, lassen sie im Stich. Null Durchsetzungskraft! (Beifall bei den Grünen.)
auf Bundesministerin Mikl-Leitner zeigend
Das Dublin-Abkommen ist jenes Abkommen, das (auf Bundesministerin Mikl-Leitner zeigend) diese Innenministerin immer verteidigt hat.
neuerlich auf Bundesministerin Mikl-Leitner zeigend
Mit mutloser und unehrlicher Politik meint sie (neuerlich auf Bundesministerin Mikl-Leitner zeigend) diese Innenministerin.
wieder auf Bundesministerin Mikl-Leitner zeigend
Da meint sie die Maßnahmen (wieder auf Bundesministerin Mikl-Leitner zeigend) dieser Innenministerin.
noch einmal auf Bundesministerin Mikl-Leitner zeigend
Da kann sie (in Richtung ÖVP) diese Partei oder (noch einmal auf Bundesministerin Mikl-Leitner zeigend) diese Innenministerin meinen.
Beifall bei den Grünen.
Man weiß nicht, was Sie wollen. Sie verbreiten Chaos, Sie sind schlicht gescheitert, Ihnen fehlt jede politische Durchsetzungskraft – und daher haben Sie diesen Misstrauensantrag verdient! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Schrangl: Nicht nur das! Alles besser!
diges Applaudieren und Zustimmung der FPÖ hören konnten. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Schrangl: Nicht nur das! Alles besser!) Das ist äußerst heftig, wenn man sich auch noch freut, dass man das Geschäft mit der Angst besser kann.
Beifall bei NEOS und Grünen.
Was auch wichtig ist, ist, dass wir ein dauerhaftes und reguläres Resettlement-Programm haben, dass Flüchtlinge die Möglichkeit haben, legal in die Europäische Union zu kommen. Dann könnten wir uns vielleicht solche Bilder, wie sie vergangenen Sonntag an der türkischen Grenze zu sehen waren und von der Französischen Presseagentur aufgenommen wurden, wo tausende Leute versucht haben, irgendwie in die Türkei zu kommen, und auf der einen Seite von türkischen Soldaten, auf der anderen Seite von IS-Kämpfern davon abgehalten wurden, wo Väter ihre kleinen Söhne und Töchter durch den Stacheldrahtzaun de facto durchgeworfen haben, damit sie rüberkommen auf die sichere Seite, wo die türkischen Soldaten mit Wasserwerfern auf Flüchtlinge losgegangen sind, ersparen. Wenn wir ein sinnvolles und dauerhaft reguläres Resettlement-Programm hätten, dann könnten wir uns solche unerträglichen Bilder hoffentlich einmal ersparen. (Beifall bei NEOS und Grünen.)
Ruf bei der ÖVP: FRONTEX!
Was wir auch brauchen, ist eine dauerhafte und eine sinnvolle Such- und Seenotrettungsmission. (Ruf bei der ÖVP: FRONTEX!) – Es stimmt, FRONTEX hat jetzt mit der Mission Triton das Einsatzgebiet ausgeweitet, das ist richtig, aber nichtsdestotrotz ist es immer noch so, dass FRONTEX eine Grenzschutzagentur ist und es nicht ihre Aufgabe ist, Flüchtlinge, die in Seenot geraten sind, zu retten. Wir bräuchten ganz klar ein „Mare Nostrum 2.0“.
Beifall bei NEOS und Grünen.
Wir brauchen aber auch eine langfristig angelegte Strategie. Wir wissen, wie sich die Zunahme der Flüchtlingszahlen gestaltet, ich weiß, und das wissen wir alle, das ist eine große Herausforderung, und wir wissen auch aufgrund der Zahlen, die hier herumschweben, dass diese Zunahme in den nächsten Jahren noch massiver sein wird. Das heißt, wir brauchen ganz klar einen Masterplan auf europäischer Ebene und auch innerhalb von Österreich, damit wir mit dieser Herausforderung umgehen können. Was wir nicht machen dürfen, ist, dass wir in diesem Zusammenhang diejenigen, denen wir helfen sollten, nämlich die Schutzsuchenden, dabei aus den Augen verlieren. Ich glaube, Notunterkünfte in Form von Zelten können keine dauerhafte Lösung sein und sind eigentlich eine Zumutung für ein Land wie Österreich. (Beifall bei NEOS und Grünen.)
Beifall bei NEOS und Grünen.
Ich glaube, wir brauchen solch eine langfristige Strategie, damit uns das, was uns momentan in Österreich passiert, hoffentlich nie wieder passiert. (Beifall bei NEOS und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Zuallererst möchte ich mich einmal dagegen verwahren, dass wir der FPÖ das Wort reden. Das ist so ungefähr das Allerletzte, das uns einfallen würde und mir persönlich sowieso überhaupt nie im Leben. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Steinhauser.
Und Sie haben auch den Herrn Vizekanzler kritisiert, weil er von einer Völkerwanderung gesprochen hat. – Ich möchte Ihnen nur sagen, dass auch Herr Kardinal Schönborn es so in den Mund genommen hat. Ich denke mir, wenn weltweit 50 Millionen Menschen auf dem Weg und auf der Flucht sind, dann kann man sehr wohl von einer Völkerwanderung sprechen. (Zwischenruf des Abg. Steinhauser.) Ich finde das eigentlich auch nicht als etwas Negatives, wenn man es so nennt. Also ich weiß nicht, wo Sie da ihr Problem haben.
Abg. Steinhauser: Das Problem ist, dass Sie sagen, ... die Verantwortung nicht!
Ganz insgesamt tut es mir einfach leid, dass Sie nicht sehen wollen, dass wir hier eine gesamtstaatliche Verantwortung haben zwischen Bund, Ländern und Gemeinden. (Abg. Steinhauser: Das Problem ist, dass Sie sagen, ... die Verantwortung nicht!) Dass Sie da genauso mit betroffen sind, dass Ihre LandesrätInnen da genauso mit betroffen sind, das habe ich Ihnen schon das letzte Mal gesagt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ganz insgesamt tut es mir einfach leid, dass Sie nicht sehen wollen, dass wir hier eine gesamtstaatliche Verantwortung haben zwischen Bund, Ländern und Gemeinden. (Abg. Steinhauser: Das Problem ist, dass Sie sagen, ... die Verantwortung nicht!) Dass Sie da genauso mit betroffen sind, dass Ihre LandesrätInnen da genauso mit betroffen sind, das habe ich Ihnen schon das letzte Mal gesagt. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Peter Wurm
Wenn Sie hier einen Misstrauensantrag betreffend unsere Frau Ministerin stellen, dann, muss ich sagen, könnte auch der Tiroler Landtag oder die Opposition einen Misstrauensantrag gegen die Frau Baur stellen (Zwischenruf des Abg. Peter Wurm), denn die hat es bis jetzt auch noch nicht geschafft, die Quote zu erfüllen, wiewohl ich sagen muss, dass ich die Christine Baur sehr schätze und auch glaube, dass sie in dieser Beziehung ein bisschen vernünftiger denkt als Sie. (Abg. Amon: Das ist ja peinlich für die Grünen!)
Abg. Amon: Das ist ja peinlich für die Grünen!
Wenn Sie hier einen Misstrauensantrag betreffend unsere Frau Ministerin stellen, dann, muss ich sagen, könnte auch der Tiroler Landtag oder die Opposition einen Misstrauensantrag gegen die Frau Baur stellen (Zwischenruf des Abg. Peter Wurm), denn die hat es bis jetzt auch noch nicht geschafft, die Quote zu erfüllen, wiewohl ich sagen muss, dass ich die Christine Baur sehr schätze und auch glaube, dass sie in dieser Beziehung ein bisschen vernünftiger denkt als Sie. (Abg. Amon: Das ist ja peinlich für die Grünen!)
Rufe und Gegenrufe der Abgeordneten Amon, Tamandl und Steinhauser.
Sie hat nämlich in der Sendung „Im Zentrum“ am vergangenen Sonntag Folgendes gesagt – und das ist jetzt ein wörtliches Zitat. (Rufe und Gegenrufe der Abgeordneten Amon, Tamandl und Steinhauser.) Sie wurde von der Frau Thurnher gefragt, ob die Kompetenzen wieder an den Bund zurückgegeben werden sollen. – Bitte hören Sie da drüben bei der FPÖ einmal zu!
Heiterkeit und Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Walter Rosenkranz: ... keine räumliche Orientierung!
„Das ist ganz eindeutig, dass wir das ganze Ding jetzt so aufgestellt haben, dass wir alle miteinander arbeiten müssen“. (Heiterkeit und Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Walter Rosenkranz: ... keine räumliche Orientierung!) – Nein, ich habe da (die Rednerin zeigt in Richtung der am weitesten rechts sitzenden FPÖ-Mandatare) hinübergeschaut! Ich weiß schon, wo meine Leute sind, keine Angst, Herr Rosenkranz. Ich kann sehr wohl unterscheiden zwischen FPÖ und ÖVP, Entschuldigung! – Hören Sie jetzt noch einmal zu! Also sie hat Folgendes gesagt:
Abg. Glawischnig-Piesczek: Sie schreien so! Muss das immer bei den Rednerinnen sein?
„Das ist ganz eindeutig, dass wir das ganze Ding jetzt so aufgestellt haben, dass wir alle miteinander arbeiten müssen“. (Abg. Glawischnig-Piesczek: Sie schreien so! Muss das immer bei den Rednerinnen sein?) – Ich schreie so, weil die so hereinschreien, Entschuldigung, sonst verstehe ich mein eigenes Wort nicht, Frau Glawischnig. – (Ruf: ... mein Gehör zurück! – Abg. Darmann: Dass die ÖVP immer so laut ist!)
Ruf: ... mein Gehör zurück! – Abg. Darmann: Dass die ÖVP immer so laut ist!
„Das ist ganz eindeutig, dass wir das ganze Ding jetzt so aufgestellt haben, dass wir alle miteinander arbeiten müssen“. (Abg. Glawischnig-Piesczek: Sie schreien so! Muss das immer bei den Rednerinnen sein?) – Ich schreie so, weil die so hereinschreien, Entschuldigung, sonst verstehe ich mein eigenes Wort nicht, Frau Glawischnig. – (Ruf: ... mein Gehör zurück! – Abg. Darmann: Dass die ÖVP immer so laut ist!)
Abg. Moser: Aber sie hat ...!
Es braucht den Zusammenschluss von Bund, Gemeinden und Ländern, und da ist die Frau Innenministerin einfach auch auf Hilfe angewiesen, denn die Frau Innenministerin – Entschuldigung, wenn ich das jetzt so sage, das soll nicht respektlos sein – ist in der Sache ein Stück weit eine Königin ohne Reich, denn sie hat einfach keine Wohnungen zur Verfügung (Abg. Moser: Aber sie hat ...!), Sie hat keine Unterbringungsmöglichkeiten zur Verfügung. Sie ist da angewiesen auf die Gemeinden und auf die Länder, die ihr das zur Verfügung stellen.
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Korun.
Da Sie sich immer so aufregen über die Zeltstädte – ich habe es Ihnen schon das letzte Mal gesagt, ich sage es jetzt noch einmal –: Die Zeltstädte mussten nur deswegen errichtet werden, weil die Länder ihren Anteil an Leuten nicht übernommen haben, weil die Länder die Asylwerber nach der Erstfeststellung nicht in die Grundversorgung übernommen haben. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Korun.) Deswegen ist Traiskirchen so voll, Frau Korun, und deswegen mussten Zeltstädte aufgestellt werden. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Korun.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Korun.
