Eckdaten:
Für die 179. Sitzung der 27. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 936 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich darf nur in Erinnerung rufen, dass man, wenn man die Ausgaben alleine für die Pandemiebewältigung betrachtet, sieht, dass wir den Menschen, der Wirtschaft und somit dem ganzen Land mit über 40 Milliarden Euro zur Seite gestanden sind und bereits jetzt Maßnahmen von über 50 Milliarden Euro beschlossen wurden, was die Teuerung, die Inflation und die gesamte Energiekrisensituation anbelangt. Meine Damen und Herren, was wir zur Verfügung gestellt haben, ist ein gesamtes Jahresbudget, damit wir die Menschen bestmöglich durch diese Krisenzeiten begleiten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Die ökosoziale Steuerreform: Meine Damen und Herren, das ist ein großes Entlastungspaket. Ich nehme nur die zwei Steuerstufen her, die für alle Steuerzahlerinnen und Steuerzahler gesenkt werden, nämlich von 35 auf 30 Prozent und von 42 auf 40 Prozent, was im kommenden Jahr eintreten wird. Wenn man diese beiden Maßnahmen zusammenzählt, dann erhält eine Steuerzahlerin, ein Steuerzahler bis zu 1 230 Euro pro Jahr mehr. Das sind Entlastungsschritte, die ankommen. Das ist direkte Hilfe für die Menschen, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ebenfalls abgebildet ist die Abschaffung der kalten Progression. Wir haben bereits gestern darüber debattiert. Es ist wirklich eine historische Maßnahme, die gestern hier im Hohen Haus beschlossen wurde, weil man damit das Geld sofort bei den Menschen, bei den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern belässt. Das ist ehrliche Politik, meine Damen und Herren: nicht zuerst das Geld wegnehmen und dann irgendwann wieder zurückgeben, sondern wir belassen das Geld sofort bei den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern. Das ist die ehrliche Antwort. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine Damen und Herren, wir helfen umfassend, weil es in Krisenzeiten notwendig ist, den Menschen, den Betrieben und der Wirtschaft zur Seite zu stehen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Meine Damen und Herren! Das werden die Menschen in ihren Geldtaschen spüren, und gerade in Zeiten wie diesen ist es notwendig, diese Maßnahmen umzusetzen. Es ist nicht selbstverständlich, aber diese Regierung setzt um und entlastet die Menschen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich darf noch drei Schwerpunkte aus dem Budget die Bereiche Soziales, Landesverteidigung und Energie betreffend herausgreifen. Im Sozialbereich ist mir das Pflegethema ein Anliegen: 1,7 Milliarden Euro sind zusätzlich für die Pflege eingestellt, 570 Millionen Euro fließen direkt in die Gehälter der Pflegekräfte in unserem Land. Meine Damen und Herren, diese Gruppe hat es seit der Pandemie besonders schwer, und ich möchte mich auch bei allen Menschen, die in der Pflege tätig sind – sei es in den mobilen Diensten, sei es in den stationären Diensten –, bedanken. Das ist eine der herausforderndsten Tätigkeiten in den letzten Monaten, und daher gilt der Dank diesen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Wir reden da von einem zusätzlichen Monatsgehalt in den nächsten beiden Jahren. Wir helfen, wo es notwendig ist, damit die Pflege auch in Zukunft gesichert ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Zur Landesverteidigung: Gerade in Zeiten, in denen auf europäischem Boden leider wieder eine Kriegssituation herrscht, ist es notwendig, unser Bundesheer zu unterstützen. Wir haben es zusammengebracht, bis 2026 5,3 Milliarden Euro mehr für unsere Landesverteidigung, für unser Bundesheer im Budget abzubilden. Dazu ist auch ein eigenes Gesetz geschaffen worden, um eine mittel- und langfristige Absicherung dieser Mittel zu gewährleisten, damit wir das Ziel erreichen, dass 1,5 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt für das Bundesheer und für die Landesverteidigung bereitgestellt werden. Wir sind ein neutraler Staat und dazu bekennen wir uns, aber wir müssen uns auch in jeder Situation verteidigen können. Daher ist es notwendig, in unser Bundesheer zu investieren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Meine Damen und Herren! Der dritte Punkt: Wir leiten die Energiewende ein, die Transformation – mit 4,9 Milliarden Euro, die im Budget abgebildet sind. Wir müssen raus aus dem fossilen russischen Gas. Wir haben die Abhängigkeit bereits von 80 auf 50 Prozent reduziert. Meine Damen und Herren, die Gasspeicher in Österreich sind zu über 80 Prozent gefüllt. Es hat uns eigentlich niemand zugetraut, das in dieser Kürze der Zeit zu schaffen. Wir können sicher in den Winter gehen. Die Menschen können sich darauf verlassen, dass diese Regierung alles unternimmt, damit wir Energiesicherheit, Versorgungssicherheit in diesem Bereich haben, und das gilt natürlich auch für die Betriebe. Wir haben unsere Gasspeicher zu über 80 Prozent gefüllt. Das bedeutet für den Winter: Sicherheit für die Menschen, Sicherheit für die Wirtschaft, meine Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Das Gegenteil macht ihr!
Wir stemmen uns mit diesem Budget nicht nur gegen die Krise, sondern wir investieren uns aus ihr heraus. Wir investieren in zukünftige Chancen und setzen gezielt Schwerpunkte, die uns langfristig stärken. Wir investieren in die soziale, in die wirtschaftliche und in die militärische Sicherheit des Landes. Das ist das, was die Menschen von uns auch erwarten. Österreich soll stärker, sicherer und unabhängiger aus dieser Krise herauskommen. (Abg. Belakowitsch: Das Gegenteil macht ihr!) Dieses Budget bildet die Grundlage dafür. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir stemmen uns mit diesem Budget nicht nur gegen die Krise, sondern wir investieren uns aus ihr heraus. Wir investieren in zukünftige Chancen und setzen gezielt Schwerpunkte, die uns langfristig stärken. Wir investieren in die soziale, in die wirtschaftliche und in die militärische Sicherheit des Landes. Das ist das, was die Menschen von uns auch erwarten. Österreich soll stärker, sicherer und unabhängiger aus dieser Krise herauskommen. (Abg. Belakowitsch: Das Gegenteil macht ihr!) Dieses Budget bildet die Grundlage dafür. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Dr. Pamela Rendi-Wagner, MSc (SPÖ): Herr Präsident! Herr Finanzminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Die Bewältigung von Krisen ist zweifelsohne oft eine sehr große Herausforderung für alle Regierenden – in Europa, weltweit –, und ja, für die Bewältigung braucht es oft Geld, manchmal sehr viel Geld, um gegenzusteuern, um schlimmeren Schaden abzuwenden und zu verhindern. Ja, es ist richtig, gegenzusteuern, und niemand weiß das besser als wir, die Sozialdemokratie. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Zarits: Ihr habt immer mehr wollen!
Die Frage ist ja nicht, ob – ich hoffe, da sind wir alle einer Meinung –, sondern wie man das tut, wie man gegensteuert. Sie rühmen sich jetzt seit zwei Tagen dafür, dass Sie Milliarden an Steuergeld ausgeben. Eines kann man Ihnen wirklich nicht vorwerfen: dass Sie zu wenig davon ausgeben. (Abg. Zarits: Ihr habt immer mehr wollen!) Das war so 2020, im ersten Coronajahr, da waren es 42 Milliarden Euro Steuergeld für Coronaförderungen, die Sie ausgeschüttet haben. Und jetzt, in dieser größten Teuerung, ist es wieder so, wenn Sie sich 28 Milliarden Euro eines angeblichen Antiteuerungspakets auf Ihre Fahnen heften. (Abg. Loacker: Wer wollte denn 10 Prozent Pensionserhöhung?) In beiden Fällen – damals, 2020, und jetzt – fehlt jedoch etwas Entscheidendes: Es fehlt die Wirkung, es fehlt der Nutzen, es fehlt die Treffsicherheit Ihrer Milliardenausgaben, Herr Finanzminister! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steinacker: Der Klimabonus hat keinen Nutzen?)
Abg. Loacker: Wer wollte denn 10 Prozent Pensionserhöhung?
Die Frage ist ja nicht, ob – ich hoffe, da sind wir alle einer Meinung –, sondern wie man das tut, wie man gegensteuert. Sie rühmen sich jetzt seit zwei Tagen dafür, dass Sie Milliarden an Steuergeld ausgeben. Eines kann man Ihnen wirklich nicht vorwerfen: dass Sie zu wenig davon ausgeben. (Abg. Zarits: Ihr habt immer mehr wollen!) Das war so 2020, im ersten Coronajahr, da waren es 42 Milliarden Euro Steuergeld für Coronaförderungen, die Sie ausgeschüttet haben. Und jetzt, in dieser größten Teuerung, ist es wieder so, wenn Sie sich 28 Milliarden Euro eines angeblichen Antiteuerungspakets auf Ihre Fahnen heften. (Abg. Loacker: Wer wollte denn 10 Prozent Pensionserhöhung?) In beiden Fällen – damals, 2020, und jetzt – fehlt jedoch etwas Entscheidendes: Es fehlt die Wirkung, es fehlt der Nutzen, es fehlt die Treffsicherheit Ihrer Milliardenausgaben, Herr Finanzminister! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steinacker: Der Klimabonus hat keinen Nutzen?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steinacker: Der Klimabonus hat keinen Nutzen?
Die Frage ist ja nicht, ob – ich hoffe, da sind wir alle einer Meinung –, sondern wie man das tut, wie man gegensteuert. Sie rühmen sich jetzt seit zwei Tagen dafür, dass Sie Milliarden an Steuergeld ausgeben. Eines kann man Ihnen wirklich nicht vorwerfen: dass Sie zu wenig davon ausgeben. (Abg. Zarits: Ihr habt immer mehr wollen!) Das war so 2020, im ersten Coronajahr, da waren es 42 Milliarden Euro Steuergeld für Coronaförderungen, die Sie ausgeschüttet haben. Und jetzt, in dieser größten Teuerung, ist es wieder so, wenn Sie sich 28 Milliarden Euro eines angeblichen Antiteuerungspakets auf Ihre Fahnen heften. (Abg. Loacker: Wer wollte denn 10 Prozent Pensionserhöhung?) In beiden Fällen – damals, 2020, und jetzt – fehlt jedoch etwas Entscheidendes: Es fehlt die Wirkung, es fehlt der Nutzen, es fehlt die Treffsicherheit Ihrer Milliardenausgaben, Herr Finanzminister! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steinacker: Der Klimabonus hat keinen Nutzen?)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Das ist falsch! – Abg. Ottenschläger: Es stimmt einfach nicht!
Ein Beispiel: Österreich hatte 2020 – wir haben es gestern auch schon diskutiert – im EU-Vergleich die höchsten Coronaausgaben von allen 27 EU-Ländern. Beim Wirtschaftswachstum allerdings lag Österreich auf dem viertletzten Platz im EU-Vergleich. Also irgendetwas kann da nicht so richtig gelaufen sein. Es sind die europäischen Statistiken, Herr Finanzminister, und nicht die der Sozialdemokratie! (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Das ist falsch! – Abg. Ottenschläger: Es stimmt einfach nicht!)
Abg. Steinacker: Wenn die Wirtschaft angekurbelt wird, ... kein nachhaltiger Effekt?
Es wiederholt sich jetzt, in dieser größten Teuerung seit 70 Jahren, genau das Gleiche: Sie geben Milliarden an Steuergeldern aus, aber es gibt keinen nachhaltigen positiven Effekt (Abg. Steinacker: Wenn die Wirtschaft angekurbelt wird, ... kein nachhaltiger Effekt?), keine sozialen Effekte, keine wirtschaftlichen Effekte, keine ökologischen Effekte (Abg. Disoski: Keine ökologischen Effekte?), keine Beschäftigungseffekte, die Preise sinken nicht, die Inflation sinkt nicht, im Gegenteil. (Ruf bei der ÖVP: Das ist ja unglaublich! ... Arbeitskräftemangel! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Disoski: Das ist die Rede von vor zehn Jahren, ist ja lächerlich! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) – Ja, ich weiß, sehr geehrte Damen und Herren der Parteien der Bundesregierung, Sie hören das heute nicht gerne, aber es ist die Wahrheit. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Disoski: Keine ökologischen Effekte?
Es wiederholt sich jetzt, in dieser größten Teuerung seit 70 Jahren, genau das Gleiche: Sie geben Milliarden an Steuergeldern aus, aber es gibt keinen nachhaltigen positiven Effekt (Abg. Steinacker: Wenn die Wirtschaft angekurbelt wird, ... kein nachhaltiger Effekt?), keine sozialen Effekte, keine wirtschaftlichen Effekte, keine ökologischen Effekte (Abg. Disoski: Keine ökologischen Effekte?), keine Beschäftigungseffekte, die Preise sinken nicht, die Inflation sinkt nicht, im Gegenteil. (Ruf bei der ÖVP: Das ist ja unglaublich! ... Arbeitskräftemangel! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Disoski: Das ist die Rede von vor zehn Jahren, ist ja lächerlich! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) – Ja, ich weiß, sehr geehrte Damen und Herren der Parteien der Bundesregierung, Sie hören das heute nicht gerne, aber es ist die Wahrheit. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Das ist ja unglaublich! ... Arbeitskräftemangel! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Disoski: Das ist die Rede von vor zehn Jahren, ist ja lächerlich! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Es wiederholt sich jetzt, in dieser größten Teuerung seit 70 Jahren, genau das Gleiche: Sie geben Milliarden an Steuergeldern aus, aber es gibt keinen nachhaltigen positiven Effekt (Abg. Steinacker: Wenn die Wirtschaft angekurbelt wird, ... kein nachhaltiger Effekt?), keine sozialen Effekte, keine wirtschaftlichen Effekte, keine ökologischen Effekte (Abg. Disoski: Keine ökologischen Effekte?), keine Beschäftigungseffekte, die Preise sinken nicht, die Inflation sinkt nicht, im Gegenteil. (Ruf bei der ÖVP: Das ist ja unglaublich! ... Arbeitskräftemangel! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Disoski: Das ist die Rede von vor zehn Jahren, ist ja lächerlich! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) – Ja, ich weiß, sehr geehrte Damen und Herren der Parteien der Bundesregierung, Sie hören das heute nicht gerne, aber es ist die Wahrheit. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Es wiederholt sich jetzt, in dieser größten Teuerung seit 70 Jahren, genau das Gleiche: Sie geben Milliarden an Steuergeldern aus, aber es gibt keinen nachhaltigen positiven Effekt (Abg. Steinacker: Wenn die Wirtschaft angekurbelt wird, ... kein nachhaltiger Effekt?), keine sozialen Effekte, keine wirtschaftlichen Effekte, keine ökologischen Effekte (Abg. Disoski: Keine ökologischen Effekte?), keine Beschäftigungseffekte, die Preise sinken nicht, die Inflation sinkt nicht, im Gegenteil. (Ruf bei der ÖVP: Das ist ja unglaublich! ... Arbeitskräftemangel! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Disoski: Das ist die Rede von vor zehn Jahren, ist ja lächerlich! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) – Ja, ich weiß, sehr geehrte Damen und Herren der Parteien der Bundesregierung, Sie hören das heute nicht gerne, aber es ist die Wahrheit. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Heiterkeit und Rufe bei der ÖVP: Ja!
Genau diese Wahrheit ist schmerzhaft für Sie, ich verstehe das (Heiterkeit und Rufe bei der ÖVP: Ja!), aber, wissen Sie, das Problem ist: Viel schmerzhafter ist es für die österreichische Bevölkerung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Genau diese Wahrheit ist schmerzhaft für Sie, ich verstehe das (Heiterkeit und Rufe bei der ÖVP: Ja!), aber, wissen Sie, das Problem ist: Viel schmerzhafter ist es für die österreichische Bevölkerung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Heiterkeit bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ und NEOS. – Abg. Wöginger: Dass das von den Roten wer sagt, ein Wahnsinn! Das habt ihr aber 30 Jahre getan! Das ist unglaublich, das gibt es ja nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP sowie Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.
Zusammengefasst: Geld auszugeben alleine ist kein Rezept. (Beifall bei der SPÖ. – Heiterkeit bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ und NEOS. – Abg. Wöginger: Dass das von den Roten wer sagt, ein Wahnsinn! Das habt ihr aber 30 Jahre getan! Das ist unglaublich, das gibt es ja nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP sowie Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Geld auszugeben alleine ist kein Rezept. Sie machen Schulden, und (Abg. Steinacker: Das ist unglaublich! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP) trotz Ihrer Schulden ändert sich für die Menschen in Österreich nichts zum Besseren. (Abg. Steinacker: Das ist unglaublich! So eine Verdrehung der Historie! – Abg. Wöginger: Die Roten sind nicht mehr fürs Geldausgeben ...!) Sie machen Schulden (Abg. Steinacker: ... Kreisky zitieren!), die jeglichen finanziellen Spielraum für notwendige und wirksame Krisenmaßnahmen nehmen. Wenn sich die Teuerungs- und Energiekrise also weiter verschärft, so wie das viele Expertinnen und Experten prognostizieren, dann wird es eng, dann wird es wirklich eng in Österreich. (Abg. Meinl-Reisinger: ... hat ja heute einen Erkenntnisgewinn!)
Abg. Steinacker: Das ist unglaublich! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP
Zusammengefasst: Geld auszugeben alleine ist kein Rezept. (Beifall bei der SPÖ. – Heiterkeit bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ und NEOS. – Abg. Wöginger: Dass das von den Roten wer sagt, ein Wahnsinn! Das habt ihr aber 30 Jahre getan! Das ist unglaublich, das gibt es ja nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP sowie Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Geld auszugeben alleine ist kein Rezept. Sie machen Schulden, und (Abg. Steinacker: Das ist unglaublich! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP) trotz Ihrer Schulden ändert sich für die Menschen in Österreich nichts zum Besseren. (Abg. Steinacker: Das ist unglaublich! So eine Verdrehung der Historie! – Abg. Wöginger: Die Roten sind nicht mehr fürs Geldausgeben ...!) Sie machen Schulden (Abg. Steinacker: ... Kreisky zitieren!), die jeglichen finanziellen Spielraum für notwendige und wirksame Krisenmaßnahmen nehmen. Wenn sich die Teuerungs- und Energiekrise also weiter verschärft, so wie das viele Expertinnen und Experten prognostizieren, dann wird es eng, dann wird es wirklich eng in Österreich. (Abg. Meinl-Reisinger: ... hat ja heute einen Erkenntnisgewinn!)
Abg. Steinacker: Das ist unglaublich! So eine Verdrehung der Historie! – Abg. Wöginger: Die Roten sind nicht mehr fürs Geldausgeben ...!
Zusammengefasst: Geld auszugeben alleine ist kein Rezept. (Beifall bei der SPÖ. – Heiterkeit bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ und NEOS. – Abg. Wöginger: Dass das von den Roten wer sagt, ein Wahnsinn! Das habt ihr aber 30 Jahre getan! Das ist unglaublich, das gibt es ja nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP sowie Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Geld auszugeben alleine ist kein Rezept. Sie machen Schulden, und (Abg. Steinacker: Das ist unglaublich! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP) trotz Ihrer Schulden ändert sich für die Menschen in Österreich nichts zum Besseren. (Abg. Steinacker: Das ist unglaublich! So eine Verdrehung der Historie! – Abg. Wöginger: Die Roten sind nicht mehr fürs Geldausgeben ...!) Sie machen Schulden (Abg. Steinacker: ... Kreisky zitieren!), die jeglichen finanziellen Spielraum für notwendige und wirksame Krisenmaßnahmen nehmen. Wenn sich die Teuerungs- und Energiekrise also weiter verschärft, so wie das viele Expertinnen und Experten prognostizieren, dann wird es eng, dann wird es wirklich eng in Österreich. (Abg. Meinl-Reisinger: ... hat ja heute einen Erkenntnisgewinn!)
Abg. Steinacker: ... Kreisky zitieren!
Zusammengefasst: Geld auszugeben alleine ist kein Rezept. (Beifall bei der SPÖ. – Heiterkeit bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ und NEOS. – Abg. Wöginger: Dass das von den Roten wer sagt, ein Wahnsinn! Das habt ihr aber 30 Jahre getan! Das ist unglaublich, das gibt es ja nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP sowie Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Geld auszugeben alleine ist kein Rezept. Sie machen Schulden, und (Abg. Steinacker: Das ist unglaublich! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP) trotz Ihrer Schulden ändert sich für die Menschen in Österreich nichts zum Besseren. (Abg. Steinacker: Das ist unglaublich! So eine Verdrehung der Historie! – Abg. Wöginger: Die Roten sind nicht mehr fürs Geldausgeben ...!) Sie machen Schulden (Abg. Steinacker: ... Kreisky zitieren!), die jeglichen finanziellen Spielraum für notwendige und wirksame Krisenmaßnahmen nehmen. Wenn sich die Teuerungs- und Energiekrise also weiter verschärft, so wie das viele Expertinnen und Experten prognostizieren, dann wird es eng, dann wird es wirklich eng in Österreich. (Abg. Meinl-Reisinger: ... hat ja heute einen Erkenntnisgewinn!)
Abg. Meinl-Reisinger: ... hat ja heute einen Erkenntnisgewinn!
Zusammengefasst: Geld auszugeben alleine ist kein Rezept. (Beifall bei der SPÖ. – Heiterkeit bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ und NEOS. – Abg. Wöginger: Dass das von den Roten wer sagt, ein Wahnsinn! Das habt ihr aber 30 Jahre getan! Das ist unglaublich, das gibt es ja nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP sowie Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Geld auszugeben alleine ist kein Rezept. Sie machen Schulden, und (Abg. Steinacker: Das ist unglaublich! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP) trotz Ihrer Schulden ändert sich für die Menschen in Österreich nichts zum Besseren. (Abg. Steinacker: Das ist unglaublich! So eine Verdrehung der Historie! – Abg. Wöginger: Die Roten sind nicht mehr fürs Geldausgeben ...!) Sie machen Schulden (Abg. Steinacker: ... Kreisky zitieren!), die jeglichen finanziellen Spielraum für notwendige und wirksame Krisenmaßnahmen nehmen. Wenn sich die Teuerungs- und Energiekrise also weiter verschärft, so wie das viele Expertinnen und Experten prognostizieren, dann wird es eng, dann wird es wirklich eng in Österreich. (Abg. Meinl-Reisinger: ... hat ja heute einen Erkenntnisgewinn!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Wöginger
Ja, sehr geehrte Damen und Herren der Bundesregierung, Sie machen Schulden, und gleichzeitig besitzen Sie die Unverschämtheit und den Zynismus, auch Steuern zu erhöhen. Inmitten der größten Teuerung führen Sie die CO2-Steuer ein (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Wöginger), und im nächsten Jahr wird sich diese Steuer weiter erhöhen.
Abg. Wöginger: Jessas Maria! – Abg. Steinacker: Das ist nicht dreist, das ...!
Herr Finanzminister, wenn Sie letzten Samstag in der größten österreichischen Tageszeitung genau das Gegenteil behaupten, nämlich dass angeblich die Steuern unter Ihnen nicht steigen werden, so ist das die blanke Unwahrheit, und es ist wirklich dreist, denn Sie führen eine CO2-Steuer ein. (Abg. Wöginger: Jessas Maria! – Abg. Steinacker: Das ist nicht dreist, das ...!)
Abg. Hanger: Politik ist nicht Ihre Stärke!
Die Schulden der Republik steigen, die Zinsen steigen, und zwar für Maßnahmen, die weder die Preise senken, noch die Inflation senken, noch die Energie für die Menschen leistbarer machen, noch die Energiekrise bekämpfen (Abg. Hanger: Politik ist nicht Ihre Stärke!) – ja, Milliarden an Schulden ohne spürbaren und nachhaltigen Nutzen. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das ist ein Problem, ohne dass das Leben für die Menschen in Österreich in dieser Zeit, in dieser schwierigen Phase, leistbarer wird, ohne echte und unmittelbare Wirkung für die Wirtschaft, für die Unternehmen unseres Landes, ohne Nutzen für unsere Arbeitsplätze – auch das ist ein großes Problem. Das Allergefährlichste sind aber die Schulden, die uns den Spielraum für unsere Zukunft nehmen (Abg. Wöginger: Jessas na!), sehr geehrter Herr Finanzminister. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Loacker: Ist das eine alte Josef-Taus-Rede? – Abg. Leichtfried – in Richtung Abg. Loacker –: Du tu nicht Menschen ...!)
Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.
Die Schulden der Republik steigen, die Zinsen steigen, und zwar für Maßnahmen, die weder die Preise senken, noch die Inflation senken, noch die Energie für die Menschen leistbarer machen, noch die Energiekrise bekämpfen (Abg. Hanger: Politik ist nicht Ihre Stärke!) – ja, Milliarden an Schulden ohne spürbaren und nachhaltigen Nutzen. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das ist ein Problem, ohne dass das Leben für die Menschen in Österreich in dieser Zeit, in dieser schwierigen Phase, leistbarer wird, ohne echte und unmittelbare Wirkung für die Wirtschaft, für die Unternehmen unseres Landes, ohne Nutzen für unsere Arbeitsplätze – auch das ist ein großes Problem. Das Allergefährlichste sind aber die Schulden, die uns den Spielraum für unsere Zukunft nehmen (Abg. Wöginger: Jessas na!), sehr geehrter Herr Finanzminister. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Loacker: Ist das eine alte Josef-Taus-Rede? – Abg. Leichtfried – in Richtung Abg. Loacker –: Du tu nicht Menschen ...!)
Abg. Wöginger: Jessas na!
Die Schulden der Republik steigen, die Zinsen steigen, und zwar für Maßnahmen, die weder die Preise senken, noch die Inflation senken, noch die Energie für die Menschen leistbarer machen, noch die Energiekrise bekämpfen (Abg. Hanger: Politik ist nicht Ihre Stärke!) – ja, Milliarden an Schulden ohne spürbaren und nachhaltigen Nutzen. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das ist ein Problem, ohne dass das Leben für die Menschen in Österreich in dieser Zeit, in dieser schwierigen Phase, leistbarer wird, ohne echte und unmittelbare Wirkung für die Wirtschaft, für die Unternehmen unseres Landes, ohne Nutzen für unsere Arbeitsplätze – auch das ist ein großes Problem. Das Allergefährlichste sind aber die Schulden, die uns den Spielraum für unsere Zukunft nehmen (Abg. Wöginger: Jessas na!), sehr geehrter Herr Finanzminister. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Loacker: Ist das eine alte Josef-Taus-Rede? – Abg. Leichtfried – in Richtung Abg. Loacker –: Du tu nicht Menschen ...!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Loacker: Ist das eine alte Josef-Taus-Rede? – Abg. Leichtfried – in Richtung Abg. Loacker –: Du tu nicht Menschen ...!
Die Schulden der Republik steigen, die Zinsen steigen, und zwar für Maßnahmen, die weder die Preise senken, noch die Inflation senken, noch die Energie für die Menschen leistbarer machen, noch die Energiekrise bekämpfen (Abg. Hanger: Politik ist nicht Ihre Stärke!) – ja, Milliarden an Schulden ohne spürbaren und nachhaltigen Nutzen. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das ist ein Problem, ohne dass das Leben für die Menschen in Österreich in dieser Zeit, in dieser schwierigen Phase, leistbarer wird, ohne echte und unmittelbare Wirkung für die Wirtschaft, für die Unternehmen unseres Landes, ohne Nutzen für unsere Arbeitsplätze – auch das ist ein großes Problem. Das Allergefährlichste sind aber die Schulden, die uns den Spielraum für unsere Zukunft nehmen (Abg. Wöginger: Jessas na!), sehr geehrter Herr Finanzminister. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Loacker: Ist das eine alte Josef-Taus-Rede? – Abg. Leichtfried – in Richtung Abg. Loacker –: Du tu nicht Menschen ...!)
Beifall bei der SPÖ – Zwischenruf der Abg. Steinacker
Sehr geehrte Damen und Herren, aus Ihrer Hilflosigkeit, aus Ihrer Planlosigkeit wurde eine gefährliche finanzielle Maßlosigkeit auf Kosten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler in Österreich (Beifall bei der SPÖ – Zwischenruf der Abg. Steinacker) – eine Maßlosigkeit, für die die Menschen in Österreich leider noch lange werden bezahlen müssen. Es ist die österreichische Bevölkerung, die diesen Scherbenhaufen, diesen budgetären Scherbenhaufen, den Sie hier hinterlassen, wird wegräumen müssen. (Abg. Wöginger: Wer hat denn das geschrieben? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Wöginger: Wer hat denn das geschrieben? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren, aus Ihrer Hilflosigkeit, aus Ihrer Planlosigkeit wurde eine gefährliche finanzielle Maßlosigkeit auf Kosten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler in Österreich (Beifall bei der SPÖ – Zwischenruf der Abg. Steinacker) – eine Maßlosigkeit, für die die Menschen in Österreich leider noch lange werden bezahlen müssen. Es ist die österreichische Bevölkerung, die diesen Scherbenhaufen, diesen budgetären Scherbenhaufen, den Sie hier hinterlassen, wird wegräumen müssen. (Abg. Wöginger: Wer hat denn das geschrieben? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Wöginger: Tun wir eh nicht! Da klopft sich überhaupt niemand auf die Schultern!
Sehr geehrte Damen und Herren, eigentlich sollten Sie sich jetzt, in diesen Tagen, für dieses Budget, das Sie diesem Hohen Haus gestern vorgelegt haben, nicht selbstgerecht auf die Schultern klopfen. (Abg. Wöginger: Tun wir eh nicht! Da klopft sich überhaupt niemand auf die Schultern!) Diese Selbstgerechtigkeit ist fehl am Platz. Eigentlich sollten Sie sich bei der österreichischen Bevölkerung für dieses Budget und die letzten zwei Jahre entschuldigen, dafür, dass Generationen diesen Scherbenhaufen noch wegräumen müssen. (Anhaltender Beifall bei der SPÖ. –Abg. Steinacker: Jessas na, das gibt es ja nicht! Also das ist ja unglaublich! – Abg. Wöginger: Furchtbar! – Abg. Hanger: Unglaublich!)
Anhaltender Beifall bei der SPÖ. –Abg. Steinacker: Jessas na, das gibt es ja nicht! Also das ist ja unglaublich! – Abg. Wöginger: Furchtbar! – Abg. Hanger: Unglaublich!
Sehr geehrte Damen und Herren, eigentlich sollten Sie sich jetzt, in diesen Tagen, für dieses Budget, das Sie diesem Hohen Haus gestern vorgelegt haben, nicht selbstgerecht auf die Schultern klopfen. (Abg. Wöginger: Tun wir eh nicht! Da klopft sich überhaupt niemand auf die Schultern!) Diese Selbstgerechtigkeit ist fehl am Platz. Eigentlich sollten Sie sich bei der österreichischen Bevölkerung für dieses Budget und die letzten zwei Jahre entschuldigen, dafür, dass Generationen diesen Scherbenhaufen noch wegräumen müssen. (Anhaltender Beifall bei der SPÖ. –Abg. Steinacker: Jessas na, das gibt es ja nicht! Also das ist ja unglaublich! – Abg. Wöginger: Furchtbar! – Abg. Hanger: Unglaublich!)
Heiterkeit und Beifall bei FPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Steinacker: Ja, danke vielmals! Absolut richtig!
Abgeordneter MMag. DDr. Hubert Fuchs (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Finanzminister! Hohes Haus! Geschätzte Österreicher! Eigentlich wollte ich mit meiner Budgetkritik beginnen, aber jetzt habe ich doch eine kleine Replik auf die Rede von Klubobfrau Rendi-Wagner. – Frau Klubobfrau, Sie tun so, als ob Sie mit der Geschichte der SPÖ überhaupt nichts zu tun hätten. (Heiterkeit und Beifall bei FPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Steinacker: Ja, danke vielmals! Absolut richtig!)
Beifall und Bravoruf bei der FPÖ sowie Beifall bei der ÖVP. –Abg. Steinacker: Oh, eine Doppeldeutigkeit! Schau, schau!
Sie kritisieren das Gießkannenprinzip, wobei jeder in diesem Raum weiß, dass Sie eigentlich der Großmeister des Gießkannenprinzips sind. (Beifall und Bravoruf bei der FPÖ sowie Beifall bei der ÖVP. –Abg. Steinacker: Oh, eine Doppeldeutigkeit! Schau, schau!)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, Grünen und NEOS. – Abg. Leichtfried: Sie wissen schon, dass wir bei ..., und dass wir nicht in den Cofag ...!
Sie kritisieren die Regierung dafür, dass die finanziellen Spielräume verspielt wurden. – Das ist unter Ihrer Regierung permanent passiert! Hätte es in der Vergangenheit nicht permanent SPÖ-Regierungsbeteiligungen gegeben, dann hätten wir jetzt wohl einen größeren finanziellen Spielraum. Und wenn Sie die Regierung für die Coronahilfen kritisieren, dann frage ich mich schon: Warum haben Sie überall zugestimmt? (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, Grünen und NEOS. – Abg. Leichtfried: Sie wissen schon, dass wir bei ..., und dass wir nicht in den Cofag ...!) Aber so, Frau Kollegin Rendi-Wagner, wie es kein Asylproblem gibt, sind Sie auch nicht von der SPÖ. (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Leichtfried: Irgendwie wirkt das ohne den Kickl ein bissel unkoordiniert!)
Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Leichtfried: Irgendwie wirkt das ohne den Kickl ein bissel unkoordiniert!
Sie kritisieren die Regierung dafür, dass die finanziellen Spielräume verspielt wurden. – Das ist unter Ihrer Regierung permanent passiert! Hätte es in der Vergangenheit nicht permanent SPÖ-Regierungsbeteiligungen gegeben, dann hätten wir jetzt wohl einen größeren finanziellen Spielraum. Und wenn Sie die Regierung für die Coronahilfen kritisieren, dann frage ich mich schon: Warum haben Sie überall zugestimmt? (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, Grünen und NEOS. – Abg. Leichtfried: Sie wissen schon, dass wir bei ..., und dass wir nicht in den Cofag ...!) Aber so, Frau Kollegin Rendi-Wagner, wie es kein Asylproblem gibt, sind Sie auch nicht von der SPÖ. (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Leichtfried: Irgendwie wirkt das ohne den Kickl ein bissel unkoordiniert!)
Abg. Steinacker: Nein, nein, nein, nein, nein! Er hat eine Interpretation ...! – Abg. Strasser: Nicht zugehört! – Abg. Meinl-Reisinger: ... muss man sagen, er war der Erste, der es richtig übersetzt hat!
Zu diesem Credo, Herr Finanzminister, haben Sie sich gestern auch bekannt, auch wenn Sie es dann falsch übersetzt haben. (Finanzminister Brunner: Nein! Richtig übersetzt!) – Nein, es ist eine falsche Übersetzung. (Abg. Steinacker: Nein, nein, nein, nein, nein! Er hat eine Interpretation ...! – Abg. Strasser: Nicht zugehört! – Abg. Meinl-Reisinger: ... muss man sagen, er war der Erste, der es richtig übersetzt hat!) – Whatever it takes heißt nicht, „das Notwendige zur Verfügung zu stellen“. (Bundesminister Brunner: Sondern?) So aber machen Sie es, Herr Finanzminister, auch beim Defizit und auch bei den Schulden, die Sie sich einfach schönreden: Sie reden lieber von rückläufigen Schuldenquoten statt von Rekordschulden. Die Schuldenquote ist aber nicht rückläufig, weil die Republik Schulden tilgt, sondern weil das BIP inflationsbedingt steigt. Es wird kein einziger Euro an Schulden zurückgezahlt, Herr Finanzminister.
Abg. Leichtfried: Was heißt ausgeschieden ...?
2019, dem letzten Regierungsjahr von ÖVP und FPÖ, hatten wir einen Schuldenstand von 280 Milliarden Euro, und seit die FPÖ aus der Bundesregierung ausgeschieden ist (Abg. Leichtfried: Was heißt ausgeschieden ...?), sind diese Schulden um unfassbare 87 Milliarden Euro auf 367 Milliarden Euro im Jahr 2023 angewachsen und werden bis 2026 auf 394 Milliarden Euro ansteigen.
Beifall bei der FPÖ.
Das glauben Sie wohl selbst nicht, Herr Finanzminister. Der Schuldenberg steigt in den nächsten Jahren ins Unermessliche, es wird kein einziger Euro an Schulden zurückgezahlt – und da reden Sie vom Schuldenbergabtragen?! Das sind reine Worthülsen, Herr Finanzminister! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kassegger: Da hat er recht!
Herr Finanzminister, seitdem es diese schwarz-grüne Bundesregierung gibt, wurden die Maastrichtkriterien noch nie eingehalten, und die Maastrichtkriterien werden auch, wenn es nach Ihren Planungen geht, bis 2026 nicht eingehalten werden. Wie wollen Sie da ein ernst zu nehmender Mahner in Brüssel sein, Herr Finanzminister? (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kassegger: Da hat er recht!)
Abg. Steinacker: Das tun wir ja nicht!
Bedauerlicherweise befasst sich diese Bundesregierung nur mit den Folgen der Krise, aber nicht mit den Ursachen der Krise. Die budgetäre Situation wird immer schlimmer werden, wenn diese Bundesregierung nur Geld nach dem Gießkannenprinzip verteilt und nicht die Ursachen bekämpft. (Abg. Steinacker: Das tun wir ja nicht!)
Beifall bei der FPÖ.
Die Sanktionen, Frau Kollegin, sind der Todesstoß für die Wirtschaft in Österreich und in Europa und gefährden unseren sozialen Frieden. (Beifall bei der FPÖ.) Herr Finanzminister, Verantwortung für Österreich sieht anders aus. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wurm: Bravo Hubert! Sehr gute Rede!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wurm: Bravo Hubert! Sehr gute Rede!
Die Sanktionen, Frau Kollegin, sind der Todesstoß für die Wirtschaft in Österreich und in Europa und gefährden unseren sozialen Frieden. (Beifall bei der FPÖ.) Herr Finanzminister, Verantwortung für Österreich sieht anders aus. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wurm: Bravo Hubert! Sehr gute Rede!)
Allgemeiner Beifall.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf zuerst die Mittelschule Stromstraße recht herzlich bei uns willkommen heißen. – Vielen Dank, dass Sie ins Parlament gekommen sind. (Allgemeiner Beifall.)
Oje-Rufe bei der FPÖ. – Abg. Angerer: Ich berichtige tatsächlich!
Zu einer tatsächlichen Berichtigung zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Matznetter. – Bitte. (Oje-Rufe bei der FPÖ. – Abg. Angerer: Ich berichtige tatsächlich!)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Guten Morgen! Herr Präsident! Herr Finanzminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Mein Vorredner, Abgeordneter Fuchs, hat behauptet, die SPÖ habe den gesamten Coronamaßnahmen der schwarz-grünen Bundesregierung zugestimmt. – Das ist falsch. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wurm: Ha, ha! – Abg. Loacker: Nein!
Ich berichtige tatsächlich: Von März 2020 an – von der Änderung des Epidemiegesetzes bis zur Einrichtung der Cofag und den diversen Förderungen – haben wir heftigst kritisiert und dagegengestimmt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wurm: Ha, ha! – Abg. Loacker: Nein!)
Abg. Wurm: Das war ein Redebeitrag, Herr Präsident!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Das war keine tatsächliche Berichtigung, aber wir nehmen sie - - (Abg. Wurm: Das war ein Redebeitrag, Herr Präsident!) – Ein Redebeitrag.
Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Abgeordnete Klubobfrau Maurer ist zu Wort gemeldet. – Bitte, Frau Klubobfrau. (Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Rendi-Wagner: Es ist falsch!
In den letzten zweieinhalb Jahren, Frau Rendi-Wagner, hören wir von Ihnen und Ihrer Fraktion in jeder einzelnen Rede: Alles ist nichts, alles ist zu wenig, die Regierung tut nichts (Abg. Rendi-Wagner: Es ist falsch!) – ah, jetzt ist es falsch, sonst ist es immer zu niedrig –, die Regierung gibt zu wenig Geld aus, die Pensionen sind zu wenig erhöht. – Jetzt kommt das Budget – und jetzt ist plötzlich alles zu viel! (Beifall bei Grünen und ÖVP.) Liebe Sozialdemokratie, es wäre vielleicht gut, wenn ihr euch einmal entscheiden würdet, was jetzt genau die populistische Linie ist, die ihr verfolgen wollt. Beides gleichzeitig – es ist alles zu wenig und es ist alles zu viel –, das geht sich nicht aus. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
In den letzten zweieinhalb Jahren, Frau Rendi-Wagner, hören wir von Ihnen und Ihrer Fraktion in jeder einzelnen Rede: Alles ist nichts, alles ist zu wenig, die Regierung tut nichts (Abg. Rendi-Wagner: Es ist falsch!) – ah, jetzt ist es falsch, sonst ist es immer zu niedrig –, die Regierung gibt zu wenig Geld aus, die Pensionen sind zu wenig erhöht. – Jetzt kommt das Budget – und jetzt ist plötzlich alles zu viel! (Beifall bei Grünen und ÖVP.) Liebe Sozialdemokratie, es wäre vielleicht gut, wenn ihr euch einmal entscheiden würdet, was jetzt genau die populistische Linie ist, die ihr verfolgen wollt. Beides gleichzeitig – es ist alles zu wenig und es ist alles zu viel –, das geht sich nicht aus. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
In den letzten zweieinhalb Jahren, Frau Rendi-Wagner, hören wir von Ihnen und Ihrer Fraktion in jeder einzelnen Rede: Alles ist nichts, alles ist zu wenig, die Regierung tut nichts (Abg. Rendi-Wagner: Es ist falsch!) – ah, jetzt ist es falsch, sonst ist es immer zu niedrig –, die Regierung gibt zu wenig Geld aus, die Pensionen sind zu wenig erhöht. – Jetzt kommt das Budget – und jetzt ist plötzlich alles zu viel! (Beifall bei Grünen und ÖVP.) Liebe Sozialdemokratie, es wäre vielleicht gut, wenn ihr euch einmal entscheiden würdet, was jetzt genau die populistische Linie ist, die ihr verfolgen wollt. Beides gleichzeitig – es ist alles zu wenig und es ist alles zu viel –, das geht sich nicht aus. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Rendi-Wagner spricht mit den Abgeordneten Leichtfried und Stöger
Leider muss ich auch die inhaltlichen Punkte aus Ihrer Rede aufgreifen. Sie behaupten hier, dieses Budget habe keine ökologischen Auswirkungen, keine sozialen Auswirkungen und sei ein finanzpolitischer Scherbenhaufen. Liebe Frau Rendi-Wagner (Abg. Rendi-Wagner spricht mit den Abgeordneten Leichtfried und Stöger) – vielleicht würden Sie auch zuhören –, das, was die Sozialdemokratie hinterlassen hat, Ihre Regierungen, nachdem Sie in Regierungen vertreten waren, unter roter Kanzlerschaft, ist ein energiepolitischer Scherbenhaufen, den wir jetzt zusammenräumen – unter anderem mit diesem Budget. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Leider muss ich auch die inhaltlichen Punkte aus Ihrer Rede aufgreifen. Sie behaupten hier, dieses Budget habe keine ökologischen Auswirkungen, keine sozialen Auswirkungen und sei ein finanzpolitischer Scherbenhaufen. Liebe Frau Rendi-Wagner (Abg. Rendi-Wagner spricht mit den Abgeordneten Leichtfried und Stöger) – vielleicht würden Sie auch zuhören –, das, was die Sozialdemokratie hinterlassen hat, Ihre Regierungen, nachdem Sie in Regierungen vertreten waren, unter roter Kanzlerschaft, ist ein energiepolitischer Scherbenhaufen, den wir jetzt zusammenräumen – unter anderem mit diesem Budget. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Unter diesem Motto steht dieses Budget auch insgesamt. Sie kennen es vielleicht aus der eigenen Wohnung: Der Vormieter hat lange nichts gemacht, die Schublade klemmt, die Tür quietscht, es zieht irgendwo rein, man müsste selber Hand anlegen, man müsste sich dazu aufraffen, sich einmal darum zu kümmern, das ordentlich zu reparieren, aber man nimmt sich nicht die Zeit dazu oder es gibt sonst irgendwelche Ausreden, die man hat. – Warum diese Metapher? – Die Wohnung, von der ich hier gesprochen habe, ist unser Land. Wir haben in der Vergangenheit viel zu viele Regierungen gehabt, SPÖ-geführte Regierungen, die ganz notwendige Reparaturen nicht gemacht haben, ganz notwendige Investitionen nicht gemacht haben. Sie wurden oft angekündigt, aber sie wurden nie umgesetzt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Der russische Angriffskrieg in der Ukraine, die aktuelle Energiekrise und ihre Folgen wirken da wie ein Brennglas: Man sieht genau, was früher unter den Teppich gekehrt worden ist und wo man mit einem schnellen Provisorium ins nächste Jahr gekommen ist, aber eben keine nachhaltigen Lösungen gemacht wurden – bis jetzt, denn wir ändern das jetzt, wir machen das jetzt! Wir krempeln die Ärmel hoch und greifen in die Maschine hinein, so dass es quietscht. Wir kitten nicht ein paar Löcher, wir reparieren ordentlich und umfangreich. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Und wir bauen um, und zwar unter dem Motto: Was gerichtet gehört, was repariert gehört, wird auch repariert. Unsere Schwerpunkte sind dabei klar: Energieunabhängigkeit, Abfederung der Teuerung, Sicherheit. Dass sich Österreich jahrelang von Gas und Öl aus despotischen Regimen abhängig gemacht hat und die österreichische Bevölkerung und Wirtschaft jetzt unter Putins Erpressungen, knapper Energie und hohen Preisen leiden, das gehört repariert. Dass die Preise jährlich steigen, die Sozialleistungen aber nicht, das gehört repariert, liebe Sozialdemokratie. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Dass die kalte Progression Teile der Gehaltserhöhung auffrisst, das gehört repariert. Und vor allem bei den letzten beiden Punkten gilt: Jahrzehntelang ist es von Bundesregierungen und Parteien versprochen worden – wir machen es jetzt!
Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner
Es hat immer geheißen: Wir schaffen die kalte Progression ab. Und bevor die SPÖ jetzt wieder vergisst (Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner) – nein, die SPÖ war nie dafür –: Ich habe jetzt gerade eine Presseaussendung gelesen, ich glaube von vorgestern, nach der sich SPÖ Wien und NEOS darin einig seien, dass die kalte Progression abgeschafft werden muss. (Abg. Leichtfried: Ja eh, ihr braucht nur unserem Antrag zustimmen!) Es gab Verhandlungen 2016, ich glaube, da waren Sie Teil der Bundesregierung, Frau Rendi-Wagner. 2016 gab es Verhandlungen zur Abschaffung der kalten Progression – gelungen ist es Ihnen nicht. (Abg. Rendi-Wagner: Hat anders ausgeschaut, Frau Kollegin Maurer! Anderer Antrag!) Diese Punkte sind versprochen worden, insbesondere die Valorisierung der Sozialleistungen. Rote Kanzler haben diese Regierungen geführt, und gemacht haben Sie es nicht. Wir machen es jetzt! (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Leichtfried: Ja eh, ihr braucht nur unserem Antrag zustimmen!
Es hat immer geheißen: Wir schaffen die kalte Progression ab. Und bevor die SPÖ jetzt wieder vergisst (Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner) – nein, die SPÖ war nie dafür –: Ich habe jetzt gerade eine Presseaussendung gelesen, ich glaube von vorgestern, nach der sich SPÖ Wien und NEOS darin einig seien, dass die kalte Progression abgeschafft werden muss. (Abg. Leichtfried: Ja eh, ihr braucht nur unserem Antrag zustimmen!) Es gab Verhandlungen 2016, ich glaube, da waren Sie Teil der Bundesregierung, Frau Rendi-Wagner. 2016 gab es Verhandlungen zur Abschaffung der kalten Progression – gelungen ist es Ihnen nicht. (Abg. Rendi-Wagner: Hat anders ausgeschaut, Frau Kollegin Maurer! Anderer Antrag!) Diese Punkte sind versprochen worden, insbesondere die Valorisierung der Sozialleistungen. Rote Kanzler haben diese Regierungen geführt, und gemacht haben Sie es nicht. Wir machen es jetzt! (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Rendi-Wagner: Hat anders ausgeschaut, Frau Kollegin Maurer! Anderer Antrag!
Es hat immer geheißen: Wir schaffen die kalte Progression ab. Und bevor die SPÖ jetzt wieder vergisst (Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner) – nein, die SPÖ war nie dafür –: Ich habe jetzt gerade eine Presseaussendung gelesen, ich glaube von vorgestern, nach der sich SPÖ Wien und NEOS darin einig seien, dass die kalte Progression abgeschafft werden muss. (Abg. Leichtfried: Ja eh, ihr braucht nur unserem Antrag zustimmen!) Es gab Verhandlungen 2016, ich glaube, da waren Sie Teil der Bundesregierung, Frau Rendi-Wagner. 2016 gab es Verhandlungen zur Abschaffung der kalten Progression – gelungen ist es Ihnen nicht. (Abg. Rendi-Wagner: Hat anders ausgeschaut, Frau Kollegin Maurer! Anderer Antrag!) Diese Punkte sind versprochen worden, insbesondere die Valorisierung der Sozialleistungen. Rote Kanzler haben diese Regierungen geführt, und gemacht haben Sie es nicht. Wir machen es jetzt! (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Es hat immer geheißen: Wir schaffen die kalte Progression ab. Und bevor die SPÖ jetzt wieder vergisst (Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner) – nein, die SPÖ war nie dafür –: Ich habe jetzt gerade eine Presseaussendung gelesen, ich glaube von vorgestern, nach der sich SPÖ Wien und NEOS darin einig seien, dass die kalte Progression abgeschafft werden muss. (Abg. Leichtfried: Ja eh, ihr braucht nur unserem Antrag zustimmen!) Es gab Verhandlungen 2016, ich glaube, da waren Sie Teil der Bundesregierung, Frau Rendi-Wagner. 2016 gab es Verhandlungen zur Abschaffung der kalten Progression – gelungen ist es Ihnen nicht. (Abg. Rendi-Wagner: Hat anders ausgeschaut, Frau Kollegin Maurer! Anderer Antrag!) Diese Punkte sind versprochen worden, insbesondere die Valorisierung der Sozialleistungen. Rote Kanzler haben diese Regierungen geführt, und gemacht haben Sie es nicht. Wir machen es jetzt! (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Belakowitsch: Chaoten, ja! Die sollen in die Schule gehen und etwas lernen!
Wir alle hier wissen, dass vergangene Bundesregierungen, insbesondere auch sozialdemokratisch geführte, die Klimakrise schlichtweg verschlafen haben. Es wurde nichts getan. Die Abhängigkeit von Putin wurde weiter verschärft, anstatt etwas für den Klimaschutz zu tun – bis Kinder und Jugendliche auf die Straße gegangen sind. Fridays for Future: Vielen Dank an dieser Stelle an die Jugendbewegung, wir lassen sie nicht allein. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Belakowitsch: Chaoten, ja! Die sollen in die Schule gehen und etwas lernen!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wir investieren in eine grüne Transformation. 5,7 Milliarden Euro stellen wir für die österreichische Industrie bereit. Wir tauschen dreckige Öl- und Gaskessel aus und fördern die Mobilitätswende. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Wir bauen unser Land nicht nur in Sachen Klimaschutz um, sondern wir stehen auch zu unserem Versprechen betreffend saubere Politik. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Das Justizbudget wird weiter erhöht, der Rechnungshof erhält 5 Millionen Euro mehr – auch im Zusammenhang mit dem Parteiengesetz, da der Rechnungshof nämlich dank grüner Regierungsbeteiligung jetzt endlich in die Parteikassen hineinschauen kann. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wir bauen unser Land nicht nur in Sachen Klimaschutz um, sondern wir stehen auch zu unserem Versprechen betreffend saubere Politik. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Das Justizbudget wird weiter erhöht, der Rechnungshof erhält 5 Millionen Euro mehr – auch im Zusammenhang mit dem Parteiengesetz, da der Rechnungshof nämlich dank grüner Regierungsbeteiligung jetzt endlich in die Parteikassen hineinschauen kann. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Besonders am Herzen liegt mir auch die Pflegereform in diesem Budget: 1,7 Milliarden Euro. Wir haben in den letzten beiden Jahren schmerzlich gesehen, welch unglaublich großer Belastung Pflegerinnen und Pfleger in diesem Land ausgesetzt sind. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Wir haben ihnen gedankt, wir haben geklatscht, aber das reicht natürlich nicht, denn Klatschen zahlt keine Miete.
Beifall bei Grünen und ÖVP.
In diesem Budget ist über eine halbe Milliarde Euro für höhere Gehälter für die Pflegenden in diesem Land vorgesehen. Das freut mich besonders, denn wir wissen auch, dass Pflegende vorwiegend Frauen sind, und gerade aus diesem Grund ist es auch besonders wichtig, die Pflegerinnen und Pfleger besser zu bezahlen und mit einer riesigen Pflegereform in diesem Budget zu unterstützen. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Auch das Kunst- und Kulturbudget steigt. Man kann an diesem Punkt auch sagen, wir erhöhen die Militärausgaben, aber auch die Ausgaben für den kulturellen Bereich. Auch das ist ein Beitrag zur Sicherheit im Land, zur geistigen Sicherheit im Land, nämlich das Kulturbudget zu steigern. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Sehr geehrte Damen und Herren, wir reparieren mit diesem Budget Dinge, die über Jahrzehnte nicht gemacht wurden: Abschaffung der kalten Progression, Valorisierung von Sozialleistungen, Pflegereformen, die jahrzehntelang versprochen und nicht gemacht wurden. Wir krempeln die Ärmel auf und greifen hin. Wir sorgen damit für den Umbau in der Republik, für ein sozial gerechtes Österreich und für ein klimagerechtes Österreich. – Vielen Dank. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Beifall bei den NEOS.
Die Geschichte, die Sie uns gestern erzählt haben, diese schöne Geschichte mit Treffsicherheit, von der Zukunft und dem sorgsamen Umgang mit Steuergeld, ja das ist halt leider einfach nur eine Geschichte, denn die Zahlen sprechen eine andere Sprache. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Ich fasse zusammen: sprudelnde Steuereinnahmen, und das Einzige, was wirklich großartig war, ist das Geldausgeben. Bis 2026 werden wir fast 400 Milliarden Euro Schulden angesammelt haben. Das ist fatal, und das ist aus unserer Sicht unverantwortlich. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Wurm: Ihr wart da auch mit dabei!
Das, was wir NEOS von Anfang an gesagt haben, ist schlicht und einfach eingetreten: Sie haben das Steuergeld während der Pandemie mit beiden Händen zum Fenster hinausgeworfen: 47 Milliarden Euro – 47 Milliarden Euro! Und in zwei Jahren ist es nicht gelungen, das Ganze transparent abzuwickeln – ich sage nur: Cofag –, und es ist auch nicht gelungen, sich die Wirtschaftshilfen, die natürlich notwendig waren (Abg. Wurm: Ihr wart da auch mit dabei!) – natürlich musste man manchen durch die Krise helfen, das ist ganz klar, vor allem, wenn man jemandem das Geschäft schließt –, nachher anzuschauen, zu schauen, welche Maßnahmen denn treffsicher waren. Dass man also die Wirtschaftshilfen analysiert und evaluiert, das ist bis heute nicht passiert. Weitermachen wie bisher, das können Sie offenbar!
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Lieber Herr Finanzminister! Liebe ÖVP! Ich bin seit 20 Jahren in der Wirtschaft, seit 20 Jahren arbeite ich international, und ich muss Ihnen sagen: Nur weil man mehr Geld ausgibt, heißt das nicht, dass das gut ist. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Weidinger.
Wenn Ihnen das nicht zu denken gibt, dann müsste Ihnen doch ein wenig zu denken geben – ich finde es auch interessant –, dass sogar die SPÖ sagt: Hier wird viel zu viel Geld ausgegeben! (Zwischenruf des Abg. Weidinger.) – Also wenn die SPÖ das schon einmal sagt, dann müsste man doch zumindest ein bisschen in sich gehen und sagen: Da ist doch wohl Feuer am Dach! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Wenn Ihnen das nicht zu denken gibt, dann müsste Ihnen doch ein wenig zu denken geben – ich finde es auch interessant –, dass sogar die SPÖ sagt: Hier wird viel zu viel Geld ausgegeben! (Zwischenruf des Abg. Weidinger.) – Also wenn die SPÖ das schon einmal sagt, dann müsste man doch zumindest ein bisschen in sich gehen und sagen: Da ist doch wohl Feuer am Dach! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Ja, wir NEOS werden die Menschen nie vergessen, wir werden auch die Unternehmen nicht vergessen, wir werden vor allem auch jene nicht vergessen, die im internationalen Wettbewerb stehen. Natürlich müssen da Hilfen ausbezahlt werden, aber eben treffsicher. Es muss jetzt einfach Schluss sein mit dieser Vollkaskomentalität, mit dieser Vollkaskopolitik, die sie hier machen. Steuergelder einfach hinauszuwerfen, mit der Gießkanne zu verteilen, das ist nicht nachhaltig, und so kann es nicht weitergehen! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Ich weiß ja tatsächlich nicht: Ist es Hilflosigkeit, ist es Visionslosigkeit oder ist es einfach die große Sorge vor dem Verlust der Wählerstimmen, dass man versucht, mit Steuergeldern Wählerstimmen zurückzukaufen? – Ich weiß nicht, was es ist, aber was ich weiß, ist, dass es verantwortungslos ist und dass es auf dem Rücken der Jungen passiert, und das kann nicht sein. Wir NEOS machen da nicht mit! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Ich weiß, das will keiner mehr hören, aber das, was in diesem Land fehlt, ist das harte Arbeiten an den Reformen. Dazu hören wir wenig; ich sage nur: Stichwort Föderalismus. Da wird viel zu viel Geld unsinnig ausgegeben. Sie schaffen es einfach nicht, den Finanzausgleich zu entflechten, und das wäre ein Gebot der ersten Stunde, denn das ist nicht nur Steuergeldverschwendung, sondern es ist vor allem auch gefährlich. Es ist gefährlich, das haben wir in der Pandemie gesehen, und es ist auch jetzt gefährlich, denn wir müssen auf den Ausbau der Erneuerbaren schauen. Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist doch das Wichtigste und das Großartigste, was wir im Augenblick machen können, um diese elende Abhängigkeit von russischem Gas zu reduzieren. Das wäre das Wichtigste, was Sie auf Ihrer Agenda haben sollten. Sie sagen Ja, aber Sie lassen sich von den Landesfürsten – mit Verlaub – am Nasenring durch das Dorf ziehen. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Weidinger.
Die richten Ihnen über die Medien einfach aus: Bei mir wird es keine Windräder mehr geben, das gefällt uns nämlich nicht!, oder: Fotovoltaik brauchen wir überhaupt nicht in unserem Bundesland! (Zwischenruf des Abg. Weidinger.) – Also ganz im Ernst: Das kann es ja wohl nicht sein! Und dann stehen sie aber natürlich alle in der ersten Reihe, wenn es um den Finanzausgleich geht. Deswegen brauchen wir in diesem Land ganz dringend eine Föderalismusreform. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Die richten Ihnen über die Medien einfach aus: Bei mir wird es keine Windräder mehr geben, das gefällt uns nämlich nicht!, oder: Fotovoltaik brauchen wir überhaupt nicht in unserem Bundesland! (Zwischenruf des Abg. Weidinger.) – Also ganz im Ernst: Das kann es ja wohl nicht sein! Und dann stehen sie aber natürlich alle in der ersten Reihe, wenn es um den Finanzausgleich geht. Deswegen brauchen wir in diesem Land ganz dringend eine Föderalismusreform. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Wenn der ehemalige Finanzminister Hannes Androsch recht hat, dann ist das Budget das Schicksalsbuch der Nation. Was wir jetzt sehen, ist, dass dieses Budget ein schwerer Schicksalsschlag für die Zukunft Österreichs ist. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Soll ich euch sagen, was die Leute wirklich am meisten stört? – Es ist uns allen bekannt, was weltweit, europaweit abläuft, was wir seit dem Zweiten Weltkrieg noch nie erlebt haben, aber das ist diese wirklich aggressive gegenseitige Schürerei hier herinnen in diesem Hohen Haus. Das stört die Menschen am meisten. Sie haben es schwer genug. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Loacker und Wurm.
Liebe Frau Kollegin Doppelbauer, Sie können sich das Budget wirklich einmal genau anschauen – ich würde es jedem empfehlen –, und auch das, was gestern vorgestellt wurde (ein Exemplar der Budgetrede in die Höhe haltend), die Rede des Herrn Finanzministers mit den Inhalten. (Zwischenrufe der Abgeordneten Loacker und Wurm.)
Abg. Loacker: Die Eckdaten sind in dem Heft ja gar nicht drinnen!
Das ist auch für Sie auf der Galerie und zu Hause vor den Fernsehschirmen: Wenn Sie sich inhaltlich mit den Eckdaten dessen auseinandersetzen wollen (Abg. Loacker: Die Eckdaten sind in dem Heft ja gar nicht drinnen!), was diese Bundesregierung in dieser Krise für die Wirtschaft und für die Arbeitnehmer alles macht, so fordern Sie es an – meine E-Mail-Adresse steht überall –, ich schicke Ihnen das alles zu, damit Sie einmal die Tatsachen kennen und nicht dieses Showprogramm der Opposition! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Loacker und Wurm.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Loacker und Wurm.
Das ist auch für Sie auf der Galerie und zu Hause vor den Fernsehschirmen: Wenn Sie sich inhaltlich mit den Eckdaten dessen auseinandersetzen wollen (Abg. Loacker: Die Eckdaten sind in dem Heft ja gar nicht drinnen!), was diese Bundesregierung in dieser Krise für die Wirtschaft und für die Arbeitnehmer alles macht, so fordern Sie es an – meine E-Mail-Adresse steht überall –, ich schicke Ihnen das alles zu, damit Sie einmal die Tatsachen kennen und nicht dieses Showprogramm der Opposition! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Loacker und Wurm.)
Zwischenrufe bei SPÖ und NEOS
Ich möchte jetzt nicht in Zahlen einsteigen, das haben Herr Klubobmann Wöginger und Frau Klubobmann Maurer bereits getan, aber kurz zur Reaktion der Oppositionsparteien (Zwischenrufe bei SPÖ und NEOS): So ist die Geschichte, das wissen wir, eine Oppositionspartei kann nicht zustimmen, weil es einfach nicht gut ist, weil man halt Opposition ist. – Okay, aber etwas erwarte ich mir von den Oppositionsparteien wirklich – auch wenn wir unterschiedliche ideologische Voraussetzung haben; deshalb sind wir verschiedene Parteien –, nämlich dass man das fair macht. Ich bin Wirtschaftler, ich habe in meinem Leben x Bilanzen in der Hand gehabt und unterschrieben, nicht nur jetzt als Budgetsprecher und Vorsitzender des Budgetausschusses hier im Parlament. Ich bin mir bewusst, dass das nicht unser Geld ist, sondern dass das Geld, das wir hier ausgeben, das Geld der Fleißigsten in diesem Staat ist, die Steuern zahlen. Sonst könnten wir alles andere, Ihre ganzen Sozialleistungen, nicht erfüllen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte jetzt nicht in Zahlen einsteigen, das haben Herr Klubobmann Wöginger und Frau Klubobmann Maurer bereits getan, aber kurz zur Reaktion der Oppositionsparteien (Zwischenrufe bei SPÖ und NEOS): So ist die Geschichte, das wissen wir, eine Oppositionspartei kann nicht zustimmen, weil es einfach nicht gut ist, weil man halt Opposition ist. – Okay, aber etwas erwarte ich mir von den Oppositionsparteien wirklich – auch wenn wir unterschiedliche ideologische Voraussetzung haben; deshalb sind wir verschiedene Parteien –, nämlich dass man das fair macht. Ich bin Wirtschaftler, ich habe in meinem Leben x Bilanzen in der Hand gehabt und unterschrieben, nicht nur jetzt als Budgetsprecher und Vorsitzender des Budgetausschusses hier im Parlament. Ich bin mir bewusst, dass das nicht unser Geld ist, sondern dass das Geld, das wir hier ausgeben, das Geld der Fleißigsten in diesem Staat ist, die Steuern zahlen. Sonst könnten wir alles andere, Ihre ganzen Sozialleistungen, nicht erfüllen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wenn die SPÖ, egal wer am Rednerpult steht, von der Spitze bis in die letzte Bankreihe, sagt, wir sollen uns ein Beispiel an den Deutschen nehmen, dann muss ich sagen: Also bitte, das ist ja nicht nur ein Purzelbaum, das ist ja noch mehr. Wir wissen, dass die deutschen Durchschnittspensionen eigentlich so hoch sind wie die Mindestpensionen bei uns, und wir wissen, was die Deutschen jetzt in diesem Bereich umsetzen wollen, den wir schon lange diskutieren und in dem wir schon mitten in der Gesetzgebung sind: Wenn das das Modell für euch ist, dann, das sage ich euch ganz ehrlich, seid ihr wirklich aus den Fünfzigerjahren noch nie herausgekommen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Wurm: Ja, stimmt ja auch!
Ich habe heute in der Früh ganz kurz die Zeitungen durchgelesen. Was sagt die Opposition? – Die FPÖ sagt, viel zu viele Schulden. (Abg. Wurm: Ja, stimmt ja auch!) Da habt ihr recht, darüber brauchen wir überhaupt nicht zu reden. (Abg. Belakowitsch: Na bitte! ...!) Jetzt sage ich euch als Unternehmer noch etwas: Meine Familie und ich haben in unserem Leben viele Schulden gemacht, auch alles zurückgezahlt, auf Heller und Cent, aber etwas sage ich euch auch dazu: Wisst ihr, wann wir die meisten Schulden gemacht haben? – In den schwierigsten Zeiten! Da haben wir in die Zukunft investiert, und das haben Sie, Herr Finanzminister, mit Ihrer Aussage gestern, dass wir mit diesem Budget nicht verwalten, sondern die Zukunft gestalten, ganz klar gemacht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Abg. Belakowitsch: Na bitte! ...!
Ich habe heute in der Früh ganz kurz die Zeitungen durchgelesen. Was sagt die Opposition? – Die FPÖ sagt, viel zu viele Schulden. (Abg. Wurm: Ja, stimmt ja auch!) Da habt ihr recht, darüber brauchen wir überhaupt nicht zu reden. (Abg. Belakowitsch: Na bitte! ...!) Jetzt sage ich euch als Unternehmer noch etwas: Meine Familie und ich haben in unserem Leben viele Schulden gemacht, auch alles zurückgezahlt, auf Heller und Cent, aber etwas sage ich euch auch dazu: Wisst ihr, wann wir die meisten Schulden gemacht haben? – In den schwierigsten Zeiten! Da haben wir in die Zukunft investiert, und das haben Sie, Herr Finanzminister, mit Ihrer Aussage gestern, dass wir mit diesem Budget nicht verwalten, sondern die Zukunft gestalten, ganz klar gemacht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Ich habe heute in der Früh ganz kurz die Zeitungen durchgelesen. Was sagt die Opposition? – Die FPÖ sagt, viel zu viele Schulden. (Abg. Wurm: Ja, stimmt ja auch!) Da habt ihr recht, darüber brauchen wir überhaupt nicht zu reden. (Abg. Belakowitsch: Na bitte! ...!) Jetzt sage ich euch als Unternehmer noch etwas: Meine Familie und ich haben in unserem Leben viele Schulden gemacht, auch alles zurückgezahlt, auf Heller und Cent, aber etwas sage ich euch auch dazu: Wisst ihr, wann wir die meisten Schulden gemacht haben? – In den schwierigsten Zeiten! Da haben wir in die Zukunft investiert, und das haben Sie, Herr Finanzminister, mit Ihrer Aussage gestern, dass wir mit diesem Budget nicht verwalten, sondern die Zukunft gestalten, ganz klar gemacht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Abg. Loacker: Kommt noch einmal!
Die NEOS haben gesagt: Gießkanne!, das habe ich heute gelesen, das war gestern die Vorsitzende. (Abg. Loacker: Kommt noch einmal!) Wir haben die Hilfen zielgerecht ausgeschüttet – zielgerecht, am meisten im untersten Bereich. (Abg. Loacker: Der Klimabonus war ...!) Wisst ihr, wo die Gießkanne ist? Wisst ihr, was eigentlich nach dem Gießkannenprinzip gemacht wurde? – Die Abschaffung der kalten Progression. Was hundertprozentig richtig ist, was vorher in allen anderen Regierungsprogrammen eigentlich gestanden ist, aber nie umgesetzt wurde, genau das wollt ihr jetzt kritisieren? Genau das, wo wir doch von dem anderen am meisten getan haben? (Abg. Meinl-Reisinger: Was ist da Gießkanne, wenn Sie auf die Steuererhöhungen verzichten? Weil Sie mittlerweile als ÖVP ... Verständnis von Staat ...! Sie reden von einer Gießkanne, wenn man auf die Steuererhöhung verzichtet, teilweise?)
Abg. Loacker: Der Klimabonus war ...!
Die NEOS haben gesagt: Gießkanne!, das habe ich heute gelesen, das war gestern die Vorsitzende. (Abg. Loacker: Kommt noch einmal!) Wir haben die Hilfen zielgerecht ausgeschüttet – zielgerecht, am meisten im untersten Bereich. (Abg. Loacker: Der Klimabonus war ...!) Wisst ihr, wo die Gießkanne ist? Wisst ihr, was eigentlich nach dem Gießkannenprinzip gemacht wurde? – Die Abschaffung der kalten Progression. Was hundertprozentig richtig ist, was vorher in allen anderen Regierungsprogrammen eigentlich gestanden ist, aber nie umgesetzt wurde, genau das wollt ihr jetzt kritisieren? Genau das, wo wir doch von dem anderen am meisten getan haben? (Abg. Meinl-Reisinger: Was ist da Gießkanne, wenn Sie auf die Steuererhöhungen verzichten? Weil Sie mittlerweile als ÖVP ... Verständnis von Staat ...! Sie reden von einer Gießkanne, wenn man auf die Steuererhöhung verzichtet, teilweise?)
Abg. Meinl-Reisinger: Was ist da Gießkanne, wenn Sie auf die Steuererhöhungen verzichten? Weil Sie mittlerweile als ÖVP ... Verständnis von Staat ...! Sie reden von einer Gießkanne, wenn man auf die Steuererhöhung verzichtet, teilweise?
Die NEOS haben gesagt: Gießkanne!, das habe ich heute gelesen, das war gestern die Vorsitzende. (Abg. Loacker: Kommt noch einmal!) Wir haben die Hilfen zielgerecht ausgeschüttet – zielgerecht, am meisten im untersten Bereich. (Abg. Loacker: Der Klimabonus war ...!) Wisst ihr, wo die Gießkanne ist? Wisst ihr, was eigentlich nach dem Gießkannenprinzip gemacht wurde? – Die Abschaffung der kalten Progression. Was hundertprozentig richtig ist, was vorher in allen anderen Regierungsprogrammen eigentlich gestanden ist, aber nie umgesetzt wurde, genau das wollt ihr jetzt kritisieren? Genau das, wo wir doch von dem anderen am meisten getan haben? (Abg. Meinl-Reisinger: Was ist da Gießkanne, wenn Sie auf die Steuererhöhungen verzichten? Weil Sie mittlerweile als ÖVP ... Verständnis von Staat ...! Sie reden von einer Gießkanne, wenn man auf die Steuererhöhung verzichtet, teilweise?)
Heiterkeit und Zwischenrufe bei den NEOS.
Wie gesagt, in die Tiefe der SPÖ hineinzugehen: Herr Kollege Krainer, Sie können mir glauben, ich kenne Ihre Rede schon auswendig. (Heiterkeit und Zwischenrufe bei den NEOS.) Ich will Sie jetzt gar nicht zitieren. Ich weiß genau, was Sie da sagen: Alles zu spät, alles nicht zielgerecht (Ruf bei der SPÖ: Unglaublich!), alles zu wenig!, so wie Sie das in der Coronazeit gesagt haben.
Ruf bei der SPÖ: Unglaublich!
Wie gesagt, in die Tiefe der SPÖ hineinzugehen: Herr Kollege Krainer, Sie können mir glauben, ich kenne Ihre Rede schon auswendig. (Heiterkeit und Zwischenrufe bei den NEOS.) Ich will Sie jetzt gar nicht zitieren. Ich weiß genau, was Sie da sagen: Alles zu spät, alles nicht zielgerecht (Ruf bei der SPÖ: Unglaublich!), alles zu wenig!, so wie Sie das in der Coronazeit gesagt haben.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wissen Sie, was Sie jetzt zu diesem Zukunftsprogramm, das vom Finanzministerium und von uns vorgelegt wurde, sagen? – Sie nehmen den gleichen Zettel wie bei Corona und reden einfach alles nur schlecht, sonst gar nichts. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Loacker: Endlich mal einer für solide Staatsfinanzen! – Abg. Krainer – auf dem Weg zum Redner:innenpult –: Ja, das stimmt! Kollege Loacker hat einmal recht! – Heiterkeit bei den NEOS.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Krainer. – Bitte. (Abg. Loacker: Endlich mal einer für solide Staatsfinanzen! – Abg. Krainer – auf dem Weg zum Redner:innenpult –: Ja, das stimmt! Kollege Loacker hat einmal recht! – Heiterkeit bei den NEOS.)
Abg. Michael Hammer: Das ist der Spiegel, der Blick in den Spiegel!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es ist schon ein großes Problem in der Politik, wenn man seiner eigenen Propaganda glaubt. Ich habe den Eindruck, dass hier einige Parteien die eigene Propaganda auch noch glauben. Ich sage Ihnen eines: Dann schauen wir uns die Zahlen an, denn Zahlen lügen nicht, und vergleichen wir das mit der Propaganda, die die Parteien hier erzählen! Fangen wir vielleicht einmal mit der Frage der Steuern an, mit der Frage, wie hoch die Steuern in diesem Land sind, und der Propaganda, damit, wie einzelne Parteien behaupten, dass sie die Steuern senken, oder den anderen vorhalten, dass sie sie erhöhen. (Abg. Michael Hammer: Das ist der Spiegel, der Blick in den Spiegel!)
Abg. Michael Hammer: Ihr wisst gar nix!
Wir wissen zum Beispiel (Abg. Michael Hammer: Ihr wisst gar nix!), die ÖVP hat 2017 im Wahlkampf gesagt, die Steuern in Österreich seien zu hoch, man müsse die Steuern senken, und zwar die Steuer- und Abgabenquote – so wird ja die Steuerhöhe bemessen –, auf unter 40 Prozent, und hat behauptet, immer wenn die SPÖ einen Kanzler stellt – als ob das quasi automatisch irgendwie die Steuer- und Abgabenquote verändern würde –, seien die Steuern in Österreich immer nur gestiegen.
