Eckdaten:
Für die 20. Sitzung der 24. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 871 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
überreicht von der Abgeordneten Mag. Christiane Brunner
Petition betreffend „Stopp den Ausbau der S 31“ (Ordnungsnummer 24) (überreicht von der Abgeordneten Mag. Christiane Brunner)
Abg. Bucher: Der Cap ist Kontraredner!
Herr Klubobmann Dr. Cap ist als Erster zu Wort gemeldet mit einer Redezeit von 13 Minuten. – Bitte. (Abg. Bucher: Der Cap ist Kontraredner!)
Zwischenruf des Abg. Bucher.
Ich möchte jetzt nicht die Diskussion von gestern und von anderen Plenarsitzungen, die wir hatten, wiederholen, aber es ist schon so, dass hier sehr viele wichtige Beschlüsse gefasst wurden, etwa am 24. September, die Verlängerung der „Hacklerregelung“, die Abschaffung der Studiengebühren und die Anpassung der Erhöhung der Pensionen auf 3,4 Prozent. In der Folge gab es dann etwas, worum die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten wirklich lange gekämpft hatten, nämlich eine sozial gerechte Steuerreform, die vorgezogen wurde. Genau das haben wir erreicht, genau das ist gelungen. (Zwischenruf des Abg. Bucher.) – Das ist die richtige Antwort in einer Zeit, in der die Wirtschaftskrise diese Herausforderungen an die Regierungspolitik stellt. Das ist wichtig. Und das sollen die Österreicherinnen und Österreicher auch wissen und sehen! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Jakob Auer.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Jakob Auer.
Ich möchte jetzt nicht die Diskussion von gestern und von anderen Plenarsitzungen, die wir hatten, wiederholen, aber es ist schon so, dass hier sehr viele wichtige Beschlüsse gefasst wurden, etwa am 24. September, die Verlängerung der „Hacklerregelung“, die Abschaffung der Studiengebühren und die Anpassung der Erhöhung der Pensionen auf 3,4 Prozent. In der Folge gab es dann etwas, worum die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten wirklich lange gekämpft hatten, nämlich eine sozial gerechte Steuerreform, die vorgezogen wurde. Genau das haben wir erreicht, genau das ist gelungen. (Zwischenruf des Abg. Bucher.) – Das ist die richtige Antwort in einer Zeit, in der die Wirtschaftskrise diese Herausforderungen an die Regierungspolitik stellt. Das ist wichtig. Und das sollen die Österreicherinnen und Österreicher auch wissen und sehen! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Jakob Auer.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler
Die Aufgabe des Staates ist es, zu schauen, was mit diesem Geld geschieht, Kontrolle auszuüben – und die gibt es. Wir haben die Finanzmarktaufsicht, wir haben den Rechnungshof, wir haben Kontrolleinrichtungen, die darauf schauen, und natürlich schauen auch wir selbst darauf. Ich meine, man muss auf diese Kontrolle pochen, denn es geht hier um öffentliche Gelder, um Steuergelder! Wir haben nichts zu verschenken! Wir müssen das Geld sehr, sehr präzise, sehr, sehr verantwortungsvoll einsetzen (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler), in welchem Bereich auch immer. Das gilt für den Wirtschaftsbereich genauso wie für den Sozialbereich, denn es kann nicht sein, dass wir Verarmung akzeptieren – auch nicht in Zeiten einer Wirtschaftskrise! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Aufgabe des Staates ist es, zu schauen, was mit diesem Geld geschieht, Kontrolle auszuüben – und die gibt es. Wir haben die Finanzmarktaufsicht, wir haben den Rechnungshof, wir haben Kontrolleinrichtungen, die darauf schauen, und natürlich schauen auch wir selbst darauf. Ich meine, man muss auf diese Kontrolle pochen, denn es geht hier um öffentliche Gelder, um Steuergelder! Wir haben nichts zu verschenken! Wir müssen das Geld sehr, sehr präzise, sehr, sehr verantwortungsvoll einsetzen (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler), in welchem Bereich auch immer. Das gilt für den Wirtschaftsbereich genauso wie für den Sozialbereich, denn es kann nicht sein, dass wir Verarmung akzeptieren – auch nicht in Zeiten einer Wirtschaftskrise! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Moser: Da teilen sich die Geister! Nehmen Sie das Geld für mehr Arbeitsplätze in die Hand!
wird. (Abg. Dr. Moser: Da teilen sich die Geister! Nehmen Sie das Geld für mehr Arbeitsplätze in die Hand!) Rahmenpläne, Bauprogramme, ÖBB, ASFINAG – von 2009 bis 2014 sollen 22,5 Milliarden € investiert werden. Das hat große Nachhaltigkeit, das hat Effekte, die nicht nur die Beschäftigung, nicht nur die Kaufkraft steigern, sondern dadurch wird auch die Infrastruktur verbessert.
Zwischenruf des Abg. Strache
Danke, Frau Ministerin, dass Sie sich hier so engagiert einbringen (Zwischenruf des Abg. Strache), denn das ist das Entscheidende, womit man vonseiten des Staates wirklich unmittelbar Maßnahmen setzen kann. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Danke, Frau Ministerin, dass Sie sich hier so engagiert einbringen (Zwischenruf des Abg. Strache), denn das ist das Entscheidende, womit man vonseiten des Staates wirklich unmittelbar Maßnahmen setzen kann. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Weil ich vorher gesagt habe, der Arbeitsmarkt sei eine Seite, die Infrastruktur die andere, nun Folgendes – das betrifft alle Ressorts –: Man muss in allen Ressorts die entscheidenden Schritte setzen. Gestern war ja auch der Tag, an dem versucht wurde – ich glaube, dass das auch gelungen ist – zu signalisieren, dass hier kein Bereich zu kurz kommen darf. Das sieht man auch in diesem Budget im Gesundheitsbereich, in dem Geld zur Absicherung des Gesundheitssystems bereitgestellt wird. Wir wollen den Weg weitergehen, dass es in Österreich keine Zwei-Klassen-Medizin geben darf! Auch in Zeiten der Wirtschaftskrise ist solch eine Entwicklung nicht zu akzeptieren. Daher wird auch hier alles unternommen, damit den Kassen, damit dem Gesundheitsbereich das Geld zur Verfügung steht und es zu keiner schleichenden Privatisierung im Gesundheitsbereich kommt. Das ist die eine Seite. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Das ist heute eine ziemliche Plagerei! Heute plagst du dich ganz schön! – Abg. Strache: Eine Schwerarbeitszulage braucht er!
Die andere Seite betrifft die Bildung. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist heute eine ziemliche Plagerei! Heute plagst du dich ganz schön! – Abg. Strache: Eine Schwerarbeitszulage braucht er!) Die Bildung ist ein ganz entscheidender Aspekt, denn trotz der Wirtschaftskrise geht es natürlich darum, dass wir europaweit und global mit unseren ausgebildeten Arbeitskräften konkurrenzfähig sind. Bildung ist die Zukunft. Da geht es um unsere Kinder. Es geht darum, dass wir wirklich alles unternehmen, um diese Qualifizierung zu garantieren.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Gleichzeitig sage ich aber, jede Schulreform – und in diesem Bereich ist viel geschehen – lebt natürlich auch davon, dass die Lehrerinnen und Lehrer mitmachen, dass sie motiviert sind. Ich glaube, das muss auch in Zukunft ein ganz wesentlicher Aspekt sein, um diese Zukunftsaufgaben auch wirklich meistern zu können. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Und ich sage noch etwas, was ganz wichtig ist, da werden dann viele der Verteilungsfragen anzusprechen sein, die im Übrigen in den öffentlichen Diskussionen von Leuten angesprochen wurden, wo man oft den Eindruck gehabt hat – ob das Hans Peter Haselsteiner ist, der gesagt hat: Wer gut verdient, soll auch etwas davon abgeben!, oder ob das Claus Raidl ist, der gemeint hat: Wann kommt endlich die Vermögenszuwachssteuer? –, es handelt sich um einen Hilferuf der Großverdiener und der Wohlhabenden an die Politik: Bitte, unternehmt doch endlich etwas, lasst uns nicht zu reich werden, tut doch etwas, sorgt für einen sozialen Ausgleich! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.
Sonst möchte ich dem nichts hinzufügen, sondern nur meiner Hoffnung Ausdruck geben, dass wir auch weiterhin im Rahmen einer Diskussion konstruktiv an die Bewältigung dieser Krise herangehen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Strache: Schon auch hausgemacht!
In dieser Krise, die ursprünglich aus den USA zu uns herübergeschwappt ist (Abg. Strache: Schon auch hausgemacht!), uns aber in der Zwischenzeit voll erwischt hat, zeichnen auch namhafte Experten ein düsteres Bild. Diese revidieren ja ihre Prognosen nahezu im Wochentakt, aber leider nach unten. (Abg. Bucher: Wie kann man da ein zweijähriges Budget erstellen?)
Abg. Bucher: Wie kann man da ein zweijähriges Budget erstellen?
In dieser Krise, die ursprünglich aus den USA zu uns herübergeschwappt ist (Abg. Strache: Schon auch hausgemacht!), uns aber in der Zwischenzeit voll erwischt hat, zeichnen auch namhafte Experten ein düsteres Bild. Diese revidieren ja ihre Prognosen nahezu im Wochentakt, aber leider nach unten. (Abg. Bucher: Wie kann man da ein zweijähriges Budget erstellen?)
Beifall bei der ÖVP.
Angesichts dieser dramatischen Situation, meine Damen und Herren, war es natürlich für den Finanzminister nicht einfach, ein seriöses Budget zu erstellen, ein Budget, das auf der einen Seite diese negativen Entwicklungen mit berücksichtigt, das aber auf der anderen Seite trotzdem, gerade deswegen die richtigen Schwerpunkte zu setzen hat. Herr Finanzminister – diese Bemerkung sei mir gestattet –, diese Übung ist dir hervorragend gelungen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Es wird also die Krise nicht nur verwaltet, sondern es wird in die Zukunft investiert. Und der Finanzminister hat uns gestern dargelegt – auch sehr eindrucksvoll –, dass insbesondere in die Zukunftsbereiche Bildung, Forschung investiert wird, dass zusätzliche Mittel in die Sicherheit fließen – alles Bereiche, die wir dringend brauchen, die in die Zukunft gerichtet sind und von denen die Bevölkerung auch profitieren wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Was ist bei der ÖVP noch christlich und was ist sozial?
Es ist also ein Budget der Taten und kein Budget der Versprechungen, und, ich sage auch das dazu, dieses Budget trägt zweifellos eine christlich-soziale Handschrift. Wir lassen in dieser Krise jene, die Hilfe brauchen, nicht im Stich! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Was ist bei der ÖVP noch christlich und was ist sozial?)
Beifall bei der ÖVP.
Denken Sie an das wichtige Instrument der Kurzarbeit, nicht, weil Kurzarbeit erstrebenswert wäre, aber es ist das Instrument, das in dieser schwierigen Situation, in der sich viele, insbesondere Industriebetriebe, befinden, hilft, Kündigungen zu vermeiden, indem durch eine Reduktion der Arbeitszeit der Mitarbeiter die Mitarbeiter im Personalstand und damit im Verdienen gehalten werden können. Und das ist allemal besser, als sie über die Arbeitsmarktförderung dann mit Arbeitslosengeld zu unterstützen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Realwirtschaft ist. Es geht nicht darum, Prämien von Managern in Banken zu sichern, wie das immer wieder so plakativ und populistisch in den Raum gestellt wird. Nein, es ging darum, Einlagen und Kredite der Bankkunden, also vieler kleiner Leute, vieler Unternehmerinnen, Unternehmer in den Klein- und Mittelbetrieben, zu sichern, damit die Finanzierung ihrer Betriebe zu gewährleisten und somit letzten Endes auch die Finanzierbarkeit der Arbeitsplätze sicherzustellen. Das war unser Anliegen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das ist so ein Unsinn!
Von der Steuerentlastung, meine Damen und Herren, werden logischerweise vor allem jene profitieren – das sage ich in aller Deutlichkeit auch dazu –, die Steuern zahlen. Gerade diese Menschen sollten wir in den nächsten Jahren besonders pfleglich in diesem Land behandeln, denn die Hälfte der Erwerbstätigen in diesem Land zahlt keine Steuern. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das ist so ein Unsinn!)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.
Die andere Hälfte stößt aufgrund der Höhe der Steuerbelastung inzwischen an die Grenzen der Belastbarkeit, und damit stößt inzwischen auch die Solidarität, die wir diesen Menschen abverlangen, an die Grenzen der Belastbarkeit. Diese sollten wir nicht überstrapazieren, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist vorhin das Wort „Steuergerechtigkeit“ gefallen, meine Damen und Herren. Steuergerechtigkeit heißt für mich, auch jene zu entlasten, die dank ihrer Leistungsfähigkeit für die Allgemeinheit aufkommen und diese Republik finanzieren. Das ist Steuergerechtigkeit, dass wir diese Gruppe nicht überstrapazieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Der Herr Finanzminister hat es gestern auch schon sehr eindrücklich gesagt, wir wollen nicht die Steuerleistung weniger. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Wenn Herr Haselsteiner ein bisschen mehr zahlen möchte, dann soll er es spenden und soll es möglichst nicht auf die Steuererklärung schreiben, da bin ich sehr dafür, aber er soll nicht andere in diesen Populismus mit hineinziehen. Wir wollen nicht die Steuerleistung weniger, wir wollen die Wirtschaftsleistung aller stimulieren! Das ist unser Programm. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Der Herr Finanzminister hat es gestern auch schon sehr eindrücklich gesagt, wir wollen nicht die Steuerleistung weniger. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Wenn Herr Haselsteiner ein bisschen mehr zahlen möchte, dann soll er es spenden und soll es möglichst nicht auf die Steuererklärung schreiben, da bin ich sehr dafür, aber er soll nicht andere in diesen Populismus mit hineinziehen. Wir wollen nicht die Steuerleistung weniger, wir wollen die Wirtschaftsleistung aller stimulieren! Das ist unser Programm. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Was hat der Mensdorff an Ihre Partei gespendet? Wovon lebt ihr eigentlich?
Deshalb wird sich die Österreichische Volkspartei auch immer schützend vor den leistungsbereiten und Steuer zahlenden Mittelstand stellen und nicht diesen Menschen noch mehr an Belastungen aufbürden. (Abg. Mag. Kogler: Was hat der Mensdorff an Ihre Partei gespendet? Wovon lebt ihr eigentlich?)
Beifall bei der ÖVP.
vorher versteuertem Einkommen entstanden ist. Wir müssen Investitionen und damit Wirtschaftswachstum fördern und dürfen nicht jenen, die das tun wollen, ein Bein stellen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, diese Neiddebatte können wir uns wirklich schenken, sie ist auch nicht angebracht. Herr Ex-Bundesminister Bartenstein hat gestern in seiner Rede bereits den Gini-Koeffizienten erwähnt, der wissenschaftlich fundiert darlegt, wie die Einkommensverteilung in einem Land ausschaut. Österreich gehört zu jenen Ländern, in denen die Spreizung zwischen den niedrigsten Einkommen und den höchsten Einkommen dank sehr großzügiger Transferleistungen am geringsten ist. Wir sind an der Spitze jener Länder, in denen der Abstand zwischen niedrigstem und höchstem Einkommen am geringsten ist. Das ist Gerechtigkeit! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Österreich ist in einer schwierigen Situation. Der ÖVP-Klub, meine Damen und Herren, wird in dieser schwierigen Situation jedenfalls die Bundesregierung bei der Umsetzung dieser Reformvorhaben tatkräftig unterstützen. Mit diesem Budget legen wir den Grundstein dafür, dass wir sehr rasch aus dieser Krise herauskommen können und sehr rasch auch wieder eine positive Entwicklung für unser Österreich einleiten können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Rufe bei der ÖVP: Geh!
Abgeordneter Heinz-Christian Strache (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Kollegen! Meine sehr geehrten Damen und Herren vor dem Fernsehschirm! Wir haben gestern eine sehr weihevolle Budgetrede des Finanzministers gehört, der in seiner Rede teilweise sogar richtig poetisch geworden ist und auch streckenweise versucht hat, von seinen Phrasen und Floskeln abzulenken. Man hat, als man ihn im Rahmen seiner Budgetrede gehört hat und er versucht hat, mit diesen Floskeln und Phrasen auch inhaltlich das eine oder andere zuzudecken, fast den Eindruck gehabt, im Hintergrund spielen schon Geigen. (Rufe bei der ÖVP: Geh!)
Beifall bei der FPÖ.
Finanzministers, dass er mit dieser Krise offenbar gar nicht zurande kommt. Es wird viel zu wenig unternommen. Wir haben heute gehört: Konjunkturpakete, Wirtschaftsentlastung, Kaufkraftsteigerung, Entlastung der kleineren und mittleren Unternehmen. – Dieses Minimunduspaket, das Sie hier beschlossen haben, wo sogar der Herr Bundeskanzler zugegeben hat, es handelt sich um eine Tarifsenkung, die nichts anderes bedeutet hat, als die Progression abzudecken, ist einfach nicht wirklich die notwendige und richtige Maßnahme, die wir in Österreich benötigt hätten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Das ist eine dramatische Entwicklung. Wir wissen, dass es eine Grundregel gibt, die von Ökonomen berechnet wurde, dass 100 000 Arbeitslose den Staat aufgrund des Steuerentfalls bis zu 1,5 Milliarden € pro Jahr kosten werden. Das heißt, wir können durchrechnen, bei wie viel hunderttausend Arbeitslosen der Staat Mehrkosten zu tragen haben wird, die unverantwortlich sind. Da sollten wir doch Geld in die Hand nehmen, um das abzuwenden (Beifall bei der FPÖ), um kleinere und mittlere Unternehmen zu stärken, um Arbeitsplätze zu sichern, um es möglich zu machen, dass die Menschen wieder mehr Geld in den Taschen haben.
Beifall bei der FPÖ.
Da darf man nicht knausern. Genau das ist aber der Fall. Aber wenn es darum geht, den Banken ungeprüft Milliarden nachzuwerfen, da knausert man nicht. Ich sage daher, dieses Bankenpaket gehört bei einer verantwortungsvollen Politik noch einmal aufgeschnürt. Ich sage, die 85 Millionen €, die der Staat an Haftung übernommen hat zur Abdeckung und Sicherheit der Sparbücher, sind korrekt. Aber zu den 15 Milliarden €, die an Frischkapital, an Staatskrediten Banken ungeprüft nachgeschmissen werden sollen, sage ich nein. Da sollte man zumindest 3 Milliarden € herausnehmen für die Familien, zur Stärkung der Familien, zur Stärkung der öffentlichen Sicherheit, aber auch zur Stärkung der kleineren und mittleren Unternehmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Ich sage, dass man nicht alles schlimmer sehen muss, als es ist, aber die Aussagen eines Nobelpreisträgers für Wirtschaft, der vor dem österreichischen Staatsbankrott gewarnt hat, kann man doch nicht einfach so abtun, wie Sie das getan haben, so nach dem Motto: Was versteht denn der schon davon, der Herr Nobelpreisträger für Wirtschaft! Einfach wegwischen kann man das sicherlich nicht. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) – Genau, wenn wir Freiheitlichen Kritik üben, dann sind Sie immer herablassend und diffamieren uns als Ausländerfeinde. Wenn ein Nobelpreisträger aus dem Ausland Kritik übt, dann ist das plötzlich der Österreich-Feind. – Das ist Ihre platte Politik, die Sie betreiben, und das bestätigt Ihre Seichtheit in diesen Fragen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage, dass man nicht alles schlimmer sehen muss, als es ist, aber die Aussagen eines Nobelpreisträgers für Wirtschaft, der vor dem österreichischen Staatsbankrott gewarnt hat, kann man doch nicht einfach so abtun, wie Sie das getan haben, so nach dem Motto: Was versteht denn der schon davon, der Herr Nobelpreisträger für Wirtschaft! Einfach wegwischen kann man das sicherlich nicht. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) – Genau, wenn wir Freiheitlichen Kritik üben, dann sind Sie immer herablassend und diffamieren uns als Ausländerfeinde. Wenn ein Nobelpreisträger aus dem Ausland Kritik übt, dann ist das plötzlich der Österreich-Feind. – Das ist Ihre platte Politik, die Sie betreiben, und das bestätigt Ihre Seichtheit in diesen Fragen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grillitsch: Gestern haben Sie etwas anderes gesagt!
Ich gebe Ihnen recht: Die Krise hat in Amerika ihren Ausgang genommen, das ist vollkommen richtig. (Abg. Grillitsch: Gestern haben Sie etwas anderes gesagt!) – Gestern habe ich das Gleiche gesagt. Die Krise hat in Amerika ihren Ausgang genommen, aber die Europäische Union ist nicht Schutzwall vor dieser Krise, wie Sie unsinnigerweise behaupten, sondern sie ist der Kopf des Globalisierungswahns und sie hat mit ihren Deregulierungsentscheidungen eine derartige Entwicklung überhaupt erst möglich gemacht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich gebe Ihnen recht: Die Krise hat in Amerika ihren Ausgang genommen, das ist vollkommen richtig. (Abg. Grillitsch: Gestern haben Sie etwas anderes gesagt!) – Gestern habe ich das Gleiche gesagt. Die Krise hat in Amerika ihren Ausgang genommen, aber die Europäische Union ist nicht Schutzwall vor dieser Krise, wie Sie unsinnigerweise behaupten, sondern sie ist der Kopf des Globalisierungswahns und sie hat mit ihren Deregulierungsentscheidungen eine derartige Entwicklung überhaupt erst möglich gemacht. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Großruck: Haben Sie eine?
Mit anderen Worten: Sie haben nicht die geringste Ahnung, welche Aushaftungen in Osteuropa unserer Republik, unserem Heimatland drohen und was dann am Ende schlagend werden könnte. (Abg. Großruck: Haben Sie eine?) Ich sage Ihnen daher: Gerade unter diesem Gesichtspunkt ist es unverantwortlich, wenn Sie ohne Auflagen und ohne ausreichende Kriterien 15 Milliarden einfach so den österreichischen Banken zuschießen wollen.
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Mag. Kogler.
Wir haben etwas anderes unterstützt, mit dem Versprechen vom damaligen Finanzminister Molterer hier auf der Regierungsbank, der gesagt hat: Wenn jemals eine Bank in Österreich Anträge stellen sollte, dann werden wir rechtliche und politische Kriterien hier in diesem Haus formulieren und definieren! – Das ist nie erfolgt! Sie haben die Opposition damals missbraucht, ich sage das sehr offen. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Mag. Kogler.)
Abg. Zanger: Unglaublich!
Man muss sich auch fragen: Haben die Banken den österreichischen Steuerzahler gefragt, bevor sie unverantwortliche, fahrlässige und risikoreiche Eroberungszüge im Osten begonnen haben, ob er überhaupt willens ist, das Risiko im Falle von möglichen und zu erwartenden Turbulenzen zu tragen? Die Bankdirektoren verlangen als Bettler im Nadelstreif, dass der Steuerzahler ihnen das Geld einfach zur Verfügung stellt (Abg. Zanger: Unglaublich!), Geld, das man bei einer Bank als einfacher Bürger oftmals gar nicht bekommt. Man wird auf Herz und Nieren überprüft und bekommt trotzdem keinen Kredit.
Abg. Großruck: Unsinn, dein Name ist Strache!
Heute sollen wir den „Bettlern im Nadelstreif“ aus der Patsche helfen, und der Steuerzahler soll dafür geradestehen, dass Manager unverantwortlich Gelder im Osten Europas verspekuliert haben und nicht einmal zurücktreten müssen, nicht einmal zur Verantwortung gezogen werden! Eine der Banken, die sich am Geld der Steuerzahler bedienen, ist in der ÖVP nicht ganz unbekannt. (Abg. Großruck: Unsinn, dein Name ist Strache!)
Beifall bei der FPÖ.
terer, Mitterlehner und natürlich auch der hinter mir sitzende Vizekanzler und Finanzminister Pröll dienen Herrn Konrad freudig als Raika-Söldner; ein Anruf genügt, dann stehen alle habt-acht!, sie spuren, und es wird das umgesetzt, was der Herr Raiffeisen-Generalanwalt Konrad vorgibt. Sie haben in der Zwischenzeit fast schon mehr Nationalratsabgeordnete als die Grünen – nicht dass die Grünen uns in diesem Hohen Haus abgehen würden, aber das zeigt schon von einem Giebelkreuzkraken-System, das augenscheinlich wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Der Chef von Raiffeisen, Herr Generalanwalt Konrad, hat noch im Oktober gesagt – ich zitiere ihn –: „Nur über meine Leiche“ nehmen wir Staatshilfe in Anspruch. – Ich freue mich, dass es Herrn Konrad heute gesundheitlich noch gut geht, zumal er bereits 1,75 Milliarden € an Staatshilfe beantragt hat. Dieser Generalanwalt sucht um Milliarden-Kredite an, obwohl er gesagt hat: „nur über meine Leiche“. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich verstehe schon, dass Ihnen das weh tut, denn Raiffeisen spielt eine ganz entscheidende aktuelle Rolle auch in dieser Budgetdebatte, denn die Bundesimmobiliengesellschaft, die jetzt dem Unterrichtsministerium die Miete für die Schulen stunden wird, befindet sich auch fest in der Hand der Giebelkreuzkrake.
Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.
Die Bundesimmobiliengesellschaft fällt in den Zuständigkeitsbereich von Minister Mitterlehner, Geschäftsführer ist Herr Dipl.-Ing. Stadlhuber, zufälligerweise der Ex-Schwiegersohn von Herrn Konrad, Frau Mag. Michaela Steinacker ist seit Juli 2008 Geschäftsführerin bei der Raiffeisen Holding NÖ-Wien, deren Kerngeschäfte natürlich unter anderem auch Immobilien sind. – Das ist doch alles ein rein zufälliges Netzwerk. Offenbar hat der Raiffeisenkonzern einen Staat im Staat gegründet, mit anderen Worten, er kontrolliert sich selbst, und die ÖVP tanzt in der Zwischenzeit nach der Pfeife vom Konrad. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.) Ich meine, Herr Stadler, Sie tanzen schon lange nach der Pfeife der ÖVP, das wissen die Österreicherinnen und Österreicher! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Bundesimmobiliengesellschaft fällt in den Zuständigkeitsbereich von Minister Mitterlehner, Geschäftsführer ist Herr Dipl.-Ing. Stadlhuber, zufälligerweise der Ex-Schwiegersohn von Herrn Konrad, Frau Mag. Michaela Steinacker ist seit Juli 2008 Geschäftsführerin bei der Raiffeisen Holding NÖ-Wien, deren Kerngeschäfte natürlich unter anderem auch Immobilien sind. – Das ist doch alles ein rein zufälliges Netzwerk. Offenbar hat der Raiffeisenkonzern einen Staat im Staat gegründet, mit anderen Worten, er kontrolliert sich selbst, und die ÖVP tanzt in der Zwischenzeit nach der Pfeife vom Konrad. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.) Ich meine, Herr Stadler, Sie tanzen schon lange nach der Pfeife der ÖVP, das wissen die Österreicherinnen und Österreicher! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dort sitzen Journalisten wie Kotanko und Christian Rainer, die die Feder des Herrn Konrad führen, sodass sich die Österreicherinnen und Österreicher gar nicht wundern müssen, dass es Medienmanipulation in diesem Land, in unserer Heimat geben kann. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Trotz all dieser Beteiligungen will Raiffeisen 1,75 Milliarden € von den Staatsbürgern erhalten. Jeder Österreicher, der in Not gerät und Sozialhilfe beansprucht, bekommt diese erst dann, wenn er im Grunde genommen nichts mehr hat. Ich verlange daher: Wenn Raiffeisen Geld, Milliarden Euro vom österreichischen Steuerzahler als Unterstützung zugeführt bekommen will, dann soll der Konzern erst seine gesamten Beteiligungen im Medienbereich, im Casino-Bereich, im EPAMedia-Bereich verkaufen, und sich auf sein Kerngeschäft zurückziehen, wie das eigentlich auch Banken in anderen Bereichen zu tun pflegen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Ich sage ganz bewusst: Wir lehnen das ab. Wir wollen Solidarität, soziale Verantwortung, Steuerentlastung statt neuer Steuern, statt Klassenkampf. Wir wollen aber auch diese rot-schwarze Giebelkreuzkrake in Österreich endlich zerschlagen (Zwischenrufe bei der ÖVP – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), denn hier braucht es endlich Transparenz. Eine Bank hat nicht außerhalb des Kerngeschäfts tätig zu sein und dann noch Staatsmilliarden zu empfangen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage ganz bewusst: Wir lehnen das ab. Wir wollen Solidarität, soziale Verantwortung, Steuerentlastung statt neuer Steuern, statt Klassenkampf. Wir wollen aber auch diese rot-schwarze Giebelkreuzkrake in Österreich endlich zerschlagen (Zwischenrufe bei der ÖVP – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), denn hier braucht es endlich Transparenz. Eine Bank hat nicht außerhalb des Kerngeschäfts tätig zu sein und dann noch Staatsmilliarden zu empfangen! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Sepp, bring uns Niveau zurück!
Abgeordneter Josef Bucher (BZÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen, meine Herren von der Bundesregierung! Hohes Haus! (Abg. Mag. Stadler: Sepp, bring uns Niveau zurück!) Zurück von der Hauptversammlung von Raiffeisen International und wieder hin zur Budgetdebatte. (Abg. Dr. Graf: Das ist eh bald dasselbe, wenn es so weitergeht!) Ich darf vielleicht zu den Worten des Kollegen Klubobmann Kopf eines noch korrigierend hinzufügen: Wenn Sie sagen, dieses Budget – auf das Sie sichtlich stolz sind – trägt eine christlich-soziale Handschrift, dann wundert mich das persönlich sehr, weil Sie in den letzten Jahren ja immer von sich gegeben haben: Die ÖVP ist keine Schuldenpartei, die ÖVP steht nicht für eine Schuldenpolitik in unserem Land!
Abg. Dr. Graf: Das ist eh bald dasselbe, wenn es so weitergeht!
Abgeordneter Josef Bucher (BZÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen, meine Herren von der Bundesregierung! Hohes Haus! (Abg. Mag. Stadler: Sepp, bring uns Niveau zurück!) Zurück von der Hauptversammlung von Raiffeisen International und wieder hin zur Budgetdebatte. (Abg. Dr. Graf: Das ist eh bald dasselbe, wenn es so weitergeht!) Ich darf vielleicht zu den Worten des Kollegen Klubobmann Kopf eines noch korrigierend hinzufügen: Wenn Sie sagen, dieses Budget – auf das Sie sichtlich stolz sind – trägt eine christlich-soziale Handschrift, dann wundert mich das persönlich sehr, weil Sie in den letzten Jahren ja immer von sich gegeben haben: Die ÖVP ist keine Schuldenpartei, die ÖVP steht nicht für eine Schuldenpolitik in unserem Land!
Beifall beim BZÖ.
Sie wissen, im Jahre 2013 werden wir eine Schuldenquote von 78 Prozent haben, beinahe 280 Milliarden € werden an Schulden ins Haus stehen. Das Einzige, was ich sehe an dieser christlich-sozialen Handschrift – da gebe ich Ihnen vollkommen recht –, sind die 200 € Steuerabsetzbetrag, den man hat, wenn man eine Kirchensteuer entrichtet. Das ist das einzig Christlich-Soziale, das ich darin entdecken kann. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: „Es reicht!“
Wenn Sie sich brüsten, jetzt so glorreich endlich eine Steuerreform umgesetzt zu haben in diesem Land – worauf Sie auch so stolz sind –, dann muss ich mich schon wundern. Im Jahr 2002 haben Sie Neuwahlen ausgerufen, im Jahr 2008 (Abg. Ing. Westenthaler: „Es reicht!“) haben Sie Neuwahlen ausgerufen, nur weil Sie sich immer gegen eine Steuerreform in diesem Land gewehrt haben, meine sehr geehrten Damen und Herren von der ÖVP! (Beifall beim BZÖ.) Das ist die Wahrheit, so schaut’s aus.
Beifall beim BZÖ.
Wenn Sie sich brüsten, jetzt so glorreich endlich eine Steuerreform umgesetzt zu haben in diesem Land – worauf Sie auch so stolz sind –, dann muss ich mich schon wundern. Im Jahr 2002 haben Sie Neuwahlen ausgerufen, im Jahr 2008 (Abg. Ing. Westenthaler: „Es reicht!“) haben Sie Neuwahlen ausgerufen, nur weil Sie sich immer gegen eine Steuerreform in diesem Land gewehrt haben, meine sehr geehrten Damen und Herren von der ÖVP! (Beifall beim BZÖ.) Das ist die Wahrheit, so schaut’s aus.
Zwischenruf beim BZÖ.
Ich komme zurück zur gestrigen Budgetrede unseres Finanzministers. Sie haben gestern wortreich erklärt, woher die Banken- und Finanzmarktkrise kommt, wer die eigentlichen Schuldigen sind, die das ausgelöst haben. Ich teile Ihre Analyse und bin natürlich auch der Ansicht, dass in der Vergangenheit einige Mechanismen versagt haben und sich vor allem auch die Politik – nicht nur in Österreich, sondern international – Gedanken machen muss, wie sie jetzt dieses Desaster weltweit aufzuräumen hat. (Zwischenruf beim BZÖ.)
Ruf beim BZÖ: Noch dazu ein solches!
Aber: Wenn Sie uns schon vor Augen führen, dass das eine Wirtschaftskrise ist, wie wir sie seit 80 Jahren nicht zu bewältigen hatten, wenn Sie uns schon vor Augen führen, was das für einen enormen Finanzierungsbedarf für uns, für unser Budget bedeutet, dann frage ich mich, warum Sie sich fünf Monate lang Zeit gelassen haben, um uns ein Budget vorzulegen (Ruf beim BZÖ: Noch dazu ein solches!), Herr Finanzminister. Das ist nicht verantwortungsvolle Politik in unserem Land! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Aber: Wenn Sie uns schon vor Augen führen, dass das eine Wirtschaftskrise ist, wie wir sie seit 80 Jahren nicht zu bewältigen hatten, wenn Sie uns schon vor Augen führen, was das für einen enormen Finanzierungsbedarf für uns, für unser Budget bedeutet, dann frage ich mich, warum Sie sich fünf Monate lang Zeit gelassen haben, um uns ein Budget vorzulegen (Ruf beim BZÖ: Noch dazu ein solches!), Herr Finanzminister. Das ist nicht verantwortungsvolle Politik in unserem Land! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wenn wir uns dieses Budget anschauen, wenn wir uns auch die Kennzahlen ansehen, dann bedauere ich es wirklich sehr – nicht nur, weil Sie sich lange Zeit gelassen haben –, dass es – Herr Finanzminister, da kommt es jetzt nämlich zum Vorschein –mangelhaft ist, wenn Menschen in Staatsverantwortung an der Spitze einer Regierung niemals in der Wirtschaft tätig waren. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Die von ihnen bezahlt werden!
Weder der Bundeskanzler noch der Finanzminister, noch die beiden Staatssekretäre haben auch nur eine Minute ihres Lebens in der privaten Wirtschaft verbracht. Ansonsten hätten sie nicht den Fehler begangen, sich – was die Kennzahlen für die Erstellung ihres Budgets betrifft – nur auf das IHS und das Wifo zu stützen – zwei Wirtschaftsforschungsinstitute, die ausschließlich unter dem Joch der ÖVP und der SPÖ stehen, die ihnen zuarbeiten, die ein Vehikel ihrer Finanzpolitik sind. (Abg. Ing. Westenthaler: Die von ihnen bezahlt werden!)
Beifall beim BZÖ. – Ruf bei der ÖVP: Hätte man noch länger warten sollen?!
Herr Finanzminister, Sie werden auf diesem budgetpolitischen Blindflug, auf dem Sie sich bewegen, eine enorme Bruchlandung hinlegen – das prophezeie ich Ihnen! (Beifall beim BZÖ. – Ruf bei der ÖVP: Hätte man noch länger warten sollen?!) Nein, Sie hätten nicht länger warten sollen, aber wie können Sie ein zweijähriges Budget machen, wenn – wie Ihr Klubobmann Kopf gerade vor wenigen Minuten gesagt hat – die Zahlen, die wichtig sind für die Berechnung eines Budgets, sich beinahe täglich ändern? Wie können Sie zwei Jahre vorausblicken? (Ruf bei der ÖVP: Wer hat das gesagt?) Sie sind ein Hellseher! Ändern Sie Ihren Beruf und gehen Sie in die Privatwirtschaft, werden Sie Hellseher, dann können Sie heute schon die Aktienkurse der nächsten Jahre vorhersehen und wahrscheinlich viel mehr Profit daraus schlagen. (Beifall beim BZÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Wer hat das gesagt?
Herr Finanzminister, Sie werden auf diesem budgetpolitischen Blindflug, auf dem Sie sich bewegen, eine enorme Bruchlandung hinlegen – das prophezeie ich Ihnen! (Beifall beim BZÖ. – Ruf bei der ÖVP: Hätte man noch länger warten sollen?!) Nein, Sie hätten nicht länger warten sollen, aber wie können Sie ein zweijähriges Budget machen, wenn – wie Ihr Klubobmann Kopf gerade vor wenigen Minuten gesagt hat – die Zahlen, die wichtig sind für die Berechnung eines Budgets, sich beinahe täglich ändern? Wie können Sie zwei Jahre vorausblicken? (Ruf bei der ÖVP: Wer hat das gesagt?) Sie sind ein Hellseher! Ändern Sie Ihren Beruf und gehen Sie in die Privatwirtschaft, werden Sie Hellseher, dann können Sie heute schon die Aktienkurse der nächsten Jahre vorhersehen und wahrscheinlich viel mehr Profit daraus schlagen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Finanzminister, Sie werden auf diesem budgetpolitischen Blindflug, auf dem Sie sich bewegen, eine enorme Bruchlandung hinlegen – das prophezeie ich Ihnen! (Beifall beim BZÖ. – Ruf bei der ÖVP: Hätte man noch länger warten sollen?!) Nein, Sie hätten nicht länger warten sollen, aber wie können Sie ein zweijähriges Budget machen, wenn – wie Ihr Klubobmann Kopf gerade vor wenigen Minuten gesagt hat – die Zahlen, die wichtig sind für die Berechnung eines Budgets, sich beinahe täglich ändern? Wie können Sie zwei Jahre vorausblicken? (Ruf bei der ÖVP: Wer hat das gesagt?) Sie sind ein Hellseher! Ändern Sie Ihren Beruf und gehen Sie in die Privatwirtschaft, werden Sie Hellseher, dann können Sie heute schon die Aktienkurse der nächsten Jahre vorhersehen und wahrscheinlich viel mehr Profit daraus schlagen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das ist nicht ermutigend, Herr Finanzminister, weil dieses Beispiel für uns ein Beweis dafür ist, dass in Zukunft jede Veränderung, jede Reform – in welchen Bereichen unseres Landes auch immer – davon getragen wird, dass es Streik gibt, dass es Widerstand gibt und dass die Bundesregierung neuerlich umfällt und einen Kniefall vor diesen Gewerkschaften machen wird. (Beifall beim BZÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Sozialen Dialog kennen Sie nicht?! Vom sozialen Dialog halten Sie nichts?!
Jetzt beweist sich nämlich auch unser Vorhalt, dass es ein Fehler ist und ein Fehler war, die Gewerkschaften, die Interessenvertretungen in die Regierung zu nehmen. (Ruf bei der ÖVP: Sozialen Dialog kennen Sie nicht?! Vom sozialen Dialog halten Sie nichts?!) Das ist die Blockadepolitik, vor der Österreich in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren stehen wird, in denen es eine schmerzliche budgetäre Situation geben wird und wir uns alle darauf einstellen können, dass dieses Land unsanierbar bleibt, solange Rot und Schwarz an der Regierung sind, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Jetzt beweist sich nämlich auch unser Vorhalt, dass es ein Fehler ist und ein Fehler war, die Gewerkschaften, die Interessenvertretungen in die Regierung zu nehmen. (Ruf bei der ÖVP: Sozialen Dialog kennen Sie nicht?! Vom sozialen Dialog halten Sie nichts?!) Das ist die Blockadepolitik, vor der Österreich in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren stehen wird, in denen es eine schmerzliche budgetäre Situation geben wird und wir uns alle darauf einstellen können, dass dieses Land unsanierbar bleibt, solange Rot und Schwarz an der Regierung sind, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ
das Sie verwalten, das Geld der Steuerzahler ist, die sehr hart dafür arbeiten müssen (Beifall beim BZÖ), die nicht so wie die Lehrer 15 bis 20 Stunden in der Woche arbeiten müssen, sondern die manchmal 60 Stunden pro Woche beschäftigt sind, bis in die Nacht hinein hart arbeiten müssen! – Und Sie gehen her und machen hier einfach eine Umverteilung, die nicht zielführend und wirtschaftlich ist.
Abg. Ing. Westenthaler: Wahnsinn!
Wir haben – und das ist auch das Schmerzliche – eines zu erwarten, nämlich dass diese Budgetzahlen, die Sie vorgelegt haben, nicht stimmen werden und nicht stimmen können. Sie gehen davon aus, dass wir im heurigen Jahr 3,5 Prozent und im nächsten Jahr 4,7 Prozent Defizit machen werden – in dem Wissen, dass die OECD, die ja nicht irgendeine Organisation in Paris ist, sondern eine, die Sie ernst nehmen müssen, Ihnen sagt, Sie werden im nächsten Jahr ein Defizit von 7,7 Prozent machen. (Abg. Ing. Westenthaler: Wahnsinn!) Sie werden ein Defizitverfahren von der EU aufgebrummt bekommen, Herr Finanzminister. Sie werden für die nächsten Jahre unter Kuratel gestellt. Das einzig Hoffnungsvolle – muss ich heute schon sagen – für uns ist, dass die EU Ihnen das nicht einfach durchgehen lassen wird, dass die EU Ihnen Auflagen machen wird, dass die EU Ihnen sagen wird, wo Sie Reformen anzustrengen haben. Das wird das einzig Positive werden.
Abg. Dr. Graf: Also ich finde das nicht positiv! – Abg. Kickl: Das ist ein interessanter Aspekt, Herr Kollege!
Ich glaube, in Anbetracht der enormen Arbeitslosenzahlen, die heuer und im nächsten Jahr schmerzhaft sein werden – 500 000, 600 000 (Abg. Dr. Graf: Also ich finde das nicht positiv! – Abg. Kickl: Das ist ein interessanter Aspekt, Herr Kollege!); die Zahlen kommen nicht von uns, ich höre diese Zahlen immer von Kolleginnen und Kollegen der Regierungsparteien –, wenn Sie nur diese Arbeitslosenkosten einrechnen ins Budget, wenn Sie die Zinsen für die neuen Schulden hineinrechnen ins Budget, wird Österreich ein Problem im Rating und in der Bonität bekommen und zusätzlich mehr Zinsen zahlen für die enormen Schulden, die Sie als Finanzminister machen.
Beifall beim BZÖ.
Die Bewegungsspielräume werden immer enger, das müssen Sie einfach erkennen. Die Bewegungsspielräume werden immer enger, und wenn Sie jetzt nicht wirklich die Zeichen der Zeit erkennen und endlich den Reformeifer zeigen, den Sie zu haben vorgeben, dann werden Sie im Bereich der Gesundheitspolitik, im Bereich der Bildungspolitik, im Bereich der Verwaltung keine spürbaren Veränderungen herbeiführen und diese Blockade weiter vorantreiben. Sie sind dann nicht ein Krisengestalter, Herr Finanzminister, sondern Sie mutieren zum Masseverwalter der Republik, und das dürfen wir nicht zulassen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Klassenkampf! – Abg. Petzner: Nicht mit uns!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, das ist ja der Hintergedanke, auf den wir uns allmählich vorzubereiten haben. Ein neues Belastungspaket kommt in den nächsten Jahren auf die Bürgerinnen und Bürger zu. (Abg. Ing. Westenthaler: Klassenkampf! – Abg. Petzner: Nicht mit uns!) Das ist das, was Sie im stillen Kämmerchen mit dieser Steuerreform jetzt vorhaben: nicht Reformen, keine Einsparungen, die der Rechnungshof Ihnen in den letzten Jahren vorgerechnet hat, nein, Sie wollen die Bürger weiter belasten.
Beifall beim BZÖ.
Sie beginnen damit schon im heurigen Jahr: mit der Verteuerung der Vignette, mit der Verteuerung der ÖBB-Tickets. Gleichzeitig schicken Sie die Manager auf die Straße, gleichzeitig schicken Sie ihnen die Prämien hinterher, gleichzeitig tolerieren Sie, dass die ÖBB 900 Millionen € Verlust machen, 600 Millionen € verspekulieren. Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wo bleibt Ihr Gewissen? Wo ist die Wirtschaftskompetenz der ÖVP? – Das frage ich mich allmählich. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Das ist eigentlich unfassbar!
Täglich hören wir in den Medien Horrorziffern und Horrormeldungen aus der Wirtschaft, die uns nicht ermutigen können. Wir brauchen Investitionsanreize und Förderungen, die bei den Menschen und in der Wirtschaft ankommen, Investitionsimpulse. Wenn Sie jetzt beispielsweise der BIG das Geld wegnehmen und gleichzeitig davon sprechen, dass sie 870 Millionen € investieren soll, ja, wie soll denn das zusammengehen? Jetzt muss die BIG Geld aufnehmen – 250 Millionen € von den Banken, von der Raiffeisenbank – und gleichzeitig wieder 10 Millionen € Zinsen zahlen. Das ist doch der völlig verkehrte Weg! Sie sollen in die Wirtschaft investieren und nicht die Banken bevorteilen. Das ist keine Politik der Zuversicht und keine Politik der Hoffnung. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Das ist eigentlich unfassbar!)
Beifall beim BZÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren der Bundesregierung, erkennen Sie endlich den Ernst der Lage! Beenden Sie die Kurzarbeit und schreiten Sie endlich zur Tat, damit die Österreicherinnen und Österreicher ihre wohlverdiente Zukunft auch genießen können. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll.
Will man nämlich das, was über die Budgetrede an Inhalten zu vermitteln versucht wird, damit in Einklang bringen, was man in diesen paar Kilogramm Zahlen tatsächlich findet, dann entdeckt man eine unglaubliche Unredlichkeit. Da wird irgendwie manipulativ mit falschen Zahlen operiert, da werden Äpfel mit Birnen vermischt, einmal geht es um Steigerungen in Prozent, dann wieder um Steigerungen in absoluten Zahlen. (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll.) Was wir gestern gehört haben, hat mit Wahrheit, mit Seriosität oder mit Redlichkeit überhaupt nichts mehr zu tun, und das macht einen ärgerlich. Ich verstehe heute sehr gut, wie es dir nach dieser Nacht immer gegangen ist, wenn man versucht hat, sich dieses Konvolut einmal anzuschauen. (Abg. Großruck: Es wäre besser, es würde der Herr Van der Bellen sprechen!)
Abg. Großruck: Es wäre besser, es würde der Herr Van der Bellen sprechen!
Will man nämlich das, was über die Budgetrede an Inhalten zu vermitteln versucht wird, damit in Einklang bringen, was man in diesen paar Kilogramm Zahlen tatsächlich findet, dann entdeckt man eine unglaubliche Unredlichkeit. Da wird irgendwie manipulativ mit falschen Zahlen operiert, da werden Äpfel mit Birnen vermischt, einmal geht es um Steigerungen in Prozent, dann wieder um Steigerungen in absoluten Zahlen. (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll.) Was wir gestern gehört haben, hat mit Wahrheit, mit Seriosität oder mit Redlichkeit überhaupt nichts mehr zu tun, und das macht einen ärgerlich. Ich verstehe heute sehr gut, wie es dir nach dieser Nacht immer gegangen ist, wenn man versucht hat, sich dieses Konvolut einmal anzuschauen. (Abg. Großruck: Es wäre besser, es würde der Herr Van der Bellen sprechen!)
Beifall bei den Grünen.
Das Schlimme daran ist, dass damit eine vernünftige Diskussion über notwendige Maßnahmen, über eine Schwerpunktsetzung, über wichtige Dinge einfach verhindert wird, weil so viel manipuliert und verdreht wird, dass Sie, Herr Finanzminister, den Ausdruck „ordentlicher Kaufmann“ nicht mehr verwenden sollten, denn dazu fehlt Ihnen wirklich die Redlichkeit. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich weiß nicht, ob das ein guter Anfang für eine Diskussion ist. Die Überschrift für das Budget heißt „Kampfansage an die Krise“. Inhaltlich ist es genau das nicht. Es ist eine Kapitulation vor der bittersten Auswirkung der Krise, nämlich der Arbeitslosigkeit. Armutsbekämpfung und soziales Elend werden vollkommen ignoriert, und wir werden jetzt noch einmal sehr genau beleuchten, warum das so ist. Sie haben gestern behauptet, niemand wird im Regen stehen gelassen. – Das ist leider falsch, und das ist das Bittere an diesem Budget. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll. – Abg. Mag. Molterer: Verwaltungsreform! – Abg. Großruck: Van der Bellen wäre besser gewesen!
Es wird gerade nicht um jeden Arbeitsplatz gekämpft, im Gegenteil: Die zusätzliche Arbeitslosigkeit ist sehr hoch. Es werden nämlich im Jahr 2011 zusätzlich 100 000 Arbeitslose in Kauf genommen, und es wird sogar zusätzliche Arbeitslosigkeit von Seiten des Bundes, von Seiten der öffentlichen Hand produziert: Sie sparen bei Ermessensausgaben, das heißt, Sie sparen bei Projekten im Sozial-, im Kultur-, im Bildungs- und im Frauenbereich. Sie sparen auch im öffentlichen Bereich direkt Jobs ein und sind sogar noch stolz darauf, 1 820 Arbeitslose zu produzieren. (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll. – Abg. Mag. Molterer: Verwaltungsreform! – Abg. Großruck: Van der Bellen wäre besser gewesen!)
Beifall bei den Grünen.
Gleichzeitig wird die Arbeitslosenunterstützung nicht erhöht, gleichzeitig wird die Notstandshilfe nicht erhöht, gleichzeitig wird die Grundsicherung, die Mindestsicherung wieder einmal auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben. Das bedeutet, zusätzliches soziales Elend, zusätzliche Verarmung in Österreich in Kauf zu nehmen, bewusst in Kauf zu nehmen, und das ist definitiv der falsche Weg! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Bucher: katholisch!
Ein christlich-soziales Budget, so lautete heute die Überschrift. Es ist ein ÖVP-Budget, nur: mit christlich und sozial hat es nichts mehr zu tun. (Abg. Bucher: katholisch!) Ein Satz von Ihnen war gestern sehr bezeichnend, Herr Finanzminister: Wir dürfen den Menschen nicht suggerieren, dass sie ihre Eigenverantwortung beim Staat wie den Mantel an der Garderobe abgeben können, denn das hätte weitreichende negative Folgen für die gesamte Wirtschaft.
Abg. Kopf: Was?
Gehaltsobergrenzen für Manager – lehnen Sie ab! Gleichzeitig lassen Sie genau die kleinen und mittleren Betriebe, die Klein- und Kleinstbetriebe, die weniger als zehn MitarbeiterInnen haben, komplett im Regen stehen. Da gehen Sie mit unglaublicher Brutalität vor. (Abg. Kopf: Was?)
Abg. Kopf: Gewinnfreibetrag! Sie können die Vorauszahlung herabsetzen lassen! Antrag auf Herabsetzung!
Da werden jetzt Einkommensteuer-Vorauszahlungsbescheide verschickt, wo man – in Zeiten wie diesen! – automatisch von einer Gewinnsteigerung von 5 Prozent für dieses Jahr ausgeht. Die kriegen jetzt alle ihre Einkommensteuer-Vorauszahlungsbescheide mit plus 5 Prozent. (Abg. Kopf: Gewinnfreibetrag! Sie können die Vorauszahlung herabsetzen lassen! Antrag auf Herabsetzung!) – Im Moment können sie noch gar nichts.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Kopf: Das Gegenteil ist der Fall!
Bislang kümmern Sie sich um die Großen und gehen mit ziemlicher Brutalität gegen die 650 000 Menschen in diesen Klein- und Kleinstunternehmen vor, die alle mit dem Rücken zur Wand stehen. Große Unterschiede zwischen den Menschen! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kopf: Das Gegenteil ist der Fall!)
Abg. Mag. Kogler: Weil es ein Schmäh ist!
Was passiert, wenn man die Konjunkturpakete, auf die Sie so stolz sind, mit den Zahlen in Einklang bringt, die man jetzt zum Beispiel im Budgetbericht auf Seite 82 findet? Herr Kollege Kopf, Sie sind so stolz auf das Konjunkturpaket, auf die 800 Millionen €, die die Bundesimmobiliengesellschaft in Bauprojekte investieren wird. In den nackten Zahlen finden sich keine 800 Millionen € (Abg. Mag. Kogler: Weil es ein Schmäh ist!), im Gegenteil: Es findet sich eine Steigerung von 0,3 auf 0,5 Prozent, also 400 Millionen € – nicht einmal die Hälfte in zwei Jahren!
Beifall bei den Grünen. – Abg. Weinzinger: Das ist christlich-sozial! – Ruf bei den Grünen: Grasser-Budget!
Ich frage mich: Was ist das? Ist das ein Lesefehler? Oder ist das diese Unredlichkeit? – Man redet etwas schön, behauptet einfach manipulativ irgendetwas, und im Budget findet es sich dann in keiner Weise wieder. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Weinzinger: Das ist christlich-sozial! – Ruf bei den Grünen: Grasser-Budget!)
Abg. Kopf: Welche Hälfte meinen Sie?
Sie sind stolz auf die Steuerreform, auf 3,2 Milliarden €. Sie sind stolz darauf, dass Sie damit 12 000 Jobs schaffen. Okay, das ist gut, 12 000 Jobs sind wichtig. Allerdings ist die Hälfte dieser Steuerreform, dieses Volumens nur verbranntes Geld. (Abg. Kopf: Welche Hälfte meinen Sie?) Es ist verbranntes Geld, weil es überhaupt nicht konjunkturwirksam ist. Mit nur einer einzigen Milliarde in Klimaschutzmaßnahmen, zum Beispiel in Gebäudesanierungen, schaffen Sie 15 000 Arbeitsplätze, und mit einer einzigen Milliarde im öffentlichen Bereich schaffen Sie mit direkter Beschäftigung 25 000 Arbeitsplätze – in den genannten Bereichen: Pflege, Bildung und Kinderbetreuung. 25 000 Arbeitsplätze! (Abg. Kopf: Welche Hälfte der Steuerreform ist überflüssig? – Abg. Dr. Stummvoll: obergescheit! – Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll.)
Abg. Kopf: Welche Hälfte der Steuerreform ist überflüssig? – Abg. Dr. Stummvoll: obergescheit! – Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll.
Sie sind stolz auf die Steuerreform, auf 3,2 Milliarden €. Sie sind stolz darauf, dass Sie damit 12 000 Jobs schaffen. Okay, das ist gut, 12 000 Jobs sind wichtig. Allerdings ist die Hälfte dieser Steuerreform, dieses Volumens nur verbranntes Geld. (Abg. Kopf: Welche Hälfte meinen Sie?) Es ist verbranntes Geld, weil es überhaupt nicht konjunkturwirksam ist. Mit nur einer einzigen Milliarde in Klimaschutzmaßnahmen, zum Beispiel in Gebäudesanierungen, schaffen Sie 15 000 Arbeitsplätze, und mit einer einzigen Milliarde im öffentlichen Bereich schaffen Sie mit direkter Beschäftigung 25 000 Arbeitsplätze – in den genannten Bereichen: Pflege, Bildung und Kinderbetreuung. 25 000 Arbeitsplätze! (Abg. Kopf: Welche Hälfte der Steuerreform ist überflüssig? – Abg. Dr. Stummvoll: obergescheit! – Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll.)
Beifall bei den Grünen.
falsch. Es ist verbranntes Geld, verantwortungslos und der falsche Weg. Es ist die Kapitulation vor der bittersten Auswirkung der Krise, nämlich der Arbeitslosigkeit. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Strache: Die haben unsere Banken gezwungen einzusteigen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Gestern hat der Finanzminister auch versucht, ein bisschen die Schuldfrage zu stellen: Wer ist denn jetzt überhaupt schuld an dieser Finanzkrise? Und er ist beim USA-Bashing gelandet, beim amerikanischen Häuselbauer. Die seien schuld! Der amerikanische Häuselbauer sei schuld! (Abg. Strache: Die haben unsere Banken gezwungen einzusteigen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Ich finde das niveaulos und geschmacklos! Im Übrigen: Sich so die Hände in Unschuld zu waschen wie Pontius Pilatus und zu sagen, wir haben uns nie beteiligt an irgendeiner Deregulierungspolitik der Finanzmärkte, wir haben eine komplett andere Philosophie vertreten, das waren die bösen Amerikaner!, das ist wirklich ein Unsinn. Das ist wirklich Nonsens! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Kogler: Das ist der Meinl-Grasser-Wirtschaftskurs!
Sie haben im Jahr 2000 in Österreich die Börsenumsatzsteuer abgeschafft beziehungsweise ausgesetzt. Jeder Mensch zahlt beim Kauf eines Lebensmittels, bei der Inanspruchnahme einer Dienstleistung oder wenn er Energie verbraucht in Österreich eine Umsatzsteuer, nur nicht beim Kauf von Wertpapieren. Warum eigentlich? Damit ein Karl-Heinz Grasser in nicht einmal 17 Monaten mehr als 10 Millionen € verdienen kann? Ist das der Hintergrund gewesen? Welchen Sinn hat das gehabt? Sie haben sich sehr wohl an dieser Deregulierungspolitik beteiligt, und Sie haben sich sehr wohl auch EU-weit und international nicht für vernünftige Regeln eingesetzt, sondern Sie waren da einfach mit dabei bei dem Spiel. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Kogler: Das ist der Meinl-Grasser-Wirtschaftskurs!)
Beifall bei den Grünen.
Dann zu sagen, man geht nicht in eine Verteilungsdiskussion hinein, man schaut sich nicht an, ob man auch neue Einnahmequellen erschließen kann, das ist blanke Fahrlässigkeit, und es ist auch extrem ungerecht! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kopf: Stimmt doch gar nicht! – Abg. Dr. Stummvoll: Kapitalertragsteuer! ... nie gehört!
Wen wollen Sie denn wirklich schützen? Also ich weiß nicht, ob das eine redliche Diskussion ist, wenn man sagt, dass die gesamte Steuerlast den arbeitenden Menschen aufgebürdet werden soll. Diejenigen, die sich „hart“ – unter Anführungszeichen – aus Kapitalerträgen Vermögen verdienen, die werden von der ÖVP geschützt. (Abg. Kopf: Stimmt doch gar nicht! – Abg. Dr. Stummvoll: Kapitalertragsteuer! ... nie gehört!)
Abg. Kopf: Wissen Sie, wie hoch die Kapitalertragsteuer ist?
Sie reden immer von harter Arbeit, und dass Vermögen nicht besteuert werden darf. Das ist sehr hart erarbeitet, wenn man sich in 17 Monaten 10 Millionen € sozusagen einstreifen kann. (Abg. Kopf: Wissen Sie, wie hoch die Kapitalertragsteuer ist?) Also ein bisschen die Relationen zwischen den Einkünften aus Kapital und aus Arbeit im Auge zu behalten, vielleicht ein bisschen zu verschieben, das wäre ein vernünftiger Zugang, das würde auch der ÖVP gut anstehen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Sie reden immer von harter Arbeit, und dass Vermögen nicht besteuert werden darf. Das ist sehr hart erarbeitet, wenn man sich in 17 Monaten 10 Millionen € sozusagen einstreifen kann. (Abg. Kopf: Wissen Sie, wie hoch die Kapitalertragsteuer ist?) Also ein bisschen die Relationen zwischen den Einkünften aus Kapital und aus Arbeit im Auge zu behalten, vielleicht ein bisschen zu verschieben, das wäre ein vernünftiger Zugang, das würde auch der ÖVP gut anstehen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Molterer: Eine peinliche Rede! – Abg. Dr. Stummvoll: Gebt uns Van der Bellen zurück!
Sie sind der einzige Mensch, der im Bereich Vermögensteuer über eine breite Eigentumsteuer redet. Das ist ein völliger Unsinn! Bleiben Sie bitte bei der Wahrheit! Bleiben Sie bitte ein bisschen bei der Realität und schauen Sie sich die Vermögen an, die wir in Österreich tatsächlich hernehmen können! (Abg. Mag. Molterer: Eine peinliche Rede! – Abg. Dr. Stummvoll: Gebt uns Van der Bellen zurück!)
