Eckdaten:
Für die 37. Sitzung der 22. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 943 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
überreicht vom Abgeordneten Dr. Robert Rada
Petition betreffend „Gegen die geplante Fahrplanänderung für die Zugverbindung Marchegg–Wien-Südbahnhof im Bezirk Gänserndorf“ (Ordnungsnummer 15) (überreicht vom Abgeordneten Dr. Robert Rada)
Allgemeiner Beifall.
Präsident Dr. Andreas Khol: Ich begrüße den neuen Abgeordneten herzlich in unserer Mitte. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Eine tolle Werbung für ein tolles Buch!
Ich möchte Europa nicht desintegrieren in mehrere kleine Allianzen. Sie wollen das anscheinend. Wo liegt hier der Nutzen für Österreich?, ist zu fragen. Wo denken Sie hier an Österreich? Oder wollen Sie sich mit dem Schicksal Österreichs und anderer Menschen und den Folgewirkungen nicht so beschäftigen, wie Sie es auf Seite 43 Ihres Buches beschrieben haben? (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Eine tolle Werbung für ein tolles Buch!)
Abg. Ellmauer: Zu wenig!
Frau Außenministerin! Wir haben uns ein wenig angesehen, wie oft Sie sich eigentlich zur Transitfrage geäußert haben. (Abg. Ellmauer: Zu wenig!) – Ja, zu wenig. Genau! Sie haben nämlich seit Dezember 2001 als Außenministerin nur sechsmal zur Transitproblematik Stellung genommen. 2003 überhaupt nur eine öffentliche Stellungnahme zur Transitfrage – eine Lebensfrage für Österreich, wie wir in den letzten Tagen einmal mehr erkennen mussten, übrigens verpfuscht von der Bundesregierung und von vier Ministern noch im Speziellen in dem Ressort. Aber ist es nicht eine Aufgabe der Außenministerin, auch da diplomatische Beziehungen zu entwickeln, auch da eine Lobby aufzubauen, um diese Frage für Österreich und im Interesse Österreichs zu lösen? Frau Ministerin, war Sie das nur eine einzige Stellungnahme im Jahr 2003 wert? – Das hatte für Sie anscheinend keine Wichtigkeit.
Abg. Großruck: Professor Albrecht Konecny!
Wichtiger war es anscheinend – das ergibt sich aus der Anfrage des Bundesrates Albrecht Konecny (Abg. Großruck: Professor Albrecht Konecny!) –, allein für Fotos rund 317 000 € auszugeben, damit man all Ihre Tätigkeiten, die für Österreich nicht diese Relevanz haben, einmal abfotografieren kann. Kiloweise, stapelweise Fotos: Ferrero da, Ferrero dort, Ferrero da, Ferrero dort, und das alles abfotografieren. Ich frage mich: Was schaute dabei für Österreich heraus? Was für die Fotografen herausgeschaut hat, das wissen wir mittlerweile: 317 000 €! Das war Ihre Antwort an Bundesrat Konecny. Aber was ist auf Grund Ihrer Tätigkeit für Österreich dabei herausgekommen?
Zwischenruf bei der ÖVP
Da komme ich zum nächsten Punkt (Zwischenruf bei der ÖVP) – Sie sollten sich konzentrieren –: Wo ist die Anti-Atomlobby im europäischen Rahmen aufgebaut worden, Frau Außenminister? Wir wissen, das ist eine ganz wichtige Sicherheitsfrage für uns,
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Nicht am Letztstand!
Ein weiterer Punkt, Frau Außenministerin: Wir alle kennen die wirtschaftliche Lage, in der wir alle uns befinden. Unter der italienischen Präsidentschaft hat man sich bemüht, eine Wachstumsinitiative in Gang zu bringen. Mühsam kam sie in Gang, wir haben erst kürzlich die Daten dazu ablesen können. Wo war Ihr Beitrag als Außenministerin in dieser Frage? Und es wäre bedeutend gewesen, ob die EU mitfinanziert beim Brenner-Basistunnel, beim Ausbau der Westbahn, bei der Achse Wien–Ödenburg. Da geht es wieder um ganz entscheidende Interessen Österreichs. Und da muss ich feststellen, dass Sie das nicht als Kernpunkt Ihrer Politik haben, und das ist für dieses Land wirklich bedauerlich. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Nicht am Letztstand!)
Beifall bei der SPÖ.
Für jeden ist das zu lesen, das ist eine Fundgrube. Man könnte noch weitere Lebensweisheiten aus diesem Buch zitieren. Eine Bereicherung unserer Literatur. Frau Außenminister, wir warten auf Ihre Antwort. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Bundesministerin für auswärtige Angelegenheiten Dr. Benita Ferrero-Waldner: Herr Präsident! Hohes Haus! Ich stehe für eine Außenpolitik – ich danke Ihnen, dass ich darüber sprechen kann –, die vor allem österreichische Interessen im Ausland klar vertritt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Ich stehe aber auch für eine Außenpolitik, die für Menschlichkeit, für Menschenrechte, für Vertrauensbildung und für Verlässlichkeit steht. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Bundesministerin für auswärtige Angelegenheiten Dr. Benita Ferrero-Waldner: Herr Präsident! Hohes Haus! Ich stehe für eine Außenpolitik – ich danke Ihnen, dass ich darüber sprechen kann –, die vor allem österreichische Interessen im Ausland klar vertritt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Ich stehe aber auch für eine Außenpolitik, die für Menschlichkeit, für Menschenrechte, für Vertrauensbildung und für Verlässlichkeit steht. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Blicken wir zurück. Als ich als Außenministerin am 4. Mai 2000 angelobt wurde, war ich gefordert, die wirklich unfairen Sanktionen zu bekämpfen, die die Europäische Union gegen Österreich angesprochen hat. Und ich wurde dazu aufgefordert und habe es auch getan, die österreichische Realität darzustellen und zu zeigen, dass das, was in den Medien verzerrt dargestellt war, völlig unrealistisch ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Es ist ein demokratisches, ein humanitäres Land.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Inzwischen konnte das Vertrauen mit allen Ländern der Welt wiederhergestellt werden, kürzlich auch mit Israel, und zwar durch die Wiederaufnahme und Normalisierung der Beziehungen, und ich freue mich darüber. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich möchte als Beispiel die Frage der Freizügigkeit der Arbeitnehmer ansprechen. Dafür gilt eine siebenjährige Übergangsperiode, ebenso wie für manche Sektoren im Bereich der Dienstleistungen. Ich glaube, das war enorm wichtig. Heute nehmen sogar Länder diese Übergangsfrist in Anspruch, die damals nicht dafür waren, wie zum Beispiel Finnland, Frankreich und sogar Spanien. Stellen Sie sich das vor! Ich glaube, da haben wir sehr gut in Richtung Veränderung gearbeitet. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen
Sie wissen, gestern Abend ist im Vermittlungsausschuss über die Frage des Transits gesprochen worden. Es ist leider noch zu keiner Einigung gekommen, aber ich hoffe, dass wir in die Richtung des Schulterschlusses, der im Bundesrat im Rahmen des Entschließungsantrages gelungen ist, weitergehen können, denn ich denke, das zeigt auch, dass wir in schwierigen Zeiten doch zusammenstehen können. Ich sage Ihnen, das ist wichtig für ein Land. Ich lade Sie noch einmal dazu ein, auch das bis zum letzten Vermittlungsausschuss durchzuführen (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen), denn gerade das Europäische Parlament sollte den Schutz der europäischen Bevölkerung und den Schutz der österreichischen Bevölkerung wahrnehmen. Ich hoffe also, dass es in die Richtung der Lösung des Verkehrsministerrates vom 28. März 2003 geht. – Das war das eine heikle Thema.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das zweite sehr heikle Thema ist natürlich die Anti-Atompolitik. Hier möchte ich sagen, dass für den Melker Vertrag und für das Brüsseler Abkommen, das der Herr Bundeskanzler schließlich für die Sicherheitsinteressen der Österreicher schließen konnte, enorm viel Vorarbeit notwendig war, und zwar sowohl vom Außenministerium als auch vom Umweltministerium. Ich glaube, wir haben eine sehr gute Vorarbeit geleistet, um diesen Abschluss zu ermöglichen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Natür-
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Gestern war der Herr Bundeskanzler als Erster bei Berlusconi in Rom eingeladen, der natürlich ganz genau weiß, dass Österreich diesbezüglich eine führende Position hat. Glauben Sie mir: Wer Allianzen erst dann sucht, wenn es heikel wird, der kommt zu spät! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Was die neue Verfassung Europas angeht, so verhandeln wir nur, verehrte Damen und Herren, über jene 5 Prozent des Konvententwurfes, die entweder nicht gut genug waren oder bei denen etwas offen gelassen wurde, denn 95 Prozent sind bereits ausverhandelt. Ich denke, der Bundeskanzler und ich werden weiterhin mit derselben Umsicht und auch mit der, so würde ich sagen, firmen Verhandlungsführung in die Verhandlungen gehen, um am Ende ein gutes Ergebnis zu erhalten, und zwar ein Ergebnis, das besser ist für uns als das Konventsergebnis. Ich sage Ihnen eines: Nur eine Union, die von niemandem dominiert wird, nur eine Union, in der niemand dominiert, ist eine gute Union für alle Bürgerinnen und Bürger. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Heute werden die wichtigen außenpolitischen Entscheidungen in der Europäischen Union getroffen; das heißt für Europa, das heißt aber auch für die gesamte Welt. Und da hat Österreich eine sehr gewichtige Stimme. Ich bin inzwischen eine der Veteraninnen in der Außenpolitik – und ich werde gehört. Das gilt für Nahost, das gilt für den Balkan, das gilt für Afghanistan und für den Iran. Das gilt aber auch für so ferne Länder wie zum Beispiel die Demokratische Republik Kongo. Sie sollten das wissen, auch wenn es nicht immer sichtbar ist. Es liegt aber vor allem an Ihnen, wenn Sie sich nicht genau genug informieren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.
Woher glauben Sie, dass das kommt? – Das kommt auch von einer erfolgreichen Außenwirtschaftspolitik. (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.) Wir waren Exportsieger im vorigen Jahr. Das erste Mal seit 1912 haben wir eine positive Handelsbilanz mit einem Exportüberschuss in der Höhe von über 300 Millionen €. Das geht nicht von selbst, sondern das geht nur, wenn man fördert und dahinter steht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Woher glauben Sie, dass das kommt? – Das kommt auch von einer erfolgreichen Außenwirtschaftspolitik. (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.) Wir waren Exportsieger im vorigen Jahr. Das erste Mal seit 1912 haben wir eine positive Handelsbilanz mit einem Exportüberschuss in der Höhe von über 300 Millionen €. Das geht nicht von selbst, sondern das geht nur, wenn man fördert und dahinter steht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Cap: Wie geht es den Panda-Bären?
Ein rezentes Beispiel dafür ist meine kürzliche Reise nach China, dort hatte ich eine über 50-köpfige Wirtschaftsdelegation mit. Ich muss Ihnen sagen: Nur so kann man mit einer Großmacht der Zukunft weiterarbeiten. (Abg. Dr. Cap: Wie geht es den Panda-Bären?)
Abg. Mag. Wurm: Volxtheater!
Ich stehe aber auch im Rahmen meiner Außenpolitik für Menschlichkeit und für Menschenrechte. Denken Sie daran, dass alle sieben Sekunden ein Kind an Unterernährung oder Hunger stirbt (Abg. Mag. Wurm: Volxtheater!), dass nach dieser Aktuellen Stunde (Abg. Dr. Cap: Da steht das nicht!) 500 Kinder gestorben sein werden. Das ist mir daher, muss ich sagen, immer ein wichtiges Anliegen gewesen. Und ich rede nicht viel, sondern ich handle. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Cap: Da steht das nicht!
Ich stehe aber auch im Rahmen meiner Außenpolitik für Menschlichkeit und für Menschenrechte. Denken Sie daran, dass alle sieben Sekunden ein Kind an Unterernährung oder Hunger stirbt (Abg. Mag. Wurm: Volxtheater!), dass nach dieser Aktuellen Stunde (Abg. Dr. Cap: Da steht das nicht!) 500 Kinder gestorben sein werden. Das ist mir daher, muss ich sagen, immer ein wichtiges Anliegen gewesen. Und ich rede nicht viel, sondern ich handle. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich stehe aber auch im Rahmen meiner Außenpolitik für Menschlichkeit und für Menschenrechte. Denken Sie daran, dass alle sieben Sekunden ein Kind an Unterernährung oder Hunger stirbt (Abg. Mag. Wurm: Volxtheater!), dass nach dieser Aktuellen Stunde (Abg. Dr. Cap: Da steht das nicht!) 500 Kinder gestorben sein werden. Das ist mir daher, muss ich sagen, immer ein wichtiges Anliegen gewesen. Und ich rede nicht viel, sondern ich handle. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Redezeit!
Ich habe im Jahr 2002 die EZA erneuert, ich habe endlich die Möglichkeit, die Mittel beginnend mit dem nächsten Jahr bis 2006 aufzustocken. Und wir haben eine neue Durchführungsorganisation geschaffen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Redezeit!)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Redezeit! Es gibt eine Vereinbarung!
Aber ich möchte Ihnen auch sagen: Selbstverständlich sind die Vereinten Nationen nach wie vor wichtig für uns. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Redezeit! Es gibt eine Vereinbarung!) – Ich komme schon zum Schluss.
Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Noch einmal: Ich stehe für eine Außenpolitik, die zuerst die Interessen der Österreicher in der Welt sieht, die aber selbstverständlich in der Welt auch eine starke Stimme hat. – Danke. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.
Zu Wort gemeldet hat sich als erster Redner Herr Abgeordneter Dr. Spindelegger. – Bitte. (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.)
Abg. Schieder: Ist sie Kandidatin?
Abgeordneter Dr. Michael Spindelegger (ÖVP): Sehr geschätzter Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Sehr geschätzte Frau Bundesministerin! Meine Damen und Herren! Angesichts eines ÖBB-Streiks, der heute stattfindet, stellt sich die Frage, warum die SPÖ die Aktuelle Stunde dazu nützt, die Außenministerin als Zielscheibe zu betrachten. Darauf gibt es eine klare Antwort: Die Wahlen im nächsten Jahr werfen ihre Schatten voraus. Und die SPÖ bleibt ihrer Tradition treu. (Abg. Schieder: Ist sie Kandidatin?) Obwohl die Frau Bundesministerin noch gar nicht als Kandidatin für die Position als Bundespräsidentin nominiert ist, beginnen Sie sie schon anzupatzen, so nach dem Motto: „Irgendetwas wird schon hängen bleiben!“ Das ist Ihre Tradition, meine Damen und Herren, die wir verachten und zurückweisen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Dr. Michael Spindelegger (ÖVP): Sehr geschätzter Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Sehr geschätzte Frau Bundesministerin! Meine Damen und Herren! Angesichts eines ÖBB-Streiks, der heute stattfindet, stellt sich die Frage, warum die SPÖ die Aktuelle Stunde dazu nützt, die Außenministerin als Zielscheibe zu betrachten. Darauf gibt es eine klare Antwort: Die Wahlen im nächsten Jahr werfen ihre Schatten voraus. Und die SPÖ bleibt ihrer Tradition treu. (Abg. Schieder: Ist sie Kandidatin?) Obwohl die Frau Bundesministerin noch gar nicht als Kandidatin für die Position als Bundespräsidentin nominiert ist, beginnen Sie sie schon anzupatzen, so nach dem Motto: „Irgendetwas wird schon hängen bleiben!“ Das ist Ihre Tradition, meine Damen und Herren, die wir verachten und zurückweisen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.
Meine Damen und Herren! Sie machen auch die Rechnung ohne den Wirt. (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.) Wir haben eine exzellente Außenministerin, die im Aus- und Inland beliebt ist. Die Österreicherinnen und Österreicher schätzen sie, weil sie genau dem gerecht wird, was Außenpolitik sein soll. Kollege Cap hat an sich kein Wort über die Außenpolitik verloren, was mich nicht wundert, denn, meine Damen und Herren: Wie soll denn österreichische Außenpolitik heute sein?
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Jakob Auer: Wo war die SPÖ?
In der Sanktionenfrage gegen Österreich – diese liegt erst drei Jahre zurück – hat sie für die Interessen Österreichs wie eine Löwin gekämpft, meine Damen und Herren! Das ist nicht vergessen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Jakob Auer: Wo war die SPÖ?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
In diesem Zusammenhang ist auch nicht vergessen, welche Rolle Sie von der SPÖ gespielt haben, meine Damen und Herren! Sie waren auf der Seite der Sanktionierer. Das vergessen Ihnen die Österreicherinnen und Österreicher auch nicht in diesem Zusammenhang! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Wurm: Transit!
Heute geht es darum, österreichische Interessen in der EU-Verfassung zu vertreten. Die Frau Außenministerin ist es, die darum kämpft, dass jedes Land – heutiges oder künftiges Mitglied – in jeder Institution vertreten ist. (Abg. Mag. Wurm: Transit!) Meine Damen und Herren! Das ist ein nicht nur für uns wichtiges Anliegen, sondern für alle kleinen und mittleren Staaten der Europäischen Union ist das eine zentrale Frage.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine geschätzten Damen und Herren! Was soll österreichische Außenpolitik noch sein? – Sie soll Österreich im Ausland so repräsentieren, dass uns Sympathie entgegen kommt, dass wir gehört werden. Nennen Sie mir ein Beispiel, bei dem unsere Außenministerin irgendwo auf der Welt aufgetreten ist und keine exzellente Figur gemacht hat! Sie konnten keines nennen. Es gibt auch keines. Ganz im Gegenteil: Sie ist Gesprächspartnerin von Kofi Annan, dem Generalsekretär der Vereinten Nationen. Sie hat es geschafft, den russischen Außenminister vor wenigen Wochen in Österreich zu einem bilateralen Besuch begrüßen zu dürfen. Sie hat Zugang zu Colin Powell, dem amerikanischen Außenminister. Und Sie war in China. – Meine Damen und Herren! Das ist eine breite Palette, die beweist: Das ist Außenpolitik nach dem Maßstab Österreichs. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Der ist wohl nicht ganz dicht, der Knabe!
Das, was Sie zu diesem Punkt beigetragen haben, ist, dass Herr Kollege Gusenbauer Vizepräsident der Sozialistischen Internationale geworden ist. Ob das Österreich nach vorne bringt, meine Damen und Herren, darf ich sehr wohl bezweifeln. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Der ist wohl nicht ganz dicht, der Knabe!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ferrero-Waldner. Sie ist eine hervorragende Außenministerin, sie erfüllt diese österreichischen Anforderungen, die Vertretung österreichischer Interessen im Ausland in exzellenter Weise, meine Damen und Herren! Sie ist eine hervorragende Repräsentantin unseres Landes. Daran ändern Ihre Versuche, sie anzupatzen, nichts. Das wird Ihnen nicht gelingen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Mainoni: Aber!
Abgeordneter Peter Schieder (SPÖ): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Frau Außenministerin! Hohes Haus! Ich gehöre nicht zu jenen, die die Konfrontation um jeden Preis suchen, wie Sie wissen, ich bin nicht für Schwarz-weiß-Malen, und ich bemühe mich auch oft, bei politischen Gegnern nicht nur das Negative, sondern auch das Positive zu sehen, und das erst recht in der Außenpolitik (Abg. Mag. Mainoni: Aber!), aber auch ich bin überzeugt davon, dass diese Aktuelle Stunde dringend notwendig ist – aus Sorge um die österreichische Außenpolitik wegen Mängeln und Fehlern in manchen Bereichen. (Abg. Mag. Mainoni: Also bitte!)
Abg. Mag. Mainoni: Also bitte!
Abgeordneter Peter Schieder (SPÖ): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Frau Außenministerin! Hohes Haus! Ich gehöre nicht zu jenen, die die Konfrontation um jeden Preis suchen, wie Sie wissen, ich bin nicht für Schwarz-weiß-Malen, und ich bemühe mich auch oft, bei politischen Gegnern nicht nur das Negative, sondern auch das Positive zu sehen, und das erst recht in der Außenpolitik (Abg. Mag. Mainoni: Aber!), aber auch ich bin überzeugt davon, dass diese Aktuelle Stunde dringend notwendig ist – aus Sorge um die österreichische Außenpolitik wegen Mängeln und Fehlern in manchen Bereichen. (Abg. Mag. Mainoni: Also bitte!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich kann der Argumentation des Kollegen Spindelegger nicht folgen, der hier zu verstehen gab, deshalb, weil die Frau Außenministerin vielleicht Kandidatin ist, darf in diesem Hohen Haus nicht mehr über Außenpolitik gesprochen werden. Dazu muss ich sagen: Da können wir ja direkt froh sein, dass nicht alle Regierungsmitglieder als Kandidaten genannt wurden, denn sonst könnten wir einen Glassturz über die Regierung stellen, uns verbeugen und nach Hause gehen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Frau Außenministerin! Ihre Politik der Mitte – ich zitiere Ihren Ausspruch vom 24. Feber: Wir wussten immer schon, dass die Mitte richtig ist! – war ein schwerer außenpolitischer Fehler. Mitte, so sagt man, ist gut. Man spricht sogar sehr oft in unserem Sprachgebrauch von „goldener Mitte“. Es war schon in Ordnung, dass Sie sich für eine gemeinsame Haltung aller Europäer eingesetzt haben, aber es gab keinen Mittelweg in dieser Frage. Bei der Entscheidung, entweder aus vermeintlicher Treue zu den Vereinigten Staaten die Fehler der Administration Bush mit zu vollziehen oder sich zu Recht zur Legitimität der Vereinten Nationen zu bekennen, gab es kein Dazwischen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Gerade ein Staat wie Österreich muss mit all seinen Kräften für die Herrschaft des Rechtes auch auf internationaler Ebene kämpfen. Er kann in seiner Wortwahl moderater sein als die Großen, aber in seiner Haltung muss er klar sein. Österreichs Außenpolitik war dies beim Irak-Krieg leider nicht! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.
Warum erst jetzt?, gönnerhafte Art, Habsburger Nostalgie: Das waren dazu noch die mildesten Stellungnahmen von Politikern aus Nachbarländern. (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.) Der Versuch, uns in Europa durch Partnerschaft zu stärken, wurde leider so realisiert, dass er uns in der Endabrechnung geschwächt hat. (Abg. Steibl: Das ist aber schon sehr weit unten!)
Abg. Steibl: Das ist aber schon sehr weit unten!
Warum erst jetzt?, gönnerhafte Art, Habsburger Nostalgie: Das waren dazu noch die mildesten Stellungnahmen von Politikern aus Nachbarländern. (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.) Der Versuch, uns in Europa durch Partnerschaft zu stärken, wurde leider so realisiert, dass er uns in der Endabrechnung geschwächt hat. (Abg. Steibl: Das ist aber schon sehr weit unten!)
Abg. Scheibner: Redezeit!
Was geschieht in Österreich? – Es wird mit dem Parlament nicht über alle Fragen kommuniziert, die Opposition wird nicht eingebunden, die Strategische Partnerschaft ist nur ein Beispiel dafür. (Abg. Scheibner: Redezeit!) Über die Entwicklungspolitik wurden wir informiert, aber über die Details konnten wir nicht sprechen. (Abg. Scheibner: Redezeit!) Es wird uns die Mitsprache bei der Verlängerung von Einsätzen entzogen. – Außenpolitik muss alle umfassen, muss gemeinsam betrieben werden, nur dann hat sie Erfolg. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Scheibner: Redezeit!
Was geschieht in Österreich? – Es wird mit dem Parlament nicht über alle Fragen kommuniziert, die Opposition wird nicht eingebunden, die Strategische Partnerschaft ist nur ein Beispiel dafür. (Abg. Scheibner: Redezeit!) Über die Entwicklungspolitik wurden wir informiert, aber über die Details konnten wir nicht sprechen. (Abg. Scheibner: Redezeit!) Es wird uns die Mitsprache bei der Verlängerung von Einsätzen entzogen. – Außenpolitik muss alle umfassen, muss gemeinsam betrieben werden, nur dann hat sie Erfolg. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Was geschieht in Österreich? – Es wird mit dem Parlament nicht über alle Fragen kommuniziert, die Opposition wird nicht eingebunden, die Strategische Partnerschaft ist nur ein Beispiel dafür. (Abg. Scheibner: Redezeit!) Über die Entwicklungspolitik wurden wir informiert, aber über die Details konnten wir nicht sprechen. (Abg. Scheibner: Redezeit!) Es wird uns die Mitsprache bei der Verlängerung von Einsätzen entzogen. – Außenpolitik muss alle umfassen, muss gemeinsam betrieben werden, nur dann hat sie Erfolg. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich glaube, dass diese Bundesregierung mit dieser Außenministerin genau diese Positionen, die Sie hier verlangen, erfüllt. Aber schauen wir doch in die Vergangenheit zurück, weil es ja auch darum gehen soll, Alternativen aufzuzeigen, die ich bei Ihnen vermissen musste. Aber es geht jetzt nicht nur um die Außenpolitik, sondern es geht leider auch schon um den Bundespräsidentenwahlkampf. Wie war es denn bei Ihnen, als Sie mit Ihren Bundeskanzlern Außenpolitik gemacht haben? Was war mit diesen Grundsatzpositionen, die Sie hier richtigerweise dargestellt haben? Wo waren die klaren Positionen in der Außenpolitik? Haben Sie wirklich schon vergessen – wir haben es nicht vergessen –, wie Sie auf die Freiheitsbewegungen der ehemaligen Ostblockstaaten reagiert haben, als es darum gegangen wäre, diese Bewegungen zu unterstützen? – Ihr Bundeskanzler hat stattdessen Ende der achtziger Jahre mit Staatschefs wie Honecker und tschechischen Kommunisten gefeiert und Sekt und Champagner getrunken. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Herren von den Sozialdemokraten, waren das die richtigen Positionierungen? – Ich meine, das war die falsche Richtung in der Außenpolitik. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Erinnern wir uns daran, was Sie gemacht haben, als es darum gegangen ist, nach 200 000 oder 300 000 Toten im ehemaligen Jugoslawien, als die Diplomatie nichts genützt hat, diesem Morden und Vertreiben notwendigerweise mit militärischen Maßnahmen ein Ende zu setzen! Da haben Sie die größte Blamage in der Außenpolitik mitzuverantworten gehabt, weil Österreich den Luftraum für die internationale Aktion zur Befreiung des Kosovo und zum Beenden dieser Morde und dieser Vertreibungen gesperrt hat. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter
Wie haben Sie denn Ihr Netzwerk verwendet, um die österreichischen Interessen zu unterstützen? – Sie haben mit den Sanktionierern Champagner getrunken (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter) und haben sich darüber gefreut, dass man mit unlauteren Mitteln gegen eine demokratisch gewählte Regierung zu Felde zog. So benützten Sie Ihr Netzwerk – zuungunsten der österreichischen Interessen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wie haben Sie denn Ihr Netzwerk verwendet, um die österreichischen Interessen zu unterstützen? – Sie haben mit den Sanktionierern Champagner getrunken (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter) und haben sich darüber gefreut, dass man mit unlauteren Mitteln gegen eine demokratisch gewählte Regierung zu Felde zog. So benützten Sie Ihr Netzwerk – zuungunsten der österreichischen Interessen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Lichtenberger: Da hat es ja noch einen gegeben! Lernen Sie Geschichte!
Weil Sie jetzt auch den Transit aufs Tapet gebracht haben , meine Damen und Herren von der SPÖ, und den freiheitlichen Infrastruktur- und Verkehrsministern, die wirklich heldenhaft für die Interessen Österreichs in Brüssel kämpfen, hier etwas vorwerfen, muss ich Sie schon fragen: Warum haben Sie denn keine Nachfolgeregelung für den Transitvertrag ausverhandelt in einer Zeit, als wir noch nicht Mitglied der Europäischen Union waren und deshalb eine harte, eine gute Verhandlungsposition gehabt hätten? Das zu tun haben Sie verabsäumt, meine Damen und Herren von der SPÖ! (Abg. Dr. Lichtenberger: Da hat es ja noch einen gegeben! Lernen Sie Geschichte!) Also tun Sie hier nicht so, als wüssten Sie alles besser. Wir haben kein so kurzes Gedächtnis, wie Sie es sich vielleicht wünschten. Wir wissen ganz genau, welche Alternativen Sie gebracht haben (Zwischenruf des Abg. Dr. Rada) – es waren die falschen Alternativen für Österreich! Diese Bundesregierung mit dieser Außenministerin bringt die richtigen Alternativen zu dem, was Sie vielleicht für Österreich wollen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Rada
Weil Sie jetzt auch den Transit aufs Tapet gebracht haben , meine Damen und Herren von der SPÖ, und den freiheitlichen Infrastruktur- und Verkehrsministern, die wirklich heldenhaft für die Interessen Österreichs in Brüssel kämpfen, hier etwas vorwerfen, muss ich Sie schon fragen: Warum haben Sie denn keine Nachfolgeregelung für den Transitvertrag ausverhandelt in einer Zeit, als wir noch nicht Mitglied der Europäischen Union waren und deshalb eine harte, eine gute Verhandlungsposition gehabt hätten? Das zu tun haben Sie verabsäumt, meine Damen und Herren von der SPÖ! (Abg. Dr. Lichtenberger: Da hat es ja noch einen gegeben! Lernen Sie Geschichte!) Also tun Sie hier nicht so, als wüssten Sie alles besser. Wir haben kein so kurzes Gedächtnis, wie Sie es sich vielleicht wünschten. Wir wissen ganz genau, welche Alternativen Sie gebracht haben (Zwischenruf des Abg. Dr. Rada) – es waren die falschen Alternativen für Österreich! Diese Bundesregierung mit dieser Außenministerin bringt die richtigen Alternativen zu dem, was Sie vielleicht für Österreich wollen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Weil Sie jetzt auch den Transit aufs Tapet gebracht haben , meine Damen und Herren von der SPÖ, und den freiheitlichen Infrastruktur- und Verkehrsministern, die wirklich heldenhaft für die Interessen Österreichs in Brüssel kämpfen, hier etwas vorwerfen, muss ich Sie schon fragen: Warum haben Sie denn keine Nachfolgeregelung für den Transitvertrag ausverhandelt in einer Zeit, als wir noch nicht Mitglied der Europäischen Union waren und deshalb eine harte, eine gute Verhandlungsposition gehabt hätten? Das zu tun haben Sie verabsäumt, meine Damen und Herren von der SPÖ! (Abg. Dr. Lichtenberger: Da hat es ja noch einen gegeben! Lernen Sie Geschichte!) Also tun Sie hier nicht so, als wüssten Sie alles besser. Wir haben kein so kurzes Gedächtnis, wie Sie es sich vielleicht wünschten. Wir wissen ganz genau, welche Alternativen Sie gebracht haben (Zwischenruf des Abg. Dr. Rada) – es waren die falschen Alternativen für Österreich! Diese Bundesregierung mit dieser Außenministerin bringt die richtigen Alternativen zu dem, was Sie vielleicht für Österreich wollen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
der Bundesregierung und dieser Außenministerin jedenfalls gut aufgehoben. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mag. Molterer: Frau Lunacek, ihr Reisekalender ist dicht gefüllt, wie wir wissen!
Frau Ministerin! Wir hätten gerne jetzt im Herbst noch eine Sitzung des Außenpolitischen Ausschusses oder seines Unterausschusses zum Thema Entwicklungspolitik gehabt, aber leider: Die Frau Außenministerin konnte uns nur einen Termin nennen, und sonst nichts (Abg. Mag. Molterer: Frau Lunacek, ihr Reisekalender ist dicht gefüllt, wie wir wissen!), und zu diesem einem war es nicht möglich, darüber zu diskutieren. Das ist sehr schade, Frau Ministerin, denn es wäre dringend notwendig, die Außenpolitik anhand konkreter Punkte zu diskutieren. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Frau Ministerin! Wir hätten gerne jetzt im Herbst noch eine Sitzung des Außenpolitischen Ausschusses oder seines Unterausschusses zum Thema Entwicklungspolitik gehabt, aber leider: Die Frau Außenministerin konnte uns nur einen Termin nennen, und sonst nichts (Abg. Mag. Molterer: Frau Lunacek, ihr Reisekalender ist dicht gefüllt, wie wir wissen!), und zu diesem einem war es nicht möglich, darüber zu diskutieren. Das ist sehr schade, Frau Ministerin, denn es wäre dringend notwendig, die Außenpolitik anhand konkreter Punkte zu diskutieren. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Spindelegger.
Sie haben gesagt, dass die Erweiterung das Kernprojekt der österreichischen Außenpolitik sei. – Da stimme ich Ihnen auf jeden Fall zu. Zum Glück ist es so weit, dass wir – zwar leider nicht heute, sondern erst in drei Wochen – den diesbezüglichen Vertrag ratifizieren werden. Aber Sie haben schon dem Präsentator dieser Aktuellen Stunde, Herrn Kollegen Cap, nicht geantwortet, als er an Sie, Frau Bundesministerin, die Frage gestellt hat: Warum haben denn Sie sich nicht dafür eingesetzt, dass dieses Thema heute auf der Tagesordnung steht, damit Österreich tatsächlich ganz vorne unter jenen stünde, die dieses Friedensprojekt für Europa endlich auch ratifizieren. (Zwischenruf des Abg. Dr. Spindelegger.) Warum erst, entgegen den parlamentarischen Vereinbarungen, in drei Wochen? (Abg. Mag. Molterer: Das ist eine Sache des Parlaments!) – Frau Ministerin, Sie haben uns die Antwort darauf nicht gegeben; vielleicht sagen Sie es uns doch noch.
Abg. Mag. Molterer: Das ist eine Sache des Parlaments!
Sie haben gesagt, dass die Erweiterung das Kernprojekt der österreichischen Außenpolitik sei. – Da stimme ich Ihnen auf jeden Fall zu. Zum Glück ist es so weit, dass wir – zwar leider nicht heute, sondern erst in drei Wochen – den diesbezüglichen Vertrag ratifizieren werden. Aber Sie haben schon dem Präsentator dieser Aktuellen Stunde, Herrn Kollegen Cap, nicht geantwortet, als er an Sie, Frau Bundesministerin, die Frage gestellt hat: Warum haben denn Sie sich nicht dafür eingesetzt, dass dieses Thema heute auf der Tagesordnung steht, damit Österreich tatsächlich ganz vorne unter jenen stünde, die dieses Friedensprojekt für Europa endlich auch ratifizieren. (Zwischenruf des Abg. Dr. Spindelegger.) Warum erst, entgegen den parlamentarischen Vereinbarungen, in drei Wochen? (Abg. Mag. Molterer: Das ist eine Sache des Parlaments!) – Frau Ministerin, Sie haben uns die Antwort darauf nicht gegeben; vielleicht sagen Sie es uns doch noch.
Abg. Dr. Spindelegger: Übergangsfristen! Die Beste!
Zweiter Punkt: die von Ihnen eingeführte und auch jetzt wieder erklärte strategische Partnerschaft, mittlerweile heißt sie „regionale Partnerschaft“. Ja, es ist wichtig, mit den Nachbarn zusammenzuarbeiten, aber es ist auch wichtig, mit anderen Staaten die Kooperation zu suchen. Aber was tun Sie denn für die Grenzregionen? Gibt es endlich eine Strategie dieser Bundesregierung für den Arbeitsmarkt beziehungsweise für die Beschäftigungspolitik in diesen Grenzregionen? (Abg. Dr. Spindelegger: Übergangsfristen! Die Beste!) Nein, Frau Ministerin, das gibt es nicht!
Ruf: Sie hätten gar nichts durchgesetzt!
Ja, die Übergangsfristen: Sieben Jahre haben Sie durchgesetzt. (Ruf: Sie hätten gar nichts durchgesetzt!) Sieben Jahre – und jetzt sind Sie nicht einmal bereit, den Ungarn, die schon darauf warten, dass endlich Vorschläge von Österreich kommen (Abg. Scheibner: Sie wissen das natürlich wieder alles!), wie man das ab dem 1. Mai 2004 mit Kontingenten für gewisse Bereiche auch ein bisschen besser gestalten kann, sodass das nicht erst in sieben Jahren möglich ist, etwas vorzulegen. Nichts machen Sie, es gibt keine Vorschläge! Das fehlt für diesen Grenzraum. Es fehlt eine Beschäftigungs-, eine Arbeitsmarktstrategie, um diesen Grenzraum tatsächlich für die Menschen
Abg. Scheibner: Sie wissen das natürlich wieder alles!
Ja, die Übergangsfristen: Sieben Jahre haben Sie durchgesetzt. (Ruf: Sie hätten gar nichts durchgesetzt!) Sieben Jahre – und jetzt sind Sie nicht einmal bereit, den Ungarn, die schon darauf warten, dass endlich Vorschläge von Österreich kommen (Abg. Scheibner: Sie wissen das natürlich wieder alles!), wie man das ab dem 1. Mai 2004 mit Kontingenten für gewisse Bereiche auch ein bisschen besser gestalten kann, sodass das nicht erst in sieben Jahren möglich ist, etwas vorzulegen. Nichts machen Sie, es gibt keine Vorschläge! Das fehlt für diesen Grenzraum. Es fehlt eine Beschäftigungs-, eine Arbeitsmarktstrategie, um diesen Grenzraum tatsächlich für die Menschen
Abg. Dr. Mitterlehner: Sehr richtig!
Nicht ich sage, dass Sie da tatenlos sind, sondern das sagte Kollege Mitterlehner im August im „Standard“: „Grenzraum, der früher eine Benachteiligung bedeutet hat, wird jetzt zum Vorteil. Das muss man nutzen. Wenn man jetzt tatenlos zuschaut, wird man Probleme bekommen.“ (Abg. Dr. Mitterlehner: Sehr richtig!) – Sie schauen tatenlos zu! Diese Bundesregierung macht dort nichts! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.) – Das sind Tatsachen!
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.
Nicht ich sage, dass Sie da tatenlos sind, sondern das sagte Kollege Mitterlehner im August im „Standard“: „Grenzraum, der früher eine Benachteiligung bedeutet hat, wird jetzt zum Vorteil. Das muss man nutzen. Wenn man jetzt tatenlos zuschaut, wird man Probleme bekommen.“ (Abg. Dr. Mitterlehner: Sehr richtig!) – Sie schauen tatenlos zu! Diese Bundesregierung macht dort nichts! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.) – Das sind Tatsachen!
Abg. Mag. Mainoni: Vollkommen richtig gehandelt!
Ein weiterer Punkt: Frau Ministerin, Sie betonen, wie wichtig Ihnen die Menschenrechte sind. – Keine Frage, darin stimmen wir überein: Menschenrechte sind ein sehr notwendiger Aspekt in der Außenpolitik. Sie haben auch ein Curriculum über Menschenrechtserziehung verfassen lassen. Wichtig, notwendig, aber was die Menschenrechte von Österreicherinnen und Österreichern im Ausland betrifft, messen Sie mit zweierlei Maß, Frau Ministerin! Ich erinnere an die „Volxtheater-Karawane“ in Genua – Menschen, bei denen Sie nicht gleich gesagt haben, man müsse schauen, was ihnen passiert ist, und man müsse sie aus dem Gefängnis holen. (Abg. Mag. Mainoni: Vollkommen richtig gehandelt!) Es hat des Protestes der Grünen und vieler NGOs bedurft, dass Sie in dieser Sache aktiv geworden sind, Frau Ministerin. Da hätten Sie sofort agieren müssen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ein weiterer Punkt: Frau Ministerin, Sie betonen, wie wichtig Ihnen die Menschenrechte sind. – Keine Frage, darin stimmen wir überein: Menschenrechte sind ein sehr notwendiger Aspekt in der Außenpolitik. Sie haben auch ein Curriculum über Menschenrechtserziehung verfassen lassen. Wichtig, notwendig, aber was die Menschenrechte von Österreicherinnen und Österreichern im Ausland betrifft, messen Sie mit zweierlei Maß, Frau Ministerin! Ich erinnere an die „Volxtheater-Karawane“ in Genua – Menschen, bei denen Sie nicht gleich gesagt haben, man müsse schauen, was ihnen passiert ist, und man müsse sie aus dem Gefängnis holen. (Abg. Mag. Mainoni: Vollkommen richtig gehandelt!) Es hat des Protestes der Grünen und vieler NGOs bedurft, dass Sie in dieser Sache aktiv geworden sind, Frau Ministerin. Da hätten Sie sofort agieren müssen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Den wollten Sie dort lassen, nicht?
Hingegen wurde ein österreichischer Polizist, dem im Kosovo ein Vergehen vorgeworfen wurde, bei Nacht und Nebel von dort herausgeholt. (Abg. Scheibner: Den wollten Sie dort lassen, nicht?) Er ist jetzt verurteilt worden. – Man sieht daran: Sie messen bei den Menschenrechten mit zweierlei Maß! (Abg. Mag. Molterer: Hätten wir ihn dort lassen sollen?)
Abg. Mag. Molterer: Hätten wir ihn dort lassen sollen?
Hingegen wurde ein österreichischer Polizist, dem im Kosovo ein Vergehen vorgeworfen wurde, bei Nacht und Nebel von dort herausgeholt. (Abg. Scheibner: Den wollten Sie dort lassen, nicht?) Er ist jetzt verurteilt worden. – Man sieht daran: Sie messen bei den Menschenrechten mit zweierlei Maß! (Abg. Mag. Molterer: Hätten wir ihn dort lassen sollen?)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ein anderer Bereich: EU-Präsident und italienischer Ministerpräsident Berlusconi hat Putin und seine Tschetschenien-Politik gelobt. – Wo war denn da Ihr Protest dagegen, als der EU-Ratspräsident, die befreundete Regierung, wie Sie es ausgedrückt haben, unter Berlusconi, der Freund von Bundeskanzler Schüssel sagte, die Tschetschenien-Politik Russlands sei in Ordnung? Warum haben Sie da nicht lautstark protestiert? – Frau Ministerin, das ist ein Messen mit zweierlei Maß in der Menschenrechtsfrage! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Ein Letztes: die UNO-Reform, die UNO-Politik überhaupt. Im Zusammenhang mit dem Irak-Krieg hat ja schon Kollege Schieder gesagt – und das kann ich nur voll unterschreiben –, dass der Weg der Mitte im Irak-Krieg für Österreich nicht richtig war. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Zum Thema UNO-Reform: Warum gibt es in Kofi Annans Expertenkomitee keinen einzigen Österreicher, keine einzige Österreicherin? Wo sind die großen Österreicher? Die sind da nicht dabei!
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Großruck: Melden Sie sich an, Frau Lunacek, vielleicht nimmt Sie Kofi Annan!
Ich denke, Frau Ministerin, es ist auch ein Fehler Ihrer Außenpolitik, dass Österreich in der UNO hier nicht mehr vertreten ist. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Großruck: Melden Sie sich an, Frau Lunacek, vielleicht nimmt Sie Kofi Annan!)
Abg. Dr. Cap: Hörbiger! Christiane Hörbiger!
erfolgreiche Bundesministerin soll schon im Hinblick auf in naher Zukunft anstehende Wahlen angepatzt werden. Dass das kein Zufall ist, weiß das ganze Hohe Haus, seit Herr Abgeordneter Amon aus Ihrem Wahlkampfstrategie-Papier zitiert hat (Abg. Dr. Cap: Hörbiger! Christiane Hörbiger!), in welchem die Außenministerin namentlich angeführt ist mit dem Hinweis, dass man sie anpatzen muss, um bei den österreichischen Wählern eine Chance zu haben. – So nicht! Das ist ein übles parteitaktisches Spiel! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
erfolgreiche Bundesministerin soll schon im Hinblick auf in naher Zukunft anstehende Wahlen angepatzt werden. Dass das kein Zufall ist, weiß das ganze Hohe Haus, seit Herr Abgeordneter Amon aus Ihrem Wahlkampfstrategie-Papier zitiert hat (Abg. Dr. Cap: Hörbiger! Christiane Hörbiger!), in welchem die Außenministerin namentlich angeführt ist mit dem Hinweis, dass man sie anpatzen muss, um bei den österreichischen Wählern eine Chance zu haben. – So nicht! Das ist ein übles parteitaktisches Spiel! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Geh, hör auf!
Mir erscheint es wesentlich relevanter, die Fragen, die der unbestritten anerkannte Außenpolitiker Peter Schieder gestellt hat, näher zu analysieren. Er hat gesagt: Außenpolitik muss „vorhanden und sichtbar sein“. – Ich lese tagtäglich viele Zeitungen, nicht nur österreichische, sondern auch andere europäische, ich treffe viele Menschen in Europa, ehemalige Ministerkollegen und Diplomaten, und ich kann sagen: Einen derartigen Stellenwert wie jetzt hat die österreichische Außenpolitik in den letzten Jahrzehnten überhaupt nie gehabt (Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Geh, hör auf!) – und das ausgehend von einer Situation, die man als alles andere denn einfach bezeichnen muss!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Blenden wir zurück! Ja, es war so, dass vor drei Jahren Österreich zum ersten Mal ganz allein dagestanden ist, dass selbst unsere Partner in der EU Sanktionen gegen uns erhoben haben, und das umzudrehen und in eine Position umzumünzen, in der wir jetzt Sprecher einer 16 Länder starken Gruppe innerhalb der EU sind, ist wirklich eine Meisterleistung der Diplomatie, für die unsere Außenministerin verantwortlich ist. Dazu kann man nur gratulieren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Herr Abgeordneter Schieder hat auch gesagt: „In entscheidenden Fragen der Außenpolitik muss es eine klare Linie geben.“ – Ich meine, dass das eine berechtigte Forderung ist. Da stellt sich die Frage: Was ist in der österreichischen Außenpolitik geschehen? – Ja, wir haben uns in der Sanktionszeit mit einer ganz klaren Linie gegen die anderen gestellt. Haben wir Erfolg gehabt? – Ja. Nicht nur eine Normalisierung der Situation ist eingetreten, sondern es hat auch Rechtsfolgen innerhalb der EU gegeben, damit es in Zukunft einen derartigen Vorfall, wie man ihn Österreich zugemutet hat, nicht mehr geben kann! – Das ist ein Erfolg der österreichischen Außenpolitik mit einer ganz klaren Linie – aber nicht nur mit einer klaren Linie, sondern auch mit ungeheurem Einsatz und gleichzeitig auch diplomatischem Geschick, das dahinter gestanden ist, von dem Sie sich durchaus etwas abschneiden können, Herr Abgeordneter Cap! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich halte gerade den Aufbau von Beziehungen zu diesen Ländern für enorm wichtig: China auf der einen Seite – das bevölkerungsreichste Land der Welt, ein Wirtschaftsfaktor nicht nur der Zukunft, sondern bereits der Gegenwart, eines der wichtigsten Devisen bringenden Länder –, auf der anderen Seite Israel und die arabischen Länder, weil dort einer der Hot Spots der globalen Politik ist, wo es wichtig ist, dass auch ein Land wie Österreich versucht, einen Beitrag zu leisten, um dort aus der Konfliktsituation herauszukommen. – Man kann Ihnen, Frau Bundesministerin, nur dankbar dafür sein, dass Sie auch dazu einen Beitrag leisten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Gradwohl: Wobei?
Herr Abgeordneter Schieder hat als letzte Forderung aufgestellt: Moderne Außenpolitik versteht den Staat oder soll den Staat als Ganzes verstehen. – Herr Abgeordneter, Sie haben dann dazugesagt: „Außenpolitik“ – ich versuche, Sie wörtlich zu zitieren – „muss gemeinsam betrieben werden, nur dann hat sie Erfolg.“ – Ich möchte genau diesen Satz an Sie richten, meine Damen und Herren von der Opposition: Unterstützen Sie die Außenministerin (Abg. Gradwohl: Wobei?), statt in kleinliche Kritik zu verfallen! Unterstützen Sie sie dort, wo es notwendig ist, österreichische Positionen in Europa durchzusetzen! Helfen Sie ihr! Treten wir gemeinsam auf, dann werden wir Erfolg haben!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ihnen, Frau Bundesministerin, kann ich nur sagen: Lassen Sie sich nicht beirren durch solch kleinliche Ärgernisse! In Ihrem Lager steht Österreich, und Sie haben allen Grund, darauf stolz zu sein! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Sie sind ja dort nicht einmal dabei!
Das Problem, das wir sehen, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist, dass diese Außenministerin diese starke Stimme in der österreichischen Bundesregierung nicht hat. Ich werde Ihnen dann dafür den einen oder anderen Beleg liefern. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Sie sind ja dort nicht einmal dabei!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Sie als Ministerin sind jedenfalls nicht in der Lage, die notwendigen Vereinbarungen im Interesse unseres Landes und im Interesse der Menschen in unserem Land zu schließen. – Erstes Beispiel. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Scheibner: Ein „Wahnsinn“! Gleich drei Wochen!
Wenn wir beim Transit nicht bekommen, was wir wollen, dann muss die Veto-Möglichkeit noch gespielt werden!, dann verschiebt diese Bundesregierung, diese Regierungsmehrheit die Ratifizierung gleich um drei Wochen. (Abg. Scheibner: Ein „Wahnsinn“! Gleich drei Wochen!) – Doch was sagt die Außenministerin dazu? – Die Außenministerin sagt gar nichts, sie ist nämlich nicht hier, und man kann ja bekanntlich vom Ausland aus auch nichts sagen.
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Frau Bundesministerin! Bei einer Frage von diesem Gewicht müssen Sie als Außenministerin etwas sagen, vor allem müssen Sie sich durchsetzen. Für uns ist nicht entscheidend, dass Sie das nach außen und öffentlich sagen, für uns ist entscheidend, dass Sie in der Bundesregierung Ihr Wort erheben und dass Sie dort Gewicht haben – aber das haben Sie nicht! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Kollege Fasslabend hat soeben von der diplomatischen Meisterleistung gesprochen, die Sie angeblich erbracht haben. – Frau Bundesministerin, es gibt tatsächlich eine diplomatische Meisterleistung, die ich anerkennen möchte: Sie kämpfen seit Monaten dafür, dass jedes Land in Europa unbedingt einen Kommissar haben muss, und mit Ihnen der Herr Bundeskanzler. Wissen Sie, was die diplomatische Meisterleistung daran ist? – Dass Sie vergessen machen möchten und schon fast vergessen gemacht haben, dass es dieser Bundeskanzler war, der in Nizza mit beschlossen hat, dass ab dem Moment, ab dem mehr als 27 Mitglieder in der EU sind, nicht mehr jedes Land einen Kommissar hat. Dieser Bundeskanzler war es, und Sie haben es mitgetragen! – Sie haben versucht, das vergessen zu machen – eine diplomatische Meisterleistung, Frau Bundesministerin! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen
Lassen Sie mich auch zum Thema Transit etwas sagen, weil vorhin behauptet wurde, im Transit hätten die früheren Minister, die roten, nie etwas erreicht, und die jetzigen seien die Armen: Der Einzige, der beim Transit am Brenner etwas erreicht hat, war ich damals als Verkehrsminister (ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen), ich war es, der da eine Lösung zustande gebracht hat, nur ist diese vom schwarzen Verkehrsminister und vom schwarzen Landeshauptmann nicht umgesetzt worden! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.) Die vier blauen Minister und Sie haben diesbezüglich nichts zustande gebracht! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Lassen Sie mich auch zum Thema Transit etwas sagen, weil vorhin behauptet wurde, im Transit hätten die früheren Minister, die roten, nie etwas erreicht, und die jetzigen seien die Armen: Der Einzige, der beim Transit am Brenner etwas erreicht hat, war ich damals als Verkehrsminister (ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen), ich war es, der da eine Lösung zustande gebracht hat, nur ist diese vom schwarzen Verkehrsminister und vom schwarzen Landeshauptmann nicht umgesetzt worden! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.) Die vier blauen Minister und Sie haben diesbezüglich nichts zustande gebracht! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Lassen Sie mich auch zum Thema Transit etwas sagen, weil vorhin behauptet wurde, im Transit hätten die früheren Minister, die roten, nie etwas erreicht, und die jetzigen seien die Armen: Der Einzige, der beim Transit am Brenner etwas erreicht hat, war ich damals als Verkehrsminister (ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen), ich war es, der da eine Lösung zustande gebracht hat, nur ist diese vom schwarzen Verkehrsminister und vom schwarzen Landeshauptmann nicht umgesetzt worden! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.) Die vier blauen Minister und Sie haben diesbezüglich nichts zustande gebracht! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Das aktuelle Thema wäre – wenn Sie sich getraut hätten – die Situation gewesen, dass der öffentliche Verkehr hier in Österreich derzeit quasi steht. Dieses Thema scheinen Sie sich hier nicht anzurühren zu trauen, aus dem ganz einfachen Grund, weil Sie natürlich solidarisch mit den Gewerkschaftsstreikenden sind und eine Welle der Entrüstung in Österreich über uns hinweg schwappt, weil niemand versteht, dass von diesem Streik Menschen betroffen sind, die es wirklich nicht verdient haben. Das sind nämlich ältere Menschen, das sind vor allem Menschen, die nicht so bemittelt sind, weil sie keine Autos haben. Das sind die Themen, verehrte Kolleginnen und Kollegen von der Sozialdemokratie, die hier heute als aktuelle Themen zu besprechen gewesen wären, aber nicht die österreichische Außenpolitik! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Mir ist schon klar, warum dieses Thema gewählt wurde: Es ist ein Frühstart zum Präsidentschaftswahlkampf. Das ist vollkommen klar. Da greift man sich eine mögliche Kandidatin und befragt sie, wo die österreichische Außenpolitik bleibt. Aber ich glaube, da ist Ihnen der nächste Regiefehler unterlaufen. Sie sollten das Thema Außenpolitik sehr sorgsam behandeln. Wir erinnern uns noch alle – und es ist uns noch sehr gegenwärtig, obwohl es doch einige Zeit her ist – an Ihren sehr geehrten Parteivorsitzenden Fred Sinowatz, der sich bemüht hat, die „braune Vergangenheit“ Waldheims ans Licht zu bringen. Das war Außenpolitik, mit dem Ergebnis, dass Österreich wie ein Nazistaat in der Weltöffentlichkeit dagestanden ist, worunter wir bis heute zu leiden haben, meine Damen und Herren! Das ist Ihre Außenpolitik! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Mit Schrecken, meine Damen und Herren, erinnern wir uns auch noch an diese legendäre Holocaust-Sitzung der Sozialistischen Internationalen im Jahre 1999, bei der sich Ihr damaliger Bundeskanzler Klima redlich bemüht hat, alle zusammenzubringen, um die Sanktionen gegen Österreich zu erreichen. Das war 1999 eine aktive Außenpolitik der Sozialdemokraten, die dazu geführt hat, dass über Österreich die Sanktionen verhängt worden sind. – Das nenne ich eine aktive Außenpolitik, aber nicht zu Gunsten, sondern zum Schaden Österreichs! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sie haben mit dieser Holocaust-Konferenz, mit Ihren Aktivitäten – Herr Klubobmann Gusenbauer, Sie waren ja an vorderster Front aktiv mit dabei, ich erinnere mich an die Fotos aus Paris, auf denen zu sehen war, dass Sie Champagner schlürfend die Sanktionen gegen Österreich sogar noch gefeiert haben – natürlich auch der Europäischen Union eine Totalblamage geliefert, der diese nur entgehen konnte, indem so genannte drei Weise nach Österreich gekommen sind, um dieses Dilemma aufzulösen. Das ist Ihre Außenpolitik! Es geht also nicht darum, die österreichische Außenministerin hier zu kritisieren, sondern schauen Sie zuerst einmal selbst, wie Ihre Außenpolitik ausgesehen hat, meine sehr geehrten Damen und Herren von der SPÖ! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
sen. Da gab es auch keine Neutralität mehr, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Österreich braucht und hat eine gute, ausgewogene und auf Neutralität bedachte Außenpolitik! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Abgeordnete Dr. Evelin Lichtenberger (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Frau Ministerin! Meine werten Kollegen Fasslabend und Mainoni! Zu Ihnen zuerst, Herr Mainoni: Sie erzählen das, was seit zwei Jahren sozusagen auf dem Zettel für freiheitliche Redner zur Außenpolitik draufsteht, da kommt also nichts Neues. Aber, Herr Kollege Fasslabend, von Ihnen bin ich schon irgendwie enttäuscht. Sie bezeichnen Kritik generell als Anpatzen. Also so etwas wie Kritik gibt es offensichtlich nicht mehr in diesem Staat, und wir kommen von immer stärker grassierenden ständestaatlichen Vorstellungen innerhalb der ÖVP schön langsam in Richtung Metternich. Und das macht mir demokratiepolitische Sorgen, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Kollege Farnleitner hat mit uns Konvents- und Ersatzmitgliedern im Europäischen Konvent eine relativ gute Basis für die Zusammenarbeit gehabt, hat zum Teil auch äußerst interessante, positive Vorschläge eingebracht. Sie, Frau Ministerin, haben offensichtlich mit Farnleitner die letzten zwei, drei Jahre kein einziges Wort gewechselt, denn sonst könnte es ja nicht sein, dass all das, was bis zum Ende des Konvents gegolten hat, jetzt plötzlich in den Papierkorb wandert und die Bundesregierung mit 12 Punkten gegen den Konvent auftaucht und an vorderster Front dafür kämpft, dass ein Ergebnis, das in erster Linie von Parlamentariern entwickelt wurde, von den Regierungen kaputtgemacht wird. Das ist Ihre Leistung, Frau Ministerin, und das ist beileibe keine positive Leistung für Österreich! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
setzen und mit Ihnen schämen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Murauer: Das ist richtig!
Damit komme ich auch zu Fragen der Neutralität beziehungsweise zu Fragen der zukünftigen Sicherheits- und Verteidigungspolitik in Europa. Sie, Frau Ministerin, sagen bei jeder unpassenden und passenden Gelegenheit, dass Österreich einer der ersten Staaten sein sollte, die bei diesem neuen Verteidigungsbündnis mitmachen. (Abg. Murauer: Das ist richtig!)
Abg. Murauer: Was ist Ihr Vorschlag? Nur einen Satz dazu, was Sie sich in Sachen Sicherheitspolitik vorstellen!
Meine Damen und Herren, auch von der ÖVP, ist Ihnen klar, dass das bedeutet, dass wir die Verteidigungsausgaben mehr als verdoppeln müssen, wenn wir die, wie es heißt, „anspruchsvollen Kriterien“ für die „strukturierte Zusammenarbeit“ erfüllen wollen? (Abg. Murauer: Was ist Ihr Vorschlag? Nur einen Satz dazu, was Sie sich in Sachen Sicherheitspolitik vorstellen!) Ist Ihnen klar, dass das ein vollständiges Ende der Neutralität und sogar der Bündnisfreiheit bedeutet?
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das ist die Wahrheit hinter dem, was diese Außenministerin öffentlich verkündet, und das ist entgegen jedem verfassungsmäßigen Zustand, den wir derzeit in Österreich haben, und gegen die breite Mehrheit in Österreich, die die Aufgabe der Neutralität nicht akzeptieren wird, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Abschließend zum Thema Transit. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Wenn das, wenn der Punkt, wo wir derzeit im Transit stehen, ein Beispiel sein soll für österreichische Bündnispolitik und für Effizienz in der Außenpolitik, dann ist Ihr Ausweis, den Sie sich damit ausstellen, Frau Außenministerin, ein dramatischer: Wir stehen vor dem Ende jeder funktionierenden Regelung, denn weder im Rat noch im Parlament – Sie schimpfen immer nur auf das Parlament, aber nie auf den Rat! – sind Lösungen vorhanden.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordnete Dr. Evelin Lichtenberger (fortsetzend): Jetzt den letzten Schlusssatz: Weder die Lösung, die im Rat vorliegt, noch die, die im Parlament vorliegt, wird irgendeine Minimierung des Transits bedeuten, sondern im Gegenteil der Transitlawine Tür und Tor öffnen – und dafür tragen Sie, Frau Ministerin, Mitverantwortung! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Heiterkeit
Abgeordneter Peter Schieder (SPÖ): Herr Präsident! Hohe Regierungsbank! Meine Damen und Herren! Eine Vorbemerkung an Sie, Herr Präsident: Bei der letzten Einwendungsdebatte waren Sie besonders streng und haben einen Oppositionsredner zur Sache gerufen. Damit Sie sich, Herr Präsident, bei mir nicht die Sorge machen müssen, dass ich vom Thema abgleite, und auch einen Ruf zur Sache in Erwägung ziehen müssen, quasi als „Serviceleistung“ eine Inhaltsangabe (Heiterkeit): Ich spreche zuerst zum Umfeld der Sache, dann zur Dimension der Sache – und schließlich zum Kern der Sache, also immer zur Sache. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Abgeordneter Peter Schieder (SPÖ): Herr Präsident! Hohe Regierungsbank! Meine Damen und Herren! Eine Vorbemerkung an Sie, Herr Präsident: Bei der letzten Einwendungsdebatte waren Sie besonders streng und haben einen Oppositionsredner zur Sache gerufen. Damit Sie sich, Herr Präsident, bei mir nicht die Sorge machen müssen, dass ich vom Thema abgleite, und auch einen Ruf zur Sache in Erwägung ziehen müssen, quasi als „Serviceleistung“ eine Inhaltsangabe (Heiterkeit): Ich spreche zuerst zum Umfeld der Sache, dann zur Dimension der Sache – und schließlich zum Kern der Sache, also immer zur Sache. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Die Frage ist: Warum ist die Regierung trotz vielfacher Bedenken und vernichtender Kritik von Experten und des Rechnungshofes nicht von ihren Zerschlagungsplänen bei der Bundesbahn abgegangen? Warum wird die ÖBB-Belegschaft zum Widerstand gereizt und provoziert und zum Streik gezwungen? (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Oder: Vielleicht hätte die Regierung eine Erklärung abgeben können und es nicht einer Dringlichen Anfrage überlassen müssen, zu thematisieren, warum der Innenminister sich immer mehr Machtfülle „anreorganisiert“, gleichzeitig die Kriminalität zunimmt und die Aufklärungsrate sinkt. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Selbst wenn das so ist, niemand wird uns das glauben! Alle werden spekulieren und enttäuscht sein! Deshalb: Machen wir es heute! Bekennen wir uns zu einer klaren, konsistenten und solidarischen Europapolitik Österreichs! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Lassen wir keine Zweifel an unserem Land aufkommen! Wir haben es den anderen versprochen, und es gilt auch hier der Spruch: Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Pfui-Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Scheibner: Skandal! Skandal!
Abgeordneter Mag. Wilhelm Molterer (ÖVP): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Apropos „zum Streik zwingen“, Herr Abgeordneter Schieder: Haben Sie das mitbekommen, was die Eisenbahnergewerkschaft in St. Pölten gemacht hat? Haben Sie mitbekommen, dass die Eisenbahnergewerkschaft in St. Pölten arbeitsbereite Postbuschauffeure am Arbeiten gehindert hat? (Pfui-Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Scheibner: Skandal! Skandal!) Haben Sie mitbekommen, Herr Abgeordneter Schieder, wer hier zum Streik gezwungen werden soll? Haben Sie mitbekommen, Herr Abgeordneter Schieder, dass die Vorstandsvorsitzende der Postbus-Gesellschaft, Frau Goldmann, sich von dieser Aktion massiv distanziert, weil sie Arbeitswillige auch tatsächlich arbeiten lassen will?
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Entschuldigung, das ist Zwang zum Streik, und den lehne ich ab, denn diese diktatorische Politik der Eisenbahnergewerkschaft ist nicht unsere! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Damit, meine Damen und Herren, möchte ich nur die Chronologie dieser von der Opposition künstlich herbeigeführten Aufregung kurz darstellen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Ah-Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
heurigen Jahres. (Ah-Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) – Liebe Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ, bleiben Sie bei der Wahrheit!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Die erste Vereinbarung hat es im November dieses Jahres gegeben, als die Klubdirektoren einen gemeinsamen Vorschlag für die Tagesordnung des heutigen Plenums ausgearbeitet haben. In diesem gemeinsamen Vorschlag sind die Erklärungen des Kanzlers und des Vizekanzlers als Tagesordnungspunkte 1 und 2 festgehalten und wird in keinem einzigen Wort die Frage der Erweiterung und der Beschlussfassung erwähnt. – Das ist die Wahrheit, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Daher lautet die heute wichtige Botschaft für die Öffentlichkeit und für die Kandidatenländer: Am 6. November hat der Erweiterungsvertrag im Verfassungsausschuss die Zustimmung aller vier Parteien dieses Hohen Hauses bekommen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Das ist die wichtige Botschaft, meine Damen und Herren: Alle vier Parteien stehen zu der Erweiterung der Europäischen Union!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Somit: Lassen Sie diese künstlichen Aufregungen und bleiben Sie bei der Wahrheit, liebe Kolleginnen und Kollegen von der Opposition! Sie schaden mit diesen Kunstprodukten der Sache, und die Sache ist uns viel zu wichtig, als sie durch diese künstlichen Aufregungen zu gefährden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig (Grüne): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Herr Klubobmann Molterer, die Fähigkeit der Regierungsparteien, so etwas wie Selbstreflexion zu machen, ein bisschen über sich nachzudenken, ein bisschen Kritik, egal, von wem sie kommt, ernst zu nehmen, einen Funken Selbstkritik zu haben – so weit davon entfernt zu sein und so eine Überheblichkeit an den Tag zu legen in allem, was man macht, zu 100 Prozent Recht zu haben, egal ob Ihnen der Rechnungshof sagt, dass die ÖBB-Reform in dieser Weise – man kann es nur zusammenfassen – als dumm zu bezeichnen ist, dass das keinerlei Einsparung bringen wird – man kann Ihnen auch in keiner Weise irgendwie nachweisen, dass Sie darüber nachgedacht haben, dass Sie das heute oder gestern im Ministerrat beschließen –, auf überhaupt niemanden einzugehen – ob auf die Gewerkschaft, den Rechnungshof, die Opposition, die europäische Öffentlichkeit –, das ist schon eine herausragende Eigenschaft dieser Regierung Schwarz-Blau II! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Scheibner: Wo ist das vereinbart? Mit wem haben Sie das vereinbart?
Es ist, glaube ich, Konsens zwischen allen Parteien in diesem Haus gewesen – und das ist ein sehr wichtiger Konsens gewesen –, dass wir als Zeichen der Freundschaft und Verbundenheit gerade zu unseren direkten Nachbarländern als einer der ersten der alten Mitgliedstaaten der Europäischen Union diesen Beitritt so rasch wie möglich ratifizieren – als Zeichen der Freundschaft und Verbundenheit gegenüber unseren Nachbarländern. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Scheibner: Wo ist das vereinbart? Mit wem haben Sie das vereinbart?)
Zwischenruf des Abg. Wittauer.
Besonders vor dem Hintergrund, dass Nachbarländer wie zum Beispiel Slowenien mit einer 90-prozentigen Mehrheit den Beitrittsvertrag beschlossen haben und dass eine sehr große Mehrheit der Bevölkerung entschlossen dahinter steht und seit Monaten große Anstrengungen in all diesen Ländern unternommen werden, um die Voraussetzungen zu schaffen, wäre dies wichtig! – Wie wir damit umgehen, ist, so meine ich, bezeichnend, wie wir uns in diesem Verhältnis zu unseren Nachbarländern gerieren und wie wir es auch falsch machen. (Zwischenruf des Abg. Wittauer.)
Abg. Mag. Molterer: Es hat keine Verschiebung gegeben!
Die Begründung für die Verschiebung – ich möchte es noch einmal sagen –, war (Abg. Mag. Molterer: Es hat keine Verschiebung gegeben!): Es ist eh nichts vereinbart gewesen! – Stimmt nicht! Und ich sage: Traurig! Es war vereinbart. (Abg. Großruck: Wo? Wer hat vereinbart?) Wenn es für Sie nicht wichtig ist, so etwas zu vereinbaren, dann tut es mir Leid.
Abg. Großruck: Wo? Wer hat vereinbart?
Die Begründung für die Verschiebung – ich möchte es noch einmal sagen –, war (Abg. Mag. Molterer: Es hat keine Verschiebung gegeben!): Es ist eh nichts vereinbart gewesen! – Stimmt nicht! Und ich sage: Traurig! Es war vereinbart. (Abg. Großruck: Wo? Wer hat vereinbart?) Wenn es für Sie nicht wichtig ist, so etwas zu vereinbaren, dann tut es mir Leid.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Scheibner: Wegen so etwas?! – Abg. Mag. Molterer: „So etwas“, was heißt das? Ist Ihnen die Arbeitsplatzpolitik egal?
Wegen so etwas die Ratifizierung des Beitrittsvertrages zu verschieben, das halte ich für unerträglich und untragbar! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Scheibner: Wegen so etwas?! – Abg. Mag. Molterer: „So etwas“, was heißt das? Ist Ihnen die Arbeitsplatzpolitik egal?)
Abg. Scheibner: Was habe ich? Wo sind Sie eigentlich? Was Sie alles mitbekommen!
Es hat noch weitere Erklärungen gegeben. Im Ausschuss hat Kollege Mainoni gemeint, zuerst müsse man die Konjunktur ankurbeln und ein Konjunkturpaket beschließen, bevor man die Erweiterung in Angriff nehme. Kollege Scheibner hat im Hohen Haus von irgendwelchen mysteriösen Geheimverhandlungen gesprochen, die so geheim sind, dass man mit den Nachbarländern noch gar nicht darüber reden kann. (Abg. Scheibner: Was habe ich? Wo sind Sie eigentlich? Was Sie alles mitbekommen!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Sie sich vielleicht!), ein Veto steht wieder im Raum, und noch dazu werden sachliche Fragen betreffend Verkehr und Transit damit in Zusammenhang gebracht, wo doch auf der Regierungsbank in den letzten Jahren im Zusammenhang mit diesen Sachfragen eine Galerie der Inkompetenz gesessen ist, anders kann ich es nicht bezeichnen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Zu diesem großen Projekt – das sage ich auch als Kärntnerin –: Ein ordentliches Signal in Richtung all jener Nachbarländer, die sich jetzt monatelang vorbereitet haben, wäre heute dringender denn je gewesen. Aber Sie haben es geschafft, wieder einmal Verunsicherung, wieder einmal große Projekte in der Tagespolitik zu Manövriermasse zu machen, als Taktiermasse zu verwenden, anstatt endlich einmal die großen Dinge außer Streit zu stellen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Mag. Mainoni: Wo? Wer? Wann?
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche): Herr Präsident! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Frau Kollegin Glawischnig! Wir haben verunsichert? Wir verunsichern in der Frage der EU-Erweiterung beziehungsweise des Zeitpunktes? (Abg. Mag. Mainoni: Wo? Wer? Wann?) Wer von uns hat gesagt: Wir verschieben jetzt, weil dieses und jenes noch nicht passiert ist!? Haben wir das gemacht? Haben wir deshalb verunsichert? – Das haben wir nicht gemacht. Sie versuchen, hier eine Verunsicherung in die Debatte hereinzubringen, indem Sie über eine Verschiebung reden, die überhaupt nicht auf der Tagesordnung steht. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche): Herr Präsident! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Frau Kollegin Glawischnig! Wir haben verunsichert? Wir verunsichern in der Frage der EU-Erweiterung beziehungsweise des Zeitpunktes? (Abg. Mag. Mainoni: Wo? Wer? Wann?) Wer von uns hat gesagt: Wir verschieben jetzt, weil dieses und jenes noch nicht passiert ist!? Haben wir das gemacht? Haben wir deshalb verunsichert? – Das haben wir nicht gemacht. Sie versuchen, hier eine Verunsicherung in die Debatte hereinzubringen, indem Sie über eine Verschiebung reden, die überhaupt nicht auf der Tagesordnung steht. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Frau Kollegin Glawischnig! Interessant ist, wenn Sie im Zusammenhang mit dem Konjunkturpaket, mit dem Wachstumspaket, worüber wir dann noch diskutieren werden, sagen, „wegen so etwas“ werde die Erweiterung verschoben. Ich frage Sie schon: Was heißt: „wegen so etwas“? – Für uns ist ein Paket nicht „so etwas“, sondern von ganz besonderer Bedeutung, wenn es darum geht, arbeitsmarktpolitische Maßnahmen zu setzen, wenn es darum geht, forschungspolitische Maßnahmen zu setzen, wenn es darum geht, wirtschaftspolitische Maßnahmen zu setzen, damit der Standort Österreich nicht nur gesichert ist, sondern weiter entwickelt wird. – Das ist nicht „so etwas“, sondern das hat höchste Priorität für die österreichische Bundesregierung und auch für uns. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Schieder: In der Erklärung der Bundesregierung!