Rufe bei der ÖVP: Das ist ein Blödsinn! Ihr verliert die Realität!
Wenn wir uns jetzt aber die Zahlen ansehen – und die kann jeder ganz schnell googeln, Statistik Austria, Sie können es sogar auf der WKO-Seite, also bei der Wirtschaftskammer, nachlesen, die haben da schöne Statistiken –, was sehen wir da? –Wir sehen: Als Faymann Kanzler war, als Kern Kanzler war, und zwar mit Mitterlehner, sind die Steuern und Abgaben 2016 gesunken, 2017 gesunken. (Rufe bei der ÖVP: Das ist ein Blödsinn! Ihr verliert die Realität!) Kaum war die SPÖ nicht in der Regierung, sondern Kurz, zunächst mit der FPÖ, Herr Abgeordneter Fuchs war damals ja Staatssekretär in der Regierung – was ist passiert? Ist die Steuer- und Abgabenquote gesunken oder ist sie gestiegen? Was ist passiert? – Sie ist gestiegen. Sie ist 2018 gestiegen, sie ist 2019 gestiegen, sie hat sich 2020 nicht verändert, ist 2021 gestiegen, 2022 gestiegen, und jetzt prognostiziert das Budget, sie wird 2023 steigen. Sie sollten Ihre eigene Propaganda, die Sie erzählen, nicht glauben, sondern sich die Zahlen ansehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn wir uns jetzt aber die Zahlen ansehen – und die kann jeder ganz schnell googeln, Statistik Austria, Sie können es sogar auf der WKO-Seite, also bei der Wirtschaftskammer, nachlesen, die haben da schöne Statistiken –, was sehen wir da? –Wir sehen: Als Faymann Kanzler war, als Kern Kanzler war, und zwar mit Mitterlehner, sind die Steuern und Abgaben 2016 gesunken, 2017 gesunken. (Rufe bei der ÖVP: Das ist ein Blödsinn! Ihr verliert die Realität!) Kaum war die SPÖ nicht in der Regierung, sondern Kurz, zunächst mit der FPÖ, Herr Abgeordneter Fuchs war damals ja Staatssekretär in der Regierung – was ist passiert? Ist die Steuer- und Abgabenquote gesunken oder ist sie gestiegen? Was ist passiert? – Sie ist gestiegen. Sie ist 2018 gestiegen, sie ist 2019 gestiegen, sie hat sich 2020 nicht verändert, ist 2021 gestiegen, 2022 gestiegen, und jetzt prognostiziert das Budget, sie wird 2023 steigen. Sie sollten Ihre eigene Propaganda, die Sie erzählen, nicht glauben, sondern sich die Zahlen ansehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Reden wir gerne über die kalte Progression! Kollegin Maurer sagt, Jahrzehnte haben das die Regierungen versprochen und niemand hat es gehalten, aber Sie machen es. Zeigen Sie mir bitte das Regierungsprogramm, in dem das versprochen wurde, als die SPÖ in der Regierung war! Zeigen Sie es mir! Ich lese Regierungsprogramme seit 20 Jahren (Zwischenrufe bei der ÖVP), ich habe das nicht gelesen. Ich habe es gelesen, als die SPÖ nicht in der Regierung war. Wir waren skeptisch, und wir haben dem aus einem einfachen Grund zugestimmt. Das, was nämlich immer passiert ist, und das haben wir hier immer gesagt, auch von diesem Rednerpult aus: Es gibt zwei Wege, damit umzugehen. Ja, es gibt die kalte Progression, und es gibt Gestaltungsmöglichkeiten, die Steuern und die Abgaben für Menschen, die arbeiten gehen, zu senken. Wir haben das auch immer so gehalten.
Beifall bei der SPÖ.
Als wir nicht in der Regierung waren, Schwarz-Blau I, ist das Geld der Arbeitnehmer verwendet worden, um die Steuern auf Kapital und Vermögen zu senken. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist nämlich in Wahrheit passiert. Da haben wir gesagt, wahrscheinlich ist es besser – mit allen Nachteilen, die die Abschaffung der kalten Progression hat, das hat nämlich nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile –, denn dann stehlen Sie, wenn wir nicht in der Regierung sind, zumindest nicht das Geld der Arbeitnehmer und geben es den Unternehmern – was passiert ist. Dann haben wir das verhandelt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hanger: Da seid ihr dagegen!
Wir haben uns geeinigt: Mitterlehner, Kern, Schelling. (Abg. Hanger: Da seid ihr dagegen!) Wir haben uns geeinigt, und wir wissen aus den Chats, was passiert ist. (Ha-Rufe bei der SPÖ. – Abg. Hanger: Ah, jetzt sind wir wieder bei den Chats!) Kurz ist zu Schelling gegangen, wir kennen das alle aus dem Untersuchungsausschuss (Abg. Michael Hammer: Dem Farceausschuss, oder was?), und dann gibt es diese berühmten Chats, in denen steht: „Kurz war ganz klar“, er will keine Lösung, er will keine Einigung. Wenn Schelling hier zustimmt, ist er raus aus dem Team! (Ah-Rufe bei der SPÖ.) – Das war die Art und Weise, wie die ÖVP mit der Frage der kalten Progression umgegangen ist. Es ist Ihnen nicht um den Inhalt gegangen, es ist Ihnen um die innerparteiliche Macht gegangen. Kurz hatte eine Erzählung, nämlich: Die Große Koalition bringt nichts weiter!, und das hat gestimmt. (Abg. Disoski: So war’s doch auch! – Abg. Hanger: Geh Jan, setz dich nieder! – Abg. Michael Hammer: Darum seid ihr in der Opposition, weil es mit euch nicht geht! – Ruf bei der ÖVP: Es ist immer dasselbe!) Das hat gestimmt, weil nämlich Kurz mit Sobotka und anderen innerhalb der ÖVP jede Einigung blockiert hat. Eine solche hätte es auch betreffend kalte Progression gegeben. (Beifall bei der SPÖ.)
Ha-Rufe bei der SPÖ. – Abg. Hanger: Ah, jetzt sind wir wieder bei den Chats!
Wir haben uns geeinigt: Mitterlehner, Kern, Schelling. (Abg. Hanger: Da seid ihr dagegen!) Wir haben uns geeinigt, und wir wissen aus den Chats, was passiert ist. (Ha-Rufe bei der SPÖ. – Abg. Hanger: Ah, jetzt sind wir wieder bei den Chats!) Kurz ist zu Schelling gegangen, wir kennen das alle aus dem Untersuchungsausschuss (Abg. Michael Hammer: Dem Farceausschuss, oder was?), und dann gibt es diese berühmten Chats, in denen steht: „Kurz war ganz klar“, er will keine Lösung, er will keine Einigung. Wenn Schelling hier zustimmt, ist er raus aus dem Team! (Ah-Rufe bei der SPÖ.) – Das war die Art und Weise, wie die ÖVP mit der Frage der kalten Progression umgegangen ist. Es ist Ihnen nicht um den Inhalt gegangen, es ist Ihnen um die innerparteiliche Macht gegangen. Kurz hatte eine Erzählung, nämlich: Die Große Koalition bringt nichts weiter!, und das hat gestimmt. (Abg. Disoski: So war’s doch auch! – Abg. Hanger: Geh Jan, setz dich nieder! – Abg. Michael Hammer: Darum seid ihr in der Opposition, weil es mit euch nicht geht! – Ruf bei der ÖVP: Es ist immer dasselbe!) Das hat gestimmt, weil nämlich Kurz mit Sobotka und anderen innerhalb der ÖVP jede Einigung blockiert hat. Eine solche hätte es auch betreffend kalte Progression gegeben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Dem Farceausschuss, oder was?
Wir haben uns geeinigt: Mitterlehner, Kern, Schelling. (Abg. Hanger: Da seid ihr dagegen!) Wir haben uns geeinigt, und wir wissen aus den Chats, was passiert ist. (Ha-Rufe bei der SPÖ. – Abg. Hanger: Ah, jetzt sind wir wieder bei den Chats!) Kurz ist zu Schelling gegangen, wir kennen das alle aus dem Untersuchungsausschuss (Abg. Michael Hammer: Dem Farceausschuss, oder was?), und dann gibt es diese berühmten Chats, in denen steht: „Kurz war ganz klar“, er will keine Lösung, er will keine Einigung. Wenn Schelling hier zustimmt, ist er raus aus dem Team! (Ah-Rufe bei der SPÖ.) – Das war die Art und Weise, wie die ÖVP mit der Frage der kalten Progression umgegangen ist. Es ist Ihnen nicht um den Inhalt gegangen, es ist Ihnen um die innerparteiliche Macht gegangen. Kurz hatte eine Erzählung, nämlich: Die Große Koalition bringt nichts weiter!, und das hat gestimmt. (Abg. Disoski: So war’s doch auch! – Abg. Hanger: Geh Jan, setz dich nieder! – Abg. Michael Hammer: Darum seid ihr in der Opposition, weil es mit euch nicht geht! – Ruf bei der ÖVP: Es ist immer dasselbe!) Das hat gestimmt, weil nämlich Kurz mit Sobotka und anderen innerhalb der ÖVP jede Einigung blockiert hat. Eine solche hätte es auch betreffend kalte Progression gegeben. (Beifall bei der SPÖ.)
Ah-Rufe bei der SPÖ.
Wir haben uns geeinigt: Mitterlehner, Kern, Schelling. (Abg. Hanger: Da seid ihr dagegen!) Wir haben uns geeinigt, und wir wissen aus den Chats, was passiert ist. (Ha-Rufe bei der SPÖ. – Abg. Hanger: Ah, jetzt sind wir wieder bei den Chats!) Kurz ist zu Schelling gegangen, wir kennen das alle aus dem Untersuchungsausschuss (Abg. Michael Hammer: Dem Farceausschuss, oder was?), und dann gibt es diese berühmten Chats, in denen steht: „Kurz war ganz klar“, er will keine Lösung, er will keine Einigung. Wenn Schelling hier zustimmt, ist er raus aus dem Team! (Ah-Rufe bei der SPÖ.) – Das war die Art und Weise, wie die ÖVP mit der Frage der kalten Progression umgegangen ist. Es ist Ihnen nicht um den Inhalt gegangen, es ist Ihnen um die innerparteiliche Macht gegangen. Kurz hatte eine Erzählung, nämlich: Die Große Koalition bringt nichts weiter!, und das hat gestimmt. (Abg. Disoski: So war’s doch auch! – Abg. Hanger: Geh Jan, setz dich nieder! – Abg. Michael Hammer: Darum seid ihr in der Opposition, weil es mit euch nicht geht! – Ruf bei der ÖVP: Es ist immer dasselbe!) Das hat gestimmt, weil nämlich Kurz mit Sobotka und anderen innerhalb der ÖVP jede Einigung blockiert hat. Eine solche hätte es auch betreffend kalte Progression gegeben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Disoski: So war’s doch auch! – Abg. Hanger: Geh Jan, setz dich nieder! – Abg. Michael Hammer: Darum seid ihr in der Opposition, weil es mit euch nicht geht! – Ruf bei der ÖVP: Es ist immer dasselbe!
Wir haben uns geeinigt: Mitterlehner, Kern, Schelling. (Abg. Hanger: Da seid ihr dagegen!) Wir haben uns geeinigt, und wir wissen aus den Chats, was passiert ist. (Ha-Rufe bei der SPÖ. – Abg. Hanger: Ah, jetzt sind wir wieder bei den Chats!) Kurz ist zu Schelling gegangen, wir kennen das alle aus dem Untersuchungsausschuss (Abg. Michael Hammer: Dem Farceausschuss, oder was?), und dann gibt es diese berühmten Chats, in denen steht: „Kurz war ganz klar“, er will keine Lösung, er will keine Einigung. Wenn Schelling hier zustimmt, ist er raus aus dem Team! (Ah-Rufe bei der SPÖ.) – Das war die Art und Weise, wie die ÖVP mit der Frage der kalten Progression umgegangen ist. Es ist Ihnen nicht um den Inhalt gegangen, es ist Ihnen um die innerparteiliche Macht gegangen. Kurz hatte eine Erzählung, nämlich: Die Große Koalition bringt nichts weiter!, und das hat gestimmt. (Abg. Disoski: So war’s doch auch! – Abg. Hanger: Geh Jan, setz dich nieder! – Abg. Michael Hammer: Darum seid ihr in der Opposition, weil es mit euch nicht geht! – Ruf bei der ÖVP: Es ist immer dasselbe!) Das hat gestimmt, weil nämlich Kurz mit Sobotka und anderen innerhalb der ÖVP jede Einigung blockiert hat. Eine solche hätte es auch betreffend kalte Progression gegeben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben uns geeinigt: Mitterlehner, Kern, Schelling. (Abg. Hanger: Da seid ihr dagegen!) Wir haben uns geeinigt, und wir wissen aus den Chats, was passiert ist. (Ha-Rufe bei der SPÖ. – Abg. Hanger: Ah, jetzt sind wir wieder bei den Chats!) Kurz ist zu Schelling gegangen, wir kennen das alle aus dem Untersuchungsausschuss (Abg. Michael Hammer: Dem Farceausschuss, oder was?), und dann gibt es diese berühmten Chats, in denen steht: „Kurz war ganz klar“, er will keine Lösung, er will keine Einigung. Wenn Schelling hier zustimmt, ist er raus aus dem Team! (Ah-Rufe bei der SPÖ.) – Das war die Art und Weise, wie die ÖVP mit der Frage der kalten Progression umgegangen ist. Es ist Ihnen nicht um den Inhalt gegangen, es ist Ihnen um die innerparteiliche Macht gegangen. Kurz hatte eine Erzählung, nämlich: Die Große Koalition bringt nichts weiter!, und das hat gestimmt. (Abg. Disoski: So war’s doch auch! – Abg. Hanger: Geh Jan, setz dich nieder! – Abg. Michael Hammer: Darum seid ihr in der Opposition, weil es mit euch nicht geht! – Ruf bei der ÖVP: Es ist immer dasselbe!) Das hat gestimmt, weil nämlich Kurz mit Sobotka und anderen innerhalb der ÖVP jede Einigung blockiert hat. Eine solche hätte es auch betreffend kalte Progression gegeben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Das ist eure Wahrheit!
Das ist die historische Wahrheit! (Abg. Michael Hammer: Das ist eure Wahrheit!) Wir haben gestern nicht gegen die Abschaffung der kalten Progression gestimmt, nein (Abg. Hanger: Bist du jetzt dafür oder dagegen?), wir haben das Modell, das wir mit Kern und Mitterlehner im April 2017 vereinbart haben, gestern hier eingebracht und haben dafür gestimmt. (Abg. Hanger: Bei dir kennt man sich nicht aus! – Abg. Michael Hammer: Kern war überhaupt der Ärgste!)
Abg. Hanger: Bist du jetzt dafür oder dagegen?
Das ist die historische Wahrheit! (Abg. Michael Hammer: Das ist eure Wahrheit!) Wir haben gestern nicht gegen die Abschaffung der kalten Progression gestimmt, nein (Abg. Hanger: Bist du jetzt dafür oder dagegen?), wir haben das Modell, das wir mit Kern und Mitterlehner im April 2017 vereinbart haben, gestern hier eingebracht und haben dafür gestimmt. (Abg. Hanger: Bei dir kennt man sich nicht aus! – Abg. Michael Hammer: Kern war überhaupt der Ärgste!)
Abg. Hanger: Bei dir kennt man sich nicht aus! – Abg. Michael Hammer: Kern war überhaupt der Ärgste!
Das ist die historische Wahrheit! (Abg. Michael Hammer: Das ist eure Wahrheit!) Wir haben gestern nicht gegen die Abschaffung der kalten Progression gestimmt, nein (Abg. Hanger: Bist du jetzt dafür oder dagegen?), wir haben das Modell, das wir mit Kern und Mitterlehner im April 2017 vereinbart haben, gestern hier eingebracht und haben dafür gestimmt. (Abg. Hanger: Bei dir kennt man sich nicht aus! – Abg. Michael Hammer: Kern war überhaupt der Ärgste!)
Abg. Hanger: Bist du jetzt dafür oder dagegen?
Sie haben abgelehnt, und wissen Sie, was der Vorteil von unserem Modell ist? (Abg. Hanger: Bist du jetzt dafür oder dagegen?) – Bei Ihrem Modell bekommen alle Abgeordneten hier drei- bis viermal so viel – Klubvorsitzende Maurer viermal so viel, die anderen Abgeordneten dreimal so viel – wie der durchschnittliche Österreicher. (Abg. Hanger: Bist du jetzt dafür oder dagegen? – Zwischenruf der Abg. Disoski.) Bei unserem Modell hätten wir nicht mehr, sondern gleich viel wie der durchschnittliche Österreicher bekommen. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Ja, genau! – Ruf bei der ÖVP: Mit dir geht sich das nicht aus!) – Das ist soziale Handschrift! (Ah-Rufe bei der ÖVP.)
Abg. Hanger: Bist du jetzt dafür oder dagegen? – Zwischenruf der Abg. Disoski.
Sie haben abgelehnt, und wissen Sie, was der Vorteil von unserem Modell ist? (Abg. Hanger: Bist du jetzt dafür oder dagegen?) – Bei Ihrem Modell bekommen alle Abgeordneten hier drei- bis viermal so viel – Klubvorsitzende Maurer viermal so viel, die anderen Abgeordneten dreimal so viel – wie der durchschnittliche Österreicher. (Abg. Hanger: Bist du jetzt dafür oder dagegen? – Zwischenruf der Abg. Disoski.) Bei unserem Modell hätten wir nicht mehr, sondern gleich viel wie der durchschnittliche Österreicher bekommen. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Ja, genau! – Ruf bei der ÖVP: Mit dir geht sich das nicht aus!) – Das ist soziale Handschrift! (Ah-Rufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Ja, genau! – Ruf bei der ÖVP: Mit dir geht sich das nicht aus!
Sie haben abgelehnt, und wissen Sie, was der Vorteil von unserem Modell ist? (Abg. Hanger: Bist du jetzt dafür oder dagegen?) – Bei Ihrem Modell bekommen alle Abgeordneten hier drei- bis viermal so viel – Klubvorsitzende Maurer viermal so viel, die anderen Abgeordneten dreimal so viel – wie der durchschnittliche Österreicher. (Abg. Hanger: Bist du jetzt dafür oder dagegen? – Zwischenruf der Abg. Disoski.) Bei unserem Modell hätten wir nicht mehr, sondern gleich viel wie der durchschnittliche Österreicher bekommen. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Ja, genau! – Ruf bei der ÖVP: Mit dir geht sich das nicht aus!) – Das ist soziale Handschrift! (Ah-Rufe bei der ÖVP.)
Ah-Rufe bei der ÖVP.
Sie haben abgelehnt, und wissen Sie, was der Vorteil von unserem Modell ist? (Abg. Hanger: Bist du jetzt dafür oder dagegen?) – Bei Ihrem Modell bekommen alle Abgeordneten hier drei- bis viermal so viel – Klubvorsitzende Maurer viermal so viel, die anderen Abgeordneten dreimal so viel – wie der durchschnittliche Österreicher. (Abg. Hanger: Bist du jetzt dafür oder dagegen? – Zwischenruf der Abg. Disoski.) Bei unserem Modell hätten wir nicht mehr, sondern gleich viel wie der durchschnittliche Österreicher bekommen. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Ja, genau! – Ruf bei der ÖVP: Mit dir geht sich das nicht aus!) – Das ist soziale Handschrift! (Ah-Rufe bei der ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Ja, ja! – Abg. Wöginger: Kommunismus war das! – Abg. Matznetter: Dagobert Duck ... ÖVP! – Abg. Michael Hammer: Ein Kern-Anhänger, der Abgeordnete Krainer!
Ich weiß, das ist Ihnen fremd, aber wenn Sie sich die Zahlen ansehen, dann werden Sie sehen, welche Partei hier eine soziale Handschrift hat, und das ist sicher nicht die ÖVP; das sind leider auch nicht die Freiheitlichen, sondern das ist einzig und allein die Sozialdemokratie. – Vielen Dank. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Ja, ja! – Abg. Wöginger: Kommunismus war das! – Abg. Matznetter: Dagobert Duck ... ÖVP! – Abg. Michael Hammer: Ein Kern-Anhänger, der Abgeordnete Krainer!)
Abg. Krainer: Sondern gestiegen ist!
Abgeordneter MMag. DDr. Hubert Fuchs (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Abgeordneter Krainer hat behauptet, dass die Abgabenquote während der ÖVP-FPÖ-Regierung nicht gesunken ist. (Abg. Krainer: Sondern gestiegen ist!)
Abg. Krainer: Sie ist gestiegen!
Ich berichtige tatsächlich (Abg. Krainer: Sie ist gestiegen!): Kollege Krainer ist ein Abgabenquotenfetischist. (Heiterkeit und Zwischenrufe bei Abgeordneten der SPÖ. – Die Abgeordneten Leichtfried und Tomaselli: Herr Präsident!) Die Steuerentlastung (Zwischenruf des Abg. Matznetter) – passt einmal auf, dann versteht ihr es besser! – bemisst sich nicht nur nach der Abgabenquote (Abg. Krainer: Oh! Ja nach was denn sonst?), sondern nach der tatsächlichen Entlastung. (Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Ja, genau! So ist es!)
Heiterkeit und Zwischenrufe bei Abgeordneten der SPÖ. – Die Abgeordneten Leichtfried und Tomaselli: Herr Präsident!
Ich berichtige tatsächlich (Abg. Krainer: Sie ist gestiegen!): Kollege Krainer ist ein Abgabenquotenfetischist. (Heiterkeit und Zwischenrufe bei Abgeordneten der SPÖ. – Die Abgeordneten Leichtfried und Tomaselli: Herr Präsident!) Die Steuerentlastung (Zwischenruf des Abg. Matznetter) – passt einmal auf, dann versteht ihr es besser! – bemisst sich nicht nur nach der Abgabenquote (Abg. Krainer: Oh! Ja nach was denn sonst?), sondern nach der tatsächlichen Entlastung. (Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Ja, genau! So ist es!)
Zwischenruf des Abg. Matznetter
Ich berichtige tatsächlich (Abg. Krainer: Sie ist gestiegen!): Kollege Krainer ist ein Abgabenquotenfetischist. (Heiterkeit und Zwischenrufe bei Abgeordneten der SPÖ. – Die Abgeordneten Leichtfried und Tomaselli: Herr Präsident!) Die Steuerentlastung (Zwischenruf des Abg. Matznetter) – passt einmal auf, dann versteht ihr es besser! – bemisst sich nicht nur nach der Abgabenquote (Abg. Krainer: Oh! Ja nach was denn sonst?), sondern nach der tatsächlichen Entlastung. (Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Ja, genau! So ist es!)
Abg. Krainer: Oh! Ja nach was denn sonst?
Ich berichtige tatsächlich (Abg. Krainer: Sie ist gestiegen!): Kollege Krainer ist ein Abgabenquotenfetischist. (Heiterkeit und Zwischenrufe bei Abgeordneten der SPÖ. – Die Abgeordneten Leichtfried und Tomaselli: Herr Präsident!) Die Steuerentlastung (Zwischenruf des Abg. Matznetter) – passt einmal auf, dann versteht ihr es besser! – bemisst sich nicht nur nach der Abgabenquote (Abg. Krainer: Oh! Ja nach was denn sonst?), sondern nach der tatsächlichen Entlastung. (Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Ja, genau! So ist es!)
Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Ja, genau! So ist es!
Ich berichtige tatsächlich (Abg. Krainer: Sie ist gestiegen!): Kollege Krainer ist ein Abgabenquotenfetischist. (Heiterkeit und Zwischenrufe bei Abgeordneten der SPÖ. – Die Abgeordneten Leichtfried und Tomaselli: Herr Präsident!) Die Steuerentlastung (Zwischenruf des Abg. Matznetter) – passt einmal auf, dann versteht ihr es besser! – bemisst sich nicht nur nach der Abgabenquote (Abg. Krainer: Oh! Ja nach was denn sonst?), sondern nach der tatsächlichen Entlastung. (Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Ja, genau! So ist es!)
Abg. Krainer: Natürlich wissen wir das! – Zwischenruf der Abg. Becher. – Ruf bei der SPÖ: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!
Sie wissen ganz genau, dass der Familienbonus Plus eine massive Entlastung ist, aber nicht in die Abgabenquote eingerechnet wird. (Abg. Krainer: Natürlich wissen wir das! – Zwischenruf der Abg. Becher. – Ruf bei der SPÖ: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!) Außerdem haben wir sehr, sehr viele Maßnahmen gesetzt, um diejenigen zu entlasten (Zwischenruf des Abg. Matznetter), die keine Steuern zahlen, und zwar in Form der Negativsteuer; sie bekommen eine Sozialversicherungsgutschrift zurück. (Abg. Krainer: Um Gottes willen!) Das sind die Ärmsten der Armen, und die haben wir entlastet, und das wird auch nicht in die Abgabenquote reingerechnet. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Krainer: Aber das ist doch falsch! Das ist doch falsch! – Zwischenruf des Abg. Zanger.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter
Sie wissen ganz genau, dass der Familienbonus Plus eine massive Entlastung ist, aber nicht in die Abgabenquote eingerechnet wird. (Abg. Krainer: Natürlich wissen wir das! – Zwischenruf der Abg. Becher. – Ruf bei der SPÖ: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!) Außerdem haben wir sehr, sehr viele Maßnahmen gesetzt, um diejenigen zu entlasten (Zwischenruf des Abg. Matznetter), die keine Steuern zahlen, und zwar in Form der Negativsteuer; sie bekommen eine Sozialversicherungsgutschrift zurück. (Abg. Krainer: Um Gottes willen!) Das sind die Ärmsten der Armen, und die haben wir entlastet, und das wird auch nicht in die Abgabenquote reingerechnet. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Krainer: Aber das ist doch falsch! Das ist doch falsch! – Zwischenruf des Abg. Zanger.)
Abg. Krainer: Um Gottes willen!
Sie wissen ganz genau, dass der Familienbonus Plus eine massive Entlastung ist, aber nicht in die Abgabenquote eingerechnet wird. (Abg. Krainer: Natürlich wissen wir das! – Zwischenruf der Abg. Becher. – Ruf bei der SPÖ: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!) Außerdem haben wir sehr, sehr viele Maßnahmen gesetzt, um diejenigen zu entlasten (Zwischenruf des Abg. Matznetter), die keine Steuern zahlen, und zwar in Form der Negativsteuer; sie bekommen eine Sozialversicherungsgutschrift zurück. (Abg. Krainer: Um Gottes willen!) Das sind die Ärmsten der Armen, und die haben wir entlastet, und das wird auch nicht in die Abgabenquote reingerechnet. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Krainer: Aber das ist doch falsch! Das ist doch falsch! – Zwischenruf des Abg. Zanger.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Krainer: Aber das ist doch falsch! Das ist doch falsch! – Zwischenruf des Abg. Zanger.
Sie wissen ganz genau, dass der Familienbonus Plus eine massive Entlastung ist, aber nicht in die Abgabenquote eingerechnet wird. (Abg. Krainer: Natürlich wissen wir das! – Zwischenruf der Abg. Becher. – Ruf bei der SPÖ: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!) Außerdem haben wir sehr, sehr viele Maßnahmen gesetzt, um diejenigen zu entlasten (Zwischenruf des Abg. Matznetter), die keine Steuern zahlen, und zwar in Form der Negativsteuer; sie bekommen eine Sozialversicherungsgutschrift zurück. (Abg. Krainer: Um Gottes willen!) Das sind die Ärmsten der Armen, und die haben wir entlastet, und das wird auch nicht in die Abgabenquote reingerechnet. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Krainer: Aber das ist doch falsch! Das ist doch falsch! – Zwischenruf des Abg. Zanger.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Abg. Leichtfried: Ich weiß nicht, was ist denn das jetzt?! Hallo?!
Wenn jemand die Geringverdiener entlastet, dann mit Sicherheit nicht die SPÖ. (Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Abg. Leichtfried: Ich weiß nicht, was ist denn das jetzt?! Hallo?!) – Vielen Dank. (Abg. Krainer: Das soll eine tatsächliche Berichtigung gewesen sein? – Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Krainer: Das soll eine tatsächliche Berichtigung gewesen sein? – Beifall bei der FPÖ.
Wenn jemand die Geringverdiener entlastet, dann mit Sicherheit nicht die SPÖ. (Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Abg. Leichtfried: Ich weiß nicht, was ist denn das jetzt?! Hallo?!) – Vielen Dank. (Abg. Krainer: Das soll eine tatsächliche Berichtigung gewesen sein? – Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Krainer: Das war eine tatsächliche Bestätigung! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf Sie einmal mehr ersuchen, die tatsächlichen Berichtigungen nicht permanent zu missbrauchen. Das war natürlich ein politischer Beitrag und keine tatsächliche Berichtigung – so wie die vorhergehenden auch. (Abg. Krainer: Das war eine tatsächliche Bestätigung! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) – Herr Abgeordneter! (Abg. Krainer: Das war eine tatsächliche Bestätigung! Natürlich sind die Steuern und die Abgaben unter der ÖVP gestiegen! – Abg. Michael Hammer: Krainer, du hast schon geredet, jetzt ist Pause!)
Abg. Krainer: Das war eine tatsächliche Bestätigung! Natürlich sind die Steuern und die Abgaben unter der ÖVP gestiegen! – Abg. Michael Hammer: Krainer, du hast schon geredet, jetzt ist Pause!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf Sie einmal mehr ersuchen, die tatsächlichen Berichtigungen nicht permanent zu missbrauchen. Das war natürlich ein politischer Beitrag und keine tatsächliche Berichtigung – so wie die vorhergehenden auch. (Abg. Krainer: Das war eine tatsächliche Bestätigung! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) – Herr Abgeordneter! (Abg. Krainer: Das war eine tatsächliche Bestätigung! Natürlich sind die Steuern und die Abgaben unter der ÖVP gestiegen! – Abg. Michael Hammer: Krainer, du hast schon geredet, jetzt ist Pause!)
Abg. Leichtfried: Der geht raus und verteidigt ...! Ich glaube es nicht!
Abgeordneter Erwin Angerer (FPÖ): Herr Präsident! Herr Finanzminister! Hohes Haus! Geschätzte Damen und Herren! Das war eine tatsächliche Berichtigung mit mehreren tatsächlichen Berichtigungen. (Abg. Leichtfried: Der geht raus und verteidigt ...! Ich glaube es nicht!) Anfangs, Herr Finanzminister – ich kann es Ihnen leider nicht ersparen –: Sie werden als der sogenannte Schulden-Brunner in die Geschichte der österreichischen Finanzpolitik eingehen. (Heiterkeit des Bundesministers Brunner.) Dort werden Sie sich wiederfinden. Sie haben die Schulden in unserem Land von 70 auf 80 Prozent des BIPs erhöht.
Heiterkeit des Bundesministers Brunner.
Abgeordneter Erwin Angerer (FPÖ): Herr Präsident! Herr Finanzminister! Hohes Haus! Geschätzte Damen und Herren! Das war eine tatsächliche Berichtigung mit mehreren tatsächlichen Berichtigungen. (Abg. Leichtfried: Der geht raus und verteidigt ...! Ich glaube es nicht!) Anfangs, Herr Finanzminister – ich kann es Ihnen leider nicht ersparen –: Sie werden als der sogenannte Schulden-Brunner in die Geschichte der österreichischen Finanzpolitik eingehen. (Heiterkeit des Bundesministers Brunner.) Dort werden Sie sich wiederfinden. Sie haben die Schulden in unserem Land von 70 auf 80 Prozent des BIPs erhöht.
Abg. Loacker: Die haben aber auch eine Pensionsreform gemacht! – Abg. Wurm: Die haben die Schwedische Krone, keinen Euro!
Als Nächstes käme dann Japan, dessen Staatsverschuldung liegt bei 260 Prozent des BIPs. Herr Minister, ich frage Sie: Warum vergleichen wir uns nicht mit Schweden? – Schweden ist ja in der Coronakrise immer so kritisiert worden. In Schweden ist die Staatsverschuldung um 1 Prozent gesunken, von 34 auf – sage und schreibe – 33 Prozent. (Abg. Loacker: Die haben aber auch eine Pensionsreform gemacht! – Abg. Wurm: Die haben die Schwedische Krone, keinen Euro!) Das wäre ein Vergleich, den wir heranziehen sollten, ein Vergleich mit besseren Staaten.
Beifall bei der FPÖ. – Oh-Rufe bei der ÖVP. – Abg. Zanger: Ist eh klar!
Sie haben keine Antworten auf die Inflation, die Teuerung oder die explodierenden Energiepreise. Sie behandeln definitiv nur Symptome, Sie haben keine einzige Ursache angegriffen. Im Gegenteil: Sie lassen noch eine illegale Massenzuwanderung in unser Sozialsystem zu und führen neue Steuern wie die CO2-Steuer ein. Sie fahren unsere Wirtschaft, unseren Wohlstand und unseren Sozialstaat an die Wand. Ein Maurer steht normalerweise dafür, dass er etwas baut. In dem Fall steht Maurer für Zerstörung: für die Zerstörung unseres Wohlstandes. (Beifall bei der FPÖ. – Oh-Rufe bei der ÖVP. – Abg. Zanger: Ist eh klar!)
Beifall bei der FPÖ.
Sie sagen: Ein Ausgleich der Inflation ist nicht möglich! – Das ist richtig, ein Ausgleich der Inflation ist nicht möglich, aber die Inflation wäre mit einer Fiskalpolitik, wie sie die Schweizer gemacht haben, zu verhindern gewesen. Sie aber haben mit der Europäischen Union und dank mächtiger Unterstützung der SPÖ, die bei allen Beschlüssen, die eine Zweidrittelmehrheit erforderten, dabei war, eine Schuldenpolitik betrieben. Die notorische Umfallerpartei der Opposition, die Umfaller-SPÖ, hat alles mitgetragen. (Beifall bei der FPÖ.)
Bundesminister Brunner: Weil es ein abgeschlossener Markt ist! – Abg. Strasser: Weil er gehandelt wird! Das ist ja wirklich ...! – Abg. Zarits: Da verwechselst du aber schon etwas, oder?
Sie sagen: Ein Strompreisdeckel ist nicht möglich, weil dann auch in den Nachbarländern die Strompreise sinken würden! – Jetzt frage ich mich: Wenn in Spanien ein Strompreisdeckel eingeführt wird, warum wird dann in Frankreich der Strom nicht billiger? (Bundesminister Brunner: Weil es ein abgeschlossener Markt ist! – Abg. Strasser: Weil er gehandelt wird! Das ist ja wirklich ...! – Abg. Zarits: Da verwechselst du aber schon etwas, oder?) – Schauen wir uns an, wo es die günstigsten Strompreise gibt: in Norwegen, das Öl- und Gasreserven hat, in der Schweiz, auf Malta und – sage und schreibe, wie man liest – in Ungarn, das ein Energieabkommen mit Russland abgeschlossen hat und die billigsten Strompreise in Europa hat. (Abg. Loacker: Dünnes Eis!) Jetzt frage ich mich: Warum schwappt das nicht von Ungarn auf Österreich über? Warum wird bei uns der Strom nicht billiger, wenn dem so ist, dass der Strom in den Nachbarländern billiger wird?
Abg. Loacker: Dünnes Eis!
Sie sagen: Ein Strompreisdeckel ist nicht möglich, weil dann auch in den Nachbarländern die Strompreise sinken würden! – Jetzt frage ich mich: Wenn in Spanien ein Strompreisdeckel eingeführt wird, warum wird dann in Frankreich der Strom nicht billiger? (Bundesminister Brunner: Weil es ein abgeschlossener Markt ist! – Abg. Strasser: Weil er gehandelt wird! Das ist ja wirklich ...! – Abg. Zarits: Da verwechselst du aber schon etwas, oder?) – Schauen wir uns an, wo es die günstigsten Strompreise gibt: in Norwegen, das Öl- und Gasreserven hat, in der Schweiz, auf Malta und – sage und schreibe, wie man liest – in Ungarn, das ein Energieabkommen mit Russland abgeschlossen hat und die billigsten Strompreise in Europa hat. (Abg. Loacker: Dünnes Eis!) Jetzt frage ich mich: Warum schwappt das nicht von Ungarn auf Österreich über? Warum wird bei uns der Strom nicht billiger, wenn dem so ist, dass der Strom in den Nachbarländern billiger wird?
Beifall bei der FPÖ.
Zum Schluss: Sie reden von Krisen, das kann keiner mehr hören! Das Wort Krise kommt in dem Heftl, das Gabriel Obernosterer vorhin hergezeigt hat, in Ihrer Budgetrede, 42 Mal vor. Das ist symptomatisch für diese Bundesregierung. Sie haben uns in eine Wirtschaftskrise, Energiekrise, Gesundheitskrise, in eine kollektive Staatskrise geführt. Dilettantismus regiert! Dieses Budget wird uns von einer Krise in die nächste führen. Diese Krise hat einen Namen, der heißt: das Beste aus beiden Welten, aus Schwarz und Grün. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Leichtfried: Was ist das?
Abgeordneter Gabriel Obernosterer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich bin hier, um Herrn Kollegen Angerer tatsächlich zu berichtigen. (Abg. Leichtfried: Was ist das?) – Das ist kein Redebeitrag.
Abg. Leichtfried: Was ist das, Herr Präsident? – Abg. Matznetter: Hallo?! Hallo?!
Nur ein Satz: Die Österreicherinnen und Österreicher dürfen sich, wenn sie zuschauen, erwarten (Abg. Leichtfried: Was ist das, Herr Präsident? – Abg. Matznetter: Hallo?! Hallo?!) – am Redner:innenpult besteht der Schutz des Abgeordneten –, dass hier richtige Zahlen verwendet werden. (Abg. Loacker: Das ist keine tatsächliche Berichtigung! – Abg. Leichtfried: Der hält da eine Rede!)
Abg. Loacker: Das ist keine tatsächliche Berichtigung! – Abg. Leichtfried: Der hält da eine Rede!
Nur ein Satz: Die Österreicherinnen und Österreicher dürfen sich, wenn sie zuschauen, erwarten (Abg. Leichtfried: Was ist das, Herr Präsident? – Abg. Matznetter: Hallo?! Hallo?!) – am Redner:innenpult besteht der Schutz des Abgeordneten –, dass hier richtige Zahlen verwendet werden. (Abg. Loacker: Das ist keine tatsächliche Berichtigung! – Abg. Leichtfried: Der hält da eine Rede!)
Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen – Abg. Krainer: Jetzt läuten Sie ihn ab, das ist nicht berichtigend! – Abg. Leichtfried: Du brauchst jetzt nicht uns läuten! Der hält noch eine Rede!
Herr Kollege Angerer hat behauptet (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen – Abg. Krainer: Jetzt läuten Sie ihn ab, das ist nicht berichtigend! – Abg. Leichtfried: Du brauchst jetzt nicht uns läuten! Der hält noch eine Rede!), der Herr Finanzminister wird als „Schulden-Brunner“ in die Geschichte eingehen, weil die Schuldenquote in die Höhe geht, seit er das Budget macht. (Abg. Krainer: Was soll das da? Wann drehen Sie ihn gefälligst ab? – Abg. Leichtfried: Ich meine, das ist ja unglaublich.)
Abg. Krainer: Was soll das da? Wann drehen Sie ihn gefälligst ab? – Abg. Leichtfried: Ich meine, das ist ja unglaublich.
Herr Kollege Angerer hat behauptet (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen – Abg. Krainer: Jetzt läuten Sie ihn ab, das ist nicht berichtigend! – Abg. Leichtfried: Du brauchst jetzt nicht uns läuten! Der hält noch eine Rede!), der Herr Finanzminister wird als „Schulden-Brunner“ in die Geschichte eingehen, weil die Schuldenquote in die Höhe geht, seit er das Budget macht. (Abg. Krainer: Was soll das da? Wann drehen Sie ihn gefälligst ab? – Abg. Leichtfried: Ich meine, das ist ja unglaublich.)
Abg. Leichtfried: Da braucht ja keiner oben sitzen! Das wäre das Gleiche! – Zwischenruf des Abg. Loacker.
Faktum ist: In seinem Budget, das er vorgestellt hat, vermindert sich die Schuldenquote von 78,3 auf 76,7 Prozent. (Abg. Leichtfried: Da braucht ja keiner oben sitzen! Das wäre das Gleiche! – Zwischenruf des Abg. Loacker.) Bitte richtige Zahlen verwenden! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Zur Geschäftsordnung! – Abg. Leichtfried: Da kann gleich der Kurz oben sitzen!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Zur Geschäftsordnung! – Abg. Leichtfried: Da kann gleich der Kurz oben sitzen!
Faktum ist: In seinem Budget, das er vorgestellt hat, vermindert sich die Schuldenquote von 78,3 auf 76,7 Prozent. (Abg. Leichtfried: Da braucht ja keiner oben sitzen! Das wäre das Gleiche! – Zwischenruf des Abg. Loacker.) Bitte richtige Zahlen verwenden! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Zur Geschäftsordnung! – Abg. Leichtfried: Da kann gleich der Kurz oben sitzen!)
Abg. Obernosterer: Ist das zur Geschäftsordnung?
Abgeordneter MMMag. Dr. Axel Kassegger (FPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Herr Abgeordneter Obernosterer hat jetzt ganz offensichtlich nicht zugehört, was Kollege Angerer gesagt hat. Er hat nämlich gesagt, die Schulden haben sich erhöht. – Das ist etwas anderes. (Abg. Obernosterer: Ist das zur Geschäftsordnung?) – Ja!
Abg. Ottenschläger: Das gilt aber für alle!
Ich ersuche, tatsächliche Berichtigungen nicht für politische Meinungsäußerungen zu missbrauchen, die da auch passiert sind. (Abg. Ottenschläger: Das gilt aber für alle!) Das ist nicht das Instrument der tatsächlichen Berichtigung! (Beifall bei FPÖ und NEOS. – Abg. Stöger: Wo ist der Antrag?)
Beifall bei FPÖ und NEOS. – Abg. Stöger: Wo ist der Antrag?
Ich ersuche, tatsächliche Berichtigungen nicht für politische Meinungsäußerungen zu missbrauchen, die da auch passiert sind. (Abg. Ottenschläger: Das gilt aber für alle!) Das ist nicht das Instrument der tatsächlichen Berichtigung! (Beifall bei FPÖ und NEOS. – Abg. Stöger: Wo ist der Antrag?)
Abg. Krainer: Hallo?! Das ist nicht vorgesehen!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Die Folge ist: Wir werden die tatsächlichen Berichtigungen an das Ende der Debatte legen. (Abg. Krainer: Hallo?! Das ist nicht vorgesehen!) Dann erübrigt sich das Problem, dann kann es keinen Missbrauch geben.
Abg. Krainer: Unglaublich! – Abg. Greiner: ... Geschäftsordnungsdebatte ...!
Der nächste Redebeitrag kommt von Abgeordnetem Schwarz. – Bitte. (Abg. Krainer: Unglaublich! – Abg. Greiner: ... Geschäftsordnungsdebatte ...!)
Beifall bei den Grünen.
Etwas anderes, das mir noch aufgefallen ist, ist, dass es bei den Abgeordneten der NEOS eine gewisse Irritation darüber gegeben hat, dass Abgeordneter Krainer von der SPÖ der ÖVP vorgeworfen hat, sie habe die Abgabenquote erhöht, und umgekehrt gab es Vorwürfe der ÖVP in Richtung SPÖ, sie hätte gerne niedrigere Pensionen, so wie in Deutschland. – Es sind also tatsächlich außergewöhnliche Zeiten, in denen wir leben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich versuche, das kurz mit Zahlen zu unterlegen: Es zeigt sich, dass bei den untersten 10 Prozent, also dem untersten Zehntel der Haushalte, was das Einkommen betrifft, die Effekte der Teuerung, also die höheren Kosten, durch die Entlastungsmaßnahmen der Regierung überkompensiert worden sind. Das heißt, da gibt es de facto höhere Einkommen, die Einkommen sind also mehr gestiegen, als die Kosten aufgrund der Teuerung ausmachen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Umgekehrt, bei den obersten 10 Prozent, dem obersten Zehntel, machen die Entlastungsmaßnahmen nur ein Drittel der gesamten zusätzlichen Kosten durch die Teuerung aus. Das heißt, man kann da nicht von Gießkanne sprechen, sondern es verteilt sich so, wie es sich verteilen soll: Die, die es am dringendsten brauchen, kriegen am meisten, und die, die es nicht so dringend brauchen, kriegen am wenigsten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Dazu möchte ich noch einmal sagen: Natürlich ist es so, dass die Abschaffung der kalten Progression tendenziell Besserverdienenden etwas mehr hilft als jenen, die weniger verdienen. Das macht das ganze Paket natürlich ein bisschen weniger sozial treffsicher, aber gerade das ist die Maßnahme, die alle hier im Haus gefordert haben! Auch ist sie – gestern schon verdeutlicht – sozial immer noch treffsicherer als die letzte Steuerreform, die unter einem SPÖ-Bundeskanzler durchgeführt worden ist. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Doppelbauer: Ja eben! Das ist problematisch!
Noch eine Erkenntnis, die ich auch sehr spannend gefunden habe: Zusammen mit der ökosozialen Steuerreform, die ja auch noch in diesem Budget abgebildet ist, ist es im letzten Jahr im Schnitt in keiner der Einkommensgruppen zu einem Wohlstandsverlust gekommen. Das heißt, wir haben mit diesen Maßnahmen in Summe die Teuerung mehr als abgedeckt, und zwar für alle. (Abg. Doppelbauer: Ja eben! Das ist problematisch!) – Ja, weil es aber auch steuerliche Maßnahmen sind, die gerade die NEOS haben wollen, zum Beispiel mit der ökosozialen Steuerreform.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das Nächste ist, dass man natürlich finanziell entlasten muss, gleichzeitig aber kann man das nicht für immer machen, sondern man muss irgendwann auch die Wurzel des Übels packen, und das ist unsere Abhängigkeit von importierten fossilen Energieträgern. Während diesbezüglich die Abhängigkeit in den letzten Jahrzehnten gestiegen und gestiegen ist, kommt es mit diesem Budget jetzt zum ganz klaren Ende dieses Prozesses. In diesem Budget steckt eine milliardenschwere Klimaoffensive in Richtung saubere Energie, in Richtung Energieeffizienz, in Richtung Turbo für den Ausbau von Erneuerbaren, und diese wird Unabhängigkeit von ausländischen Despoten schaffen und uns gleichzeitig zum Vorreiter in Sachen Klimaschutz machen. Damit ist es auch ein Budget, das den Weg nach vorne aufzeigt! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das heißt, das Budget schafft zwei Mammutaufgaben, wie ich finde, mit Bravour: Das eine ist die Entlastung gegenüber der Teuerung, und das sozial treffsicher, und das andere ist unsere Unabhängigkeit von russischen fossilen Energieträgern. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
†Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf recht herzlich die 8. Klasse der AHS St. Ursula Wien begrüßen. – Herzlich willkommen bei uns im Parlament! (Allgemeiner Beifall.)
Heiterkeit des Abg. Deimek
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Was wir heute hier erleben, liebe Schülerinnen und Schüler, ist eine umgekehrte Geschichtsstunde: Pamela Rendi-Wagner macht einen auf Josef Taus und sagt der ÖVP: Ihr gebt zu viel Geld aus und macht zu viele Schulden, das ist alles schlecht! – Dann kommt Gabriel Obernosterer als Bruno Kreisky (Heiterkeit des Abg. Deimek) und sagt: Ein paar Milliarden Euro Schulden machen mir weniger Kopfschmerzen als das, was da alles kommen könnte! – Verkehrte Welt! (Beifall bei NEOS und FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei NEOS und FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Was wir heute hier erleben, liebe Schülerinnen und Schüler, ist eine umgekehrte Geschichtsstunde: Pamela Rendi-Wagner macht einen auf Josef Taus und sagt der ÖVP: Ihr gebt zu viel Geld aus und macht zu viele Schulden, das ist alles schlecht! – Dann kommt Gabriel Obernosterer als Bruno Kreisky (Heiterkeit des Abg. Deimek) und sagt: Ein paar Milliarden Euro Schulden machen mir weniger Kopfschmerzen als das, was da alles kommen könnte! – Verkehrte Welt! (Beifall bei NEOS und FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Erasim: Das fordern wir noch immer!
Und wenn man sich dann anschaut, was die SPÖ alles gefordert hat: mehr Arbeitslosengeld, mehr Notstandshilfe, 10 Prozent Pensionserhöhung! (Abg. Erasim: Das fordern wir noch immer!) – Es gibt keine Geldverschleuderungsaktion, die der SPÖ nicht eingefallen wäre. (Heiterkeit und Beifall bei NEOS, ÖVP und FPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei NEOS, ÖVP und FPÖ.
Und wenn man sich dann anschaut, was die SPÖ alles gefordert hat: mehr Arbeitslosengeld, mehr Notstandshilfe, 10 Prozent Pensionserhöhung! (Abg. Erasim: Das fordern wir noch immer!) – Es gibt keine Geldverschleuderungsaktion, die der SPÖ nicht eingefallen wäre. (Heiterkeit und Beifall bei NEOS, ÖVP und FPÖ.)
Heiterkeit des Abg. Lukas Hammer
Diese Vollkasko-Gartenschlauch-Geschichte (Heiterkeit des Abg. Lukas Hammer) wird nächstes Jahr auf die Unternehmen ausgedehnt, auch auf alle Unternehmen, egal wie es diesen geht – hinaus mit dem Geld, das wird jetzt alles verpulvert!
Zwischenruf bei der ÖVP: Was wünscht er sich denn noch?!
ÖVP und Grüne haben sich aber entschieden: Nach uns die Sintflut! (Zwischenruf bei der ÖVP: Was wünscht er sich denn noch?!) Diese Regierung hat ein Ablaufdatum, 2024, und bis dahin sind die Geldschleusen für den Stimmenkauf geöffnet, frei von jeder Verantwortung, auf Kosten der Jungen und auf Kosten der Zukunft. (Beifall bei den NEOS. – Ruf bei der ÖVP: Er ist kein schlechter Redner!)
Beifall bei den NEOS. – Ruf bei der ÖVP: Er ist kein schlechter Redner!
ÖVP und Grüne haben sich aber entschieden: Nach uns die Sintflut! (Zwischenruf bei der ÖVP: Was wünscht er sich denn noch?!) Diese Regierung hat ein Ablaufdatum, 2024, und bis dahin sind die Geldschleusen für den Stimmenkauf geöffnet, frei von jeder Verantwortung, auf Kosten der Jungen und auf Kosten der Zukunft. (Beifall bei den NEOS. – Ruf bei der ÖVP: Er ist kein schlechter Redner!)
Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf den Pensionistenverband aus Freistadt recht herzlich bei uns auf der Galerie begrüßen, herzlich willkommen! (Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS.) Die müssen noch dazu stehen.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.
Eines vorneweg: Der Staat wird vielleicht nicht alles ausgleichen können, und die Unwegbarkeiten des Krieges sind zahlreich und oft nicht abschätzbar, aber dieses Budget ist eine gute Leitlinie, an der wir uns orientieren können – ein tolles Werk, Herr Bundesminister, vielen Dank! Wir werden gut durch die nächsten Monate und die nächsten Jahre kommen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.)
Abg. Doppelbauer: Warum nicht in Erdkabel?
Es wird in die Wirtschaft investiert, in eine Transformation, die uns letztendlich unabhängiger machen soll und unabhängiger machen wird. Wir werden in die Netze, in die Stromnetze investieren. (Abg. Doppelbauer: Warum nicht in Erdkabel?) Wir werden die Erneuerbaren ausbauen, und wir werden innovative Lösungen zum Energiesparen und zur Weiterentwicklung von Geschäftsmodellen unterstützen.
Abg. Leichtfried: Sie lesen Zeitungen?
Jetzt an die Schwarzmaler, an die Zweifler, an die Doppelbauers, an die Rendi-Wagners, an die Krainers in der Runde: Ich darf Ihnen „Die Welt“ am Dienstag, den 11. Oktober, empfehlen, Schlagzeile: Österreich – „Der heimliche Wachstumsstar Europas“. Da wird beschrieben, dass wir in diesem Land nicht nur tolle Ressourcen haben (Abg. Leichtfried: Sie lesen Zeitungen?), sondern auch tolle Menschen mit guten Ideen und viel Fleiß. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Das möchte ich Ihnen wirklich ans Herz legen, weil wir mit diesem Artikel und mit diesen Gedanken durchaus selbstbewusst in die nächsten Monate und Jahre gehen können. (Abg. Leichtfried: Ich glaube, das ist in der „Bauernzeitung“ gestanden! – Abg. Doppelbauer: Hauptsache, die AMA kriegt mehr Geld!)
Zwischenruf des Abg. Hafenecker.
Jetzt an die Schwarzmaler, an die Zweifler, an die Doppelbauers, an die Rendi-Wagners, an die Krainers in der Runde: Ich darf Ihnen „Die Welt“ am Dienstag, den 11. Oktober, empfehlen, Schlagzeile: Österreich – „Der heimliche Wachstumsstar Europas“. Da wird beschrieben, dass wir in diesem Land nicht nur tolle Ressourcen haben (Abg. Leichtfried: Sie lesen Zeitungen?), sondern auch tolle Menschen mit guten Ideen und viel Fleiß. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Das möchte ich Ihnen wirklich ans Herz legen, weil wir mit diesem Artikel und mit diesen Gedanken durchaus selbstbewusst in die nächsten Monate und Jahre gehen können. (Abg. Leichtfried: Ich glaube, das ist in der „Bauernzeitung“ gestanden! – Abg. Doppelbauer: Hauptsache, die AMA kriegt mehr Geld!)
Abg. Leichtfried: Ich glaube, das ist in der „Bauernzeitung“ gestanden! – Abg. Doppelbauer: Hauptsache, die AMA kriegt mehr Geld!
Jetzt an die Schwarzmaler, an die Zweifler, an die Doppelbauers, an die Rendi-Wagners, an die Krainers in der Runde: Ich darf Ihnen „Die Welt“ am Dienstag, den 11. Oktober, empfehlen, Schlagzeile: Österreich – „Der heimliche Wachstumsstar Europas“. Da wird beschrieben, dass wir in diesem Land nicht nur tolle Ressourcen haben (Abg. Leichtfried: Sie lesen Zeitungen?), sondern auch tolle Menschen mit guten Ideen und viel Fleiß. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Das möchte ich Ihnen wirklich ans Herz legen, weil wir mit diesem Artikel und mit diesen Gedanken durchaus selbstbewusst in die nächsten Monate und Jahre gehen können. (Abg. Leichtfried: Ich glaube, das ist in der „Bauernzeitung“ gestanden! – Abg. Doppelbauer: Hauptsache, die AMA kriegt mehr Geld!)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ sowie der Abg. Doppelbauer.
Wissen Sie, was den Unterschied ausmacht? – Diese Koalition glaubt an dieses Land, so wie es Figl und Renner und auch Raab getan haben. Das tut die Opposition anscheinend nicht, und diesen Vorwurf werden Sie sich gefallen lassen müssen! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ sowie der Abg. Doppelbauer.)
Abg. Doppelbauer: Wie hoch ist das Plus für die AMA-Marketing? – Zwischenruf des Abg. Hafenecker.
Jetzt zur Landwirtschaft: Auch die Land- und Forstwirtschaft ist ein Sicherheitsthema. Wir investieren in Summe 2,9 Milliarden Euro, das ist ein Plus von 1,55 Millionen Euro. 1,6 Milliarden Euro werden in die Gemeinsame Agrarpolitik investiert, das ist ein Plus von 20 Millionen Euro für den Biobereich und ein Plus von in Summe 5 Millionen Euro für die Bergbauern. (Abg. Doppelbauer: Wie hoch ist das Plus für die AMA-Marketing? – Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Das ist gut investiertes Geld. Was bekommen Sie dafür? – Sie bekommen dafür gesunde Lebensmittel (Zwischenruf des Abg. Leichtfried), eine Landschaft, die sich sehen lässt, Lebensqualität und Energie und Rohstoffe, die uns unabhängiger machen werden.
Zwischenruf des Abg. Leichtfried
Jetzt zur Landwirtschaft: Auch die Land- und Forstwirtschaft ist ein Sicherheitsthema. Wir investieren in Summe 2,9 Milliarden Euro, das ist ein Plus von 1,55 Millionen Euro. 1,6 Milliarden Euro werden in die Gemeinsame Agrarpolitik investiert, das ist ein Plus von 20 Millionen Euro für den Biobereich und ein Plus von in Summe 5 Millionen Euro für die Bergbauern. (Abg. Doppelbauer: Wie hoch ist das Plus für die AMA-Marketing? – Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Das ist gut investiertes Geld. Was bekommen Sie dafür? – Sie bekommen dafür gesunde Lebensmittel (Zwischenruf des Abg. Leichtfried), eine Landschaft, die sich sehen lässt, Lebensqualität und Energie und Rohstoffe, die uns unabhängiger machen werden.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Maurer und Schwarz.
Jeder Euro, der in die Land- und Forstwirtschaft investiert wird, ist gut investiertes Geld, und es ist notwendiges Geld, weil die Einkommensentwicklung in den letzten Jahren durchaus eine schwierige war. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Maurer und Schwarz.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich bedanke mich herzlich beim Herrn Bundesminister, und ich freue mich schon auf die weiteren Diskussionen im Ausschuss und im nächsten Plenum. – Danke schön, alles Gute! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Taschner: Wir wollen Wirtschaftswachstum haben, Herr Kollege Wimmer!
Fangen wir vielleicht gleich einmal mit Ihren Geschenken an, die Sie ja bereits ausgeteilt haben. Ich frage mich: Herr Bundesminister, war es wirklich notwendig, dass Sie die Körperschaftsteuer zu einem Zeitpunkt senken, zu dem das Geld eh hinten und vorne fehlt, nämlich 2 Milliarden Euro an Konzerne sozusagen auszuschütten, die nichts anderes tun, als ihre Gewinne zu maximieren? (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Taschner: Wir wollen Wirtschaftswachstum haben, Herr Kollege Wimmer!)
Abg. Höfinger: ... die Bawag!
Ich frage mich auch: War es wirklich gescheit, zum jetzigen Zeitpunkt, wenn eh überall das Geld fehlt, die Spekulationssteuer abzuschaffen? Wem hilft das? War es wirklich gescheit, den Spekulanten zu helfen, meine sehr geschätzten Damen und Herren (Abg. Höfinger: ... die Bawag!), wenn auf der anderen Seite die Menschen nicht mehr wissen, wie sie mit ihren Einkommen auskommen sollen? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich frage mich auch: War es wirklich gescheit, zum jetzigen Zeitpunkt, wenn eh überall das Geld fehlt, die Spekulationssteuer abzuschaffen? Wem hilft das? War es wirklich gescheit, den Spekulanten zu helfen, meine sehr geschätzten Damen und Herren (Abg. Höfinger: ... die Bawag!), wenn auf der anderen Seite die Menschen nicht mehr wissen, wie sie mit ihren Einkommen auskommen sollen? (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Noch nicht!
Dann ist da noch der Familienlastenausgleichsfonds. (Ruf bei der ÖVP: Noch nicht!) – Ja, noch nicht, aber Sie haben es vor: 400 Millionen Euro weniger von den Arbeitgebern zu verlangen. Wir wissen ja noch gar nicht, wie das in den nächsten zwei Jahren wirklich passieren soll – Kollege Loacker hat das eh schon gestern erwähnt –, wie man das über Kollektivverträge oder Betriebsvereinbarungen regeln soll, um diese 0,2 Prozent jetzt die nächsten zwei Jahre schon in Angriff nehmen zu können. – Also das ist wirklich haarsträubend, wie diese Regelung tatsächlich ausschaut.
Abg. Michael Hammer: Das ist jetzt echt schon Satire!
Herr Bundesminister, 19 Milliarden Euro Minus im Budget, und es ist wirklich so: Sie schmeißen das Geld mit beiden Händen raus, und Sie machen einen Kniefall vor der Wirtschaft, der Milliarden kostet. (Abg. Michael Hammer: Das ist jetzt echt schon Satire!)
Beifall bei der SPÖ.
Die Agenda Austria hat euch wirklich kein gutes Zeugnis ausgestellt. Ich meine, man kann ja nicht sagen, dass Herr Schellhorn ein Kommunist oder das Institut ein marxistisches Institut wäre, aber er hat gemeint, die Treffsicherheit ist fatal, Sie überschwemmen das Land mit Geld, das Sie nicht haben. – Und er hat völlig recht, Kolleginnen und Kollegen: Sie überschwemmen das Land mit Geld, das Ihnen fehlt und das Sie nicht haben! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Momentum-Institut!
Auf der anderen Seite gibt es aber andere Möglichkeiten, die Sie nicht nutzen – Thema Steuereinnahmen. Die neueste Studie der Bundesarbeiterkammer (Abg. Michael Hammer: Momentum-Institut!), sie ist auch diese Woche erschienen, besagt: 12 bis 15 Milliarden Euro an Steuern werden nicht bezahlt. Das kann man nicht einfach stehen lassen: 12 bis 15 Milliarden Euro werden nicht bezahlt! – Herr Bundesminister, ich frage Sie: Welche Strategie haben Sie, Steuerschlupflöcher zu schließen? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Auf der anderen Seite gibt es aber andere Möglichkeiten, die Sie nicht nutzen – Thema Steuereinnahmen. Die neueste Studie der Bundesarbeiterkammer (Abg. Michael Hammer: Momentum-Institut!), sie ist auch diese Woche erschienen, besagt: 12 bis 15 Milliarden Euro an Steuern werden nicht bezahlt. Das kann man nicht einfach stehen lassen: 12 bis 15 Milliarden Euro werden nicht bezahlt! – Herr Bundesminister, ich frage Sie: Welche Strategie haben Sie, Steuerschlupflöcher zu schließen? (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Ja dann werd’ Betriebsprüfer, ist eh gescheiter!
Welche Strategie haben Sie, mehr Kontrollen einzuführen? – Sie machen ja das Gegenteil. Es fehlen Hunderte Betriebsprüfer, wobei Sie genau wissen: Jeder einzelne Betriebsprüfer würde sich rechnen. 100 000 Euro kostet er, 2 Millionen Euro bringt er ins Budget. (Abg. Michael Hammer: Ja dann werd’ Betriebsprüfer, ist eh gescheiter!) Herr Bundesminister, machen Sie endlich etwas und schauen Sie, dass Sie die Planstellen erfüllen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Welche Strategie haben Sie, mehr Kontrollen einzuführen? – Sie machen ja das Gegenteil. Es fehlen Hunderte Betriebsprüfer, wobei Sie genau wissen: Jeder einzelne Betriebsprüfer würde sich rechnen. 100 000 Euro kostet er, 2 Millionen Euro bringt er ins Budget. (Abg. Michael Hammer: Ja dann werd’ Betriebsprüfer, ist eh gescheiter!) Herr Bundesminister, machen Sie endlich etwas und schauen Sie, dass Sie die Planstellen erfüllen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Dann schöpft bei der Wien Energie ab!
Was heute noch gar nicht angesprochen wurde: Was geschieht jetzt wirklich mit den Übergewinnen? – Verbund, OMV, Windkraft, Solar: Sie sagen immer, es geht nicht, es ist kompliziert. Natürlich sagen die dortigen Eigentümer: Nein, nein, das Geld werden wir investieren! – Liebe Kolleginnen und Kollegen, diese Übergewinne gehören aber abgeschöpft und den Menschen zurückgegeben. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Dann schöpft bei der Wien Energie ab!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich hatte auf meinem Zettel die Erbschaftssteuer stehen, liebe Kolleginnen und Kollegen von den Grünen. Jetzt meldet ihr euch da aber eh ständig – Kogler hat etwas dazu gesagt, Sigi Maurer hat etwas gesagt – und sagt, das werdet ihr übernehmen. Es gilt aber, nicht nur zu reden, sondern auch zu machen, Kolleginnen und Kollegen! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.
Sie legen ein Budget vor, Herr Bundesminister, mit dem Sie die Teuerung absolut nicht bekämpfen. Es wird ja in Wirklichkeit nichts billiger. Ich will es Ihnen einfach nur einmal sagen: Es braucht einen Preisdeckel auf Strom und Gas. (Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.) Wir brauchen eine Steuersenkung auf Treibstoffe, die CO2-Bepreisung nicht jetzt, meine sehr geschätzten Damen und Herren, und vor allem müssen die Lebensmittel billiger werden. Da gehört die Mehrwertsteuer gesenkt oder ganz weggenommen, zumindest einmal temporär, und Mieterhöhungen gehören rückgängig gemacht. (Abg. Schwarz: Zur Budgetsanierung!)
Abg. Schwarz: Zur Budgetsanierung!
Sie legen ein Budget vor, Herr Bundesminister, mit dem Sie die Teuerung absolut nicht bekämpfen. Es wird ja in Wirklichkeit nichts billiger. Ich will es Ihnen einfach nur einmal sagen: Es braucht einen Preisdeckel auf Strom und Gas. (Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.) Wir brauchen eine Steuersenkung auf Treibstoffe, die CO2-Bepreisung nicht jetzt, meine sehr geschätzten Damen und Herren, und vor allem müssen die Lebensmittel billiger werden. Da gehört die Mehrwertsteuer gesenkt oder ganz weggenommen, zumindest einmal temporär, und Mieterhöhungen gehören rückgängig gemacht. (Abg. Schwarz: Zur Budgetsanierung!)
Abg. Schwarz: Preise runter zur Budgetsanierung!
Herr Bundesminister, wir lassen nicht locker. (Abg. Schwarz: Preise runter zur Budgetsanierung!) Die Preise müssen runter, sonst kann man die Inflation nicht bekämpfen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister, wir lassen nicht locker. (Abg. Schwarz: Preise runter zur Budgetsanierung!) Die Preise müssen runter, sonst kann man die Inflation nicht bekämpfen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
In unseren Augen ist das, was sie getan hat, jedenfalls zu wenig, nicht zu viel (Beifall bei der FPÖ), das muss man einmal sagen, weil es vielen Leuten zwar kurzfristig geholfen hat, aber dann verpufft ist. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wenn Sie sich jetzt hierherstellen und wie Kollege Wimmer sagen: Ah, Wahnsinn, Sie haben das Geld ausgegeben, obwohl keines da ist!, dann, liebe SPÖ, kenne ich mich bei euch heute nicht mehr aus. (Heiterkeit bei der SPÖ.) Da ist die Welt tatsächlich auf den Kopf gestellt.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
In unseren Augen ist das, was sie getan hat, jedenfalls zu wenig, nicht zu viel (Beifall bei der FPÖ), das muss man einmal sagen, weil es vielen Leuten zwar kurzfristig geholfen hat, aber dann verpufft ist. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wenn Sie sich jetzt hierherstellen und wie Kollege Wimmer sagen: Ah, Wahnsinn, Sie haben das Geld ausgegeben, obwohl keines da ist!, dann, liebe SPÖ, kenne ich mich bei euch heute nicht mehr aus. (Heiterkeit bei der SPÖ.) Da ist die Welt tatsächlich auf den Kopf gestellt.
Heiterkeit bei der SPÖ.
In unseren Augen ist das, was sie getan hat, jedenfalls zu wenig, nicht zu viel (Beifall bei der FPÖ), das muss man einmal sagen, weil es vielen Leuten zwar kurzfristig geholfen hat, aber dann verpufft ist. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wenn Sie sich jetzt hierherstellen und wie Kollege Wimmer sagen: Ah, Wahnsinn, Sie haben das Geld ausgegeben, obwohl keines da ist!, dann, liebe SPÖ, kenne ich mich bei euch heute nicht mehr aus. (Heiterkeit bei der SPÖ.) Da ist die Welt tatsächlich auf den Kopf gestellt.
Abg. Lukas Hammer: Wir haben zu wenige Fachkräfte in der Realität da draußen – außerhalb Ihrer blauen Blase!
All das ist diese Politik, die Sie betreiben, die das Land insgesamt nicht vorwärts bringen wird, sondern die diese wirtschaftliche Problematik in unserem Land insgesamt verstärken wird, weil sie zu Lohndumping führen wird, weil sie die Arbeitslosigkeit, die ohnehin vor der Türe steht, noch verstärken wird und weil sie die Leute weiterhin in die Armut drängen wird. (Abg. Lukas Hammer: Wir haben zu wenige Fachkräfte in der Realität da draußen – außerhalb Ihrer blauen Blase!) – Ja, wir haben zu wenige Fachkräfte, das wissen wir, aber was Ihre Fachkräfte, die Sie da hereingeholt haben, betrifft: Die Industrie sucht nicht diese Fachkräfte, die sucht Billigarbeitskräfte. (Abg. Lukas Hammer: Nein! Das ist falsch!) Dafür machen Sie auf, und die ÖVP ist da dabei, weil sie natürlich all ihre Günstlinge damit fördert.
Abg. Lukas Hammer: Nein! Das ist falsch!
All das ist diese Politik, die Sie betreiben, die das Land insgesamt nicht vorwärts bringen wird, sondern die diese wirtschaftliche Problematik in unserem Land insgesamt verstärken wird, weil sie zu Lohndumping führen wird, weil sie die Arbeitslosigkeit, die ohnehin vor der Türe steht, noch verstärken wird und weil sie die Leute weiterhin in die Armut drängen wird. (Abg. Lukas Hammer: Wir haben zu wenige Fachkräfte in der Realität da draußen – außerhalb Ihrer blauen Blase!) – Ja, wir haben zu wenige Fachkräfte, das wissen wir, aber was Ihre Fachkräfte, die Sie da hereingeholt haben, betrifft: Die Industrie sucht nicht diese Fachkräfte, die sucht Billigarbeitskräfte. (Abg. Lukas Hammer: Nein! Das ist falsch!) Dafür machen Sie auf, und die ÖVP ist da dabei, weil sie natürlich all ihre Günstlinge damit fördert.
Beifall bei der FPÖ.
Das ist die falsche Politik, Herr Bundesminister. Da hätte ich mir Lösungen gewünscht. Da ist aber leider überhaupt nichts gekommen. Sie sind nicht bereit, die Probleme im Budget, am Arbeitsmarkt und in der Wirtschaft an der Wurzel zu packen, sondern Sie doktern herum. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Lukas Hammer (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrte Damen und Herren! Ja, wir wundern uns alle ein bisschen über die bizarren Auftritte der Sozialdemokratie hier, die irgendwie von zu viel Entlastung und vom Steuern senken spricht. Das ist tatsächlich ein bisschen bizarr. Ich habe das Gefühl, es kann und es darf nicht sein, dass die Bundesregierung einmal etwas richtig macht und man dann auch sagen müsste: Ja, das ist gut. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die Valorisierung der Sozialleistungen, ein Bahnausbauprogramm, die Abschaffung der kalten Progression, ein erhöhtes Kulturbudget, ein erhöhtes Frauenbudget, Entlastungsmaßnahmen noch und nöcher, Klimamilliarden habt ihr gefordert. Wir machen mehrere Klimamilliarden, aber ihr sagt: Nein, es passiert nichts! – Ich habe wirklich das Gefühl, euch gehen einfach die Argumente aus. Ihr könnt nicht sagen, dass die Regierung etwas gut macht, also sagt ihr einfach das Gegenteil. Da hat man richtig das Gefühl, ihr bewegt euch in Richtung Thatcherismus der Achtzigerjahre und redet davon, Steuern und Abgaben zu senken. Es ist wirklich bizarr! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Der Finanzminister hat das gestern in seiner Budgetrede gesagt: In diesem Budget tun wir das Notwendige – das, was notwendig ist, um die Teuerungen abzufedern, aber auch das, was notwendig ist, um das Problem endlich an der Wurzel zu packen. Die Wurzel des Problems, Frau Belakowitsch von der FPÖ, und die Wurzel für die hohen Preise sind nicht die von Ihnen erwähnten Sanktionen gegen den Diktator und auch nicht Klimaschutzmaßnahmen, sondern es sind die hohen Gaspreise. Es ist das Gas, das wir, weil wir es nicht selber haben, eben von außen zukaufen müssen, genauso wie das Öl von den Saudis. Wir haben ein Problem mit der Abhängigkeit von Despoten, und dieses Budget wird dazu beitragen, diese Abhängigkeit zu beenden. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Zwischenruf des Abg. Schroll.
Ich möchte ein paar Highlights anführen, vor allem aus dem klima- und energiepolitischen Blickwinkel. Es gibt neue Dimensionen in diesem Budget, wenn man so will. Wir haben eine Verzehnfachung der Mittel im Vergleich zum Beginn der Amtszeit dieser Regierung beim Gas- und Ölheizungstausch, eine Verzehnfachung der Mittel – 1,9 Milliarden Euro bis 2026! (Zwischenruf des Abg. Schroll.) – Lieber Kollege Schroll, du findest das in den Budgetunterlagen. Lies sie! Ich empfehle das. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Schroll: Heiße Luft!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Schroll: Heiße Luft!
Ich möchte ein paar Highlights anführen, vor allem aus dem klima- und energiepolitischen Blickwinkel. Es gibt neue Dimensionen in diesem Budget, wenn man so will. Wir haben eine Verzehnfachung der Mittel im Vergleich zum Beginn der Amtszeit dieser Regierung beim Gas- und Ölheizungstausch, eine Verzehnfachung der Mittel – 1,9 Milliarden Euro bis 2026! (Zwischenruf des Abg. Schroll.) – Lieber Kollege Schroll, du findest das in den Budgetunterlagen. Lies sie! Ich empfehle das. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Schroll: Heiße Luft!)
Abg. Doppelbauer: Weniger als 20 Prozent des gesamten Budgets!
