Eckdaten:
Für die 14. Sitzung der 24. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 1043 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
überreicht von der Abgeordneten Elisabeth Hakel
Petition betreffend „Erhaltung des Landbriefträger von Kleinsölk“ (Ordnungsnummer 13) (überreicht von der Abgeordneten Elisabeth Hakel)
überreicht vom Abgeordneten Hannes Fazekas
Petition betreffend „Veröffentlichung vorgesehener strategischer Umgebungslärmkarten und darauf basierender Aktionspläne gemäß der Bundes-Umgebungslärmschutzverordnung in Bezug auf die Stadtgemeinde Schwechat“ (Ordnungsnummer 14) (überreicht vom Abgeordneten Hannes Fazekas)
überreicht vom Abgeordneten Gerhard Huber
Petition betreffend „Österreich als gentechnikfreie Modellregion“ (Ordnungsnummer 15) (überreicht vom Abgeordneten Gerhard Huber)
Beifall beim BZÖ.
Daher stelle ich gemäß § 50 der Geschäftsordnung den Antrag, den Tagesordnungspunkt 12 als Punkt 1 vorzureihen, und verlange eine Debatte über diesen Antrag. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Abgeordneter Heinz-Christian Strache (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Innenminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wenn wir im Titel der heutigen Aktuellen Stunde von einer Kriminalitätsexplosion sprechen, dann tun wir das ganz bewusst und aus gutem Grund. Wenn wir die Zahlen des Sicherheitsmonitors kennen und wissen, wie diese Zahlen auf dem Sicherheitsmonitor aussehen, bevor sie im Innenministerium überarbeit und manipulativ beschönigt werden, bevor man eine offizielle Innenministeriumsstatistik der Öffentlichkeit präsentiert (Beifall bei der FPÖ), müssen wir feststellen, dass die Realität völlig anders aussieht, als es jene Zahlen darstellen, die von Seiten des Innenministeriums Monat für Monat der Öffentlichkeit geschönt in einer Statistik präsentiert werden.
Beifall bei der FPÖ.
Das ist doch eine nicht nur sehr merkwürdige, sondern auch falsche Vorgangsweise, wie man da mit Zahlen und Statistiken umgeht! (Beifall bei der FPÖ.) Ich sage, das ist eine untragbare Methode, wo man die eigene österreichische Bevölkerung – im wahrsten Sinne des Wortes! – für dumm zu verkaufen versucht.
Beifall bei der FPÖ.
Das zeigt, die Kriminalität steigt dramatisch an und wird von dieser rot-schwarzen Bundesregierung, von Frau Innenminister Fekter schöngefärbt, es werden falsche Zahlen veröffentlicht, und man versucht, Probleme, die vorhanden sind, einfach unter den Tisch zu kehren. Das ist nicht verantwortungsvoll, Frau Innenminister! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage, die Warnzeichen blinken hell und heftig, und man kann sie nicht übersehen! Das Problem ist, dass Sie in dieser Bundesregierung Kriminalität nur mehr verwalten und in Wirklichkeit am falschen Platz Einsparungsmaßnahmen vornehmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Es fehlt nicht nur an Personal, es fehlt an Autos, an mobilen Computern, an Laptops, Telefonen, Funkgeräten. Die Beamten fühlen sich zu Recht im Stich gelassen. Vollwertig ausgebildete Exekutivbeamte oder Kriminalbeamte müssen heute 60 Prozent ihrer Dienstzeit für Verwaltungstätigkeiten aufwenden! Das zeigt ja, dass hier etwas schiefläuft. Statt dass man dafür Sorge trägt, dass es in den Referaten Verwaltungsbeamte gibt, die diese Tätigkeit machen, damit die Exekutivbeamten und Kriminalbeamten im Kampf gegen die Kriminalität auch präventiv auf der Straße tätig sein können (Beifall bei der FPÖ), werden sie mit 60 Prozent Verwaltungsaufgaben zugeschüttet.
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Ich möchte zum Abschluss ergänzend noch einen Themenbereich nennen. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Letzter Satz: Auch beim Bleiberecht gibt es aktuell eine Regierungseinladung für Asylmissbrauch. Ich sage, es kann nicht sein: Wer als Asylmissbraucher uns Österreicher lange genug an der Nase herumführen kann, kann doch nicht als Dankeschön am Ende dann von Ihnen eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich möchte zum Abschluss ergänzend noch einen Themenbereich nennen. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Letzter Satz: Auch beim Bleiberecht gibt es aktuell eine Regierungseinladung für Asylmissbrauch. Ich sage, es kann nicht sein: Wer als Asylmissbraucher uns Österreicher lange genug an der Nase herumführen kann, kann doch nicht als Dankeschön am Ende dann von Ihnen eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wie im Fall Zogaj – letzter Satz – hat eine rechtskonforme Familienzusammenführung in der Heimat, im Kosovo, stattzufinden. Da hat endlich auch von Ihrer Seite sichergestellt zu werden, dass man den Österreichern nicht auf der Nase herumtanzt in dieser Frage! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: Aufklärung!
Bundesministerin für Inneres Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Frau Präsidentin! Sehr geehrtes Hohes Haus! Werte Zuseherinnen und Zuseher auch vor den Fernsehschirmen! Herr Strache, Verunsicherung der Bevölkerung ist nicht angebracht! (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: Aufklärung!) Wenn Sie hier mit Panikmache im Hinblick auf die Sicherheitssituation in Österreich so drastische Worte finden, dann machen Sie damit die Polizeiarbeit schlecht – und auch das lasse ich nicht zu! (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Rufe bei der FPÖ: Nein!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Rufe bei der FPÖ: Nein!
Bundesministerin für Inneres Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Frau Präsidentin! Sehr geehrtes Hohes Haus! Werte Zuseherinnen und Zuseher auch vor den Fernsehschirmen! Herr Strache, Verunsicherung der Bevölkerung ist nicht angebracht! (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: Aufklärung!) Wenn Sie hier mit Panikmache im Hinblick auf die Sicherheitssituation in Österreich so drastische Worte finden, dann machen Sie damit die Polizeiarbeit schlecht – und auch das lasse ich nicht zu! (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Rufe bei der FPÖ: Nein!)
Rufe bei der FPÖ: Sie! – Abg. Strache: Sie sind unfähig, Frau Innenministerin, nicht die Polizei!
Herr Strache, Sie haben in Ihrer Rede so gehalten, als wäre die Polizei unfähig (Rufe bei der FPÖ: Sie! – Abg. Strache: Sie sind unfähig, Frau Innenministerin, nicht die Polizei!), als würde nichts geschehen, als würde nichts passieren – und das, Herr Strache, lasse ich nicht zu! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Haimbuchner.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Haimbuchner.
Herr Strache, Sie haben in Ihrer Rede so gehalten, als wäre die Polizei unfähig (Rufe bei der FPÖ: Sie! – Abg. Strache: Sie sind unfähig, Frau Innenministerin, nicht die Polizei!), als würde nichts geschehen, als würde nichts passieren – und das, Herr Strache, lasse ich nicht zu! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Haimbuchner.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Haimbuchner: Reden Sie mit den Leuten draußen!
Österreich gehört zu den sichersten Ländern dieser Welt, und wir werden weiter daran arbeiten, dass das so bleibt! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Haimbuchner: Reden Sie mit den Leuten draußen!)
Rufe bei der FPÖ: Ihnen!
(Rufe bei der FPÖ: Ihnen!), und das lasse ich nicht zu! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Ihnen unterstelle ich das!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Ihnen unterstelle ich das!
(Rufe bei der FPÖ: Ihnen!), und das lasse ich nicht zu! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Ihnen unterstelle ich das!)
Abg. Kopf: Aha!
Ich komme zu Ihrem Fall mit den 20 Kfz-Diebstählen. 20 Kfz-Diebstähle sind in der Kriminalstatistik folgendermaßen erfasst: 19 Mal Diebstahl, einmal gewerbsmäßig, 20 Delikte. (Abg. Kopf: Aha!) Das heißt, was Sie hier gesagt haben, ist einfach falsch, weil die Gewerbsmäßigkeit bei 20 evident ist. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Haimbuchner: Gewerbsmäßigkeit ...!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Haimbuchner: Gewerbsmäßigkeit ...!
Ich komme zu Ihrem Fall mit den 20 Kfz-Diebstählen. 20 Kfz-Diebstähle sind in der Kriminalstatistik folgendermaßen erfasst: 19 Mal Diebstahl, einmal gewerbsmäßig, 20 Delikte. (Abg. Kopf: Aha!) Das heißt, was Sie hier gesagt haben, ist einfach falsch, weil die Gewerbsmäßigkeit bei 20 evident ist. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Haimbuchner: Gewerbsmäßigkeit ...!)
Beifall bei der ÖVP.
Im Hinblick auf die Explosion der Kriminalität, wie Sie es genannt haben, kann ich Ihnen Folgendes sagen: Wir haben erst unlängst beim Amtsmissbrauch einen Anstieg um sagenhafte 4 381 Prozent gehabt. Und wissen Sie warum? Weil nämlich eine Autowerkstätte dabei ertappt wurde, dass sie Pickerl in betrügerischer Art und Weise ausgegeben hat. Es sind insgesamt über 1 000 Pickerl falsch ausgegeben worden – und plötzlich hatten wir einen explosionsartigen Anstieg. Aber der tatsächliche Kriminalitätsanfall war ein Täter, eine Werkstätte. Daher kann man in diesem Fall nicht von einer „Explosion“ reden. – Die Bevölkerung soll wissen, wie das gemeint ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Stadler: Wer hat denn Ihre Handtasche gestohlen, Frau Minister? Wer war der Täter, der die Handtasche gestohlen hat?
Ich möchte betonen, Herr Strache – und mir ist das ein großes Anliegen (Abg. Mag. Stadler: Wer hat denn Ihre Handtasche gestohlen, Frau Minister? Wer war der Täter, der die Handtasche gestohlen hat?) –, dass wir mit dem Sicherheitsmonitor ein durchaus taugliches Instrument haben. Das sind nicht die aufgeklärten Fälle, sondern das sind die angezeigten Fälle, nämlich die von der Bevölkerung angezeigten Fälle (Abg. Strache: Und ein kleiner Prozentsatz kommt dann zur Staatsanwaltschaft!), die sich sehr häufig aufklären, die eingestellt werden; also das sind beispielsweise auch die Anzeigen des Herrn Pilz bei der Staatsanwaltschaft, die fast alle eingestellt werden. Das ist noch keine Explosion der Kriminalität! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Strache: Und ein kleiner Prozentsatz kommt dann zur Staatsanwaltschaft!
Ich möchte betonen, Herr Strache – und mir ist das ein großes Anliegen (Abg. Mag. Stadler: Wer hat denn Ihre Handtasche gestohlen, Frau Minister? Wer war der Täter, der die Handtasche gestohlen hat?) –, dass wir mit dem Sicherheitsmonitor ein durchaus taugliches Instrument haben. Das sind nicht die aufgeklärten Fälle, sondern das sind die angezeigten Fälle, nämlich die von der Bevölkerung angezeigten Fälle (Abg. Strache: Und ein kleiner Prozentsatz kommt dann zur Staatsanwaltschaft!), die sich sehr häufig aufklären, die eingestellt werden; also das sind beispielsweise auch die Anzeigen des Herrn Pilz bei der Staatsanwaltschaft, die fast alle eingestellt werden. Das ist noch keine Explosion der Kriminalität! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte betonen, Herr Strache – und mir ist das ein großes Anliegen (Abg. Mag. Stadler: Wer hat denn Ihre Handtasche gestohlen, Frau Minister? Wer war der Täter, der die Handtasche gestohlen hat?) –, dass wir mit dem Sicherheitsmonitor ein durchaus taugliches Instrument haben. Das sind nicht die aufgeklärten Fälle, sondern das sind die angezeigten Fälle, nämlich die von der Bevölkerung angezeigten Fälle (Abg. Strache: Und ein kleiner Prozentsatz kommt dann zur Staatsanwaltschaft!), die sich sehr häufig aufklären, die eingestellt werden; also das sind beispielsweise auch die Anzeigen des Herrn Pilz bei der Staatsanwaltschaft, die fast alle eingestellt werden. Das ist noch keine Explosion der Kriminalität! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Strache: Der Handtaschenräuber!
Die Polizei hat also – zusätzlich zu diesen Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft, das heißt justizrelevanten Fällen, die in der Kriminalstatistik stehen – ein Instrument, aus dem stundengenau hervorgeht, wo die kriminellen Phänomene stattfinden (Abg. Strache: Der Handtaschenräuber!), in welchen Grätzeln, in welchen Vierteln, in welchen Ballungszentren, auf welchen Hauptverkehrsrouten, nämlich den Sicherheitsmonitor. Der Sicherheitsmonitor ist ein Instrument der Polizei, der zeigt, wo sich die Banden in etwa befinden. Dieser Sicherheitsmonitor weist ein Ansteigen der Kriminalität aus, das ist richtig, aber von einer „Explosion“ kann nicht die Rede sein! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Polizei hat also – zusätzlich zu diesen Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft, das heißt justizrelevanten Fällen, die in der Kriminalstatistik stehen – ein Instrument, aus dem stundengenau hervorgeht, wo die kriminellen Phänomene stattfinden (Abg. Strache: Der Handtaschenräuber!), in welchen Grätzeln, in welchen Vierteln, in welchen Ballungszentren, auf welchen Hauptverkehrsrouten, nämlich den Sicherheitsmonitor. Der Sicherheitsmonitor ist ein Instrument der Polizei, der zeigt, wo sich die Banden in etwa befinden. Dieser Sicherheitsmonitor weist ein Ansteigen der Kriminalität aus, das ist richtig, aber von einer „Explosion“ kann nicht die Rede sein! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Mayerhofer und Strache
Daher haben wir uns dazu entschlossen – das habe ich schon mehrmals gesagt –, ein neues Instrument in der Statistik einzuführen, das Opferdaten besser abbildet, das den Modus Operandi, wie Täter vorgehen, das Umfeld der Täter, die organisierte Kriminalität besser abbildet, das uns auch einen besseren Vergleich mit der Justiz erlaubt, denn die Polizei sammelt Delikte, während die Justiz Täterstatistiken führt; das ist derzeit nicht vergleichbar. Auch das wollen wir ändern. Wir wollen wissen, wie sich die kriminelle Energie bei uns breit macht, bündelt, nach welchen Methoden die Täter vorgehen (Zwischenrufe der Abgeordneten Mayerhofer und Strache), damit wir dann gezielt die Strategien entwickeln, die dagegen notwendig sind.
Abg. Strache: So schlechte Aufklärungsdaten wie nie zuvor!
Diesbezüglich haben wir zwei Schwerpunkte im Auge: einerseits die Einbruchs- und Diebstahlskriminalität und andererseits die Jugend- und Kinderkriminalität. Wir sind dabei, gegen diese beiden Phänomene ganz gezielt vorzugehen; und die Polizei hat enorme Fahndungserfolge. (Abg. Strache: So schlechte Aufklärungsdaten wie nie zuvor!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Dr. Haimbuchner: Das ist die typische ÖVP-Masche!
im Stich gelassen von dieser Regierung! Von Ihnen wird die Polizei im Stich gelassen! Von dieser Regierung werden die Exekutivbeamten im Stich gelassen!), es wird permanent über die Unfähigkeit der Polizei gesprochen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Dr. Haimbuchner: Das ist die typische ÖVP-Masche!)
Abg. Strache: Ich habe die türkische Gruppe!
Weil Sie auch immer von den ausländischen Tatverdächtigen reden, möchte ich hier ein paar Unwahrheiten korrigieren. Im Jahr 2008 betrug der Anteil ausländischer Tatverdächtiger 27,2 Prozent. Davon die größte Gruppe waren die Deutschen, also EU-Bürger, wobei den deutschen Tatverdächtigen hauptsächlich Vergehen angelastet werden und weniger Verbrechen, beispielsweise Verkehrsunfälle et cetera. Die meisten Verbrechen wurden von Rumänen und Serben begangen, Herr Strache! Die zweitgrößte ausländische Tätergruppe nach den Deutschen waren die Serben mit 7 833 (Abg. Strache: Ich habe die türkische Gruppe!), dann die Türken mit 6 330 und die Rumänen mit 5 719. (Abg. Strache: Sie haben die Türken hier verwechselt! Die Türken haben 6 330! Sie lesen falsche Zahlen vor!) Die Serben sind aber nicht die größte Asylwerbergruppe. Daher kann man nicht Asylwerber und ausländische Tatverdächtige unter einem nennen, sondern muss das klar trennen. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Strache: Sie haben die Türken hier verwechselt! Die Türken haben 6 330! Sie lesen falsche Zahlen vor!
Weil Sie auch immer von den ausländischen Tatverdächtigen reden, möchte ich hier ein paar Unwahrheiten korrigieren. Im Jahr 2008 betrug der Anteil ausländischer Tatverdächtiger 27,2 Prozent. Davon die größte Gruppe waren die Deutschen, also EU-Bürger, wobei den deutschen Tatverdächtigen hauptsächlich Vergehen angelastet werden und weniger Verbrechen, beispielsweise Verkehrsunfälle et cetera. Die meisten Verbrechen wurden von Rumänen und Serben begangen, Herr Strache! Die zweitgrößte ausländische Tätergruppe nach den Deutschen waren die Serben mit 7 833 (Abg. Strache: Ich habe die türkische Gruppe!), dann die Türken mit 6 330 und die Rumänen mit 5 719. (Abg. Strache: Sie haben die Türken hier verwechselt! Die Türken haben 6 330! Sie lesen falsche Zahlen vor!) Die Serben sind aber nicht die größte Asylwerbergruppe. Daher kann man nicht Asylwerber und ausländische Tatverdächtige unter einem nennen, sondern muss das klar trennen. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Weil Sie auch immer von den ausländischen Tatverdächtigen reden, möchte ich hier ein paar Unwahrheiten korrigieren. Im Jahr 2008 betrug der Anteil ausländischer Tatverdächtiger 27,2 Prozent. Davon die größte Gruppe waren die Deutschen, also EU-Bürger, wobei den deutschen Tatverdächtigen hauptsächlich Vergehen angelastet werden und weniger Verbrechen, beispielsweise Verkehrsunfälle et cetera. Die meisten Verbrechen wurden von Rumänen und Serben begangen, Herr Strache! Die zweitgrößte ausländische Tätergruppe nach den Deutschen waren die Serben mit 7 833 (Abg. Strache: Ich habe die türkische Gruppe!), dann die Türken mit 6 330 und die Rumänen mit 5 719. (Abg. Strache: Sie haben die Türken hier verwechselt! Die Türken haben 6 330! Sie lesen falsche Zahlen vor!) Die Serben sind aber nicht die größte Asylwerbergruppe. Daher kann man nicht Asylwerber und ausländische Tatverdächtige unter einem nennen, sondern muss das klar trennen. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: Na hoffentlich! Zeit ist’s!
Aber auch mir ist das ein riesiger Dorn im Auge, und ich werde dafür Sorge tragen, dass die kriminelle Energie, die sich in Österreich ausbreitet, nicht mehr in diesem Ausmaß attraktive Bedingungen vorfindet. Diesbezüglich bitte ich um die Unterstützung des Parlaments, indem wir gesetzliche Verschärfungen vornehmen. Vor allem aber werden wir neuerlich Anstrengungen unternehmen, um den Aufenthalt dieser Kriminellen in Österreich so rasch wie möglich zu beenden! – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: Na hoffentlich! Zeit ist’s!)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Meine geschätzten Damen und Herren! Hohes Haus! Meine geschätzten Damen und Herren auf der Galerie und vor den Fernsehschirmen! Herr Klubobmann Strache, wer Ihnen zugehört hat, muss glauben, dass Sie von einem anderen Land gesprochen haben. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Das sind Fakten!
Wir alle kennen das subjektive Sicherheitsempfinden unserer Bevölkerung. (Abg. Strache: Das sind Fakten!) Und gerade diese Bundesregierung hat bereits in ihrem Koalitionsübereinkommen auf vieles richtig reagiert und ist vorbereitet, meine geschätzten Damen und Herren. Es wurde mehr Personal für diesen Bereich vorgesehen. (Abg. Strache: Nicht einmal der natürliche Abgang wird gedeckt!)
Abg. Strache: Nicht einmal der natürliche Abgang wird gedeckt!
Wir alle kennen das subjektive Sicherheitsempfinden unserer Bevölkerung. (Abg. Strache: Das sind Fakten!) Und gerade diese Bundesregierung hat bereits in ihrem Koalitionsübereinkommen auf vieles richtig reagiert und ist vorbereitet, meine geschätzten Damen und Herren. Es wurde mehr Personal für diesen Bereich vorgesehen. (Abg. Strache: Nicht einmal der natürliche Abgang wird gedeckt!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Das macht ihr!
Ich erinnere daran – damit ihr nicht glaubt, wir vergessen alles –: Die FPÖ war dabei, als die größten Planstelleneinsparungen in der Geschichte bei der Exekutive stattgefunden haben! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Das macht ihr!)
Abg. Strache: Das ist ja die Weisung! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich möchte aber auch Folgendes sagen, damit das nicht untergeht – weil hier Fälschung unterstellt wird, was die Statistiken betrifft –: Danke, Frau Ministerin, dass Sie schon herausgearbeitet haben, dass man hier von den Beamten spricht. Die BeamtInnen unserer Republik haben es sich nicht verdient, dass man ihnen hier vom Rednerpult aus Derartiges unterstellt. (Abg. Strache: Das ist ja die Weisung! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Die lassen ja Sie im Stich!
Meine geschätzten Damen und Herren, wir alle sollten unseren Kolleginnen und Kollegen von der Exekutive für deren schweren Dienst ein Dankeschön sagen! (Abg. Strache: Die lassen ja Sie im Stich!) Sagen wir doch einmal danke, liebe Kolleginnen und Kollegen! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: Sie lassen die Exekutivbeamten im Stich! Die fühlen sich ja im Stich gelassen!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: Sie lassen die Exekutivbeamten im Stich! Die fühlen sich ja im Stich gelassen!
Meine geschätzten Damen und Herren, wir alle sollten unseren Kolleginnen und Kollegen von der Exekutive für deren schweren Dienst ein Dankeschön sagen! (Abg. Strache: Die lassen ja Sie im Stich!) Sagen wir doch einmal danke, liebe Kolleginnen und Kollegen! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: Sie lassen die Exekutivbeamten im Stich! Die fühlen sich ja im Stich gelassen!)
Abg. Neubauer: Es geht ja nichts weiter!
Jeder, der sich mit der Materie auseinandersetzt und sachlich argumentiert, weiß und muss sagen – das wurde ebenfalls von der Frau Ministerin angeführt –, dass wir dar- an arbeiten, dass diese Statistiken im Justizministerium und im Innenministerium, die ganz unterschiedlich geführt werden, zusammengeführt werden, was sehr wichtig ist. (Abg. Neubauer: Es geht ja nichts weiter!) Dann haben wir auch endlich Zahlen, Frau Ministerin, an denen nicht zu rütteln ist. So ist das ganz einfach! (Zwischenruf des Abg. Dr. Haimbuchner.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Haimbuchner.
Jeder, der sich mit der Materie auseinandersetzt und sachlich argumentiert, weiß und muss sagen – das wurde ebenfalls von der Frau Ministerin angeführt –, dass wir dar- an arbeiten, dass diese Statistiken im Justizministerium und im Innenministerium, die ganz unterschiedlich geführt werden, zusammengeführt werden, was sehr wichtig ist. (Abg. Neubauer: Es geht ja nichts weiter!) Dann haben wir auch endlich Zahlen, Frau Ministerin, an denen nicht zu rütteln ist. So ist das ganz einfach! (Zwischenruf des Abg. Dr. Haimbuchner.)
Zwischenruf des Abg. Neubauer. – Abg. Strache: Zahlen und Fakten!
Herr Klubobmann, ich möchte die Zahlen, die hier vom Innenministerium und seiner Ressortchefin berichtet wurden, nicht wiederholen, denn diese sind richtig. Ich würde mir lauter anständige Leute wünschen, überhaupt keine Diskussion, das wünschen wir uns alle, aber es geht nicht, immer nur so en passant zu sagen ... (Zwischenruf des Abg. Neubauer. – Abg. Strache: Zahlen und Fakten!) – Nur stimmen sie offensichtlich nicht! Schauen Sie sich das einmal genauer an. (Abg. Strache: Das ist der Sicherheitsbericht!)
Abg. Strache: Das ist der Sicherheitsbericht!
Herr Klubobmann, ich möchte die Zahlen, die hier vom Innenministerium und seiner Ressortchefin berichtet wurden, nicht wiederholen, denn diese sind richtig. Ich würde mir lauter anständige Leute wünschen, überhaupt keine Diskussion, das wünschen wir uns alle, aber es geht nicht, immer nur so en passant zu sagen ... (Zwischenruf des Abg. Neubauer. – Abg. Strache: Zahlen und Fakten!) – Nur stimmen sie offensichtlich nicht! Schauen Sie sich das einmal genauer an. (Abg. Strache: Das ist der Sicherheitsbericht!)
Abg. Strache: Aber dort spart ihr ja ein! Nicht einmal den natürlichen Abgang deckt ihr! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich meine, dass wir gemeinsam an diese so wichtige Arbeit zu gehen haben. Wir wollen schauen, dass wir mehr Leute bekommen, auch in den Ballungszentren. Das ist auch unser Ansinnen. Wir alle wollen das, aber dann müssen wir es auch umsetzen. (Abg. Strache: Aber dort spart ihr ja ein! Nicht einmal den natürlichen Abgang deckt ihr! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wir wollen eine ordentliche Ausrüstung für die Kolleginnen und Kollegen der Exekutive (Abg. Strache: Es werden weitere Planstellen abgebaut!), aber wir müssen auch an anderen Punkten ansetzen, da es zu vielen kriminellen Handlungen etwa aufgrund des sozialen Umfelds kommt.
Abg. Strache: Es werden weitere Planstellen abgebaut!
Ich meine, dass wir gemeinsam an diese so wichtige Arbeit zu gehen haben. Wir wollen schauen, dass wir mehr Leute bekommen, auch in den Ballungszentren. Das ist auch unser Ansinnen. Wir alle wollen das, aber dann müssen wir es auch umsetzen. (Abg. Strache: Aber dort spart ihr ja ein! Nicht einmal den natürlichen Abgang deckt ihr! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wir wollen eine ordentliche Ausrüstung für die Kolleginnen und Kollegen der Exekutive (Abg. Strache: Es werden weitere Planstellen abgebaut!), aber wir müssen auch an anderen Punkten ansetzen, da es zu vielen kriminellen Handlungen etwa aufgrund des sozialen Umfelds kommt.
Beifall bei der SPÖ.
Wenn wir von Sicherheit sprechen, meine geschätzten Damen und Herren, muss klar sein, dass es immer nur um die umfassende Sicherheit gehen kann und der engere Bereich der Sicherheit, so wichtig er ist, nicht losgelöst von der sozialen Sicherheit und von der Gesamtschau gesehen werden kann. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Haimbuchner: Was ist das jetzt eigentlich?
Ich bitte Sie, zur Kenntnis zu nehmen – weil es immer wieder anders durchkommt –: Wir haben kein Bleiberecht und wir bekommen kein Bleiberecht! Was wir haben und was wir diskutieren, das ist ein humanitärer Aufenthalt. (Abg. Dr. Haimbuchner: Was ist das jetzt eigentlich?) Und wenn wir mehr Rechtssicherheit erzielen wollen und es straffe und rasche Verfahren geben soll (Abg. Dr. Haimbuchner: Was ist ein „humanitärer Aufenthalt“?) – das werden wir ja in nächster Zeit diskutieren –, dann muss man das richtig diskutieren, Herr Klubobmann, und nicht mit falschen Aussagen und Angaben.
Abg. Dr. Haimbuchner: Was ist ein „humanitärer Aufenthalt“?
Ich bitte Sie, zur Kenntnis zu nehmen – weil es immer wieder anders durchkommt –: Wir haben kein Bleiberecht und wir bekommen kein Bleiberecht! Was wir haben und was wir diskutieren, das ist ein humanitärer Aufenthalt. (Abg. Dr. Haimbuchner: Was ist das jetzt eigentlich?) Und wenn wir mehr Rechtssicherheit erzielen wollen und es straffe und rasche Verfahren geben soll (Abg. Dr. Haimbuchner: Was ist ein „humanitärer Aufenthalt“?) – das werden wir ja in nächster Zeit diskutieren –, dann muss man das richtig diskutieren, Herr Klubobmann, und nicht mit falschen Aussagen und Angaben.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Es geht bei diesem Thema um Menschen, meine sehr geehrten Damen und Herren, und diese haben ein Recht darauf, dass wir menschlich über sie diskutieren. Und dazu lade ich Sie herzlich ein. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Jetzt kommt wieder das!
Abgeordneter Günter Kößl (ÖVP): Frau Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren! Ich möchte doch einiges ins rechte Lot bringen und sagen: Das Thema dieser Aktuellen Stunde gäbe es nicht, wären nicht kommenden Sonntag Landtagswahlen in Kärnten und in Salzburg. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Jetzt kommt wieder das!)
Abg. Dr. Haimbuchner: Nur die ÖVP ist seriös!
Das, was Kollege Strache hier gebracht hat, war an und für sich reiner Populismus und hat mit der Realität draußen nichts zu tun, das möchte ich in aller Deutlichkeit klarstellen. (Abg. Dr. Haimbuchner: Nur die ÖVP ist seriös!)
Abg. Strache: Das ist eine gefährliche Drohung! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ
Lieber Kollege Strache, eines muss auch klargestellt werden: Die Sicherheit ist in den Händen der Frau Bundesminister Fekter wirklich gut aufgehoben (Abg. Strache: Das ist eine gefährliche Drohung! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), und wir arbeiten sehr konstruktiv für ein sicheres Österreich. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Lieber Kollege Strache, eines muss auch klargestellt werden: Die Sicherheit ist in den Händen der Frau Bundesminister Fekter wirklich gut aufgehoben (Abg. Strache: Das ist eine gefährliche Drohung! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), und wir arbeiten sehr konstruktiv für ein sicheres Österreich. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Strache
Frau Bundesminister Fekter hat es gesagt (Zwischenruf des Abg. Strache): Österreich gehört zu den sichersten Ländern der Welt – und so wird es auch künftig sein! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Frau Bundesminister Fekter hat es gesagt (Zwischenruf des Abg. Strache): Österreich gehört zu den sichersten Ländern der Welt – und so wird es auch künftig sein! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Strache: Türken! Da sind falsche Zahlen genannt worden!
Noch etwas, Herr Kollege Strache: Du hast jetzt gehört, dass die Serben bei der Kriminalität an der Spitze liegen. (Abg. Strache: Türken! Da sind falsche Zahlen genannt worden!) – Gerade die FPÖ möchte aber, dass Serbien so schnell wie möglich in die Europäische Union integriert wird. (Abg. Strache: Anständige und unanständige Bürger, darum geht es, nicht um die Herkunft!) Das ist das zweischneidige Denken vonseiten der FPÖ!
Abg. Strache: Anständige und unanständige Bürger, darum geht es, nicht um die Herkunft!
Noch etwas, Herr Kollege Strache: Du hast jetzt gehört, dass die Serben bei der Kriminalität an der Spitze liegen. (Abg. Strache: Türken! Da sind falsche Zahlen genannt worden!) – Gerade die FPÖ möchte aber, dass Serbien so schnell wie möglich in die Europäische Union integriert wird. (Abg. Strache: Anständige und unanständige Bürger, darum geht es, nicht um die Herkunft!) Das ist das zweischneidige Denken vonseiten der FPÖ!
Abg. Strache: Das ist ja serbenfeindlich, was Sie da machen! – Abg. Dr. Graf: Was haben Sie gegen Serbien? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Meine geschätzten Damen und Herren, noch etwas möchte ich klarstellen: Die Kriminalitätsstatistik zu lesen ist keine Kunst – man muss sie nur lesen. (Abg. Strache: Das ist ja serbenfeindlich, was Sie da machen! – Abg. Dr. Graf: Was haben Sie gegen Serbien? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter, einen Moment! – Die Ausführungen von Herrn Klubobmann Strache sind von allen Fraktionen respektiert worden, ohne extreme Zwischenrufe. Ich verlange von der Freiheitlichen Partei denselben Respekt den anderen Rednern gegenüber. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Cap.
Noch etwas: Gerade in den letzten zehn Jahren hat es bei der Exekutive einen enormen Modernisierungsschub gegeben; dieser muss natürlich fortgesetzt werden. Es muss immer angepasst werden, es hat jedoch – wenn auch nicht in den letzten Jahren – vom Fahrzeugpark bis hin zu sämtlichen technischen Ausrüstungen ein wirklicher Modernisierungsschub stattgefunden. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Cap.)
demonstrativer Beifall bei der ÖVP
Abgeordneter Harald Vilimsky (FPÖ): Frau Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wenn mein Vorredner, der ÖVP-Sicherheitssprecher, behauptet hat, die Sicherheit sei bei Innenministerin Maria Fekter in guten, in besten Händen (demonstrativer Beifall bei der ÖVP), kann man der ÖVP nur zurufen: Die Handtasche der Frau Innenministerin war nicht in guten Händen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Harald Vilimsky (FPÖ): Frau Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wenn mein Vorredner, der ÖVP-Sicherheitssprecher, behauptet hat, die Sicherheit sei bei Innenministerin Maria Fekter in guten, in besten Händen (demonstrativer Beifall bei der ÖVP), kann man der ÖVP nur zurufen: Die Handtasche der Frau Innenministerin war nicht in guten Händen! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: War das ein Serbe, ein Rumäne oder ein Österreicher?
Eine ihrer ersten Begegnungen mit Kriminalität war, dass der Frau Innenministerin in einem italienischen Nobellokal Kriminelle die Handtasche gestohlen haben. Aber ihr Schluss daraus war nicht, an die Öffentlichkeit zu gehen und vor Kriminalität zu warnen (Abg. Mag. Stadler: War das ein Serbe, ein Rumäne oder ein Österreicher?), sondern sie wollte das geheim halten; sie hat es nicht gemeldet. Es hat der Freiheitlichen bedurft, diese Sache an die Öffentlichkeit zu spielen, damit man sieht, wie Kriminalität in Österreich ausgeübt wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Eine ihrer ersten Begegnungen mit Kriminalität war, dass der Frau Innenministerin in einem italienischen Nobellokal Kriminelle die Handtasche gestohlen haben. Aber ihr Schluss daraus war nicht, an die Öffentlichkeit zu gehen und vor Kriminalität zu warnen (Abg. Mag. Stadler: War das ein Serbe, ein Rumäne oder ein Österreicher?), sondern sie wollte das geheim halten; sie hat es nicht gemeldet. Es hat der Freiheitlichen bedurft, diese Sache an die Öffentlichkeit zu spielen, damit man sieht, wie Kriminalität in Österreich ausgeübt wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei den Grünen: Was sagen Sie zum jüngsten Fall?
Wissen Sie, was mich besonders enttäuscht? – Gestern am Abend lief im ORF ein „Club 2“, und der hatte eindeutig die Intention – allein schon von der Beschreibung her –, die Polizei als rassistische Schlägertruppe zu qualifizieren, indem man zehn Jahre alte Fälle herangezogen hat, um der Polizei zu unterstellen, welch „böse Schlägertruppe“ sie sei. (Ruf bei den Grünen: Was sagen Sie zum jüngsten Fall?) Ich habe weder von Rot noch von Schwarz auch nur irgendein Wort der Verteidigung gehört! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wissen Sie, was mich besonders enttäuscht? – Gestern am Abend lief im ORF ein „Club 2“, und der hatte eindeutig die Intention – allein schon von der Beschreibung her –, die Polizei als rassistische Schlägertruppe zu qualifizieren, indem man zehn Jahre alte Fälle herangezogen hat, um der Polizei zu unterstellen, welch „böse Schlägertruppe“ sie sei. (Ruf bei den Grünen: Was sagen Sie zum jüngsten Fall?) Ich habe weder von Rot noch von Schwarz auch nur irgendein Wort der Verteidigung gehört! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.
Enttäuschend ist es auch, meine Damen und Herren, dass weder Ihnen von der ÖVP noch Ihnen von der SPÖ und auch nicht Ihnen als Ministerin abzuringen ist, unserer Polizei Danke zu sagen: Danke, liebe Polizistinnen und Polizisten, dass ihr uns täglich unter Einsatz von Leib und Leben, wenn es kalt ist und wenn es regnet, schützt! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Polizei hat keine Ausrüstung, die Polizisten müssen sich im Winter selbst Pullover kaufen, weil der zur Verfügung gestellte Pullover zu wenig warm ist, müssen sich mit eigenem Geld Hauben kaufen, weil die Kappe nicht reicht. – Die Polizei wird von Ihnen alleingelassen. Letztes Jahr, als ich den Antrag eingebracht habe, dass wir alle auf eine Erhöhung der Politikergehälter verzichten und den österreichischen Polizisten und Polizistinnen dafür 500 bis 1 000 € Belohnung als Dankeschön für den Einsatz bei der EURO zur Verfügung stellen, haben Sie das abgelehnt. Das ist schäbig! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Das ist unglaublich!
Auf der anderen Seite sieht man, wie es den Häftlingen geht, wie es in österreichischen Gefängnissen ausschaut. Als Sicherheitssprecher meiner Partei besuche ich ja auch Gefängnisse, war zum Beispiel in Stein, und – man glaubt es kaum! – dort wird Sand aus Dubai eingeflogen, um einen Beachvolleyball-Platz für die Häftlinge zu errichten. (Abg. Strache: Das ist unglaublich!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: Das ist ja unglaublich! Ein Skandal!
Dort werden Therapeuten mit 150 € Stundensatz eingesetzt, um bei Schwerstverbrechern und Gewaltverbrechern eine Schneckentherapie zu machen, bei welcher der Häftling zuschauen muss, wie links und rechts eine Schnecke hinaufkriecht – mit 150 € Stundensatz! –, während der Justizwachebeamte für die Rufbereitschaft in der ganzen Nacht 7 € bekommt – nicht in der Stunde, sondern in der ganzen Nacht 7 €! – Das ist schäbig! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: Das ist ja unglaublich! Ein Skandal!)
Abg. Mag. Korun: Da haben Sie etwas falsch verstanden!
Das sagt niemand anderer als der Chef der Fremdenpolizei. Und Sie beide beschließen jetzt eine Liberalisierung des Asylgesetzes (Abg. Mag. Korun: Da haben Sie etwas falsch verstanden!), was zur Folge haben wird, dass neben dem Asyltitel, neben der subsidiären Schutzberechtigung nun auch noch das humanitäre Bleiberecht als Zuwanderungsschiene geöffnet werden soll! Österreich macht sich international zur Lachnummer vor den Schlepperbanden, und das ist Ihre Schuld! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das sagt niemand anderer als der Chef der Fremdenpolizei. Und Sie beide beschließen jetzt eine Liberalisierung des Asylgesetzes (Abg. Mag. Korun: Da haben Sie etwas falsch verstanden!), was zur Folge haben wird, dass neben dem Asyltitel, neben der subsidiären Schutzberechtigung nun auch noch das humanitäre Bleiberecht als Zuwanderungsschiene geöffnet werden soll! Österreich macht sich international zur Lachnummer vor den Schlepperbanden, und das ist Ihre Schuld! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Die FPÖ sagt ja zur Polizei, ja zu einer besseren Besoldung, ja zu einer besseren Ausrüstung der Polizei und ja zu einer harten Bekämpfung der Kriminalität. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Bundesministerin Dr. Fekter: Haben Sie nicht aufgepasst?
Abgeordneter Ing. Peter Westenthaler (BZÖ): Frau Präsidentin! Frau Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Herr Kollege Vilimsky, wenn ich mir die Ministerin heute so angehört habe – alles paletti, überhaupt kein Anstieg der Kriminalität, ich glaube, es gibt überhaupt keine Kriminalität –, dann denke ich (Bundesministerin Dr. Fekter: Haben Sie nicht aufgepasst?), dass sie deshalb ihren Handtaschendiebstahl nicht angezeigt hat, weil sie der Meinung ist, die Tasche wurde gar nicht gestohlen (Bundesministerin Dr. Fekter: Natürlich ist er angezeigt worden!), sondern hat sich nur „örtlich verändert“. (Heiterkeit und Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Bundesministerin Dr. Fekter: Natürlich ist er angezeigt worden!
Abgeordneter Ing. Peter Westenthaler (BZÖ): Frau Präsidentin! Frau Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Herr Kollege Vilimsky, wenn ich mir die Ministerin heute so angehört habe – alles paletti, überhaupt kein Anstieg der Kriminalität, ich glaube, es gibt überhaupt keine Kriminalität –, dann denke ich (Bundesministerin Dr. Fekter: Haben Sie nicht aufgepasst?), dass sie deshalb ihren Handtaschendiebstahl nicht angezeigt hat, weil sie der Meinung ist, die Tasche wurde gar nicht gestohlen (Bundesministerin Dr. Fekter: Natürlich ist er angezeigt worden!), sondern hat sich nur „örtlich verändert“. (Heiterkeit und Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Abgeordneter Ing. Peter Westenthaler (BZÖ): Frau Präsidentin! Frau Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Herr Kollege Vilimsky, wenn ich mir die Ministerin heute so angehört habe – alles paletti, überhaupt kein Anstieg der Kriminalität, ich glaube, es gibt überhaupt keine Kriminalität –, dann denke ich (Bundesministerin Dr. Fekter: Haben Sie nicht aufgepasst?), dass sie deshalb ihren Handtaschendiebstahl nicht angezeigt hat, weil sie der Meinung ist, die Tasche wurde gar nicht gestohlen (Bundesministerin Dr. Fekter: Natürlich ist er angezeigt worden!), sondern hat sich nur „örtlich verändert“. (Heiterkeit und Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Bundesministerin Dr. Fekter: Er ist sicher angezeigt worden!
Deswegen ist das auch nicht in der Kriminalitätsstatistik, denn die Ministerin ist ja der Meinung, es ist nichts los in Österreich, alles wunderbar, seit sie Ministerin ist. (Bundesministerin Dr. Fekter: Er ist sicher angezeigt worden!) Es geht mir nicht um den Zahlenstreit, Monitoring, Statistik – über jede eigene Statistik kann man streiten. (Zwischenruf des Abg. Großruck.) Frau Minister, Sie müssen doch wissen, wenn Sie in die Bevölkerung hineinhören, dass es um das Empfinden der Bevölkerung geht.
Zwischenruf des Abg. Großruck.
Deswegen ist das auch nicht in der Kriminalitätsstatistik, denn die Ministerin ist ja der Meinung, es ist nichts los in Österreich, alles wunderbar, seit sie Ministerin ist. (Bundesministerin Dr. Fekter: Er ist sicher angezeigt worden!) Es geht mir nicht um den Zahlenstreit, Monitoring, Statistik – über jede eigene Statistik kann man streiten. (Zwischenruf des Abg. Großruck.) Frau Minister, Sie müssen doch wissen, wenn Sie in die Bevölkerung hineinhören, dass es um das Empfinden der Bevölkerung geht.
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Hand aufs Herz: Es gibt doch kaum mehr jemanden in der Bevölkerung, der nicht selbst betroffen ist oder jemanden im Bekannten- oder Freundeskreis hat, der von Einbruch oder Kriminalität betroffen ist. Das ist das Problem, das die Bevölkerung derzeit hat – nicht Ihre gefälschten Statistiken, Frau Ministerin! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Strache: Alles paletti!
Und das Neueste ist, in der Zeitung „ÖSTERREICH“ steht heute: „Irre Raubserie in Wien“. – Stellen Sie sich vor, Frau Minister, von Dienstag, 17.30 Uhr, bis Mittwoch, 14.30 Uhr, gab es diese Woche allein in Wien sechs Überfälle – in 21 Stunden! Raubüberfälle auf Banken, auf Trafiken, auf Tankstellen – aber es ist nichts los, es ist alles in Ordnung, es gibt keine Kriminalität. (Abg. Strache: Alles paletti!)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Frau Ministerin, Sie haben gesagt, Verunsicherung ist nicht angebracht. – Aber Ihr Wegschauen in Sachen Kriminalität ist gefährlich. Das ist die Wahrheit! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Bundesministerin Dr. Fekter: Nein! Das ist mir nicht wurscht!
Sie reden hier von irgendeinem Pickerlbetrug. – Das ist Ihr Problem, aber Ihnen ist völlig wurscht, dass jede Minute in Österreich eine Straftat begangen wird, Ihnen ist völlig wurscht (Bundesministerin Dr. Fekter: Nein! Das ist mir nicht wurscht!), dass alle 30 Minuten allein in Wien eine Wohnung aufgebrochen und in ein Haus eingebrochen wird. Das ist Ihnen egal. Bandenkriminalität, öffentliche Hinrichtungen zwischen Tschetschenen gibt es mittlerweile, bis hin auch zum Weltrekord. – Sie haben gesagt, Österreich ist das sicherste Land.
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
endlich die Schengen-Grenzen wieder dichtzumachen, bis die Kriminalität wieder sinkt. – Das ist die Wahrheit. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Es ist nicht unser Begriff – das an die Adresse der ÖVP –, es ist nicht unser Verständnis eines globalisierten Europa, dass unsere Euros nach Brüssel wandern, unsere Autos nach Polen und die Wohnungs-Einrichtungsgegenstände nach Rumänien. Das ist ein falsches Verständnis von einem globalisierten Europa. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Frau Ministerin, kennen Sie die Drittstaatsregelung? Wissen Sie denn nicht, dass in den letzten Jahren jeder Asylant, der nach Österreich gekommen ist, über einen sicheren Drittstaat nach Österreich gekommen ist und überhaupt kein Recht auf Asyl in unserem Land hat, weil es entweder keinen Asylgrund gibt, oder weil er in einem sicheren Drittstaat war und dorthin zurück abgeschoben werden müsste?! – Das ist die Wahrheit, Frau Ministerin! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Sie geben mit diesem Bleiberecht die falschen Antworten. Ich warne Sie eindrücklich vor diesem Bleiberecht. Ich hoffe, dass wir das im Parlament auch noch ändern können und dass das so nicht beschlossen wird, denn es gibt auch kaum mehr Asylanten, die aufgrund von Behördenverschulden – ausschließlichem Behördenverschulden – ihre Aufenthaltsgenehmigung oder ihre Niederlassungsbewilligung nicht bekommen haben. Das sind alles bereits von den Grünen – ich sage immer, von der parlamentarischen Schlepperbande der Grünen – gut betreute Asylanten, die beraten worden sind (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), immer wieder Anträge gestellt haben und das Asylrecht missbrauchen. (Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.
Sie geben mit diesem Bleiberecht die falschen Antworten. Ich warne Sie eindrücklich vor diesem Bleiberecht. Ich hoffe, dass wir das im Parlament auch noch ändern können und dass das so nicht beschlossen wird, denn es gibt auch kaum mehr Asylanten, die aufgrund von Behördenverschulden – ausschließlichem Behördenverschulden – ihre Aufenthaltsgenehmigung oder ihre Niederlassungsbewilligung nicht bekommen haben. Das sind alles bereits von den Grünen – ich sage immer, von der parlamentarischen Schlepperbande der Grünen – gut betreute Asylanten, die beraten worden sind (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), immer wieder Anträge gestellt haben und das Asylrecht missbrauchen. (Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Und jetzt schaffen Sie auch noch die berühmte Patenschaft. Ich gratuliere Ihnen! Sie von der ÖVP werden bereits am Sonntag in den beiden Bundesländern Salzburg und Kärnten die Antwort auf Ihre Verabschiedung von der Sicherheitspolitik in Österreich bekommen. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Das sage ich schon das dritte Mal! – Zwischenrufe beim BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Das ist keine objektive Vorsitzführung! Für „Lüge“ gibt es keinen Ordnungsruf, aber für die Wahrheit!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Westenthaler, für den Vorwurf „parlamentarische Schlepperbande“ erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf. (Abg. Ing. Westenthaler: Das sage ich schon das dritte Mal! – Zwischenrufe beim BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Das ist keine objektive Vorsitzführung! Für „Lüge“ gibt es keinen Ordnungsruf, aber für die Wahrheit!)
Bundesministerin Dr. Fekter: Können Sie nicht lesen? Das steht in der Kriminalstatistik!
Wissen Sie, was die Innenministerin daraus für Konsequenzen gezogen hat? – Die Aufklärungsquote wird nicht mehr veröffentlicht! Das ist die einzige Konsequenz. (Bundesministerin Dr. Fekter: Können Sie nicht lesen? Das steht in der Kriminalstatistik!) Insbesondere die Wiener Kriminalpolizei ist schwer demoralisiert, parteipolitische Säuberungen haben gewaltigen Schaden angerichtet. Die Kollegen und Kolleginnen, insbesondere aus der SPÖ, können sehr kompetent darüber berichten. Deswegen ist es dringend notwendig, wieder ordentliche Zustände bei der Kriminalpolizei in den Großstädten herzustellen.
Abg. Strache: Straftäter ...!
Aber das Dümmste ist, so zu tun, als wäre die Kriminalität in Österreich in erster Linie Ausländerkriminalität. Sollen wir, Herr Kollege Strache, Herr Kollege Westenthaler, jetzt Zehntausende Deutsche abschieben, und wenn ja, wohin mit der größten Tätergruppe? (Abg. Strache: Straftäter ...!) Das ist also offensichtlich Unfug.
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Überlegen Sie einmal etwas anderes: Stellen Sie sich eine Minute lang vor, die Abgeordneten Graf, Westenthaler und Winter wären Ausländer. Bei dem, was ihnen heute vorzuwerfen ist – nicht von mir persönlich, sondern von der Staatsanwaltschaft und von der Kriminalpolizei – gäbe es doch wahrscheinlich gar keine Einreiseerlaubnis für Martin Graf, für Susanne Winter und für Peter Westenthaler. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.) Und würde es ihnen gelingen, nach Österreich einzureisen, und wären sie dann wieder ein Fall für den Staatsanwalt, dann müssten wir sie wahrscheinlich in Schubhaft besuchen – und wir wären selbstverständlich dazu bereit, wenn ihre persönlichen Rechte als Schubhäftlinge geschmälert wären. (Die Abgeordneten Öllinger und Mag. Steinhauser halten ein Plakat mit der Aufschrift „FPÖ: Selbst ein Fall fürs Kriminal?!“ in die Höhe.)
Die Abgeordneten Öllinger und Mag. Steinhauser halten ein Plakat mit der Aufschrift „FPÖ: Selbst ein Fall fürs Kriminal?!“ in die Höhe.
Überlegen Sie einmal etwas anderes: Stellen Sie sich eine Minute lang vor, die Abgeordneten Graf, Westenthaler und Winter wären Ausländer. Bei dem, was ihnen heute vorzuwerfen ist – nicht von mir persönlich, sondern von der Staatsanwaltschaft und von der Kriminalpolizei – gäbe es doch wahrscheinlich gar keine Einreiseerlaubnis für Martin Graf, für Susanne Winter und für Peter Westenthaler. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.) Und würde es ihnen gelingen, nach Österreich einzureisen, und wären sie dann wieder ein Fall für den Staatsanwalt, dann müssten wir sie wahrscheinlich in Schubhaft besuchen – und wir wären selbstverständlich dazu bereit, wenn ihre persönlichen Rechte als Schubhäftlinge geschmälert wären. (Die Abgeordneten Öllinger und Mag. Steinhauser halten ein Plakat mit der Aufschrift „FPÖ: Selbst ein Fall fürs Kriminal?!“ in die Höhe.)
Abg. Ing. Westenthaler: Das ist kein Ordnungsruf, oder?!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Einen Moment, Herr Abgeordneter! – Ich ersuche darum, diese Tafel zu entfernen! (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist kein Ordnungsruf, oder?!) Auch diese Formulierung hat nichts im Plenum zu suchen und auch dafür einen Ordnungsruf.
Abg. Strache: Geh bitte! Sie werden nur mehr peinlich!
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (fortsetzend): Frau Präsidentin, vielleicht versuchen wir es mit einer anderen Formulierung: Es gibt diesen hässlichen Satz aus den Zeiten eines Unrechtsregimes: „Unsere Ehre heißt Treue.“ Ich frage nun die Abgeordneten der Freiheitlichen Partei: Ist jetzt Ihr Spruch schön langsam: Unsere Ehre heißt Untreue? Ist es wirklich in Ordnung, dass jemand als Nationalratspräsident das Zentrum der österreichischen Demokratie nach außen vertreten soll, dem gleichzeitig Rechtsextremismus und ein schweres Delikt vorgeworfen werden? (Abg. Strache: Geh bitte! Sie werden nur mehr peinlich!) Herr Dr. Graf, sind Sie wirklich in der Lage, dieses Haus,
Beifall bei den Grünen. – Widerspruch bei der FPÖ.
den österreichischen Rechtsstaat und die österreichische Demokratie nach außen zu vertreten? (Beifall bei den Grünen. – Widerspruch bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Das ist nur mehr peinlich!
Deswegen richtet sich die Frage nach der Kriminalität auch an die freiheitliche Fraktion. (Abg. Strache: Das ist nur mehr peinlich!) Wenn Sie den Menschen signalisieren, dass Sie bestimmte Formen der Kriminalität unter Immunität stellen und mit politischen Ämtern verkleiden wollen, dann regen Sie sich bitte nicht über die Kriminalität derer auf, die nicht über Ihre Privilegien verfügen. (Abg. Scheibner: Wie oft sind Sie schon im Immunitätsausschuss gewesen?)
Abg. Scheibner: Wie oft sind Sie schon im Immunitätsausschuss gewesen?
Deswegen richtet sich die Frage nach der Kriminalität auch an die freiheitliche Fraktion. (Abg. Strache: Das ist nur mehr peinlich!) Wenn Sie den Menschen signalisieren, dass Sie bestimmte Formen der Kriminalität unter Immunität stellen und mit politischen Ämtern verkleiden wollen, dann regen Sie sich bitte nicht über die Kriminalität derer auf, die nicht über Ihre Privilegien verfügen. (Abg. Scheibner: Wie oft sind Sie schon im Immunitätsausschuss gewesen?)
Beifall bei den Grünen.
Ich bin der Meinung, wir sollten zwischen den Kriminellen keine Unterschiede machen – nicht zwischen Inländern und Ausländern, nicht zwischen Asylwerbern und einem Dritten Nationalratspräsidenten. Vor dem Rechtsstaat, vor dem Strafgericht und vor der Kriminalpolizei sollen alle gleich sein. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Strache: Kommen noch!
Abgeordnete Angela Lueger (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Es ist für mich eine spannende Sache, dass man in der Aktuellen Stunde diese Thematik einbringt und sich jetzt letztendlich nur auf die Kriminalität einschießt. Die anderen Thematiken, zum Beispiel Islamisierung, sind von Ihnen überhaupt nicht angesprochen worden. (Abg. Strache: Kommen noch!)
Abg. Ing. Westenthaler: Das erklären Sie uns am besten! Wir sind schon sehr gespannt!
Aber am Beispiel Wien möchte ich eines gleich zitieren. (Abg. Ing. Westenthaler: Das erklären Sie uns am besten! Wir sind schon sehr gespannt!) – So ist es. – Wenn wir von konfessionellen Lehrern reden, reden wir am Beispiel Wien von 1 161 Lehrern. Da sind aber griechisch-orthodoxe, buddhistische, alt-katholische, koptische, mosaische, serbisch-orthodoxe, evangelische, islamische und römisch-katholische Lehrer mit dabei. Es gibt 774 römisch-katholische Religionslehrer, 169 islamische und 141 evangelische. (Abg. Ing. Westenthaler: Themaverfehlung!)
Abg. Ing. Westenthaler: Themaverfehlung!
Aber am Beispiel Wien möchte ich eines gleich zitieren. (Abg. Ing. Westenthaler: Das erklären Sie uns am besten! Wir sind schon sehr gespannt!) – So ist es. – Wenn wir von konfessionellen Lehrern reden, reden wir am Beispiel Wien von 1 161 Lehrern. Da sind aber griechisch-orthodoxe, buddhistische, alt-katholische, koptische, mosaische, serbisch-orthodoxe, evangelische, islamische und römisch-katholische Lehrer mit dabei. Es gibt 774 römisch-katholische Religionslehrer, 169 islamische und 141 evangelische. (Abg. Ing. Westenthaler: Themaverfehlung!)
Abg. Scheibner: Wer macht das? – Sie!
Die Vorgehensweise – und im Gegensatz zu Ihnen sind wir nicht diejenigen, die Hass verbreiten und aufhetzen (Abg. Scheibner: Wer macht das? – Sie!), sondern wir versuchen, auch Maßnahmen dagegen zu ergreifen – und die Entscheidung der Frau Bundesministerin Schmied waren richtig, sie hat eine moralisch und juristisch richtige Entscheidung getroffen und diesem Lehrer die Unterrichtserlaubnis entzogen. Das war ein wichtiges Signal – und das alleine als Signal war nicht genug! Es wurde auch ein zusätzliches Maßnahmenpaket für den Religionsunterricht geschnürt, in dem ein klares Bekenntnis zu Demokratie und Menschenrechten eine Basis ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Vorgehensweise – und im Gegensatz zu Ihnen sind wir nicht diejenigen, die Hass verbreiten und aufhetzen (Abg. Scheibner: Wer macht das? – Sie!), sondern wir versuchen, auch Maßnahmen dagegen zu ergreifen – und die Entscheidung der Frau Bundesministerin Schmied waren richtig, sie hat eine moralisch und juristisch richtige Entscheidung getroffen und diesem Lehrer die Unterrichtserlaubnis entzogen. Das war ein wichtiges Signal – und das alleine als Signal war nicht genug! Es wurde auch ein zusätzliches Maßnahmenpaket für den Religionsunterricht geschnürt, in dem ein klares Bekenntnis zu Demokratie und Menschenrechten eine Basis ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Das ist Themaverfehlung! Wir sind bei einem anderen Tagesordnungspunkt!
Die islamische Glaubensgemeinschaft hat sich dazu verpflichtet, fünf Punkte einzuführen und diese bei Zuwiderhandlung auch zu ahnden. Es werden für das neue Schuljahr neue Dienstverträge ausgegeben, wo die Werte der Demokratie, der Menschenrechte und vor allen Dingen das Bekenntnis zu unserer Verfassung festgeschrieben sind. Lehrer, die sich davon distanzieren, denen ist die Unterrichtserlaubnis zu entziehen. Im April soll ein neuer Lehrplan nach modernen Qualitätskriterien entstehen, Schulbücher und Lehrmaterialien sollen von einem unabhängigen wissenschaftlichen Beirat überprüft werden. Die Fachinspektoren sollen in Zukunft jedes Semester einen Tätigkeitsbericht direkt an das Unterrichtsministerium verfassen. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist Themaverfehlung! Wir sind bei einem anderen Tagesordnungspunkt!)
Beifall bei der SPÖ.
Aber eines kann ich Ihnen ganz, ganz deutlich sagen: Rassismus und Verhetzung finden bei uns hier keinen Platz! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Betreffend Asylanträge, weil Sie immer so gerne Zahlen zitieren, ist zu sagen: Im Jahr 1999 gab es 20 000 Asylanträge, im Jahr 2007 waren es 11 921. Ja, es stimmt, es gab einen leichten Anstieg von 7,45 Prozent im Jahr 2008 – das sind rund 800 Fälle – auf 12 800. Aber dem gegenüber stehen im Jahr 2008 3 512 positive Entscheide. Diejenigen, die Asyl brauchen, sollen auch Asyl erhalten, denn Asyl soll ein Menschenrecht bleiben. (Beifall bei der SPÖ.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Zu allen alten, noch offenen Fällen, die der Asylgerichtshof aufzuarbeiten hat, ist zu sagen: Aus dem Jahr 2007 sind das 25 000 Fälle. Bis zum zweiten Halbjahr des Jahres 2008 wurde die Zahl bereits auf 22 100 reduziert, das Ziel soll sein (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), bis 2010 den gesamten Rückstand aufzuarbeiten, und Ziel muss sein, dass die Verfahrensdauer letztendlich kürzer ist, als sie bisher ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zu allen alten, noch offenen Fällen, die der Asylgerichtshof aufzuarbeiten hat, ist zu sagen: Aus dem Jahr 2007 sind das 25 000 Fälle. Bis zum zweiten Halbjahr des Jahres 2008 wurde die Zahl bereits auf 22 100 reduziert, das Ziel soll sein (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), bis 2010 den gesamten Rückstand aufzuarbeiten, und Ziel muss sein, dass die Verfahrensdauer letztendlich kürzer ist, als sie bisher ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Die kriegt wieder aufgedreht! Wir werden abgedreht!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Frau Abgeordnete, Sie haben Ihre Redezeit aufgebraucht. Einen Schlusssatz noch. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: Die kriegt wieder aufgedreht! Wir werden abgedreht!)
Beifall für die das Rednerpult verlassende Abg. Lueger. – Abg. Ing. Westenthaler: Was ist das für eine Vorsitzführung?
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Frau Abgeordnete, das war mehr als ein Satz. (Beifall für die das Rednerpult verlassende Abg. Lueger. – Abg. Ing. Westenthaler: Was ist das für eine Vorsitzführung?)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Wissen Sie, was eines der höchsten Güter eines Staates ist? Das ist die Sicherheit. Und wissen Sie, wofür Österreich zum Beispiel im Tourismus steht? Österreich ist in der ganzen Welt als das sicherste Tourismusland bekannt. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Nur ein Beispiel!
Wenn das Thema Sicherheit von der Opposition darauf aufgehängt wird, dass der Frau Ministerin die Handtasche abhanden gekommen ist (Abg. Scheibner: Nur ein Beispiel!) oder dass die Polizisten zu wenig warme Pullover für den Winter haben, dann, glaube ich, hat man wirklich den Ernst der Sache verkannt.
Abg. Ing. Westenthaler: Die Tasche ist weg!
Etwas möchte ich hier aber auch noch dazusagen, ohne jetzt groß die Statistik zu bemühen: Die Frage dabei ist immer: Was kommt unterm Strich heraus? (Abg. Ing. Westenthaler: Die Tasche ist weg!) Unterm Strich kommt heraus, dass Österreich und Bayern zu den sichersten Staaten auf dieser Welt gehören. Seien wir doch stolz darauf, was Österreich beim Thema Sicherheit unter allen Ministern der Nachkriegszeit und unserer jetzigen Frau Minister zuwege gebracht hat! Seien wir stolz darauf, dass Österreich für den Tourismus als sicheres Land gilt und Österreich generell ein sicheres Land ist! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Etwas möchte ich hier aber auch noch dazusagen, ohne jetzt groß die Statistik zu bemühen: Die Frage dabei ist immer: Was kommt unterm Strich heraus? (Abg. Ing. Westenthaler: Die Tasche ist weg!) Unterm Strich kommt heraus, dass Österreich und Bayern zu den sichersten Staaten auf dieser Welt gehören. Seien wir doch stolz darauf, was Österreich beim Thema Sicherheit unter allen Ministern der Nachkriegszeit und unserer jetzigen Frau Minister zuwege gebracht hat! Seien wir stolz darauf, dass Österreich für den Tourismus als sicheres Land gilt und Österreich generell ein sicheres Land ist! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mayerhofer: Das stimmt ja nicht! 1 000 Ausbildungsplätze, Herr Kollege!
Im Regierungsübereinkommen steht: 1 000 Polizisten in den nächsten fünf Jahren mehr. (Abg. Mayerhofer: Das stimmt ja nicht! 1 000 Ausbildungsplätze, Herr Kollege!) Im Regierungsübereinkommen steht, dass Asylverfahren schneller abgewickelt werden sollen. Die Zahlen dafür sind heute alle schon auf den Tisch gekommen, und ich möchte sie nicht weiter wiederholen. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Im Regierungsübereinkommen steht: 1 000 Polizisten in den nächsten fünf Jahren mehr. (Abg. Mayerhofer: Das stimmt ja nicht! 1 000 Ausbildungsplätze, Herr Kollege!) Im Regierungsübereinkommen steht, dass Asylverfahren schneller abgewickelt werden sollen. Die Zahlen dafür sind heute alle schon auf den Tisch gekommen, und ich möchte sie nicht weiter wiederholen. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Ing. Westenthaler: Das war im Vorjahr, Herr Kollege!
Wenn heute Zeitungsberichte zitiert werden, dann möchte ich einmal einen anderen Zeitungsbericht zitieren: „Österreich geizte im Vorjahr mit Asyl-Zuerkennung. Nur halb so viele Menschen bekamen in zweiter Instanz Asyl – starker Rückgang bei Asyl für Tschetschenen.“ (Abg. Ing. Westenthaler: Das war im Vorjahr, Herr Kollege!)
Abg. Petzner: Weil ihr es euch vor der Landtagswahl nicht sagen traut! So schaut es aus! – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.
Die Prüfung sei überhaupt noch nicht eingeleitet worden, heißt es. „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann ich Ihnen versichern, dass weder Judenburg noch ein anderer Standort für die Errichtung der Erstaufnahmestelle ausgewählt worden ist.“ – Von der Frau Ministerin persönlich unterschrieben und auch den zuständigen Personen zugesandt. (Abg. Petzner: Weil ihr es euch vor der Landtagswahl nicht sagen traut! So schaut es aus! – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Vernadern wir nicht dieses Land nach außen hin, dass es uns nicht geht wie der Türkei oder Ägypten, wo die Touristen nicht mehr wissen, wo sie hinfahren sollen! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Dr. Manfred Haimbuchner (FPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Werte Damen und Herren Kollegen! Hohes Haus! Frau Kollegin Fekter, jedes Mal, wenn wir das Innenministerium oder Ihre Tätigkeit kritisieren, kommen Sie her und sagen: Ich nehme meine Beamten in Schutz! – Wir kritisieren die Beamten überhaupt nicht, wir kritisieren Ihre Politik! (Beifall bei der FPÖ.) Nehmen Sie nicht die Beamten des Innenministeriums, nehmen Sie nicht die Exekutivbeamten in Geiselhaft; unterstützen Sie lieber die Beamten! – Das wäre Ihre Aufgabe.
Ruf bei der ÖVP: Gott sei Dank!
Seit vielen Jahren stellt die ÖVP den Innenminister – nun eine Innenministerin. (Ruf bei der ÖVP: Gott sei Dank!) Die Frau Kollegin Fekter soll nunmehr der ÖVP ein Law-and-order-Image verpassen, aber die Zahlen und Fakten sprechen halt eine andere Sprache. Alleine in Oberösterreich, Frau Bundesministerin, haben wir 195 Opfer pro Tag durch kriminelle Handlungen. Besonders besorgniserregend: Jede fünfte Straftat wird mittlerweile von Jugendlichen begangen, von 14- bis 18-Jährigen, in Linz sind es derzeit 24 Prozent. Was unternehmen Sie dagegen? – Überhaupt nichts! Sie haben keine Antworten. Sie reden immer von Sicherheitsgefühl, aber Sie müssen einmal für wirkliche Sicherheit sorgen, nicht nur für ein Sicherheitsgefühl! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Seit vielen Jahren stellt die ÖVP den Innenminister – nun eine Innenministerin. (Ruf bei der ÖVP: Gott sei Dank!) Die Frau Kollegin Fekter soll nunmehr der ÖVP ein Law-and-order-Image verpassen, aber die Zahlen und Fakten sprechen halt eine andere Sprache. Alleine in Oberösterreich, Frau Bundesministerin, haben wir 195 Opfer pro Tag durch kriminelle Handlungen. Besonders besorgniserregend: Jede fünfte Straftat wird mittlerweile von Jugendlichen begangen, von 14- bis 18-Jährigen, in Linz sind es derzeit 24 Prozent. Was unternehmen Sie dagegen? – Überhaupt nichts! Sie haben keine Antworten. Sie reden immer von Sicherheitsgefühl, aber Sie müssen einmal für wirkliche Sicherheit sorgen, nicht nur für ein Sicherheitsgefühl! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Und das an österreichischen Schulen!
Ich zitiere Ihnen nur ein wenig aus diesem Buch: Die Frau, die sich parfümiert und durch eine Menschenansammlung geht, ist eine Ehebrecherin. (Abg. Strache: Und das an österreichischen Schulen!) – Das ist an österreichischen Schulen in Verwendung gestanden. (Abg. Kickl: Die Frau Minister interessiert das nicht! Die liest lieber Zeitung!)
Abg. Kickl: Die Frau Minister interessiert das nicht! Die liest lieber Zeitung!
Ich zitiere Ihnen nur ein wenig aus diesem Buch: Die Frau, die sich parfümiert und durch eine Menschenansammlung geht, ist eine Ehebrecherin. (Abg. Strache: Und das an österreichischen Schulen!) – Das ist an österreichischen Schulen in Verwendung gestanden. (Abg. Kickl: Die Frau Minister interessiert das nicht! Die liest lieber Zeitung!)
Beifall bei der FPÖ.
Skandal sondergleichen. Das ist mit einer liberalen europäischen Gesellschaft überhaupt nicht zu vereinbaren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir müssen zu einer anderen Politik zurückkehren. Wir müssen zu einer wirklichen Sicherheitspolitik zurückkehren, und zwar dergestalt, dass wir nicht nur die Sorgen und Ängste der Menschen ernst nehmen, sondern dass wir auch tatsächlich handeln. Wir brauchen nicht nur ein Sicherheitsgefühl, sondern wir müssen für wahre Sicherheit in unserer Heimat, der Republik Österreich sorgen. Dafür steht die Freiheitliche Partei. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Bundesministerin Dr. Fekter: Kärntner Wahlrede! – Abg. Mag. Kogler: Die habt ihr orange eingefärbt! Gebt es zu!
Abgeordneter Maximilian Linder (BZÖ): Geschätzte Frau Bundesminister! Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kollegen im Plenum! Vor allem aber liebe Zuhörer aus meiner Heimatgemeinde Afritz am See! (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Bundesministerin Dr. Fekter: Kärntner Wahlrede! – Abg. Mag. Kogler: Die habt ihr orange eingefärbt! Gebt es zu!) Selbstverständlich!
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ
In den Schulen geht es bereits so weit geht, dass man die Kinder auffordert, nicht mehr „Grüß Gott“ zu sagen, aus Rücksicht und falschem Verständnis den muslimischen Mitschülern gegenüber. Es ist, wie ich meine, der nächste Schritt, dass wir lernen müssen, zu unserer Kultur zu stehen (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ), sonst wird uns der Islam immer mehr unterwandern, unterlaufen. Und ich denke, es ist notwendig, zu unserer Religion, zu unserer Kultur und zu unserem Brauchtum zu stehen. Wir in Kärnten haben mit dem Moscheenverbot den richtigen Schritt gesetzt, mit dem wir zeigen, dass wir zu unserer Religion und zu unserer Kultur stehen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
In den Schulen geht es bereits so weit geht, dass man die Kinder auffordert, nicht mehr „Grüß Gott“ zu sagen, aus Rücksicht und falschem Verständnis den muslimischen Mitschülern gegenüber. Es ist, wie ich meine, der nächste Schritt, dass wir lernen müssen, zu unserer Kultur zu stehen (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ), sonst wird uns der Islam immer mehr unterwandern, unterlaufen. Und ich denke, es ist notwendig, zu unserer Religion, zu unserer Kultur und zu unserem Brauchtum zu stehen. Wir in Kärnten haben mit dem Moscheenverbot den richtigen Schritt gesetzt, mit dem wir zeigen, dass wir zu unserer Religion und zu unserer Kultur stehen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Und wenn dann unser damaliger Landeshauptmann rigoros vorging und diese Personen aus unserem Bundesland wegschickte, es dann aber leider noch Leute gibt, die Mitleid mit diesen Asylanten haben, verstehe ich die Welt nicht mehr. (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Strache.
Wir sollten lernen, zu unseren Gesetzen zu stehen, und die Leute, die als Gäste oder als Asylwerber zu uns kommen, anhalten, sich auch an diese zu halten. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Strache.)
Heiterkeit bei BZÖ, ÖVP und FPÖ
Wir in Kärnten haben mit unserem Flüchtlingslager auf der Saualm oben, wie ich meine, ein Projekt geschaffen, das in ganz Österreich seinesgleichen sucht. Viele Landeshauptleute hätten gerne ein solches. Und wir freuen uns auch, dass die Frau Innenminister bei ihrem Besuch bei uns in Kärnten ausdrücklich erwähnt hat, dass dieses „Saualm-Lager“ (Heiterkeit bei BZÖ, ÖVP und FPÖ) den Gesetzen entspricht und seinen Zweck erfüllt. (Beifall beim BZÖ.) Deshalb, glaube ich, sollten sich auch die anderen Bundesländer ein Beispiel daran nehmen, anstelle mit dem Finger darauf zu zeigen. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Pilz: Deutsch lernen!)
Beifall beim BZÖ.
Wir in Kärnten haben mit unserem Flüchtlingslager auf der Saualm oben, wie ich meine, ein Projekt geschaffen, das in ganz Österreich seinesgleichen sucht. Viele Landeshauptleute hätten gerne ein solches. Und wir freuen uns auch, dass die Frau Innenminister bei ihrem Besuch bei uns in Kärnten ausdrücklich erwähnt hat, dass dieses „Saualm-Lager“ (Heiterkeit bei BZÖ, ÖVP und FPÖ) den Gesetzen entspricht und seinen Zweck erfüllt. (Beifall beim BZÖ.) Deshalb, glaube ich, sollten sich auch die anderen Bundesländer ein Beispiel daran nehmen, anstelle mit dem Finger darauf zu zeigen. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Pilz: Deutsch lernen!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Pilz: Deutsch lernen!
Wir in Kärnten haben mit unserem Flüchtlingslager auf der Saualm oben, wie ich meine, ein Projekt geschaffen, das in ganz Österreich seinesgleichen sucht. Viele Landeshauptleute hätten gerne ein solches. Und wir freuen uns auch, dass die Frau Innenminister bei ihrem Besuch bei uns in Kärnten ausdrücklich erwähnt hat, dass dieses „Saualm-Lager“ (Heiterkeit bei BZÖ, ÖVP und FPÖ) den Gesetzen entspricht und seinen Zweck erfüllt. (Beifall beim BZÖ.) Deshalb, glaube ich, sollten sich auch die anderen Bundesländer ein Beispiel daran nehmen, anstelle mit dem Finger darauf zu zeigen. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Pilz: Deutsch lernen!)
Beifall beim BZÖ.