Abg. Kopf: Die gängigste Vermögensteuer ist die Grundsteuer! Wollen Sie das?
Sie reden immer davon, dass wir hier international super sind. International sind wir aber Schlusslicht bei der vermögensbezogenen Besteuerung, und würden wir nur auf den Durchschnitt der EU-15 gehen – die EU-15 sind mit uns wirklich vergleichbar, die haben eine ähnliche Wirtschaftsstruktur und so weiter –, dann hätten wir ein Potenzial von 4,5 Milliarden €. (Abg. Kopf: Die gängigste Vermögensteuer ist die Grundsteuer! Wollen Sie das?)
Beifall bei den Grünen.
10 Prozent der Bevölkerung, mehr sind das nicht! 90 Prozent bleiben völlig ungeschoren. Nehmen Sie das zur Kenntnis? – Danke! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das heißt, diese verstärkten Mittel, die wir durch Senkung der Tarifreform und durch zusätzliche Budgetausgaben auch in schwierigen Zeiten eingesetzt haben, diese zusätzlichen Mittel sind nicht auf alle Ewigkeit machbar, zumal auf der anderen Seite verminderte Einnahmen stehen. Es ist in einer wirtschaftlichen Krisensituation aber das Gebot der Stunde, Beschäftigung zu fördern und Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Aber lassen Sie mich, da der BZÖ-Vertreter auch über die große Krise gesprochen hat, nur eine Zahl sagen. Es gab im April 2005 – unter Ihrer Regierungsbeteiligung – 250 000 Arbeitslose, und heute sind es 252 000 Arbeitslose. Jeder Arbeitslose ist einer zu viel, aber dass es Ihnen damals mit Ihrer Wirtschaftspolitik – und das können Sie ruhig gemeinsam sehen als BZÖ und FPÖ – „gelungen“ ist, auf einen Stand zu kommen, auf dem wir jetzt, mitten in der Wirtschaftskrise, sind, das sollten wir den Leuten auch einmal sagen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Grosz: Sie leiden unter Realitätsverlust, Herr Bundeskanzler!
Zu Ihren Wirtschaftskonzepten, über die wir auch gestern gehört haben: Wir sollen also 1 Prozent von Menschen einheben, die mehr verdienen als der Bundespräsident, noch dazu über Lohn- und Einkommensteuer. Wir wollen eigentlich Arbeit entlasten und Vermögen belasten. (Abg. Grosz: Sie leiden unter Realitätsverlust, Herr Bundeskanzler!) Also gut: Wir sollen 1 Prozent einheben. (Abg. Strache: Sie stimmen ja nicht einmal zu, auf 4 Prozent zu verzichten! Da stimmen Sie dagegen!) Aber die FPÖ kann nicht einmal sagen, wie viel die Menschen mehr bezahlen sollen und was das ausmacht.
Abg. Strache: Sie stimmen ja nicht einmal zu, auf 4 Prozent zu verzichten! Da stimmen Sie dagegen!
Zu Ihren Wirtschaftskonzepten, über die wir auch gestern gehört haben: Wir sollen also 1 Prozent von Menschen einheben, die mehr verdienen als der Bundespräsident, noch dazu über Lohn- und Einkommensteuer. Wir wollen eigentlich Arbeit entlasten und Vermögen belasten. (Abg. Grosz: Sie leiden unter Realitätsverlust, Herr Bundeskanzler!) Also gut: Wir sollen 1 Prozent einheben. (Abg. Strache: Sie stimmen ja nicht einmal zu, auf 4 Prozent zu verzichten! Da stimmen Sie dagegen!) Aber die FPÖ kann nicht einmal sagen, wie viel die Menschen mehr bezahlen sollen und was das ausmacht.
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Das ist Überheblichkeit! – Abg. Strache: Sie stimmen sogar dagegen, auf 4 Prozent zu verzichten! Sogar dagegen stimmen Sie! Selber jeden Cent der Gage einstecken und einstreifen! Keine soziale Verantwortung hat dieser Bundeskanzler!
Da kommt dann Herr Professor Van der Bellen heraus und rechnet Ihnen vor – peinlich für Sie! –, Sie wollen mit 8 Millionen € die Wirtschaft dieses Landes sanieren! Herr Strache, da haben wir gesehen, was wirklich dran ist an Ihren Wirtschaftskonzepten. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Das ist Überheblichkeit! – Abg. Strache: Sie stimmen sogar dagegen, auf 4 Prozent zu verzichten! Sogar dagegen stimmen Sie! Selber jeden Cent der Gage einstecken und einstreifen! Keine soziale Verantwortung hat dieser Bundeskanzler!)
Abg. Strache: Aber Sie wissen es, Herr Bundeskanzler!?
Daher sind uns unsere Wirtschaftskonzepte lieber, die auch die Probe bestehen werden müssen, ob wir in der OECD bei der Sozialquote – wissen Sie, was eine Sozialquote ist?! (Abg. Strache: Aber Sie wissen es, Herr Bundeskanzler!?) – zu den drei
Abg. Strache: Er kann die Sozialquote nicht erklären, der Herr Bundeskanzler!
besten Ländern gehören. Und unser Programm, unser Budget, unsere in Zahlen gegossene Politik wird verantwortlich dafür sein, ob wir zu den drei besten Ländern gehören (Abg. Strache: Er kann die Sozialquote nicht erklären, der Herr Bundeskanzler!), ob soziale Netze, ob jene Sicherheiten, die die Bevölkerung von uns erwartet, bei der Bildung, bei der Ausbildung, bei Menschen, die arbeitslos werden, bei der Gesundheitspolitik, bei der Sicherheit des Einzelnen, ob die Gesundheitsversorgung auch leistbar und finanzierbar bleiben. Daran werden wir gemessen! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Strache: Der Herr Belastungskanzler!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Strache: Der Herr Belastungskanzler!
besten Ländern gehören. Und unser Programm, unser Budget, unsere in Zahlen gegossene Politik wird verantwortlich dafür sein, ob wir zu den drei besten Ländern gehören (Abg. Strache: Er kann die Sozialquote nicht erklären, der Herr Bundeskanzler!), ob soziale Netze, ob jene Sicherheiten, die die Bevölkerung von uns erwartet, bei der Bildung, bei der Ausbildung, bei Menschen, die arbeitslos werden, bei der Gesundheitspolitik, bei der Sicherheit des Einzelnen, ob die Gesundheitsversorgung auch leistbar und finanzierbar bleiben. Daran werden wir gemessen! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Strache: Der Herr Belastungskanzler!)
Abg. Strache: Aber die Bürger haben kein Vertrauen mehr in Sie und diese Regierung, bei diesen Peinlichkeiten, die da laufen! Der Bürger hat Ihnen das Vertrauen schon in der letzten Wahl nicht ausgesprochen! – Der Wahlverlierer der letzten Nationalratswahl!
Und in einem haben Sie ganz recht: Ich habe Vertrauen in diese Regierung deshalb (Abg. Strache: Aber die Bürger haben kein Vertrauen mehr in Sie und diese Regierung, bei diesen Peinlichkeiten, die da laufen! Der Bürger hat Ihnen das Vertrauen schon in der letzten Wahl nicht ausgesprochen! – Der Wahlverlierer der letzten Nationalratswahl!), weil ich davon überzeugt bin, dass mit den Sozialpartnern gemeinsam, mit den Bundesländern gemeinsam, mit den Verantwortlichen gemeinsam in unserer Republik Einsparungen dort zu treffen sind, wo sie möglich sind, damit wir das Geld dort zur Verfügung haben, wo wir es dringend brauchen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Und in einem haben Sie ganz recht: Ich habe Vertrauen in diese Regierung deshalb (Abg. Strache: Aber die Bürger haben kein Vertrauen mehr in Sie und diese Regierung, bei diesen Peinlichkeiten, die da laufen! Der Bürger hat Ihnen das Vertrauen schon in der letzten Wahl nicht ausgesprochen! – Der Wahlverlierer der letzten Nationalratswahl!), weil ich davon überzeugt bin, dass mit den Sozialpartnern gemeinsam, mit den Bundesländern gemeinsam, mit den Verantwortlichen gemeinsam in unserer Republik Einsparungen dort zu treffen sind, wo sie möglich sind, damit wir das Geld dort zur Verfügung haben, wo wir es dringend brauchen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Kickl: Sie sollte man zu General Motors schicken!
Sie haben recht, Frau Glawischnig, die Sie das angesprochen haben, und auch in den öffentlichen Beiträgen ist das öfter gekommen: Wie ist das, wenn man bei Pensionierungen nicht nachbesetzt, kostet das nicht auch Arbeitsplätze? – Ja, manchmal ist die Einsparung im öffentlichen Bereich deshalb notwendig, weil wir auf der anderen Seite dringend mehr Leute, mehr Ausgaben und mehr finanzielle Budgetmittel brauchen, um die Pensionen zu sichern, um die Bildung und die Ausbildung zu verbessern und um das Gesundheitswesen zu sichern. (Abg. Kickl: Sie sollte man zu General Motors schicken!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Manchmal muss man dort, wo man jetzt Ausgaben hat, kürzen, einsparen und versuchen, dieselbe Leistung mit weniger zu erbringen, damit man andere Qualitäten in unserem Land erreicht. Und dazu gehört die Bildungspolitik mit Gesamtmehrausgaben von 800 Millionen für die nächsten beiden Jahre. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
nur ein erster Schritt hin zu einer Schule der Chancengerechtigkeit sein können, zu einer Schule der Chancen für die nächste Generation, zu einer Schule der Chancen für die jungen Menschen in unserem Land. (Beifall bei der SPÖ. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: Applaus für den Belastungskanzler!
Es ist bei der Schule, es ist bei der Bildung, es ist im Sozialbereich und auch in anderen Bereichen ausgewiesenermaßen das Budget erhöht worden, aber die gemeinsamen Kraftanstrengungen müssen beim Verstärken von Ausgaben genauso stark sein wie die gemeinsamen Anstrengungen bei Reformen und beim Sparen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: Applaus für den Belastungskanzler!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: Greift ihnen gleich in die Tasche!
Bundesminister für Finanzen Vizekanzler Dipl.-Ing. Josef Pröll: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Meine Kolleginnen und Kollegen auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Vor allem auch die vielen Zuschauer, die heute hergekommen sind, und auch jene vor den Fernsehschirmen! Einen Tag nach der Präsentation des Budgets ist die Zeit gekommen, nicht nur Emotionen in den Raum zu stellen, sondern auch danke zu sagen – den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern, die mit ihrer Steuerleistung überhaupt die Grundlage für eine Budgetplanung schaffen, die den Freiraum schaffen für das, was durch die Politik, die wir jetzt in Zahlen gegossen haben, ermöglicht wird. Ihnen gebührt unser ganz spezieller Dank an diesem Tag. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: Greift ihnen gleich in die Tasche!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich habe gestern die Eckpunkte unserer Budgetplanung für 2009/2010 und erstmals auch die Budgetperspektive bis 2013 im Hohen Haus vorgelegt. Wir haben in vier Monaten – in Rekordzeit!, die Regierung ist seit Anfang Dezember im Amt – eine Vierjahresplanung, ein Doppelbudget, die größte Steuerreform in den letzten Jahrzehnten und zwei Konjunkturpakete beschlossen, inklusive ein Bankenpaket zur Stabilisierung der Spareinlagen. In Rekordzeit! Noch keine andere Bundesregierung hat in so kurzer Zeit als richtiges Signal zur Krisenbewältigung ein derartiges Konvolut – Konjunkturpakete, Steuerreform und ein Doppelbudget – auf den Weg gebracht. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Wir haben jetzt April!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Frau Abgeordnete Glawischnig hat gefragt: Warum ein Doppelbudget? Die Zahlen ändern sich doch dauernd! – Auch hiezu ein offenes Wort. Sie wissen ganz genau, dass wir, wenn wir heute nur das Budget 2009 beschließen würden, unverzüglich in Verhandlungen eintreten müssten, weil wir im Oktober schon das Budget für 2010 zu beschließen haben. Das hat das Hohe Haus auch in der Haushaltsgesetzgebung so festgelegt. Jetzt erklären Sie mir, warum wir noch ein paar Wochen warten sollten, um dann gleich wieder in Verhandlungen für 2010 zu gehen. (Abg. Ing. Westenthaler: Wir haben jetzt April!) Es wird sich nicht viel verändert haben, und deswegen macht es Sinn, für diese zwei Jahre jetzt die Perspektive auf den Tisch zu legen. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Es wird sich nicht viel verändert haben?!)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Es wird sich nicht viel verändert haben?!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Frau Abgeordnete Glawischnig hat gefragt: Warum ein Doppelbudget? Die Zahlen ändern sich doch dauernd! – Auch hiezu ein offenes Wort. Sie wissen ganz genau, dass wir, wenn wir heute nur das Budget 2009 beschließen würden, unverzüglich in Verhandlungen eintreten müssten, weil wir im Oktober schon das Budget für 2010 zu beschließen haben. Das hat das Hohe Haus auch in der Haushaltsgesetzgebung so festgelegt. Jetzt erklären Sie mir, warum wir noch ein paar Wochen warten sollten, um dann gleich wieder in Verhandlungen für 2010 zu gehen. (Abg. Ing. Westenthaler: Wir haben jetzt April!) Es wird sich nicht viel verändert haben, und deswegen macht es Sinn, für diese zwei Jahre jetzt die Perspektive auf den Tisch zu legen. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Es wird sich nicht viel verändert haben?!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das sind doch die richtigen Maßnahmen: Jetzt Geld zu investieren, um Menschen in Beschäftigung zu halten – und nicht Arbeitslosigkeit zu verwalten! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Zur Bildung, dem zweiten großen Schwerpunkt, ein Schwerpunkt für unsere Kinder: Nach den Zahlendebatten der letzten Tage, nach den Dienstrechtsdebatten, nach allem, was damit technisch verbunden war, kommt jetzt auch die Zeit, an die Zukunft zu denken und darüber zu diskutieren: Was brauchen die Kinder in diesem Land an Bildungsqualität? Was müssen unsere Lehrer in Zukunft an Ausbildung haben, damit wir auch im internationalen Umfeld wettbewerbsfähig sind und für die beste Bildung unserer Kinder die richtigen Investitionen tätigen? (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: 1 000 € mehr pro Schüler?!
Wir steigern das Bildungsbudget gegenüber 2008 um 378 Millionen € . Das heißt: 1 Milliarde mehr für die Bildung in Österreich bis 2013. Aufgrund sinkender Schülerzahlen und der Steigerung des Budgets sind das 1 000 € mehr pro Schüler im Jahr 2013. Das kann sich sehen lassen, auch in der klaren politischen Schwerpunktsetzung, die wir ganz bewusst entsprechend vornehmen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: 1 000 € mehr pro Schüler?!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Zwei Themen, die ich noch ansprechen will, sind Wissenschaft und Forschung. Für Wissenschaft und Forschung gibt es plus 40 Prozent, und ich habe gestern und auch heute den Medien entnommen, dass es diesbezüglich auch ein klares Signal aus der Wissenschafts- und Forschungsszene gibt. Man hätte sich vielleicht noch mehr gewünscht, aber das ist der Bereich, der mit einer 40-prozentigen Steigerung auch in einer Krisenzeit ein klares Signal erhält, dass wir uns gerade in diesen nächsten Monaten und Jahren auch vorbereiten, durch einen Technologie- und Entwicklungsschub nach der Krise konkurrenzfähiger als andere Länder zu sein. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Kickl: Daten, Fakten!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ein paar Wochen vor einer Auseinandersetzung zur Wahl zum Europäischen Parlament nur ganz kurz: Lassen wir doch die Emotionen heraus und schauen wir uns die Daten und Fakten an! Wo wären wir heute ohne Europäische Union? Wo wären wir ohne Euro-Zone? Der Euro ist der stabile Anker in der Krisenbewältigung. Überall rund um uns kracht es. Währungen werden abgewertet. Länder kommen an die Kante der Wirtschaftsfähigkeit. Der Euro-Raum ist stabil. Europa und der Euro sind die richtige Antwort, meine sehr geehrten Damen und Herren, auf das, was wir an Herausforderung zu bewältigen haben. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Kickl: Daten, Fakten!)
Abg. Bucher: Den haben Sie schon verspielt!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Abschließend noch eines: Österreich hat einen Bonus. (Abg. Bucher: Den haben Sie schon verspielt!) Wir gehen aufgrund der klugen Finanz- und Wirtschaftsplanung der letzten Jahre in eine Entwicklung, in der wir einen Vorsprung haben und in der es gilt, diesen Vorsprung auch sicher durch die Krise zu bringen. Deswegen appelliere ich noch einmal an Sie, auch darauf aufzupassen – nach gestern und auch nach den Ausführungen von manchen hier aus der Opposition, denen Kraken und andere Themen offensichtlich wichtiger sind als die Frage der Balance des Staatshaushaltes. (Abg. Strache: Denen dienen Sie, und deshalb gefährden Sie das Budget!)
Abg. Strache: Denen dienen Sie, und deshalb gefährden Sie das Budget!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Abschließend noch eines: Österreich hat einen Bonus. (Abg. Bucher: Den haben Sie schon verspielt!) Wir gehen aufgrund der klugen Finanz- und Wirtschaftsplanung der letzten Jahre in eine Entwicklung, in der wir einen Vorsprung haben und in der es gilt, diesen Vorsprung auch sicher durch die Krise zu bringen. Deswegen appelliere ich noch einmal an Sie, auch darauf aufzupassen – nach gestern und auch nach den Ausführungen von manchen hier aus der Opposition, denen Kraken und andere Themen offensichtlich wichtiger sind als die Frage der Balance des Staatshaushaltes. (Abg. Strache: Denen dienen Sie, und deshalb gefährden Sie das Budget!)
Abg. Strache: Das ist genau Ihre Methode!
Herr Strache, Sie brauchen hier nicht nervös zu werden. Sie haben sich heute in die „Unterstützung“ von Nobelpreisträger Krugman nahtlos eingereiht, nämlich in die Kritik an Österreich. Okay, wir nehmen das zur Kenntnis. Sie haben aber vergessen, dass der Chef des Währungsfonds, Dominique Strauss-Kahn, und auch der Chef der Euro-Gruppe, die es besser wissen, weil sie tagtäglich damit zu tun haben, genau das Gegenteil gesagt haben: Österreich ist stabil. Österreich braucht nicht vernadert zu werden, auch nicht durch Sie (Abg. Strache: Das ist genau Ihre Methode!), sondern wir haben stabile Perspektiven mit dem Doppelbudget vorgelegt. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Herr Strache, Sie brauchen hier nicht nervös zu werden. Sie haben sich heute in die „Unterstützung“ von Nobelpreisträger Krugman nahtlos eingereiht, nämlich in die Kritik an Österreich. Okay, wir nehmen das zur Kenntnis. Sie haben aber vergessen, dass der Chef des Währungsfonds, Dominique Strauss-Kahn, und auch der Chef der Euro-Gruppe, die es besser wissen, weil sie tagtäglich damit zu tun haben, genau das Gegenteil gesagt haben: Österreich ist stabil. Österreich braucht nicht vernadert zu werden, auch nicht durch Sie (Abg. Strache: Das ist genau Ihre Methode!), sondern wir haben stabile Perspektiven mit dem Doppelbudget vorgelegt. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: Immer das gleiche Theater, immer die gleichen Phrasen!
Herr Abgeordneter Strache, ich bitte Sie auch eines, abseits der politischen Emotionen: Sehen Sie auch und wissen Sie auch, dass auf den internationalen Finanzmärkten jede politische Aussage, die politisch fundiert gegeben wird, eine ökonomische Auswirkung hat. Und die Auswirkung heißt nicht mehr und nicht weniger, als dass wir, wenn Sie ins Krisengeheul mit einstimmen und Österreich schlechtmachen, mehr an Zinsen für unsere Staatsschulden zu zahlen haben, weil die Bonität Österreichs unter solchen Aussagen leidet – und nicht an den Fakten. Das ist ganz wichtig, dass wir uns auch das vornehmen, denn da ist die Zeit zu angespannt und die Krise zu tief, um mit populistischen Aussagen noch mehr an dieser Schraube nach unten zu drehen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: Immer das gleiche Theater, immer die gleichen Phrasen!)
Abg. Bucher: Das fragen wir uns auch, was die SPÖ macht!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Fragen, die mir gestellt werden, wenn ich im Wahlkreis bin, bei der Sprechstunde, bei Veranstaltungen, bei Bürgerversammlungen, lauten vor allem: Was macht die Politik, was kann die Politik machen, was macht die SPÖ, damit die Schule besser wird? Was macht die Politik, was macht die SPÖ, damit die Krise möglichst kurz ist? Was macht sie gegen die Arbeitslosigkeit? Was macht die Politik, was macht die SPÖ für mehr Gerechtigkeit in diesem Land? (Abg. Bucher: Das fragen wir uns auch, was die SPÖ macht!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, das sind auch die richtigen Antworten, die wir auf die Frage geben: Was machen wir gegen die Krise und was machen wir gegen die hohe Arbeitslosigkeit? (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Das stimmt ja für die meisten gar nicht!
andere arbeiten lässt, dann zahlt man zwischen 0 und 25 Prozent Steuern und Abgaben. Wenn man hingegen arbeiten geht für sein Einkommen, dann zahlt man 30, 40, 50 Prozent Steuern. Das finden wir extrem ungerecht, und es ist auch ungerecht. Das, was wir jetzt durch die Steuerreform machen, ist, dass wir die Menschen, die um ihr Geld arbeiten, entlasten und die Steuern in diesem Bereich senken. (Abg. Mag. Kogler: Das stimmt ja für die meisten gar nicht!)
Beifall bei der SPÖ.
Ja, es sind auch noch weitere Schritte möglich, denn es geht nicht nur darum, die Steuern auf Arbeit zu senken, sondern es geht auch darum, dass jene, die ihr Einkommen beziehen, indem sie andere arbeiten lassen oder angeblich ihr Geld arbeiten lassen, auch einen gerechten Beitrag leisten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie können sicher sein, dass die SPÖ nicht nur in der Krise für mehr Gerechtigkeit bei den Steuern ist, sondern auch in guten Zeiten, und dass sie darauf achten wird, dass wir das Steuersystem gerechter entwickeln, damit diese Ungleichheit, diese Ungerechtigkeit, die wir heute haben, in eine ordentliche Balance gebracht wird. Dafür stehen wir, und darauf kann man sich bei uns verlassen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Da wir heute hier das Budget diskutieren, geht es auch um die Frage: Was sagt das Budget dazu aus? Das Budget sagt, ja, es gibt mehr Geld für kleine Klassen, ja, es gibt mehr Geld für die Sprachförderung, ja, es gibt das notwendige Geld für die Weiterentwicklung der Neuen Mittelschule. Das heißt, ja, es gibt mehr Geld für den Bildungsbereich, und ja, es gibt mehr Geld für öffentliche Investitionen und damit direkt für die Arbeitsplätze. Es gibt das notwendige Geld für die Kurzarbeit, damit wir Menschen möglichst in Beschäftigung halten. Es gibt mehr Geld im Bereich der aktiven Arbeitsmarktpolitik und der Qualifizierung. Ja, es gibt mehr Geld für die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und der Krise, und ja, die Steuern für jene, die arbeiten gehen, werden gesenkt. Das ist gut so, und deswegen werden wir dem Budget auch zustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Wir reden von den Großvermögen, die Sie schützen!
Wenn die Frau Kollegin Glawischnig, die den Saal bereits verlassen hat, davon spricht, in Österreich werde nur die Arbeit besteuert, Kapital werde nicht besteuert, und nicht weiß, dass wir eine Kapitalertragsteuer haben, die fast 4 Milliarden € bringt, die jeder kleine Sparbuchbesitzer zahlt, dann ist das eigentlich eine Verkennung von Fakten und Daten. (Abg. Mag. Kogler: Wir reden von den Großvermögen, die Sie schützen!)
Abg. Mag. Kogler: Recht hat er damit!
Wenn Herr Kollege Strache, der auch nicht mehr da ist, einen wichtigen Wirtschaftszweig, der zehntausende Arbeitsplätze sichert, derart heruntermacht, als Giebelkreuzkrake bezeichnet (Abg. Mag. Kogler: Recht hat er damit!), dann ist das unterstes Niveau. Ich muss das mit aller Entschiedenheit zurückweisen; ich geniere mich für solche Debattenbeiträge in der heutigen Debatte, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn Herr Kollege Strache, der auch nicht mehr da ist, einen wichtigen Wirtschaftszweig, der zehntausende Arbeitsplätze sichert, derart heruntermacht, als Giebelkreuzkrake bezeichnet (Abg. Mag. Kogler: Recht hat er damit!), dann ist das unterstes Niveau. Ich muss das mit aller Entschiedenheit zurückweisen; ich geniere mich für solche Debattenbeiträge in der heutigen Debatte, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Und viertens Wahlen verlieren!
Zum Inhalt selbst: Das Budget ist ein Krisenbudget, das haben wir gestern gehört, gar keine Frage. Die Zeit einer Krise ist nicht die Zeit einer Budgetkonsolidierung, gar keine Frage. Ich glaube, die Devise des Herrn Vizekanzlers und Finanzministers ist richtig, wenn er sagt, die Herausforderung lautet: erstens Krise meistern, zweitens Wirtschaft stärken, drittens den Menschen helfen. (Abg. Ing. Westenthaler: Und viertens Wahlen verlieren!)
Abg. Ing. Westenthaler: Wo ist der Stummvoll, der immer gegen die Schulden gesprochen hat? Wo ist der wirkliche Stummvoll?
Die drei großen Zielsetzungen – Herr Kollege Westenthaler, das ist kein Spaß, das sind ernsthafte Arbeiten der Regierung und auch dieses Hauses – lauten: erstens die Finanzmärkte zu stabilisieren, zweitens Strategien für Wachstum und Beschäftigung zu erarbeiten und drittens – Cap hat es in seiner Rede auch genannt – die Balance zu finden zwischen Stabilität im Staatshaushalt einerseits und den notwendigen Wachstums- und Kaufkraftimpulsen andererseits, die gesetzt werden müssen. (Abg. Ing. Westenthaler: Wo ist der Stummvoll, der immer gegen die Schulden gesprochen hat? Wo ist der wirkliche Stummvoll?)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn es in dieser Krise eine wirklich erfreuliche Kennzahl gibt, dann die, meine Damen und Herren: Im heurigen Jahr werden die Nettorealeinkommen im Durchschnitt um 3,5 Prozent steigen, als Folge hoher Lohnabschlüsse im Vorjahr, als Folge des Rückgangs der Inflation und als Folge der steuerlichen Entlastung. In Zeiten der Krise eine Nettorealeinkommensteigerung von 3,5 Prozent ist ein sehr erfreuliches Signal. Auch das sollte man in Zeiten der Krise einmal sagen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Erst heute hat die Nationalbank darauf hingewiesen, dass diese Impulse für Wachstum und Beschäftigung das Wirtschaftswachstum um einen dreiviertel Prozentpunkt fördern werden, wodurch 25 000 Arbeitsplätze gesichert oder neu geschaffen werden. Ein toller Erfolg im Interesse der Arbeitsplätze und der Beschäftigung in diesem Land, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Erklären Sie das einmal Ihren Landeshauptleuten!
Das ist die Herausforderung der nächsten Jahren, und da brauchen wir Strukturreformen, die für alle Bereiche des Staatshaushaltes gelten. Sparen gilt für alle Bereiche, nur: Sparen heißt nicht Sparen zu Lasten der Gesundheit, Sparen zu Lasten der Sicherheit, Sparen zu Lasten der Bildung, sondern Sparen heißt, die Mittel für diese Bereiche möglichst effizient einzusetzen. (Abg. Mag. Kogler: Erklären Sie das einmal Ihren Landeshauptleuten!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich sage auch ganz offen, ein Reformansatz nach dem Motto, ich teile einer großen Gruppe über die Medien mit, ihr müsst zwei Stunden länger arbeiten, ist schwer kontraproduktiv, gar keine Frage. Sosehr man inhaltlich über vieles reden kann, aber diese Vorgangsweise ist einfach kontraproduktiv. Ich appelliere wirklich an alle Regierungsmitglieder, dass das jeder für seinen Bereich beachtet: Reformen gehen nur mit den Betroffenen und nicht gegen die Betroffenen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bitte Sie vielmals, sich an diesen Grundsatz zu halten, denn diese Strukturreformen sind notwendig – ich sage es noch einmal ganz brutal –, weil die Zinsen für jene Maßnahmen, die wir richtigerweise heute setzen, nicht die Zukunft unserer Kinder unverantwortlich einengen sollen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Es ist ein Krisenbudget, mit dem wir es hier zu tun haben. Da muss man sich natürlich fragen, welche Bedeutung dieses Wort „Krise“ in diesem Zusammenhang hat. Zum einen meine ich, dass damit diese Krise gemeint ist, die selbstverständlich – man muss die Dinge schon beim Namen nennen – ausgegangen ist von den Vereinigten Staaten, aber natürlich mit maßgeblicher Unterstützung der Europäischen Union, die einen Tanz um das Goldene Kalb des Neoliberalismus herum mitgetanzt hat, und die jetzt über Österreich hereinschwappt und da schon einen ordentlichen Haufen an unschuldigen Opfern zu verantworten hat. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Da leiden jetzt schon Millionen Menschen. Da leiden die Menschen als Kurzarbeiter, da leiden sie als Arbeitslose, da leiden sie als diejenigen, die von SPÖ und ÖVP in sinnlosen AMS-Kursen hin und her geschoben werden. Da leiden sie als von Armut betroffene Pensionisten, da leiden sie als alleinerziehende Mütter mit ihren Kindern. Das kann man nicht einfach vom Tisch wischen! (Beifall bei der FPÖ.) Und Sie wissen ganz genau, dass die Liste dieser Opfer von Tag zu Tag länger wird; diese Liste war keinesfalls vollständig.
Beifall bei der FPÖ.
präsentiert worden ist und wie es heute Stück für Stück ein bisschen weiter auseinandergelegt wird, ohne dass es in vielen Bereichen wirkliche Klarheit gibt, ist nichts anderes als der Zustand eines Ausdrucks der Hilflosigkeit. Es ist Zustand eines Ausdrucks der Resignation und der Halbherzigkeit und, nicht zu vergessen, in wesentlichen Teilen auch der Nachweis einer nicht erfolgten moralischen Läuterung, obwohl gerade das in vielen Bereichen notwendig gewesen wäre. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und auch an die SPÖ gerichtet: Ich halte es schon für interessant, wenn man sich hier herstellt und Debatten über Verteilungsgerechtigkeit unter dem neuen Namen „strukturelle Steuerreform“ oder sonstwie führt, aber gleichzeitig die eigene Landespartei in Oberösterreich sich eine Stiftung hält. Herr Klubobmann Cap, vielleicht können Sie uns einmal erklären, wofür die SPÖ Oberösterreich eine steuerschonende Stiftung braucht und wie das zusammengeht mit Ihrem Anspruch, sich hier herzustellen und für Verteilungsgerechtigkeit einzusetzen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, Sie machen aus unserer freiheitlichen Sicht einen Fehler: Sie sagen auf der einen Seite Ihrer Argumentationslinie, dass wir es mit der schlimmsten Krise, mit der schwierigsten Situation seit den dreißiger Jahren zu tun haben – und da haben Sie von Rot und Schwarz sogar recht –, aber dann können Sie doch nicht im selben Atemzug diejenigen als Schwarzmaler brandmarken, so wie uns Freiheitliche, die verlangen, dass man auf diese Ausnahmesituation auch entsprechend, mit ordentlichem Gewicht, mit Nachdruck, Nachhaltigkeit und den richtigen Weichenstellungen reagiert, die sich verabschieden von Ihren Placebo-Methoden, von Ihren homöopathischen Ansätzen und von Ihrem Kurs, den man ja als nichts anderes bezeichnen kann als blankes Der-Krise-Hinterherwurschteln, ohne dass Sie sie jemals erwischen können! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Meine Damen und Herren, mit Ihrer Schönrederei, wie Sie sie betreiben, ist in Wahrheit niemandem geholfen, außer vielleicht ein paar Managern im Bankenbereich. Sie spielen zum Beispiel ganz bewusst die Gefahren aus den aushaftenden Ostkrediten herunter. Sie tun so, als ob das alles nichts wäre. Gleichzeitig parken und blockieren Sie aber 100 Milliarden € in einem Bereich, der nicht angegriffen werden darf, obwohl man aber dringend Geld aus diesem Bereich für andere Dinge brauchen würde. Dieses Geld fehlt für die Arbeitsmarktpolitik, dieses Geld fehlt für die Entlastung der kleinen und mittleren Unternehmen, und zwar fehlt es deshalb, weil Sie damit in Wahrheit die Rückendeckung für das Versagen der Manager im Osten sicherstellen müssen (Beifall bei der FPÖ) und dafür sorgen müssen, dass nicht alles in einem gigantischen schwarzen Loch – und dieses schwarze Loch ist kein astronomischer Ausdruck, sondern das ist ein politischer Ausdruck; wir können von mir aus auch sagen, dass es ein schwarz-gelbes Loch ist –, verschlungen wird, was in Österreich an Wirtschaftsleistung überhaupt hervorgebracht wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, mit Ihrer Schönrederei, wie Sie sie betreiben, ist in Wahrheit niemandem geholfen, außer vielleicht ein paar Managern im Bankenbereich. Sie spielen zum Beispiel ganz bewusst die Gefahren aus den aushaftenden Ostkrediten herunter. Sie tun so, als ob das alles nichts wäre. Gleichzeitig parken und blockieren Sie aber 100 Milliarden € in einem Bereich, der nicht angegriffen werden darf, obwohl man aber dringend Geld aus diesem Bereich für andere Dinge brauchen würde. Dieses Geld fehlt für die Arbeitsmarktpolitik, dieses Geld fehlt für die Entlastung der kleinen und mittleren Unternehmen, und zwar fehlt es deshalb, weil Sie damit in Wahrheit die Rückendeckung für das Versagen der Manager im Osten sicherstellen müssen (Beifall bei der FPÖ) und dafür sorgen müssen, dass nicht alles in einem gigantischen schwarzen Loch – und dieses schwarze Loch ist kein astronomischer Ausdruck, sondern das ist ein politischer Ausdruck; wir können von mir aus auch sagen, dass es ein schwarz-gelbes Loch ist –, verschlungen wird, was in Österreich an Wirtschaftsleistung überhaupt hervorgebracht wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Hören Sie auf mit der Ansage, dass es da um die Rettung der österreichischen Banken geht! Wenn Sie eine österreichische Bank retten, die im italienischen Besitz ist, und der österreichische Steuerzahler dafür Millionen und Milliarden aufzubringen hat, dann ist das eine seltsame Interpretation dessen, was überhaupt noch eine österreichische Bank ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
vielleicht irgendwelche Wirkungen in ein paar Wochen oder ein paar Monaten eintreten, dann hätten wir diese Wirkung schon. Sie hätten die Menschen gegen einen Teil dieser Krise bereits immunisiert, wenn Sie das getan hätten, etwa im Familienbereich, im Bereich der Kaufkraftsteigerung, wozu es viele, viele freiheitliche Vorschläge gegeben hat, die Sie alle vom Tisch gewischt haben. Sie haben schon fast den Staatsbankrott ausgerufen, als es um 150 Millionen € für die Abschaffung der Studiengebühren gegangen ist – aber jetzt schmeißen Sie mit hunderten Milliarden herum! Merken Sie nicht, dass das alles hinten und vorne nicht zusammenpasst?! (Beifall bei der FPÖ.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Meine Damen und Herren! Ein Wort noch zum Themenbereich ... (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) – Ich komme schon zum Schlusssatz. Wenn Sie versucht haben, mit diesem Budget, das Sie vorgelegt haben, so etwas Ähnliches wie Hoffnung, so etwas Ähnliches wie Zuversicht zu verbreiten, dann kann man Ihnen nur sagen: Mit diesem Versuch sind Sie kläglich gescheitert – nicht weil wir als Opposition Ihnen gegenüber grundsätzlich negativ eingestellt wären, sondern weil es einfach kein tragfähiges Fundament in diesem Papier und diesem Konvolut, wie es der Finanzminister bezeichnet hat, gibt! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Ein Wort noch zum Themenbereich ... (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) – Ich komme schon zum Schlusssatz. Wenn Sie versucht haben, mit diesem Budget, das Sie vorgelegt haben, so etwas Ähnliches wie Hoffnung, so etwas Ähnliches wie Zuversicht zu verbreiten, dann kann man Ihnen nur sagen: Mit diesem Versuch sind Sie kläglich gescheitert – nicht weil wir als Opposition Ihnen gegenüber grundsätzlich negativ eingestellt wären, sondern weil es einfach kein tragfähiges Fundament in diesem Papier und diesem Konvolut, wie es der Finanzminister bezeichnet hat, gibt! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Jetzt kommt wieder die Strache-Phobie!
Herr Kollege Strache, es ist sehr leicht erkennbar (Abg. Strache: Jetzt kommt wieder die Strache-Phobie!) – und das wird jeder Zuschauer, der heute zugesehen hat, erkannt haben –, in wessen Auftrag Sie jetzt schon zum wiederholten Male hier herausgehen und in jeder Plenarsitzung mindestens einmal Raiffeisen ankübeln müssen. Das ist leicht erkennbar, in wessen Auftrag Sie das machen, für jeden leicht erkennbar! Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass die Plumpheit, mit der Sie das machen, mittlerweile schon Ihrem Auftraggeber unangenehm ist. Davon bin ich überzeugt, meine Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Strache: Der schwarze Pflichtverteidiger! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Strache: Der schwarze Pflichtverteidiger! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Herr Kollege Strache, es ist sehr leicht erkennbar (Abg. Strache: Jetzt kommt wieder die Strache-Phobie!) – und das wird jeder Zuschauer, der heute zugesehen hat, erkannt haben –, in wessen Auftrag Sie jetzt schon zum wiederholten Male hier herausgehen und in jeder Plenarsitzung mindestens einmal Raiffeisen ankübeln müssen. Das ist leicht erkennbar, in wessen Auftrag Sie das machen, für jeden leicht erkennbar! Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass die Plumpheit, mit der Sie das machen, mittlerweile schon Ihrem Auftraggeber unangenehm ist. Davon bin ich überzeugt, meine Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Strache: Der schwarze Pflichtverteidiger! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Muss nicht sein!
Glauben Sie mir, meine Damen und Herren, es gäbe vieles an den Systembanken in Österreich zu kritisieren. Uns ist auch nicht egal, was sich im Osten abspielt; das will ich ganz klar sagen. Das wird uns noch beschäftigen, zu anderer Zeit, aus einem anderen Anlass, aber nicht beim Budget. Das wird uns wahrscheinlich – leider, sage ich dazu – noch beschäftigen. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Muss nicht sein!) Muss nicht sein, ich befürchte aber, das wird so sein. Aber so nicht!
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Den Exschwiegersohn eines Bankdirektors in einer Budgetdebatte zum Thema zu machen, weil man zum Budget selbst nichts zu sagen hat, was bemerkenswert war, deswegen eine Bankenschelte zu machen, das war entlarvend. (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Es war entlarvend, dass ihm zu den anderen Systembanken überhaupt nichts eingefallen ist; abgesehen davon, dass er das Thema verfehlt hat. Nur zu einer Systembank fällt ihm etwas an, und da ist erkennbar, wessen Auftrag dahinter steht. Zum Budget hat er nichts zu sagen gehabt. Der Seppi Bucher war der Erste, der wirklich substantiell zum Budget gesprochen hat. Das ist der Unterschied, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Strache: Der schwarze Pflichtverteidiger!
Meine Herren und meine Dame auf der Regierungsbank, hätten Sie nur diese Opposition, dann hätten Sie wirklich nichts zu befürchten, wirklich nicht! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Strache: Der schwarze Pflichtverteidiger!) Das haben wir ja gestern gesehen! Vielleicht ist es ganz gut, wenn wir das auch den Zuschauern sagen: Gestern hat die FPÖ, der Herr Strache den Vorschlag gemacht, man soll die Abgabenquote – ich zitiere wörtlich aus dem Antrag – um rund 4 Prozent senken. Auf die Frage des Kollegen Van der Bellen war er nicht einmal in der Lage, zu sagen, wie viele Milliarden das sind. Er hat nicht gewusst, sind es Millionen, sind es Milliarden. Er hat es nicht gewusst! Aber für seine eigenen Leute hat er, um Wissenschaftlichkeit zu suggerieren, eine Fußnote angebracht, was mit 42,8 Prozent gemeint sei, nämlich: Steuern und tatsächliche Sozialbeiträge; in Klammern: nur Pflichtbeiträge. – Das soll Wissenschaftlichkeit suggerieren! (Abg. Strache: Diese Strache-Phobie müsste wirklich ernsthaft behandelt werden! – Abg. Kickl: Sie sind der größte politische Pharisäer, den diese Republik jemals gesehen hat! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Diese Strache-Phobie müsste wirklich ernsthaft behandelt werden! – Abg. Kickl: Sie sind der größte politische Pharisäer, den diese Republik jemals gesehen hat! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Meine Herren und meine Dame auf der Regierungsbank, hätten Sie nur diese Opposition, dann hätten Sie wirklich nichts zu befürchten, wirklich nicht! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Strache: Der schwarze Pflichtverteidiger!) Das haben wir ja gestern gesehen! Vielleicht ist es ganz gut, wenn wir das auch den Zuschauern sagen: Gestern hat die FPÖ, der Herr Strache den Vorschlag gemacht, man soll die Abgabenquote – ich zitiere wörtlich aus dem Antrag – um rund 4 Prozent senken. Auf die Frage des Kollegen Van der Bellen war er nicht einmal in der Lage, zu sagen, wie viele Milliarden das sind. Er hat nicht gewusst, sind es Millionen, sind es Milliarden. Er hat es nicht gewusst! Aber für seine eigenen Leute hat er, um Wissenschaftlichkeit zu suggerieren, eine Fußnote angebracht, was mit 42,8 Prozent gemeint sei, nämlich: Steuern und tatsächliche Sozialbeiträge; in Klammern: nur Pflichtbeiträge. – Das soll Wissenschaftlichkeit suggerieren! (Abg. Strache: Diese Strache-Phobie müsste wirklich ernsthaft behandelt werden! – Abg. Kickl: Sie sind der größte politische Pharisäer, den diese Republik jemals gesehen hat! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Sie haben es nicht anders verdient! Wenn Sie heute eine Budgetdebatte zu führen haben, sind Sie überfordert, das ist das Problem, weil Sie sich nicht auskennen! Das haben wir heute festgestellt. Und dann kommen Sie noch mit einer Bankenschelte daher. (Beifall beim BZÖ.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Nennen wir doch die Dinge beim Namen! Nämlich: Wir erwarten eine schrumpfende Wirtschaft, wir erwarten damit weniger Leistung in die Steuertöpfe, wir erwarten daher eine angespannte Budgetsituationen, und wir erwarten daher eine neue Verschuldung. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall beim BZÖ.
Jetzt haben wir eine Verschuldungsquote von fast 70 Prozent des Bruttoinlandsproduktes – 68,5 Prozent sind prognostiziert; 70 Prozent werden es werden. Damit die Leute einmal wissen, was das ist: Das bedeutet, dass von den gesamten Leistungen, die dieses Land in einem Jahr erbringt, 70 Prozent in Wirklichkeit durch die Verschuldung gebunden werden! Ich betone: 70 Prozent, das ist ein enormes Ausmaß, meine Damen und Herren! Und da nützt es nichts, dauernd nur Voodoo-mäßig die Europäische Union zu beschwören, denn diese Europäische Union – und das ist wirklich ein Vorwurf, den man ihr machen muss – hat seit Jahr und Tag gewusst, dass die Krise auf uns zukommt! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Graf: Ihre Rede hat die Martina Schenk geschrieben!
Man hat in der Europäischen Union nichts – ich betone: gar nichts! – zur Vorbereitung auf diese Krise getan. Das ist ein Vorwurf, der der EU zu machen ist. Dieser Vorwurf ist ihr deswegen zu machen, weil das eine Aufgabe gewesen wäre, die man auf EU-Ebene hätte besser leisten können beziehungsweise als Vorbereitung machen können als auf staatlicher Ebene. Aber genau dort tun sie nichts! Stattdessen unterhält sich die Europäische Union darüber, ob man noch „Mademoiselle“ und „Fräulein“ sagen darf, ob man noch eine Glühbirne hineinschrauben darf oder nicht, welche Krümmung die Banane haben soll. Aber für die Krisenvorsorge haben sie nichts übrig gehabt. Erst wenn die Krise da ist, dann spielen sie groß Krisenbewältiger. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Graf: Ihre Rede hat die Martina Schenk geschrieben!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Glawischnig – auf den Ablauf der vereinbarten Redezeit hinweisend –: Herr Präsident! Herr Präsident! – Zwischenruf des Abg. Neubauer.
So geht es nicht! Das ist nicht der Reformwille, der jetzt notwendig wäre! Das sagt Ihnen übrigens heute auch Anneliese Rohrer. Das ist nicht meine Freundin, die Anneliese Rohrer, und ich komme selten in Verlegenheit, ihr recht geben zu müssen. Aber heute hat sie recht, wenn sie sagt, Sie sind in Ihrem Reformeifer – wenn Sie überhaupt einen hatten – bereits im Ansatz gescheitert, meine Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Glawischnig – auf den Ablauf der vereinbarten Redezeit hinweisend –: Herr Präsident! Herr Präsident! – Zwischenruf des Abg. Neubauer.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen
Bedauerlich für Sie, bedauerlich aber auch für das Land (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen), meine Damen und Herren, denn das Land hätte derzeit Besseres ...
Beifall beim BZÖ für den das Rednerpult verlassenden Abg. Mag. Stadler. – Abg. Strache: Schlechte Redequalität!
(Beifall beim BZÖ für den das Rednerpult verlassenden Abg. Mag. Stadler. – Abg. Strache: Schlechte Redequalität!)
Beifall bei den Grünen.
So, jetzt sind diese Stellgrößen anzuschauen, und es ist zu bewerten, was da geschieht. Wir werden in den nächsten Wochen aus Ihrem Budgetentwurf, Herr Vizekanzler und Finanzminister, die grünen Budgetleitlinien nachhaltig immer wieder unter die Nase halten, denn das, was Sie vorgelegt haben, ist, mit Verlaub, zu wenig, sowohl im Ausgabensektor als auch im Einnahmensektor. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das wird aber heißen, dass wir uns darüber Gedanken machen müssen, wie wir das in den Griff bekommen und einfangen und wie die Lasten zu verteilen sind. Es kann nicht sein – und jetzt komme ich zu den ersten Punkten, die Sie gestern gesagt haben und heute wieder –, dass diejenigen, die die Krise mit verursacht haben, dann am Schluss noch am besten aussteigen. Es müssen nämlich durchaus – und ich scheue mich nicht, diesen Begriff hier zu verwenden, auch wenn es von Ihnen als populistisch gebrandmarkt wird, aber mittlerweile ist es so, man muss es so benennen – auch die Reichen ihren gerechten Beitrag zum Sozial- und Bildungsstaat leisten, sonst ist dieser nämlich weg. (Beifall bei den Grünen.) Und ich unterstelle Ihnen ja nicht einmal, dass das in Ihrem Interesse ist.
Beifall bei den Grünen.
Eines wird sicher so sein müssen: Sowohl in Europa als auch weltweit wird die Wirtschaft, zumindest zum Teil, anders organisiert und reguliert werden müssen. Das heißt im Übrigen nicht eine schlechte EU, im Gegenteil: Wir brauchen mehr internationale Verflechtung! Das hat sich dadurch schon gezeigt. Wir brauchen in Wahrheit mehr EU, aber das macht nur dann einen Sinn, wenn es eine bessere EU ist. Das ist nämlich der Punkt in diesem Zusammenhang! Das haben Sie gestern leider völlig vermissen lassen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wir haben mit diesen investiven Paketen nicht wirklich reale Investitionen geschaffen, was auch kein Wunder ist – Frau Klubobfrau Glawischnig hat es Ihnen ja vorgerechnet –, weil nämlich ein Haufen Budgetschmäh drinnen ist. Es ist an dieser Stelle die „Vergrasserung“ des Budgets passiert, weil nämlich die Summen, die Sie nennen, gar nicht investiert werden, weil die Bundesimmobiliengesellschaft gar nicht in der Lage ist, das nachzuhüpfen, was Sie hier vorgeben. Es erfolgt an dieser Stelle die völlige „Vergrasserung“. Das ist wirklich enttäuschend. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kopf: Jetzt wollen Sie sie enteignen? – Ruf bei der ÖVP: Haben sie es gestohlen?
Wer zahlt jetzt aber das alles? Das war ja das eigentliche Thema! – Es wird nicht anders gehen, als dass bei einer Vermögensverteilung, Herr Kollege Kopf und Herr Kollege Stummvoll, bei der in diesem Land ein Prozent der Bevölkerung ein Drittel besitzt (Abg. Kopf: Jetzt wollen Sie sie enteignen? – Ruf bei der ÖVP: Haben sie es gestohlen?) – wogegen das untere Drittel von 90 Prozent besessen wird –, dieser Umstand nicht unbeachtet bleiben kann, vor dem Hintergrund des jetzigen Steuersystems in Österreich, das besagt, das bei besonders hohem Vermögen keine Steuern zu zahlen sind. Das kann nicht sein, und zwar deshalb nicht, weil wir das Defizit nicht durchschlagen lassen können! Das wissen Sie ganz genau.
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen
Oder es müssen Sparpakete her – die dann wieder wen treffen? – Dann sagen Sie das! Ich finde ja die mittelfristige Budgetplanung rührend: Sie sagen ein Defizit von 5 Prozent voraus, und Sie sagen nicht (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen), wie Sie das in den Griff bekommen wollen.
Abg. Kopf: Das fürchte ich auch!
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (fortsetzend): Der Schlusssatz ist ganz einfach (Abg. Kopf: Das fürchte ich auch!): Auch die Reichen müssen ihren Beitrag leisten. Und kommen Sie von der ÖVP weg von Ihrer Rolle als Reichenpartei!
Beifall bei den Grünen.
Und Sie, meine Damen und Herren Sozialdemokraten: Assistieren Sie diesem Unsinn nicht! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister Hundstorfer hat mit großer Ausdauer und Konsequenz dafür Sorge getragen, dass die Mittel sowohl für die aktive Arbeitsmarktpolitik als auch dann, wenn Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung notwendig sind, budgetär festgeschrieben sind, und dafür ist ihm wirklich ein herzliches Dankeschön zu sagen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
500 Millionen € werden dafür sozusagen flottgemacht, und ich denke mir, dass dies eine gute Investition für die Jugend, aber auch für die soziale Sicherheit in unserem Land ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Der ist schon weg! – Abg. Ing. Westenthaler: Der Faymann ist schon weg!
Ich bedanke mich sehr herzlich. Dieses Budget zeigt ganz einfach die sozialpolitische Handschrift dieser Bundesregierung unter Herrn Bundeskanzler Faymann (Abg. Scheibner: Der ist schon weg! – Abg. Ing. Westenthaler: Der Faymann ist schon weg!) und Herrn Sozialminister Hundstorfer. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bedanke mich sehr herzlich. Dieses Budget zeigt ganz einfach die sozialpolitische Handschrift dieser Bundesregierung unter Herrn Bundeskanzler Faymann (Abg. Scheibner: Der ist schon weg! – Abg. Ing. Westenthaler: Der Faymann ist schon weg!) und Herrn Sozialminister Hundstorfer. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Hübner: Wer ist der Auftraggeber?
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Zum Kollegen Strache: Er möchte ja immer der Großmeister der scharfen Pointe sein. Kaum aber hat er seinen Auftrag erfüllt, ist er weg. Er wird jetzt Bericht erstatten, dass er wieder einmal Raiffeisen beschimpft hat, und kann sich damit sozusagen dann bei seinem Auftraggeber wieder die Dankesworte abholen. (Abg. Dr. Hübner: Wer ist der Auftraggeber?) Es ist ja bemerkenswert: Keine Debatte hier in diesem Haus vergeht mehr, ohne dass ein Beitrag von Herrn Strache in eine Raiffeisen-Beschimpfung ausartet. 60 000 Mitarbeiter diffamiert er damit, ebenso Zigtausende, ja Hunderttausende Kunden und dementsprechend wirtschaftlich geführte Unternehmen – und dann spricht er davon, dass die FPÖ für den kleinen Mann eintritt! Das ist ja bemerkenswert. (Abg. Dr. Hübner: Wer ist der Auftraggeber?)
Abg. Dr. Hübner: Wer ist der Auftraggeber?
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Zum Kollegen Strache: Er möchte ja immer der Großmeister der scharfen Pointe sein. Kaum aber hat er seinen Auftrag erfüllt, ist er weg. Er wird jetzt Bericht erstatten, dass er wieder einmal Raiffeisen beschimpft hat, und kann sich damit sozusagen dann bei seinem Auftraggeber wieder die Dankesworte abholen. (Abg. Dr. Hübner: Wer ist der Auftraggeber?) Es ist ja bemerkenswert: Keine Debatte hier in diesem Haus vergeht mehr, ohne dass ein Beitrag von Herrn Strache in eine Raiffeisen-Beschimpfung ausartet. 60 000 Mitarbeiter diffamiert er damit, ebenso Zigtausende, ja Hunderttausende Kunden und dementsprechend wirtschaftlich geführte Unternehmen – und dann spricht er davon, dass die FPÖ für den kleinen Mann eintritt! Das ist ja bemerkenswert. (Abg. Dr. Hübner: Wer ist der Auftraggeber?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Hübner: Haben Sie etwas mit Raiffeisen zu tun?
Meine Damen und Herren! Diese Doppelbödigkeit können Sie sich sparen! Merken Sie sich das, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Hübner: Haben Sie etwas mit Raiffeisen zu tun?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kopf: Das ist mit Risiko verbunden!
Das Ostrisiko wird immer wieder erwähnt. Ja, es ist auch ein Risiko, gar keine Frage. Aber vielleicht denkt man auch einmal ein wenig darüber nach, dass 6 € von 10 €, die verdient werden, aus den Exporten erwirtschaftet werden, gerade auch aus diesen Ländern, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kopf: Das ist mit Risiko verbunden!)
Beifall bei der ÖVP.
Und das ist nun einmal auch mit Risiko verbunden. Oder wollen Sie nicht, dass wir auch diese Firmen finanzieren und absichern? Und darf man Sie vielleicht auch daran erinnern, wenn man schon das Obligo des Ostens hier kritisch beleuchtet, dass allein eine Schweizer Großbank – UBS – 800 Milliarden € an Obligos bei faulen amerikanischen Krediten hat, dass die englischen Banken verstaatlicht werden mussten, die 1 600 Milliarden € an Risiken in amerikanische Banken haben? Meine Damen und Herren, daher ist es nicht angebracht, nur immer mit dem Finger auf die eigenen Probleme zu zeigen, und schon gar nicht, uns vom Ausland diese Belehrungen vorzuhalten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Aber offensichtlich waren alle der Meinung, man könnte aus nichts auch noch Geld machen. Dass dies schiefgegangen ist, wissen wir, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Warum gibt es das nicht?
Ich gebe auch offen zu, ein Punkt schmerzt mich ein wenig, weil dieser am besten und am schnellsten umzusetzen gewesen wäre, nämlich: Es gibt in den Gemeinden ungeheuer viele Projekte, die sofort umsetzbar wären, die aufgrund der Ausschreibungsrichtlinien, bei denen Gott sei Dank die Obergrenzen erhöht wurden, durchaus blitzartig für die regionale Wirtschaft umsetzbar wären und für die Beschäftigung vor Ort das wirksamste Mittel wären. Vielleicht gibt es Möglichkeiten, das noch ein wenig besser umzusetzen. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Warum gibt es das nicht?)
Beifall bei ÖVP und BZÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine Damen und Herren, das Parlament wird insgesamt gefordert sein. Jeder einzelne Mandatar muss seinen bestmöglichen Beitrag zur Bewältigung der Krise leisten. Wir sollten aber auch die verbesserten Unterlagen nützen. Und ich möchte nicht versäumen, dem Herrn Sektionschef Dr. Steger und seinem Team sehr herzlich für die gekonnte Aufbereitung des neuen Haushaltsrechts, für die monatelange Vorbereitung zu danken, die eine Einstimmung auf das bietet, was uns hier erwartet. Ich sage hierfür ausdrücklich ein herzliches Danke. (Beifall bei ÖVP und BZÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
die Chancen, die es gibt, zu verstärken, die Risken, die vorhanden sind, zu mindern, vor allem aber die Zukunft zu stärken. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Ja! „Kraus“!
Abgeordneter Harald Vilimsky (FPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren Minister! Hohes Haus! Bevor ich auf die Debatte selbst eingehe, erlauben Sie mir noch ein Wort zum Vorredner Ewald Stadler, der hier mit großer Massivität gegen die FPÖ argumentiert hat. Wer sich auch nur ein bisschen über die krause Gedankenwelt des Herrn Stadler ein Bild machen möchte (Abg. Mag. Stadler: Ja! „Kraus“!), schaut am besten YouTube und hört ihm zu, wie er sich da von lauter Freimaurern verfolgt und umzingelt fühlt (Zwischenruf des Abg. Petzner), die ihn umgeben, und von lauter – ich zitiere Stadler – „warmen Brüdern“, die ihn verfolgen und umgeben. (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Petzner
Abgeordneter Harald Vilimsky (FPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren Minister! Hohes Haus! Bevor ich auf die Debatte selbst eingehe, erlauben Sie mir noch ein Wort zum Vorredner Ewald Stadler, der hier mit großer Massivität gegen die FPÖ argumentiert hat. Wer sich auch nur ein bisschen über die krause Gedankenwelt des Herrn Stadler ein Bild machen möchte (Abg. Mag. Stadler: Ja! „Kraus“!), schaut am besten YouTube und hört ihm zu, wie er sich da von lauter Freimaurern verfolgt und umzingelt fühlt (Zwischenruf des Abg. Petzner), die ihn umgeben, und von lauter – ich zitiere Stadler – „warmen Brüdern“, die ihn verfolgen und umgeben. (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Harald Vilimsky (FPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren Minister! Hohes Haus! Bevor ich auf die Debatte selbst eingehe, erlauben Sie mir noch ein Wort zum Vorredner Ewald Stadler, der hier mit großer Massivität gegen die FPÖ argumentiert hat. Wer sich auch nur ein bisschen über die krause Gedankenwelt des Herrn Stadler ein Bild machen möchte (Abg. Mag. Stadler: Ja! „Kraus“!), schaut am besten YouTube und hört ihm zu, wie er sich da von lauter Freimaurern verfolgt und umzingelt fühlt (Zwischenruf des Abg. Petzner), die ihn umgeben, und von lauter – ich zitiere Stadler – „warmen Brüdern“, die ihn verfolgen und umgeben. (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.)
Neuerliche Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Wie heißt der, der da redet?
Gestern hat sich Herr Stadler für die Zeugen Jehovas stark gemacht. Ich glaube, lieber Kollege Stadler, wenn es mit dem EU-Mandat nichts wird – wovon ja alle ausgehen –, vielleicht sehen wir Sie dann einmal mit einem „Wachtturm“ irgendwo auf der Straße stehen. Das wird die traurige Zukunft des Kollegen Stadler sein. (Neuerliche Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Wie heißt der, der da redet?)
Abg. Mag. Stadler: So schaut es aus, wenn die Lehrer streiken!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, heute in der Früh hat es eine sehr interessante Nachricht gegeben, nämlich, dass ein ehemaliges Aushängeschild der Sozialdemokratie, ein ehemaliger Staatssekretär der SPÖ, der Herr Ruttenstorfer im Visier der heimischen Finanzmarktaufsicht steht. Der Herr Ruttenstorfer als Chef der OMV, wo er ja 2 Millionen € im Jahr verdient, hat um den Schnäppchenbetrag von 620 000 € OMV-Aktien kurz vor dem MOL-Verkauf gekauft und hat sich damit so nebenbei einen Gewinn von 44 000 € in die sozialistische Tasche gesteckt. (Abg. Mag. Stadler: So schaut es aus, wenn die Lehrer streiken!)