Da Sie sich immer so aufregen über die Zeltstädte – ich habe es Ihnen schon das letzte Mal gesagt, ich sage es jetzt noch einmal –: Die Zeltstädte mussten nur deswegen errichtet werden, weil die Länder ihren Anteil an Leuten nicht übernommen haben, weil die Länder die Asylwerber nach der Erstfeststellung nicht in die Grundversorgung übernommen haben. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Korun.) Deswegen ist Traiskirchen so voll, Frau Korun, und deswegen mussten Zeltstädte aufgestellt werden. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Korun.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Maurer.
Uns freut es auch nicht, also ganz gewiss nicht! Glauben Sie, dass die Frau Ministerin eine Gaudi hat, wenn sie Zeltstädte aufstellen muss?! – Also ich meine, das ist ja absurd, so etwas zu unterstellen! Im Grunde genommen ist das fast schon eine Frechheit. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Maurer.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.
Ich möchte auch noch einmal die Frau Königsberger-Ludwig ansprechen und auch die Kollegin Holzinger, die jetzt, glaube ich, nicht mehr da ist, die nämlich heute auf Facebook gepostet hat. Auch Sie hat sich über die Zeltstädte aufgeregt und hat geschrieben: „Nein zu Mikl-Leitners Asylunwesen!“ (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.) – Nein, nein, die Frau Holzinger! Sie haben sich über die Zeltstädte beschwert.
Abg. Deimek: Wer noch?!
Dazu möchte ich einmal Folgendes sagen: Ich möchte Sie schon daran erinnern – mit allem Respekt und mit allem Verständnis, und ich will jetzt wirklich nicht respektlos sein –: Ihr gehört auch in unsere Koalition, ihr seid auch dafür verantwortlich. (Abg. Deimek: Wer noch?!) Ihr habt zum Beispiel einen Linzer Bürgermeister Luger, der nach wie vor die Kaserne nicht widmen und nicht öffnen will.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Königsberger-Ludwig: Und die Integration!
Ihr habt einen Landeshauptmann Niessl, der zwei Kasernen gekauft hat, damit er keine Asylanten hineinlassen muss. Von daher freue ich mich eigentlich schon sehr über ihren Bundeskanzler Faymann, der das offensichtlich auch ein bisschen anders sieht als die Abgeordneten. Er möchte sich jetzt nämlich einbringen, er will mithelfen, dass hier eine Lösung gefunden wird. Und ich freue mich auch darauf, wenn die anderen SPÖ-Ministerinnen und -Minister sich darum kümmern, denn zum Beispiel beim Thema Integration und Bildung ist dann sicher auch die Frau Bildungsministerin gefragt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Königsberger-Ludwig: Und die Integration!) – Die natürlich auch. Ich sage ja: gesammelt, ich sage ja: Zusammenschluss. (Zwischenruf des Abg. Pendl.)
Zwischenruf des Abg. Pendl.
Ihr habt einen Landeshauptmann Niessl, der zwei Kasernen gekauft hat, damit er keine Asylanten hineinlassen muss. Von daher freue ich mich eigentlich schon sehr über ihren Bundeskanzler Faymann, der das offensichtlich auch ein bisschen anders sieht als die Abgeordneten. Er möchte sich jetzt nämlich einbringen, er will mithelfen, dass hier eine Lösung gefunden wird. Und ich freue mich auch darauf, wenn die anderen SPÖ-Ministerinnen und -Minister sich darum kümmern, denn zum Beispiel beim Thema Integration und Bildung ist dann sicher auch die Frau Bildungsministerin gefragt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Königsberger-Ludwig: Und die Integration!) – Die natürlich auch. Ich sage ja: gesammelt, ich sage ja: Zusammenschluss. (Zwischenruf des Abg. Pendl.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Schrangl: Ich habe gesagt, die Frau Innenministerin ...!
Ich weiß das ja! Sie werden doch nicht glauben, dass wir nicht selbstkritisch sind. Also ganz sicher, nur wir müssen uns in dieser Debatte heute schon den ganzen Tag anhören, was die Frau Innenministerin falsch macht und was unsere Bürgermeister anscheinend nicht tun. Es redet aber keiner davon, was die anderen tun, und das nehme ich mir jetzt heraus, Herr Pendl. Ich glaube, das steht mir jetzt auch einfach zu. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Schrangl: Ich habe gesagt, die Frau Innenministerin ...!)
Beifall bei der ÖVP.
mittelt: Wir haben hier keine Krise, sondern wir haben eine Herausforderung, die gelöst werden muss und die wir alle miteinander auch lösen können! – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Schönegger
Freiheitliche Politik wird gerade zum Allgemeingut (Zwischenruf des Abg. Schönegger) – ich höre keinen Beifall (Abg. Schrangl: Freiheitlich?!) –, also Politik einer Partei, deren FPÖ-Landstraße auf ihrer Homepage zum Thema Überfremdung die Rückführung aller legal sich in Österreich befindlichen Fremden fordert. Asyl soll nur mehr Staatsangehörigen der an Österreich angrenzenden Staaten und der Kronländer der ehemaligen Habsburgermonarchie gewährt werden – also Rechtspopulismus in Reinkultur, um daraus billiges Kapital zu schlagen, statt umsichtiger Politik, die auch daran denkt, dass es so etwas wie Menschenrechtskonventionen gibt.
Abg. Schrangl: Freiheitlich?!
Freiheitliche Politik wird gerade zum Allgemeingut (Zwischenruf des Abg. Schönegger) – ich höre keinen Beifall (Abg. Schrangl: Freiheitlich?!) –, also Politik einer Partei, deren FPÖ-Landstraße auf ihrer Homepage zum Thema Überfremdung die Rückführung aller legal sich in Österreich befindlichen Fremden fordert. Asyl soll nur mehr Staatsangehörigen der an Österreich angrenzenden Staaten und der Kronländer der ehemaligen Habsburgermonarchie gewährt werden – also Rechtspopulismus in Reinkultur, um daraus billiges Kapital zu schlagen, statt umsichtiger Politik, die auch daran denkt, dass es so etwas wie Menschenrechtskonventionen gibt.
Abg. Schrangl: Der sagt, Asyl muss gewährt werden!
Herr Strache – in Abwesenheit –, Führer der FPÖ (Abg. Schrangl: Der sagt, Asyl muss gewährt werden!), eine Bitte: Bringen Sie Ihre Partei ins 21. Jahrhundert (Abg. Darmann: Wer hat die Rede geschrieben?), um auch hier in Österreich eine menschenrechtskonforme Politik erst möglich zu machen und zu diskutieren. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schönegger: Burgenland! – Abg. Darmann: Was für eine leidenschaftliche Rede!)
Abg. Darmann: Wer hat die Rede geschrieben?
Herr Strache – in Abwesenheit –, Führer der FPÖ (Abg. Schrangl: Der sagt, Asyl muss gewährt werden!), eine Bitte: Bringen Sie Ihre Partei ins 21. Jahrhundert (Abg. Darmann: Wer hat die Rede geschrieben?), um auch hier in Österreich eine menschenrechtskonforme Politik erst möglich zu machen und zu diskutieren. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schönegger: Burgenland! – Abg. Darmann: Was für eine leidenschaftliche Rede!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schönegger: Burgenland! – Abg. Darmann: Was für eine leidenschaftliche Rede!
Herr Strache – in Abwesenheit –, Führer der FPÖ (Abg. Schrangl: Der sagt, Asyl muss gewährt werden!), eine Bitte: Bringen Sie Ihre Partei ins 21. Jahrhundert (Abg. Darmann: Wer hat die Rede geschrieben?), um auch hier in Österreich eine menschenrechtskonforme Politik erst möglich zu machen und zu diskutieren. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schönegger: Burgenland! – Abg. Darmann: Was für eine leidenschaftliche Rede!)
Beifall bei der ÖVP.
Richtig, meine sehr verehrten Damen und Herren, ist aber auch, dass wir in dieser Frage einen gesamteuropäischen Ansatz brauchen, dass wir da eine Antwort von Europa brauchen. Und auch diesbezüglich, meine sehr verehrten Damen und Herren, hat das österreichische Innenministerium vor einem Jahr einen ganz entscheidenden Anstoß getan mit unserem Konzept, mit unserem Projekt „Save lives". Dieser Vorstoß und dieser Vorschlag ist auch der Grund, warum wir heute auf europäischer Ebene überhaupt über eine Quote diskutieren. Und auch das, meine sehr verehrten Damen und Herren, könnten wir mit Selbstbewusstsein einmal zur Kenntnis nehmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Steinhauser. – Ruf: Schämen Sie sich!
tung Grüne –: Letztklassig ist das! Letztklassig!) wegen der Zelte, die unter anderem auch deswegen aufgestellt werden mussten, weil auch die grünen LandesrätInnen nicht mit der Schaffung von Quartieren nachkommen. Und ich sage Ihnen hier auch offen und ehrlich (Zwischenruf des Abg. Steinhauser. – Ruf: Schämen Sie sich!): Ich mache denen überhaupt keinen Vorwurf, denn diese Herausforderung haben wir alle gemeinsam zu lösen (Abg. Steinhauser: Wir haben sie bewältigt und Sie nicht!) in einem Schulterschluss zwischen Bund, Ländern und Gemeinden! (Beifall bei der ÖVP.) Und ich kenne das Florianiprinzip nur allzu gut. Ich wollte das nur sagen, damit wir letztendlich auch alle wissen, wovon wir eigentlich reden. (Abg. Steinhauser: Bürgermeister! – Abg. Kogler: Die Bürgermeister-Partei!)
Abg. Steinhauser: Wir haben sie bewältigt und Sie nicht!
tung Grüne –: Letztklassig ist das! Letztklassig!) wegen der Zelte, die unter anderem auch deswegen aufgestellt werden mussten, weil auch die grünen LandesrätInnen nicht mit der Schaffung von Quartieren nachkommen. Und ich sage Ihnen hier auch offen und ehrlich (Zwischenruf des Abg. Steinhauser. – Ruf: Schämen Sie sich!): Ich mache denen überhaupt keinen Vorwurf, denn diese Herausforderung haben wir alle gemeinsam zu lösen (Abg. Steinhauser: Wir haben sie bewältigt und Sie nicht!) in einem Schulterschluss zwischen Bund, Ländern und Gemeinden! (Beifall bei der ÖVP.) Und ich kenne das Florianiprinzip nur allzu gut. Ich wollte das nur sagen, damit wir letztendlich auch alle wissen, wovon wir eigentlich reden. (Abg. Steinhauser: Bürgermeister! – Abg. Kogler: Die Bürgermeister-Partei!)
Beifall bei der ÖVP.
tung Grüne –: Letztklassig ist das! Letztklassig!) wegen der Zelte, die unter anderem auch deswegen aufgestellt werden mussten, weil auch die grünen LandesrätInnen nicht mit der Schaffung von Quartieren nachkommen. Und ich sage Ihnen hier auch offen und ehrlich (Zwischenruf des Abg. Steinhauser. – Ruf: Schämen Sie sich!): Ich mache denen überhaupt keinen Vorwurf, denn diese Herausforderung haben wir alle gemeinsam zu lösen (Abg. Steinhauser: Wir haben sie bewältigt und Sie nicht!) in einem Schulterschluss zwischen Bund, Ländern und Gemeinden! (Beifall bei der ÖVP.) Und ich kenne das Florianiprinzip nur allzu gut. Ich wollte das nur sagen, damit wir letztendlich auch alle wissen, wovon wir eigentlich reden. (Abg. Steinhauser: Bürgermeister! – Abg. Kogler: Die Bürgermeister-Partei!)