Um weiterhin der Ausländerkriminalität Einhalt zu gebieten, fordern wir mehr Polizisten. Es ist unserem Landeshauptmann Gerhard Dörfler gelungen, schon 50 Polizisten mehr nach Kärnten zu bekommen, und wir hoffen, dass wir die restlichen 250 auch noch bekommen. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Pilz: Grammatik!
Liebe Frau Innenminister, wenn es Ihnen nicht gelingt, in Österreich für Schutz und Ordnung für die einheimische Bevölkerung zu sorgen, egal, ob Sie es nicht wollen oder ob Sie von Ihrem Koalitionspartner daran gehindert werden, lassen Sie uns in Kärnten weiterhin für unsere Kärntner zu sorgen, rigoros gegen die Ausländerkriminalität vorzugehen (Abg. Dr. Pilz: Grammatik!), und bestrafen Sie uns nicht mit dem Erstauffanglager-Süd! (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Strache.)
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Strache.
Liebe Frau Innenminister, wenn es Ihnen nicht gelingt, in Österreich für Schutz und Ordnung für die einheimische Bevölkerung zu sorgen, egal, ob Sie es nicht wollen oder ob Sie von Ihrem Koalitionspartner daran gehindert werden, lassen Sie uns in Kärnten weiterhin für unsere Kärntner zu sorgen, rigoros gegen die Ausländerkriminalität vorzugehen (Abg. Dr. Pilz: Grammatik!), und bestrafen Sie uns nicht mit dem Erstauffanglager-Süd! (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Strache.)
Abg. Scheibner: „Vermischen“ heißt das!
Abgeordnete Mag. Alev Korun (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Damen und Herren auch auf der Galerie und vor den Fernsehbildschirmen! Es wäre natürlich nicht die FPÖ, wenn sie nicht lauter Dinge zusammenhauen würde, wie zum Beispiel Kriminalität, Ausländer, Asylwerber, Moslems. (Abg. Scheibner: „Vermischen“ heißt das!) Das wird alles in einen Topf geschmissen – Herr Kollege, ich kann Deutsch, danke! –, und rauskommen soll dann das absolut Böse, das immer abzulehnen ist (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das ist leider die Wahrheit!), egal, ob das jetzt völlig undifferenziert Ausländer und Ausländerinnen sind, unter die – es wurde schon angemerkt – übrigens auch bundesdeutsche Staatsbürger und Staatsbürgerinnen und andere EU-Angehörige fallen, ob das Asylwerber, Asylwerberinnen sind, völlig ohne Differenzierung, ob die straffällig geworden sind oder nicht, ob das die 400 Muslime und Musliminnen sind, die in unserem Land leben (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: 400?), die mehrfach österreichische Staatsangehörige sind (Abg. Strache: 400? 400 000! Sie kennen sich bei Zahlen überhaupt
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das ist leider die Wahrheit!
Abgeordnete Mag. Alev Korun (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Damen und Herren auch auf der Galerie und vor den Fernsehbildschirmen! Es wäre natürlich nicht die FPÖ, wenn sie nicht lauter Dinge zusammenhauen würde, wie zum Beispiel Kriminalität, Ausländer, Asylwerber, Moslems. (Abg. Scheibner: „Vermischen“ heißt das!) Das wird alles in einen Topf geschmissen – Herr Kollege, ich kann Deutsch, danke! –, und rauskommen soll dann das absolut Böse, das immer abzulehnen ist (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das ist leider die Wahrheit!), egal, ob das jetzt völlig undifferenziert Ausländer und Ausländerinnen sind, unter die – es wurde schon angemerkt – übrigens auch bundesdeutsche Staatsbürger und Staatsbürgerinnen und andere EU-Angehörige fallen, ob das Asylwerber, Asylwerberinnen sind, völlig ohne Differenzierung, ob die straffällig geworden sind oder nicht, ob das die 400 Muslime und Musliminnen sind, die in unserem Land leben (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: 400?), die mehrfach österreichische Staatsangehörige sind (Abg. Strache: 400? 400 000! Sie kennen sich bei Zahlen überhaupt
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: 400?
Abgeordnete Mag. Alev Korun (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Damen und Herren auch auf der Galerie und vor den Fernsehbildschirmen! Es wäre natürlich nicht die FPÖ, wenn sie nicht lauter Dinge zusammenhauen würde, wie zum Beispiel Kriminalität, Ausländer, Asylwerber, Moslems. (Abg. Scheibner: „Vermischen“ heißt das!) Das wird alles in einen Topf geschmissen – Herr Kollege, ich kann Deutsch, danke! –, und rauskommen soll dann das absolut Böse, das immer abzulehnen ist (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das ist leider die Wahrheit!), egal, ob das jetzt völlig undifferenziert Ausländer und Ausländerinnen sind, unter die – es wurde schon angemerkt – übrigens auch bundesdeutsche Staatsbürger und Staatsbürgerinnen und andere EU-Angehörige fallen, ob das Asylwerber, Asylwerberinnen sind, völlig ohne Differenzierung, ob die straffällig geworden sind oder nicht, ob das die 400 Muslime und Musliminnen sind, die in unserem Land leben (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: 400?), die mehrfach österreichische Staatsangehörige sind (Abg. Strache: 400? 400 000! Sie kennen sich bei Zahlen überhaupt
Beifall bei den Grünen. – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.
Das ist Sündenbockpolitik, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen. – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.)
Abg. Scheibner: Solche Schönfärber brauchen wir auch nicht! – Abg. Strache: Aufdecker brauchen wir!
Das ist Sündenbockpolitik, alle in einen Topf zu hauen und alle gleichzeitig mit Kriminellen gleichzusetzen. Und das ist Angstmacherei, und wir brauchen in unserem Land und in unserer Politik ganz sicher keine Angstmacher und Angstmacherinnen. (Abg. Scheibner: Solche Schönfärber brauchen wir auch nicht! – Abg. Strache: Aufdecker brauchen wir!) Wir brauchen Problemlöser und Problemlöserinnen, denn wir haben – ja – auch Probleme hinsichtlich der Kriminalität in unserem Land. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Aufdecker der Realität sind wir!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Aufdecker der Realität sind wir!
Das ist Sündenbockpolitik, alle in einen Topf zu hauen und alle gleichzeitig mit Kriminellen gleichzusetzen. Und das ist Angstmacherei, und wir brauchen in unserem Land und in unserer Politik ganz sicher keine Angstmacher und Angstmacherinnen. (Abg. Scheibner: Solche Schönfärber brauchen wir auch nicht! – Abg. Strache: Aufdecker brauchen wir!) Wir brauchen Problemlöser und Problemlöserinnen, denn wir haben – ja – auch Probleme hinsichtlich der Kriminalität in unserem Land. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Aufdecker der Realität sind wir!)
Abg. Mag. Stefan: Es gibt ja keine anderen mehr!
Stichwort sogenannter Asylmissbrauch. Ein Lieblingswort der Freiheitlichen übrigens, denn „Asyl“ nehmen die Freiheitlichen und auch das BZÖ nur mehr im Zusammenhang mit dem Wort „Missbrauch“ in den Mund. (Abg. Mag. Stefan: Es gibt ja keine anderen mehr!)
Abg. Mag. Stefan: Woher soll ein Asylant kommen? Aus welchem Land soll ein Asylant kommen?
Ich frage Sie: Wenn österreichische Häuselbauer und Häuselbauerinnen einen Antrag stellen und wenn dieser Antrag abgelehnt wird, sagen Sie dann, das ist Missbrauch der österreichischen Bauordnung? (Abg. Mag. Stefan: Woher soll ein Asylant kommen? Aus welchem Land soll ein Asylant kommen?) Wenn sich österreichische Studierende auf der Uni für eine Prüfung anmelden und diese Prüfung nicht bestehen, sagen Sie dann, das ist Missbrauch der österreichischen Universitäten?
Ironische Heiterkeit bei FPÖ und BZÖ. – Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Das ist ja ungeheuerlich! – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.
Sehr geehrte Kollegen und Kolleginnen von den Freiheitlichen und vom BZÖ, geben Sie es zu: Sie haben keine Ahnung vom Rechtsstaat! Das ist das Problem! (Ironische Heiterkeit bei FPÖ und BZÖ. – Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Das ist ja ungeheuerlich! – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.)
Abg. Strache: 85 Prozent Ablehnung! – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.
Zur Erinnerung: Das sind Leute, von denen Sie wollen, dass sie nach dem ersten Negativbescheid schleunigst abgeschoben werden sollen. In über 30 Prozent der Fälle hat der Unabhängige Bundesasylsenat beziehungsweise der Asylgerichtshof Beschwerden stattgegeben und gesagt, die Bescheide der ersten Instanz waren nicht in Ordnung, diese Menschen sind verfolgt im Sinne der Genfer Flüchtlingskonvention, sie müssen Asyl bekommen. (Abg. Strache: 85 Prozent Ablehnung! – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei den Grünen.
So viel zu Ihrer Behauptung vom angeblichen Asylmissbrauch und dass die Mehrzahl der österreichischen Asylwerber und Asylwerberinnen Missbrauchsfälle wären. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Ing. Westenthaler – auf die ORF-Koje weisend –: Es ist schon aus! Die Übertragung ist schon aus!
Zur Kriminalität noch ein letzter Satz: Sie wenden einen sehr üblichen Trick an, der uns von Ihnen schon sattsam bekannt ist, Sie setzen nämlich die Zahl der Anzeigen mit der Zahl der Verurteilungen gleich. Eine Information an alle, die hier zuschauen und zuhören (Abg. Ing. Westenthaler – auf die ORF-Koje weisend –: Es ist schon aus! Die Übertragung ist schon aus!): Ungefähr jede sechste Anzeige führt zu einer Verurteilung, sowohl bei Inländern als auch bei Ausländern. (Abg. Mag. Stefan: Weil sie zuerst einmal den Täter fassen müssen!) Hören Sie bitte mit Ihren Märchen auf, und halten Sie sich sowohl an die Zahlen als auch an den Rechtsstaat! (Beifall bei den Grünen.) Dann könnten wir Kriminalitätsprobleme in Österreich gut und rechtsstaatlich lösen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Stefan: Weil sie zuerst einmal den Täter fassen müssen!
Zur Kriminalität noch ein letzter Satz: Sie wenden einen sehr üblichen Trick an, der uns von Ihnen schon sattsam bekannt ist, Sie setzen nämlich die Zahl der Anzeigen mit der Zahl der Verurteilungen gleich. Eine Information an alle, die hier zuschauen und zuhören (Abg. Ing. Westenthaler – auf die ORF-Koje weisend –: Es ist schon aus! Die Übertragung ist schon aus!): Ungefähr jede sechste Anzeige führt zu einer Verurteilung, sowohl bei Inländern als auch bei Ausländern. (Abg. Mag. Stefan: Weil sie zuerst einmal den Täter fassen müssen!) Hören Sie bitte mit Ihren Märchen auf, und halten Sie sich sowohl an die Zahlen als auch an den Rechtsstaat! (Beifall bei den Grünen.) Dann könnten wir Kriminalitätsprobleme in Österreich gut und rechtsstaatlich lösen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Zur Kriminalität noch ein letzter Satz: Sie wenden einen sehr üblichen Trick an, der uns von Ihnen schon sattsam bekannt ist, Sie setzen nämlich die Zahl der Anzeigen mit der Zahl der Verurteilungen gleich. Eine Information an alle, die hier zuschauen und zuhören (Abg. Ing. Westenthaler – auf die ORF-Koje weisend –: Es ist schon aus! Die Übertragung ist schon aus!): Ungefähr jede sechste Anzeige führt zu einer Verurteilung, sowohl bei Inländern als auch bei Ausländern. (Abg. Mag. Stefan: Weil sie zuerst einmal den Täter fassen müssen!) Hören Sie bitte mit Ihren Märchen auf, und halten Sie sich sowohl an die Zahlen als auch an den Rechtsstaat! (Beifall bei den Grünen.) Dann könnten wir Kriminalitätsprobleme in Österreich gut und rechtsstaatlich lösen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Zur Kriminalität noch ein letzter Satz: Sie wenden einen sehr üblichen Trick an, der uns von Ihnen schon sattsam bekannt ist, Sie setzen nämlich die Zahl der Anzeigen mit der Zahl der Verurteilungen gleich. Eine Information an alle, die hier zuschauen und zuhören (Abg. Ing. Westenthaler – auf die ORF-Koje weisend –: Es ist schon aus! Die Übertragung ist schon aus!): Ungefähr jede sechste Anzeige führt zu einer Verurteilung, sowohl bei Inländern als auch bei Ausländern. (Abg. Mag. Stefan: Weil sie zuerst einmal den Täter fassen müssen!) Hören Sie bitte mit Ihren Märchen auf, und halten Sie sich sowohl an die Zahlen als auch an den Rechtsstaat! (Beifall bei den Grünen.) Dann könnten wir Kriminalitätsprobleme in Österreich gut und rechtsstaatlich lösen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Molterer: Was heißt das? Was machen Sie bei den späteren Tagesordnungspunkten?
Abgeordneter Ing. Norbert Hofer (FPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Meine Damen und Herren! Wir haben diese Einwendungsdebatte verlangt, weil wir der Überzeugung sind, dass es heute zwei ganz wesentliche Punkte gibt, die auf der Tagesordnung stehen: einerseits die Frage der Kurzarbeit – die auch prominent gereiht ist –, aber andererseits auch die Frage, wie es mit der AUA in Zukunft weitergeht. Immerhin ist geplant, dass wir einen Betrag von einer halben Milliarde Euro in dieses Unternehmen investieren, und da ist es schon wichtig, dass wir das nicht unter ferner liefen ganz am Ende der Tagesordnung behandeln, sondern wirklich dann diskutieren, wenn wir uns der Aufmerksamkeit aller Mandatare auch sicher sein können. (Abg. Mag. Molterer: Was heißt das? Was machen Sie bei den späteren Tagesordnungspunkten?)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Molterer, Ihre Karriere als Vizekanzler und Zwischenrufer ist legendär, aber ich bitte Sie: Sie sind ja dafür verantwortlich! Sie waren doch Finanzminister in dieser Zeit und haben die Verantwortung für dieses Debakel! Wir bezahlen jetzt 500 Millionen € – und Sie sitzen lässig da mit der orangen Mappe und betätigen sich als Zwischenrufer. Ich „gratuliere“, Herr ehemaliger Finanzminister Molterer! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kopf: Also von dir bin ich Seriöseres gewohnt!
Augen zu und durch!, das ist Ihre Devise (Abg. Kopf: Also von dir bin ich Seriöseres gewohnt!), oder nach Kurt Ostbahn: I wü’s gar net wissen, net so genau! – Das ist Ihre Devise, Herr Molterer. Und Tatsache ist (neuerlicher Zwischenruf bei der ÖVP) – ich rege mich schon auf, bitte, denn da geht es um eine halbe Milliarde Euro! –: Ein Unternehmer aus Österreich, der die zweitgrößte Firma im Bereich der Luftfahrt hat (Abg. Mag. Molterer: Und die AUA ist Ihnen wurscht!) – sie war Ihnen wurscht, die AUA –, hat sich dafür interessiert, die AUA zu unterstützen – der stellt heute noch Leute an! –,
neuerlicher Zwischenruf bei der ÖVP
Augen zu und durch!, das ist Ihre Devise (Abg. Kopf: Also von dir bin ich Seriöseres gewohnt!), oder nach Kurt Ostbahn: I wü’s gar net wissen, net so genau! – Das ist Ihre Devise, Herr Molterer. Und Tatsache ist (neuerlicher Zwischenruf bei der ÖVP) – ich rege mich schon auf, bitte, denn da geht es um eine halbe Milliarde Euro! –: Ein Unternehmer aus Österreich, der die zweitgrößte Firma im Bereich der Luftfahrt hat (Abg. Mag. Molterer: Und die AUA ist Ihnen wurscht!) – sie war Ihnen wurscht, die AUA –, hat sich dafür interessiert, die AUA zu unterstützen – der stellt heute noch Leute an! –,
Abg. Mag. Molterer: Und die AUA ist Ihnen wurscht!
Augen zu und durch!, das ist Ihre Devise (Abg. Kopf: Also von dir bin ich Seriöseres gewohnt!), oder nach Kurt Ostbahn: I wü’s gar net wissen, net so genau! – Das ist Ihre Devise, Herr Molterer. Und Tatsache ist (neuerlicher Zwischenruf bei der ÖVP) – ich rege mich schon auf, bitte, denn da geht es um eine halbe Milliarde Euro! –: Ein Unternehmer aus Österreich, der die zweitgrößte Firma im Bereich der Luftfahrt hat (Abg. Mag. Molterer: Und die AUA ist Ihnen wurscht!) – sie war Ihnen wurscht, die AUA –, hat sich dafür interessiert, die AUA zu unterstützen – der stellt heute noch Leute an! –,
Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Strache: Da lachen sogar die Molterers!
und meldete sich im Büro von Herrn Molterer. Und was sagte Herr Molterer? – Die Politik mischt sich in die Angelegenheiten der AUA nicht ein! (Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Strache: Da lachen sogar die Molterers!) – Herr Molterer hat doch gar kein Interesse gehabt, eine rot-weiß-rote Lösung zu finden! Das ist doch die Wahrheit, meine Damen und Herren!
Beifall bei der FPÖ.
Ich fordere daher die Staatsanwaltschaft auf, hier endlich aktiv zu werden! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordneter Josef Bucher (BZÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir haben dieses Verlangen auf eine Debatte, was die Änderung oder Umreihung der Tagesordnung anlangt, ganz bewusst gestellt, weil ich glaube, dass es überhaupt einmalig ist, dass man hinsichtlich eines 500-Millionen-Coups, der den Steuerzahler trifft, ein derartiges Verhalten an den Tag legt, was die Tagesordnung anlangt, dass man diese wichtige Angelegenheit irgendwo zwischen Uruguay und was weiß ich welche Abkommen hineinschummelt. Das gehört an die Spitze einer Tagesordnung, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das war im Hohen Haus noch nie da, dass man einen so prominenten Punkt wie die AUA, diese 500 Millionen €, die der Steuerzahler aufzubringen hat, dass man diese Transferleistung mit einer derartigen Missachtung behandelt und diese Regierung es nicht der Mühe wert findet, überhaupt dazu Stellung beziehen zu wollen. Wir haben es wirklich versucht, auch in der Präsidiale, die Regierungsparteien davon zu überzeugen, dass die Thematik AUA äußerst wichtig ist, die Österreich berührt und die Menschen betrifft. Es geht ja um die fliegende Identität Österreichs, von der sehr viel die Rede ist und in den letzten Jahren die Rede war – und jeden Österreicher, jede Österreicherin verbindet irgendetwas mit der AUA: ein gemeinsames Flugerlebnis oder was auch immer, und ebenso die vielen Beschäftigten dort. Es ist auf alle Fälle in den letzten Jahren sehr viel an Steuermitteln in die AUA hineingeflossen. Und Sie, meine sehr geehrten Damen und Herren, machen eine Beschwichtigungspolitik, die ihresgleichen sucht. So kann man mit einem so wichtigen Unternehmen wie der AUA einfach nicht umgehen! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das ist ja auch etwas, das typisch ist, was Ihr Verhalten anlangt: dass Sie die Oppositionsrechte zwar hier am Rednerpult immer so sehr loben und hervorstreichen und wie eine Monstranz vor sich hertragen, Herr Kollege Cap, aber wenn es drauf ankommt, auch einmal die Wünsche und Begehrlichkeiten der Opposition ernst zu nehmen, jedes Mal einen Rückzieher machen, sich hinter Ihren Mehrheiten verschanzen und dafür sorgen, dass die Opposition nicht zu ihrem Recht kommt, ihren Verlangen nicht zum Durchbruch verholfen wird und nicht auch deren Themen einmal an die Spitze der Tagesordnung gestellt werden, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ
Sie von der Koalition pendeln zwischen Gleichgültigkeit und Überforderung hin und her: Gleichgültigkeit, was die Anliegen der Bevölkerung anlangt (Beifall beim BZÖ), und Überforderung, was die Aufgabenstellungen und die Themen auf der Höhe der Zeit anlangt. Als ein einziges Beispiel dafür sei nur etwa das Bankenrettungspaket genannt, wo wir alle noch immer im Dunkeln herumtasten, noch immer nicht wissen, ob diese 100 Milliarden € auch wirklich richtig waren, ob sie auch wirklich eingesetzt werden, ob die Mittel auch wirklich dort landen, wo man sie haben und wohin man sie transferieren wollte. Es ist inzwischen eine Fülle von Regierungstätigkeiten zusammengekommen, die einfach nicht zusammenpassen, die vor allem nicht in das Hohe Haus Eingang finden.
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Einzig und allein Sie sind verantwortlich dafür, dass jetzt der Steuerzahler 500 Millionen € leisten muss, damit die AUA überhaupt noch ihren Betrieb aufrechterhalten kann; dass 250 Millionen für einen Überbrückungskredit zur Verfügung gestellt werden müssen, damit die Flieger überhaupt weiter abheben können. Sie haben die AUA an die Lufthansa verkauft, ohne dass Sie das Vergabeverfahren berücksichtigt und eingehalten hätten. Es werden eine Reihe von Klagen auf die AUA, aber auch auf die Regierung zukommen. Was Sie hier bewiesen haben, meine sehr geehrten Damen und Herren von der Regierung, ist kein Lehrstück der Wirtschaftlichkeit, sondern ein Desaster, das seinesgleichen sucht. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Cap –: Die Ötsch-Verteidigungsrede ist das jetzt!
Präsident Fritz Neugebauer: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Klubobmann Dr. Cap. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Cap –: Die Ötsch-Verteidigungsrede ist das jetzt!)
Abg. Ing. Westenthaler: Das ist der Gegensatz zu Ihnen! ...!
Da vorhin davon die Rede war, wer die Verantwortung trägt: Entschuldigung, Herr Klubobmann Bucher, Sie sind ja Unternehmer (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist der Gegensatz zu Ihnen! ...!), Sie denken ja über den Tellerrand, nehme ich einmal an, hinaus; denn würden Sie das nicht tun, könnten Sie Ihr Unternehmen nicht führen. Es ist ein erfolgreiches Unternehmen, das Sie führen, daher nehme ich an, dass Sie über den Tellerrand hinaus denken. Sie wissen doch ganz genau, wodurch unter anderem die Situation bei Fluglinien – global, aber auch bei den Austrian Airlines – entstanden ist (Abg. Dr. Moser – einen Rechnungshofbericht in die Höhe haltend –: Das steht genau drinnen!): jahrelang hohe Kerosinpreise, die natürlich ihre Auswirkungen haben! Das kann man doch nicht einfach wegeskamotieren! Oder: eine Konkurrenzsituation, eine Wettbewerbssituation, die ebenfalls ihre Auswirkungen gehabt hat. (Abg. Scheibner: ... in der Mitte der Tagesordnung?)
Abg. Dr. Moser – einen Rechnungshofbericht in die Höhe haltend –: Das steht genau drinnen!
Da vorhin davon die Rede war, wer die Verantwortung trägt: Entschuldigung, Herr Klubobmann Bucher, Sie sind ja Unternehmer (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist der Gegensatz zu Ihnen! ...!), Sie denken ja über den Tellerrand, nehme ich einmal an, hinaus; denn würden Sie das nicht tun, könnten Sie Ihr Unternehmen nicht führen. Es ist ein erfolgreiches Unternehmen, das Sie führen, daher nehme ich an, dass Sie über den Tellerrand hinaus denken. Sie wissen doch ganz genau, wodurch unter anderem die Situation bei Fluglinien – global, aber auch bei den Austrian Airlines – entstanden ist (Abg. Dr. Moser – einen Rechnungshofbericht in die Höhe haltend –: Das steht genau drinnen!): jahrelang hohe Kerosinpreise, die natürlich ihre Auswirkungen haben! Das kann man doch nicht einfach wegeskamotieren! Oder: eine Konkurrenzsituation, eine Wettbewerbssituation, die ebenfalls ihre Auswirkungen gehabt hat. (Abg. Scheibner: ... in der Mitte der Tagesordnung?)
Abg. Scheibner: ... in der Mitte der Tagesordnung?
Da vorhin davon die Rede war, wer die Verantwortung trägt: Entschuldigung, Herr Klubobmann Bucher, Sie sind ja Unternehmer (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist der Gegensatz zu Ihnen! ...!), Sie denken ja über den Tellerrand, nehme ich einmal an, hinaus; denn würden Sie das nicht tun, könnten Sie Ihr Unternehmen nicht führen. Es ist ein erfolgreiches Unternehmen, das Sie führen, daher nehme ich an, dass Sie über den Tellerrand hinaus denken. Sie wissen doch ganz genau, wodurch unter anderem die Situation bei Fluglinien – global, aber auch bei den Austrian Airlines – entstanden ist (Abg. Dr. Moser – einen Rechnungshofbericht in die Höhe haltend –: Das steht genau drinnen!): jahrelang hohe Kerosinpreise, die natürlich ihre Auswirkungen haben! Das kann man doch nicht einfach wegeskamotieren! Oder: eine Konkurrenzsituation, eine Wettbewerbssituation, die ebenfalls ihre Auswirkungen gehabt hat. (Abg. Scheibner: ... in der Mitte der Tagesordnung?)
Abg. Ing. Westenthaler: Es geht um die Tagesordnung, Herr Klubobmann Cap!
Ich leugne nicht, dass es auch Managementfehler gegeben hat. (Abg. Ing. Westenthaler: Es geht um die Tagesordnung, Herr Klubobmann Cap!) Ich leugne nicht, dass die Verantwortung natürlich auch dort anzusiedeln ist. Aber ich weigere mich, dabei nicht auch die objektiven Faktoren zu berücksichtigen, die auch eine Rolle spielen. (Abg. Bucher: Auch! Auch!) Ja, aber das muss man dazusagen (Abg. Bucher: Und der Herr Faymann ist nicht schuld?!), denn, Herr Klubobmann Bucher, als Sie hier am Rednerpult gestanden sind, haben Sie immer nur gesagt: Die Politik ist schuld, die Politik ist schuld! – und im Hinterkopf haben Sie kurz wieder an die zwei Landtagswahlen am Sonntag, den 1. März gedacht –, aber Sie haben nicht darauf Bezug genommen, dass man, wenn man darüber seriös eine Debatte führen will, auch darüber nachdenken muss, was die Faktoren sind.
Abg. Bucher: Auch! Auch!
Ich leugne nicht, dass es auch Managementfehler gegeben hat. (Abg. Ing. Westenthaler: Es geht um die Tagesordnung, Herr Klubobmann Cap!) Ich leugne nicht, dass die Verantwortung natürlich auch dort anzusiedeln ist. Aber ich weigere mich, dabei nicht auch die objektiven Faktoren zu berücksichtigen, die auch eine Rolle spielen. (Abg. Bucher: Auch! Auch!) Ja, aber das muss man dazusagen (Abg. Bucher: Und der Herr Faymann ist nicht schuld?!), denn, Herr Klubobmann Bucher, als Sie hier am Rednerpult gestanden sind, haben Sie immer nur gesagt: Die Politik ist schuld, die Politik ist schuld! – und im Hinterkopf haben Sie kurz wieder an die zwei Landtagswahlen am Sonntag, den 1. März gedacht –, aber Sie haben nicht darauf Bezug genommen, dass man, wenn man darüber seriös eine Debatte führen will, auch darüber nachdenken muss, was die Faktoren sind.
Abg. Bucher: Und der Herr Faymann ist nicht schuld?!
Ich leugne nicht, dass es auch Managementfehler gegeben hat. (Abg. Ing. Westenthaler: Es geht um die Tagesordnung, Herr Klubobmann Cap!) Ich leugne nicht, dass die Verantwortung natürlich auch dort anzusiedeln ist. Aber ich weigere mich, dabei nicht auch die objektiven Faktoren zu berücksichtigen, die auch eine Rolle spielen. (Abg. Bucher: Auch! Auch!) Ja, aber das muss man dazusagen (Abg. Bucher: Und der Herr Faymann ist nicht schuld?!), denn, Herr Klubobmann Bucher, als Sie hier am Rednerpult gestanden sind, haben Sie immer nur gesagt: Die Politik ist schuld, die Politik ist schuld! – und im Hinterkopf haben Sie kurz wieder an die zwei Landtagswahlen am Sonntag, den 1. März gedacht –, aber Sie haben nicht darauf Bezug genommen, dass man, wenn man darüber seriös eine Debatte führen will, auch darüber nachdenken muss, was die Faktoren sind.
Abg. Strache: Das ist eine Bankenkrise in Wirklichkeit, keine Wirtschaftskrise!
Und als Drittes ist jetzt noch die Wirtschaftskrise dazugekommen (Abg. Strache: Das ist eine Bankenkrise in Wirklichkeit, keine Wirtschaftskrise!), die Wirtschafts- und Finanzkrise mit den Auswirkungen auf die Buchungen, auf den Ticketverkauf, mit Fluglinien, die zugrunde gegangen sind, weltweit. (Abg. Strache: Eine Bankensystemkrise, in Wirklichkeit!) Bitte, das muss man sich aber anschauen! Das ist, bitte, ein weltweites Faktum: vorher schon das Joch der hohen Kerosinpreise – und dann letztlich auch noch die Wirtschaftskrise. Das war dann für manche zu viel. (Abg. Bucher: Warum hat der Ötsch gehen müssen?)
Abg. Strache: Eine Bankensystemkrise, in Wirklichkeit!
Und als Drittes ist jetzt noch die Wirtschaftskrise dazugekommen (Abg. Strache: Das ist eine Bankenkrise in Wirklichkeit, keine Wirtschaftskrise!), die Wirtschafts- und Finanzkrise mit den Auswirkungen auf die Buchungen, auf den Ticketverkauf, mit Fluglinien, die zugrunde gegangen sind, weltweit. (Abg. Strache: Eine Bankensystemkrise, in Wirklichkeit!) Bitte, das muss man sich aber anschauen! Das ist, bitte, ein weltweites Faktum: vorher schon das Joch der hohen Kerosinpreise – und dann letztlich auch noch die Wirtschaftskrise. Das war dann für manche zu viel. (Abg. Bucher: Warum hat der Ötsch gehen müssen?)
Abg. Bucher: Warum hat der Ötsch gehen müssen?
Und als Drittes ist jetzt noch die Wirtschaftskrise dazugekommen (Abg. Strache: Das ist eine Bankenkrise in Wirklichkeit, keine Wirtschaftskrise!), die Wirtschafts- und Finanzkrise mit den Auswirkungen auf die Buchungen, auf den Ticketverkauf, mit Fluglinien, die zugrunde gegangen sind, weltweit. (Abg. Strache: Eine Bankensystemkrise, in Wirklichkeit!) Bitte, das muss man sich aber anschauen! Das ist, bitte, ein weltweites Faktum: vorher schon das Joch der hohen Kerosinpreise – und dann letztlich auch noch die Wirtschaftskrise. Das war dann für manche zu viel. (Abg. Bucher: Warum hat der Ötsch gehen müssen?)
Abg. Dr. Moser – neuerlich den Rechnungshofbericht in die Höhe haltend –: Das steht ja alles drinnen!
Jetzt kann man noch einmal darüber diskutieren, dass eine prophetische Managementführung oder Politikführung vor Jahren schon vielleicht ein anderes Konzept entwickeln hätte müssen. (Abg. Dr. Moser – neuerlich den Rechnungshofbericht in die Höhe haltend –: Das steht ja alles drinnen!)
Abg. Strache: Der Herr Ötsch hat uns vor einem Dreivierteljahr erzählt, wie klass alles ist! – Das ist ja, bitte, eine Frotzelei!
Ich weiß, was drinnen steht. Aber ich sage Ihnen nur: Ich bin nur dafür, dass wir, wenn wir das diskutieren, niemanden und nichts aus der Verantwortung herauslassen und nicht so tun, als wäre die Politik imstande, mit prophetischen Gaben Wirtschaftskrisen über Jahre vorauszusehen, sie mit einem Fingerschnipser zu verhindern oder zu bewältigen, Kerosinpreise mit einen Schnipser runter- oder raufzubewegen. Das ist absurd! So können wir eine politische Debatte nicht führen, wenn wir versuchen wollen, sie seriös zu führen. Und wir sollten sie seriös führen, weil es hier um Tausende und Abertausende Beschäftigte geht. (Abg. Strache: Der Herr Ötsch hat uns vor einem Dreivierteljahr erzählt, wie klass alles ist! – Das ist ja, bitte, eine Frotzelei!)
Abg. Mag. Kogler: Gehört eh! – Wer hat das abgestellt?
Jetzt komme ich zu einem weiteren Punkt: Das ist eine ganz neue Debatte, die wir heute hier führen, denn bis jetzt sind Einwendungsdebatten vor allem geführt worden über die Frage, ob etwas überhaupt auf der Tagesordnung ist. (Abg. Mag. Kogler: Gehört eh! – Wer hat das abgestellt?) Das ist heute auf der Tagesordnung. Wenn ich das, was Sie sagen, zu Ende denke, dann manchen wir statt eines Plenartages gleich sieben, und nur mehr einen ersten Tagesordnungspunkt und keinen zweiten und keinen dritten mehr (Abg. Scheibner: Mein Gott na! – Ruf beim BZÖ: Das ist sogar unter Ihrem Niveau!), denn: Diese Abwertungsdiskussion, dass alles, was am zweiten, dritten, vierten, fünften Platz ist, nichts mehr wert ist, entwertet ja letztlich auch unsere Arbeit! – Sie tun ja so, wie wenn das um 2 Uhr in der Früh auf der Tagesordnung wäre. Das ist ja absurd! Das ist auf der Tagesordnung, das wird diskutiert, das wird die Medien interessieren. Das wird auch uns selbstverständlich zu interessieren haben, und wir werden das selbstverständlich auch zu diskutieren haben.
Abg. Scheibner: Mein Gott na! – Ruf beim BZÖ: Das ist sogar unter Ihrem Niveau!
Jetzt komme ich zu einem weiteren Punkt: Das ist eine ganz neue Debatte, die wir heute hier führen, denn bis jetzt sind Einwendungsdebatten vor allem geführt worden über die Frage, ob etwas überhaupt auf der Tagesordnung ist. (Abg. Mag. Kogler: Gehört eh! – Wer hat das abgestellt?) Das ist heute auf der Tagesordnung. Wenn ich das, was Sie sagen, zu Ende denke, dann manchen wir statt eines Plenartages gleich sieben, und nur mehr einen ersten Tagesordnungspunkt und keinen zweiten und keinen dritten mehr (Abg. Scheibner: Mein Gott na! – Ruf beim BZÖ: Das ist sogar unter Ihrem Niveau!), denn: Diese Abwertungsdiskussion, dass alles, was am zweiten, dritten, vierten, fünften Platz ist, nichts mehr wert ist, entwertet ja letztlich auch unsere Arbeit! – Sie tun ja so, wie wenn das um 2 Uhr in der Früh auf der Tagesordnung wäre. Das ist ja absurd! Das ist auf der Tagesordnung, das wird diskutiert, das wird die Medien interessieren. Das wird auch uns selbstverständlich zu interessieren haben, und wir werden das selbstverständlich auch zu diskutieren haben.
Abg. Ing. Westenthaler: Wo es um die Arbeitslosigkeit geht! ... alle arbeitslos!
Wogegen ich mich besonders wehre, ist, dass Sie gegen den ersten Tagesordnungspunkt so sehr wettern, bei dem es um die Kurzarbeit geht (Abg. Ing. Westenthaler: Wo es um die Arbeitslosigkeit geht! ... alle arbeitslos!), bei dem es unter anderem auch um öffentliche Gelder geht, bei dem es um die Wirtschaft geht, um die Beschäftigten geht, um tragische Schicksale geht, weil plötzlich Kurzarbeit stattfindet, eine Verringerung der Einkommen erfolgt und manche dann ihren Arbeitsplatz verlieren. – Das ist für Sie nichts wert? (Abg. Bucher: Natürlich! Aber Ihnen ist die AUA unangenehm! – Ruf beim BZÖ: Arbeitsplätze gibt’s bei der AUA!) Das hat keine Bedeutung? Dass das an einer prominenten Stelle der Tagesordnung aufscheint, das wollen Sie nicht?!
Abg. Bucher: Natürlich! Aber Ihnen ist die AUA unangenehm! – Ruf beim BZÖ: Arbeitsplätze gibt’s bei der AUA!
Wogegen ich mich besonders wehre, ist, dass Sie gegen den ersten Tagesordnungspunkt so sehr wettern, bei dem es um die Kurzarbeit geht (Abg. Ing. Westenthaler: Wo es um die Arbeitslosigkeit geht! ... alle arbeitslos!), bei dem es unter anderem auch um öffentliche Gelder geht, bei dem es um die Wirtschaft geht, um die Beschäftigten geht, um tragische Schicksale geht, weil plötzlich Kurzarbeit stattfindet, eine Verringerung der Einkommen erfolgt und manche dann ihren Arbeitsplatz verlieren. – Das ist für Sie nichts wert? (Abg. Bucher: Natürlich! Aber Ihnen ist die AUA unangenehm! – Ruf beim BZÖ: Arbeitsplätze gibt’s bei der AUA!) Das hat keine Bedeutung? Dass das an einer prominenten Stelle der Tagesordnung aufscheint, das wollen Sie nicht?!
Beifall bei der SPÖ.
Wo ist denn Ihr soziales Empfinden? Schminken Sie sich das Wort „sozial“ gleich einmal ab, denn das ist Kälte, soziale Kälte, die Sie hier ausstrahlen, indem Sie sagen, das braucht nicht vorne als erster Tagesordnungspunkt gereiht zu sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Strache: Tausende AUA-Familien, die dann nicht wissen, wie es weitergeht! Das ist soziale Kälte!
Da geht es um Tausende und Abertausende Beschäftigte! (Abg. Strache: Tausende AUA-Familien, die dann nicht wissen, wie es weitergeht! Das ist soziale Kälte!) – Das können wir daher nicht zulassen. Deshalb sind wir dafür und bleiben dabei, dass das der erste Punkt der Tagesordnungspunkt bleibt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Da geht es um Tausende und Abertausende Beschäftigte! (Abg. Strache: Tausende AUA-Familien, die dann nicht wissen, wie es weitergeht! Das ist soziale Kälte!) – Das können wir daher nicht zulassen. Deshalb sind wir dafür und bleiben dabei, dass das der erste Punkt der Tagesordnungspunkt bleibt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten des BZÖ. – Abg. Grosz: Bravo!
Aber warum eigentlich diese Einwendungsdebatte und am besten gleich noch die Rückverweisung? – Sie haben übrigens überhaupt nicht dazugesagt, warum Sie nicht bereit waren, das auf Platz zwei zu stellen. Auch dieses Kompromissangebot hat es gegeben! – Es bestand die klare Absicht, das nicht nur hinter Uruguay, sondern vor allem auf einen Zeitpunkt nach Mitternacht zu verräumen. Das ist Ihre Mitternachtspolitik, das ist die finstere AUA-Politik, und die setzt sich hier fort! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten des BZÖ. – Abg. Grosz: Bravo!)
Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.
Das heißt, Sie verhindern die Aufklärung des Umstandes, wie es dazu kommen konnte, stützen Manager, die von vorne bis hinten gelogen haben, das Parlament auf jeden Fall angelogen haben – ob sie den Aufsichtsrat angelogen haben, wissen wir nicht. Aber all das hat hier untersucht zu werden. Und da kann man sich nicht verstecken und sagen, das sei alles nicht vom Interpellationsrecht umfasst. Ja, bei der ÖIAG, da dürfen wir ja gar nicht fragen, und bei der AUA schon gar nicht. Aber wenn Sie sich hier herinnen um 500 Millionen anstellen und alle die Hand aufhalten wollen, da sind wir auf einmal alle zuständig. Aha! – Das geht nicht zusammen! (Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei Grünen und BZÖ.
Wer 500 Millionen € von diesem Haus will, muss wenigstens die Unterlagen und die Gutachten beischaffen! Wenn Minister Pröll erklärt, das könne er nicht, das habe er nicht, dann muss ich sagen, da gackern ja die Hühner! Wenn er es nicht hat, dann soll er es sich besorgen. Er ist die Eigentümerversammlung der ÖIAG. Abgesehen davon glauben wir es ihm ohnehin nicht. Er will es nicht hier hereinbringen, aber er will die 500 Millionen €. Er will die 500 Millionen € unter anderem für einen Aufsichtsrat in der ÖIAG, dessen Privatisierungsausschuss von Sigi Wolf geleitet wird, der schon bei der Voest sein Unwesen getrieben hat, wo das Schlimmste noch verhindert werden konnte. Jetzt sitzt er dort wieder dem Privatisierungsausschuss vor. Die Betriebsräte, die im Aufsichtsrat sitzen, sind mit nichts informiert worden, haben selber Gutachten in Auftrag gegeben, weil der ganze Ausschreibungsprozess von vorne bis hinten lahmt und hinkt. Das werden wir jetzt von der EU noch zurückbekommen. Wir haben immer darauf hingewiesen. Und all das soll nicht auf den Tisch! Das Einzige, was Sie auf den Tisch knallen wollen, sind 500 Millionen € – und das geht so nicht! (Beifall bei Grünen und BZÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten des BZÖ.
Wenn Sie das nicht untersuchen wollen, dann geben Sie es zu! Aber dann kommen Sie nicht um die 500 Millionen. Deshalb werden wir konsequenterweise einen Rückverweisungsantrag stellen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten des BZÖ.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Jetzt ist er schmähstad, der Kopf!
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! (Abg. Dr. Pirklhuber: Jetzt ist er schmähstad, der Kopf!) – Wollen Sie sich zu Wort melden, Herr Pirklhuber? Kommen Sie, es geht nachher noch. Sie dürfen drei Redner melden. Einer dürfte noch von Ihnen.
Abg. Ing. Westenthaler: Mitternachtseinlage!
Meine Damen und Herren, überhaupt keine Frage, das Thema Existenzsicherung der AUA ist wichtig, ist verdammt wichtig. (Abg. Ing. Westenthaler: Mitternachtseinlage!) Darum steht es ja heute auch auf der Tagesordnung. Aber ist das Thema Kurzarbeit, Flexibilisierung der Kurzarbeit, um Kündigungen vermeiden zu können, nicht auch wichtig? Ist das Thema Korrektur beim Schutzbetrag für die Witwenpensionen nicht wichtig? Ist das Thema Kinderbetreuungsgeld, Erleichterungen und Verbesserungen bei der Rückforderung, Erleichterungen für die Mütter nicht auch wichtig? (Abg. Ing. Westenthaler: Auch das Uruguay-Abkommen ist wichtig!) Viele Themen, aber gerade diese sind besonders wichtig. Und ich denke, insbesondere, meine Damen und Herren, das Thema Sicherung der Beschäftigung, Vermeidung von Kündigungen ist gerade in der jetzigen so schwierigen Zeit doch wohl das allerwichtigste und alles überlagernde Thema. Und darum steht es auf der Tagesordnung an erster Stelle. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Auch das Uruguay-Abkommen ist wichtig!
Meine Damen und Herren, überhaupt keine Frage, das Thema Existenzsicherung der AUA ist wichtig, ist verdammt wichtig. (Abg. Ing. Westenthaler: Mitternachtseinlage!) Darum steht es ja heute auch auf der Tagesordnung. Aber ist das Thema Kurzarbeit, Flexibilisierung der Kurzarbeit, um Kündigungen vermeiden zu können, nicht auch wichtig? Ist das Thema Korrektur beim Schutzbetrag für die Witwenpensionen nicht wichtig? Ist das Thema Kinderbetreuungsgeld, Erleichterungen und Verbesserungen bei der Rückforderung, Erleichterungen für die Mütter nicht auch wichtig? (Abg. Ing. Westenthaler: Auch das Uruguay-Abkommen ist wichtig!) Viele Themen, aber gerade diese sind besonders wichtig. Und ich denke, insbesondere, meine Damen und Herren, das Thema Sicherung der Beschäftigung, Vermeidung von Kündigungen ist gerade in der jetzigen so schwierigen Zeit doch wohl das allerwichtigste und alles überlagernde Thema. Und darum steht es auf der Tagesordnung an erster Stelle. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, überhaupt keine Frage, das Thema Existenzsicherung der AUA ist wichtig, ist verdammt wichtig. (Abg. Ing. Westenthaler: Mitternachtseinlage!) Darum steht es ja heute auch auf der Tagesordnung. Aber ist das Thema Kurzarbeit, Flexibilisierung der Kurzarbeit, um Kündigungen vermeiden zu können, nicht auch wichtig? Ist das Thema Korrektur beim Schutzbetrag für die Witwenpensionen nicht wichtig? Ist das Thema Kinderbetreuungsgeld, Erleichterungen und Verbesserungen bei der Rückforderung, Erleichterungen für die Mütter nicht auch wichtig? (Abg. Ing. Westenthaler: Auch das Uruguay-Abkommen ist wichtig!) Viele Themen, aber gerade diese sind besonders wichtig. Und ich denke, insbesondere, meine Damen und Herren, das Thema Sicherung der Beschäftigung, Vermeidung von Kündigungen ist gerade in der jetzigen so schwierigen Zeit doch wohl das allerwichtigste und alles überlagernde Thema. Und darum steht es auf der Tagesordnung an erster Stelle. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Vielleicht könnten wir für die AUA-Debatte auch eine Fernsehübertragung bekommen!
Nachher kann man ständig darüber streiten. Kollege Cap hat es ohnehin schon gesagt. Diese Streitigkeit über Wertigkeiten – was ist jetzt wichtiger: das Kinderbetreuungs- geld, der Schutzbetrag bei den Witwenpensionen oder Sonstiges? –, die führt doch zu nichts! (Abg. Scheibner: Vielleicht könnten wir für die AUA-Debatte auch eine Fernsehübertragung bekommen!) Wir haben keine Fernsehübertragung, insofern ist diese Diskussion sowieso müßig, Herr Kollege Scheibner. Diese Diskussion, meine Damen und Herren, führt uns doch nicht weiter. Der Inhalt wird schon noch diskutiert werden beim entsprechenden Tagesordnungspunkt, lieber Freund.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Zur AUA: Kollege Kogler hat es ja schon gesagt, eben weil wir die AUA nicht aufgegeben haben, beschließen wir heute diese Unterstützung, diese 500 Millionen, weil wir damit sicherstellen können, dass die AUA unter dem Dach des Lufthansa-Konzerns als österreichisches Unternehmen weiterleben kann mit Standort Flughafen Wien. Und das muss doch unser großes Ziel sein, dass wir dieses Unternehmen mit dieser Unterstützung sicherstellen und so sicher in die Zukunft führen. Das ist das Wichtigste! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Eine Million Abfertigung bekommen! Ihr schmeißt einem Pleitemanager 1 Million € nach!
Rückbetrachtung ein schwerer Fehler, und dieser Fehler hat im Übrigen dem Herrn Ötsch auch den Job gekostet. Das ist ... (Abg. Ing. Westenthaler: Eine Million Abfertigung bekommen! Ihr schmeißt einem Pleitemanager 1 Million € nach!)
Abg. Neubauer: Wie wissen Sie das?
Aber was Sie dem Herrn Ötsch trotzdem nicht unterstellen dürfen, ist, dass er nicht nach bestem Wissen und Gewissen zu dem damaligen Zeitpunkt diesen Vorschlag gemacht hat. (Abg. Neubauer: Wie wissen Sie das?)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Faktum ist, wir werden heute unter dem Tagesordnungspunkt 3 dieses Thema behandeln. Wir haben diesen Punkt übrigens einen Punkt vorgereiht in der Präsidiale, das hat die Präsidentin auf Vorschlag von uns gemacht. Wir haben also sehr wohl Bereitschaft gezeigt, die Tagesordnung anzupassen. Und wir werden heute durch unseren Beschluss hoffentlich gemeinsam einen wichtigen Beitrag zur Existenzsicherung der AUA leisten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort haben sich das allemal verdient. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Alles gut und schön. Jeder Tagesordnungspunkt hat einen Wert. Aber 500 Millionen € haben einen Riesenwert, denn das fehlt uns in Zukunft im Steuertopf. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Daher sage ich Ihnen: Es interessiert mich Ihre 40-jährige Alt-Polemik, wo Sie Arbeitslose mit 500 Millionen € aufrechnen, nicht mehr. Die ist so verstaubt und die kennt dieses Haus ohnedies. – Das aber, was wir von Ihnen wollen, ist, dass Sie Parlamentarismus auch leben und Parlamentarismus nicht bis zur Mitternachtsstunde und bis zum Mitternachtsläuten verschieben. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Kopf: Was ist daran falsch?
Und der Ihnen als eher glückloser Landeshauptmannstellvertreter aus der Steiermark bekannte Herr Schützenhöfer: „Für den Wirtschaftsstandort Österreich ist die AUA geradezu ein Flaggschiff und ein Identifikationsmerkmal der Österreicherinnen und Österreicher.“ – So weit Ihre hohlen Sonntagsreden, so weit Ihre Sonntagsreden, denen keine Taten folgten. (Abg. Kopf: Was ist daran falsch?)
Beifall beim BZÖ.
Daher frage ich mich – und diese Antwort werden Sie mir geben müssen –: Was hat zu Ihrem Meinungsumschwung geführt, dass Sie nunmehr die AUA wie eine billige Braut mit der Mitgift von 500 Millionen € an die Lufthansa verschenken wollen? Was hat zu Ihrem innerhalb weniger Monate stattgefundenen Meinungsumschwung geführt, dass die AUA nicht mehr ein eigenständiges Unternehmen sein soll, sondern in Zukunft das Fluggepäck der Lufthansa, und wir kein rot-weiß-rotes Flaggschiff mehr haben? Diese Frage werden Sie mir beantworten müssen, sehr geehrte Damen und Herren von SPÖ und ÖVP. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Faktum ist: Die Herren Ötsch und Michaelis ruinieren die AUA – und Sie von Rot und Schwarz zeichnen diese Versager mit der Olympia-Medaille in der Klasse der Abfertigungen und Gehaltsfortzahlungen auf Kosten des Steuerzahlers aus. Faktum ist, 500 Millionen € geben Sie der AUA als Mitgift, verschenken Sie auf Kosten des Steuerzahlers, damit Sie dann dieses österreichische Unternehmen in den Rachen der Lufthansa werfen. 500 Millionen € an Steuergeld dafür, dass in Hinkunft die Flugverbindungen an wichtigen Wirtschaftsstandorten wie Graz, Klagenfurt, Salzburg, Innsbruck und in Vorarlberg gecancelt werden und die Wirtschaftsstandorte einen Schlag ins Gesicht versetzt bekommen. 500 Millionen € Steuergeld für die Unfähigkeit Ihrer rot-schwarzen Manager, die wir hier im Parlament sanktionieren sollen. 500 Millionen € – und für jene, die es noch immer nicht kapiert haben: 6,8 Milliarden Schilling! – wollen Sie ausgeben, obwohl dieses Parlament – Abgeordneter Kogler hat völlig recht – im zuständigen Unterausschuss nicht einmal eingeweiht werden darf. Gutachten, Unterlagen, Unternehmensbilanzen, Unternehmensentscheidungen der AUA, der ÖIAG, werden dem Parlament und dem zuständigen Ausschuss einfach versagt. Und das ist ja die eigentliche Widerwärtigkeit: vertuschen, verheimlichen. (Beifall beim BZÖ.) Die Rechte des Parlaments werden mit Füßen getreten.
Beifall beim BZÖ
Daher zu guter Letzt: Sie verräumen diese Debatte auf Tagesordnungspunkt 12, und das ist das Schändliche. Wichtig ist, dass wir darüber diskutieren, dass wir über ein österreichisches Unternehmen diskutieren. Wir wollen eine rot-weiß-rote AUA, wir wollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die stolz auf ihr Unternehmen sein können, und wir wollen eine AUA, wo die Kompetenz der Macher nicht mit der Präpotenz Ihrer Versager vertauscht wird. – Ich danke Ihnen. (Beifall beim BZÖ).
Beifall beim BZÖ.
Ich berichtige tatsächlich und stelle klar, dass es sich um den Tagesordnungspunkt 12 handelt, Herr Klubobmann Kopf. Noch nie zuvor ist ein Abgeordneter und Klubobmann so schnell der Lüge überführt worden wie Sie. Es ist peinlich, Herr Klubobmann Kopf, was Sie hier geliefert haben. (Beifall beim BZÖ.)
Öh-Rufe bei der ÖVP
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Sehr geehrter Herr Kollege Stummvoll, sehr geehrter Herr Kollege Molterer, es ist wirklich eigenartig und zeigt, wie viel Butter auf dem Kopf Sie persönlich haben müssen (Öh-Rufe bei der ÖVP), wenn Sie Ihren Abgeordneten und Klubobmann Kopf hier herausschicken und dieser dann die Versagenspolitik der ÖVP, die Versagenspolitik des Finanzministers und Vizekanzlers hier heraußen damit entschuldigt, dass er eben sagt, ja, diese Stand-alone-Sache war eine Fehleinschätzung.
Beifall bei den Grünen – Zwischenrufe bei der ÖVP
Diese Butter auf dem Kopf vergönne ich Ihnen, sehr geehrter Herr Kollege Molterer, sehr geehrter Herr Kollege Stummvoll (Beifall bei den Grünen – Zwischenrufe bei der ÖVP), die Sie ja immer behauptet haben, Sie von der ÖVP hätten die wirtschaftspolitische Kompetenz, die Sie ja auch immer gesagt haben: alles im Sinne des Unternehmens, im Sinne des Standortes!, und die Sie ebenso immer gesagt haben: Wir sind die Sparmeister der Republik!
Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.
Sie wissen ganz genau: Ja, bei der Swissair gibt es das Schweizer Kreuz auf der Heckflosse, und die Swissair bedient Zürich nach wie vor optimal. – Sie aber haben es völlig verabsäumt, eine ähnliche Lösung für die AUA rechtzeitig und ohne Aufwand an Steuergeldern herbeizuführen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.) Das war auch Ihr Fehler, Herr Stummvoll!
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten des BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das ist der Skandal, den wir heute hier – jedoch erst viel zu spät und in der Nacht – diskutieren werden. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten des BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Tagesordnungspunkt 9: Zusatzprotokoll zu den Genfer Abkommen vom 12. August 1949 und so weiter. – Wissen Sie, worum es da geht, Herr Kollege Kopf? Es geht um die Einführung des Roten Kristalls, um die internationale Einführung des Roten Kristalls als Konkurrenzzeichen in Zukunft zum Roten Halbmond und zum Roten Kreuz. Epochal wichtig, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Nein!
Ich bin überzeugt davon, meine Damen und Herren, dass Sie schon seit Tagen Schweißhände haben allein bei dem Gedanken daran, diese Gegenstände hier öffentlich diskutieren zu müssen. Sie waren bestimmt regelrecht froh, dass Sie solch einen unwichtigen Gegenstand wie 500 Millionen € zurückschieben konnten als Punkt 12 der Tagesordnung, damit die Medien nicht mit solchen Unwichtigkeiten befasst werden wie 500 Millionen € – plus 200 Millionen Haftung, die noch unterschlagen werden. Wir haben es also mit 700 Millionen € zu tun, wenn man die Volumina zusammenzieht. (Abg. Mag. Molterer: Nein!)
Abg. Mag. Molterer: Nein!
200 Millionen € sind jetzt in der Übergangsphase Haftung. Ziehen Sie das zusammen: Es geht um ein Volumen von insgesamt 700 Millionen €, das heute diskutiert wird. (Abg. Mag. Molterer: Nein!) Aber natürlich! Aber ja, Herr Kollege Molterer, das ist ja laut ÖVP nicht so wichtig. Es ist doch wurscht, ob man die Summe jetzt mit 500 oder 700 Millionen ansetzt, wenn man das Thema als Tagesordnungspunkt 12 diskutieren kann. Warum nicht gleich als Tagesordnungspunkt 24? Dann hätten Sie überhaupt keine Öffentlichkeit mehr dabei.
Beifall beim BZÖ.
Die größte Investition, die wir seit einigen Jahrzehnten vornehmen, meine Damen und Herren, die größte Investition ist bei uns einen Tagesordnungspunkt 12 wert. Sie wollen diese Investition nicht wegen ihrer Höhe so spät diskutieren. Sie hätten das normalerweise im Schaufenster gemacht, wenn es eine populäre Investition wäre. Aber nein, sie ist eben unpopulär. Und warum unpopulär? Weil es eine Genesis des Versagens Ihrer Leute in der Österreichischen Industrieholding AG, in der ÖIAG ist. Das ist der Punkt. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wenn es ein Orden wäre, den Sie hier zu zelebrieren hätten, dann stünde das ganz oben auf der Tagesordnung, dann wäre das ein riesiges Investitionspaket: Die Regierung handelt, die Regierung investiert, die Regierung reißt nieder! – Ein Schmarrn! Die Regierung zeigt hier, dass sie versagt hat und deswegen so spät darüber diskutieren möchte. Das ist der Hintergrund, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.) Heucheln Sie nicht, was Ihnen alles am Herzen liegt – Sie sind nur am Reparieren!
Abg. Kopf: So ist es!
Mittlerweile sieht es ja so aus, Herr Kollege Molterer, dass nicht nur Ihre Stand-alone-Lösung ein vollkommener Holler ist, nicht nur die Auffassung, dieses Management sei fähig, ein vollkommener Holler ist – der Holler wird noch mit 1,1 Millionen Abfertigung abgegolten; wenn jeder Konkursant in Österreich 1,1 Millionen bekommen würde, dann würde ich auch noch Konkurs anstreben –, nein, sondern jetzt stellt sich heraus, dass man noch froh sein muss, wenn die Lufthansa das Unternehmen bekommen muss, denn wenn ich mir die Alternativkosten im Insolvenzfall anschaue, der hier in Ihrer eigenen Regierungsvorlage sogar zitiert ist, dann besteht die Gefahr, dass es noch teurer wird. Dann kommt man wahrscheinlich mit den 500 Millionen € gar nicht mehr aus. (Abg. Kopf: So ist es!) – „So ist es“, sagt Kollege Kopf. Ich bitte dringend, das im Protokoll zu vermerken. Zwischenruf Kollege Kopf, Klubobmann der ÖVP: „So ist es!“ (Beifall beim BZÖ.) – Ein Skandal! Ein Beweis des Versagens dieser Regierung, meine Damen und Herren! Der Beweis des Versagens Ihrer Leute in der ÖIAG, der Beweis des Versagens Ihrer gesamten politischen Linie im Zusammenhang mit der Sanierung
Beifall beim BZÖ.
Mittlerweile sieht es ja so aus, Herr Kollege Molterer, dass nicht nur Ihre Stand-alone-Lösung ein vollkommener Holler ist, nicht nur die Auffassung, dieses Management sei fähig, ein vollkommener Holler ist – der Holler wird noch mit 1,1 Millionen Abfertigung abgegolten; wenn jeder Konkursant in Österreich 1,1 Millionen bekommen würde, dann würde ich auch noch Konkurs anstreben –, nein, sondern jetzt stellt sich heraus, dass man noch froh sein muss, wenn die Lufthansa das Unternehmen bekommen muss, denn wenn ich mir die Alternativkosten im Insolvenzfall anschaue, der hier in Ihrer eigenen Regierungsvorlage sogar zitiert ist, dann besteht die Gefahr, dass es noch teurer wird. Dann kommt man wahrscheinlich mit den 500 Millionen € gar nicht mehr aus. (Abg. Kopf: So ist es!) – „So ist es“, sagt Kollege Kopf. Ich bitte dringend, das im Protokoll zu vermerken. Zwischenruf Kollege Kopf, Klubobmann der ÖVP: „So ist es!“ (Beifall beim BZÖ.) – Ein Skandal! Ein Beweis des Versagens dieser Regierung, meine Damen und Herren! Der Beweis des Versagens Ihrer Leute in der ÖIAG, der Beweis des Versagens Ihrer gesamten politischen Linie im Zusammenhang mit der Sanierung
Beifall beim BZÖ.
der AUA! Das sollte prominent diskutiert werden und nicht zu mitternächtlicher Stunde. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Alois Gradauer (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sehr geehrte Zuhörer! Ich verstehe diese ganze Aufregung über die Tagesordnung in dieser Form nicht, weil ich nicht verstehen kann, dass SPÖ und ÖVP nicht bereit sind, nach Wichtigkeit zu reihen und damit das zu tun, was für den Staat und für die Bevölkerung notwendig ist. Ich begreife nicht, warum Sie sich so dagegen sperren. Es wäre doch überhaupt nichts dabei, die gewünschte Umreihung vorzunehmen und damit das zu tun, was der Wichtigkeit entspricht. Ich begreife das nicht. Diese Diskussion spricht bei Weitem nicht für Sie – Sie spricht eindeutig gegen Sie. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die derzeitige Situation wurde heute schon einige Male besprochen: Die AUA kann nicht einmal mehr verschenkt werden. Das muss man sich vorstellen! Dieses Unternehmen mit derart tüchtigen Mitarbeitern kann nicht einmal mehr verschenkt werden. Es muss eine Mitgift von 500 Millionen € aus dem Steuertopf bekommen. Es hat zwar der Herr Staatssekretär unlängst im Ausschuss gesagt, das sei kein Steuergeld, das hier verwendet wird, sondern die ÖIAG habe voriges Jahr 700 oder 800 Millionen verdient und davon nehme man dieses Geld. – Danke vielmals, solch einen Staatssekretär kann ich mir wirklich sparen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Auf jeden Fall sollte verhindert werden, dass Herr Ötsch eine Abfertigung bekommt, die über 1 Million € ausmacht. Das ist ein Skandal schlechthin! Wenn Sie das genehmigen und wenn Sie das durchziehen, dann wird der Bürger bei den nächsten Wahlen darauf die Antwort geben. Diese Misswirtschaft wird sich der Österreicher nicht gefallen lassen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordneter Lutz Weinzinger (FPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren in den Zuschauerrängen, insbesondere Freunde aus Leoben, herzlich willkommen! (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.) Wir führen jetzt eine interessante Diskussion, die deswegen interessant ist, weil sie aufgrund eines Geschäftsordnungstricks, wenn Sie so wollen, vorverlegt wurde. Anderenfalls hätten wir diese Diskussion irgendwann spät in der Nacht, um 23 Uhr oder mit noch mehr Glück für die Regierungsparteien um 24 Uhr, geführt, und um diese Zeit hört gar niemand mehr zu.
Abg. Hornek: Was hat dieses Gredat mit der Geschäftsordnung zu tun?
Wir könnten mit vier Direktoren auskommen, meine Damen und Herren! Wir haben einen Personalstand, der betriebswissenschaftlich, betriebswirtschaftlich nie überprüft wurde, der nie dahin gehend überprüft wurde, ob er in diesem Ausmaß tatsächlich notwendig ist, ob man nicht Verbesserungen durchführen kann. (Abg. Hornek: Was hat dieses Gredat mit der Geschäftsordnung zu tun?) Das hat mit der Geschäftsordnung insofern zu tun, dieses Gredat, als wir dieses Thema jetzt diskutieren sollten, jetzt darüber reden sollten und nicht erst um 23 oder 24 Uhr.
Beifall bei der FPÖ.
Daher: Ziehen Sie diesen Tagesordnungspunkt vor! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Hörl: Jetzt reicht es aber!
Noch einmal: Warum übernehmen Sie diese Verantwortung, ohne reinzuschauen, ohne nachzuschauen? Warum signalisieren Sie der ÖVP, die eine Partei der Leichen in fast allen Betriebskellern ist (Abg. Hörl: Jetzt reicht es aber!), warum signalisieren Sie der Österreichischen Volkspartei blindes Vertrauen? (Beifall bei den Grünen. – Abg. Hornek: Das ist eine skandalöse Frechheit!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Hornek: Das ist eine skandalöse Frechheit!
Noch einmal: Warum übernehmen Sie diese Verantwortung, ohne reinzuschauen, ohne nachzuschauen? Warum signalisieren Sie der ÖVP, die eine Partei der Leichen in fast allen Betriebskellern ist (Abg. Hörl: Jetzt reicht es aber!), warum signalisieren Sie der Österreichischen Volkspartei blindes Vertrauen? (Beifall bei den Grünen. – Abg. Hornek: Das ist eine skandalöse Frechheit!)
Abg. Hornek: Lesen Sie den Rechnungshofbericht!
Okay, Sie haben sich auf ein Flaschenpfand von 1,1 Millionen € geeinigt. Das ist eine außerordentliche Leistung, aber das war nicht der einzige Grund. Fragen Sie einmal den Finanzminister, was wirklich in der AUA passiert ist! Fragen Sie den Finanzminister, was er wirklich weiß, und wenn es Ihnen der Finanzminister nicht sagt, dann garantiere ich Ihnen Folgendes: In diesem Haus werden wir bereits in den nächsten Wochen über diese „AUA-Keller“ diskutieren, und auch über die wirklichen Verhältnisse, die in der AUA geherrscht haben, und über die Gründe, warum zwei Finanzminister trotz Informationen weggeschaut haben. (Abg. Hornek: Lesen Sie den Rechnungshofbericht!)
Beifall bei den Grünen.
Die Causa AUA kommt, auch wenn Sie sie heute in die Nacht verschieben, bei Tageslicht in dieses Haus zurück. – Das garantieren wir Ihnen! (Beifall bei den Grünen.)
Heiterkeit und demonstrativer Beifall beim BZÖ für Abg. Mag. Gaßner, der sich versehentlich erhoben hatte.
Wer dem zustimmt, den bitte ich um ein Zeichen. (Heiterkeit und demonstrativer Beifall beim BZÖ für Abg. Mag. Gaßner, der sich versehentlich erhoben hatte.) – Das ist die Minderheit. Der Antrag ist abgelehnt.
Abg. Dr. Bartenstein: Wie bitte?!
Deshalb stimmen wir als FPÖ den jetzt vorgeschlagenen Flexibilisierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Instrument der Kurzarbeit zu. Ja, es muss für die Betriebe die Möglichkeit geben, diese Kurzarbeit länger in Anspruch zu nehmen, als das bisher der Fall ist! Wir stimmen Ihnen auch in der Intention zu, wenn es darum geht, dass die Phasen der geringen Beschäftigungsmöglichkeit auch dazu genutzt werden sollen, dass man sich sozusagen auf den Erwerb von arbeitsmarktrelevanten Qualifikationen konzentriert. Ich bin nur einigermaßen skeptisch, dass ausgerechnet das AMS die Institution sein soll, der man das auch zutraut, nach all dem, was sich dort abspielt. (Abg. Dr. Bartenstein: Wie bitte?!)
Beifall bei der FPÖ.
Ich bringe Ihnen hier ein Beispiel aus dem Bereich der Post; da gibt es die sogenannten KEZ. Was da so hochtrabend unter der Bezeichnung KEZ daherkommt, das heißt „Karriere- und Entwicklungszentrum“, und das ist in Wirklichkeit nichts anderes als eine Mischung aus Guantanamo und „Legebatterie“ für Menschen, von Postmanagern, denen Sie von SPÖ und ÖVP für ihre Schließungspläne und für ihren Stellenabbau auch noch das Verdienstzeichen der Republik um den Hals hängen. Das ist eine „Endlagerstätte“ für Menschen, aber nichts, was zu einer gedeihlichen Entwicklung von Personen beiträgt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Das, was Sie da als Instrument der Arbeitsmarktpolitik mit einsetzen, ist in Wirklichkeit eine Schande für die Arbeitsmarktpolitik. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Mag. Lapp.
Wir haben das vorgeschlagen – SPÖ und ÖVP waren aber dagegen! Auch das zeigt, wie weit es bei Ihnen eigentlich wirklich mit Ethik und Moral her ist: Sie reden zwar ganz gerne davon, wenn es um den Bereich der Wirtschaft geht, aber Sie sollten dort ganz leise sein, wo es um den Bereich der eigenen Anwendung geht. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Mag. Lapp.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Unsere Unterstützung im Bereich der neuen Kurzarbeitsregelung werden Sie haben, aber wir verbinden mit dieser Unterstützung zugleich die eindringliche Mahnung an Sie, umzudenken und Ihre Strategie des permanenten Hinterherlaufens hinter der Krise und Ihre Strategie des zögerlichen Herumexperimentierens durch einen großen Wurf zu ersetzen – einen großen Entlastungswurf, wie wir ihn schon lange gefordert haben. – Wären Sie unseren Vorschlägen gefolgt, hätte das den Menschen in Österreich vieles erspart. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Bartenstein: Herr Kollege, ist das ein Aufruf zur Disziplinierung?
Besonders sonderbar, Herr Sozialminister, geht es jedoch zu, wenn Vertreter des Arbeitsmarktservice – wie zum Beispiel der Geschäftsführer des AMS Vorarlberg Strini – sagen, Behaltefristen nach Kurzarbeit seien Unsinn. – Das behauptete er gestern, wo man weiß, man redet darüber und versucht, gemeinsam Lösungen zu finden! Ich frage mich, wie ein Arbeitsmarktservice-Geschäftsführer eines Bundeslandes so eine Haltung einnehmen kann. Das ist für mich unverständlich. Er hat das nicht nur gegenüber den „Vorarlberger Nachrichten“ gesagt, sondern er denkt auch so, und das ist das Problem dabei. Ich möchte Sie wirklich fragen, Herr Sozialminister: Was kann man in so einer Situation tun? Das ist nämlich einfach nicht tolerierbar. (Abg. Dr. Bartenstein: Herr Kollege, ist das ein Aufruf zur Disziplinierung?)
Beifall bei der SPÖ.
Ich habe persönlich bis heute in der Früh 111 Kurzarbeitsvereinbarungen, Sozialpartnervereinbarungen unterschrieben. Überall ist es möglich gewesen, vernünftige Lösungen zu suchen. Wer die Vernunft zu Hause lässt, der wird jedoch mit den Betriebsräten, der Arbeitnehmerseite und den Gewerkschaften keine vernünftigen Lösungen finden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Kurzarbeit befindet. Deswegen ist dieses Instrument auch ein taugliches in Zeiten der Wirtschaftskrise. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Eine Diskussion über eine Behaltefrist nach einer Kurzarbeit und so weiter ist entbehrlich. Und zu den Aussagen, vom Kollegen Riepl gerade zitiert, die vom Leiter des AMS Vorarlberg in Bezug auf die Behaltefrist getätigt worden sind, muss ich sagen: Es gehört natürlich noch sehr, sehr viel geändert, was die Bürokratie des AMS betrifft, denn da ist auch noch einiges im Argen. (Beifall beim BZÖ.) Dazu wird dann vielleicht mein Kollege Jury hier noch einige Beispiele bringen, wie bürokratisch da vorgegangen wird.
Zwischenruf der Abg. Mag. Lapp.
Es muss auch eine arbeitsmarktrelevante hochqualifizierte Berufsausbildung für Jugendliche sichergestellt werden, denn von Maßnahmen seitens dieser Bundesregierung im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit ist weit und breit nichts zu sehen. Bereits vor Monaten wurde hier im Hohen Haus eine Ausbildungsgarantie für junge Menschen beschlossen, doch offenbar wurde von dieser Bundesregierung bisher nichts umgesetzt. (Zwischenruf der Abg. Mag. Lapp.) Es ist für mich ganz einfach schockierend, dass sich der negative Trend auf dem Arbeitsmarkt, Frau Kollegin, ungebremst weiter fortsetzt und die geplanten Maßnahmen bis dato überhaupt nicht gegriffen haben. Sie sind wirkungslos geblieben! (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Lapp.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Lapp.
Es muss auch eine arbeitsmarktrelevante hochqualifizierte Berufsausbildung für Jugendliche sichergestellt werden, denn von Maßnahmen seitens dieser Bundesregierung im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit ist weit und breit nichts zu sehen. Bereits vor Monaten wurde hier im Hohen Haus eine Ausbildungsgarantie für junge Menschen beschlossen, doch offenbar wurde von dieser Bundesregierung bisher nichts umgesetzt. (Zwischenruf der Abg. Mag. Lapp.) Es ist für mich ganz einfach schockierend, dass sich der negative Trend auf dem Arbeitsmarkt, Frau Kollegin, ungebremst weiter fortsetzt und die geplanten Maßnahmen bis dato überhaupt nicht gegriffen haben. Sie sind wirkungslos geblieben! (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Lapp.)
Beifall beim BZÖ.
Geben Sie das doch zu! Schauen Sie sich doch einmal die Arbeitslosenstatistik an, Frau Kollegin, dann werden Sie sehen, was da los ist! (Beifall beim BZÖ.) Die globale Wirtschaftskrise ist an uns nicht vorübergegangen. In Österreich hat sie dazu geführt, dass im Jänner rund 300 000 Arbeitslose gemeldet waren. Diese rund 300 000 Arbeitslosen sind Ihnen wahrscheinlich egal, Frau Kollegin. Aber so kann es nicht sein! (Widerspruch der Abg. Mag. Lapp.) Wir brauchen Anreize für Unternehmen, damit diese auch ältere Arbeitnehmer einstellen, genauso aber auch jüngere. Und das muss einmal angegangen werden, geschätzte Damen und Herren!
Widerspruch der Abg. Mag. Lapp.
Geben Sie das doch zu! Schauen Sie sich doch einmal die Arbeitslosenstatistik an, Frau Kollegin, dann werden Sie sehen, was da los ist! (Beifall beim BZÖ.) Die globale Wirtschaftskrise ist an uns nicht vorübergegangen. In Österreich hat sie dazu geführt, dass im Jänner rund 300 000 Arbeitslose gemeldet waren. Diese rund 300 000 Arbeitslosen sind Ihnen wahrscheinlich egal, Frau Kollegin. Aber so kann es nicht sein! (Widerspruch der Abg. Mag. Lapp.) Wir brauchen Anreize für Unternehmen, damit diese auch ältere Arbeitnehmer einstellen, genauso aber auch jüngere. Und das muss einmal angegangen werden, geschätzte Damen und Herren!
Beifall beim BZÖ. – Rufe bei der SPÖ: Bitte nicht! – Abg. Mag. Lapp: Der Fasching ist vorbei!
In der Baubranche kommt noch einiges auf uns zu – das werden wir erst im Sommer sehen. In Kärnten werden Maßnahmen gesetzt in den Bereichen Infrastruktur, Bauten und so weiter, um die Wirtschaft anzukurbeln. Nehmen Sie sich ein Beispiel an Kärnten! (Beifall beim BZÖ. – Rufe bei der SPÖ: Bitte nicht! – Abg. Mag. Lapp: Der Fasching ist vorbei!)
Allgemeiner Beifall.
Ich möchte eingangs die Schülerinnen und Schüler des Sacre Coeur Graz recht herzlich begrüßen, die dieser Debatte jetzt beiwohnen – herzlich willkommen! (Allgemeiner Beifall.)