Zwischenruf bei der SPÖ
Dann wird auch klar, meine sehr geehrten Damen und Herren, warum der neue Vorsitzende der SPÖ, Herr Werner Faymann, auf einmal dagegen polemisiert und wettert, dass die Superreichen dieser Republik zumindest einen Solidarbeitrag in der Krise zahlen. Das darf laut Werner Faymann nicht sein, und man weiß es auch, wenn man sich die tatsächlichen sozialistischen Millionäre in der heutigen Zeit ansieht. Und man versteht auch, warum (Zwischenruf bei der SPÖ) – ermittelt die FMA gegen den Herrn Ruttenstorfer oder nicht? – die SPÖ heute mit einer Flucht der Wähler konfrontiert ist.
Ironische Heiterkeit bei BZÖ und Grünen. – Abg. Mag. Stadler: So ein „lustiger“ Mensch!
Meine Damen und Herren, wenn man sich die gestrige die Rede des Finanzministers und seine heutigen Ausführungen vor Augen führt, dann muss man schon sehr gläubig sein, und zwar ÖVP-gläubig, um ihm das abzunehmen. Aber vielleicht kann man im Zuge der Umbauarbeiten des Hohen Hauses – Frau Prammer ist ja da sehr generös – dort oben eine Kanzel einrichten, wo er das bei seiner nächsten Budgetrede zum Besten geben könnte. Das wäre in jedem Fall klarer als das, was er hier gemacht hat. (Ironische Heiterkeit bei BZÖ und Grünen. – Abg. Mag. Stadler: So ein „lustiger“ Mensch!)
Abg. Petzner: ... Mölzer in Brüssel! Der faulste Abgeordnete!
Diese Europäische Union ist alles andere als ein Vehikel dafür, warum wir gut durch diese Finanzkrise kommen. Diese Europäische Union ist heute Ursache dafür, warum es solche Fehlentwicklungen gibt. (Abg. Petzner: ... Mölzer in Brüssel! Der faulste Abgeordnete!) – Komm nachher raus, wenn du etwas zu sagen hast!
Abg. Mag. Stadler: Herr Präsident, das kommt heraus, wenn Ihre Lehrer streiken!
sche Runde der Industriellen. Das sind 45 europäische Konzerne, wirkliche Big Player, die sich fusioniert haben, zusammen viereinhalb Millionen Beschäftigte und ein gemeinsames Umsatzvolumen von 1 600 Milliarden € haben. (Abg. Mag. Stadler: Herr Präsident, das kommt heraus, wenn Ihre Lehrer streiken!) Das sind 1,6 Billionen € – korrekt formuliert. Und diese Industriellenrunde formuliert ihre Erwartungen an die EU offen im Internet unter „www.ert.be“; das ist für jedermann nachzulesen.
Beifall bei der FPÖ.
Vergleicht man die Positionspapiere dieser Gruppe mit der tatsächlichen EU-Politik, dann kommt man drauf, dass diese Europäische Union nichts anderes als ein Lobbyverein für Industriekapitäne, Großkonzerne und Wirtschaftsunternehmen ist, aber mit Sicherheit keine soziale Union. (Beifall bei der FPÖ.)
in Richtung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll
Meine Damen und Herren, man kann dieses Budget in einem Satz zusammenfassen: Alle verlieren, nur die Banken kassieren! – Das, was Sie hier gemacht haben, nämlich die Banken als arme Opfer darzustellen, ist falsch. Die Banken in Österreich sind nicht Opfer, die Banken sind Täter. Und niemand hat die heimischen Banken angewiesen, mit 300 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 230 Milliarden € irgendwelche Spekulationsgeschäfte im Osten zu machen, oder hat Ihren Freund (in Richtung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll), den Herrn Konrad angewiesen, sich vor allem in der Ukraine derart massiv zu betätigen.
Beifall bei der FPÖ.
APA-Aussendung von gestern: „Hauptursache für den wachsenden Schuldenberg ist neben der jährlichen Neuverschuldung das Bankenhilfspaket ...“ Für diese 10 Milliarden €, die jetzt dafür veranschlagt sind, den Direktoren und den Managern aus der Patsche zu helfen, zahlen die Österreicher. Das muss man auch einmal in aller Deutlichkeit sagen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir sind dafür, meine Damen und Herren, nicht die Meinl- und Grasserpolitik der ÖVP, die jetzt die Unterstützung der SPÖ findet, umzusetzen und fortzuführen, sondern das Paket aufzuschnüren und den Österreichern zu geben, die es jetzt brauchen. Das ist der richtige Ansatz! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Sehenswert!
Abgeordneter Ing. Peter Westenthaler (BZÖ): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Der Herr Bundeskanzler hat uns ja schon verlassen. Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Nur kurz zu Herrn Vilimsky, der das Medium YouTube bemüht hat. Herr Vilimsky, mir ist aus YouTube in erster Linie eine Sequenz bekannt. (Abg. Mag. Stadler: Sehenswert!) – Die ist sehenswert, denn der ungefähr bekannteste Politiker nach Barack Obama auf YouTube heißt Karl Schwab von der FPÖ Niederösterreich. Es ist
Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
ein Genuss, sich das einmal anzuschauen. Ich würde jedem empfehlen, auf YouTube einmal den Namen „Schwab“ und „FPÖ“ einzugeben und sich diese Rede anzuschauen. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Also bemühen Sie hier das Medium YouTube nicht mehr!
Beifall beim BZÖ.
Jetzt aber zum Budget, denn das ist wesentlich wichtiger. Wir erleben ja heute eine Art von Mutation, einen neuen Finanzminister; der vorige sitzt hier herinnen. Mich wundert es ja, dass du heute nicht sprichst, lieber Willi Molterer, aber das wird schon seinen Grund haben. Wir erleben auch sozusagen die Mutation zweier Konzepte, nämlich vom „Pater Willi“ zum „Schulden-Sepp“. Das ist das Konzept, das wir heute hier sehen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Nur: Herr Finanzminister, dass es dazu gekommen ist, dafür tragen Sie die Verantwortung, weil Sie zwei Monate lang keine Zahlen genannt haben und sich die internationale Finanzwelt auch Gedanken darüber gemacht hat, was in Österreich eigentlich los ist! Sie tragen da gleichfalls Verantwortung. (Beifall beim BZÖ.)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Das ist von gestern! Das war vor der Budgetrede! Sie sind einen Tag zu spät!
Und wenn das „WirtschaftsBlatt“ titelt: „Herr Pröll: Das ist zu wenig!“ – schauen Sie, das steht da oben (der Redner hält ein Exemplar des „WirtschaftsBlattes“ in die Höhe) –, dann sollten Sie sich wirklich Gedanken darüber machen, ob das Budget, das Sie vorgelegt haben, richtig ist, denn das ist es nicht. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Das ist von gestern! Das war vor der Budgetrede! Sie sind einen Tag zu spät!)
Beifall beim BZÖ.
des Drehen an der Schuldenschraube ist. Das lehnen wir ab, meine sehr geehrten Damen und Herren! Das ist falsch! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Sie lassen auch die Menschen im Stich. Sie lassen die älteren Menschen im Stich, weil Sie ihnen nicht jene Pensionserhöhung gewähren, die sie bräuchten. Schon die letzte Erhöhung war unter der Inflationsrate, auch die nächste wird problematisch werden. Sie lassen die jungen Menschen bei der Bildung im Stich. Statt mehr Ausbildung ein Aus für mehr Bildung. Der Superminister Neugebauer, im Nebenjob Präsident des Nationalrates – mittlerweile kumuliert Finanzminister, Bundeskanzler und Bildungsminister in einem –, hat Ihnen gezeigt, wo der Bartl den Most holt. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Stummvoll: In der Krise geht es nicht anders!
Herr Kollege Stummvoll, jahrelang haben Sie uns von diesem Rednerpult aus als Hauptredner der ÖVP erklärt, wie schlecht es ist, Schulden zu machen und wie fürchterlich das für die nächsten Generationen ist (Abg. Dr. Stummvoll: In der Krise geht es nicht anders!), für die Kinder, für die Jungen, denen wir eine gute Zukunft geben sollen. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Herr Kollege Stummvoll, jahrelang haben Sie uns von diesem Rednerpult aus als Hauptredner der ÖVP erklärt, wie schlecht es ist, Schulden zu machen und wie fürchterlich das für die nächsten Generationen ist (Abg. Dr. Stummvoll: In der Krise geht es nicht anders!), für die Kinder, für die Jungen, denen wir eine gute Zukunft geben sollen. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Stummvoll: Lesen Sie meine Rede nach! Sie haben nicht aufgepasst!
Heute sind Sie selbst Teil der Schuldenpartei ÖVP, nein, ich korrigiere, der Rekordschuldenpartei ÖVP! Dafür sollten Sie sich eigentlich genieren. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Stummvoll: Lesen Sie meine Rede nach! Sie haben nicht aufgepasst!)
Beifall bei den Grünen.
lockend und bequem, zu denken, dass man sich auf Sie verlassen kann, aber leider ist es so, wenn ich mir dann Ihre Analyse der Krise und der Ursachen dafür im Weiteren anschaue: Bereits da wird ganz klar deutlich, dass man sich auf Sie wahrscheinlich nicht wird verlassen können. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Finanzminister, Sie fordern Vertrauen. Sie sagen, Sie stemmen sich gegen die Krise, doch das Einzige, gegen das Sie sich stemmen, ist die Erkenntnis, dass wir eine Wende brauchen. Dagegen wehren Sie sich! Sie wehren sich dagegen, umzudenken und endlich neue Wege zu gehen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Doch woher soll man das Geld dafür nehmen? – Besteuern Sie endlich das Vermögen der Superreichen! Schützen Sie Meinl, Grasser und Co nicht länger! Sie (auf die Sitzreihen der ÖVP zeigend) sind die Reichenpartei! Bekennen Sie sich dazu, wenn Sie es schon sind! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Bundesminister für Wissenschaft und Forschung Dr. Johannes Hahn: Herr Präsident! Hohes Haus! Offen gestanden, angesichts der Heterogenität der Debattenbeiträge seitens der Opposition, vor allen Dingen in inhaltlicher Hinsicht, kann sich, glaube ich, das Land glücklich schätzen, dass Sie nicht in der Regierung sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Grosz.
Es ist erfreulich – und das wurde so auch von der Forschungscommunity aufgenommen –, dass die 160 Millionen für den FWF ... (Zwischenruf des Abg. Grosz.) Forschung ist ein wichtiges Thema, Herr Kollege Grosz. Ich weiß, das ist nicht Ihre Kerndisziplin.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Wie gesagt, es ist erfreulich, dass die Forscher in den nächsten fünf Jahren im FWF 800 Millionen € zur Verfügung haben werden. Damit kann Österreich auch in den nächsten Jahren international reüssieren und mitspielen. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Wir investieren doppelt, weil wir auf das Geld schauen, weil wir jeden Euro zweimal umdrehen, bevor wir ihn ausgeben, und weil wir in Bereiche investieren, von denen unsere Kinder und unsere Enkelkinder noch profitieren werden. Wir bauen beispielsweise die „moderne Bahn“ aus, eine „Schiene des 21. Jahrhunderts“, ein ökologisches Verkehrsmittel. Wir beschleunigen Bahn-Projekte so, dass sie wirklich eine Alternative zum Pkw darstellen. Das sind Investitionen, die neue Beschäftigung schaffen, die wir jetzt brauchen, und damit sichern wir auch Werte für die nächsten Generationen, und deswegen ist das so wichtig. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Dieses Budget beweist eindeutig, dass diese Bundesregierung intelligent investiert. Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und soziale Gerechtigkeit und Balance sind in diesem Budget miteinander vereint. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die Investitionen in die Forschung sind einerseits deshalb wichtig, weil wir damit Arbeitsplätze für die qualifizierten Forscher und Forscherinnen von heute sichern können und weil wir andererseits mit den Ergebnissen im Forschungsbereich dazu beitragen können und dazu beitragen wollen, die Arbeitsplätze von morgen zu entwickeln und damit auch die Zukunft von morgen zu sichern. Das heißt, die Investitionen in Bildung, Wissenschaft und Forschung sind wichtige Zukunftsinvestitionen für unser Land. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Stadler: Wir nicht!
Abgeordnete Gabriele Tamandl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Herren Minister auf der Regierungsbank! Werte Kolleginnen und Kollegen! Nach einer Wahl gehen alle einen Schritt zurück und sagen: Nein, wir wollen nicht mitregieren, wir wollen keine Regierungsverantwortung übernehmen! (Abg. Mag. Stadler: Wir nicht!) – Nein, aber das kam von den größten Schreiern, die heute hier wieder alles kritisiert haben! (Abg. Mag. Stadler: Das haben wir in Salzburg gesehen!) Wir haben es jetzt wieder in Salzburg gesehen: Man will keine Regierungsverantwortung tragen. Wenn dem so ist, dann sollten Sie auch Respekt davor haben, was diese Bundesregierung gegen die Auswirkungen der Krise tut. Diese Bundesregierung, federführend auch durch unseren Finanzminister vertreten, tut etwas gegen die Krise, unternimmt alle Anstrengungen, dass diese Krise bewältigt werden kann. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Stadler: Das haben wir in Salzburg gesehen!
Abgeordnete Gabriele Tamandl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Herren Minister auf der Regierungsbank! Werte Kolleginnen und Kollegen! Nach einer Wahl gehen alle einen Schritt zurück und sagen: Nein, wir wollen nicht mitregieren, wir wollen keine Regierungsverantwortung übernehmen! (Abg. Mag. Stadler: Wir nicht!) – Nein, aber das kam von den größten Schreiern, die heute hier wieder alles kritisiert haben! (Abg. Mag. Stadler: Das haben wir in Salzburg gesehen!) Wir haben es jetzt wieder in Salzburg gesehen: Man will keine Regierungsverantwortung tragen. Wenn dem so ist, dann sollten Sie auch Respekt davor haben, was diese Bundesregierung gegen die Auswirkungen der Krise tut. Diese Bundesregierung, federführend auch durch unseren Finanzminister vertreten, tut etwas gegen die Krise, unternimmt alle Anstrengungen, dass diese Krise bewältigt werden kann. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Gabriele Tamandl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Herren Minister auf der Regierungsbank! Werte Kolleginnen und Kollegen! Nach einer Wahl gehen alle einen Schritt zurück und sagen: Nein, wir wollen nicht mitregieren, wir wollen keine Regierungsverantwortung übernehmen! (Abg. Mag. Stadler: Wir nicht!) – Nein, aber das kam von den größten Schreiern, die heute hier wieder alles kritisiert haben! (Abg. Mag. Stadler: Das haben wir in Salzburg gesehen!) Wir haben es jetzt wieder in Salzburg gesehen: Man will keine Regierungsverantwortung tragen. Wenn dem so ist, dann sollten Sie auch Respekt davor haben, was diese Bundesregierung gegen die Auswirkungen der Krise tut. Diese Bundesregierung, federführend auch durch unseren Finanzminister vertreten, tut etwas gegen die Krise, unternimmt alle Anstrengungen, dass diese Krise bewältigt werden kann. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Aber man müsste sich auch Sorgen machen, säßen die Grünen in der Regierung. Die Frau Klubobfrau Glawischnig hat es heute wieder unter Beweis gestellt, als sie meinte, 10 Prozent der Bevölkerung sollten Vermögenssteuern zahlen, 90 Prozent würden ungeschoren bleiben. Wenn man davon ausgeht, dass 200 000 Menschen in diesem Land 60 000 € und mehr Jahreseinkommen haben, dann muss man sagen: Das ist nichts anderes als ein Schröpfen des Mittelstandes, der Häuselbauer, der Einfamilienhausbesitzer. Das wird mit uns sicher nicht geschehen! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Lunacek.
Wir tun auch etwas für die Solidarität, indem wir die Absetzbarkeit von Spenden, nämlich gezielt genau dort, wo Menschen Menschen helfen, in der Steuerreform auch zur Umsetzung bringen. (Zwischenruf der Abg. Mag. Lunacek.) Das ist wichtig und notwendig, und diejenigen, die es sich leisten können, können und sollen eine Spende für Leute geben, die Hilfe dringend brauchen – das ist auch gut und notwendig. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir tun auch etwas für die Solidarität, indem wir die Absetzbarkeit von Spenden, nämlich gezielt genau dort, wo Menschen Menschen helfen, in der Steuerreform auch zur Umsetzung bringen. (Zwischenruf der Abg. Mag. Lunacek.) Das ist wichtig und notwendig, und diejenigen, die es sich leisten können, können und sollen eine Spende für Leute geben, die Hilfe dringend brauchen – das ist auch gut und notwendig. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Kickl.
Aber wir wissen auch, und ich hoffe, dass wir das dann ... (Zwischenruf des Abg. Kickl.) – Sie können nur zwischenrufen, Herr Kollege Kickl, Verantwortung tragen wollen Sie sowieso nicht, und Konzepte haben Sie auch keine! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Na, warten Sie es ab! Sie werden es noch erleben! – Abg. Strache: ... die Sorgenfalten im Juni!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Na, warten Sie es ab! Sie werden es noch erleben! – Abg. Strache: ... die Sorgenfalten im Juni!
Aber wir wissen auch, und ich hoffe, dass wir das dann ... (Zwischenruf des Abg. Kickl.) – Sie können nur zwischenrufen, Herr Kollege Kickl, Verantwortung tragen wollen Sie sowieso nicht, und Konzepte haben Sie auch keine! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Na, warten Sie es ab! Sie werden es noch erleben! – Abg. Strache: ... die Sorgenfalten im Juni!)
Beifall bei der ÖVP.
Wir müssen diesbezüglich unsere Bundesregierung – unseren Vizekanzler und Finanzminister und unsere restlichen Regierungsmitglieder – auch unterstützen und nicht immer nur von außen zwischenrufen. Das bringt uns nichts, das bringt auch der Bevölkerung nichts und die Krise bewältigt es auch nicht! (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf: Da haben Sie recht!
Abgeordneter Bernhard Themessl (FPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Werte Kolleginnen und Kollegen! Wissen Sie, Herr Bundesminister Hahn, Ihre Redebeiträge hier im Hohen Haus sind in der Zwischenzeit mehr als entbehrlich (Ruf: Da haben Sie recht!), denn sich hier hinzustellen, sich für den absolut Gescheitesten zu halten und die gesamte Opposition für dumm zu verkaufen und für so dumm zu erklären, dass sie nicht in der Lage wäre, in einer Krisensituation entsprechend zu reagieren, das grenzt an ein Maß an Arroganz, das nicht mehr zu überbieten ist. (Abg. Öllinger: Er kann es nicht besser!) Und die Frau Tamandl können Sie dabei gleich mitnehmen! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von BZÖ und Grünen.)
Abg. Öllinger: Er kann es nicht besser!
Abgeordneter Bernhard Themessl (FPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Werte Kolleginnen und Kollegen! Wissen Sie, Herr Bundesminister Hahn, Ihre Redebeiträge hier im Hohen Haus sind in der Zwischenzeit mehr als entbehrlich (Ruf: Da haben Sie recht!), denn sich hier hinzustellen, sich für den absolut Gescheitesten zu halten und die gesamte Opposition für dumm zu verkaufen und für so dumm zu erklären, dass sie nicht in der Lage wäre, in einer Krisensituation entsprechend zu reagieren, das grenzt an ein Maß an Arroganz, das nicht mehr zu überbieten ist. (Abg. Öllinger: Er kann es nicht besser!) Und die Frau Tamandl können Sie dabei gleich mitnehmen! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von BZÖ und Grünen.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von BZÖ und Grünen.
Abgeordneter Bernhard Themessl (FPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Werte Kolleginnen und Kollegen! Wissen Sie, Herr Bundesminister Hahn, Ihre Redebeiträge hier im Hohen Haus sind in der Zwischenzeit mehr als entbehrlich (Ruf: Da haben Sie recht!), denn sich hier hinzustellen, sich für den absolut Gescheitesten zu halten und die gesamte Opposition für dumm zu verkaufen und für so dumm zu erklären, dass sie nicht in der Lage wäre, in einer Krisensituation entsprechend zu reagieren, das grenzt an ein Maß an Arroganz, das nicht mehr zu überbieten ist. (Abg. Öllinger: Er kann es nicht besser!) Und die Frau Tamandl können Sie dabei gleich mitnehmen! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von BZÖ und Grünen.)
Abg. Krainer: Ihre Politik zerstört Arbeitsplätze, unsere schafft Arbeitsplätze!
Wenn die SPÖ immer noch glaubt, dass die Politik Arbeit schafft, dann sollte sie sich endlich von diesem Fehlglauben, von diesem Irrglauben verabschieden! (Abg. Krainer: Ihre Politik zerstört Arbeitsplätze, unsere schafft Arbeitsplätze!) Die Politik schafft keine Arbeitsplätze, die Arbeitsplätze schaffen Betriebe, und die Politik muss dazu bereit sein, die Rahmenbedingungen dafür zur Verfügung zu stellen. Und das tun Sie nicht! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn die SPÖ immer noch glaubt, dass die Politik Arbeit schafft, dann sollte sie sich endlich von diesem Fehlglauben, von diesem Irrglauben verabschieden! (Abg. Krainer: Ihre Politik zerstört Arbeitsplätze, unsere schafft Arbeitsplätze!) Die Politik schafft keine Arbeitsplätze, die Arbeitsplätze schaffen Betriebe, und die Politik muss dazu bereit sein, die Rahmenbedingungen dafür zur Verfügung zu stellen. Und das tun Sie nicht! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Brosz.
Der Herr Wirtschaftsminister verabschiedet sich schön langsam, und ich glaube, das haben Sie bewusst so gemacht, Herr Cap: Sie haben Wirtschaft und Arbeit getrennt. Jetzt hat der Herr Arbeitsminister ein Budget von über 8 Milliarden €, der Herr Wirtschaftsminister hat noch eine halbe Milliarde – ich möchte nur wissen, was er damit tun will, um dieser Wirtschaftskrise gegenzusteuern –, und wahrscheinlich wird beim nächsten Doppelbudget der Posten des Wirtschaftsministers eingespart; ungefähr so wird die Vorgangsweise der SPÖ sein. (Zwischenruf des Abg. Brosz.) Hier hat ausnahmsweise einmal die SPÖ die ÖVP über den Tisch gezogen und nicht umgekehrt. Genau so wird das laufen!
Bundesminister Dr. Hahn verlässt die Regierungsbank – Rufe: Auf Wiederschauen, Herr Minister! Mahlzeit, Herr Minister! Schönen Nachmittag!
Aber der Herr Wirtschaftsminister hätte noch ein paar offene Baustellen, die er zumindest bis dorthin erledigen könnte. Es fehlen immer noch Dinge wie zum Beispiel das Ökostromgesetz, das schon länger erneuert gehört (Bundesminister Dr. Hahn verlässt die Regierungsbank – Rufe: Auf Wiederschauen, Herr Minister! Mahlzeit, Herr Minister! Schönen Nachmittag!), bei den erneuerbaren Energien gibt es keine Ideen, überhaupt nichts, ein Masterplan Wasserkraft fehlt ebenso wie die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren.
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen
Nun kann ich die Regierung fragen: Ist das Problem zu klein, weil es sich um ein nur regionales Problem handelt (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen), oder hat man überhaupt kein Interesse daran, das richtigzustellen oder dem irgendwann einmal nachzugehen? (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.)
Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Nun kann ich die Regierung fragen: Ist das Problem zu klein, weil es sich um ein nur regionales Problem handelt (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen), oder hat man überhaupt kein Interesse daran, das richtigzustellen oder dem irgendwann einmal nachzugehen? (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Bernhard Themessl (fortsetzend): ... Da wird überhaupt nichts gemacht. Tun Sie endlich etwas, bevor Sie sich endgültig in die Bedeutungslosigkeit verabschieden! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grosz: Aber die, die oben sitzen, sind Schwergewichte!
Abgeordneter Herbert Scheibner (BZÖ): Herr Präsident! Werte dezimierte Regierungsbank! Meine Damen und Herren! (Abg. Grosz: Aber die, die oben sitzen, sind Schwergewichte!) – Sie sind Schwergewichte? – Mag sein! Allerdings, meine Damen und Herren von der Bundesregierung, diese hier an den Tag gelegte Überheblichkeit gegenüber dem Parlament ist völlig unangebracht (Ruf bei der ÖVP: Das war jetzt überheblich!), lieber Kollege, denn wir sollten heute – es heißt immer, das Budget sei die in Zahlen gegossene Politik, wie auch immer; dieses, Sie haben es so umschrieben, ist jetzt, Herr Finanzminister, Ihre Antwort, Ihre „Kampfansage an die Krise und ein Fahrplan für die Zukunft“ (Abg. Ing. Westenthaler: Sehr überheblich!) – sehr offensiv Ihre Maßnahmen zur Bewältigung dieser größten Wirtschaftskrise in der Geschichte der Zweiten Republik und auch die Maßnahmen dieser Bundesregierung für die Zukunft, für die nächsten zwei Jahre, diskutieren. (Abg. Dr. Cap: Und, habt ihr Alternativen? Wo sind die?!) – Unsere Alternativen? – Sehr richtig, Herr Kollege Cap! Warten Sie ab! Das war ja Ihre Budgetrede, Herr Kollege Cap, jene dieser Bundesregierung!
Ruf bei der ÖVP: Das war jetzt überheblich!
Abgeordneter Herbert Scheibner (BZÖ): Herr Präsident! Werte dezimierte Regierungsbank! Meine Damen und Herren! (Abg. Grosz: Aber die, die oben sitzen, sind Schwergewichte!) – Sie sind Schwergewichte? – Mag sein! Allerdings, meine Damen und Herren von der Bundesregierung, diese hier an den Tag gelegte Überheblichkeit gegenüber dem Parlament ist völlig unangebracht (Ruf bei der ÖVP: Das war jetzt überheblich!), lieber Kollege, denn wir sollten heute – es heißt immer, das Budget sei die in Zahlen gegossene Politik, wie auch immer; dieses, Sie haben es so umschrieben, ist jetzt, Herr Finanzminister, Ihre Antwort, Ihre „Kampfansage an die Krise und ein Fahrplan für die Zukunft“ (Abg. Ing. Westenthaler: Sehr überheblich!) – sehr offensiv Ihre Maßnahmen zur Bewältigung dieser größten Wirtschaftskrise in der Geschichte der Zweiten Republik und auch die Maßnahmen dieser Bundesregierung für die Zukunft, für die nächsten zwei Jahre, diskutieren. (Abg. Dr. Cap: Und, habt ihr Alternativen? Wo sind die?!) – Unsere Alternativen? – Sehr richtig, Herr Kollege Cap! Warten Sie ab! Das war ja Ihre Budgetrede, Herr Kollege Cap, jene dieser Bundesregierung!
Abg. Ing. Westenthaler: Sehr überheblich!
Abgeordneter Herbert Scheibner (BZÖ): Herr Präsident! Werte dezimierte Regierungsbank! Meine Damen und Herren! (Abg. Grosz: Aber die, die oben sitzen, sind Schwergewichte!) – Sie sind Schwergewichte? – Mag sein! Allerdings, meine Damen und Herren von der Bundesregierung, diese hier an den Tag gelegte Überheblichkeit gegenüber dem Parlament ist völlig unangebracht (Ruf bei der ÖVP: Das war jetzt überheblich!), lieber Kollege, denn wir sollten heute – es heißt immer, das Budget sei die in Zahlen gegossene Politik, wie auch immer; dieses, Sie haben es so umschrieben, ist jetzt, Herr Finanzminister, Ihre Antwort, Ihre „Kampfansage an die Krise und ein Fahrplan für die Zukunft“ (Abg. Ing. Westenthaler: Sehr überheblich!) – sehr offensiv Ihre Maßnahmen zur Bewältigung dieser größten Wirtschaftskrise in der Geschichte der Zweiten Republik und auch die Maßnahmen dieser Bundesregierung für die Zukunft, für die nächsten zwei Jahre, diskutieren. (Abg. Dr. Cap: Und, habt ihr Alternativen? Wo sind die?!) – Unsere Alternativen? – Sehr richtig, Herr Kollege Cap! Warten Sie ab! Das war ja Ihre Budgetrede, Herr Kollege Cap, jene dieser Bundesregierung!
Abg. Dr. Cap: Und, habt ihr Alternativen? Wo sind die?!
Abgeordneter Herbert Scheibner (BZÖ): Herr Präsident! Werte dezimierte Regierungsbank! Meine Damen und Herren! (Abg. Grosz: Aber die, die oben sitzen, sind Schwergewichte!) – Sie sind Schwergewichte? – Mag sein! Allerdings, meine Damen und Herren von der Bundesregierung, diese hier an den Tag gelegte Überheblichkeit gegenüber dem Parlament ist völlig unangebracht (Ruf bei der ÖVP: Das war jetzt überheblich!), lieber Kollege, denn wir sollten heute – es heißt immer, das Budget sei die in Zahlen gegossene Politik, wie auch immer; dieses, Sie haben es so umschrieben, ist jetzt, Herr Finanzminister, Ihre Antwort, Ihre „Kampfansage an die Krise und ein Fahrplan für die Zukunft“ (Abg. Ing. Westenthaler: Sehr überheblich!) – sehr offensiv Ihre Maßnahmen zur Bewältigung dieser größten Wirtschaftskrise in der Geschichte der Zweiten Republik und auch die Maßnahmen dieser Bundesregierung für die Zukunft, für die nächsten zwei Jahre, diskutieren. (Abg. Dr. Cap: Und, habt ihr Alternativen? Wo sind die?!) – Unsere Alternativen? – Sehr richtig, Herr Kollege Cap! Warten Sie ab! Das war ja Ihre Budgetrede, Herr Kollege Cap, jene dieser Bundesregierung!
Abg. Dr. Cap: Die war gut!
Es war Ihre Ansage heute, die eher (Abg. Dr. Cap: Die war gut!) zurückhaltend war. Wenn Sie als Selbsthypnose sagen, Ihre Rede war gut, dann sagt das auch schon wieder viel darüber aus, aber wir hätten uns da doch sehr viel erwartet.
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: ..., Herbert! Ihr wisst das ganz genau!
Die Spannung, Herr Vizekanzler, haben Sie ja gut aufgebaut: Ich glaube, vor zwei Monaten haben Sie sich mit den Ressortministern geeinigt, und dann haben Sie ein Schweigegebot verordnet: Es durfte niemand etwas sagen. Wir haben jetzt gerätselt ... (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: ..., Herbert! Ihr wisst das ganz genau!) – Es gab nicht immer so eine Krisensituation, Herr Vizekanzler! Jetzt wäre schnelles Handeln gefordert gewesen, eine offensive Diskussion über die Maßnahmen, eine offensive Diskussion auch über die Notwendigkeiten, derer es bedarf, um diese Krise zu bewältigen, und nicht ein monatelanges Taktieren und Schweigen in der Öffentlichkeit, bei dem niemand gewusst hat, was jetzt wirklich auf uns zukommt. Das hätten wir uns erwartet! (Beifall beim BZÖ. – Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll.
Die Spannung, Herr Vizekanzler, haben Sie ja gut aufgebaut: Ich glaube, vor zwei Monaten haben Sie sich mit den Ressortministern geeinigt, und dann haben Sie ein Schweigegebot verordnet: Es durfte niemand etwas sagen. Wir haben jetzt gerätselt ... (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: ..., Herbert! Ihr wisst das ganz genau!) – Es gab nicht immer so eine Krisensituation, Herr Vizekanzler! Jetzt wäre schnelles Handeln gefordert gewesen, eine offensive Diskussion über die Maßnahmen, eine offensive Diskussion auch über die Notwendigkeiten, derer es bedarf, um diese Krise zu bewältigen, und nicht ein monatelanges Taktieren und Schweigen in der Öffentlichkeit, bei dem niemand gewusst hat, was jetzt wirklich auf uns zukommt. Das hätten wir uns erwartet! (Beifall beim BZÖ. – Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll.)
Abg. Strache: Weil da Milliarden in den Sand gesetzt werden!
Meine Damen und Herren, das Bankenpaket wurde angesprochen, und ich will jetzt wirklich keine Raiffeisendebatte führen – da stellt sich, Kollege Strache, wirklich die Frage, warum gerade, und ich bin da unverdächtig, denn das letzte Mal habe ich mir ... (Abg. Strache: Weil da Milliarden in den Sand gesetzt werden!) – Ja, das ist richtig (Abg. Strache: Das mag Ihnen gleichgültig sein, aber ...! – Zwischenrufe bei der ÖVP),
Abg. Strache: Das mag Ihnen gleichgültig sein, aber ...! – Zwischenrufe bei der ÖVP
Meine Damen und Herren, das Bankenpaket wurde angesprochen, und ich will jetzt wirklich keine Raiffeisendebatte führen – da stellt sich, Kollege Strache, wirklich die Frage, warum gerade, und ich bin da unverdächtig, denn das letzte Mal habe ich mir ... (Abg. Strache: Weil da Milliarden in den Sand gesetzt werden!) – Ja, das ist richtig (Abg. Strache: Das mag Ihnen gleichgültig sein, aber ...! – Zwischenrufe bei der ÖVP),
Abg. Strache: Da oben sitzen die Shareholder!
aber das hat ja nicht nur mit Raiffeisen zu tun, sondern das ist insgesamt ein Problem des Bankenpakets (Abg. Strache: Da oben sitzen die Shareholder!), das wir alle gemeinsam hier diskutiert und im Oktober rasch beschlossen haben.
Beifall beim BZÖ.
Seit Monaten – seit Monaten! – diskutieren wir darüber, dass dieses Bankenpaket nicht wirkt, weil die Banken zwar diese Haftungen gerne entgegengenommen haben – und zwar alle Banken, Kollege Strache! –, aber das Geld nicht weitergeben. Es gibt nach wie vor keine Kredite, zumindest nicht in ausreichendem Ausmaß, für die kleinen und mittleren Betriebe, die Häuselbauer werden geschröpft, sie müssen zusätzliche Sicherheiten bringen, man bekommt keine Kredite für Neuanschaffungen. – Das ist eine der Problematiken, über die wir gerne diskutieren würden! Von Oppositionsseite diskutieren wir das auch seit Monaten, bekommen aber keine befriedigenden Antworten. Das ist ein Problem der Krise und genau das Gegenteil von dem, wie Sie gesagt haben, dass Sie die Krise bewältigen wollen. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Cap: Genosse Haselsteiner?!
Meine Damen und Herren von der SPÖ, das ist schon interessant: Wenn man nicht mehr weiß, was man tun soll, dann geht man in die Ideologie, und bei Ihnen kommt dann der Klassenkampf heraus. Wenn eine Vermögensbesteuerung, eine Reichensteuer das einzige Rezept in der Krise ist, das Sie hier bringen – alle Ihre Redner haben das gebetsmühlenartig gebracht –, dann frage ich mich wirklich, wo wir hingekommen sind. (Abg. Dr. Cap: Genosse Haselsteiner?!) Diese Ideologisierung der Wirtschaftspolitik ist völlig falsch! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Meine Damen und Herren von der SPÖ, das ist schon interessant: Wenn man nicht mehr weiß, was man tun soll, dann geht man in die Ideologie, und bei Ihnen kommt dann der Klassenkampf heraus. Wenn eine Vermögensbesteuerung, eine Reichensteuer das einzige Rezept in der Krise ist, das Sie hier bringen – alle Ihre Redner haben das gebetsmühlenartig gebracht –, dann frage ich mich wirklich, wo wir hingekommen sind. (Abg. Dr. Cap: Genosse Haselsteiner?!) Diese Ideologisierung der Wirtschaftspolitik ist völlig falsch! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Riepl.
Klar ist, dass der Markt Regeln braucht und diese Regeln auf den Finanzmärkten missachtet worden sind – wir erwarten uns auch noch von der Europäischen Union und auch von der österreichischen Bundesregierung in der Europäischen Union einiges in die Richtung, dass man diese Regeln endlich einfordert und umsetzt –, aber man kann jetzt nicht sagen: Der Markt hat versagt, also kehren wir wieder zurück zur Planwirtschaft, und jeder, der etwas hat, jeder, der etwas leistet, wird gleich einmal geschröpft! (Zwischenruf des Abg. Riepl.) – Na, diese Neidgenossenschaft, lieber Herr Kollege, brauchen wir überhaupt nicht.
ironische Heiterkeit des Abg. Riepl
Erinnern Sie sich daran, dass gerade Ihre Kernorganisationen, etwa der ÖGB und die BAWAG, auch einmal im Zentrum von Spekulationsverlusten gestanden sind! Wir hier als Parlament haben den ÖGB damals gerettet (ironische Heiterkeit des Abg. Riepl), und haben nicht gesagt: Die Gewerkschaft gehört überhaupt abgeschafft, weil sie sich verspekuliert hat!, also seien Sie vorsichtig! (Abg. Riepl: ... war immer gegen die Gewerkschaft!)
Abg. Riepl: ... war immer gegen die Gewerkschaft!
Erinnern Sie sich daran, dass gerade Ihre Kernorganisationen, etwa der ÖGB und die BAWAG, auch einmal im Zentrum von Spekulationsverlusten gestanden sind! Wir hier als Parlament haben den ÖGB damals gerettet (ironische Heiterkeit des Abg. Riepl), und haben nicht gesagt: Die Gewerkschaft gehört überhaupt abgeschafft, weil sie sich verspekuliert hat!, also seien Sie vorsichtig! (Abg. Riepl: ... war immer gegen die Gewerkschaft!)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Wer schafft Arbeitsplätze, meine Damen und Herr von der Sozialdemokratie? (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) – Nicht der Staat, sondern die kleine und mittelständische Wirtschaft! Diese Unternehmungen müssen wir unterstützen und dürfen sie nicht schröpfen, damit sie Arbeitsplätze schaffen, damit sie Vertrauen gewinnen und damit wir das Sozialsystem erhalten können. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wer schafft Arbeitsplätze, meine Damen und Herr von der Sozialdemokratie? (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) – Nicht der Staat, sondern die kleine und mittelständische Wirtschaft! Diese Unternehmungen müssen wir unterstützen und dürfen sie nicht schröpfen, damit sie Arbeitsplätze schaffen, damit sie Vertrauen gewinnen und damit wir das Sozialsystem erhalten können. (Beifall beim BZÖ.)
Heiterkeit beim Redner. – Abg. Strache: Sie spielen schon wieder den Oberlehrer, aber den Oberlehrer können Sie in Ihrem eigenen Klub spielen!
Die 80 Prozent des Sozialprodukts werden ungefähr wie viele Milliarden sein? (Heiterkeit beim Redner. – Abg. Strache: Sie spielen schon wieder den Oberlehrer, aber den Oberlehrer können Sie in Ihrem eigenen Klub spielen!) – Genau, Herr Strache verweigert wieder die Antwort. Gut, wir sind das schon gewöhnt. Ich gebe Ihnen eine Hilfe: Es sind ungefähr 250 Milliarden €, Herr Strache, 250 Milliarden € Staatsverschuldung in wenigen Jahren.
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: 10 Milliarden!
Wie viel an Zinsausgaben wird das nach sich ziehen (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: 10 Milliarden!), sagen wir bei 4 Prozent, Herr Strache? 250 Milliarden €, 4 Prozent Zinssatz ist wie viel? (Abg. Strache: Das wird auch ...!) – Ja, schon, aber wenn es nur 4 Prozent wären? (Ruf: 10 Milliarden €!) – Bravo, danke! 10 Milliarden €! (Abg. Strache: ... über 10 Milliarden, weil die Banken ja selbst dem Staat die Kredite geben!) 10 Milliarden bei 4 Prozent, und bei 5 Prozent Zinssatz wären es über 12 Milliarden €, und wenn die Zinsen noch höher sind, wird es noch mehr Geld sein. (Abg. Strache: Der Herr Oberlehrer spielt wieder den Obergescheiten!)
Abg. Strache: Das wird auch ...!
Wie viel an Zinsausgaben wird das nach sich ziehen (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: 10 Milliarden!), sagen wir bei 4 Prozent, Herr Strache? 250 Milliarden €, 4 Prozent Zinssatz ist wie viel? (Abg. Strache: Das wird auch ...!) – Ja, schon, aber wenn es nur 4 Prozent wären? (Ruf: 10 Milliarden €!) – Bravo, danke! 10 Milliarden €! (Abg. Strache: ... über 10 Milliarden, weil die Banken ja selbst dem Staat die Kredite geben!) 10 Milliarden bei 4 Prozent, und bei 5 Prozent Zinssatz wären es über 12 Milliarden €, und wenn die Zinsen noch höher sind, wird es noch mehr Geld sein. (Abg. Strache: Der Herr Oberlehrer spielt wieder den Obergescheiten!)
Ruf: 10 Milliarden €!
Wie viel an Zinsausgaben wird das nach sich ziehen (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: 10 Milliarden!), sagen wir bei 4 Prozent, Herr Strache? 250 Milliarden €, 4 Prozent Zinssatz ist wie viel? (Abg. Strache: Das wird auch ...!) – Ja, schon, aber wenn es nur 4 Prozent wären? (Ruf: 10 Milliarden €!) – Bravo, danke! 10 Milliarden €! (Abg. Strache: ... über 10 Milliarden, weil die Banken ja selbst dem Staat die Kredite geben!) 10 Milliarden bei 4 Prozent, und bei 5 Prozent Zinssatz wären es über 12 Milliarden €, und wenn die Zinsen noch höher sind, wird es noch mehr Geld sein. (Abg. Strache: Der Herr Oberlehrer spielt wieder den Obergescheiten!)
Abg. Strache: ... über 10 Milliarden, weil die Banken ja selbst dem Staat die Kredite geben!
Wie viel an Zinsausgaben wird das nach sich ziehen (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: 10 Milliarden!), sagen wir bei 4 Prozent, Herr Strache? 250 Milliarden €, 4 Prozent Zinssatz ist wie viel? (Abg. Strache: Das wird auch ...!) – Ja, schon, aber wenn es nur 4 Prozent wären? (Ruf: 10 Milliarden €!) – Bravo, danke! 10 Milliarden €! (Abg. Strache: ... über 10 Milliarden, weil die Banken ja selbst dem Staat die Kredite geben!) 10 Milliarden bei 4 Prozent, und bei 5 Prozent Zinssatz wären es über 12 Milliarden €, und wenn die Zinsen noch höher sind, wird es noch mehr Geld sein. (Abg. Strache: Der Herr Oberlehrer spielt wieder den Obergescheiten!)
Abg. Strache: Der Herr Oberlehrer spielt wieder den Obergescheiten!
Wie viel an Zinsausgaben wird das nach sich ziehen (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: 10 Milliarden!), sagen wir bei 4 Prozent, Herr Strache? 250 Milliarden €, 4 Prozent Zinssatz ist wie viel? (Abg. Strache: Das wird auch ...!) – Ja, schon, aber wenn es nur 4 Prozent wären? (Ruf: 10 Milliarden €!) – Bravo, danke! 10 Milliarden €! (Abg. Strache: ... über 10 Milliarden, weil die Banken ja selbst dem Staat die Kredite geben!) 10 Milliarden bei 4 Prozent, und bei 5 Prozent Zinssatz wären es über 12 Milliarden €, und wenn die Zinsen noch höher sind, wird es noch mehr Geld sein. (Abg. Strache: Der Herr Oberlehrer spielt wieder den Obergescheiten!)
Abg. Mag. Stefan: Und was wollen Sie damit sagen?
Das heißt, in dieser Situation bedeutet jeder halbe Prozentpunkt eine Milliarde an Zusatzausgaben im Bundesbudget nur für Zinsen, und das alles unter der Voraussetzung, dass das überhaupt finanzierbar ist (Abg. Mag. Stefan: Und was wollen Sie damit sagen?), weil die ganze EU – die ganze Welt, kann man fast sagen, alle Industrienationen – vor demselben Problem stehen, nämlich diese hohen Defizite zu finanzieren. (Abg. Strache: Und was wollen Sie damit sagen? Der Herr Oberlehrer! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Hören Sie mir ein bisschen zu; Sie können ja nachher noch reden!
Abg. Strache: Und was wollen Sie damit sagen? Der Herr Oberlehrer! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Das heißt, in dieser Situation bedeutet jeder halbe Prozentpunkt eine Milliarde an Zusatzausgaben im Bundesbudget nur für Zinsen, und das alles unter der Voraussetzung, dass das überhaupt finanzierbar ist (Abg. Mag. Stefan: Und was wollen Sie damit sagen?), weil die ganze EU – die ganze Welt, kann man fast sagen, alle Industrienationen – vor demselben Problem stehen, nämlich diese hohen Defizite zu finanzieren. (Abg. Strache: Und was wollen Sie damit sagen? Der Herr Oberlehrer! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Hören Sie mir ein bisschen zu; Sie können ja nachher noch reden!
Abg. Strache: Aber der Herr Oberlehrer gibt sie: Das kommunistische Plansystem! Herr Oberlehrer, das kommunistische Plansystem!
Was werden wir in dieser Situation tun? – Abgeordneter Cap ist die Antwort schuldig geblieben, Herr Faymann bleibt die Antwort schuldig, Herr Pröll bleibt die Antwort erst recht schuldig. (Abg. Strache: Aber der Herr Oberlehrer gibt sie: Das kommunistische Plansystem! Herr Oberlehrer, das kommunistische Plansystem!) „Verwaltungsreform“ hören wir zum 127. Mal innerhalb von 30 Jahren. Soll sein: Wir machen eine Verwaltungsreform, wenn es denn wahr ist – ich habe den Glauben daran verloren, aber vielleicht kommt sie ja wirklich. Wie viele Milliarden bringt sie bis 2013? – Sag irgendeine
Abg. Mag. Stefan: ... etwas zu sagen oder etwas zu fragen? – Abg. Kickl: Erklären Sie es uns!
Zahl! 1 Milliarde €, 2 Milliarden €? Sagen wir ganz großzügig 2 Milliarden €, dann haben wir immer noch 10 Milliarden € an Zinszahlungen. Was tun? (Abg. Mag. Stefan: ... etwas zu sagen oder etwas zu fragen? – Abg. Kickl: Erklären Sie es uns!) Und der Minister verweigert sich einer Steuerreformdiskussion? (Abg. Strache: Sagen Sie doch, was Sie wollen!)
Abg. Strache: Sagen Sie doch, was Sie wollen!
Zahl! 1 Milliarde €, 2 Milliarden €? Sagen wir ganz großzügig 2 Milliarden €, dann haben wir immer noch 10 Milliarden € an Zinszahlungen. Was tun? (Abg. Mag. Stefan: ... etwas zu sagen oder etwas zu fragen? – Abg. Kickl: Erklären Sie es uns!) Und der Minister verweigert sich einer Steuerreformdiskussion? (Abg. Strache: Sagen Sie doch, was Sie wollen!)
Beifall bei den Grünen. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
No na wird es befristete steuerliche Maßnahmen geben müssen! (Beifall bei den Grünen. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Nicht die Kleinverdiener, nicht die Mindestpensionisten betreffend, sondern die, von denen wir einen größeren Solidarbeitrag erwarten können; das bin zum Beispiel ich und das sind wir alle, die wir hier im Saal sitzen. No na! (Abg. Mag. Stefan: Konkret, was bringt das? – Abg. Strache: Beim eigenen Gehaltszettel stimmen Sie dagegen!) Sagen Sie mir eine bessere Alternative! Sollen wir stattdessen die Pensionen kürzen? Sollen wir die Klassenschülerhöchstzahl auf 50 erhöhen und weniger Lehrer bezahlen et cetera? – Sagen Sie mir eine bessere Alternative!
Abg. Mag. Stefan: Konkret, was bringt das? – Abg. Strache: Beim eigenen Gehaltszettel stimmen Sie dagegen!
No na wird es befristete steuerliche Maßnahmen geben müssen! (Beifall bei den Grünen. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Nicht die Kleinverdiener, nicht die Mindestpensionisten betreffend, sondern die, von denen wir einen größeren Solidarbeitrag erwarten können; das bin zum Beispiel ich und das sind wir alle, die wir hier im Saal sitzen. No na! (Abg. Mag. Stefan: Konkret, was bringt das? – Abg. Strache: Beim eigenen Gehaltszettel stimmen Sie dagegen!) Sagen Sie mir eine bessere Alternative! Sollen wir stattdessen die Pensionen kürzen? Sollen wir die Klassenschülerhöchstzahl auf 50 erhöhen und weniger Lehrer bezahlen et cetera? – Sagen Sie mir eine bessere Alternative!
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Ich kenne schon das Rezept der FPÖ. Niedrigere Steuern, höhere Ausgaben, aber keine Defizite, weil Sie es eben so hinschreiben. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) Das langweilt mich ja zu Tode.
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Stellen Sie die Uhr einmal richtig ein, das ist ja nicht so schwierig!
Präsident Fritz Neugebauer: Herr Professor, wir sind sehr im Verzug. Bitte keinen Schlusssatz über Gebühr! Aber Ihr Schlusssatz ist ja jetzt im Entstehen. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Stellen Sie die Uhr einmal richtig ein, das ist ja nicht so schwierig!)
Abg. Mag. Stefan: Was bringt das?
Für die kleinen und mittleren Unternehmen schlage ich Steuerstundungen vor, sei es im Bereich der Mehrwertsteuer, sei es im Bereich der lohnbezogenen Abgaben (Abg. Mag. Stefan: Was bringt das?) – Steuerstundungen gegen geringes Entgelt auf drei Monate, auf sechs Monate, darüber kann man debattieren. Das kostet den Staat gar nichts, hilft aber kleinen und mittleren Unternehmen, so die notwendige Liquidität zum Beispiel statt über Betriebsmittelkredite zu wahren. (Abg. Strache: Was kostet das?) – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Strache: Was kostet das?
Für die kleinen und mittleren Unternehmen schlage ich Steuerstundungen vor, sei es im Bereich der Mehrwertsteuer, sei es im Bereich der lohnbezogenen Abgaben (Abg. Mag. Stefan: Was bringt das?) – Steuerstundungen gegen geringes Entgelt auf drei Monate, auf sechs Monate, darüber kann man debattieren. Das kostet den Staat gar nichts, hilft aber kleinen und mittleren Unternehmen, so die notwendige Liquidität zum Beispiel statt über Betriebsmittelkredite zu wahren. (Abg. Strache: Was kostet das?) – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Für die kleinen und mittleren Unternehmen schlage ich Steuerstundungen vor, sei es im Bereich der Mehrwertsteuer, sei es im Bereich der lohnbezogenen Abgaben (Abg. Mag. Stefan: Was bringt das?) – Steuerstundungen gegen geringes Entgelt auf drei Monate, auf sechs Monate, darüber kann man debattieren. Das kostet den Staat gar nichts, hilft aber kleinen und mittleren Unternehmen, so die notwendige Liquidität zum Beispiel statt über Betriebsmittelkredite zu wahren. (Abg. Strache: Was kostet das?) – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wichtig wäre auch noch – und da bin ich davon überzeugt, dass wir das gemeinsam schaffen – eine Einrichtung wie eine Notwohnung für zwangsverheiratete Frauen. Auch das ist immer wieder ein Thema, auch diesen Frauen muss geholfen werden. Eine Notwohnung für Zwangsverheiratete! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Bucher: Es bleibt Ihnen aber nichts anderes übrig, oder?
Grundsätzlich ist zu diesem Budget zu sagen, dass es ein Beschäftigungsimpuls-Budget ist. Es zeigt damit – auch das ist zu sagen – eine sozialdemokratische Handschrift, und daher – auch das muss gesagt werden – ist es gut für die Frauen. Wir investieren in soziale Sicherheit und in den Kampf gegen Arbeitslosigkeit. (Abg. Bucher: Es bleibt Ihnen aber nichts anderes übrig, oder?)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Es wurde in den letzten Jahren im Budget schon einiges für Niedriglohnbezieherinnen getan. Ich erinnere an die Streichung des Arbeitslosenversicherungsbeitrages für Niedriglöhne oder an 1 000 € Mindestlohn. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) Hier wird weitergefahren, indem man jetzt den Nationalen Aktionsplan für die Gleichstellung der Geschlechter installiert. Das ist eine wichtige Maßnahme, und es wird die Frauen insofern besonders betreffen (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen), als sie oft in Dienstleistungsberufen arbeiten, genau diese Betriebe Kleinbetriebe sind und daher die Frauen nicht bedacht werden können. (Präsident Neugebauer gibt ein weiteres Mal das Glockenzeichen.)
Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen
Es wurde in den letzten Jahren im Budget schon einiges für Niedriglohnbezieherinnen getan. Ich erinnere an die Streichung des Arbeitslosenversicherungsbeitrages für Niedriglöhne oder an 1 000 € Mindestlohn. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) Hier wird weitergefahren, indem man jetzt den Nationalen Aktionsplan für die Gleichstellung der Geschlechter installiert. Das ist eine wichtige Maßnahme, und es wird die Frauen insofern besonders betreffen (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen), als sie oft in Dienstleistungsberufen arbeiten, genau diese Betriebe Kleinbetriebe sind und daher die Frauen nicht bedacht werden können. (Präsident Neugebauer gibt ein weiteres Mal das Glockenzeichen.)
Präsident Neugebauer gibt ein weiteres Mal das Glockenzeichen.
Es wurde in den letzten Jahren im Budget schon einiges für Niedriglohnbezieherinnen getan. Ich erinnere an die Streichung des Arbeitslosenversicherungsbeitrages für Niedriglöhne oder an 1 000 € Mindestlohn. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) Hier wird weitergefahren, indem man jetzt den Nationalen Aktionsplan für die Gleichstellung der Geschlechter installiert. Das ist eine wichtige Maßnahme, und es wird die Frauen insofern besonders betreffen (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen), als sie oft in Dienstleistungsberufen arbeiten, genau diese Betriebe Kleinbetriebe sind und daher die Frauen nicht bedacht werden können. (Präsident Neugebauer gibt ein weiteres Mal das Glockenzeichen.)
Nach einigen weiteren Worten bei abgeschaltetem Mikrophon verlässt Abg. Mag. Wurm das Rednerpult. – Beifall bei der SPÖ.
(Nach einigen weiteren Worten bei abgeschaltetem Mikrophon verlässt Abg. Mag. Wurm das Rednerpult. – Beifall bei der SPÖ.)
Oh-Rufe bei der FPÖ
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Herr Strache ist leider nicht da, aber ich hätte ihm gerne gesagt, dass ich sehr enttäuscht bin von ihm (Oh-Rufe bei der FPÖ) und von seiner Art, Politik zu machen, meine Damen und Herren. (Abg. Vilimsky: Wir werden es ihm sagen!) Es ist verantwortungslos, was hier passiert! Es ist verantwortungslos, Österreich zu vernadern, den Wirtschaftsstandort Österreich zu vernadern und 60 000 Arbeitsplätze im Raiffeisenbereich zu gefährden. Herr Strache, überlegen Sie sich das! Ich glaube, es wäre besser, wenn Ihnen etwas Gescheiteres einfallen würde. (Abg. Mag. Stefan: ... Geld verspekuliert! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Vilimsky: Wir werden es ihm sagen!
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Herr Strache ist leider nicht da, aber ich hätte ihm gerne gesagt, dass ich sehr enttäuscht bin von ihm (Oh-Rufe bei der FPÖ) und von seiner Art, Politik zu machen, meine Damen und Herren. (Abg. Vilimsky: Wir werden es ihm sagen!) Es ist verantwortungslos, was hier passiert! Es ist verantwortungslos, Österreich zu vernadern, den Wirtschaftsstandort Österreich zu vernadern und 60 000 Arbeitsplätze im Raiffeisenbereich zu gefährden. Herr Strache, überlegen Sie sich das! Ich glaube, es wäre besser, wenn Ihnen etwas Gescheiteres einfallen würde. (Abg. Mag. Stefan: ... Geld verspekuliert! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Stefan: ... Geld verspekuliert! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Herr Strache ist leider nicht da, aber ich hätte ihm gerne gesagt, dass ich sehr enttäuscht bin von ihm (Oh-Rufe bei der FPÖ) und von seiner Art, Politik zu machen, meine Damen und Herren. (Abg. Vilimsky: Wir werden es ihm sagen!) Es ist verantwortungslos, was hier passiert! Es ist verantwortungslos, Österreich zu vernadern, den Wirtschaftsstandort Österreich zu vernadern und 60 000 Arbeitsplätze im Raiffeisenbereich zu gefährden. Herr Strache, überlegen Sie sich das! Ich glaube, es wäre besser, wenn Ihnen etwas Gescheiteres einfallen würde. (Abg. Mag. Stefan: ... Geld verspekuliert! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Raiffeisen ist heute ein multifunktionaler Nahversorger in Österreich, meine Damen und Herren. Nehmen Sie das endlich zur Kenntnis! Raiffeisen ist ein multifunktionaler Nahversorger, nicht nur im Bankenbereich, sondern auch im Warenbereich und im Verarbeitungsbereich, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Stefan: Niederknien!
Daher bin ich wirklich froh darüber, dass diese Bundesregierung und insbesondere Finanzminister Josef Pröll (Abg. Mag. Stefan: Niederknien!) gestern klar aufgezeigt hat, wie wir diesen Wirtschaftsstandort sichern, wie wir Arbeitsplätze sichern, wie wir Einkommen sichern können, wie wir die Kaufkraft stärken können. Dieses Budget gibt uns die Sicherheit, die großen Herausforderungen auch entsprechend zu meistern, meine Damen und Herren. Das ist verantwortungsvolle Politik eines Josef Pröll! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher bin ich wirklich froh darüber, dass diese Bundesregierung und insbesondere Finanzminister Josef Pröll (Abg. Mag. Stefan: Niederknien!) gestern klar aufgezeigt hat, wie wir diesen Wirtschaftsstandort sichern, wie wir Arbeitsplätze sichern, wie wir Einkommen sichern können, wie wir die Kaufkraft stärken können. Dieses Budget gibt uns die Sicherheit, die großen Herausforderungen auch entsprechend zu meistern, meine Damen und Herren. Das ist verantwortungsvolle Politik eines Josef Pröll! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bin sehr froh darüber, dass im Budget sichergestellt werden konnte, dass wir die EU-Kofinanzierungsmittel für die nächsten zwei Jahre loslösen können, weil gerade die Bauern in Zeiten wie diesen Sicherheit brauchen. Denken Sie an die vielen Milchbauern, da sind die Preise heruntergegangen! Ich erinnere mich an Diskussionen – auch hier im Hohen Haus –, in denen man versucht hat, Lebensmittel dafür verantwortlich zu machen, dass es diese Teuerungsrate gegeben hat. Das ist unverantwortlich, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Die Milchbauern und alle Bäuerinnen und Bauern in Österreich haben sich auch einen gerechten Preis für ihre Leistungen und für ihre hochqualitativen Produkte verdient, die sie in Österreich produzieren. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich lehne es auch ab, ständig über weniger Geld und Ausgleichszahlungen für die Bäuerinnen und Bauern zu diskutieren.
Beifall bei der ÖVP.
Ich lehne es schon überhaupt ab, darüber zu diskutieren, eine Vermögenssteuer einzuführen. Von wem immer das ausgeht, hier eine klare Absage: Es gibt mit uns keine Vermögenssteuer! Es gibt mit uns keine Grundsteuer! Es gibt mit uns keine Verkehrswerte! (Beifall bei der ÖVP.) Mit uns gibt es einen Einheitswert. Wir wollen keine neuen Eigentumssteuern, und ich hoffe, dass sich das endlich auch in die Steiermark bis zu Herrn Landeshauptmann Voves durchspricht. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.
Ich lehne es schon überhaupt ab, darüber zu diskutieren, eine Vermögenssteuer einzuführen. Von wem immer das ausgeht, hier eine klare Absage: Es gibt mit uns keine Vermögenssteuer! Es gibt mit uns keine Grundsteuer! Es gibt mit uns keine Verkehrswerte! (Beifall bei der ÖVP.) Mit uns gibt es einen Einheitswert. Wir wollen keine neuen Eigentumssteuern, und ich hoffe, dass sich das endlich auch in die Steiermark bis zu Herrn Landeshauptmann Voves durchspricht. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne: Danke, Herr Finanzminister! Für diese Sicherheit, die Sie den österreichischen Menschen geben, damit sie Arbeit haben, damit sie Einkommen verdienen, herzlichen Dank! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Gaßner: Was sagt die FPÖ?
Abgeordneter Ing. Norbert Hofer (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Haben Sie das vom Kollegen Grillitsch gehört: Es gibt keine Vermögenssteuer!? – Es sagt aber die SPÖ, es wird Vermögenssteuern geben. Wer wird sich jetzt durchsetzen? (Abg. Mag. Gaßner: Was sagt die FPÖ?) Was werden Sie tun, wenn die ÖVP sagt: mit uns nicht!? Gibt es dann Neuwahlen? (Abg. Dr. Haimbuchner: Jawohl ...!) Gibt es dann Neuwahlen? Verabschiedet sich die SPÖ wiederum von ihren Wahlversprechen?
Abg. Dr. Haimbuchner: Jawohl ...!