Vielleicht noch ein Wort dazu: Es wird von verschiedenen Fraktionen der Opposition heute gesagt: Ma, diese Ausgaben!, und: Können wir uns das überhaupt leisten? – Das sind nicht einfach nur Ausgaben, das sind Investitionen in unsere Zukunft. (Abg. Doppelbauer: Weniger als 20 Prozent des gesamten Budgets!) Das sind Investitionen in unsere Zukunft, die doppelt und dreifach zurückkommen. Deswegen ist das ein gutes Budget für dieses Land, für unsere Unabhängigkeit, für unsere Sicherheit und auch für die jungen Menschen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Vielleicht noch ein Wort dazu: Es wird von verschiedenen Fraktionen der Opposition heute gesagt: Ma, diese Ausgaben!, und: Können wir uns das überhaupt leisten? – Das sind nicht einfach nur Ausgaben, das sind Investitionen in unsere Zukunft. (Abg. Doppelbauer: Weniger als 20 Prozent des gesamten Budgets!) Das sind Investitionen in unsere Zukunft, die doppelt und dreifach zurückkommen. Deswegen ist das ein gutes Budget für dieses Land, für unsere Unabhängigkeit, für unsere Sicherheit und auch für die jungen Menschen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Ihr Budget für morgen ist mutlos, visionslos und ambitionslos, draufzahlen werden viele Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Diese Nichtinvestition in Bildung und Wissenschaft kommt uns langfristig am teuersten zu stehen. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Silvan
Meine Damen und Herren! Seit dem 24. Februar 2022, seit dem Angriffskrieg von Putin auf die Ukraine, wurde die Sicherheitsarchitektur in Europa erschüttert. Das macht es notwendig, dass wir uns verstärkt und intensiv mit dem Begriff der umfassenden Landesverteidigung auseinandersetzen, der wirtschaftlichen, der zivilen, der geistigen und vor allem auch der militärischen Landesverteidigung. Es ist eine verteidigungspolitische Notwendigkeit (Zwischenruf des Abg. Silvan), dass wir das Budget des österreichischen Bundesheeres aufstocken, so wie wir das jetzt tun, indem wir zum bestehenden Finanzrahmen bis 2026 zusätzlich 5,25 Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Das bedeutet einen Investitionsrahmen von 16 Milliarden Euro in den nächsten vier Jahren.
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Stögmüller.
Unter Bundesministerin Klaudia Tanner wurde schon in den letzten Jahren die Trendumkehr geschafft. Mit dem Landesverteidigungs-Finanzierungsgesetz schaffen wir eine nachhaltige Trendwende, was die Finanzierung des österreichischen Bundesheeres betrifft, und das ist höchst notwendig, meine sehr verehrten Damen und Herren. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Stögmüller.)
Beifall und Bravoruf bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Schließen möchte ich mit einem Danke an unsere Soldatinnen und Soldaten im österreichischen Bundesheer, die dort ihren Einsatz leisten und für die Sicherheit der Republik Österreich und seiner Bewohner dienen. (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Haubner: Ganz Europa hat sie noch!
Im Auftrag der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler unterziehe ich diese Aussage einem Faktencheck. Wie ist Österreich durch die Krise gekommen? – Da muss man feststellen: Wir haben die Krise noch (Abg. Haubner: Ganz Europa hat sie noch!), und Österreich hat im Krisenmanagement den viertletzten Platz EU-weit belegt. (Abg. Haubner: Geh! – Zwischenbemerkung von Bundesminister Brunner.) Österreich hat die höchsten Wirtschaftshilfen gewährt. Wie ist der Output? – Leider unterdurchschnittlich. (Abg. Haubner: Bestes Wirtschaftswachstum! – Zwischenbemerkung von Bundesminister Brunner.) – Dann lesen Sie die EU-Studie! (Die Abgeordneten Michael Hammer und Haubner: Welche?) Wie viele Unternehmen haben zugesperrt? Wie viele Einzelunternehmen, wie viele kleine Unternehmen? (Abg. Michael Hammer: Welche haben zugesperrt?) Die übersehen Sie komplett! Ist das zielgerichtet, wenn die Unternehmen zusperren? Ist das zweckmäßig?
Abg. Haubner: Geh! – Zwischenbemerkung von Bundesminister Brunner.
Im Auftrag der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler unterziehe ich diese Aussage einem Faktencheck. Wie ist Österreich durch die Krise gekommen? – Da muss man feststellen: Wir haben die Krise noch (Abg. Haubner: Ganz Europa hat sie noch!), und Österreich hat im Krisenmanagement den viertletzten Platz EU-weit belegt. (Abg. Haubner: Geh! – Zwischenbemerkung von Bundesminister Brunner.) Österreich hat die höchsten Wirtschaftshilfen gewährt. Wie ist der Output? – Leider unterdurchschnittlich. (Abg. Haubner: Bestes Wirtschaftswachstum! – Zwischenbemerkung von Bundesminister Brunner.) – Dann lesen Sie die EU-Studie! (Die Abgeordneten Michael Hammer und Haubner: Welche?) Wie viele Unternehmen haben zugesperrt? Wie viele Einzelunternehmen, wie viele kleine Unternehmen? (Abg. Michael Hammer: Welche haben zugesperrt?) Die übersehen Sie komplett! Ist das zielgerichtet, wenn die Unternehmen zusperren? Ist das zweckmäßig?
Abg. Haubner: Bestes Wirtschaftswachstum! – Zwischenbemerkung von Bundesminister Brunner.
Im Auftrag der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler unterziehe ich diese Aussage einem Faktencheck. Wie ist Österreich durch die Krise gekommen? – Da muss man feststellen: Wir haben die Krise noch (Abg. Haubner: Ganz Europa hat sie noch!), und Österreich hat im Krisenmanagement den viertletzten Platz EU-weit belegt. (Abg. Haubner: Geh! – Zwischenbemerkung von Bundesminister Brunner.) Österreich hat die höchsten Wirtschaftshilfen gewährt. Wie ist der Output? – Leider unterdurchschnittlich. (Abg. Haubner: Bestes Wirtschaftswachstum! – Zwischenbemerkung von Bundesminister Brunner.) – Dann lesen Sie die EU-Studie! (Die Abgeordneten Michael Hammer und Haubner: Welche?) Wie viele Unternehmen haben zugesperrt? Wie viele Einzelunternehmen, wie viele kleine Unternehmen? (Abg. Michael Hammer: Welche haben zugesperrt?) Die übersehen Sie komplett! Ist das zielgerichtet, wenn die Unternehmen zusperren? Ist das zweckmäßig?
Die Abgeordneten Michael Hammer und Haubner: Welche?
Im Auftrag der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler unterziehe ich diese Aussage einem Faktencheck. Wie ist Österreich durch die Krise gekommen? – Da muss man feststellen: Wir haben die Krise noch (Abg. Haubner: Ganz Europa hat sie noch!), und Österreich hat im Krisenmanagement den viertletzten Platz EU-weit belegt. (Abg. Haubner: Geh! – Zwischenbemerkung von Bundesminister Brunner.) Österreich hat die höchsten Wirtschaftshilfen gewährt. Wie ist der Output? – Leider unterdurchschnittlich. (Abg. Haubner: Bestes Wirtschaftswachstum! – Zwischenbemerkung von Bundesminister Brunner.) – Dann lesen Sie die EU-Studie! (Die Abgeordneten Michael Hammer und Haubner: Welche?) Wie viele Unternehmen haben zugesperrt? Wie viele Einzelunternehmen, wie viele kleine Unternehmen? (Abg. Michael Hammer: Welche haben zugesperrt?) Die übersehen Sie komplett! Ist das zielgerichtet, wenn die Unternehmen zusperren? Ist das zweckmäßig?
Abg. Michael Hammer: Welche haben zugesperrt?
Im Auftrag der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler unterziehe ich diese Aussage einem Faktencheck. Wie ist Österreich durch die Krise gekommen? – Da muss man feststellen: Wir haben die Krise noch (Abg. Haubner: Ganz Europa hat sie noch!), und Österreich hat im Krisenmanagement den viertletzten Platz EU-weit belegt. (Abg. Haubner: Geh! – Zwischenbemerkung von Bundesminister Brunner.) Österreich hat die höchsten Wirtschaftshilfen gewährt. Wie ist der Output? – Leider unterdurchschnittlich. (Abg. Haubner: Bestes Wirtschaftswachstum! – Zwischenbemerkung von Bundesminister Brunner.) – Dann lesen Sie die EU-Studie! (Die Abgeordneten Michael Hammer und Haubner: Welche?) Wie viele Unternehmen haben zugesperrt? Wie viele Einzelunternehmen, wie viele kleine Unternehmen? (Abg. Michael Hammer: Welche haben zugesperrt?) Die übersehen Sie komplett! Ist das zielgerichtet, wenn die Unternehmen zusperren? Ist das zweckmäßig?
Beifall bei der SPÖ. – Bundesminister Brunner: Setzen Sie sich in den Beirat! – Ruf bei der ÖVP: Cofag-Beirat! Waren Sie nicht dabei?
Im Übrigen muss ich Sie fragen: Liegt eigentlich offen, wohin die Milliarden über die Cofag geflossen sind, wer diese 14 Milliarden Euro erhalten hat? (Bundesminister Brunner: Setzen Sie sich in den Beirat!) Nein, es liegt nicht offen. Und warum? – Weil Sie uns Parlamentarier:innen hier die Kontrolle über die Cofag verwehren. Das ist unseriös! (Beifall bei der SPÖ. – Bundesminister Brunner: Setzen Sie sich in den Beirat! – Ruf bei der ÖVP: Cofag-Beirat! Waren Sie nicht dabei?)
Abg. Michael Hammer: Ihr habt ja keine gemacht!
Wenn Sie sagen: Wir sind gut durch die Krise gekommen, das werden wir jetzt wieder so machen!, dann klingt das, mit Verlaub, wie eine Drohung. Ich werde Ihnen auch erklären, warum. Sie reagieren zu spät. Die SPÖ hat bereits vor genau einem Jahr auf die steigende Inflation hingewiesen und vor massiven Teuerungen gewarnt. Sie haben unsere Vorschläge abgelehnt (Abg. Michael Hammer: Ihr habt ja keine gemacht!), unsere Bedenken vom Tisch gewischt. Im Jänner hatten wir eine Inflation von 5 Prozent, da ist noch immer nichts gekommen, und jetzt liegen wir bei 10 Prozent.
Beifall bei der SPÖ
Jetzt kommen Sie langsam in Bewegung – die Betonung liegt auf langsam –, aber wie soll das funktionieren?! Der Staat macht Schulden. Es ist gut, dass er Geld in die Hand nimmt, das möchte ich einmal klarstellen. Der Staat hat zu helfen, ja (Beifall bei der SPÖ), aber die Schulden sind ja zu refinanzieren, 10 Prozent der Staatsschulden sind zu refinanzieren, und da sprechen wir im nächsten Jahr von 36 Milliarden Euro. Wie werden die gegenfinanziert? Wie schaut das aus? – Wir haben die Schulden aus der Coronakrise, jetzt kommen neue Schulden dazu!
Beifall bei der SPÖ. – Bundesminister Brunner: Stimmt ja nicht!
Ich muss Sie fragen: Warum wehren Sie sich so vehement gegen eine Besteuerung der Übergewinne der Energiekonzerne? (Beifall bei der SPÖ. – Bundesminister Brunner: Stimmt ja nicht!) Sie lassen 6 Milliarden Euro unangetastet! Sie rühmen sich ob der Abschaffung der kalten Progression. Ja wer profitiert denn davon? (Bundesminister Brunner: Alle Steuerzahlerinnen und Steuerzahler!) – Die Gutverdiener profitieren überdurchschnittlich davon, nicht die Haushalte, die nicht wissen, ob sie die Stromrechnung überhaupt noch begleichen können.
Beifall bei der SPÖ.
Sie sagen, unser Budget hat ganz offensichtlich eine soziale Handschrift. Na, wo ist die? Wie schaut es denn mit der Kinderarmut aus? (Beifall bei der SPÖ.) – 2019 war in Österreich jedes fünfte Kind von Armut bedroht. Mittlerweile, jetzt, ist es jedes vierte Kind. (Abg. Michael Hammer: Das ist auch eine Kraut-und- Rüben-Rede!) Ja ist das super? – Das ist keine gute Bilanz, das ist ein Armutszeugnis. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Das ist auch eine Kraut-und- Rüben-Rede!
Sie sagen, unser Budget hat ganz offensichtlich eine soziale Handschrift. Na, wo ist die? Wie schaut es denn mit der Kinderarmut aus? (Beifall bei der SPÖ.) – 2019 war in Österreich jedes fünfte Kind von Armut bedroht. Mittlerweile, jetzt, ist es jedes vierte Kind. (Abg. Michael Hammer: Das ist auch eine Kraut-und- Rüben-Rede!) Ja ist das super? – Das ist keine gute Bilanz, das ist ein Armutszeugnis. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie sagen, unser Budget hat ganz offensichtlich eine soziale Handschrift. Na, wo ist die? Wie schaut es denn mit der Kinderarmut aus? (Beifall bei der SPÖ.) – 2019 war in Österreich jedes fünfte Kind von Armut bedroht. Mittlerweile, jetzt, ist es jedes vierte Kind. (Abg. Michael Hammer: Das ist auch eine Kraut-und- Rüben-Rede!) Ja ist das super? – Das ist keine gute Bilanz, das ist ein Armutszeugnis. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Na servus!
Ihre Maßnahmen wirken nicht dort, wo sie wirken hätten müssen, und das Ergebnis des Faktenchecks lautet: Die Bundesregierung ist eine schlechte Krisenmanagerin. Sie sind drauf und dran, die gleichen Fehler wie im Pandemiemanagement wieder zu begehen. Wir können diesem Budget keinesfalls zustimmen, und wenn Sie nicht erkennen, dass Sie drauf und dran sind, die gleichen Fehler wieder zu begehen, schlage ich vor: Machen Sie den Weg frei für Neuwahlen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Na servus!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wurm: Seit die Grünen eine Kriegspartei sind ...!
Abgeordneter Dr. Reinhard Eugen Bösch (FPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Ich nehme Stellung zum Landesverteidigungsbudget. Dieses Budget ist in dieser Vorlage auf einem guten Weg. Ich sage das offen und ehrlich auch als Oppositionsabgeordneter, weil das keine Selbstverständlichkeit ist, weil ich die Regierungsparteien daran erinnern muss, dass bei ihrem Regierungsantritt eigentlich die Absicht bestanden hat, die Landesverteidigung abzuschaffen. Das ist deshalb keine Selbstverständlichkeit. Dass es eines Krieges in Europa bedurfte, um diese Bewusstseinsänderung bei den Regierungsparteien herbeizuführen, ist eine Tragik, aber ich nehme es zur Kenntnis, befriedigt zur Kenntnis – nicht den Krieg, sondern die Bewusstseinsänderung. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wurm: Seit die Grünen eine Kriegspartei sind ...!)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.
Wir müssen im kommenden Jahr sicherstellen, dass in einer Gehaltsreform alle Beteiligten am österreichischen Bundesheer eine Veränderung hin zum Guten feststellen. Das muss bei den Grundwehrdienern beginnen – die Regierungsparteien haben ja auch angekündigt, in diese Richtung tätig zu sein – und muss sich bis zu den Offizieren fortsetzen. Es muss auch in den besonderen Aufgabenbereichen eine Gehaltserhöhung geben – in den technischen Bereichen, im medizinischen Bereich, im Cyberbereich. Dort müssen wir sicherstellen, dass das österreichische Bundesheer auch weiterhin ein attraktiver Arbeitgeber bleibt. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Wir müssen auch die Zentralstellenreform evaluieren und endlich umsetzen, damit wir klare Befehlsverhältnisse im Ressort erwirken und klarmachen, wie die Entwicklung in diesem Bereich weitergeht. Die Miliz müssen wir mit verpflichtenden Milizübungen weiterhin stärken. Die Regierungsparteien haben das abgelehnt, aber wir werden bei dieser Forderung bleiben, und wir werden darauf hinweisen, dass nicht nur die Miliz verpflichtet werden muss, sondern dass wir in diesem Bereich auch im Zivildienst eine Änderung herbeiführen können, damit man bei gesundheitspolitischen Katastrophen, die wir ja erleben, auch Zivildiener zur Bewältigung all dieser zivilen Aufgaben einsetzen kann, für die das österreichische Bundesheer und die Soldaten in all den Jahren, die hinter uns liegen, eigentlich missbraucht worden sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Meine Damen und Herren, ich fasse zusammen: Dieses Landesverteidigungsbudget ist – von Nuancen abgesehen, auf die wir dann in der Debatte im Ausschuss eingehen werden – ein Beispiel für eine gelungene Regierungspolitik. Ich sage aber auch ganz deutlich: Das ist auch ein Beispiel für eine gelungene Oppositionspolitik, denn die drei Oppositionsparteien SPÖ, NEOS und FPÖ haben von Anfang an ganz klar gemacht, dass mit ihnen eine Demobilisierung des österreichischen Bundesheeres nicht infrage kommt (Beifall bei der FPÖ) und dass die Regierungsparteien in dieser Frage mit unserem härtesten Widerstand rechnen müssen. Das hat gewirkt, das freut mich.
Beifall bei der FPÖ.
Das sage ich auch gerne, aber am liebsten sage ich, meine Damen und Herren, dass es uns gelungen ist, in diesem essenziellen Bereich eine parteiübergreifende Einigung herbeizuführen; eine Einigung, die sicherstellt, dass das österreichische Bundesheer auf einen guten Weg kommt. Lasst uns bei dieser parteiübergreifenden Einigkeit in diesem wichtigen Bereich bleiben, und lasst uns wachsam sein! – Danke sehr. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Scharzenberger.
Abgeordnete Mag. Meri Disoski (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Finanzminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher auf der Galerie! Wir haben jetzt schon einiges zum Budget gehört. Es wird Sie nicht wundern, wenn ich als Frauensprecherin meiner Fraktion den Fokus in meiner Rede auf das Frauenbudget, das Budget des Frauenministeriums, lenke. Wie sieht es da aus? – Wir erhöhen das Frauenbudget zum vierten Mal in Folge kräftig. Im Jahr 2023 halten wir dann bei 24,3 Millionen Euro. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Scharzenberger.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Salzmann und Scharzenberger.
Als Politikerinnen, als Politiker haben wir die Verantwortung, jene Rahmenbedingungen und Unterstützungsangebote zu schaffen, die den Frauen und Mädchen, die von Gewalt betroffen sind, helfen. Diese Verantwortung haben wir und mit diesem Budget lösen wir sie auch ein. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Salzmann und Scharzenberger.)
Abg. Belakowitsch: Wahnsinn!
Das ist wichtig, weil wir damit einmal mehr die Arbeit der Gewaltschutzzentren, der Interventionsstellen, der Mädchen- und Frauenberatungsstellen stützen und stärken. (Abg. Belakowitsch: Wahnsinn!) – Das ist deshalb Wahnsinn, Kollegin Belakowitsch, weil es vorher nicht gemacht worden ist. Wir machen das und das ist gut und wichtig so. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Michael Hammer.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Michael Hammer.
Das ist wichtig, weil wir damit einmal mehr die Arbeit der Gewaltschutzzentren, der Interventionsstellen, der Mädchen- und Frauenberatungsstellen stützen und stärken. (Abg. Belakowitsch: Wahnsinn!) – Das ist deshalb Wahnsinn, Kollegin Belakowitsch, weil es vorher nicht gemacht worden ist. Wir machen das und das ist gut und wichtig so. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Michael Hammer.)
Abg. Michael Hammer: Die SPÖ redet nicht einmal zum Frauenbudget! – Abg. Belakowitsch: Wir auch nicht!
Wir stellen auch das dringend benötigte Geld für die Start- und Übergangswohnungen für jene Frauen und Mädchen, die von Gewalt betroffen sind und eine andere Wohnung brauchen, um sich aus dieser Gewaltbeziehung lösen zu können, zur Verfügung. All das machen wir. Vorhergegangene Regierungen haben es nicht getan, wir tun es. (Abg. Michael Hammer: Die SPÖ redet nicht einmal zum Frauenbudget! – Abg. Belakowitsch: Wir auch nicht!) Das ist gut, wichtig, längst überfällig und wir machen das jetzt. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Scharzenberger.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Scharzenberger.
Wir stellen auch das dringend benötigte Geld für die Start- und Übergangswohnungen für jene Frauen und Mädchen, die von Gewalt betroffen sind und eine andere Wohnung brauchen, um sich aus dieser Gewaltbeziehung lösen zu können, zur Verfügung. All das machen wir. Vorhergegangene Regierungen haben es nicht getan, wir tun es. (Abg. Michael Hammer: Die SPÖ redet nicht einmal zum Frauenbudget! – Abg. Belakowitsch: Wir auch nicht!) Das ist gut, wichtig, längst überfällig und wir machen das jetzt. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Scharzenberger.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Ebenfalls im Budget berücksichtigt sind die für den Ausbau der Kinderbetreuung und Kinderbildung so dringend benötigten Mittel. Diese Mittel sind frauenpolitisch deshalb so wichtig, weil wir da in unserem Land aufgrund der jahrzehntelangen Blockade und der Stillstandspolitik keinen Millimeter vom Fleck gekommen sind. Wir alle wissen, dass es einen drastischen Ausbau an Kinderbildungs-, Kinderbetreuungsplätzen braucht. In der Vergangenheit ist das leider ignoriert worden. Wir schauen hin. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wieso ist das frauenpolitisch wichtig? – Weil wir wissen, dass diese Kinderbetreuungs- und Kinderbildungsplätze Grundvoraussetzungen dafür sind, dass Eltern, dass Frauen das Ausmaß ihrer Erwerbstätigkeit auch tatsächlich selber entscheiden können. Wir wissen, dass es im Moment nach wie vor so ist, dass Frauen den Großteil der unbezahlten Sorgearbeit machen und das Ausmaß ihrer Erwerbstätigkeit eben nicht selbstbestimmt wählen können – wo kein Kinderbetreuungsplatz, da keine Wahlfreiheit. Anderen Regierungen war das egal, sie haben das Problem weggedrückt. Auch aus Chats wissen wir, wie in vorherigen Regierungen damit umgegangen worden ist. Wir schauen da nicht nur hin, sondern wir haben mit der großen Ausbildungsoffensive für die Elementarpädagoginnen und Elementarpädagogen und mit der Kindergartenmilliarde auch zwei wichtige Schritte in Richtung Rechtsanspruch auf Kinderbetreuungsplätze ab dem ersten Lebensjahr geschaffen. Das war ein längst überfälliger Schritt, und es ist gut, dass wir das jetzt umsetzen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Und das Wichtigste: Es ist auch eine strukturelle Maßnahme, die wir hier setzen, eine strukturelle, nachhaltige Änderung, die gekommen ist, um zu bleiben, und das ist frauenpolitisch ein großer Erfolg. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Salzmann: Schaut’s doch, dass ihr in Wien was weiterbringt! Die NEOS können in Wien alles gestalten, was sie wollen!
Mit 4 Milliarden Euro könnte man Zehntausende Wohnungen sanieren, damit könnte man Zehntausende Fotovoltaikanlagen errichten oder Zehntausende Energiewendefachkräfte ausbilden. (Abg. Salzmann: Schaut’s doch, dass ihr in Wien was weiterbringt! Die NEOS können in Wien alles gestalten, was sie wollen!) Sie haben sich aber für die Gießkanne entschieden, Sie haben sich für den Populismus entschieden und Sie haben sich damit gegen echten, wirksamen Klimaschutz entschieden. Und fangen Sie nicht an, mit dem Finger auf andere zu zeigen, das waren Sie!
Abg. Lukas Hammer: Er weiß halt nicht, dass es nicht ...!
Schauen wir uns den Ausbau der erneuerbaren Energien an, der ja heute auch schon ein paar Mal erwähnt worden ist, und schauen wir da vielleicht über den Tellerrand hinaus. Ich habe Ihnen hier einen Vergleich mit einem anderen Land, den Niederlanden, mitgebracht (eine Tafel mit der Aufschrift „Ausbau Erneuerbare Energie (in TWh)“ und einem Balkendiagramm in die Höhe haltend): Vor fünf Jahren waren die Niederlande beim Ausbau der erneuerbaren Energie noch hinter Österreich. Die haben aber in den letzten fünf Jahren auf den Turbo gedrückt und Österreich beim Ausbau – hier in Terawattstunden angegeben – mittlerweile überholt. Mittlerweile ist es im Vergleich mit Österreich fast das Siebenfache, was die im Jahr den Ausbau der erneuerbaren Energie betreffend zustande bringen. In den Niederlanden regiert übrigens ein liberaler Ministerpräsident. (Abg. Lukas Hammer: Er weiß halt nicht, dass es nicht ...!)
Abg. Ribo: Oh!
Für Österreich muss man nach drei Jahren mit grüner Klimaschutzministerin sagen: Das Grün im Parteinamen der Grünen steht eher für Greenwashing als für KIimaschutz. (Abg. Ribo: Oh!) Das gilt übrigens nicht nur im Bund, das gilt auch in den Landesregierungen; in Tirol zum Beispiel: zehn Jahre grüne Klimalandesrätin, Schlusslicht in der Fotovoltaik, Schlusslicht in der Windkraft. Das gilt natürlich auch auf Bundesebene, wo Österreich im Klimaschutz Nachzügler bleibt und beim Ausbau der erneuerbaren Energie sogar zurückfällt.
Beifall bei den NEOS. – Abg. Lukas Hammer: Na, wir müssen uns einfach an der FDP orientieren! – Abg. Krainer: Zeig einmal her die Tafel! – Abg. Shetty – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: Ich schenk sie dir!
Was müsste man jetzt tun? – Wir bräuchten endlich eine echte ökologische Steuerreform. Wir müssen klimaschädliche Subventionen endlich abschaffen, endlich ein Klimaschutzgesetz einführen und verbindliche Ziele, auch für die Bundesländer, setzen. Wir müssen beim Ausbau der erneuerbaren Energien den Turbo zünden, abgelehnte Verfahren neu prüfen und Fast-Track-Verfahren für erneuerbare Energien einführen. Kommen Sie endlich in die Gänge – das ist auch explizit an die Grünen gerichtet –, wir haben keine Zeit mehr zu verlieren! (Beifall bei den NEOS. – Abg. Lukas Hammer: Na, wir müssen uns einfach an der FDP orientieren! – Abg. Krainer: Zeig einmal her die Tafel! – Abg. Shetty – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: Ich schenk sie dir!)
Zwischenruf der Abg. Greiner – weitere Zwischenrufe und Heiterkeit bei der SPÖ
Abgeordneter Mag. (FH) Kurt Egger (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher auf der Galerie und auch via Livestream! Frau Kollegin Greiner, ich habe einen kleinen Tipp für Sie: Schauen Sie nicht auf Statistiken, die keiner kennt und die anscheinend aus der Europäischen Union kommen (Zwischenruf der Abg. Greiner – weitere Zwischenrufe und Heiterkeit bei der SPÖ), sondern schauen Sie sich die Insolvenzstatistik der letzten Jahre an, schauen Sie sich die Beschäftigungszahlen an, schauen Sie sich die offenen Stellen an! Sie werden dann sehen, wie gut diese Bundesregierung arbeitet, gearbeitet hat und arbeiten wird. (Beifall bei der ÖVP sowie Bravoruf des Abg. Weidinger.)
Beifall bei der ÖVP sowie Bravoruf des Abg. Weidinger.
Abgeordneter Mag. (FH) Kurt Egger (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher auf der Galerie und auch via Livestream! Frau Kollegin Greiner, ich habe einen kleinen Tipp für Sie: Schauen Sie nicht auf Statistiken, die keiner kennt und die anscheinend aus der Europäischen Union kommen (Zwischenruf der Abg. Greiner – weitere Zwischenrufe und Heiterkeit bei der SPÖ), sondern schauen Sie sich die Insolvenzstatistik der letzten Jahre an, schauen Sie sich die Beschäftigungszahlen an, schauen Sie sich die offenen Stellen an! Sie werden dann sehen, wie gut diese Bundesregierung arbeitet, gearbeitet hat und arbeiten wird. (Beifall bei der ÖVP sowie Bravoruf des Abg. Weidinger.)
Abg. Rainer Wimmer: 2 Milliarden!
Die österreichische Wirtschaft hatte aufgrund von zwei großen Krisen in den letzten zweieinhalb Jahren keine einfache Zeit. Deswegen wundert es mich ein wenig, Herr Kollege Wimmer, dass Sie immer sagen: Ihr tut alles für die Wirtschaft, für die böse Wirtschaft! (Abg. Rainer Wimmer: 2 Milliarden!) – Sie sollten wissen, Wirtschaft heißt: Unternehmer plus Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ich frage mich ja nur, wen Sie vertreten würden, wenn 500 000 Unternehmerinnen und Unternehmer nicht zweieinhalb Millionen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen würden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Michael Hammer: Die Apparatschiks vertritt er!) Was wäre Ihr Job als Gewerkschafter? – Schwierig. Wir sitzen da also gemeinsam im Boot. Wenn das der eine oder andere in Ihrer Fraktion nicht versteht, verstehe ich das, aber bei einem Gewerkschafter wundert es mich ein wenig.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Michael Hammer: Die Apparatschiks vertritt er!
Die österreichische Wirtschaft hatte aufgrund von zwei großen Krisen in den letzten zweieinhalb Jahren keine einfache Zeit. Deswegen wundert es mich ein wenig, Herr Kollege Wimmer, dass Sie immer sagen: Ihr tut alles für die Wirtschaft, für die böse Wirtschaft! (Abg. Rainer Wimmer: 2 Milliarden!) – Sie sollten wissen, Wirtschaft heißt: Unternehmer plus Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ich frage mich ja nur, wen Sie vertreten würden, wenn 500 000 Unternehmerinnen und Unternehmer nicht zweieinhalb Millionen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen würden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Michael Hammer: Die Apparatschiks vertritt er!) Was wäre Ihr Job als Gewerkschafter? – Schwierig. Wir sitzen da also gemeinsam im Boot. Wenn das der eine oder andere in Ihrer Fraktion nicht versteht, verstehe ich das, aber bei einem Gewerkschafter wundert es mich ein wenig.
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Lukas Hammer.
Wir sind auf einem guten Weg. Wir werden die österreichische Wirtschaft mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für das Wohl dieses Landes dort hinbringen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Lukas Hammer.)
Zwischenruf des Abg. Weidinger.
Herr Bundesminister, ich möchte mich aber auf Ihre gestrige Budgetrede beziehen. Ich möchte ein Kompliment aussprechen, wirklich ein Kompliment, aber nicht an Sie, Herr Bundesminister, sondern an Ihren Mitarbeiter, Ihren Redenschreiber, der es geschafft hat, eine derartige Leiche eines Budgets, wie es das vorliegende ist, so schön zu schminken, dass man das so vortragen kann, wie Sie es gestern gemacht haben. (Zwischenruf des Abg. Weidinger.)
Abg. Erasim: Wir stehen aber auch besser da als Griechenland!
Wenn wir jetzt so etwas machen müssen – uns mit Italien zu vergleichen, damit wir besser dastehen –, na dann ist aber wirklich Schicht im Schacht. Dann haben wir in diesem Land wirklich ein Problem, Herr Bundesminister. Das ist also sehr, sehr dünnes Eis. (Abg. Erasim: Wir stehen aber auch besser da als Griechenland!)
Abg. Weidinger: Hast du dem Bösch nicht zugehört?
Noch eines, Herr Bundesminister: Ich bin ja froh, dass wir heute noch einmal über das Budget reden können. Ich habe mir gestern die „Zeit im Bild 2“ angeschaut. Wenn dort ein Finanzminister sitzt, der nicht in der Lage ist, herauszurechnen, wie hoch der Anteil der Pensionen am Verteidigungsbudget ist, die jetzt eingegliedert und in einem Budget mitverkauft werden, wenn Sie das auf dreimalige Nachfrage nicht zusammenbringen, dann unterstelle ich Ihnen diesbezüglich nicht Uninformiertheit, sondern ich unterstelle Ihnen Vorsatz, Herr Bundesminister. (Abg. Weidinger: Hast du dem Bösch nicht zugehört?)
Zwischenbemerkung von Bundesminister Brunner. – Abg. Weidinger: Ja, hallo! Hast du dem Bösch nicht zugehört? – Zwischenruf des Abg. Gödl.
Sie wollten einfach nicht sagen, wie der Etikettenschwindel genau vonstattengeht und wie hoch der Anteil der Pensionen da drinnen ist. Genau das ist der springende Punkt, Herr Bundesminister. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Brunner. – Abg. Weidinger: Ja, hallo! Hast du dem Bösch nicht zugehört? – Zwischenruf des Abg. Gödl.)
Abg. Weidinger: Unerhört!
Sie sind in der Geschichte der Zweiten Republik der Finanzminister, der am meisten eintreibt. (Abg. Weidinger: Unerhört!) Das muss man so auch sagen. Das geht sich mit der Aussage von Herrn Kollegen Wöginger doch nicht aus.
Abg. Michael Hammer: Alle SPÖler haben eigenartige Reden!
Ein Wort noch zu Klubobfrau Rendi-Wagner: Auch das war eine eigenartige Rede. – Das haben hier herinnen schon mehrere attestiert. (Abg. Michael Hammer: Alle SPÖler haben eigenartige Reden!) – Wenn man aber davon ausgeht, dass Frau Rendi-Wagner kein Flüchtlingsproblem sieht, dann sehe ich ein, dass sie wahrscheinlich auch kein Teuerungsproblem in der Stadt Wien sieht.
Zwischenruf der Abg. Cornelia Ecker.
Trotzdem: Was ist mit den Mieten in der Stadt Wien passiert, liebe Kollegen von der SPÖ? Was ist mit der Energie in der Stadt Wien passiert? Was ist mit den Friedhofsgebühren in der Stadt Wien passiert? – Wenn man sich anschaut, wie Sie die erhöht haben, dann sieht man: Sogar die sind mittlerweile existenzbedrohend. (Zwischenruf der Abg. Cornelia Ecker.)
Abg. Silvan: ... den 12-Stunden-Tag mitbeschlossen hat, den Karfreitag abgeschafft hat!
Das heißt also: Die SPÖ macht überhaupt keine andere Politik als die ÖVP. Sie hat nur eine andere Farbe. Das muss man auch einmal klipp und klar sagen. Die Potemkin’schen Dörfer gibt es auf beiden Seiten. (Abg. Silvan: ... den 12-Stunden-Tag mitbeschlossen hat, den Karfreitag abgeschafft hat!)
Zwischenruf des Abg. Silvan.
Genauso bezeichnend war die Aussage von Frau Kollegin Maurer, die davon gesprochen hat, dass sie in eine Maschine gegriffen hätte. Leider ist Kollegin Maurer jetzt nicht da, aber hätte sie in ihrem Leben schon einmal tatsächlich etwas gearbeitet, dann wüsste sie, dass man grundsätzlich nicht in Maschinen greift. – Das werden mir die Kollegen von der Gewerkschaft auch bestätigen. Das tut man einfach nicht. Das geht nämlich schlecht aus. Da fehlen einem dann früher oder später einmal die Hände. (Zwischenruf des Abg. Silvan.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Das heißt, wenn man eine Maschine reparieren will, Frau Kollegin Maurer – stellvertretend jetzt an ihre Kollegen –, dann muss man vorher die Austaste drücken und die Energie abschalten. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Man muss dort den Stecker ziehen, dann kann man die Maschine reparieren.
Beifall bei der FPÖ.
Genau diesen Stecker werden wir dieser Bundesregierung ziehen. Darauf können Sie sich verlassen. Die Österreicher sind auf unserer Seite. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Falsch ausgeben! – Abg. Michael Hammer: Nicht kabaretthaft, das ist Kabarett!
Dann stellen sich – ja fast schon ein wenig kabaretthaft – die Kolleginnen und Kollegen der SPÖ hier heraus und kritisieren, dass wir zu viel Geld ausgeben (Ruf bei der SPÖ: Falsch ausgeben! – Abg. Michael Hammer: Nicht kabaretthaft, das ist Kabarett!), betrachten das Budget offenbar völlig isoliert und blenden aus, was in der Welt draußen passiert. Oder haben Sie es noch nicht wahrgenommen? Das ist jedenfalls billigster Populismus. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Cornelia Ecker.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Cornelia Ecker.
Dann stellen sich – ja fast schon ein wenig kabaretthaft – die Kolleginnen und Kollegen der SPÖ hier heraus und kritisieren, dass wir zu viel Geld ausgeben (Ruf bei der SPÖ: Falsch ausgeben! – Abg. Michael Hammer: Nicht kabaretthaft, das ist Kabarett!), betrachten das Budget offenbar völlig isoliert und blenden aus, was in der Welt draußen passiert. Oder haben Sie es noch nicht wahrgenommen? Das ist jedenfalls billigster Populismus. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Cornelia Ecker.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Kollege Obernosterer hat versucht, Ihnen zu erklären, in welchen Zeiten Geld in die Hand genommen werden muss, aber: Erzähle einem Roten etwas vom Wirtschaften! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Zanger: Glaubst du das auch?
Ja, meine Damen und Herren, wir leben in einer Zeitenwende. Die Sicherheitslage in Europa hat sich geändert. Das spiegelt sich auch im Budget wider. Es ist kein reines Krisenbudget, wie manche schon gesagt haben, es wird aber doch auf die aktuellen Umstände reagiert und gleichzeitig auch vorgesorgt. (Abg. Zanger: Glaubst du das auch?)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Stögmüller.
Um diese vorhin genannte Resilienz zu wahren und den positiven Blick in die Zukunft zu generieren, wird es notwendig sein, dem Forschungsland Österreich im Bereich der angewandten Forschung und Innovation finanzielle Grundlagen zur Verfügung zu stellen, um die Abhängigkeit von russischem Gas zu reduzieren und die Energieversorgung sicherzustellen – aus Verantwortung für morgen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Stögmüller.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Insgesamt investieren wir durch gezielte Schwerpunktsetzung in die militärische, in die wirtschaftliche und in die soziale Sicherheit unseres Landes. Wir drehen an den richtigen Schrauben, um Stabilität für die Zukunft zu ermöglichen, und das mit einer ruhigen Hand und mit einem besonnenen Blick auf den Umgang mit Steuergeld. – Vielen Dank, Herr Finanzminister. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Nein, falsch!
Die Entlastungen können sich sehen lassen: Abschaffung der kalten Progression, Erhöhung der Pensionen (Abg. Belakowitsch: Nein, falsch!), jährliche Erhöhung der Finanzleistungen, Stromkostenbremse für Haushalte, Energiekostenzuschuss für Betriebe. Die Liste ließe sich erweitern, unser Herr Klubobmann hat es in seiner Rede wirklich schon sehr ausführlich gesagt.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Eine Frage stelle ich mir schon: In welchem Paralleluniversum lebt die SPÖ? – Ich bin sprachlos ob der populistischen Reden der Klubobfrau und des Kollegen Krainer. Entweder sagen Sie bewusst hier die Unwahrheit oder Sie können Berichte und Tabellen nicht richtig interpretieren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP – Abg. Stöger: Wer war Finanzminister? – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ
Ich habe Ihnen einen Chart mitgebracht (ein Kurvendiagramm in die Höhe haltend): Staatsverschuldung 2016: 82,8 Prozent – ich frage Sie: Wer war da im Bundeskanzleramt, welche Partei? (Beifall bei der ÖVP – Abg. Stöger: Wer war Finanzminister? – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ); 2019: Staatsverschuldung 70,6 Prozent – welche Partei war da im Bundeskanzleramt? –; und 2022: Staatsverschuldung 78,3 Prozent, trotz der Milliardenunterstützungen für die Coronahilfen und der ökosozialen Steuerreform. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) Schauen Sie sich das ganz genau an! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich habe Ihnen einen Chart mitgebracht (ein Kurvendiagramm in die Höhe haltend): Staatsverschuldung 2016: 82,8 Prozent – ich frage Sie: Wer war da im Bundeskanzleramt, welche Partei? (Beifall bei der ÖVP – Abg. Stöger: Wer war Finanzminister? – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ); 2019: Staatsverschuldung 70,6 Prozent – welche Partei war da im Bundeskanzleramt? –; und 2022: Staatsverschuldung 78,3 Prozent, trotz der Milliardenunterstützungen für die Coronahilfen und der ökosozialen Steuerreform. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) Schauen Sie sich das ganz genau an! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich habe Ihnen einen Chart mitgebracht (ein Kurvendiagramm in die Höhe haltend): Staatsverschuldung 2016: 82,8 Prozent – ich frage Sie: Wer war da im Bundeskanzleramt, welche Partei? (Beifall bei der ÖVP – Abg. Stöger: Wer war Finanzminister? – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ); 2019: Staatsverschuldung 70,6 Prozent – welche Partei war da im Bundeskanzleramt? –; und 2022: Staatsverschuldung 78,3 Prozent, trotz der Milliardenunterstützungen für die Coronahilfen und der ökosozialen Steuerreform. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) Schauen Sie sich das ganz genau an! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Eingesperrt habt ihr sie!
Wenn ich hier auf die Galerie schaue und da sehr viele junge Menschen sitzen sehe (Abg. Belakowitsch: Eingesperrt habt ihr sie!): Diese Menschen hätten sich einen Schulterschluss verdient. Sie verweigern einfach alles, liebe Opposition. Wir arbeiten weiter für unsere Zukunft und für die Zukunft dieser Generation auf der Galerie. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Einwallner und Zanger.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Einwallner und Zanger.
Wenn ich hier auf die Galerie schaue und da sehr viele junge Menschen sitzen sehe (Abg. Belakowitsch: Eingesperrt habt ihr sie!): Diese Menschen hätten sich einen Schulterschluss verdient. Sie verweigern einfach alles, liebe Opposition. Wir arbeiten weiter für unsere Zukunft und für die Zukunft dieser Generation auf der Galerie. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Einwallner und Zanger.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Abgeordneter Philip Kucher (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Geschätzte Regierungsmitglieder! Also die heutige Debatte und dieses Geschwurbel der ÖVP – es tut mir leid, ich finde keinen anderen Ausdruck dafür (Zwischenrufe bei der ÖVP) – sind für all die Menschen, die jetzt gerade in Österreich wirklich verzweifelt sind, blanker Hohn. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Philip Kucher (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Geschätzte Regierungsmitglieder! Also die heutige Debatte und dieses Geschwurbel der ÖVP – es tut mir leid, ich finde keinen anderen Ausdruck dafür (Zwischenrufe bei der ÖVP) – sind für all die Menschen, die jetzt gerade in Österreich wirklich verzweifelt sind, blanker Hohn. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scharzenberger: Das ist meilenweit ...!
Es ist blanker Hohn, wenn sich die Eltern, die heute in der Früh für ihre Kinder eine Jause für den Kindergarten hergerichtet haben, die Pensionistin, die heute in der Früh die Heizung aufgedreht hat, der Pendler, der auf dem Weg zur Arbeit bei der Tankstelle noch getankt hat, anhören müssen, was die ÖVP heute erzählt hat: Bitte, bitte, seid dankbar! Seid dankbar für das, was die ÖVP leistet! – Das ist meilenweit von der Lebensrealität der Menschen entfernt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scharzenberger: Das ist meilenweit ...!)
Abg. Ottenschläger: Diese Rede ist der Beweis, dass die SPÖ von Wirtschaft nichts versteht! Das ist der Beweis!
Wir erleben dasselbe, was wir mitten in der Coronakrise leider schon einmal erlebt haben: ein planloses, mutloses Dahinstolpern, Stückwerk, Einzelmaßnahmen, anstatt die Ursachen zu bekämpfen. (Abg. Ottenschläger: Diese Rede ist der Beweis, dass die SPÖ von Wirtschaft nichts versteht! Das ist der Beweis!) Das ist leider das, was ÖVP und Grüne uns heute vorlegen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir erleben dasselbe, was wir mitten in der Coronakrise leider schon einmal erlebt haben: ein planloses, mutloses Dahinstolpern, Stückwerk, Einzelmaßnahmen, anstatt die Ursachen zu bekämpfen. (Abg. Ottenschläger: Diese Rede ist der Beweis, dass die SPÖ von Wirtschaft nichts versteht! Das ist der Beweis!) Das ist leider das, was ÖVP und Grüne uns heute vorlegen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Tanda.
Der Fehler ist, dass die ÖVP immer auf der falschen Seite steht. Politik ist immer das Abwägen von Interessen, und die ÖVP steht immer konsequent auf der Seite ihrer Großspender. (Zwischenruf der Abg. Tanda.) Das wäre nicht einmal mehr notwendig, Sebastian Kurz hat sich ohnehin verdrückt. Ihr steht auf der falschen Seite. (Zwischenruf der Abg. Baumgartner.)
Zwischenruf der Abg. Baumgartner.
Der Fehler ist, dass die ÖVP immer auf der falschen Seite steht. Politik ist immer das Abwägen von Interessen, und die ÖVP steht immer konsequent auf der Seite ihrer Großspender. (Zwischenruf der Abg. Tanda.) Das wäre nicht einmal mehr notwendig, Sebastian Kurz hat sich ohnehin verdrückt. Ihr steht auf der falschen Seite. (Zwischenruf der Abg. Baumgartner.)
Abg. Ottenschläger: Unglaublich! – Abg. Hanger: Was du zusammenredest! Das glaubst du ja selber nicht!
Ihr steht nicht auf der Seite der Menschen, die unser Land am Laufen halten. (Abg. Ottenschläger: Unglaublich! – Abg. Hanger: Was du zusammenredest! Das glaubst du ja selber nicht!) Die Pensionistinnen und Pensionisten, die heute dasitzen, werden von euch zu Bittstellern degradiert, und die Leute, die ohnehin schon Millionen haben, werden von euch noch einmal mit Geld überhäuft. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hanger: Das glaubst du ja selber nicht!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hanger: Das glaubst du ja selber nicht!
Ihr steht nicht auf der Seite der Menschen, die unser Land am Laufen halten. (Abg. Ottenschläger: Unglaublich! – Abg. Hanger: Was du zusammenredest! Das glaubst du ja selber nicht!) Die Pensionistinnen und Pensionisten, die heute dasitzen, werden von euch zu Bittstellern degradiert, und die Leute, die ohnehin schon Millionen haben, werden von euch noch einmal mit Geld überhäuft. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hanger: Das glaubst du ja selber nicht!)
Abg. Hanger: Du hast nicht mitgekriegt, was in dem Budget drinnen steht, oder? – Zwischenruf des Abg. Weidinger
Wie kann man überhaupt auf die Idee kommen, für die breite Masse die CO2-Steuer noch einmal zu erhöhen, die Menschen zusätzlich zu belasten (Abg. Hanger: Du hast nicht mitgekriegt, was in dem Budget drinnen steht, oder? – Zwischenruf des Abg. Weidinger), und das Geld, das damit eingenommen wird, dann in die Taschen von Konzernen wandern zu lassen, indem man die Gewinnsteuern reduziert? Wer kommt denn mitten in der Wirtschaftskrise auf so eine Idee? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wie kann man überhaupt auf die Idee kommen, für die breite Masse die CO2-Steuer noch einmal zu erhöhen, die Menschen zusätzlich zu belasten (Abg. Hanger: Du hast nicht mitgekriegt, was in dem Budget drinnen steht, oder? – Zwischenruf des Abg. Weidinger), und das Geld, das damit eingenommen wird, dann in die Taschen von Konzernen wandern zu lassen, indem man die Gewinnsteuern reduziert? Wer kommt denn mitten in der Wirtschaftskrise auf so eine Idee? (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP
Wenn wir gerade vom Buckeln reden: Die Rede von Herrn Finz – ah, nein, Fuchs; die Ähnlichkeit! (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP) –, die Rede von Herrn Fuchs, was also der ehemalige freiheitliche Finanzstaatssekretär heute vorgebracht hat und wie er sich in Wahrheit der ÖVP schon auf den Schoß geworfen und gehofft hat, dass er vielleicht wieder in eine Regierung mit der ÖVP kommt, war doch bitte beschämend für die breite Masse der Bevölkerung. (Beifall bei der SPÖ.) Ihr redet vom kleinen Mann, aber wenn es heute darum geht, dass man im Bereich der Spekulation und der Gewinnsteuern dabei ist, dann bist du als ehemaliger Finanzstaatssekretär wieder ganz, ganz vorne mit dabei. (Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn wir gerade vom Buckeln reden: Die Rede von Herrn Finz – ah, nein, Fuchs; die Ähnlichkeit! (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP) –, die Rede von Herrn Fuchs, was also der ehemalige freiheitliche Finanzstaatssekretär heute vorgebracht hat und wie er sich in Wahrheit der ÖVP schon auf den Schoß geworfen und gehofft hat, dass er vielleicht wieder in eine Regierung mit der ÖVP kommt, war doch bitte beschämend für die breite Masse der Bevölkerung. (Beifall bei der SPÖ.) Ihr redet vom kleinen Mann, aber wenn es heute darum geht, dass man im Bereich der Spekulation und der Gewinnsteuern dabei ist, dann bist du als ehemaliger Finanzstaatssekretär wieder ganz, ganz vorne mit dabei. (Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.)
Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.
Wenn wir gerade vom Buckeln reden: Die Rede von Herrn Finz – ah, nein, Fuchs; die Ähnlichkeit! (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP) –, die Rede von Herrn Fuchs, was also der ehemalige freiheitliche Finanzstaatssekretär heute vorgebracht hat und wie er sich in Wahrheit der ÖVP schon auf den Schoß geworfen und gehofft hat, dass er vielleicht wieder in eine Regierung mit der ÖVP kommt, war doch bitte beschämend für die breite Masse der Bevölkerung. (Beifall bei der SPÖ.) Ihr redet vom kleinen Mann, aber wenn es heute darum geht, dass man im Bereich der Spekulation und der Gewinnsteuern dabei ist, dann bist du als ehemaliger Finanzstaatssekretär wieder ganz, ganz vorne mit dabei. (Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.)
Abg. Weidinger: Zur Sache, bitte! Zur Sache!
Nichts wird für die Menschen in Österreich billiger. Die Menschen sind verzweifelt, und dann erleben wir da eine grün-schwarze Bundesregierung, die sich hinstellt und sagt: Danke, danke, danke, Herr Finanzminister, für die tolle Arbeit, die Sie leisten! (Abg. Weidinger: Zur Sache, bitte! Zur Sache!) Die Krönung war Herr Wöginger – weil wir hier in der Hofburg sind –: Der hat anscheinend ein bisschen zu viel Berichterstattung aus Großbritannien geschaut. Gerade, dass er sich nicht den Ring küssen lassen hat und gesagt hat: Seid dankbar!, dass er nicht mit der Kutsche hereingefahren ist und gesagt hat: Da habt ihr das Geld! – Das ist meilenweit von der Lebensrealität entfernt.
Beifall bei der SPÖ.
Ihr, die Grünen, die Schwarzen, lasst die Menschen im Stich, und die FPÖ ist da immer mit dabei. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Abgeordneter Mag. Hannes Amesbauer, BA (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrter androgyner Mensch! Sehr geehrte Androgyn! Sehr geehrte Bigender! Sehr geehrte Frau-zu-Mann! Sehr geehrter Mann-zu-Frau! Sehr geehrte Gender-variabel! Sehr geehrte Gender-queer! Sehr geehrte Intersexuelle, auch Interstern! (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Sehr geehrte Weder-noch! Sehr geehrte Geschlechtslose! Sehr geehrte Nichtbinäre! Sehr geehrte Weitere! Sehr geehrte Pangender oder Pangeschlechtliche! (Zwischenruf des Abg. Shetty.)
Zwischenruf des Abg. Shetty.
Abgeordneter Mag. Hannes Amesbauer, BA (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrter androgyner Mensch! Sehr geehrte Androgyn! Sehr geehrte Bigender! Sehr geehrte Frau-zu-Mann! Sehr geehrter Mann-zu-Frau! Sehr geehrte Gender-variabel! Sehr geehrte Gender-queer! Sehr geehrte Intersexuelle, auch Interstern! (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Sehr geehrte Weder-noch! Sehr geehrte Geschlechtslose! Sehr geehrte Nichtbinäre! Sehr geehrte Weitere! Sehr geehrte Pangender oder Pangeschlechtliche! (Zwischenruf des Abg. Shetty.)
Zwischenruf der Abg. Erasim.
Sehr geehrte Trans! Sehr geehrte Trans-weiblich! Sehr geehrte Trans-männlich! Sehr geehrter Transmann! Sehr geehrter Transmensch! Sehr geehrte Transfrau! Sehr geehrte Transstern! Sehr geehrte Transstern-weiblich! Sehr geehrte Transstern-männlich! (Zwischenruf der Abg. Erasim.) Sehr geehrter Transsternmann! (Abg. Stögmüller: Schämen Sie sich!) Sehr geehrter Transsternmensch! (Abg. Stögmüller: Schämen Sie sich!) – Na, jetzt hören Sie auf, ich bin ja mit der Begrüßung noch nicht fertig! – Sehr geehrte Transsternfrau! Sehr geehrte Transfeminin!
Abg. Stögmüller: Schämen Sie sich!
Sehr geehrte Trans! Sehr geehrte Trans-weiblich! Sehr geehrte Trans-männlich! Sehr geehrter Transmann! Sehr geehrter Transmensch! Sehr geehrte Transfrau! Sehr geehrte Transstern! Sehr geehrte Transstern-weiblich! Sehr geehrte Transstern-männlich! (Zwischenruf der Abg. Erasim.) Sehr geehrter Transsternmann! (Abg. Stögmüller: Schämen Sie sich!) Sehr geehrter Transsternmensch! (Abg. Stögmüller: Schämen Sie sich!) – Na, jetzt hören Sie auf, ich bin ja mit der Begrüßung noch nicht fertig! – Sehr geehrte Transsternfrau! Sehr geehrte Transfeminin!
Abg. Stögmüller: Schämen Sie sich!
Sehr geehrte Trans! Sehr geehrte Trans-weiblich! Sehr geehrte Trans-männlich! Sehr geehrter Transmann! Sehr geehrter Transmensch! Sehr geehrte Transfrau! Sehr geehrte Transstern! Sehr geehrte Transstern-weiblich! Sehr geehrte Transstern-männlich! (Zwischenruf der Abg. Erasim.) Sehr geehrter Transsternmann! (Abg. Stögmüller: Schämen Sie sich!) Sehr geehrter Transsternmensch! (Abg. Stögmüller: Schämen Sie sich!) – Na, jetzt hören Sie auf, ich bin ja mit der Begrüßung noch nicht fertig! – Sehr geehrte Transsternfrau! Sehr geehrte Transfeminin!
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Sehr geehrte Transgender! (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Sehr geehrte Transgender-weiblich! Sehr geehrte Transgender-männlich! Sehr geehrter Transgendermann! Sehr geehrter Transgendermensch! (Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) Sehr geehrte Transgenderfrau! Sehr geehrte Transmaskuline! Sehr geehrte Transsexuelle! Sehr geehrte weiblich Transsexuelle! Sehr geehrte männlich Transsexuelle! Sehr geehrter transsexueller Mann! Sehr geehrte transsexuelle Person! Sehr geehrte transsexuelle Frau!
Zwischenruf des Abg. Stögmüller.
Sehr geehrte Transgender! (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Sehr geehrte Transgender-weiblich! Sehr geehrte Transgender-männlich! Sehr geehrter Transgendermann! Sehr geehrter Transgendermensch! (Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) Sehr geehrte Transgenderfrau! Sehr geehrte Transmaskuline! Sehr geehrte Transsexuelle! Sehr geehrte weiblich Transsexuelle! Sehr geehrte männlich Transsexuelle! Sehr geehrter transsexueller Mann! Sehr geehrte transsexuelle Person! Sehr geehrte transsexuelle Frau!
Abg. Erasim: Unfassbar! Ich verlasse den Saal!
Sehr geehrte Interstern! Sehr geehrte Interstern-weiblich! Sehr geehrte Interstern-männlich! (Abg. Erasim: Unfassbar! Ich verlasse den Saal!) Sehr geehrter Intersternmann! (Abg. Stögmüller: Da muss man den Saal verlassen eigentlich!) Sehr geehrte Intersternfrau! Sehr geehrter Intersternmensch! Sehr geehrte Intergender! Sehr geehrte Intergeschlechtliche! Sehr geehrte Zweigeschlechtliche! Sehr geehrte Zwitter! Sehr geehrter Hermaphrodit! Sehr geehrte Two- Spirit, drittes Geschlecht! Sehr geehrtes viertes Geschlecht! Sehr geehrte XY-Frau! Sehr geehrte Butch (das Wort batsch aussprechend)! (Abg. Brandstötter: Butch heißt das!) Sehr geehrte Femme! Sehr geehrte Drag! Sehr geehrte Butch! Sehr geehrter Transvestit und sehr geehrte Crossgender! (Abg. Stögmüller: Sie haben wohl das Gesetz nicht gelesen!)
Abg. Stögmüller: Da muss man den Saal verlassen eigentlich!
Sehr geehrte Interstern! Sehr geehrte Interstern-weiblich! Sehr geehrte Interstern-männlich! (Abg. Erasim: Unfassbar! Ich verlasse den Saal!) Sehr geehrter Intersternmann! (Abg. Stögmüller: Da muss man den Saal verlassen eigentlich!) Sehr geehrte Intersternfrau! Sehr geehrter Intersternmensch! Sehr geehrte Intergender! Sehr geehrte Intergeschlechtliche! Sehr geehrte Zweigeschlechtliche! Sehr geehrte Zwitter! Sehr geehrter Hermaphrodit! Sehr geehrte Two- Spirit, drittes Geschlecht! Sehr geehrtes viertes Geschlecht! Sehr geehrte XY-Frau! Sehr geehrte Butch (das Wort batsch aussprechend)! (Abg. Brandstötter: Butch heißt das!) Sehr geehrte Femme! Sehr geehrte Drag! Sehr geehrte Butch! Sehr geehrter Transvestit und sehr geehrte Crossgender! (Abg. Stögmüller: Sie haben wohl das Gesetz nicht gelesen!)
Abg. Brandstötter: Butch heißt das!
Sehr geehrte Interstern! Sehr geehrte Interstern-weiblich! Sehr geehrte Interstern-männlich! (Abg. Erasim: Unfassbar! Ich verlasse den Saal!) Sehr geehrter Intersternmann! (Abg. Stögmüller: Da muss man den Saal verlassen eigentlich!) Sehr geehrte Intersternfrau! Sehr geehrter Intersternmensch! Sehr geehrte Intergender! Sehr geehrte Intergeschlechtliche! Sehr geehrte Zweigeschlechtliche! Sehr geehrte Zwitter! Sehr geehrter Hermaphrodit! Sehr geehrte Two- Spirit, drittes Geschlecht! Sehr geehrtes viertes Geschlecht! Sehr geehrte XY-Frau! Sehr geehrte Butch (das Wort batsch aussprechend)! (Abg. Brandstötter: Butch heißt das!) Sehr geehrte Femme! Sehr geehrte Drag! Sehr geehrte Butch! Sehr geehrter Transvestit und sehr geehrte Crossgender! (Abg. Stögmüller: Sie haben wohl das Gesetz nicht gelesen!)
Abg. Stögmüller: Sie haben wohl das Gesetz nicht gelesen!
Sehr geehrte Interstern! Sehr geehrte Interstern-weiblich! Sehr geehrte Interstern-männlich! (Abg. Erasim: Unfassbar! Ich verlasse den Saal!) Sehr geehrter Intersternmann! (Abg. Stögmüller: Da muss man den Saal verlassen eigentlich!) Sehr geehrte Intersternfrau! Sehr geehrter Intersternmensch! Sehr geehrte Intergender! Sehr geehrte Intergeschlechtliche! Sehr geehrte Zweigeschlechtliche! Sehr geehrte Zwitter! Sehr geehrter Hermaphrodit! Sehr geehrte Two- Spirit, drittes Geschlecht! Sehr geehrtes viertes Geschlecht! Sehr geehrte XY-Frau! Sehr geehrte Butch (das Wort batsch aussprechend)! (Abg. Brandstötter: Butch heißt das!) Sehr geehrte Femme! Sehr geehrte Drag! Sehr geehrte Butch! Sehr geehrter Transvestit und sehr geehrte Crossgender! (Abg. Stögmüller: Sie haben wohl das Gesetz nicht gelesen!)
Abg. Stögmüller: A bissl homophob ...!
Die FPÖ-Fraktion lehnt den gegenständlichen Gesetzentwurf ab. Worum geht es? – Ich habe jetzt versucht, das aufzuzeigen. Ich war nicht der Erste, ich gebe es zu, ich habe es ein bisschen abgekupfert, das war schon in einem Landtag in der Bundesrepublik Deutschland so ähnlich (Abg. Stögmüller: A bissl homophob ...!) und interessanterweise auch im Gemeinderat der Stadtgemeinde Bruck an der Mur, da ist das von der ganz, ganz linken Seite gekommen.
Zwischenruf des Abg. Hanger
Was ist passiert? – Der Verfassungsgerichtshof hat uns ein Ei gelegt (Zwischenruf des Abg. Hanger), indem wir jetzt ein Meldegesetz haben, nach dem am Meldezettel plötzlich sechs sogenannte Geschlechter aufscheinen (Zwischenruf des Abg. Stögmüller), nämlich neben „männlich“ und „weiblich“ auch „divers“, „inter“, „offen“, „keine Angabe“. „Keine Angabe“ ist besonders spannend, anscheinend haben Sie das jetzt in letzter Minute mit einem Abänderungsantrag noch ein bisschen repariert, weil es da ja sonst auch Probleme gegeben hätte (Zwischenruf des Abg. Shetty): zum Beispiel beim Bundesheer bei der Stellungskommission, wenn man da vor der Musterung keine Angabe macht. Das haben Sie jetzt anscheinend ein bisschen repariert, denn bis zum gestrigen Tag konnte uns weder aus dem BMI noch aus dem Verteidigungsministerium irgendjemand beantworten, wie das dann geht.
Zwischenruf des Abg. Stögmüller
Was ist passiert? – Der Verfassungsgerichtshof hat uns ein Ei gelegt (Zwischenruf des Abg. Hanger), indem wir jetzt ein Meldegesetz haben, nach dem am Meldezettel plötzlich sechs sogenannte Geschlechter aufscheinen (Zwischenruf des Abg. Stögmüller), nämlich neben „männlich“ und „weiblich“ auch „divers“, „inter“, „offen“, „keine Angabe“. „Keine Angabe“ ist besonders spannend, anscheinend haben Sie das jetzt in letzter Minute mit einem Abänderungsantrag noch ein bisschen repariert, weil es da ja sonst auch Probleme gegeben hätte (Zwischenruf des Abg. Shetty): zum Beispiel beim Bundesheer bei der Stellungskommission, wenn man da vor der Musterung keine Angabe macht. Das haben Sie jetzt anscheinend ein bisschen repariert, denn bis zum gestrigen Tag konnte uns weder aus dem BMI noch aus dem Verteidigungsministerium irgendjemand beantworten, wie das dann geht.
Zwischenruf des Abg. Shetty
Was ist passiert? – Der Verfassungsgerichtshof hat uns ein Ei gelegt (Zwischenruf des Abg. Hanger), indem wir jetzt ein Meldegesetz haben, nach dem am Meldezettel plötzlich sechs sogenannte Geschlechter aufscheinen (Zwischenruf des Abg. Stögmüller), nämlich neben „männlich“ und „weiblich“ auch „divers“, „inter“, „offen“, „keine Angabe“. „Keine Angabe“ ist besonders spannend, anscheinend haben Sie das jetzt in letzter Minute mit einem Abänderungsantrag noch ein bisschen repariert, weil es da ja sonst auch Probleme gegeben hätte (Zwischenruf des Abg. Shetty): zum Beispiel beim Bundesheer bei der Stellungskommission, wenn man da vor der Musterung keine Angabe macht. Das haben Sie jetzt anscheinend ein bisschen repariert, denn bis zum gestrigen Tag konnte uns weder aus dem BMI noch aus dem Verteidigungsministerium irgendjemand beantworten, wie das dann geht.
Zwischenruf des Abg. Stögmüller.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das Bedenkliche an dieser Sache ist, dass das sehr, sehr ideologiegetrieben, nämlich nur ideologiegetrieben, ist. Medizinisch gesehen, biologisch gesehen gibt es zwei Geschlechter. (Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) Es gibt das biologische Phänomen der Intergeschlechtlichkeit, ja, das ist aber keine medizinische Diagnose, sondern eine zusammenfassende Bezeichnung für sehr unterschiedliche körperliche Phänomene, etwa Abweichungen in den Geschlechtschromosomen. Diese Intergeschlechtlichkeit, im Volksmund auch Zwitter genannt, gibt es also bei wenigen Menschen. (Abg. Stögmüller: Um die geht’s aber!) Das ändert nichts daran, dass es zwei Geschlechter gibt, und das, meine sehr geehrten Damen und Herren, kann weder ein Richterspruch noch eine Ideologie ausradieren.
Abg. Stögmüller: Um die geht’s aber!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das Bedenkliche an dieser Sache ist, dass das sehr, sehr ideologiegetrieben, nämlich nur ideologiegetrieben, ist. Medizinisch gesehen, biologisch gesehen gibt es zwei Geschlechter. (Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) Es gibt das biologische Phänomen der Intergeschlechtlichkeit, ja, das ist aber keine medizinische Diagnose, sondern eine zusammenfassende Bezeichnung für sehr unterschiedliche körperliche Phänomene, etwa Abweichungen in den Geschlechtschromosomen. Diese Intergeschlechtlichkeit, im Volksmund auch Zwitter genannt, gibt es also bei wenigen Menschen. (Abg. Stögmüller: Um die geht’s aber!) Das ändert nichts daran, dass es zwei Geschlechter gibt, und das, meine sehr geehrten Damen und Herren, kann weder ein Richterspruch noch eine Ideologie ausradieren.
Beifall bei der FPÖ.
Die Freiheitliche Partei lehnt diesen Gesetzesmurks, diesen ideologiegetriebenen, wissenschaftsfeindlichen, biologieverachtenden Gesetzentwurf entschieden ab. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Stögmüller
Abgeordnete Mag. Johanna Jachs (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Nach dieser humoristischen Einlage (Zwischenruf des Abg. Stögmüller), die zwar wenig kreativ war, weil sie von einer Rede aus dem Bundestag der Fraktion der AfD abgekupfert war, ist es, glaube ich, wichtig, dass wir jetzt wieder zur Sache zurückkehren. Allen, die vielleicht noch ein Bildnis von Friedrich dem Großen im Wohnzimmer hängen haben, möchte ich sagen: Wir ändern das Meldegesetz, das zum letzten Mal 1991 geändert wurde, heute ganz unaufgeregt, because it is 2022. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Hafenecker.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Hafenecker.
Abgeordnete Mag. Johanna Jachs (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Nach dieser humoristischen Einlage (Zwischenruf des Abg. Stögmüller), die zwar wenig kreativ war, weil sie von einer Rede aus dem Bundestag der Fraktion der AfD abgekupfert war, ist es, glaube ich, wichtig, dass wir jetzt wieder zur Sache zurückkehren. Allen, die vielleicht noch ein Bildnis von Friedrich dem Großen im Wohnzimmer hängen haben, möchte ich sagen: Wir ändern das Meldegesetz, das zum letzten Mal 1991 geändert wurde, heute ganz unaufgeregt, because it is 2022. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Hafenecker.)
Abg. Belakowitsch: Ja, das war das Urteil ...!
Warum wir das machen, ist auch ganz klar: wegen eines Erkenntnisses des VfGH. Der VfGH hat 2018 entschieden, dass Personen, die weder männlichen noch weiblichen Geschlechts sind, ein Recht darauf haben, auch dementsprechend eine Eintragung im Personenstandsregister vorzunehmen. (Abg. Belakowitsch: Ja, das war das Urteil ...!)
Abg. Belakowitsch: ... katholischen Familien ...! – Abg. Hafenecker: ... katholischen Familie!
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Wir leben in einer Demokratie und ein entscheidendes Merkmal der Demokratie ist der Pluralismus. (Abg. Belakowitsch: ... katholischen Familien ...! – Abg. Hafenecker: ... katholischen Familie!) Ein entscheidendes Merkmal ist auch, dass wir als Nationalratsabgeordnete, als Legislative die Entscheidungen des VfGH, des Höchstgerichts der Justiz, berücksichtigen und respektieren. Es liegt in der Natur der Sache, dass wir manche Entscheidungen der Justiz aufgrund unserer höchstpersönlichen politischen Überzeugungen leichter nachvollziehen können und manche weniger leicht, aber wir haben sie eben zu respektieren, und deswegen ändern wir auch das Meldegesetz.
Abg. Belakowitsch: ... ablenken von den sechs Geschlechtern!
Es geht ja in diesem Meldegesetz, das wir heute ändern, nicht nur um die Auswahl der Geschlechtseintragungen, es beinhaltet mehr. Es geht nämlich auch darum, dass wir die Möglichkeit schaffen, sonstige Namen, wie etwa den Vaternamen, eintragen zu lassen. Das ist jetzt auch bei der Registrierung von ukrainischen Vertriebenen wichtig geworden (Abg. Belakowitsch: ... ablenken von den sechs Geschlechtern!), und es geht auch darum, dass wir die Schnittstelle der Datenmeldung zwischen dem Register und der anerkannten Religionsgemeinschaften und Kirchen in Bezug auf das Religionsbekenntnis vereinfachen, weil es auch da in Einzelfällen zu irreführenden Angaben gekommen ist.
Abg. Belakowitsch: Was hat das ... mit den sechs Geschlechtern zu tun?
Ich möchte mich jetzt explizit bei den Kolleginnen und Kollegen bedanken (Abg. Belakowitsch: Was hat das ... mit den sechs Geschlechtern zu tun?), die sich in der Vergangenheit sehr konstruktiv in die Diskussion eingebracht haben, weil uns nicht nur der VfGH ein Erkenntnis geliefert hat, das zu berücksichtigen war, sondern weil es auch eine Entscheidung eines Landesverwaltungsgerichtes gibt. Das Landesverwaltungsgericht hat auch gesagt, dass wir neben den jetzt fünf Möglichkeiten ein weiteres Möglichkeitenfeld eröffnen müssen – nämlich das der „keine Angabe“.
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ich glaube, ich habe ihn jetzt in den Grundzügen erläutert, und ich bedanke mich noch einmal bei den Kolleginnen und Kollegen, die an Konstruktivität interessiert waren, für ihre Beiträge. – Herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Werte Damen und Herren, die Änderungen, die Sie vorgelegt haben, sind skurril, ich habe es schon gesagt. Das hat ein bisschen etwas vom Film „Das Leben des Brian“; die Loretta-Klausel habe ich das bei uns intern genannt, weil sie wirklich vieles offen lassen und keinesfalls eine befriedigende Lösung sind. Diese Änderung ist nicht durchdacht und hat deswegen meiner Ansicht nach keine Chance, sich über einige Monate zu halten, weil dadurch – ich habe sie ja aufgezählt – einige Rechtsnormen ad absurdum geführt werden. Deswegen ist es uns nicht möglich, zuzustimmen, werte Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Dietmar Keck (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Ich darf vorweg einmal den Bürgermeister und eine Delegation aus Ferndorf in Kärnten begrüßen, die auf der Galerie anwesend sind! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei Grünen und NEOS.
Meine Damen und Herren, unser Staat ist auf den Grundfesten der Verfassung aufgebaut. Kollege Amesbauer, der Verfassungsgerichtshof macht keine Gesetze, die ideologiegetrieben sind, sondern legt nur fest, was die Verfassung vorschreibt. (Beifall bei Grünen und NEOS.)
Abg. Belakowitsch: Ja, genau! Das ist das Urteil, genau!
Nach dem Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes vom 15. Juni 2018 haben Menschen, die der herkömmlichen Geschlechtszuordnung von Mann und Frau nicht entsprechen, ebenfalls ein Recht auf die Berücksichtigung durch das Gesetz. (Abg. Belakowitsch: Ja, genau! Das ist das Urteil, genau!) Das liegt nun einmal vor, das ist nicht ideologiegetrieben, sondern das ist ein Urteil des Verfassungsgerichtshofes.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Insgesamt beinhaltet die Novelle die Neugestaltung sämtlicher Anlagen zum Meldegesetz im Rahmen der Einführung alternativer Geschlechtsbezeichnungen – es ist schon gesagt worden – mit „divers“, „inter“, „offen“ und „keine Angabe“. Durch den Abänderungsantrag, der eingebracht wird, wurde ein Großteil unserer Zweifel beseitigt. Darum werden wir diesem Gesetz zustimmen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter David Stögmüller (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Minister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir sind alle Politiker und stellen gerne große, weltbewegende Vorhaben vor, die wir beschließen. Bei einem anderen Thema würde ich mich jetzt wahrscheinlich auch hier ans Rednerpult stellen und Ihnen allen erklären, wie groß und wie extrem wichtig diese Änderung des Meldegesetzes ist, welche weltbewegende Lösung wir da gefunden haben, aber nicht heute. Wichtig ist diese Änderung schon, sehr wichtig sogar. Wir garantieren damit, dass trans- und intersexuelle Personen endlich auch im Melderegister als solche anerkannt werden und dementsprechend den Respekt bekommen, den sie verdienen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Meine Damen und Herren, seien wir ehrlich: Eine solche Änderung sollte zumindest in meinen Augen absolute Routine sein. Der Verfassungsgerichtshof hat entschieden, das Personenstandsgesetz hat sich geändert, und nun passen wir die wichtigen Formulare des Staates dem Personenstandsregister an. Für mich ist so eine kleine formale Änderung, noch dazu eine, die so vielen der Vulnerabelsten unter uns das Leben dermaßen erleichtert, etwas, das ich mir von diesem Haus auch erwarte. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Und was heißt divers und offen?
Ich sehe keinen Grund, wieso etwas so Selbstverständliches so hart erkämpft werden musste. Dabei richte ich mein Augenmerk besonders auf die Fraktion, die sich hier ans Rednerpult stellt, Geschlechter und Personenstand vermischt und von der Thematik überhaupt keine Ahnung hat und wissenschaftsfeindlich ist. Das hat sich nicht erst jetzt herausgestellt. Frau Kollegin, Sie sind selber Ärztin und wissen, was Intersexualität heißt. (Abg. Belakowitsch: Und was heißt divers und offen?) Nichtsdestotrotz: Kommen Sie endlich im 21. Jahrhundert an! Die Kollegin hat es bereits gesagt: Kommen Sie im 21. Jahrhundert an! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich sehe keinen Grund, wieso etwas so Selbstverständliches so hart erkämpft werden musste. Dabei richte ich mein Augenmerk besonders auf die Fraktion, die sich hier ans Rednerpult stellt, Geschlechter und Personenstand vermischt und von der Thematik überhaupt keine Ahnung hat und wissenschaftsfeindlich ist. Das hat sich nicht erst jetzt herausgestellt. Frau Kollegin, Sie sind selber Ärztin und wissen, was Intersexualität heißt. (Abg. Belakowitsch: Und was heißt divers und offen?) Nichtsdestotrotz: Kommen Sie endlich im 21. Jahrhundert an! Die Kollegin hat es bereits gesagt: Kommen Sie im 21. Jahrhundert an! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Nein, ich habe keine Angst davor! Eher vor eurer Ideologie der Gesellschaftszersetzung und -zerstörung!