Zwischenruf des Abg. Öllinger
Die letzten Monate in der Arbeitswelt haben uns gezeigt, dass Österreich nicht unabhängig vom Weltmarkt ist, dass die weltweiten Ereignisse Österreich auch erreicht haben. Vor diesem Hintergrund, Herr Kollege Kickl, ist es wichtig, auch Ruhe zu bewahren. In einer Krise sind zwei Punkte wesentlich (Zwischenruf des Abg. Öllinger): Ruhe, um den Überblick zu bewahren – Herr Kollege Öllinger, Sie haben recht –, und zur richtigen Zeit die richtigen Maßnahmen zu setzen. Da sind wir uns einig, glaube ich.
Abg. Kickl: Mit Trommelkursen beim AMS?!
Es wurden in diesem Zusammenhang bereits einige Konjunkturpakete geschnürt, und das ist ein weiterer wichtiger Schritt. Ich bin froh, dass Sie das auch als guten Schritt sehen, denn Kurzarbeit ist immer besser als Arbeitslosigkeit, vor allem mit der neu eingeführten Qualifizierungsbeihilfe. Das heißt, dass man die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder fit für den künftigen Arbeitsmarkt macht. (Abg. Kickl: Mit Trommelkursen beim AMS?!)
Abg. Kickl: Wo ist der Herr Landeshauptmann?
Menschen in Arbeit zu behalten ist sehr wesentlich für das Selbstwertgefühl eines Menschen. Unser Landeshauptmann-Stellvertreter, Hermann Schützenhöfer, sagt immer: Arbeit ist Teil der Sinnerfüllung des Lebens. – Und genau das ist es, was wir auch hiemit berücksichtigen. (Abg. Kickl: Wo ist der Herr Landeshauptmann?)
Beifall bei der ÖVP
Die Notwendigkeit von Kurzarbeit zeigt aber auch, dass Störungen im Wirtschaftssystem vorhanden sind. Diesen Störungen muss man Hoffnung entgegensetzen, und Kurzarbeit ist eben ein solches Zeichen der Hoffnung, auch der Hoffnung, dass sich die ökosoziale Marktwirtschaft mit all ihren ethischen Prinzipien durchsetzt und Aktienkurse nicht losgelöst von der Realwirtschaft gesehen werden. (Beifall bei der ÖVP), der Hoffnung, dass die Menschen, Unternehmer wie Arbeitnehmer, erkennen, dass eine florierende Wirtschaft nur in einem wertschätzenden, ausgewogenen Miteinander möglich ist. Herr Kollege Riepl, es geht nicht nur um die Arbeitnehmer, sondern auch die Unternehmer müssen miteinander gut umgehen. Es soll also eine Balance gegeben sein. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Notwendigkeit von Kurzarbeit zeigt aber auch, dass Störungen im Wirtschaftssystem vorhanden sind. Diesen Störungen muss man Hoffnung entgegensetzen, und Kurzarbeit ist eben ein solches Zeichen der Hoffnung, auch der Hoffnung, dass sich die ökosoziale Marktwirtschaft mit all ihren ethischen Prinzipien durchsetzt und Aktienkurse nicht losgelöst von der Realwirtschaft gesehen werden. (Beifall bei der ÖVP), der Hoffnung, dass die Menschen, Unternehmer wie Arbeitnehmer, erkennen, dass eine florierende Wirtschaft nur in einem wertschätzenden, ausgewogenen Miteinander möglich ist. Herr Kollege Riepl, es geht nicht nur um die Arbeitnehmer, sondern auch die Unternehmer müssen miteinander gut umgehen. Es soll also eine Balance gegeben sein. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Abschließend: Es gilt, die Krise zu meistern, die Wirtschaft zu stärken und den Menschen zu helfen, damit mit Vertrauen die Zukunft für alle bewältigt werden kann. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Birgit Schatz (Grüne): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Wir Grüne glauben prinzipiell, dass Kurzarbeit durchaus ein geeignetes Mittel ist, um vor allem in kurzen Krisen Arbeitsplätze zu erhalten. Aber so, wie dieser Antrag im Detail aussieht, können wir ihm nicht zustimmen, und ich möchte auch erläutern, warum. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Keck: Das stimmt ja gar nicht!
Es geht uns vor allem um die Einkommenssituation der Betroffenen, die Sie hier in diesem Antrag vorzeichnen. Sie können künftig die Arbeitszeit um bis zu 90 Prozent reduzieren. Das heißt, es bleibt eine Restzeit und auch ein Restlohn von 10 Prozent des Gesamtvolumens übrig. (Abg. Keck: Das stimmt ja gar nicht!) Für die restlichen 90 Prozent bekommen die Betroffenen eine Entschädigung in der Höhe von 55 Prozent. Und das führt bei mittleren Einkommen – sagen wir 1 600, 1 700 € – zu Einkommen unter der Armutsgrenze. (Abg. Riepl: Das ist ja nicht alles! Da kommt ja noch was dazu! Da kommt noch eine dritte Zahlung dazu!) Und nicht einmal nur dann, wenn wir um 90 Prozent reduzieren, sondern auch, wenn wir um 80, 70, 60 Prozent reduzieren, sind wir noch immer bei Einkommen unterhalb der Armutsgrenze. – Das ist für uns nicht akzeptabel! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Riepl: Das ist ja nicht alles! Da kommt ja noch was dazu! Da kommt noch eine dritte Zahlung dazu!
Es geht uns vor allem um die Einkommenssituation der Betroffenen, die Sie hier in diesem Antrag vorzeichnen. Sie können künftig die Arbeitszeit um bis zu 90 Prozent reduzieren. Das heißt, es bleibt eine Restzeit und auch ein Restlohn von 10 Prozent des Gesamtvolumens übrig. (Abg. Keck: Das stimmt ja gar nicht!) Für die restlichen 90 Prozent bekommen die Betroffenen eine Entschädigung in der Höhe von 55 Prozent. Und das führt bei mittleren Einkommen – sagen wir 1 600, 1 700 € – zu Einkommen unter der Armutsgrenze. (Abg. Riepl: Das ist ja nicht alles! Da kommt ja noch was dazu! Da kommt noch eine dritte Zahlung dazu!) Und nicht einmal nur dann, wenn wir um 90 Prozent reduzieren, sondern auch, wenn wir um 80, 70, 60 Prozent reduzieren, sind wir noch immer bei Einkommen unterhalb der Armutsgrenze. – Das ist für uns nicht akzeptabel! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Es geht uns vor allem um die Einkommenssituation der Betroffenen, die Sie hier in diesem Antrag vorzeichnen. Sie können künftig die Arbeitszeit um bis zu 90 Prozent reduzieren. Das heißt, es bleibt eine Restzeit und auch ein Restlohn von 10 Prozent des Gesamtvolumens übrig. (Abg. Keck: Das stimmt ja gar nicht!) Für die restlichen 90 Prozent bekommen die Betroffenen eine Entschädigung in der Höhe von 55 Prozent. Und das führt bei mittleren Einkommen – sagen wir 1 600, 1 700 € – zu Einkommen unter der Armutsgrenze. (Abg. Riepl: Das ist ja nicht alles! Da kommt ja noch was dazu! Da kommt noch eine dritte Zahlung dazu!) Und nicht einmal nur dann, wenn wir um 90 Prozent reduzieren, sondern auch, wenn wir um 80, 70, 60 Prozent reduzieren, sind wir noch immer bei Einkommen unterhalb der Armutsgrenze. – Das ist für uns nicht akzeptabel! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Riepl: Das stimmt nicht!
Meine Damen und Herren! Sie bewerten heute hier das, was vorliegt. Und das, was vorliegt, ermöglicht minus 63 Prozent Einkommen. Darum geht es! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Riepl: Das stimmt nicht!)
Abg. Riepl: Schauen Sie sich die Praxis an!
Und übrigens, wenn Sie auf die Vereinbarungen verweisen: Das, was heute die Sozialpartner vorgestellt haben, enthält keinesfalls irgendeine Mindestsicherung, was die Einkommen dieser betroffenen Menschen angeht. (Abg. Riepl: Schauen Sie sich die Praxis an!)
Beifall bei den Grünen.
Wir haben dazu einen Abänderungsantrag, der Ihnen zeigt, was Sie hätten tun können, gesetzlich hätten tun können, zum Beispiel, indem Sie sagen, mindestens in der Höhe der Ausgleichszulage, 772 €, oder Sie hätten zustimmen können, dass wir die Nettoersatzrate endlich – endlich! – anheben. Kollege Öllinger wird dazu noch mehr sagen. Wir Grüne hätten gewollt, dass wir die betroffenen Menschen gesetzlich vor Armut schützen, aber solange Sie diesen Änderungen nicht zustimmen, bleibt dieser Antrag für uns inakzeptabel. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wir Grüne wollen – und sagen das auch in einem Entschließungsantrag –, dass während der Kurzarbeit und auch zwei Jahre danach allfällig ausgeschüttete Gewinne aufgesplittet werden zwischen den Aktionären, den betroffenen Beschäftigten, die Lohneinbußen hatten und auch dem AMS als Financier der Beihilfe. Das ist für uns fair und das Mindeste, was die Profiteure hier beizutragen haben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
dann wundert mich doch sehr, dass Sie diesem Gesetz zustimmen, denn genau das steht da drinnen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Kickl: Ihre „Wirtschaftskompetenz“ haben Sie bei der BAWAG bewiesen!
Und wenn jemand hier steht und glaubt, wir können die Gesamtproduktion der österreichischen Autozulieferindustrie durch ein nationales Programm retten, dann schlage ich ihn für den Nobelpreis vor, denn diese Rechnung kann nie stimmen. Das möchte ich hier einmal grundsätzlich festhalten. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Kickl: Ihre „Wirtschaftskompetenz“ haben Sie bei der BAWAG bewiesen!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Stummvoll.
Ich möchte hier auch grundsätzlich festhalten, dass ein Solidaritätsfonds, der von Spenden lebt, in Wirklichkeit nichts anderes ist als das, was wir in einem Bundesland schon kennengelernt haben: Einer gibt Almosen an die, die er persönlich will. – Das kann nicht unsere Politik sein! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Stummvoll.)
Abg. Kickl: Das ist ja lustig!
Es ist zum Beispiel der vereinigten Opposition völlig egal, dass 45 Prozent der Arbeitslosen als höchste Qualifikationsstufe die Pflichtschule haben. Hier müssen wir uns ganz massiv bemühen, den betroffenen Menschen zu helfen (Abg. Kickl: Das ist ja lustig!), durch Qualifikationsprogramme besser zu werden – für sich selbst, nicht nur für die Wirtschaft, sondern für sich selbst als Person. – Das ist Punkt eins. (Abg. Kickl: Sie sollten mit Ihren Kollegen reden, die für den Schulbereich zuständig sind!)
Abg. Kickl: Sie sollten mit Ihren Kollegen reden, die für den Schulbereich zuständig sind!
Es ist zum Beispiel der vereinigten Opposition völlig egal, dass 45 Prozent der Arbeitslosen als höchste Qualifikationsstufe die Pflichtschule haben. Hier müssen wir uns ganz massiv bemühen, den betroffenen Menschen zu helfen (Abg. Kickl: Das ist ja lustig!), durch Qualifikationsprogramme besser zu werden – für sich selbst, nicht nur für die Wirtschaft, sondern für sich selbst als Person. – Das ist Punkt eins. (Abg. Kickl: Sie sollten mit Ihren Kollegen reden, die für den Schulbereich zuständig sind!)
Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP. – Abg. Kickl: Was halten Sie von Trommelkursen?
Punkt zwei: Wir werden 1 Milliarde € in die Hand nehmen, um die aktive Arbeitsmarktpolitik 2009 neu zu gestalten. Und auch hier sage ich Ihnen ganz salopp etwas: Ich selbst bin kein Freund von fünf Mal AMS-Kursen: Wie bewerbe ich mich richtig? Das ist nicht mein Thema. (Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP. – Abg. Kickl: Was halten Sie von Trommelkursen?) Hier haben wir, glaube ich, alle aus der Vergangenheit gelernt. Hier muss man qualitativ da oder dort nachbessern, aber wir haben mit dem AMS sehr wohl ein geeignetes Instrumentarium in der Hand. Und wir werden die Mitarbeiterzahl noch um 200 aufstocken, es wird in den nächsten 18 Monaten also um 200 Mitarbeiter mehr geben, aber nicht, um einen Mangel zu verwalten, sondern um ein Problem besser zu gestalten und aus dieser Krise heraus besser gemeinsam Dinge zu tun. – Das auch hier nur als Botschaft.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Deshalb kann ich den Standpunkt der Grünen nicht nachvollziehen. Ich glaube, hier werden ganz einfach Standpunkte vorgeschoben, die nicht nachvollziehbar sind. Wenn man Menschen wirklich liebt und wenn man für Menschen arbeiten will, dann kann man zur Kurzarbeit in der Form, wie wir sie jetzt vorschlagen, nur ja sagen. Das möchte ich auch hier noch einmal ganz offen gesagt haben. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Kickl: Jetzt reden wir aber über die, die keine Beschäftigung haben! – Abg. Mag. Schatz: Das sind Teilzeitbeschäftigte, geringfügig Beschäftigte!
Zum Schluss kommend noch ein kleines Zahlenspiel. Ich möchte an sich nicht mit Zahlen um mich werfen, weil zu viele Zahlen sehr oft verwirrend sind, aber eines sei mir gestattet: Wir hatten im Jänner dieses Jahres – bei allen Problemen, die wir mit der Arbeitslosigkeit haben, bei allen Schwierigkeiten, die wir mit der Arbeitslosigkeit haben – so viele Menschen in Beschäftigung wie noch nie. Wir finden also eine Situation vor, die auch zu einem gewissen Optimismus Anlass gibt. Wir haben diese Menschen in Beschäftigung. (Abg. Kickl: Jetzt reden wir aber über die, die keine Beschäftigung haben! – Abg. Mag. Schatz: Das sind Teilzeitbeschäftigte, geringfügig Beschäftigte!) Ich habe nicht gesagt, dass das Vollzeitäquivalente sind. Das habe ich überhaupt nicht gesagt!
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.
Wir haben Menschen in Beschäftigung, und wir haben im Jänner 2009 eine Arbeitslosenrate, die natürlich sehr hoch ist – gar keine Frage –, die aber immer noch unter jener des Jahres 2005 liegt. Das soll kein Verweisen auf eine andere Zeit sein, denn denen, die jetzt arbeitslos sind, hilft das überhaupt nicht. Wir haben aber auch die Möglichkeit, einen gewissen Optimismus zu entwickeln. Wenn wir an die Problemstellung von Haus aus mit Resignation herangehen, so wie das in einigen Redebeiträgen hier der Fall war, dann werden wir überhaupt kein Problem lösen. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Abg. Dr. Pirklhuber – auf die Bankreihen der SPÖ weisend –: Das interessiert Ihre Parteikollegen überhaupt nicht! Schauen Sie einmal, wie wenig da sitzen! – Abg. Keck: Bei euch sind es auch wenig, Kollege Pirklhuber! – Abg. Öllinger: Mehr schon!
Wir haben eine historische Chance. Nützen wir diese für Qualifizierungsmaßnahmen! (Abg. Dr. Pirklhuber – auf die Bankreihen der SPÖ weisend –: Das interessiert Ihre Parteikollegen überhaupt nicht! Schauen Sie einmal, wie wenig da sitzen! – Abg. Keck: Bei euch sind es auch wenig, Kollege Pirklhuber! – Abg. Öllinger: Mehr schon!) Nützen wir diese schwierige Zeit für Qualifizierungsmaßnahmen, nützen wir diese Zeit, um den Menschen zu helfen, mit Kurzarbeit darüber hinwegzukommen!
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
dass künftige Wirtschaftskrisen anders an uns vorübergehen, während sie uns heute leider treffen. – Danke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Keck: Bravo!
Liebe Kollegin Schatz, wir haben mit diesen Unternehmungen vereinbart, dass die Kolleginnen und Kollegen, unabhängig davon, wie stark sie von Kurzarbeit betroffen sind, ob zwei Tage oder vier Tage gearbeitet wird, ein Mindestnettoeinkommen von 90 Prozent erhalten. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Keck: Bravo!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Bartenstein.
mit denen leider bereits Verhandlungen über eine Verlängerung geführt werden. Persönlich wünsche ich mir natürlich, dass diese Verlängerung nicht benötigt wird. Ich wünsche mir, dass die Kurzarbeitsmaßnahmen zu Ende geführt werden und die Kolleginnen und Kollegen wieder zu 100 Prozent Beschäftigung haben. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Bartenstein.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn uns der EuGH die Möglichkeit abspricht, das Feststellungsverfahren weiter durchzuführen, also festzustellen, ob jemand als Selbständiger in Österreich tatsächlich auch selbständig aktiv ist oder nur scheinselbständig, damit er die entsprechenden Fristen unterlaufen kann, dann müssen wir eine Möglichkeit finden, das auch ordentlich zu regeln. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundesminister, Sie haben heute angeführt, wie wichtig soziale Maßnahmen auch in den nächsten zwei Jahren sein werden. – Erlauben Sie mir, diesen ganz kleinen Seitenhieb: Sie haben auch in der Vergangenheit schon gesagt, dass die Maßnahmen zur Bewältigung der Krise, auch soziale Maßnahmen auf europäischer Ebene getroffen werden müssen. Ich frage mich daher, wie es der ÖVP so schnell gelungen ist, Sie davon zu überzeugen, auf einen Kommissar, vielleicht auf einen Sozialkommissar zu verzichten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Kollege Riepl, ich verstehe es im Übrigen nicht, dass Sie eine halbe Stunde später, nachdem der ÖGB-Präsident und der IV-Präsident diesbezüglich einen Konsens demonstriert haben, Präsident Sorger angreifen. Ich verstehe es auch nicht, dass Sie das AMS gängeln wollen, das beste AMS der Welt, den Landesgeschäftsführer in Vorarlberg. Herr Sozialminister! Ich bin mir fast sicher, dass Sie dieser Einladung nicht folgen werden, und bin der Überzeugung, dass Meinungsfreiheit auch unter den Führungskräften des AMS in Zukunft möglich sein wird. Das sind keine weisungsgebundenen Beamten, sehr geehrter Herr Abgeordneter! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Hagenhofer.
Sehr verehrte Frau Präsidentin, eine letzte Anmerkung in Form eines Satzes, damit sich Herr Bundesminister Hundstorfer nicht noch einmal zu Wort melden muss. Sehr geehrter Herr Kollege Hofer, Sie rennen mit Ihrem Antrag offene Türen ein, denn die Bundesregierung hat – ich hätte das in dieser Phase auch so vorgeschlagen – die Übergangsfristen verlängert respektive die Inanspruchnahme schon beschlossen. Das ist beim derzeitigen Stand der Dinge absolut sinnvoll und verhindert, dass unser Arbeitsmarkt in einem Ausmaß überbeansprucht wird, wie wir uns das in den nächsten Monaten leider Gottes eben einfach nicht leisten können. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Hagenhofer.)
Abg. Grosz: Fritz Verzetnitsch!
Abgeordneter Josef Jury (BZÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Herren Bundesminister! Wenn ich mir heute ein Interview mit Ihrem politischen Stiefvater, Herr Bundesminister Hundstorfer (Abg. Grosz: Fritz Verzetnitsch!) – es ist dies der Ex-Finanzminister Hannes Androsch –, in der „Kleinen Zeitung“ anschaue – es heißt schon Stiefvater, denn Ziehsöhne können sich ihre Stiefväter nicht aussuchen –, wo es heißt, die Regierung müsse klotzen statt kleckern, Herr Minister, dann denke ich mir: Was macht die Regierung eigentlich: Arbeitsverweigerung? Was machen Sie mit dem Auftrag, den Ihnen die österreichische Bevölkerung gegeben hat?
Beifall beim BZÖ.
Meine Damen und Herren, allein in der Wasserwirtschaft gibt es Bauprogramme mit einem Volumen von 15 Milliarden €. Sie verzögern diese Bauprogramme, indem Sie sie nicht genehmigen. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Grosz: Kärnten zeigt es vor! Stan Laurel und Oliver Hardy haben Sie gespielt!
Thermische Sanierungen bei Altbauten – 100 Millionen € sind ein Klacks, Herr Minister! Da muss mehr Geld hinein. (Abg. Grosz: Kärnten zeigt es vor! Stan Laurel und Oliver Hardy haben Sie gespielt!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Herr Minister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Auch Herr Ex-Minister Bartenstein! Bitte macht keine schlechte Stimmung! Schauen wir alle, dass wir ... (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Nein, wirklich! Schauen wir lieber, dass wir den Stier bei den Hörnern packen und dieser Krise selbstbewusst begegnen. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Grosz: Das Problem dabei ist: In der Regierung haben sie nur Ochsen!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Grosz: Das Problem dabei ist: In der Regierung haben sie nur Ochsen!
Herr Minister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Auch Herr Ex-Minister Bartenstein! Bitte macht keine schlechte Stimmung! Schauen wir alle, dass wir ... (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Nein, wirklich! Schauen wir lieber, dass wir den Stier bei den Hörnern packen und dieser Krise selbstbewusst begegnen. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Grosz: Das Problem dabei ist: In der Regierung haben sie nur Ochsen!)
Beifall beim BZÖ.
Natürlich darf es da um die Ausstattung des AMS, die Verwaltung des AMS keine Diskussion geben. Wir müssen schauen, dass wir Menschen in Beschäftigung bringen. Das ist die beste Arbeitsplatzpolitik! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Kickl: An den Auswirkungen!
Abgeordneter Dietmar Keck (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine Herren Minister! Es ist sensationell, was ich hier in Bezug auf das Beschäftigungsförderungsgesetz oder die Kurzarbeit höre. Kollege Kickl zum Beispiel hat gesagt, dass die Krise abzusehen war und dass die Regierung an der Krise mit verantwortlich ist. (Abg. Kickl: An den Auswirkungen!)
Abg. Grosz: ... Kurzarbeit!
Ich kann nur sagen: Das einzige Mittel, um in dieser Krise reagieren zu können, hat dann die Regierung aufgebracht, als sie gesagt hat: Wir wollen keine Arbeitslosen haben, wir müssen sofort reagieren! (Abg. Grosz: ... Kurzarbeit!) – Und ein Mittel, um Arbeitslosigkeit zu verhindern, ist, das Kurzarbeitsmodell, das jetzt von der Regierung ausgearbeitet wurde, auch umzusetzen und das alte wirklich entscheidend zu ändern.
Abg. Grosz: Das erklären Sie einem Arbeitnehmer, ...!
Wieso entscheidend ändern? – Das alte Kurzarbeitmodell ... (Abg. Grosz: Das erklären Sie einem Arbeitnehmer, ...!) – Lieber Herr Grosz, Sie waren noch nie betroffen; Sie reden immer nur von Dingen, von denen Sie keine Ahnung haben! (Beifall bei der SPÖ.) – Das alte Kurzarbeitsmodell war auf sechs Monate befristet, mit Ausnahmen ein Jahr.
Beifall bei der SPÖ.
Wieso entscheidend ändern? – Das alte Kurzarbeitmodell ... (Abg. Grosz: Das erklären Sie einem Arbeitnehmer, ...!) – Lieber Herr Grosz, Sie waren noch nie betroffen; Sie reden immer nur von Dingen, von denen Sie keine Ahnung haben! (Beifall bei der SPÖ.) – Das alte Kurzarbeitsmodell war auf sechs Monate befristet, mit Ausnahmen ein Jahr.
Zwischenruf des Abg. Bucher.
Und wenn – ich kann das hier herinnen am Beispiel meiner Firma sagen; lieber Kollege Grosz, erkundigen Sie sich einmal! – pro Woche Aufträge im Ausmaß von 60 000 Tonnen wegbrechen, dann ist nicht die Unternehmensführung und nicht die Regierung schuld, dann muss man schauen, wer oder was daran schuld ist. (Zwischenruf des Abg. Bucher.) – Ich glaube nicht, dass bei MAN, bei MAGNA, bei STEYR, bei BMW, bei der voestalpine irgendwer schuld daran ist, dass das passiert ist, sondern ich denke, man muss handeln angesichts einer Krise, die eingetroffen ist. (Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Zwischenruf des Abg. Kickl.
Und wenn – ich kann das hier herinnen am Beispiel meiner Firma sagen; lieber Kollege Grosz, erkundigen Sie sich einmal! – pro Woche Aufträge im Ausmaß von 60 000 Tonnen wegbrechen, dann ist nicht die Unternehmensführung und nicht die Regierung schuld, dann muss man schauen, wer oder was daran schuld ist. (Zwischenruf des Abg. Bucher.) – Ich glaube nicht, dass bei MAN, bei MAGNA, bei STEYR, bei BMW, bei der voestalpine irgendwer schuld daran ist, dass das passiert ist, sondern ich denke, man muss handeln angesichts einer Krise, die eingetroffen ist. (Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Abg. Ing. Westenthaler: ... einfach immer am besten! Am besten immer!
Handeln heißt, man muss ein Modell finden, mit dem man die Beschäftigten in Beschäftigung halten kann – und das ist eben das Kurzarbeitsmodell, das von der Regierung eingeführt wird. Und es ist dringend notwendig, dass es dazu gekommen ist, damit man länger planen, den Beschäftigten länger Hoffnung geben und ihnen sagen kann: Du bist in Beschäftigung, du verlierst deine Arbeit nicht, lieber Kollege! (Abg. Ing. Westenthaler: ... einfach immer am besten! Am besten immer!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Nur die eigene Partei applaudiert!
Das ist, was richtig ist und was gut gemacht wurde, und diesbezüglich können wir alle miteinander dieser Regierung und Sozialminister Hundstorfer nur danken, dass es gekommen ist, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Nur die eigene Partei applaudiert!) Mit all den Maßnahmen, die von Ihrer Seite vorgeschlagen wurden, hätte man, wenn sie gekommen wären, die Zahl der Arbeitslosen um Zigtausende erhöht (Abg. Grosz: Der Klubobmann sitzt in der letzten Reihe, ...! – Zwischenruf des Abg. Schopf), denn von Ihnen, Kollege Grosz, sind noch nie Vorschläge gekommen, mit denen man diese Krise ein bisschen in den Griff bekommen hätte. (Beifall bei der SPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von BZÖ und SPÖ.)
Abg. Grosz: Der Klubobmann sitzt in der letzten Reihe, ...! – Zwischenruf des Abg. Schopf
Das ist, was richtig ist und was gut gemacht wurde, und diesbezüglich können wir alle miteinander dieser Regierung und Sozialminister Hundstorfer nur danken, dass es gekommen ist, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Nur die eigene Partei applaudiert!) Mit all den Maßnahmen, die von Ihrer Seite vorgeschlagen wurden, hätte man, wenn sie gekommen wären, die Zahl der Arbeitslosen um Zigtausende erhöht (Abg. Grosz: Der Klubobmann sitzt in der letzten Reihe, ...! – Zwischenruf des Abg. Schopf), denn von Ihnen, Kollege Grosz, sind noch nie Vorschläge gekommen, mit denen man diese Krise ein bisschen in den Griff bekommen hätte. (Beifall bei der SPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von BZÖ und SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von BZÖ und SPÖ.
Das ist, was richtig ist und was gut gemacht wurde, und diesbezüglich können wir alle miteinander dieser Regierung und Sozialminister Hundstorfer nur danken, dass es gekommen ist, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Nur die eigene Partei applaudiert!) Mit all den Maßnahmen, die von Ihrer Seite vorgeschlagen wurden, hätte man, wenn sie gekommen wären, die Zahl der Arbeitslosen um Zigtausende erhöht (Abg. Grosz: Der Klubobmann sitzt in der letzten Reihe, ...! – Zwischenruf des Abg. Schopf), denn von Ihnen, Kollege Grosz, sind noch nie Vorschläge gekommen, mit denen man diese Krise ein bisschen in den Griff bekommen hätte. (Beifall bei der SPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von BZÖ und SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Schopf
Nun komme ich zum Thema Kurzarbeit. – Natürlich ist auch Kurzarbeit eine Möglichkeit, einzugreifen, eine Möglichkeit, zu schauen, ob man etwas machen kann, um Menschen in Beschäftigung zu halten. Nur sollte die Politik die Regeln bestimmen! Wo sind die Regeln? – Was wir heute beschließen, ist nichts anderes als ein Gesetz, das in Ihrer Diktion mehr Flexibilität ermöglicht, in meiner Diktion noch schwammiger ist als die alten Bestimmungen. Das heißt, es macht mehr möglich, was nicht hier herinnen von der Politik kontrolliert und in den Rahmenbedingungen festgesetzt wird, sondern wo Sie als Regierungsmehrheit der Meinung sind (Zwischenruf des Abg. Schopf), das werden sich die Sozialpartner schon richten.
Beifall bei den Grünen.
Sie werfen uns vor, dass wir dem nicht zustimmen, dort, wo ich Ihnen gerade gesagt habe, dass die Politik die Rahmenbedingungen schon klarer setzen sollte, und dort, wo es darum geht, weitere Rahmenbedingungen zu setzen – einige, inklusive der Erhöhung des Arbeitslosengeldes, habe ich Ihnen genannt –, klappen Sie die Ohren zu und sagen: Das geht uns nichts an! – So wird es nichts werden mit der Verbesserung und mit der Krise als Chance! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kickl: Abzufedern! Abzufedern! – Abg. Grosz: NoVA abschaffen?!
Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend Dr. Reinhold Mitterlehner: Frau Präsidentin! Herr Kollege Hundstorfer! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Bei einigen vorhin getätigten Wortspenden ist fast der Eindruck entstanden, als ob jetzt, in dieser Krisensituation, die Möglichkeit bestanden hätte, dass wir in Österreich die Konjunkturpakete ganz rasch umsetzen, um damit diese Krise bewältigen zu können. (Abg. Kickl: Abzufedern! Abzufedern! – Abg. Grosz: NoVA abschaffen?!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Es geht nicht um Vergangenheitsverklärung – niemand tut das! –, sondern es geht darum, dass wir uns mit den Problemen der Gegenwart auseinandersetzen, damit wir die Zukunft entsprechend gestalten können. Daher ist dies ein richtiger Ansatz zur richtigen Zeit, der uns helfen wird, diese Krise zu bewältigen! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Öllinger: Woher wissen Sie das?
Das, was uns hier von den Oppositionsparteien vorgeworfen wurde, nämlich dass diese Maßnahme nicht greifen würde und zu wenig sei, ist meiner Meinung nach ein falsches Argument. Ich glaube, der Unterschied zwischen den Oppositions- und den Regierungsparteien ist Folgender: Es gibt von Seiten der Regierungsparteien Vorschläge, die verwirklicht werden können, und von Seiten der Oppositionsparteien gibt es Vorschläge, die sich in Bereichen finden, die sich nicht verwirklichen lassen. (Abg. Öllinger: Woher wissen Sie das?)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kickl.
Betreffend die Kurzarbeit wurden von den Vorrednern schon einige Punkte dargelegt, zum Beispiel, dass dieselbe eine flexible Lösung bietet, aber meinen Hauptaugenmerk möchte ich auf folgenden Aspekt richten: Ich meine, dass Menschen vor Arbeitslosigkeit bewahrt werden, ist eine wichtige Funktion in unserem Staat, denn, sehr geehrte Damen und Herren von der Opposition, wenn wir bis ins Unermessliche steigende Arbeitslosenzahlen hätten, dann würden Sie sich hier herstellen und darüber reden, wie diese Arbeitslosenzahlen niedriger gemacht werden könnten. – Der Unterschied zu den Regierungsparteien ist, dass wir daran arbeiten, dass es durch die Kurzarbeit weniger Arbeitslose gibt. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Sie haben falsche Informationen! – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kickl.
Von Seiten der Oppositionsparteien ist für mich heute sehr klar herausgekommen, dass es beispielsweise bei den Freiheitlichen nur die Ansätze gibt, dass milde Gaben verteilt werden sollen, worum sich die Menschen, die keine dunkle Hautfarbe haben, anstellen gehen dürfen, um dann eine Auszahlung bekommen, und dass – natürlich – alle Ausländer aus unserem Land entfernt werden sollen, damit die Wirtschaft dann wieder florieren kann. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Sie haben falsche Informationen! – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Abg. Öllinger: Jetzt sind Sie aber schon tief im Kaffeesudlesen drinnen! – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.
Bei den Grünen hatte ich das Gefühl, dass sie falsche Informationen haben, aber nach der Rede des Kollegen Öllinger von vorhin ist mir klar geworden, worum es ihm gegangen ist: Er will nicht, dass regional zwischen den zuständigen Sozialpartnern verhandelt wird, was für die Menschen in einer Region wesentlich und wichtig ist, sondern die Grünen wollen das in ein Gesetz hineinschreiben. Ich denke mir aber, vor Ort zu verhandeln, das bringt wesentlich bessere Leistungen, als sozusagen ein ganzes Land über einen Kamm zu scheren. (Abg. Öllinger: Jetzt sind Sie aber schon tief im Kaffeesudlesen drinnen! – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Von Seiten der Regierungsparteien wird seriös, ernsthaft und natürlich auch sehr wirksam gearbeitet, und die Adaptierung der Kurzarbeit ist ein sehr positives Beispiel dafür. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Lapp: Das habe ich von ... übernommen, Frau Kollegin! Kollege Kickl hat auch ...!
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein (FPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Herren Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wenn ich jetzt meiner Vorrednerin zugehört habe, muss ich sagen: Ein bisschen Märchenstunde war da schon dabei! (Abg. Mag. Lapp: Das habe ich von ... übernommen, Frau Kollegin! Kollege Kickl hat auch ...!) – Ich weiß nicht, wann Sie Ihre Rede vorbereitet haben; offensichtlich vor drei Wochen. Sie haben heute überhaupt nicht zugehört! Aber sei’s drum, es ist eigentlich schade um die Zeit, wenn man sich mit dieser Rede befasst.
Beifall bei der FPÖ.
sächlich alles dieser Krise in die Schuhe, auch ihre eigenen Versäumnisse, die in Wirklichkeit schon Jahre zurückliegen. Und es zeigt sich, dass der sogenannte nationale Aktionsplan die Kurzarbeit ist – sonst hat diese Regierung überhaupt nichts anzubieten. Das ist das Einzige! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren von der Regierung, vor allem meine Damen und Herren von der SPÖ, es war Ihr Bundeskanzler, der sich im Wahlkampf großkotzig hingestellt und vollmundig verkündet hat, es werden keine Postämter geschlossen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das alles ist jetzt ganz anders. Jetzt heißt es: Jetzt ist alles vorbei, jetzt schließen wir die Postämter! Die Mitarbeiter, die wir nicht brauchen, bringen wir dann in sogenannten „Karriere- und Entwicklungscentern“ unter! Das sind Institutionen, wo die Menschen zum absoluten Nichtstun verdammt sind! Und das kann nicht das sein, was wir wollen, und das kann auch nicht das sein, was Sie wollen, denn in Wahrheit geht es hier darum, dass man Menschen so lange knechtet und Menschen in ihrer Psyche so lange beschneidet, bis sie von selbst das Handtuch werfen und gehen. Das ist eine Art von Mobbing, die wir nicht unterstützen werden! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren von der Regierung, vor allem meine Damen und Herren von der SPÖ, es war Ihr Bundeskanzler, der sich im Wahlkampf großkotzig hingestellt und vollmundig verkündet hat, es werden keine Postämter geschlossen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das alles ist jetzt ganz anders. Jetzt heißt es: Jetzt ist alles vorbei, jetzt schließen wir die Postämter! Die Mitarbeiter, die wir nicht brauchen, bringen wir dann in sogenannten „Karriere- und Entwicklungscentern“ unter! Das sind Institutionen, wo die Menschen zum absoluten Nichtstun verdammt sind! Und das kann nicht das sein, was wir wollen, und das kann auch nicht das sein, was Sie wollen, denn in Wahrheit geht es hier darum, dass man Menschen so lange knechtet und Menschen in ihrer Psyche so lange beschneidet, bis sie von selbst das Handtuch werfen und gehen. Das ist eine Art von Mobbing, die wir nicht unterstützen werden! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, ich bitte Sie, dem zuzustimmen, denn schon alleine der Name „Karriere- und Entwicklungscenter“ ist wirklich Zynismus pur. Diese Menschen haben überhaupt keine Karrierechancen und schon gar keine Entwicklungschancen. Das Durchschnittsalter der Menschen dort ist 45 Jahre. Ich glaube, diese Leute sollten doch wirklich noch ehrliche Chancen auf dem Arbeitsmarkt bekommen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Aber ein gutes Modell ist besser als ein schlechtes! Können Sie mir folgen?
Es ist die Aufgabe einer Regierung und auch des Parlaments, in solchen Zeiten Modelle zu entwickeln, die helfen, die Menschen in Beschäftigung zu halten, meine sehr geehrten Damen und Herren. Darum geht es und nicht um irgendwelche zusätzlichen Wünsche, die hier an den Tag gelegt werden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Aber ein gutes Modell ist besser als ein schlechtes! Können Sie mir folgen?) Wir wissen, Herr Kollege Kogler, Sie haben nur gute Modelle, nur bringen Sie sie nicht zur Umsetzung, weil Sie sich immer im Detail verzetteln. Aber das kennen wir ja von den Grünen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei den Grünen.
Es ist die Aufgabe einer Regierung und auch des Parlaments, in solchen Zeiten Modelle zu entwickeln, die helfen, die Menschen in Beschäftigung zu halten, meine sehr geehrten Damen und Herren. Darum geht es und nicht um irgendwelche zusätzlichen Wünsche, die hier an den Tag gelegt werden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Aber ein gutes Modell ist besser als ein schlechtes! Können Sie mir folgen?) Wir wissen, Herr Kollege Kogler, Sie haben nur gute Modelle, nur bringen Sie sie nicht zur Umsetzung, weil Sie sich immer im Detail verzetteln. Aber das kennen wir ja von den Grünen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, das ist situationsgerecht und mit Hausverstand. Hier haben die Sozialpartner aufgrund ihrer Erfahrung vor Ort richtige Maßnahmen und Entscheidungen getroffen. Ich bedanke mich ganz herzlich, dass das zustande gekommen ist. Ich kann nur um die Zustimmung zu dieser Regelung ersuchen, die heute vorliegt – im Sinne der betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und im Sinne der betroffenen Unternehmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Wenn ich bei der berufsbegleitenden Ausbildung bin, reden wir genauso über das Fachhochschulwesen, über die Fachhochschulen in Österreich, und mir als Kärntner sei es gestattet, auch über den Fachhochschulbereich in Kärnten zu reden. Dieser Fachhochschulbereich in Kärnten ist ein florierender, ein starker Fachhochschulbereich, mit über 30 Studiengängen in den Bereichen Bauingenieurwesen, Architektur, Technik, Wirtschaft, Gesundheit, Soziales, wie gesagt auch berufsbegleitend. Und wenn wir hier von Arbeitsplätzen reden, ist es notwendig, in diese Ausbildung zu investieren – denn Investitionen in die Ausbildung sind natürlich eine Investition in die Qualifizierung zukünftiger Arbeitnehmer. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, ich füge diesem Entschließungsantrag an, dass dieser aufbauend auf einen einstimmigen Regierungsbeschluss der Kärntner Landesregierung gestaltet wurde, formuliert wurde, und in diesem Sinne ersuche ich vor allem die geschätzten Kolleginnen und Kollegen aus Kärnten, vor allem aus der SPÖ und der ÖVP – Obernosterer, Plassnik, Muttonen, Stauber, Köfer, Lipitsch –, diesem Antrag zu folgen im Sinne des Bildungslandes Kärnten, im Sinne unserer Wirtschaft. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich glaube, im Zeichen einer Wirtschaftskrise und im Zeichen einer sehr schwierigen Lage, in der wir uns befinden, wäre es höchst an der Zeit, hier im Lehrlingsbereich, im Ausbildungsbereich auch einmal umzudenken. Ich ersuche alle Parteien, bei dieser Diskussion mitzumachen, dann kann es vielleicht auch möglich sein, einen Allparteienantrag in dieser Richtung einzubringen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Über die besprochenen Anträge haben wir auch im Ausschuss diskutiert. Da das nicht in den Zuständigkeitsbereich des Arbeits- und Sozialministeriums fällt, haben wir im Ausschuss den Antrag gestellt, die Anträge dem Wirtschaftsministerium zuzuweisen. Ich bin überzeugt, dass es dort eine spannende Diskussion über die Lehrlingsausbildung geben wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ
Jugendliche sollten nicht nur in wirtschaftlicher, sondern auch in finanzieller Hinsicht unterstützt werden. Daher fordern wir ein Jugendstartgeld von 1 000 €. Das sehen wir als sinnvolle Starthilfe, sofern sie altersmäßig begrenzt und zweckgebunden ist (Beifall beim BZÖ) – zum Beispiel für eine Wohnungskaution oder für die Anschaffung eines Autos.
Beifall beim BZÖ.
Ein guter Ansatz hiezu wurde in Kärnten schon umgesetzt; jetzt ist die Bundesregierung gefordert, dies für ganz Österreich zu übernehmen. All unsere Bemühungen sollten in die Richtung gehen, Lehrlingsarbeitslosigkeit zu vermeiden, denn der Jugendliche ohne Ausbildung oder Beruf von heute ist der Langzeitarbeitslose von morgen. Das, sehr geehrte Damen und Herren, müssen wir gemeinsam verhindern! – Vielen Dank. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Jochen Pack (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Über diese beiden Anträge haben wir ja schon im Ausschuss kurz diskutiert und sind der Meinung, dass sie im Wirtschafts- und Industrieausschuss besser aufgehoben sind. Meine Vorrednerinnen und Vorredner sind schon darauf eingegangen, dass die Lehre beziehungsweise die duale Ausbildung eine der wichtigsten Formen ist, die es in Österreich im Bereich der Berufsausbildung und der Erlangung der Berufsreife überhaupt gibt. Das Modell, das wir in Österreich haben, ist ein sehr bewährtes, das muss man unterstreichen. Dafür muss man sich sowohl bei der öffentlichen Hand als auch bei den Unternehmerinnen und Unternehmern bedanken, denn gerade die berufsorientierte duale Ausbildung ist noch immer das Beste, was es gibt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Bevor man nur an ein Fördersystem denkt, sollte man sich zuerst die Basis genauer anschauen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ
Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz Rudolf Hundstorfer: Meine Damen und Herren! Ich möchte hier nur ganz kurz ein paar Dinge klarstellen. Zuerst möchte ich sagen, dass wir bei der Sprache sehr vorsichtig sein sollten. Es gibt den „Lehrherrn“ in Österreich schon lange nicht mehr (Beifall bei der SPÖ), wir haben den Lehrberechtigten oder die Lehrberechtigte! (Abg. Grosz: Wenn das der einzige Inhalt Ihrer Politik ist, na dann Gott schütze Österreich!) Dieser Begriff hat einen bestimmten Hintergrund, deshalb will ich ihn nicht. – Das ist Punkt eins. (Ruf bei der FPÖ: Machen Sie weiter, das ist lustig!)
Abg. Grosz: Wenn das der einzige Inhalt Ihrer Politik ist, na dann Gott schütze Österreich!
Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz Rudolf Hundstorfer: Meine Damen und Herren! Ich möchte hier nur ganz kurz ein paar Dinge klarstellen. Zuerst möchte ich sagen, dass wir bei der Sprache sehr vorsichtig sein sollten. Es gibt den „Lehrherrn“ in Österreich schon lange nicht mehr (Beifall bei der SPÖ), wir haben den Lehrberechtigten oder die Lehrberechtigte! (Abg. Grosz: Wenn das der einzige Inhalt Ihrer Politik ist, na dann Gott schütze Österreich!) Dieser Begriff hat einen bestimmten Hintergrund, deshalb will ich ihn nicht. – Das ist Punkt eins. (Ruf bei der FPÖ: Machen Sie weiter, das ist lustig!)
Ruf bei der FPÖ: Machen Sie weiter, das ist lustig!
Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz Rudolf Hundstorfer: Meine Damen und Herren! Ich möchte hier nur ganz kurz ein paar Dinge klarstellen. Zuerst möchte ich sagen, dass wir bei der Sprache sehr vorsichtig sein sollten. Es gibt den „Lehrherrn“ in Österreich schon lange nicht mehr (Beifall bei der SPÖ), wir haben den Lehrberechtigten oder die Lehrberechtigte! (Abg. Grosz: Wenn das der einzige Inhalt Ihrer Politik ist, na dann Gott schütze Österreich!) Dieser Begriff hat einen bestimmten Hintergrund, deshalb will ich ihn nicht. – Das ist Punkt eins. (Ruf bei der FPÖ: Machen Sie weiter, das ist lustig!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Was die Übernahme der Kosten der Berufsschule angeht, müssen wir erst einmal schauen, um welche Kosten es hier geht. Sind es Internatskosten, so ist diese Kostenübernahme in vielen Kollektivverträgen geregelt. Und ich glaube, Sie haben dabei nicht die Tagesberufsschulen gemeint, und auch nicht die Halbtagsberufsschulen, wo man zweimal in der Woche hingeht. – Danke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Aber wie gesagt: Was Sie unter Rennaissance verstehen, ist für uns nicht das Richtige! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei FPÖ und BZÖ. – Heftiger Widerspruch bei der SPÖ.
Abgeordneter Herbert Kickl (FPÖ): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Sehr geehrter Herr Bundesminister Hundstorfer, es hätte nicht Ihrer letzten Wortmeldung, Ihrer Belehrung von der Regierungsbank bedurft, um unter Beweis zu stellen, dass das, was wir schon länger vermuten, stimmt, nämlich dass Sie in ganz wesentlichen Bereichen mit dem, was man Hausverstand nennt, im wahrsten Sinne des Wortes auf Kriegsfuß stehen. (Beifall bei FPÖ und BZÖ. – Heftiger Widerspruch bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Korun: Und wenn die Leute schon seit 40 Jahren da sind?!
ein weiteres, sehr ernstes Detailproblem, das auch mit der Arbeitslosigkeit zusammenhängt – nämlich die Arbeitslosigkeit von Menschen, die keine österreichischen Staatsbürger sind. – Wir bezeichnen das als Gastarbeitslosigkeit. (Abg. Mag. Korun: Und wenn die Leute schon seit 40 Jahren da sind?!) Das kommt heraus, wenn man Leute unter falschen Voraussetzungen und ohne Begrenzung ins Land holt – wo wir doch eigentlich Gastarbeit haben sollten!
Beifall bei der FPÖ.
Da haben Sie das Geld, meine Damen und Herren! – Aber Sie haben es nicht bei den Pensionisten, Sie haben es nicht bei den Pflegebedürftigen, Sie haben es nicht bei den Familien; diese Liste könnte ich noch fortsetzen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Widerspruch bei der SPÖ.
Deshalb kommen Sie dann auch in den schwierigen Zeiten, in denen wir uns jetzt befinden, ohne selbst allzu viel dafür zu können, noch mit haarsträubenden Dingen wie einer Rot-weiß-rot-Karte daher, wo Sie einmal mehr unter dem Deckmantel der Beschaffung von Arbeitskräften, die wir angeblich im eigenen Land nicht haben, eine beinharte Zuwanderungspolitik auf Kosten der österreichischen Bevölkerung betreiben! (Beifall bei der FPÖ. – Widerspruch bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Widerspruch bei der SPÖ.
Da vergleichen Sie allen Ernstes ein kleines Land wie Österreich mit Flächenstaaten wie Kanada, den USA oder Australien. – Das ist doch absoluter Unfug, was Sie da betreiben! (Beifall bei der FPÖ. – Widerspruch bei der SPÖ.)
Bundesminister Hundstorfer spricht mit dem an der Regierungsbank stehenden Abg. Klikovits
Sie wissen auch ganz genau, dass mit Ihrer Politik des „Nur-hereinspaziert-komme-wer-wolle“ ein Verdrängungswettbewerb in Kraft gesetzt wird, bei dem nicht nur die minderqualifizierten österreichischen Arbeitskräfte unter die Räder kommen (Bundesminister Hundstorfer spricht mit dem an der Regierungsbank stehenden Abg. Klikovits) – da sollten Sie als ehemaliger Gewerkschafter eigentlich zuhören (Beifall bei der FPÖ) –, sondern dass diesem Verdrängungswettbewerb auch diejenigen Zuwanderer zum Opfer fallen, die sich bei uns integriert haben und einer ordentlichen Beschäftigung nachgehen!
Beifall bei der FPÖ
Sie wissen auch ganz genau, dass mit Ihrer Politik des „Nur-hereinspaziert-komme-wer-wolle“ ein Verdrängungswettbewerb in Kraft gesetzt wird, bei dem nicht nur die minderqualifizierten österreichischen Arbeitskräfte unter die Räder kommen (Bundesminister Hundstorfer spricht mit dem an der Regierungsbank stehenden Abg. Klikovits) – da sollten Sie als ehemaliger Gewerkschafter eigentlich zuhören (Beifall bei der FPÖ) –, sondern dass diesem Verdrängungswettbewerb auch diejenigen Zuwanderer zum Opfer fallen, die sich bei uns integriert haben und einer ordentlichen Beschäftigung nachgehen!
Abg. Mag. Korun: EU-Recht!
Sie wissen ganz genau, meine Damen und Herren, dass die Privilegierung von türkischen Staatsbürgern gegenüber anderen EWR-Bürgern in Sachen Arbeitsmarkt ja schon in der Sache selbst völlig ungerechtfertigt ist. Noch dazu wird die Situation dadurch verschärft, dass es sich ja da um ein Zuwanderungssegment handelt, das besonders gering qualifiziert ist. Das sind doch jene Zuwanderer, die wir angeblich nicht brauchen, und trotzdem privilegieren Sie sie am Arbeitsmarkt! (Abg. Mag. Korun: EU-Recht!)
Beifall bei der FPÖ.
Ich glaube nicht, dass Ihnen die Studien entgangen sind, die etwa darauf hinweisen, dass gerade bei den Zuwanderern aus der Türkei die Integrationsbereitschaft eine besonders gering ausgeprägte ist. Vielleicht sind das ja die Zustände, die Sie haben wollen! Wir von der Freiheitlichen Partei sehen uns da in guter Gesellschaft mit der österreichischen Bevölkerung: Die will davon nämlich nichts wissen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Da kann man es sich nicht so einfach machen, wie Sie es etwa im Pflegebereich getan haben, wo Sie sozusagen alles, was von außen hereingekommen ist, legalisiert haben, aber den zweiten Teil vergessen haben, nämlich im Bereich der schulischen und beruflichen Ausbildung alles verabsäumt haben, um den Pflegekräftemangel im eigenen Land zu beheben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Meine Damen und Herren, was wir brauchen, ist auf keinen Fall so etwas wie diese Rot-weiß-rot-Karte. Ich könnte mir eher vorstellen, dass wir eine rote Karte für Ihre Form der Arbeitsmarktpolitik brauchen könnten (Beifall bei der FPÖ), für diese falsche Form der Arbeitsmarktpolitik, die ja im Grund genommen viel, viel mehr ideologisch geprägt als nach den ökonomischen Notwendigkeiten ausgerichtet ist.
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage Ihnen schon jetzt voraus, meine Damen und Herren – auch, wenn Sie sich jetzt dann wahrscheinlich ans Rednerpult stellen und darüber ereifern werden, wie unmenschlich das alles ist –: Es wird uns die Krise dazu bringen – und zwar nicht nur in Österreich! –, entscheidende Einschnitte zu machen und das Prinzip, dass im eigenen Land der eigene Staatsbürger an erster Stelle steht, als oberstes Prinzip anzusehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grosz: Du kannst dich aber wieder reinsetzen auch! Das ist kein Problem!
Abgeordneter Erwin Spindelberger (SPÖ): Seht geehrte Frau Präsidentin! Da ist mir fast das Wort im Hals stecken geblieben, als der Herr Kickl vom Rednerpult aus gesagt hat: Wir gehen das Ganze pragmatisch an, einen patriotischen Zugang zum Arbeitsmarkt wollen wir haben. (Abg. Grosz: Du kannst dich aber wieder reinsetzen auch! Das ist kein Problem!)
Beifall bei SPÖ und Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Was Sie machen, ist ausnahmslos Fremdenhatz – um das wirklich ganz klar und deutlich zu sagen! (Beifall bei SPÖ und Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.) Statt mit sinnvollen Lösungsansätzen für eine integrative Arbeitsmarktpolitik daherzukommen, machen Sie für alles und jedes ausnahmslos nur die Ausländer verantwortlich – und
Abg. Strache: Sie haben offenbar noch einen Kater!
heute ist der Aschermittwoch schon vorbei! (Abg. Strache: Sie haben offenbar noch einen Kater!) Solche Vorgangsweisen sind auf das Schärfste zu verurteilen; da müssten Sie eigentlich die rote Karte kriegen, Herr Kickl! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
heute ist der Aschermittwoch schon vorbei! (Abg. Strache: Sie haben offenbar noch einen Kater!) Solche Vorgangsweisen sind auf das Schärfste zu verurteilen; da müssten Sie eigentlich die rote Karte kriegen, Herr Kickl! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Königshofer: Wo denn?
Verschließen Sie doch nicht immer die Augen vor der Realität, meine Damen und Herren von FPÖ und BZÖ. Unsere Wirtschaft benötigt, ob Krise hin oder Krise her, ausländische Fachkräfte. (Abg. Dr. Königshofer: Wo denn?) Wir benötigen die Saisonniers, wir benötigen auch Pflegepersonal. Und allein schon deshalb sind die Forderungen, die Sie gerade aufgestellt haben, zurückzuweisen, denn Sie wollen Migranten, Immigranten gar nicht sinnvoll in den Arbeitsmarkt integrieren. Vielmehr sollten wir gemeinsam das Augenmerk darauf lenken, wie zugewanderte Menschen, die sich legal aufhalten, in den Arbeitsmarkt integriert werden könnten.
Abg. Kickl: Das definieren Sie!
Sie wissen es ganz genau: Es gibt von der Gesetzgebung her ohnehin schon genügend Hürden – auch in Österreich! –, denn derzeit werden, wie es in Ihrem Antrag steht, die Beschäftigungsbewilligungen für Ausländer ohnehin nur dann erteilt, wenn man keinen Österreicher, keine Österreicherin und auch keinen vorgemerkten ausländischen Arbeiter oder Angestellten hat, der zur Verfügung steht, die beantragte Beschäftigung auszuüben. (Abg. Kickl: Das definieren Sie!) Diese Praxis hat sich seit 1975 bewährt. Da brauchen wir überhaupt nicht zu diskutieren, diese brauchen wir weder zu verschärfen noch sonst irgendetwas. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie wissen es ganz genau: Es gibt von der Gesetzgebung her ohnehin schon genügend Hürden – auch in Österreich! –, denn derzeit werden, wie es in Ihrem Antrag steht, die Beschäftigungsbewilligungen für Ausländer ohnehin nur dann erteilt, wenn man keinen Österreicher, keine Österreicherin und auch keinen vorgemerkten ausländischen Arbeiter oder Angestellten hat, der zur Verfügung steht, die beantragte Beschäftigung auszuüben. (Abg. Kickl: Das definieren Sie!) Diese Praxis hat sich seit 1975 bewährt. Da brauchen wir überhaupt nicht zu diskutieren, diese brauchen wir weder zu verschärfen noch sonst irgendetwas. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Königshofer: Auch ein Problem!
Ich möchte schon noch nebenbei erwähnen, wenn wir von Ausländern reden: Der größte Teil der Einwanderer sind die Damen und Herren aus der Bundesrepublik Deutschland! (Abg. Dr. Königshofer: Auch ein Problem!) Als nächste Stufe besteht für Ausländer die Möglichkeit, nach mindestens fünfjähriger Beschäftigung einen auf fünf Jahre befristeten Befreiungsschein zu erhalten.
Beifall bei SPÖ und Grünen.
Was wir in Zeiten einer Wirtschaftskrise brauchen, ist nicht eine Hetzkampagne gegen Ausländer, sondern wir bräuchten ein stärkeres soziales Miteinander. Schämen Sie sich über die Äußerungen, die Sie von sich geben! (Beifall bei SPÖ und Grünen.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Ich verwehre mich dagegen, wenn man sagt, es werde hier eine Hetzkampagne betrieben, sondern es geht darum: Wenn wir ausländische Arbeitnehmer benötigen, sollen das Schlüsselarbeitskräfte sein, aber nicht Arbeitskräfte, die zu Lohndumping führen. Das kann es nicht sein! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Sie sagen, wir benötigen Pflegepersonal, Personal in der Gastronomie und so weiter. Warum bilden wir selber keines aus? – Genau da ist das Manko dieser Bundesregierung, die dort nicht tätig wird. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Es ist mir völlig unverständlich, dass in Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise, einer steigenden Arbeitslosigkeit und einer angespannten Arbeitsmarktlage die Regierungsparteien von SPÖ und ÖVP einer Erhöhung der Quoten in der Niederlassungsverordnung in der Europäischen Union einfach zugestimmt haben. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Um einen massiven Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verhindern, geschätzte Damen und Herren, müssten alle geeigneten Maßnahmen ergriffen werden, dass man den österreichischen Arbeitsmarkt schützt und die österreichischen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen ihren Arbeitsplatz auch behalten können. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Grosz – auf Bundesminister Hundstorfer deutend, der mit einem Mitarbeiter spricht –: Er hört ja nicht einmal zu! Er macht schon wieder Mittagspause!
Maßnahmen wie Kurzarbeit, Jugendbeschäftigungsprogramm und Altersteilzeit sind zu überlegen, Herr Bundesminister! Es ist ganz, ganz wichtig, dass man die Grenze bei der Altersteilzeit wieder auf das 55. Lebensjahr herabsetzt, und eine Senkung der Lohnnebenkosten für über 55-jährige Arbeitnehmer wäre ebenfalls notwendig. (Abg. Grosz – auf Bundesminister Hundstorfer deutend, der mit einem Mitarbeiter spricht –: Er hört ja nicht einmal zu! Er macht schon wieder Mittagspause!) – Der Herr Bundesminister hört nicht zu, er ist desinteressiert am österreichischen Arbeitsmarkt, er ist desinteressiert an der Arbeitsmarktpolitik und an den Arbeitsnehmern in Österreich. Er verplappert sich hier! Das ist bezeichnend dafür, wie gleichgültig Ihnen das ist. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Maßnahmen wie Kurzarbeit, Jugendbeschäftigungsprogramm und Altersteilzeit sind zu überlegen, Herr Bundesminister! Es ist ganz, ganz wichtig, dass man die Grenze bei der Altersteilzeit wieder auf das 55. Lebensjahr herabsetzt, und eine Senkung der Lohnnebenkosten für über 55-jährige Arbeitnehmer wäre ebenfalls notwendig. (Abg. Grosz – auf Bundesminister Hundstorfer deutend, der mit einem Mitarbeiter spricht –: Er hört ja nicht einmal zu! Er macht schon wieder Mittagspause!) – Der Herr Bundesminister hört nicht zu, er ist desinteressiert am österreichischen Arbeitsmarkt, er ist desinteressiert an der Arbeitsmarktpolitik und an den Arbeitsnehmern in Österreich. Er verplappert sich hier! Das ist bezeichnend dafür, wie gleichgültig Ihnen das ist. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ. – Abg. Grosz: Der Minister tratscht! Dem ist alles wurscht!
Eine drohende Verschlechterung für heimische Arbeitnehmer durch eine vorschnelle, vorzeitige Öffnung des österreichischen Arbeitsmarktes muss verhindert werden, geschätzte Damen und Herren! Herr Bundesminister, zusätzlich besteht nämlich ein erhöhter Konkurrenzdruck und ein erhöhter Kostendruck, und es erfolgt auch Lohndumping. Das kann doch nicht in Ihrem Interesse sein! Aber Ihnen ist anscheinend alles gleichgültig. (Beifall bei BZÖ und FPÖ. – Abg. Grosz: Der Minister tratscht! Dem ist alles wurscht!)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Aufgrund des massiven Anstiegs der Arbeitslosigkeit sind Maßnahmen zum Schutze des österreichischen Arbeitsmarktes dringend notwendig, Herr Bundesminister, und nicht nur Lippenbekenntnisse. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Strache: Wir wollen Probleme lösen, wo Sie Probleme produzieren!
Vor einem warne ich hier schon, meine sehr verehrten Damen und Herren, nämlich vor der Grundtendenz, vor der Grundbotschaft dieses Entschließungsantrags der Freiheitlichen. Da wird nämlich nicht mehr und nicht weniger gemacht, als zumindest einmal auf dem Klavier der Ausländerfeindlichkeit zu spielen, wenn nicht gar Emotionen zu schüren. Von „Verhetzung“ möchte ich nicht sprechen, so weit möchte ich nicht gehen, aber Sie wollen das ganz, ganz bewusst schüren, und das ist verwerflich, das ist abzulehnen. (Abg. Strache: Wir wollen Probleme lösen, wo Sie Probleme produzieren!) Und da weiß ich die Regierungsfraktionen und die große Mehrheit in diesem Lande einer Meinung mit mir, meine sehr verehrten Damen und Herren. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Vor einem warne ich hier schon, meine sehr verehrten Damen und Herren, nämlich vor der Grundtendenz, vor der Grundbotschaft dieses Entschließungsantrags der Freiheitlichen. Da wird nämlich nicht mehr und nicht weniger gemacht, als zumindest einmal auf dem Klavier der Ausländerfeindlichkeit zu spielen, wenn nicht gar Emotionen zu schüren. Von „Verhetzung“ möchte ich nicht sprechen, so weit möchte ich nicht gehen, aber Sie wollen das ganz, ganz bewusst schüren, und das ist verwerflich, das ist abzulehnen. (Abg. Strache: Wir wollen Probleme lösen, wo Sie Probleme produzieren!) Und da weiß ich die Regierungsfraktionen und die große Mehrheit in diesem Lande einer Meinung mit mir, meine sehr verehrten Damen und Herren. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Strache: Sie sorgen nicht für die Ausbildung im eigenen Land!
Abgesehen davon ist Ihr Entschließungsantrag inhaltlich in Vielem falsch und geht völlig ins Leere. Vier Punkte führen Sie an. Punkt eins, meine sehr geehrten Damen und Herren, bezieht sich auf das Prinzip der Ausländerbeschäftigungspolitik, die sich seit Jahren bewährt hat, nämlich nach dem Bedarf des Arbeitsmarktes vorzugehen: Stichwort Fachkräfteverordnung, Stichwort Schlüsselkräfte, zum Beispiel auch Stichwort Pflegepersonal. Die, die wir brauchen, holen wir zu uns, und wir machen das recht vernünftig. (Abg. Strache: Sie sorgen nicht für die Ausbildung im eigenen Land!)
Abg. Strache: Keine Ausbildungsoffensive im eigenen Land!
Zum Zweiten, was die Asylwerber anlangt, meine sehr verehrten Damen und Herren: Es gibt kaum ein zweites Land, das in Sachen Beschäftigungszugang von Asylwerbern ... (Abg. Strache: Keine Ausbildungsoffensive im eigenen Land!) – Herr Strache, auch Sie sollte das interessieren, damit Sie es nachher wissen! Jetzt wissen Sie es offensichtlich nicht. – Die Asylwerber haben in diesem Land erst nach sechs Monaten überhaupt irgendeinen Zugang zum Arbeitsmarkt, und dann nur als Saisonniers. Das ist menschlich oft nicht ganz leicht zu vertreten. Da ist es aber notwendig, den Asylwerbern in dieser Welt schon zu signalisieren, dass wir nicht die günstigsten Zugangsbedingungen zum Arbeitsmarkt haben, weil als Konsequenz andernfalls mancher, der sonst nicht zu uns käme, zu uns kommen würde. Da sind wir also im unte- ren Mittelfeld, da sind wir sehr restriktiv, und das vertreten wir weiterhin. (Zwischenruf des Abg. Weinzinger.)
Zwischenruf des Abg. Weinzinger.
Zum Zweiten, was die Asylwerber anlangt, meine sehr verehrten Damen und Herren: Es gibt kaum ein zweites Land, das in Sachen Beschäftigungszugang von Asylwerbern ... (Abg. Strache: Keine Ausbildungsoffensive im eigenen Land!) – Herr Strache, auch Sie sollte das interessieren, damit Sie es nachher wissen! Jetzt wissen Sie es offensichtlich nicht. – Die Asylwerber haben in diesem Land erst nach sechs Monaten überhaupt irgendeinen Zugang zum Arbeitsmarkt, und dann nur als Saisonniers. Das ist menschlich oft nicht ganz leicht zu vertreten. Da ist es aber notwendig, den Asylwerbern in dieser Welt schon zu signalisieren, dass wir nicht die günstigsten Zugangsbedingungen zum Arbeitsmarkt haben, weil als Konsequenz andernfalls mancher, der sonst nicht zu uns käme, zu uns kommen würde. Da sind wir also im unte- ren Mittelfeld, da sind wir sehr restriktiv, und das vertreten wir weiterhin. (Zwischenruf des Abg. Weinzinger.)
Abg. Strache: Wir sind inländerfreundlich, während Sie inländerfeindlich agieren!
Meine sehr verehrten Damen und Herren, die anderen beiden Punkte Ihres Entschließungsantrages sind schlicht und ergreifend ausländerfeindlich. (Abg. Strache: Wir sind inländerfreundlich, während Sie inländerfeindlich agieren!) Ich weiß, es gibt Länder auf dieser Welt, da verlieren ausländische Arbeitskräfte ihren Aufenthalt – vorher ist ihnen der Pass abgenommen worden –, und sie werden ins nächste Flugzeug zurück nach Indien, Pakistan oder Sri Lanka verfrachtet. Das wollen wir in Österreich jedoch nicht sein, abgesehen davon, dass es zu dem Thema auch EU-Regeln gibt (Abg. Strache: Reden wir von Nicht-EU-Bürgern!), abgesehen davon, dass ausländische Arbeitskräfte auch vorher Arbeitslosenversicherungsbeiträge einbezahlt haben und ein Anrecht auf Arbeitslosengeld, ein Anrecht auf Notstandshilfe haben.
Abg. Strache: Reden wir von Nicht-EU-Bürgern!
Meine sehr verehrten Damen und Herren, die anderen beiden Punkte Ihres Entschließungsantrages sind schlicht und ergreifend ausländerfeindlich. (Abg. Strache: Wir sind inländerfreundlich, während Sie inländerfeindlich agieren!) Ich weiß, es gibt Länder auf dieser Welt, da verlieren ausländische Arbeitskräfte ihren Aufenthalt – vorher ist ihnen der Pass abgenommen worden –, und sie werden ins nächste Flugzeug zurück nach Indien, Pakistan oder Sri Lanka verfrachtet. Das wollen wir in Österreich jedoch nicht sein, abgesehen davon, dass es zu dem Thema auch EU-Regeln gibt (Abg. Strache: Reden wir von Nicht-EU-Bürgern!), abgesehen davon, dass ausländische Arbeitskräfte auch vorher Arbeitslosenversicherungsbeiträge einbezahlt haben und ein Anrecht auf Arbeitslosengeld, ein Anrecht auf Notstandshilfe haben.
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Gaßner.
Was türkische Staatsbürger anbelangt, sehr geehrter Herr Klubobmann Strache, sollten Sie jetzt schön langsam wissen: Es gibt keine Freizügigkeit für türkische Arbeitnehmer. Das wäre ja auch im Fall eines allfälligen EU-Beitritts eines der Kernthemen. Nein, das gibt es nicht. Wenn aber türkische Arbeitnehmer einmal bei uns sind, wenn wir sie hergeholt haben, dann müssen wir und werden wir vernünftig mit ihnen umgehen, und dann gelten eben auch die Regeln, die schon von meinem Vorredner angesprochen worden sind. Da sind wir EU-Recht unterworfen, und wir stehen dazu. Da ist es so: Wenn ein türkischer Arbeitnehmer ein Jahr bei einem Unternehmen legal tätig ist, dann kann er weiter bei diesem Unternehmen tätig sein. Wenn er fünf Jahre da ist, erfährt er insgesamt auch Freizügigkeit in diesem Land. Das ist gut und recht so, und dazu stehen wir, auch wenn in drei Tagen Landtagswahlen sind. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Gaßner.)
Abg. Weinzinger: Das ist wiederum dasselbe Theater!
Ich möchte auch noch etwas zu ausländischen Beschäftigten in diesem Land sagen: Sie konstruieren hier etwas und versuchen, Menschen gegen Menschen auszuspielen. (Abg. Weinzinger: Das ist wiederum dasselbe Theater!) – Nein, es ist so! Es ist so. (Abg. Weinzinger: Nein! Fragen Sie die Bevölkerung!) Fragen Sie sich, wann diejenigen, die nicht aus dem EU-Raum kommen, in Österreich überhaupt eine legale Beschäftigungsbewilligung bekommen! – Punkt eins.
Abg. Weinzinger: Nein! Fragen Sie die Bevölkerung!
Ich möchte auch noch etwas zu ausländischen Beschäftigten in diesem Land sagen: Sie konstruieren hier etwas und versuchen, Menschen gegen Menschen auszuspielen. (Abg. Weinzinger: Das ist wiederum dasselbe Theater!) – Nein, es ist so! Es ist so. (Abg. Weinzinger: Nein! Fragen Sie die Bevölkerung!) Fragen Sie sich, wann diejenigen, die nicht aus dem EU-Raum kommen, in Österreich überhaupt eine legale Beschäftigungsbewilligung bekommen! – Punkt eins.
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: Warum schützen Sie die österreichische Bevölkerung nicht?
Punkt zwei: Den größten Zuzug am österreichischen Arbeitsmarkt haben wir nicht aus Serbien, nicht aus Bosnien, nicht aus Kroatien, nicht aus der Türkei, den größten Zuzug am österreichischen Arbeitsmarkt haben wir mit derzeit 77 000 Menschen aus der Bundesrepublik Deutschland – um Ihre Polemik einmal aufzuarbeiten! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: Warum schützen Sie die österreichische Bevölkerung nicht?) – Wir schützen den österreichischen Arbeitnehmer! Sie hätten zum Beispiel auch mitwirken können!
Abg. Grosz: Wie benehmen Sie sich? Sie sind auf der Regierungsbank! Wie benehmen Sie sich?
In Kärnten ist ja zum Glück am Sonntag dieser Wahlkampf beendet. (Abg. Grosz: Wie benehmen Sie sich? Sie sind auf der Regierungsbank! Wie benehmen Sie sich?) – Ich kann nur alle einladen, die in Ländern eine Verantwortung haben, auch dafür zu sorgen, dass zum Beispiel bei einem Beruf, in dem wir immer wieder Menschen brauchen, nämlich in der Krankenpflege, die Länder entsprechend mitwirken und ganz einfach in den Ländern Krankenpflegeschulen errichten. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Das ist ja unglaublich! Das ist ja unfassbar!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Das ist ja unglaublich! Das ist ja unfassbar!
In Kärnten ist ja zum Glück am Sonntag dieser Wahlkampf beendet. (Abg. Grosz: Wie benehmen Sie sich? Sie sind auf der Regierungsbank! Wie benehmen Sie sich?) – Ich kann nur alle einladen, die in Ländern eine Verantwortung haben, auch dafür zu sorgen, dass zum Beispiel bei einem Beruf, in dem wir immer wieder Menschen brauchen, nämlich in der Krankenpflege, die Länder entsprechend mitwirken und ganz einfach in den Ländern Krankenpflegeschulen errichten. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Das ist ja unglaublich! Das ist ja unfassbar!)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Danke, Herr Bundesminister! Was wir Grüne wollen, ist relativ einfach beschrieben. Wir wollen, dass inländische und ausländische Arbeitskräfte – Zuwanderer –, die hier in diesem Land sind, gleiche Rechte haben, dass sie arbeitsrechtlich, sozialrechtlich und auch in den sonstigen Rechten möglichst gleichgestellt werden. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Warum? – Weil wir die Lohnkonkurrenz und das Lohndumping zwischen Inländern und Ausländern nicht für gut befinden und weil wir den Schwarzarbeitsmarkt möglichst austrocknen wollen. Das geht nur, wenn sich Inländer und Ausländer auf gleicher Augenhöhe begegnen können. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Danke, Herr Bundesminister! Was wir Grüne wollen, ist relativ einfach beschrieben. Wir wollen, dass inländische und ausländische Arbeitskräfte – Zuwanderer –, die hier in diesem Land sind, gleiche Rechte haben, dass sie arbeitsrechtlich, sozialrechtlich und auch in den sonstigen Rechten möglichst gleichgestellt werden. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Warum? – Weil wir die Lohnkonkurrenz und das Lohndumping zwischen Inländern und Ausländern nicht für gut befinden und weil wir den Schwarzarbeitsmarkt möglichst austrocknen wollen. Das geht nur, wenn sich Inländer und Ausländer auf gleicher Augenhöhe begegnen können. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Kickl: Es könnte sich ja auch jemand integrieren und Staatsbürger werden sollen!
Der freiheitliche Antrag will genau das Gegenteil: Aus Zuwanderern, die hier nach Österreich gekommen sind, wollen Sie Arbeitsnomaden, Arbeitssklaven machen, die kein Recht auf Aufenthaltsverfestigung haben, sondern hier nur arbeiten dürfen – und wenn es mit dem Auftrag nicht passt oder wenn es dem Unternehmen nicht passt, nach Hause geschickt werden. (Abg. Mag. Kickl: Es könnte sich ja auch jemand integrieren und Staatsbürger werden sollen!) Das ist das, Herr Kollege Kickl, was Sie in Ihrem Antrag
Beifall bei den Grünen.
beschreiben. Das ist Lohndumping, Lohnkonkurrenz pur. Damit schaffen Sie genau die Verhältnisse, mit denen Sie dann Ihr billiges politisches Spiel betreiben können. – So schaut es aus, Herr Kollege Kickl! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Das ist vielleicht das grüne Denken!