Herr Abgeordneter Schieder! Wenn Sie sagen, Sie hätten hier gerne über den ÖBB-Streit diskutiert (Abg. Schieder: In der Erklärung der Bundesregierung!), dann wissen Sie aber schon, dass gerade Ihre Fraktion es gewesen ist, die gesagt hat, sie wolle nicht, dass kurzfristig angesetzte Erklärungen auf die Tagesordnung gesetzt werden. Das hätten wir aber machen müssen, denn bis gestern haben wir gehofft – und ich hoffe, auch Sie haben das gehofft –, dass die Personalvertreter bei den ÖBB, die von Ihnen beeinflussten Gewerkschafter, sozialdemokratische Gewerkschafter, endlich ver-
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
nünftig sind und ihre politischen Streiks nicht auf dem Rücken von zwei Millionen Österreichern weiterführen, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Ruf: Zerschlagung!
Von der österreichischen Bundesregierung wird niemand gezwungen, zu streiken, höchstens von einigen Gewerkschaftern wird die Belegschaft zu diesen Streiks gezwungen. (Ruf: Zerschlagung!)
Abg. Dr. Puswald: Nur Ihre Politik!
Dafür kämpfen 2 600 teilweise freigestellte Betriebsräte – auf dem Rücken von 40 000 Bediensteten bei den Österreichischen Bundesbahnen und auf dem Rücken von zwei Millionen Pendlern und Betroffenen, meine Damen und Herren! – Sie betrifft es ja nicht. (Abg. Dr. Puswald: Nur Ihre Politik!) Es ist ja schon auch interessant, dass die Streiks so eingerichtet wurden, dass Sie gestern noch alle per Bahn nach Wien fahren konnten und am Freitag wieder nach Hause fahren können. – Eine wunderbare Streikplanung, auch für die sozialdemokratischen Abgeordneten! Aber die vielen Pendler haben nicht diese Möglichkeiten, und deshalb würde ich mir mehr Verantwortungsbewusstsein Ihrerseits erwarten, anstatt diese politischen Streiks zu unterstützen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Dafür kämpfen 2 600 teilweise freigestellte Betriebsräte – auf dem Rücken von 40 000 Bediensteten bei den Österreichischen Bundesbahnen und auf dem Rücken von zwei Millionen Pendlern und Betroffenen, meine Damen und Herren! – Sie betrifft es ja nicht. (Abg. Dr. Puswald: Nur Ihre Politik!) Es ist ja schon auch interessant, dass die Streiks so eingerichtet wurden, dass Sie gestern noch alle per Bahn nach Wien fahren konnten und am Freitag wieder nach Hause fahren können. – Eine wunderbare Streikplanung, auch für die sozialdemokratischen Abgeordneten! Aber die vielen Pendler haben nicht diese Möglichkeiten, und deshalb würde ich mir mehr Verantwortungsbewusstsein Ihrerseits erwarten, anstatt diese politischen Streiks zu unterstützen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Das ist der falsche Weg für Österreich, und das ist auch der falsche Weg für eine aktive, im Interesse Österreichs stehende Europapolitik. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
tige Antwort auf die Sorgen, die vorhin in der Einwendungsdebatte geäußert wurden. Wir haben einen Konsens sowohl im Inhalt als auch in der Vorgangsweise, und ich begrüße das ausdrücklich. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf der Abg. Bures.
Wir legen daher ein sehr ambitiöses Wachstumsprogramm vor, dass uns dem Ziel, Österreich bis zum Jahr 2010 unter die besten drei der Europäischen Union zu bringen, ein großes Stück näher bringt. Wir halten Österreich damit genau so in Bewegung wie mit den zwei Wachstumspaketen im vorigen Jahr, die uns immerhin rechtzeitig jenen Handlungsspielraum geschaffen haben, den uns jetzt im Nachhinein die Wirtschaftsforscher bestätigen. (Zwischenruf der Abg. Bures.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich denke, das zeigt, dass wir uns selbst in schwierigen Zeiten sehr gut behauptet haben. Und das ist die Grundlage unserer Politik: das Schicksal der Menschen, der Arbeitnehmer zu fördern. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir haben unsere Finanzen im Griff. Wir leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Stabilitätspakt, zu einem starken Euro, vor allem aber – wichtig für unsere Bürger, besonders für die Ärmeren – zu einer niedrigen Inflation. – Das ist der eigentliche Nutzen dieser Stabilitätspolitik, die Ihnen Karl-Heinz Grasser und die gesamte Bundesregierung vorleben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Um dieses Ziel zu erreichen, ist nun nach langen Mühen und vielen intensiven Verhandlungen ein wirklicher Wurf gelungen, nämlich eine Nationalstiftung mit einem Kapital von über 3 Milliarden €. Ich möchte an dieser Stelle sowohl dem ERP-Fonds – den Amerikanern, die zustimmen müssen und auch zugestimmt haben – als auch der Notenbank, die diese Stiftung mit immerhin eineinhalb Milliarden € dotiert, ein ganz herzliches Dankeschön aussprechen, denn das ist etwas, wofür viele Generationen von Forschern und Forschungspolitikern gekämpft haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Bures: 1 000 pro ...?
Wir sind, was die Jugendbeschäftigung und die Ausbildung betrifft, das beste Land innerhalb der Europäischen Union. Und wir wollen diese aktive Politik weiterführen, sogar noch verbessern. Heuer stehen für die Zielgruppe der Jugendlichen 200 Millionen € zur Verfügung. Die Lehrlingsausbildungsprämie von 1 000 € pro Lehrling wurde bereits 65 000 Mal in Anspruch genommen. Die Zahl der Lehrverträge (Abg. Bures: 1 000 pro ...?) – Frau Abgeordnete, Ihr Zwischenruf ist nicht hörbar, aber meine Zahlen schon – ist seit Oktober 2002 um fast 2 Prozent gestiegen. Ich finde es ganz toll, dass die Wirtschaft so mit diesem Programm mitgeht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wir sind, was die Jugendbeschäftigung und die Ausbildung betrifft, das beste Land innerhalb der Europäischen Union. Und wir wollen diese aktive Politik weiterführen, sogar noch verbessern. Heuer stehen für die Zielgruppe der Jugendlichen 200 Millionen € zur Verfügung. Die Lehrlingsausbildungsprämie von 1 000 € pro Lehrling wurde bereits 65 000 Mal in Anspruch genommen. Die Zahl der Lehrverträge (Abg. Bures: 1 000 pro ...?) – Frau Abgeordnete, Ihr Zwischenruf ist nicht hörbar, aber meine Zahlen schon – ist seit Oktober 2002 um fast 2 Prozent gestiegen. Ich finde es ganz toll, dass die Wirtschaft so mit diesem Programm mitgeht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Daher soll und muss dieses Schwerpunktthema – und ich lade Sie hier, auch die Sozialpartner, alle politischen Parteien, ein, Egon Blum bei seiner Arbeit zu unterstützen – ein rot-weiß-rotes Thema, weitab von jeder parteipolitischen Polemik, werden. Die Zukunft der Jugend liegt uns allen am Herzen. Sie ist entscheidend für den künftigen Wohlstand des Landes! (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
hen. Wir unterstützen sie vor allem in den Grenzregionen mit zusätzlichem Risikokapital; zur Erhöhung des Eigenkapitals kommt noch einmal eine staatliche Garantie in gleicher Höhe dazu, Ausmaß der Garantie: 120 Millionen € – ein ganz wichtiger Schritt zur Stärkung des Mittelstandes in Österreich, besonders in den Grenzregionen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Niederwieser: Ist das sein eigenes Geld, oder was?
Der Export ist für uns Österreicher langsam ein absolutes Lebensmittel, ja Überlebensmittel geworden. Praktisch 50 Prozent unseres Wohlstandes werden durch Güter- oder Dienstleistungsexport erwirtschaftet. Wir stellen über Martin Bartensteins Budget 50 Millionen € extra, aufgeteilt auf zwei Jahre, zur Verfügung, um die Zahl der Exporteure deutlich zu erhöhen. (Abg. Dr. Niederwieser: Ist das sein eigenes Geld, oder was?) Unser Ziel ist es, die Zahl der Exportfirmen bis 2007 auf 30 000 zu verdoppeln. Das ist deswegen sehr wichtig, weil von diesen Exporten praktisch zwei Millionen Arbeitsplätze abhängen, die von einem liberalen Welthandel und einem guten Exportregime natürlich profitieren.
Abg. Mag. Kogler: Das ist ein Schwindel! Sie schwindeln schon wieder!
Nicht zu vergessen ist natürlich, dass, gerade bei den Eurofightern, auch das Startpaket von 1 Milliarde € bis Mitte des nächsten Jahres abzuwickeln ist. (Abg. Mag. Kogler: Das ist ein Schwindel! Sie schwindeln schon wieder!) Das wird in dieser jetzigen Situation einen ganz wichtigen zusätzlichen Impuls bringen.
Abg. Eder: Wo?
Dazu kommt natürlich der ganze Themenkomplex Infrastruktur. – Es ist dies klarerweise das Hauptthema von Hubert Gorbach, aber auch ich – das sage ich hier ganz offen – unterstütze jeden seiner Schritte, denn wir investieren mehr als früher, um die Hälfte mehr an Geld (Abg. Eder: Wo?) – nachweisbar in allen Budgets! – in Schiene und Straße gegenüber der Zeit vor dem Jahr 2000. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Eder: Wo bitte? Das ist ja nichts Neues!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Eder: Wo bitte? Das ist ja nichts Neues!
Dazu kommt natürlich der ganze Themenkomplex Infrastruktur. – Es ist dies klarerweise das Hauptthema von Hubert Gorbach, aber auch ich – das sage ich hier ganz offen – unterstütze jeden seiner Schritte, denn wir investieren mehr als früher, um die Hälfte mehr an Geld (Abg. Eder: Wo?) – nachweisbar in allen Budgets! – in Schiene und Straße gegenüber der Zeit vor dem Jahr 2000. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Eder: Wo bitte? Das ist ja nichts Neues!)
Rufe bei der SPÖ: Wo? Wo bitte? Wo funktioniert es bei uns?
Aber ich sage auch dazu: Dieses Mehr an Investitionen macht ja nur dann Sinn, wenn erstens die Projekte gut sind und wenn zweitens die Organisation gut ist. Warum, glauben Sie, hat etwa Hubert Gorbach die gesamte Straßenorganisation neu geordnet? Die Bundesstraßen sind an die Länder gegangen, die Sondergesellschaften sind zusammengefasst worden. Warum haben wir ein Road-Pricing-System, das funktioniert, während in anderen großen Nachbarländern diesbezüglich das Chaos nicht gerade fern ist, vor der Tür steht? (Rufe bei der SPÖ: Wo? Wo bitte? Wo funktioniert es bei uns?) Ich halte es für ganz wichtig, diese Organisationsstrukturänderungen zu unterstützen, weil das für die Bürger und für die Standortfrage in Österreich von ganz entscheidender Bedeutung ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Aber ich sage auch dazu: Dieses Mehr an Investitionen macht ja nur dann Sinn, wenn erstens die Projekte gut sind und wenn zweitens die Organisation gut ist. Warum, glauben Sie, hat etwa Hubert Gorbach die gesamte Straßenorganisation neu geordnet? Die Bundesstraßen sind an die Länder gegangen, die Sondergesellschaften sind zusammengefasst worden. Warum haben wir ein Road-Pricing-System, das funktioniert, während in anderen großen Nachbarländern diesbezüglich das Chaos nicht gerade fern ist, vor der Tür steht? (Rufe bei der SPÖ: Wo? Wo bitte? Wo funktioniert es bei uns?) Ich halte es für ganz wichtig, diese Organisationsstrukturänderungen zu unterstützen, weil das für die Bürger und für die Standortfrage in Österreich von ganz entscheidender Bedeutung ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abgeordnete der SPÖ halten blaue Tafeln mit der weißen Aufschrift „Rettet die Bahn“ beziehungsweise „Keine Zerschlagung der ÖBB“ in die Höhe.
Dies gilt natürlich ebenso für eine moderne Bahn. Sie, meine Damen und Herren von der Opposition, wollten, dass wir über die ÖBB reden. Ich tue es gerne! Jeder Kunde dieser Bahn, jeder Kunde weiß, dass die Bahn reformiert und moderner gestaltet werden muss. Das ist doch gar keine Frage! Und wir brauchen die Bahn! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abgeordnete der SPÖ halten blaue Tafeln mit der weißen Aufschrift „Rettet die Bahn“ beziehungsweise „Keine Zerschlagung der ÖBB“ in die Höhe.)
Ruf bei der ÖVP: Rettet die Bahn vor der SPÖ!
Danke, Herr Abgeordneter Cap. Wir retten die Bahn! Diese Reform ist überlebensnotwendig für die Bahn, denn ehrlich gesagt: Mit Strukturen des vorigen Jahrhunderts können Sie heute und morgen nicht bestehen. (Ruf bei der ÖVP: Rettet die Bahn vor der SPÖ!) Das wissen die Österreicherinnen und Österreicher sehr genau. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Danke, Herr Abgeordneter Cap. Wir retten die Bahn! Diese Reform ist überlebensnotwendig für die Bahn, denn ehrlich gesagt: Mit Strukturen des vorigen Jahrhunderts können Sie heute und morgen nicht bestehen. (Ruf bei der ÖVP: Rettet die Bahn vor der SPÖ!) Das wissen die Österreicherinnen und Österreicher sehr genau. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich appelliere daher an die Bahn, ich appelliere an die Bahngewerkschaft und an den ÖGB insgesamt: Ruinieren Sie nicht das Fundament, das Image der Bahn, indem Sie auf dem Rücken der Pendler, auf dem Rücken der Unternehmen, auf dem Rücken der Kunden und der Benützer der Bahn den Kredit verspielen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ
Meine Damen und Herren, wir wollen die Bahn nicht zerschlagen (neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ), ganz im Gegenteil, ganz im Gegenteil! Ich gebe Ihnen ein gutes Beispiel: In der Voest, die Sie ja alle gut kennen, gab es die gleiche Diskussion (Ruf: ... zerschlagen!), nämlich: Die Voest soll zerschlagen werden! – Wahr ist: Erst als Apfalter und sein Assistent Strahammer die Voest mit Unterstützung der Politik in lebensfähige Einheiten teilen konnten, ab diesem Zeitpunkt ist die Voest zur Weltspitze aufgestiegen. Das heißt: Wir retten mit diesen Reformen die Bahn! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Ruf: ... zerschlagen!
Meine Damen und Herren, wir wollen die Bahn nicht zerschlagen (neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ), ganz im Gegenteil, ganz im Gegenteil! Ich gebe Ihnen ein gutes Beispiel: In der Voest, die Sie ja alle gut kennen, gab es die gleiche Diskussion (Ruf: ... zerschlagen!), nämlich: Die Voest soll zerschlagen werden! – Wahr ist: Erst als Apfalter und sein Assistent Strahammer die Voest mit Unterstützung der Politik in lebensfähige Einheiten teilen konnten, ab diesem Zeitpunkt ist die Voest zur Weltspitze aufgestiegen. Das heißt: Wir retten mit diesen Reformen die Bahn! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren, wir wollen die Bahn nicht zerschlagen (neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ), ganz im Gegenteil, ganz im Gegenteil! Ich gebe Ihnen ein gutes Beispiel: In der Voest, die Sie ja alle gut kennen, gab es die gleiche Diskussion (Ruf: ... zerschlagen!), nämlich: Die Voest soll zerschlagen werden! – Wahr ist: Erst als Apfalter und sein Assistent Strahammer die Voest mit Unterstützung der Politik in lebensfähige Einheiten teilen konnten, ab diesem Zeitpunkt ist die Voest zur Weltspitze aufgestiegen. Das heißt: Wir retten mit diesen Reformen die Bahn! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Gradwohl: Lassen Sie es ein solches bleiben!
Meine Damen und Herren! Die Bahn ist ein Dienstleistungsunternehmen. (Abg. Gradwohl: Lassen Sie es ein solches bleiben!) Darin steckt „Dienst“ – Dienst am Kunden; Streik ist kein Dienst am Kunden, meine Damen und Herren von der Opposition! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen) – und „Leistung“, und beides wollen wir, damit wir eine starke, moderne Bahn haben, mit mehr Geld als früher. Wir investieren mehr als je zuvor in der Geschichte (Abg. Eder: Stimmt ja nicht!), aber mit neuen Strukturen, mit neuer Motivation und auch mit der Bereitschaft der Mitarbeiter, hier mitzuarbeiten. (Abg. Eder: Lauter Schmäh!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen
Meine Damen und Herren! Die Bahn ist ein Dienstleistungsunternehmen. (Abg. Gradwohl: Lassen Sie es ein solches bleiben!) Darin steckt „Dienst“ – Dienst am Kunden; Streik ist kein Dienst am Kunden, meine Damen und Herren von der Opposition! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen) – und „Leistung“, und beides wollen wir, damit wir eine starke, moderne Bahn haben, mit mehr Geld als früher. Wir investieren mehr als je zuvor in der Geschichte (Abg. Eder: Stimmt ja nicht!), aber mit neuen Strukturen, mit neuer Motivation und auch mit der Bereitschaft der Mitarbeiter, hier mitzuarbeiten. (Abg. Eder: Lauter Schmäh!)
Abg. Eder: Stimmt ja nicht!
Meine Damen und Herren! Die Bahn ist ein Dienstleistungsunternehmen. (Abg. Gradwohl: Lassen Sie es ein solches bleiben!) Darin steckt „Dienst“ – Dienst am Kunden; Streik ist kein Dienst am Kunden, meine Damen und Herren von der Opposition! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen) – und „Leistung“, und beides wollen wir, damit wir eine starke, moderne Bahn haben, mit mehr Geld als früher. Wir investieren mehr als je zuvor in der Geschichte (Abg. Eder: Stimmt ja nicht!), aber mit neuen Strukturen, mit neuer Motivation und auch mit der Bereitschaft der Mitarbeiter, hier mitzuarbeiten. (Abg. Eder: Lauter Schmäh!)
Abg. Eder: Lauter Schmäh!
Meine Damen und Herren! Die Bahn ist ein Dienstleistungsunternehmen. (Abg. Gradwohl: Lassen Sie es ein solches bleiben!) Darin steckt „Dienst“ – Dienst am Kunden; Streik ist kein Dienst am Kunden, meine Damen und Herren von der Opposition! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen) – und „Leistung“, und beides wollen wir, damit wir eine starke, moderne Bahn haben, mit mehr Geld als früher. Wir investieren mehr als je zuvor in der Geschichte (Abg. Eder: Stimmt ja nicht!), aber mit neuen Strukturen, mit neuer Motivation und auch mit der Bereitschaft der Mitarbeiter, hier mitzuarbeiten. (Abg. Eder: Lauter Schmäh!)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.
Meine Damen und Herren, wir wollen der Bahn Flügel verleihen! (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.) Seien Sie daher nicht der Bremsklotz auf dem Weg in die Zukunft! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren, wir wollen der Bahn Flügel verleihen! (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.) Seien Sie daher nicht der Bremsklotz auf dem Weg in die Zukunft! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Kogler: Schwindel!
Abschließend: Hohes Haus! Mit diesem Wachstumsprogramm investieren wir in den nächsten Jahren zusätzlich 2,5 Milliarden € in die Zukunft unseres Landes. Mit den Investitionen in die Infrastruktur sind es insgesamt 34,5 Milliarden € (Abg. Mag. Kogler: Schwindel!), der richtige Zeitpunkt, die Taferln verschwinden zu lassen. – Ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abschließend: Hohes Haus! Mit diesem Wachstumsprogramm investieren wir in den nächsten Jahren zusätzlich 2,5 Milliarden € in die Zukunft unseres Landes. Mit den Investitionen in die Infrastruktur sind es insgesamt 34,5 Milliarden € (Abg. Mag. Kogler: Schwindel!), der richtige Zeitpunkt, die Taferln verschwinden zu lassen. – Ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Parnigoni.
Präsident Dr. Andreas Khol: Nunmehr ergreift Herr Vizekanzler Gorbach das Wort. – Bitte. (Zwischenruf des Abg. Parnigoni.)
Abg. Reheis: Das stimmt! – Abg. Parnigoni: Da hat er vollkommen Recht!
Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie Vizekanzler Hubert Gorbach: Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine geschätzten Damen und Herren Regierungskollegen! Hohes Haus! Der Erstredner des heutigen Vormittags in der Aktuellen Stunde, Klubobmann Cap, hat einen Rückblick gebracht und dabei etwas sehr Wichtiges und auch Richtiges gesagt, nämlich: Die Transitfrage ist eine Lebensfrage für die Österreicherinnen und Österreicher. (Abg. Reheis: Das stimmt! – Abg. Parnigoni: Da hat er vollkommen Recht!) Er hat dann in der Geschichte ein bisschen zurückgeschaut – für mich allerdings zu wenig weit – und gemeint, die letzten vier Verkehrsminister hätten in dieser Frage keine gute Rolle gespielt.
Abg. Parnigoni: Er hat ja einen Vertrag ausgehandelt!
Ich appelliere an Sie, Herr Kollege Cap, in dieser wirklich wichtigen Frage für Österreich ein bisschen weiter zurückzuschauen. Da hat es vorher ein paar sozialdemokratische Verkehrsminister gegeben – einer sitzt noch unter uns, wenn er nicht gerade draußen wäre, nämlich Herr Kollege Einem (Abg. Parnigoni: Er hat ja einen Vertrag ausgehandelt!) –, die es damals in der Hand gehabt hätten, diesen Vertrag so zu gestalten, dass wir heute diese Diskussionen, die wir leider haben, nicht führen müssten.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Das sei Ihnen ins Stammbuch geschrieben! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Heiterkeit bei der ÖVP.
Es war aber interessant, so eine Debatte einmal mitzuerleben, denn ich finde es geradezu lustig, dass sich die Opposition in diesem Hause offensichtlich darüber beschwert, dass die Außenministerin zu viel im Ausland unterwegs sei. (Heiterkeit bei der ÖVP.) Das ist etwas, was jeder, der auf dem Markt tätig ist, aus der Wirtschaft kommt, weiß: Das Geschäft, die wichtigen Gespräche, die Vertragsabschlüsse, macht man vor Ort. Nicht daheim in der warmen Stube, nicht hier in Österreich, sondern vor Ort macht man Außenpolitik! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Es war aber interessant, so eine Debatte einmal mitzuerleben, denn ich finde es geradezu lustig, dass sich die Opposition in diesem Hause offensichtlich darüber beschwert, dass die Außenministerin zu viel im Ausland unterwegs sei. (Heiterkeit bei der ÖVP.) Das ist etwas, was jeder, der auf dem Markt tätig ist, aus der Wirtschaft kommt, weiß: Das Geschäft, die wichtigen Gespräche, die Vertragsabschlüsse, macht man vor Ort. Nicht daheim in der warmen Stube, nicht hier in Österreich, sondern vor Ort macht man Außenpolitik! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Taferlklassler!
Ich habe nichts gegen Aktionismus. Die Tafeln, die Sie von der SPÖ vorhin hochgehalten haben, haben mir sehr gut gefallen. (Ruf bei der ÖVP: Taferlklassler!) Als Eigentümervertreter fühle ich mich immer besonders berührt, wenn es um die Österreichischen Bundesbahnen geht, ein immens wichtiges Unternehmen, verkehrspolitisch in Zukunft wahrscheinlich das wichtigste Unternehmen überhaupt in unserem Lande, aber auch über die Grenzen hinweg. Aus meiner Sicht können Sie diese Tafeln ruhig in die Höhe halten, auch während meiner ganzen Rede. Sie passen nämlich sehr gut, ich identifiziere mich mit den Aufschriften: „Rettet die Bahn“ – wir sind dabei! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP) – und „Keine Zerschlagung der ÖBB“ – das wollen wir auch nicht!
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP
Ich habe nichts gegen Aktionismus. Die Tafeln, die Sie von der SPÖ vorhin hochgehalten haben, haben mir sehr gut gefallen. (Ruf bei der ÖVP: Taferlklassler!) Als Eigentümervertreter fühle ich mich immer besonders berührt, wenn es um die Österreichischen Bundesbahnen geht, ein immens wichtiges Unternehmen, verkehrspolitisch in Zukunft wahrscheinlich das wichtigste Unternehmen überhaupt in unserem Lande, aber auch über die Grenzen hinweg. Aus meiner Sicht können Sie diese Tafeln ruhig in die Höhe halten, auch während meiner ganzen Rede. Sie passen nämlich sehr gut, ich identifiziere mich mit den Aufschriften: „Rettet die Bahn“ – wir sind dabei! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP) – und „Keine Zerschlagung der ÖBB“ – das wollen wir auch nicht!
Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Aber es könnte auch heißen: Weckt die Bahn! – Es gibt einen neuen Markt, es gibt neue Konkurrenzverhältnisse. Der Markt ist liberalisiert, er ist Gott sei Dank im Wachsen. Und wir wecken jene in der Bahn, die noch nicht so munter und eingestellt auf den internationalen Wettbewerb sind, auf. Also: Die Sprüche sind gut, weil richtig, und die Farbe war auch sympathisch. Ruhig wieder hervor mit den Tafeln! (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Silhavy: Aber dafür haben ja wohl Sie die politische Verantwortung! Das ist ja ungeheuerlich!
Man sollte deshalb dazusagen, dass bei einem solchen Paket natürlich auch der Standort, der Wirtschaftsstandort, eine Rolle spielt. Das ist ein ernstes Thema, denn es geht dabei auch um Arbeitsplätze, eine Entwicklung, die uns allen Sorge bereitet. Der Wirtschaftsstandort wird sehr wesentlich von Faktoren geprägt, die die Gewerkschaft der Eisenbahner offensichtlich noch nicht intus hat. Einer dieser Faktoren ist nämlich die Verlässlichkeit der Verkehrsträger, die Verlässlichkeit des öffentlichen Verkehrs, die Verlässlichkeit auch der Bahn im jeweiligen Land. Und Verlässlichkeit wird nicht gerade durch Streik demonstriert. (Abg. Silhavy: Aber dafür haben ja wohl Sie die politische Verantwortung! Das ist ja ungeheuerlich!) Verlässlichkeit ist vielmehr etwas, das in einem wachsenden Europa ganz wichtig ist. Verlässlichkeit ist etwas, das derzeit in Österreich durch die Gewerkschaft der Arbeitnehmer bei den Österreichischen Bundesbahnen aufs Spiel gesetzt wird. (Abg. Mandak: Sie gefährden die Verlässlichkeit, nicht die Gewerkschaft! – Abg. Eder: Sie sind verantwortlich! Nicht die kleinen Eisenbahner!)
Abg. Mandak: Sie gefährden die Verlässlichkeit, nicht die Gewerkschaft! – Abg. Eder: Sie sind verantwortlich! Nicht die kleinen Eisenbahner!
Man sollte deshalb dazusagen, dass bei einem solchen Paket natürlich auch der Standort, der Wirtschaftsstandort, eine Rolle spielt. Das ist ein ernstes Thema, denn es geht dabei auch um Arbeitsplätze, eine Entwicklung, die uns allen Sorge bereitet. Der Wirtschaftsstandort wird sehr wesentlich von Faktoren geprägt, die die Gewerkschaft der Eisenbahner offensichtlich noch nicht intus hat. Einer dieser Faktoren ist nämlich die Verlässlichkeit der Verkehrsträger, die Verlässlichkeit des öffentlichen Verkehrs, die Verlässlichkeit auch der Bahn im jeweiligen Land. Und Verlässlichkeit wird nicht gerade durch Streik demonstriert. (Abg. Silhavy: Aber dafür haben ja wohl Sie die politische Verantwortung! Das ist ja ungeheuerlich!) Verlässlichkeit ist vielmehr etwas, das in einem wachsenden Europa ganz wichtig ist. Verlässlichkeit ist etwas, das derzeit in Österreich durch die Gewerkschaft der Arbeitnehmer bei den Österreichischen Bundesbahnen aufs Spiel gesetzt wird. (Abg. Mandak: Sie gefährden die Verlässlichkeit, nicht die Gewerkschaft! – Abg. Eder: Sie sind verantwortlich! Nicht die kleinen Eisenbahner!)
Abg. Dr. Fischer: Vielleicht sollten Sie auch einmal überlegen!
Meine Damen und Herren! Überlegen Sie, was hier passiert! (Abg. Dr. Fischer: Vielleicht sollten Sie auch einmal überlegen!) Es passiert nämlich Folgendes: Jeder Unternehmer, jeder wirtschaftlich denkende Mensch weiß, dass das wichtigste Element der zufriedene Kunde ist. (Abg. Mandak: Ich bin Kundin ...!) Die Gewerkschafter aber sind derzeit dabei, diesen mehr oder weniger zufriedenen Kunden zu verärgern. Das ist eine Fehlentwicklung, die man nur verurteilen kann und die hoffentlich bald wieder vorbei ist! Ich gratuliere dem Postbus-Unternehmen, wo gesagt wurde: 24 Stunden sind genug, morgen fahren wir wieder! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mandak: Ich bin Kundin ...!
Meine Damen und Herren! Überlegen Sie, was hier passiert! (Abg. Dr. Fischer: Vielleicht sollten Sie auch einmal überlegen!) Es passiert nämlich Folgendes: Jeder Unternehmer, jeder wirtschaftlich denkende Mensch weiß, dass das wichtigste Element der zufriedene Kunde ist. (Abg. Mandak: Ich bin Kundin ...!) Die Gewerkschafter aber sind derzeit dabei, diesen mehr oder weniger zufriedenen Kunden zu verärgern. Das ist eine Fehlentwicklung, die man nur verurteilen kann und die hoffentlich bald wieder vorbei ist! Ich gratuliere dem Postbus-Unternehmen, wo gesagt wurde: 24 Stunden sind genug, morgen fahren wir wieder! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Überlegen Sie, was hier passiert! (Abg. Dr. Fischer: Vielleicht sollten Sie auch einmal überlegen!) Es passiert nämlich Folgendes: Jeder Unternehmer, jeder wirtschaftlich denkende Mensch weiß, dass das wichtigste Element der zufriedene Kunde ist. (Abg. Mandak: Ich bin Kundin ...!) Die Gewerkschafter aber sind derzeit dabei, diesen mehr oder weniger zufriedenen Kunden zu verärgern. Das ist eine Fehlentwicklung, die man nur verurteilen kann und die hoffentlich bald wieder vorbei ist! Ich gratuliere dem Postbus-Unternehmen, wo gesagt wurde: 24 Stunden sind genug, morgen fahren wir wieder! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Glawischnig: Na selbstverständlich!
Ich glaube, es war Frau Dr. Glawischnig, die heute gesagt hat, wir würden Meldungen oder Bemerkungen des Rechnungshofes ignorieren. – Das tun wir nicht! (Abg. Dr. Glawischnig: Na selbstverständlich!) Im Gegenteil: Wir folgen einer Empfehlung des Rechnungshofes. (Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ und der Grünen.) Wir nehmen diese sehr ernst. Es war der Rechnungshof, der im Frühjahr dieses Jahres gemeint hat, es sei dringender Reformbedarf vorhanden. (Abg. Mag. Kogler: Sie haben ja genauso wenig Ahnung wie Ihre Vorgänger! – Abg. Eder: Da war ja die Forstinger noch besser!), der gemeint hat, Frühpensionen mit 52,2 Jahren sollte es nicht mehr geben – und das Antrittsalter ist in den letzten Jahren sogar zurückgegangen. Auch die durchschnittliche Dauer der Krankenstände bei den über 50-jährigen Bediensteten von 70 Tagen pro Mann und Nase im Jahr – im Vergleich zu 20 Komma irgendetwas Tagen bei ASVG-Bediensteten, im Vergleich zu 11 Tagen bei der Rest-BB – könne man nicht so belassen, das hat der Rechnungshof festgestellt, lesen Sie es nach! (Abg. Silhavy: Was ist mit der Verbesserung der Arbeitsbedingungen? – Gar nichts!)
Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ und der Grünen.
Ich glaube, es war Frau Dr. Glawischnig, die heute gesagt hat, wir würden Meldungen oder Bemerkungen des Rechnungshofes ignorieren. – Das tun wir nicht! (Abg. Dr. Glawischnig: Na selbstverständlich!) Im Gegenteil: Wir folgen einer Empfehlung des Rechnungshofes. (Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ und der Grünen.) Wir nehmen diese sehr ernst. Es war der Rechnungshof, der im Frühjahr dieses Jahres gemeint hat, es sei dringender Reformbedarf vorhanden. (Abg. Mag. Kogler: Sie haben ja genauso wenig Ahnung wie Ihre Vorgänger! – Abg. Eder: Da war ja die Forstinger noch besser!), der gemeint hat, Frühpensionen mit 52,2 Jahren sollte es nicht mehr geben – und das Antrittsalter ist in den letzten Jahren sogar zurückgegangen. Auch die durchschnittliche Dauer der Krankenstände bei den über 50-jährigen Bediensteten von 70 Tagen pro Mann und Nase im Jahr – im Vergleich zu 20 Komma irgendetwas Tagen bei ASVG-Bediensteten, im Vergleich zu 11 Tagen bei der Rest-BB – könne man nicht so belassen, das hat der Rechnungshof festgestellt, lesen Sie es nach! (Abg. Silhavy: Was ist mit der Verbesserung der Arbeitsbedingungen? – Gar nichts!)
Abg. Mag. Kogler: Sie haben ja genauso wenig Ahnung wie Ihre Vorgänger! – Abg. Eder: Da war ja die Forstinger noch besser!
Ich glaube, es war Frau Dr. Glawischnig, die heute gesagt hat, wir würden Meldungen oder Bemerkungen des Rechnungshofes ignorieren. – Das tun wir nicht! (Abg. Dr. Glawischnig: Na selbstverständlich!) Im Gegenteil: Wir folgen einer Empfehlung des Rechnungshofes. (Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ und der Grünen.) Wir nehmen diese sehr ernst. Es war der Rechnungshof, der im Frühjahr dieses Jahres gemeint hat, es sei dringender Reformbedarf vorhanden. (Abg. Mag. Kogler: Sie haben ja genauso wenig Ahnung wie Ihre Vorgänger! – Abg. Eder: Da war ja die Forstinger noch besser!), der gemeint hat, Frühpensionen mit 52,2 Jahren sollte es nicht mehr geben – und das Antrittsalter ist in den letzten Jahren sogar zurückgegangen. Auch die durchschnittliche Dauer der Krankenstände bei den über 50-jährigen Bediensteten von 70 Tagen pro Mann und Nase im Jahr – im Vergleich zu 20 Komma irgendetwas Tagen bei ASVG-Bediensteten, im Vergleich zu 11 Tagen bei der Rest-BB – könne man nicht so belassen, das hat der Rechnungshof festgestellt, lesen Sie es nach! (Abg. Silhavy: Was ist mit der Verbesserung der Arbeitsbedingungen? – Gar nichts!)
Abg. Silhavy: Was ist mit der Verbesserung der Arbeitsbedingungen? – Gar nichts!
Ich glaube, es war Frau Dr. Glawischnig, die heute gesagt hat, wir würden Meldungen oder Bemerkungen des Rechnungshofes ignorieren. – Das tun wir nicht! (Abg. Dr. Glawischnig: Na selbstverständlich!) Im Gegenteil: Wir folgen einer Empfehlung des Rechnungshofes. (Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ und der Grünen.) Wir nehmen diese sehr ernst. Es war der Rechnungshof, der im Frühjahr dieses Jahres gemeint hat, es sei dringender Reformbedarf vorhanden. (Abg. Mag. Kogler: Sie haben ja genauso wenig Ahnung wie Ihre Vorgänger! – Abg. Eder: Da war ja die Forstinger noch besser!), der gemeint hat, Frühpensionen mit 52,2 Jahren sollte es nicht mehr geben – und das Antrittsalter ist in den letzten Jahren sogar zurückgegangen. Auch die durchschnittliche Dauer der Krankenstände bei den über 50-jährigen Bediensteten von 70 Tagen pro Mann und Nase im Jahr – im Vergleich zu 20 Komma irgendetwas Tagen bei ASVG-Bediensteten, im Vergleich zu 11 Tagen bei der Rest-BB – könne man nicht so belassen, das hat der Rechnungshof festgestellt, lesen Sie es nach! (Abg. Silhavy: Was ist mit der Verbesserung der Arbeitsbedingungen? – Gar nichts!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Heinzl.
Die Sonderrechte, die Unkündbarkeit, die automatische Verlustabdeckung nach § 2 und damit die Vollkasko-Mentalität – das muss sich aufhören, hat der Rechnungshof gesagt. Wir folgen diesen Empfehlungen, nichts anderes tun wir. Wir nehmen also das, was der Rechnungshof sagt, sehr, sehr ernst! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Heinzl.)
Abg. Dr. Einem: Das war ja nicht diese Regierung, das war die vorvorige!
Zu Forschung und Entwicklung. Wir hatten letzten Mittwoch einen Forschungsdialog. Es ist für einen Forschungsminister eine Freude, dort dabei zu sein, einen angesehenen, international renommierten Forscher wie Dr. Penninger, der aus den USA zurück nach Österreich gekommen ist, um hier mit seinem Team tätig zu sein, weil die Rahmenbedingungen so gut sind, zu hören. Er ist aufgestanden und hat gesagt: Ich wundere mich eigentlich jetzt noch darüber, ich bin geradezu angenehm überrascht und davon angetan, welche Bedingungen diese österreichische Bundesregierung den Forschern und Entwicklern in diesem Land bietet. Hut ab! (Abg. Dr. Einem: Das war ja nicht diese Regierung, das war die vorvorige!) – Das sind seine Worte gewesen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zu Forschung und Entwicklung. Wir hatten letzten Mittwoch einen Forschungsdialog. Es ist für einen Forschungsminister eine Freude, dort dabei zu sein, einen angesehenen, international renommierten Forscher wie Dr. Penninger, der aus den USA zurück nach Österreich gekommen ist, um hier mit seinem Team tätig zu sein, weil die Rahmenbedingungen so gut sind, zu hören. Er ist aufgestanden und hat gesagt: Ich wundere mich eigentlich jetzt noch darüber, ich bin geradezu angenehm überrascht und davon angetan, welche Bedingungen diese österreichische Bundesregierung den Forschern und Entwicklern in diesem Land bietet. Hut ab! (Abg. Dr. Einem: Das war ja nicht diese Regierung, das war die vorvorige!) – Das sind seine Worte gewesen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Für die Straße!
Meine Damen und Herren! Die Investitionen in die Infrastruktur sind nachvollziehbar noch nie so hoch gewesen wie in diesem Jahr, im nächsten Jahr und in den Jahren darauf. (Abg. Öllinger: Für die Straße!) Sie wissen ganz genau, dass das Finanzierungsvolumen für Investitionen in Schiene und Straße in den nächsten Jahren ein Ausmaß angenommen wird haben, dass man sagen kann: Mehr kann die Bauwirtschaft gar nicht ertragen und verarbeiten. (Abg. Mandak: Aber klar!)
Abg. Mandak: Aber klar!
Meine Damen und Herren! Die Investitionen in die Infrastruktur sind nachvollziehbar noch nie so hoch gewesen wie in diesem Jahr, im nächsten Jahr und in den Jahren darauf. (Abg. Öllinger: Für die Straße!) Sie wissen ganz genau, dass das Finanzierungsvolumen für Investitionen in Schiene und Straße in den nächsten Jahren ein Ausmaß angenommen wird haben, dass man sagen kann: Mehr kann die Bauwirtschaft gar nicht ertragen und verarbeiten. (Abg. Mandak: Aber klar!)
Abg. Dr. Lichtenberger: Das ist doch gar nicht finanziert!
Die 1 bis 1,2 Milliarden € an Investitionen, die im Schienenbereich sichergestellt sind, sind eines (Abg. Dr. Lichtenberger: Das ist doch gar nicht finanziert!); die über 1 Milliarde € im Straßenbaubereich ist das andere. Das sind Beträge, die noch niemals da waren. Akzeptieren Sie das doch einmal! (Abg. Öllinger: Wer zahlt das dann?) Das bedeutet doch auch Arbeitsplatzsicherung: Das hat in den letzten drei Jahren 14 000 bis 18 000 Arbeitsplätze gesichert! – Das sollte doch auch Ihnen von der Opposition ein Anliegen sein. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Wer zahlt das dann?
Die 1 bis 1,2 Milliarden € an Investitionen, die im Schienenbereich sichergestellt sind, sind eines (Abg. Dr. Lichtenberger: Das ist doch gar nicht finanziert!); die über 1 Milliarde € im Straßenbaubereich ist das andere. Das sind Beträge, die noch niemals da waren. Akzeptieren Sie das doch einmal! (Abg. Öllinger: Wer zahlt das dann?) Das bedeutet doch auch Arbeitsplatzsicherung: Das hat in den letzten drei Jahren 14 000 bis 18 000 Arbeitsplätze gesichert! – Das sollte doch auch Ihnen von der Opposition ein Anliegen sein. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Die 1 bis 1,2 Milliarden € an Investitionen, die im Schienenbereich sichergestellt sind, sind eines (Abg. Dr. Lichtenberger: Das ist doch gar nicht finanziert!); die über 1 Milliarde € im Straßenbaubereich ist das andere. Das sind Beträge, die noch niemals da waren. Akzeptieren Sie das doch einmal! (Abg. Öllinger: Wer zahlt das dann?) Das bedeutet doch auch Arbeitsplatzsicherung: Das hat in den letzten drei Jahren 14 000 bis 18 000 Arbeitsplätze gesichert! – Das sollte doch auch Ihnen von der Opposition ein Anliegen sein. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.
Meine Damen und Herren! Ein paar Worte zur Forschung, auch was die Finanzierung betrifft: Der Forschungslandschaft in Österreich eine neue Struktur zu geben, ist eine wichtige Sache – lange angekündigt, jetzt wird sie umgesetzt –, die optimale Finanzierung ist die andere Sache. Da, glaube ich, können wir stolz darauf sein, in den nächsten drei Jahren 1,2 Milliarden € an Mitteln zusätzlich zum Budget – das auch nicht schlecht ist – einräumen zu können. (Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.
Sie wissen es: Die 600 Millionen € für die Forschungsoffensive II sind die eine Sache. 300 Millionen € über die Stiftung und 100 Millionen € über Einrichtungen wie Forschungsprämie, wie Freibeträge – sie wurden schon erwähnt. Damit sind wir im Bereich Forschung in Europa Nummer eins, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.)
Heiterkeit bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Freiheitlichen sowie des Abg. Schieder
Lassen Sie mich abschließend, weil die rote Lampe schon wieder leuchtet – die macht mich eines Tages noch fertig hier (Heiterkeit bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Freiheitlichen sowie des Abg. Schieder), die leuchtet immer so schnell –, nur noch die Breitband-Initiative anschneiden, ein altes Anliegen von mir: dass auch im ländlichen Bereich der Zugang zum Internet rasch erfolgt, dort das Internet auch schnell ist und der gleiche Zugang wie in Ballungszentren besteht. 10 Millionen € sind dafür vorgesehen; aus dem Fonds der EU und aus den Ländern sollten auch noch einmal je 10 Millionen € kommen. Dann sind das 30 Millionen € pro Jahr – eine tolle Initiative, die gerade dem ländlichen Raum insbesondere zugute kommt! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Lassen Sie mich abschließend, weil die rote Lampe schon wieder leuchtet – die macht mich eines Tages noch fertig hier (Heiterkeit bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Freiheitlichen sowie des Abg. Schieder), die leuchtet immer so schnell –, nur noch die Breitband-Initiative anschneiden, ein altes Anliegen von mir: dass auch im ländlichen Bereich der Zugang zum Internet rasch erfolgt, dort das Internet auch schnell ist und der gleiche Zugang wie in Ballungszentren besteht. 10 Millionen € sind dafür vorgesehen; aus dem Fonds der EU und aus den Ländern sollten auch noch einmal je 10 Millionen € kommen. Dann sind das 30 Millionen € pro Jahr – eine tolle Initiative, die gerade dem ländlichen Raum insbesondere zugute kommt! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mandak: Die kommen nach dieser Bundesregierung!
Diese Bundesregierung ist angetreten, um zu handeln, meine Damen und Herren. Sie ist nicht angetreten, um auf bessere Zeiten zu warten (Abg. Mandak: Die kommen nach dieser Bundesregierung!), sie macht die besseren Zeiten! (Anhaltender Beifall und Bravorufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Anhaltender Beifall und Bravorufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Diese Bundesregierung ist angetreten, um zu handeln, meine Damen und Herren. Sie ist nicht angetreten, um auf bessere Zeiten zu warten (Abg. Mandak: Die kommen nach dieser Bundesregierung!), sie macht die besseren Zeiten! (Anhaltender Beifall und Bravorufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Jetzt geht’s bergab!
Zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Dr. Gusenbauer. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Ruf bei der ÖVP: Jetzt geht’s bergab!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Dr. Alfred Gusenbauer (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Herr Vizekanzler, Sie haben völlig Recht: Bessere Zeiten für Österreich wird es erst nach dieser schwarz-blauen Bundesregierung geben! Darin sind wir uns völlig einig. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Rufe bei der ÖVP: Aber?
Angesichts all dessen, was Sie uns heute an Maßnahmen präsentiert haben, bin ich gerne bereit, das kritisch zu würdigen. Ich sage dazu: Es gibt einige Elemente in diesem Maßnahmenpaket, die ich für sinnvoll und gut erachte. (Rufe bei der ÖVP: Aber?) Das Einzige, was dazu zu bemerken ist: Wieso ist dieses Paket heute nicht ins Haus gekommen, sodass man im Detail überprüfen kann, wie die Ansätze wirklich in der Realität gestaltet sind? (Ruf bei der ÖVP: ... zugewiesen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: ... zugewiesen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Angesichts all dessen, was Sie uns heute an Maßnahmen präsentiert haben, bin ich gerne bereit, das kritisch zu würdigen. Ich sage dazu: Es gibt einige Elemente in diesem Maßnahmenpaket, die ich für sinnvoll und gut erachte. (Rufe bei der ÖVP: Aber?) Das Einzige, was dazu zu bemerken ist: Wieso ist dieses Paket heute nicht ins Haus gekommen, sodass man im Detail überprüfen kann, wie die Ansätze wirklich in der Realität gestaltet sind? (Ruf bei der ÖVP: ... zugewiesen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Fekter – auf die SPÖ weisend –: ... schlechte Organisation! – Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Die zweite Frage, die sich stellt ... (Zwischenbemerkung auf der Regierungsbank: Es ist im Haus!) – Wir haben es nicht bekommen! (Abg. Dr. Fekter – auf die SPÖ weisend –: ... schlechte Organisation! – Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Es wurde bis jetzt nicht eingebracht. – Herr Molterer ist heute wie das Rumpelstilzchen und behauptet dauernd Dinge, die nicht stattfinden. Das ist schon das zweite Mal der Fall, Herr Klubobmann! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die zweite Frage, die sich stellt ... (Zwischenbemerkung auf der Regierungsbank: Es ist im Haus!) – Wir haben es nicht bekommen! (Abg. Dr. Fekter – auf die SPÖ weisend –: ... schlechte Organisation! – Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Es wurde bis jetzt nicht eingebracht. – Herr Molterer ist heute wie das Rumpelstilzchen und behauptet dauernd Dinge, die nicht stattfinden. Das ist schon das zweite Mal der Fall, Herr Klubobmann! (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: In Wien!
Zweitens stellt sich die Frage: Wieso kommt ein solches Paket so spät, am Ende des Jahres, wo wir es nach wie vor mit einer steigenden Arbeitslosigkeit zu tun haben (Ruf bei der ÖVP: In Wien!) und wo leider, Herr Bundeskanzler, auch alle Prognosen für das nächste Jahr voraussagen, dass trotz dieser Maßnahmen die Arbeitslosigkeit nicht sinken, sondern weiter ansteigen wird?
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Mag. Kogler.
Ich finde es überhaupt nicht witzig, Herr Abgeordneter Molterer, dass diese schwarz-blaue Bundesregierung seit ihrem Antritt einen Anstieg der Arbeitslosigkeit um 50 000 Menschen in Österreich zu verantworten hat. Hier ist dringender Handlungsbedarf gegeben – und kein Bedarf nach Schönwetterreden, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Mag. Kogler.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Van der Bellen.
Wenn sich auf dem Sektor Forschung und Entwicklung etwas tut, dann begrüße ich das, Herr Vizekanzler. Aber dann gleich so zu tun, als ob wir die Besten in Europa wären? – Bitte die Kirche im Dorf lassen! Österreich gibt nicht einmal ganz zwei Prozent seines Bruttoinlandsproduktes für Forschung und Entwicklung aus. Fortgeschrittene Staaten wie Schweden oder Finnland geben 3,5 Prozent aus. Dieser Unterschied wird auch durch einzelne, wenige Maßnahmen nicht kompensiert. Machen Sie eine solide langfristige Politik, aber tun Sie nicht bei jeder kleinen Maßnahme so, als ob wir bereits die Spitze Europas darstellen würden! Das ist nicht seriös, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Van der Bellen.)
Abg. Scheibner: ... missbraucht hat für die Parteipolitik!
Herr Bundeskanzler! Sie haben darauf hingewiesen, dass das Vorgehen bei der voestalpine – nicht jetzt die Totalprivatisierung, sondern in der Vergangenheit die Aufgliederung in unterschiedliche Unternehmungen – die Grundlage dafür war, dass die voestalpine zur Weltspitze aufgestiegen ist. – Sie haben völlig Recht. Aber wissen Sie, was der Unterschied ist? – Seinerzeit ist diese Aufgliederung der voestalpine in völligem Konsens zwischen den politisch Verantwortlichen, dem Management und der Belegschaft geschehen (zustimmendes Nicken von Abgeordneten der SPÖ), und daher ist es auch erfolgreich gewesen. (Abg. Scheibner: ... missbraucht hat für die Parteipolitik!) Das ist der Unterschied zur jetzigen Politik, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mandak.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mandak.
Herr Bundeskanzler! Sie haben darauf hingewiesen, dass das Vorgehen bei der voestalpine – nicht jetzt die Totalprivatisierung, sondern in der Vergangenheit die Aufgliederung in unterschiedliche Unternehmungen – die Grundlage dafür war, dass die voestalpine zur Weltspitze aufgestiegen ist. – Sie haben völlig Recht. Aber wissen Sie, was der Unterschied ist? – Seinerzeit ist diese Aufgliederung der voestalpine in völligem Konsens zwischen den politisch Verantwortlichen, dem Management und der Belegschaft geschehen (zustimmendes Nicken von Abgeordneten der SPÖ), und daher ist es auch erfolgreich gewesen. (Abg. Scheibner: ... missbraucht hat für die Parteipolitik!) Das ist der Unterschied zur jetzigen Politik, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mandak.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.
Das ist die Antwort des Rechnungshofpräsidenten. Der Rechnungshof wollte das Gegenteil von dem, was Sie jetzt mit der ÖBB-Reform vorhaben. Das ist die Wahrheit, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.)
Abg. Ellmauer: Sie sprechen nie über den „Konsum“!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Es wird also im Ministerrat eine Reform der Bundesbahnen beschlossen, zu der der Rechnungshof feststellt: Die Richtung dieser Reform ist falsch, die Einsparungen sind nicht darstellbar, und es ist sogar damit zu rechnen, dass einzelne Bereiche der Bundesbahnen in den Konkurs getrieben werden. – Und Sie stellen sich hierher und tun so, als ob das das Wunderbarste von der ganzen Welt wäre! (Abg. Ellmauer: Sie sprechen nie über den „Konsum“!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine Damen und Herren! Die Wahrheit ist, dass mit Ihrer so genannten ÖBB-Reform das wichtigste österreichische Verkehrsunternehmen in seiner Existenz gefährdet ist. Daher ist dieser Weg schleunigst zu stoppen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Alle werden sich noch daran erinnern: Dieser Generaldirektor Draxler ist von der schwarz-blauen Regierung weggeschoben worden, weil er Ihnen politisch nicht gepasst hat! Das ist es, was immer bei Ihren Machenschaften bei der Bahn übrig bleibt: Man hat immer den Eindruck, es geht nicht um die Bahn, sondern es geht darum, dort politisch Verhältnisse zu erreichen, die Ihnen lieber sind. – Schade um die Bahn und schade um die Verkehrspolitik, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine Damen und Herren! Das ist ein schlechter Weg für Österreich. Das ist ein Weg des Konflikts um jeden Preis – und nicht ein Weg zu einer besseren Eisenbahn! Und genau das muss man heute im österreichischen Parlament verurteilen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Dr. Fasslabend: Und in der Schweiz? Was kostet das in der Schweiz?
Soll ich Ihnen sagen, was der Unterschied ist? – In Großbritannien zahlt man für eine Monatskarte bei einem Weg von 90 Kilometern 488 €! (Abg. Dr. Fasslabend: Und in der Schweiz? Was kostet das in der Schweiz?) Dieselbe Monatskarte kostet in Österreich 111 €. (Abg. Dr. Fasslabend: Sagen Sie einmal, was das in der Schweiz kostet! – Abg. Miedl: Wer zahlt denn das, Herr Kollege? – Das zahlt erst wieder der Steuerzahler!) Soll ich Ihnen etwas sagen: Die Zeche für Ihre verfehlte Bahnpolitik werden leider die Passagiere der Österreichischen Bundesbahnen zahlen müssen, die Pendler und die Menschen in unserem Land. – Das ist der falsche Weg! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Dr. Fasslabend: Sagen Sie einmal, was das in der Schweiz kostet! – Abg. Miedl: Wer zahlt denn das, Herr Kollege? – Das zahlt erst wieder der Steuerzahler!
Soll ich Ihnen sagen, was der Unterschied ist? – In Großbritannien zahlt man für eine Monatskarte bei einem Weg von 90 Kilometern 488 €! (Abg. Dr. Fasslabend: Und in der Schweiz? Was kostet das in der Schweiz?) Dieselbe Monatskarte kostet in Österreich 111 €. (Abg. Dr. Fasslabend: Sagen Sie einmal, was das in der Schweiz kostet! – Abg. Miedl: Wer zahlt denn das, Herr Kollege? – Das zahlt erst wieder der Steuerzahler!) Soll ich Ihnen etwas sagen: Die Zeche für Ihre verfehlte Bahnpolitik werden leider die Passagiere der Österreichischen Bundesbahnen zahlen müssen, die Pendler und die Menschen in unserem Land. – Das ist der falsche Weg! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Soll ich Ihnen sagen, was der Unterschied ist? – In Großbritannien zahlt man für eine Monatskarte bei einem Weg von 90 Kilometern 488 €! (Abg. Dr. Fasslabend: Und in der Schweiz? Was kostet das in der Schweiz?) Dieselbe Monatskarte kostet in Österreich 111 €. (Abg. Dr. Fasslabend: Sagen Sie einmal, was das in der Schweiz kostet! – Abg. Miedl: Wer zahlt denn das, Herr Kollege? – Das zahlt erst wieder der Steuerzahler!) Soll ich Ihnen etwas sagen: Die Zeche für Ihre verfehlte Bahnpolitik werden leider die Passagiere der Österreichischen Bundesbahnen zahlen müssen, die Pendler und die Menschen in unserem Land. – Das ist der falsche Weg! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Anhaltender Beifall bei der SPÖ und Beifall bei den Grünen.
Meine Damen und Herren! Es ist Zeit für einen Kurswechsel: Umdrehen, zur Besinnung kommen und vernünftige Lösungen anstreben – und diese Hauruck-Politik endlich beenden! (Anhaltender Beifall bei der SPÖ und Beifall bei den Grünen.)
Der Redner hält ein Schriftstück in die Höhe. – Ruf bei der ÖVP: Gusenbauer, pass auf!
Abgeordneter Mag. Wilhelm Molterer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Mitglieder der Bundesregierung! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Abgeordneter Gusenbauer, ich möchte Sie bitten, dass Sie Ihren Klub besser organisieren. Hier habe ich das Schreiben des Bundeskanzlers mit gestrigem Datum. (Der Redner hält ein Schriftstück in die Höhe. – Ruf bei der ÖVP: Gusenbauer, pass auf!) Eingangsstempel des Parlaments, Herr Abgeordneter Gusenbauer (Abg. Dr. Gusenbauer: Es ist nicht da!): 11. November 2003 – der gestrige Tag! (Abg.
Abg. Dr. Gusenbauer: Es ist nicht da!
Abgeordneter Mag. Wilhelm Molterer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Mitglieder der Bundesregierung! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Abgeordneter Gusenbauer, ich möchte Sie bitten, dass Sie Ihren Klub besser organisieren. Hier habe ich das Schreiben des Bundeskanzlers mit gestrigem Datum. (Der Redner hält ein Schriftstück in die Höhe. – Ruf bei der ÖVP: Gusenbauer, pass auf!) Eingangsstempel des Parlaments, Herr Abgeordneter Gusenbauer (Abg. Dr. Gusenbauer: Es ist nicht da!): 11. November 2003 – der gestrige Tag! (Abg.
Abg. Dr. Gusenbauer: Wo hat es der Khol versteckt? – Der Khol hat es versteckt!
Es ist eingelangt: ein „Bundesgesetz, mit dem ein Bundesgesetz über die Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung ... erlassen wird,“ (Abg. Dr. Gusenbauer: Wo hat es der Khol versteckt? – Der Khol hat es versteckt!) „das Einkommensteuergesetz 1988, das Bundesfinanzgesetz 2003 und das Bundesfinanzgesetz 2004 geändert werden, ..., das ERP-Fonds-Gesetz und das Ausländerbeschäftigungsgesetz“ (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter) „geändert wird, ... sowie das ASFINAG-Gesetz ...“ und eine Reihe anderer Gesetze geändert werden. (Zwischenruf der ein Schriftstück in Richtung des Redners haltenden Abg. Mag. Prammer.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter
Es ist eingelangt: ein „Bundesgesetz, mit dem ein Bundesgesetz über die Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung ... erlassen wird,“ (Abg. Dr. Gusenbauer: Wo hat es der Khol versteckt? – Der Khol hat es versteckt!) „das Einkommensteuergesetz 1988, das Bundesfinanzgesetz 2003 und das Bundesfinanzgesetz 2004 geändert werden, ..., das ERP-Fonds-Gesetz und das Ausländerbeschäftigungsgesetz“ (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter) „geändert wird, ... sowie das ASFINAG-Gesetz ...“ und eine Reihe anderer Gesetze geändert werden. (Zwischenruf der ein Schriftstück in Richtung des Redners haltenden Abg. Mag. Prammer.)
Zwischenruf der ein Schriftstück in Richtung des Redners haltenden Abg. Mag. Prammer.
Es ist eingelangt: ein „Bundesgesetz, mit dem ein Bundesgesetz über die Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung ... erlassen wird,“ (Abg. Dr. Gusenbauer: Wo hat es der Khol versteckt? – Der Khol hat es versteckt!) „das Einkommensteuergesetz 1988, das Bundesfinanzgesetz 2003 und das Bundesfinanzgesetz 2004 geändert werden, ..., das ERP-Fonds-Gesetz und das Ausländerbeschäftigungsgesetz“ (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter) „geändert wird, ... sowie das ASFINAG-Gesetz ...“ und eine Reihe anderer Gesetze geändert werden. (Zwischenruf der ein Schriftstück in Richtung des Redners haltenden Abg. Mag. Prammer.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Abgeordneter Gusenbauer! Begeben Sie sich bitte in Ihrem Verantwortungsbereich auf Suche! Die Bundesregierung hat gestern den Beschluss gefasst, gestern dem Parlament den Regierungsbeschluss übermittelt, mit Eingangsstempel des gestrigen Tages. – So weit zu dieser Sache. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Gusenbauer – auf ein Schriftstück verweisend –: Wo hat es der Khol? – Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Cap, Mag. Prammer und Reheis
Herr Abgeordneter Gusenbauer! Es ist aber bezeichnend, dass es Ihnen offensichtlich nicht einmal möglich ist (Abg. Dr. Gusenbauer – auf ein Schriftstück verweisend –: Wo hat es der Khol? – Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Cap, Mag. Prammer und Reheis), dass Sie sich diese Grundlagen selbst beschaffen. Ich werte es eventuell als Entschuldigung, dass Sie vielleicht das Paket nicht lesen konnten, was Sie heute gesagt haben. (Abg. Dr. Gusenbauer: Was Sie hier aufführen, ist unerträglich! Unerträglich! Sollen wir vielleicht die Gesetze suchen gehen? – Das ist ja unfassbar!) Ich glaube aber, Herr Abgeordneter Gusenbauer, dass, auch wenn Sie es gehabt hätten, offensichtlich Ihr Grundverständnis in dieser wirtschaftspolitischen Konzeption fehlt (Abg. Dr. Gusenbauer: Das ist unerträglich, Herr Molterer!) – oder ein Grundverständnis von wirtschaftspolitischer Konzeption in der SPÖ vorhanden ist, das sich diametral von dem unterscheidet, was wirtschaftspolitisch für Österreich vernünftig ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Was Sie hier aufführen, ist unerträglich! Unerträglich! Sollen wir vielleicht die Gesetze suchen gehen? – Das ist ja unfassbar!
Herr Abgeordneter Gusenbauer! Es ist aber bezeichnend, dass es Ihnen offensichtlich nicht einmal möglich ist (Abg. Dr. Gusenbauer – auf ein Schriftstück verweisend –: Wo hat es der Khol? – Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Cap, Mag. Prammer und Reheis), dass Sie sich diese Grundlagen selbst beschaffen. Ich werte es eventuell als Entschuldigung, dass Sie vielleicht das Paket nicht lesen konnten, was Sie heute gesagt haben. (Abg. Dr. Gusenbauer: Was Sie hier aufführen, ist unerträglich! Unerträglich! Sollen wir vielleicht die Gesetze suchen gehen? – Das ist ja unfassbar!) Ich glaube aber, Herr Abgeordneter Gusenbauer, dass, auch wenn Sie es gehabt hätten, offensichtlich Ihr Grundverständnis in dieser wirtschaftspolitischen Konzeption fehlt (Abg. Dr. Gusenbauer: Das ist unerträglich, Herr Molterer!) – oder ein Grundverständnis von wirtschaftspolitischer Konzeption in der SPÖ vorhanden ist, das sich diametral von dem unterscheidet, was wirtschaftspolitisch für Österreich vernünftig ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Das ist unerträglich, Herr Molterer!
Herr Abgeordneter Gusenbauer! Es ist aber bezeichnend, dass es Ihnen offensichtlich nicht einmal möglich ist (Abg. Dr. Gusenbauer – auf ein Schriftstück verweisend –: Wo hat es der Khol? – Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Cap, Mag. Prammer und Reheis), dass Sie sich diese Grundlagen selbst beschaffen. Ich werte es eventuell als Entschuldigung, dass Sie vielleicht das Paket nicht lesen konnten, was Sie heute gesagt haben. (Abg. Dr. Gusenbauer: Was Sie hier aufführen, ist unerträglich! Unerträglich! Sollen wir vielleicht die Gesetze suchen gehen? – Das ist ja unfassbar!) Ich glaube aber, Herr Abgeordneter Gusenbauer, dass, auch wenn Sie es gehabt hätten, offensichtlich Ihr Grundverständnis in dieser wirtschaftspolitischen Konzeption fehlt (Abg. Dr. Gusenbauer: Das ist unerträglich, Herr Molterer!) – oder ein Grundverständnis von wirtschaftspolitischer Konzeption in der SPÖ vorhanden ist, das sich diametral von dem unterscheidet, was wirtschaftspolitisch für Österreich vernünftig ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Abgeordneter Gusenbauer! Es ist aber bezeichnend, dass es Ihnen offensichtlich nicht einmal möglich ist (Abg. Dr. Gusenbauer – auf ein Schriftstück verweisend –: Wo hat es der Khol? – Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Cap, Mag. Prammer und Reheis), dass Sie sich diese Grundlagen selbst beschaffen. Ich werte es eventuell als Entschuldigung, dass Sie vielleicht das Paket nicht lesen konnten, was Sie heute gesagt haben. (Abg. Dr. Gusenbauer: Was Sie hier aufführen, ist unerträglich! Unerträglich! Sollen wir vielleicht die Gesetze suchen gehen? – Das ist ja unfassbar!) Ich glaube aber, Herr Abgeordneter Gusenbauer, dass, auch wenn Sie es gehabt hätten, offensichtlich Ihr Grundverständnis in dieser wirtschaftspolitischen Konzeption fehlt (Abg. Dr. Gusenbauer: Das ist unerträglich, Herr Molterer!) – oder ein Grundverständnis von wirtschaftspolitischer Konzeption in der SPÖ vorhanden ist, das sich diametral von dem unterscheidet, was wirtschaftspolitisch für Österreich vernünftig ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wirtschaftspolitisch vernünftig für Österreich ist, dass wir das klare Ziel Nummer eins der Wirtschaftspolitik definieren, und das heißt: Vollbeschäftigung in Österreich. – Vollbeschäftigung in Österreich ist das erklärte Ziel dieser Bundesregierung. Alle Menschen in diesem Land, die arbeiten wollen, sollen Arbeit haben, weil Arbeit zu haben die beste soziale Absicherung ist, die den Menschen gegeben werden kann. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Vollbeschäftigung und Arbeit für alle, Herr Abgeordneter Gusenbauer, meine sehr geehrten Damen und Herren, bedeutet aber, dass Vollbeschäftigung nur möglich ist, wenn die Wirtschaft wächst. Wachstumspolitik ist daher Voraussetzung für Vollbeschäftigung in diesem Land. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wachstumspolitik braucht attraktive Standortbedingungen. Daher halte ich es für absolut richtig und begrüße es ganz außerordentlich, dass die Bundesregierung genau jetzt – nämlich zum richtigen Zeitpunkt – das Wachstumspaket für Österreich vorlegt, hier dem Hohen Haus präsentiert und damit uns Abgeordneten die Möglichkeit gibt, dieses Wachstumspaket nicht nur zu diskutieren, sondern in guter Zeit auch zu beschließen, damit diese Wachstumsimpulse für Österreichs Wirtschaft und für Österreichs Arbeit ab dem 1. Jänner des nächsten Jahres auch tatsächlich zur Verfügung stehen, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die wirtschaftliche Gesamtkomposition ist folgende: Wir haben die erste Etappe der Steuerreform, nämlich die Entlastung der kleinen Einkommen, die Entlastung der kleinen und mittleren Unternehmen – Stichwort: nicht entnommene Gewinne – oder etwa auch die Entbürokratisierung – Stichwort: Wegfall der 13. Umsatzsteuervorauszahlung – in Angriff genommen. Die Wachstumsimpulse des Wachstumspakets und das in Kombination sind genau die richtige Antwort, die der Wirtschaftsstandort Österreich jetzt braucht, um das Ziel Wachstumsimpuls und Vollbeschäftigung zu erreichen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie haben zwei wesentliche Elemente genannt: Einerseits wird die steuerliche Attraktivierung und andererseits die budgetäre Attraktivierung den Forschungsstandort Österreich zum Standort Nummer eins in Europa machen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Damit wir auch wissen, über welche Dimensionen wir reden, sage ich Ihnen: Wir reden – Vizekanzler Gorbach hat es schon gesagt – von 600 Millionen € zusätzlich. Manchmal habe ich bei der politischen Debatte den Eindruck, dass die Euroumstellung noch nicht gänzlich verkraftet wurde. Wissen Sie, was 1,2 Milliarden € in Schilling ausgedrückt sind? – Das sind plus 17 Milliarden Schilling für den Forschungsstandort Österreich. Das ist der richtige wirtschaftspolitische Impuls, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Was ist die Antwort der SPÖ? – Sie haben Herrn Gusenbauer heute gehört. Er hat gesagt, das, was wir gemacht haben, sei teilweise ganz interessant. Das hat ungefähr eine Minute seiner Redezeit ausgemacht, die restliche Redezeit war mit lauter Abers gespickt. Und es bleibt der SPÖ vorbehalten, Herr Abgeordneter Gusenbauer, in diesem Land jene Partei zu sein, die die Zukunft in der Vergangenheit sucht. Das ist Wirtschaftspolitik Marke SPÖ! (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Brosz: Haben die auch ein Konjunkturpaket gehabt?
Wenn Sie mir das nicht abnehmen, dann zitiere ich Ihnen, Herr Abgeordneter Gusenbauer, den Ministerpräsidenten der Tschechischen Republik, den ich am vergangenen Wochenende getroffen habe. (Abg. Brosz: Haben die auch ein Konjunkturpaket gehabt?) Er hat einen sehr interessanten Satz gesagt: Die Schuldenpolitik ist der Feind der sozialen Marktwirtschaft. – Und er hat Recht mit dieser Aussage. Daher: Gehen Sie Ihren Irrweg nicht weiter! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wenn Sie mir das nicht abnehmen, dann zitiere ich Ihnen, Herr Abgeordneter Gusenbauer, den Ministerpräsidenten der Tschechischen Republik, den ich am vergangenen Wochenende getroffen habe. (Abg. Brosz: Haben die auch ein Konjunkturpaket gehabt?) Er hat einen sehr interessanten Satz gesagt: Die Schuldenpolitik ist der Feind der sozialen Marktwirtschaft. – Und er hat Recht mit dieser Aussage. Daher: Gehen Sie Ihren Irrweg nicht weiter! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Posch: Wer hat Ihnen diese Rede aufgeschrieben?
Sie machen Steuererhöhungen, Sie lehnen Steuersenkungen in diesem Hohen Hause ab und Sie verteidigen Strukturen, die längst überholt sind. Sie machen wirtschaftspolitische Vorschläge, die in Richtung Re-Verstaatlichung führen. Sie verteidigen Strukturen bei den Österreichischen Bundesbahnen, meine Damen und Herren von der SPÖ, die nicht zu verteidigen sind. (Abg. Mag. Posch: Wer hat Ihnen diese Rede aufgeschrieben?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich sage Ihnen Folgendes: Die Zeiten sind vorbei, dass sich Gewerkschaften in diesem Land ein Unternehmen halten. Die Zeiten sind vorbei, dass sich Gewerkschaften in diesem Land einen Vorstand halten. Diese Zeiten sind beendet. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es ist die Zeit des Handelns, auch heiße Eisen anzugreifen. Wenn jeder Österreicher/jede Österreicherin, unabhängig davon, ob er/sie Bahn fährt oder nicht, pro Jahr 7 500 S für die ÖBB hinlegen muss, dann ist das doch der beste Beweis: Es ist Zeit zum Handeln! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
An die Gewerkschaft sei nochmals der Appell gerichtet: Dies ist ein politischer Streik, den wir ablehnen – in aller Klarheit! Dies ist ein politischer Streik, der den Menschen schadet. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Ruf bei der SPÖ: Also bitte!
Denkt denn in der Eisenbahnergewerkschaft niemand an die Tausenden Kinder, niemand an die Schülerinnen und Schüler, niemand an die Tausenden Pendler, die nicht zum Arbeitsplatz kommen können? (Ruf bei der SPÖ: Also bitte!) Denkt denn in der Gewerkschaft niemand an die Wirtschaft, wo heute beispielsweise die Voest bereits sagt, dass sie mit diesem Streik Probleme an ihrem Unternehmensstandort bekommt? (Abg. Dr. Gusenbauer: Die Scheinheiligkeit ...! – Abg. Silhavy: Sie sollten sich schämen!) Sie verantworten damit auch Probleme in Wirtschaftsunternehmen.