Wenn Sie Angst vor dieser Personengruppe haben, dann will ich es Ihnen erklären (Abg. Belakowitsch: Nein, ich habe keine Angst davor! Eher vor eurer Ideologie der Gesellschaftszersetzung und -zerstörung!): Es geht nicht darum, dass man von Geschlecht zu Geschlecht wechseln kann, sondern es geht um Personen, um Neugeborene, die intersexuell auf die Welt kommen und nicht einem Geschlecht zugeordnet werden können. Das kann nur anhand der Chromosomen bestimmt werden. Da kann man sich nicht einfach da oder dort eintragen lassen. Es muss ein ärztliches Attest eingebracht werden. Das ist eine wesentliche Hürde für viele Menschen. Darin muss die Intersexualität festgestellt werden. Da ist keine Willkür dabei oder sonst etwas, sondern es geht um Gerechtigkeit, um Menschenwürde. Da erwarten wir uns, dass das hier auch umgesetzt wird. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn Sie Angst vor dieser Personengruppe haben, dann will ich es Ihnen erklären (Abg. Belakowitsch: Nein, ich habe keine Angst davor! Eher vor eurer Ideologie der Gesellschaftszersetzung und -zerstörung!): Es geht nicht darum, dass man von Geschlecht zu Geschlecht wechseln kann, sondern es geht um Personen, um Neugeborene, die intersexuell auf die Welt kommen und nicht einem Geschlecht zugeordnet werden können. Das kann nur anhand der Chromosomen bestimmt werden. Da kann man sich nicht einfach da oder dort eintragen lassen. Es muss ein ärztliches Attest eingebracht werden. Das ist eine wesentliche Hürde für viele Menschen. Darin muss die Intersexualität festgestellt werden. Da ist keine Willkür dabei oder sonst etwas, sondern es geht um Gerechtigkeit, um Menschenwürde. Da erwarten wir uns, dass das hier auch umgesetzt wird. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Um das geht es da aber nicht! Da geht es ja nicht um sexuelle Ausrichtung, da geht es um Geschlecht!
Diese Realität, die Sie mit Ihrem Widerstand auch immer wieder schaffen, liebe FPÖ, bewirkt, dass noch immer viel zu viele LGBTIQ-Personen in Österreich regelmäßig Diskriminierung ausgesetzt werden, zum Teil auch Hass und Gewalt – viel zu viele. (Abg. Belakowitsch: Um das geht es da aber nicht! Da geht es ja nicht um sexuelle Ausrichtung, da geht es um Geschlecht!)
Abg. Belakowitsch: Aber da geht es um was anderes!
Jetzt möchte ich auch an etwas erinnern: Letzte Nacht wurden in Bratislava wieder zwei Menschen vor einer Schwulenbar, vor einer LGBTIQ-Bar erschossen, eine Kellnerin wurde angeschossen, aufgrund von Homosexuellenfeindlichkeit und Homofeindlichkeit (Abg. Belakowitsch: Aber da geht es um was anderes!), und das ist tragisch. Das ist diese Gewalt, die geschürt wird, aber die es in Österreich nicht geben soll und nicht geben darf. Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es ist zutiefst widerwärtig und abzulehnen, dass Menschen aufgrund ihrer Sexualität noch immer Hass und Gewalt ausgesetzt werden. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.) Ihre Partei schürt diese leider. Sie helfen nicht, sondern Sie spalten.
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Jetzt möchte ich auch an etwas erinnern: Letzte Nacht wurden in Bratislava wieder zwei Menschen vor einer Schwulenbar, vor einer LGBTIQ-Bar erschossen, eine Kellnerin wurde angeschossen, aufgrund von Homosexuellenfeindlichkeit und Homofeindlichkeit (Abg. Belakowitsch: Aber da geht es um was anderes!), und das ist tragisch. Das ist diese Gewalt, die geschürt wird, aber die es in Österreich nicht geben soll und nicht geben darf. Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es ist zutiefst widerwärtig und abzulehnen, dass Menschen aufgrund ihrer Sexualität noch immer Hass und Gewalt ausgesetzt werden. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.) Ihre Partei schürt diese leider. Sie helfen nicht, sondern Sie spalten.
Abg. Belakowitsch: Ihr zerstört die Gesellschaft, und die ÖVP ist mit dabei!
Mit dieser Neugestaltung, Herr Minister, wird das Meldegesetz künftig vorsehen (Abg. Belakowitsch: Ihr zerstört die Gesellschaft, und die ÖVP ist mit dabei!), dass neben „männlich“ und „weiblich“ auch die Bezeichnungen „divers“, „inter“, „offen“ und „keine Angabe“ stehen – ein kleiner, aber wichtiger queerpolitischer Schritt, mit dem wir die Politik wieder näher an die Lebensrealität und auch an die Menschen, an die Österreicherinnen und Österreicher heranrücken.
Beifall bei den Grünen.
Ich darf mich jetzt noch kurz besonders auch bei der SPÖ und bei den NEOS, die heute auch bei diesem Beschluss mitgehen, bedanken. Ich glaube, das zeigt auch wieder, dass gerade in der Community über die Parteigrenzen hinweg auch zusammengearbeitet wird. Diese Community gibt damit ein sichtbares Zeichen, dass wir auch zusammenarbeiten, und ich finde es auch sehr wichtig, dass wir damit auch hier im Parlament zeigen, dass wir einen wichtigen Schritt für Gleichstellung, Anerkennung und Toleranz setzen. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Stögmüller: ... Chromosomen bestimmt!
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch (FPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren vor den Bildschirmen! Vielleicht wissen Sie jetzt nicht genau, worum es da wirklich geht, und vielleicht stellen Sie fest, dass Sie jetzt etwas verwirrt sind, weil es in Ihrer Welt Männer gibt, Frauen gibt und leider Gottes hin und wieder den seltenen Fall gibt, dass Kinder geboren werden, die eben, so wie Kollege Stögmüller gesagt hat, nicht eindeutig zuordenbar sind (Abg. Stögmüller: ... Chromosomen bestimmt!) – der Anteil dieser Fälle liegt Gott sei Dank jedes Jahr im Promillebereich, und sie sind für die Familien eine enorme Belastung (Abg. Stögmüller: Sie werden nicht mehr gezwungen zu wählen!) –, und weil Sie sich jetzt einem Meldezettel gegenübersehen, auf dem Sie dann ankreuzen können: „männlich“ oder „weiblich“, dann eben inter für jene, denen das eben passiert (Abg. Voglauer – den Kopf schüttelnd – ... „passiert“ ...!), und dann gibt es aber noch: „divers“, „offen“, „keine Angabe“. Meine Damen und Herren, hier soll die Gesellschaft zerstört werden!
Abg. Stögmüller: Sie werden nicht mehr gezwungen zu wählen!
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch (FPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren vor den Bildschirmen! Vielleicht wissen Sie jetzt nicht genau, worum es da wirklich geht, und vielleicht stellen Sie fest, dass Sie jetzt etwas verwirrt sind, weil es in Ihrer Welt Männer gibt, Frauen gibt und leider Gottes hin und wieder den seltenen Fall gibt, dass Kinder geboren werden, die eben, so wie Kollege Stögmüller gesagt hat, nicht eindeutig zuordenbar sind (Abg. Stögmüller: ... Chromosomen bestimmt!) – der Anteil dieser Fälle liegt Gott sei Dank jedes Jahr im Promillebereich, und sie sind für die Familien eine enorme Belastung (Abg. Stögmüller: Sie werden nicht mehr gezwungen zu wählen!) –, und weil Sie sich jetzt einem Meldezettel gegenübersehen, auf dem Sie dann ankreuzen können: „männlich“ oder „weiblich“, dann eben inter für jene, denen das eben passiert (Abg. Voglauer – den Kopf schüttelnd – ... „passiert“ ...!), und dann gibt es aber noch: „divers“, „offen“, „keine Angabe“. Meine Damen und Herren, hier soll die Gesellschaft zerstört werden!
Abg. Voglauer – den Kopf schüttelnd – ... „passiert“ ...!
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch (FPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren vor den Bildschirmen! Vielleicht wissen Sie jetzt nicht genau, worum es da wirklich geht, und vielleicht stellen Sie fest, dass Sie jetzt etwas verwirrt sind, weil es in Ihrer Welt Männer gibt, Frauen gibt und leider Gottes hin und wieder den seltenen Fall gibt, dass Kinder geboren werden, die eben, so wie Kollege Stögmüller gesagt hat, nicht eindeutig zuordenbar sind (Abg. Stögmüller: ... Chromosomen bestimmt!) – der Anteil dieser Fälle liegt Gott sei Dank jedes Jahr im Promillebereich, und sie sind für die Familien eine enorme Belastung (Abg. Stögmüller: Sie werden nicht mehr gezwungen zu wählen!) –, und weil Sie sich jetzt einem Meldezettel gegenübersehen, auf dem Sie dann ankreuzen können: „männlich“ oder „weiblich“, dann eben inter für jene, denen das eben passiert (Abg. Voglauer – den Kopf schüttelnd – ... „passiert“ ...!), und dann gibt es aber noch: „divers“, „offen“, „keine Angabe“. Meine Damen und Herren, hier soll die Gesellschaft zerstört werden!
Abg. Voglauer: ..., das hat etwas mit Biologie zu tun!
Kollegin Jachs von der ÖVP hat sich ja hierhergestellt und gesagt: Es gibt das Erkenntnis des VfGH, und dieses besagt, dass es auch für jene Gruppe von Personen, die eben nicht eindeutig zuordenbar sind – das sind die ganz, ganz seltenen Fälle, bei denen es im Zuge der Embryonalentwicklung zu einer Fehlentwicklung kommt –, eine Möglichkeit geben muss. – So weit, so gut. Dann aber geht die ÖVP her und legt uns einen Meldezettel mit sechs Geschlechtern vor. Das hat der VfGH nicht gefordert, meine Damen und Herren von der Österreichischen Volkspartei! Sie gehen wieder in die Knie vor den ganzen Linken. (Abg. Voglauer: ..., das hat etwas mit Biologie zu tun!) Das ist das, was Sie machen! Sie beteiligen sich an der Gesellschaftszersetzung und an der Gesellschaftszerstörung, indem Sie offensichtlich glauben, Sie können die Biologie umschreiben (Abg. Voglauer: Nein!), und das werden Sie nicht zusammenbringen, meine Damen und Herren von der Österreichischen Volkspartei! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Voglauer: Nein!
Kollegin Jachs von der ÖVP hat sich ja hierhergestellt und gesagt: Es gibt das Erkenntnis des VfGH, und dieses besagt, dass es auch für jene Gruppe von Personen, die eben nicht eindeutig zuordenbar sind – das sind die ganz, ganz seltenen Fälle, bei denen es im Zuge der Embryonalentwicklung zu einer Fehlentwicklung kommt –, eine Möglichkeit geben muss. – So weit, so gut. Dann aber geht die ÖVP her und legt uns einen Meldezettel mit sechs Geschlechtern vor. Das hat der VfGH nicht gefordert, meine Damen und Herren von der Österreichischen Volkspartei! Sie gehen wieder in die Knie vor den ganzen Linken. (Abg. Voglauer: ..., das hat etwas mit Biologie zu tun!) Das ist das, was Sie machen! Sie beteiligen sich an der Gesellschaftszersetzung und an der Gesellschaftszerstörung, indem Sie offensichtlich glauben, Sie können die Biologie umschreiben (Abg. Voglauer: Nein!), und das werden Sie nicht zusammenbringen, meine Damen und Herren von der Österreichischen Volkspartei! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Kollegin Jachs von der ÖVP hat sich ja hierhergestellt und gesagt: Es gibt das Erkenntnis des VfGH, und dieses besagt, dass es auch für jene Gruppe von Personen, die eben nicht eindeutig zuordenbar sind – das sind die ganz, ganz seltenen Fälle, bei denen es im Zuge der Embryonalentwicklung zu einer Fehlentwicklung kommt –, eine Möglichkeit geben muss. – So weit, so gut. Dann aber geht die ÖVP her und legt uns einen Meldezettel mit sechs Geschlechtern vor. Das hat der VfGH nicht gefordert, meine Damen und Herren von der Österreichischen Volkspartei! Sie gehen wieder in die Knie vor den ganzen Linken. (Abg. Voglauer: ..., das hat etwas mit Biologie zu tun!) Das ist das, was Sie machen! Sie beteiligen sich an der Gesellschaftszersetzung und an der Gesellschaftszerstörung, indem Sie offensichtlich glauben, Sie können die Biologie umschreiben (Abg. Voglauer: Nein!), und das werden Sie nicht zusammenbringen, meine Damen und Herren von der Österreichischen Volkspartei! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Loacker: Sie sind so konservativ, dass ...!
Und Sie haben sich einmal als Familienpartei bezeichnet?! Herr Kollege Sieber – Sie sind Familiensprecher –, ja wie erklären Sie den Familien denn dann (Abg. Loacker: Sie sind so konservativ, dass ...!), wie es jetzt kommen mag, dass es plötzlich sechs Geschlechter geben soll? Sie stoßen hier nämlich eine Tür auf. Ich weiß nicht: Wann haben wir die nächste Reform? Haben wir dann 23 Geschlechter, 590? – Ich weiß es nicht, Sie wissen es auch nicht. Sie machen hier die Türe auf zu etwas, was Sie dann nicht mehr einfangen können, und das mache ich Ihnen von der Österreichischen Volkspartei zum Vorwurf. Sie sind keine konservative Partei mehr, Sie gehen vor den Linken in die Knie! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Stögmüller: Die sind wenigstens schon im 21. Jahrhundert angekommen!) Sie machen linke Ideologie in dieser Bundesregierung, und ich frage mich wirklich: Wie wollen Sie denn das Ihren Wählern erklären, dass es plötzlich so und so viele Geschlechter gibt? (Abg. Stögmüller: Die sind wenigstens schon angekommen im 21. Jahrhundert, halbwegs!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Stögmüller: Die sind wenigstens schon im 21. Jahrhundert angekommen!
Und Sie haben sich einmal als Familienpartei bezeichnet?! Herr Kollege Sieber – Sie sind Familiensprecher –, ja wie erklären Sie den Familien denn dann (Abg. Loacker: Sie sind so konservativ, dass ...!), wie es jetzt kommen mag, dass es plötzlich sechs Geschlechter geben soll? Sie stoßen hier nämlich eine Tür auf. Ich weiß nicht: Wann haben wir die nächste Reform? Haben wir dann 23 Geschlechter, 590? – Ich weiß es nicht, Sie wissen es auch nicht. Sie machen hier die Türe auf zu etwas, was Sie dann nicht mehr einfangen können, und das mache ich Ihnen von der Österreichischen Volkspartei zum Vorwurf. Sie sind keine konservative Partei mehr, Sie gehen vor den Linken in die Knie! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Stögmüller: Die sind wenigstens schon im 21. Jahrhundert angekommen!) Sie machen linke Ideologie in dieser Bundesregierung, und ich frage mich wirklich: Wie wollen Sie denn das Ihren Wählern erklären, dass es plötzlich so und so viele Geschlechter gibt? (Abg. Stögmüller: Die sind wenigstens schon angekommen im 21. Jahrhundert, halbwegs!)
Abg. Stögmüller: Die sind wenigstens schon angekommen im 21. Jahrhundert, halbwegs!
Und Sie haben sich einmal als Familienpartei bezeichnet?! Herr Kollege Sieber – Sie sind Familiensprecher –, ja wie erklären Sie den Familien denn dann (Abg. Loacker: Sie sind so konservativ, dass ...!), wie es jetzt kommen mag, dass es plötzlich sechs Geschlechter geben soll? Sie stoßen hier nämlich eine Tür auf. Ich weiß nicht: Wann haben wir die nächste Reform? Haben wir dann 23 Geschlechter, 590? – Ich weiß es nicht, Sie wissen es auch nicht. Sie machen hier die Türe auf zu etwas, was Sie dann nicht mehr einfangen können, und das mache ich Ihnen von der Österreichischen Volkspartei zum Vorwurf. Sie sind keine konservative Partei mehr, Sie gehen vor den Linken in die Knie! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Stögmüller: Die sind wenigstens schon im 21. Jahrhundert angekommen!) Sie machen linke Ideologie in dieser Bundesregierung, und ich frage mich wirklich: Wie wollen Sie denn das Ihren Wählern erklären, dass es plötzlich so und so viele Geschlechter gibt? (Abg. Stögmüller: Die sind wenigstens schon angekommen im 21. Jahrhundert, halbwegs!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Litschauer: Unfassbar! Unfassbar!
Was hier aber passiert und worum es hier geht, ist, die Gesellschaft kaputt zu machen, und da sind Sie von der Österreichischen Volkspartei vorne mit dabei. Und das werden Sie Ihren Wählern erklären müssen, und das, Herr Kollege Sieber, erklären Sie bitte den österreichischen Familien draußen, dass sie es jetzt plötzlich mit sechs Geschlechtern zu tun haben! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Litschauer: Unfassbar! Unfassbar!)
Die Rednerin senkt das Redner:innenpult ab, welches dabei gegen einen daneben stehenden Papierkorb stößt, was einen dumpfen Knall erzeugt, das Redner:innenpult in Erschütterung sowie die Rednerin in Schrecken versetzt. – Rufe: Hoppala! – Das war nur der Mistkübel! Nichts passiert!
Abgeordnete Nurten Yılmaz (SPÖ): Frau Präsidentin! (Die Rednerin senkt das Redner:innenpult ab, welches dabei gegen einen daneben stehenden Papierkorb stößt, was einen dumpfen Knall erzeugt, das Redner:innenpult in Erschütterung sowie die Rednerin in Schrecken versetzt. – Rufe: Hoppala! – Das war nur der Mistkübel! Nichts passiert!) – Jetzt greifen schon die Pulte an! (Rufe: Ist etwas passiert? – Nein, das war der Mistkübel! – Die Rednerin blickt in Richtung des Papierkorbs.) – Wirklich? Okay. Hu! (Abg. Stögmüller: Das war eine Investition in die Landesverteidigung! – Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ und Grünen.)
Rufe: Ist etwas passiert? – Nein, das war der Mistkübel! – Die Rednerin blickt in Richtung des Papierkorbs.
Abgeordnete Nurten Yılmaz (SPÖ): Frau Präsidentin! (Die Rednerin senkt das Redner:innenpult ab, welches dabei gegen einen daneben stehenden Papierkorb stößt, was einen dumpfen Knall erzeugt, das Redner:innenpult in Erschütterung sowie die Rednerin in Schrecken versetzt. – Rufe: Hoppala! – Das war nur der Mistkübel! Nichts passiert!) – Jetzt greifen schon die Pulte an! (Rufe: Ist etwas passiert? – Nein, das war der Mistkübel! – Die Rednerin blickt in Richtung des Papierkorbs.) – Wirklich? Okay. Hu! (Abg. Stögmüller: Das war eine Investition in die Landesverteidigung! – Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ und Grünen.)
Abg. Stögmüller: Das war eine Investition in die Landesverteidigung! – Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ und Grünen.
Abgeordnete Nurten Yılmaz (SPÖ): Frau Präsidentin! (Die Rednerin senkt das Redner:innenpult ab, welches dabei gegen einen daneben stehenden Papierkorb stößt, was einen dumpfen Knall erzeugt, das Redner:innenpult in Erschütterung sowie die Rednerin in Schrecken versetzt. – Rufe: Hoppala! – Das war nur der Mistkübel! Nichts passiert!) – Jetzt greifen schon die Pulte an! (Rufe: Ist etwas passiert? – Nein, das war der Mistkübel! – Die Rednerin blickt in Richtung des Papierkorbs.) – Wirklich? Okay. Hu! (Abg. Stögmüller: Das war eine Investition in die Landesverteidigung! – Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ und Grünen.)
Ruf bei der FPÖ: Der Innenminister hat sofort geschaut! Der Innenminister hat schon zum ... gegriffen! – Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordnete Nurten Yılmaz (fortsetzend): Sehr geehrter Herr Bundesminister! (Ruf bei der FPÖ: Der Innenminister hat sofort geschaut! Der Innenminister hat schon zum ... gegriffen! – Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ.) Sie wären eh gleich da, ja, ja. (Ruf bei der FPÖ: Er war es nicht!)
Ruf bei der FPÖ: Er war es nicht!
Abgeordnete Nurten Yılmaz (fortsetzend): Sehr geehrter Herr Bundesminister! (Ruf bei der FPÖ: Der Innenminister hat sofort geschaut! Der Innenminister hat schon zum ... gegriffen! – Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ.) Sie wären eh gleich da, ja, ja. (Ruf bei der FPÖ: Er war es nicht!)
Abg. Belakowitsch: Darüber haben wir ja nicht geredet heute! Frau Kollegin, darüber habe ich gar nicht gesprochen, sondern über die Geschlechter!
Werte Frau Kollegin Belakowitsch! LGBTIQ-Personen, die LGBTIQ-Community beziehungsweise deren Unterstützerinnen und Unterstützer sind nicht per se links. Glauben Sie es mir! Es gibt auch Personen in den Reihen der FPÖ, die dieser Community angehören. (Abg. Belakowitsch: Darüber haben wir ja nicht geredet heute! Frau Kollegin, darüber habe ich gar nicht gesprochen, sondern über die Geschlechter!) Weil Sie da von links und von in die Knie gehen sprechen: Sie haben da so ein Schachteldenken. Kommen Sie aus diesem raus! Vielleicht kann man dann auch besser miteinander über die Probleme, die wir haben, diskutieren. (Beifall bei SPÖ und Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei SPÖ und Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Werte Frau Kollegin Belakowitsch! LGBTIQ-Personen, die LGBTIQ-Community beziehungsweise deren Unterstützerinnen und Unterstützer sind nicht per se links. Glauben Sie es mir! Es gibt auch Personen in den Reihen der FPÖ, die dieser Community angehören. (Abg. Belakowitsch: Darüber haben wir ja nicht geredet heute! Frau Kollegin, darüber habe ich gar nicht gesprochen, sondern über die Geschlechter!) Weil Sie da von links und von in die Knie gehen sprechen: Sie haben da so ein Schachteldenken. Kommen Sie aus diesem raus! Vielleicht kann man dann auch besser miteinander über die Probleme, die wir haben, diskutieren. (Beifall bei SPÖ und Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Abg. Hafenecker: Da kommt alle Jahre ein neuer Buchstabe dazu, das kann man schon bald nicht mehr aussprechen!
Werte Kolleginnen und Kollegen! Wir haben hier einen Vierparteienantrag, einen Entschließungsantrag, der auch von uns unterstützt wird, dass das Justizministerium und das Innenministerium mit Betroffenen, Beratungsstellen, der Community und Expert:innen einen runden Tisch einrichten sollen, wo über die Probleme, über Hassverbrechen gegen LGBTIQ-Personen gesprochen werden soll. – So weit, so gut. (Abg. Hafenecker: Da kommt alle Jahre ein neuer Buchstabe dazu, das kann man schon bald nicht mehr aussprechen!) – Bitte? (Abg. Hafenecker: Da kommt alle Jahre ein neuer Buchstabe dazu, das kann man schon bald nicht mehr sagen!) – Ja, ist gut. Ja, Sie werden es überleben. (Heiterkeit und Beifall bei SPÖ und Grünen.)
Abg. Hafenecker: Da kommt alle Jahre ein neuer Buchstabe dazu, das kann man schon bald nicht mehr sagen!
Werte Kolleginnen und Kollegen! Wir haben hier einen Vierparteienantrag, einen Entschließungsantrag, der auch von uns unterstützt wird, dass das Justizministerium und das Innenministerium mit Betroffenen, Beratungsstellen, der Community und Expert:innen einen runden Tisch einrichten sollen, wo über die Probleme, über Hassverbrechen gegen LGBTIQ-Personen gesprochen werden soll. – So weit, so gut. (Abg. Hafenecker: Da kommt alle Jahre ein neuer Buchstabe dazu, das kann man schon bald nicht mehr aussprechen!) – Bitte? (Abg. Hafenecker: Da kommt alle Jahre ein neuer Buchstabe dazu, das kann man schon bald nicht mehr sagen!) – Ja, ist gut. Ja, Sie werden es überleben. (Heiterkeit und Beifall bei SPÖ und Grünen.)
Heiterkeit und Beifall bei SPÖ und Grünen.
Werte Kolleginnen und Kollegen! Wir haben hier einen Vierparteienantrag, einen Entschließungsantrag, der auch von uns unterstützt wird, dass das Justizministerium und das Innenministerium mit Betroffenen, Beratungsstellen, der Community und Expert:innen einen runden Tisch einrichten sollen, wo über die Probleme, über Hassverbrechen gegen LGBTIQ-Personen gesprochen werden soll. – So weit, so gut. (Abg. Hafenecker: Da kommt alle Jahre ein neuer Buchstabe dazu, das kann man schon bald nicht mehr aussprechen!) – Bitte? (Abg. Hafenecker: Da kommt alle Jahre ein neuer Buchstabe dazu, das kann man schon bald nicht mehr sagen!) – Ja, ist gut. Ja, Sie werden es überleben. (Heiterkeit und Beifall bei SPÖ und Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Die sind aber vertagt worden!
Das Zweite ist: In diesem Ausschuss hat mein Kollege Mario Lindner auch zwei Entschließungsanträge eingebracht (Abg. Belakowitsch: Die sind aber vertagt worden!), einen betreffend „LGBTIQ-Feindlichkeit und Hassverbrechen stoppen“ (Abg. Belakowitsch: Die sind vertagt worden!) und einen Entschließungsantrag zu „entschiedenes Vorgehen zur Bekämpfung von LGBTIQ-feindlicher Hasskriminalität“. Diese beiden Anträge von meinem Kollegen Mario Lindner wurden abgelehnt, und zwar mit der Begründung: weil wir jetzt einen Arbeitskreis einrichten und uns dessen Vorschläge anschauen. (Ruf: Genau!)
Abg. Belakowitsch: Die sind vertagt worden!
Das Zweite ist: In diesem Ausschuss hat mein Kollege Mario Lindner auch zwei Entschließungsanträge eingebracht (Abg. Belakowitsch: Die sind aber vertagt worden!), einen betreffend „LGBTIQ-Feindlichkeit und Hassverbrechen stoppen“ (Abg. Belakowitsch: Die sind vertagt worden!) und einen Entschließungsantrag zu „entschiedenes Vorgehen zur Bekämpfung von LGBTIQ-feindlicher Hasskriminalität“. Diese beiden Anträge von meinem Kollegen Mario Lindner wurden abgelehnt, und zwar mit der Begründung: weil wir jetzt einen Arbeitskreis einrichten und uns dessen Vorschläge anschauen. (Ruf: Genau!)
Ruf: Genau!
Das Zweite ist: In diesem Ausschuss hat mein Kollege Mario Lindner auch zwei Entschließungsanträge eingebracht (Abg. Belakowitsch: Die sind aber vertagt worden!), einen betreffend „LGBTIQ-Feindlichkeit und Hassverbrechen stoppen“ (Abg. Belakowitsch: Die sind vertagt worden!) und einen Entschließungsantrag zu „entschiedenes Vorgehen zur Bekämpfung von LGBTIQ-feindlicher Hasskriminalität“. Diese beiden Anträge von meinem Kollegen Mario Lindner wurden abgelehnt, und zwar mit der Begründung: weil wir jetzt einen Arbeitskreis einrichten und uns dessen Vorschläge anschauen. (Ruf: Genau!)
Abg. Belakowitsch: Ach, die ist schon so weit, die ÖVP, ...!
Ich gehe davon aus, dass die ÖVP nicht zu mehr bereit war. (Abg. Belakowitsch: Ach, die ist schon so weit, die ÖVP, ...!) Deswegen haben wir gesagt: Okay, machen wir es!, aber, Herr Bundesminister, Ihr Ministerium hat im Sommer 2021 einen Projektauftrag für eine Untersuchung zum Thema Hatecrime in Österreich gegeben, und auf diesen 168 Seiten stehen so viele Sachen, die man jetzt schon umsetzen kann!
Ruf bei den Grünen: Hallo!
Und zum Entschließungsantrag: Was ist ein Entschließungsantrag? – Ein Bekenntnis dazu, dass man willens ist, etwas zu unternehmen. Ich gehe jetzt davon aus – ich weiß nicht, wie ihr dazu steht –, die ÖVP und die Regierungspartei der Grünen sind nicht wirklich entschlossen, etwas zu tun. (Ruf bei den Grünen: Hallo!)
Beifall bei der SPÖ.
Übrigens (die Anträge in die Höhe haltend): Diese beiden Anträge wurden wortgleich auch im Gleichbehandlungsausschuss eingebracht. Dort wurden sie vertagt. Warum? Im Innenausschuss wurden sie abgelehnt. – Es hat parallel stattgefunden, und die Herrschaften konnten sich wahrscheinlich nicht absprechen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Diese zwei wichtigen Schritte sind passiert. Das sind Fakten, die wir geschaffen haben, und das kann man an dieser Stelle auch durchaus einmal erwähnen. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Es wird immer gesagt, man soll tolerant gegenüber anderen Lebensmodellen sein. Das sagen aber immer die, die dann gleichzeitig auch immer über konservative Lebensmodelle schimpfen, über gläubige Menschen, über Leute, die konservative Wertevorstellungen haben. Da hört sich die Toleranz dann immer auf. Ich glaube, bei diesem Schachteldenken, das Sie (in Richtung SPÖ) kritisieren, sind Sie ganz vorne mit dabei. Ich bin der Meinung, das ist in jede Richtung falsch, und jeder sollte so leben können, wie er oder sie möchte. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Hafenecker: Das waren ... Jugendliche aus Favoriten!
Abgeordnete Mag. Meri Disoski (Grüne): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher auf der Galerie! 11. Juni 2022: Teilnehmer:innen der Regenbogenparade werden von einer Bande Jugendlicher attackiert. David Karner, Chef der Mango Bar und der Sportsauna, versucht, ihnen zu helfen, und wird dabei selbst brutal verprügelt. (Abg. Hafenecker: Das waren ... Jugendliche aus Favoriten!)
Abg. Hafenecker: Das waren wahrscheinlich Afghanen!
25. Juni 2022: Ein Transmädchen wird am Rande der Linzer Pride von einer Gruppe Jugendlicher krankenhausreif geschlagen. (Abg. Hafenecker: Das waren wahrscheinlich Afghanen!) „Mein Kind wurde heftig gebissen und getreten, ihr Oberteil hochgerissen. Sie schlug dabei auch mit dem Kopf auf den Gehsteig. Fünf Burschen sollen auf ihr gesessen sein. Und diejenigen, die nicht an der Schlägerei beteiligt waren, filmten mit ihren Smartphones mit“, berichtet die Mutter des Mädchens damals der „Kronen Zeitung“.
Beifall bei den Grünen.
Wir Grüne arbeiten gemeinsam mit der Community seit Jahren an der statistischen Erfassung von Hassverbrechen an LGBTIQ-Personen, und seit November 2020 scheinen diese Hassverbrechen endlich auch in der Kriminalstatistik und im Nationalen Sicherheitsbericht auf. So wird das Problem erstmals quantitativ greifbar gemacht, und das war wirklich ein wichtiger Schritt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Ottenschläger und Scharzenberger.
Die statistische Erfassung dieser Hassverbrechen war, wie gesagt, ein wichtiger erster Schritt, aber klar ist auch: Es darf nicht der letzte Schritt bleiben. Ein nationaler Aktionsplan, Kolleg:innen von der SPÖ, wäre durchaus in unserem Sinne, und vielleicht steht der auch am Ende dieser ergebnisoffenen Beratungen. Wichtig ist aber, dass das Thema jetzt überhaupt einmal angegangen wird, dass es auf den Tisch kommt, dass darüber geredet wird, und zwar dort, wo Entscheidungen fallen, nämlich auch mit den Betroffenen und nicht über sie. Das tun wir jetzt. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Ottenschläger und Scharzenberger.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Scharzenberger.
Auf politischer Ebene wird es am Innenminister und auch an der Justizministerin liegen, diesen runden Tisch rasch einzuberufen, die Vorschläge und die Rückmeldungen der Stakeholder:innen dort auch entsprechend aufzugreifen und Maßnahmen umzusetzen, damit wir endlich dieser verachtenswerten Gewalt gegen LGBTIQ-Personen ein Ende setzen können. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Scharzenberger.)
Beifall bei NEOS und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Zanger. – Abg. Hafenecker: ... niederträchtig!
Abgeordneter Mag. Yannick Shetty (NEOS): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen, liebe Zuseher! Vielleicht zuerst noch eine Bemerkung zu Kollegen Amesbauer und zu den Kolleginnen und Kollegen der FPÖ, die sich zum vorigen Tagesordnungspunkt, aber zu einem ähnlichen Themenkomplex zu Wort gemeldet haben. Ich möchte das einfach hier einmal so sagen, wie es ist, weil das, glaube ich, sehr viele in diesem Raum empfunden haben: Das Motiv Ihrer Rede war schlicht und einfach niederträchtig. (Beifall bei NEOS und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Zanger. – Abg. Hafenecker: ... niederträchtig!)
Abg. Kassegger: Kannst du jetzt einmal ein Sachargument auch vorbringen, außer Beschimpfungen, Herr Kollege? Ein Sachargument?
Das war es, weil Sie es besser wissen, weil Sie wissen, dass das, was Sie hier reden, nur Menschen verletzt. Sie machen das aus rein parteitaktischem Kalkül, und das finde ich wirklich letztklassig. (Abg. Kassegger: Kannst du jetzt einmal ein Sachargument auch vorbringen, außer Beschimpfungen, Herr Kollege? Ein Sachargument?)
Zwischenruf des Abg. Zanger.
Ich möchte jetzt unter diesen Tagesordnungspunkten zum Thema Hassverbrechen gegen LGBTIQ-Personen sprechen. (Zwischenruf des Abg. Zanger.) Übrigens: Hass auf der Straße hat immer woanders eine Wurzel, nämlich in Worten. Das sollten Sie sich vielleicht auch überlegen. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Hafenecker: In den Herkunftsländern der Täter! – Ruf bei der FPÖ: Afghanistan zum Beispiel!)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Hafenecker: In den Herkunftsländern der Täter! – Ruf bei der FPÖ: Afghanistan zum Beispiel!
Ich möchte jetzt unter diesen Tagesordnungspunkten zum Thema Hassverbrechen gegen LGBTIQ-Personen sprechen. (Zwischenruf des Abg. Zanger.) Übrigens: Hass auf der Straße hat immer woanders eine Wurzel, nämlich in Worten. Das sollten Sie sich vielleicht auch überlegen. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Hafenecker: In den Herkunftsländern der Täter! – Ruf bei der FPÖ: Afghanistan zum Beispiel!)
Abg. Belakowitsch: Ja, seit 2015 vor allem!
Wenn wir über Hassverbrechen sprechen, müssen wir sagen, die Zahlen steigen. Sie steigen seit zwei, drei Jahren, nachdem sie eigentlich jahrelang gesunken sind. (Abg. Belakowitsch: Ja, seit 2015 vor allem!) – Frau Belakowitsch, bitte! Wir hören uns hier den ganzen Tag sehr viele Ihrer Reden an. Vielleicht schaffen Sie es, auch einfach einmal zuzuhören und nicht immer dazwischenzurufen. (Abg. Hafenecker: Das ist lebendiger Parlamentarismus!) Wissen Sie, eine der häufigsten Nachrichten, die ich auf Social Media während meiner Reden bekomme, ist, warum Frau Belakowitsch immer so reinbrüllen muss. Ich verstehe das nicht, vielleicht können Sie einfach einmal zuhören. (Beifall bei NEOS und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Hafenecker: Das ist lebendiger Parlamentarismus!
Wenn wir über Hassverbrechen sprechen, müssen wir sagen, die Zahlen steigen. Sie steigen seit zwei, drei Jahren, nachdem sie eigentlich jahrelang gesunken sind. (Abg. Belakowitsch: Ja, seit 2015 vor allem!) – Frau Belakowitsch, bitte! Wir hören uns hier den ganzen Tag sehr viele Ihrer Reden an. Vielleicht schaffen Sie es, auch einfach einmal zuzuhören und nicht immer dazwischenzurufen. (Abg. Hafenecker: Das ist lebendiger Parlamentarismus!) Wissen Sie, eine der häufigsten Nachrichten, die ich auf Social Media während meiner Reden bekomme, ist, warum Frau Belakowitsch immer so reinbrüllen muss. Ich verstehe das nicht, vielleicht können Sie einfach einmal zuhören. (Beifall bei NEOS und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei NEOS und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn wir über Hassverbrechen sprechen, müssen wir sagen, die Zahlen steigen. Sie steigen seit zwei, drei Jahren, nachdem sie eigentlich jahrelang gesunken sind. (Abg. Belakowitsch: Ja, seit 2015 vor allem!) – Frau Belakowitsch, bitte! Wir hören uns hier den ganzen Tag sehr viele Ihrer Reden an. Vielleicht schaffen Sie es, auch einfach einmal zuzuhören und nicht immer dazwischenzurufen. (Abg. Hafenecker: Das ist lebendiger Parlamentarismus!) Wissen Sie, eine der häufigsten Nachrichten, die ich auf Social Media während meiner Reden bekomme, ist, warum Frau Belakowitsch immer so reinbrüllen muss. Ich verstehe das nicht, vielleicht können Sie einfach einmal zuhören. (Beifall bei NEOS und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Die Zahlen steigen also seit Jahren. 10 Prozent der Mitglieder der LGBTIQ-Community haben in den letzten fünf Jahren einen physischen Übergriff erleben müssen – 10 Prozent, jede zehnte Person. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) 40 Prozent erleben Diskriminierung im Arbeitsleben, und 60 Prozent der schwulen und lesbischen Pärchen trauen sich aus Angst vor Übergriffen nicht, in der Öffentlichkeit Händchen zu halten. Das sind die Zahlen der Europäischen Grundrechteagentur. Auch die Kriminalstatistik weist aus, dass die einschlägig motivierten Hassverbrechen, nämlich Verhetzung, Körperverletzungen, Sachbeschädigungen, in den letzten Jahren zugenommen haben.
Zwischenruf bei der FPÖ.
Wir müssen also die Gründe bekämpfen, die zu diesen Hassverbrechen führen, und die sind vielfältig. Auf der einen Seite sind sie seit einigen Jahren immer stärker aus dem rechten, aus dem identitären Umfeld zu beobachten, wobei auch Kundgebungen rund um die Regenbogenparade gestört werden. Weil es immer wieder totgeschwiegen wird, möchte ich schon auch sagen, dass wir auch im migrantischen Bereich immer stärkere Probleme haben. Die müssen wir auch adressieren und bekämpfen. (Zwischenruf bei der FPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Stögmüller.
Was es bräuchte, wäre, diese unzähligen Anträge, die die SPÖ und auch wir im Ausschuss eingebracht haben, umzusetzen, Sensibilisierungsarbeit bei der Polizei wirklich und nicht nur placebohalber zu verstärken. Wir müssten in Schulen gehen, in Brennpunktschulen, wir müssten die Burschenarbeit in bestimmten Milieus forcieren. Wir bringen uns bei diesem runden Tisch natürlich ein, er allein wird aber nicht reichen. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Stögmüller.)
Beifall bei SPÖ und FPÖ.
Im Antrag begründet die FPÖ ihr Misstrauen hauptsächlich mit Ihrer sehr, sehr mangelhaften Beantwortung von parlamentarischen Anfragen. Ich teile diese Kritik. Ich teile diese Kritik, weil die Anfragebeantwortungen aus Ihrem Ressort wirklich unterstes Niveau sind. Sie untergraben da ein zentrales Recht von uns Abgeordneten und des Parlaments – das Anfragerecht, das Interpellationsrecht ist ein zentrales Instrument der Parlamentarier zur Kontrolle. (Beifall bei SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scharzenberger: Das ist ein falscher Vorhalt!
Meine Damen und Herren! Das Innenministerium erlebte in den letzten Jahrzehnten unter einer ÖVP-Herrschaft eine Situation, die unvergleichlich ist. Die Personalpolitik, die Sie betreiben, die parteipolitisch motivierte Personalpolitik, führt zu einer Demotivation der Kolleginnen und Kollegen im Innenministerium, die unerträglich ist. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scharzenberger: Das ist ein falscher Vorhalt!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Eigentlich könnte man sich, wenn man sich die Innenminister der letzten 20 Jahre so anschaut, ja denken, dass es gar nicht so schwer wäre, einen guten Eindruck als Innenminister zu machen; nach Strasser, Platter, Kickl und Sobotka wäre es ja eigentlich gar nicht so schwer, als Innenminister gut zu wirken. Sie schaffen es leider, dieses Niveau noch zu unterschreiten, und deswegen unterstützen wir diesen Antrag. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn ich mir ansehe, wie dieser Antrag begründet wird, dann finde ich hier auch sehr starke Worte, nämlich: „Auskunftsverweigerung und Vertuschung“. Beides findet man dann in der Begründung gar nicht mehr gerechtfertigt. Was ist der Grund für diesen Misstrauensantrag? – Die Unzufriedenheit mit einer Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage aus diesem Haus, weil die polizeiliche Kriminalstatistik nicht quartalsmäßig, nicht halbjährlich, sondern jährlich veröffentlicht wird. Und dann weiß man auch, dass in diesem Antrag außer heißer Luft nichts drinnen ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Belakowitsch: So viele Sitzungen haben wir gar nicht!
Sehen wir uns jetzt einmal an, wie viele parlamentarische Anfragen in den rund zehn Monaten der Amtszeit unseres Innenministers gestellt worden sind! Das sind sage und schreibe 521 parlamentarische Anfragen, davon 271 von der FPÖ und 131 von der SPÖ. Die sind alle beantwortet worden, und wenn man damit nicht zufrieden ist, dann hat man hier im Haus die Möglichkeit, eine kurze Debatte darüber abzuführen und weitere Auskünfte zu verlangen. (Abg. Belakowitsch: So viele Sitzungen haben wir gar nicht!) Das ist gängige parlamentarische Praxis und alles andere als ein Grund für einen Misstrauensantrag, durch den ein Innenminister, der alle diese Anfragen beantwortet hat, sein Amt verlieren soll.
Abg. Haubner: Da war nichts mehr da!
Ein Wort noch zum Kollegen Einwallner, weil er von Personalbesetzungen im Innenministerium gesprochen hat: Also ich kann mich noch erinnern, weil ich lange genug politisch aktiv bin, wie der letzte Innenminister der SPÖ aus dem Amt geschieden ist. Der letzte Innenminister der SPÖ ist so aus dem Amt geschieden, dass aus dem Innenministerium heraus die Arbeit des neuen Innenministers gar nicht möglich war (Abg. Haubner: Da war nichts mehr da!), weil die Personalpolitik von Ihnen dazu geführt hat – nach den Informationen, die ich habe –, dass die Steckdosen, die Anschlüsse für die Computer aus der Wand gerissen worden sind und der neue Innenminister, damals Ernst Strasser, seine Aufgabe von der Landespolizeidirektion Wien aus erfüllen musste. Das ist Ihre Personalpolitik und das Ergebnis eines sozialdemokratischen Innenministers! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Leichtfried: Wie der Herr Strasser geendet hat, das wissen wir auch! Darauf sind Sie vielleicht noch stolz, was der Herr Strasser angerichtet hat?! – Abg. Haubner: Ich wäre da ein bisschen vorsichtig, Herr Kollege Leichtfried!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Leichtfried: Wie der Herr Strasser geendet hat, das wissen wir auch! Darauf sind Sie vielleicht noch stolz, was der Herr Strasser angerichtet hat?! – Abg. Haubner: Ich wäre da ein bisschen vorsichtig, Herr Kollege Leichtfried!
Ein Wort noch zum Kollegen Einwallner, weil er von Personalbesetzungen im Innenministerium gesprochen hat: Also ich kann mich noch erinnern, weil ich lange genug politisch aktiv bin, wie der letzte Innenminister der SPÖ aus dem Amt geschieden ist. Der letzte Innenminister der SPÖ ist so aus dem Amt geschieden, dass aus dem Innenministerium heraus die Arbeit des neuen Innenministers gar nicht möglich war (Abg. Haubner: Da war nichts mehr da!), weil die Personalpolitik von Ihnen dazu geführt hat – nach den Informationen, die ich habe –, dass die Steckdosen, die Anschlüsse für die Computer aus der Wand gerissen worden sind und der neue Innenminister, damals Ernst Strasser, seine Aufgabe von der Landespolizeidirektion Wien aus erfüllen musste. Das ist Ihre Personalpolitik und das Ergebnis eines sozialdemokratischen Innenministers! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Leichtfried: Wie der Herr Strasser geendet hat, das wissen wir auch! Darauf sind Sie vielleicht noch stolz, was der Herr Strasser angerichtet hat?! – Abg. Haubner: Ich wäre da ein bisschen vorsichtig, Herr Kollege Leichtfried!)
Abg. Leichtfried: Wie kann man auf den Herrn Strasser stolz sein?
Wenn Sie sich solche Sorgen machen, wie die Sicherheit in diesem Land von uns bewerkstelligt wird, dann darf ich Ihnen noch eines sagen, geschätzte Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ: Vielleicht reden Sie einmal mit Ihrer Bundesvorsitzenden, die ja gemeint hat, wir haben gar keine Flüchtlingskrise! Wie geht es Ihnen denn damit, Herr Sicherheitssprecher der SPÖ, Herr Kollege Einwallner? Da hätten Sie Gesprächsbedarf! (Abg. Leichtfried: Wie kann man auf den Herrn Strasser stolz sein?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Widerspruch bei der FPÖ. – Abg. Belakowitsch: Der beste!
Eines hat dieser Misstrauensantrag ganz eindeutig gezeigt: Es soll davon abgelenkt werden, dass der Rekord oder die hohe Zahl der Misstrauensanträge, die Herr Innenminister Kickl in seiner Amtszeit bekommen hat, das Gewicht behält. Das können Sie jetzt mit vielen Misstrauensanträgen vielleicht egalisieren, aber eines werden Sie nicht egalisieren können: dass Ihr Innenminister Kickl der schlechteste Innenminister dieser Republik war. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Widerspruch bei der FPÖ. – Abg. Belakowitsch: Der beste!)
Abg. Leichtfried: Wie kann man da herausgehen und den Strasser loben? Ich glaube es nicht!
Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Hannes Amesbauer. – Bitte. (Abg. Leichtfried: Wie kann man da herausgehen und den Strasser loben? Ich glaube es nicht!)
He-Rufe bei der ÖVP – Abg. Hörl: Das ist unerhört!
Abgeordneter Mag. Hannes Amesbauer, BA (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Ja, Kollege Stocker, sensationell: Wenn man bedenkt, welche Nieten die ÖVP in den letzten zwei Jahrzehnten schon im Innenministerium sitzen gehabt hat (He-Rufe bei der ÖVP – Abg. Hörl: Das ist unerhört!), und dann auch noch Ernst Strasser, den Häfnbruder, zu loben – das ist wirklich bemerkenswert, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Hannes Amesbauer, BA (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Ja, Kollege Stocker, sensationell: Wenn man bedenkt, welche Nieten die ÖVP in den letzten zwei Jahrzehnten schon im Innenministerium sitzen gehabt hat (He-Rufe bei der ÖVP – Abg. Hörl: Das ist unerhört!), und dann auch noch Ernst Strasser, den Häfnbruder, zu loben – das ist wirklich bemerkenswert, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Haubner: Da ist eine hohe Qualität in der Rede!
Präsidentin Doris Bures: Herr Abgeordneter Amesbauer, ich erteile Ihnen jetzt keinen Ordnungsruf, aber ich würde Sie ersuchen, sich im weiteren Verlauf Ihrer Rede zu mäßigen, um die Würde und den Anstand des Hauses nicht zu verletzen. (Abg. Haubner: Da ist eine hohe Qualität in der Rede!)
Abg. Haubner: Ui, eine gefährliche Drohung!
Abgeordneter Mag. Hannes Amesbauer, BA (fortsetzend): Frau Präsidentin, ich werde mein Bestes geben. (Abg. Haubner: Ui, eine gefährliche Drohung!)
Ruf bei der ÖVP: Der hat sie aber vorher gelesen! – Heiterkeit bei der ÖVP
Ich habe Ihnen da ein Buch mitgebracht – also ich mache jetzt ein bissel auf Brandstätter (Ruf bei der ÖVP: Der hat sie aber vorher gelesen! – Heiterkeit bei der ÖVP), aber nicht nur Kollege Brandstätter liest Bücher –, und das Buch heißt: „Die Interpellation. Das parlamentarische Kontrollrecht“, unter anderem verfasst von unserem ehemaligen Kollegen Noll. (Der Redner hält das genannte Buch von Udo Szekulics und Alfred J. Noll in die Höhe.) Noll war jetzt nicht der große FPÖ-Freund, aber das ist ein sehr kluges Buch, das er hier verfasst hat, und da möchte ich aus dem Vorwort ein Zitat bringen: „Parlamentarische Anfragen und deren Beantwortungen sind nicht nur ein politisches Kontrollinstrument des Nationalrats gegenüber der Bundesregierung, sondern auch eine wichtige Informationsquelle der Öffentlichkeit über die Arbeit der Verwaltung.“
Zwischenruf des Abg. Stocker
Das hat in einer Beantwortung nichts verloren! Uns interessiert die wissenschaftliche Überprüfung nicht (Zwischenruf des Abg. Stocker), uns interessiert die Interpretation des Ministers nicht (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Stocker) – wir wollen die Zahlen, Daten und Fakten, so wie es uns im Rahmen der Interpellation zusteht. Die Schlüsse daraus ziehen wir dann schon selbst. (Beifall bei der FPÖ.)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Stocker
Das hat in einer Beantwortung nichts verloren! Uns interessiert die wissenschaftliche Überprüfung nicht (Zwischenruf des Abg. Stocker), uns interessiert die Interpretation des Ministers nicht (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Stocker) – wir wollen die Zahlen, Daten und Fakten, so wie es uns im Rahmen der Interpellation zusteht. Die Schlüsse daraus ziehen wir dann schon selbst. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das hat in einer Beantwortung nichts verloren! Uns interessiert die wissenschaftliche Überprüfung nicht (Zwischenruf des Abg. Stocker), uns interessiert die Interpretation des Ministers nicht (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Stocker) – wir wollen die Zahlen, Daten und Fakten, so wie es uns im Rahmen der Interpellation zusteht. Die Schlüsse daraus ziehen wir dann schon selbst. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Prinz.
Das ist also neben dem, was Kollege Einwallner schon gesagt hat, auch neben Ihrem Totalversagen in der Asylkrise, neben dem, was die Postenkorruption betrifft, ein Misstrauensantrag, den Sie sich wirklich redlich verdient haben. (Zwischenruf des Abg. Prinz.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn schon dieser Misstrauensantrag leider keine Mehrheit gefunden hat, dann haben Sie wenigstens die Schneid und lassen Sie den großen Worten des Innenministers in der Migrationspolitik endlich Taten folgen und fordern Sie ihn auf, hier endlich seiner Tätigkeit und seiner Aufgabe und Verantwortung für Österreich nachzukommen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Georg Bürstmayr (Grüne): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Irgendwie, glaube ich, wissen Sie von der FPÖ nicht, was Sie wollen. Wenn ein Minister nicht auf der Regierungsbank sitzt, verlangen Sie, dass er ins Parlament kommt, und wenn er hier sitzt, fordern Sie ihn auf, wieder zu gehen. Ja, was denn nun? (Beifall bei den Grünen sowie Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Loacker: Seit vielen Jahren!
Wenn man das aber ein bisschen ernster nimmt, was Sie da beantragt haben, dann kann man festhalten: Ja, das Bundesministerium für Inneres ist nicht dafür bekannt, parlamentarische Anfragen besonders ausführlich zu beantworten, das wissen wir. (Abg. Loacker: Seit vielen Jahren!) Das trifft aber nicht erst auf Herrn Innenminister Karner zu. Diese Kritik gab es auch schon an Anfragebeantwortungen seines Vorgängers Nehammer und seines Vorvorgängers Peschorn. (Abg. Loacker: Schon bei der Mikl-Leitner!) Mit anderen Worten: Es sind nicht die Personen an der Spitze, es ist das Haus, es ist das Innenministerium selbst, dass es sich zur Gewohnheit gemacht hat, Anfragen aus dem Parlament, sagen wir so, etwas wortkarg zu beantworten. Auch wir Grüne kritisieren das, aber die Person an der Spitze, die ändert daran ganz offenbar nichts, und das wissen Sie.
Abg. Loacker: Schon bei der Mikl-Leitner!
Wenn man das aber ein bisschen ernster nimmt, was Sie da beantragt haben, dann kann man festhalten: Ja, das Bundesministerium für Inneres ist nicht dafür bekannt, parlamentarische Anfragen besonders ausführlich zu beantworten, das wissen wir. (Abg. Loacker: Seit vielen Jahren!) Das trifft aber nicht erst auf Herrn Innenminister Karner zu. Diese Kritik gab es auch schon an Anfragebeantwortungen seines Vorgängers Nehammer und seines Vorvorgängers Peschorn. (Abg. Loacker: Schon bei der Mikl-Leitner!) Mit anderen Worten: Es sind nicht die Personen an der Spitze, es ist das Haus, es ist das Innenministerium selbst, dass es sich zur Gewohnheit gemacht hat, Anfragen aus dem Parlament, sagen wir so, etwas wortkarg zu beantworten. Auch wir Grüne kritisieren das, aber die Person an der Spitze, die ändert daran ganz offenbar nichts, und das wissen Sie.
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Ihnen geht es auch gar nicht um die Person des Herrn Innenministers. Ihnen geht es darum, dass dieser Innenminister stellvertretend für seine Partei für eine Haltung steht, die sich zwar in vielen Punkten von unserer, der grünen Haltung, unterscheidet, aber in einem Punkt nicht (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch): Diese Regierung und beide Koalitionsparteien sind nicht bereit, Unionsrecht, Verfassungsrecht und Völkerrecht einfach außer Kraft zu setzen. (Ruf bei der FPÖ: Ja dann tun Sie das!) Diese Regierung besteht darauf, dass menschenrechtliche Mindeststandards eingehalten werden, auch wenn das eine Herausforderung ist. Wir stehen gemeinsam dafür, dass kein Mensch an den österreichischen Grenzen in den Dreck gestoßen, mit Füßen getreten, gedemütigt und misshandelt werden darf, weil alle Menschen frei und gleich an Würde und Rechten geboren sind. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf bei der FPÖ: Ja dann tun Sie das!
Ihnen geht es auch gar nicht um die Person des Herrn Innenministers. Ihnen geht es darum, dass dieser Innenminister stellvertretend für seine Partei für eine Haltung steht, die sich zwar in vielen Punkten von unserer, der grünen Haltung, unterscheidet, aber in einem Punkt nicht (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch): Diese Regierung und beide Koalitionsparteien sind nicht bereit, Unionsrecht, Verfassungsrecht und Völkerrecht einfach außer Kraft zu setzen. (Ruf bei der FPÖ: Ja dann tun Sie das!) Diese Regierung besteht darauf, dass menschenrechtliche Mindeststandards eingehalten werden, auch wenn das eine Herausforderung ist. Wir stehen gemeinsam dafür, dass kein Mensch an den österreichischen Grenzen in den Dreck gestoßen, mit Füßen getreten, gedemütigt und misshandelt werden darf, weil alle Menschen frei und gleich an Würde und Rechten geboren sind. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ihnen geht es auch gar nicht um die Person des Herrn Innenministers. Ihnen geht es darum, dass dieser Innenminister stellvertretend für seine Partei für eine Haltung steht, die sich zwar in vielen Punkten von unserer, der grünen Haltung, unterscheidet, aber in einem Punkt nicht (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch): Diese Regierung und beide Koalitionsparteien sind nicht bereit, Unionsrecht, Verfassungsrecht und Völkerrecht einfach außer Kraft zu setzen. (Ruf bei der FPÖ: Ja dann tun Sie das!) Diese Regierung besteht darauf, dass menschenrechtliche Mindeststandards eingehalten werden, auch wenn das eine Herausforderung ist. Wir stehen gemeinsam dafür, dass kein Mensch an den österreichischen Grenzen in den Dreck gestoßen, mit Füßen getreten, gedemütigt und misshandelt werden darf, weil alle Menschen frei und gleich an Würde und Rechten geboren sind. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Belakowitsch: Ja eh!
Für Sie, meine Damen und Herren von der FPÖ, für Sie, Kollege Amesbauer, ist das anders. Woher ich das weiß? – Weil Sie, Kollege Amesbauer, in der letzten Innenausschusssitzung, in der wir Ihren unsinnigen Misstrauensantrag schon abgewiesen haben, tatsächlich zu Protokoll genommen haben wollten, dass Sie und Ihre Partei für Push-backs wären. (Abg. Belakowitsch: Ja eh!) Das wollten Sie ausdrücklich zu Protokoll genommen haben. (Abg. Amesbauer: Das sagen wir eh oft!) Also genau das: dass Menschen getreten und über Grenzen geprügelt werden, als wären sie ein Stück Vieh. (Abg. Belakowitsch: Das haben wir nicht gesagt!) Push-backs sind ein Verstoß gegen das Völkerrecht, gegen das Unionsrecht, gegen die Menschenrechte und damit gegen unsere Verfassung. All das ist Ihnen egal. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Ihnen ist halt die Wahrheit egal! – Zwischenruf des Abg. Hafenecker.)
Abg. Amesbauer: Das sagen wir eh oft!
Für Sie, meine Damen und Herren von der FPÖ, für Sie, Kollege Amesbauer, ist das anders. Woher ich das weiß? – Weil Sie, Kollege Amesbauer, in der letzten Innenausschusssitzung, in der wir Ihren unsinnigen Misstrauensantrag schon abgewiesen haben, tatsächlich zu Protokoll genommen haben wollten, dass Sie und Ihre Partei für Push-backs wären. (Abg. Belakowitsch: Ja eh!) Das wollten Sie ausdrücklich zu Protokoll genommen haben. (Abg. Amesbauer: Das sagen wir eh oft!) Also genau das: dass Menschen getreten und über Grenzen geprügelt werden, als wären sie ein Stück Vieh. (Abg. Belakowitsch: Das haben wir nicht gesagt!) Push-backs sind ein Verstoß gegen das Völkerrecht, gegen das Unionsrecht, gegen die Menschenrechte und damit gegen unsere Verfassung. All das ist Ihnen egal. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Ihnen ist halt die Wahrheit egal! – Zwischenruf des Abg. Hafenecker.)
Abg. Belakowitsch: Das haben wir nicht gesagt!
Für Sie, meine Damen und Herren von der FPÖ, für Sie, Kollege Amesbauer, ist das anders. Woher ich das weiß? – Weil Sie, Kollege Amesbauer, in der letzten Innenausschusssitzung, in der wir Ihren unsinnigen Misstrauensantrag schon abgewiesen haben, tatsächlich zu Protokoll genommen haben wollten, dass Sie und Ihre Partei für Push-backs wären. (Abg. Belakowitsch: Ja eh!) Das wollten Sie ausdrücklich zu Protokoll genommen haben. (Abg. Amesbauer: Das sagen wir eh oft!) Also genau das: dass Menschen getreten und über Grenzen geprügelt werden, als wären sie ein Stück Vieh. (Abg. Belakowitsch: Das haben wir nicht gesagt!) Push-backs sind ein Verstoß gegen das Völkerrecht, gegen das Unionsrecht, gegen die Menschenrechte und damit gegen unsere Verfassung. All das ist Ihnen egal. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Ihnen ist halt die Wahrheit egal! – Zwischenruf des Abg. Hafenecker.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Ihnen ist halt die Wahrheit egal! – Zwischenruf des Abg. Hafenecker.
Für Sie, meine Damen und Herren von der FPÖ, für Sie, Kollege Amesbauer, ist das anders. Woher ich das weiß? – Weil Sie, Kollege Amesbauer, in der letzten Innenausschusssitzung, in der wir Ihren unsinnigen Misstrauensantrag schon abgewiesen haben, tatsächlich zu Protokoll genommen haben wollten, dass Sie und Ihre Partei für Push-backs wären. (Abg. Belakowitsch: Ja eh!) Das wollten Sie ausdrücklich zu Protokoll genommen haben. (Abg. Amesbauer: Das sagen wir eh oft!) Also genau das: dass Menschen getreten und über Grenzen geprügelt werden, als wären sie ein Stück Vieh. (Abg. Belakowitsch: Das haben wir nicht gesagt!) Push-backs sind ein Verstoß gegen das Völkerrecht, gegen das Unionsrecht, gegen die Menschenrechte und damit gegen unsere Verfassung. All das ist Ihnen egal. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Ihnen ist halt die Wahrheit egal! – Zwischenruf des Abg. Hafenecker.)
Abg. Ries: Ja!
Dass Ihnen all das egal ist, wollten Sie in Ihrer – entschuldigen Sie, ich kann das nicht anders nennen – rechtspopulistischen Kraftmeierei zu Protokoll genommen haben. (Abg. Ries: Ja!)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Ja, wir Grüne und die Volkspartei haben in vielen Dingen unterschiedliche ideologische Ansätze und Ansichten, aber darüber sind wir uns einig – hoffentlich auch mit zwei weiteren Parteien in diesem Haus –: dass alle Menschen gleich sind und dass die Menschenwürde unantastbar ist – und das stört Sie an diesem Minister, stellvertretend für diese Bundesregierung und diese Koalition. Das ist der Grund, warum wir Ihren Misstrauensantrag abgelehnt haben und warum wir das hier Plenum bestätigen werden. – Danke fürs Zuhören. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Ruf bei der SPÖ: Der Bürgermeister der Herzen!
Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Maximilian Köllner. – Bitte. (Ruf bei der SPÖ: Der Bürgermeister der Herzen!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich frage mich schon, warum Sie diese Zahlen zur Kriminalitätsstatistik nicht einfach auf den Tisch legen, aber abgesehen von dieser nicht akzeptablen Auskunftsverweigerung steht Ihnen in Ihrem Ressort auch aus anderen Gründen das Wasser bis zum Hals. Sie und Ihre Vorgänger haben weder die Balkanroute noch die Mittelmeerroute oder eine andere Route geschlossen, noch haben Sie EU-weit eine akzeptable und funktionierende Lösung an den europäischen Außengrenzen erwirken können. Das Einzige, was Sie vonseiten der ÖVP seit 2015 gemacht haben, ist, dass Sie der Bevölkerung einen Bären aufgebunden haben und damit einen Wahlkampf nach dem anderen bestritten haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hanger: Was hat deine Vorsitzende gesagt? – Abg. Lausch: Sein Vorsitzender ist der Doskozil!
Sie wissen es genau. Was erleben wir seit Monaten an der burgenländisch-ungarischen Grenze? (Abg. Hanger: Was hat deine Vorsitzende gesagt? – Abg. Lausch: Sein Vorsitzender ist der Doskozil!) – 3 000 Flüchtlinge pro Woche werden vor allem im Bezirk Neusiedl am See und Oberpullendorf aufgegriffen, die Dunkelziffer liegt wahrscheinlich sogar noch deutlich höher. (Abg. Hanger: Frau Rendi-Wagner sagt was anderes! – Zwischenrufe der Abgeordneten Höfinger und Ottenschläger.)
Abg. Hanger: Frau Rendi-Wagner sagt was anderes! – Zwischenrufe der Abgeordneten Höfinger und Ottenschläger.
Sie wissen es genau. Was erleben wir seit Monaten an der burgenländisch-ungarischen Grenze? (Abg. Hanger: Was hat deine Vorsitzende gesagt? – Abg. Lausch: Sein Vorsitzender ist der Doskozil!) – 3 000 Flüchtlinge pro Woche werden vor allem im Bezirk Neusiedl am See und Oberpullendorf aufgegriffen, die Dunkelziffer liegt wahrscheinlich sogar noch deutlich höher. (Abg. Hanger: Frau Rendi-Wagner sagt was anderes! – Zwischenrufe der Abgeordneten Höfinger und Ottenschläger.)
Zwischenruf des Abg. Prinz.
Das bedeutet natürlich einen enorm hohen Verwaltungsaufwand und ständigen Druck auf die Polizeidienststellen vor Ort. Die Leidtragenden aufgrund Ihres politischen Versagens sind also die Polizistinnen und Polizisten, für die Sie ja zuständig sind, die eben einer massiven Belastung ausgesetzt sind, von einem Bundesland ins nächste hin- und hergeschoben werden, aber keine wirkliche Unterstützung, keine Aufstockung erhalten. (Zwischenruf des Abg. Prinz.)
Beifall bei SPÖ und FPÖ. – Rufe bei der ÖVP: Hallo?!
Und ganz ehrlich: Wissen Sie, was das eigentlich wahre Problem ist? – Das wahre Problem ist, dass das Innenressort – bis auf das kurze Gastspiel von Herbert Kickl mit den Pferden – seit mehr als zwei Jahrzehnten in ÖVP-Hand ist. Das ist das Problem. Die ÖVP ist schon lange keine staatstragende Partei mehr, die ÖVP ist zur Partei der Skandale und der politischen Instabilität geworden. (Beifall bei SPÖ und FPÖ. – Rufe bei der ÖVP: Hallo?!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Wird noch 20 Jahre dauern!
Ich denke, es ist Zeit für einen Neustart. Österreich hat sich etwas Besseres verdient. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Wird noch 20 Jahre dauern!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Hermann Gahr (ÖVP): Frau Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Zuerst zum Kollegen Amesbauer: Ihre Worte – ich möchte sie nicht in den Mund nehmen – an den Herrn Bundesminister und auch an den Bundesminister außer Dienst haben in diesem Haus wirklich nichts verloren, und aus meiner Sicht hätte es dafür einen Ordnungsruf geben müssen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Meine Damen und Herren, es gibt keinen Grund zur Panik! Unser Bundesminister steht in jedem Ausschuss bei aktuellen Aussprachen Rede und Antwort, er beantwortet parlamentarische Anfragen, bis zu 1 000 im Jahr, und es gibt auch das Instrument einer kurzen Debatte, in der unser Bundesminister jederzeit Auskunft gibt. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Wer mit Aussagen unzufrieden ist, dem sei eines gesagt: Die bisherige Kriminalitätsstatistik war durchaus in manchen Bereichen wenig aussagekräftig. (Abg. Amesbauer: Um das geht es nicht!) Es braucht mehr Qualität, es braucht eine wissenschaftliche Prüfung (Abg. Belakowitsch: Seit wann?), und daher wurde sie von Experten, Frau Kollegin, neu aufgestellt. Zukünftig wird die Kriminalitätsstatistik aussagekräftig sein.
Abg. Amesbauer: Um das geht es nicht!
Meine Damen und Herren, es gibt keinen Grund zur Panik! Unser Bundesminister steht in jedem Ausschuss bei aktuellen Aussprachen Rede und Antwort, er beantwortet parlamentarische Anfragen, bis zu 1 000 im Jahr, und es gibt auch das Instrument einer kurzen Debatte, in der unser Bundesminister jederzeit Auskunft gibt. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Wer mit Aussagen unzufrieden ist, dem sei eines gesagt: Die bisherige Kriminalitätsstatistik war durchaus in manchen Bereichen wenig aussagekräftig. (Abg. Amesbauer: Um das geht es nicht!) Es braucht mehr Qualität, es braucht eine wissenschaftliche Prüfung (Abg. Belakowitsch: Seit wann?), und daher wurde sie von Experten, Frau Kollegin, neu aufgestellt. Zukünftig wird die Kriminalitätsstatistik aussagekräftig sein.
Abg. Belakowitsch: Seit wann?
Meine Damen und Herren, es gibt keinen Grund zur Panik! Unser Bundesminister steht in jedem Ausschuss bei aktuellen Aussprachen Rede und Antwort, er beantwortet parlamentarische Anfragen, bis zu 1 000 im Jahr, und es gibt auch das Instrument einer kurzen Debatte, in der unser Bundesminister jederzeit Auskunft gibt. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Wer mit Aussagen unzufrieden ist, dem sei eines gesagt: Die bisherige Kriminalitätsstatistik war durchaus in manchen Bereichen wenig aussagekräftig. (Abg. Amesbauer: Um das geht es nicht!) Es braucht mehr Qualität, es braucht eine wissenschaftliche Prüfung (Abg. Belakowitsch: Seit wann?), und daher wurde sie von Experten, Frau Kollegin, neu aufgestellt. Zukünftig wird die Kriminalitätsstatistik aussagekräftig sein.
Beifall bei der ÖVP.
Worum geht es dabei? – Es geht um die Sicherheit in unserem Land, es geht um die Sicherheit der Bevölkerung, es geht um präventive Maßnahmen, es geht um den Einsatz von Ressourcen, und unser Bundesminister mit seinem Kabinett und seinem Ministerium ist der Garant dafür, dass Österreich ein sicheres Land ist und auch in Zukunft ein sicheres Land bleiben wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ries: Das steht uns auch zu!
Kollege Amesbauer hat sich im Ausschuss selber disqualifiziert. Er hat betont, er will einzig und allein die Rohdaten. (Abg. Ries: Das steht uns auch zu!) Die wird er dann selber interpretieren und seine Schlüsse daraus ziehen. (Abg. Amesbauer: Das steht uns auch zu! Das steht uns zu! Er verweigert ja ...!) – Kollege Amesbauer, uns ist wesentlich wichtiger, dass Experten diese Dinge machen und nicht Sie die Schlüsse daraus ziehen und sich Ihre Meinung daraus bilden und hier skandalisieren. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Amesbauer: Das steht uns auch zu! Das steht uns zu! Er verweigert ja ...!
Kollege Amesbauer hat sich im Ausschuss selber disqualifiziert. Er hat betont, er will einzig und allein die Rohdaten. (Abg. Ries: Das steht uns auch zu!) Die wird er dann selber interpretieren und seine Schlüsse daraus ziehen. (Abg. Amesbauer: Das steht uns auch zu! Das steht uns zu! Er verweigert ja ...!) – Kollege Amesbauer, uns ist wesentlich wichtiger, dass Experten diese Dinge machen und nicht Sie die Schlüsse daraus ziehen und sich Ihre Meinung daraus bilden und hier skandalisieren. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Kollege Amesbauer hat sich im Ausschuss selber disqualifiziert. Er hat betont, er will einzig und allein die Rohdaten. (Abg. Ries: Das steht uns auch zu!) Die wird er dann selber interpretieren und seine Schlüsse daraus ziehen. (Abg. Amesbauer: Das steht uns auch zu! Das steht uns zu! Er verweigert ja ...!) – Kollege Amesbauer, uns ist wesentlich wichtiger, dass Experten diese Dinge machen und nicht Sie die Schlüsse daraus ziehen und sich Ihre Meinung daraus bilden und hier skandalisieren. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Diese Beantwortung der Anfrage betreffend die Kriminalitätsstatistik ist kein Grund, das Misstrauen gegenüber dem Herrn Bundesminister auszusprechen. Sie können hier jederzeit die gesamten parlamentarischen Instrumente in Anspruch nehmen, Herr Kollege Amesbauer. Wir vertrauen auf unseren Bundesminister, wir vertrauen auf diese Bundesregierung. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ – Abg. Gahr: Der Vergleich ist ja lächerlich!
Abgeordneter Christian Hafenecker, MA (FPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Werte Kollegen von der ÖVP! Lieber Kollege Gahr, Sie haben gesagt, wir können alle parlamentarischen Instrumente in Anspruch nehmen. Das tun wir auch, aber ihr gebt uns diesbezüglich nichts zurück. Wir bekommen keine Antworten, wir bekommen keine Informationen. Und das ist das Problem, das ihr in Tirol habt: Ihr glaubt, euch gehört alles, euch gehört die Tiwag, euch gehört alles, euch gehören die Wohnbaugelder und so weiter und so fort (Beifall bei der FPÖ – Abg. Gahr: Der Vergleich ist ja lächerlich!) – und dieser Innenminister glaubt, dass ihm die Kriminalitätsstatistik gehört. Nein, das steht dem Parlament zu, sie gehört übermittelt, Punktum! Und wenn das nicht passiert, muss man das Vertrauen versagen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Christian Hafenecker, MA (FPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Werte Kollegen von der ÖVP! Lieber Kollege Gahr, Sie haben gesagt, wir können alle parlamentarischen Instrumente in Anspruch nehmen. Das tun wir auch, aber ihr gebt uns diesbezüglich nichts zurück. Wir bekommen keine Antworten, wir bekommen keine Informationen. Und das ist das Problem, das ihr in Tirol habt: Ihr glaubt, euch gehört alles, euch gehört die Tiwag, euch gehört alles, euch gehören die Wohnbaugelder und so weiter und so fort (Beifall bei der FPÖ – Abg. Gahr: Der Vergleich ist ja lächerlich!) – und dieser Innenminister glaubt, dass ihm die Kriminalitätsstatistik gehört. Nein, das steht dem Parlament zu, sie gehört übermittelt, Punktum! Und wenn das nicht passiert, muss man das Vertrauen versagen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Lausch: Jawohl, so ist es!
Ich möchte eines zum Kollegen Stocker sagen: Ich bin dem neuen Generalsekretär der ÖVP für seine Ausführungen dankbar und dafür, dass er Herrn Strasser, der verurteilt war, der eine Fußfessel getragen hat, der im Gefängnis gesessen ist, explizit gelobt hat. Das muss man schon auch sagen: dass sich die ÖVP mit so einem Herrn bis zum heutigen Tag identifiziert, ist interessant und lässt tief blicken, Herr Kollege Stocker. (Abg. Lausch: Jawohl, so ist es!)
Abg. Lausch: Jawohl!
Wir wissen natürlich, dass der Herr Innenminister außer Dienst Strasser ein Zögling von niemandem Geringeren als Erwin Pröll gewesen ist. (Abg. Lausch: Jawohl!) Und ich sage Ihnen noch etwas: Wissen Sie, wer der Pressesprecher von Herrn Strasser gewesen ist? – Das war derjenige, der jetzt als Innenminister hier zu meiner Rechten sitzt. Und wenn sich dieses Gedankengut in der ÖVP Niederösterreich bis zum heutigen Tag erhalten hat, Herr Kollege Stocker, dann wissen wir, dass wir auf dem richtigen Weg sind.
Abg. Stocker: Das wart schon ihr!
Kollege Strasser, Innenminister Strasser – Kollege würde ich nicht zu ihm sagen – war der Inbegriff des Postenschachers, er war der Inbegriff der Zerstörung der Exekutive. (Abg. Stocker: Das wart schon ihr!) Das System, von dem die ÖVP Niederösterreich im Innenministerium heute noch lebt, die Durchsetzung des Innenministeriums mit ÖVP-Parteisoldaten, hat ein Ernst Strasser begonnen. Wenn das der Mensch ist, auf den Sie Stein und Bein schwören, dann kennen wir uns aus und dann wissen wir auch, dass wir auf dem richtigen Weg sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Kollege Strasser, Innenminister Strasser – Kollege würde ich nicht zu ihm sagen – war der Inbegriff des Postenschachers, er war der Inbegriff der Zerstörung der Exekutive. (Abg. Stocker: Das wart schon ihr!) Das System, von dem die ÖVP Niederösterreich im Innenministerium heute noch lebt, die Durchsetzung des Innenministeriums mit ÖVP-Parteisoldaten, hat ein Ernst Strasser begonnen. Wenn das der Mensch ist, auf den Sie Stein und Bein schwören, dann kennen wir uns aus und dann wissen wir auch, dass wir auf dem richtigen Weg sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Steinacker: „Unglaublicher Doppelmoralist“?!