Ich sage Ihnen auch Folgendes: Dazu muss man auch den anderen Teil, den Sie nicht in diesem Antrag angesprochen haben, kennen. Es geht ja weiter! Es geht ja nicht nur darum, dass Sie diesen Menschen, die hier sind, hier arbeiten, hier Aufenthaltsstatus haben, dieses Recht auf Aufenthaltsverfestigung nehmen wollen, sondern es geht ja so weit, dass Sie sagen: Wir brauchen auch eigene Sozialkassen für die, denn die sollen nicht das Gleiche erhalten! Ja, was wird denn daraus? Die sollen für das Unternehmen, in dem sie beschäftigt werden, billiger werden als Österreicher. Damit schaffen Sie eine neue Stufe in der Konkurrenz zwischen In- und Ausländern. Und damit, so denken Sie, schaut es gut aus für die Freiheitliche Partei, denn dann können Sie wieder richtig weiterhetzen und versuchen, Inländer gegen Ausländer auszuspielen. – So nicht, Kollege Kickl! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Das ist vielleicht das grüne Denken!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Herr Bundesminister, ein bisschen etwas ist in der vorherigen Diskussion untergegangen: Jugendbeschäftigung – herzlichen Dank für diese Initiative! Ich darf Ihnen berichten, durch Ihre Mithilfe ist das erste Projekt in Weiz gestartet worden, bei dem es darum geht, dass man trotz Kurzarbeit und Arbeitskrise im Autobereich und in der gesamten Stahlwirtschaft und in der Stahlproduktion Fachkräfte braucht; Fachkräfte, die umfassend ausgebildet sind, Fachkräfte, die auch bereit sind, in die Montagebetriebe des Auslandes hineinzuwachsen und zu gehen. Wir danken für die Initiative, die eingeleitet wurde. Wir können dort ein Ausbildungszentrum für Jugendliche schaffen, und zwar in der Größenordnung eines mittleren Betriebes, in dem Jugendliche, Mädchen und Burschen, zu Facharbeitern im Metallberuf ausgebildet werden, die in ihrer Region keinen Zugang zu Betrieben haben. Herzlichen Dank für diese Initiative! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Ich wünsche Ihnen, liebe Kolleginnen und Kollegen, von ganzem Herzen alles Gute. Etwas wünsche ich Ihnen ganz besonders: dass dieser Plenarsaal endlich den Anforderungen nach dem Arbeitnehmerschutzgesetz entsprechen möge. (Allgemeiner Beifall.)
Allgemeiner Beifall.
Ich wünsche Ihnen aber auch einen respektvollen Umgang miteinander, einen wertschätzenden Umgang, den ich im persönlichen Kontakt immer erleben durfte, dass diese Art des Umgangs auch in diesem Plenarsaal Einzug hält und nach draußen für die Bevölkerung bemerkbar ist. Alles Gute! – Danke. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei FPÖ, SPÖ und ÖVP.
Abgeordneter Werner Neubauer (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Sehr geehrte Frau Kollegin Riener, ich darf Ihnen auch alles Gute für Ihren weiteren politischen Weg wünschen. Die Zusammenarbeit mit Ihnen hat hervorragend geklappt, dafür darf ich mich recht herzlich auch auf diesem Wege namens der Freiheitliche Partei bedanken. (Beifall bei FPÖ, SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Nun zum Antrag selbst: Wir haben hier einen Schutzbetrag für Witwen- und Witwerpensionen nachzubessern. Meine sehr geehrten Damen und Herren, diese Nachbesserung ist wieder einmal einer der besten Beweise dafür, dass diese Bundesregierung immer nur so weit agiert, so weit sie gerade gedrängt wurde, so weit die mediale Aufmerksamkeit durch die „Kronen Zeitung“ oder andere gegeben ist. Andernfalls agiert diese Bundesregierung nicht von selbst, sondern reagiert immer nur. Und das ist das große Manko, das wir seit einigen Jahren bei dieser Koalitionsregierung feststellen. Es ist das eine inkompetente und zögerliche Herangehensweise an wichtige Dinge unseres täglichen Lebens. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Den nun in Behandlung stehenden Anträgen werden wir die Zustimmung erteilen. (Beifall bei der FPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordnete Ursula Haubner (BZÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Auch ich darf, bevor ich mit meinen eigentlichen Ausführungen beginne, dir, lieber Frau Kollegin Riener, alles Gute für deine zukünftige Tätigkeit im Landtag wünschen, auch namens des BZÖ. Ich bedaure es besonders, dass durch deinen Weggang der Frauenanteil hier im Nationalrat weiter sinkt. Wir hätten es gerne gehabt, wenn du nicht nur als qualifizierte Abgeordnete, sondern auch als Frau hier in diesem Hohen Haus weiter deine Arbeit gemacht hättest. Alles Gute und herzlichen Dank für die Zusammenarbeit! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Kickl.
Ich sage hier daher: Es ist dringend notwendig, dass Einmalzahlungen, die als Teuerungsausgleich für jene, die dies besonders brauchen, vorgesehen sind, in Hinkunft steuerfrei sind. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Kickl.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Bundesminister, ich appelliere hier wirklich auch an Sie, sich dieses Themas anzunehmen. Wir haben vor zwei Monaten hier im Haus einen Antrag eingebracht, der leider keine Mehrheit gefunden hat, aber im Rahmen der Budgetdiskussionen werden wir wieder einen derartigen Antrag einbringen. Ich hoffe, dass Sie sich gerade bei den Budgetverhandlungen auch dieses Problems bewusst sind und dass Sie nicht einfach jene Pensionistinnen und Pensionisten, die den Teuerungsausgleich wirklich dringend brauchen, ausgrenzen und hier weiterhin die Pensionisten hinters Licht führen, indem groß angekündigt wird und letztlich wenig auf dem Konto der Pensionisten ankommt. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Glaser.
Ihnen, Frau Kollegin Riener, wünsche ich alles Gute. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Glaser.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Abgeordnete Dr. Sabine Oberhauser, MAS (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Minister! Liebe Barbara Riener, auch namens der SPÖ wünsche ich dir wirklich alles, alles Gute. Es tut uns sehr leid, dass du gehst. Es war immer sehr angenehm, mit dir zu arbeiten. Wenn du die Arbeit so, wie du sie hier geleistet hast, im Landtag genauso einbringst, wird dort nicht nur der Frauenanteil gesteigert, sondern er bekommt auch eine ausgesprochen gute Kapazität dazu. Alles, alles Gute in unserem Namen! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Dem Kollegen Neubauer von der FPÖ, der in seiner Rede gesagt hat, dass die Regierungsparteien nur zwei Monate im Jahr an die Pensionisten denken, kann ich entgegenhalten, dass die FPÖ in einer Zeit – es ist noch nicht so lange her –, in der sie in der Regierung war, sehr, sehr lange an die Pensionisten gedacht hat. Sie hat nämlich eine sehr, sehr lang wirkende Pensionsreform gemacht, wirklich zum „absoluten Vorteil“ der Pensionistinnen und Pensionisten. (Zwischenruf des Abg. Neubauer.) Ich war damals im strömenden Regen auf der Straße, gemeinsam mit Hunderttausenden Menschen, und damals haben Sie wirklich „nachhaltig“ an die Pensionisten gedacht. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Neubauer.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Dem Kollegen Neubauer von der FPÖ, der in seiner Rede gesagt hat, dass die Regierungsparteien nur zwei Monate im Jahr an die Pensionisten denken, kann ich entgegenhalten, dass die FPÖ in einer Zeit – es ist noch nicht so lange her –, in der sie in der Regierung war, sehr, sehr lange an die Pensionisten gedacht hat. Sie hat nämlich eine sehr, sehr lang wirkende Pensionsreform gemacht, wirklich zum „absoluten Vorteil“ der Pensionistinnen und Pensionisten. (Zwischenruf des Abg. Neubauer.) Ich war damals im strömenden Regen auf der Straße, gemeinsam mit Hunderttausenden Menschen, und damals haben Sie wirklich „nachhaltig“ an die Pensionisten gedacht. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Neubauer.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Diese Bundesregierung macht es anders: Unsere Maßnahmen nützen den Pensionisten! – Ihre Maßnahmen haben den Pensionisten nicht genützt, sondern geschadet. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Danke, Barbara Riener, für deine Mitarbeit auch namens meiner Gruppe, unserer Fraktion! Wir waren und sind stolz auf dich. Du warst immer hervorragend, pünktlich und verlässlich; das ehrt dich. Wir wünschen dir alles Gute für deine neue Aufgabe! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler – auf Bundesminister Mag. Darabos weisend –: Der Minister ist eh schon da! Stellen Sie einen Antrag!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Meine Damen und Herren, ich muss Ihnen Folgendes mitteilen: Mir wurde gerade von der Parlamentsdirektion mitgeteilt, dass wir erst um 12.24 Uhr in die Tagesordnung eingegangen sind. Da § 74a der Geschäftsordnung einzuhalten ist: spätestens 15 Uhr, frühestens aber nach 3 Stunden – also die 3 Stunden sind stärker als 15 Uhr –, können wir erst um 15.24 Uhr den Dringlichen Antrag aufrufen. (Abg. Ing. Westenthaler – auf Bundesminister Mag. Darabos weisend –: Der Minister ist eh schon da! Stellen Sie einen Antrag!)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Abgeordnete Ridi Maria Steibl (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Herren Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Da jetzt eine Steirerin hier am Rednerpult steht, ist es mir persönlich, aber auch im Namen des Steirerklubs – den gibt es nämlich innerhalb der ÖVP – ein Anliegen, Barbara Riener alles Gute für die Arbeit im Landtag zu wünschen, mit dem kleinen Seitenvermerk, dass sie sich daran erinnern soll, dass gewisse Entschließungsanträge und Anträge, die im Landtag gefasst werden, einen weiten Weg über den Wechsel oder den Semmering haben, bis sie in Wien ankommen. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP.
Nicht nur die Jugend, sondern auch das Alter hat Chancen für die Zukunft. Und ich glaube, daran müssen wir gemeinsam arbeiten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich freue mich über diese gute Zusammenarbeit zum Wohle der Senioren. Und eine so gute Zusammenarbeit zum Wohle aller, zum Wohle der Senioren möchte ich auch beschwören, wenn es um die Reform der Pensionskassen geht, denn, werte Kolleginnen und Kollegen, viele Menschen haben in dieser Jahrhundertfinanzkrise viel Geld verloren. Deshalb gilt es, künftig derartige Megaverluste zu vermeiden. Das ist unser Ziel und deshalb: Zusammenarbeit! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Grosz: Das war wichtiger als die AUA!
Gegenstand ist die Genehmigung des gegenständlichen Staatsvertrages: Abkommen über soziale Sicherheit zwischen der Republik Österreich und der Republik Östlich des Uruguay, in 47 der Beilagen. (Abg. Grosz: Das war wichtiger als die AUA!)
Abg. Grosz: Wie schaut das aus?
Was regelt dieses Zusatzprotokoll? – Es wird geregelt, dass der rote Kristall zusätzlich als Schutz- und Kennzeichen eingeführt und anerkannt wird. (Abg. Grosz: Wie schaut das aus?) – Wie schaut das aus? Der rote Kristall wird optisch als roter Rahmen in Form eines auf der Spitze stehenden Quadrates auf weißem Grund dargestellt, Herr Kollege Grosz, ich glaube, das ist nachvollziehbar, und wird für jene Länder eingeführt, die das rote Kreuz beziehungsweise den roten Halbmond nicht annehmen wollen.
Beifall bei ÖVP und BZÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Abschließend, meine Damen und Herren, möchte ich diese Gelegenheit auch dazu nützen, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Roten Kreuzes, die gerade jetzt wieder bei diesen Schneemassen und Lawinenkatastrophen zum Einsatz kommen, ein aufrichtiges Dankeschön zu sagen, nämlich allen ehrenamtlichen Freiwilligen-Funktionären, aber auch den beruflichen und den Zivildienern, die rund um die Uhr für die gesamte Bevölkerung im Einsatz stehen. (Beifall bei ÖVP und BZÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Wichtig wird sein, dass das Schutzzeichen roter Kristall internationale Anerkennung findet, dadurch der Schutz für die Organisationen erhöht und die Arbeit erleichtert wird. Unter diesen Aspekten ist die Einführung des Schutzzeichens roter Kristall nur zu begrüßen. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Kickl
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Meine Damen und Herren! Die Grünen sprechen sich auch für die entsprechende Beschlussfassung dieses Zusatzprotokolls zu den Genfer Abkommen vom 12. August 1949 aus. Es ist ein quasi kulturübergreifendes Schutzzeichen für Organisationen, die, wie schon angesprochen, das rote Kreuz oder den roten Halbmond nicht annehmen wollen. Gerade beim Einsatz im internationalen Bereich ist es zweckmäßig und richtig, wenn man hier ein alle Kulturkreise umgreifendes gemeinsames Schutzzeichen hat (Zwischenruf des Abg. Kickl), um allfällige Ressentiments bei dieser schwierigen Arbeit von vornherein hintanzustellen, Herr Kollege Kickl.
Beifall bei den Grünen.
Daher werden wir diesem Protokoll natürlich unsere Zustimmung geben. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Grosz: Wir sind hier nicht in der Fragestunde!
Woher kommen nun diese Leistungen? – Aus dem FLAF, aus dem Familienlastenausgleichsfonds. Wer schüttet diese Leistungen aus? – Die Gebietskrankenkasse, meine Damen und Herren. Und wer fordert sie zurück? – Das Finanzamt. (Abg. Grosz: Wir sind hier nicht in der Fragestunde!) Wie man sieht, ist das eine höchst komplizierte, umständliche und verwaltungsintensive Konstruktion.
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, diese Maßnahmen sind weder sozial noch familienpolitisch ausgewogen, nicht differenziert und auch nicht gerecht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Abschließend, meine Damen und Herren, möchte ich hier noch einmal darauf aufmerksam machen, dass Entschließungsanträge, die die Opposition einbringt, nicht automatisch abzulehnen sind (Beifall bei der FPÖ), sondern es ist an der Zeit, sich mit ihnen inhaltlich auseinanderzusetzen. Das ist wünschenswert und an und für sich schon längst überfällig.
Beifall bei der FPÖ.
Ich ersuche Sie daher besonders in diesem Fall, um unseren Familien, unseren Müttern und Vätern und vor allem unseren Kindern eine Chance zu geben: Stimmen Sie unserem Antrag hier zu! Meine Damen und Herren, mein Dank gilt Ihnen im Voraus. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grosz: Ich habe nicht einmal etwas gesagt!
An dieser Stelle möchte ich nur die steuerliche Absetzbarkeit erwähnen. Manchmal mahlen die Mühlen etwas langsamer. Bei meinem Eintritt in das Parlament war das eine meiner ersten Forderungen. Das ist schon sehr lange her, aber es ist nun doch gelungen, das umzusetzen. Aber keine Angst, lieber Herr Kollege Grosz, ich bin noch nicht zu lange hier im Parlament, ich denke, man kann noch viele andere Dinge hier einbringen. (Abg. Grosz: Ich habe nicht einmal etwas gesagt!)
Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit beim BZÖ.
In Bezug auf die Vereinbarkeit werden wir heuer auch wieder österreichweit die Wettbewerbe „Frauen- und familienfreundliche Betriebe“ starten. Ich habe gelesen, dass es in Kärnten im Wahlkampf das Schlagwort „Taten statt Worte“ gibt. Dieses Motto ist geschützt für den Wettbewerb in der Steiermark, in Vorarlberg, in Niederösterreich und Kärnten, für die „Frau in der Wirtschaft“ und für unsere Initiative, die nennt sich nämlich „Taten statt Worte“. Aber ich hoffe, dass die Kärntner, die das im Wortlaut drinnen haben, nach dem Wahlkampf wirklich gute Taten setzen, und das ist die ÖVP. (Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit beim BZÖ.)
Abg. Rädler: Deutschösterreicher!
Abgeordneter Dr. Peter Fichtenbauer (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Sehr geehrte Mitglieder des Hohen Hauses! Sehr geehrte Zuschauer auf der Galerie! Und in Wahrheit würde ich gerne sagen: Liebe und sehr geehrte Österreicher, Väter und Mütter von Soldaten! (Abg. Rädler: Deutschösterreicher!) – Ja, das kannst du auch dazusagen, Herr Kollege; ich will dich nicht davon abhalten. – Väter und Mütter, die Soldaten des österreichischen Bundesheeres aufgezogen und in das österreichische Bundesheer entsendet haben!
Abg. Riepl: Wo ist er denn?
nanzminister, der hier fehlt. (Abg. Riepl: Wo ist er denn?) – Ja, wo ist er? Er ist nicht da.
Beifall bei der FPÖ.
Und das ist das prinzipielle Zeichen des Desasters, das wir zu beschreiben und zu besprechen haben, das nicht von ungefähr in den letzten Tagen außerordentliche Würdigung durch die Medien erfahren hat: Es ist das Aushungern des Bundesheeres auf budgetärer Ebene. (Beifall bei der FPÖ.) Wenngleich zuzugeben ist, dass dieser Übelstand nicht den Bundesminister Darabos betrifft; er ist Erbe einer langen Kette von Versäumnissen, aber er trägt im Augenblick die politische Verantwortung.
Beifall bei der FPÖ.
Der Grenzeinsatz blockiert nach wie vor Ressourcen. Ich darf daran erinnern, dass der Grenzeinsatz per se nicht negativ kritisierenswert ist, aber es sollte diese Aufgabe von speziellen Grenzschutzeinheiten im Rahmen des Innenministeriums erfüllt werden, nicht vonseiten des Bundesheeres! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn also diese Eurofighterkosten nicht extra bedeckt werden, handelt es sich um einen gesetzwidrigen Budgetvollzug. Ich kann natürlich zum Taschenspielertrick greifen und sagen, es ist diese 250 Millionen-Tranche, die jährlich dafür verwendet werden muss, sowieso inkludiert. Aber ich wiederhole, das ist nicht ernsthafte Budgetpolitik, dann würden wir von einem Taschenspielertrick sprechen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Petzner.
Ich darf daran erinnern, dass eine Reihe von Anträgen, die wir seit Jahren und Jahrzehnten seitens der Freiheitlichen Partei vorgebracht haben, die auf eine Erhöhung des Wehrbudgets abgezielt haben, belächelt worden sind, unberücksichtigt geblieben sind und dass es offenkundig ist, dass man der Rufer in der Wüste ist, wenn es um ein Instrument geht, das den gesamten Staat – und nicht einen Sektor dieses Hauses – als lebensnotwendiges Element berührt, als Träger der Souveränität des Landes und als Ausbildungsstätte für einen großen Teil der Jugend des Landes. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Petzner.)
Abg. Mag. Lapp: Woher nehmen wir das? – Sollten Sie noch sagen!
Meine Damen und Herren, es gab in den letzten 30 oder 40 Jahren (Abg. Mag. Lapp: Woher nehmen wir das? – Sollten Sie noch sagen!) – und wenn Sie noch so fromm herumfuchteln und fragen: woher sollen wir es nehmen? – keinen einzigen Zeitpunkt,
Beifall bei der FPÖ.
keine historische Epoche, als es nicht eine Ausrede gegeben hat, warum ein ausreichendes Budget für das Heer nicht bereitgestellt werden soll. (Beifall bei der FPÖ.) Selbst wenn wir keine Finanzkrise hätten, wenn wir in Geld schwömmen – ich bin mir gewiss, dass es genug ideologisch oder sonst fundierte Grundlagen gäbe, dem Heer niemals und abermals nicht den erforderlichen Anteil zur Verfügung zu stellen. Das ist die historische Grund- und Todsünde seit Bestehen des Bundesheeres 1955! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
keine historische Epoche, als es nicht eine Ausrede gegeben hat, warum ein ausreichendes Budget für das Heer nicht bereitgestellt werden soll. (Beifall bei der FPÖ.) Selbst wenn wir keine Finanzkrise hätten, wenn wir in Geld schwömmen – ich bin mir gewiss, dass es genug ideologisch oder sonst fundierte Grundlagen gäbe, dem Heer niemals und abermals nicht den erforderlichen Anteil zur Verfügung zu stellen. Das ist die historische Grund- und Todsünde seit Bestehen des Bundesheeres 1955! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und wenn es Ihnen noch so schlecht schmeckt: Es lebe das österreichische Bundesheer! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Stefan: Das ist ein Beweis, dass es solche gibt!
Der zweite Punkt: Ich freue mich, dass zumindest ein Drittel der Abgeordneten dieser Debatte, der Behandlung dieses Dringlichen Antrags folgt. Und da es dazu auch einen Zwischenruf gegeben hat, freue ich mich auch, dass Sie mit mir diskutieren, der ich nicht als Deutsch-Österreicher, sondern nur als Österreicher zu bezeichnen bin, und darauf bin ich stolz. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Stefan: Das ist ein Beweis, dass es solche gibt!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Pendl: Bravo!
Ich habe mir daher am Beginn meiner Tätigkeit, und ganz bewusst – ich sage das heute noch einmal, vielleicht zum letzten Mal – als Nichtdienender beim Bundesheer, zum Ziel gesetzt, gerade in diesem Bereich keine Fehler zu machen, engagiert zu arbeiten, Ihnen so wenig Kritik wie möglich zu ermöglichen, und habe mich von einem Leitgedanken führen lassen, nämlich von dem Gedanken, dass das Geld, das dem österreichischen Bundesheer zur Verfügung gestellt wird, auch bei der Truppe landen soll, also bei jenen, die mit der Bevölkerung arbeiten, bei jenen, die im Krisenfall ihren Kopf hinzuhalten haben. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Pendl: Bravo!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Ing. Kapeller.
Zählt man diese beiden Zahlen zusammen, dann sind unter meiner Amtszeit in zwei Jahren 520 Millionen € an Investitionskosten in das österreichische Bundesheer geflossen. Ich glaube, das ist eine Summe, die sich sehen lassen kann. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Ing. Kapeller.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage auch, dass ich kein Verwaltungsreform-Fetischist bin; darum geht es ja nicht. Wenn wir in der Verwaltung einsparen, dann bedeutet das aber – und das ist völlig klar –, dass wir mehr Geld für die Truppe haben. Und das ist ein Verwaltungsreformprojekt, das in keinem anderen Ministerium in den letzten zwei Jahren in dieser Deutlichkeit und in dieser Intensität umgesetzt worden ist. Ich bedanke mich auch bei der Personalvertretung im österreichischen Bundesheer, die das mit mir gemeinsam mitgetragen hat. Das heißt aber, dass der Leitspruch „Mehr Geld zur Truppe!“ auch Realität werden kann, und auch darauf sollten wir stolz sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kickl: Die Eurofighter haben wir noch nicht gehabt!
Ich möchte noch einige Punkte, die Sie angesprochen haben, ganz besonders hervorheben (Abg. Kickl: Die Eurofighter haben wir noch nicht gehabt!): die Frage des Assistenzeinsatzes. Ja, ich bin Burgenländer, und ich stehe als Burgenländer, aber auch als Staatsbürger zu diesem Assistenzeinsatz. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte noch einige Punkte, die Sie angesprochen haben, ganz besonders hervorheben (Abg. Kickl: Die Eurofighter haben wir noch nicht gehabt!): die Frage des Assistenzeinsatzes. Ja, ich bin Burgenländer, und ich stehe als Burgenländer, aber auch als Staatsbürger zu diesem Assistenzeinsatz. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir werden das österreichische Bundesheer budgetär nicht ausbluten lassen, wie Sie gemeint haben, sondern ganz im Gegenteil: Das österreichische Bundesheer wird mit weit über 2 Milliarden € seinen Aufgaben auch in Zukunft nachkommen können. Darauf können Sie sich verlassen, darauf bin ich stolz. Und Sie werden auch sehen, dass die Truppe nicht nur motiviert ist, sondern dass sie auch in den nächsten Jahren die Kompetenzen einbringen wird, die sie auch in der Vergangenheit eingebracht hat. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Öllinger: ..., bitte!
Abgeordneter Lutz Weinzinger (FPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Sehr geehrter Herr Bundesminister für Landesverteidigung! Ich habe vor einiger Zeit in einer Sitzung des Landesverteidigungsausschusses von Ihnen den Ausspruch gehört: Ich bin Kroate, Burgenländer, Österreicher, ich bekenne mich zu meinem Kroatentum!, und dafür achte ich Sie über alles (Abg. Öllinger: ..., bitte!): weil Sie sich zu Ihrem Volkstum bekennen, sich zu dieser Heimat Österreich bekennen und sich auch für sie einsetzen, wie Sie jetzt gerade mit Worten bewiesen haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Lutz Weinzinger (FPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Sehr geehrter Herr Bundesminister für Landesverteidigung! Ich habe vor einiger Zeit in einer Sitzung des Landesverteidigungsausschusses von Ihnen den Ausspruch gehört: Ich bin Kroate, Burgenländer, Österreicher, ich bekenne mich zu meinem Kroatentum!, und dafür achte ich Sie über alles (Abg. Öllinger: ..., bitte!): weil Sie sich zu Ihrem Volkstum bekennen, sich zu dieser Heimat Österreich bekennen und sich auch für sie einsetzen, wie Sie jetzt gerade mit Worten bewiesen haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Öllinger: Na? Bitte! Das wollen wir auch wissen!
Jetzt frage ich Sie: Wozu – um auf Ihr Eingangsstatement einzugehen – soll ich mich bekennen? (Abg. Öllinger: Na? Bitte! Das wollen wir auch wissen!) Wozu soll ich mich bekennen als Innviertler, dessen Familie in voriger Generation, in vorvoriger Generation und auch schon vor zehn Generationen Deutsch als Muttersprache gehabt hat? Ich bekenne mich eben als deutscher Österreicher – und das kann kein Schimpfwort sein! (Beifall bei der FPÖ. – Rufe: Hoffentlich!) – Ich bin natürlich auch ein begeisterter Oberösterreicher, gar keine Frage.
Beifall bei der FPÖ. – Rufe: Hoffentlich!
Jetzt frage ich Sie: Wozu – um auf Ihr Eingangsstatement einzugehen – soll ich mich bekennen? (Abg. Öllinger: Na? Bitte! Das wollen wir auch wissen!) Wozu soll ich mich bekennen als Innviertler, dessen Familie in voriger Generation, in vorvoriger Generation und auch schon vor zehn Generationen Deutsch als Muttersprache gehabt hat? Ich bekenne mich eben als deutscher Österreicher – und das kann kein Schimpfwort sein! (Beifall bei der FPÖ. – Rufe: Hoffentlich!) – Ich bin natürlich auch ein begeisterter Oberösterreicher, gar keine Frage.
Abg. Grillitsch: Und begeisterter Europäer?
Ich bin also begeisterter Oberösterreicher und begeisterter Österreicher (Abg. Grillitsch: Und begeisterter Europäer?), der aber nicht nur hier in diesem Raum sein Gelöbnis abgegeben hat, für diese Republik einzutreten, sondern der auch auf offenem Kasernenhof sein Gelöbnis abgegeben hat, sich für diese Republik einzusetzen und, wenn es sein muss, auch sein Leben einzusetzen. Ich bin mit großer Begeisterung Soldat gewesen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich bin also begeisterter Oberösterreicher und begeisterter Österreicher (Abg. Grillitsch: Und begeisterter Europäer?), der aber nicht nur hier in diesem Raum sein Gelöbnis abgegeben hat, für diese Republik einzutreten, sondern der auch auf offenem Kasernenhof sein Gelöbnis abgegeben hat, sich für diese Republik einzusetzen und, wenn es sein muss, auch sein Leben einzusetzen. Ich bin mit großer Begeisterung Soldat gewesen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Öllinger
Wenn ich jetzt gehört habe, was Sie über den Zustand dieses unseres österreichischen Bundesheeres gesagt haben, dann muss ich schon sagen: Ich habe offensichtlich in den letzten 20, 30 Jahren in einer Traumwelt oder in einem Potemkinschen Dorf gelebt (Zwischenruf des Abg. Öllinger), denn es war eigentlich alles ganz anders. Und wenn ich jetzt mit Kameraden, die noch aktiv im Dienst sind oder als Milizsoldaten noch aktiv sind, rede, dann sprechen die andere Worte, dann klingt das aber wirklich völlig anders. Dann höre ich von Kompaniekommandanten, die, wenn sie Glück haben, 30 Mann im halben Jahr zu ihrer Kompanie dazubekommen, die sich gar nicht mehr hinaustrauen auf den Kompaniehof, weil sie sich schämen, „Guten Morgen, Kompanie!“ vor 28 Hanseln zu sagen. Und von den 28 Hanseln sind 18 Berufssoldaten, und 10 oder 15 andere sind beim Arzt, weil sie es körperlich nicht mehr aushalten.
Beifall bei der FPÖ.
Herr Darabos, Sie sind auch Sportminister, und somit liegt es natürlich auch in Ihrer Zuständigkeit, dafür zu sorgen, dass die Gesundheit unserer Jugend entsprechend erhalten wird, in der Schule, in der Ausbildung – zum eigenen Vorteil, aber im Endeffekt auch für den Dienst in unserem Bundesheer. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie haben außerdem die Luftraumüberwachung durchzuführen. Die Aufgabe einer Armee ist es sehr wohl, die Möglichkeiten für einen Luftkampf bereitzustellen. Die Luftraumüberwachung im Frieden ist eine Aufgabe des gesamten Staates und fällt in den Aufgabenbereich des Innenministers. Daher haben Sie auch hier bei Ihren Budgetverhandlungen dafür zu kämpfen, dass die Kosten, die dabei für das Bundesheer anfallen, eben von den zuständigen anderen Kostenstellen dieser unserer Republik übernommen werden. – Das ist Ihre Aufgabe als Bundesminister für Landesverteidigung! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und jetzt kommen wir auf die jungen Männer, die dort dienen, und auch auf die jungen Frauen, die dort dienen können, zu sprechen. – Die jungen Männer müssen ja dort dienen, so sie sich nicht für den Zivildienst entscheiden. Diesen ist eine Voraussetzung zu bieten, die unseren Staatsbürgern gerecht wird. Sie haben eine Ausbildung zu bekommen, die nicht um dreiviertel vier zu Ende ist, weil wir nicht das Geld haben für das Personal, dafür, dass unser Unteroffizierskorps und unser Offizierskorps Überstunden machen können. Dann ist eben eine andere Regelung zu treffen. Das ist Ihre Aufgabe – auch bei den Budgetverhandlungen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Beim Heer gäbe es eine hervorragende Möglichkeit, diese Eingliederung in unsere Art der Gesellschaft durchzuführen. Das kostet zusätzlich Geld. Dann müssen Sie eben herausbekommen, wer in dieser Republik für die Eingliederung, für das Zusammenwirken der Zugewanderten, der Eingewanderten mit der einheimischen Bevölkerung verantwortlich ist, und das hat Ihren Budgetposten entsprechend aufzufetten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundesminister, es kann nicht sein, dass unsere Armee, die eine hervorragende Tradition hat, die seit 1955 ihre Aufgaben – ob im Jahre 1956, ob im Jahre 1958, ob bei der Jugoslawien-Krise – immer hervorragend und im Sinne der Bevölkerung erfüllt hat, dass dieses Heer immer ganz knapp vor dem Sterben steht, dass es gerade so viel bekommt, dass es zu wenig zum Leben, aber zu viel zum Sterben ist. – So kann es nicht weitergehen. Ich erwarte von Ihnen entsprechende Handlungen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe des Abg. Weinzinger.
Ich unterstelle aber auch dem Kollegen Weinzinger, dass er eigentlich weiß, wie „einfach“ es ist, bei Budgetverhandlungen sehr viel Budget zugesprochen zu bekommen. Ich unterstelle ihm auch zu wissen, was es heißt, in einer Wirtschaftskrise, die wir jetzt erleben müssen, Träume erfüllt zu bekommen. (Zwischenrufe des Abg. Weinzinger.) Herr Kollege Weinzinger, seien Sie so lieb, hören Sie zu, versuchen Sie, so amikal zu sein wie der Erstredner Kollege Fichtenbauer! Dann werden wir einander auch verstehen, denn unsere gemeinsame Sorge ist das österreichische Bundesheer. Wir bekennen uns dazu und wollen die bestmöglichen Voraussetzungen schaffen. Wir wollen aber nicht, dass das Bundesheer gegen andere Bereiche ausgespielt wird. Wir müssen uns nach den Möglichkeiten strecken. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich unterstelle aber auch dem Kollegen Weinzinger, dass er eigentlich weiß, wie „einfach“ es ist, bei Budgetverhandlungen sehr viel Budget zugesprochen zu bekommen. Ich unterstelle ihm auch zu wissen, was es heißt, in einer Wirtschaftskrise, die wir jetzt erleben müssen, Träume erfüllt zu bekommen. (Zwischenrufe des Abg. Weinzinger.) Herr Kollege Weinzinger, seien Sie so lieb, hören Sie zu, versuchen Sie, so amikal zu sein wie der Erstredner Kollege Fichtenbauer! Dann werden wir einander auch verstehen, denn unsere gemeinsame Sorge ist das österreichische Bundesheer. Wir bekennen uns dazu und wollen die bestmöglichen Voraussetzungen schaffen. Wir wollen aber nicht, dass das Bundesheer gegen andere Bereiche ausgespielt wird. Wir müssen uns nach den Möglichkeiten strecken. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich möchte aber auch jenen, die sich eingeschaltet haben und von Kollaps und anderen Dingen gesprochen haben – wie zum Beispiel meinem Kollegen aus Salzburg, dem Vorsitzenden der Offiziersgesellschaft, unserem Hauptmann Paulus –, danken, auch wenn die Wortwahl dann überbordend war. Der Ansatz, gemeinsam an einem Strang zu ziehen, hat aber dazu geführt, dass es möglich war, gröbere Verluste abzuwenden, und ich glaube, das sollte man anerkennen. Wir sollten die Ärmel hochkrempeln und versuchen, darüber hinaus die notwendigen Finanzmittel gemeinsam zu erreichen. Dafür ist es aber wichtig, zuerst einmal die Wirtschaftskrise in den Griff zu bekommen, um die Euros zu verdienen, die man dann verteilen kann. –Das ist dann eine angenehme Angelegenheit. Ich erinnere noch einmal: Als sie vorhanden waren, hat die Freiheitliche Partei sie nicht dem Bundesheer zugeteilt. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich habe eigentlich gedacht, es werde eine Fortsetzung vom Vormittag geben, wo euer Frontmann ja wirklich geglänzt hat durch das Darstellen von Unwahrheiten, unmöglichen Interpretationen der Kriminalstatistik und des Sicherheitsmonitors. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Haimbuchner: Brauchst du eh!
Ich bin wirklich begeistert, dass es heute Nachmittag etwas anders läuft, auch wenn mir die Brandrede von Lutz Weinzinger anfänglich nicht genau den Weg zum Thema Landesverteidigung gewiesen hat. Aber wir hatten zumindest Nachhilfe, was die Nationalitäten in unserer Republik betrifft. (Abg. Dr. Haimbuchner: Brauchst du eh!) Jawohl!
Zwischenruf des Abg. Dr. Haimbuchner
Als Polizist möchte ich auch für das Innenressort sprechen (Zwischenruf des Abg. Dr. Haimbuchner), weil ich weiß, lieber Kollege Haimbuchner, dass es auch dort immer wieder um dieselben Themen geht. Jeder möchte neue Fahrzeuge, jeder Kollege, jede Kollegin möchte gute, ja beste Unterkünfte, neue Uniformen. Aber auch dort geht es nur step by step, und das ist auch beim österreichischen Bundesheer so. Und wenn ich mir meine Kasernen in Oberösterreich (Abg. Dr. Haimbuchner: Deine Kasernen?), auch in meinem Wahlkreis ansehe, dann muss ich sagen, diese sind in einem besseren Bauzustand als derzeit von den Medien berichtet wird. Ich glaube, dass da schon ein bisschen Differenzierung notwendig ist.
Abg. Dr. Haimbuchner: Deine Kasernen?
Als Polizist möchte ich auch für das Innenressort sprechen (Zwischenruf des Abg. Dr. Haimbuchner), weil ich weiß, lieber Kollege Haimbuchner, dass es auch dort immer wieder um dieselben Themen geht. Jeder möchte neue Fahrzeuge, jeder Kollege, jede Kollegin möchte gute, ja beste Unterkünfte, neue Uniformen. Aber auch dort geht es nur step by step, und das ist auch beim österreichischen Bundesheer so. Und wenn ich mir meine Kasernen in Oberösterreich (Abg. Dr. Haimbuchner: Deine Kasernen?), auch in meinem Wahlkreis ansehe, dann muss ich sagen, diese sind in einem besseren Bauzustand als derzeit von den Medien berichtet wird. Ich glaube, dass da schon ein bisschen Differenzierung notwendig ist.
Zwischenruf des Abg. Dr. Haimbuchner.
Es stimmt, dass die Bundesheer-Reformkommission einen Anteil von einem Prozent des BIP für das Heer verlangt hat. Aber ich möchte Ihnen auch Folgendes sagen: Es hat auch eine reine FPÖ-Verantwortung gegeben, nämlich des FPÖ-Ministers Herbert Scheibner unter dem FPÖ-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, wo dieses eine Prozent auch nicht erreicht wurde. Und daher stelle ich schon fest: Wenn Sie Verantwortung tragen, dann kommen Sie dem Auftrag, den Sie jetzt wieder formulieren, auch nicht nach! (Zwischenruf des Abg. Dr. Haimbuchner.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher meine ich schon, es ist reine Polemik, wenn jetzt am Nachmittag, wenn auch beinahe emotionslos, der Wahlkampf in Kärnten und Salzburg mit dem Thema Sicherheit überlagert wird. (Beifall bei der ÖVP.)
in Richtung des Abg. Dr. Fichtenbauer
Ich meine, im Großen und Ganzen sollten wir stolz darauf sein, was das österreichische Bundesheer leistet, und gemeinsam dafür eintreten, dass sich die Menschen in Österreich sicher fühlen können, dass wir ihnen sichere Arbeitsplätze bieten können, dass wir ihnen Sicherheit in der Sicherheit geben können. Dazu fordere ich Sie auf, speziell dich, lieber Freund (in Richtung des Abg. Dr. Fichtenbauer), als real denkenden und sehr guten Sicherheitspolitiker. – Ich bedanke mich. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich meine, im Großen und Ganzen sollten wir stolz darauf sein, was das österreichische Bundesheer leistet, und gemeinsam dafür eintreten, dass sich die Menschen in Österreich sicher fühlen können, dass wir ihnen sichere Arbeitsplätze bieten können, dass wir ihnen Sicherheit in der Sicherheit geben können. Dazu fordere ich Sie auf, speziell dich, lieber Freund (in Richtung des Abg. Dr. Fichtenbauer), als real denkenden und sehr guten Sicherheitspolitiker. – Ich bedanke mich. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Geschätzter Herr Bundesminister, ich glaube nicht, dass das im Sinne eines Ressortchefs für Landesverteidigung ist, nämlich alles zusammenzustreichen, weil man selbst anscheinend nicht in der Lage ist, in Verhandlungen mit dem Finanzminister für entsprechende Investitionen, für ein starkes Budget für unsere Sicherheit in Österreich zu sorgen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Beispielsweise – um dem EU-Recht nicht zu widersprechen – könnten wir in dieser Hinsicht unser Kommando Militärstreife & Militärpolizei mit Kompetenzen aufwerten, die auch die Carabinieri als militärische Einheit in Italien haben. Die Europäische Union hat die Carabinieri in Italien noch in keinster Weise kritisiert, dass sie als militärische Einheit eine Grenzüberwachung durchführen. Das ist genehmigt, und die EU wird sich nicht trauen, dem großen Italien hier Vorschriften zu machen. Was spricht dagegen, auch unsere Kräfte mit entsprechenden Kompetenzen auszustatten, um vor Ort auch die Exekutive zu entlasten, damit sich die Exekutive wiederum um die Ballungszentren kümmern und dort für die Sicherheit der Bevölkerung sorgen kann? (Beifall beim BZÖ.)
Bundesminister Mag. Darabos: Sind Sie auch!
Schlussendlich muss ich zusammenfassend festhalten, dass es für diese dringend notwendigen Strukturreformen des österreichischen Bundesheeres, für diese Reformen wirklich an Geld fehlt, an allen Ecken und Enden an Geld fehlt. Die Ziele der Bundesheer-Reformkommission, die grundlegende Ziele für Ihre Arbeit sind, Herr Ressortchef Bundesminister Darabos, die Ihre Ziele sein sollten ... – (Bundesminister Mag. Darabos: Sind Sie auch!) Sie sagen gerade, sie sind es. Dann sind Sie auch gefordert, selbstbewusst zum Finanzminister zu gehen, selbstbewusst in Verhandlungen zu treten, selbstbewusst für ein entsprechendes Budget für das Bundesheer zu sorgen. Das ist Ihre Hauptaufgabe, auch in dieser schwierigen Zeit, die jetzt immer wieder als Entschuldigung herangezogen wird.
Beifall beim BZÖ.
Ich danke. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Haimbuchner: Aschermittwoch war gestern!
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich darf gleich mit dem Satz beginnen, mit dem der Vorsitzführende sicherlich rechnet und auf den er schon wartet: Ich bin der Meinung, dass ein Nationalratspräsident, dem sowohl rechtsextreme Gesinnung und Haltung als auch strafrechtlich relevante Delikte vorzuwerfen sind, nicht in der Lage ist (Abg. Dr. Haimbuchner: Aschermittwoch war gestern!), das österreichische Parlament nach außen zu vertreten, und daraus auch die politischen und persönlichen Konsequenzen ziehen sollte. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Neubauer: Schäm dich! Das ist peinlich!) Ja, ja, Sie haben recht. Es ist peinlich, dass wir hier unter der Vorsitzführung von Dr. Graf diskutieren müssen, aber das müssen wir zur Kenntnis nehmen. Die Geschäftsordnung gibt uns in diesem Fall im Gegensatz zum Strafrecht keine Möglichkeiten. (Abg. Dr. Haimbuchner: Herr Kollege Pilz, Sie können sich gerne wieder niedersetzen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Neubauer: Schäm dich! Das ist peinlich!
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich darf gleich mit dem Satz beginnen, mit dem der Vorsitzführende sicherlich rechnet und auf den er schon wartet: Ich bin der Meinung, dass ein Nationalratspräsident, dem sowohl rechtsextreme Gesinnung und Haltung als auch strafrechtlich relevante Delikte vorzuwerfen sind, nicht in der Lage ist (Abg. Dr. Haimbuchner: Aschermittwoch war gestern!), das österreichische Parlament nach außen zu vertreten, und daraus auch die politischen und persönlichen Konsequenzen ziehen sollte. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Neubauer: Schäm dich! Das ist peinlich!) Ja, ja, Sie haben recht. Es ist peinlich, dass wir hier unter der Vorsitzführung von Dr. Graf diskutieren müssen, aber das müssen wir zur Kenntnis nehmen. Die Geschäftsordnung gibt uns in diesem Fall im Gegensatz zum Strafrecht keine Möglichkeiten. (Abg. Dr. Haimbuchner: Herr Kollege Pilz, Sie können sich gerne wieder niedersetzen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Haimbuchner: Herr Kollege Pilz, Sie können sich gerne wieder niedersetzen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich darf gleich mit dem Satz beginnen, mit dem der Vorsitzführende sicherlich rechnet und auf den er schon wartet: Ich bin der Meinung, dass ein Nationalratspräsident, dem sowohl rechtsextreme Gesinnung und Haltung als auch strafrechtlich relevante Delikte vorzuwerfen sind, nicht in der Lage ist (Abg. Dr. Haimbuchner: Aschermittwoch war gestern!), das österreichische Parlament nach außen zu vertreten, und daraus auch die politischen und persönlichen Konsequenzen ziehen sollte. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Neubauer: Schäm dich! Das ist peinlich!) Ja, ja, Sie haben recht. Es ist peinlich, dass wir hier unter der Vorsitzführung von Dr. Graf diskutieren müssen, aber das müssen wir zur Kenntnis nehmen. Die Geschäftsordnung gibt uns in diesem Fall im Gegensatz zum Strafrecht keine Möglichkeiten. (Abg. Dr. Haimbuchner: Herr Kollege Pilz, Sie können sich gerne wieder niedersetzen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Neubauer: Der Wahrsager ist unterwegs!
Bevor ich aufgrund der Zwischenrufe die Kriminalitätsrate der Freiheitlichen Partei mit der der ausländischen Wohnbevölkerung vergleiche und darauf hinweise, dass dieser Vergleich zuungunsten der Freiheitlichen Partei ausgehen wird, jetzt trotzdem zum Thema. (Abg. Neubauer: Der Wahrsager ist unterwegs!)
Bundesminister Mag. Darabos: Den Sie selbst bestellen wollten!
sondern auch sinnvoll und notwendig ist. Und mit einem Pfuschgutachten eines im Vertragsrecht inkompetenten Privatrechtlers der Universität Wien (Bundesminister Mag. Darabos: Den Sie selbst bestellen wollten!), den wir abgelehnt haben, der uns vom SPÖ-Klub im Untersuchungsausschuss untergejubelt werden sollte und den ich persönlich abgelehnt habe, weil ich wusste, dass er nicht über die fachlichen Voraussetzungen verfügt ... – Professor Koziol ist Privatrechtler und hat mit Vertragsrecht schlicht und einfach nichts zu tun. Genau das war der Punkt.
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek – auf die Decke des Sitzungssaales deutend –: Da auch!
Ich bedaure wirklich persönlich, dass in dieser Situation überhaupt nichts Positives über den Zustand der militärischen Landesverteidigung zu berichten ist. Ihr Haus ist in einem besorgniserregenden Zustand. Politisch und sicherheitspolitisch schaut es bei Ihnen in der Zentrale der österreichischen Landesverteidigung so aus, wie es baulich in den meisten Kasernen dieser Republik ausschaut. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek – auf die Decke des Sitzungssaales deutend –: Da auch!)
Beifall bei den Grünen.
Irgendwann kommt der Punkt, wo das Ganze in dieser Art und Weise nicht mehr tragbar sein wird. Wir stehen am Beginn einer großen Krise der Landesverteidigung und damit am Beginn einer großen Krise der österreichischen Sicherheitspolitik. – Sie tragen dafür die Verantwortung. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Und noch eine Richtigstellung: Den Soldatenberuf gibt es für Unteroffiziere nicht, weil es noch immer keine Anerkennung des Berufes Unteroffizier gibt. – Die Bundesregierung setzt auch keine Akzente in diese Richtung. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Prähauser: Mitverantwortung!
Herr Kollege Prähauser von der SPÖ! Wenn Sie es der Zeitung nicht glauben, dann glauben Sie es mir! Ich lebe das nämlich seit 14 Jahren als Berufssoldat jeden Tag, und ich kann Ihnen durchaus bestätigen, dass das so ist. (Abg. Prähauser: Mitverantwortung!) Wir können vielleicht einmal gemeinsam eine Kasernenbegehung machen, dann zeige ich Ihnen diese Unterkünfte. (Abg. Großruck: Was haben Sie für einen Dienstgrad?)
Abg. Großruck: Was haben Sie für einen Dienstgrad?
Herr Kollege Prähauser von der SPÖ! Wenn Sie es der Zeitung nicht glauben, dann glauben Sie es mir! Ich lebe das nämlich seit 14 Jahren als Berufssoldat jeden Tag, und ich kann Ihnen durchaus bestätigen, dass das so ist. (Abg. Prähauser: Mitverantwortung!) Wir können vielleicht einmal gemeinsam eine Kasernenbegehung machen, dann zeige ich Ihnen diese Unterkünfte. (Abg. Großruck: Was haben Sie für einen Dienstgrad?)
Abg. Faul: Ehrlich!
Das heißt, er hat eigentlich schon, bevor er die Verhandlungen begonnen hat, sein Scheitern eingestanden, meine Damen und Herren. (Abg. Faul: Ehrlich!) Auch wenn es Ihnen nicht recht ist: ein Kniefall zu Lasten der Soldaten und der Sicherheit in Österreich! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das heißt, er hat eigentlich schon, bevor er die Verhandlungen begonnen hat, sein Scheitern eingestanden, meine Damen und Herren. (Abg. Faul: Ehrlich!) Auch wenn es Ihnen nicht recht ist: ein Kniefall zu Lasten der Soldaten und der Sicherheit in Österreich! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Minister! Von solchen Zahlenspielchen lassen wir, die FPÖ, uns nicht täuschen. (Beifall bei der FPÖ.) Wir fordern Sie deshalb auch auf, die echten Zahlen auf den Tisch zu legen, denn, meine sehr geehrten Damen und Herren, es kann nicht sein, dass unsere jungen Staatsbürger und unsere Bediensteten in Ruinen Unterkunft finden und Dienst verrichten und auf der anderen Seite für Luxusgefängnisse wie zum Beispiel jenes in Leoben sehr wohl Geld vorhanden ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Minister! Von solchen Zahlenspielchen lassen wir, die FPÖ, uns nicht täuschen. (Beifall bei der FPÖ.) Wir fordern Sie deshalb auch auf, die echten Zahlen auf den Tisch zu legen, denn, meine sehr geehrten Damen und Herren, es kann nicht sein, dass unsere jungen Staatsbürger und unsere Bediensteten in Ruinen Unterkunft finden und Dienst verrichten und auf der anderen Seite für Luxusgefängnisse wie zum Beispiel jenes in Leoben sehr wohl Geld vorhanden ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Großruck: Wo willst du denn einmarschieren?
Wir Freiheitliche – und das sage ich ganz offen und klar – sind der Meinung, es ist jetzt an der Zeit, für die Sicherheit unserer Bevölkerung und für ein funktionierendes System einzustehen und das auch sicherzustellen. Es ist an der Zeit, Anreize für die Unteroffiziers- und Offiziersgewinnung zu schaffen und auch für den Milizaufwuchs zu sorgen. (Abg. Großruck: Wo willst du denn einmarschieren?) Auch das wurde trefflich erkannt:
Beifall bei der FPÖ.
Herr Minister, bekennen Sie Farbe! Gestehen Sie ein, dass die Bundesheerreform ohne die erforderlichen Mittel gescheitert ist! Gestehen Sie ein, dass es mit den derzeitigen vorhandenen Mitteln zu einer weiteren Verschlechterung bei der Ausbildung der Rekruten und bei der Führungsfähigkeit des Kaderpersonals kommen wird, und gestehen Sie bitte auch ein, dass Sie bei den Budgetverhandlungen gescheitert sind! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, zum Schluss kommend: In einem Staat wie Österreich sollte es möglich sein, dem Bundesheer jene Mittel zukommen zu lassen, die es für die Erfüllung seiner umfangreichen Aufgaben im In- und im Ausland braucht. Und es kann nicht sein, dass das Bundesheer auf Kosten unserer jungen Staatsbürger und auf Kosten der Sicherheit des Landes zu Tode gespart wird. Ich fordere Sie daher eindringlich auf, meine Damen und Herren, die Landesverteidigung und das Bundesheer nicht systematisch auszuhungern und für eine funktionierende Landesverteidigung und ein sicheres Österreich einzutreten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Aber vielleicht, sehr geehrte Kollegen von der Freiheitlichen Partei, ist es so, dass Sie die Agonie ausstrahlen, die auch Ihre Personalvertreter im Landesverteidigungsressort haben, weil wir nämlich mit Minister Darabos einen vehementen Kämpfer für die Beschäftigten und für eine bessere Ausrüstung im Bundesheer haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Faul – Beifall spendend –: Sehr richtig!
geben, und auf der anderen Seite sollte von dort Geld herkommen. (Abg. Faul – Beifall spendend –: Sehr richtig!) Werte Kolleginnen und Kollegen! Das ist auch sehr unseriös und unredlich.
Abg. Mag. Darmann: Schau dir die Funktion an! Sie haben keine Kompetenz!
Wenn Sie bezüglich des Assistenzeinsatzes auch davon sprechen, dass die jungen Leute, die an diesem Einsatz beteiligt sind, „Bewegungsmelder“ seien, die in der Landschaft herumstehen und sozusagen nichts tun können (Abg. Mag. Darmann: Schau dir die Funktion an! Sie haben keine Kompetenz!), da kümmern Sie sich nicht um die Sicherheit der Bevölkerung in den Gebieten, wo der Assistenzeinsatz verlängert wurde.
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Neugebauer.
Dann möchte ich noch folgenden Punkt anschneiden: Von Kollegen Dr. Fichtenbauer wurde sehr verächtlich erwähnt, dass jetzt der Sport bei der Landesverteidigung dabei sei. Da möchte ich ihn darauf hinweisen – obwohl er ein wesentlich Berufenerer ist und er sich da als Milizoffizier sicherlich auskennt –, dass eben der Leistungssport beim österreichischen Bundesheer sehr anerkannt ist und dass wir bei den letzten Wettbewerben wie Olympiaden oder Weltmeisterschaften 14 Goldmedaillen, 18 Silbermedaillen und 24 Bronzemedaillen bekommen haben. – Das haben Sie nicht erwähnt. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Neugebauer.)
Ruf beim BZÖ: Unterstellung!
Mit Wolfgang Loitzl – nur als Beispiel –, der im heurigen Winter für sehr großartige Leistungen gesorgt hat, haben wir auch einen Vertreter des österreichischen Bundesheeres, der gezeigt hat, was österreichischer Kampfgeist ist und zu welchen sportlichen Höhenflügen das führen kann. Das ist aber bei den Kolleginnen und Kollegen von Seiten der Oppositionsparteien nicht so gefragt und auch nicht so gefordert. (Ruf beim BZÖ: Unterstellung!)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Aubauer.
Das österreichische Bundesheer bietet eine wichtige wirtschaftliche und bildungspolitische Stütze und ein Sicherheits- und Verteidigungsrückgrat, und internationale Anerkennung genießen wir ebenfalls durch den Auftrag bei UNO-Einsätzen. – Das brauchen wir uns nicht schlechtreden lassen. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Aubauer.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Neubauer.
In Richtung Dr. Fichtenbauer und auch Herrn Kunasek darf ich sagen, dass uns das Wohl der Soldaten und ihre Arbeitsbedingungen natürlich sehr am Herzen liegen, und wenn ich „uns“ sage, so meine ich damit die gesamte ÖVP. Ich denke, wir sollten uns bei den Soldatinnen und Soldaten auch für die Leistungen bedanken, die sie ständig erbringen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Neubauer.)
Abg. Mag. Darmann: Da sollte euer Finanzminister Geld !
Das Bundesheer muss auch weiterhin Assistenzleistungen im Inneren erbringen können und zur Verfügung stehen, soweit die zivilen Behörden die Mitwirkung in Anspruch nehmen. (Abg. Mag. Darmann: Da sollte euer Finanzminister Geld !)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir als Österreichische Volkspartei wollen jedenfalls größtmögliche Sicherheit, größtmögliche Sicherheit für die Bürger in unserem Land. Österreich, das dürfen wir nicht ohne Stolz sagen, ist eines der sichersten Länder in Europa, wenn nicht auf der ganzen Welt. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Pilz: Ja!
Ich habe vorhin die Rede des Kollegen Pilz gehört und glaube, er rüttelt an diesen Grundsätzen und Grundfesten. Herr Kollege Pilz! Wenn Sie auf das alles verzichten können, was Sie aufgezählt haben, dann hätten wir nicht nur keine Landesverteidigung im umfassenden Sinn mehr, sondern wir hätten auch keine Zivildiener mehr. – Wollen Sie das wirklich? (Abg. Dr. Pilz: Ja!) Viele Einsatzorganisationen würden sich dafür bei Ihnen bedanken. (Abg. Weinzinger: Er hat „ja“ gesagt!)
Abg. Weinzinger: Er hat „ja“ gesagt!
Ich habe vorhin die Rede des Kollegen Pilz gehört und glaube, er rüttelt an diesen Grundsätzen und Grundfesten. Herr Kollege Pilz! Wenn Sie auf das alles verzichten können, was Sie aufgezählt haben, dann hätten wir nicht nur keine Landesverteidigung im umfassenden Sinn mehr, sondern wir hätten auch keine Zivildiener mehr. – Wollen Sie das wirklich? (Abg. Dr. Pilz: Ja!) Viele Einsatzorganisationen würden sich dafür bei Ihnen bedanken. (Abg. Weinzinger: Er hat „ja“ gesagt!)
Abg. Prähauser: Ich glaube, du weißt nicht, was du sprichst!
Da habe ich ganz konkret ein Versprechen im Ohr, im ORF vor mittlerweile zwei Jahren gebracht, wo Landeshauptfrau Burgstaller und Minister Darabos angekündigt haben, sie werden ein Konzept vorlegen, das die Aufrechterhaltung des Standortes Tamsweg auch nach 2010, 2012 sicherstellt. Es ist bei dieser Ankündigung geblieben. – Bitte, von der Frau Burgstaller sind wir es ja gewohnt, dass sie sehr, sehr viel verspricht, aber vieles davon nicht hält. (Abg. Prähauser: Ich glaube, du weißt nicht, was du sprichst!) Ich hoffe, Herr Bundesminister, Sie werden das anders machen, und ich ersuche Sie: Geben Sie uns die Informationen zu diesem Konzept! Das ist für die gesamte Region wichtig.
Beifall bei der ÖVP.
Wir brauchen motivierte Soldaten, und dazu brauchen diese auch gute Arbeitsbedingungen, damit sie zum Wohle der Menschen in unserem Land arbeiten können. Festigen wir also die Rahmenbedingungen für ein sicheres Österreich – wir sind auf einem guten Weg dahin! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Pilz: Das ist ein Missbrauch Ihres Amtes! Ihre Ehre heißt wirklich Untreue!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Bevor ich nun dem nächsten Redner das Wort erteile, erteile ich Herrn Abgeordnetem Dr. Peter Pilz für seine Aussage – ich zitiere –: „Bevor ich aufgrund der Zwischenrufe die Kriminalitätsrate der Freiheitlichen Partei mit der der ausländischen Wohnbevölkerung vergleiche und darauf hinweise, dass dieser Vergleich zuungunsten der Freiheitlichen Partei ausgehen wird ...“ und so weiter, einen Ordnungsruf, da er damit eine gesamte Partei in diesem Hohen Haus beleidigt hat. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Pilz: Das ist ein Missbrauch Ihres Amtes! Ihre Ehre heißt wirklich Untreue!)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Kurt List (BZÖ): Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundesminister! Sie mögen derzeit ein sympathischer Sportminister sein und es auch bleiben, aber ich muss feststellen, dass Sie als Verteidigungsminister eine krasse Fehlbesetzung sind und heute hier sehr, sehr weltfremd agieren. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich darf hier feststellen, dass Sie bei der Einführung des Systems Eurofighter versagt haben. Auch der Rechnungshof beurteilt Ihre Vorgangsweise ähnlich, auch wenn Sie hier 250 Millionen verstecken. Es war ein politischer Alleingang, den Sie damals getroffen haben. Sie haben nicht 18, sondern 15 Flugzeuge beschafft, drei Stück weniger, die Jets wurden teurer, das Einsatzspektrum wurde geringer. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Lapp: Warum erzählen Sie das nicht Scheibner und Grasser?
Sie haben hier zum Nachteil der Österreicher gehandelt, nur um ein Wahlversprechen der Sozialdemokraten einzulösen. (Abg. Mag. Lapp: Warum erzählen Sie das nicht Scheibner und Grasser?) Das ist ein echter Schuss ins Knie, ein echter Selbstschuss ins Knie des Verteidigungsministers!
Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Sie, Herr Minister Darabos, fahren und fliegen von einer Sportveranstaltung zur anderen. Die Sozialdemokraten haben es bereits gesagt: Es ist eine gute Sache, am Kulm die Urkunden, Medaillen und Pokale zu verteilen. Sie drängen sich von einem VIP-Bereich in den anderen, vom goldenen in den diamantenen. Jede Siegerehrung ist bei Ihnen ein Muss. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Lapp: Er hat auch andere Termine!
Dafür aber, Herr Bundesminister, meiden Sie jede Veranstaltung des Bundesheeres wie der Teufel das Weihwasser. Am letzten Wochenende hat es in Graz in der Belgier-Kaserne den Offiziersball des Streitkräfteführungskommandos gegeben – und Sie haben diesen Ball nicht besucht. Sie haben es vorgezogen, in Tirol zu sein, in Tirol zu bleiben. (Abg. Mag. Lapp: Er hat auch andere Termine!) – Ja, ja, genau das ist es ja! Dort war er als Kulturreferent tätig und ist beim Franz Posch in „Mei liabste Weis“ aufgetreten. Also dort „Mei liabste Weis“ – und hier der Offiziersball (lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ), wo Sie gegenüber den Offizieren als politisch Verantwortlicher eine Wertschätzung abgeben sollten! Das haben Sie wirklich verabsäumt, aber die Offiziere in Graz hätten sich Ihre Anwesenheit verdient! (Beifall beim BZÖ.)
lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ
Dafür aber, Herr Bundesminister, meiden Sie jede Veranstaltung des Bundesheeres wie der Teufel das Weihwasser. Am letzten Wochenende hat es in Graz in der Belgier-Kaserne den Offiziersball des Streitkräfteführungskommandos gegeben – und Sie haben diesen Ball nicht besucht. Sie haben es vorgezogen, in Tirol zu sein, in Tirol zu bleiben. (Abg. Mag. Lapp: Er hat auch andere Termine!) – Ja, ja, genau das ist es ja! Dort war er als Kulturreferent tätig und ist beim Franz Posch in „Mei liabste Weis“ aufgetreten. Also dort „Mei liabste Weis“ – und hier der Offiziersball (lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ), wo Sie gegenüber den Offizieren als politisch Verantwortlicher eine Wertschätzung abgeben sollten! Das haben Sie wirklich verabsäumt, aber die Offiziere in Graz hätten sich Ihre Anwesenheit verdient! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Dafür aber, Herr Bundesminister, meiden Sie jede Veranstaltung des Bundesheeres wie der Teufel das Weihwasser. Am letzten Wochenende hat es in Graz in der Belgier-Kaserne den Offiziersball des Streitkräfteführungskommandos gegeben – und Sie haben diesen Ball nicht besucht. Sie haben es vorgezogen, in Tirol zu sein, in Tirol zu bleiben. (Abg. Mag. Lapp: Er hat auch andere Termine!) – Ja, ja, genau das ist es ja! Dort war er als Kulturreferent tätig und ist beim Franz Posch in „Mei liabste Weis“ aufgetreten. Also dort „Mei liabste Weis“ – und hier der Offiziersball (lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ), wo Sie gegenüber den Offizieren als politisch Verantwortlicher eine Wertschätzung abgeben sollten! Das haben Sie wirklich verabsäumt, aber die Offiziere in Graz hätten sich Ihre Anwesenheit verdient! (Beifall beim BZÖ.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
zogen, und ich werde jetzt den Bereich ansprechen, der sich mit der Kritik an Ihnen befasst. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Keck: Wieso?
Sie, Herr Bundesminister, können mir glauben, dass ich mich ein bisschen auskenne im Verteidigungsressort (Abg. Keck: Wieso?), und Sie können auch dem Militärkommandanten der Steiermark glauben, der ein aktiver Generalstabsoffizier ist, ein roter, ein Militärkommandant mit rotem Parteibuch. Der ist mutig, und er schreibt in einer Schlagzeile in den Medien, im November noch, der rote Militärkommandant: Finanzloch klafft beim Heer. Die jungen Rekruten können nicht mehr ausgebildet werden. Beschaffungen sind in vielen Bereichen notwendig. Die Heeresreform 2010 verzögert sich. – Hier werden wir als BZÖ in Bälde aktiv werden und den einen oder anderen Antrag beziehungsweise die eine oder andere Anfrage stellen. – Und weiter schreibt er: Ein Paket muss zur Personalreform und zur Heeresreform geschnürt werden. Veräußerungen gehen schleppend, der Zustand der Kasernen ist katastrophal. Auch die Stimmung im Kader ist nicht die beste. – Zitatende.
Beifall beim BZÖ.
Wir vom Bündnis Zukunft Österreich werden nicht zulassen, dass das Bundesheer und damit ein Teil der Sicherheit Österreichs durch Ihr Agieren auf der Strecke bleibt! Besuchen und inspizieren Sie gemeinsam mit uns, Herr Bundesminister, oder alleine mit Ihrem Kabinettschef unangemeldet die Kasernen, und machen Sie sich ein Lagebild vor Ort! Stellen Sie fest, was dort läuft, und Sie werden sehen, dass wir und auch die freiheitlichen Offiziere, Milizoffiziere, zum Teil sehr, sehr richtig liegen mit unserer Kritik. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Aber wegen dem Eurofighter werden sie nicht Schneeschaufeln müssen!
Nur wer sich vor Ort überzeugt, wird auch sehen, dass es sehr, sehr viele Probleme gibt. Ich stelle fest, dass uns hier im Hohen Haus das Bundesheer nicht gleichgültig sein darf, wie es beispielsweise den Grünen oder den Linken im SPÖ-Flügel bereits ist. Die Bürger, geschätzte Damen und Herren, vertrauen auf ihre Soldaten, nicht nur heute im Katastropheneinsatz, wenn es um Schneeschaufeln geht oder um Sprengungen von Lawinen, die durchgeführt werden müssen. (Abg. Mag. Kogler: Aber wegen dem Eurofighter werden sie nicht Schneeschaufeln müssen!)
Abg. Faul: Der war bis jetzt nicht da, der ist erst gekommen! Der hat diese ganze Misere verursacht!
Aber wir können abschließend etwas anderes anbieten: Unser ehemaliger Verteidigungsminister, Herbert Scheibner, ist hier. (Abg. Faul: Der war bis jetzt nicht da, der ist erst gekommen! Der hat diese ganze Misere verursacht!) Er hat in seinem Verantwortungsbereich, als er das Ressort damals geführt hat, kompetent agiert. Er hat kompe-
Beifall und Bravorufe beim BZÖ.
tent agiert, mit großem Einsatz, mit Disziplin, er hat das Ressort erfolgreich geführt. (Beifall und Bravorufe beim BZÖ.) Er wird heute noch von den Soldaten draußen akzeptiert, und er ist einer der Wenigen, die noch im Gespräch sind als ein Verteidigungsminister, wie er sein sollte. Nehmen Sie sich ein Beispiel am ehemaligen Minister Herbert Scheibner!
Beifall beim BZÖ.
Wir vom Bündnis Zukunft Österreich schaffen nämlich mehr Sicherheit mit einem starken Bundesheer. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: Aber der Scheibner ist sicher besser als der Westenthaler! – Abg. Grosz: Dem Herrn Minister Darabos seine Bilder hängen sie in den Kasernen mittlerweile schon ab, weil sie sich so ...!
Präsident Fritz Neugebauer: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Windbüchler-Souschill. 7 Minuten gewünschte Redezeit. – Bitte, Frau Kollegin. (Abg. Dr. Jarolim: Aber der Scheibner ist sicher besser als der Westenthaler! – Abg. Grosz: Dem Herrn Minister Darabos seine Bilder hängen sie in den Kasernen mittlerweile schon ab, weil sie sich so ...!)
Beifall bei den Grünen.
Sie müssen auch akzeptieren, dass der Grundwehrdienst völlig tradiert und überaltert ist und abgeschafft werden sollte und dass ein Sozialsystem geschaffen werden sollte, das Zivildiener nicht ausbeutet, sondern die Organisationen sollen staatliche Unterstützung bekommen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Sie als Verteidigungsminister müssen akzeptieren, dass friedenssichernde Maßnahmen in Ihrer politischen Verantwortung liegen. Und eine der friedenssichernden Maßnahmen, die noch völlig aussteht und die Sie wahrscheinlich in die Geschichtsbücher der österreichischen Republik bringen würde, wäre, endlich aus dem Eurofighterdebakel herauszukommen. (Beifall bei den Grünen.) Dann bräuchten wir auch nicht mehr diskutieren, woher Geld genommen werden sollte, weil dann hätten wir 5,4 Milliarden € zur freien Verfügung.
Beifall bei den Grünen.
Die weitere politische Verantwortung liegt natürlich auch im Katastrophenschutz, in der Katastrophensicherung. Sie alle haben von den massiven Schneefällen in Niederösterreich, im Bezirk Scheibbs, gehört. Laut ORF Niederösterreich waren mehr als 2 000 Mann im Einsatz, um Häuser von den sicherheitsgefährdenden Schneemassen zu befreien. 2 000 Menschen zur Sicherheit der Bevölkerung – von der Freiwilligen Feuerwehr, nicht vom Bundesheer! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
men soll, sondern darüber, wie viel Geld die österreichischen Blaulichtorganisationen bekommen sollen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Bundesminister für Landesverteidigung und Sport Mag. Norbert Darabos: Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! In aller Kürze: Ich finde es sehr ungerecht gegenüber dem österreichischen Bundesheer, wenn diese Behauptungen in den Raum gestellt werden, denn das österreichische Bundesheer ist jederzeit bereit für einen Katastropheneinsatz, wenn es eine Anforderung gibt. Das österreichische Bundesheer ist übers ganze Jahr im Assistenzeinsatz, ist bis zu Feuerkatastrophen in Griechenland tätig, bei Lawinenunglücken tätig, und es ist einfach ungerecht gegenüber dem österreichischen Bundesheer, solche Behauptungen in den Raum zu stellen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Dr. Pilz: Mit dem Hauptausschuss!
Die zweite Sache: Herr Abgeordneter Pilz, das kann man einfach so nicht stehen lassen. Ich bin durchaus für eine lebendige und vitale Diskussion in diesem Haus, aber wenn Sie mir vorwerfen, dass ich eine Vereinbarung mit Ihnen gebrochen hätte, dann sage ich nein. Sie haben mit mir keine Vereinbarung geschlossen! (Abg. Dr. Pilz: Mit dem Hauptausschuss!) Sie waren gegen den Tschad-Einsatz, Sie waren dagegen, dass wir 500 000 Flüchtlinge im Tschad schützen. Zu dem stehen wir – zu dem steht die ÖVP, zu dem steht die SPÖ, zu dem steht damit die Mehrheit des österreichischen Parlaments. Und wir haben in der Folge jetzt auch diese UNO-Mission unterstützt im heutigen Hauptausschuss, wo ich Sie nicht gesehen habe und wo ich gerne diese Dinge mit Ihnen auch diskutiert hätte. (Ah-Rufe bei der SPÖ. – Abg. Riepl: Typisch grün!)
Ah-Rufe bei der SPÖ. – Abg. Riepl: Typisch grün!
Die zweite Sache: Herr Abgeordneter Pilz, das kann man einfach so nicht stehen lassen. Ich bin durchaus für eine lebendige und vitale Diskussion in diesem Haus, aber wenn Sie mir vorwerfen, dass ich eine Vereinbarung mit Ihnen gebrochen hätte, dann sage ich nein. Sie haben mit mir keine Vereinbarung geschlossen! (Abg. Dr. Pilz: Mit dem Hauptausschuss!) Sie waren gegen den Tschad-Einsatz, Sie waren dagegen, dass wir 500 000 Flüchtlinge im Tschad schützen. Zu dem stehen wir – zu dem steht die ÖVP, zu dem steht die SPÖ, zu dem steht damit die Mehrheit des österreichischen Parlaments. Und wir haben in der Folge jetzt auch diese UNO-Mission unterstützt im heutigen Hauptausschuss, wo ich Sie nicht gesehen habe und wo ich gerne diese Dinge mit Ihnen auch diskutiert hätte. (Ah-Rufe bei der SPÖ. – Abg. Riepl: Typisch grün!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Scheibner.
Im Übrigen möchte ich auch die Gelegenheit dazu nutzen – wenn Sie mich schon so provozieren –, zu sagen, dass sich jedes Argument, das Sie in den letzten Monaten gegen den Tschad-Einsatz vorgebracht haben, als falsch erwiesen hat, unter anderem die Nichtneutralität dieser ganzen Mission. Diese Mission ist für das österreichische Bundesheer eine Vorzeigemission. Nicht zuletzt deshalb wurden wir auch mit der Führung der Spezialeinsatzkräfte betraut – eine Ehre, die das österreichische Bundesheer auszeichnet und die auch die internationale Reputation Österreichs steigert. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Scheibner.)
Ironische Heiterkeit beim BZÖ.
Zum letzten Punkt, Herr Kollege List: Ich lade Sie ein, Sie können gerne mit mir einmal die Kasernen in Österreich besuchen, die Truppe besuchen. Ich bin nämlich oft bei der Truppe – im Gegensatz dazu, was Sie hier behauptet haben. Und wissen Sie, was ich dort oft höre? – Herr Minister, danke, dass Sie da sind! Sie sind der erste Minister, der da ist. (Ironische Heiterkeit beim BZÖ.)
Zwischenrufe beim BZÖ.
paar Jahren war, aber dieses Argument lasse ich nicht gelten. (Zwischenrufe beim BZÖ.) Ich besuche alle Bundesländer, ich besuche die Kasernen, und ich lasse mir hier von Ihnen nicht Dinge unterstellen, die einfach nicht stimmen! Man sollte auch hier im Parlament bei der Wahrheit bleiben. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.
paar Jahren war, aber dieses Argument lasse ich nicht gelten. (Zwischenrufe beim BZÖ.) Ich besuche alle Bundesländer, ich besuche die Kasernen, und ich lasse mir hier von Ihnen nicht Dinge unterstellen, die einfach nicht stimmen! Man sollte auch hier im Parlament bei der Wahrheit bleiben. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie werden nicht suggerieren können, dass ich mehr Zeit für den Sport aufwende. Ganz im Gegenteil. Wir haben ein Budget von weit über 2 Milliarden €, und von diesen 2 Milliarden € geht der ganz große Teil ins österreichische Bundesheer. Ich habe mit dem Herrn Finanzminister gekämpft, und wir werden das spätestens am 21. April diskutieren, wahrscheinlich schon vorher. Ich bin gerne bereit, die drei Säulen des österreichischen Bundesheeres zu verteidigen, nämlich die Frage des Inlandseinsatzes, des Auslandseinsatzes und auch des Assistenzeinsatzes. Und Sie können sich hier auf den Kopf stellen: Ich werde zu diesem Einsatz stehen, einem Einsatz, der gemeinsam mit dem Innenministerium ausverhandelt ist und der die Sicherheit in Österreich erhöht, entgegen so mancher Aussage, die hier vom Rednerpult aus abgegeben wurde, nämlich dass es keinen Sinn macht. Wir haben in den letzten Monaten über 700 Meldungen abgegeben. Damit haben wir der Exekutive geholfen, auch bei der Verbrechensbekämpfung, und das alleine rechtfertigt diesen Einsatz zu 100 Prozent. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Prähauser: Das stimmt auch!
Abgeordneter Werner Herbert (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Werter Herr Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Werte Besucher auf der Galerie! Herr Minister Darabos, Sie haben uns heute hier erklärt, dass in den vergangenen beiden Jahren 520 Millionen € in das österreichische Bundesheer geflossen seien (Abg. Prähauser: Das stimmt auch!), und da frage ich mich, wohin diese Gelder wohl gelangt sind. Das Bild, das das österreichische Bundesheer heute darbietet, ist nämlich ein ganz anderes: ein desaströser Gesamtzustand und eine fast bemitleidenswerte Außenwirkung.