Abgeordneter Ing. Norbert Hofer (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Haben Sie das vom Kollegen Grillitsch gehört: Es gibt keine Vermögenssteuer!? – Es sagt aber die SPÖ, es wird Vermögenssteuern geben. Wer wird sich jetzt durchsetzen? (Abg. Mag. Gaßner: Was sagt die FPÖ?) Was werden Sie tun, wenn die ÖVP sagt: mit uns nicht!? Gibt es dann Neuwahlen? (Abg. Dr. Haimbuchner: Jawohl ...!) Gibt es dann Neuwahlen? Verabschiedet sich die SPÖ wiederum von ihren Wahlversprechen?
Abg. Silhavy: Wir sind im Parlament und nicht beim Wetten!
Ich bin darauf gespannt. Aber ich traue mich, eine Wette einzugehen. Ich habe sehr großes Vertrauen zu Herrn Klubobmann Cap: Ich wette mit Ihnen, dass es in dieser Legislaturperiode keine Vermögenssteuern geben wird (Abg. Silhavy: Wir sind im Parlament und nicht beim Wetten!), um einen Strauß roter Nelken. Den können wir dann an unsere Frauen weitergeben: einen Strauß roter Nelken. Ich bin gespannt, wer diese Wette gewinnen wird, meine Damen und Herren. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich bin darauf gespannt. Aber ich traue mich, eine Wette einzugehen. Ich habe sehr großes Vertrauen zu Herrn Klubobmann Cap: Ich wette mit Ihnen, dass es in dieser Legislaturperiode keine Vermögenssteuern geben wird (Abg. Silhavy: Wir sind im Parlament und nicht beim Wetten!), um einen Strauß roter Nelken. Den können wir dann an unsere Frauen weitergeben: einen Strauß roter Nelken. Ich bin gespannt, wer diese Wette gewinnen wird, meine Damen und Herren. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Herr Van der Bellen, Sie sind ein für meine Begriffe sehr sympathischer Herr, aber ich möchte Ihnen auch eine Frage stellen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wenn die Grünen bei der nächsten Wahl 3 Prozent der Stimmen verlieren würden, wie viel wäre das ungefähr in absoluten Stimmen? – 150 000 Stimmen wären es ungefähr. Damit wird man in etwa rechnen müssen, davon gehe ich aus. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Van der Bellen, Sie sind ein für meine Begriffe sehr sympathischer Herr, aber ich möchte Ihnen auch eine Frage stellen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wenn die Grünen bei der nächsten Wahl 3 Prozent der Stimmen verlieren würden, wie viel wäre das ungefähr in absoluten Stimmen? – 150 000 Stimmen wären es ungefähr. Damit wird man in etwa rechnen müssen, davon gehe ich aus. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Gaßner: Es gilt die Unschuldsvermutung!
Wir von der Freiheitlichen Partei sind für Eigentum und für Leistung, aber wir sind auch dafür, dass man jene zur Kasse bittet, die gierig und über jedes Maß hinaus Reichtum anhäufen. Ein Beispiel dafür wäre Ruttenstorfer, der jetzt 620 000 € in Aktien investiert und durch Insiderwissen innerhalb von wenigen Tagen 44 000 € Gewinn macht. Dafür muss ein Österreicher zwei Jahre arbeiten! (Abg. Mag. Gaßner: Es gilt die Unschuldsvermutung!)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen
Daher ist es unsere Verantwortung auch in diesen schwierigen Zeiten, auf die soziale Ausgewogenheit zu achten (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen) und jene nicht im Regen stehen zu lassen, die wirklich unsere Hilfe und unsere Unterstützung benötigen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Daher ist es unsere Verantwortung auch in diesen schwierigen Zeiten, auf die soziale Ausgewogenheit zu achten (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen) und jene nicht im Regen stehen zu lassen, die wirklich unsere Hilfe und unsere Unterstützung benötigen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das beste Beispiel dafür – ich habe es gestern schon gesagt – ist ja dieses Bildungsbudget. Mit diesem Bildungsbudget, das jetzt vorliegt, ist es unmöglich, die notwendigen Reformen zu machen! Es ist letztendlich nur ein Eingeständnis der Niederlage dieser Bundesregierung gegenüber einer Standesvertretung. (Beifall beim BZÖ.) Die Verlierer der Bildung sind insgesamt unser System, das so reformbedürftig ist, insgesamt die Schüler und auch die engagierten Lehrer.
Beifall beim BZÖ.
Wo ist die Antwort auf das Nachhilfeunwesen, das wir in Österreich noch haben? – 150 Millionen € müssen die Eltern jährlich für Nachhilfe ausgeben. Wo ist die Antwort auf Förderungen, die leistbar sind für unsere Kinder und für die Familien, die das bezahlen müssen? (Beifall beim BZÖ.) Wo ist die Antwort auf die Mehrgleisigkeiten in der Schulverwaltung, im Bereich der verschiedenen Schulerhalter? Wo ist die Antwort auf die Mehrgleisigkeiten der Aufsichtsorgane? – Wenn man sich das Budget anschaut, sieht man, dass die Personalkosten bei den Aufsichtsorganen in der Schulverwaltung um 7 Millionen € steigen. Wozu steigen diese um 7 Millionen €? Wie viel brauchen wir? (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Wo ist die Antwort auf das Nachhilfeunwesen, das wir in Österreich noch haben? – 150 Millionen € müssen die Eltern jährlich für Nachhilfe ausgeben. Wo ist die Antwort auf Förderungen, die leistbar sind für unsere Kinder und für die Familien, die das bezahlen müssen? (Beifall beim BZÖ.) Wo ist die Antwort auf die Mehrgleisigkeiten in der Schulverwaltung, im Bereich der verschiedenen Schulerhalter? Wo ist die Antwort auf die Mehrgleisigkeiten der Aufsichtsorgane? – Wenn man sich das Budget anschaut, sieht man, dass die Personalkosten bei den Aufsichtsorganen in der Schulverwaltung um 7 Millionen € steigen. Wozu steigen diese um 7 Millionen €? Wie viel brauchen wir? (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen
Ich sage, dieses Budget ist nicht – wie Sie, Herr Finanzminister, gesagt haben – ein Fahrplan für die Zukunft (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen),
Beifall beim BZÖ.
sondern es ist eher ein Fahrplan in eine ungewisse Zukunft, in eine Zukunft, in der bestenfalls das Prinzip Hoffnung zählt: Hoffnung, dass es 2011 besser wird. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Kann ich gleich replizieren!
Aber was tun Sie im Konkreten, was tun Sie in der Regierung? – Wenn Sie sich die europäischen Rankings anschauen, dann sehen Sie, dass wir nicht an der Spitze sind, meine Damen und Herren! Letztendlich gehören wir nicht zu den Innovativsten, und mit diesem Budget, meine Damen und Herren, werden wir maximal Stillstandsweltmeister, aber mit Sicherheit werden wir unsere Wettbewerbsposition nicht verbessern. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Kann ich gleich replizieren!)
Beifall bei den Grünen.
Sie wissen genau, wenn Sie heute sparen, dann ist das der falsche Platz dafür, denn Forschung heute auszuhungern heißt, morgen teuer zu bezahlen. (Beifall bei den Grünen.) Das heißt nichts anderes, als dass wir wesentlich mehr finanzielle Mittel brauchen, um die Zukunftstechnologien abzusichern, und das heißt nichts anderes als Chancen und Arbeitsplätze in den Zukunftsbereichen Umwelt und Energietechnik, in der Biotechnologie, in der Medizintechnik. Genau da müsste man investieren!
Bundesminister Dr. Mitterlehner: Das ist eine grüne ...!
Ich komme zum nächsten Punkt, den sogenannten Konjunkturpaketen 1 und 2. Was ist denn davon nach sieben Monaten tatsächlich angekommen? – Wenn Sie es am aktuellen Beispiel des Sanierungsschecks genau anschauen, dann sehen Sie Folgendes: Eigentümer von Häusern, die in die thermische Sanierung investieren, kämpfen sich durch den Förderdschungel und bekommen von drei Auskunftsstellen fünf unterschiedliche Informationen zu ein und demselben Sachverhalt. (Bundesminister Dr. Mitterlehner: Das ist eine grüne ...!) Herr Wirtschaftsminister, da fragt man sich schon: Ist das Absicht? Wollen Sie nicht, dass das Geld abgeholt wird? (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Ich komme zum nächsten Punkt, den sogenannten Konjunkturpaketen 1 und 2. Was ist denn davon nach sieben Monaten tatsächlich angekommen? – Wenn Sie es am aktuellen Beispiel des Sanierungsschecks genau anschauen, dann sehen Sie Folgendes: Eigentümer von Häusern, die in die thermische Sanierung investieren, kämpfen sich durch den Förderdschungel und bekommen von drei Auskunftsstellen fünf unterschiedliche Informationen zu ein und demselben Sachverhalt. (Bundesminister Dr. Mitterlehner: Das ist eine grüne ...!) Herr Wirtschaftsminister, da fragt man sich schon: Ist das Absicht? Wollen Sie nicht, dass das Geld abgeholt wird? (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen
Da ist natürlich schon die große Frage (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen): Wo ist das zukunftsorientierte Budget? – Ich sage Ihnen, die Österreicherinnen und Österreicher wollen nicht mehr länger warten, sie wollen sich nicht mehr abspeisen lassen. Jetzt gilt es, wirklich ein ordentliches Budget auf die Reise zu bringen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Da ist natürlich schon die große Frage (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen): Wo ist das zukunftsorientierte Budget? – Ich sage Ihnen, die Österreicherinnen und Österreicher wollen nicht mehr länger warten, sie wollen sich nicht mehr abspeisen lassen. Jetzt gilt es, wirklich ein ordentliches Budget auf die Reise zu bringen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Vilimsky: Das ist eine gefährliche Aussage!
Helmut Schmidt, der ehemalige deutsche Bundeskanzler, hat einmal gesagt: In der Krise beweist sich der Charakter. – In dieser Krise beweist die österreichische Bundesregierung mit dem vorgelegten Budget ihren Charakter! Wir setzen die richtigen Schwerpunkte – soziale Sicherheit, Zukunftsinvestitionen, Sicherung der Kaufkraft (Abg. Vilimsky: Das ist eine gefährliche Aussage!) –, und wir setzen damit die Maßnahmen, die sicherstellen, dass aus der Wirtschaftskrise nicht auch noch eine soziale Krise wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Helmut Schmidt, der ehemalige deutsche Bundeskanzler, hat einmal gesagt: In der Krise beweist sich der Charakter. – In dieser Krise beweist die österreichische Bundesregierung mit dem vorgelegten Budget ihren Charakter! Wir setzen die richtigen Schwerpunkte – soziale Sicherheit, Zukunftsinvestitionen, Sicherung der Kaufkraft (Abg. Vilimsky: Das ist eine gefährliche Aussage!) –, und wir setzen damit die Maßnahmen, die sicherstellen, dass aus der Wirtschaftskrise nicht auch noch eine soziale Krise wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Wie ist das jetzt mit der Vermögenssteuer?
Diese Krise ist eine Krise jener, die geglaubt haben: Mehr privat, weniger Staat, die Politik soll sich aus allem heraushalten, weil sich der Markt selbst reguliert. Diese Krise beweist auch, dass die Damen und Herren, die das geglaubt haben, falsch liegen. (Abg. Ing. Westenthaler: Wie ist das jetzt mit der Vermögenssteuer?)
Beifall bei der SPÖ.
Wir steigern die Ausgaben für die soziale Wohlfahrt bis zum Jahr 2010 um 3 Milliarden € auf 24,6 Milliarden €. Auch diese Zahl unterstreicht, dass dieses Budget die soziale Verantwortung in Zeiten der Krise massiv wahrnimmt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Schluss kommend, Herr Präsident: Wir haben ein Budget vorgelegt, mit dem wir in schwierigen Zeiten das Richtige tun. Wir stehen mit diesem Budget und mit all unserem politischen Handeln auf der Seite jener Menschen, die sich zurzeit große Sorgen machen und die auch wissen, dass sie sich auf uns verlassen können. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grosz: Jetzt geht es schon los!
Drittens: Wir müssen, und das ist ganz wichtig, Nachfrage stimulieren. Jetzt helfen uns auch der Inlandsmarkt und die vorgezogenen Investitionen im Bereich der BIG. – Herr Finanzminister, ich hoffe, ich bekomme auch das Geld, das wir in anderen Bereichen stunden. (Abg. Grosz: Jetzt geht es schon los!) – Das wird uns nutzen, aber genauso auch die thermische Sanierung.
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Frau Kollegin, wir haben einen Run auf die thermische Sanierung wie auch auf die Verschrottungsprämie. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Daher – das ist schon mein Schlusssatz –: Ich glaube, die Regierung bekämpft die Krise sehr aktiv nach dem Motto: Die Krise bekämpfen, kraftvoll helfen, aber auf der anderen Seite auch maßvoll haushalten. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Grosz: Lasst doch endlich Obama in Ruhe!
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Ich möchte hier mit einer Behauptung abrechnen, nämlich der Behauptung, diese Regierung tue nichts gegen die Krise. Schauen wir uns das im internationalen Vergleich einmal an. Wochenlang waren die Zeitungen voll: Obama: „Yes, we can!“ 790 Milliarden US-Dollar in zwei Jahren zur Belebung der Konjunktur. (Abg. Grosz: Lasst doch endlich Obama in Ruhe!)
Abg. Strache: Der nächste Oberlehrer!
Diese Ausgaben werden dort für Steuererleichterungen, Investitionen in Infrastruktur, Krankenversicherung und Arbeitslosengeld eingesetzt. Schauen wir uns das Budget dieser Regierung an. (Abg. Strache: Der nächste Oberlehrer!) Die Amerikaner ge- ben 5,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes aus, Österreich, wenn wir die beiden Jahre 2009/2010 zusammenrechnen, fast 5 Milliarden € für die Steuerreform, 2,135 Millionen € und 2,858 Millionen € in den beiden Jahren, 1,3 Milliarden € mehr für Unterricht, Bildung und Forschung, 905 Millionen € mehr für Forschung und Entwicklung, 2,97 Milliarden € für soziale Sicherheit und Arbeitsmarkt, 828 Millionen € für die Familienförderung, 145 Millionen € für die Gesundheit und dann noch die Konjunkturpakete.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Eine Milliarde € für Konjunkturpaket I inklusive Haftungen und Kredite – das sind es auch im Amerika –, 900 Millionen € zusätzliche Investitionen bei ASFINAG und Bahn. Das sind insgesamt 13,7 Milliarden € und nicht weniger als 4,91 Prozent, also 5 Prozent des BIP. – Yes, we do! Wir sind mindestens so gut wie die Amerikaner und viel besser als alle anderen europäischen Länder. Und dazu gratuliere ich als Erstes einmal dieser Regierung. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Die Zahlen dazu kann ich Ihnen liefern: Deutschland setzt nur 2,4 Prozent des BIP in den beiden Jahren ein, Spanien 1,5 Prozent, Großbritannien 1,18 Prozent, Frankreich 1,30 Prozent. In allen genannten Ländern gibt es deutlich weniger aktive Maßnahmen. Es ist nicht richtig, dass es sich um ein Minimundus-Paket handelt. Es ist nämlich ein richtiges Paket. Wir haben ein Land, in dem aktiv gegen die Krise vorgegangen wird, und daher werden die Arbeitslosenzahlen bei uns nicht so stark ansteigen wie in den anderen Ländern, daher wird das Wachstum nicht so stark einbrechen und daher werden wir am Ende der Krise als Land besser dastehen, weil diese Regierung handelt und nicht abwartet. – Danke, meine Damen und Herren. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zum Zweiten: Österreich ist seit langem ein Hochsteuerland und hat mit einem 30-Prozent-Anteil des Sozialprodukts weltweit eine der höchsten Sozialquoten. Da von Ungleichheiten oder Umverteilungsnotwendigkeiten zu sprechen ist unrichtig und eigentlich unseriös. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Der Großteil unserer Unternehmen sind Klein- und Mittelbetriebe, und sie beschäftigen 65 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Die von manchen Politikern geforderte Wiedereinführung der Vermögenssteuer würde bedeuten, dass 80 Prozent davon von den Betrieben zu leisten sind. Entlastung, nicht Belastung, meine Damen und Herren, muss es für unsere Unternehmen geben. Mit Steuerreform und Konjunkturpaket sind wir auf dem richtigen Weg. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, wir von der ÖVP wissen genau, dass unsere Unternehmer die Zugpferde sind und in dieser Zeit, da der Boden tief und die Last schwer ist, wesentlich zum Erfolg dieses Landes beitragen. Unterstützen wir sie dabei! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Riepl: Da wart aber ihr in der Regierung!
Das Tragische an der Situation ist, dass wir in den guten Zeiten nicht gespart haben, dass wir in den guten Zeiten nicht Geld auf die Seite gelegt haben, sondern dass das Geld beim Fenster hinausgeworfen worden ist. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Riepl: Da wart aber ihr in der Regierung!) Das ist eine unverantwortliche Politik!
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Riepl: Sie waren in der Regierung!
Und jetzt reden sich alle auf eine internationale Krise aus, die wir tatsächlich erleben. Der Schuldenstand aber, den wir in den nächsten Jahrzehnten abtragen müssen, hat seine Ursache in der Vergangenheit, und dafür sind auch Sie mit verantwortlich. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Riepl: Sie waren in der Regierung!)
Abg. Silhavy: Dass die FPÖ in der Regierung war, haben Sie wohl schon ganz vergessen! – Abg. Strache: Eure Schulden haben wir mit übernehmen müssen!
Als Angehöriger der jungen Generation in Österreich möchte ich Ihnen schon einmal eines verdeutlichen (Abg. Silhavy: Dass die FPÖ in der Regierung war, haben Sie wohl schon ganz vergessen! – Abg. Strache: Eure Schulden haben wir mit übernehmen müssen!): Sie sprechen immer wieder davon, was Sie für die jungen Menschen tun, aber wir, die jungen Österreicher, werden diese Schuldenlast tragen und diesen Schuldenstand abbauen müssen.
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Wir streben eine Forschungsquote von zirka 3 Prozent an. In Schweden und in Finnland haben wir eine Forschungsquote von zirka 3,9 bis 4 Prozent. Was tun Sie für die jungen Menschen in diesem Land? – Sie tun nichts! Auf der einen Seite werden wir die Schulden, die Sie in den letzten Jahrzehnten gemacht haben, abbauen müssen, auf der anderen Seite fördern Sie die jungen Menschen in diesem Land nicht. Sie treten immer als staatstragende Parteien auf, vor allem die Herrschaften von der ÖVP. Reden Sie nicht immer von Verantwortungsbewusstsein! Reden Sie nicht immer plattitüdenhaft davon! (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) Was wir brauchen, ist eine Politik, die von Verantwortungsbewusstsein getragen ist und nicht nur plattitüdenhaft davon spricht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir streben eine Forschungsquote von zirka 3 Prozent an. In Schweden und in Finnland haben wir eine Forschungsquote von zirka 3,9 bis 4 Prozent. Was tun Sie für die jungen Menschen in diesem Land? – Sie tun nichts! Auf der einen Seite werden wir die Schulden, die Sie in den letzten Jahrzehnten gemacht haben, abbauen müssen, auf der anderen Seite fördern Sie die jungen Menschen in diesem Land nicht. Sie treten immer als staatstragende Parteien auf, vor allem die Herrschaften von der ÖVP. Reden Sie nicht immer von Verantwortungsbewusstsein! Reden Sie nicht immer plattitüdenhaft davon! (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) Was wir brauchen, ist eine Politik, die von Verantwortungsbewusstsein getragen ist und nicht nur plattitüdenhaft davon spricht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Strache: Ich habe mir schon gedacht, Stadler springt heraus!
Abgeordneter Christoph Hagen (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Sie kennen sicher alle dieses Überraschungspaket: Wenn man daran zieht, dann macht es einen Tuscher und ein Clown springt heraus. So ähnlich kann man es sich vorstellen, wenn man dieses Budget aufmacht: Der Herr Finanzminister springt heraus, es macht einen Klescher und er zeigt einem die lange Nase. So schaut dieses Budget aus! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Strache: Ich habe mir schon gedacht, Stadler springt heraus!)
Abg. Kopf: Nein, nein, nein!
Ich bin auch schon gespannt auf die Haltung des Kollegen Kopf, der die Gelder der Gebietskrankenkasse Vorarlberg, die gut wirtschaftet, nach Wien wird abliefern müssen. Sie werden das ja richten, ich sehe mir das an. Ich habe das damals, vor einigen Jahren, bereits abgelehnt, als einziger Vorarlberger, damals noch in der FPÖ (Abg. Kopf: Nein, nein, nein!), als Einziger von der FPÖ damals, und ich werde das auch dieses Mal tun. Das kann ich den Leuten versprechen.
Beifall beim BZÖ.
Frau Minister Fekter, das ist der falsche Weg! Sie müssen mehr Polizei auf die Straße stellen, denn die Bestrafung vor Ort wirkt. Da schlüpfen die ausländischen Autofahrer nicht durch. Es ist wichtig, dass nicht nur der österreichische Autofahrer erneut zur Melkkuh der Nation gemacht wird, was er ohnehin schon ist. (Beifall beim BZÖ.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Ich möchte noch kurz auf die zweite Pfändertunnelröhre in Vorarlberg zu sprechen kommen. Daran sieht man wieder die nachhaltige, gescheite Politik der ÖVP. Ich kann mich erinnern, Verkehrsminister Gorbach hat forciert, dass eine zweite Pfändertunnelröhre gebaut wird. Ich habe seit zehn Jahren dafür gekämpft. Ex-Landesrat Rein von der ÖVP hat bei der Andrehfeier gesagt, man hat zehn Jahre zu spät gebaut. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Alles in allem zum Thema Budget: Herr Finanzminister! Fünf, bitte setzen! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Jury: Er moderiert schon ab! – Abg. Mayerhofer: Der Schützer der österreichischen Polizisten!
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Meine sehr geehrten Damen und Herren! In 3 Minuten beendet der ORF vereinbarungsgemäß seine Fernsehübertragung dieser Debatte. (Abg. Jury: Er moderiert schon ab! – Abg. Mayerhofer: Der Schützer der österreichischen Polizisten!) Viele werden sich fragen, warum in einer Budgetdebatte die Emotionen dann am stärksten werden, wenn um Raiffeisen gestritten wird. Und ich möchte diese Frage jetzt beantworten.
Widerspruch bei der FPÖ.
Es gibt in Österreich derzeit einen von der Öffentlichkeit nicht wirklich wahrgenommenen Machtkampf um die Vorherrschaft im Medienwesen zwischen Raiffeisen auf der einen und der „Kronen Zeitung“ auf der anderen Seite. Die Interessen von Raiffeisen werden traditionell von der ÖVP vertreten, die Interessen der „Kronen Zeitung“ neuerdings von der Freiheitlichen Partei. (Widerspruch bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Das ist wieder der Kommunist Pilz! Das marxistische Rumpelstilzchen!
Beide sind nur in einem einer Meinung: Die Milliardenvermögen sowohl von Raiffeisen als auch von Herrn Dichand dürfen nicht besteuert werden. Möglichst wenig Vermögenssteuern für Raiffeisen, Dichand und die „Kronen Zeitung“. Das ist bei der ÖVP nichts Neues. Spannend ist, dass die Freiheitliche Partei zum ersten Mal nicht die „kleinen Leute“, sondern die Interessen des „Kronen Zeitungs“-Milliardärs gegen die Leser und Leserinnen der „Kronen Zeitung“ vertritt. (Abg. Strache: Das ist wieder der Kommunist Pilz! Das marxistische Rumpelstilzchen!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Ich sage Ihnen, was schäbig ist: Bei Ihrem Einkommen in einer Gemeindewohnung zu wohnen, das ist schäbig!
Und da stehen ÖVP und FPÖ auf und sagen: Nein, ohne uns! Uns ist Herr Dichand und uns ist Herr Konrad wichtiger als die Zehntausenden Opfer der Krise. – Ich sage Ihnen eines, Herr Strache: Das ist schäbig! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Ich sage Ihnen, was schäbig ist: Bei Ihrem Einkommen in einer Gemeindewohnung zu wohnen, das ist schäbig!) Das ist schäbig! Das ist ein Maß an politischer Korruption, das Ihnen als selbst ernanntem Tribun der „kleinen Leute“ schlecht ansteht. (Abg. Strache: Sie nehmen die Gemeindewohnung jemandem weg, der sie wirklich brauchen würde! Das ist schäbig!)
Abg. Strache: Sie nehmen die Gemeindewohnung jemandem weg, der sie wirklich brauchen würde! Das ist schäbig!
Und da stehen ÖVP und FPÖ auf und sagen: Nein, ohne uns! Uns ist Herr Dichand und uns ist Herr Konrad wichtiger als die Zehntausenden Opfer der Krise. – Ich sage Ihnen eines, Herr Strache: Das ist schäbig! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Ich sage Ihnen, was schäbig ist: Bei Ihrem Einkommen in einer Gemeindewohnung zu wohnen, das ist schäbig!) Das ist schäbig! Das ist ein Maß an politischer Korruption, das Ihnen als selbst ernanntem Tribun der „kleinen Leute“ schlecht ansteht. (Abg. Strache: Sie nehmen die Gemeindewohnung jemandem weg, der sie wirklich brauchen würde! Das ist schäbig!)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
davon, Herr Strache! Sie sind das mit Sicherheit nicht! (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Dr. Kurzmann: Den sehr geringen Kräften! – Abg. Mag. Stefan: Den immer geringer werdenden Kräften!
Wir müssen in diesem Haus eine Mehrheit finden, um die Lasten der Krise gerecht zu verteilen, und wir werden versuchen, mit allen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen (Abg. Dr. Kurzmann: Den sehr geringen Kräften! – Abg. Mag. Stefan: Den immer geringer werdenden Kräften!), mit den Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ, aber auch mit Abgeordneten anderer Parteien eine Mehrheit, eine parlamentarische Mehrheit für eine faire und gerechte Bewältigung der Krise zu finden. (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Wir müssen in diesem Haus eine Mehrheit finden, um die Lasten der Krise gerecht zu verteilen, und wir werden versuchen, mit allen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen (Abg. Dr. Kurzmann: Den sehr geringen Kräften! – Abg. Mag. Stefan: Den immer geringer werdenden Kräften!), mit den Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ, aber auch mit Abgeordneten anderer Parteien eine Mehrheit, eine parlamentarische Mehrheit für eine faire und gerechte Bewältigung der Krise zu finden. (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wir müssen in diesem Haus eine Mehrheit finden, um die Lasten der Krise gerecht zu verteilen, und wir werden versuchen, mit allen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen (Abg. Dr. Kurzmann: Den sehr geringen Kräften! – Abg. Mag. Stefan: Den immer geringer werdenden Kräften!), mit den Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ, aber auch mit Abgeordneten anderer Parteien eine Mehrheit, eine parlamentarische Mehrheit für eine faire und gerechte Bewältigung der Krise zu finden. (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Ing. Westenthaler: Sehr schlechte Redezeit!
Abgeordneter Mag. Kurt Gaßner (SPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Werte Kolleginnen und Kollegen! (Abg. Ing. Westenthaler: Sehr schlechte Redezeit!) Es ist eine sehr schlechte Redezeit, da die Fernsehübertragung aus ist, Herr Westenthaler. Ich bin aber nicht Parlamentarier, um im Fernsehen groß auftreten zu können, sondern um mich wirklich um die Probleme dieser Republik zu kümmern. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Kurt Gaßner (SPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Werte Kolleginnen und Kollegen! (Abg. Ing. Westenthaler: Sehr schlechte Redezeit!) Es ist eine sehr schlechte Redezeit, da die Fernsehübertragung aus ist, Herr Westenthaler. Ich bin aber nicht Parlamentarier, um im Fernsehen groß auftreten zu können, sondern um mich wirklich um die Probleme dieser Republik zu kümmern. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Bucher: Sie haben das gesamte Budget studiert? Stimmt das?
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Heute früh habe ich in den Nachrichten ab 6 Uhr schon gehört, dass heute ein „Großkampftag“ im Hohen Haus ist. Das Budget wird diskutiert, und die Opposition hat sich vorbereitet. – Vom „Großkampftag“ habe ich bis jetzt nicht sehr viel gespürt, aber ich habe gemerkt, dass doch sehr wenig Zeit war, das Budget, das wir gestern in einem fast 10-Kilo-Paket bekommen haben, zu studieren, denn was da alles so von sich gegeben wurde, ist durchaus nicht dienlich für ein ordentliches Budget. (Abg. Bucher: Sie haben das gesamte Budget studiert? Stimmt das?)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Herr Bucher, ich habe es nicht studieren können, ich habe nur ein paar für mich vielleicht notwendige Büchlein herausgenommen. Und damit die Zuseher es auch wissen: Die Budgetdebatte im Detail geht erst im nächsten Monat weiter, und alles, was man heute hier von sich gegeben hat, ist zum Teil schon eine sehr, sehr große Show. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Dr. Bartenstein: So hat er das nicht gesagt!
Wenn Kollege Grillitsch sagt – ich glaube, er hat sich versprochen –, es gibt mit uns keine Grundsteuer, dann soll er einmal mit seinen Gemeindekollegen reden, mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern, was die dazu sagen, wenn es keine Grundsteuer mehr gibt. Er meinte wohl keine erhöhte Grundsteuer. (Abg. Dr. Bartenstein: So hat er das nicht gesagt!) Nein, nein, er hat das schon gesagt. Lesen Sie es nach, Herr Kollege! Er hat gesagt, es gibt mit uns keine Grundsteuer.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren, ich freue mich auf die Detailverhandlungen im Budgetausschuss und dann auch wieder hier im Plenum. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Strache: Das behaupten Sie!
Eine andere Frage – machen Sie mit mir einmal den Gedankensprung, Herr Strache –: Was wäre, wenn Minister Pröll heute genau das vorgelegt hätte, was Sie in Ihrer Rede gefordert haben? Wissen Sie, wie Sie reagiert hätten? – Genau das Gegenteil hätten Sie gesagt: Er spart Österreich tot, kein Geld für Konjunkturschübe. (Abg. Strache: Das behaupten Sie!) So ist doch das Spielchen. Sie gehen heraus und spielen den Retter Österreichs und machen nichts anderes als ganz simple, einfache Oppositionspolitik, um den Leuten Angst zu machen und alles zu verteufeln.
Abg. Strache: Wahrscheinlich bin ich jetzt schuld, dass wir so viele Arbeitslose haben!
Natürlich ist es Aufgabe der Opposition zu kritisieren, Herr Strache, aber nicht, herzugehen und alles madig zu machen (Abg. Strache: Wahrscheinlich bin ich jetzt schuld, dass wir so viele Arbeitslose haben!), obwohl seriöse Wirtschaftswissenschafter und
Abg. Strache: Der Herr Krugman zum Beispiel!
Fachleute – da meine ich nicht Sie – sagen, dass das, was der Finanzminister getan hat, der richtige Weg in dieser Krise ist. Da sind für mich diese Leute schon glaubwürdiger (Abg. Strache: Der Herr Krugman zum Beispiel!) als Ihre offensichtliche, durchschaubare und populistische Oppositionspolitik. (Beifall bei der ÖVP.) Sie müssen das ohnehin selbst verantworten. Jedenfalls mit der Art, wie Sie heute gesprochen haben, würden Sie die Krise nie meistern oder ihr begegnen können.
Beifall bei der ÖVP.
Fachleute – da meine ich nicht Sie – sagen, dass das, was der Finanzminister getan hat, der richtige Weg in dieser Krise ist. Da sind für mich diese Leute schon glaubwürdiger (Abg. Strache: Der Herr Krugman zum Beispiel!) als Ihre offensichtliche, durchschaubare und populistische Oppositionspolitik. (Beifall bei der ÖVP.) Sie müssen das ohnehin selbst verantworten. Jedenfalls mit der Art, wie Sie heute gesprochen haben, würden Sie die Krise nie meistern oder ihr begegnen können.
Abg. Strache: Totschweigen! Alle Missstände totschweigen!
Neben der finanziellen Geschichte ist es natürlich auch eine psychologische. Ich habe gestern einen ganz klugen Satz gehört, wo einer gesagt hat, die Krise ist dann vorbei, wenn niemand mehr darüber spricht. Vielleicht sprechen wir zu viel darüber, vielleicht sollten wir das Gegenteil machen und sagen, wir werden es schaffen, wir haben auch in der Vergangenheit Krisen bewältigt. (Abg. Strache: Totschweigen! Alle Missstände totschweigen!)
Abg. Strache: Das hat ja die ganze Deregulierung und Globalisierung erst losgetreten!
Da bringt es auch nichts, Herr Strache, wenn Sie, wie heute, auf die EU losgehen. Was soll denn das? Alle seriösen Fachleute, alle seriösen Menschen sagen, dass uns die EU in dieser Krise geholfen hat. Stellen Sie sich vor, wir hätten den Euro nicht, wie da mit dem Schilling spekuliert worden wäre. Da würden wir anders ausschauen. (Abg. Strache: Das hat ja die ganze Deregulierung und Globalisierung erst losgetreten!) Das sagen Oppositionsparteien in anderen Ländern leider oder Gott sei Dank anders als Sie. Die sagen, wir sind froh, dass wir den Euro haben. Wir sind froh, dass wir nicht den Spekulationen der Amerikaner mit dem Schilling ausgeliefert sind.
Abg. Strache: Für die der Steuerzahler heute geradestehen muss!
Dann haben Sie noch etwas gemacht, Sie haben jene Banken verteufelt, die im Osten investiert haben. Jetzt sind viele hier herinnen, die sich selbst vor Ort ein Bild machen, welche Investitionen unsere Banken im Osten getätigt haben. In erster Linie haben sie einmal das Geldwesen und das Bankwesen in diesen Ländern in Ordnung gebracht, für Sicherheit gesorgt. Sie haben Investments gefördert, und zwar jene (Abg. Strache: Für die der Steuerzahler heute geradestehen muss!), von denen in erster Linie unsere Klein- und Mittelbetriebe profitiert haben. Sie werden wahrscheinlich keine kennen. Ich kann Ihnen eine Handvoll Betriebe allein in meinem Bezirk Grieskirchen aufzählen, welche von dieser Ostöffnung, von diesem Investment im Osten profitiert haben, gut profitiert haben und auch nach der Krise profitieren werden.
Beifall bei der ÖVP.
Man sollte nicht so kurzsichtig sein und sagen, jetzt drehen wir alles zu, die Krise ist da. Es gibt auch ein Nach-der-Krise, und da werden wir sicher wieder Vorteile haben, wenn wir zu unseren Investments stehen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Strache: Nach dem Ranking ist er der Fleißigste!
Also, Herr Strache, keine Österreich-Vernaderung, keine EU-Feindlichkeit, keine Neidgenossenschaft schüren! Kämpfen Sie in der EU draußen wirklich für Österreich, aber nicht so wie Ihr Abgeordneter Mölzer, von dem man gelesen hat, wenn das Ranking stimmt, dass er nicht zu den Fleißigsten gehört hat. (Abg. Strache: Nach dem Ranking ist er der Fleißigste!)
Abg. Strache: Der Swoboda!
(Abg. Strache: Der Swoboda!)
Beifall bei der ÖVP.
Das ist die Wahrheit, meine Damen und Herren! Nicht da groß reden, sondern an ihren Taten werdet ihr sie erkennen und nicht an ihren Worten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: Weil er die österreichischen Interessen vertritt, während Sie gegen eine Volksabstimmung sind!
Abgeordneter Alois Gradauer (FPÖ): Hohes Haus! Sehr geehrte Regierungsmitglieder! Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! – Herr Bürgermeister Großruck, Abgeordneter Mölzer ist nicht der faulste, sondern der fleißigste Abgeordnete im EU-Parlament. Nur damit das auch klar ist. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: Weil er die österreichischen Interessen vertritt, während Sie gegen eine Volksabstimmung sind!) Sie brauchen sich nur die Statistik anzuschauen, dann wird die Geschichte gleich klarer.
Beifall bei der FPÖ.
Die EU hat keine wirtschaftspolitische Zuständigkeit. Sie kann keine Maßnahmen beschließen und folglich auch nicht finanzieren. – Erstens. Und zweitens: Im Endeffekt ist und bleibt Wirtschaftspolitik Sache der nationalen Regierungen und der nationalen Parlamente. – So weit zur EU. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Das haben Sie zu verantworten!
Nun zu den Banken im Osten, lieber Herr Großruck, nur damit das auch klar ausgesprochen ist: Bei all den guten Dingen, die dort passiert sind, ist es letztlich so, dass die Banken im Osten bei den Großbanken Wiens 230 Milliarden € an Krediten offen haben und die Gefahr besteht, dass 10 bis 20 Prozent davon unter Umständen nicht mehr einbringlich sind. (Abg. Strache: Das haben Sie zu verantworten!) Das ist eine Riesenbedrohung für Österreich, Herr Großruck, und das haben die Wiener Großbanken zu verantworten, Ihre Freunde, lieber Mann! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Ikrath: Das sind ja keine Blankokredite! Das ist ja abartig!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Ikrath: Das sind ja keine Blankokredite! Das ist ja abartig!
Nun zu den Banken im Osten, lieber Herr Großruck, nur damit das auch klar ausgesprochen ist: Bei all den guten Dingen, die dort passiert sind, ist es letztlich so, dass die Banken im Osten bei den Großbanken Wiens 230 Milliarden € an Krediten offen haben und die Gefahr besteht, dass 10 bis 20 Prozent davon unter Umständen nicht mehr einbringlich sind. (Abg. Strache: Das haben Sie zu verantworten!) Das ist eine Riesenbedrohung für Österreich, Herr Großruck, und das haben die Wiener Großbanken zu verantworten, Ihre Freunde, lieber Mann! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Ikrath: Das sind ja keine Blankokredite! Das ist ja abartig!)
Ironische Rufe bei der FPÖ.
Ihnen sage ich auch gleich was, Herr Ikrath. Ich danke für den Zuruf. Die gute Nachricht von einer Bank, Ihrer Bank: 8 Prozent Ertrag. Super! Das ist eine Einladung für die Leute, dort Geld zu zeichnen. Im Kleingedruckten steht: Die Auszahlung des Ertrages muss durch den Jahresgewinn der Erste Group Bank AG gedeckt sein und kann daher auch entfallen. (Ironische Rufe bei der FPÖ.) Zweitens kleingedruckt: Hierbei handelt es sich um eine Marketingmitteilung. Bitte beachten Sie, dass eine Veranlagung in Wertpapieren neben den geschilderten Chancen auch Risken bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals bringt. – So weit zu dem, was man von den österreichischen Großbanken halten kann. (Abg. Mag. Ikrath: Wollen Sie eine ehrliche, konsumentenfreundliche Information plötzlich nicht mehr?) Ja, ja, Herr Ikrath, so ist das.
Abg. Mag. Ikrath: Wollen Sie eine ehrliche, konsumentenfreundliche Information plötzlich nicht mehr?
Ihnen sage ich auch gleich was, Herr Ikrath. Ich danke für den Zuruf. Die gute Nachricht von einer Bank, Ihrer Bank: 8 Prozent Ertrag. Super! Das ist eine Einladung für die Leute, dort Geld zu zeichnen. Im Kleingedruckten steht: Die Auszahlung des Ertrages muss durch den Jahresgewinn der Erste Group Bank AG gedeckt sein und kann daher auch entfallen. (Ironische Rufe bei der FPÖ.) Zweitens kleingedruckt: Hierbei handelt es sich um eine Marketingmitteilung. Bitte beachten Sie, dass eine Veranlagung in Wertpapieren neben den geschilderten Chancen auch Risken bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals bringt. – So weit zu dem, was man von den österreichischen Großbanken halten kann. (Abg. Mag. Ikrath: Wollen Sie eine ehrliche, konsumentenfreundliche Information plötzlich nicht mehr?) Ja, ja, Herr Ikrath, so ist das.
Beifall bei der FPÖ.
Ich möchte mich als Budgetsprecher der freiheitlichen Fraktion sehr herzlich bei den Beamten des Bundesministeriums für Finanzen bedanken. Die haben gute Arbeit geleistet. Da sind nicht nur 10 Kilogramm Papier geliefert worden, sondern 10 Kilogramm mit gewaltigen Inhalten, die uns die Arbeit hier im Parlament wesentlich erleichtern. Danke schön, Herr Sektionschef Steger! Danke vielmals! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Budgetrede, die ich gestern hören musste, ist für mich so angekommen: Kein Mut und kein Vertrauen werden hier ausgelöst, sondern Unsicherheit und Misstrauen werden geschürt. Und das ist das Schlimme daran. Wir bräuchten nämlich in Österreich Mut, Mut und nochmals Mut und Vertrauen der Leute in uns und in die Wirtschaft. Dann, glaube ich, wird es wieder aufwärts gehen. – Danke vielmals. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Dr. Martin Strutz (BZÖ): Hohes Haus! Die ÖVP wird immer eine Ausrede finden, wenn es darum geht, Versprechen, die sie den Bürgern vor der Wahl gegeben hat, nach der Wahl zu brechen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das, was wir kritisieren, ist, dass trotz dieser riesigen Schuldenlast, die Sie heute dem Parlament und damit den Österreicherinnen und Österreichern aufbürden, keine Reformen, auch nicht in den Budgetbegleitgesetzen, spürbar und belegbar sind. Wo sind die Reformen im Bildungsbereich? Wo sind die Reformen im Gesundheitsbereich? Da gibt es große Millionensubventionen an die Krankenkassen, aber nur aus einem Grund: damit Sie Ihre Funktionäre, die dort auch als Vorstände persönlich in Haftung stehen, von dieser Haftung und vom Strick herunterschneiden. Aber es gibt keine Reformen in der Verwaltung. Es gibt keine Gesetze, die diese Manager dazu zwingen, auch tatsächlich Reformen und Sparmaßnahmen umzusetzen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wenn Sie sparen und das den Österreichern zumuten, dann sparen Sie am falschen Fleck. Sie sparen bei der Sicherheit, Sie sparen bei der Bildung, Sie sparen im Sozialbereich. Mein Vorgänger hat von einem Sicherheitshinweis gesprochen, und dieser müsste eigentlich auch auf dem Budget prangen: Lesen Sie das Kleingedruckte! Das ist eine Mogelpackung, die Sie dem Hohen Haus hier vorlegen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
wurde, das ist ja nur ein Lercherl gegen das, was jetzt die Frau Justizministerin, aber auch die Innenministerin auszuhalten haben werden. Heuer wird es zunächst 167 zusätzliche Exekutivbeamte geben, aber selbst mit 1 000 Polizisten extra liegt man um 3 000 Männer und Frauen unter dem Personalstand von 1999, wie die Statistik des Finanzministeriums zeigt. 1999 haben wir aber noch nicht eine so hohe Kriminalitätsrate gehabt. Das ist eine Mogelpackung. Weniger Personal, mehr Arbeit für die Justizministerin. Sie tun mir jetzt schon leid, denn das, was bei den Lehrern vorpraktiziert wird, das wird jetzt bei den Richtern und bei den Staatsanwälten auf Sie zukommen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Hohes Haus! Schöne Worte, aber keine Taten! Das, was ich Ihnen bei diesem Budget vorwerfe, ist: Sie gefährden damit den sozialen Frieden in Österreich. Sie treiben die Menschen, Sie treiben die Beschäftigten auf die Straße – ja Sie zwingen sie dazu, auf die Straße zu gehen. Die Österreicherinnen und Österreicher müssen nun die Zeche für diese verfehlte Budgetpolitik zahlen. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Kickl: Rache der Indianer!
Der Finanzminister hat gesagt, die Krise wäre von den Häuslbauern in den USA ausgegangen; dann wäre sie irgendwie, durch irgendwelche Komplikationen auf unseren Kontinent herübergeschwappt und hätte zufälligerweise auch unser armes Land erwischt, das für die Krise überhaupt nichts kann. (Abg. Kickl: Rache der Indianer!)
Beifall bei den Grünen.
Da hätte ich mir vom Finanzminister eine etwas mutigere Antwort erwartet oder einen Versuch, für dieses Thema auch eine Antwort auf europäischer Ebene zu liefern, nicht nur auf der Ebene, wie es jetzt mit der OECD-Liste versucht wurde. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Glauben Sie wirklich, dass die Arbeitslosen durch Mäßigung über die nächsten Jahre drübergebracht werden können?! Glauben Sie wirklich, dass es das Konzept der Regierungspolitik sein kann, dass man den 100 000 oder 200 000 zusätzlichen Arbeitslosen plus den 300 000, die wir ohnehin schon haben, fünf Jahre lang sagen kann: Mäßigt euch gefälligst, seid ihr die Verursacher der Krise!? – Nein, die Arbeitslosen sind es genauso wenig wie die Lehrer oder irgendeine andere Gruppe in Österreich! Auch das sei Ihnen ins Stammbuch geschrieben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bin zuversichtlich, dass auch da die Politik, die den Menschen in den Mittelpunkt der Überlegungen stellt, gewinnen wird. Für diese Politik steht die Sozialdemokratie in diesem Lande! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Nächste Woche ist der fünfte Jahrestag des EU-Beitritts unserer Nachbarn. Dieses epochale Ereignis wurde Schritt für Schritt vorbereitet, es war richtig und es bleibt zukunftsweisend für Österreich und für Europa! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die österreichischen Unternehmen wissen das im Übrigen. Sie wissen, dass es sich bei den Ländern, die man früher pauschal als „Osteuropa“ bezeichnet hat, nicht um eine Hochrisikozone handelt, auch jetzt in der Krise nicht. Ein genauer Blick lohnt sich. Diese Länder haben in ihrer Mehrzahl eine deutlich bessere Haushaltsdisziplin, kleinere Defizite und geringere Schuldenquoten als die „alten“ 15 EU-Mitglieder. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Lassen Sie mich auch ein Wort zu den österreichischen Banken sagen. Es ist sehr leicht, pauschal zu verurteilen, zu verunglimpfen, aber die österreichischen Banken haben – im Gegensatz zu Banken anderer Länder – so gut wie keine „giftigen Wertpapiere“, um Veit Sorger, den Präsidenten der Industriellenvereinigung, zu zitieren. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Österreichische Banken haben als Kreditgeber ganz normal Industrieanlagen, Immobilien, Fahrzeuge finanziert, und aus ihrer Sicht gibt es immer noch erhöhte Ertragsaussichten – trotz einer feststellbaren Wachstumsverlangsamung.
Beifall bei der ÖVP.
Bleiben wir also auch da fern von Panik, bleiben wir fern von Vertrauensverlust – und riskieren wir nicht die Vorteile, die Vorsprünge, die Österreich da hat, auch in der Außenpolitik, auch in der Europapolitik! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir tragen aber auch – das sei zum Abschluss gesagt – global Verantwortung. Die österreichische Entwicklungshilfe konnte nicht erhöht werden; es wird aber notwendig sein, gerade in der Krise den schwachen und schwächsten Ländern Aufmerksamkeit zu widmen. Ich trete dafür ein, dass gerade den Frauen dieser Länder besondere Aufmerksamkeit gewidmet wird, denn die Frauen sollen nicht diejenigen sein, die, wie die Erfahrung ja sehr oft zeigt, in der Krise zuerst unter Druck kommen. Dazu darf es weder in unserem Land noch weltweit kommen, meine Damen und Herren! In diese Richtung sollten wir große Aufmerksamkeit walten lassen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Nur fürs Protokoll: Das Finanzministerium ist nicht vertreten!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Neubauer. 4 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: Nur fürs Protokoll: Das Finanzministerium ist nicht vertreten!)
Beifall bei der FPÖ.
Der Parlamentarismus hier in diesem Hause ist nämlich zum Stillstand gekommen, meine sehr geehrten Damen und Herren, und die Oppositionsparteien in diesem Hause werden von dieser Bundesregierung sukzessive vom politisch-demokratischen Meinungsbildungsprozess ausgeschlossen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grosz: Hoher Saal!?
Meine sehr geehrten Damen und Herren, das ist wirklich ein politischer Skandal, wenn drei demokratisch legitimierte Parteien hier in diesem Hause permanent von der Ideenfindung, vom Wettbewerb ausgeschlossen werden! Die Menschen Österreichs haben ein Anrecht darauf, dass die besten Ideen für sie hier beschlossen werden und nicht immer wieder – auch vom Kollegen Cap, der sich jetzt leider nicht im hohen Saal befindet – nur Wortbrüche begangen werden. (Abg. Grosz: Hoher Saal!?)
Rufe bei SPÖ und ÖVP: Völlig übertrieben!
Herr Cap, ich fordere Sie auf, endlich Ihre Versprechungen, auch den Oppositionsparteien gegenüber, einzuhalten! Kommen Sie an die demokratische Basis zurück, denn so kann es wirklich nicht mehr weitergehen, meine sehr geehrten Damen und Herren; denn das erinnert mich an üble Zeiten, die wir hatten, als zuerst die politischen Parteien in diesem Lande verboten wurden und im Wesentlichen dann auch das Parlament aufgelöst wurde, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Rufe bei SPÖ und ÖVP: Völlig übertrieben!) Diese Zeiten wollen wir nicht mehr erleben! Sie sind aber nahe daran, das wieder einzuführen.
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Mag. Grossmann.
Wenn man Anträge der Oppositionsparteien auf fünf Jahre hinaus immer vertagt, so ist das doch ein Ausschluss der Opposition in diesem Haus – und vor dieser Tatsache können Sie sich nicht verschließen! (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Mag. Grossmann.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.
Wir haben den bemerkenswerten Fall, dass ein Antrag der Kollegin Haidlmayr von den Grünen, die heute nicht einmal mehr im Hohen Haus ist, 13 Jahre lang vertagt wurde. Das ist ein Skandal, wie er im Buche steht. Und dafür müssen Sie geradestehen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Petzner: Was hat das mit dem Budget zu tun?!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, leider hat sich die Frau Präsidentin des Nationalrates in unrühmlicher Weise dieser undemokratischen Entwicklung angeschlossen. Sie erteilt zum Beispiel Hausverbote an unbescholtene Bürger dieses Landes. Auch das ist ein Skandal! Die Frau Präsidentin verbietet Ausstellungen rumänischer Künstler, Ikonenausstellungen – sie tut und macht in diesem Hause, was sie will. Das ist wirklich nicht mehr nachvollziehbar! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Petzner: Was hat das mit dem Budget zu tun?!)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, bedanken darf ich mich in diesem Zusammenhang bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hauses. Sie alleine halten diesen Betrieb im Hohen Haus aufrecht. Wenn es von der Präsidialverwaltung her ginge, wäre dieser Betrieb schon lange zusammengebrochen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich beantrage daher laut Geschäftsordnung die Zitierung des Finanzministers und bitte um Abstimmung darüber. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Herr Klubobmann Kopf, Sie sind am Wort! Aber schnell, das ist ...! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Zu Wort gemeldet hat sich der Herr Klubobmann der ÖVP. Ich erteile es ihm. (Abg. Ing. Westenthaler: Herr Klubobmann Kopf, Sie sind am Wort! Aber schnell, das ist ...! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.)
Ruf beim BZÖ: Herr Präsident, die Wortmeldung ist verfallen!
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Langsam, langsam, keine Eile! (Ruf beim BZÖ: Herr Präsident, die Wortmeldung ist verfallen!) – Nein, das Mikrophon hält nicht.
Rufe beim BZÖ: Abstimmung! Abstimmung! – Abg. Ing. Westenthaler: Wenn er nicht redet, stimmen wir ab! – Ruf bei der ÖVP: Darf sich der Herr Klubobmann äußern?
Herr Präsident! Hohes Haus! Üblicherweise ... (Rufe beim BZÖ: Abstimmung! Abstimmung! – Abg. Ing. Westenthaler: Wenn er nicht redet, stimmen wir ab! – Ruf bei der ÖVP: Darf sich der Herr Klubobmann äußern?)
Abg. Ing. Westenthaler: Nein! Ich habe gesagt, den Herrn Finanzminister!
Herrn Kollegen Peter Westenthaler ersuche ich, seinen Antrag im Anschluss an die Ausführungen zur Geschäftsordnung des Herrn Kollegen Kopf geschäftsordnungsmäßig zu begründen, denn er hat gesagt, er beantragt einen Vertreter des Finanzministeriums. (Abg. Ing. Westenthaler: Nein! Ich habe gesagt, den Herrn Finanzminister!) – So ist das bei mir angekommen. Wir können ja nachher im Protokoll nachschauen. (Abg. Ing. Westenthaler: Den Finanzminister!) Vielleicht sagt er mir dann, wen er hierher zitiert haben möchte gemäß der Geschäftsordnung. (Abg. Ing. Westenthaler: Ich habe gesagt, den Finanzminister!)
Abg. Ing. Westenthaler: Den Finanzminister!
Herrn Kollegen Peter Westenthaler ersuche ich, seinen Antrag im Anschluss an die Ausführungen zur Geschäftsordnung des Herrn Kollegen Kopf geschäftsordnungsmäßig zu begründen, denn er hat gesagt, er beantragt einen Vertreter des Finanzministeriums. (Abg. Ing. Westenthaler: Nein! Ich habe gesagt, den Herrn Finanzminister!) – So ist das bei mir angekommen. Wir können ja nachher im Protokoll nachschauen. (Abg. Ing. Westenthaler: Den Finanzminister!) Vielleicht sagt er mir dann, wen er hierher zitiert haben möchte gemäß der Geschäftsordnung. (Abg. Ing. Westenthaler: Ich habe gesagt, den Finanzminister!)
Abg. Ing. Westenthaler: Ich habe gesagt, den Finanzminister!
Herrn Kollegen Peter Westenthaler ersuche ich, seinen Antrag im Anschluss an die Ausführungen zur Geschäftsordnung des Herrn Kollegen Kopf geschäftsordnungsmäßig zu begründen, denn er hat gesagt, er beantragt einen Vertreter des Finanzministeriums. (Abg. Ing. Westenthaler: Nein! Ich habe gesagt, den Herrn Finanzminister!) – So ist das bei mir angekommen. Wir können ja nachher im Protokoll nachschauen. (Abg. Ing. Westenthaler: Den Finanzminister!) Vielleicht sagt er mir dann, wen er hierher zitiert haben möchte gemäß der Geschäftsordnung. (Abg. Ing. Westenthaler: Ich habe gesagt, den Finanzminister!)
Abg. Dr. Strutz: Hören Sie auf mit dem Zeitschinden!
Abgeordneter Karlheinz Kopf (fortsetzend): Herr Präsident, vielleicht dürfte ich vor meinen Ausführungen wissen, wen er jetzt genau zitiert haben will. (Abg. Dr. Strutz: Hören Sie auf mit dem Zeitschinden!)
Rufe beim BZÖ: Abstimmen! Abstimmen! – Abg. Kopf: Ich bin noch am Wort?
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Herr Klubobmann Kopf, wenn Sie keine Wortmeldung zur Geschäftsbehandlung haben, dann ist das erledigt, dann muss ich die Abstimmung einleiten. – Bitte. (Rufe beim BZÖ: Abstimmen! Abstimmen! – Abg. Kopf: Ich bin noch am Wort?) – Herr Klubobmann Kopf, bitte. (Anhaltende Zwischenrufe beim BZÖ.)
Anhaltende Zwischenrufe beim BZÖ.
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Herr Klubobmann Kopf, wenn Sie keine Wortmeldung zur Geschäftsbehandlung haben, dann ist das erledigt, dann muss ich die Abstimmung einleiten. – Bitte. (Rufe beim BZÖ: Abstimmen! Abstimmen! – Abg. Kopf: Ich bin noch am Wort?) – Herr Klubobmann Kopf, bitte. (Anhaltende Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Das ist ja gar nicht wahr! Beim Budget ist der Finanzminister immer da!
Abgeordneter Karlheinz Kopf (fortsetzend): Herr Präsident, auch wenn sich die Herrschaften hinter mir so echauffieren – Herr Präsident, üblicherweise ist bei ersten Lesungen die Anwesenheit von Regierungsmitgliedern nicht erforderlich. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist ja gar nicht wahr! Beim Budget ist der Finanzminister immer da!) Aber selbstverständlich war der Herr Finanzminister die ganze Zeit über anwesend. Im Übrigen sind derzeit fünf Regierungsmitglieder auf der Regierungsbank.
Abg. Scheibner: Das ist ein Missbrauch der Geschäftsordnung!
Das Bundesfinanzgesetz beinhaltet ja alle Kapitel und alle Ressorts, und ich denke, dass die Minister und Staatssekretäre in ausreichender Zahl vorhanden sind, um zu den Fragen und Bemerkungen der Abgeordneten Stellung zu nehmen. Es hat sich ja auch schon eine ganze Reihe von Ministern nach dem Bundeskanzler und dem Finanzminister zu Wort gemeldet, und ich denke, dass das eigentlich ausreichend sein sollte. (Abg. Scheibner: Das ist ein Missbrauch der Geschäftsordnung!)
Abg. Ing. Westenthaler: Das habe ich gesagt!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Gemäß § 18 Abs. 3 der Geschäftsordnung interpretiere ich den Antrag des Herrn Ing. Westenthaler so, dass er den Herrn Finanzminister laden möchte (Abg. Ing. Westenthaler: Das habe ich gesagt!), und würde diesen Antrag auch so zur Abstimmung bringen. (Abg. Ing. Westenthaler: Bitte!)
Abg. Ing. Westenthaler: Bitte!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Gemäß § 18 Abs. 3 der Geschäftsordnung interpretiere ich den Antrag des Herrn Ing. Westenthaler so, dass er den Herrn Finanzminister laden möchte (Abg. Ing. Westenthaler: Das habe ich gesagt!), und würde diesen Antrag auch so zur Abstimmung bringen. (Abg. Ing. Westenthaler: Bitte!)
Beifall bei Grünen und BZÖ.
Ich glaube nämlich nicht, dass es um den Antrag geht, sondern ich würde gern wissen, ob das Ressort hier geschäftsordnungskonform vertreten ist. Ich würde nicht davon ausgehen, dass das der Fall ist. (Beifall bei Grünen und BZÖ.)
Rufe bei der SPÖ: Cap!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Es liegt mir nunmehr keine Wortmeldung mehr vor. (Rufe bei der SPÖ: Cap!) – Herr Kollege Cap, Klubobmann der SPÖ, meldet sich auch noch zur Geschäftsbehandlung zu Wort. – Bitte. (Abg. Bucher – in Richtung des Abg. Dr. Cap –: Josef, wir sind eh schon genug!)
Abg. Bucher – in Richtung des Abg. Dr. Cap –: Josef, wir sind eh schon genug!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Es liegt mir nunmehr keine Wortmeldung mehr vor. (Rufe bei der SPÖ: Cap!) – Herr Kollege Cap, Klubobmann der SPÖ, meldet sich auch noch zur Geschäftsbehandlung zu Wort. – Bitte. (Abg. Bucher – in Richtung des Abg. Dr. Cap –: Josef, wir sind eh schon genug!)
Abg. Scheibner: Aber das ist eine Finanzvorlage!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Ich bin ein bisschen verwundert über die ganze Diskussion, denn es sitzen jetzt fünf Regierungsmitglieder auf der Regierungsbank. (Abg. Scheibner: Aber das ist eine Finanzvorlage!) – Nein, nein, das Budget wird als Gesamtes in den Ministerrat eingebracht. Es ist so, dass es dann dort einstimmig beschlossen wird und danach hier im Parlament Eingang findet. Es wird hier beraten. (Abg. Öllinger: Nein, ein Verzögerungsschmäh!)
Abg. Öllinger: Nein, ein Verzögerungsschmäh!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Ich bin ein bisschen verwundert über die ganze Diskussion, denn es sitzen jetzt fünf Regierungsmitglieder auf der Regierungsbank. (Abg. Scheibner: Aber das ist eine Finanzvorlage!) – Nein, nein, das Budget wird als Gesamtes in den Ministerrat eingebracht. Es ist so, dass es dann dort einstimmig beschlossen wird und danach hier im Parlament Eingang findet. Es wird hier beraten. (Abg. Öllinger: Nein, ein Verzögerungsschmäh!)
Abg. Scheibner: Das ist eine Missachtung ...!
Es ist so, dass wir gestern, also zu Beginn, eine Rede des Finanzministers hatten, in der er zum gesamten Budget Stellung genommen hat. Im Rahmen der heutigen Diskussion haben in der Früh der Bundeskanzler, der Vizekanzler und Finanzminister dazu Stellung genommen und dann noch vier Regierungsmitglieder. (Abg. Scheibner: Das ist eine Missachtung ...!) Was sollen wir jetzt noch machen, Herr Kollege Westenthaler? Sollen wir wegen Ihnen noch eine Trompetengruppe oder ein Orchester aufmarschieren lassen, oder was brauchen Sie noch?