Abg. Steinhauser: Bürgermeister! – Abg. Kogler: Die Bürgermeister-Partei!
tung Grüne –: Letztklassig ist das! Letztklassig!) wegen der Zelte, die unter anderem auch deswegen aufgestellt werden mussten, weil auch die grünen LandesrätInnen nicht mit der Schaffung von Quartieren nachkommen. Und ich sage Ihnen hier auch offen und ehrlich (Zwischenruf des Abg. Steinhauser. – Ruf: Schämen Sie sich!): Ich mache denen überhaupt keinen Vorwurf, denn diese Herausforderung haben wir alle gemeinsam zu lösen (Abg. Steinhauser: Wir haben sie bewältigt und Sie nicht!) in einem Schulterschluss zwischen Bund, Ländern und Gemeinden! (Beifall bei der ÖVP.) Und ich kenne das Florianiprinzip nur allzu gut. Ich wollte das nur sagen, damit wir letztendlich auch alle wissen, wovon wir eigentlich reden. (Abg. Steinhauser: Bürgermeister! – Abg. Kogler: Die Bürgermeister-Partei!)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Maurer. – Ruf bei der ÖVP: Das ist eine Selbstanklage der Grünen! – Abg. Amon: Die Grünen erledigen das Geschäft der FPÖ!
In diesem Sinne bin ich auch überzeugt davon, dass wir bei gutem Willen, wenn wir alle an einem Strang ziehen, diese Herausforderung auch bewältigen. Darum bitte ich Sie und ersuche ich Sie. – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Maurer. – Ruf bei der ÖVP: Das ist eine Selbstanklage der Grünen! – Abg. Amon: Die Grünen erledigen das Geschäft der FPÖ!)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Friedrich Ofenauer (ÖVP): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen Bundesministerinnen! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Frau Innenministerin, vielen Dank für diese überaus sachliche Darstellung. Ich glaube, das ist an dieser Stelle ganz wichtig, denn ich habe noch selten eine so unsachlich geführte Debatte zu diesem akuten und wichtigen Thema Asyl gehört wie heute. Das ging von falschen Behauptungen – beispielsweise, es würden Asylverfahren eingestellt – auf der einen Seite bis hin zu den Vorschlägen, die Grenzen dichtzumachen oder schreiende Asylwerber in Herkules-Maschinen wegzuschicken. Das ist untragbar! Eine Vermischung unterschiedlichster Problembereiche trägt sicherlich nicht zu einer sachlichen Debatte bei. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Schrangl: Hören Sie auf mit dem „rechter Hetzer“! Sie machen es jetzt selber!
Ich bin der Meinung, wir müssen eine Diskussionskultur und vor allem Lösungen finden zwischen den Ansagen der auf der einen Seite linken Träumer und auf der anderen Seite rechten Hetzer. (Abg. Schrangl: Hören Sie auf mit dem „rechter Hetzer“! Sie machen es jetzt selber!) Das ist wichtig! Ich finde es umso begrüßenswerter, wenn es auch Medien gibt, die sich dieses komplexen Themas annehmen und viele falsche Zahlen und Geschichten, die in sozialen Medien kursieren, als falsch entlarven und auch einige Missverständnisse aufklären. Diese Hetze und Angstmacherei, das Auseinanderdividieren der Bevölkerung ist sicherlich nicht dazu geeignet, die Probleme, die wir haben, zu lösen.
Beifall bei der ÖVP.
Und dann kommt noch das Spiel der Grünen mit dem Vertrauen: Der zuständigen Ministerin das Misstrauen auszusprechen, aber gleichzeitig die eigentlich dafür zuständigen Landesräte unangetastet zu lassen, das ist nur das Wechseln von politischem Kleingeld. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Korun
Was wir brauchen, meine Damen und Herren, ist ein nationaler Schulterschluss, um unsere Innenministerin im Kampf für eine sinnvolle Lösung auf europäischer Ebene zu unterstützen (Zwischenruf der Abg. Korun), denn nur auf gesamteuropäischer Ebene können wir Lösungen für diese großen Herausforderungen finden, vor denen wir jetzt stehen. Wir brauchen eine Quotenlösung, wir brauchen ein ordentliches Resettlement-Programm, wie es bereits angesprochen wurde. Das können wir allerdings nicht alleine durchsetzen, da können wir keine Alleingänge starten, da müssen wir uns gemeinsam mit den anderen Mitgliedstaaten dafür einsetzen.
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, unsere Innenministerin Johanna Mikl-Leitner ist nicht erst seit gestern unterwegs, um mit anderen Ländern, wie Italien, das „Save Lives“-Projekt, das Resettlement-Programm und eine Quotenlösung durchzusetzen. Sie verdient deshalb unser Vertrauen und unsere volle Unterstützung, damit wir europaweit ein gemeinsames humanes Asylsystem durchsetzen können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Und besonders zu erwähnen ist: nicht nur, dass sich die Mitglieder der Bundesregierung zusammensetzen, die Innenministerin unterstützen und sich gemeinsam den Kopf darüber zerbrechen, sondern sie werden auch mit den NGOs zusammenarbeiten. Das ist in meinen Augen ein sehr, sehr guter Ansatz, und wir werden hoffentlich im Sinne unseres Ansehens, im Sinne der Menschen, die auf der Flucht sind, eine gute und annehmbare Lösung finden. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Franz Leonhard Eßl (ÖVP): Meine geschätzten Damen und Herren! Herr Kollege Steinhauser, eines ist für mich glasklar wie Quellwasser: Nicht die Innenministerin ist gescheitert, sondern die grüne Politik ist gescheitert! Und Sie werden heute auch wieder mit Ihrem Antrag scheitern! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich unterstütze grundsätzlich auch das Anliegen, Flüchtlinge in Kasernen unterzubringen, aber meine Meinung ist, in leer stehenden Kasernen! Und ich meine, dass der Verteidigungsminister dabei zum Beispiel die Kaserne Ebelsberg in Linz öffnen sollte, die leer steht. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Die Methode: Soldaten raus, Flüchtlinge rein!, wie es für Tamsweg und Horn angedacht ist, lehne ich entschieden ab! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Deimek.
Ich unterstütze grundsätzlich auch das Anliegen, Flüchtlinge in Kasernen unterzubringen, aber meine Meinung ist, in leer stehenden Kasernen! Und ich meine, dass der Verteidigungsminister dabei zum Beispiel die Kaserne Ebelsberg in Linz öffnen sollte, die leer steht. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Die Methode: Soldaten raus, Flüchtlinge rein!, wie es für Tamsweg und Horn angedacht ist, lehne ich entschieden ab! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Zum Schluss kommend, meine geschätzten Damen und Herren, noch eine Klarstellung: Nicht jeder Asylwerber, der in Österreich landet, kann auch in Österreich bleiben. Im Durchschnitt werden sechs von zehn Asylanträgen abgelehnt. Gerade gestern sind wieder 22 Asylwerber in ihre Heimat zurückgeschickt worden. Anfang des Jahres waren es über tausend Kosovaren, und insgesamt sind über 4 000 Menschen in diesem Jahr bereits zurückgeschickt worden, weil sie als Wirtschaftsflüchtlinge qualifiziert worden sind. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben nicht jene zu unterstützen, die meinen, aus wirtschaftlichen Gründen irgendwohin zu gehen, sondern wir wollen jenen helfen, die in ihrem Leben verfolgt werden, daher auch unsere Unterstützung unserer Frau Innenministerin. Ein klares Nein zu dem grünen Vorhaben und volle Unterstützung für unsere Ministerin! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Keck – das Rednerpult verlassend, in Richtung ÖVP –: Hol du sie dir halt in die Steiermark!
Richtig ist, die Kaserne Ebelsberg steht nicht leer, sondern sie ist nach wie vor im Betrieb des österreichischen Bundesheeres, und es können dort keine Flüchtlinge untergebracht werden, denn der Linzer Bürgermeister würde sich strafbar machen, wenn er dem zustimmen würde, weil das nicht dem Flächenwidmungsplan entspricht. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Keck – das Rednerpult verlassend, in Richtung ÖVP –: Hol du sie dir halt in die Steiermark!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich bin auch sehr froh darüber, dass der Bundeskanzler jetzt dieses Thema mit begleiten wird und mit den NGOs gemeinsam Lösungen finden wird, denn ich bin wirklich überzeugt davon, dass es ganz, ganz wichtig ist, dass wir eine gesamtösterreichische Lösung finden, die über die Parteigrenzen hinweg erfolgt, denn das Problem oder die Herausforderung, wie Kollegin Pfurtscheller gesagt hat, wird nicht geringer werden, und wir sind tatsächlich gemeinsam gefordert. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Darmann.
Ich bin froh und begrüße es sehr, dass Bundeskanzler Faymann zu einer gemeinsamen Anstrengung von Regierung und Ländern zur Bewältigung der Asylproblematik aufgerufen hat. Alle müssen sich zusammentun, alle müssen an einem Strang ziehen, es muss langfristig und nachhaltig daran gearbeitet werden. Es wird ein harter und steiniger Weg werden, aber mit gemeinsamen Anstrengungen von Bund, Ländern und Gemeinden wird diese große Herausforderung bewältigbar sein. (Zwischenruf des Abg. Darmann.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.
Nun zur FPÖ: Mit Angstmacherei, Hetze und Polemik werden wir keinen Weg finden! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.)
Beifall bei SPÖ und Grünen sowie des Abg. Scherak.
Da es in der jetzigen Diskussion noch nicht angesprochen worden ist und ich aus meinem Herzen auch keine Mördergrube machen mag: Ich finde es wirklich unerträglich, dass wir über 1 000 unbegleitete Kinder und Jugendliche in Traiskirchen ohne Schulzugang, ohne Obsorge, ohne adäquate Betreuung, ohne Therapiemöglichkeiten sitzen haben. Es ist ein unwürdiges Spiel, dass sich Bund und Länder bislang die Verantwortlichkeiten zuschieben und keiner sich wirklich um diese über 1 000 Kinder und Jugendlichen adäquat kümmert. Ich glaube, wir müssen dringend etwas für diese unbegleiteten Kinder und Jugendlichen tun. Wir müssen dringend Maßnahmen ergreifen, dass auf dem Rücken dieser traumatisierten Kids nicht weiter Politik gemacht werden kann! (Beifall bei SPÖ und Grünen sowie des Abg. Scherak.)
Beifall bei SPÖ und Grünen sowie des Abg. Scherak.
Ich glaube, wir sollten diesen Antrag, der sich mit der Situation von Menschen an den Grenzen der EU befasst, zum Anlass nehmen, wirklich grundsätzlich auch über unse- re Kultur nachzudenken, nicht nur hier im Haus sondern generell, wie wir mit Leuten umgehen, die – nicht alle, das ist schon richtig, aber viele von ihnen – das Schlimmste erlebt haben, was man erleben kann, nämlich so unter Druck zu geraten, dass man seine Heimat verlassen muss. – Danke sehr. (Beifall bei SPÖ und Grünen sowie des Abg. Scherak.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte abschließend noch sagen, es geht in beiden Fällen – bei der Flüchtlingsthematik und beim Thema Behinderung – um die Menschenwürde. Und die Menschenwürde sollte wirklich dringend in der österreichischen Verfassung verankert werden, wie es auch in Deutschland der Fall ist, denn die Menschenwürde ist unteilbar. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Lopatka.