Vielleicht noch ein paar Worte zu Herrn Kollegen Bürstmayr, dessen Aussagen mir auch immer wieder gefallen: Also wenn Sie nicht so ein unglaublicher Doppelmoralist wären (Abg. Steinacker: „Unglaublicher Doppelmoralist“?!), dann hätten Sie als Grüner diesen Minister gar nicht zulassen dürfen. Er war immerhin der Verwalter eines Dollfuß-Museums. Diese ganze Sache ist schon ein bisschen faschistisch. Also wieso die Grünen so einen Minister mitproduziert haben, ist schon eine Frage für sich. Aber, Herr Bürstmayr, was die Asylanten betrifft, verstehe ich Sie, denn gerade Sie mit all Ihren Freunden in diesem Asylvertretungskreis und so weiter und so fort und Ihre Rechtsanwaltscommunity leben ja recht gut von dieser ganzen Geschichte.
Beifall bei der FPÖ.
Das heißt, meine sehr geehrten Damen und Herren, unsere Rechte als Parlamentarier sind dabei, von der ÖVP ausgehöhlt zu werden. Das ist der Grund dafür, dass wir der ÖVP das Vertrauen versagen, das ist der Grund dafür, Herr Bundesminister, dass wir Ihnen das Vertrauen versagen. Ich bitte um große Unterstützung des Antrages. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Da hört es dann aber leider einfach schon auf, weil das Gesetz alles andere als treffsicher ist. Da wird wieder – und das haben wir heute schon mehrmals besprochen – die große Gießkanne ausgepackt und jeder kriegt etwas davon. So kann es einfach nicht mehr weitergehen! Wir haben es heute in der Budgetdebatte gehört: Bis 2026 wird die Republik 400 Milliarden Euro Schulden haben, und deswegen müssen solche Maßnahmen, die mit der Gießkanne erfolgen, einfach kritischst hinterfragt werden. Unsere Stimme haben Sie für so etwas nicht. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Ich erkläre es auch ganz kurz, weil sich vielleicht nicht jeder so im Detail mit diesem Gesetz auseinandergesetzt hat. Tatsächlich geht es darum, dass eine gewisse Strommenge subventioniert wird. Wie gesagt, für einkommensschwache Haushalte alles gut – natürlich –, aber ganz im Ernst: Meine Damen und Herren, wir wissen auch, dass die 50 einkommensstärksten Haushalte, das sagen E-Control und Statistik Austria, das auch bekommen. Sie hier in diesem Saal werden es nicht brauchen, ich brauche es nicht. Wer es brauchen würde, wären alleinerziehende Mütter mit Kindern, da könnte man tatsächlich ein bisschen mehr geben, da könnte man mehr helfen, Menschen, die in der Wohnung sitzen und höhere Kosten haben, denen könnte man mehr geben. Der Unternehmer oder der Manager, der als Single in seiner Wohnung in Wien sitzt und normalerweise mit Gas heizt und sich jetzt einen Radiator zulegt oder mit der Klimaanlage heizt, weil es einfach billiger ist, braucht es nicht. Das meine ich mit Gießkanne. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS. – Ruf bei der ÖVP: Da gibt es klare Kriterien dazu!
Der zweite Punkt, der uns an diesem Gesetz fast noch mehr missfällt, ist, dass der Sparanreiz fehlt. Es wurde schon angesprochen: Bei jemandem, der zum Beispiel einen Nebenwohnsitz hat, würde dieser auch noch mitgefördert. Ich kenne eine Familie, die hat eine Eigentumswohnung in Wien, die hat ein Häuschen am Attersee, zählt also jetzt nicht unbedingt zu den Geringverdienern, und die kriegt zweimal diesen Zuschuss, der durch Steuergelder bezahlt wird. Die kommen jetzt zweimal nicht über diese 2 900 Kilowattstunden im Jahr, das heißt, denen wird der gesamte Strom abgegolten. Noch einmal: Das regt einfach nicht zum Sparen an, das ist teuer und ist in diesem Fall völlig ineffizient. (Beifall bei den NEOS. – Ruf bei der ÖVP: Da gibt es klare Kriterien dazu!)
Beifall bei den NEOS.
Noch einmal: Die aktuelle Energiekrise ist eine Krise der Knappheit. Es geht darum, ganz massive Sparanreize zu setzen. Das ist etwas, was in diesem Haus offenbar niemand mehr hören will. Sparen ist im Augenblick offenbar gar nicht en vogue, es ist aber das Gebot der Stunde. Mit diesen Gesetzen erreichen Sie das Gegenteil, deswegen sicher ohne unsere Stimmen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir wissen – ich habe das hier aufbereitet (eine Tafel mit der Überschrift „Jährliche Stromkosten* Neukund:innen“ und zwei Säulendiagrammen auf das Redner:innenpult stellend) –: Bei einem Preis für Neukunden von 35 Cent wird das zu mehr als einer Halbierung der Stromkosten für einen Haushalt im nächsten Jahr führen – zu mehr als einer Halbierung! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Aus unserer Sicht ist das auch notwendig. Das ist eine sehr drastische Maßnahme – sie ist auch im Budget abgebildet; im Budget sind knapp 4 Milliarden Euro dafür vorgesehen –, eine Maßnahme, die notwendig wird, weil die Stromkosten so stark gestiegen sind. Es wird, weil es auch größere Haushalte mit einem noch größeren Stromverbrauch gibt, für Haushalte über drei Personen die Möglichkeit geben, einen Antrag zu stellen, damit ihnen ein Zusatzkontingent bereitgestellt wird, und es wird – ganz wichtig – eine Stromkostenbremse plus für alle Menschen mit sehr wenig Einkommen geben. Die bekommen dann auch noch die gestützten Netztarife – 75 Prozent weniger –, das sind noch einmal 200 Euro. Das ist auf dem Taferl gar nicht abgebildet: also zusätzlich 200 Euro weniger auf der Stromrechnung. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Kollross: Ihr könnt gar nichts von heute auf morgen machen! Ihr seid unfähig!
Weil auch immer wieder gesagt wird, wir müssen uns den europäischen Strommarkt anschauen: Natürlich müssen wir uns den anschauen. Die Frau Ministerin kommt auch gerade aus Prag zurück, wo es genau darum ging. Ich möchte aber schon daran erinnern – gerade auch in Richtung SPÖ, weil ihr das auch immer wieder fordert –: Das sind nicht Dinge, die wir von heute auf morgen machen. (Abg. Kollross: Ihr könnt gar nichts von heute auf morgen machen! Ihr seid unfähig!) Das sind Dinge, die haben in ihrer Entwicklung Jahre gebraucht, und es wird auch einige Zeit brauchen, um sie zu reformieren.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir können das nicht einfach abschaffen, dann ist es morgen dunkel in Europa, sondern wir müssen sehr behutsam, aber sehr schnell und sehr entschlossen vorgehen, deswegen: jetzt mit der Stromkostenbremse eine schnelle Hilfe für Haushalte und mittel- und langfristig natürlich eine Reform des europäischen Strommarktes so schnell wie möglich. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf bei der SPÖ: Geh hör auf!
Die wichtigste Botschaft, die wir den Menschen mit dieser Stromkostenbremse geben: Nächstes Jahr braucht kein Haushalt Angst zu haben, dass einem die Stromkosten über den Kopf wachsen. (Ruf bei der SPÖ: Geh hör auf!) Diese Maßnahme wird zu mehr als einer Halbierung der Stromkosten führen. Ich glaube, das ist eine sehr sinnvolle und schnelle Maßnahme, die dazu führen wird, dass sich Haushalte das Leben noch leisten können. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die wichtigste Botschaft, die wir den Menschen mit dieser Stromkostenbremse geben: Nächstes Jahr braucht kein Haushalt Angst zu haben, dass einem die Stromkosten über den Kopf wachsen. (Ruf bei der SPÖ: Geh hör auf!) Diese Maßnahme wird zu mehr als einer Halbierung der Stromkosten führen. Ich glaube, das ist eine sehr sinnvolle und schnelle Maßnahme, die dazu führen wird, dass sich Haushalte das Leben noch leisten können. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Weidinger.
Abgesehen davon hat Ihre beziehungsweise eure Einmal- und Gutscheinpolitik jämmerlich versagt – deswegen jämmerlich versagt, weil es den Leuten einfach nichts bringt; kurzfristig ja, aber nicht nachhaltig, nicht langfristig. (Zwischenruf des Abg. Weidinger.) – Kollege, ich werde noch darauf zu sprechen kommen, vielleicht kannst noch ein bissel – ganz kurz – zuhören.
Abg. Weidinger: Herr Kollege, ... nicht zahlen!
Er ist natürlich nicht gekommen, aber ich würde heute gerne unseren Nationalratskollegen von der ÖVP (Abg. Weidinger: Herr Kollege, ... nicht zahlen!) – Kollege! –, seinen Generalsekretär, den geschätzten Nationalratskollegen Karlheinz Kopf, herausbitten, denn gestern haben Sie nichts dazu gesagt. Vielleicht sagen Sie heute etwas dazu, dass genau euer Wirtschaftskammerpräsident genau darauf aufmerksam macht, dass es ganz dringend notwendig ist, diese Gaspreisdeckel einzuführen (Beifall bei der SPÖ), um genau das zu erzielen: dass die Strompreise massiv hinuntergehen, nämlich nachhaltig, und nicht so, wie es du angesprochen hast, Lukas Hammer, dass das nur kurzfristig oder für eine Zeit oder für nächstes Jahr ist. (Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer.) Nur so kann man es langfristig machen.
Beifall bei der SPÖ
Er ist natürlich nicht gekommen, aber ich würde heute gerne unseren Nationalratskollegen von der ÖVP (Abg. Weidinger: Herr Kollege, ... nicht zahlen!) – Kollege! –, seinen Generalsekretär, den geschätzten Nationalratskollegen Karlheinz Kopf, herausbitten, denn gestern haben Sie nichts dazu gesagt. Vielleicht sagen Sie heute etwas dazu, dass genau euer Wirtschaftskammerpräsident genau darauf aufmerksam macht, dass es ganz dringend notwendig ist, diese Gaspreisdeckel einzuführen (Beifall bei der SPÖ), um genau das zu erzielen: dass die Strompreise massiv hinuntergehen, nämlich nachhaltig, und nicht so, wie es du angesprochen hast, Lukas Hammer, dass das nur kurzfristig oder für eine Zeit oder für nächstes Jahr ist. (Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer.) Nur so kann man es langfristig machen.
Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer.
Er ist natürlich nicht gekommen, aber ich würde heute gerne unseren Nationalratskollegen von der ÖVP (Abg. Weidinger: Herr Kollege, ... nicht zahlen!) – Kollege! –, seinen Generalsekretär, den geschätzten Nationalratskollegen Karlheinz Kopf, herausbitten, denn gestern haben Sie nichts dazu gesagt. Vielleicht sagen Sie heute etwas dazu, dass genau euer Wirtschaftskammerpräsident genau darauf aufmerksam macht, dass es ganz dringend notwendig ist, diese Gaspreisdeckel einzuführen (Beifall bei der SPÖ), um genau das zu erzielen: dass die Strompreise massiv hinuntergehen, nämlich nachhaltig, und nicht so, wie es du angesprochen hast, Lukas Hammer, dass das nur kurzfristig oder für eine Zeit oder für nächstes Jahr ist. (Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer.) Nur so kann man es langfristig machen.
Beifall bei der ÖVP.
Ich zitiere Herrn Mahrer von der Wirtschaftskammer: „Wenn Österreich bei Gas nichts macht, würde das Abertausende Arbeitsplätze kosten, das darf einfach nicht passieren.“ Daher: „Wenn es schon keine europäische Lösung gibt, dann wäre wenigstens eine Kopie des deutschen Modells eine Überlebenshilfe. Mahrer: ‚Das brauchen wir rasch und möglichst unbürokratisch.‘“ (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Generalsekretär Kopf, was sagen Sie dazu? Beziehungsweise: Sie versprechen Ihren Mitgliedern vonseiten der Wirtschaftskammer etwas. Sie werden das wahrscheinlich für Ihren Präsidenten der Wirtschaftskammer umsetzen – und hier im Hohen Haus stimmen Sie dagegen, dass die Leute, die Österreicherinnen und Österreicher, langfristig und nachhaltig von den massiv, exorbitant steigenden Energiekosten entlastet werden. Handeln Sie endlich! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Disoski: Fallen „durch den Rost“? – Abg. Lukas Hammer: An eurer Sprache wird man euch erkennen!
Grundsätzlich werden wir dem Stromkostenzuschuss aber zustimmen, weil es zumindest einer Gruppe von Menschen, einer großen Gruppe von Haushalten in Österreich hilft. Es fallen aber trotzdem einige durch den Rost, und deshalb werde ich auch einen entsprechenden Antrag einbringen. (Abg. Disoski: Fallen „durch den Rost“? – Abg. Lukas Hammer: An eurer Sprache wird man euch erkennen!)
Beifall bei der FPÖ.
Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Billiger als ... Bundesländer!
Ihr habt in Wien die Kosten für Wasser, Abfall, Abwasser, Strom, Fernwärme, Büchereien, Mieten und Gräber erhöht. (Ruf bei der SPÖ: Billiger als ... Bundesländer!) So schaut soziale Verantwortung der SPÖ aus! Das beste Stückerl hat die Wien Energie heute mit dem Optima-entspannt-Tarif geliefert. (Abg. Wöginger: Ja, genau!) Ich weiß nicht, wer da entspannt ist (Heiterkeit bei der ÖVP) – jedenfalls wahrscheinlich der Vorstand der Wien Energie.
Abg. Wöginger: Ja, genau!
Ihr habt in Wien die Kosten für Wasser, Abfall, Abwasser, Strom, Fernwärme, Büchereien, Mieten und Gräber erhöht. (Ruf bei der SPÖ: Billiger als ... Bundesländer!) So schaut soziale Verantwortung der SPÖ aus! Das beste Stückerl hat die Wien Energie heute mit dem Optima-entspannt-Tarif geliefert. (Abg. Wöginger: Ja, genau!) Ich weiß nicht, wer da entspannt ist (Heiterkeit bei der ÖVP) – jedenfalls wahrscheinlich der Vorstand der Wien Energie.
Heiterkeit bei der ÖVP
Ihr habt in Wien die Kosten für Wasser, Abfall, Abwasser, Strom, Fernwärme, Büchereien, Mieten und Gräber erhöht. (Ruf bei der SPÖ: Billiger als ... Bundesländer!) So schaut soziale Verantwortung der SPÖ aus! Das beste Stückerl hat die Wien Energie heute mit dem Optima-entspannt-Tarif geliefert. (Abg. Wöginger: Ja, genau!) Ich weiß nicht, wer da entspannt ist (Heiterkeit bei der ÖVP) – jedenfalls wahrscheinlich der Vorstand der Wien Energie.
Abg. Wöginger: Ein Wahnsinn!
Er hat nämlich den Einstiegspreis für jene, die als Neukunden zur Wien Energie kommen, überraschenderweise von knapp über 20 Cent auf 41 Cent angehoben. (Abg. Wöginger: Ein Wahnsinn!) Überraschend heißt: Man holt sich natürlich die volle Unterstützung – also die Differenz zwischen 10 Cent und 41 Cent – vom Bund ab (Ruf bei der SPÖ: Geh bitte!) – ein Schelm, wer Böses dabei denkt, liebe SPÖ! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Yılmaz: Was ist mit den Energieanbietern, die ...?) Macht nichts, wir werden weiter für das Wohl dieses Landes arbeiten. Es freut mich, dass ihr zumindest heute dabei seid. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Geh bitte!
Er hat nämlich den Einstiegspreis für jene, die als Neukunden zur Wien Energie kommen, überraschenderweise von knapp über 20 Cent auf 41 Cent angehoben. (Abg. Wöginger: Ein Wahnsinn!) Überraschend heißt: Man holt sich natürlich die volle Unterstützung – also die Differenz zwischen 10 Cent und 41 Cent – vom Bund ab (Ruf bei der SPÖ: Geh bitte!) – ein Schelm, wer Böses dabei denkt, liebe SPÖ! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Yılmaz: Was ist mit den Energieanbietern, die ...?) Macht nichts, wir werden weiter für das Wohl dieses Landes arbeiten. Es freut mich, dass ihr zumindest heute dabei seid. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Yılmaz: Was ist mit den Energieanbietern, die ...?
Er hat nämlich den Einstiegspreis für jene, die als Neukunden zur Wien Energie kommen, überraschenderweise von knapp über 20 Cent auf 41 Cent angehoben. (Abg. Wöginger: Ein Wahnsinn!) Überraschend heißt: Man holt sich natürlich die volle Unterstützung – also die Differenz zwischen 10 Cent und 41 Cent – vom Bund ab (Ruf bei der SPÖ: Geh bitte!) – ein Schelm, wer Böses dabei denkt, liebe SPÖ! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Yılmaz: Was ist mit den Energieanbietern, die ...?) Macht nichts, wir werden weiter für das Wohl dieses Landes arbeiten. Es freut mich, dass ihr zumindest heute dabei seid. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf bei der SPÖ.
Er hat nämlich den Einstiegspreis für jene, die als Neukunden zur Wien Energie kommen, überraschenderweise von knapp über 20 Cent auf 41 Cent angehoben. (Abg. Wöginger: Ein Wahnsinn!) Überraschend heißt: Man holt sich natürlich die volle Unterstützung – also die Differenz zwischen 10 Cent und 41 Cent – vom Bund ab (Ruf bei der SPÖ: Geh bitte!) – ein Schelm, wer Böses dabei denkt, liebe SPÖ! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Yılmaz: Was ist mit den Energieanbietern, die ...?) Macht nichts, wir werden weiter für das Wohl dieses Landes arbeiten. Es freut mich, dass ihr zumindest heute dabei seid. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sie wissen, ich komme gerade vom außerordentlichen Rat der Energieminister:innen, der gestern in Prag stattgefunden hat. Wir haben dort intensive Diskussionen zu unserem Umgang mit der Krise geführt. Lassen Sie mich auch hier noch einmal ganz deutlich sagen: Viele Aspekte dieser Krise sind nur auf europäischer Ebene lösbar und gerade deswegen braucht es dort einen starken Einsatz Österreichs, um weiterzukommen, denn wir können eben nicht nur die Symptome bekämpfen, wir müssen an die Ursachen gehen. Das müssen wir europäisch angehen und genau deswegen war ich gestern beim Rat der Energieminister:innen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Uns muss klar sein, dass wir die Probleme des europäischen Strommarktes nicht in Österreich lösen können. Genauso klar muss uns sein, dass die Menschen in Österreich vor großen Herausforderungen stehen, da der Gaspreis die Preise oder Kosten in allen Bereichen des Lebens treibt. Das betrifft insbesondere den Strompreis: Wir können die Probleme des Strommarktes nicht in Österreich lösen, wir können und müssen aber die Menschen in unserem Land unterstützen. Genau deswegen haben wir als Regierung eine Lösung erarbeitet, die rasch, unbürokratisch ist und so treffsicher wie möglich sein soll, und das ist eben der Stromkostenzuschuss. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Ich darf noch Weiteres berichten: Im Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen in Prag war durchaus erkennbar, dass wir gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen aus dem Finanzministerium und dem Arbeits- und Wirtschaftsministerium ein wirklich gutes Modell entwickelt haben. Das Interesse an der Stromkostenbremse ist auch europaweit groß, die Kolleginnen und Kollegen fragen und schauen, wie wir sie umsetzen. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Deswegen an dieser Stelle noch einmal ein Danke an die Kollegen aus dem BMF und dem BMAW für die Unterstützung auf der operativen Ebene und an meine Kollegen Minister für die politische Unterstützung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Was tun wir, um Haushaltskundinnen und -kunden rasch und längerfristig von den steigenden Kosten zu entlasten? – Es wird zwischen 1. Dezember 2022 und 30. Juni 2024 ein Stromkostenzuschuss gewährt. Dabei übernimmt der Bund für ein Grundkontingent von bis zu 2 900 Kilowattstunden einen Teil der Stromkosten des Haushalts, das heißt, die Stromrechnungen sinken. Genau darum, dass die Stromrechnungen sinken, geht es doch. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Dazu kommt – Abgeordneter Hammer hat es als Stromkostenbremse plus bezeichnet – noch ein Zusatz für einkommensschwache Haushalte, das sind diejenigen, die von der Erneuerbaren-Förderpauschale und dem Erneuerbaren Förderbeitrag befreit sind. Diese erhalten zusätzlich zum Stromkostenzuschuss einen Netzkostenzuschuss. Der Stromkostenzuschuss ist so ausgestaltet, dass er automatisiert und ohne Antrag abgewickelt werden kann. Auch das ist ein wesentlicher Vorteil dieses Modells: Niemand muss für das Grundkontingent einen Antrag stellen, es funktioniert automatisch, und zwar bereits ab Dezember, damit man auch bei den wiederkehrenden Teilbeträgen und Vorauszahlungen eine Entlastung spürt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich möchte an dieser Stelle ein zweites Danke sagen, nämlich ein Danke an die Energiewirtschaft, die da Verantwortung übernimmt, die konstruktiv mitgearbeitet und Vorschläge eingebracht hat, damit diese Abwicklung ab Dezember gut funktionieren kann. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sie sehen, unser Ziel war es, schnell, unbürokratisch und inflationssenkend zu handeln, das haben wir erreicht. Genau deswegen bitte ich Sie – auch im Namen von vielen, vielen Millionen Menschen in unserem Land, die jetzt diese Förderungen erhalten, im Sinne der Menschen in unserem Land – um Zustimmung zu diesem Projekt. – Herzlichen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Kopf: ... Kleinaktionäre!
Der richtige Sachverhalt lautet: Die Hauptversammlung der Verbundgesellschaft besteht zu 51 Prozent – per österreichischer Verfassung – aus Vertretern des Bundes. Der Verbund befindet sich also in Bundeshand (Abg. Kopf: ... Kleinaktionäre!), und daher kann die Hauptversammlung des Verbundes dem Aufsichtsrat und dem Vorstand die Anweisung erteilen, einen vernünftigen Strompreis – wie er kostenmäßig entsteht – zu verlangen. (Abg. Wöginger: Das ist ein Blödsinn, Lois! – Abg. Loacker: Anstiftung zur Untreue wäre das!) Man kann in Österreich den Strompreis regeln. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Das ist einfach ein Blödsinn! – Abg. Hanger: SPÖ und Wirtschaftspolitik: Das tut ja weh! – Zwischenruf des Abg. Egger.)
Abg. Wöginger: Das ist ein Blödsinn, Lois! – Abg. Loacker: Anstiftung zur Untreue wäre das!
Der richtige Sachverhalt lautet: Die Hauptversammlung der Verbundgesellschaft besteht zu 51 Prozent – per österreichischer Verfassung – aus Vertretern des Bundes. Der Verbund befindet sich also in Bundeshand (Abg. Kopf: ... Kleinaktionäre!), und daher kann die Hauptversammlung des Verbundes dem Aufsichtsrat und dem Vorstand die Anweisung erteilen, einen vernünftigen Strompreis – wie er kostenmäßig entsteht – zu verlangen. (Abg. Wöginger: Das ist ein Blödsinn, Lois! – Abg. Loacker: Anstiftung zur Untreue wäre das!) Man kann in Österreich den Strompreis regeln. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Das ist einfach ein Blödsinn! – Abg. Hanger: SPÖ und Wirtschaftspolitik: Das tut ja weh! – Zwischenruf des Abg. Egger.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Das ist einfach ein Blödsinn! – Abg. Hanger: SPÖ und Wirtschaftspolitik: Das tut ja weh! – Zwischenruf des Abg. Egger.
Der richtige Sachverhalt lautet: Die Hauptversammlung der Verbundgesellschaft besteht zu 51 Prozent – per österreichischer Verfassung – aus Vertretern des Bundes. Der Verbund befindet sich also in Bundeshand (Abg. Kopf: ... Kleinaktionäre!), und daher kann die Hauptversammlung des Verbundes dem Aufsichtsrat und dem Vorstand die Anweisung erteilen, einen vernünftigen Strompreis – wie er kostenmäßig entsteht – zu verlangen. (Abg. Wöginger: Das ist ein Blödsinn, Lois! – Abg. Loacker: Anstiftung zur Untreue wäre das!) Man kann in Österreich den Strompreis regeln. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Das ist einfach ein Blödsinn! – Abg. Hanger: SPÖ und Wirtschaftspolitik: Das tut ja weh! – Zwischenruf des Abg. Egger.)
Ruf bei der ÖVP: Es kommt darauf an, was ihr sagt!
Abgeordneter Rainer Wimmer (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Kollege Egger, ich tue mir schwer, euch etwas recht zu machen. Jetzt stimmen wir einmal mit und da schimpft ihr uns auch. (Ruf bei der ÖVP: Es kommt darauf an, was ihr sagt!) Ihr seid schon schwierige Leute, muss ich sagen, sehr schwierige Leute. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Rainer Wimmer (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Kollege Egger, ich tue mir schwer, euch etwas recht zu machen. Jetzt stimmen wir einmal mit und da schimpft ihr uns auch. (Ruf bei der ÖVP: Es kommt darauf an, was ihr sagt!) Ihr seid schon schwierige Leute, muss ich sagen, sehr schwierige Leute. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Einige Dinge wurden auch nicht berücksichtigt, so gibt es zum Beispiel fortschrittliche Menschen, die ihre Ölheizung herausgerissen haben, zu Wärmepumpen übergegangen sind und einen höheren Strombedarf haben. Das ist nicht berücksichtigt worden. Sie haben gesagt, es gibt vielleicht eine Möglichkeit, große Haushalte einzubinden. Man sieht, es gibt noch einige Schwächen, aber eines ist gut: Zumindest beim Postamt braucht man sich nicht mehr anzustellen, liebe Kolleginnen und Kollegen, und darum werden wir diesem Antrag auch zustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Greiner: Der kennt sich halt aus!
Abgeordneter Christoph Stark (ÖVP): Herr Präsident! Frau Ministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Ich möchte zuerst auf Kollegen Stöger eingehen, der wieder atemberaubende Dinge von sich gegeben hat. (Abg. Greiner: Der kennt sich halt aus!)
Abg. Stöger: Sagt wer?
Kollege Stöger, die Hauptversammlung kann dem Vorstand keine preisbildende Weisung erteilen. (Abg. Stöger: Sagt wer?) – Punkt eins.
Abg. Stöger: Das sind wir selber! Wir sind die Aktionäre!
Punkt zwei: Täte sie es und würde der Vorstand so agieren, hätten die Aktionäre einen Schaden, den sie als Schaden auch geltend machen könnten. (Abg. Stöger: Das sind wir selber! Wir sind die Aktionäre!) Was Sie hier behaupten, ist hanebüchen. Bleiben Sie bitte bei der Wien Energie, dann soll bitte die SPÖ in Wien der Wien Energie eine Weisung erteilen, die Preise nicht zu erhöhen! Das tut sie aber! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Punkt zwei: Täte sie es und würde der Vorstand so agieren, hätten die Aktionäre einen Schaden, den sie als Schaden auch geltend machen könnten. (Abg. Stöger: Das sind wir selber! Wir sind die Aktionäre!) Was Sie hier behaupten, ist hanebüchen. Bleiben Sie bitte bei der Wien Energie, dann soll bitte die SPÖ in Wien der Wien Energie eine Weisung erteilen, die Preise nicht zu erhöhen! Das tut sie aber! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz. – Abg. Leichtfried: Was Sie den Deutschen alles vorwerfen! Das verstehe ich nicht!
Weiters: Wir haben heute in diesem Hohen Haus schon gehört, wie Herr Kucher gesagt hat, es werde nichts billiger, es tue sich überhaupt nichts; und Frau Rendi-Wagner hat gemeint, wir seien maßlos. Umso mehr freut es mich, dass die SPÖ jetzt bei dieser Strompreisbremse mitgeht. Es kann also doch nicht alles ganz verkehrt sein, was wir hier beschließen. Es ist Aufgabe der Politik, den Menschen in dieser Krise helfend zur Seite zu stehen, und es ist nicht Aufgabe der Politik, meine Damen und Herren, den Menschen etwas vorzumachen, nämlich dass es einen Strompreisdeckel oder einen Gaspreisdeckel auf nationaler Ebene geben kann. Das ist nicht Aufgabe. Wer das tut, liebe Kolleginnen und Kollegen, der macht den Menschen etwas vor, der spaltet die Gesellschaft, weil Erwartungen geschürt werden, die nicht erfüllt werden können, und das geht nicht! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz. – Abg. Leichtfried: Was Sie den Deutschen alles vorwerfen! Das verstehe ich nicht!)
Abg. Silvan: O ja! –Abg. Erasim: ... blaue Flecken ...!
Ich möchte auf eines ganz bewusst hinweisen, vor allem in Richtung SPÖ, die das ja mehrfach gesagt hat: Wir erwarten keinen Dank. Wir klopfen uns auch auf nicht auf die Schulter. (Abg. Silvan: O ja! –Abg. Erasim: ... blaue Flecken ...!) – Liebe Bürgerinnen und Bürger, es ist Ihr Steuergeld, für das wir hier Weichen stellen, weil wir unseren Job ernst nehmen, in dieser Phase ernst nehmen! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz.
Ich möchte auf eines ganz bewusst hinweisen, vor allem in Richtung SPÖ, die das ja mehrfach gesagt hat: Wir erwarten keinen Dank. Wir klopfen uns auch auf nicht auf die Schulter. (Abg. Silvan: O ja! –Abg. Erasim: ... blaue Flecken ...!) – Liebe Bürgerinnen und Bürger, es ist Ihr Steuergeld, für das wir hier Weichen stellen, weil wir unseren Job ernst nehmen, in dieser Phase ernst nehmen! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz. – Bravoruf des Abg. Wöginger.
(Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz. – Bravoruf des Abg. Wöginger.)
Abg. Fürlinger: Alles, was Sie haben, ist keine Ahnung! Das dafür viel! – Abg. Weratschnig: Eigentümervertreter können nicht gegen Eigentümerinteressen sein!
Abgeordnete Melanie Erasim, MSc (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher auf der Galerie und vor den Fernsehschirmen! Herr Abgeordneter Stark, Sie wissen schon, wer die Mehrheitsaktionäre sind, nämlich die Bevölkerung, und dass im öffentlichen Interesse gehandelt werden muss?! (Abg. Fürlinger: Alles, was Sie haben, ist keine Ahnung! Das dafür viel! – Abg. Weratschnig: Eigentümervertreter können nicht gegen Eigentümerinteressen sein!) Lesen Sie sich einmal § 70 des Aktiengesetzes durch, dann können wir gerne weiterdiskutieren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Melanie Erasim, MSc (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher auf der Galerie und vor den Fernsehschirmen! Herr Abgeordneter Stark, Sie wissen schon, wer die Mehrheitsaktionäre sind, nämlich die Bevölkerung, und dass im öffentlichen Interesse gehandelt werden muss?! (Abg. Fürlinger: Alles, was Sie haben, ist keine Ahnung! Das dafür viel! – Abg. Weratschnig: Eigentümervertreter können nicht gegen Eigentümerinteressen sein!) Lesen Sie sich einmal § 70 des Aktiengesetzes durch, dann können wir gerne weiterdiskutieren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Bevölkerung ist für Sie ja nur dann notwendig, wenn Sie ihr Sand in die Augen streuen können. Wir sind ja froh, dass nach monatelangem Hin und Her und nach monatelangen Diskussionen unserer Vorschläge jetzt zumindest ein Minimalkompromissvorschlag hier am Tisch liegt, dem wir auch zustimmen werden, weil es besser ist als nichts. Es ändert aber wieder das System insgesamt nicht, denn Sie kennen ja das Meritorderprinzip: Es richtet sich nach der teuersten Energieressource, diese ist nun einmal das Gas, und darum wäre ein Gaspreisdeckel unabdingbar, geschätzte Kolleginnen und Kollegen! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Weratschnig.
Auch auf die Frage, wie Sie uns vor einer Deindustrialisierung schützen, bleiben Sie Antworten schuldig. Unsere Wirtschaft und unser Industriestandort ist wie kein anderer mit dem deutschen Markt verwoben. Da muss man nicht einmal intelligent sein, um nachvollziehen zu können, dass wir hier in ein Desaster schlittern, wenn in Deutschland der Gaspreis in Zukunft nur mehr ein Viertel betragen wird. (Zwischenruf des Abg. Weratschnig.)
Beifall bei der SPÖ.
Lenken Sie endlich ein und stimmen Sie mit! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wöginger: Müssts ihn in den Wiener Landtag einbringen, den Antrag!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Der Entschließungsantrag ist ordnungsgemäß eingebracht, er steht somit auch mit in Verhandlung. (Abg. Wöginger: Müssts ihn in den Wiener Landtag einbringen, den Antrag!)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Stöger und Kollross. – Abg. Krainer: Das war jetzt aber keine tatsächliche Berichtigung! Das war eine tatsächliche Bestätigung!
Außerdem würde das selbstverständlich von den Minderheitsaktionären sofort eine entsprechende Schadenersatzklage wegen entgangenem Gewinn pro-vozieren und es würde den sofortigen Konkurs der Wien Energie und anderer Unternehmen nach sich ziehen, weil diese als reine Stromhändler niemals in der Lage wären, auf einen reduzierten Preis herunterzugehen, weil sie den Strom ja teuer einkaufen müssen. – Viel Vergnügen, wenn Sie das umsetzen wollen! (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Stöger und Kollross. – Abg. Krainer: Das war jetzt aber keine tatsächliche Berichtigung! Das war eine tatsächliche Bestätigung!)
Zwischenruf bei der SPÖ
Was wir aber auch erlebt haben, und da bin ich bei einigen der Redebeiträge hier auch immer wieder erstaunt, ist, dass wir in dieser Phase merken: Es gibt plötzlich für alles Experten. Ich bin ganz erfreut darüber, aber ich glaube nicht alles, was da gesagt wurde. Wenn Vertreter der SPÖ hier heraußen stehen und große Reden schwingen, was man denn nicht alles tun könnte, sollte und so weiter, und ich dann nach Wien schaue – was die Wien Energie betrifft, in welch unglaublicher Misere die Stadt Wien, die Wien Energie steckt (Zwischenruf bei der SPÖ), was mit einer enormen Teuerung dort ausgelöst wurde –, dann denke ich mir: Nein, Sie sind keine Experten in dieser Frage! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Was wir aber auch erlebt haben, und da bin ich bei einigen der Redebeiträge hier auch immer wieder erstaunt, ist, dass wir in dieser Phase merken: Es gibt plötzlich für alles Experten. Ich bin ganz erfreut darüber, aber ich glaube nicht alles, was da gesagt wurde. Wenn Vertreter der SPÖ hier heraußen stehen und große Reden schwingen, was man denn nicht alles tun könnte, sollte und so weiter, und ich dann nach Wien schaue – was die Wien Energie betrifft, in welch unglaublicher Misere die Stadt Wien, die Wien Energie steckt (Zwischenruf bei der SPÖ), was mit einer enormen Teuerung dort ausgelöst wurde –, dann denke ich mir: Nein, Sie sind keine Experten in dieser Frage! (Beifall bei der ÖVP.)
Neuerlicher Zwischenruf bei der SPÖ.
Ich danke aber auf jeden Fall für die Zustimmung zu diesem Paket, weil es wirklich wichtig ist. (Neuerlicher Zwischenruf bei der SPÖ.)
Ruf: Das hat aber die Frau Rendi-Wagner behauptet! – Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.
Zu Kollegin Doppelbauer, die ganz am Anfang gesprochen hat, und den NEOS, die ja signalisiert haben, dass sie nicht zustimmen werden – vielleicht können sie das noch tun –: Ja, wir haben momentan keine Möglichkeit, zu differenzieren, welches Einkommen der Einzelne hat. Das haben auch die Stromanbieter nicht, die verfügen nicht über die Daten zu den einzelnen Einkommen. (Ruf: Das hat aber die Frau Rendi-Wagner behauptet! – Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.) Und neben den Einkommen sollten wir dann auch noch bewerten, was wessen Eigentum ist? – Nein! Das ist eine praktikable Lösung, und die werden wir auch umsetzen, so einfach es geht, denn wir wollen auch die Verwaltungsabgaben und -ausgaben niedrig halten, und das machen wir mit diesem System.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Also bitte erkundigen Sie sich: Was ist wirtschaftlich, was ist rechtlich möglich? – Ich denke, wir sind auf einem guten Weg, und darum kann ich Sie nur bitten, auch diesem jetzigen Gesetz Ihre Zustimmung zu geben. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP
Kollege Egger hat es heute schon gesagt: Die Wien Energie setzt jetzt den Strompreis so hoch hinauf, dass sie damit die Strompreisbremse zur Gänze ausschöpft – das kann doch nicht sein! Und da sind Sie, die NEOS, in der Mitverantwortung – die SPÖ weiß es sowieso (Beifall bei der ÖVP) –, dort müssen Sie schauen! Wenn das passiert, dann verschwenden wir Steuergeld, und das wäre nicht notwendig. Andere Städte und andere Anbieter tun das nicht.
Abg. Erasim: Warum sind Sie so Wien-fixiert?
Zu den Kollegen von der SPÖ, da haben jetzt einige gesprochen, einige einen Gaspreisdeckel gefordert: Ja, solche Dinge werden überlegt, man schaut, was man tun kann. Ich sage Ihnen aber eines: Frau Erasim, Ihren Antrag können Sie im Wiener Landtag stellen, weil die Wien Energie zu 100 Prozent im Eigentum der Stadt Wien ist! (Abg. Erasim: Warum sind Sie so Wien-fixiert?) Dort können Sie Ihren Gaspreisdeckel gleich einmal ausprobieren.
Abg. Loacker: Sind wir da im Landtag oder was ist los?!
Wo werden die Gebühren erhöht? – In Wien. Dazu sage ich Ihnen zwei Gedanken. Das eine - - (Abg. Loacker: Sind wir da im Landtag oder was ist los?!) – Nein, aber so putzt man sich bei den NEOS jetzt ab: Es geht uns nichts an! (Abg. Loacker: Nein, Sie haben kein Niveau! Sie sind einfach primitiv! Sie reden hier über Landtagsthemen!) – Sie haben dort Regierungsverantwortung, und jetzt sage ich Ihnen etwas über die Gebühren in Wien: Was macht Wien, während wir entlasten? (Abg. Erasim: ... die ÖVP ...!) Seit 2010 beträgt die Inflation rund 30 Prozent. Die Gebührenerhöhung in Wien – die Gebühren für Parken, Gräber, Büchereien, Abwasser, Müll, vieles wurde schon genannt, werden dort, nämlich automatisch, valorisiert – ist viel höher, sie liegt bei 80 Prozent. (Abg. Steinacker: Körberlgeld!) Meine sehr verehrten Damen und Herren, das betrifft nicht nur die Reichen, sondern diese Gebühren betreffen alle, ganz egal, wie eng das Haushaltsbudget ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Loacker: Nein, Sie haben kein Niveau! Sie sind einfach primitiv! Sie reden hier über Landtagsthemen!
Wo werden die Gebühren erhöht? – In Wien. Dazu sage ich Ihnen zwei Gedanken. Das eine - - (Abg. Loacker: Sind wir da im Landtag oder was ist los?!) – Nein, aber so putzt man sich bei den NEOS jetzt ab: Es geht uns nichts an! (Abg. Loacker: Nein, Sie haben kein Niveau! Sie sind einfach primitiv! Sie reden hier über Landtagsthemen!) – Sie haben dort Regierungsverantwortung, und jetzt sage ich Ihnen etwas über die Gebühren in Wien: Was macht Wien, während wir entlasten? (Abg. Erasim: ... die ÖVP ...!) Seit 2010 beträgt die Inflation rund 30 Prozent. Die Gebührenerhöhung in Wien – die Gebühren für Parken, Gräber, Büchereien, Abwasser, Müll, vieles wurde schon genannt, werden dort, nämlich automatisch, valorisiert – ist viel höher, sie liegt bei 80 Prozent. (Abg. Steinacker: Körberlgeld!) Meine sehr verehrten Damen und Herren, das betrifft nicht nur die Reichen, sondern diese Gebühren betreffen alle, ganz egal, wie eng das Haushaltsbudget ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Erasim: ... die ÖVP ...!
Wo werden die Gebühren erhöht? – In Wien. Dazu sage ich Ihnen zwei Gedanken. Das eine - - (Abg. Loacker: Sind wir da im Landtag oder was ist los?!) – Nein, aber so putzt man sich bei den NEOS jetzt ab: Es geht uns nichts an! (Abg. Loacker: Nein, Sie haben kein Niveau! Sie sind einfach primitiv! Sie reden hier über Landtagsthemen!) – Sie haben dort Regierungsverantwortung, und jetzt sage ich Ihnen etwas über die Gebühren in Wien: Was macht Wien, während wir entlasten? (Abg. Erasim: ... die ÖVP ...!) Seit 2010 beträgt die Inflation rund 30 Prozent. Die Gebührenerhöhung in Wien – die Gebühren für Parken, Gräber, Büchereien, Abwasser, Müll, vieles wurde schon genannt, werden dort, nämlich automatisch, valorisiert – ist viel höher, sie liegt bei 80 Prozent. (Abg. Steinacker: Körberlgeld!) Meine sehr verehrten Damen und Herren, das betrifft nicht nur die Reichen, sondern diese Gebühren betreffen alle, ganz egal, wie eng das Haushaltsbudget ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Steinacker: Körberlgeld!
Wo werden die Gebühren erhöht? – In Wien. Dazu sage ich Ihnen zwei Gedanken. Das eine - - (Abg. Loacker: Sind wir da im Landtag oder was ist los?!) – Nein, aber so putzt man sich bei den NEOS jetzt ab: Es geht uns nichts an! (Abg. Loacker: Nein, Sie haben kein Niveau! Sie sind einfach primitiv! Sie reden hier über Landtagsthemen!) – Sie haben dort Regierungsverantwortung, und jetzt sage ich Ihnen etwas über die Gebühren in Wien: Was macht Wien, während wir entlasten? (Abg. Erasim: ... die ÖVP ...!) Seit 2010 beträgt die Inflation rund 30 Prozent. Die Gebührenerhöhung in Wien – die Gebühren für Parken, Gräber, Büchereien, Abwasser, Müll, vieles wurde schon genannt, werden dort, nämlich automatisch, valorisiert – ist viel höher, sie liegt bei 80 Prozent. (Abg. Steinacker: Körberlgeld!) Meine sehr verehrten Damen und Herren, das betrifft nicht nur die Reichen, sondern diese Gebühren betreffen alle, ganz egal, wie eng das Haushaltsbudget ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wo werden die Gebühren erhöht? – In Wien. Dazu sage ich Ihnen zwei Gedanken. Das eine - - (Abg. Loacker: Sind wir da im Landtag oder was ist los?!) – Nein, aber so putzt man sich bei den NEOS jetzt ab: Es geht uns nichts an! (Abg. Loacker: Nein, Sie haben kein Niveau! Sie sind einfach primitiv! Sie reden hier über Landtagsthemen!) – Sie haben dort Regierungsverantwortung, und jetzt sage ich Ihnen etwas über die Gebühren in Wien: Was macht Wien, während wir entlasten? (Abg. Erasim: ... die ÖVP ...!) Seit 2010 beträgt die Inflation rund 30 Prozent. Die Gebührenerhöhung in Wien – die Gebühren für Parken, Gräber, Büchereien, Abwasser, Müll, vieles wurde schon genannt, werden dort, nämlich automatisch, valorisiert – ist viel höher, sie liegt bei 80 Prozent. (Abg. Steinacker: Körberlgeld!) Meine sehr verehrten Damen und Herren, das betrifft nicht nur die Reichen, sondern diese Gebühren betreffen alle, ganz egal, wie eng das Haushaltsbudget ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Loacker – mit der Hand unter die Tischplatte der vor ihm liegenden Bankreihe weisend –: Wenn ich mich auf Ihr Niveau begebe, schaue ich da unten beim Tisch heraus! – Zwischenruf der Abg. Erasim
Was bedeutet das für den Bund? – Wir versuchen zu entlasten. Wir können nicht jeden Euro aufwiegen – auch das wurde gestern mehrfach gesagt –, aber wir können unterstützen. Die SPÖ und die NEOS in Wien versuchen das nicht einmal. Wir können nicht jeden Euro aufwiegen, aber die zahlreichen Entlastungsmaßnahmen, von denen eine die Strompreisbremse ist (Abg. Loacker – mit der Hand unter die Tischplatte der vor ihm liegenden Bankreihe weisend –: Wenn ich mich auf Ihr Niveau begebe, schaue ich da unten beim Tisch heraus! – Zwischenruf der Abg. Erasim), die wir als Mix sehen müssen, sollen zeigen, dass wir die Menschen in Österreich nicht alleinlassen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Maurer und Schwarz.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Maurer und Schwarz.
Was bedeutet das für den Bund? – Wir versuchen zu entlasten. Wir können nicht jeden Euro aufwiegen – auch das wurde gestern mehrfach gesagt –, aber wir können unterstützen. Die SPÖ und die NEOS in Wien versuchen das nicht einmal. Wir können nicht jeden Euro aufwiegen, aber die zahlreichen Entlastungsmaßnahmen, von denen eine die Strompreisbremse ist (Abg. Loacker – mit der Hand unter die Tischplatte der vor ihm liegenden Bankreihe weisend –: Wenn ich mich auf Ihr Niveau begebe, schaue ich da unten beim Tisch heraus! – Zwischenruf der Abg. Erasim), die wir als Mix sehen müssen, sollen zeigen, dass wir die Menschen in Österreich nicht alleinlassen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Maurer und Schwarz.)
Abg. Leichtfried: Also doch nicht die letzte!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gelangt Abgeordneter Peter Wurm. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Leichtfried: Also doch nicht die letzte!)
Beifall bei der FPÖ.
Da bitte ich, Frau Minister, um unmittelbare Aufklärung oder Klarstellung, bevor wir 4 Milliarden Euro Steuergeld verwenden. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Wurm: Die Bundesministerin! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wünscht der Herr Berichterstatter ein Schlusswort? Das ist - - (Abg. Wurm: Die Bundesministerin! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Oh, entschuldigen Sie, Frau Minister, wollen Sie - - (Bundesministerin Gewessler schüttelt den Kopf.)
Bundesministerin Gewessler schüttelt den Kopf.
Wünscht der Herr Berichterstatter ein Schlusswort? Das ist - - (Abg. Wurm: Die Bundesministerin! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Oh, entschuldigen Sie, Frau Minister, wollen Sie - - (Bundesministerin Gewessler schüttelt den Kopf.)
Abg. Lukas Hammer geht mit einer Tafel zum Redner:innenpult. – Abg. Krainer: Oh, geiles Teil! Schaut schon mal gut aus!
Zu Wort gelangt Abgeordneter Lukas Hammer. – Bitte, Herr Abgeordneter. – Abgeordneter Hammer ist schon unterwegs. Sehr gut. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Lukas Hammer geht mit einer Tafel zum Redner:innenpult. – Abg. Krainer: Oh, geiles Teil! Schaut schon mal gut aus!)
Beifall bei den Grünen. – Der Redner stellt eine Tafel mit der Aufschrift „Sonnenstrom in Österreich“ auf das Redner:innenpult, auf der auf grünem Hintergrund ein Säulendiagramm mit gelben Säulen abgebildet ist.
Weil immer wieder gesagt wird, es gehe nichts weiter beim Erneuerbaren-Ausbau in Österreich: Das ist die Entwicklung des Ausbaus der Fotovoltaik in den letzten Jahren! (Beifall bei den Grünen. – Der Redner stellt eine Tafel mit der Aufschrift „Sonnenstrom in Österreich“ auf das Redner:innenpult, auf der auf grünem Hintergrund ein Säulendiagramm mit gelben Säulen abgebildet ist.)
Beifall bei den Grünen.
Sie sehen, letztes Jahr (auf die mit „2021“ beschriftete Säule zeigend) hatten wir einen absoluten Rekordzubau. Das sind nicht die vergebenen Förderungen, sondern das ist das, was die Branche tatsächlich schafft. Das (auf die mit „2022“ und „Prognose“ beschriftete Säule zeigend) ist eine sehr, sehr vorsichtige Schätzung für dieses Jahr. Das sind nicht die vergebenen Förderungen, sondern das ist das, was die Branche heuer schafft. Diese Zahlen sind eine wirklich sehr gute Nachricht für unsere Energieunabhängigkeit. Das ist aber auch eine sehr gute Nachricht, wenn wir darüber sprechen, dass wir unsere Klimaziele erreichen wollen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich glaube, diese Novelle ist ein sehr guter nächster Schritt. Ich bedanke mich auch bei der Sozialdemokratie für die konstruktiven Gespräche und Verbesserungen, die auch noch eingebracht werden, und bitte um breite Zustimmung. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Liebe Kolleginnen und liebe Kollegen von den Regierungsparteien! Eines möchte ich euch heute schon auch sagen: Mit den vielen Sonntagsreden und den vielen PR-Auftritten und Pressekonferenzen und, und, und – wenn wir aus dem, was da heiße Luft rauskommt, was ihr alles ankündigt, Strom erzeugen könnten, dann hätten wir in Österreich kein Stromproblem. Dann bräuchten wir nicht zwei Millionen Fotovoltaikanlagen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Zwischenruf der Abg. Kugler.
Geschätzte Frau Kollegin Kugler, das Wienbashing von Ihnen sind wir schon gewöhnt. Mich wundert es nur, dass Sie selber in der lebenswertesten und mit Platz eins ausgezeichneten Stadt leben. Schauen Sie sich bitte alle anderen Bundesländer an, schauen Sie sich die Erhöhungen an! (Zwischenruf der Abg. Kugler.) Ich kann Ihnen genug Beispiele von Salzburg über Innsbruck über andere Städte bringen. Schauen Sie sich das an! Ich gebe Ihnen die Gelegenheit dazu.
Abg. Hanger: Wieso macht ihr es in Wien nicht?
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Die im Ländle sind euch schon weit voraus, die sind schon weiter als ihr hier in Wien. (Abg. Hanger: Wieso macht ihr es in Wien nicht?) Bundeskanzler Nehammer und ihr von den Regierungsparteien seid jetzt ganz schön in Zugzwang gekommen (Abg. Kugler: Warum nicht in Wien?), denn der GVV, unser Vorsitzender von Österreich, Nationalratskollege Andreas Kollross, hat eine Resolution ausgearbeitet und Feldkirch hat sie als erste Stadt einstimmig im Gemeinderat umgesetzt. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hanger: Und wieso in Wien nicht?)
Abg. Kugler: Warum nicht in Wien?
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Die im Ländle sind euch schon weit voraus, die sind schon weiter als ihr hier in Wien. (Abg. Hanger: Wieso macht ihr es in Wien nicht?) Bundeskanzler Nehammer und ihr von den Regierungsparteien seid jetzt ganz schön in Zugzwang gekommen (Abg. Kugler: Warum nicht in Wien?), denn der GVV, unser Vorsitzender von Österreich, Nationalratskollege Andreas Kollross, hat eine Resolution ausgearbeitet und Feldkirch hat sie als erste Stadt einstimmig im Gemeinderat umgesetzt. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hanger: Und wieso in Wien nicht?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hanger: Und wieso in Wien nicht?
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Die im Ländle sind euch schon weit voraus, die sind schon weiter als ihr hier in Wien. (Abg. Hanger: Wieso macht ihr es in Wien nicht?) Bundeskanzler Nehammer und ihr von den Regierungsparteien seid jetzt ganz schön in Zugzwang gekommen (Abg. Kugler: Warum nicht in Wien?), denn der GVV, unser Vorsitzender von Österreich, Nationalratskollege Andreas Kollross, hat eine Resolution ausgearbeitet und Feldkirch hat sie als erste Stadt einstimmig im Gemeinderat umgesetzt. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hanger: Und wieso in Wien nicht?)
Beifall bei der FPÖ.
Ich kann Ihnen von unserer Fraktion nur die Zustimmung dazu geben, dass wir heute diesen Ausbau beschließen, und dementsprechend wünsche ich alles Gute. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Tanja, du wirst uns jetzt sagen ...!
Abgeordnete Tanja Graf (ÖVP): Herr Präsident! (Ruf bei der ÖVP: Tanja, du wirst uns jetzt sagen ...!) Geschätzte Ministerin! Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer! Liebe Kollegen! Ich möchte nur ganz kurz auf meinen Vorredner Alois Schroll eingehen. Ich bin ja ein sehr positiver Mensch, und ich glaube, du hast mich auch immer sehr positiv in Erinnerung, und auch in unseren Gesprächen sehe ich immer das Positive und nehme auch das Positive heraus. Daher darf ich auch hier das Positive herausnehmen. Was ist nicht passiert?, ist halt die Linie, wenn man negativ ist. Was passiert ist, kann ich dir berichten: In den ersten drei Quartalen wurden alleine bei der Oemag im Bereich der Fotovoltaik 55 000 Förderanträge genehmigt, das ist eine super Zahl, und wir rechnen bis Jahresende sogar mit 100 000. Ich sehe es positiv.
Abg. Schroll: Feldkirch! 35 000 Einwohner! – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ
Abschließend auch noch zu dem Vermerk betreffend das Ländle – ich habe mir den Namen leider nicht gemerkt, dort hat man einen Deckel gemacht (Abg. Schroll: Feldkirch! 35 000 Einwohner! – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ) – Feldkirch, danke! –, Feldkirch hat einen Deckel gemacht. Wien – und ich darf das jetzt trotzdem erwähnen, weil du das vorhin angesprochen hast – ist alleiniger Aktionär, alleiniger! Das heißt, die müssen gar nicht mit irgendeinem anderen Aktionär verhandeln, die sind, wie es die Kollegin gesagt hat, ihren Bürgern verpflichtet. Die könnten das ja machen, wenn sie wollten. Warum machen sie das? Geht bitte als gutes Beispiel voran, zeigt es uns und dann lernen wir vielleicht daraus! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Abschließend auch noch zu dem Vermerk betreffend das Ländle – ich habe mir den Namen leider nicht gemerkt, dort hat man einen Deckel gemacht (Abg. Schroll: Feldkirch! 35 000 Einwohner! – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ) – Feldkirch, danke! –, Feldkirch hat einen Deckel gemacht. Wien – und ich darf das jetzt trotzdem erwähnen, weil du das vorhin angesprochen hast – ist alleiniger Aktionär, alleiniger! Das heißt, die müssen gar nicht mit irgendeinem anderen Aktionär verhandeln, die sind, wie es die Kollegin gesagt hat, ihren Bürgern verpflichtet. Die könnten das ja machen, wenn sie wollten. Warum machen sie das? Geht bitte als gutes Beispiel voran, zeigt es uns und dann lernen wir vielleicht daraus! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich freue mich, dass wir hier auch die FPÖ gewinnen konnten. Das ist eine gute Sache, und ich freue mich über Ihre Zustimmung. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.
Auf der einen Seite muss man die Länder in die Pflicht nehmen. Kollege Hammer hat es schon gesagt – ich glaube, Lukas, du hast gesagt –: Jetzt sind die Länder dran. – Ich glaube tatsächlich, die Länder gehören verpflichtet. Ich glaube wirklich, dass es so nicht mehr weitergehen kann. Wir brauchen eine verpflichtende Energieraumplanung, wir brauchen die Einhaltung von Zielen, die wir ja gemeinsam in der Republik beschlossen haben. Ich habe es heute Vormittag auch schon gesagt: Es ist an der Zeit, da über den Finanzausgleich zu arbeiten, und Länder, die säumig sind, beim Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz mitzugehen, kriegen halt einfach dementsprechend weniger Geld im Finanzausgleich – oder tatsächlich auch mehr, wenn sie sich als Vorreiter in der Sache entpuppen. Das wäre unser Zugang. (Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.) – Das nennt man Leadership, Herr Kollege!
Beifall bei den NEOS.
Wir würden uns freuen, wenn Sie diesen Antrag unterstützen würden. Es wird wahrscheinlich schwierig werden, aber wir werden diesen Antrag tatsächlich immer wieder einbringen, weil es einfach an der Zeit ist, eine gesamtheitliche Lösung für die Erneuerbaren zu bauen. Wir brauchen die Fast Lane, und das wäre der Antrag, um die Fast Lane auch wirklich auf den Weg zu bringen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Rauch: Ihr erzählt immer dieselbe Geschichte! ... Realität!
Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie Leonore Gewessler, BA: Herr Präsident! Werte Abgeordnete! Liebe Zuseherinnen und Zuseher hier im Saal, aber auch zu Hause! Sie wissen, wir haben uns ein ambitioniertes Ziel gesetzt: 100 Prozent unseres Stroms bis 2030 zur Gänze aus erneuerbaren Energien zu beziehen. (Abg. Rauch: Ihr erzählt immer dieselbe Geschichte! ... Realität!) Dazu wollen wir eine Million Dächer mit Fotovoltaikanlagen ausrüsten, und zahlreiche Bürgerinnen und Bürger – die Zahlen sind heute schon genannt worden – sind diesem Aufruf gefolgt und haben um die Investitionsförderung im Rahmen des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes angesucht. Wir haben Rekordantragszahlen aus den ersten Calls in diesem Jahr, und das heißt auch: Rekordausbau. Österreich steuert 2022 – und das ist die Realität! – auf einen absoluten Rekordausbau bei Fotovoltaikanlagen zu. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie Leonore Gewessler, BA: Herr Präsident! Werte Abgeordnete! Liebe Zuseherinnen und Zuseher hier im Saal, aber auch zu Hause! Sie wissen, wir haben uns ein ambitioniertes Ziel gesetzt: 100 Prozent unseres Stroms bis 2030 zur Gänze aus erneuerbaren Energien zu beziehen. (Abg. Rauch: Ihr erzählt immer dieselbe Geschichte! ... Realität!) Dazu wollen wir eine Million Dächer mit Fotovoltaikanlagen ausrüsten, und zahlreiche Bürgerinnen und Bürger – die Zahlen sind heute schon genannt worden – sind diesem Aufruf gefolgt und haben um die Investitionsförderung im Rahmen des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes angesucht. Wir haben Rekordantragszahlen aus den ersten Calls in diesem Jahr, und das heißt auch: Rekordausbau. Österreich steuert 2022 – und das ist die Realität! – auf einen absoluten Rekordausbau bei Fotovoltaikanlagen zu. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
In diesem Zusammenhang freut mich die Initiative des Parlaments und die breite Unterstützung, die ich jetzt in den Redebeiträgen gehört habe, natürlich ganz besonders. Die Anträge bedeuten gerade für Privatpersonen eine Erleichterung, eine Entbürokratisierung des EAG und erlauben uns, im nächsten Jahr die Förderung vor allem für die Privathaushalte deutlich einfacher zu gestalten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Frau Abgeordnete Doppelbauer hat in ihrer Rede auch auf die Lieferkettenprobleme und Engpässe bei der Bestellung und Montage von Komponenten für Fotovoltaikanlagen und Stromspeicher hingewiesen. Auch dafür wird jetzt vorgesorgt, indem nämlich die Errichtungsfrist verlängert wird und damit mehr Zeit für die Umsetzung bleibt. Das sind sehr konkrete und sehr, sehr hilfreiche Schritte, und deswegen ein Danke auch von meiner Seite dafür. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
In diesem Zusammenhang darf ich heute einmal mein Heimatbundesland loben. Dort zeigt sich nämlich gerade, wie es geht und wie man es gut machen kann. Die Steiermark hat vor wenigen Tagen in einem wirklich vorbildlichen Prozess ein äußerst ambitioniertes Windausbauprogramm vorgelegt, ein Fotovoltaikflächenprogramm in die Gänge gebracht. Das heißt, es zeigt sich: Wenn man will, dann geht es. Genau das brauchen wir in allen Bundesländern, weil genau diese Ziele auch alle Bundesländer teilen. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Wenn mir der Herr Präsident erlaubt, noch ein Wort zur letzten Debatte zum Thema Grundversorgung zu sagen: Die Grundversorgung ist für jene da, denen der Strom abgedreht wird, die sonst keine Versorgung mehr erhalten. Für die muss man sorgen. Die Stromkostenbremse ist für alle da, für alle Menschen in unserem Land. In dem Sinn ist das keine Förderung für die Versorger, sondern eine Förderung für die vielen Millionen Menschen in unserem Land, denen damit die Stromrechnung gesenkt wird. In diesem Sinn darf ich Sie für beide Initiativen um breite Unterstützung bitten. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir brauchen heute 90 Terawattstunden Energie aus Gas. Alleine im Winter brauchen wir 25 Terawattstunden, im Winter, wenn kaum Energie aus Ihren erneuerbaren Energiequellen, Fotovoltaik und Wind, geliefert wird. Wir brauchen dann Atomstrom aus Frankreich und Kohlestrom aus Deutschland, um unseren Energiebedarf zu decken. Das ist die Realität, der Sie ins Auge schauen sollten. Sie tun das aber nicht, Sie streuen den Menschen Sand in die Augen, und das ist fahrlässig. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie machen sonst, meine Damen und Herren, die Rechnung ohne den Wirt. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kassegger: Das ist doch ein Unsinn, was Sie hier erzählen, ein Unfug!
Ich korrigiere tatsächlich: Die Windenergie produziert im Winterhalbjahr mehr Strom als im Sommerhalbjahr. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kassegger: Das ist doch ein Unsinn, was Sie hier erzählen, ein Unfug!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Damit ist auch klar, warum wir den Windenergieausbau brauchen: Weil die Windräder gerade im Winter eben diesen wichtigen Beitrag leisten. Deswegen sollte man aufhören, den Windenergieausbau zum Beispiel in Oberösterreich und in anderen Bundesländern, wo ihr beteiligt seid, zu blockieren, denn genau für die Winterversorgung brauchen wir nämlich die Windenergie. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf bei den Grünen: So macht man eine tatsächliche Berichtigung! – Abg. Kassegger: Das ist Blödsinn!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gelangt Abgeordneter Christoph Stark. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Ruf bei den Grünen: So macht man eine tatsächliche Berichtigung! – Abg. Kassegger: Das ist Blödsinn!)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Abgeordneter Christoph Stark (ÖVP): Herr Präsident! Frau Ministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Ich darf mich jetzt als Letzter zur geplanten EAG-Novelle zu Wort melden und möchte vorweg festhalten, dass jeder und jede, die in den PV-Ausbau investieren, einen guten und wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Energiewirtschaft in Österreich erbringen und damit nicht nur die Energieversorgung stützen, sondern natürlich auch die Klimaziele unterstützen. Das ist ein ganz, ganz positiver Beitrag. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich möchte mich an dieser Stelle auch bei den Netzbetreibern bedanken. Es gibt nicht nur die ganz großen, es gibt auch die regionalen, die enorme Investitionen stemmen, um diesen Netzausbau voranzutreiben, die enorme Investitionen stemmen, um PV zu ermöglichen, zwar noch immer zu langsam, noch immer zu wenig, aber da sind Menschen am Werk, die wirklich ihr Bestes geben, um diesen Netzausbau zu garantieren. All diesen Menschen möchte ich von dieser Stelle aus ein großes Dankeschön sagen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
In Summe ist die Novelle des EAG wieder – ich betone: wieder – ein Schritt in die richtige Richtung, wieder ein Schritt in Sachen Energieautarkie, wieder ein Schritt zur Entlastung der Menschen. In diesem Sinne freue ich mich auf breite Zustimmung. – Besten Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Schnabel: Der Bericht! Das ist der Bericht!
Gleichzeitig sind dort Forderungen enthalten, über die man eigentlich mehr oder weniger den Kopf schütteln kann. Wenn man sich das anschaut, liest man unter anderem: „Transformation zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise“ für die Landwirtschaft, und dort steht unter anderem dann auch: Reduzieren der Fleischproduktion, also deutliches Minimieren der Fleischproduktion. Mich wundert, dass die ÖVP bei solchen Schwachsinnigkeiten überhaupt mitgeht! (Abg. Schnabel: Der Bericht! Das ist der Bericht!) Gleichzeitig sind dort Empfehlungen drinnen, die massiv in die Teuerung hineinspielen. Unter anderem empfiehlt das Umweltbundesamt in diesem Bericht, die CO2-Bepreisung weiter zu erhöhen und die Pendlerpauschale abzuschaffen. Ich denke einmal, angesichts der angespannten Situation für die Menschen ist das einfach nur schwachsinnig (Abg. Lukas Hammer: Herr Präsident!) und einfach nur katastrophal.
Abg. Lukas Hammer: Herr Präsident!
Gleichzeitig sind dort Forderungen enthalten, über die man eigentlich mehr oder weniger den Kopf schütteln kann. Wenn man sich das anschaut, liest man unter anderem: „Transformation zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise“ für die Landwirtschaft, und dort steht unter anderem dann auch: Reduzieren der Fleischproduktion, also deutliches Minimieren der Fleischproduktion. Mich wundert, dass die ÖVP bei solchen Schwachsinnigkeiten überhaupt mitgeht! (Abg. Schnabel: Der Bericht! Das ist der Bericht!) Gleichzeitig sind dort Empfehlungen drinnen, die massiv in die Teuerung hineinspielen. Unter anderem empfiehlt das Umweltbundesamt in diesem Bericht, die CO2-Bepreisung weiter zu erhöhen und die Pendlerpauschale abzuschaffen. Ich denke einmal, angesichts der angespannten Situation für die Menschen ist das einfach nur schwachsinnig (Abg. Lukas Hammer: Herr Präsident!) und einfach nur katastrophal.
Beifall bei der FPÖ.
Abschließend: Bei den vielen Belangen des Umweltschutzes ist die Landwirtschaft besonders wichtig, das stimmt. Für den gesunden Boden, der CO2 bindet, spielt die Landwirtschaft eine wichtige Rolle. Wenn wir die Umwelt schützen wollen, dann müssen wir das gemeinsam mit der Landwirtschaft und nicht gegen die Landwirtschaft tun. Deswegen fordere ich Sie auf, dass wir Abstand davon nehmen, die Landwirtschaft stets als Klima- und Umweltsünder hinzustellen! Tatsache ist, dass in anderen Bereichen weit mehr passiert. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Lukas Hammer: Nein, eine Institution!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Meine sehr verehrten Damen und Herren! Weil hier die Forderung nach einem Ordnungsruf, glaube ich, erhoben worden ist, darf ich erklären, warum ich manchmal einen gebe und manchmal nicht. Bei mir ist es immer so, dass ich dann einen gebe, wenn jemand persönlich beleidigt wird. Wenn der Abgeordnete gesagt hätte, dass eine Person aus seiner Sicht schwachen Sinnes sei, dann hätte es sofort den Ordnungsruf gegeben. Er hat gemeint, eine Maßnahme (Abg. Lukas Hammer: Nein, eine Institution!) wäre aus seiner Sicht nicht starken Sinnes, und deswegen habe ich mich entschlossen, keinen zu geben – nur um zu erklären, wie ich ticke.
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Schmuckenschlager.
Abgeordnete Dr. Astrid Rössler (Grüne): Herr Präsident! Geschätzte Frau Bundesministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, Zuseherinnen und Zuseher! Es liegt in der Natur der Sache, dass die Bewertung mancher Unterlagen unterschiedlich ist, so auch durch meinen Vorredner, aber ich möchte mich damit nicht unbedingt aufhalten, denn ich halte den Umweltkontrollbericht für eine ganz exzellente Bestandsaufnahme über den Zustand der Umwelt in Österreich und daher für eine ganz wichtige Arbeitsgrundlage und vor allem eine sehr seriöse, exzellente Grundlage für politische Arbeit und politische Entscheidungen im Umweltbereich. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Schmuckenschlager.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Schnabel.
Dieser Umweltkontrollbericht ist die Arbeitsgrundlage für umweltpolitische Entscheidungen und enthält, wie schon angedeutet, wertvolle Maßnahmen und Vorschläge, was zu verbessern ist, wo wir Aufholbedarf haben, wo wir Verbesserungsbedarf haben – unter anderem beim Bodenverbrauch, unter anderem beim Artenschwund. Daher ist genau dieser Bericht eine wichtige Grundlage für entsprechende politische Entscheidungen. Da zeigt sich, ob eine Umweltministerin engagiert ist, ob sie vorangeht und mutig ist, genau solche Entscheidungen zu treffen, unter anderem – erstmals in Österreich – für einen neuen nationalen Biodiversitätsfonds im Umfang von 50 Millionen Euro. Das ist ein großartiger Schritt, um genau da gegenzusteuern. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Schnabel.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abschließend, weil es auch mir ein besonderes Anliegen ist: Dieser Bericht stellt die österreichische Umweltsituation sehr schön in Relation zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen, den 17 SDGs. Wir haben begonnen, vor jeder Plenarsitzung ein SDG vorzustellen; auch das ist ein wichtiger Beitrag, um die österreichische Umweltpolitik in den Kontext internationaler Bemühungen zu stellen. Engagierte Umweltpolitik: Sie ist notwendig, sie wird gemacht und sie wirkt. – Danke, Frau Bundesministerin! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Gerade in diesem Bereich ist aber Feuer am Dach, denn der Bericht sagt, dass der Klimawandel in Österreich stärker voranschreitet, rascher voranschreitet als im globalen Schnitt. Schon jetzt haben wir dadurch große finanzielle Schäden; eine bemerkenswerte Feststellung, wenn man bedenkt, dass wir eine Bundesregierung mit grüner Beteiligung haben. Selbst in Ihrer Kernkompetenz versagen Sie, geschätzte Damen und Herren der Grünen! Wir haben seit 650 Tagen kein Klimaschutzgesetz, das heißt, Österreich hat seit 650 Tagen keine gesetzliche Grundlage für den Klimaschutz; eigentlich ganz, ganz bedauerlich. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Schnabel: Beste Qualität, beste Qualität!
Wo bleibt die Biodiversitätsstrategie 2030, welche für die Artenvielfalt in unserem Land wesentlich wäre? Wo bleibt das Aktionsprogramm Nitrat, welches für den Gewässerschutz in Österreich eklatant wichtig wäre und die Verunreinigung unseres Trinkwassers verhindern könnte? (Abg. Schnabel: Beste Qualität, beste Qualität!)
Beifall bei der SPÖ.
Ein wesentlicher Punkt ist mit ganz großer Sicherheit auch eine krisenfeste Energieversorgung, die für die Menschen in unserem Land leistbar und auch nachhaltig ist, doch auch da versagt die Bundesregierung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich komme aus dem schönen Salzburg, Frau Ministerin. In der Salzburger Landesregierung haben wir eine grüne Regierungsbeteiligung, aber es gibt kein einziges Windrad in diesem Bundesland. Neidvoll schaue ich dann zu meinen Kolleginnen und Kollegen aus Deutschland, die gerade ein Gesetz auf den Weg gebracht haben, welches den erneuerbaren Energien ein überragendes öffentliches Interesse einräumt. Frau Ministerin, damit werden nicht nur Behördenverfahren verkürzt, sondern da wird auch der Ausbau erneuerbarer Energien massiv gefördert. Solche Maßnahmen wünsche ich mir für Österreich. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Schnabel: Wir haben ein Rekordbudget in dem Bereich! Ein Rekordbudget!
Frau Ministerin, auch im Hinblick auf das Budget möchte ich Ihnen sagen: Wenn Sie jetzt nicht beginnen, den Klimawandel und all die Dinge, die ich gerade gefordert habe – das Klimaschutzgesetz (Abg. Schnabel: Wir haben ein Rekordbudget in dem Bereich! Ein Rekordbudget!), die Biodiversitätsstrategie, den Aktionsplan für Nitrat –, endlich wirklich ernst zu nehmen, und uns hier ins Parlament nicht eine Beschlussvorlage bringen (Abg. Schnabel: Frau Kollegin Ecker, das ist eine Rekordsumme! Noch nie wurde so viel in den Klimaschutz investiert!), dann werden wir in Zukunft sämtliche Staatsausgaben für die Bekämpfung der Klimakrise aufwenden müssen. Das wünsche ich mir für uns alle nicht – ich hoffe, das wünscht sich hier im Haus niemand –, und vor allem wünsche ich mir das nicht für die Jugend in diesem Land. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Schnabel: Frau Kollegin Ecker, das ist eine Rekordsumme! Noch nie wurde so viel in den Klimaschutz investiert!
Frau Ministerin, auch im Hinblick auf das Budget möchte ich Ihnen sagen: Wenn Sie jetzt nicht beginnen, den Klimawandel und all die Dinge, die ich gerade gefordert habe – das Klimaschutzgesetz (Abg. Schnabel: Wir haben ein Rekordbudget in dem Bereich! Ein Rekordbudget!), die Biodiversitätsstrategie, den Aktionsplan für Nitrat –, endlich wirklich ernst zu nehmen, und uns hier ins Parlament nicht eine Beschlussvorlage bringen (Abg. Schnabel: Frau Kollegin Ecker, das ist eine Rekordsumme! Noch nie wurde so viel in den Klimaschutz investiert!), dann werden wir in Zukunft sämtliche Staatsausgaben für die Bekämpfung der Klimakrise aufwenden müssen. Das wünsche ich mir für uns alle nicht – ich hoffe, das wünscht sich hier im Haus niemand –, und vor allem wünsche ich mir das nicht für die Jugend in diesem Land. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Ministerin, auch im Hinblick auf das Budget möchte ich Ihnen sagen: Wenn Sie jetzt nicht beginnen, den Klimawandel und all die Dinge, die ich gerade gefordert habe – das Klimaschutzgesetz (Abg. Schnabel: Wir haben ein Rekordbudget in dem Bereich! Ein Rekordbudget!), die Biodiversitätsstrategie, den Aktionsplan für Nitrat –, endlich wirklich ernst zu nehmen, und uns hier ins Parlament nicht eine Beschlussvorlage bringen (Abg. Schnabel: Frau Kollegin Ecker, das ist eine Rekordsumme! Noch nie wurde so viel in den Klimaschutz investiert!), dann werden wir in Zukunft sämtliche Staatsausgaben für die Bekämpfung der Klimakrise aufwenden müssen. Das wünsche ich mir für uns alle nicht – ich hoffe, das wünscht sich hier im Haus niemand –, und vor allem wünsche ich mir das nicht für die Jugend in diesem Land. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Cornelia Ecker: Leider zu wenig!