Zwischenrufe bei der SPÖ
Ich finde, dass das in der Tat eine mehr als repräsentative Präsenz auf der Regierungsbank ist (Zwischenrufe bei der SPÖ), und ich verstehe daher nicht, was diese Diskussion soll. Mir ist das schleierhaft. Ich kann das nicht einmal als oppositionspolitische Attitüde verstehen. Sie wollen einfach im Protokoll vorkommen – denn die Relevanz ist mir nicht gewärtig. (Rufe bei der SPÖ: Ostermayer!)
Rufe bei der SPÖ: Ostermayer!
Ich finde, dass das in der Tat eine mehr als repräsentative Präsenz auf der Regierungsbank ist (Zwischenrufe bei der SPÖ), und ich verstehe daher nicht, was diese Diskussion soll. Mir ist das schleierhaft. Ich kann das nicht einmal als oppositionspolitische Attitüde verstehen. Sie wollen einfach im Protokoll vorkommen – denn die Relevanz ist mir nicht gewärtig. (Rufe bei der SPÖ: Ostermayer!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Der zuständige Minister muss da sein oder sein Staatssekretär! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ. – Abg. Riepl: Das ist ein Kasperltheater vom Westenthaler!
Ich meine daher, das ist mehr als ausreichend. – Ich begrüße auch Herrn Staatssekretär Ostermayer, der jetzt, wie geplant, eintrifft. Was soll das also? Wer sollte noch hier sein? Ich finde, es ist ausreichend Präsenz gegeben. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Der zuständige Minister muss da sein oder sein Staatssekretär! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ. – Abg. Riepl: Das ist ein Kasperltheater vom Westenthaler!)
Abg. Großruck: Wo ist der Strache?
Abgeordneter Ing. Norbert Hofer (FPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Kasperltheater ist das keines, weil man natürlich bei einer solch wichtigen Debatte wie heute davon ausgehen muss, dass der Finanzminister größtes Interesse haben müsste, den Redebeiträgen der Mandatare zu lauschen, um festzustellen, ob sein Budget, das er vorgestellt hat, auch Zustimmung findet. (Abg. Großruck: Wo ist der Strache?)
Beifall bei FPÖ und BZÖ.
Er hat zwar gestern gesagt, jedes Regierungsmitglied müsse sein eigener Finanzminister sein – das ist heute ja offenbar der Fall –, aber ich denke doch, dass Herr Westenthaler durchaus recht hat, dass bei einer solch wichtigen Debatte der Finanzminister anwesend sein müsste. Daher werden wir auch diesen Antrag unterstützen. (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Geh? Wirklich wahr?
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Nach meiner Interpretation des § 18 Abs. 3 der Geschäftsordnung ist es natürlich das Recht, einen bestimmten Bundesminister zu zitieren (Abg. Mag. Stadler: Geh? Wirklich wahr?), einen Antrag hiezu zu stellen. Darüber hinaus ist es lediglich ein Recht des jeweiligen Ministers und Staatssekretärs, an den Verhandlungen teilzunehmen, gemäß § 18 Abs. 1 – und nicht eine Pflicht. Sollte ein Zitierungsantrag erfolgreich sein, also eine Mehrheit bekommen, dann hat der zuständige Ressortminister hier zu sein. – So interpretiere ich das. (Abg. Mag. Stadler: Wirklich? Das haben wir nicht gewusst!)
Abg. Mag. Stadler: Wirklich? Das haben wir nicht gewusst!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Nach meiner Interpretation des § 18 Abs. 3 der Geschäftsordnung ist es natürlich das Recht, einen bestimmten Bundesminister zu zitieren (Abg. Mag. Stadler: Geh? Wirklich wahr?), einen Antrag hiezu zu stellen. Darüber hinaus ist es lediglich ein Recht des jeweiligen Ministers und Staatssekretärs, an den Verhandlungen teilzunehmen, gemäß § 18 Abs. 1 – und nicht eine Pflicht. Sollte ein Zitierungsantrag erfolgreich sein, also eine Mehrheit bekommen, dann hat der zuständige Ressortminister hier zu sein. – So interpretiere ich das. (Abg. Mag. Stadler: Wirklich? Das haben wir nicht gewusst!)
Rufe beim BZÖ: Auszählen! – Abg. Ing. Westenthaler: Wir wollen das gerne genau ausgezählt haben! – Abg. Mag. Kogler: Das ist die gleiche Badehosen-Politik wie beim Grasser!
Wer dem Antrag des Herrn Klubobmann-Stellvertreters Westenthaler nähertreten möchte, den ersuche ich um ein Zeichen durch Aufstehen. (Rufe beim BZÖ: Auszählen! – Abg. Ing. Westenthaler: Wir wollen das gerne genau ausgezählt haben! – Abg. Mag. Kogler: Das ist die gleiche Badehosen-Politik wie beim Grasser!) – Das ist die Minderheit.
Abg. Ing. Westenthaler: Die gehen alle schon wieder!
Abgeordneter Gerald Grosz (BZÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Die Abgeordneten der SPÖ könnten durchaus im Saal bleiben (Abg. Ing. Westenthaler: Die gehen alle schon wieder!), denn hier geht es um das Bundesfinanzgesetz dieses Landes, hier geht es um die Zukunft – das wurde uns ja die letzten 48 Stunden gepredigt!
Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP
Es ist eine Sauerei der Sonderklasse (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP), es ist eine Verhöhnung der Demokratie und dieses Parlaments (Beifall beim BZÖ – anhaltende Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP), dass bei einem Budgetbegleitgesetz, das seit 48 Stunden abgefeiert wird (Abg. Großruck: Aufpassen, Herzinfarkt!), das auch noch diesen Namen trägt und im Budgetausschuss verhandelt wird, das zuständige Regierungsmitglied nicht hier ist!
Beifall beim BZÖ – anhaltende Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP
Es ist eine Sauerei der Sonderklasse (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP), es ist eine Verhöhnung der Demokratie und dieses Parlaments (Beifall beim BZÖ – anhaltende Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP), dass bei einem Budgetbegleitgesetz, das seit 48 Stunden abgefeiert wird (Abg. Großruck: Aufpassen, Herzinfarkt!), das auch noch diesen Namen trägt und im Budgetausschuss verhandelt wird, das zuständige Regierungsmitglied nicht hier ist!
Abg. Großruck: Aufpassen, Herzinfarkt!
Es ist eine Sauerei der Sonderklasse (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP), es ist eine Verhöhnung der Demokratie und dieses Parlaments (Beifall beim BZÖ – anhaltende Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP), dass bei einem Budgetbegleitgesetz, das seit 48 Stunden abgefeiert wird (Abg. Großruck: Aufpassen, Herzinfarkt!), das auch noch diesen Namen trägt und im Budgetausschuss verhandelt wird, das zuständige Regierungsmitglied nicht hier ist!
Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP
Es ist eine Schweinerei, dass dieses Regierungsmitglied auch noch zwei Staatssekretäre hat (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP), zwei hoch bezahlte Staatssekretäre, sich aber kein einziger hier befindet.
Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Großruck.
Das zeugt von Ihrem Verantwortungsbewusstsein. Sie bezeichnen diese Republik als Ihren Fußabstreifer; so machen Sie Politik. Das zeigen Sie heute einmal mehr diesem Hohen Haus. Schämen Sie sich! (Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Großruck.)
Abg. Großruck: Jetzt halte dich einmal zurück ...!
Dieses Budget an sich verdient es ja nicht einmal diskutiert zu werden. (Abg. Großruck: Jetzt halte dich einmal zurück ...!) Der Berg kreißte monatelang – und geboren ward ein kleines Mäuslein. Aber nur dieser Vergleich ist putzig, denn die Realität sieht anders aus!
Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
statt in dieser Krisenzeit hier zu arbeiten, diesem Haus geliefert hat, ist ein Horror-Budget und verbaut die Zukunft von jungen Menschen in unserem Land. Das ist trauriges Faktum! (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Dieser Finanzminister und Vizekanzler hat etwas zustande gebracht, angesichts dessen selbst Bruno Kreisky vor Neid erblassen würde, denn dieser Staatsschuldenstand ist einzigartig in der Geschichte der Zweiten Republik – und das unter einem Finanzminister aus einer Partei, die immer die Sparsamkeit und das Nulldefizit gepredigt hat. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Abg. Binder-Maier: Unglaublich! Unglaublich!
Ihr Budgetansatz ist genauso pervers wie der Ansatz des Bankenpakets (Abg. Binder-Maier: Unglaublich! Unglaublich!), nämlich: Schulden mit Schulden zu bekämpfen, Bankenpaket, Kredite, die in die Luft gegangen sind, mit neuerlichen Krediten zu bekämpfen und jetzt eine Wirtschaftskrise, wie sie noch nie dagewesen ist, mit weiteren Schulden zu bekämpfen und künftige Generationen damit zu belasten.
Ruf bei der ÖVP: So ein Unsinn! – Abg. Binder-Maier: Unglaublich!
Ich kann Ihnen nur eines sagen, sehr geehrte Damen und Herren von der Bundesregierung, die Sie hier noch verblichen auf der Regierungsbank Ihr Dasein fristen: 3 Milliarden € wären allein im Verwaltungsbereich einzusparen gewesen. (Ruf bei der ÖVP: So ein Unsinn! – Abg. Binder-Maier: Unglaublich!) Es würde keinen einzigen Österreicher, keine einzige Österreicherin stören (Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein), wenn wir 3 Milliarden € im Verwaltungsbereich hätten lukrieren können. (Abg. Kopf: Wie viele Beschäftigte im öffentlichen Dienst sind das?)
Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein
Ich kann Ihnen nur eines sagen, sehr geehrte Damen und Herren von der Bundesregierung, die Sie hier noch verblichen auf der Regierungsbank Ihr Dasein fristen: 3 Milliarden € wären allein im Verwaltungsbereich einzusparen gewesen. (Ruf bei der ÖVP: So ein Unsinn! – Abg. Binder-Maier: Unglaublich!) Es würde keinen einzigen Österreicher, keine einzige Österreicherin stören (Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein), wenn wir 3 Milliarden € im Verwaltungsbereich hätten lukrieren können. (Abg. Kopf: Wie viele Beschäftigte im öffentlichen Dienst sind das?)
Abg. Kopf: Wie viele Beschäftigte im öffentlichen Dienst sind das?
Ich kann Ihnen nur eines sagen, sehr geehrte Damen und Herren von der Bundesregierung, die Sie hier noch verblichen auf der Regierungsbank Ihr Dasein fristen: 3 Milliarden € wären allein im Verwaltungsbereich einzusparen gewesen. (Ruf bei der ÖVP: So ein Unsinn! – Abg. Binder-Maier: Unglaublich!) Es würde keinen einzigen Österreicher, keine einzige Österreicherin stören (Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein), wenn wir 3 Milliarden € im Verwaltungsbereich hätten lukrieren können. (Abg. Kopf: Wie viele Beschäftigte im öffentlichen Dienst sind das?)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
Sie haben überall gespart: Sie haben die Unterrichtsministerin ausrutschen lassen, und Sie werden es auch zulassen, dass die Justizministerin wie ein Christbaum abgeräumt wird. Aber dass wir endlich einmal dort sparen, wo es sinnvoll ist, nämlich in der Verwaltung, das haben Sie nicht zustande gebracht. Nein, Sie verschulden künftige Generationen, Sie verschulden meine Generation und Sie verschulden viele junge Menschen, die sich heute von der Besuchertribüne aus dieses leidige Schauspiel hier ansehen, wo ein Finanzminister seine Verantwortung nicht mehr wahrnimmt. – Ich danke Ihnen. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Was ist mit dem Ordnungsruf?!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Zur Geschäftsordnung hat sich der Klubobmann-Stellvertreter der Grünen Brosz zu Wort gemeldet. Ich erteile es ihm. (Ruf bei der ÖVP: Was ist mit dem Ordnungsruf?!)
Abg. Ing. Westenthaler: Er hat da zu sein!
merkung 4) auch dann, wenn dies der Nationalrat nicht ausdrücklich verlangt, entspricht den Grundsätzen der parlamentarischen Demokratie. (Abg. Ing. Westenthaler: Er hat da zu sein!)
Abg. Ing. Westenthaler: Und jetzt gleich abstimmen, bitte! – Abg. Grosz: Gleich abstimmen, sonst machen wir das heute den ganzen Tag!
In diesem Zusammenhang möchte ich noch einmal, nachdem Sie die Möglichkeit haben, das auch nachzulesen, gemäß § 18 Abs. 3 den Antrag auf Beiziehung des zuständigen Regierungsmitgliedes, in diesem Fall des Bundesministers Pröll, stellen. (Abg. Ing. Westenthaler: Und jetzt gleich abstimmen, bitte! – Abg. Grosz: Gleich abstimmen, sonst machen wir das heute den ganzen Tag!) Die Beiziehung von Staatssekretären kann demnach nämlich nicht beantragt werden. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten des BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Abstimmung! Keine Wortmeldung mehr! – Rufe beim BZÖ: Abstimmen!)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten des BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Abstimmung! Keine Wortmeldung mehr! – Rufe beim BZÖ: Abstimmen!
In diesem Zusammenhang möchte ich noch einmal, nachdem Sie die Möglichkeit haben, das auch nachzulesen, gemäß § 18 Abs. 3 den Antrag auf Beiziehung des zuständigen Regierungsmitgliedes, in diesem Fall des Bundesministers Pröll, stellen. (Abg. Ing. Westenthaler: Und jetzt gleich abstimmen, bitte! – Abg. Grosz: Gleich abstimmen, sonst machen wir das heute den ganzen Tag!) Die Beiziehung von Staatssekretären kann demnach nämlich nicht beantragt werden. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten des BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Abstimmung! Keine Wortmeldung mehr! – Rufe beim BZÖ: Abstimmen!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Wir können den Antrag noch zehnmal stellen!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Ich möchte jetzt auf noch einen Aspekt hinweisen, abgesehen davon, dass ich mir eigentlich einen Ordnungsruf für den Vorredner erwarte, denn hier von Schweinerei und Sauerei zu reden, ist eigentlich unerhört. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Wir können den Antrag noch zehnmal stellen!)
Zwischenrufe beim BZÖ.
Ich finde, es ist inakzeptabel, jetzt hier solch eine Tumult- und Chaosstrategie entwickeln zu wollen, um krampfhaft in die Medien zu kommen beziehungsweise damit Grosz endlich eine Zuhörerschaft für seine Rede hat. Das scheint ja der Hintergrund gewesen zu sein. (Zwischenrufe beim BZÖ.) – Ja, aber so war es.
Abg. Ing. Westenthaler: Wer?
Ich möchte noch etwas hinzufügen: Mit Staatssekretär Ostermayer ist jetzt außerdem auch ein direkter Vertreter des Vizekanzlers und Finanzministers anwesend. (Abg. Ing. Westenthaler: Wer?) So gesehen ist auch diese Seite dieser Diskussion ... (Rufe beim BZÖ: Wer?) Ostermayer. Zuhören, bitte! (Abg. Ing. Westenthaler: Der Ostermayer ist ...!) – Nein, dann sind Sie nicht auf dem letzten Stand der Informationen. Es ist hiermit auch ein Vertreter anwesend, damit ist jetzt auch diese Vertretung abgesichert, und ich finde, das ist ausreichend. (Abg. Ing. Westenthaler: Wir wollen aber den Finanzminister!) Wenn Sie sonst noch jemanden wollen, dann machen Sie sich einen Termin aus mit demjenigen, aber ich glaube, dass das hiermit abgeklärt ist. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Grosz: Auch wieder falsch, denn ...! – Abg. Ing. Westenthaler: Das ist nicht der Vertreter des Finanzministers! – Anhaltende Zwischenrufe beim BZÖ.)
Rufe beim BZÖ: Wer?
Ich möchte noch etwas hinzufügen: Mit Staatssekretär Ostermayer ist jetzt außerdem auch ein direkter Vertreter des Vizekanzlers und Finanzministers anwesend. (Abg. Ing. Westenthaler: Wer?) So gesehen ist auch diese Seite dieser Diskussion ... (Rufe beim BZÖ: Wer?) Ostermayer. Zuhören, bitte! (Abg. Ing. Westenthaler: Der Ostermayer ist ...!) – Nein, dann sind Sie nicht auf dem letzten Stand der Informationen. Es ist hiermit auch ein Vertreter anwesend, damit ist jetzt auch diese Vertretung abgesichert, und ich finde, das ist ausreichend. (Abg. Ing. Westenthaler: Wir wollen aber den Finanzminister!) Wenn Sie sonst noch jemanden wollen, dann machen Sie sich einen Termin aus mit demjenigen, aber ich glaube, dass das hiermit abgeklärt ist. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Grosz: Auch wieder falsch, denn ...! – Abg. Ing. Westenthaler: Das ist nicht der Vertreter des Finanzministers! – Anhaltende Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Der Ostermayer ist ...!
Ich möchte noch etwas hinzufügen: Mit Staatssekretär Ostermayer ist jetzt außerdem auch ein direkter Vertreter des Vizekanzlers und Finanzministers anwesend. (Abg. Ing. Westenthaler: Wer?) So gesehen ist auch diese Seite dieser Diskussion ... (Rufe beim BZÖ: Wer?) Ostermayer. Zuhören, bitte! (Abg. Ing. Westenthaler: Der Ostermayer ist ...!) – Nein, dann sind Sie nicht auf dem letzten Stand der Informationen. Es ist hiermit auch ein Vertreter anwesend, damit ist jetzt auch diese Vertretung abgesichert, und ich finde, das ist ausreichend. (Abg. Ing. Westenthaler: Wir wollen aber den Finanzminister!) Wenn Sie sonst noch jemanden wollen, dann machen Sie sich einen Termin aus mit demjenigen, aber ich glaube, dass das hiermit abgeklärt ist. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Grosz: Auch wieder falsch, denn ...! – Abg. Ing. Westenthaler: Das ist nicht der Vertreter des Finanzministers! – Anhaltende Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Wir wollen aber den Finanzminister!
Ich möchte noch etwas hinzufügen: Mit Staatssekretär Ostermayer ist jetzt außerdem auch ein direkter Vertreter des Vizekanzlers und Finanzministers anwesend. (Abg. Ing. Westenthaler: Wer?) So gesehen ist auch diese Seite dieser Diskussion ... (Rufe beim BZÖ: Wer?) Ostermayer. Zuhören, bitte! (Abg. Ing. Westenthaler: Der Ostermayer ist ...!) – Nein, dann sind Sie nicht auf dem letzten Stand der Informationen. Es ist hiermit auch ein Vertreter anwesend, damit ist jetzt auch diese Vertretung abgesichert, und ich finde, das ist ausreichend. (Abg. Ing. Westenthaler: Wir wollen aber den Finanzminister!) Wenn Sie sonst noch jemanden wollen, dann machen Sie sich einen Termin aus mit demjenigen, aber ich glaube, dass das hiermit abgeklärt ist. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Grosz: Auch wieder falsch, denn ...! – Abg. Ing. Westenthaler: Das ist nicht der Vertreter des Finanzministers! – Anhaltende Zwischenrufe beim BZÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Grosz: Auch wieder falsch, denn ...! – Abg. Ing. Westenthaler: Das ist nicht der Vertreter des Finanzministers! – Anhaltende Zwischenrufe beim BZÖ.
Ich möchte noch etwas hinzufügen: Mit Staatssekretär Ostermayer ist jetzt außerdem auch ein direkter Vertreter des Vizekanzlers und Finanzministers anwesend. (Abg. Ing. Westenthaler: Wer?) So gesehen ist auch diese Seite dieser Diskussion ... (Rufe beim BZÖ: Wer?) Ostermayer. Zuhören, bitte! (Abg. Ing. Westenthaler: Der Ostermayer ist ...!) – Nein, dann sind Sie nicht auf dem letzten Stand der Informationen. Es ist hiermit auch ein Vertreter anwesend, damit ist jetzt auch diese Vertretung abgesichert, und ich finde, das ist ausreichend. (Abg. Ing. Westenthaler: Wir wollen aber den Finanzminister!) Wenn Sie sonst noch jemanden wollen, dann machen Sie sich einen Termin aus mit demjenigen, aber ich glaube, dass das hiermit abgeklärt ist. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Grosz: Auch wieder falsch, denn ...! – Abg. Ing. Westenthaler: Das ist nicht der Vertreter des Finanzministers! – Anhaltende Zwischenrufe beim BZÖ.)
Ruf beim BZÖ: Staatssekretäre! Er hat zwei Staatssekretäre! – Abg. Scheibner: Das steht Ihnen nicht zu, das zu interpretieren!
für Finanzen bei der ersten Lesung des Bundesfinanzgesetzes anwesend ist. Ich verstehe aber auch den legitimen Wunsch, dass der Herr Bundesminister für Finanzen bei einer 10 bis 14 Stunden andauernden Debatte auch einmal eine Pause macht. (Ruf beim BZÖ: Staatssekretäre! Er hat zwei Staatssekretäre! – Abg. Scheibner: Das steht Ihnen nicht zu, das zu interpretieren!)
Abg. Grosz: Was sind Sie für ein Präsident?! – Anhaltende Zwischenrufe beim BZÖ. – Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen. – Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung Präsidium –: Die liefern dich trotzdem aus, du brauchst dich nicht einzuhauen!
Es ist selbstverständlich auch möglich ... (Abg. Grosz: Was sind Sie für ein Präsident?! – Anhaltende Zwischenrufe beim BZÖ. – Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen. – Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung Präsidium –: Die liefern dich trotzdem aus, du brauchst dich nicht einzuhauen!)
Abg. Ing. Westenthaler: Du hast nichts zu werten! Der Präsident hat keine Wertung! – Abg. Grosz: Prinzhorn war ein exzellenter Präsident!
Selbstverständlich werde ich jetzt über den Antrag abstimmen lassen. Ich bitte um etwas mehr Ruhe. Es ist natürlich auch der politischen Wertung zu unterwerfen. (Abg. Ing. Westenthaler: Du hast nichts zu werten! Der Präsident hat keine Wertung! – Abg. Grosz: Prinzhorn war ein exzellenter Präsident!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Hinsichtlich des Ordnungsrufes, der jetzt verlangt wurde, halte ich fest, dass es auf die jeweilige Stimmung und den jeweiligen Zusammenhang ankommt, ob ein Ordnungsruf erteilt wird oder nicht. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wenn permanent Zwischenrufe und Gelächter vonseiten der Abgeordnetenbänke während der Rede des Herrn Abgeordneten Grosz kommen, und zwar auf einem sehr hohen Geräuschpegel, so frage ich insgesamt, ob das der Würde des Hauses zuträglich ist. Ich werde jetzt auf jeden Fall von einem Ordnungsruf absehen, weil auch niemand persönlich genannt worden ist. Ich bitte aber alle, sich etwas zu mäßigen!
Abg. Ing. Westenthaler: Bleibt’s ruhig sitzen, wir stellen ihn gleich noch einmal! Das können wir jetzt so weiterspielen! Wo sind die Staatssekretäre? – Anhaltende Zwischenrufe bei Grünen und BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Wenn der Herr Finanzminister eine Pause braucht, weil er zu schwach ist, hätten wir zumindest gerne die Staatssekretäre! – Ruf: Es werden immer weniger!
Alle, die diesem Antrag nähertreten, ersuche ich um ein Zeichen durch Aufstehen. (Abg. Ing. Westenthaler: Bleibt’s ruhig sitzen, wir stellen ihn gleich noch einmal! Das können wir jetzt so weiterspielen! Wo sind die Staatssekretäre? – Anhaltende Zwischenrufe bei Grünen und BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Wenn der Herr Finanzminister eine Pause braucht, weil er zu schwach ist, hätten wir zumindest gerne die Staatssekretäre! – Ruf: Es werden immer weniger!) – Der Antrag hat nicht die Mehrheit. Es sind 80 zu 52 Stimmen. Der Antrag ist damit gefallen. (Abg. Scheibner: Zur Geschäftsordnung!)
Abg. Scheibner: Zur Geschäftsordnung!
Alle, die diesem Antrag nähertreten, ersuche ich um ein Zeichen durch Aufstehen. (Abg. Ing. Westenthaler: Bleibt’s ruhig sitzen, wir stellen ihn gleich noch einmal! Das können wir jetzt so weiterspielen! Wo sind die Staatssekretäre? – Anhaltende Zwischenrufe bei Grünen und BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Wenn der Herr Finanzminister eine Pause braucht, weil er zu schwach ist, hätten wir zumindest gerne die Staatssekretäre! – Ruf: Es werden immer weniger!) – Der Antrag hat nicht die Mehrheit. Es sind 80 zu 52 Stimmen. Der Antrag ist damit gefallen. (Abg. Scheibner: Zur Geschäftsordnung!)
Abg. Riepl: Das Kasperltheater geht weiter!
Zur Geschäftsbehandlung hat sich Herr Abgeordneter Scheibner zu Wort gemeldet. – Bitte. (Abg. Riepl: Das Kasperltheater geht weiter!)
Abg. Ing. Westenthaler: Sitzungsunterbrechung!
Aber Sie sind auch nicht auf den Antrag des Abgeordneten Brosz eingegangen. Er hat den Antrag auf Herbeiholung gestellt, aber unabhängig davon hat er Sie, Herr Präsident, ersucht, geschäftsordnungsmäßig dafür zu sorgen, dass das Finanzministerium hier durch ein Regierungsmitglied, entweder durch den Minister oder den Staatssekretär vertreten ist. (Abg. Ing. Westenthaler: Sitzungsunterbrechung!)
Beifall bei BZÖ und Grünen.
Ich ersuche Sie, dafür zu sorgen, dass die Geschäftsordnung entsprechend umgesetzt wird. (Beifall bei BZÖ und Grünen.)
Beifall bei Grünen und BZÖ.
Abgeordnete Mag. Judith Schwentner (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Leider fehlen die zwei bis drei Herren, die wir uns da erwarten würden, und es ist tatsächlich die Frage, ob das der Würde des Hauses entspricht, wenn wir alle zwei Jahre eine Budgetdebatte führen, aber weder der Herr Finanzminister noch einer seiner beiden Staatssekretäre anwesend ist. (Beifall bei Grünen und BZÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Was nämlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte, dass Frauen Ehrentitel und Urkunden durch den Bundeskanzler verliehen bekommen, wird da als Gender-Budgeting-Maßnahme gekennzeichnet, und das ist höchst bedenklich und auch ein bisschen traurig. (Beifall bei den Grünen.) Noch dazu mit dem Eingeständnis, dass das keine budgetäre Relevanz hat, das heißt, es hat nicht einmal Relevanz für das Budget des jeweiligen Ressorts.
Beifall bei den Grünen.
Dass mittlerweile die 40-Prozent-Quote im öffentlichen Dienst noch immer nicht erreicht ist, obwohl dies im Bundesgleichbehandlungsgesetz festgeschrieben ist, ist höchst bedenklich. In diesem Zusammenhang sei auch erwähnt, dass von der Reduktion vieler Posten im öffentlichen Dienst, der 2 800 Jobs, Frauen betroffen sein werden, und das ist in Zeiten wie diesen höchst unverantwortlich; im Zusammenhang mit Konjunkturmaßnahmen und Steuerreform sowieso, weil in all diesen Belangen Frauen eigentlich überhaupt nicht zum Zug kommen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Gleichzeitig ist das Frauenbudget, es wurde heute erwähnt, zwar geringfügig angehoben, aber es ist trotzdem noch so, dass es ein wenig weitreichendes Budget ist, das heißt ein verschwindend geringes. 0,13 Promille des Gesamtbudgets sind nämlich den Frauen gewidmet, das heißt, 2,4 € pro Frau hat die Frauenministerin zur Verfügung. Was damit passiert oder umgesetzt werden kann, das sagt schon die Zahl an sich. Das heißt, das ist der Appell an alle anderen Ressorts, Gender Budgeting sehr, sehr ernst zu nehmen und diesbezügliche Maßnahmen zu setzen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Struktur gespart wird, aber nicht an den Mitarbeitern. Das ist mir wichtig, weil ich weiß, dass ich viele ausgezeichnete Mitarbeiter in meinem Ressort habe, die sich bemühen, gut für Österreich zu arbeiten. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Staatssekretär Dr. Lopatka betritt unter dem Beifall der Abgeordneten des BZÖ den Sitzungssaal.
Wir werden daher woanders einsparen und nicht bei der Entwicklungszusammenarbeit. Das halte ich für wichtig, denn die Hilfe zur Selbsthilfe als Grundsatz unserer Entwicklungszusammenarbeit und das Bemühen, in diesen Ländern Strukturen zu schaffen, die auf Stabilität hinarbeiten, sind wichtig, und die werden wir auch in Zukunft beibehalten. (Beifall bei der ÖVP. – Staatssekretär Dr. Lopatka betritt unter dem Beifall der Abgeordneten des BZÖ den Sitzungssaal.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Lassen Sie mich im Rahmen der ersten Lesung des Budgets, also der Generaldebatte hiezu, eines feststellen: Herr Kollege Neubauer! Wenn wir von Demokratie sprechen, dann möchte ich darauf hinweisen, das ist die Grundlage für die Arbeit dieses Hauses, die auf demokratische Art und Weise beschlossen wurde. (Beifall bei der SPÖ.) Nicht dass wir da etwas in den Mund nehmen, was sehr scharf an der Grenze ist!
Abg. Mag. Stadler: Zweimal!
manent getagt haben (Abg. Mag. Stadler: Zweimal!) – das war jahrelang nicht der Fall – und einige Neuerungen beschlossen haben, die mit 1. April in Kraft getreten sind. Wir werden neuerlich zusammentreten, um weitere Verbesserungen herbeizuführen.
Rufe beim BZÖ: „Es“!
Wenn Sie hier so tun, als ob es undemokratisch wäre, wenn man einen Antrag vertagt, dann frage ich mich: Habt ihr alle vergessen, wie Parlamentarismus stattfindet? Jetzt sind wir schon wieder dabei, Kollege Westenthaler, nicht? So ähnlich läuft das ab. (Rufe beim BZÖ: „Es“!) Jetzt sage ich euch auch, was das „es“ bedeutet. Es ist ja nicht immer klar auseinanderzuhalten, ob gerade Blau oder BZÖ in der Regierung war.
Beifall bei der SPÖ.
Wenn hier heute die Zahlen der Planstellen bei der Exekutive mit 99 bezeichnet worden sind, dann erinnere ich daran: Ihr habt über 2 500 wegrationalisiert! – Denkt wenigstens daran, dass ihr dabei wart, und dreht nicht den Spieß um, denn die Menschen in unserer Heimat, die Kollegen, aber auch die Parlamentarier wissen es. Nur damit das auch wieder einmal klar auf den Tisch gelegt wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neubauer: Wir auch nicht!
Wir vergessen die Geschichten nicht, meine geschätzten Damen und Herren! (Abg. Neubauer: Wir auch nicht!) Bravo, gefällt mir ja! Und ich glaube, dass es eine interessante Diskussion wird, wenn wir jetzt zu den einzelnen Budgetkapiteln, Herr Kollege Neubauer, die Punkte abarbeiten.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und BZÖ.
Ich lade Sie zu diesem Weg ein. Machen wir es für unsere Heimat, machen wir es für die Österreicherinnen und Österreicher! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten des BZÖ.
Abgeordneter Ing. Hermann Schultes (ÖVP): Meine sehr geehrten Damen und Herren auf der Regierungsbank! Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren im Hohen Haus! Kollege Grosz, zuerst einmal möchte ich Ihnen einen Ordnungsruf erteilen, denn den verdienen Sie, Sie haben ihn heute aber noch nicht bekommen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten des BZÖ.) Jetzt steht nämlich der Ordnungsruf, der Ihnen zusteht, auch im Protokoll. – Punkt. Aus. Ende. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Abgeordneter Ing. Hermann Schultes (ÖVP): Meine sehr geehrten Damen und Herren auf der Regierungsbank! Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren im Hohen Haus! Kollege Grosz, zuerst einmal möchte ich Ihnen einen Ordnungsruf erteilen, denn den verdienen Sie, Sie haben ihn heute aber noch nicht bekommen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten des BZÖ.) Jetzt steht nämlich der Ordnungsruf, der Ihnen zusteht, auch im Protokoll. – Punkt. Aus. Ende. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Gerade jetzt verstärken wir mit den neuen gesetzlichen Möglichkeiten alle Initiativen zur Aufbringung regionaler Energie, sei es Photovoltaik, sei es Solarenergie, sei es Windenergie, sei es die Biomasse. Wir wissen, dass wir noch viel besser weiterkommen werden, wenn das Ökostromgesetz endlich in Kraft tritt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Viele Menschen haben aus dieser Krise eine Lehre gezogen. Sie lassen sich die Welt groß erklären, aber in Wirklichkeit weiß ein jeder, sicher ist nur das, was in der Nähe ist, sicher ist das, was ich verstehe, sicher ist etwas dann, bei der Geldanlage genauso wie bei der Energieversorgung, wenn ich mich auskenne. Die meisten Leute haben einen einfachen und richtigen Schluss gezogen: Besser die Solaranlage auf dem Dach, die Isolierung an der Wand als die Aktien im Keller. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben ein Problem, das ist offen, das ist mit diesem Budget noch nicht ausdiskutiert, ich hoffe, es wird noch gelöst, das ist die Frage der Seuche der Blauzunge. Das ist keine politische Äußerung, sondern das ist eine Seuche, die leider in der Bekämpfung sehr teuer ist. Ich hoffe, dass diese Frage auch bald geklärt werden kann, denn auch das ist wichtig. Der Export von Zuchtvieh hängt davon ab. – Danke für die Aufmerksamkeit! Alles Gute für die Bauern! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Also, werten Sie das nicht immer so ab, das ist nachzulesen für jeden, auch Sie haben einen APA-Zugang! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Lesen Sie es nach, meine Damen und Herren!
Abg. Grillitsch: Das ist Rufschädigung!
Es hat nämlich geheißen, zur Absicherung der Einlagen der kleinen Sparer brauchen wir dieses Bankenpaket – diese warten bis heute drauf –, zur Haftung bei Interbankgeschäften und als Kapitalspritze bei ernsten Problemen. Alle diese Banker haben gesagt, sie würden es nicht in Anspruch nehmen – und einer nach dem anderen hat sich jetzt angestellt! (Abg. Grillitsch: Das ist Rufschädigung!) Wir wissen überhaupt nicht, wie dieses Geld verwendet wird, meine Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Da können Sie von der ÖVP sich noch so sehr aufregen.
Beifall bei der FPÖ. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Es hat nämlich geheißen, zur Absicherung der Einlagen der kleinen Sparer brauchen wir dieses Bankenpaket – diese warten bis heute drauf –, zur Haftung bei Interbankgeschäften und als Kapitalspritze bei ernsten Problemen. Alle diese Banker haben gesagt, sie würden es nicht in Anspruch nehmen – und einer nach dem anderen hat sich jetzt angestellt! (Abg. Grillitsch: Das ist Rufschädigung!) Wir wissen überhaupt nicht, wie dieses Geld verwendet wird, meine Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Da können Sie von der ÖVP sich noch so sehr aufregen.
Abg. Grillitsch: Sie sollten nicht immer lügen!
Es ist die Raiffeisenbank, die in der Ukraine ganz tief drinsteckt, meine Damen und Herren, und die Ukraine steht vor dem Staatsbankrott, das wissen Sie ganz genau! Das ist auch der Grund dafür, dass die internationalen Bewertungen für Österreich sehr schlecht sind. Sie sollten das nicht immer alles so abtun, als wäre das aus irgendwelchen Sphären herbeigezogen. Das ist nachzulesen in der APA. (Abg. Grillitsch: Sie sollten nicht immer lügen!)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Grillitsch, schauen Sie hinein, ich habe Ihnen die Daten genannt! Schreiben Sie es mit, lesen Sie es nach, damit Sie auch merken, dass das, was wir hier sagen, auch tatsächlich der Wahrheit entspricht, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, das ist eine Regierungsarbeit à la ÖVP, die wir absolut ablehnen! Das hat überhaupt nichts mit Krisenbewältigung zu tun, sondern Sie werden uns mit diesem Budget noch viel, viel, viel tiefer in die Krise hineinreiten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Ursula Haubner: Genau!
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, leider haben wir keine Lobby, so wie die Autobranche oder die Banken eine haben. Ganz im Gegenteil! Statt uns zu helfen, statt uns zu unterstützen, werden wir vom Tourismus noch gestraft. Damit die Lehrer beruhigt werden konnten, hat man die Fenstertage gestrichen. – Jeder, der im Tourismus tätig ist, weiß, wie wichtig die Fenstertage zur Saisonverlängerung für uns sind! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Ursula Haubner: Genau!)
Beifall beim BZÖ.
Liebe Kollegen, liebe Touristiker in der ÖVP, ich verstehe es noch, dass ihr es nicht schafft, euch dafür einzusetzen, dass die ÖVP weiterhin hinter dem Tourismus steht, ich verstehe es aber nicht mehr, dass ihr nicht auf den Tisch haut, dass ihr euch das gefallen lässt, dass wir für die Lehrer büßen müssen. Ich fordere euch auf: Schaut, dass die ÖVP wieder hinter dem Tourismus steht, dann werden wir noch beruhigter in die Zukunft schauen können! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Großruck: Thermische Sanierung ist schon beschlossen!
Abgeordnete Mag. Christiane Brunner (Grüne): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Auch ich habe die Erwartung gehabt, das Umweltbudget gemeinsam mit dem Herrn Finanzminister und dem Herrn Umweltminister zu diskutieren, ebenso habe ich aber als Umweltsprecherin auch die Hoffnung gehabt, dass sich die Tatsache, dass ein ehemaliger Umweltminister jetzt als Finanzminister dem Budget vorsteht, auch für die Umwelt positiv auswirken wird. Leider bin ich aber schon zu Beginn der gestrigen Budgetrede in der Schwerpunktsetzung enttäuscht worden, denn die Worte „Umwelt“, „Klimawandel“ oder „Energie“ kommen nicht einmal vor. (Abg. Großruck: Thermische Sanierung ist schon beschlossen!) – Dazu komme ich noch.
Beifall bei den Grünen.
Der jährliche Zugangsrahmen für Projekte aus der Umweltförderung ist nicht einmal ausreichend, um Projekte, die wir jetzt schon haben, die jetzt schon umgesetzt und wirksam werden könnten, auch wirklich abzuwickeln und umzusetzen. Hier werden ganz gewaltige Chancen leider vertan. (Beifall bei den Grünen.)
Ruf bei der ÖVP: Das stimmt!
Da werden der Steuerzahler und die Steuerzahlerin jetzt doppelt zur Kassa gebeten, nämlich einerseits für das Zukaufen von Emissionsrechten aus dem Ausland und andererseits für die Gratis-CO2-Ausstoßrechte für die Industrie. Wenn man die Konsequenz daraus zieht, dann wird die Steuerzahlerin, der Steuerzahler noch ein drittes Mal zur Kasse gebeten, nämlich für die Strafzahlungen (Ruf bei der ÖVP: Das stimmt!), die wir bekommen werden, weil wir unsere Kyoto-Ziele dank Ihrer Politik nicht einhalten werden können.
Beifall bei den Grünen.
Statt dieser Dreifachbelastung sollten Sie die Steuermittel der Österreicherinnen und Österreicher in Österreich einsetzen, damit wir unsere Klimaschutzziele hier erreichen können, damit wir Umweltschutz in Österreich schaffen können, damit wir die Menschen in Österreich von teuren Energieimporten unabhängig machen können und damit wir vor allem auch Arbeitsplätze in Österreich schaffen können. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wir brauchen 1 Milliarde € für die Sanierung und nicht einen Klecks von 100 Millionen €, und wir brauchen Investitionen in Umweltschutz, in Klimaschutz, in erneuerbare Energie und in Arbeitsplätze in Österreich. Ihr Budget ist leider kein Fahrplan für die Zukunft, sondern nur ein Fortschreiben der Vergangenheit. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Es kostet alles mehr, das wissen wir. Die Einnahmen gehen durch eine schrumpfende Konjunktur weiter zurück. Alle Ressortverantwortlichen beklagen dieses Diktat der leeren Kassen. Daher ist es durchaus ein Hoffnung verheißendes Zeichen, dass im gestrigen gemeinsamen Entschließungsantrag auch unser Koalitionspartner das dringende Bedürfnis einer strukturellen Steuerreform erkannt hat. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Rosenkranz: Er ist es, er ist Budgetsprecher!
Abgeordneter Mag. Peter Michael Ikrath (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Vertreter der Regierung! Kolleginnen und Kollegen! Eine Anmerkung möchte ich zu Kollegen Gradauer machen, der sich Budgetsprecher nennt; das gilt aber auch für Kollegen Öllinger und andere Kolleginnen und Kollegen der Opposition. (Abg. Dr. Rosenkranz: Er ist es, er ist Budgetsprecher!) Es ist schon abenteuerlich und eigentlich eine enorme Chuzpe, im selben Atemzug, wie Kollege Gradauer das gemacht hat, mehr Optimismus, mehr Ermutigung der Menschen einzufordern und gleichzeitig in einer denunziatorischen Weise (Abg. Öllinger: Na, na, na, denunziatorisch, das gilt !) die österreichische Kreditwirtschaft, die in Osteuropa veranlagt ist (Abg. Öllinger: Ich habe von der Karibik gesprochen! Haben Sie nicht aufgepasst?) und nicht in „toxische Wertpapiere“, Kollege Öllinger, veranlagt hat, diese Kreditwirtschaft, die das Richtige getan hat, zu einer Katastrophenzone zu erklären.
Abg. Öllinger: Na, na, na, denunziatorisch, das gilt !
Abgeordneter Mag. Peter Michael Ikrath (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Vertreter der Regierung! Kolleginnen und Kollegen! Eine Anmerkung möchte ich zu Kollegen Gradauer machen, der sich Budgetsprecher nennt; das gilt aber auch für Kollegen Öllinger und andere Kolleginnen und Kollegen der Opposition. (Abg. Dr. Rosenkranz: Er ist es, er ist Budgetsprecher!) Es ist schon abenteuerlich und eigentlich eine enorme Chuzpe, im selben Atemzug, wie Kollege Gradauer das gemacht hat, mehr Optimismus, mehr Ermutigung der Menschen einzufordern und gleichzeitig in einer denunziatorischen Weise (Abg. Öllinger: Na, na, na, denunziatorisch, das gilt !) die österreichische Kreditwirtschaft, die in Osteuropa veranlagt ist (Abg. Öllinger: Ich habe von der Karibik gesprochen! Haben Sie nicht aufgepasst?) und nicht in „toxische Wertpapiere“, Kollege Öllinger, veranlagt hat, diese Kreditwirtschaft, die das Richtige getan hat, zu einer Katastrophenzone zu erklären.
Abg. Öllinger: Ich habe von der Karibik gesprochen! Haben Sie nicht aufgepasst?
Abgeordneter Mag. Peter Michael Ikrath (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Vertreter der Regierung! Kolleginnen und Kollegen! Eine Anmerkung möchte ich zu Kollegen Gradauer machen, der sich Budgetsprecher nennt; das gilt aber auch für Kollegen Öllinger und andere Kolleginnen und Kollegen der Opposition. (Abg. Dr. Rosenkranz: Er ist es, er ist Budgetsprecher!) Es ist schon abenteuerlich und eigentlich eine enorme Chuzpe, im selben Atemzug, wie Kollege Gradauer das gemacht hat, mehr Optimismus, mehr Ermutigung der Menschen einzufordern und gleichzeitig in einer denunziatorischen Weise (Abg. Öllinger: Na, na, na, denunziatorisch, das gilt !) die österreichische Kreditwirtschaft, die in Osteuropa veranlagt ist (Abg. Öllinger: Ich habe von der Karibik gesprochen! Haben Sie nicht aufgepasst?) und nicht in „toxische Wertpapiere“, Kollege Öllinger, veranlagt hat, diese Kreditwirtschaft, die das Richtige getan hat, zu einer Katastrophenzone zu erklären.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Sie sind unseriös! Ich habe nicht von Osteuropa gesprochen!
Das ist unseriös, das ist verantwortungslos, und das ist abenteuerlich! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Sie sind unseriös! Ich habe nicht von Osteuropa gesprochen!)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei den Grünen.
Des Weiteren finde ich es geradezu erbärmlich, dass man dann, wenn ein Kreditinstitut korrekt informiert – etwas, das wir immer wieder im Konsumentenschutz einfordern und gesetzlich vorgeben –, dieses mit Spott und Hohn überzieht und gleichzeitig ebenso wieder denunziert. Das ist eine Politik, die wir ablehnen, und Sie werden uns nicht auch nur einen Millimeter weit dazu gewinnen, da mitzugehen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Des Weiteren: Wäre es Ihnen lieber gewesen, die Erste Bank hätte Sparschweine in Inserate gesetzt oder – wie das auch schon vorgekommen ist – ein Gutachten beigebracht, dass die Veranlagung mündelsicher ist? Im Zusammenhang damit möchte ich eine Feststellung treffen, weil die Frau Justizministerin heute da ist. Ich anerkenne und danke ihr, dass sie jetzt frischen Wind auch in jene Erhebungen gebracht hat, die aufklärungsbedürftige Vorgänge an den Finanzmärkten zum Inhalt haben, und dass sie dort mit großer Konsequenz die gebotenen und möglichen Mittel einsetzt. Dafür sollten wir ihr hier im Hohen Haus den Rücken stärken, sie wird es brauchen können. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Hagenhofer: Wir werden es weitersagen!
Jetzt an die Adresse der SPÖ – viele sind nicht da, die die Budgetdebatte aufmerksam verfolgen (Abg. Hagenhofer: Wir werden es weitersagen!); der Budgetsprecher Krainer ist jedenfalls nicht da. (Rufe bei SPÖ und ÖVP: Gehen Sie nicht essen, Herr Kollege?!) Jetzt kommt der Kollege Gradauer immerhin – zeugt auch von großem Interesse. Man besteht zwar auf Anwesenheit des Ministers, aber selbst ist man eigentlich mehr draußen als im Saal; auch bemerkenswerte Konsequenz einer Opposition.
Rufe bei SPÖ und ÖVP: Gehen Sie nicht essen, Herr Kollege?!
Jetzt an die Adresse der SPÖ – viele sind nicht da, die die Budgetdebatte aufmerksam verfolgen (Abg. Hagenhofer: Wir werden es weitersagen!); der Budgetsprecher Krainer ist jedenfalls nicht da. (Rufe bei SPÖ und ÖVP: Gehen Sie nicht essen, Herr Kollege?!) Jetzt kommt der Kollege Gradauer immerhin – zeugt auch von großem Interesse. Man besteht zwar auf Anwesenheit des Ministers, aber selbst ist man eigentlich mehr draußen als im Saal; auch bemerkenswerte Konsequenz einer Opposition.
Abg. Dr. Stummvoll: Guter Mann!
Wissen Sie, wer das gesagt hat? Könnt ihr euch erinnern? – Euer Kollege Heindl, ein ausgewiesener Praktiker, ein engagierter Sozialdemokrat. (Abg. Dr. Stummvoll: Guter Mann!) Bitte hört auf euren Kollegen. Ich könnte jetzt auch Lacina zitieren, tue das aber nicht, weil mir sonst die Zeit davonläuft. (Abg. Dr. Stummvoll: Androsch!)
Abg. Dr. Stummvoll: Androsch!
Wissen Sie, wer das gesagt hat? Könnt ihr euch erinnern? – Euer Kollege Heindl, ein ausgewiesener Praktiker, ein engagierter Sozialdemokrat. (Abg. Dr. Stummvoll: Guter Mann!) Bitte hört auf euren Kollegen. Ich könnte jetzt auch Lacina zitieren, tue das aber nicht, weil mir sonst die Zeit davonläuft. (Abg. Dr. Stummvoll: Androsch!)
Beifall bei der ÖVP.
Wer sind denn die Reichen in diesem Land? Sind das die, die mehr als 51 000 € im Jahr verdienen, die jetzt schon 36 Prozent der Steuerlast tragen? Die wollen wir weiter scheren? – Mit uns sicher nicht! Wir brauchen die Leistungsträger in Österreich, und wir wollen sie entlasten, aber nicht weiter belasten. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Ja, ja!
Wollen wir, dass das Kapital abfließt? Diese Stiftungen sichern etwa 450 000 Arbeitsplätze. Wir besteuern sie hoch, das Kapital wird abgezogen und die Arbeitsplätze gehen verloren. Ja, das ist die Politik der Grünen! (Abg. Öllinger: Ja, ja!) Das mag die
Abg. Mag. Stadler: Nein, nein, nein!
Politik der Opposition auch sonst sein. (Abg. Mag. Stadler: Nein, nein, nein!) Mit uns wird diese Politik aber nicht stattfinden, denn wir wollen die Arbeitsplätze sichern und in Zukunft mehr Arbeitsplätze schaffen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Sie können ja nicht einmal Vermögen von unterscheiden!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Sie können ja nicht einmal Vermögen von unterscheiden!
Politik der Opposition auch sonst sein. (Abg. Mag. Stadler: Nein, nein, nein!) Mit uns wird diese Politik aber nicht stattfinden, denn wir wollen die Arbeitsplätze sichern und in Zukunft mehr Arbeitsplätze schaffen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Sie können ja nicht einmal Vermögen von unterscheiden!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Haimbuchner.
Ein letzter Hinweis zur Vermögenszuwachssteuer. – Das ist ja auch so ein Phantom, das immer dann herausgeholt wird, wenn man meint, man muss wieder irgendwo Geld aufbringen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Haimbuchner.) Wissen Sie, was das den Fiskus gekostet hätte, hätten wir sie letztes Jahr eingeführt? Dann hätten wir jetzt eine Mindereinnahme von ungefähr 850 Millionen €. Das soll die Politik sein, die diesem Land hilft, die Krise zu bewältigen? – Sicher nicht! Wir gehen den anderen Weg, und ich hoffe, Sie werden noch verstehen und sich uns anschließen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Haimbuchner: Was hat eigentlich der Ex-Kommissar Fischler ?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Haimbuchner: Was hat eigentlich der Ex-Kommissar Fischler ?
Ein letzter Hinweis zur Vermögenszuwachssteuer. – Das ist ja auch so ein Phantom, das immer dann herausgeholt wird, wenn man meint, man muss wieder irgendwo Geld aufbringen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Haimbuchner.) Wissen Sie, was das den Fiskus gekostet hätte, hätten wir sie letztes Jahr eingeführt? Dann hätten wir jetzt eine Mindereinnahme von ungefähr 850 Millionen €. Das soll die Politik sein, die diesem Land hilft, die Krise zu bewältigen? – Sicher nicht! Wir gehen den anderen Weg, und ich hoffe, Sie werden noch verstehen und sich uns anschließen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Haimbuchner: Was hat eigentlich der Ex-Kommissar Fischler ?)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Peter Fichtenbauer (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Ich darf sagen, dass ich das Geheimnis erkunden konnte, warum der Minister Pröll gegangen ist: Es handelt sich um einen schweren Protokollverstoß seitens der ÖVP, nämlich dahin gehend, dass die Abgeordneten, die sich in Richtung Minister Pröll erklärt haben, die angedeutete Kniebeuge nicht ordentlich ausgeführt haben. Kollege Grillitsch war der Letzte, und dann hat es dem Herrn Minister Pröll gereicht, und er ist gegangen. So in dem Sinne: Dass ich so minder behandelt werde von meiner Fraktion, halte ich nicht mehr aus. – Das ist die ganze Erklärung. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Darin liegt leider sehr viel Wahrheit. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Nummer drei: Ausgabenkürzungen. – Müssen wir. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich bin neugierig, ob die Bundesregierung in Gestalt des Herrn Bundeskanzlers und des Herrn Vizekanzlers ein Stück Weges vollbringen wird, das wir bereit sind, mitzugehen. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Auch ist es eine Entlastung, wenn jährlich nur 3 000 und nicht 13 000 Beschlagnahmebeschlüsse bei Gericht gefasst werden müssen. Und es ist natürlich für die Zivilrichter auch eine Entlastung, wenn sie sich nicht mehr in diesem Ausmaß mit den Kosten der Anwälte beschäftigen müssen. Es gibt Entlastungen, und die werden greifen; da bin ich mir ganz sicher. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Großruck: Das war staatstragend!
Sehr geehrte Damen und Herren, Sie brauchen sich um die Zukunft der österreichischen Justiz keine Sorgen zu machen. Es werden die Rechtsstaatlichkeit, der Rechtsschutz und auch der Opferschutz auch in Zukunft gewahrt bleiben. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Großruck: Das war staatstragend!)
Beifall beim BZÖ.
In Tirol haben wir seit letzter Woche einen Auszahlungspreis von 28 Cent. Sie feiern zwar große Investitionen, lassen sich das aber teuer von den Bauern zahlen, die am Existenzminimum „dahingrotschen“. So kann Agrarpolitik nicht funktionieren! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Höfinger: Das ist eine Milchmädchenrechnung!
Jetzt habt ihr die Möglichkeit, durch Umschichtungen unsere BZÖ-Vorschläge aufzugreifen. Bitte passen Sie gut auf! Wenn Herr Bundesminister Berlakovich eine Verwaltungsreform ernst nimmt und in die Hand nimmt, einmal die AMA reformiert, die päpstlicher als der Papst mit tausenden Beamten die Bauern kontrolliert und bevormundet, dann bleiben Hunderte Millionen Euro übrig. Mit diesen kann er sofort einen freiwilligen Milchlieferverzicht unterstützen, und es braucht dieser Health Check, dieses 1 Prozent mehr, nicht in Kraft zu treten, bezüglich dessen Herr Minister Pröll im November nach Brüssel gefahren ist und leider verunfallt beziehungsweise umgefallen ist. (Abg. Höfinger: Das ist eine Milchmädchenrechnung!)
Abg. Höfinger: Das ist eine Milchmädchenrechnung, eindeutig! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das ist keine Milchmädchenrechnung! (Abg. Höfinger: Das ist eine Milchmädchenrechnung, eindeutig! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Mit diesem Verwaltungsreformgeld kann man endlich einmal eine Agrardieselreform umsetzen, den Agrardiesel – wie in sehr, sehr vielen Ländern in der EU – von der Mineralölsteuer befreien. Das sind Sachen, die die Landwirte brauchen, und nicht, von euch als Bittsteller hingestellt zu werden. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das ist keine Milchmädchenrechnung! (Abg. Höfinger: Das ist eine Milchmädchenrechnung, eindeutig! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Mit diesem Verwaltungsreformgeld kann man endlich einmal eine Agrardieselreform umsetzen, den Agrardiesel – wie in sehr, sehr vielen Ländern in der EU – von der Mineralölsteuer befreien. Das sind Sachen, die die Landwirte brauchen, und nicht, von euch als Bittsteller hingestellt zu werden. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Hornek: Das weiß jeder besser wie du!
Vorher hat gerade der Herr Außenminister Spindelegger verkündet, die EZA-Übereinkommen mit der EU kann man nicht erfüllen. Dann würde ich euch auch dringend darauf aufmerksam machen: Bezahlt die EURATOM-Millionen auch nicht! Das ist auch sehr, sehr viel wertvolles Geld, das wir für das Budget brauchen. (Abg. Hornek: Das weiß jeder besser wie du!)
Abg. Gahr: Da kennst dich aus in Norditalien!
Dann werden die Bauern endlich Unternehmer werden. Unterstützen wir sie, dass sie auch Photovoltaikanlagen machen können, dass sie ihre Stalldächer mit Photovoltaikanlagen bestücken können – wissen Sie, wie viel Fläche das wäre! –, wie es in Deutschland und in Norditalien üblich ist. (Abg. Gahr: Da kennst dich aus in Norditalien!) – Ja, da kenne ich mich aus!
Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Du brauchst nur zu schauen: Der norditalienische Bauer bekommt für sein Produkt 10 Prozent Mehrwertsteuer; und für alles, was er kauft, muss er 4 Prozent zahlen. Bei uns bekommt er 12 Prozent, und für jedes Betriebsmittel, das er kauft, muss er dank deiner guten Agrarpolitik 20 Prozent bezahlen. Sie bedanken sich bei der ÖVP. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Zigtausende Arbeitsplätze können wir schaffen, wenn wir bei den Landwirten die Existenzen sichern, Zigtausende, und nebenbei können wir im Gesamtbudget auch zur Schuldenentlastung beitragen. Beendet bitte eure Kurzarbeit, und greift meine Ideen und Vorschläge auf! Ihr werdet sehen, dann sind die Bauern zufrieden und laufen euch vielleicht auch nicht mehr in Scharen davon! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Krainer: Aber nur in der Klubsitzung der Grünen!
Abgeordneter Dr. Harald Walser (Grüne): Herr Präsident! Werte Mitglieder der Regierung auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Die Reaktionen auf das Budget waren vernichtend. (Abg. Krainer: Aber nur in der Klubsitzung der Grünen!) Frau Ministerin, das betrifft leider auch den Bereich Unterricht.
Ruf bei der ÖVP: Na geh!
Das Budget, so wie es dasteht, ist eine in Zahlen gegossene Reformverhinderung, vor allem vonseiten des ÖAAB, der ja inzwischen seit Jahrzehnten verhindert, dass wir in diesem Land zu einer modernen Bildungspolitik kommen. (Ruf bei der ÖVP: Na geh!) Ich darf Sie an die Regierungszeit Gehrer erinnern. Ich weiß schon, dass Sie das nicht sehr gerne hören. Das waren elf Jahre Stillstand, das waren sogar elf Jahre Rückschritt! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Amon: Sie wissen, dass Sie Elisabeth Gehrer unrecht tun!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Amon: Sie wissen, dass Sie Elisabeth Gehrer unrecht tun!
Das Budget, so wie es dasteht, ist eine in Zahlen gegossene Reformverhinderung, vor allem vonseiten des ÖAAB, der ja inzwischen seit Jahrzehnten verhindert, dass wir in diesem Land zu einer modernen Bildungspolitik kommen. (Ruf bei der ÖVP: Na geh!) Ich darf Sie an die Regierungszeit Gehrer erinnern. Ich weiß schon, dass Sie das nicht sehr gerne hören. Das waren elf Jahre Stillstand, das waren sogar elf Jahre Rückschritt! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Amon: Sie wissen, dass Sie Elisabeth Gehrer unrecht tun!)
Beifall bei den Grünen.
Das ist das Produkt jahrzehntelanger schwarz-roter Budgetpolitik, schwarz-roter Bildungspolitik, einer Politik, die die Reichen in unserem Land gefördert hat, die nur Kindern aus reichen Familien eine Chance gegeben hat. Wir hoffen – und haben gehofft –, dass es da eine Wende geben wird. In diesem Budget kann ich sie leider Gottes nicht erkennen. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.
Heute Vormittag hat der Herr Finanzminister nochmals 1 000 € mehr für jedes Kind versprochen. Die Menschen in diesem Land werden diese 1 000 € einfordern. Es gibt erste Proteste, es gibt Demonstrationen, die bereits diese Woche angesagt sind. (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.) Ich muss sagen, das ist verständlich angesichts dessen, was in diesem Land abläuft. Das ist das Ergebnis der Politik dieser schwarz-roten oder rot-schwarzen Regierung! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Heute Vormittag hat der Herr Finanzminister nochmals 1 000 € mehr für jedes Kind versprochen. Die Menschen in diesem Land werden diese 1 000 € einfordern. Es gibt erste Proteste, es gibt Demonstrationen, die bereits diese Woche angesagt sind. (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.) Ich muss sagen, das ist verständlich angesichts dessen, was in diesem Land abläuft. Das ist das Ergebnis der Politik dieser schwarz-roten oder rot-schwarzen Regierung! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Abschließend möchte ich die Gelegenheit nutzen, um dir, Frau Ministerin, zu danken. Du hast das Budget für Kunst und Kultur erfolgreich gegen mögliche Sparversuche verteidigt, und es konnte sogar erhöht werden. Das ist, glaube ich, angesichts der Wirtschaftskrise und knapper finanzieller Spielräume doch recht beachtlich. – Danke schön! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
Abgeordneter DDr. Werner Königshofer (FPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Seit dem Herbst des letzten Jahres beginnen sich langsam die Nebel um das Ostengagement der österreichischen, aber auch der europäischen Banken zu lichten. Mit „Osten“ meine ich den früheren Ostblock, alle Länder, die östlich des Eisernen Vorhanges gelegen sind, außer der früheren DDR, die heute zur Bundesrepublik Deutschland gehört, aber inklusive des früheren Jugoslawien und Albanien. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.