Abgeordneter Dr. Walter Rosenkranz (FPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Bundesministerinnen! Herr Staatssekretär! Zunächst einmal zur – unter Anführungszeichen – „Schelte“ des Klubobmann Lopatka betreffend Statistik und Fragen. (Zwischenruf des Abg. Lopatka.) Die Frau Bundesministerin wurde in einer Dringlichen Anfrage, Punkt 16 und 17, seitens der FPÖ am 21. Mai 2015 gefragt: „Wie vielen Asylberechtigten wurde der Asylstatus oder der Status des subsidiär Schutzberechtigten im Jahr 2014 aberkannt?“ Und 17: „Wie viele davon haben Österreich nachweislich wieder verlassen?“
Beifall bei der FPÖ.
So viel dazu, was die FPÖ anfragt, wissen möchte und dann keine Antworten bekommt. Die Grünen bekommen Antworten, und wir bekommen halt keine, das ist halt so. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Prinz und Hagen.
Eines, was wir ablehnen, ist dieser Grüne Voyeurismus, mit dem Schicksal von Menschen in irgendeiner Form politisches Kleingeld zu machen. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Prinz und Hagen.) Sich einfach nur eine Rot-Kreuz-Jacke anzuziehen, nach Süditalien zu fahren und dann noch einmal über das Meer zu schauen und zu sagen: Ja, wir machen uns persönlich ein Bild davon!, das lehnen wir ab. (Abg. Kogler: Reißen Sie sich zusammen!)
Abg. Kogler: Reißen Sie sich zusammen!
Eines, was wir ablehnen, ist dieser Grüne Voyeurismus, mit dem Schicksal von Menschen in irgendeiner Form politisches Kleingeld zu machen. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Prinz und Hagen.) Sich einfach nur eine Rot-Kreuz-Jacke anzuziehen, nach Süditalien zu fahren und dann noch einmal über das Meer zu schauen und zu sagen: Ja, wir machen uns persönlich ein Bild davon!, das lehnen wir ab. (Abg. Kogler: Reißen Sie sich zusammen!)
Abg. Krainer: Na hallo!
Eines ist aber interessant in Traiskirchen: 1 500 Menschen, die dort sind, sind nachweislich solche, die bereits in der Betreuung der Bundesländer – aller, egal ob es grüne Landesräte sind, schwarze Landesräte sind oder rote Landesräte sind – sein müssten. – 1 500! (Abg. Krainer: Na hallo!) Und dann beschwert man sich – so wie der Bürgermeister Babler – über Dinge, die man an sich besser wissen müsste. Wie wir erfahren haben, sitzt er selbst nämlich regelmäßig bei allen Sicherheitsbesprechungen in Traiskirchen dabei, und draußen erzählt er dann komplett falsche Dinge. – Das sollten Sie einmal Ihren Parteigenossen ins Stammbuch schreiben!
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der SPÖ.
Zur Aufregung über Zeltstädte: Es ist sicher nicht positiv, dass es Zeltstädte gibt, aber manchmal ist es unausweichlich. Und wenn Menschen gerade mit ihrem nackten Leben davongekommen sind und es unter Umständen nicht anders geht, vielleicht ist es dann doch für diese Menschen eine gewisse Zeit zumutbar, dass sie so mit Nahrung, mit Kleidung versorgt werden und zumindest ein Zeltdach über dem Kopf haben. Andererseits gibt es auch keine besondere Erregung darüber, wenn bei Naturkatastrophen Zeltstädte aufgebaut werden. Oder wenn zum Beispiel österreichische Schüler in Containern unterrichtet werden müssen, sind die Menschenrechtler oder Sonstige auch nicht unbedingt dabei, da gibt es anscheinend andere Kriterien. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn ich jetzt zum Schluss die Jubelbotschaften seitens der Sozialdemokratie gehört habe, dass Bundeskanzler Faymann die Asylsache jetzt zur Chefsache erklärt hat, dann muss ich das bei Bundeskanzler und Parteivorsitzendem Faymann angesichts der Chefsache SPÖ als gefährliche Drohung werten. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Brosz: Nicht so staatstragend!
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Es gibt hier heute einen Antrag betreffend Versagen des Vertrauens gegenüber der Bundesministerin für Inneres von den Grünen. Ich möchte Ihnen mit aller Deutlichkeit sagen: Ich finde das wirklich letztklassig! (Abg. Brosz: Nicht so staatstragend!) Ich finde das wirklich letztklassig! (Abg. Kogler: Na bumstinazi!) Sie erledigen damit das Geschäft der Freiheitlichen Partei (Heiterkeit bei der FPÖ), dazu gratuliere ich Ihnen sehr herzlich. (Zwischenrufe bei Grünen und FPÖ.)
Abg. Kogler: Na bumstinazi!
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Es gibt hier heute einen Antrag betreffend Versagen des Vertrauens gegenüber der Bundesministerin für Inneres von den Grünen. Ich möchte Ihnen mit aller Deutlichkeit sagen: Ich finde das wirklich letztklassig! (Abg. Brosz: Nicht so staatstragend!) Ich finde das wirklich letztklassig! (Abg. Kogler: Na bumstinazi!) Sie erledigen damit das Geschäft der Freiheitlichen Partei (Heiterkeit bei der FPÖ), dazu gratuliere ich Ihnen sehr herzlich. (Zwischenrufe bei Grünen und FPÖ.)
Heiterkeit bei der FPÖ
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Es gibt hier heute einen Antrag betreffend Versagen des Vertrauens gegenüber der Bundesministerin für Inneres von den Grünen. Ich möchte Ihnen mit aller Deutlichkeit sagen: Ich finde das wirklich letztklassig! (Abg. Brosz: Nicht so staatstragend!) Ich finde das wirklich letztklassig! (Abg. Kogler: Na bumstinazi!) Sie erledigen damit das Geschäft der Freiheitlichen Partei (Heiterkeit bei der FPÖ), dazu gratuliere ich Ihnen sehr herzlich. (Zwischenrufe bei Grünen und FPÖ.)
Zwischenrufe bei Grünen und FPÖ.
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Es gibt hier heute einen Antrag betreffend Versagen des Vertrauens gegenüber der Bundesministerin für Inneres von den Grünen. Ich möchte Ihnen mit aller Deutlichkeit sagen: Ich finde das wirklich letztklassig! (Abg. Brosz: Nicht so staatstragend!) Ich finde das wirklich letztklassig! (Abg. Kogler: Na bumstinazi!) Sie erledigen damit das Geschäft der Freiheitlichen Partei (Heiterkeit bei der FPÖ), dazu gratuliere ich Ihnen sehr herzlich. (Zwischenrufe bei Grünen und FPÖ.)
Ruf: Wäre es grundsätzlich!
Ich möchte Ihnen sagen: Wenn ich Ihren Antrag anschaue – und ich pflege solche Anträge sehr genau durchzulesen – und hier lese : „Innenministerin Mikl-Leitner behandelt seit jeher das Thema Asyl unter dem Schlaglicht der Abwehrpolitik“, verstehe ich es nicht ganz, denn das ist üblicherweise eher Aufgabe des Verteidigungsministers. (Ruf: Wäre es grundsätzlich!) „Das ist anhand der mittlerweile jährlich erfolgenden Verschärfungen des Asylrechts, der weiteren Aushöhlung von rechtsstaatlichen Mitteln in Asylverfahren sowie der Verknüpfung der Debatte über Asyl mit irregulärer Migration, Schlepperei und angeblichen Missbrauch – auch durch die Innenministerin – offensichtlich“.
Ruf bei der FPÖ: Leider schon!
Da muss ich schon sagen, dass Sie schlicht und einfach der Frau Bundesministerin in all ihren Stellungnahmen in den letzten Jahren nie zugehört haben (Ruf bei der FPÖ: Leider schon!), denn es ist gerade diese Innenministerin, die in außergewöhnlich differenzierter Art und Weise immer auseinanderhält: Was ist Asyl? Was ist illegale Migration? Was sind Wirtschaftsflüchtlinge und Ähnliches? Erst wieder heute am Vormittag hat sie sich dagegen verwahrt – wie das von einer Fraktion gemacht wurde –, Arbeitslosigkeit mit Asyl zu vermischen. (Abg. Walter Rosenkranz: Hat die EU selbst gemacht!) Das ist eine Vorgangsweise, die den Grünen eigentlich nicht zukommt, das möchte ich wirklich sagen. Ich verstehe es nicht. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Walter Rosenkranz: Hat die EU selbst gemacht!
Da muss ich schon sagen, dass Sie schlicht und einfach der Frau Bundesministerin in all ihren Stellungnahmen in den letzten Jahren nie zugehört haben (Ruf bei der FPÖ: Leider schon!), denn es ist gerade diese Innenministerin, die in außergewöhnlich differenzierter Art und Weise immer auseinanderhält: Was ist Asyl? Was ist illegale Migration? Was sind Wirtschaftsflüchtlinge und Ähnliches? Erst wieder heute am Vormittag hat sie sich dagegen verwahrt – wie das von einer Fraktion gemacht wurde –, Arbeitslosigkeit mit Asyl zu vermischen. (Abg. Walter Rosenkranz: Hat die EU selbst gemacht!) Das ist eine Vorgangsweise, die den Grünen eigentlich nicht zukommt, das möchte ich wirklich sagen. Ich verstehe es nicht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Da muss ich schon sagen, dass Sie schlicht und einfach der Frau Bundesministerin in all ihren Stellungnahmen in den letzten Jahren nie zugehört haben (Ruf bei der FPÖ: Leider schon!), denn es ist gerade diese Innenministerin, die in außergewöhnlich differenzierter Art und Weise immer auseinanderhält: Was ist Asyl? Was ist illegale Migration? Was sind Wirtschaftsflüchtlinge und Ähnliches? Erst wieder heute am Vormittag hat sie sich dagegen verwahrt – wie das von einer Fraktion gemacht wurde –, Arbeitslosigkeit mit Asyl zu vermischen. (Abg. Walter Rosenkranz: Hat die EU selbst gemacht!) Das ist eine Vorgangsweise, die den Grünen eigentlich nicht zukommt, das möchte ich wirklich sagen. Ich verstehe es nicht. (Beifall bei der ÖVP.)
Heiterkeit der Abg. Korun
Und dann schreiben Sie weiter in Ihrem Antrag, ich zitiere: „Obwohl der Bürgerkrieg in Syrien seit über 4 Jahren tobt und damit eine stärkere Fluchtbewegung nach Europa vorhersehbar war, hatte Bundesministerin Mikl-Leitner bislang keine geeigneten Vorkehrungen getroffen, um bei Anstieg der Asylanträge geeignete Unterkünfte sicherzustellen“. Sie unterstellen ja gleichsam, dass die Frau Bundesministerin hellseherische Fähigkeiten entwickeln hätte sollen (Heiterkeit der Abg. Korun), um zu sehen, welche Wellen da auf uns zukommen. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Gleichzeitig aber sprechen Sie Ihre eigenen zuständigen grünen Landesräte davon frei, dass sie diese hellseherischen Fähigkeiten nicht haben. (Neuerliche Zwischenrufe bei den Grünen.) – Das ist bedauerlich, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Und dann schreiben Sie weiter in Ihrem Antrag, ich zitiere: „Obwohl der Bürgerkrieg in Syrien seit über 4 Jahren tobt und damit eine stärkere Fluchtbewegung nach Europa vorhersehbar war, hatte Bundesministerin Mikl-Leitner bislang keine geeigneten Vorkehrungen getroffen, um bei Anstieg der Asylanträge geeignete Unterkünfte sicherzustellen“. Sie unterstellen ja gleichsam, dass die Frau Bundesministerin hellseherische Fähigkeiten entwickeln hätte sollen (Heiterkeit der Abg. Korun), um zu sehen, welche Wellen da auf uns zukommen. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Gleichzeitig aber sprechen Sie Ihre eigenen zuständigen grünen Landesräte davon frei, dass sie diese hellseherischen Fähigkeiten nicht haben. (Neuerliche Zwischenrufe bei den Grünen.) – Das ist bedauerlich, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Neuerliche Zwischenrufe bei den Grünen.