Abgeordneter Johannes Schmuckenschlager (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Der Umweltkontrollbericht gibt uns einerseits eine umfangreiche Datenlage dazu, was in unserem Land alles so geschehen ist und wie sich der Umweltzustand darstellt, und auf der anderen Seite gibt er uns natürlich Anleitungen für die Zukunft. Ich finde es schon spannend: Man will den Bericht vielleicht da und dort nicht lesen, bekommt ihn dann im Ausschuss vom Umweltbundesamt auch noch erläutert und will dann noch immer nicht akzeptieren, dass wir gerade in Sachen Umweltschutz in Österreich sehr, sehr viel zustande bringen und zustande gebracht haben (Abg. Cornelia Ecker: Leider zu wenig!), und das ist keine Frage der politischen Einstellung oder der Ideologie.
Heiterkeit des Abg. Bernhard
Ein zweites Beispiel: Die Stickoxidwerte sind zurückgegangen. Das ist ganz, ganz wesentlich, weil Stickoxid ein enormes Risiko für die Gesundheit darstellt. Wieso ist das passiert? – Nicht, weil wir gesagt haben, es darf niemand mehr mit dem Auto fahren, alle müssen wieder die Rösser vor die Kutsche spannen (Heiterkeit des Abg. Bernhard), nein, weil wir uns technologisch weiterentwickelt haben, den Verbrennungsmotor weiterentwickelt haben und neue Brennstoffe entwickelt haben, vor allem bei den biogenen Treibstoffen.
Beifall bei der ÖVP.
Das sind die Wege, die wir auch in der Frage des Klimawandels gehen müssen: Wir müssen uns offen und ohne Scheuklappen weiterentwickeln. Und wenn Sie jetzt sagen: Da geschieht nichts, da geschieht zu wenig!, dann weiß ich nicht, wo Sie bei der Diskussion der vorigen zwei Tagesordnungspunkte waren, wo wir das ja alles beschlossen haben, vor allem im Hinblick auf Fotovoltaik. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abgeordneten Cornelia Ecker.
An der Bereitstellung von 14,8 Milliarden Euro bis 2026 sieht man, dass es nicht wenig ist – im europäischen Vergleich sogar sehr, sehr viel –, was wir in genau diese Transformation hineinstecken. Wir haben sehr ambitionierte Ziele, die wir damit auch erreichen können. (Zwischenruf der Abgeordneten Cornelia Ecker.)
Beifall bei der ÖVP.
Es geht auch – weit über diesen Aspekt hinaus – um die Sicherheit und darum, die natürlichen Ressourcen in unserem Land zu erhalten. Das ist etwas, das dann oft in einen Widerspruch gerät, und da sind wir natürlich auch aufgefordert – es wurde schon angesprochen: die EU-Waldstrategie, die EU-Biodiversitätsstrategie –, die Ressourcen zu schützen. Wir aber wählen den Weg nützen und schützen: Uns geht es darum, keinen Raubbau an der Natur durchzuführen, aber die Ressourcen, die wir im eigenen Land haben, trotzdem bestmöglich zu nützen. Darum ist es auch so wichtig, dass in der Biodiversitätskommission Grundeigentümer und -bewirtschafter noch gestärkt werden, um dieses Potenzial entsprechend auszuarbeiten. Alleine bei Biogas gibt es laut Umweltbundesamt das Potenzial, damit 40 Prozent unseres jetzigen Gasverbrauchs zu substituieren, und ich glaube, es liegt in der Verantwortung unserer Generation, diese Ressourcen auch entsprechend einzusetzen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall der Abgeordneten Doppelbauer und Cornelia Ecker.
Abgeordneter Michael Bernhard (NEOS): Herr Präsident! Geschätzte Frau Ministerin! Immer wenn ich in einer Umweltdebatte nach einem ÖVP-Kollegen ans Rednerpult komme, habe ich das Gefühl, ich komme direkt nach einem Vertreter eines Lobbyistenvereins heraus. (Beifall der Abgeordneten Doppelbauer und Cornelia Ecker.) Also das Ausmaß, in dem da die Agrarinteressen quasi beworben werden, obwohl es eine Umweltdebatte ist, ist schon immer sehr erstaunlich.
Beifall bei den NEOS.
Der Umweltkontrollbericht bietet einiges an Information, kommt alle drei Jahre heraus und ist inhaltlich in manchen Punkten nicht sehr überraschend, nämlich beispielsweise in der Frage der Klimapolitik. Von 2019 weg gerechnet ist es so, dass man Österreich eindeutig in einem Bereich verorten kann, wo man sagt: Wir sind in der Klimapolitik nicht erfolgreich. Im internationalen Ranking sind wir aktuell auf Platz 32, einen Platz vor China, wir haben seit dem letzten Jahr Weißrussland überholt. Wir sind in der Frage der Klimapolitik also nicht die Megaperformer. Wo wir die Megaperformer sind, ist beim Einsatz von Steuermitteln, denn wir investieren extrem viel Geld in Klimapolitik, die aber nicht die Emissionen senkt. Man müsste also einmal darüber nachdenken, ob man das in Zukunft nicht besser machen kann. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Da sagt der Umweltkontrollbericht sehr klar, dass es von dieser Bundesregierung und von allen künftigen deutlich mehr Maßnahmen braucht, damit wir einen erhaltenswerten Zustand unserer Umwelt gewährleisten können. Es gibt viel zu tun. Wenn Sie das angehen, haben Sie von uns NEOS die Unterstützung. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
An alle, die es interessiert – auch an die Zuseherinnen und Zuseher zu Hause –: Der Bericht steht auf der Seite des Umweltbundesamtes als Download zur Verfügung. Deswegen möchte ich mich dem Dank anschließen, den Abgeordnete Rössler vorhin an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Umweltbundesamtes überbracht hat. Diese leisten jeden Tag wirklich ganz großartige Arbeit – nicht nur in diesen kondensierten vielen, vielen Seiten des Umweltkontrollberichtes. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Einwallner: Schwierig!
Es ist jetzt müßig, darüber zu spekulieren - - – Nein, ich komme später darauf zurück, keine Sorge. (Abg. Einwallner: Schwierig!) Die Veröffentlichung des Berichtes fällt in politisch schwierige Zeiten. Ich möchte ihn zuerst noch kontextualisieren.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Lukas Hammer hält eine Tafel in die Höhe, auf der unter dem Titel „Sonnenstrom in Österreich“ ein Balkendiagramm zu sehen ist.
Natürlich sind es gute Jahre, aber es ist müßig, darüber zu spekulieren, warum das so ist, weil es ein Ziel gibt, das heißt: Wir müssen auf netto null! Da haben wir noch einen Weg vor uns. Da haben wir im Klimaschutz noch ordentlich viel zu tun. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Lukas Hammer hält eine Tafel in die Höhe, auf der unter dem Titel „Sonnenstrom in Österreich“ ein Balkendiagramm zu sehen ist.) – Deswegen ist das Taferl mit dem Sonnenstromausbau so ermutigend.
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Bei den Treibhausgasemissionen zeigt sich nach wie vor leider ein Problemkind, das ist der Verkehr. Da sind wir nach wie vor bei 45 Prozent. Die Anzahl der Fahrzeuge mit alternativem Antrieb ist deutlich gestiegen. Auch seit dem Amtsantritt dieser Bundesregierung hat sich der Anteil an E-Mobilität bei den Pkw-Neuzulassungen mehr als verdreifacht. Da passiert etwas, aber natürlich haben wir insbesondere in diesem Punkt noch einiges zu tun, weil auch der Motorisierungsgrad und die Fahrleistung steigen. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Deswegen sind Initiativen wie das Klimaticket, wie das Rekordbudget für den Öffiausbau, wie die vielen Projekte, die wir mit den Bundesländern gemeinsam machen, so wichtig. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Mich freut auch – auch das ist in dem Zusammenhang wichtig – die Beobachtung, dass der Anteil der erneuerbaren Energieträger weiterhin steigt. Er lag 2020 im Gesamtenergieverbrauch bei 36,5 Prozent, bei Strom wurden bereits 75 Prozent des Verbrauchs durch Erneuerbare abgedeckt. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Auch alles, was wir gefördert haben – zuerst im Ökostromgesetz, jetzt mit dem Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz –, geht zuletzt mit dem EAG wirklich in einem Quantensprung nach oben. Also das sind wirklich gute Neuigkeiten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich kann Ihnen den Bericht wirklich ans Herz legen – um ihn durchzublättern, in einzelnen Kapiteln zu schmökern oder ihn auch von A bis Z zu lesen. Zusammenfassend präsentiert sich das Bild, dass einerseits wichtige Maßnahmen in der Klimawandelanpassung, im Mobilitätsbereich, im Energiebereich sowie in der Abfallvermeidung bereits große Wirkung zeigen, andererseits in vielen Bereichen aber auch noch große Herausforderungen vor uns liegen. Um diese zu meistern, müssen alle, die konstruktiv an Problemlösung und nicht nur am Draufhauen orientiert sind, gemeinsam arbeiten. Daher ein großes Danke für die vielen engagierten und konstruktiven Debatten in diesem Haus. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Herr Kollege Bernhard von den NEOS, Sie haben Herrn Kollegen Schmuckenschlager vorhin etwas vorgeworfen. Er hat genau einen Punkt aufgezeigt, den Sie im vorangegangenen Entschließungsantrag selbst gefordert haben, nämlich den massiven Ausbau von Biogas. Das hat er hier gefordert, und das fordern auch Sie. Deswegen wäre das, was er gesagt hat, eigentlich unterstützenswert. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Cornelia Ecker.
Es ist – und jetzt schlagen wir versöhnlichere Töne an – vieles zu tun. Das haben Sie gesagt, und das sehen auch wir so. Wir haben – was die SPÖ noch nicht erkannt hat – ein Rekordbudget für den Klimaschutz. Viele Maßnahmen haben wir vonseiten der Regierung schon umgesetzt, viele sind in Umsetzung. (Zwischenruf der Abg. Cornelia Ecker.) Die Wirtschaft – etwas, das die SPÖ vielleicht nicht so gut versteht – ist bereits in vielen Bereichen tätig und wird weiter tätig sein, um die Dekarbonisierung und die Klimawende zu schaffen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
In diesem Sinne: Danke dem Umweltbundesamt für diesen Bericht, danke allen fürs Mittun! Der Klimawandel ist eine große Herausforderung. Gemeinsam werden wir mit all diesen Maßnahmen auch in Zukunft in Österreich Wohlstand haben, aber auch eine klimafitte Nation sein. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist heute schon ein paarmal angesprochen worden, ich sage es aber bewusst: Wenn wir in Richtung Außernutzungstellung in der Forstwirtschaft denken, also an die Forststrategie: Über Schutzwald und Bannwald und solche Dinge kann man durchaus reden, aber wie definieren wir das wirklich? Vor allem muss uns bewusst sein: Nachhaltige Bewirtschaftung ist nicht nur bei Land- und Forstwirtschaft das Richtige, sondern auch beim Wald und bindet am meisten – Stichwort CO2-Speicher. Da müssen wir höllisch aufpassen. (Beifall bei der ÖVP.) Da werden wir wirklich höllisch aufpassen müssen, dass man das Kind nicht mit dem Bade ausschüttet, weil die nachhaltige Nutzung von Restholz, von Biomasse und kein anderer Weg für die Umwelt sinnvoll ist.
in Richtung Bundesministerin Gewessler
In Richtung Biodiversität noch ein Gedanke – dazu fehlt heute die Zeit, aber Sie (in Richtung Bundesministerin Gewessler) sind jederzeit bei mir daheim im landwirtschaftlichen Betrieb herzlich willkommen; dann können wir diskutieren, wie sich was verändert –: Wenn man 25 Jahre lang sehr extensiv wirtschaftet, wird klar, dass eine nachhaltige, vernünftige Bewirtschaftung eigentlich auch bezüglich Biodiversität das Vernünftigste ist.
Beifall bei der ÖVP.
Grundsätzlich stellt der Bericht Österreich ein gutes Zeugnis aus. Wir wissen alle miteinander, dass wir uns da nicht ausrasten dürfen, sondern positiv weiterarbeiten müssen. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Shetty.
Weil ich Zahlen gesagt habe: Ich möchte jemanden zitieren, der völlig unverdächtig ist, dass er ein Freiheitlicher wäre, nämlich Niki Glattauer, Journalist, Buchautor, ehemaliger Schuldirektor, der im Mai dieses Jahres in einer österreichischen Tageszeitung gemeint hat: „Jedes siebente Kind in einer Wiener Volksschule kann so wenig Deutsch, dass es dem Unterricht nicht folgen kann. Und kaum zu glauben: 60 Prozent dieser Kinder sind“ in Österreich „geboren [...]. Das ist [...] eine Bankrotterklärung für Österreichs miserable [...] Integrationspolitik“. Er meint, „es ist eine gesellschaftliche Katastrophe“, die jedoch am „wenigsten noch [...] die Betroffenen“ selbst trifft, denn „die bleiben unter sich und kommen mit Jugo-Sprech und Türkisch auch so durch ihr Parallel-Leben“, aber das geht auf Kosten der „deutschsprachigen Mitschüler“. (Zwischenruf des Abg. Shetty.)
Beifall bei der FPÖ.
Hohes Haus, genau dort stehen wir jetzt, genau das ist das Problem. Wenn wir das nicht wollen, dann müssen wir Maßnahmen setzen und wir müssen die Möglichkeit schaffen, dass Schüler auch so oft wie einfach nur denkbar möglich die deutsche Sprache in der Schule verwenden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Deutsch ist der Schlüssel für Bildung, Deutsch ist der Schlüssel für Wohlstand, Deutsch ist der Schlüssel für Zufriedenheit, und daher haben wir auch diesen Antrag, Deutsch als Schulsprache einzuführen, eingebracht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Darum, Herr Kollege Brückl, würde ich Sie sogar bitten, sich zu überlegen: Ihre Partei heißt die Freiheitliche Partei, aber das ist ja typisch: Was freiheitlich ist, hat mit Freiheit höchstwahrscheinlich nicht so viel zu tun, genauso wie sozialistisch mit sozial wenig zu tun hat. In der Österreichischen Volkspartei sind wir aber der Ansicht, dass wir den Kindern die Freiheit geben müssen, und darum lassen wir Deutsch als Pausensprache nicht zwanghaft herein. – Danke. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff.
Abgeordnete Nurten Yılmaz (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Ich kann es nicht glauben, dass Kollege Taschner uns erklärt, was die Kinder in der Pause tun dürfen und was sie sollen, aber es ist sehr gut. Ich sage es Ihnen nachher noch einmal. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff.)
Abg. Haubner: Sag amal!
Meine größte Sorge sind aber nach wie vor diese elendigen Deutschförderklassen, die noch aus der Ära Blau-Schwarz, Schwarz-Blau stammen. (Abg. Haubner: Sag amal!) Statt dass man die Synergien bündelt und in einer ordentlichen Klasse Deutschförderung betreibt, hat man jetzt noch eine Schiene. Herr Kollege, diese Kinder dauernd zu beschämen, ist schwarze Pädagogik! (Abg. Gödl: Wie reden Sie?) Man weiß, dass das nichts bringt. Alle Wissenschaftler:innen sagen - - (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Was? – Das ist elendig. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Gödl: Wie reden Sie?
Meine größte Sorge sind aber nach wie vor diese elendigen Deutschförderklassen, die noch aus der Ära Blau-Schwarz, Schwarz-Blau stammen. (Abg. Haubner: Sag amal!) Statt dass man die Synergien bündelt und in einer ordentlichen Klasse Deutschförderung betreibt, hat man jetzt noch eine Schiene. Herr Kollege, diese Kinder dauernd zu beschämen, ist schwarze Pädagogik! (Abg. Gödl: Wie reden Sie?) Man weiß, dass das nichts bringt. Alle Wissenschaftler:innen sagen - - (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Was? – Das ist elendig. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Meine größte Sorge sind aber nach wie vor diese elendigen Deutschförderklassen, die noch aus der Ära Blau-Schwarz, Schwarz-Blau stammen. (Abg. Haubner: Sag amal!) Statt dass man die Synergien bündelt und in einer ordentlichen Klasse Deutschförderung betreibt, hat man jetzt noch eine Schiene. Herr Kollege, diese Kinder dauernd zu beschämen, ist schwarze Pädagogik! (Abg. Gödl: Wie reden Sie?) Man weiß, dass das nichts bringt. Alle Wissenschaftler:innen sagen - - (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Was? – Das ist elendig. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine größte Sorge sind aber nach wie vor diese elendigen Deutschförderklassen, die noch aus der Ära Blau-Schwarz, Schwarz-Blau stammen. (Abg. Haubner: Sag amal!) Statt dass man die Synergien bündelt und in einer ordentlichen Klasse Deutschförderung betreibt, hat man jetzt noch eine Schiene. Herr Kollege, diese Kinder dauernd zu beschämen, ist schwarze Pädagogik! (Abg. Gödl: Wie reden Sie?) Man weiß, dass das nichts bringt. Alle Wissenschaftler:innen sagen - - (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Was? – Das ist elendig. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Abgeordnete Dipl.-Ing. Karin Doppelbauer (NEOS): Herr Präsident! Hohes Haus! Fristsetzungsantrag zum Energieeffizienzgesetz: Warum machen wir das heute? – Wir stecken in einer Energiekrise, weil Putin einen Energiekrieg gegen Europa führt. Und ja, Österreich ist da extrem betroffen, weil wir eine 80-prozentige Abhängigkeit von russischem Gas haben. Die ist – und ich sage es noch einmal – nicht vom Himmel gefallen, die ist tatsächlich hausgemacht. Viele Politiker von der ÖVP, von der SPÖ und natürlich auch von der FPÖ haben dabei eine maßgebliche Rolle gespielt, dass wir in diese 80-Prozent-Abhängigkeit geraten sind. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Schroll.
Da ich heute in der Früh Klubobmann Wöginger gehört habe, der gesagt hat, dass wir das ja ohnehin schon alles im Griff und nur mehr eine 50-prozentige Abhängigkeit von russischem Gas haben, möchte ich diese Rechnung tatsächlich nachvollziehen können. Es ist einfach die Unwahrheit. Das wäre dann richtig, das wäre dann korrekt, wenn norwegisches Gas nach Österreich fließen würde. Das tut es aber nicht. Hören Sie also bitte auf, Unwahrheiten zu sagen! (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Schroll.)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Schroll.
Was stattdessen wirklich notwendig ist, um über diesen Winter zu kommen – und nicht nur über den kommenden Winter, sondern vor allem auch über die nächsten paar Jahre, denn das wird auch im nächsten Winter noch nicht vorbei sein –: Wir müssen ganz entschlossen am Ausbau der Erneuerbaren weiterarbeiten – ganz entschlossen! Dazu brauchen wir vor allem gesetzliche Rahmenbedingungen, wir brauchen Verbrauchsreduktionen und natürlich brauchen wir auch treffsichere Unterstützungen für jene Haushalte, die das brauchen, und vor allem auch für die Unternehmerinnen und Unternehmer in der Energiekrise, die da Unterstützung brauchen. Das sind die Dinge, die wir tatsächlich angehen müssen, damit wir nie wieder in eine solche Situation, in eine solche Abhängigkeit von russischem Gas kommen. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Schroll.)
Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.
Wir brauchen also eine Fast Lane, wie wir das nennen, für den Ausbau der Erneuerbaren. Ich erinnere noch einmal daran, dass wir uns ja eigentlich schon darauf verständigt haben, was unsere Ziele sind. Wir haben ja tatsächlich die Ziele definiert: 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien bis 2030, Klimaneutralität bis 2040. Da brauchen wir viel mehr Tempo. Wenn wir in dem Tempo weitermachen, wie im Augenblick der Ausbau vorangeht – und ich sage es noch einmal, denn auch das haben wir heute schon gehört –, dass wir nämlich die Erneuerbaren seit 2019 nur um 2 Terawattstunden ausgebaut haben, dann gnade uns Gott. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Schroll.
Ein ganz, ganz wichtiger Baustein, ein richtig wichtiger Baustein, um die Erneuerbaren voranzutreiben, um die Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern endlich voranzutreiben, wäre das Energieeffizienzgesetz. Und das, meine Damen und Herren, ist seit 2020 ausständig. Seit 2020 sollte es da eine Novellierung geben, aber die gibt es nach wie vor nicht. Das sind jetzt zwei Jahre. Wir sind in einer Energiekrise. Wir sind in der größten Wirtschaftskrise seit dem Beginn der Zweiten Republik und wir schaffen es nicht, ein Energieeffizienzgesetz auf den Boden zu bringen. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Schroll.)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Schroll.
Es ist unverständlich, dass die Ministerien zuschauen, es ist unverständlich, dass die grüne Bundesministerin zuschaut. Erneuerbare ausbauen, Energie effizient verwenden, das ist das Gebot der Stunde. Es gibt aus meiner Sicht wirklich gar keinen Grund, diesem Antrag heute nicht zuzustimmen, wenn Ihnen dieses Land, seine Wirtschaft und seine Menschen am Herzen liegen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Schroll.)
Zwischenruf bei den NEOS
Abgeordnete Tanja Graf (ÖVP): Herr Präsident! Liebe Kollegen! Liebe Kolleginnen! Liebe Zuschauer! Ja, liebe Kollegin Doppelbauer, beim Thema Energieeffizienz teile ich die Meinung, dass wir effizienter und sparsamer mit der Energie umgehen müssen. Einen anderen Zugang habe ich aber, wenn es um die Tatsachen und die Realität geht, denn Energieeffizienz lässt sich nicht per Papier verordnen, sondern erfordert Handeln und Tun (Zwischenruf bei den NEOS) – und die Fakten zeigen, dass da viel passiert.
Beifall bei der ÖVP.
Was ist eigentlich Energieeffizienz? – Energieeffizienz ist der optimale Einsatz von Energie, die nicht verschwendet wird. Das Gesetz hat eigentlich nur eine Grundlage, nämlich den Verbraucher dort hinzuleiten. Ich erachte es wirklich als sekundär, ob das Gesetz jetzt bis Jahresende kommt oder nächstes Jahr. Viel wichtiger, glaube ich, ist es, zu erwähnen, dass alles, was jetzt schon passiert, vom Gesetz als Vorauszahlung angerechnet wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Doppelbauer: ... hat sich verändert die letzten zehn Jahre!
Schauen wir uns aber einmal die Fakten an: Insgesamt verbrauchen wir in Österreich 305 Terawattstunden an Energie. 20 Prozent davon brauchen wir für den Strom, das sind 70 Terawattstunden, und davon werden 75 Prozent bereits aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen – allen voran die Wasserkraft, gefolgt von Wind und Fotovoltaik, und die Biomasse spielt auch eine Rolle. Da kann man jetzt eindeutig feststellen, dass Österreich im EU-weiten Vergleich eigentlich an vierter Stelle ist, es sind nur drei Länder vor uns (Abg. Doppelbauer: ... hat sich verändert die letzten zehn Jahre!): Schweden, Lettland und Finnland.
Abg. Doppelbauer: Das stimmt doch nicht! Diese Rechnung ist einfach nicht korrekt!
Beim Gas benötigen wir 96 Terawattstunden – das sind ebenfalls ein bisschen mehr als 20 Prozent unseres Energieverbrauchs –, und vor einem Jahr haben wir noch 80 Prozent aus Russland bekommen, jetzt 50 Prozent. (Abg. Doppelbauer: Das stimmt doch nicht! Diese Rechnung ist einfach nicht korrekt!) – Sie haben Herrn Gust Wöginger zitiert. Ich würde Sie zu einem bilateralen Gespräch einladen, damit wir klären, wie die 50 Prozent zusammenkommen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.
Beim Gas benötigen wir 96 Terawattstunden – das sind ebenfalls ein bisschen mehr als 20 Prozent unseres Energieverbrauchs –, und vor einem Jahr haben wir noch 80 Prozent aus Russland bekommen, jetzt 50 Prozent. (Abg. Doppelbauer: Das stimmt doch nicht! Diese Rechnung ist einfach nicht korrekt!) – Sie haben Herrn Gust Wöginger zitiert. Ich würde Sie zu einem bilateralen Gespräch einladen, damit wir klären, wie die 50 Prozent zusammenkommen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.)
Abg. Doppelbauer: Warum macht man dann nicht einfach das Gesetz …?
Ich kann Ihnen versichern, Frau Kollegin Doppelbauer, das, was von Ihnen im Sinne eines Monitoring- und Beratungssystems gefordert wird, passiert bereits. Unterschätzen Sie nicht unsere Unternehmen! Die setzen alles daran, um derzeit Energie zu sparen, und sind bestrebt, auch kostengünstig einzukaufen. (Abg. Doppelbauer: Warum macht man dann nicht einfach das Gesetz …?) Etwas mehr Vertrauen in unsere Betriebe und auch in unsere Haushalte und etwas mehr Geduld – das Gesetz wird kommen! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Litschauer.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Litschauer.
Ich kann Ihnen versichern, Frau Kollegin Doppelbauer, das, was von Ihnen im Sinne eines Monitoring- und Beratungssystems gefordert wird, passiert bereits. Unterschätzen Sie nicht unsere Unternehmen! Die setzen alles daran, um derzeit Energie zu sparen, und sind bestrebt, auch kostengünstig einzukaufen. (Abg. Doppelbauer: Warum macht man dann nicht einfach das Gesetz …?) Etwas mehr Vertrauen in unsere Betriebe und auch in unsere Haushalte und etwas mehr Geduld – das Gesetz wird kommen! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Litschauer.)
Ruf bei der ÖVP: Sollen wir ihr was ausrichten?
Abgeordneter Alois Schroll (SPÖ): An dieser Stelle hätte ich mich jetzt bei der Frau Bundesministerin, bei unserer Energieministerin dafür bedankt, dass sie nach den Energie- und Umweltthemen hier sitzen bleibt, aber anscheinend sind die Energieeffizienz und die Energie nicht so wichtig. Deswegen kann ich sie nicht begrüßen. (Ruf bei der ÖVP: Sollen wir ihr was ausrichten?)
Abg. Tanja Graf: Deswegen brauchen wir die Anrechnung, dass es angerechnet wird!
Liebes, geschätztes Hohes Haus! Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer! Liebe Kollegin Tanja Graf, es wurde vieles angesprochen, und du hast gesagt – und es ist mir ganz wichtig, das auch zu erwähnen –, genau die Haushalte und genau die Gemeinden – also jene, die schon wirklich Wesentliches aufgeräumt haben von dem, was in der Pandemiezeit gepfuscht worden ist – haben jetzt auch bei der Fotovoltaikinstallierung im letzten Jahr, kann man sagen, seit dem 7. Juli, viel übernommen (Abg. Tanja Graf: Deswegen brauchen wir die Anrechnung, dass es angerechnet wird!), denn, liebe Kolleginnen und Kollegen, die Verordnung zur Marktprämienförderung, bei der es wirklich um große Parks, um große Fotovoltaikparks, um große Windparks geht, wurde erst vorigen Sonntag freigegeben. Und soweit ich mich von den Zahlen her ein bisschen erinnern kann, haben wir heuer im ersten Halbjahr ungefähr 20 Windräder aufgebaut und errichtet – so viel und so weit zum Ausbau der erneuerbaren Energiequellen.
Abg. Tanja Graf: Hab ich nicht gesagt!
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, die grüne Umweltpolitik ist nur mehr eine Mängelliste. Und wenn man die Mängelliste aufzählen will, dann kann man nur bei dem, was du, liebe Kollegin Doppelbauer, schon angesprochen hast, fortsetzen. Wir haben sehr, sehr viel gemacht, und, liebe Kollegin Tanja Graf, wenn du sagst, unsere Gasspeicher sind zu 80 Prozent gefüllt (Abg. Tanja Graf: Hab ich nicht gesagt!) und wir haben alles gemacht und es haben alle alles gemacht, dann kann ich nur sagen: Ich würde mir die Pressemeldungen vom zuständigen Vorstandsdirektor anhören oder durchlesen. Der sagt, wir haben zwar 80 Prozent der Speicher gefüllt (Abg. Tanja Graf: Ich hab nicht von der Befüllung gesprochen!), aber es wird nur rund die Hälfte für Österreich verwendet werden. Als er gefragt worden ist, ob es denn dann auch für heimische Betriebe sein wird, mussten wir sogar erfahren: Nein, ist es nicht.
Abg. Tanja Graf: Ich hab nicht von der Befüllung gesprochen!
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, die grüne Umweltpolitik ist nur mehr eine Mängelliste. Und wenn man die Mängelliste aufzählen will, dann kann man nur bei dem, was du, liebe Kollegin Doppelbauer, schon angesprochen hast, fortsetzen. Wir haben sehr, sehr viel gemacht, und, liebe Kollegin Tanja Graf, wenn du sagst, unsere Gasspeicher sind zu 80 Prozent gefüllt (Abg. Tanja Graf: Hab ich nicht gesagt!) und wir haben alles gemacht und es haben alle alles gemacht, dann kann ich nur sagen: Ich würde mir die Pressemeldungen vom zuständigen Vorstandsdirektor anhören oder durchlesen. Der sagt, wir haben zwar 80 Prozent der Speicher gefüllt (Abg. Tanja Graf: Ich hab nicht von der Befüllung gesprochen!), aber es wird nur rund die Hälfte für Österreich verwendet werden. Als er gefragt worden ist, ob es denn dann auch für heimische Betriebe sein wird, mussten wir sogar erfahren: Nein, ist es nicht.
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Doppelbauer, Lausch und Shetty.
365 Tage ohne Energieeffizienzgesetz: Was würde der Anstand wählen?, und 365 Tage ohne Klimaschutzgesetz: Wen würde das Klima wählen? – Das waren die Fragen auf euren Plakaten anlässlich der letzten Nationalratswahl. Ich kann euch sagen: sicher nicht mehr die Grünen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Doppelbauer, Lausch und Shetty.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist nicht das Verständnis der Freiheitlichen Partei von Föderalismus, das ist nicht das Verständnis der Freiheitlichen Partei von Demokratie nahe am Bürger, sondern das ist ein zentralistisches Drüberfahren – aus Ihrer Sicht offensichtlich am besten aus Brüssel. Da werden die Länder nicht mitspielen, und das ist gut so. Wir sind hier auf der Seite der Länder und Gemeinden, und es ist selbstverständlich das Recht der Länder und Gemeinden, über die Raumordnungen et cetera ihr unmittelbares Lebensumfeld zu bestimmen. Da brauchen wir keine NEOS oder sonst wen aus Wien und Brüssel, der da drüberfährt und denen Vorschriften macht. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Schwarz: In Moskau kennt ihr euch aus, aber sonst überall nicht!
Der nächste Ou Topos: Europa, das 8 Prozent der globalen CO2-Emissionen verursacht, geht als leuchtendes Beispiel voran – und die ganze Welt geht nach. – Nein, tut sie nicht! Die Chinesen, die Inder, die Russen, Iraner et cetera, wer auch immer, die gehen nicht nach! Die gehen nicht nach! Und wir produzieren dadurch eklatante globale Wettbewerbsnachteile. (Abg. Schwarz: In Moskau kennt ihr euch aus, aber sonst überall nicht!)
Abg. Lukas Hammer: Das ist ja kein Dreieck!
Also zusammengefasst: Bitte eine realistische Energiepolitik des Könnens, der Umsetzbarkeit, der Vernunft im Interesse der Österreicher, nach dem energiepolitischen Dreieck der Freiheitlichen Partei: Erneuerbare, Netzstabilität, Versorgungssicherheit, hier auch sträflich vernachlässigt, Wirtschaftlichkeit und Leistbarkeit ist gleich Arbeitsplätze, Wohlstand. (Abg. Lukas Hammer: Das ist ja kein Dreieck!) Wenn Sie mich jetzt fragen: Wo ist unsere - -
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Lukas Hammer: Das ist ja ein verhunztes Dreieck!
Abgeordneter MMMag. Dr. Axel Kassegger (fortsetzend): Wo ist unsere Priorität? Unsere Priorität ist bei der Wirtschaftlichkeit, Leistbarkeit, Arbeitsplätze ist gleich Wohlstand. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Lukas Hammer: Das ist ja ein verhunztes Dreieck!)
Abg. Kassegger: Das stimmt nicht! ...!
Abgeordneter Lukas Hammer (Grüne): Ich finde das durchaus erfrischend, dass sich Kollege Kassegger von der FPÖ hier rausstellt und relativ offen sagt: Ja, wir stehen dazu, dass die Länder, bestes Beispiel die Landesregierung mit FPÖ-Beteiligung in Oberösterreich, weiterhin die Energiewende blockieren. (Abg. Kassegger: Das stimmt nicht! ...!) Ich stehe dazu, dass wir keine bundesweiten und keine europäischen Vorgaben brauchen. – Ich finde das durchaus erfrischend. So eine Debatte können wir ruhig führen. Ich bin halt anderer Meinung, aber ich finde das super, dass ihr hier so klar eure Blockadehaltung offenlegt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordneter Lukas Hammer (Grüne): Ich finde das durchaus erfrischend, dass sich Kollege Kassegger von der FPÖ hier rausstellt und relativ offen sagt: Ja, wir stehen dazu, dass die Länder, bestes Beispiel die Landesregierung mit FPÖ-Beteiligung in Oberösterreich, weiterhin die Energiewende blockieren. (Abg. Kassegger: Das stimmt nicht! ...!) Ich stehe dazu, dass wir keine bundesweiten und keine europäischen Vorgaben brauchen. – Ich finde das durchaus erfrischend. So eine Debatte können wir ruhig führen. Ich bin halt anderer Meinung, aber ich finde das super, dass ihr hier so klar eure Blockadehaltung offenlegt. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Kollege Schroll von der SPÖ, ich finde es ein bisschen unredlich, wenn du die Abwesenheit der Ministerin thematisierst. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ihr wisst ganz genau, dass wir hier einen Fristsetzungsantrag debattieren, und Kollege Krainer wird euch bestätigen, wenn ihr ihn fragt, dass es nicht Usance im Parlament ist, dass Ministerinnen und Minister bei der Debatte zu Fristsetzungsanträgen anwesend sind. Das waren eure Minister auch nicht. Das ist einfach unredlich. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Kollege Schroll von der SPÖ, ich finde es ein bisschen unredlich, wenn du die Abwesenheit der Ministerin thematisierst. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ihr wisst ganz genau, dass wir hier einen Fristsetzungsantrag debattieren, und Kollege Krainer wird euch bestätigen, wenn ihr ihn fragt, dass es nicht Usance im Parlament ist, dass Ministerinnen und Minister bei der Debatte zu Fristsetzungsanträgen anwesend sind. Das waren eure Minister auch nicht. Das ist einfach unredlich. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Tanja Graf.
Wir werden mit diesem Budget zusätzliche Energieeffizienzmaßnahmen in der Höhe von 190 Millionen Euro beschließen, zusätzlich noch einen Transformationsfonds für die Industrie. Das Gute im Vergleich zu früher daran ist, dass eine langfristige Finanzierung, teilweise bis 2026, teilweise auch bis 2030, sichergestellt ist. Das ist ein sehr wichtiger Beitrag für die Energieeffizienz, und natürlich arbeiten wir auch weiterhin daran, dass wir endlich ein neues Energieeffizienzgesetz auf den Weg bringen. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Tanja Graf.)
Abg. Matznetter: 2008!
Was mich schon irgendwie amüsiert: Die Kollegen und Kolleginnen von der SPÖ kritisieren, dass wir uns so lange Zeit lassen und dass das alles so lange braucht. Wir hatten für die Kyoto-Periode 2008 bis 2012 ein Klimaschutzgesetz unter einem roten Bundeskanzler. 2008 bis 2012 – da könnte man meinen, das Klimaschutzgesetz wäre dann 2007 beschlossen worden. – Kollege Matznetter, kannst du dich noch erinnern, wann dieses Klimaschutzgesetz beschlossen wurde? (Abg. Matznetter: 2008!) – November 2011, am Ende der Verpflichtungsperiode! Da hätte man dann im Nachhinein sagen können, was man hätte machen können. (Abg. Matznetter: Ihr habt gar keine ...!)
Abg. Matznetter: Ihr habt gar keine ...!
Was mich schon irgendwie amüsiert: Die Kollegen und Kolleginnen von der SPÖ kritisieren, dass wir uns so lange Zeit lassen und dass das alles so lange braucht. Wir hatten für die Kyoto-Periode 2008 bis 2012 ein Klimaschutzgesetz unter einem roten Bundeskanzler. 2008 bis 2012 – da könnte man meinen, das Klimaschutzgesetz wäre dann 2007 beschlossen worden. – Kollege Matznetter, kannst du dich noch erinnern, wann dieses Klimaschutzgesetz beschlossen wurde? (Abg. Matznetter: 2008!) – November 2011, am Ende der Verpflichtungsperiode! Da hätte man dann im Nachhinein sagen können, was man hätte machen können. (Abg. Matznetter: Ihr habt gar keine ...!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das Ergebnis war, dass wir 600 Millionen Euro aufgewandt haben, um uns freizukaufen. Das ist die SPÖ-Klimapolitik in der Vergangenheit gewesen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Und für so ein Klimaschutzgesetz geben wir uns nicht her! Für so ein Klimaschutzgesetz geben wir uns nicht her! (Abg. Schroll: Da macht ihr gleich gar keines!)
Abg. Schroll: Da macht ihr gleich gar keines!
Das Ergebnis war, dass wir 600 Millionen Euro aufgewandt haben, um uns freizukaufen. Das ist die SPÖ-Klimapolitik in der Vergangenheit gewesen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Und für so ein Klimaschutzgesetz geben wir uns nicht her! Für so ein Klimaschutzgesetz geben wir uns nicht her! (Abg. Schroll: Da macht ihr gleich gar keines!)
Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Es ist eine Chuzpe, dass ihr immer Klimaschutz einfordert, denn schaut euch einmal an, was ihr in den Bezirken, den Gemeinden, den Ländern und hier im Bund macht: Ihr sabotiert jede einzelne Klimaschutzmaßnahme! (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Ihr wollt weiter Autobahnen bauen, ihr wollt weiter in jeder Innenstadt mit dem Auto fahren und ihr seid – das habt ihr jetzt auch wieder bewiesen – gegen eine Ökologisierung des Steuersystems. (Präsident Sobotka gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Wir brauchen uns von euch nicht erklären zu lassen, wie man Klimaschutz macht! – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Präsident Sobotka gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Es ist eine Chuzpe, dass ihr immer Klimaschutz einfordert, denn schaut euch einmal an, was ihr in den Bezirken, den Gemeinden, den Ländern und hier im Bund macht: Ihr sabotiert jede einzelne Klimaschutzmaßnahme! (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Ihr wollt weiter Autobahnen bauen, ihr wollt weiter in jeder Innenstadt mit dem Auto fahren und ihr seid – das habt ihr jetzt auch wieder bewiesen – gegen eine Ökologisierung des Steuersystems. (Präsident Sobotka gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Wir brauchen uns von euch nicht erklären zu lassen, wie man Klimaschutz macht! – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es ist eine Chuzpe, dass ihr immer Klimaschutz einfordert, denn schaut euch einmal an, was ihr in den Bezirken, den Gemeinden, den Ländern und hier im Bund macht: Ihr sabotiert jede einzelne Klimaschutzmaßnahme! (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Ihr wollt weiter Autobahnen bauen, ihr wollt weiter in jeder Innenstadt mit dem Auto fahren und ihr seid – das habt ihr jetzt auch wieder bewiesen – gegen eine Ökologisierung des Steuersystems. (Präsident Sobotka gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Wir brauchen uns von euch nicht erklären zu lassen, wie man Klimaschutz macht! – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ein bisschen ruhiger wieder und weniger künstliche Aufregung, bitte. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Die SPÖ ist schuld! Das ist die Antwort der Grünen!
Abgeordneter Michael Bernhard (NEOS): Lieber Lukas Hammer, das war jetzt eine aufregende Show, die du geliefert hast, aber du hast vergessen, auf das eigentliche Ansinnen der Kollegin Doppelbauer zu antworten. Die Frage war ja: Wann kommt denn das Energieeffizienzgesetz? (Ruf bei der SPÖ: Die SPÖ ist schuld! Das ist die Antwort der Grünen!) Ich möchte auch ganz kurz darauf eingehen.
Beifall bei den NEOS.
Es ist wieder einmal – das Energieeffizienzgesetz ist ja nur ein Symptom –, dass die Dinge zu spät kommen, dass es intransparent ist, wo man gerade steht. Sie sind dann nicht wirkungsvoll, und zwar weder für die Wirtschaft noch für das Klima und insbesondere auch nicht für die prekäre Situation, in der wir heute sind. Das sollte sich dringend ändern, und darauf zielt unser Fristsetzungsantrag ab. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den Grünen.
Deutschlernen ist wichtig, damit alle diese Kinder rasch Anschluss finden, damit sie Beziehungen aufbauen und damit sie ihr ganzes Potenzial und ihre Talente ausschöpfen können. Deswegen sind wir es ganz grundsätzlich allen Kindern, die in Österreich leben, schuldig, ihnen ausreichend Ressourcen und ausreichend Lehrerplanstellen und auch ausreichend Deutschförderstunden zur Verfügung zu stellen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Deswegen gibt es diesen Antrag, der Bildungsminister möge dafür sorgen, dass für alle Kinder und Jugendliche, die neu in unser Schulsystem dazukommen, ausreichend zusätzliche Ressourcen und zusätzliche Lehrerplanstellen zur Verfügung stehen und zum Deutschlernen noch einmal die dafür notwendigen zusätzlichen Förderstunden extra dazu. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das hat der Bildungsminister versprochen und das hat er auch geliefert. Es ist großartig, dass sich das im aktuellen Budget wiederfindet und ausdrücklich bekräftigt wird. Dort stehen 182,4 Millionen Euro für den Zusatzaufwand für Schüler:innen aus der Ukraine inklusive zusätzlicher Mittel für Deutschförderstunden drinnen, plus dauerhaft noch einmal 4,5 Millionen Euro pro Jahr für die Deutschförderung im o. Status. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Künsberg Sarre.
Wenn man sich das also in dieser Perfidie durchdenkt, dann kann man deutlich sehen: Sie wollen Beziehungen und Bindungen verhindern. Sie wollen grundsätzlich, dass ein Kind stumm bleibt, solange es kein Deutsch kann, dass es so lange schweigen muss, bis es die ersten deutschen Worte gelernt hat. Das widerspricht unserer Meinung nach nicht nur den Menschenrechten, sondern allen Grundregeln eines normalen guten menschlichen Zusammenlebens. Das ist grausam, würde ich sogar sagen, und ich bin heilfroh, dass Sie in Österreich keine Bildungspolitik machen. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Künsberg Sarre.)
Beifall bei den NEOS.
Endlich gab es die Erkenntnis bei ÖVP und Grünen – und diesen Antrag diskutieren wir hier –, dass das eben nicht so funktioniert, wie es funktionieren sollte, und Sie fordern in einem Entschließungsantrag Ihren eigenen Minister nun auf, dass die Schülerinnen und Schüler in den Deutschförderklassen über diesen außerordentlichen Status hinaus Deutschförderung bekommen sollen. Das ist richtig, aber eigenartig dabei ist, dass Sie mittels Entschließungsantrag Ihren eigenen Minister auffordern, etwas zu tun. Jetzt haben wir als Opposition nicht das größte Vertrauen in den Bildungsminister, dass da sehr viel von selbst kommt, aber dass Sie das auch nicht haben, dass der Minister das einfach tut, sondern dass Sie ihn dazu auffordern müssen, ist schon bemerkenswert. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Noch eine Bemerkung zur FPÖ: Sie sind immer die, die am lautesten nach Integration rufen, aber Sie sind die einzige Partei, die nicht zustimmt, wenn es um mehr Deutschförderung geht. Ich wiederhole das, was ich hier schon oft gesagt habe: Sie sind ein guter Brandmelder, denn Sie sagen, wo die Probleme sind, Sie sind aber keine gute Feuerwehr, weil Sie nicht daran interessiert sind, die Brände zu löschen, die Probleme zu lösen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS sowie der Abgeordneten El Nagashi und Stögmüller. – Zwischenruf des Abg. Hörl.
Wir werden diesem Antrag nicht zustimmen, und man sieht, glaube ich, auch am Abstimmungsverhalten aller Parteien – außer dem der FPÖ –, die diesen Antrag ablehnen werden, dass das vielleicht keine so gute Idee ist. Deswegen finde ich es auch gut, dass dieser Antrag heute abgelehnt wird. (Beifall bei den NEOS sowie der Abgeordneten El Nagashi und Stögmüller. – Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Beifall bei der ÖVP.
Das Beherrschen der Sprache ist für alle Kinder eine wesentliche Voraussetzung für den schulischen Erfolg, aber auch für einen erfolgreichen Bildungsabschluss, und es ist in weiterer Folge auch wichtig für das zukünftige Bestehen am Arbeitsmarkt. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Im Hinblick auf den Arbeitskräftemangel sind unsere Jugendlichen die Arbeitskräfte von morgen. Sie sind unsere Zukunft, und wir müssen sie bestens darauf vorbereiten, und wir müssen ihnen manchmal auch die Zeit geben, die sie dafür brauchen. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Abg. Taschner: Hört, hört!
Über die dafür notwendigen finanziellen Ressourcen haben wir heute schon gesprochen. 4,5 Millionen Euro jährlich sollen für die Förderung zur Verfügung stehen. Es braucht aber auch Personal, Personal, das wir in Wien leider nicht ausreichend zur Verfügung haben. (Abg. Taschner: Hört, hört!) Immer noch sind Volksschulklassen in Wien unbesetzt, das heißt nicht klassenführend. Ich sagen Ihnen: Sie wissen wohl, was das für die Volksschulkinder hinsichtlich Bildung bedeutet. (Abg. Künsberg Sarre: Wer ist denn für die Ausbildung zuständig?!) Immer noch sind nicht alle Deutschförderklassen mit entsprechendem Lehrpersonal besetzt. (Abg. Silvan: In Niederösterreich auch!) Es gibt eine Klasse mit ukrainischen Kindern, die im Oktober keinen einzigen Tag Schule hatten. Die Konsequenz daraus ist, dass Pädagoginnen und Pädagogen nach wenigen Wochen ihren Dienst kündigen, in angrenzende Bundesländer gehen oder sich völlig neu orientieren. Und das – das sage ich hier ganz klar –, obwohl der Lehrberuf einer der schönsten Berufe ist, die es gibt. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Künsberg Sarre: Wer ist denn für die Ausbildung zuständig?!
Über die dafür notwendigen finanziellen Ressourcen haben wir heute schon gesprochen. 4,5 Millionen Euro jährlich sollen für die Förderung zur Verfügung stehen. Es braucht aber auch Personal, Personal, das wir in Wien leider nicht ausreichend zur Verfügung haben. (Abg. Taschner: Hört, hört!) Immer noch sind Volksschulklassen in Wien unbesetzt, das heißt nicht klassenführend. Ich sagen Ihnen: Sie wissen wohl, was das für die Volksschulkinder hinsichtlich Bildung bedeutet. (Abg. Künsberg Sarre: Wer ist denn für die Ausbildung zuständig?!) Immer noch sind nicht alle Deutschförderklassen mit entsprechendem Lehrpersonal besetzt. (Abg. Silvan: In Niederösterreich auch!) Es gibt eine Klasse mit ukrainischen Kindern, die im Oktober keinen einzigen Tag Schule hatten. Die Konsequenz daraus ist, dass Pädagoginnen und Pädagogen nach wenigen Wochen ihren Dienst kündigen, in angrenzende Bundesländer gehen oder sich völlig neu orientieren. Und das – das sage ich hier ganz klar –, obwohl der Lehrberuf einer der schönsten Berufe ist, die es gibt. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Silvan: In Niederösterreich auch!
Über die dafür notwendigen finanziellen Ressourcen haben wir heute schon gesprochen. 4,5 Millionen Euro jährlich sollen für die Förderung zur Verfügung stehen. Es braucht aber auch Personal, Personal, das wir in Wien leider nicht ausreichend zur Verfügung haben. (Abg. Taschner: Hört, hört!) Immer noch sind Volksschulklassen in Wien unbesetzt, das heißt nicht klassenführend. Ich sagen Ihnen: Sie wissen wohl, was das für die Volksschulkinder hinsichtlich Bildung bedeutet. (Abg. Künsberg Sarre: Wer ist denn für die Ausbildung zuständig?!) Immer noch sind nicht alle Deutschförderklassen mit entsprechendem Lehrpersonal besetzt. (Abg. Silvan: In Niederösterreich auch!) Es gibt eine Klasse mit ukrainischen Kindern, die im Oktober keinen einzigen Tag Schule hatten. Die Konsequenz daraus ist, dass Pädagoginnen und Pädagogen nach wenigen Wochen ihren Dienst kündigen, in angrenzende Bundesländer gehen oder sich völlig neu orientieren. Und das – das sage ich hier ganz klar –, obwohl der Lehrberuf einer der schönsten Berufe ist, die es gibt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Über die dafür notwendigen finanziellen Ressourcen haben wir heute schon gesprochen. 4,5 Millionen Euro jährlich sollen für die Förderung zur Verfügung stehen. Es braucht aber auch Personal, Personal, das wir in Wien leider nicht ausreichend zur Verfügung haben. (Abg. Taschner: Hört, hört!) Immer noch sind Volksschulklassen in Wien unbesetzt, das heißt nicht klassenführend. Ich sagen Ihnen: Sie wissen wohl, was das für die Volksschulkinder hinsichtlich Bildung bedeutet. (Abg. Künsberg Sarre: Wer ist denn für die Ausbildung zuständig?!) Immer noch sind nicht alle Deutschförderklassen mit entsprechendem Lehrpersonal besetzt. (Abg. Silvan: In Niederösterreich auch!) Es gibt eine Klasse mit ukrainischen Kindern, die im Oktober keinen einzigen Tag Schule hatten. Die Konsequenz daraus ist, dass Pädagoginnen und Pädagogen nach wenigen Wochen ihren Dienst kündigen, in angrenzende Bundesländer gehen oder sich völlig neu orientieren. Und das – das sage ich hier ganz klar –, obwohl der Lehrberuf einer der schönsten Berufe ist, die es gibt. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Künsberg Sarre: Geh bitte! ...! – Zwischenruf des Abg. Silvan. – Abg. Shetty: Mit der Performance ...!
Der Herr Bundesminister tut das in seiner Zuständigkeit Mögliche, aber was bitte tut die verantwortliche rot-pinke Stadtregierung? (Abg. Künsberg Sarre: Geh bitte! ...! – Zwischenruf des Abg. Silvan. – Abg. Shetty: Mit der Performance ...!) Was tut der Bildungsstadtrat der NEOS? – Ich sage es Ihnen: Er tut nichts, außer den Pädagoginnen und Pädagogen zu erklären, dass alles in Ordnung ist. Das ist für mich keine verantwortungsvolle Politik in unserer Bundeshauptstadt. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Hamann.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Hamann.
Der Herr Bundesminister tut das in seiner Zuständigkeit Mögliche, aber was bitte tut die verantwortliche rot-pinke Stadtregierung? (Abg. Künsberg Sarre: Geh bitte! ...! – Zwischenruf des Abg. Silvan. – Abg. Shetty: Mit der Performance ...!) Was tut der Bildungsstadtrat der NEOS? – Ich sage es Ihnen: Er tut nichts, außer den Pädagoginnen und Pädagogen zu erklären, dass alles in Ordnung ist. Das ist für mich keine verantwortungsvolle Politik in unserer Bundeshauptstadt. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Hamann.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Künsberg Sarre.
Bei diesem Tagesordnungspunkt geht es um einen Antrag von mir, der diesen traurigen Zustand auf einem mittelfristigen und langfristigen Weg in einem ersten Schritt abfedern könnte – er wurde abgelehnt. Aber im Grunde ist es ganz egal, welchen der Anträge ich hernehme, den ich und wir seit zwei Jahren hier einbringen, Sie drehen sich immer wieder im Kreis. Wir könnten jede Rede aus den letzten zwei Jahren hernehmen, unterm Strich kann ich zusammenfassen, dass diese ÖVP-Grüne-Regierung keine Antworten auf die Herausforderungen im Bildungsbereich hat. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Künsberg Sarre.)
Beifall bei der SPÖ.
Was dieses Budget und diese Regierung auszeichnet, ist, dass Bildung nichts kosten darf, und zwar diese Regierung nichts kosten darf. Es ist nicht Auftrag der Eltern, außerhalb der Schule zusätzlich zu zahlen. Das hätten Sie gerne: nämlich so viel wie möglich in die Verantwortung der Familien zu übertragen, und die, die es sich nicht leisten können, haben eben Pech gehabt. Aber es ist der Auftrag der Schule, der Regierung, des Staates, für eine bestmögliche Bildung zu sorgen. Und alles, was hier nicht getan wird, haben wir in fünf bis zehn Jahren als Ergebnis – ein Ergebnis, auf das Österreich dann zurückschauen wird, für das Sie verantwortlich sind! Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist gerade eine wichtige Zeit für unsere Kinder, eine Zeit, die nicht mehr zurückkommt, die sich nicht mehr wiederholt oder aufholen lässt. Sie haben während der gesamten Coronazeit zurückstecken müssen, und das müssen sie jetzt wieder. Es ist traurig, wirklich traurig, wie herablassend die Bedürfnisse behandelt werden, lächerlich gemacht werden, wie das Recht auf Bildung mit Füßen getreten wird. Es geht um 1,9 Millionen Kinder in diesem Land, um ihre Eltern und alle Pädagoginnen und Pädagogen, die dafür verantwortlich sind, die diesen Verlust an Unterstützung ausgleichen wollen, und die lassen Sie im Stich – aber Sie sitzen hier seit zwei Tagen und erzählen uns permanent, wie gut Sie sind! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das gestern präsentierte Budget liefert die Tatsachen: Fast der gesamte Teil dieser 11 Milliarden Euro geht auf Ausgaben, die die Gehälter betreffen. Das ist die Wahrheit, das ist Ihre Politik. Von den Grünen hören wir seit zwei Jahren, dass große Würfe im Anmarsch sind. Es ist nichts davon zu sehen, also sind auch Sie gescheitert. Sie lassen gerade alle im Stich – Ignoranz, Wegsehen, falsche Verteilung von Steuergeld! Ich habe Verständnis, wenn gespart wird, aber ich habe kein Verständnis, wenn bei der nächsten Generation gespart wird. Sie sprechen von Investitionen in die Zukunft, von Verantwortung für morgen, das sind aber nur Worte vor einer Kamera, sehr geehrte Damen und Herren, im Budget ist nichts dafür vorgesehen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es wird viel Geld verteilt, aber nur nicht an jene, die es brauchen. Es ist Ihre Aufgabe als Regierung, in schwierigen Zeiten Hoffnung und Zuversicht zu geben. Das können Sie nicht, das können Sie seit drei Jahren nicht – Sie werden die Rechnung bekommen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Abgeordnete MMMag. Gertraud Salzmann (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen hier im Hohen Haus und ganz besonders auch liebe Zuseher daheim vor den Bildschirmen! Frau Kollegin Tanzler, diese Anklage, die du da vorgebracht und weit ausgerollt hast, die kannst du sofort wieder einpacken, weil sie von vorne bis hinten nicht faktenbasiert ist. Das ist Tatsache. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Kucharowits.
Wer gestern der Budgetrede unseres Finanzministers Magnus Brunner gefolgt ist – und die Budgetrede liegt vor, das Budget liegt vor –, der weiß, dass gerade der Bildungsbereich heuer wieder mit 1 Milliarde Euro zusätzlich dotiert ist, und auch im letzten Jahr war es 1 Milliarde Euro mehr. (Zwischenruf der Abg. Kucharowits.) – Ich habe Ihnen auch zugehört, also bitte hören Sie auch zu! (Abg. Matznetter: Aber der Einwand war richtig!) 1 Milliarde Euro mehr heuer und 1 Milliarde Euro mehr letztes Jahr.
Abg. Matznetter: Aber der Einwand war richtig!
Wer gestern der Budgetrede unseres Finanzministers Magnus Brunner gefolgt ist – und die Budgetrede liegt vor, das Budget liegt vor –, der weiß, dass gerade der Bildungsbereich heuer wieder mit 1 Milliarde Euro zusätzlich dotiert ist, und auch im letzten Jahr war es 1 Milliarde Euro mehr. (Zwischenruf der Abg. Kucharowits.) – Ich habe Ihnen auch zugehört, also bitte hören Sie auch zu! (Abg. Matznetter: Aber der Einwand war richtig!) 1 Milliarde Euro mehr heuer und 1 Milliarde Euro mehr letztes Jahr.
Abg. Shetty: Die große! Riesengroß!
Da ist einerseits die große ökosoziale Steuerreform. (Abg. Shetty: Die große! Riesengroß!) Wir haben ein Paket mit 18 Milliarden Euro geschnürt, das ganz viel Geld in den Geldbörsen der Österreicherinnen und Österreicher zurücklässt.
Zwischenruf des Abg. Matznetter
Wir schaffen jetzt die kalte Progression ab (Zwischenruf des Abg. Matznetter), und das haben die SPÖ-Regierungen, die von der SPÖ geführten Regierungen in all den Jahren nie geschafft. Wir machen das jetzt, wir setzen das jetzt um. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir schaffen jetzt die kalte Progression ab (Zwischenruf des Abg. Matznetter), und das haben die SPÖ-Regierungen, die von der SPÖ geführten Regierungen in all den Jahren nie geschafft. Wir machen das jetzt, wir setzen das jetzt um. (Beifall bei der ÖVP.)
Rufe bei der SPÖ: Ja, ja, ja, ja!
Frau Kollegin Tanzler, du kannst klagen, was du willst, es stimmt einfach nicht! Schauen wir uns an, was diese Regierung und was wir hier im Nationalrat für die Familien an Unterstützung beschlossen haben, und seien wir ehrlich: Das greift ganz stark – und ich bin viel in den Regionen und viel in den Schulen unterwegs. (Rufe bei der SPÖ: Ja, ja, ja, ja!) – Ja, ihr nicht. Ich kann auch nichts dafür, dass ihr draußen nicht unterwegs seid! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Frau Kollegin Tanzler, du kannst klagen, was du willst, es stimmt einfach nicht! Schauen wir uns an, was diese Regierung und was wir hier im Nationalrat für die Familien an Unterstützung beschlossen haben, und seien wir ehrlich: Das greift ganz stark – und ich bin viel in den Regionen und viel in den Schulen unterwegs. (Rufe bei der SPÖ: Ja, ja, ja, ja!) – Ja, ihr nicht. Ich kann auch nichts dafür, dass ihr draußen nicht unterwegs seid! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter
180 Euro Einmalzahlung Familienbeihilfe, das sind 3,1 Milliarden Euro für die Familien allein in diesem Jahr. Durch die Vorziehung und die Erhöhung des Familienbonus Plus, meine Damen und Herren, bis zu 2 000 Euro pro Kind, und des Kindermehrbetrags ergibt sich in Summe für 2023 eine Entlastung von 600 Millionen Euro. Die Valorisierung der Sozialleistungen – Familienbeihilfe, Schülerbeihilfe, Kinderbetreuungsgeld, all das ist erhöht worden – greift den Familien ganz massiv unter die Arme (Zwischenruf des Abg. Matznetter); 253 Millionen Euro allein im nächsten Jahr. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.
180 Euro Einmalzahlung Familienbeihilfe, das sind 3,1 Milliarden Euro für die Familien allein in diesem Jahr. Durch die Vorziehung und die Erhöhung des Familienbonus Plus, meine Damen und Herren, bis zu 2 000 Euro pro Kind, und des Kindermehrbetrags ergibt sich in Summe für 2023 eine Entlastung von 600 Millionen Euro. Die Valorisierung der Sozialleistungen – Familienbeihilfe, Schülerbeihilfe, Kinderbetreuungsgeld, all das ist erhöht worden – greift den Familien ganz massiv unter die Arme (Zwischenruf des Abg. Matznetter); 253 Millionen Euro allein im nächsten Jahr. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Ausrollen tut man einen Blätterteig, Frau Kollegin!
Lieber Kollege Matznetter, du bist einer, der immer alles besser weiß. Ich frage mich, warum du nicht öfter hier vorne stehst und uns erklärst, wie es wirklich geht. Aber ich kann dir sagen, warum du es nicht tust. Wisst ihr, warum? – Die rote Bildungspolitik, meine Damen und Herren, ist gescheitert! Wir müssen derzeit ausrollen, was zum Ausrollen ist, weil ihr das beschlossen habt, aber es ist gescheitert. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Ausrollen tut man einen Blätterteig, Frau Kollegin!)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Wir unterstützen die Familien massiv. Wir haben die Ganztagesbetreuung massiv ausgebaut. Herr Minister, Sie haben dafür gesorgt, dass es viele Unterstützungsmaßnahmen in den Schulen gibt, der Förderstundentopf ist stark erhöht worden; die Ausrollung bei den digitalen Endgeräten; die Bezahlung der 25 Prozent Eigenmittel kann Familien mit geringem Einkommen auch erlassen werden. Auch die Länder haben viel getan, allein in meinem Heimatbundesland Salzburg ist ganz vieles an Sozialleistung für die Familien erhöht worden. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Abg. Erasim: In alle Schulen? Das stimmt ja alles nicht!
Unterm Strich kann ich euch eines sagen: Ich bin stolz, dass wir in Österreich einen freien und gerechten Zugang zu den Bildungseinrichtungen haben, Herr Minister – in alle Schulen, in alle Universitäten, in alle BHS und in alle Fachhochschulen. (Abg. Erasim: In alle Schulen? Das stimmt ja alles nicht!) Das Einkommen der Eltern darf nicht ausschlaggebend für den Bildungsweg sein, und das machen wir als ÖVP möglich (Abg. Erasim: Stimmt ja auch nicht!), denn die ÖVP ist die Bildungspartei (Heiterkeit bei der SPÖ), die Partei, die Bil-dung kann. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Erasim: Stimmt ja auch nicht!
Unterm Strich kann ich euch eines sagen: Ich bin stolz, dass wir in Österreich einen freien und gerechten Zugang zu den Bildungseinrichtungen haben, Herr Minister – in alle Schulen, in alle Universitäten, in alle BHS und in alle Fachhochschulen. (Abg. Erasim: In alle Schulen? Das stimmt ja alles nicht!) Das Einkommen der Eltern darf nicht ausschlaggebend für den Bildungsweg sein, und das machen wir als ÖVP möglich (Abg. Erasim: Stimmt ja auch nicht!), denn die ÖVP ist die Bildungspartei (Heiterkeit bei der SPÖ), die Partei, die Bil-dung kann. (Beifall bei der ÖVP.)
Heiterkeit bei der SPÖ
Unterm Strich kann ich euch eines sagen: Ich bin stolz, dass wir in Österreich einen freien und gerechten Zugang zu den Bildungseinrichtungen haben, Herr Minister – in alle Schulen, in alle Universitäten, in alle BHS und in alle Fachhochschulen. (Abg. Erasim: In alle Schulen? Das stimmt ja alles nicht!) Das Einkommen der Eltern darf nicht ausschlaggebend für den Bildungsweg sein, und das machen wir als ÖVP möglich (Abg. Erasim: Stimmt ja auch nicht!), denn die ÖVP ist die Bildungspartei (Heiterkeit bei der SPÖ), die Partei, die Bil-dung kann. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Unterm Strich kann ich euch eines sagen: Ich bin stolz, dass wir in Österreich einen freien und gerechten Zugang zu den Bildungseinrichtungen haben, Herr Minister – in alle Schulen, in alle Universitäten, in alle BHS und in alle Fachhochschulen. (Abg. Erasim: In alle Schulen? Das stimmt ja alles nicht!) Das Einkommen der Eltern darf nicht ausschlaggebend für den Bildungsweg sein, und das machen wir als ÖVP möglich (Abg. Erasim: Stimmt ja auch nicht!), denn die ÖVP ist die Bildungspartei (Heiterkeit bei der SPÖ), die Partei, die Bil-dung kann. (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei der SPÖ: Was die ÖVP alles kann!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Brückl. – Bitte. (Ruf bei der SPÖ: Was die ÖVP alles kann!)
Beifall bei der FPÖ.
Ich darf abschließend noch ganz kurz auf etwas eingehen, was wir in der vorhergegangenen Debatte besprochen haben, möchte vielleicht nur, was Deutsch als Schulsprache betrifft, noch dazusagen, es war immerhin auch die Österreichische Volkspartei, es war Landeshauptmann Stelzer, der gemeint hat, es ist schade, dass die Bundesregierung, dass Faßmann das nicht umsetzt und nicht umsetzen kann. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Sibylle Hamann (Grüne): Ich möchte zurück zum Thema kommen. Kollegin Tanzler hat jetzt hier über alles Mögliche geredet, nur wenig über den eigenen Antrag. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Kollege Brückl hat jetzt über Corona geredet, was eigentlich gar nicht zur Debatte steht.
Zwischenruf bei der SPÖ.
Ich lese gern vor, worum es in diesem SPÖ-Antrag, über den wir jetzt hier reden, geht. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Der Betreff lautet: „Teuerung bremsen“, und in diesem Antrag steht – völlig zu Recht –, dass die Kosten und die Energiepreise in diesem Land steigen, und das ist für Familien, speziell für Familien mit Schulkindern, ein Problem. – Da haben Sie völlig recht.
Beifall bei den Grünen.
Was sagt die SPÖ aber noch in diesem Antrag? – Es gibt keine ausreichende Unterstützung für Familien und es gibt in diesem Land keinen Plan zur Bekämpfung der Teuerung. – Da muss ich Sie aber schon fragen: ernsthaft jetzt oder was? (Beifall bei den Grünen.) Da muss man sich schon aktiv die Ohren zugehalten haben in den letzten Wochen und Monaten und aktiv hier im Parlament die Ohren zugehalten haben, um so etwas zu behaupten. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Was sagt die SPÖ aber noch in diesem Antrag? – Es gibt keine ausreichende Unterstützung für Familien und es gibt in diesem Land keinen Plan zur Bekämpfung der Teuerung. – Da muss ich Sie aber schon fragen: ernsthaft jetzt oder was? (Beifall bei den Grünen.) Da muss man sich schon aktiv die Ohren zugehalten haben in den letzten Wochen und Monaten und aktiv hier im Parlament die Ohren zugehalten haben, um so etwas zu behaupten. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Für die SPÖ kann ich trotzdem noch einmal kurz einen Schnelldurchlauf machen: Antiteuerungsbonus, Sonderfamilienbeihilfe zu Schulbeginn, noch einmal Schulstartgeld für Mindestsicherungsbezieher, vorgezogene Erhöhung des Familienbonus Plus des Kindermehrbetrags, die Valorisierung aller Familien- und Sozialleistungen, die Erhöhung der Schüler:innenbeihilfe, die Ausweitung des Bezieherkreises für die Schüler:innenbeihilfe, und auch bei den digitalen Endgeräten wurde der Kreis der Familien zu Jahresbeginn noch einmal erweitert, und zwar rückwirkend. – Das war die Kurzfassung, für den Fall, dass Sie es bis jetzt noch nicht mitgekriegt haben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ich vermute aber, die SPÖ weiß das alles eh, und ich vermute auch, sie würde einfach diese Anträge immer wieder stellen, selbst dann, wenn wir die Familienleistungen noch einmal verzehnfachen würden. Und sie würde wahrscheinlich gleichzeitig immer sagen: Es ist zu viel!, und: Es ist zu wenig! – Wir aber werden trotzdem weiterhin seriöse Politik für die Schulkinder und für die Familien in unserem Land machen. – Vielen Dank. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Katharina Kucharowits (SPÖ): Herr Präsident! Werte Kollegen und Kolleginnen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Ein Wort zu Kollegin Hamann: Es ging in dem vorhergegangenen Antrag ganz klar um Leistungen im Bereich der Schule, nicht um einen Klimabonus, nicht um einen Familienbonus. Sie haben das leider missverstanden, anscheinend nicht im Detail gelesen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Jetzt geht es aber um den Bereich Digitalisierung und Schule. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Ich glaube, wir alle erinnern uns noch ganz gut daran, als ÖVP und Grüne die Ausgabe von Tablets und Notebooks sehr propagiert haben, fast schon abgefeiert haben und sich sehr damit gerühmt haben. Vielleicht geht es manchen von Ihnen, von euch (in Richtung Galerie) so, dass das Tablet immer noch nicht angekommen ist, obwohl das Ganze schon im vergangenen Schuljahr begonnen hat oder hätte beginnen sollen und die Geräte eigentlich schon bei den Schülerinnen und Schülern hätten ankommen sollen.
Beifall bei der SPÖ.
Wir hätten diesem Antrag zugestimmt, die Grünen und die ÖVP haben im Ausschuss aber wieder einmal gesagt: Es ist alles schon erledigt! – Werte Kollegen und Kolleginnen, nichts ist erledigt, denn die Fakten schauen einfach anders aus! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Spannend ist auch der zweite Antrag, da geht es um die digitale Grundbildung. Es ist ein neues Fach eingeführt worden, und es sind, ehrlich gesagt, wahnsinnig viele Fragen offen. Wir wissen bis jetzt nicht, wer das eigentlich unterrichtet. Wir haben auch im Ausschuss die Frage gestellt: Herr Bundesminister, wer unterrichtet das neue Fach digitale Grundbildung? – Die Antwort war: Informatiker:innen. Werte Kollegen und Kolleginnen, der Lehrplan sieht aber etwas anderes vor. Informatik ist ungleich digitale Grundbildung. (Beifall bei der SPÖ.) Deshalb ist der Zugang hier (Abg. Salzmann: Du hast echt keine Ahnung! Du hast keine Ahnung von Inhalten in einem Schulfach!), weil es dringlich ist, externe Expert:innen mit ihrem Know-how in die Schulen zu stellen, ein richtiger, und auch diesen Antrag hätten wir unterstützt. Schade.
Abg. Salzmann: Du hast echt keine Ahnung! Du hast keine Ahnung von Inhalten in einem Schulfach!
Spannend ist auch der zweite Antrag, da geht es um die digitale Grundbildung. Es ist ein neues Fach eingeführt worden, und es sind, ehrlich gesagt, wahnsinnig viele Fragen offen. Wir wissen bis jetzt nicht, wer das eigentlich unterrichtet. Wir haben auch im Ausschuss die Frage gestellt: Herr Bundesminister, wer unterrichtet das neue Fach digitale Grundbildung? – Die Antwort war: Informatiker:innen. Werte Kollegen und Kolleginnen, der Lehrplan sieht aber etwas anderes vor. Informatik ist ungleich digitale Grundbildung. (Beifall bei der SPÖ.) Deshalb ist der Zugang hier (Abg. Salzmann: Du hast echt keine Ahnung! Du hast keine Ahnung von Inhalten in einem Schulfach!), weil es dringlich ist, externe Expert:innen mit ihrem Know-how in die Schulen zu stellen, ein richtiger, und auch diesen Antrag hätten wir unterstützt. Schade.
Abg. Salzmann: Das ist viel Geld!
Die Erhöhungen, die es im Bildungsbudget gibt – das ist 1 Milliarde Euro (Abg. Salzmann: Das ist viel Geld!) –, werden aufgefressen, Frau Kollegin Salzmann, von der Inflation (Abg. Salzmann: Das ist viel Geld!) und von den Personalkosten. Null Innovation, und das ist wirklich, wirklich traurig. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Abg. Salzmann: Das ist viel Geld!
Die Erhöhungen, die es im Bildungsbudget gibt – das ist 1 Milliarde Euro (Abg. Salzmann: Das ist viel Geld!) –, werden aufgefressen, Frau Kollegin Salzmann, von der Inflation (Abg. Salzmann: Das ist viel Geld!) und von den Personalkosten. Null Innovation, und das ist wirklich, wirklich traurig. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Beifall bei SPÖ und NEOS.
Die Erhöhungen, die es im Bildungsbudget gibt – das ist 1 Milliarde Euro (Abg. Salzmann: Das ist viel Geld!) –, werden aufgefressen, Frau Kollegin Salzmann, von der Inflation (Abg. Salzmann: Das ist viel Geld!) und von den Personalkosten. Null Innovation, und das ist wirklich, wirklich traurig. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Abg. Salzmann: Warum haben wir einen Lehrermangel? Ihr redet die Schule schlecht!
Sie machen nichts. (Abg. Salzmann: Warum haben wir einen Lehrermangel? Ihr redet die Schule schlecht!) Es wird alles mit dem Budget so bleiben, wie es ist, wirklich traurig, und das haben Sie zu verantworten, leider auf Kosten der Kinder und Jugendlichen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Salzmann.)
Beifall bei der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Salzmann.
Sie machen nichts. (Abg. Salzmann: Warum haben wir einen Lehrermangel? Ihr redet die Schule schlecht!) Es wird alles mit dem Budget so bleiben, wie es ist, wirklich traurig, und das haben Sie zu verantworten, leider auf Kosten der Kinder und Jugendlichen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Salzmann.)
Abg. Kucharowits: Sie haben das Budget nie zur Verfügung gestellt!
Abgeordnete MMag. Dr. Agnes Totter, BEd (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher vor den Bildschirmen und auf der Galerie! Frau Kucharowits, digitale Grundbildung und die Endgeräte, die jetzt ausgerollt worden sind, sind uns von den drei SPÖ-Ministerinnen immer nur versprochen worden, aber der Wunsch ist nie in Erfüllung gegangen. (Abg. Kucharowits: Sie haben das Budget nie zur Verfügung gestellt!) – Wir haben es umgesetzt, wir haben es gemacht, Frau Kucharowits – so ist das! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Hamann.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Hamann.
Abgeordnete MMag. Dr. Agnes Totter, BEd (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher vor den Bildschirmen und auf der Galerie! Frau Kucharowits, digitale Grundbildung und die Endgeräte, die jetzt ausgerollt worden sind, sind uns von den drei SPÖ-Ministerinnen immer nur versprochen worden, aber der Wunsch ist nie in Erfüllung gegangen. (Abg. Kucharowits: Sie haben das Budget nie zur Verfügung gestellt!) – Wir haben es umgesetzt, wir haben es gemacht, Frau Kucharowits – so ist das! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Hamann.)
Beifall bei der ÖVP.