Mittlerweile hat sich aber noch etwas Weiteres in der Welt getan: Wie Sie wissen, ist im Jahre 2007 in den USA die sogenannte Subprime-Krise aufgebrochen, die sich an der Ostküste der USA zu einer veritablen Banken- und Finanzkrise ausgeweitet hat. (Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Ikrath.
Als Gipfel kam zuletzt die Meldung des Wirtschaftsnobelpreisträgers Paul Krugman, der davor warnte, dass dieses gewaltige Ostrisiko der österreichischen Banken für die Republik Österreich zu einem Bonitätsrisiko werden könnte. (Zwischenruf des Abg. Mag. Ikrath.)
Abg. Mag. Molterer: Was meinen Sie damit? – Abg. Grillitsch: Was meinen Sie?
Daraufhin haben gewisse Persönlichkeiten in Österreich – allen voran der Herr Finanzminister mit seinem landwirtschaftlichen Verständnis der Finanzpolitik – aufgeschrien und hinterfragt, welche Kriterien eigentlich für einen Nobelpreisträger notwendig wären. (Abg. Mag. Molterer: Was meinen Sie damit? – Abg. Grillitsch: Was meinen Sie?)
Abg. Mag. Molterer: Erklären Sie das!
Ich werde Ihnen schon eine Antwort geben, Herr Grillitsch! Die Präpotenz liegt nicht auf unserer Seite, wir zeigen hier ein Problem auf. (Abg. Mag. Molterer: Erklären Sie das!) Ich werde es schon erklären. Hören Sie mir zu, ich sage es Ihnen!
Zwischenruf des Abg. Mag. Ikrath.
Nach dem Wirtschaftsnobelpreisträger Krugman – den man hier wohl zitieren darf, das ist ja nicht präpotent! – und nach der Kritik an Krugman kam der nächste Querschuss aus New York. Die US-Ratingagentur Fitch prognostiziert einen Einbruch des Eigenkapitals führender Banken bis auf null. – Das war das Letzte. (Zwischenruf des Abg. Mag. Ikrath.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir beantragen, dass diese so, wie sie vorliegt, zurückgewiesen wird. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Erstens: Es war richtig, dass sich Österreich überdurchschnittlich in den osteuropäischen Ländern engagiert hat. Gott sei Dank hat es vor 20 Jahren die Wende zum Besseren gegeben. Denken Sie an Grund- und Freiheitsrechte und die wirtschaftliche Entwicklung, die es in diesen Ländern gegeben hat, wodurch sich auch für uns entsprechende Chancen eröffnet haben. Es ist gut, dass unsere Banken und österreichische Unternehmungen diese Chancen stärker genützt haben als Nachbarstaaten. – Das möchte ich eingangs einmal sagen. Es war also richtig, sich hier zu engagieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die internationalen Finanzinstitutionen, die den Markt genau beobachten, sagen in diesem Zusammenhang, dass die Abschreibungen auch in Zukunft in einem überschaubaren Bereich bleiben werden. Auch der Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank bezeichnet das Risiko für die Banken in Osteuropa – wortwörtlich – als „handhabbar“. Der entscheidende Punkt ist also, wie wir uns in dieser Situation verhalten: Lassen wir diese Staaten allein? Lassen wir zu, dass wir wieder ein zweigeteiltes Europa haben? Oder nützen wir den Vorteil, den Österreich hat, dass wir zuerst dort waren, dass wir jetzt auch in der Krise dort bleiben, um dann auch wieder die Ersten zu sein, wenn der Aufschwung kommt? – Ich sage: Es ist richtig, dort zu bleiben, auch im Sinne des europäischen Gedankens! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ja, es kommt jetzt die Phase, wo das nicht möglich sein wird, aber ich gehe davon aus, dass wir mit dem Bankenpaket, das wir geschnürt haben, die Grundlage gelegt haben, dass wir auch in Zukunft dort wieder Gewinne machen können, dadurch Arbeitsplätze bei uns sichern und Österreich diese einmalige Chance, die sich nach 1989 ergeben hat, auch langfristig weiter nutzen wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Stadler: Oder den Nobelpreis hinterfragen!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Frau Präsidentin! Zunächst zur allgemeinen Situation. Wenn der Nobelpreisträger Krugman, der ohne Abstriche eine absolute Kapazität in Wirtschaftsfragen ist, Irland, Island und Österreich in einem Atemzug nennt, dann muss man schon auch auf die Unterschiede hinweisen. (Abg. Mag. Stadler: Oder den Nobelpreis hinterfragen!) – Nein, ich hinterfrage deswegen nicht einen Nobelpreis, sondern ich schaue einfach, was diese drei Länder vielleicht gemeinsam haben, und vor allem, was sie unterscheidet.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das heißt, man muss auch das Wachstum von einzelnen Banken hinterfragen – und da meine ich jetzt nicht nur Österreich, sondern das ist ein europäisches Problem –, man muss überlegen, wie groß eine Bank überhaupt werden kann, denn wenn sie so groß ist, dass man sie retten muss, dann muss sie auch klein genug sein, dass man sie überhaupt retten kann. Island, Irland sind Beispiele, wo diese Größe jedenfalls überschritten wurde. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich muss eines sagen: Die Ostöffnung, der Wegfall des Eisernen Vorhangs, die Osterweiterung der Europäischen Union, die eigentlich eine Wiedervereinigung Europas war, war wirtschaftlich gesehen für uns kleines Österreich eine riesige Chance, und unsere Unternehmer, unsere Betriebe und ihre Mitarbeiter haben richtigerweise diese Chance früher erkannt als die anderen Länder. Das trifft sowohl auf die Industrie als auch auf die Kreditwirtschaft, das Gewerbe und den Tourismus zu. Wir können stolz sein, dass unsere Unternehmer hier wirklich Pioniere waren und die Chancen dieser Wachstumsregion frühzeitig erkannt haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn also die interne Kommunikation in der FPÖ nicht funktioniert, bitte das zu verbessern. Ich habe die feste Absicht, solche informelle Aussprachen auch in Zukunft zu machen, weil ich der Meinung bin, dass Abgeordnete das Recht haben, jeweils aus erster Hand informiert zu werden, gerade in solchen sensiblen Dingen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
100 Milliarden € zu bewegen, wenn Sie nichts wissen! Das ist das, was ich Ihnen vorwerfe! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist die Vorgangsweise, die Sie gegenüber der Opposition pflegen. Sie verlangen von uns konstruktive Mitarbeit, wir sollen uns einbringen – und Sie halten sich nicht einmal daran, Anfragen schriftlich oder mündlich wirklich konkret zu beantworten. Sie lügen uns Länge mal Breite an! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Themessl: Dann sage ich: die Unwahrheit!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Themessl, wir haben vereinbart, dass wir die Unterstellung des Lügens in diesem Saal nicht verwenden! (Abg. Themessl: Dann sage ich: die Unwahrheit!) – Gut.
Abg. Großruck: Seien wir froh! Seien wir froh, dass wir so gute Connections haben!
Ich habe hier eine schöne Grafik, die einiges mehr zeigt, als uns der Herr Staatssekretär vermittelt hat. (Der Redner hält ein Blatt mit einem darauf abgebildeten Balkendiagramm in die Höhe.) Das ist das Ost-Engagement. Der unterste Balken hier, das ist Österreich. (Abg. Großruck: Seien wir froh! Seien wir froh, dass wir so gute Connections haben!)
Abg. Großruck: Hat die auch die Wirtschaftskrise vorhergesagt?
Auch wenn wir uns den Punkt 2 anschauen, was die Ausfallsrisken betrifft, so heißt es hier, es gebe dazu unterschiedliche Einschätzungen von Experten, unterschiedliche Meinungen, und aufgrund dessen könne man natürlich über das Risiko nichts sagen. – Also wenn es schon unterschiedliche Zahlen gibt, dann will ich sie wissen! Und wenn Sie sie nicht wissen, dann kann ich sie Ihnen sagen, und zwar: Es gibt die Ratingagentur Fitch – das hat heute schon jemand gesagt –, und diese hat hier ein Ausfallsrisiko, je nach Institut und je nach Szenario, zwischen 3,8 und 10,3 Prozent prognostiziert. (Abg. Großruck: Hat die auch die Wirtschaftskrise vorhergesagt?) Das wären also, wenn man den schlimmsten Fall annimmt, bis zu 20 Milliarden €, die wir da aufbringen müssten. Wenn das kein Risiko ist, dann weiß ich nicht mehr! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Auch wenn wir uns den Punkt 2 anschauen, was die Ausfallsrisken betrifft, so heißt es hier, es gebe dazu unterschiedliche Einschätzungen von Experten, unterschiedliche Meinungen, und aufgrund dessen könne man natürlich über das Risiko nichts sagen. – Also wenn es schon unterschiedliche Zahlen gibt, dann will ich sie wissen! Und wenn Sie sie nicht wissen, dann kann ich sie Ihnen sagen, und zwar: Es gibt die Ratingagentur Fitch – das hat heute schon jemand gesagt –, und diese hat hier ein Ausfallsrisiko, je nach Institut und je nach Szenario, zwischen 3,8 und 10,3 Prozent prognostiziert. (Abg. Großruck: Hat die auch die Wirtschaftskrise vorhergesagt?) Das wären also, wenn man den schlimmsten Fall annimmt, bis zu 20 Milliarden €, die wir da aufbringen müssten. Wenn das kein Risiko ist, dann weiß ich nicht mehr! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Das stimmt ja gar nicht!
Bereits vor Monaten hat der IWF darauf hingewiesen, dass es hier ein gewaltiges Risiko gibt. Herr Krugman hat dann gewagt, einfach noch einmal das zu wiederholen, was ohnedies jeder weiß: dass Österreich gefährdet ist, weil Österreich in abenteuerlicher Weise 70 Prozent seines BIP in den Osten transferiert hat – Geld, das wir gar nicht haben! (Abg. Mag. Molterer: Das stimmt ja gar nicht!) Man muss sich das einmal vorstellen: Wir haben den gewaltigen Schuldenberg, nämlich 70 Prozent des BIP, noch einmal in den Osten transferiert. (Abg. Mag. Molterer: Das stimmt ja nicht!) Wir haben jetzt sozusagen unsere Schulden verdoppelt, indem wir Kredite in den Osten mit einer maximal 10-prozentigen Bedeckung vergeben haben. Herr Stummvoll! Nicht so, wie Sie gesagt haben: Sie haben gesagt, 85 Prozent sind bedeckt. – Es sind maximal 10 Prozent! (Widerspruch der Abgeordneten Dr. Stummvoll und Mag. Molterer.)
Abg. Mag. Molterer: Das stimmt ja nicht!
Bereits vor Monaten hat der IWF darauf hingewiesen, dass es hier ein gewaltiges Risiko gibt. Herr Krugman hat dann gewagt, einfach noch einmal das zu wiederholen, was ohnedies jeder weiß: dass Österreich gefährdet ist, weil Österreich in abenteuerlicher Weise 70 Prozent seines BIP in den Osten transferiert hat – Geld, das wir gar nicht haben! (Abg. Mag. Molterer: Das stimmt ja gar nicht!) Man muss sich das einmal vorstellen: Wir haben den gewaltigen Schuldenberg, nämlich 70 Prozent des BIP, noch einmal in den Osten transferiert. (Abg. Mag. Molterer: Das stimmt ja nicht!) Wir haben jetzt sozusagen unsere Schulden verdoppelt, indem wir Kredite in den Osten mit einer maximal 10-prozentigen Bedeckung vergeben haben. Herr Stummvoll! Nicht so, wie Sie gesagt haben: Sie haben gesagt, 85 Prozent sind bedeckt. – Es sind maximal 10 Prozent! (Widerspruch der Abgeordneten Dr. Stummvoll und Mag. Molterer.)
Widerspruch der Abgeordneten Dr. Stummvoll und Mag. Molterer.
Bereits vor Monaten hat der IWF darauf hingewiesen, dass es hier ein gewaltiges Risiko gibt. Herr Krugman hat dann gewagt, einfach noch einmal das zu wiederholen, was ohnedies jeder weiß: dass Österreich gefährdet ist, weil Österreich in abenteuerlicher Weise 70 Prozent seines BIP in den Osten transferiert hat – Geld, das wir gar nicht haben! (Abg. Mag. Molterer: Das stimmt ja gar nicht!) Man muss sich das einmal vorstellen: Wir haben den gewaltigen Schuldenberg, nämlich 70 Prozent des BIP, noch einmal in den Osten transferiert. (Abg. Mag. Molterer: Das stimmt ja nicht!) Wir haben jetzt sozusagen unsere Schulden verdoppelt, indem wir Kredite in den Osten mit einer maximal 10-prozentigen Bedeckung vergeben haben. Herr Stummvoll! Nicht so, wie Sie gesagt haben: Sie haben gesagt, 85 Prozent sind bedeckt. – Es sind maximal 10 Prozent! (Widerspruch der Abgeordneten Dr. Stummvoll und Mag. Molterer.)
Abg. Großruck: Darum ist es wichtig, dass alle beim Euro sind!
10 Prozent sind mit Spareinlagen bedeckt, der Rest ist reines Luftgeschäft. Das wissen Sie auch! Wenn nur 10 Prozent der Ostkredite schlagend werden, dann Gute Nacht! Dann haben wir wirklich ein substanzielles Problem. Und wenn man sich die Währungen im Osten anschaut, dann weiß man, dass diese 10 Prozent wahrscheinlich noch höher ausfallen werden. (Abg. Großruck: Darum ist es wichtig, dass alle beim Euro sind!)
Beifall beim BZÖ.
Tatsachen leugnen, dann sind Sie kein würdiger Finanzminister, und Sie werden auf jeden Fall bei der Wahl die Rechnung präsentiert bekommen. Ich hoffe nur, dass es dann nicht für Österreich zu spät sein wird. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Demonstrativer Beifall des Abg. Mag. Molterer.
Grundsätzlich positiv – von dieser Haltung ausgehend, haben wir jetzt natürlich schon das Problem, zu schauen: Was sind dort für Risiken, und was davon kann schlagend werden? Deshalb war es aber, meine Herren und auch Damen von der FPÖ, trotzdem notwendig, diesem sogenannten Bankenpaket zuzustimmen, und genau aus diesem Grund – Ihr Motiv kenne ich nicht – hat unsere Fraktion das auch getan: weil wir ja nicht zuschauen können, wenn, aus welchen Gründen immer, Systembanken völlig in die Schräglage geraten. (Demonstrativer Beifall des Abg. Mag. Molterer.) Da war ja auch die Vorleistung der Opposition drinnen – sinnvollerweise. Tun wir doch nicht immer so komisch herum!
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.
Deshalb sage ich abschließend, dass aus ganz anderen Motiven vielleicht, aber jedenfalls augrund viel zu knapper Beantwortung und entweder aufgrund von wirklich Dumm-Sein oder Sich-dumm-Stellen diese Anfragebeantwortung ungenügend ist. Beides ist nicht zulässig oder sehr schwer verkraftbar, und deshalb empfehle ich, dass wir dem Antrag auf Nichtkenntnisnahme zustimmen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Dolinschek: Die SPÖ hat seinerzeit nicht zugestimmt in dem Haus!
Vor ziemlich genau einem Jahr bin ich auch hier gestanden. Es ist auch um eine Besprechung einer Anfragebeantwortung gegangen. Ich hatte den Bundeskanzler – damals war es noch Alfred Gusenbauer – gefragt, warum er keine neuen Verordnungen zur Aufstellung der Ortstafeln erlässt, wie das seine Pflicht wäre, da die alte Verordnung aus dem Jahr 2006 von Bundeskanzler Schüssel nicht verfassungskonform ist. Er hat mir daraufhin geschrieben, dass seine Bemühungen um einen Konsens in dieser Frage gescheitert sind, dass die ÖVP und Landeshauptmann Haider dem nicht zugestimmt haben und so weiter (Abg. Dolinschek: Die SPÖ hat seinerzeit nicht zugestimmt in dem Haus!) und dass vor allem die Bundesregierung nicht verantwortlich wäre für die Aufstellung der Tafeln. – Das hatte ich aber gar nicht gefragt. Ich wollte wissen, nämlich den Verantwortungsbereich der Bundesregierung betreffend, warum es zu keiner neuen Topographieverordnung kommt.
Abg. Petzner: Einen!
Es gibt zwei Bereiche: den einen Bereich, dass die Regierung über den Hauptausschuss eine Topographieverordnung erstellen muss, und dann jenen, dass die Landesregierung beziehungsweise die Zuständigen in der Landesregierung diese Ortstafeln aufstellen müssen. Beide müssen funktionieren. Wenn aber die Topographieverordnung gar nicht verfassungskonform erlassen wird, dann gibt es zwei Beteiligte, die am Nichtzustandekommen schuldig sind. (Abg. Petzner: Einen!)
Abg. Petzner: Ausschließlich des Bundes!
Was kann man daraus ableiten? – Daraus kann man ableiten, dass es hier eine Verantwortung auch der Bundesregierung gegenüber dem Einhalten der Verfassung gibt. (Abg. Petzner: Ausschließlich des Bundes!) Und das ist meiner Meinung nach kein tragbarer Zustand. Es ist jetzt tatsächlich drei Jahre her, dass von Bundeskanzler Schüssel eine Verordnung erlassen wurde, die mehr oder weniger als nicht verfassungskonform gilt.
Abg. Dolinschek: Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass sich die Minderheit zählen lassen muss!
Ich habe vor einem Jahr darauf hingewiesen, dass es jetzt zahlreiche zuerst Beschwerden, dann Erkenntnisse des Verfassungsgerichtshofes geben wird, die den Steuerzahler, die Steuerzahlerin enorm viel Geld kosten werden. Genau das ist eingetroffen, und das wird auch weiterhin eintreffen. Es wird Ortschaft nach Ortschaft, Gemeinde nach Gemeinde in der Lage sein, durch eine entsprechende Vorgangsweise darauf hinzuwirken, dass verfassungsgerichtlich Erkenntnisse erlassen werden, die darauf hinweisen, dass da nicht ordentlich vorgegangen wird. (Abg. Dolinschek: Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass sich die Minderheit zählen lassen muss!)
Beifall bei den Grünen.
Ich bitte Sie, Herr Staatssekretär, mir jetzt einmal wirklich ganz konkret zu sagen: Kommt das oder kommt das nicht? – Das ist völlig unabhängig von einem Volksgruppengesetz! (Beifall bei den Grünen.) Ob es jemals zu diesem Volksgruppengesetz kommt – hoffen wir es! –, ist eine ganz andere Geschichte. Zunächst einmal muss hier aber Sorge dafür getragen werden, dass dieser Vorgang eingehalten wird. Und ich glaube, es ist ein ganz schlechtes Vorbild auch für andere, die vielleicht überlegen könnten, die Verfassung nicht einzuhalten, dem Vorschub zu leisten.
Beifall bei den Grünen.
Ich bitte diesmal um eine Antwort. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Petzner: Aber Sie kennen sich nicht aus! Ich gehe davon aus!
Staatssekretär im Bundeskanzleramt Dr. Josef Ostermayer: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich möchte mich der Frage nicht entziehen. (Abg. Petzner: Aber Sie kennen sich nicht aus! Ich gehe davon aus!) Auch die Regierung hat sich in den Koalitionsverhandlungen mit diesem Thema befasst und hat dazu eine Regelung oder eine Vereinbarung getroffen.
Abg. Petzner: Das ist unrichtig, Herr Staatssekretär! Das stimmt nicht! Das ist falsch! Sie unterstellen dem Land Kärnten Rechtsbruch! Passen Sie ein bisschen auf!
macht worden (Abg. Petzner: Das ist unrichtig, Herr Staatssekretär! Das stimmt nicht! Das ist falsch! Sie unterstellen dem Land Kärnten Rechtsbruch! Passen Sie ein bisschen auf!) –, und dass andererseits die Aufstellung der zweisprachigen Ortstafeln nach der Straßenverkehrsordnung Landessache ist, und aufgrund der Geschäftseinteilung ist es eine Zuständigkeit des Landeshauptmannes.
Abg. Petzner: Wenn Sie wüssten, was der jetzige Bundespräsident alles über den Verfassungsgerichtshof gesagt hat!
Was haben wir jetzt gemacht? – Wir haben im Sinne dessen versucht, einen möglichst breiten Konsens zu erzielen, weil ich glaube oder weil wir davon überzeugt sind, dass gerade in einer derartigen Frage Konsens anzustreben ist und nicht Zwietracht, wie es ja bei diesem Thema relativ häufig geschehen ist. Es bringt uns nicht weiter, wenn der Verfassungsgerichtshof beschimpft wird oder, wie dies in der Vergangenheit passiert ist, der Präsident des Verfassungsgerichtshofes in einer eigentlich sehr unverschämten Art und Weise beschimpft wird. Ich finde es nicht einmal besonders elegant, wenn Sie sich jetzt hier hersetzen und darüber auch noch zu lachen wagen. Aber es ist nun einmal so. (Abg. Petzner: Wenn Sie wüssten, was der jetzige Bundespräsident alles über den Verfassungsgerichtshof gesagt hat!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Petzner: Die SPÖ hat 2006 eine Lösung verhindert!
Unser Weg ist ein anderer. Unser Weg ist nicht der des Zwietracht-Säens, sondern der des Konsens-Suchens. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Petzner: Die SPÖ hat 2006 eine Lösung verhindert!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Petzner: Das ist auch falsch! Dort sind Ortstafeln nicht aufgestellt!
Wir glauben, dass der Weg der Einigung ein gangbarer ist, dass eine Einigung erzielbar ist. Wir glauben, dass die Lösung dieser Probleme und dieses langwierigen Themas über diesen Weg auch in Kärnten gefunden wird. Und als Burgenländer sage ich: Ich hoffe, dass dann dort das möglich ist, was im Burgenland schon vor vielen, vielen Jahren gelöst werden konnte. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Petzner: Das ist auch falsch! Dort sind Ortstafeln nicht aufgestellt!)
Abg. Bucher: In der Begründung steht das drinnen!
Es ist durch ein Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes festgehalten worden, dass man in den von Ihnen angeführten elf Ortschaften zweisprachige Ortstafeln aufstellen sollte. (Abg. Bucher: In der Begründung steht das drinnen!) Da muss man natürlich schon auch ein bisschen die Verfassung kennen und kann nicht irgendwelche Halbwahrheiten und halbjuristische Ansichten vertreten. (Abg. Weinzinger: Geh bitte!)
Abg. Weinzinger: Geh bitte!
Es ist durch ein Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes festgehalten worden, dass man in den von Ihnen angeführten elf Ortschaften zweisprachige Ortstafeln aufstellen sollte. (Abg. Bucher: In der Begründung steht das drinnen!) Da muss man natürlich schon auch ein bisschen die Verfassung kennen und kann nicht irgendwelche Halbwahrheiten und halbjuristische Ansichten vertreten. (Abg. Weinzinger: Geh bitte!)
Abg. Bucher: Wer ist der Gesetzgeber in Österreich? – Abg. Petzner: Wissen Sie, was Sie da behaupten? Das ist ja ungeheuerlich! Nehmen Sie das zurück!
Im Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes heißt es, dass die oberste Bescheid erlassende Behörde in diesem Fall zur Erlassung einer Verordnung verpflichtet ist. Das heißt, es ist auch zur Erlassung einer Verordnung, wenn auch verspätet, gekommen. Das bedeutet wieder, dass wir einen gesetzlichen Anspruch darauf haben, und das bedeutet, dass sich der Kärntner Landeshauptmann im gesetzwidrigen Raum befindet, und das wiederum bedeutet, dass er genauso einen Rechtsbruch begeht wie jeder andere Staatsbürger in diesem Staat auch. Es gibt zwar keine Exekutionsmaßnahmen, die dem Verfassungsgerichtshof zur Verfügung stehen, um das umzusetzen – leider; das gibt es nicht –, aber es gibt ganz eindeutig einen Rechtsbruch durch den Landeshauptmann von Kärnten. (Abg. Bucher: Wer ist der Gesetzgeber in Österreich? – Abg. Petzner: Wissen Sie, was Sie da behaupten? Das ist ja ungeheuerlich! Nehmen Sie das zurück!)
Abg. Bucher: Ihr solltet euch fragen, warum ihr so viel verloren habt das letzte Mal!
Aber wenn ich mir Ihr Rechtsverständnis in Kärnten anschaue, muss ich sagen, ich habe schon ein bisschen ein Problem mit der Beurteilung dessen, wie ernst Sie die Verfassung nehmen. (Abg. Bucher: Ihr solltet euch fragen, warum ihr so viel verloren habt das letzte Mal!)
Abg. Dr. Cap: Nicht aufs Volksempfinden!
Der Rechtsstaat ist das eine, und gutes Volksempfinden ist das andere. Und ich glaube, ich habe nur ein gesundes Volksempfinden. – Das sagt Dörfler von sich selbst! Dieser Mann ist auf die Verfassung vereidigt (Abg. Dr. Cap: Nicht aufs Volksempfinden!), nicht auf das Volksempfinden. Nicht auf irgendein Volksempfinden, das irgendwo am Wirtshaustisch geboren wird, sondern er ist auf die Verfassung vereidigt, und das sollte man diesem Herren einmal ins Stammbuch schreiben (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen): dass er sich an das Recht zu halten hat, das in diesem Staat gilt, und dass er sich auf dieses Recht vereidigen hat lassen!
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen
Der Rechtsstaat ist das eine, und gutes Volksempfinden ist das andere. Und ich glaube, ich habe nur ein gesundes Volksempfinden. – Das sagt Dörfler von sich selbst! Dieser Mann ist auf die Verfassung vereidigt (Abg. Dr. Cap: Nicht aufs Volksempfinden!), nicht auf das Volksempfinden. Nicht auf irgendein Volksempfinden, das irgendwo am Wirtshaustisch geboren wird, sondern er ist auf die Verfassung vereidigt, und das sollte man diesem Herren einmal ins Stammbuch schreiben (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen): dass er sich an das Recht zu halten hat, das in diesem Staat gilt, und dass er sich auf dieses Recht vereidigen hat lassen!
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.
reicht es aber!), und er gehört wie jeder andere Staatsbürger auch zur Verantwortung gezogen! (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Abg. Petzner: Wissen Sie, was Sie da sagen? Dann hätte der Bundespräsident keine Angelobung ...!
Im Grunde genommen ist er der Einzige, der den Konsens verweigert, und er ist der Einzige, der sich hier außerhalb des rechtlichen Rahmens stellt. Ich halte diese Vorgangsweise für schwerst verwerflich, und ich glaube, dass gerade Politiker, die auf die Verfassung vereidigt sind, hier ein anderes Bild abgeben müssten. (Abg. Petzner: Wissen Sie, was Sie da sagen? Dann hätte der Bundespräsident keine Angelobung ...!)
Abg. Petzner: So eine Anpatzerei eines Bundeslandes ist eine Schweinerei!
Es ist schade, dass Sie in Kärnten nur das gesunde Volksempfinden des Wörthersees kennen (Abg. Petzner: So eine Anpatzerei eines Bundeslandes ist eine Schweinerei!), nicht aber die Verfassung dieser Republik respektieren. Ich glaube, der vom Herrn Staatssekretär vorgezeigte Weg, dass man das nur im Konsens machen kann, wäre der einzig richtige – und nicht Zwietracht zu säen und sich außerhalb des Verfassungsrahmens zu bewegen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Es ist schade, dass Sie in Kärnten nur das gesunde Volksempfinden des Wörthersees kennen (Abg. Petzner: So eine Anpatzerei eines Bundeslandes ist eine Schweinerei!), nicht aber die Verfassung dieser Republik respektieren. Ich glaube, der vom Herrn Staatssekretär vorgezeigte Weg, dass man das nur im Konsens machen kann, wäre der einzig richtige – und nicht Zwietracht zu säen und sich außerhalb des Verfassungsrahmens zu bewegen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, so gesehen ist das ja – das soll man offen dazusagen – immer auch ein Teil der politischen Diskussion. Die SPÖ hat 2006 nicht zugestimmt, war damals in Opposition, obwohl in Kärnten in führender Verantwortung tätig. Heute ist es umgekehrt: Heute ist das BZÖ auf Bundesebene in Opposition, aber in Kärnten in führender Verantwortung. Ich hoffe, dass das BZÖ in dieser Verantwortung für Kärnten und für Österreich auch dieses Verantwortungsbewusstsein an den Tag legt und einer verfassungsmäßigen Lösung hier im Hohen Haus nicht entgegensteht, sondern daran mitwirkt. Ich lade alle Parteien dazu ein – Kärnten braucht diese positive Entscheidung! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Bevor man – und wir haben da einen klaren Standpunkt – überhaupt über die Aufstellung von zweisprachigen Ortstafeln redet, muss es einmal eine Minderheitenfeststellung geben. Ich weiß nicht, wovor man sich da eigentlich fürchtet. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Petzner: Damals war ich noch kein Abgeordneter!
Es gibt da eine Aussendung des Abgeordneten Petzner – Zitat –: Neuerliche Volksanwaltschaftsattacke gegen Kärnten. Stadler stellt Antrag auf Aufstellung von zweisprachigen Ortstafeln. (Abg. Petzner: Damals war ich noch kein Abgeordneter!) In einem –
Abg. Petzner: Dobermann, nicht Schäfer!
ich zitiere; ich muss das zitieren, damit das nicht missverstanden wird – vom Deutschen Schäferhund Ewald Stadler (Abg. Petzner: Dobermann, nicht Schäfer!) unterzeichneten Antrag an den Verfassungsgerichtshof wird die Aufhebung der Ortstafelbezeichnung St. Kanzian, Ebersdorf und Bleiburg gefordert. Ewald Stadler spielt quasi – das ist auch Originalzitat – den Taxifahrer für Rudi Vouk – das ist der Slowenenvertreter, der diese Ortstafelerkenntnisse erstreitet.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Grosz: Seid ihr im Landtag?
Es ist ziemlich peinlich, in Wien ja zu Ortstafeln zu sagen und sich das rote und schwarze Establishment zu sichern und vielleicht einen Posten zu ergattern – und in Kärnten dann ganz anders zu reden. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Grosz: Seid ihr im Landtag?)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Öllinger: Haben Sie inhaltlich auch etwas zu plaudern?
Ich muss noch etwas zu Ewald Stadler sagen. Gerald Grosz vom BZÖ bezeichnet Ewald Stadler wie folgt: profilierungssüchtiger Skandalisierer und bekennender Fan des lateinisch-vorkonziliaren Messritus. Und das ist ein Erfüllungsgehilfe – Zitat – des „rasenden Rechtsbrechers Rudi Vouk“. – Das sagt das BZÖ dazu. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Öllinger: Haben Sie inhaltlich auch etwas zu plaudern?)
Heiterkeit bei der SPÖ
Aber der „Deutsche Schäferhund“ – wie ihr euren Parteikollegen bezeichnet – ist auch nicht mundfaul. Er bezeichnet das BZÖ als „sektoider Anbetungsverein“ (Heiterkeit bei der SPÖ), und seinem Gründer, Jörg Haider, attestiert er, eine bekannte multiple Persönlichkeitsspaltung zu haben.
Abg. Ing. Westenthaler: Was ist Ihre Meinung zur Ortstafelfrage? Es ist eh nicht wichtig, aber ...!
Stadler sitzt in euren Reihen! Ich wundere mich, dass Stadler heute nicht hier ist, dass er in diesem Verein – er schwingt ja offenbar bei euch im Klub die Weihrauchkessel – heute nicht anwesend ist. (Abg. Ing. Westenthaler: Was ist Ihre Meinung zur Ortstafelfrage? Es ist eh nicht wichtig, aber ...!)
Abg. Petzner: Was hat das mit der Ortstafelfrage zu tun?
Aber es gibt eine gute Analyse von BZÖ-Chef Scheuch aus Kärnten über Ewald Stadler, der hier heraußen immer sagt, er sei der Retter des Christentums. (Abg. Petzner: Was hat das mit der Ortstafelfrage zu tun?) Ewald Stadler – ich zitiere wörtlich Scheuch – war „an Niedertracht nicht zu überbieten“. (Abg. Grosz: Komm, reiß dich z’samm!) Wer nur Gift und Galle spuckt und Menschen in einer derart unappetitlichen Art und Weise herabwürdigt, hat, wenn es um die Probleme von Menschen geht, in der politischen Landschaft nichts verloren. – BZÖ-Scheuch über euren Kollegen, bitte. Das ist doch eindeutig!
Abg. Grosz: Komm, reiß dich z’samm!
Aber es gibt eine gute Analyse von BZÖ-Chef Scheuch aus Kärnten über Ewald Stadler, der hier heraußen immer sagt, er sei der Retter des Christentums. (Abg. Petzner: Was hat das mit der Ortstafelfrage zu tun?) Ewald Stadler – ich zitiere wörtlich Scheuch – war „an Niedertracht nicht zu überbieten“. (Abg. Grosz: Komm, reiß dich z’samm!) Wer nur Gift und Galle spuckt und Menschen in einer derart unappetitlichen Art und Weise herabwürdigt, hat, wenn es um die Probleme von Menschen geht, in der politischen Landschaft nichts verloren. – BZÖ-Scheuch über euren Kollegen, bitte. Das ist doch eindeutig!
Beifall bei der FPÖ.
Scheuch ergänzt dann: Und nur, wenn es ums Geld geht, dann ist der „Pater Ewald dick da“. – Das ist auch ein Zitat von euch! (Beifall bei der FPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.
Amen. (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Cap: War aber gut!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Jannach, es gefällt mir absolut nicht, wenn man bei Reden durch eine Fülle von Zitaten – und es lassen sich immer Extremzitate finden (Abg. Dr. Cap: War aber gut!) – zwar einem Ordnungsruf entgehen mag, aber eigentlich die Rede dadurch der Würde des Hauses nicht mehr entspricht. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist es nicht wert, lassen Sie ihn! – Abg. Grosz: Selig die Armen im Geiste!)
Abg. Ing. Westenthaler: Das ist es nicht wert, lassen Sie ihn! – Abg. Grosz: Selig die Armen im Geiste!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Jannach, es gefällt mir absolut nicht, wenn man bei Reden durch eine Fülle von Zitaten – und es lassen sich immer Extremzitate finden (Abg. Dr. Cap: War aber gut!) – zwar einem Ordnungsruf entgehen mag, aber eigentlich die Rede dadurch der Würde des Hauses nicht mehr entspricht. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist es nicht wert, lassen Sie ihn! – Abg. Grosz: Selig die Armen im Geiste!)
Abg. Jannach: Aber es waren Zitate!
Ich belasse es jetzt dabei. (Abg. Jannach: Aber es waren Zitate!) Ich weiß, Sie haben zitiert, aber man kann natürlich auch eine Rede mit Zitaten so gestalten, dass sie knapp an der Würde des Hauses vorbeischrammt. Ich werde mir erlauben, darüber in der Präsidiale eine Diskussion zu führen.
Beifall beim BZÖ
Ich muss an dieser Stelle an den Kollegen Wittmann appellieren: Beenden Sie endlich diese Schimpfkanonaden gegen das Bundesland Kärnten! – Ich kann nichts dafür, dass Sie in Kärnten die Wahlen verloren haben. Wenn Sie ein aufrechter Demokrat sind, dann müssen Sie das Wahlergebnis in Kärnten mit 45 Prozent für das BZÖ (Beifall beim BZÖ), für Landeshauptmann Dörfler mit der Forderung: keine zusätzlichen zweisprachigen Ortstafeln!, als Demokrat zur Kenntnis nehmen, auch wenn es Ihnen nicht passt.
Beifall beim BZÖ.
Kollege Molterer hat schon vollkommen richtig gesagt und vollkommen richtig rechtlich ausgeführt, dass die SPÖ dafür verantwortlich ist, dass wir dieses Thema heute hier im Hohen Haus wieder einmal diskutieren müssen, weil Sie damals aus wahltaktischen Gründen, weil Sie in der Opposition gesessen sind, gegen den Willen Ihrer damaligen Landesobfrau Schaunig eine Lösung der Kärntner Ortstafelfrage verhindert haben. Das ist die Wahrheit: Sie haben die Lösung verhindert, also regen Sie sich nicht über den Zustand auf, den wir derzeit haben. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
erfüllt. Sie werden kein Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes finden, das nicht kundgemacht wurde. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Cap blickt zur Saaldecke hinauf.
Auch das ist in der Anfragebeantwortung richtig enthalten: Zuständig ist das Land Kärnten einerseits für die Kundmachung eines VfGH-Erkenntnisses beziehungsweise eines Bundesgesetzes, und es ist dann zuständig für die Vollziehung einer Verordnung. Es heißt auch, die Vollziehung ist nicht Bundessache, sondern Landessache. Richtig. Aber um vollziehen zu können ... – Herr Klubobmann Cap, was suchen Sie da oben? (Abg. Dr. Cap blickt zur Saaldecke hinauf.) Regnet es auf Ihren Platz herunter? (Abg. Dr. Cap – auf die Saaldecke zeigend –: Das kommt aber herunter! Ist schon da! Es schwirrt und flattert!)
Abg. Dr. Cap – auf die Saaldecke zeigend –: Das kommt aber herunter! Ist schon da! Es schwirrt und flattert!
Auch das ist in der Anfragebeantwortung richtig enthalten: Zuständig ist das Land Kärnten einerseits für die Kundmachung eines VfGH-Erkenntnisses beziehungsweise eines Bundesgesetzes, und es ist dann zuständig für die Vollziehung einer Verordnung. Es heißt auch, die Vollziehung ist nicht Bundessache, sondern Landessache. Richtig. Aber um vollziehen zu können ... – Herr Klubobmann Cap, was suchen Sie da oben? (Abg. Dr. Cap blickt zur Saaldecke hinauf.) Regnet es auf Ihren Platz herunter? (Abg. Dr. Cap – auf die Saaldecke zeigend –: Das kommt aber herunter! Ist schon da! Es schwirrt und flattert!)
Beifall beim BZÖ.
Kommen wir wieder zur Ortstafelfrage zurück, denn das ist ein wichtiges Thema gerade für Sie und Ihre Partei. Sie haben in Kärnten ohnehin nur mehr 28 Prozent. Also reißen Sie sich ein bisschen zusammen, vielleicht wird es dann wieder ein bisschen besser. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Da ist es mir ganz wichtig, Folgendes zu sagen – das ist ein zentraler Ansatzpunkt des BZÖ in zweierlei Richtung –: Richtung Nummer eins ist – auch da liegt Kollege Molterer vollkommen richtig –, es darf keine Lösung gegen die Mehrheit und gegen den Willen der Kärntnerinnen und Kärntner geben. Es kann nur eine Lösung mit Kärnten und mit den Kärntnerinnen und Kärntnern geben. (Beifall beim BZÖ.) Alles andere ist nicht zielführend, das ist für uns eine Grundbedingung. Das heißt, wir werden ein Diktat aus Wien in der Ortstafelfrage nie und nimmer akzeptieren.
Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Strutz: Das ist die Wahrheit!
Richtung Nummer zwei ist – und da können Sie mit meinem Kollegen Dolinschek aus dem Rosental diskutieren, der kennt sich diesbezüglich aus –: Wir sagen, die genaue Zahl der slowenischen Mitbürgerinnen und Mitbürger in Kärnten ist gar nicht bekannt, die kennt ja niemand. Das geben diese auch selbst zu, sie wollen sich ja nicht zählen lassen, weil sie wissen, dass sie in der Zwischenzeit schon so wenige sind, dass man wahrscheinlich mehr Ortstafeln abbauen als aufstellen müsste. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Strutz: Das ist die Wahrheit!)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Wir befinden uns hier – bevor Sie mir wieder Rechtsbruch vorwerfen – auf einer Ebene mit dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, der ebenfalls in einem Erkenntnis festgestellt hat, dass die Zählung, auf Basis derer bisher Verordnungen erlassen wurden, rechtlich im Rahmen der europäischen Menschenrechte unzulässig ist, nicht rechtmäßig ist, nicht gesetzeskonform ist. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Dr. Strutz: Genau so ist es!
Der EuGH hat festgestellt, es muss eine Minderheitenfeststellung stattfinden, weil das die einzig rechtlich zulässige Möglichkeit ist, die Stärke einer Volksgruppe zu erheben. (Abg. Dr. Strutz: Genau so ist es!) Und bevor es eine Lösung gibt, muss es diese Min-
Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen. – Abg. Dr. Cap: Fertig!
derheitenfeststellung in Kärnten geben. – Das ist die zweite Forderung, die das BZÖ Kärnten hat und die wir als Bundes- und Landespartei haben. Nur dann kann es die von Willi Molterer angesprochene Lösung im Konsens geben. (Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen. – Abg. Dr. Cap: Fertig!)
Beifall beim BZÖ für den das Rednerpult verlassenden Abg. Petzner. – Abg. Dr. Jarolim: Der Schlusssatz war vor allem Stumpfsinn!
(Beifall beim BZÖ für den das Rednerpult verlassenden Abg. Petzner. – Abg. Dr. Jarolim: Der Schlusssatz war vor allem Stumpfsinn!)
Abg. Dr. Wittmann macht sich bemerkbar.
Abgeordneter Mag. Albert Steinhauser (Grüne): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Kollege Wittmann – ich sehe ihn nicht. Wo ist er? (Abg. Dr. Wittmann macht sich bemerkbar.) – Danke. Ich glaube, Sie, Kollege Wittmann, machen es sich ein bisschen zu einfach. Man muss sich schon aus Sicht der größeren Parteien die Frage stellen, ob man nicht in der einen oder anderen politischen Situation ein bisschen zu feig war, ob man es sich nicht ein bisschen einfach gemacht hat und ob man nicht zu sehr den Wahlkalender bei der einen oder anderen Entscheidung im Auge hatte.
Abg. Petzner: Sie sind fast nicht im Landtag drinnen!
Ich kann Ihnen helfen: Die Situation in Kärnten ist für Sie insofern etwas einfacher geworden, als es dort jetzt vier Jahre lang keine Landtagswahl oder Nationalratswahl gibt. Die nächste Wahl ist die Nationalratswahl 2013, so die Koalition hält. Diesen Termin sollten Sie in Ihrem Kalender festhalten, denn das bietet die Chance, möglicherweise eine Lösung herbeizuführen, zumal Sie auch in Kärnten nicht mehr viel verlieren können. Die ÖVP ist schon seit Längerem eine größere Kleinpartei und die SPÖ hat sich dem zumindest richtungsmäßig bei den letzten Landtagswahlen angenähert. (Abg. Petzner: Sie sind fast nicht im Landtag drinnen!) – Wir Grüne sind in Kärnten mit 6 Prozent natürlich nicht die Stärksten, aber wir waren noch immer die lauteste Stimme in dieser Frage, wir haben uns nie versteckt! (Beifall bei den Grünen. – Ironische Heiterkeit bei ÖVP und BZÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Ironische Heiterkeit bei ÖVP und BZÖ.
Ich kann Ihnen helfen: Die Situation in Kärnten ist für Sie insofern etwas einfacher geworden, als es dort jetzt vier Jahre lang keine Landtagswahl oder Nationalratswahl gibt. Die nächste Wahl ist die Nationalratswahl 2013, so die Koalition hält. Diesen Termin sollten Sie in Ihrem Kalender festhalten, denn das bietet die Chance, möglicherweise eine Lösung herbeizuführen, zumal Sie auch in Kärnten nicht mehr viel verlieren können. Die ÖVP ist schon seit Längerem eine größere Kleinpartei und die SPÖ hat sich dem zumindest richtungsmäßig bei den letzten Landtagswahlen angenähert. (Abg. Petzner: Sie sind fast nicht im Landtag drinnen!) – Wir Grüne sind in Kärnten mit 6 Prozent natürlich nicht die Stärksten, aber wir waren noch immer die lauteste Stimme in dieser Frage, wir haben uns nie versteckt! (Beifall bei den Grünen. – Ironische Heiterkeit bei ÖVP und BZÖ.)
Abg. Grosz: Das ist ein „super“ Vergleich: Darfur!
Der internationalen Reputation würde es jedenfalls guttun, denn es ist schon eine fast komikhafte Situation: Österreich sitzt im UN-Sicherheitsrat, wir diskutieren dort über den Nahen Osten, über Darfur, über die größten Krisenherde dieser Welt, aber in Kärnten schaffen wir es nicht, eine Ortstafellösung zustande zu bringen. (Abg. Grosz: Das ist ein „super“ Vergleich: Darfur!)
Abg. Grosz: Tote in Darfur mit Ortstafeln in Kärnten zu vergleichen ist eine Beleidigung! Unglaublich!
Ja, der Vergleich hinkt, aber er zeigt, wie absurd das Theater in Kärnten ist und wie absurd die Situation in Österreich ist. (Abg. Grosz: Tote in Darfur mit Ortstafeln in Kärnten zu vergleichen ist eine Beleidigung! Unglaublich!)
Beifall bei den Grünen.
Meine Damen und Herren, der Artikel 7 des Staatsvertrages ist umzusetzen. Dass er damals in den Staatsvertrag hineingeschrieben wurde, geschah, so meine ich, aus gutem Grund. Es bestand damals das Misstrauen dahin gehend, wie Österreich mit seinen Minderheiten umgeht. Und die politische Situation, dass 50 Jahre danach der Staatsvertrag in Artikel 7 nicht umgesetzt wurde, zeigt, dass dieses Misstrauen berechtigt war. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Petzner: Landeshauptmann!
Man könnte das als eine Art Kärntner BZÖ-Lokalkolorit abtun, aber es ist mehr; es ist deswegen mehr, weil die Bundesregierung säumig ist und weil sie sich ja auf den Kärntner Verkehrslandesrat nur ausredet. Machen Sie ein Gesetz, machen Sie eine Verordnung, die den Staatsvertrag umsetzt, die das Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes umsetzt, und dann werden wir sehen, ob der Kärntner Verkehrslandesrat Rechtsbruch begeht oder nicht! (Abg. Petzner: Landeshauptmann!) – Er ist auch Landeshauptmann in Personalunion. Die These ist – Herr Petzner sagt das immer –, der Landeshauptmann setzt alles um, denn er ist ja ein rechtstreuer Landeshauptmann.
Beifall bei den Grünen.
Aber eines ist klar: Der Staatsvertrag ist umzusetzen. Da gibt es keinen Interpretationsspielraum. Verfassungsgerichtshofsurteile sind umzusetzen, auch wenn es einmal gesellschaftspolitisch in einem Bundesland dafür keinen Konsens gibt, aber das ist nicht die tagespolitische Manövriermasse, sondern in einem Rechtsstaat muss das umgesetzt werden, was man völkerrechtlich an Verbindlichkeiten eingeht und was der Verfassungsgerichtshof sagt. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Petzner: ... keine Minderheit!
Außerhalb von Kärnten versteht diese Debatte ohnedies niemand, meine Damen und Herren. In Rumänien gibt es dreisprachige Ortstafeln: auf Rumänisch, Ungarisch und Deutsch. (Abg. Petzner: ... keine Minderheit!) Kein Problem.
Abg. Grosz: In der Steiermark! Kuckuck!
Das Gleiche gilt im Burgenland, wo das schon lange gelöst ist. (Abg. Grosz: In der Steiermark! Kuckuck!) Nur nicht in Kärnten! Ich vermute, dass angesichts der Wirtschaftskrise und der drohenden Arbeitslosigkeit auch die Kärntnerinnen und Kärntner ganz andere Probleme haben und dass das in Wirklichkeit ein Pingpongspiel der Politik ist, um von all den Dingen, die in Kärnten schieflaufen, abzulenken. (Zwischenrufe beim BZÖ.)
Zwischenrufe beim BZÖ.
Das Gleiche gilt im Burgenland, wo das schon lange gelöst ist. (Abg. Grosz: In der Steiermark! Kuckuck!) Nur nicht in Kärnten! Ich vermute, dass angesichts der Wirtschaftskrise und der drohenden Arbeitslosigkeit auch die Kärntnerinnen und Kärntner ganz andere Probleme haben und dass das in Wirklichkeit ein Pingpongspiel der Politik ist, um von all den Dingen, die in Kärnten schieflaufen, abzulenken. (Zwischenrufe beim BZÖ.)
Ironische Heiterkeit beim BZÖ. – Abg. Petzner: Na geh!
Frau Bundesminister für Justiz, Sie sitzen hier, ich begrüße Sie und nutze die Gelegenheit, Sie zu fragen, wie es mit einer möglichen oder auch nicht möglichen Anklageschrift wegen Amtsmissbrauch gegenüber Landeshauptmann Dörfler ausschaut. (Ironische Heiterkeit beim BZÖ. – Abg. Petzner: Na geh!) Sie haben bei Ihrem Amtsantritt versprochen, dass Sie das schnell in die eine oder andere Richtung lösen werden – das heißt ja nicht, dass er angeklagt werden muss, Sie haben ja nur versprochen, Sie schauen sich das an und führen diese Anzeige einer Entscheidung zu. Ich hoffe, dass Sie da schon tätig geworden sind und bei der Staatsanwaltschaft nachgefragt haben, ob das schon entschieden ist.
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Jetzt weiß ich nicht, ob es möglicherweise mit dem fehlenden Personal zusammenhängt, dass diesbezüglich eine Entscheidung schon seit drei Jahren offen ist. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Da Sie ja jetzt ein Paket verabschieden, das die Entscheidungen der Justiz erleichtern soll, bin ich überzeugt davon, dass wir auch hier zu einem schnellen Ergebnis kommen und dass die Anzeige gegen Dörfler ordentlich verfolgt wird. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Jetzt weiß ich nicht, ob es möglicherweise mit dem fehlenden Personal zusammenhängt, dass diesbezüglich eine Entscheidung schon seit drei Jahren offen ist. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Da Sie ja jetzt ein Paket verabschieden, das die Entscheidungen der Justiz erleichtern soll, bin ich überzeugt davon, dass wir auch hier zu einem schnellen Ergebnis kommen und dass die Anzeige gegen Dörfler ordentlich verfolgt wird. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Schauen wir uns das im Forschungsbereich an! Da wird heute bereits die Wirkung ausgewiesen, die die jeweilige Forschung hat, damit auch die Qualität der Forschungsleistungen besser wird. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Aber ich unterstütze auch die Initiative PASI, die sagt, PISA ist nicht alles, denn Bildung ist deutlich mehr. Wir brauchen jetzt, nach den letzten sieben Wochen, dringend eine inhaltliche Debatte, weg von den Strukturdebatten, die uns letztendlich nicht dorthin bringen, wo wir hinwollen, nämlich zu einer neuen, modernen Bildung des 21. Jahrhunderts, die unsere Kinder in diesen schwierigen Zeiten begleitet und ihnen einen guten Einstieg ins Berufsleben ermöglicht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
unseren Vizekanzler Josef Pröll und nicht Kniefall, denn er hat sich eher den Applaus als den Kniefall verdient. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
No na! Diese Jugend wird es sein, die ein hervorragendes Rüstzeug brauchen muss, um das zu tun, wozu wir sie mit diesem Doppelbudget auch vergattern, nämlich die Suppe in der Zukunft auszulöffeln. (Beifall bei der FPÖ.) Also da ist wirklich für die Bildung nichts zu wenig, dass wir diese Jugend, die heute unter diesem Belastungspaket, das für die Zukunft geschnürt wird, leidet, hier ausrüsten müssen.
Ruf bei der SPÖ: Tun wir auch!
Ich möchte auf ein paar Dinge eingehen, die im Zuge der Debatte erwähnt worden sind. Herr Klubobmann Cap hat sich über mehrere Dinge geäußert. Unter anderem hat er mit nahezu tränenerstickter Stimme gemeint: Ja, es geht um die österreichischen Arbeitsplätze, da wird die SPÖ bis zum Umfallen kämpfen. (Ruf bei der SPÖ: Tun wir auch!)
Beifall bei der FPÖ.
Was ist denn dann mit der Lockerung der Kündigungsbestimmungen für Lehrlinge in den Betrieben, die im Rahmen dieser Krise die Zeche als Erste werden zahlen und um ihren Arbeitsplatz, um ihren Ausbildungsplatz werden zittern müssen? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Hier ist wieder zu befürchten, dass das alles zum Scheitern verurteilt ist, obwohl die Zweidrittelmehrheit Gott sei Dank gefallen ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ja, mehr noch: Sie verhindern jede Reform. Sie sind Europameister, ja Weltmeister im Verhindern von Reformen. Und einer der Reformverhinderer sitzt hier in der ersten Reihe. Das muss ich sagen, auch wenn ich ihn persönlich schätze. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Lapp: Glauben Sie das noch immer?
Schauen wir uns einmal an, was wir in der Regierung durchgesetzt haben: Steuerreform, einen ersten Schritt in der Verwaltungsreform, Pensionsreform! Und wir waren auch die einzige Regierungspartei, die keine neuen Schulden gemacht hat, die ein Nulldefizit geschafft hat. (Abg. Mag. Lapp: Glauben Sie das noch immer?) Das habt ihr von der SPÖ, aber auch ihr von der ÖVP nicht zusammengebracht. Wir haben Schulden abgebaut und Reformen gemacht. Sie hingegen machen neue Schulden und führen keine Reformen durch. Langfristig gesehen ist meiner Meinung nach diese Reformverweigerung gefährlicher als die Krise, die wir derzeit haben, und zwar vor allem im Hinblick auf die Jugend und auf die nächste Generation, zu der ich mich auch zähle.
Beifall beim BZÖ.
Ich appelliere an Sie, den Reformstau anzugehen und Ihren Reformunwillen abzulegen – zum Wohle dieses Landes und zur Sicherung der Zukunft der jungen Menschen, die teilweise hier oben auf der Galerie sitzen! – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
dern vor allem auch davon, was wir im Bereich der Verwaltungsreform schaffen und was wir mit den notwendigen gesetzlichen Änderungen in den nächsten Jahren umsetzen. Dafür brauchen wir die Unterstützung des gesamten Hohen Hauses. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Wir hoffen, dass beides nicht der Fall ist. Wir werden uns sicherlich mit keiner Minimalvariante zufriedengeben, da das aus unserer Sicht ein wichtiges frauenpolitisches Anliegen ist, und wir werden uns anschauen, wie die Debatten dazu laufen werden. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir wissen, dass es sich betriebswirtschaftlich einfach auszahlt, wenn Unternehmen familienfreundlich sind, denn diese haben nicht einmal die Hälfte der durchschnittlichen Krankenstandstage der österreichischen Unternehmen, nämlich fünf versus 12 – und da geht es einfach um Geld, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Das vorliegende Budget gibt uns die entsprechenden Mittel dazu. – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Es ist ebenso erfreulich, dass das Budget des Infrastrukturressorts auf 2,612 Milliarden € und für 2010 auf 2,762 Milliarden € steigen wird. Mit diesen Rekordsummen werden echte Zukunftsinvestitionen und damit Werte für Generationen finanziert. Lücken im Straßennetz werden geschlossen, und das österreichische Schienennetz, das, wie Sie wissen, auch heute noch zu mehr als 70 Prozent aus der Monarchie stammt, wird auf den Stand des 21. Jahrhunderts gebracht. Und was dabei besonders positiv ist: Für mehr als 50 000 Menschen wird deren Beschäftigung langfristig gesichert. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
Zusammenfassend: Was bringt die Investitionsoffensive? – Beschäftigte und Betriebe profitieren davon, der Wirtschaftsstandort wird aufgewertet, und die Verkehrsverlagerung auf die umweltfreundliche Schiene wird forciert. Und natürlich profitieren die Bürgerinnen und Bürger von den Investitionen: Sie bekommen moderne Bahnhöfe sowie schnellere und sicherere Bahn- und Straßenverbindungen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
und wir stehen auch wesentlich besser da als andere vergleichbare Staaten in Europa und in der Welt. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Zanger.
Die Regierung hat mit dem Bankenpaket zur Sicherung der Spareinlagen auch schon in den letzten Monaten einiges in die Wege geleitet. – Diesbezüglich vielleicht etwas merkwürdig ist die heftige Kritik der FPÖ zurzeit: Noch vor Jahreswende hat sie kritisiert, dass das Geld noch nicht bei den Banken ist, und jetzt kritisiert sie, dass die Banken es in Anspruch nehmen. (Zwischenruf des Abg. Zanger.)
Abg. Weinzinger: ... die Betriebe! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Zwei Konjunkturpakete für die mittelständige Wirtschaft sind in die Wege geleitet und eine Steuerreform mit Schwerpunkt auf die kleinen Verdiener und die Familien. Die ÖVP und wir alle sollten auch in der Zukunft alles uns Mögliche unternehmen, um Arbeitsplätze zu sichern, und dazu gehört es auch, dass wir gute Bedingungen für die Betriebe schaffen. – Ein weiteres Wort in Richtung der FPÖ: Ich glaube, es ist der falsche Weg, wenn man angesehene, potente Banken wie die Raiffeisen-Organisation im Land angreift und anschüttet und sich damit eigentlich gegen 60 000 Arbeitnehmer in einem Betrieb wendet. (Abg. Weinzinger: ... die Betriebe! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das ist der falsche Weg! Wir sollten gemeinsam Wege suchen, wie wir gute Bedingungen für die Betriebe und für die Arbeitnehmer schaffen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zwei Konjunkturpakete für die mittelständige Wirtschaft sind in die Wege geleitet und eine Steuerreform mit Schwerpunkt auf die kleinen Verdiener und die Familien. Die ÖVP und wir alle sollten auch in der Zukunft alles uns Mögliche unternehmen, um Arbeitsplätze zu sichern, und dazu gehört es auch, dass wir gute Bedingungen für die Betriebe schaffen. – Ein weiteres Wort in Richtung der FPÖ: Ich glaube, es ist der falsche Weg, wenn man angesehene, potente Banken wie die Raiffeisen-Organisation im Land angreift und anschüttet und sich damit eigentlich gegen 60 000 Arbeitnehmer in einem Betrieb wendet. (Abg. Weinzinger: ... die Betriebe! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das ist der falsche Weg! Wir sollten gemeinsam Wege suchen, wie wir gute Bedingungen für die Betriebe und für die Arbeitnehmer schaffen. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Huber
Unsere Bäuerinnen und Bauern erbringen enorm wichtige, unverzichtbare Leistungen für die gesamte Gesellschaft. Daher ist es wichtig, dass man der wirtschaftlichen Situation der Bäuerinnen und Bauern auch entsprechend Augenmerk schenkt, dass man die Vermarktungsorganisationen stärkt (Zwischenruf des Abg. Huber), dass man die Zuchtverbände entsprechend unterstützt und dass man sich vor allem – und das ist wesentlich! – um die Märkte kümmert. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Huber) Der Heimmarkt ist das Wesentliche, aber der Exportmarkt sollte gleichfalls entsprechend unterstützt und aufbereitet werden. Der Aufruf an die Konsumentinnen und Konsumenten zum Kauf von heimischen Produkten bedeutet auch Arbeitsplätze im eigenen Land, in Österreich. – Ich denke, es ist wichtig, dass wir dies auch deutlich sagen.
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Huber
Unsere Bäuerinnen und Bauern erbringen enorm wichtige, unverzichtbare Leistungen für die gesamte Gesellschaft. Daher ist es wichtig, dass man der wirtschaftlichen Situation der Bäuerinnen und Bauern auch entsprechend Augenmerk schenkt, dass man die Vermarktungsorganisationen stärkt (Zwischenruf des Abg. Huber), dass man die Zuchtverbände entsprechend unterstützt und dass man sich vor allem – und das ist wesentlich! – um die Märkte kümmert. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Huber) Der Heimmarkt ist das Wesentliche, aber der Exportmarkt sollte gleichfalls entsprechend unterstützt und aufbereitet werden. Der Aufruf an die Konsumentinnen und Konsumenten zum Kauf von heimischen Produkten bedeutet auch Arbeitsplätze im eigenen Land, in Österreich. – Ich denke, es ist wichtig, dass wir dies auch deutlich sagen.
Zwischenruf des Abg. Huber.
Wir müssen insgesamt Rahmenbedingungen schaffen, die es den Bauern ermöglichen, ein Einkommen zu erwirtschaften, denn das bedeutet – auch in unser aller Interesse – Arbeitsplatzsicherung. (Zwischenruf des Abg. Huber.)
Beifall bei der ÖVP.