Abg. Dr. Gusenbauer: Die Scheinheiligkeit ...! – Abg. Silhavy: Sie sollten sich schämen!
Denkt denn in der Eisenbahnergewerkschaft niemand an die Tausenden Kinder, niemand an die Schülerinnen und Schüler, niemand an die Tausenden Pendler, die nicht zum Arbeitsplatz kommen können? (Ruf bei der SPÖ: Also bitte!) Denkt denn in der Gewerkschaft niemand an die Wirtschaft, wo heute beispielsweise die Voest bereits sagt, dass sie mit diesem Streik Probleme an ihrem Unternehmensstandort bekommt? (Abg. Dr. Gusenbauer: Die Scheinheiligkeit ...! – Abg. Silhavy: Sie sollten sich schämen!) Sie verantworten damit auch Probleme in Wirtschaftsunternehmen.
Abg. Silhavy: Sie schaden den Menschen mit dieser Politik!
Abgeordneter Mag. Wilhelm Molterer (fortsetzend): Sie schaden dem Standort, Sie schaden den Mitarbeitern (Abg. Silhavy: Sie schaden den Menschen mit dieser Politik!), und Sie schaden den Österreichischen Bundesbahnen. Wir gehen einen anderen Weg: Wir bieten Zukunft für das Land und für die Bahn. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mandak: Sie schaden ihr nicht, Sie machen sie kaputt! – Abg. Mag. Posch: Mit dieser Rede haben Sie sich selbst geschadet!)
Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mandak: Sie schaden ihr nicht, Sie machen sie kaputt! – Abg. Mag. Posch: Mit dieser Rede haben Sie sich selbst geschadet!
Abgeordneter Mag. Wilhelm Molterer (fortsetzend): Sie schaden dem Standort, Sie schaden den Mitarbeitern (Abg. Silhavy: Sie schaden den Menschen mit dieser Politik!), und Sie schaden den Österreichischen Bundesbahnen. Wir gehen einen anderen Weg: Wir bieten Zukunft für das Land und für die Bahn. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mandak: Sie schaden ihr nicht, Sie machen sie kaputt! – Abg. Mag. Posch: Mit dieser Rede haben Sie sich selbst geschadet!)
Abg. Mag. Molterer: Nicht „längst“; seit gestern!
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Molterer, im Interesse des Parlaments und im Interesse der Abgeordneten der Opposition: Sie haben den Zuschauern und den Zuhörern gegenüber den Eindruck vermittelt, dass es längst schriftliche Unterlagen über diese so genannte Wachstumsinitiative der Bundesregierung gibt. Das war der Eindruck, der entstehen musste. (Abg. Mag. Molterer: Nicht „längst“; seit gestern!) Ich möchte nur auf Folgendes hinweisen: Diese Regierungsvorlage, auf die Sie sich offenbar beziehen – 313 der Beilagen, benannt „Wachstums- und Standortgesetz 2003“ –, habe zumindest ich – ich nehme an, es geht allen meinen KollegInnen im grünen Klub und allen KollegInnen bei den Sozialdemokraten so – erst heute früh erhalten, bitte schön. Heute früh! (Abg. Mandak: Das ist der Unterschied, Herr Molterer!)
Abg. Mandak: Das ist der Unterschied, Herr Molterer!
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Molterer, im Interesse des Parlaments und im Interesse der Abgeordneten der Opposition: Sie haben den Zuschauern und den Zuhörern gegenüber den Eindruck vermittelt, dass es längst schriftliche Unterlagen über diese so genannte Wachstumsinitiative der Bundesregierung gibt. Das war der Eindruck, der entstehen musste. (Abg. Mag. Molterer: Nicht „längst“; seit gestern!) Ich möchte nur auf Folgendes hinweisen: Diese Regierungsvorlage, auf die Sie sich offenbar beziehen – 313 der Beilagen, benannt „Wachstums- und Standortgesetz 2003“ –, habe zumindest ich – ich nehme an, es geht allen meinen KollegInnen im grünen Klub und allen KollegInnen bei den Sozialdemokraten so – erst heute früh erhalten, bitte schön. Heute früh! (Abg. Mandak: Das ist der Unterschied, Herr Molterer!)
Abg. Mag. Molterer: Herr Kollege Gusenbauer hat gesagt, er hat sie nicht!
Sie werden das natürlich schon eine Zeit lang kennen. Sie kennen die Aussagen, die Gesetzesbestimmungen, die darin enthalten sind. (Abg. Mag. Molterer: Herr Kollege Gusenbauer hat gesagt, er hat sie nicht!) Sie wissen vielleicht sogar, welche Daten da drinnen sind oder was man daraus herauslesen kann. Aber wir, die beiden Oppositionsparteien, sind dazu gezwungen, nur auf Hörensagen und auf Zeitungsberichte zu reagieren. (Abg. Dr. Fekter: Darum brauchen wir diese Debatte! – Abg. Dr. Fasslabend: Die SPÖ hat es noch gar nicht!) Also tun Sie nicht so, als ob die beiden Oppositionsparteien den gleichen Informationsstand hätten wie Sie selbst. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Fekter: Darum brauchen wir diese Debatte! – Abg. Dr. Fasslabend: Die SPÖ hat es noch gar nicht!
Sie werden das natürlich schon eine Zeit lang kennen. Sie kennen die Aussagen, die Gesetzesbestimmungen, die darin enthalten sind. (Abg. Mag. Molterer: Herr Kollege Gusenbauer hat gesagt, er hat sie nicht!) Sie wissen vielleicht sogar, welche Daten da drinnen sind oder was man daraus herauslesen kann. Aber wir, die beiden Oppositionsparteien, sind dazu gezwungen, nur auf Hörensagen und auf Zeitungsberichte zu reagieren. (Abg. Dr. Fekter: Darum brauchen wir diese Debatte! – Abg. Dr. Fasslabend: Die SPÖ hat es noch gar nicht!) Also tun Sie nicht so, als ob die beiden Oppositionsparteien den gleichen Informationsstand hätten wie Sie selbst. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Sie werden das natürlich schon eine Zeit lang kennen. Sie kennen die Aussagen, die Gesetzesbestimmungen, die darin enthalten sind. (Abg. Mag. Molterer: Herr Kollege Gusenbauer hat gesagt, er hat sie nicht!) Sie wissen vielleicht sogar, welche Daten da drinnen sind oder was man daraus herauslesen kann. Aber wir, die beiden Oppositionsparteien, sind dazu gezwungen, nur auf Hörensagen und auf Zeitungsberichte zu reagieren. (Abg. Dr. Fekter: Darum brauchen wir diese Debatte! – Abg. Dr. Fasslabend: Die SPÖ hat es noch gar nicht!) Also tun Sie nicht so, als ob die beiden Oppositionsparteien den gleichen Informationsstand hätten wie Sie selbst. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Personen grundsätzlich nicht!
Herr Blum, glaube ich, findet sich nicht in dieser Regierungsvorlage, zumindest beim flüchtigen Blättern habe ich seinen Namen nicht gefunden. (Abg. Mag. Molterer: Personen grundsätzlich nicht!) Herr Blum ist Regierungsbeauftragter für Jugendbeschäftigung und Lehrlingsausbildung. Ich muss dazusagen: Ich kenne Herrn Blum flüchtig, ich kenne die Firma Blum in Vorarlberg. Ich habe dort einen Betriebsbesuch gemacht, und
Demonstrativer Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Wattaul.
mein Eindruck war hervorragend. Hervorragend! (Demonstrativer Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Wattaul.)
Abg. Dr. Fekter: Von den Lehrlingen selbst!
Diese Firma hat eine mustergültige Lehrlingsausbildung, soweit ich das als Besucher beurteilen konnte. Ich war wirklich beeindruckt davon – das ist nur eine kleine Anekdote in diesem Zusammenhang –, dass bei unserem Betriebsbesuch ein großer Teil der Führung nicht von den Direktoren oder vom Meister (Abg. Dr. Fekter: Von den Lehrlingen selbst!) oder von den sozusagen höheren Menschen in der Hierarchie durchgeführt wurde, sondern von den Lehrlingen selbst. Das heißt, dass sie dort nicht nur eine gute fachliche Ausbildung erhalten, sondern auch eine in Rhetorik und in sozialen Fähigkeiten.
Abg. Dr. Gusenbauer: Weil die Wirtschaftskammer immer verhindert!
Insofern kann ich Herrn Blum nur das Allerbeste wünschen. Ich weiß aber nicht, welche Kompetenzen er haben wird, was er zu sagen haben wird, wie mühsam es für ihn sein wird, seine Vorstellungen von Lehrlingsausbildung, Lehrlingsbeschäftigung und Lehrlingsfinanzierung in der Industrie und in der Wirtschaft allgemein durchzusetzen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Weil die Wirtschaftskammer immer verhindert!) Ich glaube, er wäre der Richtige mit den richtigen Ideen, aber was dann daraus wird, werden wir erst sehen. – So viel zu den richtigen Dingen.
Beifall bei den Grünen.
Aber dann müssen wir uns wieder die Eurofighter-Geschichte anhören. Dieses Gerede und Geschwafel von den Kompensationsgeschäften ist, bitte, nicht Konjunkturpolitik! Das ist nicht Wachstumspolitik, das ist Luftblasen-Politik. Verschonen Sie uns doch bitte damit! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Molterer: Nicht in dieser, in einer anderen!
Die ÖBB-Reform steht übrigens nicht in dieser Regierungsvorlage, oder? (Abg. Mag. Molterer: Nicht in dieser, in einer anderen!) Wahrscheinlich deswegen, weil die ÖBB-Reform, die Sie vorhaben, ja auch weder konjunkturfördernd noch wachstumsfördernd, geschweige denn schienenverkehrsfördernd ist. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Die ÖBB-Reform steht übrigens nicht in dieser Regierungsvorlage, oder? (Abg. Mag. Molterer: Nicht in dieser, in einer anderen!) Wahrscheinlich deswegen, weil die ÖBB-Reform, die Sie vorhaben, ja auch weder konjunkturfördernd noch wachstumsfördernd, geschweige denn schienenverkehrsfördernd ist. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Mandak: Posten!
Wir würden uns sehr wünschen, dass eine Bundesregierung – und angesichts des Transitdebakels besonders diese Bundesregierung – dem Verkehr auf der Schiene eine echte Chance einräumt, und zwar sowohl im Personenverkehr als auch im Güterverkehr. Ich bin bis jetzt außerstande gewesen zu verstehen, was die Zerschlagung der ÖBB in mindestens zehn Kapitalgesellschaften für die Dynamik des Unternehmens, für das Wachstum des Unternehmens, für die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene oder für die Verlagerung des Personenverkehrs vom PKW auf die Schiene bringen soll. (Abg. Mandak: Posten!) Ich bin völlig außerstande, das zu sehen. Ich glaube, das ist einfach eine Maßnahme zu Lasten der dortigen Gewerkschaften; das ist alles. Einen anderen Sinn kann ich in diesen Maßnahmen nicht erkennen.
Abg. Mag. Molterer: Mehr!
Das ist auch kein Wunder, wenn man sich Äußerungen von Politikern zu Gemüte führt, die in erster Linie mit dieser Reform befasst sind. Die APA hat gestern zwei Aussendungen gemacht. (Abg. Mag. Molterer: Mehr!) – Mehrere, aber ich beziehe mich jetzt auf zwei – offenbar nach oder vor dem gestrigen Ministerrat.
Oh-Rufe bei den Grünen. – Abg. Öllinger – in Richtung des auf der Regierungsbank sitzenden Bundesministers Mag. Grasser –: Wie schnell fahren Sie denn?
Ich zitiere: „Der Finanzminister selbst gestand ein, dass es bei ihm mehrere Jahre her sei, dass er mit der Bahn gefahren ist: ,Ich mache es nicht mehr, weil dieses Produkt Bahn für mich nicht wettbewerbsfähig ist.’ Er habe keine Zeit, fünf Stunden in der Bahn zu sitzen, wenn er es nach Kärnten in zwei bis drei Stunden mit dem Auto schaffe.“ (Oh-Rufe bei den Grünen. – Abg. Öllinger – in Richtung des auf der Regierungsbank sitzenden Bundesministers Mag. Grasser –: Wie schnell fahren Sie denn?)
Abg. Mag. Wurm: Er lässt sich fahren!
Diese Meldung wurde einige Minuten später korrigiert. Es heißt nun: „Er habe keine Zeit, fünf Stunden in der Bahn zu sitzen, wenn er es nach Kärnten in zweieinhalb bis drei Stunden mit dem Auto schaffe.“ (Abg. Mag. Wurm: Er lässt sich fahren!)
Abg. Mag. Wurm: Das ist gemeingefährlich!
Herr Finanzminister, das ist purer Zynismus (Abg. Mag. Wurm: Das ist gemeingefährlich!), denn die Route zeigen Sie mir, auf der Sie – selbst bis zur Landesgrenze, selbst wenn Sie sämtliche Termine in Kärnten in Wolfsberg haben – von Wien nach Kärnten in zweieinhalb Stunden mit dem Auto fahren! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich kenne die Route über den Semmering, ich kenne die Route über den Wechsel: Wenn Sie die einschlägigen Geschwindigkeitsbeschränkungen einhalten, ist es völlig ausgeschlossen, in zweieinhalb Stunden, also in der Hälfte der Zeit, die Sie mit der Bahn brauchen, mit dem Auto nach Kärnten zu fahren. Sie können gesetzwidrig mit Ihrem Dienstwagen dort hinrasen, das können Sie (Bundesminister Mag. Grasser: Stimmt nicht!), aber nicht auf legalem Weg. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Herr Finanzminister, das ist purer Zynismus (Abg. Mag. Wurm: Das ist gemeingefährlich!), denn die Route zeigen Sie mir, auf der Sie – selbst bis zur Landesgrenze, selbst wenn Sie sämtliche Termine in Kärnten in Wolfsberg haben – von Wien nach Kärnten in zweieinhalb Stunden mit dem Auto fahren! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich kenne die Route über den Semmering, ich kenne die Route über den Wechsel: Wenn Sie die einschlägigen Geschwindigkeitsbeschränkungen einhalten, ist es völlig ausgeschlossen, in zweieinhalb Stunden, also in der Hälfte der Zeit, die Sie mit der Bahn brauchen, mit dem Auto nach Kärnten zu fahren. Sie können gesetzwidrig mit Ihrem Dienstwagen dort hinrasen, das können Sie (Bundesminister Mag. Grasser: Stimmt nicht!), aber nicht auf legalem Weg. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Finanzminister, das ist purer Zynismus (Abg. Mag. Wurm: Das ist gemeingefährlich!), denn die Route zeigen Sie mir, auf der Sie – selbst bis zur Landesgrenze, selbst wenn Sie sämtliche Termine in Kärnten in Wolfsberg haben – von Wien nach Kärnten in zweieinhalb Stunden mit dem Auto fahren! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich kenne die Route über den Semmering, ich kenne die Route über den Wechsel: Wenn Sie die einschlägigen Geschwindigkeitsbeschränkungen einhalten, ist es völlig ausgeschlossen, in zweieinhalb Stunden, also in der Hälfte der Zeit, die Sie mit der Bahn brauchen, mit dem Auto nach Kärnten zu fahren. Sie können gesetzwidrig mit Ihrem Dienstwagen dort hinrasen, das können Sie (Bundesminister Mag. Grasser: Stimmt nicht!), aber nicht auf legalem Weg. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Bundeskanzler Dr. Schüssel: Das stimmt ja gar nicht!
Vor diesem Hintergrund lohnt es sich, einschlägige Daten anzuschauen, Herr Kollege Molterer. Ich kann mich erinnern, dass Sie bezüglich des Gesamtverkehrsplanes noch vor einem halben Jahr, einem Jahr gesagt haben: Ein Drittel der Finanzmittel geht in die Straße, zwei Drittel gehen in die Schiene. – Wahr ist genau das Gegenteil. Genau das Gegenteil! Wenn man sich die Projekte anschaut, bei denen die Finanzierung halbwegs gesichert erscheint – halbwegs! –, dann ist das Verhältnis zwischen Straßenausbau und Schienenausbau 85 Prozent Straße : 15 Prozent Schiene. (Bundeskanzler Dr. Schüssel: Das stimmt ja gar nicht!) Und da meinen Sie, dass wir an ein Reformprojekt Bahn glauben sollen? (Abg. Dr. Lichtenberger: Das sind Zahlen der ASFINAG!)
Abg. Dr. Lichtenberger: Das sind Zahlen der ASFINAG!
Vor diesem Hintergrund lohnt es sich, einschlägige Daten anzuschauen, Herr Kollege Molterer. Ich kann mich erinnern, dass Sie bezüglich des Gesamtverkehrsplanes noch vor einem halben Jahr, einem Jahr gesagt haben: Ein Drittel der Finanzmittel geht in die Straße, zwei Drittel gehen in die Schiene. – Wahr ist genau das Gegenteil. Genau das Gegenteil! Wenn man sich die Projekte anschaut, bei denen die Finanzierung halbwegs gesichert erscheint – halbwegs! –, dann ist das Verhältnis zwischen Straßenausbau und Schienenausbau 85 Prozent Straße : 15 Prozent Schiene. (Bundeskanzler Dr. Schüssel: Das stimmt ja gar nicht!) Und da meinen Sie, dass wir an ein Reformprojekt Bahn glauben sollen? (Abg. Dr. Lichtenberger: Das sind Zahlen der ASFINAG!)
Abg. Mag. Molterer: Der Gesamtverkehrsplan ...!
Ich gebe Ihnen gerne die Daten. Das geht aus den Milliarden an Euro hervor, das kann man sich immer noch ausrechnen. (Abg. Mag. Molterer: Der Gesamtverkehrsplan ...!)
Beifall bei den Grünen.
Der Gesamtverkehrsplan spricht teilweise eine klare Sprache. Dort, wo er nachvollziehbar ist, geht daraus genau hervor, dass in den Augen von ÖVP und FPÖ die Straße absolute Priorität vor der Schiene hat. Und wenn es nach dem Finanzminister geht, muss es ja auch so sein. Das ist ganz klar. (Beifall bei den Grünen.) – Ich habe mir gedacht, 12 Minuten Redezeit sind lang; sie sind natürlich wie immer zu kurz.
Abg. Mag. Hakl: Ja, natürlich!
Um noch ein paar Worte über den Finanzminister zu verlieren: Es mag schon sein, Herr Kollege Molterer, dass die Budgetlage in Österreich – was den Bund und zumindest die Länder betrifft – besser ist als in einigen anderen EU-Staaten beziehungsweise Staaten in der Euro-Zone. Aber liegt es im Interesse Österreichs, liegt es im Interesse der österreichischen Exportwirtschaft, wenn der Finanzminister in der EU Stimmung dafür macht, dass Deutschland, dass Frankreich, dass Italien, dass alle so genannten Defizitsünder in kürzester Zeit – nämlich schon für das nächste Jahr – ihre Defizite um mindestens einen Prozentpunkt des BIP herunterfahren sollen? (Abg. Mag. Hakl: Ja, natürlich!) Das liegt im österreichischen Interesse? – Das, Frau Kollegin von der ÖVP, würde ich Sie bitten, unserer österreichischen Exportwirtschaft klarzumachen. Aufträge in Milliardenhöhe gehen auf diese Art für die österreichischen Exporteure verloren, wenn sich das durchsetzt. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Um noch ein paar Worte über den Finanzminister zu verlieren: Es mag schon sein, Herr Kollege Molterer, dass die Budgetlage in Österreich – was den Bund und zumindest die Länder betrifft – besser ist als in einigen anderen EU-Staaten beziehungsweise Staaten in der Euro-Zone. Aber liegt es im Interesse Österreichs, liegt es im Interesse der österreichischen Exportwirtschaft, wenn der Finanzminister in der EU Stimmung dafür macht, dass Deutschland, dass Frankreich, dass Italien, dass alle so genannten Defizitsünder in kürzester Zeit – nämlich schon für das nächste Jahr – ihre Defizite um mindestens einen Prozentpunkt des BIP herunterfahren sollen? (Abg. Mag. Hakl: Ja, natürlich!) Das liegt im österreichischen Interesse? – Das, Frau Kollegin von der ÖVP, würde ich Sie bitten, unserer österreichischen Exportwirtschaft klarzumachen. Aufträge in Milliardenhöhe gehen auf diese Art für die österreichischen Exporteure verloren, wenn sich das durchsetzt. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Eder: Das sind die Freunde!
Noch etwas, Herr Finanzminister. Sie sind auch für den österreichischen Kapitalmarkt zuständig. Für das, was sich heuer in diesem Bereich getan hat – nämlich der dritte Fall von Insiderpolitik in diesen Tagen –, sind Sie mitverantwortlich! (Abg. Eder: Das sind die Freunde!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Dass ein Aufsichtsratsmitglied der ÖIAG an der Privatisierung von Böhler-Uddeholm in dieser Weise mitwirkt, das kann die österreichische Börse, den österreichischen Kapitalmarkt auf die Dauer nur beschädigen. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass Herr Schalle sein Aufsichtsratsmandat vor wenigen Tagen zurückgelegt hat und dass diese Gruppe jetzt nicht zum Zug kommt. Im Ausland beziehungsweise bei Investoren, die sich überlegen, in Wien an der österreichischen Börse zu investieren, wird einmal mehr der Ruf Österreichs durch diese Art einer Insiderparty auf das Äußerste beschädigt. Das ist die Politik des Finanzministers, für die allein er und niemand anderer sonst zuständig und verantwortlich ist! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mandak: Das hat er nicht gesagt!
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche): Herr Präsident! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Meine Damen und Herren! Herr Klubobmann Van der Bellen hat in seiner Rede, zumindest in einigen Passagen, dieses Wachstumspaket durchaus differenziert und, etwa was den Forschungsbereich betrifft, auch sehr positiv beurteilt. Er hat es sich nämlich, wie er gesagt hat, vorher angeschaut und durchgelesen. (Abg. Mandak: Das hat er nicht gesagt!) – Natürlich hat er das gesagt!
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Herr Klubobmann Gusenbauer hat diese differenzierte Betrachtungsweise vermissen lassen. Obwohl er es, wie er gesagt hat, nicht gelesen hat, weiß er, dass es zu spät kommt, und ist einfach dagegen. Das ist eine „interessante Betrachtungsweise“, meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP
Sie von der SPÖ deuten da oben. Deuten Sie einmal ein bisschen etwas zu „Euroteam“ – da kann man eine Menge deuten (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP) –, aber nicht da herunter! Führen wir jetzt eine sinnvolle Debatte über das Wachstumspaket durch! Vom Deuten haben wir nichts, Kollege Matznetter! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Sie von der SPÖ deuten da oben. Deuten Sie einmal ein bisschen etwas zu „Euroteam“ – da kann man eine Menge deuten (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP) –, aber nicht da herunter! Führen wir jetzt eine sinnvolle Debatte über das Wachstumspaket durch! Vom Deuten haben wir nichts, Kollege Matznetter! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Aber wir haben etwas von einer wirklich dynamischen, aufgabenorientierten Politik, so wie sie die österreichische Bundesregierung macht. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Ich weiß, da sind Sie nervös und rufen gleich herunter. Haben wir Sie wieder einmal ertappt? Schön. Wenn man so laut redet, dann wird man halt auch einmal gefragt, ob man vielleicht nicht selbst etwas zu verbergen hat.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren von der Opposition! Uns geht es nicht darum, ob wir die Ratifizierung heute oder in drei Wochen hier beschließen, das ist nicht das Wichtige, sondern uns geht es darum, dass auch Österreich auf diese Erweiterung hin ausgerichtet wird, und zwar vor allem der Wirtschaftsstandort Österreich. Das sind die Aufgaben, mit denen wir uns hier zu beschäftigen haben! Das sollten auch Sie sich ansehen, meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir wissen, dass schon heute in den Konzernzentralen beziehungsweise in den Firmenzentralen sehr genau gerechnet wird, wo ab dem Mai nächsten Jahres die Standorte gesetzt werden, ob das noch in Österreich sein wird oder ob das in den neuen Mitgliedsländern der Europäischen Union sein wird. Darauf haben wir uns einzurichten, und genau darauf geht dieses Wachstumspaket ein, nämlich dass wir den Standort Österreich nicht nur erhalten, sondern ihn auch noch attraktiver machen, und das wollen wir mit wirtschaftsbelebenden Maßnahmen tun. Das sollten Sie endlich einmal zur Kenntnis nehmen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mag. Molterer: Das wurde von der SPÖ abgelehnt!
An dieser Stelle möchte ich auf das Steuerentlastungspaket hinweisen. Erste Stufe: 1. Jänner 2004: Steuerfreistellung aller Einkommen bis 14 500 € Jahreseinkommen. Das ist eine ganz wichtige Maßnahme zur Steigerung der Kaufkraft (Abg. Mag. Molterer: Das wurde von der SPÖ abgelehnt!), und das ist auch ein wichtiges Signal, denn da geht es um die Bezieher kleiner Einkommen. Daher verstehe ich bis heute nicht, warum die Sozialdemokratie, die sich als Vertreter genau dieser Gruppe von Erwerbstätigen sieht, diese so wichtige steuerliche Entlastung hier im Hohen Haus ablehnt. (Abg. Dr. Stummvoll: Unverständlich!)
Abg. Dr. Stummvoll: Unverständlich!
An dieser Stelle möchte ich auf das Steuerentlastungspaket hinweisen. Erste Stufe: 1. Jänner 2004: Steuerfreistellung aller Einkommen bis 14 500 € Jahreseinkommen. Das ist eine ganz wichtige Maßnahme zur Steigerung der Kaufkraft (Abg. Mag. Molterer: Das wurde von der SPÖ abgelehnt!), und das ist auch ein wichtiges Signal, denn da geht es um die Bezieher kleiner Einkommen. Daher verstehe ich bis heute nicht, warum die Sozialdemokratie, die sich als Vertreter genau dieser Gruppe von Erwerbstätigen sieht, diese so wichtige steuerliche Entlastung hier im Hohen Haus ablehnt. (Abg. Dr. Stummvoll: Unverständlich!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie, das sollten Sie der Bevölkerung auch einmal erklären! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Sie reden dauernd davon, dass es eine hohe Steuer- und Abgabenquote gebe, aber wenn es darum geht, wirklich eine Entlastung für die Bezieher kleinerer und mittlerer Einkommen zu unterstützen, dann stimmen Sie hier dagegen. Politische Ankündigung ist das eine – Realisierung ist das andere. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie, das sollten Sie der Bevölkerung auch einmal erklären! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Sie reden dauernd davon, dass es eine hohe Steuer- und Abgabenquote gebe, aber wenn es darum geht, wirklich eine Entlastung für die Bezieher kleinerer und mittlerer Einkommen zu unterstützen, dann stimmen Sie hier dagegen. Politische Ankündigung ist das eine – Realisierung ist das andere. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir haben gehandelt, wir haben nicht nur angekündigt, sondern ernst gemacht: Wir sind jetzt bei einer Forschungsquote von 2 Prozent und werden diese mit diesem Wachstumspaket bis zum Jahre 2006 auf 2,5 Prozent erhöhen, und 2010 werden wir bei 3 Prozent sein. Das ist eine moderne, dynamische Forschungspolitik, die garantiert, dass der Standort Österreich auch in Zukunft abgesichert ist. Das sind keine bloßen Ankündigungen, sondern konkrete Handlungen, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Weitere Maßnahmen sind: die Nationalstiftung, ein wichtiges Element in diesem Bereich, Investitionsförderungen gerade für die kleinen und mittleren Unternehmungen in Österreich, auch zur Eigenkapitalstärkung, eine Arbeitsplatz- und Beschäftigungsoffensive – stimmen Sie da auch dagegen? –, und da vor allem die im Wachstumspaket enthaltene Lehrlingsförderung. Es werden jene Maßnahmen, die bis jetzt gesetzt wurden, was die Lehrlingsprämie betrifft, verlängert und noch intensiviert, sodass wir wirklich garantieren können, dass die Jugend einen Arbeitsplatz oder einen Ausbildungsplatz bekommt. Diese Verantwortung, die wir hier im Hohen Haus haben, müssen wir wahrnehmen, anstatt parteipolitische Polemik auf dem Rücken der Betroffenen zu üben, wie Sie das machen. Das sollten Sie sich einmal überlegen und darangehen, gemeinsam mit uns diese zukunftsweisenden Maßnahmen zu beschließen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Gradwohl: Dann macht es und redet nicht nur davon!
Meine Damen und Herren, haben Sie sich die Entwicklung angesehen? – Auch da werden Meilensteine gesetzt. 1999: 1 Milliarde € für die Schiene, 350 Millionen € für die Straße. 2004, Ergebnis dieses Wachstumspakets: 1,2 Milliarden € für die Schiene und über 1 Milliarde € an Investitionen in den Ausbau der Straßeninfrastruktur. Das sind die Schwerpunkte, die wir zu setzen haben: Straßennetz und Schienennetz für die Zukunft ausbauen! Das wird gemacht, nicht nur für unsere Bauindustrie, sondern auch um den Standort Österreich interessant und attraktiv zu machen. (Abg. Gradwohl: Dann macht es und redet nicht nur davon!)
Abg. Gradwohl: Dann macht es!
Wir machen es, Herr Kollege, und reden nicht nur davon so wie Sie! Wir wollen die Bahn ausbauen und die Verlagerung des Transits auf die Bahn wirklich attraktiv machen. (Abg. Gradwohl: Dann macht es!) Ja, aber dann helfen Sie auch mit – und schaffen Sie nicht durch diese politisch motivierten Streiks genau das Gegenteil, denn dadurch zerstören Sie die Attraktivität des Gütertransits auf der Bahn! (Abg. Gradwohl: Ihr seid das!)
Abg. Gradwohl: Ihr seid das!
Wir machen es, Herr Kollege, und reden nicht nur davon so wie Sie! Wir wollen die Bahn ausbauen und die Verlagerung des Transits auf die Bahn wirklich attraktiv machen. (Abg. Gradwohl: Dann macht es!) Ja, aber dann helfen Sie auch mit – und schaffen Sie nicht durch diese politisch motivierten Streiks genau das Gegenteil, denn dadurch zerstören Sie die Attraktivität des Gütertransits auf der Bahn! (Abg. Gradwohl: Ihr seid das!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
der österreichischen Wirtschaft, zum Schaden der Österreichischen Bundesbahnen, zum Schaden des Images Österreichs! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Ironische Heiterkeit des Abg. Gradwohl.
Der Gesichtsausdruck der Abgeordneten Gusenbauer und Cap während der Rede des Bundeskanzlers und des Vizekanzlers – das war wirklich interessant – hat Bände gesprochen, er zeigte eine Nachdenklichkeit, weil man gesehen hat, dass wieder einmal eine Ihrer Aktionen – nicht die mit den Taferln, sondern die Streiks – völlig nach hinten losgeht, weil die Österreicher das sehr genau durchschauen. (Ironische Heiterkeit des Abg. Gradwohl.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren von den Sozialdemokraten, machen Sie Ihre Aktionen hier im Parlament mit Taferln und womit immer Sie wollen, aber unterlassen Sie Ihre auf dem Rücken der Österreicher ausgetragenen politischen Aktionen! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) 2 Millionen Österreicher sind von diesen politisch motivierten Streiks betroffen. Das ist der falsche Weg, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren von den Sozialdemokraten, machen Sie Ihre Aktionen hier im Parlament mit Taferln und womit immer Sie wollen, aber unterlassen Sie Ihre auf dem Rücken der Österreicher ausgetragenen politischen Aktionen! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) 2 Millionen Österreicher sind von diesen politisch motivierten Streiks betroffen. Das ist der falsche Weg, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Dieses Wachstumspaket zeigt einmal mehr, dass diese Bundesregierung aus ÖVP und Freiheitlichen verantwortungsbewusst für Österreich agiert. Uns geht es darum, auch für die Zukunft Österreichs – wir denken nicht nur in Legislaturperioden – Gutes zu tun, und zwar für die Beschäftigung in Österreich, für die österreichische Wirtschaft und auch für das Ansehen Österreichs. Das wollen wir entsprechend auch in der Zukunft positionieren, und davon lassen wir uns durch nichts und niemanden abbringen, meine Damen und Herren – nicht durch Ihre Obstruktionspolitik, nicht durch politisch motivierte Streiks und nicht durch Ihre ablehnende Haltung, auch wenn es um positive Maßnahmen wie etwa eine Steuersenkung geht! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Was war beim „Konsum“? Da waren alle weg!
dass es um 12 000 Mitarbeiter zu viel sind. – Erster Punkt. (Abg. Scheibner: Was war beim „Konsum“? Da waren alle weg!)
Abg. Scheibner: Wer sagt das?
Zweiter Punkt: Sie reden davon, dass die Experten verhandeln sollen. Diese Bundesregierung sagt jedoch, dass der Vorstand nicht verhandeln darf, sondern dass sie verhandelt. (Abg. Scheibner: Wer sagt das?) – Das sagt diese Bundesregierung und niemand anderer!
Abg. Scheibner: Weil Sie dagegen stimmen!
Sie kritisieren, dass wir andere Vorstellungen zur Steuer haben. (Abg. Scheibner: Weil Sie dagegen stimmen!) Ja, wir haben andere Vorstellungen zur Steuer. Sie haben nämlich Wortbruch begangen: Sie haben in der Koalitionsregierung Schüssel I den Österreicherinnen und Österreichern versprochen, dass im Jahre 2003 die große Steuerreform kommen wird. Wo ist sie, Herr Abgeordneter Scheibner? (Abg. Scheibner: Sie ist mit 2004 beschlossen! Sie waren dagegen!) Unsere Steuerreform würde den Bürgerinnen und Bürgern mehr bringen, als Ihre kleine Steuerreform bringen wird! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Sie ist mit 2004 beschlossen! Sie waren dagegen!
Sie kritisieren, dass wir andere Vorstellungen zur Steuer haben. (Abg. Scheibner: Weil Sie dagegen stimmen!) Ja, wir haben andere Vorstellungen zur Steuer. Sie haben nämlich Wortbruch begangen: Sie haben in der Koalitionsregierung Schüssel I den Österreicherinnen und Österreichern versprochen, dass im Jahre 2003 die große Steuerreform kommen wird. Wo ist sie, Herr Abgeordneter Scheibner? (Abg. Scheibner: Sie ist mit 2004 beschlossen! Sie waren dagegen!) Unsere Steuerreform würde den Bürgerinnen und Bürgern mehr bringen, als Ihre kleine Steuerreform bringen wird! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie kritisieren, dass wir andere Vorstellungen zur Steuer haben. (Abg. Scheibner: Weil Sie dagegen stimmen!) Ja, wir haben andere Vorstellungen zur Steuer. Sie haben nämlich Wortbruch begangen: Sie haben in der Koalitionsregierung Schüssel I den Österreicherinnen und Österreichern versprochen, dass im Jahre 2003 die große Steuerreform kommen wird. Wo ist sie, Herr Abgeordneter Scheibner? (Abg. Scheibner: Sie ist mit 2004 beschlossen! Sie waren dagegen!) Unsere Steuerreform würde den Bürgerinnen und Bürgern mehr bringen, als Ihre kleine Steuerreform bringen wird! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kopf: Er ist freiwillig dort!
Ich bin überzeugt davon, dass Sie dann, wenn Sie Herrn Blum mit den Kompetenzen ausstatten, die er braucht, um seine Ideen umzusetzen, den vollen Applaus von uns haben. Wir sind hier in diesem Hohen Haus kritisiert worden, als wir gesagt haben: Schaffen wir einen Berufsbildungsfonds! Da haben Sie gesagt, das sei eine Verstaatlichung, das bräuchten wir alles nicht. Herr Blum vertritt das in Vorarlberg mit großem Erfolg, und ich bin gespannt, wie Sie dann in der Wirtschaft agieren werden, wenn er seine Pläne, die er schon öffentlich gemacht hat, bei Ihnen einfordern wird, ob Sie dann zwar so wie bisher nach Vorarlberg, so wie nach Mekka, pilgern werden, aber in dem Moment, in welchem Sie Vorarlberg verlassen, sagen werden: So einen Berufsbildungsfonds brauchen wir nicht, die freie Entscheidung wird da stattfinden! (Abg. Kopf: Er ist freiwillig dort!) – Ich bin gespannt, wie sich das abspielen wird. Ich begrüße diese Maßnahme, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bin überzeugt davon, dass Sie dann, wenn Sie Herrn Blum mit den Kompetenzen ausstatten, die er braucht, um seine Ideen umzusetzen, den vollen Applaus von uns haben. Wir sind hier in diesem Hohen Haus kritisiert worden, als wir gesagt haben: Schaffen wir einen Berufsbildungsfonds! Da haben Sie gesagt, das sei eine Verstaatlichung, das bräuchten wir alles nicht. Herr Blum vertritt das in Vorarlberg mit großem Erfolg, und ich bin gespannt, wie Sie dann in der Wirtschaft agieren werden, wenn er seine Pläne, die er schon öffentlich gemacht hat, bei Ihnen einfordern wird, ob Sie dann zwar so wie bisher nach Vorarlberg, so wie nach Mekka, pilgern werden, aber in dem Moment, in welchem Sie Vorarlberg verlassen, sagen werden: So einen Berufsbildungsfonds brauchen wir nicht, die freie Entscheidung wird da stattfinden! (Abg. Kopf: Er ist freiwillig dort!) – Ich bin gespannt, wie sich das abspielen wird. Ich begrüße diese Maßnahme, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Welche „neue Werbeabgabe“? Sie meinen die Herabsetzung!
Ich frage Sie ganz konkret: Hat die Veränderung bei der Getränkesteuer Arbeitsplätze geschaffen? Hat die neue Werbeabgabe Arbeitsplätze geschaffen? (Abg. Mag. Molterer: Welche „neue Werbeabgabe“? Sie meinen die Herabsetzung!) Hat die Urlaubsaliquotierung, die Sie eingeführt haben, neue Arbeitsplätze geschaffen? Hat der Entfall der Postensuchtage neue Arbeitsplätze geschaffen? Hat der Entfall der Börsenumsatzsteuer neue Arbeitsplätze geschaffen?
Beifall bei der SPÖ.
Das ist das, was wir kritisieren! Wachstum alleine reicht überhaupt nicht, sondern wir brauchen Wachstum, das Beschäftigung schafft, und da haben Sie zu wenige Ansätze, meine sehr geehrten Damen und Herren von den Koalitionsparteien! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Nicht tränenreich!
Herr Abgeordneter Molterer! Tränenreich haben Sie hier gesagt: Jessas Maria, wer denkt denn an diese armen Menschen?! (Abg. Mag. Molterer: Nicht tränenreich!) – Sie werden in Kürze, wenn sich Ihr Konzept durchsetzt, antreten müssen – genauso tränenreich – und den Fahrern der Bundesbahnen erklären müssen, was denn tatsächlich besser geworden ist, wenn Ihr Konzept Wirklichkeit wird!
Abg. Mag. Molterer: Viel!
Erklären Sie den österreichischen Bürgern, dass dann dort, wo bisher vier Unternehmen tätig waren, zehn Gesellschaften nötig sind, die ungefähr 130 Millionen € an Mehrkosten verursachen, weil es überall dort Vorstände und Aufsichtsräte gibt! Erklären Sie den Leuten, was dadurch an dieser Bahn wirklich besser wird! (Abg. Mag. Molterer: Viel!) Sagen Sie ganz konkret, was dadurch verbessert wird! In Ihrem Konzept kann man es nämlich überhaupt nicht erkennen. (Abg. Mag. Molterer: Die Kundenorientierung des Betriebes! Das Service!)
Abg. Mag. Molterer: Die Kundenorientierung des Betriebes! Das Service!
Erklären Sie den österreichischen Bürgern, dass dann dort, wo bisher vier Unternehmen tätig waren, zehn Gesellschaften nötig sind, die ungefähr 130 Millionen € an Mehrkosten verursachen, weil es überall dort Vorstände und Aufsichtsräte gibt! Erklären Sie den Leuten, was dadurch an dieser Bahn wirklich besser wird! (Abg. Mag. Molterer: Viel!) Sagen Sie ganz konkret, was dadurch verbessert wird! In Ihrem Konzept kann man es nämlich überhaupt nicht erkennen. (Abg. Mag. Molterer: Die Kundenorientierung des Betriebes! Das Service!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Unglaublich!
Die Kundenorientierung?! – Wer hat Sie denn bisher daran gehindert, da etwas zu tun? Sie tragen als Eigentümer die Verantwortung dafür, dass die Österreichischen Bundesbahnen auf die wahnwitzige Idee gekommen sind, dass man, wenn man im Zug eine Fahrkarte löst, 10 € Schaffnerzuschlag zahlen muss. Das haben nicht die Beschäftigten dort zu verantworten, sondern der Vorstand. Das ist Ihre Eigentümerverantwortung, und die nimmt Ihnen niemand ab, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Unglaublich!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Landeshauptmann Pröll!
Wenn der Herr Finanzminister sagt, die Bahn sei nicht mehr wettbewerbsfähig und es dauere ihm zu lange nach Kärnten, dann muss ich ihm sagen: Wer hindert denn die Bundesregierung daran, zum Beispiel die Bahn nach Kärnten zu beschleunigen? (Abg. Dr. Gusenbauer: Landeshauptmann Pröll!) Denken wir an die endlose Debatte hier im Parlament, was den Semmering-Basistunnel betrifft! Ist das eine Aufgabe der Beschäftigten, oder ist das eine Aufgabe der Eigentümervertretung, die da zur Debatte steht?
Abg. Mag. Molterer: Das haben wir sogar ausgeweitet!
Gibt es in der Privatwirtschaft keine Nachtdienstzuschläge? Gibt es in der Privatwirtschaft keine Zusatzurlaube für Schwerarbeiter? Das werfen Sie doch alles den Bundesbahnern vor! (Abg. Mag. Molterer: Das haben wir sogar ausgeweitet!) Da Sie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ÖBB vorwerfen, dass die Krankenstände steigen: Herr Bundesminister Gorbach, Sie wissen es besser. Warum steigt denn die Zahl der Krankenstände? – Weil jeder Pensionsfall heute in das Finanzministerium zur
Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.
Der Herr Bundeskanzler hat jetzt wieder einen neuen Verhandlungstermin angeboten – super! –, aber damit gleich die Bemerkung verbunden, dass an den Eckpunkten nicht gerüttelt werden dürfe. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das ist Zeitverschwendung, meine sehr geehrten Damen und Herren!
Beifall bei der SPÖ.
Setzen wir uns an den Verhandlungstisch – und suchen wir eine Lösung für die ÖBB-Beschäftigten und für die Österreicherinnen und Österreicher! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Fasslabend: Schweiz!
Wir wollen keine Bahn, bei der die Sicherheit schlechter wird, wie das ja in England der Fall war – und jetzt die dortige Schieneninfrastruktur sozusagen wieder an die Regierung zurückgeht. Oder Neuseeland, wo genau dasselbe passiert, Dänemark oder Schweden, wo all diese Konzepte in die falsche Richtung laufen. (Abg. Dr. Fasslabend: Schweiz!)
Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Sie werden den Bürgermeisterinnen und Bürgermeister erklären müssen, wie denn die neue Bahn mit Ihrer Struktur besser ausschaut! (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.)
Lang anhaltender Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.
Wir wollen eine moderne Bahn, wir wollen motivierte Mitarbeiter, wir wollen Arbeitsplätze für Österreich. Handeln wir danach! (Lang anhaltender Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Abg. Verzetnitsch: Sicher!
Herr ÖGB-Präsident Verzetnitsch, darf ich ein paar Fragen an Sie stellen. (Abg. Verzetnitsch: Sicher!) Wie ernst nehmen Sie es mit der Harmonisierung des Pensionsrechtes? (Abg. Mag. Wurm: ... das hat diese Bundesregierung zu verantworten!) Und wenn Sie es ernst nehmen: Gilt das auch für die ÖBB? (Abg. Gaál: Das ist ein Kür-
Abg. Mag. Wurm: ... das hat diese Bundesregierung zu verantworten!
Herr ÖGB-Präsident Verzetnitsch, darf ich ein paar Fragen an Sie stellen. (Abg. Verzetnitsch: Sicher!) Wie ernst nehmen Sie es mit der Harmonisierung des Pensionsrechtes? (Abg. Mag. Wurm: ... das hat diese Bundesregierung zu verantworten!) Und wenn Sie es ernst nehmen: Gilt das auch für die ÖBB? (Abg. Gaál: Das ist ein Kür-
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Mag. Wurm: Vier Pensionen haben Sie, Herr Stummvoll! – Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.
zungsprogramm! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wie ernst nehmen Sie es mit der Kodifikation des Arbeitsrechtes? Sie vom ÖGB fordern seit Jahrzehnten die Kodifikation des Arbeitsrechtes. Und das hat doch auch für die ÖBB zu gelten! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Mag. Wurm: Vier Pensionen haben Sie, Herr Stummvoll! – Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Bures: Wie viel Pension haben denn Sie, Herr Stummvoll? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Sagen Sie, Herr Präsident Verzetnitsch, Ihren Eisenbahnergewerkschaftern Folgendes: Diese notwendige Reform lässt sich nicht wegstreiken! Diese Reform ist notwendig! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Bures: Wie viel Pension haben denn Sie, Herr Stummvoll? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Diese Reform, meine Damen und Herren, soll die ÖBB aus der Vergangenheit in Gegenwart und Zukunft führen. Wir von den Regierungsparteien sind gegen eine Zerschlagung der Bahn, aber für deren Sicherung. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Und wir sind weiters für eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur! (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und Freiheitlichen.) Versuchen Sie doch nicht, die Wahrheit anders darzustellen, meine Damen und Herren von der SPÖ! – Das, was wir machen, ist Verantwortung für die Zukunft! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Bures und Dr. Puswald.)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und Freiheitlichen.
Diese Reform, meine Damen und Herren, soll die ÖBB aus der Vergangenheit in Gegenwart und Zukunft führen. Wir von den Regierungsparteien sind gegen eine Zerschlagung der Bahn, aber für deren Sicherung. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Und wir sind weiters für eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur! (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und Freiheitlichen.) Versuchen Sie doch nicht, die Wahrheit anders darzustellen, meine Damen und Herren von der SPÖ! – Das, was wir machen, ist Verantwortung für die Zukunft! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Bures und Dr. Puswald.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Bures und Dr. Puswald.
Diese Reform, meine Damen und Herren, soll die ÖBB aus der Vergangenheit in Gegenwart und Zukunft führen. Wir von den Regierungsparteien sind gegen eine Zerschlagung der Bahn, aber für deren Sicherung. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Und wir sind weiters für eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur! (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und Freiheitlichen.) Versuchen Sie doch nicht, die Wahrheit anders darzustellen, meine Damen und Herren von der SPÖ! – Das, was wir machen, ist Verantwortung für die Zukunft! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Bures und Dr. Puswald.)
Ruf bei der SPÖ: Da stottert er jetzt ganz schön! – Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.
Zurückkommend auf das Wachstums- und Standortpaket: Dieses Paket ist doch ein weiterer Beweis für die Leistungsfähigkeit, für die Reformkraft dieser Regierung, auch der Beweis dafür, dass diese Regierung bereit ist, schwierigste Herausforderungen mit intlelli ..., mit intelligenten Lösungsansätzen in Angriff zu nehmen. (Ruf bei der SPÖ: Da stottert er jetzt ganz schön! – Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.) – Seien Sie, Herr Kollege, nicht so nervös mit Ihren Zwischenrufen!
Abg. Dr. Puswald: Ja, Ihre Politik! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Es ist eine schwierige Aufgabe, wie ein kleines und außenhandelsverflochtenes Land eine eigene Wachstumspolitik machen kann. Das ist eine wirklich unglaublich schwierige Frage. Daran sind schon viele Rezepte gescheitert. (Abg. Dr. Puswald: Ja, Ihre Politik! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.
Was heißt denn Strukturpolitik? – Strukturpolitik heißt, dass jene Spielräume geschaffen werden, eben durch diese Politik, sodass Wachstumspotentiale genützt werden können, dass Anreize für Forschung, Entwicklung, Innovation, Technologie, et cetera gesetzt werden. (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.) Das ist Verantwortung für die Zukunft, Herr Kollege – und selbst mit noch mehr Zwischenrufen können Sie das nicht kompensieren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Was heißt denn Strukturpolitik? – Strukturpolitik heißt, dass jene Spielräume geschaffen werden, eben durch diese Politik, sodass Wachstumspotentiale genützt werden können, dass Anreize für Forschung, Entwicklung, Innovation, Technologie, et cetera gesetzt werden. (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.) Das ist Verantwortung für die Zukunft, Herr Kollege – und selbst mit noch mehr Zwischenrufen können Sie das nicht kompensieren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren, dazu kommt ein weiterer Punkt: Wie wir alle wissen, spielt in der Wirtschaft das Klimatische, das Atmosphärische, das Vertrauen in die Zukunft eine unglaublich große Rolle. Und: Diese Regierung sendet vertrauensbildende Signale. – Sie von der Opposition hingegen machen das Land schlecht, meine Damen und Herren! Und das ist schlecht für die Wirtschaft, schlecht für die Arbeitsplätze und schlecht für den Wirtschaftsstandort Österreich! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.
Wie notwendig wir dieses Wachstums- und Standortpaket brauchen, zeigt auch die Tatsache – Herr Klubobmann Scheibner hat ja bereits darauf Bezug genommen –, wie sehr mit der kommenden EU-Erweiterung, die wir alle wollen, die wir jahrelang angestrebt haben, womit unser Land wieder in das Zentrum Europas rückt, sowohl wirtschaftspolitisch als auch was den Standortwettbewerb anlangt, Chancen und Risken neu verteilen werden. (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Österreichs Unternehmen und Betriebe haben dieses Vertrauen. Meine Damen und Herren! Machen Sie von der Opposition unser Land nicht ständig schlecht! Sie übersehen, dass Sie nicht nur die Regierung kritisieren, sondern dass Sie das Land schlecht machen! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Bures: Ja, das trotz Ihrer Politik!
Wirtschaftlicher Erfolg basiert nicht nur auf Regierungspolitik, sondern stellt selbstverständlich auch die Arbeit und Leistungsfähigkeit hunderttausender Unternehmen und deren Mitarbeiter dar. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Bures: Ja, das trotz Ihrer Politik!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
All das bedeutet, dass diese Regierung bereit ist, diese Herausforderung anzunehmen, bereit ist, mit ihrer Politik die Balance zu halten zwischen Stabilität und wirtschaftlicher Dynamik – und damit die Voraussetzungen schafft für Arbeitsplätze, Einkommenschancen und soziale Sicherheit. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Wattaul – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Kogler –: Die Wahrheit sprechen!
Präsident Dr. Heinz Fischer: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Mag. Kogler. Gleiche Redezeit. – Bitte. (Abg. Wattaul – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Kogler –: Die Wahrheit sprechen!)
Abg. Parnigoni: Das interessiert ihn nicht!
In der Sache selbst – Herr Bundeskanzler, wenn Sie mir kurz Ihr Ohr leihen, denn ich habe vor, mich mit Ihren Ausführungen auseinander zu setzen (Abg. Parnigoni: Das interessiert ihn nicht!) –: Wenn Sie sich hier schon erklären, muss ich ein paar Punkte erwähnen, die tatsächlich nicht nur unsere Anerkennung verdienen, sondern für die wir gleichfalls – auch schon in der Vergangenheit – eingestanden sind beziehungsweise einstehen, Dinge, die wir hier gemeinsam beschlossen haben.
Ruf bei der ÖVP: Schön sprechen!
Deshalb kann ich auch dieses „Kampfkauderwelsch“ (Ruf bei der ÖVP: Schön sprechen!), das hier dauernd von der Regierungsbank herüberkommt, überhaupt nicht verstehen. Schön langsam wird es, glaube ich, Zeit, sich die Redezeit bei Oppositionsreden anders einzuteilen.
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Klären Sie diesen Widerspruch auf, Herr Bundeskanzler! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Planstellen!
Zur Forschung und Entwicklung nur so viel: Dafür haben Sie tatsächlich die ausgestreckte Hand – wahrscheinlich die beider Oppositionsparteien –, was die Mittelerhöhung betrifft. Eine solche findet statt, allerdings: Diese findet bei weitem nicht in jenem Ausmaß statt, wie Sie von den Regierungsparteien das darstellen. In Wahrheit nehmen Sie das Gros der Mittel, die Sie hier verkünden, aus alten Maßnahmen – und schlagen lediglich etwas hinzu. (Abg. Mag. Molterer: Planstellen!)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn auf den Universitäten weitere Zustände wie heuer einreißen und diese nicht schleunigst beseitigt werden, dann können wir hier zwar lange von Forschungs- und Entwicklungsinitiativen reden – und trotzdem werden die Zustände an Universitätsinstituten, etwa an der Technischen Universität Wien – wir haben uns das dort angeschaut – oder aber auch in der Universität Graz geradezu zum Himmel stinken. Ja, die „Zustände stinken zum Himmel“ – und das ist ein Zitat der Rektoren, nicht von mir. Das sollten Sie von den Regierungsparteien mit Ihrer Aushungerungspolitik im universitären Bereich endlich zur Kenntnis nehmen! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Jedenfalls: Der Existenzbeweis für ein Konjunkturpaket oder eine Konjunkturpolitik ist kräftig misslungen; das gibt es nicht. Das Einzige, was hier im Sinne einer Konjunkturpolitik vorliegt, ist sozusagen eine kleine und muffige Schuhschachtel mit abgestandenen Schlapfen, weil Sie nur alte Maßnahmen aufwärmen – und das im Großen und Ganzen mit uralten Hüten. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Haben Sie etwas gegen Leistungsförderung? – Abg. Dr. Fekter: Was ist schlecht an Leistung?
Fall werden! Und das Tragische dabei ist, dass die kleinsten EinkommensbezieherInnen dies zu tragen haben, weil diese von Ihren Entlastungsmaßnahmen, die vielleicht noch kommen mögen, überhaupt nicht profitieren, weil Sie von der Regierung nämlich in erster Linie an Spitzensteuersätze und an „Leistungsträgerförderung“, wie Sie das auszudrücken pflegen, denken. – So aber kann es nicht bleiben! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Haben Sie etwas gegen Leistungsförderung? – Abg. Dr. Fekter: Was ist schlecht an Leistung?)
Beifall bei den Grünen.
Wenige Milliarden Euro bleiben über – und noch dazu in einem „Mischungsverhältnis“ von, wie bereits erwähnt wurde, 85 Prozent Straße und 15 Prozent Schiene. Erklären Sie doch jetzt einmal, wie Sie so eine ÖBB-Reform machen wollen! Ihr „Konzept“ ist: teilen und aushungern! – Das wirkliche Konzept hingegen wäre: zusammen lassen, was sinnvoll zusammen gehört, und investieren – genauso, wie es Ihnen der Rechnungshof ausgerichtet hat. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Verzetnitsch: Im Jahre 2003!
Abgeordnete Mag. Dr. Magda Bleckmann (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Minister! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Kollege Verzetnitsch, wenn Sie sagen, es hat keine Steuerreform gegeben, dann dürfte Ihnen etwas entgangen sein. (Abg. Verzetnitsch: Im Jahre 2003!) Dann, Herr Kollege Verzetnitsch, ist Ihnen entgangen, dass es einen Beschluss im Nationalrat gab, mit dem 2003 eine Steuerreform festgeschrieben wurde. (Abg. Verzetnitsch: Wo ist die große Maßnahme?) – Klar ist Ihnen das entgangen; Sie haben ja dagegen gestimmt!
Abg. Verzetnitsch: Wo ist die große Maßnahme?
Abgeordnete Mag. Dr. Magda Bleckmann (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Minister! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Kollege Verzetnitsch, wenn Sie sagen, es hat keine Steuerreform gegeben, dann dürfte Ihnen etwas entgangen sein. (Abg. Verzetnitsch: Im Jahre 2003!) Dann, Herr Kollege Verzetnitsch, ist Ihnen entgangen, dass es einen Beschluss im Nationalrat gab, mit dem 2003 eine Steuerreform festgeschrieben wurde. (Abg. Verzetnitsch: Wo ist die große Maßnahme?) – Klar ist Ihnen das entgangen; Sie haben ja dagegen gestimmt!
Abg. Gradwohl: Lediglich 2 €!
Sie von der SPÖ haben gegen Entlastungsmaßnahmen für 2,5 Millionen Bürgerinnen und Bürger in Österreich gestimmt. Das heißt, dass den Arbeitnehmern bis zu 475 € im Jahr mehr in der Tasche bleiben werden, dass den Pensionisten bis zu 450 € mehr bleiben werden. (Abg. Gradwohl: Lediglich 2 €!) Das ist die Steuerreform, die die
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Verzetnitsch.
Regierungsparteien beschlossen – und wogegen Sie gestimmt haben! Das ist die Politik, die Sie machen! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Verzetnitsch.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir Freiheitlichen haben vor den Wahlen versprochen, dass es zu einer Steuerreform kommen wird. Und 2003 ist das beschlossen worden, ab 1. Jänner 2004 in Kraft – und die Bürgerinnen und Bürger werden das Positive daran spüren – auch wenn Ihnen von de SPÖ das nicht passt. Und weitere Schritte werden folgen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Verzetnitsch: Welche denn?
Ich frage Sie schon auch, wenn Sie sich hier so groß mokieren: Wo war denn die Gewerkschaft, wo waren Sie, als all diese Ungerechtfertigkeiten und Privilegien geschaffen worden sind (Abg. Verzetnitsch: Welche denn?), die es bei der ÖBB noch jetzt und heute gibt? (Abg. Verzetnitsch: Erklären Sie!) Die ja so große Probleme machen, dass das Durchschnitts-Pensionsalter bei den beamteten ÖBB-Bediensteten – und das sind 43 000 – 52,2 Jahre beträgt; das Durchschnittsalter 52,2 Jahre! (Abg. Verzetnitsch: Wer schickt sie in Pension? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Nur 12 von den 43 000 Bediensteten sind über 60; nur 12 – davon können viele andere wie die ASVGler nur träumen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Verzetnitsch: Erklären Sie!
Ich frage Sie schon auch, wenn Sie sich hier so groß mokieren: Wo war denn die Gewerkschaft, wo waren Sie, als all diese Ungerechtfertigkeiten und Privilegien geschaffen worden sind (Abg. Verzetnitsch: Welche denn?), die es bei der ÖBB noch jetzt und heute gibt? (Abg. Verzetnitsch: Erklären Sie!) Die ja so große Probleme machen, dass das Durchschnitts-Pensionsalter bei den beamteten ÖBB-Bediensteten – und das sind 43 000 – 52,2 Jahre beträgt; das Durchschnittsalter 52,2 Jahre! (Abg. Verzetnitsch: Wer schickt sie in Pension? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Nur 12 von den 43 000 Bediensteten sind über 60; nur 12 – davon können viele andere wie die ASVGler nur träumen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Verzetnitsch: Wer schickt sie in Pension? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich frage Sie schon auch, wenn Sie sich hier so groß mokieren: Wo war denn die Gewerkschaft, wo waren Sie, als all diese Ungerechtfertigkeiten und Privilegien geschaffen worden sind (Abg. Verzetnitsch: Welche denn?), die es bei der ÖBB noch jetzt und heute gibt? (Abg. Verzetnitsch: Erklären Sie!) Die ja so große Probleme machen, dass das Durchschnitts-Pensionsalter bei den beamteten ÖBB-Bediensteten – und das sind 43 000 – 52,2 Jahre beträgt; das Durchschnittsalter 52,2 Jahre! (Abg. Verzetnitsch: Wer schickt sie in Pension? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Nur 12 von den 43 000 Bediensteten sind über 60; nur 12 – davon können viele andere wie die ASVGler nur träumen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich frage Sie schon auch, wenn Sie sich hier so groß mokieren: Wo war denn die Gewerkschaft, wo waren Sie, als all diese Ungerechtfertigkeiten und Privilegien geschaffen worden sind (Abg. Verzetnitsch: Welche denn?), die es bei der ÖBB noch jetzt und heute gibt? (Abg. Verzetnitsch: Erklären Sie!) Die ja so große Probleme machen, dass das Durchschnitts-Pensionsalter bei den beamteten ÖBB-Bediensteten – und das sind 43 000 – 52,2 Jahre beträgt; das Durchschnittsalter 52,2 Jahre! (Abg. Verzetnitsch: Wer schickt sie in Pension? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Nur 12 von den 43 000 Bediensteten sind über 60; nur 12 – davon können viele andere wie die ASVGler nur träumen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Verzetnitsch: Wer schickt sie in Pension?
Die durchschnittliche Pensionshöhe beträgt 2 116 €. (Abg. Verzetnitsch: Wer schickt sie in Pension?) 2 688 Personalvertreter sind teilweise dienstfrei gestellt. Das sind Dinge, von denen ASVGler nur träumen würden. Wo waren Sie, die Sie angeblich so viele Menschen in Österreich vertreten, wo waren Sie, als all diese Privilegien geschaffen worden sind? – Schmähstad waren Sie! Und warum? – Kein Ruf nach Gerechtigkeit, kein Ruf nach Privilegienabbau! Sie waren ganz ruhig auf Ihrer Bank, weil es um Ihre Privilegien von Ihrer Gewerkschaft gegangen ist und weil Ihre Fraktion da oben auf der Regierungsbank gesessen ist! Da waren Sie ruhig. Da ging es darum, sich unter der Tuchent alles für Einzelne auf Kosten von vielen kleinen auch Eisenbahnern und ASVG-Bediensteten auszumachen. Da waren Sie nicht hier, da haben Sie sich nicht eingesetzt. Das ist es, was wir Ihnen ankreiden! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die durchschnittliche Pensionshöhe beträgt 2 116 €. (Abg. Verzetnitsch: Wer schickt sie in Pension?) 2 688 Personalvertreter sind teilweise dienstfrei gestellt. Das sind Dinge, von denen ASVGler nur träumen würden. Wo waren Sie, die Sie angeblich so viele Menschen in Österreich vertreten, wo waren Sie, als all diese Privilegien geschaffen worden sind? – Schmähstad waren Sie! Und warum? – Kein Ruf nach Gerechtigkeit, kein Ruf nach Privilegienabbau! Sie waren ganz ruhig auf Ihrer Bank, weil es um Ihre Privilegien von Ihrer Gewerkschaft gegangen ist und weil Ihre Fraktion da oben auf der Regierungsbank gesessen ist! Da waren Sie ruhig. Da ging es darum, sich unter der Tuchent alles für Einzelne auf Kosten von vielen kleinen auch Eisenbahnern und ASVG-Bediensteten auszumachen. Da waren Sie nicht hier, da haben Sie sich nicht eingesetzt. Das ist es, was wir Ihnen ankreiden! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Sie von der SPÖ sind nicht die Vertretung der gesamten ASVGler! Sie bewahren Privilegien von Einzelnen aus Ihrer eigenen Fraktion, aus Ihrer Gewerkschaft, und Sie bedauern es einfach, dass Sie nicht mehr da oben sitzen. Denn sonst gäbe es heute keinen Streik, wenn es Reformen in der ÖBB gäbe. Das ist die Wahrheit! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Verzetnitsch: Das Wachstumspaket!
Sie fragen: Wo bleibt denn das Wirtschaftspaket? (Abg. Verzetnitsch: Das Wachstumspaket!) Das Wachstumspaket, ja: Wo bleibt es denn? – Es ist heute und hier vorhanden, aber Sie gefährden das gesamte Wachstum in Österreich! Sie gefährden den Wirtschaftsstandort Österreich mit der Art und Weise, wie Sie den Streik ansetzen. Haben Sie heute die Aussendungen gelesen? – „Jetzt ist der Spaß vorbei“ – Sie gefährden den Wirtschaftsstandort, da die Unternehmen sich nicht mehr zu helfen wissen, weil Sie streiken! Pro Tag sind es 2,7 Millionen € bei der Bahn, 700 000 € beim Postbus – pro Tag! – an Schaden für die ÖBB und somit auch für Österreich – denn das ist Geld von den Österreichern in der Höhe von 3,4 Millionen € pro Tag! (Abg. Dr. Fekter: Steuergelder!) 3,4 Millionen € an Schaden, den Sie mit Ihrem Streik, mit Ihrer Gewerkschaft Österreich zufügen – das heißt, Sie zerstören die Bahn und gefährden den Wirtschaftsstandort Österreich. Das ist die Wahrheit, auch wenn sie Ihnen wehtut! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Fekter: Steuergelder!
Sie fragen: Wo bleibt denn das Wirtschaftspaket? (Abg. Verzetnitsch: Das Wachstumspaket!) Das Wachstumspaket, ja: Wo bleibt es denn? – Es ist heute und hier vorhanden, aber Sie gefährden das gesamte Wachstum in Österreich! Sie gefährden den Wirtschaftsstandort Österreich mit der Art und Weise, wie Sie den Streik ansetzen. Haben Sie heute die Aussendungen gelesen? – „Jetzt ist der Spaß vorbei“ – Sie gefährden den Wirtschaftsstandort, da die Unternehmen sich nicht mehr zu helfen wissen, weil Sie streiken! Pro Tag sind es 2,7 Millionen € bei der Bahn, 700 000 € beim Postbus – pro Tag! – an Schaden für die ÖBB und somit auch für Österreich – denn das ist Geld von den Österreichern in der Höhe von 3,4 Millionen € pro Tag! (Abg. Dr. Fekter: Steuergelder!) 3,4 Millionen € an Schaden, den Sie mit Ihrem Streik, mit Ihrer Gewerkschaft Österreich zufügen – das heißt, Sie zerstören die Bahn und gefährden den Wirtschaftsstandort Österreich. Das ist die Wahrheit, auch wenn sie Ihnen wehtut! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Sie fragen: Wo bleibt denn das Wirtschaftspaket? (Abg. Verzetnitsch: Das Wachstumspaket!) Das Wachstumspaket, ja: Wo bleibt es denn? – Es ist heute und hier vorhanden, aber Sie gefährden das gesamte Wachstum in Österreich! Sie gefährden den Wirtschaftsstandort Österreich mit der Art und Weise, wie Sie den Streik ansetzen. Haben Sie heute die Aussendungen gelesen? – „Jetzt ist der Spaß vorbei“ – Sie gefährden den Wirtschaftsstandort, da die Unternehmen sich nicht mehr zu helfen wissen, weil Sie streiken! Pro Tag sind es 2,7 Millionen € bei der Bahn, 700 000 € beim Postbus – pro Tag! – an Schaden für die ÖBB und somit auch für Österreich – denn das ist Geld von den Österreichern in der Höhe von 3,4 Millionen € pro Tag! (Abg. Dr. Fekter: Steuergelder!) 3,4 Millionen € an Schaden, den Sie mit Ihrem Streik, mit Ihrer Gewerkschaft Österreich zufügen – das heißt, Sie zerstören die Bahn und gefährden den Wirtschaftsstandort Österreich. Das ist die Wahrheit, auch wenn sie Ihnen wehtut! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Sie sind diejenigen, die die Konflikte schüren. Sie sind ja nicht einmal gesprächsbereit mit der Regierung. Es hat sehr viele Angebote gegeben, auf Ihre Forderungen einzugehen, zwölf Gesprächsrunden – Sie wollen es nicht hören. Aber Sie sind diejenigen, die die Konflikte schüren. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Und niemand versteht es!
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Wissen Sie, wer noch verärgert ist? – Einzelne Mitarbeiter bei Ihnen, die das nicht verstehen, die uns Briefe mit Hilferufen schreiben. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Was sie schreiben, lese ich Ihnen vor. (Abg. Verzetnitsch: Wie viele Briefe kriegen Sie denn?) Ein Zugbegleiter schreibt, er muss Ihr Propagandamaterial verteilen und damit die Kunden belästigen; Ihr Propagandamaterial vom ÖGB muss verteilt werden. (Abg. Verzetnitsch: Es wird ihm gedroht vom Vorstand!) Genau, es wird ihm gedroht – Sie wissen es! Sie sagen es selber: Es wird ihm gedroht! (Abg. Verzetnitsch: Vom Vorstand wird ihm gedroht!) Nein!
Abg. Verzetnitsch: Wie viele Briefe kriegen Sie denn?
Wissen Sie, wer noch verärgert ist? – Einzelne Mitarbeiter bei Ihnen, die das nicht verstehen, die uns Briefe mit Hilferufen schreiben. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Was sie schreiben, lese ich Ihnen vor. (Abg. Verzetnitsch: Wie viele Briefe kriegen Sie denn?) Ein Zugbegleiter schreibt, er muss Ihr Propagandamaterial verteilen und damit die Kunden belästigen; Ihr Propagandamaterial vom ÖGB muss verteilt werden. (Abg. Verzetnitsch: Es wird ihm gedroht vom Vorstand!) Genau, es wird ihm gedroht – Sie wissen es! Sie sagen es selber: Es wird ihm gedroht! (Abg. Verzetnitsch: Vom Vorstand wird ihm gedroht!) Nein!
Abg. Verzetnitsch: Es wird ihm gedroht vom Vorstand!
Wissen Sie, wer noch verärgert ist? – Einzelne Mitarbeiter bei Ihnen, die das nicht verstehen, die uns Briefe mit Hilferufen schreiben. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Was sie schreiben, lese ich Ihnen vor. (Abg. Verzetnitsch: Wie viele Briefe kriegen Sie denn?) Ein Zugbegleiter schreibt, er muss Ihr Propagandamaterial verteilen und damit die Kunden belästigen; Ihr Propagandamaterial vom ÖGB muss verteilt werden. (Abg. Verzetnitsch: Es wird ihm gedroht vom Vorstand!) Genau, es wird ihm gedroht – Sie wissen es! Sie sagen es selber: Es wird ihm gedroht! (Abg. Verzetnitsch: Vom Vorstand wird ihm gedroht!) Nein!
Abg. Verzetnitsch: Vom Vorstand wird ihm gedroht!
Wissen Sie, wer noch verärgert ist? – Einzelne Mitarbeiter bei Ihnen, die das nicht verstehen, die uns Briefe mit Hilferufen schreiben. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Was sie schreiben, lese ich Ihnen vor. (Abg. Verzetnitsch: Wie viele Briefe kriegen Sie denn?) Ein Zugbegleiter schreibt, er muss Ihr Propagandamaterial verteilen und damit die Kunden belästigen; Ihr Propagandamaterial vom ÖGB muss verteilt werden. (Abg. Verzetnitsch: Es wird ihm gedroht vom Vorstand!) Genau, es wird ihm gedroht – Sie wissen es! Sie sagen es selber: Es wird ihm gedroht! (Abg. Verzetnitsch: Vom Vorstand wird ihm gedroht!) Nein!
Zwischenrufe bei der SPÖ
„Wenn man sich allerdings so verhält wie ich“, schreibt der Zugbegleiter, „und sich an dieser Verteilaktion nicht beteiligt, dann läuft man Gefahr, von Kollegen, die natürlich von der Gewerkschaft sind, verpfiffen zu werden, was eine Einvernahme und zumindest eine Belehrung nach sich zieht, wo für die Dauer eines Jahres“ (Zwischenrufe bei der SPÖ) – warten Sie doch, bevor Sie lachen! –, „wo für die Dauer eines Jahres schriftlich geschrieben steht, dass man ein unzuverlässiger Mitarbeiter ist.“ (Ruf bei der SPÖ: Glauben Sie diesen Blödsinn denn auch noch?) Ich glaube dem, was besorgte Mitarbeiter der ÖBB uns schreiben. Das glaube ich. Ich glaube es ihnen, Sie nicht! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf bei der SPÖ: Glauben Sie diesen Blödsinn denn auch noch?