Und dann schreiben Sie weiter in Ihrem Antrag, ich zitiere: „Obwohl der Bürgerkrieg in Syrien seit über 4 Jahren tobt und damit eine stärkere Fluchtbewegung nach Europa vorhersehbar war, hatte Bundesministerin Mikl-Leitner bislang keine geeigneten Vorkehrungen getroffen, um bei Anstieg der Asylanträge geeignete Unterkünfte sicherzustellen“. Sie unterstellen ja gleichsam, dass die Frau Bundesministerin hellseherische Fähigkeiten entwickeln hätte sollen (Heiterkeit der Abg. Korun), um zu sehen, welche Wellen da auf uns zukommen. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Gleichzeitig aber sprechen Sie Ihre eigenen zuständigen grünen Landesräte davon frei, dass sie diese hellseherischen Fähigkeiten nicht haben. (Neuerliche Zwischenrufe bei den Grünen.) – Das ist bedauerlich, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Und dann schreiben Sie weiter in Ihrem Antrag, ich zitiere: „Obwohl der Bürgerkrieg in Syrien seit über 4 Jahren tobt und damit eine stärkere Fluchtbewegung nach Europa vorhersehbar war, hatte Bundesministerin Mikl-Leitner bislang keine geeigneten Vorkehrungen getroffen, um bei Anstieg der Asylanträge geeignete Unterkünfte sicherzustellen“. Sie unterstellen ja gleichsam, dass die Frau Bundesministerin hellseherische Fähigkeiten entwickeln hätte sollen (Heiterkeit der Abg. Korun), um zu sehen, welche Wellen da auf uns zukommen. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Gleichzeitig aber sprechen Sie Ihre eigenen zuständigen grünen Landesräte davon frei, dass sie diese hellseherischen Fähigkeiten nicht haben. (Neuerliche Zwischenrufe bei den Grünen.) – Das ist bedauerlich, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Wöginger: Wo sind die grünen Landesräte?
Das finde ich eigentlich wirklich schade. (Abg. Wöginger: Wo sind die grünen Landesräte?) Gut, schön, was Sie unserer Bundesministerin zumuten und dass Sie von vornherein sicher waren, dass Ihre Landesräte das nicht haben kommen sehen.
Zwischenruf des Abg. Brosz.
Und was machen Sie gemeinsam mit den Freiheitlichen? (Zwischenruf des Abg. Brosz.) Was machen die Grünen gemeinsam mit den Freiheitlichen? Sie wechseln billiges politisches Kleingeld auf dem Rücken der Ärmsten der Armen. Das machen Sie! (Beifall bei der ÖVP. – Neuerliche Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP. – Neuerliche Zwischenrufe bei den Grünen.
Und was machen Sie gemeinsam mit den Freiheitlichen? (Zwischenruf des Abg. Brosz.) Was machen die Grünen gemeinsam mit den Freiheitlichen? Sie wechseln billiges politisches Kleingeld auf dem Rücken der Ärmsten der Armen. Das machen Sie! (Beifall bei der ÖVP. – Neuerliche Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Das geht sogar so weit, dass es gar nicht mehr notwendig ist, dass der Klubobmann der Freiheitlichen anwesend ist, weil die Klubobfrau der Grünen ohnehin sein Geschäft erledigt, meine Damen und Herren. Das ist das Faktum, und das ist sehr enttäuschend, das möchte ich Ihnen sagen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Steinhauser: Wer hat die Asylverfahren gestoppt? Wer hat die rechtswidrige Weisung gegeben?
Deshalb und aufgrund aller Maßnahmen, die diese Frau Bundesministerin im Sinne der Flüchtlinge gesetzt hat, können wir mit guter Überzeugung diesen Misstrauensantrag ablehnen – ganz selbstverständlich ablehnen, meine Damen und Herren. Es ist letztklassig, dass Sie einen derartigen Antrag in dieser schwierigen Situation einbringen, aber nicht imstande sind, selbst Lösungsvorschläge zu machen. (Abg. Steinhauser: Wer hat die Asylverfahren gestoppt? Wer hat die rechtswidrige Weisung gegeben?) Das hätte ich mir eigentlich von Ihnen erwartet, meine Damen und Herren.
Zwischenruf der Abg. Korun.
Ich hätte mir eigentlich erwartet, dass Sie etwa einen Vorschlag zu Kompetenzverschiebungen einbringen. (Zwischenruf der Abg. Korun.) Es ist ja nicht die Schuld der Frau Bundesministerin, dass die Länder die Quoten nicht erfüllen, Frau Kollegin Korun! Wo ist Ihr Vorschlag dazu, dass wir hier eine Kompetenzverschiebung zugunsten der Bundesministerin vornehmen? – Da ist nichts von Ihnen gekommen. (Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.)
Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.
Ich hätte mir eigentlich erwartet, dass Sie etwa einen Vorschlag zu Kompetenzverschiebungen einbringen. (Zwischenruf der Abg. Korun.) Es ist ja nicht die Schuld der Frau Bundesministerin, dass die Länder die Quoten nicht erfüllen, Frau Kollegin Korun! Wo ist Ihr Vorschlag dazu, dass wir hier eine Kompetenzverschiebung zugunsten der Bundesministerin vornehmen? – Da ist nichts von Ihnen gekommen. (Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Es geht nur im Einvernehmen mit den Ländern und mit den Gemeinden. Darum sollten wir ringen und nicht hier billiges Kleingeld wechseln! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ
Abgeordneter Mag. Gernot Darmann (FPÖ): Herr Präsident! Werte Frauen Bundesministerinnen! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Wenn man der Debatte hier zu diesem Themenfeld folgt, dann muss man schon sagen, werte Damen und Herren, Sie haben es einfach nicht verstanden. Es ist hier nicht die Frage, wer das Geschäft der FPÖ erledigt – wir wissen schon, was wir zu tun haben, wenn wir für die Bevölkerung hier eintreten und im Sinne der österreichischen Sicherheit hier Politik machen (Beifall bei der FPÖ), sondern es geht hier darum, klipp und klar Problembewusstsein zu zeigen, und das sowohl in den österreichischen Bundesministerien, in den zuständigen Regierungsbüros als auch hier im Hohen Haus, wo angeblich die Volksvertreter dieser österreichischen Bevölkerung sitzen, die einen Eid darauf geschworen haben, sich hier entsprechend für unsere Bevölkerung einzusetzen. Das haben Sie insbesondere bei dieser Debatte grundlegend vergessen, werte Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Gernot Darmann (FPÖ): Herr Präsident! Werte Frauen Bundesministerinnen! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Wenn man der Debatte hier zu diesem Themenfeld folgt, dann muss man schon sagen, werte Damen und Herren, Sie haben es einfach nicht verstanden. Es ist hier nicht die Frage, wer das Geschäft der FPÖ erledigt – wir wissen schon, was wir zu tun haben, wenn wir für die Bevölkerung hier eintreten und im Sinne der österreichischen Sicherheit hier Politik machen (Beifall bei der FPÖ), sondern es geht hier darum, klipp und klar Problembewusstsein zu zeigen, und das sowohl in den österreichischen Bundesministerien, in den zuständigen Regierungsbüros als auch hier im Hohen Haus, wo angeblich die Volksvertreter dieser österreichischen Bevölkerung sitzen, die einen Eid darauf geschworen haben, sich hier entsprechend für unsere Bevölkerung einzusetzen. Das haben Sie insbesondere bei dieser Debatte grundlegend vergessen, werte Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
wenn wir in den letzten Jahren – mit „wir“ meine ich Ihre Bundesregierung aus SPÖ und ÖVP unter Bundeskanzler Faymann –, wenn diese Regierung es verabsäumt hat, entsprechend diesen Rechtsgrundlagen Wirtschaftsflüchtlinge außer Landes zu bringen, und Tausende und Abertausende hier weiter verblieben sind und die Ressourcen aufgebraucht haben und nach wie vor auffressen (Beifall bei der FPÖ), die den wirklich asylsuchenden Menschen zur Verfügung zu stellen wären, dann ist es ja kein Wunder, dass die österreichische Bevölkerung überfordert ist.
Beifall bei der FPÖ
Werte Damen und Herren, Problembewusstsein ist gefragt! Und ein Flüchtlingsstrom ist etwas anderes als eine Völkerwanderung. Und wenn der ganze Kontinent Afrika in Bewegung ist und Richtung Europa loswandert, dann haben wir auch anders zu reagieren, werte Damen und Herren (Beifall bei der FPÖ), dann sind hier andere entsprechende Maßnahmen zu setzen, und dann wird es nichts helfen, wenn die Europäische Union sich darauf verständigt, mit Kriegsschiffen, mit der Marine quer übers Mittelmeer zu fahren, Flüchtlinge, Fremde auf hoher See aufzugreifen, an Bord zu holen und dann in die Europäische Union zu bringen. Das ist der falsche Weg! Wenn, dann gilt es, entsprechende Anträge am afrikanischen Kontinent zu stellen, diese entsprechend zu prüfen und dann ausgewählt jenen Sicherheit und Schutz zu geben, die es wirklich auch verdienen – aber nicht, alle hereinzulassen in die Europäische Union, denn Millionen und Abermillionen wird diese Europäische Union, werden die Bürger in den einzelnen Nationalstaaten mit ihrem Sozialsystem, mit ihrem Gesundheitssystem nicht tragen können, bei allem Willen zu helfen, werte Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Lintl.)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Lintl.
Werte Damen und Herren, Problembewusstsein ist gefragt! Und ein Flüchtlingsstrom ist etwas anderes als eine Völkerwanderung. Und wenn der ganze Kontinent Afrika in Bewegung ist und Richtung Europa loswandert, dann haben wir auch anders zu reagieren, werte Damen und Herren (Beifall bei der FPÖ), dann sind hier andere entsprechende Maßnahmen zu setzen, und dann wird es nichts helfen, wenn die Europäische Union sich darauf verständigt, mit Kriegsschiffen, mit der Marine quer übers Mittelmeer zu fahren, Flüchtlinge, Fremde auf hoher See aufzugreifen, an Bord zu holen und dann in die Europäische Union zu bringen. Das ist der falsche Weg! Wenn, dann gilt es, entsprechende Anträge am afrikanischen Kontinent zu stellen, diese entsprechend zu prüfen und dann ausgewählt jenen Sicherheit und Schutz zu geben, die es wirklich auch verdienen – aber nicht, alle hereinzulassen in die Europäische Union, denn Millionen und Abermillionen wird diese Europäische Union, werden die Bürger in den einzelnen Nationalstaaten mit ihrem Sozialsystem, mit ihrem Gesundheitssystem nicht tragen können, bei allem Willen zu helfen, werte Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Lintl.)
Beifall bei der FPÖ
Werte Damen und Herren! Lösungsansätze schauen anders aus, und deswegen ist es für mich von – Verzeihung, Herr Präsident! – politischer Überheblichkeit gekennzeichnet, hier über die Bedürfnisse und Empfindungen der österreichischen Bevölkerung hinwegzusehen (Beifall bei der FPÖ) und einfach zu meinen, wir werden das mit einer Quote in Österreich lösen.