Unternehmen wir also – dies als Schlusssatz – alles, damit es den Menschen in unserem Land gut geht! Wir von der ÖVP tun dies auch mit diesem Budget. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Zuwanderung, die in den letzten Jahrzehnten zugelassen wurde, ist insbesondere das große Problem aufgetreten, dass überhaupt keine qualitative Zuwanderung stattgefunden hat, sondern eine Zuwanderung von meist Ungelernten und von Personen ohne Ausbildung, die dazu geführt hat, dass diese Menschen unmittelbar ins soziale Netz eingedrungen sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir wissen, dass von 50 000 Zuwanderern maximal 5 000 in den Arbeitsprozess kommen, der Rest fällt in unser soziales Netz. An sich muss man jetzt bereits darüber nachdenken, wie man hier eine Umkehr schafft, und man muss sehr wohl ganz ernsthafte Maßnahmen ergreifen, damit jene Personen, die zugewandert sind, hier aber keinen Beitrag leisten, keinen Beitrag leisten können, weil sie arbeitslos und so weiter sind, auch wieder rückgeführt werden, denn die österreichische Volkswirtschaft verträgt es auf Dauer nicht, Menschen mitzutragen, die niemals einen wesentlichen Beitrag für unsere Gesellschaft werden leisten können. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.
Da ist natürlich auch ganz wesentlich das Problem des Asyls mit im Spiel, das in Wirklichkeit ja nicht mehr für Flüchtlinge da ist, sondern nur dafür, eine Zuwanderung von Wirtschaftsflüchtlingen unter dem Deckmantel des Asyls zuzulassen. Wir wissen auch ... (Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.) – Es ist unglaublich, dass das möglich ist, da haben Sie vollkommen recht, Frau Kollegin! Dass das in diesem Ausmaß möglich ist, ist wirklich unglaublich und belastet unseren Staat ungeheuer! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Da ist natürlich auch ganz wesentlich das Problem des Asyls mit im Spiel, das in Wirklichkeit ja nicht mehr für Flüchtlinge da ist, sondern nur dafür, eine Zuwanderung von Wirtschaftsflüchtlingen unter dem Deckmantel des Asyls zuzulassen. Wir wissen auch ... (Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.) – Es ist unglaublich, dass das möglich ist, da haben Sie vollkommen recht, Frau Kollegin! Dass das in diesem Ausmaß möglich ist, ist wirklich unglaublich und belastet unseren Staat ungeheuer! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Ablinger.
Es ist dies überhaupt keine Menschenhatz! Wenn man sich anschaut, was Österreicher, die aus irgendeinem Grund arbeitslos geworden sind und vielleicht Familie haben, an Unterstützung bekommen, und im Verhältnis dazu sieht, was Asylanten bekommen, dann sieht man eindeutig, dass das keine Menschenhatz ist, sondern da muss man feststellen, dass da eine Ungerechtigkeit vorliegt. (Zwischenruf der Abg. Ablinger.)
Beifall bei der FPÖ.
Auch das ist ein Teil des Problems, das Österreich hat: dass wir im Wesentlichen nicht die Leistung belohnen, sondern dass wir jedem sagen: Komm zu uns, hier hast du garantierte Sozialleistungen!, und damit eine vollkommen falsche Zuwanderung möglich gemacht haben und auch noch weiter ermöglichen. Auch das ist ein ganz massives Problem unserer Volkswirtschaft! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben natürlich noch das Problem der Fremdbestimmung durch die Europäische Union, das immer wieder wegdiskutiert werden will. Aber wir müssen ja immer wieder ganz konkret erfahren, welche Vorgaben uns von Seiten der EU gemacht werden können. Daher muss die Schlussfolgerung aus der Krise sein, dass jetzt erst recht die Interessen Österreichs in den Mittelpunkt zu stellen sind. Das ist nicht unanständig. Ganz im Gegenteil: Das ist sogar unsere Aufgabe als Volksvertreter! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Neubauer: Sie werden es uns hoffentlich sagen!
Wissen Sie, wie viele Menschen ausländischer Herkunft in Wien länger als zwölf Monate arbeitslos sind? Wissen Sie es? (Abg. Neubauer: Sie werden es uns hoffentlich sagen!) – Es sind 116 Personen. 116 Personen! (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wenn Sie mir jetzt erklären wollen, dass man den Wiener Arbeitsmarkt rettet, wenn man 116 Personen zurückführt, dann können wir, glaube ich, alles vergessen. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Grünewald. – Abg. Weinzinger: Ausländer bei der Arbeitslosenzahl: Wie hoch ist der Prozentsatz? Wissen Sie das?)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wissen Sie, wie viele Menschen ausländischer Herkunft in Wien länger als zwölf Monate arbeitslos sind? Wissen Sie es? (Abg. Neubauer: Sie werden es uns hoffentlich sagen!) – Es sind 116 Personen. 116 Personen! (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wenn Sie mir jetzt erklären wollen, dass man den Wiener Arbeitsmarkt rettet, wenn man 116 Personen zurückführt, dann können wir, glaube ich, alles vergessen. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Grünewald. – Abg. Weinzinger: Ausländer bei der Arbeitslosenzahl: Wie hoch ist der Prozentsatz? Wissen Sie das?)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Grünewald. – Abg. Weinzinger: Ausländer bei der Arbeitslosenzahl: Wie hoch ist der Prozentsatz? Wissen Sie das?
Wissen Sie, wie viele Menschen ausländischer Herkunft in Wien länger als zwölf Monate arbeitslos sind? Wissen Sie es? (Abg. Neubauer: Sie werden es uns hoffentlich sagen!) – Es sind 116 Personen. 116 Personen! (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wenn Sie mir jetzt erklären wollen, dass man den Wiener Arbeitsmarkt rettet, wenn man 116 Personen zurückführt, dann können wir, glaube ich, alles vergessen. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Grünewald. – Abg. Weinzinger: Ausländer bei der Arbeitslosenzahl: Wie hoch ist der Prozentsatz? Wissen Sie das?)
Abg. Weinzinger: Nein!
Ja, das weiß ich auch: Der ist genauso wie der inländische. (Abg. Weinzinger: Nein!) Das ist in der Relation genauso. Es ist erstens einmal in der Relation genauso. – Punkt eins. (Abg. Weinzinger: Eben nicht! Es ist genau das Doppelte!)
Abg. Weinzinger: Eben nicht! Es ist genau das Doppelte!
Ja, das weiß ich auch: Der ist genauso wie der inländische. (Abg. Weinzinger: Nein!) Das ist in der Relation genauso. Es ist erstens einmal in der Relation genauso. – Punkt eins. (Abg. Weinzinger: Eben nicht! Es ist genau das Doppelte!)
„Deutschland!“-Rufe bei den Grünen.
Punkt zwei: Wissen Sie überhaupt, woher die größte Zuwanderung in diesem Land stattfindet? („Deutschland!“-Rufe bei den Grünen.) – Danke! Und wissen Sie unter anderem, wie viele Damen und Herren aus der Bundesrepublik auch hier arbeitslos werden (Abg. Öllinger: Das wollen sie ja, die Wiedervereinigung!), weil jetzt zum Beispiel die Tourismussaison im Winter beendet ist? (Abg. Mag. Stefan: ... können wir nicht zurückführen, Herr Kollege! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Öllinger: Das wollen sie ja, die Wiedervereinigung!
Punkt zwei: Wissen Sie überhaupt, woher die größte Zuwanderung in diesem Land stattfindet? („Deutschland!“-Rufe bei den Grünen.) – Danke! Und wissen Sie unter anderem, wie viele Damen und Herren aus der Bundesrepublik auch hier arbeitslos werden (Abg. Öllinger: Das wollen sie ja, die Wiedervereinigung!), weil jetzt zum Beispiel die Tourismussaison im Winter beendet ist? (Abg. Mag. Stefan: ... können wir nicht zurückführen, Herr Kollege! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Stefan: ... können wir nicht zurückführen, Herr Kollege! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Punkt zwei: Wissen Sie überhaupt, woher die größte Zuwanderung in diesem Land stattfindet? („Deutschland!“-Rufe bei den Grünen.) – Danke! Und wissen Sie unter anderem, wie viele Damen und Herren aus der Bundesrepublik auch hier arbeitslos werden (Abg. Öllinger: Das wollen sie ja, die Wiedervereinigung!), weil jetzt zum Beispiel die Tourismussaison im Winter beendet ist? (Abg. Mag. Stefan: ... können wir nicht zurückführen, Herr Kollege! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei SPÖ und Grünen.
Es wird hier von Ihnen eine Schimäre aufgebaut. Wenn wir damit beginnen – ein Mal lasse ich mich noch kurz auf Ihre Diskussion ein –, wenn wir damit beginnen, darüber zu diskutieren, ab wann jemand für unser Sozialsystem einen Profit darstellt oder nicht, dann sind wir bei der Frage: Wie ist es mit der beitragsfreien Kinderversorgung? Wie ist es mit der beitragsfreien Angehörigenversorgung? – Und, und, und! (Beifall bei SPÖ und Grünen.)
Abg. Weinzinger: Fragen Sie ...!
Ich glaube, man sollte hier eine Debatte führen, wie sie zu führen ist. Diejenigen, die legal hier sind – ganz egal, wo sie herkommen –, haben hier ihren Platz, und die bezahlen auch! Es ist auch vollkommen falsch, zu sagen: Von 50 000 finden hier nur 5 000 eine Beschäftigung. Das ist doch, bitte, eine Zahl, die vollkommen erfunden ist! Sie ist nicht belegbar, überhaupt nicht belegbar. (Abg. Weinzinger: Fragen Sie ...!) Da kann ich sehr wohl meine Mitbürger fragen. Ich kann auch das mit nackten Zahlen beantworten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, man sollte hier eine Debatte führen, wie sie zu führen ist. Diejenigen, die legal hier sind – ganz egal, wo sie herkommen –, haben hier ihren Platz, und die bezahlen auch! Es ist auch vollkommen falsch, zu sagen: Von 50 000 finden hier nur 5 000 eine Beschäftigung. Das ist doch, bitte, eine Zahl, die vollkommen erfunden ist! Sie ist nicht belegbar, überhaupt nicht belegbar. (Abg. Weinzinger: Fragen Sie ...!) Da kann ich sehr wohl meine Mitbürger fragen. Ich kann auch das mit nackten Zahlen beantworten. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grosz: Die Behindertenmilliarde ist gleich geblieben! Traurig!
Es sei mir auch gestattet, ein bisschen auf das einzugehen, was wir im Sozialbudget und im Arbeitsmarktbudget vorgesehen haben. (Abg. Grosz: Die Behindertenmilliarde ist gleich geblieben! Traurig!) Die Behindertenmilliarde ist gleich geblieben, ja; aber die Behindertenmilliarde ist auch deshalb gleich geblieben, weil sie in einer Nacht-und-Nebel-Aktion überhaupt eingeführt werden musste. Darüber wissen Sie ein bisschen mehr als ich, weil Sie damals dabei waren. Die Behindertenmilliarde ist gleich geblieben, aber gleichzeitig wird das Geld für die Behinderten sehr wohl punktuell exakter ausgegeben. Kein einziges Projekt wird gestoppt, wir sind in einem intensiven Dialog mit allen Behindertenorganisationen. Das ist unsere Antwort! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Der Europäische Sozialfonds hat es halbiert, und bei uns bleibt es gleich! Deshalb nützt es nichts ...!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Der Europäische Sozialfonds hat es halbiert, und bei uns bleibt es gleich! Deshalb nützt es nichts ...!
Es sei mir auch gestattet, ein bisschen auf das einzugehen, was wir im Sozialbudget und im Arbeitsmarktbudget vorgesehen haben. (Abg. Grosz: Die Behindertenmilliarde ist gleich geblieben! Traurig!) Die Behindertenmilliarde ist gleich geblieben, ja; aber die Behindertenmilliarde ist auch deshalb gleich geblieben, weil sie in einer Nacht-und-Nebel-Aktion überhaupt eingeführt werden musste. Darüber wissen Sie ein bisschen mehr als ich, weil Sie damals dabei waren. Die Behindertenmilliarde ist gleich geblieben, aber gleichzeitig wird das Geld für die Behinderten sehr wohl punktuell exakter ausgegeben. Kein einziges Projekt wird gestoppt, wir sind in einem intensiven Dialog mit allen Behindertenorganisationen. Das ist unsere Antwort! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Der Europäische Sozialfonds hat es halbiert, und bei uns bleibt es gleich! Deshalb nützt es nichts ...!)
Abg. Grosz: Das steht in allen Zeitungen, Herr Minister!
Ich weiß nicht, wo Sie das herhaben, dass es der Europäische Sozialfonds halbiert hat. (Abg. Grosz: Das steht in allen Zeitungen, Herr Minister!) Ich kann Ihnen nur sagen, ich habe zum Beispiel für die Arbeitsmarktpolitik vom Europäischen Sozialfonds die „Kleinigkeit“ von 138 Millionen € im heurigen Jahr! Ich weiß nicht, woher Sie Gerüchte haben, dass etwas halbiert wurde. (Abg. Grosz: Wie viel war es vorher?) Der Europäische Sozialfonds ... (Abg. Kickl: Woraus speist er sich denn?) Wir nützen alle Mittel aus, und der Europäische Sozialfonds finanziert sich so wie alle Fonds in Europa: Es ist eine gemeinsame Finanzierung.
Abg. Grosz: Wie viel war es vorher?
Ich weiß nicht, wo Sie das herhaben, dass es der Europäische Sozialfonds halbiert hat. (Abg. Grosz: Das steht in allen Zeitungen, Herr Minister!) Ich kann Ihnen nur sagen, ich habe zum Beispiel für die Arbeitsmarktpolitik vom Europäischen Sozialfonds die „Kleinigkeit“ von 138 Millionen € im heurigen Jahr! Ich weiß nicht, woher Sie Gerüchte haben, dass etwas halbiert wurde. (Abg. Grosz: Wie viel war es vorher?) Der Europäische Sozialfonds ... (Abg. Kickl: Woraus speist er sich denn?) Wir nützen alle Mittel aus, und der Europäische Sozialfonds finanziert sich so wie alle Fonds in Europa: Es ist eine gemeinsame Finanzierung.
Abg. Kickl: Woraus speist er sich denn?
Ich weiß nicht, wo Sie das herhaben, dass es der Europäische Sozialfonds halbiert hat. (Abg. Grosz: Das steht in allen Zeitungen, Herr Minister!) Ich kann Ihnen nur sagen, ich habe zum Beispiel für die Arbeitsmarktpolitik vom Europäischen Sozialfonds die „Kleinigkeit“ von 138 Millionen € im heurigen Jahr! Ich weiß nicht, woher Sie Gerüchte haben, dass etwas halbiert wurde. (Abg. Grosz: Wie viel war es vorher?) Der Europäische Sozialfonds ... (Abg. Kickl: Woraus speist er sich denn?) Wir nützen alle Mittel aus, und der Europäische Sozialfonds finanziert sich so wie alle Fonds in Europa: Es ist eine gemeinsame Finanzierung.
Abg. Kickl: Das sagen ja Ihre Gewerkschafter!
Wir investieren auch sehr massiv in die Jugend. Wenn hier gesagt wird, die Jugendarbeitslosigkeit, die Arbeitslosigkeit der Lehrlinge, das wird alles steigen, weil jetzt angeblich die Lehrlingskündigung möglich ist, dann kann ich nur dazu einladen (Abg. Kickl: Das sagen ja Ihre Gewerkschafter!): Reden Sie einmal mit den Mediatoren, reden Sie einmal darüber, wie das System funktioniert!
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Bucher: Das haben schon viele versprochen! Alle Ihre Vorgänger haben das versprochen!
Was die Zahl betrifft, haben wir zum Beispiel zur Stunde in vier Bundesländern mehr offene Lehrstellen als Lehrstellensuchende. Wir haben die Situation – das ist vielleicht für viele nicht nachvollziehbar –, dass es in vier Bundesländern mehr offene Lehrstellen als Lehrstellensuchende gibt! Wir werden für die gesamte Lehrstellenförderung in diesem Jahr 357 Millionen € ausgegeben haben, wenn das Jahr zu Ende ist. 357 Millionen, das bedeutet, dass wir jede Lehrstelle pro Monat mit 260 € fördern. Das ist, glaube ich, eine Zahl, die nicht wegzudiskutieren ist; die ist so! Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass alle Jugendlichen, die eine Lehrstelle haben wollen, diese auch bekommen werden. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Bucher: Das haben schon viele versprochen! Alle Ihre Vorgänger haben das versprochen!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte zum Abschluss noch einmal sagen: Aktive Arbeitsmarktpolitik heißt nicht nur, auf der einen Seite sehr viel Geld in die Hand zu nehmen, aktive Arbeitsmarktpolitik heißt auch, dieses Geld sehr sinnvoll in die Hand zu nehmen. Aktive Arbeitsmarktpolitik heißt vor allem, den heute 15-, 16- und 17-Jährigen den Weg zu einer Ausbildung zu ebnen, den Weg zu einer Berufsausbildung zu ebnen, denn das ist, glaube ich, für eine Gesellschaft immer noch die beste Antwort, nicht jedoch der Weg zum Sozialamt. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Bezieherinnen kleiner Einkommen – und das sind immerhin rund 900 000 unselbständig erwerbstätige Frauen, die um 1 000 € oder 1 100 € verdienen – bezahlen zwar keine Steuer, aber von der Entlastung der Kinderbetreuungskosten haben sie nichts. (Beifall beim BZÖ.) Sie bekommen lediglich 7,50 €, also den erhöhten Kinderabsetzbetrag. Da frage ich mich schon, wo da die Gerechtigkeit bleibt und worin die Gleichwertigkeit besteht, denn die Alleinerzieherinnen mit geringem Einkommen müssen auch für ihre Kinderbetreuung aufkommen. Sie müssen gleich bezahlen wie jemand, der ein höheres Einkommen hat. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Bezieherinnen kleiner Einkommen – und das sind immerhin rund 900 000 unselbständig erwerbstätige Frauen, die um 1 000 € oder 1 100 € verdienen – bezahlen zwar keine Steuer, aber von der Entlastung der Kinderbetreuungskosten haben sie nichts. (Beifall beim BZÖ.) Sie bekommen lediglich 7,50 €, also den erhöhten Kinderabsetzbetrag. Da frage ich mich schon, wo da die Gerechtigkeit bleibt und worin die Gleichwertigkeit besteht, denn die Alleinerzieherinnen mit geringem Einkommen müssen auch für ihre Kinderbetreuung aufkommen. Sie müssen gleich bezahlen wie jemand, der ein höheres Einkommen hat. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Nun noch einmal zum Budget: Trotz der geringen Erhöhung des Frauenbudgets bin ich schon neugierig, wie die Frau Ministerin ihre Vorhaben realisieren will, wie sie uns am Ende des Tages ihre Bilanz vorlegen wird und wie diese aussieht. Mich würde in diesem Zusammenhang auch die prozentuelle Aufteilung, die Gewichtung der Budgetmittel interessieren, also wie viel in den Ausbau der Frauenberatungs- und Servicestellen investiert wird, wie viel in Interventionsstellen gegen Gewalt investiert wird, wie viel der Nationale Aktionsplan abbekommt und wie viel vor allem für die Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt investiert wird. – Vielen Dank. (Beifall beim BZÖ.)
Demonstrativer Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Kurt Grünewald (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Nur einen kurzen Satz zu Minister Hundstorfer: Am Beginn seines Redebeitrags stellte er die Rentabilitätsdiskussion bei Sozialleistungen in Frage. Dieser Debattenbeitrag war deutlich kürzer als der des Vizekanzlers, jedenfalls – um Kopf zu zitieren – christlich-sozialer und inhaltlich besser. Dazu kann ich nur gratulieren. (Demonstrativer Beifall bei der SPÖ.)
Demonstrativer Beifall des Abg. Mag. Donnerbauer.
Jetzt ganz kurz – ich habe nur 4 Minuten – zum Universitätsbudget: Minister Hahn hat gemeint, wenn im Wissenschaftsausschuss alles aufgeht, dann könnten wir mit zwei Fingern seinem Budget zuklatschen. – Ich gebe zu und gestehe, dass in Anbetracht der Situation das Budget besser aussieht als erwartet. (Demonstrativer Beifall des Abg. Mag. Donnerbauer.) Allerdings fehlt den Universitäten, um zu den Spitzen-Nationen aufzuschließen, ein ganzer Arm, und da lässt es sich dann nicht so trefflich klatschen. Das muss man schon korrigieren.
Beifall bei den Grünen.
Der Wachstumspfad – das sagen jetzt Experten, das kommt nicht einmal von mir – ist nicht zu halten. Hahn hat etwas anderes gesagt. Pröll sagt etwas anderes. Die ÖVP sagt etwas anderes. Der Wachstumspfad ist nicht zu halten! Es werden keine Katastrophen hereinbrechen, das ist richtig. Dafür bin ich dankbar, und andere sind auch froh, aber dorthin, wohin wir kommen wollten, kommen wir mit diesem Budget leider nicht. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Heute ist viel vom Kniefall geredet worden, und auch ich darf sagen: Vor der Lederhosenpolitik der Landeshauptleute – und Lederhosen sind keine gesundheitspolitische Errungenschaft – fallen alle auf die Knie. Und dass das kostentreibend ist, weiß auch jeder, das ist aber allen wurscht. Hauptsache Friede herrscht im Land! Der ist mir zwar auch etwas wert, aber nicht um diesen Preis. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich kann nur hoffen, dass die Mittel, die wir unseren Banken zur Verfügung gestellt haben, nicht schlagend werden. Dann schaut das Budget auch wieder schlagartig wesentlich besser aus. In diesem Sinne hoffe ich, dass Österreich diese Krise, die eine globale ist, gut meistert. Die Möglichkeiten, die wir national haben, sind jedenfalls sehr gut ausgeschöpft worden. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Abgeordnete Dorothea Schittenhelm (ÖVP): Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren im Hohen Haus! Den „Gender-Wahn“ des Abgeordneten Rosenkranz kann ich so nicht stehen lassen. Ich glaube, das werden Sie verstehen. Meine Diagnose: nicht begriffen, nicht verstanden beziehungsweise latente Frauenfeindlichkeit. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und Grünen. – Abg. Mag. Unterreiner: Ich muss das jetzt widerlegen!
Auch Abgeordneter Stefan hat sich ja eigentlich sehr herablassend mit dem Begriff Gender beschäftigt, ohnedies nur ganz kurz, weil er gemerkt hat, dass er gar nicht weiß, worum’s geht. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und Grünen. – Abg. Mag. Unterreiner: Ich muss das jetzt widerlegen!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Warum betone ich das Wort Verantwortung so sehr? – Weil gerade die heutige Debatte den ganzen Tag über im Plenum genau geteilt hat zwischen jenen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, gerade in einer schwierigen, herausfordernden Zeit, wie wir sie in den letzten Jahrzehnten noch nie in der Republik erlebt haben, und jenen, die reinen Populismus und populistische „Seitenblicke“-Politik betreiben. Das hat sich heute ganz klar gezeigt. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Moser: Mit uns für ein Konjunkturpaket für die Gemeinden!
Ich würde mich sehr freuen – mein Kollege Jakob Auer hat das heute auch schon gesagt –, wenn wir auf diese Konjunkturpakete, die zwei, die wir schon geschnürt haben, noch eines draufsetzten, und zwar für die Gemeinden! (Abg. Dr. Moser: Mit uns für ein Konjunkturpaket für die Gemeinden!) Wir haben die Projekte auf dem Tisch liegen; sie sind umzusetzen. Wir wollen die regionalen Wirtschaftsbetriebe auch bei uns beschäftigen.
Beifall bei der ÖVP.
Jene Frauen und Männer, die heute keine Steuern zahlen, sind 2,7 Millionen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen. Da profitieren wiederum die Frauen, denn mehr als die Hälfte davon sind Frauen, und sie zahlen keine Steuern. Und eines ist auch klar: Wir müssen auch jene stärken, die Steuern zahlen, damit wir uns jene leisten können, die keine Steuern zahlen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn wir dieses System durchbrechen, dann gefährden wir den sozialen Frieden in unserem Land. Zielsetzung muss es vor allem auch sein – neben all den Zahlen und der Stabilität in der Wirtschaft und in der Finanzpolitik –, den sozialen Frieden in unserem Land zu erhalten. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Rosenkranz – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Weinzinger –: Lieber Lutz, bitte rücke mein Bild zurecht!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Weinzinger. – Bitte. (Abg. Dr. Rosenkranz – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Weinzinger –: Lieber Lutz, bitte rücke mein Bild zurecht!)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Lutz Weinzinger (FPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Frau Abgeordnete Schittenhelm, geschätzte Vorrednerin, es soll nicht allein unser Ziel sein, dass diejenigen, die Steuern zahlen, so unterstützt werden, dass sie jene unterstützen können, die keine Steuern zahlen, sondern unser Ziel sollte es sein, eine Wirtschaft zu schaffen, die es tatsächlich ermöglicht, dass jeder, der bei uns normal seinen 40 oder 38 Stunden Arbeit nachgeht, so viel verdient, dass er auch Steuern zahlen kann. Das soll das Ziel sein! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Zinggl: Rumänien!
Meine Damen und Herren, ich darf auch noch eine Sache berichtigen: Herr Abgeordneter Mag. Steinhauser hat behauptet, dass es in Slowenien problemlos Ortstafeln ... (Abg. Dr. Zinggl: Rumänien!) – Rumänien? – Entschuldigung, ich habe Slowenien verstanden. Dann ist das gestrichen, denn dort stimmt es.
Beifall bei der FPÖ.
Das ist bitte kein Budget, sondern ein Zeichen dafür, dass Sie die Aufgaben, die Hausaufgaben, die Pflichtaufgaben für unsere Heimat nicht, und wenn, dann nur sehr, sehr schlecht erfüllen. Dafür sind die ganzen Lobhudeleien, die wir heute und gestern schon gehört haben, wirklich völlig umsonst ausgesprochen worden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Mag. Rainer Widmann (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Klubobmann Kopf hat heute gesagt, dieses Budget wäre geprägt von christlich-sozialen Werten, und die Schwerpunkte wären die Sicherheit und auch die Wissenschaft. – Ich werde versuchen, in meiner kurzen Rede herauszuarbeiten, dass dem nicht so ist. Und ich verwahre mich auch dagegen, dass die ÖVP christliche Werte hier missbraucht, nur weil ein Finanzminister eine Budgetrede – pardon: Budgetlesung! – gehalten hat, mit dem Weihrauchkessel nebenbei, wie schön, toll und klass alles wäre. Er hat alles einzunebeln versucht, Herr Kollege von der ÖVP, er hat versucht, den Blick auf die realen Fakten zu vernebeln, er hat aber nicht gesagt, dass man ganz wichtige Schwerpunkte vergessen hat, etwa im Bereich der Bildung, der Wissenschaft, der Sicherheit, im Sozialbereich. Das hat die ÖVP einfach vergessen. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Matznetter: Das habe ich nicht bestritten! Ich habe gesagt, dass wir etwas dagegen tun!
Kollege Matznetter von der SPÖ, Sie bestreiten, dass diese Regierung gegen die Krise etwas tut. (Abg. Dr. Matznetter: Das habe ich nicht bestritten! Ich habe gesagt, dass wir etwas dagegen tun!) Das Einzige, was ich gesehen habe, ist, dass die SPÖ gegen die Krise plakatiert: mit dem Herrn Faymann. Und das ist zu wenig. (Abg. Dr. Matznetter: Wir plakatieren nicht nur! Wir tun auch etwas!) Herr Kollege Matznetter, Sie tun nicht genug gegen die Krise mit dieser Regierung, diese Regierung an sich ist die Krise in dieser Republik! Das ist der Punkt. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Matznetter: Wir plakatieren nicht nur! Wir tun auch etwas!
Kollege Matznetter von der SPÖ, Sie bestreiten, dass diese Regierung gegen die Krise etwas tut. (Abg. Dr. Matznetter: Das habe ich nicht bestritten! Ich habe gesagt, dass wir etwas dagegen tun!) Das Einzige, was ich gesehen habe, ist, dass die SPÖ gegen die Krise plakatiert: mit dem Herrn Faymann. Und das ist zu wenig. (Abg. Dr. Matznetter: Wir plakatieren nicht nur! Wir tun auch etwas!) Herr Kollege Matznetter, Sie tun nicht genug gegen die Krise mit dieser Regierung, diese Regierung an sich ist die Krise in dieser Republik! Das ist der Punkt. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Kollege Matznetter von der SPÖ, Sie bestreiten, dass diese Regierung gegen die Krise etwas tut. (Abg. Dr. Matznetter: Das habe ich nicht bestritten! Ich habe gesagt, dass wir etwas dagegen tun!) Das Einzige, was ich gesehen habe, ist, dass die SPÖ gegen die Krise plakatiert: mit dem Herrn Faymann. Und das ist zu wenig. (Abg. Dr. Matznetter: Wir plakatieren nicht nur! Wir tun auch etwas!) Herr Kollege Matznetter, Sie tun nicht genug gegen die Krise mit dieser Regierung, diese Regierung an sich ist die Krise in dieser Republik! Das ist der Punkt. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Wenn Sie das jetzt ausrechnen, dann haben Sie definitiv, wenn es optimistisch gerechnet wird, 63 Dienstposten mehr. Ich frage jetzt die Kollegen von der ÖVP, ich frage die Frau Innenminister – der Herr Pühringer ist ja auch Religionslehrer, und ich glaube, das achte Gebot: „Du sollst nicht lügen!“, wird ihm wichtig sein –: Wo sind denn die anderen 340 Polizisten für Oberösterreich? Wo sind die denn? Bitte sagen Sie uns das! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich fasse zusammen: Die Regierung tut viel zu wenig für Forschung und Entwicklung, viel zu wenig für die Wissenschaft und gibt eine Bankrotterklärung bei der inneren und bei der äußeren Sicherheit ab. Diese Regierung meistert nicht die Krise, sie ist, wie ich anfangs gesagt habe, die Krise selbst. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Frau Innenministerin, Herr Gesundheitsminister, ein Appell an Sie, denken Sie im Ministerrat endlich daran: Eine Milliarde in die Hand genommen, ist in Ihrem Bereich bedeutend beschäftigungswirksamer als im Baubereich für Tunnelröhren oder Autobahnen, die uns nur mehr Transit ins Land bringen! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Moser: Das sind 0,5 Prozent von diesen 20 Milliarden!
Solche Maßnahmen sind Investitionen ins Bauen und Investitionen in die Infrastruktur. Dazu kann ich Ihnen, Frau Kollegin Moser, nur sagen, es sind bei der ÖBB und auch bei der ASFINAG immerhin Arbeitsplätze für 50 000 Menschen, die damit gesichert werden. (Abg. Dr. Moser: Das sind 0,5 Prozent von diesen 20 Milliarden!) Diese Investitionen sichern die Arbeitsplätze ab beziehungsweise erhöhen deren Zahl.
Beifall bei der SPÖ.
Investitionen in die Schulen, in die Bildung im 21. und 22. Bezirk bedeuten mehr schulisches Angebot, mehr Ausbildungsplätze, und insgesamt sind es auch Investitionen in die Zukunft unseres Landes. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich danke dem Herrn Finanzminister dafür, dass er mit diesem Budget einen guten Fahrplan für die Zukunft vorgelegt hat. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Jarolim.
Das wird gelegentlich abgetan, indem man sagt: Na wenn es ein bisserl wärmer wird, so macht das ja gar nichts! – So ist es nicht, weil es zu extremen Verschiebungen kommt: Starkregenereignisse, Überflutungen, Dürren, und, und, und. Ohne den Teufel an die Wand zu malen, sage ich Ihnen: Es ist ein Gebot der Stunde, etwas zu tun! Dem trägt dieses Umweltbudget Rechnung, und zwar in vielen Bereichen; wobei das nicht nur der Umweltminister alleine kann, sondern es sind alle aufgefordert, dazu einen Beitrag zu leisten. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Jarolim.)
Abg. Dr. Moser: Der Rechnungshof hat genau das Gegenteil festgestellt!
Daher müssen Sie auch den Bereich der thermischen Sanierung so sehen. Ich füge gleich an: Es ist Ihnen ja bekannt, dass die umfangreichen Mittel, die für den Bereich des Wohnbaus vorgesehen sind, in die Länderbudgets, in den Bereich der Wohnbauförderung ressortieren, wo die Länder aufgerufen sind – und das auch tun –, verstärkt die Sanierung zu fördern, eher weg vom Neubau und in Richtung Sanierung, weil wir nicht mehr derartigen Wohnbedarf haben. Die Bundesländer haben sich ja dazu verpflichtet. (Abg. Dr. Moser: Der Rechnungshof hat genau das Gegenteil festgestellt!)
Abg. Dr. Moser: Wenig, sehr wenig!
Ich darf Ihnen berichten: Wir haben diese Aktion gestartet. Es sind 100 Millionen €, wie Sie erwähnt haben, nämlich 50 Millionen € für die privaten Haushalte und 50 Millionen € für die Betriebe. Wir haben das am 14. April, also in etwa vor einer Woche, gestartet. Wir haben derzeit – aktueller Stand heute – über 500 Ansuchen aus dem privaten Bereich und über 60 Ansuchen aus dem betrieblichen Bereich. (Abg. Dr. Moser: Wenig, sehr wenig!)
Ruf bei den Grünen: Sehr gescheit!
Das heißt, es gibt enormes Interesse; was gut ist, weil wir uns von diesen 100 Millionen €, die wir aufgestellt haben, ein Investitionsvolumen von 650 Millionen € versprechen – ein gewaltiger Impuls unmittelbar jetzt für die Bauwirtschaft –, plus ein Arbeitsplatzvolumen von in etwa 7 000 Beschäftigten. Das haben wir gesichert und neu geschaffen. (Ruf bei den Grünen: Sehr gescheit!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Matznetter.
Wir halten das für eine richtige Maßnahme. Es wäre immer erfreulicher, wenn es mehr Geld gäbe; aber wir werden uns diese Maßnahme ansehen und auch sehr stark bewerten, in welche Richtung es geht. Ich möchte darauf verweisen, dass wir bewusst nicht nur auf die bauliche Sanierung – Wärmedämmung, Fenstertausch – gesetzt haben, sondern zum Beispiel auch auf einen Wechsel der Heizkesselsysteme: in Richtung Holzheizung, in Richtung Pelletsheizungen und, und, und. Das bedeutet wirklich Kostenersparnis für die Bevölkerung. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Für beide meine Zuständigkeitsbereiche gilt: Die Investitionen sollen dem Klimaschutz dienen, dem Umweltbereich; die Gelder sollen einer investitionsbereiten innovativen Agrarwirtschaft dienen. Sparen müssen wir massiv in der Verwaltung, in den Abteilungen meines Ministeriums. Ich möchte mich bei meinen Beamten bedanken, weil sie bereit sind, diesen Sparweg, der sehr ambitioniert ist, mitzugehen, um eben mehr für Investitionen und Konjunkturbelebung zu tun. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Ing. Schultes: Wollen Sie sie zusperren?
Wir reden hier beim Kapitel Untergliederung 12 von 400 bis 430 Millionen €, je nachdem, welches Jahr man nimmt. Wenn wir uns den Außenvertretungen nähern, könnten wir uns bereits um etwa 100 Millionen € bewegen. (Abg. Ing. Schultes: Wollen Sie sie zusperren?) Aber das ist nicht alles, ich möchte ein paar Schmankerln aus diesen Ausgaben aus dem Buch 12 vortragen.
Zwischenruf des Abg. Mag. Steinhauser.
de noch nie gemacht. (Zwischenruf des Abg. Mag. Steinhauser.) Marokko hat klargestellt, dass es dieses Referendum nie geben wird. Trotzdem zahlen wir jedes Jahr den Betrag von – es ist nur wenig – 280 000 € für diese Mission.
Abg. Bayr: Assistance, nicht Aid!
Diese Liste könnte ich jetzt – wenn es kein rotes Lämpchen hier gäbe – fortsetzen. Ich könnte auch, wenn ich uncharmant bin, unsere eigene Liste nehmen, nämlich die Liste Bundesgesetzgebung, sprich Nationalrat. Auch in diesem Fall würden wir uns wundern, was darin für Positionen sitzen. Und ich könnte einmal die Frage stellen, ob wir diese 1,32 Milliarden € im Jahr, die wir für Entwicklungshilfe ausgeben – das läuft bei uns natürlich nicht unter dem Begriff „Entwicklungshilfe“, sondern im Sinne von Kollegin Cortolezis-Schlager unter dem Begriff Official Development Aid (Abg. Bayr: Assistance, nicht Aid!) –, sinnvoll und mit einem erkennbaren Nutzen einsetzen beziehungsweise einsetzen werden! Allen diese Fragen sollten wir uns im Rahmen der Detaildiskussion wirklich einmal stellen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Diese Liste könnte ich jetzt – wenn es kein rotes Lämpchen hier gäbe – fortsetzen. Ich könnte auch, wenn ich uncharmant bin, unsere eigene Liste nehmen, nämlich die Liste Bundesgesetzgebung, sprich Nationalrat. Auch in diesem Fall würden wir uns wundern, was darin für Positionen sitzen. Und ich könnte einmal die Frage stellen, ob wir diese 1,32 Milliarden € im Jahr, die wir für Entwicklungshilfe ausgeben – das läuft bei uns natürlich nicht unter dem Begriff „Entwicklungshilfe“, sondern im Sinne von Kollegin Cortolezis-Schlager unter dem Begriff Official Development Aid (Abg. Bayr: Assistance, nicht Aid!) –, sinnvoll und mit einem erkennbaren Nutzen einsetzen beziehungsweise einsetzen werden! Allen diese Fragen sollten wir uns im Rahmen der Detaildiskussion wirklich einmal stellen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (BZÖ): Hohes Haus! Ich halte fest: Wir machen Schulden wie niemals zuvor. Wir machen diese Schulden aber nicht deshalb, weil wir in sinnvolle Zukunftsprojekte investieren, sondern: Mehr als 90 Prozent dieser Schulden, die gemacht werden, gehen in die Erhaltung des Verwaltungsapparats; werden aufgewendet, weil die Regierung nicht in der Lage ist, die Gewerkschaft in ihre Schranken zu weisen; weil sie auch nicht bereit ist, die Hausaufgaben zu machen – und schon gar nicht bereit ist, endlich die Verwaltungsreform anzugehen! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Zwischenruf des Abg. Donabauer.
Die Regierung macht lediglich Politik für ihre eigene Klientel – und jene Menschen, von denen Sie glauben, dass sie Sie nicht wählen werden, sind Ihnen ganz egal. Genau das ist das Problem dieser Regierung. Es gibt hier zwei Parteien, die einander, was ihre wirtschafts- und gesellschaftspolitische Ausrichtung betrifft, diametral gegenüber stehen. Und diese zwei Parteien sind in dieser unsäglichen „großen“ Koalition an einen Karren gebunden, der aber nicht vorne eingespannt ist, sondern auf der genau gegenüber liegenden Seite. Dass da nichts weitergeht, liegt auf der Hand. (Zwischenruf des Abg. Donabauer.)
Abg. Dr. Haimbuchner: Es hat aber lange gedauert, bis du draufgekommen bist!
Jetzt ist mir auch klar, warum Jörg Haider vor dieser „großen“ Koalition immer so gewarnt hat. (Abg. Dr. Haimbuchner: Es hat aber lange gedauert, bis du draufgekommen bist!) – Mir war das damals nicht so klar. Er hat immer gesagt, diese große Koalition muss unter allen Umständen verhindert werden. – Jetzt weiß ich, warum. Wenn ich mir das Budget anschaue, dann sehe ich auch, warum: Dieses Budget nur so strotzt vor Mutlosigkeit und ist dieser Krise in keinster Weise angepasst!
Abg. Zanger: Ist Kampf nicht rechtsextrem?!
Diese „Kampfansage an die Krise“ ist keine Kampfansage, sondern eine Krampfansage! (Abg. Zanger: Ist Kampf nicht rechtsextrem?!) Es ist ein Koalitionskrampf, es ist auch kein „Fahrplan für die Zukunft“. Es ist eher eine Irrfahrt, und zwar eine Irrfahrt der gegenseitigen Belauerung. (Beifall beim BZÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Haimbuchner.)
Beifall beim BZÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Haimbuchner.
Diese „Kampfansage an die Krise“ ist keine Kampfansage, sondern eine Krampfansage! (Abg. Zanger: Ist Kampf nicht rechtsextrem?!) Es ist ein Koalitionskrampf, es ist auch kein „Fahrplan für die Zukunft“. Es ist eher eine Irrfahrt, und zwar eine Irrfahrt der gegenseitigen Belauerung. (Beifall beim BZÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Haimbuchner.)
Heiterkeit im Saal. – Beifall beim BZÖ.
Deshalb: Wenn wir nicht wollen, dass die Steuerzahler für diese Große Koa , Koali , für diese große Katastrophe (Heiterkeit im Saal. – Beifall beim BZÖ.) Ich sage es noch einmal, denn Sie da hinten haben es nicht verstanden: Wenn Sie nicht wollen, dass die Steuerzahler für diese große Katastrophe, für diese großkoalitionäre Ehekrise – damit Sie es auch verstehen – die Rechnung bezahlen, dann fordere ich Sie auf: Beenden Sie Ihre Blockiermaßnahmen und arbeiten Sie zusammen an der Zukunft dieses Landes! Nur so kommen wir weiter.
Beifall beim BZÖ.
Wenn Herr Felderer recht hat – er schreibt nämlich heute in der Zeitung, dass wir schon bei einem Minus von 3 Prozent liegen, vor einer Woche waren es noch 2,7 Prozent –, wenn er recht hat, dann wird es an der Zeit sein, dass Sie sich zusammentun, Ihre Streitereien beilegen und für dieses Land endlich arbeiten! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Schauen wir uns einmal die „Steuergerechtigkeit“ der ÖVP an: Ein Angestellter, der 50 000 € brutto jährlich verdient, zahlt in Österreich über 40 Prozent Steuern; ein Sparer zahlt bei 50 000 Zinsen – das ist zwar relativ viel – noch 25 Prozent Steuern; jemand, der Zinserträge aus Vermögen in einer Privatstiftung lukriert, zahlt 12,5 Prozent Steuern; und wer etwas erbt oder mit Aktien spekuliert und dabei Gewinne einfährt, zahlt null Prozent Steuern! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Ruf bei den Grünen: Einen Geier!
Die beste Ausrede ist die mit dem „Mittelstand“; es ist absurd. Kollegin Tamandl hat heute überhaupt den Vogel abgeschossen (Ruf bei den Grünen: Einen Geier!), sie hat gesagt, die reichsten 10 Prozent seien der Mittelstand. Ich weiß nicht, ob das eine semantische oder eine mathematische Verwirrung ist, aber die oberen 10 Prozent werden immer die Spitze und nie die Mitte sein!
Beifall bei den Grünen.
Was die ÖVP übersieht: Bei der Vermögensverteilung gibt es keinen Mittelstand. Das reichste 1 Prozent besitzt ein Drittel aller Vermögenswerte und die reichsten 10 Prozent besitzen zwei Drittel aller Vermögenswerte. Es gibt keinen Mittelstand, meine Damen und Herren. Schieben Sie daher nicht die kleinen vor, wenn Sie die großen und dicken Fische in dieser Republik schützen wollen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Pirklhuber: Sehr richtig!
Am skurrilsten wird es, wenn Sie im Zusammenhang mit der Vermögenssteuer-Debatte den sozial Frieden beschwören; da wird es zynisch. Der soziale Friede wird gefährdet, wenn in diesem Land das Vermögen immer ungleicher verteilt wird – das gefährdet den sozialen Frieden und nicht die Debatte um die Vermögenssteuer! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Pirklhuber: Sehr richtig!)
Abg. Dr. Haimbuchner: Der Rechtsstaat muss für alle da sein!
Dann wird es traurig, denn beim Rechtsstaat zu sparen, ist besonders gefährlich. Warum? – Die, die sich Rechtsanwälte leisten können, kommen immer zu ihrem Recht; die, die 100 Millionen bar oder am Konto in Liechtenstein liegen haben, ersparen sich immer das Gefängnis; aber der Rechtsstaat, der muss für die Kleinen da sein! (Abg. Dr. Haimbuchner: Der Rechtsstaat muss für alle da sein!) Und wenn man beim Rechtsstaat spart, dann spart man bei den Kleinen.
Beifall bei den Grünen.
Meine Damen und Herren! Sparen beim Rechtsstaat ist sozialpolitisch unvertretbar! In diesem Sinne wünsche ich der Personalvertretung Justiz viel Erfolg, denn sie haben angekündigt, dass sie sich das nicht gefallen lassen werden. Ich hoffe, dass sie der Frau Justizministerin dazu noch ordentlich die Meinung sagen werden! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Eine Milliarde!
Auch aufgrund dessen, dass die Lebensmittelpreise zwar seit Sommer letzten Jahres wieder ein bisschen gefallen sind, sich aber immer noch auf sehr hohem Niveau bewegen, sind vor allem arme Menschen dieser Erde, und zwar etwa 1 Million arme Menschen, die von weniger als dem Gegenwert von 1 US-Dollar am Tag leben müssen (Abg. Dr. Pirklhuber: Eine Milliarde!), und etwa 950 Millionen Menschen, die täglich hungern, von dieser Finanzkrise betroffen, wesentlich extremer betroffen als wir.
Ruf beim BZÖ: EU-Verträge werden vorgelegt, Frau Kollegin!
zusammenarbeit abwickeln – unter anderem deshalb erfolgt ist, weil man davon ausging, dass wir in Zukunft viel mehr Geld haben werden, sodass wir ganz andere Strukturen brauchen werden, um dieses viele Geld „abzuwickeln“. – Leider ist von diesem vielen Geld jetzt nicht mehr die Rede, und es stellt sich für mich langsam die Frage der Relation zwischen dieser Struktur und diesem Budget. (Ruf beim BZÖ: EU-Verträge werden vorgelegt, Frau Kollegin!)
Abg. Dr. Haimbuchner: Geh, bitte!
Ich nehme auch mit Interesse von dieser Diskussion mit, dass der außenpolitische Sprecher der FPÖ alle Instrumente der Außenpolitik in Frage stellt und diese lieber wegsparen oder abschaffen möchte. (Abg. Dr. Haimbuchner: Geh, bitte!)
Beifall bei der SPÖ.
Im Übrigen glaube ich, dass wir nicht unbedingt beim Beschluss dieses Budgets, aber dann bei der Umsetzung der Umweltpolitik aufgrund dieses Budgets mit der Herausforderung konfrontiert sein werden, massiv durch Umweltausgaben Arbeitsplätze zu schaffen, spürbar die Qualität der Umwelt zu verbessern und unsere Gesellschaft zukunftsfähig zu machen. Und das ist die noch viel spannendere Herausforderung, als ein Budget zu beschließen. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Klar ist – und das ist wohl unser aller Ziel –: Die Schulden müssen rasch wieder abgebaut werden. Wir wollen ja unseren Enkerln keinen riesigen Schuldenrucksack hinterlassen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Haimbuchner: Wie definieren Sie Mut?
Herr Ing. Lugar, Sie vermissen Mut im Budget? – Dieses Budget zeigt Mut! (Abg. Dr. Haimbuchner: Wie definieren Sie Mut?) Der Finanzminister holt sich zusätzliche Mittel nämlich nicht über neue Steuern; das wäre einfach.
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Grosz.
Stichwort Erbschaftssteuer: Wir Senioren lehnen eine Wiedereinführung der Erbschafts- und der Schenkungssteuer ab, und zwar mit klaren Argumenten. Warum sollte das Enkerl für die Wohnung der Oma, die ohnehin schon einmal dafür Steuern gezahlt hat, noch einmal Steuern zahlen? – Das ist völlig uneinsichtig! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Abg. Zanger: Sage ich ja!
Stichwort „Reichensteuer“: Bitte lassen Sie sich nicht täuschen! Das, was nach einer „Reichensteuer“ ausschaut, ist eine knallharte Eigentums- und Grundsteuer. (Abg. Zanger: Sage ich ja!) Das ist der falsche Weg. (Abg. Grosz: Genau! Es ist eh schon überall eingebrochen worden!) Der Garten im Grünen, alles private Eigentum, all das käme ins Visier der Finanz.
Abg. Grosz: Genau! Es ist eh schon überall eingebrochen worden!
Stichwort „Reichensteuer“: Bitte lassen Sie sich nicht täuschen! Das, was nach einer „Reichensteuer“ ausschaut, ist eine knallharte Eigentums- und Grundsteuer. (Abg. Zanger: Sage ich ja!) Das ist der falsche Weg. (Abg. Grosz: Genau! Es ist eh schon überall eingebrochen worden!) Der Garten im Grünen, alles private Eigentum, all das käme ins Visier der Finanz.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Da Kritik gekommen ist vor allem von den Grünen, Pflege wäre kein Thema im Budget: Werte Kolleginnen und Kollegen, Tatsache ist, heuer gibt der Staat 1,8 Milliarden € für Pflege aus. Das ist deutlich mehr als 2008, und zwar um 200 Millionen € mehr. Wer es lieber noch in Schilling hört: Um 2,7 Milliarden Schilling gibt der Staat heuer mehr für Pflege aus als im Vorjahr. Das ist uns wichtig und beweist: Dieser Staatshaushalt bringt sichere Pensionen, leistbare Pflege und niemand wird im Regen stehen gelassen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Insgesamt – und das ist ganz besonders wichtig – wendet der Bund mehr als 730 Millionen € zur finanziellen Absicherung der Krankenkassen im Interesse von 8 Millionen Versicherten in unserem Land auf. Das, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist meiner Ansicht nach sehr, sehr wichtig. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Menschen erwarten sich zu Recht, dass die Bundesregierung – und das erwarten Sie auch vom Bundesminister für Gesundheit – alle Anstrengungen unternimmt, damit auf höchstem Niveau eine funktionierende und finanziell abgesicherte Gesundheitsversorgung, und zwar flächendeckend, gewährleistet werden kann. Und das geht nur dann, wenn wir in der Lage sind, enge Kooperationen mit allen Beteiligten einzugehen. Dass das auch gelingt, dafür habe ich mich immer wieder eingesetzt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich lade Sie ein, diese doppelte Verantwortung, einerseits der Funktionärinnen und Funktionäre der Selbstverwaltung in den Sozialversicherungsträgern und andererseits der Bundesregierung, im Interesse der Bürgerinnen und Bürger wahrzunehmen und diesen eröffneten Weg über alle Partei- und Interessengruppen hinweg gemeinsam zu gehen. – Danke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Grosz: Die sind nicht da!
Manager wie Ötsch et cetera kassieren hingegen mehr als eine Million an Abfertigung. Was sagen Sie, Herr Bundeskanzler, und Sie, Herr Finanzminister (Abg. Grosz: Die sind nicht da!), jenen Arbeitslosen und jenen Kurzarbeitern, die von geringsten Einkommen leben müssen, wenn Sie auf der anderen Seite das Geld mit beiden Händen hinauswerfen und hoch bezahlte Manage überdotieren? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Manager wie Ötsch et cetera kassieren hingegen mehr als eine Million an Abfertigung. Was sagen Sie, Herr Bundeskanzler, und Sie, Herr Finanzminister (Abg. Grosz: Die sind nicht da!), jenen Arbeitslosen und jenen Kurzarbeitern, die von geringsten Einkommen leben müssen, wenn Sie auf der anderen Seite das Geld mit beiden Händen hinauswerfen und hoch bezahlte Manage überdotieren? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn wir den sinnvollen Vorschlag machen, dass sich eine Bank auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und damit die Arbeitsplätze ihrer Mitarbeiter sichern soll, sich nicht im Zusammenhang mit Medienkonzernen verspekulieren soll, dann ist das eine vernünftige Ansage – das sage ich Ihnen auch! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Silhavy: Wir sind im Parlament und nicht im Bierzelt!
Noch ein paar Worte zur Rede von „Finanzpfarrer“ Pröll – die letzten Seiten seiner Budgetrede sind wirklich ganz, ganz toll. (Abg. Silhavy: Wir sind im Parlament und nicht im Bierzelt!) Es heißt: „... diese Zeit unterscheidet nicht zwischen Regierung und Opposition. Sie unterscheidet nur zwischen Richtig und Falsch.“ – Also, was richtig ist, sagt die Regierung – und das, was die Opposition sagt, ist sowieso von Haus aus falsch.
Beifall bei der FPÖ.
Halten wir zusammen!, sagt Herr Pröll. – Sie sind es, SPÖ und ÖVP, die in den Ausschüssen sämtliche Ideen und Anträge der Opposition blockieren und vertagen. Also halten wir zusammen – ich nehme Sie beim Wort! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grosz: Sehr schön!
Salbungsvoll die letzten Sätze der Budgetrede – ich habe mir erlaubt, diese ein bisschen zu kommentieren (Abg. Grosz: Sehr schön!) –:
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Grosz: Das war der Großruck! Der Großruck war der Ghostwriter!
Ich empfehle mich, Herr Minister. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Grosz: Das war der Großruck! Der Großruck war der Ghostwriter!)
Beifall beim BZÖ.
Der Herr Minister lehnt eine Reform des Verwaltungsapparates ganz entschieden ab. Sollte diese Strukturreform der Kassen dann heißen, dass es eine Verschlechterung der ärztlichen Versorgung oder eine Verschlechterung der medikamentösen Versorgung geben sollte, dann können wir dieser nicht zustimmen, denn das ist der falsche Weg. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Huber: Skandalös!
45 Millionen € aus dem Budget 2009 werden an die Krankenkassen als Soforthilfe verteilt. Interessant ist in diesem Fall der Verteilungsschlüssel. 33 Millionen €, und zwar den Löwenanteil, bekommt die Wiener Gebietskrankenkasse, der Rest wird unter den anderen defizitären Krankenkassen aufgeteilt. Und die drei Krankenkassen, die ausgeglichen bilanziert haben – Oberösterreich, Salzburg und Vorarlberg –, bekommen gar nichts. Das heißt so viel wie, wenn man ausgeglichen und gut bilanziert, wird man noch bestraft. (Abg. Huber: Skandalös!)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Es ist sicher richtig, dass diese Krankenkassen so nicht weiterarbeiten können und unterstützt werden müssen. Nur ist es schwer zu verstehen, dass das unter Einsatz von 145 Millionen € des Steuerzahlers sein muss. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall beim BZÖ.
Wir haben sicher das beste Gesundheitssystem, aber auch beim besten Gesundheitssystem gibt es Verbesserungen. Wir denken da zum Beispiel an eine Organisation der Kindermedizin, an Prävention bei Kinderkrankheiten, psychologische Betreuung in Schulen oder an eine Weiterbildung der Schulärzte. (Beifall beim BZÖ.) Oder wir denken auch an eine Aufnahme der klinisch-psychologischen Behandlung ins ASVG. Aber für diese Änderungen werden uns diese 145 Millionen € sicher fehlen.
Beifall beim BZÖ.
Meine Damen und Herren, wir sind von diesem Budget enttäuscht, denn das bedeutet für das Gesundheitswesen und für den Tierschutz höchstens Stillstand – und auf keinen Fall Fortschritt. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Abschließend noch ein Punkt, der mich besonders stört. Pröll hat von zwei Schrauben gesprochen, an denen man drehen kann: Einnahmen und Ausgaben. Bei den Ausgaben hat er zu Recht von Effizienz gesprochen. Bei den Einnahmen verweigert er jede Vermögensbesteuerung – und das halten wir für grob fahrlässig. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Abgeordnete Dr. Sabine Oberhauser, MAS (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Irgendwie erwarte ich mir, dass in den nächsten Tagen der Dritte Nationalratspräsident Graf statt dem Schild, auf dem seine Homepage zu lesen ist, ein Schild mit dem Logo „Raiffeisen“ tragen wird. Irgendwie ist, so meine ich, die FPÖ nach der Suche nach einem Sponsor, denn so viele unentgeltliche Werbeeinschaltungen für Raiffeisen, wie ich am heutigen Tag in der Debatte über das Budget gehört habe. Also ich bin mir nicht sicher, ob da nicht irgendetwas im Busch ist. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Neubauer.)
Beifall bei der SPÖ.
Es freut mich auch ganz besonders, dass der Finanzminister mit der Entscheidung, 100 Millionen Steuergeld einmal beginnend 2010 ins System zu geben, auch gemerkt hat, dass die Belastungen, die von Schwarz-Blau eingeführt wurden, eigentlich dazu geführt haben, dass die Krankenkassen dort stehen, wo sie heute stehen, dass er damit einen ersten Schritt gesetzt hat, diese Maßnahmen wieder rückgängig zu machen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Huber.
Meine Damen und Herren, wo immer Sie sitzen mögen. (Zwischenruf des Abg. Huber.) – Warum fühlen Sie sich angesprochen? Sind denn Sie auch einer davon? (Beifall bei der ÖVP.) Entschuldigen Sie, was Sie hier gegeben haben, hat einen unterdurchschnittlichen Unterhaltungswert, ich darf Ihnen das sagen. Da können Sie ab heute besser werden, dann werden Sie auch ernst genommen. Denn eines ist klar, wenn ein Parteierster hier eine Rede hält, die die Leute an den Fernsehschirmen wie folgt kommentieren: Das ist in Wahrheit eine Zumutung für das Parlament!, dann haben Sie sich bitte wahrlich keine Punkte geholt. Und wenn dieser sogenannte Parteivorsitzende vielleicht hier eine besondere Action machen will, dann soll er an seine Lehrmeister denken, die haben das besser gekonnt, die haben nämlich aufgezeigt und auch deutliche Vorschläge gemacht.
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, wo immer Sie sitzen mögen. (Zwischenruf des Abg. Huber.) – Warum fühlen Sie sich angesprochen? Sind denn Sie auch einer davon? (Beifall bei der ÖVP.) Entschuldigen Sie, was Sie hier gegeben haben, hat einen unterdurchschnittlichen Unterhaltungswert, ich darf Ihnen das sagen. Da können Sie ab heute besser werden, dann werden Sie auch ernst genommen. Denn eines ist klar, wenn ein Parteierster hier eine Rede hält, die die Leute an den Fernsehschirmen wie folgt kommentieren: Das ist in Wahrheit eine Zumutung für das Parlament!, dann haben Sie sich bitte wahrlich keine Punkte geholt. Und wenn dieser sogenannte Parteivorsitzende vielleicht hier eine besondere Action machen will, dann soll er an seine Lehrmeister denken, die haben das besser gekonnt, die haben nämlich aufgezeigt und auch deutliche Vorschläge gemacht.
Beifall bei der ÖVP.
natürlich gewisse Probleme haben, dann sagen Sie auch, liebe Freunde, meine Damen und Herren, dass in den letzten Jahren, ja Jahrzehnten dort auch ganz gute Verbindungen bestanden und aufgrund dieser Ostgeschäfte viele Betriebe aufgebaut und viele Arbeitsplätze gesichert werden konnten. Das gehört auch gesagt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Sie können sich doch nicht nur hier herstellen und gegen alles schimpfen, aber selbst bitte keinen einzigen brauchbaren Vorschlag machen und sich selbst in keinster Weise produktiv und konstruktiv einbringen. Ich denke, da werden Sie über sich selber nachdenken müssen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Neubauer.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Sonnberger: Bravo!
Ich darf Ihnen sagen, Sie haben noch viel, viel zu lernen. Sie dürfen vieles besser machen. Dann können Sie erwarten, dass Sie einmal ernst genommen werden. Zurzeit tragen Sie lediglich zur Unterhaltung bei. Dafür ist das Parlament nicht geschaffen, und dazu ist die Situation zu ernst. Ich denke, das wäre schon etwas, was Sie mitnehmen sollten. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Sonnberger: Bravo!)
Beifall bei der FPÖ.
Letztlich wird das Gender Budgeting wieder eine jener abstrakten Maßnahmen sein, die zwar in akademischen Foren diskutiert und hoch gelobt werden, aber letztendlich keine Auswirkung auf die Frauen in Österreich haben werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ein ähnliches Bild sehe ich auch bei der Familienpolitik. Mit dem Wechsel der Familienpolitik in die Wirtschaftsagenden wurde die Familienpolitik zur Fußnote degradiert. (Beifall bei der FPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.