Beifall bei der FPÖ.
Herr Minister Darabos, ein solches Bild hat sich das österreichische Bundesheer bei Weitem nicht verdient! Den braven Bediensteten des Bundesheers, die sich fleißig einsetzen, denen sollte man eigentlich ganz andere Arbeitsbedingungen bieten. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Faul: Wer war denn da eigentlich Minister?
Ich denke – das liegt eigentlich auf der Hand –, die Ursachen für diesen Zustand liegen in der Vergangenheit, und zwar in der jüngsten Vergangenheit, weil sich da eine Spirale zu drehen begonnen hat, die ihresgleichen sucht. Da wurde ein exzessiver Planstellenabbau bei den Bediensteten des Bundesheers in Gang gesetzt, der nunmehr dahin geführt hat, dass wir nicht wissen, woher wir die Bediensteten für die Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft des Bundesheers nehmen sollen. Da wurde durch eine unverantwortliche Einsparungspolitik in Verbindung mit einem exzessiven Ausverkauf des Eigentums des österreichischen Bundesheers die Einsatzbereitschaft wahrlich aufs Spiel gesetzt. (Abg. Faul: Wer war denn da eigentlich Minister?) – Minister Darabos. Das betrifft die letzten zwei Jahre, Herr Kollege. Der Minister selbst hat es angesprochen.
Beifall bei der FPÖ.
Das Bundesheer muss für das österreichische Volk da sein. Das ist die Priorität, Herr Minister! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Scheibner.
Das erwarte ich mir von Ihnen, Herr Minister, und das ist auch mein Auftrag an Sie. – Danke. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Scheibner.)
Abg. Ing. Westenthaler: Der Vorgänger von Haupt!
Abgeordneter Gerhard Köfer (SPÖ): Geschätzter Herr Präsident! Werter Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! (Abg. Ing. Westenthaler: Der Vorgänger von Haupt!) Kurz zu den Ausführungen des Kollegen List. Wenn Herr Bundesminister Darabos bei Franz Posch in der Fernsehsendung ist, dann heißt das noch lange nicht, dass das auch eine Live-Schaltung ist, sondern diese Aufzeichnungen wurden bereits vor Wochen gemacht. (Abg. Mag. Darmann: Umso schlimmer!) Zum fraglichen Zeitpunkt – das kann ich bestätigen – war Herr Bundesminister Darabos in Kärnten auf Truppenbesuch und auch in Tirol. (Abg. Scheibner: Wieso können Sie das bestätigen?) Dieser Truppenbesuch ist nicht nur bei der Bevölkerung sehr gut angekommen, sondern auch bei den Soldaten. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Es spricht der Noch-Bürgermeister!)
Abg. Mag. Darmann: Umso schlimmer!
Abgeordneter Gerhard Köfer (SPÖ): Geschätzter Herr Präsident! Werter Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! (Abg. Ing. Westenthaler: Der Vorgänger von Haupt!) Kurz zu den Ausführungen des Kollegen List. Wenn Herr Bundesminister Darabos bei Franz Posch in der Fernsehsendung ist, dann heißt das noch lange nicht, dass das auch eine Live-Schaltung ist, sondern diese Aufzeichnungen wurden bereits vor Wochen gemacht. (Abg. Mag. Darmann: Umso schlimmer!) Zum fraglichen Zeitpunkt – das kann ich bestätigen – war Herr Bundesminister Darabos in Kärnten auf Truppenbesuch und auch in Tirol. (Abg. Scheibner: Wieso können Sie das bestätigen?) Dieser Truppenbesuch ist nicht nur bei der Bevölkerung sehr gut angekommen, sondern auch bei den Soldaten. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Es spricht der Noch-Bürgermeister!)
Abg. Scheibner: Wieso können Sie das bestätigen?
Abgeordneter Gerhard Köfer (SPÖ): Geschätzter Herr Präsident! Werter Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! (Abg. Ing. Westenthaler: Der Vorgänger von Haupt!) Kurz zu den Ausführungen des Kollegen List. Wenn Herr Bundesminister Darabos bei Franz Posch in der Fernsehsendung ist, dann heißt das noch lange nicht, dass das auch eine Live-Schaltung ist, sondern diese Aufzeichnungen wurden bereits vor Wochen gemacht. (Abg. Mag. Darmann: Umso schlimmer!) Zum fraglichen Zeitpunkt – das kann ich bestätigen – war Herr Bundesminister Darabos in Kärnten auf Truppenbesuch und auch in Tirol. (Abg. Scheibner: Wieso können Sie das bestätigen?) Dieser Truppenbesuch ist nicht nur bei der Bevölkerung sehr gut angekommen, sondern auch bei den Soldaten. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Es spricht der Noch-Bürgermeister!)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Es spricht der Noch-Bürgermeister!
Abgeordneter Gerhard Köfer (SPÖ): Geschätzter Herr Präsident! Werter Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! (Abg. Ing. Westenthaler: Der Vorgänger von Haupt!) Kurz zu den Ausführungen des Kollegen List. Wenn Herr Bundesminister Darabos bei Franz Posch in der Fernsehsendung ist, dann heißt das noch lange nicht, dass das auch eine Live-Schaltung ist, sondern diese Aufzeichnungen wurden bereits vor Wochen gemacht. (Abg. Mag. Darmann: Umso schlimmer!) Zum fraglichen Zeitpunkt – das kann ich bestätigen – war Herr Bundesminister Darabos in Kärnten auf Truppenbesuch und auch in Tirol. (Abg. Scheibner: Wieso können Sie das bestätigen?) Dieser Truppenbesuch ist nicht nur bei der Bevölkerung sehr gut angekommen, sondern auch bei den Soldaten. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Es spricht der Noch-Bürgermeister!)
Abg. Petzner: Noch!
Als Bürgermeister (Abg. Petzner: Noch!) und auch als nächster Bürgermeister der Bezirksstadt Spittal an der Drau, die ja auch ein Kasernenstandort ist, und als Sohn eines österreichischen Soldaten weiß ich natürlich sehr genau über die Probleme und Sorgen des österreichischen Bundesheeres Bescheid. (Abg. Ing. Westenthaler: Der Vorgänger von Haupt!) Das Jägerbataillon 26 ist natürlich auch unmittelbar mit Einsparungen und Umstrukturierungsmaßnahmen konfrontiert. Wir kennen die Sorgen der Kom-
Abg. Ing. Westenthaler: Der Vorgänger von Haupt!
Als Bürgermeister (Abg. Petzner: Noch!) und auch als nächster Bürgermeister der Bezirksstadt Spittal an der Drau, die ja auch ein Kasernenstandort ist, und als Sohn eines österreichischen Soldaten weiß ich natürlich sehr genau über die Probleme und Sorgen des österreichischen Bundesheeres Bescheid. (Abg. Ing. Westenthaler: Der Vorgänger von Haupt!) Das Jägerbataillon 26 ist natürlich auch unmittelbar mit Einsparungen und Umstrukturierungsmaßnahmen konfrontiert. Wir kennen die Sorgen der Kom-
Abg. Ing. Westenthaler: Da hat es einen entscheidenden Wendepunkt gegeben!
Beschlossen – das ist nicht ganz uninteressant, meine Damen und Herren – wurde diese Verlegung im Rahmen der Heeresreform zur Zeit der schwarz-blau-orangen Regierung. (Abg. Ing. Westenthaler: Da hat es einen entscheidenden Wendepunkt gegeben!) Da geht es mir nicht um eine Schuldzuweisung, aber das zeigt, welch doppelbödige und durchsichtige Rolle in dieser Frage die damalige Kärntner Landeshauptmann-Partei spielte, und wir konnten erst ... (Abg. Petzner: Pass auf, Herr Noch-Bürgermeister!) – Wart ein bisserl! – Wir konnten erst durch eine parlamentarische Anfrage diese Geschichte etwas näher beleuchten.
Abg. Petzner: Pass auf, Herr Noch-Bürgermeister!
Beschlossen – das ist nicht ganz uninteressant, meine Damen und Herren – wurde diese Verlegung im Rahmen der Heeresreform zur Zeit der schwarz-blau-orangen Regierung. (Abg. Ing. Westenthaler: Da hat es einen entscheidenden Wendepunkt gegeben!) Da geht es mir nicht um eine Schuldzuweisung, aber das zeigt, welch doppelbödige und durchsichtige Rolle in dieser Frage die damalige Kärntner Landeshauptmann-Partei spielte, und wir konnten erst ... (Abg. Petzner: Pass auf, Herr Noch-Bürgermeister!) – Wart ein bisserl! – Wir konnten erst durch eine parlamentarische Anfrage diese Geschichte etwas näher beleuchten.
Abg. Petzner: Die einen reden, die anderen arbeiten! – Weiterer Zwischenruf beim BZÖ.
Meine geschätzten Damen und Herren, erstens bildet sich der Herr Verteidigungsminister ohnehin nichts auf diese Reform ein, er setzt sie ja auch nur um, auch mit all ihren Problemen. Zweitens bedeutet das aber auch, dass der damalige Landeshauptmann sehr wohl wusste, dass die Tragtierstaffel des Jägerbataillons 26, die von großer Bedeutung für Spittal und für Kärnten war, abgesiedelt werden soll. Das dürfte ihn damals aber nicht so dramatisch berührt haben, denn er hat eigentlich nichts dagegen unternommen. Im Gegenteil: Anstatt endlich einmal einen Fehler zuzugeben, hat man ein großes öffentliches Bedauern veranstaltet, um ein bissel Kleingeld zu sammeln, wohl im Glauben, dass ohnehin niemand mehr weiß, was damals wirklich passiert ist. Das ist eine Methode, die durchaus bekannt ist, nämlich schnell anderen noch irgendeinen Fehler umzuhängen. (Abg. Petzner: Die einen reden, die anderen arbeiten! – Weiterer Zwischenruf beim BZÖ.) Das ist richtig.
Abg. Ing. Westenthaler: Herr Bürgermeister! Weiter im Text!
Ihr Entschließungsantragseifer in der Causa Tragtierstaffel in Ehren, aber das soll wohl das schlechte Gewissen über die seinerzeit mitgetragene Entscheidung zum Abzug der Tragtiere aus Spittal übertünchen. (Abg. Ing. Westenthaler: Herr Bürgermeister! Weiter im Text!) So weit, so gut.
Abg. Mag. Darmann: Sind Sie in einer anderen Partei als der Minister?
fälle, um bestens ausgerüstet zu sein. Es bleibt zu hoffen, dass nicht wieder eine Katastrophe kommen muss wie seinerzeit in Galtür, um dem Minister und seinen Militärs mit ihren berechtigten Forderungen nach der bestmöglichen Ausrüstung Gehör zu verschaffen. (Abg. Mag. Darmann: Sind Sie in einer anderen Partei als der Minister?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Der nächste Bürgermeister von Spittal heißt Herbert Haupt!
Ein Bekenntnis zum österreichischen Bundesheer und zur Katastrophenhilfe heißt – das ist der beste Beweis für eine Anerkennung –, dem Heer ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, um unsere Republik und ihre Menschen bestmöglich vor Schäden jeglicher Art bewahren zu können. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Der nächste Bürgermeister von Spittal heißt Herbert Haupt!)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Mag. Rainer Widmann (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Lieber Kollege von der SPÖ, ich habe den Eindruck, dass du in der falschen Partei bist. Du brauchst nur dafür zu sorgen, dass dein Minister das Budget ordentlich ausverhandelt, und dann werden die Wünsche, die die SPÖ hat, auch erfüllt werden. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Eines ganz persönlich, Herr Minister Darabos: Sie haben den Wehrdienst nicht gemacht, Sie haben den Wehrdienst aus Gewissensgründen verweigert. Und ich frage mich, wie jemand, der aus Gewissensgründen den Wehrdienst verweigert, es mit seinem Gewissen vereinbaren kann, Chef dieses Ressorts zu sein. Da frage ich mich: Wie kann das funktionieren? (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich bin gespannt, was im April herauskommen wird. – Das kann ich Ihnen eigentlich schon jetzt sagen, was herauskommen wird: Der Herr Finanzminister Pröll wird Sie über den Tisch ziehen – und es wird nichts herauskommen beim Budget! Sie werden nicht in der Lage sein, das Budget als Verteidigungsminister zu verteidigen! Das wird es sein. Sie werden sehen, dass ich recht habe. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Haimbuchner.
bleibt diese Kaserne! Wo ist er? – Er ist weg, und die Kaserne ist auch weg. –Erstes Beispiel. (Zwischenruf des Abg. Dr. Haimbuchner.)
Beifall beim BZÖ.
Zweites Beispiel: Freistadt. Da haben wir uns unter unserer Federführung gemeinsam mit den Kollegen von der ÖVP noch bemüht, diesen Standort zu erhalten. Wissen Sie, was dort jetzt passiert? – Dort gibt es einen Chargenkurs, und das war es dann. Und das ruht schon fast ein halbes Jahr, da geschieht nichts, da sind keine Soldaten mehr. Eines geschieht aber schon noch: Das Essen wird herangekarrt. Das Essen wird täglich von Enns 40 km nach Freistadt gekarrt. Dazu gibt es auch noch Tiefkühlkost, sodass sogar die Exekutive dort sagt: Leute, das mögen wir gar nicht mehr essen! Was sollte denn eigentlich Sinn und Zweck einer Kaserne sein? – Eine Kaserne soll auch die Region, die Wirtschaft beleben. Aber das tut sie nicht mehr. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Daher frage ich Sie, Herr Minister: Warum müssen in Oberösterreich – hört mir zu, liebe Kollegen von der ÖVP! – 80 bis 90 Prozent der Rekruten in andere Bundesländer auspendeln? Warum, Herr Minister? Ich verstehe das nicht! Wir führen das Essen ein, und die Rekruten führen wir in andere Bundesländer aus und schließen gleichzeitig Kasernen. Das ist eine Bankrotterklärung der Politik! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Über die Unterkünfte wurde heute schon debattiert. Dazu ist zu sagen: Junge Rekruten in Unterkünften, wo es überall auf den Wänden Schimmel gibt, in finsteren Löchern, kann man sagen. Im Gegensatz dazu: Asylwerber in bestens ausgestatteten Unterkünften und Kriminelle, Ausländer und auch Österreicher, in Nobelunterkünften von Gefängnissen, mit Blick ins Grüne, mit einem Flatbildschirm. Das haben wir! Das passt doch nicht mehr zusammen! Wir müssen endlich dafür sorgen, dass unsere jungen Menschen auch gute Unterkünfte haben und eine gute Ausbildung bekommen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Minister, dividieren Sie das einmal durch! 35 Millionen € durch 3 dividiert ergibt 12 Millionen € je aufgegriffenem Illegalen, der angehalten wurde. Per Handy informiert, hat ihn dann die Polizei abgeholt. Das ist die teuerste Grenzsicherungspolizei der gesamten Welt, die Sie da verwalten. Das ist sinnlos und zwecklos – dieses Geld brauchen wir woanders! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Minister, Sie haben viel zu tun. Werden Sie nicht zum Totengräber unseres Bundesheeres, sondern tun Sie etwas dafür! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Dr. Cap.
Erstens, Herr Bundesminister, stelle ich für meine Person und auch für meine Fraktion fest, dass es keine Ursache gibt, anlässlich des Zwischenrufs des „edlen“ Abgeordneten aus der ÖVP, der einen zierlichen Schnauzbart trägt, die Frage des Volkstums zu apostrophieren. Ich halte fest, dass die kroatische Volksgruppe, der Sie zugehören, zu den wertvollsten, unleugbaren Bestandteilen Österreichs zählt, ohne die das österreichische Staatsvolk nicht denkbar wäre. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Dr. Cap.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Öllinger: Das mit dem „Volkskörper“ müssen Sie schon noch genauer erklären!
Es ist überhaupt ein wertvolles Erbe der seinerzeitigen österreichischen Monarchie, dass wir im Wesentlichen in der Lage waren, auf österreichischem Boden eine Staatsvolkswerdung herbeizuführen, welche sich abseits der ethnischen Ursprünge zu einem Volkskörper entwickelt hat, der sich wesentlich unstreitig solidarisch versteht. Und dazu bekennt sich die Freiheitliche Partei und ich besonders. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Öllinger: Das mit dem „Volkskörper“ müssen Sie schon noch genauer erklären!)
Der Redner bemerkt, dass es sich nicht um Abg. Mag. Kogler, sondern um Abg. Öllinger handelt.
Man braucht, Herr Kollege Kogler, gar kein Bier dazu zu trinken ... (Der Redner bemerkt, dass es sich nicht um Abg. Mag. Kogler, sondern um Abg. Öllinger handelt.) – Entschuldigung, jetzt habe ich Sie verwechselt! Es tut mir sehr leid, das gerundete Antlitz verführte mich zu einer semantischen Verwechslung; das war nicht so gemeint. (Allgemeine Heiterkeit. – Abg. Öllinger: Das mit dem „Volkskörper“ müssen Sie noch erklären!)
Allgemeine Heiterkeit. – Abg. Öllinger: Das mit dem „Volkskörper“ müssen Sie noch erklären!
Man braucht, Herr Kollege Kogler, gar kein Bier dazu zu trinken ... (Der Redner bemerkt, dass es sich nicht um Abg. Mag. Kogler, sondern um Abg. Öllinger handelt.) – Entschuldigung, jetzt habe ich Sie verwechselt! Es tut mir sehr leid, das gerundete Antlitz verführte mich zu einer semantischen Verwechslung; das war nicht so gemeint. (Allgemeine Heiterkeit. – Abg. Öllinger: Das mit dem „Volkskörper“ müssen Sie noch erklären!)
Beifall bei der FPÖ.
Aus diesem Grund haben wir schon vor Jahren gesagt, dass diese Aufgabe im Wege der Einrichtung einer Grenzschutzpolizei erfüllt werden soll. Es hätte historisch einen sehr guten Anlass gegeben, dies ohne Probleme personell bewältigen zu können, als nämlich mit Wegfall der östlichen Schengengrenze alle Kräfte des Zollwesens frei – auf Neudeutsch: jobless – geworden sind. Diese wären durchaus von einem Tag auf den anderen für den Grenzeinsatz einsetzbar gewesen. Vielleicht hätte man nicht einmal eine neue Uniform erfinden müssen. Es wäre ohne Weiteres möglich gewesen, diesen Grenzeinsatz ohne Belastung des Heeres durchzuführen. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Schließlich und endlich soll niemand jene, die hier sprechen, für dumm halten. – Jeder weiß, dass Geldverteilung nur im Rahmen des Machbaren und der politischen Absichten möglich ist und dass man nur das verteilen kann, was vorhanden ist. Jede Budgetentwicklung ist ein Optimierungsmodell der Abgleichung der Staatsziele zwischen den Ministern. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Minister Darabos, ich zweifle nicht daran, dass Sie Ihr Bestes zu tun versucht haben. Ganz wurscht, ob Sie Zivildiener waren oder nicht, es bleibt davon unberührt, dass es die Notwendigkeit gibt, dass wir die Situation des Staates und des Bundesheeres und dessen budgetäre Auskleidung einer kritischen parlamentarischen Betrachtung zu unterziehen haben. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Scheibner: Das hat jetzt aber niemand verstanden! – Abg. Mag. Darmann: Mathematik ist aber nicht Ihre Stärke!
Aber zurück zum Kollegen Scheibner – Kollege Grosz, hör auf zu schreien! Doktor Fichtenbauer hat Folgendes gesagt: Diese Eurofighter-Vereinbarungen sind die Ursache dafür gewesen, dass das Budget heute noch leidet, Herr „Minister“ Scheibner. Und Lutz Weinzinger hat es heute noch einmal auf den Punkt gebracht, als er Folgendes gesagt hat: Auch wenn man meint, man hätte die 250 Millionen zugeführt, in Wirklichkeit hat das Budget und das Geld dort kein Mascherl. Herr Bundesminister Scheibner – Bundesminister a.D., jetzt hätte ich beinahe etwas Falsches gesagt –, heute ist festgestellt worden, dass genau das Geld gefehlt hat, das Sie ausgegeben haben. (Abg. Scheibner: Das hat jetzt aber niemand verstanden! – Abg. Mag. Darmann: Mathematik ist aber nicht Ihre Stärke!)
Abg. Mag. Stadler: ... Ausschuss abzuwürgen ...!
Jetzt gehen wir zurück zu den Wurzeln. Als wir noch darüber diskutiert haben – da wart Ihr auch dabei –, hieß es: Unbedingt Eurofighter, das Beste, das Wichtigste muss her! Wenn ich darüber nachdenke, welche Begründungen es gegeben hat – die Fußball-Europameisterschaft muss gesichert werden – und welche Bedrohungsszenarien man sah, war das eigentlich das Gegenteil dessen, was ihr heute wieder beschworen habt, Freunde. Heute habt ihr ganz anders geredet! (Abg. Mag. Stadler: ... Ausschuss abzuwürgen ...!)
Abg. Mag. Stadler – den deutschen Karneval imitierend –: Wollen wir ihn ’reinlasse’? Tätä! Tätä!
Und dann, Herr Scheibner, ist es um das Prestigeobjekt gegangen, dann, unter Ihrem Parteifreund Grasser, haben Sie eigentlich Ihre Linie verlassen müssen. Was war er, Henne oder Fasan? – Zuerst Henne, dann auch Fasan – da war noch einer in der Doppelrolle! (Abg. Mag. Stadler – den deutschen Karneval imitierend –: Wollen wir ihn ’reinlasse’? Tätä! Tätä!)
Zwischenruf des Abg. Scheibner.
Unter Grasser habt Ihr Euch auf eine Finanzierungsvariante 18 Jahre und Halbjahresraten einlassen müssen, die uns heute noch beglückt und die uns heute noch viele Schmerzen verursacht, denn damals ist euer gesamter Plan zur Barfinanzierung – die Plattform – den Bach hinuntergegangen, „Minister“ Scheibner. (Zwischenruf des Abg. Scheibner.) Du hast aber auch alle anderen Angebote – die Connections in die Schweiz mit den MiG, die uns nichts gekostet hätten – ausgeschlagen, weil Prestigeminister Scheibner sich durchsetzen musste – wahrscheinlich auch aus einem bestimmten Grund. (Abg. Grosz: Anstoßen nicht vergessen mit dem Glas!)
Abg. Grosz: Anstoßen nicht vergessen mit dem Glas!
Unter Grasser habt Ihr Euch auf eine Finanzierungsvariante 18 Jahre und Halbjahresraten einlassen müssen, die uns heute noch beglückt und die uns heute noch viele Schmerzen verursacht, denn damals ist euer gesamter Plan zur Barfinanzierung – die Plattform – den Bach hinuntergegangen, „Minister“ Scheibner. (Zwischenruf des Abg. Scheibner.) Du hast aber auch alle anderen Angebote – die Connections in die Schweiz mit den MiG, die uns nichts gekostet hätten – ausgeschlagen, weil Prestigeminister Scheibner sich durchsetzen musste – wahrscheinlich auch aus einem bestimmten Grund. (Abg. Grosz: Anstoßen nicht vergessen mit dem Glas!)
Abg. Mag. Stadler: Tätä! Tätä!
Herr Minister außer Dienst Scheibner, bis heute haben Sie mir noch nicht nachweisen können, dass das wirklich notwendig gewesen wäre. Und wenn man heute erlebt hat, wie von euren Kolleginnen und Kollegen kritisiert worden ist, dass man damit andere Einheiten ausgehungert hat, dann muss man sagen: Das waren die Worte, die wir miteinander gewechselt haben! Damals hat uns Abgeordneter Stadler, der heute bei euch sitzt, noch geholfen und hat uns recht gegeben! (Abg. Mag. Stadler: Tätä! Tätä!)
Abg. Mag. Stadler: Tätä! Tätä! – Abg. Petzner: Faschingskappe!
Ich erinnere mich zurück an den Abgeordneten Stadler (Abg. Mag. Stadler: Tätä! Tätä! – Abg. Petzner: Faschingskappe!), wie er in die Grundbücher hineingeschaut und gesehen hat, dass es nur ein paar Leuten genutzt hat, die stattliche Besitzungen ohne Finanzierungen und ohne einen Euro Schulden in Besitz genommen haben. Wenn es das war, dann gute Nacht! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Tätä! Tätä!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Tätä! Tätä!
Ich erinnere mich zurück an den Abgeordneten Stadler (Abg. Mag. Stadler: Tätä! Tätä! – Abg. Petzner: Faschingskappe!), wie er in die Grundbücher hineingeschaut und gesehen hat, dass es nur ein paar Leuten genutzt hat, die stattliche Besitzungen ohne Finanzierungen und ohne einen Euro Schulden in Besitz genommen haben. Wenn es das war, dann gute Nacht! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Tätä! Tätä!)
Ruf bei der FPÖ: Noch nicht!
Wer diesem Antrag beitritt, den bitte ich um ein entsprechendes Zeichen. – Er findet keine Mehrheit und ist abgelehnt. (Ruf bei der FPÖ: Noch nicht!)
Abg. Grosz: Die Sicherheitspolitik ist ein Trauerspiel! – Abg. Kickl: Bitte nicht mehr weinen!
Abgeordneter Stefan Petzner (BZÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Sehr geehrte Frau Innenministerin! Es freut mich ganz besonders, dass auch Sie zu dieser Kurzdebatte in den Plenarsaal gefunden haben. Wir haben eine parlamentarische Anfrage betreffend Erstaufnahmezentrum Süd eingebracht, und ich habe bei Ihrer Beantwortung ehrlich gesagt nicht gewusst, Frau Minister, ob ich lachen oder ob ich weinen soll. (Abg. Grosz: Die Sicherheitspolitik ist ein Trauerspiel! – Abg. Kickl: Bitte nicht mehr weinen!) – Ich habe nicht gewusst, ob ich lachen oder weinen soll, und ich sage Ihnen auch warum. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Stefan Petzner (BZÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Sehr geehrte Frau Innenministerin! Es freut mich ganz besonders, dass auch Sie zu dieser Kurzdebatte in den Plenarsaal gefunden haben. Wir haben eine parlamentarische Anfrage betreffend Erstaufnahmezentrum Süd eingebracht, und ich habe bei Ihrer Beantwortung ehrlich gesagt nicht gewusst, Frau Minister, ob ich lachen oder ob ich weinen soll. (Abg. Grosz: Die Sicherheitspolitik ist ein Trauerspiel! – Abg. Kickl: Bitte nicht mehr weinen!) – Ich habe nicht gewusst, ob ich lachen oder weinen soll, und ich sage Ihnen auch warum. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Warum ich nicht gewusst habe, ob ich weinen soll, hat folgenden Grund – ich weiß schon, dass Sie das Thema nervös macht, meine Damen und Herren von SPÖ und ÖVP, wir werden es trotzdem diskutieren –: Sie konnten einmal mehr, Frau Ministerin, nicht ausschließen, dass Sie eine Erstaufnahmestelle im Süden Österreichs, das heißt in Kärnten, der Steiermark oder in Osttirol errichten. Im Gegenteil, Sie sagen in dieser Anfragebeantwortung noch einmal, dass die Errichtung einer Erstaufnahmestelle Süd im Süden Österreichs in Erwägung gezogen wird. – Ich sage Ihnen hier von dieser Stelle noch einmal und damit zum dritten Mal: Ganz, ganz sicher nicht! Wir werden erbittertsten Widerstand gegen ein solches Erstaufnahmezentrum leisten, das kann ich Ihnen versprechen! (Beifall beim BZÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Das sind aber nicht Sie!
Aber das Beste kommt ja erst, Frau Ministerin! (Ruf bei der ÖVP: Das sind aber nicht Sie!) Das Beste war – und damit bin ich jetzt beim lachenden Teil meiner Anfrage, denn so etwas wie das, was Sie da angeführt haben, habe ich überhaupt noch nie ge-
Beifall beim BZÖ.
Nun frage ich Sie, Frau Ministerin: Meinen Sie das wirklich ernst? Ich bitte Sie, mir jetzt zuzuhören: Meinen Sie das wirklich ernst, dass ein Asylaufnahmezentrum wirtschaftliche Vorteile, kommunalpolitische Vorteile bringt? – Das nimmt Ihnen doch keiner ab! Das werden Sie doch wohl selbst nicht ernst meinen, Frau Ministerin! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Eine Erstaufnahmestelle bringt – und das zeigt das Beispiel Traiskirchen – keine wirtschaftlichen Vorteile, keine kommunalpolitischen Vorteile. Im Gegenteil: Es bedeutet weniger Sicherheit, mehr Straftaten, mehr Kriminalität, mehr Schlägereien, mehr Einbruchsdelikte! Und das wollen wir weder in Kärnten noch in der Steiermark noch in Osttirol haben. Das sage ich Ihnen von dieser Stelle aus noch einmal ganz, ganz klar. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Sie geben es ja in einer weiteren Antwort selbst zu, indem Sie offen sagen, dass wir in Österreich einen „Asyldruck“– wortwörtlich: „Asyldruck“ – haben. Mit dieser Formulierung „Asyldruck“ geben Sie ja selbst zu, dass wir in Österreich ein Problem im Asylbereich haben, dass es sehr wohl Asylmissbrauch gibt und dass Sie als zuständige Ministerin säumig sind, diesen „Asyldruck“ in Österreich abzubauen. Das heißt, diese Anfragebeantwortung ist ein Schuldeingeständnis, nicht mehr und nicht weniger. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Grosz: Sie widerspricht sich jedes Mal, je nachdem, wie sie es braucht!
Jetzt möchte ich noch einmal den Punkt „wirtschaftliche und kommunalpolitische Effekte“ ansprechen und Ihnen, Frau Bundesministerin, sagen – und da wird es besonders spannend –: In Ihrer Anfragebeantwortung sprechen Sie von wirtschaftlichen und kommunalpolitischen Effekten, aber in einem Brief an die Bürgermeisterin der Stadt Judenburg Grete Gruber von der SPÖ – ich habe diesen Brief bekommen, den kann ich Ihnen auch geben – sprechen Sie von etwas ganz anderem. (Abg. Grosz: Sie widerspricht sich jedes Mal, je nachdem, wie sie es braucht!)
Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.
Da frage ich Sie: Was stimmt jetzt? Stimmt jetzt das, was in Ihrer Anfragebeantwortung steht, dass nämlich eine Asylerstaufnahmestelle wirtschaftliche und kommunalpolitische Vorteile bringt, oder stimmt das, was Sie der roten Bürgermeisterin von Judenburg geschrieben haben, nämlich, dass das Ganze eine geographische Belastung ist? – In einem dieser beiden Fälle haben Sie bewusst die Unwahrheit gesagt, Frau Minister! (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.) Das ist durch beide Unterlagen – das alles ist schriftlich vorhanden – belegt. Ich gebe sie Ihnen, ich stelle sie Ihnen gerne zur Verfügung. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Da frage ich Sie: Was stimmt jetzt? Stimmt jetzt das, was in Ihrer Anfragebeantwortung steht, dass nämlich eine Asylerstaufnahmestelle wirtschaftliche und kommunalpolitische Vorteile bringt, oder stimmt das, was Sie der roten Bürgermeisterin von Judenburg geschrieben haben, nämlich, dass das Ganze eine geographische Belastung ist? – In einem dieser beiden Fälle haben Sie bewusst die Unwahrheit gesagt, Frau Minister! (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.) Das ist durch beide Unterlagen – das alles ist schriftlich vorhanden – belegt. Ich gebe sie Ihnen, ich stelle sie Ihnen gerne zur Verfügung. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Grosz: Das ist ein Chaosministerium, wo die Frau Fekter herrscht!
Sie gehen ja noch so weit und sind dann noch so unehrlich, dass Sie auch gegenüber der Frau Bürgermeisterin von Judenburg nicht klar und ehrlich die Wahrheit sagen, ob in Judenburg, wo die Bevölkerung zu Recht große Sorge und Angst hat, solch ein Erstaufnahmezentrum kommt oder nicht, sondern Sie verweisen immer darauf, dass das Ganze erst geprüft wird und man erst sehen wird. (Abg. Grosz: Das ist ein Chaosministerium, wo die Frau Fekter herrscht!)
Beifall beim BZÖ.
Auf alle Fälle ist klar, dass man solch ein Erstaufnahmezentrum braucht. Nur: Wo, das können Sie noch nicht sagen. Und das Gleiche erzählen Sie den Kärntnern. Wir kennen diesen Trick! Vor der Landtagswahl am 1. März wollen Sie nichts sagen, nichts verraten, nach der Landtagswahl kommt dann das Erstaufnahmezentrum. – Mit uns sicher nicht! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Grosz: ... und herinnen zustimmt!
Dann gibt es so wunderbare Abgeordnete wie Herrn Fritz Grillitsch von der ÖVP, der draußen gegen das Erstaufnahmezentrum wettert (Abg. Grosz: ... und herinnen zustimmt!) und hier im Hohen Haus schon zweimal zugestimmt hat (Beifall beim BZÖ), wie auch die Kollegen von der SPÖ Köfer und Muttonen. Die Kärntner und die steirischen Abgeordneten von der ÖVP und von der SPÖ, alle haben hier schon zweimal für das Erstaufnahmezentrum im Süden Österreichs gestimmt und nicht dagegen, und den Leuten draußen sagen sie genau das Gegenteil. (Abg. Grillitsch: ... Wahlkampffieber!) Das ist eine unwahre, unehrliche Politik, die Sie, meine Damen und Herren von ÖVP und SPÖ, hier machen! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ
Dann gibt es so wunderbare Abgeordnete wie Herrn Fritz Grillitsch von der ÖVP, der draußen gegen das Erstaufnahmezentrum wettert (Abg. Grosz: ... und herinnen zustimmt!) und hier im Hohen Haus schon zweimal zugestimmt hat (Beifall beim BZÖ), wie auch die Kollegen von der SPÖ Köfer und Muttonen. Die Kärntner und die steirischen Abgeordneten von der ÖVP und von der SPÖ, alle haben hier schon zweimal für das Erstaufnahmezentrum im Süden Österreichs gestimmt und nicht dagegen, und den Leuten draußen sagen sie genau das Gegenteil. (Abg. Grillitsch: ... Wahlkampffieber!) Das ist eine unwahre, unehrliche Politik, die Sie, meine Damen und Herren von ÖVP und SPÖ, hier machen! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Grillitsch: ... Wahlkampffieber!
Dann gibt es so wunderbare Abgeordnete wie Herrn Fritz Grillitsch von der ÖVP, der draußen gegen das Erstaufnahmezentrum wettert (Abg. Grosz: ... und herinnen zustimmt!) und hier im Hohen Haus schon zweimal zugestimmt hat (Beifall beim BZÖ), wie auch die Kollegen von der SPÖ Köfer und Muttonen. Die Kärntner und die steirischen Abgeordneten von der ÖVP und von der SPÖ, alle haben hier schon zweimal für das Erstaufnahmezentrum im Süden Österreichs gestimmt und nicht dagegen, und den Leuten draußen sagen sie genau das Gegenteil. (Abg. Grillitsch: ... Wahlkampffieber!) Das ist eine unwahre, unehrliche Politik, die Sie, meine Damen und Herren von ÖVP und SPÖ, hier machen! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Dann gibt es so wunderbare Abgeordnete wie Herrn Fritz Grillitsch von der ÖVP, der draußen gegen das Erstaufnahmezentrum wettert (Abg. Grosz: ... und herinnen zustimmt!) und hier im Hohen Haus schon zweimal zugestimmt hat (Beifall beim BZÖ), wie auch die Kollegen von der SPÖ Köfer und Muttonen. Die Kärntner und die steirischen Abgeordneten von der ÖVP und von der SPÖ, alle haben hier schon zweimal für das Erstaufnahmezentrum im Süden Österreichs gestimmt und nicht dagegen, und den Leuten draußen sagen sie genau das Gegenteil. (Abg. Grillitsch: ... Wahlkampffieber!) Das ist eine unwahre, unehrliche Politik, die Sie, meine Damen und Herren von ÖVP und SPÖ, hier machen! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Grillitsch: Das werden wir sehen! Das werden wir sehen! Da wirst du ganz klein werden, am Sonntag!
Sie werden am 1. März und bei den weiteren Wahlen die Rechnung dafür präsentiert bekommen, nicht nur in Kärnten, sondern auch bei den Landtagswahlen in der Steiermark, das kann ich Ihnen von dieser Stelle aus garantieren, meine Damen und Herren! (Abg. Grillitsch: Das werden wir sehen! Das werden wir sehen! Da wirst du ganz klein werden, am Sonntag!)
Ruf bei der ÖVP: Jetzt weiß ich, warum Ihr eine Saualpe habt!
Zum Schluss sage ich Ihnen noch eines, Frau Bundesministerin: Wir würden das Erstaufnahmezentrum ja gar nicht brauchen! Wenn Sie endlich die gesetzlichen Instrumentarien, die wir gemeinsam noch in unserer Regierungszeit beschlossen haben, nützen würden, dann bräuchten wir kein Erstaufnahmezentrum im Süden Österreichs! (Ruf bei der ÖVP: Jetzt weiß ich, warum Ihr eine Saualpe habt!) – Aber Sie gehen einen anderen Weg.
Abg. Hornek: Lei-lei war gestern! Setzen Sie sich nieder!
Ich weiß, Sie führen ein Bleiberecht ein und sagen: Alle, die jetzt illegal hier sind, werden legal in Österreich belassen, und ihnen allen wird ein Bleiberecht gewährt! – Das ist Ihre Politik: Sie spielen nach außen die eiserne Lady, in Wahrheit sind Sie so schwach wie es ein grüner Innenminister wäre, denn Ihre konkrete Politik unterscheidet sich von jener der Grünen überhaupt nicht! (Abg. Hornek: Lei-lei war gestern! Setzen Sie sich nieder!)
anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP
Ich darf zum Schluss auch noch (anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP) – nur nicht nervös werden! – einige Zeitungsartikel zitieren, denn mich ärgert es wirklich (Abg. Hornek: Sie uns auch!), dass Sie so weit gehen, im Zusammenhang mit einem Asylerstaufnahmezentrum von wirtschaftlichen und kommunalpolitischen Vorteilen zu sprechen. Das ist ja wirklich ein Witz, ein verspäteter Faschingscherz! Ich sage Ihnen anhand von konkreten Beispielen, was solch ein Asylerstaufnahmezentrum bedeutet. Ich zitiere Zeitungsbeispiele, Berichte über die Zustände in Traiskirchen:
Abg. Hornek: Sie uns auch!
Ich darf zum Schluss auch noch (anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP) – nur nicht nervös werden! – einige Zeitungsartikel zitieren, denn mich ärgert es wirklich (Abg. Hornek: Sie uns auch!), dass Sie so weit gehen, im Zusammenhang mit einem Asylerstaufnahmezentrum von wirtschaftlichen und kommunalpolitischen Vorteilen zu sprechen. Das ist ja wirklich ein Witz, ein verspäteter Faschingscherz! Ich sage Ihnen anhand von konkreten Beispielen, was solch ein Asylerstaufnahmezentrum bedeutet. Ich zitiere Zeitungsbeispiele, Berichte über die Zustände in Traiskirchen:
Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.
So etwas wollen Sie, Frau Ministerin, nach Kärnten beziehungsweise in den Süden Österreichs importieren? – Das ist eine Sauerei! Wir lassen das ganz, ganz sicher nicht zu, Frau Innenminister! (Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.)
Beifall beim BZÖ.
Das Beste – und damit komme ich jetzt wirklich zum Schluss, bevor ich noch einen Antrag einbringe –, meine Damen und Herren von der SPÖ, ist ja Ihr eigener Bürgermeister, Bürgermeister Knotzer aus Traiskirchen, der etwas ganz Richtiges sagt, nur haben Sie es bis heute nicht umgesetzt. Ihr Bürgermeister sagt Folgendes: Sobald ein Asylwerber mit dem Gesetz in Konflikt kommt, gehört er nach Verurteilung und Verbüßung der Strafe in sein Heimatland zurückgebracht! – Ja, das ist richtig, so ist es, nur machen Sie es nicht! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir nehmen weder Ihre Anfragebeantwortung noch Ihren Plan zur Kenntnis, eine solche Erstaufnahmestelle im Süden Österreichs zu errichten, und ich sage Ihnen schon jetzt an dieser Stelle: Am kommenden Sonntag werden Sie auch wissen und sehen, warum! – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Westenthaler – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Pendl –: Wir bedanken uns herzlich! – Abg. Pendl – auf dem Weg zum Rednerpult –: Tut es wenigstens wirklich! Ihr vergesst ja immer darauf!
Nächster Redner: Herr Abgeordneter Pendl. (Abg. Westenthaler – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Pendl –: Wir bedanken uns herzlich! – Abg. Pendl – auf dem Weg zum Rednerpult –: Tut es wenigstens wirklich! Ihr vergesst ja immer darauf!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Petzner.
Sonntag sind Wahlen. Ich bin neugierig, was wir nach dem 1. März zu hören bekommen werden! Eigentlich wundert es mich, dass euch außerhalb Kärntens überhaupt jemand wählt! Vergesst nicht, dass außer Wien, Oberösterreich und Niederösterreich kein Bundesland die Quoten erbringt, und das werden wir den betroffenen Bürgerinnen und Bürgerinnen auch sagen. Wir werden ihnen euer gemeinsames solidarisches Verhalten auch einmal darstellen! Das möchte ich in aller Klarheit auch einmal hier zum Ausdruck bringen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Petzner.)
Abg. Grosz: Regen Sie sich nicht so auf, das schadet dem Herz!
Lieber Vorredner, wenn Sie schon Bürgermeister Knotzer als einen zitieren, der aus diesem Bezirk kommt, dann sage ich: Ihr kennt nicht einmal Traiskirchen, geschweige denn unseren Bezirk! Wir haben seit 1956 in Solidarität und beispielhafter Weise für diese Republik und für viele Flüchtlinge aus allen Ländern der Welt einen riesigen Beitrag geleistet. Es redet nur jeder immer von Traiskirchen. Wir haben aber im Bezirk außer in Traiskirchen auch in Altenmarkt, in Unterwaltersdorf, in Hirtenberg und in Baden Flüchtlinge untergebracht und erfüllen in Wirklichkeit die Quoten für unser Bundesland in einem politischen Bezirk! (Abg. Grosz: Regen Sie sich nicht so auf, das schadet dem Herz!)
Zwischenruf des Abg. Petzner.
Geschätzte Damen und Herren, ich bin immer für eine offene Diskussion, allerdings sollen wenigstens die Fakten stimmen. Macht uns nicht immer ein X für ein U vor, denn dadurch werden die Behauptungen weder richtiger noch besser! Das ist nun einmal so! (Zwischenruf des Abg. Petzner.)
Abg. Petzner: Das ist verfehlte Asylpolitik!
Es ist interessant, diese Frage einmal wirklich zu diskutieren. Wir hatten mit gestrigem Tag 1 059 Flüchtlinge allein in Traiskirchen. (Abg. Petzner: Das ist verfehlte Asylpolitik!) Das ist nicht verfehlte Asylpolitik! Umgerechnet auf das ganze Land beziehungsweise auf die Bundesländer, die Quoten nehmen oder nicht nehmen, hat ganz einfach Niederösterreich einen Großteil der Last tragen. Ich meine, Frau Bundesministerin, dass wir diese Frage einmal fair prüfen müssen und dann aber auch entscheiden müssen!
Abg. Petzner: Das sind keine Ängste, sondern Tatsachen!
Wir sollten uns gemeinsam bemühen, weniger Ängste zu schüren, und stattdessen sachlich versuchen, diese Probleme gemeinsam einer Lösung zuzuführen. (Abg. Petzner: Das sind keine Ängste, sondern Tatsachen!) Wir sollten uns anschauen, wo die einzelnen Knackpunkte in der Betreuung liegen. Ich bin froh darüber, dass heute am frühen Morgen von mehreren Vorrednern, aber auch von der Frau Bundesminister auf die bevorstehenden Beschlüsse im Hohen Haus betreffend das humanitäre Aufenthaltsrecht, aber auch betreffend Neuerungen im Asylverfahren bereits eingegangen wurde, und dabei werden diese Bereiche automatisch gleich mit geprüft.
Beifall bei der SPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von BZÖ und SPÖ. – Bundesministerin Dr. Fekter: Ein guter Ausschussvorsitzender!
Ich lade Sie ein, in der Republik mit allen Bundesländern Solidarität auch zu leben! Probieren wir es gemeinsam! (Beifall bei der SPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von BZÖ und SPÖ. – Bundesministerin Dr. Fekter: Ein guter Ausschussvorsitzender!)
Abg. Grosz: Judenburg – Junge ÖVP!
Die Frau Ministerin hat in der letzten Zeit immer wieder betont, dass es hiebei nicht darum geht, einen Standort auszusuchen, sondern darum, das Projekt prinzipiell zu planen. (Abg. Grosz: Judenburg – Junge ÖVP!) Das hat aber damit nichts zu tun! – Keiner ist natürlich zufrieden, wenn das vor dem eigenen Haus stattfindet, aber auf der anderen Seite gehört eben Solidarität auch dazu! Wir sind uns der Notwendigkeit von Solidarität bewusst und tragen die Verantwortung.
Beifall bei der ÖVP.
Natürlich muss man zuerst den Bedarf genau prüfen und sich, wie die Frau Bundesministerin immer gesagt hat, einmal die gesamte Situation anschauen. Dann muss man mit allen Betroffenen versuchen, eine einheitliche Lösung zu finden. Das ist selbstverständlich. Keiner hat bis jetzt von irgendeinem fixen Standort geredet, weder von einem solchen in der Steiermark noch von einem solchen in Kärnten. Es ist aber ganz klar: Irgendwo im Süden Österreichs wird es einen solidarischen Beitrag geben müssen. Das werden wir in aller Ruhe und auf sachlicher Ebene diskutieren – aber sicherlich nicht jetzt im Wahlkampf-Vorgeplänkel vor der Wahl in Kärnten! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Pack.
Abgeordneter Wolfgang Zanger (FPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Hohes Haus! Herr Kollege Pack, ich wünsche Ihnen noch viel Spaß bei uns in der Steiermark, wenn wir der Bevölkerung erzählen werden, dass Sie hier für ein Asylerstaufnahmezentrum in der Steiermark plädieren, das unterstützen und das mit irgendeiner Solidarität gegenüber der Ministerin oder gegenüber wem auch immer begründen! Unsere Solidarität gehört den Bürgerinnen und Bürgern in diesem Land, und das werden wir auch beweisen! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Pack.)
Beifall bei der FPÖ.
Dasselbe spielt sich nämlich auch in Leoben ab, wo es ein Schubhaftzentrum geben soll und wird. Diesbezüglich schreiben Sie in einer anderen Anfragebeantwortung: Interessen und Anliegen der Bevölkerung müssen weitestgehend berücksichtigt werden. – Würden Sie diese weitestgehend berücksichtigen, dann würde es kein Schubhaftzentrum in Leoben geben. Das ist aber nicht der Fall, sondern Sie stehen dazu, dass es gebaut werden soll. Ich sehe also Lug und Trug, wo man nur hinschaut! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Außerdem heißt es da, dass der Standort Leoben auf Grund seiner geografisch günstigen Lage gewählt wurde, um hohe Transportkosten zu mindern. – Für alle, die es nicht wissen: Der Standort Leoben liegt mitten im Herzen der Steiermark. Geografisch günstig für ein solches Zentrum ist jedoch nur ein Ort, der irgendwo an der Grenze liegt, aber sonst schon gar nirgends! Wir werden uns das nicht gefallen lassen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Erst vor wenigen Tagen kam die Meldung betreffend ein Erstaufnahmezentrum in Judenburg. – Das ist eine spannende Sache. Das haben nämlich Ihre eigenen Kollegen von der Jungen ÖVP aufgebracht: Die jungen Hengste, die wahrscheinlich Kollege Grillitsch als Spionageabteilung in Ihren Stall geschickt hat, haben das dann herausgeflüstert. Grillitsch hat natürlich sofort zurückgerudert. Das ist dieses Gummibandspiel: Zuerst wird etwas in den Raum gestellt, dann wird zurückgerudert, scheibchenweise kommt dann wieder ein bisschen etwas dazu, und schließlich steht das Ganze irgendwann da. Dazu sage ich: Nein, Frau Bundesministerin, mit uns nicht! Das kann ich Ihnen garantieren! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grosz: Bewaffneter Widerstand!
Wir werden es nicht zulassen, dass vor Ort von der Jungen ÖVP oder von irgendwelchen Abgeordneten Ihrer Partei das Feld für Sie aufbereitet wird, sodass Sie nachher nur mehr irgendwann den Gummiball fallen lassen müssen und wir – patsch! –dieses Erstaufnahmezentrum in Judenburg stehen haben! Wir werden rechtzeitig entsprechende Maßnahmen ergreifen. Ich bin schon gespannt, wie Sie auf die Anfrage, die ich dazu an Sie gestellt habe, antworten werden! Je nachdem, wie offen und ehrlich diese Anfragebeantwortung sein wird, so werden auch unsere Maßnahmen ausschauen! (Abg. Grosz: Bewaffneter Widerstand!)
Zwischenruf der Abg. Mag. Becher.
wann auf Grund des jetzigen Bleiberechts in die Freiheit entlassen werden und Österreich nicht mehr zu verlassen brauchen. Von einem Schubhaftzentrum brauchen wir dann gar nicht mehr zu reden. Es geht nur mehr um ein Zwischenparken, und das war es dann. (Zwischenruf der Abg. Mag. Becher.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, das ist unglaublich! Das schlägt dem Fass den Boden aus! Ich habe schon oft genug von den Problemen dieser Region erzählt. Es ist jedoch wirklich untragbar, dass sich hier jetzt auf Grund dessen, dass Sie nichts anderes zusammenbringen, Löcher öffnen, unsere Jugend abwandern muss und dieses Vakuum jetzt mit Asylanten gefüllt wird. Dazu sage ich: Nein danke! Wir lassen uns diese Friss-Hund-oder-stirb-Mentalität nicht aufzwingen! Wir werden uns dagegen mit allen uns zur Verfügung stehenden Maßnahmen wehren. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Petzner.
Ich halte es für gerechtfertigt, dass es diesbezüglich eine solidarische Aufteilung gibt, und zwar nicht nur der Quoten. Kollege Pendl hat es erwähnt: Nur Oberösterreich, Niederösterreich und Wien erfüllen die Quoten. Alle anderen Bundesländer sind enorm zurückhaltend, und jenes Bundesland, das sich diesbezüglich besonders unsolidarisch verhält, ist Kärnten. (Zwischenruf des Abg. Petzner.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Petzner.
Ich will aber nicht nur, dass die Quoten von allen Bundesländern erfüllt werden, sondern dass auch die dazu notwendige Infrastruktur solidarisch auf die Bundesländer aufgeteilt wird. Der Vorschlag, dass wir, wenn wir ein zusätzliches Erstaufnahmezentrum brauchen, dieses halt in Schwechat, also wieder in Niederösterreich, errichten, ist nicht gerechtfertigt. Das ist nicht fair! Wie kommen die Niederösterreicher dazu, alle Lasten, die damit verbunden sind, zu tragen? (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Petzner.)
Beifall bei der ÖVP sowie Beifall und Bravorufe bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Petzner, ich komme aus jenem Bezirk, in dem sich das Erstaufnahmezentrum West befindet. Seit 1990 bin ich politisch aktiv auf Bundesebene tätig und war seit damals dort Abgeordnete! Ich weiß, was damit verbunden ist! Ich weiß, wie man seriös, korrekt und rechtsstaatlich damit umgeht! Ich weiß aber auch, wie man der Bevölkerung diesbezüglich Sorgen abnehmen muss! Das geschieht dadurch, dass man nicht alles auf einen Standort konzentriert. Die Oberösterreicher haben ein Recht darauf, dass Solidarität eingefordert wird, genauso wie die Niederösterreicher und die Wiener! (Beifall bei der ÖVP sowie Beifall und Bravorufe bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Petzner: Mehr Kriminalität! Mehr Einbrüche!
Daher, meine sehr verehrten Damen und Herren, beschäftigen wir uns im Innenministerium derzeit mit der Aufbereitung dessen, was denn so ein Erstaufnahmezentrum insgesamt bedeutet (Abg. Petzner: Mehr Kriminalität! Mehr Einbrüche!): Wie viele Arbeitsplätze sind damit verbunden? Wie viel brauchen wir für die Unterbringung? Was bedeutet es für die Verpflegung? Wie viel Betreuungsinfrastruktur brauchen wir, das heißt, wie viele Ärzte werden sich in dieser Gemeinde ansiedeln, wie viele Rechtsberatungsinfrastrukturen wird es dort geben, wie viele NGOs werden dort sein, wie viele werden an der neuen Polizeidienststelle dort dann Dienst machen? Was müssen wir an Infrastrukturmaßnahmen dort neu aufbauen, das heißt, was ist notwendig, dass dort baulich investiert wird? Wie schaut die künftige medizinische Betreuung aus? Und wie können wir einem Bürgermeister, der das attraktiv findet, dass er Kaufkraft im Ort hat, dass er Arbeitsplätze hat, entgegenkommen im Hinblick auf Infrastruktur, die er sich wünscht? (Abg. Petzner: Das meinen Sie doch nicht ernst!)
Abg. Petzner: Das meinen Sie doch nicht ernst!
Daher, meine sehr verehrten Damen und Herren, beschäftigen wir uns im Innenministerium derzeit mit der Aufbereitung dessen, was denn so ein Erstaufnahmezentrum insgesamt bedeutet (Abg. Petzner: Mehr Kriminalität! Mehr Einbrüche!): Wie viele Arbeitsplätze sind damit verbunden? Wie viel brauchen wir für die Unterbringung? Was bedeutet es für die Verpflegung? Wie viel Betreuungsinfrastruktur brauchen wir, das heißt, wie viele Ärzte werden sich in dieser Gemeinde ansiedeln, wie viele Rechtsberatungsinfrastrukturen wird es dort geben, wie viele NGOs werden dort sein, wie viele werden an der neuen Polizeidienststelle dort dann Dienst machen? Was müssen wir an Infrastrukturmaßnahmen dort neu aufbauen, das heißt, was ist notwendig, dass dort baulich investiert wird? Wie schaut die künftige medizinische Betreuung aus? Und wie können wir einem Bürgermeister, der das attraktiv findet, dass er Kaufkraft im Ort hat, dass er Arbeitsplätze hat, entgegenkommen im Hinblick auf Infrastruktur, die er sich wünscht? (Abg. Petzner: Das meinen Sie doch nicht ernst!)
Abg. Petzner: Dann nehmen Sie sie doch auf in Attnang-Puchheim!
Meine sehr verehrten Damen und Herren, es gibt internationale Beispiele, wo im Falle einer Ausschreibung so eines Projektes sich mehrere Bürgermeister beworben haben, weil sie es als attraktiv empfunden haben, dass man eine sterbende Region damit beleben kann. (Abg. Petzner: Dann nehmen Sie sie doch auf in Attnang-Puchheim!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Mit Kriminalität beleben! – Abg. Petzner: Das ist ja nicht ernst zu nehmen!
Meine sehr verehrten Damen und Herren, wirtschaftlich sehr, sehr schwache Regionen gibt es im Süden einige. Vielleicht können wir helfen, die wirtschaftlich schwachen Regionen, die es im Süden gibt, dadurch mit Infrastruktur zu beleben. – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Mit Kriminalität beleben! – Abg. Petzner: Das ist ja nicht ernst zu nehmen!)
Beifall beim BZÖ
büttenrede (Beifall beim BZÖ), denn in einem Satz und in diesem Brief, der hier auch zitiert worden ist und den Sie bestätigen, sprechen Sie bei einer Erstaufnahmestelle von einer Belastung, und 10 Minuten später sagen Sie, das ist ein Geschäft, das ist eine tolle Geschichte, das ist ein Tourismusprojekt, jeder Bürgermeister kann froh sein, dass er es bekommt. Na, wenn jeder Bürgermeister froh sein kann, dann suchen Sie sich doch in den Reihen der SPÖ oder der ÖVP den einen oder anderen aus oder einen Landeshauptmann der Sozialdemokratie oder der Österreichischen Volkspartei, der es gerne nimmt. Sie werden keinen einzigen finden. Denn, ja, Faktum ist, es ist eine Belastung. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
büttenrede (Beifall beim BZÖ), denn in einem Satz und in diesem Brief, der hier auch zitiert worden ist und den Sie bestätigen, sprechen Sie bei einer Erstaufnahmestelle von einer Belastung, und 10 Minuten später sagen Sie, das ist ein Geschäft, das ist eine tolle Geschichte, das ist ein Tourismusprojekt, jeder Bürgermeister kann froh sein, dass er es bekommt. Na, wenn jeder Bürgermeister froh sein kann, dann suchen Sie sich doch in den Reihen der SPÖ oder der ÖVP den einen oder anderen aus oder einen Landeshauptmann der Sozialdemokratie oder der Österreichischen Volkspartei, der es gerne nimmt. Sie werden keinen einzigen finden. Denn, ja, Faktum ist, es ist eine Belastung. (Beifall beim BZÖ.)
Heiterkeit und Beifall beim BZÖ.
Eine wahrliche Wut bekomme ich über Aussagen wie die eines Herrn Pack, der hier heraußen steht, wo ich gerne einen Vergleich anbringen möchte, auch wenn der mit einem Ordnungsruf bedient werden sollte: Wenn diese Heuchlerei ein Sekret abgeben würde, dann würde nicht das Dach einstürzen, sondern dann wären wir schon längst in dem Sekret hier herinnen ersoffen. (Heiterkeit und Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wenn Sie, Herr Pack, hier herausgehen und sagen, wir in der Steiermark, wir haben das so gerne, etwa in Hartberg und alles drum und dran, dann würde ich dir gerne einen kleinen Ausflug in die Vereinsversammlungen und die Restbestände der Ortsgruppen der steirischen Volkspartei empfehlen, dann wirst du sehen, wie selbst die Bauernkämpfer wie der Herr Grillitsch in den Medien die Mistgabel in die Hand nehmen und sagen: Nein! Zu mir nach Judenburg kommt es nicht! – Also das, was ich mir von euch erwarte, ist, dass ihr nicht in euren Regionen anders sprecht, als ihr hier herinnen handelt, denn das ist Heuchlertum par excellence. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Es ist überhaupt ein widerwärtiges Spiel, das hier SPÖ und ÖVP mit den Ängsten, den berechtigten Ängsten der Menschen treiben. Umkehrschluss: Nicht der Kollege Petzner, nicht das BZÖ und in dieser Frage auch nicht die FPÖ spielen hier mit berechtigten Ängsten, nein, eine Innenministerin tut dies, die völlig chaotisch agiert und von einem Bundesland zum anderen fährt und sagt, vielleicht kommt es da her oder vielleicht kommt es dort hin, die de facto mit ihrer Ressortführung seit ihrem Amtsantritt die Regionen in der Obersteiermark, in Kärnten und überall lähmt und nur Angst und Schrecken verbreitet. Bürgerinitiativen wachsen wie die Schwammerln aus dem Boden, weil es einfach einen Widerstand gegen diese Projekte gibt. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das bereitet Angst, den Steirerinnen und Steirern, den Kärntnerinnen und Kärntnern, denn mit Ihrer Politik der Intransparenz erzeugen Sie ja erst richtig die Angst. Mit Ihrer Politik, mitten in Leoben, mitten in ein Wohngebiet, mitten in einen Genossenschaftsbau ein Schubhaftzentrum hineinzustellen, damit schüren Sie die Angst, damit entwerten Sie die Wohnungen, damit vertreiben Sie die Familien. Und das ist keine nachhaltige Initiative Ihrerseits zur Stärkung des ländlichen Raumes. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das erwarten wir uns von Ihnen auch im Rahmen einer Anfragebeantwortung, denn wir schreiben ja nicht Anfragen, damit Sie sich – ich weiß nicht – Ihr Ministerbüro damit tapezieren, sondern damit wir auch klare Antworten bekommen, denn die Bevölkerung – und wir sind die Vertreter der Bevölkerung – hat ein Recht auf klare Antworten. (Beifall beim BZÖ.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen
Das, was wir brauchen, sind Mandatare auch von der ÖVP und von der SPÖ – Bartenstein, Silhavy (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen); Schlusssatz –, die mit aufrechtem Gang die Interessen ihrer Bundesländer vertreten, und nicht die Gartenschläuche, die sich hier bewegen. – Danke schön. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das, was wir brauchen, sind Mandatare auch von der ÖVP und von der SPÖ – Bartenstein, Silhavy (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen); Schlusssatz –, die mit aufrechtem Gang die Interessen ihrer Bundesländer vertreten, und nicht die Gartenschläuche, die sich hier bewegen. – Danke schön. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Petzner: Die haben aber keine Massenschlägerei am Bahnhof veranstaltet!
Abgeordnete Mag. Alev Korun (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Es ist noch gar nicht so lange her, es sind bloß ein paar Jahrzehnte vorbei, da haben auch Österreicher und Österreicherinnen, die Flüchtlinge geworden waren, die Solidarität gebraucht, die Solidarität von anderen Ländern, die Solidarität von anderen Menschen. (Abg. Petzner: Die haben aber keine Massenschlägerei am Bahnhof veranstaltet!)
Abg. Neubauer: Nicht damals, heute!
Das waren Menschen, österreichische Staatsangehörige, Juden, Jüdinnen, Roma und Sinti, Zeugen Jehovas, gläubige Katholiken und Katholikinnen, Kommunisten und Kommunistinnen, Sozialisten und Sozialistinnen, Sozialdemokraten und Sozialdemokratinnen. Sie wurden verschleppt, wurden vertrieben, ermordet teilweise, sind mit dem nackten Leben davongekommen. 1945 hat es auf diesem Kontinent Millionen von Flüchtlingen gegeben, Millionen sogenannter Displaced Persons, Hunderttausende Menschen, die heimatlos geworden waren, die auf der Suche nach Schutz waren. Und wenn damals (Abg. Neubauer: Nicht damals, heute!) zwei österreichische Parteien oder mehrere und viele Menschen, viele Politiker, Politikerinnen in verantwortungsvol-
Beifall bei den Grünen – empörte Zwischenrufe bei BZÖ und FPÖ – Abg. Grosz: Ordnungsruf! Haben Sie nicht zugehört, Herr Präsident?
len Positionen sich so benommen hätten wie die FPÖ und das BZÖ, wenn die nämlich gesagt hätten: Solidarität? Nicht mit uns! Uns doch – bitte, entschuldigt – scheißegal, was mit diesen Flüchtlingen passiert! (Beifall bei den Grünen – empörte Zwischenrufe bei BZÖ und FPÖ – Abg. Grosz: Ordnungsruf! Haben Sie nicht zugehört, Herr Präsident?), dann wären diese Menschen auf der Strecke geblieben, und zwar ganz beinhart mit ihrem Leben.
Anhaltende Zwischenrufe beim BZÖ.
Es ist todernst, es geht teilweise auch um die Vorfahren von Ihnen. Es sind etliche Menschen hier, die Nachkommen von Vertriebenen sind. (Anhaltende Zwischenrufe beim BZÖ.) Wenn alle damals gesagt hätten: Flüchtlinge, schön und gut, wenn sie Schutz vor Verfolgung suchen, bitte schön, aber woanders, nicht bei uns! (Abg. Hagen: Das waren tatsächlich Flüchtlinge! Machen Sie doch die Augen auf!) Wenn Erstaufnahmezentren, bitte schön, aber nicht bei uns, woanders! – Das ist dieses Florianiprinzip, das bei Ihnen in Bezug auf Flüchtlinge inzwischen fröhliche Urständ feiert. Das ist zum Schämen, sehr geehrte Damen und Herren. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Hagen: Das waren tatsächlich Flüchtlinge! Machen Sie doch die Augen auf!
Es ist todernst, es geht teilweise auch um die Vorfahren von Ihnen. Es sind etliche Menschen hier, die Nachkommen von Vertriebenen sind. (Anhaltende Zwischenrufe beim BZÖ.) Wenn alle damals gesagt hätten: Flüchtlinge, schön und gut, wenn sie Schutz vor Verfolgung suchen, bitte schön, aber woanders, nicht bei uns! (Abg. Hagen: Das waren tatsächlich Flüchtlinge! Machen Sie doch die Augen auf!) Wenn Erstaufnahmezentren, bitte schön, aber nicht bei uns, woanders! – Das ist dieses Florianiprinzip, das bei Ihnen in Bezug auf Flüchtlinge inzwischen fröhliche Urständ feiert. Das ist zum Schämen, sehr geehrte Damen und Herren. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Es ist todernst, es geht teilweise auch um die Vorfahren von Ihnen. Es sind etliche Menschen hier, die Nachkommen von Vertriebenen sind. (Anhaltende Zwischenrufe beim BZÖ.) Wenn alle damals gesagt hätten: Flüchtlinge, schön und gut, wenn sie Schutz vor Verfolgung suchen, bitte schön, aber woanders, nicht bei uns! (Abg. Hagen: Das waren tatsächlich Flüchtlinge! Machen Sie doch die Augen auf!) Wenn Erstaufnahmezentren, bitte schön, aber nicht bei uns, woanders! – Das ist dieses Florianiprinzip, das bei Ihnen in Bezug auf Flüchtlinge inzwischen fröhliche Urständ feiert. Das ist zum Schämen, sehr geehrte Damen und Herren. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenrufe beim BZÖ.
Da kann man sich sowohl als Österreicher und Österreicherin, als Europäer/Europäerin, aber in erster Linie als Mensch nur schämen, wenn man Ihren Reden hier zuhört, wo Sie so tun, als wären in Ihren Augen alle Menschen, die Asyl wollen, die Schutz vor Verfolgung suchen, angeblich Kriminelle, alle stellen alles Mögliche an in Österreich; sie sollen woanders Asyl finden, nicht bei uns. (Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Grosz: Und um ein Schubhaftzentrum!
Es geht um die Frage einer Erstaufnahmestelle. (Abg. Grosz: Und um ein Schubhaftzentrum!) Der Definition nach ist das eine Aufnahmestelle – kein Lager, sondern eine Aufnahmestelle –, wo Menschen, die nach Österreich kommen und behaupten, aus politischen, rassischen oder religiösen Gründen verfolgt worden zu sein, Aufnahme finden sollen. Was machen Sie? Sie sagen, das sind alles Kriminelle, das wissen wir schon; die kommen, um zu stehlen, zu morden, zu vergewaltigen. Sie können an etwas anderes gar nicht denken.
Beifall bei den Grünen.
Nochmals zur Erinnerung, auch im Sinne von Hunderttausenden und Millionen Menschen, die während des faschistischen Krieges, während des Faschismus zwischen 1939 und 1945 mit dem nackten Leben davongekommen sind: Sie sollten sich wirklich schämen und endlich Solidarität zeigen, nicht nur zwischen den Bundesländern in Österreich, sondern innerhalb der gesamten EU. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Petzner: Das ist die Mehrheit!
Ich bitte jene Damen und Herren, die sich für deren Nichtkenntnisnahme aussprechen, und ein zustimmendes Zeichen. – (Abg. Petzner: Das ist die Mehrheit!) Das ist die Minderheit und abgelehnt. (Abg. Ursula Haubner: Aber die Mehrheit in der Bevölkerung!)
Abg. Ursula Haubner: Aber die Mehrheit in der Bevölkerung!
Ich bitte jene Damen und Herren, die sich für deren Nichtkenntnisnahme aussprechen, und ein zustimmendes Zeichen. – (Abg. Petzner: Das ist die Mehrheit!) Das ist die Minderheit und abgelehnt. (Abg. Ursula Haubner: Aber die Mehrheit in der Bevölkerung!)
Beifall beim BZÖ.
Was Sie hingegen mit dieser Reparatur jetzt machen, das ist, das muss ich Ihnen ganz ehrlich sagen, ein Murks, ist halbherzig und schafft vor allem auch wieder Ungleichbehandlungen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich verstehe es wirklich nicht, warum man hier nicht eine gute Lösung macht, so wie wir es schon im Jahr 2004 gemacht haben. Im Jahr 2004 hat der damalige Finanzminister auf die Rückforderung beim Karenzgeldzuschuss verzichtet. Das war eine richtige Entscheidung. Wir haben damals ein positives Signal in Richtung Familien gegeben. Damals war es möglich, und ich frage mich, warum es jetzt nicht möglich ist. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Daher sollten wir den Familien das Geld lassen, das sie dringend brauchen. Für die Banken haben wir Milliarden zur Verfügung, aber die Familien, die einkommensschwach sind, müssen jetzt jeden Euro zurückbezahlen. Daher ist es für uns und für mich auch eine Wertschätzung den Familien gegenüber, dass man hier Nägel mit Köpfen macht und umfassende Leistungen, die sie für die Gesellschaft liefern, auch dementsprechend honoriert. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Es ist heute in der Diskussion bezüglich eines Erstaufnahmezentrums und eines Schubhaftzentrums von den anderen Parteien, vor allem von SPÖ, ÖVP und den Grünen, so viel von Solidarität gesprochen worden. Ja, Solidarität haben Sie eingefordert für die Asylwerber, ich fordere Solidarität für unsere Familien ein in schwierigen Zeiten wie diesen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das wäre wirklich eine positive Tat, ein positives Signal für unsere Familien, die in Zeiten wie diesen jeden Euro brauchen. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Prinz.
Ich denke, wenn wir gemeinsam daran arbeiten, werden wir dieses Ziel auch erreichen. Und ich stehe dazu, dass diese heutige Novellierung Härtefälle abschwächt und eine Verbesserung darstellt. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Prinz.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir Freiheitliche fordern daher: die Erhöhung der Einkommensgrenze im Bereich der Rückzahlung, Änderung der Bedingungen zur Erlangung des Zuschusses zum Kinderbetreuungsgeld bei getrennt lebenden Eltern und – wegen der Irreführung – die Abschaffung der Bezeichnung „Zuschuss“. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Steibl: Das ist kein Zuschuss, das ist ein Kredit! Das ist auch ganz klar, das ist gesetzlich so vorgeschrieben!
Der große Irrtum, der hier seitens der Regierungsparteien besteht, ist der, dass Familien diesen Zuschuss beantragen, um sich zu bereichern. Nein, sie beantragen ihn nicht, um sich zu bereichern, sondern sie beantragen ihn, weil sie ihn notwendig haben, um in einer finanziell engen Situation, in einer finanziellen Notsituation überleben zu können. Daher ist es mehr als zynisch – darauf habe ich Sie schon im Ausschuss hingewiesen –, da einen „Zuschuss“ zu gewähren, der eigentlich kein solcher ist, hinter dem sich vielmehr ein Kredit verbirgt. (Abg. Steibl: Das ist kein Zuschuss, das ist ein Kredit! Das ist auch ganz klar, das ist gesetzlich so vorgeschrieben!) – Ja, genau!
Beifall bei den Grünen. – Neuerliche Zwischenrufe der Abg. Steibl.
Weil wir hier von bedürftigen Familien ausgehen und davon, dass diese Familien von dem bestehenden Kinderbetreuungsgeld nicht leben können, gibt es hier eine Regelung, bedürftigen Familien eben mehr Geld zur Verfügung zu stellen. Dieses aber in Form von Krediten abzuführen, ist sozial ungerecht und sozial nicht treffsicher! (Beifall bei den Grünen. – Neuerliche Zwischenrufe der Abg. Steibl.)
Abg. Steibl: Sie haben aber verschlafen, dass wir die 13. Familienbeihilfe eingeführt haben!
Frau Kollegin Steibl, ich weiß, dass das wehtut, weil Sie jetzt eingestehen müssen, dass es sich hier um ein verunglücktes Gesetz handelt, an dem Sie von Beginn an beteiligt waren. Aber fassen Sie bitte Mut und tun Sie etwas! Schaffen Sie hier Fakten, die zu sozialer Gerechtigkeit führen! (Abg. Steibl: Sie haben aber verschlafen, dass wir die 13. Familienbeihilfe eingeführt haben!) – Nein, das haben wir nicht verschlafen!
Weitere Zwischenrufe der Abg. Steibl.
Wir haben aber auch nicht verschlafen, dass Sie ein 15. Familiengehalt abgefeiert haben, ein sogenanntes Familienentlastungspaket, das die Menschen, die ein gerin- ges Einkommen haben, die sozial bedürftigen Menschen nicht berücksichtigt – sondern nur den Mittelstand und die gut verdienenden Familien. (Weitere Zwischenrufe der Abg. Steibl.)
Abg. Steibl: Auf einmal machen Sie sich Sorgen!
Leider wollen Sie das nur als zusätzliche Maßnahme zu den bestehenden Regelungen zum Kinderbetreuungsgeld einführen. Aus unserer Sicht macht das die Regelungen noch unübersichtlicher, als sie jetzt schon sind. Das große Problem in Ihrem Regierungsprogramm ist, dass diese Regelung genauso wie der Papamonat unter Finanzierungsvorbehalt steht. Frau Staatssekretärin, ich bin schon sehr gespannt, woher Sie die dafür notwendigen Budgetmittel nehmen werden. (Abg. Steibl: Auf einmal machen Sie sich Sorgen!)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf der Abg. Steibl.
Ihr Verhalten gegenüber diesem Antrag wird zeigen, wie Sie sich zu den betroffenen Familien in diesem Land verhalten. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf der Abg. Steibl.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.