Im Gesetz sind darüber hinaus taxativ Befreiungsgründe für den 25-prozentigen Selbstbehalt aufgezählt, die auf eine soziale Abfederung abzielen. Natürlich sind auch diese Befreiungsgründe auf vertriebene ukrainische Schülerinnen und Schüler anzuwenden. Der Ausweis für Vertriebene allerdings, also die sogenannte Blaue Karte, ist kein zwingender Nachweis für eine soziale Bedürftigkeit, sondern kann auch nur den Zugang zum Arbeitsmarkt durch eine Beschäftigungsbewilligung bedeuten. Ich denke daher, es ist in Ordnung, dass jene Erziehungsberechtigten ukrainischer Kinder, die sich den Selbstbehalt von 25 Prozent für digitale Endgeräte leisten können, diesen auch erbringen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Nun zum zweiten Tagesordnungspunkt: Die Antragsteller haben recht, wenn sie behaupten, dass seitens vieler NGOs und Institute ein breites Spektrum an Expertise im Bereich der digitalen Bildung und Medienerziehung vorhanden ist. Diese Expertise wird aber bereits jetzt im Rahmen langjähriger Kooperationen wie beispielsweise mit der Initiative Safer Internet von den Schulen genutzt. Grundsätzlich aber ist die Gestaltung von Unterricht eine Kompetenz, eine Kernkompetenz von Lehrenden, und unsere Pädagoginnen und Pädagogen legen viel Engagement an den Tag und bringen viel Einsatz. Ihnen gebühren mein Respekt und mein Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Hamann.
Zur Unterstützung der digitalen Transformation wird also auch an unseren pädagogischen Hochschulen auf Hochtouren gearbeitet. – Vielen herzlichen Dank dafür. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Hamann.)
Ja-Rufe bei der ÖVP.
Abgeordnete Mag. Martina Künsberg Sarre (NEOS): Herr Präsident! Herr Bildungsminister! Hohes Haus! Ich muss eigentlich immer noch ein bisschen lachen, weil Kollegin Salzmann vorhin gesagt hat, die ÖVP sei die Bildungspartei. (Ja-Rufe bei der ÖVP.) Da hat sogar der grüne Koalitionspartner herzhaft lachen müssen. (Abg. Shetty: Die Kollegin meint es ernst!) Ich weiß nicht, ob es überhaupt irgendwann einmal so gewesen ist, aber jetzt ist es schon seit Jahren nicht mehr der Fall, dass die ÖVP bildungspolitisch irgendetwas weitergebracht hätte.
Abg. Shetty: Die Kollegin meint es ernst!
Abgeordnete Mag. Martina Künsberg Sarre (NEOS): Herr Präsident! Herr Bildungsminister! Hohes Haus! Ich muss eigentlich immer noch ein bisschen lachen, weil Kollegin Salzmann vorhin gesagt hat, die ÖVP sei die Bildungspartei. (Ja-Rufe bei der ÖVP.) Da hat sogar der grüne Koalitionspartner herzhaft lachen müssen. (Abg. Shetty: Die Kollegin meint es ernst!) Ich weiß nicht, ob es überhaupt irgendwann einmal so gewesen ist, aber jetzt ist es schon seit Jahren nicht mehr der Fall, dass die ÖVP bildungspolitisch irgendetwas weitergebracht hätte.
Beifall bei den NEOS.
Ich weiß nicht, in welche Regionen Sie immer gehen, aber es ist nicht der Fall. Wenn Sie an Schulen gehen, werden Sie sehen, dass nicht alles ausgeschöpft werden kann. Das ist ja auch logisch und auch gar nicht schlimm, da muss man einfach für einen gewissen Zeitraum unterstützen. Ich finde, das ist auch kein Eingestehen davon, dass man irgendetwas nicht kann, sondern es ist eine Unterstützung, aber Sie tun jedes Mal wieder so, als ob alles auf der Höhe der Zeit sei, was es jedoch gerade im digitalen Bereich nicht ist. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich finde es gut und richtig, dass die Befreiung vom Selbstbehalt ausschließlich an die soziale Bedürftigkeit geknüpft wird und eben nicht an die Staatsbürgerschaft oder an den Aufenthaltsstatus, weil nämlich – das ist eh logisch – jedes Kind gleich viel wert ist. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es mag Härtefälle geben – Kollegin Totter hat es schon ausgeführt –, bei denen zum Beispiel der Nachweis der Bedürftigkeit schwierig ist. Da gibt es flexible Lösungen, etwa über die Plattform Weiterlernen. Manchmal – in Einzelfällen – kann es auch sinnvoll sein, dass man lieber eine Zeit lang mit Leihgeräten arbeitet, zum Beispiel wenn schon absehbar ist, dass das Kind aufgrund eines Wohnortwechsels nicht in die eine Schule weitergehen kann und am neuen Schulstandort vielleicht ein anderes Gerät brauchen wird. In solch einem Fall ist es blöd, wenn es schon ein Gerät besitzt, das dann mit den Anforderungen der neuen Schule vielleicht nicht kompatibel ist. Da sind individuelle Lösungen sinnvoll, die werden in der Praxis auch schon umgesetzt, und das ist gut so. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Es gibt auch positive Beispiele: Wir NEOS haben in Wien die Wiener Bildungschancen eingeführt. Da haben Schulen die Möglichkeit, aus einem ganzen Warenkorb an unterschiedlichen Angeboten die für sie richtigen Angebote auszuwählen. Sie bekommen ein Budget, sie haben die Möglichkeit, sich zum Beispiel in diesem Bereich auch Expertise zu holen, um ihre Schülerinnen und Schüler besser zu informieren. Das brauchen wir. Was wir nicht brauchen, ist ein Schneckentempo und das Abschieben der Verantwortung, sodass wir noch die nächsten vier, fünf Jahre zusehen müssen, wie unsere Schülerinnen und Schüler keine Aus- und Fortbildung im Bereich digitale Grundbildung bekommen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
Da wir beim Thema Ukraine und bei der Unterstützung von Familien und Kindern sind, möchte ich ein ganz herzliches Dankeschön aussprechen. Aus der Zivilgesellschaft, aus der Bevölkerung ist da in den letzten Monaten so viel Unterstützung gekommen, das gehört wieder einmal erwähnt, das ist nicht selbstverständlich. Im Sommer war ich zum Beispiel bei der Hollabrunner Lerntafel, in deren Rahmen Deutschförderkurse für Kinder und Mütter ehrenamtlich organisiert und durchgeführt wurden. Das ist wirklich bemerkenswert. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kucharowits: Informatik und digitale Grundbildung ist nicht dasselbe!
Ich finde es nur ein bisschen unfair, den ehemaligen Informatiklehrerinnen und -lehrern zu unterstellen, dass sie mit dem Fach digitale Grundbildung nicht umgehen könnten. (Abg. Kucharowits: Informatik und digitale Grundbildung ist nicht dasselbe!) Die haben sich in der Vergangenheit nicht nur mit Soft- und Hardware, sondern auch mit dem ganzen Themenspektrum rundherum auseinandergesetzt. (Zwischenrufe der Abgeordneten Seidl und Werner.) Es ist schon richtig, dass wir den Bereich Deepfakes und vieles andere an technologischer Entwicklung angehen und ansprechen müssen, aber die Informatiklehrer:innen haben ein Know-how und das nehmen sie mit. Wir haben Ausbildungsmodule, Weiterbildungsmodule und schon jetzt externe Organisationen – wie Saferinternet –, die Bildungsmaterial und ihr Know-how massiv in die Schulen einbringen, und auf das setzen wir sehr gerne. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Künsberg Sarre: Vogel-Strauß-Politik!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Seidl und Werner.
Ich finde es nur ein bisschen unfair, den ehemaligen Informatiklehrerinnen und -lehrern zu unterstellen, dass sie mit dem Fach digitale Grundbildung nicht umgehen könnten. (Abg. Kucharowits: Informatik und digitale Grundbildung ist nicht dasselbe!) Die haben sich in der Vergangenheit nicht nur mit Soft- und Hardware, sondern auch mit dem ganzen Themenspektrum rundherum auseinandergesetzt. (Zwischenrufe der Abgeordneten Seidl und Werner.) Es ist schon richtig, dass wir den Bereich Deepfakes und vieles andere an technologischer Entwicklung angehen und ansprechen müssen, aber die Informatiklehrer:innen haben ein Know-how und das nehmen sie mit. Wir haben Ausbildungsmodule, Weiterbildungsmodule und schon jetzt externe Organisationen – wie Saferinternet –, die Bildungsmaterial und ihr Know-how massiv in die Schulen einbringen, und auf das setzen wir sehr gerne. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Künsberg Sarre: Vogel-Strauß-Politik!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Künsberg Sarre: Vogel-Strauß-Politik!
Ich finde es nur ein bisschen unfair, den ehemaligen Informatiklehrerinnen und -lehrern zu unterstellen, dass sie mit dem Fach digitale Grundbildung nicht umgehen könnten. (Abg. Kucharowits: Informatik und digitale Grundbildung ist nicht dasselbe!) Die haben sich in der Vergangenheit nicht nur mit Soft- und Hardware, sondern auch mit dem ganzen Themenspektrum rundherum auseinandergesetzt. (Zwischenrufe der Abgeordneten Seidl und Werner.) Es ist schon richtig, dass wir den Bereich Deepfakes und vieles andere an technologischer Entwicklung angehen und ansprechen müssen, aber die Informatiklehrer:innen haben ein Know-how und das nehmen sie mit. Wir haben Ausbildungsmodule, Weiterbildungsmodule und schon jetzt externe Organisationen – wie Saferinternet –, die Bildungsmaterial und ihr Know-how massiv in die Schulen einbringen, und auf das setzen wir sehr gerne. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Künsberg Sarre: Vogel-Strauß-Politik!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, dass dieses indirekte Wahlsystem, bei dem alle Schülerinnen und Schüler ihre Schulsprecherinnen und Schulsprecher wählen und daraus dann im Weiteren die Landes- und Bundesschülervertretungen entsandt werden, ein sehr vernünftiges System ist, und im Übrigen auch eines der im internationalen Vergleich besten und am besten gesetzlich verankerten Systeme, die es gibt. Ich denke, wir sind so besser dran, als wenn wir das Modell ÖH auch in der Schule einführen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich weiß nicht, ob es so gut ist, wenn ein 15-Jähriger schon am Pflegebett arbeitet. Da muss genau geschaut werden, welche Ausbildungsschritte zu setzen sind und wie die Jugendlichen herangeführt werden, weil das sonst schon eine große Belastung für sie sein könnte. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hamann: Bei mir steht der Kollege Brückl!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordnete Hamann. – Bei mir stehen Sie auf der Liste, Frau Abgeordnete. (Abg. Hamann: Bei mir steht der Kollege Brückl!) – Der hat seine Wortmeldung zurückgezogen. (Abg. Hamann: Ah, okay!) Sie sind der Fixstarter, Frau Abgeordnete. Bitte sehr. (Ruf: Der Fixstern! – Abg. Leichtfried: Der Herr Präsident hat schon ab und zu recht!)
Abg. Hamann: Ah, okay!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordnete Hamann. – Bei mir stehen Sie auf der Liste, Frau Abgeordnete. (Abg. Hamann: Bei mir steht der Kollege Brückl!) – Der hat seine Wortmeldung zurückgezogen. (Abg. Hamann: Ah, okay!) Sie sind der Fixstarter, Frau Abgeordnete. Bitte sehr. (Ruf: Der Fixstern! – Abg. Leichtfried: Der Herr Präsident hat schon ab und zu recht!)
Ruf: Der Fixstern! – Abg. Leichtfried: Der Herr Präsident hat schon ab und zu recht!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordnete Hamann. – Bei mir stehen Sie auf der Liste, Frau Abgeordnete. (Abg. Hamann: Bei mir steht der Kollege Brückl!) – Der hat seine Wortmeldung zurückgezogen. (Abg. Hamann: Ah, okay!) Sie sind der Fixstarter, Frau Abgeordnete. Bitte sehr. (Ruf: Der Fixstern! – Abg. Leichtfried: Der Herr Präsident hat schon ab und zu recht!)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Mag. Sibylle Hamann (Grüne): Vor allem zu diesem schönen Thema, das wir als Nächstes diskutieren werden. – Es ist etwas ziemlich Großes, das sich hinter dem sperrigen Titel dieser Regierungsvorlage verbirgt. Es ist etwas Großes, Neues, es ist eine neue Schulform im öffentlichen Regelschulwesen, eine neue BMHS, und zwar eine für Pflege und Sozialbetreuung. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Es ist immer gut, wenn man diese beiden Bereiche systematisch zusammenbringt, wenn man die praktische Expertise in die Schule reinholt und dann die Praxis auch laufend reflektiert. Das macht Menschen insgesamt gescheiter und reifer. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Grünberg und Salzmann.
Wir freuen uns über jeden und jede Einzelne, die das interessiert. Schauen Sie sich, schon ab dem kommenden Schuljahr, das neue Angebot an! – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Grünberg und Salzmann.)
Beifall bei den NEOS
Wir sind also in der Sache dafür, aber ich möchte schon noch eine ganz deutliche und grundsätzliche Kritik anbringen, die nicht das Gesetz betrifft, sondern die Vorgehensweise, wie da mit dem Parlament umgegangen wurde: Es gab keine Begutachtung, mittels Fristsetzungsantrag wurde eilig ein Ausschuss einberufen, und es wurde dann im Ausschuss durchgepeitscht. Ich finde, das ist kein Umgang mit dem Parlament. Wenn man dann hört, dass diese Art und Weise, dieses Prozedere mitunter auch von den Grünen vorangetrieben wurde, dann muss man sich schon fragen, ob Sie überhaupt noch irgendetwas mit dem gemein haben, wofür Sie ja jahrzehntelang im Parlament gestanden sind (Beifall bei den NEOS), und das ist ein seriöser Umgang mit dem Parlament, ein ordentlicher Parlamentarismus.
Abg. Loacker: Natürlich sind sie Automaten!
Sie, Herr Bundesminister, haben sich ja auch im Ausschuss für dieses Vorgehen entschuldigt – bei der Opposition. Ich denke mir aber schon: Man müsste sich ja eigentlich auch bei den Abgeordneten der Regierungsfraktionen entschuldigen! Daran denkt man aber gar nicht mehr, weil das ein ganz anderes Selbstverständnis ist. Sie sind ja da nicht irgendwelche Regierungsautomaten, Sie sind ja genauso Abgeordnete des Nationalrates. (Abg. Loacker: Natürlich sind sie Automaten!) Sie müssten ja genauso das Anliegen haben, dass grundsätzliche Usancen im Umgang mit dem Parlament eingehalten werden. Anscheinend wird hier aber nicht einmal mehr der Schein gewahrt. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Sie, Herr Bundesminister, haben sich ja auch im Ausschuss für dieses Vorgehen entschuldigt – bei der Opposition. Ich denke mir aber schon: Man müsste sich ja eigentlich auch bei den Abgeordneten der Regierungsfraktionen entschuldigen! Daran denkt man aber gar nicht mehr, weil das ein ganz anderes Selbstverständnis ist. Sie sind ja da nicht irgendwelche Regierungsautomaten, Sie sind ja genauso Abgeordnete des Nationalrates. (Abg. Loacker: Natürlich sind sie Automaten!) Sie müssten ja genauso das Anliegen haben, dass grundsätzliche Usancen im Umgang mit dem Parlament eingehalten werden. Anscheinend wird hier aber nicht einmal mehr der Schein gewahrt. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Wir machen hier Gesetze und nicht irgendetwas, und wenn Kollegin Hamann sogar sagt, das hier ist etwas ganz Großes: Man sollte auch bei ganz großen Gesetzen die Regeln des Parlamentarismus einhalten! Das ist insbesondere auch an die Grünen adressiert. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abschließend lassen Sie mich noch in Kürze einen weiteren neuen Punkt, den wir mit dieser Regierungsvorlage einführen, erwähnen: Die Nutzung von Englisch als Unterrichtssprache wird erweitert. Englisch ist die weltweit gemeinsame Sprache der Verständigung, insbesondere in Wissenschaft, Forschung, Diplomatie und Wirtschaft. Daher ist jeder Schritt zur Verbesserung der Bildung und Ausbildung der Schülerinnen und Schüler in diesem Bereich ein wichtiger. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Krisper: Bravo!
Abgeordnete Irene Neumann-Hartberger (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseher hier und zu Hause vor den Fernsehschirmen! Dass ein hoher Bedarf an Pflegepersonal in Österreich herrscht, wissen wir. (Abg. Krisper: Bravo!) Bis zum Jahr 2030 wird von einem zusätzlichen Bedarf von 70 000 Pflegeassistent:innen und Pflegefachassistent:innen ausgegangen. Ich denke, dass diese Zahl schon eine große Dimension ausdrückt, vor allem wenn man bedenkt, dass laut Statistik Austria die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungen derzeit nur einen Teil dieses Bedarfs deckt.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Es freut mich persönlich, dass die schon vorhandenen Schulversuche, die nämlich auch in den landwirtschaftlichen Fachschulen liefen, großteils so gut liefen, dass diese Ausbildungsformen jetzt nahtlos in den Regelschulbetrieb übergeleitet und ausgebaut werden können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Das ist ein weiterer Schritt dieser Bundesregierung, einen Teil des großen Pflegepaketes umzusetzen, und noch dazu ein Top-up zur Pflegemilliarde. – Vielen Dank dafür, Herr Minister. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Wöginger.
Ich kann mich an eine Zeit in der Pandemie erinnern, als wir auf den Intensivstationen zu wenig Personal hatten und ein paar Leute einfach vorgeschlagen haben: Schulen wir die Pfleger:innen schnell um!, so quasi von einer Welle zur nächsten. Das ging natürlich nicht. Eine gute Pflegeausbildung braucht ihre Zeit, und diese Ausbildung muss uns etwas wert sein; und genau da setzen wir als Regierung auch mit der Pflegereform an. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Wöginger.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir wissen auch, dass diese Personen nicht vom Himmel fallen werden. Wenn wir die Pflege attraktiver machen wollen – und ich nehme an, das wollen wir alle hier –, dann müssen wir bei der Ausbildung anfangen. Das haben wir mit der Pflegereform auch gemacht: 600 Euro für die Erstausbildung im Pflegebereich. Mich freut es sehr, dass da auch die Sozialberufe dabei sind. Weiters: Wenn man sich später dazu entscheidet, in die Pflege einzusteigen, gibt es jetzt über das AMS ein Pflegestipendium: 1 400 Euro pro Monat für die Deckung der Lebenshaltungskosten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zusätzlich verbessern wir das Ausbildungsangebot strukturell. Wir überführen – das wurde heute schon mehrmals gesagt – die drei- und fünfjährigen Schulen, die bis jetzt Pilotprojekte waren, ins Regelschulwesen. Wir reden hier von einer neuen, eigenständigen Schulform, die wirklich fast 8 000 Schüler:innen zur Verfügung stehen wird. Neue Ausbildungsplätze: All diese Angebote sind einfach total wichtig, weil wir wissen, dass Jugendliche bereits mit 15 Jahren entscheiden, in welche Richtung sie gehen möchten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich möchte mich ausdrücklich bei beiden Ministerien, bei Minister Polaschek und auch bei Minister Rauch dafür bedanken, dass das so schnell ging, dass uns das gelungen ist. Ich freue mich sehr und bin sehr stolz auf dieses Paket. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordnete Kira Grünberg (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Gleich zu Beginn möchte ich des vor Kurzem verstorbenen Behindertenanwalts der Republik Österreich, Dr. Hansjörg Hofer, gedenken und mich für seine hervorragende Arbeit im Bereich Inklusion und Behinderung bedanken. (Allgemeiner Beifall.) Mein tiefstes Mitgefühl und mein allerherzlichstes Beileid gelten seiner Familie und seinen Freunden.
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen sowie des Abg. Bösch.
Nur mit ausreichend Gebärdensprachdolmetscher:innen als Expert:innen in der Kommunikation zwischen gehörlosen und hörenden Menschen gibt es eine Chancengerechtigkeit für diese Personen. Sie unterstützen nicht nur gehörlose Menschen im Alltag, sondern werden genauso für Dolmetsch- und Übersetzungsarbeiten gebraucht: bei Konferenzen, im Fernsehen oder auch wie heute hier im Hohen Haus, wo alle Sitzungen in Österreichischer Gebärdensprache gedolmetscht werden. Vielen Dank für diese Arbeit! (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen sowie des Abg. Bösch.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS.
Zum Schluss möchte ich noch auf ein paar Begrifflichkeiten eingehen, die leider immer noch fälschlicherweise in Bezug auf Gehörlosigkeit und Gebärdensprache verwendet werden. Da wäre zum Ersten das Wort taubstumm. Ich bitte Sie: Dieses Wort können Sie sofort aus Ihrem Wortschatz streichen. Die Menschen sind gehörlos, aber keineswegs stumm, denn sie haben eine Sprache – nicht die Lautsprache so wie wir, sondern eben die Gebärdensprache. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS.
Schaffen wir gemeinsam mehr Chancengerechtigkeit für gehörlose Menschen in Österreich! – Danke schön. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen und NEOS.
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (SPÖ): Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Frau Kollegin Grünberg, wir unterstützen Sie ausdrücklich in diesem von Ihnen jetzt sehr eindrucksvoll dargelegten Anliegen. Ich möchte auch von dieser Stelle aus die Arbeit der Gebärdensprachdolmetscher:innen ausdrücklich würdigen und mich für diese wichtige Unterstützungsarbeit bedanken. (Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen und NEOS.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Wir unterstützen Sie bei dem Anliegen, dass evaluiert wird, wie man mehr Menschen dazu bringen kann, diese so wichtige Qualifikation zu erwerben und die entsprechende Ausbildung zu machen, dass man sich auch wissenschaftlich anschaut, wie man mehr Leute dazu bekommen könnte, warum diese Ausbildung abgebrochen wird, wie man dieses Angebot verbessern könnte. Was wir allerdings nicht ganz verstehen, ist die Vorgangsweise, die die Regierungsparteien hier gewählt haben. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Vielleicht könnten Sie uns erklären, warum Sie diese Vorgangsweise gewählt haben. In der Sache jedenfalls unterstützen wir Sie; das Ergebnis könnte eigentlich schon vorliegen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zu meinen ersten Kontakten zur Gehörlosencommunity zählten Helene Jarmer und Lukas Huber, Präsidentin und Generalsekretär des Österreichischen Gehörlosenbundes. Sie erzählten mir von den Problemen und Diskriminierungen vor allem auch in der Schulbildung. Die Österreichische Gebärdensprache ist bereits seit 2005 als eigenständige Sprache anerkannt, wie Sie wissen, und dennoch hat es in der Praxis immer wieder Probleme gegeben oder gibt es sie noch. Im Regierungsprogramm haben wir Grüne deshalb auch verhandelt, dass ein inklusiver Lehrplan in ÖGS – also eine Forderung, die seit über zehn Jahren besteht – in Umsetzung kommt. Einstimmig, sehr geehrte Damen und Herren, haben wir das hier beschlossen und 2023/2024 soll es laut dem Bildungsministerium so weit sein. Das ist ein Meilenstein für die Community, und das ist gut so. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Wie gesagt, das wird die Evaluierung zeigen und sie ist dringend notwendig. Ich freue mich wirklich, dass hier im Hohen Haus wieder einmal alle Parteien dahinterstehen. Ich möchte mich bedanken und hoffe, dass die Studie bald in Auftrag gegeben wird. – Danke, Herr Minister. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Kommen Sie bitte ins Tun, weil Inklusion ein Menschenrecht ist! – (Den Dank auch in Gebärdensprache ausführend:) Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Allgemeiner Beifall und Beifall in Gebärdensprache bei Abgeordneten der Grünen.
Ich möchte mich an dieser Stelle auch, meine Damen und Herren, stellvertretend bei allen Gebärdendolmetscherinnen und -dolmetschern, bei unseren im Haus bedanken, die dort oben den ganzen Tag die gesamte Sitzung hindurch all unsere Reden übersetzen. – Vielen herzlichen Dank! Ich glaube, wir können ihnen auch einmal einen Applaus von dieser Stelle aus schicken. Danke. (Allgemeiner Beifall und Beifall in Gebärdensprache bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Das heißt für uns: Wir wollen so viel Inklusion und so viel sonderpädagogische Förderung wie möglich anbieten, weil wir alle Kinder mitnehmen wollen. Das ist uns jeden Tag im Schuljahr in der Schule ganz wichtig. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Wir werden gemeinsam mit unseren grünen Freunden die inklusive Bildung weiterentwickeln. Wir bekennen uns dazu. Wir bauen gemeinsam die Straßen, die Schienen in die Zukunft unserer Jugend, unseres Landes, und zwar für alle Schülerinnen und Schüler. – Herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Aus diesen von mir genannten Gründen verstehen wir, was die Finanzierung betrifft, durchaus sehr die Bedenken, die seitens der Universitätskonferenz geäußert werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Es wird oft so ein bisschen wegwerfend gesagt: Na ja, das ist ja nur so ein politisches Projekt. Dazu möchte ich sagen: Einem Bundesland kann kaum etwas Besseres passieren, als dass die Landespolitik sich intensiv um Bildung, Wissenschaft und Forschung bemüht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Kassegger: Die Uni Klagenfurt ...!
Die Universitäten in Österreich entwickeln sich ja gut. Sie haben es ja mitgekriegt: In den letzten Tagen ist die Nachricht gekommen, dass wir erstmals in der jüngeren Geschichte drei österreichische Universitäten unter den Top 200 weltweit haben. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Kassegger: Die Uni Klagenfurt ...!)
Beifall bei der ÖVP.
Wir freuen uns, dass zusätzlich zu den beiden, die schon länger drinnen sind, nämlich die Universität Wien und die Medizinische Universität Graz, jetzt auch die Medizinische Universität Wien nachgerückt ist und jetzt wirklich drei Universitäten drinnen sind. Das ist nicht zuletzt eine Folge des Universitätsgesetzes 2002, damals unter Kanzler Schüssel und Bundesministerin Gehrer implementiert, damals heftigst umstritten und aus heutiger Perspektive einer der mutigsten und erfolgreichsten Reformschritte der letzten Jahrzehnte. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich wünsche jedenfalls der Projektentwicklung der Institution alles Gute. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Kassegger: Klingt gut! Digital ist immer gut!
Abgeordnete Mag. Martina Künsberg Sarre (NEOS): Frau Präsidentin! Herr Minister! Hohes Haus! Also das Institute of Digital Sciences Austria (Abg. Kassegger: Klingt gut! Digital ist immer gut!) ist ja so etwas wie ein Puzzle, das uns die Regierung da vorlegt. Wir bekommen nämlich immer häppchenweise Puzzlesteine zugeschickt. Der erste Puzzlestein war ja die Idee von Kurz und Stelzer: Da brauchen wir doch etwas in Oberösterreich, da brauchen wir etwas in Linz, am besten für Digitalisierung – schauen wir dann noch genauer. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Abgeordnete Mag. Martina Künsberg Sarre (NEOS): Frau Präsidentin! Herr Minister! Hohes Haus! Also das Institute of Digital Sciences Austria (Abg. Kassegger: Klingt gut! Digital ist immer gut!) ist ja so etwas wie ein Puzzle, das uns die Regierung da vorlegt. Wir bekommen nämlich immer häppchenweise Puzzlesteine zugeschickt. Der erste Puzzlestein war ja die Idee von Kurz und Stelzer: Da brauchen wir doch etwas in Oberösterreich, da brauchen wir etwas in Linz, am besten für Digitalisierung – schauen wir dann noch genauer. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Den Vorgang, wie Sie das machen, finde ich ziemlich haarsträubend und für das Hohe Haus eigentlich eine Zumutung. Dass etwas Gutes entstehen kann, steht außer Frage, und wir als NEOS sind die Letzten, die etwas gegen Innovation, Fortschritt und Technologie et cetera haben – aber so, wie Sie es anlegen, ist es für Parteien, die hier Gesetze und auch Ausgaben mitbeschließen sollen, eine Zumutung. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der FPÖ.
Mein Appell an Sie, auch im Sinne der Fachhochschul-Konferenz, lautet also: Bitte hier das Tempo drastisch zu steigern! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben den Sommer über intensivste Gespräche mit dem Finanzministerium geführt, und es ist gelungen, statt – wie bis dahin von den Universitäten gefordert – 475 Millionen für die Universitäten für die nächsten beiden Jahre 500 Millionen Euro zu bekommen. Das ist eine halbe Milliarde Euro. Ich finde, das ist ein sehr schöner Erfolg. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich hatte heute Vormittag auch bereits eine Austauschrunde per Videokonferenz mit der Präsidentin der Universitätenkonferenz und der Bundes-ÖH. Wir sind in ständigem Kontakt, um die entsprechenden Maßnahmen auf Schiene zu bringen. Vonseiten der Bundesregierung wurde nun jedenfalls, das darf ich noch einmal festhalten, einiges an Geld zur Verfügung gestellt. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Taschner: Entwicklungspotenzial, Frau Kollegin!
Abgeordnete Eva Maria Holzleitner, BSc (SPÖ): Frau Präsidentin! Werter Herr Minister! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Um zum Thema zurückzukommen: Im Oktober 2020 hat uns der damalige Wissenschaftsminister Heinz Faßmann zu eben genau der Vorgehensweise betreffend die Technische Universität Oberösterreich, dem heutigen Institute of Digital Sciences Austria – auch die Namensgebung sorgt in Wahrheit durchaus für den einen oder anderen Schmunzler; wenn man Kollegen Taschner folgen würde, dann müssten wir wieder zum Wort Universität zurückkehren, auch hier vernimmt man also durchaus ein paar Unstimmigkeiten (Abg. Taschner: Entwicklungspotenzial, Frau Kollegin!) – gesagt: Money follows structure.
Beifall bei der SPÖ.
Es gibt wirklich den Wunsch, diese Gelder, die dem oberösterreichischen Hochschulstandort entsprechen und die da wirklich gut eingegossen werden können, in korrekte Bahnen zu lenken. All das ist aber auch hier und heute leider wieder nicht passiert. Herr Minister, ihre Argumentation im Ausschuss war: Wir brauchen das Geld, denn sonst können wir keine Stellen konzipieren, keine Stellen ausschreiben! – Dazu möchte ich Ihnen wirklich sagen: All die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Österreichs Hochschulen, die sich auf befristete Stellen bewerben oder die sich in befristeten Dienstverhältnissen befinden und nicht wissen, wie weit diese verlängert werden, bedanken sich an dieser Stelle sehr herzlich, weil sie nichts Gesichertes über ihre Zukunft wissen. Ich finde das leider ein bisschen unfair gegenüber den wichtigen Forscherinnen und Forschern und den Personen in der Lehre, die eben nicht mit unbefristeten Dienstverhältnissen versehen sind, sondern sich vielfach in Befristung befinden und selbst einfach nicht wissen, wie es weitergeht. Das ist sehr schade. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich stimme nicht oft mit der FPÖ überein, aber da muss ich Kollegen Kassegger wirklich recht geben: Wir haben das Gefühl, dass die Fachhochschulen teilweise auf das Abstellgleis gestellt werden, was wir sehr, sehr bedauern, weil sie ein unglaublich wichtiger Partner sind, wenn es um Hochschulen in Österreich geht. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Holzleitner: Wenig!
Vielleicht noch ein Wort zum Thema Föderalismus, weil Frau Kollegin Holzleitner auch gesagt hat, dass die Stadt Linz nicht eingebunden war (Abg. Holzleitner: Wenig!): Mein Kollege aus Oberösterreich, insbesondere aus Thalheim, sagt immer zu mir: Eva, diese Universität gehört nach Thalheim.
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Holzleitner.
In diesem Sinne verzichte ich heute auf mein Ceterum-censeo, weil ich darauf später noch zu sprechen komme. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Holzleitner.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir werden das sicher ablehnen, so wie wir auch den Start abgelehnt haben, aber nicht deshalb, weil wir etwas verhindern wollen, sondern weil wir glauben, dass es nicht in Ordnung ist, wie da geplant und mit Steuergeld umgegangen wird. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Yılmaz
Ich nehme auch zur Kenntnis, dass es Kritik gibt. Im Projekt geht eigentlich etwas weiter, wir bringen hier also Neues, News, aber die Kritik, die kommt, ist keine neue. Irgendwie ist das ein bissel das gleiche Lamentieren, das wir auch schon von den früheren Diskussionen kennen (Zwischenruf der Abg. Yılmaz), wiewohl es ja durchaus so ist, dass Kritikpunkte auch im Rahmen des Begutachtungsverfahrens aufgenommen worden sind. Auch das könnte man hier noch einmal positiv anmerken, statt immer in dieselbe Kritik zu verfallen. Mein Verständnis für diese Kritik ist genauso gering wie beim letzten Mal.
Beifall bei der ÖVP.
Ich bitte alle – bei den Regierungsfraktionen weiß ich es ja –: Geben Sie sich einen Ruck und schaffen Sie auch in diesem Bereich Zukunftsfähigkeit für Österreich! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall der Abg. Holzleitner.
Abgeordneter Mag. Dr. Rudolf Taschner (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Ich erlaube mir, bei dieser Idee der neuen Universität Linz nicht ganz so sicher zu sein, dass es gelingen wird, aber guter Hoffnung zu sein, dass es gelingen wird. (Beifall der Abg. Holzleitner.) Das ist etwas anderes.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich bitte Sie, das jetzt zu unterstützen. Wir werden sehen, wie es weitergeht – ich nehme an, in eine gute Richtung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
in Richtung Abg. Künsberg Sarre
Dass wir bezüglich Digitalisierung und Modernisierung in Österreich eine Bedarfsanalyse brauchen, Frau Kollegin (in Richtung Abg. Künsberg Sarre), hätte ich jetzt nicht so gesehen. Da brauche ich keine raumgreifende Analyse, sondern ich kann Ihnen aus dem Stand aus dem Ärmel beuteln, dass wir das ziemlich dringend brauchen (Zwischenruf der Abg. Künsberg Sarre), und weil wir das dringend brauchen, ist es gut, dass es dieses Institut geben wird.
Zwischenruf der Abg. Künsberg Sarre
Dass wir bezüglich Digitalisierung und Modernisierung in Österreich eine Bedarfsanalyse brauchen, Frau Kollegin (in Richtung Abg. Künsberg Sarre), hätte ich jetzt nicht so gesehen. Da brauche ich keine raumgreifende Analyse, sondern ich kann Ihnen aus dem Stand aus dem Ärmel beuteln, dass wir das ziemlich dringend brauchen (Zwischenruf der Abg. Künsberg Sarre), und weil wir das dringend brauchen, ist es gut, dass es dieses Institut geben wird.
Beifall bei der ÖVP.
Diese Universität wird auch einen guten Gründungspräsidenten bekommen, auch weil die oberösterreichische Landespolitik mitmischt. Die oberösterreichische Landespolitik hat in diesem Bereich hohe Expertise und gute Qualität, allen voran Landeshauptmann Thomas Stelzer. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich möchte auf die einzelnen leisen Einwendungen, die hier heraußen die letzte halbe Stunde begleitet haben, eigentlich nicht näher eingehen. Sie sind ein bisschen typisch österreichisch. Was uns leider bleibt, ist, dass wir die SPÖ und offenbar die SPÖ Oberösterreich noch nicht überzeugen konnten, gemeinsamen Schrittes zu gehen. Dass gerade die SPÖ gegen tertiäre Bildung ist, ist doch ein Novum, aber wir haben es jetzt halt auch im Protokoll stehen und freuen uns, dass wir das auch wissen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Stöger: Da hat man aber mit der SPÖ geredet! Da hat man mit der SPÖ geredet!
Selbstverständlich, meine Damen und Herren, ist das ein Pionierprojekt, aber es war auch die JKU in den Sechzigerjahren ein Pionierprojekt gegen jeden Widerstand, weil es immer ein Verteilungskampf ist. (Abg. Stöger: Da hat man aber mit der SPÖ geredet! Da hat man mit der SPÖ geredet!) Die Medizinische Universität ist selbstverständlich auch ein Pionierprojekt gewesen – das ist noch nicht lange her; ich kann mich noch an die vielen Stimmen, die es gegeben hat, erinnern –, und es ist gut geworden. Genauso gut wird die Technische Universität in Linz werden. Ich freue mich als Linzer besonders, dass sie dort ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Selbstverständlich, meine Damen und Herren, ist das ein Pionierprojekt, aber es war auch die JKU in den Sechzigerjahren ein Pionierprojekt gegen jeden Widerstand, weil es immer ein Verteilungskampf ist. (Abg. Stöger: Da hat man aber mit der SPÖ geredet! Da hat man mit der SPÖ geredet!) Die Medizinische Universität ist selbstverständlich auch ein Pionierprojekt gewesen – das ist noch nicht lange her; ich kann mich noch an die vielen Stimmen, die es gegeben hat, erinnern –, und es ist gut geworden. Genauso gut wird die Technische Universität in Linz werden. Ich freue mich als Linzer besonders, dass sie dort ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Bernhard.
Dann kommt noch etwas Zweites hinzu, das möchte ich hier auch noch ganz bewusst erwähnen, weil die beiden Regierungsparteien – vor allen Dingen die ÖVP – ja immer vorgaukeln, dass sie sich eh engagieren, und da war ich auch bei diesem Thema heute sehr überrascht, als ich die „Oberösterreichischen Nachrichten“ gelesen habe und bei Kollegin Zopf, die aus dem Salzkammergut kommt, wahrgenommen habe, dass sie sich dafür einsetzen wird. – Liebe Frau Kollegin, bitte bei der eigenen Fraktion einsetzen! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Bernhard.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Bernhard.
In diesem Sinne würde ich mich freuen, wenn der Petitions- und Bürger:inneninitiativenausschuss ein bisschen mehr Engagement von den Regierungsparteien erhält, damit Bürgerinnen- und Bürgeranliegen hier im Haus auch wirklich Gehör finden. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Bernhard.)
Beifall des Abg. Lindinger.
Insgesamt, glaube ich, darf man sagen, dass wir das im Petitionsausschuss auch seitens der Regierungsparteien schon vernünftig und ernsthaft diskutieren, und noch einmal: Zuweisung an den Ausschuss heißt nicht, dass etwas herauskommt, Kenntnisnahme heißt aber auch nicht, dass man es nicht ernst nimmt. (Beifall des Abg. Lindinger.)
Beifall bei der ÖVP.
Insgesamt wird da, glaube ich, gut gearbeitet, und wir machen das auch ernsthaft. Im Übrigen: Wenn man schon unzufrieden ist, dann müsste man ehrlich über eine Reform diskutieren und darüber, wie wir das in der Zukunft radikal verändern, und man könnte vielleicht auch nachschauen, wie das in anderen Ländern passiert, damit wir vielleicht manches besser lösen als so, wie wir derzeit damit umgehen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich bitte Sie daher nochmals im Namen unserer Bevölkerung: Lassen Sie uns lieber präventiv handeln, als es später zu bereuen! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Steinacker.
Dieses Gewaltausmaß gegen Frauen ist nicht nur erschreckend und macht nicht nur betroffen, es ist vor allem auch ein politischer Handlungsauftrag für uns, die wir hier im Hohen Haus sind – und wir handeln. Diese Bundesregierung handelt. Opferschutz, Gewaltschutz und Gewaltprävention haben in dieser Bundesregierung endlich die Priorität, die sie auch haben sollten, auch haben müssten – nämlich die höchste. Dort, wo in der Vergangenheit weggeschaut worden ist, schauen wir hin. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Steinacker.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Ofenauer.
Ich weiß, jetzt werden sich gleich die Kolleginnen von der Opposition hier herausstellen und sagen: Alles zu wenig, es reicht alles nicht, es hätte mehr sein müssen! – Da darf ich Sie schon daran erinnern: zehn Jahre lang sozialdemokratisch geführte Bundesregierungen, sozialdemokratische Frauenministerinnen, zehn Jahre lang 10 Millionen Euro im Frauenbudget. Unter Türkis-Blau sind diese Mittel sogar gekürzt worden, und mit Regierungseintritt der Grünen haben wir inzwischen zum vierten Mal in Folge das Frauenbudget sehr kräftig erhöht. Wir halten jetzt bei 24,3 Millionen Euro, das entspricht einer Steigerung um 140 Prozent im Vergleich zum Jahr 2019. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Ofenauer.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Was passiert mit diesen Geldern? – Wir stärken einmal mehr die Gewaltschutzzentren, die Interventionsstellen, die Frauen- und Mädchenberatungsstellen – all jene, die jahrelang um mehr Geld gebettelt haben, muss man fast sagen, deren Bitten aber nicht erhört worden sind. Sie wollten mehr Geld für die bessere Absicherung ihrer wichtigen Arbeit, sie sind von den vorigen Regierungen aber ignoriert worden. Diese Zeiten sind vorbei. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Vorige Regierungen sind diese Schritte fahrlässigerweise nicht gegangen. Wir gehen sie aber, weil jedes Mädchen, jede Frau ein Recht auf ein gewaltfreies Leben hat. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Wurm: Genau!
Abgeordnete Petra Wimmer (SPÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Ich möchte wie meine Vorrednerin auch auf die Petition „Stoppt Femizide. Endlich ein Ende der Gewalt gegen Frauen“ eingehen. 27 Frauenmorde im heurigen Jahr zeichnen ein erschreckendes Bild vom Gewaltschutz in Österreich. 27 ermordete Frauen im Jahr 2022 zeigen deutlich, dass es immer noch ein massives Problem mit Gewalt an Frauen in Österreich gibt. Diese 27 Frauenmorde machen auch deutlich, dass diese Bundesregierung und die Frauenministerin diese Situation noch immer nicht erkannt haben: dass Gewalt an Frauen beinahe täglich eskaliert. (Abg. Wurm: Genau!) Solche dramatischen Entwicklungen brauchen Sofortmaßnahmen. Die sind dringend gefordert! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Petra Wimmer (SPÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Ich möchte wie meine Vorrednerin auch auf die Petition „Stoppt Femizide. Endlich ein Ende der Gewalt gegen Frauen“ eingehen. 27 Frauenmorde im heurigen Jahr zeichnen ein erschreckendes Bild vom Gewaltschutz in Österreich. 27 ermordete Frauen im Jahr 2022 zeigen deutlich, dass es immer noch ein massives Problem mit Gewalt an Frauen in Österreich gibt. Diese 27 Frauenmorde machen auch deutlich, dass diese Bundesregierung und die Frauenministerin diese Situation noch immer nicht erkannt haben: dass Gewalt an Frauen beinahe täglich eskaliert. (Abg. Wurm: Genau!) Solche dramatischen Entwicklungen brauchen Sofortmaßnahmen. Die sind dringend gefordert! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Regierungsfraktionen wollen dieses Thema aber nicht im Gleichbehandlungsausschuss diskutieren. Eine Zuweisung an den Ausschuss wurde abgelehnt. Man will keine inhaltliche Diskussion zum Gewaltschutz im Ausschuss. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Disoski: Das hatten wir doch! Das machen wir!
Dabei sind die Forderungen der Petition wichtig und aktuell. Klar braucht es mehr Mittel für Frauen- und Mädchenberatungsstellen. Mit den bisherigen Projektfinanzierungen sind diese Einrichtungen immer in Unsicherheit; sie haben keine echte Planungssicherheit, wissen nicht, wie es im nächsten Jahr mit ihnen weitergeht. Weitere Beratungsstellen, Frauenhausplätze, Notwohnungen, Übergangswohnungen – all das muss ausgebaut werden, um den Frauen Auswege zu ermöglichen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Disoski: Das hatten wir doch! Das machen wir!)
Beifall bei der SPÖ.
Und was wir in Österreich zusätzlich brauchen, ist ein ständiger Krisenstab. Die Zusammenarbeit von Innen- und Justizministerium mit allen im Bereich Gewaltschutz tätigen Einrichtungen muss verbessert werden. Gerade im Bereich Gewaltschutz sind die Zuständigkeiten nicht mehr wirklich nachvollziehbar. Umso wichtiger ist diese enge und ständige Zusammenarbeit mit den Expert:innen aus dem Gewalt- und Opferschutzbereich. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Disoski: Was für Rückschritte? Wovon redest du? Ist dir das nicht peinlich? Wie schmerzbefreit kann man sein?!
Sehr geehrte Damen und Herren, das kommende Budget bietet da gewisse Möglichkeiten. Sie haben einiges aufgezählt. Ich versichere Ihnen, wir werden ganz genau darauf schauen und keine Rückschritte beim Gewaltschutz akzeptieren. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Disoski: Was für Rückschritte? Wovon redest du? Ist dir das nicht peinlich? Wie schmerzbefreit kann man sein?!)
Abg. Kollross: Ist aber ein Fehler, ein historischer Fehler!
Woran lag es? – Wir haben darüber geredet und es gab zwischen Tür und Angel durchaus das Feedback, was die größte Sorge ist. Und da muss man einmal aufpassen: In der Zeit, als die ÖVP noch mit der SPÖ in der Regierung war, war die größte Sorge der ÖVP, dass, wenn die SPÖ einmal nicht mehr in einer Regierung sein könnte – kann ja vorkommen, Herr Kollege Kollross (Abg. Kollross: Ist aber ein Fehler, ein historischer Fehler!) –, die Sozialdemokratie somit eine große Mobilisierungskraft hätte und, wenn man etwas Verpflichtendes macht, etwas anderes macht, ausreichend viele Menschen dazu bewegen könnte, durch ihre Unterschrift ein Thema aktiv ins Parlament zu bringen. Diese Angst davor, dass man Menschen mobilisieren könnte, hat also dazu geführt und führt seit acht Jahren dazu, dass man den Petitionsausschuss nicht reformiert.
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
FPÖ, Grüne, SPÖ und NEOS – alle Parteien außer der ÖVP – wissen, dass es einen Änderungsbedarf gibt. Man hat natürlich unterschiedliche Sichtweisen, aber es gäbe eine Möglichkeit für einen Kompromiss. Seit acht Jahren blockiert nur die ÖVP. Und welche Partei kommt dann raus und sagt, es bräuchte eine Reform? – Die ÖVP. Ich meine, da wird mir ja schwindlig beim Zuhören! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.) Das macht einen ja wirklich sprachlos, weil es dermaßen dreist ist.
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Man darf den Menschen keinen Sand in die Augen streuen! Zur Kenntnis genommen bedeutet: Begräbnis erster Klasse für Bürgeranliegen. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Wurm: Weil ihr auch ... habt!
Jetzt muss man sich nur eines fragen – und dabei möchte ich es dann auch bewenden lassen –: Da kann man die Grünen nicht aus der Pflicht nehmen. Warum machen die Grünen da mit? Bürgerbeteiligung, aktives Parlament, Partizipation – das sind Dinge, die ihr über viele, viele Jahre versprochen habt. Grüne Abgeordnete haben sich in früheren Legislaturperioden aktiv dafür eingesetzt, dass der Ausschuss reformiert wird. (Abg. Wurm: Weil ihr auch ... habt!) Es ist einfach unglaublich, dass dieses Grundprinzip, das, glaube ich, in der grünen Bewegung sehr stark vertreten ist, von euch an der Türschwelle abgegeben wird, wenn ihr in den Petitionsausschuss reingeht.
Ruf bei den NEOS: Auch anderswo!
Ihr seid, und das muss man wirklich so klar sagen, was Bürgerbeteiligung betrifft, als brüllender Tiger eingezogen und als Bettvorleger wieder rausgekommen. Das kann ich einfach nicht nachvollziehen. Ihr habt betreffend Bürgerbeteiligung alle Prinzipien verraten, die es zu verraten gibt. (Ruf bei den NEOS: Auch anderswo!)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich erwarte mir, dass ihr, auch wenn ihr in der Bundesregierung seid, euch in Zukunft deutlich mehr auf die Hinterpfoten stellt und auch wirklich etwas macht. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Bernhard – erheitert –: Ja, ...!
Präsidentin Doris Bures: Herr Abgeordneter Bernhard, wir einigen uns auf die Formulierung: in den Raum gestellte Unwahrheit, hoffe ich. (Abg. Bernhard – erheitert –: Ja, ...!) – Gut, danke. Dann werden wir das auch im Protokoll so lesen.
Beifall bei der FPÖ.
Es ist fast eine Schande. Man muss den Aktivisten von Bürgerinitiativen sagen: Geht lieber Lotto spielen, denn die Wahrscheinlichkeit, dass ihr beim Lotto gewinnt, ist höher, als dass euer Anliegen von diesen Regierungsfraktionen ernsthaft behandelt wird! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben dieser Praxis mit der Ablehnung des Sammelberichts eine Absage erteilt, und dazu stehen wir auch, und das werden wir auch heute tun. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Michael Hammer: Sehr gut, danke für den Hinweis!
Sehr geehrte Damen und Herren, vielleicht kennen Sie auch schon den Folder des Zivilschutzverbandes (ein Exemplar in die Höhe haltend) mit einer persönlichen Vorsorgecheckliste, einem Familiennotplan und einem Selbsttest. Dieser Folder ist gratis beim Zivilschutzverband zu bestellen oder downzuloaden unter www.zivilschutzverband-shop.at. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Michael Hammer: Sehr gut, danke für den Hinweis!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich habe es so satt und ich finde es schon verantwortungslos, wie hier herinnen alles schlechtgeredet und runtergemacht wird. Das hat sich unsere Jugend nicht verdient. Unsere Jugend hat es sich verdient, dass wir gemeinsam, aufrecht und stark die Zukunft unseres Landes gestalten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Höfinger: Jetzt wird es spannend! – Abg. Lausch – auf dem Weg zum Redner:innenpult –: Lass dich überraschen!
Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Christian Lausch. – Bitte. (Abg. Höfinger: Jetzt wird es spannend! – Abg. Lausch – auf dem Weg zum Redner:innenpult –: Lass dich überraschen!)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Kollross.
Dieses übliche Prozedere mit Kenntnisnahme ist störend. Das sieht aber außer den Regierungsparteien eh jede Oppositionspartei so, dass das immens störend ist und man da etwas ändern sollte. Man sollte den Bürgerinnen und Bürgern beziehungsweise den Petitionen Wertschätzung zukommen lassen und doch mehr davon den Fachausschüssen zuweisen. Überhaupt in Zeiten wie diesen, in denen die Anträge der Regierung in den Ausschüssen und damit die Ausschusssitzungen ohnehin immer weniger werden, weil man sich anscheinend nicht so häufig einig wird, könnte man schon mehr Petitionen an einen Fachausschuss weiterleiten – und nicht nur eine von zig Petitionen, während man die anderen lediglich zur Kenntnis nimmt. Das ist keine Wertschätzung. So geht man mit Bürgerinnen- und Bürgerinteressen nicht um, da sollte ein Umdenken stattfinden. – Danke. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Kollross.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Und zum Zweiten: Schnappen Sie sich einen Abgeordneten, eine Abgeordnete und nehmen Sie ihn:sie bei seiner:ihrer Verantwortung, nämlich eine Petition, ein Bürgeranliegen hier in das Hohe Haus, in den Petitionsausschuss zu bringen! Das ist für alle Bürger:innen, für alle Bürgerinitiativen, für alle Anliegen in ganz Österreich möglich, und ich glaube, dafür sollten wir hier am Pult auch Werbung machen. Wir sollten darüber reden und das auch nach außen bringen, dass es demokratische Mittel im Hohen Haus gibt, die Bürger:innenanliegen ernst zu nehmen. Das ist einmal ganz wichtig zu sagen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Das ist genau so im Bereich Trautmannsdorf auch passiert: Es hat bereits zwei große, runde Tische gegeben, nämlich 2018 und 2020, und man hat bis dato, glaube ich, sehr gute Lösungen im Bahnausbau hinsichtlich der Querungsmöglichkeiten in der Ortschaft Trautmannsdorf und auch betreffend die Qualität im Bereich des Lärmschutzes gefunden. Da gibt es vorher noch ein UVP-Verfahren. Es gibt da auf jeden Fall viel Ernsthaftigkeit, die Bürgeranliegen dort vor Ort auch zu bearbeiten. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Zu guter Letzt darf nicht vergessen werden, dass der Bahnausbau eine Aufgabe von uns allen sein soll und ist. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Wenn ich vielleicht zwei Zahlen nennen darf: 218 Euro pro Kopf wird in Österreich in den Bahnausbau investiert, das ist das Doppelte von dem, was Deutschland investiert. Es gibt sehr viel Infrastruktur in den Bundesländern, da haben wir alle sehr viel zu tun. Deshalb wünsche ich auch dem Petitionsausschuss, wenn es um Infrastrukturbauten geht, viel Erfolg und auch viel Erfolg mit den Bürgeranliegen, und bitte alle hier, alle Fraktionen, ernsthaft damit umzugehen und diese auch einzubringen. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zu guter Letzt darf nicht vergessen werden, dass der Bahnausbau eine Aufgabe von uns allen sein soll und ist. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Wenn ich vielleicht zwei Zahlen nennen darf: 218 Euro pro Kopf wird in Österreich in den Bahnausbau investiert, das ist das Doppelte von dem, was Deutschland investiert. Es gibt sehr viel Infrastruktur in den Bundesländern, da haben wir alle sehr viel zu tun. Deshalb wünsche ich auch dem Petitionsausschuss, wenn es um Infrastrukturbauten geht, viel Erfolg und auch viel Erfolg mit den Bürgeranliegen, und bitte alle hier, alle Fraktionen, ernsthaft damit umzugehen und diese auch einzubringen. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Damit stärken wir unsere Gesellschaft, damit stärken wir auch unseren Arbeitsmarkt angesichts von 40 Prozent Frühpensionen aus psychischen Gründen. Wir stärken den Gesundheitszustand unserer Bevölkerung, und deshalb danke ich für die Zuweisung dieser Petition und freue mich auf den Lösungsprozess. Da ÖVP und Grüne offenbar für eine Reform zugänglich sind, schicken wir auch gerne eine Einladung hinaus. – (Den Dank auch in Gebärdensprache ausführend:) Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne lade ich ein, dass wir durchaus auf die Bevölkerung zugehen, wenn es darum geht, Bürgeranliegen in das Parlament zu bringen. Ich bemühe mich immer wieder und lade die Menschen und die Bevölkerung ein. Man kann sich so direkt mit den Menschen in Verbindung setzen und sich austauschen, um hier Wege und Lösungen zu finden. Gerade als Tiroler muss ich sagen, dass wir schon einige Petitionen eingebracht haben, was das Thema Lärmschutz und Verkehr betrifft. Wir haben da und dort durchaus Erfolge erzielen können. In diesem Sinne sollten wir das Positive erwähnen, nicht nur jammern und vielleicht Trübsal blasen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Lukas Hammer steht an der Regierungsbank und spricht mit Bundesminister Totschnig.
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (FPÖ): Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Minister, der noch schwätzt! (Abg. Lukas Hammer steht an der Regierungsbank und spricht mit Bundesminister Totschnig.) Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Wir diskutieren heute den Grünen Bericht zur Situation der Landwirtschaft. Bevor ich in den Bericht eingehe, möchte ich mich bei allen Landwirtinnen und Landwirten für die ausgezeichnete Arbeit bedanken, für die Erhaltung unserer Kulturlandschaft, aber auch für unsere Versorgung mit tollen, guten Lebensmitteln. Das ist eine grandiose Leistung, 365 Tage im Jahr, und das schätzen wir als Freiheitliche Partei und ich als Gerald Hauser sehr.
Heiterkeit der Abg. Voglauer.
So, nun zu den Problemen, Stichwort Wolf, Herr Minister: Das ist ja bekannt. (Heiterkeit der Abg. Voglauer.) – Na ja, man kann das nicht oft genug ansprechen. Der Wolf ist mittlerweile auch ein Grund dafür, dass viele Bauern darüber nachdenken, aufzuhören. Es ist für viele ein Desaster, wenn ihre Schafherden gerissen werden, bitte, und da müssen wir dagegenhalten. Und da ich immer von grüner Seite das Argument der Herdenschutzmaßnahmen höre: Wie bitte soll denn das ein Bauer mit 40 Schafen machen? Der kann keinen Hirten anstellen, das ist zu teuer. Man kann die großen Weideflächen nicht einzäunen, das ist ja realitätsfern.
Zwischenruf des Abg. Michael Hammer
Ich versuche es also heute zum, glaube ich, zehnten Mal innerhalb der letzten zweieinhalb Jahre, und ich schaue da in Richtung ÖVP. Wir als Freiheitliche Partei haben unzählige Anträge eingebracht, den Wolf zu entnehmen (Zwischenruf des Abg. Michael Hammer), und ich darf heute den zehnten Versuch unternehmen:
Beifall bei der FPÖ.
Liebe Kollegen von der ÖVP, das zehnte Mal habt ihr eine Chance, zuzustimmen. Lasst doch die Bauern nicht immer im Stich! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abschließend, Herr Minister, noch ein Wort zum Borkenkäfer: Wir beide wissen das aus Osttirol. Es ist aber nicht nur Osttirol, wir haben ein Megaproblem. Wir haben im Ausschuss darüber gesprochen, da müssen wir wirklich in die Gänge kommen. Wir müssen schauen, dass wir die PS wirklich auf die Straße bekommen, um den zum Teil desaströs vom Borkenkäfer befallenen Wald wirklich zu sanieren, bevor wir nicht mehr in die Landschaft, in die Talschaften hineinkommen. Bitte packen wir das an! – Ich danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Das heißt, dass wir nicht ruhen dürfen und die Betriebe sehr gezielt weiter unterstützen müssen. Unseren Bäuerinnen und Bauern, die tagtäglich für die Produktion aufs Feld, in den Stall oder in den Wald gehen, stehen nicht nur Wertschätzung und Unterstützung zu, nein, sie brauchen auch Wertschöpfung aus ihren Produkten. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Voglauer.
Der dritte Punkt, auf den ich noch kurz eingehen möchte, betrifft die Frauen in unseren Betrieben. Der Anteil der Betriebe, wo Frauen die alleinige Betriebsführung innehaben, ist noch immer bei 35 Prozent, wenn man alle Betriebe als Grundlage heranzieht. Damit sind wir nach wie vor im europäischen Spitzenfeld, und in jenen Betrieben, die in Ehegemeinschaften geführt werden, liegen Betriebsführung und Eigentum im Unterschied zu vielen anderen Ländern zu gleichen Teilen bei Mann und Frau. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Voglauer.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Bundesminister Totschnig: Danke!
Abschließend möchte ich schon noch betonen, dass die Situation in den Betrieben herausfordernd war, noch immer ist und auch in nächster Zeit bleiben wird. Die massive Teuerung bei Energie, Treibstoff, Futter- und Düngemitteln bedarf zielgerichteter Entlastungen. Die bereits getroffenen Maßnahmen dieser Bundesregierung sind dringend notwendig, um unsere Bauernfamilien auch weiterhin zu unterstützen. Nur so können wir die Versorgung mit Lebensmitteln im eigenen Land sichern. – Vielen Dank, Herr Bundesminister, für Ihren Einsatz und auch weiterhin gutes Zusammenarbeiten. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Bundesminister Totschnig: Danke!)
Beifall bei der FPÖ.
Die Mehrheit der landwirtschaftlichen Betriebe kann sich selbstständig kein ausreichendes Einkommen erwirtschaften. Hier müssen wir unbedingt Maßnahmen setzen, denn diese Betriebe sind ein wichtiger Bestandteil unserer Selbstversorgungssicherheit. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
2020 wurden österreichweit 8 805 Kontrollen am Versandort durchgeführt, wobei es 90 Beanstandungen gab, und 129 572 Kontrollen am Bestimmungsort, bei denen es 870 Beanstandungen gab. Bei den Kontrollen während des Transportes auf der Straße sieht es jedoch wesentlich schlechter und viel schlimmer aus, denn es gab anstatt den vorgesehenen 1 200 Kontrollen nur 908. Erschwerend kommt hinzu, dass es bei den 908 durchgeführten Kontrollen 290 Beanstandungen gab, was in Relation zu den durchgeführten Kontrollen wirklich sehr hoch ist. Das zeigt, dass die Situation der Tiertransporte auf der Straße unbedingt verbessert gehört. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich appelliere daher nochmals an alle: Bitte lasst uns gemeinsam an einem Strang ziehen und setzen wir den Tiertransporten gemeinsam ein Ende! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.
Abgeordnete Cornelia Ecker (SPÖ): Liebe Präsidentin! Geschätzter Herr Minister! Der Grüne Bericht beleuchtet Jahr für Jahr die Situation in der Landwirtschaft in Österreich, und als Landwirtschaftssprecherin meiner Fraktion möchte auch ich mich sehr herzlich bei allen Bäuerinnen und Bauern in diesem Land bedanken. Unser Dank gilt aber auch allen Erntehelfer:innen und insgesamt allen Personen, die auf unseren Höfen arbeiten. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Dipl.-Ing. Olga Voglauer (Grüne): Spoštovana Visoka Hiša! Sehr geehrtes Hohes Haus! Der Grüne Bericht 2022 hat zwei ganz interessante Seiten, nämlich die zwei, die uns darauf hinweisen, wie es mit der Wasserbilanz in Österreich ausschaut. Wir sehen, dass zwar die Niederschlagsmenge in der Vergangenheit gestiegen ist, wir sehen aber ganz klar, dass die Verdunstung noch viel stärker ansteigt. Und das sind Schlaglöcher für den Weg der Landwirtschaft in der Zukunft, die wir schnellstmöglich schließen müssen. Ob uns das gelingt, wissen wir nicht. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Insofern muss unser aller Appell ein Appell an uns alle sein: Wir brauchen vorausschauende Agrarpolitik, die ihre Gelder dafür einsetzt, dass die Betriebe weiterhin gut Landwirtschaft betreiben können, damit der Strukturwandel weiter abgeschwächt wird und die Betriebe, die bleiben, uns noch weiterhin einen reichen Mittagstisch bescheren. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Das wäre tatsächlich meine Erwartungshaltung. Herr Landwirtschaftsminister, ich weiß, Sie haben ein unglaubliches Skillset. Ich weiß, Sie haben eine Leidenschaft für die Landwirtschaft – ich würde mir den Mut wünschen, die nächsten Schritte zu setzen und tatsächlich diese großen Dinge anzugehen, weil Sie dann einen Unterschied machen können. Die Landwirtschaft ist ein ganz, ganz langfristiger Planungszeitraum, und da muss jetzt endlich aufgeholt werden. Ich muss es ganz ehrlich sagen, ich glaube, Ihre Vorgängerin, inklusive Landwirtschaftskammern und Bauernbund, hat da einiges an Potenzial liegen lassen. Mein Wunsch wäre, dass Sie da mutig nach vorne gehen und neue Schritte für die Zukunft setzen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
An dieser Stelle auch von meiner Seite ein Danke an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im eigenen Haus, in der LBG Österreich und an alle Beteiligten, die an diesem Bericht mitgewirkt haben, für die bewährte Zusammenarbeit. Ein Danke natürlich auch an alle Bäuerinnen und Bauern in der Land- und Forstwirtschaft – 2 000 sind es –, die auch dieses Jahr für den Bericht 2021 ihre Einkommensdaten zur Verfügung gestellt haben. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Geschätzte Damen und Herren! Auch 2021 war aufgrund der Coronapandemie, der beginnenden Teuerung und des Klimawandels ein sehr herausforderndes Jahr für unsere Bäuerinnen und Bauern, dennoch war die Versorgung mit Lebensmitteln immer gesichert. In den vergangenen Jahren hat sich einmal mehr gezeigt, dass unsere bäuerlichen Familienbetriebe und die vergleichsweise kleinstrukturierte Landwirtschaft krisenfest sind. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
In diesem Zusammenhang möchte ich auch die Covid-Investitionsprämie erwähnen, die von der Land- und Forstwirtschaft sehr intensiv genützt worden ist. Man sieht das auch in den Daten. Wir haben einige Bundesländer mit einem negativen Ergebnis, Oberösterreich, Tirol, Vorarlberg, aber auch die Bergbauernhöfe Zone 4. Das rührt auch daher, dass da sehr, sehr viel investiert worden ist, was positiv ist, denn das waren Investitionen in die Modernisierung der Bauernhöfe – etwas, was ganz entscheidend ist und auch zeigt, die Bäuerinnen und Bauern haben eine Perspektive und wollen weiter in der Landwirtschaft bleiben. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
2022 ist ein noch herausfordernderes Jahr als 2021. Wenn wir die Lebensmittelversorgung auch in Zukunft sichern wollen, müssen wir unsere Familienbetriebe weiter stärken. Das gelingt uns mit zielgerichteten Maßnahmen, wie beispielsweise die zusätzlich zur ökosozialen Steuerreform und zu den Entlastungspaketen der Bundesregierung gewährten 110 Millionen Euro, die wir im Rahmen des Versorgungssicherungspaketes bereitstellen werden. Die Bauern erhalten heuer noch die Auszahlung, und zwar knapp vor Weihnachten, automatisch und ohne größeren bürokratischen Aufwand. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Zum Abschluss noch zum Thema Borkenkäferschäden in Osttirol: Kollege Hauser, Land und Bund haben insgesamt 16 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Es wurden viele Dutzend Leute mehr vom Landesforstdienst abgestellt, um erstens das Holz aus den Wäldern zu bekommen, Lager zu errichten, wieder aufzuforsten, und seit September ist die Wildbach- und Lawinenverbauung auch damit beschäftigt, jene Gebiete, die entscheidend für das Siedlungsgebiet sind, zu sichern, damit sich die Bevölkerung in Österreich darauf verlassen kann, dass über den Winter nichts passiert. Da wird das Bestmögliche getan. – Das zum Ersten. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Sechs Mitgliedstaaten haben das von vornherein unterstützt. Dann hat es von zehn weiteren Mitgliedstaaten unterstützende Äußerungen gegeben. Was fordern wir? – Wir fordern eine Überprüfung der FFH-Richtlinie, die ja schon 30 Jahre gilt. Wir fordern die Einrichtung eines Monitorings, damit man feststellen kann, wie groß die Wolfpopulation in ganz Europa ist. Das war ein erstes wichtiges Signal, das wir damit auf EU-Ebene gesetzt haben. Das Thema ist bei uns natürlich vollkommen präsent, wir nehmen das wirklich ernst und schauen, dass wir Lösungen erzielen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) So viel von meiner Seite – vielen Dank. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Sechs Mitgliedstaaten haben das von vornherein unterstützt. Dann hat es von zehn weiteren Mitgliedstaaten unterstützende Äußerungen gegeben. Was fordern wir? – Wir fordern eine Überprüfung der FFH-Richtlinie, die ja schon 30 Jahre gilt. Wir fordern die Einrichtung eines Monitorings, damit man feststellen kann, wie groß die Wolfpopulation in ganz Europa ist. Das war ein erstes wichtiges Signal, das wir damit auf EU-Ebene gesetzt haben. Das Thema ist bei uns natürlich vollkommen präsent, wir nehmen das wirklich ernst und schauen, dass wir Lösungen erzielen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) So viel von meiner Seite – vielen Dank. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben mit steigenden Betriebsmittelpreisen zu kämpfen, die Energiekrise schlägt sich auch auf den land- und forstwirtschaftlichen Betrieb nieder, und so ist es gut und richtig, dass wir die Pauschalierungsgrenzen anheben: in der Umsatzsteuer von 400 000 auf 600 000 Euro, bei der Teilpauschalierung von 130 000 auf 165 000 Euro, und auch bei den land- und forstwirtschaftlichen Nebentätigkeiten von 40 000 auf 45 000 Euro. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Deshalb ist es gut und wichtig, dass wir bei der Kaufentscheidung das richtige Produkt wählen. Auf die Regionalität der österreichischen Lebensmittel! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Wurm: Aber nicht von jedem!
Abgeordneter Clemens Stammler (Grüne): Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Es gibt sehr wenig, was noch nicht bereits über den Grünen Bericht gesagt worden ist (Abg. Wurm: Aber nicht von jedem!) – aber nicht von jedem, richtig.
Abg. Wurm: Der zweitälteste!
Die Bäuerinnen und Bauern sind ja in einem Berufszweig, in einem Beruf beschäftigt, der einer der ältesten ist (Abg. Wurm: Der zweitälteste!) und nie an Wichtigkeit verloren hat, bis zum heutigen Tag. Es ist einer der schönsten Berufe, die man ausüben kann. Man sieht sofort in seinen eigenen Händen, was man produziert hat, aber es erfordert enorme Selbstdisziplin, es ist eine physische und psychische Belastung, die man immer wieder an allen möglichen Auswirkungen wie zum Beispiel Tierhaltungsskandalen bemerkt – und es ist ein Beruf ohne Arbeitsschutz.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich habe jetzt dreimal Krise und dreimal bio erwähnt: Neben allen Sofortmaßnahmen wie dem Versorgungssicherungsbeitrag und dem Stromkostenzuschuss – gemeinsam 230 Millionen Euro – wird die Transformation – das ist heute auch schon mehrmals angesprochen worden – der Landwirtschaft nicht ausbleiben dürfen, um in 50 Jahren noch immer einen der tollsten Jobs der Welt machen zu können. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Das tun wir ja auch! Das passiert in Österreich!
Ich denke, es ist ganz wichtig, dass wir in diesem Haus – das ist, glaube ich, unsere Pflicht – für jene Menschen, die eine Landwirtschaft übernehmen, die passenden Rahmenbedingungen schaffen. Wir müssen schauen, dass sie mit innovativen Haltungssystemen arbeiten können, wir müssen schauen, dass wir Landwirtschaft, Energiewende und Tierwohl zusammen denken. (Ruf bei der ÖVP: Das tun wir ja auch! Das passiert in Österreich!) – Das ist mein erster Punkt. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Ich denke, es ist ganz wichtig, dass wir in diesem Haus – das ist, glaube ich, unsere Pflicht – für jene Menschen, die eine Landwirtschaft übernehmen, die passenden Rahmenbedingungen schaffen. Wir müssen schauen, dass sie mit innovativen Haltungssystemen arbeiten können, wir müssen schauen, dass wir Landwirtschaft, Energiewende und Tierwohl zusammen denken. (Ruf bei der ÖVP: Das tun wir ja auch! Das passiert in Österreich!) – Das ist mein erster Punkt. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Gerade jetzt, da Lebensmittel immer teurer und teurer werden, müssen wir uns die Frage stellen: Können wir uns noch leisten, dass wir wirklich so viel in den Müll hauen? – Ich glaube nicht. Wir müssen endlich ins Tun kommen! Bis 2030 sind es noch sieben Jahre. Ich erwarte mir, dass im nächsten Grünen Bericht ein Kapitel zur Lebensmittelverschwendung drinnen ist, in dem Ziele definiert sind, in dem Maßnahmen genannt werden, und dass wir endlich ins Tun kommen. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
Der erste Bereich betrifft das Dämpfen der Sozialversicherungsbeiträge. In den letzten vier Jahren sind viele Maßnahmen gesetzt worden, zum Teil mit einem strukturellen Ansatz, zum Teil aber auch mit Einmalzahlungen. Die gute Nachricht ist – da möchte ich auch meine Dankbarkeit zum Ausdruck bringen –, dass das alles steuerfinanziert und nicht aus Rücklagen geschehen konnte. So hat die Kaufkraft in den bäuerlichen Familien gestärkt werden können. – Ein großes Dankeschön, dass das so funktioniert hat! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.
Der zweite Bereich betrifft die öffentlichen Gelder, und da erwähne ich als Erstes eine große Summe: In Zukunft geben wir 1,8 Milliarden Euro im Jahr im Zusammenhang mit der Gemeinsamen Agrarpolitik aus. – Frau Kollegin Doppelbauer, das sind keine Almosen, das sind auch keine Förderungen, das sind Leistungsabgeltungen. Der bäuerliche Betrieb bekommt für dokumentierte Leistungen Geld; das ist also ein Deal. (Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.) Wenn man entlang der Historie dieses Programms zurückschaut, sieht man, dass das einen großen Lenkungseffekt hat.
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Matznetter: Die Holzpreise ...!
Ich erwähne das Versorgungssicherheitspaket – danke für die 110 Millionen Euro! –, ich erwähne den in Vorbereitung befindlichen Stromkostenzuschuss in Höhe von 120 Millionen Euro, und ich erwähne den Waldfonds – 350 Millionen Euro über vier bis fünf Jahre für die Forstwirtschaft in Österreich. Wissen Sie, wer das erste Papier dafür geschrieben hat, damals noch als Bauernbunddirektor in der Brucknerstraße? – Norbert Totschnig. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Matznetter: Die Holzpreise ...!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Heute ist das wichtiger denn je, weil der Borkenkäfer nicht nur im Norden Österreichs, sondern spätestens seit heuer auch im Süden Österreichs sozusagen zuschlägt. Diese Maßnahmen werden unsere Forstwirtschaft klimafitter machen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich ersuche die Konsumentinnen und Konsumenten, uns die Treue zu halten. Ich ersuche alle Damen und Herren und die Bäuerinnen und Bauern, dass wir diesen Weg gemeinsam fortsetzen. Wir sind die, die an dieses Land glauben – so wie Renner, Figl und Raab. Diesen Weg wollen wir auch weitergehen. – Danke schön. Viel Erfolg! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Peter Schmiedlechner (FPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Die größte Erfolgsbilanz laut ÖVP – wenn so eine Erfolgsbilanz ausschaut, dann muss man sich wirklich wundern – ist ein Minus von 11 Prozent bei der Zahl der Betriebe. Die größte Herausforderung für die Bauern sind – das kann man nur laut sagen – die wirklich schlechte Agrarpolitik der ÖVP und die Rahmenbedingungen, die ihr gesetzt habt. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Lindinger: Der hat gut gesprochen! Der hat einen Zukunftsweg aufgezeigt! Der hat Perspektiven! –Abg. Michael Hammer: Das Taferl musst du einmal aufstellen!
Zum Grünen Bericht 2021: Der Grüne Bericht fasst die Ergebnisse gewisser ausgewählter Betriebe in der Land- und Forstwirtschaft zusammen. Wenn man sich dann anschaut, Herr Minister: minus 11 Prozent in Bezug auf die Betriebe. Wie erklären Sie sich, Herr Minister, dass immer mehr Betriebe aufhören? Wie erklären Sie sich, dass immer mehr Betriebe in den Nebenerwerb gedrängt werden? Wenn der Herr Bauernbundpräsident noch von einer positiven Bilanz, von einer Erfolgsbilanz spricht, dann kann man sich nur wundern. (Abg. Lindinger: Der hat gut gesprochen! Der hat einen Zukunftsweg aufgezeigt! Der hat Perspektiven! –Abg. Michael Hammer: Das Taferl musst du einmal aufstellen!)
Abg. Michael Hammer – erheitert –: Die ganze Rede noch einmal von vorne, hat er gemeint!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Herr Abgeordneter, Sie müssen bitte den Beschlusstext ganz, also komplett, vorlesen. Bitte daher noch einmal von vorne, den gesamten Entschließungstext! (Abg. Michael Hammer – erheitert –: Die ganze Rede noch einmal von vorne, hat er gemeint!)
Beifall bei der FPÖ.
Danke, und ich bitte um Zustimmung. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Chemische Pestizide passen heute einfach nicht mehr in eine moderne Landwirtschaft. Darauf gehört geschaut, und deshalb werden wir heute dazu einen Antrag einbringen. Es geht um weniger Pestizide, weniger Düngemittel, weniger Antibiotika und vor allem auch um den Tierschutz. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum einen ist es ein Viertel, das recht wenig verdient, das da nicht einmal vorkommt, und zum anderen gibt es Spitzenverdiener – sie kommen in diesem Bericht auch nicht vor. Der Bauer in der Mitte drinnen verdient gerade so viel, dass man sagen kann: Er kommt aus. Da gehört ganz einfach eine andere Förderstruktur her, und ihr von der ÖVP seid genau diejenigen, die das zu verantworten haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wöginger: Gott sei Dank! Dafür funktioniert sie ja auch!