Abg. Schwentner: Hören Sie endlich auf mit diesen !
die meinen, hier in Milch und Honig baden zu können, von denen der Großteil Wirtschaftsflüchtlinge sind. (Abg. Schwentner: Hören Sie endlich auf mit diesen !)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Rädler.
Wenn die Grünen wie jetzt auch wieder eine Aufgeregtheit zeigen, dann ist das ja selbstüberführend, Frau Kollegin. Haben Sie in Ihrer Gemeinde und in Ihrem Umfeld schon dafür gesorgt, dass dort mehr und mehr Asylwerber aufgenommen werden? Ich glaube nicht, werte Kollegin, weil Sie ganz genau wissen, dass das und dieser Zugang unserer Bevölkerung in Österreich nicht weiter zumutbar ist. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Rädler.)
Anhaltende Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von Grünen und ÖVP.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Mag. Korun. – Bitte. (Anhaltende Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von Grünen und ÖVP.) – Ruhe, bitte!
Abg. Darmann: Das ist Realität, der Missbrauch!
Es wurde von fast allen Fraktionen gesagt, Asyl ist ein Menschenrecht. Es wäre schön, wenn wir uns darauf einigen könnten. Nur folgt diesem einen Satz „Asyl ist ein Menschenrecht“ meistens gleich eine Behauptung von sogenanntem Missbrauch. (Abg. Darmann: Das ist Realität, der Missbrauch!)
Abg. Walter Rosenkranz: Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich!
Jetzt stellen Sie sich einmal vor, man würde sagen, es ist ein Recht aller Österreicher und Österreicherinnen zu arbeiten, und im zweiten Satz wird dann immer dazugeschossen, aber sehr viele missbrauchen leider dieses Recht. Wie würden Sie sich dabei fühlen? Ist es nicht immer eine halbe Rücknahme dessen, was man im ersten Satz gesagt hat, wo man doch angeblich anerkennt und zugibt, dass es ein Menschenrecht auf Schutz vor Verfolgung gibt? (Abg. Walter Rosenkranz: Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich!)
Abg. Steinhauser: Und das Asylverfahren!
Sie wissen genauso wie wir, dass die Erstaufnahme von Schutz suchenden Menschen der Frau Innenministerin obliegt (Abg. Steinhauser: Und das Asylverfahren!) – und die Durchführung des Asylverfahrens. Sie wissen selber, dass die Erstaufnahmestelle Traiskirchen schon lange mehr als voll ist. Sie wissen selber, dass der Krieg, ich wiederhole es noch einmal, in Syrien in das fünfte Jahr gegangen ist.
Abg. Rädler: Was wollen Sie sagen?
nichts zu tun. Politische Verantwortung bedeutet auch Analyse, sich den Kopf zu zerbrechen über Entwicklungen, die kommen könnten, und diese Entwicklungen waren mehr als absehbar. (Abg. Rädler: Was wollen Sie sagen?) Ich will sagen, dass alle von uns unseren Job machen sollten, inklusive der Frau Innenministerin. (Beifall bei den Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Dann tun Sie was! – Weitere anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Dann tun Sie was! – Weitere anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
nichts zu tun. Politische Verantwortung bedeutet auch Analyse, sich den Kopf zu zerbrechen über Entwicklungen, die kommen könnten, und diese Entwicklungen waren mehr als absehbar. (Abg. Rädler: Was wollen Sie sagen?) Ich will sagen, dass alle von uns unseren Job machen sollten, inklusive der Frau Innenministerin. (Beifall bei den Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Dann tun Sie was! – Weitere anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Ich stelle fest, diese Feststellung tut der ÖVP sehr weh, die Innenministerin soll bitte ihren Job machen und Schutzsuchende bitte aufnehmen und menschenwürdig unterbringen. Das ist noch immer ihre Verantwortung. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Wöginger: Und wie geht es denen dort? Die haben nicht einmal ein Zelt!
Wie die Frau Innenministerin selber vor ungefähr zwei Wochen gesagt hat: Wem es zu heiß wird, wenn die Zeiten anstrengend werden, der kann die Verantwortung gerne wieder abgeben. Zu diesem Spruch, wenn die Zeiten härter werden, wenn es eine Herausforderung zu meistern gilt, ist zu sagen: Ja, es gilt eine Herausforderung zu meistern! Ich will aber gleichzeitig auch sagen – weil immer gesagt wird, 300 Asylanträge täglich sind eine große Herausforderung für unser Land –: Im kleineren und viel ärmeren Jordanien treffen täglich 3 000 syrische Flüchtlinge ein. (Abg. Wöginger: Und wie geht es denen dort? Die haben nicht einmal ein Zelt!) Das ist Notstand, aber was wir haben, ist eine herausfordernde Situation, die man gemeinsam meistern kann. Es hätte keine Zelte gebraucht, und die sollten so schnell wie möglich einer menschenwürdigen Unterbringung und festen Unterkünften weichen!
Abg. Schmuckenschlager: Wenn Sie einmal genauer recherchieren würden, ! Das ist so eine Frechheit!
Und es würde mich sehr freuen, da die ÖVP nicht zufällig als sogenannte Bürgermeisterpartei bezeichnet wird, und das zu Recht, weil sie ja sehr, sehr viele Bürgermeister, weniger Bürgermeisterinnen stellt, wenn Sie auch mit Ihren Kollegen sprechen (Abg. Schmuckenschlager: Wenn Sie einmal genauer recherchieren würden, ! Das ist so eine Frechheit!) – Das ist so eine Frechheit, sagt der Kollege. Entschuldigen Sie die Frechheit, Herr Kollege, dass ich sage, Sie sollten bitte auch mit Ihren Kollegen sprechen, wie wir das alle tun. (Abg. Schmuckenschlager: Reden Sie einmal mit Ihnen!)
Abg. Schmuckenschlager: Reden Sie einmal mit Ihnen!
Und es würde mich sehr freuen, da die ÖVP nicht zufällig als sogenannte Bürgermeisterpartei bezeichnet wird, und das zu Recht, weil sie ja sehr, sehr viele Bürgermeister, weniger Bürgermeisterinnen stellt, wenn Sie auch mit Ihren Kollegen sprechen (Abg. Schmuckenschlager: Wenn Sie einmal genauer recherchieren würden, ! Das ist so eine Frechheit!) – Das ist so eine Frechheit, sagt der Kollege. Entschuldigen Sie die Frechheit, Herr Kollege, dass ich sage, Sie sollten bitte auch mit Ihren Kollegen sprechen, wie wir das alle tun. (Abg. Schmuckenschlager: Reden Sie einmal mit Ihnen!)
Beifall bei den Grünen.
Sehr geehrte Frau Innenministerin, entweder Sie übernehmen Ihre Verantwortung und machen Ihren Job – oder Sie räumen Ihren Platz! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Darmann: Habt ihr die Bevölkerung eingebunden?
Das haben wir gemacht, ohne großes Tamtam, ohne große Aufregung, natürlich mit laufender Information nicht nur der Bevölkerung, sondern auch der Bezirksvertretung im dritten Bezirk. Dort wurde zum Beispiel von der Polizei auch berichtet, dass sie gesagt hat, dass es mit jedem Schanigarten im dritten Bezirk mehr Probleme gibt als mit dem Flüchtlingsheim. (Abg. Darmann: Habt ihr die Bevölkerung eingebunden?)
Beifall bei SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP, NEOS und Team Stronach.
Das hat die Freiheitlichen nicht davon abgehalten, dort zu hetzen und dort so zu tun, als wären Flüchtlinge ein Sicherheitsproblem. Und ich sage Ihnen, dieses Foto, auf dem man sieht, wie die Freiheitlichen dort mit ihren Plakaten eine Flüchtlingsfamilie mit Kindern begrüßt haben, spricht mehr als tausend Worte über die Art und Weise, wie Sie hier agieren. Sie sollten sich wirklich schämen! (Beifall bei SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP, NEOS und Team Stronach.)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ sowie Beifall bei ÖVP, Grünen, NEOS und Team Stronach.
Anstatt sich zu entschuldigen für diese Art und in einer konstruktiven Art und Weise mit Flüchtlingen umzugehen, wo es überhaupt kein Problem gibt und wo darauf geachtet wird, dass das gut funktioniert, wo es von der Bevölkerung diese Hilfsbereitschaft gegeben hat – woher ist denn das Wintergewand für die Flüchtlinge gekommen, woher sind denn die Kinderspielsachen gekommen, außer von der Bevölkerung dort? –, anstatt hier für positive Stimmung zu sorgen, hetzen Sie gegen diese Menschen. Schämen Sie sich! (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ sowie Beifall bei ÖVP, Grünen, NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher sage ich: Unsere Aufgabe ist es auch, die Schieflage in Europa zu beseitigen. Und das, was wir uns selbst zumuten, muten wir auch den anderen zu und das verlangen wir auch von den anderen EU-Mitgliedstaaten, nämlich schnelle Asylverfahren und beste Unterbringung von Flüchtlingen – so wie Österreich es macht, so wie Österreich es vorzeigt! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bin für eine ehrliche und offene Politik! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe.
Abgeordneter Christoph Hagen (STRONACH): Herr Präsident! Die Frauen Bundesministerinnen! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Ich wollte mich eigentlich nicht mehr zu Wort melden, aber die Diskussion hat mich darauf (Zwischenrufe.) – Ich habe mir erwartet, dass das kommt.
Ruf bei der ÖVP: Wie oft denn?
Die Diskussion erfordert es, dass ich mich zu Wort melde. Sie wissen, ich bin im Zivilberuf Polizeibeamter, ich arbeite in einer Abteilung, die mit Fremdenwesen zu tun hat. (Ruf bei der ÖVP: Wie oft denn?)
Abg. Pilz verlässt mit seinem Handy in der Hand den Sitzungssaal
Meine Damen und Herren! Die Frau Bundesminister hat hier gesagt, was Tatsache ist. Das höre ich laufend auf den Polizeidienststellen. Wir waren gestern auch in Traiskirchen, und wir hören laufend, dass die Menschen, die dort arbeiten, mittlerweile an der Belastungsgrenze sind. Und da kann Herr Pilz telefonieren, mit wem er will (Abg. Pilz verlässt mit seinem Handy in der Hand den Sitzungssaal), auch wenn er jetzt vielleicht im Asylheim anruft – das weiß ich nicht –, aber der Punkt ist, dass dem wirklich ein Riegel vorgeschoben werden muss. Und das hat die Frau Bundesminister jetzt beim Asylverfahren getan, indem sie auf die Bremse gestiegen ist. Das ist eine Notwendigkeit.
Abg. Lopatka, der, an der Regierungsbank stehend, mit Bundesministerin Mikl-Leitner spricht, beendet das Gespräch und kehrt zu seinem Sitzplatz zurück.
Herr Klubobmann Lopatka, ich möchte Sie bitten, wenn Sie ein Gespräch führen wollen, das draußen oder an der Seite zu machen. (Abg. Lopatka, der, an der Regierungsbank stehend, mit Bundesministerin Mikl-Leitner spricht, beendet das Gespräch und kehrt zu seinem Sitzplatz zurück.) – Danke.
Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.
Frau Bundesminister, ich gebe Ihnen recht, Sie haben hier den richtigen Schritt getan, Sie haben dafür unsere Unterstützung. Deswegen werden wir auch dem Misstrauensantrag nicht zustimmen, denn wenn man richtig handelt, dann sollte man unterstützt werden! (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.)
Abg. Pilz: Ist das ein Asylantrag?
