Eckdaten:
Für die 20. Sitzung der 21. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 752 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Das, was sich Schüler und Schülerinnen noch wünschen und was auch von den Eltern gewünscht wird, ist, dass man in Schulpartnerschaftsgremien sowohl das Schulbudget als auch einen Schulentwicklungsplan intensiv diskutiert, dass man den Schülern und Schülerinnen verstärkt die Möglichkeit gibt, die Infrastrukturen in den Schulen zu nutzen, und dass man ihnen eine Bestätigung darüber gibt, wenn sie sich im Schulbereich engagiert haben, das heißt ein Zeugnis über ihre Tätigkeit. Das halte ich an und für sich für einen sehr guten und sehr vernünftigen Vorschlag. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Khol: Wo ist sie?
Abgeordneter Dr. Dieter Antoni (SPÖ): Frau Bundesministerin! Die Sozialdemokratische Partei (Abg. Dr. Khol: Wo ist sie?) hat bereits im Februar einen Initiativantrag eingebracht mit dem Ersuchen, eine Novellierung des Schulunterrichtsgesetzes dahin gehend vorzunehmen, dass ein Schülerversammlungsrecht eingerichtet werden soll.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich meine also, man muss diese Frage noch sehr intensiv diskutieren, und dafür werden wir ja noch genügend Zeit haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur Elisabeth Gehrer: Ich glaube, dass es wichtig ist, dass diese Frage im Schulgemeinschaftsausschuss diskutiert wird. Ich halte aber nichts davon, Entscheidungen auf Gremien zu übertragen, die dann mit Mehrheitsbeschlüssen Entscheidungen fällen, für die niemand verantwortlich ist. Die Verantwortlichkeit für die Führung einer Schule hat der Direktor. Er hat auch die Verantwortlichkeit für die Ausgabe des Geldes. Ich halte es aber für richtig und wichtig, dass es im Schulgemeinschaftsausschuss besprochen wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Brosz: Klassenverband!
Ich habe Sie so verstanden – vielleicht habe ich Sie falsch verstanden –, dass Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf vier Jahre in derselben Klasse bleiben sollen. (Abg. Brosz: Klassenverband!) Dazu Folgendes: Die Kinder rücken normalerweise auf. Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf sind anders zu sehen als Kinder, bei denen man die Schulpflicht noch um ein Jahr aussetzt, weil sie sich in diesem einen Jahr vielleicht so weit entwickeln, dass sie dann dem normalen Unterricht folgen können. Sonderpädagogischer Förderbedarf hat nichts mit der Zurückstellung zu tun.
Abg. Brosz: Ja!
Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur Elisabeth Gehrer: Meinen Sie muttersprachlichen Unterricht in Türkisch? (Abg. Brosz: Ja!) – Ja.
Zwischenrufe.
Präsident Dr. Heinz Fischer: Bitte, Frau Ministerin. (Zwischenrufe.) – Der Herr Abgeordnete hat die schriftliche Frage vorgelesen, was notwendig war. – Bitte.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur Elisabeth Gehrer: Es ist ein Projekt, in welchem die Gefahren und Risken der Gentechnik erforscht werden sollen. Ich halte nichts davon, sich vor etwas prophylaktisch zu fürchten, was man nicht beweisen kann. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur Elisabeth Gehrer: Es gibt kein Hauptschulsterben, sondern es gibt einen Rückgang der Schülerzahlen der Hauptschulen in den Ballungszentren. Die Hauptschule ist in weiten Bereichen Österreichs immer noch eine sehr gute Schule der 10- bis 14-Jährigen. (Beifall bei der ÖVP.) In den Ballungsräumen ist zu überlegen, wie die Hauptschule aufgewertet werden kann. Schulversuche können beantragt werden. Neue Schulmodelle werden aber immer noch vom Parlament beschlossen und nicht von einem Landesschulrat.
Heiterkeit bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur Elisabeth Gehrer: Da müssen Sie den Herrn Direktor Frodl fragen. (Heiterkeit bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben all diese Fragen, die vom Rechnungshof aufgeworfen worden sind, im Zuge der Umwandlung der Österreichischen Galerie in eine wissenschaftliche Anstalt bereits bearbeitet, und ich glaube, dass damit auch die Mängel abgestellt worden sind und Herr Direktor Frodl sehr wohl gezeigt hat, dass er fähig ist, eine derartige wissenschaftliche Anstalt zu führen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Schweitzer.
Ich glaube, dass durch das gesicherte Budget einerseits und die Selbständigkeit und durch das Herausnehmen aus der Kameralistik andererseits den Museen die Chance gegeben wird, auf einer gesicherten Basis eine innovative Entwicklung zu nehmen. Es ist mein Ziel, bis zum Jahr 2003 alle Museen in diese Selbständigkeit zu führen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Schweitzer. )
Rufe bei der SPÖ: Kein Minister! Es sind keine Minister anwesend! – Abg. Dr. Kostelka begibt sich zu Präsident Dr. Fischer. – Abg. Haigermoser: Wozu die künstliche Aufregung? – Abg. Edler: Wiederholt kein Minister da! Der Minister war wohl auch Fußball schauen! – Abgeordnete der SPÖ – in Richtung des Abg. Ing. Westenthaler, der gerade seinen Platz einnimmt –: Wie war das Spiel? – Abg. Ing. Westenthaler: Gut war das Spiel! – Abg. Dr. Kostelka: Ich möchte ersuchen, die Sitzung so lange zu unterbrechen, bis der Minister eingetroffen ist!
Abgeordneter Rudolf Edlinger (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Mit dem Budgetbegleitgesetz beginnen wir heute eigentlich eine Reihe von gesetzlichen Maßnahmen zu verhandeln, die in den nächsten Wochen das Parlament, den Nationalrat passieren werden und die – wie ich glaube – nachhaltig die Situation der Menschen in unserem Lande beeinflussen werden, die allerdings von ... (Rufe bei der SPÖ: Kein Minister! Es sind keine Minister anwesend! – Abg. Dr. Kostelka begibt sich zu Präsident Dr. Fischer. – Abg. Haigermoser: Wozu die künstliche Aufregung? – Abg. Edler: Wiederholt kein Minister da! Der Minister war wohl auch Fußball schauen! – Abgeordnete der SPÖ – in Richtung des Abg. Ing. Westenthaler, der gerade seinen Platz einnimmt –: Wie war das Spiel? – Abg. Ing. Westenthaler: Gut war das Spiel! – Abg. Dr. Kostelka: Ich möchte ersuchen, die Sitzung so lange zu unterbrechen, bis der Minister eingetroffen ist!)
Abg. Dr. Khol: Normalerweise wird ein Redner nicht unterbrochen! – Abg. Dr. Kostelka – auf Abg. Edlinger weisend –: Eigentlich haben wir ohnehin einen Finanzminister hier!
Präsident Dr. Heinz Fischer: Darf ich Klubobmann Khol eine Sekunde zu mir bitten. (Abg. Dr. Khol: Normalerweise wird ein Redner nicht unterbrochen! – Abg. Dr. Kostelka – auf Abg. Edlinger weisend –: Eigentlich haben wir ohnehin einen Finanzminister hier!)
Abg. Ing. Westenthaler: Der, der das ganze Schlamassel verursacht hat, sitzt eh bei euch da! – Abg. Auer – in Richtung des Abg. Edlinger –: Erzählst du einmal die alten Geschichten, dann gehen wir zu den neuen! – Anhaltende Zwischenrufe.
Kollege Edlinger, es ist keine böse Absicht, es ist anscheinend die Fragestunde drei, vier Minuten früher zu Ende gewesen, als das der Finanzminister berechnet hat. Also ich hoffe, dass wir ... (Abg. Ing. Westenthaler: Der, der das ganze Schlamassel verursacht hat, sitzt eh bei euch da! – Abg. Auer – in Richtung des Abg. Edlinger –: Erzählst du einmal die alten Geschichten, dann gehen wir zu den neuen! – Anhaltende Zwischenrufe.)
Abg. Ing. Westenthaler: Es ist die Verkehrspolitik des Wiener Bürgermeisters schuld daran, dass er nicht da ist!
Meine Damen und Herren! Es ist ein Verkehrsproblem, der Herr Minister wird in vier oder fünf Minuten da sein. (Abg. Ing. Westenthaler: Es ist die Verkehrspolitik des Wiener Bürgermeisters schuld daran, dass er nicht da ist!) Ich schlage zur allgemeinen Güte vor: Ich unterbreche die Sitzung für 5 Minuten, dann fangen wir in Gegenwart des Herrn Ministers an. Ich bitte, weitere Aufregungen zu vermeiden.
Beifall bei der SPÖ.
Das Budget 2000 und auch das entsprechende Budgetbegleitgesetz sind – so sehe ich das – natürlich eingebettet in sonstige politische Positionen der Regierung und der Regierungsparteien zu sehen. Daher meine ich, dass es legitim ist – und ich bin überzeugt, dass die Debatte auch so ablaufen wird –, das Budgetbegleitgesetz als ein Mosaikstein des politischen Wollens der Bundesregierung zu betrachten, und dass es weiters auch legitim ist, es mit bestimmten bereits erkennbaren politischen Positionen, ausgedrückt durch das Regierungsprogramm, aber auch durch die Versprechen, die die heute die Bundesregierung bildenden Parteien getätigt haben, zu vergleichen. Wenn man das tut, dann kommt man zweifellos zu dem Schluss, dass das Budget 2000 mit seinen sozial- und gesellschaftspolitisch einseitigen Maßnahmen erst der erste Teil eines ganz gewaltigen Belastungspaketes ist, das auf einen Teil der Österreicher zukommt. (Beifall bei der SPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.
Diesem Ihrem Belastungspaket, meine sehr verehrten Damen und Herren, und dem, was folgen wird, fehlt jegliche soziale Proportion. Auch das muss man mit aller Deutlichkeit den Bürgern unseres Landes sagen. (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Diese Regierung – und ich möchte das schon mit einigen Sätzen argumentieren – macht eine arbeitnehmerfeindliche Politik, eine Politik gegen die kleinen Leute. Doch das lehnen wir ab! (Beifall bei der SPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.
Meine Damen und Herren von den Regierungsparteien! Sie haben den Menschen, wovor ich immer gewarnt habe, das Blaue vom Himmel herunter versprochen, und jetzt wird es den Menschen vor lauter Belastungen schwarz vor den Augen. Das ist das Resultat Ihrer Politik in den wenigen Monaten, seit Sie die Regierung bilden. (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll. )
Beifall bei der SPÖ.
Ihr Regierungsprogramm und Ihre Regierungserklärung waren voll von Versprechen, sehr geehrter Herr Abgeordneter Stummvoll, und mit großem Getöse haben Sie angekündigt, dass alles anders wird. Wenn man jetzt untersucht, was alles anders wird, dann muss man feststellen, dass das keine Ankündigung gewesen ist, sondern eine ehrliche, fast gemeingefährliche Drohung. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Gaugg: Können Sie eine konkrete Maßnahme nennen, Herr Minister außer Dienst?
Geschenke gibt es für die Reichen, und den Kleinen wird sogar noch etwas weggenommen. So schaut in Wahrheit Ihre Politik aus! (Abg. Gaugg: Können Sie eine konkrete Maßnahme nennen, Herr Minister außer Dienst?) Würden Sie sich, Herr Gaugg, ein bisschen am Riemen reißen und noch ein paar Minuten warten! Ich werde mir gestatten, dann einige Maßnahmen zu nennen. Ich bin für meine konkreten Hinweise eigentlich hinlänglich bekannt.
Abg. Schwarzenberger: Ein altes Feindbild!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Sie nehmen den Menschen das weg, was wir ihnen gegeben haben, und Sie verteilen es an Großbauern – denn die Landwirtschaftsförderung ist nach wie vor nicht sozial gestaffelt –, an die Wirtschaft und an die Hausbesitzer. (Abg. Schwarzenberger: Ein altes Feindbild!)
Beifall bei der SPÖ.
Wir kritisieren am Budgetbegleitgesetz insbesondere die Änderung des Elektrizitätsabgabegesetzes. Wir lehnen die Erhöhung um 10,6 Groschen zuzüglich 20 Prozent Umsatzsteuer deshalb ab, weil sie zu einer erheblichen Verteuerung führt und dadurch die Effekte der Liberalisierung für die Haushalte, nicht jedoch für die Unternehmen beseitigt werden. Und das halten wir sozial- und verteilungspolitisch für falsch, meine sehr verehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir kritisieren die Änderung des Versicherungssteuergesetzes, die Anpassung, wie Sie es nennen. Das ist ein sehr sympathischer Terminus. Man könnte ja auch anstelle von Defizit Ausgabenüberschuss sagen; das klingt auch ganz anders. "Anpassung" heißt Steuererhöhung, und das muss man mit aller Deutlichkeit sagen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Sie wollten die Mineralölsteuer erhöhen! Sie wollten die "kleinen" Pendler belasten!
Sie erhöhen die Steuern ganz massiv, doch angetreten sind Sie mit dem Versprechen, die Steuern zu senken. Für ein Mittelklasseauto wird man in Hinkunft 1 300 S mehr zahlen müssen. Die Regierung belastet die Autofahrer um 5,2 Milliarden – ohne dabei einen ökologischen Effekt zu erzielen –, weil sie den Besitz des Autos und nicht den Betrieb des Autos besteuert. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie wollten die Mineralölsteuer erhöhen! Sie wollten die "kleinen" Pendler belasten!)
Abg. Haigermoser: Nicht angeblich, sondern wirklich!
Wir kritisieren die Änderung des Gebührengesetzes. Sie belasten die Österreicher mit drastischen Gebührenerhöhungen. Beispielsweise kostet die Gebühr für einen Reisepass in Hinkunft 950 S statt 490 S. Eine Familie – die Familien liegen Ihnen ja angeblich so am Herzen (Abg. Haigermoser: Nicht angeblich, sondern wirklich!) – mit zwei Kindern, die Pässe braucht, wird in Hinkunft 3 800 S dafür bezahlen müssen, nur damit die ganze Familie Pässe besitzt.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Gaugg: Was haben Sie bei der Steuerreform gemacht?
Wir lehnen die Abschaffung des verbilligten Postzeitungsversandes ab. Diese Abschaffung wird sehr viele äußerst wichtige private Organisationen massiv treffen. Vor allem die Art und Weise, wie Sie, meine sehr verehrten Damen und Herren, das tun, nämlich ohne das Gespräch mit den Betroffenen zu führen, entspricht ganz eindeutig der autistischen Politik, die Sie letztendlich betreiben: Durchziehen und mit niemandem auch nur ein Wort reden! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Gaugg: Was haben Sie bei der Steuerreform gemacht?)
Beifall bei der SPÖ.
Mitunter ist ja in dialektisch schönen Formulierungen ein tiefer Kern zu erblicken. So hat Herr Klubobmann Khol beispielsweise gemeint, bei den Vereinen und Organisationen werde man die Böcke von den Schafen zu trennen haben. In diesem Zusammenhang möchte ich ihn auf Folgendes aufmerksam machen: Wenn man nachhaltig Böcke von Schafen trennt, dann wird diese Spezies aussterben. Doch darum geht es Ihnen offenbar: diese ordentlichen, guten, gemeinnützigen, sozialen Organisationen aussterben zu lassen, weil sie Ihrer Zielsetzung nicht dienlich sind. Das, meine sehr verehrten Damen und Herren, lässt in die Struktur Ihrer Politik einen tiefen Einblick zu. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Stummvoll: Sie lehnen alles ab!
Wir lehnen beispielsweise – und ich habe gesagt, dass man, um das Gesamte darzustellen, über die Enge des Budgetbegleitgesetzes hinausschauen muss – auch das Paket zur Finanzierung der Patientenversicherung ab (Abg. Dr. Stummvoll: Sie lehnen alles ab!) , denn die einseitige Belastung der Kranken ist inakzeptabel. Es ist ganz einfach schändlich, die Kranken zur Kasse zu bitten, meine sehr verehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir lehnen beispielsweise – und ich habe gesagt, dass man, um das Gesamte darzustellen, über die Enge des Budgetbegleitgesetzes hinausschauen muss – auch das Paket zur Finanzierung der Patientenversicherung ab (Abg. Dr. Stummvoll: Sie lehnen alles ab!) , denn die einseitige Belastung der Kranken ist inakzeptabel. Es ist ganz einfach schändlich, die Kranken zur Kasse zu bitten, meine sehr verehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Sie haben das Budgetloch verursacht! Sie tragen die Verantwortung! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Wenn du krank und arm bist, dann geht es dir in Hinkunft in Österreich schlecht! – Das ist die Politik, die Sie unserer Bevölkerung letztendlich verordnen! (Abg. Ing. Westenthaler: Sie haben das Budgetloch verursacht! Sie tragen die Verantwortung! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Dr. Stummvoll: Was lehnen Sie nicht ab?
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Diese Politik der Bundesregierung ist eine massive Belastungspolitik, die in dieser Form weder notwendig noch sozial gerecht ist und die zu Lasten der Arbeitnehmer und der kleinen Leute geht. Daher lehnen wir Ihre Politik ab (Abg. Dr. Stummvoll: Was lehnen Sie nicht ab?) – und wir werden das in der Summe der Diskussionsbeiträge am heutigen Tag beweisen –, weil sie die Kleinen belastet und den Grossen Geschenke gibt. Das ist eine Politik der verkehrten Umverteilung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Diese Politik der Bundesregierung ist eine massive Belastungspolitik, die in dieser Form weder notwendig noch sozial gerecht ist und die zu Lasten der Arbeitnehmer und der kleinen Leute geht. Daher lehnen wir Ihre Politik ab (Abg. Dr. Stummvoll: Was lehnen Sie nicht ab?) – und wir werden das in der Summe der Diskussionsbeiträge am heutigen Tag beweisen –, weil sie die Kleinen belastet und den Grossen Geschenke gibt. Das ist eine Politik der verkehrten Umverteilung. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Khol: Ah, deswegen!
Vom Grundsatz her sind die Überlegungen, die dem Gedanken Pate standen, nicht negativ, und sie sind auch klug. Sie wurden bereits vor einem halben Jahr entwickelt. (Abg. Dr. Khol: Ah, deswegen!) Es wäre daher eine Art geistige Bücherverbrennung, dagegen sein zu wollen, aber ich möchte schon mit aller Deutlichkeit sagen, dass die Beschaffung der Zweidrittelmehrheit meiner Meinung nach eine Holschuld der Bundesregierung ist. Ich muss jedoch mit allem Nachdruck feststellen, dass nach einem ersten Gespräch am Rande, in dem von Seiten der Sozialdemokratischen Partei einige Fragen, die vor einem halben Jahr noch ungeklärt waren, gestellt wurden, viele Fragen offen geblieben sind, etwa die Frage, ob der Bund für Kreditoperationen, die für die Länder stellvertretend getätigt werden, eine Haftung übernimmt, in welcher Weise Kostenbeteiligungen entstehen und Ähnliches mehr. Auf diese Fragen haben wir keine Antwort erhalten.
Lang anhaltender Beifall bei der SPÖ.
Wir stellen diesen Antrag, damit diese Fragen besprochen werden können. Wenn Sie ihn ablehnen, dann werden wir diesem Gesetz nicht zustimmen können. Ich sage das deshalb so ausführlich, um Ihnen die Chance zu nehmen, anhand dieses notwendigen Gesetzes eine Totalopposition der Sozialdemokraten als Argument benützen zu können. Wir geben Ihnen die Chance, uns zu informieren, und außerdem die Chance, die Zweidrittelmehrheit zu erhalten. (Lang anhaltender Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Edlinger: Das stimmt ja nicht!
Abgeordneter Hermann Böhacker (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine Herren Minister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Herr Kollege Edlinger, ich bin Ihnen für diese von Ihnen heute hier gehaltene Rede dankbar, denn mit dieser Rede haben Sie den Grund dafür ersichtlich gemacht, warum Sie als Finanzminister von der Bevölkerung abgewählt wurden. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Edlinger: Das stimmt ja nicht!)
Abg. Edlinger: Die Bürger finden das nicht moderat!
Herr Alt-Finanzminister! Diese Ihre Rede war eine einzige Anklage, ein reiner Offenbarungseid für 30 Jahre sozialistischer Finanz- und Budgetpolitik. Sie werden doch nicht annehmen, dass diese neue Bundesregierung aus Jux und Tollerei, aus reinem Vergnügen Maßnahmen setzt, die den Bürgern eine, wenn auch nur moderate Belastung bringen. (Abg. Edlinger: Die Bürger finden das nicht moderat!) Nein, das ist die Folge Ihrer Schuldenpolitik! Die Schulden von gestern, die Sie hinterlassen haben, sind die neuen Steuern von morgen. Sie tragen dafür die Verantwortung! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Herr Alt-Finanzminister! Diese Ihre Rede war eine einzige Anklage, ein reiner Offenbarungseid für 30 Jahre sozialistischer Finanz- und Budgetpolitik. Sie werden doch nicht annehmen, dass diese neue Bundesregierung aus Jux und Tollerei, aus reinem Vergnügen Maßnahmen setzt, die den Bürgern eine, wenn auch nur moderate Belastung bringen. (Abg. Edlinger: Die Bürger finden das nicht moderat!) Nein, das ist die Folge Ihrer Schuldenpolitik! Die Schulden von gestern, die Sie hinterlassen haben, sind die neuen Steuern von morgen. Sie tragen dafür die Verantwortung! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Van der Bellen: Ach so!
Herr Bundesminister außer Dienst! Es ist durchaus legitim, dass die Opposition Vorhaben der Bundesregierung kritisch durchleuchtet und analysiert. (Abg. Dr. Van der Bellen: Ach so!) Das ist sogar gute parlamentarische Tradition, Herr Kollege Van der Bellen. (Abg. Dr. Van der Bellen: Eben!) Nur, Herr Edlinger, das Horrorszenario, das Sie heute hier gezeichnet haben, gehört in das Reich der oppositionellen Phantasie.
Abg. Dr. Van der Bellen: Eben!
Herr Bundesminister außer Dienst! Es ist durchaus legitim, dass die Opposition Vorhaben der Bundesregierung kritisch durchleuchtet und analysiert. (Abg. Dr. Van der Bellen: Ach so!) Das ist sogar gute parlamentarische Tradition, Herr Kollege Van der Bellen. (Abg. Dr. Van der Bellen: Eben!) Nur, Herr Edlinger, das Horrorszenario, das Sie heute hier gezeichnet haben, gehört in das Reich der oppositionellen Phantasie.
Abg. Dietachmayr: Was stimmt daran nicht? Beweisen Sie das Gegenteil!
Herr Edlinger! Gerade Sie haben die Stirn, hier herauszugehen und beim Budget 2000 von einem Belastungspaket zu sprechen (Abg. Dietachmayr: Was stimmt daran nicht? Beweisen Sie das Gegenteil!) – jener Edlinger, der im Jahre 1996 ... (Abg. Edlinger: Nein, da war ich noch nicht dabei!) Immerhin sind Sie Angehöriger dieser Sozialdemokratischen Partei, die im Jahre 1996 26 Milliarden Schilling an Belastungen und im Jahre 1997 47 Milliarden Schilling an Belastungen den Bürgern aufs Auge gedrückt hat. (Abg. Edlinger: Auf Wunsch der ÖVP war das damals! Das Sparpaket war auf Wunsch der ÖVP damals!) Angesichts dieser Tatsachen geht Herr Edlinger hier heraus und spricht vom Budget 2000 als von einem Belastungspaket und alteriert sich über den Ausdruck "Anpassungen"!
Abg. Edlinger: Nein, da war ich noch nicht dabei!
Herr Edlinger! Gerade Sie haben die Stirn, hier herauszugehen und beim Budget 2000 von einem Belastungspaket zu sprechen (Abg. Dietachmayr: Was stimmt daran nicht? Beweisen Sie das Gegenteil!) – jener Edlinger, der im Jahre 1996 ... (Abg. Edlinger: Nein, da war ich noch nicht dabei!) Immerhin sind Sie Angehöriger dieser Sozialdemokratischen Partei, die im Jahre 1996 26 Milliarden Schilling an Belastungen und im Jahre 1997 47 Milliarden Schilling an Belastungen den Bürgern aufs Auge gedrückt hat. (Abg. Edlinger: Auf Wunsch der ÖVP war das damals! Das Sparpaket war auf Wunsch der ÖVP damals!) Angesichts dieser Tatsachen geht Herr Edlinger hier heraus und spricht vom Budget 2000 als von einem Belastungspaket und alteriert sich über den Ausdruck "Anpassungen"!
Abg. Edlinger: Auf Wunsch der ÖVP war das damals! Das Sparpaket war auf Wunsch der ÖVP damals!
Herr Edlinger! Gerade Sie haben die Stirn, hier herauszugehen und beim Budget 2000 von einem Belastungspaket zu sprechen (Abg. Dietachmayr: Was stimmt daran nicht? Beweisen Sie das Gegenteil!) – jener Edlinger, der im Jahre 1996 ... (Abg. Edlinger: Nein, da war ich noch nicht dabei!) Immerhin sind Sie Angehöriger dieser Sozialdemokratischen Partei, die im Jahre 1996 26 Milliarden Schilling an Belastungen und im Jahre 1997 47 Milliarden Schilling an Belastungen den Bürgern aufs Auge gedrückt hat. (Abg. Edlinger: Auf Wunsch der ÖVP war das damals! Das Sparpaket war auf Wunsch der ÖVP damals!) Angesichts dieser Tatsachen geht Herr Edlinger hier heraus und spricht vom Budget 2000 als von einem Belastungspaket und alteriert sich über den Ausdruck "Anpassungen"!
Beifall bei den Freiheitlichen.
Herr Finanzminister außer Dienst Edlinger! Können Sie sich noch an den Ausdruck erinnern, den Sie immer wieder gebraucht haben? Sie sprachen von "Verbreiterung der Bemessungsgrundlagen". Ein schönes Wort, das Sie immer wieder gebraucht haben. Wissen Sie, was "Verbreiterung der Bemessungsgrundlagen" bedeutet? – Nichts anderes als Steuererhöhungen! Und dafür tragen Sie die Verantwortung! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Edlinger: Das ist ja nicht wahr! – Abg. Dr. Kostelka: So wie der Schelm denkt, so spricht er!
Meine Damen und Herren! Es scheint nun Methode einer ehemaligen Regierungspartei, einer ehemaligen staatstragenden Partei, nämlich der SPÖ, geworden zu sein, mit Halbwahrheiten, mit Unwahrheiten Angst und Verunsicherung beim Bürger zu erzeugen. (Abg. Edlinger: Das ist ja nicht wahr! – Abg. Dr. Kostelka: So wie der Schelm denkt, so spricht er!) Sie gehen hinaus zu den Bürgern und erzählen ihnen Unwahrheiten. Sie verunsichern die Bürger und bringen den sozialen Frieden in Österreich wirklich in Gefahr.
Abg. Huber: Beschäftigen Sie sich mit dem neuen Budget! Wissen Sie dazu auch etwas!
Sie, meine Damen und Herren von der SPÖ, haben aber offensichtlich vergessen – oder vielleicht verdrängt –, dass es gerade der Herr Minister außer Dienst Edlinger ist, der dafür zeichnet, dass kein geregelter Haushalt übergeben wurde. (Abg. Huber: Beschäftigen Sie sich mit dem neuen Budget! Wissen Sie dazu auch etwas!) Damals war Handeln gefragt. Man sollte jetzt hier nicht herausgehen und völlig planlos Kritik üben. (Abg. Huber: Nennen Sie einen Punkt des Budgets!)
Abg. Huber: Nennen Sie einen Punkt des Budgets!
Sie, meine Damen und Herren von der SPÖ, haben aber offensichtlich vergessen – oder vielleicht verdrängt –, dass es gerade der Herr Minister außer Dienst Edlinger ist, der dafür zeichnet, dass kein geregelter Haushalt übergeben wurde. (Abg. Huber: Beschäftigen Sie sich mit dem neuen Budget! Wissen Sie dazu auch etwas!) Damals war Handeln gefragt. Man sollte jetzt hier nicht herausgehen und völlig planlos Kritik üben. (Abg. Huber: Nennen Sie einen Punkt des Budgets!)
Abg. Edlinger: Die Reichen muss man belasten, nicht die Kleinen! Das ist falsch!
Ich verweise auf folgende Aussagen aus Brüssel – Sie wollen sie wahrscheinlich nicht zur Kenntnis nehmen –: Die EU-Kommission hat am Mittwoch in einer beschlossenen Empfehlung das österreichische Stabilitätsprogramm als zu wenig ambitioniert bezeichnet. Ein schnellerer Rückgang des Defizits wäre aber notwendig, um den geforderten Finanzpolster zu gewährleisten. (Abg. Edlinger: Die Reichen muss man belasten, nicht die Kleinen! Das ist falsch!) Dies habe die Kommission bereits in ihrer Empfehlung zum ursprünglichen Stabilitätsprogramm des Vorjahres festgestellt. – Wer hat denn das Stabilitätsprogramm im Vorjahr gemacht: Waren das die Freiheitlichen, war das der freiheitliche Finanzminister? – Das waren Sie! Sie wurden dafür bereits gerügt!
Abg. Huber: Bis jetzt haben Sie keinen einzigen Punkt vom neuen Budget genannt!
So geht es noch ganz schön lange weiter. (Abg. Huber: Bis jetzt haben Sie keinen einzigen Punkt vom neuen Budget genannt!) Frau Kollegin! Herr Bundesminister! Haben wir einen Elektroniktechniker hier im Haus? – Da dürfte nämlich an der Schallplatte irgendetwas hängen geblieben sein, weil das immer wiederholt wird: tack, tack, tack, tack. – Vielleicht kann man das doch irgendwie abstellen. (Abg. Huber: Das tut Ihnen aber wahnsinnig weh!)
Abg. Huber: Das tut Ihnen aber wahnsinnig weh!
So geht es noch ganz schön lange weiter. (Abg. Huber: Bis jetzt haben Sie keinen einzigen Punkt vom neuen Budget genannt!) Frau Kollegin! Herr Bundesminister! Haben wir einen Elektroniktechniker hier im Haus? – Da dürfte nämlich an der Schallplatte irgendetwas hängen geblieben sein, weil das immer wiederholt wird: tack, tack, tack, tack. – Vielleicht kann man das doch irgendwie abstellen. (Abg. Huber: Das tut Ihnen aber wahnsinnig weh!)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Huber.
Meine Damen und Herren! Die Kritik aus Brüssel geht natürlich entsprechend weiter. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Huber. ) Kritisiert wird ferner, dass zwischen 1997 und 1999 praktisch keine Budgetkonsolidierung stattgefunden habe. – Auch dafür, Herr Alt-Finanzminister, tragen Sie die Verantwortung! Zwischen 1997 und 1999 gab es praktisch keine Budgetkonsolidierung, obwohl Sie dem österreichischen Steuerbürger 150 Milliarden Schilling zusätzlich aus der Tasche gezogen haben. Angesichts dessen gehen Sie noch hier heraus und haben die Stirn, beim Budget 2000, das diese neue Bundesregierung erstellt hat, von einem Belastungspaket zu reden?!
Beifall bei den Freiheitlichen.
Das, Herr Finanzminister außer Dienst, wird diese neue Bundesregierung entsprechend durchführen. Das, was Sie gemacht haben, war eine punktgenaue Bauchlandung aus budgetärer Sicht, und dagegen werden wir entsprechende neue Maßnahmen setzen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Wittmann: Sie belasten nur die Kleinen! Nur die Kleinen belasten Sie, ausschließlich die Kleinen!
Der Kurs der Budgetkonsolidierung ... (Abg. Dr. Wittmann: Sie belasten nur die Kleinen! Nur die Kleinen belasten Sie, ausschließlich die Kleinen!) Herr Staatssekretär! Da haben Sie keine Ahnung! Schauen Sie, dass Sie Ihre Kulturpolitik in den Griff bekommen.
Abg. Dietachmayr: Haha!
Der Kurs der Budgetkonsolidierung – das ist uns völlig klar – wird nicht widerstandslos über die Bühne gehen. Daher ist es wichtig und Ziel dieser Bundesregierung, diese Budgetkonsolidierung sozial verträglich (Abg. Dietachmayr: Haha!) und unter Bedachtnahme auf Verteilungswirkungen durchzuführen. (Abg. Edlinger: Dann würden wir zustimmen!) Budgetkonsolidierung ist
Abg. Edlinger: Dann würden wir zustimmen!
Der Kurs der Budgetkonsolidierung – das ist uns völlig klar – wird nicht widerstandslos über die Bühne gehen. Daher ist es wichtig und Ziel dieser Bundesregierung, diese Budgetkonsolidierung sozial verträglich (Abg. Dietachmayr: Haha!) und unter Bedachtnahme auf Verteilungswirkungen durchzuführen. (Abg. Edlinger: Dann würden wir zustimmen!) Budgetkonsolidierung ist
Ruf bei der SPÖ: Abbau des Sozialstaates!
Ich sage Ihnen eines, Herr Kollege Edlinger: Ihre Schuldenpolitik der 30 Jahre sozialistischer Budgetpolitik ist der Rucksack, mit dem diese neue Bundesregierung durch die Lande marschieren muss. Wir müssen zunächst danach trachten, diesen Schuldenberg nicht weiter explosionsartig anwachsen zu lassen, und dann müssen wir beginnen, ihn entsprechend abzubauen (Ruf bei der SPÖ: Abbau des Sozialstaates!), denn nur dann gibt es für die Zukunft die nötigen Freiräume, nur dann gibt es eine Zukunft für die österreichischen Kinder, nur dann gibt es gesicherte Pensionen, nur dann gibt es ausreichend Arbeitsplätze in Österreich und entsprechenden Wohlstand. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich sage Ihnen eines, Herr Kollege Edlinger: Ihre Schuldenpolitik der 30 Jahre sozialistischer Budgetpolitik ist der Rucksack, mit dem diese neue Bundesregierung durch die Lande marschieren muss. Wir müssen zunächst danach trachten, diesen Schuldenberg nicht weiter explosionsartig anwachsen zu lassen, und dann müssen wir beginnen, ihn entsprechend abzubauen (Ruf bei der SPÖ: Abbau des Sozialstaates!), denn nur dann gibt es für die Zukunft die nötigen Freiräume, nur dann gibt es eine Zukunft für die österreichischen Kinder, nur dann gibt es gesicherte Pensionen, nur dann gibt es ausreichend Arbeitsplätze in Österreich und entsprechenden Wohlstand. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Edlinger: Am stärksten angewachsen während der letzten Periode!
Eines ist doch klar – auch Sie haben es so angetönt –: Budgetbegleitgesetze sind mit dem Budget untrennbar verbunden. Lassen Sie mich da einmal ganz kurz zurückblenden. Was war denn die Erbmasse, die Sie uns hinterlassen haben? Wie schaut diese nach 30 Jahren sozialistischer Finanzpolitik denn aus? – 1,7 Billionen Schulden des Staates, 300 Milliarden außerbudgetäre Verbindlichkeiten (Abg. Edlinger: Am stärksten angewachsen während der letzten Periode!) und, Herr Finanzminister außer Dienst, ein drohendes Budgetdefizit von 109 Milliarden Schilling.
Zwischenrufe der Abgeordneten Huber und Edlinger.
Es war wirklich ein Kraftakt des neuen Finanzministers – gemeinsam mit seinen Mitarbeitern in seinem Ministerium –, dass es überhaupt gelungen ist, dieses Budget 2000 in einer derart guten Form über die Rampe zu bringen. Denn eines muss schon festgestellt werden: Wenn Sie heute sagen, die Belastungen sind höher als die Vorteile aus der Steuerreform 2000 respektive der Familiensteuerreform ... (Zwischenrufe der Abgeordneten Huber und Edlinger. ) – Lassen Sie mich ausreden! Nur keine Hektik! Warum sind Sie denn so nervös? Warten Sie eine halbe Minute, dann ist der zweite Halbsatz fertig, dann kann ich Ihnen entsprechend antworten! (Abg. Huber: Sie haben noch immer nichts zum neuen Budget gesagt! – Abg. Mag. Kogler: Man versteht ja nichts mit diesen ständigen Zwischenrufen!)
Abg. Huber: Sie haben noch immer nichts zum neuen Budget gesagt! – Abg. Mag. Kogler: Man versteht ja nichts mit diesen ständigen Zwischenrufen!
Es war wirklich ein Kraftakt des neuen Finanzministers – gemeinsam mit seinen Mitarbeitern in seinem Ministerium –, dass es überhaupt gelungen ist, dieses Budget 2000 in einer derart guten Form über die Rampe zu bringen. Denn eines muss schon festgestellt werden: Wenn Sie heute sagen, die Belastungen sind höher als die Vorteile aus der Steuerreform 2000 respektive der Familiensteuerreform ... (Zwischenrufe der Abgeordneten Huber und Edlinger. ) – Lassen Sie mich ausreden! Nur keine Hektik! Warum sind Sie denn so nervös? Warten Sie eine halbe Minute, dann ist der zweite Halbsatz fertig, dann kann ich Ihnen entsprechend antworten! (Abg. Huber: Sie haben noch immer nichts zum neuen Budget gesagt! – Abg. Mag. Kogler: Man versteht ja nichts mit diesen ständigen Zwischenrufen!)
Abg. Dr. Kostelka: Eine Erlösung! – Weitere Zwischenrufe.
Präsident Dr. Heinz Fischer: So, jetzt ist Kollege Trattner am Wort! (Abg. Dr. Kostelka: Eine Erlösung! – Weitere Zwischenrufe.) Pardon! Kollege Böhacker ist am Wort und wird seine Rede jene halbe Minute lang fortsetzen, die er braucht, um den ganzen Satz zu sagen. – Bitte, Herr Abgeordneter Böhacker. (Abg. Edlinger: Was mich dabei interessiert, ist nur, wer von den beiden jetzt beleidigt ist!)
Abg. Edlinger: Was mich dabei interessiert, ist nur, wer von den beiden jetzt beleidigt ist!
Präsident Dr. Heinz Fischer: So, jetzt ist Kollege Trattner am Wort! (Abg. Dr. Kostelka: Eine Erlösung! – Weitere Zwischenrufe.) Pardon! Kollege Böhacker ist am Wort und wird seine Rede jene halbe Minute lang fortsetzen, die er braucht, um den ganzen Satz zu sagen. – Bitte, Herr Abgeordneter Böhacker. (Abg. Edlinger: Was mich dabei interessiert, ist nur, wer von den beiden jetzt beleidigt ist!)
Abg. Edlinger: Gegen das waren Sie als Oppositioneller!
Abgeordneter Hermann Böhacker (fortsetzend): Meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie! 7 Milliarden Schilling sind die unbedingt notwendigen Mehreinnahmen, die zweifellos – und wir sagen das ganz offen – als eine Belastung für den Bürger eben auf der Einnahmenseite angesetzt wurden. Dem gegenüber stehen 30 Milliarden Schilling aus der Familienrechtsreform und der Steuerreform 2000. (Abg. Edlinger: Gegen das waren Sie als Oppositioneller!)
Abg. Dr. Van der Bellen: Ja eh! Stimmt ja!
Wenn Sie heute hier herausgehen und sagen, wir waren dagegen – Sie haben das mit der ÖVP noch beschlossen –, dann sage ich Ihnen eines, und ich zitiere hierzu – richtig, wie ich glaube – Herrn Kollegen Van der Bellen, der einmal gesagt hat: Diese Steuerreform war ein ungedeckter Scheck, ein Wechsel, der nicht mehr einlösbar war. – Zitatende. (Abg. Dr. Van der Bellen: Ja eh! Stimmt ja!) Das haben Sie gesagt, und Sie haben Recht gehabt.
Abg. Edlinger: Mit der ÖVP, nicht wir allein! – Abg. Mag. Trattner: Das ist wie bei den Parteifinanzen!
Die alte Bundesregierung hat eine Steuerreform beschlossen, hat aber vergessen, die Finanzierung dafür bereitzustellen. (Abg. Edlinger: Mit der ÖVP, nicht wir allein! – Abg. Mag. Trattner: Das ist wie bei den Parteifinanzen!) Und wenn Sie jetzt hergehen und sagen, das ist Ihr Verdienst, eine Steuerreform zu beschließen, die nicht bedeckt ist, dann muss ich erwidern: Dieses Verdienst ist nicht auf Ihren Hut zu stecken. Das ist das Verdienst des neuen Finanzministers gemeinsam mit dem Koalitionspartner, die diese Steuerreform schlussendlich finanziert haben. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Die alte Bundesregierung hat eine Steuerreform beschlossen, hat aber vergessen, die Finanzierung dafür bereitzustellen. (Abg. Edlinger: Mit der ÖVP, nicht wir allein! – Abg. Mag. Trattner: Das ist wie bei den Parteifinanzen!) Und wenn Sie jetzt hergehen und sagen, das ist Ihr Verdienst, eine Steuerreform zu beschließen, die nicht bedeckt ist, dann muss ich erwidern: Dieses Verdienst ist nicht auf Ihren Hut zu stecken. Das ist das Verdienst des neuen Finanzministers gemeinsam mit dem Koalitionspartner, die diese Steuerreform schlussendlich finanziert haben. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Edlinger, Huber und Dr. Kostelka.
Was Sie betrieben haben, war eine politische Zechprellerei. Sie haben bestellt, aber nicht bezahlt. So ist die Sache in Wahrheit, und nicht so, wie Sie es immer wieder darstellen wollen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Edlinger, Huber und Dr. Kostelka. )
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Huber: Mager!
Sie wollten die Mineralölsteuer erhöhen. Sie wollten die kleinen Pendler, die 20 000, 30 000, 35 000 Kilometer pro Jahr fahren, mit einem höheren Benzinpreis – mit einer Erhöhung um 1 S, 2 S, 3 S, man weiß es nie genau, was Sie jeweils vorhaben – belasten. – Das wäre unsozial, das wäre eine Belastung des so genannten kleinen Mannes und der kleinen Frau. Es ist eben nicht so, wie Sie es hier heraußen gerne darstellen, wenn Sie sagen, Sie seien jetzt plötzlich die Vertreter des kleinen Mannes. – Das sind Sie nicht! Das nimmt Ihnen doch bitte niemand mehr ab nach all den Belastungen in den letzten 30 Jahren! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Huber: Mager!)
Abg. Huber: Das haben wir im Vorjahr beschlossen! – Abg. Dietachmayr: Darf ich Sie erinnern, dass Sie für die Steuerreform gestimmt haben?
Ein Haushalt mit einem Gesamteinkommen von monatlich 30 000 S brutto – der Mann verdient 20 000 S, die Frau 10 000 S – plus Familienförderung für zwei Kinder erspart sich 15 450 S. Ich wiederhole: 15 450 S! – Das ist eine Politik für den kleinen Mann, und nicht das, was Sie hier vorgeben wollen. (Abg. Huber: Das haben wir im Vorjahr beschlossen! – Abg. Dietachmayr: Darf ich Sie erinnern, dass Sie für die Steuerreform gestimmt haben?)
Abg. Dr. Pilz: Nein! – Abg. Öllinger: Bitte nicht!
Herr Finanzminister außer Dienst! Lassen Sie mich zum Abschluss noch Folgendes sagen: (Abg. Dr. Pilz: Nein! – Abg. Öllinger: Bitte nicht!) So wie die Budgetpolitik des Bundes unter sozialdemokratischer Führung schaut auch die Finanzpolitik der SPÖ aus. Wer trotz 1 Milliarde Schilling an Parteienförderung, wie die SPÖ sie bekommt, noch 400 oder mehr Millionen Schilling an Schulden anhäuft, dem, Herr Finanzminister außer Dienst, würde ich meine Knackwurst nicht zum Aufbewahren geben! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Herr Finanzminister außer Dienst! Lassen Sie mich zum Abschluss noch Folgendes sagen: (Abg. Dr. Pilz: Nein! – Abg. Öllinger: Bitte nicht!) So wie die Budgetpolitik des Bundes unter sozialdemokratischer Führung schaut auch die Finanzpolitik der SPÖ aus. Wer trotz 1 Milliarde Schilling an Parteienförderung, wie die SPÖ sie bekommt, noch 400 oder mehr Millionen Schilling an Schulden anhäuft, dem, Herr Finanzminister außer Dienst, würde ich meine Knackwurst nicht zum Aufbewahren geben! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.
Herr Klubobmann Westenthaler! Wo waren Sie gestern, als wir in diesem Hause den Sicherheitsbericht diskutiert haben? – Ich habe es heute berichtet bekommen: Sie waren im Fernsehen wunderbar zu sehen, nämlich auf der Promi-Tribüne beim Fußballmatch, und ich muss ehrlich sagen, das regt mich wirklich unglaublich auf! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler. )
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Der Gipfel dieser Bemerkungen fiel dann noch in einem Osterinterview mit Herrn Klubobmann Khol mit dem Satz: "Es trifft alle gleich." – Alle diese Sätze sind nicht nur Verdrehungen, sondern glatte Unwahrheiten. Sie treffen nicht zu. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Ein wichtiger Punkt: Alle Experten haben auch bestätigt, dass es keine Spielräume für die Umsetzung von Vorhaben der Bundesregierung gibt. Aus meiner Sicht bin ich darüber nicht ganz unglücklich, denn ich habe kein Interesse an einer NATO-gerechten Aufrüstung des Bundesheers oder am Karenzgeld für alle. Ich sage auch das nur, damit Sie es auch wirklich noch einmal hören: Es besteht in den nächsten Budgets kein Spielraum für diese Unsinnigkeiten! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Zu Ihrem Satz "Es trifft alle gleich!", Herr Klubobmann Khol, kann ich nur sagen, es würde alle gleich treffen, wenn alle gleich viel verdienen würden! Aber angesichts dieser unglaublichen Schere beim Einkommen und Vermögen, die sich in den letzten 20 Jahren in Österreich aufgetan hat, ist es unverantwortlich und auch nicht argumentierbar, dass ausgerechnet jene Gruppen, die bei der Tarifkosmetik, beim Familienpaket und bei der Steuerreform bereits die oberen Einkommensschichten finanziert haben, jetzt noch einmal zur Kasse gebeten werden. Steuer- und Gebührenerhöhungen wirken regressiv und treffen einfach die einkommensschwächeren Gruppen stärker! Das ist eine ganz einfache Rechnung, und ich verstehe nicht, warum Sie diese Wahrheit den Menschen nicht sagen, warum Sie sagen, es trifft alle gleich. Das ist eine glatte Lüge! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Van der Bellen: Ja, das ist der neue Stil! – Abg. Edlinger: Das war eine Suggestivfrage!
Ich weiß schon, dass seit gestern angekündigt wird, dass das auf irgendeine Weise geändert wird. Ich weiß, dass der Druck dieser Vereine und Organisationen – auch der Druck der Grünen – gewirkt hat, dass das zum Erfolg geführt hat. Aber demokratiepolitisch möchte ich schon sagen: Dieser Antrag liegt noch nicht vor, und ich finde, es ist wirklich eine Verhöhnung des Parlaments, solche Dinge über die Medien zu verkünden, während uns hier absolut nichts dazu vorliegt. Ist das wirklich der neue Stil? (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Van der Bellen: Ja, das ist der neue Stil! – Abg. Edlinger: Das war eine Suggestivfrage!)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich habe einen Verdacht: Bei dieser ganzen Sache geht es gar nicht um das Budget, sondern es geht darum, diesen Bereich der Gesellschaft in eine parteipolitische Abhängigkeit zurückzudrängen. Anders ist der Satz "mit Böcken und Schafen" nicht zu verstehen. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Selbstverständlich ist das parteipolitische Abhängigkeit, wenn man Subventionen vergibt, anstatt einfach ein Instrumentarium zu haben, in dem sich das selbst entwickeln kann. Was ist das anderes als Abhängigkeit? Das können Sie mir gerne erklären.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Stummvoll: Daher muss man differenzieren, wie Khol gemeint hat!
Ich bin deshalb so erbost, weil ich selbst aus diesem Bereich komme, und jene, die in NGOs arbeiten, wissen, was das heißt. Diese Menschen arbeiten teilweise unter Selbstausbeutung, teilweise zu Löhnen, die unglaublich sind. Da gibt es keine gewerkschaftlichen Vorgaben, dort geht es nur um den persönlichen Einsatz. Und dieser Bereich soll nun gleich wie "H&M" und "Coca Cola" behandelt werden? Das verstehe ich einfach nicht! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Stummvoll: Daher muss man differenzieren, wie Khol gemeint hat!)
Abg. Edlinger: Ihr habt immer noch etwas? Unerschöpflich seid ihr!
Zum Schluss noch etwas Wirtschaftspolitisches. (Abg. Edlinger: Ihr habt immer noch etwas? Unerschöpflich seid ihr!) – Natürlich, selbstverständlich haben wir noch etwas.
Abg. Dr. Khol: Klubobmann! Immer bei der Wahrheit bleiben!
Ich finde es wirklich bemerkenswert, dass Sie offenbar ein Mensch sind, der von sich selbst erbt! Sie waren doch auch in dieser Bundesregierung. Auch Sie haben die Tarifkosmetik ... (Abg. Dr. Khol: Klubobmann! Immer bei der Wahrheit bleiben!) – Okay, Ihre Partei. Sie haben hier als Klubobmann Ihrer Fraktion geantwortet. Es ist jedenfalls eine wirklich bemerkenswerte Erfahrung, wie solche Dinge einfach "vom Himmel" fallen – und das auf dem Rücken eines Bereiches, der für uns, für die österreichische Gesellschaft, einen so wichtigen Beitrag leistet.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Die das Rednerpult verlassende Abg. Dr. Glawischnig legt Abg. Dr. Khol ein Buch auf dessen Platz.
"Das Ende der Zivilgesellschaft" – ich gebe Ihnen dieses Buch heute zurück. Ich glaube nicht, dass Ihnen das wirklich jemals ein ernstes Anliegen war. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Die das Rednerpult verlassende Abg. Dr. Glawischnig legt Abg. Dr. Khol ein Buch auf dessen Platz.)
Ruf bei der SPÖ: ÖVP-Beteiligung!
Auf der anderen Seite müssen wir aber zur Kenntnis nehmen, dass in den 30 Jahren SPÖ-Regierung der Schuldenstand dieser Republik unter den SPÖ-Finanzministern das exorbitante Ausmaß von rund 1 700 Milliarden Schilling erreicht hat. (Ruf bei der SPÖ: ÖVP-Beteiligung!) Dabei rede ich noch gar nicht vom außerbudgetären Schuldenstand. Allein die jährlichen Zinsen haben ein Ausmaß von 100 Milliarden Schilling erreicht. Und seit Jahrzehnten haben wir kein ausgeglichenes Budget mehr zusammengebracht. (Abg. Bures: War da nicht die ÖVP dabei?! – Abg. Edlinger: Wo war die ÖVP?)
Abg. Bures: War da nicht die ÖVP dabei?! – Abg. Edlinger: Wo war die ÖVP?
Auf der anderen Seite müssen wir aber zur Kenntnis nehmen, dass in den 30 Jahren SPÖ-Regierung der Schuldenstand dieser Republik unter den SPÖ-Finanzministern das exorbitante Ausmaß von rund 1 700 Milliarden Schilling erreicht hat. (Ruf bei der SPÖ: ÖVP-Beteiligung!) Dabei rede ich noch gar nicht vom außerbudgetären Schuldenstand. Allein die jährlichen Zinsen haben ein Ausmaß von 100 Milliarden Schilling erreicht. Und seit Jahrzehnten haben wir kein ausgeglichenes Budget mehr zusammengebracht. (Abg. Bures: War da nicht die ÖVP dabei?! – Abg. Edlinger: Wo war die ÖVP?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Herr Alt-Finanzminister! Allein für das Jahr 2000 hat die neue Regierung eine Ausgangssituation mit einem Defizit von 109 Milliarden Schilling vorgefunden. Die von uns in der Vorregierung immer wieder eingeforderten Strukturreformen sind letztendlich an der starren Haltung der SPÖ gescheitert. Das muss man hier einmal deutlich betonen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es sind bereits große Reformen von der Regierung angegangen worden. Das zeigt den neuen Stil und die effiziente Arbeit dieser Regierung neu. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dietachmayr: Die ÖVP war bisher nicht dabei?!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir sind zu Strukturmaßnahmen gezwungen, um den Haushalt langfristig zu sanieren. Wir tun es, wir packen es an! Sie von der SPÖ haben uns jedoch ein Budgetdesaster hinterlassen, und das muss einmal deutlich auch von hier, vom Rednerpult aus gesagt werden. (Abg. Dietachmayr: Die ÖVP war bisher nicht dabei?!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich frage Sie: Welcher Weg ist der ehrlichere? Geld auf Kosten der nächsten Generationen auszugeben oder die Zukunft zu reformieren? Die Tatsachen beim Namen zu nennen, wie wir es tun, oder der Bevölkerung jahrelang etwas vorzugaukeln? – Echte soziale Gerechtigkeit ist es, wenn wir heute das Budget sanieren, damit wir morgen wichtige Aufgaben erfüllen können! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Zum Vergleich, Herr Alt-Minister Edlinger: Sie wollten die Mineralölsteuer erhöhen. Wir haben das im Budgetausschuss hinterfragt. Das hätte die "kleinen Leute", wie Sie sie nennen, etwa die Pendler, mehr getroffen als jene Maßnahmen, die wir beschlossen haben! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ein offenes Wort zu den Zeitungstarifen. Wir sind diesbezüglich für eine moderate Lösung, für Übergangsfristen – wir werden das auch erreichen –, und wir sind dafür, dass karitative Organisationen in Zukunft gefördert werden. Aber wir sind dagegen, dass Missbrauch mit den Billigtarifen getrieben wird, wie Sie es zum Beispiel in der Steiermark gemacht haben, als Sie dort Postkarten gegen unsere Landeshauptfrau Klasnic verschickt haben – mit dem Aufdruck "Arbeiterzeitung", die es gar nicht mehr gibt. Dagegen sind wir! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Herr Alt-Minister Edlinger! Wahr ist, dass die SPÖ die Belastungen in Richtung zukünftiger Generationen verteilt hat, und wahr ist, das Sie, Herr Minister Edlinger, die Fonds auch für die nächsten Jahre ausräumen wollten. Das ist die Wahrheit! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wahr ist, Herr Minister, auch wenn das wehtut, dass die SPÖ bei der Umverteilungspolitik der letzten Jahre komplett versagt hat, denn wir tragen jährlich 100 Milliarden Schilling an Zinszahlungen zu den so genannten Kapitalisten, wie Sie sie nennen, zu den Banken, ohne dass wir dafür irgendeine Maßnahme im Staat tätigen können. Ist das Umverteilung? Ist das gerechte Umverteilung? (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Edlinger: Aber sie dürfen es selbst bezahlen!
Und wenn Sie von den so genannten kleinen Leuten sprechen, dann muss ich sagen: Wahr ist, dass die SPÖ bei den Arbeitern überhaupt nichts zustande gebracht hat! Wahr ist, dass wir, die neue Regierung, in kürzester Zeit die Rechte der Arbeiter an jene der Angestellten angleichen. Das ist die Wahrheit! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Edlinger: Aber sie dürfen es selbst bezahlen!)
Anhaltender Beifall bei der ÖVP, den Freiheitlichen und den Grünen sowie des Abg. Mag. Posch.
Ich wünsche dem Hohen Haus im Sinne der Demokratie alles Gute für die Zukunft! In diesem Sinne verabschiede ich mich heute von Ihnen und wünsche uns allen noch viel positives Wirken für unser Österreich. – Danke schön. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP, den Freiheitlichen und den Grünen sowie des Abg. Mag. Posch. )
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Dr. Kurt Heindl (SPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Steindl! Erstens einmal möchte ich Ihnen ein wenig widersprechen: Ich finde überhaupt nicht, dass die Position des Bürgermeisters in der dritten oder vierten Reihe der Politik angesiedelt ist. Ich meine das sehr ernst. Für mich und, wie ich glaube, für uns alle ist die Bürgermeistertätigkeit eine sehr schwere und für die gesamte Republik eine sehr wichtige Aufgabe, und wir wünschen Ihnen für diese Aufgabe viel Erfolg! (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Böhacker: Was ihr in 30 Jahren verbockt habt, kann man nicht in sechs Wochen nachholen!
Meine Damen und Herren! So die Aussage von Gouverneur Liebscher, kein Mann, dem man Nähe zur Sozialdemokratischen Partei nachsagen kann. (Abg. Böhacker: Was ihr in 30 Jahren verbockt habt, kann man nicht in sechs Wochen nachholen!) Ich zitiere nur, Herr Kollege Böhacker. Mir hätten Sie es ja nicht geglaubt, glauben Sie doch wenigstens dem Herrn Gouverneur Liebscher!
Zwischenruf des Abg. Böhacker.
Die im Regierungsprogramm festgehaltene Aussage – und das muss man schon kräftig herausstreichen –, die Budgetkonsolidierung hauptsächlich ausgabenseitig durchzuführen, ist nicht einmal die halbe Wahrheit. – Ich bin vorsichtig und verwende keine anderen Worte, zum Unterschied von Ihnen. (Zwischenruf des Abg. Böhacker. ) Ich komme gleich dazu, Kollege Böhacker. Sie reden von Halbwahrheiten, Unwahrheiten. Sie haben kein Beispiel genannt, ich bringe Ihnen aber jetzt einige.
Beifall bei der SPÖ.
Danke, Herr Minister Edlinger, lieber Freund! Das ist die Wahrheit, die selbst vom Finanzminister dieser Republik heute gutgeheißen wird. (Beifall bei der SPÖ.) Was aber tun Sie von ÖVP und FPÖ? – Seit Wochen – und auch heute hier – sagen Sie immer wieder das Gegenteil. So kann man sich sachlich sehr schwer auseinander setzen.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Martin Graf: Sie haben das Taschengeld für die Behinderten gekürzt!
Wie bitte? Bei Kindern? Wenn ein Behinderten-Führerschein verlängert wird, muss extra bezahlt werden. Bei all diesen neuen Gebührenmaßnahmen ist das Ergebnis effizienter? Was ist da effizienter? Wenn mir irgendjemand erklären kann, was da effizienter ist, werde ich sagen: Wunderbar, Sie haben eine gute Politik gemacht! Leider stimmt das aber nicht. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Martin Graf: Sie haben das Taschengeld für die Behinderten gekürzt!)
Abg. Dietachmayr: Abkassierer!
Meine Damen und Herren! Was Sie tun, ist alles andere als sozial ausgewogen, wie mein Freund Edlinger schon festgestellt hat. (Abg. Dietachmayr: Abkassierer!) Es klingt, um es vorsichtig zu formulieren, sehr eigenwillig, wenn zum Beispiel Finanzminister Grasser im Zusammenhang mit dem Budget 2000 – ich zitiere wieder wörtlich – von einer Erstellung unter der "Prämisse sozialer Gerechtigkeit" spricht. Tatsächlich, meine Damen und Herren, handelt es sich um eine massive Schwächung gerade der sozialen Gerechtigkeit.
Beifall bei der SPÖ.
Wenn Sie, Herr Finanzminister Grasser, sagen, Karenzgeld für alle unterschreiben Sie nicht, haben Sie uns auf Ihrer Seite. Wir sind auch der Meinung, da kann man demonstrieren, was soziale Gerechtigkeit ist. Aber die soziale Gerechtigkeit, die Sie vertreten, meine Damen und Herren von ÖVP und FPÖ, ist nicht die soziale Gerechtigkeit, die die Sozialdemokraten vertreten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Oder: Wir verfügen über hohe Standards bei einem funktionierenden Gesundheits- und Pflegesystem. Das sei die soziale Erfolgsbilanz. – Auch da kann ich nur sagen: Das war die soziale Erfolgsbilanz. Ich habe da Faxe von Leitern großer Spitäler in Wien. Wissen Sie, was es für diese bedeutet, keine Krankenpfleger, keine Träger mehr zu haben, und das Ganze innerhalb von einigen Tagen neu organisieren zu müssen? Meine Damen und Herren! Da verwende ich das Wort "unsozial". Das ist in höchstem Maße unsozial, ja sogar unverantwortlich! (Beifall bei der SPÖ.) Ich kann Ihnen die Faxe zeigen, ich stelle sie Ihnen zur Verfügung.
Beifall bei der SPÖ.
Ich habe dem wirklich nichts hinzuzufügen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Silhavy: Wer hat das Pflegegeld eingeführt?
Wer hat denn die steuerlichen Absetzmöglichkeiten gekürzt? (Abg. Silhavy: Wer hat das Pflegegeld eingeführt?) Wer war denn das? – Das waren sozialdemokratische Finanzminister! Und wenn die Aussage des Herrn Kollegen Felderer zitiert wird, dass es eine Wende in der Sozialpolitik geben wird, kann ich nur sagen: Ja hoffentlich! Endlich einmal weg von dieser Zweiklassengesellschaft der SPÖ, nämlich jene, die es sich richten, die berühmte Kaste, und die sozial Schwächeren in unserem Lande!
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Damit komme ich zur berühmten Kaste. Der Herr Bundesminister außer Dienst Edlinger ist jetzt aus dem Saal gegangen, aber er ist ja wirklich jedes Mal Edlinger neu. Er tut gerade so, als hätte er mit den Finanzen der Republik nie etwas zu tun gehabt, und zu allem, was jetzt geschieht, kommt vom ehemaligen Finanzminister ein striktes Nein. Er beantwortet alles mit Nein – mit Ausnahme seiner eigenen Pension. Da sagt er ja. Das ist die Politik der SPÖ: Für sich selbst alles, bei allen anderen Dingen nein! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Leikam: Erzähl uns was über die "Kärntner Nachrichten"!
Es liegt schon der Verdacht nahe, dass Finanzminister Edlinger unter Umständen die Finanzen so geführt hat, wie die Parteifinanzen der SPÖ geführt wurden, das ist aber schon am Rande der fahrlässigen Krida. (Abg. Leikam: Erzähl uns was über die "Kärntner Nachrichten"!)
Abg. Aumayr: Punktgenau!