Da könnt ihr nämlich nicht hergehen und sagen: Die letzten 20 Jahre haben das die Sozialisten gemacht, haben das die Grünen gemacht, haben das die Freiheitlichen gemacht! – Ihr alleine seid für das verantwortlich, was die Landwirtschaft betrifft (Abg. Wöginger: Gott sei Dank! Dafür funktioniert sie ja auch!), dafür seid ihr in Verantwortung zu nehmen, und ihr könnt euch dafür schämen, dass ihr nicht besser auf die Bauern schaut! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Keine Ahnung von Ackerbau und Viehzucht!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Keine Ahnung von Ackerbau und Viehzucht!
Da könnt ihr nämlich nicht hergehen und sagen: Die letzten 20 Jahre haben das die Sozialisten gemacht, haben das die Grünen gemacht, haben das die Freiheitlichen gemacht! – Ihr alleine seid für das verantwortlich, was die Landwirtschaft betrifft (Abg. Wöginger: Gott sei Dank! Dafür funktioniert sie ja auch!), dafür seid ihr in Verantwortung zu nehmen, und ihr könnt euch dafür schämen, dass ihr nicht besser auf die Bauern schaut! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Keine Ahnung von Ackerbau und Viehzucht!)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Maurer.
Ich darf mich herzlich bei Bundesminister Norbert Totschnig bedanken. Er ist ein Fachmann und weiß, worauf es ankommt. Er hat schon ein Programm mit Direktzahlungen, Öpul, Investitionsförderungen geschnürt, und die Ausgleichszulage für die Bergbauern wurde mit 5 Millionen Euro höher als in der Vergangenheit angesetzt. – Danke dafür, dass du es so machst! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Maurer.)
Zwischenruf der Abg. Voglauer
Wenn die Opposition Höfesterben beklagt, dann müssen wir eigentlich diese Meinungen, die Sie vertreten, hinterfragen. Wenn Kollege Kainz von der Freiheitlichen Partei herauskommt und nicht eine Verbesserung des Tiertransportes verlangt, sondern sagt: Setzen wir dem Tiertransport ein Ende! (Zwischenruf der Abg. Voglauer), dann bedeutet das, dass keine Zuchtviehversteigerung stattfinden kann, liebe Bäuerinnen und Bauern! Das bedeutet, dass kein Tier mehr verkauft werden kann. Ja woraus soll dann der Viehbauer, der Rinderbauer, der Tierhalter das Einkommen schöpfen können? (Abg. Lausch: So ein Unsinn! Da geht’s um Lebendtiertransporte und ...!)
Abg. Lausch: So ein Unsinn! Da geht’s um Lebendtiertransporte und ...!
Wenn die Opposition Höfesterben beklagt, dann müssen wir eigentlich diese Meinungen, die Sie vertreten, hinterfragen. Wenn Kollege Kainz von der Freiheitlichen Partei herauskommt und nicht eine Verbesserung des Tiertransportes verlangt, sondern sagt: Setzen wir dem Tiertransport ein Ende! (Zwischenruf der Abg. Voglauer), dann bedeutet das, dass keine Zuchtviehversteigerung stattfinden kann, liebe Bäuerinnen und Bauern! Das bedeutet, dass kein Tier mehr verkauft werden kann. Ja woraus soll dann der Viehbauer, der Rinderbauer, der Tierhalter das Einkommen schöpfen können? (Abg. Lausch: So ein Unsinn! Da geht’s um Lebendtiertransporte und ...!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Doppelbauer und Kainz.
Da sind die Bäuerinnen und die Bauern bei der ÖVP besser aufgehoben, weil wir für eine praxisorientierte Landwirtschaft und für Regeln sind, die auch praktikabel sind und eingehalten werden können. (Zwischenrufe der Abgeordneten Doppelbauer und Kainz.) Generell ist diese Regierung dafür, dass es auch in der Zukunft Bäuerinnen und Bauern gibt, die ihre Aufgaben erfüllen können.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Maurer und Disoski
Die Bäuerinnen und die Bauern sorgen für Lebensqualität (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Maurer und Disoski), und diese Regierung sorgt dafür, dass dies auch in der Zukunft so sein kann. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Die Bäuerinnen und die Bauern sorgen für Lebensqualität (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Maurer und Disoski), und diese Regierung sorgt dafür, dass dies auch in der Zukunft so sein kann. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Kucher: Gerade da müsste die FPÖ mitgehen!
Und wir gelangen nunmehr zur Abstimmung über den Entschließungsantrag der Abgeordneten Klaus Köchl, Kolleginnen und Kollegen betreffend „verbindliche Reduzierung chemisch-synthetischer Pestizide und Forschungsstrategien für schonende Alternativen“. (Abg. Kucher: Gerade da müsste die FPÖ mitgehen!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordnete Sabine Schatz (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Bundesminister! Frau Bundesministerin, erlauben Sie mir, dass ich zu Beginn meiner Rede zu einem aktuellen Fall Stellung nehme: Wenn im österreichischen Bundesheer ein Unteroffizier in SS-Uniform herumspaziert, wenn er mehrfach den Hitlergruß zeigt, dann ist da ganz klar eine rote Linie überschritten. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.) Dann muss für uns – und ich hoffe, für alle Parteien in diesem Hohen Haus reden zu können – mit der Überschreitung dieser roten Linie mit Blick auf das Verbotsgesetz auch ganz klar sein, dass so jemand im österreichischen Bundesheer keinen Platz mehr haben darf. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Michael Hammer.)
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Michael Hammer.
Abgeordnete Sabine Schatz (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Bundesminister! Frau Bundesministerin, erlauben Sie mir, dass ich zu Beginn meiner Rede zu einem aktuellen Fall Stellung nehme: Wenn im österreichischen Bundesheer ein Unteroffizier in SS-Uniform herumspaziert, wenn er mehrfach den Hitlergruß zeigt, dann ist da ganz klar eine rote Linie überschritten. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.) Dann muss für uns – und ich hoffe, für alle Parteien in diesem Hohen Haus reden zu können – mit der Überschreitung dieser roten Linie mit Blick auf das Verbotsgesetz auch ganz klar sein, dass so jemand im österreichischen Bundesheer keinen Platz mehr haben darf. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Michael Hammer.)
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Brandstätter
Ich nenne zum Beispiel auch die kürzlich angekündigte Umbenennung des Dr.-Dollfuß-Platzes in Mank: Auch dort hat sich gezeigt, dass es notwendig ist, dass man mit Konsequenz daran arbeitet und sich für diese Umbenennung einsetzt. Ich danke all jenen, die auch hartnäckig an diesem Thema drangeblieben sind (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Brandstätter), die gezeigt haben, dass es sich lohnt, diese Punkte historisch aufzuarbeiten, weshalb es jetzt hoffentlich auch dort zu einer entsprechenden Umbenennung kommt.
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Brandstätter.
Für uns steht fest, dass im Jahr 2022 in Österreich keine Kaserne nach Alois Windisch benannt sein darf! (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Brandstätter.)
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abgeordneten Brandstätter und Krisper.
Arbeiten wir daran, dass der Name demnächst Geschichte ist! Ganz ehrlich, ich kann mich auch sehr gut damit anfreunden, diese Kaserne nach Richard Wadani zu benennen, der vor zwei Tagen seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte und nach dem in Wien mittlerweile auch ein Gemeindebau benannt worden ist. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abgeordneten Brandstätter und Krisper.)
Abg. Hafenecker: Dann passt’s ja eh!
Bundesministerin für Landesverteidigung Mag. Klaudia Tanner: Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Ich melde mich ganz bewusst jetzt zu Wort, wobei eigentlich den Worten des Herrn Bundespräsidenten nichts mehr hinzuzufügen ist. (Abg. Hafenecker: Dann passt’s ja eh!) Andererseits: Wir können nicht von der vollen Härte des Gesetzes und von null Toleranz sprechen, wenn wir dem dann keine Taten folgen lassen.
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei SPÖ, Grünen und NEOS.
Ich will nicht mehr nur über die volle Härte des Gesetzes reden, dann aber keine Maßnahmen folgen lassen können. Ich bitte Sie daher alle um Ihre Unterstützung! Bis nächste Woche werde ich diese Kommission einrichten. – Vielen Dank. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei SPÖ, Grünen und NEOS.)
Abg. Hafenecker: Wer hat dir das aufgeschrieben?
Liebe Kollegen, ich glaube, wir müssen wieder zu einem konstruktiven Umgang zurückfinden. (Abg. Hafenecker: Wer hat dir das aufgeschrieben?) Es geht nicht darum, wer am lautesten schreit, sondern darum, wie wir die besten Lösungen für unsere Landsleute finden. Das ist der Auftrag, den uns die Bevölkerung gibt, und dem sollten wir folgen. (Beifall bei der ÖVP.) Auf Gemeinde- und Landesebene schaffen wir das auch. Warum nicht hier?
Beifall bei der ÖVP.
Liebe Kollegen, ich glaube, wir müssen wieder zu einem konstruktiven Umgang zurückfinden. (Abg. Hafenecker: Wer hat dir das aufgeschrieben?) Es geht nicht darum, wer am lautesten schreit, sondern darum, wie wir die besten Lösungen für unsere Landsleute finden. Das ist der Auftrag, den uns die Bevölkerung gibt, und dem sollten wir folgen. (Beifall bei der ÖVP.) Auf Gemeinde- und Landesebene schaffen wir das auch. Warum nicht hier?
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Geschätzte Frau Bundesminister! Ich glaube, genau so halten wir unser Heer attraktiv und sichern unseren Nachwuchs. – Herzlichen Dank! – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Ing. Mag. Volker Reifenberger (FPÖ): Hohes Haus! Heute müssen wir leider miterleben, dass auch im Verteidigungsministerium die Cancel Culture Einzug hält. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Die Grünen sind in der Regierung und die ÖVP ist zu feige und zu nachgiebig, sich gegen den politischen Druck von links zur Wehr zu setzen.
Abg. Voglauer: Ja ...! – Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Amesbauer.
Frau Kollegin Blimlinger von den Grünen hat sich zum Ziel gesetzt, die Windisch-Kaserne in Klagenfurt umzubenennen. (Abg. Voglauer: Ja ...! – Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Amesbauer.) Abgesehen davon, dass wir eigentlich viel wichtigere Themen beim Bundesheer hätten, muss man solchen Entwicklungen entschieden entgegentreten; aber außer uns Freiheitlichen traut sich das anscheinend keiner.
Beifall bei der FPÖ.
Wir Freiheitliche lehnen diese Umbenennung ab. Nur weil ein hochrangiger Offizier im Zweiten Weltkrieg Dienst versehen hat, heißt das noch lange nicht automatisch, dass er zu verurteilen ist. (Beifall bei der FPÖ.) Alois Windisch, damals Oberst des Generalstabs, wurde beim Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich wegen seiner offen gezeigten und bekannten Ablehnung der neuen Machthaber von den Nationalsozialisten als unzuverlässig eingestuft und daher nicht in den deutschen Generalstabsdienst übernommen. Eigentlich hätte er in Pension geschickt werden sollen, aber aufgrund des Kriegsausbruches wurden erfahrene Truppenoffiziere dringend gebraucht.
Ruf bei den Grünen: Antifaschisten!
Wer sind wir, dass wir jetzt, viele Jahrzehnte später, hergehen und diesen historischen Namen auslöschen sollen? (Ruf bei den Grünen: Antifaschisten!) Glauben wir, dass wir besser über einen Offizier urteilen können, als es die damaligen Zeitgenossen getan haben? (Rufe bei den Grünen: Ja! Ja!) Und wenn Frau Kollegin Blimlinger hier gleich ans Rednerpult treten wird und ihn als verurteilten Kriegsverbrecher titulieren wird (weitere Zwischenrufe bei den Grünen), dann darf man das so nicht stehen lassen. In Tito-Jugoslawien hat es mit Sicherheit keinen fairen rechtsstaatlichen Prozess gegeben, sondern Folter und unvorstellbare Haftbedingungen.
Rufe bei den Grünen: Ja! Ja!
Wer sind wir, dass wir jetzt, viele Jahrzehnte später, hergehen und diesen historischen Namen auslöschen sollen? (Ruf bei den Grünen: Antifaschisten!) Glauben wir, dass wir besser über einen Offizier urteilen können, als es die damaligen Zeitgenossen getan haben? (Rufe bei den Grünen: Ja! Ja!) Und wenn Frau Kollegin Blimlinger hier gleich ans Rednerpult treten wird und ihn als verurteilten Kriegsverbrecher titulieren wird (weitere Zwischenrufe bei den Grünen), dann darf man das so nicht stehen lassen. In Tito-Jugoslawien hat es mit Sicherheit keinen fairen rechtsstaatlichen Prozess gegeben, sondern Folter und unvorstellbare Haftbedingungen.
weitere Zwischenrufe bei den Grünen
Wer sind wir, dass wir jetzt, viele Jahrzehnte später, hergehen und diesen historischen Namen auslöschen sollen? (Ruf bei den Grünen: Antifaschisten!) Glauben wir, dass wir besser über einen Offizier urteilen können, als es die damaligen Zeitgenossen getan haben? (Rufe bei den Grünen: Ja! Ja!) Und wenn Frau Kollegin Blimlinger hier gleich ans Rednerpult treten wird und ihn als verurteilten Kriegsverbrecher titulieren wird (weitere Zwischenrufe bei den Grünen), dann darf man das so nicht stehen lassen. In Tito-Jugoslawien hat es mit Sicherheit keinen fairen rechtsstaatlichen Prozess gegeben, sondern Folter und unvorstellbare Haftbedingungen.
Rufe bei den Grünen: Ja! – Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Im Nachhinein den Stab über Soldaten zu brechen, die sich jetzt nicht mehr wehren können, genau das ist typisch für die Grünen. Und den Gipfel setzen die Grünen damit auf, dass sie die Windisch-Kaserne jetzt auch noch nach einem Deserteur umbenennen möchten. (Rufe bei den Grünen: Ja! – Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.) Was hätte das für eine Symbolkraft für das österreichische Bundesheer, für unsere Soldaten, die ihre Gesundheit und ihr Leben in den Dienst der Landesverteidigung stellen!? (Anhaltender Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wurm: Bravo! Sehr gute Rede!)
Anhaltender Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wurm: Bravo! Sehr gute Rede!
Im Nachhinein den Stab über Soldaten zu brechen, die sich jetzt nicht mehr wehren können, genau das ist typisch für die Grünen. Und den Gipfel setzen die Grünen damit auf, dass sie die Windisch-Kaserne jetzt auch noch nach einem Deserteur umbenennen möchten. (Rufe bei den Grünen: Ja! – Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.) Was hätte das für eine Symbolkraft für das österreichische Bundesheer, für unsere Soldaten, die ihre Gesundheit und ihr Leben in den Dienst der Landesverteidigung stellen!? (Anhaltender Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wurm: Bravo! Sehr gute Rede!)
Ruf bei der FPÖ: Schämt euch!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gelangt Mag. Eva Blimlinger. – Bitte, Frau Abgeordnete. (Ruf bei der FPÖ: Schämt euch!)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Mag. Eva Blimlinger (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Damen und Herren, auch vor den Bildschirmen! Richard Wadani – Sabine Schatz hat es schon erwähnt – wurde am 11. Oktober 1922 in Prag geboren. Er hätte am Dienstag seinen 100. Geburtstag gefeiert. Am Montag wurde des Kämpfers für die Gerechtigkeit für die Opfer der NS-Militärjustiz in einer Feier gedacht – in Anwesenheit seiner Weggefährten, seiner Freundinnen und Freunde und vor allem seiner Witwe Linde Wadani, die Richard über all die Jahre begleitet, beraten und unterstützt hat. Am Dienstag wurde in Wien-Simmering, wo das Ehepaar lange Jahre lebte, der Gemeindebau in der Kaiser-Ebersdorfer-Straße 12–18 in Wien nach ihm benannt, und jetzt fehlt nur noch, dass die Windisch-Kaserne in Richard-Wadani-Kaserne umbenannt wird. (Beifall bei den Grünen.)
Heiterkeit des Abg. Stögmüller
Wir sind uns einig, dass in Österreich keine Kaserne oder irgendein Gebäude den Namen eines verurteilten NS-Kriegsverbrechers tragen soll. – Nein, nicht alle. Die FPÖ hat das schon im Ausschuss bestritten und behauptet, es ist eh alles bestens, zitiert aus Wikipedia (Heiterkeit des Abg. Stögmüller), dass eh alle ganz zufrieden wären. (Abg. Reifenberger: Auf der Homepage des Verteidigungsministeriums! – Abg. Hafenecker: Auf der Homepage des Verteidigungsministeriums!)
Abg. Reifenberger: Auf der Homepage des Verteidigungsministeriums! – Abg. Hafenecker: Auf der Homepage des Verteidigungsministeriums!
Wir sind uns einig, dass in Österreich keine Kaserne oder irgendein Gebäude den Namen eines verurteilten NS-Kriegsverbrechers tragen soll. – Nein, nicht alle. Die FPÖ hat das schon im Ausschuss bestritten und behauptet, es ist eh alles bestens, zitiert aus Wikipedia (Heiterkeit des Abg. Stögmüller), dass eh alle ganz zufrieden wären. (Abg. Reifenberger: Auf der Homepage des Verteidigungsministeriums! – Abg. Hafenecker: Auf der Homepage des Verteidigungsministeriums!)
Beifall bei den Grünen. – Ruf bei der FPÖ: Setzen! Nicht genügend! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Die FPÖ singt immer noch das Lied der sauberen Wehrmacht. Verabschieden Sie sich davon! Vergessen Sie das endlich! Die Wehrmacht war nicht sauber. Sie waren Kriegsverbrecher. Sie haben Leute umgebracht. (Beifall bei den Grünen. – Ruf bei der FPÖ: Setzen! Nicht genügend! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Hafenecker: Schämen Sie sich!
Sie wollen einfach nicht zur Kenntnis nehmen, dass Geschichte eine ist, die offensichtlich nicht die Ihre ist: weil Sie dem Nationalsozialismus in einer Weise huldigen, wo man nur sagen kann, es ist wirklich zum Schämen (Abg. Hafenecker: Schämen Sie sich!), wie Sie damit umgehen. (Beifall und Bravorufe bei den Grünen.)
Beifall und Bravorufe bei den Grünen.
Sie wollen einfach nicht zur Kenntnis nehmen, dass Geschichte eine ist, die offensichtlich nicht die Ihre ist: weil Sie dem Nationalsozialismus in einer Weise huldigen, wo man nur sagen kann, es ist wirklich zum Schämen (Abg. Hafenecker: Schämen Sie sich!), wie Sie damit umgehen. (Beifall und Bravorufe bei den Grünen.)
Abg. Hafenecker: Lesen sollte man schon können! – Ruf bei der FPÖ: Runterlesen wenigstens! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ
Sie glauben den Reinwaschungen in Wikipedia, und es ist so, dass selbstverständlich, ah, ah (Abg. Hafenecker: Lesen sollte man schon können! – Ruf bei der FPÖ: Runterlesen wenigstens! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), Windisch als Kriegsverbrecher verurteilt worden ist. Es ist auch ein Fehler von Ferdinand Graf und auch von Kollegen Darabos gewesen, der sich vielleicht auch nicht in die Geschichte vertieft hat, zu sagen: Windisch hatte nichts mit dem Nationalsozialismus zu tun. (Abg. Reifenberger: Was hat er denn ...?) – Ein grober historischer Irrtum, wenn Sie den weiter glauben, sage ich nur, grenzt es fast an Wiederbetätigung (heftiger Widerspruch bei der FPÖ – Rufe bei der FPÖ: He, hallo! – Abg. Amesbauer: Schämen Sie sich! Unglaublich! – Rufe bei der FPÖ: Ist ja unglaublich! Das gibt’s ja wohl nicht! Skandal!), aber da sind wir einmal dabei. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Hafenecker: Schämen Sie sich! Das ist Faschismus! – Rufe bei den Grünen: Hallo?! Hallo?! – Abg. Disoski: Ordnungsruf vielleicht?)
Abg. Reifenberger: Was hat er denn ...?
Sie glauben den Reinwaschungen in Wikipedia, und es ist so, dass selbstverständlich, ah, ah (Abg. Hafenecker: Lesen sollte man schon können! – Ruf bei der FPÖ: Runterlesen wenigstens! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), Windisch als Kriegsverbrecher verurteilt worden ist. Es ist auch ein Fehler von Ferdinand Graf und auch von Kollegen Darabos gewesen, der sich vielleicht auch nicht in die Geschichte vertieft hat, zu sagen: Windisch hatte nichts mit dem Nationalsozialismus zu tun. (Abg. Reifenberger: Was hat er denn ...?) – Ein grober historischer Irrtum, wenn Sie den weiter glauben, sage ich nur, grenzt es fast an Wiederbetätigung (heftiger Widerspruch bei der FPÖ – Rufe bei der FPÖ: He, hallo! – Abg. Amesbauer: Schämen Sie sich! Unglaublich! – Rufe bei der FPÖ: Ist ja unglaublich! Das gibt’s ja wohl nicht! Skandal!), aber da sind wir einmal dabei. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Hafenecker: Schämen Sie sich! Das ist Faschismus! – Rufe bei den Grünen: Hallo?! Hallo?! – Abg. Disoski: Ordnungsruf vielleicht?)
heftiger Widerspruch bei der FPÖ – Rufe bei der FPÖ: He, hallo! – Abg. Amesbauer: Schämen Sie sich! Unglaublich! – Rufe bei der FPÖ: Ist ja unglaublich! Das gibt’s ja wohl nicht! Skandal!
Sie glauben den Reinwaschungen in Wikipedia, und es ist so, dass selbstverständlich, ah, ah (Abg. Hafenecker: Lesen sollte man schon können! – Ruf bei der FPÖ: Runterlesen wenigstens! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), Windisch als Kriegsverbrecher verurteilt worden ist. Es ist auch ein Fehler von Ferdinand Graf und auch von Kollegen Darabos gewesen, der sich vielleicht auch nicht in die Geschichte vertieft hat, zu sagen: Windisch hatte nichts mit dem Nationalsozialismus zu tun. (Abg. Reifenberger: Was hat er denn ...?) – Ein grober historischer Irrtum, wenn Sie den weiter glauben, sage ich nur, grenzt es fast an Wiederbetätigung (heftiger Widerspruch bei der FPÖ – Rufe bei der FPÖ: He, hallo! – Abg. Amesbauer: Schämen Sie sich! Unglaublich! – Rufe bei der FPÖ: Ist ja unglaublich! Das gibt’s ja wohl nicht! Skandal!), aber da sind wir einmal dabei. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Hafenecker: Schämen Sie sich! Das ist Faschismus! – Rufe bei den Grünen: Hallo?! Hallo?! – Abg. Disoski: Ordnungsruf vielleicht?)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Hafenecker: Schämen Sie sich! Das ist Faschismus! – Rufe bei den Grünen: Hallo?! Hallo?! – Abg. Disoski: Ordnungsruf vielleicht?
Sie glauben den Reinwaschungen in Wikipedia, und es ist so, dass selbstverständlich, ah, ah (Abg. Hafenecker: Lesen sollte man schon können! – Ruf bei der FPÖ: Runterlesen wenigstens! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), Windisch als Kriegsverbrecher verurteilt worden ist. Es ist auch ein Fehler von Ferdinand Graf und auch von Kollegen Darabos gewesen, der sich vielleicht auch nicht in die Geschichte vertieft hat, zu sagen: Windisch hatte nichts mit dem Nationalsozialismus zu tun. (Abg. Reifenberger: Was hat er denn ...?) – Ein grober historischer Irrtum, wenn Sie den weiter glauben, sage ich nur, grenzt es fast an Wiederbetätigung (heftiger Widerspruch bei der FPÖ – Rufe bei der FPÖ: He, hallo! – Abg. Amesbauer: Schämen Sie sich! Unglaublich! – Rufe bei der FPÖ: Ist ja unglaublich! Das gibt’s ja wohl nicht! Skandal!), aber da sind wir einmal dabei. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Hafenecker: Schämen Sie sich! Das ist Faschismus! – Rufe bei den Grünen: Hallo?! Hallo?! – Abg. Disoski: Ordnungsruf vielleicht?)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und Grünen
Vor 13 Jahren, am 21. Oktober 2009 (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und Grünen), wurde das Aufhebungs- und Rehabilitierungsgesetz beschlossen (Abg. Hafenecker: Sie verkappten Kommunisten! – Abg. Brandstätter: Bitte Ruhe!), welche alle Opfer der NS-Militärjustiz rehabilitierte, auch die Deserteure. Richard Wadani hat viel dazu beigetragen (Abg. Brückl: Das Letzte ... unglaublich!), dass dies, spät, viel zu spät, geschehen ist. (Ruf bei der FPÖ: Und so was lässt man auf unsere Studenten los!) Es war der Erfolg des am 22. Oktober 2002 gegründeten Personenkomitees Gerechtigkeit für die Opfer der NS-Militärjustiz, das durchzusetzen. Wadani war deren Sprecher, und dieser Organisation ist bis heute zu danken, weil sie viel für Aufklärung, Information und auch für historische Aufklärung sorgt. Vielleicht sollten Sie sich das einmal anhören, Kollegen von der FPÖ! Mein Dank gilt an dieser Stelle den seit Jahrzehnten tätigen Personen im Personenkomitee.
Abg. Hafenecker: Sie verkappten Kommunisten! – Abg. Brandstätter: Bitte Ruhe!
Vor 13 Jahren, am 21. Oktober 2009 (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und Grünen), wurde das Aufhebungs- und Rehabilitierungsgesetz beschlossen (Abg. Hafenecker: Sie verkappten Kommunisten! – Abg. Brandstätter: Bitte Ruhe!), welche alle Opfer der NS-Militärjustiz rehabilitierte, auch die Deserteure. Richard Wadani hat viel dazu beigetragen (Abg. Brückl: Das Letzte ... unglaublich!), dass dies, spät, viel zu spät, geschehen ist. (Ruf bei der FPÖ: Und so was lässt man auf unsere Studenten los!) Es war der Erfolg des am 22. Oktober 2002 gegründeten Personenkomitees Gerechtigkeit für die Opfer der NS-Militärjustiz, das durchzusetzen. Wadani war deren Sprecher, und dieser Organisation ist bis heute zu danken, weil sie viel für Aufklärung, Information und auch für historische Aufklärung sorgt. Vielleicht sollten Sie sich das einmal anhören, Kollegen von der FPÖ! Mein Dank gilt an dieser Stelle den seit Jahrzehnten tätigen Personen im Personenkomitee.
Abg. Brückl: Das Letzte ... unglaublich!
Vor 13 Jahren, am 21. Oktober 2009 (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und Grünen), wurde das Aufhebungs- und Rehabilitierungsgesetz beschlossen (Abg. Hafenecker: Sie verkappten Kommunisten! – Abg. Brandstätter: Bitte Ruhe!), welche alle Opfer der NS-Militärjustiz rehabilitierte, auch die Deserteure. Richard Wadani hat viel dazu beigetragen (Abg. Brückl: Das Letzte ... unglaublich!), dass dies, spät, viel zu spät, geschehen ist. (Ruf bei der FPÖ: Und so was lässt man auf unsere Studenten los!) Es war der Erfolg des am 22. Oktober 2002 gegründeten Personenkomitees Gerechtigkeit für die Opfer der NS-Militärjustiz, das durchzusetzen. Wadani war deren Sprecher, und dieser Organisation ist bis heute zu danken, weil sie viel für Aufklärung, Information und auch für historische Aufklärung sorgt. Vielleicht sollten Sie sich das einmal anhören, Kollegen von der FPÖ! Mein Dank gilt an dieser Stelle den seit Jahrzehnten tätigen Personen im Personenkomitee.
Ruf bei der FPÖ: Und so was lässt man auf unsere Studenten los!
Vor 13 Jahren, am 21. Oktober 2009 (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und Grünen), wurde das Aufhebungs- und Rehabilitierungsgesetz beschlossen (Abg. Hafenecker: Sie verkappten Kommunisten! – Abg. Brandstätter: Bitte Ruhe!), welche alle Opfer der NS-Militärjustiz rehabilitierte, auch die Deserteure. Richard Wadani hat viel dazu beigetragen (Abg. Brückl: Das Letzte ... unglaublich!), dass dies, spät, viel zu spät, geschehen ist. (Ruf bei der FPÖ: Und so was lässt man auf unsere Studenten los!) Es war der Erfolg des am 22. Oktober 2002 gegründeten Personenkomitees Gerechtigkeit für die Opfer der NS-Militärjustiz, das durchzusetzen. Wadani war deren Sprecher, und dieser Organisation ist bis heute zu danken, weil sie viel für Aufklärung, Information und auch für historische Aufklärung sorgt. Vielleicht sollten Sie sich das einmal anhören, Kollegen von der FPÖ! Mein Dank gilt an dieser Stelle den seit Jahrzehnten tätigen Personen im Personenkomitee.
Ruf bei der FPÖ: Nur weil Sie das wollen oder wie?
Ich hoffe wirklich sehr, dass die unabhängige Kommission unter Einbindung des Landes Kärnten und der Stadt Klagenfurt den Vorschlag machen wird, dass die Windisch-Kaserne in Richard-Wadani-Kaserne umbenannt wird. (Ruf bei der FPÖ: Nur weil Sie das wollen oder wie?) Die diesbezüglichen historischen Gutachten wurden der Kommission, auch der Frau Bundesministerin, schon vor längerer Zeit übergeben. (Abg. Hafenecker: ... Kommissionen oder Kommissare? Politkommissare machen das!) Die SPÖ unterstützt dankenswerterweise dieses Vorhaben, und somit hoffe ich, dass auch der Kärntner Landeshauptmann das umsetzen wird.
Abg. Hafenecker: ... Kommissionen oder Kommissare? Politkommissare machen das!
Ich hoffe wirklich sehr, dass die unabhängige Kommission unter Einbindung des Landes Kärnten und der Stadt Klagenfurt den Vorschlag machen wird, dass die Windisch-Kaserne in Richard-Wadani-Kaserne umbenannt wird. (Ruf bei der FPÖ: Nur weil Sie das wollen oder wie?) Die diesbezüglichen historischen Gutachten wurden der Kommission, auch der Frau Bundesministerin, schon vor längerer Zeit übergeben. (Abg. Hafenecker: ... Kommissionen oder Kommissare? Politkommissare machen das!) Die SPÖ unterstützt dankenswerterweise dieses Vorhaben, und somit hoffe ich, dass auch der Kärntner Landeshauptmann das umsetzen wird.
Abg. Hafenecker: Steht Ihnen frei!
Es würde mich außerordentlich freuen, wenn es gelingen würde, dass wir zum Beispiel am 7. Jänner den Geburtstag von Linde Wadani, am 27. April, Unabhängigkeitserklärung (Abg. Hafenecker: Steht Ihnen frei!), am 8. Mai, Ende des Zweiten Weltkriegs – und es war ein Sieg und keine Niederlage, meine Herren! (Beifall und Bravoruf bei den Grünen sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ) –, oder am 15. Mai, Unterzeichnung des Staatsvertrags, die Umbenennung in Richard-Wadani-Kaserne feierlich begehen können. (Zwischenruf des Abg. Rauch.) Es wäre nicht zuletzt auch ein Bekenntnis des österreichischen Bundesheeres zu den Deserteuren der deutschen Wehrmacht (Abg. Hafenecker: Das Sie abschaffen wollen!), auch wenn sie österreichische Staatsbürger waren. Und es ist nicht das österreichische Bundesheer, aus dem sie desertiert sind, sondern die deutsche Wehrmacht (Ruf bei den Grünen: Genau!), der Sie offensichtlich immer noch huldigen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Es wäre ein Geschenk an Linde Wadani.
Beifall und Bravoruf bei den Grünen sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ
Es würde mich außerordentlich freuen, wenn es gelingen würde, dass wir zum Beispiel am 7. Jänner den Geburtstag von Linde Wadani, am 27. April, Unabhängigkeitserklärung (Abg. Hafenecker: Steht Ihnen frei!), am 8. Mai, Ende des Zweiten Weltkriegs – und es war ein Sieg und keine Niederlage, meine Herren! (Beifall und Bravoruf bei den Grünen sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ) –, oder am 15. Mai, Unterzeichnung des Staatsvertrags, die Umbenennung in Richard-Wadani-Kaserne feierlich begehen können. (Zwischenruf des Abg. Rauch.) Es wäre nicht zuletzt auch ein Bekenntnis des österreichischen Bundesheeres zu den Deserteuren der deutschen Wehrmacht (Abg. Hafenecker: Das Sie abschaffen wollen!), auch wenn sie österreichische Staatsbürger waren. Und es ist nicht das österreichische Bundesheer, aus dem sie desertiert sind, sondern die deutsche Wehrmacht (Ruf bei den Grünen: Genau!), der Sie offensichtlich immer noch huldigen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Es wäre ein Geschenk an Linde Wadani.
Zwischenruf des Abg. Rauch.
Es würde mich außerordentlich freuen, wenn es gelingen würde, dass wir zum Beispiel am 7. Jänner den Geburtstag von Linde Wadani, am 27. April, Unabhängigkeitserklärung (Abg. Hafenecker: Steht Ihnen frei!), am 8. Mai, Ende des Zweiten Weltkriegs – und es war ein Sieg und keine Niederlage, meine Herren! (Beifall und Bravoruf bei den Grünen sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ) –, oder am 15. Mai, Unterzeichnung des Staatsvertrags, die Umbenennung in Richard-Wadani-Kaserne feierlich begehen können. (Zwischenruf des Abg. Rauch.) Es wäre nicht zuletzt auch ein Bekenntnis des österreichischen Bundesheeres zu den Deserteuren der deutschen Wehrmacht (Abg. Hafenecker: Das Sie abschaffen wollen!), auch wenn sie österreichische Staatsbürger waren. Und es ist nicht das österreichische Bundesheer, aus dem sie desertiert sind, sondern die deutsche Wehrmacht (Ruf bei den Grünen: Genau!), der Sie offensichtlich immer noch huldigen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Es wäre ein Geschenk an Linde Wadani.
Abg. Hafenecker: Das Sie abschaffen wollen!
Es würde mich außerordentlich freuen, wenn es gelingen würde, dass wir zum Beispiel am 7. Jänner den Geburtstag von Linde Wadani, am 27. April, Unabhängigkeitserklärung (Abg. Hafenecker: Steht Ihnen frei!), am 8. Mai, Ende des Zweiten Weltkriegs – und es war ein Sieg und keine Niederlage, meine Herren! (Beifall und Bravoruf bei den Grünen sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ) –, oder am 15. Mai, Unterzeichnung des Staatsvertrags, die Umbenennung in Richard-Wadani-Kaserne feierlich begehen können. (Zwischenruf des Abg. Rauch.) Es wäre nicht zuletzt auch ein Bekenntnis des österreichischen Bundesheeres zu den Deserteuren der deutschen Wehrmacht (Abg. Hafenecker: Das Sie abschaffen wollen!), auch wenn sie österreichische Staatsbürger waren. Und es ist nicht das österreichische Bundesheer, aus dem sie desertiert sind, sondern die deutsche Wehrmacht (Ruf bei den Grünen: Genau!), der Sie offensichtlich immer noch huldigen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Es wäre ein Geschenk an Linde Wadani.
Ruf bei den Grünen: Genau!
Es würde mich außerordentlich freuen, wenn es gelingen würde, dass wir zum Beispiel am 7. Jänner den Geburtstag von Linde Wadani, am 27. April, Unabhängigkeitserklärung (Abg. Hafenecker: Steht Ihnen frei!), am 8. Mai, Ende des Zweiten Weltkriegs – und es war ein Sieg und keine Niederlage, meine Herren! (Beifall und Bravoruf bei den Grünen sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ) –, oder am 15. Mai, Unterzeichnung des Staatsvertrags, die Umbenennung in Richard-Wadani-Kaserne feierlich begehen können. (Zwischenruf des Abg. Rauch.) Es wäre nicht zuletzt auch ein Bekenntnis des österreichischen Bundesheeres zu den Deserteuren der deutschen Wehrmacht (Abg. Hafenecker: Das Sie abschaffen wollen!), auch wenn sie österreichische Staatsbürger waren. Und es ist nicht das österreichische Bundesheer, aus dem sie desertiert sind, sondern die deutsche Wehrmacht (Ruf bei den Grünen: Genau!), der Sie offensichtlich immer noch huldigen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Es wäre ein Geschenk an Linde Wadani.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Es würde mich außerordentlich freuen, wenn es gelingen würde, dass wir zum Beispiel am 7. Jänner den Geburtstag von Linde Wadani, am 27. April, Unabhängigkeitserklärung (Abg. Hafenecker: Steht Ihnen frei!), am 8. Mai, Ende des Zweiten Weltkriegs – und es war ein Sieg und keine Niederlage, meine Herren! (Beifall und Bravoruf bei den Grünen sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ) –, oder am 15. Mai, Unterzeichnung des Staatsvertrags, die Umbenennung in Richard-Wadani-Kaserne feierlich begehen können. (Zwischenruf des Abg. Rauch.) Es wäre nicht zuletzt auch ein Bekenntnis des österreichischen Bundesheeres zu den Deserteuren der deutschen Wehrmacht (Abg. Hafenecker: Das Sie abschaffen wollen!), auch wenn sie österreichische Staatsbürger waren. Und es ist nicht das österreichische Bundesheer, aus dem sie desertiert sind, sondern die deutsche Wehrmacht (Ruf bei den Grünen: Genau!), der Sie offensichtlich immer noch huldigen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Es wäre ein Geschenk an Linde Wadani.
Abg. Amesbauer: Grauslich ...!
Ganz zum Schluss – denn mein Ceterum-censeo muss ich heute, glaube ich, nicht wiederholen – habe ich noch eine Bitte an die Frau Ministerin (Abg. Amesbauer: Grauslich ...!): Sorgen Sie dafür, dass die beiden Tafeln mit Bundesheerwappen im Ehrenhain des Ulrichsbergs abmontiert werden! Es gibt eine Diskussion darüber, ob es Tafeln von euch sind oder Zeichen, aber wenn es nur Zeichen sind, dann ist es im Interesse des Bundesheeres (Abg. Kassegger – in Richtung Bundesministerin Tanner –: Sorgen Sie dafür, dass alle Kriegerdenkmäler geschliffen werden! Das wäre auch noch dazuzusagen!), dass diese Wappen des Bundesheeres nicht missbräuchlich verwendet werden.
Abg. Kassegger – in Richtung Bundesministerin Tanner –: Sorgen Sie dafür, dass alle Kriegerdenkmäler geschliffen werden! Das wäre auch noch dazuzusagen!
Ganz zum Schluss – denn mein Ceterum-censeo muss ich heute, glaube ich, nicht wiederholen – habe ich noch eine Bitte an die Frau Ministerin (Abg. Amesbauer: Grauslich ...!): Sorgen Sie dafür, dass die beiden Tafeln mit Bundesheerwappen im Ehrenhain des Ulrichsbergs abmontiert werden! Es gibt eine Diskussion darüber, ob es Tafeln von euch sind oder Zeichen, aber wenn es nur Zeichen sind, dann ist es im Interesse des Bundesheeres (Abg. Kassegger – in Richtung Bundesministerin Tanner –: Sorgen Sie dafür, dass alle Kriegerdenkmäler geschliffen werden! Das wäre auch noch dazuzusagen!), dass diese Wappen des Bundesheeres nicht missbräuchlich verwendet werden.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Kassegger: Und alle Kriegerdenkmäler schleifen! –Abg. Amesbauer: Schämen Sie sich! Schämen Sie sich! – Abg. Hafenecker: Eine Schande!
Wir brauchen ein gutes, ein historisch bewusstes österreichisches Bundesheer. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Kassegger: Und alle Kriegerdenkmäler schleifen! –Abg. Amesbauer: Schämen Sie sich! Schämen Sie sich! – Abg. Hafenecker: Eine Schande!)
Abg. Disoski: Was ist mit Faschismus?! Die Grünen sind Faschisten?! Das ist kein Ordnungsruf?
Zu Wort gelangt nun Abgeordneter Volker Reifenberger. (Abg. Disoski: Was ist mit Faschismus?! Die Grünen sind Faschisten?! Das ist kein Ordnungsruf?) – Moment! (Abg. Disoski: Die Grünen sind die größten Faschisten – das ist kein Ordnungsruf?) – Das habe ich nicht gehört. (Abg. Disoski: Dann lassen Sie sich das Protokoll bringen!) Wer hat das gesagt? (Rufe bei den Grünen: Abgeordneter Hafenecker! Hafenecker! – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Disoski: Die Grünen sind die größten Faschisten – das ist kein Ordnungsruf?
Zu Wort gelangt nun Abgeordneter Volker Reifenberger. (Abg. Disoski: Was ist mit Faschismus?! Die Grünen sind Faschisten?! Das ist kein Ordnungsruf?) – Moment! (Abg. Disoski: Die Grünen sind die größten Faschisten – das ist kein Ordnungsruf?) – Das habe ich nicht gehört. (Abg. Disoski: Dann lassen Sie sich das Protokoll bringen!) Wer hat das gesagt? (Rufe bei den Grünen: Abgeordneter Hafenecker! Hafenecker! – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Disoski: Dann lassen Sie sich das Protokoll bringen!
Zu Wort gelangt nun Abgeordneter Volker Reifenberger. (Abg. Disoski: Was ist mit Faschismus?! Die Grünen sind Faschisten?! Das ist kein Ordnungsruf?) – Moment! (Abg. Disoski: Die Grünen sind die größten Faschisten – das ist kein Ordnungsruf?) – Das habe ich nicht gehört. (Abg. Disoski: Dann lassen Sie sich das Protokoll bringen!) Wer hat das gesagt? (Rufe bei den Grünen: Abgeordneter Hafenecker! Hafenecker! – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Rufe bei den Grünen: Abgeordneter Hafenecker! Hafenecker! – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Zu Wort gelangt nun Abgeordneter Volker Reifenberger. (Abg. Disoski: Was ist mit Faschismus?! Die Grünen sind Faschisten?! Das ist kein Ordnungsruf?) – Moment! (Abg. Disoski: Die Grünen sind die größten Faschisten – das ist kein Ordnungsruf?) – Das habe ich nicht gehört. (Abg. Disoski: Dann lassen Sie sich das Protokoll bringen!) Wer hat das gesagt? (Rufe bei den Grünen: Abgeordneter Hafenecker! Hafenecker! – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Und ich sage Ihnen eines: Wir sind hier das Parlament und hier gibt es keine Wiederbetätigung und auch keine Faschisten – beides nicht! (Beifall bei der SPÖ.) Deshalb bitte, kommen wir wieder ein bisschen runter und versuchen, vernünftig zu sprechen!
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer.
Ich berichtige tatsächlich: Der gesamte Lebenslauf des Generalmajors Windisch stammt von der offiziellen Homepage des Verteidigungsministeriums, welche Sie unter der Adresse www.denkmal-heer.at/wissenswertes/windischkaserne finden. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer.)
Beifall bei der SPÖ.
Der Abänderungsantrag hat lediglich die immerwährende Neutralität im Titel und die umfassende Landesverteidigung als Zielvorgabe. Meine Damen und Herren, eine klare, eine deutliche und authentische Absage an einen Militärpakt kommt darin nicht vor, obwohl das die Essenz der militärischen Neutralität ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sprechen Sie es heute klar und deutlich aus, wie wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten: Nein, Österreich tritt nicht der Nato und auch keinem anderen Militärbündnis bei! Legen Sie heute alle ein klares Bekenntnis dazu ab! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Reifenberger: Warum stimmt ihr dann nicht zu?
Abgeordneter Mag. Friedrich Ofenauer (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen im Hohen Haus! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Kollege Laimer macht etwas zum Thema, was kein Thema ist. (Abg. Reifenberger: Warum stimmt ihr dann nicht zu?) Weder die Aufgabe der Neutralität noch ein Beitritt zu einem Militärpakt ist ein Thema, und deswegen erübrigt es sich auch, weiter darauf einzugehen. Thema dieses Tagesordnungspunktes ist nämlich auch die Änderung des KSE-BVG, in dem es um die Entsendung von Soldatinnen und Soldaten ins Ausland geht.
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Stögmüller.
Frau Bundesministerin, in den letzten Jahren war es beim Budget schon so, dass eine Trendumkehr eingesetzt hat, aber dieses langfristige, auch in die Zukunft gerichtete Landesverteidigungs-Finanzierungsgesetz, das wir beschließen werden, ist wirklich eine nachhaltige Trendumkehr. Dazu darf ich ganz herzlich gratulieren. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Stögmüller.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Stögmüller.
Es liegt jetzt an uns und an allen, die daran beteiligt sind, diese PS auch wirklich auf die Straße zu bringen und das österreichische Bundesheer mit diesen finanziellen Mitteln in die Lage zu versetzen, für alle möglichen Herausforderungen, die in der Gegenwart und auch zukünftig anstehen werden – und das werden sehr viele sein –, gerüstet zu sein. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Stögmüller.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir Freiheitliche bekennen uns zur Neutralität und lehnen einen Beitritt zur Nato ab. Wir wollen das Leben unserer österreichischen Soldaten nicht für die Durchsetzung US-amerikanischer Interessen aufs Spiel setzen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, rütteln Sie nicht an unserer Neutralität! Finger weg! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter David Stögmüller (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Zuerst einmal: Fakt ist, wer in einer SS-Uniform aufmarschiert, den Nazis frönt, kann nicht Teil einer Armee sein, die auf die demokratischen und antifaschistischen Werte unserer Republik vereidigt ist. – Punkt. Das geht sich nicht aus. (Beifall bei Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei Grünen und NEOS.
Ich muss ganz ehrlich sagen, ich nehme Ihnen das auch wirklich ab, dass Sie da so entschlossen gehandelt haben, Frau Ministerin, und diese Kommission nach § 8 des BMG quasi formiert haben. Ich glaube, wir erwarten da alle einen Bericht im Verteidigungsausschuss und sind schon sehr gespannt darauf, welche Schritte empfohlen werden, damit wir diese Umtriebe nicht mehr weiter im Bundesheer tolerieren müssen. Das haben sich nämlich dieses Bundesheer und Österreich nicht verdient. Das haben sich die Soldatinnen und Soldaten, die jeden Tag dort draußen ihren Einsatz leisten, nicht verdient. (Beifall bei Grünen und NEOS.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Frau Ministerin, ich glaube, uns ist da schon etwas gelungen. Da sind viele neidisch, dass wir das geschafft haben. Es waren keine leichten Verhandlungen. Wir haben uns aber trotzdem darauf geeinigt, und ich bin, glaube ich, sehr stolz darauf, dass wir das geschafft haben. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Douglas Hoyos-Trauttmansdorff (NEOS): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Werte Kolleginnen und Kollegen und insbesondere auch Zuschauer vor den Bildschirmen! Ja, Kollege Stögmüller hat es angesprochen, auch Frau Kollegin Schatz hat es angesprochen: Es ist natürlich schlichtweg inakzeptabel, wenn Soldatinnen und Soldaten – in einer Kaserne in diesem Fall – in einer SS-Uniform herumspazieren. Ich glaube, das kann niemand akzeptieren und das kann insbesondere das österreichische Bundesheer nicht akzeptieren. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Es gibt viele Papiere im österreichischen Bundesheer, die sich mit diesem Thema befassen, aber es gibt keine Überarbeitung der ÖSS, die hier im Parlament stattzufinden hat, im Zuge derer wir uns hier im Parlament die sicherheitspolitische Ausrichtung unserer Republik und insbesondere des österreichischen Bundesheers anschauen, um nachhaltig und langfristig genau die Sicherheit, die die Österreicherinnen und Österreicher verdienen, auch gewährleisten zu können. (Beifall bei den NEOS.)
Allgemeiner Beifall.
Ich möchte in den letzten 30 Sekunden meiner Rede noch eine Sache sagen, die mir sehr wichtig ist und den Verteidigungsausschuss betrifft: Der Verteidigungsausschuss zeichnet sich aus meiner Sicht dadurch aus, dass es eine wirklich gute Zusammenarbeit gibt; auf der einen Seite mit der Opposition, aber auf der anderen Seite auch mit der Regierung. Das haben wir über die letzten Jahre immer so gehandhabt. Heute ist der letzte Tag unseres Ausschussvorsitzenden hier im Parlament, und ich möchte Ihnen, Herr Kollege Bösch, für diese Zusammenarbeit wirklich recht herzlich danken. Wir waren und sind oft ganz unterschiedlicher Meinung, nicht nur bei diesem Tagesordnungspunkt, aber die Handschlagqualität, die wir Verteidigungssprecher untereinander gehabt haben – gerade in den letzten Jahren –, war, glaube ich, auch ein Garant dafür, dass wir heute hier stehen können und sagen können: Ja, das österreichische Bundesheer hat mehr Budget! – Es könnte natürlich noch mehr sein, und es fehlt uns auch noch vieles; aber ich glaube, dass die Zusammenarbeit auch unter uns Oppositionswehrsprechern einen entscheidenden Anstoß gegeben hat. Dafür möchte ich an dieser Stelle – trotz aller inhaltlicher Differenzen – danken. – Danke schön. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie des Abg. Stögmüller.
Abgeordneter Mag. Wolfgang Gerstl (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Die Worte meines Vorredners möchte ich gerne aufgreifen. In so ernsten und krisenhaften Zeiten ist es, glaube ich, unsere erste Pflicht, zusammenzustehen und gemeinsam das Beste für die Sicherheit Österreichs zu tun. – Vielen Dank, Herr Kollege! (Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie des Abg. Stögmüller.)
Abg. Stöger: Seit 68 feiern wir ihn!
Nun zum Antrag des Kollegen Laimer: Offenbar ist es nicht jedem aufgefallen, aber er hat uns zuvor erzählt, dass wir in zwei Wochen den Staatsfeiertag feiern. Und ich habe mir gedacht, er hat sich nur einmal versprochen, aber er hat es noch einmal wiederholt. – Herr Kollege Laimer, der Staatsfeiertag ist seit dem Ende der Vierzigerjahre am 1. Mai, und den feiern Sie ganz besonders. Am 26. Oktober feiern wir den Nationalfeiertag, und den feiern wir seit 1965, und seit 1966 ist er ein Feiertag. (Abg. Stöger: Seit 68 feiern wir ihn!)
Abg. Laimer: Warum habt ihr dann nicht mitgestimmt?
Der Nationalfeiertag ist wichtig für uns, weil er als Zeichen dafür gesetzt wurde, dass wir einen Staatsvertrag bekommen haben und uns dabei für immerwährend neutral erklärt haben – und das stellt heute niemand infrage. (Abg. Laimer: Warum habt ihr dann nicht mitgestimmt?) Daher muss ich auf Ihren Antrag näher eingehen, weil Sie in Ihrem Antrag geschrieben haben, man möge einen verfassungskonformen Zustand im Bereich der umfassenden Landesverteidigung herstellen.
Zwischenruf des Abg. Laimer.
Da frage ich mich, worauf Sie hinauswollen. (Zwischenruf des Abg. Laimer.) Wollen Sie darüber reden, dass Kollege Darabos, als er Verteidigungsminister war (Abg. Laimer: Kreiskys Weg aktivieren!), die Nachtsichtfähigkeit der Kampfflugzeuge reduziert und abgeschafft hat und damit die Lufthoheit über Österreich nicht mehr hergestellt ist? Wollen Sie über die Maßnahmen reden, die während Ihrer Ministerschaften (Abg. Laimer: ... Eurofighter beschafft? Der Grasser wollte sie nicht, der Scheibner wollte sie nicht und der Schüssel wollte sie nicht!) gegen das österreichische Bundesheer gesetzt worden sind? Dann können wir über einen verfassungskonformen Zustand reden, Herr Kollege! Wenn wir aber über einen verfassungskonformen Zustand reden wollen, dann wäre es gut, wenn wir uns, wie Kollege Hoyos gesagt hat, auf eine gemeinsame Meinung besinnen.
Abg. Laimer: Kreiskys Weg aktivieren!
Da frage ich mich, worauf Sie hinauswollen. (Zwischenruf des Abg. Laimer.) Wollen Sie darüber reden, dass Kollege Darabos, als er Verteidigungsminister war (Abg. Laimer: Kreiskys Weg aktivieren!), die Nachtsichtfähigkeit der Kampfflugzeuge reduziert und abgeschafft hat und damit die Lufthoheit über Österreich nicht mehr hergestellt ist? Wollen Sie über die Maßnahmen reden, die während Ihrer Ministerschaften (Abg. Laimer: ... Eurofighter beschafft? Der Grasser wollte sie nicht, der Scheibner wollte sie nicht und der Schüssel wollte sie nicht!) gegen das österreichische Bundesheer gesetzt worden sind? Dann können wir über einen verfassungskonformen Zustand reden, Herr Kollege! Wenn wir aber über einen verfassungskonformen Zustand reden wollen, dann wäre es gut, wenn wir uns, wie Kollege Hoyos gesagt hat, auf eine gemeinsame Meinung besinnen.
Abg. Laimer: ... Eurofighter beschafft? Der Grasser wollte sie nicht, der Scheibner wollte sie nicht und der Schüssel wollte sie nicht!
Da frage ich mich, worauf Sie hinauswollen. (Zwischenruf des Abg. Laimer.) Wollen Sie darüber reden, dass Kollege Darabos, als er Verteidigungsminister war (Abg. Laimer: Kreiskys Weg aktivieren!), die Nachtsichtfähigkeit der Kampfflugzeuge reduziert und abgeschafft hat und damit die Lufthoheit über Österreich nicht mehr hergestellt ist? Wollen Sie über die Maßnahmen reden, die während Ihrer Ministerschaften (Abg. Laimer: ... Eurofighter beschafft? Der Grasser wollte sie nicht, der Scheibner wollte sie nicht und der Schüssel wollte sie nicht!) gegen das österreichische Bundesheer gesetzt worden sind? Dann können wir über einen verfassungskonformen Zustand reden, Herr Kollege! Wenn wir aber über einen verfassungskonformen Zustand reden wollen, dann wäre es gut, wenn wir uns, wie Kollege Hoyos gesagt hat, auf eine gemeinsame Meinung besinnen.
Abg. Laimer: Der Nationale Sicherheitsrat ist kein Beschlussgremium!
Daher wäre, Herr Kollege Laimer, der Antrag nicht mehr notwendig gewesen, weil es einen einstimmigen Beschluss gibt. – Sie nicken, und damit ist, glaube ich, alles gesagt. (Abg. Laimer: Der Nationale Sicherheitsrat ist kein Beschlussgremium!) Wir machen das! Vielen, vielen Dank, Herr Kollege, dass wir einer Meinung sind. (Abg. Laimer: Ein Schlingel, der Gerstl!)
Abg. Laimer: Ein Schlingel, der Gerstl!
Daher wäre, Herr Kollege Laimer, der Antrag nicht mehr notwendig gewesen, weil es einen einstimmigen Beschluss gibt. – Sie nicken, und damit ist, glaube ich, alles gesagt. (Abg. Laimer: Der Nationale Sicherheitsrat ist kein Beschlussgremium!) Wir machen das! Vielen, vielen Dank, Herr Kollege, dass wir einer Meinung sind. (Abg. Laimer: Ein Schlingel, der Gerstl!)
Beifall bei ÖVP, FPÖ, Grünen und NEOS.
Den Worten, die Herr Abgeordneter Hoyos zu Herrn Abgeordneten Bösch gefunden hat, möchte ich mich anschließen. Trotz aller unterschiedlicher Zugänge zu manchen Themen darf man eines nicht aus den Augen verlieren: dass Sicherheit niemals ein parteipolitisches Mascherl haben darf. Ich danke Ihnen vielmals dafür. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP, FPÖ, Grünen und NEOS.)
Beifall bei der FPÖ.
Deshalb, Frau Bundesminister, werfe ich Ihnen wohlbegründet und aus vollster Überzeugung die Prolongierung eines Verfassungsbruchs vor. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Ing. Manfred Hofinger (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Herr Kollege Reifenberger, ich möchte eines vorwegschicken und einmal ausdrücklich klarstellen: Unsere Bundesministerin begeht bezüglich der Miliz keinen Verfassungsbruch! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Brandstätter.
Bei all den Diskussionen möchte ich hier einmal allen Soldatinnen und Soldaten einen herzlichen Dank für ihre Leistungen aussprechen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Brandstätter.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Was ist mit den acht Monaten? Das ist ja alles schön und gut, aber ..!
Kurz zum Antrag des Herrn Kollegen Bösch bezüglich Einführung von acht Monaten Grundwehrdienst: Wir sehen es ähnlich wie Sie, dass wir eine unbedingte Aufstockung des Personals brauchen. Wir brauchen eine Erhöhung der Verteidigungsbereitschaft unserer Bevölkerung. Ich danke daher unserer Bundesministerin, dass sie mit der Umfassenden Landesverteidigung diesem Instrument neues Leben einhaucht, das ist etwas ganz Wichtiges. Das Werben für die Demokratie und für die Verteidigung unseres Landes muss schon in der Schule beginnen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Was ist mit den acht Monaten? Das ist ja alles schön und gut, aber ..!)
Abg. Kassegger: Funktioniert ja nicht!
Was uns in Bezug auf diesen Antrag aber unterscheidet, ist, dass wir dabei eher auf Freiwilligkeit und auf die Attraktivierung unseres Bundesheers zählen. (Abg. Kassegger: Funktioniert ja nicht!) Es muss uns gelingen, das Bundesheer als modernen Arbeitsplatz für unsere jungen Leute sicherzustellen; durch Anreizsysteme wie zum Beispiel Ausbildungsmodule, die sie im späteren Berufsleben nutzen können, aber natürlich auch – was ein nächster Punkt in unserer heutigen Tagesordnung ist – durch ein höheres Gehalt. Das müssen wir schaffen, und ich glaube, dass wir mit Freiwilligkeit da mehr erreichen werden als mit Zwang. Das ist unser Zugang, und ich glaube, dass wir da auch erfolgreich sein werden. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Was uns in Bezug auf diesen Antrag aber unterscheidet, ist, dass wir dabei eher auf Freiwilligkeit und auf die Attraktivierung unseres Bundesheers zählen. (Abg. Kassegger: Funktioniert ja nicht!) Es muss uns gelingen, das Bundesheer als modernen Arbeitsplatz für unsere jungen Leute sicherzustellen; durch Anreizsysteme wie zum Beispiel Ausbildungsmodule, die sie im späteren Berufsleben nutzen können, aber natürlich auch – was ein nächster Punkt in unserer heutigen Tagesordnung ist – durch ein höheres Gehalt. Das müssen wir schaffen, und ich glaube, dass wir mit Freiwilligkeit da mehr erreichen werden als mit Zwang. Das ist unser Zugang, und ich glaube, dass wir da auch erfolgreich sein werden. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, im Sinne der Sicherheit der österreichischen Bevölkerung ersuche ich Sie um breite Zustimmung zu unserem Antrag. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hörl: Gott sei Dank!
Abgeordneter David Stögmüller (Grüne): Meine Redezeit ist leider schon sehr eingeschränkt (Abg. Hörl: Gott sei Dank!), deswegen kurz und pointiert: Sie wissen, mit uns Grünen wird es keine Verlängerung des Grundwehrdienstes und des Zivildienstes geben. Das ist die Position, die wir haben, und die ist bei uns auch nicht verhandelbar.
Beifall bei den Grünen.
Genau das ist der Faktor, der in den Verhandlungen wichtig war. Der Grundwehrdienst ist quasi die Visitenkarte des gesamten Bundesheers, und genau diesen wollen wir gut und bestens ausgestalten, damit die jungen Menschen beim Bundesheer bleiben. Also, Frau Ministerin, wir stimmen diesem Antrag zu. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Lausch und Walter Rauch.
Ich möchte nur daran erinnern, dass es Andreas Khol von der ÖVP war, der Ende Februar einen Nato-Beitritt gefordert hat, und dass Sie selbst in einer Presseaussendung dann noch nachgelegt haben. Als die ÖVP dann gesehen hat, dass 90 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher die Neutralität für sehr wichtig halten, ist Herr Nehammer Mitte Mai zurückgerudert. Das ist die Wahrheit. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Lausch und Walter Rauch.) Also so ganz klar ist das bei der ÖVP mit der Neutralität nicht. Bitte nicht vergessen! (Abg. Ofenauer: Nein!) – Ja, genau so war es.
Abg. Ofenauer: Nein!
Ich möchte nur daran erinnern, dass es Andreas Khol von der ÖVP war, der Ende Februar einen Nato-Beitritt gefordert hat, und dass Sie selbst in einer Presseaussendung dann noch nachgelegt haben. Als die ÖVP dann gesehen hat, dass 90 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher die Neutralität für sehr wichtig halten, ist Herr Nehammer Mitte Mai zurückgerudert. Das ist die Wahrheit. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Lausch und Walter Rauch.) Also so ganz klar ist das bei der ÖVP mit der Neutralität nicht. Bitte nicht vergessen! (Abg. Ofenauer: Nein!) – Ja, genau so war es.
Abg. Stögmüller: Klimaticket ist dabei!
Diese 321 Euro für Grundwehrdiener reichen maximal für zwei, zweieinhalb Tankfüllungen. (Abg. Stögmüller: Klimaticket ist dabei!) In den letzten Tagesordnungspunkten ist immer von der Attraktivierung des Bundesheeres gesprochen worden. Diese Erhöhung der monatlichen Bezüge für Grundwehrdiener soll zur Attraktivierung des Bundesheers beitragen.
Beifall bei der SPÖ.
Danke auch für diese Kommission, die Sie einsetzen wollen. Wir brauchen nämlich Soldatinnen und Soldaten, die zu dieser neutralen Republik stehen, und keine Menschen, die mit einer SS-Uniform in den Kasernen herumlaufen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Cornelia Ecker: Wer hat ...? – Abg. Laimer: Die Abermillionen haben wir für die Schüssel-Eurofighter rausgehaut!
Ich bin schon lange in diesem Haus, ich war auch schon unter Minister Klug und unter Minister Darabos im Landesverteidigungsausschuss. Es hat außer diesen zwei SPÖ-Ministern keine Minister gegeben, die in der Zweiten Republik das Bundesheer so heruntergewirtschaftet haben. Schreibt euch das bitte ins Stammbuch und stellt euch jetzt nicht her und sagt, was das Bundesheer zur Attraktivierung braucht! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Cornelia Ecker: Wer hat ...? – Abg. Laimer: Die Abermillionen haben wir für die Schüssel-Eurofighter rausgehaut!) Da habt ihr so viel abgebaut, da habt ihr so viel zerstört, und das war Programm, liebe Freunde! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bin schon lange in diesem Haus, ich war auch schon unter Minister Klug und unter Minister Darabos im Landesverteidigungsausschuss. Es hat außer diesen zwei SPÖ-Ministern keine Minister gegeben, die in der Zweiten Republik das Bundesheer so heruntergewirtschaftet haben. Schreibt euch das bitte ins Stammbuch und stellt euch jetzt nicht her und sagt, was das Bundesheer zur Attraktivierung braucht! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Cornelia Ecker: Wer hat ...? – Abg. Laimer: Die Abermillionen haben wir für die Schüssel-Eurofighter rausgehaut!) Da habt ihr so viel abgebaut, da habt ihr so viel zerstört, und das war Programm, liebe Freunde! (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei der SPÖ: Na bitte!
Das Zweite: Ja, das Bundesheer muss und wird auf vielen Ebenen wieder attraktiviert werden. (Ruf bei der SPÖ: Na bitte!) Der gemeine Sinn der Landesverteidigung hat wieder an Stellenwert gewonnen – leider nicht zuletzt auch aufgrund der Vorkommnisse in Europa, die mehr als dramatisch und schrecklich sind.
Beifall bei der ÖVP.
Ich denke, das ist ein guter Weg, der hier formal erledigt wird. Den werden wir gerne unterstützen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich möchte mich in unserem Namen, im Namen unserer Fraktion und, ich glaube, auch schon fast im Namen des ganzen Parlaments bei den Grundwehrdienern und den Zivildienern für ihre Arbeit bedanken. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Einen Satz möchte ich noch sagen, ich habe noch 13 Sekunden: Herr Kollege Bösch, auch ich möchte mich bei Ihnen bedanken. Trotz der ideologischen Unterschiede, die wir manchmal haben – no na net –, arbeiten wir trotzdem im Sinne der Sache zusammen. Auch für die Wertschätzung, die wir in den Gesprächen immer einander gegenüber haben, möchte ich mich bedanken. Ich wünsche Ihnen im Ruhestand – noch nicht ganz, denn in der Parlamentarischen Bundesheerkommission hier im Haus bleiben Sie uns erhalten, habe ich erfahren – viel Freude und viel Gesundheit. Bleiben Sie gesund! – Vielen Dank. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ, Grünen und NEOS.
Abschließend auch von meiner Person ein Dank an unseren Kollegen Reinhard Bösch. Wir bleiben in der Parlamentarischen Bundesheerkommission weiterhin kollegial verbunden. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ, Grünen und NEOS.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Um in Friedenszeiten die notwendigen Kräfte und Mittel für Unterstützungsleistungen bereitstellen zu können und dabei den Schutz des eigenen Systems nicht zu vernachlässigen, braucht es natürlich Ressourcen. Da möchte ich auf einen neuen Bachelor-Fachhochschullehrgang an der Theresianischen Militärakademie hinweisen, in dem nun IKT-Offiziere ausgebildet werden. Dazu gibt es auch Geldmittel, die zur Verfügung stehen. Ich rede da von einer historischen Steigerung des Budgets des österreichischen Bundesheers. Unsere Bundesregierung stellt in den nächsten vier Jahren insgesamt 16 Milliarden Euro zur dringend notwendigen Verbesserung des Kampfwertes und der Kampfkraft des Bundesheeres zur Verfügung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Unsere Bundesregierung hat durch die Erhöhung dieses Heeresbudgets ein ganz klares Zeichen gesetzt: dass Sicherheit in unserer Republik Österreich höchste Priorität hat. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.
Da stelle ich jetzt aber die Frage: Tun sie das nicht auch in Österreich? Ich habe deswegen vor einem Jahr eine parlamentarische Anfrage eingebracht, ob denn dieses Virenschutzprogramm Kaspersky in Österreich verwendet wird. Außer dem damaligen Innenminister Nehammer hat überhaupt niemand geantwortet. Das sei alles geheim. – Ja, bitte schön, was ist denn geheim daran, wenn ein Kaspersky angeblich in österreichischen Ministerien ist und damit unsere Sicherheit gefährdet? Das ist ja der entscheidende Punkt: Es geht immer um die Gefährdung der Sicherheit. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den NEOS.
Tun wir bitte mehr für die Sicherheit Österreichs – ja zu einem höheren Budget! Tun wir mehr für die Sicherheit Österreichs und stimmen wir dem Antrag des Kollegen Hoyos zu! – Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
Insofern begrüßen wir diese Zuweisung an den Ausschuss, freuen uns auf entsprechende Gespräche, und ich darf ersuchen – damit zitiere ich auch den Präsidenten, der das heute auch schon medial zum Besten gegeben hat –, dass wir diese Gespräche auch mit der gebotenen Nüchternheit führen, die diesem Ausschuss und auch der Würde des Hauses angemessen sind. Ich bin gespannt, ob das in der Debatte auch gelingen wird. Wir sind bereit. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Stocker.
Frau Kollegin Rausch, ich verstehe schon, dass es gesamthaft sein muss, nur: Das Wesen, der Charakter und die Aufgabe, die der Untersuchungsausschuss hat, müssen gestärkt und nicht geschwächt werden. Was fällt unter Schwächung? Unter Schwächung fallen zum Beispiel Vorschläge – Herr Präsident, Sie haben ja den Vorsitz geführt –, dass nur der Vorsitzende entscheidet, wer überhaupt ein Mikrofon bekommt. Unter Schwächung fallen Vorschläge wie, dass die Fragen, die gestellt werden, vorher wie bei einer Art Zensur erst einzureichen sind. Das ist keine Stärkung! (Zwischenruf des Abg. Stocker.) – Eine Stärkung, Herr Kollege Stocker, wäre eine Übertragung im Fernsehen, wo sich die Damen und Herren nämlich dann einmal anschauen können (Abg. Stocker: Sehr gern!), wie Ihre Wortmeldungen sind. (Beifall bei der SPÖ.) Dann würden Sie es sich dreimal überlegen, alles zu versuchen, um die Aufklärung zu verhindern. Sie würden so wie in anderen zivilisierten Ländern mit Fernsehübertragung nämlich darauf achten müssen: Wie kommt denn das bei Wählerin und Wähler an? (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Stocker: Sehr gern!
Frau Kollegin Rausch, ich verstehe schon, dass es gesamthaft sein muss, nur: Das Wesen, der Charakter und die Aufgabe, die der Untersuchungsausschuss hat, müssen gestärkt und nicht geschwächt werden. Was fällt unter Schwächung? Unter Schwächung fallen zum Beispiel Vorschläge – Herr Präsident, Sie haben ja den Vorsitz geführt –, dass nur der Vorsitzende entscheidet, wer überhaupt ein Mikrofon bekommt. Unter Schwächung fallen Vorschläge wie, dass die Fragen, die gestellt werden, vorher wie bei einer Art Zensur erst einzureichen sind. Das ist keine Stärkung! (Zwischenruf des Abg. Stocker.) – Eine Stärkung, Herr Kollege Stocker, wäre eine Übertragung im Fernsehen, wo sich die Damen und Herren nämlich dann einmal anschauen können (Abg. Stocker: Sehr gern!), wie Ihre Wortmeldungen sind. (Beifall bei der SPÖ.) Dann würden Sie es sich dreimal überlegen, alles zu versuchen, um die Aufklärung zu verhindern. Sie würden so wie in anderen zivilisierten Ländern mit Fernsehübertragung nämlich darauf achten müssen: Wie kommt denn das bei Wählerin und Wähler an? (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Kollegin Rausch, ich verstehe schon, dass es gesamthaft sein muss, nur: Das Wesen, der Charakter und die Aufgabe, die der Untersuchungsausschuss hat, müssen gestärkt und nicht geschwächt werden. Was fällt unter Schwächung? Unter Schwächung fallen zum Beispiel Vorschläge – Herr Präsident, Sie haben ja den Vorsitz geführt –, dass nur der Vorsitzende entscheidet, wer überhaupt ein Mikrofon bekommt. Unter Schwächung fallen Vorschläge wie, dass die Fragen, die gestellt werden, vorher wie bei einer Art Zensur erst einzureichen sind. Das ist keine Stärkung! (Zwischenruf des Abg. Stocker.) – Eine Stärkung, Herr Kollege Stocker, wäre eine Übertragung im Fernsehen, wo sich die Damen und Herren nämlich dann einmal anschauen können (Abg. Stocker: Sehr gern!), wie Ihre Wortmeldungen sind. (Beifall bei der SPÖ.) Dann würden Sie es sich dreimal überlegen, alles zu versuchen, um die Aufklärung zu verhindern. Sie würden so wie in anderen zivilisierten Ländern mit Fernsehübertragung nämlich darauf achten müssen: Wie kommt denn das bei Wählerin und Wähler an? (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Frau Kollegin Rausch, ich verstehe schon, dass es gesamthaft sein muss, nur: Das Wesen, der Charakter und die Aufgabe, die der Untersuchungsausschuss hat, müssen gestärkt und nicht geschwächt werden. Was fällt unter Schwächung? Unter Schwächung fallen zum Beispiel Vorschläge – Herr Präsident, Sie haben ja den Vorsitz geführt –, dass nur der Vorsitzende entscheidet, wer überhaupt ein Mikrofon bekommt. Unter Schwächung fallen Vorschläge wie, dass die Fragen, die gestellt werden, vorher wie bei einer Art Zensur erst einzureichen sind. Das ist keine Stärkung! (Zwischenruf des Abg. Stocker.) – Eine Stärkung, Herr Kollege Stocker, wäre eine Übertragung im Fernsehen, wo sich die Damen und Herren nämlich dann einmal anschauen können (Abg. Stocker: Sehr gern!), wie Ihre Wortmeldungen sind. (Beifall bei der SPÖ.) Dann würden Sie es sich dreimal überlegen, alles zu versuchen, um die Aufklärung zu verhindern. Sie würden so wie in anderen zivilisierten Ländern mit Fernsehübertragung nämlich darauf achten müssen: Wie kommt denn das bei Wählerin und Wähler an? (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Stocker: Sie haben aber auch die Fragen!
Dieser Antrag liegt übrigens im GO-Ausschuss, den müssen wir nur beschließen – damit lösen wir den Großteil der Probleme. Mit Transparenz, Offenheit und offenem Visier wird die Frage gestellt, und die Auskunftsperson kann sich dann gut überlegen, sage ich nichts, sage ich die Unwahrheit. All das kann sie sich überlegen. Die dauernd hineingrätschenden, die Fragen verhindern wollenden Abgeordneten, wie wir es jetzt von Ihrer Seite, Kollege Stocker und Kollege Hanger, erlebt haben, müssen es sich auch dreimal überlegen, denn dann schauen Ihnen Ihre Wählerinnen und Wähler zu. (Abg. Stocker: Sie haben aber auch die Fragen!)
Abg. Brandstätter: Bravo! – Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter. – Abg. Stocker: Vielleicht hören dann die Zuseher auch die Fragen!
Daher: Gesamtreform ja, aber offen, transparent und in einer Form, dass es der Aufklärung dient! Und der ÖVP würde die Aufklärung guttun, sage ich auch dazu. (Abg. Brandstätter: Bravo! – Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter. – Abg. Stocker: Vielleicht hören dann die Zuseher auch die Fragen!)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn ich Frau Kollegin Rausch zuhöre, denke ich mir eher, großartig, hier wird wieder Absurdes vorgeschlagen und mit konstruktiven Vorschlägen unsererseits junktimiert – eine ewige Blockade gegen Transparenz und gegen Aufklärung! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Anhaltender allgemeiner Beifall. – Abg. Bösch erhebt sich von seinem Sitz und verbeugt sich.
Ich darf mich bei dir, Herr Abgeordneter, ganz herzlich für dein Wirken im Dienste der Republik bedanken und wünsche dir für deine Zeit nach dem Ausscheiden als Parlamentarier alles erdenklich Gute. Herzlichen Dank für deine Arbeit! (Anhaltender allgemeiner Beifall. – Abg. Bösch erhebt sich von seinem Sitz und verbeugt sich.)