Noch zwei Kleinigkeiten: Ich habe (Abg. Pilz: Ist das ein Asylantrag?) Ich habe am Samstag mit einem deutschen Polizisten gesprochen. (Abg. Pilz: Bekommen Sie Asyl dafür?) – Jetzt hören Sie mir genau zu, Herr Pilz, dann lernen Sie etwas! – Ich habe am Samstag mit einem deutschen Polizisten gesprochen, und der (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Pilz.) – Hören Sie einmal zu! Sie können sich dann zu Wort melden, Herr Pilz. Das, was Sie hier machen, ist sehr unhöflich. Aber das bin ich von Ihnen nicht anders gewohnt.
Abg. Pilz: Bekommen Sie Asyl dafür?
Noch zwei Kleinigkeiten: Ich habe (Abg. Pilz: Ist das ein Asylantrag?) Ich habe am Samstag mit einem deutschen Polizisten gesprochen. (Abg. Pilz: Bekommen Sie Asyl dafür?) – Jetzt hören Sie mir genau zu, Herr Pilz, dann lernen Sie etwas! – Ich habe am Samstag mit einem deutschen Polizisten gesprochen, und der (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Pilz.) – Hören Sie einmal zu! Sie können sich dann zu Wort melden, Herr Pilz. Das, was Sie hier machen, ist sehr unhöflich. Aber das bin ich von Ihnen nicht anders gewohnt.
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Pilz.
Noch zwei Kleinigkeiten: Ich habe (Abg. Pilz: Ist das ein Asylantrag?) Ich habe am Samstag mit einem deutschen Polizisten gesprochen. (Abg. Pilz: Bekommen Sie Asyl dafür?) – Jetzt hören Sie mir genau zu, Herr Pilz, dann lernen Sie etwas! – Ich habe am Samstag mit einem deutschen Polizisten gesprochen, und der (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Pilz.) – Hören Sie einmal zu! Sie können sich dann zu Wort melden, Herr Pilz. Das, was Sie hier machen, ist sehr unhöflich. Aber das bin ich von Ihnen nicht anders gewohnt.
Beifall beim Team Stronach. – Rufe bei den Grünen – in Richtung ÖVP –: Dort hinüber!
Aber, wie gesagt, der Misstrauensantrag ist nicht gerechtfertigt. Sie haben wenigstens jetzt Maßnahmen gesetzt. Sie haben reagiert. Mir wäre es lieber gewesen, Sie hätten schon früher agiert. Aber das ist immerhin etwas, und deswegen werden wir diesen Antrag nicht unterstützen. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach. – Rufe bei den Grünen – in Richtung ÖVP –: Dort hinüber!)
Zwischenrufe bei den Grünen
Im Gegensatz zu Ihren linkslinken Chaoten, die Sie immer im Jänner nach Österreich und nach Wien karren (Zwischenrufe bei den Grünen), die sich mit Steinen und anderen Gegenständen gegen Polizisten und auch gegen Sachwerte wenden, die verletzte Polizisten in Kauf nehmen, die Sachschaden verursachen, sich vermummen, sich auch noch verstecken, nicht einmal ihr Gesicht zeigen, war bei dieser Kundgebung kein Einziger in irgendeiner Art und Weise vermummt. (Zwischenruf der Abg. Schwentner.)
Zwischenruf der Abg. Schwentner.
Im Gegensatz zu Ihren linkslinken Chaoten, die Sie immer im Jänner nach Österreich und nach Wien karren (Zwischenrufe bei den Grünen), die sich mit Steinen und anderen Gegenständen gegen Polizisten und auch gegen Sachwerte wenden, die verletzte Polizisten in Kauf nehmen, die Sachschaden verursachen, sich vermummen, sich auch noch verstecken, nicht einmal ihr Gesicht zeigen, war bei dieser Kundgebung kein Einziger in irgendeiner Art und Weise vermummt. (Zwischenruf der Abg. Schwentner.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Schwentner.
Ich weiß schon, die Wahrheit tut weh. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Schwentner.) – Frau Schwentner, hören Sie einmal zu! – Die Wahrheit mag manches Mal wehtun, aber man muss sie aussprechen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich weiß schon, die Wahrheit tut weh. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Schwentner.) – Frau Schwentner, hören Sie einmal zu! – Die Wahrheit mag manches Mal wehtun, aber man muss sie aussprechen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es macht keinen Sinn, wie Sie sich hier herinnen einsetzen und gegenseitig mit dem Mitleidsgefühl, das Sie alle empfinden, überbieten wollen, wer nicht noch liebevoller und noch mitleidiger ist, denn das bringt uns leider keinen einzigen Schritt weiter. Herr Kollege Krainer, das wissen auch Sie ganz genau. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Mal ein Stückerl abschneiden. Dann hätte die SPÖ, wenn sie mehr Politiker vom Format eines Erich Hohenberger hätte, wahrscheinlich andere Wahlergebnisse. Das sage ich Ihnen auch ganz ehrlich. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Schwentner: Sie betreiben nur Unsicherheit die ganze Zeit!
Frau Bundesminister, Ihnen möchte ich schon eines sagen: Es wird ein Asyllager nach dem anderen eröffnet, aber parallel dazu machen Sie nichts anderes, als Polizeiposten zu schließen, Überstunden bei den Beamten zu streichen. Wissen Sie, das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen wird dadurch massiv heruntergefahren. Das sollten Sie auch einmal in Ihre Überlegungen einbeziehen, wenn Sie all das tun! (Abg. Schwentner: Sie betreiben nur Unsicherheit die ganze Zeit!) – Ich würde meinen, ein bisschen mehr Sachlichkeit wäre manches Mal schon angebracht. Ich weiß schon, Frau Schwentner, Sie können offensichtlich nicht anders, Sie haben es heute schon mehrfach bewiesen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Schwentner.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Schwentner.
Frau Bundesminister, Ihnen möchte ich schon eines sagen: Es wird ein Asyllager nach dem anderen eröffnet, aber parallel dazu machen Sie nichts anderes, als Polizeiposten zu schließen, Überstunden bei den Beamten zu streichen. Wissen Sie, das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen wird dadurch massiv heruntergefahren. Das sollten Sie auch einmal in Ihre Überlegungen einbeziehen, wenn Sie all das tun! (Abg. Schwentner: Sie betreiben nur Unsicherheit die ganze Zeit!) – Ich würde meinen, ein bisschen mehr Sachlichkeit wäre manches Mal schon angebracht. Ich weiß schon, Frau Schwentner, Sie können offensichtlich nicht anders, Sie haben es heute schon mehrfach bewiesen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Schwentner.)
Abg. Schwentner: Entschuldigen Sie sich für Ihre Worte in der Früh!
Es würde Sinn machen, hier einmal mit der Wahrheit an das Ganze heranzugehen (Abg. Schwentner: Entschuldigen Sie sich für Ihre Worte in der Früh!) und nicht immer nur alles aussitzen zu wollen und so zu tun, als wäre das alles ohnehin kein Problem, als könnten wir das alles ohnehin lösen.
Beifall bei der FPÖ.
Überlegen Sie doch einmal! Wir haben überhaupt keine Berechnungen. Ein halber Kontinent ist im Aufbruch. Also das sollten Sie, bitte schön, wenn Sie schon auf die EU hoffen, in Ihre Überlegungen auch einbeziehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Noch einmal: Die Volksanwaltschaft ist ein Hilfsorgan des Parlaments, und dementsprechend sollten wir Abgeordnete die Möglichkeit haben, Anfragen an diese zu stellen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bin nämlich der Überzeugung, dass sich die von uns für sechs Jahre gewählten Mitglieder der Volksanwaltschaft diese Bestellung sicher nicht einfach gemacht haben und dass sie alle Pros und Kontras abgewogen haben. Aber wir werden im Geschäftsordnungskomitee beziehungsweise Geschäftsordnungsausschuss noch genügend Zeit haben, unsere Argumente dazu auszutauschen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und hinsichtlich eines Interpellationsrechts in Bezug auf diese drei konkreten Punkte auch in Richtung Volksanwaltschaft sind wir gesprächsbereit. Alles darüber Hinausgehende ist unserer Ansicht nach überschießend, und wir sollten uns hier im Hohen Haus viel eher damit befassen, endlich eine Ausweitung der Prüfkompetenz der Volksanwälte auch auf ausgegliederte Unternehmen voranzubringen. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Schimanek: Aber er wird es nachreichen, hat er gesagt!
sprechende Beschwerden bei der Volksanwaltschaft vorliegen, wir davon aber im letztjährigen Bericht der Volksanwaltschaft kaum etwas erfahren, dann wird es für mich Zeit, dem dafür verantwortlichen Volksanwalt im entsprechenden Ausschuss einige Fragen zu stellen. Und wenn ich ihn dann zum Beispiel frage, wie viele berechtigte – nur die berechtigten! – Beschwerden es im Zusammenhang mit der Polizei gegeben hat, dann sagt mir der Volksanwalt, er weiß es nicht. (Abg. Schimanek: Aber er wird es nachreichen, hat er gesagt!) Es ist egal, er weiß es nicht. – Ich habe es gewusst, und ich habe es ihm gesagt. Ich habe ihm gesagt, es sind 181. (Abg. Schimanek: Er hat gesagt, er wird es nachreichen! – Also das ist aber jetzt schon !) – Frau Vorsitzende, Sie können dann ohnedies etwas sagen.
Abg. Schimanek: Er hat gesagt, er wird es nachreichen! – Also das ist aber jetzt schon !
sprechende Beschwerden bei der Volksanwaltschaft vorliegen, wir davon aber im letztjährigen Bericht der Volksanwaltschaft kaum etwas erfahren, dann wird es für mich Zeit, dem dafür verantwortlichen Volksanwalt im entsprechenden Ausschuss einige Fragen zu stellen. Und wenn ich ihn dann zum Beispiel frage, wie viele berechtigte – nur die berechtigten! – Beschwerden es im Zusammenhang mit der Polizei gegeben hat, dann sagt mir der Volksanwalt, er weiß es nicht. (Abg. Schimanek: Aber er wird es nachreichen, hat er gesagt!) Es ist egal, er weiß es nicht. – Ich habe es gewusst, und ich habe es ihm gesagt. Ich habe ihm gesagt, es sind 181. (Abg. Schimanek: Er hat gesagt, er wird es nachreichen! – Also das ist aber jetzt schon !) – Frau Vorsitzende, Sie können dann ohnedies etwas sagen.
Beifall bei Grünen und NEOS.
Das, werte Kolleginnen und Kollegen, ist eine Missachtung des Parlaments. Es ist auch eine Missachtung der Aufgaben der Volksanwaltschaft. Und deswegen sind wir der Ansicht, dass das Interpellationsrecht, das Fragerecht gegenüber den Volksanwältinnen und Volksanwälten sehr wohl etwas ganz Wichtiges ist, um nämlich ein bisschen mehr Transparenz in die Gebarung dieses Organs, dieses Parlaments hineinzubringen. Und ich kann überhaupt nicht verstehen, warum es überhaupt auch nur ein einziges Argument dagegen geben könnte. – Danke. (Beifall bei Grünen und NEOS.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS.
Wenn Sie die Fraktionsförderung durch die Wirtschaftskammer im Ausmaß von 17,6 Millionen € betrachten, dann werden Sie sehen, da besteht Handlungsbedarf. Und wenn Sie sich die Rücklagen der Kammern und auch die Zehnfachstrukturen anschauen, dann ist auch da zu erkennen, dass die Möglichkeit besteht, durch eine Absenkung der Kammerumlage II die österreichische Wirtschaft zu entlasten. – Danke sehr. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich hätte jetzt, Herr Kollege Köchl, auch die damaligen Debattenbeiträge der Kollegen aus den Stenographischen Protokolle heraussuchen können. Diese waren sehr gescheit und haben sehr bewusst auch den Respekt gegenüber der Demokratie und den dafür notwendigen Einrichtungen zum Ausdruck gebracht. Das war vor allem beim Kollegen Van der Bellen der Fall, und ich finde es schade, dass heute von der Fraktion der Grünen solche Dinge, die Beliebigkeit von NEOS und Sonstiges, kommen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf bei der FPÖ: Ach so?! – Abg. Rädler: Und die AK?