Abgeordneter Nikolaus Prinz (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Meine Damen und Herren! Liebe Frau Kollegin Musiol, die letzten acht Jahre waren und die nächsten Jahre werden gute Jahre für österreichischen Familien und Kinder sein. Sie sind vielleicht traurig, weil Sie nicht dabei waren, aber das ist kein Problem für uns, wir werden uns weiter bemühen! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich hoffe, dass mit der heutigen Debatte auch Schluss ist mit der medialen Verurteilung von Politikerinnen und Politikern, die sich dafür einsetzen, dass in Österreich Gesetze eingehalten werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Gesamtkontext werden wir über eine Zuschussregelung und darüber, wie sie in Zukunft sein soll, diskutieren; wir werden uns auch umfassend ansehen, was hier zu tun ist, nur schaffen wir das in dieser Zeit nicht. Sie wissen selbst, was fundierte Gesetzeswerdungsprozesse an Zeit brauchen, und ich glaube, es ist im Sinne der Seriosität wichtig, sich diese Zeit zu nehmen, damit wir mit Anfang kommenden Jahres ein gutes neues Kinderbetreuungsgeld mit allem, was dazugehört, haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich kann nur noch einmal betonen: Es ist ein erster Schritt für eine umfassendere Reform, für umfassendere Novellen zum Gesamtkonzept des Kinderbetreuungsgeldes inklusive Zuschuss. Und wie gesagt: Danke für die breite Unterstützung im Sinne der Familien Österreichs! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Abgeordnete Mag. Gisela Wurm (SPÖ): Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Herr Staatssekretär! Frau Staatssekretärin, ich bin froh darüber, dass Sie heute noch einmal das Bekenntnis wiederholt haben, dass wir uns bei dieser Kinderbetreuungsgeldregelung – und es ist schon ein kompliziertes Wort an sich – dazu bekannt haben, dass es Vereinfachungen geben soll. Ich habe mir dieses Gesetz im Kodex Sozialversicherung angeschaut und festgestellt: Es ist wahrlich nicht einfach zu lesen, es ist schwierig zu lesen, man braucht fast einen Steuerberater dazu, und wenn man Juristin ist, schadet es auch nicht. Dieses Gesetz wurde im Jahr 2002, Frau Kollegin Haubner, so beschlossen. Wenn wir jetzt als ersten Schritt Teilreparaturen vornehmen, ist den betroffenen Familien, die von der Rückzahlung bedroht sind, geholfen, und das ist etwas sehr Wichtiges. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
Man muss schon sehr genau lesen, wenn man sich auskennen will. In diesem Sinne freue ich mich schon auf eine Neuregelung für dieses Kinderbetreuungsgeldgesetz, damit die Eltern, die es brauchen, es einfacher haben, das auch in Anspruch zu nehmen und dann nicht böse überrascht werden mit einem blauen Brief, wenn dann der Bescheid ins Haus kommt. Ich hoffe, dass das eben weniger Menschen trifft und dass wir in Zukunft auch in Ihrem Sinne, Frau Kollegin Musiol, so etwas wie ein einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld oder auch Karenzgeld, wie es mir lieber wäre, bekommen werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Weinzinger: Ich bin hier! – Abg. Neubauer: Ich auch!
Abgeordnete Mag. Judith Schwentner (Grüne): Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Die Familienpolitik ist ja nicht unbedingt der parlamentarische Heuler an so einem langen Tag. Das ist sehr schade! Die meisten von uns leben ja wohl in Familien. (Abg. Weinzinger: Ich bin hier! – Abg. Neubauer: Ich auch!)
Abg. Weinzinger: Noch entscheidet die Liebe und die Natur und Frau und Mann gemeinsam!
Es hat sich in den letzten Jahrzehnten sehr viel in österreichischen Familien geändert, nämlich vor allem in Bezug auf die Situation der Frau. Frauen sind aus ihrer Abhängigkeit getreten, Frauen arbeiten, Frauen studieren, Frauen entscheiden selber, ob sie Kinder haben wollen oder nicht, und sie entscheiden auch, in welchem Familienmodell sie leben wollen. (Abg. Weinzinger: Noch entscheidet die Liebe und die Natur und Frau und Mann gemeinsam!) Das ist wunderbar!
Abg. Weinzinger: Vielleicht für die Kinder auch!
Die Politik hinkt leider diesen maßgeblichen Veränderungen seit einiger Zeit sehr hinterher. Es fällt offensichtlich auch mental sehr schwer, da Veränderungen voranzutreiben. Wir begrüßen daher die Bestrebungen der neuen Regierung, da etwas zu ändern, sehr. Die Frage ist nur, ob es wahr wird. Wir wünschen es uns sehr. Es gibt nämlich keine vernünftigen Gründe für Frauen, Frauen zu empfehlen, zu Hause zu bleiben, außer dass es vielleicht für die Männer praktischer und einfacher ist. (Abg. Weinzinger: Vielleicht für die Kinder auch!) Vor allem bestätigt auch der letzte Sozialbericht, dass Erwerbstätigkeit von Frauen das beste Mittel ist, um vor Armut zu schützen. Das gilt auch für Familien, gerade in Zeiten wie diesen, wo ganze Familien armutsgefährdet sind, weil der Mann den Arbeitsplatz verliert. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Die Politik hinkt leider diesen maßgeblichen Veränderungen seit einiger Zeit sehr hinterher. Es fällt offensichtlich auch mental sehr schwer, da Veränderungen voranzutreiben. Wir begrüßen daher die Bestrebungen der neuen Regierung, da etwas zu ändern, sehr. Die Frage ist nur, ob es wahr wird. Wir wünschen es uns sehr. Es gibt nämlich keine vernünftigen Gründe für Frauen, Frauen zu empfehlen, zu Hause zu bleiben, außer dass es vielleicht für die Männer praktischer und einfacher ist. (Abg. Weinzinger: Vielleicht für die Kinder auch!) Vor allem bestätigt auch der letzte Sozialbericht, dass Erwerbstätigkeit von Frauen das beste Mittel ist, um vor Armut zu schützen. Das gilt auch für Familien, gerade in Zeiten wie diesen, wo ganze Familien armutsgefährdet sind, weil der Mann den Arbeitsplatz verliert. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kitzmüller: Nein! Wir haben keinen Antrag zurückgezogen!
Die FPÖ hat im Ausschuss einen Antrag eingebracht und – wie ich meine – zu Recht zurückgezogen, wo es um die Abschaffung der Teilzeitregelung für Väter geht, der das bisherige Karenzmodell als nicht zielführend beschreibt. Sie haben gemeint, das nehmen nur 4 Prozent der Väter in Anspruch, und deswegen meinen Sie, man kann es gleich zurückziehen. (Abg. Kitzmüller: Nein! Wir haben keinen Antrag zurückgezogen!)
Abg. Weinzinger: Kinder weg von der Familie!
Es braucht auch mehr Anreize. Es braucht vor allem genügend Kinderbetreuungseinrichtungen. Wir hinken noch immer dem Barcelona-Ziel der EU weit hinterher, vor allem in der Betreuung der Ein- bis Dreijährigen. (Abg. Weinzinger: Kinder weg von der Familie!) Wir brauchen den Papa-Monat. Und nicht zuletzt ist das einkommensabhängige Karenzgeld tatsächlich wichtig, auch Deutschland beweist das. Deutschland hat zum ersten Mal keinen Geburtenrückgang, sondern seit 2006 immer mehr Geburten. (Abg. Steibl: Auch bei uns gibt es eine Steigerung!) – Aber minimal! In Deutschland gibt es im Vergleich zu 2006 im Jahr 2007 12 000 Geburten mehr, im Jahr 2008 16 000 Geburten mehr. Das heißt, es greift tatsächlich. Wir plädieren dafür, dass das schnell eingeführt wird. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Steibl: Auch bei uns gibt es eine Steigerung!
Es braucht auch mehr Anreize. Es braucht vor allem genügend Kinderbetreuungseinrichtungen. Wir hinken noch immer dem Barcelona-Ziel der EU weit hinterher, vor allem in der Betreuung der Ein- bis Dreijährigen. (Abg. Weinzinger: Kinder weg von der Familie!) Wir brauchen den Papa-Monat. Und nicht zuletzt ist das einkommensabhängige Karenzgeld tatsächlich wichtig, auch Deutschland beweist das. Deutschland hat zum ersten Mal keinen Geburtenrückgang, sondern seit 2006 immer mehr Geburten. (Abg. Steibl: Auch bei uns gibt es eine Steigerung!) – Aber minimal! In Deutschland gibt es im Vergleich zu 2006 im Jahr 2007 12 000 Geburten mehr, im Jahr 2008 16 000 Geburten mehr. Das heißt, es greift tatsächlich. Wir plädieren dafür, dass das schnell eingeführt wird. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Es braucht auch mehr Anreize. Es braucht vor allem genügend Kinderbetreuungseinrichtungen. Wir hinken noch immer dem Barcelona-Ziel der EU weit hinterher, vor allem in der Betreuung der Ein- bis Dreijährigen. (Abg. Weinzinger: Kinder weg von der Familie!) Wir brauchen den Papa-Monat. Und nicht zuletzt ist das einkommensabhängige Karenzgeld tatsächlich wichtig, auch Deutschland beweist das. Deutschland hat zum ersten Mal keinen Geburtenrückgang, sondern seit 2006 immer mehr Geburten. (Abg. Steibl: Auch bei uns gibt es eine Steigerung!) – Aber minimal! In Deutschland gibt es im Vergleich zu 2006 im Jahr 2007 12 000 Geburten mehr, im Jahr 2008 16 000 Geburten mehr. Das heißt, es greift tatsächlich. Wir plädieren dafür, dass das schnell eingeführt wird. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich berichtige tatsächlich: Seit der Kinderbetreuungsgeldnovelle 2008 ist die Zuverdienstgrenze gleich hoch wie beim Kinderbetreuungsgeld selbst. Das heißt, dass jeder alleinstehende Kindergeldbezieher den geldunterhaltsverpflichteten Elternteil zu einer Rückzahlung verpflichten kann und daher einen Kreditvertrag zu Lasten Dritter abschließt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Was wir natürlich noch machen müssen, ist, dass die Kinderbetreuung flexibler wird und dass sie kostengünstig ist. Ich glaube, das ist ganz entscheidend. Dazu gibt es auch viele Dinge, die schon angedacht sind, und ich bin sicher, dass die Frau Staatssekretärin, die aus eigener Erfahrung sehr viel einbringt, sicher alles daran setzen wird, dass das noch besser wird, dass die Betreuung besser wird und dass das Beste für die Kinder in diesem Land geschieht. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenrufe beim BZÖ.
Es sei mir ein letztes Wort erlaubt: Liebe Kolleginnen und Kollegen vom BZÖ – es sind nicht allzu viele da! –, zu Ihrer starrsinnigen Haltung in Kärnten betreffend die bedarfsorientierte Mindestsicherung des Bundes möchte ich Ihnen ein Beispiel vorrechnen. Einer Familie, bestehend aus zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter zehn Jahren, nehmen Sie Monat für Monat 98,37 € weg, also fast 100 €. (Zwischenrufe beim BZÖ.) Ich hoffe, dass Sie diesen Starrsinn aufgeben und in Hinkunft dieser Mindestsicherung
Beifall bei der SPÖ.
zustimmen. Verbesserungen im Land Kärnten können immer gemacht werden! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf des Abg. Petzner.
Ich hoffe, dass diese politische Kultur bald endet und Menschen wieder zu dem kommen, was ihnen gesetzlich zusteht, und sich nicht irgendwo anstellen müssen, um einen Hunderter zu bekommen. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf des Abg. Petzner.)
Rufe bei der SPÖ: Starrsinn!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Herr Abgeordneter, Sie haben zweimal in Richtung BZÖ gesagt „Schwachsinn“ und einmal „Ihre schwachsinnige Haltung“. (Rufe bei der SPÖ: Starrsinn!) Ich nehme an, das war im Übereifer, und bitte Sie, dies das nächste Mal zu unterlassen. – Danke.
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne ist eine gute Novellierung auf den Weg gebracht. Es wird damit eine wesentliche soziale Erleichterung für betroffene Personen erreicht werden. In diesem Fall kann man wirklich sagen: Wer schnell hilft, hilft doppelt. Das hat die Frau Staatssekretärin gemacht, indem sie diese sozialen Ungerechtigkeiten rechtzeitig beseitigt hat. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Werte Kolleginnen und Kollegen, wir erleben es jetzt: Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sind es die Familien, die Halt und Zuversicht geben. Es sind die Familien, die in unsicheren Zeiten Sicherheit geben und Sicherheit schaffen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Wirtschaftsforscher können uns nicht sagen, wann es mit der Konjunktur wieder besser läuft, wann es mit der Konjunktur wieder bergauf geht. Eines können wir aber sicher sagen: Für die Familien wird es eine Entlastung geben, die Familien werden weniger Steuern zahlen. Diese Regierung schnürt ein Familienpaket, das ein 15. Gehalt bringt – und das ist doch immerhin eine positive Entwicklung. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich denke, dass es auch sinnvoll und im Interesse der Familien wäre, wenn sich hier alle Parteien in einer konstruktiven Diskussion im Sinne der Familien beteiligen. In diesem Sinne bitte ich um Unterstützung. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Stummvoll: Märchenstunde! – Abg. Weinzinger: Das ist halt ein Koalitionspartner!
Ich habe den Eindruck, die Koalition möchte hier vertuschen, die Misswirtschaft verschweigen. Und ich habe auch den Eindruck, dass die ÖVP die SPÖ am Nasenring herumführt – auch deshalb, weil ich mich daran erinnere, dass vor einigen Wochen Herr Bundeskanzler Faymann in Berlin war und dort versucht hat, für die Raiffeisen-Organisation Gelder zu lukrieren, die dringend als Unterstützung für den Osten gebraucht werden. Und in der heutigen Debatte ist mir aufgefallen, dass die SPÖ für die ÖVP sehr stark in die Bresche gesprungen ist. (Abg. Dr. Stummvoll: Märchenstunde! – Abg. Weinzinger: Das ist halt ein Koalitionspartner!) Die SPÖ hat erklärt, warum es bei der AUA schlecht geht, nicht die ÖVP, die eigentlich daran Schuld hat. (Abg. Krainer: Wir springen für die AUA in die Bresche, nicht für eine andere Partei! Das haben Sie ein bisschen missverstanden!) Das ist nicht missverständlich gewesen, das war total klar, Herr Kollege. (Abg. Krainer: Für die AUA springen wir natürlich in die Bresche!)
Abg. Krainer: Wir springen für die AUA in die Bresche, nicht für eine andere Partei! Das haben Sie ein bisschen missverstanden!
Ich habe den Eindruck, die Koalition möchte hier vertuschen, die Misswirtschaft verschweigen. Und ich habe auch den Eindruck, dass die ÖVP die SPÖ am Nasenring herumführt – auch deshalb, weil ich mich daran erinnere, dass vor einigen Wochen Herr Bundeskanzler Faymann in Berlin war und dort versucht hat, für die Raiffeisen-Organisation Gelder zu lukrieren, die dringend als Unterstützung für den Osten gebraucht werden. Und in der heutigen Debatte ist mir aufgefallen, dass die SPÖ für die ÖVP sehr stark in die Bresche gesprungen ist. (Abg. Dr. Stummvoll: Märchenstunde! – Abg. Weinzinger: Das ist halt ein Koalitionspartner!) Die SPÖ hat erklärt, warum es bei der AUA schlecht geht, nicht die ÖVP, die eigentlich daran Schuld hat. (Abg. Krainer: Wir springen für die AUA in die Bresche, nicht für eine andere Partei! Das haben Sie ein bisschen missverstanden!) Das ist nicht missverständlich gewesen, das war total klar, Herr Kollege. (Abg. Krainer: Für die AUA springen wir natürlich in die Bresche!)
Abg. Krainer: Für die AUA springen wir natürlich in die Bresche!
Ich habe den Eindruck, die Koalition möchte hier vertuschen, die Misswirtschaft verschweigen. Und ich habe auch den Eindruck, dass die ÖVP die SPÖ am Nasenring herumführt – auch deshalb, weil ich mich daran erinnere, dass vor einigen Wochen Herr Bundeskanzler Faymann in Berlin war und dort versucht hat, für die Raiffeisen-Organisation Gelder zu lukrieren, die dringend als Unterstützung für den Osten gebraucht werden. Und in der heutigen Debatte ist mir aufgefallen, dass die SPÖ für die ÖVP sehr stark in die Bresche gesprungen ist. (Abg. Dr. Stummvoll: Märchenstunde! – Abg. Weinzinger: Das ist halt ein Koalitionspartner!) Die SPÖ hat erklärt, warum es bei der AUA schlecht geht, nicht die ÖVP, die eigentlich daran Schuld hat. (Abg. Krainer: Wir springen für die AUA in die Bresche, nicht für eine andere Partei! Das haben Sie ein bisschen missverstanden!) Das ist nicht missverständlich gewesen, das war total klar, Herr Kollege. (Abg. Krainer: Für die AUA springen wir natürlich in die Bresche!)
Beifall bei der FPÖ.
Ich und meine Fraktion stehen auf dem Standpunkt, dass wir diesem Nachschuss von 500 Millionen Steuergeld für die AUA, damit sie verschenkt werden kann, auf keinen Fall zustimmen können. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Hornek: Glauben Sie, was Sie sagen?
Sie haben im Ausschuss gesagt: Ihr müsst da mitstimmen, das ist so wichtig, denn da geht es um die Mitarbeiter! Dazu muss ich sagen: Das ist schon richtig, nur, die Mitarbeiter sollen sich bei Ihnen, bei der SPÖ und der ÖVP, schadlos halten, denn Sie haben dieses ganze Desaster verschuldet und verursacht! (Abg. Hornek: Glauben Sie, was Sie sagen?) – Das glaube ich sicher. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.
Sie haben im Ausschuss gesagt: Ihr müsst da mitstimmen, das ist so wichtig, denn da geht es um die Mitarbeiter! Dazu muss ich sagen: Das ist schon richtig, nur, die Mitarbeiter sollen sich bei Ihnen, bei der SPÖ und der ÖVP, schadlos halten, denn Sie haben dieses ganze Desaster verschuldet und verursacht! (Abg. Hornek: Glauben Sie, was Sie sagen?) – Das glaube ich sicher. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Neubauer: Die werden uns recht geben!
Es ist auch zu untersuchen, was bei diesem Verkauf bei der Lufthansa alles mit Herrn Ötsch gelaufen ist. Da ist einiges faul, und ich bin sehr froh darüber, dass der AUA-Deal auch von der EU geprüft wird. Da werden die Dinge sicherlich ans Tageslicht kommen. (Abg. Neubauer: Die werden uns recht geben!)
Beifall bei der FPÖ.
Ich bleibe dabei: Ein Trauerspiel! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Stummvoll: 4 Minuten!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Dr. Stummvoll. Gewünschte Redezeit: 3 Minuten. (Abg. Dr. Stummvoll: 4 Minuten!) 4 Minuten. – Bitte.
Abg. Neubauer: Da kommen Sie heute drauf?
Abgeordneter Dkfm. Dr. Günter Stummvoll (ÖVP): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Meinem geschätzten Vorredner Gradauer möchte ich nur sagen: Es geht bei dieser Regierungsvorlage, Herr Kollege, nicht darum, politisches Kleingeld zu wechseln, sondern es geht hier um die Zukunftssicherung Tausender Arbeitsplätze bei der AUA, am Flughafen Schwechat und um einen attraktiven Wirtschafts- und Arbeitsstandort Österreich. Darum geht es und nicht darum, hier politisches Kleingeld zu wechseln. (Abg. Neubauer: Da kommen Sie heute drauf?)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Alle, die die Faktenlage kennen, Herr Kollege, wissen: Es gibt keine realistische Alternative dazu. Die theoretische Alternative einer Stand-alone-Lösung würde einen massiven Personalabbau, eine drastische Reduktion des Streckennetzes und einen verheerenden Schaden für den Wirtschaftsstandort Österreich bedeuten. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das wissen Sie, das ist die Faktenlage. (Abg. Neubauer: Ja, aber das haben ja Sie immer gefordert!)
Abg. Neubauer: Ja, aber das haben ja Sie immer gefordert!
Alle, die die Faktenlage kennen, Herr Kollege, wissen: Es gibt keine realistische Alternative dazu. Die theoretische Alternative einer Stand-alone-Lösung würde einen massiven Personalabbau, eine drastische Reduktion des Streckennetzes und einen verheerenden Schaden für den Wirtschaftsstandort Österreich bedeuten. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das wissen Sie, das ist die Faktenlage. (Abg. Neubauer: Ja, aber das haben ja Sie immer gefordert!)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Nun gebe ich Ihnen gerne die zwei Punkte der Kritik zu: Das Ganze hätte früher sein sollen. – Na gar keine Frage! Aber Sie wissen schon, Herr Kollege, dass in der Demokratie der Grundsatz gilt: Du kannst hundert Mal überzeugt sein, dass deine Meinung die richtige ist, wenn du keine politische Mehrheit hast, nützt dir das nichts! (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Und es gab keine Mehrheit für eine Privatisierung zu einem früheren Zeitpunkt, Herr Kollege.
Abg. Kickl: Na suchen Sie es heraus! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Soll ich Ihnen all die vielen Zitate der Opposition bringen, in denen man für eine Stand-alone-Lösung war, wo gesagt wurde: keine Privatisierung, keine Verschleuderung von Volksvermögen!? (Abg. Kickl: Na suchen Sie es heraus! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Eine ellenlange Liste an Zitaten könnte ich Ihnen hier bringen. – Ich werde sie Ihnen nachliefern. Aussagen von Ihnen selbst werden sicherlich auch darunter sein.
Zwischenruf des Abg. Kickl
Und wenn Sie die Gesetzeslage kennen würden, Herr Kollege Kickl, dann müssten Sie wissen, dass zwar der Finanzminister in der Hauptversammlung der ÖIAG der Eigentümervertreter ist (Zwischenruf des Abg. Kickl), dass aber die Hauptversammlung nach
Abg. Bucher: Das hat er gemacht!
Kennen Sie zum Beispiel § 70 Aktiengesetz? – Der Vorstand hat in eigener Verantwortung die Gesellschaft zu leiten, zum Wohle des Unternehmens unter Berücksichtigung der Interessen der Aktionäre, der Arbeitsplätze und des öffentlichen Interesses. (Abg. Bucher: Das hat er gemacht!)
Abg. Neubauer: Das sagen gerade Sie!
Der Vorstand hat keinen, der ihm Weisungen geben kann. Aber ich verstehe, Ihr Politikverständnis lautet: Die Politik soll überall hineinregieren ins operative Geschäft! (Abg. Neubauer: Das sagen gerade Sie!) Das war ja der Grundgedanke der ÖIAG, dass wir einen Filter haben zwischen der Politik und der Geschäftsführung; und genau das monieren Sie jetzt. (Abg. Bucher: Wer ist schuld am Debakel? Gibt es überhaupt einen Schuldigen?)
Abg. Bucher: Wer ist schuld am Debakel? Gibt es überhaupt einen Schuldigen?
Der Vorstand hat keinen, der ihm Weisungen geben kann. Aber ich verstehe, Ihr Politikverständnis lautet: Die Politik soll überall hineinregieren ins operative Geschäft! (Abg. Neubauer: Das sagen gerade Sie!) Das war ja der Grundgedanke der ÖIAG, dass wir einen Filter haben zwischen der Politik und der Geschäftsführung; und genau das monieren Sie jetzt. (Abg. Bucher: Wer ist schuld am Debakel? Gibt es überhaupt einen Schuldigen?)
Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Ich muss ehrlich sagen, wir als Mehrheitsfraktionen haben auch im Unterausschuss, Herr Kollege Kogler, die Geschäftsordnung sehr großzügig ausgelegt, denn im Grunde könnte man sagen, dass das alles operativ ist, dass die Privatisierung Aufgabe der operativen Geschäftsführung war, und da hat der Finanzminister keine Möglichkeit. (Zwischenruf des Abg. Neubauer.) Die Hauptversammlung kann nicht hineinregieren in den Vorstand. (Abg. Bucher: Wer ist denn Eigentümervertreter?) Die Hauptversammlung kann nicht Weisungen an den Vorstand geben. Der Vorstand agiert in eigener Verantwortung.
Abg. Bucher: Wer ist denn Eigentümervertreter?
Ich muss ehrlich sagen, wir als Mehrheitsfraktionen haben auch im Unterausschuss, Herr Kollege Kogler, die Geschäftsordnung sehr großzügig ausgelegt, denn im Grunde könnte man sagen, dass das alles operativ ist, dass die Privatisierung Aufgabe der operativen Geschäftsführung war, und da hat der Finanzminister keine Möglichkeit. (Zwischenruf des Abg. Neubauer.) Die Hauptversammlung kann nicht hineinregieren in den Vorstand. (Abg. Bucher: Wer ist denn Eigentümervertreter?) Die Hauptversammlung kann nicht Weisungen an den Vorstand geben. Der Vorstand agiert in eigener Verantwortung.
Abg. Bucher: Eigentümervertreter!
Daher: Alle Unterlagen, die vom Vorstand gemacht wurden, entziehen sich dem Einsichtsrecht des Finanzministers – der ist nicht der oberste Chef (Abg. Bucher: Eigentümervertreter!), der ist nicht der Obervorstand sozusagen. Er kann die Eigentümerrechte in der Hauptversammlung wahrnehmen (Abg. Bucher: Ja!), aber die Hauptversammlung kann nicht ins operative Geschäft hineinregieren. (Abg. Bucher: Das bestimmende Organ ist ...!) – Lieber Sepp Bucher, lies das Aktiengesetz (Abg. Bucher: Ich kenne mich aus!), § 113, § 70 Aktiengesetz, du kannst dort alles nachlesen!
Abg. Bucher: Ja!
Daher: Alle Unterlagen, die vom Vorstand gemacht wurden, entziehen sich dem Einsichtsrecht des Finanzministers – der ist nicht der oberste Chef (Abg. Bucher: Eigentümervertreter!), der ist nicht der Obervorstand sozusagen. Er kann die Eigentümerrechte in der Hauptversammlung wahrnehmen (Abg. Bucher: Ja!), aber die Hauptversammlung kann nicht ins operative Geschäft hineinregieren. (Abg. Bucher: Das bestimmende Organ ist ...!) – Lieber Sepp Bucher, lies das Aktiengesetz (Abg. Bucher: Ich kenne mich aus!), § 113, § 70 Aktiengesetz, du kannst dort alles nachlesen!
Abg. Bucher: Das bestimmende Organ ist ...!
Daher: Alle Unterlagen, die vom Vorstand gemacht wurden, entziehen sich dem Einsichtsrecht des Finanzministers – der ist nicht der oberste Chef (Abg. Bucher: Eigentümervertreter!), der ist nicht der Obervorstand sozusagen. Er kann die Eigentümerrechte in der Hauptversammlung wahrnehmen (Abg. Bucher: Ja!), aber die Hauptversammlung kann nicht ins operative Geschäft hineinregieren. (Abg. Bucher: Das bestimmende Organ ist ...!) – Lieber Sepp Bucher, lies das Aktiengesetz (Abg. Bucher: Ich kenne mich aus!), § 113, § 70 Aktiengesetz, du kannst dort alles nachlesen!
Abg. Bucher: Ich kenne mich aus!
Daher: Alle Unterlagen, die vom Vorstand gemacht wurden, entziehen sich dem Einsichtsrecht des Finanzministers – der ist nicht der oberste Chef (Abg. Bucher: Eigentümervertreter!), der ist nicht der Obervorstand sozusagen. Er kann die Eigentümerrechte in der Hauptversammlung wahrnehmen (Abg. Bucher: Ja!), aber die Hauptversammlung kann nicht ins operative Geschäft hineinregieren. (Abg. Bucher: Das bestimmende Organ ist ...!) – Lieber Sepp Bucher, lies das Aktiengesetz (Abg. Bucher: Ich kenne mich aus!), § 113, § 70 Aktiengesetz, du kannst dort alles nachlesen!
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
In diesem Sinne: Es geht hier um die Zukunftssicherung für Tausende Arbeitsplätze, für einen attraktiven Wirtschaftsstandort, und wir lassen uns das nicht krankreden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordneter Ing. Peter Westenthaler (BZÖ): Herr Kollege Stummvoll, das, was Sie uns da erzählen von Eigentümerrechten und wie weit man Einfluss hat, ist schön und nett, aber ist es realpolitisch nicht ganz anders? Ist es realpolitisch nicht so, dass sich gerade die Exponenten von der ÖVP immer dort sonnen, wo jemand erfolgreich ist, sich aber relativ rasch dort verabschieden, wo es den Bach hinuntergeht? Ist nicht das die Wahrheit? Ist das in Wirklichkeit in der Vergangenheit nicht auch so gewesen? (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Das ist die Rede von mir, Herr Westenthaler, wo Sie applaudiert haben!
In vielen, vielen Bereichen der verstaatlichten und halbverstaatlichten Industrie war man immer dann, wenn es eine Zeitlang irgendwo gut gegangen ist, dort dabei. – Übrigens auch bei der AUA, das ist noch nicht so lange her, Herr Kollege Molterer. 50 Jahre AUA war erst vor Kurzem im Vergleich zu den 50 Jahren. (Abg. Mag. Molterer: Das ist die Rede von mir, Herr Westenthaler, wo Sie applaudiert haben!) Damals waren alle dort und haben sich gesonnt, alles super, und Herr Ötsch hat damals, gerade zu diesem Zeitpunkt, gesagt: Die AUA ist saniert! Holodaro! Alle haben geklatscht.
Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer.
Als Zweites hat er gesagt: Die AUA kommt jetzt in ein ruhiges Fahrwasser! – Und damals hätte man eigentlich schon die Alarmglocken läuten hören müssen, denn wenn ein Flugzeug in ein Fahrwasser kommt, kann etwas schon nicht stimmen! Damals hätte man bei der Rede genau zuhören müssen, aber damals war es Finanzminister Molterer, der bei der 50-Jahr-Feier auch gesagt hat: Jawohl, wir treten ein – nicht nur für die rot-weiß-rote Heckflosse; das wäre ja nur kosmetisch gewesen –, wir treten ein für eine Stand-alone-Lösung! (Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer.) Dazu haben Sie auch noch formuliert: Die Privatisierung der ÖIAG ist eine großartige Erfolgsgeschichte, durch die die ÖIAG nicht nur entschuldet wurde (demonstrativer Beifall bei der ÖVP), sondern deren einzelne Unternehmen nur erfolgreiche Betriebe mit zufriedenen Mitarbeitern haben.
demonstrativer Beifall bei der ÖVP
Als Zweites hat er gesagt: Die AUA kommt jetzt in ein ruhiges Fahrwasser! – Und damals hätte man eigentlich schon die Alarmglocken läuten hören müssen, denn wenn ein Flugzeug in ein Fahrwasser kommt, kann etwas schon nicht stimmen! Damals hätte man bei der Rede genau zuhören müssen, aber damals war es Finanzminister Molterer, der bei der 50-Jahr-Feier auch gesagt hat: Jawohl, wir treten ein – nicht nur für die rot-weiß-rote Heckflosse; das wäre ja nur kosmetisch gewesen –, wir treten ein für eine Stand-alone-Lösung! (Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer.) Dazu haben Sie auch noch formuliert: Die Privatisierung der ÖIAG ist eine großartige Erfolgsgeschichte, durch die die ÖIAG nicht nur entschuldet wurde (demonstrativer Beifall bei der ÖVP), sondern deren einzelne Unternehmen nur erfolgreiche Betriebe mit zufriedenen Mitarbeitern haben.
Abg. Hornek: Voest, ...!
Schauen Sie sich an, wo die erfolgreichen Unternehmungen mit den zufriedenen Mitarbeitern sind! (Abg. Hornek: Voest, ...!) Wissen Sie, wer zufrieden ist, jetzt im Moment (Ruf: Der Ötsch!), und wer „Ätsch!“ sagt? – Herr Ötsch, der sagt „Ätsch!“ zu Ihnen, denn der geht mit einer Million in der Tasche nach Hause (Abg. Bucher: 1,1 Millionen!) – er war auch bei der Feier –, mit 1,1 Millionen, um es korrekt zu sagen, und Sie genieren sich nicht einmal und kritisieren das auch nicht! Sie wissen aber ganz genau, Herr Kollege Stummvoll, dass das überhaupt nicht notwendig gewesen wäre, dass es sogar rechtlich notwendig gewesen wäre, diese 1,1 Millionen sozusagen Schmerzensgeld für uns alle an Herrn Ötsch nicht auszubezahlen und auch gerichtlich zu bekämpfen. Das wäre Ihre Aufgabe gewesen (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ), auch gegen die Verfehlungen des Herrn Ötsch rechtlich anzukämpfen. Der hat kein Anrecht auf diese 1,1 Millionen (Abg. Hornek: Wie ist denn das beim Kollegen Graf?), die Sie ihm letztlich dann bezahlen müssen. Das versteht kein Mensch, gerade in Zeiten wie diesen, in denen es kein Geld gibt.
Ruf: Der Ötsch!
Schauen Sie sich an, wo die erfolgreichen Unternehmungen mit den zufriedenen Mitarbeitern sind! (Abg. Hornek: Voest, ...!) Wissen Sie, wer zufrieden ist, jetzt im Moment (Ruf: Der Ötsch!), und wer „Ätsch!“ sagt? – Herr Ötsch, der sagt „Ätsch!“ zu Ihnen, denn der geht mit einer Million in der Tasche nach Hause (Abg. Bucher: 1,1 Millionen!) – er war auch bei der Feier –, mit 1,1 Millionen, um es korrekt zu sagen, und Sie genieren sich nicht einmal und kritisieren das auch nicht! Sie wissen aber ganz genau, Herr Kollege Stummvoll, dass das überhaupt nicht notwendig gewesen wäre, dass es sogar rechtlich notwendig gewesen wäre, diese 1,1 Millionen sozusagen Schmerzensgeld für uns alle an Herrn Ötsch nicht auszubezahlen und auch gerichtlich zu bekämpfen. Das wäre Ihre Aufgabe gewesen (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ), auch gegen die Verfehlungen des Herrn Ötsch rechtlich anzukämpfen. Der hat kein Anrecht auf diese 1,1 Millionen (Abg. Hornek: Wie ist denn das beim Kollegen Graf?), die Sie ihm letztlich dann bezahlen müssen. Das versteht kein Mensch, gerade in Zeiten wie diesen, in denen es kein Geld gibt.
Abg. Bucher: 1,1 Millionen!
Schauen Sie sich an, wo die erfolgreichen Unternehmungen mit den zufriedenen Mitarbeitern sind! (Abg. Hornek: Voest, ...!) Wissen Sie, wer zufrieden ist, jetzt im Moment (Ruf: Der Ötsch!), und wer „Ätsch!“ sagt? – Herr Ötsch, der sagt „Ätsch!“ zu Ihnen, denn der geht mit einer Million in der Tasche nach Hause (Abg. Bucher: 1,1 Millionen!) – er war auch bei der Feier –, mit 1,1 Millionen, um es korrekt zu sagen, und Sie genieren sich nicht einmal und kritisieren das auch nicht! Sie wissen aber ganz genau, Herr Kollege Stummvoll, dass das überhaupt nicht notwendig gewesen wäre, dass es sogar rechtlich notwendig gewesen wäre, diese 1,1 Millionen sozusagen Schmerzensgeld für uns alle an Herrn Ötsch nicht auszubezahlen und auch gerichtlich zu bekämpfen. Das wäre Ihre Aufgabe gewesen (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ), auch gegen die Verfehlungen des Herrn Ötsch rechtlich anzukämpfen. Der hat kein Anrecht auf diese 1,1 Millionen (Abg. Hornek: Wie ist denn das beim Kollegen Graf?), die Sie ihm letztlich dann bezahlen müssen. Das versteht kein Mensch, gerade in Zeiten wie diesen, in denen es kein Geld gibt.
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ
Schauen Sie sich an, wo die erfolgreichen Unternehmungen mit den zufriedenen Mitarbeitern sind! (Abg. Hornek: Voest, ...!) Wissen Sie, wer zufrieden ist, jetzt im Moment (Ruf: Der Ötsch!), und wer „Ätsch!“ sagt? – Herr Ötsch, der sagt „Ätsch!“ zu Ihnen, denn der geht mit einer Million in der Tasche nach Hause (Abg. Bucher: 1,1 Millionen!) – er war auch bei der Feier –, mit 1,1 Millionen, um es korrekt zu sagen, und Sie genieren sich nicht einmal und kritisieren das auch nicht! Sie wissen aber ganz genau, Herr Kollege Stummvoll, dass das überhaupt nicht notwendig gewesen wäre, dass es sogar rechtlich notwendig gewesen wäre, diese 1,1 Millionen sozusagen Schmerzensgeld für uns alle an Herrn Ötsch nicht auszubezahlen und auch gerichtlich zu bekämpfen. Das wäre Ihre Aufgabe gewesen (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ), auch gegen die Verfehlungen des Herrn Ötsch rechtlich anzukämpfen. Der hat kein Anrecht auf diese 1,1 Millionen (Abg. Hornek: Wie ist denn das beim Kollegen Graf?), die Sie ihm letztlich dann bezahlen müssen. Das versteht kein Mensch, gerade in Zeiten wie diesen, in denen es kein Geld gibt.
Abg. Hornek: Wie ist denn das beim Kollegen Graf?
Schauen Sie sich an, wo die erfolgreichen Unternehmungen mit den zufriedenen Mitarbeitern sind! (Abg. Hornek: Voest, ...!) Wissen Sie, wer zufrieden ist, jetzt im Moment (Ruf: Der Ötsch!), und wer „Ätsch!“ sagt? – Herr Ötsch, der sagt „Ätsch!“ zu Ihnen, denn der geht mit einer Million in der Tasche nach Hause (Abg. Bucher: 1,1 Millionen!) – er war auch bei der Feier –, mit 1,1 Millionen, um es korrekt zu sagen, und Sie genieren sich nicht einmal und kritisieren das auch nicht! Sie wissen aber ganz genau, Herr Kollege Stummvoll, dass das überhaupt nicht notwendig gewesen wäre, dass es sogar rechtlich notwendig gewesen wäre, diese 1,1 Millionen sozusagen Schmerzensgeld für uns alle an Herrn Ötsch nicht auszubezahlen und auch gerichtlich zu bekämpfen. Das wäre Ihre Aufgabe gewesen (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ), auch gegen die Verfehlungen des Herrn Ötsch rechtlich anzukämpfen. Der hat kein Anrecht auf diese 1,1 Millionen (Abg. Hornek: Wie ist denn das beim Kollegen Graf?), die Sie ihm letztlich dann bezahlen müssen. Das versteht kein Mensch, gerade in Zeiten wie diesen, in denen es kein Geld gibt.
Beifall beim BZÖ.
Mit dem Privatjet! Angenehm, da kann man die Füße hinaufgeben, hat keine lästigen Menschen, die einen ansprechen. Er fliegt im Privatjet. Welche Kosten dieser Privatjet für diese Flüge verursacht, wissen wir auch, sie gehen in Zigtausende Euro, und wer sie bezahlt, das werden wir auch noch herausfinden – entweder ist es Raiffeisen, und wenn es nicht Raiffeisen ist, dann ist es der Steuerzahler, und das ist genauso ein Skandal, Herr Kollege Stummvoll und Herr Kollege Molterer! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hornek.
lichten und halbverstaatlichten Industrie. (Zwischenruf des Abg. Hornek.) Das zahlen wir heute, und das sehen wir nicht ein, und daher werden wir auch nicht zustimmen.
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Den Rechnungshofunterausschuss – da hat Kogler völlig recht; er wird ohnehin noch im Detail darauf eingehen – dumm sterben zu lassen, das ist eigentlich eine Gemeinheit gegenüber dem Nationalrat. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Grosz – in Richtung des Abg. Dr. Matznetter –: Dort ist er!
Letzter Satz: Sie glauben immer, dass das alles eine gegessene Geschichte ist, auch die SPÖ. Der Herr Ex-Finanzstaatssekretär und heutige Abgeordnete (Abg. Grosz – in Richtung des Abg. Dr. Matznetter –: Dort ist er!) rennt auch überall herum wie das Christkindl, mit leuchtenden Augen, und sagt: Super, die Lufthansa hat uns garantiert, Schwechat wird so bleiben, wie es ist, da wird sich nichts ändern, das steht in den Verträgen und das haben wir garantiert! – Herr Kollege Matznetter, glauben Sie das wirklich, was Sie da sagen? In Zeiten wie diesen, in denen auch die Lufthansa ganz massiv den Sparstift ansetzen muss, pfeifen Ihnen die in ein paar Monaten doch etwas.
Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Hornek.
Erinnern Sie sich an meine heutigen Worte, in wenigen Monaten wird das der Fall sein. Dann werden Sie sagen: Na ja, wir haben das ja nicht gewusst, wir haben ja ohnehin alles mit der Lufthansa vereinbart! – Die werden sich überhaupt nicht darum kümmern, die werden ihre Geschäftspolitik, ihre Einsparungspolitik durchziehen, und Sie werden merken, wer darunter leidet: Die AUA wird darunter leiden, der Flughafen wird darunter leiden und vor allem Arbeitsplätze werden verloren gehen, und Sie tragen dafür die Verantwortung! (Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Hornek.)
Abg. Bucher: Keiner verniedlicht mehr als Krainer! – Abg. Ing. Westenthaler: Hat es gestimmt oder hat es nicht gestimmt? Er hat gesagt, Schwechat wird so bleiben!
hat. (Abg. Bucher: Keiner verniedlicht mehr als Krainer! – Abg. Ing. Westenthaler: Hat es gestimmt oder hat es nicht gestimmt? Er hat gesagt, Schwechat wird so bleiben! )
Zwischenruf des Abg. Grosz. – Weitere anhaltende Zwischenrufe.
Und das ist nicht falsch, was hier Hannes Androsch in einem Interview der „Kleinen Zeitung“ gegenüber gesagt hat. (Zwischenruf des Abg. Grosz. – Weitere anhaltende Zwischenrufe.) Zum Ergebnis bei der AUA kann man wirklich nur „gratulieren“. (Abg. Grosz: Ein sehr „erfolgreicher“ Unternehmer! Hat einen ganzen Betrieb in der Obersteiermark ...! Ein Arbeiterverräter ist das! ... Eine Heuschrecke! Die personifizierte Heuschrecke!)
Abg. Grosz: Ein sehr „erfolgreicher“ Unternehmer! Hat einen ganzen Betrieb in der Obersteiermark ...! Ein Arbeiterverräter ist das! ... Eine Heuschrecke! Die personifizierte Heuschrecke!
Und das ist nicht falsch, was hier Hannes Androsch in einem Interview der „Kleinen Zeitung“ gegenüber gesagt hat. (Zwischenruf des Abg. Grosz. – Weitere anhaltende Zwischenrufe.) Zum Ergebnis bei der AUA kann man wirklich nur „gratulieren“. (Abg. Grosz: Ein sehr „erfolgreicher“ Unternehmer! Hat einen ganzen Betrieb in der Obersteiermark ...! Ein Arbeiterverräter ist das! ... Eine Heuschrecke! Die personifizierte Heuschrecke!)
Abg. Ing. Westenthaler: Wir nicht!
Zu dem Zeitpunkt sind all diese Verträge abgeschlossen worden, über die heute gejammert wird, dass Ötsch 1,1 Millionen € an Abfertigung bekommt. Aber wer hat denn Herrn Ötsch bestellt? Wer hat denn Herrn Michaelis bestellt? (Abg. Ing. Westenthaler: Wir nicht!) Wann sind diese Verträge gegeben worden? (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe beim BZÖ.) – Kollege Westenthaler, zu einem Zeitpunkt, als Sie hier noch in der ersten Reihe gesessen sind, nämlich als Klubobmann der damaligen FPÖ, zu diesem Zeitpunkt sind diese Verträge gemacht worden! (Abg. Ing. Westenthaler: Ötsch haben nicht wir bestellt! Das ist schon ein Schwarzer!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe beim BZÖ.
Zu dem Zeitpunkt sind all diese Verträge abgeschlossen worden, über die heute gejammert wird, dass Ötsch 1,1 Millionen € an Abfertigung bekommt. Aber wer hat denn Herrn Ötsch bestellt? Wer hat denn Herrn Michaelis bestellt? (Abg. Ing. Westenthaler: Wir nicht!) Wann sind diese Verträge gegeben worden? (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe beim BZÖ.) – Kollege Westenthaler, zu einem Zeitpunkt, als Sie hier noch in der ersten Reihe gesessen sind, nämlich als Klubobmann der damaligen FPÖ, zu diesem Zeitpunkt sind diese Verträge gemacht worden! (Abg. Ing. Westenthaler: Ötsch haben nicht wir bestellt! Das ist schon ein Schwarzer!)
Abg. Ing. Westenthaler: Ötsch haben nicht wir bestellt! Das ist schon ein Schwarzer!
Zu dem Zeitpunkt sind all diese Verträge abgeschlossen worden, über die heute gejammert wird, dass Ötsch 1,1 Millionen € an Abfertigung bekommt. Aber wer hat denn Herrn Ötsch bestellt? Wer hat denn Herrn Michaelis bestellt? (Abg. Ing. Westenthaler: Wir nicht!) Wann sind diese Verträge gegeben worden? (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe beim BZÖ.) – Kollege Westenthaler, zu einem Zeitpunkt, als Sie hier noch in der ersten Reihe gesessen sind, nämlich als Klubobmann der damaligen FPÖ, zu diesem Zeitpunkt sind diese Verträge gemacht worden! (Abg. Ing. Westenthaler: Ötsch haben nicht wir bestellt! Das ist schon ein Schwarzer!)
Beifall bei der SPÖ.
Ja, es stimmt, die AUA liegt quasi in Trümmern da. Ja, das stimmt, und wir nehmen auch die Verantwortung wahr: Wir räumen die Trümmer weg, die ihr hinterlassen habt. (Beifall bei der SPÖ.) Aber zuerst die AUA zu Trümmern fliegen zu lassen und sich dann über diejenigen aufzuregen, die diese Trümmer kitten, ist ja wirklich lächerlich! (Abg. Ing. Westenthaler: Was stimmt denn jetzt? Das ist aber eine scharfe Kritik an der ÖVP! – Abg. Grosz: Eine scharfe Kritik! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Was stimmt denn jetzt? Das ist aber eine scharfe Kritik an der ÖVP! – Abg. Grosz: Eine scharfe Kritik! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.
Ja, es stimmt, die AUA liegt quasi in Trümmern da. Ja, das stimmt, und wir nehmen auch die Verantwortung wahr: Wir räumen die Trümmer weg, die ihr hinterlassen habt. (Beifall bei der SPÖ.) Aber zuerst die AUA zu Trümmern fliegen zu lassen und sich dann über diejenigen aufzuregen, die diese Trümmer kitten, ist ja wirklich lächerlich! (Abg. Ing. Westenthaler: Was stimmt denn jetzt? Das ist aber eine scharfe Kritik an der ÖVP! – Abg. Grosz: Eine scharfe Kritik! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Herr Matznetter garantiert es! – Gegenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Wir stehen dazu, dass wir hier die Verantwortung wahrzunehmen haben. Es geht um 8 000 Arbeitsplätze direkt und um 30 000 indirekt, mit dem Flughafen dabei. Ja, es kann keiner sagen, ob es in zwei Jahren genauso viele Starts und Landungen in Schwechat geben wird wie heute. Das kann Ihnen keiner garantieren, ich garantiere das auch nicht. (Abg. Ing. Westenthaler: Herr Matznetter garantiert es! – Gegenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Ing. Westenthaler: Vertraglich vereinbart, hat Herr Matznetter gesagt! Die pfeifen Ihnen was!
Bitte, hören Sie mit Ihren G’schichterln auf, Herr Westenthaler! Man kann alles, was Sie in den letzten Jahren gesagt haben, hier nachlesen. (Abg. Ing. Westenthaler: Vertraglich vereinbart, hat Herr Matznetter gesagt! Die pfeifen Ihnen was!) Da kann sich ja nur jeder wundern über die Schizophrenie: Bei jenen Sachen, die Sie hier vertreten haben, die Sie hier eingebracht haben, kritisieren Sie jetzt die Ergebnisse Ihrer eigenen Politik! Das ist ja alles lächerlich. Es mögen viele der Freiheitlichen persönlich nicht hier gewesen sein, aber es war Ihre Partei, die hier genauso diesen Kurs mitgetragen hat und die uns dort hingeführt hat, wo wir heute sind.
Abg. Ing. Westenthaler: Ein Albert Fortell für Arme!
Ja, ich habe kein gutes Gefühl dabei, 500 Millionen € zu beschließen, die die AUA bekommt. (Abg. Ing. Westenthaler: Ein Albert Fortell für Arme!) Aber es gibt keine Alternative dazu, weil ich die AUA nicht einfach in Trümmern liegen lassen will, sondern wir sagen hier: Ja, wir wollen, dass die AUA weiterbesteht! Das kostet etwas, und dazu stehen wir. Mit einem guten Gefühl macht es niemand hier in diesem Haus, aber es ist eben auch ein Zeichen für Verantwortung. Ja, wir stehen zu unserer Verantwortung – das sollten Sie auch tun! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ja, ich habe kein gutes Gefühl dabei, 500 Millionen € zu beschließen, die die AUA bekommt. (Abg. Ing. Westenthaler: Ein Albert Fortell für Arme!) Aber es gibt keine Alternative dazu, weil ich die AUA nicht einfach in Trümmern liegen lassen will, sondern wir sagen hier: Ja, wir wollen, dass die AUA weiterbesteht! Das kostet etwas, und dazu stehen wir. Mit einem guten Gefühl macht es niemand hier in diesem Haus, aber es ist eben auch ein Zeichen für Verantwortung. Ja, wir stehen zu unserer Verantwortung – das sollten Sie auch tun! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Wer ist denn das? Das ist der Albert Fortell für Arme, hat gerade die ÖVP gesagt!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Mag. Kogler. Gewünschte Redezeit: 7 Minuten. (Abg. Ing. Westenthaler: Wer ist denn das? Das ist der Albert Fortell für Arme, hat gerade die ÖVP gesagt!)
Abg. Mag. Stadler: Die Verkonradung ist das!
Klar ist: Wenn Sie sich die Personalpolitik anschauen, die rund um Michaelis passiert ist, dann sind es in erster Linie seine Jagdfreunde gewesen, die neben und unter ihm zum Zug gekommen sind. Offensichtlich ist er auch noch mit dem Kollegen Mayrhuber von der Lufthansa hochstandsmäßig unterwegs gewesen. Aber das hat ja in der Wirtschaftspolitik in diesem Land Tradition. Das ist sozusagen die Berliner Version der Niederösterreich-Ausgabe von hier. (Abg. Mag. Stadler: Die Verkonradung ist das!)
Abg. Dr. Stummvoll: Das wäre sehr gescheit gewesen!
Jetzt stehen wir mit den 500 Millionen € da. Ich hätte mir sogar vorstellen können, meiner Fraktion zu empfehlen zuzustimmen, weil wir immer auch versuchen, einen seriösen Kern herauszuarbeiten. (Abg. Dr. Stummvoll: Das wäre sehr gescheit gewesen!) Das kann man aber unter diesen Voraussetzungen nicht! (Abg. Ing. Westenthaler: Das war nur ein Versuch!)
Abg. Ing. Westenthaler: Das war nur ein Versuch!
Jetzt stehen wir mit den 500 Millionen € da. Ich hätte mir sogar vorstellen können, meiner Fraktion zu empfehlen zuzustimmen, weil wir immer auch versuchen, einen seriösen Kern herauszuarbeiten. (Abg. Dr. Stummvoll: Das wäre sehr gescheit gewesen!) Das kann man aber unter diesen Voraussetzungen nicht! (Abg. Ing. Westenthaler: Das war nur ein Versuch!)
Abg. Hornek: Herr Lauda zum Beispiel!
Sie haben es verabsäumt, während des Ausschreibevorgangs schon im Sommer, als es für das meiste ohnehin schon zu spät war, wiederum auf uns zu hören und diese Ausschreibung einmal klar abzuwickeln. Auch das ist nicht passiert. Ich glaube, die EU ist da auf der richtigen Pirsch. Es war auch völlig klar, dass die Franzosen beeinspruchen werden; ich weiß gar nicht, wer da so naiv sein konnte, das nicht zu erwarten. Es sind mittlerweile auch andere, die dort ... (Abg. Hornek: Herr Lauda zum Beispiel!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.
Es ist hier eben alles verzwackt und vertrackt, aber das ist die Situation der österreichischen Wirtschaftspolitik. Es gibt keine gut beleumundeten Politiker, die volkswirtschaftlich denken und ein Ding durchziehen, oder nur sehr selten, sondern es ist alles irgendwie verhabert. Das lasse ich mir mit der Kleinheit des Landes allein nicht erklären. (Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.) Sie wollten ja selbst öfters darüber hinausschauen, Herr Kollege Bartenstein.
Abg. Grosz: Stimmt eigentlich! Keine blöde Idee!
Insofern ist es ja nur konsequent, dass Sie dem Parlament – in Form des Unterausschusses – keine Unterlagen geben wollen. Aber vielleicht sollten wir dazu übergehen, in solchen Fällen dann dringend und zwingend einen wirklichen Untersuchungsausschuss einzurichten. Möglicherweise ist es ja so, wie Kollege Pilz sagt: dass wir in zwei, drei Wochen schon zur Leichenbeschau in den AUA-Kellern schreiten müssen. (Abg. Grosz: Stimmt eigentlich! Keine blöde Idee!) Machen wir eben gleich einen richtigen Untersuchungsausschuss, oder machen wir einen besonders scharfen Prüfauftrag an den Rechnungshof! (Abg. Grosz: Ja, genau!) Aber wir lassen uns das sicher nicht gefallen.
Abg. Grosz: Ja, genau!
Insofern ist es ja nur konsequent, dass Sie dem Parlament – in Form des Unterausschusses – keine Unterlagen geben wollen. Aber vielleicht sollten wir dazu übergehen, in solchen Fällen dann dringend und zwingend einen wirklichen Untersuchungsausschuss einzurichten. Möglicherweise ist es ja so, wie Kollege Pilz sagt: dass wir in zwei, drei Wochen schon zur Leichenbeschau in den AUA-Kellern schreiten müssen. (Abg. Grosz: Stimmt eigentlich! Keine blöde Idee!) Machen wir eben gleich einen richtigen Untersuchungsausschuss, oder machen wir einen besonders scharfen Prüfauftrag an den Rechnungshof! (Abg. Grosz: Ja, genau!) Aber wir lassen uns das sicher nicht gefallen.
Abg. Grosz: Ja, Amigos ...!
Das hat nichts damit zu tun, dass wir nicht darüber nachdenken, dass auch in einer schlechten Situation wirtschaftspolitisch so weit vernünftig gehandelt werden muss, dass man noch rettet, was zu retten ist. Bitte, das zu unterscheiden! Werfen Sie uns nicht vor, das nicht zu tun. Sie aber müssen sich vorwerfen lassen, dass Sie da in einer langen Geschichte von Habererwirtschaft und Misswirtschaft maßgeblich daran beteiligt waren (Abg. Grosz: Ja, Amigos ...!), dass das eine Wasserung war – genau so, wie es Herr Ötsch gesagt hat –, aber leider nicht in ruhigem Wasser, sondern eine richtige „Pletschen“. (Beifall bei Grünen und BZÖ.)
Beifall bei Grünen und BZÖ.
Das hat nichts damit zu tun, dass wir nicht darüber nachdenken, dass auch in einer schlechten Situation wirtschaftspolitisch so weit vernünftig gehandelt werden muss, dass man noch rettet, was zu retten ist. Bitte, das zu unterscheiden! Werfen Sie uns nicht vor, das nicht zu tun. Sie aber müssen sich vorwerfen lassen, dass Sie da in einer langen Geschichte von Habererwirtschaft und Misswirtschaft maßgeblich daran beteiligt waren (Abg. Grosz: Ja, Amigos ...!), dass das eine Wasserung war – genau so, wie es Herr Ötsch gesagt hat –, aber leider nicht in ruhigem Wasser, sondern eine richtige „Pletschen“. (Beifall bei Grünen und BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Oje!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Dr. Bartenstein. (Abg. Ing. Westenthaler: Oje!) Gewünschte Redezeit: 3 Minuten. – Bitte.
Abg. Mag. Kogler: Sie geben wenigstens zu, dass es das gibt!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Natürlich wäre es uns allen lieber gewesen, wäre Option 1 – die Stand-alone-Lösung, die Selbstständigkeit – weiter möglich gewesen. Mit der Weisheit des Rückblicks ausgestattet, ist man im Regelfall gescheiter, davon ist auch hier im Saale niemand ausgeschlossen. So sehe ich das auch, wenn Roland Berger eine Studie macht. Es gibt derer viele, aber das ist eine Studie, die schon im Jahr 2006 einen strategischen Partner empfohlen hat. (Abg. Mag. Kogler: Sie geben wenigstens zu, dass es das gibt!) Damals gab es aber auch Stimmen – und Stummvoll hat das völlig richtig gesagt –, vor allem politische Stimmen, vor allem in der Mitte dieses Hauses, die gesagt haben: Niemals Privatisierung, das kommt überhaupt nicht in Frage!
Beifall bei der ÖVP.
Also gehen wir davon aus, dass diese 500 Millionen €, die wir heute gewissermaßen politisch der ÖIAG freigeben, gut investiertes Geld sind. Vielleicht hätte man sich das vor zwei, drei Jahren ersparen können, aber heute sind wir eben gescheiter. Jedenfalls tun wir es heute, weil wir Austrian als Partner von Lufthansa erhalten wollen. Das ist der richtige und aus meiner Sicht auch der einzig mögliche Weg. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Daher bitte ich die Staatsanwaltschaft, hier aktiv zu werden. Wenn sie das von sich aus nicht tut, wird es eine Anzeige geben. Ich hoffe sehr, dass ein Exempel statuiert wird, damit klar wird, dass jeder, auch wenn er im halböffentlichen Bereich tätig ist, dass jeder, der hier werkt, Managementaufgaben übernimmt und dafür wirklich gut verdient, auch eine Verantwortung wahrzunehmen hat und für das Vermögen, das er verwaltet, auch einstehen muss. Wenn er fahrlässig handelt und Vermögen vernichtet, dann muss es auch eine Anklage geben. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Ihr gebt ihnen die Millionen!
Das ist hier das Falsche an dieser Diskussion. (Abg. Ing. Westenthaler: Ihr gebt ihnen die Millionen!) Stellen Sie sich vor, welche Tragödien auf dem Flughafen durch Ihr Verhalten mitprovoziert werden! (Abg. Ing. Westenthaler: 1,1 Millionen für Herrn Ötsch!) – Ötsch wird das Problem nicht mehr lösen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: 1,1 Millionen für Herrn Ötsch!
Das ist hier das Falsche an dieser Diskussion. (Abg. Ing. Westenthaler: Ihr gebt ihnen die Millionen!) Stellen Sie sich vor, welche Tragödien auf dem Flughafen durch Ihr Verhalten mitprovoziert werden! (Abg. Ing. Westenthaler: 1,1 Millionen für Herrn Ötsch!) – Ötsch wird das Problem nicht mehr lösen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist hier das Falsche an dieser Diskussion. (Abg. Ing. Westenthaler: Ihr gebt ihnen die Millionen!) Stellen Sie sich vor, welche Tragödien auf dem Flughafen durch Ihr Verhalten mitprovoziert werden! (Abg. Ing. Westenthaler: 1,1 Millionen für Herrn Ötsch!) – Ötsch wird das Problem nicht mehr lösen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Bartenstein: Auf dem Weg der Besserung!
Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (BZÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Kollege Stummvoll, die AUA braucht niemand mehr krankzureden, die AUA ist bereits Patient auf der Intensivstation im Wachkoma! (Abg. Dr. Bartenstein: Auf dem Weg der Besserung!) Das ist aber noch eine schöne Beschreibung. Aber natürlich! Alles andere hier heraußen zu behaupten, ist schlicht und einfach fahrlässige Gesundbeterei.
Beifall beim BZÖ.
Erstens: Ihr damaliger Finanzminister konnte im Frühjahr 2007 im Rechnungshof-Rohbericht nachlesen, wie es wirklich um die AUA bestellt ist, hat aber in der Öffentlichkeit und auch vor diesem Hohen Haus etwas ganz anderes behauptet, meine Damen und Herren. – Das ist Faktum Nummer eins! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Stummvoll: Auftrag!
Schauen Sie sich das ÖIAG-Gesetz an, schauen Sie sich an, warum die Regierung einen Regierungsbeschluss fassen muss, um einen Privatisierungsauftrag zu erteilen! (Abg. Dr. Stummvoll: Auftrag!) Und wenn das so wäre, sage ich: Hurra, packen Sie Ihr Aktiengesetz, gehen Sie zu diesem Vorstand und sagen Sie dort: Da können Sie Ihre 500 Millionen auftreiben, wo Sie wollen! – Aber nicht beim Steuerzahler, meine Damen und Herren – siehe Aktiengesetz! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Schauen Sie sich das ÖIAG-Gesetz an, schauen Sie sich an, warum die Regierung einen Regierungsbeschluss fassen muss, um einen Privatisierungsauftrag zu erteilen! (Abg. Dr. Stummvoll: Auftrag!) Und wenn das so wäre, sage ich: Hurra, packen Sie Ihr Aktiengesetz, gehen Sie zu diesem Vorstand und sagen Sie dort: Da können Sie Ihre 500 Millionen auftreiben, wo Sie wollen! – Aber nicht beim Steuerzahler, meine Damen und Herren – siehe Aktiengesetz! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Dann erwarten Sie noch, dass wir hier herauskommen und vor lauter Staatstragen sagen: Ja, ja, das Aktiengesetz, das hat uns der Kollege Stummvoll referiert, er hat hier doziert, Aktiengesetz, da stimmen wir gerne mit, weil das Aktiengesetz das so vorsieht!? – Das können Sie doch nicht im Traum erwarten! Seien Sie mir nicht böse! (Beifall beim BZÖ.) Das können Sie doch wirklich nicht im Traum erwarten.
Abg. Ing. Westenthaler: Matznetter hängt auch drinnen!
Was werden Sie dann sagen? Wollen Sie uns dann auch noch mit dem Aktiengesetz niederhalten? Glauben Sie nicht, dass dann der Zeitpunkt gekommen ist, zu dem wir einen Untersuchungsausschuss brauchen werden? Meine Damen und Herren von der SPÖ, dann hängen Sie aber auch mit drinnen, nur damit wir uns nichts vormachen! (Abg. Ing. Westenthaler: Matznetter hängt auch drinnen!)
Zwischenruf des Abg. Hornek.
vorher auch schon gewusst!) – Nein, entschuldigen Sie bitte, das war ... (Zwischenruf des Abg. Hornek.) Es mag sein, dass Sie es vorher gewusst haben. Tatsache ist, dass Sie heute ohne jede Rückversicherung ... (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hornek.) Herr Kollege, Sie sind der Letzte, der da mitreden sollte, denn Sie haben jeden schwarzen Funktionär da drinnen bis zum Hals gedeckt. (Beifall beim BZÖ.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hornek.
vorher auch schon gewusst!) – Nein, entschuldigen Sie bitte, das war ... (Zwischenruf des Abg. Hornek.) Es mag sein, dass Sie es vorher gewusst haben. Tatsache ist, dass Sie heute ohne jede Rückversicherung ... (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hornek.) Herr Kollege, Sie sind der Letzte, der da mitreden sollte, denn Sie haben jeden schwarzen Funktionär da drinnen bis zum Hals gedeckt. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
vorher auch schon gewusst!) – Nein, entschuldigen Sie bitte, das war ... (Zwischenruf des Abg. Hornek.) Es mag sein, dass Sie es vorher gewusst haben. Tatsache ist, dass Sie heute ohne jede Rückversicherung ... (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hornek.) Herr Kollege, Sie sind der Letzte, der da mitreden sollte, denn Sie haben jeden schwarzen Funktionär da drinnen bis zum Hals gedeckt. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Hornek: Warum stottern Sie jetzt?
Sie sind heute noch bereit, lieber einem Herrn Ötsch 1 Million € nachzuschmeißen, als darüber nachzudenken (Abg. Hornek: Warum stottern Sie jetzt?), ob Sie mit dieser Million nicht ein fundiertes Rechtsgutachten zustande brächten, das den Weg weist, wie Sie der Lufthansa die Handschellen anlegen könnten, um sicherzustellen, dass sie nicht mehr aus diesem Vertrag herauskommen kann oder dass sie, wenn sie aus diesem Vertrag herauskommt oder in Konkurs geht, dann die 500 Millionen € zurückerstatten muss.
Beifall beim BZÖ.
Haben Sie dafür Vorsorge getroffen? – Nein, haben Sie nicht! Wenn sie in einem Jahr in Konkurs marschiert, wenn sie in einem halben Jahr in Konkurs marschiert mit der AUA, dann sind diese 500 Millionen schlicht und einfach weg, perdu, meine Damen und Herren. Das erklären Sie dann den Steuerzahlern draußen! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Die SPÖ geht dann zum Androsch!
Meine Damen und Herren, das sollen Sie dann einmal erklären, wenn Sie in Zukunft Sozialleistungen beschließen wollen und sagen: Wir haben leider kein Geld mehr, das haben wir leider bei der AUA verbraten! (Abg. Ing. Westenthaler: Die SPÖ geht dann zum Androsch!) Das ist uns schon einmal bei der verstaatlichten Industrie passiert. Heute weiß man, dass es gescheiter gewesen wäre, wir hätten allen Mitarbeitern eine Million in die Hand gedrückt – damals noch Schilling – und hätten sie heimgeschickt. Das wäre uns günstiger gekommen.
Anhaltender Beifall beim BZÖ.
Heute wissen wir, meine Damen und Herren, dass dort Millionen, zig Millionen und Abermillionen und -milliarden vergraben wurden. Wenn Sie jetzt nicht aufpassen, dann wird in diesem Fall genau das Gleiche passieren. Und Sie können von der Opposition nicht erwarten, dass bei dieser unverschämten Blockadepolitik des AUA-Managements gegenüber dem Parlament auch nur ein Euro von uns mitgetragen wird. (Anhaltender Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Ihr werdet den heutigen Tag noch verfluchen!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Ing. Kaipel. Gewünschte Redezeit: 2 Minuten. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: Ihr werdet den heutigen Tag noch verfluchen!)
Abg. Hornek: Da haben Sie leider recht!
Man muss Verständnis dafür haben, dass die Öffentlichkeit ob der Vorgänge rund um die AUA verärgert ist, aber es gibt dazu keine Alternative, wenn es uns wichtig ist, dass der Flughafen Wien auch in Zukunft Bedeutung haben soll, und wenn wir nicht Tausende Jobs vernichten wollen. (Abg. Hornek: Da haben Sie leider recht!)
Abg. Grosz: Das ist eine Jungfernrede!
Eigenständigkeit im Zeitalter vernetzter Unternehmen ist wohl illusorisch. Und wenn ein permanenter Kritiker wie Lauda als Beispiel gelten kann, dann ist zu sagen, es ist auch dieser mit anderen Unternehmen vernetzt. (Abg. Grosz: Das ist eine Jungfernrede!) Kein Verkauf heißt keine AUA, heißt auch kein Standort.
Beifall bei der SPÖ.
Heute jedenfalls haben wir sicherzustellen, den Standort und Jobs zu sichern. Morgen werden wir dafür zu sorgen haben, dass nicht permanent unfähige, dubiose Manager mit dem Steuergeld der Österreicher abfliegen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grosz: Wo ist der Finanzminister?
Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen Dr. Reinhold Lopatka: Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Grosz: Wo ist der Finanzminister?) Ich bin der Auffassung, dass uns hier weder Endzeit-, apokalyptische Visionen, wie sie vom Abgeordneten Stadler angesprochen worden sind (Abg. Mag. Stadler: Letzter Absatz, Seite 1 in der Regierungsvorlage!), was die AUA betrifft, noch zeithistorische Abhandlungen helfen, wenn es darum geht, zu Lösungen für die Zukunft der AUA zu kommen, meine Damen und Herren. – Erstens. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Stadler: Letzter Absatz, Seite 1 in der Regierungsvorlage!
Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen Dr. Reinhold Lopatka: Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Grosz: Wo ist der Finanzminister?) Ich bin der Auffassung, dass uns hier weder Endzeit-, apokalyptische Visionen, wie sie vom Abgeordneten Stadler angesprochen worden sind (Abg. Mag. Stadler: Letzter Absatz, Seite 1 in der Regierungsvorlage!), was die AUA betrifft, noch zeithistorische Abhandlungen helfen, wenn es darum geht, zu Lösungen für die Zukunft der AUA zu kommen, meine Damen und Herren. – Erstens. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen Dr. Reinhold Lopatka: Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Grosz: Wo ist der Finanzminister?) Ich bin der Auffassung, dass uns hier weder Endzeit-, apokalyptische Visionen, wie sie vom Abgeordneten Stadler angesprochen worden sind (Abg. Mag. Stadler: Letzter Absatz, Seite 1 in der Regierungsvorlage!), was die AUA betrifft, noch zeithistorische Abhandlungen helfen, wenn es darum geht, zu Lösungen für die Zukunft der AUA zu kommen, meine Damen und Herren. – Erstens. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Er weiß das sicher besser!
Da möchte ich schon eines sagen, weil Abgeordneter Stadler hier gemeint hat, es sei falsch, da mit dem Aktiengesetz zu kommen. (Abg. Scheibner: Er weiß das sicher besser!) Betreffend ÖIAG-Gesetz darf ich Ihnen den entscheidenden § 7 kurz vorlesen, damit es hier nicht zu einer Legendenbildung kommt.
Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.
Gemäß § 7 Abs. 1 ÖIAG-Gesetz 2000 ist die ÖIAG „in Erfüllung des jeweils für eine Legislaturperiode von der Bundesregierung beschlossenen Privatisierungsauftrages mit der gänzlichen oder teilweisen Privatisierung jener Unternehmen betraut“, bezüglich derer es eben diese Beschlüsse gibt. – Also ganz klar, man braucht jedes Mal den Regierungsbeschluss. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.)
Abg. Ing. Westenthaler: Wirklich?
Dritter Punkt – zweifelsohne schwierig –: Es kann hier keine Garantien geben. Wie heißt es im Privatisierungsauftrag? – Aufrechterhaltung eines für den Standort angemessenen Streckennetzes. – Das halte ich für realistisch! (Abg. Ing. Westenthaler: Wirklich?)
Beifall bei der ÖVP.
Daher bitte ich Sie – und ich kann Sie nur darum bitten –, diesem Gesetz heute zuzustimmen, denn das ist eine Grundvoraussetzung dafür, dass wir diesen Privatisierungsvorgang positiv und erfolgreich abschließen können. Wie gesagt: Es im Interesse des Wirtschaftsstandortes Österreich, im Interesse der Tausenden Beschäftigten in diesem Bereich, aber auch im Interesse von uns allen, dass wir in Österreich auch in Zukunft eine Fluglinie haben, die es verdient, als eine nationale, große Fluglinie hier von uns die entsprechende Unterstützung zu bekommen. Das ist uns, so glaube ich, allen klar. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bin froh darüber, dass die Erlöse aus den Verkäufen dem Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport über das Regularbudget hinaus zufließen. Es ist zu hoffen, dass möglichst hohe Erlöse erzielt werden können, damit das Bundesheer mit zusätzlichen finanziellen Mitteln gestärkt wird. Das Bundesheer kann diese finanziellen Mittel bestens für notwendige Investitionen verwenden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir stimmen aber dem Verkauf dieser Immobilien mit sehr viel Bauchweh zu. Wir stimmen zu, weil wir wollen, dass diese Mittel, nachdem diese Liegenschaften veräußert wurden, dem Bundesheer zur Sanierung der desolaten Kasernen zugute kommen. Man sollte diese Mittel zweckgebunden verwenden. Und des Weiteren sollte man erst dann verkaufen, Herr Finanzstaatssekretär, wenn die Preise für die Immobilien wieder steigen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Geschätzte Damen und Herren, nachdem wir im Ausschuss bereits über Unterstützungen von Briefträgern in Kleinsölk diskutiert haben und hier sehr wohl Hilfe anbieten werden, ist es nur selbstverständlich, dass Sie, geschätzte Damen und Herren, auch Sie von SPÖ und ÖVP, diesem Entschließungsantrag zur Rettung der Post zustimmen. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall beim BZÖ.)
Lebhafte Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, dass die Grünen sagen, sie haben früh gewarnt, das stimmt. Wir sagen, wir haben früh gewarnt. Nur, dass die Herren von FPÖ und BZÖ hier so großmaulig daherreden, wundert mich schon. (Lebhafte Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.)
Abg. Weinzinger: Zur gleichen Zeit habt ihr die BAWAG nach Amerika verscherbelt!
Ich kann mich ganz gut daran erinnern, wie Sie im Anzug herumgelaufen sind und die Privatisierungskaiser waren und damals dafür gestanden sind: Mit den Ellbogen kommt man durch! Nur Privat ist das Richtige! Der Staat soll sich nicht einmischen und raushalten! (Abg. Weinzinger: Zur gleichen Zeit habt ihr die BAWAG nach Amerika verscherbelt!) Und heute stehen Sie da und reden irgendetwas von Verantwortung und fragen, was da passiert ist! Na woher kommt denn der Herr Michaelis, sehr geehrte Damen und Herren? (Abg. Weinzinger: Also von uns kommt er nicht!)
Abg. Weinzinger: Also von uns kommt er nicht!
Ich kann mich ganz gut daran erinnern, wie Sie im Anzug herumgelaufen sind und die Privatisierungskaiser waren und damals dafür gestanden sind: Mit den Ellbogen kommt man durch! Nur Privat ist das Richtige! Der Staat soll sich nicht einmischen und raushalten! (Abg. Weinzinger: Zur gleichen Zeit habt ihr die BAWAG nach Amerika verscherbelt!) Und heute stehen Sie da und reden irgendetwas von Verantwortung und fragen, was da passiert ist! Na woher kommt denn der Herr Michaelis, sehr geehrte Damen und Herren? (Abg. Weinzinger: Also von uns kommt er nicht!)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, eines zum Schluss: Wir nehmen unsere Verantwortung wahr. Ich denke, Peter Michaelis sollte das Gleiche tun und seine Konsequenzen ziehen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei den Grünen.
Aber bitte, wer ist heute der Sandwirt? (Heiterkeit bei den Grünen.) Ich glaube, in dieser ÖVP-Regierung im Land Tirol ist auch heute der Sandwirt vertreten. Unser Altlandeshauptmann, unser Landesvater Eduard Wallnöfer würde sich im Grab umdrehen. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Haimbuchner: Der Hofer war’s!) Jetzt haben wir das 200-Jahr-Jubiläum: Der Bergisel ist eine Baustelle, und das Rundgemälde soll abgetragen und versetzt werden.
Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Haimbuchner: Der Hofer war’s!
Aber bitte, wer ist heute der Sandwirt? (Heiterkeit bei den Grünen.) Ich glaube, in dieser ÖVP-Regierung im Land Tirol ist auch heute der Sandwirt vertreten. Unser Altlandeshauptmann, unser Landesvater Eduard Wallnöfer würde sich im Grab umdrehen. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Haimbuchner: Der Hofer war’s!) Jetzt haben wir das 200-Jahr-Jubiläum: Der Bergisel ist eine Baustelle, und das Rundgemälde soll abgetragen und versetzt werden.
Beifall beim BZÖ.