„Wenn man sich allerdings so verhält wie ich“, schreibt der Zugbegleiter, „und sich an dieser Verteilaktion nicht beteiligt, dann läuft man Gefahr, von Kollegen, die natürlich von der Gewerkschaft sind, verpfiffen zu werden, was eine Einvernahme und zumindest eine Belehrung nach sich zieht, wo für die Dauer eines Jahres“ (Zwischenrufe bei der SPÖ) – warten Sie doch, bevor Sie lachen! –, „wo für die Dauer eines Jahres schriftlich geschrieben steht, dass man ein unzuverlässiger Mitarbeiter ist.“ (Ruf bei der SPÖ: Glauben Sie diesen Blödsinn denn auch noch?) Ich glaube dem, was besorgte Mitarbeiter der ÖBB uns schreiben. Das glaube ich. Ich glaube es ihnen, Sie nicht! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
„Wenn man sich allerdings so verhält wie ich“, schreibt der Zugbegleiter, „und sich an dieser Verteilaktion nicht beteiligt, dann läuft man Gefahr, von Kollegen, die natürlich von der Gewerkschaft sind, verpfiffen zu werden, was eine Einvernahme und zumindest eine Belehrung nach sich zieht, wo für die Dauer eines Jahres“ (Zwischenrufe bei der SPÖ) – warten Sie doch, bevor Sie lachen! –, „wo für die Dauer eines Jahres schriftlich geschrieben steht, dass man ein unzuverlässiger Mitarbeiter ist.“ (Ruf bei der SPÖ: Glauben Sie diesen Blödsinn denn auch noch?) Ich glaube dem, was besorgte Mitarbeiter der ÖBB uns schreiben. Das glaube ich. Ich glaube es ihnen, Sie nicht! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Sie zwingen Mitarbeiter zur Verteilung Ihres Propagandamaterials. So wie Sie die Mitarbeiter zwingen, so wollen Sie auch die Regierung erpressen. Eine Regierung hat noch nie gut daran getan, sich erbrechen, sich erpressen zu lassen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ja, da kommt einem das Brechen, das ist richtig.
Rufe bei der SPÖ: Bartenstein! – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Wenn Sie sagen, dass das, was hier mit dem Wachstumspaket gemacht wird, „alte Schlapfen“ sind, dann sage ich Ihnen auch, Kollege Kogler: Viele Menschen in Österreich wären froh, wenn sie alte Schlapfen bekommen würden! Denn es gibt viele, die Probleme haben, sich Schuhe zu kaufen. (Rufe bei der SPÖ: Bartenstein! – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Aber wir in der Regierung ziehen den Menschen jedes Jahr mit einem neuen Wachstumspaket neue Schuhe an, damit wir wieder gut und ordentlich vorangehen können.
Zwischenruf des Abg. Parnigoni.
Wir in der Regierung wollen nicht weiterhin – so wie Sie es alle wollen – Schuldenpolitik, sondern wir wollen die Konjunktur wieder ankurbeln. Sie zerstören die Bahn – wir retten die Bahn und retten damit auch das gesamte Unternehmen. (Zwischenruf des Abg. Parnigoni.) Sie verärgern Ihre Kunden und somit auch viele von Ihren Mitarbeitern – wir modernisieren die ÖBB, die Bahn, wir wollen ein kundenfreundliches Unternehmen. Sie wollen Ihre Privilegien bewahren, Sie wollen all das bewahren, was Sie sich gemeinsam erarbeitet haben – wir fordern Gerechtigkeit und Privilegienabbau ein.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Deshalb wollen wir auch in Österreich blauen Fortschritt – statt rote Bremser! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Aber was in diesem ganzen Bereich wirklich wichtig ist, ist Motivation. Wir beide haben uns gestern in der gemeinsamen Pressekonferenz eigentlich auch gefreut über das Feuer, das von ihm ausgegangen ist, wie er mit Liebe, mit Lust und Engagement von den verschiedenen Ebenen gesprochen hat, die wichtig sind: auf der einen Seite die Notwendigkeit, High-Tech-Berufe auf höchstem Niveau anzubieten; ferner Bereiche, in denen die Standards einfach vorgegeben sind und durch die Modernisierung der Berufsausbildung eigentlich auch gut funktionieren. Dann hat er das Wort von den „schulscheuen“ Jugendlichen in die Diskussion gebracht, was die Journalisten natürlich sofort zu Gelächter veranlasst und viele zum Schmunzeln gebracht hat. Aber das ist ein Thema! Es ist ganz wichtig, dass wir uns nicht nur mit High Tech beschäftigen, sondern wirklich in die Breite hineingehen und den Standortvorteil absolut nützen, den unser Land mit dieser dualen Ausbildung hat. Das ist es, was wir von ihm erwarten: Motivation. Volle Unterstützung hat er selbstverständlich von den zuständigen Ministern, von Martin Bartenstein, von Liesl Gehrer, und natürlich auch von Hubert Gorbach und von mir. Ich bitte wirklich, ihn zu unterstützen. Er bekommt hier auch von uns die notwendige Rückendeckung. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir haben übrigens auch etwas gemacht, was vielleicht Ihrer Aufmerksamkeit entgangen ist: Ab Jänner gibt es immerhin eine Lohnnebenkostensenkung von 2 Milliarden Schilling oder 140 Millionen € für ältere Mitarbeiter. Das ist ein ganz wichtiger Schritt, und 2 Milliarden Schilling sind nicht gerade wenig! Die werden massiv entlastet, und das ist auch richtig so. Und dass durch die Prämie von 1 000 € für die Lehrlinge praktisch die Kosten der Berufsschule für die lehrlingsausbildenden Betriebe quasi in einem Solidarmodell vom Steuerzahler übernommen werden, ist ja auch nicht von der Hand zu weisen und ist, glaube ich, eine sehr vernünftige Sache. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Auch die Baumaßnahmen sind kurzfristig wirksam.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Was die Entlastung betrifft: Sie haben Recht, wir haben manche Dinge gemacht, ja machen müssen, die eine Belastung bedeutet haben. Manches war auch durchaus von der Opposition angeregt in der Gewichtung. Was wir jetzt aber seit dem Höhepunkt der Abgabenquote 2001 auch zu verzeichnen haben, ist eine Senkung der Abgabenquote um 1,8 Prozent. Und 1,8 Prozentpunkte bedeuten, auf praktische Terms übersetzt, eine Entlastung von fast 4 Milliarden €. Hören wir also bitte auf mit den Legenden vom Höhepunkt der Belastungswelle! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Wir haben seither eine Entlastungswelle von rund 4 Milliarden €.
Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Letzter Punkt: Herr Präsident Verzetnitsch, Sie wissen, ich schätze Sie außerordentlich, auch wenn wir hundertmal anderer Meinung sind. Aber das ist nicht der Punkt. Mir ist wichtig, was jetzt geschieht angesichts einer Entscheidung, die die Regierung zu treffen hatte – und glauben Sie mir, wir haben uns das nicht leicht gemacht; wir tun das ja auch aus bestem Wissen und Gewissen heraus! –, einer Reform, die wir jetzt dem Parlament vorlegen und die im Parlament beraten wird. (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Ich glaube, es wäre klug, wenn die Tatsache, dass jetzt im Parlament ein Entwurf zur Diskussion vorliegt, nicht zum Streik benützt wird.
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Ich glaube, es gibt genügend Möglichkeiten zum Gespräch. Sie wissen – und ich rede nie über private Gespräche –, die Tür ist offen. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Meine Bitte an Sie und an Sie alle hier im Hohen Haus ist: Versuchen wir, die Gesprächsbrücken wieder aufzubauen, und versuchen wir vor allem, die Menschen, die sich draußen Sorgen machen und Belastungen hinzunehmen haben, die sie ärgern, von diesen Belastungen zu entlasten. Das würde ich mir für heute als Botschaft des Hohen Hauses wünschen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich glaube, es gibt genügend Möglichkeiten zum Gespräch. Sie wissen – und ich rede nie über private Gespräche –, die Tür ist offen. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Meine Bitte an Sie und an Sie alle hier im Hohen Haus ist: Versuchen wir, die Gesprächsbrücken wieder aufzubauen, und versuchen wir vor allem, die Menschen, die sich draußen Sorgen machen und Belastungen hinzunehmen haben, die sie ärgern, von diesen Belastungen zu entlasten. Das würde ich mir für heute als Botschaft des Hohen Hauses wünschen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Nur, meine Damen und Herren, es bringt nichts – ich bin da auch ganz beim Bundeskanzler –, sich in so einer wichtigen Frage parteipolitisch ausschließlich das Hölzchen zuzuwerfen oder andererseits den Schwarzen Peter zuzuschieben. Ich glaube, es muss ein Interesse von uns allen sein, diesen wichtigen Verkehrsträger – diese wichtige Verkehrseinrichtung, wie heute schon festgestellt worden ist – wieder zu einem modernen, zu einem dynamischen und wettbewerbsfähigen Unternehmen zu machen, auf das wir alle stolz sein können, das ein Stück österreichischer Identität ist und in dem die Mitarbeiter motiviert sind, weil sie in einem modernen, flotten, zukunftsorientierten Unternehmen beschäftigt sind. Das muss es doch sein! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich habe mich übrigens auch über Folgendes gewundert. Vorgestern, am Montag, haben wir fünf Stunden verhandelt, von 10 Uhr bis 15 Uhr. Am Nachmittag habe ich mich dann darüber gewundert, dass schon eineinhalb Stunden später dieses Inserat in einer Zeitung zu lesen war. Man muss also schon gewusst haben, dass diese Verhandlungen nicht mit einem friedlichen Kompromiss enden: dass man nicht zusammenkommt, sondern dass man streiken will, meine Damen und Herren! Das hat mich schon ein bisschen gewundert. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Lichtenberger: ... nicht finanzieren!
Geschätzte Abgeordnete! Es ist heute davon gesprochen worden, dass die Gewichtung zwischen dem Mitteleinsatz für die Straße und dem für die Schiene nicht stimme. Um das ein für alle Mal klarzumachen: Es gibt einen Generalverkehrsplan Österreich, an den ich mich selbstverständlich halte. In diesem Generalverkehrsplan Österreich sind insgesamt Investitionsvorhaben in der Größenordnung von 45 Milliarden € vorgesehen, davon 30 Milliarden für die Schiene, 15 Milliarden für die Straße, 0,5 Milliarden für Schifffahrt. Die Gewichtung ist also: zwei Drittel Schiene, ein Drittel Straße, und das ist, wie ich meine, sehr gut und in Ordnung. (Abg. Dr. Lichtenberger: ... nicht finanzieren!) Darin beinhaltet ist auch – (in Richtung SPÖ) und ich muss jetzt in Ihre Richtung schauen – ein gewisser Nachholbedarf, der sich eben in den letzten Jahrzehnten angesammelt hat. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Geschätzte Abgeordnete! Es ist heute davon gesprochen worden, dass die Gewichtung zwischen dem Mitteleinsatz für die Straße und dem für die Schiene nicht stimme. Um das ein für alle Mal klarzumachen: Es gibt einen Generalverkehrsplan Österreich, an den ich mich selbstverständlich halte. In diesem Generalverkehrsplan Österreich sind insgesamt Investitionsvorhaben in der Größenordnung von 45 Milliarden € vorgesehen, davon 30 Milliarden für die Schiene, 15 Milliarden für die Straße, 0,5 Milliarden für Schifffahrt. Die Gewichtung ist also: zwei Drittel Schiene, ein Drittel Straße, und das ist, wie ich meine, sehr gut und in Ordnung. (Abg. Dr. Lichtenberger: ... nicht finanzieren!) Darin beinhaltet ist auch – (in Richtung SPÖ) und ich muss jetzt in Ihre Richtung schauen – ein gewisser Nachholbedarf, der sich eben in den letzten Jahrzehnten angesammelt hat. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Parnigoni: ... alles herausgestrichen!
Glauben Sie, das kommt von selbst? – Nein, da muss man oft dort sein, muss diese Projekte wichtig machen, muss selbst vorbereitet sein, muss sie baureif gemacht haben! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Parnigoni: ... alles herausgestrichen!)
Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie Vizekanzler Hubert Gorbach (fortsetzend): Am Schluss, meine Damen und Herren, weil Sie Sorgen um die Österreichischen Bundesbahnen haben: Herr Dr. Gusenbauer hat gesagt, die ÖBB ist in der Existenz gefährdet. Ich gebe Ihnen schon wieder Recht, sie ist noch gefährdet. Aber die Reform kommt, deshalb ist sie sicher für die Zukunft! Wir machen das ganz im Sinne von Goethe, der einmal gesagt hat: „Um Bewahrenswertes zu erhalten, müssen wir es verändern.“ (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Das tun wir! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie Vizekanzler Hubert Gorbach (fortsetzend): Am Schluss, meine Damen und Herren, weil Sie Sorgen um die Österreichischen Bundesbahnen haben: Herr Dr. Gusenbauer hat gesagt, die ÖBB ist in der Existenz gefährdet. Ich gebe Ihnen schon wieder Recht, sie ist noch gefährdet. Aber die Reform kommt, deshalb ist sie sicher für die Zukunft! Wir machen das ganz im Sinne von Goethe, der einmal gesagt hat: „Um Bewahrenswertes zu erhalten, müssen wir es verändern.“ (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Das tun wir! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Das wird nicht leicht sein!
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Man muss dem Herrn Vizekanzler wieder zustimmen: Damit es besser wird, bräuchten wir eine Veränderung. Nur bräuchten wir eine Veränderung auf der Regierungsbank, das wäre das Entscheidende! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Das wird nicht leicht sein!)
Abg. Scheibner – eine Graphik in die Höhe haltend –: Das interessiert ja nicht!
Ich komme jetzt zum Herrn Kollegen Scheibner. Er hatte vorhin Probleme mit dem Hören; er hat sie auch mit dem Lesen und mit dem Rechnen. (Der Redner hält ein Schriftstück mit einer Graphik in die Höhe.) Ich nehme ein ÖVP-Papier, damit Sie nicht über Oppositionspapiere beleidigt sind: „Zwischen 1995 und 1999 wurde die F&E-Quote um 0,29 Prozent von 1,57 auf 1,86 gesteigert.“ (Abg. Scheibner – eine Graphik in die Höhe haltend –: Das interessiert ja nicht!) – Ja, die ÖVP lügt vielleicht in diesem Fall; das sagen Sie, nicht ich ...
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (fortsetzend): Ich habe das nicht gesagt! Kollege Scheibner sagt das. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Meine Daten sind vom ÖSTAT – und nicht von der ÖVP!
Und von 1999 bis zum Jahr 2002 0,09 Prozent, Herr Kollege. Das sind die Daten, wie sie wirklich sind, außer die ÖVP gibt falsche Unterlagen heraus. (Abg. Scheibner: Meine Daten sind vom ÖSTAT – und nicht von der ÖVP!)
Ruf bei den Freiheitlichen: Hinter dir auf der Regierungsbank!
Kommen wir aber zum Hauptproblem, meine Damen und Herren! Wir befinden uns in einer Situation, in der das Land eine schwierige konjunkturelle Entwicklung durchmacht. Es gibt heftige Kritik der OECD an unserer Wirtschaftspolitik. In diesem Fall – wo ist Herbert Haupt heute? (Ruf bei den Freiheitlichen: Hinter dir auf der Regierungsbank!) – muss man dem Herrn Ex-Vizekanzler zustimmen: Die Wirtschaftspolitik von Bartenstein und Grasser ist gescheitert. Sie haben Recht gehabt! (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Jawohl!)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Jawohl!
Kommen wir aber zum Hauptproblem, meine Damen und Herren! Wir befinden uns in einer Situation, in der das Land eine schwierige konjunkturelle Entwicklung durchmacht. Es gibt heftige Kritik der OECD an unserer Wirtschaftspolitik. In diesem Fall – wo ist Herbert Haupt heute? (Ruf bei den Freiheitlichen: Hinter dir auf der Regierungsbank!) – muss man dem Herrn Ex-Vizekanzler zustimmen: Die Wirtschaftspolitik von Bartenstein und Grasser ist gescheitert. Sie haben Recht gehabt! (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Jawohl!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Zitieren Sie vollständig!
Es gab ein Packerl, auf dem stand „Konjunkturpaket“. Enthalten sind einige Punkte, und das hat Kollege Van der Bellen schon gesagt und auch Kollege Gusenbauer, die durchaus Zustimmung verdienen. Ein Punkt ist die Frage der Strukturentwicklung bei der Forschung. Was aber vermisst wird, ist mehr Geld. Professor Kramer sagt dazu im heutigen „Standard“ einen wichtigen Satz: „Wir haben noch immer nichts, aber das ist jetzt zumindest fix!“ – So viel zum Kommentar der Wirtschaftsforscher zur Anhebung des Forschungsbudgets. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Zitieren Sie vollständig!)
Beifall bei der SPÖ und Abgeordneten der Grünen.
Es ist schade, meine Damen und Herren! Wieder wird mit großem Zinnober etwas angekündigt, was bei genauer Betrachtung im Detail keine Erhöhung der Mittel bringt. Der Jubiläumsfonds der Nationalbank war bisher mit 70 Millionen € dotiert. Jetzt werden dort 9 Millionen belassen, 61 der bisher 70 Millionen € genommen und auf 75 Millionen aufgestockt. Natürlich freuen wir uns über die 14 Millionen €, meine Damen und Herren, aber das ist zu wenig! Sie könnten unsere volle Unterstützung haben, wenn Sie hier deutlichere und mutigere Schritte setzen würden. (Beifall bei der SPÖ und Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Mag. Molterer: Sie haben es also doch gehabt!
Das, Herr Kollege Molterer, war das, was um 8 Uhr im verschlossenen Kuvert den Abgeordneten, nicht aber den Klubs übermittelt wurde. (Der Redner hält ein Schriftstück in die Höhe.) Und Sie wussten warum: Zwei Drittel davon sind ganz normale Gesetzesmaßnahmen – Budgetüberschreitungsgesetz – und haben gar nichts mit unserem Konjunkturkapitel zu tun. Mit dem Wenigen, das darin umgesetzt ist, beschäftige ich mich später noch. (Abg. Mag. Molterer: Sie haben es also doch gehabt!)
Beifall bei der SPÖ.
Damit komme ich zum Aktionsplan der ÖVP, 13 Seiten Text. Das kam anlässlich der ÖVP-Tagung in St. Wolfgang. – Übrigens ist es lustig, dass man gerade diesen Ort dafür gewählt hat. – In diesem Plan gibt es ein paar Punkte, die wir ausdrücklich begrüßen, zum Beispiel unsere Forderung nach Verlängerung der Investitionsförderung – gescheit, aber zu wenig. Hätten Sie unserem Antrag zugestimmt, hätten wir einen erweiterten IFB und daher mehr Mittel für die Wirtschaft. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Ikrath: Und was sind Ihre Vorschläge?
Das sind also die Schwerpunkte, die die ÖVP setzt. Sie sollten hier einmal erklären, für welche Einzelpersonen Sie hier eigene Gesetze machen. Das würde gut tun, um die Wahrheit dieser Politik darzustellen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Ikrath: Und was sind Ihre Vorschläge?)
Beifall bei der SPÖ.
Lassen Sie mich zum Abschluss zu Ihrem „Entlastungspaket“ etwas sagen. – Wo ist die Kollegin Bleckmann? – Da oben sitzt sie! – Es gibt einen Rechenfehler, den Herr Professor Van der Bellen schon bei der Vorstellung angeführt hat: Es ergibt sich nämlich eine Belastung von 221 Millionen € und keine Entlastung, Frau Kollegin. Sie haben ein Belastungspaket beschlossen! Sie konnten nicht einmal richtig rechnen. Und gescheit war, dass wir das abgelehnt haben. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Besonders interessant und aufschlussreich ist aber ein Blick auf Stärken und Schwächen: Wir belegen beim Zusammenhalt im europäischen Ranking den dritten Platz, bei der Qualität der Umwelt den ersten Platz und was Lebensqualität betrifft nicht nur europaweit, sondern weltweit den ersten Platz. Ich denke, dass wir darauf stolz sein können. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das ist die besonders erfreuliche Seite. Natürlich aber gibt es auch Schwächen, Schwächen im Ranking etwa bei Innovation und Forschung und in der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Hier liegen wir auf dem elften Platz. Daher: Wann, wenn nicht jetzt, ist eine Stärkung der direkten Forschungsförderung besonders wichtig, und dieses Wachstumspaket leistet genau dazu einen ganz wesentlichen Beitrag. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Leider ist Herr Mag. Kogler nicht hier, dem ich immer sehr gerne lausche und dessen Argumente, die er stets gut würzt, ich goutiere. Allerdings: Das, was hier verpackt ist und was verantwortungsbewusst an Steuergeldern eingesetzt wird, mit einer alten Schachtel, mit muffigen Pantoffeln zu vergleichen, halte ich dem Anlass und der Bedeutung dieses Pakets nicht für angemessen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
in Richtung des Abg. Verzetnitsch
Mir ist der Input in Arbeit und Beschäftigung wichtig, Schwerpunkt Jugend und Ausbildung. Und es gehört natürlich (in Richtung des Abg. Verzetnitsch), lieber Präsident, auch dazu, dass man schwarz-weiß-malt. Natürlich ist jeder Arbeitslose einer zu viel. Es darf auf der anderen Seite aber auch gesagt werden, dass wir durch das Zusammenwirken auch der Sozialpartner derzeit einen Beschäftigungsstand in Rekordhöhe erreicht haben. Das ist die positive Seite der Beschäftigungsmedaille. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Mir ist der Input in Arbeit und Beschäftigung wichtig, Schwerpunkt Jugend und Ausbildung. Und es gehört natürlich (in Richtung des Abg. Verzetnitsch), lieber Präsident, auch dazu, dass man schwarz-weiß-malt. Natürlich ist jeder Arbeitslose einer zu viel. Es darf auf der anderen Seite aber auch gesagt werden, dass wir durch das Zusammenwirken auch der Sozialpartner derzeit einen Beschäftigungsstand in Rekordhöhe erreicht haben. Das ist die positive Seite der Beschäftigungsmedaille. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Mit diesem Paket werden nunmehr knapp 200 Millionen € für die Zielgruppe Jugendliche einsetzt. Wie bereits ausgeführt wurde, wurden die 1 000 € im Zuge der steuerlichen Veranlagung bereits von 65 000 Förderfällen in Anspruch genommen. Wenn die abgeschlossenen Lehrverträge sich mit Ablauf des vergangenen Monats gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs um 1,8 Prozent vermehrt haben, dann spricht diese Maßnahme deutlich für sich. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ein wichtiger Punkt, den wir auch seitens der Gewerkschaftsbewegung immer formuliert haben, ist die Modularisierung des dualen Systems. Das duale Ausbildungssystem in der Wirtschaft ist ein österreichisches Vorzeigeprojekt, das wir, liebe Kolleginnen und Kollegen, nun mit einer Basiszusammenfassung von 206 Lehrberufen auf insgesamt 100 Basismodelle künftig jedenfalls besser bewerkstelligen können als bisher. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich gratuliere dazu, Egon Blum mit an Bord geholt zu haben. Er steht nicht nur für eine hervorragende Lehrlingsausbildung, er hat auch ein Herz für die Arbeitnehmer und er ist in der Gewerkschaftsbewegung kein Unbekannter. Ich darf dazu gratulieren, einen solchen Mann der Wirtschaft auch für die Lehrlingsoffensive herangezogen zu haben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Liebe Kolleginnen und Kollegen! „Es ist besser, nicht auf den Beleg einer Krise zu warten, sondern ihr durch eine selbstbewusste Wachstumsstrategie den Boden zu entziehen.“ – Zitat Professor Aiginger vom Wifo. Dem habe ich nichts hinzuzufügen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Fekter: Eben!
Das ist auch leicht verständlich, wenn man sich anschaut, wie das bis jetzt war. Bis jetzt sind Erträge aus der Nationalbank ins Budget geflossen, und diese Erträge fließen jetzt nicht mehr ins Budget, sondern in die Nationalstiftung. (Abg. Dr. Fekter: Eben!) Das heißt, das Einzige, was passiert, ist, dass ein Teil der Mittel nicht ins Budget, sondern in die Stiftung fließt. Das ist grundsätzlich zu begrüßen, denn wenn man sich anschaut, was der Finanzminister mit den Mitteln im Budget macht, kann man ja nur froh sein, wenn sie wenigstens einmal für die Forschung zweckgewidmet sind. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das ist auch leicht verständlich, wenn man sich anschaut, wie das bis jetzt war. Bis jetzt sind Erträge aus der Nationalbank ins Budget geflossen, und diese Erträge fließen jetzt nicht mehr ins Budget, sondern in die Nationalstiftung. (Abg. Dr. Fekter: Eben!) Das heißt, das Einzige, was passiert, ist, dass ein Teil der Mittel nicht ins Budget, sondern in die Stiftung fließt. Das ist grundsätzlich zu begrüßen, denn wenn man sich anschaut, was der Finanzminister mit den Mitteln im Budget macht, kann man ja nur froh sein, wenn sie wenigstens einmal für die Forschung zweckgewidmet sind. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Punkt zwei: Der Vorstand, zwei Vorstandsmitglieder, die vom Bundesministerium für Finanzen und Wirtschaft und Arbeit genannt werden und die – und das ist jetzt interessant, tatsächlich im Gesetz zu sehen – auch aus einer Einrichtung kommen können, die durch die Mittel begünstigt ist, und das ist zum Beispiel, so wie es auch in einem Papier vom Forschungsdialog vorliegt, auch die AWS, die Austria Wirtschaftsservice, in der sämtliche Bundesförderungen zusammengefasst sind und die Minister Bartenstein untersteht. Das bedeutet eine Personalunion zwischen Geschäftsführern des AWS, so wie es genannt worden ist, und dem Vorstand der Nationalstiftung. Dazu kommt noch ein Stiftungsrat, der fast ausschließlich aus Ministerien besetzt ist, die eins zu eins das Kompetenzwirrwarr abbilden, das es bis jetzt schon in der Forschungsförderungslandschaft gegeben hat. Ich wünsche Ihnen wirklich viel Vergnügen bei der Vergabe der Mittel aus diesem Nationalfonds! (Beifall bei den Grünen.)
Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Man kann sich ja vorstellen, wie so etwas passiert: Ursprünglich gab es den Wunsch, das aus dem Budget wegzubekommen, Mittel für die Forschung außerbudgetär fixiert zu haben. Das wird jedoch völlig aufgehoben, und zwar negativ dadurch, dass vier Ministerien plus zwei Geschäftsführer, die wahrscheinlich aus der AWS kommen werden, bestimmen werden, wo es hingeht. Das heißt, ob tatsächlich die Grundlagenforschung genug Geld bekommen wird und wie das ansonsten ausschaut, das wird man erst sehen. (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Sie waren doch dabei! – Ruf bei den Freiheitlichen: Und Kollegin Bleckmann auch! – Abg. Sburny – das Rednerpult verlassend –: Ich meinte, keine Nicht-Politikerin!
Mein Schlusssatz: Wer beim Forschungsdialog war und gesehen hat, dass unter 50 Mitgliedern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung keine einzige Frau war, der weiß, warum wir damit ein Problem haben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Sie waren doch dabei! – Ruf bei den Freiheitlichen: Und Kollegin Bleckmann auch! – Abg. Sburny – das Rednerpult verlassend –: Ich meinte, keine Nicht-Politikerin!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Koalition verfolgen. Und eines ist sicher: Der Vergleich wird sie sicher machen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.
Das ist auch in Kombination mit weiteren Fakten aus diesem Paket zu sehen. Ich möchte nicht auf die großen Punkte eingehen; es sind aber auch zwei kleine Dinge beschlossen worden, die gerade für die Vertreter der Agrarpolitik wichtig sind: Wir haben ein Maßnahmenpaket von über 50 Millionen € für eine Biomasse-Offensive beschlossen. Die Stärkung erneuerbarer Energie bedeutet auch eine Stärkung des ländlichen Raumes. Das sind Anreize, für die wir auch von der Opposition, also sozusagen vom linken Reichsflügel einmal Zustimmung erwarten würden. (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Wattaul: Jawohl! – Abg. Dr. Glawischnig: An den Wahlergebnissen in Oberösterreich kann man es sehen!
Gemeinsam mit Kollegen Grillitsch haben wir uns dafür eingesetzt, für die Agrargemeinschaft etwas zu machen, Besteuerungen zu verbessern. Es ist uns einiges gelungen. Das alles, kombiniert mit Milliarden Euro für Schiene, Straße, Verkehr und für die KMUs, meine geschätzten Damen und Herren, zeigt: Wir arbeiten für dieses Land, während Sie raunzen, jammern und streiken. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Wattaul: Jawohl! – Abg. Dr. Glawischnig: An den Wahlergebnissen in Oberösterreich kann man es sehen!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Brosz: Was hat das mit der Vetokeule zu tun?
Es wird auch noch andere Punkte geben. Wir werden über das Wasser sprechen, über den Ausverkauf der Heimat, und dann werden wir schauen, wo die Grünen zu Hause sind. Wir Freiheitlichen und auch unsere Kollegen von der Koalition werden das nicht zulassen. Wir stehen dazu, dass es in der Europäischen Union eine Einstimmigkeit in wichtigen Fragen geben muss und dass diese auch erhalten bleibt. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Brosz: Was hat das mit der Vetokeule zu tun?)
Abg. Dr. Glawischnig hält eine Tafel in die Höhe.
Herr Vizekanzler Gorbach wird die Bahn retten! Davon können Sie überzeugt sein, denn wir, meine geschätzten Damen und Herren, werden die ÖBB nicht entgleisen lassen! Wir werden die Weichen neu stellen! (Abg. Dr. Glawischnig hält eine Tafel in die Höhe.) Wir werden dafür sorgen, dass diese verrosteten Weichen, die Jahrzehnte lang rote Raunzer nicht gestellt haben, endlich neu gestellt werden – aber nicht, um Privilegien fortzuschreiben, nicht, um den Proporz zu prolongieren, und schon gar nicht, um es den Österreicherinnen und Österreichern zu erschweren, zu ihrem Arbeitsplatz zu kommen, in die Schule zu kommen und damit den Wirtschaftsstandort Österreich zu gefährden.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Mandak: Mit welchem Tempo?
Frau Kollegin Glawischnig, jetzt muss ich noch einmal auf Sie zu sprechen kommen, weil Sie so eine tolle Tafel haben. Dass Finanzminister Grasser, nicht zu meinen Intimfreunden zählt, ist ja bekannt, aber eines muss ich schon sagen: Ich habe mir die Arbeit angetan – Ihr Klubobmann hat irgendetwas in die Richtung gesagt, dass Grasser zu schnell durch das Land fährt –: Gehen Sie einmal auf geolook.at und geben Sie in den Routenplaner Wien – Bad St. Leonhard ein. Laut Routenplaner sind das 2 Stunden 23 Minuten. Wenn man irgendwo hinkommen will, um zu arbeiten, schafft man es. Wenn man nur raunzt, jammert und streikt, wird die Republik kein gutes Ende nehmen! – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Mandak: Mit welchem Tempo?)
Abg. Dr. Brinek: Sie hören zu wenig zu! – Abg. Mag. Molterer: Da haben Sie nicht richtig zugehört! Da haben Sie heute das erste Mal zugehört!
In diesem Zusammenhang bin ich dem Herrn Molterer sehr dankbar, denn er hat heute etwas aus meiner Sicht Sensationelles gesagt. Ich höre von dieser Bundesregierung zum ersten Mal seit vier Jahren, dass sie die Vollbeschäftigung als ihr wichtigstes wirtschaftspolitisches Ziel ansieht. (Abg. Dr. Brinek: Sie hören zu wenig zu! – Abg. Mag. Molterer: Da haben Sie nicht richtig zugehört! Da haben Sie heute das erste Mal zugehört!) Ich hoffe, die anderen wissen das auch, denn Sie haben in einem zweiten Satz wiederholt, dass ganz andere Ziele im Vordergrund stehen.
Abg. Mag. Molterer: Jawohl!
Wir sind selbstverständlich immer für dieses Ziel eingetreten, nur trennt uns der Weg. (Abg. Mag. Molterer: Jawohl!) Uns trennt der Weg. Was machen Sie dagegen? – Sie haben heute ein Paket vorgelegt, das ursprünglich unter dem Namen Konjunkturpaket III firmiert hat. Da gab es ein Gespräch mit dem aus der ÖVP ausgetretenen Herrn Aiginger, und der hat gesagt, dass das gar kein Konjunkturpaket ist. Es hat zwar mittelfristig die eine oder andere Wachstumswirkung, aber konjunkturell ist da überhaupt nichts zu beobachten. Sie aber legen uns das gestern und heute als Wachstums- und Standortsicherungspaket vor. Von Konjunkturpolitik ist absolut nichts zu sehen, und das kann auch bewiesen werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir sind selbstverständlich immer für dieses Ziel eingetreten, nur trennt uns der Weg. (Abg. Mag. Molterer: Jawohl!) Uns trennt der Weg. Was machen Sie dagegen? – Sie haben heute ein Paket vorgelegt, das ursprünglich unter dem Namen Konjunkturpaket III firmiert hat. Da gab es ein Gespräch mit dem aus der ÖVP ausgetretenen Herrn Aiginger, und der hat gesagt, dass das gar kein Konjunkturpaket ist. Es hat zwar mittelfristig die eine oder andere Wachstumswirkung, aber konjunkturell ist da überhaupt nichts zu beobachten. Sie aber legen uns das gestern und heute als Wachstums- und Standortsicherungspaket vor. Von Konjunkturpolitik ist absolut nichts zu sehen, und das kann auch bewiesen werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grillitsch: Nennen Sie die Zahlen!
Ich habe es schon wiederholt hier gesagt: Nicht nur, dass die österreichische Wirtschaftsservice Förderungsgesellschaft nicht mehr funktioniert und mit neuen Geschäftsführern aufgepäppelt werden muss, werden auch Gelder aus Brüssel nicht in Anspruch genommen. Wir lassen allein im Strukturbereich 100 Millionen € liegen, weil eine Kofinanzierung auf Bundes- oder Länderebene nicht gegeben ist. Wir lassen 100 Millionen € in Brüssel liegen! Das Gleiche gilt für Infrastrukturmaßnahmen. Auch da hat die Inanspruchnahme von diesen Mitteln für entsprechende Projekte nicht stattgefunden. Das einzige, wo es funktioniert und wo Österreich ein Nettoempfänger ist, ist die Landwirtschaft. Dort kriegen wir mehr heraus, als wir hineingeben. Aber dass sie die anderen Bereiche nicht in Anspruch nimmt, das ist eigentlich schon ein Punkt, weswegen man die Regierung massiv kritisieren muss. (Abg. Grillitsch: Nennen Sie die Zahlen!)
Abg. Grillitsch: Nennen Sie die Zahlen!
Ein nächster Punkt, den ich als sehr wichtig hervorheben möchte, weil Herr Gorbach gesagt hat (Abg. Grillitsch: Nennen Sie die Zahlen!) – dazu komme ich dann schon –, er sei für den Breitbandinfrastrukturausbau. Auch das ist, glaube ich, ein wichtiger Punkt, um die Erreichbarkeit der letzten Regionen zu gewährleisten. Er hat eine Summe von 30 Millionen € genannt. Ich habe mich erkundigt und habe das ausgerechnet: Es liegt hier ein Programm von 160 Millionen € vor. Das könnten wir sofort umsetzen. Das wird nicht gemacht, weil man diesen Aspekt nicht entsprechend unterstützen möchte. (Abg. Kopf: Sie hätten 30 Jahre dazu Zeit gehabt!)
Abg. Kopf: Sie hätten 30 Jahre dazu Zeit gehabt!
Ein nächster Punkt, den ich als sehr wichtig hervorheben möchte, weil Herr Gorbach gesagt hat (Abg. Grillitsch: Nennen Sie die Zahlen!) – dazu komme ich dann schon –, er sei für den Breitbandinfrastrukturausbau. Auch das ist, glaube ich, ein wichtiger Punkt, um die Erreichbarkeit der letzten Regionen zu gewährleisten. Er hat eine Summe von 30 Millionen € genannt. Ich habe mich erkundigt und habe das ausgerechnet: Es liegt hier ein Programm von 160 Millionen € vor. Das könnten wir sofort umsetzen. Das wird nicht gemacht, weil man diesen Aspekt nicht entsprechend unterstützen möchte. (Abg. Kopf: Sie hätten 30 Jahre dazu Zeit gehabt!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Da gibt es interessantere Zitate von Keynes als dieses!
eintritt und nicht in zehn Jahren. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Da gibt es interessantere Zitate von Keynes als dieses!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Eines hat sich sicher verändert, und das hat sich heute wieder gezeigt, und zwar das Bild der SPÖ. Ich bin immer davon ausgegangen, dass die SPÖ eine staatstragende Partei ist. Seit heute sage ich: Sie war es! Spätestens seit heute sage ich: Sie war es. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Sie haben sich verändert zu Verunsicherern; Sie haben sich verändert zu Krankjammerern; und ich bitte Sie ... (Abg. Verzetnitsch: An die Bauerndemonstrationen denken Sie nicht mehr!) Wo waren Bauerndemonstrationen in den letzten Jahren, Herr Präsident Verzetnitsch? – Ihre Konservierungspolitik wird keine Zukunft haben. Davon bin ich überzeugt. Sie schaden diesem Land in einem hohen Maße. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Verzetnitsch: An die Bauerndemonstrationen denken Sie nicht mehr!
Eines hat sich sicher verändert, und das hat sich heute wieder gezeigt, und zwar das Bild der SPÖ. Ich bin immer davon ausgegangen, dass die SPÖ eine staatstragende Partei ist. Seit heute sage ich: Sie war es! Spätestens seit heute sage ich: Sie war es. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Sie haben sich verändert zu Verunsicherern; Sie haben sich verändert zu Krankjammerern; und ich bitte Sie ... (Abg. Verzetnitsch: An die Bauerndemonstrationen denken Sie nicht mehr!) Wo waren Bauerndemonstrationen in den letzten Jahren, Herr Präsident Verzetnitsch? – Ihre Konservierungspolitik wird keine Zukunft haben. Davon bin ich überzeugt. Sie schaden diesem Land in einem hohen Maße. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Eines hat sich sicher verändert, und das hat sich heute wieder gezeigt, und zwar das Bild der SPÖ. Ich bin immer davon ausgegangen, dass die SPÖ eine staatstragende Partei ist. Seit heute sage ich: Sie war es! Spätestens seit heute sage ich: Sie war es. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Sie haben sich verändert zu Verunsicherern; Sie haben sich verändert zu Krankjammerern; und ich bitte Sie ... (Abg. Verzetnitsch: An die Bauerndemonstrationen denken Sie nicht mehr!) Wo waren Bauerndemonstrationen in den letzten Jahren, Herr Präsident Verzetnitsch? – Ihre Konservierungspolitik wird keine Zukunft haben. Davon bin ich überzeugt. Sie schaden diesem Land in einem hohen Maße. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Einem: Ach so?
Wer die Antwort hat, um Österreich regieren zu können, ist, glaube ich, wiederum spätestens seit heute eindeutig und klar: Diese Bundesregierung (Abg. Dr. Einem: Ach so?), dieses Team von Wolfgang Schüssel kann das. (Abg. Dr. Einem: Wie kommen Sie darauf?)
Abg. Dr. Einem: Wie kommen Sie darauf?
Wer die Antwort hat, um Österreich regieren zu können, ist, glaube ich, wiederum spätestens seit heute eindeutig und klar: Diese Bundesregierung (Abg. Dr. Einem: Ach so?), dieses Team von Wolfgang Schüssel kann das. (Abg. Dr. Einem: Wie kommen Sie darauf?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
bringen. Hier muss es die Möglichkeit geben, dass alle an dieser Breitbandtechnologie teilhaben können, weil wir damit auch einen Distanzabbau leisten, Informationen schneller austauschen, unsere Leistungen, unsere Ideen, unsere Landschaft und dergleichen mehr in die Welt stellen und auch mit neuem Marketingstrategien entsprechend vermarkten können. Daher bin ich überzeugt davon, dass dieses Wachstumspaket wirklich ein gutes ist, weil die darin enthaltenen Maßnahmen auch darauf abzielen, den ländlichen Raum nachhaltig als Wirtschaftsstandort zu sichern. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.
Da Sie – sicher sehr geschickt und werbewirksam – im Reformdialog Ihre Initiativen vier Wochen vor dem 6. Dezember vorgestellt haben, erinnert mich das schon irgendwie an das Gehabe eines Nikolos, der erwartet, dass alle Kinder sehr artig sind und dann auch artig klatschen. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.) In diesem Vorhaben sind aber doch einige – ich würde sagen – harte Nüsse versteckt, die es zunächst einmal zu knacken gilt.
Abg. Mag. Molterer – da ein Bediensteter des Hauses Tafeln aus den Reihen der SPÖ-Abgeordneten entfernt –: Geh bitte, lasst doch die Tafeln da!
Während Sie sich das hohe Ziel gesetzt haben – und das ist wichtig für Österreich, für den Wohlstand, für den Wirtschaftsstandort –, Forschung und Technologie zu fördern, und sich 2,5 Prozent am Bruttoinlandsprodukt für das Forschungs- und Technologiebudget wünschen, sagt Ihr eigener Technologiebericht, Herr Bundeskanzler – der Technologiebericht der Bundesregierung, teilweise federführend verfasst vom Rat für Forschung und Technologieentwicklung –, dass da eine Finanzierungslücke zum Ist-Stand in der Höhe von 3,2 Milliarden € besteht. Davon habe ich bis jetzt auch noch nichts gehört. (Abg. Mag. Molterer – da ein Bediensteter des Hauses Tafeln aus den Reihen der SPÖ-Abgeordneten entfernt –: Geh bitte, lasst doch die Tafeln da!)
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Hätte ich meiner geliebten Großmutter vor 20, 30 Jahren ihren Schneebesen genommen und einen Handmixer zu Weihnachten oder zu Ostern oder zum Nikolo geschenkt, dann wäre das ein Zeichen der Sympathie, vielleicht ein Zeichen dafür, dass mir ihre Küche schmeckt, gewesen, aber ich hätte es nicht als Technologieschub verkaufen können. Aber so etwas findet meiner Meinung nach in der Bundesregierung laufend statt. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Brinek: Das ist auch nicht beabsichtigt, Herr Kollege!
Ganz zum Schluss: Die politische Einflussnahme auf die Fonds liegt ja fast auf der Hand, wenn man sagt, sie sollen ihre Kuratorien und Delegiertenversammlungen verschlanken. Ich bin in so einem Kuratorium gesessen – in dem des FWF –, und ich kann Ihnen sagen, dass die Arbeit da sauber und absolut nach internationalen Maßstäben gemacht wurde. Ich glaube nicht, dass vier Minister und von ihnen bestellte weitere Räte das sauberer und unverdächtiger machen könnten, als es bisher geschehen ist. (Abg. Dr. Brinek: Das ist auch nicht beabsichtigt, Herr Kollege!)
Abg. Mag. Molterer: Redezeit!
Da Sie die Universitäten in diesem Programm nicht direkt und unmittelbar erwähnen, sage ich Ihnen zum Schluss noch eines: Die Rektorenkonferenz hat eine Arbeitsgruppe gegründet, die die Mehrkosten der Loslösung der Medizin von der Gesamtuniversität berechnet hat. (Abg. Mag. Molterer: Redezeit!) Allein in Innsbruck als Standort so einer neuen medizinischen Universität sind die unmittelbaren Implementierungskosten über 1 Milliarde € und die jährlichen laufenden Kosten 4 Millionen €. Der Vorsitzende des Gründungskonvents, der Transplantationschirurg Magreiter, hat ausgerechnet, dass um dieses Geld 85 Stellen für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hätten geschaffen werden können.
Beifall bei den Grünen.
Das ist zu überlegen, und Sie sollten wirklich auch überlegen, welche Maßnahmen, die Sie gesetzt haben, der Forschung und Technologie dienlich sind und welche nicht. Ich nehme den Dialog gerne auf, wenn er nicht damit endet, dass wir im Februar oder März nur das hören dürfen, was Sie hinter verschlossenen Türen vereinbart und ausgemacht haben. Ich würde gerne mitdiskutieren – nicht in schwarz-weiß, auch nicht in blau-schwarz, aber in einer Zeichnung, die die Wirklichkeit widerspiegelt. Doch an Wirklichkeit fehlt mir an Ihrem Programm einiges. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Einem: Dem ist nichts mehr hinzuzufügen!
Abgeordneter Josef Bucher (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir haben uns ja heute von den Oppositionsparteien schon einiges anhören dürfen über leere Ankündigungen, leere Versprechungen, über heiße Luft, was das Konjunkturpaket betrifft, was die Regierung betrifft. (Abg. Dr. Einem: Dem ist nichts mehr hinzuzufügen!) Ich möchte da schon noch etwas hinzufügen, Herr Kollege Einem, nämlich einen Entschließungsantrag.
Abg. Dr. Brinek: Da schau her!
Sie haben am 22. Oktober einen Entschließungsantrag eingebracht, in dem Sie Ihr Konjunkturbelebungspaket vorgestellt haben. Es beginnt sehr staatstragend mit dem sozialdemokratischen Programm zur Konjunkturbelebung, führt hin zu Infrastrukturinvestitionen, zu mehr Kaufkraft in Österreich – alles natürlich rühmliche Ziele, denen man nicht widersprechen will und nicht widersprechen kann –, bis hin zu der Aussage – dieses Bekenntnis ist sehr bemerkenswert, meine Damen und Herren –, dass die SPÖ sich dazu bekennt, über den Konjunkturzyklus hinaus einen ausgeglichenen Haushalt zu schaffen. (Abg. Dr. Brinek: Da schau her!)
Abg. Kopf: Das kennen wir von früher schon!
In diesem Entschließungsantrag ist aber in keinem einzigen Satz zu lesen, wie Sie das finanzieren wollen, was Sie gedenken, zu unternehmen, damit Sie Ihr Ziel erreichen, einen über den Konjunkturzyklus hinaus ausgeglichenen Haushalt zu schaffen. (Abg. Kopf: Das kennen wir von früher schon!) Meine sehr geehrten Damen und Herren von der SPÖ, Sie machen eine aktive Steuerschuldenpolitik, die unser Land natürlich noch weiter in die Schuldenfalle hineinrutschen lässt. Das kann nicht Ziel einer Bundesregierung sein!
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wie Sie da herumwerken, um eine Steuerpolitik glaubhaft zu vertreten beziehungsweise ein Wirtschaftswachstum anzukündigen, das sind für uns keine Ansätze, an die wir uns annähern können. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich glaube, dass diese Bundesregierung mit diesem Konjunkturpaket, diesem Wachstumspaket, genau auf dem richtigen Weg ist. Mit diesem Wachstumspaket werden in Summe sehr geeignete Maßnahmen gesetzt, die ab 1. Jänner 2004 in Kraft treten und sowohl eine gute Basis für die wirtschaftliche Weiterentwicklung unseres Landes darstellen als auch eine gute konjunkturelle Entwicklung für die nähere Zukunft sichern. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Auch einen Satz zum Kollegen Scheuch, der vorhin von den Raunzern und Streitern gesprochen hat: Raunzen und streiten ist mit einem Namen verbunden, und zwar mit Jörg Haider. Das tut er permanent in Kärnten, und wenn Kollege Scheuch zufällig in Kärnten an seiner Seite ist, macht er exakt das Gegenteil! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Neudeck: Sie waren schon lange nicht in Kärnten, Frau Kollegin! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wovon tu ich das Gegenteil?
Nun zur eigentlichen Regierungserklärung – übrigens der x-ten dieses Bundeskanzlers und der x-ten eines Vizekanzlers, denn die wechseln ununterbrochen. (Abg. Neudeck: Sie waren schon lange nicht in Kärnten, Frau Kollegin! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wovon tu ich das Gegenteil?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ja nur Ihr Ärger, weil Sie nicht Spitzenkandidatin in Kärnten geworden sind!
In aller Kürze: Was verbindet all diese Erklärungen und auch diese „Konjunkturpäckchen“? – Erstens eine Konsequenz, nämlich die Realitätsverweigerung; zweitens die Gesprächsverweigerung auf Biegen und Brechen – die ÖBB streikt nicht aus Lust und Laune, sondern Sie treiben sie zu diesen Maßnahmen! –; und drittens ein kurzfristiger Aktionismus, den Sie von der Regierungsbank aus dann Wirtschafts- oder Finanzpolitik nennen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ja nur Ihr Ärger, weil Sie nicht Spitzenkandidatin in Kärnten geworden sind!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Verhinderte Spitzenkandidatin!
Der Herr Bundeskanzler verwendete dreimal den Begriff „Wachstum“. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Verhinderte Spitzenkandidatin!) Was ist denn in Österreich gewachsen? – Gewachsen ist die Zahl der arbeitslosen Menschen, gewachsen ist die Armut der Menschen, gewachsen ist die Unsicherheit und gewachsen ist die Perspektivlosigkeit nicht nur aber auch insbesondere der jungen Menschen in Österreich. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: In Kärnten ist es anders!) Eine Zunahme von 10 Prozent bei den arbeits- und perspektivlosen Jugendlichen macht Sorgen. Das ist ein dramatisches Wachstum, und Sie haben kein Konzept dagegen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Hauptsächlich in Wien!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: In Kärnten ist es anders!
Der Herr Bundeskanzler verwendete dreimal den Begriff „Wachstum“. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Verhinderte Spitzenkandidatin!) Was ist denn in Österreich gewachsen? – Gewachsen ist die Zahl der arbeitslosen Menschen, gewachsen ist die Armut der Menschen, gewachsen ist die Unsicherheit und gewachsen ist die Perspektivlosigkeit nicht nur aber auch insbesondere der jungen Menschen in Österreich. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: In Kärnten ist es anders!) Eine Zunahme von 10 Prozent bei den arbeits- und perspektivlosen Jugendlichen macht Sorgen. Das ist ein dramatisches Wachstum, und Sie haben kein Konzept dagegen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Hauptsächlich in Wien!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Hauptsächlich in Wien!
Der Herr Bundeskanzler verwendete dreimal den Begriff „Wachstum“. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Verhinderte Spitzenkandidatin!) Was ist denn in Österreich gewachsen? – Gewachsen ist die Zahl der arbeitslosen Menschen, gewachsen ist die Armut der Menschen, gewachsen ist die Unsicherheit und gewachsen ist die Perspektivlosigkeit nicht nur aber auch insbesondere der jungen Menschen in Österreich. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: In Kärnten ist es anders!) Eine Zunahme von 10 Prozent bei den arbeits- und perspektivlosen Jugendlichen macht Sorgen. Das ist ein dramatisches Wachstum, und Sie haben kein Konzept dagegen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Hauptsächlich in Wien!)
Abg. Dr. Brinek: Warum reden Sie von „Krieg“?
Bundeskanzler Schüssel hat für vieles die Verantwortung zu tragen, aber für eines ganz besonders: Er ist der Bundeskanzler der Zweiten Republik, der die meisten Kriegserklärungen gegen betroffene Menschen und Gruppen in Österreich ausgesprochen hat, und das nennt er dann Regierungsprogramm. (Abg. Dr. Brinek: Warum reden Sie von „Krieg“?) Sie zerschlagen jetzt die ÖBB, Sie kürzen jetzt die Exekutive kaputt. (Abg. Kopf: Da verwechseln Sie die Richtung der Kriegserklärung!) – Dazu sollten Sie Stellung beziehen, Sie schauen dem Herrn Strasser ja ziemlich ähnlich! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Brinek: Sie verharmlosen das Wort „Krieg“!)
Abg. Kopf: Da verwechseln Sie die Richtung der Kriegserklärung!
Bundeskanzler Schüssel hat für vieles die Verantwortung zu tragen, aber für eines ganz besonders: Er ist der Bundeskanzler der Zweiten Republik, der die meisten Kriegserklärungen gegen betroffene Menschen und Gruppen in Österreich ausgesprochen hat, und das nennt er dann Regierungsprogramm. (Abg. Dr. Brinek: Warum reden Sie von „Krieg“?) Sie zerschlagen jetzt die ÖBB, Sie kürzen jetzt die Exekutive kaputt. (Abg. Kopf: Da verwechseln Sie die Richtung der Kriegserklärung!) – Dazu sollten Sie Stellung beziehen, Sie schauen dem Herrn Strasser ja ziemlich ähnlich! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Brinek: Sie verharmlosen das Wort „Krieg“!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Brinek: Sie verharmlosen das Wort „Krieg“!
Bundeskanzler Schüssel hat für vieles die Verantwortung zu tragen, aber für eines ganz besonders: Er ist der Bundeskanzler der Zweiten Republik, der die meisten Kriegserklärungen gegen betroffene Menschen und Gruppen in Österreich ausgesprochen hat, und das nennt er dann Regierungsprogramm. (Abg. Dr. Brinek: Warum reden Sie von „Krieg“?) Sie zerschlagen jetzt die ÖBB, Sie kürzen jetzt die Exekutive kaputt. (Abg. Kopf: Da verwechseln Sie die Richtung der Kriegserklärung!) – Dazu sollten Sie Stellung beziehen, Sie schauen dem Herrn Strasser ja ziemlich ähnlich! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Brinek: Sie verharmlosen das Wort „Krieg“!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Da ist der Ambrozy dafür verantwortlich!
Was sind die Perspektiven? – Ich kann mich kurz fassen. Ihr Wirtschaftskammerpräsident Leitl hat die von Ihnen geführte Diskussion zu Konjunkturmaßnahmen und Steuerreform – ich zitiere Leitl! – „erbärmlich“ genannt und mit einem glatten Nichtgenügend bewertet. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Da ist der Ambrozy dafür verantwortlich!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Charmant ist an Ihnen gar nichts!
Ich gebe ihm Recht, denn Ihre Konjunkturpakete zeichnen sich vor allem durch drei Eigenschaften aus – ich formuliere es etwas charmanter als Leitl –: zu spät, zu wenig und zu wenig wirksam. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Charmant ist an Ihnen gar nichts!) Dazu ein treffendes Beispiel: Der Herr Bundeskanzler hat gestern in seiner Presseerklärung auf ein Konjunkturmaßnahmen-„Rekord-Ding“ hingewiesen, und zwar darauf, dass in Wien ein Gefangenenhaus gebaut werden muss. Das nennt der Bundeskanzler ein Beispiel für die Konjunkturbelebung! Wissen Sie, was das ist? – Das ist kein Beispiel für Konjunkturbelebung, das ist eine gnadenlose Peinlichkeit! Dass wir Gefängnisse bauen müssen, ist hingegen ein Beispiel und ein Beleg für die verfehlte Law-and-Order-Politik dieser Bundesregierung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich gebe ihm Recht, denn Ihre Konjunkturpakete zeichnen sich vor allem durch drei Eigenschaften aus – ich formuliere es etwas charmanter als Leitl –: zu spät, zu wenig und zu wenig wirksam. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Charmant ist an Ihnen gar nichts!) Dazu ein treffendes Beispiel: Der Herr Bundeskanzler hat gestern in seiner Presseerklärung auf ein Konjunkturmaßnahmen-„Rekord-Ding“ hingewiesen, und zwar darauf, dass in Wien ein Gefangenenhaus gebaut werden muss. Das nennt der Bundeskanzler ein Beispiel für die Konjunkturbelebung! Wissen Sie, was das ist? – Das ist kein Beispiel für Konjunkturbelebung, das ist eine gnadenlose Peinlichkeit! Dass wir Gefängnisse bauen müssen, ist hingegen ein Beispiel und ein Beleg für die verfehlte Law-and-Order-Politik dieser Bundesregierung. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: 30 Jahre roter Landeshauptmann ist nicht in ein paar Jahren gutzumachen!
Letzter Punkt: Kollege Scheucher von der FPÖ, der Sie hier die Bemerkung „Spitzenkandidatin“ machten, und Herr Bundeskanzler – er ist nicht da, also muss sich das der Herr Staatssekretär Finz anhören –, Sie werden es sich gefallen lassen müssen, dass ich Ihnen Fakten über Kärnten bringe, zumal Sie, Herr Scheuch, vorhin schon ein Plädoyer für die Missregierungspolitik gehalten haben: Kärnten ist leider Spitzenreiter bei der Pro-Kopf-Verschuldung und Schlusslicht bei der Kaufkraft und bei den Pro-Kopf-Einnahmen, und die Arbeitslosenzahl nimmt leider auch dramatisch zu. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: 30 Jahre roter Landeshauptmann ist nicht in ein paar Jahren gutzumachen!) Doch was macht der Bund? – 12,3 Prozent mehr Arbeitslose, und der zuständige Minister kürzt die AMS-Mittel um exakt 12 Prozent. Das ist eine Politik, die wir nicht teilen können! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist doch ein Blödsinn! – Abg. Dolinschek: Wo haben Sie diese Zahlen her?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist doch ein Blödsinn! – Abg. Dolinschek: Wo haben Sie diese Zahlen her?
Letzter Punkt: Kollege Scheucher von der FPÖ, der Sie hier die Bemerkung „Spitzenkandidatin“ machten, und Herr Bundeskanzler – er ist nicht da, also muss sich das der Herr Staatssekretär Finz anhören –, Sie werden es sich gefallen lassen müssen, dass ich Ihnen Fakten über Kärnten bringe, zumal Sie, Herr Scheuch, vorhin schon ein Plädoyer für die Missregierungspolitik gehalten haben: Kärnten ist leider Spitzenreiter bei der Pro-Kopf-Verschuldung und Schlusslicht bei der Kaufkraft und bei den Pro-Kopf-Einnahmen, und die Arbeitslosenzahl nimmt leider auch dramatisch zu. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: 30 Jahre roter Landeshauptmann ist nicht in ein paar Jahren gutzumachen!) Doch was macht der Bund? – 12,3 Prozent mehr Arbeitslose, und der zuständige Minister kürzt die AMS-Mittel um exakt 12 Prozent. Das ist eine Politik, die wir nicht teilen können! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist doch ein Blödsinn! – Abg. Dolinschek: Wo haben Sie diese Zahlen her?)
Beifall bei der SPÖ.
den!), aber ich denke, dieses Nicht-Regieren wird ein Ende haben, und wir werden sie nicht länger beneiden müssen. Diese Bundesregierung wird ein Ende haben und diese dramatische Nicht-Regierung in Kärnten auch! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Brinek: Möchten Sie gerne Spitzenkandidatin sein?
Ein letztes Wort zu Ihnen von der FPÖ und auch zum Herrn Bundeskanzler, der das Wort „Wahrheit“ so gerne in den Mund nimmt: Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar. Ihre Regierungsperformance und Ihre Maßnahmen sind für die Menschen allerdings unzumutbar, und Gleiches gilt auch für das gnadenlose Schweigen – nicht den Charme! – der Spitzenkandidatin der ÖVP aus Kärnten, Elisabeth Scheucher, die sich zu all diesen Fragen konsequent verschweigt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Brinek: Möchten Sie gerne Spitzenkandidatin sein?)
Abg. Mag. Trunk: „Ähnlich“ hab ich gesagt! – Abg. Dr. Puswald: Das qualifiziert Sie aber nicht ...!
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Liebe Frau Kollegin Trunk, damit keine Verwechslung passiert: Ich bin nicht der Herr Minister Strasser, aber ich identifiziere mich sehr wohl mit seiner Politik. (Abg. Mag. Trunk: „Ähnlich“ hab ich gesagt! – Abg. Dr. Puswald: Das qualifiziert Sie aber nicht ...!)
Abg. Mandak: Gilt das für Marathonläufer auch? – Abg. Mag. Hans Moser: Auch Sie!
Moser hat Keynes zitiert, der gesagt hat: „In the long run we are all dead.“ – Das stimmt schon. Nach diesem Leitsatz haben Sie sich tatsächlich lange gerichtet. (Abg. Mandak: Gilt das für Marathonläufer auch? – Abg. Mag. Hans Moser: Auch Sie!) – Herr Kollege Moser, Sie haben nämlich in den früheren Jahren auf Kosten der Zukunft eine Politik des kurzfristigen Machterhalts betrieben.
Abg. Mag. Hans Moser: In the short run!
Wir sind mit dem derzeitigen Verschuldungsgrad und der derzeitigen Zinsbelastung also tatsächlich nahe an dem Ausspruch von Keynes, den Sie vorher zitiert haben. Genau deswegen haben wir diesen Kurswechsel auch vorgenommen. (Abg. Mag. Hans Moser: In the short run!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Maßnahmen, die kurzfristig Nachfrage schaffen, aber sie stärken die Wirtschaftsstruktur eines Landes und sind geeignet, diesem Land langfristig jene Stabilität und jenes Wirtschaftswachstum zu bringen, das es braucht, um seine sozialen Verpflichtungen erfüllen zu können und den Menschen den Wohlstand zu sichern, den sie sich in den letzten Jahren auch erarbeitet haben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Lichtenberger: Inklusive der Pensionen! Sagen Sie das doch fairerweise dazu!
Noch eine abschließende Bemerkung zum Thema ÖBB: Der Herr Vizekanzler Gorbach hat völlig zu Recht und notwendigerweise darauf hingewiesen, wie wichtig dieses Unternehmen für die Wirtschaft und die Menschen dieses Landes ist. Sozialdemokratische Verkehrsminister der letzten Jahrzehnte haben es geschafft, dieses Unternehmen in eine Situation zu führen, in der es in Summe jährlich 4,4 Milliarden € Bundeszuschuss aus Steuermitteln braucht (Abg. Dr. Lichtenberger: Inklusive der Pensionen! Sagen Sie das doch fairerweise dazu!) und trotzdem in vielen Bereichen nicht wettbewerbsfähig ist, obwohl es in manchen Bereichen durchaus Fortschritte gegeben hat. So ist beispielsweise der Güterverkehrsbereich besser und wettbewerbsfähiger geworden.
Abg. Mandak: Wollen Sie keine Pensionen?
Was ist mit diesen Geldern geschehen? Man hat damit in diesem Unternehmen Strukturen in Form von Pensionssystemen (Abg. Mandak: Wollen Sie keine Pensionen?) und überhöhten Personalständen geschaffen, die vor allem rein ausgabenwirksam, nämlich konsumwirksam sind, aber leider ist dieses Geld nicht in eine wettbewerbsfähige Infrastruktur der Bahn geflossen. Was wir jetzt tun ist nichts anderes, als das zu verhindern, was die Folge Ihres Nichthandelns beziehungsweise Ihres falschen Handelns der letzten Jahrzehnte wäre. Setzte man das fort, würde dieses Unternehmen tatsächlich in den Ruin geführt werden. Mit den Reformen, die wir jetzt durchführen, verhindern wir das und sichern der Bahn eine gute Zukunft, nicht zuletzt zum Wohle der Menschen in Österreich, aber auch nicht zuletzt zum Wohle der Menschen, die in der Bundesbahn tätig sind. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Was ist mit diesen Geldern geschehen? Man hat damit in diesem Unternehmen Strukturen in Form von Pensionssystemen (Abg. Mandak: Wollen Sie keine Pensionen?) und überhöhten Personalständen geschaffen, die vor allem rein ausgabenwirksam, nämlich konsumwirksam sind, aber leider ist dieses Geld nicht in eine wettbewerbsfähige Infrastruktur der Bahn geflossen. Was wir jetzt tun ist nichts anderes, als das zu verhindern, was die Folge Ihres Nichthandelns beziehungsweise Ihres falschen Handelns der letzten Jahrzehnte wäre. Setzte man das fort, würde dieses Unternehmen tatsächlich in den Ruin geführt werden. Mit den Reformen, die wir jetzt durchführen, verhindern wir das und sichern der Bahn eine gute Zukunft, nicht zuletzt zum Wohle der Menschen in Österreich, aber auch nicht zuletzt zum Wohle der Menschen, die in der Bundesbahn tätig sind. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Großruck: Haberzettl!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es tragen einzelne Personen allein die Verantwortung für die derzeitige Situation in Österreich (Abg. Großruck: Haberzettl!), nämlich die Regierung, der Minister Gorbach, der Herr Bundeskanzler und der Finanzminister (Abg. Großruck: Haberzettl, Verzetnitsch und so weiter!): All die tragen die Verantwortung dafür, dass wir in Österreich zurzeit eine Situation haben, in der die aus der Wirtschaft kommenden ÖVP-Abgeordneten auf einmal den Wirtschaftsstandort einklagen und sagen, wie wichtig die Bahn für Österreich ist und wie wichtig dieses Konjunkturpaket, das da jetzt geschnürt wurde, sei.
Abg. Großruck: Haberzettl, Verzetnitsch und so weiter!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es tragen einzelne Personen allein die Verantwortung für die derzeitige Situation in Österreich (Abg. Großruck: Haberzettl!), nämlich die Regierung, der Minister Gorbach, der Herr Bundeskanzler und der Finanzminister (Abg. Großruck: Haberzettl, Verzetnitsch und so weiter!): All die tragen die Verantwortung dafür, dass wir in Österreich zurzeit eine Situation haben, in der die aus der Wirtschaft kommenden ÖVP-Abgeordneten auf einmal den Wirtschaftsstandort einklagen und sagen, wie wichtig die Bahn für Österreich ist und wie wichtig dieses Konjunkturpaket, das da jetzt geschnürt wurde, sei.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Hin- und Her-Geldgeschäft? Was ist denn das für ein Geschäft?
Sieht man sich aber alle Kosten in Zusammenhang mit den 6 Milliarden Entlastung und Hin- und Her-Geldgeschäften genau an (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Hin- und Her-Geldgeschäft? Was ist denn das für ein Geschäft?), dann kommt man drauf, dass die Bahn nach Abzug all dieser Mittel – zum Beispiel Finanzierungskosten, gemeinwirtschaftliche Leistungen und so weiter – pro Jahr nur 0,4 Milliarden € investieren kann. – Das ist die Realität! Daran kann man nichts gesundbeten, sondern das ist einfach so, wie es hier in einer Statistik des Finanzchefs der Bahn steht, und der muss ja schließlich wissen, wovon er spricht. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Deswegen müssen wir es ja verändern!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Deswegen müssen wir es ja verändern!
Sieht man sich aber alle Kosten in Zusammenhang mit den 6 Milliarden Entlastung und Hin- und Her-Geldgeschäften genau an (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Hin- und Her-Geldgeschäft? Was ist denn das für ein Geschäft?), dann kommt man drauf, dass die Bahn nach Abzug all dieser Mittel – zum Beispiel Finanzierungskosten, gemeinwirtschaftliche Leistungen und so weiter – pro Jahr nur 0,4 Milliarden € investieren kann. – Das ist die Realität! Daran kann man nichts gesundbeten, sondern das ist einfach so, wie es hier in einer Statistik des Finanzchefs der Bahn steht, und der muss ja schließlich wissen, wovon er spricht. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Deswegen müssen wir es ja verändern!)
Abg. Großruck: Der Städtebund ist kein unverdächtiger Zeuge!
Der Verfassungsdienst des Bundeskanzleramtes hat zum Beispiel geäußert, dass er bei diesem Gesetzesvorschlag verfassungsrechtliche Bedenken hat. Von Seiten verschiedener Bundesländer wurden schwere Bedenken gegenüber dieser Reform geäußert, wobei auf Grund der vorgesehenen nahezu Verdoppelung des Schienenverkehrsentgeltes die Anrufung des Konsultationsmechanismus im Raum steht. Das heißt im Klartext – und das sagt auch der Städtebund sehr kritisch und sehr deutlich –, dass es ganz einfach zu Teuerungen und Qualitätsverschlechterungen für die Bürgerinnen und Bürger kommt, wenn dieses Konzept so umgesetzt wird. (Abg. Großruck: Der Städtebund ist kein unverdächtiger Zeuge!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Fragen Sie die Fahrgäste, Herr Kollege!
Ich halte das in dieser Situation, in der man für Deeskalierung sorgen sollten, nicht für eine sehr produktive Vorgangsweise. Ich würde alle Verantwortlichen ersuchen, auch auf die Unternehmensleitung in dieser Form einzuwirken. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Fragen Sie die Fahrgäste, Herr Kollege!)
Abg. Eder: Das ist doch lächerlich, was Sie da erzählen!
Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Gestern sind wir am Kanzleramt vorbeigegangen, da gab es eine Lehrlingsstreikaktion mit Trillerpfeiferln. Der Jüngste, der dort war, war gerade sechs Jahre, er wird sicher kein Lehrling gewesen sein. Da haben sie mit diesen Pfeiferln getrillert. (Der Redner hält ein Pfeiferl in die Höhe.) Was hat die Gewerkschaft dort gesagt? – Zuerst sperre diese Regierung die Krankenhäuser zu und dann vernichte sie die ÖBB, wurde dort erzählt. (Abg. Eder: Das ist doch lächerlich, was Sie da erzählen!) Das ist eine Frechheit, dass sich die Gewerkschaft für so etwas hergibt! Dass sich gerade Leute, die hier herinnen sitzen, für so etwas hergeben, für solche Sprüche, ist nicht in Ordnung und bedeutet Verunsicherung. (Abg. Eder: Sie haben eine Psychose!) Die ÖBB-Reform wird mit oder ohne Ihre Zustimmung stattfinden, sich positiv für die Bahn auswirken und einen Fortschritt darstellen.
Abg. Eder: Sie haben eine Psychose!
Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Gestern sind wir am Kanzleramt vorbeigegangen, da gab es eine Lehrlingsstreikaktion mit Trillerpfeiferln. Der Jüngste, der dort war, war gerade sechs Jahre, er wird sicher kein Lehrling gewesen sein. Da haben sie mit diesen Pfeiferln getrillert. (Der Redner hält ein Pfeiferl in die Höhe.) Was hat die Gewerkschaft dort gesagt? – Zuerst sperre diese Regierung die Krankenhäuser zu und dann vernichte sie die ÖBB, wurde dort erzählt. (Abg. Eder: Das ist doch lächerlich, was Sie da erzählen!) Das ist eine Frechheit, dass sich die Gewerkschaft für so etwas hergibt! Dass sich gerade Leute, die hier herinnen sitzen, für so etwas hergeben, für solche Sprüche, ist nicht in Ordnung und bedeutet Verunsicherung. (Abg. Eder: Sie haben eine Psychose!) Die ÖBB-Reform wird mit oder ohne Ihre Zustimmung stattfinden, sich positiv für die Bahn auswirken und einen Fortschritt darstellen.
Abg. Dr. Glawischnig: Wo denn?
Zu den Ausführungen der Abgeordneten Melitta Trunk, die hier heraußen schäumend Statements von sich gegeben hat, möchte ich sagen: Jahrzehntelang haben die Sozialdemokraten eine Misswirtschaft in Kärnten gehabt. Durch Landeshauptmann Jörg Haider wurde eine positive Trendwende herbeigeführt. (Abg. Dr. Glawischnig: Wo denn?) Ein Landeshauptmann Jörg Haider wird hoffentlich lange Zeit dieses Land verwalten, denn wenn es zurückgeht an die Sozialdemokraten, dann kann ich nur sagen: Armes Kärnten!
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wenn Sie auf diese Regierungsbank zurückkommen, dann kann ich nur sagen: Armes Österreich! Wir werden das zu verhindern wissen. Wir werden weiterhin konstruktiv für diese Republik arbeiten. Wir werden aufzeigen, was diese Regierung positiv macht, und das ist sehr viel. Sie werden weiterhin auf der Oppositionsbank, schäumend vielleicht, aber doch, sitzen bleiben. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Neudeck.
Wir diskutieren jetzt das dritte Konjunkturpaket der Bundesregierung, was ja logischerweise heißt, dass zwei Vorgänger da waren, die offensichtlich nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben, sonst würden wir kein drittes brauchen, wobei ohnehin, wenn man sich das dann anschaut, was heute verschämt in den Fächern gelegen ist, der Begriff „Paket“ einigermaßen irreführend ist. Es wäre bestenfalls ein Päckchen, das hier abgeliefert wurde. (Zwischenruf des Abg. Neudeck.)