Jetzt muss ich mich in Sorge um die Mitarbeiter der Bank Austria schon fragen, welche Sozialleistungskürzungen sie befürchten müssen, da nun wieder ein Günstling der Regierung irgendwo unterschlupft; das reicht bis zum Herrn Scholten und Co. Die richten es sich doch alle auf Kosten der Arbeiter, auf Kosten der Arbeitnehmer. (Abg. Aumayr: Punktgenau!)
Beifall bei den Freiheitlichen
Bei der Eisenbahn ist es dasselbe. Das wird vielleicht den Kollegen Dietachmayr interessieren, der auch immer vorgibt, Arbeitnehmer zu vertreten in der Arbeiterkammer: Da gibt es eine lange Liste von Gewerkschaftsfunktionären, die allesamt bei der Eisenbahn angestellt sind, von der Eisenbahn bezahlt werden, aber nicht eine einzige Minute in diesem Unternehmen tätig sind, sondern als Gewerkschaftsfunktionäre im öffentlichen Dienst des Bereiches Eisenbahn. Das ist unanständig! Das ist Ihre Form der Sozialpolitik, die jetzt einmal beendet wird (Beifall bei den Freiheitlichen), weil das nicht auf Kosten der Allgemeinheit gehen darf.
Abg. Dietachmayr: Wie viel Geld haben Sie denn von den Unternehmern bekommen? Sie haben doch einen Erlagschein ausgeschickt an Unternehmer!
Es könnte natürlich die jetzige Regierung auch denselben Einfall haben wie die SPÖ: Sie schickt allen Staatsbürgern einen Erlagschein mit der Bitte, etwas einzuzahlen, damit das Budgetdesaster der SPÖ irgendwie korrigiert werden kann. Und wie sind denn die vielen Schulden, die viele Firmen beim Finanzministerium, sprich beim Bund, haben, entstanden? – Unter sozialdemokratischen Finanzministern. Das ist Ihre Politik! (Abg. Dietachmayr: Wie viel Geld haben Sie denn von den Unternehmern bekommen? Sie haben doch einen Erlagschein ausgeschickt an Unternehmer!)
Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen.
Das ist Ihre Form der Politik, und ich sage Ihnen dazu eines: Diese Republik Österreich ist nur zu sanieren mit entsprechenden finanziellen und monetären Maßnahmen, weil sich die europäische Volkswirtschaft nachhaltig verändert. Aber das will man nicht zur Kenntnis nehmen, so wie der künftige Vorsitzende der SPÖ auch nicht zur Kenntnis nehmen will, dass seine politische Philosophie vor etwa zehn Jahren zu Grabe getragen wurde und dass Moskau nicht mehr die Zentrale sozialdemokratischer Politik sein kann. (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe der Abg. Hagenhofer.
Ihre Pensionsreform 1997 ist gescheitert, sonst wäre jetzt nicht wieder etwas notwendig. (Zwischenrufe der Abg. Hagenhofer. ) Gescheitert, Frau Kollegin! Ich weiß, wenn ich Sie treffe, tut es immer weh, und dann schreien Sie. Das ist immer so. Was wir brauchen, ist eine Harmonisierung der Systeme, eine Harmonisierung der Steuern, der Einkommen und der Pensionen, eine Harmonisierung der Arbeitsbedingungen in Österreich, und wir brauchen eine Harmonisierung der Lebensbedingungen für alle.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Eine moderne Reform der Ausgaben- und Einnahmenstruktur ist eine der Aufgaben, die wir in den kommenden Monaten und Jahren zu lösen haben. Sie haben uns ein Desaster hinterlassen. Ich garantiere Ihnen: Nach der Sanierung Ihres Desasters wird Österreich ein blühendes Land sein, und zwar gerade für die sozial Schwächeren. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Gaugg hat sich jetzt sehr darüber aufgeregt, dass SPÖ und ÖVP es waren, die das Taschengeld für PflegeheimbewohnerInnen halbiert haben, dass SPÖ und ÖVP die Valorisierung des Pflegegeldes hintangehalten haben. Das stimmt. Aber Sie, meine Damen und Herren von ÖVP und FPÖ, sind es, die die Anträge auf Erhöhung des Taschengeldes und auf Valorisierung des Pflegegeldes ablehnen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich möchte aber zu einem Bereich kommen, der für die Menschen in Österreich nicht nachvollziehbar ist, wo Sie, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien, noch gar keine Ahnung haben, welche katastrophalen Auswirkungen das letztendlich für die kleinen Leute, für die Schwachen in unserer Gesellschaft haben wird. Ich meine den Zivildienst. Es ist kaum in Worte zu fassen, wie Sie mit Menschen, die in Altenheimen, in Behindertenheimen, in sozialen Einrichtungen betreut werden oder dort leben müssen, wie Sie mit kranken Menschen umgehen. Hätten Sie nur noch ein wenig Skrupel, dann hätten Sie nicht den Zivildienst, der eine wesentliche soziale Leistung in Österreich darstellt, derart beschnitten. Sie waren nie bereit, diesen sozialen Auftrag mit regulären Arbeitsplätzen und anständiger Bezahlung zu finanzieren. Der Zivildienst war mehr oder weniger die Brücke dahin, einkommensschwachen, kranken, behinderten und alten Menschen irgendwie noch ein Stück Lebensqualität in dieser Gesellschaft zukommen zu lassen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen
Sie, meine Damen und Herren von FPÖ und ÖVP, wollen sozial schwache, behinderte, kranke und alte Menschen wieder auf Essen, Waschen und Bett reduzieren (Beifall bei den Grünen), weil Sie die Frechheit besitzen, die Lebensqualität von Menschen, die sich nicht wehren können, zu bestimmen! (Abg. Jung: Jetzt mäßigen Sie aber Ihren Ton! – Abg. Dr. Fekter: Ordnungsruf! – Abg. Dr. Petrovic – in Richtung Freiheitliche und ÖVP –: Sehr leicht machen Sie es sich für jemanden, der nicht auf eigenen Füßen stehen kann! Sehr leicht machen Sie es sich!)
Abg. Jung: Jetzt mäßigen Sie aber Ihren Ton! – Abg. Dr. Fekter: Ordnungsruf! – Abg. Dr. Petrovic – in Richtung Freiheitliche und ÖVP –: Sehr leicht machen Sie es sich für jemanden, der nicht auf eigenen Füßen stehen kann! Sehr leicht machen Sie es sich!
Sie, meine Damen und Herren von FPÖ und ÖVP, wollen sozial schwache, behinderte, kranke und alte Menschen wieder auf Essen, Waschen und Bett reduzieren (Beifall bei den Grünen), weil Sie die Frechheit besitzen, die Lebensqualität von Menschen, die sich nicht wehren können, zu bestimmen! (Abg. Jung: Jetzt mäßigen Sie aber Ihren Ton! – Abg. Dr. Fekter: Ordnungsruf! – Abg. Dr. Petrovic – in Richtung Freiheitliche und ÖVP –: Sehr leicht machen Sie es sich für jemanden, der nicht auf eigenen Füßen stehen kann! Sehr leicht machen Sie es sich!)
Beifall bei den Grünen und bei der SPÖ.
Das ist einmalig in Österreich, das haben wir in dieser Republik noch nicht gehabt! Sie, meine Damen und Herren von der ÖVP und von der FPÖ, haben es geschafft, jedes Recht in diesem Parlament auszuhöhlen. Sie, meine Damen und Herren von FPÖ und ÖVP, haben es geschafft, sich über Interessen von Bürgerinnen und Bürgern, Interessen und Verantwortung der Opposition hinwegzusetzen. Und Sie, meine Damen und Herren von FPÖ und ÖVP, haben es geschafft, dass Sie im Budgetbegleitgesetz in einer 5-Minuten-Aktion einen Antrag eingebracht und abgestimmt haben, der den Zivildienst obsolet macht – und damit auch Lebensqualität für jene Menschen, die so intensiv auf die Hilfe von Zivildienstleistenden angewiesen sind. (Beifall bei den Grünen und bei der SPÖ.)
Ruf bei den Freiheitlichen: ... ganz bewusst die Unwahrheit! – Abg. Dietachmayr: Was ist die Unwahrheit?
Meine Damen und Herren! Ich als langjährige Zivildienst-Vertrauensfrau (Ruf bei den Freiheitlichen: ... ganz bewusst die Unwahrheit! – Abg. Dietachmayr: Was ist die Unwahrheit?) – übrigens war ich die Erste in Österreich (Abg. Aumayr: Dass der Zivildienst ...! Das stimmt ganz einfach nicht!) –, ich als betroffene Person, ich als Vertreterin jener Menschen, die jetzt durch Ihre grausliche Politik zum Handkuss kommen (Abg. Jung: Sie sind die Vertreterin nicht alleine!) – ich bin nicht bereit, den Zivildienst aushöhlen und madig machen zu lassen (Abg. Jung: Überheblich!) und den jungen Menschen keine Chance mehr zu geben, den Zivildienst zu machen.
Abg. Aumayr: Dass der Zivildienst ...! Das stimmt ganz einfach nicht!
Meine Damen und Herren! Ich als langjährige Zivildienst-Vertrauensfrau (Ruf bei den Freiheitlichen: ... ganz bewusst die Unwahrheit! – Abg. Dietachmayr: Was ist die Unwahrheit?) – übrigens war ich die Erste in Österreich (Abg. Aumayr: Dass der Zivildienst ...! Das stimmt ganz einfach nicht!) –, ich als betroffene Person, ich als Vertreterin jener Menschen, die jetzt durch Ihre grausliche Politik zum Handkuss kommen (Abg. Jung: Sie sind die Vertreterin nicht alleine!) – ich bin nicht bereit, den Zivildienst aushöhlen und madig machen zu lassen (Abg. Jung: Überheblich!) und den jungen Menschen keine Chance mehr zu geben, den Zivildienst zu machen.
Abg. Jung: Sie sind die Vertreterin nicht alleine!
Meine Damen und Herren! Ich als langjährige Zivildienst-Vertrauensfrau (Ruf bei den Freiheitlichen: ... ganz bewusst die Unwahrheit! – Abg. Dietachmayr: Was ist die Unwahrheit?) – übrigens war ich die Erste in Österreich (Abg. Aumayr: Dass der Zivildienst ...! Das stimmt ganz einfach nicht!) –, ich als betroffene Person, ich als Vertreterin jener Menschen, die jetzt durch Ihre grausliche Politik zum Handkuss kommen (Abg. Jung: Sie sind die Vertreterin nicht alleine!) – ich bin nicht bereit, den Zivildienst aushöhlen und madig machen zu lassen (Abg. Jung: Überheblich!) und den jungen Menschen keine Chance mehr zu geben, den Zivildienst zu machen.
Abg. Jung: Überheblich!
Meine Damen und Herren! Ich als langjährige Zivildienst-Vertrauensfrau (Ruf bei den Freiheitlichen: ... ganz bewusst die Unwahrheit! – Abg. Dietachmayr: Was ist die Unwahrheit?) – übrigens war ich die Erste in Österreich (Abg. Aumayr: Dass der Zivildienst ...! Das stimmt ganz einfach nicht!) –, ich als betroffene Person, ich als Vertreterin jener Menschen, die jetzt durch Ihre grausliche Politik zum Handkuss kommen (Abg. Jung: Sie sind die Vertreterin nicht alleine!) – ich bin nicht bereit, den Zivildienst aushöhlen und madig machen zu lassen (Abg. Jung: Überheblich!) und den jungen Menschen keine Chance mehr zu geben, den Zivildienst zu machen.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine Solidarität liegt bei denjenigen, die die Schwächeren in unserer Gesellschaft sind. Meine Solidarität liegt bei denjenigen, die bereit sind, Zivildienst zu machen – unter der Voraussetzung, dass sie es können, nämlich wenn auch die finanziellen Möglichkeiten dafür gegeben sind. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Die Abgeordneten der Grünen erheben sich von ihren Sitzen und spenden stehend Beifall. – Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haidlmayr bleibt beim Rednerpult sitzen. – Abg. Dr. Martin Graf: Zum Glück gibt es in diesem Haus keinen Zwang zur Objektivität!
Ich werde mich für diese Personengruppe einsetzen, darauf können Sie sich verlassen! Ich werde dieses Rednerpult nicht verlassen, obwohl ich jetzt meine Rede beende. – Danke schön. (Die Abgeordneten der Grünen erheben sich von ihren Sitzen und spenden stehend Beifall. – Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haidlmayr bleibt beim Rednerpult sitzen. – Abg. Dr. Martin Graf: Zum Glück gibt es in diesem Haus keinen Zwang zur Objektivität!)
Abg. Haidlmayr bleibt weiterhin beim Rednerpult sitzen. – Abg. Dr. Martin Graf: Wie lange gedenken Sie dort zu bleiben? Dann machen wir nämlich Pause!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Frau Abgeordnete Haidlmayr, darf ich Sie bitten? – Der nächste Redner wäre jetzt vorgesehen. (Abg. Haidlmayr bleibt weiterhin beim Rednerpult sitzen. – Abg. Dr. Martin Graf: Wie lange gedenken Sie dort zu bleiben? Dann machen wir nämlich Pause!)
Abg. Dr. Petrovic: Fühlen Sie sich gut in der Rolle? – Weitere Zwischenrufe.
Abgeordneter Wolfgang Jung (Freiheitliche): Sie hat gesagt, die Redezeit ist beendet, Herr Präsident. Vielleicht können sich die Grünen darauf einigen, ob sie dieses Theater jetzt weiterführen wollen oder nicht. (Abg. Dr. Petrovic: Fühlen Sie sich gut in der Rolle? – Weitere Zwischenrufe.)
Abg. Dr. Petrovic: Das ist ein Redebeitrag! – Weitere Zwischenrufe.
Wahr ist vielmehr, dass wir gezwungen sind, Korrekturen vorzunehmen, weil durch exzessiven Missbrauch im Geldbereich die nötigen Mittel in der Form nicht mehr vorhanden sind. (Abg. Dr. Petrovic: Das ist ein Redebeitrag! – Weitere Zwischenrufe.) Der Innenminister kann daher nichts anderes tun, als hier organisatorische Änderungen vorzunehmen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Petrovic: Das ist keine tatsächliche Berichtigung! – Abg. Dr. Fekter: Kollegin Haidlmayr schränkt die Möglichkeiten der Kollegen ein! – Abg. Dr. Petrovic: Sie schränken ihre Lebensmöglichkeit ein!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Petrovic: Das ist keine tatsächliche Berichtigung! – Abg. Dr. Fekter: Kollegin Haidlmayr schränkt die Möglichkeiten der Kollegen ein! – Abg. Dr. Petrovic: Sie schränken ihre Lebensmöglichkeit ein!
Wahr ist vielmehr, dass wir gezwungen sind, Korrekturen vorzunehmen, weil durch exzessiven Missbrauch im Geldbereich die nötigen Mittel in der Form nicht mehr vorhanden sind. (Abg. Dr. Petrovic: Das ist ein Redebeitrag! – Weitere Zwischenrufe.) Der Innenminister kann daher nichts anderes tun, als hier organisatorische Änderungen vorzunehmen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Petrovic: Das ist keine tatsächliche Berichtigung! – Abg. Dr. Fekter: Kollegin Haidlmayr schränkt die Möglichkeiten der Kollegen ein! – Abg. Dr. Petrovic: Sie schränken ihre Lebensmöglichkeit ein!)
Abg. Jung: Sie hat darauf verzichtet! Sie hat gesagt, ihre Rede ist beendet!
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Abgesehen davon, dass die mögliche Redezeit eines Abgeordneten immer noch 20 Minuten beträgt ... (Abg. Jung: Sie hat darauf verzichtet! Sie hat gesagt, ihre Rede ist beendet!) Ich weiß, ich habe es genauso gehört wie Sie.
Abg. Dr. Petrovic: Zu sprechen aufgehört!
Sie hat nicht verzichtet (Abg. Dr. Petrovic: Zu sprechen aufgehört!), sondern Frau Abgeordnete Haidlmayr nimmt hier ihr Recht – ich glaube, ihr bürgerliches Recht – zu einer Demonstration wahr (Abg. Aumayr: Dann soll sie es sagen! – Weitere Zwischenrufe), wie die Regierungsparteien mit einer fundamentalen Frage wie dem Zivildienstgesetz umgehen.
Abg. Aumayr: Dann soll sie es sagen! – Weitere Zwischenrufe
Sie hat nicht verzichtet (Abg. Dr. Petrovic: Zu sprechen aufgehört!), sondern Frau Abgeordnete Haidlmayr nimmt hier ihr Recht – ich glaube, ihr bürgerliches Recht – zu einer Demonstration wahr (Abg. Aumayr: Dann soll sie es sagen! – Weitere Zwischenrufe), wie die Regierungsparteien mit einer fundamentalen Frage wie dem Zivildienstgesetz umgehen.
Abg. Dr. Martin Graf: Zur Geschäftsbehandlung!
Sie, die Regierungsparteien, haben es geschafft, in einer 5-Minuten-Aktion, ohne jede parlamentarische Behandlung, dieses Gesetz zu ändern. (Abg. Dr. Martin Graf: Zur Geschäftsbehandlung!) Dann werden Sie es jetzt auch aushalten müssen, eine Zeit lang darüber zu meditieren (Abg. Jung: Das glauben Sie, dass Sie uns das vorschreiben können!), wie Sie mit parlamentarischen Gepflogenheiten in einer derart wichtigen Angelegenheit umgehen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Das ist doch eine Diktatur des ...!)
Abg. Jung: Das glauben Sie, dass Sie uns das vorschreiben können!
Sie, die Regierungsparteien, haben es geschafft, in einer 5-Minuten-Aktion, ohne jede parlamentarische Behandlung, dieses Gesetz zu ändern. (Abg. Dr. Martin Graf: Zur Geschäftsbehandlung!) Dann werden Sie es jetzt auch aushalten müssen, eine Zeit lang darüber zu meditieren (Abg. Jung: Das glauben Sie, dass Sie uns das vorschreiben können!), wie Sie mit parlamentarischen Gepflogenheiten in einer derart wichtigen Angelegenheit umgehen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Das ist doch eine Diktatur des ...!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Das ist doch eine Diktatur des ...!
Sie, die Regierungsparteien, haben es geschafft, in einer 5-Minuten-Aktion, ohne jede parlamentarische Behandlung, dieses Gesetz zu ändern. (Abg. Dr. Martin Graf: Zur Geschäftsbehandlung!) Dann werden Sie es jetzt auch aushalten müssen, eine Zeit lang darüber zu meditieren (Abg. Jung: Das glauben Sie, dass Sie uns das vorschreiben können!), wie Sie mit parlamentarischen Gepflogenheiten in einer derart wichtigen Angelegenheit umgehen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Das ist doch eine Diktatur des ...!)
Abg. Dr. Stummvoll: Warum? – Ruf bei der ÖVP: Sauerei! – Weitere Zwischenrufe.
Dem Herrn Präsidenten lege ich nahe – ohne diese Empfehlung auszusprechen –, im Lauf der Zeit eine Sitzungsunterbrechung zu verfügen und eine Präsidiale einzuberufen. (Abg. Dr. Stummvoll: Warum? – Ruf bei der ÖVP: Sauerei! – Weitere Zwischenrufe.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Dr. Andreas Khol (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Ich rege an, dass Sie eine kurze Steh-Präsidiale bei Ihnen am Präsidium einberufen, damit wir einen würdigen Umgang mit diesem Aktionismus beschließen können. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Jung: Würdig ist das Verhalten nicht!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Ich würde vorschlagen, dass wir eine kurze Steh-Präsidiale machen, um diese Situation zu reflektieren und uns im Sinne dessen, was Herr Klubobmann Khol gesagt hat, sehr vernünftig und würdig mit dieser Situation auseinander zu setzen. (Abg. Jung: Würdig ist das Verhalten nicht!)
Abg. Jung: Herr Präsident! Das ist eine Beeinträchtigung der Rechte aller anderen Abgeordneten!
Ich verweise auf § 62 der Geschäftsordnung: "... in besonderen Fällen, in denen der Präsident die Erlaubnis hierzu erteilt, sprechen die Abgeordneten von den Saalmikrofonen in den Bankreihen", mache von diesem Recht Gebrauch und werde daher die Sitzung jetzt fortsetzen. (Abg. Jung: Herr Präsident! Das ist eine Beeinträchtigung der Rechte aller anderen Abgeordneten!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Jung: Sie kneifen vor dem Terror ...!
Am Wort ist der Präsident, und der Präsident hat so entschieden, und ich bitte Sie, Ihre Sitzplätze jetzt wieder einzunehmen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Jung: Sie kneifen vor dem Terror ...!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Dkfm. Dr. Günter Stummvoll (ÖVP): Herr Präsident! Frau Ministerin! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Präsident! Ich bin sehr froh darüber, dass Sie mich wenigstens von meinem Rednerpult aus reden lassen, weil Sie mit dieser weisen Entscheidung verhindern, dass eine Lahmlegung des Parlaments erfolgt. Ich glaube, das war eine kluge und weise Entscheidung. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Budgetkonsolidierung ist nie angenehm, aber wir haben leider das Problem, dass es zur Budgetkonsolidierung keine Alternative gibt. Die Alternative wäre: weiter Schulden machen, die Zukunft unserer Kinder heute verbrauchen. – Und das können wir zweifellos nicht verantworten, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Glauben Sie mir, auch ich würde mir zutrauen, viele dieser Maßnahmen, die in diesem Budgetbegleitgesetz enthalten sind, zu kritisieren. Ich gebe zu, der Prozess einer Budgetkonsolidierung ist immer eine Hochkonjunktur für jene Besserwisser, die einem ständig erklären, wie etwas nicht geht, die aber nie sagen, wie es geht. – Herr früherer Finanzminister Edlinger! Ich habe bei Ihrer Rede sehr genau aufgepasst. Sie haben immer nur erklärt, was Sie ablehnen, aber Sie haben keinen einzigen konstruktiven, positiven Vorschlag gemacht. So stelle ich mir ein verantwortungsvolles Agieren hier im Hohen Haus eigentlich nicht vor, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Gradwohl.
Ich gebe gerne zu, dass zu einem solchen Kurs der Budgetkonsolidierung, wie wir ihn heute, wenn wir dieses umfassende Paket Budgetbegleitgesetz mit Parlamentsmehrheit beschließen werden, einschlagen, zweifellos der Mut zur Wahrheit gehört. Aber auch das bedeutet "Österreich neu regieren": den Mut zur Wahrheit zu haben! (Zwischenruf des Abg. Gradwohl. ) – Herr Kollege, ich habe aus meiner 20-jährigen politischen Tätigkeit eine Erfahrung geschöpft: Der Bürger ist viel klüger, als manche Politiker glauben. (Abg. Gradwohl: Gott sei Dank!) Er ist viel klüger, als manche Politiker glauben. Er kann sehr wohl unterscheiden, was seriös und was nicht seriös ist, was ehrlich und was nicht ehrlich ist. – Sich hierher ans Rednerpult zu stellen, nachdem man selber Finanzminister war, und zu sagen: Ich lehne alles ab!, dieses Schauspiel wird der Bürger durchschauen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Gradwohl: Gott sei Dank!
Ich gebe gerne zu, dass zu einem solchen Kurs der Budgetkonsolidierung, wie wir ihn heute, wenn wir dieses umfassende Paket Budgetbegleitgesetz mit Parlamentsmehrheit beschließen werden, einschlagen, zweifellos der Mut zur Wahrheit gehört. Aber auch das bedeutet "Österreich neu regieren": den Mut zur Wahrheit zu haben! (Zwischenruf des Abg. Gradwohl. ) – Herr Kollege, ich habe aus meiner 20-jährigen politischen Tätigkeit eine Erfahrung geschöpft: Der Bürger ist viel klüger, als manche Politiker glauben. (Abg. Gradwohl: Gott sei Dank!) Er ist viel klüger, als manche Politiker glauben. Er kann sehr wohl unterscheiden, was seriös und was nicht seriös ist, was ehrlich und was nicht ehrlich ist. – Sich hierher ans Rednerpult zu stellen, nachdem man selber Finanzminister war, und zu sagen: Ich lehne alles ab!, dieses Schauspiel wird der Bürger durchschauen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich gebe gerne zu, dass zu einem solchen Kurs der Budgetkonsolidierung, wie wir ihn heute, wenn wir dieses umfassende Paket Budgetbegleitgesetz mit Parlamentsmehrheit beschließen werden, einschlagen, zweifellos der Mut zur Wahrheit gehört. Aber auch das bedeutet "Österreich neu regieren": den Mut zur Wahrheit zu haben! (Zwischenruf des Abg. Gradwohl. ) – Herr Kollege, ich habe aus meiner 20-jährigen politischen Tätigkeit eine Erfahrung geschöpft: Der Bürger ist viel klüger, als manche Politiker glauben. (Abg. Gradwohl: Gott sei Dank!) Er ist viel klüger, als manche Politiker glauben. Er kann sehr wohl unterscheiden, was seriös und was nicht seriös ist, was ehrlich und was nicht ehrlich ist. – Sich hierher ans Rednerpult zu stellen, nachdem man selber Finanzminister war, und zu sagen: Ich lehne alles ab!, dieses Schauspiel wird der Bürger durchschauen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren von der sozialdemokratischen Fraktion! Sie haben sich durch Ihr Verhalten in ein politisches Eck begeben. Im Sinne einer parlamentarischen Demokratie hoffe ich, dass Sie aus diesem Eck irgendwann wieder herauskommen, denn es tut der parlamentarischen Demokratie nicht gut, wenn eine Partei wie die Ihre sich so sehr ins Eck manövriert, dass sie politisch und auch finanziell, wie wir gestern gesehen haben, eigentlich knapp vor dem Bankrott steht. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Eder: Wirtschaftskammer! Wirtschaftskammer!
Meine Damen und Herren! Nicht nur der einzelne Bürger versteht diese Maßnahmen, wenn man sie ihm erklärt. Ich komme aus der Wirtschaft, wie Sie wissen. (Abg. Eder: Wirtschaftskammer! Wirtschaftskammer!) – Wirtschaft ist nicht nur Wirtschaftskammer! – Und auch in der Wirtschaft spielen das Vertrauen in die Zukunft, das Atmosphärische, das Klimatische eine sehr große Rolle. In den heutigen Zeitungen ist zum Beispiel zu lesen, dass – die Industriellenvereinigung hat eine Art Bilanz der Österreich AG gemacht – auf Grund des neuen Reformschwungs dieser Bundesregierung eine Kurssteigerung von 17 Prozentpunkten stattgefunden hat. Das ist ein positives Zeichen und beweist das Vertrauen der Wirtschaft in die Politik der neuen Regierung. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Haigermoser: So ist es!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Haigermoser: So ist es!
Meine Damen und Herren! Nicht nur der einzelne Bürger versteht diese Maßnahmen, wenn man sie ihm erklärt. Ich komme aus der Wirtschaft, wie Sie wissen. (Abg. Eder: Wirtschaftskammer! Wirtschaftskammer!) – Wirtschaft ist nicht nur Wirtschaftskammer! – Und auch in der Wirtschaft spielen das Vertrauen in die Zukunft, das Atmosphärische, das Klimatische eine sehr große Rolle. In den heutigen Zeitungen ist zum Beispiel zu lesen, dass – die Industriellenvereinigung hat eine Art Bilanz der Österreich AG gemacht – auf Grund des neuen Reformschwungs dieser Bundesregierung eine Kurssteigerung von 17 Prozentpunkten stattgefunden hat. Das ist ein positives Zeichen und beweist das Vertrauen der Wirtschaft in die Politik der neuen Regierung. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Haigermoser: So ist es!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Petrovic: Ohne Arbeitskräfte gibt es aber auch keine Wirtschaft!
Meine Damen und Herren – auch wenn sich unter Ihnen viele Klassenkämpfer befinden, das weiß ich –: Ohne Wirtschaft gibt es keine Arbeitsplätze, ohne Wirtschaft gibt es keine Einkommenschancen, ohne Wirtschaft gibt es keine Jugendbeschäftigung! Nehmen Sie das zur Kenntnis! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Petrovic: Ohne Arbeitskräfte gibt es aber auch keine Wirtschaft!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich bin daher davon überzeugt, dass dieser Reformschwung, der vom Vertrauen breiter Bevölkerungskreise getragen ist, der dazu geführt hat, dass wir im Vormonat bereits 28 000 neue Jobs hatten und 32 000 weniger Arbeitslose, dass dieser Kurs mit diesem Budgetsanierungspaket, mit dieser Politik der neuen Bundesregierung, die eine parlamentarische Mehrheit hat, erfolgreich fortgesetzt werden kann. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Aumayr: Der Finanzminister hat nichts belagert! – Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Er muss ja nicht da sein! – Abg. Dr. Martin Graf: Der Finanzminister hat das Parlament nicht lahm gelegt! – Abg. Aumayr: Das ist Terror!
Abgeordneter Ing. Kurt Gartlehner (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren! Ich möchte noch ganz kurz dazu Stellung nehmen, was Kollege Graf von der freiheitlichen Fraktion in seiner Wortmeldung zur Geschäftsordnung vorgebracht hat. Er hat nämlich gemeint, man solle diese Demonstration der Frau Kollegin Haidlmayr beziehungsweise die Zeitverzögerung, die daraus entsteht, doch dem grünen Klub anlasten. Er hat da fürs gesunde Volksempfinden gesprochen, das da anscheinend sehr verbreitet ist. Ich frage Sie nur, lieber Kollege Graf: Warum haben Sie nicht die gleiche Idee gehabt, als Ihr Finanzminister um 15 Minuten zu spät gekommen ist? Warum haben Sie nicht vorgeschlagen, diese fehlende Zeit Ihrer Fraktion anzurechnen, ebenso vielleicht auch jene Zeit, um die der Finanzminister wieder früher gegangen ist? Das ist nämlich wirklich ein Skandal, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Aumayr: Der Finanzminister hat nichts belagert! – Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Er muss ja nicht da sein! – Abg. Dr. Martin Graf: Der Finanzminister hat das Parlament nicht lahm gelegt! – Abg. Aumayr: Das ist Terror!)
Abg. Dr. Stummvoll: Wir reden jetzt vom Budget 2000, Herr Kollege!
Lieber Kollege Stummvoll! Ich hoffe ja wirklich, dass sich die Bürger erinnern und dass die Bürger gescheiter sind als manche Politiker; ich bin diesbezüglich auch sehr optimistisch. Ich selber bin ja auch Bürger und nicht nur Politiker, und ich frage mich wirklich: Was werden sich die Menschen denken, wenn sie Ihnen heute zugehört haben? 1999 haben Sie nämlich gesagt, Herr Kollege Stummvoll: "Das Budget 1999 ist ein Signal der Stabilität ...", und: "Das Budget ist ein Euro-Budget." (Abg. Dr. Stummvoll: Wir reden jetzt vom Budget 2000, Herr Kollege!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll
Diese neue Bundesregierung schreibt in ihrem Stabilitätsprogramm bis 2003 (Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll ), das Sie in dieser neuen Koalition ausgearbeitet haben, zum Thema Budgetkonsolidierung: Vorläufiger Gebarungserfolg des Bundes 1999: Das Budgetdefizit des Jahres beträgt auf administrativer Basis 68 ... und so weiter.
Beifall bei der SPÖ.
Das Problem ist – und das wird Sie die ganze Legislaturperiode hindurch begleiten, und die Österreicherinnen und Österreicher werden jährlich darunter zu bluten haben – die Tatsache, dass Sie heuer, schon im ersten Jahr, die Erträge dieser Maßnahmen, die Sie treffen und die wir verurteilen, weil wir glauben, dass sie nicht gerecht getroffen werden, nicht einsetzen, um zu sparen, sondern jährlich neu umverteilen, und zwar von unten nach oben! Das ist das Problem, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien, das wahrscheinlich dazu führen wird, dass Sie nach erfolgloser vierjähriger Tätigkeit mit uns eine Wahlauseinandersetzung werden eingehen müssen, die Sie verlieren werden, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Murauer.
Sie haben also etwas angerichtet, was Sie diese ganze Legislaturperiode lang begleiten wird und wovon Sie nicht mehr wegkommen. Wenn Sie die Ziele, die schon die letzte Bundesregierung formuliert hat, bis zum Jahr 2003 überhaupt erreichen wollen, dann werden Sie weitere Grausamkeiten auf die Staatsbürger loslassen müssen, meine sehr geehrten Kolleginnen und Kollegen. Sie zeigen ja schon genau auf, wo Ihre Schwerpunkte liegen. Sie zeigen der Kollegin Haidlmayr und den Zivildienern die kalte Schulter. Sie zeigen den Autofahrern die kalte Schulter, nicht ökologisch orientiert oder sozial orientiert. (Zwischenruf des Abg. Murauer. ) – Lieber Kollege Murauer, du bist wirklich ein würdiger Vertreter der österreichischen Arbeitnehmer, du bemühst dich wirklich ganz maßgeblich, und du bist auch einer von denen, die wahrscheinlich dafür stimmen werden, dass der Preis für die Vignette für die Privatkunden erhöht wird und die Preise für die LKW-Vignetten wieder gesenkt werden. Das wissen wir nämlich inzwischen, dass Sie eine weitere Kostensenkung für den LKW-Verkehr planen, und seit Jahren ist ja bekannt, dass Sie das Road-Pricing, das Milliardenerträge brächte, verzögern.
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir werden uns ja noch öfter darüber unterhalten, wie Sie Politik machen und wie Sie die Menschen belasten. Ich möchte daher nur noch sagen, dass eines unter Beweis gestellt ist: Sie haben die Menschen in Österreich nicht gern, und die Menschen werden wahrscheinlich auch Sie nicht gern haben! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich glaube, das sollte der Öffentlichkeit auch einmal klargemacht werden, damit man sieht, welche Manifestationen hier im Hohen Hause gemacht werden und in welcher Form die Solidarisierung des grünen Klubs mit den Anliegen der Frau Kollegin Haidlmayr – von jenen kurzen Momenten vor 12 Uhr Mittag, als das Fernsehen noch anwesend war, abgesehen – stattfindet. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Parnigoni: Und wo ist er jetzt?
Zum Zweiten, Herr Kollege Gartlehner. – Sie haben die Verspätung von Herrn Bundesminister Grasser heute Früh erwähnt. Dazu muss klar und deutlich gesagt werden, dass Herr Bundesminister Grasser sich erstens entschuldigt hat und zweitens diese Entschuldigung vom vorsitzführenden Präsidenten Dr. Fischer in entsprechender Form allen Abgeordneten zur Kenntnis gebracht wurde. (Abg. Parnigoni: Und wo ist er jetzt?)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich kann es mir selbstverständlich nicht verkneifen, zu erwähnen, dass ich mir ob der Verspätung des Herrn Kollegen Grasser kein Kopfzerbrechen gemacht habe, dass aber Herr Kollege Schieder laut und deutlich gesagt hat, das "Theater" möge pünktlich beginnen. Seit 12 Uhr, Herr Kollege Schieder, weiß ich, was diese Ihre Äußerung zu bedeuten hat. Offensichtlich denkt man nunmehr daran, da man auf der Straße seit Wochen nicht erfolgreich ist, gegen diese Bundesregierung vorzugehen, indem man durch Manifestationen hier im Hohen Haus die Legislative dieses Hauses blockiert. Das sind Zustände, meine sehr geehrten Damen und Herren, die mich an das vorige Jahrhundert, an das frühe Drittel des vorigen Jahrhunderts erinnern, und ich hoffe nicht, dass diese Manifestationen zur Ausschaltung der Legislative in diesem Hohen Hause Platz greifen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Frau Kollegin Haidlmayr! Die krebskranken Menschen haben in gleicher Weise wie die behinderten Menschen Anspruch darauf, in einer menschenwürdigen Atmosphäre gepflegt und betreut zu werden. Die jetzigen Maßnahmen dieser Bundesregierung werden dahin gehen, den jungen Menschen, die sich in den Dienst der Öffentlichkeit im Sozialbereich stellen, die Gelegenheit zu geben, ihrer Aufgabe auch nachkommen zu können, und wir werden auch peinlichst darauf achten, dass kein Unterschied gemacht wird bei der Zuteilung für Behinderte, für kranke Menschen, für pflegebedürftige Menschen oder auch sonstige Gruppen von Menschen, die die Fürsorge des Staates und die Fürsorge der Zivildiener brauchen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich glaube, dass diese Bundesregierung auch auf durchaus gutem Wege ist. Wenn Herr Alt-Bundesminister Edlinger gemeint hat, dass diese Bundesregierung zu Lasten der armen Menschen in Österreich tätig ist, so muss ich klar und deutlich festhalten: Die Maßnahmen, sehr geehrte Damen und Herren von der Sozialdemokratie, die Sie mit der Österreichischen Volkspartei ausverhandelt haben – 0,95 Prozent Pensionssicherungsbeitrag statt 0,8 Prozent, ein um zwei Jahre verschobener Zugang zum Frühpensionsalter, eine Benzinpreiserhöhung um 2 S –, wären dem Steuerzahler wesentlich teurer gekommen als jene dieser Bundesregierung. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Diese Bundesregierung wird auch nicht säumig werden, in entsprechender Form die Sozialsymmetrien in diesem Staate herzustellen. Ich sehe schon ein, dass Sie heute eine Verzögerungstaktik anwenden, um diese Bundesregierung daran zu hindern, durch relativ kurzfristig greifende Maßnahmen den behinderten Menschen, den kranken Menschen, ja allen Menschen in diesem Staate zu veranschaulichen, was es tatsächlich heißt, wenn ein Regierungswechsel in Österreich stattfindet. Das Belastungspaket von Klima/Edlinger seinerzeit bedeutete – und diesbezüglich ist die Statistik deutlich, klar und aussagekräftig – einen Gesamtverlust für die österreichische Durchschnittsfamilie, für eine Zwei-Kinder-Familie, von 5 248 S am Ende des Belastungsjahres 1997, und das Paket Freiheitliche/Österreichische Volkspartei wird am Ende des Jahres 2000 trotz der Belastungen, die wir leider durchführen müssen, eine Nettoeinkommenserhöhung von 9 450 S für die gleiche Familie bedeuten. Sehr geehrte Damen und Herren! Das werden die Österreicher am Ende des Jahres erkennen können! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich glaube daher, dass Sie, Herr Kollege Edlinger, und Ihre Fraktion, die Sie noch das ElWOG verabschiedet haben, das bis zum Jahre 2003 die entsprechenden Liberalisierungen für die Haushalte und für die Klein- und Mittelbetriebe nicht vorgesehen hat, am allerwenigsten Grund dafür haben, jetzt nunmehr über diese Maßnahme zu polemisieren, denn Sie, meine sehr geehrten Damen und Herren, hätten drei Jahre länger die alten Strompreise für alle österreichischen Haushalte und für die Klein- und Mittelbetriebe in diesem Staate perpetuiert. Das, sehr geehrte Damen und Herren, ist Ihre Leistung für die kleinen Bürger in diesem Staate, das muss hier klar und deutlich gesagt werden! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Sie haben in der Diskussion heute auch die Selbstbehalte angesprochen. Ich darf Sie schon darauf hinweisen, dass die Versicherungsanstalt der österreichischen Eisenbahner derzeit ihren Mitgliedern eine derartige Abrechnung übermittelt. Die Sozialversicherungsanstalt der österreichischen Eisenbahner verteidigt mit Zähnen und Klauen das System des Selbstbehaltes, es dürfe nicht zerschlagen werden, heißt es, und es müsse die Eigenständigkeit gewahrt bleiben. Nicht deswegen, sehr geehrte Damen und Herren, sind die Eisenbahner für diesen Selbstbehalt, weil er etwa unsozial und unsolidarisch wäre, sondern sie sind deswegen dafür, dass es bei diesem System bleibt, weil mit dem Selbstbehalt auch ein wichtiges Steuerungselement gegen den Betrug im Sozialsystem und damit insgesamt bessere und umfassendere Leistungen für die Betreuten in diesem System zum Tragen kommen, als das im ASVG-Bereich der Fall ist. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Sie werden nicht darum herum kommen, die entsprechenden Maßnahmen dieser Bundesregierung einmal zur Kenntnis zu nehmen. Ich glaube, sehr geehrte Damen und Herren, wenn Sie an der Demokratie interessiert sind – auch Sie, Frau Kollegin Haidlmayr –, dann sollten Sie im Parlament mitarbeiten und nicht mitschweigen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Rufe bei den Freiheitlichen: Zur Geschäftsordnung – und keine Rede!
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Frau Kollegin Haidlmayr will mit ihrer Aktion eines erreichen (Rufe bei den Freiheitlichen: Zur Geschäftsordnung – und keine Rede!), nämlich Verhandlungen, ein Gespräch mit dem Innenminister. (Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP, unter anderem: Aus! Aus!) Und deshalb stelle ich den Antrag auf Herbeischaffung des Innenministers Strasser. (Abg. Haigermoser: Die "Herbeischaffung" des Innenministers! Das ist eine Diktion! Das haben wir schon einmal gehört! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten aller Fraktionen.)
Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP, unter anderem: Aus! Aus!
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Frau Kollegin Haidlmayr will mit ihrer Aktion eines erreichen (Rufe bei den Freiheitlichen: Zur Geschäftsordnung – und keine Rede!), nämlich Verhandlungen, ein Gespräch mit dem Innenminister. (Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP, unter anderem: Aus! Aus!) Und deshalb stelle ich den Antrag auf Herbeischaffung des Innenministers Strasser. (Abg. Haigermoser: Die "Herbeischaffung" des Innenministers! Das ist eine Diktion! Das haben wir schon einmal gehört! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten aller Fraktionen.)
Abg. Haigermoser: Die "Herbeischaffung" des Innenministers! Das ist eine Diktion! Das haben wir schon einmal gehört! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten aller Fraktionen.
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Frau Kollegin Haidlmayr will mit ihrer Aktion eines erreichen (Rufe bei den Freiheitlichen: Zur Geschäftsordnung – und keine Rede!), nämlich Verhandlungen, ein Gespräch mit dem Innenminister. (Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP, unter anderem: Aus! Aus!) Und deshalb stelle ich den Antrag auf Herbeischaffung des Innenministers Strasser. (Abg. Haigermoser: Die "Herbeischaffung" des Innenministers! Das ist eine Diktion! Das haben wir schon einmal gehört! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten aller Fraktionen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen. – Gegenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordnete Mag. Dr. Maria Theresia Fekter (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Bei derart überfallsartigen Anträgen müssen alle Abgeordneten, die im Hause sind, auch die Möglichkeit haben, zu ihrem Abstimmungsrecht zu kommen. (Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen. – Gegenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Kostelka: Es ist doch schon eingeläutet worden! – Abg. Haigermoser: Die "Herbeischaffung" des Innenministers! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Ich ersuche daher, mit Dauerton einzuläuten, damit alle Abgeordneten ihr Abstimmungsrecht wahrnehmen und sich an dieser Abstimmung beteiligen können. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Kostelka: Es ist doch schon eingeläutet worden! – Abg. Haigermoser: Die "Herbeischaffung" des Innenministers! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Leikam: Wer hat das beantragt? – Abg. Haigermoser: Der Herr Präsident hat das verfügt! Geschäftsordnung lernen! – Weitere Rufe bei der SPÖ: Wer hat das beantragt?
Ich bitte die Schriftführer, die Abgeordneten namentlich aufzurufen. (Abg. Leikam: Wer hat das beantragt? – Abg. Haigermoser: Der Herr Präsident hat das verfügt! Geschäftsordnung lernen! – Weitere Rufe bei der SPÖ: Wer hat das beantragt?)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe bei den Grünen. – Abg. Grabner – in Richtung des den Vorsitz führenden Präsidenten Dipl.-Ing. Prinzhorn –: Das ist der schwächste Präsident! Dem muss man dauernd einsagen! Der weiß wirklich nicht, was er macht! – Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen. – Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.
Der Präsident hat das verfügt – und das steht dem Präsidenten laut Geschäftsordnung zu! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe bei den Grünen. – Abg. Grabner – in Richtung des den Vorsitz führenden Präsidenten Dipl.-Ing. Prinzhorn –: Das ist der schwächste Präsident! Dem muss man dauernd einsagen! Der weiß wirklich nicht, was er macht! – Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen. – Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Dr. Andreas Khol (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Ich ersuche Sie, gemäß § 13 Abs. 3 der Geschäftsordnung die Sitzung für eine Dreiviertelstunde zu unterbrechen. Der ÖVP-Klub braucht Zeit zur Beratung der Vorgänge in diesem Hause, Vorgänge, die zum Teil durchaus geschäftsordnungswidrig anmuten. Wir möchten unsere Haltung zur weiteren Vorgangsweise – allenfalls den Antrag auf Vertagung der Sitzung auf den morgigen Tag – fraktionsintern besprechen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Widerspruch bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Vorhin, unter der Vorsitzführung des Herrn Präsidenten Prinzhorn, ging es darum, unter keinen Umständen die Sitzung zu unterbrechen, sondern weiterzumachen, drüberzufahren, aus! (Widerspruch bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Das war die Position von ÖVP und FPÖ.
Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Er braucht kein Lob! Ihr Lob braucht er nicht! – Abg. Schwarzenberger: Die Besetzung des Rednerpultes ist laut Geschäftsordnung nicht korrekt!
Ich möchte an dieser Stelle auch hinzufügen, dass mir – bei aller Gegnerschaft im Inhaltlichen – die Vorsitzführung von Herrn Präsidenten Prinzhorn in der vergangenen Stunde durchaus korrekt erschien. Er hat seine Möglichkeiten korrekt genutzt, auch wenn ich mit seiner Vorgangsweise inhaltlich natürlich nicht einverstanden war, aber geschäftsordnungsmäßig war das korrekt. (Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Er braucht kein Lob! Ihr Lob braucht er nicht! – Abg. Schwarzenberger: Die Besetzung des Rednerpultes ist laut Geschäftsordnung nicht korrekt!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Und ich meine in diesem Zusammenhang durchaus unter Selbstbeschränkung, dass die Interessen der Gesamtheit, die ordnungsgemäße Diskussion dieses Hauses Parteiinteressen vorzugehen hat. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Auch wir, der freiheitliche Parlamentsklub, schließen uns dem Verlangen von Klubobmann Khol an. Auch wir wollen darüber beraten, ob es nicht vernünftiger und richtiger wäre, eine Vertagung der Sitzung auf den morgigen Tag zu überlegen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen
Abgeordnete Theresia Haidlmayr (Grüne) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich habe in der Zeit, als ich hier vorne gesessen bin und alle beobachten konnte, mitbekommen – ich glaube, das war auch für andere sichtbar –, dass mich die Regierungsparteien dazu missbrauchen wollen, dass der Parteitag der SPÖ mehr oder weniger nicht zustande kommt (ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen), weil sie eine Sitzungsunterbrechung bis morgen verlangt haben. Sie können missbrauchen, wen Sie wollen, mich aber nicht und die behinderten Menschen in Österreich auch nicht. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Abgeordnete Theresia Haidlmayr (Grüne) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich habe in der Zeit, als ich hier vorne gesessen bin und alle beobachten konnte, mitbekommen – ich glaube, das war auch für andere sichtbar –, dass mich die Regierungsparteien dazu missbrauchen wollen, dass der Parteitag der SPÖ mehr oder weniger nicht zustande kommt (ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen), weil sie eine Sitzungsunterbrechung bis morgen verlangt haben. Sie können missbrauchen, wen Sie wollen, mich aber nicht und die behinderten Menschen in Österreich auch nicht. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Herr Minister Strasser hat mir in der "ZiB" einen Termin zugesagt, der heute Nachmittag stattfinden soll. Bei diesem Gespräch wird es um die Rückverweisung der geplanten Novelle gehen. Ich werde dieses Gespräch, wenn es am Nachmittag stattfindet, selbstverständlich wahrnehmen. Wird nicht über dieses Thema gesprochen, dann werde ich mich später noch zu Wort melden. – Danke. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dr. Ofner: Auf die bin ich neugierig!
Zu einer tatsächlichen Berichtigung zu Wort gemeldet hat sich Frau Abgeordnete Dr. Petrovic. – Bitte. (Abg. Dr. Ofner: Auf die bin ich neugierig!)
Ruf: Saal!
Abgeordnete MMag. Dr. Madeleine Petrovic (fortsetzend): Herr Präsident! Ich habe zwei Punkte, die Herr Abgeordneter Haupt erwähnt hat, genannt, nämlich erstens die Behauptung, grüne Abgeordnete hätten das Haus verlassen. Dies ist unrichtig. (Ruf: Saal!) – Er hat "Haus" gesagt, lesen Sie nach! Kein Einziger und keine Einzige haben dies getan. Zweitens: Die kurze Beratung vor der Tür diente im Gegensatz zu der von Ihnen beantragten Unterbrechung genau dem Zweck, der Solidarität unseres gemeinsamen Anliegens Nachdruck zu verleihen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete MMag. Dr. Madeleine Petrovic (fortsetzend): Herr Präsident! Ich habe zwei Punkte, die Herr Abgeordneter Haupt erwähnt hat, genannt, nämlich erstens die Behauptung, grüne Abgeordnete hätten das Haus verlassen. Dies ist unrichtig. (Ruf: Saal!) – Er hat "Haus" gesagt, lesen Sie nach! Kein Einziger und keine Einzige haben dies getan. Zweitens: Die kurze Beratung vor der Tür diente im Gegensatz zu der von Ihnen beantragten Unterbrechung genau dem Zweck, der Solidarität unseres gemeinsamen Anliegens Nachdruck zu verleihen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Ing. Westenthaler: Erpressung! Sie wollten uns erpressen!
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Natürlich ist eine Demonstration wie jene von Kollegin Haidlmayr in höchstem Maße ungewöhnlich. Das ist gar keine Frage, es ist in höchstem Maße ungewöhnlich! (Abg. Ing. Westenthaler: Erpressung! Sie wollten uns erpressen!) Deswegen ist es wichtig, sich vor Augen zu halten, dass das, was Sie machen, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien, leider nicht ungewöhnlich, sondern gewöhnlich ist. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Natürlich ist eine Demonstration wie jene von Kollegin Haidlmayr in höchstem Maße ungewöhnlich. Das ist gar keine Frage, es ist in höchstem Maße ungewöhnlich! (Abg. Ing. Westenthaler: Erpressung! Sie wollten uns erpressen!) Deswegen ist es wichtig, sich vor Augen zu halten, dass das, was Sie machen, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien, leider nicht ungewöhnlich, sondern gewöhnlich ist. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Ing. Westenthaler: Wissen Sie, wann das Parlament das letzte Mal blockiert worden ist?
Ich meine damit die Art, wie Sie die Opposition, aber auch das Parlament insgesamt behandeln – namentlich in Ihrer Vorgangsweise zur Zivildienstgesetz-Novelle, namentlich in Ihrer Vorgangsweise zum Zivildienst. (Abg. Ing. Westenthaler: Wissen Sie, wann das Parlament das letzte Mal blockiert worden ist?)
Abg. Dr. Petrovic – in Richtung des Abg. Ing. Westenthaler –: Wie Sie im Praterstadion waren! Wichtiges Fußballspiel!
Ich glaube, die Besucher und Zuhörer hier im Hohen Hause wissen nicht, wie das in der Praxis abgelaufen ist. (Abg. Dr. Petrovic – in Richtung des Abg. Ing. Westenthaler –: Wie Sie im Praterstadion waren! Wichtiges Fußballspiel!) Ich darf Sie daran erinnern, Herr Westenthaler, wie das Procedere bei einem §-27-Antrag ist. (Abg. Ing. Westenthaler: 1934!) Das bedeutet, die Kollegen der Regierungsparteien und jene der Opposition sitzen im Ausschuss, und letztere bekommen ein Papier vor die Nase geknallt – anders kann ich das nicht bezeichnen. Man hat kaum Zeit, die Überschrift zu lesen, schon heißt es: Abstimmung. Wer ist dafür, wer ist dagegen? Das ist Ihre Vorgangsweise im Parlament! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: 1934!
Ich glaube, die Besucher und Zuhörer hier im Hohen Hause wissen nicht, wie das in der Praxis abgelaufen ist. (Abg. Dr. Petrovic – in Richtung des Abg. Ing. Westenthaler –: Wie Sie im Praterstadion waren! Wichtiges Fußballspiel!) Ich darf Sie daran erinnern, Herr Westenthaler, wie das Procedere bei einem §-27-Antrag ist. (Abg. Ing. Westenthaler: 1934!) Das bedeutet, die Kollegen der Regierungsparteien und jene der Opposition sitzen im Ausschuss, und letztere bekommen ein Papier vor die Nase geknallt – anders kann ich das nicht bezeichnen. Man hat kaum Zeit, die Überschrift zu lesen, schon heißt es: Abstimmung. Wer ist dafür, wer ist dagegen? Das ist Ihre Vorgangsweise im Parlament! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich glaube, die Besucher und Zuhörer hier im Hohen Hause wissen nicht, wie das in der Praxis abgelaufen ist. (Abg. Dr. Petrovic – in Richtung des Abg. Ing. Westenthaler –: Wie Sie im Praterstadion waren! Wichtiges Fußballspiel!) Ich darf Sie daran erinnern, Herr Westenthaler, wie das Procedere bei einem §-27-Antrag ist. (Abg. Ing. Westenthaler: 1934!) Das bedeutet, die Kollegen der Regierungsparteien und jene der Opposition sitzen im Ausschuss, und letztere bekommen ein Papier vor die Nase geknallt – anders kann ich das nicht bezeichnen. Man hat kaum Zeit, die Überschrift zu lesen, schon heißt es: Abstimmung. Wer ist dafür, wer ist dagegen? Das ist Ihre Vorgangsweise im Parlament! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Parlament blockiert!
Und da kommen Sie hierher und beschweren sich über die Art und Weise, wie sich Frau Kollegin Haidlmayr, die sich seit 15 Jahren mit Zivildienstfragen beschäftigt, brüskiert fühlt und das entsprechend zum Ausdruck bringt!? (Abg. Ing. Westenthaler: Parlament blockiert!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Ellmauer.
Was alles verbirgt sich dahinter? – Das ist Ihrer Meinung nach eine Routineangelegenheit, wobei man einfach etwas vorlegt, und zack kommt es zur Abstimmung? Das ist dann die Mehrheit, nämlich jene von ÖVP und FPÖ. Dieses Zivildienstgesetz ist eine Routineangelegenheit? – Ganz abgesehen davon, dass Sie durch den Abzug von Zivildienern eine ganze Reihe von gemeinnützigen Organisationen vor essentielle, existenzielle Probleme stellen, ruinieren Sie die Lebensplanung von tausenden jungen Männern. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Ellmauer. )
Zwischenruf der Abg. Rosemarie Bauer. – Ruf bei den Freiheitlichen: Machen Sie einen Vorschlag!
Das ziehen Sie einfach durch. Und da erwarten Sie, dass wir das kommentarlos hinnehmen oder eben mit den bescheidenen, üblichen, routinemäßigen Redewendungen hier vom Rednerpult aus beklagen, dann wieder zu den Sitzreihen gehen und sagen: Die anderen haben halt die Mehrheit? (Zwischenruf der Abg. Rosemarie Bauer. – Ruf bei den Freiheitlichen: Machen Sie einen Vorschlag!) Für diese Art der Politik suchen Sie jetzt einen Schutzschild, der Löschnak heißt. Mein Gott, schämen Sie sich nicht? (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Trauen Sie sich nicht, das Zivildienstgesetz, das Sie jetzt vorschlagen, selber zu vertreten? Herr Löschnak ist seit einiger Zeit gar nicht mehr Abgeordneter. Inzwischen hat es andere Innenminister gegeben. Und Löschnak hat das zu verantworten? – Das ist so lächerlich, dass ich darauf überhaupt nicht mehr eingehen will. (Rufe bei der ÖVP: Schlögl! Schlögl!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Das ziehen Sie einfach durch. Und da erwarten Sie, dass wir das kommentarlos hinnehmen oder eben mit den bescheidenen, üblichen, routinemäßigen Redewendungen hier vom Rednerpult aus beklagen, dann wieder zu den Sitzreihen gehen und sagen: Die anderen haben halt die Mehrheit? (Zwischenruf der Abg. Rosemarie Bauer. – Ruf bei den Freiheitlichen: Machen Sie einen Vorschlag!) Für diese Art der Politik suchen Sie jetzt einen Schutzschild, der Löschnak heißt. Mein Gott, schämen Sie sich nicht? (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Trauen Sie sich nicht, das Zivildienstgesetz, das Sie jetzt vorschlagen, selber zu vertreten? Herr Löschnak ist seit einiger Zeit gar nicht mehr Abgeordneter. Inzwischen hat es andere Innenminister gegeben. Und Löschnak hat das zu verantworten? – Das ist so lächerlich, dass ich darauf überhaupt nicht mehr eingehen will. (Rufe bei der ÖVP: Schlögl! Schlögl!)
Rufe bei der ÖVP: Schlögl! Schlögl!
Das ziehen Sie einfach durch. Und da erwarten Sie, dass wir das kommentarlos hinnehmen oder eben mit den bescheidenen, üblichen, routinemäßigen Redewendungen hier vom Rednerpult aus beklagen, dann wieder zu den Sitzreihen gehen und sagen: Die anderen haben halt die Mehrheit? (Zwischenruf der Abg. Rosemarie Bauer. – Ruf bei den Freiheitlichen: Machen Sie einen Vorschlag!) Für diese Art der Politik suchen Sie jetzt einen Schutzschild, der Löschnak heißt. Mein Gott, schämen Sie sich nicht? (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Trauen Sie sich nicht, das Zivildienstgesetz, das Sie jetzt vorschlagen, selber zu vertreten? Herr Löschnak ist seit einiger Zeit gar nicht mehr Abgeordneter. Inzwischen hat es andere Innenminister gegeben. Und Löschnak hat das zu verantworten? – Das ist so lächerlich, dass ich darauf überhaupt nicht mehr eingehen will. (Rufe bei der ÖVP: Schlögl! Schlögl!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Schlögl. Na und? Schlögl sitzt da. Wenn er da wäre, säße er dort in der Bank der Opposition. Hinter dem Abgeordneten Schlögl verstecken Sie sich? Dass Sie sich nicht genieren! Sie machen den Vorschlag, nicht der Abgeordnete Schlögl! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Sie machen das! Sie von ÖVP und FPÖ! Sie streichen die Stellen im Zivildienst! Sie gefährden die Existenz vieler gemeinnütziger Organisationen! (Zwischenruf des Abg. Ellmauer. )
Zwischenruf des Abg. Ellmauer.
Schlögl. Na und? Schlögl sitzt da. Wenn er da wäre, säße er dort in der Bank der Opposition. Hinter dem Abgeordneten Schlögl verstecken Sie sich? Dass Sie sich nicht genieren! Sie machen den Vorschlag, nicht der Abgeordnete Schlögl! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Sie machen das! Sie von ÖVP und FPÖ! Sie streichen die Stellen im Zivildienst! Sie gefährden die Existenz vieler gemeinnütziger Organisationen! (Zwischenruf des Abg. Ellmauer. )
Abg. Dr. Khol: 17 000 Rückstand aus der Schlögl-Zeit! – Abg. Schieder: Das ist nicht wahr!
Die jungen Leute, die sich zum Zivildienst melden, haben keine Gewähr dafür, dass sie jetzt, wo sie beispielsweise mit der Lehre oder mit der Schule fertig sind oder sonst einen Lebensabschnitt beendet haben und gerne den Zivildienst ableisten würden, dies auch tun können. Das ist Ihnen Wurscht. Da steht nun der Michael oder der Peter oder sonst jemand, bewirbt sich um einen Job, und der zukünftige, potentielle Arbeitgeber fragt: Haben Sie schon den Zivildienst oder Präsenzdienst abgeleistet? Dieser junge Mann antwortet: Nein. Daraufhin sagt der Arbeitgeber: Macht ja nichts. Aber können Sie wenigstens sagen, wann es denn so weit sein wird? Der zukünftige Zivildiener entgegnet: Nein, das kann ich Ihnen leider nicht sagen. Der Einberufungstermin ist nicht sicher. – Es wird also eine Warteliste entstehen, nach der die Leute nach Belieben abgerufen werden können. (Abg. Dr. Khol: 17 000 Rückstand aus der Schlögl-Zeit! – Abg. Schieder: Das ist nicht wahr!)
Abg. Dr. Khol: Das wissen wir schon, dass Ihnen das Wurscht ist!
Es ist mir doch völlig Wurscht, was Herr Kollege Schlögl in der Vergangenheit irgendwann gemacht oder nicht gemacht hat. (Abg. Dr. Khol: Das wissen wir schon, dass Ihnen das Wurscht ist!) Die Grünen haben mit Herrn Minister Schlögl, als er Innenminister war, die größten Probleme gehabt. Das brauche ich hier wohl hoffentlich nicht in Erinnerung zu rufen. (Beifall bei den Grünen.) Aber dass es Ihnen, Herr Khol, und Ihnen allen anderen von ÖVP und FPÖ nicht zu peinlich ist, sich auf Schlögl auszureden, ist wirklich das Letzte! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Khol: Nein, ist uns nicht peinlich!)
Beifall bei den Grünen.
Es ist mir doch völlig Wurscht, was Herr Kollege Schlögl in der Vergangenheit irgendwann gemacht oder nicht gemacht hat. (Abg. Dr. Khol: Das wissen wir schon, dass Ihnen das Wurscht ist!) Die Grünen haben mit Herrn Minister Schlögl, als er Innenminister war, die größten Probleme gehabt. Das brauche ich hier wohl hoffentlich nicht in Erinnerung zu rufen. (Beifall bei den Grünen.) Aber dass es Ihnen, Herr Khol, und Ihnen allen anderen von ÖVP und FPÖ nicht zu peinlich ist, sich auf Schlögl auszureden, ist wirklich das Letzte! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Khol: Nein, ist uns nicht peinlich!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Khol: Nein, ist uns nicht peinlich!