2006 hat Ex-Landeshauptmann Herwig van Staa im Landtag das erste Mal beschlossen, dass man ein enormes neues Museum am Bergisel oben bauen und somit das Rundgemälde versetzen wird – entgegen dem Denkmalschutz, entgegen Tausenden Unterschriften von Tirolern, die entsetzt sind, dass man so etwas machen kann. Es gibt Gutachten, wonach das Rundgemälde, welches fast einzigartig auf der Welt ist, durch eine Abtragung zerstört wird. „Gefährdung eines weltweit fast einzigartigen Denkmals“ hat das Bundesdenkmalamt geschrieben. Aus dem Bescheid geht weiters hervor, dass bei dem Zustand des Gemäldes eine Transportierbarkeit unmöglich ist. – Trotzdem, das Land Tirol kann es. Ich fordere und das BZÖ fordert auf: nicht gegen den Willen der Tirolerinnen und Tiroler! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Weltweit gibt es drei solcher Rundgemälde: eines in Mesdag in Holland, eines in Altötting in Bayern, und eines gibt es noch in Waterloo in Belgien. Dieses wunderschöne Rundgemälde, das Wahrzeichen Innsbrucks – die beherbergende Rotunde ist das bestbesuchte Museum der letzten Jahre –, wird jetzt abgetragen. Ich glaube, zuständig dafür ist die ÖVP-Raiffeisen-Koalition, denn der Besitzer dieses Rundgemäldes ist die Raiffeisen-Landesbank Tirol. Das Rundgemälde muss weg, damit mit den Grundstücken schön spekuliert werden kann. Ich kann mir nicht vorstellen, warum die SPÖ da dafür ist. (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.) – Sie, Frau Kollegin Wurm, haben mir heute gesagt, in der Volksschule waren Sie dort drinnen und haben gestaunt, wie schön es ist. (Abg. Mag. Wurm: Auf den Bergisel kommt es hinauf!)
Abg. Mag. Wurm: Auf den Bergisel kommt es hinauf!
Weltweit gibt es drei solcher Rundgemälde: eines in Mesdag in Holland, eines in Altötting in Bayern, und eines gibt es noch in Waterloo in Belgien. Dieses wunderschöne Rundgemälde, das Wahrzeichen Innsbrucks – die beherbergende Rotunde ist das bestbesuchte Museum der letzten Jahre –, wird jetzt abgetragen. Ich glaube, zuständig dafür ist die ÖVP-Raiffeisen-Koalition, denn der Besitzer dieses Rundgemäldes ist die Raiffeisen-Landesbank Tirol. Das Rundgemälde muss weg, damit mit den Grundstücken schön spekuliert werden kann. Ich kann mir nicht vorstellen, warum die SPÖ da dafür ist. (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.) – Sie, Frau Kollegin Wurm, haben mir heute gesagt, in der Volksschule waren Sie dort drinnen und haben gestaunt, wie schön es ist. (Abg. Mag. Wurm: Auf den Bergisel kommt es hinauf!)
Abg. Mag. Wurm: Auf den Bergisel! Dort, wo der Freiheitskampf stattgefunden hat!
Alle Experten sagen, man kann das Gemälde nicht überstellen. Die „Rotonda“ ist in Tirol jedem ein Begriff. (Abg. Mag. Wurm: Auf den Bergisel! Dort, wo der Freiheitskampf stattgefunden hat!) Der Eduard Wallnöfer hätte das nie zugelassen, das wissen Sie ganz genau!
Beifall beim BZÖ.
Damit werden nur 20 Millionen € sinnlos verpulvert, das hat doch keinen Sinn. Wir brauchen das Geld für sinnvolle Maßnahmen! Das Tourismusbudget wurde um 2 Prozent erhöht. Warum tut Tirol da nicht mehr, Frau Kollegin? (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das von Diemer und Franz von Defregger gestaltete Riesenrundgemälde stellt die Schlacht am Bergisel dar, den Kernpunkt der 200-Jahr-Feier. Die Leute, die das Rundgemälde 1896 eröffnet haben, werden sich ja etwas dabei gedacht haben. Alle Tirolerinnen und Tiroler haben es schon bei der Eröffnung euphorisch gefeiert – nur die Raiffeisenbank hat es verlottern lassen, damit es der van Staa verlegen kann. Da sind wir dagegen! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Huber: Gegen den Willen der Bevölkerung!
Mit dem neuen Museum – und ich begrüße das ausdrücklich – werden gleich mehrere positive Aspekte verbunden. Den Besuchern wird die Geschichte unseres Landes auf anschauliche, moderne Weise nähergebracht, und endlich wird das Riesenrundgemälde sein Schattendasein, dass es in Saggen geführt hat, verlassen und an einen stattlichen Ort gebracht, wo es viel mehr Leute anschauen können. (Abg. Huber: Gegen den Willen der Bevölkerung!)
Beifall bei der ÖVP.
Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Demonstrativer Beifall des Abg. Huber.
Dieses Gedenkjahr ist eine Groteske, wenn man überlegt, dass der Bund 4 Millionen € in Infrastrukturen investieren will, die zum einen heftigst umstritten sind – siehe Riesenrundgemälde –, und in einem etwas unseligen Deal zwischen Denkmalschutz und der Neuen Mittelschule in Tirol ein unwürdiges Schauspiel. Zweitens will man ein Museum der Tradition, also etwas sehr Retrospektives gründen. (Demonstrativer Beifall des Abg. Huber.)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Na ja, was die Tradition betrifft: Da gibt es auch einen Michael Gaismair. Der hat nämlich nicht nur bewahrt, sondern der hat sich gegen die Unterdrückung von Adel und Kirche aufgelehnt, was Hofer nie gemacht hat. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich halte das für eine komplett groteske Sache, und ich bitte wirklich alle Tiroler, nicht jenen Politikern zu glauben, die sagen, wenn man hier nicht zustimme, sei man ein Verräter an der Heimat und ein treuloser Gesell’. – Im Gegenteil: Hier zuzustimmen wäre Verrat an der Vernunft, am guten Geschmack und an der Zukunft. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Weinzinger: „Was uns das bringt“, Herr Bürgermeister!
Ich möchte mich daher damit beschäftigen, dass es bei dieser Debatte auch um ein Abgabenverwaltungsreformgesetz geht. Abgabenverwaltungsreformgesetz, Verwaltungsreform, ... (Abg. Weinzinger: „Was uns das bringt“, Herr Bürgermeister!) – Das bringt uns wieder allerhand, zumindest ein kleines Verwaltungsreförmchen ist da drinnen versteckt. (Abg. Weinzinger: So ein kleines Reförmchen!) Ab dem 1. Jänner 2010 werden die Kommunalsteuer und die Grundsteuern über dieses Reformgesetz gemeinsam abgerechnet. Und alle Steuerpflichtigen wissen jetzt, dass die BAO „zuständig“ ist für diese Abgaben. – Wunderbar.
Abg. Weinzinger: So ein kleines Reförmchen!
Ich möchte mich daher damit beschäftigen, dass es bei dieser Debatte auch um ein Abgabenverwaltungsreformgesetz geht. Abgabenverwaltungsreformgesetz, Verwaltungsreform, ... (Abg. Weinzinger: „Was uns das bringt“, Herr Bürgermeister!) – Das bringt uns wieder allerhand, zumindest ein kleines Verwaltungsreförmchen ist da drinnen versteckt. (Abg. Weinzinger: So ein kleines Reförmchen!) Ab dem 1. Jänner 2010 werden die Kommunalsteuer und die Grundsteuern über dieses Reformgesetz gemeinsam abgerechnet. Und alle Steuerpflichtigen wissen jetzt, dass die BAO „zuständig“ ist für diese Abgaben. – Wunderbar.
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Allerdings, einen Vorschlag dazu – sollte das überhaupt irgendwann einmal angenommen werden – habe ich schon: Sollte es Geld direkt für die Gemeinden geben, dann bitte auch direkt an die Gemeinden und nicht über den Filter der Länder, wo dann wieder farbpolitisch, je nachdem, verteilt wird. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.) Direkt an die Gemeinden – das würde die Krise unmittelbar bekämpfen, das würde den KMUs helfen, und das würde die Arbeitsplätze sichern. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Allerdings, einen Vorschlag dazu – sollte das überhaupt irgendwann einmal angenommen werden – habe ich schon: Sollte es Geld direkt für die Gemeinden geben, dann bitte auch direkt an die Gemeinden und nicht über den Filter der Länder, wo dann wieder farbpolitisch, je nachdem, verteilt wird. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.) Direkt an die Gemeinden – das würde die Krise unmittelbar bekämpfen, das würde den KMUs helfen, und das würde die Arbeitsplätze sichern. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall beim BZÖ. – Heiterkeit und Zwischenrufe.
Abgeordneter Gerald Grosz (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Ich kann den Abgeordneten Gaßner in seiner Meinung voll und ganz unterstützen. Sie haben vollkommen recht: Wenn wir heute nämlich über Maßnahmen zur Stärkung der Bundesländer in Form einer Jubiläumszuwendung für das Land Tirol aus Anlass des Andreas-Hofer-Jubiläums diskutieren, dann ist das schön und gut und auch berechtigt, aber dann müssen wir auch darüber diskutieren, wie wir den Ländern und Gemeinden in Österreich helfen. Auf Tirolerisch: Mander, es isch Zeit! (Beifall beim BZÖ. – Heiterkeit und Zwischenrufe.)
Abg. Mag. Wurm: Die Frauen haben inzwischen auch schon etwas zu sagen, Herr Grosz!
Auch die zischelnde – „Blindschleichel“ würde einen Ordnungsruf einbringen, deswegen sage ich es auch nicht – wird nichts daran ändern (Abg. Mag. Wurm: Die Frauen haben inzwischen auch schon etwas zu sagen, Herr Grosz!): Die Wirtschaftskrise macht vor Österreich nicht halt. Die Gemeinden leiden massiv darunter. Gerade in der jetzigen Zeit könnten die Länder und Gemeinden massiv gegen diese Krise auftreten – Abgeordneter Gaßner hat das richtigerweise gesagt –: Kindergartenausbau, Straßensanierung, Projekte im Bereich Tourismus und, und, und.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich rede hier nicht das Wort für Gemeinden wie das rote Trieben, wo ein sozialistischer Bürgermeister eine Gemeinde in den Konkurs geführt hat. Ich rede auch nicht vom schwarzen Hartberg, wo ein Bürgermeister der ÖVP in krimineller Art und Weise Steuergeld in den Sand gesetzt hat. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Nein, ich spreche von den Gemeinden, von den Ländern, die in der heutigen Situation ein dickes Minus haben und in dieser Situation, gerade in der Situation der Wirtschaftskrise, dagegen arbeiten könnten. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich rede hier nicht das Wort für Gemeinden wie das rote Trieben, wo ein sozialistischer Bürgermeister eine Gemeinde in den Konkurs geführt hat. Ich rede auch nicht vom schwarzen Hartberg, wo ein Bürgermeister der ÖVP in krimineller Art und Weise Steuergeld in den Sand gesetzt hat. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Nein, ich spreche von den Gemeinden, von den Ländern, die in der heutigen Situation ein dickes Minus haben und in dieser Situation, gerade in der Situation der Wirtschaftskrise, dagegen arbeiten könnten. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich ersuche um Ihre Zustimmung, denn Sie sind ja ohnedies alle dafür. – Ich danke. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Prähauser: Salzburg hat gewonnen ...!
Dieses 200-Jahr-Jubiläum erinnert an den Volksaufstand der Tiroler im Jahr 1809, als der Sandwirt aus Passeier mit dem kleinen Tiroler Volk den Aufstand gegen die bayerisch-französische Besatzung gewagt hat. Letztendlich ist er am Bergisel nach vier Schlachten von einem französischen Marschall besiegt worden, nachdem Österreich damals die Tiroler eigentlich im Stich gelassen hat. Die Habsburger haben nicht mehr eingegriffen. (Abg. Prähauser: Salzburg hat gewonnen ...!) Und vielleicht sind diese 4 Millionen € eine späte Entschädigung dafür, dass die Habsburger Tirol nicht unterstützt haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dieses 200-Jahr-Jubiläum erinnert an den Volksaufstand der Tiroler im Jahr 1809, als der Sandwirt aus Passeier mit dem kleinen Tiroler Volk den Aufstand gegen die bayerisch-französische Besatzung gewagt hat. Letztendlich ist er am Bergisel nach vier Schlachten von einem französischen Marschall besiegt worden, nachdem Österreich damals die Tiroler eigentlich im Stich gelassen hat. Die Habsburger haben nicht mehr eingegriffen. (Abg. Prähauser: Salzburg hat gewonnen ...!) Und vielleicht sind diese 4 Millionen € eine späte Entschädigung dafür, dass die Habsburger Tirol nicht unterstützt haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des BZÖ.
Ich darf Ihnen sagen: Der Bergisel, dieser Tiroler Heldenberg, wo das Andreas-Hofer-Denkmal steht, ist heuer im Gedenkjahr eine einzige Baustelle. Dieses Riesenrundgemälde, von dem Kollege Huber gesprochen hat, ist momentan nicht zu besichtigen, weil die Rotunde zugesperrt ist. Man sagt, sie ist baufällig. Man möchte sie abreißen und das Gemälde auf den Bergisel transferieren. Europäische Kunstexperten haben gesagt, das wäre ein barbarischer Akt, und dieser Meinung schließe ich mich an. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des BZÖ.)
Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Meine Damen und Herren! Aber es sind auch die Grünen, die sehr wenig Wert legen auf dieses Gedenkjahr und die Andreas Hofer schon einmal als „Tiroler Taliban“ bezeichnet haben, die sich da mit wenig Ruhm bekleckert haben. Ein schwuler grüner Landtagsabgeordneter hat sich sogar erfrecht, die Stadt Innsbruck und das Land Tirol aufzufordern, freiheitlichen Studenten für ihre Festveranstaltung keine Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen und zu vermieten. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.
Ja, liebe Freunde von den Grünen, ich darf Ihnen sagen: Das hat es schon vor 70 und 80 Jahren gegeben, allerdings unter anderen Vorzeichen, und Sie sollten sich dafür schämen! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.)
Abg. Mag. Korun: Wurde von Faschisten ermordet!
Die sozialistische Freiheitskämpferin Rosa Luxemburg hat einmal gesagt: Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden! (Abg. Mag. Korun: Wurde von Faschisten ermordet!) Und Ihr Problem, meine Damen und Herren von den Grünen, ist, dass Sie immer meinen, die Andersdenkenden wären nur Sie selbst und nicht die anderen. Das ist Ihr Problem! (Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.)
Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.
Die sozialistische Freiheitskämpferin Rosa Luxemburg hat einmal gesagt: Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden! (Abg. Mag. Korun: Wurde von Faschisten ermordet!) Und Ihr Problem, meine Damen und Herren von den Grünen, ist, dass Sie immer meinen, die Andersdenkenden wären nur Sie selbst und nicht die anderen. Das ist Ihr Problem! (Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.)
Ruf bei der FPÖ: Unfassbar!
Noch etwas: Im Jahre 1994 sind links-grüne Aktivisten und Abgeordnete in Innsbruck anlässlich einer Gegendemonstration zu dem damaligen Freiheitskommers Schulter an Schulter mit italienischen Faschisten marschiert. (Ruf bei der FPÖ: Unfassbar!) Sie haben sich nicht entblödet, mit einem Block von 30 bis 40 italienischen Schwarzhemden durch Innsbruck zu marschieren (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber) und gegen einen Freiheitskommers zu demonstrieren. Dafür sollten Sie sich schämen! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber
Noch etwas: Im Jahre 1994 sind links-grüne Aktivisten und Abgeordnete in Innsbruck anlässlich einer Gegendemonstration zu dem damaligen Freiheitskommers Schulter an Schulter mit italienischen Faschisten marschiert. (Ruf bei der FPÖ: Unfassbar!) Sie haben sich nicht entblödet, mit einem Block von 30 bis 40 italienischen Schwarzhemden durch Innsbruck zu marschieren (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber) und gegen einen Freiheitskommers zu demonstrieren. Dafür sollten Sie sich schämen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Noch etwas: Im Jahre 1994 sind links-grüne Aktivisten und Abgeordnete in Innsbruck anlässlich einer Gegendemonstration zu dem damaligen Freiheitskommers Schulter an Schulter mit italienischen Faschisten marschiert. (Ruf bei der FPÖ: Unfassbar!) Sie haben sich nicht entblödet, mit einem Block von 30 bis 40 italienischen Schwarzhemden durch Innsbruck zu marschieren (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber) und gegen einen Freiheitskommers zu demonstrieren. Dafür sollten Sie sich schämen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich gebe Ihnen abschließend nur noch den einen Rat: Wiederholen Sie im Jahre 2009 diese Blamage von 1994 nicht mehr! Marschieren Sie nicht mehr mit den italienischen Faschisten! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Weinzinger: Finanzvergehen, aber nicht Finanzstrafen!
Abgeordneter Peter Mayer (ÖVP): Herr Präsident! Hohes Haus! Finanzstrafen sind kein Kavaliersdelikt, egal, in welchem Land Europas sie anfallen. (Abg. Weinzinger: Finanzvergehen, aber nicht Finanzstrafen!) Daher ist ein wirkungsvolles EU-Finanzstrafvollstreckungsgesetz notwendig. Es geht um die Umsetzung des EU-Rahmenbeschlusses über die gegenseitige Anerkennung von Geldstrafen und Geldbußen im verwaltungsbehördlichen Finanzstrafverfahren. Dabei werden die für Zuwiderhandlungen gegen Abgaben- und Zollvorschriften verhängten Geldstrafen und Geldbußen erfasst.
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Es handelt sich hiebei um ein sinnvolles Gesetz, und ich ersuche um Zustimmung. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich möchte auch noch darauf hinweisen, dass derzeit zwölf Länder der Europäischen Union diesen Rahmenbeschluss bereits umgesetzt haben. Und besonders fällt mir dabei auf, dass speziell die jungen EU-Länder, wie Lettland, Litauen, Slowenien – um nur einige zu nennen –, das schon umgesetzt haben und die älteren EU-Länder da noch nachhinken. Ich glaube, es wäre wichtig und notwendig, dass wir da rasch zu einem Ergebnis innerhalb der gesamten Europäischen Union kommen, um diese Lücke schließen zu können. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Denken Sie einmal darüber nach, was Sie dort verteidigen! – Es gibt den sogenannten Brunecker Kapuziner Wastl, und die Schützen haben im Jahre 2008, im Dezember, gegen Nationalismus und Nazismus in Südtirol, für die Entfernung aller faschistischen Denkmäler demonstriert, und 4 000 Tiroler haben daran teilgenommen – und dazu ist ihnen zu gratulieren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und das, meine sehr geehrten Damen und Herren, verteidigen Ihre grünen Gesinnungsgenossen in Bruneck zusammen mit den heutigen Faschisten in Italien! Dafür müssen Sie sich schämen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des BZÖ.
Ich darf Ihnen noch eines sagen, meine sehr geehrten Damen und Herren: Die Geschichte mit der Rotunde ist nach Auskunft europäischer Kulturkritiker ein Akt der Barbarei. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich kann Ihnen nur sagen: Suchen Sie sich sofort andere Partner, denn sonst scheinen das Selbstbestimmungsrecht und die Autonomie in Südtirol gefährdet zu sein. Ich ersuche auch den Sprecher der ÖVP, den Unterausschuss des Südtirol-Ausschusses so bald als möglich einzuberufen. Es wäre höchst an der Zeit. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Krainer: Eine Stunde Einwendungsdebatte, bitte! – Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Alois Gradauer (FPÖ): Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Bevor ich über das Abgabenverwaltungsreformgesetz spreche, möchte ich zur heutigen Plenarsitzung etwas sagen. Laut Berechnungen wird die heutige Sitzung bis zirka 2 Uhr früh dauern, und ich frage mich, ob das sinnvoll ist, ob das nicht anders organisiert werden kann. (Abg. Krainer: Eine Stunde Einwendungsdebatte, bitte! – Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.) Herr Kollege Krainer, eine Einwendungsdebatte und eine Dringliche Anfrage kommen ja immer, das kann man immer berücksichtigen. Sie wissen das doch. Aber ich würde Ihnen empfehlen oder ich würde dem Präsidium empfehlen, immer einen Reservetag anzuhängen. Wenn es wirklich so spät wird wie heute, könnte man um 22 Uhr Schluss machen und am nächsten Tag weitermachen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Grosz: Bekommt genug Geld und will nicht arbeiten!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Grosz: Bekommt genug Geld und will nicht arbeiten!
Abgeordneter Alois Gradauer (FPÖ): Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Bevor ich über das Abgabenverwaltungsreformgesetz spreche, möchte ich zur heutigen Plenarsitzung etwas sagen. Laut Berechnungen wird die heutige Sitzung bis zirka 2 Uhr früh dauern, und ich frage mich, ob das sinnvoll ist, ob das nicht anders organisiert werden kann. (Abg. Krainer: Eine Stunde Einwendungsdebatte, bitte! – Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.) Herr Kollege Krainer, eine Einwendungsdebatte und eine Dringliche Anfrage kommen ja immer, das kann man immer berücksichtigen. Sie wissen das doch. Aber ich würde Ihnen empfehlen oder ich würde dem Präsidium empfehlen, immer einen Reservetag anzuhängen. Wenn es wirklich so spät wird wie heute, könnte man um 22 Uhr Schluss machen und am nächsten Tag weitermachen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Grosz: Bekommt genug Geld und will nicht arbeiten!)
Abg. Mag. Gaßner: Bürgermeister außer Dienst!
Nun aber zum Abgabenverwaltungsreformgesetz: Wir von der Freiheitlichen Partei stimmen dieser Regierungsvorlage zu, weil sie ein Schritt in die richtige Richtung ist. Herr Bürgermeister Gaßner hat schon alles erklärt, was die Kosten betrifft. Darüber könnten wir ein bisschen schmunzeln. (Abg. Mag. Gaßner: Bürgermeister außer Dienst!) Bürgermeister außer Dienst Mag. Gaßner hat die Kosten schon erklärt, darüber könnte man ein bisschen schmunzeln, da es wirklich über 20 Jahre dauert, bis sich das Ganze amortisiert hat.
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.
Aber worauf ich verweisen wollte: Im Ausschuss hat Herr Mag. Molterer ausgeführt, dass dieses Abgabenverwaltungsreformgesetz ja sehr viele Vorteile für die Kunden, Bürger, Firmen dieses Landes bringen wird. Und das war auch der Grund, warum wir zugestimmt haben, weil es hier um Verwaltungsvereinfachung geht, darum, dass Verwaltungskosten, Bürokratiekosten gesenkt werden. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
Die „Presse“ schreibt zu dieser Angelegenheit in einem Leitartikel vom 24. Februar, dass schon die Vorgängerregierungen die Verwaltungsreform als Lachnummer im Programm hatten. Man nimmt diese Ankündigungen der Regierung also überhaupt nicht mehr ernst. In Wirklichkeit ist es keine Lachnummer, sondern es ist wirklich zum Weinen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Dass Sie der Fraktion der Geschichtsverfälscher angehören, mussten wir in den letzten Wochen und Monaten, ja in den letzten Jahren mehrfach zur Kenntnis nehmen. Was Sie jetzt da in Tirol treiben, schlägt dem Fass allerdings den Boden aus. Es waren die Grünen, meine wenigen Damen und vielen Herren in der blauen Fraktion, die die Geschichte des Nationalsozialismus in Tirol aufgearbeitet haben. (Beifall bei den Grünen.) Und es waren die Grünen in Südtirol, meine wenigen Damen und sehr, sehr vielen zerschlissenen Herren in der blauen Fraktion, die auf die Denkmäler in Südtirol hingewiesen haben, die zu den faschistischen Denkmälern hingegangen sind, die auch dort Aufarbeitung betrieben haben und die nicht, und das ist unser Umgang mit Geschichte, dafür sind (Zwischenruf des Abg. Weinzinger), dass man all diese Denkmäler schleift, sondern wir wollen sie zu dem machen, was sie sind. (Abg. Neubauer hält Fotos in die Höhe.) Sie sollen zum Nachdenken anregen, sie sollen zur Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und mit dem Faschismus führen. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Weinzinger
Dass Sie der Fraktion der Geschichtsverfälscher angehören, mussten wir in den letzten Wochen und Monaten, ja in den letzten Jahren mehrfach zur Kenntnis nehmen. Was Sie jetzt da in Tirol treiben, schlägt dem Fass allerdings den Boden aus. Es waren die Grünen, meine wenigen Damen und vielen Herren in der blauen Fraktion, die die Geschichte des Nationalsozialismus in Tirol aufgearbeitet haben. (Beifall bei den Grünen.) Und es waren die Grünen in Südtirol, meine wenigen Damen und sehr, sehr vielen zerschlissenen Herren in der blauen Fraktion, die auf die Denkmäler in Südtirol hingewiesen haben, die zu den faschistischen Denkmälern hingegangen sind, die auch dort Aufarbeitung betrieben haben und die nicht, und das ist unser Umgang mit Geschichte, dafür sind (Zwischenruf des Abg. Weinzinger), dass man all diese Denkmäler schleift, sondern wir wollen sie zu dem machen, was sie sind. (Abg. Neubauer hält Fotos in die Höhe.) Sie sollen zum Nachdenken anregen, sie sollen zur Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und mit dem Faschismus führen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Neubauer hält Fotos in die Höhe.
Dass Sie der Fraktion der Geschichtsverfälscher angehören, mussten wir in den letzten Wochen und Monaten, ja in den letzten Jahren mehrfach zur Kenntnis nehmen. Was Sie jetzt da in Tirol treiben, schlägt dem Fass allerdings den Boden aus. Es waren die Grünen, meine wenigen Damen und vielen Herren in der blauen Fraktion, die die Geschichte des Nationalsozialismus in Tirol aufgearbeitet haben. (Beifall bei den Grünen.) Und es waren die Grünen in Südtirol, meine wenigen Damen und sehr, sehr vielen zerschlissenen Herren in der blauen Fraktion, die auf die Denkmäler in Südtirol hingewiesen haben, die zu den faschistischen Denkmälern hingegangen sind, die auch dort Aufarbeitung betrieben haben und die nicht, und das ist unser Umgang mit Geschichte, dafür sind (Zwischenruf des Abg. Weinzinger), dass man all diese Denkmäler schleift, sondern wir wollen sie zu dem machen, was sie sind. (Abg. Neubauer hält Fotos in die Höhe.) Sie sollen zum Nachdenken anregen, sie sollen zur Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und mit dem Faschismus führen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Dass Sie der Fraktion der Geschichtsverfälscher angehören, mussten wir in den letzten Wochen und Monaten, ja in den letzten Jahren mehrfach zur Kenntnis nehmen. Was Sie jetzt da in Tirol treiben, schlägt dem Fass allerdings den Boden aus. Es waren die Grünen, meine wenigen Damen und vielen Herren in der blauen Fraktion, die die Geschichte des Nationalsozialismus in Tirol aufgearbeitet haben. (Beifall bei den Grünen.) Und es waren die Grünen in Südtirol, meine wenigen Damen und sehr, sehr vielen zerschlissenen Herren in der blauen Fraktion, die auf die Denkmäler in Südtirol hingewiesen haben, die zu den faschistischen Denkmälern hingegangen sind, die auch dort Aufarbeitung betrieben haben und die nicht, und das ist unser Umgang mit Geschichte, dafür sind (Zwischenruf des Abg. Weinzinger), dass man all diese Denkmäler schleift, sondern wir wollen sie zu dem machen, was sie sind. (Abg. Neubauer hält Fotos in die Höhe.) Sie sollen zum Nachdenken anregen, sie sollen zur Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und mit dem Faschismus führen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Graf: Ich habe keine Probleme!
Das sagen ausgerechnet Sie, meine Damen und Herren, in deren Reihen so viele sind, wie Peter Pilz heute schon treffend festgestellt hat, die gerichtliche Probleme haben, weil sie zu nahe am Rechtsextremismus sind, Herr Graf und andere Persönlichkeiten, die hier immer wieder anstreifen. (Abg. Dr. Graf: Ich habe keine Probleme!) Einige scheinen noch ein bisschen trunken zu sein vor lauter Begeisterung, die sie gestern bei der Rede Philip Dewinters zeigten. Sie sind es, die den organisierten österreichischen Rechtsextremismus einladen, hierher nach Österreich zu kommen. Sie sind die Peinlichkeit für diese Republik und für dieses Hohe Haus, meine Damen und Herren!
Beifall bei den Grünen.
Mokieren Sie sich nicht über die Grünen, sondern schauen Sie, dass Sie mit Ihrer Geschichte zurande kommen, da gibt es sehr, sehr viele braune Flecken. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Ein bisschen anders gelagert ist es allerdings bei den Beiträgen zu diesen verschiedenen internationalen Fonds, denn da werden 450 Millionen € – Geld österreichischer Steuerzahler – buchstäblich – und vielleicht auch im wahrsten Sinne des Wortes – in die Wüste geschickt, und das angesichts einer Situation, in der es in Österreich viele Menschen gibt, die Einkommensverluste zu befürchten haben, die um ihren Job bangen müssen, die in Kurzarbeit sind und vielleicht sogar vor dem Verlust ihres Arbeitsplatzes stehen. – Die Bundesregierung stellt ihnen dafür lediglich eine Steuerentlastung von 3,2 Milliarden € in Aussicht, wobei man aber dazusagen muss, dass das in Wirklichkeit und inflationsbereinigt lediglich 1,2 Milliarden € sind. – Das ist doch wirklich geradezu eine Verhöhnung der österreichischen Bevölkerung! Aus diesen Gründen werden daher wir Freiheitlichen diesen Punkten nicht zustimmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Einer vernünftigen Bitte, die aus den Reihen der ÖVP an das Finanzministerium herangetragen wurde, und zwar in Person des Kollegen Stummvoll, der an den Finanzminister die Bitte gerichtet hat, doch den Schutzverband der Pensionskassen, also die Pensionsbezieher mit einzuladen und mit an den Tisch zu holen, die die davon tatsächlich Betroffenen repräsentieren, wurde leider nicht Folge geleistet. Das ist für mich unverständlich und nicht nachvollziehbar. Vielleicht kann man das noch einmal überdenken. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Weinzinger: Da haben Sie etwas missverstanden!
Ich bedauere, dass sich die FPÖ diesem Antrag offensichtlich nicht anschließen will, wie ich heute einer Aussendung des Kollegen Weinzinger entnehmen konnte. Ich verstehe nicht, wieso der FPÖ der Schutz der Anleger und der Schutz der Kunden offensichtlich überhaupt kein Anliegen sind. (Abg. Weinzinger: Da haben Sie etwas missverstanden!) Ich hoffe, dass man Sie da noch eines Besseren belehrt. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
Ich bedauere, dass sich die FPÖ diesem Antrag offensichtlich nicht anschließen will, wie ich heute einer Aussendung des Kollegen Weinzinger entnehmen konnte. Ich verstehe nicht, wieso der FPÖ der Schutz der Anleger und der Schutz der Kunden offensichtlich überhaupt kein Anliegen sind. (Abg. Weinzinger: Da haben Sie etwas missverstanden!) Ich hoffe, dass man Sie da noch eines Besseren belehrt. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Staatssekretär Dr. Lopatka: Sind schon unterwegs!
Erstens muss dringend darauf geachtet werden zu verhindern, dass diese Gelder in falsche Kanäle fließen, in falsche Hände geraten – bei Diktatoren etwa. Zweitens ersuche ich, alles daranzusetzen, um die Möglichkeit für österreichische Unternehmen zu schaffen, ihr Knowhow selbst zur Verfügung zu stellen. Herr Staatssekretär Lopatka hat mir zugesagt, dass ich entsprechende Unterlagen bekomme. (Staatssekretär Dr. Lopatka: Sind schon unterwegs!) – Sie sind schon unterwegs, höre ich soeben. Bravo.
Beifall beim BZÖ.
(Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich kann Ihnen sagen, wir haben in den Arbeiterkammern und im VKI seit Herbst letzten Jahres einen um ungefähr zwei Drittel höheren Parteienverkehr, und es wurden die unterschiedlichsten Probleme dargestellt, nicht nur im Bereich der Fremdwährungskredite, sondern natürlich auch, was Falschberatung, Fehlberatungen – beispielsweise im AWD-Bereich – betrifft. Was die Lösung dieser Probleme betrifft, steht das Hohe Haus, glaube ich, noch vor einer großen Herausforderung. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
nicht anpassen kann, nicht anpassen will oder weil seine Kultur es nicht zulässt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist der Unterschied zwischen unserer Auffassung von Hilfe für andere und Ihrer Auffassung: Lassen wir sie alle herein, das passt schon! Dann sollen wir die armen Entwurzelten in eine neue Heimat geben. – Das geht nun einmal nicht, und daher werden wir diesen beiden Vorlagen nicht zustimmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Dümmer geht es nimmer!
„Das alles geschieht unter dem Deckmantel des Konsumentenschutzes. Offenbar sind nach Ansicht der anderen Parteien – VP-Lobbyisten, SP-Umfallern, Grünen Gutmenschen und dem BZÖ – die Bürger zu blöd, um selbst zu entscheiden, ob sie einen Fremdwährungskredit mit Wechselkursrisiko eingehen oder nicht.“ (Abg. Mag. Stadler: Dümmer geht es nimmer!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten des BZÖ.
Ich hoffe, dass es beim heutigen, zweiten Entschließungsantrag schneller geht. Ich kann mir vorstellen, dass wir, wenn das Finanzministerium nur annähernd in dem Tempo arbeitet, in dem es beim Banken- und Bankerschutz gearbeitet hat, vor dem Sommer bereits einen wirksamen Opferschutz auf gesetzlicher Grundlage im österreichischen Nationalrat beschließen können. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten des BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie können sich aber nicht hier herstellen und sagen, den Privaten wird grundsätzlich verboten, einen Fremdwährungskredit aufzunehmen. Da bin ich gespannt, was die Bauwirtschaft dazu sagen wird – speziell in Vorarlberg! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Noch besser wäre es, auf internationaler Ebene harmonisierte Regeln zu haben, damit bei den Kapitaltransaktionen gleiche Regelungen gelten und vor allem die Aufsicht insgesamt besser wird. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Trotzdem, mit der Auffüllung der diversen IFIs, aber auch mit der Entschuldung Liberias setzen wir, so denke ich, sehr wichtige Schritte. Gerade in Zeiten einer Wirtschaftskrise, gerade wo uns bewusst ist, dass es Menschen in den Entwicklungsländern viel ärger trifft als uns, ist es geboten, im Sinne einer Weiterentwicklung der Welt hin zu einer gerechten, fairen, ökologisch nachhaltigen weiter lebenden Welt diese Beiträge zu leisten. Die Regierungsparteien und auch andere – worüber ich sehr froh bin – werden dieser Auffüllung und dieser Entschuldung auch zustimmen. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Ganz kurz nur ein Nachtrag zu der Frage der Fremdwährungskredite: Wir haben uns in letzter Zeit über die Banken und über die Banker sehr häufig negativ geäußert, meine Damen und Herren. Es gibt nun eine – in Zeiten wie diesen seltene – Gelegenheit, auch einmal ein kleines Kompliment zu machen: Als wir gesehen haben, dass die Mahnbriefe in großer Zahl an die Zigtausenden Fremdwährungsschuldner gingen, haben wir, da wir keine gesetzliche Grundlage haben, die Sparten in den Banken darum gebeten, dafür zu sorgen, dass nicht zwangskonvertiert wird und Schluss gemacht wird mit Gebührenvorschreibungen, die nicht begründet sind, und es hat – bis auf die zwei Banken, die Kollege Pilz genannt hat – funktioniert. Ein solches kleines Dankeschön darf man dort, wo ethisches Handeln ohne Gesetz funktioniert, auch anbringen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn tatsächlich eines Tages mehr Steuern verlangt werden müssen, dürfen es nicht Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer, Pensionist und Pensionistin, kleiner und selbständiger Unternehmer, der jeden Tag seinen Betrieb aufsperrt und für Beschäftigung sorgt, sein, sondern dann müssen es die Besitzenden sein, von denen diese Steuereinnahmen kommen werden – und diesen Tag werden wir erleben. – Danke, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Verbündete!
Deshalb halte ich diesen Entschließungsantrag der Abgeordneten Bucher und – ich weiß ja nicht, wie ihr sagt – Bündnisfreunde für außerordentlich schlau. (Abg. Mag. Stadler: Verbündete!) Für außerordentlich populistisch und daher nur in einem bestimmten Segment mäßig schlau halte ich den Antrag, was die Beibehaltung des sogenannten Bankengeheimnisses betrifft. Wenn wir das jetzt ablehnen, stehen wir nicht an, auch dazuzusagen, warum wir das tun, denn in wenigen Wochen wird die Debatte in diesem Land sowieso ganz anders geführt werden müssen.
Beifall bei den Grünen.
Das ist doch völlig klar. Wo kommen wir denn da hin – Stichwort europäischer Gedanke, Kollege Cap, Kollege Matznetter, der das auch „mit Zähnen und Klauen verteidigen“ will, diesen Humbug, lese ich in der APA. Wo kommen wir denn da hin, wenn ein EU-Land – jetzt haben wir eh schon das blöde Einstimmigkeitsrecht bei Steuerfragen – seine Steuerregelungen selber macht, auch die Steuerverfolgung und –eintreibung, und ein anderes Land das mit abweichenden Bestimmungen torpediert?! – Das ist Beihilfe zum Betrug. Das heißt außerdem, in der Betrugssphäre den Wettlauf nach unten zu begünstigen. Das muss man einmal aussprechen, und ich tue das da in aller Unbekümmertheit und aller Ehrlichkeit. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Matznetter: Ihr schüttet das Kind mit dem Bade aus!
In wenigen Jahren werden wir ohnehin dort gelandet sein, trotz des Pseudowiderstands der Regierung – und Gott sei Dank ist er nur mehr „pseudo“. (Abg. Dr. Matznetter: Ihr schüttet das Kind mit dem Bade aus!) – Nein, das bezieht sich jetzt auf die ausländischen Bürger. Was das Inland betrifft, muss man einmal unterscheiden, was das Nützliche am Bankgeheimnis ist, und was das Schädliche. Das Nützliche ist zu retten: dass nicht einer beim anderen „herumstierlt“ – auch nicht jeder Beamte – und der Datenschutz gewährleistet ist.
Abg. Mag. Ikrath: Bürger!
Dass aber Österreich zu einem Anziehungspunkt für Mafiagelder von Sizilien und von der Ostmafia gemacht wird, das können Sie auf die Dauer nicht wirklich wollen. Das schadet mittlerweile sogar dem Wirtschaftsstandort, das hilft nur mehr den Banken, und deshalb sind wir schon wieder am Punkt. (Abg. Mag. Ikrath: Bürger!) – Ja, ich kenne schon Bürger. Die Bürger sollen ja weiter geschützt werden.
Abg. Mag. Ikrath: Man macht, was jeder Beamte ...!
Es geht ja nicht darum, dass die Behörde einfach „herumstierlt“, sondern es geht darum, dass die Verdachtsmomente heruntergeschraubt werden müssen und man nicht für alles drei Untersuchungsrichter braucht, wo schon längst verschwunden ist und wegretuschiert wurde, was im Bereich der Geldwäsche passiert ist. Es geht darum, dass man wirklich bei schweren Verdachtsmomenten einmal ordentlich ermitteln kann und nicht alles „schlechte“ Geld in die Schweiz und nach Österreich importiert werden muss. (Abg. Mag. Ikrath: Man macht, was jeder Beamte ...!) In dem Fall stinkt das Geld – lassen Sie sich das gesagt sein, Herr Ikrath! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Es geht ja nicht darum, dass die Behörde einfach „herumstierlt“, sondern es geht darum, dass die Verdachtsmomente heruntergeschraubt werden müssen und man nicht für alles drei Untersuchungsrichter braucht, wo schon längst verschwunden ist und wegretuschiert wurde, was im Bereich der Geldwäsche passiert ist. Es geht darum, dass man wirklich bei schweren Verdachtsmomenten einmal ordentlich ermitteln kann und nicht alles „schlechte“ Geld in die Schweiz und nach Österreich importiert werden muss. (Abg. Mag. Ikrath: Man macht, was jeder Beamte ...!) In dem Fall stinkt das Geld – lassen Sie sich das gesagt sein, Herr Ikrath! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir Freiheitlichen können nur feststellen: Würden diese Maßnahmen und vor allem die Einnahmen aus diesen Maßnahmen wirklich zur Erhöhung der Sicherheit im Straßenverkehr dienen, könnten wir uns mit diesem Antrag anfreunden. Wir fürchten jedoch, dass diese Maßnahmen ausschließlich zur Auffettung des Budgets dienen sollen. Der Autofahrer als „Melkkuh der Nation“ – nein, danke! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Werter Herr Kollege von der FPÖ, Herr Abgeordneter Vock, ich darf Ihnen schon sagen, dass die Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung wahrlich keine willkürliche Schikane sind, sondern sie dienen zum eigenen Schutz – auch zu Ihrem Schutz und zum Schutz von anderen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Hohes Haus! Bei der rechtlichen Festlegung all dieser Überwachungsmethoden darf natürlich – das ist ganz wichtig! – der Datenschutz nicht unbeachtet bleiben. Die durch die Verkehrsüberwachung gewonnenen Daten sind hochsensibel. Es ist unsere Aufgabe, die Aufgabe des Parlaments, die Bürger vor der totalen Überwachung zu schützen. Wir wollen sicherlich keine Big-Brother-Verhältnisse in Österreich haben! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Mit der heute zu beschließenden Novelle der Straßenverkehrsordnung wird, wie ich meine, ein wichtiger Beitrag zur Verkehrssicherheit geleistet, und die Verkehrssicherheit liegt uns allen am Herzen. – Ich danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Ich hätte hier an die Frau Bundesministerin den Wunsch, dass österreichische Staatsbürger, die im Ausland eine Übertretung begangen haben, nur dann bestraft werden, wenn auch die Staatsbürger dieser Länder in Österreich Strafe zahlen. Das wäre, glaube ich, ein wichtiger Punkt in Richtung mehr Fairness. (Beifall beim BZÖ.)
Heiterkeit. – Beifall beim BZÖ.
Es wurde auch schon angesprochen, dass die Datensicherheit oder der Datenschutz ein wichtiges Thema ist. Diese Verkehrskameras ermöglichen sicher auch einen Missbrauch, aber es ist, glaube ich, in diesem Gesetz dafür Sorge getragen worden, dass dieser Missbrauch nicht funktionieren kann. Es kann nämlich nicht sein – nehmen wir ein einfaches Beispiel aus der Praxis –, dass, wenn ich eine Bekannte mit dem Auto mitnehme und ich geblitzt werde, dann das Foto, auf dem eine Frau neben mir sitzt, zu mir nach Hause geschickt wird. Wenn meine Gattin das in die Finger bekommt, glaube ich, haben wir ein gewisses Problem. – Bei mir wird es nicht so sein, aber der eine oder andere könnte in diese Lage kommen. (Heiterkeit. – Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Auch die Erhöhung der Strafen, die Sie vor Kurzem angesprochen haben, wird von mir mit gemischten Gefühlen gesehen. Es gibt Bereiche, wo ich das nachvollziehen kann. Wenn ich das nach Vorarlberg verlege: In der Schweiz sind die Strafen für Autofahrer wesentlich höher. Daher kommen Autofahrer zu uns und veranstalten auf unseren Straßen Autorennen. Für die sind unsere Strafen ein Klacks! Dem muss natürlich schon entgegengewirkt werden. Allerdings soll es nicht nur die Österreicher treffen, sondern alle, die auf Österreichs Straßen fahren. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Ferdinand Maier (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Angesichts der Diskussion, wie wir sie heute haben, ein kleiner Rückblick. Es hat irgendjemand behauptet, dass ab 16 Uhr in diesem Haus nichts mehr gearbeitet wird: Heute ist erkennbar, dass weit über 16 Uhr, wir haben noch einiges vor uns, also bis nach Mitternacht hinaus gearbeitet wird. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Alles in allem hoffe ich – und das wollte ich im Rahmen der heutigen Debatte einbringen –, dass wir bis Juni ein derartiges Gesamtsicherheitspaket 2009 schnüren können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ, FPÖ, BZÖ und Grünen.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Dr. Maier, ich gebe Ihnen gerade auch hinsichtlich des ersten Teils Ihrer Ausführungen völlig recht, was die umfangreiche heutige Tagesordnung betrifft. Aber ich möchte schon auch festhalten, dass wir uns bemühen sollten, keine solchen Sitzungsmarathons mehr absolvieren zu müssen, sondern diese Debatten zumindest auf zwei Tage aufzuteilen. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ, FPÖ, BZÖ und Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Frau Ministerin, tun Sie das, was Ihre Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Ihre Landtagsabgeordneten schon lange fordern! Nehmen Sie diese Segmente von Verkehrsteilnehmern, die sowieso benachteiligt sind, ernst – und wo ja auch ein vergleichsweise hoher Frauenanteil zu sehen ist, nämlich bei den FußgängerInnen, bei den RadfahrerInnen, auch beim öffentlichen Verkehr – und orientieren Sie Ihre Politik auch auf diese bis jetzt benachteiligten Bevölkerungsschichten und legen Sie daher insofern eine bessere StVO vor! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Lassen Sie uns, meine Damen und Herren, mit einem gemeinsamen Beschluss wesentliche Entscheidungen treffen, um die Verkehrssicherheit auf Österreichs Straßen zu verbessern. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Hörl: Das ist aber schon sehr makaber!
Der nächste Punkt: Höhere Strafen bringen nicht mehr Sicherheit. Da möchte ich bei meiner Vorrednerin, der Frau Abgeordneten Moser, anschließen: Es geht uns nicht um die Halbierung der Verkehrstoten. Das wäre nämlich Störung der Totenruhe. Wir wollen einfach nur, dass die Zahl der Toten halbiert wird. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Hörl: Das ist aber schon sehr makaber!)
Abg. Hörl: Frechheit!
Wo bleiben Grauzonen in dem Ganzen? – Es gibt noch immer Nebel über den Richtlinien für Privatsheriffs. Jeder Bürgermeister kann, wenn er will, noch immer mit seinen Mannen sozusagen Raubrittertum spielen. Da würden wir uns klare Richtlinien wünschen. (Abg. Hörl: Frechheit!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Hörl: Der beleidigte Bürgermeister! – Dafür gibt es jetzt aber einen Ordnungsruf?
Was uns noch fehlt, ist einfach die Sache mit den Vignetten für Wechselkennzeichen sowie Lösungen für Wechselkennzeichen zwischen Auto und Motorrad. Da schauen wir drauf, dass das nicht bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben wird. – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Hörl: Der beleidigte Bürgermeister! – Dafür gibt es jetzt aber einen Ordnungsruf?)
Beifall bei der ÖVP.
Frau Bundesministerin, ich meine, auch das ist ein Einsatz von Mitteln, den wir uns eigentlich gar nicht leisten können. Unsere Autobahnen sollen Autobahnen bleiben! – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass diese 22. Straßenverkehrsordnungs-Novelle Österreichs Straßen sicherer machen wird und so hoffentlich manches Leid, das bisher eingetreten ist, in Hinkunft erspart bleibt – und das noch dazu bei höchsten datenschutzrechtlichen Anforderungen. – Danke. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Grosz: Die Scheidungsanwälte würde das sehr interessieren!
Ich glaube, dass mit dieser Novelle auch viel erreicht wurde, was eine sofortige Löschung der Daten betrifft; auch was das Unkenntlichmachen auf Fotos betrifft. Einige Herren Abgeordnete haben ja das Beispiel mit der Beifahrerin gebracht, deren Fotos ja in Zukunft unkenntlich gemacht werden sollen. Dem Datenschutz haben wir hohes Augenmerk geschenkt und entsprechende Regelungen in diese Novelle aufgenommen. (Abg. Grosz: Die Scheidungsanwälte würde das sehr interessieren!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich finde, die Verkehrssicherheit und der Datenschutz müssen im Mittelpunkt stehen, und diese Novelle zeigt, beides ist vereinbar. Ich bin froh darüber, dass das Hohe Haus so rasch reagiert und wir dadurch für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen können. (Beifall bei der SPÖ.)
Allgemeine Heiterkeit. – Abg. Dr. Fichtenbauer: Es könnte schlimmer ausgehen!
Abgeordneter Johann Rädler (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsident! Frau Bundesminister! Ich muss jetzt ein paar klare Worte zu Herrn Abgeordnetem Dr. Fichtenbauer und seinen Ausführungen betreffend meinen Schnurrbart verlieren. – Ihre Ahnung bestätigt sich: Ich habe nicht-österreichische Wurzeln, ich bekenne mich nicht zu Deutsch-Österreich, ich habe nicht gedient – aber ich bekenne mich zur Straßenverkehrsordnung und ihrer 22. Novelle. (Allgemeine Heiterkeit. – Abg. Dr. Fichtenbauer: Es könnte schlimmer ausgehen!)
Beifall bei der ÖVP.
Der B-Führerschein erlaubt nur eine Einsatzmöglichkeit auf Autos von bis zu 3,5 Tonnen, und wenn wir alle verpflichten, für den Einsatz den C-Führerschein zu machen, haben wir bald keine Freiwilligen mehr, die diese Dienste ausüben können. Das geht tief hinein, bis ins Gewerbe zu den Klein-Lkws. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Da ist Änderungsbedarf vorhanden, dem sollten wir uns widmen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall und Bravoruf bei der SPÖ sowie Beifall bei der ÖVP.
ihm sowieso, dass das Foto nach Hause geschickt wird, möchte ich dir nur sagen. (Beifall und Bravoruf bei der SPÖ sowie Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Hagen: ..., zuhören! – Abg. Mag. Stefan: Rechts fahren! Rechts fahren!
Herr Kollege Hagen, ich bin für die Frontfotografie, und ich werde dir jetzt erklären, wieso. (Abg. Hagen: ..., zuhören! – Abg. Mag. Stefan: Rechts fahren! Rechts fahren!) Jeder von uns fährt wahrscheinlich viele Kilometer auf der Autobahn. Ich habe auch im letzten Verkehrsausschuss erzählt, was mir vor 14 Tagen passiert ist. Ich habe mit 130 Stundenkilometern einen Lkw überholt und bin auf einer dreispurigen Autobahn auf die Mittelspur gefahren. Als ich wieder auf die rechte Spur fahren wollte, bin ich auf einmal links und rechts von zwei Autos überholt worden: Es waren zwei deutsche Staatsbürger, die an mir „vorbeigeknallt“ sind, und wenn ich nicht wirklich aufgepasst und nicht ganz genau in den Rückspiegel geschaut hätte, hätte es einen Unfall gegeben, in den ich unschuldig verwickelt worden wäre.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Keck reicht Bundesministerin Bures die Hand.
Dafür trete ich ein, und ich bin der Frau Minister sehr, sehr dankbar, dass sie das in der 22. StVO-Novelle eingeführt hat. Ich bedanke mich wirklich sehr herzlich bei dir, Frau Minister, dass diese Maßnahme endlich gesetzt wurde! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Keck reicht Bundesministerin Bures die Hand.)
Beifall bei der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin überzeugt davon, dass die vorgesehenen Änderungen der Straßenverkehrsnovelle zur Sicherheit auf Österreichs Straßen beitragen werden und damit dem Schutz unserer Bevölkerung dienen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, dass dieses Gesetz durchaus eine Mehrheit und Ihre Unterstützung finden wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Insgesamt ist zu sagen, dass diese und andere Neuerungen nicht nur mehr Rechtssicherheit für alle am Wasserstraßenverkehr Beteiligten mit sich bringen, sondern auch fairere Wettbewerbsbedingungen und eine Vereinfachung für die Anwender. – Aus diesem Grund ist diese Novellierung zu begrüßen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Lassen Sie mich noch ein Wort sagen, wenn wir schon über Schifffahrt reden: Künftighin sollte auch im Rahmen der Verkehrspolitik die Frage von Wasserstraßen und die Frage des Ausbaus der Donau eine Rolle spielen, sehr wohl unter Berücksichtigung ökologischer Gesichtspunkte, eine Verbesserung, was die Auslastung des Gütertransportes auf dem Wasser anlangt, wäre aber sicherlich sinnvoll und sollte von uns auch engagierter betrieben werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Großruck: He!
Abgeordneter Mag. Roman Haider (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Bundesminister! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Als Besitzer sowohl eines nationalen als auch eines internationalen Schifffahrtspatents (Abg. Großruck: He!) – ja, und da ich darüber hinaus aus dem schönen Donaumarkt Aschach an der Donau komme, also quasi der geborene Donauschiffer bin, ist es mir ausnahmsweise einmal eine Freude, hier über eine EU-Richtlinie sprechen zu können, die wirklich Sinn macht. Ich spreche speziell zwei Themen an.
Beifall bei der FPÖ.
Diese EU-Richtlinie sorgt für mehr Sicherheit, und mehr Sicherheit auf der Wasserstraße, die ohnehin schon sehr sicher ist – bei den Folgekosten von Unfällen 178-mal sicherer als Lkws, noch 12-mal sicherer als die Bahn –, ist etwas wirklich Gutes! – Wir werden zustimmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Darüber hinaus gibt es, was ganz wichtig ist, eine Verwaltungsvereinfachung, und deswegen wird unsere Fraktion mit Freude zustimmen. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Kickl: Das haben wir gemacht! Das haben wir gemacht!
An meine Kollegen von der Freiheitlichen Partei: Man muss doch zugeben, dass es innerhalb der EU gewisse Bereiche gibt, die wirklich vorbildlich geregelt werden, und das hier ist ein Paradebeispiel dafür. Man kann nicht immer nur schimpfen, man muss auch einmal etwas goutieren! (Abg. Kickl: Das haben wir gemacht! Das haben wir gemacht!)
Beifall bei den Grünen.
Wir sagen ja zum Schifffahrtsgesetz, und deswegen die Aufforderung an Sie, die EU in anderer Hinsicht auch voranzutreiben. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Abgeordnete Anna Franz (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Minister! Geschätzte Damen und Herren im Hohen Haus! Wenige Österreicherinnen und Österreicher wissen, dass bei uns auf hohem Niveau astronomische Forschung betrieben wird. Die drei Standorte für diese wissenschaftliche Arbeit, nämlich Wien, Graz und Innsbruck, weisen jeweils wichtige inneruniversitäre Schwerpunkte auf. Durch den Beitritt Österreichs zur Europäischen Südsternwarte, kurz gesagt ESO, wird den österreichischen Forscherinnen und Forschern die Nutzung modernster Infrastruktur geboten. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Erst durch den Beitritt zur ESO wird es möglich sein, sich den wissenschaftlichen Herausforderungen der nächsten Jahre im Bereich der Astronomie erfolgreich zu stellen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Daher werden wir diesem Beitritt zur ESO selbstverständlich zustimmen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich fasse zusammen: Wir stimmen allen Maßnahmen zu, die die wissenschaftliche Forschung, vor allem im Bereich der Astronomie, verbessern. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich weiß, Sie haben den Vertrag schon unterschrieben, und er wird auch heute hier gebilligt werden. Wir werden Sie, Herr Bundesminister, aber auf keinen Fall aus der Verantwortung entlassen und werden uns in Zukunft ganz genau anschauen, ob diese Milliarde Schilling gut aufgehoben ist und ob sie dem österreichischen Staat und dem österreichischen Steuerzahler auch wirklich einen Nutzen bringt. Und daran werden wir Sie messen, Herr Bundesminister! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Also ich würde das sehr begrüßen. Viele junge österreichische Stipendiaten können dort arbeiten, und es gibt auch einen Technologietransfer von ungeheuren Möglichkeiten auf Gebieten, wo die Österreicher recht gut sind, in der Technik, in der Optik, bei Sensoren und Detektoren, bei Spiegeln und Reflektoren, in der Datenverarbeitung. Wenn man das nicht nutzen würde, ginge viel verloren, aber ich hoffe, Herr Bundesminister, dass Ihnen für andere Sachen, die gut, wichtig und genauso spannend sind, auch noch ein bisschen etwas bleibt, wenn es dem Vizekanzler Pröll hoffentlich genehm ist. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Cap – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mayer –: Das ist dein großer Tag heute!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Mayer. – Bitte. (Abg. Dr. Cap – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mayer –: Das ist dein großer Tag heute!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Das war schon deine zweite Rede heute! Tapfer!
Wenn man bedenkt, welche Alternativen es gegeben hätte, nämlich andere Anbieter mit weitaus schlechteren Konditionen und Bedingungen, erleichtert dies die Entscheidung. Im Sinne des Forschungs- und Industriestandortes Österreich bitte ich deshalb um Zustimmung zum Beitritt zur ESO. – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Das war schon deine zweite Rede heute! Tapfer!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich möchte Herrn Bundesminister Hahn wirklich zu diesem Vertrag gratulieren. Das ist wirklich eine bedeutsame Geschichte. Für die österreichische astronomische Community steigt jedenfalls die Sonne wieder hoch in den Himmel. Herzlichen Dank auch an Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Jetzt meldet sich der wirklich noch!
Präsident Fritz Neugebauer: Herr Bundesminister Dr. Hahn ist der nächste Redner. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: Jetzt meldet sich der wirklich noch!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Jedenfalls vielen herzlichen Dank für die Bereitschaft, diesen Beitritt zu unterstützen. Er wird uns wissenschaftlich nicht nur in der Astronomie, sondern in vielen anderen Fächern weiterbringen. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich freue mich deswegen, dass es gelungen ist, dieses Abkommen abzuschließen und in weiterer Folge zu verlängern. Ich hoffe, dass wir es nach dem Ablaufdatum in wenigen Jahren, ab 2011, auch weiter fortsetzen werden. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist das ein sehr erfolgreiches Projekt. Es handelt sich dabei zwar um kein Massenphänomen, aber es trägt dazu bei, sehr wichtige Netzwerke herzustellen und ist daher auch ein wichtiger und wesentlicher Schritt zur Attraktivierung des österreichischen Hochschulraumes. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Minister, setzen Sie sich bitte bei den Budgetverhandlungen ein, damit der momentan herrschende Forschungsnotstand nicht prolongiert wird! Geben Sie bitte die notwendigen Budgetmittel frei, und zwar vor allem – ich habe es schon erwähnt – für das AKH, denn das ist eine der dringendsten Maßnahmen, die Sie momentan tun können! Sichern Sie den Wissensstandort Wien und Österreich und stellen Sie bitte die notwendigen Mittel zur Verfügung! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Nur ist das, was wir hier beschließen, relativ wenig, es ist nicht einmal ein Tropfen auf den heißen Stein. Wenn man sich die Universitäten anschaut – und ich habe das selbst genossen und weiß, wie die Zustände dort sind –, dann weiß man, dass hier wirklich massiv Geld in die Hand genommen werden muss, um die Hochschulausbildung zu verbessern. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir vom BZÖ werden alles tun, um der Ausbildung den Stellenwert zu geben, den sie tatsächlich verdient. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Es ist nicht nur so, dass die armen, jungen Kosovaren so dankbar und glücklich sein müssen, weil sie das schöne Österreich und unsere tolle Wissenschaft sehen, sondern es schadet auch nicht, den anderen Weg zu betrachten: In diesen Ländern war viel weniger Geld vorhanden als bei uns, dort haben Wissenschafter und Menschen allgemein gelernt, auch neben und außerhalb von Maschinen und Geräten zu denken – und es kann auch für Hiesige nur vernünftig sein, sich das einmal anzuschauen. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine Damen und Herren, das ist eine Weichenstellung für eine zusätzliche Medizinuniversität in Linz. Ich ersuche um Ihre Zustimmung. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Man kann durchaus sagen, dass Mobilität in der Bildung so etwas wie ein Wegbereiter oder eine Speerspitze der europäischen Integration ist. Der heutige Beschluss des CEEPUS-II-Übereinkommens wird wesentlich dazu beitragen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich denke, das ist eine sinnvolle Verlängerung, und bitte daher auch im Interesse der Studierenden um Unterstützung. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wissenschaftliche Kooperationen helfen bei der Bewältigung der aktuellen Krise. Sie schaffen Arbeit, frei nach dem Motto unseres Wissenschaftsministers. Ich danke ihm sehr herzlich dafür, denn am Ende des Weges wird damit Wissen für Österreich und Wissen für den Standort Wien ermöglicht. Wissen schafft Arbeit, damit bewältigen wir schneller die Krise und schaffen eine Gründerwelle, ausgehend von unseren jungen Studierenden in Mittel- und Osteuropa. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich bedanke mich auch für das Interesse an einer weiteren Medizinuniversität. Wir werden das selbstverständlich prüfen, unter Zugrundelegung ganz rezenter Bedarfsstudien, die in Zusammenarbeit mit der Ärztekammer erstellt wurden, und auch auf Basis des Regierungsübereinkommens, worin ja im Zuge der Vorgaben in Hinblick auf die Verwaltungsreform von Standortoptimierungen die Rede ist. Natürlich schauen wir uns auch an, wie die budgetären Möglichkeiten sind. Aber ich danke noch einmal für das Interesse, und wir werden das mit großer Ernsthaftigkeit angehen. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Kopf: Das ist aber sehr enttäuschend!
Entweder ist man für die Errichtung einer Medizinischen Universität in Linz, oder man ist dagegen! (Abg. Kopf: Das ist aber sehr enttäuschend!) Aber das ist wieder einmal
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kopf: Da werden die Oberösterreicher aber sehr enttäuscht sein!
typisch für die ÖVP. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kopf: Da werden die Oberösterreicher aber sehr enttäuscht sein!) Sie will eben dem Landeshauptmann Pühringer hier nicht die Blamage bereiten, dass man in Wirklichkeit ohnehin gegen die Errichtung der Medizinischen Universität ist. (Abg. Grillitsch: Nicht schreien, Herr Redner!) – Ich muss ein bisschen lauter reden, damit Sie es auch um diese Uhrzeit verstehen, Herr Grillitsch. Es ist jetzt immerhin schon kurz nach 23 Uhr.
Abg. Grillitsch: Nicht schreien, Herr Redner!
typisch für die ÖVP. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kopf: Da werden die Oberösterreicher aber sehr enttäuscht sein!) Sie will eben dem Landeshauptmann Pühringer hier nicht die Blamage bereiten, dass man in Wirklichkeit ohnehin gegen die Errichtung der Medizinischen Universität ist. (Abg. Grillitsch: Nicht schreien, Herr Redner!) – Ich muss ein bisschen lauter reden, damit Sie es auch um diese Uhrzeit verstehen, Herr Grillitsch. Es ist jetzt immerhin schon kurz nach 23 Uhr.
Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
Die Opposition wird einen weiter gehenden Antrag einbringen, da werden wir Sie dann prüfen, ob Sie für die Errichtung einer Medizinischen Universität in Linz sind oder nicht. (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.) Aber das ist wieder einmal ein typischer Alibi-Antrag der Österreichischen Volkspartei – und da sieht man wieder einmal, dass Landeshauptmann Pühringer offensichtlich sehr wenig Macht innerhalb der ÖVP hat: Er kann sich bei Ihnen nicht durchsetzen. (Abg. Kopf: Sehr viel! Wir stimmen heute noch einen Antrag ab!) Tut mir leid für dich, lieber August Wöginger! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kopf: Sehr viel! Wir stimmen heute noch einen Antrag ab!
Die Opposition wird einen weiter gehenden Antrag einbringen, da werden wir Sie dann prüfen, ob Sie für die Errichtung einer Medizinischen Universität in Linz sind oder nicht. (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.) Aber das ist wieder einmal ein typischer Alibi-Antrag der Österreichischen Volkspartei – und da sieht man wieder einmal, dass Landeshauptmann Pühringer offensichtlich sehr wenig Macht innerhalb der ÖVP hat: Er kann sich bei Ihnen nicht durchsetzen. (Abg. Kopf: Sehr viel! Wir stimmen heute noch einen Antrag ab!) Tut mir leid für dich, lieber August Wöginger! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Opposition wird einen weiter gehenden Antrag einbringen, da werden wir Sie dann prüfen, ob Sie für die Errichtung einer Medizinischen Universität in Linz sind oder nicht. (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.) Aber das ist wieder einmal ein typischer Alibi-Antrag der Österreichischen Volkspartei – und da sieht man wieder einmal, dass Landeshauptmann Pühringer offensichtlich sehr wenig Macht innerhalb der ÖVP hat: Er kann sich bei Ihnen nicht durchsetzen. (Abg. Kopf: Sehr viel! Wir stimmen heute noch einen Antrag ab!) Tut mir leid für dich, lieber August Wöginger! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das Abkommen lässt den einzelnen österreichischen Hochschuleinrichtungen die Möglichkeit, die Frage der Qualität der betreffenden vietnamesischen Ausbildung als Kriterium in die Entscheidungen einfließen zu lassen. Dadurch ist dem Erfordernis nach Qualitätssicherung der Hochschulstudien ausreichend Rechnung getragen. Ich bitte Sie, darüber abstimmen zu lassen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Jedenfalls ist nicht mehr gewährleistet, was immer ein ganz wichtiges Prinzip war: dass die Wahl so stattzufinden hat, dass auch niemand anderer Einsicht in die Stimmabgabe nehmen kann. Deswegen muss man ja ins Wahllokal hineingehen – wir wissen das ganz genau –, und das ist hier jedenfalls nicht mehr gewährleistet. Also ist damit ein ganz wesentliches Prinzip der Wahl nicht ermöglicht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich kann Sie nur auffordern: Nehmen Sie unsere Bedenken ernst, und opfern Sie die Prinzipien unseres Wahlrechts nicht für die nur vermeintlich moderne Briefwahl! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum E-Voting: Herr Kollege, ich glaube nicht, dass das die ideale Form des Wählens ist. Sie ist derzeit auch nicht sicher genug, um es weiterzuverfolgen. Ich glaube, dahin gehend wären dann unsere Wahlreformen abgeschlossen, und man hat einen erleichterten Zugang zur Wahl. Das kann nur zum Vorteil der Demokratie sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
(Beifall beim BZÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Alle Details bezüglich der Unterschriftleistung, der Abgabetermine und der Portokosten sind von meinen geschätzten Vorrednern bereits erwähnt worden. Eines sei vielleicht noch ergänzend angemerkt: Die Auflagepflicht der Wählerverzeichnisse an Sonntagen entfällt. Es muss nur ausreichend Zeit geboten sein, dass in die Wählerverzeichnisse Einsicht genommen werden kann. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Dass namhafte Rechts- und Verfassungsexperten unsere Rechtsansicht in dieser Sache mittlerweile bestätigen, brauche ich nicht besonders zu erwähnen. Ich darf Sie daher einladen, unserem Entschließungsantrag, dass Briefwahl nur mehr Wahlberechtigten ermöglicht werden soll, die sich im Ausland befinden und von dort ihre Stimme abgeben können, näherzutreten, und darf um Ihre diesbezügliche Unterstützung ersuchen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grosz: Der Unterschied ist da nicht besonders groß!
Herr Kollege Wittmann, eine Anregung noch: Machen Sie nicht den Wählerinnen und Wählern, sondern zunächst einmal Ihren RegierungskollegInnen klar, dass es sich nicht um ein Voting für „Dancing Stars“, sondern um eine ÖH-Wahl, sprich um die Wahl der StudentInnenvertretung auf den Universitäten handelt! (Abg. Grosz: Der Unterschied ist da nicht besonders groß!) – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Kollege Wittmann, eine Anregung noch: Machen Sie nicht den Wählerinnen und Wählern, sondern zunächst einmal Ihren RegierungskollegInnen klar, dass es sich nicht um ein Voting für „Dancing Stars“, sondern um eine ÖH-Wahl, sprich um die Wahl der StudentInnenvertretung auf den Universitäten handelt! (Abg. Grosz: Der Unterschied ist da nicht besonders groß!) – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.
Bewusstsein und das Europabewusstsein zu erhöhen. – Danke. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Europawahlordnung wird hinsichtlich dieser Formalerfordernisse vereinfacht. Ich gehe davon aus, dass der Anteil an ungültigen Briefwahlstimmen wesentlich vermindert werden kann. Datum, Ort, Uhrzeit können in Zukunft entfallen, es reicht eine eidesstattliche Erklärung. Es muss nicht der Postweg sein, und wenn der Postweg gewählt wird, zahlt der Bund das Porto. Ich meine, dass in Zukunft Verbesserungen in ähnlicher Richtung auch in der Nationalratswahlordnung zu treffen sein werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
cherstellen will, dass auch aus dem Ausland einlangende Wahlkarten noch in die Zählung mit aufgenommen werden. – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein paar Indizien gibt es dafür, dass man doch Dinge wie taktisches Wählen dort und da befürchten muss, und das ist dann natürlich konsequent auszuschließen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Sie können auch aufstehen, Herr Präsident!
Wer diesem Entschließungsantrag beitritt, den bitte ich um ein Zeichen. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie können auch aufstehen, Herr Präsident!) – Das ist die Minderheit und abgelehnt.
Beifall bei der FPÖ.
Ich möchte Sie sehr herzlich bitten, dieses Modell sehr wohlwollend zu prüfen. Die Zahlen, die ich im Antrag festgelegt habe, sind zu diskutieren, aber das Modell an und für sich, so meine ich, ist eines, das man tatsächlich umsetzen könnte, und ich bitte Sie noch einmal, das sehr wohlwollend und sehr, sehr objektiv zu prüfen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es gibt viele qualifizierte Behinderte, die leistungswillig und einsatzbereit sind. Ziel dieses Gesetzes soll sein, mehr Behinderte in Jobs zu bringen. Eine Arbeitsgruppe wurde bereits eingesetzt. Neben Strafen sind Anreizsysteme zu schaffen, damit unser Ziel, mehr Behinderte in Jobs zu bringen, auch Wirklichkeit wird. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Das heißt: Zuerst Ursachenforschung betreiben und erst dann in diesem Bereich weiter diskutieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Ing. Hofer.
Abgeordneter Sigisbert Dolinschek (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! In Anbetracht der Tatsache, dass sich viele Unternehmen und auch öffentliche Dienststellen von ihrer Verpflichtung nach dem Behinderteneinstellungsgesetz, je 25 Mitarbeiter begünstigt einen Behinderten einzustellen oder zu beschäftigen, freikaufen – die Ausgleichstaxe beträgt seit 1. Jänner 2009 209 €, und wenn man bedenkt, dass das bei 274 Mitarbeitern bloß 2 090 € ausmacht, dann ist das sehr wenig, und viele machen eben davon Gebrauch, stellen niemanden ein und kaufen sich so frei –, ist schon zu überlegen, ob man diese Ausgleichstaxe nicht progressiv etwas anhebt für Unternehmen, die mehr Mitarbeiter beschäftigen, wie auch für den öffentlichen Dienst, sodass diese Ausgleichstaxe dann eben ansteigt. – Das ist meiner Ansicht nach für die Zukunft sehr überlegenswert. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Ing. Hofer.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Ing. Hofer.
Ich gebe nur Folgendes zu bedenken: Ich halte das Ausgleichstaxensystem an und für sich für kein schlechtes System, man soll und muss über eine Erhöhung der Ausgleichstaxen und durchaus auch über einen derart gestalteten progressiven Tarif diskutieren. – Also, von unserer Seite gibt es die Bereitschaft, darüber zu diskutieren. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Ing. Hofer.)
Beifall bei den Grünen.
In diesem Sinne hoffe ich, dass wir das im Ausschuss konstruktiv weiter diskutieren werden. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich wünsche dem Umweltminister, in diesem Fall unserem Minister Berlakovich, alles Gute für die Verhandlungen am Montag. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich denke, dass wir diesen Antrag dann im Ausschuss entsprechend diskutieren werden. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Harald Jannach (FPÖ): Geschätzter Herr Präsident! Liebe Abgeordnete! Den Biolandbau als agrarökologisches Ziel festzuschreiben halten wir für etwas problematisch, weil doch eigentlich die konventionelle Landwirtschaft die Grundversorgung an Lebensmitteln in Österreich sicherstellt und gewährleistet. Wenn in das Landwirtschaftsgesetz aufgenommen wird, dass die Biolandwirtschaft jetzt unser gemeinsames Ziel ist, dann wird die konventionelle Landwirtschaft, von der auch ich komme, regelrecht diskriminiert. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grillitsch: Nein, die österreichische Position ...!
Zur Gentechnik möchte ich nur noch sagen: Es ist wirklich ein bisschen heuchlerisch, was da an Gentechnikdiskussion bei uns passiert. Hier im Parlament überbieten sich alle in ihren Aussagen, dass wir die Gentechnik ablehnen – das bezieht sich auf SPÖ, ÖVP und auch die Grünen –, aber wenn es dann über die Landesgrenzen hinaus und nach Brüssel geht, dann wird alles wieder umgeschmissen und zu all diesen Dingen Ja und Amen gesagt. (Abg. Grillitsch: Nein, die österreichische Position ...!)
Abg. Grillitsch: Bis jetzt haben wir ihn verhindert!
Die Position, dass Österreich die Gentechnik ablehnt, ist schon klar. Es hilft aber nichts, wenn Österreich allein auf die Gentechnik verzichtet, weil der Pollenflug beim Mais (Abg. Grillitsch: Bis jetzt haben wir ihn verhindert!), und das wissen Sie ganz genau, nicht vor den Grenzen Halt macht. Mehr oder weniger wird hier in Österreich als Löwe gesprungen und in Brüssel als Bettvorleger gelandet, auch im Bereich der Gentechnik, und das halte ich für sehr, sehr gefährlich. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Position, dass Österreich die Gentechnik ablehnt, ist schon klar. Es hilft aber nichts, wenn Österreich allein auf die Gentechnik verzichtet, weil der Pollenflug beim Mais (Abg. Grillitsch: Bis jetzt haben wir ihn verhindert!), und das wissen Sie ganz genau, nicht vor den Grenzen Halt macht. Mehr oder weniger wird hier in Österreich als Löwe gesprungen und in Brüssel als Bettvorleger gelandet, auch im Bereich der Gentechnik, und das halte ich für sehr, sehr gefährlich. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich freue mich schon auf die Diskussionen im Ausschuss, denn hier einfach zu sagen: Wir werden schon schauen, dass wir in Brüssel etwas für uns herausverhandeln!, das wird gerade im Bereich der Gentechnik viel zu wenig sein. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grillitsch: Was für eine Ungerechtigkeit?
Viel wichtiger wäre es aber, dass man Punkte zur Sprache bringt wie jene in unserem Antrag, nämlich dass wir endlich die Ungerechtigkeit bei der Mehrwertsteuer aufgreifen und diese endlich im Ausschuss behandeln. Ich hoffe, dass die ÖVP da auch zustimmen wird. (Abg. Grillitsch: Was für eine Ungerechtigkeit?) – Zum Beispiel bekommt der pauschalierte österreichische Landwirt 12 Prozent, muss aber für alles, was er an Betriebsmitteln kaufen muss, 20 Prozent bezahlen. Der italienische Landwirt zum Beispiel bekommt 10 Prozent, während er für alles, was er kauft, nur 4 Prozent bezahlt.