Abg. Neudeck: Wer hat denn schon Mieten erhöht außer der SPÖ?
Wollen wir wieder Mieten erhöhen? Über das können wir auch wieder reden, wenn Sie möchten. (Abg. Neudeck: Wer hat denn schon Mieten erhöht außer der SPÖ?) Der irreführende Hinweis zieht sich aber auch durch das ÖVP-Papier beispielsweise. Das kann die FPÖ dann nachlesen, wenn sie dazu in der Lage ist, beim Aktionsplan, wo gleich auf der ersten Seite steht: Österreich bekennt sich zum Ziel der EU im Rahmen der Lissabon-Strategie. – Fein, da sind wir uns alle einig.
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, dass Sie wirklich einige Pakete haben, wie im Bereich der Sicherheitspolitik, über die wir noch sprechen können, oder im Bereich der Bahn, wo Reformen sicherlich möglich und durchaus sinnvoll sind, allerdings unterscheiden wir uns da – und das wurde bereits gesagt – im Weg, der eingeschlagen werden soll. Sie haben auch im Bereich der Infrastruktur und, wie Sie selbst anführten, im Bereich von F&E einige Pakete zu erledigen. Das heißt, Sie müssten kein Päckchen vorlegen, das im Wesentlichen nur Placebos enthält. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Weitere Maßnahmen betreffen den Flexibilisierungsbedarf bei den Arbeitszeiten, die Zumutbarkeitsbestimmungen oder Verbesserungen für den Wiedereinstieg von Frauen ins Berufsleben. Außerdem wird die Bundesregierung 10 Millionen € pro Jahr ins schnelle Internet setzen, speziell im ländlichen Raum investieren, denn der Ausbau dieser Breitband-Internet-Technologie zählt heute zu den zentralen Infrastrukturanforderungen. Österreich soll weiterhin an der Spitze der Informationsgesellschaft sein und auch dort vordringen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Großruck: „Fiasko“ heißt es, euer Fiasko bei der Bundesbahn!
Abgeordneter Hermann Krist (SPÖ): Geschätzter Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! „Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan“; der Mohr kann gehen. – Wenn dies Schiller 1738 in seinem Stück „Die Verschwörung des Fiesco zu Genua“ so formuliert hat, dann neige ich dazu ... (Abg. Großruck: „Fiasko“ heißt es, euer Fiasko bei der Bundesbahn!) – Kollege Großruck! Ich würde dich ersuchen, ein bisschen Zurückhaltung zu üben; hör zu, was sich in der wirklichen Welt abspielt! (Zwischenrufe des Abg. Wittauer) –, so wäre ich als unmittelbar Miterlebender versucht, die Geschichte zu nennen „Die Verschwörung des Safilo zu Padua“.
Zwischenrufe des Abg. Wittauer
Abgeordneter Hermann Krist (SPÖ): Geschätzter Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! „Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan“; der Mohr kann gehen. – Wenn dies Schiller 1738 in seinem Stück „Die Verschwörung des Fiesco zu Genua“ so formuliert hat, dann neige ich dazu ... (Abg. Großruck: „Fiasko“ heißt es, euer Fiasko bei der Bundesbahn!) – Kollege Großruck! Ich würde dich ersuchen, ein bisschen Zurückhaltung zu üben; hör zu, was sich in der wirklichen Welt abspielt! (Zwischenrufe des Abg. Wittauer) –, so wäre ich als unmittelbar Miterlebender versucht, die Geschichte zu nennen „Die Verschwörung des Safilo zu Padua“.
Beifall bei der SPÖ.
Wer das in der Zeitung mitverfolgt, was passiert, sollte wirklich ein bisschen besser aufpassen, wenn es um die wirklichen Probleme der Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben geht, lieber Abgeordneter! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wattaul: Bist du auch freigestellter Betriebsrat?
Wir erleben soeben praktisch und leibhaftig die Auswirkungen einer zugegebenermaßen bedauernswerten hilflosen österreichischen Wirtschaftspolitik. All jene, die „weniger Staat“ und „mehr Privat“ hochjubeln, dürfen jetzt still und heimlich darangehen, sich zu vergewissern, dass wir eigentlich überhaupt keine reale Möglichkeit mehr haben, einzugreifen, wenn ein Unternehmen wie Carrera/Optyl nach fast 50 Jahren untergeht. (Abg. Wattaul: Bist du auch freigestellter Betriebsrat?)
Abg. Wattaul: Der Kommunismus hat sich nicht bewährt!
Mag. Molterer: In die Wirtschaft hineingreifen – das wollen Sie!) Wer soll da noch in diesem Land ein schlechtes Gewissen haben, wenn das so ungeniert vorgelebt wird. (Abg. Wattaul: Der Kommunismus hat sich nicht bewährt!)
Beifall bei der SPÖ.
Die einzige Stelle, welche die Regierung früher gehabt hat, die so genannte Pleiteholding, der wir schon einmal einiges zu verdanken hatten, wurde auch abgeschafft, und zwar mit Ihrer Zustimmung, lieber Kollege von der FPÖ! (Beifall bei der SPÖ.) Sie sind mit verantwortlich für das jetzige Debakel.
Beifall bei der SPÖ.
Jetzt erleben wir den unkontrollierten und ungezügelten Kapitalismus, wie ihn manche in diesem Hohen Haus sehr gerne sehen. Aber eines ist klar: Unfähigkeit ist global, ist international, und mischt man es noch mit neoliberal, sind die Auswirkungen katastrophal. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Folgendes möchte ich noch sagen: Herr Minister Bartenstein hat gemeint, das sei alles nicht so schlimm. Was sagen Sie einem Ehepaar, das im Vorjahr durch das Hochwasser das Haus verloren hat und jetzt, da beide bei uns beschäftigt waren, beide den Job verloren haben? Was sagen Sie jener Frau, die vor vier Wochen ihren Mann verloren hat und jetzt mit den Kindern und ohne Job dasteht? Was sagen Sie vor allem jenem Ehepaar, das jahrlang gespart hat – trotz des Einkommens, das ich zuerst erwähnt habe –, jetzt ein Haus gebaut hat, und nun verliert die Frau den Job? Sie müssen das Haus verkaufen, eine kleinere Wohnung nehmen, weiter sparen und verzichten. – Danke, das kann nicht das Österreich sein, das wir wollen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Daher ist es höchst an der Zeit, weniger Golf zu spielen und vielleicht ab und zu die renommierte deutsche Zeitung „Die Zeit“ zu lesen, insbesondere den Artikel vom 30. Oktober: „Der Schöne und das Biest“. Es reicht nicht, mit flotten Sprüchen, fesch und munter im Rennauto oder im Motorboot durch Österreich zu fahren, im Privatjet seiner Gönner zu fliegen, sondern wir müssen uns jetzt der Probleme der Menschen annehmen. Und das sollte in einem Wachstums- und Standortpaket der Bundesregierung Platz finden, genauso wie die gesetzlichen Bestimmungen, dass so ein Raubrittertum, wie es jetzt bei uns der Fall ist, in Zukunft nicht mehr passiert. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Binder: Also bitte, was soll das? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Maximilian Hofmann (Freiheitliche): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren! Für mich ist es jedenfalls erstaunlich, dass Betriebsrat Krist seine Verwunderung über das Unternehmen Optyl ausdrückt und überrascht ist, was da passiert ist. Er als Betriebsrat hat sich offensichtlich nicht zur richtigen Zeit und zu wenig um diesen Betrieb gekümmert. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Binder: Also bitte, was soll das? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ansonsten – und das will ich damit ausdrücken – verstehe ich diese Überraschung nicht.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
orientierten und für die Zukunft abgesicherten Wirtschaftsstandort. Selbstverständlich ist eine Neustrukturierung des gesamten Forschungs- und Entwicklungsbereiches erforderlich. Es ist der einfachere und transparentere Zugang wesentlich und wichtig, sodass auch innovative kleine und mittlere Unternehmungen daraus einen Vorteil ziehen können. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wichtige und zukunftsorientierte Infrastrukturmaßnahmen, wie eine Infrastrukturoffensive für die Verkehrsträger Schiene und Straße, sind Teil dieses Pakets. Geschätzte Damen und Herren! Wenn man von der Schiene spricht, dann kommt immer wieder eine, wie ich meine, zwingend erforderliche Reform der Österreichischen Bundesbahnen zur Sprache. Ich werde im Detail nicht mehr darauf eingehen, das haben schon viele Vorredner sowohl seitens der Opposition als auch seitens der Regierungsparteien getan. Ich stelle aber fest, dass eine Zukunftssicherung dieses wichtigen österreichischen Unternehmens, der Österreichischen Bundesbahnen, nur mittels einer Reform möglich ist. Und da sollten Sie einmal umdenken und einen konstruktiveren Weg beschreiten als den des parteipolitischen Missbrauchs der Arbeitnehmer auf Grund gewerkschaftlicher Maßnahmen wie Streiks. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Maßnahmen zur Konjunkturbelebung sind allerdings, wenn wir einen Vergleich mit unserem Nachbarn, der Bundesrepublik Deutschland anstellen, nur dann möglich, wenn es der budgetäre Rahmen, wenn es der Haushalt erlaubt. Ich bin froh darüber, dass diese Bundesregierung die Hausaufgaben erledigt hat, sodass wir diese konjunkturell wirkenden Maßnahmen, diese Impuls gebenden Maßnahmen ergreifen können und nicht Gefahr laufen, die 3-prozentige Grenze der Neuverschuldung zu überschreiten. Ich bin froh darüber, dass wir diesen Spielraum haben und dass diese Maßnahmen gesetzt werden. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Detlev Neudeck (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Man kann sagen, ein gutes Jahr 2004 beginnt mit einem Konjunktur- und Wachstumspaket. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Für alle, die es noch nicht zur Kenntnis genommen haben, sei gesagt, das bedeutet: mehr Geld für die Forschung, die Verlängerung von Investitions-
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Was macht die Opposition während dieser Zeit? – Die Opposition unterstützt und fördert Streikmaßnahmen zum Schaden aller Arbeitnehmer und zum finanziellen Schaden aller Steuerzahler. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Wer trägt die Verantwortung für das Dilemma bei den ÖBB? – Waren das nicht Sie, meine Damen und Herren von der SPÖ? Waren das nicht Ihre roten Verkehrsminister? Jahrelang wurde nichts entschieden, und als man nicht mehr entscheiden konnte, wurden der Belegschaft notwendige Änderungen abgekauft – zu Lasten der Kunden. Die Kunden wurden damals nicht gehört und werden heute bei Ihren Streikaufrufen auch nicht gehört. Es ist dies der Kampf der Gewerkschaften für ein niedriges Pensionsantrittsalter, besondere Dienstverträge und privilegierte Arbeitsbedingungen. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Abg. Silhavy: ... nicht fleißig wären! Das ist ja ungeheuerlich!
Meine Damen und Herren! Die ÖBB-Bediensteten gehen nicht konform mit den Gewerkschaften. Es ist ein deutliches Unbehagen bei diesen Streikmaßnahmen, aber dafür viel Verständnis für die Reformpläne der Regierung vorhanden. Es gibt jedoch gewerkschaftlichen Druck, der unverblümt ausgeübt wird. Ich denke, dass diese Ihre Aktion nach hinten losgehen wird. Die Wähler werden den ÖBB-Dienstverträgen wohl keine Träne nachweinen. Die schwarz-blaue Regierung wird aus diesem System ausbrechen und sich für Passagiere, Unternehmen und Gemeinden einsetzen und natürlich auch für alle fleißigen ÖBB-Bediensteten, die derzeit unschuldig zum Handkuss kommen. (Abg. Silhavy: ... nicht fleißig wären! Das ist ja ungeheuerlich!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
an den Bedürfnissen der Menschen unserer Heimat. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Silhavy: Da sieht man, was man von Ihrer Dialogfähigkeit halten kann!
Ich bitte jene Damen und Herren, die für den Entschließungsantrag sind, um ein entsprechendes Zeichen. (Abg. Silhavy: Da sieht man, was man von Ihrer Dialogfähigkeit halten kann!) – Das ist die Minderheit und damit abgelehnt.
Beifall bei der ÖVP.
Ich als Wiener Hausarzt kann Ihnen sagen – viele von euch leben Gott sei Dank in der Gnade, gesund zu sein, ihr seid Gott sei Dank nie schwer krank gewesen –: Es ist für mich immer wieder eine Freude, in Meidling auch für ärmere Leute die gleiche Versorgung wie für Kardinal König sicherzustellen. Ich kann das mit gutem Gewissen sagen. (Beifall bei der ÖVP.) – Das ist für uns alle eine Verpflichtung.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rosenkranz.
Ich sage Ihnen nur eines: Es kann jeden jederzeit, an jedem Tag treffen. Und dann werden wir die Patientencharta mit ihren Auswirkungen dringend brauchen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rosenkranz.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Grünewald.
Auch der Hauptverband wird ein wichtiges Problem sein, denn das für Sie wenig erfreuliche Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes, nach dem der Hauptverband neu organisiert werden muss, wird prioritär zu behandeln sein, da sich derzeit nicht zuständige Organe oder nicht verfassungsgemäß zustande gekommene Organe mit Gesundheitspolitik beschäftigen müssen. Ich denke, hier sollten Sie relativ rasch eine Antwort finden, Sie sollten sich zumindest jetzt schon klar zur Selbstverwaltung bekennen, die ich für wesentlich und auch für wichtig erachte. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Grünewald.)
Abg. Steibl: Das AMS soll etwas tun!
Wenn ich die Schlagzeilen des letzten Jahres Revue passieren lasse: Der Herr Bundeskanzler hat uns mitgeteilt, dass er in den nächsten acht Jahren 30 000 diplomierte Krankenschwestern für diesen Bereich rekrutieren will. – Bis heute hat er uns jedoch nicht gesagt, wie er diese wirklich netten Worte auch in Taten umsetzen will. Das habe ich bisher vermisst, und auch von Ihnen, Frau Bundesministerin, habe ich diesbezüglich bisher keine Antwort erhalten. (Abg. Steibl: Das AMS soll etwas tun!) – Bitte? (Abg. Steibl: Das AMS könnte ja da noch mehr tun!) – Wissen Sie, das AMS allein wird das schwer machen können. Ich glaube, darauf hat die Politik eine Antwort zu geben, Frau Steibl. Wir sollten darüber nachdenken und nicht immer alles an das AMS abschieben. Das ist mir als Antwort einfach zu wenig. Das mag vielleicht in der Steiermark reichen, aber österreichweit, würde ich sagen, brauchen wir ein bisschen mehr. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Steibl: Das AMS könnte ja da noch mehr tun!
Wenn ich die Schlagzeilen des letzten Jahres Revue passieren lasse: Der Herr Bundeskanzler hat uns mitgeteilt, dass er in den nächsten acht Jahren 30 000 diplomierte Krankenschwestern für diesen Bereich rekrutieren will. – Bis heute hat er uns jedoch nicht gesagt, wie er diese wirklich netten Worte auch in Taten umsetzen will. Das habe ich bisher vermisst, und auch von Ihnen, Frau Bundesministerin, habe ich diesbezüglich bisher keine Antwort erhalten. (Abg. Steibl: Das AMS soll etwas tun!) – Bitte? (Abg. Steibl: Das AMS könnte ja da noch mehr tun!) – Wissen Sie, das AMS allein wird das schwer machen können. Ich glaube, darauf hat die Politik eine Antwort zu geben, Frau Steibl. Wir sollten darüber nachdenken und nicht immer alles an das AMS abschieben. Das ist mir als Antwort einfach zu wenig. Das mag vielleicht in der Steiermark reichen, aber österreichweit, würde ich sagen, brauchen wir ein bisschen mehr. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn ich die Schlagzeilen des letzten Jahres Revue passieren lasse: Der Herr Bundeskanzler hat uns mitgeteilt, dass er in den nächsten acht Jahren 30 000 diplomierte Krankenschwestern für diesen Bereich rekrutieren will. – Bis heute hat er uns jedoch nicht gesagt, wie er diese wirklich netten Worte auch in Taten umsetzen will. Das habe ich bisher vermisst, und auch von Ihnen, Frau Bundesministerin, habe ich diesbezüglich bisher keine Antwort erhalten. (Abg. Steibl: Das AMS soll etwas tun!) – Bitte? (Abg. Steibl: Das AMS könnte ja da noch mehr tun!) – Wissen Sie, das AMS allein wird das schwer machen können. Ich glaube, darauf hat die Politik eine Antwort zu geben, Frau Steibl. Wir sollten darüber nachdenken und nicht immer alles an das AMS abschieben. Das ist mir als Antwort einfach zu wenig. Das mag vielleicht in der Steiermark reichen, aber österreichweit, würde ich sagen, brauchen wir ein bisschen mehr. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.
Frau Bundesministerin! Gesundheitspolitik ist, ich habe das bereits gesagt, sehr wichtig. (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.) Wir wissen, dass wir in Österreich ein relativ gutes Gesundheitssystem haben. Es ist auch unbestritten, dass Reformen notwendig sind. Das steht außer Zweifel und wird auch von uns anerkannt. Aber – und das ist
Beifall bei der SPÖ.
Da geht es für mich in erster Linie darum, dass es bei Reformen nicht zu einer weiteren Schwächung kommen darf, sondern zu einer Stärkung des sozialen Zusammenhaltes in der Gesellschaft kommen muss. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben heute 28 Anträge eingereicht, in denen der große Bereich des Gesundheitswesens allumfassend abgehandelt wird, und Sie werden alsbald Gelegenheit haben, im Parlament, hier im Plenum und auch im Ausschuss, Ihre Konsensfähigkeit unter Beweis zu stellen, wenn Sie es wirklich ernst meinen. Wir reichen Ihnen jedenfalls die Hand, wir sind bereit, im Interesse der Menschen und für die Gesundheitspolitik gemeinsam mit Ihnen an notwendige Reformen heranzugehen. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Der Mensch im Mittelpunkt und ein sorgfältiger Umgang mit allen hochwertigen Produkten, das sind die beiden Punkte, die wir heute hier erledigen. Es ist erfreulich, dass alle drei Anträge des Gesundheitsausschusses Konsensmaterie sind, denn gerade bei diesem Punkt sollte, so denke ich, jede Parteipolitik vermieden werden. Gesundheitspolitik ist etwas, was direkt den Menschen zugute kommen muss und wo ideologische Streitereien hintanzustellen sind. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Rasinger.
Ich gebe Rasinger mit dem Beispiel, das er angeführt hat, natürlich Recht. Und es ist erfreulich – ich komme aus diesem Fach sozusagen –, wenn tumorkranke, krebskranke Kinder heute Heilungsraten aufweisen, die vor wenigen Jahrzehnten völlig undenkbar waren, wenn Diagnosen behandelbar sind, die früher ein Todesurteil dargestellt haben, nur – du hast es nicht ganz so gesagt –: Man sollte aber nicht versuchen, den Eindruck zu erwecken, dass das ein Verdienst der Bundesregierung sei, denn das ist schon ein Zusammenspiel vieler Kräfte. Wenn die Bundesregierung dabei mitspielt, das weiter zu verbessern, ist es gut. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Rasinger.)
Beifall bei den Grünen.
Weiters: Die notwendige Versorgung mit Arzneimitteln ist sicherzustellen. – Das sind doch alles Dinge, wo ich meine, das ist doch logisch. Und wenn Kinder unter zehn Jahren aufgenommen werden, sollen auch Eltern mit aufgenommen werden können, sofern – steht aber drinnen – das möglich ist. Man hat nicht den Mut oder man hat nicht das Geld – man will nicht, kann nicht oder verneigt sich damit vor den Ländern –, schon im voraus hineinzuschreiben, das ist bei baulichen Maßnahmen zu berücksichtigen und so weiter. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Frau Bundesminister, ich hoffe, dass wir den Dialog fortsetzen und hier einiges voranbringen. Dem Gesetz, so, wie es jetzt ist, können wir jedenfalls zustimmen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Mit der Regelung über die Instandhaltung und die hygienische Aufbereitung von Medizinprodukten wird auch ein verbesserter Schutz von Patientinnen und Patienten gewährleistet. Gleichzeitig werden auch die notwendigen Rahmenbedingungen für die öffentliche Bereithaltung von Defibrillatoren geschaffen. Sie wissen, meine Damen und Herren, es war dieses Haus, das vor drei Jahren – und ich bin sehr stolz darauf, dass ich damals nicht unmaßgeblich daran beteiligt war – überhaupt erst die Möglichkeit geschaffen hat, dass Defibrillatoren auch von Sanitätsdiensten verwendet werden dürfen. In der Zwischenzeit hat sich die Technik so weit verbessert, dass auch Laien in der Lage sind, diese Geräte zu bedienen und damit Leben zu retten. In diesem Sinne noch einmal ein herzliches Dankeschön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wichtig, meine Damen und Herren – und auch dafür möchte ich danken –, war auch der Abänderungsantrag, auf den sich alle vier Fraktionen verständigen konnten. Es war einmal mehr ein Hinweis der Abgeordneten Haidlmayr, was die Kosten für die Instandhaltung von Medizinprodukten – in ihrem Fall waren das die von ihr auch angesprochenen elektrischen Rollstühle – anbelangt, dass die Übernahme dieser Kosten, die bisher von den Sozialversicherungen übernommen wurden, auch in Zukunft gewährleistet ist, auch dann, wenn nicht das gesamte Medizinprodukt oder der gesamte Rollstuhl von der Sozialversicherung angekauft wurde, sondern nur ein Kostenbeitrag geleistet wurde. Das ist für viele behinderte Menschen ganz, ganz wichtig, weil diese Kosten natürlich die normalen Möglichkeiten des Einkommens eines behinderten Menschen in der Regel überschreiten. Also auch dafür ein herzliches Dankeschön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Vereinbarung zur Sicherstellung der Patientenrechte – Herr Abgeordneter Grünewald, Sie haben es jetzt angesprochen – ist natürlich ein erster Schritt und ist ein Anfang. Insofern bin ich aber froh, dass es diesen ersten Schritt gibt. 1999, also noch vor meiner Zeit als Gesundheitsministerin, ist dieser Text verfasst worden, das heißt, ich bin für den Inhalt noch nicht verantwortlich gewesen und wünsche mir auch, dass vieles noch im Inhalt verbessert würde. Aber nichtsdestotrotz bin ich froh, dass Vorarlberg das siebente Bundesland ist, jedoch traurig, dass es noch nicht neun Bundesländer sind, die diese Patientencharta seit 1999 ratifiziert haben. Es fehlen uns immer noch die Bundesländer Salzburg und Wien. Ich bin froh zu hören, dass Salzburg auf einem guten Weg zur Ratifizierung ist, aber ich höre leider keine Signale aus Wien. Ich würde die KollegInnen aus Wien hier im Haus, auch von der sozialdemokratischen Fraktion, wirklich bitten, sich dafür einzusetzen, dass auch Wien diese Charta ratifiziert, damit sie endlich in Kraft treten kann und dann auch Verbesserungsvorschläge in dem Sinn, wie Kollege Grünewald das angeführt hat, umgesetzt werden können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Darum bin ich auch in der glücklichen Lage, Ihnen sagen zu können, dass wir nicht nur eine hervorragende Konferenz abgehalten haben mit den Schwerpunkten psychische Gesundheit und Gesundheit von Kindern und Jugendlichen, sondern unter den mehr als 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern auch eine hohe Zufriedenheit sowohl mit den Inhalten der Konferenz als auch mit der Organisation der Konferenz erlebt haben – eine Begeisterung für Österreich wird letztendlich auch dem Tourismusstandort in Zukunft nicht schaden –, obwohl es uns im Zuge einer sehr sparsamen Verwaltung gelungen ist – ich habe gleich im März, als ich das Amt angetreten habe, gesagt, dass die Ausgaben zu durchforsten sind –, mit den Kosten für diese Konferenz unter der Hälfte der vorgesehenen Summe zu bleiben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Dieses Arzneimittelpaket beinhaltet nämlich nicht nur Kostendämpfungsmaßnahmen, sondern das Wichtige ist, dass es im Prinzip ein Strukturpaket ist: Es verändert tatsächlich die Strukturen im Arzneimittelwesen, sowohl was den Zugang der Patientinnen und Patienten zu Arzneimitteln als auch was die Bürokratie in der Aufnahme von Arzneimitteln in das Heilmittelverzeichnis für die Pharmaindustrie anlangt. Es ist uns mit dieser Strukturreform gelungen, die Chefarztpflicht für Patientinnen und Patienten fallen zu lassen, die von vielen Versicherten oder von allen Versicherten als Schikane empfunden wurde und die es einfließend ab dem 2. Quartal 2004 nicht mehr geben wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.
Ein Punkt, den du angesprochen hast, war das Altern in Würde. Ich denke, da bin ich wirklich unverdächtig, denn als eine derer, die schon vor 15 Jahren im Rahmen der Hospizbewegung mitgearbeitet haben an der Entwicklung des Hospizgedankens in Österreich, an der ersten Umsetzung, und als eine, die in den letzten zwei Nächten die aufopfernde Tätigkeit des Krankenpflegepersonals am Krankenbett eines sterbenden Angehörigen von mir erleben durfte, weiß ich, was da geleistet wird. Und es ist uns ein Anliegen, den Vier-Parteien-Antrag dieses Hauses zur Hospizbewegung auch tatsächlich im Zuge dieser Gesamtreform umzusetzen. (Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich möchte mich abschließend ganz, ganz herzlich bedanken für die bisherige Zusammenarbeit und dafür, dass diese drei Vorlagen einstimmig beschlossen werden, und möchte ersuchen, dass dieser Weg auch in den nächsten acht Monaten bis zur großen Gesundheitsreform im nächsten Sommer gemeinsam beschritten wird. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
die systemisierten Planstellen wurden nach uns vorliegenden Informationen seit 1.7.1999 bis 1.7.2002 von Minister Strasser um 1.357 reduziert, bis Mitte 2004 ist von einer weiteren Reduktion um ca. 700 Stellen auszugehen, von den verbliebenen sind noch dazu derzeit allein im Bereich der Sicherheitswache und den Kriminalbeamten 328 unbesetzt
Die parteipolitisch motivierte Personalpolitik ist aber bei weitem nicht die einzige Facette der verfehlten Politik Strassers, die zu einer Gefährdung der inneren Sicherheit geführt hat. Ohne Plan und ohne Sinn wurden an allen Ecken und Enden Kürzungen durchgezogen, die dazu führten, dass es nun deutlich weniger Planstellen gibt (die systemisierten Planstellen wurden nach uns vorliegenden Informationen seit 1.7.1999 bis 1.7.2002 von Minister Strasser um 1.357 reduziert, bis Mitte 2004 ist von einer weiteren Reduktion um ca. 700 Stellen auszugehen, von den verbliebenen sind noch dazu derzeit allein im Bereich der Sicherheitswache und den Kriminalbeamten 328 unbesetzt). Die Überstunden wurden drastisch reduziert und die Fahrzeuge der Exekutive (von denen es zum Stand 1.1.2003 um 225 weniger gab als zum Stand 1.1.2000) sind zum Teil in einem erbärmlichen Zustand. Salzburger Gendarmen klagten kürzlich, sie müssten Verkehrsteilnehmer wegen technischer Mängel ihrer Fahrzeuge bestrafen und säßen selber in weitaus desolateren Autos.
Beifall bei der SPÖ.
Unsere Aufgabe ist es, das im Interesse der Bürgerinnen und Bürger, deren Sicherheitsgefühl immer mehr reduziert wird, die immer mehr verängstigt werden, einmal zu durchleuchten und Druck auszuüben, damit sich die Sicherheitssituation in Österreich endlich verändert. – Deshalb die heutige Dringliche, wodurch der Innenminister unter Wahrheitsverpflichtung angehalten ist, auf Fragen auch entsprechende Antworten zu geben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Großruck: Das darf man gar nicht!
In diese Diskussion schwingt mehr mit. Es geht nicht nur um die Frage der Lebensqualität in Österreich, worauf wir stolz waren, weil wir wirklich über Jahre und Jahrzehnte ein gutes Lebensgefühl entwickeln konnten: in Sicherheit am Abend spazieren gehen, wo und wann man will, einmal vielleicht das Auto unverschlossen stehen lassen. (Abg. Großruck: Das darf man gar nicht!) Heute können Sie zum Beispiel auf dem Parlamentsparkplatz die Autos nicht einmal mehr verschlossen stehen lassen, wie wir wissen. Sogar hier vor unserer Tür sind schon Autos aufgebrochen worden, falls Sie das noch nicht bemerkt haben. Schauen Sie schnell hinaus, ob das nicht gerade wieder der Fall war! (Abg. Neudeck: Haben Sie ein Alibi für die Zeit, wo eingebrochen worden ist?)
Abg. Neudeck: Haben Sie ein Alibi für die Zeit, wo eingebrochen worden ist?
In diese Diskussion schwingt mehr mit. Es geht nicht nur um die Frage der Lebensqualität in Österreich, worauf wir stolz waren, weil wir wirklich über Jahre und Jahrzehnte ein gutes Lebensgefühl entwickeln konnten: in Sicherheit am Abend spazieren gehen, wo und wann man will, einmal vielleicht das Auto unverschlossen stehen lassen. (Abg. Großruck: Das darf man gar nicht!) Heute können Sie zum Beispiel auf dem Parlamentsparkplatz die Autos nicht einmal mehr verschlossen stehen lassen, wie wir wissen. Sogar hier vor unserer Tür sind schon Autos aufgebrochen worden, falls Sie das noch nicht bemerkt haben. Schauen Sie schnell hinaus, ob das nicht gerade wieder der Fall war! (Abg. Neudeck: Haben Sie ein Alibi für die Zeit, wo eingebrochen worden ist?)
Beifall bei der SPÖ.
Die Konzeption solch einer Diskussionssendung muss man sich vor dem Hintergrund vorstellen – und das ergibt der Sicherheitsbericht für das Jahr 2002 –, dass wir fast 600 000 Straftaten registrieren mussten und dass das eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 13,6 Prozent bedeutet. Seit dem Amtsantritt dieses Unsicherheitsministers ist die Kriminalität in Österreich um fast 20 Prozent gestiegen und die Aufklärungsquote um 20 Prozent gesunken. – Das ist ein Skandal! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wattaul: Bist leicht du a Weaner?
Das ist ein glattes Nicht genügend für Sie, Herr Innenminister! Sie haben nicht für mehr Sicherheit gesorgt, Sie haben für weniger Sicherheit gesorgt! (Abg. Wattaul: Bist leicht du a Weaner?) – Sie sollten sich nicht so aufblasen, denn Ihre Partei hat jahrelang mit der Sicherheitspolitik versucht, in unserem Land Politik zu machen. Jetzt sollten Sie mit
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Ihren 11 Prozent einmal Sendepause haben! – So weit zu Ihnen, damit Sie sich auskennen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Wittauer.
Für 2003 ist wiederum ein Ansteigen der Delikte um 13 Prozent zu erwarten. Das betrifft Diebstahl, Einbruchsdiebstahl, Straßenraubkriminalität. Jetzt sage ich Ihnen etwas: Und das alles in Kombination mit Ihrer Kaputtsparstrategie, die Sie schon seit längerem entwickeln, Herr Innenminister! (Zwischenruf des Abg. Wittauer.)
Abg. Rädler: Das ist lächerlich!
Das hat auch Auswirkungen auf die Beamten in diesem Bereich: mehr Druck, mehr Stress! Das hat Auswirkungen auf die Beamten bei ihrer täglichen Arbeit. Wissen Sie, was die Botschaft dieser Politik dieser Regierung und des Innenministers ist? – Wenn die Diebsbanden im Ausland beieinander sitzen und Pläne machen, wo sie ihre nächste Eurotour starten, dann wird Österreich an vorderster Stelle liegen. Angesichts der Aufklärungsquote, angesichts dessen, was hier an Stellen reduziert wurde, was hier im Sicherheitsapparat eingespart wurde, ist das eigentlich ein idealer Platz, um unsere Diebstouren zu veranstalten, werden sie sagen. (Abg. Rädler: Das ist lächerlich!)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist die Botschaft! – Aber so, sage ich Ihnen, wird Österreich nicht sicherer, wenn diese Botschaft noch weiter ausgesendet wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Rufe bei der ÖVP: SPÖ!
Noch etwas kommt dazu. Das Wort „Reform“ hat bei dieser Regierung im Allgemeinen, aber bei Innenminister, bei Unsicherheitsminister Strasser im Besonderen fast schon die Attitüde einer gefährlichen Drohung. Nicht umsonst wissen wir – übrigens aus Untersuchungsergebnissen in der Bevölkerung –, dass das Wort „Reform“ längst nicht mehr positiv besetzt ist. (Rufe bei der ÖVP: SPÖ!) Es ist im Zuge der schwarz-blauen Regierung negativ besetzt worden. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Strasser.)
Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Strasser.
Noch etwas kommt dazu. Das Wort „Reform“ hat bei dieser Regierung im Allgemeinen, aber bei Innenminister, bei Unsicherheitsminister Strasser im Besonderen fast schon die Attitüde einer gefährlichen Drohung. Nicht umsonst wissen wir – übrigens aus Untersuchungsergebnissen in der Bevölkerung –, dass das Wort „Reform“ längst nicht mehr positiv besetzt ist. (Rufe bei der ÖVP: SPÖ!) Es ist im Zuge der schwarz-blauen Regierung negativ besetzt worden. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Strasser.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Unerhört!
Die Art und Weise, wie Sie mit höchst qualifizierten Spitzenleuten in Ihrem Apparat umgegangen sind, wie Sie diese förmlich hinausgeschasst haben, wie Sie somit auf wertvolles Know-how verzichtet haben – wie erst kürzlich festgestellt wurde, war es zum großen Teil schlicht und einfach rechtswidrig, wie Sie die Versetzungen in die Wege geleitet haben (Abg. Dr. Gusenbauer: Unerhört!) –, daraus muss man auch ein ziemlich gestörtes Verhältnis zum Rechtsstaat erkennen, nicht nur zu der Verfassung, wie einzelne Sprüche des Verfassungsgerichtshofes ja schon bewiesen haben. (Abg. Dr. Gusenbauer: Es ist unerhört!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Es ist unerhört!
Die Art und Weise, wie Sie mit höchst qualifizierten Spitzenleuten in Ihrem Apparat umgegangen sind, wie Sie diese förmlich hinausgeschasst haben, wie Sie somit auf wertvolles Know-how verzichtet haben – wie erst kürzlich festgestellt wurde, war es zum großen Teil schlicht und einfach rechtswidrig, wie Sie die Versetzungen in die Wege geleitet haben (Abg. Dr. Gusenbauer: Unerhört!) –, daraus muss man auch ein ziemlich gestörtes Verhältnis zum Rechtsstaat erkennen, nicht nur zu der Verfassung, wie einzelne Sprüche des Verfassungsgerichtshofes ja schon bewiesen haben. (Abg. Dr. Gusenbauer: Es ist unerhört!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Aus Niederösterreich!
Das scheint Ihnen gleichgültig zu sein. Sie sehen irgendwo die Chance, einen freien Platz mit einem Ihnen parteipolitisch nahe Stehenden, sprich ÖVP-Parteigänger (Abg. Dr. Gusenbauer: Aus Niederösterreich!), besetzen zu können, und flugs, schon wird das in die Wege geleitet – egal, ob es rechtlich in Ordnung oder nicht in Ordnung ist! Und dagegen muss man im Interesse der Bevölkerung, die daran interessiert ist, dass es in Wahrheit mehr Sicherheit gibt, Protest einlegen. (Zwischenruf des Abg. Schöls.)
Zwischenruf des Abg. Schöls.
Das scheint Ihnen gleichgültig zu sein. Sie sehen irgendwo die Chance, einen freien Platz mit einem Ihnen parteipolitisch nahe Stehenden, sprich ÖVP-Parteigänger (Abg. Dr. Gusenbauer: Aus Niederösterreich!), besetzen zu können, und flugs, schon wird das in die Wege geleitet – egal, ob es rechtlich in Ordnung oder nicht in Ordnung ist! Und dagegen muss man im Interesse der Bevölkerung, die daran interessiert ist, dass es in Wahrheit mehr Sicherheit gibt, Protest einlegen. (Zwischenruf des Abg. Schöls.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Beamten, die sich für die Sicherheit Österreichs engagieren! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Rufe bei der ÖVP: Cap! Cap!
Wissen Sie, was besonders empörend ist? (Rufe bei der ÖVP: Cap! Cap!) Wenn Sie hier versuchen, die Bevölkerung an der Nase herumzuführen (Abg. Dr. Gusenbauer: Das ist besonders arg!), sich so quasi wie ein Gaukler mit den Zahlen hinzustellen und zu sagen – der berühmte Aspekt, den offensichtlich eine Werbefirma dem Innenminister eingeredet hat –: Da gibt es plötzlich 550 im operativen Dienst, die vorher irgendwo faul in der Verwaltung herumgelungert sind. – Die Personalvertreter bestreiten, dass das so ist. Also wer hat Recht? Ich weiß, nach Ihrer Diktion hat ein Personalvertreter grundsätzlich nie Recht und der Innenminister grundsätzlich immer Recht. Das ist Ihre Geisteshaltung, die Sie haben, aber Sie sollten da auch einen demokratischeren Zugang haben.
Abg. Dr. Gusenbauer: Das ist besonders arg!
Wissen Sie, was besonders empörend ist? (Rufe bei der ÖVP: Cap! Cap!) Wenn Sie hier versuchen, die Bevölkerung an der Nase herumzuführen (Abg. Dr. Gusenbauer: Das ist besonders arg!), sich so quasi wie ein Gaukler mit den Zahlen hinzustellen und zu sagen – der berühmte Aspekt, den offensichtlich eine Werbefirma dem Innenminister eingeredet hat –: Da gibt es plötzlich 550 im operativen Dienst, die vorher irgendwo faul in der Verwaltung herumgelungert sind. – Die Personalvertreter bestreiten, dass das so ist. Also wer hat Recht? Ich weiß, nach Ihrer Diktion hat ein Personalvertreter grundsätzlich nie Recht und der Innenminister grundsätzlich immer Recht. Das ist Ihre Geisteshaltung, die Sie haben, aber Sie sollten da auch einen demokratischeren Zugang haben.
Beifall bei der SPÖ.
Dann wollen Sie der Bevölkerung – in der „Pressestunde“, aber Sie lassen es auch in den Zeitungen schreiben – einreden: Da gibt es 930 bei der Zollwache, ganz gierig darauf, endlich im Sicherheitsdienst eingesetzt zu werden, bereits qualifiziert. – Falsch! Solange wir das Schengener Abkommen haben, werden diese 930 nicht einsetzbar sein, auch sie werden erst eingeschult werden müssen. Und jene 40, die Sie anscheinend in Wien einsetzen wollen, müssen natürlich auch erst eingeschult werden. – Ist Ihnen auch Wurscht, Sie haben ja am liebsten Hilfssheriffs, die berühmten 740 Neuaufnahmen, die den Stern verpasst bekommen, mit der Waffe herumwacheln können und schon im Einsatz sind. – Na danke schön, noch mehr Unsicherheit! Es muss natürlich zwei Jahre Ausbildung geben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Unerhört! Empörend!
Und schon gar nicht dazu sagen Sie, dass natürlich auch Hunderte in Pension gehen, und auf Grund der völlig absurden, ungerechten, unsozialen – im Vergleich zu den anderen, die das nicht können – Aktion dieser Bundesregierung mit den Frühpensionierungen verlieren Sie noch einmal Hunderte im Sicherheitsapparat. (Abg. Dr. Gusenbauer: Unerhört! Empörend!) – Wieder mehr Unsicherheit, wieder werden Sie einzelne Posten zusammenlegen, wieder werden in der Nacht einzelne Posten nicht besetzt sein! Man wird anrufen, und die Polizei wird nicht zu Hilfe kommen. Demotivierte Beamte werden dort anzutreffen sein, wenn sie überhaupt noch dort sitzen.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Gusenbauer: Man traut sich nicht mehr auf die Straße!
Sie zerstören den österreichischen Sicherheitsapparat! Das ist ein Wahnsinn, und das muss man hier endlich einmal in aller Deutlichkeit darstellen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Gusenbauer: Man traut sich nicht mehr auf die Straße!)
Beifall bei der SPÖ.
Heute können Sie sich nicht darum herumschwindeln. Nach Ihrer Beantwortung werden Abgeordnete von unserer Seite sprechen, und wenn heute nicht endlich einmal die Zahlen klar genannt werden, wenn Sie nicht endlich einmal reinen Wein einschenken, dann wird ordentlich Kritik geübt werden von den nachfolgenden Rednerinnen und Rednern. Rumdrucksen gibt es da heute nicht, die Stunde der Wahrheit ist gekommen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Absetzung verdienter Generäle wie Franz Schnabl und Oskar Strohmeyer zeigte, dass das liberale Image, das Strasser zu Beginn seiner Amtszeit vermittelte, Schminke war. Der Lack wies bald Risse auf, darunter zum Vorschein kam ein beinharter Machtpolitiker, der den Kirchturm-Stalinismus seiner politischen Heimat, der niederösterreichischen ÖVP, nicht länger zu verleugnen vermag.“ (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Anders formuliert: Das Ergebnis Ihrer Politik bringt weniger Sicherheit, bringt Postenbesetzungsorgien für die ÖVP, ist zum Nachteil der Bürgerinnen und Bürger, schadet dem Wirtschaftsstandort und dem Tourismus und führt letztlich dazu, dass Ihnen das Misstrauen auszusprechen ist. Sie sind als Minister nicht mehr tragbar! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
zu sagen!), über Sicherheit zu diskutieren, denn es ist eigentlich eine Auszeichnung und ein großer Fortschritt, wenn es möglich ist, dass die besten Ideen für die Sicherheit hier im Hohen Haus zusammengetragen werden. Egal, woher die Idee kommt, die beste Idee soll daran mitwirken, dass wir für die Sicherheit unserer Bürger sorgen können. In diesem Sinne danke ich für diese Debatte. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Ironische Heiterkeit der Abg. Dr. Glawischnig. – Abg. Mag. Wurm: Ins rechte Eck!
Es ist auch gut, dass wir über Fakten reden können, dass wir manches von dem, was ich gerade aus dem Munde des Herrn Klubobmannes Cap gehört habe, richtig stellen können, dass wir manches auch in das richtige Eck stellen können, Herr Klubobmann! (Ironische Heiterkeit der Abg. Dr. Glawischnig. – Abg. Mag. Wurm: Ins rechte Eck!)
Abg. Dr. Cap: „Offen gesagt“!
Gleich zu Beginn möchte ich Sie, meine sehr geehrten Damen und Herren, fragen: Was kann der ORF dafür, dass Ihre Argumente nicht Platz greifen? Was kann Dr. Jelinek dort oben (der Redner deutet auf die Journalistenloge) dafür oder Herr Stoppacher für die „Pressestunde“? (Abg. Dr. Cap: „Offen gesagt“!) Er kann wirklich nichts dafür, dass Ihre Argumente nicht die nötige Resonanz in der Bevölkerung haben. Und auch was „Offen gesagt“ betrifft, können diese beiden Herren sowie alle anderen im ORF nichts dafür (Abg. Dr. Jarolim: Sie sollten sich schämen!), dass die Argumente, die Sie vorbringen, nicht wirklich greifen, das muss ich Ihnen sehr offen sagen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Man hätte ihn ja einladen können! Der ORF ist für die Einladungen zuständig!)
Abg. Dr. Jarolim: Sie sollten sich schämen!
Gleich zu Beginn möchte ich Sie, meine sehr geehrten Damen und Herren, fragen: Was kann der ORF dafür, dass Ihre Argumente nicht Platz greifen? Was kann Dr. Jelinek dort oben (der Redner deutet auf die Journalistenloge) dafür oder Herr Stoppacher für die „Pressestunde“? (Abg. Dr. Cap: „Offen gesagt“!) Er kann wirklich nichts dafür, dass Ihre Argumente nicht die nötige Resonanz in der Bevölkerung haben. Und auch was „Offen gesagt“ betrifft, können diese beiden Herren sowie alle anderen im ORF nichts dafür (Abg. Dr. Jarolim: Sie sollten sich schämen!), dass die Argumente, die Sie vorbringen, nicht wirklich greifen, das muss ich Ihnen sehr offen sagen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Man hätte ihn ja einladen können! Der ORF ist für die Einladungen zuständig!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Man hätte ihn ja einladen können! Der ORF ist für die Einladungen zuständig!
Gleich zu Beginn möchte ich Sie, meine sehr geehrten Damen und Herren, fragen: Was kann der ORF dafür, dass Ihre Argumente nicht Platz greifen? Was kann Dr. Jelinek dort oben (der Redner deutet auf die Journalistenloge) dafür oder Herr Stoppacher für die „Pressestunde“? (Abg. Dr. Cap: „Offen gesagt“!) Er kann wirklich nichts dafür, dass Ihre Argumente nicht die nötige Resonanz in der Bevölkerung haben. Und auch was „Offen gesagt“ betrifft, können diese beiden Herren sowie alle anderen im ORF nichts dafür (Abg. Dr. Jarolim: Sie sollten sich schämen!), dass die Argumente, die Sie vorbringen, nicht wirklich greifen, das muss ich Ihnen sehr offen sagen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Man hätte ihn ja einladen können! Der ORF ist für die Einladungen zuständig!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich verstehe auch nicht, warum Sie auf unseren Beamten im Exekutivdienst herumhacken, wenn Sie doch den Innenminister treffen wollen. Sprechen Sie doch mich an, aber lassen Sie unsere Beamten ruhig arbeiten, und zwar alle in ganz Österreich, Herr Klubobmann! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim – Rufe bei der ÖVP: „Eurolim“! – Abg. Dr. Jarolim: Armselig!
Herr Klubobmann! Außerordentlich bedauerlich ist (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim – Rufe bei der ÖVP: „Eurolim“! – Abg. Dr. Jarolim: Armselig!), dass die zuständigen Verantwortlichen bei der Wiener Polizei, Herr Polizeipräsident Stiedl, der für die Polizeireform verantwortlich war, und Herr Kriminaldirektor Horngacher, verantwortlich für die sehr, sehr erfolgreiche Arbeit unserer Kriminalpolizei gemeinsam mit der Sicherheitswache im letzten Jahr, derart von Ihnen kritisiert werden. Beide sind übrigens keine ÖVP-Parteigänger. (Ruf bei der ÖVP: A blede G’schicht!) Horngacher ist durch mich auf diesen Posten gekommen und nicht durch irgendwelche andere Umstände. Er ist kein Mitglied der Volkspartei, er leistet hervorragende Arbeit, und ich muss Direktor Horngacher vor der SPÖ in Schutz nehmen, damit er seine Arbeit tun kann. Das geht ein wenig zu weit! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Ruf bei der ÖVP: A blede G’schicht!
Herr Klubobmann! Außerordentlich bedauerlich ist (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim – Rufe bei der ÖVP: „Eurolim“! – Abg. Dr. Jarolim: Armselig!), dass die zuständigen Verantwortlichen bei der Wiener Polizei, Herr Polizeipräsident Stiedl, der für die Polizeireform verantwortlich war, und Herr Kriminaldirektor Horngacher, verantwortlich für die sehr, sehr erfolgreiche Arbeit unserer Kriminalpolizei gemeinsam mit der Sicherheitswache im letzten Jahr, derart von Ihnen kritisiert werden. Beide sind übrigens keine ÖVP-Parteigänger. (Ruf bei der ÖVP: A blede G’schicht!) Horngacher ist durch mich auf diesen Posten gekommen und nicht durch irgendwelche andere Umstände. Er ist kein Mitglied der Volkspartei, er leistet hervorragende Arbeit, und ich muss Direktor Horngacher vor der SPÖ in Schutz nehmen, damit er seine Arbeit tun kann. Das geht ein wenig zu weit! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Herr Klubobmann! Außerordentlich bedauerlich ist (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim – Rufe bei der ÖVP: „Eurolim“! – Abg. Dr. Jarolim: Armselig!), dass die zuständigen Verantwortlichen bei der Wiener Polizei, Herr Polizeipräsident Stiedl, der für die Polizeireform verantwortlich war, und Herr Kriminaldirektor Horngacher, verantwortlich für die sehr, sehr erfolgreiche Arbeit unserer Kriminalpolizei gemeinsam mit der Sicherheitswache im letzten Jahr, derart von Ihnen kritisiert werden. Beide sind übrigens keine ÖVP-Parteigänger. (Ruf bei der ÖVP: A blede G’schicht!) Horngacher ist durch mich auf diesen Posten gekommen und nicht durch irgendwelche andere Umstände. Er ist kein Mitglied der Volkspartei, er leistet hervorragende Arbeit, und ich muss Direktor Horngacher vor der SPÖ in Schutz nehmen, damit er seine Arbeit tun kann. Das geht ein wenig zu weit! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Stummvoll: Unglaublich!
Lassen Sie mich noch ein Letztes sagen: Wieso beleidigen Sie die über 2 000 Mitarbeiter der Zollwache? Sie reden so, als ob das dahergelaufene Leute wären, die ihr ganzes Leben lang nichts gearbeitet haben. (Abg. Dr. Stummvoll: Unglaublich!) Aber sie haben gut und sauber und ordentlich ihre Arbeit getan! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Gradwohl: Unerhört!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Gradwohl: Unerhört!
Lassen Sie mich noch ein Letztes sagen: Wieso beleidigen Sie die über 2 000 Mitarbeiter der Zollwache? Sie reden so, als ob das dahergelaufene Leute wären, die ihr ganzes Leben lang nichts gearbeitet haben. (Abg. Dr. Stummvoll: Unglaublich!) Aber sie haben gut und sauber und ordentlich ihre Arbeit getan! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Gradwohl: Unerhört!)
Abg. Mandak: Warum bauen Sie dann ständig Leute ab, Herr Minister?
Es ist nicht so, Herr Klubobmann Cap, dass irgendjemandem irgendein Stern auf die Brust geheftet wird, und dann geht er, sondern das sind alles sehr gute Leute, die im Bereich des Zolls, im Bereich der Fahndung, im Bereich der Kriminalarbeit gut ausgebildet sind. (Abg. Mandak: Warum bauen Sie dann ständig Leute ab, Herr Minister?) Wir freuen uns auf diese neuen Mitarbeiter, sie werden hervorragende Arbeit für die Sicherheit Österreichs leisten! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Jarolim: Unseriös und ahnungslos!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Jarolim: Unseriös und ahnungslos!
Es ist nicht so, Herr Klubobmann Cap, dass irgendjemandem irgendein Stern auf die Brust geheftet wird, und dann geht er, sondern das sind alles sehr gute Leute, die im Bereich des Zolls, im Bereich der Fahndung, im Bereich der Kriminalarbeit gut ausgebildet sind. (Abg. Mandak: Warum bauen Sie dann ständig Leute ab, Herr Minister?) Wir freuen uns auf diese neuen Mitarbeiter, sie werden hervorragende Arbeit für die Sicherheit Österreichs leisten! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Jarolim: Unseriös und ahnungslos!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Ein schlechter!
Sie haben gemeint, dass mein Umgang mit den Personalvertretern unseres Hauses (Abg. Dr. Gusenbauer: Ein schlechter!) kein ordnungsgemäßer wäre. Ich darf Ihnen
Abg. Gaál: Er wird es überleben!
sagen: Da ich jetzt, um 15 Uhr, bei Ihnen sein darf, musste ich eine Auszeichnung für Herrn Amtsdirektor Schuh sehr abgekürzt halten. (Abg. Gaál: Er wird es überleben!) Amtsdirektor Schuh, der Chef der Personalvertreter in unserer Zentralstelle, hat eine hohe Auszeichnung des Herrn Bundespräsidenten erhalten, weil er als Feuerwehrkommandant von Langenlois bei der Hochwasserkatastrophe hervorragend gearbeitet hat. Nicht nur bei uns im BMI, sondern auch in Langenlois, beim Einsatz mit seinen Mitarbeitern und für die Bürger im Hochwasser, hat er seinen Mann gestellt wie Hunderte andere auch. (Abg. Dr. Jarolim: Absurd, was Sie da von sich geben!) Das sind Personalvertreter, die wir vor den Vorhang bitten und nicht schlecht beziehungsweise heruntermachen sollten! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Jarolim: Absurd, was Sie da von sich geben!
sagen: Da ich jetzt, um 15 Uhr, bei Ihnen sein darf, musste ich eine Auszeichnung für Herrn Amtsdirektor Schuh sehr abgekürzt halten. (Abg. Gaál: Er wird es überleben!) Amtsdirektor Schuh, der Chef der Personalvertreter in unserer Zentralstelle, hat eine hohe Auszeichnung des Herrn Bundespräsidenten erhalten, weil er als Feuerwehrkommandant von Langenlois bei der Hochwasserkatastrophe hervorragend gearbeitet hat. Nicht nur bei uns im BMI, sondern auch in Langenlois, beim Einsatz mit seinen Mitarbeitern und für die Bürger im Hochwasser, hat er seinen Mann gestellt wie Hunderte andere auch. (Abg. Dr. Jarolim: Absurd, was Sie da von sich geben!) Das sind Personalvertreter, die wir vor den Vorhang bitten und nicht schlecht beziehungsweise heruntermachen sollten! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
sagen: Da ich jetzt, um 15 Uhr, bei Ihnen sein darf, musste ich eine Auszeichnung für Herrn Amtsdirektor Schuh sehr abgekürzt halten. (Abg. Gaál: Er wird es überleben!) Amtsdirektor Schuh, der Chef der Personalvertreter in unserer Zentralstelle, hat eine hohe Auszeichnung des Herrn Bundespräsidenten erhalten, weil er als Feuerwehrkommandant von Langenlois bei der Hochwasserkatastrophe hervorragend gearbeitet hat. Nicht nur bei uns im BMI, sondern auch in Langenlois, beim Einsatz mit seinen Mitarbeitern und für die Bürger im Hochwasser, hat er seinen Mann gestellt wie Hunderte andere auch. (Abg. Dr. Jarolim: Absurd, was Sie da von sich geben!) Das sind Personalvertreter, die wir vor den Vorhang bitten und nicht schlecht beziehungsweise heruntermachen sollten! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gusenbauer: ... Wann kommen wir zu den Fakten?
Dieser Herausforderung wollen wir uns stellen (Abg. Dr. Gusenbauer: ... Wann kommen wir zu den Fakten?), mit den besten Strukturen, mit den besten Ressourcen, mit den richtigen Leuten. Dem wollen wir uns stellen! Und dafür ist einiges an Neuorganisation notwendig gewesen und ist teilweise nach wie vor notwendig, damit wir diese Aufgabe erfüllen können. (Abg. Dr. Gusenbauer: Fakten haben wir noch immer keine!) Es muss doch klar sein – und das weiß auch jeder –: Die Herausforderungen der ersten Jahre des dritten Jahrtausends können nicht mit den Strukturen aus den siebziger Jahren bewältigt werden. (Ruf bei der SPÖ: Schwarzfärber!) Das wussten nicht nur meine Vorgänger. Viele der Konzepte, die wir heute umsetzen, hat einer meiner Vorgänger, der heute hier sitzt, entwickelt. Er hat sie nur nicht umsetzen – dürfen, vielleicht auch nicht umsetzen können; vielleicht hat auch die Zeit gefehlt. All das, was wir im Rahmen der Wiener Polizeireform gemacht haben, das, was wir mit dem Bundeskriminalamt gemacht haben, das, was wir jetzt mit der Zusammenführung von Polizei und Gendarmerie machen (Abg. Dr. Jarolim: So ein Unsinn!), wissen Sie, wer der Erste war, der das tun wollte? – Innenminister Rösch von Ihrer Partei! Damals sind wir beide noch in die Mittelschule gegangen. Seit damals warten die Österreicher auf diese Zusammenführung. Heute setzen wir sie mit den Möglichkeiten des Jahres 2003 um! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Schieder: Da tun Sie jetzt aber dem Helmer unrecht! – Abg. Mag. Molterer – in Richtung des Abg. Schieder –: So lange ist das schon her? – Abg. Dr. Gusenbauer: Und selbst ist Ihnen nichts eingefallen?)
Abg. Dr. Gusenbauer: Fakten haben wir noch immer keine!
Dieser Herausforderung wollen wir uns stellen (Abg. Dr. Gusenbauer: ... Wann kommen wir zu den Fakten?), mit den besten Strukturen, mit den besten Ressourcen, mit den richtigen Leuten. Dem wollen wir uns stellen! Und dafür ist einiges an Neuorganisation notwendig gewesen und ist teilweise nach wie vor notwendig, damit wir diese Aufgabe erfüllen können. (Abg. Dr. Gusenbauer: Fakten haben wir noch immer keine!) Es muss doch klar sein – und das weiß auch jeder –: Die Herausforderungen der ersten Jahre des dritten Jahrtausends können nicht mit den Strukturen aus den siebziger Jahren bewältigt werden. (Ruf bei der SPÖ: Schwarzfärber!) Das wussten nicht nur meine Vorgänger. Viele der Konzepte, die wir heute umsetzen, hat einer meiner Vorgänger, der heute hier sitzt, entwickelt. Er hat sie nur nicht umsetzen – dürfen, vielleicht auch nicht umsetzen können; vielleicht hat auch die Zeit gefehlt. All das, was wir im Rahmen der Wiener Polizeireform gemacht haben, das, was wir mit dem Bundeskriminalamt gemacht haben, das, was wir jetzt mit der Zusammenführung von Polizei und Gendarmerie machen (Abg. Dr. Jarolim: So ein Unsinn!), wissen Sie, wer der Erste war, der das tun wollte? – Innenminister Rösch von Ihrer Partei! Damals sind wir beide noch in die Mittelschule gegangen. Seit damals warten die Österreicher auf diese Zusammenführung. Heute setzen wir sie mit den Möglichkeiten des Jahres 2003 um! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Schieder: Da tun Sie jetzt aber dem Helmer unrecht! – Abg. Mag. Molterer – in Richtung des Abg. Schieder –: So lange ist das schon her? – Abg. Dr. Gusenbauer: Und selbst ist Ihnen nichts eingefallen?)
Ruf bei der SPÖ: Schwarzfärber!
Dieser Herausforderung wollen wir uns stellen (Abg. Dr. Gusenbauer: ... Wann kommen wir zu den Fakten?), mit den besten Strukturen, mit den besten Ressourcen, mit den richtigen Leuten. Dem wollen wir uns stellen! Und dafür ist einiges an Neuorganisation notwendig gewesen und ist teilweise nach wie vor notwendig, damit wir diese Aufgabe erfüllen können. (Abg. Dr. Gusenbauer: Fakten haben wir noch immer keine!) Es muss doch klar sein – und das weiß auch jeder –: Die Herausforderungen der ersten Jahre des dritten Jahrtausends können nicht mit den Strukturen aus den siebziger Jahren bewältigt werden. (Ruf bei der SPÖ: Schwarzfärber!) Das wussten nicht nur meine Vorgänger. Viele der Konzepte, die wir heute umsetzen, hat einer meiner Vorgänger, der heute hier sitzt, entwickelt. Er hat sie nur nicht umsetzen – dürfen, vielleicht auch nicht umsetzen können; vielleicht hat auch die Zeit gefehlt. All das, was wir im Rahmen der Wiener Polizeireform gemacht haben, das, was wir mit dem Bundeskriminalamt gemacht haben, das, was wir jetzt mit der Zusammenführung von Polizei und Gendarmerie machen (Abg. Dr. Jarolim: So ein Unsinn!), wissen Sie, wer der Erste war, der das tun wollte? – Innenminister Rösch von Ihrer Partei! Damals sind wir beide noch in die Mittelschule gegangen. Seit damals warten die Österreicher auf diese Zusammenführung. Heute setzen wir sie mit den Möglichkeiten des Jahres 2003 um! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Schieder: Da tun Sie jetzt aber dem Helmer unrecht! – Abg. Mag. Molterer – in Richtung des Abg. Schieder –: So lange ist das schon her? – Abg. Dr. Gusenbauer: Und selbst ist Ihnen nichts eingefallen?)
Abg. Dr. Jarolim: So ein Unsinn!
Dieser Herausforderung wollen wir uns stellen (Abg. Dr. Gusenbauer: ... Wann kommen wir zu den Fakten?), mit den besten Strukturen, mit den besten Ressourcen, mit den richtigen Leuten. Dem wollen wir uns stellen! Und dafür ist einiges an Neuorganisation notwendig gewesen und ist teilweise nach wie vor notwendig, damit wir diese Aufgabe erfüllen können. (Abg. Dr. Gusenbauer: Fakten haben wir noch immer keine!) Es muss doch klar sein – und das weiß auch jeder –: Die Herausforderungen der ersten Jahre des dritten Jahrtausends können nicht mit den Strukturen aus den siebziger Jahren bewältigt werden. (Ruf bei der SPÖ: Schwarzfärber!) Das wussten nicht nur meine Vorgänger. Viele der Konzepte, die wir heute umsetzen, hat einer meiner Vorgänger, der heute hier sitzt, entwickelt. Er hat sie nur nicht umsetzen – dürfen, vielleicht auch nicht umsetzen können; vielleicht hat auch die Zeit gefehlt. All das, was wir im Rahmen der Wiener Polizeireform gemacht haben, das, was wir mit dem Bundeskriminalamt gemacht haben, das, was wir jetzt mit der Zusammenführung von Polizei und Gendarmerie machen (Abg. Dr. Jarolim: So ein Unsinn!), wissen Sie, wer der Erste war, der das tun wollte? – Innenminister Rösch von Ihrer Partei! Damals sind wir beide noch in die Mittelschule gegangen. Seit damals warten die Österreicher auf diese Zusammenführung. Heute setzen wir sie mit den Möglichkeiten des Jahres 2003 um! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Schieder: Da tun Sie jetzt aber dem Helmer unrecht! – Abg. Mag. Molterer – in Richtung des Abg. Schieder –: So lange ist das schon her? – Abg. Dr. Gusenbauer: Und selbst ist Ihnen nichts eingefallen?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Schieder: Da tun Sie jetzt aber dem Helmer unrecht! – Abg. Mag. Molterer – in Richtung des Abg. Schieder –: So lange ist das schon her? – Abg. Dr. Gusenbauer: Und selbst ist Ihnen nichts eingefallen?
Dieser Herausforderung wollen wir uns stellen (Abg. Dr. Gusenbauer: ... Wann kommen wir zu den Fakten?), mit den besten Strukturen, mit den besten Ressourcen, mit den richtigen Leuten. Dem wollen wir uns stellen! Und dafür ist einiges an Neuorganisation notwendig gewesen und ist teilweise nach wie vor notwendig, damit wir diese Aufgabe erfüllen können. (Abg. Dr. Gusenbauer: Fakten haben wir noch immer keine!) Es muss doch klar sein – und das weiß auch jeder –: Die Herausforderungen der ersten Jahre des dritten Jahrtausends können nicht mit den Strukturen aus den siebziger Jahren bewältigt werden. (Ruf bei der SPÖ: Schwarzfärber!) Das wussten nicht nur meine Vorgänger. Viele der Konzepte, die wir heute umsetzen, hat einer meiner Vorgänger, der heute hier sitzt, entwickelt. Er hat sie nur nicht umsetzen – dürfen, vielleicht auch nicht umsetzen können; vielleicht hat auch die Zeit gefehlt. All das, was wir im Rahmen der Wiener Polizeireform gemacht haben, das, was wir mit dem Bundeskriminalamt gemacht haben, das, was wir jetzt mit der Zusammenführung von Polizei und Gendarmerie machen (Abg. Dr. Jarolim: So ein Unsinn!), wissen Sie, wer der Erste war, der das tun wollte? – Innenminister Rösch von Ihrer Partei! Damals sind wir beide noch in die Mittelschule gegangen. Seit damals warten die Österreicher auf diese Zusammenführung. Heute setzen wir sie mit den Möglichkeiten des Jahres 2003 um! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Schieder: Da tun Sie jetzt aber dem Helmer unrecht! – Abg. Mag. Molterer – in Richtung des Abg. Schieder –: So lange ist das schon her? – Abg. Dr. Gusenbauer: Und selbst ist Ihnen nichts eingefallen?)
Abg. Mag. Posch: Herr Präsident, muss er nicht die Fragen beantworten?
Einige Punkte daraus: Es ist sinnvoll und notwendig, dass wir von 45 Kommandostrukturen auf neun Kommandostrukturen reduzieren. Zweitens wollen wir die volle Integration der Wachkörper. (Abg. Mag. Posch: Herr Präsident, muss er nicht die Fragen beantworten?) – Ich komme noch zur Beantwortung der Fragen, Herr Abgeordneter Posch! (Abg. Mag. Posch: ... zur eigenen Apologie!) Drittens wird es einen gemeinsamen Namen geben. (Abg. Mag. Wurm: Die Zeit ist knapp!) Viertens: Die Farbe der Uniformen wird dunkelblau sein. (Abg. Dr. Gusenbauer: Das wird sich nicht mehr ausgehen!)
Abg. Mag. Posch: ... zur eigenen Apologie!
Einige Punkte daraus: Es ist sinnvoll und notwendig, dass wir von 45 Kommandostrukturen auf neun Kommandostrukturen reduzieren. Zweitens wollen wir die volle Integration der Wachkörper. (Abg. Mag. Posch: Herr Präsident, muss er nicht die Fragen beantworten?) – Ich komme noch zur Beantwortung der Fragen, Herr Abgeordneter Posch! (Abg. Mag. Posch: ... zur eigenen Apologie!) Drittens wird es einen gemeinsamen Namen geben. (Abg. Mag. Wurm: Die Zeit ist knapp!) Viertens: Die Farbe der Uniformen wird dunkelblau sein. (Abg. Dr. Gusenbauer: Das wird sich nicht mehr ausgehen!)
Abg. Mag. Wurm: Die Zeit ist knapp!
Einige Punkte daraus: Es ist sinnvoll und notwendig, dass wir von 45 Kommandostrukturen auf neun Kommandostrukturen reduzieren. Zweitens wollen wir die volle Integration der Wachkörper. (Abg. Mag. Posch: Herr Präsident, muss er nicht die Fragen beantworten?) – Ich komme noch zur Beantwortung der Fragen, Herr Abgeordneter Posch! (Abg. Mag. Posch: ... zur eigenen Apologie!) Drittens wird es einen gemeinsamen Namen geben. (Abg. Mag. Wurm: Die Zeit ist knapp!) Viertens: Die Farbe der Uniformen wird dunkelblau sein. (Abg. Dr. Gusenbauer: Das wird sich nicht mehr ausgehen!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Das wird sich nicht mehr ausgehen!
Einige Punkte daraus: Es ist sinnvoll und notwendig, dass wir von 45 Kommandostrukturen auf neun Kommandostrukturen reduzieren. Zweitens wollen wir die volle Integration der Wachkörper. (Abg. Mag. Posch: Herr Präsident, muss er nicht die Fragen beantworten?) – Ich komme noch zur Beantwortung der Fragen, Herr Abgeordneter Posch! (Abg. Mag. Posch: ... zur eigenen Apologie!) Drittens wird es einen gemeinsamen Namen geben. (Abg. Mag. Wurm: Die Zeit ist knapp!) Viertens: Die Farbe der Uniformen wird dunkelblau sein. (Abg. Dr. Gusenbauer: Das wird sich nicht mehr ausgehen!)
Abg. Mag. Wurm: Die Zeit wird knapp! Da sind 21 Fragen zu beantworten!
Lassen Sie mich kurz zu noch einem Punkt kommen. Ich bedanke mich bei Herrn Nationalratsabgeordneten Schopf für seine Frage, wie es mit den Gendarmerieposten im Bezirk Freistadt sein wird. (Abg. Mag. Wurm: Die Zeit wird knapp! Da sind 21 Fragen zu beantworten!) Ich darf Ihnen da sehr klar, sehr offen und direkt sagen: Im Zuge der Zusammenführung von Polizei und Gendarmerie wird kein einziges Wachzimmer und kein einziger Gendarmerieposten in Österreich zusammengelegt. (Abg. Dr. Gusenbauer: Stimmt! Kein Einziger! Sie haben immer zwei zusammengelegt!) Diese Strukturbereinigung haben wir hinter uns, das wird noch abgearbeitet, dann ist für diese Legislaturperiode die Arbeit in diesem Bereich getan. Das ist die Wahrheit, das haben wir vor! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Stimmt! Kein Einziger! Sie haben immer zwei zusammengelegt!
Lassen Sie mich kurz zu noch einem Punkt kommen. Ich bedanke mich bei Herrn Nationalratsabgeordneten Schopf für seine Frage, wie es mit den Gendarmerieposten im Bezirk Freistadt sein wird. (Abg. Mag. Wurm: Die Zeit wird knapp! Da sind 21 Fragen zu beantworten!) Ich darf Ihnen da sehr klar, sehr offen und direkt sagen: Im Zuge der Zusammenführung von Polizei und Gendarmerie wird kein einziges Wachzimmer und kein einziger Gendarmerieposten in Österreich zusammengelegt. (Abg. Dr. Gusenbauer: Stimmt! Kein Einziger! Sie haben immer zwei zusammengelegt!) Diese Strukturbereinigung haben wir hinter uns, das wird noch abgearbeitet, dann ist für diese Legislaturperiode die Arbeit in diesem Bereich getan. Das ist die Wahrheit, das haben wir vor! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Lassen Sie mich kurz zu noch einem Punkt kommen. Ich bedanke mich bei Herrn Nationalratsabgeordneten Schopf für seine Frage, wie es mit den Gendarmerieposten im Bezirk Freistadt sein wird. (Abg. Mag. Wurm: Die Zeit wird knapp! Da sind 21 Fragen zu beantworten!) Ich darf Ihnen da sehr klar, sehr offen und direkt sagen: Im Zuge der Zusammenführung von Polizei und Gendarmerie wird kein einziges Wachzimmer und kein einziger Gendarmerieposten in Österreich zusammengelegt. (Abg. Dr. Gusenbauer: Stimmt! Kein Einziger! Sie haben immer zwei zusammengelegt!) Diese Strukturbereinigung haben wir hinter uns, das wird noch abgearbeitet, dann ist für diese Legislaturperiode die Arbeit in diesem Bereich getan. Das ist die Wahrheit, das haben wir vor! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Posch: Sind Ihnen die Fragen unangenehm, Herr Minister?
Eine letzte Anmerkung noch zur Schließung der Bezirksgendarmeriekommandos. (Abg. Mag. Posch: Sind Ihnen die Fragen unangenehm, Herr Minister?) Da gibt es tatsächlich eine Diskussion, wir sollten aber auch sehr offen darüber diskutieren. Herr Klubobmann Cap, Ihr Parteivorsitzender, Herr Nationalratsabgeordneter Gusenbauer, und der Sicherheitssprecher Ihrer Partei, Nationalratsabgeordneter Parnigoni, haben vorgeschlagen, alle Bezirksgendarmeriekommandos zu schließen (Abg. Dr. Gusenbauer: Ein so ein Blödsinn!), alle Landesgendarmeriekommandos zu schließen, alle Sicherheitsdirektionen zu schließen (Hö-Rufe bei der ÖVP – Abg. Dr. Stummvoll: Unglaublich!) und aus der Bundespolizeidirektion Wien zwei bis vier unabhängige Behördenteile zu machen.
Abg. Dr. Gusenbauer: Ein so ein Blödsinn!