Es ist mir doch völlig Wurscht, was Herr Kollege Schlögl in der Vergangenheit irgendwann gemacht oder nicht gemacht hat. (Abg. Dr. Khol: Das wissen wir schon, dass Ihnen das Wurscht ist!) Die Grünen haben mit Herrn Minister Schlögl, als er Innenminister war, die größten Probleme gehabt. Das brauche ich hier wohl hoffentlich nicht in Erinnerung zu rufen. (Beifall bei den Grünen.) Aber dass es Ihnen, Herr Khol, und Ihnen allen anderen von ÖVP und FPÖ nicht zu peinlich ist, sich auf Schlögl auszureden, ist wirklich das Letzte! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Khol: Nein, ist uns nicht peinlich!)
Abg. Dr. Khol: Gleich wie der Präsenzdiener!
Ich will gar nicht mehr weiter darauf eingehen, dass Sie quasi in einem Atemzug die Ziffer 12 oder die Ziffer 4 oder welche auch immer dieses unsäglichen Gesetzes ändern und gleichzeitig die Finanzierung und den Unterhalt der künftigen Zivildiener reduzieren – drastisch reduzieren. (Abg. Dr. Khol: Gleich wie der Präsenzdiener!) Die Idee dahinter ist doch ganz simpel. Das ist genau das, was wir von der rechtskonservativen Regierung aus ÖVP und FPÖ erwarten: Sie
Abg. Dr. Khol: Das ist keine Nacht- und Nebelaktion!
Herr Khol! Noch einmal: Von einer rechtskonservativen Regierung erwarte ich genau das. Das ist ja nicht illegitim. Sie haben Ihre politischen Absichten. Diese werden in dieser Gesetzesnovelle dokumentiert. Wir haben andere politische Ansichten, die genauso legitim sind. Was aber illegitim ist, ist, das in einer Nacht- und Nebelaktion durchzuziehen. (Abg. Dr. Khol: Das ist keine Nacht- und Nebelaktion!) Fünf Minuten Zeit im Ausschuss, Diskussionsverweigerung, Minister Strasser soll nicht beigezogen werden und so weiter. Das ist illegitim! (Abg. Dr. Khol: "Herbeigeschafft"? – Zwischenruf des Abg. Haigermoser. ) – Herbeigerufen, herbeigebeten. Es gibt eine geschäftsordnungsgemäße Vorschrift für dieses Verfahren. (Abg. Dr. Khol: Aber nicht "herbeigeschafft"!) – Mein Gott, Herr Khol! Die Semantik ist jetzt Ihre letzte Verteidigungsmöglichkeit. (Beifall bei den Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Haigermoser. )
Abg. Dr. Khol: "Herbeigeschafft"? – Zwischenruf des Abg. Haigermoser.
Herr Khol! Noch einmal: Von einer rechtskonservativen Regierung erwarte ich genau das. Das ist ja nicht illegitim. Sie haben Ihre politischen Absichten. Diese werden in dieser Gesetzesnovelle dokumentiert. Wir haben andere politische Ansichten, die genauso legitim sind. Was aber illegitim ist, ist, das in einer Nacht- und Nebelaktion durchzuziehen. (Abg. Dr. Khol: Das ist keine Nacht- und Nebelaktion!) Fünf Minuten Zeit im Ausschuss, Diskussionsverweigerung, Minister Strasser soll nicht beigezogen werden und so weiter. Das ist illegitim! (Abg. Dr. Khol: "Herbeigeschafft"? – Zwischenruf des Abg. Haigermoser. ) – Herbeigerufen, herbeigebeten. Es gibt eine geschäftsordnungsgemäße Vorschrift für dieses Verfahren. (Abg. Dr. Khol: Aber nicht "herbeigeschafft"!) – Mein Gott, Herr Khol! Die Semantik ist jetzt Ihre letzte Verteidigungsmöglichkeit. (Beifall bei den Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Haigermoser. )
Abg. Dr. Khol: Aber nicht "herbeigeschafft"!
Herr Khol! Noch einmal: Von einer rechtskonservativen Regierung erwarte ich genau das. Das ist ja nicht illegitim. Sie haben Ihre politischen Absichten. Diese werden in dieser Gesetzesnovelle dokumentiert. Wir haben andere politische Ansichten, die genauso legitim sind. Was aber illegitim ist, ist, das in einer Nacht- und Nebelaktion durchzuziehen. (Abg. Dr. Khol: Das ist keine Nacht- und Nebelaktion!) Fünf Minuten Zeit im Ausschuss, Diskussionsverweigerung, Minister Strasser soll nicht beigezogen werden und so weiter. Das ist illegitim! (Abg. Dr. Khol: "Herbeigeschafft"? – Zwischenruf des Abg. Haigermoser. ) – Herbeigerufen, herbeigebeten. Es gibt eine geschäftsordnungsgemäße Vorschrift für dieses Verfahren. (Abg. Dr. Khol: Aber nicht "herbeigeschafft"!) – Mein Gott, Herr Khol! Die Semantik ist jetzt Ihre letzte Verteidigungsmöglichkeit. (Beifall bei den Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Haigermoser. )
Beifall bei den Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Haigermoser.
Herr Khol! Noch einmal: Von einer rechtskonservativen Regierung erwarte ich genau das. Das ist ja nicht illegitim. Sie haben Ihre politischen Absichten. Diese werden in dieser Gesetzesnovelle dokumentiert. Wir haben andere politische Ansichten, die genauso legitim sind. Was aber illegitim ist, ist, das in einer Nacht- und Nebelaktion durchzuziehen. (Abg. Dr. Khol: Das ist keine Nacht- und Nebelaktion!) Fünf Minuten Zeit im Ausschuss, Diskussionsverweigerung, Minister Strasser soll nicht beigezogen werden und so weiter. Das ist illegitim! (Abg. Dr. Khol: "Herbeigeschafft"? – Zwischenruf des Abg. Haigermoser. ) – Herbeigerufen, herbeigebeten. Es gibt eine geschäftsordnungsgemäße Vorschrift für dieses Verfahren. (Abg. Dr. Khol: Aber nicht "herbeigeschafft"!) – Mein Gott, Herr Khol! Die Semantik ist jetzt Ihre letzte Verteidigungsmöglichkeit. (Beifall bei den Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Haigermoser. )
Abg. Ing. Westenthaler: " Herbeigeschafft"! – Zwischenruf des Abg. Edlinger
Bei solch einer Geschichte, die keine Routineangelegenheit ist – hier geht es nicht darum, ob dem Parlament ein zusätzlicher Mitarbeiter beschafft, berufen oder nicht genehmigt wird; da sage ich okay (Abg. Ing. Westenthaler: " Herbeigeschafft"! – Zwischenruf des Abg. Edlinger ), die Minderheit muss akzeptieren, dass die Mehrheit einmal drüberfährt –, in solch einer wichtigen Angelegenheit drüberzufahren, das ist illegitim! Wenn hier jemand den Parlamentarismus beschädigt, dann sind Sie es, und zwar die Fraktionen von ÖVP und FPÖ, was in dieser Sache bewiesen wurde. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Haigermoser: Das ist die typische Haltung und sind die Methoden Ihrerseits!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Haigermoser: Das ist die typische Haltung und sind die Methoden Ihrerseits!
Bei solch einer Geschichte, die keine Routineangelegenheit ist – hier geht es nicht darum, ob dem Parlament ein zusätzlicher Mitarbeiter beschafft, berufen oder nicht genehmigt wird; da sage ich okay (Abg. Ing. Westenthaler: " Herbeigeschafft"! – Zwischenruf des Abg. Edlinger ), die Minderheit muss akzeptieren, dass die Mehrheit einmal drüberfährt –, in solch einer wichtigen Angelegenheit drüberzufahren, das ist illegitim! Wenn hier jemand den Parlamentarismus beschädigt, dann sind Sie es, und zwar die Fraktionen von ÖVP und FPÖ, was in dieser Sache bewiesen wurde. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Haigermoser: Das ist die typische Haltung und sind die Methoden Ihrerseits!)
Abg. Dr. Van der Bellen: Sie wissen ganz genau, wie das läuft!
Zum Ersten: Sie haben auf den §-27-Antrag nach der Geschäftsordnung Bezug genommen. Sehr geehrter Herr Professor Van der Bellen! Es wäre Ihnen die Möglichkeit offen gestanden, im Beisein des zuständigen Ministers hundert Fragen zu stellen, wenn Sie gewollt hätten. (Abg. Dr. Van der Bellen: Sie wissen ganz genau, wie das läuft!) Sie hätten durchaus diesen §-27-Antrag durchdiskutieren können – von oben nach unten und von unten nach oben. Das ist bitte nicht geschehen!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Haigermoser: Aber wie! Höhnisch!
Ich möchte auch noch etwas Zweites sagen. Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ohne Zweifel gestehe ich zu, dass bei Frau Kollegin Haidlmayr eine besondere Betroffenheit besteht, aber trotzdem stelle ich fest, dass die Besetzung des Rednerpultes durch die Geschäftsordnung nicht gedeckt ist. Meine sehr geehrten Damen und Herren von den Grünen! Ich sage Ihnen noch etwas. Bei Frau Kollegin Haidlmayr habe ich die Betroffenheit sehr wohl erkennen können, nicht aber bei Ihren Gebärden. Sie sind hier gestanden und haben sich ein Gaudium aus der Situation gemacht. Sie haben gelacht, Herr Professor Van der Bellen, Sie haben gelacht! Das war nicht der nötige Ernst, der in dieser Situation geboten gewesen wäre. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Haigermoser: Aber wie! Höhnisch!) Wenn Sie nur diesen gebotenen Ernst hätten zutage treten lassen! Alle, die diese Situation im Fernsehen mitverfolgt haben, konnten sich davon überzeugen, dass für Sie nicht der Ernst der Lage gegeben war, sondern das war reiner Aktionismus. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Gradwohl. )
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Gradwohl.
Ich möchte auch noch etwas Zweites sagen. Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ohne Zweifel gestehe ich zu, dass bei Frau Kollegin Haidlmayr eine besondere Betroffenheit besteht, aber trotzdem stelle ich fest, dass die Besetzung des Rednerpultes durch die Geschäftsordnung nicht gedeckt ist. Meine sehr geehrten Damen und Herren von den Grünen! Ich sage Ihnen noch etwas. Bei Frau Kollegin Haidlmayr habe ich die Betroffenheit sehr wohl erkennen können, nicht aber bei Ihren Gebärden. Sie sind hier gestanden und haben sich ein Gaudium aus der Situation gemacht. Sie haben gelacht, Herr Professor Van der Bellen, Sie haben gelacht! Das war nicht der nötige Ernst, der in dieser Situation geboten gewesen wäre. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Haigermoser: Aber wie! Höhnisch!) Wenn Sie nur diesen gebotenen Ernst hätten zutage treten lassen! Alle, die diese Situation im Fernsehen mitverfolgt haben, konnten sich davon überzeugen, dass für Sie nicht der Ernst der Lage gegeben war, sondern das war reiner Aktionismus. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Gradwohl. )
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Khol: Mit der Miene des Biedermanns!
Ich könnte im Umkehrschluss sagen: Sie haben Ihre Kollegin Haidlmayr missbraucht! (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Khol: Mit der Miene des Biedermanns!)
Abg. Parnigoni: Mit Staatssekretär Stummvoll!
Eine nächste Frage: Wissen Sie, was es bedeutet, wenn der Schuldenberg von 1 650 Milliarden Schilling innerhalb desselben Zeitraumes, in dem er angehäuft wurde, wieder abgetragen wird? – Ich rede davon, dass man der Generation, die jetzt um die 20 Jahre alt ist, zumutet, diesen Schuldenberg wieder abzutragen. Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wenn diese Generation 30 Jahre lang daran arbeitet, dann muss sie Jahr für Jahr 55 Milliarden Schilling durch ihrer Hände Arbeit aufbringen, um diesen Schuldenberg, der in 30 Jahren SPÖ-Finanzministeriumsverwaltung angehäuft wurde, wieder abzutragen. (Abg. Parnigoni: Mit Staatssekretär Stummvoll!) Ist das sozial, meine sehr geehrten Damen und Herren? – Herr Kollege Parnigoni! Im Jahre 1995 mussten wir die Regierung verlassen, um den Kurs nachdrücklich wieder einmal zu korrigieren; ohne das wäre es nicht gegangen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Eine nächste Frage: Wissen Sie, was es bedeutet, wenn der Schuldenberg von 1 650 Milliarden Schilling innerhalb desselben Zeitraumes, in dem er angehäuft wurde, wieder abgetragen wird? – Ich rede davon, dass man der Generation, die jetzt um die 20 Jahre alt ist, zumutet, diesen Schuldenberg wieder abzutragen. Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wenn diese Generation 30 Jahre lang daran arbeitet, dann muss sie Jahr für Jahr 55 Milliarden Schilling durch ihrer Hände Arbeit aufbringen, um diesen Schuldenberg, der in 30 Jahren SPÖ-Finanzministeriumsverwaltung angehäuft wurde, wieder abzutragen. (Abg. Parnigoni: Mit Staatssekretär Stummvoll!) Ist das sozial, meine sehr geehrten Damen und Herren? – Herr Kollege Parnigoni! Im Jahre 1995 mussten wir die Regierung verlassen, um den Kurs nachdrücklich wieder einmal zu korrigieren; ohne das wäre es nicht gegangen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Unglaublich!
Sie haben die Bevölkerung immer wieder glauben gemacht, da gäbe es irgendjemanden, der eine wunderbare Geldvermehrung herbeiführen könnte. (Abg. Öllinger: Unglaublich!) Meine sehr geehrten Damen und Herren! Diese wunderbare Geldvermehrung haben wir bei den Schulden erlebt. Ich sage Ihnen: Man könnte erschüttert sein ob der Fakten und Daten, die vorgegeben sind. (Abg. Öllinger: Seit wann sind Sie in der Regierung?) Aber ich sage Ihnen auch etwas, Herr Kollege Öllinger. (Abg. Öllinger: Seit wann ist Ihre Partei in der Regierung?) Seit wann sind wir in der Regierung? – Seit 1986, und wir haben einige Male ganz wesentlich dazu beigetragen, diesen Kurs der Sozialisten abzufangen und zu korrigieren. Sogar eine Neuwahl haben wir gewagt. Das ist uns nicht gut bekommen. Die Bevölkerung lässt sich heute wieder genauso von den Sozialisten einlullen. Die Bevölkerung meint heute genauso wie damals, es könnte ohne gravierende Änderungen für die Zukunft so dahingewirtschaftet werden.
Abg. Öllinger: Seit wann sind Sie in der Regierung?
Sie haben die Bevölkerung immer wieder glauben gemacht, da gäbe es irgendjemanden, der eine wunderbare Geldvermehrung herbeiführen könnte. (Abg. Öllinger: Unglaublich!) Meine sehr geehrten Damen und Herren! Diese wunderbare Geldvermehrung haben wir bei den Schulden erlebt. Ich sage Ihnen: Man könnte erschüttert sein ob der Fakten und Daten, die vorgegeben sind. (Abg. Öllinger: Seit wann sind Sie in der Regierung?) Aber ich sage Ihnen auch etwas, Herr Kollege Öllinger. (Abg. Öllinger: Seit wann ist Ihre Partei in der Regierung?) Seit wann sind wir in der Regierung? – Seit 1986, und wir haben einige Male ganz wesentlich dazu beigetragen, diesen Kurs der Sozialisten abzufangen und zu korrigieren. Sogar eine Neuwahl haben wir gewagt. Das ist uns nicht gut bekommen. Die Bevölkerung lässt sich heute wieder genauso von den Sozialisten einlullen. Die Bevölkerung meint heute genauso wie damals, es könnte ohne gravierende Änderungen für die Zukunft so dahingewirtschaftet werden.
Abg. Öllinger: Seit wann ist Ihre Partei in der Regierung?
Sie haben die Bevölkerung immer wieder glauben gemacht, da gäbe es irgendjemanden, der eine wunderbare Geldvermehrung herbeiführen könnte. (Abg. Öllinger: Unglaublich!) Meine sehr geehrten Damen und Herren! Diese wunderbare Geldvermehrung haben wir bei den Schulden erlebt. Ich sage Ihnen: Man könnte erschüttert sein ob der Fakten und Daten, die vorgegeben sind. (Abg. Öllinger: Seit wann sind Sie in der Regierung?) Aber ich sage Ihnen auch etwas, Herr Kollege Öllinger. (Abg. Öllinger: Seit wann ist Ihre Partei in der Regierung?) Seit wann sind wir in der Regierung? – Seit 1986, und wir haben einige Male ganz wesentlich dazu beigetragen, diesen Kurs der Sozialisten abzufangen und zu korrigieren. Sogar eine Neuwahl haben wir gewagt. Das ist uns nicht gut bekommen. Die Bevölkerung lässt sich heute wieder genauso von den Sozialisten einlullen. Die Bevölkerung meint heute genauso wie damals, es könnte ohne gravierende Änderungen für die Zukunft so dahingewirtschaftet werden.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das wäre möglich, wenn dieser Schuldenberg nicht da wäre. Können Sie sich vorstellen, was man mit 98,5 Milliarden Schilling tun könnte? – Wir bräuchten heute im Großen und Ganzen hier nicht über Dinge zu reden, die uns selbst Schmerzen bereiten, aber wir sind dazu gezwungen, weil wir für unsere Jugend, für unsere Bevölkerung und für unser Österreich die Zukunft sichern wollen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Richtig ist vielmehr – und ich gehe davon aus, er meint die Grundvergütung der Zivildiener –, dass diese Grundvergütung gleich ist und nach Auskunft des Innenministeriums ab 1. Juni auf 3 648 S erhöht wird. So viel zur Wahrheit. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Mühlbachler: Das habe ich nicht gesagt!
Abgeordneter Kurt Eder (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Herren Bundesminister! Werter Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich meine, die Rede des Herrn Kollegen Mühlbachler kann eigentlich nur eine sehr ernste Warnung für die Freiheitliche Partei sein, und zwar deshalb, weil ich den Eindruck habe, dass hier Tatsachen völlig verdrängt werden, ein völliger Realitätsverlust entsteht, nämlich dann, wenn Herr Kollege Mühlbachler meint, dass die politische und die finanzielle Situation, die heute herrscht, allein der Sozialdemokratischen Partei zuzuschreiben sei. (Abg. Mag. Mühlbachler: Das habe ich nicht gesagt!) Ich darf Sie darauf aufmerksam machen, Herr Kollege Mühlbachler, Sie haben Recht: Seit 1986 sind auch Sie hier im Parlament vertreten, wenn ich mich richtig erinnere. Wir sind beide schon sehr lange im Parlament. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass Sie persönlich einem Budget, das wir gemeinsam verhandelt haben, nicht zugestimmt hätten. (Abg. Mag. Mühlbachler: ... ist etwas anderes als der Vollzug!) Sie haben allen Dingen persönlich hier im Hause zugestimmt.
Abg. Mag. Mühlbachler: ... ist etwas anderes als der Vollzug!
Abgeordneter Kurt Eder (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Herren Bundesminister! Werter Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich meine, die Rede des Herrn Kollegen Mühlbachler kann eigentlich nur eine sehr ernste Warnung für die Freiheitliche Partei sein, und zwar deshalb, weil ich den Eindruck habe, dass hier Tatsachen völlig verdrängt werden, ein völliger Realitätsverlust entsteht, nämlich dann, wenn Herr Kollege Mühlbachler meint, dass die politische und die finanzielle Situation, die heute herrscht, allein der Sozialdemokratischen Partei zuzuschreiben sei. (Abg. Mag. Mühlbachler: Das habe ich nicht gesagt!) Ich darf Sie darauf aufmerksam machen, Herr Kollege Mühlbachler, Sie haben Recht: Seit 1986 sind auch Sie hier im Parlament vertreten, wenn ich mich richtig erinnere. Wir sind beide schon sehr lange im Parlament. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass Sie persönlich einem Budget, das wir gemeinsam verhandelt haben, nicht zugestimmt hätten. (Abg. Mag. Mühlbachler: ... ist etwas anderes als der Vollzug!) Sie haben allen Dingen persönlich hier im Hause zugestimmt.
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Kollege Mühlbachler hat gemeint, Herr Professor Van der Bellen hätte in irgendeinem Zusammenhang gelacht und das sei nicht ernst zu nehmen, was wir vorhin diskutiert haben. Herr Kollege Mühlbachler! Das, was wir vorhin diskutiert haben, ist sehr wohl ernst zu nehmen. Aber ich kann Sie beruhigen. Ich schaue oft in Richtung ÖVP. Wissen Sie, wie oft Herr Kollege Khol lacht? Er lacht vor allem dann, wenn Hunderttausende Österreicherinnen und Österreicher durch diese Budgetbegleitgesetze, die wir nun diskutieren, unnötig hoch – möchte ich behaupten – belastet werden. Dann lacht Ihr Klubobmann! Auch das sollten Sie zur Kenntnis nehmen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Khol: Gute Rede!
Gemeinsam, Herr Kollege Khol! Wörtlich sagen Sie: "Wir haben die Wahlen herbeigeführt, das Volk hat entschieden, und wir haben einen neuen Budgetkurs eingeschlagen. 1996 ist das Defizit auf 3,8 Prozent gesunken, 1997" – immer noch Ihre Rede, Herr Kollege Khol (Abg. Dr. Khol: Gute Rede!) – "und 1998 auf 2,5 Prozent. Das ist eine gute Leistung. Ich danke der Regierung und dem Finanzminister." – Der Finanzminister hieß Edlinger.
Abg. Dr. Khol: Mit den Krankenkassen ist es in Monaten gewesen! Monaten!
Beim Budget ist es ja nicht so, dass es sich von einem Jahr auf das andere total verändert, das ist schon kontinuierlicher. (Abg. Dr. Khol: Mit den Krankenkassen ist es in Monaten gewesen! Monaten!)
Zwischenruf der Abg. Rosemarie Bauer.
Weiters, Kollege Khol, kommt ein Jahr später wieder Dank an Edlinger – auch noch im Jahr 1999! (Zwischenruf der Abg. Rosemarie Bauer. ) Ich darf weiter zitieren, was Sie gesagt haben, und zwar dass das Geplänkel um das Budget vorbei ist.
Abg. Dr. Khol: Eingehalten hat er es nicht! 20 Milliarden Ausgaben!
"Gott sei Dank, jetzt haben wir ein Budget, das planmäßig und frühzeitig diesem Haus zugeleitet wird und das ein ausgezeichnetes Budget ist." (Abg. Dr. Khol: Eingehalten hat er es nicht! 20 Milliarden Ausgaben!) – Ich habe dem nichts hinzuzufügen, was Sie hier gesagt haben.
Abg. Dr. Khol: Ja, das ist lange her!
Dieses Budget 1999 – so lange ist das noch nicht her, Herr Khol; ist das schon sehr lange her? 1999? (Abg. Dr. Khol: Ja, das ist lange her!) Ein paar Wochen ist das her – ist ein Signal der Stabilität und Kontinuität. – Das hat Ihr Experte gesagt.
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Wenn ich diese Aussagen, die damals gemacht wurden, den Aussagen, die wir heute zu hören bekommen, gegenüberstelle, dann verstehe ich die Welt nicht ganz. Entweder haben sich diese beiden Herren, die ich eben zitiert habe, mit ihren eigenen Aussagen damals entweder nicht wirklich inhaltlich auseinander gesetzt, oder sie wissen nicht, was sie heute hier laufend erklären. Beides gleichzeitig zu sagen zeugt meines Erachtens von Realitätsverlust, den sich diese beiden Herren eigentlich nicht verdient haben, denn ich habe sie immer als sehr realitätsnahe eingeschätzt, aber die heutigen Aussagen – es tut mir Leid, das zu sagen – sind ein bisschen realitätsfern. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Das kommt alles!
Ich denke in diesem Zusammenhang an ein Wahlplakat der Freiheitlichen Partei. Groß plakatiert: Mieten senken. Darunter gleich: Strompreis senken. Darunter: Kinderbetreuungsscheck. (Abg. Ing. Westenthaler: Das kommt alles!) Über die Mieten haben wir uns gestern schon unterhalten, da wurde noch keine Einzige gesenkt, sondern eher erhöht. (Abg. Mag. Firlinger: Warten Sie es doch einmal ab! Tun Sie nicht vorverurteilen!) Wir werden uns das noch anschauen, ich bin ja nicht bösartig, aber warten wir ein wenig ab.
Abg. Mag. Firlinger: Warten Sie es doch einmal ab! Tun Sie nicht vorverurteilen!
Ich denke in diesem Zusammenhang an ein Wahlplakat der Freiheitlichen Partei. Groß plakatiert: Mieten senken. Darunter gleich: Strompreis senken. Darunter: Kinderbetreuungsscheck. (Abg. Ing. Westenthaler: Das kommt alles!) Über die Mieten haben wir uns gestern schon unterhalten, da wurde noch keine Einzige gesenkt, sondern eher erhöht. (Abg. Mag. Firlinger: Warten Sie es doch einmal ab! Tun Sie nicht vorverurteilen!) Wir werden uns das noch anschauen, ich bin ja nicht bösartig, aber warten wir ein wenig ab.
Abg. Mag. Firlinger: Und gleichzeitig bringen wir die Strompreisliberalisierung! ...
Herr Kollege Firlinger! Sie beschließen heute eine Erhöhung der Stromabgabe um 10,60 Groschen pro Kilowattstunde. Das bedeutet heuer Mehreinnahmen für den Herrn Finanzminister in der Höhe von 2,1 Milliarden Schilling und im Jahre 2001 von 4 Milliarden Schilling. Das ist keine Senkung. (Abg. Mag. Firlinger: Und gleichzeitig bringen wir die Strompreisliberalisierung! ...)
Beifall bei der SPÖ.
Für die Strompreisliberalisierung können Sie überhaupt nichts, die geht von der Europäischen Union aus, aus der Ihr Parteichef gerade wieder austreten will. Schmücken Sie sich nicht mit fremden Federn! Sie verteuern trotz Strompreisliberalisierung den Strompreis. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Zu welchen Zinsen?
Kommen wir jedoch zum nächsten Punkt, nämlich zur Mietensenkung, wie Sie das so schön plakatiert haben. Wir haben gestern darüber diskutiert, was die mietrechtliche Seite anbelangt. Ich möchte heute darüber diskutieren, was die Abgabenseite anbelangt. Sie haben beim Wohnen Folgendes vor: Ihre Pläne treffen genau diejenigen, die Sie vertreten oder vorgeben zu vertreten, nämlich die kleinen, braven, anständigen, fleißigen Österreicher, zum Beispiel die Bausparer. Diese sparen sechs Jahre lang ihr sauer verdientes Geld, und dann, wenn sie endlich einen Kredit von der Bausparkasse bekommen, um ihr Häuschen zu bauen oder eine Eigentumswohnung zu kaufen (Abg. Ing. Westenthaler: Zu welchen Zinsen?) , meine sehr geehrten Damen und Herren, kommt ab nun ein neuer Mechanismus zum Tragen, den es bisher im geförderten Wohnbau nicht gegeben hat, nämlich Folgendes:
Abg. Dolinschek: Sie erhöhen die Mitgliedsbeiträge ...!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sie verlangen für die Ausstellung eines Reisepasses statt 490 S nunmehr 950 S, was zur Folge hat, dass zum Beispiel im Polizeikommissariat meines Bezirkes Hunderte Leute, alte Leute angestellt sind, um noch einen Reisepass zum billigeren Tarif zu bekommen. Es ist nämlich ein wesentlicher Unterschied, ob ein Pensionist mit einem Einkommen von vielleicht 10 000 S nun für einen Reisepass 950 S – also fast das Doppelte – zahlen muss oder ob das Herr Kollege Westenthaler, Herr Kollege Prinzhorn, ich oder wer auch immer zahlen müssen. Wir sind hier gegen Tariferhöhungen. Damit treffen Sie in der Umverteilung einfach die Falschen. (Abg. Dolinschek: Sie erhöhen die Mitgliedsbeiträge ...!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Um wie viel erhöhen Sie den Mitgliedsbeitrag der SPÖ?
Oder: Für einen Personalausweis wird man statt 320 S, Herr Kollege, 780 S zahlen. Einen Personalausweis muss aber jeder Österreicher besitzen, um sich gegenüber der Polizei ausweisen zu können. Das sind Belastungen, die ganz einfach ein Wahnsinn sind. Da fahren Sie aber locker drüber. Sie alle werden heute bei der Abstimmung brav aufstehen, haben aber noch vor vier, fünf Monaten genau das Gegenteil erzählt. Sie haben uns dauernd in die Schuhe geschoben, wir würden die Bevölkerung belasten. Das tun Sie aber in einem ungleich höheren Maße, als wir es je gewagt hätten, die Bevölkerung auch nur von der budgetären Seite her zu belasten. Sie belasten die Leute im Vorbeigehen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Um wie viel erhöhen Sie den Mitgliedsbeitrag der SPÖ?)
Abg. Ing. Westenthaler: Danke!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Was Sie hier machen, ist wirklich eine Ausplünderung der Bevölkerung, und zwar der einkommensschwachen Schichten der Bevölkerung. Sie geben vor, diese zu schützen, deren Anwälte zu sein. Das mögen Sie vielleicht vor einigen Jahren verbal – verbal sind Sie sehr gut (Abg. Ing. Westenthaler: Danke!) – gewesen sein, aber heute machen Sie genau das Gegenteil von dem, was Sie damals gesagt haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Was Sie hier machen, ist wirklich eine Ausplünderung der Bevölkerung, und zwar der einkommensschwachen Schichten der Bevölkerung. Sie geben vor, diese zu schützen, deren Anwälte zu sein. Das mögen Sie vielleicht vor einigen Jahren verbal – verbal sind Sie sehr gut (Abg. Ing. Westenthaler: Danke!) – gewesen sein, aber heute machen Sie genau das Gegenteil von dem, was Sie damals gesagt haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Firlinger: ... Ihr Finanzminister verursacht hat!
Meine Damen und Herren! Bei den Österreichischen Bundesbahnen zum Beispiel wollen Sie 9 Milliarden Schilling in den nächsten drei Jahren einsparen. (Abg. Mag. Firlinger: ... Ihr Finanzminister verursacht hat!) Herr Firlinger! Sie geben immer vor, ein Wirtschaftsakrobat zu sein. Aber was bedeuten 9 Milliarden Schilling an Einsparungen bei den Bundesbahnen in den nächsten drei Jahren? Das ist in Ihrem Programm festgeschrieben. Das bedeutet weniger Investitionen, pro Jahr 1 400 Arbeitsplätze weniger. Also in den nächsten drei Jahren sind das allein aus diesem Titel bereits 4 200 Beschäftigte weniger.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Das glaube ich nicht!
Das ist Ihre Politik! Sie geben aber vor, für den kleinen, anständigen, braven Österreicher da zu sein. Das können Sie in Zukunft vergessen, das können Sie sich abschminken! Herr Gaugg kann hier noch so oft versuchen, große Reden zu halten, jetzt laufen der Freiheitlichen Partei die Wähler davon. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Das glaube ich nicht!)
Abg. Ing. Westenthaler: Herr Kollege Eder! Um wie viel haben Sie die Mitgliedsbeiträge der SPÖ erhöht? – Zwischenrufe bei Abgeordneten der SPÖ.
Präsident Dr. Werner Fasslabend: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Mag. Schender. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: Herr Kollege Eder! Um wie viel haben Sie die Mitgliedsbeiträge der SPÖ erhöht? – Zwischenrufe bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Wittmann: Und die Reichen werden reicher, die Armen werden ärmer!
Meine Damen und Herren! Diese Budgetmisere – da können Sie sich noch so winden und einen Eiertanz aufführen – wurde von der SPÖ während der 30 Jahre langen Tätigkeit von SPÖ-Finanzministern geschaffen. 1 700 Milliarden Schilling Staatsschulden hat diese Republik, 109 Milliarden Schilling beträgt das Budgetloch! Daher ist es einfach notwendig, dass wieder der richtige Kurs eingeschlagen wird und entsprechende Budgetmaßnahmen gesetzt werden. (Abg. Dr. Wittmann: Und die Reichen werden reicher, die Armen werden ärmer!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Der größte Affront ist ja eigentlich, dass Herr Finanzminister außer Dienst, Rudolf Edlinger, heute früh an dieses Rednerpult getreten ist und taxfrei und in Bausch und Bogen über dieses Budget und dieses Budgetbegleitgesetz gedonnert hat, obwohl gerade dieser Herr Edlinger als Finanzminister der letzten Jahre hauptverantwortlich für diesen jetzt notwendigen Sanierungskurs ist. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Oberhaidinger: Haben Sie sich das eigene Budget schon einmal angeschaut? Das ist genau nach diesem Prinzip aufgebaut!
Wunderbar, kann ich nur sagen. So einfach geht das: ein paar Milliarden da, ein paar Milliarden dort und – schwupp! – alles ist bestens, der Staatshaushalt ist saniert. Wunderbar, meine Damen und Herren! (Abg. Oberhaidinger: Haben Sie sich das eigene Budget schon einmal angeschaut? Das ist genau nach diesem Prinzip aufgebaut!) Eben diese Denkweise, diese Vorgangsweise, diese Zahlenjongliererei führte zu jenem Ergebnis, das wir heute hier zu verantworten haben, nämlich 1 700 Milliarden Schilling Schulden. Das ist eine Tatsache! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wunderbar, kann ich nur sagen. So einfach geht das: ein paar Milliarden da, ein paar Milliarden dort und – schwupp! – alles ist bestens, der Staatshaushalt ist saniert. Wunderbar, meine Damen und Herren! (Abg. Oberhaidinger: Haben Sie sich das eigene Budget schon einmal angeschaut? Das ist genau nach diesem Prinzip aufgebaut!) Eben diese Denkweise, diese Vorgangsweise, diese Zahlenjongliererei führte zu jenem Ergebnis, das wir heute hier zu verantworten haben, nämlich 1 700 Milliarden Schilling Schulden. Das ist eine Tatsache! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Reitsamer: Mein Gott!
Aber man kann ja auch anhand anderer Beispiele aufzeigen, wie es denn mit der sozialistischen Fähigkeit zum Wirtschaften und Ihrem Verhältnis zum Geld in der Wirklichkeit ausschaut. (Abg. Reitsamer: Mein Gott!) Die "Konsum"-Pleite zum Beispiel haben Sie sehr schnell vergessen, das wissen wir ja alle. Aber mit jenen 400 Millionen Schilling Parteischulden und dem Chaos, das Sie jetzt in allen Bereichen haben, werden Sie leben müssen, und das werden Sie sanieren müssen. (Abg. Oberhaidinger: Ich würde einmal vor Ihrer eigenen Tür kehren!)
Abg. Oberhaidinger: Ich würde einmal vor Ihrer eigenen Tür kehren!
Aber man kann ja auch anhand anderer Beispiele aufzeigen, wie es denn mit der sozialistischen Fähigkeit zum Wirtschaften und Ihrem Verhältnis zum Geld in der Wirklichkeit ausschaut. (Abg. Reitsamer: Mein Gott!) Die "Konsum"-Pleite zum Beispiel haben Sie sehr schnell vergessen, das wissen wir ja alle. Aber mit jenen 400 Millionen Schilling Parteischulden und dem Chaos, das Sie jetzt in allen Bereichen haben, werden Sie leben müssen, und das werden Sie sanieren müssen. (Abg. Oberhaidinger: Ich würde einmal vor Ihrer eigenen Tür kehren!)
Abg. Parnigoni: Rosenstingl war Ihr Kassier!
Und nun schicken Sie Schnorrbriefe an Ihre Mitglieder! Das ist ja ein Wahnsinn! Hier wird der kleine Mann zur Kasse gebeten (Abg. Parnigoni: Rosenstingl war Ihr Kassier!), Ihre einfachen Parteimitglieder! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Rufe bei der SPÖ: Rosenstingl!) Der Bürgermeister von Wien, Herr Häupl, hat ja ebenfalls einen treffenden Vorschlag gemacht: Jedes Mitglied solle doch 750 S spenden, dann wäre die SPÖ saniert. – Ich hoffe, er hat die Austritte einkalkuliert, die Sie durch diese Schnorrbriefe erhalten werden. (Neuerlicher Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Rufe bei der SPÖ: Rosenstingl!
Und nun schicken Sie Schnorrbriefe an Ihre Mitglieder! Das ist ja ein Wahnsinn! Hier wird der kleine Mann zur Kasse gebeten (Abg. Parnigoni: Rosenstingl war Ihr Kassier!), Ihre einfachen Parteimitglieder! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Rufe bei der SPÖ: Rosenstingl!) Der Bürgermeister von Wien, Herr Häupl, hat ja ebenfalls einen treffenden Vorschlag gemacht: Jedes Mitglied solle doch 750 S spenden, dann wäre die SPÖ saniert. – Ich hoffe, er hat die Austritte einkalkuliert, die Sie durch diese Schnorrbriefe erhalten werden. (Neuerlicher Beifall bei den Freiheitlichen.)
Neuerlicher Beifall bei den Freiheitlichen.
Und nun schicken Sie Schnorrbriefe an Ihre Mitglieder! Das ist ja ein Wahnsinn! Hier wird der kleine Mann zur Kasse gebeten (Abg. Parnigoni: Rosenstingl war Ihr Kassier!), Ihre einfachen Parteimitglieder! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Rufe bei der SPÖ: Rosenstingl!) Der Bürgermeister von Wien, Herr Häupl, hat ja ebenfalls einen treffenden Vorschlag gemacht: Jedes Mitglied solle doch 750 S spenden, dann wäre die SPÖ saniert. – Ich hoffe, er hat die Austritte einkalkuliert, die Sie durch diese Schnorrbriefe erhalten werden. (Neuerlicher Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen sowie der Abg. Dr. Fekter. – Zwischenruf des Abg. Oberhaidinger.
Die österreichische Bevölkerung wird erkennen, wem sie die Sanierungsmaßnahmen zu verdanken hat, nämlich Ihnen, der SPÖ und Ihren Finanzministern. Sie wird auch honorieren und anerkennen, wer den Staatshaushalt wieder in Ordnung gebracht hat, nämlich diese Regierung, bestehend aus FPÖ und ÖVP! (Beifall bei den Freiheitlichen sowie der Abg. Dr. Fekter. – Zwischenruf des Abg. Oberhaidinger. )
Abg. Dr. Martin Graf: Wie Recht Sie haben!
Der zweite Teil der Gebetsmühle lautet: Wir sichern die Zukunft für unsere Kinder! Wir bauen das Budgetdefizit ab, damit später unsere Nachfolgerinnen und Nachfolger keine Probleme mehr haben! (Abg. Dr. Martin Graf: Wie Recht Sie haben!)
Abg. Dr. Martin Graf: Das stört Sie?
An einem Punkt, nämlich am Verkehrsbereich, möchte ich aufzeigen, dass Sie genau und zielsicher die absolut falscheste aller möglichen Strategien gewählt haben. So wird beispielsweise bei der motorbezogenen Versicherungssteuer eine Erhöhung um 51 Prozent, also eine Erhöhung der Fixkosten für das Auto angestrebt. (Abg. Dr. Martin Graf: Das stört Sie?) Nun sagt jedoch jeder, der sich auch nur in Ansätzen mit dem Verkehrswesen beschäftigt, dass eine Erhöhung der Fixkosten im Bereich der privaten PKW der falscheste aller Wege ist.
Abg. Dr. Martin Graf: Das ist Ihre Politik, deswegen werden Sie nicht gewählt! – Abg. Wenitsch: ... Pendler ...!
Wenn wir Fahrleistungen auf unseren Straßen zum Beispiel auf öffentliche Verkehrsmittel umlagern wollen, dann müssen wir einen ganz anderen Weg gehen, nämlich die fahrleistungsabhängigen Kosten zu erhöhen und nicht die Fixkosten. (Abg. Dr. Martin Graf: Das ist Ihre Politik, deswegen werden Sie nicht gewählt! – Abg. Wenitsch: ... Pendler ...!)
Abg. Wenitsch: Die gibt es ja nicht! – Abg. Dr. Martin Graf: Sie würden es anders machen?
Eine Erhöhung der Fixkosten im Verkehrsbereich ist falsch! Das müsste jeder, der an die Zukunft, an die Entwicklungen im Verkehrsbereich denkt, schon mitgekriegt haben, dass man dadurch sozusagen dazu motiviert, mehr Fahrten zu absolvieren, da man ohnehin schon einmal dafür bezahlt hat, und eine Freiheit der Verkehrsmittelwahl dort, wo es sie noch gibt, nicht mehr wahrzunehmen. (Abg. Wenitsch: Die gibt es ja nicht! – Abg. Dr. Martin Graf: Sie würden es anders machen?)
Beifall bei den Grünen.
Nun kommen wir zu der Frage: Wen trifft es denn? Wer benützt denn öffentliche Verkehrsmittel? – Die Benützerinnen und Benützer öffentlicher Verkehrsmittel sind zu einem wesentlichen Teil solche, die entweder noch nicht oder nicht mehr Auto fahren können oder die, wie zum Beispiel viele Frauen auf dem Land, nicht über einen Zweitwagen oder über den Familienwagen verfügen, weil der Mann damit in die Arbeit pendelt – pendeln muss, da es ja in Zukunft noch weniger öffentliche Verkehrsmittel geben wird. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Sie treffen damit auch eine in Zukunft enorm anwachsende Schicht der Bevölkerung, nämlich die alten Menschen. Achtzigjährige, Fünfundsiebzigjährige sind oft nicht mehr fahrtüchtig, können es nicht sein – etwa aufgrund von Krankheiten – und sind deshalb auf eine funktionierende Struktur von öffentlichen Verkehrsmitteln, die ihnen auch noch ein Stück Freiheit durch Mobilität garantiert, angewiesen. Viele haben keine Kinder in unmittelbarer Nähe, die sie am Samstag oder Sonntag fahren beziehungsweise mit dem eigenen Auto zum Einkaufen oder zum Arzt bringen können, und sind daher davon abhängig, dass es Busse, dass es Nebenbahnen, dass es Straßenbahnen gibt, mit denen sie sich – und da geht es um eine Qualitätssteigerung – bequem und gut ihre Mobilitätswünsche erfüllen können. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das aber ist ein verkehrspolitisch völlig unsinniger und absolut falscher Weg! Da ist nichts von Zukunftssicherheit, nichts von Schutz für Ihre, für unsere Nachkommen zu bemerken. Da sind kurzfristige Maßnahmen, ohne nachzudenken, ein absoluter Fehler! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Parnigoni: Und die Regierung hat es einstimmig beschlossen!
Wir wissen, die ÖIAG-Schulden stammen aus der alten Verstaatlichten-Pleite, die von Ihnen, der SPÖ, zu verantworten ist. Die Post-Schulden sind entstanden, weil die früheren Finanzminister die Gewinne des Telekom-Sektors einfach in das Budget umgeleitet haben und der Telefonbereich deswegen seine Investitionen durch Kreditaufnahmen, also Verschuldung, finanzieren musste. Ich habe als Verkehrssprecher des Öfteren vor dieser Entwicklung gewarnt – Kollege Parnigoni wird das bestätigen müssen –, aber die Finanzminister haben immer darauf bestanden. Jetzt stehen wir vor diesem riesigen Schuldenberg, meine Damen und Herren! (Abg. Parnigoni: Und die Regierung hat es einstimmig beschlossen!)
Zwischenruf des Abg. Edler.
Der größte Anteil der Schulden wurde für den Ausbau der ÖBB-Infrastruktur aufgenommen. Allein die Österreichischen Bundesbahnen sitzen auf einem Schuldenberg von 50 Milliarden Schilling. Die Bahn wurde vom Bund ermächtigt, für ihre Investitionen in die Infrastruktur Schulden in dieser Höhe aufzunehmen. (Zwischenruf des Abg. Edler. ) Damit wurden aber im Regelfall die Gehälter der Bundesbahnbediensteten bezahlt, nicht die Investitionen, Herr Kollege! Die Gehälter der Bundesbahnbediensteten im Infrastrukturbereich wurden mit diesen Schulden bezahlt – das, meine Damen und Herren, war die Situation! (Abg. Edler: Wer hat denn Zigtausende eingespart?) Dafür haften muss heute der Steuerzahler.
Abg. Edler: Wer hat denn Zigtausende eingespart?
Der größte Anteil der Schulden wurde für den Ausbau der ÖBB-Infrastruktur aufgenommen. Allein die Österreichischen Bundesbahnen sitzen auf einem Schuldenberg von 50 Milliarden Schilling. Die Bahn wurde vom Bund ermächtigt, für ihre Investitionen in die Infrastruktur Schulden in dieser Höhe aufzunehmen. (Zwischenruf des Abg. Edler. ) Damit wurden aber im Regelfall die Gehälter der Bundesbahnbediensteten bezahlt, nicht die Investitionen, Herr Kollege! Die Gehälter der Bundesbahnbediensteten im Infrastrukturbereich wurden mit diesen Schulden bezahlt – das, meine Damen und Herren, war die Situation! (Abg. Edler: Wer hat denn Zigtausende eingespart?) Dafür haften muss heute der Steuerzahler.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Edler: Machen Sie keine weitere Verschuldung?
Das war eine Politik der ungedeckten Schecks, der ungedeckten Wechsel auf die Zukunft, die Sie der nächsten Generation hinterlassen haben. Und diesen Weg kann und darf keine verantwortungsbewusste Regierung fortsetzen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Edler: Machen Sie keine weitere Verschuldung?)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Dieser Rahmen von 143 Milliarden Schilling ist mit 16 Verordnungen des Verkehrsministers schon ausgeschöpft, und zwar für Baumaßnahmen der ÖBB, HL-AG und der Brenner-Eisenbahn-Gesellschaft. Aber wichtige Ausbauvorhaben, durch die sichergestellt werden soll, dass das nicht ein Fleckerlteppich bleibt – zum Beispiel der Neubau der Strecke von Wien nach St. Pölten, der Ausbau der Westbahn zwischen Salzburg und Attnang-Puchheim –, sind in diesem Rahmen von 143 Milliarden noch gar nicht enthalten! Deshalb hat Einems ominöser Masterplan weitere 150 Milliarden Schilling vorgesehen, um etwa diese angefangenen Bauprojekte fertigzustellen. Wie diese weitere Summe finanziert werden sollte, ist uns der Herr Verkehrsminister damals schon schuldig geblieben. Und auch heute gab es keine sinnvolle Antwort auf diese Frage. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Edler: Schwaches Argument!
Meine Damen und Herren! Die SPÖ-Finanzminister haben der ASFINAG ein sehr enges Finanzierungskorsett umgelegt (Abg. Edler: Schwaches Argument!), und das hat nun leider die Erhöhung des Vignetten-Preises von 500 S auf 1 000 S notwendig gemacht. Es führt leider kein Weg daran vorbei, weil das Grundkapital, das Eigenkapital der ASFINAG durch die Politik der SPÖ-Finanzminister bereits aufgebraucht ist. (Abg. Edler: Hat das die SPÖ gemacht? Das ist ja zum Lachen!) Diese Schuldenpolitik auf Kosten der Zukunft ist nicht nur fahrlässig, sie ist geradezu verantwortungslos! (Abg. Edler: Wer war denn Straßenminister?) Es ist höchste Zeit, dass das finanzpolitische Ruder in diesem Land herumgerissen und wieder seriöse Finanzpolitik gemacht wird. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Firlinger. )
Abg. Edler: Hat das die SPÖ gemacht? Das ist ja zum Lachen!
Meine Damen und Herren! Die SPÖ-Finanzminister haben der ASFINAG ein sehr enges Finanzierungskorsett umgelegt (Abg. Edler: Schwaches Argument!), und das hat nun leider die Erhöhung des Vignetten-Preises von 500 S auf 1 000 S notwendig gemacht. Es führt leider kein Weg daran vorbei, weil das Grundkapital, das Eigenkapital der ASFINAG durch die Politik der SPÖ-Finanzminister bereits aufgebraucht ist. (Abg. Edler: Hat das die SPÖ gemacht? Das ist ja zum Lachen!) Diese Schuldenpolitik auf Kosten der Zukunft ist nicht nur fahrlässig, sie ist geradezu verantwortungslos! (Abg. Edler: Wer war denn Straßenminister?) Es ist höchste Zeit, dass das finanzpolitische Ruder in diesem Land herumgerissen und wieder seriöse Finanzpolitik gemacht wird. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Firlinger. )
Abg. Edler: Wer war denn Straßenminister?
Meine Damen und Herren! Die SPÖ-Finanzminister haben der ASFINAG ein sehr enges Finanzierungskorsett umgelegt (Abg. Edler: Schwaches Argument!), und das hat nun leider die Erhöhung des Vignetten-Preises von 500 S auf 1 000 S notwendig gemacht. Es führt leider kein Weg daran vorbei, weil das Grundkapital, das Eigenkapital der ASFINAG durch die Politik der SPÖ-Finanzminister bereits aufgebraucht ist. (Abg. Edler: Hat das die SPÖ gemacht? Das ist ja zum Lachen!) Diese Schuldenpolitik auf Kosten der Zukunft ist nicht nur fahrlässig, sie ist geradezu verantwortungslos! (Abg. Edler: Wer war denn Straßenminister?) Es ist höchste Zeit, dass das finanzpolitische Ruder in diesem Land herumgerissen und wieder seriöse Finanzpolitik gemacht wird. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Firlinger. )
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Firlinger.
Meine Damen und Herren! Die SPÖ-Finanzminister haben der ASFINAG ein sehr enges Finanzierungskorsett umgelegt (Abg. Edler: Schwaches Argument!), und das hat nun leider die Erhöhung des Vignetten-Preises von 500 S auf 1 000 S notwendig gemacht. Es führt leider kein Weg daran vorbei, weil das Grundkapital, das Eigenkapital der ASFINAG durch die Politik der SPÖ-Finanzminister bereits aufgebraucht ist. (Abg. Edler: Hat das die SPÖ gemacht? Das ist ja zum Lachen!) Diese Schuldenpolitik auf Kosten der Zukunft ist nicht nur fahrlässig, sie ist geradezu verantwortungslos! (Abg. Edler: Wer war denn Straßenminister?) Es ist höchste Zeit, dass das finanzpolitische Ruder in diesem Land herumgerissen und wieder seriöse Finanzpolitik gemacht wird. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Firlinger. )
Abg. Schwemlein: Sozialdemokraten! Ich sage ja zu dir auch nicht Ruaßkäfer!
Herr Kollege Edler! Ich halte es für ausgesprochen heuchlerisch, wenn die SPÖ auf die notwendige Erhöhung der Kfz-Steuer mit großem Geschrei reagiert, denn wenn es nach den Plänen der Sozialisten gegangen wäre (Abg. Schwemlein: Sozialdemokraten! Ich sage ja zu dir auch nicht Ruaßkäfer!), wären die Autofahrer sogar dreimal belastet worden, nämlich durch die Vignettengebühr, durch die Erhöhung der Kfz-Steuer und durch eine Erhöhung der Mineralölsteuer. So ist es bereits im Koalitionspakt gestanden, davon können Sie sich heute nicht distanzieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Kollege Edler! Ich halte es für ausgesprochen heuchlerisch, wenn die SPÖ auf die notwendige Erhöhung der Kfz-Steuer mit großem Geschrei reagiert, denn wenn es nach den Plänen der Sozialisten gegangen wäre (Abg. Schwemlein: Sozialdemokraten! Ich sage ja zu dir auch nicht Ruaßkäfer!), wären die Autofahrer sogar dreimal belastet worden, nämlich durch die Vignettengebühr, durch die Erhöhung der Kfz-Steuer und durch eine Erhöhung der Mineralölsteuer. So ist es bereits im Koalitionspakt gestanden, davon können Sie sich heute nicht distanzieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Das heißt, die neue Regierung hat dem sozialistischen Belastungspaket die Zähne gezogen und die Belastungen auf ein erträgliches Maß reduziert. Das ist die Wahrheit, auch wenn Sie heute davon nichts mehr wissen wollen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Edlinger und Schwemlein.
Diese Erhöhungen freuen mich als Verkehrssprecher der Volkspartei sicherlich nicht. Sie sind aber leider notwendig, um in Zukunft eine solide Finanzpolitik betreiben zu können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Edlinger und Schwemlein. )
Abg. Mag. Firlinger: Böhacker!
Abgeordneter Rudolf Parnigoni (SPÖ): Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Herr Abgeordneter Böchacker hat heute ... (Abg. Mag. Firlinger: Böhacker!) – Böhacker, danke! (Abg. Mag. Firlinger: Der Pöchhacker ist der Chef der PORR! Auch ein Roter!) Böhacker hat heute hier mit dem Hinweis auf die Finanzpolitik der letzten Jahre ein Ablenkungsmanöver – nämlich zur Ablenkung von den Grauslichkeiten, die Sie hier planen – gestartet. Besonders bemerkenswert dabei war der donnernde Applaus, den Kollege Böhacker von Seiten der ÖVP-Abgeordneten bekommen hat.
Abg. Mag. Firlinger: Der Pöchhacker ist der Chef der PORR! Auch ein Roter!
Abgeordneter Rudolf Parnigoni (SPÖ): Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Herr Abgeordneter Böchacker hat heute ... (Abg. Mag. Firlinger: Böhacker!) – Böhacker, danke! (Abg. Mag. Firlinger: Der Pöchhacker ist der Chef der PORR! Auch ein Roter!) Böhacker hat heute hier mit dem Hinweis auf die Finanzpolitik der letzten Jahre ein Ablenkungsmanöver – nämlich zur Ablenkung von den Grauslichkeiten, die Sie hier planen – gestartet. Besonders bemerkenswert dabei war der donnernde Applaus, den Kollege Böhacker von Seiten der ÖVP-Abgeordneten bekommen hat.
Abg. Mag. Kukacka: Nichts zu reden gehabt!
Meine Damen und Herren! Das ist schon sehr eigenartig, denn eigentlich müssen Sie vor lauter Scham über das, was Sie da tun, ein besonderes Brennen in den Handflächen gespürt haben. Eine zweite Möglichkeit wäre, dass Sie Probleme mit Ihrem mittelfristigen Gedächtnis haben, denn in Anbetracht dessen, dass Sie seit dem Jahr 1986 in der Regierung waren, Staatssekretäre im Finanzministerium gestellt haben, 14 Jahre lang voll mitregiert haben, kann das nur so erklärt werden, dass Sie irgendwie Probleme mit Ihren Gehirnströmungen haben. Anders gibt es das gar nicht! (Abg. Mag. Kukacka: Nichts zu reden gehabt!)
Beifall bei der SPÖ.
Für den Fall, dass ich Recht habe, was ich fast annehme, müssten sich jene Herren, die damals zu Minister- oder Staatssekretärsehren gekommen sind, dazu bereit erklären, dem Staat endlich die Gage, die sie bekommen haben, zurückzuzahlen, denn da sie ja nichts mit beschlossen haben, können sie in keiner Regierungssitzung gewesen sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Kukacka: Aber erst 2002!
Meine Damen und Herren! Kollege Kukacka hat hier auch zur Erhöhung des Vignettenpreises Stellung genommen. Für mich steht fest: Sie, Herr Kollege Kukacka, haben den Preis der Vignette um mehr als 100 Prozent erhöht! – Unser Vorschlag wäre gewesen, gerecht vorzugehen, also jene, die die Straße massiv belasten, nämlich den Schwerverkehr, statt mit 2 S mit 4 S im LKW-Road-Pricing endlich einen bescheidenen Anteil an der Belastung tragen zu lassen (Abg. Mag. Kukacka: Aber erst 2002!), dafür den Preis der Vignette jetzt nicht zu erhöhen, sondern nur in einem sinnvollen Ausmaß anzupassen, anstatt eine Räuberaktion zu starten, indem man den Preis der Vignette auf einmal um mehr als 100 Prozent erhöht und dadurch die Quersubventionierung vom Pkw zum Lkw massiv verstärkt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Kollege Kukacka hat hier auch zur Erhöhung des Vignettenpreises Stellung genommen. Für mich steht fest: Sie, Herr Kollege Kukacka, haben den Preis der Vignette um mehr als 100 Prozent erhöht! – Unser Vorschlag wäre gewesen, gerecht vorzugehen, also jene, die die Straße massiv belasten, nämlich den Schwerverkehr, statt mit 2 S mit 4 S im LKW-Road-Pricing endlich einen bescheidenen Anteil an der Belastung tragen zu lassen (Abg. Mag. Kukacka: Aber erst 2002!), dafür den Preis der Vignette jetzt nicht zu erhöhen, sondern nur in einem sinnvollen Ausmaß anzupassen, anstatt eine Räuberaktion zu starten, indem man den Preis der Vignette auf einmal um mehr als 100 Prozent erhöht und dadurch die Quersubventionierung vom Pkw zum Lkw massiv verstärkt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Jung: Das hat er aber ...!
Besonders lustig ist es ja, wenn Jung-Abgeordneter Schender an dieses Rednerpult tritt und sich wegen der Zivildiener bitter beschwert. – Herr Abgeordneter Schender! Ich lese Ihnen etwas vor: Als "unerträgliche Zumutung" bezeichnet der Volksanwalt Horst Schender – vielleicht eine zufällige Namensgleichheit, ich kann das nicht sagen – "die Kürzung des Essensgeldes für Zivildiener von 155 auf 43 S pro Tag". (Abg. Jung: Das hat er aber ...!) Weiter heißt es – ich zitiere –:
Abg. Mag. Kukacka: Sehr gut! – Abg. Dr. Fekter: Gut aufgepasst! – Abg. Murauer: Er hat müssen!
Meine Damen und Herren! In Wirklichkeit konterkariert doch Ihr eigener Vater Sie selbst beziehungsweise das, was Sie soeben gesagt haben. Herr Abgeordneter Stummvoll hat sich an dieses Rednerpult gestellt – nein, er hat von seinem Platz aus gesprochen (Abg. Mag. Kukacka: Sehr gut! – Abg. Dr. Fekter: Gut aufgepasst! – Abg. Murauer: Er hat müssen!) – und hat gemeint, die ÖVP hätte ein unerwartet hohes Budgetdefizit vorgefunden. (Abg. Dr. Leiner: Na stimmt das nicht?)
Abg. Dr. Leiner: Na stimmt das nicht?
Meine Damen und Herren! In Wirklichkeit konterkariert doch Ihr eigener Vater Sie selbst beziehungsweise das, was Sie soeben gesagt haben. Herr Abgeordneter Stummvoll hat sich an dieses Rednerpult gestellt – nein, er hat von seinem Platz aus gesprochen (Abg. Mag. Kukacka: Sehr gut! – Abg. Dr. Fekter: Gut aufgepasst! – Abg. Murauer: Er hat müssen!) – und hat gemeint, die ÖVP hätte ein unerwartet hohes Budgetdefizit vorgefunden. (Abg. Dr. Leiner: Na stimmt das nicht?)
Beifall bei der SPÖ.
Ich darf Ihnen vorlesen, was der von der ÖVP nominierte Experte im Budgetausschuss gesagt hat. Universitätsprofessor Dr. Lehner ist damit gemeint. – Er wies auch die Behauptung der Regierung zurück, sie hätte am Beginn ihrer Amtsübernahme ein unerwartet hohes Budgetdefizit vorgefunden. Er betont ausdrücklich, nämlich in jener Sitzung des Budgetausschusses, in der ich anwesend war und das auch gehört habe, dass sich an den Grundzahlen des Budgets seit Monaten nichts verändert hat. – Also alles können Sie uns nicht in die Schuhe schieben, meine Damen und Herren von der ÖVP. So wird das nicht funktionieren! (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: So ein Blödsinn!
Diese Täuschung der Wähler werden wir nicht zulassen. Ich kann den Herrn Finanzminister in Wirklichkeit nur in Schutz nehmen vor Ihnen, meine Damen und Herren von der ÖVP. (Ruf bei der ÖVP: So ein Blödsinn!) Wirklich! (Abg. Mag. Kukacka: Das ist eine echte Drohung!) Wenn er Ihnen so zuhört und beobachtet, wie Sie mit uns nach zweieinhalb Monaten umgehen, muss es ihm da auf der Regierungsbank die Nackenhaare aufstellen. Ist es das, was ihn in ein paar Monaten erwarten wird? – Er wird schuld sein an allem. Er wird schuld sein an dem Belastungspaket, an den Grauslichkeiten, an all den bösen Taten, die Sie mitverantworten. (Abg. Dr. Fekter: Er wird keine Schuld auf sich laden!) Und Sie werden sich genauso abputzen!
Abg. Mag. Kukacka: Das ist eine echte Drohung!
Diese Täuschung der Wähler werden wir nicht zulassen. Ich kann den Herrn Finanzminister in Wirklichkeit nur in Schutz nehmen vor Ihnen, meine Damen und Herren von der ÖVP. (Ruf bei der ÖVP: So ein Blödsinn!) Wirklich! (Abg. Mag. Kukacka: Das ist eine echte Drohung!) Wenn er Ihnen so zuhört und beobachtet, wie Sie mit uns nach zweieinhalb Monaten umgehen, muss es ihm da auf der Regierungsbank die Nackenhaare aufstellen. Ist es das, was ihn in ein paar Monaten erwarten wird? – Er wird schuld sein an allem. Er wird schuld sein an dem Belastungspaket, an den Grauslichkeiten, an all den bösen Taten, die Sie mitverantworten. (Abg. Dr. Fekter: Er wird keine Schuld auf sich laden!) Und Sie werden sich genauso abputzen!
Abg. Dr. Fekter: Er wird keine Schuld auf sich laden!
Diese Täuschung der Wähler werden wir nicht zulassen. Ich kann den Herrn Finanzminister in Wirklichkeit nur in Schutz nehmen vor Ihnen, meine Damen und Herren von der ÖVP. (Ruf bei der ÖVP: So ein Blödsinn!) Wirklich! (Abg. Mag. Kukacka: Das ist eine echte Drohung!) Wenn er Ihnen so zuhört und beobachtet, wie Sie mit uns nach zweieinhalb Monaten umgehen, muss es ihm da auf der Regierungsbank die Nackenhaare aufstellen. Ist es das, was ihn in ein paar Monaten erwarten wird? – Er wird schuld sein an allem. Er wird schuld sein an dem Belastungspaket, an den Grauslichkeiten, an all den bösen Taten, die Sie mitverantworten. (Abg. Dr. Fekter: Er wird keine Schuld auf sich laden!) Und Sie werden sich genauso abputzen!
Abg. Mag. Kukacka: Stehen Sie doch zu Ihrer Politik!