Beifall beim BZÖ.
Wenn wir in Österreich nur eine Angleichung machen würden, würden wir damit auch die Wirtschaft enorm fördern, weil die Landwirte wieder investieren könnten. Es wäre in dieser Zeit allerhöchste Eisenbahn, dass wir da zusammenarbeiten! – Ich freue mich auf den Ausschuss. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Riepl: Minuten! Minutentakt!
Wir haben hier erste Lesungen, die im Sekundentakt abgewickelt werden. (Abg. Riepl: Minuten! Minutentakt!) – Ich nehme an, dass ein jeder und eine jede mit der ersten Lesung ein wichtiges Thema seiner Person oder der Fraktion verbindet, und wenn das Ganze so abgewickelt wird wie heute, und das betrifft nicht nur die ersten Lesungen, sondern auch die Tagesordnungspunkte vorher, dann halte ich das für unmöglich.
Abg. Scheibner – auf die Bankreihen der Grünen zeigend –: Aber von euch ..., und die, die da sind, schlafen auch schon!
Ich halte die erste Lesung für ein sehr sinnvolles Instrument, weil es möglich ist, ohne den Zwang, hier gleich entscheiden und abstimmen zu müssen, Meinungen auszutauschen, und das ist sehr wichtig. Und wenn wir uns diese Instrumente – dieses Instrument und die anderen – dadurch kaputt machen, dass wir uns nicht einmal mehr die Zeit dafür nehmen, dann geben wir ein Stück Parlamentarismus auf, dann ist Schluss damit! Sagen wir doch gleich: Streichen wir die ersten Lesungen und schauen wir, dass wir nach Hause kommen!, denn so miteinander zu diskutieren ist nicht möglich und nicht sinnvoll. (Abg. Scheibner – auf die Bankreihen der Grünen zeigend –: Aber von euch ..., und die, die da sind, schlafen auch schon!)
Abg. Ing. Westenthaler: Ja, sind wir dabei!
Das ist jetzt überhaupt kein Vorwurf! Ich habe ja selbst in der Früh der Tagesordnung zugestimmt, aber ich sage Ihnen ganz ehrlich – egal ob meine Fraktion zustimmt oder nicht –, ich werde sicher nicht mehr einer Begrenzung auf zehn, acht oder neun Stunden zustimmen, wenn 40 Punkte auf der Tagesordnung stehen. Das ist unmöglich, das geht nicht! (Abg. Ing. Westenthaler: Ja, sind wir dabei!)
Beifall bei den Grünen.
Daher sage ich jetzt zum Thema Arbeitslosenanwaltschaft nur mehr so viel: Es liegt ein Antrag vor, Sie kennen ihn, und ich hoffe, dass wir die Möglichkeit haben, darüber ernsthaft zu diskutieren. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.
Ich bin der Überzeugung, dass Arbeitslose und Arbeitsuchende bei den Interessenvertretungen sehr gut betreut, beraten und vertreten werden, damit sie zu ihrem Recht kommen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.)
Abg. Öllinger: Arbeitslosigkeit gibt es also gar nicht?
Es war vor allem dieser Punkt, mit dem Arbeitnehmer und Arbeitgeber in einmaliger Art und Weise im Gleichschritt für Verbesserungen am Arbeitsmarkt gesorgt haben, um einerseits Arbeitsplätze zu sichern und andererseits die Unternehmen wettbewerbsfähig zu halten. (Abg. Öllinger: Arbeitslosigkeit gibt es also gar nicht?) – Es gibt sie leider schon, doch eines ist auch klar: Mit der Einführung einer weiteren bürokratischen Hürde und einer weiteren Ebene für die Verwaltung der Arbeitslosigkeit werden wir eines nicht schaffen, und das ist, den Menschen, die arbeitslos sind, das zurückzugeben, was sie verloren haben, nämlich Arbeit.
Beifall bei der ÖVP.
Es ist daher nicht der richtige Weg, von Seiten der Politik Symptome mit einem immensen bürokratischen sowie budgetären Aufwand bekämpfen zu wollen, sondern wir müssen unsere volle Konzentration auf die Ursachen legen und gemeinsam mit den Sozialpartnern Lösungen für die Menschen in unserem Land finden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Jeder Arbeitslose ist einer zu viel, das ist ganz klar, und wir müssen das Arbeitsmarktservice im Sinne einer höheren Effizienz reformieren, aber nicht parallel eine Arbeitslosenanwaltschaft errichten. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Dieses Gesetz würde der Historikerkommission Genüge tun. Wenn unsere Initiative umgesetzt würde, dann hätte jedenfalls bezüglich der Staatsbürgerschaft die Republik ihre Schuldigkeit getan. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Franz.
In diesem Sinne bin ich schon sehr gespannt auf eine und interessiert an einer ernsthaften Diskussion im Innenausschuss. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Franz.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ich denke, das sollte im Ausschuss noch entsprechend debattiert werden. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich darf auch daran erinnern, dass, wenn man in die nächsten Generationen geht, die österreichische Staatsbürgerschaft Rechte und Pflichten, zum Beispiel die allgemeine Wehrpflicht, nach sich zieht. Zahlreiche Gesetzesnovellen haben Erleichterung für die Wiedererlangung der österreichischen Staatsbürgerschaft gebracht, steht drinnen. Wir glauben, dieser Weg ist der richtige. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Und angesichts der vorgeschrittenen Stunde freuen wir uns, dass die Sitzung bald beendet wird. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Großruck: Wer ist der Herr Dr. Mayer? Es gibt viele Mayer!
Ganz kurz: Worauf zielt unser Antrag ab? – Das wissen Sie schon. Uns geht es darum, dass es für alle Menschen, die in diesem Land ihren Wohnsitz haben, die Möglichkeit gibt, auf kommunaler Ebene wählen zu können. Derzeit sind 10 Prozent der Bevölkerung von diesem kommunalen Wahlrecht ausgeschlossen, weil unser Wahlrecht auf die Staatsbürgerschaft abzielt. Und weil der Kollege Stefan, der jetzt gerade nicht anwesend ist, den Herrn Dr. Mayer schon zitiert und sich gefreut hat, dass der Herr Dr. Mayer mit ihm einer Meinung ist, was die Briefwahl betrifft, sage ich ihm, dass Herr Dr. Mayer mit uns einer Meinung ist, was das kommunale Wahlrecht betrifft. (Abg. Großruck: Wer ist der Herr Dr. Mayer? Es gibt viele Mayer!) – Herr Dr. Mayer, Verfassungsjurist, Universitätsprofessor, geht nämlich auch davon aus, dass es wichtig ist, dass alle Menschen, die in einem Land einem Recht unterworfen sind, auch die Möglichkeit haben sollten, dieses Recht mitzubestimmen, und das drückt sich unter anderem in Wahlen aus.
Beifall bei den Grünen.
Daher bringen wir einen Antrag ein, der hier eine verfassungsgesetzliche Bestimmung vorsieht. Es braucht den Willen. Diesen Willen haben 14 EU-Staaten gezeigt, und ich bin gespannt, ob auch Sie diesen Willen zeigen werden. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Es gibt ja auch schon, wie die Kollegin gesagt hat, eine Geschichte in der Vergangenheit. Ich glaube, wir sollten uns dem Ganzen eher unverkrampft nähern – abseits von skurrilen Vorschlägen, die vielleicht jetzt in einer der Folgereden noch kommen werden –, wir sollten uns dem Ganzen in einem gewissen sinnvollen Rahmen nähern, und ich freue mich schon auf die Diskussion. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Gerhard Kurzmann (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Die Freiheitliche Partei wird diesem Gesetzentwurf auch in zweiter Lesung mit Sicherheit nicht zustimmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Der Landeshauptmann von Wien ist verpflichtet, die Aufhebung unverzüglich im Landesgesetzblatt kundzumachen.“ – Zitatende. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Deswegen habe ich den Eindruck, dass die Grünen mit den Stimmen nichtintegrierter Fremder wohl bloß die schwindende Zustimmung der Österreicher zu ihrer eigenen Politik kompensieren. Dafür stehen wir Freiheitlichen aber mit Sicherheit nicht zur Verfügung, und es wäre aus meiner Sicht ein Akt der demokratiepolitischen Hygiene, wenn eine Partei wie die Grünen bei den kommenden Wahlen vom Wähler die verdiente Quittung erhalten würde. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ
Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (BZÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Zunächst einmal, meine Damen und Herren, ist es völlig unerheblich, was der Herr Professor Mayer oder der Herr Professor „Zapflhuber“ oder die Frau Professor „Schmauswaberl“ zu diesem Thema sagt (Beifall beim BZÖ), weil das ausschließlich eine verfassungsrechtliche und verfassungsrechtspolitische Entscheidung ist, die der Souverän zu treffen
Beifall beim BZÖ.
Das heißt also, wir werden uns da nicht von außen sagen lassen, ob wir jetzt unsere Staatsbürgerschaft zum Nulltarif verschleudern, ob wir Wahlrechte zum Nulltarif verschleudern oder nicht. Da kann mir der Herr Professor Sowieso gestohlen bleiben, das entscheide ich schon selber, denn dazu bin ich gewählt, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Das Zweite: Herr Kollege Jarolim, ich bin wirklich erstaunt, dass die Sozialdemokratie hier signalisiert, völlig aufzumachen. Ist das Ihr Ernst? Sie wollen wirklich auf kommunaler Ebene – und dann natürlich auf landespolitischer Ebene und in weiterer Folge auf bundespolitischer Ebene – jedermann das Wahlrecht einräumen? (Zwischenruf bei der SPÖ.) – Ja, auch jeder Frau.
Heiterkeit und Beifall beim BZÖ.
Da gibt es sogar eine allgemeine Bestimmung, wenn Sie das auch noch mit mir diskutieren wollen, dass unter „jedermann“ auch jede Frau zu verstehen ist. Der Kollege Strache hat zwar im Fernsehen gesagt, dass er unter „jedermann“ immer beide Geschlechtsteile versteht, aber bitte, das ist ein anderes Thema. (Heiterkeit und Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Wollen Sie von der Sozialdemokratie wirklich jedermann das Wahlrecht einräumen? – Das kann doch nicht Ihr Ernst sein! Meine Damen und Herren, ein Wahlrecht ist ein Ausdruck einer besonderen Verbundenheit zu einem Gemeinwesen. Eine besondere Verbundenheit zu einem Gemeinwesen hat man zunächst einmal dadurch – und das ist ein konstitutives Element –, dass man eine Staatsbürgerschaft besitzt. Wer diese Staatsbürgerschaft nicht besitzt, hat zunächst einmal keinen Bezug zu diesem Gemeinwesen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Dr. Matznetter: Das stimmt einfach nicht!
Was erschüttert Sie daran, Herr Kollege Matznetter? (Abg. Dr. Matznetter: Das stimmt einfach nicht!) – Natürlich ist das so. Stellen Sie sich vor, das haben wir seit Jahrzehnten, und so hat es sich bewährt. (Abg. Dr. Matznetter: Sie haben in den Vereinigten Staaten das Wahlrecht ...!) Ja, das mag sein. Wir in Europa haben eine andere Rechtstradition. (Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Dr. Matznetter.) – Ihre Obama-Verliebtheit in Ehren, aber wir in Europa haben eine andere Rechtstradition. In Europa ist das Staatsbürgerschaftselement der Ausdruck einer besonderen Verbundenheit zu einem Gemeinwesen, und zwar mit Rechten und Pflichten ausgestattet, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Matznetter: Sie haben in den Vereinigten Staaten das Wahlrecht ...!
Was erschüttert Sie daran, Herr Kollege Matznetter? (Abg. Dr. Matznetter: Das stimmt einfach nicht!) – Natürlich ist das so. Stellen Sie sich vor, das haben wir seit Jahrzehnten, und so hat es sich bewährt. (Abg. Dr. Matznetter: Sie haben in den Vereinigten Staaten das Wahlrecht ...!) Ja, das mag sein. Wir in Europa haben eine andere Rechtstradition. (Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Dr. Matznetter.) – Ihre Obama-Verliebtheit in Ehren, aber wir in Europa haben eine andere Rechtstradition. In Europa ist das Staatsbürgerschaftselement der Ausdruck einer besonderen Verbundenheit zu einem Gemeinwesen, und zwar mit Rechten und Pflichten ausgestattet, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Dr. Matznetter.
Was erschüttert Sie daran, Herr Kollege Matznetter? (Abg. Dr. Matznetter: Das stimmt einfach nicht!) – Natürlich ist das so. Stellen Sie sich vor, das haben wir seit Jahrzehnten, und so hat es sich bewährt. (Abg. Dr. Matznetter: Sie haben in den Vereinigten Staaten das Wahlrecht ...!) Ja, das mag sein. Wir in Europa haben eine andere Rechtstradition. (Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Dr. Matznetter.) – Ihre Obama-Verliebtheit in Ehren, aber wir in Europa haben eine andere Rechtstradition. In Europa ist das Staatsbürgerschaftselement der Ausdruck einer besonderen Verbundenheit zu einem Gemeinwesen, und zwar mit Rechten und Pflichten ausgestattet, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Was erschüttert Sie daran, Herr Kollege Matznetter? (Abg. Dr. Matznetter: Das stimmt einfach nicht!) – Natürlich ist das so. Stellen Sie sich vor, das haben wir seit Jahrzehnten, und so hat es sich bewährt. (Abg. Dr. Matznetter: Sie haben in den Vereinigten Staaten das Wahlrecht ...!) Ja, das mag sein. Wir in Europa haben eine andere Rechtstradition. (Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Dr. Matznetter.) – Ihre Obama-Verliebtheit in Ehren, aber wir in Europa haben eine andere Rechtstradition. In Europa ist das Staatsbürgerschaftselement der Ausdruck einer besonderen Verbundenheit zu einem Gemeinwesen, und zwar mit Rechten und Pflichten ausgestattet, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Matznetter: Die Steuerpflicht gilt unabhängig ...!
Ich zähle Ihnen ein paar Rechte auf, Herr Kollege Matznetter, damit sich Ihre Verwirrung lüftet. Zum Beispiel die Wehrpflicht ist eine Pflicht, die Steuerpflicht ist eine Pflicht, andere Pflichten (Abg. Dr. Matznetter: Die Steuerpflicht gilt unabhängig ...!), so genannte Treuepflichten zur Republik, sind eine solche Pflicht, und zum Beispiel das Recht ... (Abg. Dr. Matznetter: Sie haben ja keine Ahnung! – Weitere Zwischenrufe.) Wie bitte? Keine Ahnung? (Abg. Dr. Matznetter: Die Steuerpflicht trifft alle!) – Natürlich trifft sie alle, aber es gibt sogar ... (Abg. Dr. Matznetter: Unabhängig von der Staatsbürgerschaft!)
Abg. Dr. Matznetter: Sie haben ja keine Ahnung! – Weitere Zwischenrufe.
Ich zähle Ihnen ein paar Rechte auf, Herr Kollege Matznetter, damit sich Ihre Verwirrung lüftet. Zum Beispiel die Wehrpflicht ist eine Pflicht, die Steuerpflicht ist eine Pflicht, andere Pflichten (Abg. Dr. Matznetter: Die Steuerpflicht gilt unabhängig ...!), so genannte Treuepflichten zur Republik, sind eine solche Pflicht, und zum Beispiel das Recht ... (Abg. Dr. Matznetter: Sie haben ja keine Ahnung! – Weitere Zwischenrufe.) Wie bitte? Keine Ahnung? (Abg. Dr. Matznetter: Die Steuerpflicht trifft alle!) – Natürlich trifft sie alle, aber es gibt sogar ... (Abg. Dr. Matznetter: Unabhängig von der Staatsbürgerschaft!)
Abg. Dr. Matznetter: Die Steuerpflicht trifft alle!
Ich zähle Ihnen ein paar Rechte auf, Herr Kollege Matznetter, damit sich Ihre Verwirrung lüftet. Zum Beispiel die Wehrpflicht ist eine Pflicht, die Steuerpflicht ist eine Pflicht, andere Pflichten (Abg. Dr. Matznetter: Die Steuerpflicht gilt unabhängig ...!), so genannte Treuepflichten zur Republik, sind eine solche Pflicht, und zum Beispiel das Recht ... (Abg. Dr. Matznetter: Sie haben ja keine Ahnung! – Weitere Zwischenrufe.) Wie bitte? Keine Ahnung? (Abg. Dr. Matznetter: Die Steuerpflicht trifft alle!) – Natürlich trifft sie alle, aber es gibt sogar ... (Abg. Dr. Matznetter: Unabhängig von der Staatsbürgerschaft!)
Abg. Dr. Matznetter: Unabhängig von der Staatsbürgerschaft!
Ich zähle Ihnen ein paar Rechte auf, Herr Kollege Matznetter, damit sich Ihre Verwirrung lüftet. Zum Beispiel die Wehrpflicht ist eine Pflicht, die Steuerpflicht ist eine Pflicht, andere Pflichten (Abg. Dr. Matznetter: Die Steuerpflicht gilt unabhängig ...!), so genannte Treuepflichten zur Republik, sind eine solche Pflicht, und zum Beispiel das Recht ... (Abg. Dr. Matznetter: Sie haben ja keine Ahnung! – Weitere Zwischenrufe.) Wie bitte? Keine Ahnung? (Abg. Dr. Matznetter: Die Steuerpflicht trifft alle!) – Natürlich trifft sie alle, aber es gibt sogar ... (Abg. Dr. Matznetter: Unabhängig von der Staatsbürgerschaft!)
Beifall beim BZÖ. – Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Dr. Matznetter.
Da haben Sie recht, aber es gibt Steuerleistungen und hat früher Steuerleistungen gegeben, die Ausländer schlechter als zum Beispiel Inländer gestellt haben. Zum Beispiel im Vertragsrecht und im Gebührenrecht hat es so etwas gegeben, Herr Steuerberater Matznetter. Der obergescheite Herr Steuerberater Matznetter! (Beifall beim BZÖ. – Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Dr. Matznetter.) Regen Sie sich nicht auf, das tut Ihrem Blutdruck nicht gut. Kühlen Sie sich wieder ab! Ich sage Ihnen nur, dass die Staatsbürgerschaft eine Wechselbeziehung ist zwischen jemandem, der einem Ge-
Zwischenrufe bei der SPÖ.
meinwesen durch dieses konstitutive Element der Staatsbürgerschaft besonders verbunden ist, und jemandem, der diesem Gemeinwesen nicht verbunden ist. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Hagenhofer
Aber nun komme ich (Zwischenruf der Abg. Hagenhofer) – kühlen Sie sich wieder ab! – zur Textierung dieses Antrages. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich komme zur Textierung dieses Antrages. (Abg. Riepl: Warum sagen Sie jeden Satz zweimal? – Abg. Bucher: Ewald, du hast genug Zeit!) Ja, ich weiß das ohnehin. – Die Textierung dieses Antrages ist wirklich einigermaßen amüsant. Es wird vorgeschlagen: Wahlen in den Gemeinderat finden auf Grund des gleichen, unmittelbaren, geheimen und persönlichen Wahlrechtes aller Personen österreichischer und nichtösterreichischer Staatsbürgerschaft statt.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Aber nun komme ich (Zwischenruf der Abg. Hagenhofer) – kühlen Sie sich wieder ab! – zur Textierung dieses Antrages. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich komme zur Textierung dieses Antrages. (Abg. Riepl: Warum sagen Sie jeden Satz zweimal? – Abg. Bucher: Ewald, du hast genug Zeit!) Ja, ich weiß das ohnehin. – Die Textierung dieses Antrages ist wirklich einigermaßen amüsant. Es wird vorgeschlagen: Wahlen in den Gemeinderat finden auf Grund des gleichen, unmittelbaren, geheimen und persönlichen Wahlrechtes aller Personen österreichischer und nichtösterreichischer Staatsbürgerschaft statt.
Abg. Riepl: Warum sagen Sie jeden Satz zweimal? – Abg. Bucher: Ewald, du hast genug Zeit!
Aber nun komme ich (Zwischenruf der Abg. Hagenhofer) – kühlen Sie sich wieder ab! – zur Textierung dieses Antrages. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich komme zur Textierung dieses Antrages. (Abg. Riepl: Warum sagen Sie jeden Satz zweimal? – Abg. Bucher: Ewald, du hast genug Zeit!) Ja, ich weiß das ohnehin. – Die Textierung dieses Antrages ist wirklich einigermaßen amüsant. Es wird vorgeschlagen: Wahlen in den Gemeinderat finden auf Grund des gleichen, unmittelbaren, geheimen und persönlichen Wahlrechtes aller Personen österreichischer und nichtösterreichischer Staatsbürgerschaft statt.
Abg. Mag. Korun: ... erklären Sie uns!
Wer hat also eine nichtösterreichische Staatsbürgerschaft? – Das hätte ich ganz gerne gewusst. Und vor allem: Was hat der Staatenlose? Der ist dann überhaupt wieder ausgeschaltet? – Sie haben sich also nicht wirklich Gedanken darüber gemacht. (Abg. Mag. Korun: ... erklären Sie uns!) Nein, ich kann Ihre verworrenen Termini nicht erklären, darum frage ich Sie ja.
Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.
Sie haben uns heute auch gesagt, wie großartig Sie der deutschen Sprache mächtig sind und wie wenig angeblich Kärntner der deutschen Sprache mächtig seien. Jetzt sagen Sie mir doch, was eine nichtösterreichische Staatsbürgerschaft ist! Ich höre zu; ich bin bereit, sofort auf Ihre Erklärungen einzugehen, und bin ganz Ohr. Sie haben jetzt die einmalige Gelegenheit, mir an der Rostra etwas zu erklären, und ich habe die Möglichkeit, darauf zu antworten. – Sie können es nicht, Sie haben sich nichts dabei gedacht. Ist es so? (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.)
Abg. Dr. Matznetter: Im Deutschen ist es so ...!
Sie haben einen verpfuschten Terminus erfunden, den Sie nicht erklären können, es ist doch so! So einen Antrag muten Sie dem Parlament zu: nicht durchdacht, verpfuscht, mit Termini, die es überhaupt nicht gibt, einer nichtösterreichischen Staatsbürgerschaft? (Abg. Dr. Matznetter: Im Deutschen ist es so ...!) Bist du nichtösterreichischer Staatsbürger? – Damit bist du nichtösterreichischer Staatsbürger, sonnenklar! Nach Kollegin Korun bist du dann nichtösterreichischer Staatsbürger. Oder was ist das, was soll das sein, ein nichtösterreichischer Staatsbürger?
Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.
über bestimmen können. Das ist ja das Ziel, sagen Sie es doch! Sagen Sie doch, wie viele Wähler aus Anatolien dann meinetwegen in Wien-Währing das Sagen haben. Darum geht es doch! Das ist das Ziel, das Sie haben. (Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.) Selbstverständlich! Ich kann doch bei Ihren Anträgen mit der nichtösterreichischen Staatsbürgerschaft zwischen den Zeilen lesen. Wir kennen Ihre Ziele: Ihr Ziel ist, das Gemeinwesen in diesem Land zu unterminieren! Das ist Ihr Ziel, und das geht aus diesem Antrag ganz eindeutig hervor. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
über bestimmen können. Das ist ja das Ziel, sagen Sie es doch! Sagen Sie doch, wie viele Wähler aus Anatolien dann meinetwegen in Wien-Währing das Sagen haben. Darum geht es doch! Das ist das Ziel, das Sie haben. (Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.) Selbstverständlich! Ich kann doch bei Ihren Anträgen mit der nichtösterreichischen Staatsbürgerschaft zwischen den Zeilen lesen. Wir kennen Ihre Ziele: Ihr Ziel ist, das Gemeinwesen in diesem Land zu unterminieren! Das ist Ihr Ziel, und das geht aus diesem Antrag ganz eindeutig hervor. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wissen Sie, dass nicht alle Zuwanderer Ihrer Meinung sind? – Es gibt Zuwanderer, die durchaus dankbar sind für das, was sie von diesem Land bekommen, und die nicht das Ziel haben, dieses Land zu unterminieren angesichts dessen, was sie sich in diesem Land an Wohlstand erarbeiten konnten und von diesem Land bekommen haben. Meine Damen und Herren, auch solche Ausländer gibt es! Die kenne ich, die würden mit den Bestrebungen, die Sie haben, wirklich nicht konform gehen, sondern die haben die Vorstellung, dass man gegenüber einem Land, in dem man Gast ist und von dem man wirklich nur profitiert – die allermeisten Ausländer profitieren von diesem Land –, dankbar und loyal ist und nicht versucht, dieses Land zu unterminieren, zu untergraben und mit Parallelgesellschaften instabil zu machen. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.
Um gleich auch noch sozusagen die Parallelgesellschaft auf die kommunale Ebene zu heben und damit politisch zu instrumentalisieren, dazu soll Ihr kommunales Wahlrecht da sein. (Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.) Das ist der Hintergrund, meine Damen und Herren!
Beifall beim BZÖ.
Daher muss man den Anfängen wehren. Man muss den Anfängen wehren und klar sagen: Der Österreicher wünscht nicht, dass das österreichische Gemeinwesen durch Parallelgesellschaften, die sich auf kommunalpolitischer Ebene institutionalisieren, untergraben werden kann! (Beifall beim BZÖ.) Das ist nicht das Ziel, das sich der Österreicher in seiner kommunalpolitischen Entwicklung wünscht.
Beifall beim BZÖ.
Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Wo wollen Sie enden? – Wenn Sie heute das aktive Wahlrecht für Ausländer verlangen, für jedermann, für nichtösterreichische Staatsbürger, was immer das sein soll, ist es morgen das passive Wahlrecht, ist es übermorgen das aktive und passive Wahlrecht auf Landesebene, und am Schluss ist es natürlich das Wahlrecht auf Bundesebene. Das wird der Österreicher nicht akzeptieren, das wird der österreichische Wähler niemals mittragen! Daher bin ich, glaube ich, eins mit jenen, die das ablehnen, mit der Mehrheit der österreichischen Bevölkerung, und zwar mit der überwiegenden Mehrheit! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: Das war eine erschütternde Rede, Kollege Stadler! – Abg. Scheibner: Kollege Jarolim ist aufgewacht! – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Zu Wort gemeldet ist als Erster der Antragsteller. – Bitte, Herr Abgeordneter Dr. Haimbuchner. (Abg. Dr. Jarolim: Das war eine erschütternde Rede, Kollege Stadler! – Abg. Scheibner: Kollege Jarolim ist aufgewacht! – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Wir beantragen, dass der Rechnungshof in Zukunft auch Unternehmungen kontrollieren kann, an denen der Bund oder andere Rechtsträger, die der Rechnungshofkontrolle unterliegen, nur mit 25 Prozent beteiligt sind. Weiters wird beantragt, dass in all jenen Bereichen, in denen die Republik Haftungen übernimmt, Darlehen gibt oder Ausfallshaftungen übernimmt, ebenfalls die Kontrolle gegeben ist. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
In diesem Sinne ersuche ich Sie um eine sehr objektive Diskussion, um eine objektive Prüfung und darum, dass man hier vielleicht einmal die parteipolitische Brille ablegt. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Haimbuchner: Wenn man schlecht sieht!
Abgeordnete Mag. Christine Lapp (SPÖ): Hohes Haus! Bei der Kontrolle braucht man keine Brille aufzuhaben; ich denke mir, bei der Kontrolle ist es wichtig, dass man sich anschaut, wie Steuergelder verwendet werden (Abg. Dr. Haimbuchner: Wenn man schlecht sieht!), und dass man sich auch Strukturen überlegt, wie effizient kontrolliert werden kann. Ich möchte kurz auf die einzelnen Punkte dieses Antrages eingehen.
Beifall bei der SPÖ.
Zum Punkt der Unternehmungen und zum Punkt der Gebarung gemeinnütziger Bauvereinigungen sind sicherlich noch weitere Diskussionen notwendig. Wahrscheinlich wäre es besser, dafür frühere Zeitpunkte anzusetzen, damit wir alle Aspekte abdecken können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Prinzipiell sind wir für Diskussionen selbstverständlich offen, aber es müssen alle Beteiligten eingebunden werden. Wenn es tatsächlich Verbesserungen geben sollte, sind wir dazu bereit. – Ich bedanke mich und wünsche eine gute Nacht. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Wer ist denn dort Bürgermeister?
Jawohl, wir wollen eine Überprüfung der Gemeinden, weil gerade – ich habe es heute schon erwähnt – Trieben oder Liezen Beispiele dafür waren, wie es ist, wenn Bürgermeister außer Rand und Band das Gemeindevermögen in den Sand setzen. Auch die Stadt Graz ist mit immerhin 1,1 Milliarden € an Schulden ein Beispiel dafür. (Abg. Ing. Westenthaler: Wer ist denn dort Bürgermeister?) Diese sind selbst nicht mehr in der Lage, budgetgemäß, effizient und sparsam zu arbeiten.
Beifall beim BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Entschuldigung, wer ist denn in Graz Bürgermeister? – Abg. Grosz – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: Nagl, ÖVP!
Daher sagen wir: Ja, der Bundesrechnungshof soll einheitlich effiziente Strukturen haben; ja, er soll prüfen können; ja, er soll diese Möglichkeit haben. Denn: Der Bundesrechnungshof ist ja nicht nur ein Kontrollorgan, sondern für manche auch ein Beratungsorgan, was gerade in einer Zeit, in der die Finanzmittel immer knapper werden, eigentlich recht gut ist. – Ich danke Ihnen. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Entschuldigung, wer ist denn in Graz Bürgermeister? – Abg. Grosz – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: Nagl, ÖVP!)
Abg. Mag. Kogler: Sie überraschen mich, Herr Präsident!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Mag. Kogler. – Bitte. (Abg. Mag. Kogler: Sie überraschen mich, Herr Präsident!) Sie sind eingetragen. Gewünschte Redezeit: 2 Minuten. – Bitte.
Demonstrativer Beifall beim BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Wir klatschen einmal, bei dir klatscht keiner mehr!
Der eigentliche Punkt ist ja der, dass es hier ein Kontrollversagen auf allen Ebenen gibt. Es ist in jedem Bundesland anders organisiert. Wir haben zum Teil die gemeindeeigenen Kontrollausschüsse. Wir haben in manchen Bundesländern Zuständigkeiten der Bezirksverwaltungsbehörden – ein Unglück der Sonderklasse! Die Gemeindeaufsichten sind dann die nächste Ebene. Ich kann Ihnen sagen, was das in der Steiermark für eine Institution ist: völlig überfordert, inkompetent, und dort, wo Kompetenz ist, ist man vielleicht auch willfährig gegenüber den roten und schwarzen Mächtigen. (Demonstrativer Beifall beim BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Wir klatschen einmal, bei dir klatscht keiner mehr!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
90 bis 120 Millionen wert wäre, dann setzt er die 60 Millionen in den Sand, und das unter Mittäterschaft der sogenannten Aufsicht! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ und BZÖ.
Wenn Sie jetzt nicht schön langsam verstehen, dass hier kontrolliert werden muss, dann haben Sie ein Problem. Dieser Antrag weist darauf hin – lösen Sie das Problem in Ihren Reihen! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Energieeffizienz soll als Genehmigungskriterium ins Betriebsanlagenrecht eingeführt werden, damit die Behörde entsprechende Entscheidungen treffen, entsprechende Auflagen erteilen kann, um so die Energieeffizienz von Industrieanlagen sicherstellen zu können. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Selbstverständlich darf der soziale Aspekt in der Umwelt- und Klimapolitik nicht zu kurz kommen. Neben den zweifelsohne einzuhaltenden umwelttechnischen Auflagen dürfen dadurch jedoch die Energiekosten nicht weiter steigen oder sogar Arbeitsplätze deswegen verlorengehen. Unsere Umwelt- und Klimapolitik muss ökologisch, aber auch ökonomisch und, meine Damen und Herren, für mich persönlich auch sehr sozial ausgerichtet sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Großruck: Wir tragen mit!
Der Vorschlag der Grünen, der die Gewerbeordnung, das Abfallwirtschaftsgesetz, das Emissionsgesetz für Kesselanlagen ändern will, stellt bedauerlicherweise keinen ganzheitlichen Ansatz dar. Dieser Antrag der Grünen würde mehr sinnlose Bürokratie bei Anlagengenehmigungen bedeuten; in Bezug auf den Artikel 3 des Initiativantrages der Grünen – Emissionsschutzgesetz für Kesselanlagen – bestehen verfassungsrechtliche Bedenken. Daher ist es klug, die energiepolitische Gesamtstrategie der Regierung mitzutragen. Das Energiethema wird uns noch viele Stunden in diesem Hohen Haus beschäftigen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Großruck: Wir tragen mit!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Kopf: Wir haben vor 30 Jahren angefangen, Politik nach dieser Formel zu machen!
Abgeordneter Mag. Rainer Widmann (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Ich bin ganz bei den Grünen, wenn sie für Energieeffizienz eintreten, allein, die Frage ist immer auch die: Wie setzt man das Ganze um? Klimaschutz und Umweltschutz sind wichtig, aber man muss sie mit der Wirtschaft und nicht gegen die Wirtschaft machen, und der Kollege von der ÖVP hat bereits einiges zu diesem Aspekt aufgezeigt. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Kopf: Wir haben vor 30 Jahren angefangen, Politik nach dieser Formel zu machen!)
Beifall beim BZÖ.
Das sind die Wege, die man beschreiten sollte, statt mit diesen Regulativen zu arbeiten, die außer Bürokratie und Aufwand in Summe wenig bringen, um wirklich energieeffizient zu werden. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das heißt, auf den Punkt gebracht: Der Antrag ist gut gemeint, aber schlecht gemacht, denn das ist letztlich ein Wirtschaftsbehinderungs- und Verwaltungsaufblähungsgesetz – und das ohne Nutzen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ihnen, Frau Abgeordnete Mag. Brunner, möchte ich sagen: Sie haben vollkommen recht, ja, wir alle wollen Energieeffizienz! Nur: Wenn Sie Energieeffizienz sagen, dann meinen Sie in Wirklichkeit Bürokratie, Verkomplizierung der Verfahren und wollen damit eigentlich eine wirtschaftliche Weiterentwicklung in Form von Modernisierung, in Form von moderneren Werken behindern. Und das ist abzulehnen! Ich glaube, wir werden darüber noch viel zu diskutieren haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Großruck: Na ja, wir schon!
Es wurde ja bereits angesprochen: Auf Bundesebene fehlen die entsprechenden Kompetenzen: Es gibt weder eine Energiekompetenz noch eine umfassende Umweltschutzkompetenz in unserer Bundesverfassung. Nicht zuletzt deswegen sprechen wir von einer notwendigen Bedarfskompetenz; eine solche hat ja auch bereits der frühere Umweltminister Pröll vorgeschlagen; leider war er da nicht sehr erfolgreich. Jedenfalls: Seit Juni vergangenen Jahres hat man nicht mehr sehr viel davon von Ihnen gehört. (Abg. Großruck: Na ja, wir schon!)
Beifall bei den Grünen.
Das alles sollte der Bund sofort tun, noch vor Einführung einer Bedarfskompetenz, um mit positivem Beispiel voranzugehen und um auch Zeichen gegenüber den Ländern zu setzen, um diese ins Boot zu holen, gemeinsame Aktivitäten starten und diese Bedarfskompetenz letztlich dann auch umsetzen zu können. So können zielgerichtete und erfolgreiche Klimaschutzmaßnahmen getätigt werden. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Das Bauen eines bundesweiten Klimaschutzgesetzes wird uns im Jahr 2009 ziemlich beschäftigen, das ist keine einfache Aufgabe. Das wissen wir alle. Nur dann jedoch, wenn wir die Vorarbeiten wirklich ordentlich erledigen, wird es ein sinnvolles Bundesklimaschutzgesetz geben, und ich hoffe, dass wir da alle gemeinsam in diesem Jahr etwas Sinnvolles, Konstruktives zustande bringen werden. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Das wird uns in der nächsten Zeit intensiv beschäftigen, aber ich bin davon überzeugt, dass wir die Verhandlungen auf einen guten Weg bringen können, wenn wir alle gemeinsam daran arbeiten und wenn wir vor allem beste Überzeugungsarbeit leisten, da die Verantwortungsverteilung Richtung aller Sektoren und Richtung der Länder notwendig ist. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Mit Ihrem Konstrukt bringen Sie eine Konfusion in die Bundesverfassung hinein. Also es kommt einiges hinzu. Das eine war, dass es sachlich, inhaltlich der falsche Weg ist. Es ist zwar das Ziel das richtige, aber – das haben wir vorhin ohnehin schon besprochen – der Aufwand, den Sie damit verursachen, würde noch viele weitere Unternehmer abschrecken, zu investieren. Gerade in einer Zeit, in der wir eine Wirtschaftskrise durchleben, braucht man keine Energiekonzepte, die die Wirtschaft belasten. Wir brauchen Unternehmer, die rasch investieren und Anlagen bauen können und die schon im Eigeninteresse ohnehin energieeffiziente Anlagen bauen werden. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das ist der eine Punkt, und da können Sie mit dem Kopf schütteln, so viel Sie wollen, juristisch gesehen ist das ein „Topfen“ – ich hoffe, ich darf das sagen, Herr Präsident –, was Sie hier vorgelegt haben. „Unsinn“, „Blödsinn“ darf man ja im Parlament nicht sagen, aber dem Sinne nach ist es ein Unsinn, was Sie hier fabriziert haben, weil es auch verfassungsrechtlich nicht halten würde. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Riepl: Wer hat denn die Unterrichtsstunden gekürzt? Waren Sie da nicht in der Regierung?
Meine sehr geehrten Kolleginnen und Kollegen, es kann doch nicht der Stein der Weisen sein, dass man, wenn in der Schule das Ziel nicht entsprechend erreicht wird, nur auf private Nachhilfe zurückgreift. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Riepl: Wer hat denn die Unterrichtsstunden gekürzt? Waren Sie da nicht in der Regierung?)
Beifall beim BZÖ.
Gerade mit den derzeitigen Vorzeichen, dass die Frau Bundesministerin Schmied vorschlägt, dass die Lehrer mehr Stunden in den Klassen sein sollen, und dass das Thema Schule zurzeit wieder generell ein sehr aktuelles ist, all das zu diskutieren. wird, so denke ich, eine sehr spannende und gute Angelegenheit werden. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Weinzinger
Ich würde Frau Kollegin Haubner und auch die gesamte BZÖ-Fraktion dazu einladen, lieber einen anderen Weg mitzugehen, nämlich eine neue Schule zu kreieren (Zwischenruf des Abg. Weinzinger), in der ein solcher Nachhilfeunterricht nicht notwendig ist, in der es nicht notwendig ist, dass man in wirklich sinnloser Weise Jahre an den Schulen wiederholen muss. All das wird möglich, wenn man eine neue Schule kreiert,
Abg. Bucher: Gemeinsame Schule, meinen Sie?
deren Weg zu bahnen sich die Ministerin wirklich und wahrhaftig bemüht. (Abg. Bucher: Gemeinsame Schule, meinen Sie?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Weinzinger: ... die Individualität der Kinder ...!
Ich denke, wir sollten alles dazu tun, unsere Ministerin dabei zu unterstützen. Die neuen Vorschläge führen eher zu Verwirrung als zu Klarheit. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Weinzinger: ... die Individualität der Kinder ...!)
Beifall bei der ÖVP.
Es gibt noch viele Punkte, die hier zu besprechen wären, und es gibt die Möglichkeit, das im Ausschuss zu tun. Ich wünschte mir nur, dass die Lehrer in dieser Diskussion nicht auf der Strecke bleiben und ihre Motivation dadurch geschmälert wird! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Wer sind Sie noch einmal? Könnten Sie noch einmal Ihren Namen sagen?
Abgeordneter Dr. Harald Walser (Grüne): Hohes Haus! Das Beste an dem Antrag, Frau Kollegin Haubner, ist, dass das BZÖ endlich aufgewacht ist und sich auch in die bildungspolitische Diskussion eingeschaltet hat (Abg. Scheibner: Wer sind Sie noch einmal? Könnten Sie noch einmal Ihren Namen sagen?); das ist aber wirklich das Einzige! Alles andere daran ist Unsinn – und ich würde Ihnen empfehlen, diesen Antrag vielleicht Ihrem „Sprach-Magier“, Herrn Kollegen Stadler, zuerst vorzulegen, dann würde vielleicht ein bisschen weniger Unsinn darin stehen.
Abg. Scheibner: Wenn Sie schlafen gehen wollen, wir halten Sie nicht auf! – Abg. Ing. Westenthaler: Normalerweise stellt man sich vor!
Denn: Sie schreiben allen Ernstes, dass Ihr Modell dazu dienen soll, die Konjunktur zu retten, weil Sie ihr mit diesem Modell bis zu 180 Millionen € zuführen, haben aber nicht gesehen, dass Sie dieselben 180 Millionen € zuerst woanders wegnehmen. – Also, wenn das die Wirtschaftskompetenz des BZÖ ist, dann Gute Nacht! (Abg. Scheibner: Wenn Sie schlafen gehen wollen, wir halten Sie nicht auf! – Abg. Ing. Westenthaler: Normalerweise stellt man sich vor!)
Beifall bei den Grünen.
Besonders originell habe ich gefunden, dass Sie in Ihrem Antrag schreiben, dass es sich hierbei um eine unkonventionelle Idee handle. – Wenn Herr Mag. Stadler Ihren Antrag überarbeitet haben wird, dann wird da wahrscheinlich stehen: Das ist eine „Schnapsidee“, es tut mir leid! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Scheibner: Sagen Sie, wer das war! Wer ist das? Sagen Sie den Namen! – Abg. Mag. Stadler: Wer ist das?
Ich sage Ihnen, was gemeldet wurde: Im Jahr 2005 ist der erste Betrag durch diesen Menschen in der Buchhaltungsagentur, der an einer verantwortlichen Stelle geses- sen ist, an die Firma Venetia überwiesen worden. Niemand hat das bemerkt. (Abg. Scheibner: Sagen Sie, wer das war! Wer ist das? Sagen Sie den Namen! – Abg. Mag. Stadler: Wer ist das?) – Darüber können wir auch reden, aber ich brauche es Ihnen jetzt nicht im Detail zu sagen: Klar, Herr Wiplinger ist ein Parteigänger der SPÖ gewesen, ja! (Abg. Mag. Stadler: Hochrangiger!) – Nein, hochrangig war er nicht. (Abg. Mag. Stadler: Abgeordneter!) – Die Partei spielt zunächst einmal überhaupt keine Rolle, ich gehe offen an die Sache heran.
Abg. Mag. Stadler: Hochrangiger!
Ich sage Ihnen, was gemeldet wurde: Im Jahr 2005 ist der erste Betrag durch diesen Menschen in der Buchhaltungsagentur, der an einer verantwortlichen Stelle geses- sen ist, an die Firma Venetia überwiesen worden. Niemand hat das bemerkt. (Abg. Scheibner: Sagen Sie, wer das war! Wer ist das? Sagen Sie den Namen! – Abg. Mag. Stadler: Wer ist das?) – Darüber können wir auch reden, aber ich brauche es Ihnen jetzt nicht im Detail zu sagen: Klar, Herr Wiplinger ist ein Parteigänger der SPÖ gewesen, ja! (Abg. Mag. Stadler: Hochrangiger!) – Nein, hochrangig war er nicht. (Abg. Mag. Stadler: Abgeordneter!) – Die Partei spielt zunächst einmal überhaupt keine Rolle, ich gehe offen an die Sache heran.
Abg. Mag. Stadler: Abgeordneter!
Ich sage Ihnen, was gemeldet wurde: Im Jahr 2005 ist der erste Betrag durch diesen Menschen in der Buchhaltungsagentur, der an einer verantwortlichen Stelle geses- sen ist, an die Firma Venetia überwiesen worden. Niemand hat das bemerkt. (Abg. Scheibner: Sagen Sie, wer das war! Wer ist das? Sagen Sie den Namen! – Abg. Mag. Stadler: Wer ist das?) – Darüber können wir auch reden, aber ich brauche es Ihnen jetzt nicht im Detail zu sagen: Klar, Herr Wiplinger ist ein Parteigänger der SPÖ gewesen, ja! (Abg. Mag. Stadler: Hochrangiger!) – Nein, hochrangig war er nicht. (Abg. Mag. Stadler: Abgeordneter!) – Die Partei spielt zunächst einmal überhaupt keine Rolle, ich gehe offen an die Sache heran.
Abg. Mag. Stadler: Roter Gemeinderat! – Abg. Ing. Westenthaler: Ist das ein Roter?
Da hat die Steuerfahndung natürlich zu Recht nachgefragt – daran kann man sehen, dass sie arbeitet, Herr Molterer –: Warum zahlt das AMS diesem Herrn Sowieso 500 000 €? – Das AMS hat in seinen Unterlagen nachgesehen und hat festgestellt, dass es nichts gezahlt hat. Daraufhin ist man auf die Buchhaltungsagentur verfallen, und dort hat Herr W. eine unglaubliche Geschichte erzählt (Abg. Mag. Stadler: Roter Gemeinderat! – Abg. Ing. Westenthaler: Ist das ein Roter?), die in etwa darin bestanden hat, dass der Betrag von 450 000 € von einer Schweizer Firma hereingekommen und 500 000 € an einen Dritten überwiesen worden sind. (Abg. Ing. Westenthaler: Ein Sozialdemokrat! Ein Roter!)
Abg. Ing. Westenthaler: Ein Sozialdemokrat! Ein Roter!
Da hat die Steuerfahndung natürlich zu Recht nachgefragt – daran kann man sehen, dass sie arbeitet, Herr Molterer –: Warum zahlt das AMS diesem Herrn Sowieso 500 000 €? – Das AMS hat in seinen Unterlagen nachgesehen und hat festgestellt, dass es nichts gezahlt hat. Daraufhin ist man auf die Buchhaltungsagentur verfallen, und dort hat Herr W. eine unglaubliche Geschichte erzählt (Abg. Mag. Stadler: Roter Gemeinderat! – Abg. Ing. Westenthaler: Ist das ein Roter?), die in etwa darin bestanden hat, dass der Betrag von 450 000 € von einer Schweizer Firma hereingekommen und 500 000 € an einen Dritten überwiesen worden sind. (Abg. Ing. Westenthaler: Ein Sozialdemokrat! Ein Roter!)
Abg. Kopf: Es ist immer gefährlich, wenn einer am Anfang sagt, dass er die 10 Minuten nicht braucht!
macht. (Abg. Kopf: Es ist immer gefährlich, wenn einer am Anfang sagt, dass er die 10 Minuten nicht braucht!)
Abg. Grillitsch: Viertelstunde!
Was macht das Wirtschaftsministerium, und das ist jetzt, Herr Bartenstein, wie ich vermute, nicht Ihre persönliche Schuld? – Im Wirtschaftsministerium hat man mit der Buchhaltungsagentur telefoniert, mit Herrn W., und hat sich dort bestätigen lassen, dass alles in Ordnung ist. – Auf diese Art und Weise sind der Republik 16,5 Millionen € verloren gegangen! (Abg. Grillitsch: Viertelstunde!) – Wenn es Ihnen zu lange dauert, kann ich es gerne noch länger machen! Ich kann meine 10 Minuten ausschöpfen, kein Problem. (Abg. Grillitsch: Das tun Sie bereits! – Abg. Ing. Westenthaler: Sagen Sie, der Herr W., ist das der Herr Wiplinger?)
Abg. Grillitsch: Das tun Sie bereits! – Abg. Ing. Westenthaler: Sagen Sie, der Herr W., ist das der Herr Wiplinger?
Was macht das Wirtschaftsministerium, und das ist jetzt, Herr Bartenstein, wie ich vermute, nicht Ihre persönliche Schuld? – Im Wirtschaftsministerium hat man mit der Buchhaltungsagentur telefoniert, mit Herrn W., und hat sich dort bestätigen lassen, dass alles in Ordnung ist. – Auf diese Art und Weise sind der Republik 16,5 Millionen € verloren gegangen! (Abg. Grillitsch: Viertelstunde!) – Wenn es Ihnen zu lange dauert, kann ich es gerne noch länger machen! Ich kann meine 10 Minuten ausschöpfen, kein Problem. (Abg. Grillitsch: Das tun Sie bereits! – Abg. Ing. Westenthaler: Sagen Sie, der Herr W., ist das der Herr Wiplinger?)
Abg. Grillitsch: Wir haben auch eine Überraschung für Sie, Herr Kollege!
Der zweite Vorfall hat sich ebenfalls auf sehr interessante Weise abgespielt: Innerhalb der Bundesbuchhaltungsagentur wurde – damit wären wir auch wieder bei einem politischem Faktum – durch Sie, Herr Molterer, ein neuer Geschäftsführer bestellt. (Abg. Grillitsch: Wir haben auch eine Überraschung für Sie, Herr Kollege!)
Abg. Ing. Westenthaler: Wer ist das, der Herr W.?
Dieser neue Geschäftsführer hat im November – Herr Brandl, der Name sagt Ihnen etwas –, als er das Amt angetreten hat, davon erfahren, dass Herr W. Bestätigungen ausstellt (Abg. Ing. Westenthaler: Wer ist das, der Herr W.?) und er hat ihm offensichtlich per Weisung verboten, weiter Bestätigungen auszustellen – Forderungsbestätigungen, zu denen Herr W. nicht berechtigt war und auch Herr Brandl nicht berechtigt gewesen wäre. Herr Brandl hat das ja nicht gemacht, aber Herr W. (Abg. Ing. Westenthaler: Sagen Sie, wer ist der Herr W.?), Herr Wiplinger, um den Namen zu sagen (Abg. Ing. Westenthaler: Ja!), hat das gemacht.
Abg. Ing. Westenthaler: Sagen Sie, wer ist der Herr W.?
Dieser neue Geschäftsführer hat im November – Herr Brandl, der Name sagt Ihnen etwas –, als er das Amt angetreten hat, davon erfahren, dass Herr W. Bestätigungen ausstellt (Abg. Ing. Westenthaler: Wer ist das, der Herr W.?) und er hat ihm offensichtlich per Weisung verboten, weiter Bestätigungen auszustellen – Forderungsbestätigungen, zu denen Herr W. nicht berechtigt war und auch Herr Brandl nicht berechtigt gewesen wäre. Herr Brandl hat das ja nicht gemacht, aber Herr W. (Abg. Ing. Westenthaler: Sagen Sie, wer ist der Herr W.?), Herr Wiplinger, um den Namen zu sagen (Abg. Ing. Westenthaler: Ja!), hat das gemacht.
Abg. Ing. Westenthaler: Ja!
Dieser neue Geschäftsführer hat im November – Herr Brandl, der Name sagt Ihnen etwas –, als er das Amt angetreten hat, davon erfahren, dass Herr W. Bestätigungen ausstellt (Abg. Ing. Westenthaler: Wer ist das, der Herr W.?) und er hat ihm offensichtlich per Weisung verboten, weiter Bestätigungen auszustellen – Forderungsbestätigungen, zu denen Herr W. nicht berechtigt war und auch Herr Brandl nicht berechtigt gewesen wäre. Herr Brandl hat das ja nicht gemacht, aber Herr W. (Abg. Ing. Westenthaler: Sagen Sie, wer ist der Herr W.?), Herr Wiplinger, um den Namen zu sagen (Abg. Ing. Westenthaler: Ja!), hat das gemacht.
Abg. Mag. Stadler: Wenn du jetzt noch roter Wiplinger sagst, dann passt die Rede! – Abg. Ing. Westenthaler: Von welcher Partei ist denn der W.?
Herr Wiplinger hat sich nicht daran gehalten, er hat weiter Forderungsbestätigungen ausgestellt und weiter Gelder abgebucht, und so sind bis zum Jänner diese insgesamt 16,5 Millionen € Schaden für die Republik entstanden. (Abg. Mag. Stadler: Wenn du jetzt noch roter Wiplinger sagst, dann passt die Rede! – Abg. Ing. Westenthaler: Von welcher Partei ist denn der W.?)
Abg. Grillitsch: Wie lange haben Sie noch vor, Herr Kollege?
Der Rechnungshof hat festgestellt, dass es in der Buchhaltungsagentur schwere Sicherheitslücken beim Buchungssystem gibt. Zwei große Lücken hat er festgestellt, eine davon wurde repariert, die zweite war und ist bis heute offen (Abg. Grillitsch: Wie lange haben Sie noch vor, Herr Kollege?): Das ist der Umstand, dass, wenn schnell Geld verfügbar gemacht werden soll, das Geld über e-Banking abgerufen werden kann, über PIN- und TAN-Codes, und zwei Personen die Entscheidung treffen, in welcher Höhe Geldbeträge abgerufen werden können. (Abg. Grillitsch: Wie lange haben Sie noch vor zu reden?)
Abg. Grillitsch: Wie lange haben Sie noch vor zu reden?
Der Rechnungshof hat festgestellt, dass es in der Buchhaltungsagentur schwere Sicherheitslücken beim Buchungssystem gibt. Zwei große Lücken hat er festgestellt, eine davon wurde repariert, die zweite war und ist bis heute offen (Abg. Grillitsch: Wie lange haben Sie noch vor, Herr Kollege?): Das ist der Umstand, dass, wenn schnell Geld verfügbar gemacht werden soll, das Geld über e-Banking abgerufen werden kann, über PIN- und TAN-Codes, und zwei Personen die Entscheidung treffen, in welcher Höhe Geldbeträge abgerufen werden können. (Abg. Grillitsch: Wie lange haben Sie noch vor zu reden?)
Abg. Grillitsch: Die 10 Minuten sind um!
in den ganzen Jahren seit ihrer Gründung – ausgenommen vom Rechnungshof, der ja dann gleich die schweren Fehler festgestellt hat – nie überprüft worden ist, dann, meine sehr geehrten Damen und Herren, kann niemand in dieser Republik kontrollieren beziehungsweise mit Sicherheit sagen, ob nicht in anderen Stellen des Bundes ähnliche Probleme auftreten beziehungsweise auftreten werden. (Abg. Grillitsch: Die 10 Minuten sind um!)
Abg. Ing. Westenthaler: Es regt sich gar keiner auf!
Abschließend – damit Sie sich beruhigen (Abg. Ing. Westenthaler: Es regt sich gar keiner auf!) –: Ein Punkt sollte bei der ganzen Sache diskutiert werden (Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen), nämlich wie es zur Buchhaltungsagentur gekommen ist. Das würde auch einen Kern des ganzen Problems treffen, nämlich eine völlig überhastete Ausgliederung, die in keiner Weise, wie es auch der Rechnungshofbericht belegt (Präsident Dr. Graf gibt neuerlich das Glockenzeichen), durchdacht wurde und die jetzt mit heftigen Problemen bei den Nachwirkungen verbunden ist. Ja, es ist so, Herr Molterer! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Das ist völlig daneben! Der Wiplinger ist ein Roter!)
Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen
Abschließend – damit Sie sich beruhigen (Abg. Ing. Westenthaler: Es regt sich gar keiner auf!) –: Ein Punkt sollte bei der ganzen Sache diskutiert werden (Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen), nämlich wie es zur Buchhaltungsagentur gekommen ist. Das würde auch einen Kern des ganzen Problems treffen, nämlich eine völlig überhastete Ausgliederung, die in keiner Weise, wie es auch der Rechnungshofbericht belegt (Präsident Dr. Graf gibt neuerlich das Glockenzeichen), durchdacht wurde und die jetzt mit heftigen Problemen bei den Nachwirkungen verbunden ist. Ja, es ist so, Herr Molterer! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Das ist völlig daneben! Der Wiplinger ist ein Roter!)
Präsident Dr. Graf gibt neuerlich das Glockenzeichen
Abschließend – damit Sie sich beruhigen (Abg. Ing. Westenthaler: Es regt sich gar keiner auf!) –: Ein Punkt sollte bei der ganzen Sache diskutiert werden (Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen), nämlich wie es zur Buchhaltungsagentur gekommen ist. Das würde auch einen Kern des ganzen Problems treffen, nämlich eine völlig überhastete Ausgliederung, die in keiner Weise, wie es auch der Rechnungshofbericht belegt (Präsident Dr. Graf gibt neuerlich das Glockenzeichen), durchdacht wurde und die jetzt mit heftigen Problemen bei den Nachwirkungen verbunden ist. Ja, es ist so, Herr Molterer! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Das ist völlig daneben! Der Wiplinger ist ein Roter!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Das ist völlig daneben! Der Wiplinger ist ein Roter!
Abschließend – damit Sie sich beruhigen (Abg. Ing. Westenthaler: Es regt sich gar keiner auf!) –: Ein Punkt sollte bei der ganzen Sache diskutiert werden (Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen), nämlich wie es zur Buchhaltungsagentur gekommen ist. Das würde auch einen Kern des ganzen Problems treffen, nämlich eine völlig überhastete Ausgliederung, die in keiner Weise, wie es auch der Rechnungshofbericht belegt (Präsident Dr. Graf gibt neuerlich das Glockenzeichen), durchdacht wurde und die jetzt mit heftigen Problemen bei den Nachwirkungen verbunden ist. Ja, es ist so, Herr Molterer! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Das ist völlig daneben! Der Wiplinger ist ein Roter!)
Abg. Ing. Westenthaler: Hinter Wiplinger!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Herr Präsident! Meine Fraktion steht (Abg. Ing. Westenthaler: Hinter Wiplinger!) dem Instrument des Untersuchungsausschusses an und für sich sehr positiv gegenüber, wir haben in den letzten Jahren auch drei Untersuchungsausschüssen zugestimmt – ich glaube, alle waren berechtigt.
Abg. Ing. Westenthaler: Genau! Wiplinger!
Hier kann ich allerdings die politische Verantwortung nicht sehen und auch nicht genau den Auftrag (Abg. Ing. Westenthaler: Genau! Wiplinger!), was dieser Untersuchungsausschuss machen soll, deswegen werden wir diesem Antrag hier heute jedenfalls nicht zustimmen. (Abg. Ing. Westenthaler: Ein Sozi war’s!)
Abg. Ing. Westenthaler: Ein Sozi war’s!
Hier kann ich allerdings die politische Verantwortung nicht sehen und auch nicht genau den Auftrag (Abg. Ing. Westenthaler: Genau! Wiplinger!), was dieser Untersuchungsausschuss machen soll, deswegen werden wir diesem Antrag hier heute jedenfalls nicht zustimmen. (Abg. Ing. Westenthaler: Ein Sozi war’s!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich darf aber gleichzeitig sagen, dass uns dieses Instrument weiterhin sehr wesentlich ist und wir uns auch weiterhin dafür einsetzen werden, dass es zu einem Minderheitenrecht wird. Aber auch die Minderheit sollte sich dann ganz genau überlegen, wie und wann dieses Instrument eingesetzt wird. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Sonnberger –: Sag endlich einmal, wer Wiplinger ist!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Dr. Sonnberger. 5 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Sonnberger –: Sag endlich einmal, wer Wiplinger ist!)
Abg. Mag. Kogler: ..., so ein Unsinn!
Abgeordneter Dr. Peter Sonnberger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Die ÖVP hat in dieser Frage eine vielleicht ein bisschen klarere Linie und Position als die SPÖ, denn wir haben immer, bei jedem Ausschuss, gesagt, dass eigentlich zunächst die Strafgerichte mit solchen Angelegenheiten zu befassen sind. Es geht um strafrechtliche Verantwortung, es geht um strafrechtliche Tatbestände und im konkreten Fall ist auch ein Strafverfahren anhängig. (Abg. Mag. Kogler: ..., so ein Unsinn!)
Abg. Mag. Kogler: Na super!
haben im Übrigen derzeit auch wichtigere Aufgaben, als – wenn ich mich an die drei letzten Untersuchungsausschüsse erinnere – hier monatelang herumzusitzen! (Abg. Mag. Kogler: Na super!) Es war tatsächlich, Herr Kollege Kogler – ich war ja selbst im Eurofighter-Untersuchungsausschuss – ein politisches Tribunal, das hier veranstaltet wurde. (Zwischenruf des Abg. Krainer.) Es war eine Veranstaltung, ein politisches Tribunal, bei dem es im Wesentlichen darum gegangen ist, Leute anzupatzen, Zeugen als Beschuldigte zu vernehmen.
Zwischenruf des Abg. Krainer.
haben im Übrigen derzeit auch wichtigere Aufgaben, als – wenn ich mich an die drei letzten Untersuchungsausschüsse erinnere – hier monatelang herumzusitzen! (Abg. Mag. Kogler: Na super!) Es war tatsächlich, Herr Kollege Kogler – ich war ja selbst im Eurofighter-Untersuchungsausschuss – ein politisches Tribunal, das hier veranstaltet wurde. (Zwischenruf des Abg. Krainer.) Es war eine Veranstaltung, ein politisches Tribunal, bei dem es im Wesentlichen darum gegangen ist, Leute anzupatzen, Zeugen als Beschuldigte zu vernehmen.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Aber es war politisch wirklich notwendig!
Da ist ja eigentlich ziemlich alles falsch gelaufen. Was wurde hier an Vorwürfen erhoben! Wer wurde hier aller angepatzt! Wer wurde hier aller vorverurteilt! Wenn Sie letzte Woche wieder in den Zeitungen – ziemlich klein – gelesen haben, welche Verfahren alle eingestellt wurden, dann wissen Sie, was hier letztendlich an politischem Kleinkapital herausgeschlagen werden sollte. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Aber es war politisch wirklich notwendig!)
Beifall bei der ÖVP.
Also viele offene Fragen, die noch geklärt werden müssen. Die ÖVP wird daher aus den besagten Gründen diesem Untersuchungsausschuss nicht zustimmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kopf: Das hat niemand gesagt!
Abgeordneter Ing. Norbert Hofer (FPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Glauben Sie wirklich, dass es hier keine strafrechtliche Relevanz geben wird? (Abg. Kopf: Das hat niemand gesagt!) Und glauben Sie wirklich, dass man die politische Verantwortung davon trennen kann? – Ich glaube es nicht. Es ist eben Aufgabe des Untersuchungsausschusses, zu prüfen, inwieweit es politische Verantwortung gibt. (Abg. Scheibner: Es geht um die Reihenfolge!)
Abg. Scheibner: Es geht um die Reihenfolge!
Abgeordneter Ing. Norbert Hofer (FPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Glauben Sie wirklich, dass es hier keine strafrechtliche Relevanz geben wird? (Abg. Kopf: Das hat niemand gesagt!) Und glauben Sie wirklich, dass man die politische Verantwortung davon trennen kann? – Ich glaube es nicht. Es ist eben Aufgabe des Untersuchungsausschusses, zu prüfen, inwieweit es politische Verantwortung gibt. (Abg. Scheibner: Es geht um die Reihenfolge!)
Abg. Kopf: Das ist doch logisch! – Abg. Dr. Stummvoll: Das sagt schon der gesunde Menschenverstand!
Zur Reihenfolge: Es ist doch immer der gleiche Schmäh, mit dem Sie hausieren gehen: Zuerst müssen die Gerichte prüfen, und dann soll es einen Untersuchungsausschuss geben. Das steht aber nirgends in der Geschäftsordnung. Das steht nirgends so drinnen, meine Damen und Herren. (Abg. Kopf: Das ist doch logisch! – Abg. Dr. Stummvoll: Das sagt schon der gesunde Menschenverstand!) – Also wenn Sie mir mit dem gesunden Menschenverstand kommen, habe ich schon Probleme. (Beifall bei der FPÖ. – Ironische Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Dr. Stummvoll: Das glaube ich auch!)
Beifall bei der FPÖ. – Ironische Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Dr. Stummvoll: Das glaube ich auch!
Zur Reihenfolge: Es ist doch immer der gleiche Schmäh, mit dem Sie hausieren gehen: Zuerst müssen die Gerichte prüfen, und dann soll es einen Untersuchungsausschuss geben. Das steht aber nirgends in der Geschäftsordnung. Das steht nirgends so drinnen, meine Damen und Herren. (Abg. Kopf: Das ist doch logisch! – Abg. Dr. Stummvoll: Das sagt schon der gesunde Menschenverstand!) – Also wenn Sie mir mit dem gesunden Menschenverstand kommen, habe ich schon Probleme. (Beifall bei der FPÖ. – Ironische Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Dr. Stummvoll: Das glaube ich auch!)
Abg. Großruck: Vielleicht war der Papst schuld! – Heiterkeit bei der ÖVP.
Tatsache ist, dass hier aus Töpfen des AMS Geld überwiesen wurde, und das nicht zu knapp, und dass erstens ein Versagen des Wirtschaftsministers als Aufsichtsbehörde des AMS vorliegt, zweitens ein Versagen des Finanzministeriums, Herr Kollege Molterer, als Aufsichtsbehörde der Bundesbuchhaltungsagentur. Da waren Sie noch dafür verantwortlich. (Abg. Großruck: Vielleicht war der Papst schuld! – Heiterkeit bei der ÖVP.) – Der Papst!
Abg. Großruck: Nur weil du ein Problem hast! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sie sitzen da und lachen. Sie können sich gar nicht mehr einkriegen vor lauter Lachen. Das ist wirklich toll. Ich gratuliere! (Abg. Großruck: Nur weil du ein Problem hast! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ein Versagen der Führung der Bundesbuchhaltungsagentur, Helmut Brandl, ÖVP-Mitglied: kein Problem.
Beifall bei der FPÖ.
Deswegen bin ich sehr dafür, dass ein Untersuchungsausschuss auch dieses Desaster überprüft. Ich weiß schon ganz genau, die ÖVP stimmt da nicht mit, das ist ganz klar, das wissen wir, aber es wird notwendig sein. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn es einmal ein Minderheitenrecht gibt, sodass die Minderheit hier im Haus diese Untersuchungsausschüsse beschließen kann, dann hoffe ich, dass wir auch Skandale wie diese ordentlich prüfen können, aber nicht im Rahmen eines Tribunals, meine Damen und Herren, sondern wirklich ordnungsgemäß prüfen können. (Beifall bei der FPÖ.)
erstaunte Zwischenrufe beim BZÖ – Abg. Ing. Westenthaler: Ach so?! Von wem ein guter Freund? Vom Cap?
In diese zweite Lücke ist jetzt der Sozialist Wiplinger, angeblich ein guter Freund von Ihnen, Herr Cap, gestoßen (erstaunte Zwischenrufe beim BZÖ – Abg. Ing. Westenthaler: Ach so?! Von wem ein guter Freund? Vom Cap?) und hat das System dahin gehend ausgenützt, dass er genau das gemacht hat, was der Rechnungshof angeprangert hat, nämlich dass es möglich ist, mit einem Zweiten mittels einer Tarnliste hier illegal Überweisungen zu machen, ohne dass es jemand mitbekommt. Das hat der Rechnungshof damals schon bekrittelt.
Abg. Riepl: Nein, hängen Sie sich nicht auf!
Er ist dann zu einer Mitarbeiterin gegangen – und jetzt kommt es und daran möchte ich mich hier aufhängen (Abg. Riepl: Nein, hängen Sie sich nicht auf!), weil hier gefragt worden ist, wo die politische Verantwortung ist und der Herr Krainer keine politische Verantwortung gesehen hat. Aber, Herr Krainer, ich muss Ihnen sagen: Dieser Sozialist Wiplinger ist zu seiner Mitarbeiterin gegangen und hat zu ihr gesagt – das ist aus seinem eigenen Mund gekommen –: Es ist politisch gewollt, dass ein vor der Insolvenz stehendes Institut gerettet wird. Und deshalb muss gehandelt werden.
Abg. Scheibner: Wer wollte das?
Das heißt, er hat eine Mitarbeiterin dazu überredet, einen Rechtsbruch zu begehen, weil es politisch gewollt ist; nach seinen eigenen Aussagen. Und das ist der Punkt, auf den ich hinaus will. (Abg. Scheibner: Wer wollte das?) Genau. Das ist der Punkt.
Abg. Krainer: Dann fragen Sie ihn!
Wenn der Sozialist Wiplinger einen politischen Auftrag hatte, etwas zu tun, dann ist meine Frage: Von wem hat er diesen Auftrag? Und wenn er das behauptet, ohne dass es stimmt, dann möchte ich wissen: Warum behauptet er das? (Abg. Krainer: Dann fragen Sie ihn!) – Ja, das werden wir ihn im Untersuchungsausschuss fragen, wenn Sie zustimmen. Sonst können wir das leider nicht machen.
Abg. Krainer: Sagen Sie es uns!
Ich habe mir noch einiges aufgeschrieben. (Abg. Krainer: Sagen Sie es uns!) Es kommt mir jetzt auf ein grundsätzliches Problem an. Wir sehen diese ganzen politischen Einflussnahmen bei der AUA, bei der Post, bei allen möglichen ÖIAG-Unternehmungen, überall sehen wir diesen politischen Einfluss. Und hier ist es sogar ein Kriminalfall. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ob das bei den ÖBB oder bei der AUA auch ein Kriminalfall wird, das weiß ich noch nicht, aber ich kann nur eines sagen: Wir müssen jetzt endlich diese politische Verantwortung hier klären. (Abg. Dr. Cap – auf seine Krawatte deutend –: Der Knopf Ihrer Krawatte ist zu groß!) – Ja, Herr Cap, Sie haben eine sehr hübsche Krawatte, gefällt mir sehr gut.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich habe mir noch einiges aufgeschrieben. (Abg. Krainer: Sagen Sie es uns!) Es kommt mir jetzt auf ein grundsätzliches Problem an. Wir sehen diese ganzen politischen Einflussnahmen bei der AUA, bei der Post, bei allen möglichen ÖIAG-Unternehmungen, überall sehen wir diesen politischen Einfluss. Und hier ist es sogar ein Kriminalfall. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ob das bei den ÖBB oder bei der AUA auch ein Kriminalfall wird, das weiß ich noch nicht, aber ich kann nur eines sagen: Wir müssen jetzt endlich diese politische Verantwortung hier klären. (Abg. Dr. Cap – auf seine Krawatte deutend –: Der Knopf Ihrer Krawatte ist zu groß!) – Ja, Herr Cap, Sie haben eine sehr hübsche Krawatte, gefällt mir sehr gut.
Abg. Dr. Cap – auf seine Krawatte deutend –: Der Knopf Ihrer Krawatte ist zu groß!
Ich habe mir noch einiges aufgeschrieben. (Abg. Krainer: Sagen Sie es uns!) Es kommt mir jetzt auf ein grundsätzliches Problem an. Wir sehen diese ganzen politischen Einflussnahmen bei der AUA, bei der Post, bei allen möglichen ÖIAG-Unternehmungen, überall sehen wir diesen politischen Einfluss. Und hier ist es sogar ein Kriminalfall. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ob das bei den ÖBB oder bei der AUA auch ein Kriminalfall wird, das weiß ich noch nicht, aber ich kann nur eines sagen: Wir müssen jetzt endlich diese politische Verantwortung hier klären. (Abg. Dr. Cap – auf seine Krawatte deutend –: Der Knopf Ihrer Krawatte ist zu groß!) – Ja, Herr Cap, Sie haben eine sehr hübsche Krawatte, gefällt mir sehr gut.
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Mag. Kogler.
Wir müssen diese politische Verantwortung hier klären. Und dazu bietet sich ein Untersuchungsausschuss an. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Mag. Kogler.)
Beifall beim BZÖ. – Lebhafte Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
Freunde an dieser ganzen Sache unschuldig sind. Diesen Beweis können Sie antreten, aber das geht eben nur mit einem Untersuchungsausschuss. Wenn Sie dem nicht zustimmen, dann wird ein Makel an Ihnen hängenbleiben, so wie schon viele Makel vorher. (Beifall beim BZÖ. – Lebhafte Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Dem Cap seine Freunderlwirtschaft aufdecken!
Wir werden diesem Antrag zustimmen, und wir hoffen, dass wir nicht wieder niedergestimmt werden, wie so oft in diesem Hause, und dass wir endlich die politische Verantwortung hier klären. – Danke. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Dem Cap seine Freunderlwirtschaft aufdecken!)
Abg. Mag. Stadler: Hier!
Jetzt ist er nicht da, der Kollege Stadler, der gerade in dem Punkt (Abg. Mag. Stadler: Hier!) – ach da! – sonst ein durchaus brauchbarer Kampfgefährte ist. Heute hat er ein bisschen ausgelassen, weil er immer nur auf den roten Wiplinger verwiesen hat. Auch das ist da nicht die Hauptfrage. Ja, ja, das ist schon ein Roter, und vielleicht finden wir auch noch einen Schwarzen, das wäre ja alles nicht unüblich im Zuge unserer erfolgreichen Recherchebemühungen, es geht aber um ganz etwas anderes.
Abg. Grillitsch – auf das Rednerpult deutend –: Gleich wird das rote Licht aufleuchten!
In Wirklichkeit geht es genau darum: Wie ist es möglich, dass dieses Klein-Ganoventum auf die Art und Weise so locker auftreten kann, obwohl schon mehrere Alarmglocken geschrillt haben? Das ist das Problem! (Abg. Grillitsch – auf das Rednerpult deutend –: Gleich wird das rote Licht aufleuchten!) – Sie wissen eh, neulich waren Alkoholtests draußen. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.)
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.
In Wirklichkeit geht es genau darum: Wie ist es möglich, dass dieses Klein-Ganoventum auf die Art und Weise so locker auftreten kann, obwohl schon mehrere Alarmglocken geschrillt haben? Das ist das Problem! (Abg. Grillitsch – auf das Rednerpult deutend –: Gleich wird das rote Licht aufleuchten!) – Sie wissen eh, neulich waren Alkoholtests draußen. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Der Untersuchungsausschuss betreffend Innenministerium hat gezeigt, wie es in dem Kabinett dort überhaupt zugeht. Die Leute, die als Zeugen geladen wurden, haben ja ein super Bild abgegeben. Im Banken-Ausschuss haben Sie sich am Schluss selber schon dazu hinreißen lassen, zu sagen, okay, aufgrund der Ergebnisse reformieren wir die Finanzmarktaufsicht. Im Eurofighter-Ausschuss ist klipp und klar bewiesen worden, dass Millionen einfach irgendwo durchgeronnen sind, denen Sie nur mehr nachwinken konnten. Bis heute wissen wir zwar nicht, wo sie gelandet sind, aber dass sie nicht korrekt verwendet wurden, steht fest. Und das unter Ihrem Zutun! Reden Sie das nicht weg! (Beifall bei den Grünen.)