Eine letzte Anmerkung noch zur Schließung der Bezirksgendarmeriekommandos. (Abg. Mag. Posch: Sind Ihnen die Fragen unangenehm, Herr Minister?) Da gibt es tatsächlich eine Diskussion, wir sollten aber auch sehr offen darüber diskutieren. Herr Klubobmann Cap, Ihr Parteivorsitzender, Herr Nationalratsabgeordneter Gusenbauer, und der Sicherheitssprecher Ihrer Partei, Nationalratsabgeordneter Parnigoni, haben vorgeschlagen, alle Bezirksgendarmeriekommandos zu schließen (Abg. Dr. Gusenbauer: Ein so ein Blödsinn!), alle Landesgendarmeriekommandos zu schließen, alle Sicherheitsdirektionen zu schließen (Hö-Rufe bei der ÖVP – Abg. Dr. Stummvoll: Unglaublich!) und aus der Bundespolizeidirektion Wien zwei bis vier unabhängige Behördenteile zu machen.
Hö-Rufe bei der ÖVP – Abg. Dr. Stummvoll: Unglaublich!
Eine letzte Anmerkung noch zur Schließung der Bezirksgendarmeriekommandos. (Abg. Mag. Posch: Sind Ihnen die Fragen unangenehm, Herr Minister?) Da gibt es tatsächlich eine Diskussion, wir sollten aber auch sehr offen darüber diskutieren. Herr Klubobmann Cap, Ihr Parteivorsitzender, Herr Nationalratsabgeordneter Gusenbauer, und der Sicherheitssprecher Ihrer Partei, Nationalratsabgeordneter Parnigoni, haben vorgeschlagen, alle Bezirksgendarmeriekommandos zu schließen (Abg. Dr. Gusenbauer: Ein so ein Blödsinn!), alle Landesgendarmeriekommandos zu schließen, alle Sicherheitsdirektionen zu schließen (Hö-Rufe bei der ÖVP – Abg. Dr. Stummvoll: Unglaublich!) und aus der Bundespolizeidirektion Wien zwei bis vier unabhängige Behördenteile zu machen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Das ist Ihr Vorschlag! Wir halten das für eine ganz schlechte Idee. Wir glauben, dass es Einsatzzentren im Bezirk braucht, damit die Zusammenarbeit mit der Bezirkshauptmannschaft, mit den Bürgermeistern und mit den Gendarmerieposten weiter gewährleistet ist. Das ist der Unterschied, über den wir diskutieren sollten! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Nachdem Sie 10 Minuten ... haben, kommen wir endlich zu den Fakten!
Damit darf ich zur Beantwortung der Fragen kommen, Herr Abgeordneter Posch. (Abg. Dr. Gusenbauer: Nachdem Sie 10 Minuten ... haben, kommen wir endlich zu den Fakten!) Es wird vielleicht in einer weiteren Wortmeldung noch möglich sein, auf etwaige Fragen zum Asyl- und Fremdenrecht einzugehen. Das werde ich dann gerne tun, falls mir das der Präsident gestattet.
Abg. Dr. Gusenbauer: Wir haben mit der Polemik ...!
Ich darf zur Beantwortung der Fragen kommen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Wir haben mit der Polemik ...!)
Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Dr. Gusenbauer: Auf welche Frage ist das jetzt die Antwort?
Zuerst darf ich festhalten, dass die angestellten Vergleiche des Jahres 1999 mit den Jahren 2001, 2002 unzulässig sind. (Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Dr. Gusenbauer: Auf welche Frage ist das jetzt die Antwort?) – Wenn Sie an den Fakten interessiert sind, dann darf ich Sie um Ihre geschätzte Aufmerksamkeit ersuchen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Sind wir bei Frage 1?)
Abg. Dr. Gusenbauer: Sind wir bei Frage 1?
Zuerst darf ich festhalten, dass die angestellten Vergleiche des Jahres 1999 mit den Jahren 2001, 2002 unzulässig sind. (Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Dr. Gusenbauer: Auf welche Frage ist das jetzt die Antwort?) – Wenn Sie an den Fakten interessiert sind, dann darf ich Sie um Ihre geschätzte Aufmerksamkeit ersuchen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Sind wir bei Frage 1?)
Abg. Dr. Wittmann: Herr Oberlehrer, ... Belehrung!
Mein Vorgänger, Herr Bundesminister Schlögl, hat das System umgestellt. (Abg. Dr. Wittmann: Herr Oberlehrer, ... Belehrung!) Am 1. Februar 2000 wurde ein neues System der Zählung der Kriminaltaten eingeführt, daher sind die Zahlen von 1999 mit jenen von 2000 und folgenden nicht vergleichbar, das darf ich in aller Klarheit festhalten. Das ist nicht meine Erfindung, das ist eine Vorgabe, die mein Vorgänger eingeführt hat. Ich sage sehr klar dazu, ich stehe dazu! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Es ist dies eine vernünftige, eine richtige Maßnahme gewesen, es hat nur den Nachteil, dass die von Ihnen angestellten Vergleiche nicht möglich sind, weil es eben verschiedene Systeme gibt.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Mein Vorgänger, Herr Bundesminister Schlögl, hat das System umgestellt. (Abg. Dr. Wittmann: Herr Oberlehrer, ... Belehrung!) Am 1. Februar 2000 wurde ein neues System der Zählung der Kriminaltaten eingeführt, daher sind die Zahlen von 1999 mit jenen von 2000 und folgenden nicht vergleichbar, das darf ich in aller Klarheit festhalten. Das ist nicht meine Erfindung, das ist eine Vorgabe, die mein Vorgänger eingeführt hat. Ich sage sehr klar dazu, ich stehe dazu! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Es ist dies eine vernünftige, eine richtige Maßnahme gewesen, es hat nur den Nachteil, dass die von Ihnen angestellten Vergleiche nicht möglich sind, weil es eben verschiedene Systeme gibt.
Ruf bei der SPÖ: Wie viele?
Die eingelangten Berichte der regionalen Behörden zeigen sehr deutlich, dass Phänomene der Diebstahlskriminalität – Einbruchsdiebstahl in Kraftfahrzeuge sowie in und aus Wohnhäusern – teilweise stark zugenommen haben. Die Schwerpunkte beim Einbruchsdiebstahl liegen bei Computern, Unterhaltungselektronik, Mobiltelefonen, Bargeld, Schmuck und unbaren Zahlungsmitteln. Taschendiebstähle und so genannte Bankanschlussdelikte sowie Trickdiebstähle zum Nachteil älterer Menschen haben ebenfalls zugenommen. (Ruf bei der SPÖ: Wie viele?)
Abg. Dr. Jarolim: Das ist ja unseriös, was Sie da machen!
Ein Großteil dieser Zunahmen ist auf die vermehrte Straffälligkeit von ausländischen Tätergruppen zurückzuführen. In diesen Deliktsbereichen scheinen nach unseren, aber auch internationalen Erkenntnissen importierte Kriminalitätsstrukturen durch einreisende Tatverdächtige eine ganz ausgeprägte Rolle zu spielen. Hiefür dürften die Unterversorgung ausländischer, vor allem osteuropäischer Märkte mit erschwinglichen Gütern sowie das Wohlstandsgefälle ausschlaggebend sein. (Abg. Dr. Jarolim: Das ist ja unseriös, was Sie da machen!)
Abg. Schieder: „Quote“ ist die Frage!
Die Anzahl der geklärten Fälle ist von 199 491 im Zeitraum von Jänner bis Oktober 2002 auf 216 714 Fälle im Zeitraum von Jänner bis Oktober 2003 gestiegen, das ist ein Plus von 8,6 Prozent! (Abg. Schieder: „Quote“ ist die Frage!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Wo ist jetzt die Antwort auf Frage 3?
Zu den Fragen 4 und 5 (Abg. Dr. Gusenbauer: Wo ist jetzt die Antwort auf Frage 3?):
Abg. Dr. Gusenbauer: Frage 1 nicht beantwortet, 2 nicht beantwortet, 3 nicht beantwortet!
Die vorliegenden Rohdaten 2003 lassen einen Trend zu einer Zunahme der bekannt gewordenen Straftaten im Ausmaß von rund 10 bis 12 Prozent erwarten. (Abg. Dr. Gusenbauer: Frage 1 nicht beantwortet, 2 nicht beantwortet, 3 nicht beantwortet!) Anstiege sind vor allem im Bereich der Eigentumskriminalität und der Raubkriminalität zu erwarten. Die Ursachen für diese Entwicklungen habe ich vorhin dargestellt.
Abg. Schieder: Nach 4 kommt 5!
Selbstverständlich (Abg. Schieder: Nach 4 kommt 5!) wurden einige vorsorgende Maßnahmen zur verbesserten Kriminalitätsbekämpfung getroffen, hier sind sowohl organisatorische Maßnahmen wie die Ausgliederung von artfremden Aufgaben und Einsparungen in den Verwaltungsstrukturen als auch die Exekutivbeamten, die im Kernbereich in polizeilichen Aufgabenstellungen eingesetzt werden, zu nennen. (Abg. Dr. Gusenbauer: ... Er hat keine Antworten! Werden die Antworten schriftlich nachgereicht?)
Abg. Dr. Gusenbauer: ... Er hat keine Antworten! Werden die Antworten schriftlich nachgereicht?
Selbstverständlich (Abg. Schieder: Nach 4 kommt 5!) wurden einige vorsorgende Maßnahmen zur verbesserten Kriminalitätsbekämpfung getroffen, hier sind sowohl organisatorische Maßnahmen wie die Ausgliederung von artfremden Aufgaben und Einsparungen in den Verwaltungsstrukturen als auch die Exekutivbeamten, die im Kernbereich in polizeilichen Aufgabenstellungen eingesetzt werden, zu nennen. (Abg. Dr. Gusenbauer: ... Er hat keine Antworten! Werden die Antworten schriftlich nachgereicht?)
Abg. Mag. Wurm: Welche Frage? Damit man mitlesen kann! – Die Abgeordneten Mandak und Dr. Gusenbauer: Bei welcher Frage sind Sie, Herr Minister?
Zur kurzfristigen Steigerung der Effizienz wurde der Sicherheitsmonitor entwickelt, der tagesaktuelle Abfragen der Kriminalitätsentwicklung durch alle Exekutivbeamte ermöglicht und, darauf aufbauend, eine wesentlich bessere Planung des Ressourceneinsatzes ermöglicht. (Abg. Mag. Wurm: Welche Frage? Damit man mitlesen kann! – Die Abgeordneten Mandak und Dr. Gusenbauer: Bei welcher Frage sind Sie, Herr Minister?)
Zwischenruf des Abg. Nürnberger.
Ebenso wichtig war die Erarbeitung eines österreichweit einheitlichen Leitfadens für die Tatortarbeit, der zu einer wesentlichen Verbesserung des Standards bei der Spurensicherung und bei der Schaffung von Sachbeweisen führt. (Zwischenruf des Abg. Nürnberger.)
Die Abgeordneten Dr. Van der Bellen und Dr. Gusenbauer: Welche Frage ist das?
Direkte Fallbearbeitung mit zuständigen Stellen im Ausland oder mit österreichischen Verbindungsbeamten oder über österreichische Verbindungsbeamte im Ausland hat bereits deutlich zu einer Steigerung der Effektivität beigetragen. (Die Abgeordneten Dr. Van der Bellen und Dr. Gusenbauer: Welche Frage ist das?)
Abg. Mandak: Herr Minister, bei welcher Frage sind Sie?
Darüber hinaus ist es kriminalpolizeiliche Strategie, Know-how direkt in andere Länder zu transferieren. Es werden dabei auf Führungsebenen Strategien abgesprochen und diese kriminaltechnisch abgestimmt. (Abg. Mandak: Herr Minister, bei welcher Frage sind Sie?)
Rufe bei der SPÖ: Welche Frage ist das?
Von großer Bedeutung ist schon jetzt und auch in Zukunft die Investition in die Bekämpfung der Cyber-Crime. (Rufe bei der SPÖ: Welche Frage ist das?) – Zur Frage 6! (Abg. Nürnberger: Das ist alles noch Frage 6?!) Ist Ihnen das so recht? (Abg. Mandak: Ja, aber ...!) Dann darf ich um Ihre geschätzte Aufmerksamkeit bitten.
Abg. Nürnberger: Das ist alles noch Frage 6?!
Von großer Bedeutung ist schon jetzt und auch in Zukunft die Investition in die Bekämpfung der Cyber-Crime. (Rufe bei der SPÖ: Welche Frage ist das?) – Zur Frage 6! (Abg. Nürnberger: Das ist alles noch Frage 6?!) Ist Ihnen das so recht? (Abg. Mandak: Ja, aber ...!) Dann darf ich um Ihre geschätzte Aufmerksamkeit bitten.
Abg. Mandak: Ja, aber ...!
Von großer Bedeutung ist schon jetzt und auch in Zukunft die Investition in die Bekämpfung der Cyber-Crime. (Rufe bei der SPÖ: Welche Frage ist das?) – Zur Frage 6! (Abg. Nürnberger: Das ist alles noch Frage 6?!) Ist Ihnen das so recht? (Abg. Mandak: Ja, aber ...!) Dann darf ich um Ihre geschätzte Aufmerksamkeit bitten.
Abg. Dr. Jarolim: ... Schüleraufsatz vorlesen!
Österreich investiert sehr viel in die strategische und operative Analyse. Spezialisten aus dem Bundeskriminalamt arbeiten bei Europol und Interpol (Abg. Dr. Jarolim: ... Schüleraufsatz vorlesen!), engagiert und an führender Stelle. In Österreich selbst gibt es mehrere Programme, die wir in Auftrag gegeben haben, zum Beispiel die probeweise Einführung des Sicherheitsmonitors (Ruf: ... Aufsatzwettbewerb ...!), ein Führungsinstrument, das von den operativen Stellen in ganz Österreich stark nachgefragt und auch angewendet wird.
Ruf: ... Aufsatzwettbewerb ...!
Österreich investiert sehr viel in die strategische und operative Analyse. Spezialisten aus dem Bundeskriminalamt arbeiten bei Europol und Interpol (Abg. Dr. Jarolim: ... Schüleraufsatz vorlesen!), engagiert und an führender Stelle. In Österreich selbst gibt es mehrere Programme, die wir in Auftrag gegeben haben, zum Beispiel die probeweise Einführung des Sicherheitsmonitors (Ruf: ... Aufsatzwettbewerb ...!), ein Führungsinstrument, das von den operativen Stellen in ganz Österreich stark nachgefragt und auch angewendet wird.
Abg. Dr. Gusenbauer: Da wollen wir konkrete Antworten!
Zu den Fragen 7, 8, 9 und 10 (Abg. Dr. Gusenbauer: Da wollen wir konkrete Antworten!):
Abg. Mag. Posch: 10 Prozent weniger!
Zuerst zu den Stellenplänen. Der Stellenplan 2000 sah für die Exekutive 27 316, für die Verwaltung 6 377 vor. Im Stellenplan 2003 sind für die Exekutive 25 792, für die Verwaltung 5 659 Stellen vorgesehen. (Abg. Mag. Posch: 10 Prozent weniger!) Die Reduktion von Exekutivdienstplanstellen ist nicht gleichzusetzen mit einer Reduktion von Bediensteten im Außendienst. Ein Großteil der in den vergangenen Jahren eingeleiteten Modernisierungen zielte darauf ab, Planstellen in Verwaltungsbereichen der Zentralleitung, der Landesgendarmeriekommandos und der Bundespolizeidirektionen zu reduzieren. Deshalb wurde trotz der Einsparungsvorgaben in den Bundesfinanzgesetzen das Verhältnis der tatsächlich Exekutivdienst verrichtenden Bediensteten zu den Innendienstbereichen erheblich verändert.
Abg. Mag. Wurm: Beantworten Sie die Fragen! – Abg. Mag. Johann Maier: Beantworten Sie die Fragen!
Im Innendienst wurden am 1. Jänner 2000 nach den Meldungen aller Dienstbehörden 3 911 Exekutivdienstbeamte eingesetzt (Abg. Mag. Wurm: Beantworten Sie die Fragen! – Abg. Mag. Johann Maier: Beantworten Sie die Fragen!); mit 1. Oktober 2003 waren es 1 705 – das sind um 2 206 Innendienstbeamte weniger.
Ironische Heiterkeit der Abg. Mag. Wurm.
Eine gänzliche Beantwortung der Frage 7 zu den systemisierten und besetzten Planstellen zum Stichtag 12. November ist in dieser kurzen Zeit nicht möglich. (Ironische Heiterkeit der Abg. Mag. Wurm.) Ich ersuche Sie dafür um Verständnis; die schriftliche Beantwortung wird übermittelt. (Abg. Schieder: Das ist ja unfassbar!)
Abg. Schieder: Das ist ja unfassbar!
Eine gänzliche Beantwortung der Frage 7 zu den systemisierten und besetzten Planstellen zum Stichtag 12. November ist in dieser kurzen Zeit nicht möglich. (Ironische Heiterkeit der Abg. Mag. Wurm.) Ich ersuche Sie dafür um Verständnis; die schriftliche Beantwortung wird übermittelt. (Abg. Schieder: Das ist ja unfassbar!)
Abg. Mag. Johann Maier: Herr Bundesminister, Sie haben die Frage 8 nicht beantwortet!
Zu den Neuaufnahmen und Grundausbildungen. – In den Jahren 2000 bis 2003 wurden insgesamt 1 025 Exekutivbeamte aufgenommen (Abg. Mag. Johann Maier: Herr Bundesminister, Sie haben die Frage 8 nicht beantwortet!): im Jahr 2000 243, im Jahr 2001 61, im Jahr 2002 412, im Jahr 2003 309 – insgesamt also 1 025 Beamte. (Abg. Dr. Wittmann: Beantworten Sie die Frage!)
Abg. Dr. Wittmann: Beantworten Sie die Frage!
Zu den Neuaufnahmen und Grundausbildungen. – In den Jahren 2000 bis 2003 wurden insgesamt 1 025 Exekutivbeamte aufgenommen (Abg. Mag. Johann Maier: Herr Bundesminister, Sie haben die Frage 8 nicht beantwortet!): im Jahr 2000 243, im Jahr 2001 61, im Jahr 2002 412, im Jahr 2003 309 – insgesamt also 1 025 Beamte. (Abg. Dr. Wittmann: Beantworten Sie die Frage!)
Abg. Dr. Wittmann: Sie beantworten keine einzige Frage!
Derzeit befinden sich 540 Exekutivbedienstete in Grundausbildung. Davon werden 401 Beamte im Jahr 2004 und der Rest im Jahr 2005 ausgemustert. (Abg. Dr. Wittmann: Sie beantworten keine einzige Frage!)
Abg. Mag. Wurm: Wie viele gehen in Pension?
Im Jahre 2004 werden mindestens 770 Exekutivbeamte neu aufgenommen. (Abg. Mag. Wurm: Wie viele gehen in Pension?) Die ersten Ausbildungskurse beginnen im Februar 2004. Hinzu kommen 930 Zollwachebedienstete, die mit 1. Mai 2004 im Innenministerium ihren Dienst antreten werden. Zusammengefasst werden damit 1 700 Bedienstete im kommenden Jahr dem Bundesministerium für Inneres zusätzlich zur Verfügung stehen, meine sehr geehrten Damen und Herren.
Abg. Mag. Wurm: Außer Lokführer! Die ... nicht!
Zu den Pensionierungen, Frau Abgeordnete. Der § 22g des Bundesbediensteten-Sozialplangesetzes trat mit 1. Jänner 2002 in Kraft und ist bis 31. Dezember 2003 beschränkt. Nach dem derzeitigen Stand werden 476 Bedienstete des Innenministeriums dieses Modell in Anspruch nehmen. Dies wird auch von uns befürwortet, nicht nur deshalb, weil wir einer Forderung der Personalvertretung nachkommen, und zwar aller Gliederungen der Personalvertretungen (Abg. Mag. Wurm: Außer Lokführer! Die ... nicht!), sondern auch, weil junge KollegInnen aufgenommen werden können, eine Kostenreduktion im Innenministerium eintritt und das Innenministerium im Hinblick auf die bevorstehende Zusammenlegung und die Zollwacheeingliederung einen flexibleren Personaleinsatz vornehmen kann. Außerdem befürworten wir das Lebensarbeitszeitmodell für die Exekutive, wie es von der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst zur Diskussion eingebracht wird. Ich hoffe, dass dieses Programm bald auch hier im Parlament diskutiert werden kann. (Abg. Dr. Gusenbauer: Und wer zahlt die Pensionen?)
Abg. Dr. Gusenbauer: Und wer zahlt die Pensionen?
Zu den Pensionierungen, Frau Abgeordnete. Der § 22g des Bundesbediensteten-Sozialplangesetzes trat mit 1. Jänner 2002 in Kraft und ist bis 31. Dezember 2003 beschränkt. Nach dem derzeitigen Stand werden 476 Bedienstete des Innenministeriums dieses Modell in Anspruch nehmen. Dies wird auch von uns befürwortet, nicht nur deshalb, weil wir einer Forderung der Personalvertretung nachkommen, und zwar aller Gliederungen der Personalvertretungen (Abg. Mag. Wurm: Außer Lokführer! Die ... nicht!), sondern auch, weil junge KollegInnen aufgenommen werden können, eine Kostenreduktion im Innenministerium eintritt und das Innenministerium im Hinblick auf die bevorstehende Zusammenlegung und die Zollwacheeingliederung einen flexibleren Personaleinsatz vornehmen kann. Außerdem befürworten wir das Lebensarbeitszeitmodell für die Exekutive, wie es von der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst zur Diskussion eingebracht wird. Ich hoffe, dass dieses Programm bald auch hier im Parlament diskutiert werden kann. (Abg. Dr. Gusenbauer: Und wer zahlt die Pensionen?)
Abg. Dr. Gusenbauer: Wer zahlt die Pensionen?
Durch die vermehrten Pensionsabgänge im Jahr 2003 ist zu erwarten (Abg. Dr. Gusenbauer: Wer zahlt die Pensionen?), dass sich die Pensionsabgänge in den kommenden Jahren, Herr Abgeordneter Gusenbauer, deutlich verringern werden. (Abg. Dr. Gusenbauer: Wer zahlt die Pensionen?) Ich bitte um Verständnis, dass eine konkrete Aussage über die Pensionierungen 2004 nicht getroffen werden kann (Abg. Dr. Gusenbauer: Wer zahlt die Pensionen?), da weder krankheitsbedingte Ruhestände noch Willenserklärungen der Mitarbeiter vorhersehbar sind.
Abg. Dr. Gusenbauer: Wer zahlt die Pensionen?
Durch die vermehrten Pensionsabgänge im Jahr 2003 ist zu erwarten (Abg. Dr. Gusenbauer: Wer zahlt die Pensionen?), dass sich die Pensionsabgänge in den kommenden Jahren, Herr Abgeordneter Gusenbauer, deutlich verringern werden. (Abg. Dr. Gusenbauer: Wer zahlt die Pensionen?) Ich bitte um Verständnis, dass eine konkrete Aussage über die Pensionierungen 2004 nicht getroffen werden kann (Abg. Dr. Gusenbauer: Wer zahlt die Pensionen?), da weder krankheitsbedingte Ruhestände noch Willenserklärungen der Mitarbeiter vorhersehbar sind.
Abg. Dr. Gusenbauer: Wer zahlt die Pensionen?
Durch die vermehrten Pensionsabgänge im Jahr 2003 ist zu erwarten (Abg. Dr. Gusenbauer: Wer zahlt die Pensionen?), dass sich die Pensionsabgänge in den kommenden Jahren, Herr Abgeordneter Gusenbauer, deutlich verringern werden. (Abg. Dr. Gusenbauer: Wer zahlt die Pensionen?) Ich bitte um Verständnis, dass eine konkrete Aussage über die Pensionierungen 2004 nicht getroffen werden kann (Abg. Dr. Gusenbauer: Wer zahlt die Pensionen?), da weder krankheitsbedingte Ruhestände noch Willenserklärungen der Mitarbeiter vorhersehbar sind.
Abg. Großruck: Der 11.11.! – Abg. Schieder: Nein, in Österreich ist das der 11.11.! – Abg. Mag. Prammer: Der 1.11. ist Allerheiligen! – Abg. Schieder: Bei uns ist Allerheiligen!
Erlauben Sie mir, im Zusammenhang mit den heutigen Fragen und deren Beantwortung auch auf die APA-Meldung des Herrn Klubobmannes Cap von gestern einzugehen. Der 1.11.2003 ist ja bekanntlich nicht nur in Österreich der Faschingsbeginn. (Abg. Großruck: Der 11.11.! – Abg. Schieder: Nein, in Österreich ist das der 11.11.! – Abg. Mag. Prammer: Der 1.11. ist Allerheiligen! – Abg. Schieder: Bei uns ist Allerheiligen!) – Entschuldigen Sie, Herr Abgeordneter Schieder, Sie haben Recht: Ich meine den 11.11., also gestern. (Abg. Dr. Wittmann: Sie sind ein ganz ein Witziger! – Abg. Dr. Gusenbauer: Und wie war Ihr Faschingsbeginn am 1.11.? Erzählen Sie uns das!) Ich beziehe mich auf eine APA-Meldung vom 11.11.2003 des Herrn Klubobmannes Cap, und dort ist, wie wir beide glauben, der Faschingsbeginn. Wenn man das Thema nicht so wichtig nähme, könnte man die Meldung des Herrn Klubobmannes auch als eine weitere Falschmeldung der SPÖ oder als einen ersten SPÖ-Faschingsscherz bezeichnen.
Abg. Dr. Wittmann: Sie sind ein ganz ein Witziger! – Abg. Dr. Gusenbauer: Und wie war Ihr Faschingsbeginn am 1.11.? Erzählen Sie uns das!
Erlauben Sie mir, im Zusammenhang mit den heutigen Fragen und deren Beantwortung auch auf die APA-Meldung des Herrn Klubobmannes Cap von gestern einzugehen. Der 1.11.2003 ist ja bekanntlich nicht nur in Österreich der Faschingsbeginn. (Abg. Großruck: Der 11.11.! – Abg. Schieder: Nein, in Österreich ist das der 11.11.! – Abg. Mag. Prammer: Der 1.11. ist Allerheiligen! – Abg. Schieder: Bei uns ist Allerheiligen!) – Entschuldigen Sie, Herr Abgeordneter Schieder, Sie haben Recht: Ich meine den 11.11., also gestern. (Abg. Dr. Wittmann: Sie sind ein ganz ein Witziger! – Abg. Dr. Gusenbauer: Und wie war Ihr Faschingsbeginn am 1.11.? Erzählen Sie uns das!) Ich beziehe mich auf eine APA-Meldung vom 11.11.2003 des Herrn Klubobmannes Cap, und dort ist, wie wir beide glauben, der Faschingsbeginn. Wenn man das Thema nicht so wichtig nähme, könnte man die Meldung des Herrn Klubobmannes auch als eine weitere Falschmeldung der SPÖ oder als einen ersten SPÖ-Faschingsscherz bezeichnen.
Abg. Dr. Gusenbauer: Zu welcher Frage ist das? Bei welcher Frage sind Sie? Frage? Bei welcher Frage?
Nachfolgende Falschmeldungen kamen in der APA-Aussendung des Herrn Klubobmannes vor: Klubobmann Cap führte aus (Abg. Dr. Gusenbauer: Zu welcher Frage ist das? Bei welcher Frage sind Sie? Frage? Bei welcher Frage?), dass die Hälfte der 550 derzeit in Ausbildung befindlichen Exekutivbediensteten erst Ende des Jahres 2005 zur Verfügung steht. – Wahr ist, dass von den in Ausbildung befindlichen Exekutivbediensteten bereits 401 Polizisten und Gendarmen im Jahr 2004 ausmustern.
Abg. Dr. Gusenbauer: Bei welcher Frage ist er? – ... das falsche Manuskript!
Und zu Ihrer Aussage, Herr Klubobmann, dass 730 Beamte auf Grund der Ausbildungszeit erst in zwei Jahren zur Verfügung stehen, darf ich Ihnen sagen, dass die Ausbildung eines Grenzgendarmeriebeamten bereits nach 6 Monaten abgeschlossen ist. (Abg. Dr. Gusenbauer: Bei welcher Frage ist er? – ... das falsche Manuskript!)
Abg. Mag. Wurm: Beantworten Sie doch die Fragen!
Ich schlage vor: Wenn Sie eine Frage zur Gendarmerie oder zur Polizei haben (Abg. Mag. Wurm: Beantworten Sie doch die Fragen!), dann rufen Sie mich an! Ich bin gerne bereit, auch am 11. November, Ihnen dazu Auskunft zu geben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich schlage vor: Wenn Sie eine Frage zur Gendarmerie oder zur Polizei haben (Abg. Mag. Wurm: Beantworten Sie doch die Fragen!), dann rufen Sie mich an! Ich bin gerne bereit, auch am 11. November, Ihnen dazu Auskunft zu geben. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Schieder: Fragebeantwortung! – Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm
Weiters führen Sie aus, Herr Klubobmann, dass die 930 Zollwachebeamten (Abg. Schieder: Fragebeantwortung! – Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm), die im kommenden Mai ins Innenministerium wechseln, weiterhin ihre Tätigkeit ausüben müssen. (Abg. Schieder: Fragebeantwortung, Herr Präsident!) Wahr ist, dass mit Beitritt der Nachbarländer zur Europäischen Union ... (Abg. Schieder: ... hat keine Fragen beantwortet!)
Abg. Schieder: Fragebeantwortung, Herr Präsident!
Weiters führen Sie aus, Herr Klubobmann, dass die 930 Zollwachebeamten (Abg. Schieder: Fragebeantwortung! – Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm), die im kommenden Mai ins Innenministerium wechseln, weiterhin ihre Tätigkeit ausüben müssen. (Abg. Schieder: Fragebeantwortung, Herr Präsident!) Wahr ist, dass mit Beitritt der Nachbarländer zur Europäischen Union ... (Abg. Schieder: ... hat keine Fragen beantwortet!)
Abg. Schieder: ... hat keine Fragen beantwortet!
Weiters führen Sie aus, Herr Klubobmann, dass die 930 Zollwachebeamten (Abg. Schieder: Fragebeantwortung! – Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm), die im kommenden Mai ins Innenministerium wechseln, weiterhin ihre Tätigkeit ausüben müssen. (Abg. Schieder: Fragebeantwortung, Herr Präsident!) Wahr ist, dass mit Beitritt der Nachbarländer zur Europäischen Union ... (Abg. Schieder: ... hat keine Fragen beantwortet!)
Lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ.
Präsident Dr. Andreas Khol: Meine Herren von der Sozialdemokratie, so geht es nicht! (Lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ.) Sie stellen hier eine Dringliche Anfrage, und man kann hier heroben die Antworten nicht hören (Abg. Schieder: Das sind eh keine Antworten!), weil Sie ständig hineinreden. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das geht so nicht!
Abg. Schieder: Das sind eh keine Antworten!
Präsident Dr. Andreas Khol: Meine Herren von der Sozialdemokratie, so geht es nicht! (Lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ.) Sie stellen hier eine Dringliche Anfrage, und man kann hier heroben die Antworten nicht hören (Abg. Schieder: Das sind eh keine Antworten!), weil Sie ständig hineinreden. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das geht so nicht!
Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Präsident Dr. Andreas Khol: Meine Herren von der Sozialdemokratie, so geht es nicht! (Lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ.) Sie stellen hier eine Dringliche Anfrage, und man kann hier heroben die Antworten nicht hören (Abg. Schieder: Das sind eh keine Antworten!), weil Sie ständig hineinreden. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das geht so nicht!
Abg. Dr. Gusenbauer: In der Frage steht aber nichts vom Cap! Da steht nichts vom Cap!
Bundesminister für Inneres Dr. Ernst Strasser (fortsetzend): Danke, Herr Präsident. – Ich darf bei der Beantwortung der Frage 10 fortsetzen. (Abg. Dr. Gusenbauer: In der Frage steht aber nichts vom Cap! Da steht nichts vom Cap!)
Abg. Schieder: Das ist doch nicht in der Frage 10! Das steht in der Presseaussendung! – Abg. Dr. Gusenbauer: Der kennt nicht einmal den Unterschied zwischen ...!
Herr Klubobmann, Sie führen weiters aus, dass die 930 Zollwachebeamten, die im kommenden Mai in das Innenministerium wechseln, weiterhin ihre Tätigkeit ausüben müssen. (Abg. Schieder: Das ist doch nicht in der Frage 10! Das steht in der Presseaussendung! – Abg. Dr. Gusenbauer: Der kennt nicht einmal den Unterschied zwischen ...!) Wahr ist, dass mit dem Beitritt der Nachbarländer zur Europäischen Union
Ruf bei der SPÖ: Ah doch?
die Zollkontrollen an der Grenze wegfallen, dort kein Zollwachepersonal mehr benötigt wird. Das heißt, dass alle Zollwachebeamten, die ins Innenministerium wechseln, ausschließlich für den Sicherheitsdienst zur Verfügung stehen. Eine Ausnahme bildet hier nur die Grenze zur Schweiz und Liechtenstein (Ruf bei der SPÖ: Ah doch?), weil wir dort weiterhin eine EU-Außengrenze haben.
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.
Heute stellen Tätigkeiten wie die zollamtliche Überwachung, die Überwachung des Warenverkehrs, diesbezüglicher Verbote und Beschränkungen, der Vollzug der Verbrauchssteuern und andere Fragen Aufgaben der Zollwache dar. – Die Eingliederung von 1 030 Zollwachebediensteten ins Innenministerium stellt somit eine wesentliche Erhöhung der Einsatzkraft der Sicherheitsexekutive dar. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Jetzt geht es schnell!
Zu den Fragen betreffend die Zusammenlegung der Polizei und Gendarmerie, den Fragen 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 20 und 21 (Abg. Dr. Gusenbauer: Jetzt geht es schnell!), darf ich ausführen: Mit 31. März 2003 habe ich den Auftrag erteilt, eine grundlegende Bewertung der gegenwärtigen Strukturen der Wachkörper im Innenministerium anzustellen und einen Vorschlag für eine Zusammenführung vorzulegen.
Abg. Öllinger: Den gibt’s nicht mehr!
Bezüglich einer Verunsicherung, die, wie ich gehört habe, von Personalvertretern einer Fraktion verbreitet wurde, darf ich auch hier vor dem Hohen Haus eine Klarstellung vornehmen (Abg. Öllinger: Den gibt’s nicht mehr!): Es wird im Zusammenhang mit „Team04“ keine Reduktion der Planstellen geben! Das ist kein Auftrag, das ist auch im Projektpapier nicht vorgesehen. (Abg. Öllinger: Die sind schon reduziert!) Das wollen wir nicht, meine sehr geehrten Damen und Herren!
Abg. Öllinger: Die sind schon reduziert!
Bezüglich einer Verunsicherung, die, wie ich gehört habe, von Personalvertretern einer Fraktion verbreitet wurde, darf ich auch hier vor dem Hohen Haus eine Klarstellung vornehmen (Abg. Öllinger: Den gibt’s nicht mehr!): Es wird im Zusammenhang mit „Team04“ keine Reduktion der Planstellen geben! Das ist kein Auftrag, das ist auch im Projektpapier nicht vorgesehen. (Abg. Öllinger: Die sind schon reduziert!) Das wollen wir nicht, meine sehr geehrten Damen und Herren!
Abg. Dr. Gusenbauer: Jetzt ist sogar die ÖVP eingeschlafen! Sogar der Stummvoll schläft schon! – Widerspruch des Abg. Dr. Stummvoll. – Abg. Mag. Molterer – in Richtung des Abg. Dr. Gusenbauer –: Da lernst du was! Schreib mit! Da lernst du was – immer!
Am Freitag, dem 7. November, wurde mir das Konzept „Team04“ vom Projektleiter Brigadier Lang übergeben. An diesem Montag habe ich das Papier im Rahmen einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt. (Abg. Dr. Gusenbauer: Jetzt ist sogar die ÖVP eingeschlafen! Sogar der Stummvoll schläft schon! – Widerspruch des Abg. Dr. Stummvoll. – Abg. Mag. Molterer – in Richtung des Abg. Dr. Gusenbauer –: Da lernst du was! Schreib mit! Da lernst du was – immer!) Zugleich wurde das gesamte 140 Seiten umfassende Papier auf der Homepage des Innenministeriums im Internet veröffentlicht.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Was jetzt vorliegt, ist der Vorschlag der Experten. Was ich anstrebe, ist ein Konzept, das nicht nur von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entwickelt wurde, sondern das auch von den meisten von ihnen getragen und gelebt werden kann. Das ist das Ziel von „Team04“! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Wurm: Wo denn? Heute?
Zu den Fragen betreffend Bezirksgendarmeriekommandos habe ich schon Stellung genommen, auch zu den Fragen betreffend Polizei- und Gendarmeriebezirke. (Abg. Mag. Wurm: Wo denn? Heute?) Zur Frage der Wachzimmer und Gendarmerieposten habe ich auch bereits Stellung genommen.
Abg. Mag. Posch: Frage 12 haben Sie nicht beantwortet!
Was Ihre Fragen in Bezug auf die Arbeitsplätze, Dienstzeitmodelle, Karrierechancen und Reisegebühren betrifft (Abg. Mag. Posch: Frage 12 haben Sie nicht beantwortet!): Wir befinden uns zurzeit in einem Informations- und Diskussions-, aber in keinem Entscheidungsprozess. Ich darf Sie bitten, dass Sie zur Kenntnis nehmen, dass wir dieses Expertenpapier mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern diskutieren, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Daher können wir diese Fragen auch erst nachher genau beantworten, weil ich die Mitarbeiter in die Entscheidungsfindung einbeziehen will. (Abg. Dr. Jarolim: Umblättern, bitte! – Heiterkeit des Abg. Dr. Gusenbauer. – Rufe bei der ÖVP – in Richtung SPÖ –: Zuhören! Zuhören!)
Abg. Dr. Jarolim: Umblättern, bitte! – Heiterkeit des Abg. Dr. Gusenbauer. – Rufe bei der ÖVP – in Richtung SPÖ –: Zuhören! Zuhören!
Was Ihre Fragen in Bezug auf die Arbeitsplätze, Dienstzeitmodelle, Karrierechancen und Reisegebühren betrifft (Abg. Mag. Posch: Frage 12 haben Sie nicht beantwortet!): Wir befinden uns zurzeit in einem Informations- und Diskussions-, aber in keinem Entscheidungsprozess. Ich darf Sie bitten, dass Sie zur Kenntnis nehmen, dass wir dieses Expertenpapier mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern diskutieren, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Daher können wir diese Fragen auch erst nachher genau beantworten, weil ich die Mitarbeiter in die Entscheidungsfindung einbeziehen will. (Abg. Dr. Jarolim: Umblättern, bitte! – Heiterkeit des Abg. Dr. Gusenbauer. – Rufe bei der ÖVP – in Richtung SPÖ –: Zuhören! Zuhören!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Also, so schwach war eine ... Dringliche selten!
Das, meine sehr geehrten Damen und Herren, sind die Fakten, das sind die Antworten, die verdeutlichen, wie wir die Exekutive im 21. Jahrhundert auf einem guten Weg weiterführen werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Also, so schwach war eine ... Dringliche selten!)
Abg. Parnigoni – auf dem Weg zum Rednerpult –: Zehn!
Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Parnigoni. Er wünscht eine freiwillige Redezeitbeschränkung von 8 Minuten. (Abg. Parnigoni – auf dem Weg zum Rednerpult –: Zehn!) – Die 10 Minuten entsprechen dann der gesetzlichen Redezeitbeschränkung. – Bitte.
Abg. Dr. Gusenbauer: Genauso ist es!
Abgeordneter Rudolf Parnigoni (SPÖ): Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Herr Präsident! Herr Minister! Herr Bundesminister, ich habe Ihnen jetzt wirklich sehr genau zugehört und habe Folgendes vernommen: Erstens können Sie Allerheiligen und Faschingsbeginn nicht auseinander halten (Abg. Dr. Gusenbauer: Genauso ist es!), und zum Zweiten, so habe ich festgestellt, wissen Sie nicht einmal, wie viele Beamte Sie tatsächlich in Ihrem Ministerium haben. Daher: Wissen Sie, was in Wirklichkeit das Schlimmste für die österreichische Sicherheit ist? – Das Schlimmste ist, Herr Bundesminister, dass Sie Ihre Glaubwürdigkeit verloren haben. Das ist es in Wirklichkeit! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.
Abgeordneter Rudolf Parnigoni (SPÖ): Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Herr Präsident! Herr Minister! Herr Bundesminister, ich habe Ihnen jetzt wirklich sehr genau zugehört und habe Folgendes vernommen: Erstens können Sie Allerheiligen und Faschingsbeginn nicht auseinander halten (Abg. Dr. Gusenbauer: Genauso ist es!), und zum Zweiten, so habe ich festgestellt, wissen Sie nicht einmal, wie viele Beamte Sie tatsächlich in Ihrem Ministerium haben. Daher: Wissen Sie, was in Wirklichkeit das Schlimmste für die österreichische Sicherheit ist? – Das Schlimmste ist, Herr Bundesminister, dass Sie Ihre Glaubwürdigkeit verloren haben. Das ist es in Wirklichkeit! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.)
Abg. Mag. Molterer: Ausgezeichnet!
Meine Damen und Herren! Das war auch der Eindruck, den jeder Zuseher bei der „Pressestunde“ gehabt hat (Abg. Mag. Molterer: Ausgezeichnet!), wo Ihnen wiederholt von den Journalisten zu Recht vorgeworfen worden ist, dass Sie die Unwahrheit sagen
Abg. Mag. Molterer: Souveräner Strasser!
(Abg. Mag. Molterer: Souveräner Strasser!), und wo Sie in Wirklichkeit versucht haben, das dramatische Ansteigen der Delikte beziehungsweise Straftaten in Österreich einfach schönzureden.
Widerspruch bei der ÖVP.
Man hat jetzt bei Ihrer Rede, die über 30 Minuten gedauert hat, gesehen: Der eigene Klub hat genau einmal Zwischenapplaus gespendet. (Widerspruch bei der ÖVP.) Also die Glaubwürdigkeit des Ministers ist wirklich schwer in Mitleidenschaft gezogen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Zählen ist nicht die Stärke des Parnigoni – weiter als bis eins zählen!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Zählen ist nicht die Stärke des Parnigoni – weiter als bis eins zählen!
Man hat jetzt bei Ihrer Rede, die über 30 Minuten gedauert hat, gesehen: Der eigene Klub hat genau einmal Zwischenapplaus gespendet. (Widerspruch bei der ÖVP.) Also die Glaubwürdigkeit des Ministers ist wirklich schwer in Mitleidenschaft gezogen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Zählen ist nicht die Stärke des Parnigoni – weiter als bis eins zählen!)
Abg. Dr. Fekter: Für die Untergriffe schon! Für die Untergriffe ist die Opposition verantwortlich!
Herr Bundesminister! Ich habe eigentlich geglaubt, dass Sie jetzt die Gelegenheit dieser Dringlichen Anfrage nützen und etwas zur Zukunft, der Verbesserung der Kriminalitätsrate sagen werden. Aber diese Chance haben Sie einfach verstreichen lassen. Wieder das Übliche: Schönfärberei, Herumreden, Unwahrheiten, unsachliche Angriffe gegen die Kritiker, Untergriffe gegen die Personalvertreter und Attacken gegen die Opposition – als ob die Opposition für die Misere im Bereich der inneren Sicherheit verantwortlich wäre! (Abg. Dr. Fekter: Für die Untergriffe schon! Für die Untergriffe ist die Opposition verantwortlich!) Das ist ja in Wirklichkeit eine Verdrehung der Tatsachen.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Gusenbauer: Genauso ist es!
In Wirklichkeit kennt doch schon jeder in seinem Bekanntenkreis ein Opfer von Kriminellen, nämlich von jenen Kriminellen, die in Wirklichkeit nicht gefasst worden sind. Wir wissen genau, dass bei den Vermögensdelikten nur mehr jede fünfte Straftat aufgeklärt wird – und dafür sind Sie verantwortlich, Herr Bundesminister, nicht die Beamten, Sie sind verantwortlich! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Gusenbauer: Genauso ist es!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Gusenbauer: Ja, genau!
Meine Damen und Herren! Drei Viertel davon sind Vermögensdelikte. Das bedeutet, dass jeder dritte Haushalt in Österreich von einem Diebstahl, einem Einbruch oder einem Raub betroffen sein wird. – Das ist Ihre Sicherheitspolitik, Herr Bundesminister! Schämen Sie sich! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Gusenbauer: Ja, genau!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Gegen diese nackten Zahlen treten Sie nun statt mit einer stärkeren Verbrechensbekämpfung mit einem Beschönigungsversuch an. Es sind zwar im Jahr 2003, bis zum Zeitpunkt Ende September, um 10 Prozent mehr Fälle aufgeklärt worden als 2002; das stimmt. Dafür ist den Exekutivbeamten wirklich zu danken, die sich eingesetzt haben und die unter den misslichen Umständen, für die Sie verantwortlich sind, retten, was zu retten ist. Den Beamten gebührt wirklich unser aller Dank! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.
Das soll eine erfolgreiche Sicherheitspolitik sein, die dieser Minister zu verantworten hat? – Nein danke, Herr Minister! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.
Herr Bundesminister! Weiters argumentieren Sie mit den rumänischen Banden, die dafür verantwortlich seien. Wenn man sich aber die Zahlen für das Jahr 2002 anschaut, kann man erkennen, dass Rumänen nicht einmal 1,5 Prozent aller ermittelten Tatverdächtigen ausmachten. Wenn Sie jetzt glauben, einem Außenfeind die Schuld geben zu können, um damit Ihre Unfähigkeit zu vertuschen, sage ich Ihnen: Das wird Ihnen nicht wirklich gelingen. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.)
Ruf bei der ÖVP: Das ist ein Blödsinn!
Der Minister kündigte an, dass es im Jahr 2004 – so habe ich es gelesen – um über 2 000 Beamte mehr sein sollen. Er hat gemeint, 930 Zollwachebeamte werde es mehr im Innenministerium geben. – Das ist in Ordnung. Aber ich weiß genau, dass an der Nordgrenze in Grametten heute Zollwachebeamte Dienst an der Grenze versehen und auch jene Aufgaben übernehmen, die die Grenzpolizei an den großen Grenzstellen, den großen GreKos, erfüllt. (Ruf bei der ÖVP: Das ist ein Blödsinn!) Diese werden natürlich, solange Schengen in der Art und Weise aufrecht ist wie jetzt, weiterhin genau dieselbe Aufgabe erfüllen. Wie werden sie dann für andere Exekutivaufgaben zur Verfügung stehen? Das ist ja ein völliger Unsinn!
Bundesminister Dr. Strasser: Das stimmt ja nicht!
Sie sagen, 550 sind in Ausbildung, und signalisieren, dass diese 550 gleich zur Verfügung stehen. Das stimmt doch auch nicht! Sie versuchen das jetzt zu kaschieren. Natürlich werden 251 von diesen 550 erst im Jahr 2005 zur Verfügung stehen. (Bundesminister Dr. Strasser: Das stimmt ja nicht!)
Abg. Großruck: Viele Anträge, viel Ehr’!
Abgeordneter Rudolf Parnigoni (fortsetzend): Ich bringe somit, weil ich sehe, dass der Bundesminister nicht in der Lage ist, seine Aufgaben im Sinne der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu erfüllen, folgenden Antrag ein (Abg. Großruck: Viele Anträge, viel Ehr’!):
Abg. Großruck: Was haben Sie angestellt?
Ich kann Ihnen eines sagen: Ich war in vielen Gendarmeriekommanden, ich war in vielen Wachzimmern. (Abg. Großruck: Was haben Sie angestellt?) Wenn ich das höre, was die Kollegen dort sagen, dann kann ich Ihnen versichern, dass es, wenn Sie das nicht ernst nehmen, weiterhin zu einem dramatischen Ansteigen der Zahl der Delikte kommen und weiterhin schlecht um die Sicherheit der Bürger in diesem Land bestellt sein wird. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei den Freiheitlichen: Sind Sie Freigänger?)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei den Freiheitlichen: Sind Sie Freigänger?
Ich kann Ihnen eines sagen: Ich war in vielen Gendarmeriekommanden, ich war in vielen Wachzimmern. (Abg. Großruck: Was haben Sie angestellt?) Wenn ich das höre, was die Kollegen dort sagen, dann kann ich Ihnen versichern, dass es, wenn Sie das nicht ernst nehmen, weiterhin zu einem dramatischen Ansteigen der Zahl der Delikte kommen und weiterhin schlecht um die Sicherheit der Bürger in diesem Land bestellt sein wird. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei den Freiheitlichen: Sind Sie Freigänger?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Herr Präsident! Herr Minister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich habe schon einige Reden von Klubobmann Cap gehört. Ich komme immer mehr zur Auffassung, dass er eine eigenartige Auffassung von freier Rede hat. Freie Rede heißt bei ihm eigentlich: frei von Fakten und auch frei von jeder Ernsthaftigkeit. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Das ist selbst für eine schwache Opposition etwas zu wenig. (Heiterkeit bei der ÖVP.)
Heiterkeit bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Herr Präsident! Herr Minister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich habe schon einige Reden von Klubobmann Cap gehört. Ich komme immer mehr zur Auffassung, dass er eine eigenartige Auffassung von freier Rede hat. Freie Rede heißt bei ihm eigentlich: frei von Fakten und auch frei von jeder Ernsthaftigkeit. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Das ist selbst für eine schwache Opposition etwas zu wenig. (Heiterkeit bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Wurm: Die Kriminalität steigt!
Kollege Parnigoni! Es war für Sie jetzt nicht einfach zu begründen, warum Sie einen Misstrauensantrag stellen. Eigentlich war die Begründung ziemlich jämmerlich. Ich gebe Ihnen die Antwort darauf, warum diese Begründung jämmerlich war: Sie werden, wie andere Kollegen auch, am Montag die österreichischen Tageszeitungen gelesen haben. (Abg. Mag. Wurm: Die Kriminalität steigt!) Da werden Sie gemerkt haben, dass dem Minister mit diesem „Team 04“ ein großer Wurf gelungen ist.
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
„... Ernst Strasser ist der beste Innenminister, den diese Republik in den vergangenen Jahrzehnten hervorgebracht hat.“ (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Wurm: Die Kriminalität steigt! Das ist Faktum!
Danke für den Applaus. Aber das Zitat stammt nicht von mir, sondern das war die Beurteilung, was die Arbeit von Ernst Strasser betrifft, in der Ausgabe der „Salzburger Nachrichten“ von Montag. Genau so haben die regierungskritischen „Salzburger Nachrichten“ den Minister beurteilt. Und diese Einschätzung impliziert natürlich, dass seine Vorgänger nicht die Durchsetzungskraft und auch nicht die Entscheidungsstärke hatten, die für einen Innenminister notwendig sind, wenn er die notwendigen Reformen setzen möchte. (Abg. Mag. Wurm: Die Kriminalität steigt! Das ist Faktum!)
Abg. Mag. Wurm: Das stimmt nicht! Schauen Sie nach Tirol!
„... Er“ – gemeint ist Ernst Strasser – „ist seit sehr langer Zeit der erste, der sich nicht als Marionette des starren Apparates missbrauchen lässt. Sein Verdienst ist es, dass er eben diesen Apparat von Grund auf umkrempelt. Und dass er diesen Apparat, ...“ – jetzt kommt es, das ist die Aufgabe! – „... an die steigenden Anforderungen moderner Verbrechensbekämpfung heranführt. Polizei und Gendarmerie, das war die Hausmacht der SPÖ. Jeder Posten eines Polizeidirektors, eines Gendarmeriechefs wurde, oft ungeachtet der möglichen Qualifikation, mit treuen Genossen besetzt.“ (Abg. Mag. Wurm: Das stimmt nicht! Schauen Sie nach Tirol!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das ist des Pudels Kern, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.
Hier hat Ernst Strasser genau das richtige Ziel, nämlich mehr Beamte auf die Straße zu bringen, vor Ort zu bringen, und weniger Beamte hinter Schreibtischen zu haben. Ernst Strasser ist ein Mann der Tat. Und das tut Ihnen weh. Strasser ist bekannt dafür, dass er Ernst macht, wenn es um unsere Sicherheit geht. Das ist es, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Abg. Dr. Stummvoll: Wirklich nicht!
Sie werden mir jetzt nicht unterstellen können, dass der „Standard“ ein Organ ist, das der ÖVP besonders nahe steht. (Abg. Dr. Stummvoll: Wirklich nicht!) Aber am Montag war auch im „Standard“ deutlich zu lesen, was man von der Arbeit des Innenministers hält. Es heißt da im „Kommentar“ des „Standard“:
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Leider ein Irrtum, denn heute, aus welchen Gründen auch immer, waren Sie es, die es dem Minister zum Vorwurf machen, dass er diese längst überfällige Reform nun auch umsetzt, um zu einer neuen Sicherheitsstruktur zu kommen. Das jetzt dem Minister zum Vorwurf zu machen und heute sogar einen Misstrauensantrag einzubringen, das bleibt wirklich nur der SPÖ vorbehalten. Misstrauen verdient die Verunsicherungspolitik, die Sie heute hier betrieben haben. Das verdient Misstrauen, sage ich Ihnen, und nicht die Sicherheitspolitik von Ernst Strasser! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Parnigoni: Welche Fakten?
Lassen Sie mich noch einige Fakten nennen! (Abg. Parnigoni: Welche Fakten?) – Ich komme zu den Fakten (Abg. Öllinger: Ihre Fakten! Das ist das Problem!), zum Beispiel zu dem Faktum, was die SPÖ in ihrem Programm „Sicherheitsregionen für Österreich“ festgeschrieben hat. (Abg. Öllinger: Was ist da ein Faktum?) Faktum ist, dass es dieses Programm gibt und dass hier festgehalten ist, Kollege Öllinger: 23 bis
Abg. Öllinger: Ihre Fakten! Das ist das Problem!
Lassen Sie mich noch einige Fakten nennen! (Abg. Parnigoni: Welche Fakten?) – Ich komme zu den Fakten (Abg. Öllinger: Ihre Fakten! Das ist das Problem!), zum Beispiel zu dem Faktum, was die SPÖ in ihrem Programm „Sicherheitsregionen für Österreich“ festgeschrieben hat. (Abg. Öllinger: Was ist da ein Faktum?) Faktum ist, dass es dieses Programm gibt und dass hier festgehalten ist, Kollege Öllinger: 23 bis
Abg. Öllinger: Was ist da ein Faktum?
Lassen Sie mich noch einige Fakten nennen! (Abg. Parnigoni: Welche Fakten?) – Ich komme zu den Fakten (Abg. Öllinger: Ihre Fakten! Das ist das Problem!), zum Beispiel zu dem Faktum, was die SPÖ in ihrem Programm „Sicherheitsregionen für Österreich“ festgeschrieben hat. (Abg. Öllinger: Was ist da ein Faktum?) Faktum ist, dass es dieses Programm gibt und dass hier festgehalten ist, Kollege Öllinger: 23 bis
Der Redner hält ein Papier in die Höhe. – Abg. Parnigoni: „Behörden“! Das steht dort!
25 Sicherheitsregionen. – Hört, hört! (Der Redner hält ein Papier in die Höhe. – Abg. Parnigoni: „Behörden“! Das steht dort!)
Abg. Dr. Trinkl: Das war nie ernst gemeint! Eine Luftblase ohne Ernst!
Sicherheitsregionen! Sie kennen nicht einmal Ihr Programm? – Es steht hier: 23 bis 25 Sicherheitsregionen. – Also lesen Sie wieder Ihr Programm! Vielleicht haben Sie es vergessen. Vielleicht wollen Sie es auch vergessen haben. (Abg. Dr. Trinkl: Das war nie ernst gemeint! Eine Luftblase ohne Ernst!)
Abg. Parnigoni: Überhaupt nicht!
Das würde nämlich genau dazu führen, was Sie heute beklagen oder behaupten – siehe Frage 12 –, nämlich dass jetzt Bezirksgendarmeriekommanden von der Schließung bedroht sind oder dass sie zusammengelegt werden. – Ja, sie werden zusammengelegt, wenn wir Ihr Konzept umsetzen! (Abg. Parnigoni: Überhaupt nicht!) Nein, wenn wir das Konzept von Minister Strasser umsetzen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das würde nämlich genau dazu führen, was Sie heute beklagen oder behaupten – siehe Frage 12 –, nämlich dass jetzt Bezirksgendarmeriekommanden von der Schließung bedroht sind oder dass sie zusammengelegt werden. – Ja, sie werden zusammengelegt, wenn wir Ihr Konzept umsetzen! (Abg. Parnigoni: Überhaupt nicht!) Nein, wenn wir das Konzept von Minister Strasser umsetzen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Sie wollten Fakten bringen!
Wie Ihre Anfrage motiviert ist, kann man ja herauslesen. Das ist interessant. Bei Frage 12 wird nicht gefragt, welche Gendarmerieposten in Österreich von der Schließung bedroht sind – nein, es geht hier nur um Kärnten! Drei Mal darf man raten, warum. In Kärnten finden bekanntlich Landtagswahlen statt. Sie haben nur Salzburg vergessen, denn dann hätten Sie beide Bundesländer gehabt. Es geht Ihnen hier rein darum, im Wahlkampf Verunsicherung zu betreiben. (Abg. Öllinger: Sie wollten Fakten bringen!)
Abg. Öllinger: Herr Kollege Lopatka! Sie wollten Fakten bringen! Fakten bitte!
Sie behaupten ja auch, dass auf Grund des Projektentwurfes von „Team 04“ Gendarmerieposten vor der Schließung stehen. – Das ist ebenfalls unrichtig. Wahr ist vielmehr, dass keine Gendarmerieposten geschlossen werden. (Abg. Öllinger: Herr Kollege Lopatka! Sie wollten Fakten bringen! Fakten bitte!)
Abg. Öllinger: Was war das erste Faktum?
Ich bringe Ihnen noch ein Faktum. (Abg. Öllinger: Was war das erste Faktum?) Es wird von der SPÖ behauptet, Ernst Strasser möchte eine ÖVP-Parteipolizei aufbauen. – Hört, hört! Da kann ich nur sagen – Kollege Cap, Sie haben das gestern gesagt –: Wie der Schelm denkt, so spricht er!
Abg. Parnigoni: Das ist ja völlig falsch, was Sie da sagen! Sie sagen die glatte Unwahrheit! Das stimmt nicht!
Sie waren lange genug im Umfeld von SPÖ-Innenministern, insbesondere auch im Umfeld und in der Nähe des Innenministers Karl Blecha. Er war es, der zurücktreten musste, weil ihm nachgewiesen wurde, dass er natürlich eine SPÖ-Parteipolizei aufgebaut hatte und dass er bei der Lucona-Affäre (Abg. Parnigoni: Das ist ja völlig falsch, was Sie da sagen! Sie sagen die glatte Unwahrheit! Das stimmt nicht!), bei der immerhin sechs Todesopfer zu beklagen waren – das stimmt –, eine gesetzes- und eine rechtswidrige Weisung erteilt hat. Das war der Grund dafür, dass er zurücktreten musste, denn er wollte damals die Verfolgung von Udo Proksch und seinen mitverdächtigen Komplizen verhindern.
Abg. Parnigoni: Mit Sicherheit nicht!
Und nehmen Sie auch zur Kenntnis, dass uns die Sicherheit so wichtig ist, dass trotz des konsequenten Sparkurses, den wir einhalten, Ernst Strasser der einzige Minister ist, der ein Plus an Mitarbeitern hat. Ernst Strasser hat hier die nötige Durchsetzungskraft. Er verdient daher unser Vertrauen, auch Ihr Vertrauen. (Abg. Parnigoni: Mit Sicherheit nicht!) Ihrer Verunsicherungspolitik kann man nur misstrauen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Und nehmen Sie auch zur Kenntnis, dass uns die Sicherheit so wichtig ist, dass trotz des konsequenten Sparkurses, den wir einhalten, Ernst Strasser der einzige Minister ist, der ein Plus an Mitarbeitern hat. Ernst Strasser hat hier die nötige Durchsetzungskraft. Er verdient daher unser Vertrauen, auch Ihr Vertrauen. (Abg. Parnigoni: Mit Sicherheit nicht!) Ihrer Verunsicherungspolitik kann man nur misstrauen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Jetzt sind wir neugierig!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Dr. Partik-Pablé. 10 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Öllinger: Jetzt sind wir neugierig!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordnete Dr. Helene Partik-Pablé (Freiheitliche): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Abgeordneter Lopatka hat ein Sprichwort vorweggenommen. Die Dringliche Anfrage und auch die Reden des Kollegen Cap und des Kollegen Parnigoni gehörten in Wirklichkeit unter das Sprichwort gesetzt: Wie der Schelm denkt, so ist er! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Reheis: Da tun Sie sich aber schwer! ...!
Ihre Unterstellungen, Ihre Vorwürfe, die alle samt und sonders darin gipfeln, dass parteipolitische Spielchen gemacht würden, zeigen ja, unter welchen Gesichtspunkten oder mit welchen Hintergedanken Sie Politik machen und immer wieder gemacht haben. Das ist wirklich eine zutiefst altgeprägte sozialistische Gewohnheit, überall, bei allen politischen Handlungen parteipolitische Maßstäbe zu setzen. (Abg. Reheis: Da tun Sie sich aber schwer! ...!) Das sind Sie gewohnt aus jener Zeit, als Sie noch die Regierungsverantwortung getragen haben.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Was mich wirklich schockiert, ist Folgendes: Bei Ihnen kann eine Reform gar nicht den Zweck haben, Dinge zu ordnen, neu zu ordnen, die ganz einfach nicht mehr zeitgemäß sind oder nicht mehr gut funktionieren, sondern bei Ihnen kann eine Reform nur den Zweck haben, parteipolitische Umfärbungen vorzunehmen. Und das lehnen wir ab, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Wurm: Österreich war sicherer!
Ihre sozialistischen Minister waren ja überhaupt nicht reformfreudig. Sie haben alles beim Alten gelassen. Beispielsweise war die Zusammenlegung von Gendarmerie und Polizei zwar immer in aller Munde, wie der Herr Minister schon gesagt hat, aber drübergetraut hat sich überhaupt niemand. (Abg. Mag. Wurm: Österreich war sicherer!) Wichtig war Ihnen die Einzementierung der Macht im Sicherheitsbereich, meine sehr geehrten Damen und Herren von der Sozialdemokratie. (Abg. Reheis: Der Erfolg hat uns Recht gegeben!)
Abg. Reheis: Der Erfolg hat uns Recht gegeben!
Ihre sozialistischen Minister waren ja überhaupt nicht reformfreudig. Sie haben alles beim Alten gelassen. Beispielsweise war die Zusammenlegung von Gendarmerie und Polizei zwar immer in aller Munde, wie der Herr Minister schon gesagt hat, aber drübergetraut hat sich überhaupt niemand. (Abg. Mag. Wurm: Österreich war sicherer!) Wichtig war Ihnen die Einzementierung der Macht im Sicherheitsbereich, meine sehr geehrten Damen und Herren von der Sozialdemokratie. (Abg. Reheis: Der Erfolg hat uns Recht gegeben!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich werde Ihnen jetzt Folgendes sagen, weil Sie immer wieder behaupten, Minister Strasser würde umfärben, einfärben und so weiter: Von allen Bundespolizeidirektionen und von allen Landesgendarmeriekommanden in Österreich gibt es 13 rote, fünf neutrale und vier schwarze Chefs. Das ist die Folge der sozialistischen Personalpolitik! Da kann man sich wirklich fragen: Mit welcher Berechtigung machen Sie überhaupt so eine Anfrage? (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
ob Sie noch immer von Umfärben und Einfärben reden wollen, meine sehr geehrten Damen und Herren von der Sozialdemokratie! (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Abg. Mag. Wurm: Nein, das ist mir nicht unangenehm!
Dass Ihnen das unangenehm ist, Frau Abgeordnete Wurm, das kann ich mir schon vorstellen! (Abg. Mag. Wurm: Nein, das ist mir nicht unangenehm!) Die Wahrheit wollen Sie ganz einfach nicht hören.
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
69 Prozent der Untersuchungshäftlinge im Landesgericht für Strafsachen Wien sind Ausländer. Angesichts dieses Umstandes können Sie nicht mehr behaupten, dass ein Großteil der Kriminalität von Österreichern verübt wird, sondern das beweist, dass die meisten Vermögensdelikte von Ausländern begangen werden. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Abg. Mag. Wurm spricht – über die Bänke hinweg – mit Abg. Scheibner.
Frau Abgeordnete Wurm, jeder weiß, dass die Aufklärungsquote bei Vermögensdelikten immer gering ist, was wir auch an den Zahlen aus der Vergangenheit sehen können. Das ist ganz einfach so, und das werden wir auch nicht ändern können. Durch die offenen Grenzen hat sich das Problem noch enorm verschärft: Kaum ist ein Auto gestohlen, wird es schon über die Grenze gebracht, und oft ist nicht einmal noch die Anzeige erstattet worden, schon sind der Täter und auch das gestohlene Gut in Sicherheit. (Abg. Mag. Wurm spricht – über die Bänke hinweg – mit Abg. Scheibner.)
Abg. Mag. Wurm: Ihr Klubobmann spricht mich an!
Frau Abgeordnete Wurm, passen Sie doch auf! (Abg. Mag. Wurm: Ihr Klubobmann spricht mich an!) Sie wissen das doch ohnehin, denn Sie sitzen ja im Innenausschuss. Sie haben den Sicherheitsbericht gelesen, daher müssten Sie doch eigentlich die Ursachen der Kriminalität besser kennen, als Sie es hier darstellen. Es ist doch eine Schande, dass Sie das noch nicht wissen! (Abg. Mag. Wurm: Schauen Sie zu Ihrem Innenminister!)
Abg. Mag. Wurm: Schauen Sie zu Ihrem Innenminister!
Frau Abgeordnete Wurm, passen Sie doch auf! (Abg. Mag. Wurm: Ihr Klubobmann spricht mich an!) Sie wissen das doch ohnehin, denn Sie sitzen ja im Innenausschuss. Sie haben den Sicherheitsbericht gelesen, daher müssten Sie doch eigentlich die Ursachen der Kriminalität besser kennen, als Sie es hier darstellen. Es ist doch eine Schande, dass Sie das noch nicht wissen! (Abg. Mag. Wurm: Schauen Sie zu Ihrem Innenminister!)
Abg. Parnigoni: Eine Chinesische Mauer wäre ein Vorschlag!
nicht und das wollen viele andere auch nicht. (Abg. Parnigoni: Eine Chinesische Mauer wäre ein Vorschlag!)
Abg. Parnigoni: Den Eisernen Vorhang – das wollen Sie!
Eine Chinesische Mauer ist gar nicht notwendig (Abg. Parnigoni: Den Eisernen Vorhang – das wollen Sie!), aber wir wissen ganz genau, dass diese Kriminalitätsakte hauptsächlich von Rumänen verübt werden. Die Statistik, die Sie, Herr Abgeordneter Parnigoni, hier gebracht haben, stimmt gar nicht. Es handelt sich um rumänische Banden, die brutal zuschlagen. Da hat sich die Aufhebung der Visumpflicht für Österreich katastrophal ausgewirkt. (Abg. Parnigoni: Das liegt in der Verantwortung des Ministers!)
Abg. Parnigoni: Das liegt in der Verantwortung des Ministers!
Eine Chinesische Mauer ist gar nicht notwendig (Abg. Parnigoni: Den Eisernen Vorhang – das wollen Sie!), aber wir wissen ganz genau, dass diese Kriminalitätsakte hauptsächlich von Rumänen verübt werden. Die Statistik, die Sie, Herr Abgeordneter Parnigoni, hier gebracht haben, stimmt gar nicht. Es handelt sich um rumänische Banden, die brutal zuschlagen. Da hat sich die Aufhebung der Visumpflicht für Österreich katastrophal ausgewirkt. (Abg. Parnigoni: Das liegt in der Verantwortung des Ministers!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir wollen die Wiedereinführung der Visumpflicht haben, Herr Abgeordneter Parnigoni. Sie könnten wesentlich dazu beitragen, dass die Sicherheit in Österreich wieder erhöht wird, indem wir die Visumpflicht wieder einführen. Sie könnten den Innenminister in Brüssel unterstützen, wenn er das Verlangen stellt, dass zumindest zeitweilig die Visumpflicht für die Rumänen wieder eingeführt wird. Sie könnten durch Ihre EU-Abgeordneten diese Forderung im Interesse der Österreicher unterstützen. Sie könnten damit etwas tun, um eine wirksame Kriminalitätsbekämpfung in Österreich zu ermöglichen, meine sehr geehrten Damen und Herren von den Sozialdemokraten. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Schieder: Das kommt nicht in Frage!
Herr Abgeordneter Cap hat ja diese unsere Forderung aufgegriffen und in den Medien auch zur Sprache gebracht. Heute habe ich hier allerdings von seiner Seite nichts davon gehört. Ich hoffe nur, dass Sie, Herr Abgeordneter Cap, sich jetzt nicht davon distanzieren. Sie haben ganz richtig auch die Ursache erkannt, und ich wünsche mir, dass Sie in Ihrer Fraktion ein wenig Aufklärungsarbeit leisten und auch auf Ihre EU-Abgeordneten dahin gehend einwirken, dass wir Österreicher zumindest eine vorübergehende Einführung der Visumpflicht für die Rumänen durchsetzen. (Abg. Schieder: Das kommt nicht in Frage!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Machen wir doch folgende Analyse: Warum gibt es beispielsweise Personaleinsparungen? Warum sind Exekutivbeamte eingespart worden? Warum ist die Zahl der Überstunden reduziert worden? Warum war all das notwendig? – Weil kein Geld da ist! Warum ist kein Geld da? – Weil in den vergangenen Jahrzehnten Ihre sozialistischen Finanzminister zu viel Geld ausgegeben haben, meine sehr geehrten Damen und Herren von den Sozialdemokraten! Deshalb können wir auf überhaupt keine Reserven zurückgreifen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren von der Opposition! Hören Sie auf, zu verunsichern! Beginnen Sie mit uns gemeinsam, Ideen zu entwickeln, wie wir die vorbildhafte Sicherheitssituation in Österreich wiederherstellen können. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Parnigoni: So ist dieser Minister! Falsch! Ein Trickser!
Also bitte, Herr Minister, wenn eine Rede zur Sicherheit in Österreich so beginnt, dann kann sie nur unernsthaft sein! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Parnigoni: So ist dieser Minister! Falsch! Ein Trickser!)
Ruf bei der ÖVP: Die Opposition!
Herr Bundesminister! So fängt das alles an, und da stellt sich die Frage: Wer erzeugt in Österreich die größte Verunsicherung? (Ruf bei der ÖVP: Die Opposition!) – Nicht oppositionelle Abgeordnete, die ab und zu die Möglichkeit haben, sich öffentlich zu Sicherheitsfragen zu äußern, nein, es ist der Innenminister der Republik (neuerlicher Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ), der seit drei Jahren für das objektive, aber auch für das subjektive Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung zuständig ist, weil er nämlich etwas getan hat, was ich bisher immer dem Herrn Justizminister Böhmdorfer vorgeworfen habe. Er hat nämlich die Polizei, die Gendarmerie, die Sicherheitsexekutive ins Gerede gebracht, und zwar so, dass es der österreichischen Bevölkerung Angst macht und dass die Unsicherheit sich verstärkt und zunimmt, und zwar überall: sowohl in der Exekutive als auch in der Bevölkerung.
neuerlicher Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ
Herr Bundesminister! So fängt das alles an, und da stellt sich die Frage: Wer erzeugt in Österreich die größte Verunsicherung? (Ruf bei der ÖVP: Die Opposition!) – Nicht oppositionelle Abgeordnete, die ab und zu die Möglichkeit haben, sich öffentlich zu Sicherheitsfragen zu äußern, nein, es ist der Innenminister der Republik (neuerlicher Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ), der seit drei Jahren für das objektive, aber auch für das subjektive Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung zuständig ist, weil er nämlich etwas getan hat, was ich bisher immer dem Herrn Justizminister Böhmdorfer vorgeworfen habe. Er hat nämlich die Polizei, die Gendarmerie, die Sicherheitsexekutive ins Gerede gebracht, und zwar so, dass es der österreichischen Bevölkerung Angst macht und dass die Unsicherheit sich verstärkt und zunimmt, und zwar überall: sowohl in der Exekutive als auch in der Bevölkerung.