Meine Damen und Herren von der ÖVP! Das ist Ihre Art der Politik: Sich immer an den anderen die Schuhe abputzen – jetzt an den kleinen Leuten, so wie Sie das auch sonst tun! (Abg. Mag. Kukacka: Stehen Sie doch zu Ihrer Politik!)
Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.
An einem kleinen Beispiel werde ich Ihnen etwas zeigen. (Der Redner stellt eine Tafel mit der Überschrift: "Soziale Gerechtigkeit in Schwarz-Blau", einer Tabelle und dem darunter stehenden Satz: "Verminderung des Jahreseinkommens um mehr als eine Monatspension" vor sich auf das Rednerpult.) Das ist die schwarz-blaue Gerechtigkeit in sozialen Dingen! (Bundesminister Mag. Grasser: Herr Kollege, zeigen Sie uns das auch!) – Ja, gleich! (Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Mag. Kukacka: Reduziert!
Wenn wir die Telefon-Grundgebühr abziehen, weil Sie die Befreiung gestrichen haben, heißt das, dass er im Jahr schon um 2 376 S weniger hat. (Abg. Mag. Kukacka: Reduziert!) Sollte er sich zu einem entsprechenden Porto eine Zeitung gönnen, sind das weitere 1 800 S, die man ihm abzieht. Die Autobahn-Vignette – Sie werden einem Ausgleichszulagen-Bezieher doch nicht das Auto abstreiten wollen – bedeutet weitere 450 S weniger. Die Kfz-Steuer für ein kleines Auto: 620 S weniger! Gebührenerhöhungen treffen ihn genauso, nämlich mit 750 S. Die Energieabgabe in einer Kleinstwohnung liegt bei mindestens 218 S. Die Tabak-Steuer – Sie können sagen, er darf nichts mehr rauchen – würde jedenfalls 700 S ausmachen. Beim Wohnen wird eine massive Teuerung kommen. (Ruf bei der ÖVP: Billiger!) Und die Krankensteuern, die Sie einführen, nicht zu vergessen! Alles in allem werden Sie einem Ausgleichszulagenbezieher in Wirklichkeit 9 000 S im Jahr abknöpfen.
Ruf bei der ÖVP: Billiger!
Wenn wir die Telefon-Grundgebühr abziehen, weil Sie die Befreiung gestrichen haben, heißt das, dass er im Jahr schon um 2 376 S weniger hat. (Abg. Mag. Kukacka: Reduziert!) Sollte er sich zu einem entsprechenden Porto eine Zeitung gönnen, sind das weitere 1 800 S, die man ihm abzieht. Die Autobahn-Vignette – Sie werden einem Ausgleichszulagen-Bezieher doch nicht das Auto abstreiten wollen – bedeutet weitere 450 S weniger. Die Kfz-Steuer für ein kleines Auto: 620 S weniger! Gebührenerhöhungen treffen ihn genauso, nämlich mit 750 S. Die Energieabgabe in einer Kleinstwohnung liegt bei mindestens 218 S. Die Tabak-Steuer – Sie können sagen, er darf nichts mehr rauchen – würde jedenfalls 700 S ausmachen. Beim Wohnen wird eine massive Teuerung kommen. (Ruf bei der ÖVP: Billiger!) Und die Krankensteuern, die Sie einführen, nicht zu vergessen! Alles in allem werden Sie einem Ausgleichszulagenbezieher in Wirklichkeit 9 000 S im Jahr abknöpfen.
Beifall bei der SPÖ.
Hohes Haus, meine Damen und Herren! Sie nehmen damit einem Ausgleichszulagenbezieher ein volles Monatsgehalt weg! Schämen Sie sich, das ist wirklich ein Skandal! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Parnigoni: Ich möchte unterbrochen werden!
Präsident Dr. Heinz Fischer: Herr Abgeordneter Parnigoni! Ist es Ihr Wunsch, dass Sie unterbrochen werden, oder wollen Sie die Rede mit einem Schlusssatz beenden. (Abg. Parnigoni: Ich möchte unterbrochen werden!) Sie wollen unterbrochen werden. Gut.
Abg. Gaál: Einigermaßen! – Abg. Mag. Firlinger: Das ist letztklassig!
Ich möchte auch nicht verhehlen, dass, obwohl bestimmte Materien die Frau Sozialministerin Sickl betreffen, wir uns ganz bewusst entschieden haben, den Herrn Wirtschafts- und Arbeitsminister Bartenstein hierher zur Debatte zu bitten, weil wir – es ist eigentlich traurig genug, dass man das sagen muss – überzeugt sind, dass wir trotz divergenter Auffassungen – und zwar ziemlich divergenter Auffassungen, Herr Bundesminister, das wissen Sie – in Ihnen wenigstens einen einigermaßen kompetenten Diskussionspartner finden. (Abg. Gaál: Einigermaßen! – Abg. Mag. Firlinger: Das ist letztklassig!)
Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen.
Gerade an die Adresse der Regierungsparteien, die Leistungsbereitschaft so in den Vordergrund gestellt haben und immer noch stellen, sage ich – ein Zitat des Herrn Prinzhorn –: Schluss mit lustig! Es geht nicht an, dass wir eine Sozialministerin haben, die deshalb, weil sie ein Schloss erhalten muss, als Sozialfall in der Bundesregierung sitzt. (Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Reheis.
Jetzt könnte man annehmen, da gibt es ohnehin weitgehende Übereinstimmung. Das stimmt. In bestimmten Sachfragen ist das so, und das ist auch traurig genug für die Sozialdemokratische Partei. Aber das Entscheidende, meine Damen und Herren, sind nicht nur die 20 oder 30 Prozent Rest, sondern die Präambeln zu den Kapiteln und hier vor allem zu dem "neuen sozialen Gesellschaftsvertrag", den Sie vorschlagen, denn dieser bedeutet weitgehend eine Privatisierung der Sozialpolitik und jegliche Absage an den Sozialstaat, so wie wir ihn in Österreich kennen. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Reheis. )
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Das ist aber nicht nur eine Frage der Wertigkeit, sondern auch der Verfassungsmäßigkeit einer derartigen Regelung. Ich appelliere deshalb an die Adresse der Damen und Herren von der Sozialdemokratischen Partei in diesem Zusammenhang: Machen Sie mit uns gemeinsam – wir können das nicht allein – eine Verfassungsklage, wenn diese Bestimmung kommt! Machen Sie eine Verfassungsklage, weil diese Regelung, dass nur die Präsenzdiener die Beitragszeiten abgegolten bekommen, mit Sicherheit verfassungswidrig ist! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Stellen Sie sich das vor! Das ist Ihre Politik? Gleichwertigkeit? Wahlfreiheit? – Herr Bundesminister! Sie haben gesagt, es soll nur die Wahlfreiheit ermöglicht werden. Herr Bundesminister! Sie waren es, der gesagt hat, alle Mütter sollen es erhalten, unabhängig davon, ob sie berufstätig sind oder nicht. Und jetzt nehmen Sie ausgerechnet denen, die berufstätig sein müssen oder wollen, das Kinderbetreuungsgeld weg!? Das ist Ihre Politik! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Schweitzer: Sie haben es nicht verstanden!
Und das heißt: Kein Kinderbetreuungsgeld für alle. Das ist der Bruch eines Versprechens, das beide Parteien gegeben haben. Kein Kinderbetreuungsgeld für alle. Das ist Ihre klare Aussage. Seit gestern kennen wir sie. (Abg. Mag. Schweitzer: Sie haben es nicht verstanden!)
Bundesminister Dr. Bartenstein: Das stimmt nicht, Herr Kollege!
Es geht aber noch weiter, meine Damen und Herren. Bisher war es so, dass Alleinerziehende eineinhalb Jahre Karenzurlaub gehabt haben. Das war uns zu wenig, das war Ihnen, also den Freiheitlichen, zu wenig. Das geht nicht an die Adresse der ÖVP, die hat sich immer relativ klar gegen die Alleinerziehenden ausgesprochen. Und jetzt sagen Sie: Sie erhalten zwei Jahre. Das ist doch mehr als eineinhalb Jahre! Stimmt es, Herr Kollege Schweitzer? Zwei Jahre sind mehr als eineinhalb Jahre. Aber was Sie nicht sagen, ist, dass Sie ihnen die Sondernotstandshilfe nehmen. (Bundesminister Dr. Bartenstein: Das stimmt nicht, Herr Kollege!) Die Alleinerziehenden hatten die Möglichkeit, die Sondernotstandshilfe darüber hinaus für die Dauer eines Jahres zu beanspruchen, also unter bestimmten, sehr eng begrenzten Voraussetzungen insgesamt zweieinhalb Jahre beim Kind zu sein, wenn keine andere Kinderbetreuungsmöglichkeit gegeben war.
Abg. Mag. Schweitzer: Wer ist der Herr Buchinger?
Und was macht die Bundesregierung? – Der Bundesminister ruft mir zu, dass das nicht stimmt, aber da gibt es eine Aussendung des AMS-Chefs Buchinger vom 31. März (Abg. Mag. Schweitzer: Wer ist der Herr Buchinger?), die über das hinaus geht, und auch die Antwort Ihres Ministeriums geht über das hinaus. (Abg. Mag. Schweitzer: Wer ist der Herr Buchinger?) Am 31. März sagt der Herr Buchinger, er befürchtet, dass durch das Kinderbetreuungsgeld für alle, das ohnehin nicht für alle ist, Mehrkosten für die Arbeitslosenversicherung entstehen, weil im Gegensatz zu jetzt die Frauen nach diesen zwei Jahren nicht nur Anspruch auf Notstandshilfe, sondern auch auf Arbeitslosengeld hätten. Und was meint das Wirtschaftsministerium in seiner Antwort? – Das waren ja nicht Sie, sondern das Büro des Ministers hat geantwortet: Es wird zu keinen zusätzlichen Mehrkosten kommen.
Abg. Mag. Schweitzer: Wer ist der Herr Buchinger?
Und was macht die Bundesregierung? – Der Bundesminister ruft mir zu, dass das nicht stimmt, aber da gibt es eine Aussendung des AMS-Chefs Buchinger vom 31. März (Abg. Mag. Schweitzer: Wer ist der Herr Buchinger?), die über das hinaus geht, und auch die Antwort Ihres Ministeriums geht über das hinaus. (Abg. Mag. Schweitzer: Wer ist der Herr Buchinger?) Am 31. März sagt der Herr Buchinger, er befürchtet, dass durch das Kinderbetreuungsgeld für alle, das ohnehin nicht für alle ist, Mehrkosten für die Arbeitslosenversicherung entstehen, weil im Gegensatz zu jetzt die Frauen nach diesen zwei Jahren nicht nur Anspruch auf Notstandshilfe, sondern auch auf Arbeitslosengeld hätten. Und was meint das Wirtschaftsministerium in seiner Antwort? – Das waren ja nicht Sie, sondern das Büro des Ministers hat geantwortet: Es wird zu keinen zusätzlichen Mehrkosten kommen.
Abg. Gaugg: Das ist ja nicht jetzt erst passiert!
Was machen Sie mit dem 54-jährigen Maurer, der körperlich bedient ist, der weiß, er hält nicht mehr durch, wenn ihm die vorzeitige Alterspension wegen geminderter Arbeitsfähigkeit gestrichen wird? (Abg. Gaugg: Das ist ja nicht jetzt erst passiert!) Herr Kollege Gaugg, da sind Sie ja auch dagegen. Jetzt gibt es diese Möglichkeit noch, aber sie wird ihm gestrichen, und er kann nicht warten, bis er 60 ist. Was machen Sie mit dieser Person? Sie bieten ihr sechs Monate länger Arbeitslosengeld an – und dann ab in die Notstandshilfe! Wenn da zufällig die Frau ein bisschen zu viel verdient, sagen wir 10 000 S (Abg. Gaugg: 17 000!) – 17 000 S, gut 17 000 S mit den Anrechnungsgrenzen –, wenn also diese Frau 17 000 S verdient, dann kriegt der Mann gar nichts, dann kriegt er keine Notstandshilfe, dann kommt er nicht durch bis zur Pension.
Abg. Gaugg: 17 000!
Was machen Sie mit dem 54-jährigen Maurer, der körperlich bedient ist, der weiß, er hält nicht mehr durch, wenn ihm die vorzeitige Alterspension wegen geminderter Arbeitsfähigkeit gestrichen wird? (Abg. Gaugg: Das ist ja nicht jetzt erst passiert!) Herr Kollege Gaugg, da sind Sie ja auch dagegen. Jetzt gibt es diese Möglichkeit noch, aber sie wird ihm gestrichen, und er kann nicht warten, bis er 60 ist. Was machen Sie mit dieser Person? Sie bieten ihr sechs Monate länger Arbeitslosengeld an – und dann ab in die Notstandshilfe! Wenn da zufällig die Frau ein bisschen zu viel verdient, sagen wir 10 000 S (Abg. Gaugg: 17 000!) – 17 000 S, gut 17 000 S mit den Anrechnungsgrenzen –, wenn also diese Frau 17 000 S verdient, dann kriegt der Mann gar nichts, dann kriegt er keine Notstandshilfe, dann kommt er nicht durch bis zur Pension.
Beifall bei den Grünen.
Das ist Ihre Art, Sozialpolitik zu machen, und das nennen Sie private Sozialverantwortung, meine Damen und Herren? Ist das wirklich die Perspektive für dieses Land? (Beifall bei den Grünen.)
Ruf: Schlusssatz!
Sie wissen genau – das sind Zahlen, die auch im Sozialbericht stehen –, wie sehr die Menschen bedient sind, wie viele krebskranke, körperlich bediente Menschen es gibt. (Ruf: Schlusssatz!) Den Schlusssatz bestimme ich, auch wenn es Ihnen nicht sehr angenehm ist, das zu hören. (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.)
Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Sie wissen genau – das sind Zahlen, die auch im Sozialbericht stehen –, wie sehr die Menschen bedient sind, wie viele krebskranke, körperlich bediente Menschen es gibt. (Ruf: Schlusssatz!) Den Schlusssatz bestimme ich, auch wenn es Ihnen nicht sehr angenehm ist, das zu hören. (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Gaugg: Danke! – Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Reitsamer für den das Rednerpult verlassenden Abg. Öllinger.
Präsident Dr. Heinz Fischer: Herr Abgeordneter! Es muss für alle gleiches Recht gelten. (Abg. Gaugg: Danke! – Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Reitsamer für den das Rednerpult verlassenden Abg. Öllinger.)
ironische Heiterkeit bei den Grünen
Sehr geehrter Herr Abgeordneter Öllinger! Ich sage Ihnen sehr deutlich, dass gerade Frau Sozialministerin Sickl hervorragende Arbeit leistet, sich durch große Kompetenz auszeichnet (ironische Heiterkeit bei den Grünen) und gerade in diesen Stunden, Herr Kollege Öllinger, einen Begutachtungsentwurf für eine Pensionsreform verschickt hat, der sehr viel an neuer sozialer Kompetenz, an neuem Regieren beinhaltet und der hier im Hohen Haus ja noch zu diskutieren sein wird.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Seien Sie sicher, dass Frau Sozialministerin Sickl – so wie alle anderen Regierungsmitglieder – ausgezeichnete Arbeit leistet und es nicht notwendig hat, sich, noch dazu in ihrer Abwesenheit, von Ihnen, Herr Abgeordneter, verunglimpfen zu lassen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Reitsamer: Dank Lore Hostasch!
Herr Abgeordneter! Wir haben laut EUROSTAT-Luxemburg-Daten im Februar dieses Jahres diese Arbeitslosenrate von nur mehr 3,5 Prozent bereits erreicht und sind damit auf einen Stockerlplatz innerhalb der Europäischen Union gekommen, auf Platz drei hinter Luxemburg und den Niederlanden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Reitsamer: Dank Lore Hostasch!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Herr Abgeordneter Öllinger! Dieser Nationale Plan für Beschäftigung sieht unter anderem vor, 100 000 zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen, aber nicht bis zum Jahr 2000, sondern bis zum Jahr 2002. Es ist dieses Ziel bereits erreicht! Ich bezeichne das daher als Zwischenziel, weil ich mir vorgenommen habe, es unter anderem durch die Setzung von Rahmenbedingungen der Wirtschaft in diesem Lande zu ermöglichen, in den nächsten Jahren bis zum Ende dieser Legislaturperiode, bis zum Jahre 2003, noch einmal 100 000 zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen. – Auch das ist hier zu sagen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sehr geehrter Herr Abgeordneter Öllinger! Zum Thema: "Mehr soziale Gerechtigkeit am Arbeitsplatz". Was mich schon als junger Abgeordneter, als ich hier im Jahre 1991 erstmals einziehen durfte, gestört hat, war die Zweiteilung der österreichischen Arbeitnehmerwelt in Arbeiter und Angestellte. Ich habe das nicht verstanden. Das ist ein Anachronismus, der traditionell begründet sein mag, aber verstanden habe ich es nie. Es ist über all die Jahre – leider Gottes auch nicht in einer rot-schwarzen Koalition – nicht gelungen, die Gleichstellung von Arbeitern und Angestellten zu bewerkstelligen. Diese Regierung unter Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer wird das zustande bringen. Wir werden morgen in der Regierung einen entsprechenden Beschluss fassen, und es wird die Gleichstellung von Arbeitern und Angestellten im Krankheits- und Dienstverhinderungsfall endlich Realität. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Herr Abgeordneter! Ich füge auch noch ein Weiteres hinzu: das Vorhaben der Regierung, das ja auch vom früheren Koalitionspartner per Initiativantrag, zwar in veränderter Form, aber von der Zielvorstellung her nicht unähnlich, im Hohen Hause eingebracht wurde, nämlich das Thema Abfertigung neu, Aufbau einer betrieblichen Pensionsvorsorge mit den Geldern, die heute für die Abfertigung von Arbeitnehmern aufgewendet werden. Ich halte das für den nächsten ganz, ganz großen, vielleicht den letzten ganz großen Meilenstein der österreichischen Arbeits- und Sozialpolitik. Denn neben der gesicherten staatlichen Pensionsvorsorge das zweite Standbein einer betrieblichen Pensions- und Altersvorsorge zu etablieren, das halte ich für wichtig, das ist im Interesse der österreichischen Arbeitnehmer, und das ist auch wichtig im Interesse der Sicherheit des Pensionssystems dieses Landes. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Herr Abgeordneter Öllinger! Sie fragen sich vielleicht: Was hat der Arbeitnehmer davon? – Ich sage es Ihnen: eine billigere Stromrechnung und eine billigere Gasrechnung, und das dient den Interessen des Arbeitnehmers und ist deswegen ein wichtiger Teil auch der Arbeitspolitik dieser Bundesregierung und ganz im Interesse dieser mehr als 3 Millionen unselbständig Erwerbstätigen. Auch das trägt ein Stück zu mehr sozialer Gerechtigkeit bei, denn die großen Abnehmer können es sich heute schon richten, die haben heute schon günstigste Konditionen bei den Stromlieferanten, aber für die kleinen Leute, für die Haushalte, für die Arbeitnehmer dieses Landes ist diese Vollliberalisierung von großer Bedeutung. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Die beste Sozialpolitik – ich zitiere da manche Mitglieder der sozialdemokratischen Fraktion – ist immer noch eine, die für Beschäftigung sorgt, die für die Menschen Arbeit schafft. Es lässt sich in den Familien zu Hause am besten und am sichersten leben, wenn eine Beschäftigung, wenn ein Arbeitsplatz vorhanden ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Und wenn von diesen Langzeitarbeitslosen auf Grund bestehender Programme unter dem Titel BESEP und anderen ohnehin 13 000, 14 000, 15 000 Langzeitarbeitslose pro Jahr in reguläre Beschäftigungsverhältnisse gebracht werden, mir aber die Experten und auch die persönliche Praxis sagen, es gibt aber viele tausend Langzeitarbeitslose, bei denen das nicht in einem Schritt funktioniert. Da bedarf es eines Zwischenschrittes, um Beschäftigung zu finden. Ich meine daher, dass die Schaffung des Programms "Integra" zur besseren Integration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt etwas Positives und Wichtiges ist und genau den Interessen dient, die eigentlich Sie vertreten müssten, sehr geehrter Herr Abgeordneter. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Heute haben Sie ein Zuverdienstverbot für Frauen, und das wollen wir in Zukunft öffnen. Das wollen wir mit vernünftigen, höher angesetzten Zuverdienstgrenzen in Richtung mehr Wahlfreiheit öffnen, aber nicht schrankenlos öffnen. Das wäre nicht sinnvoll, weil dann das Kinderbetreuungsgeld der Zukunft allzu leicht zu Mitnahmeeffekten einladen würde, ganz egal, ob das nun Frauen oder Männer sind. Es geht uns schon darum, die Kinderbetreuung innerhalb der eigenen Familie zu optimieren und Mitnahmeeffekte zu vermeiden. Nie und nimmer, auch nicht bei der Ausarbeitung der Regierungsvereinbarung, war davon die Rede, dass diese Zuverdienstgrenzen ersatzlos gestrichen werden sollten, weil das auch nicht sinnvoll ist. Deswegen ist das, was Sie hier formuliert haben, schlicht und einfach nicht richtig. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Weiters nicht richtig, Herr Abgeordneter Öllinger, ist Ihre Behauptung, diese Maßnahme wäre gezielt gegen Alleinerzieherinnen gerichtet. Ganz im Gegenteil, Herr Abgeordneter! Erstens ist die Verlängerung von 18 auf 24 Monate natürlich auch im Interesse von Alleinerzieherinnen – wiederum no na! –, und zum Zweiten: Wer hat denn in Zukunft die Chance, weil eben der Partner nicht da ist, vielleicht Alimente nicht zahlt, was auch immer, gerade durch eine Ausweitung der Zuverdienstgrenzen auf ein vernünftiges Niveau, beispielsweise Kinderbetreuung, Kinderbetreuungsgeld und das Einkommen aus einer Teilzeitbeschäftigung zu vereinbaren? – Gerade Alleinerzieherinnen! Also wenn jemandem diese Maßnahme nützt, dann sind das die Alleinerzieherinnen. Ich bin sehr für politische Kritik, ich bin sehr für Kritik der Opposition, aber sie sollte nicht zu 100 Prozent falsch sein, wie das bei Ihnen der Fall ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das ist von der Begrifflichkeit her schrecklich, und deshalb wollen wir das von der Begrifflichkeit her in die Kinderbetreuung integrieren, aber von den Zahlen, vom Anspruch her bleibt das selbstverständlich aufrecht. – und Sie wissen das ja ohnehin ganz genau. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Stimmt nicht!
Der Bundesregierung ist auch die Angleichung der unterschiedlichen Kündigungsfristen und Termine von Arbeitern und Angestellten ein Anliegen, ein ernstes Anliegen. Die Umsetzung dieser Maßnahme ist jedoch primär Angelegenheit der Sozial- und Kollektivvertragspartner. Die Regelungen über die Fälligkeit des Entgelts sind im Zusammenhang mit der Lohnpolitik zu sehen. Dies ist aber unbestritten die Domäne der Kollektivvertragspartner. (Abg. Öllinger: Stimmt nicht!)
Abg. Dr. Khol: Den Edlinger wirst du nicht erreichen!
Präsident Dr. Heinz Fischer: Herr Minister! Ich möchte Sie nicht unter Druck setzen. Bitte, Sie sind noch weit entfernt von der Höchstgrenze für Anfragebeantwortungen. Nur damit das klargestellt ist. (Abg. Dr. Khol: Den Edlinger wirst du nicht erreichen!)
Abg. Dr. Khol: Auch in der Punktgenauigkeit sicher nicht! – Abg. Schwarzenberger: Du wirst genauer sein!
Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit Dr. Martin Bartenstein (fortsetzend): Aber nur in Sachen Länge von Anfragebeantwortungen! (Abg. Dr. Khol: Auch in der Punktgenauigkeit sicher nicht! – Abg. Schwarzenberger: Du wirst genauer sein!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sehr geehrter Herr Präsident! Ich bedanke mich bei Ihnen für die Erteilung des Wortes. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Khol: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!
Dies stimmt nicht. Wahr ist, die Angleichung, die nicht zur Gänze erfolgt, kostet 2,2 Milliarden Schilling. Die gleichzeitige Verschlechterung im Urlaubsrecht kostet die Arbeitnehmer 4,5 Milliarden Schilling. (Abg. Dr. Khol: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!) Das ist eine Differenz von 2,3 Milliarden Schilling. Das ist daher kein Meilenstein, sondern Körberlgeld für Arbeitgeber und eine Schröpfaktion auf Kosten der Arbeitnehmer. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Das ist keine tatsächliche Berichtigung! Das ist ja unerhört! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Das ist keine tatsächliche Berichtigung! Das ist ja unerhört! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Dies stimmt nicht. Wahr ist, die Angleichung, die nicht zur Gänze erfolgt, kostet 2,2 Milliarden Schilling. Die gleichzeitige Verschlechterung im Urlaubsrecht kostet die Arbeitnehmer 4,5 Milliarden Schilling. (Abg. Dr. Khol: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!) Das ist eine Differenz von 2,3 Milliarden Schilling. Das ist daher kein Meilenstein, sondern Körberlgeld für Arbeitgeber und eine Schröpfaktion auf Kosten der Arbeitnehmer. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Das ist keine tatsächliche Berichtigung! Das ist ja unerhört! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Präsident Dr. Heinz Fischer: Herr Abgeordneter Nürnberger! Meiner Meinung nach ist die Frage, was ein Meilenstein ist oder nicht, nicht objektiv bewertbar. Das wird jeder anders sehen in diesem Haus. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Ich bitte, das nicht irgendwie zu kommentieren.
Rufe bei den Freiheitlichen und Gegenrufe bei der SPÖ.
Zu Wort gelangt Frau Abgeordnete Dr. Petrovic. Ihre Redezeit beträgt 10 Minuten. (Rufe bei den Freiheitlichen und Gegenrufe bei der SPÖ.) Bitte, jetzt ist Frau Abgeordnete Dr. Petrovic am Wort!
Zwischenruf des Abg. Haigermoser.
Herr Bundesminister! Es ist auch nicht so – solche Redensweisen habe ich in den Couloirs durchaus von Angehörigen Ihrer Fraktion schon gehört –, dass irgendjemand abwertend über Frau Bundesministerin Sickl gesprochen hätte. (Zwischenruf des Abg. Haigermoser. ) Aber in einem werden wir, glaube ich, übereinstimmen: dass die Sozialmaterie leider – ich habe oftmals Kritik daran geübt – eine historisch gewachsene, mittlerweile sehr diffizil verzweigte Materie ist und dass es geraume Zeit braucht, sich in diesem Dschungel der Legistik zurechtzufinden. Herr Bundesminister, insofern wissen Sie ja auch selbst, wer in diesem Zusammenhang die Ver
Beifall bei den Grünen.
Das, was wir kritisieren und Sie nicht entkräftet haben, ist der Grundgedanke, die Philosophie dieses Gesamtpaketes im Sozialbereich – im Sozialbereich im weitesten Sinne; teilweise Ihren Ressortbereich überschreitend –, die Gesamtphilosophie, die meiner Überzeugung nach von drei Punkten geprägt ist, und Sie haben das jetzt eigentlich bestätigt. Nämlich: Es wird getrachtet, Menschen, vor allem Frauen, im Familienverband, in der Gruppe zu sehen und ihnen allenfalls dort eine finanzielle Dotierung zu gewähren. Das, was ausdrücklich nicht gewollt ist, ist Selbständigkeit, Eigenständigkeit aller Menschen – von Frauen und Männern! –, eine eigene soziale Absicherung, obwohl das – das wissen wir aus allen Umfragen und wurde auch durch das Frauen-Volksbegehren bestätigt – der zentrale Wunsch der österreichischen Frauen ist. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Bundesminister Dr. Bartenstein: Sie haben mir offensichtlich nicht zugehört! Wirtschaftskammer!
Der dritte Gedanke, der diesem Paket zugrunde liegt, lautet: Kammern, bürokratische Apparate sind schwerfällig, sollen in irgendeiner Form zurückgedrängt werden. Es gibt in diesem Bereich Einsparungspotentiale so wie auch bei den Langzeitarbeitslosen. – Nur: Erstaunlich ist für mich – ich würde gar nicht bestreiten, dass es in allen öffentlich-rechtlichen Körperschaften tatsächlich Einsparungspotentiale gibt –, dass Ihnen trotz Ihrer Zuständigkeit über mehrere Kammern immer nur die Arbeiterkammern ins Auge stechen. Ich kenne mehr Kammern, und es gibt allerorts Unwirtschaftlichkeiten, die Sie auch kennen. Es ist doch bemerkenswert, dass die öffentliche Debatte sehr, sehr einseitig ist. Wir lehnen das ab! (Beifall bei den Grünen. – Bundesminister Dr. Bartenstein: Sie haben mir offensichtlich nicht zugehört! Wirtschaftskammer!) Aber wenn es um die Beiträge und Ähnliches ging, war es bisher eine sehr einseitige Reaktion.
Beifall bei den Grünen.
Herr Bundesminister! Wenn das eine Sozialleistung ist, dann aber bitte wirklich für alle. Sie begehen ja sonst einen doppelten Systembruch! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Oder auch, weil Sie das Programm "Integra" angesprochen haben: Ich kann mir durchaus vorstellen, dass sehr viele Menschen, die lange Zeit arbeitslos waren und sind, tatsächlich den dringenden Wunsch haben, wieder eine Beschäftigung zu finden, wieder eine Tätigkeit zu erlangen. Das zentrale Kriterium, an dem sich die Geister scheiden, ist jedoch die Freiwilligkeit. Wir sollten gar nicht so weit kommen, die Zumutbarkeit prüfen zu müssen, eben den staatlichen Stachel ansetzen zu müssen. Denn wenn es fürs Erste einmal tatsächlich nur um 1 000 Plätze geht, dann, würde ich meinen, ließe sich das doch auf der Basis der Freiwilligkeit erreichen – und dann darf es tatsächlich keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen geben, also nicht: ALG oder NH plus x, sondern dann muss es gleich sein. Es wäre das sonst der erste staatliche Anspruch, bei dem Frauen auch diskriminiert werden, und das wäre ein absoluter Rückschritt! (Beifall bei den Grünen. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Dr. Khol: Das ist ein langer Schlusssatz!
Mein Schlusssatz: Herr Bundesminister! Man kann Sozialabbau betreiben, indem man in Teilbereichen, wie etwa beim Kinderbetreuungsgeld, mehr Geld ausgibt. Das, was hier betrieben wird, ist vor allem ein Abbau an Selbständigkeit, ein Schritt gegen die Emanzipation (Abg. Dr. Khol: Das ist ein langer Schlusssatz!) und somit ein gesellschaftspolitischer Rückschritt! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Mein Schlusssatz: Herr Bundesminister! Man kann Sozialabbau betreiben, indem man in Teilbereichen, wie etwa beim Kinderbetreuungsgeld, mehr Geld ausgibt. Das, was hier betrieben wird, ist vor allem ein Abbau an Selbständigkeit, ein Schritt gegen die Emanzipation (Abg. Dr. Khol: Das ist ein langer Schlusssatz!) und somit ein gesellschaftspolitischer Rückschritt! (Beifall bei den Grünen.)
Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen.
Bevor mir jemand in Erinnerung rufen möchte, dass ich selbst zweimal einem so genannten Belastungspaket zugestimmt habe, sage ich: Jawohl, das stimmt, aber diese beiden Belastungspakete waren sozial ausgewogen. (Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen.) Heute gibt es eine Belastungswelle, die für Unternehmer, Bauern, Hausbesitzer und Selbständige 19 Milliarden Schilling an Vorteilen bringt und für Arbeiter, Angestellte, Beamte, Arbeitslose und Kranke eine Mehrbelastung von 15 Milliarden Schilling. Da kann man nicht mehr von sozial ausgewogen sprechen, sondern da ist eine sehr große Schlagseite zu Ungunsten der arbeitenden Menschen in diesem Lande vorhanden.
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Ich gebe schon zu: Es ist das ein Meilenstein aus der Sicht der Arbeitgeber. Aber gestatten Sie mir: Ich habe es aus der Sicht der Arbeitnehmer gesehen, und da ist das, was morgen von der Regierung beschlossen wird, eine der größten Mogelpackungen, die in diesem Land mittels Gesetz Arbeitnehmern verkauft werden. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Haigermoser
Das Ergebnis der Tätigkeit dieser Sozialpartnerschaft waren die niedrigste Streikrate in der Welt, sozialer Friede – ein großer Standortvorteil, wie ich schon einige Male von diesem Rednerpult aus betont habe; ein Vorteil, den wir uns erhalten sollten. Aber diese FPÖ/ÖVP-Regierung schaffte es innerhalb weniger Wochen, nicht nur die außenpolitische Reputation unseres Landes massiv zu schädigen (Zwischenruf des Abg. Haigermoser ), sondern mit den Ankündigungen auch die Existenzgrundlage der Arbeiterkammern zu gefährden und die rund drei Millionen Arbeitnehmer und zwei Millionen Pensionisten zu verunsichern.
Beifall bei der SPÖ.
Weitere Versuche von FPÖ und ÖVP, Gerüchte in die Welt zu setzen, sind nicht haltbar. Ich darf Ihnen in Erinnerung rufen, dass der Präsident der Bundesarbeitskammer, Präsident Tumpel, selbst aktiv geworden ist und Sie, Herr Minister Bartenstein, aufgefordert hat, die Korrektheit aller Kammerregeln zu überprüfen und zu bestätigen, wenn es aber Unregelmäßigkeiten gibt, diese der Öffentlichkeit mitzuteilen, denn dann gehören sie abgestellt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Aber ich verspreche Ihnen, meine sehr geehrten Damen und Herren von den Regierungsparteien: Ihnen wird es nicht gelingen, die Arbeiterkammern und Gewerkschaften, die Sprachrohre der Arbeitnehmer in diesem Land, mundtot zu machen! Das gelingt Ihnen nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Warum heben sie die Höchstumlage ein und belasten die "kleinen" Leute mit der Höchstumlage?
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Was würde eine 40-prozentige Kürzung bedeuten? – Eine radikale Einschränkung der Leistungen. (Abg. Ing. Westenthaler: Warum heben sie die Höchstumlage ein und belasten die "kleinen" Leute mit der Höchstumlage?) Um 40 Prozent zu kürzen, ohne auch eine Kürzung der Leistung vorzunehmen, geht nicht einmal beim kleinsten Briefmarkenklub. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass die Präsidenten Dinkhauser aus Tirol und Fink aus Vorarlberg – bekannterweise ÖVP-Präsidenten – dieser Kürzung zugestimmt hätten. Das waren mit die vehementesten Verfechter, die gesagt haben, dass dies nicht möglich sei.
Zwischenrufe der Abgeordneten Ing. Westenthaler und Haigermoser.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Warum wollen viele, vor allem Arbeitgeber, eine Leistungseinschränkung? Ich werde Ihnen dafür eine Begründung liefern: Jeder Beitragsschilling der Arbeiterkammern wird in zwei Leistungsschillinge umgewandelt. (Zwischenrufe der Abgeordneten Ing. Westenthaler und Haigermoser. ) Ich demonstriere das am Beispiel der Arbeiterkammer Wien: Im Jahr 1998 flossen 90 Prozent der Beiträge in Form von Leistungen an die Mitglieder zurück.
Abg. Ing. Westenthaler: Die wundersame Geldvermehrung der Arbeiterkammer!
Was würde nun eine Leistungseinschränkung bedeuten? – Man weiß, dass allein die Arbeiterkammer Wien im Jahr 1998 140 000 Beratungen durchgeführt hat (Abg. Ing. Westenthaler: Die wundersame Geldvermehrung der Arbeiterkammer!) und für die arbeitenden Menschen in Wien – hören Sie jetzt zu, Herr Westenthaler! – 1,5 Milliarden Schilling an arbeits- und sozialrechtlichen Forderungen erstritten hat! (Beifall bei der SPÖ.) Müsste man diese Leistungen einschränken, dann könnte man nicht mehr 1,5 Milliarden für die Arbeitnehmer erreichen und dann bliebe ein Körberlgeld für die Arbeitgeber in diesem Lande. Das ist der wahre Hintergrund! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was würde nun eine Leistungseinschränkung bedeuten? – Man weiß, dass allein die Arbeiterkammer Wien im Jahr 1998 140 000 Beratungen durchgeführt hat (Abg. Ing. Westenthaler: Die wundersame Geldvermehrung der Arbeiterkammer!) und für die arbeitenden Menschen in Wien – hören Sie jetzt zu, Herr Westenthaler! – 1,5 Milliarden Schilling an arbeits- und sozialrechtlichen Forderungen erstritten hat! (Beifall bei der SPÖ.) Müsste man diese Leistungen einschränken, dann könnte man nicht mehr 1,5 Milliarden für die Arbeitnehmer erreichen und dann bliebe ein Körberlgeld für die Arbeitgeber in diesem Lande. Das ist der wahre Hintergrund! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was würde nun eine Leistungseinschränkung bedeuten? – Man weiß, dass allein die Arbeiterkammer Wien im Jahr 1998 140 000 Beratungen durchgeführt hat (Abg. Ing. Westenthaler: Die wundersame Geldvermehrung der Arbeiterkammer!) und für die arbeitenden Menschen in Wien – hören Sie jetzt zu, Herr Westenthaler! – 1,5 Milliarden Schilling an arbeits- und sozialrechtlichen Forderungen erstritten hat! (Beifall bei der SPÖ.) Müsste man diese Leistungen einschränken, dann könnte man nicht mehr 1,5 Milliarden für die Arbeitnehmer erreichen und dann bliebe ein Körberlgeld für die Arbeitgeber in diesem Lande. Das ist der wahre Hintergrund! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Haigermoser: Haben wir schon verlangt! Habe ich schon verlangt!
Das Gesamtbudget der Arbeiterkammern beträgt – ich runde das großzügig auf – 3,7 Milliarden Schilling, jenes der Wirtschaftskammer 9 Milliarden Schilling. Die Aufwendung eines Mitgliedes für jeden Funktionär: in den Arbeiterkammern 25 S, in der Wirtschaftskammer 541 S. Warum verlangen Sie dort nicht eine Kürzung von 40 Prozent? – Weil es einen riesengroßen Aufschrei geben würde. (Abg. Haigermoser: Haben wir schon verlangt! Habe ich schon verlangt!)
Abg. Haigermoser: Besonders in Tirol!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Menschen haben die wahre soziale Gesinnung dieser Regierung, vor allem der selbst ernannten neuen Arbeiterpartei erkannt, wie die Ergebnisse der letzten Arbeiterkammerwahlen ja zeigen. (Abg. Haigermoser: Besonders in Tirol!) Herr Gaugg wird der nächste Redner sein, er ist oberster Arbeitnehmerführer in der FPÖ. Er war Spitzenkandidat in Kärnten. Sein Parteiführer Landeshauptmann Haider hat mit ihm den Wahlkampf verloren. Herr Gaugg, vielleicht erklären Sie uns einmal, wieso Sie in Kärnten, wo Sie Spitzenkandidat waren, wie in allen anderen Kammern massiv verloren haben. Aber so wird es
Abg. Haigermoser: Da war ein Paradies!
Abgeordneter Reinhart Gaugg (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Jetzt wird schön langsam klar, warum die Grünen in bester Eintracht mit der SPÖ diese Dringliche Anfrage eingebracht haben: Mit 4. Februar ist anscheinend ein Trauma eingetreten – es ist alles katastrophal! Bis 4. Februar war die Welt noch in Ordnung. (Abg. Haigermoser: Da war ein Paradies!) 4. Februar, 12 Uhr: Die Welt verdunkelt sich! Alle Sozialmaßnahmen der Vergangenheit haben die Menschen ins Paradies geführt, jetzt aber ist das nicht mehr möglich! – Das, was Sie hier am Rednerpult erzählen, Herr Abgeordneter Öllinger, glauben Sie doch nicht einmal selbst! (Zwischenruf der Abg. Dr. Petrovic. )
Zwischenruf der Abg. Dr. Petrovic.
Abgeordneter Reinhart Gaugg (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Jetzt wird schön langsam klar, warum die Grünen in bester Eintracht mit der SPÖ diese Dringliche Anfrage eingebracht haben: Mit 4. Februar ist anscheinend ein Trauma eingetreten – es ist alles katastrophal! Bis 4. Februar war die Welt noch in Ordnung. (Abg. Haigermoser: Da war ein Paradies!) 4. Februar, 12 Uhr: Die Welt verdunkelt sich! Alle Sozialmaßnahmen der Vergangenheit haben die Menschen ins Paradies geführt, jetzt aber ist das nicht mehr möglich! – Das, was Sie hier am Rednerpult erzählen, Herr Abgeordneter Öllinger, glauben Sie doch nicht einmal selbst! (Zwischenruf der Abg. Dr. Petrovic. )
Abg. Ing. Westenthaler: "Konsum"!
Vorher war alles in Ordnung, alles bestens – wir hatten aber den höchsten Arbeitslosenstand: 300 000 Arbeitslose, enorme Arbeitsplatzverluste in der verstaatlichten Industrie und Ähnliches! (Abg. Ing. Westenthaler: "Konsum"!) Und angesichts dessen tritt Herr Kollege Nürnberger hier ans Rednerpult und erzählt “großartig”, dass für die Hausbesitzer etwas getan wird. Konecny wird sich freuen, Verzetnitsch ist es egal, denn der wohnt gratis im Penthouse der BAWAG. Es ist wirklich erstaunlich, was Sie hier aufführen.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Folgendes sage ich Ihnen auch noch, Herr Kollege Öllinger – immer als engagierter Kämpfer für Soziales bekannt –: Das, was Sie heute hier am Rednerpult über Frau Bundesminister Sickl gesagt haben, weise ich auf das Schärfste zurück! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Haigermoser und Silhavy
Wenn wir im Zusammenhang mit diesen Dingen polemisieren wollen, dann fangen wir doch gleich bei Ihrer Fraktion an, bei Ihrem Klubobmann, der eine Frau von ihrer Funktion als Klubobfrau verdrängt hat. Er ist wohlbestallter, pragmatisierter Universitätsprofessor. Ich glaube nicht, dass er es um einen Lohn wie ein Arbeitsloser macht (Zwischenrufe der Abgeordneten Haigermoser und Silhavy ), sondern er hat daneben noch sein Gehalt für seine Funktion als Klubobmann.
Anhaltende Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Neben ihm sitzt Frau Petrovic. Frau Petrovic fährt meines Wissens – laut den Aussagen der Medien – einen Porsche. (Anhaltende Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) All das sind ja Statussymbole von Menschen, die dem Kapital unterliegen! Und dann gehen Sie hier herunter und sagen, Sie treten für die armen Leute ein! – Sie sind unglaubwürdig in dieser Frage!
Ruf bei der SPÖ: Statt dass er hier sitzt, wo er hingehört!
Noch etwas an die Adresse der Frau Kollegin Petrovic. Frau Petrovic hat heute in der Früh, glaube ich, kritisiert, Herr Klubobmann Westenthaler sei gestern im Fernsehen gesehen worden. – Das wird noch öfters vorkommen, weil das durchaus auch eine seiner Aufgaben ist. Er war beim Fußballspiel, er war unter Menschen – unglaublich! (Ruf bei der SPÖ: Statt dass er hier sitzt, wo er hingehört!) Er war nicht in dem "Big Brother", den wir hier herinnen erleben. Die Wirklichkeit ist draußen bei den Menschen, die Sie mit Ihrer Polemik immer wieder verunsichern.
Aha-Rufe bei den Freiheitlichen.
Frau Petrovic und Herr Klubobmann Van der Bellen – Herr Universitätsprofessor Van der Bellen muss jetzt genau zuhören –: Einen schönen Gruß von Ihrem Abgeordneten Pilz. Er diniert gerade im Café Landtmann – mit wem, weiß ich nicht. (Aha-Rufe bei den Freiheitlichen.) Feinste Wiener Adresse, im 1. Bezirk. Ist das eine Dienstauffassung? Seit einer Stunde ist er dort! Wo bleibt denn Ihre Ehrlichkeit, meine Lieben? (Zwischenrufe. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Haigermoser: Wo ist Herr Pilz?) Wo bleibt denn die Ehrlichkeit? – Sie sollten doch endlich einmal die Trauerarbeit beenden.
Zwischenrufe. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Haigermoser: Wo ist Herr Pilz?
Frau Petrovic und Herr Klubobmann Van der Bellen – Herr Universitätsprofessor Van der Bellen muss jetzt genau zuhören –: Einen schönen Gruß von Ihrem Abgeordneten Pilz. Er diniert gerade im Café Landtmann – mit wem, weiß ich nicht. (Aha-Rufe bei den Freiheitlichen.) Feinste Wiener Adresse, im 1. Bezirk. Ist das eine Dienstauffassung? Seit einer Stunde ist er dort! Wo bleibt denn Ihre Ehrlichkeit, meine Lieben? (Zwischenrufe. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Haigermoser: Wo ist Herr Pilz?) Wo bleibt denn die Ehrlichkeit? – Sie sollten doch endlich einmal die Trauerarbeit beenden.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Noch etwas – das betrifft auch den Koalitionspartner, es geht um Frau Bundesminister Sickl –: Durch ständiges Anschwärzen und Wiederholen von Lügen wird nichts wahrer! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Sophie Bauer: Wir treiben niemanden hin! Das ist die Betroffenheit!
Kollege Öllinger! Umbau ist nicht Abbau. Umbau ist Gerechtigkeit. Und damit sind wir wieder beim Kollegen Nürnberger, den sich andere Gewerkschaften in der Vergangenheit wahrscheinlich durchaus als Verhandlungspartner mit dem Dienstgeber gewünscht hätten: Ihr habt alle im Stich gelassen! Die Metaller sind wichtig, aber die Leder verarbeitende Industrie, die Arzthelferinnen sind Ihnen egal, denn da kann man nicht Zehntausende in irgendeine Halle treiben und die starke Faust zeigen. (Abg. Sophie Bauer: Wir treiben niemanden hin! Das ist die Betroffenheit!) Das ist der Vorwurf – nicht, dass die Metaller nicht ordentlich vertreten werden.
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Sie sagen: Mich interessieren die Metaller! Ihr Chef Verzetnitsch schwimmt in seinem Pool im Penthouse auf Kosten der BAWAG – und es ist Ihnen eigentlich egal, dass die anderen 1,3 Millionen Mitglieder übrig bleiben. Das ist der Hauptvorwurf, den ich an Sie richte: die Ungerechtigkeiten und die Ungleichbehandlung! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Nürnberger.
Herr Kollege Nürnberger! Mit den Wahlen in einer Demokratie ist es eben einmal nicht so wie im ÖGB. Im ÖGB wird bestimmt, wer Präsident wird. Der Nürnberger ist es, und der bleibt es bis zum letzten Atemzug – so läuft das. (Zwischenruf des Abg. Nürnberger. )
Beifall bei den Freiheitlichen.
Schauen wir das Wahlergebnis der Nationalratswahlen an, bei diesen war ich auch Spitzenkandidat: Wir waren das erste Mal auch bei den Nationalratswahlen stärkste Partei in Kärnten. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Ihr Spitzenkandidat musste leider die Niederlage hinnehmen. (Abg. Nürnberger: Was hat Haider gesagt, als du verloren hast?)
Abg. Nürnberger: Was hat Haider gesagt, als du verloren hast?
Schauen wir das Wahlergebnis der Nationalratswahlen an, bei diesen war ich auch Spitzenkandidat: Wir waren das erste Mal auch bei den Nationalratswahlen stärkste Partei in Kärnten. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Ihr Spitzenkandidat musste leider die Niederlage hinnehmen. (Abg. Nürnberger: Was hat Haider gesagt, als du verloren hast?)
Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.
In einer Demokratie ist es so. Und wir haben einfach einen längeren Atem als ihr von der SPÖ! Jetzt habt ihr die Nerven weggehaut, weil ihr nicht mehr in der Regierung seid. (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Lieber Kollege Nürnberger! Die internationale Reputation anzusprechen ist eine gewagte Aktion, denn gerade du weißt es, wer schuld ist daran, dass es so ist. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Die Sozialistische Internationale bricht zusammen – und jetzt versucht man es halt im Land. Es ist fürchterlich, was alles da passiert.
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Kann wirklich jemand ernsthaft glauben, dass hier eine neue Bundesregierung antritt, um wirklich alles schlechter zu machen, damit ihr wieder stärker werdet? – Das werdet ihr ja wirklich nicht selbst glauben. Sie können doch nicht selbst glauben, dass von dieser Bundesregierung Maßnahmen gesetzt werden, die den Menschen nur Verschlechterungen bringen. Aber eines werden wir sicher tun: Die Funktionäre werden wir stutzen, ganz gewaltig. (Zwischenruf der Abg. Silhavy. )
Weitere Zwischenrufe.
Frau Gewerkschaftssekretärin aus der Steiermark! Die Redezeit ist begrenzt. Lasst mich daher das sagen, was ich sagen möchte. (Weitere Zwischenrufe.) – Nein, ist ja einfach nur zum Nachdenken.
Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen.
Er hat gesprochen vom Herbeischaffen eines Ministers. Und Herr Kollege Nürnberger sagte, die Kammern hätten das Land aufgebaut. (Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen.) Das ist ein riesiger Irrtum! Die Menschen in diesem Land haben dieses Land aufgebaut und nicht die Kammern! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Das Bonzenland haben sie aufgebaut! – Abg. Haigermoser: Das ist die Gewalt der Sprache der Grünen! – Zwischenruf der Abg. Silhavy. ) – Ich muss ja Beiträge zahlen. Wenn ich gut vertreten gewesen wäre, wie es geheißen hat, dann hätten wir den Prozess auch gewonnen. Ja stell dir vor. Sie san a Liabe!
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Das Bonzenland haben sie aufgebaut! – Abg. Haigermoser: Das ist die Gewalt der Sprache der Grünen! – Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Er hat gesprochen vom Herbeischaffen eines Ministers. Und Herr Kollege Nürnberger sagte, die Kammern hätten das Land aufgebaut. (Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen.) Das ist ein riesiger Irrtum! Die Menschen in diesem Land haben dieses Land aufgebaut und nicht die Kammern! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Das Bonzenland haben sie aufgebaut! – Abg. Haigermoser: Das ist die Gewalt der Sprache der Grünen! – Zwischenruf der Abg. Silhavy. ) – Ich muss ja Beiträge zahlen. Wenn ich gut vertreten gewesen wäre, wie es geheißen hat, dann hätten wir den Prozess auch gewonnen. Ja stell dir vor. Sie san a Liabe!
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Lieber Freund Edler! Wenn du das einmal korrigierst, ist das der erste Beitrag zu sozialer Gerechtigkeit in unserem Land, die wir dringend brauchen. Es ist nicht richtig, vorzugeben, den "kleinen" Eisenbahner zu vertreten, in Wirklichkeit aber ein Funktionärsparadies zu schaffen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenhaler: Herr Präsident! Was ist mit der "Mogelpackung" des Herrn Abgeordneten Nürnberger?
Präsident Dr. Heinz Fischer: Herr Kollege Gaugg! Wären Sie so nett, die Worte "Schweinerei, die Sie zulassen" zu korrigieren. Ich meine, dass wir nicht so miteinander umgehen sollten. Sie haben gesagt: "die Schweinerei, die Sie zulassen". (Abg. Ing. Westenhaler: Herr Präsident! Was ist mit der "Mogelpackung" des Herrn Abgeordneten Nürnberger?) – Wenn Sie nicht den Unterschied zwischen "Schweinerei" und "Mogelpackung" spüren, tun Sie mir Leid. (Abg. Haigermoser: Ich sage, eine Mogelpackung ist eine Schweinerei!) – Bitte, Kollege Gaugg!
Abg. Haigermoser: Ich sage, eine Mogelpackung ist eine Schweinerei!
Präsident Dr. Heinz Fischer: Herr Kollege Gaugg! Wären Sie so nett, die Worte "Schweinerei, die Sie zulassen" zu korrigieren. Ich meine, dass wir nicht so miteinander umgehen sollten. Sie haben gesagt: "die Schweinerei, die Sie zulassen". (Abg. Ing. Westenhaler: Herr Präsident! Was ist mit der "Mogelpackung" des Herrn Abgeordneten Nürnberger?) – Wenn Sie nicht den Unterschied zwischen "Schweinerei" und "Mogelpackung" spüren, tun Sie mir Leid. (Abg. Haigermoser: Ich sage, eine Mogelpackung ist eine Schweinerei!) – Bitte, Kollege Gaugg!
Beifall bei den Freiheitlichen.
Abgeordneter Reinhart Gaugg (Freiheitliche): Gut, ich nehme es zurück. Dann sage ich: Mogelpackung. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Haigermoser: Wo ist der Herr Pilz? In welchem Wirtshaus ist der Herr Pilz? Können Sie den Herrn Pilz "herbeischaffen"?
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Herr Präsident! Herr Abgeordneter Gaugg hat in seiner Rede zwei Behauptungen aufgestellt, die unrichtig sind. Die eine hat gelautet, die Grünen hätten alles, was vorher an Sozialpolitik geschehen sei, als Wege ins Sozialparadies bezeichnet. (Abg. Haigermoser: Wo ist der Herr Pilz? In welchem Wirtshaus ist der Herr Pilz? Können Sie den Herrn Pilz "herbeischaffen"?) – Diese Behauptung ist unrichtig.
Abg. Dr. Martin Graf: So viele Dringliche Anfragen habt ihr gar nicht gehabt!
Wir haben durch mehrere Dringliche Anfragen auch an die alte Bundesregierung und ich habe in meiner Rede auch in Bezug auf die Sozialpolitik der alten Bundesregierung klargestellt, dass wir sehr viel an der alten Bundesregierung von ÖVP und SPÖ auszusetzen gehabt haben. (Abg. Dr. Martin Graf: So viele Dringliche Anfragen habt ihr gar nicht gehabt!)
Abg. Haigermoser: Weil sie den Porsche hat!
Die zweite Behauptung des Herrn Abgeordneten Gaugg hat Kollegin Petrovic betroffen. (Abg. Haigermoser: Weil sie den Porsche hat!) Abgeordnete Petrovic fährt Porsche, hat er gesagt. Ich habe es mir genauer notiert, Herr Abgeordneter Haigermoser. Diese Behauptung, die Abgeordnete Petrovic fährt Porsche, ist unrichtig und dürfte offensichtlich auf einer Fehlinformation durch den Herrn Lugner basiert haben, der ja schon einmal versucht hat, mit Detektiven der Frau Petrovic ähnliche Vergehen mit Cabrios nachzuweisen. (Abg. Haigermoser: Was fährt sie
Abg. Eder: ÖVP oder ÖAAB? – Abg. Haigermoser: Gott sei Dank! – Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Mag. Walter Tancsits (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Ich möchte mich auch namens meiner Fraktion für diese Anfrage bedanken, die uns Gelegenheit gibt, Profile, Grundsätze unserer Sozialpolitik aufzuzeigen, die sich klarerweise von der des Kollegen Öllinger unterscheidet. (Abg. Eder: ÖVP oder ÖAAB? – Abg. Haigermoser: Gott sei Dank! – Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
In diesem Bereich wollen wir keinen Schulterschluss, den wir im nationalen Interesse gestern gebraucht hätten und den Sie aus eigensüchtigen und parteipolitischen Gründen verweigert haben. Wir setzen nämlich auf die Selbständigkeit des Menschen, wir setzen darauf, dass Sozialpolitik vor allem dazu dienen muss, Hilfe zur Selbsthilfe zu sein und die Menschen unabhängiger zu machen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Haigermoser: Auf dem Mond!
Aber bei jedem gewünschten sachlichen Unterschied sollten wir, Herr Kollege Öllinger, doch bei den Tatsachen, also Fakten bleiben. Wir haben in Österreich die beste Beschäftigungslage seit Jahrzehnten, die Zahl der jungen Arbeitslosen ist um 17,4 Prozent gesunken, jene der über 50-jährigen Arbeitslosen um 8,3 Prozent. Wenn Sie das als Sozialabbau bezeichnen, Herr Kollege Öllinger, dann frage ich mich, auf welchem Planeten Sie eigentlich leben. (Abg. Haigermoser: Auf dem Mond!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich sage Ihnen, worin der Unterschied besteht zu dem, was bisher als permanenter und schleichender Sozialabbau in diesem Land unter sozialdemokratischer Führung der Sozialpolitik üblich war: Sozialabbau zu Lasten der künftigen Generationen, indem man ihnen eine tragfähige Altersversorgung verweigert hat; Sozialabbau zu Lasten der Kinder und Familien, indem man über Jahrzehnte verhindert hat, dass Milliarden an zu hoher Steuerleistung zurückgegeben werden; Sozialabbau zu Lasten der älteren Mitbürger, auf deren Rücken man die verstaatlichte Industrie saniert hat. Diesen permanenten und schleichenden Sozialabbau werden wir mit klaren Grundsätzen abschaffen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Das ist ein Fortschritt!
Mir sind in Ihrer Dringlichen Anfrage einige Dinge aufgefallen, bei welchen es meiner Meinung nach darum geht, bewussten Fehlinformationen entgegenzutreten. Natürlich wird es weiterhin die Möglichkeit geben, vorzeitige Alterspension wegen Arbeitslosigkeit in Anspruch zu nehmen. Die Möglichkeiten, der Zugang – das wissen Sie – werden sogar ausgebaut. (Abg. Öllinger: Das ist ein Fortschritt!) Natürlich wird es – und ich bitte Sie, die Menschen nicht zu verunsichern – Invaliditätspension und Berufsunfähigkeitspension weiterhin geben. Aber wir werden jene Scheinmaßnahme von Pseudoverweisungen, wobei Menschen auf Arbeitsplätze verwiesen werden, die es in der Praxis nicht gibt, hintanhalten. (Abg. Öllinger: Genau!)
Abg. Öllinger: Genau!
Mir sind in Ihrer Dringlichen Anfrage einige Dinge aufgefallen, bei welchen es meiner Meinung nach darum geht, bewussten Fehlinformationen entgegenzutreten. Natürlich wird es weiterhin die Möglichkeit geben, vorzeitige Alterspension wegen Arbeitslosigkeit in Anspruch zu nehmen. Die Möglichkeiten, der Zugang – das wissen Sie – werden sogar ausgebaut. (Abg. Öllinger: Das ist ein Fortschritt!) Natürlich wird es – und ich bitte Sie, die Menschen nicht zu verunsichern – Invaliditätspension und Berufsunfähigkeitspension weiterhin geben. Aber wir werden jene Scheinmaßnahme von Pseudoverweisungen, wobei Menschen auf Arbeitsplätze verwiesen werden, die es in der Praxis nicht gibt, hintanhalten. (Abg. Öllinger: Genau!)
Abg. Öllinger: Als Alternative!
Nun auch ein Wort, über das ja heute schon sehr viel diskutiert wurde und das Sie interessanterweise auch in Ihrer "Nicht-Schulterschluss-Anfrage" enthalten haben, zur Frage des Zivildienstes im Rahmen der Sozialpolitik. Ich halte es schon für entlarvend, welche Entwicklung der Zivildienst in diesem Land genommen hat. Ich rufe in Erinnerung: Der Zivildienst wurde in diesem Land als Wehrersatzdienst und als nichts anderes geschaffen. (Abg. Öllinger: Als Alternative!) Gerade Sie, meine Damen und Herren von den Grünen, und viele Institutionen, die dahinter stehen, haben den Zivildienst missbräuchlich als einen Arbeitsdienst für junge Menschen verwendet und damit in unserem Sozialsystem Menschen von regulären Arbeitsplätzen verdrängt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Nun auch ein Wort, über das ja heute schon sehr viel diskutiert wurde und das Sie interessanterweise auch in Ihrer "Nicht-Schulterschluss-Anfrage" enthalten haben, zur Frage des Zivildienstes im Rahmen der Sozialpolitik. Ich halte es schon für entlarvend, welche Entwicklung der Zivildienst in diesem Land genommen hat. Ich rufe in Erinnerung: Der Zivildienst wurde in diesem Land als Wehrersatzdienst und als nichts anderes geschaffen. (Abg. Öllinger: Als Alternative!) Gerade Sie, meine Damen und Herren von den Grünen, und viele Institutionen, die dahinter stehen, haben den Zivildienst missbräuchlich als einen Arbeitsdienst für junge Menschen verwendet und damit in unserem Sozialsystem Menschen von regulären Arbeitsplätzen verdrängt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Reitsamer: Das darf ja wirklich nicht wahr sein! – Abg. Sophie Bauer: Das ist kabarettreif!
Es ist natürlich richtig, dass nach Jahrzehnten sozialistischer und links geführter Sozialpolitik in diesem Land die Unterschiede, die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen erklecklich groß sind und nicht geringer geworden sind – mit einer einzigen Ausnahme, und zwar im Bereich des öffentlichen Dienstes. Und das liegt meiner Meinung nach daran, dass dort die Personalvertretungen von christlichen Gewerkschaften geführt wurden und geführt werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Reitsamer: Das darf ja wirklich nicht wahr sein! – Abg. Sophie Bauer: Das ist kabarettreif!)
Abg. Reitsamer: Das liegt an den verschwommenen Formulierungen in Ihrem Koalitionsübereinkommen!
Meine Damen und Herren! Was legt diese Bundesregierung im Rahmen des von Ihnen so bezeichneten "Sozialabbaus" vor? – Der Herzschrittmacher ist, wenn es komplikationslos geht, in zwei Tagen erledigt – das wären 60 S mehr. Wenn Sie dazu einen Ambulanzbesuch brauchen, kostet dies 150 S, in Summe also 210 S. (Abg. Reitsamer: Das liegt an den verschwommenen Formulierungen in Ihrem Koalitionsübereinkommen!) Aber das war wahrscheinlich nicht Absicht, Sie haben sich halt nur um das 133-Fache verschätzt. (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Oder Sie haben dazugerechnet, dass allein die Parkgebühren in den Wiener Spitälern ein Mehrfaches dessen betragen, ...
Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Meine Damen und Herren! Was legt diese Bundesregierung im Rahmen des von Ihnen so bezeichneten "Sozialabbaus" vor? – Der Herzschrittmacher ist, wenn es komplikationslos geht, in zwei Tagen erledigt – das wären 60 S mehr. Wenn Sie dazu einen Ambulanzbesuch brauchen, kostet dies 150 S, in Summe also 210 S. (Abg. Reitsamer: Das liegt an den verschwommenen Formulierungen in Ihrem Koalitionsübereinkommen!) Aber das war wahrscheinlich nicht Absicht, Sie haben sich halt nur um das 133-Fache verschätzt. (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Oder Sie haben dazugerechnet, dass allein die Parkgebühren in den Wiener Spitälern ein Mehrfaches dessen betragen, ...
Abg. Gaugg: Dann ist das wohl nur eine größere Badewanne!
Abgeordneter Friedrich Verzetnitsch (SPÖ): Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Abgeordneter Gaugg hat behauptet, dass ich gratis bei der BAWAG wohne und dort auch im Swimmingpool unterwegs bin. (Abg. Gaugg: Dann ist das wohl nur eine größere Badewanne!) Mir ist es nicht bekannt, Herr Abgeordneter Gaugg, und ich nehme Ihre Worte ernst: Durch ständiges Anschwärzen und Lügenverbreiten wird nichts wahrer!
Abg. Gaugg: Kriegszins vielleicht! Wie viel Miete zahlen Sie bitte?
Faktum ist, dass ich am Fleischmarkt in einer Mietwohnung wohne, dort monatlich meine Miete bezahle (Abg. Gaugg: Kriegszins vielleicht! Wie viel Miete zahlen Sie bitte?), monatlich meine ortsübliche Miete bezahle und nicht um 3 Uhr früh anläuten muss, wie Herr Gaugg, damit er irgendwelche Kindereien wahrnimmt, sondern auch dort nicht als Trockenschwimmer unterwegs bin, sondern in Wirklichkeit ein ordentliches Mietverhältnis habe. – Lügen haben kurze Beine, Herr Abgeordneter! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westen
Zwischenruf des Abg. Brix.
Abgeordneter Reinhart Gaugg (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr ÖGB-Präsident und Nationalratsabgeordneter – und ich weiß nicht, welche bezahlten Funktionen Sie noch haben! (Zwischenruf des Abg. Brix. ) Jetzt haben Sie um eine Lade zu tief gegriffen. Das, was Sie mir da unterstellen, hat erstens einmal nie stattgefunden. Zweitens ist mir Wurscht, wo Ihre Glocke ist. Was mir nicht egal ist, ist, dass Sie bis heute nicht offen legen, zu welchen Konditionen Sie dort wohnen ... (Abg. Sophie Bauer: Persönliche Erwiderung!)
Abg. Sophie Bauer: Persönliche Erwiderung!
Abgeordneter Reinhart Gaugg (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr ÖGB-Präsident und Nationalratsabgeordneter – und ich weiß nicht, welche bezahlten Funktionen Sie noch haben! (Zwischenruf des Abg. Brix. ) Jetzt haben Sie um eine Lade zu tief gegriffen. Das, was Sie mir da unterstellen, hat erstens einmal nie stattgefunden. Zweitens ist mir Wurscht, wo Ihre Glocke ist. Was mir nicht egal ist, ist, dass Sie bis heute nicht offen legen, zu welchen Konditionen Sie dort wohnen ... (Abg. Sophie Bauer: Persönliche Erwiderung!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Ing. Westenthaler: Herr Präsident! Muss der Herr Präsident Verzetnitsch das Wort "Lüge" nicht zurücknehmen? Er hat dem Abgeordneten Gaugg Lügen vorgeworfen, und soweit ich informiert bin, gebührt für "Lügen" ein Ordnungsruf!
Abgeordneter Reinhart Gaugg (fortsetzend): Ich fordere Sie auf, Herr ÖGB-Präsident, nehmen Sie das zurück, und zwar vollinhaltlich, denn diese Behauptung lasse ich nicht auf mir sitzen! Nicht von Ihnen! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Ing. Westenthaler: Herr Präsident! Muss der Herr Präsident Verzetnitsch das Wort "Lüge" nicht zurücknehmen? Er hat dem Abgeordneten Gaugg Lügen vorgeworfen, und soweit ich informiert bin, gebührt für "Lügen" ein Ordnungsruf!)
Abg. Ing. Westenthaler: Dafür gebührt ein Ordnungsruf!
Präsident Dr. Heinz Fischer: " Lügen haben kurze Beine." (Abg. Ing. Westenthaler: Dafür gebührt ein Ordnungsruf!) – Herr Abgeordneter Verzetnitsch! Haben Sie den Vorwurf der Lüge an die Adresse des Abgeordneten Gaugg gerichtet, dann bitte ich Sie, hier herauszukommen und auch ein anderes Wort zu verwenden. – Bitte.
Abg. Ing. Westenthaler: Na, na! – Abg. Haigermoser: Nein! Ein bisschen Zivilcourage! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Abgeordneter Friedrich Verzetnitsch (SPÖ): Ich habe Herrn Abgeordneten Gaugg zitiert, der in seiner Rede gesagt hat: Durch ständiges Anschwärzen und Lügen wird nichts wahrer. Das habe ich hier zitiert und habe hinzugefügt: Lügen haben kurze Beine. Punkt. (Abg. Ing. Westenthaler: Na, na! – Abg. Haigermoser: Nein! Ein bisschen Zivilcourage! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Rosemarie Bauer steht im Blickfeld des Präsidenten. – Heiterkeit.
Meine Damen und Herren! Wir sitzen alle im gleichen Boot! Wir müssen miteinander auf allen Seiten in einer Art und Weise umgehen, die herzeigbar ist. Bitte das doch zu überlegen! Ich tue das ja nicht aus meiner Sicht heraus. Ich tue es, damit ich nicht jede Woche 15 oder 20 Briefe von Schülern und Mittelschulprofessoren und anderen, die sich über die Ausdrucksweise in diesem Haus beschweren, bekomme. Ich schicke Ihnen all diese Briefe, wenn Sie es mir nicht glauben. Das ist mein Anliegen und das ist meine Bitte. Und ich schaue ganz geradeaus, nicht nach links und nicht nach rechts. – So! (Abg. Rosemarie Bauer steht im Blickfeld des Präsidenten. – Heiterkeit.) Ganz gerade: Da ist der Gang, da sitzt überhaupt niemand.
Abg. Dr. Van der Bellen richtet die Mikrophone am Rednerpult nach unten aus.
Abgeordnete Theresia Haidlmayr (Grüne): Herr Präsident! Herr Minister! Parlamente haben hohe Pulte. Wir können dann darüber reden, ob das stimmt oder nicht, ob das gerechtfertigt ist oder nicht. Es ist so. Aber das ist nicht mein Thema. (Abg. Dr. Van der Bellen richtet die Mikrophone am Rednerpult nach unten aus.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Minister! Es kommt auch nicht von ungefähr, dass einerseits der Zivildienst ausgetrocknet wird und andererseits, zeitgleich mit dieser massiven Einschränkung des Zivildienstes, das Bürgergeld eingeführt werden soll. Menschen, die dieses Bürgergeld bekommen, sollen in Ländern, in Gemeinden, in Gemeindeverbänden, in landesweiten Trägervereinen, in landes- beziehungsweise gemeindenahen gemeinnützigen Einrichtungen tätig sein. Herr Minister! Das sind genau jene Stellen, an denen Ihre Bundesregierung die Zivildiener weggenommen hat. Also bitte, ich glaube, dass es in Österreich niemanden mehr geben wird, der Ihnen abnehmen wird, dass dies nur Zufälligkeiten sind. Die gibt es ganz einfach nicht. Das hat in Österreich inzwischen jeder verstanden. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Minister! Es ist auch kein Zufall, dass Ihr Minister Strasser, für den als Person Sie selbstverständlich nicht verantwortlich sind, heute zwar den ganzen Tag über im Parlament, aber dennoch unauffindbar ist. Denn: Was jetzt im Sozialbereich gemacht wird, hat Herr Tancsits sehr deutlich beschrieben. Er hat gesagt, es sei Schluss mit dem schleichenden Sozialabbau. Ja, Herr Tancsits, damit ist jetzt Schluss, denn Sie haben die Metallkeule verwendet! Das ist noch viel, viel schlimmer, und es gibt überhaupt keinen Grund, darauf auch nur annähernd stolz zu sein. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Großruck: Jetzt wird es aber kompliziert!
Herr Minister! Ich weiß, dass Sie für den Zivildienst nicht zuständig sind – das sind Sie in diesem Fall wirklich nicht –, aber ich weiß, dass Sie genauso gut wissen wie ich (Abg. Großruck: Jetzt wird es aber kompliziert!), dass Sie jene Bereiche, in denen es künftig keine Zivildiener mehr geben wird, vor allem auch Behinderte und Behinderteneinrichtungen treffen, Alteneinrichtungen, Krankenhäuser, weil Sie nicht bereit sind, auf Landesebene und in den Gemeinden dafür Sorge zu tragen, dass die Leerstellen, die die Zivildiener dort hinterlassen, durch anständig bezahlte Arbeitskräfte besetzt werden.
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Reitsamer und Sophie Bauer. – Abg. Dr. Martin Graf: Typisch – so denken die Grünen!
Es bringt nichts, wenn Sie Langzeitarbeitslose zu Tätigkeiten verpflichten, die sie nicht erlernt haben, die sie auch nicht erlernen wollten – und so etwas ist völlig legitim – und die sie jetzt für – unter Umständen – 1 S pro Stunde verrichten müssen. Herr Minister! Das ist Sozialabbau auf die brutalste Art, und das ist Sozialabbau, der in Österreich durch nichts zu rechtfertigen ist, am allerwenigsten durch das Budget. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Reitsamer und Sophie Bauer. – Abg. Dr. Martin Graf: Typisch – so denken die Grünen!)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Reitsamer und Sophie Bauer.
Wenn Sie sagen, bei gemeinnützigen Vereinen könnten diese Arbeitsplätze nicht bezahlt werden, weil ganz einfach das Geld fehlt, und deshalb Aktionen wie "Licht ins Dunkel", Spendensammlungen der Caritas, des Roten Kreuzes et cetera unterstützen, dann würde ich sagen: Drehen wir doch bitte die Sache einmal um! Sorgen Sie bei diesen Einrichtungen für ordentliche finanzielle Grundlagen, und gehen Sie doch einmal für einen Panzer Spenden sammeln! (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Reitsamer und Sophie Bauer. ) Niemand wird Sie daran hindern, mit der Blechbüchse für den Panzer Spenden sammeln zu gehen! (Abg. Dr. Martin Graf: Oh doch, die Grünen!) Niemand wird Sie daran hindern! Aber Behinderte, sozial Schwache, alte und kranke Menschen hätten zum ersten Mal ein Budget, mit dem sie nicht nur irgendwie überleben, sondern auch halbwegs qualitativ gut leben könnten. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Reitsamer: Das ist eine gute Idee! – Abg. Großruck: Sie haben keine Ahnung! Das ist wirklich eine Frechheit!)
Abg. Dr. Martin Graf: Oh doch, die Grünen!
Wenn Sie sagen, bei gemeinnützigen Vereinen könnten diese Arbeitsplätze nicht bezahlt werden, weil ganz einfach das Geld fehlt, und deshalb Aktionen wie "Licht ins Dunkel", Spendensammlungen der Caritas, des Roten Kreuzes et cetera unterstützen, dann würde ich sagen: Drehen wir doch bitte die Sache einmal um! Sorgen Sie bei diesen Einrichtungen für ordentliche finanzielle Grundlagen, und gehen Sie doch einmal für einen Panzer Spenden sammeln! (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Reitsamer und Sophie Bauer. ) Niemand wird Sie daran hindern, mit der Blechbüchse für den Panzer Spenden sammeln zu gehen! (Abg. Dr. Martin Graf: Oh doch, die Grünen!) Niemand wird Sie daran hindern! Aber Behinderte, sozial Schwache, alte und kranke Menschen hätten zum ersten Mal ein Budget, mit dem sie nicht nur irgendwie überleben, sondern auch halbwegs qualitativ gut leben könnten. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Reitsamer: Das ist eine gute Idee! – Abg. Großruck: Sie haben keine Ahnung! Das ist wirklich eine Frechheit!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Reitsamer: Das ist eine gute Idee! – Abg. Großruck: Sie haben keine Ahnung! Das ist wirklich eine Frechheit!
Wenn Sie sagen, bei gemeinnützigen Vereinen könnten diese Arbeitsplätze nicht bezahlt werden, weil ganz einfach das Geld fehlt, und deshalb Aktionen wie "Licht ins Dunkel", Spendensammlungen der Caritas, des Roten Kreuzes et cetera unterstützen, dann würde ich sagen: Drehen wir doch bitte die Sache einmal um! Sorgen Sie bei diesen Einrichtungen für ordentliche finanzielle Grundlagen, und gehen Sie doch einmal für einen Panzer Spenden sammeln! (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Reitsamer und Sophie Bauer. ) Niemand wird Sie daran hindern, mit der Blechbüchse für den Panzer Spenden sammeln zu gehen! (Abg. Dr. Martin Graf: Oh doch, die Grünen!) Niemand wird Sie daran hindern! Aber Behinderte, sozial Schwache, alte und kranke Menschen hätten zum ersten Mal ein Budget, mit dem sie nicht nur irgendwie überleben, sondern auch halbwegs qualitativ gut leben könnten. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Reitsamer: Das ist eine gute Idee! – Abg. Großruck: Sie haben keine Ahnung! Das ist wirklich eine Frechheit!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordnete Theresia Haidlmayr (fortsetzend): Selbstverständlich, das entspricht nicht Ihrer Ideologie. Ihre Ideologie ist es, Menschen, die von dieser Gesellschaft und unserem Sozialstaat abhängig sind, noch mehr in die Klemme zu nehmen und noch mehr mundtot zu machen, als sie es bisher schon waren! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Großruck: Keine Ahnung habt ihr!
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! (Abg. Großruck: Keine Ahnung habt ihr!) Die heute schon oft erwähnten Fakten sind in der Tat sehr hart, Herr Kollege, und daher gehören sie auch auf den Tisch, und zwar immer wieder. Der Begriff "soziale Treffsicherheit" wird von Mitgliedern dieser Bundesregierung sehr oft als Floskel verwendet. Die maßgebliche Frage für mich ist aber, wen Sie treffen wollen. Eines wissen wir mit Sicherheit: Sie treffen die Falschen, nämlich die Schwachen in der Gesellschaft. Aus meiner Sicht ist Sozialpolitik daran zu messen, dass sie sich an den Schwächsten orientiert, sie aber nicht zu treffen hat. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! (Abg. Großruck: Keine Ahnung habt ihr!) Die heute schon oft erwähnten Fakten sind in der Tat sehr hart, Herr Kollege, und daher gehören sie auch auf den Tisch, und zwar immer wieder. Der Begriff "soziale Treffsicherheit" wird von Mitgliedern dieser Bundesregierung sehr oft als Floskel verwendet. Die maßgebliche Frage für mich ist aber, wen Sie treffen wollen. Eines wissen wir mit Sicherheit: Sie treffen die Falschen, nämlich die Schwachen in der Gesellschaft. Aus meiner Sicht ist Sozialpolitik daran zu messen, dass sie sich an den Schwächsten orientiert, sie aber nicht zu treffen hat. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir Sozialdemokraten verlangen eine nationale Kraftanstrengung zur Verbesserung der Arbeitsmarktchancen älterer Arbeitnehmer, nämlich Arbeit zu ermöglichen, statt in die Arbeitslosigkeit abzuschieben. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Staatssekretär Dr. Finz spricht mit Bundesminister Dr. Bartenstein. – Zwischenruf bei der SPÖ.
Wird ein umfassend angelegtes Programm zur Erhöhung der Erwerbschancen älterer Arbeitnehmer rasch und mit allem Nachdruck umgesetzt, so könnte eine Anhebung des durchschnittlichen Pensionsantrittsalters um ein Jahr erreicht werden. Mit unserem Ansatz werden Zigtausende Menschen vor dem Schicksal der Altersarbeitslosigkeit bewahrt. Daher fordern wir ein Programm, das die nachhaltige Wiedereingliederung der vielen Tausenden Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt auf Arbeitsplätze ... (Staatssekretär Dr. Finz spricht mit Bundesminister Dr. Bartenstein. – Zwischenruf bei der SPÖ.) – es ist schade, ich bemerke es hinter meinen Rücken, aber man kann nichts dagegen machen! –, ... die den arbeits- und sozialrechtlichen Bestimmungen entsprechen, zum Ziel hat.
Abg. Kiss: Die Rednerin wurde überhaupt nicht gestört! Das ist ja läppisch, so etwas!
Mit ihrem Setzen auf wirtschaftliche Dynamik in der Arbeitsmarktpolitik wird auf die so genannten Selbstheilungskräfte auf dem Arbeitsmarkt, die noch nie funktioniert haben, vertraut. (Abg. Kiss: Die Rednerin wurde überhaupt nicht gestört! Das ist ja läppisch, so etwas!) – Herr Abgeordneter Kiss, sie hört es trotzdem! Das ist ein Gebot der Höflichkeit! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kiss – in Richtung des Abg. Schieder –: Das ist ein Ton wie im Hinterhof! Von einem Schieder ist man das nicht gewohnt!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kiss – in Richtung des Abg. Schieder –: Das ist ein Ton wie im Hinterhof! Von einem Schieder ist man das nicht gewohnt!
Mit ihrem Setzen auf wirtschaftliche Dynamik in der Arbeitsmarktpolitik wird auf die so genannten Selbstheilungskräfte auf dem Arbeitsmarkt, die noch nie funktioniert haben, vertraut. (Abg. Kiss: Die Rednerin wurde überhaupt nicht gestört! Das ist ja läppisch, so etwas!) – Herr Abgeordneter Kiss, sie hört es trotzdem! Das ist ein Gebot der Höflichkeit! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kiss – in Richtung des Abg. Schieder –: Das ist ein Ton wie im Hinterhof! Von einem Schieder ist man das nicht gewohnt!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Schade, dass Unterbrechungen meiner Rede stattgefunden haben. Ich muss nun vieles von dem streichen, was ich ursprünglich sagen wollte, aber meine Kollegin wird sicher einiges davon noch erwähnen können. Ich sage nur mehr so viel: Ich meine, dass die eingangs erwähnte Interpretation meiner sozialpolitischen Einstellung, obwohl nicht mehr viel Zeit sein wird, auch Ihnen zu denken geben sollte. Sie sollten diese noch einmal überdenken. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordnete Theresia Zierler (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Werte Kollegen von der Oppositionspartei! Werte Kollegen von den Grünen! So wie Sie keinen Schulterschluss oder keinen rot-weiß-roten Konsens mit unserem Land, sprich mit den Österreicherinnen und Österreichern, machen, so machen Sie auch keinen Schulterschluss bei einem Regierungsprogramm, das Privilegien und Proporz abbaut und zur Verbesserung der Lebensqualität der Österreicher führt, und zwar insbesondere jener der Familien, der Frauen, auch der Alleinerzieherinnen und der Behinderten. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Frau Kollegin Haidlmayr! Sie haben davon gesprochen, dass es jetzt zu Verschlechterungen für behinderte Menschen in Österreich kommen wird. Dazu sei Ihnen Folgendes gesagt – vielleicht fehlt Ihnen diese Information –: Frau Dr. Sickl, unsere von Ihnen kritisierte Ministerin, installierte in ihrem Ministerium eine Behindertenbeauftragte. Die Installierung einer Behindertenbeauftragten wurde sehr oft und sehr viele Jahre lang gefordert, aber diese Forderung wurde niemals durchgesetzt. Wir haben diese Behindertenbeauftragte jetzt installiert. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Reitsamer.
Bundesministerin Dr. Sickl installierte außerdem einen Arbeitskreis, der sich damit beschäftigen soll, wie Pflegepersonal von Schwerstbehinderten unter die Arme gegriffen werden kann. Und ich möchte dabei betonen: Das sind keine großartigen Versprechungen, sondern Sofortmaßnahmen! (Zwischenruf der Abg. Reitsamer. ) Dazu hat man nicht einmal drei Monate gebraucht. Daran können sich auch die Kollegen von den Sozialdemokraten ein Beispiel nehmen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Bundesministerin Dr. Sickl installierte außerdem einen Arbeitskreis, der sich damit beschäftigen soll, wie Pflegepersonal von Schwerstbehinderten unter die Arme gegriffen werden kann. Und ich möchte dabei betonen: Das sind keine großartigen Versprechungen, sondern Sofortmaßnahmen! (Zwischenruf der Abg. Reitsamer. ) Dazu hat man nicht einmal drei Monate gebraucht. Daran können sich auch die Kollegen von den Sozialdemokraten ein Beispiel nehmen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Warum sprechen Sie eigentlich nie die Verbesserungen an? Immer wieder wird die Familienpolitik kritisiert. Ich glaube, dass es nicht sehr viel Sinn hat, wenn wir wieder damit beginnen, darauf hinzuweisen, dass es eine Ausweitung der Karenzzeit gibt, dass es eine Erhöhung des Karenzgeldes gibt, dass wir Maßnahmen treffen, dass auch vermehrt Männer bei der Familienarbeit und bei der Kindererziehung mithelfen, dass es eine Zuverdienstgrenze gibt. Es ist eine freiheitliche Forderung, eine Zuverdienstgrenze zu haben, die kein Alibi darstellt, sondern eine wirkliche Möglichkeit ist, dazuzuverdienen, sodass sehr viele Menschen in Österreich dieses Angebot auch wirklich wahrnehmen können. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Zum Abschluss: Ich erwarte mir von einer Oppositionspartei etwas mehr als nur Polemik, unwahre Behauptungen und ein Anti-Österreich-Auftreten. Hören Sie endlich damit auf, alles krankzureden, arbeiten Sie mit uns, arbeiten Sie kreativ und arbeiten Sie konstruktiv, und zwar für weitere Verbesserungen in Österreich, für unser Land und für die Menschen in unserem Land! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Diese 3 Prozent werden dazu dienen, den Wirtschaftsstandort Österreich ein bisschen sicherer zu machen, und sie werden auch dazu dienen, dass indirekt 3 Millionen Arbeitsplätze und in Zukunft auch die Sozialleistungen gesichert werden, damit auch die Jugend die Sozialleistungen, die wir heute haben, in Anspruch nehmen kann. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Da verstehe ich die Welt aber wirklich nicht mehr! Wenn wir erstmals den Studentinnen, die sich auf eine Berufsausübung vorbereiten und die bisher völlig durch das Netz des Sozialsystems durchgefallen sind, wenn sie Kinder bekommen haben, weil sie kein Karenzgeld erhalten haben, Karenzgeld in voller Höhe zukommen lassen, dann tun wir doch, so meine ich, für diese Frauen, die einmal berufstätig sein werden, sehr viel! (Beifall bei der ÖVP.)
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.
Ich habe es immer für verkehrt gehalten, die Frauen völlig aus dem Arbeitsleben herauszunehmen, denn danach ist der Wiedereinstieg in die Berufswelt relativ schwer. Wenn der Kontakt zum Unternehmen und damit die Möglichkeit einer Teilzeitbeschäftigung während der Karenz gegeben ist – und dies ist eben durch den höheren Hinzuverdienst trotz vollem Bezug des Karenzgeldes möglich –, dann ist das doch eine eindeutige Verbesserung für die berufstätigen Frauen. (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren und insbesondere Herr Abgeordneter Öllinger! Ich glaube, dass wir des Öfteren auf das hören müssen, was die Bevölkerung von uns an Taten erwartet. Ich glaube, dass wir auf die Vorschläge der Bevölkerung mehr eingehen müssen und das umsetzen, was mit Recht von uns Politikern gefordert wird. Das ist notwendig, damit wir den sozialen Standard, den wir uns täglich erarbeiten, nicht nur heute, sondern auch in Zukunft sichern können. Wir müssen die notwendigen Maßnahmen setzen, um diesen sozialen Standard auch in Zukunft für unsere Kinder und für die jungen Menschen in unseren Land erhalten zu können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn: 7 Minuten!
Abgeordnete Annemarie Reitsamer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! – Herr Präsident, Ich habe Sie, was Sie bezüglich der Redezeitbeschränkung gesagt haben, nicht verstanden. Ich muss überhaupt zugeben, dass ich schon seit gestern ein akustisches Problem habe, Sie zu verstehen, wenn Sie den Vorsitz führen. Wie viele Minuten beträgt meine freiwillige Redezeitbeschränkung? (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn: 7 Minuten!) – Danke vielmals.
Abg. Ing. Westenthaler: Was war das?
Herr Präsident! Herr Bundesminister! Ich möchte mich, weil es auch ein Bestandteil dieser Dringlichen Anfrage ist, mit der Krankenversicherung ... (Abg. Ing. Westenthaler: Was war das?) Ich habe eine Frage an den Herrn Präsidenten gestellt. Das wird ja noch legitim sein, oder brauche ich dazu Ihre Zustimmung? (Abg. Ing. Westenthaler: Nein!) Also! (Abg. Ing. Westenthaler: Seien Sie nicht so aufgeregt!) Ich bin überhaupt nicht aufgeregt. (Abg. Ing. Westenthaler: Ruhiger bleiben! Es ist Donnerstag, 17.05 Uhr!) Bleiben Sie ruhig!
Abg. Ing. Westenthaler: Nein!
Herr Präsident! Herr Bundesminister! Ich möchte mich, weil es auch ein Bestandteil dieser Dringlichen Anfrage ist, mit der Krankenversicherung ... (Abg. Ing. Westenthaler: Was war das?) Ich habe eine Frage an den Herrn Präsidenten gestellt. Das wird ja noch legitim sein, oder brauche ich dazu Ihre Zustimmung? (Abg. Ing. Westenthaler: Nein!) Also! (Abg. Ing. Westenthaler: Seien Sie nicht so aufgeregt!) Ich bin überhaupt nicht aufgeregt. (Abg. Ing. Westenthaler: Ruhiger bleiben! Es ist Donnerstag, 17.05 Uhr!) Bleiben Sie ruhig!
Abg. Ing. Westenthaler: Seien Sie nicht so aufgeregt!
Herr Präsident! Herr Bundesminister! Ich möchte mich, weil es auch ein Bestandteil dieser Dringlichen Anfrage ist, mit der Krankenversicherung ... (Abg. Ing. Westenthaler: Was war das?) Ich habe eine Frage an den Herrn Präsidenten gestellt. Das wird ja noch legitim sein, oder brauche ich dazu Ihre Zustimmung? (Abg. Ing. Westenthaler: Nein!) Also! (Abg. Ing. Westenthaler: Seien Sie nicht so aufgeregt!) Ich bin überhaupt nicht aufgeregt. (Abg. Ing. Westenthaler: Ruhiger bleiben! Es ist Donnerstag, 17.05 Uhr!) Bleiben Sie ruhig!
Abg. Ing. Westenthaler: Ruhiger bleiben! Es ist Donnerstag, 17.05 Uhr!
Herr Präsident! Herr Bundesminister! Ich möchte mich, weil es auch ein Bestandteil dieser Dringlichen Anfrage ist, mit der Krankenversicherung ... (Abg. Ing. Westenthaler: Was war das?) Ich habe eine Frage an den Herrn Präsidenten gestellt. Das wird ja noch legitim sein, oder brauche ich dazu Ihre Zustimmung? (Abg. Ing. Westenthaler: Nein!) Also! (Abg. Ing. Westenthaler: Seien Sie nicht so aufgeregt!) Ich bin überhaupt nicht aufgeregt. (Abg. Ing. Westenthaler: Ruhiger bleiben! Es ist Donnerstag, 17.05 Uhr!) Bleiben Sie ruhig!
Beifall bei der SPÖ.
Ich habe als Vorsitzende eines Vereines viel mit alten und kranken Menschen zu tun, und sehr oft werde ich regelrecht angefleht: Bitte helfen Sie mir, dass ich zu Hause bleiben kann, dass ich nicht ins Krankenhaus gehen muss! In Anbetracht dessen den Menschen so etwas auszurichten, halte ich für eine Ungeheuerlichkeit. (Beifall bei der SPÖ.) Es wird aber immer wieder verneint, dass Kranke bestraft würden. Ich frage Sie: Wer wird denn von der Erhöhung der Rezeptgebühr um 10 S betroffen sein? Wer wird von den Ambulanzgebühren betroffen sein? Wer wird von der Erhöhung des Spitalskostenbeitrages betroffen sein? Wer wird von der Kürzung des Krankengeldes betroffen sein? Ja wer denn bitte, wenn nicht die kranken Menschen in unserem Lande?
Abg. Rosemarie Bauer: Sie hat es anders formuliert!
Gestern gab es große Aufregung bei Herrn Klubobmann Khol wegen einer Aussage in der Rede der Frau Kollegin Pittermann. Aber trotzdem muss ich Ihnen sagen: So wie sie das gemeint hat, ist es richtig, denn wenn man Gesundheit teurer macht, riskiert man, dass sich Menschen zu spät in Behandlung begeben und dass sie dann vielleicht kränker werden und sogar auch weniger lang leben. Nichts anderes hat meine Kollegin gemeint! (Abg. Rosemarie Bauer: Sie hat es anders formuliert!)
Beifall bei der SPÖ.
Glauben Sie nicht, dass es allerhöchste Zeit wäre, dass man jene Beiträge von den Dienstgebern einfordert, die Sie den Dienstnehmern schon längst abgezogen haben, aber bei den Kassen noch schuldig sind? Dafür wäre es meiner Meinung nach höchste Zeit! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Thema Arbeiterkammer wurde schon sehr viel gesagt. Eines ist mir gestern Abend aber sehr sauer aufgestoßen, als wir nämlich die Rechtsanwaltstarife besprochen haben. Wenn ich an die exzellente Rechtsberatung und den Rechtsbeistand der Arbeiterkammer denke und wenn ich mir dann anhören muss, dass Honorare vorgesehen sind, die das Siebenfache über dem Tarif liegen, dann kann ich nur sagen: Um Gottes willen, schränken wir die Arbeiterkammer in ihrer Tätigkeit nicht ein, denn wen trifft es wieder? – Es trifft wieder die Kleinen, die sich Rechtsvertretungen über Rechtsanwaltskanzleien einfach nicht leisten können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Das nennen Sie soziale Ausgewogenheit, meine Damen und Herren! Ich würde sagen, es ist eher eine soziale Schieflage. Und wenn Sie von Meilensteinen in der Sozialpolitik sprechen, dann kann ich Ihnen nur eines flüstern: Es sind Stolpersteine, und über diese Stolpersteine fliegen Sie von einem Schlagloch ins andere. Ich sage nur mehr: Gute Nacht, Österreich, wenn solch eine Sozialpolitik umgesetzt wird! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Meine Damen und Herren! Wir alle kennen die Studien betreffend die Pensionsreform, auch die Häusermann-Studie betreffend die Reform der Sozialversicherungsanstalten. Sie kennen sie genauso wie wir. Darin wird eine Gleichstellung im österreichischen Pensionssystem gefordert. Wenn Sie diese Harmonisierung der Pensionssysteme als Sozialabbau interpretieren, dann liegen Sie meiner Meinung nach falsch. Wir wollen die Pensionen der künftigen Generationen sichern. Mit Ihrer Ansicht liegen Sie auch da falsch. (Zwischenruf der Abg. Silhavy. )
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Das Ziel ist eine gerechte Angleichung der Rechte aller Arbeitnehmer und ein einheitlicher Arbeitnehmerbegriff. (Zwischenruf der Abg. Silhavy. ) Dafür werde ich mich auch in Zukunft einsetzen, und wir werden das umsetzen, liebe Kollegin. Wir werden das gemeinsam mit der neuen Bundesregierung umsetzen.
Abg. Parnigoni: Das musst gerade du sagen! – Weiterer Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Sie machen gemeinsam Österreich im Ausland schlecht. Sie betreiben in Österreich eine Panikmache und machen mit der Angst Politik. Sie betreiben eine Politik der Angst. Sie prangern den Selbstbehalt von 20 Prozent an. (Abg. Parnigoni: Das musst gerade du sagen! – Weiterer Zwischenruf der Abg. Silhavy. )
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Parnigoni: Dolinschek! Dolinschek! – Ruf bei den Freiheitlichen: Das war jetzt der Offenbarungseid!
Das ist die Tatsache: Wir sind die Verteidiger des 13. und 14. Monatsgehalts, sehr geehrte Damen und Herren! Und ich werde mich auch weiterhin dafür einsetzen, dass es eine Abfertigung auch bei Selbstkündigung gibt, wenn möglich ab dem ersten Tag eine aliquotierte Abfertigung auch bei Selbstkündigung. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Parnigoni: Dolinschek! Dolinschek! – Ruf bei den Freiheitlichen: Das war jetzt der Offenbarungseid!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Edler: Schlechtwetter?
Sie reden von Dingen, die Sie vermeintlich auf uns zukommen sehen. Sie kennen aber die konkreten Vorschläge noch gar nicht. Sie sind Ihnen erst heute vorgelegt worden. Lesen Sie sich das einmal durch! Sie werden sich wundern, mit welcher Korrektheit, mit welcher Orientierungsgenauigkeit man versucht, gewisse Fehlläufe zu korrigieren. Das ist doch nichts Schlechtes! Dafür braucht man sich nicht tadeln zu lassen, das kann man herzeigen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Edler: Schlechtwetter?)
Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit bei den Grünen.
Schauen Sie bitte nach Deutschland! Wir haben bei den Pensionen eine Nettoersatzrate von 80 Prozent. Das ist herzeigbar! Deutschland hat zurzeit eine Rate von 70 Prozent und zielt eine von 64 Prozent an. – Das ist Sozialabbau! Das ist das, was Rot und Grün in einem anderen Land gemeinsam machen! Das sollten Sie sich vor Augen führen! Darüber muss einmal gesprochen werden! (Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir muten den Menschen mehr Eigenverantwortung zu. Wir wollen mit ihnen neue Wege gehen, und wir werden das auch schaffen. Wir wollen Veränderungen mit gestalten und die Zukunft nicht verspielen. Daran werden Sie uns nicht hindern können. Wir werden gemeinsam an unseren klaren Zielen weiterarbeiten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich denke, dass die Opposition das alles sehr wohl verstanden hat. Ich unterstelle Ihnen nicht, dass Sie das nicht verstanden haben. Aber es entspricht natürlich nicht der linkslinken Ideologie, und darin sehe ich wirklich den einzigen Grund dafür, dass Sie mit Horrorvisionen Angst schüren, dass Sie eine Hetzkampagne dagegen starten, und das müssen wir von der Regierung den Österreicherinnen und Österreichern immer wieder sagen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Ich bin zu Wort gemeldet! Es liegt eine Wortmeldung von mir vor!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Zu Wort ist dazu niemand mehr gemeldet. Die Debatte ist ... (Abg. Öllinger: Ich bin zu Wort gemeldet! Es liegt eine Wortmeldung von mir vor!)
Abg. Öllinger: Ich habe meine Wortmeldung vor einer halben Stunde am Pult oben bekannt gegeben! Muss ich drei Mal hinaufgehen?
Es liegt keine Wortmeldung auf dem Bildschirm vor und auch nicht auf dem Ausdruck. (Abg. Öllinger: Ich habe meine Wortmeldung vor einer halben Stunde am Pult oben bekannt gegeben! Muss ich drei Mal hinaufgehen?)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Es wurde diese Debatte gestern geführt, damit Sie ablenken können. Wenn man sich die Reden der Regierungsvertreter angehört hat, zum Beispiel die Ausführungen des Abgeordneten Gaugg, dann musste man sich fragen: Was hat er inhaltlich zu sagen gehabt? – Nichts hatten Sie zu sagen, Herr Abgeordneter Gaugg, nichts außer, es werde nicht so schlimm. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Es gibt noch immer Bestimmungen der Gewerbeordnung von 1859, die in Kraft sind und das Entlassungsrecht für Arbeiter im Gewerbe bilden. Das sind unglaubliche Bestimmungen! Das ist aus dem 19. Jahrhundert! Das haben wir noch in Kraft, und das ist Bestandteil ungleichen Rechts zwischen Arbeitern und Angestellten. Dass Sie das nicht ändern wollen, passt gut in das Bild von dem, was wir heute eigentlich diskutieren sollten, dem Sie sich aber verweigert haben, indem Sie Debatten über einen Porsche, über andere Merkmale von Abgeordneten, über Wohnungen von Abgeordneten und was weiß ich noch alles geführt haben. Die Debatte geht aber nicht darum, sondern um die Zukunft des Sozialsystems, und dieser haben Sie sich verweigert. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Fekter spricht in den hinteren Bankreihen mit dem Rücken zur Rednerin mit Abgeordnetenkollegen.
Wir Grünen haben im Oktober, gleich in der ersten Sitzung, erneut einen Antrag zur ersatzlosen Streichung des § 209 eingebracht, aber er steht noch immer nicht auf der Tagesordnung des Justizausschusses. Daher bringen wir heute diesen Fristsetzungsantrag ein und fordern vor allem die Regierungsparteien auf – denn an diesen wird es ja vor allem liegen; von den anderen gibt es die Zustimmung ja schon längst –, da eine Veränderung herbeizuführen. (Abg. Dr. Fekter spricht in den hinteren Bankreihen mit dem Rücken zur Rednerin mit Abgeordnetenkollegen.)
Abg. Dr. Martin Graf: Die Kinder muss man schützen, nicht die jungen Männer!
So gab es zum Beispiel 1999 im Landesgericht Linz in einem Fall die Untersuchungshaft wegen des Verdachtes des – hören Sie bitte noch einmal zu! – Verbrechens der gleichgeschlechtlichen Unzucht. – Solche Worte haben wir noch in unserem Strafrecht für etwas, das für Heterosexuelle ganz normal und ganz in Ordnung ist. Nur bei schwulen Männern kann man immer wieder hören: Na ja, man muss ja die jungen Männer vor den älteren schützen. – Warum man die jungen Frauen nicht vor älteren oder auch nicht so viel älteren Männern schützen muss, ist mir ein Rätsel. (Abg. Dr. Martin Graf: Die Kinder muss man schützen, nicht die jungen Männer!)
Abg. Schwarzenberger: Das ist noch Kinderschändung!
Sind 14-jährige Burschen Kinder für Sie, aber 14-jährige Mädchen oder Frauen nicht? Diesen Unterschied haben Sie uns noch nie wirklich erklärt. (Abg. Schwarzenberger: Das ist noch Kinderschändung!)
Abg. Haigermoser: Ich habe einen 14-jährigen Sohn, der ist ein Kind!
Kinderschändung ist das bei 15-Jährigen oder 16-Jährigen aber nicht mehr. Da gibt es nämlich einen eigenen Paragraphen, wie Sie vielleicht wissen. Der § 209 betrifft nur freiwillige Beziehungen. Hören Sie einmal genau zu! Da geht es nicht um Gewalttaten, die sind nämlich in anderen Paragraphen geregelt. Das wissen Sie ganz genau. (Abg. Haigermoser: Ich habe einen 14-jährigen Sohn, der ist ein Kind!)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Laut Recht kann ein Mädchen ab 14 Liebesbeziehungen zu älteren Männern haben. Wenn es ein Bub ist, dann darf er das nicht? – Das können Sie mir nicht erklären, und auch dem Europäischen Gerichtshof nicht, und auch dem Menschenrechtsgerichtshof nicht und auch sonst niemandem. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Haigermoser: Sodom und Gomorrha!
Kehren wir zurück zur Anfragebeantwortung. In Wien gab es in vier derartigen Fällen die Untersuchungshaft. Davon waren zwei unbescholtene Personen. Man muss auch dazu sagen: unbescholtene Personen, die nur wegen des § 209 in Untersuchungshaft genommen wurden! Stellen Sie sich das vor! Nur deswegen! Und dabei geht es nicht um Gewalt. Ich glaube, das wollen Sie einfach nicht hören. Da geht es um freiwillige Beziehungen. Gewalt, Nötigung, Vergewaltigung – das wird in ganz anderen Paragraphen geregelt, und dagegen ist ja niemand. Aber Freiwilligkeit ... (Abg. Haigermoser: Sodom und Gomorrha!)
Beifall bei den Grünen.
Sodom und Gomorrha, Herr Haigermoser, das schaut wohl anders aus! Das ist Ihre Auffassung von Menschenrechten! Nein wirklich, da kommen wir nicht weit, wenn Sie so weiter tun und nicht bereit sind, hier endlich eine Veränderung vorzunehmen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Haigermoser: Das sind Kinderrechtsverletzungen, die wollen wir nicht!
Um noch einmal auf das zurückzukommen, was wir heute von Ihnen fordern: Stimmen Sie diesem Fristsetzungsantrag zu! Machen Sie doch endlich das, was in anderen Teilen Europas schon längst gang und gäbe ist! Machen Sie endlich das, was Sie ständig sagen, dass Sie tun, nämlich neu regieren! Machen Sie etwas Neues, um diese Menschenrechtsverletzungen in Österreich endlich abzustellen! Stimmen Sie der Fristsetzung zu! (Abg. Haigermoser: Das sind Kinderrechtsverletzungen, die wollen wir nicht!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Hören Sie doch endlich einmal jenen zu, die diesbezüglich eine moderne Auffassung haben, eine dem 21. Jahrhundert entsprechende. Daher fordere ich Sie auf: Stimmen Sie diesem Fristsetzungsantrag zu, setzen Sie dieses Thema auf die Tagesordnung der nächsten Justizausschusssitzung! Dann könnten wir im Plenum am 5. Juni endlich dieses mittelalterliche Relikt in der österreichischen Rechtsordnung abschaffen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Haigermoser: Welche Geisteshaltung? Bekennen Sie Farbe, wenn Sie auch schwarz gekleidet sind!
Ich habe gestern mit Entsetzen festgestellt, dass einige Abgeordnete der FPÖ, als die Sprache darauf gekommen ist, dass Ihr Noch-Parteiobmann ein Verfahren zum Austritt aus der EU angeregt hat, mit Applaus reagiert haben. Das zeigt Ihre Geisteshaltung! (Abg. Haigermoser: Welche Geisteshaltung? Bekennen Sie Farbe, wenn Sie auch schwarz gekleidet sind!) Sie wollen sich auch in internationalen rechtlichen Fragen nicht den europäischen Demokratien angleichen. Sie wollen einen mittelalterlichen Status verteidigen. Öffnen Sie sich den menschenrechtlichen Standards! Sie vertreten die einzige europäische Demokratie in der Europäischen Union, die sich diesen Standards noch nicht geöffnet hat.
Abg. Haigermoser: Auf der Regierungsbank haben Sie kein solches Feuer gezeigt!
Geben Sie diesem Thema eine Chance, stimmen Sie diesem Fristsetzungsantrag zu! Setzen Sie dieses Thema auf die Tagesordnung dieses Hohen Hauses und zeigen Sie Ihre Europareife! (Abg. Haigermoser: Auf der Regierungsbank haben Sie kein solches Feuer gezeigt!) Aber es ist sehr schwierig, mit der Geisteshaltung, die die Freiheitliche Partei an den Tag legt, irgendein Thema auf europäischer Ebene zu behandeln beziehungsweise europäischen Standard zu erreichen. Sie wollen die europäische Annäherung ganz einfach nicht. Sie lehnen sie in jedem Bereich ab, und Sie lassen keine Gelegenheit aus, dies auch demonstrativ zu zeigen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Geben Sie diesem Thema eine Chance, stimmen Sie diesem Fristsetzungsantrag zu! Setzen Sie dieses Thema auf die Tagesordnung dieses Hohen Hauses und zeigen Sie Ihre Europareife! (Abg. Haigermoser: Auf der Regierungsbank haben Sie kein solches Feuer gezeigt!) Aber es ist sehr schwierig, mit der Geisteshaltung, die die Freiheitliche Partei an den Tag legt, irgendein Thema auf europäischer Ebene zu behandeln beziehungsweise europäischen Standard zu erreichen. Sie wollen die europäische Annäherung ganz einfach nicht. Sie lehnen sie in jedem Bereich ab, und Sie lassen keine Gelegenheit aus, dies auch demonstrativ zu zeigen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Neudeck: Das auf Sie zurückfällt! – Abg. Dr. Martin Graf: Sie waren doch in der Regierung!
Es ist schade, dass Sie in dieser Frage auch weiterhin nicht mitgehen wollen. Es ist schade, dass Sie dieses Thema hier nicht ohne Emotionen behandeln wollen, und es ist schade, dass Sie jenen Standard, der in allen Demokratien der westlichen Welt bereits üblich ist, nicht auch bei uns einziehen lassen wollen. Ich glaube, dass das ein Versäumnis ist, das auf Sie zurückfallen wird. (Abg. Neudeck: Das auf Sie zurückfällt! – Abg. Dr. Martin Graf: Sie waren doch in der Regierung!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Sie werden diesen Weg in Europa nicht auf ewig fortsetzen können. Ich appelliere daher nochmals an Sie, ein Zeichen des guten Willens zu setzen, ein Zeichen zu setzen, das nichts anderes bedeutet, als den europäischen Standard zu erreichen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Mag. Terezija Stoisits (Grüne): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der Mimik, der Gestik und auch den verbalen Reaktionen der Kollegen und Kolleginnen von der Freiheitlichen Partei entnehme ich, dass es gänzlich sinnlos ist, an Ihre Vernunft zu appellieren. (Beifall bei den Grünen.) Deshalb möchte ich mich an den Herrn Staatssekretär wenden und ihn bitten, dass er an die Mitglieder der Bundesregierung diese meine Bitte und unser Ersuchen weiterleitet, denn die Bundesregierung hat ja jene Präambel, die der Herr Bundespräsident vorgelegt hat, unterzeichnet: der jetzige Bundeskanzler, damals in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der ÖVP, der Herr Noch-Parteiobmann Haider und dann Frau Vizekanzlerin Riess-Passer.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Wir wollen ja mit der Fristsetzung nichts anderes erreichen, als eine politische Debatte, eine Diskussion führen zu können. Der Ausgang einer eventuellen Abstimmung ist selbstverständlich offen, aber wir wollen darüber reden. Das ist es, was wir beabsichtigen, und deshalb meine Bitte: Alle, die vernunftbegabt sind, mögen unserer Aufforderung folgen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Mag. Firlinger: Das ist vollkommen falsch!
Experten, Wirtschaftsfachleute haben mir gesagt, wenn man eine Relation von 8:1 ansetzt – und das ist hundertprozentig richtig –, dann bedeutet das, dass wir in Österreich 65 Milliarden Schilling zu erwarten hätten, meine Damen und Herren! Noch dazu haben wir in Österreich eine außerordentlich hohe Handypenetration, was den Marktwert dieser Lizenzen zusätzlich steigern würde. (Abg. Mag. Firlinger: Das ist vollkommen falsch!)
Abg. Dietachmayr: Wer ist dafür verantwortlich?
Hohes Haus! Meine Damen und Herren! In Wirklichkeit geht da etwas vor sich, was wir noch nicht ganz durchschauen können. In Deutschland ist es so, dass die Mobilkom am Freitag das gleiche Verfahren einläuten wird. Sie wird eine Lizenz für 23 Milliarden Mark anbieten. Man erwartet für die 5 oder 6 Lizenzen, die vergeben werden, an die 900 Milliarden Schilling, fast 1 Billion! Und in unserem Budget sind dafür nur 4 Milliarden Schilling veranschlagt. (Abg. Dietachmayr: Wer ist dafür verantwortlich?) – Was passiert da, was geht da vor sich, meine Damen und Herren?
Abg. Mag. Firlinger: Ungeheure Polemik!
Hohes Haus! Ich formuliere es sehr freundlich: Ich unterstelle Ihnen, Herr Staatssekretär, und dem Herrn Finanzminister, dass Sie keine Ahnung gehabt haben. Das ist das Freundlichste, was ich dazu sagen kann. – Ich glaube allerdings nicht, dass Sie keine Ahnung gehabt haben. Das glaube ich einfach nicht, sondern ich vermute, dass Sie in Wirklichkeit bewusst tief stapeln, dass Sie ganz bewusst diesen niedrigen Betrag ansetzen, damit Sie dann, wenn die Sache mit dem Belastungspaket abgeschlossen ist, auf einmal als die total tollen Budgetsanierer dastehen, damit Sie den Überraschungscoup landen können, dass noch Mittel zur Verfügung stehen, um dann eben als die strahlenden Budgetsanierer auftreten zu können. (Abg. Mag. Firlinger: Ungeheure Polemik!)
Beifall bei der SPÖ.
Jetzt schröpfen Sie die "kleinen" Leute, jetzt kassieren Sie ab in einem nie dagewesenen Ausmaß, jetzt versuchen Sie, den "kleinen" Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen, und verstecken die Milliardengewinne vor der Bevölkerung; Milliardengewinne, auf die Sie später ungeniert zurückgreifen, damit Sie Ihre Lobbies bedienen und dann auch Wahlzuckerl ausstreuen können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist es, was Sie in Wirklichkeit anstreben, und das ist skandalös, das können Sie mir glauben! Meine Damen und Herren! Ich prophezeie Ihnen, dass Sie einen gewaltigen Gewinn bei dieser Auktion einfahren werden, dass Sie enorme Summen einnehmen werden. Wir Sozialdemokraten werden Sie auffordern, dass Sie all das, was Sie über den Budgetansatz hinaus einnehmen werden, jenen zurückgeben, denen Sie es jetzt aus der Tasche ziehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Bitte sagen Sie dem Parnigoni, worum es wirklich geht!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als Nächster zu Wort gemeldet hat sich Herr Abgeordneter Firlinger. 9 Minuten freiwillige Redezeitbeschränkung. – Bitte. (Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Bitte sagen Sie dem Parnigoni, worum es wirklich geht!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Parfuss: Spende! Spende! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Herr Kollege Parnigoni! Ich verstehe Ihre künstliche Aufregung schon. Bewaffnen Sie sich mit 750 S für das Eintrittsticket zu Ihrem Parteitag und versuchen Sie dort, die Gemüter zu beruhigen. Herr Häupl hat ja gesagt: 750 mal Anzahl der Parteimitglieder – dann ist die Partei wieder saniert! Ich verstehe ja Ihre Aufregung und Ihre künstliche Erregung, denn das finanzielle Loch haben Sie nicht nur der Republik Österreich hinterlassen, das finanzielle Loch besteht auch massiv in Ihrer eigenen Partei. Das müssen Sie einmal zur Kenntnis nehmen, Herr Parnigoni, es tut mir Leid. Ich kann Ihnen da leider nicht helfen. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Parfuss: Spende! Spende! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Mein persönliches Geld gebe ich meiner Partei, euch gebe ich nichts. 750 S wären bei Ihnen schlecht angelegt. Ich bin ein guter Kaufmann, und ich werfe nicht gutes Geld schlechtem Geld nach. Das ist meine Devise. Sie halten das ja anders. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Bitte, beruhigen Sie sich wieder! Kehren wir doch wieder zum Budget zurück, zum Budgetbegleitgesetz. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Ja, ich weiß schon, dass Sie das nur schwer ertragen und dass Sie das fürchterlich magerlt, aber das sind halt einmal die nackten Fakten.
Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Mein persönliches Geld gebe ich meiner Partei, euch gebe ich nichts. 750 S wären bei Ihnen schlecht angelegt. Ich bin ein guter Kaufmann, und ich werfe nicht gutes Geld schlechtem Geld nach. Das ist meine Devise. Sie halten das ja anders. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Bitte, beruhigen Sie sich wieder! Kehren wir doch wieder zum Budget zurück, zum Budgetbegleitgesetz. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Ja, ich weiß schon, dass Sie das nur schwer ertragen und dass Sie das fürchterlich magerlt, aber das sind halt einmal die nackten Fakten.
Abg. Parnigoni: Das habe ich nicht gesagt! Stellen Sie das richtig!
Kollege Parnigoni hat gemeint, die Bundesregierung würde hier den Steuerzahler hemmungslos hinter den Tisch ziehen, indem sie die Erlöse für UMTS-Lizenzen niedrig ansetzt; eine falsche Budgetkosmetik sozusagen. (Abg. Parnigoni: Das habe ich nicht gesagt! Stellen Sie das richtig!) Ich muss Ihnen sagen, meine Damen und Herren, Herr Kollege Parnigoni hat auch hier wieder keine Ahnung. Ich warne davor, aus dem Wahnsinn – muss ich schon sagen –, der in Großbritannien bei der Auktion betrieben wurde, irgendwelche Rückschlüsse für Österreich zu ziehen. Als Verkehrssprecher der SPÖ weiß er anscheinend nicht oder hat es verdrängt, dass dort keine Lizenzen für GSM bezahlt wurden. Das interessiert ihn nicht, den Herrn Parnigoni. Da sind ein paar Unternehmer wahnsinnig geworden und haben sich gegenseitig überboten. Es gab in Europa viele warnende Stimmen davor, so etwas zu tun. Wir werden ja sehen, was herauskommt. Herauskommen wird eine Unternehmenskonstellation, bei der drei Mitbewerber drei andere schlucken werden, und dann werden sie sich den Markt neu aufteilen. Und am Ende zahlt der Konsument dann höhere Telefongebühren. Also wenn das Ihre Politik ist, na dann muss ich Ihnen sagen: Gute Nacht! Danke, diese Politik brauchen wir nicht! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Kollege Parnigoni hat gemeint, die Bundesregierung würde hier den Steuerzahler hemmungslos hinter den Tisch ziehen, indem sie die Erlöse für UMTS-Lizenzen niedrig ansetzt; eine falsche Budgetkosmetik sozusagen. (Abg. Parnigoni: Das habe ich nicht gesagt! Stellen Sie das richtig!) Ich muss Ihnen sagen, meine Damen und Herren, Herr Kollege Parnigoni hat auch hier wieder keine Ahnung. Ich warne davor, aus dem Wahnsinn – muss ich schon sagen –, der in Großbritannien bei der Auktion betrieben wurde, irgendwelche Rückschlüsse für Österreich zu ziehen. Als Verkehrssprecher der SPÖ weiß er anscheinend nicht oder hat es verdrängt, dass dort keine Lizenzen für GSM bezahlt wurden. Das interessiert ihn nicht, den Herrn Parnigoni. Da sind ein paar Unternehmer wahnsinnig geworden und haben sich gegenseitig überboten. Es gab in Europa viele warnende Stimmen davor, so etwas zu tun. Wir werden ja sehen, was herauskommt. Herauskommen wird eine Unternehmenskonstellation, bei der drei Mitbewerber drei andere schlucken werden, und dann werden sie sich den Markt neu aufteilen. Und am Ende zahlt der Konsument dann höhere Telefongebühren. Also wenn das Ihre Politik ist, na dann muss ich Ihnen sagen: Gute Nacht! Danke, diese Politik brauchen wir nicht! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich bin daher froh darüber, dass es jetzt auch noch einen Abänderungsantrag geben wird. Dieser Abänderungsantrag enthält, so weit das Zeitungsporto davon betroffen ist, einige Punkte. Der begünstigte Zeitungsversand bleibt bis Ende des Jahres 2001 aufrecht. Die Politik – und das ist der Grundsatz – fängt an, bei sich selbst zu sparen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Firlinger: Gemeint!
Abgeordneter Rudolf Parnigoni (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Herr Abgeordneter Firlinger hat leider nicht auf meinen Zwischenruf reagiert und seine Äußerung richtig gestellt. Daher muss ich ihn berichtigen. Er hat behauptet (Abg. Mag. Firlinger: Gemeint!) , ich hätte gesagt, die Steuerzahler werden von der Regierung hinter den Tisch gezogen. Das ist nicht richtig.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Firlinger: Okay! Das ist eine semantische Berichtigung!
Ich habe – im Gegenteil! – behauptet, dass diese Regierung den Steuerzahlern das Geld aus der Tasche zieht. Und das ist eine Tatsache. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Firlinger: Okay! Das ist eine semantische Berichtigung!)
Beifall bei der SPÖ.
Tatsächlich richtig ist, dass das nicht von Herrn Kollegen Parnigoni stammt, sondern dass auf mein Befragen im Budgetausschuss Herr Verkehrsminister Schmid das englische Beispiel erwähnt hat, die dort erreichten Einnahmen erwähnt hat und gesagt hat, dass er mehr erwartet. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Deshalb ersuche ich Sie, mit diesem Begriff der besonderen Betroffenheit etwas vorsichtiger umzugehen und zu bedenken, dass auch Sie von manchen Dingen betroffen sind oder vielleicht besonders betroffen sein könnten, und im Hinblick darauf eine etwas andere Haltung einzunehmen. (Beifall bei den Grünen.) Ich meine damit eine Haltung, die eher der Auffassung entspricht, dass wir Politiker und Politikerinnen alle für Menschen – egal, wovon sie jetzt gerade besonders oder nicht so besonders betroffen sind – etwas verändern wollen.
Beifall bei den Grünen.
Das wäre etwas für eine Zivilgesellschaft, die gut funktioniert und in der es ein gutes demokratisches Miteinander gibt! Das, was Sie jetzt machen, ist hingegen nicht der von Ihnen des Öfteren angesprochene Dienst an den Menschen und an der Jugend! So werden Sie die Zukunft der Jugend nicht sichern! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Oberhaidinger: Das ist Umverteilung von unten nach oben!
Es geht bei diesen Budgetbegleitgesetzen darum, ein bisschen mehr an Eigenverantwortung in die Gesellschaft zu bringen und ein bisschen weniger Bevormundung durch den Staat. Es geht um ein bisschen mehr Marktwirtschaft und ein bisschen weniger Sozialismus. Es geht um ein wenig mehr an Kostenbewusstsein und um ein bisschen weniger an Leben über die Verhältnisse, denn das ist in Wirklichkeit das Problem, das wir zu bewältigen haben. (Abg. Oberhaidinger: Das ist Umverteilung von unten nach oben!) Und es geht letztlich darum, ein bisschen mehr an die nächste Generation zu denken und ein bisschen weniger an die Schlagzeile des nächsten Tages! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es geht bei diesen Budgetbegleitgesetzen darum, ein bisschen mehr an Eigenverantwortung in die Gesellschaft zu bringen und ein bisschen weniger Bevormundung durch den Staat. Es geht um ein bisschen mehr Marktwirtschaft und ein bisschen weniger Sozialismus. Es geht um ein wenig mehr an Kostenbewusstsein und um ein bisschen weniger an Leben über die Verhältnisse, denn das ist in Wirklichkeit das Problem, das wir zu bewältigen haben. (Abg. Oberhaidinger: Das ist Umverteilung von unten nach oben!) Und es geht letztlich darum, ein bisschen mehr an die nächste Generation zu denken und ein bisschen weniger an die Schlagzeile des nächsten Tages! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Oberhaidinger.
Wir alle haben, wie ich meine, blendende Ideen, wie und wo man Sozialleistungen noch erweitern könnte. Wir alle haben diesbezüglich blendende Ideen! Darum tut es mir fast ein bisschen Leid, dass ich nicht in den siebziger Jahren Politiker war, denn es muss unheimlich "klass" gewesen sein, durch die Lande zu ziehen und da und dort ein bisschen Geld auszustreuen! (Zwischenruf des Abg. Oberhaidinger. )
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Aber irgendjemand muss die Rechnung bezahlen. Wir haben heute eine Staatsschuld von 1 700 Milliarden Schilling und leben noch immer über unsere Verhältnisse! Es verhält sich doch nicht so, dass wir jetzt mit diesem Budget schon wirklich beginnen, die Schulden zurückzuzahlen. Nein! Die Neuverschuldung steigt ja immer noch, und das belastet die nächste Generation! Da geht es um die Frage: Haben wir endlich einmal den Mut, daranzugehen, wenigstens gewisse Strukturmaßnahmen zu setzen, damit nicht alles der nächsten Generation aufgehalst wird? (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Niederwieser.
Ich gebe zu, diese Regelung ist nicht befriedigend, sie kann im besten Fall – das sagt auch der Innenminister – eine Notlösung sein. Aber sie ermöglicht es wenigstens, den Stau von mittlerweile 17 000 Wartenden ein wenig abzubauen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Niederwieser. ) Es ist aber nicht Innenminister Strasser daran schuld, dass jetzt 17 000 junge Männer auf einen Zivildienstplatz warten, sondern dafür trugen andere die Verantwortung in den letzten Jahren, wenn ich mich recht erinnere.
Abg. Oberhaidinger: Woran liegt das?
Durch die Abschaffung der Gewissensprüfungskommission, für welche ich immer sehr eingetreten bin, sind wir natürlich in die Richtung gegangen, dass der Zivildienst nicht mehr als Wehrersatzdienst erscheint, sondern immer mehr zum Alternativdienst geworden ist, was aber in der Verfassung nicht vorgesehen ist. (Abg. Oberhaidinger: Woran liegt das?) In Art. 9 der Bundesverfassung ist immer noch die Allgemeine Wehrpflicht festgeschrieben, und für jene, die aus Gewissensgründen ein Problem damit haben, besteht gemäß dieser Bestimmung die Möglichkeit, Wehrersatzdienst zu leisten.
Beifall bei der ÖVP.
Es ist relativ leicht, sich hier herauszustellen und zu erklären, was alles nicht sein darf und wo man überall keinen Selbstbehalt einführen darf. Viel interessanter wäre es, von Ihnen zu hören, wo eine Budgetsanierung in der Form möglich wäre, dass nicht künftige Generationen es zu bezahlen haben und wir nicht, wenn wir derart überbordende Maßnahmen treffen, in Wirklichkeit den jungen Leuten die Zukunft verjausnen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Trinkl.
Abgeordneter Josef Edler (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Die Wende ist gewollt, sie ist angestrebt worden. Die Wende ist eingetreten. Wenn man heute durch das Land fährt, dann erlebt man aber eine Bevölkerung, die enttäuscht ist, meine Damen und Herren, und zwar besonders enttäuscht von der FPÖ! (Zwischenruf des Abg. Dr. Trinkl. )
Abg. Auer: Wie war das in Tirol?