Gerade in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit und wirtschaftlicher Stagnation wären demografische und familienpolitische Konzepte abseits eingeschlagener Scheuklappenpolitik in Richtung ausschließlicher Schaffung von Kinderbetreuungseinrichtungen absolut notwendig. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das Familienpaket im Rahmen einer Steuerreform mit einem Gesamtvolumen von 510 Millionen € ist zwar ein richtiger und wichtiger Ansatz, aber eben nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Bundesministerin für Inneres Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Minister! Herr Minister Stöger! Liebe Frau Staatssekretärin Marek! Hohes Haus! Werte Gäste! Die Garantie der Sicherheit und die Gewährleistung der Sicherheit in Österreich gehören zum Schwerpunkt-Programm in diesem Budget. Es ist für mich zufriedenstellend, dass wir sowohl im Personalbereich als auch im Sachbudget Aufstockungen bekommen haben. Ganz konkret können wir damit die Sicherheit für die Menschen in Österreich sukzessive verbessern. Österreich bleibt eines der sichersten Länder der Welt. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist ermöglicht worden, dass wir 1 000 Polizisten jährlich ausbilden. Das sind in fünf Jahren 5 000 Polizeischülerinnen und Polizeischüler, und bei einem natürlichen Abgang von durchschnittlich um die 800 bedeutet das immer noch ein Plus von 200 jährlich. Das heißt, am Ende dieser Legislaturperiode werden wir 1 000 Exekutivbeamtinnen und ‑beamte mehr haben, und das halte ich für gut. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Grundlage dieses Hohe Haus ja bereits abgesegnet hat; ich bedanke mich dafür. Mit Juli wird der Flexipool operativ in Einsatz gehen. Der Frauenministerin und der Familienstaatssekretärin möchte ich an dieser Stelle sagen, dieser Pool ist in seiner Priorität überwiegend dafür gedacht, die Karenzzeiten auszugleichen, damit jene Polizistinnen, die in Mütterkarenz gehen, oder jene Polizisten, die Väterkarenz in Anspruch nehmen, durch Zuteilungen aus dem Flexipool an ihren Dienststellen sofort ersetzt werden. Ich glaube, dass die Polizei dadurch familienfreundlicher geworden ist. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ebenfalls eine Hilfe ist das neue Haushaltsrecht, und ich bedauere, dass in den Debattenbeiträgen diesbezüglich noch nicht viel zu hören war. Das neue Haushaltsrecht, das allen Ressorts ein Globalbudget gibt, erlaubt erstmals, dass wir das Geld gezielt dorthin steuern, wo wir es brauchen, dass wir Prioritäten setzen, dass wir klare Zielvorgaben machen und dass wir Sparpotenziale auch effizient ausloten. Ich hoffe, dass wir dadurch auch die Motivation der Polizistinnen und Polizisten steigern können, damit die Polizistinnen und Polizisten effiziente Arbeit leisten können und somit das Sicherheitsgefühl der Österreicher ein positives bleibt. – Danke sehr. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Mag. Gaßner: Nach San Fernando!
Abgeordneter Josef Jury (BZÖ): Herr Präsident! Auf der Straße (Abg. Mag. Gaßner: Nach San Fernando!) – ich wollte schon sagen: durch die Wüste Gobi –, auf der Straße der rauen Wirtschaft frage ich mich heute nach dieser Debatte, ob Ihr 2008 eingeschlagener Weg jetzt nicht irgendwo an einer Weggabelung steht. (Abg. Dr. Jarolim: Wer sagt das?) Das frage ich die beiden Parteien SPÖ und ÖVP.
Abg. Dr. Jarolim: Wer sagt das?
Abgeordneter Josef Jury (BZÖ): Herr Präsident! Auf der Straße (Abg. Mag. Gaßner: Nach San Fernando!) – ich wollte schon sagen: durch die Wüste Gobi –, auf der Straße der rauen Wirtschaft frage ich mich heute nach dieser Debatte, ob Ihr 2008 eingeschlagener Weg jetzt nicht irgendwo an einer Weggabelung steht. (Abg. Dr. Jarolim: Wer sagt das?) Das frage ich die beiden Parteien SPÖ und ÖVP.
Abg. Mag. Gaßner: Nein! – Abg. Riepl: Reichensteuer!
Nach den ersten Schwierigkeiten, dieses Budget in doch gutes und ruhiges Fahrwasser zu bringen, hat sich die SPÖ bei der Lehrergewerkschaft der ÖVP eine wirklich blutige Nase geholt. Die Retourkutsche der SPÖ ist jetzt natürlich der Ruf nach einer Vermögenssteuer. (Abg. Mag. Gaßner: Nein! – Abg. Riepl: Reichensteuer!)
Beifall beim BZÖ.
Ich geißle heute nicht nur die SPÖ, sondern ich muss auch die ÖVP geißeln, weil die ÖVP in ihrer starren Haltung, null Strukturreformen zuzulassen, eine desaströse Politik betreibt, die die Republik, wenn das so weitergeht, budgetär an den Abgrund reißt. – Das einmal zu Ihrer Politik. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Wöginger: Wie schaut es da in deiner Gemeinde aus? – Abg. Dr. Cap: Und die Außerirdischen, was ist damit?
Gehen Sie endlich die Strukturreformen an, gehen Sie die Reformen in den Gebietskrankenkassen an! (Abg. Wöginger: Wie schaut es da in deiner Gemeinde aus? – Abg. Dr. Cap: Und die Außerirdischen, was ist damit?)
Beifall beim BZÖ.
Werden Sie endlich tätig, leiten Sie Strukturreformen ein, damit die Republik Österreich auch in den schwierigen Konjunkturzeiten wieder ein Licht am Horizont sieht! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Schopf: Wie viel steht’s denn? – Ruf: 0 : 1!
Abgeordnete Tanja Windbüchler-Souschill (Grüne): Herr Präsident! Sehr geschätzte Damen und Herren! Hohes Haus! Erlauben Sie mir, ein Wort zur parlamentarischen Zusammenarbeit und Arbeit zu sagen. Sie wissen, dass zurzeit in Wiener Neustadt das Fußballcup-Halbfinale zwischen der Austria und dem FC Wiener Neustadt stattfindet. (Abg. Schopf: Wie viel steht’s denn? – Ruf: 0 : 1!) Ich habe gerade gehört: 0 : 1. (Abg. Riepl: Für wen?) Für die Austria.
Abg. Riepl: Für wen?
Abgeordnete Tanja Windbüchler-Souschill (Grüne): Herr Präsident! Sehr geschätzte Damen und Herren! Hohes Haus! Erlauben Sie mir, ein Wort zur parlamentarischen Zusammenarbeit und Arbeit zu sagen. Sie wissen, dass zurzeit in Wiener Neustadt das Fußballcup-Halbfinale zwischen der Austria und dem FC Wiener Neustadt stattfindet. (Abg. Schopf: Wie viel steht’s denn? – Ruf: 0 : 1!) Ich habe gerade gehört: 0 : 1. (Abg. Riepl: Für wen?) Für die Austria.
Abg. Dr. Cap: Er ist hier!
Sie wissen, dass wir auch Abgeordnete aus Wiener Neustadt haben, SPÖ-Abgeordneten Wittmann etwa (Abg. Dr. Cap: Er ist hier!) und meine Person. Der Bezirk Wiener Neustadt ist vertreten etwa durch Abgeordneten Rädler, der jetzt gerade auch nicht da, aber sicher im Hause ist, auch durch Präsidenten Katzian. (Abg. Dr. Cap: Ist hier!) – Ja, alle da, nur ein Abgeordneter fehlt, der nicht Wiener Neustädter ist (Abg. Dr. Cap: Wer?) und der – wie es scheint – gesehen wurde auf der VIP-Tribüne von Frank Stronach (Abg. Dr. Cap: Ungeheuerlich!), und das ist jener Abgeordnete, der heute den Finanzminister hierher zur Sitzung zitiert hat – und das ist Ing. Peter Westenthaler. (Oh-Rufe bei SPÖ und ÖVP. – Weitere Rufe bei SPÖ und ÖVP: Wo ist er?) – Also, bitte, wo ist er? Wo ist euer Abgeordneter Westenthaler? – Erstens.
Abg. Dr. Cap: Ist hier!
Sie wissen, dass wir auch Abgeordnete aus Wiener Neustadt haben, SPÖ-Abgeordneten Wittmann etwa (Abg. Dr. Cap: Er ist hier!) und meine Person. Der Bezirk Wiener Neustadt ist vertreten etwa durch Abgeordneten Rädler, der jetzt gerade auch nicht da, aber sicher im Hause ist, auch durch Präsidenten Katzian. (Abg. Dr. Cap: Ist hier!) – Ja, alle da, nur ein Abgeordneter fehlt, der nicht Wiener Neustädter ist (Abg. Dr. Cap: Wer?) und der – wie es scheint – gesehen wurde auf der VIP-Tribüne von Frank Stronach (Abg. Dr. Cap: Ungeheuerlich!), und das ist jener Abgeordnete, der heute den Finanzminister hierher zur Sitzung zitiert hat – und das ist Ing. Peter Westenthaler. (Oh-Rufe bei SPÖ und ÖVP. – Weitere Rufe bei SPÖ und ÖVP: Wo ist er?) – Also, bitte, wo ist er? Wo ist euer Abgeordneter Westenthaler? – Erstens.
Abg. Dr. Cap: Wer?
Sie wissen, dass wir auch Abgeordnete aus Wiener Neustadt haben, SPÖ-Abgeordneten Wittmann etwa (Abg. Dr. Cap: Er ist hier!) und meine Person. Der Bezirk Wiener Neustadt ist vertreten etwa durch Abgeordneten Rädler, der jetzt gerade auch nicht da, aber sicher im Hause ist, auch durch Präsidenten Katzian. (Abg. Dr. Cap: Ist hier!) – Ja, alle da, nur ein Abgeordneter fehlt, der nicht Wiener Neustädter ist (Abg. Dr. Cap: Wer?) und der – wie es scheint – gesehen wurde auf der VIP-Tribüne von Frank Stronach (Abg. Dr. Cap: Ungeheuerlich!), und das ist jener Abgeordnete, der heute den Finanzminister hierher zur Sitzung zitiert hat – und das ist Ing. Peter Westenthaler. (Oh-Rufe bei SPÖ und ÖVP. – Weitere Rufe bei SPÖ und ÖVP: Wo ist er?) – Also, bitte, wo ist er? Wo ist euer Abgeordneter Westenthaler? – Erstens.
Abg. Dr. Cap: Ungeheuerlich!
Sie wissen, dass wir auch Abgeordnete aus Wiener Neustadt haben, SPÖ-Abgeordneten Wittmann etwa (Abg. Dr. Cap: Er ist hier!) und meine Person. Der Bezirk Wiener Neustadt ist vertreten etwa durch Abgeordneten Rädler, der jetzt gerade auch nicht da, aber sicher im Hause ist, auch durch Präsidenten Katzian. (Abg. Dr. Cap: Ist hier!) – Ja, alle da, nur ein Abgeordneter fehlt, der nicht Wiener Neustädter ist (Abg. Dr. Cap: Wer?) und der – wie es scheint – gesehen wurde auf der VIP-Tribüne von Frank Stronach (Abg. Dr. Cap: Ungeheuerlich!), und das ist jener Abgeordnete, der heute den Finanzminister hierher zur Sitzung zitiert hat – und das ist Ing. Peter Westenthaler. (Oh-Rufe bei SPÖ und ÖVP. – Weitere Rufe bei SPÖ und ÖVP: Wo ist er?) – Also, bitte, wo ist er? Wo ist euer Abgeordneter Westenthaler? – Erstens.
Oh-Rufe bei SPÖ und ÖVP. – Weitere Rufe bei SPÖ und ÖVP: Wo ist er?
Sie wissen, dass wir auch Abgeordnete aus Wiener Neustadt haben, SPÖ-Abgeordneten Wittmann etwa (Abg. Dr. Cap: Er ist hier!) und meine Person. Der Bezirk Wiener Neustadt ist vertreten etwa durch Abgeordneten Rädler, der jetzt gerade auch nicht da, aber sicher im Hause ist, auch durch Präsidenten Katzian. (Abg. Dr. Cap: Ist hier!) – Ja, alle da, nur ein Abgeordneter fehlt, der nicht Wiener Neustädter ist (Abg. Dr. Cap: Wer?) und der – wie es scheint – gesehen wurde auf der VIP-Tribüne von Frank Stronach (Abg. Dr. Cap: Ungeheuerlich!), und das ist jener Abgeordnete, der heute den Finanzminister hierher zur Sitzung zitiert hat – und das ist Ing. Peter Westenthaler. (Oh-Rufe bei SPÖ und ÖVP. – Weitere Rufe bei SPÖ und ÖVP: Wo ist er?) – Also, bitte, wo ist er? Wo ist euer Abgeordneter Westenthaler? – Erstens.
Beifall und Zwischenrufe bei den Grünen und bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Zweitens: Ist das die Arbeitsmoral der Opposition, des BZÖ? – Das kann doch wohl nicht wahr sein. (Beifall und Zwischenrufe bei den Grünen und bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Abg. Mag. Gaßner: Sie stellen jetzt aber keinen Antrag?!
Jetzt zurück zur Generaldebatte. (Abg. Mag. Gaßner: Sie stellen jetzt aber keinen Antrag?!) – Ich werde jetzt keinen Antrag stellen, denn so lange möchte ich nicht warten, muss ich gestehen. (Abg. Dr. Cap: Kann man nicht den Antrag stellen, dass er dort bleibt?)
Abg. Dr. Cap: Kann man nicht den Antrag stellen, dass er dort bleibt?
Jetzt zurück zur Generaldebatte. (Abg. Mag. Gaßner: Sie stellen jetzt aber keinen Antrag?!) – Ich werde jetzt keinen Antrag stellen, denn so lange möchte ich nicht warten, muss ich gestehen. (Abg. Dr. Cap: Kann man nicht den Antrag stellen, dass er dort bleibt?)
Abg. Riepl: Ist der Westenthaler mit dem Auto gefahren? – Abg. Dr. Cap: Steht er in der VIP-Zone?
Zurück zur Generaldebatte! Die soziale Sicherheit war heute schon oft Thema, wenngleich auch die Frau „Sicherheitsministerin“ jetzt gerade nicht anwesend ist. Arbeitslosigkeit tut der Gesellschaft nicht gut, Jugendarbeitslosigkeit schon gar nicht, und deshalb hat auch das Sozialministerium an Zahlen das meiste Geld bekommen, um gegen die Jugendarbeitslosigkeit vorzugehen. (Abg. Riepl: Ist der Westenthaler mit dem Auto gefahren? – Abg. Dr. Cap: Steht er in der VIP-Zone?) – Ich bin froh, dass ich Sie erheitern konnte.
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Im Kapitel Jugend ist ansonsten nicht viel zu sehen. Es gibt kaum Erhöhungen. Die Barrierefreiheit für die Jugendorganisationen darf keine Goodwill-Bestimmung sein, sondern muss umgesetzt werden. Das Ministerium muss das auch finanzieren. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Heiterkeit und Beifall bei SPÖ, ÖVP, FPÖ und Grünen.
Abgeordneter Mag. Johann Maier (SPÖ): Herr Präsident! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich bedanke mich bei meiner Vorrednerin für diese Aufklärung, die Kollegen Westenthaler betrifft, der zurzeit wahrscheinlich in irgendeiner VIP-Lounge sitzt. Es geht daher um zwei Fragen, die wir klären sollten beziehungsweise die das Geschäftsordnungskomitee entscheiden sollte: Treten wir dafür ein, dass auch Abgeordnete herbeigeschafft werden können, oder treten wir dafür ein, dass Westenthaler auf dem Fußballplatz bleiben und nicht mehr im Parlament erscheinen soll? (Heiterkeit und Beifall bei SPÖ, ÖVP, FPÖ und Grünen.) Das, glaube ich, könnte eine interessante Diskussion im Geschäftsordnungskomitee werden.
Beifall bei der SPÖ.
Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Das neue Haushaltsrecht gibt den zuständigen Bundesministern die Möglichkeit, Maßnahmen zu setzen, und sie sind aufgefordert, auch die richtigen Maßnahmen zu setzen. – Unsere Unterstützung werden sie haben! (Beifall bei der SPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Mag. Bernd Schönegger (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren von der Regierung! Hohes Haus! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Kollege Ing. Westenthaler ist nicht anwesend, umso mehr freut es mich, dass ich andere Gäste begrüßen kann, nämlich eine Delegation aus Albanien. Es sind albanische Bürgermeister hier – ich darf sie auf Albanisch recht herzlich begrüßen: Mirëmbrëma! (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Ing. Hofer: Das wissen wir nicht! – Heiterkeit bei der FPÖ.
Was möchte ich Ihnen damit sagen? (Abg. Ing. Hofer: Das wissen wir nicht! – Heiterkeit bei der FPÖ.) – Nehmen wir diese Krise auch zum Anlass, notwendige politische Schwerpunktsetzungen vorzunehmen. Die Krise als Türöffner, um frische Luft in das Haus Österreich zu bringen! (Abg. Mag. Gaßner: Nein, danke! – Abg. Kickl: ÖVP-Krise wäre noch etwas Interessantes!)
Abg. Mag. Gaßner: Nein, danke! – Abg. Kickl: ÖVP-Krise wäre noch etwas Interessantes!
Was möchte ich Ihnen damit sagen? (Abg. Ing. Hofer: Das wissen wir nicht! – Heiterkeit bei der FPÖ.) – Nehmen wir diese Krise auch zum Anlass, notwendige politische Schwerpunktsetzungen vorzunehmen. Die Krise als Türöffner, um frische Luft in das Haus Österreich zu bringen! (Abg. Mag. Gaßner: Nein, danke! – Abg. Kickl: ÖVP-Krise wäre noch etwas Interessantes!)
Abg. Ing. Hofer: Hätten Sie geschwiegen, wären Sie ein Philosoph geblieben!
Nehmen wir diese Krise auch wahr, um mit diesem Budget den notwendigen Gestaltungswillen an den Tag zu bringen. – Diese Regierung macht das. (Abg. Ing. Hofer: Hätten Sie geschwiegen, wären Sie ein Philosoph geblieben!) 2009 und 2010 investieren wir mehr Geld als je zuvor in den Arbeitsmarkt und in die Beschäftigung. Das ist
Beifall bei der ÖVP.
Gerade als steirischer Abgeordneter möchte ich dieser Regierung großen Dank aussprechen. Ich möchte mich dafür bedanken, dass die Regierung nicht den Voves’schen Krisenkapriolen auf den Leim gegangen ist und sie auch augenscheinlich als solche, nämlich als Kapriolen, behandelt hat. Sie haben den derzeit amtierenden steirischen Landeshauptmann mit seiner Mittelstandsattacke, mit seiner Mittelstandssteuer links liegen gelassen, dafür bedanke ich mich an dieser Stelle herzlich. (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei der SPÖ: Bundesgeschäftsführer! – Ruf bei der FPÖ: Reserve-Bundesgeschäftsführer!
Abgeordneter Dr. Andreas Karlsböck (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Ministerbank! Hohes Haus! Die Verteilungs- und Gerechtigkeitsdebatte ist unser Lebenselixier, lese ich da in einer Zeitung. Gesagt hat das Herr Abgeordneter Kräuter, der Generalsekretär der SPÖ. (Ruf bei der SPÖ: Bundesgeschäftsführer! – Ruf bei der FPÖ: Reserve-Bundesgeschäftsführer!) – Bundesgeschäftsführer. Er sagt auch, es sei eine Art Adrenalin für seine Partei, und er möchte eine Arbeitsgruppe für die Perspektive Verteilungsgerechtigkeit einrichten.
Beifall bei der FPÖ.
Herr Minister, ich kann nur an Sie appellieren, dass Sie in irgendeiner Form eine Lösung finden, und ich kann mich der Arbeitsgruppe, die eingerichtet wird und die wahrscheinlich sehr aufwendig tagen wird, als Experte anbieten. Sie können mich gerne einladen. Wir haben ein fertiges Konzept – Sie können sich diese Arbeit sparen –, wir legen es Ihnen gerne auf den Tisch. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Johann Maier – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dolinschek –: Sigi, wie steht das Match?
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als Nächster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Dolinschek. Eingestellte Redezeit: 3 Minuten. – Bitte. (Abg. Mag. Johann Maier – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dolinschek –: Sigi, wie steht das Match?)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Sigisbert Dolinschek (BZÖ): Herr Präsident! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Geschätzter Jacky Maier, mich interessiert der Zwischenstand jedes Spieles. Ich bin sportinteressiert so wie du. Ich bin davon überzeugt, dass Westenthaler auch ein Sportinteressierter ist, aber wenn ich so in die Reihen blicke, dann denke ich, dass momentan wahrscheinlich mehrere Abgeordnete mit diversen Hobbys beschäftigt sind, aber bisher noch nicht in den Medien gesichtet worden sind. (Beifall beim BZÖ.)
Ironische Heiterkeit und demonstrativer Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und SPÖ.
Okay: Bei mir hat sich Kollege Westenthaler nicht entschuldigt. Es wird eine Aussprache darüber geben. – Alle zufrieden? (Ironische Heiterkeit und demonstrativer Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wenn Herr Abgeordneter Maier, der ja ein ausgesprochener Verbraucherschützer ist, heute den Bereich Verbraucherschutz über den grünen Klee lobt, dann muss ich Folgendes sagen: Herr Kollege Maier, du hast dir das nicht angesehen. Die Mittel sind für die nächsten beiden Jahre von 3,5 Millionen € auf 3 Millionen € gekürzt worden, und dass in einer Finanzkrise die Mittel für Schuldnerberatung ebenfalls gekürzt werden, von 90 000 € auf 70 000 €, ist für mich unvorstellbar. Das müsste ja eigentlich ausgebaut werden! – Aber das ist dir bisher nicht aufgefallen. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Es wird dort niemand verstehen, dass so etwas bei einer Berufsgruppe möglich ist, wo die Arbeitsplätze sicher sind, wo man Zulagen gewährt, die in der Privatwirtschaft schon längst nicht mehr gewährt werden, wo es ein Dienstrecht gibt, von dem die Beschäftigten in der Privatwirtschaft nur träumen, wo es Kinderbetreuung gibt – bei den anderen ja nicht –, wo es Löhne und Gehälter gibt, von denen in der Privatwirtschaft nur geträumt werden kann. Da hört sich die Solidarität auf. Und ich sage Ihnen, Sie werden eine Austrittswelle bei der Gewerkschaft haben, wenn Sie weiter so fuhrwerken. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Grosz: Pfui!
Wenn man jetzt Managern im halbstaatlichen Bereich auch noch Bonifikationen von 4 Millionen € zahlt, auch wenn sie Verluste einfahren – wie bei den ÖBB mit 900 Millionen € –, dann steigt jedem der Hut auf. So geht das jedenfalls nicht! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Grosz: Pfui!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Grosz: Nadelstreif-Sozialisten!
Die Leute von Post und Telekom – die enorme Gewinne erwirtschaften – schickt man, weil die Manager für die Leute nichts übrig haben, in Karrierecenter. In diesen halbstaatlichen Bereichen müssen Sie zuerst das Dienstrecht ändern, Sie müssen eine Verwaltungsreform durchführen, dann werden die Leute zufrieden sein. Sie haben jedenfalls jede Chance vertan! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Grosz: Nadelstreif-Sozialisten!)
Beifall beim BZÖ.
Aufgrund dieser Finanz- und Wirtschaftskrise war jetzt die einmalige Chance, wirklich eine Verwaltungsreform durchzuführen. Schreiben Sie sich das hinter die Ohren! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Das heißt, das ist eine Reduktion auf ein Neuntel des Budgets durch die Integrationsministerin, der ja die Integration so sehr am Herzen liegt. Aber Hauptsache, es wird ein Fonds für Rückkehrprojekte von 4 Millionen € geschaffen. Das ist neu. Das zeigt auch, wo die Prioritäten der Frau Integrationsministerin liegen, wie viel ihr Integration wirklich wert ist, nämlich auch ausgedrückt in Budgetmitteln. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn man sich im Budget anschaut, was dieser Nationale Aktionsplan der Regierung wert ist, stellt man fest: Konkrete Integrationsmaßnahmen und dieser sogenannte Nationale Aktionsplan sind der Bundesregierung genau null Euro wert. – So schaut die Integrationspolitik dieser Bundesregierung und der Integrationsministerin aus! Wir können nur sagen, wir dürfen uns nicht wundern, wenn bald auch bei uns in Österreich sogenannte französische Verhältnisse vorherrschen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Grosz: Ja, stürzt!
Und es ist gut so, dass sich der Staat in Schulden stürzt. (Abg. Grosz: Ja, stürzt!) Warum? – Unser Herr Bundeskanzler hat heute Vormittag sehr genau erklärt, dass in der verheerender Wirtschaftssituation, in der wir uns jetzt befinden – Weltwirtschaftssituation, aber natürlich auch in der Situation bei uns in Österreich –, dass in solch einer Krise finanziell interveniert werden muss. (Abg. Grosz: Aber nicht in Schulden „stürzen“!)
Abg. Grosz: Aber nicht in Schulden „stürzen“!
Und es ist gut so, dass sich der Staat in Schulden stürzt. (Abg. Grosz: Ja, stürzt!) Warum? – Unser Herr Bundeskanzler hat heute Vormittag sehr genau erklärt, dass in der verheerender Wirtschaftssituation, in der wir uns jetzt befinden – Weltwirtschaftssituation, aber natürlich auch in der Situation bei uns in Österreich –, dass in solch einer Krise finanziell interveniert werden muss. (Abg. Grosz: Aber nicht in Schulden „stürzen“!)
Abg. Grosz: „Schulden“! „Stürzen“!
Das ist oberstes Gebot, um den Menschen Sicherheit zu geben und für die Betriebe einigermaßen Rahmenbedingungen und Erleichterungen zu schaffen, damit die Beschäftigung nur irgendwie gehalten werden kann. (Abg. Grosz: „Schulden“! „Stürzen“!)
Abg. Grosz: Was sagt der Herr Androsch?
Mit diesem Doppelbudget 2009/2010 wird in dieser Finanzkrise, in dieser Krise, die eigentlich in der Finanzwelt ihren Ausgang genommen hat, die sich dann aber sehr rasch auch bei uns als reale Wirtschaftskrise manifestiert hat, seitens der Regierung gegengesteuert, und zwar so gegengesteuert, dass sich das Ganze nicht auch noch zu einer sozialen Krise auswächst. (Abg. Grosz: Was sagt der Herr Androsch?)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Franz.
Genau das ist der Punkt, wo die Regierung ansetzt und interveniert: in den Bereichen Arbeitsmarktpolitik, arbeitsplatzerhaltende Maßnahmen, Kurzarbeit, soziale Sicherheit, Infrastruktur und Bildung. Ich möchte es so sagen: Die Regierung nimmt nicht Geld in die Hand, um die Staatsschulden zu bekämpfen, sondern sie nimmt Geld in die Hand, um die Krise zu bekämpfen, und das, denke ich, ist für die Menschen in unserem Land ganz wichtig. Das haben sich die Menschen auch verdient. Und den Unternehmen sollte auch geholfen werden, diesen Silberstreif sozusagen zu erklimmen, wodurch die Arbeitsplätze weiterhin oder besser gesichert werden können. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Franz.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Er hat uns auch aufgefordert, die eröffneten Chancen wahrzunehmen und die Zukunft aktiv mitzugestalten. Packen wir es also gemeinsam an und vertrauen wir darauf, dass wir so die Krise meistern. Finanzminister Pröll hat mit dem Budget die Weichen richtig gestellt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Frau Innenministerin hat mir in der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage vom Februar mitgeteilt, dass bis zum Jahr 2013, also innerhalb der nächsten fünf Jahre, die sie auch angesprochen hat, 2 226 Exekutivbeamte in Pension gehen. Das ergibt also einen Nettogewinn an Personal in den kommenden fünf Jahren von insgesamt nur 274 Beamten. Ich verstehe wirklich nicht, wie die Frau Minister auf diese eigenartigen Zahlenspielereien kommt, aber ich habe schon gestern angemerkt, dass es mit den Berechnungen im Innenministerium eine Diskrepanz gibt, die außer der Innenministerin offenbar keiner verstehen kann. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Eine abschließende Frage, die ich noch an die Frau Ministerin habe: Wäre es nicht, wenn sich jetzt die Lehrer mit dem erfolgreichen Verhandlungsergebnis durchgesetzt haben, für die BIG in den kommenden zwei Jahren keine Miete zu zahlen, ein günstiger Ansatz auch für den öffentlichen Bereich, für den öffentlichen Dienst, denn dann könnte man da ganz neue finanzielle Maßnahmen setzen und Mittel erschließen, wenngleich wahrscheinlich in zwei Jahren die Rechnung für den Staat katastrophal sein wird. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Oberhauser: Ja, der auf der Tribüne sitzt!
Abgeordneter Kurt List (BZÖ): Herr Präsident! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Geschätzte Damen und Herren im Hohen Haus! Wissen Sie eigentlich, wer der Obmann des Sportausschusses ist? (Abg. Dr. Oberhauser: Ja, der auf der Tribüne sitzt!) Ah, das ist der, der auf der Tribüne sitzt! Danke, Frau Kollegin. Genau das wollte ich hören. Peter Westenthaler ist nämlich Obmann des Sportausschusses, und das dürfte der grünen Kollegin Tanja Windbüchler-Souschill völlig entgangen sein. Vielleicht hat er vergessen, sie mitzunehmen und ihr eine VIP-Karte zu besorgen. Peter Westenthaler arbeitet nämlich im Interesse des Sportausschusses, denn alle, die im Sportausschuss arbeiten (Beifall beim BZÖ) – Moment, hören Sie zu! –, alle, die im Sportausschuss mitarbeiten, wissen, dass derzeit das Bundessportförderungsgesetz neu verhandelt wird. Es wird über Richtlinien diskutiert, die überarbeitet werden müssen. Es wird über Vergaberichtlinien diskutiert, auch im Bereich des Fußballs, und es ist nichts besser, als dort, wo jetzt Veranstaltungen sind oder solche Cup-Halbfinalspiele stattfinden, den einen oder anderen Spitzenfunktionär zu treffen und dieser dort auch seine Ideen zum neuen Sportförderungsgesetz einfließen lässt.
Beifall beim BZÖ
Abgeordneter Kurt List (BZÖ): Herr Präsident! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Geschätzte Damen und Herren im Hohen Haus! Wissen Sie eigentlich, wer der Obmann des Sportausschusses ist? (Abg. Dr. Oberhauser: Ja, der auf der Tribüne sitzt!) Ah, das ist der, der auf der Tribüne sitzt! Danke, Frau Kollegin. Genau das wollte ich hören. Peter Westenthaler ist nämlich Obmann des Sportausschusses, und das dürfte der grünen Kollegin Tanja Windbüchler-Souschill völlig entgangen sein. Vielleicht hat er vergessen, sie mitzunehmen und ihr eine VIP-Karte zu besorgen. Peter Westenthaler arbeitet nämlich im Interesse des Sportausschusses, denn alle, die im Sportausschuss arbeiten (Beifall beim BZÖ) – Moment, hören Sie zu! –, alle, die im Sportausschuss mitarbeiten, wissen, dass derzeit das Bundessportförderungsgesetz neu verhandelt wird. Es wird über Richtlinien diskutiert, die überarbeitet werden müssen. Es wird über Vergaberichtlinien diskutiert, auch im Bereich des Fußballs, und es ist nichts besser, als dort, wo jetzt Veranstaltungen sind oder solche Cup-Halbfinalspiele stattfinden, den einen oder anderen Spitzenfunktionär zu treffen und dieser dort auch seine Ideen zum neuen Sportförderungsgesetz einfließen lässt.
Beifall beim BZÖ.
Geschätzte Damen und Herren! Im Vergleich zu anderen Mitgliedern der Bundesregierung, die nur halbherzig hier in der Regierung arbeiten und manchmal anwesend sind, arbeitet Peter Westenthaler doppelt. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abschließend noch etwas, weil sich vielleicht einige von Ihnen wünschen würden, dass er nicht mehr in diesem Haus ist: Peter Westenthaler wird diesem Hohen Haus noch sehr, sehr lange angehören und Ihnen sehr, sehr lästig sein. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ
Sie alle können sich noch erinnern an die Heeres-Reformkommission, die gegründet wurde, um Vorschläge zu erarbeiten, und zwar unter der Vorsitzführung des auch von uns sehr, sehr geschätzten Altbürgermeisters Dr. Zilk, der dort hervorragende Arbeit geleistet hat. In deren Arbeitspapier steht eindeutig drinnen, dass das Budget für das Bundesheer 1 Prozent des BIP betragen muss. Das wären die Voraussetzungen gewesen, die Sie in den letzten sieben Jahren hätten verwirklichen können (Beifall beim BZÖ), nämlich 1 Prozent des BIP. Dann hätten wir insgesamt 4,5 Milliarden, also eineinhalb Jahresbudgets, dem Landesverteidigungsressort zur Verfügung gestellt und befänden uns heute nicht in dieser Krise. Die Einsatzbereitschaft des Bundesheeres ist derzeit nämlich massivst gefährdet.
Abg. Grosz: Pendl! Klubobmann Pendl!
Wir werden in den nächsten Tagen in den Budgetverhandlungen in den Ausschüssen aufzeigen, dass es da riesige Probleme gibt. Vorher hat es der Generalstabschef versucht und davor noch der eine oder andere Militärkommandant, hier das eine oder andere zu sagen und die Problematik, die im Bundesheer besteht, darzustellen. Diese wurden alle zum Rapport bestellt und mehr oder minder auch im Nationalen Sicherheitsrat auch von dir, Herr Klubobmann Cap (Abg. Grosz: Pendl! Klubobmann Pendl!), unter das Primat der Politik gestellt. Sie wurden wirklich, kann man sagen, richtig in die Verantwortung genommen.
Ruf bei der SPÖ: Der sitzt schon beim Buffet! – Heiterkeit.
Heute ist er hier ohnehin nicht zu sehen. Er hat versucht, die eine oder andere Wortspende zu geben, aber er hat sich nicht richtig getraut. Inzwischen ist er wahrscheinlich auch auf dem Weg nach Wiener Neustadt, um dort das Halbfinal-Cup-Spiel zu besuchen. (Ruf bei der SPÖ: Der sitzt schon beim Buffet! – Heiterkeit.)
Beifall beim BZÖ.
Geschätzte Damen und Herren, eine Sache noch abschließend: Wir vom BZÖ werden auf keinen Fall zulassen, dass hier Ähnliches passiert, wie es bei der Lehrergewerkschaft der Fall war, oder dass der neue große, mächtige Mann in Österreich, GÖD-Chef Neugebauer, hier das Sagen hat. Wir vom Bündnis Zukunft Österreich sind nämlich die Einzigen, die sich für die Einsatzbereitschaft des Bundesheeres einsetzen. Dafür zu streiken, das wäre sinnvoll. Es ist viel sinnvoller, in Zeiten der Wirtschaftskrise für mehr Schutz und Hilfe für unsere Bevölkerung zu sorgen. (Beifall beim BZÖ.)
Heiterkeit.
Ich weiß nicht, wo Sie gestern waren. Waren Sie beim ersten Halbfinalspiel? (Heiterkeit.) Denn gestern ist eines passiert: Das Bundessportförderungsgesetz wurde ges-
Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
tern hier in diesem Haus einstimmig beschlossen. (Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Neuerliche Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.
Im Übrigen hoffen wir, dass heute Abend bei diesem zweiten Halbfinalspiel kein Polizist verletzt wird. (Neuerliche Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Dr. Wolfgang Zinggl (Grüne): Herr Präsident! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Meine Damen und Herren! Die Argumentation des Kollegen List ist schon ein bisschen eigenartig. Wenn da jeder Bereichssprecher immer weg wäre, wenn irgendwas zu tun ist, dann wäre das für den Parlamentarismus nicht gut. Ich als Kultursprecher zum Beispiel wäre ganz gern im Burgtheater drüben oder in Linz, in der Kulturhauptstadt. Es gibt genug zu tun auf diesem Sektor. Das geht so nicht! Da müssen wir schon irgendwie auch noch die parlamentarischen Aufgaben, nebenbei zumindest, wahrnehmen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn ich diese absolute Flaute in der Kulturpolitik, nämlich die Flaute sowohl was die Vorhaben betrifft als auch was die Budgetierung anlangt, betrachte, muss ich sagen: Die Politik einer sozialdemokratischen Ministerin hätte ich mir anders vorgestellt. Das ist traurig. Mehr fällt mir dazu nicht ein. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Gab es in der Fraktion Freibier? Der Abgeordnete Eder ist auch dort! Es gibt einen sozialdemokratischen Abgeordneten, der ist auch beim Fußballspiel!
Abgeordneter Stefan Prähauser (SPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Geschätzte Damen und Herren! Der Kollege List hat heute etwas vollbracht: So charmant und unschuldig hat noch nie jemand einen Kollegen entschuldigt, der bei einem Vergehen ertappt wurde! – Das hat mich ein bisschen an die Handlungsweise meines sechsjährigen Enkels erinnert, wenn er mir erklärt hat, dass er nicht in den Kindergarten gehen kann. Auf diesem Niveau war das, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Gab es in der Fraktion Freibier? Der Abgeordnete Eder ist auch dort! Es gibt einen sozialdemokratischen Abgeordneten, der ist auch beim Fußballspiel!)
Beifall bei der SPÖ.
Allein der Vertrag betreffend Eurofighter hat dazu geführt, dass eine Verzinsung zwischen EADS und Bank ausgemacht wird – und der Minister sah zu! –, die uns jährlich ein Minus von 35 Prozent wegen schlechter Zinsen beschert hat; 18 Halbjahresraten, also neun Jahre. Da müssen Sie aufschreien! Das ist Ihr engster Freund, der hier Österreich zum Nachteil verwaltet hat. Ich bin froh, dass er nicht dabei ist, auch wenn er sich bei Gott bedankt, dass er für Österreich viel tun konnte. Ich bedanke mich dafür, dass er nicht mehr die Chance hat, hier finanziell mitzugestalten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Daher, sehr geehrte Frau Staatssekretärin: Nehmen Sie den Herrn Wirtschaftsminister, fahren Sie mit ihm nach Brüssel und schauen Sie, dass BASEL II, zumindest einmal für zwei Jahre, ausgesetzt wird, so wie es auch Wirtschaftskammerpräsident Leitl seit einem Monat fordert! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Diese Maßnahme würde der österreichischen Wirtschaft wirklich helfen. Aber bei den Maßnahmen im Budget, da sehe ich schwarz. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Dieses Budget ist vergleichbar mit dem baulichen Zustand dieses Hauses: außen relativ hui, innen pfui! Hinschauen und verzögern bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag, bis die Katastrophe eintritt und das Kartenhaus zusammenfällt. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Schopf.
Die Auftragsbücher, meine sehr geehrten Damen und Herren, sind im Bau- und Baunebengewerbe derzeit noch relativ gut gefüllt. Der Konjunkturmotor beginnt aber demnächst schon hörbar zu stottern, wie ich aus diversen Gesprächen mit Insidern herausgefunden habe. (Zwischenruf des Abg. Schopf.) – Danke! Sehr gut, Herr Kollege von der roten Reichshälfte. Er denkt wenigstens mit, er ist nicht auf dem Sportplatz, er ist da. Sehr gut.
Beifall beim BZÖ.
Neue Investitionen für die Zukunft, nicht nur konsequentes Schuldenmachen, das geht nur mit den Bürgern und mit den Anrainern. Auf deren Sorgen und Wünsche einzugehen ist die Politik gefordert, sie muss den Menschen zuhören, meine sehr geehrten Damen und Herren, auch zu dieser schon relativ späten Stunde. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Grosz: Habt ihr Freibier im SPÖ-Klub?
Herr Kollege Spadiut, ich muss dir sagen: Tierschutzminister Stöger hat da ausgezeichnet verhandelt, denn es gibt sogar moderate Steigerungen beim Tierschutz. (Abg. Grosz: Habt ihr Freibier im SPÖ-Klub?) In den nächsten beiden Jahren werden wir 26 Millionen € für den Tierschutz ausgeben. Mit dem Geld müssen wir Verpflichtungen erfüllen, die uns zum Beispiel der § 2 Bundestierschutzgesetz vorgibt. Im Bereich Allgemeiner Tierschutz sind das zum Beispiel mehr als 2,5 Millionen € für die Förderung tierfreundlicher Haltungssysteme, für die wissenschaftliche Tierschutzforschung oder bereits laufende Projekte wie die Labestation Trasenhofen oder „Tierschutz macht Schule“. Bezahlt wird damit aber auch die Verbesserung der Kontrolle von Tiertransporten.
Beifall bei der SPÖ.
Ich kann nur sagen: Unserem Tierschutzminister ist mit dem Budget 2009/10 ein ganz, ganz gutes Paket für die Tiere gelungen. Das ist ein echtes Schutzschild für unsere Tiere, und ich kann unserem Minister hiefür nur danken. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Dieses Budget ist ein Budget für eine schwierige Zeit; wir alle haben uns eine bessere Ausgangsposition gewünscht. Ich bin auch überzeugt davon, dass mit diesem Budget die richtigen Zeichen zur Bekämpfung der Krise gesetzt wurden. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Trotzdem, liebe Kolleginnen und Kollegen: Wir haben ja in den vergangenen Wochen auch aus Medienberichten einiges über das Bundesheer gehört und darüber, welche Zustände dort herrschen: Von schlechten Kasernen, Ausbildungsnotstand, ja sogar von einer Abschaffung des Bundesheeres wurde gesprochen. Seit gestern wissen wir, dass es dort aber noch schlimmer werden wird, denn es ist ja nicht so, Kollege Prähauser und Kollegin Franz, dass es mehr Geld für das Bundesheer geben würde. Nein, es gibt weniger, und zwar um 60 Millionen € weniger für das Jahr 2009, als im Jahr 2008 ausgegeben wurde – und es gibt um 1 000 Planstellen weniger. So sieht die Realität bei diesem Budget aus, meine Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Minister, als Personalvertreter und Abgeordneter sage ich Ihnen: Ein Ausgehungerter – wie eben das Bundesheer – hat keinen Speck mehr auf den Rippen; daher gibt es da wenig wegzunehmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren von SPÖ und ÖVP, mit Ihrer Ankündigungspolitik werden keine neuen Lehrstellen in Österreich geschaffen werden können. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Stefan Markowitz (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Bundesregierung! Hohes Haus! Das vorliegende Budget ist nur für alte Männer der Republik Österreich gedacht: Die Gewinner sind Dichand, Konrad und die Riege der alten Sesselkleber in den bankrotten Banken. – Verlierer hingegen sind die Jungen, die sich, gut ausgebildet, einen Arbeitsplatz erhoffen, jedoch keine Arbeit finden. Das sind die jungen Menschen, die noch gelacht haben, als Alt-Politiker von SPÖ und ÖVP ein gut gemeintes „Yes, we can!“ gesagt haben und dabei den Charme von Barack Obama versprühen wollten. Nur: Das Lachen ist den Jugendlichen angesichts dieses Budgets vergangen! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich kann nur wiederholen: Die Gewinner dieses Budgets sind nicht die Jugendlichen in Österreich, sondern die alten Herren, die Sesselkleber und die Multifunktionäre. Und da kann ich nur resignierend sagen: Wohl bekomm’s den Herren Kommerzialräten und sonstigen Nutznießern! – Aber leider auf Kosten der Jugend, die angesichts dieses Budgets orientierungslos in eine ungewisse Zukunft blickt. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
damit versorgen können – auch in Zukunft sichergestellt ist; und nicht nur das, sondern dass wir auch einige neue Frauenberatungsstellen eröffnen können, damit Frauen, egal wo sie leben in Österreich, egal in welchem Bundesland sie leben, sehr schnell auch zu Beratung kommen können, wenn sie diese brauchen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Darum geht es. Das haben wir uns selbst verordnet – darüber bin ich sehr froh –, das ist in der Verfassung festgeschrieben. Jetzt gibt es Pilotprojekte in jedem Ressort, wo wir uns anschauen wollen, wie sie wirken – wir üben vorher, das ist klar; das ist nicht eine Sache, die von heute auf morgen funktioniert –, und ab 2013 soll das Wirklichkeit werden. Und es wird sich auswirken auf Beschäftigungssituationen von Männern und Frauen und auf andere Bereiche, die sehr wichtig sind, um Gleichstellung von Frauen erreichen zu können. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordnete Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ): Herr Präsident! Frau Ministerin! Herr Staatssekretär! Frau Staatssekretärin! Kolleginnen und Kollegen im Hohen Haus! Seit Stunden hören wir hier bei dieser Budgetdebatte, dass die Opposition auf der einen Seite für jeden Bereich mehr Geld fordert, und auf der anderen Seite wird uns immer vorgehalten, es wird zu viel an Schulden gemacht, wir dürfen keine neuen Schulden machen. Ich frage mich nur die ganze Zeit: Wie soll sich denn das alles ausgehen? Welche Vorschläge hat denn eigentlich die Opposition für ein ordentliches Budget, nämlich für ein Budget, mit dem in diesen schwierigen Zeiten die Verantwortung wahrgenommen wird, das Budget auch ordentlich auszutarieren, sodass wirklich die Menschen davon profitieren? – Ich habe heute vonseiten der Opposition nicht viel dazu gehört. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
sem Land erhalten bleibt. Der soziale Friede muss meiner Meinung nach aufrechterhalten werden. Das ist verantwortungsvolle Politik, und dafür steht diese Bundesregierung! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich weiß natürlich, es der Opposition recht zu machen, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Aber darum geht es in dieser wichtigen Frage auch nicht, sondern es geht darum, den Menschen in diesem Land Perspektiven für die nächsten Jahre zu geben. Und daher mein Dank an alle, die in den letzten Wochen und Monaten mitgeholfen haben, dieses Paket zu schnüren, beginnend beim Finanzminister und seinen Mitarbeitern im Ministerium, aber mein Dank richtet sich natürlich auch an die einzelnen Fachminister und ihre Mitarbeiter. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne freue ich mich auf die Detailverhandlungen in den nächsten Wochen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
sen ganz genau, dass es nicht einfach ist, in Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise ein Budget zu machen. Und dass gespart werden muss, das gestehen wir natürlich den beiden Regierungsparteien auch zu. Nur stellt sich immer die Frage: Wo wird gespart, wie wird gespart, und wo setzt man die Wertigkeiten an?, zumal man ja schon genau weiß, es wird in den nächsten Jahren weniger Steuereinnahmen geben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Aber, wie gesagt, dass gespart werden muss, das gestehen wir schon zu – aber nicht bei der Sicherheit und nicht beim Personal. Man muss auch sehen: Der Bundesdienst ist Dienstleister, und der Steuerzahler hat es sich verdient, dass die Dienstleistungen weiterhin im Sinne der Staatsbürger erbracht werden. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Na, Gute Nacht! Da werden vor allem die ÖVP-Beamten jetzt wissen, wie sie dran sind. (Beifall beim BZÖ.) 2 800 Stellen muss man einsparen, damit mehr Effizienz in die Bundesverwaltung kommt?! – Das ist ja wirklich hanebüchen. Das, was der öffentliche Dienst braucht, ist eine Verschlankung der Verwaltung! Die gehen ja förmlich unter! Ständig wird von ihnen im Bürokratiebereich mehr abverlangt – und dann sagt man, der Apparat ist zu teuer. Dabei hat ja die antretende Bundesregierung in ihrem Programm angekündigt, sie will die Beamtenzahl auf 130 000 senken – was mit diesem Budget so noch nicht passieren wird.
Beifall beim BZÖ.
Wir brauchen eine Reform im öffentlichen Dienst! Man denke nur daran, dass Beamte durch einen Hoheitsakt ernannt werden und dass es daneben die Vertragsbediensteten gibt, die eigentlich einen privatrechtlichen Dienstvertrag haben. Wir brauchen da eine Vereinheitlichung, und wir brauchen vor allem einen Anreiz für die Leistungswilligen im öffentlichen Dienst, die es dort sehr wohl gibt. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Die Regierung hat da eine Kapitulationserklärung abgegeben. Sie nimmt zur Kenntnis, dass wir zum Beispiel in Wien eine Aufklärungsquote von nur 3 Prozent haben. Das ist ein Eldorado für all jene, die an grenzüberschreitenden Kriminaltourismus denken. So leicht wie bei uns wird es ihnen wohl nirgendwo gemacht werden. Und diese Bundesregierung trifft keine Maßnahmen, um hier gegenzusteuern. Dieses Budget ist eine Kapitulationserklärung. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: Wer sagt das?
Genauso schaut es im Verteidigungsministerium aus. (Abg. Dr. Jarolim: Wer sagt das?) – Na, da reden Sie mit Ihrem Minister, mit Ihrem Verteidigungsminister. Er bekommt jetzt schon von der Offiziersgesellschaft schriftlich mitgeteilt, wie das Bundesheer beisammen ist. Wenn Sie da noch meinen, dass dort alles „klass“ ist, dann verstehe ich die Welt auch nicht mehr, außer man bekennt sich halt dazu, dass man sagt: Die Pazifisten haben schon immer gesagt, wir brauchen gar kein Bundesheer. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
Genauso schaut es im Verteidigungsministerium aus. (Abg. Dr. Jarolim: Wer sagt das?) – Na, da reden Sie mit Ihrem Minister, mit Ihrem Verteidigungsminister. Er bekommt jetzt schon von der Offiziersgesellschaft schriftlich mitgeteilt, wie das Bundesheer beisammen ist. Wenn Sie da noch meinen, dass dort alles „klass“ ist, dann verstehe ich die Welt auch nicht mehr, außer man bekennt sich halt dazu, dass man sagt: Die Pazifisten haben schon immer gesagt, wir brauchen gar kein Bundesheer. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall beim BZÖ.
Bei der nächsten Katastrophe – denken Sie an die letzte Hochwasserkatastrophe! – werden Sie dann laut nach einem funktionierenden Bundesheer rufen. Nur: Bis dahin haben Sie es total ausgehöhlt und es ist Schlimmstes zu befürchten! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das war alles, nur nichts Gescheites für die Schüler, für die Eltern und für die Steuerzahler insgesamt. Es nützt nur einigen wenigen. Und eine solche Politik lehnen wir jedenfalls ab! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Grosz: Verwaltungsreform!
Abgeordneter Franz Riepl (SPÖ): Frau Präsidentin! Ich habe heute in der Früh bei Beginn der Debatte gehofft, dass wir eine kritische Opposition haben werden. Meine Hoffnung ist erfüllt worden. Es gab eine Reihe von sehr starken Kritikpunkten. Allerdings denke ich, es waren zu wenige konkrete Vorschläge da, wie es anders gehen soll, denn nur zu sagen, da ist zu wenig Geld und da ist zu wenig und so weiter ... (Abg. Grosz: Verwaltungsreform!) – Ja, Stichwort „Verwaltungsreform“.
Abg. Grosz: Zusammenlegung der Sozialversicherungsträger!
Aber wie und wo stellen Sie sich diese vor? – Die Antworten darauf sind Sie schuldig geblieben. Aber vielleicht kommt das noch. Es kann ja noch sein, dass das noch kommt. (Abg. Grosz: Zusammenlegung der Sozialversicherungsträger!)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn auch die weiteren Diskussionen in diese Richtung führen, so denke ich, dass wir da auf dem richtigen Weg sind – nicht nur in der Bildung, sondern auch in anderen Ressorts. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Vock – auf dem Weg zum Rednerpult –: 2 Minuten!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nun gelangt Herr Abgeordneter Vock zu Wort. Herr Abgeordneter, ich stelle die Uhr wunschgemäß auf 3 Minuten, mache aber darauf aufmerksam, dass die Gesamtrestredezeit Ihrer Fraktion 4 Minuten beträgt. (Abg. Vock – auf dem Weg zum Rednerpult –: 2 Minuten!) – Ich soll auf 2 Minuten einstellen? – Bitte. (Abg. Scheibner: Nein, du nimmst die 4 Minuten! – Lasst den Bernhard reden!)
Abg. Scheibner: Nein, du nimmst die 4 Minuten! – Lasst den Bernhard reden!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nun gelangt Herr Abgeordneter Vock zu Wort. Herr Abgeordneter, ich stelle die Uhr wunschgemäß auf 3 Minuten, mache aber darauf aufmerksam, dass die Gesamtrestredezeit Ihrer Fraktion 4 Minuten beträgt. (Abg. Vock – auf dem Weg zum Rednerpult –: 2 Minuten!) – Ich soll auf 2 Minuten einstellen? – Bitte. (Abg. Scheibner: Nein, du nimmst die 4 Minuten! – Lasst den Bernhard reden!)
Beifall bei der FPÖ sowie demonstrativer Beifall des Abg. Scheibner.
Sie verlangen von der Opposition immer, hier Beispiele aufzuzeigen, wo man Geld machen kann. Hätten Sie das Geld in die Bauwirtschaft gesteckt, so könnte man dadurch Arbeitsplätze sichern und Mehreinnahmen für das Budget retten. (Beifall bei der FPÖ sowie demonstrativer Beifall des Abg. Scheibner.)
Abg. Mag. Korun: Behauptet sie aber!
Integration – da bin ich nicht der Meinung von Kollegin Korun – ist nicht ausschließlich eine Sache der Innenministerin. (Abg. Mag. Korun: Behauptet sie aber!) Das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Es ist unsere Verpflichtung, dass wir Menschen nicht gegeneinander ausspielen, sondern allen die gleichen Chancen bieten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Integration – da bin ich nicht der Meinung von Kollegin Korun – ist nicht ausschließlich eine Sache der Innenministerin. (Abg. Mag. Korun: Behauptet sie aber!) Das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Es ist unsere Verpflichtung, dass wir Menschen nicht gegeneinander ausspielen, sondern allen die gleichen Chancen bieten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben auch jetzt, in dieser schwierigen Zeit, die Verpflichtung, allen Menschen, die sich entschlossen haben, hier in Österreich ihren Lebensmittelpunkt zu haben, durch eine gute Aus-, Fort- und Weiterbildung vor allem Kindern und Jugendlichen, egal, woher sie kommen und egal, welchen Background ihre Eltern haben, eine Zukunftsperspektive zu geben, denn sie sind unser wichtigstes Potenzial für die Zukunft. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie Bravoruf des Abg. Mag. Gaßner.
Ich komme somit zum Schluss. Es gibt auch noch eine Förderung im Bereich des Volksgruppengesetzes, und zwar eine Erhöhung in der Förderungen von Projekten, die die Zusammenarbeit zwischen den Volksgruppen unterstützen. Ich glaube, dass hier ein richtiger Schritt in die richtige Richtung gemacht wird. (Beifall bei der SPÖ sowie Bravoruf des Abg. Mag. Gaßner.)
Beifall bei der SPÖ.
Trotz Wirtschaftskrise präsentiert unser Sportminister ein herzeigbares Budget, auch als Ergebnis harter und positiver Verhandlungen mit dem Finanzminister. Beiden ist aus Sicht des Sports zu danken. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Der Spielraum für neue, innovative Ideen für eine intensive Förderung des Breiten- und des Spitzensports ist nicht sehr groß, aber dennoch muss es uns gemeinsam, muss es den Dach- und Fachverbänden gelingen, den Sport auch im Sinne des Spruches von Churchill positiv weiterzuentwickeln. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit.
Abgeordneter Dr. Johannes Jarolim (SPÖ): Frau Präsident! Frau Minister! Frau Staatssekretär! 2 Minuten – nur ein paar Worte. Zunächst: Kollege Pendl kann heute nicht mehr reden, weil er schon gesprochen hat. (Heiterkeit.) Ich möchte daher die Beamtinnen und Beamten in seinem Namen herzlich grüßen lassen. – Das ist das eine. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.) Und ich darf auf diesem Wege auch um einen Applaus für die Beamten ersuchen. Vielleicht könnte man das noch tun. (Allgemeiner Beifall. – Zwischenruf des Abg. Scheibner.)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Johannes Jarolim (SPÖ): Frau Präsident! Frau Minister! Frau Staatssekretär! 2 Minuten – nur ein paar Worte. Zunächst: Kollege Pendl kann heute nicht mehr reden, weil er schon gesprochen hat. (Heiterkeit.) Ich möchte daher die Beamtinnen und Beamten in seinem Namen herzlich grüßen lassen. – Das ist das eine. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.) Und ich darf auf diesem Wege auch um einen Applaus für die Beamten ersuchen. Vielleicht könnte man das noch tun. (Allgemeiner Beifall. – Zwischenruf des Abg. Scheibner.)
Allgemeiner Beifall. – Zwischenruf des Abg. Scheibner.
Abgeordneter Dr. Johannes Jarolim (SPÖ): Frau Präsident! Frau Minister! Frau Staatssekretär! 2 Minuten – nur ein paar Worte. Zunächst: Kollege Pendl kann heute nicht mehr reden, weil er schon gesprochen hat. (Heiterkeit.) Ich möchte daher die Beamtinnen und Beamten in seinem Namen herzlich grüßen lassen. – Das ist das eine. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.) Und ich darf auf diesem Wege auch um einen Applaus für die Beamten ersuchen. Vielleicht könnte man das noch tun. (Allgemeiner Beifall. – Zwischenruf des Abg. Scheibner.)
Heiterkeit und Beifall sowie Bravorufe bei der SPÖ.
Ich darf mit den Worten von Otto Pendl schließen: Danke schön. (Heiterkeit und Beifall sowie Bravorufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Haimbuchner: Zitieren ist gefährlich!
Abgeordnete Mag. Christine Lapp (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Frau Staatssekretärin! Hohes Haus! Ich möchte Ihnen am Ende eines langen Tages ein Zitat von Max Frisch bringen (Abg. Dr. Haimbuchner: Zitieren ist gefährlich!), der einmal gemeint hat:
Beifall bei der SPÖ.
Es ist eine Steuerreform für alle in unserem Land Tätigen gültig. Auch da hat die SPÖ ihre Handschrift gezeigt. Und dass Gerechtigkeit und Verteilung in unserem Land ein Thema sind, das ist auch ein Beispiel für sozialdemokratische Regierungsverantwortung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Scheibner und Grosz.
Es gibt viele Beispiele dafür, worüber der „kleine“ Pensionist nachdenken kann, etwa über die gestiegenen Preise für die Grundnahrungsmittel, die an der Weltbörse verzockt werden, aber auch in Österreich in die Höhe getrieben werden, oder über die gestiegenen Preise an der Börse für Energie, die er mittragen muss. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Scheibner und Grosz.)
Beifall bei der SPÖ.
Liebe Freunde, wie immer man über all das denkt, das muss erst finanziert werden! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Hervorragend!
Wenn man sich das Budget in seinen Grundzügen anschaut, dann sieht man, dass man nur einnahmenseitig etwas ändern kann, denn es wird niemand auf etwas verzichten wollen, auch dann nicht, wenn er einmal in Pension ist. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Hervorragend!)
Beifall bei der SPÖ.
erreichen möchten, dass die Quote bei der Kinderbetreuung durch Männer erhöht wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
In Summe, meine Damen und Herren, geht es zum einen darum, Lebensrealitäten und Lebensformen Rechnung zu tragen und die finanzielle Basis dafür zu geben, und zum anderen darum, dass Familie gelebt werden kann. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grosz: Lei lei!
Vom BZÖ sind mir nachhaltig in Erinnerung geblieben verbale Entgleisungen vom Abgeordneten Grosz als einziger Beitrag zur Budgetdebatte und die Debatte über das Fernbleiben des Abgeordneten Westenthaler heute während des Fußballspiels. (Abg. Grosz: Lei lei!)
Beifall bei der SPÖ.
Also das ist der Beitrag dieser beiden Parteien, und wenn diese glauben, der Bevölkerung weismachen zu müssen, dass sie die richtigen Rezepte haben, dann muss ich sie leider enttäuschen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Lei lei!
Das ist unsere Antwort auf die Krise und nicht die Ideen, die Sie hier verkaufen! Das ist die richtige Antwort darauf. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Lei lei!)
allgemeine Heiterkeit
Ein neuer Beginn mit einer neuen Justizministerin, mit einem neuen, energiereichen Leiter der Korruptionsstaatsanwaltschaft, gibt Hoffnung – das sage ich von dem wichtigsten Rednerpult dieser Republik aus –, dass es nicht so enden wird, dass dieser Mann des dringenden Korruptionssachverhaltes begraben wird – begraben wird er sicher eines Tages (allgemeine Heiterkeit) –, nein, verdächtigt wird, dass dieser Sachverhalt ein Begräbnis erster Klasse wird. Dieser Fall darf nicht ruhen, er muss aufgeklärt werden. Die Korruptionsstaatsanwaltschaft ist am Zug! – Danke. (Beifall und Bravorufe bei der FPÖ sowie Beifall bei der SPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der FPÖ sowie Beifall bei der SPÖ.
Ein neuer Beginn mit einer neuen Justizministerin, mit einem neuen, energiereichen Leiter der Korruptionsstaatsanwaltschaft, gibt Hoffnung – das sage ich von dem wichtigsten Rednerpult dieser Republik aus –, dass es nicht so enden wird, dass dieser Mann des dringenden Korruptionssachverhaltes begraben wird – begraben wird er sicher eines Tages (allgemeine Heiterkeit) –, nein, verdächtigt wird, dass dieser Sachverhalt ein Begräbnis erster Klasse wird. Dieser Fall darf nicht ruhen, er muss aufgeklärt werden. Die Korruptionsstaatsanwaltschaft ist am Zug! – Danke. (Beifall und Bravorufe bei der FPÖ sowie Beifall bei der SPÖ.)