Beifall bei den Grünen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Diese Signale des Einbindens, des Miteinander-Redens, die müssen vom Ressort ausgehen, die müssen von der Ressortspitze ausgehen, Herr Bundesminister, sonst wird diese Sicherheitsreform – und das kann ich Ihnen garantieren – im wahrsten Sinne des Wortes in die Hose gehen. Genau das wollen wir nicht! Wir wollen dringend notwendige Reformen durchgeführt haben, und die sollen vorher diskutiert werden, und da sollen Sie nicht polarisieren, sondern einbinden. (Beifall bei den Grünen.)
Bundesminister Dr. Strasser: Das ist nicht wahr!
Herr Bundesminister! Obwohl Sie – was eigentlich Grund zur Hoffnung gab – nach dem zweiten Erkenntnis des Obersten Gerichtshofes zur Bundesbetreuung Ihre Bundesbetreuungsrichtlinie, die ja schon lange als das erkannt war, was sie tatsächlich ist, nämlich rechtswidrig, was ja dann vom OGH auch bestätigt wurde, zurückgenommen haben, hat das in der Praxis null Folgen gehabt. Es werden nämlich AsylwerberInnen trotz Bedürftigkeit und damit trotz Erfüllung der Kriterien, die nach dem Gesetz notwendig sind, in die Bundesbetreuung nicht aufgenommen. Allein stehende Männer, aber auch ganze Familien, Kinder, ja sogar unbegleitete Minderjährige werden in die Bundesbetreuung nicht aufgenommen! (Bundesminister Dr. Strasser: Das ist nicht wahr!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Bundesminister! Das ist eine Systemfrage! Es ist eine Systemfrage, wenn man beharrlich den Rechtsstaat bricht. Das soll nicht davon abhängen, ob man Ernst Strasser gerade sozusagen am rechten oder am linken Bein, also gut gelaunt oder nicht gut gelaunt erwischt. Das bereitet uns Sorge, Herr Minister! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Bundesminister Dr. Strasser: Das ist die Unwahrheit!
Ich bringe weitere Fälle: Freitag, 7. November: Frau mit 18 Jahren aus Somalia – nicht aufgenommen; siebenköpfige Familie aus Tschetschenien, Mutter schwanger, vier Kinder: aufgenommen, allerdings – und das ist das, was mich am meisten empört – wieder entlassen. Diese Frau hat dann – und jetzt gebe ich das positive Ende schon bekannt – am 11. November ein Kind geboren, und die MA 11, das Wiener Jugendamt, hat darum gebeten, dass man das irgendwie regelt, damit die Versicherung bleibt. Das ist ja das Wesentliche bei Asylwerbern: Sie verlieren mit der Entlassung aus der Bundesbetreuung die Versicherung und damit den Schutz, wenn sie krank werden und ins Krankenhaus müssen. Und eine Hochschwangere, die kurz vor der Entbindung steht, braucht ein Krankenhaus! (Bundesminister Dr. Strasser: Das ist die Unwahrheit!) Wenn so jemand aus der Bundesbetreuung entlassen wird und das nur nach Bitten und Betteln der MA 11 geregelt wird, dann kann ich mich nur wundern. Ich weiß nicht, Herr Bundesminister, wie Sie dieses Verhalten charakterisieren. (Bundesminister Dr. Strasser: Es ist die Unwahrheit!) Ich charakterisiere es als unmenschlich, Herr Bundesminister! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Bundesminister Dr. Strasser: Es ist die Unwahrheit!
Ich bringe weitere Fälle: Freitag, 7. November: Frau mit 18 Jahren aus Somalia – nicht aufgenommen; siebenköpfige Familie aus Tschetschenien, Mutter schwanger, vier Kinder: aufgenommen, allerdings – und das ist das, was mich am meisten empört – wieder entlassen. Diese Frau hat dann – und jetzt gebe ich das positive Ende schon bekannt – am 11. November ein Kind geboren, und die MA 11, das Wiener Jugendamt, hat darum gebeten, dass man das irgendwie regelt, damit die Versicherung bleibt. Das ist ja das Wesentliche bei Asylwerbern: Sie verlieren mit der Entlassung aus der Bundesbetreuung die Versicherung und damit den Schutz, wenn sie krank werden und ins Krankenhaus müssen. Und eine Hochschwangere, die kurz vor der Entbindung steht, braucht ein Krankenhaus! (Bundesminister Dr. Strasser: Das ist die Unwahrheit!) Wenn so jemand aus der Bundesbetreuung entlassen wird und das nur nach Bitten und Betteln der MA 11 geregelt wird, dann kann ich mich nur wundern. Ich weiß nicht, Herr Bundesminister, wie Sie dieses Verhalten charakterisieren. (Bundesminister Dr. Strasser: Es ist die Unwahrheit!) Ich charakterisiere es als unmenschlich, Herr Bundesminister! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Ich bringe weitere Fälle: Freitag, 7. November: Frau mit 18 Jahren aus Somalia – nicht aufgenommen; siebenköpfige Familie aus Tschetschenien, Mutter schwanger, vier Kinder: aufgenommen, allerdings – und das ist das, was mich am meisten empört – wieder entlassen. Diese Frau hat dann – und jetzt gebe ich das positive Ende schon bekannt – am 11. November ein Kind geboren, und die MA 11, das Wiener Jugendamt, hat darum gebeten, dass man das irgendwie regelt, damit die Versicherung bleibt. Das ist ja das Wesentliche bei Asylwerbern: Sie verlieren mit der Entlassung aus der Bundesbetreuung die Versicherung und damit den Schutz, wenn sie krank werden und ins Krankenhaus müssen. Und eine Hochschwangere, die kurz vor der Entbindung steht, braucht ein Krankenhaus! (Bundesminister Dr. Strasser: Das ist die Unwahrheit!) Wenn so jemand aus der Bundesbetreuung entlassen wird und das nur nach Bitten und Betteln der MA 11 geregelt wird, dann kann ich mich nur wundern. Ich weiß nicht, Herr Bundesminister, wie Sie dieses Verhalten charakterisieren. (Bundesminister Dr. Strasser: Es ist die Unwahrheit!) Ich charakterisiere es als unmenschlich, Herr Bundesminister! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Herr Minister! Dieses Ihr Verhalten – und so haben wir es auch in unserem Misstrauensantrag formuliert – ist für den Rechtsstaat untragbar. Deshalb, Herr Minister, versagen wir Ihnen nach drei Jahren Amtsführung erstmals das Vertrauen. Nach meinem Dafürhalten haben Sie nur mehr eine Chance, da auszubrechen: indem Sie sich bessern! – So würde ich mit meinem Sohn sprechen! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Johann Maier (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Sicherheit ist ein Thema für alle Parteien, so natürlich auch für die Sozialdemokratie. Herr Bundesminister, auch wir sind der Meinung, dass Reformen im Exekutivbereich notwendig sind. Nur: Die Art und Weise, wie Sie diese Reformen bislang vorgenommen haben, nämlich gegen den Widerstand Ihrer Dienstnehmer, gegen den Widerstand der Personalvertretung und gegen den Widerstand der Öffentlichkeit, lehnen wir ab. Sie allein, Herr Bundesminister, sind für die jetzige Situation verantwortlich! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie reden davon, dass keine Wachzimmer zugesperrt werden. – Ich war selbst dabei, mit den Medien: Die Wachzimmer wurden zugesperrt, um 10 Uhr auf Grund eines Dienstbefehls! Herr Bundesminister, wer glaubt Ihnen noch, wenn Sie behaupten, dass keine Wachzimmer, keine Gendarmerieposten zugesperrt werden? – Niemand mehr in Österreich glaubt Ihnen das. Dafür sind Sie als Person allein verantwortlich! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
„Ein Innenminister ist dann erfolgreich, wenn die Kriminalitätsrate niedrig und die Aufklärungsquote hoch ist. Und: Wenn sich die Bevölkerung sicher fühlt. An diesen Parametern gemessen ist Ernst Strasser erfolglos.“ (Beifall bei der SPÖ.) „Die Zahl der Verbrechen explodiert, bei der Aufklärung hinkt die Exekutive hinten nach. Und die Bürger fühlen sich noch weniger sicher als zu Zeiten übelster FPÖ-Angstmacherei.“ (Abg. Großruck: Kollege Lopatka ist glaubwürdiger!)
Abg. Großruck: Kollege Lopatka ist glaubwürdiger!
„Ein Innenminister ist dann erfolgreich, wenn die Kriminalitätsrate niedrig und die Aufklärungsquote hoch ist. Und: Wenn sich die Bevölkerung sicher fühlt. An diesen Parametern gemessen ist Ernst Strasser erfolglos.“ (Beifall bei der SPÖ.) „Die Zahl der Verbrechen explodiert, bei der Aufklärung hinkt die Exekutive hinten nach. Und die Bürger fühlen sich noch weniger sicher als zu Zeiten übelster FPÖ-Angstmacherei.“ (Abg. Großruck: Kollege Lopatka ist glaubwürdiger!)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Die SPÖ-Fraktion schließt sich diesen Schlussfolgerungen vollinhaltlich an. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister! Ich verstecke mich nicht hinter meiner parlamentarischen Immunität. Der Leiter des Büros für interne Angelegenheiten wurde von dieser Strafanzeige in einem Zwei-Stunden-Gespräch informiert, es kam zu keiner Reaktion seitens Ihres Ministeriums. Meine sehr verehrten Damen und Herren, die Sache liegt bei Gericht, und wir werden nicht nur diesen Fall, sondern die Umstände, die dazu geführt haben, in den nächsten Monaten sicherlich weiter zur Sprache bringen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Bei einer Anfrage erwartet man sich in erster Linie Antworten! – Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.
Abgeordneter Günter Kößl (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Es ist eigentlich bedenklich, wenn eine Dringliche Anfrage eingebracht wird, bei der man erwartet, dass Argumente ins Treffen geführt werden, die eine Bereicherung für dieses ganze Thema wären und diese Anfrage auch rechtfertigen würden – aber es kommt nichts, nichts Brauchbares, nichts Vernünftiges; stattdessen wird, so möchte ich sagen, Polemik betrieben, und alles wird schlecht gemacht. (Abg. Öllinger: Bei einer Anfrage erwartet man sich in erster Linie Antworten! – Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte eines klarstellen, weil die steigende Kriminalität angesprochen worden ist: Ja, es gibt eine steigende Kriminalität, aber europaweit, besonders bei Vermögensdelikten, und Österreich ist davon sicherlich nicht ausgenommen. Aber die Aussagen der Opposition sind, bitte, zu relativieren. Unter „drastischer Senkung“ der Aufklärungsquote verstehen Sie 0,9 Prozent. Sie sagen aber nicht, dass im Jahr 2002 um 7 000 Tathandlungen mehr als im Jahr zuvor aufgeklärt worden sind. Ich möchte auch von dieser Stelle aus der Exekutive ein herzliches Dankeschön sagen! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Johann Maier: Das ist ja seine Aufgabe, Kollege Kößl!
Es gibt eine breite Diskussion mit den Betroffenen. Ich bedanke mich beim Innenminister dafür, dass er sich zur Verfügung stellt, dass er hinausfährt und mit den Beamten draußen vor Ort diskutiert. (Abg. Mag. Johann Maier: Das ist ja seine Aufgabe, Kollege Kößl!) Das hat es früher noch nicht gegeben. (Beifall bei der ÖVP. – Widerspruch bei der SPÖ.) Ich bin 30 Jahre im Dienst und habe keinen Innenminister draußen bei der Diskussion mit den Bediensteten gesehen – schon gar nicht bei Reformen, weil es die vorher nie gegeben hat! Es hat keine Reformen gegeben, es war ein Riesen-Reformstau bei Amtsantritt von Minister Strasser! (Beifall bei der ÖVP. – Rufe und Gegenrufe zwischen SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Widerspruch bei der SPÖ.
Es gibt eine breite Diskussion mit den Betroffenen. Ich bedanke mich beim Innenminister dafür, dass er sich zur Verfügung stellt, dass er hinausfährt und mit den Beamten draußen vor Ort diskutiert. (Abg. Mag. Johann Maier: Das ist ja seine Aufgabe, Kollege Kößl!) Das hat es früher noch nicht gegeben. (Beifall bei der ÖVP. – Widerspruch bei der SPÖ.) Ich bin 30 Jahre im Dienst und habe keinen Innenminister draußen bei der Diskussion mit den Bediensteten gesehen – schon gar nicht bei Reformen, weil es die vorher nie gegeben hat! Es hat keine Reformen gegeben, es war ein Riesen-Reformstau bei Amtsantritt von Minister Strasser! (Beifall bei der ÖVP. – Rufe und Gegenrufe zwischen SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Rufe und Gegenrufe zwischen SPÖ und ÖVP.
Es gibt eine breite Diskussion mit den Betroffenen. Ich bedanke mich beim Innenminister dafür, dass er sich zur Verfügung stellt, dass er hinausfährt und mit den Beamten draußen vor Ort diskutiert. (Abg. Mag. Johann Maier: Das ist ja seine Aufgabe, Kollege Kößl!) Das hat es früher noch nicht gegeben. (Beifall bei der ÖVP. – Widerspruch bei der SPÖ.) Ich bin 30 Jahre im Dienst und habe keinen Innenminister draußen bei der Diskussion mit den Bediensteten gesehen – schon gar nicht bei Reformen, weil es die vorher nie gegeben hat! Es hat keine Reformen gegeben, es war ein Riesen-Reformstau bei Amtsantritt von Minister Strasser! (Beifall bei der ÖVP. – Rufe und Gegenrufe zwischen SPÖ und ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Jetzt kommt das niederösterreichische Modell!
Geschätzte Damen und Herren! Wenn von einer „Umfärbelungsaktion“ gesprochen wird, muss eines klar sein: Ende 1999 waren 95 Prozent im Innenministerium SPÖ-Mitglieder oder SPÖ-nahe Beamte. Es gab keinen einzigen Landesgendarmeriekommandanten in Österreich, der nicht bei der SPÖ oder besonders SPÖ-nahe war. Ich sage auch genau, warum ich von „besonders SPÖ-nahe“ spreche: weil mich ein Betroffener angerufen und zu mir gesagt hat, er sei nicht Mitglied der SPÖ, aber er stehe der SPÖ sehr, sehr nahe. – Das stimmt, so schaut es aus. Es gab keinen einzigen Abteilungsleiter, der mit Personalagenden befasst war und nicht der SPÖ angehörte. Wenn jetzt im Zuge von Neubesetzungen eine Nachbesetzung erfolgt, dann muss man doch, bitte, all denjenigen zugestehen, dass sie, wenn sie die beruflichen Voraussetzungen erbringen, nicht unbedingt das SPÖ-Buch brauchen. (Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Jetzt kommt das niederösterreichische Modell!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich glaube, es wäre wichtig, beim Thema Sicherheit keine Polemik anzuwenden und die Verbreitung von Unwahrheiten zu unterlassen. Es geht dabei um die Erfüllung von ganz wichtigen Aufgaben für die Bevölkerung unseres Landes, da sind wir sicherlich alle gefordert. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Aber was wird von Ihnen hier betrieben, verehrte Kolleginnen und Kollegen von den Sozialdemokraten, in Ihrer Anfrage und in dem Misstrauensantrag, in den sie mündet? – Darin steht: „Seit dem Jahr 2000, dem Amtsantritt der schwarz-blauen Bundesregierung“, weist die Statistik „eine stark gestiegene Kriminalität in Österreich aus“. Also was heißt das: Seit die blaue Regierung im Amt ist, gibt es mehr Kriminalität? – Das heißt doch nichts anderes, als dass Sie sagen, dass wir dafür verantwortlich sind, dass es mehr Kriminalität gibt. Meine Damen und Herren, die Kriminalität wird immer noch von Kriminellen gemacht, aber nicht von der Bundesregierung und vom Bundesminister, das müssen sogar Sie zur Kenntnis nehmen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Parnigoni: Aber nur in Ihrer xenophoben ...!
Das werden auch Sie, obwohl doch manche von Ihnen Gutmenschen sind, zur Kenntnis nehmen müssen, dass Kriminalität auch einen Namen hat: Sie hat unter anderem den Namen „Ausländer“, und sie hat unter anderem leider Gottes auch den Namen „Asylwerber“. Nicht umsonst weist die Statistik aus (Abg. Parnigoni: Aber nur in Ihrer xenophoben ...!), dass von 1 229 Nigerianern, die kriminelle Handlungen gesetzt haben und aktenkundig sind, 690 Asylwerber sind, meine sehr geehrten Damen und Herren. Es ist nun einmal Realität, dass ein großer Prozentsatz der Asylwerber in die Kriminalität verfällt, das muss man zur Kenntnis nehmen.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Wenn man bereits von den Medien so darauf hingewiesen wird, wo die Kriminalität wirklich herkommt, dann sollte man sie auch wirksam bekämpfen können. Dazu zählt eben auch die Visumpflicht, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich habe aber noch ein Thema, das meines Erachtens eine gewisse Bedeutung hat: Nach dem Vorbild des Freistaates Bayern sollte auch in Österreich die Schleierfahndung eingeführt werden. Es gibt eine bestens ausgebildete und geschulte Gruppe in der Exekutive, die vor allem auch eine Ausstattung auf höchstem Standard hat. Meine Damen und Herren, es ist dies das EKO Cobra, 336 Beamte in Österreich, die sich selbst als Krisenfeuerwehr der Exekutive bezeichnen. Gemäß einem Erlass aus dem Jahr 2002 darf die Cobra derzeit nur dann tätig werden, wenn für den Einsatz besonders ausgebildete und ausgerüstete Spezialkräfte im Verband erforderlich sind. Es werden dann auch Beispiele genannt, es sind dies Amok, Geiselnahme und auch Erpressung. Meine sehr geehrten Damen und Herren, die Cobra hat nach Aussage maßgeblicher Exekutivbeamter, die mich darauf aufmerksam gemacht haben, noch freie Kapazitäten. Sehr geehrter Herr Bundesminister! Ich ersuche Sie, zu prüfen, ob nicht diese Sonder-Eliteeinheit zur Bekämpfung jener doch noch nie da gewesenen Welle von Brutalität und von Kriminalität herangezogen werden kann. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Zum Schluss kommend: Es ist eine schwierige Situation, was die Kriminalität betrifft. Mit der Neustrukturierung der Exekutive im „Team04“ ist zweifellos ein richtiger Weg beschritten worden, aber unseres Erachtens sind auch Sofortmaßnahmen notwendig. (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.) Wir ersuchen Sie, Herr Bundesminister, hier auch tätig zu werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zum Schluss kommend: Es ist eine schwierige Situation, was die Kriminalität betrifft. Mit der Neustrukturierung der Exekutive im „Team04“ ist zweifellos ein richtiger Weg beschritten worden, aber unseres Erachtens sind auch Sofortmaßnahmen notwendig. (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.) Wir ersuchen Sie, Herr Bundesminister, hier auch tätig zu werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Mainoni: Sie verschließen die Augen vor den Fakten, Frau Kollegin! Sie sprachen von Fakten! – Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.
Abgeordnete Mag. Brigid Weinzinger (Grüne): Herr Präsident! Herr Minister! Geschätzte Damen und Herren! Reden wir doch zuerst einmal über den Umgang des Herrn Ministers mit den Fakten. Die Fakten sind ja heute schon sehr häufig zitiert worden. Als Fakt in dieser Beantwortung wurden als Erstes einmal mehr oder weniger hieb- und stichfeste Hypothesen formuliert, die einen einzigen gemeinsamen Nenner haben – wenn ich jetzt richtig zugehört habe –, nämlich dass sich querdurch eine latente Ausländerfeindlichkeit als politisches Stilmittel zieht, die ich bislang nur von anderer politischer Seite in dieser Drastik und in dieser Deutlichkeit erlebt habe. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Mainoni: Sie verschließen die Augen vor den Fakten, Frau Kollegin! Sie sprachen von Fakten! – Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Mag. Mainoni.
Herr Minister! Wenn Sie tatsächlich nicht wissen, in welchen Fällen die Bundesbetreuung verweigert wurde, dann haben Sie entweder ein sehr inferiores Informationsmanagement im Haus – in diesem Fall würde ich Ihnen raten, sich mit Bundeskanzler Schüssel zusammenzutun, der heute in Sachen Infomanagement schon hilfreiche Tipps angeboten hat, oder Sie leiden unter stressbedingtem Gedächtnisausfall. Dann würde ich Ihnen empfehlen, sich einen weniger stressigen Job zu suchen, denn davon hätten nicht nur Sie etwas! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Mag. Mainoni.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Konkret wurde mehreren Personen, die nachweislich Asyl beantragen wollten, nicht einmal dieses Verfahren gewährt, sondern sie wurden unter Umständen zurückgeschoben, die jeglicher Menschlichkeit spotten! – Wenn es zeitlich und organisatorisch möglich ist, die Fingerabdrücke der Betroffenen abzunehmen, zeitlich und organisatorisch aber nicht möglich ist, dass eine Mutter ihr Kleinkind wickelt, dann frage ich zumindest den Präsidenten des Niederösterreichischen Hilfswerkes – Herr Minister Strasser, ich glaube, das sind Sie ja noch immer –: Wo bleibt da die Familienfreundlichkeit und Menschlichkeit der ÖVP? (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Einer dieser Menschen, die an der österreichischen Grenze, konkret über die BH Gmünd, abgewiesen wurden, hat einem Journalisten in einem tschechischen Lager einen Bescheid gezeigt, in welchem steht, dass er in Österreich ein Aufenthaltsverbot bis zum 1. November 2008 hat, ohne dass er wüsste, wie er dazu kommt. Im Hinblick darauf ist es, wie ich glaube, doch mehr als begründet, dass es inzwischen eine Klage wegen Amtsmissbrauchs an die Behörde gibt. So kann es jedenfalls nicht gehen! Für solche „Einladungen“ bedanken wir uns herzlich! Abgelehnt! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Mainoni.
Stattdessen nimmt dieser Minister, der angeblich für Sicherheit zuständig ist, den Menschen die Sicherheit auf ein anständiges Verfahren, zum Beispiel auf Schutz vor Abschiebung während eines laufenden Verfahrens per Gesetz. Dieser Minister nimmt den Menschen die Sicherheit vor physischen Übergriffen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Mainoni.)
Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Strasser.
Ich darf zum Beispiel auf einen Fall aufmerksam machen, in dem eine Frau aus dem Kosovo von ihrem eigenen Mann schwer misshandelt wurde. Sie landete im Lager in Traiskirchen in einem Haus, zu dem auch Männer Zugang hatten, und sie hat sich dort zu Tode gefürchtet, weil sie nicht einmal ihren Raum versperren konnte. So geht die österreichische Behörde mit schwer traumatisierten Frauen um! (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Strasser.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schöls.
Herr Minister Strasser, ich kann Sie daher nur entsprechend Ihrer eigenen Diktion ganz, ganz herzlich einladen: Ziehen Sie die entsprechenden Konsequenzen in Ihrer Lebensplanung und ersparen Sie uns das! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schöls.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister! Dieser beinharte Sparkurs, der hier gefahren wird, trägt sehr deutlich die Handschrift des Herrn Finanzministers: Strasser macht, was Grasser sagt! Herr Bundesminister! Ich will es ganz einfach nicht glauben. Aber Grasser ist hauptverantwortlich für das Budget und für den Stellenplan, und er ist immer federführend tätig, wenn es darum geht, Österreich kaputt zu sparen. Das, Herr Bundesminister, werden wir aber ganz einfach nicht zulassen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Herr Bundesminister! Daher fordern wir sofortige Neuaufnahmen, die Aufhebung des Sparerlasses, die Aufhebung der Überstundenkürzungen und ausreichende budgetäre Mittel, damit die Exekutive ihren Aufgaben gerecht werden kann, denn die Politik ist verpflichtet, der österreichischen Bevölkerung Schutz und Sicherheit zu geben. Gefährden Sie mit diesem Kürzungsprogramm nicht das, was wir in Jahrzehnten aufgebaut haben, nämlich ein blühendes Land mit hoher Lebensqualität, in dem sich die Menschen wohl und sicher fühlen. Dieser Politik sind wir verpflichtet! Diese Politik hat Vorrang und nicht Ihr Sparkurs! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wir werden, so wie vorgesehen, in der ersten Hälfte 2004 die Umsetzungsvorbereitungen treffen, und wir werden, wenn wir in der zweiten Hälfte 2004 die entsprechenden Ermächtigungen bekommen, die Umsetzung innerhalb dieser Legislaturperiode, also bis 2006, erledigen. Das ist der Plan für die neue Exekutive für Österreich. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Habe ich Ihre Frage jetzt klar und deutlich beantwortet? (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Maier.
Herr Abgeordneter Maier! Auch die Frau Landeshauptmann-Stellvertreterin hat von den systemisierten Planstellen bei der Kripo in Salzburg gesprochen. Sie haben gemeint, es gäbe derzeit 194 systemisierte Planstellen. – Darauf erwidere ich: Tut Leid, Herr Abgeordneter! Nach unseren Informationen sind es 221 Beamte! Laut Konzept sind künftig in Salzburg aber nicht insgesamt nur mehr 122 Kriminalbeamte, wie Sie geschrieben haben, vorgesehen, sondern insgesamt 213 Planstellen für Kriminalbeamte, 122 Planstellen in der Landeskriminalabteilung, 64 Planstellen für den Kriminaldienst bei der Stadtpolizei Salzburg und 27 Planstellen für Kriminalbeamte auf dem Flughafen Salzburg. Das steht im Konzept. Ich darf Sie herzlich einladen, dass wir das vielleicht gemeinsam lesen! (Zwischenruf des Abg. Mag. Maier.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich lade Sie hier, vor aller Öffentlichkeit, ein: Wenn es etwas gibt, was hier zu überprüfen ist, dann legen Sie es vor! Wenn Sie aber nichts haben, dann bitte ich Sie, die Unterstellungen gegenüber Beamten zu unterlassen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Zu den Beiträgen der Frau Abgeordneten Stoisits und der Frau Abgeordneten Weinzinger: Auch dazu sei hier in aller Klarheit gesagt, dass jedem, dem bis jetzt in Österreich Asyl gewährt wurde, selbstverständlich auch nach dem neuen Asylsystem Asyl gewährt werden wird. Der Unterschied besteht allerdings darin, dass er nun schneller Asyl bekommen wird, weil wir eben die Zahl der Wirtschaftsflüchtlinge – und acht von zehn der derzeitigen Asylwerber sind Wirtschaftsflüchtlinge, die wieder zurück müssen – in diesem Zusammenhang reduzieren wollen, weil wir davon ausgehen, dass Asylwerber rascher zu ihrem Asylrecht kommen sollen. – Das ist der Punkt, den wir mit dem neuen Asylsystem einführen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Österreich ist und bleibt ein offenes Haus für Menschen, die Asyl suchen. Wir wollen aber keine Hintertür für jene öffnen, die Asyl sagen und etwas anderes meinen. Das ist berechtigt, das ist richtig, das ist konsequent, das ist offen, und zu diesem Weg stehe ich! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
An die Adresse des Klubs der Sozialdemokraten und auch an die Adresse des Klubs der Grünen möchte ich sehr offen sagen: Ich darf Sie wirklich einmal mehr einladen, mit den Bürgermeistern zu reden! Reden Sie mit dem Bürgermeister von Salzburg! Fragen Sie ihn, wieso er am 2. Mai gesagt hat, dass er keine zusätzlichen Asylwerber in seiner Stadt sehen kann, dass das für ihn nicht möglich ist. Wieso sagt der Bürgermeister von Stockerau, dass es unmöglich ist, zusätzliche Asylwerber zu haben? Wieso sagt der Bürgermeister von Wöllersdorf, dass man keine Asylwerber mehr nehmen kann? (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Parnigoni. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wieso sagt der Bürgermeister von Traiskirchen, dass tausend Asylwerber schon zu viel sind, obwohl ich mich damals mit Minister Löschnak darauf verständigt habe? – Ich verstehe diese Bürgermeister! (Zwischenruf des Abg. Parnigoni. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Umso mehr bedanke ich mich bei allen Bürgermeistern, bei allen Gemeinderäten und bei allen Gemeindevorständen, die mithelfen, dass wir jenen, die Asyl brauchen, auch eine entsprechende Betreuung zur Verfügung stellen können! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Frau Abgeordnete Stoisits! Frau Abgeordnete Weinzinger! Sie haben sehr wortgewaltig hier vor diesem Gremium gesprochen. Ich habe allerdings keinen Antrag der Grünen in Salzburg gesehen, dass Asylwerber nach Salzburg kommen sollen! Ich habe keinen Antrag der grünen Gemeinderäte von Stockerau gesehen! Ich habe keinen Antrag von grünen Gemeinderäten in Mödling gesehen! Ich habe keinen Antrag von grünen Gemeinderäten in Wöllersdorf gesehen! – Ich habe ein bisschen den Eindruck, dass von Ihren Gemeinderäten etwas anderes gesagt wird als das, was Sie hier vertreten! Ich darf Sie wirklich einladen, dass Sie Ihre Frage hier überprüfen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich darf Ihnen hier auch zur Kenntnis bringen, was der Vertreter des UNHCR nach seinem Besuch gesagt hat: Er war mit der Einvernahme einverstanden. Er hat gebeten, dass man bei einigen Fragen etwas modelliert. Das ist durchaus ein berechtigtes Anliegen. Das werden wir sehr genau prüfen. Aber das, was hier so unangenehm angedeutet wird und was ich nicht verstehe, ist, dass Sie Beamten, die in schwierigsten Situationen ihre Pflicht tun und ihre Arbeit machen, unterstellen, dass sie sich nicht an die Gesetze halten. Das ist nicht der Fall, auch wenn es keine Beamten des Innenministeriums, sondern Beamte des Landes Niederösterreichs sind! Wir sind ihnen zu Dank verpflichtet, dass sie diese Arbeit sorgsam machen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Einladung an Frau Abgeordnete Stoisits lautet: Wenn es einen Fall gibt, der zu überprüfen ist, bitte ich Sie sehr, auch wenn Sie das zuvor öffentlich kundgetan haben, dass wir wenigstens nachher die Fälle haben können. Am besten wäre, wenn Sie sie mir jetzt gleich übergeben könnten, damit wir sie überprüfen können. Es kann sein, dass irgendwo ein Fehler passiert ist. Ich will hier nicht sagen, dass alles immer hundertprozentig funktioniert, aber geben Sie uns doch die Chance, dass wir uns das anschauen, sonst müsste ich mir denken, dass es etwas gibt, das einen Grund dafür abgibt, dass man uns diese Information nicht geben will. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Das war ein Redebeitrag und keine tatsächliche Berichtigung!
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Da Sie hier die Behauptung wiederholt haben, dass sich der Salzburger Bürgermeister gegen die Aufnahme von Flüchtlingen ausgesprochen habe und Sie dafür ein gewisses Verständnis aufbringen könnten, stelle ich hier klar und richtig: Der Bürgermeister von Salzburg hat über die Medien öffentlich erklärt, dass diese Ihre Behauptung unrichtig sei, dass es kein Gespräch zwischen Ihnen und dem Bürgermeister gegeben habe. Daraufhin hat es auch eine Aussendung Ihres Ministerbüros gegeben, in der klargestellt wurde, dass es kein direktes Gespräch zwischen dem Salzburger Bürgermeister und Ihnen gegeben hat. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Das war ein Redebeitrag und keine tatsächliche Berichtigung!)
Heiterkeit bei Abgeordneten von ÖVP und Freiheitlichen.
Präsident Dr. Heinz Fischer: „Im Übrigen“ ist bei tatsächlichen Berichtigungen nicht vorgesehen, es sei denn, Sie haben einen zweiten Punkt. Dann wieder zu berichtigender Sachverhalt, tatsächlicher Sachverhalt. (Heiterkeit bei Abgeordneten von ÖVP und Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ähnlich verhält es sich mit der Kriminalität in Österreich. Einer stetig steigenden Kriminalität, immer internationaler und organisierter, immer raffinierter und brutaler, wird durch diesen Minister konkret mit der so notwendigen Umstrukturierung der antiquierten Polizei- und Gendarmeriestruktur in Österreich begegnet. Ernst Strasser führt zusammen, was zusammengehört, und damit steigt Effizienz und Einsatzstärke unserer Exekutive. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Na bitte!
Es hat sich auch vieles geändert. Die Komplexität der neuen Kriminalität ist enorm. Schnell und organisiert operieren vor allem ausländische Tätergruppen. Sie kommen herein, werden vor allem im Bereich der Deliktsgruppen Raub und Eigentum aktiv und verschwinden wieder. Ein grenzenloses Europa hat eben auch gewisse Risiken. Andererseits muss aber auch einmal deutlich gesagt werden, dass aus versicherungsrechtlichen Gründen von den Menschen mehr Eigentumsdelikte angezeigt werden, als dies früher der Fall war. (Abg. Öllinger: Na bitte!) Ähnliches gilt auch für andere Delikte. Es gibt eben auch so etwas wie eine Änderung in der Anzeigekultur. (Abg. Öllinger: Anzeigekultur!?)
Abg. Öllinger: Anzeigekultur!?
Es hat sich auch vieles geändert. Die Komplexität der neuen Kriminalität ist enorm. Schnell und organisiert operieren vor allem ausländische Tätergruppen. Sie kommen herein, werden vor allem im Bereich der Deliktsgruppen Raub und Eigentum aktiv und verschwinden wieder. Ein grenzenloses Europa hat eben auch gewisse Risiken. Andererseits muss aber auch einmal deutlich gesagt werden, dass aus versicherungsrechtlichen Gründen von den Menschen mehr Eigentumsdelikte angezeigt werden, als dies früher der Fall war. (Abg. Öllinger: Na bitte!) Ähnliches gilt auch für andere Delikte. Es gibt eben auch so etwas wie eine Änderung in der Anzeigekultur. (Abg. Öllinger: Anzeigekultur!?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Zur Kriminalitätsstatistik ist deutlich zu sagen, dass durch geänderte Datenerfassungen sowie eine komplexere Kriminalität im Allgemeinen vieles nicht mehr mit dem Gestern vergleichbar ist. Aber eines ist und bleibt vergleichbar, nämlich die Sicherheitsdaten verschiedener Länder im selben Vergleichszeitraum. In solchen Statistiken schien Österreich in den letzten beiden Jahren wiederholt als das sicherste Land der Welt auf. Und das ist ganz einfach der Verdienst unserer Exekutive, meiner Kollegen, und letztverantwortlich unseres Ministers. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Reheis: Wer sagt das?
Herr Kollege Cap, Sie sollten nicht immer und immer wieder die Menschen in unserem Land verunsichern und Ängste schüren. Sie sollten lieber unserem Minister Ernst Strasser vertrauen – und den besten Innenminister der Zweiten Republik arbeiten lassen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Reheis: Wer sagt das?)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Wir gehen jetzt als Regierungspartei nicht diesen Weg der Beschönigung und Verharmlosung, sondern in diesem Bereich sind wir uns, so meine ich, alle einig darin, dass sich die Entwicklung der Kriminalität als sehr besorgniserregend darstellt. Selbstverständlich müssen wir Maßnahmen setzen, um diese stark steigende Kriminalität besser bekämpfen zu können. Selbstverständlich müssen wir Maßnahmen setzen, um die Exekutive in die Lage zu versetzen, der Bevölkerung jenen Schutz und jene Unterstützung zu geben, die sie zu Recht fordert. Nur, meine Damen und Herren vor allem von der Sozialdemokratie, man kann nicht auf der einen Seite etwas zu Recht kritisieren, nämlich die Kriminalitätsentwicklung, aber dann auf der anderen Seite die Augen vor den Tatsachen, vor den Ursachen des Anstiegs der Kriminalität verschließen und völlig falsche oder zumindest unzureichende Maßnahmen verlangen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Parnigoni: Nein, das stimmt nicht!
Ein Misstrauensantrag gegen einen Minister, der sich, wie ich meine, wirklich redlich bemüht, auf diese Situation zu antworten, auf diese Situation zu reagieren, ist sicherlich der falsche Weg. Genauso ist es der falsche Weg, meine Damen und Herren von der SPÖ, die Realität nicht anzuerkennen, wenn wir zur Kenntnis nehmen müssen, dass es sich in erster Linie um organisierte Kriminalität handelt, dass es sich in erster Linie auch um ausländische Tätergruppen handelt. (Abg. Parnigoni: Nein, das stimmt nicht!)
Abg. Parnigoni: Da müssten wir ja schon Millionen da haben!
Herr Kollege Parnigoni! Genau das ist es ja. Es stimmt nicht, sagen Sie. Wir wissen aber, dass pro Tag bis zu 30 000 Rumänen nach Österreich kommen. (Abg. Parnigoni: Da müssten wir ja schon Millionen da haben!) Leider nicht als Touristen, denn 30 000 Touristen pro Tag zusätzlich hätten wir ganz gerne in der Ostregion, Herr Kollege Parnigoni. Bis zu 30 000 rumänische Kriminaltouristen, die nur kurze Zeit hier bleiben, die alle Schliche kennen, damit sie nicht betreten werden, sodass man auch bei Kontrollen das Diebsgut nicht sicherstellen kann. Das ist die Problematik bei den Eigentumsdelikten, zum Teil auch bei Gewaltdelikten.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
In diesem Bereich gibt es auch eine ganz einfache Maßnahme, nämlich dass man – und das lässt der Schengen-Vertrag auch zu – partiell die Visumspflicht einführt, um eben diese legale Einwanderung oder dieses legale Nach-Österreich-kommen zu unterbinden, weil augenscheinlich ist, dass damit Missbrauch betrieben wird. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Parnigoni: Zeit!
Wenn wir die Kriminalität kritisieren, und auch Sie tun das, dann schauen Sie sich einmal die Situation etwa bei der Drogenkriminalität an. Auch hier muss – und Gott sei Dank gibt es hier jetzt auch Maßnahmen – entsprechende Härte eingesetzt werden. Selbstverständlich! (Abg. Parnigoni: Zeit!)
Abg. Parnigoni: Genau!
Wenn es um die Motivation geht, meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie – Kollege Gaál hat kritisiert, dass die Beamten zu wenig motiviert sind –, dann soll aber die Politik diesen Beamten auch dann die Unterstützung geben, wenn sie tätig werden. (Abg. Parnigoni: Genau!) Es soll nicht so sein, dass sich jeder Beamte, wenn von den Straffälligen der Vorwurf kommt, dass irgendwelche Rechte verletzt worden seien, sofort auch in einer politischen Debatte befindet, sich rechtfertigen und Angst vor einem Disziplinarverfahren haben muss. (Abg. Parnigoni: Nur auf dem Papier!)
Abg. Parnigoni: Nur auf dem Papier!
Wenn es um die Motivation geht, meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie – Kollege Gaál hat kritisiert, dass die Beamten zu wenig motiviert sind –, dann soll aber die Politik diesen Beamten auch dann die Unterstützung geben, wenn sie tätig werden. (Abg. Parnigoni: Genau!) Es soll nicht so sein, dass sich jeder Beamte, wenn von den Straffälligen der Vorwurf kommt, dass irgendwelche Rechte verletzt worden seien, sofort auch in einer politischen Debatte befindet, sich rechtfertigen und Angst vor einem Disziplinarverfahren haben muss. (Abg. Parnigoni: Nur auf dem Papier!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ja zu mehr Personal, ja zu mehr Budget in den Sicherheitsressorts Inneres, Landesverteidigung und Justiz, und zwar dort, wo es notwendig ist. Hier werden Sie unsere Unterstützung finden, Herr Innenminister. Wir verlangen konsequente, klare Maßnahmen. Die Kriminalität nur zu kritisieren, aber dann nicht bereit zu sein, die notwendigen Maßnahmen zu setzen, das ist zu wenig, meine Damen und Herren von der Opposition! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Heftiger Widerspruch bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordnete Mag. Gisela Wurm (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister mit dem kalten Herzen! (Heftiger Widerspruch bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Zur Asylpolitik werden wir hier noch öfter diskutieren, wir haben schon letzte oder vorletzte Woche darüber diskutiert, und zwar deswegen, weil dieses Asylgesetz in vielen Punkten, und davon bin ich überzeugt, verfassungswidrig ist. Wir werden noch öfter die Gelegenheit haben, darüber zu diskutieren, Herr Bundesminister. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Abgeordnete Mag. Gisela Wurm (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister mit dem kalten Herzen! (Heftiger Widerspruch bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Zur Asylpolitik werden wir hier noch öfter diskutieren, wir haben schon letzte oder vorletzte Woche darüber diskutiert, und zwar deswegen, weil dieses Asylgesetz in vielen Punkten, und davon bin ich überzeugt, verfassungswidrig ist. Wir werden noch öfter die Gelegenheit haben, darüber zu diskutieren, Herr Bundesminister. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn Klubobmann Scheibner behauptet hat, im Osten des Bundesgebiets sei es besonders schlimm, dann kann ich aus dem Westen des Bundesgebiets einiges ergänzend zur Debatte beitragen. Von Jänner bis August dieses Jahres hat es in Innsbruck ein Drittel mehr an Vermögensdelikten gegeben, 6 000 Vermögensdelikte, davon 1 500 Einbrüche. Das ist keine Kleinkriminalität, meine sehr geehrten Damen und Herren, und das wurde auch nicht von rumänischen Banden verursacht. Nicht in Tirol, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wittauer: Das stimmt nicht!
Zum Tatort eins, zum so genannten Umstrukturieren: Hiebei geht es zum Beispiel um das Wachzimmer-Strukturkonzept. Ich kann mich noch gut an Ihr Wachzimmer-Strukturkonzept erinnern, Herr Bundesminister Strasser. Dabei ist Ihnen ja fast ein Schildbürgerstreich gelungen. Sie wollten das Wachzimmer am Bahnhof Innsbruck zusperren. 30 000 Passagiere gehen dort täglich ein und aus. Und Sie wollten das sperren! Es ist uns jedoch gelungen – mit „uns“ meine ich die Politik und die Bevölkerung –, dass es zumindest als Filiale weitergeführt wird, weil Sie nicht mehr anders konnten, weil Sie nicht mehr ausgekommen sind, sodass dieser Unfug gestoppt werden konnte. Gott sei Dank! (Abg. Wittauer: Das stimmt nicht!) Ich danke auch der Bevölkerung für die Unterstützung bei der Petition mit all den Unterschriften, bei der Bürgerinitiative. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Tatort eins, zum so genannten Umstrukturieren: Hiebei geht es zum Beispiel um das Wachzimmer-Strukturkonzept. Ich kann mich noch gut an Ihr Wachzimmer-Strukturkonzept erinnern, Herr Bundesminister Strasser. Dabei ist Ihnen ja fast ein Schildbürgerstreich gelungen. Sie wollten das Wachzimmer am Bahnhof Innsbruck zusperren. 30 000 Passagiere gehen dort täglich ein und aus. Und Sie wollten das sperren! Es ist uns jedoch gelungen – mit „uns“ meine ich die Politik und die Bevölkerung –, dass es zumindest als Filiale weitergeführt wird, weil Sie nicht mehr anders konnten, weil Sie nicht mehr ausgekommen sind, sodass dieser Unfug gestoppt werden konnte. Gott sei Dank! (Abg. Wittauer: Das stimmt nicht!) Ich danke auch der Bevölkerung für die Unterstützung bei der Petition mit all den Unterschriften, bei der Bürgerinitiative. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wattaul: Auf Wiederschauen!
Präsident Dr. Heinz Fischer: Frau Abgeordnete! Ich muss alle gleich behandeln. Die Redezeit ist beendet! (Abg. Wattaul: Auf Wiederschauen!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Gisela Wurm (abschließend): Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
machen, dass es in der Vergangenheit, dass es in den letzten Wochen den Versuch gegeben hat, in Baden und in mehreren Gemeinden in der Umgebung von Traiskirchen aus unserer Sicht sehr populistische Resolutionen zu formulieren, die auf eine Schließung des Flüchtlingslagers Traiskirchen abzielen. Die Grünen waren die Einzigen, die sich insbesondere in Baden – weil das der Ort ist, in dem wir im Gemeinderat sind – geweigert haben, eine solche Resolution mitzutragen, weil das wohl nicht die Lösung sein kann. Die KollegInnen Ihrer Fraktion, der ÖVP, haben das selbstverständlich mitgetragen, genauso wie in vielen anderen Gemeinden der Umgebung. Sie sollten hier wohl vor der eigenen Tür kehren, bevor Sie den Grünen vorwerfen, in der Asylpolitik eine Position zu vertreten, die Anlass zu irgendeiner Kritik gäbe. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Sie haben auch Mödling angeführt. Ich weiß nicht genau, worum die Diskussion in Mödling geht. Ich kann Ihnen nur sagen, wenn man es gescheit anlegt, so wie in Mödling in der Vorderbrühl, wo ich meinen Zivildienst gemacht habe, dann sieht man, dass man auch Flüchtlingsbetreuungsstellen führen kann, über die es keine Diskussion in der Öffentlichkeit gibt, in denen es entsprechende Angebote für die Flüchtlinge gibt, in denen es Sprachkurse für die Flüchtlinge gibt, in denen es Unterstützung für die Kinder gibt. Wenn Sie solche Modelle in Österreich – auch in Niederösterreich – anbieten, um menschwürdigere Unterbringungen zur Verfügung zu stellen, dann werden Sie in den Grünen sicher einen Partner haben. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Werner Miedl (ÖVP): Herr Präsident! Lieber Herr Bundesminister! Liebe heißblütige Frau Kollegin Wurm, es ist schon wirklich abenteuerlich, was da heute passiert ist: Man vermischt die Polizeireform mit der Kriminalitätsentwicklung, polemisiert ein bisschen, geht auf den Minister los und nennt das Ganze Sicherheitsdebatte. Ich bin enttäuscht, meine Damen und Herren, enttäuscht von Ihnen, Herr Kollege Cap, enttäuscht von den Kollegen Parnigoni und Gaál. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Niederwieser: Aber die Grenzen sind schon länger offen! Die sind nicht erst jetzt offen!
Die Polizeireform, Herr Kollege Gaál, ist nicht verantwortlich für die Kriminalitätsentwicklung. Oder waren Sie der Meinung, der Herr Bundesminister bestellt an der Grenze die Kriminalitätsentwicklung? Dass die Eigentumskriminalität gestiegen ist, ist in der Zwischenzeit allen bekannt, aber es gibt aber keinen Politiker, der sie bestellt. (Abg. Dr. Niederwieser: Aber die Grenzen sind schon länger offen! Die sind nicht erst jetzt offen!)
Abg. Öllinger: Kollege Miedl, das stimmt doch überhaupt nicht!
Das, worum es geht, Herr Kollege Gaál, ist, optimale Strukturen zu schaffen, damit die Exekutive arbeiten kann. Darum geht es in Wirklichkeit! Das, was da heute seitens der Opposition, seitens der Grünen und der SPÖ, passiert ist, ist eine Verunsicherungspolitik gegenüber der Bevölkerung (Abg. Öllinger: Kollege Miedl, das stimmt doch überhaupt nicht!), die, meine Damen und Herren, Herr Kollege Öllinger, jeder Grundlage entbehrt.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Niederwieser: Wir waren nur eines der sichersten Länder! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Herr Kollege Gaál! Herr Kollege Cap! Frau Kollegin Wurm! Glauben Sie das oder glauben Sie das nicht? Wenn ja, dann machen wir das doch bitte! Der größte Vorwurf in Richtung SPÖ ist ja doch der, dass Sie mehr als 30 Jahre Zeit gehabt haben und das alles nicht getan haben. Sie sind keine Reform angegangen. Ihre Minister haben sich auf die faule Haut gelegt und haben nichts unternommen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Niederwieser: Wir waren nur eines der sichersten Länder! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dobnigg hält ein Schriftstück in die Höhe und macht einen Zwischenruf.
Das ist ein Vergleich, der sich sehen lassen kann. Ich bin stolz darauf, dass es unserem Minister gelungen ist, diese Zahl zu halten, und er hat uns zugesagt, sie auch noch auszubauen. Wenn wir dann auch noch moderne Strukturen dazubekommen, dann bin ich gespannt auf die Diskussion mit Ihnen. (Abg. Dobnigg hält ein Schriftstück in die Höhe und macht einen Zwischenruf.) Herr Kollege, auch Sie lade ich ein, denn in Wirklichkeit sind Sie eine stockkonservative Partei, der es nicht gelungen ist, auch nur einen Schritt einer Reform zu unternehmen. Das, was hier an Reformen passiert, kann sich sehen lassen, nicht nur im Sicherheitsbereich, sondern in allen anderen Bereichen auch. Ich lade alle ein, hier mitzutun und mitzuarbeiten (Abg. Dobnigg: Haha! Das kennen wir schon!) und Verantwortung zu übernehmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dobnigg: Haha! Das kennen wir schon!
Das ist ein Vergleich, der sich sehen lassen kann. Ich bin stolz darauf, dass es unserem Minister gelungen ist, diese Zahl zu halten, und er hat uns zugesagt, sie auch noch auszubauen. Wenn wir dann auch noch moderne Strukturen dazubekommen, dann bin ich gespannt auf die Diskussion mit Ihnen. (Abg. Dobnigg hält ein Schriftstück in die Höhe und macht einen Zwischenruf.) Herr Kollege, auch Sie lade ich ein, denn in Wirklichkeit sind Sie eine stockkonservative Partei, der es nicht gelungen ist, auch nur einen Schritt einer Reform zu unternehmen. Das, was hier an Reformen passiert, kann sich sehen lassen, nicht nur im Sicherheitsbereich, sondern in allen anderen Bereichen auch. Ich lade alle ein, hier mitzutun und mitzuarbeiten (Abg. Dobnigg: Haha! Das kennen wir schon!) und Verantwortung zu übernehmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das ist ein Vergleich, der sich sehen lassen kann. Ich bin stolz darauf, dass es unserem Minister gelungen ist, diese Zahl zu halten, und er hat uns zugesagt, sie auch noch auszubauen. Wenn wir dann auch noch moderne Strukturen dazubekommen, dann bin ich gespannt auf die Diskussion mit Ihnen. (Abg. Dobnigg hält ein Schriftstück in die Höhe und macht einen Zwischenruf.) Herr Kollege, auch Sie lade ich ein, denn in Wirklichkeit sind Sie eine stockkonservative Partei, der es nicht gelungen ist, auch nur einen Schritt einer Reform zu unternehmen. Das, was hier an Reformen passiert, kann sich sehen lassen, nicht nur im Sicherheitsbereich, sondern in allen anderen Bereichen auch. Ich lade alle ein, hier mitzutun und mitzuarbeiten (Abg. Dobnigg: Haha! Das kennen wir schon!) und Verantwortung zu übernehmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Mainoni: Die wird er hoffentlich nicht brauchen! – Abg. Grillitsch: 7 Minuten ist eh lang!
Präsident Dr. Heinz Fischer: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Öllinger. Restliche Redezeit: 7 Minuten. – Bitte. (Abg. Mag. Mainoni: Die wird er hoffentlich nicht brauchen! – Abg. Grillitsch: 7 Minuten ist eh lang!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Fangen wir mit den Bürgermeistern an. Sie laden die Bürgermeister ein, Flüchtlinge aufzunehmen. Ich habe Ihnen vorhin in der tatsächlichen Berichtigung den Wortwechsel, den öffentlichen, offiziellen Wortwechsel zwischen Ihnen und dem Salzburger Bürgermeister genannt. Sie haben mir dann im Vorbeigehen gesagt, das war ja nicht die genaue Fragestellung. Wissen Sie, was die genaue Fragestellung war? Auch da haben wir uns kundig gemacht. Im Abtausch mit der Fußball-EM, die 2008 in Salzburg stattfindet, ging es darum, ob eine Kaserne, die Siezenheim-Kaserne – ich glaube, sie hat jetzt einen anderen Namen –, frei gemacht wird. Da gibt es einen Abtausch zwischen Siezenheim und, ich glaube, der Riedenburg-Kaserne, und bei diesem Abtausch soll die Stadt Salzburg zu etwas gebracht werden. Weil die Stadt Salzburg nicht gleich nachgegeben hat, hat man dann von Seiten Ihres Ministeriums der Stadt Salzburg erklärt: Wenn ihr nicht zustimmt, dann füllen wir euch die Kaserne mit tausend Flüchtlingen an. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! 1 600 Planstellen sind in den Jahren 2001/2002 in diesem Ministerium, in den Außenstellen, dort, wo der Dienst gemacht werden soll, abgebaut worden. (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Wenn Sie in Wien in einer U-Bahn-Station oder in der Öffentlichkeit herumgehen und tatsächlich die Verunsicherung der Leute merken, wenn Sie merken, da ist ...
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Abgeordneter Karl Öllinger (fortsetzend): ... keine Polizei da, dann wissen Sie, welche Bewandtnis es damit hat, wenn der Herr Minister hier antwortet: Alles ist in Ordnung. – Nichts ist in Ordnung! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Demonstrativer Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich bitte daher jene Damen und Herren, die sich für den Misstrauensantrag, der von Abgeordnetem Parnigoni eingebracht wurde, aussprechen, um ein diesbezügliches Zeichen. – Ich stelle fest: Der Misstrauensantrag hat nicht die erforderliche Mehrheit. (Demonstrativer Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Das ist ja unglaublich!
Sie enthalten mir das Stimmverhalten der Mitglieder der Vergabekommission vor. Sie nennen mir zwar großzügigerweise diesmal die Personen, die da drinnen sitzen: Wieder gibt es einen Herrn Plech, der von Bedeutung ist, weil er ja Experte ist, wieder gibt es Ihre Mitarbeiter, wieder gibt es Ihre Freunde, die in dieser Vergabekommission sitzen. Der einzige Beamte, der dort als Mitglied Ihres Ministeriums auch etwas versteht, stimmt dagegen. Und was passiert? – Dieser Beamte wird – mit der „Aktion 55“ oder sonst einer Aktion – in Frühpension geschickt. (Abg. Öllinger: Das ist ja unglaublich!)
Beifall bei den Grünen.
Herr Finanzminister! Ich meine, das ist nicht nur aufklärungsbedürftig, das ist untersuchungsausschussbedürftig! (Bundesminister Mag. Grasser: Ja, ja!) Ich glaube, da sollten wir weiter nachstoßen! (Beifall bei den Grünen.)
Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Dazu läuft übrigens gerade noch eine Anfrage. Vielleicht gibt es da noch einmal eine Besprechung Ihrer Antwort. Bei der Anfrage, die heute zur Diskussion steht, haben Sie mir wieder die Antwort vorenthalten, warum Lehman zum Zug gekommen ist und wodurch – das ist der Punkt – Lehman besser war als die anderen. Wieso kommt das Alternativangebot von Lehman mit seinen etwas mehr als 83 Punkten überhaupt in diesen hohen Rang? Wie schaut es da aus? Wofür? Was ist da die große Qualifikation? – Sie haben einmal von deren internationaler Erfahrung geschrieben und dass sie in Italien schon Wohnbaugesellschaften verkauft haben et cetera. Klar geantwortet haben Sie mir aber nicht. (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) – Herr Präsident, ich weiß, es ist Zeit.
Abg. Scheibner: Das geht sich nicht mehr aus!
Die letzten beiden offenen Fragen an den Herrn Finanzminister, weil er sie nicht beantwortet hat (Abg. Scheibner: Das geht sich nicht mehr aus!): Welche möglichen Verwertungsvarianten gibt es? – Der Prozess läuft ja jetzt. Und vielleicht geben Sie auch noch bekannt, wie die internen Bewertungskriterien waren. Es sind viele Fragen gestellt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Die letzten beiden offenen Fragen an den Herrn Finanzminister, weil er sie nicht beantwortet hat (Abg. Scheibner: Das geht sich nicht mehr aus!): Welche möglichen Verwertungsvarianten gibt es? – Der Prozess läuft ja jetzt. Und vielleicht geben Sie auch noch bekannt, wie die internen Bewertungskriterien waren. Es sind viele Fragen gestellt. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Öllinger: Darum sitzt der Plech drinnen! Der Vertreter des Marktes!
Ich glaube aber, dass es heute, wenn Märkte wieder funktionieren, nur logisch ist, dass man zu einem marktwirtschaftlichen System zurückkehrt und der Staat sich in diesem Bereich aus der Wirtschaft zurückziehen kann. (Abg. Öllinger: Darum sitzt der Plech drinnen! Der Vertreter des Marktes!)
Abg. Mag. Wurm: Stimmt nicht! Wünschen schon, aber leisten können sie es sich nicht!
Reihe von Einrichtungen gibt, die das positiv aufgreifen, dass sich auf der anderen Seite aber der Stellenwert doch deutlich gewandelt hat, dass es einen sehr deutlichen Trend zu Eigenheimen gibt und sich mehr als 90 Prozent der Österreicher wünschen, in den eigenen vier Wänden zu wohnen. (Abg. Mag. Wurm: Stimmt nicht! Wünschen schon, aber leisten können sie es sich nicht!)
Abg. Mag. Wurm: Die Menschen können es sich nicht leisten!
Ich sage Ihnen: Wir haben einfach keine Angst vor dem Eigentum. Wir sind nicht gegen das Eigentum, sondern – ganz im Gegenteil – für das Eigentum. (Abg. Mag. Wurm: Die Menschen können es sich nicht leisten!) Wir wollen Eigentum schaffen und die Möglichkeit zur Eigentumsschaffung geben, weil wir wissen, dass damit Wertsteigerung und auch Altersvorsorge – ein wichtiger Aspekt! – verbunden sind und dass Eigentum auch Sicherheit und Unabhängigkeit bedeutet.
Abg. Mag. Wurm: Wie viele haben es in Anspruch genommen?
Genau das war der Grund, weshalb diese österreichische Bundesregierung gesagt hat: Wir geben den Mietern eine Chance und bieten ihnen erstmals in Österreich diese Wohnungen auch zum Kauf an. – Ich bin stolz darauf, dass wir das gemacht haben. Es war eine kluge Vorgangsweise, den Mietern erstmals die Möglichkeit zu geben, Eigentum zu schaffen und diese Wohnungen zu erwerben, wenn sie wollen. (Abg. Mag. Wurm: Wie viele haben es in Anspruch genommen?)
Abg. Jakob Auer: Was wollt ihr denn noch?
Sie haben sich, wie Sie ja selbst sehr gut wissen, seit dem Jahr 2000 dieser Frage im Detail angenommen. Es gibt 22 Anfragen, die ich bisher dazu beantworten konnte, von denen einen großen Teil Sie gestellt haben. Es gibt einen Rechnungshofbericht, auf den ich eingehen werde, vier Ministerratsvorträge, zwei Gesetzesänderungen und vier Rechnungshofausschüsse – einer hat bereits getagt, wie Sie schon gesagt haben, drei weitere sind festgelegt. (Abg. Jakob Auer: Was wollt ihr denn noch?) Meine Damen
Abg. Dr. Gabriela Moser: Das habe ich ja nie behauptet!
Sie haben Karlheinz Muhr angesprochen. Ich habe Ihnen bereits einmal hier im Hohen Haus gesagt, Karlheinz Muhr hat in der Frage Privatisierung der Wohnbaugesellschaften überhaupt keine Rolle gespielt. Er hat keinen Auftrag von Seiten der Republik und hat auch nicht einen Euro von der Republik bekommen. – Vielleicht nehmen Sie das heute zur Kenntnis! (Abg. Dr. Gabriela Moser: Das habe ich ja nie behauptet!) – Deswegen wollte ich Ihnen nur Ihre Frage beantworten.
Abg. Dr. Kräuter: Die haben alle gelacht!
Sie haben die Terminologie verwendet, wir hätten von Beginn an ein „abgekartetes Spiel“ in Richtung Lehman praktiziert. – Sehr geehrte Frau Abgeordnete! Ich kann zunächst Ihrer Wortwahl wirklich nicht beipflichten, und ich habe das im Rechnungshof-Unterausschuss schon gesagt, den Herr Abgeordneter Kräuter dann öffentlich gemacht hat. – Das schätze ich zwar auf der einen Seite nicht, weil man gegen die Vertraulichkeit verstoßen hat, auf der anderen Seite hat das einer breiten Masse aber die Möglichkeit gegeben, auch nachzulesen, wie dieses Vergabeverfahren abgelaufen ist. (Abg. Dr. Kräuter: Die haben alle gelacht!)
Abg. Mag. Wurm: Nicht arrogant werden!
Frau Abgeordnete! Sie unterhalten sich, während ich Ihre Anfragen beantworte. Sie werden dann wahrscheinlich die nächste Kurzdebatte verlangen, weil Sie mir nicht zugehört haben. – Das tut mir Leid, aber ich beantworte Ihnen die Dinge gerne auch mehrfach. (Abg. Mag. Wurm: Nicht arrogant werden!)
Abg. Bures: Das sagt der Rechnungshof! Das ist die Sicht des Rechnungshofes!
Ich bitte Sie, sich einmal in Ihrer Terminologie selbst zu entscheiden: Auf der einen Seite sagen Sie „dilettantisch, vermurkst“, und auf der anderen Seite fragen Sie, warum man nicht die BMF-Mitarbeiter heranzieht, und werfen uns vor, dass wir externe Experten beigezogen haben. (Abg. Bures: Das sagt der Rechnungshof! Das ist die Sicht des Rechnungshofes!)
Abg. Mag. Wurm: Wieso machen Sie es dann?
Schauen Sie sich einmal um: Deutschland hat Wohnungen verkauft – unter einer sozialdemokratisch-grünen Regierung übrigens –, England hat Wohnungen verkauft –unter einer sozialdemokratischen Regierung –, Italien hat Wohnungen verkauft. (Abg. Mag. Wurm: Wieso machen Sie es dann?) – Das heißt, Österreich tut das, was mehrere Länder in Europa auch tun. Ich denke, wir tun das in einer sehr guten Art und Weise. Das kann ich Ihnen von meiner Seite aus versichern.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
In Summe, Frau Abgeordnete: Wir sind erstens völlig korrekt, einwandfrei und vorbildlich vorgegangen. Zweitens: Wir haben den Mietern die Chance gegeben, Eigentum zu erwerben. Drittens: Wir haben penibel Wert darauf gelegt, dass es durch die Veräußerung der Geschäftsanteile oder durch die Verbriefung zu keiner Schlechterstellung der Mieter kommen kann. Somit darf ich Ihnen versichern, wir haben im österreichischen Interesse, im Interesse der Steuerzahler gehandelt. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf der Abg. Bures.
Wenn Sie, Frau Kollegin Moser, die Diskussion über bestimmte Fragen führen wollen, dann sagen Sie einfach, es entspricht nicht unserer Ideologie, dass Wohnungen verkauft werden. Dann wäre das die richtige Diskussion. Aber das getrauen Sie sich nicht, weil Sie wissen, dass die Mehrheit der Österreicher – der Herr Finanzminister hat es erwähnt – für Eigentumsbildung, für Eigentumsschaffung ist. Es ist nicht Kernaufgabe des Bundes, Wohnungen zu haben. Es war sie einmal, als Wohnungsnot herrschte. Jetzt ist es Kernaufgabe des Bundes, mitzuhelfen, dass günstiger Wohnraum geschaffen wird, etwa durch Förderungen, dass Wohnraum geschaffen wird, der sozial ausgewogen ist, finanziell leistbar und auch qualitativ hochwertig ist. Das ist die Hauptaufgabe des Bundes und der Wohnbaupolitik, die hier betrieben werden soll, und nicht das Horten von Wohnungen, so wie es die rote Gemeinde Wien macht, wo man vielleicht nur mit einem Parteibuch eine günstige Wohnung bekommt. (Zwischenruf der Abg. Bures.) Das möchte ich einmal feststellen, Frau Bures.
Abg. Lentsch: Oh!
Ex-SP-Staatssekretär Wittmann möchte 62.000 BUWOG-Wohnungen kaufen.“ (Abg. Lentsch: Oh!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich ende mit einem halben Vierzeiler, der die Reformpolitik der Opposition signalisieren soll: Reformen ja, sie müssen sein, doch später, zu St. Nimmerlein. – Das ist Ihre Politik, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neudeck: Das Thema ist schon abgedroschen, da gibt es keinen Vierzeiler!
Präsident Dr. Heinz Fischer: Ich hätte mir schon einen ganzen Vierzeiler gewünscht, muss ich sagen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neudeck: Das Thema ist schon abgedroschen, da gibt es keinen Vierzeiler!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordnete Doris Bures (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Vielleicht nur auf die peinliche Rede des Kollegen Großruck kurz replizierend. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Kollege Wittmann hat gesagt, dass erstens der Bericht von Ihnen falsch zitiert worden ist. Zweitens hat er angekündigt, dass er das auch einklagen wird. Wenn Sie das nicht geschützt vom Rednerpult aus gesagt hätten, wären Sie gleich mit angeklagt, wenn Sie hier völlig falsche Dinge bringen, in Wirklichkeit nur, um abzulenken. Und das ist peinlich, Herr Kollege Großruck. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Doris Bures (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Vielleicht nur auf die peinliche Rede des Kollegen Großruck kurz replizierend. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Kollege Wittmann hat gesagt, dass erstens der Bericht von Ihnen falsch zitiert worden ist. Zweitens hat er angekündigt, dass er das auch einklagen wird. Wenn Sie das nicht geschützt vom Rednerpult aus gesagt hätten, wären Sie gleich mit angeklagt, wenn Sie hier völlig falsche Dinge bringen, in Wirklichkeit nur, um abzulenken. Und das ist peinlich, Herr Kollege Großruck. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Mag. Grasser.
Herr Bundesminister, Sie haben davon gesprochen, dass der Markt das regeln soll. Ich kann Ihnen nur sagen, wir sind in den letzten Jahrzehnten in Österreich sehr gut damit gefahren, dass wir auch den sozialen Wohnbau hatten, dass wir einen gemischten Wohnungsmarkt haben, nämlich auch deshalb, weil es viele junge Familien gibt, die eine Wohnung suchen und die nicht so wie Sie immer auf die Butterseite gefallen sind und ins Penthaus vom Herrn Haider ziehen können, sondern die auf diesen sozialen Wohnraum angewiesen sind, um überhaupt ein Dach über dem Kopf zu haben, Herr Minister. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Mag. Grasser.)
Beifall bei der SPÖ. – Bundesminister Mag. Grasser: Wir haben 38 000 Wohnungen zum Kauf angeboten!
dabei sagen muss, ist, wie sooft führen Sie immer alle hinters Licht. Selbst die Bieter dieser Wohnbaugesellschaften, die glauben, 60 000 Wohnungen zum Kauf angeboten zu bekommen, erfahren jetzt, weil Sie nämlich zu Unrecht anbieten, dass Sie ein Drittel dieser Wohnungen, also 20 000 Wohnungen, gar nicht verscherbeln können, es fehlt Ihnen jede Rechtsgrundlage dafür. Sie führen die Bieter in Wirklichkeit hinters Licht, Herr Bundesminister. Aber das ist Ihre Methode. (Beifall bei der SPÖ. – Bundesminister Mag. Grasser: Wir haben 38 000 Wohnungen zum Kauf angeboten!)
Zwischenruf des Abg. Neudeck.
Sie führen die Menschen auch hinters Licht, denn viel mehr trifft es mich natürlich, wie Sie die Mieter hinters Licht führen. Sie stellen sich heute hier her und sagen wieder, wir wollen die Mieter zu Wohnungseigentümern machen. Hier im Parlament hat die Mehrheit, nämlich die FPÖ und die ÖVP, ein Gesetz beschlossen, wodurch der vorrangige Verkauf der Wohnung an die Mieter ersatzlos gestrichen wurde. Sie hatten überhaupt nie ein Interesse daran, Mieter zu Wohnungseigentümern zu machen. 1 000 Wohnungen – schämen Sie sich, Herr Minister, schämen Sie sich! –, 1,7 Prozent der Wohnungen sind das in Wirklichkeit, die Mieter kaufen wollten. Und die Mehrheit dieser Wohnungen werden Sie an Immobilieninvestoren verscherbeln. (Zwischenruf des Abg. Neudeck.) – Sie sind vielleicht ein Günstling des Herrn Ministers, das mag schon sein, Herr Abgeordneter Neudeck. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie führen die Menschen auch hinters Licht, denn viel mehr trifft es mich natürlich, wie Sie die Mieter hinters Licht führen. Sie stellen sich heute hier her und sagen wieder, wir wollen die Mieter zu Wohnungseigentümern machen. Hier im Parlament hat die Mehrheit, nämlich die FPÖ und die ÖVP, ein Gesetz beschlossen, wodurch der vorrangige Verkauf der Wohnung an die Mieter ersatzlos gestrichen wurde. Sie hatten überhaupt nie ein Interesse daran, Mieter zu Wohnungseigentümern zu machen. 1 000 Wohnungen – schämen Sie sich, Herr Minister, schämen Sie sich! –, 1,7 Prozent der Wohnungen sind das in Wirklichkeit, die Mieter kaufen wollten. Und die Mehrheit dieser Wohnungen werden Sie an Immobilieninvestoren verscherbeln. (Zwischenruf des Abg. Neudeck.) – Sie sind vielleicht ein Günstling des Herrn Ministers, das mag schon sein, Herr Abgeordneter Neudeck. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Der Rechnungshofbericht zeigt das klar auf und auch die Anfragebeantwortungen. Herr Bundesminister, Sie haben in einer Anfragebeantwortung vom 30. Juni geantwortet, dass es möglich wäre, im Zuge des Einzelverkaufs von Wohnungen 60 Prozent ins Wohnungseigentum zu übertragen. Was haben Sie denn getan? – 1,7 Prozent – das ist Sand in die Augen streuen –, 1,7 Prozent der Wohnungen sind verscherbelt worden. Diesen Leuten haben Sie die Chance gegeben. Alles andere soll Immobilienspekulanten zugute kommen. Das ist das Unredliche an Ihrer Politik, Herr Bundesminister! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Doris Bures (fortsetzend): Herr Bundesminister! Sie haben es leicht: Es gibt zwei Termine für eine Sitzung des „kleinen Untersuchungsausschusses“. Ich glaube, es ist höchst an der Zeit, dass Sie Licht in diese dunkle Angelegenheit bringen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Bures: Bei Ihnen nicht!
Eines ist auch ganz komisch: Wer war denn der große Kämpfer gegen den Verkauf an die Mieter? – Die Arbeiterkammer ist gelaufen, hat das madig gemacht, die SPÖ ist gelaufen, hat das madig gemacht. Ich verstehe nicht ganz, warum Sie heute der Meinung sind, dass die Zahl der verkauften Wohnungen zu gering ist. Sie hätten es in der Hand gehabt, diesen Anteil wesentlich zu erhöhen. Dort, wo heute Ihre privilegierten Mieter sitzen, dort, wo heute die im geschützten Bereich tätigen Geschäftsführer dieser gemeinnützigen Gesellschaften vielleicht den Wind der Marktwirtschaft um die Ohren sausen haben, werden Sie nervös. Denn eines ist auch klar: Die Mieter sind auf Grund der gesetzlichen Rahmenbedingungen weiterhin geschützt. (Abg. Bures: Bei Ihnen nicht!) – Meine Mieter sind geschützt. Meinen Mietern geht es besser als den von Ihnen in der Mietervereinigung vertretenen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Bures.) – Da können Sie noch so schreien, die Diskussion gewinnen wir auf jeden Fall.
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Bures.