Sie müssen das auch aufgrund der Ergebnisse der letzten Wahlen, besonders der Arbeiterkammerwahlen, zur Kenntnis nehmen, meine Damen und Herren! Wenn man vielfach mit den Menschen diskutiert, dann sagen sie: Wir haben der FPÖ eine Chance gegeben, aber ihre Politik für die Arbeiter ist keine Politik für die Arbeitnehmer. (Abg. Auer: Wie war das in Tirol?) – In Tirol, Kollege Auer, hat man mit dem sehr populistischen Präsidenten Dinkhauser Politik gemacht. Er hat seine Wahl gewonnen, weil er Stimmung gegen die Österreichische Volkspartei gemacht hat. Meine Damen und Herren, so schaut es aus!
Beifall bei der SPÖ.
Sie wissen ganz genau, dass es ab 1. Juli eine EU-Anpassung gibt, dass beim Schwerverkehr um 37 Prozent gesenkt wird. Daher frage ich Sie: Warum haben Sie nicht dort angesetzt, meine Damen und Herren? Das ist, wie ich meine, die größte Provokation für die PKW-Fahrer! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Kollege Kukacka und besonders Kollege Gaugg haben heute die Eisenbahner wieder direkt angesprochen. Ich will das Wort "Vernaderung" gar nicht in den Mund nehmen, weil in den letzten Tagen so vieles missgedeutet wurde. Trotzdem, meine Damen und Herren, möchte ich sagen, dass es unseriös ist, wenn Kollege Gaugg – er ist jetzt nicht im Saal, ich bitte aber, ihm das auszurichten! – wieder Eisenbahner und gewählte Gewerkschaftsfunktionäre der Eisenbahner angreift. Es stimmt überhaupt nicht, dass die Gewerkschaftsfunktionäre von den ÖBB bezahlt werden! Die freigestellten Gewerkschaftsfunktionäre werden von der Gewerkschaft der Eisenbahner bezahlt, meine Damen und Herren, und das soll auch Kollege Gaugg endlich einmal zur Kenntnis nehmen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie haben vieles versprochen und vieles gebrochen, meine Damen und Herren! Sie sind eine Regierung mit permanentem Chaos. Sie sind eine Regierung mit Ablaufdatum. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Edler: Wir wollten das Pendlerpauschale erhöhen!
Mein Vorredner hat heute wieder einmal die Autofahrer zitiert. Herr Abgeordneter Edler! Der Amtsvorgänger von Finanzminister Grasser, Herr Exminister Edlinger, hat selbst eine Erhöhung der Mineralölsteuer vorgesehen. Betrifft das nicht die Autofahrer? (Abg. Edler: Wir wollten das Pendlerpauschale erhöhen!) Ja, aber eine Erhöhung der Mineralölsteuer war auch vorgesehen! Betrifft ein Benzinpreis von 13 S die Autofahrer nicht? (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Mein Vorredner hat heute wieder einmal die Autofahrer zitiert. Herr Abgeordneter Edler! Der Amtsvorgänger von Finanzminister Grasser, Herr Exminister Edlinger, hat selbst eine Erhöhung der Mineralölsteuer vorgesehen. Betrifft das nicht die Autofahrer? (Abg. Edler: Wir wollten das Pendlerpauschale erhöhen!) Ja, aber eine Erhöhung der Mineralölsteuer war auch vorgesehen! Betrifft ein Benzinpreis von 13 S die Autofahrer nicht? (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Edler: Das haben aber wir gemacht!
Es wurde wieder einmal von einer Umverteilung von unten nach oben gesprochen. Dem halte ich entgegen: Es hat mit der Steuerreform und dem Familienpaket vielmehr eine massive Umverteilung von oben nach unten stattgefunden – das wird immer wieder vergessen –, und zwar in einem Ausmaß von 27 bis 28 Milliarden Schilling in einem Jahr! (Abg. Edler: Das haben aber wir gemacht!) – Trotzdem hat eine Umverteilung stattgefunden, egal, wer sie gemacht hat! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Die Umverteilung ist da. Trotzdem ist heute immer wieder der Ruf gekommen: Sollen doch die Reichen beziehungsweise die Wirtschaft zahlen!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es wurde wieder einmal von einer Umverteilung von unten nach oben gesprochen. Dem halte ich entgegen: Es hat mit der Steuerreform und dem Familienpaket vielmehr eine massive Umverteilung von oben nach unten stattgefunden – das wird immer wieder vergessen –, und zwar in einem Ausmaß von 27 bis 28 Milliarden Schilling in einem Jahr! (Abg. Edler: Das haben aber wir gemacht!) – Trotzdem hat eine Umverteilung stattgefunden, egal, wer sie gemacht hat! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Die Umverteilung ist da. Trotzdem ist heute immer wieder der Ruf gekommen: Sollen doch die Reichen beziehungsweise die Wirtschaft zahlen!
Abg. Dr. Niederwieser: Aber nicht bei der Unternehmensbesteuerung!
Wir sind im internationalen Vergleich ein Hochsteuerland. (Abg. Dr. Niederwieser: Aber nicht bei der Unternehmensbesteuerung!) Sollen wir bei der Einkommensteuer oder bei der Umsatzsteuer oder bei welcher Steuer auch immer noch weiter erhöhen, bis wir den Standort verlieren und im Wettbewerb verlieren? Überall hört man die Klagen der Wirtschaft. Daher frage ich Sie: Welche Reichen sind da, die man noch schröpfen könnte?
Abg. Dr. Fekter: Das ist ein Vranitzky-Gesetz!
Auch der Experte Rossmann hat gesagt, dass man die Reichen besteuern könnte. Ich habe ihn dann ganz konkret gefragt: Welche Reichen meinen Sie? Er hat mir ein Beispiel genannt, nämlich die Stiftungen. Ich frage Sie: Durch wen wurden denn die Stiftungen eingeführt? (Abg. Dr. Fekter: Das ist ein Vranitzky-Gesetz!) Welchen wertvollen Ansatz hatte man da? Wer hat die Stiftung in dieser Form eingeführt? (Abg. Edler: Das muss nicht auf ewig so sein!)
Abg. Edler: Das muss nicht auf ewig so sein!
Auch der Experte Rossmann hat gesagt, dass man die Reichen besteuern könnte. Ich habe ihn dann ganz konkret gefragt: Welche Reichen meinen Sie? Er hat mir ein Beispiel genannt, nämlich die Stiftungen. Ich frage Sie: Durch wen wurden denn die Stiftungen eingeführt? (Abg. Dr. Fekter: Das ist ein Vranitzky-Gesetz!) Welchen wertvollen Ansatz hatte man da? Wer hat die Stiftung in dieser Form eingeführt? (Abg. Edler: Das muss nicht auf ewig so sein!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Das ist die wahre Ausgangslage. Und wenn wir jetzt wirklich durch den erwähnten Lizenzverkauf mehr erhalten sollten, als veranschlagt wurde, dann mache ich mir bei einem Schuldenstand von über 1 623 Milliarden Schilling überhaupt keine Sorgen darüber, was wir mit diesen vielleicht möglichen Mehreinnahmen machen könnten. Damit könnten wir den Schuldenberg etwas rascher abtragen, was absolut notwendig ist. Wir brauchen den Schuldenabbau, damit wir unser Budget wieder für sinnvolle Aufwendungen und Aufgaben frei bekommen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Niederwieser. – Staatssekretär Dr. Finz: Alle müssen sparen!
Es sind heute die Änderungen beim Postversand und bei den Zivildienern beklagt worden. Selbstverständlich tut das weh, denn sparen heißt Verzicht. Aber es müssen eben auch die Empfängerorganisationen, auch die Vereine, die von Förderungen leben, die von Sachzuwendungen leben, die von "Lebendsubventionen" in Gestalt von Zivildienern leben, ihren Beitrag zu einer Stabilisierung leisten! Wenn überall nur Nein gesagt wird, dann können wir ein aus den Fugen geratenes Budget, bei dem seit Jahrzehnten die Ausgaben immer höher als die Einnahmen sind, niemals auf einen geordneten Kurs zurückbringen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Niederwieser. – Staatssekretär Dr. Finz: Alle müssen sparen!)
Abg. Dr. Niederwieser: Einen Namen als Beispiel!
Der Hauptgrund, warum sich die SPÖ heute gegen die Privatisierung stellt, ist, dass ihr damit die politische Einflussnahme auf die Menschen in diesen Betrieben und die Versorgung abgehalfterter Politiker in Spitzenpositionen abhanden gekommen ist. (Abg. Dr. Niederwieser: Einen Namen als Beispiel!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Im Sozialversicherungsbereich ergibt sich nach einem Abgang von rund 4 Milliarden Schilling im Vorjahr ein prognostizierter Abgang von 6 Milliarden Schilling für das laufende Jahr. Gerade die Sozialpolitiker der FPÖ haben seit vielen Jahren auf die Notwendigkeit der Zusammenlegung der Sozialversicherungsträger, auf Sparpotentiale und Privilegien in diesem Bereich gegen heftigsten Widerstand der Sozialisten hingewiesen. – Beschränktheit hat den Vorteil, dass sie von Betroffenen nicht als Nachteil empfunden wird. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Diese Regierung hat ein Desaster übernommen. Ich bin überzeugt davon, dass sie im Sinne der Bevölkerung und unserer Heimat, der Republik Österreich, diese schweren Probleme lösen wird. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Fekter: Haben Sie einen besseren?
Abgeordneter Dipl.-Ing. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Staatssekretär! Herr Präsident! Wir hören hier schon den ganzen Tag viele, viele schöne Reden der Regierungsfraktionen, die uns weismachen wollen, dass das der Stein der Weisen ist. (Abg. Dr. Fekter: Haben Sie einen besseren?) Meine Damen und Herren! Das ist eine Politik des Als-ob, die Sie hier betreiben!
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.
Staatssekretär Finz behauptet hier: Alle müssen sparen! Ich erinnere nur an die Budgetrede vom 21. März: Finanzminister Grasser sprach von Augenmaß bei der Budgetkonsolidierung. Ganz großspurig sagte er: Wir sparen nicht beim Bürger, sondern bei uns selbst. Wer dieses Selbst ist, das ist meine Frage an Sie, meine Damen und Herren. Das wäre auch die wirkliche Frage, die es hier zu beantworten gilt. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter. )
Abg. Dr. Fekter: Die sind drinnen!
Oder hören wir uns an, was Kollege Amon dann gesagt hat. Wir ändern ja eh nur ein bisserl was, ist seine Meinung. Natürlich, wir wissen alle, in diesem Budget kann es nicht zu wesentlichen Strukturmaßnahmen kommen, das ist aus zeitlichen Gründen nicht möglich. Aber man hätte doch zumindest gewisse Signale erwarten können. (Abg. Dr. Fekter: Die sind drinnen!)
Präsident Dr. Fasslabend übernimmt den Vorsitz.
Mit all diesen kurzfristigen Maßnahmen werden auch Sie das Budget nicht sanieren. Es wird ein weiterer Konsolidierungsbedarf bestehen, und daher, meine Damen und Herren, ist es eben so wichtig, dass eine soziale Ausgewogenheit gegeben ist und dass auch die ökologischen Signale in diesem Budgetvoranschlag vorhanden sind – sofern sie angestrebt werden. Dass das für die Regierungsfraktionen kein Thema ist, ist uns klar geworden. (Präsident Dr. Fasslabend übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Korrigieren Sie bitte, solange es noch möglich ist, diese Schieflage in Ihren Vorlagen, und ändern Sie, was zu ändern ist! Denn die Prioritätensetzung in diesen Vorlagen ist falsch, und zwar sowohl in sozialer Hinsicht – wir haben das ausführlich diskutiert – als auch in demokratiepolitischer Hinsicht. Auch das haben wir mehrfach angedeutet und klar ausgeführt. So ist zum Beispiel die Kürzung der Ermessensausgaben bei den NGOs skandalös. Das sind jene Organisationen, die einen wesentlichen Anteil an dieser dynamischen, demokratischen und kulturellen Entwicklung in unserem Land haben, diese beeinflussen und auch tragen. Das ist Teil einer demokratischen Kultur, das ist Zivilgesellschaft, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Schwarzenberger: Das macht sogar die rot-grüne Regierung in Deutschland, die Mineralölsteuer für Landwirtschaftsdiesel zu ermäßigen!
Auch diesbezüglich können Sie nicht darüber hinwegtäuschen, dass Sie hier eine Verantwortung haben, und Sie nehmen diese Verantwortung im Sinne der österreichischen Bergbauern und im Sinne der österreichischen Kleinlandwirtschaft nicht ausreichend wahr, meine Damen und Herren. (Abg. Schwarzenberger: Das macht sogar die rot-grüne Regierung in Deutschland, die Mineralölsteuer für Landwirtschaftsdiesel zu ermäßigen!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich meine auch, dass die Budgetkonsolidierung einen spürbaren Beitrag auch derjenigen beinhalten muss, die die Gewinner der wirtschaftlichen Dynamik in unserem Land sind. Es ist, glaube ich, nicht verkehrt, auch von Unternehmern und Unternehmerinnen, von Kapitaleigentümern und – lassen Sie mich das sagen! – auch Finanzspekulanten zu verlangen, dass sie ihren Beitrag zur entsprechenden Budgetkonsolidierung leisten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Es geht eben nicht darum, Herr Staatssekretär, irgendwelche Menschen zu finden, die man schröpfen kann. Sie sagen, es gibt keine Reichen mehr, die man schröpfen könnte. Ich nehme im Umkehrschluss an, dass Sie daher eben die kleinen Leute schröpfen wollen. Genau das ist aber nicht sozial, das ist nicht ausgewogen, und diese Einäugigkeit und Selbstgerechtigkeit Ihrer Politik können wir auf keinen Fall mittragen! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Ruf bei der SPÖ: So ist es! – Abg. Dr. Einem: Richtige Aussage! – Abg. Dr. Fekter: Sehr unseriös, unsachlich!
Abgeordnete Mag. Martina Pecher (ÖVP): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich beginne mein kurzes Statement mit einem Zitat: "Dieser Regierungspakt nimmt das Geld von den Arbeitnehmern, Jugendlichen, Arbeitslosen und Kranken und schiebt es Unternehmern, Hausherren und Bauern zu." – Zitatende. Dies sagte ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch. (Ruf bei der SPÖ: So ist es! – Abg. Dr. Einem: Richtige Aussage! – Abg. Dr. Fekter: Sehr unseriös, unsachlich!)
Abg. Grabner: Wir auch!
Meine sehr geehrten Damen und Herren von der Sozialistischen Partei! Ich meine das jetzt ganz ernst (Abg. Grabner: Wir auch!): Ich finde, gerade das ist eine Wortwahl, wie Sie sie verurteilen. Das hetzt, das baut Feindbilder auf. Ich fühle mich persönlich bedroht von solchen Aussagen, und ich rufe Sie auf: Mäßigen Sie Ihre Worte! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Wenn Sie – zu Recht – verlangen, dass andere ihre Worte mäßigen sollen, damit es nicht zu Verhetzungen und Feindbildern in unserem Land kommt, dann bitte ich auch Sie: Mäßigen Sie Ihre Wortwahl! Ich wundere mich, dass Herr Abgeordneter Kiermaier, der auch Unternehmer ist, sich von dieser Wortwahl nicht genauso bedroht fühlt.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren von der Sozialistischen Partei! Ich meine das jetzt ganz ernst (Abg. Grabner: Wir auch!): Ich finde, gerade das ist eine Wortwahl, wie Sie sie verurteilen. Das hetzt, das baut Feindbilder auf. Ich fühle mich persönlich bedroht von solchen Aussagen, und ich rufe Sie auf: Mäßigen Sie Ihre Worte! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Wenn Sie – zu Recht – verlangen, dass andere ihre Worte mäßigen sollen, damit es nicht zu Verhetzungen und Feindbildern in unserem Land kommt, dann bitte ich auch Sie: Mäßigen Sie Ihre Wortwahl! Ich wundere mich, dass Herr Abgeordneter Kiermaier, der auch Unternehmer ist, sich von dieser Wortwahl nicht genauso bedroht fühlt.
Abg. Dr. Fekter: Die "Konsum"-Pleite ...! – Abg. Schwarzenberger: Weil die "Konsum"-Pleite verdaut ist!
Zu den anderen Fonds: Warum sind denn im Unfallversicherungsbeitragsfonds Überschüsse vorhanden, Überschüsse, die die Unternehmer eingezahlt haben? Weil wir erfreulicherweise weniger Arbeitsunfälle haben. Warum gibt es denn im Insolvenz-Entgeltsicherungsfonds einen Überschuss? Weil wir in Österreich derzeit weniger Insolvenzen und dadurch weniger Bedarf haben. (Abg. Dr. Fekter: Die "Konsum"-Pleite ...! – Abg. Schwarzenberger: Weil die "Konsum"-Pleite verdaut ist!) Die "Konsum"-Pleite hat diese Beträge extrem in die Höhe schnellen lassen, und heute ist die Situation Gott sei Dank so, dass wir in diesem Bereich weniger Mittel brauchen. – Danke, Maria.
Abg. Dr. Fekter: Die höchste Beschäftigungsrate!
Wir haben auch weniger Bedarf an Mitteln aus dem Arbeitslosenversicherungsfonds, weil wir erfreulicherweise weniger Arbeitslose haben: minus 13 Prozent allein im März 2000 im Vergleich zum März 1999. (Abg. Dr. Fekter: Die höchste Beschäftigungsrate!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Die Senkung der Lohnnebenkosten werden die Unternehmer aber dringend brauchen, um ihre Leistungen und Produkte günstiger zu machen und damit im Wettbewerb stärker zu sein. Sie ist auch ein wichtiges Signal an alle jene multinationalen und globalisierten Unternehmen, die ständig mit Überlegungen konfrontiert werden, den Standort Österreich zu verlassen. Es soll eben nicht aus einer vermeintlich verabsäumten Lohnnebenkostensenkung eine Senkung der Zahl der Arbeitsplätze werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Das hat sie auch nicht gesagt!
Dass man in dieser Situation die Diskussion so führt, das hätte ich mir von Ihnen eigentlich nicht erwartet, denn es gibt viele kleine Betriebe, die nicht immer den älteren Menschen als Problem im Bereich der Lohnnebenkosten ansehen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Das hat sie auch nicht gesagt!)
Abg. Dr. Fekter: Die Verstaatlichte hat gerade die älteren Arbeitnehmer freigesetzt, gerade die Unternehmen in Ihrem Bereich, OMV, VOEST et cetera!
Ich habe schon Verständnis für die Wirtschaft, ... (Abg. Dr. Fekter: Die Verstaatlichte hat gerade die älteren Arbeitnehmer freigesetzt, gerade die Unternehmen in Ihrem Bereich, OMV, VOEST et cetera!) – Von der Verstaatlichten, Frau Kollegin Fekter, haben sehr lange Zeit die Zulieferbetriebe gelebt. Auch das müssen Sie einmal zur Kenntnis nehmen! Da können wir diskutieren, wie wir wollen, das ist eine Tatsache! (Abg. Dr. Fekter: Das wäre in der klein- und mittelständischen Wirtschaft nie und nimmer denkbar!)
Abg. Dr. Fekter: Das wäre in der klein- und mittelständischen Wirtschaft nie und nimmer denkbar!
Ich habe schon Verständnis für die Wirtschaft, ... (Abg. Dr. Fekter: Die Verstaatlichte hat gerade die älteren Arbeitnehmer freigesetzt, gerade die Unternehmen in Ihrem Bereich, OMV, VOEST et cetera!) – Von der Verstaatlichten, Frau Kollegin Fekter, haben sehr lange Zeit die Zulieferbetriebe gelebt. Auch das müssen Sie einmal zur Kenntnis nehmen! Da können wir diskutieren, wie wir wollen, das ist eine Tatsache! (Abg. Dr. Fekter: Das wäre in der klein- und mittelständischen Wirtschaft nie und nimmer denkbar!)
Abg. Dr. Fekter: Dann bleiben Sie bei der Wahrheit!
Aber nun zum Thema Budget, Budgetsanierung und Budgetbegleitgesetze. (Abg. Dr. Fekter: Dann bleiben Sie bei der Wahrheit!) Bei der bin ich! – Es ist natürlich immer ein Markenzeichen einer Regierung und der Parteien, die die Regierung stellen, welche fiskalpolitischen Schwerpunkte sie bei der Budgeterstellung beziehungsweise bei den Budgetbegleitgesetzen setzen, ob sie mehr auf der sozialpolitischen Linie oder ob sie eher auf der wirtschaftspolitischen Linie liegen.
Ruf: Was?
Dieses Budget – das bestätigt eine Wifo-Studie, das bestätigen auch viele andere Untersuchungen – hat einen klaren und deutlichen wirtschaftspolitischen Zug. Auch Finanzminister Grasser hat beim Hearing über das Budget und die Budgetbegleitgesetze klar und deutlich gesagt: "Ausgabenseitig haben wir" – so waren die Worte des Finanzministers – "maßgebend heruntergeschnitten." (Ruf: Was?) – Ja, so ist es, das hat er gesagt.
Abg. Wattaul: Wo ist das Familienpaket? Haben wir das vergessen?
Beim Budget beziehungsweise bei den Budgetbegleitgesetzen stellt sich die Frage: Wer wird in welchem Ausmaß belastet, und wer wird in welchem Ausmaß begünstigt? – Zwei Zahlen dazu, die auch aus der Wifo-Studie stammen: Begünstigt werden die Unternehmen, die Wirtschaft und die Landwirtschaft – das ist nicht negativ gemeint, sondern einfach ein Faktum –, und zwar mit insgesamt 17,8 Milliarden Schilling jährlich, wobei die Belastungen hier schon mit eingerechnet sind, aber trotzdem bleiben 17,8 Milliarden an Begünstigungen. Belastet werden die Arbeitnehmer mit 17,5 Milliarden Schilling. Wo ist da die Ausgewogenheit? – Ich sehe angesichts dieser Zahlen auf der einen Seite die Wirtschaft und auf der anderen Seite die Arbeitnehmer. (Abg. Wattaul: Wo ist das Familienpaket? Haben wir das vergessen?) – Wir haben gar nichts vergessen.
Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.
Was sagt das Wifo zu diesem jetzigen ... (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter. ) – Frau Kollegin! Was sagt die Wifo-Studie zu diesem jetzigen Budget und zu den Begleitgesetzen? Darin heißt es – ich zitiere –: "Grob gesprochen kann man also sagen, dass die Steuerreform 2000, die
Abg. Böhacker: Wer hat die motorbezogene Versicherungssteuer eingeführt?
Dann gibt es noch die Verteilungsstudie, die beinhaltet, wie die Verbrauchsabgaben, auf die ich noch zu sprechen kommen werde, im Sinne der Einkommen verteilt sind. Dazu sagt die Wifo-Studie ganz klar: Die Besserverdiener können ein Viertel ihrer Einkommen sparen, die ärmeren Haushalte müssen Kredite aufnehmen. Durch diese Kopfsteuern erfolgt eine Umverteilung von den ärmeren zu den reicheren Haushalten. Besonders belastend wirken sich die Elektrizitätsabgabe, die jeder zahlen muss, egal, ob er viel oder wenig Einkommen hat, die Autobahnvignette, die auch jeder zahlen muss, grundsätzlich die Gebühren und die motorbezogene Versicherungssteuer aus. (Abg. Böhacker: Wer hat die motorbezogene Versicherungssteuer eingeführt?)
Abg. Böhacker: Wer hat denn die motorbezogene Versicherungssteuer eingeführt?
Von der motorbezogenen Versicherungssteuer sind die LKWs ausgenommen, von der Mineralölsteuer wären auch die LKWs betroffen gewesen. (Abg. Böhacker: Wer hat denn die motorbezogene Versicherungssteuer eingeführt?) Das wollten Sie aber deshalb nicht machen, weil dadurch die Wirtschaft belastet worden wäre. (Abg. Böhacker: Die habt ihr eingeführt, oder irre ich mich?)
Abg. Böhacker: Die habt ihr eingeführt, oder irre ich mich?
Von der motorbezogenen Versicherungssteuer sind die LKWs ausgenommen, von der Mineralölsteuer wären auch die LKWs betroffen gewesen. (Abg. Böhacker: Wer hat denn die motorbezogene Versicherungssteuer eingeführt?) Das wollten Sie aber deshalb nicht machen, weil dadurch die Wirtschaft belastet worden wäre. (Abg. Böhacker: Die habt ihr eingeführt, oder irre ich mich?)
Zwischenruf des Abg. Murauer.
Herr Staatssekretär! Von den Gebührenbefreiungen sind derzeit ungefähr 330 000 Österreicher betroffen. (Zwischenruf des Abg. Murauer. ) Industrieminister Schmid hat gemeint, dass er sich die Gebührenbefreiung nicht mehr leisten könne. Welche Bevölkerungsgruppe ist davon betroffen? – Meine Damen und Herren von den Regierungsparteien! Eine Gebührenbefreiung wird nicht den Reicheren, sondern den Schwächeren in unserer Gesellschaft gewährt. Und genau diese treffen Sie damit – Sie, die Sie immer für den "kleinen" Mann, für die "kleine" Frau eingetreten sind. Nichts davon gilt mehr! Darüber herrscht Stillschweigen!
Zwischenruf des Abg. Murauer.
Ein Allerletztes, und zwar zu Herrn Kollegen Amon, der gemeint hat, die Zivildienstregelung muss endlich durchgezogen werden, weil 17 000 Personen warten. Man hat bei der Zivildienstregelung ja noch Folgendes gemacht: Bis jetzt hatten die Zivildiener die Möglichkeit, den Antrag zu stellen, binnen eines Jahres zum Zivildienst aufgenommen zu werden. Das hatte den sehr weisen Grund, dass die Jugendlichen gegenüber ihrem Dienstgeber wussten, wann mit dem Antritt des Zivildienstes zu rechnen war. Jetzt, meine Damen und Herren, wissen sie es überhaupt nicht mehr. "Binnen fünf Jahren" heißt es nun, und das ist eine denkbare Schlechterstellung der Zivildiener, weil sie nun nicht mehr wissen, nicht mehr kalkulieren können, wann sie tatsächlich drankommen! (Zwischenruf des Abg. Murauer. )
Beifall bei der SPÖ.
Die SPÖ kann einem solchen Budget nicht zustimmen, da wir es einerseits aus sozialer Unausgewogenheit und andererseits auch aus dem Grund ablehnen, weil in der Präambel zum Regierungsübereinkommen steht: "Förderung der Schwachen." Aber eine Förderung der Schwachen ist in diesem Bereich bei weitem nicht gegeben! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine geschätzten Damen und Herren! Ich sage dem Ex-Finanzminister in aller Deutlichkeit: Er sucht Haare in der Suppe der anderen und übersieht den Pflock im eigenen Auge. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wir könnten damit jedem Haushalt diese Kosten vergüten. Ich hoffe, dass Ihnen jetzt klar ist, was Sie angerichtet haben. Sie reden zwar von einer Politik für den "kleinen Mann", in Wirklichkeit war das aber eine Politik für die Kapitalwirtschaft, denn diese 100 Milliarden Schilling gehen jedes Jahr in die Kapitalwirtschaft und werden nicht im ländlichen Raum bei den so genannten kleinen Leuten wirksam. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Trotz dieser schlechten Ausgangssituation wird die Bundesregierung dafür eintreten, dass nach den notwendigen Sanierungen eine Politik der Entlastungen eingeleitet wird, um Österreich in jeder Hinsicht attraktiv und wettbewerbsfähig zu gestalten. Während der Sanierungsphase sollen die Belastungen, die notwendig sind, sozial ausgewogen und dem Bürger verständlich sein. Die Klimaschutzziele werden verstärkt durch nationale Maßnahmen erreicht werden. Wir gehen diesen Weg in erster Linie deswegen, weil wir von den positiven Auswirkungen in ökonomischer, ökologischer und sozialer Hinsicht überzeugt sind. Ich lade Sie alle ein, gemeinsam diesen Weg im Sinne Österreichs und seiner Menschen zu gehen! – Danke sehr. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Günter Kiermaier (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Frau Kollegin Pecher ist momentan nicht anwesend. Sie hat mich zitiert und gemeint, sie verstehe nicht, dass ich mich nicht gegen die Wortwahl hier im Hause wende. – Ich möchte ihr das zurückgeben und sie an ihre Aussagen im Ausschuss erinnern. Was sie dort von sich gegeben hat, war alles andere als fein! Das möchte ich nur sehr klar darstellen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das ist eine sehr lustige Sache. Wenn man die Bibel zur Hand nimmt und aus ihr zitiert, dann muss man nämlich alles lesen. Das ist tatsächlich interessant. Da gibt es nämlich eine Fußnote, die gerade für die ÖVP sehr interessant ist. Diese lautet folgendermaßen: Die Übersetzung "Schafe" und "Böcke" nimmt Rücksicht auf die sprichwörtliche deutsche Redeweise – wahrscheinlichere Übersetzung: "die Schafe von den Ziegen". In Palästina werden die Schafe weiß und die Ziegen schwarz. Die Trennung der Tiere erfolgt nach der Farbe, die schwarzen Ziegen kommen auf die Unheilseite links, die weißen Schafe auf die Heilseite rechts. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Schwarzenberger: Die Unheilseite ist links! – Abg. Dr. Trinkl: Die Unheilseite war links! Lesen Sie das nach!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das ist gefährlich. Man muss, wenn man die Bibel zitiert, alles lesen. Ich glaube aber, es ist viel günstiger, wenn man die Bibel dort lässt, wo sie hingehört, nämlich in die Kirche und nach Hause, und wenn man sie nicht im Parlament strapaziert. (Abg. Schwarzenberger: Die Unheilseite ist links! – Abg. Dr. Trinkl: Die Unheilseite war links! Lesen Sie das nach!) – Die Schwarzen sind die Bösen, Sie haben das gehört! Das hat die Bibel in weiser Voraussicht erkannt. Daher brauchen Sie sich nicht über das, was Sie heute hier gehört haben, zu wundern, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Dr. Trinkl: Können Sie das noch einmal wiederholen? – Abg. Schwarzenberger: Lesen Sie es nach!)
Abg. Dr. Trinkl: Können Sie das noch einmal wiederholen? – Abg. Schwarzenberger: Lesen Sie es nach!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das ist gefährlich. Man muss, wenn man die Bibel zitiert, alles lesen. Ich glaube aber, es ist viel günstiger, wenn man die Bibel dort lässt, wo sie hingehört, nämlich in die Kirche und nach Hause, und wenn man sie nicht im Parlament strapaziert. (Abg. Schwarzenberger: Die Unheilseite ist links! – Abg. Dr. Trinkl: Die Unheilseite war links! Lesen Sie das nach!) – Die Schwarzen sind die Bösen, Sie haben das gehört! Das hat die Bibel in weiser Voraussicht erkannt. Daher brauchen Sie sich nicht über das, was Sie heute hier gehört haben, zu wundern, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Dr. Trinkl: Können Sie das noch einmal wiederholen? – Abg. Schwarzenberger: Lesen Sie es nach!)
Beifall bei der SPÖ.
Daher glaube ich, dass diese Regelung nicht sinnvoll ist. Sie sollten diese Sache noch einmal gründlich überdenken, bevor Sie das umsetzen. Das ist ein Appell, den ich im Namen der Hilfsorganisationen an Sie richten möchte, und ich glaube, es wäre wichtig, diesen zu beherzigen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Leider merkt die Telekom bei den Neuzulassungen, dass vielfach schon andere Telefongesellschaften bevorzugt werden. Aber durch die Neuregelung auf dem Telefonsektor ist auf jeden Fall auch eine Neuregelung der Gebührenbefreiung notwendig geworden. Wenn man sie so belassen hätte wie bisher, dann wäre das eine eindeutige Bevorzugung gewesen, die nicht marktkonform und EU-widrig wäre. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Ernst Fink (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die heutige Blockade beziehungsweise der heutige Aktionismus der Frau Abgeordneten Haidlmayr hat mich sehr betroffen gemacht. Wenn Herr Dr. Pilz heute mit einer Kette herausgekommen wäre und sich anketten lassen hätte, dann hätte mir das nichts gemacht. Aber ich verstehe nicht, dass man die Behinderung eines Menschen ausnützt, um diesen Aktionismus zu starten. Ich lehne dieses Verhalten zutiefst ab, das sage ich Ihnen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Schwemlein und Reheis.
Um nicht in den Geruch einer Verwechslung zu kommen, kann ich Ihnen Folgendes sagen: Ich selbst habe eine persönliche Mitarbeiterin, die schwerst behindert ist. Sie ist körperlich behindert und sprachbehindert, aber nicht geistig behindert. Sie ist meine Mitarbeiterin. Sie können mir also nicht den Vorwurf machen, dass ich etwas gegen Behinderte habe. Aber ich lehne es ab, Behinderte in dieser Form, wie es heute der Fall war, auszunützen! Das wünsche ich nicht. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Schwemlein und Reheis. )
Zwischenruf des Abg. Reheis.
Es geht lediglich um 7 Milliarden Schilling; ein Achtel des gesamten Konsolidierungsbedarfs soll aus einer Steigerung der Einnahmen im Bereich der Tabaksteuer kommen. Und ihr beklagt die Tabaksteuer auch noch! Ich bin selbst Raucher. Bitte, warum kann man die Tabaksteuer nicht erhöhen, da die Gesundheit letztendlich ohnehin so viel Geld kostet? (Zwischenruf des Abg. Reheis. ) Dort müssen wir sanieren, aber betreffend Tabaksteuer beklagen Sie die Erhöhung. Das ist doch falsch.
Abg. Dr. Trinkl: Eine Punktlandung daneben!
Der Ex-Finanzminister hat heute eine Rede gehalten, die wirklich wieder eine "Punktlandung" war. (Abg. Dr. Trinkl: Eine Punktlandung daneben!) Der Herr Ex-Finanzminister hat nur erklärt, was er ablehnt. Er hat überhaupt nichts Positives gefunden, er hat keine Vorschläge gemacht. Ich hätte mir vom Herrn Ex-Finanzminister ... (Abg. Dr. Trinkl: Er hat es auch in der aktiven Zeit nicht getan!) – Nicht einmal in der aktiven Zeit hat er irgendetwas getan. Da hast du Recht. Wenn der Herr Ex-Finanzminister zumindest gesagt hätte: Die Maßnahmen dieser Bundesregierung lehne ich ab. – Das hat er zwar auch gesagt, aber er hätte auch sagen können: Ich fordere die neue Bundesregierung auf, zumindest einige meiner sozial sehr gerechten Vorschläge zu übernehmen. (Abg. Dr. Trinkl: Welche?)
Abg. Dr. Trinkl: Er hat es auch in der aktiven Zeit nicht getan!
Der Ex-Finanzminister hat heute eine Rede gehalten, die wirklich wieder eine "Punktlandung" war. (Abg. Dr. Trinkl: Eine Punktlandung daneben!) Der Herr Ex-Finanzminister hat nur erklärt, was er ablehnt. Er hat überhaupt nichts Positives gefunden, er hat keine Vorschläge gemacht. Ich hätte mir vom Herrn Ex-Finanzminister ... (Abg. Dr. Trinkl: Er hat es auch in der aktiven Zeit nicht getan!) – Nicht einmal in der aktiven Zeit hat er irgendetwas getan. Da hast du Recht. Wenn der Herr Ex-Finanzminister zumindest gesagt hätte: Die Maßnahmen dieser Bundesregierung lehne ich ab. – Das hat er zwar auch gesagt, aber er hätte auch sagen können: Ich fordere die neue Bundesregierung auf, zumindest einige meiner sozial sehr gerechten Vorschläge zu übernehmen. (Abg. Dr. Trinkl: Welche?)
Abg. Dr. Trinkl: Welche?
Der Ex-Finanzminister hat heute eine Rede gehalten, die wirklich wieder eine "Punktlandung" war. (Abg. Dr. Trinkl: Eine Punktlandung daneben!) Der Herr Ex-Finanzminister hat nur erklärt, was er ablehnt. Er hat überhaupt nichts Positives gefunden, er hat keine Vorschläge gemacht. Ich hätte mir vom Herrn Ex-Finanzminister ... (Abg. Dr. Trinkl: Er hat es auch in der aktiven Zeit nicht getan!) – Nicht einmal in der aktiven Zeit hat er irgendetwas getan. Da hast du Recht. Wenn der Herr Ex-Finanzminister zumindest gesagt hätte: Die Maßnahmen dieser Bundesregierung lehne ich ab. – Das hat er zwar auch gesagt, aber er hätte auch sagen können: Ich fordere die neue Bundesregierung auf, zumindest einige meiner sozial sehr gerechten Vorschläge zu übernehmen. (Abg. Dr. Trinkl: Welche?)
Abg. Schwarzenberger: Zwei Jahre später in Pension!
Oder er hätte sagen können: Ich fordere diese Bundesregierung auf (Abg. Schwarzenberger: Zwei Jahre später in Pension!), meinen Vorschlag zu übernehmen, beginnend mit dem Jahr 2001 das Zugangsalter zur vorzeitigen Alterspension um zwei Jahre auf 57 beziehungsweise auf 62 Jahre zu erhöhen. (Rufe bei der ÖVP: Bravo!) Er hätte sagen können: Ich lehne es ab, dass diese neue Bundesregierung dieses Zugangsalter nur um eineinhalb Jahre erhöht. – Das wäre zum Beispiel von seiner Seite aus sehr gerecht gewesen. Das wäre auch sozial sehr gerecht gewesen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Rufe bei der ÖVP: Bravo!
Oder er hätte sagen können: Ich fordere diese Bundesregierung auf (Abg. Schwarzenberger: Zwei Jahre später in Pension!), meinen Vorschlag zu übernehmen, beginnend mit dem Jahr 2001 das Zugangsalter zur vorzeitigen Alterspension um zwei Jahre auf 57 beziehungsweise auf 62 Jahre zu erhöhen. (Rufe bei der ÖVP: Bravo!) Er hätte sagen können: Ich lehne es ab, dass diese neue Bundesregierung dieses Zugangsalter nur um eineinhalb Jahre erhöht. – Das wäre zum Beispiel von seiner Seite aus sehr gerecht gewesen. Das wäre auch sozial sehr gerecht gewesen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Oder er hätte sagen können: Ich fordere diese Bundesregierung auf (Abg. Schwarzenberger: Zwei Jahre später in Pension!), meinen Vorschlag zu übernehmen, beginnend mit dem Jahr 2001 das Zugangsalter zur vorzeitigen Alterspension um zwei Jahre auf 57 beziehungsweise auf 62 Jahre zu erhöhen. (Rufe bei der ÖVP: Bravo!) Er hätte sagen können: Ich lehne es ab, dass diese neue Bundesregierung dieses Zugangsalter nur um eineinhalb Jahre erhöht. – Das wäre zum Beispiel von seiner Seite aus sehr gerecht gewesen. Das wäre auch sozial sehr gerecht gewesen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Trinkl: Aber da haben wir ja wirklich Glück, dass er jetzt nicht mehr Finanzminister ist!
Weiters: Wenn der Herr Ex-Finanzminister gesagt hätte, die MÖSt wird zum frühest möglichen Zeitpunkt im Laufe des Jahres 2000 bei Benzin um 60 Groschen, bei Diesel um 50 Groschen und dann um weitere 40 Groschen beziehungsweise um 30 Groschen erhöht – und Sie dürfen nicht vergessen, dass auch die 20-prozentige Mehrwertsteuer dazuzurechnen ist –, dann wäre das sozial gerecht. Das hätte aber nur die Pendler getroffen, das hätte die Kleinen getroffen, das hätte die Arbeitnehmer getroffen. Das wäre sozial gerecht gewesen. (Abg. Dr. Trinkl: Aber da haben wir ja wirklich Glück, dass er jetzt nicht mehr Finanzminister ist!) – Eigentlich schon, wir haben sehr großes Glück. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Weiters: Wenn der Herr Ex-Finanzminister gesagt hätte, die MÖSt wird zum frühest möglichen Zeitpunkt im Laufe des Jahres 2000 bei Benzin um 60 Groschen, bei Diesel um 50 Groschen und dann um weitere 40 Groschen beziehungsweise um 30 Groschen erhöht – und Sie dürfen nicht vergessen, dass auch die 20-prozentige Mehrwertsteuer dazuzurechnen ist –, dann wäre das sozial gerecht. Das hätte aber nur die Pendler getroffen, das hätte die Kleinen getroffen, das hätte die Arbeitnehmer getroffen. Das wäre sozial gerecht gewesen. (Abg. Dr. Trinkl: Aber da haben wir ja wirklich Glück, dass er jetzt nicht mehr Finanzminister ist!) – Eigentlich schon, wir haben sehr großes Glück. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Schwemlein. – Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP.
Man spürt das auch, dass wir Glück haben. Das sieht man auch im Minderheitsbericht zum Bericht des Budgetausschusses über das Budgetbegleitgesetz 2000. Das ist ja wirklich fesch, wenn man das so liest. (Zwischenruf des Abg. Schwemlein. – Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP.) Da steht Folgendes: "Die FPÖ/ÖVP-Regierung findet eine wirtschaftlich außerordentlich günstige Ausgangssituation vor. Die Konjunktur hat sich im Laufe des Jahres 1999 zunehmend gefestigt, das reale Wirtschaftswachstum wird heuer 3,1 Prozent betragen." (Abg. Dr. Trinkl: Hör zu!)
Abg. Dr. Trinkl: Hör zu!
Man spürt das auch, dass wir Glück haben. Das sieht man auch im Minderheitsbericht zum Bericht des Budgetausschusses über das Budgetbegleitgesetz 2000. Das ist ja wirklich fesch, wenn man das so liest. (Zwischenruf des Abg. Schwemlein. – Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP.) Da steht Folgendes: "Die FPÖ/ÖVP-Regierung findet eine wirtschaftlich außerordentlich günstige Ausgangssituation vor. Die Konjunktur hat sich im Laufe des Jahres 1999 zunehmend gefestigt, das reale Wirtschaftswachstum wird heuer 3,1 Prozent betragen." (Abg. Dr. Trinkl: Hör zu!)
Abg. Schwarzenberger: Erst seit 1987!
Abgeordneter Rainer Wimmer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Lieber Kollege Fink! Es ist recht eigenartig, wenn Kollegen der ÖVP an das Rednerpult treten und so tun, als ob sie nicht mit uns seit 1986 in Koalition gewesen wären und die SPÖ die Budgets alleine gemacht hätte. (Abg. Schwarzenberger: Erst seit 1987!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Trinkl: Sind wir eh! Er hat ja aus Ihrem Papier zitiert! Er hat aus dem Edlinger-Papier zitiert!
Liebe Freunde der ÖVP! Erinnert euch: Mitgehangen, mitgefangen! Macht keine Kindesweglegung! Seid ehrlich, meine lieben Freunde! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Trinkl: Sind wir eh! Er hat ja aus Ihrem Papier zitiert! Er hat aus dem Edlinger-Papier zitiert!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Dr. Trinkl: Er hat ja nicht die Haidlmayr angegriffen!
Außerdem waren die Argumente gegen und der Angriff auf Frau Kollegin Haidlmayr nicht fair, möchte ich sagen, denn Kollegin Haidlmayr hat es ehrlich gemeint. Sie ist in diesem Saal als Einzige wirklich von den Maßnahmen betroffen, die Sie in diesem Bereich setzen werden. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Dr. Trinkl: Er hat ja nicht die Haidlmayr angegriffen!)
Zwischenruf des Abg. Schwemlein.
Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Man merkt, nun wird es ernst mit Ihrem Belastungspaket. Aus diesem Grund werden Sie auch nervös. Einiges wurde ja in den letzten Wochen in den Medien angedeutet, aber, wie heute zu sehen ist, es kommt – wie üblich – noch schlimmer. Ich möchte fast sagen, Sie werden mit diesem Budgetbegleitgesetz eine in dieser Republik noch nie dagewesene Umverteilungsaktion lostreten und starten. Ich unterstelle Ihnen, meine sehr geschätzten Damen und Herren der Regierungsparteien, Sie wollen nicht in erster Linie das Budget sanieren – das geht nebenbei –, sondern Sie wollen vor allem umverteilen – umverteilen von den ärmeren Menschen zu den reicheren. Ich werde Ihnen das auch anschließend beweisen. (Zwischenruf des Abg. Schwemlein. )
Abg. Schwarzenberger: Morgen werden wir abstimmen darüber!
Es ist kein Zufall, meine geschätzten Damen und Herren, dass es Belastungen gibt, die vorwiegend die Arbeitnehmer treffen. Und es gibt andererseits Begünstigungen, wovon hauptsächlich Unternehmer, Selbständige und auch Großbauern, wie wir heute schon gehört haben, profitieren. Das ist kein Klassenkampf, sondern das ist in Wirklichkeit eine Bewertung Ihres Budgetbegleitgesetzes, das heute hier vorliegt und das Sie wahrscheinlich – ich nehme es an – mit Mehrheit beschließen und umsetzen werden. (Abg. Schwarzenberger: Morgen werden wir abstimmen darüber!)
Abg. Murauer: Was ist dein Vorschlag zu dem Thema?
Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Ich meine, es kann doch nicht so sein, dass Sie die kleinen Leute massiv belasten und gleichzeitig Milliarden für die Rüstung ausgeben wollen. Dabei rede ich überhaupt noch nicht von den sozialpolitischen Maßnahmen, die Sie vorhaben. Wir wissen ja, dass wir in Zukunft länger arbeiten werden müssen, damit wir weniger Pension bekommen werden. Das werden sehr viele Menschen in diesem Land nicht verstehen! (Abg. Murauer: Was ist dein Vorschlag zu dem Thema?)
Abg. Mag. Schweitzer: Hast du das nicht kapiert, die Liberalisierung?
Wir haben heute – man kann nicht oft genug darauf hinweisen – schon von der Energieabgabe gehört. Das ist das klassische Beispiel einer Umverteilung von unten nach oben. Sie trifft ausschließlich die privaten Haushalte in einer Größenordnung von fast 3,5 Milliarden Schilling – eine Summe, die die Menschen in Zukunft bezahlen müssen. (Abg. Mag. Schweitzer: Hast du das nicht kapiert, die Liberalisierung?)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist die Seite der Geldbeschaffung. Und dasselbe gilt für die Umverteilung. Durch die Deckelung der Energieabgabe, die ja vorwiegend die größeren Unternehmen betrifft, werden den Unternehmen zirka 2 Milliarden Schilling in Form von Subventionen zurückgegeben. Ich frage Sie: Wer, glauben Sie, wird das bezahlen? Das ist eine Umverteilung, wie sie die Regierungsfraktionen verstehen. Dafür stehen wir nicht zur Verfügung! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzte Damen und Herren! Noch ein Punkt: die Krankensteuer, die Sie einführen wollen, in Form des Selbstbehaltes. Ich bin der Meinung, das ist überhaupt die unsozialste Maßnahme, die Sie setzen. 6 Milliarden Schilling werden die Menschen bezahlen müssen. Das Tragische daran ist, dass eine Krankheit in Zukunft zur Armutsfalle werden kann. Nicht die Besserverdienenden sind davon betroffen, sondern wirklich nur die sozial Schwachen, die Kranken und die kleinen Pensionisten. Wollen Sie das wirklich, meine sehr geschätzten Damen und Herren der Regierungsfraktionen? Ich sage Ihnen, Sie legen damit den Grundstein für eine Zwei-Klassen-Medizin, die wir vehement ablehnen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Reheis: Was ist das, "Gutmensch"?
In der Terminologie dieses Gutmenschen ist weiters davon die Rede (Abg. Reheis: Was ist das, "Gutmensch"?), dass sich die Regierung auf einen langwierigen Stellungskampf vorbereiten müsse. Ich zitiere wieder: Es sollten Gräben ausgehoben und Schanzen aufgeschüttet werden.
Abg. Haigermoser – in Richtung SPÖ –: Ist schon passiert! Das sind eure Freunde!
Meine Damen und Herren! Ich glaube, da werden bei allen die Erinnerungen an die Sprache der ehemals linksextremen Roten Armee Fraktion geweckt. Es stellt sich wirklich die Frage, wann nach der Sprache der Gewalt die Tat der Gewalt folgt. (Abg. Haigermoser – in Richtung SPÖ –: Ist schon passiert! Das sind eure Freunde!)
Abg. Dr. Wittmann: Das war zu erwarten!
Meine Damen und Herren! Man wird angesichts derartiger Beiträge der IG Kultur Österreich – um damit auch die Organisation zu nennen, aus deren Zeitschrift ich diese Zitate habe – die Frage nach der Förderungswürdigkeit solcher Vereine stellen müssen (Abg. Dr. Wittmann: Das war zu erwarten!), um die sich Herr Abgeordneter Kiermaier solche Sorgen zu machen scheint. Wird mit solchen altmarxistischen Kampfparolen, auch wenn sie im neuen Gewand der Zivilgesellschaft daherkommen, wirklich dem § 2 Abs. 2 des Kunstförderungsgesetzes entsprochen? – Dort heißt es nämlich: Leistungen und Vorhaben sind dann förderungswürdig, wenn sie etwa geeignet sind, beispielgebend zu wirken oder innovatorischen Charakter haben. (Abg. Dr. Wittmann: Wollen Sie Kritik verbieten?)
Abg. Dr. Wittmann: Wollen Sie Kritik verbieten?
Meine Damen und Herren! Man wird angesichts derartiger Beiträge der IG Kultur Österreich – um damit auch die Organisation zu nennen, aus deren Zeitschrift ich diese Zitate habe – die Frage nach der Förderungswürdigkeit solcher Vereine stellen müssen (Abg. Dr. Wittmann: Das war zu erwarten!), um die sich Herr Abgeordneter Kiermaier solche Sorgen zu machen scheint. Wird mit solchen altmarxistischen Kampfparolen, auch wenn sie im neuen Gewand der Zivilgesellschaft daherkommen, wirklich dem § 2 Abs. 2 des Kunstförderungsgesetzes entsprochen? – Dort heißt es nämlich: Leistungen und Vorhaben sind dann förderungswürdig, wenn sie etwa geeignet sind, beispielgebend zu wirken oder innovatorischen Charakter haben. (Abg. Dr. Wittmann: Wollen Sie Kritik verbieten?)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Wittmann: Das ist reine Zensur!
Beides trifft auf das geschilderte Beispiel wohl nicht zu. Oder, Herr Ex-Staatssekretär, identifizieren Sie sich mit diesen Aussagen? Es kann daher in Zukunft niemand – und schon gar nicht die Bundesregierung – dazu gezwungen werden, solche Pamphlete zu subventionieren oder weiter zu unterstützen. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Wittmann: Das ist reine Zensur!)
Abg. Dr. Wittmann: Bist du nicht brav, bekommst du nichts! Wenn du der Regierung nicht genehm bist, ...!
Ein zweites Beispiel, das ich hier bringen möchte, ist das Filmfestival "Diagonale", das von 27. März bis 2. April in Graz stattgefunden hat. (Abg. Dr. Wittmann: Bist du nicht brav, bekommst du nichts! Wenn du der Regierung nicht genehm bist, ...!) Im "Diagonale"-Katalog werden drei Protestresolutionen gegen die Bundesregierung angeführt. Das wäre an sich – ich habe
Beifall bei den Freiheitlichen.
Nehmen Sie das zur Kenntnis! Das sind Dinge, mit denen wir uns absolut nicht identifizieren können! (Beifall bei den Freiheitlichen.) Und ich hoffe, dass es nirgendwo eine klammheimliche Freude über derartige Entgleisungen gibt, die wir aus vergangenen Jahren von den Fällen Schleyer, Ponto oder Herhausen kennen.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Das ist intolerant! Das ist eine Vorverurteilung und eine Anmaßung von Leuten, die Ihnen sicher nicht zusteht! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Wittmann: Das ist sehr gefährlich! Das ist ein sehr gefährlicher Weg!
Lassen Sie mich zum Schluss kommen: Ich glaube, dass es in Hinkunft verstärkt darauf ankommen wird, dass die Kriterien für Subventionen und Förderungen penibel eingehalten werden. Wenn Förderungen missbräuchlich verwendet werden – politische Agitation ist keine widmungsgemäße Verwendung –, dann wird man sie einstellen müssen. – Ich danke. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Wittmann: Das ist sehr gefährlich! Das ist ein sehr gefährlicher Weg!)
Abg. Haigermoser: Waren Sie heute schon einkaufen?
Abgeordnete Beate Schasching (SPÖ): Sehr verehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! (Abg. Haigermoser: Waren Sie heute schon einkaufen?) – Ja, ich war schon einkaufen. Ich habe Ihnen etwas Nettes zum Anschauen mitgebracht. (Abg. Haigermoser: Zeigen Sie her! – Die Rednerin packt verschiedene Lebensmittel wie zum Beispiel eine Wurstsemmel oder einen Schokoriegel aus und legt diese vor sich auf das Rednerpult.) Das kann sich in Zukunft ein Zivildiener um 43 S pro Tag zum Essen leisten. Genau darum geht es mir heute. (Ruf bei den Freiheitlichen: Sehr ungesund!)
Abg. Haigermoser: Zeigen Sie her! – Die Rednerin packt verschiedene Lebensmittel wie zum Beispiel eine Wurstsemmel oder einen Schokoriegel aus und legt diese vor sich auf das Rednerpult.
Abgeordnete Beate Schasching (SPÖ): Sehr verehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! (Abg. Haigermoser: Waren Sie heute schon einkaufen?) – Ja, ich war schon einkaufen. Ich habe Ihnen etwas Nettes zum Anschauen mitgebracht. (Abg. Haigermoser: Zeigen Sie her! – Die Rednerin packt verschiedene Lebensmittel wie zum Beispiel eine Wurstsemmel oder einen Schokoriegel aus und legt diese vor sich auf das Rednerpult.) Das kann sich in Zukunft ein Zivildiener um 43 S pro Tag zum Essen leisten. Genau darum geht es mir heute. (Ruf bei den Freiheitlichen: Sehr ungesund!)
Ruf bei den Freiheitlichen: Sehr ungesund!
Abgeordnete Beate Schasching (SPÖ): Sehr verehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! (Abg. Haigermoser: Waren Sie heute schon einkaufen?) – Ja, ich war schon einkaufen. Ich habe Ihnen etwas Nettes zum Anschauen mitgebracht. (Abg. Haigermoser: Zeigen Sie her! – Die Rednerin packt verschiedene Lebensmittel wie zum Beispiel eine Wurstsemmel oder einen Schokoriegel aus und legt diese vor sich auf das Rednerpult.) Das kann sich in Zukunft ein Zivildiener um 43 S pro Tag zum Essen leisten. Genau darum geht es mir heute. (Ruf bei den Freiheitlichen: Sehr ungesund!)
Abg. Haigermoser: Hexamethylen! Ascorbinsäure! ...
Es ist nicht sehr gesund, aber es ist leider auch nicht sehr viel. (Abg. Haigermoser: Hexamethylen! Ascorbinsäure! ...) Sie haben jetzt mitbekommen, was ich mitgebracht habe. Wenn Sie das sehr stört, stelle ich das hinunter. Man kann auch ein Glas Wasser herstellen, vielleicht sind Sie dann beruhigt. (Beifall bei der SPÖ.) Vielleicht bleibt dann noch eine Wurstsemmel mehr übrig, denn viel mehr kann sich so ein armer Zivildiener in Zukunft nicht zum Essen leisten. Und das ist das Verdienst Ihrer "wunderbaren" Budgetpolitik, die Sie wieder einmal auf dem Rücken der "kleinen" Leute austragen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist nicht sehr gesund, aber es ist leider auch nicht sehr viel. (Abg. Haigermoser: Hexamethylen! Ascorbinsäure! ...) Sie haben jetzt mitbekommen, was ich mitgebracht habe. Wenn Sie das sehr stört, stelle ich das hinunter. Man kann auch ein Glas Wasser herstellen, vielleicht sind Sie dann beruhigt. (Beifall bei der SPÖ.) Vielleicht bleibt dann noch eine Wurstsemmel mehr übrig, denn viel mehr kann sich so ein armer Zivildiener in Zukunft nicht zum Essen leisten. Und das ist das Verdienst Ihrer "wunderbaren" Budgetpolitik, die Sie wieder einmal auf dem Rücken der "kleinen" Leute austragen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist nicht sehr gesund, aber es ist leider auch nicht sehr viel. (Abg. Haigermoser: Hexamethylen! Ascorbinsäure! ...) Sie haben jetzt mitbekommen, was ich mitgebracht habe. Wenn Sie das sehr stört, stelle ich das hinunter. Man kann auch ein Glas Wasser herstellen, vielleicht sind Sie dann beruhigt. (Beifall bei der SPÖ.) Vielleicht bleibt dann noch eine Wurstsemmel mehr übrig, denn viel mehr kann sich so ein armer Zivildiener in Zukunft nicht zum Essen leisten. Und das ist das Verdienst Ihrer "wunderbaren" Budgetpolitik, die Sie wieder einmal auf dem Rücken der "kleinen" Leute austragen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Martin Graf: Das hat er nicht gesagt! Sie verbreiten wieder falsche Gerüchte!
Auch wenn Herr Schender das zugegeben hat, er hat wohl zurzeit nicht so viel Gewicht innerhalb seiner Partei. Da sind andere am Wort, die bestimmen, wie von unten nach oben verteilt wird. (Abg. Dr. Martin Graf: Das hat er nicht gesagt! Sie verbreiten wieder falsche Gerüchte!)
Abg. Dr. Martin Graf: So etwas ist Lehrerin!
Eine weitere meiner Meinung nach noch wesentlich interessantere Frage in diesem Zusammenhang ist allerdings, dass man auch die Anzahl der Zivildienstplätze zurückstreicht, und das in einem Ausmaß, das uns alle sehr stark betrifft – uns alle, auch die Bevölkerung. (Abg. Dr. Martin Graf: So etwas ist Lehrerin!) Ich habe hier eine Unterschriftenliste vom ASBÖ Purkersdorf. Diese ist erst drei Tage alt. Erst seit drei Tagen sammelt man dort Unterschriften. Die Zivildiener vom ASBÖ waren auch hier. Man hat mich gebeten, diese Liste hierher mitzubringen. Sie haben sie auch dem Herrn Innenminister übermittelt. (Abg. Dr. Martin Graf: Das ist eine überparteiliche Initiative?!) Das ist ein ganz starker Ausdruck der Zivilbevölkerung dahin gehend, wie "sehr" sie das goutiert, was Sie hier mit den Zivildienern vorhaben. Das sind unzählige Vereine, Rettungsorganisationen, karitative Vereine und vielleicht auch Vereine, die Ihnen nicht ganz so genehm sind. (Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Wogegen demonstriert der ASBÖ?) Aber all diese Vereine leben von und wirken auf Grund der Mithilfe der Zivildiener. Und es ist eine Schande – das haben gestern auch die Damen und Herren auf der Straße festgestellt, die dieser Demonstration der Zivildiener zugesehen haben –, es ist eine Schande für die Republik, wie man jetzt mit dieser Gruppe umgeht! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Dr. Martin Graf: Das ist eine überparteiliche Initiative?!
Eine weitere meiner Meinung nach noch wesentlich interessantere Frage in diesem Zusammenhang ist allerdings, dass man auch die Anzahl der Zivildienstplätze zurückstreicht, und das in einem Ausmaß, das uns alle sehr stark betrifft – uns alle, auch die Bevölkerung. (Abg. Dr. Martin Graf: So etwas ist Lehrerin!) Ich habe hier eine Unterschriftenliste vom ASBÖ Purkersdorf. Diese ist erst drei Tage alt. Erst seit drei Tagen sammelt man dort Unterschriften. Die Zivildiener vom ASBÖ waren auch hier. Man hat mich gebeten, diese Liste hierher mitzubringen. Sie haben sie auch dem Herrn Innenminister übermittelt. (Abg. Dr. Martin Graf: Das ist eine überparteiliche Initiative?!) Das ist ein ganz starker Ausdruck der Zivilbevölkerung dahin gehend, wie "sehr" sie das goutiert, was Sie hier mit den Zivildienern vorhaben. Das sind unzählige Vereine, Rettungsorganisationen, karitative Vereine und vielleicht auch Vereine, die Ihnen nicht ganz so genehm sind. (Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Wogegen demonstriert der ASBÖ?) Aber all diese Vereine leben von und wirken auf Grund der Mithilfe der Zivildiener. Und es ist eine Schande – das haben gestern auch die Damen und Herren auf der Straße festgestellt, die dieser Demonstration der Zivildiener zugesehen haben –, es ist eine Schande für die Republik, wie man jetzt mit dieser Gruppe umgeht! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Wogegen demonstriert der ASBÖ?
Eine weitere meiner Meinung nach noch wesentlich interessantere Frage in diesem Zusammenhang ist allerdings, dass man auch die Anzahl der Zivildienstplätze zurückstreicht, und das in einem Ausmaß, das uns alle sehr stark betrifft – uns alle, auch die Bevölkerung. (Abg. Dr. Martin Graf: So etwas ist Lehrerin!) Ich habe hier eine Unterschriftenliste vom ASBÖ Purkersdorf. Diese ist erst drei Tage alt. Erst seit drei Tagen sammelt man dort Unterschriften. Die Zivildiener vom ASBÖ waren auch hier. Man hat mich gebeten, diese Liste hierher mitzubringen. Sie haben sie auch dem Herrn Innenminister übermittelt. (Abg. Dr. Martin Graf: Das ist eine überparteiliche Initiative?!) Das ist ein ganz starker Ausdruck der Zivilbevölkerung dahin gehend, wie "sehr" sie das goutiert, was Sie hier mit den Zivildienern vorhaben. Das sind unzählige Vereine, Rettungsorganisationen, karitative Vereine und vielleicht auch Vereine, die Ihnen nicht ganz so genehm sind. (Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Wogegen demonstriert der ASBÖ?) Aber all diese Vereine leben von und wirken auf Grund der Mithilfe der Zivildiener. Und es ist eine Schande – das haben gestern auch die Damen und Herren auf der Straße festgestellt, die dieser Demonstration der Zivildiener zugesehen haben –, es ist eine Schande für die Republik, wie man jetzt mit dieser Gruppe umgeht! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Eine weitere meiner Meinung nach noch wesentlich interessantere Frage in diesem Zusammenhang ist allerdings, dass man auch die Anzahl der Zivildienstplätze zurückstreicht, und das in einem Ausmaß, das uns alle sehr stark betrifft – uns alle, auch die Bevölkerung. (Abg. Dr. Martin Graf: So etwas ist Lehrerin!) Ich habe hier eine Unterschriftenliste vom ASBÖ Purkersdorf. Diese ist erst drei Tage alt. Erst seit drei Tagen sammelt man dort Unterschriften. Die Zivildiener vom ASBÖ waren auch hier. Man hat mich gebeten, diese Liste hierher mitzubringen. Sie haben sie auch dem Herrn Innenminister übermittelt. (Abg. Dr. Martin Graf: Das ist eine überparteiliche Initiative?!) Das ist ein ganz starker Ausdruck der Zivilbevölkerung dahin gehend, wie "sehr" sie das goutiert, was Sie hier mit den Zivildienern vorhaben. Das sind unzählige Vereine, Rettungsorganisationen, karitative Vereine und vielleicht auch Vereine, die Ihnen nicht ganz so genehm sind. (Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Wogegen demonstriert der ASBÖ?) Aber all diese Vereine leben von und wirken auf Grund der Mithilfe der Zivildiener. Und es ist eine Schande – das haben gestern auch die Damen und Herren auf der Straße festgestellt, die dieser Demonstration der Zivildiener zugesehen haben –, es ist eine Schande für die Republik, wie man jetzt mit dieser Gruppe umgeht! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Wer setzt sich für die Präsenzdiener ein, die auch ... verdienen?