Ehrlich gesagt, diese 70-Prozent-Mehrheit der ÖVP, die betrachten teilweise die Kammer, als würde sie ihnen gehören – keine Frage. (Ruf bei der FPÖ: Ach so?! – Abg. Rädler: Und die AK?) Aber die Lösung ist nicht, zu sagen, ich kürze dort radikal alle Möglichkeiten der Interessenvertretung, denn die Mehrzahl der Funktionen dort betrifft Serviceleistungen. Und da empfehle ich Ihnen, Herr Kollege Köchl: Fahren Sie einmal ins Ausland! Fragen Sie einmal kleinere und mittlere Firmen, welche Serviceleistungen sie bekommen, die andere Länder ihren Firmen nicht bieten können! Dort rinnt der Großteil des Geldes hinein. Da wird eine Serviceleistung geboten – und die würden Sie mit Ihrem Antrag kürzen.
Ruf bei der ÖVP: Genau!
Und wenn es etwas gibt, das Sie ändern wollen: Machen wir eine bessere Arbeit als Opposition in der Wirtschaftskammer! Schauen wir, dass wir dort mehr Stimmen bekommen! Und wenn du dann die Mehrheit übernimmst, kannst du den Antrag stellen und sagen, wir kommen mit weniger Geld aus. – In Ordnung! Aber die Entscheidung muss dort fallen, bei ihren Mitgliedern und bei den dortigen Wahlen, nicht hier. (Ruf bei der ÖVP: Genau!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
In diesem Sinn: Van der Bellen hat damals recht gehabt, Köchl nicht. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf bei der FPÖ – in Richtung der sich zum Rednerpult begebenden Abg. Jank –: Jetzt geben Sie aber Gas!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gelangt Frau Abgeordnete Jank. Restredezeit der Fraktion: 3 Minuten. – Bitte. (Ruf bei der FPÖ – in Richtung der sich zum Rednerpult begebenden Abg. Jank –: Jetzt geben Sie aber Gas!)
Abg. Köchl: Gesteigert!
ein Drittel, von 150 auf 100, gesenkt. Wir haben den Personalstand um 26 Prozent gesenkt. (Abg. Köchl: Gesteigert!) Wir setzen unter den Kammern laufend gemeinsame Synergieprojekte um und sparen alleine damit zwischen 10 und 15 Millionen € im Jahr. (Abg. Köchl: Die Zahlen sprechen das Gegenteil!) – Also alles Dinge, die Sie auch sehen sollten und die Sie in Ihrer Kritik auch berücksichtigen sollten. (Abg. Fekter: Keine Ahnung hat er!)
Abg. Köchl: Die Zahlen sprechen das Gegenteil!
ein Drittel, von 150 auf 100, gesenkt. Wir haben den Personalstand um 26 Prozent gesenkt. (Abg. Köchl: Gesteigert!) Wir setzen unter den Kammern laufend gemeinsame Synergieprojekte um und sparen alleine damit zwischen 10 und 15 Millionen € im Jahr. (Abg. Köchl: Die Zahlen sprechen das Gegenteil!) – Also alles Dinge, die Sie auch sehen sollten und die Sie in Ihrer Kritik auch berücksichtigen sollten. (Abg. Fekter: Keine Ahnung hat er!)
Abg. Fekter: Keine Ahnung hat er!
ein Drittel, von 150 auf 100, gesenkt. Wir haben den Personalstand um 26 Prozent gesenkt. (Abg. Köchl: Gesteigert!) Wir setzen unter den Kammern laufend gemeinsame Synergieprojekte um und sparen alleine damit zwischen 10 und 15 Millionen € im Jahr. (Abg. Köchl: Die Zahlen sprechen das Gegenteil!) – Also alles Dinge, die Sie auch sehen sollten und die Sie in Ihrer Kritik auch berücksichtigen sollten. (Abg. Fekter: Keine Ahnung hat er!)
Beifall bei der ÖVP.
75 Prozent der Mitglieder sagen, dass sie mit der Leistung ihrer Wirtschaftskammer zufrieden oder sogar sehr zufrieden sind. Also auch da liegen Sie falsch mit Ihrer Aussage. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Kollege, denken Sie über Ihren Antrag nach! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Fekter: Wollen Sie Streikzustände wie in Deutschland?!
Wir Freiheitlichen sagen, das ist ein Relikt aus der Nachkriegszeit, entspricht aber nicht einer modernen Interessenvertretung in einem modernen Staat des 21. Jahrhunderts. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Fekter: Wollen Sie Streikzustände wie in Deutschland?!)
Zwischenrufe bei der SPÖ sowie der Abg. Fekter.
Insofern nur ein Beispiel aus dem Deutschen Bundestag: Da sind nämlich die Vertre- ter der Sozialpartnerschaft nicht einmal berechtigt, im Bundestag zu sein, also ihres Amtes zu walten, das ist schon ein Unterschied. (Zwischenrufe bei der SPÖ sowie der Abg. Fekter.)
in Richtung der Abg. Fekter
Ich denke, dass die Kammerumlage 2 ein Relikt von Sallinger ist. Da waren Sie (in Richtung der Abg. Fekter) ein junges Dirndl – als der Sallinger da war, waren Sie ein junges, hübsches Mädchen! (Heiterkeit.) Damals wurde die Umlage für vier Jahre eingeführt, sie existiert heute noch. Die Zeit ist vorangeschritten, Sie sitzen immer noch da, aber es ist halt einmal so. (Zwischenruf der Abg. Fekter.) Die Kammerumlage 2 war damals zur Überbrückung für notleidende Kleinstunternehmen.
Heiterkeit.
Ich denke, dass die Kammerumlage 2 ein Relikt von Sallinger ist. Da waren Sie (in Richtung der Abg. Fekter) ein junges Dirndl – als der Sallinger da war, waren Sie ein junges, hübsches Mädchen! (Heiterkeit.) Damals wurde die Umlage für vier Jahre eingeführt, sie existiert heute noch. Die Zeit ist vorangeschritten, Sie sitzen immer noch da, aber es ist halt einmal so. (Zwischenruf der Abg. Fekter.) Die Kammerumlage 2 war damals zur Überbrückung für notleidende Kleinstunternehmen.
Zwischenruf der Abg. Fekter.
Ich denke, dass die Kammerumlage 2 ein Relikt von Sallinger ist. Da waren Sie (in Richtung der Abg. Fekter) ein junges Dirndl – als der Sallinger da war, waren Sie ein junges, hübsches Mädchen! (Heiterkeit.) Damals wurde die Umlage für vier Jahre eingeführt, sie existiert heute noch. Die Zeit ist vorangeschritten, Sie sitzen immer noch da, aber es ist halt einmal so. (Zwischenruf der Abg. Fekter.) Die Kammerumlage 2 war damals zur Überbrückung für notleidende Kleinstunternehmen.
in Richtung der Abg. Fekter
Was sagt Ihnen die Zahl 44-31-40? – Das ist nicht Ihre (in Richtung der Abg. Fekter) Bikinifigur wie vor 30 Jahren, nein! (Heiterkeit und Unruhe im Sitzungssaal. – Zwischenruf des Abg. Berlakovich.)
Heiterkeit und Unruhe im Sitzungssaal. – Zwischenruf des Abg. Berlakovich.
Was sagt Ihnen die Zahl 44-31-40? – Das ist nicht Ihre (in Richtung der Abg. Fekter) Bikinifigur wie vor 30 Jahren, nein! (Heiterkeit und Unruhe im Sitzungssaal. – Zwischenruf des Abg. Berlakovich.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Abgeordneter Josef Schellhorn (fortsetzend): Das sind 44 Prozent plus bei den Verwaltungskosten, 31 Prozent plus bei den Zwangsbeiträgen und 40 Prozent plus bei den Personalkosten. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Das erklären Sie jetzt einmal diesen Unternehmen, die Sie vertreten, die nicht einmal aus Ihrem Verein austreten können! Das erklären Sie denen einmal! Ich glaube, Sie sind es einfach nicht mehr gewohnt. (Abg. Schittenhelm: Was glaubt er eigentlich?!)
Abg. Schittenhelm: Was glaubt er eigentlich?!
Abgeordneter Josef Schellhorn (fortsetzend): Das sind 44 Prozent plus bei den Verwaltungskosten, 31 Prozent plus bei den Zwangsbeiträgen und 40 Prozent plus bei den Personalkosten. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Das erklären Sie jetzt einmal diesen Unternehmen, die Sie vertreten, die nicht einmal aus Ihrem Verein austreten können! Das erklären Sie denen einmal! Ich glaube, Sie sind es einfach nicht mehr gewohnt. (Abg. Schittenhelm: Was glaubt er eigentlich?!)
Zwischenruf der Abg. Fekter.
Frau Jank als ehemalige Präsidentin der Wirtschaftskammer hat gesagt, wenn wir das streichen, dann gibt es die Kammer nicht mehr. – Doch, es kann sie geben! Es kann sie anders geben: auf Basis der Freiwilligkeit, dass Sie als Interessenvertretung für Ihre Unternehmer kämpfen und rennen und dass Sie in dieser Hinsicht auch etwas unternehmen, das ist besonders wichtig. (Zwischenruf der Abg. Fekter.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Ich bin ja gespannt, wenn wir das dann diskutieren, wie Herr Kollege Vetter – er ist ja jetzt Gott sei Dank da – abstimmen wird. Im März war er noch strikt dagegen, jetzt weiß ich nicht, wie man das dann weiter handhaben werden. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Ich meine aber schon, dass das Rückgrat dementsprechend beansprucht werden wird, wie wir uns dann beim Abstimmen verhalten. (Abg. Fekter: Vielleicht haben wir ihn überzeugt!)
Abg. Fekter: Vielleicht haben wir ihn überzeugt!
Ich bin ja gespannt, wenn wir das dann diskutieren, wie Herr Kollege Vetter – er ist ja jetzt Gott sei Dank da – abstimmen wird. Im März war er noch strikt dagegen, jetzt weiß ich nicht, wie man das dann weiter handhaben werden. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Ich meine aber schon, dass das Rückgrat dementsprechend beansprucht werden wird, wie wir uns dann beim Abstimmen verhalten. (Abg. Fekter: Vielleicht haben wir ihn überzeugt!)
Zwischenruf des Abg. Brosz.
Eines noch: Der Antrag der Grünen ist zu kurz. (Zwischenruf des Abg. Brosz.) Wir sind für die Streichung. Wir sind für die generelle Streichung und für die sofortige Streichung, es kann sonst gar nichts mehr anderes sein. Wir wollen die Betriebe entlasten und nicht weiter am Hungertuch sehen. – Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Eines noch: Der Antrag der Grünen ist zu kurz. (Zwischenruf des Abg. Brosz.) Wir sind für die Streichung. Wir sind für die generelle Streichung und für die sofortige Streichung, es kann sonst gar nichts mehr anderes sein. Wir wollen die Betriebe entlasten und nicht weiter am Hungertuch sehen. – Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Herr Abgeordneter Schellhorn, für Ihre Aussage im Zusammenhang mit den Körpermaßen einer Kollegin erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)