Eines ist auch ganz komisch: Wer war denn der große Kämpfer gegen den Verkauf an die Mieter? – Die Arbeiterkammer ist gelaufen, hat das madig gemacht, die SPÖ ist gelaufen, hat das madig gemacht. Ich verstehe nicht ganz, warum Sie heute der Meinung sind, dass die Zahl der verkauften Wohnungen zu gering ist. Sie hätten es in der Hand gehabt, diesen Anteil wesentlich zu erhöhen. Dort, wo heute Ihre privilegierten Mieter sitzen, dort, wo heute die im geschützten Bereich tätigen Geschäftsführer dieser gemeinnützigen Gesellschaften vielleicht den Wind der Marktwirtschaft um die Ohren sausen haben, werden Sie nervös. Denn eines ist auch klar: Die Mieter sind auf Grund der gesetzlichen Rahmenbedingungen weiterhin geschützt. (Abg. Bures: Bei Ihnen nicht!) – Meine Mieter sind geschützt. Meinen Mietern geht es besser als den von Ihnen in der Mietervereinigung vertretenen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Bures.) – Da können Sie noch so schreien, die Diskussion gewinnen wir auf jeden Fall.
Zwischenruf der Abg. Bures.
Die Leute wohnen lieber in Häusern von mir als in den Gemeindebauten bei Ihnen, das können Sie gerne schriftlich haben. Nur, ich muss schon dazu sagen: Jetzt ist es langsam so, die Mieter wissen, sie sind geschützt, aber Ihre Günstlinge, die Geschäftsführer waren in diesen Gesellschaften, spüren den Wind. Genau deswegen schreien sie. (Zwischenruf der Abg. Bures.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Frau Kollegin, für solche Vergaben wie diese brauchen Sie keine Vergabekommission, brauchen Sie keine Berater. Sie zahlen auch kein Honorar. Sie brauchen nur viel Glück, dass Ihnen nie jemand draufkommt. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
auch Thema im Untersuchungsausschuss, und da blockieren Sie. Damit werden Sie aber nicht durchkommen bis zum Schluss. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Das ist Ihre Privatisierungspolitik unter Freunden. Das ist die Wirtschaftspolitik à la Grasser: Freunderlwirtschaft und Abverkauf. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
auf die Regionaltagung der WHO. Dieser Regierung ist es nach 30 Jahren – 30 Jahre lang gab es, wie man weiß, eine SPÖ-dominierte Regierung – gelungen, diese Tagung wieder nach Wien zu bringen, und das ist, so glaube ich, schon eine Errungenschaft unserer Frau Bundesministerin. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang auch die große Zufriedenheit mit der Gesundheitsvorsorge. Österreich liegt unter 75 Ländern an zweiter Stelle. Damit diese Leistungen erbracht werden können, arbeiten sehr viele Frauen und Männer in den Einrichtungen der Gesundheitssysteme: Pfleger, Schwestern und Ärzte. Ich denke, dass in dieser Diskussion auch ein Danke für dieses Personal, für ihre harte Arbeit in unseren Spitälern, in unseren Arztpraxen angebracht wäre. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Gesundheit ist mehr als eine Beitragsdebatte. Gesundheit heißt: weil der Mensch zählt. Ich möchte Sie auch zu fortgeschrittener Stunde noch einmal auf eine Aktion hinweisen. (Die Rednerin hält kurz ein Plakat in die Höhe.) Vielleicht können Sie auch in den nächsten Stunden den inneren Schweinehund nicht nur bezüglich des Nichtzuhörens bei Rednerdebatten, sondern auch in der Cafeteria ein wenig bekämpfen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Bei unserer älteren Generation – ich höre es in sehr vielen persönlichen Gesprächen – herrscht große Verunsicherung, dass sie dem Staat in der Altersversorgung, aber auch im Gesundheitswesen zu teuer sein könnte. Frau Ministerin! Meine Damen und Herren! Es darf nicht so weit kommen, dass Menschen auf Grund ihres Alters und ihres gesellschaftlichen Status eine minderwertige medizinische Versorgung in Kauf nehmen müssen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
In Ihrem Konzept fehlen konkrete Maßnahmen für ältere Menschen, um die Versorgungslücken zum Beispiel im Bereich der Übergangspflege, bei Hospizbetten und in der Palliativmedizin zu schließen. Es darf aus Kostenersparnisgründen zu keinen Versorgungsdefiziten bei unserer älteren Generation kommen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Abschluss ein zwar abgedroschener, aber doch passender Spruch: Wer nicht mehr weiter weiß, gründe einen Arbeitskreis! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Kollegin Haidlmayr hat im Ausschuss darauf aufmerksam gemacht, dass zum Beispiel einige Dinge wie die Elektro-Rollstühle nicht ganz im Sinne der Patienten gelöst worden sind. Da wir ein gutes Klima in Österreich, aber auch im Ausschuss haben, haben wir daraufhin einen Konsens geschlossen und einen Antrag heute eingebracht, um dieses Problem auszuräumen. Ich wünsche mir, dass auch im Sinne der Patienten, im Sinne der Gesundheit weiterhin so an der Gesundheit gearbeitet wird, wie wir das auch im Ausschuss gemacht haben. – In diesem Sinne danke ich. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.
Aber auch für blinde und gehörlose Menschen muss man ein Leitsystem et cetera schaffen. Es verlangt kein Mensch, dass das gesamte Spital plötzlich zu 100 Prozent barrierefrei gemacht wird, aber wesentliche Bereiche müssen barrierefrei sein. Und es muss auch sichergestellt sein, dass in jedem Krankenhaus bei Bedarf zumindest ein Gebärdensprache-Dolmetscher abrufbar ist, denn eine Verständigungsmöglichkeit für gehörlose Menschen ist in einem Krankenhaus so gut wie nie gegeben. Dass das für den Patienten ein zusätzlicher Stressfaktor ist, darüber braucht man, glaube ich, nicht zu reden, das wissen wir alle. (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Auch Sie werden ein Schreiben der österreichischen Behindertenbewegung bekommen haben, und ich bitte Sie, Frau Ministerin, unterstützen Sie uns weiterhin, damit der Entschließungsantrag, so wie er damals beschlossen wurde, in seinem gesamten Umfang umgesetzt wird. Die Betroffenen und die Behindertenbewegung erwarten sich eine Antwort auf diesen Brief, nämlich ein Behinderten-Gleichstellungsgesetz, das im Interesse der behinderten Menschen ist, und nicht irgendein Gesetz, nur damit das Ministerium willkürlich irgendetwas produziert, das wir dann vielleicht sofort wieder bekämpfen müssen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Deshalb freut es mich besonders, dass unsere Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat in ihren Gesundheitszielen im Bereich der Gesundheitsförderung einen großen Wert auf die psychische Gesundheit legt. Der richtige Umgang mit Stress, ob im Berufsleben, im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung berücksichtigt, oder in der Familie und Freizeit, wird in unser aller Leben einen wichtigen Stellenwert einnehmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Menschen brauchen in ihrem Leben Orientierung und Antworten. Wir von der ÖVP mit Bundeskanzler Schüssel und Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat bieten diese Orientierung und Unterstützung. Eine diesbezügliche Umsetzungsmaßnahme wird der Gesamtvertrag für Psychotherapie, als eines der Strukturziele genannt, sein. Österreich hat nicht nur eines der weltbesten Gesundheitssysteme, sondern bietet mit diesem Vorhaben allen Menschen in diesem Land die Sicherheit: In Österreich ist das Leben lebenswert! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Unser Antrag geht in diese Richtung – und Ihr Umgang damit, meine Damen und Herren von ÖVP und FPÖ, wird zeigen, ob Sie auch für eine Besserstellung der Patienten, für eine Stärkung und Verbesserung unseres Gesundheitssystems eintreten. – Ich fürchte jedoch, dass Ihre alte Politik Sie daran hindern könnte. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! In der Gesundheitspolitik stehen uns viele Aufgaben bevor. Frau Bundesministerin Maria Rauch-Kallat hat ja vergangenen Montag mit der Gesundheitskonferenz einen zukunftweisenden Reformdialog eingeleitet. Unsere Aufgabe als Politikerinnen und Politiker ist es, die besten Bedingungen und Voraussetzungen für die Gesundheit zu schaffen, Maßnahmen für die Qualitätssicherung zu forcieren sowie Gefahren und Risken zu minimieren. Und dazu wird auch das vorliegende Bundesgesetz beitragen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Bundesministerin Rauch-Kallat: Da muss der Gesundheitsausschuss tagen!
Ich würde also darum ersuchen, dass man in Zukunft Beschlüsse, die notwendig sind, nicht im Nachhinein, sondern bereits im Vorhinein hier in diesem Hause fassen kann. (Bundesministerin Rauch-Kallat: Da muss der Gesundheitsausschuss tagen!)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Bundesministerin! Ich kenne die Geschichte mit dem Tagen der Ausschüsse. Ich habe sieben Termine für den Sozialausschuss bekannt gegeben – es wären zwei Minister und eine Ministerin dafür zuständig –, aber es war nicht möglich, an einem dieser sieben Termine eines der Regierungsmitglieder in den Ausschuss zu bekommen. Ich möchte Ihnen das schon sagen, denn auch daran sieht man, wie diese Bundesregierung mit dem Hohen Haus umgeht, das möchte ich hier schon kritisch anmerken. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Letzter Punkt, Frau Ministerin: Es ist, glaube ich, schon eine Novität, dass wir zwei Begutachtungsverfahren zu ein und derselben Gesetzesmaterie haben und wir heute hier eine Regierungsvorlage vorfinden, die sich in zwei Teile gliedert. Offensichtlich ist diese Bundesregierung auf Grund der neuen Kompetenzverteilung nicht in der Lage, uns ein einheitliches Konzept für eine einheitliche Gesetzesmaterie vorzulegen, was das Begutachtungsverfahren natürlich nicht erleichtert, wenn man verschiedene Vorlagen zu ein und demselben Thema, zum Teil unterschiedliche Inhalte zum selben Paragraphen hat. Ich denke mir, es trägt nicht zur Transparenz der Gesetzgebung und zur Nachvollziehbarkeit auf Seiten der Bevölkerung bei, wenn Sie auf diese Art und Weise weiterarbeiten. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Den uneingeschränkten Zugang zu den Leistungen der modernen Medizin für alle will die Frau Bundesministerin, weshalb auch eine Gesundheitsreform stattfinden muss, damit diese Leistungen allen Österreicherinnen und Österreichern auch in Zukunft in gleicher Weise zugänglich sind. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Selbstverständlich geht es da um die Finanzierbarkeit, und, wie auch von Abgeordnetem Grünewald angemerkt wurde, Forschung, Behandlung und Pflege müssen hier eine Rolle spielen. Nicht nur Geld, sondern auch das Personal ist in diesem Zusammenhang sehr wichtig. Was diese Patientencharta betrifft, konnte immerhin das achte Bundesland gewonnen werden, mit dem Bund diese Vereinbarung zu treffen. Das ist der richtige Weg zu einer bundeseinheitlichen Patientencharta! (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Silhavy.) – Das siebente, Entschuldigung, Sie haben Recht! Salzburg wäre das achte, das noch in Verhandlungen steht, aber wo auch abzusehen ist, dass es sehr bald zu einem Beschluss kommen wird. Das neunte Bundesland, Wien, ist leider noch ausständig. Wenn es auch um die Kompetenzen der Bundesländer und um die Verantwortung für ihre Patientinnen und Patienten im eigenen Bundesland geht, wenn hier ganz maßgebliche Qualitätsschritte gesetzt werden müssen, dann muss das auch in Wien passieren!
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Allen Menschen muss aber die Eigenverantwortung im Umgang mit der Gesundheit ins Bewusstsein gerufen werden, denn zum Gesundsein kann jeder etwas beitragen. Das ist ganz im Sinne der „iSch“-Kampagne, die Frau Bundesministerin Maria Rauch-Kallat gestartet hat. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Rasinger: Hat sie sich durchgesetzt?
Aber was mich bei der ganzen Vorbereitung ein bisserl gestört hat: So wichtig diese Regelungen sind, wundert mich schon auch die Stellungnahme der Ärztekammer in diesem Zusammenhang, die sich gegen systematische und stichprobenartige Überwachungen ausgesprochen hat, obwohl es zum Wohl der Patienten ist. Und ich glaube, das kann doch auch den Ärzten nicht egal sein. (Abg. Dr. Rasinger: Hat sie sich durchgesetzt?) – Nein, aber das hat mich bei dem Ganzen gestört, denn ich frage mich: Wieso hat die Ärztekammer Angst vor solchen Routineüberwachungen, wenn sie immer beteuert, ohnehin immer alle Bestimmungen einzuhalten? Vor wem und wovor hat sie Angst?
Beifall bei der SPÖ.
Pfuschertums, das ist keine Politik, die sich die Menschen in unserem Land verdient haben! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Allein in Oberösterreich konnten seit Anfang des Jahres 230 Geräte in Unternehmen wie IKEA, BP, VA-Tech, um nur einige wenige zu nennen, aufgestellt werden. Neben öffentlichen Plätzen wie Gemeindeämtern, Bezirkshauptmannschaften, Banken, Schulen, Hallenbädern wurden besonders auch die Altenheime und sogar Justizanstalten in das Projekt mit eingebunden. Wichtig ist dabei vor allem die entsprechende Schulung von Bediensteten und Bürgern, die zum Großteil vom Roten Kreuz durchgeführt wird. Österreich nimmt hier eine beachtliche weltweite Vorreiterrolle ein, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
schen. Die Überlebenschance bei einem derartigen Kreislaufstillstand lag bisher bei zirka 10 Prozent. Wenn man von jährlich zirka 10 000 solcher Fälle in Österreich ausgeht, ist dies eine sehr überzeugende Zahl. In Oberösterreich hatten wir kürzlich den erfreulichen Fall, dass ein durch den „Defi“ wieder belebter Patient bereits nach zwei Tagen das Krankenhaus wieder verlassen konnte. Diese Zahlen, meine Damen und Herren, sprechen für sich und untermauern die Wichtigkeit dieses Projektes und die Unterstützung seitens des Gesetzgebers. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abschließend hätte ich noch einen Wunsch als Vertreter des Roten Kreuzes: Vielleicht können wir in puncto Defibrillator auch einmal eine Regelung andiskutieren: Warum soll ein „Defi“ ab einer gewissen Betriebsgröße oder für öffentliche Gebäude nicht verpflichtend eingeführt werden, wie dies bei bestimmten Betrieben der Fall ist, wo gesetzlich ein oder mehrere ausgebildete Ersthelfer vorgeschrieben sind? Ich bitte, dies zu überdenken, und für diese Novelle um Ihre Zustimmung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Wichtig in diesem Zusammenhang scheint es mir auch zu sein, darauf hinzuweisen, dass die Chancen, gesund zu bleiben, in Österreich auch an die soziale Stellung und daran, wie hoch das Einkommen ist, geknüpft sind. Daher ist es mir sehr wichtig, darauf hinzuweisen, dass die Gesundheitsvorsorge und die Belange um die gesundheitliche Situation in Österreich Aufgabe der öffentlichen Hand und nicht Privatsache der einzelnen Bürgerin oder des einzelnen Bürgers sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke, im Gesundheitsbereich ist noch sehr viel zu tun, und ich hoffe, dass wir auch in den nächsten Sitzungen des Gesundheitsausschusses gute gemeinsame Beschlüsse fassen können. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Besonders wichtig ist auch die Tatsache, dass durch diese Charta der Patient umfassend über Diagnose und Behandlungsarten aufgeklärt werden muss. Dies hat so zu erfolgen, dass das Wohl der Patienten nicht gefährdet ist. Die Aufklärung soll schonend erfolgen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich hätte natürlich noch einiges dazu auszuführen, möchte aber in aller Kürze nur noch erwähnen, dass es von besonderer Bedeutung ist, das Gesundheitssystem auch entsprechend weiterzuentwickeln, wofür sich die Frau Bundesministerin in besonderer Weise engagiert und eintritt. Dafür herzlichen Dank! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
„Gesundheit ist nicht alles, aber alles ist ohne Gesundheit nichts!“ (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Aus einer Anfragebeantwortung, die vor kurzem auch wieder im Gesundheitsausschuss bestätigt wurde, ergibt sich, dass die Zahl der Beamtinnen und Beamten, die dieses schwierige Gesetz zu vollziehen haben, nur in etwa ein Drittel des Personalstandes ausmacht, wie das etwa bei einem vergleichbaren anderen europäischen Staat der Fall ist. Ich schätze diese Beamtinnen und Beamten, und ich ersuche Sie, Frau Bundesministerin Rauch-Kallat, diesen unseren Dank für ihre engagierte Arbeit zum Ausdruck zu bringen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Daher: Wir brauchen eine neue Regelung, und zwar nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Das Recht auf eine bestmögliche Gesundheitsversorgung des Einzelnen korrespondiert mit der Pflicht der staatlichen Gemeinschaft, eine solche auch zur Verfügung zu stellen, und zwar für alle – und nicht nur für jene, die es sich leisten können. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Scheibner.
Das beweist aber auch, sehr geehrte Frau Ministerin, eine andere Tatsache: dass diese Bundesregierung offensichtlich schneller handelt, als sie zu denken in der Lage ist. Und das ist besonders bedenklich, vor allem, wenn es sich um das höchste und sensibelste Gut, das wir haben, handelt, nämlich um die Gesundheit. (Zwischenruf des Abg. Scheibner.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
charta von Bundesseite her mit Leben erfüllen, denn: Wer Recht hat, soll auch schnell zu seinem Recht kommen! – Danke. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: „Gejault“ ist ein Ausdruck, den wir hier nicht verwenden!
Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (SPÖ): Herr Präsident! Frau Ministerin! Hohes Haus! Bei dieser Debatte heute war sehr viel die Rede vom Arzneimittelpaket, von Kostendämpfungsmaßnahmen, von Generika, und Frau Ministerin Rauch-Kallat hat heute bei ihrer Pressekonferenz gemeint: „Alle haben kurz aufgejault, gequietscht – und mit den Zähnen geknirscht.“ – Alle, frage ich, meine Damen und Herren – oder haben auch Einzelne gelächelt und sich die Hände gerieben? (Abg. Dr. Partik-Pablé: „Gejault“ ist ein Ausdruck, den wir hier nicht verwenden!)
Abg. Dr. Trinkl: Schämen Sie sich!
Wie schaut das genau aus? – Im Laufe der Verhandlungen, heißt es dazu im „Standard“, verzichteten die Apotheker auf 33 Millionen, der Großhandel auf etwa 20 Millionen, und die Industrie gewährt von ihren stetigen Zuwächsen 40 Millionen Rabatt. – Die Industrie gewährt von den Zuwächsen Rabatt, und bei „Rabatt“ und so weiter kommt man ja auf bestimmte Gedanken. Und folgerichtig schreibt hiezu ein Leserbrief-Schreiber im „Standard“, dass man annehmen könne, dass diese Maßnahmen besonders der Firma von Bartenstein nützen werden. (Abg. Dr. Trinkl: Schämen Sie sich!)
Abg. Großruck: Schämen Sie sich!
Meine Damen und Herren! Es muss sehr wohl legitim sein, sich die Frage zu stellen: Wie entwickelt sich das Privatvermögen eines österreichischen Wirtschaftsministers durch Reformen im Medikamentenbereich? (Abg. Großruck: Schämen Sie sich!) Gibt es vielleicht, Kollege Großruck – das sollte Sie als Ober-Controller der ÖVP interessieren –, problematische Schnittstellen, wenn beispielsweise die Lannacher Werke oder Genericon öffentliche Aufträge erhalten? (Abg. Großruck: Schämen Sie sich! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Großruck: Schämen Sie sich! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Es muss sehr wohl legitim sein, sich die Frage zu stellen: Wie entwickelt sich das Privatvermögen eines österreichischen Wirtschaftsministers durch Reformen im Medikamentenbereich? (Abg. Großruck: Schämen Sie sich!) Gibt es vielleicht, Kollege Großruck – das sollte Sie als Ober-Controller der ÖVP interessieren –, problematische Schnittstellen, wenn beispielsweise die Lannacher Werke oder Genericon öffentliche Aufträge erhalten? (Abg. Großruck: Schämen Sie sich! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Großruck: Gehen Sie nach Russland zurück!
Meine Damen und Herren! Ich halte diese Fragen für legitim und werde sie auch in parlamentarischen Anfragen stellen, denn die Regierung belastet die sozial Schwachen (Abg. Großruck: Gehen Sie nach Russland zurück!), belastet die Schwachen im Sozial- und Gesundheitsbereich, währenddessen das Privatvermögen eines Ministers ins Unermessliche steigt.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Es lebe die Sowjetunion! – Abg. Öllinger: Die Sowjetunion gibt es auch nicht mehr!
Und ich kann Ihnen versichern, dass Hunderttausende Arbeitslose sehr daran interessiert sein werden, wie es dem Herrn Minister für Arbeit selbst und seinem Vermögen geht. Und diesem Interesse werden wir mit parlamentarischen Anfragen entsprechen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Es lebe die Sowjetunion! – Abg. Öllinger: Die Sowjetunion gibt es auch nicht mehr!)
Abg. Dr. Brinek: Schade!
Abgeordneter Josef Broukal (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine Damen und Herren! Die Geschichte der Fachhochschulen ist eine Erfolgsgeschichte – mit kleinen Einschränkungen, aber doch. In letzter Zeit aber wird auch bei ihnen gespart. Wir werden daher trotz mancher von uns anerkannter Verbesserungen die von der Regierung vorgeschlagene Änderung des Fachhochschul-Studiengesetzes ablehnen. (Abg. Dr. Brinek: Schade!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir finden, Sie haben sich in Ihrem Rahmen ein wenig bewegt. Wir verlangen mehr Bewegung. Wir stimmen dem Wenigen nicht zu. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
In der Gegend von Bronze sind wir schon. Gold ist unser Ziel. Mit der heutigen Entscheidung kommen wir diesem Ziel einen Schritt näher. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Brinek und Dr. Wolfmayr
Was uns aber doch fehlt, ist, dass auf dem Sektor des tertiären Bildungssystems eigentlich kein General- und Gesamtplan sichtbar ist, auch keine Strategien; dass die Abstimmung (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Brinek und Dr. Wolfmayr) – nein, das stimmt schon, das sagen auch andere, nicht nur ich! (Abg. Prinz: Glauben Sie immer, was andere sagen?) – zwischen Universitäten und Fachhochschulen noch nicht optimal ist und – was man auch sieht und im Bericht bestätigt wird – dass die Zahl atypischer Einstiege, also ohne übliche Matura, sondern über einen Lehrabschluss
Abg. Prinz: Glauben Sie immer, was andere sagen?
Was uns aber doch fehlt, ist, dass auf dem Sektor des tertiären Bildungssystems eigentlich kein General- und Gesamtplan sichtbar ist, auch keine Strategien; dass die Abstimmung (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Brinek und Dr. Wolfmayr) – nein, das stimmt schon, das sagen auch andere, nicht nur ich! (Abg. Prinz: Glauben Sie immer, was andere sagen?) – zwischen Universitäten und Fachhochschulen noch nicht optimal ist und – was man auch sieht und im Bericht bestätigt wird – dass die Zahl atypischer Einstiege, also ohne übliche Matura, sondern über einen Lehrabschluss
Abg. Zweytick: Das ist ja logisch! Das ist ja verständlich, oder?
oder andere berufsbegleitende oder berufsbezogene Einstiege, in den letzten Jahren gesunken ist. (Abg. Zweytick: Das ist ja logisch! Das ist ja verständlich, oder?)
Abg. Zweytick: Sie wollen ja eine qualifizierte Ausbildung, oder?
Verständlich ist es schon, aber gewünscht hat es sich niemand. Die Fachhochschulen sollten offen für diverse Zugänge sein und nicht unbedingt die Matura voraussetzen. So ist es. Man wollte auch Berufstätigen, die Interesse daran haben, sich weiterzubilden, die Möglichkeit geben, dort einzusteigen und sich zu qualifizieren. (Abg. Zweytick: Sie wollen ja eine qualifizierte Ausbildung, oder?) – Ich will eine qualifizierte Ausbildung, aber das heißt ja nicht, dass jemand, der eine Lehre abgeschlossen hat, mehrere Jahre Berufsbildung aufweist, nicht qualifiziert ist. Wenn Sie so etwas öffentlich sagen wollen, bitte, publizieren Sie es! (Abg. Dr. Brinek: Nein! Die Berufsreifeprüfung ist ja ...!) – Das würde Ihnen, glaube ich, nicht gut tun. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Brinek: Nein! Die Berufsreifeprüfung ist ja ...!
Verständlich ist es schon, aber gewünscht hat es sich niemand. Die Fachhochschulen sollten offen für diverse Zugänge sein und nicht unbedingt die Matura voraussetzen. So ist es. Man wollte auch Berufstätigen, die Interesse daran haben, sich weiterzubilden, die Möglichkeit geben, dort einzusteigen und sich zu qualifizieren. (Abg. Zweytick: Sie wollen ja eine qualifizierte Ausbildung, oder?) – Ich will eine qualifizierte Ausbildung, aber das heißt ja nicht, dass jemand, der eine Lehre abgeschlossen hat, mehrere Jahre Berufsbildung aufweist, nicht qualifiziert ist. Wenn Sie so etwas öffentlich sagen wollen, bitte, publizieren Sie es! (Abg. Dr. Brinek: Nein! Die Berufsreifeprüfung ist ja ...!) – Das würde Ihnen, glaube ich, nicht gut tun. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Verständlich ist es schon, aber gewünscht hat es sich niemand. Die Fachhochschulen sollten offen für diverse Zugänge sein und nicht unbedingt die Matura voraussetzen. So ist es. Man wollte auch Berufstätigen, die Interesse daran haben, sich weiterzubilden, die Möglichkeit geben, dort einzusteigen und sich zu qualifizieren. (Abg. Zweytick: Sie wollen ja eine qualifizierte Ausbildung, oder?) – Ich will eine qualifizierte Ausbildung, aber das heißt ja nicht, dass jemand, der eine Lehre abgeschlossen hat, mehrere Jahre Berufsbildung aufweist, nicht qualifiziert ist. Wenn Sie so etwas öffentlich sagen wollen, bitte, publizieren Sie es! (Abg. Dr. Brinek: Nein! Die Berufsreifeprüfung ist ja ...!) – Das würde Ihnen, glaube ich, nicht gut tun. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Positiv war weiters die Aussage, dass es notwendig sein wird, die Fachhochschulen in Zukunft auch für Gesundheitsberufe zu öffnen. Im Bereich der medizinisch-technischen Dienste, also ErgotherapeutInnen, LogopädInnen, OrthoptistInnen, PhysiotherapeutInnen, radiologisch-technische Dienste, medizinisch-technische AnalytikerInnen ist einiges aufzuholen, der Frauenanteil beträgt da an die 90 Prozent. Diese stoßen nicht an eine gläserne Decke, sondern an eine Betondecke ihrer Karriere, haben international Schwierigkeiten, mit ihrer Ausbildung in Österreich, die, was die Dauer des Studiums und auch die Stundenzahl, die sogar höher als in den Fachhochschulausbildungen liegt, anlangt, mindestens Fachhochschul-Charakter hat, mitzuhalten, und international eigentlich diskriminiert sind. Im Interesse dieser Frauen, aber auch im Interesse der Qualitätssicherung sollte man da also etwas tun. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Demonstrativer Beifall der Abg. Dr. Brinek.
Wenn der Abänderungsantrag, der bedeutet, dass Lehrgänge auch von Fachhochschulen angeboten werden können, wie das bislang nur Universitäten möglich war, getrennt abgestimmt werden kann, würden wir dem jedenfalls zustimmen. (Demonstrativer Beifall der Abg. Dr. Brinek.) – Es ist auch für mich fast eine Premiere, Frau Brinek, aber es freut mich sehr.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir stimmen dem Abänderungsantrag zu, dem Rest nicht. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Lichtenberger: Mein Gott!
Abgeordnete Dipl.-Ing. Elke Achleitner (Freiheitliche): Herr Präsident! Frau Ministerin! Hohes Haus! Ich finde es schon fast großartig, dass die Herren von der Opposition (Abg. Dr. Lichtenberger: Mein Gott!), die eigentlich immer alles, was die Regierung macht, schlecht machen, zugeben, dass die Entwicklung der Fachhochschule einen Erfolgskurs widerspiegelt. Aber wenn Sie die Zahlen im letzten Fachhochschulbericht lesen, die Ihnen ja vorliegen, dann können Sie ja gar nicht anders. (Abg. Dr. Bauer: Wer hat denn die Fachhochschulen ...?) So liest man in diesem Bericht etwa, dass im Jahr 2003/2004 7 000 Anfänger-Studienplätze zur Verfügung stehen, dass der Ausbau der Studiengänge einen Stand von 136 Studiengängen erreicht hat und dass es eine ganze Menge, nämlich über 37 Studiengänge, gibt, die auch berufsbegleitend zur Verfügung stehen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Bauer: Wer hat denn die Fachhochschulen ...?
Abgeordnete Dipl.-Ing. Elke Achleitner (Freiheitliche): Herr Präsident! Frau Ministerin! Hohes Haus! Ich finde es schon fast großartig, dass die Herren von der Opposition (Abg. Dr. Lichtenberger: Mein Gott!), die eigentlich immer alles, was die Regierung macht, schlecht machen, zugeben, dass die Entwicklung der Fachhochschule einen Erfolgskurs widerspiegelt. Aber wenn Sie die Zahlen im letzten Fachhochschulbericht lesen, die Ihnen ja vorliegen, dann können Sie ja gar nicht anders. (Abg. Dr. Bauer: Wer hat denn die Fachhochschulen ...?) So liest man in diesem Bericht etwa, dass im Jahr 2003/2004 7 000 Anfänger-Studienplätze zur Verfügung stehen, dass der Ausbau der Studiengänge einen Stand von 136 Studiengängen erreicht hat und dass es eine ganze Menge, nämlich über 37 Studiengänge, gibt, die auch berufsbegleitend zur Verfügung stehen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordnete Dipl.-Ing. Elke Achleitner (Freiheitliche): Herr Präsident! Frau Ministerin! Hohes Haus! Ich finde es schon fast großartig, dass die Herren von der Opposition (Abg. Dr. Lichtenberger: Mein Gott!), die eigentlich immer alles, was die Regierung macht, schlecht machen, zugeben, dass die Entwicklung der Fachhochschule einen Erfolgskurs widerspiegelt. Aber wenn Sie die Zahlen im letzten Fachhochschulbericht lesen, die Ihnen ja vorliegen, dann können Sie ja gar nicht anders. (Abg. Dr. Bauer: Wer hat denn die Fachhochschulen ...?) So liest man in diesem Bericht etwa, dass im Jahr 2003/2004 7 000 Anfänger-Studienplätze zur Verfügung stehen, dass der Ausbau der Studiengänge einen Stand von 136 Studiengängen erreicht hat und dass es eine ganze Menge, nämlich über 37 Studiengänge, gibt, die auch berufsbegleitend zur Verfügung stehen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Der Erfolg kommt aber nicht von selbst. Durch das Sonderfinanzierungsprogramm „600 plus“ wurde die Planungsgröße der Studienplätze bei weitem übertroffen. Auch für das Jahr 2003 gibt es nun 2 Millionen € mehr. Das heißt, 107 Millionen € sind im Budget für die Fachhochschulen vorgesehen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wichtig ist, dass der Bedarf und die Akzeptanz sichergestellt sind. Auch der Fachhochschulrat schreibt in seinem letzten Bericht, dass es primär wichtig ist, dass das quantitative Wachstum, das bis jetzt erreicht worden ist, qualitativ abgesichert wird. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren von der Opposition! Es tut mir wirklich Leid, dass Sie nicht mitstimmen können bei einer zusätzlichen Novelle eines Bereiches der Fachhochschulen, einer bedarfsgerechten, berufsbezogenen und qualitätsvollen Bildungsmöglichkeit, einer Bildungspolitik, mit der die Regierung sicher in die richtige Richtung geht. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich würde mich also sehr freuen, meine Damen und Herren von der Opposition, wenn Sie sich doch dazu durchringen könnten, diesem zukunftsorientierten Gesetz Ihre Zustimmung zu geben. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenbemerkung von Bundesministerin Gehrer.
Frau Ministerin! Sie kündigen im ÖVP-Aktionsplan einen neuen Entwicklungsplan für die Fachhochschulen an. Das ist jetzt der dritte Entwicklungsplan nach den Entwicklungs- und Finanzierungsplänen 1994 und 2000. 1994 und 2000 handelte es sich noch um Entwicklungs- und Finanzierungspläne, jetzt sind es nur mehr Entwicklungspläne. Das Wort „Finanzierung“ findet sich in der Diktion Ihres eigenen Papieres nicht mehr. Da müssen schon die Alarmglocken schrillen, wenn keine Finanzierung mehr vorhanden wäre. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Gehrer.) Ich denke, es handelt sich bei dem, was Sie da schreiben, nicht nur um ein semantisches Problem, sondern um ein durchaus reales Problem.
Abg. Zweytick: Haben Sie nicht zugehört vorher?
Diese Zahl, die Sie sich als Ziel setzen, erreichen wir, indem wir nichts tun. Das ist eine Stillstandspolitik, und da tun wir uns schon schwer, sie mitzutragen. (Abg. Zweytick: Haben Sie nicht zugehört vorher?) – Ich habe schon zugehört, darum kann ich den Plan auch kritisieren und weiß, warum ich ihn kritisieren kann.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich denke, jeder, dem die Fachhochschule am Herzen liegt, kann diesem Entschließungsantrag nur zustimmen. Wenn die Forderungen, die wir stellen, die wir durchaus berechtigterweise und aus guten Gründen vertreten, im dritten Entwicklungs- und Finanzierungsplan berücksichtigt werden, dann glaube ich durchaus, dass wir einen gemeinsamen Weg gehen können. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Freiheitlichen sowie des Abg. Broukal.
Ich darf Ihnen sagen, dass wir bei allen Plänen, die wir bis jetzt gemacht haben, die eigenen Ziele, die wir uns gesteckt haben – die sich die Bundesregierung gesteckt hat –, jeweils sowohl von den Studierendenzahlen als auch von den zur Verfügung gestellten Mitteln her weit übertroffen haben. Sie können davon ausgehen, dass wir diesen Weg forciert weitergehen. Ich bitte Sie abermals darum, Ihre Ablehnung noch einmal zu überdenken. – Danke vielmals. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Freiheitlichen sowie des Abg. Broukal.)
Abg. Dr. Brinek: Eine Ermächtigung!
Ein paar Punkte dazu. Erstens: Kollegin Brinek hat gemeint: Wieso stößt ihr euch an der Studiengebühr, die jetzt in der Gesetzesnovelle steht? (Abg. Dr. Brinek: Eine Ermächtigung!) Das sei ja nur eine Ermächtigung. – Ja, wir können schon lesen, Kollegin Brinek. Aber was bedeutet diese Ermächtigung, wenn man genauer hinschaut? (Abg. Dr. Brinek: Mit einer Plafondierung!) Das ist auch die Ermächtigung für das Bundesministerium, den Betreibern, die jetzt keine Studiengebühren einheben wollen, zu sagen: Okay, dann werden wir den Zuschuss, den wir euch geben, wenn der Vertrag ausläuft, reduzieren, denn ihr hättet ja die Möglichkeit, eine Studiengebühr einzuführen.
Abg. Dr. Brinek: Mit einer Plafondierung!
Ein paar Punkte dazu. Erstens: Kollegin Brinek hat gemeint: Wieso stößt ihr euch an der Studiengebühr, die jetzt in der Gesetzesnovelle steht? (Abg. Dr. Brinek: Eine Ermächtigung!) Das sei ja nur eine Ermächtigung. – Ja, wir können schon lesen, Kollegin Brinek. Aber was bedeutet diese Ermächtigung, wenn man genauer hinschaut? (Abg. Dr. Brinek: Mit einer Plafondierung!) Das ist auch die Ermächtigung für das Bundesministerium, den Betreibern, die jetzt keine Studiengebühren einheben wollen, zu sagen: Okay, dann werden wir den Zuschuss, den wir euch geben, wenn der Vertrag ausläuft, reduzieren, denn ihr hättet ja die Möglichkeit, eine Studiengebühr einzuführen.
Abg. Dr. Brinek: Um den Bedarf abzutesten!
Ich frage mich: Wieso weigern Sie sich so, die Realität zur Kenntnis zu nehmen, um dann ein halbes Jahr später festzustellen, dass Sie jetzt doch mehr Geld brauchen? (Abg. Dr. Brinek: Um den Bedarf abzutesten!)
Abg. Dr. Brinek: Das werden wir machen!
tungen nicht einmal bereit sind hinzuschauen? (Abg. Dr. Brinek: Das werden wir machen!)
Abg. Dr. Brinek: An den Unis müssen wir ...!
Noch einmal die Aufforderung, die Bitte an Sie: Es ist ein dringendes bildungspolitisches Anliegen, dass Qualität angeboten wird und dass gerade bei diesen Lehrgängen einmal genau hingeschaut wird. Das, was Sie bezüglich dieser Lehrgänge vorschlagen, Kollegin Brinek, ist zwar eine Form der Qualitätssicherung, wobei Sie extra in die Begründung hineinschreiben, das sei gerade das Notwendigste, was man tun muss. (Abg. Dr. Brinek: An den Unis müssen wir ...!)
Abg. Scheibner: Schritt für Schritt!
Herr Kollege Scheibner, Sie brauchen nicht auf uns zu zeigen, als ob wir das verhindern würden. (Abg. Scheibner: Schritt für Schritt!) Das wäre auch notwendig. Frau Kollegin Bayr hat es ja schon ausgeführt.
Abg. Dr. Brinek: Das ÖH-Gesetz muss man ändern!
Sie stimmen heute nicht darüber ab, ob es Mitbestimmung an den Fachhochschulen geben wird. Sie wurde gestrichen! (Abg. Dr. Brinek: Das ÖH-Gesetz muss man ändern!) Da sagen wir: Wir sind uns zwar in vielem, was diese Entwicklung anlangt, einig. Da Sie, Kollegin Hakl, aber den Mut angesprochen haben, muss ich sagen: Sie sind uns in vielem, was wir uns vorstellen, zu wenig mutig.
Beifall bei der SPÖ.
Wenn es das nächste Mal eine größere Novelle gibt, in der sich wirklich auch jene Punkte, die wir heute vorgeschlagen haben, finden – zumindest teilweise finden –, dann werden wir wieder gerne zustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Niederwieser: Budgetwahrheit!
Sie haben ohnehin schon festgestellt, dass es sehr erfreulich ist, dass doch zusätzliche Gelder – dieses Jahr 2 Millionen € und nächstes Jahr 10 Millionen € – zur Verfügung stehen. Da muss ich schon sagen: Recht machen kann man es Ihnen eigentlich nie. Zuerst heißt es, es ist nichts da, dann wird etwas zur Verfügung gestellt und Sie sagen: Das hätten Sie ja gleich machen können. (Abg. Dr. Niederwieser: Budgetwahrheit!)
Abg. Dr. Niederwieser: Den Zeitpunkt bestimmen Sie, oder?!
Dass man aber für gewisse Verhandlungen vielleicht den richtigen Zeitpunkt braucht und abwarten muss, um dann die Möglichkeit zu haben, zusätzliche Gelder für einen Bereich herauszuholen, müssen Sie schon selber wissen. (Abg. Dr. Niederwieser: Den Zeitpunkt bestimmen Sie, oder?!) Und das ist ja der Frau Minister gelungen. Wie gesagt: Ihnen kann man es leider nie Recht machen. Das ist eben das Grundproblem, das besteht. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ein Raunzer ist er!) – Er ist es eigentlich nicht, eher seine Fraktion. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Er ist auch ein Raunzer!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Ein Raunzer ist er!
Dass man aber für gewisse Verhandlungen vielleicht den richtigen Zeitpunkt braucht und abwarten muss, um dann die Möglichkeit zu haben, zusätzliche Gelder für einen Bereich herauszuholen, müssen Sie schon selber wissen. (Abg. Dr. Niederwieser: Den Zeitpunkt bestimmen Sie, oder?!) Und das ist ja der Frau Minister gelungen. Wie gesagt: Ihnen kann man es leider nie Recht machen. Das ist eben das Grundproblem, das besteht. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ein Raunzer ist er!) – Er ist es eigentlich nicht, eher seine Fraktion. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Er ist auch ein Raunzer!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Er ist auch ein Raunzer!
Dass man aber für gewisse Verhandlungen vielleicht den richtigen Zeitpunkt braucht und abwarten muss, um dann die Möglichkeit zu haben, zusätzliche Gelder für einen Bereich herauszuholen, müssen Sie schon selber wissen. (Abg. Dr. Niederwieser: Den Zeitpunkt bestimmen Sie, oder?!) Und das ist ja der Frau Minister gelungen. Wie gesagt: Ihnen kann man es leider nie Recht machen. Das ist eben das Grundproblem, das besteht. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ein Raunzer ist er!) – Er ist es eigentlich nicht, eher seine Fraktion. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Er ist auch ein Raunzer!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Kollegin Bayr hat gesagt, die Pläne gehen an den Bedürfnissen vorbei. – Ich muss schon Folgendes dazu sagen: Anscheinend kennen Sie die Pläne noch nicht so genau und so ganz. Bringen Sie sich doch erst einmal auch mit ein! Schauen Sie sich genau an, wie das tatsächlich aussieht! Dann können Sie sagen, die Pläne gehen an den Bedürfnissen vorbei. Man muss zuerst einmal schauen, wie es wirklich ist. Bringen Sie sich doch konstruktiv bei den Verhandlungen, bei der Erstellung des Planes ein! Nachher kann man darüber reden, ob es passt oder nicht. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Aber schon vorab zu sagen, wie Sie es immer tun, es passt alles nicht ... (Abg. Broukal: Mehr Applaus, bitte! – Abg. Scheibner: Sie können mitklatschen!)
Abg. Broukal: Mehr Applaus, bitte! – Abg. Scheibner: Sie können mitklatschen!
Kollegin Bayr hat gesagt, die Pläne gehen an den Bedürfnissen vorbei. – Ich muss schon Folgendes dazu sagen: Anscheinend kennen Sie die Pläne noch nicht so genau und so ganz. Bringen Sie sich doch erst einmal auch mit ein! Schauen Sie sich genau an, wie das tatsächlich aussieht! Dann können Sie sagen, die Pläne gehen an den Bedürfnissen vorbei. Man muss zuerst einmal schauen, wie es wirklich ist. Bringen Sie sich doch konstruktiv bei den Verhandlungen, bei der Erstellung des Planes ein! Nachher kann man darüber reden, ob es passt oder nicht. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Aber schon vorab zu sagen, wie Sie es immer tun, es passt alles nicht ... (Abg. Broukal: Mehr Applaus, bitte! – Abg. Scheibner: Sie können mitklatschen!)
Abg. Dr. Brinek: Nein, er hat schon geklatscht! – Abg. Broukal: Ich habe ununterbrochen geklatscht!
Es hören beim Thema Fachhochschulen zwar viele zu, aber manche sind um diese Zeit vielleicht schon ein bisschen woanders. Das muss man auch verstehen. Ich weiß, dass Sie nicht klatschen können, Herr Kollege Broukal, denn es ist auch eines Ihrer Prinzipien, es ja nicht, wenn bei einer Frage irgendwelche Leute Recht haben, auch wenn es die Regierungsparteien sind, zuzugeben. (Abg. Dr. Brinek: Nein, er hat schon geklatscht! – Abg. Broukal: Ich habe ununterbrochen geklatscht!)
Abg. Broukal: Ich habe bei jeder Rede zu diesem Tagesordnungspunkt geklatscht!
Wo denn? (Abg. Broukal: Ich habe bei jeder Rede zu diesem Tagesordnungspunkt geklatscht!) – Bei jeder Rede haben Sie geklatscht?! (Abg. Broukal: Sicher!) Entschuldigung, das ist mir entgangen. Tut mir Leid, ich leiste Abbitte bei Ihnen. Ich wusste nicht, dass Sie bei jeder Rede geklatscht haben. Ich werde Sie jetzt genauer beobachten, Kollege Broukal, wie Sie es in Zukunft handhaben werden, ob Sie bei den Reden klatschen oder nicht. (Abg. Broukal: Sie haben es nicht verdient!) Ich weiß, bei meiner Rede klatschen Sie nicht, das zeichnet mich aus und darüber bin ich froh. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Broukal: Bitte sehr!)
Abg. Broukal: Sicher!
Wo denn? (Abg. Broukal: Ich habe bei jeder Rede zu diesem Tagesordnungspunkt geklatscht!) – Bei jeder Rede haben Sie geklatscht?! (Abg. Broukal: Sicher!) Entschuldigung, das ist mir entgangen. Tut mir Leid, ich leiste Abbitte bei Ihnen. Ich wusste nicht, dass Sie bei jeder Rede geklatscht haben. Ich werde Sie jetzt genauer beobachten, Kollege Broukal, wie Sie es in Zukunft handhaben werden, ob Sie bei den Reden klatschen oder nicht. (Abg. Broukal: Sie haben es nicht verdient!) Ich weiß, bei meiner Rede klatschen Sie nicht, das zeichnet mich aus und darüber bin ich froh. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Broukal: Bitte sehr!)
Abg. Broukal: Sie haben es nicht verdient!
Wo denn? (Abg. Broukal: Ich habe bei jeder Rede zu diesem Tagesordnungspunkt geklatscht!) – Bei jeder Rede haben Sie geklatscht?! (Abg. Broukal: Sicher!) Entschuldigung, das ist mir entgangen. Tut mir Leid, ich leiste Abbitte bei Ihnen. Ich wusste nicht, dass Sie bei jeder Rede geklatscht haben. Ich werde Sie jetzt genauer beobachten, Kollege Broukal, wie Sie es in Zukunft handhaben werden, ob Sie bei den Reden klatschen oder nicht. (Abg. Broukal: Sie haben es nicht verdient!) Ich weiß, bei meiner Rede klatschen Sie nicht, das zeichnet mich aus und darüber bin ich froh. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Broukal: Bitte sehr!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Broukal: Bitte sehr!
Wo denn? (Abg. Broukal: Ich habe bei jeder Rede zu diesem Tagesordnungspunkt geklatscht!) – Bei jeder Rede haben Sie geklatscht?! (Abg. Broukal: Sicher!) Entschuldigung, das ist mir entgangen. Tut mir Leid, ich leiste Abbitte bei Ihnen. Ich wusste nicht, dass Sie bei jeder Rede geklatscht haben. Ich werde Sie jetzt genauer beobachten, Kollege Broukal, wie Sie es in Zukunft handhaben werden, ob Sie bei den Reden klatschen oder nicht. (Abg. Broukal: Sie haben es nicht verdient!) Ich weiß, bei meiner Rede klatschen Sie nicht, das zeichnet mich aus und darüber bin ich froh. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Broukal: Bitte sehr!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
wo es zukunftsorientierte Chancen und Nachfrage gibt. Da gilt es, die entsprechenden Angebote auszubauen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.
man nicht nur lehrt, sondern ganz direkt in die Praxis einsteigt und einen lebendigen Austausch unter teilweise ganz jungen Künstlern und Künstlerinnen eben praktisch ermöglicht. (Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Auch so wird Qualität nach außen sichtbar, spürbar und erlebbar. Ich möchte der Grazer Fachhochschule an dieser Stelle für das tolle Management ganz herzlich gratulieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Im Großen und Ganzen möchte ich abschließend feststellen: Dieses neue Fachhochschul-Studiengesetz stellt einen weiteren wichtigen Schritt in der Entwicklung des Fachhochschulwesens dar, und ich finde es sehr schade, dass das von den Kolleginnen und Kollegen von der Opposition anscheinend nicht so gesehen wird und sie bei diesen notwendigen und meiner Meinung nach selbstverständlichen Reformen nicht mitgehen können. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Was ein wichtiger Punkt oder ein wichtiger Aspekt ist, ist die Tatsache, dass wir in Österreich Tausende Kinder haben, die Tschechisch, Slowakisch, Polnisch, Rumänisch, Bulgarisch et cetera als Muttersprache haben. Die Integration dieser Menschen heißt nicht, dass die sich jetzt anpassen müssen und ihre Muttersprache vergessen sollen, sondern bedeutet eine gemeinsame Entwicklung der Menschen, die in Österreich leben. Es wäre auch schlichtweg dumm – wenn ich das sagen darf, Herr Präsident –, auf die Qualitäten dieser Menschen zu verzichten. Insofern unterstützen wir Sie zum Beispiel beim weiteren Ausbau oder bei der Schaffung von Volks-, Mittel- und Hauptschulen, von AHS, BHS, BMS mit bilingualem Unterricht, damit wir diese Fähigkeiten noch stärken. Gerade die Möglichkeit, die Sprachen der Beitrittsländer als Muttersprache zu haben, ist eine, die auch für die Wirtschaft in den nächsten Jahren sehr wichtig sein wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir unterstützen Sie auch gerne bei der Schaffung ganztägiger Schulformen, und zwar vor allem jener ganztägigen Schulform, der alle Studien das höchste pädagogische Niveau aussprechen, nämlich der Ganztagsschule mit verschränkten Einheiten, nämlich von Lerneinheiten, von Erholungseinheiten und von Vertiefungsphasen. Dabei unterstützen wir Sie auch! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir unterstützen Sie auch dabei, dass verschiedene Fachhochschulstudien, Universitätsstudien, aber auch andere Berufsausbildungen zwischen den Staaten besser anerkannt werden. Wir unterstützen Sie selbstverständlich auch dabei, die unsozialen Studiengebühren abzuschaffen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Dr. Alfred Brader (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Hohes Haus! Mein Vorredner hat gesagt, dass er der Ministerin bei der Errichtung von Ganztagsschulen mit verschränktem Charakter Unterstützung angedeihen lassen will. Herr Abgeordneter, diese Möglichkeit besteht ja schon. Wie Sie wissen, kann bei Zustimmung von zwei Dritteln aller Eltern und Lehrer diese Schulform eingerichtet werden. Persönlich halte ich nicht sehr viel davon, weil ich glaube, dass die Wahlmöglichkeit bestehen bleiben soll. Es ist mit Sicherheit nicht sinnvoll, die Kinder zwangsweise den ganzen Tag in der Schule zu behalten, wenn sie auch anderswo ihre Bildung und ihre Freizeit genießen können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Im Zuge der Aktion Österreich-Slowakei wurden bis Ende 2002 ganze 670 Projekte genehmigt, 303 Stipendianten gefördert und 1 206 Stipendienmonate vergeben. Zusammen mit den Förderungen für Exkursionen, Tagungen, Workshops und so weiter wurden bis jetzt 3,3 Millionen € ausbezahlt. Ich glaube, dass das eine gute Investition ist – für die Zukunft der Österreicherinnen und Österreicher in einem gemeinsamen friedlichen Europa, in einem Europa, das nicht hinter Kittsee, Klingenbach oder Spielfeld endet. In diesem Sinne bitte ich um Ihre Zustimmung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Ing. Kurt Gartlehner (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Frau Bundesministerin! Auch ich möchte einige Worte zum Thema Fachhochschulen in Österreich sagen. Zur Kollegin Bleckmann – sie hat sich leider verabschiedet – möchte ich sagen: Ihre Beharrlichkeit, Kritik, nicht wahrnehmen zu wollen, was die budgetäre Ausstattung der Fachhochschulen zu Jahresbeginn anlangt, ist wirklich FPÖ-typisch und zeugt von reiner Realitätsverweigerung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Letzter Punkt, den ich noch kurz ansprechen möchte: Ich glaube, dass die Mitbestimmung an der Fachhochschule ein Thema sein muss. Es kann nicht sein, dass die Fachhochschule weniger Mitbestimmung hat als jede Hauptschule in Österreich. Es ist schade, dass die diesbezügliche Passage aus dem Gesetz wieder herausgenommen wurde. Unsere Ablehnung empfinden wir schon allein aus diesem Grund als gerechtfertigt. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Kuntzl: Das habe ich nicht gesagt!
Abgeordneter Johann Kurzbauer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Geschätzte Damen und Herren! Frau Abgeordnete Kuntzl, Sie haben in Ihrer Wortspende gemeint, dass sich durch die Einführung der Studiengebühren die Frauenquote beim Besuch beziehungsweise bei der Absolvierung eines Hochschulstudiums reduziert hat. (Abg. Mag. Kuntzl: Das habe ich nicht gesagt!) Ich habe das so aufgefasst. (Abg. Mag. Kuntzl: Das ist ein Missverständnis!) Aber ich möchte das trotzdem anhand von Zahlen darstellen.
Abg. Mag. Kuntzl: Das ist ein Missverständnis!
Abgeordneter Johann Kurzbauer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Geschätzte Damen und Herren! Frau Abgeordnete Kuntzl, Sie haben in Ihrer Wortspende gemeint, dass sich durch die Einführung der Studiengebühren die Frauenquote beim Besuch beziehungsweise bei der Absolvierung eines Hochschulstudiums reduziert hat. (Abg. Mag. Kuntzl: Das habe ich nicht gesagt!) Ich habe das so aufgefasst. (Abg. Mag. Kuntzl: Das ist ein Missverständnis!) Aber ich möchte das trotzdem anhand von Zahlen darstellen.
Beifall bei der ÖVP und des Abg. Broukal.
Geschätzte Damen und Herren! Wir stimmen selbstverständlich der Verlängerung dieses Abkommens zu. (Beifall bei der ÖVP und des Abg. Broukal.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Stimmen Sie doch zu! 5 Minuten haben Sie noch, stimmen Sie dann zu!
Grundsätzlich ist zu sagen: Fachhochschulen sind ein gelungenes Werk, aber für Jubellieder ist es noch immer zu früh. Daher können wir dem nicht zustimmen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Stimmen Sie doch zu! 5 Minuten haben Sie noch, stimmen Sie dann zu!)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Ich denke vielmehr und habe den Eindruck – und das ist eher bedenklich und bedauerlich für mich –, es liegt daran, dass es ein Antrag der Regierungsparteien ist, und daher, Herr Grünewald und Freunde von der SPÖ, ist es fast selbstverständlich, dass man das ablehnt. Man sucht eben ein Argument und setzt sich dann drauf. Auffallend ist nur die Einstimmigkeit, da das Wort „Studiengebühr“ heißt. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Wenn es nur das wäre – und Sie wissen, dass das ein lebendes Projekt ist, das weitergeht –, dann kann es nicht daran scheitern, dass dieses Projekt FH auch für die Zukunft Ihre Zustimmung hat, nämlich für entscheidende Verbesserungen in diesem Rahmen. (Präsident Dr. Khol gibt neuerlich das Glockenzeichen.)
Präsident Dr. Khol gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Ich denke vielmehr und habe den Eindruck – und das ist eher bedenklich und bedauerlich für mich –, es liegt daran, dass es ein Antrag der Regierungsparteien ist, und daher, Herr Grünewald und Freunde von der SPÖ, ist es fast selbstverständlich, dass man das ablehnt. Man sucht eben ein Argument und setzt sich dann drauf. Auffallend ist nur die Einstimmigkeit, da das Wort „Studiengebühr“ heißt. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Wenn es nur das wäre – und Sie wissen, dass das ein lebendes Projekt ist, das weitergeht –, dann kann es nicht daran scheitern, dass dieses Projekt FH auch für die Zukunft Ihre Zustimmung hat, nämlich für entscheidende Verbesserungen in diesem Rahmen. (Präsident Dr. Khol gibt neuerlich das Glockenzeichen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Freiheitlichen.
Ich möchte mich besonders bei der Frau Ministerin für ihren Kampf, dass da etwas weitergegangen ist, herzlich bedanken. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Freiheitlichen.)
Demonstrativer Beifall des Abg. Wittauer.
Abgeordnete Mag. Melitta Trunk (SPÖ): Herr Präsident! Frau Ministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Ich werde mir eine freiwillige Redezeitbeschränkung von zwei Minuten auferlegen, und zwar aus Solidarität zu meinem Kollegen Wimmer. (Demonstrativer Beifall des Abg. Wittauer.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Punkt eins: Es sind die Studiengebühren und viele andere berechtigte Argumente, warum die SPÖ-Fraktion nicht zustimmt. Es ist anerkannt, dass Studiengebühren eine Barriere sind, und wir sind in diesem Bereich – da Österreich eine zu geringe Akademikerquote hat – gegen jede Form von Barriere. Wir werden daher auch aus diesem Grund nicht zustimmen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Dritter Punkt: Es steht mir zu – und zwar nicht aus Lokalpatriotismus oder aus der Begrenztheit des Denkens in engen Grenzen –, hier auch Lobbyistin zu sein für eine Fachhochschule, die es noch zu errichten gilt, nämlich für das wirklich sehr innovative Konzept der Fachhochschule Wolfsberg in Kooperation mit einer schwedischen Hochschule. Das ist ein innovatives Konzept, und ich fordere hier von Seiten des Bundes erstens infrastrukturelle, zweitens finanzielle und drittens auch willentliche Zustimmung, eine faire Chance für den Fachhochschulstandort Wolfsberg. Ich baue darauf! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Günther Hütl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Vorsitzender! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Als wir – ich meine damit eine Gruppe von Wieselburgern – vor zehn Jahren um die Fachhochschule in Wieselburg angesucht und darum gekämpft haben, hatten wir nicht die geringste Ahnung oder Vorstellung davon, welch erfolgreichen und rasanten Weg diese Schulen gehen würden. Mit dem Fachhochschul-Studiengesetz 1993 wurde der Grundstein für eine dynamische hochschulpolitische Entwicklung gelegt, und dieser Erfolg ist untrennbar mit unserer Bundesministerin Elisabeth Gehrer verbunden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Bravorufe und Beifall bei der ÖVP.
Mittlerweile haben wir den Zuschlag bekommen – vor fünf Jahren und nicht zuletzt dank der Mithilfe des damaligen Landwirtschaftsministers Wilhelm Molterer und unseres Landeshauptmannes Erwin Pröll. (Bravorufe und Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich möchte daher nur noch eines sagen: Unter dem Aspekt des Wachstumspaketes der Bundesregierung, wie es heute Bundeskanzler Schüssel schon ausgeführt hat, in dem Forschung und Entwicklung enorm forciert werden, sowie in Hinblick auf einen europäischen Hochschulraum und auf den europäischen Wissenschaftsraum leisten die österreichischen Fachhochschulen mit der praxisbezogenen Ausbildung, mit ihrem dynamischen Prozess und ihrer Qualitätsoffensive sicherlich einen wesentlichen Beitrag für die Zukunft unseres Landes. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wir gelangen nunmehr zum 8. Punkt der Tagesordnung, einer ersten Lesung. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Wittauer: Ihr habt früher die Verfassungsgesetze geändert ...!
Der Verfassungsgerichtshof musste auch bei diesem Beispiel der schwarz-blauen Regierung in die Parade fahren. (Abg. Wittauer: Ihr habt früher die Verfassungsgesetze geändert ...!) Jetzt hat der Verfassungsgerichtshof diese Regelungen für zwei Jahre
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Daher stellen wir erneut den Antrag, auch für das Jahr 2003 und Folgejahre Steuerfreiheit zu gewähren und den Menschen, denen die Lohnsteuer bisher abgezogen worden ist, diese im Wege des kleinen Jahresausgleichs nach § 77 Abs. 3 Einkommensteuergesetz zu ersetzen. Seien Sie so anständig, lassen Sie den Opfern die Steuerfreiheit! – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Die Unfallrentenbesteuerung für 2003 ist richtig, ebenso die 70 Millionen €, die wir für die Projekte aus dieser Behindertenmilliarde brauchen, die Entsteuerung der Einkommen bis 20 000 S und das um 50 Prozent erhöhte Schwerversehrtenrentengeld. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Matznetter: Der Antrag ist vom Juni!
Wenn ich mir den Antrag durchlese – mein Vorredner, Kollege Tancsits, hat das ja schon erläutert –, dann muss ich sagen, dass in Wahrheit vermutlich keiner versteht, wieso Sie den Antrag nicht überhaupt zurückziehen. (Abg. Dr. Matznetter: Der Antrag ist vom Juni!) Ich weiß, dass er vom Juni ist! Aber dann könnten Sie ihn ja jetzt zurückziehen, denn diese Unfallrentenbesteuerung war, wie der Verfassungsgerichtshof bestätigt hat, verfassungskonform. (Abg. Dr. Matznetter: Warum zurückziehen? Sie tun ja nichts!) Es wurde lediglich die schnelle Einführung mit dem Jahr 2001 bekrittelt, und es wurde eine Frist für eine Reparatur bis zum 31. Dezember 2003 gesetzt. Diese wurde jetzt vorgenommen. Im Jahr 2004 wird es diese Unfallrentenbesteuerung auch nicht mehr geben.
Abg. Dr. Matznetter: Warum zurückziehen? Sie tun ja nichts!
Wenn ich mir den Antrag durchlese – mein Vorredner, Kollege Tancsits, hat das ja schon erläutert –, dann muss ich sagen, dass in Wahrheit vermutlich keiner versteht, wieso Sie den Antrag nicht überhaupt zurückziehen. (Abg. Dr. Matznetter: Der Antrag ist vom Juni!) Ich weiß, dass er vom Juni ist! Aber dann könnten Sie ihn ja jetzt zurückziehen, denn diese Unfallrentenbesteuerung war, wie der Verfassungsgerichtshof bestätigt hat, verfassungskonform. (Abg. Dr. Matznetter: Warum zurückziehen? Sie tun ja nichts!) Es wurde lediglich die schnelle Einführung mit dem Jahr 2001 bekrittelt, und es wurde eine Frist für eine Reparatur bis zum 31. Dezember 2003 gesetzt. Diese wurde jetzt vorgenommen. Im Jahr 2004 wird es diese Unfallrentenbesteuerung auch nicht mehr geben.
Abg. Dr. Matznetter: Sie verstehen das wirklich nicht!
Das Ungerechte dabei ist Folgendes, Herr Kollege Matznetter: Wenn ein Lehrling einen Arbeitsunfall hat und eine Unfallrente bekommt, dann ist diese minimal, weil sie sich am Einkommen orientiert. Wenn hingegen ein Abgeordneter einen Arbeitsunfall auf dem Weg vom oder zum Parlament hat, dann wird diese sehr hoch sein. (Abg. Dr. Matznetter: Sie verstehen das wirklich nicht!) Das ist die Ungerechtigkeit an diesem System, aber das müssten sie eigentlich erkennen!
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Herr Kollege Matznetter, abschließend möchte ich noch sagen: Sie sind mit diesem Antrag auf jeden Fall etwas zu spät gekommen, denn er erübrigt sich inzwischen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dolinschek.
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Herr Kollege Dolinschek, auch wenn du dich noch so sehr aufregst: Dennoch kannst du das Faktum nicht wegreden, dass durch das Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes die Unfallrentenbesteuerung zwar für die Jahre 2001 und 2002 aufgehoben wurde, nicht aber für das Jahr 2003! (Zwischenruf des Abg. Dolinschek.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dolinschek: So viel wie in dieser und in der vorigen Legislaturperiode ist noch nie für die Behinderten geschehen!
Zusammenfassend: Der Antrag ist in sich stimmig und sinnvoll. Und gerade deshalb, weil Herr Bundesminister Haupt und die Frau Staatssekretärin sich auch noch öffentlich mit Steuergeldern bewerben lassen haben, dass sie die Unfallrentenbesteuerung rückgängig machen, während ihr hier erklärt, dass das ja gar nicht in Frage kommt, ist dieser Antrag noch sinnvoller. Wenn nämlich in der Öffentlichkeit die Unwahrheit gesagt wird und die Abgeordneten dann hier erklären, dass etwas gar nicht in Frage kommt, dann führen wir diese Debatte gern öffentlich! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dolinschek: So viel wie in dieser und in der vorigen Legislaturperiode ist noch nie für die Behinderten geschehen!)
Abg. Wittauer: Herr Kollege! Seien Sie gütig! – Abg. Mag. Moser – auf dem Weg zum Rednerpult –: Ich werde sehr gütig sein!
Erster Redner ist Herr Abgeordneter Mag. Moser. Seine Redezeit beträgt 3 Minuten. – Bitte, Sie sind am Wort. (Abg. Wittauer: Herr Kollege! Seien Sie gütig! – Abg. Mag. Moser – auf dem Weg zum Rednerpult –: Ich werde sehr gütig sein!)
Zwischenruf des Abg. Wittauer.
Abgeordneter Mag. Hans Moser (SPÖ): Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Uns wurde heute ein Wachstums- und Standardsicherungsgesetz vorgelegt. Trotz intensiven Studiums und Verfolgung der gesamten Diskussion konnte ich allerdings nicht in Erfahrung bringen, welche positiven Auswirkungen dieses Paket auf das Wirtschaftswachstum in den nächsten Jahren haben soll. (Zwischenruf des Abg. Wittauer.) Welche Wachstumsraten sind, in Prozent ausgedrückt, zu erwarten? Wie viele zusätzliche Arbeitsplätze werden damit geschaffen werden?
Beifall bei der SPÖ.
Daher unser Appell: Unterstützen Sie diesen Antrag, um die österreichische Wirtschaft zu beleben! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Zweitens ist positiv, dass hiefür das Modell der Investitionszuwachsprämie in einem Vergleichszeitraum von drei Jahren gewählt wurde. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Herr Kollege, was mir nicht gefällt, ist, dass im Gegensatz zur Investitionszuwachsprämie der Freibetrag nur jenen Unternehmen zugute kommt, die einen Gewinn haben! Alle anderen haben nämlich nichts von diesem Investitionsfreibetrag. Das muss man leider sagen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Daher halte ich das Modell der Investitionszuwachsprämie, wie sie auch im Wachstumspaket für ein Jahr verlängert wird, für wesentlich effizienter. Wir werden die Detaildiskussion im Finanzausschuss führen, aber ich sage noch einmal: Ich halte die Investitionszuwachsprämie für intelligenter als das – wenn auch abgewandelte – Modell des alten Investitionsfreibetrags. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich meine, dass wir in Summe mit diesem Wachstumspaket und mit dieser Investitionsprämie eine viel intelligentere, bessere und wirkungsvollere Lösung getroffen haben und ich denke, dass wir auch dabei bleiben werden. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Wittauer: Oder weniger! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Präsident Dr. Andreas Khol: Nach Josef Bucher spricht Abgeordneter Mag. Kogler 4 Minuten. (Abg. Wittauer: Oder weniger! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Ich betone, dass 4 Minuten kein Muss, sondern ein Können bedeuten!
Abg. Dr. Stummvoll: Wir geben Ihnen auch eine Chance!
Ich sage nur so viel: Für mich ist die Investitionsprämie auch eine gute und in diesem Sinne durchaus liebe und teure Maßnahme, Herr Kollege Moser, weil die Prämie für alle wirkt. Wenn nämlich gerade wir beide uns darüber verständigen, dass Konjunkturpolitik gemacht werden soll, dann hätten eigentlich Sie gewissermaßen einen Erklärungsnotstand, aber ich bringe Ihnen das sozusagen bei. (Abg. Dr. Stummvoll: Wir geben Ihnen auch eine Chance!)
Beifall bei den Grünen.
So gesehen würde sich die Wahrheit in der Mitte finden. Jetzt ist die Prämie sicherlich noch akzeptabel, sie muss dann aber auslaufen, und der Investitionsfreibetrag ist sicherlich eine vernünftige Alternative. In diesem Sinne sollten wir an dieser Stelle die Wahlfreiheit für die Unternehmer, die von Ihnen immer apostrophiert wird, ausrufen. Und auch die Branche des Steuerberaters wird sich wieder freuen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Zusätzlich wären bei diesem Projekt allerdings noch verstärkte öffentliche Investitionen notwendig. Auch das ist im Lissabon-Projekt vorgesehen. Nur wenn sie diese vornehmen und entsprechende Rahmenbedingungen für die privaten Unternehmen schaffen, werden auch diese zusätzlich motiviert, Investitionen zu tätigen, und genau das soll mit unserem Modell gefördert werden. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
In diesem Sinne werden wir sicherlich noch einiges zu diskutieren haben. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Weiters geht es auch um den Schutz der bäuerlichen Betriebe. Es besteht da dringender Handlungsbedarf, und daher dürfen wir Sie, meine sehr geschätzten Damen und Herren von den Regierungsfraktionen, dazu einladen, dieses Problem mit uns gemeinsam zu lösen und gemeinsam mit uns bei den nächsten Lesungen den Beschluss herbeizuführen! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Widerspruch bei der SPÖ.
Abgeordneter Ing. Hermann Schultes (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Wir erleben etwas, was wir nicht verdient haben. Wir erleben gerade den dritten Aufguss eines abgeschriebenen Entwurfs von einem alten Gesetz. Das ist wirklich peinlich, denn Abgeordneter Maier hat das schon im Jahr 2001 eingebracht, es ist nichts daraus geworden, dann hat es Abgeordneter Gradwohl wieder gebracht, der hat aber heute kein Interesse mehr. Maier hat auch kein Interesse mehr, und Abgeordneter Wimmer kann nichts dafür, er wird hierher ans Rednerpult geschickt, um etwas vorzulesen, was in der Sache nicht korrekt ist. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Widerspruch bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Interessanterweise reden wir hier vom Pflanzenschutzmittelgesetz, in der Antragsbegründung schreibt ihr jedoch von Futtermittel. Das kommt aber in allen Paragraphen nicht vor – euch ist echt ein Malheur passiert, ein Schlamassel, ein Durcheinander, eine Schlamperei. Solch eine Opposition haben wir uns nicht verdient! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Freunde! Kulinarische Vielfalt ist ein regionales Kulturgut, und das ist etwas wert und darf etwas kosten. Und euch gebe ich einen guten Tipp: Esst’s was G’scheites, vielleicht werden dann auch die Anträge g’scheiter. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Im Großen und Ganzen werden wir sicherlich im Ausschuss darüber diskutieren. Wir werden uns anschauen, was wir damit machen, und unsere Fraktion wird sich sehr wohl überlegen, ob dieser Antrag im Interesse der Bauern ist oder ob dieser Antrag nur im Interesse eines populistischen Gedankens ist. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mag. Molterer: Sie vielleicht! Wir haben viel getan!
Zur Feststellung des Kollegen Schultes, dass das der dritte Aufguss sei: Meine Damen und Herren! Es geht hier um einen ganz zentralen Bereich, nämlich den der Lebensmittelsicherheit, von der wir in den letzten Jahren wirklich viel gesprochen haben und wo wir wenig getan haben. (Abg. Mag. Molterer: Sie vielleicht! Wir haben viel getan!)
In Richtung des Abg. Mag. Molterer, der dem Redner einen Imbiss anbietet:
Meine Damen und Herren! Gerade die Abtrift und das Entweichen von Pflanzenschutzmitteln in die Atmosphäre – das ist bekannt – ist äußerst gefährlich für die Umwelt, für die ganze Biodiversität. (In Richtung des Abg. Mag. Molterer, der dem Redner einen Imbiss anbietet:) Kollege Molterer, was wollen Sie mir hier anbieten? Ein Zuckerl? Ich hoffe kein Pflanzenschutzmittel!
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Dazu muss man sagen, dass bisher die Maßnahmen zur Reduktion von Pestiziden in Österreich wirklich nicht effizient genug waren. Es ist eine leichte Reduzierung feststellbar, aber wir haben immer noch 3 200 Tonnen jährlich an Wirkstoffen, die wir in die Luft pulvern, die wir auf den Boden bringen und die ganz entschieden auch für die Gesundheit der Bäuerinnen und Bauern gefährlich sind. Deshalb ist der Antrag der Kollegen Gradwohl, Maier, Kolleginnen und Kollegen auch sehr wichtig und richtig. Er sollte ernsthaft behandelt werden und im Ausschuss auch seine Zustimmung finden. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen schönen Abend ohne Pflanzenschutzmittel und vielleicht auch noch bei einem guten Gläschen Wein. Das wäre durchaus angemessen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)