In keinem anderen Bereich (Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Wer setzt sich für die Präsenzdiener ein, die auch ... verdienen?) würde man es wagen, in einen laufenden Arbeitsprozess einzugreifen und dort etwas festzuschreiben, während die betreffende Person noch Arbeitnehmer ist und man ihr um 48 Prozent das Einkommen herunterstreicht. Niemand würde das wagen! Aber bei den Zivildienern traut man sich, das zu tun. Da gibt es Zivildiener, die bereits Dienst versehen, doch ab 1. Juni werden sie weniger Tagesration bekommen, es wird ihnen um 48 Prozent weniger Geld im Monat ausbezahlt werden. (Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Und was haben die Präsenzdiener?) Auch das ist eine Schande! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Und was haben die Präsenzdiener?
In keinem anderen Bereich (Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Wer setzt sich für die Präsenzdiener ein, die auch ... verdienen?) würde man es wagen, in einen laufenden Arbeitsprozess einzugreifen und dort etwas festzuschreiben, während die betreffende Person noch Arbeitnehmer ist und man ihr um 48 Prozent das Einkommen herunterstreicht. Niemand würde das wagen! Aber bei den Zivildienern traut man sich, das zu tun. Da gibt es Zivildiener, die bereits Dienst versehen, doch ab 1. Juni werden sie weniger Tagesration bekommen, es wird ihnen um 48 Prozent weniger Geld im Monat ausbezahlt werden. (Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Und was haben die Präsenzdiener?) Auch das ist eine Schande! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
In keinem anderen Bereich (Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Wer setzt sich für die Präsenzdiener ein, die auch ... verdienen?) würde man es wagen, in einen laufenden Arbeitsprozess einzugreifen und dort etwas festzuschreiben, während die betreffende Person noch Arbeitnehmer ist und man ihr um 48 Prozent das Einkommen herunterstreicht. Niemand würde das wagen! Aber bei den Zivildienern traut man sich, das zu tun. Da gibt es Zivildiener, die bereits Dienst versehen, doch ab 1. Juni werden sie weniger Tagesration bekommen, es wird ihnen um 48 Prozent weniger Geld im Monat ausbezahlt werden. (Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Und was haben die Präsenzdiener?) Auch das ist eine Schande! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Es gibt jedoch noch einen weiteren Aspekt. Wir haben heute schon sehr viel von Seiten der FPÖ und auch von Seiten der ÖVP gehört, was mich immer wieder extrem verblüfft, denn als Niederösterreicherin verfolge ich ganz genau, was die niederösterreichische Abgeordnete Mikl-Leitner sagt, die ja Landesgeschäftsführerin ist. Sie hat in den letzten Jahren immer wieder unseren Innenminister Schlögl dafür geprügelt, immer wieder von ihm verlangt, er solle doch bei den Zivildienern nicht so sehr sparen. Aber zu Beginn des Jahres, im Jänner, las ich zu meiner Verblüffung, man möge doch bitte nun bei den Zivildienern sparen. – Das ist wieder ein Beweis dafür, wie sehr es die ÖVP geschafft hat, sich wie ein Wetterfähnchen zu drehen und zu vergessen, was sie in den letzten Jahren mit der SPÖ gemeinsam bewegt und mit der SPÖ gemeinsam hier in diesem Hause alles beschlossen hat. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Auf alle Fälle ist als weiterer Punkt festzustellen, dass das, worauf wir gehofft haben, nicht eingetreten ist. Sie haben gemeint, man möge abwarten, bis das, was Sie ankündigen, in Taten umgesetzt wird, dass das vielleicht doch nicht ganz so grauslich sein werde wie das, was Sie eben vorher mit Worten in der Regierungserklärung festgehalten haben. Sie haben aber jetzt bewiesen: Es sind wirklich Pakete der Grauslichkeiten, die Sie der Bevölkerung mit Ihrer Umverteilungspolitik aufs Auge drücken. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
In diesem Sinne kann ich nur hoffen, dass Sie entweder dem Antrag der Kollegin Haidlmayr zustimmen oder – und ich nehme wohl an, dass Sie es auch diesmal wieder nicht tun werden – uns niederstimmen werden; aber ich weiß auch, dass wir hier eine Möglichkeit haben, die Ihnen vielleicht nicht so gut gefällt, denn in dem Moment, in dem dieses Gesetz, dieses Zivildienstgesetz, das fürwahr eine Schande ist, umgesetzt werden und rechtskräftig wird, wird die SPÖ mit ihrem Drittel – wir sind immer noch die stärkste Fraktion in diesem Haus und stellen mehr als ein Drittel der Abgeordneten – sicherlich zu einem Rechtsmittel greifen, und zwar werden wir dieses Zivildienstgesetz beim Verfassungsgerichtshof anfechten. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Oberhaidinger: Danke für die Wiederholung!
Abgeordneter Johann Kurzbauer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! In der heutigen Debatte, speziell in den Ausführungen der Sozialisten waren Worte zu hören wie "Belastung der Kleinen", "Plünderung der Bevölkerung", "Grauslichkeiten", "gewaltiges Belastungspaket", "Geschenke an die Unternehmer", "arbeitnehmerfeindlich". Es ist von der Wende gesprochen worden, von der Enttäuschung der Bevölkerung, von den Geschenken an die Großbauern. (Abg. Oberhaidinger: Danke für die Wiederholung!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Oberhaidinger.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Nur ein Wort zu den Geschenken an die Bauern. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Oberhaidinger. ) Seit dem Jahre 1995 sind die Erzeugerpreise in der Landwirtschaft um 27 Prozent, ist das reale Einkommen um 9 Prozent zurückgegangen!
Abg. Schwemlein: Verunsichern tut ihr mit eurer Politik! Wir zeigen das ja nur auf!
Man könnte die obige Liste fortsetzen; auch von Schieflage war die Rede. – Nun, ich möchte auf Folgendes hinweisen: Das, was Sie, meine sehr verehrten Damen und Herren, speziell von den Sozialdemokraten, betreiben, ist, Verunsicherung in der Bevölkerung herbeizuführen. (Abg. Schwemlein: Verunsichern tut ihr mit eurer Politik! Wir zeigen das ja nur auf!) Es hat den Anschein, dass Sie es nicht verkraften können, dass es in unserem Lande wieder aufwärts geht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Man könnte die obige Liste fortsetzen; auch von Schieflage war die Rede. – Nun, ich möchte auf Folgendes hinweisen: Das, was Sie, meine sehr verehrten Damen und Herren, speziell von den Sozialdemokraten, betreiben, ist, Verunsicherung in der Bevölkerung herbeizuführen. (Abg. Schwemlein: Verunsichern tut ihr mit eurer Politik! Wir zeigen das ja nur auf!) Es hat den Anschein, dass Sie es nicht verkraften können, dass es in unserem Lande wieder aufwärts geht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Schwemlein: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass, wenn jemand sagt, seien wir ehrlich, die Unehrlichkeit beginnt!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Mit der heutigen Beschlussfassung der Budgetbegleitgesetze werden dringend notwendige Maßnahmen umgesetzt, um den Budgetvollzug 2000 zu gewährleisten. Herr Bundesminister außer Dienst, Herr Ex-Finanzminister, wenn wir ehrlich sind (Abg. Schwemlein: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass, wenn jemand sagt, seien wir ehrlich, die Unehrlichkeit beginnt!) und uns die Budgets der letzten Jahre ansehen, müssen wir feststellen, dass die Bemühungen in Richtung einer Konsolidierung nur zum Teil Erfolg hatten. Auch der Rechnungshof hat bei der Beurteilung der Konsolidierungspakete festgestellt, dass die strukturellen Maßnahmen, und zwar die Einsparungen auf der Ausgabenseite, nicht so gelungen sind, wie Sie es gerne gehabt hätten. (Abg. Edlinger: Schreib dem Unterrichtsministerium!) – Nein, das hat nichts mit dem Unterrichtsministerium zu tun!
Abg. Edlinger: Schreib dem Unterrichtsministerium!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Mit der heutigen Beschlussfassung der Budgetbegleitgesetze werden dringend notwendige Maßnahmen umgesetzt, um den Budgetvollzug 2000 zu gewährleisten. Herr Bundesminister außer Dienst, Herr Ex-Finanzminister, wenn wir ehrlich sind (Abg. Schwemlein: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass, wenn jemand sagt, seien wir ehrlich, die Unehrlichkeit beginnt!) und uns die Budgets der letzten Jahre ansehen, müssen wir feststellen, dass die Bemühungen in Richtung einer Konsolidierung nur zum Teil Erfolg hatten. Auch der Rechnungshof hat bei der Beurteilung der Konsolidierungspakete festgestellt, dass die strukturellen Maßnahmen, und zwar die Einsparungen auf der Ausgabenseite, nicht so gelungen sind, wie Sie es gerne gehabt hätten. (Abg. Edlinger: Schreib dem Unterrichtsministerium!) – Nein, das hat nichts mit dem Unterrichtsministerium zu tun!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Das ist der richtige Ansatz, um die künftigen Budgets nachhaltig zu sanieren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Ich bin davon überzeugt, dass diese neue Bundesregierung die geplanten Maßnahmen auch umsetzen wird.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Parnigoni: Kurzbauer, du warst immer ein ehrsamer Mensch! Heute hast du deine Unschuld verloren!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Als Mitglied des Budgetausschusses bedanke ich mich bei den Damen und Herren des Finanzministeriums für die Vorbereitung des Budgets 2000 und der Budgetbegleitgesetze, denn durch die mangelnde Vorbereitung von Seiten des Ex-Finanzministers Edlinger war aufgrund des großen Zeitdruckes ein gewaltiger Kraftakt notwendig, um das Budget heute hier ins Parlament zu bringen. Wir geben diesem Budgetbegleitgesetz gerne unsere Zustimmung. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Parnigoni: Kurzbauer, du warst immer ein ehrsamer Mensch! Heute hast du deine Unschuld verloren!)
Ruf bei den Freiheitlichen: Sondern?
Abgeordnete Mag. Brunhilde Plank (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Herr Abgeordneter Kurzbauer, nicht wir sind es, die die österreichische Bevölkerung verunsichern und die Angst und Schrecken verbreiten. (Ruf bei den Freiheitlichen: Sondern?) Wir machen das, was Sie sich von uns seit Ihrem Regierungsantritt wünschen, nämlich Sie an Ihren Taten zu messen. Damit beginnen wir jetzt! Wir messen Sie an Ihren Taten, wir bewerten das und kommentieren anhand von Fakten, anhand von Zahlen, die Sie hier vorlegen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Khol: Frau Kollegin, das hat doch schon der Gusenbauer versprochen und nicht gehalten!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Khol: Frau Kollegin, das hat doch schon der Gusenbauer versprochen und nicht gehalten!
Abgeordnete Mag. Brunhilde Plank (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Herr Abgeordneter Kurzbauer, nicht wir sind es, die die österreichische Bevölkerung verunsichern und die Angst und Schrecken verbreiten. (Ruf bei den Freiheitlichen: Sondern?) Wir machen das, was Sie sich von uns seit Ihrem Regierungsantritt wünschen, nämlich Sie an Ihren Taten zu messen. Damit beginnen wir jetzt! Wir messen Sie an Ihren Taten, wir bewerten das und kommentieren anhand von Fakten, anhand von Zahlen, die Sie hier vorlegen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Khol: Frau Kollegin, das hat doch schon der Gusenbauer versprochen und nicht gehalten!)
Abg. Ing. Westenthaler: Brunhilde wie? – Abg. Haigermoser: Plank!
Im Budget 2000 ... (Abg. Ing. Westenthaler: Brunhilde wie? – Abg. Haigermoser: Plank!) – Ja, das ist mein Name. Soll ich mich noch einmal vorstellen? (Abg. Ing. Westenthaler: Nein, ich kenne Sie eh! – Abg. Schwemlein – auf Abg. Ing. Westenthaler zeigend –: Und er ist der Hojac! – Abg. Mag. Trattner: Schwemlein, Ruhe! Sonst machen wir einen Alkotest! – Abg. Schwemlein: Steht ja im Wählerverzeichnis!) – Also das ist ein Niveau!
Abg. Ing. Westenthaler: Nein, ich kenne Sie eh! – Abg. Schwemlein – auf Abg. Ing. Westenthaler zeigend –: Und er ist der Hojac! – Abg. Mag. Trattner: Schwemlein, Ruhe! Sonst machen wir einen Alkotest! – Abg. Schwemlein: Steht ja im Wählerverzeichnis!
Im Budget 2000 ... (Abg. Ing. Westenthaler: Brunhilde wie? – Abg. Haigermoser: Plank!) – Ja, das ist mein Name. Soll ich mich noch einmal vorstellen? (Abg. Ing. Westenthaler: Nein, ich kenne Sie eh! – Abg. Schwemlein – auf Abg. Ing. Westenthaler zeigend –: Und er ist der Hojac! – Abg. Mag. Trattner: Schwemlein, Ruhe! Sonst machen wir einen Alkotest! – Abg. Schwemlein: Steht ja im Wählerverzeichnis!) – Also das ist ein Niveau!
Abg. Murauer: 250 Millionen!
Es sind aber wesentlich mehr, es sind nur scheinbar nur 160 Millionen Schilling. Wie Kollegin Schasching schon dargestellt hat, wird in Wirklichkeit wesentlich mehr fehlen, denn die ausgewiesenen Rückflüsse von 340 Millionen Schilling sind völlig unrealistisch und stimmen ganz einfach nicht. (Abg. Murauer: 250 Millionen!) Das würde nämlich heißen, dass die Zuweisungen von Zivildienern im Jahre 2000 ganz massiv ansteigen müssten, denn im Jahre 1998 war der Erfolg nur 204 Millionen Schilling. Die Budgetzahlen, die Sie uns da vorsetzen, stimmen also ganz einfach nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es sind aber wesentlich mehr, es sind nur scheinbar nur 160 Millionen Schilling. Wie Kollegin Schasching schon dargestellt hat, wird in Wirklichkeit wesentlich mehr fehlen, denn die ausgewiesenen Rückflüsse von 340 Millionen Schilling sind völlig unrealistisch und stimmen ganz einfach nicht. (Abg. Murauer: 250 Millionen!) Das würde nämlich heißen, dass die Zuweisungen von Zivildienern im Jahre 2000 ganz massiv ansteigen müssten, denn im Jahre 1998 war der Erfolg nur 204 Millionen Schilling. Die Budgetzahlen, die Sie uns da vorsetzen, stimmen also ganz einfach nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Unter den sozialdemokratischen Innenministern der letzten Jahre sind die Budgetmittel für den Zivildienst ständig gestiegen, auch die Zuweisungen. Und darüber gab es, das haben Sie heute auch schon des Öfteren gehört, einen Konsens zwischen den ehemaligen Regierungsparteien; auch die ÖVP trug das immer mit. Das Budget und die Zuweisungen stiegen natürlich nicht zufällig, denn zu Zeiten sozialdemokratisch geführter Regierungen wurde die Notwendigkeit für diesen Zivildienst absolut erkannt. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Schöggl.
Dem Zivildienst wurde ein Wert zugebilligt, den Zivildienern wurde Achtung entgegengebracht, auch das, was sie leisteten, wurde geachtet und wertgeschätzt. (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Schöggl. ) Die Pläne zeigen aber etwas ganz anderes. Im jetzigen Zuweisungsplan, also für das Jahr 2000, sind etwa 5 800 Plätze vorgesehen, diese Zahl kommt jedoch auch nur dank der Zuweisung im Februar, die mit mehr als 2 500 noch relativ hoch war, zustande.
Abg. Haigermoser: Das ist eine hervorragende Rede gewesen von Herrn Kollegen Haupt!
Das wirklich Schlimmste aber – es war heute auch schon oft Thema – ist, dass der Anspruch auf Verpflegung fällt. Kollege Haupt hat heute in einer Berichtigung gesagt, die Entschädigung für Zivildiener sei gestiegen. – Das ist ganz schlicht und einfach falsch, denn nur mit der Steigerung auf 3 648 S zu operieren und nicht dazuzusagen, dass diese Summe tatsächlich alles ist und sich die Zivildiener davon auch verpflegen sollten, weil sie keine Möglichkeit haben, in den Einrichtungen, in denen sie arbeiten, zu essen, verzerrt das Bild schon! Sie berichtigen hier mit falschen Fakten, und das finde ich nicht in Ordnung. (Abg. Haigermoser: Das ist eine hervorragende Rede gewesen von Herrn Kollegen Haupt!)
Abg. Dr. Martin Graf: Das ist ja überhaupt nicht wahr! – Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Das ist eine Unterstellung!
Dieser zynische Umgang mit Menschen zeigt für mich, wie diese Regierung offensichtlich mit unliebsamen, ihr unsympathischen Erscheinungen umzugehen vor hat. (Abg. Dr. Martin Graf: Das ist ja überhaupt nicht wahr! – Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Das ist eine Unterstellung!) Für mich ist das Ziel, das damit verfolgt wird, völlig klar. Es zielt hin auf eine Demontage des Zivildienstes. Es zielt hin auf eine Demontage der Entscheidungsfreiheit für junge Menschen. Es zielt hin auf eine Demontage einer sehr, sehr wertvollen Einrichtung für Österreich. Wer das bestreitet, will Österreich etwas vorgaukeln, will die Österreicher für dumm verkaufen.
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Grünewald. – Zwischenruf des Abg. Böhacker.
Das sind nicht meine Feststellungen, sondern meine Interpretationen von Zitaten, die Sie geliefert haben. Wenn Herr Minister Scheibner die jungen Männer jetzt zum Heer locken möchte mit der Äußerung, es gäbe keine Wartefristen und der Dienst mit der Waffe sei mit nichts zu vergleichen, so ist das für ihn persönlich vielleicht richtig und sei ihm zugestanden. In Wirklichkeit aber ist es ein plumpes Erpressungsmanöver, um die Leute vom Zivildienst weg zu bringen und sie in das Heer zu integrieren. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Grünewald. – Zwischenruf des Abg. Böhacker. )
Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Haben Sie etwas gegen die Offiziersgesellschaft?
Deutlicher kann man es wohl nicht mehr sagen. (Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Haben Sie etwas gegen die Offiziersgesellschaft?) – Nein, es beweist nur die von mir aufgezeigte Absicht, die hinter diesen Plänen steckt, und nichts anderes.
Beifall bei der SPÖ.
Es geht um die Entwertung des Zivildienstes. Man versucht auch, gleich zwei Fliegen mit einem Schlag zu treffen, denn diese Arbeit ist immerhin als wertvoll anerkannt, auch von Ihrer Seite. Wer wird sie in Zukunft leisten? Es gab heute schon einige diesbezügliche Zwischenrufe wie "freiwillig", "ehrenamtlich" – gut! Im Regierungsabkommen steht, man möge jenen Frauen, die als Hausfrau und Mutter zu Hause sind, eine Ausbildung in sozialen Pflegediensten zukommen lassen. Ist das dann in Zukunft der Platz, den sie einnehmen sollen? (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Was sind die tatsächlichen Bedürfnisse?
Oder betrifft es das, was im Regierungsübereinkommen als die "tatsächlichen Bedürfnisse von Frauen" bezeichnet wird? Sind das Ihrer Meinung nach diese tatsächlichen Bedürfnisse? Zuständig zu sein für die Pflege Österreichs? (Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Was sind die tatsächlichen Bedürfnisse?) – Im Regierungsübereinkommen der ÖVP und der FPÖ steht das; ich habe das nur zitiert. Ich rede hier von Fakten und interpretiere Ihr Programm. (Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Sagen Sie mir Ihre Bedürfnisse!)
Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Sagen Sie mir Ihre Bedürfnisse!
Oder betrifft es das, was im Regierungsübereinkommen als die "tatsächlichen Bedürfnisse von Frauen" bezeichnet wird? Sind das Ihrer Meinung nach diese tatsächlichen Bedürfnisse? Zuständig zu sein für die Pflege Österreichs? (Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Was sind die tatsächlichen Bedürfnisse?) – Im Regierungsübereinkommen der ÖVP und der FPÖ steht das; ich habe das nur zitiert. Ich rede hier von Fakten und interpretiere Ihr Programm. (Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Sagen Sie mir Ihre Bedürfnisse!)
Abg. Kurzbauer: Keine Polemik! Das ist nichts als Polemik!
Oder wird man auf diese Art Arbeitslose aus der Statistik entsorgen und ihnen dafür dann ein Bürgergeld in die Tasche stecken? Hat man das statt des Zivildienstes vor? (Abg. Kurzbauer: Keine Polemik! Das ist nichts als Polemik!) Das sind Fragen, die sich ergeben, denn es wird
Beifall bei der SPÖ und bei den Grünen.
Die Novelle darf heute nicht beschlossen werden, sollte diese Regierung je noch einmal im Mund führen wollen, dass sie Politik für Österreich und für Menschen machen möchte! Darum wäre es gut, diese Novelle an den Ausschuss zurückzuverweisen, sie dort noch einmal zu überlegen und zu überdenken und erst dann wieder neu einzubringen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Wolfgang Jung (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Meine Vorrednerin hat von Wert und Achtung gegenüber den Zivildienern gesprochen. Das ist etwas, was man ihnen durchaus – zumindest im überwiegenden Teil – entgegen bringen kann und auch muss, denn viele Arbeiten, die von ihnen geleistet werden, sind keine leichten Arbeiten. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Was Sie aber betreiben, nämlich Desinformation, Fehlinformation und Irreführung, ist eine Manipulierung der Zivildiener für Ihre politischen Absichten. Sie bringen ihnen keine Achtung entgegen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Maier: Schauen wir uns die Ration an!
Frau Kollegin Schasching hat vorher ihr Jausensackerl ausgepackt, und das allein zeigt schon, wie wenig Ahnung sie von der Wirklichkeit, der Durchführung der Arbeit und der Verpflegsaufbringung für die Zivildiener genauso wie für die Soldaten, hat. Jene 43 S, von denen Sie gesprochen haben, dienen dazu, eine erwachsene Person an einem Tag zu verpflegen. Das Bundesheer schafft das problemlos, und ich bin überzeugt davon, dass sehr viele, ja die meisten jungen Menschen in ihrem ganzen Leben nicht so regelmäßig und gut gegessen haben wie während ihres Wehrdienstes. (Abg. Mag. Maier: Schauen wir uns die Ration an!)
Zwischenruf des Abg. Parnigoni
Das muss im überwiegenden Maß auch für den Zivildienst möglich sein. In einigen speziellen Fällen wird es zwar nicht möglich sein (Zwischenruf des Abg. Parnigoni ), aber da wird man eben auf andere Möglichkeiten zurückgreifen müssen. (Abg. Dr. Keppelmüller: Warum wurde die Studie über die Einstellung der Wehrdiener nie veröffentlicht?) Warum haben Sie sich denn bitte nicht auch wegen der Präsenzdiener aufgeregt? Die Wehrdiener haben ebenfalls nur 43 S, die aber sind offenbar Ihr Mitleid nicht wert. Nur bei diesem Thema entdecken Sie plötzlich Ihr Herz! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Keppelmüller: Warum wurde die Studie über die Einstellung der Wehrdiener nie veröffentlicht?
Das muss im überwiegenden Maß auch für den Zivildienst möglich sein. In einigen speziellen Fällen wird es zwar nicht möglich sein (Zwischenruf des Abg. Parnigoni ), aber da wird man eben auf andere Möglichkeiten zurückgreifen müssen. (Abg. Dr. Keppelmüller: Warum wurde die Studie über die Einstellung der Wehrdiener nie veröffentlicht?) Warum haben Sie sich denn bitte nicht auch wegen der Präsenzdiener aufgeregt? Die Wehrdiener haben ebenfalls nur 43 S, die aber sind offenbar Ihr Mitleid nicht wert. Nur bei diesem Thema entdecken Sie plötzlich Ihr Herz! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das muss im überwiegenden Maß auch für den Zivildienst möglich sein. In einigen speziellen Fällen wird es zwar nicht möglich sein (Zwischenruf des Abg. Parnigoni ), aber da wird man eben auf andere Möglichkeiten zurückgreifen müssen. (Abg. Dr. Keppelmüller: Warum wurde die Studie über die Einstellung der Wehrdiener nie veröffentlicht?) Warum haben Sie sich denn bitte nicht auch wegen der Präsenzdiener aufgeregt? Die Wehrdiener haben ebenfalls nur 43 S, die aber sind offenbar Ihr Mitleid nicht wert. Nur bei diesem Thema entdecken Sie plötzlich Ihr Herz! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe.
Ich sage Ihnen, es geht! (Zwischenrufe.) Es wird allerdings Folgendes passieren: Man wird auf Verpflegung aus größeren Bereichen wie Krankenhäusern, unter Umständen auch Kasernen und anderen, etwa "Essen auf Rädern", zurückgreifen müssen, und die Trägerorganisationen werden auch etwas dazu beitragen müssen. (Abg. Dr. Keppelmüller: Ausgehungert!) Diese ausgehungerten Soldaten zeigen Sie mir bitte! (Abg. Dr. Keppelmüller: Die in dem Sinn nicht angepasst sind!) Schauen Sie einmal in die Mülltonnen, was dort alles rausfliegt. – So weit zur Frau Kollegin Schasching und ihrem Jausensackerl.
Abg. Dr. Keppelmüller: Ausgehungert!
Ich sage Ihnen, es geht! (Zwischenrufe.) Es wird allerdings Folgendes passieren: Man wird auf Verpflegung aus größeren Bereichen wie Krankenhäusern, unter Umständen auch Kasernen und anderen, etwa "Essen auf Rädern", zurückgreifen müssen, und die Trägerorganisationen werden auch etwas dazu beitragen müssen. (Abg. Dr. Keppelmüller: Ausgehungert!) Diese ausgehungerten Soldaten zeigen Sie mir bitte! (Abg. Dr. Keppelmüller: Die in dem Sinn nicht angepasst sind!) Schauen Sie einmal in die Mülltonnen, was dort alles rausfliegt. – So weit zur Frau Kollegin Schasching und ihrem Jausensackerl.
Abg. Dr. Keppelmüller: Die in dem Sinn nicht angepasst sind!
Ich sage Ihnen, es geht! (Zwischenrufe.) Es wird allerdings Folgendes passieren: Man wird auf Verpflegung aus größeren Bereichen wie Krankenhäusern, unter Umständen auch Kasernen und anderen, etwa "Essen auf Rädern", zurückgreifen müssen, und die Trägerorganisationen werden auch etwas dazu beitragen müssen. (Abg. Dr. Keppelmüller: Ausgehungert!) Diese ausgehungerten Soldaten zeigen Sie mir bitte! (Abg. Dr. Keppelmüller: Die in dem Sinn nicht angepasst sind!) Schauen Sie einmal in die Mülltonnen, was dort alles rausfliegt. – So weit zur Frau Kollegin Schasching und ihrem Jausensackerl.
Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenberger.
Nun zu Frau Kollegin Plank. Ich bin froh, dass ich Sie hier gesehen habe, denn ich konnte mir nicht vorstellen, wer das ist, von dem diese im wahrsten Sinn des Wortes unsinnige Pressedienstaussendung von heute Nachmittag stammt. Ich habe selten so viel Unsinn auf so einem kleinen Papier gefunden. (Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenberger. )
Abg. Dr. Keppelmüller: Stimmt doch!
Ich zitiere: "Strasser, Scheibner & Co verhelfen einem idealisierten Heldentum zum Durchbruch". (Abg. Dr. Keppelmüller: Stimmt doch!) Brunhilde Plank sieht "die Wiederherstellung eines überkommenen Waffenfanatismus", weil das Verpflegungsgeld herabgesetzt wurde. (Abg. Dr. Keppelmüller: Sie haben doch den Zivildienst nicht gewollt!) Die Heeresfraktion mache "Druck, um auf dem Rücken Tausender junger Männer" einen Weg vom Zivildienst weg einzu
Abg. Dr. Keppelmüller: Sie haben doch den Zivildienst nicht gewollt!
Ich zitiere: "Strasser, Scheibner & Co verhelfen einem idealisierten Heldentum zum Durchbruch". (Abg. Dr. Keppelmüller: Stimmt doch!) Brunhilde Plank sieht "die Wiederherstellung eines überkommenen Waffenfanatismus", weil das Verpflegungsgeld herabgesetzt wurde. (Abg. Dr. Keppelmüller: Sie haben doch den Zivildienst nicht gewollt!) Die Heeresfraktion mache "Druck, um auf dem Rücken Tausender junger Männer" einen Weg vom Zivildienst weg einzu
Abg. Dr. Keppelmüller: Waren Sie beim Zivildienstgesetz dabei?
Dabei "wird die Lebensplanung Tausender junger Männer rücksichtslos zerstört." Wissen Sie, wie viele Tausende junge Männer Ihr Minister auf der Reservebank gehalten hat, weil er ihnen nicht sagen konnte, wann sie drankommen? – 17 000 junge Männer warten. (Abg. Dr. Keppelmüller: Waren Sie beim Zivildienstgesetz dabei?) Minister Schlögl hat sie als Altlast an seinen Nachfolger übergeben. Und das bei 4 000 bis 5 000, die im Jahr drankommen! Wer betreibt hier auf dem Rücken der jungen Menschen rücksichtslose Politik? – Ihr Minister hat das getan, und niemand anderer! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Keppelmüller: Und jetzt blockieren wir noch stärker!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Keppelmüller: Und jetzt blockieren wir noch stärker!
Dabei "wird die Lebensplanung Tausender junger Männer rücksichtslos zerstört." Wissen Sie, wie viele Tausende junge Männer Ihr Minister auf der Reservebank gehalten hat, weil er ihnen nicht sagen konnte, wann sie drankommen? – 17 000 junge Männer warten. (Abg. Dr. Keppelmüller: Waren Sie beim Zivildienstgesetz dabei?) Minister Schlögl hat sie als Altlast an seinen Nachfolger übergeben. Und das bei 4 000 bis 5 000, die im Jahr drankommen! Wer betreibt hier auf dem Rücken der jungen Menschen rücksichtslose Politik? – Ihr Minister hat das getan, und niemand anderer! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Keppelmüller: Und jetzt blockieren wir noch stärker!)
Abg. Dr. Keppelmüller: ... eine Studie über die Befindlichkeit der Wehrdiener ...!
Was ist los? Was ist der Grund für diese Entwicklung? – Die Knappheit der Mittel! Sie haben ein heilloses Budgetchaos hinterlassen, auch im Innenministerium, das an sich gut dotiert war. (Abg. Dr. Keppelmüller: ... eine Studie über die Befindlichkeit der Wehrdiener ...!) – Sie sind schön langsam langweilig, Herr Kollege.
Abg. Dr. Keppelmüller: Sein Vorgänger war gar nicht schlecht!
Sie haben dort ein Chaos zurückgelassen, mit dem der Minister heute zu kämpfen hat. Er muss Einschnitte machen, wie das auch in allen anderen Bereichen geschieht. Ich habe es Ihnen schon gesagt. (Abg. Dr. Keppelmüller: Sein Vorgänger war gar nicht schlecht!) 17 000 junge Männer sind zurückgeblieben! Nicht einmal 50 Prozent vom jährlichen Einrückungsturnus können untergebracht werden.
Abg. Dr. Keppelmüller: Sie haben ja nie etwas für Zivildiener übrig gehabt!
Jetzt ist Ihnen offensichtlich die Luft ausgegangen! Sie können ja auch ruhig sein, Herr Kollege Keppelmüller. (Abg. Dr. Keppelmüller: Sie haben ja nie etwas für Zivildiener übrig gehabt!) – Ja, natürlich!
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Keppelmüller.
Kollege Van der Bellen hat übrigens interessanterweise wortwörtlich die gleiche Terminologie gewählt wie Ihre Kollegin hier mit ihren Tausenden jungen ... (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Keppelmüller. ) Er heißt ja nicht umsonst Keppelmüller, denn er kann das Keppeln nicht lassen.
Anhaltende Zwischenrufe. – Präsident Dr. Fasslabend gibt das Glockenzeichen.
Ihr Minister ist grob fahrlässig vorgegangen. Er hat ein Erbe hinterlassen, das genauso chaotisch wie das Ihres Finanzministers ist, Herr Kollege, und sonst nichts! (Anhaltende Zwischenrufe. – Präsident Dr. Fasslabend gibt das Glockenzeichen.)
Ruf: Worüber?
Es gab eine Studie darüber, die die Probleme aufgezeigt hat. (Ruf: Worüber?) – Über diesen Bereich! Lesen Sie es nach! (Abg. Dr. Keppelmüller: ... der Wehrdiener! Meinen Sie die?) Wie viel Unsinn Sie in kurzer Zeit rausbringen, ist wirklich beachtlich!
Abg. Dr. Keppelmüller: ... der Wehrdiener! Meinen Sie die?
Es gab eine Studie darüber, die die Probleme aufgezeigt hat. (Ruf: Worüber?) – Über diesen Bereich! Lesen Sie es nach! (Abg. Dr. Keppelmüller: ... der Wehrdiener! Meinen Sie die?) Wie viel Unsinn Sie in kurzer Zeit rausbringen, ist wirklich beachtlich!
Abg. Dr. Keppelmüller: Herr Kollege, lesen Sie die Studie über die Einstellung der Wehrdiener!
Es gibt eine Studie. Es gibt einen Bericht des Rechnungshofes, der aufgezeigt hat, dass es in diesem Bereich nicht stimmt. (Abg. Dr. Keppelmüller: Herr Kollege, lesen Sie die Studie über die Einstellung der Wehrdiener!) Sie behaupten, dass die Zivildiener weniger Geld bekommen. Auch das ist eine glatte Unwahrheit! Ich habe heute schon einmal darauf hingewiesen. Sie bekommen genau ... (Abg. Dr. Keppelmüller: Wissen Sie, was das Ansehen des Wehrdienstes ...?)
Abg. Dr. Keppelmüller: Wissen Sie, was das Ansehen des Wehrdienstes ...?
Es gibt eine Studie. Es gibt einen Bericht des Rechnungshofes, der aufgezeigt hat, dass es in diesem Bereich nicht stimmt. (Abg. Dr. Keppelmüller: Herr Kollege, lesen Sie die Studie über die Einstellung der Wehrdiener!) Sie behaupten, dass die Zivildiener weniger Geld bekommen. Auch das ist eine glatte Unwahrheit! Ich habe heute schon einmal darauf hingewiesen. Sie bekommen genau ... (Abg. Dr. Keppelmüller: Wissen Sie, was das Ansehen des Wehrdienstes ...?)
Abg. Dr. Keppelmüller: Das ist die Methode des Kollegen Stadler, den es nicht mehr gibt!
Präsident Dr. Werner Fasslabend: Herr Abgeordneter Keppelmüller! Dauerndes Reden kann man schwerlich als Zwischenruf qualifizieren. (Abg. Dr. Keppelmüller: Das ist die Methode des Kollegen Stadler, den es nicht mehr gibt!)
Abg. Dr. Martin Graf: So sind sie, die Sozialisten! Keinen Anstand!
Die Bezüge der Zivildiener werden auf 3 648 S, also um über 1 300 S erhöht. Es ist die Unwahrheit, die Unwahrheit, die aus diesem Winkel kommt, und nichts anderes, bestenfalls Uninformiertheit. (Abg. Dr. Martin Graf: So sind sie, die Sozialisten! Keinen Anstand!) Im Gegensatz zu Ihnen habe ich nämlich in letzter Zeit mit einer Reihe von Zivildienern geredet, die die ganze Zeit über Ihre Märchen vorgebracht haben, deren Wahrheitsgehalt man jedoch weitgehend widerlegen konnte. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Keppelmüller: Lauschangriff auf Zivildiener!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Keppelmüller: Lauschangriff auf Zivildiener!
Die Bezüge der Zivildiener werden auf 3 648 S, also um über 1 300 S erhöht. Es ist die Unwahrheit, die Unwahrheit, die aus diesem Winkel kommt, und nichts anderes, bestenfalls Uninformiertheit. (Abg. Dr. Martin Graf: So sind sie, die Sozialisten! Keinen Anstand!) Im Gegensatz zu Ihnen habe ich nämlich in letzter Zeit mit einer Reihe von Zivildienern geredet, die die ganze Zeit über Ihre Märchen vorgebracht haben, deren Wahrheitsgehalt man jedoch weitgehend widerlegen konnte. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Keppelmüller: Lauschangriff auf Zivildiener!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Allerdings – und das sage ich Ihnen jetzt gerne und durchaus mit Genuss – wird überprüft werden müssen, ob in einigen Organisationen die Notwendigkeit, Zivildiener einzusetzen, wirklich gegeben ist. Bei Herrn Neugebauer und Konsorten in dessen Dokumentationsarchiv haben Zivildiener wirklich nichts verloren! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Brosz: Kassiert?
Meine Damen und Herren! Das Resümee lautet: Es gibt keine Schlechterstellung für die Zivildiener. Es gibt nur einige, die besser gestellt waren, die 150 S plus Verpflegung kassiert haben und jetzt jammern. (Abg. Brosz: Kassiert?) Dieses Unrecht gegenüber den anderen wird beseitigt werden. Die Probleme, die Sie zurückgelassen haben, werden in einer Kommission bearbeitet, die bereits zusammengetreten ist. Die Verpflegsfrage ist gelöst, die jungen Männer, die bereits eingerückt sind, werden auch keine Probleme beim Abrüsten haben.
Abg. Dr. Keppelmüller: Da gebe ich Ihnen Recht!
Ich will aber, vor allem nach meiner Diskussion mit den jungen Leuten, nicht ausschließen, dass es sich ein ganz beträchtlicher Teil dieser jungen Männer überlegen und den Wehrdienst machen wird. (Abg. Dr. Keppelmüller: Da gebe ich Ihnen Recht!) Das haben sie auch gesagt. Sie haben das damit begründet – Herr Kollege, hören Sie einmal einen Moment zu –, dass ihnen das zu unbequem ist. Da rücke ich lieber ein, dann habe ich es hinter mir!, haben sie gesagt. – Bei denen kann es aber mit dem Gewissen nicht sehr weit her gewesen sein, das sage ich Ihnen von der linken Reichshälfte! Das waren nämlich nicht diejenigen, die aus Gewissens gründen den Wehrdienst nicht ableisten wollten, sondern aus gewissen Gründen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich will aber, vor allem nach meiner Diskussion mit den jungen Leuten, nicht ausschließen, dass es sich ein ganz beträchtlicher Teil dieser jungen Männer überlegen und den Wehrdienst machen wird. (Abg. Dr. Keppelmüller: Da gebe ich Ihnen Recht!) Das haben sie auch gesagt. Sie haben das damit begründet – Herr Kollege, hören Sie einmal einen Moment zu –, dass ihnen das zu unbequem ist. Da rücke ich lieber ein, dann habe ich es hinter mir!, haben sie gesagt. – Bei denen kann es aber mit dem Gewissen nicht sehr weit her gewesen sein, das sage ich Ihnen von der linken Reichshälfte! Das waren nämlich nicht diejenigen, die aus Gewissens gründen den Wehrdienst nicht ableisten wollten, sondern aus gewissen Gründen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Ing. Westenthaler: Ist er noch Sprecher?
Präsident Dr. Werner Fasslabend: Herr Abgeordneter Leikam hat sich zu einer tatsächlichen Berichtigung zu Wort gemeldet. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: Ist er noch Sprecher?)
Abg. Jung: 6 000!
Abgeordneter Anton Leikam (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Herr Abgeordneter Jung hat soeben behauptet, dass nur 4 000 bis 5 000 zum Zivildienst eingerückt sind. (Abg. Jung: 6 000!) – Das stimmt überhaupt nicht!
Ah!-Rufe bei der SPÖ.
Diese Zahl, nämlich 4 000 bis 5 000, ist von der neuen Regierung vorgesehen. Im Jahre 1999 waren es genau 8 900! (Ah!-Rufe bei der SPÖ.) Sie sollten sich die Arbeit machen und ein bisschen genauer sein bei Ihren Behauptungen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Diese Zahl, nämlich 4 000 bis 5 000, ist von der neuen Regierung vorgesehen. Im Jahre 1999 waren es genau 8 900! (Ah!-Rufe bei der SPÖ.) Sie sollten sich die Arbeit machen und ein bisschen genauer sein bei Ihren Behauptungen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Im Übrigen hätte ich auch gerne, dass Sie klarstellen, wie Sie das mit den 17 000 "Zurückgebliebenen" gemeint haben. Ich hoffe, dass Sie gemeint haben, dass sie nicht zum Zivildienst einberufen worden sind. Bei Ihnen muss man immer vorsichtig sein und aufpassen, wie Sie das meinen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist dies eine Bemerkung, Herr Dr. Khol, die in zweierlei Hinsicht interessant ist. Erstens: Wenn Sie die Ermessensausgaben kürzen und den begünstigten Posttarif streichen, wird es kaum möglich sein, einen Ausgleich über direkte Subventionen zu schaffen. Aber so erklärt sich zumindest – zweitens – Ihre Bemerkung von der Trennung der Schafe von den Böcken. Sie wollen neue Abhängigkeiten schaffen, Sie wollen nur mehr jene fördern, die dieser Regierung wohlwollend gegenüberstehen, und das Ganze wird dann als eine "neue Art des Regierens" verkauft. Herr Dr. Khol, auf diese neue Art des Regierens können die Betroffenen gerade in diesem Bereich sicherlich dankend verzichten, denn es ist für sie wohl eher als eine gefährliche Drohung zu verstehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Jung: Wenn ich den Ableser auch so stören würde, wie die SPÖ vorhin, möchte ich nicht wissen, was Sie sagen würden!
Geschätzte Damen und Herren! Sie handeln bei den aufgezählten Maßnahmen Ihren eigenen politischen Absichten entgegen. Sie handeln vehement gegen Ihre eigenen Vorgaben, jene zu stärken, die ehrenamtlich und gemeinnützig für die Gesellschaft tätig sind, und Sie handeln gegen die von Ihnen unterfertigte Präambel zum Regierungsabkommen, in der Sie sich verpflichten, die Schwachen in unserer Gesellschaft weiterhin zu fördern. (Abg. Jung: Wenn ich den Ableser auch so stören würde, wie die SPÖ vorhin, möchte ich nicht wissen, was Sie sagen würden!) Nehmen Sie daher diese unsinnigen, gegen die Vereine und gegen das Ehrenamt gerichteten Maßnahmen zurück! Dabei werden wir Sie unterstützen, bei diesem Anschlag auf die Vereine sicherlich nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzte Damen und Herren! Sie handeln bei den aufgezählten Maßnahmen Ihren eigenen politischen Absichten entgegen. Sie handeln vehement gegen Ihre eigenen Vorgaben, jene zu stärken, die ehrenamtlich und gemeinnützig für die Gesellschaft tätig sind, und Sie handeln gegen die von Ihnen unterfertigte Präambel zum Regierungsabkommen, in der Sie sich verpflichten, die Schwachen in unserer Gesellschaft weiterhin zu fördern. (Abg. Jung: Wenn ich den Ableser auch so stören würde, wie die SPÖ vorhin, möchte ich nicht wissen, was Sie sagen würden!) Nehmen Sie daher diese unsinnigen, gegen die Vereine und gegen das Ehrenamt gerichteten Maßnahmen zurück! Dabei werden wir Sie unterstützen, bei diesem Anschlag auf die Vereine sicherlich nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenberger.
Meine Damen und Herren! Wenn ich die heutigen Debattenbeiträge Revue passieren lasse, erkenne ich, dass darin einfach jede Einsparung, jeder Vorschlag, Kosten zu reduzieren, Anpassungen durchzuführen, abgelehnt wird. (Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenberger. ) Es wird nur abgelehnt, aber kein einziger Vorschlag gebracht. Frau Kollegin, Sie haben sicher während der Zeit, in der Sie herinnen waren – das war nicht sehr lange – aufgepasst.
Beifall bei der ÖVP.
Es wurden Vorschläge gemacht, die bewirkt hätten, dass wir weitere Schulden aufbauen, dass höhere Schulden selbstverständlich toleriert werden müssen, bis hin zu einer Crash-Situation, die wir, die neue Bundesregierung, die wir, die Österreichische Volkspartei, auf keinen Fall wollen. Und deswegen gibt es die neue Budgetpolitik. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Schieder: Das hat er nicht gemeint!
Meine Damen und Herren! Kollege Gartlehner als Budgetsprecher hängt da noch dem nach, was Kreisky seinerzeit gemeint hat: Schulden im Staat sind mir egal, wir machen weiterhin Schulden (Abg. Schieder: Das hat er nicht gemeint!), wir machen Schulden durch drei Jahrzehnte, und wenn wir könnten, würden wir sie auch weiterhin machen. (Abg. Schieder: Das hat er nicht gemeint!) Kollege Gartlehner, hier liegt der große Unterschied – und hoch lebe dieser Unterschied! –: Wir wollen und können eine solche Finanzpolitik natürlich nicht mittragen.
Abg. Schieder: Das hat er nicht gemeint!
Meine Damen und Herren! Kollege Gartlehner als Budgetsprecher hängt da noch dem nach, was Kreisky seinerzeit gemeint hat: Schulden im Staat sind mir egal, wir machen weiterhin Schulden (Abg. Schieder: Das hat er nicht gemeint!), wir machen Schulden durch drei Jahrzehnte, und wenn wir könnten, würden wir sie auch weiterhin machen. (Abg. Schieder: Das hat er nicht gemeint!) Kollege Gartlehner, hier liegt der große Unterschied – und hoch lebe dieser Unterschied! –: Wir wollen und können eine solche Finanzpolitik natürlich nicht mittragen.
Beifall bei der ÖVP.
Und wenn Kollege Wimmer meint, dass wir immer kürzer arbeiten und dafür mehr Pension erhalten sollen, dann ist das auch nicht das System, das unsere Finanzen trägt, meine Damen und Herren. Selbstverständlich müssen wir daher eine Kursänderung vornehmen, und diese Regierung ist angetreten, eine solche Kursänderung auch tatsächlich durchzuführen. (Beifall bei der ÖVP.)
Präsident Dr. Fischer übernimmt wieder den Vorsitz.
Der Zivildienst ist sicherlich eine unverzichtbare Institution für das Sozialsystem und ein Teil unserer Gesellschaft, aber, meine Damen und Herren, ich unterstreiche: für unser Sozialsystem. Im Laufe der Zeit wurde die Gewissensprüfung allerdings abgeschafft, und die Zahl der Zivildienstbewerber ist explodiert. Immer mehr wollten zum Zivildienst, immer mehr Zivildienstmöglichkeiten wurden geschaffen. Ich darf Sie daran erinnern, welche Auswüchse es gegeben hat. Wir hatten Zivildiener bei der Post- und Telegraphendirektion, bei der Wildbachverbauung, bei der Müllentsorgung, bei der Straßenreinigung, bei der Abfallbeseitigung, bei der Vermarkung der Bundesgrenze und so weiter. Ob das einem Ersatzdienst, einem Zivildienst entspricht, möchte ich hier sehr stark anzweifeln. (Präsident Dr. Fischer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Zum Abschluss: Mit dem Kurs der neuen Koalition – und dieser Kurs unterscheidet sich eben vom sozialistischen Kurs –, sich in den Ausgaben einzuschränken und sie zu überdenken, die Einnahmen möglichst gerecht zu steuern, wollen wir – wie viele EU-Länder – wieder in schwarze Zahlen kommen, die nicht zufällig "schwarze Zahlen" heißen. (Beifall bei der ÖVP.)
Lebhafte Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und SPÖ. – Ruf: Maier, red!
Präsident Dr. Heinz Fischer: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Maier. Er hat das Wort. – Bitte. (Lebhafte Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und SPÖ. – Ruf: Maier, red!) Bitte, Sie sind am Wort!
Abg. Murauer: Ich bitte darum!
Abgeordneter Mag. Johann Maier (SPÖ): Herr Bundesminister! Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich wundere mich, wie jemand in diesem Haus das glauben kann, worüber mein Vorredner gesprochen hat. Es wird in Kürze noch im Detail darauf einzugehen sein. (Abg. Murauer: Ich bitte darum!) Ich kann Ihnen die Salzburger Zahlen liefern, wie Krankenanstalten und Pflegeheime in Zukunft von Zivildienern besetzt sein werden. Das ist ein wirklicher Skandal! (Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.)
Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Abgeordneter Mag. Johann Maier (SPÖ): Herr Bundesminister! Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich wundere mich, wie jemand in diesem Haus das glauben kann, worüber mein Vorredner gesprochen hat. Es wird in Kürze noch im Detail darauf einzugehen sein. (Abg. Murauer: Ich bitte darum!) Ich kann Ihnen die Salzburger Zahlen liefern, wie Krankenanstalten und Pflegeheime in Zukunft von Zivildienern besetzt sein werden. Das ist ein wirklicher Skandal! (Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Dem ist nichts hinzuzufügen. Das Ziel einer sozialen Ausgewogenheit, das von Ihnen immer wieder angegeben wurde, wurde in keiner Weise erreicht. Daher wird auch die sozialdemokratische Fraktion Ihren Vorschlägen nicht zustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Khol: Genau im Gegenteil!
Zum Dritten: Ich habe heute einen Abänderungsantrag von Ing. Westenthaler und Dr. Khol gefunden, und es war mir ein höllisches Vergnügen, das zu lesen. Beispielsweise im Telekombereich: Hier soll es nur mehr Regelungen geben, wenn das Unternehmen eine marktbeherrschende Stellung hat. Ich frage Sie, Herr Kollege Khol: Sind Konsumenten, die Vertragspartner eines nicht marktbeherrschenden Unternehmens sind, weniger schützenswert hinsichtlich allgemeiner Geschäftsbedingungen und hinsichtlich des Preises? – Hier wird einseitig eine Regelung für Monopole getroffen und nicht für die übrigen Anbieter. (Abg. Dr. Khol: Genau im Gegenteil!)
Abg. Schwarzenberger: So ist es!
Nun zum Postzeitungsversand. Herr Abgeordnete Khol! Lassen Sie mich zurückkommen auf Ihre Argumente von den Böcken und den Schafen. Wir haben uns zuerst nicht ausgekannt, was diese Wortwahl im Grunde genommen bedeutet. Wir haben uns gefragt: Was meint dieser Klubobmann Khol eigentlich damit? Wenn man nämlich Böcke und Schafe trennt, dann gibt es keine Vermehrung. (Abg. Schwarzenberger: So ist es!) Bei uns im Klub hat es zwei Argumentationslinien gegeben: Die eine Linie war, Herr Klubobmann Khol, dass das die neue Sexualphilosophie der ÖVP im Tierschutz ist mit Besamung und dergleichen. (Abg. Edlinger: Das ist bauernfeindlich! – Abg. Dr. Khol – in Richtung des Abg. Edlinger –: Sie können geklont werden! Das Schaf "Dolly", das bist du! ) Die zweite Argumentation war, dass dies, Herr Klubobmann, ein totaler Angriff auf die österreichischen Schafzüchter ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Edlinger: Das ist bauernfeindlich! – Abg. Dr. Khol – in Richtung des Abg. Edlinger –: Sie können geklont werden! Das Schaf "Dolly", das bist du!
Nun zum Postzeitungsversand. Herr Abgeordnete Khol! Lassen Sie mich zurückkommen auf Ihre Argumente von den Böcken und den Schafen. Wir haben uns zuerst nicht ausgekannt, was diese Wortwahl im Grunde genommen bedeutet. Wir haben uns gefragt: Was meint dieser Klubobmann Khol eigentlich damit? Wenn man nämlich Böcke und Schafe trennt, dann gibt es keine Vermehrung. (Abg. Schwarzenberger: So ist es!) Bei uns im Klub hat es zwei Argumentationslinien gegeben: Die eine Linie war, Herr Klubobmann Khol, dass das die neue Sexualphilosophie der ÖVP im Tierschutz ist mit Besamung und dergleichen. (Abg. Edlinger: Das ist bauernfeindlich! – Abg. Dr. Khol – in Richtung des Abg. Edlinger –: Sie können geklont werden! Das Schaf "Dolly", das bist du! ) Die zweite Argumentation war, dass dies, Herr Klubobmann, ein totaler Angriff auf die österreichischen Schafzüchter ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Nun zum Postzeitungsversand. Herr Abgeordnete Khol! Lassen Sie mich zurückkommen auf Ihre Argumente von den Böcken und den Schafen. Wir haben uns zuerst nicht ausgekannt, was diese Wortwahl im Grunde genommen bedeutet. Wir haben uns gefragt: Was meint dieser Klubobmann Khol eigentlich damit? Wenn man nämlich Böcke und Schafe trennt, dann gibt es keine Vermehrung. (Abg. Schwarzenberger: So ist es!) Bei uns im Klub hat es zwei Argumentationslinien gegeben: Die eine Linie war, Herr Klubobmann Khol, dass das die neue Sexualphilosophie der ÖVP im Tierschutz ist mit Besamung und dergleichen. (Abg. Edlinger: Das ist bauernfeindlich! – Abg. Dr. Khol – in Richtung des Abg. Edlinger –: Sie können geklont werden! Das Schaf "Dolly", das bist du! ) Die zweite Argumentation war, dass dies, Herr Klubobmann, ein totaler Angriff auf die österreichischen Schafzüchter ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Edlinger: Der Schwarzenberger ist gegen die Bauern! – Abg. Schwarzenberger: Der Maier ist gegen die Bauern! – Abg. Edlinger: Der Schwarzenberger ist ein Bauernfeind!
Ich habe mir den Jahresbericht herausgesucht. Wir haben – ich darf es Ihnen sagen – insgesamt 360 000 Schafe und zirka 16 000 Betriebe, die Schafzucht betreiben. (Abg. Edlinger: Der Schwarzenberger ist gegen die Bauern! – Abg. Schwarzenberger: Der Maier ist gegen die Bauern! – Abg. Edlinger: Der Schwarzenberger ist ein Bauernfeind!) Peter Kostelka weiß das ganz genau, denn wir haben im Klub darüber diskutiert, ob wir nicht einen Entschließungsantrag zum Schutze der österreichischen Schafzüchter einbringen sollten. (Beifall bei der SPÖ.) Aber in der Zwischenzeit ist klar geworden, was Sie wollen. Sie wollen Ihre Kritiker mundtot machen. (Abg. Dr. Khol: Wie, Herr Kollege Maier?) Genau das passiert auch mit diesem Abänderungsantrag.
Beifall bei der SPÖ.
Ich habe mir den Jahresbericht herausgesucht. Wir haben – ich darf es Ihnen sagen – insgesamt 360 000 Schafe und zirka 16 000 Betriebe, die Schafzucht betreiben. (Abg. Edlinger: Der Schwarzenberger ist gegen die Bauern! – Abg. Schwarzenberger: Der Maier ist gegen die Bauern! – Abg. Edlinger: Der Schwarzenberger ist ein Bauernfeind!) Peter Kostelka weiß das ganz genau, denn wir haben im Klub darüber diskutiert, ob wir nicht einen Entschließungsantrag zum Schutze der österreichischen Schafzüchter einbringen sollten. (Beifall bei der SPÖ.) Aber in der Zwischenzeit ist klar geworden, was Sie wollen. Sie wollen Ihre Kritiker mundtot machen. (Abg. Dr. Khol: Wie, Herr Kollege Maier?) Genau das passiert auch mit diesem Abänderungsantrag.
Abg. Dr. Khol: Wie, Herr Kollege Maier?
Ich habe mir den Jahresbericht herausgesucht. Wir haben – ich darf es Ihnen sagen – insgesamt 360 000 Schafe und zirka 16 000 Betriebe, die Schafzucht betreiben. (Abg. Edlinger: Der Schwarzenberger ist gegen die Bauern! – Abg. Schwarzenberger: Der Maier ist gegen die Bauern! – Abg. Edlinger: Der Schwarzenberger ist ein Bauernfeind!) Peter Kostelka weiß das ganz genau, denn wir haben im Klub darüber diskutiert, ob wir nicht einen Entschließungsantrag zum Schutze der österreichischen Schafzüchter einbringen sollten. (Beifall bei der SPÖ.) Aber in der Zwischenzeit ist klar geworden, was Sie wollen. Sie wollen Ihre Kritiker mundtot machen. (Abg. Dr. Khol: Wie, Herr Kollege Maier?) Genau das passiert auch mit diesem Abänderungsantrag.
Abg. Dr. Leiner: So ein Blödsinn!
Zuletzt zum Zivildienstbereich. Meine sehr verehrten Damen und Herren! Dieser soziale Kahlschlag, den Sie hier betreiben, richtet sich gegen Spitäler. (Abg. Dr. Leiner: So ein Blödsinn!) Ich kann es Ihnen nur von meinem Bundesland sagen. Die anderen Salzburger Abgeordneten schweigen. Günter Leiner, ich sage es dir: Die Spitäler in Salzburg werden von den zehn beantragten Zivildienern keinen einzigen erhalten. Geh hin zu deinen Krankenschwestern, zu den Krankenanstalten und erkläre ihnen dies. (Abg. Murauer: Lösungsvorschlag, Herr Kollege Maier! – Abg. Schwarzenberger: Man kann auch mehr Krankenschwestern einstellen!)
Abg. Murauer: Lösungsvorschlag, Herr Kollege Maier! – Abg. Schwarzenberger: Man kann auch mehr Krankenschwestern einstellen!
Zuletzt zum Zivildienstbereich. Meine sehr verehrten Damen und Herren! Dieser soziale Kahlschlag, den Sie hier betreiben, richtet sich gegen Spitäler. (Abg. Dr. Leiner: So ein Blödsinn!) Ich kann es Ihnen nur von meinem Bundesland sagen. Die anderen Salzburger Abgeordneten schweigen. Günter Leiner, ich sage es dir: Die Spitäler in Salzburg werden von den zehn beantragten Zivildienern keinen einzigen erhalten. Geh hin zu deinen Krankenschwestern, zu den Krankenanstalten und erkläre ihnen dies. (Abg. Murauer: Lösungsvorschlag, Herr Kollege Maier! – Abg. Schwarzenberger: Man kann auch mehr Krankenschwestern einstellen!)
Abg. Dr. Khol: Das ist gut! – Abg. Schwarzenberger: Das ist wahrlich eine Buße!
Abgeordneter Hans Müller (Freiheitliche): Sehr geschätzter Herr Präsident! Sehr geschätzter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Während der vergangenen Fastenzeit hat sich der eine oder andere persönliche Einschränkungen auferlegt wie zum Beispiel weniger Alkohol oder den halben Zigarettenkonsum. Ich für meine Person habe in der Form Buße getan, dass ich mich intensiv mit dem Bericht der Bundeskammer für Arbeiter und Angestellte bezüglich des Budgetbegleitgesetzes 2000 befasst habe. (Abg. Dr. Khol: Das ist gut! – Abg. Schwarzenberger: Das ist wahrlich eine Buße!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Was soll denn unser Herr Finanzminister noch alles innerhalb von einigen Monaten zustande bringen, wenn es die letzten Regierungen während 30 Jahren versäumt haben? (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Schwarzenberger: Damit wären unsere Schulden mit einem Mal abgedeckt!
Wir sind – im Gegensatz zu den USA – leider nicht in der Lage, Budgetüberschüsse zu erwirtschaften. Laut "Salzburger Nachrichten" vom 22. April werden die USA für das Jahr 2000 einen Überschuss von rund 210 Milliarden US-Dollar ausweisen. (Abg. Schwarzenberger: Damit wären unsere Schulden mit einem Mal abgedeckt!) Ausschlaggebend für diese positiven Zahlen ist die gute Entwicklung bei der Einkommensteuer.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zusammenfassend möchte ich festhalten, dass das Budgetbegleitgesetz als Teil des Budgets 2000 notwendig ist. Zur Konsolidierung des Budgets gibt es keine Alternative. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Das Kürzen von Ermessensausgaben, die Abschöpfung der Fonds und die diesmal gesetzten Einmalmaßnahmen werden bis zum Jahre 2003 auf ein deutlich geringeres Niveau zurückgenommen. An deren Stelle werden zunehmend Strukturmaßnahmen treten müssen.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das Budgetbegleitgesetz und das Budget 2000 sind die ersten Schritte in die richtige Richtung. Es ist eine soziale und gerechte Mischung aus Einsparungen und maßvollen Einnahmeerhöhungen, die aufgrund der Versäumnisse der letzten Jahrzehnte unbedingt notwendig war. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Edlinger: Das ist eine gute Formulierung! Aber die ist nicht von mir!
Abgeordneter Günter Kößl (ÖVP): Herr Präsident! Herr Minister! Geschätzte Damen und Herren des Hohen Hauses! Wenn man heute einigen Rednern von SPÖ und Grünen zugehört hat, konnte man den Eindruck gewinnen, dass die beiden Regierungsparteien aus Jux und Tollerei Maßnahmen zur Budgetkonsolidierung setzen und diese Maßnahmen heute in Form des Budgetbegleitgesetzes beraten und beschließen wollen. Einigen dieser Redner ist nicht bewusst, dass die jetzige Bundesregierung ein Budgetdesaster vorgefunden hat, das unbedingt Maßnahmen erfordert. Darum war ich auch so enttäuscht über die Aussagen von Herrn Kollegen Edlinger, der gesagt hat: Dieses Paket von Grausamkeiten können wir nicht mittragen und heute nicht mitbeschließen. (Abg. Edlinger: Das ist eine gute Formulierung! Aber die ist nicht von mir!) Doch, ja. (Abg. Edlinger: Nein, das habe ich nicht gesagt! Aber das ist gut, ich merke es mir! – Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll. )
Abg. Edlinger: Nein, das habe ich nicht gesagt! Aber das ist gut, ich merke es mir! – Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.
Abgeordneter Günter Kößl (ÖVP): Herr Präsident! Herr Minister! Geschätzte Damen und Herren des Hohen Hauses! Wenn man heute einigen Rednern von SPÖ und Grünen zugehört hat, konnte man den Eindruck gewinnen, dass die beiden Regierungsparteien aus Jux und Tollerei Maßnahmen zur Budgetkonsolidierung setzen und diese Maßnahmen heute in Form des Budgetbegleitgesetzes beraten und beschließen wollen. Einigen dieser Redner ist nicht bewusst, dass die jetzige Bundesregierung ein Budgetdesaster vorgefunden hat, das unbedingt Maßnahmen erfordert. Darum war ich auch so enttäuscht über die Aussagen von Herrn Kollegen Edlinger, der gesagt hat: Dieses Paket von Grausamkeiten können wir nicht mittragen und heute nicht mitbeschließen. (Abg. Edlinger: Das ist eine gute Formulierung! Aber die ist nicht von mir!) Doch, ja. (Abg. Edlinger: Nein, das habe ich nicht gesagt! Aber das ist gut, ich merke es mir! – Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll. )
Abg. Edlinger: Da müsste sich aber auch die ÖVP zu ihrer Verantwortung der letzten 13 Jahre bekennen, Herr Kollege!
Herr Edlinger! Wäre es nicht sinnvoller und ehrlicher gewesen, wenn Sie gesagt hätten: Ich und die SPÖ haben einen wesentlichen Beitrag zu diesem Budgetdesaster geleistet; krempeln wir die Ärmel auf und helfen wir zusammen, dass wir wieder zu einem vernünftigen Budget kommen. (Abg. Edlinger: Da müsste sich aber auch die ÖVP zu ihrer Verantwortung der letzten 13 Jahre bekennen, Herr Kollege!) Nein, Herr Exminister. Sie haben außerdem gesagt ... (Abg. Edlinger: Die ÖVP bekennt sich nicht zu ihrer Verantwortung, das weiß ich ohnehin! – Bundesminister Dr. Bartenstein: O ja!) O ja! (Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Edlinger: Die ÖVP bekennt sich nicht zu ihrer Verantwortung, das weiß ich ohnehin! – Bundesminister Dr. Bartenstein: O ja!
Herr Edlinger! Wäre es nicht sinnvoller und ehrlicher gewesen, wenn Sie gesagt hätten: Ich und die SPÖ haben einen wesentlichen Beitrag zu diesem Budgetdesaster geleistet; krempeln wir die Ärmel auf und helfen wir zusammen, dass wir wieder zu einem vernünftigen Budget kommen. (Abg. Edlinger: Da müsste sich aber auch die ÖVP zu ihrer Verantwortung der letzten 13 Jahre bekennen, Herr Kollege!) Nein, Herr Exminister. Sie haben außerdem gesagt ... (Abg. Edlinger: Die ÖVP bekennt sich nicht zu ihrer Verantwortung, das weiß ich ohnehin! – Bundesminister Dr. Bartenstein: O ja!) O ja! (Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.)
Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Herr Edlinger! Wäre es nicht sinnvoller und ehrlicher gewesen, wenn Sie gesagt hätten: Ich und die SPÖ haben einen wesentlichen Beitrag zu diesem Budgetdesaster geleistet; krempeln wir die Ärmel auf und helfen wir zusammen, dass wir wieder zu einem vernünftigen Budget kommen. (Abg. Edlinger: Da müsste sich aber auch die ÖVP zu ihrer Verantwortung der letzten 13 Jahre bekennen, Herr Kollege!) Nein, Herr Exminister. Sie haben außerdem gesagt ... (Abg. Edlinger: Die ÖVP bekennt sich nicht zu ihrer Verantwortung, das weiß ich ohnehin! – Bundesminister Dr. Bartenstein: O ja!) O ja! (Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich bitte Sie noch einmal: Überlegen Sie und stimmen Sie diesem Budgetbegleitgesetz zu! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Parnigoni: Und wie viel macht das zusammen?
Diese Summe, aufgeteilt auf jeden Staatsbürger, bedeutet: Jeder hat zirka 210 000 S Schulden. Dazu kommen auf jedes SPÖ-Mitglied – ohne soziale Staffelung – 750 S für die 400 Millionen Schilling an Schulden der SPÖ. (Abg. Parnigoni: Und wie viel macht das zusammen?) Sie
Abg. Edlinger: Ha, ha, ha!
Der ehemalige Bundesminister Edlinger hat versucht, seine Fischsuppen-Budgets den Österreichern als Aquarium zu verkaufen, obwohl die Fischlein in letzter Zeit schon etwas im Trüben geschwommen sind. (Abg. Edlinger: Ha, ha, ha!) Man kann Ihnen, Herr Finanzminister, zu Ihrem Lächeln noch ins Stammbuch schreiben: Ihre Budgets waren keine Punktlandungen, sie waren jährlich veritable Bauchflecke! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Der ehemalige Bundesminister Edlinger hat versucht, seine Fischsuppen-Budgets den Österreichern als Aquarium zu verkaufen, obwohl die Fischlein in letzter Zeit schon etwas im Trüben geschwommen sind. (Abg. Edlinger: Ha, ha, ha!) Man kann Ihnen, Herr Finanzminister, zu Ihrem Lächeln noch ins Stammbuch schreiben: Ihre Budgets waren keine Punktlandungen, sie waren jährlich veritable Bauchflecke! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Eines noch zu Ihnen: Seit Ihre Krawatten-Gags nicht mehr laufen, sind Ihre Reden auch keine Highlights mehr. Herr Finanzminister außer Dienst! Im Namen aller Österreicher danke ich Ihnen für diese 210 000 S an Schulden pro Person. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Pilz: Vor einem Aquarium!
Abgeordneter Anton Knerzl (Freiheitliche): Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Nach 30 Jahren sozialistischer Regierungsverantwortung mit einem roten Finanzminister stehen wir heute vor dem größten Schuldenberg, den es in Österreich je gegeben hat. (Abg. Dr. Pilz: Vor einem Aquarium!) Sozialisten sind unfähig zu wirtschaften! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Parnigoni: Das ist aber eine wirklich grobe Unterstellung! ... wie die Freiheitlichen!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Parnigoni: Das ist aber eine wirklich grobe Unterstellung! ... wie die Freiheitlichen!
Abgeordneter Anton Knerzl (Freiheitliche): Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Nach 30 Jahren sozialistischer Regierungsverantwortung mit einem roten Finanzminister stehen wir heute vor dem größten Schuldenberg, den es in Österreich je gegeben hat. (Abg. Dr. Pilz: Vor einem Aquarium!) Sozialisten sind unfähig zu wirtschaften! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Parnigoni: Das ist aber eine wirklich grobe Unterstellung! ... wie die Freiheitlichen!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Pilz: Mit Fischsuppe!
Mit der Staatsverschuldung, die Sie uns hinterlassen haben, haben Sie das eindrucksvoll dokumentiert. Im Geldverschwenden waren Sie immer sehr konsequent. Nicht nur, dass Sie den Staatshaushalt beinahe konkursreif hinterlassen haben – Sie haben sogar Ihre Partei finanziell fast ruiniert. Das mag für uns kein Trost sein, aber es ist der Beweis dafür. Deswegen sitzen Sie jetzt auch zu Recht auf der harten Oppositionsbank und können darüber nachdenken, warum Sie der Wähler so bestraft hat. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Pilz: Mit Fischsuppe!)
Zwischenruf des Abg. Parnigoni.
Ein weiteres eindrucksvolles negatives Beispiel für sozialistische Finanzpolitik ist der Semmering-Basistunnel. Dort wurde eine Milliarde an Steuergeld in ein schwarzes Loch investiert, noch bevor überhaupt eine naturschutzrechtliche Bewilligung auf dem Tisch war. (Zwischenruf des Abg. Parnigoni. ) Das muss man sich erst einmal vorstellen. Dank unseres freiheitlichen Bundesministers für Verkehr, Innovation und Technologie Dipl.-Ing. Michael Schmid haben wir dieses Projekt nach Prüfung der Fakten sofort gestoppt und damit auch verhindert, dass weitere Milliarden in diesem schwarze Loch verschwinden. (Abg. Dr. Kräuter: Sehr gut, Herr Kollege, das werden wir dort weitergeben ...!)
Abg. Dr. Kräuter: Sehr gut, Herr Kollege, das werden wir dort weitergeben ...!
Ein weiteres eindrucksvolles negatives Beispiel für sozialistische Finanzpolitik ist der Semmering-Basistunnel. Dort wurde eine Milliarde an Steuergeld in ein schwarzes Loch investiert, noch bevor überhaupt eine naturschutzrechtliche Bewilligung auf dem Tisch war. (Zwischenruf des Abg. Parnigoni. ) Das muss man sich erst einmal vorstellen. Dank unseres freiheitlichen Bundesministers für Verkehr, Innovation und Technologie Dipl.-Ing. Michael Schmid haben wir dieses Projekt nach Prüfung der Fakten sofort gestoppt und damit auch verhindert, dass weitere Milliarden in diesem schwarze Loch verschwinden. (Abg. Dr. Kräuter: Sehr gut, Herr Kollege, das werden wir dort weitergeben ...!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ein wesentlicher Aspekt für die Sicherung der wirtschaftlichen Standortqualität in Österreich ist ein Budget, das ausgewogen und sozial gerecht sein muss. Deswegen ist es für Österreich ein Segen, dass die Bundespolitik und der Finanzminister jetzt von der FPÖ kommen. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Denn damit ist sichergestellt, dass in Zukunft kein Schilling mehr in unsinnige Projekte investiert wird beziehungsweise nicht Milliarden an Steuergeldern verschwendet werden, die wir gar nicht haben.
Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Als Bürgermeister habe ich mit den finanziellen Sorgen und Problemen der Menschen täglich hautnah zu tun. (Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Deswegen
Beifall bei den Freiheitlichen.
Man könnte die Reihe der Beispiele beliebig fortführen und verlängern. Aber ich wollte Ihnen damit nur aufzeigen, wie vergeudete Milliarden richtig eingesetzt werden könnten. Unser Land hätte dies gebraucht! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die Sozialdemokratie hat nicht nur 1 Milliarde an Steuergeldern, sondern 1 700 Milliarden an Steuergeldern verwirtschaftet. Diese Zeit ist nun vorbei. Wir gehen solid an die neue Aufgabe heran und haben bereits mit der Arbeit begonnen. Von dieser neuen Bundesregierung wird mit dem Geld der Steuerzahler sorgsamer umgegangen werden. Davon werden Sie sich in Zukunft überzeugen können! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Lichtenberger: Etwas näher!
Abgeordneter Andreas Sodian (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Ich möchte mich heute etwas näher mit dem Wohnbauförderungsgesetz sowie der Mietensenkung befassen. (Abg. Dr. Lichtenberger: Etwas näher!) Etwas näher!
Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenberger
Es kam zu einem Aufschrei der Opposition (Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenberger ) – nur mit der Ruhe, Frau Kollegin! –, dass die Mieten angeblich verteuert werden beziehungsweise dass es zu Belastungen durch die geplante Streichung der Gerichtsgebühren-Befreiung für Wohnungen über 130 Quadratmeter kommt (Abg. Dr. Lichtenberger: Das ist nicht neu!), für Wohnungen also, welche die Abgeordneten Bures, Eder, Jarolim und Genossen laut gestrigem Antrag als Luxuswohnungen bezeichnet haben. Ich höre und staune! Durch ihre Ablehnung der Streichung der Gebührenbefreiung setzt sich die SPÖ für Luxuswohnungen ein. Aber wenn man 1 800 Quadratmeter um 58 S in bester Lage auf Kosten der Allgemeinheit bewohnt, erklärt dies natürlich einiges! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Lichtenberger: Das ist nicht neu!
Es kam zu einem Aufschrei der Opposition (Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenberger ) – nur mit der Ruhe, Frau Kollegin! –, dass die Mieten angeblich verteuert werden beziehungsweise dass es zu Belastungen durch die geplante Streichung der Gerichtsgebühren-Befreiung für Wohnungen über 130 Quadratmeter kommt (Abg. Dr. Lichtenberger: Das ist nicht neu!), für Wohnungen also, welche die Abgeordneten Bures, Eder, Jarolim und Genossen laut gestrigem Antrag als Luxuswohnungen bezeichnet haben. Ich höre und staune! Durch ihre Ablehnung der Streichung der Gebührenbefreiung setzt sich die SPÖ für Luxuswohnungen ein. Aber wenn man 1 800 Quadratmeter um 58 S in bester Lage auf Kosten der Allgemeinheit bewohnt, erklärt dies natürlich einiges! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Es kam zu einem Aufschrei der Opposition (Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenberger ) – nur mit der Ruhe, Frau Kollegin! –, dass die Mieten angeblich verteuert werden beziehungsweise dass es zu Belastungen durch die geplante Streichung der Gerichtsgebühren-Befreiung für Wohnungen über 130 Quadratmeter kommt (Abg. Dr. Lichtenberger: Das ist nicht neu!), für Wohnungen also, welche die Abgeordneten Bures, Eder, Jarolim und Genossen laut gestrigem Antrag als Luxuswohnungen bezeichnet haben. Ich höre und staune! Durch ihre Ablehnung der Streichung der Gebührenbefreiung setzt sich die SPÖ für Luxuswohnungen ein. Aber wenn man 1 800 Quadratmeter um 58 S in bester Lage auf Kosten der Allgemeinheit bewohnt, erklärt dies natürlich einiges! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich kann Ihnen ein konkretes Beispiel einer Hausbesorgerwohnung aus Gmunden bringen. Die Wohnanlage besteht aus 47 Eigentumswohnungen, die Betriebskosten betrugen 1997 1 450 000 S, inklusive Hausbesorger. Die Lohnkosten des Hausbesorgers betrugen 416 000 S im Jahre 1997. Im Jahre 1998 wurde der Hausbesorgerposten einvernehmlich aufgelöst, und die Arbeiten – die gleichen Arbeiten! – wurden jetzt um einen Betrag von 93 863 S erledigt. Das bedeutet eine Ersparnis im Jahr von 322 137 S! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenberger.
Eine weitere Folge war, dass man auch die Hausmeisterwohnung vermieten konnte. Dadurch hat man sich noch einmal 49 440 S erspart. (Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenberger. ) Das ist eine Kostenreduktion um 26 Prozent der Gesamt-Betriebskosten, Frau Kollegin. Wenn ich das hypothetisch auf 32 000 Hausmeister hochrechnen würde, wären es sage und schreibe
Zwischenruf des Abg. Edler.
Jetzt kann man natürlich sagen: Das ist eine einmalige Sache, das ist ein Einzelfall. Aber wenn man den Wohnbauforscher Amann fragt, welche Auswirkungen es hat, wenn man das Hausbesorgergesetz abschafft, so spricht auch er von einer Verringerung um mindestens 5 S pro Quadratmeter. Das sind zirka 20 bis 25 Prozent. (Zwischenruf des Abg. Edler. ) Herr Kollege! Selbst wenn es nur 15 Prozent sind, wären das einige Tausend Schilling pro Wohnung! (Abg. Leikam: Sind Sie Hausmeister?) – Ja, ja.
Abg. Leikam: Sind Sie Hausmeister?
Jetzt kann man natürlich sagen: Das ist eine einmalige Sache, das ist ein Einzelfall. Aber wenn man den Wohnbauforscher Amann fragt, welche Auswirkungen es hat, wenn man das Hausbesorgergesetz abschafft, so spricht auch er von einer Verringerung um mindestens 5 S pro Quadratmeter. Das sind zirka 20 bis 25 Prozent. (Zwischenruf des Abg. Edler. ) Herr Kollege! Selbst wenn es nur 15 Prozent sind, wären das einige Tausend Schilling pro Wohnung! (Abg. Leikam: Sind Sie Hausmeister?) – Ja, ja.
Abg. Leikam: Ich habe gemeint, er ist Hausmeister, weil er sich so gut auskennt! – Gegenruf des Abg. Neudeck.
Jetzt darf ich Ihnen noch einige Schmankerl aus dem Hausbesorgergesetz zur Kenntnis bringen. (Abg. Leikam: Ich habe gemeint, er ist Hausmeister, weil er sich so gut auskennt! – Gegenruf des Abg. Neudeck. ) Wenn in Oberösterreich ein Hausbesorger ein WC reinigt, bekommt er 209,30 S. Ist es ein allgemeines WC, dann sind es um 100 Prozent mehr, dann erhält er 418,60 S. Wenn es überhaupt eine Ekel erregende Verschmutzung ist, dann bringt ihm das pro Einsatz 585,90 S.
Zwischenruf des Abg. Reheis.
Gibt es nur eine Waschküche in dem Gebäude, dann bekommt er dafür in Niederösterreich 952 S im Monat. Wenn er einen Aufzug hat, dann wird es überhaupt interessant, denn dann erhält er 1 072,30 S im Monat – aber nur bis zum 7. Stock. Ab dem 8. Stock bekommt er noch 136,30 S zusätzlich pro Stockwerk. Viel besser wird es, wenn er eine Heizung drinnen hat. Wenn sie mit Öl und Gas betrieben wird, erhält er 3 788 S im Monat. (Zwischenruf des Abg. Reheis. ) Wird sie mit Festbrennstoff betrieben, bekommt er 4 694 S. Ist sie ans Fernheizwerk angeschlossen, dann hat der Hausbesorger überhaupt sehr viel Arbeit und erhält noch 1 871 S. (Abg. Dietachmayr: Ein Skandal, dass er für Arbeit Geld nimmt! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dietachmayr: Ein Skandal, dass er für Arbeit Geld nimmt! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Gibt es nur eine Waschküche in dem Gebäude, dann bekommt er dafür in Niederösterreich 952 S im Monat. Wenn er einen Aufzug hat, dann wird es überhaupt interessant, denn dann erhält er 1 072,30 S im Monat – aber nur bis zum 7. Stock. Ab dem 8. Stock bekommt er noch 136,30 S zusätzlich pro Stockwerk. Viel besser wird es, wenn er eine Heizung drinnen hat. Wenn sie mit Öl und Gas betrieben wird, erhält er 3 788 S im Monat. (Zwischenruf des Abg. Reheis. ) Wird sie mit Festbrennstoff betrieben, bekommt er 4 694 S. Ist sie ans Fernheizwerk angeschlossen, dann hat der Hausbesorger überhaupt sehr viel Arbeit und erhält noch 1 871 S. (Abg. Dietachmayr: Ein Skandal, dass er für Arbeit Geld nimmt! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dietachmayr: ... schämen Sie sich!
Bei all diesen Zahlen, Frau Abgeordnete Moser: Wer hat hier einen Bauchfleck gemacht? (Abg. Dietachmayr: ... schämen Sie sich!) Im Wohnrechtspaket 2000 gibt es deutliche Schritte in Richtung Senkung der Wohnkosten. Wir senken einheitlich: 25 Prozent weniger an Miete für befristete Verträge (Abg. Edlinger: ... Bausparverträge!), wir senken die Hausbesorgerkosten, wir machen das Eigentum bei Mietwohnungen möglich, und wir senken die Betriebskosten durch standardisierte Abrechnungen.
Abg. Edlinger: ... Bausparverträge!
Bei all diesen Zahlen, Frau Abgeordnete Moser: Wer hat hier einen Bauchfleck gemacht? (Abg. Dietachmayr: ... schämen Sie sich!) Im Wohnrechtspaket 2000 gibt es deutliche Schritte in Richtung Senkung der Wohnkosten. Wir senken einheitlich: 25 Prozent weniger an Miete für befristete Verträge (Abg. Edlinger: ... Bausparverträge!), wir senken die Hausbesorgerkosten, wir machen das Eigentum bei Mietwohnungen möglich, und wir senken die Betriebskosten durch standardisierte Abrechnungen.
Zwischenruf des Abg. Edler. – Abg. Ing. Westenthaler: Benimm dich ein bisschen, wenn das die Erstrede ist!
Meine Damen und Herren, soweit zu den Tatsachen und angeblichen Verteuerungen der Wohnungen! (Zwischenruf des Abg. Edler. – Abg. Ing. Westenthaler: Benimm dich ein bisschen, wenn das die Erstrede ist!) Böse Zungen behaupten ja, dass es Ihnen beim Hausbesorgergesetz nur um die Möglichkeit der kostenlosen Einhebung Ihrer SPÖ-Mitgliedsbeiträge geht. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Aber ich sage Ihnen: Bei dem Schwund Ihrer Mitglieder werden Sie ohnedies bald keine Hausbesorger mehr zum Eintreiben Ihrer Mitgliedsbeiträge brauchen! – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren, soweit zu den Tatsachen und angeblichen Verteuerungen der Wohnungen! (Zwischenruf des Abg. Edler. – Abg. Ing. Westenthaler: Benimm dich ein bisschen, wenn das die Erstrede ist!) Böse Zungen behaupten ja, dass es Ihnen beim Hausbesorgergesetz nur um die Möglichkeit der kostenlosen Einhebung Ihrer SPÖ-Mitgliedsbeiträge geht. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Aber ich sage Ihnen: Bei dem Schwund Ihrer Mitglieder werden Sie ohnedies bald keine Hausbesorger mehr zum Eintreiben Ihrer Mitgliedsbeiträge brauchen! – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren, soweit zu den Tatsachen und angeblichen Verteuerungen der Wohnungen! (Zwischenruf des Abg. Edler. – Abg. Ing. Westenthaler: Benimm dich ein bisschen, wenn das die Erstrede ist!) Böse Zungen behaupten ja, dass es Ihnen beim Hausbesorgergesetz nur um die Möglichkeit der kostenlosen Einhebung Ihrer SPÖ-Mitgliedsbeiträge geht. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Aber ich sage Ihnen: Bei dem Schwund Ihrer Mitglieder werden Sie ohnedies bald keine Hausbesorger mehr zum Eintreiben Ihrer Mitgliedsbeiträge brauchen! – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Freie, mündige Bürger – ich halte den Begriff "kleiner Mann" für höchst unpassend, wir sind schließlich kein Volk von Pygmäen –, die ihr Leben selbst bestimmen, sind unser Wunsch, Eigenverantwortung in Worten und Taten. Diese Eigenverantwortung muss jetzt in einem teilweise unangenehmen Lernprozess erst wieder erworben werden. Ich kann mir gut vorstellen, dass das in manchen Bereichen besonders schwierig ist. Aber die Befreiung aus der staatlichen Abhängigkeit ist das durchaus wert! (Beifall bei den Freiheitlichen.) Ich denke zum Beispiel daran, dass man von einem mündigen Erwachsenen Vertragstreue einfordert – um hier nur die Auswüchse im Konsumentenschutz zu erwähnen – oder dass man die Zuschüsse zu den Postgebühren anspricht, wofür ein Umdenken und Entwickeln neuer Verteilungs- und Sponsor-Ideen hilfreich ist.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich habe gestern – im Gegensatz zu den vielen Spenden-Bittbriefen – einen Zahlschein mit Allonge bekommen, auf dem gestanden ist, wer um diese Spende bittet. Die Frage lautete: Wollen Sie ein Dankschreiben, ja oder nein; wenn nicht, dann kann es Kosten sparend unterbleiben. Ferner steht noch drauf: Wir danken Feibra für die kostenlose Verteilung. – So geht es auch! Die Bettelbriefe haben derart überhand genommen, dass ich glaube, der größte Teil der Spendengelder geht bereits in der Administration auf, statt dem karitativen Zweck zu dienen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Was aber wirklich das Verwerfliche daran ist: Ihnen geht es gar nicht um die Menschen. O nein, Ihnen geht es ausschließlich im Ihren vermeintlichen Machtanspruch. "Schluss mit lustig!", wie es so schön heißt. Sparen und wieder den Blick fürs Wesentliche entwickeln, ist die Devise. Hätten Sie dieses Land nicht so gewissenlos und hemmungslos verschuldet, wären solche Sparmaßnahmen, wie sie jetzt notwendig sind, nicht notwendig gewesen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Schwemlein: Wissen Sie überhaupt, wie der Sekretär heißt, der Ihnen die Rede geschrieben hat?
Ihre Hetzkampagnen und Klassenkampfparolen sind gefährlich und schaden dem österreichischen Volk und der Demokratie. Sie sind keine Demokraten, wenn Sie nicht akzeptieren können, dass Ihr Proporz und Ihre Misswirtschaft abgewählt wurden. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Schwemlein: Wissen Sie überhaupt, wie der Sekretär heißt, der Ihnen die Rede geschrieben hat?)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Sie, sehr geehrte Damen und Herren von der SPÖ, haben die Klein- und Mittelstandsbetriebe, die ich als wichtige Motoren der Wirtschaft ansehe, sukzessive in den Steuerklammergriff genommen. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Ich bin der Meinung, man muss diesen Klammergriff wieder lösen, damit sich dieser Motor wieder drehen kann. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sie, sehr geehrte Damen und Herren von der SPÖ, haben die Klein- und Mittelstandsbetriebe, die ich als wichtige Motoren der Wirtschaft ansehe, sukzessive in den Steuerklammergriff genommen. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Ich bin der Meinung, man muss diesen Klammergriff wieder lösen, damit sich dieser Motor wieder drehen kann. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich bin für mehr Mündigkeit der Österreicherinnen und Österreicher. Mündigkeit heißt auch, mehr Eigenverantwortung zu übernehmen und in einer Gemeinschaft die eingebrachte Leistung weitgehend selbst zu verwalten. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Was diese Regierung mit dem mehr als notwendigen Sparprogramm erreicht hat, ist eine gezielte Verwendungspolitik und keine Verschwendungspolitik. Wir wollen diesen Staat sanieren und nicht ruinieren. Abgerechnet wird immer noch am Ende eines Geschäftsjahres! – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Neudeck: Meinen Sie Ihre Aktion heute Mittag?
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (Grüne): Sehr geehrter Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Meine Damen und Herren! Die Budgetdebatte spielt sich insgesamt in mindestens drei Akten ab. Der heutige Akt, der gestrige Akt, der Akt, der jetzt zu Ende gehen soll, waren für mich, was das Niveau beziehungsweise die Themenspezifizierung anlangt, wirklich – ich muss das ehrlich sagen – aus einer der untersten Schubladen. (Abg. Neudeck: Meinen Sie Ihre Aktion heute Mittag?) Nein, sondern das, was sich jetzt zum Schluss abgespielt hat.
Abg. Neudeck: Frau Professor, Sie haben nichts verstanden!
Wieso muss man im Zuge einer Budgetdebatte eine große Disputation über Fischsuppen beginnen? Wieso handelt eine Budgetdebatte von Wurstsemmeln und Kantinenpreisen beim Bundesheer? Wieso ist es notwendig, im Rahmen einer Budgetdebatte immer wieder auf die Hausmeister als die Rettungsanker der Nation, was das Sparpotential angeht, zu sprechen zu kommen? (Abg. Neudeck: Frau Professor, Sie haben nichts verstanden!) Nein, das verstehe ich nicht, und zwar deshalb, weil mir dieses Niveau, dieses Fischsuppen-Niveau, dieses Hausmeister-Niveau – wobei auch ich die Qualität von Hausmeistern sehr schätze – zuwider ist. Wir sollten zur eigentlichen Frage zurückkommen. (Abg. Dr. Martin Graf: Was haben Sie gegen Hausmeister?)
Abg. Dr. Martin Graf: Was haben Sie gegen Hausmeister?
Wieso muss man im Zuge einer Budgetdebatte eine große Disputation über Fischsuppen beginnen? Wieso handelt eine Budgetdebatte von Wurstsemmeln und Kantinenpreisen beim Bundesheer? Wieso ist es notwendig, im Rahmen einer Budgetdebatte immer wieder auf die Hausmeister als die Rettungsanker der Nation, was das Sparpotential angeht, zu sprechen zu kommen? (Abg. Neudeck: Frau Professor, Sie haben nichts verstanden!) Nein, das verstehe ich nicht, und zwar deshalb, weil mir dieses Niveau, dieses Fischsuppen-Niveau, dieses Hausmeister-Niveau – wobei auch ich die Qualität von Hausmeistern sehr schätze – zuwider ist. Wir sollten zur eigentlichen Frage zurückkommen. (Abg. Dr. Martin Graf: Was haben Sie gegen Hausmeister?)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Eine dieser gesellschaftspolitischen Weichenstellungen war die Auseinandersetzung über den Zivildienst. Hier wurden Sparargumente ins Treffen geführt, die überhaupt nicht stimmen. Vielmehr geht es um eine rein ideologische Entscheidung. Diese ideologische Entscheidung wurde auf Zahlen reduziert, und das ist falsch! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Deshalb möchte ich in der nächsten Runde – und es wird eine sehr lange nächste Runde geben – hier eine wirklich in den Kern der Anliegen, in den gesellschaftspolitischen Bereich hineingehende Budgetdiskussion mitverfolgen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Erstens: Ich bitte Sie um Verständnis dafür, meine Damen und Herren von den Regierungsfraktionen, dass in unseren Augen Verfassungsmehrheiten keine Bringschuld der Opposition, sondern eine Holschuld der Regierungsfraktionen sind. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Dr. Martin Graf: ... eigenen Legenden!
Fünftens: Ich habe mich vor allem zu Wort gemeldet, um einer Legendenbildung entsprechend entgegenwirken zu können. (Abg. Dr. Martin Graf: ... eigenen Legenden!) Meine Damen und Herren von den Regierungsfraktionen! Wenn Sie als Ergebnis dieses Abstimmungsverhaltens, bei dem Sie – und davon gehe ich aus – die Mehrheit nicht erlangen, damit argumentieren, dass die Sozialdemokratie Fundamentalopposition betreibt, dass die Sozialdemokratie gegen die Interessen der Länder gestimmt hätte (Abg. Dr. Martin Graf: Das ist keine Legende, das ist eine Tatsache! – Abg. Edlinger: Das ist keine Tatsache! Ihr müsst lernen, zivilisiert zu diskutieren!) und dass es in diesem Zusammenhang der Sozialdemokratie auch darum gegangen wäre, billigere Kredite für Länder zu verhindern, dann ist das nicht die Wahrheit. (Beifall bei der SPÖ.) Unsere Position in diesem Zusammenhang ist eindeutig: Wir wollen diese Begünstigungen nicht nur für die Länder, für diese neun Gebietskörperschaften, sondern wir wollen sie auch für die 2 350 Gemeinden, sofern dies auch im Interesse des Bundes liegt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Martin Graf: Das ist keine Legende, das ist eine Tatsache! – Abg. Edlinger: Das ist keine Tatsache! Ihr müsst lernen, zivilisiert zu diskutieren!
Fünftens: Ich habe mich vor allem zu Wort gemeldet, um einer Legendenbildung entsprechend entgegenwirken zu können. (Abg. Dr. Martin Graf: ... eigenen Legenden!) Meine Damen und Herren von den Regierungsfraktionen! Wenn Sie als Ergebnis dieses Abstimmungsverhaltens, bei dem Sie – und davon gehe ich aus – die Mehrheit nicht erlangen, damit argumentieren, dass die Sozialdemokratie Fundamentalopposition betreibt, dass die Sozialdemokratie gegen die Interessen der Länder gestimmt hätte (Abg. Dr. Martin Graf: Das ist keine Legende, das ist eine Tatsache! – Abg. Edlinger: Das ist keine Tatsache! Ihr müsst lernen, zivilisiert zu diskutieren!) und dass es in diesem Zusammenhang der Sozialdemokratie auch darum gegangen wäre, billigere Kredite für Länder zu verhindern, dann ist das nicht die Wahrheit. (Beifall bei der SPÖ.) Unsere Position in diesem Zusammenhang ist eindeutig: Wir wollen diese Begünstigungen nicht nur für die Länder, für diese neun Gebietskörperschaften, sondern wir wollen sie auch für die 2 350 Gemeinden, sofern dies auch im Interesse des Bundes liegt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Fünftens: Ich habe mich vor allem zu Wort gemeldet, um einer Legendenbildung entsprechend entgegenwirken zu können. (Abg. Dr. Martin Graf: ... eigenen Legenden!) Meine Damen und Herren von den Regierungsfraktionen! Wenn Sie als Ergebnis dieses Abstimmungsverhaltens, bei dem Sie – und davon gehe ich aus – die Mehrheit nicht erlangen, damit argumentieren, dass die Sozialdemokratie Fundamentalopposition betreibt, dass die Sozialdemokratie gegen die Interessen der Länder gestimmt hätte (Abg. Dr. Martin Graf: Das ist keine Legende, das ist eine Tatsache! – Abg. Edlinger: Das ist keine Tatsache! Ihr müsst lernen, zivilisiert zu diskutieren!) und dass es in diesem Zusammenhang der Sozialdemokratie auch darum gegangen wäre, billigere Kredite für Länder zu verhindern, dann ist das nicht die Wahrheit. (Beifall bei der SPÖ.) Unsere Position in diesem Zusammenhang ist eindeutig: Wir wollen diese Begünstigungen nicht nur für die Länder, für diese neun Gebietskörperschaften, sondern wir wollen sie auch für die 2 350 Gemeinden, sofern dies auch im Interesse des Bundes liegt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Fünftens: Ich habe mich vor allem zu Wort gemeldet, um einer Legendenbildung entsprechend entgegenwirken zu können. (Abg. Dr. Martin Graf: ... eigenen Legenden!) Meine Damen und Herren von den Regierungsfraktionen! Wenn Sie als Ergebnis dieses Abstimmungsverhaltens, bei dem Sie – und davon gehe ich aus – die Mehrheit nicht erlangen, damit argumentieren, dass die Sozialdemokratie Fundamentalopposition betreibt, dass die Sozialdemokratie gegen die Interessen der Länder gestimmt hätte (Abg. Dr. Martin Graf: Das ist keine Legende, das ist eine Tatsache! – Abg. Edlinger: Das ist keine Tatsache! Ihr müsst lernen, zivilisiert zu diskutieren!) und dass es in diesem Zusammenhang der Sozialdemokratie auch darum gegangen wäre, billigere Kredite für Länder zu verhindern, dann ist das nicht die Wahrheit. (Beifall bei der SPÖ.) Unsere Position in diesem Zusammenhang ist eindeutig: Wir wollen diese Begünstigungen nicht nur für die Länder, für diese neun Gebietskörperschaften, sondern wir wollen sie auch für die 2 350 Gemeinden, sofern dies auch im Interesse des Bundes liegt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sechste und letzte Bemerkung in diesem Zusammenhang: Sollten Sie tatsächlich – ich unterstelle Ihnen das nicht, ich werfe Ihnen das nicht vor – mit der Fundamentalopposition und dem Stimmen gegen die Länder und gegen billigere Kredite für die Länder argumentieren, dann, bitte, verstehen Sie auch, dass bei uns der durchaus berechtigte Verdacht aufkommt, dass es Ihnen überhaupt nicht um die Zustimmung der Sozialdemokratie gegangen ist, dass es Ihnen nicht um sachliche Zusammenarbeit geht, sondern dass Sie Konfrontation statt Kooperation wollten. (Beifall bei der SPÖ.)
Widerspruch bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Herr Kollege Khol, aber auch Herr Kollege Westenthaler! Sie haben in den letzten 48 Stunden sehr, sehr häufig von Patriotismus geredet. Sie setzen heute hier eine Tat, bei der Sie parteipolitisches Interesse über patriotisches Verhalten setzen. (Widerspruch bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Ich sage Ihnen ganz offen: Ich bedauere das. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Kollege Khol, aber auch Herr Kollege Westenthaler! Sie haben in den letzten 48 Stunden sehr, sehr häufig von Patriotismus geredet. Sie setzen heute hier eine Tat, bei der Sie parteipolitisches Interesse über patriotisches Verhalten setzen. (Widerspruch bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Ich sage Ihnen ganz offen: Ich bedauere das. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Das ist ja absurd!
1. keine diesbezüglichen Gespräche seitens der Regierungsparteien mit der SPÖ aufgenommen wurden und die Regierung auch in diesem für die Länder, aber auch für den Bund wichtigen Bereich Gesprächsverweigerung und Autismus dem ökonomischen Nutzen für das Land vorzieht; ..." (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist ja absurd!)
Abg. Ing. Westenthaler: Das demaskiert euch! – Ruf bei der ÖVP: Das ist beleidigend!
Wo steht hier etwas von den Gemeinden? (Abg. Ing. Westenthaler: Das demaskiert euch! – Ruf bei der ÖVP: Das ist beleidigend!) Kollege Kostelka! "2. die von der SPÖ in Zusammenhang mit dem Gesetzesvorhaben aufgeworfenen Fragestellungen keine Antworten seitens der Bundesregierung gegeben wurden, insbesondere die zentrale Frage der allfälligen Haftung des Bundes für die Schuldaufnahmen der Länder für die SPÖ nicht hinreichend geklärt ist; ..."
Abg. Dr. Kostelka: Haben Sie ihn vorgelegt?
Des Weiteren, Herr Klubobmann, schreiben Sie: "3. keine Aussagen seitens der Bundesregierung zu erhalten waren, ob und inwieweit eine Bereitschaft der Länder zu einer Inanspruchnahme dieser Leistungen durch die ÖBFA" – Österreichische Bundesfinanzierungsagentur – "überhaupt gegeben ist, bzw. ob allenfalls auch ein Kostenbeitrag seitens der Länder zu den Kosten der Bundesfinanzierungsagentur zu erwarten ist; ..." – Das wäre überhaupt kein Problem gewesen. Die Experten sagen zwar, die begünstigten Kredite sollen dann an den weitergegeben werden, der sie benötigt; aber es wäre überhaupt kein Problem gewesen, in dieser Frage einen Satz über die Einbringung allfälliger Bearbeitungskosten einzuarbeiten. (Abg. Dr. Kostelka: Haben Sie ihn vorgelegt?)
Beifall bei den Freiheitlichen sowie der ÖVP.
Ich glaube, man sollte auch bei der Wahrheit bleiben. Dieser Antrag sagt aber eindeutig alles aus: Die Gemeinden waren hier nicht Gegenstand der Verhandlungen. (Beifall bei den Freiheitlichen sowie der ÖVP.)
Abg. Dr. Jarolim: Das geht nach hinten los, Herr Khol!
Abgeordneter Dr. Andreas Khol (ÖVP): Hohes Haus! Zu später Stunde eine wichtige Frage! Es gibt da ein schönes altes lateinisches Sprichwort: Principiis obsta! Wehret den Anfängen! – Wie meine ich das? (Abg. Dr. Jarolim: Das geht nach hinten los, Herr Khol!) Ja, wehret den Anfängen! Denn wir wollen, dass Gesetze hier nicht als Bring- und Holschuld und nicht als Interessenaustausch von Parteien beschlossen werden, sondern dass das Interesse des Landes voransteht und die Gesetze beschlossen werden, weil wir sie brauchen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Edlinger: Aber Gesetze, nicht ein Pfusch! Ihr legt einen Pfusch vor!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Edlinger: Aber Gesetze, nicht ein Pfusch! Ihr legt einen Pfusch vor!
Abgeordneter Dr. Andreas Khol (ÖVP): Hohes Haus! Zu später Stunde eine wichtige Frage! Es gibt da ein schönes altes lateinisches Sprichwort: Principiis obsta! Wehret den Anfängen! – Wie meine ich das? (Abg. Dr. Jarolim: Das geht nach hinten los, Herr Khol!) Ja, wehret den Anfängen! Denn wir wollen, dass Gesetze hier nicht als Bring- und Holschuld und nicht als Interessenaustausch von Parteien beschlossen werden, sondern dass das Interesse des Landes voransteht und die Gesetze beschlossen werden, weil wir sie brauchen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Edlinger: Aber Gesetze, nicht ein Pfusch! Ihr legt einen Pfusch vor!)
Abg. Edlinger: Da könnt ihr uns nicht haben dafür! Einen Pfusch könnt ihr euch behalten!
Mein Kollege Gilbert Trattner hat klargestellt, wovon mich auch ... (Abg. Edlinger: Da könnt ihr uns nicht haben dafür! Einen Pfusch könnt ihr euch behalten!) Lieber Herr Edlinger! Schauen Sie einmal da auf die Bank, wo die Experten sitzen, und dann sagen Sie noch einmal "Pfusch", bitte! Denn wir wissen ganz genau, dass dieser Text auf der Ebene der Experten mit allen Interessierten ausverhandelt war (Abg. Edlinger: Das ist falsch!) und dass es keinen wirklichen Problemstand gab. (Abg. Dr. Kostelka: Das ist falsch!) Man hat uns informiert (Ruf bei der SPÖ:
Abg. Edlinger: Das ist falsch!
Mein Kollege Gilbert Trattner hat klargestellt, wovon mich auch ... (Abg. Edlinger: Da könnt ihr uns nicht haben dafür! Einen Pfusch könnt ihr euch behalten!) Lieber Herr Edlinger! Schauen Sie einmal da auf die Bank, wo die Experten sitzen, und dann sagen Sie noch einmal "Pfusch", bitte! Denn wir wissen ganz genau, dass dieser Text auf der Ebene der Experten mit allen Interessierten ausverhandelt war (Abg. Edlinger: Das ist falsch!) und dass es keinen wirklichen Problemstand gab. (Abg. Dr. Kostelka: Das ist falsch!) Man hat uns informiert (Ruf bei der SPÖ:
Abg. Dr. Kostelka: Das ist falsch!
Mein Kollege Gilbert Trattner hat klargestellt, wovon mich auch ... (Abg. Edlinger: Da könnt ihr uns nicht haben dafür! Einen Pfusch könnt ihr euch behalten!) Lieber Herr Edlinger! Schauen Sie einmal da auf die Bank, wo die Experten sitzen, und dann sagen Sie noch einmal "Pfusch", bitte! Denn wir wissen ganz genau, dass dieser Text auf der Ebene der Experten mit allen Interessierten ausverhandelt war (Abg. Edlinger: Das ist falsch!) und dass es keinen wirklichen Problemstand gab. (Abg. Dr. Kostelka: Das ist falsch!) Man hat uns informiert (Ruf bei der SPÖ:
Abg. Edlinger: Welchen? – Abg. Dr. Kostelka: Stimmt ja gar nicht!
Was Sie, Herr Kollege Kostelka, wollen, ist schlicht und einfach, dass wir für den Beschluss von etwas, was im Gemeinwohl notwendig ist, einen politischen Preis bezahlen! (Abg. Edlinger: Welchen? – Abg. Dr. Kostelka: Stimmt ja gar nicht!) Das ist der Stil, den wir in der alten Koalition hatten (Abg. Dr. Kostelka: Das ist wissentlich die Unwahrheit!) und der Sie dorthin geführt hat, wo Sie heute sind! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Kostelka: Das ist wissentlich die Unwahrheit!
Was Sie, Herr Kollege Kostelka, wollen, ist schlicht und einfach, dass wir für den Beschluss von etwas, was im Gemeinwohl notwendig ist, einen politischen Preis bezahlen! (Abg. Edlinger: Welchen? – Abg. Dr. Kostelka: Stimmt ja gar nicht!) Das ist der Stil, den wir in der alten Koalition hatten (Abg. Dr. Kostelka: Das ist wissentlich die Unwahrheit!) und der Sie dorthin geführt hat, wo Sie heute sind! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Was Sie, Herr Kollege Kostelka, wollen, ist schlicht und einfach, dass wir für den Beschluss von etwas, was im Gemeinwohl notwendig ist, einen politischen Preis bezahlen! (Abg. Edlinger: Welchen? – Abg. Dr. Kostelka: Stimmt ja gar nicht!) Das ist der Stil, den wir in der alten Koalition hatten (Abg. Dr. Kostelka: Das ist wissentlich die Unwahrheit!) und der Sie dorthin geführt hat, wo Sie heute sind! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Jarolim: Wer soll das glauben?
Sie haben, Herr Kollege Kostelka, verräterische Worte verwendet! Es gibt noch ein anderes sehr schönes Sprichwort, ein französisches, Herr Kollege Kostelka: Qui s’excuse s’accuse – wer sich entschuldigt, klagt sich an. – Sie haben sich entschuldigt, Sie würden keine Fundamental-Opposition betreiben: Qui s’excuse s’accuse – wer sich entschuldigt, klagt sich an. Das ist der erste Schritt einer Fundamental-Opposition in Verfassungsfragen gegen das Gemeinwohl in diesem Land! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Jarolim: Wer soll das glauben?)
Abg. Dr. Jarolim: Wer soll das glauben, Herr Khol?
Was verbirgt sich denn hinter dem von Ihnen verwendeten Wort "Puzzle" (Abg. Dr. Jarolim: Wer soll das glauben, Herr Khol?), und was verbirgt sich denn hinter dem "Wir sind nicht bereit, ein, zwei Zeilen zu beschließen; wir wollen eine konsolidierte Verfassungslage"? – Wir wissen ganz genau, was sich dahinter verbirgt: Gibst du mir die Zustimmung in einer Sache, die ich will, dann gebe ich dir die Zustimmung in einer Sache, die du willst! (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Jarolim, Oberhaidinger, Reitsamer und Schwemlein. ) Das ist das gute alte schlechte Junktim, das wir in Verfassungsfragen in dieser Gesetzgebungsperiode nicht zu machen bereit sind! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Jarolim, Oberhaidinger, Reitsamer und Schwemlein.
Was verbirgt sich denn hinter dem von Ihnen verwendeten Wort "Puzzle" (Abg. Dr. Jarolim: Wer soll das glauben, Herr Khol?), und was verbirgt sich denn hinter dem "Wir sind nicht bereit, ein, zwei Zeilen zu beschließen; wir wollen eine konsolidierte Verfassungslage"? – Wir wissen ganz genau, was sich dahinter verbirgt: Gibst du mir die Zustimmung in einer Sache, die ich will, dann gebe ich dir die Zustimmung in einer Sache, die du willst! (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Jarolim, Oberhaidinger, Reitsamer und Schwemlein. ) Das ist das gute alte schlechte Junktim, das wir in Verfassungsfragen in dieser Gesetzgebungsperiode nicht zu machen bereit sind! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Was verbirgt sich denn hinter dem von Ihnen verwendeten Wort "Puzzle" (Abg. Dr. Jarolim: Wer soll das glauben, Herr Khol?), und was verbirgt sich denn hinter dem "Wir sind nicht bereit, ein, zwei Zeilen zu beschließen; wir wollen eine konsolidierte Verfassungslage"? – Wir wissen ganz genau, was sich dahinter verbirgt: Gibst du mir die Zustimmung in einer Sache, die ich will, dann gebe ich dir die Zustimmung in einer Sache, die du willst! (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Jarolim, Oberhaidinger, Reitsamer und Schwemlein. ) Das ist das gute alte schlechte Junktim, das wir in Verfassungsfragen in dieser Gesetzgebungsperiode nicht zu machen bereit sind! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Sie sprechen davon!
Wenn Sie dann zum Schluss noch von Patriotismus sprechen (Ruf bei der SPÖ: Sie sprechen davon!) – nein, nein, das war Herr Kollege Kostelka, der am Ende davon gesprochen hat, dass wir gestern immer wieder von Patriotismus geredet haben, vom rot-weiß-roten Konsens; das hat er nicht gesagt, aber das hat er gemeint –, dann kann ich nur sagen, das ist "Haltet den Dieb!" Sie lehnen etwas hier ab, und wir werden Sie vorführen damit! Sie lehnen etwas ab, was Bund, Länder und Gemeinden wollen, und begründen es nicht damit, dass es eine schlechte Regelung sei, sondern ausschließlich damit, dass es kein Junktim gäbe! (Abg. Grabner: ... so wie früher, Herr Khol!) Nehmen Sie zur Kenntnis: Diese Zeiten sind vorbei! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Grabner: ... so wie früher, Herr Khol!
Wenn Sie dann zum Schluss noch von Patriotismus sprechen (Ruf bei der SPÖ: Sie sprechen davon!) – nein, nein, das war Herr Kollege Kostelka, der am Ende davon gesprochen hat, dass wir gestern immer wieder von Patriotismus geredet haben, vom rot-weiß-roten Konsens; das hat er nicht gesagt, aber das hat er gemeint –, dann kann ich nur sagen, das ist "Haltet den Dieb!" Sie lehnen etwas hier ab, und wir werden Sie vorführen damit! Sie lehnen etwas ab, was Bund, Länder und Gemeinden wollen, und begründen es nicht damit, dass es eine schlechte Regelung sei, sondern ausschließlich damit, dass es kein Junktim gäbe! (Abg. Grabner: ... so wie früher, Herr Khol!) Nehmen Sie zur Kenntnis: Diese Zeiten sind vorbei! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wenn Sie dann zum Schluss noch von Patriotismus sprechen (Ruf bei der SPÖ: Sie sprechen davon!) – nein, nein, das war Herr Kollege Kostelka, der am Ende davon gesprochen hat, dass wir gestern immer wieder von Patriotismus geredet haben, vom rot-weiß-roten Konsens; das hat er nicht gesagt, aber das hat er gemeint –, dann kann ich nur sagen, das ist "Haltet den Dieb!" Sie lehnen etwas hier ab, und wir werden Sie vorführen damit! Sie lehnen etwas ab, was Bund, Länder und Gemeinden wollen, und begründen es nicht damit, dass es eine schlechte Regelung sei, sondern ausschließlich damit, dass es kein Junktim gäbe! (Abg. Grabner: ... so wie früher, Herr Khol!) Nehmen Sie zur Kenntnis: Diese Zeiten sind vorbei! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Ruf bei der SPÖ: ... schwarz-blauen Würgegriff!
Abgeordneter Ing. Peter Westenthaler (Freiheitliche): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sehr geehrter Herr Minister! Wir halten ganz klar fest: Es ist heute im Laufe des Tages im Wesentlichen zweimal zu Versuchen gekommen – und es ist nicht nur bei Versuchen geblieben, sondern auch zu Taten gekommen (Ruf bei der SPÖ: ... schwarz-blauen Würgegriff!) –, das Parlament, die Gesetzwerdung, die Demokratie der Republik Österreich hier in diesem Hause zu blockieren und zu verhindern. (Ruf bei der SPÖ: Ha, ha!) Die Grünen haben das auf ihre Art und Weise gemacht, indem sie hier das Rednerpult stundenlang blockiert haben und eine Debatte unmöglich machen wollten. (Ruf bei der SPÖ: Worüber reden wir denn?) Die Sozialisten machen das nun auf ihre Art und Weise, indem sie das Wörtchen "Nein" zur Doktrin erhoben haben. Das Wort "Nein" ist das Motto, das politische Hauptmotto der Sozialistischen Partei. (Abg. Dr. Khol: "Njet!") Sie gehen her und lehnen das erste mögliche Verfassungsgesetz in diesem Hause bereits ab und bringen es zu Fall! Das ist fundamentale Oppositionspolitik, die wir an Ihnen so kritisieren, meine Damen und Herren von der Sozialistischen Partei! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Ruf bei der SPÖ: Ha, ha!
Abgeordneter Ing. Peter Westenthaler (Freiheitliche): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sehr geehrter Herr Minister! Wir halten ganz klar fest: Es ist heute im Laufe des Tages im Wesentlichen zweimal zu Versuchen gekommen – und es ist nicht nur bei Versuchen geblieben, sondern auch zu Taten gekommen (Ruf bei der SPÖ: ... schwarz-blauen Würgegriff!) –, das Parlament, die Gesetzwerdung, die Demokratie der Republik Österreich hier in diesem Hause zu blockieren und zu verhindern. (Ruf bei der SPÖ: Ha, ha!) Die Grünen haben das auf ihre Art und Weise gemacht, indem sie hier das Rednerpult stundenlang blockiert haben und eine Debatte unmöglich machen wollten. (Ruf bei der SPÖ: Worüber reden wir denn?) Die Sozialisten machen das nun auf ihre Art und Weise, indem sie das Wörtchen "Nein" zur Doktrin erhoben haben. Das Wort "Nein" ist das Motto, das politische Hauptmotto der Sozialistischen Partei. (Abg. Dr. Khol: "Njet!") Sie gehen her und lehnen das erste mögliche Verfassungsgesetz in diesem Hause bereits ab und bringen es zu Fall! Das ist fundamentale Oppositionspolitik, die wir an Ihnen so kritisieren, meine Damen und Herren von der Sozialistischen Partei! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Ruf bei der SPÖ: Worüber reden wir denn?
Abgeordneter Ing. Peter Westenthaler (Freiheitliche): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sehr geehrter Herr Minister! Wir halten ganz klar fest: Es ist heute im Laufe des Tages im Wesentlichen zweimal zu Versuchen gekommen – und es ist nicht nur bei Versuchen geblieben, sondern auch zu Taten gekommen (Ruf bei der SPÖ: ... schwarz-blauen Würgegriff!) –, das Parlament, die Gesetzwerdung, die Demokratie der Republik Österreich hier in diesem Hause zu blockieren und zu verhindern. (Ruf bei der SPÖ: Ha, ha!) Die Grünen haben das auf ihre Art und Weise gemacht, indem sie hier das Rednerpult stundenlang blockiert haben und eine Debatte unmöglich machen wollten. (Ruf bei der SPÖ: Worüber reden wir denn?) Die Sozialisten machen das nun auf ihre Art und Weise, indem sie das Wörtchen "Nein" zur Doktrin erhoben haben. Das Wort "Nein" ist das Motto, das politische Hauptmotto der Sozialistischen Partei. (Abg. Dr. Khol: "Njet!") Sie gehen her und lehnen das erste mögliche Verfassungsgesetz in diesem Hause bereits ab und bringen es zu Fall! Das ist fundamentale Oppositionspolitik, die wir an Ihnen so kritisieren, meine Damen und Herren von der Sozialistischen Partei! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Khol: "Njet!"
Abgeordneter Ing. Peter Westenthaler (Freiheitliche): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sehr geehrter Herr Minister! Wir halten ganz klar fest: Es ist heute im Laufe des Tages im Wesentlichen zweimal zu Versuchen gekommen – und es ist nicht nur bei Versuchen geblieben, sondern auch zu Taten gekommen (Ruf bei der SPÖ: ... schwarz-blauen Würgegriff!) –, das Parlament, die Gesetzwerdung, die Demokratie der Republik Österreich hier in diesem Hause zu blockieren und zu verhindern. (Ruf bei der SPÖ: Ha, ha!) Die Grünen haben das auf ihre Art und Weise gemacht, indem sie hier das Rednerpult stundenlang blockiert haben und eine Debatte unmöglich machen wollten. (Ruf bei der SPÖ: Worüber reden wir denn?) Die Sozialisten machen das nun auf ihre Art und Weise, indem sie das Wörtchen "Nein" zur Doktrin erhoben haben. Das Wort "Nein" ist das Motto, das politische Hauptmotto der Sozialistischen Partei. (Abg. Dr. Khol: "Njet!") Sie gehen her und lehnen das erste mögliche Verfassungsgesetz in diesem Hause bereits ab und bringen es zu Fall! Das ist fundamentale Oppositionspolitik, die wir an Ihnen so kritisieren, meine Damen und Herren von der Sozialistischen Partei! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordneter Ing. Peter Westenthaler (Freiheitliche): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sehr geehrter Herr Minister! Wir halten ganz klar fest: Es ist heute im Laufe des Tages im Wesentlichen zweimal zu Versuchen gekommen – und es ist nicht nur bei Versuchen geblieben, sondern auch zu Taten gekommen (Ruf bei der SPÖ: ... schwarz-blauen Würgegriff!) –, das Parlament, die Gesetzwerdung, die Demokratie der Republik Österreich hier in diesem Hause zu blockieren und zu verhindern. (Ruf bei der SPÖ: Ha, ha!) Die Grünen haben das auf ihre Art und Weise gemacht, indem sie hier das Rednerpult stundenlang blockiert haben und eine Debatte unmöglich machen wollten. (Ruf bei der SPÖ: Worüber reden wir denn?) Die Sozialisten machen das nun auf ihre Art und Weise, indem sie das Wörtchen "Nein" zur Doktrin erhoben haben. Das Wort "Nein" ist das Motto, das politische Hauptmotto der Sozialistischen Partei. (Abg. Dr. Khol: "Njet!") Sie gehen her und lehnen das erste mögliche Verfassungsgesetz in diesem Hause bereits ab und bringen es zu Fall! Das ist fundamentale Oppositionspolitik, die wir an Ihnen so kritisieren, meine Damen und Herren von der Sozialistischen Partei! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Sie blockieren, Sie sagen nein, nein und nochmals nein. (Zwischenruf der Abg. Silhavy. ) Sie begeben sich in die Rolle einer vergrämten, abgewählten Oppositionspartei, die von den Futter
Beifall bei den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Für uns ist das kein Problem: Wir nehmen das zur Kenntnis. Sie werden diese Situation den Gemeinden erklären müssen – Sie werden das müssen! Herr Edlinger wird es seinem Bürgermeister Häupl erklären müssen, worauf ich schon sehr gespannt bin. Der wird nicht sehr zufrieden sein mit Ihrer Verhaltensweise, das wissen Sie genau! Es ist Ihr Problem, Sie werden es erklären müssen. Wir werden darüber informieren, dass Sie eine solche Vorgangsweise gewählt haben, die wir zutiefst ablehnen und die wir auch nicht akzeptieren können! (Beifall bei den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Huber.
Aber, meine sehr geehrten Damen und Herren: Ein so langer Parlamentstag hat ja nicht nur einen negativen Ausklang, sondern es gibt ja auch wirkliche Lichtblicke und konkrete positive Ergebnisse, die uns alle am Ende dieser Debatte mit einer positiven Motivation und mit guter Stimmung dieses Haus verlassen lassen sollen: Wir haben gestern oft und auch heute in der Debatte sehr viel über Kreditfinanzierungen gesprochen, auch im Zuge der Budgetbegleitgesetze. Wir haben sehr oft über Ihre Kredite gesprochen – 411 Millionen Schilling Schuldenstand. (Zwischenruf der Abg. Huber. ) Wir haben besonders über einen Kredit gesprochen: 60 Millionen bei der Steiermärkischen Sparkasse zu 3 ¾ Prozent. Das liegt mittlerweile unbestritten auf dem Tisch. Es ist klar, dass Sie einen solchen Kredit bekommen haben.
Heiterkeit des Abg. Dr. Khol.
Das Zweite, noch viel Bessere, ist, dass Ihnen Ihre eigenen Leute nicht mehr glauben. Mir liegt hier eine Einladung zu einer Informationsveranstaltung der Fraktion Sozialistischer Gewerkschafter im Hauptzollamt Wien, gewerkschaftlicher Betriebsausschuss, zum Thema "Budgetprobleme der Bundesregierung – Gefährdung sozialer Errungenschaften" vor. Einen Tag später muss uns ein verzweifelter sozialdemokratischer Gewerkschafter einen Brief schreiben, den wir hier haben und den ich zitieren kann. Da schreibt er einen Tag nach dieser Veranstaltung: Werte Kollegen! Nachdem ich am gestrigen Tage von der Sitzung der erweiterten Bundessektion der Zollwachegewerkschaft zurückkomme, musste ich überraschend zur Kenntnis nehmen, dass die von der Regierung geplanten Maßnahmen – die wir alle hier diskutieren, auch zur Sanierung des Pensionssystems; und er zählt hier alle Maßnahmen auf – von euch offenbar akzeptiert werden – so schreibt er an seine Genossen von der Gewerkschaft, und jetzt kommt es –, da niemand an der angekündigten Informationsveranstaltung der sozialdemokratischen Gewerkschafter des Betriebsausschusses teilgenommen hat. (Heiterkeit des Abg. Dr. Khol. ) – Nicht ein Einziger hat teilgenommen! Nicht einer wollte zu dieser Veranstaltung gehen! (Abg. Haigermoser: Stell dir vor, es ist Krieg und niemand geht hin!) Deswegen sind Sie in dieser
Abg. Haigermoser: Stell dir vor, es ist Krieg und niemand geht hin!
Das Zweite, noch viel Bessere, ist, dass Ihnen Ihre eigenen Leute nicht mehr glauben. Mir liegt hier eine Einladung zu einer Informationsveranstaltung der Fraktion Sozialistischer Gewerkschafter im Hauptzollamt Wien, gewerkschaftlicher Betriebsausschuss, zum Thema "Budgetprobleme der Bundesregierung – Gefährdung sozialer Errungenschaften" vor. Einen Tag später muss uns ein verzweifelter sozialdemokratischer Gewerkschafter einen Brief schreiben, den wir hier haben und den ich zitieren kann. Da schreibt er einen Tag nach dieser Veranstaltung: Werte Kollegen! Nachdem ich am gestrigen Tage von der Sitzung der erweiterten Bundessektion der Zollwachegewerkschaft zurückkomme, musste ich überraschend zur Kenntnis nehmen, dass die von der Regierung geplanten Maßnahmen – die wir alle hier diskutieren, auch zur Sanierung des Pensionssystems; und er zählt hier alle Maßnahmen auf – von euch offenbar akzeptiert werden – so schreibt er an seine Genossen von der Gewerkschaft, und jetzt kommt es –, da niemand an der angekündigten Informationsveranstaltung der sozialdemokratischen Gewerkschafter des Betriebsausschusses teilgenommen hat. (Heiterkeit des Abg. Dr. Khol. ) – Nicht ein Einziger hat teilgenommen! Nicht einer wollte zu dieser Veranstaltung gehen! (Abg. Haigermoser: Stell dir vor, es ist Krieg und niemand geht hin!) Deswegen sind Sie in dieser
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Das Positive des heutigen Tages: Die Absetzbewegung in der Sozialistischen Partei, die Absetzbewegung auch in der Gewerkschaft hat längst begonnen. Wir vermerken das mit Freude und Begeisterung! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)