Eckdaten:
Für die 181. Sitzung der 20. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 816 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Beifall bei der ÖVP.
So gesehen braucht Österreich hinsichtlich der Qualität der Produkte dann keinen Vergleich zu scheuen, wenn wir immer mehr Konsumenten davon überzeugen, unsere hochqualitativen Produkte zu kaufen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Aumayr: Also bitte, das stimmt nicht!
Daher bin ich froh darüber, daß es uns gelungen ist, im Rahmen der Agenda 2000 die 150 000 Tonnen Umwandlung von nicht ausgeschöpfter D-Quote in ein Lieferrecht zu bekommen (Abg. Aumayr: Also bitte, das stimmt nicht!) und damit auch eine verbesserte Ausgangsbasis für die österreichischen Bauern zu haben. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Aumayr: Das ist falsch, Herr Minister!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Aumayr: Das ist falsch, Herr Minister!
Daher bin ich froh darüber, daß es uns gelungen ist, im Rahmen der Agenda 2000 die 150 000 Tonnen Umwandlung von nicht ausgeschöpfter D-Quote in ein Lieferrecht zu bekommen (Abg. Aumayr: Also bitte, das stimmt nicht!) und damit auch eine verbesserte Ausgangsbasis für die österreichischen Bauern zu haben. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Aumayr: Das ist falsch, Herr Minister!)
Abg. Wabl: Diese Sozialdemokraten!
Abgeordneter Karl Freund (ÖVP): Herr Bundesminister! Sie haben sich bei den Agenda-Verhandlungen in Brüssel mit aller Vehemenz für eine soziale Staffelung, also für Ausgleichszahlungen nach Betriebsgrößen eingesetzt. Leider haben sich dort die sozialdemokratisch regierten Länder dagegen ausgesprochen. (Abg. Wabl: Diese Sozialdemokraten!)
Abg. Aumayr: Immer noch besser als ein Tonband!
Ich sehe da jemanden in der Loge eine Kamera benützen. Ich bitte, das einzustellen! (Abg. Aumayr: Immer noch besser als ein Tonband!)
Beifall bei der ÖVP.
Zweitens: Weil diese Leistungen erbracht werden, bin ich für die Beibehaltung. Dort, wo die Leistungen sogar noch stärker gefordert sind, etwa im Umweltbereich oder etwa bei den Bergbauern, trete ich für einen Ausbau dieser leistungsbezogenen Ausgleichszahlungen ein, weil die Gesellschaft ein Recht darauf hat, daß diese Leistungen auch erbracht werden. Wenn sie aber erbracht werden sollen, dann müssen sie auch abgegolten werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Aumayr: Darum geht es!
Anders ist die Frage hinsichtlich des rot-weiß-roten A zu beurteilen. (Abg. Aumayr: Darum geht es!) – Sie haben Beschaustempel gesagt. Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe, Frau Abgeordnete! Das rot-weiß-rote "A", Frau Abgeordnete, ist aus meiner Sicht richtig im Bereich industriell-gewerblicher Produkte eingesetzt. Ich trete daher dafür ein, daß im Bereich der Lebensmittel schwerpunktmäßig das AMA-Gütesiegel verwendet wird, weil das AMA-Gütesiegel ein ausgezeichneter Schutz und ein ausgezeichnetes Signal für österreichische Qualität und Herkunft ist. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist doch unverständlich!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist doch unverständlich!
Anders ist die Frage hinsichtlich des rot-weiß-roten A zu beurteilen. (Abg. Aumayr: Darum geht es!) – Sie haben Beschaustempel gesagt. Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe, Frau Abgeordnete! Das rot-weiß-rote "A", Frau Abgeordnete, ist aus meiner Sicht richtig im Bereich industriell-gewerblicher Produkte eingesetzt. Ich trete daher dafür ein, daß im Bereich der Lebensmittel schwerpunktmäßig das AMA-Gütesiegel verwendet wird, weil das AMA-Gütesiegel ein ausgezeichneter Schutz und ein ausgezeichnetes Signal für österreichische Qualität und Herkunft ist. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist doch unverständlich!)
Beifall bei der ÖVP.
Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft Mag. Wilhelm Molterer: Herr Abgeordneter! Hier teile ich Ihre Meinung tatsächlich, Sie haben recht. Der wesentlichste Ansatz ist, daß wir die europäischen Standards in der Tierhaltung Schritt für Schritt verbessern. Ich meine etwa, daß die Frage der Regelung im Legehennenbereich ein Schritt war, der aus österreichischer Sicht nicht ausreichend war. Österreich hat daher gegen diese Regelung gestimmt, weil das österreichische Ziel, Verbot der Käfighaltung, mit dieser Verordnung nicht umgesetzt werden konnte. Verbesserte Tierschutzbedingungen bringen viele positive Effekte. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das ist sinnvoll aus der Sicht des Tierschutzes und auch bei größeren Betrieben wirtschaftlich machbar. Bei kleineren Betrieben, bei denen etwa der Weideauslauf üblich ist, bei denen etwa auch ein vernünftiges Stallklima gegeben ist, ist aus meiner Sicht auch die Anbindehaltung vertretbar. Und genau diese Kleinerzeugerregelung haben wir auch in Brüssel auf Anregung der österreichischen Biobauern umgesetzt, die dafür sehr dankbar sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft Mag. Wilhelm Molterer: Auf Basis einer Beschlußfassung der Staats- und Regierungschefs ist die Kompetenz für die konkreten Schritte der Erleichterung des Exportverbotes für britisches Rindfleisch der Kommission übertragen worden. Ich appelliere von dieser Stelle aus an den österreichischen Handel, von dieser Möglichkeit nicht Gebrauch zu machen, weil ich es für sinnvoll halte, daß wir nach wie vor bei österreichischem gutem Frischfleisch bleiben. Wir werden diese Strategie durch entsprechende Marketinginitiativen der Agrarmarkt Austria unterstützen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft Mag. Wilhelm Molterer: Herr Abgeordneter! Ich "verschanze" mich hinter niemandem, sondern es ist meine Aufgabe, vernünftige Regelungen umzusetzen, und vernünftige Regelungen erfordern einerseits Maßnahmen im Wasserrechtsgesetz, aber andererseits Maßnahmen im Umweltförderungsgesetz. Da ich für die Vollziehung des Umweltförderungsgesetzes nicht zuständig bin, sondern Kollege Bartenstein, ist es wohl legitim, daß wir in einer gemeinsamen Gruppe zeitgerecht einen Lösungsvorschlag für die Novellierung beider Gesetze erarbeiten werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Aumayr: Das habe ich "nicht" gewußt, Herr Minister!
Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft Mag. Wilhelm Molterer: Frau Abgeordnete! Diese Frage kann ich Ihnen jetzt nicht beantworten, ich werde das schriftlich nachreichen, aber ich halte fest, daß zwischen Österreich und Portugal ein klimatischer Unterschied gegeben ist. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Aumayr: Das habe ich "nicht" gewußt, Herr Minister!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Schweitzer: Das würde ich mir gerne von Ihnen im Detail erklären lassen, wie das ausschaut!
Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft Mag. Wilhelm Molterer: Herr Abgeordneter! Die Osterweiterung wird kommen. Ich halte die Osterweiterung für das wichtigste Projekt der Europäische Union im kommenden Jahrzehnt. Die Osterweiterung wird in einer Art und Weise vorzunehmen sein, daß die Risken für beide Seiten minimiert werden und die Chancen für beide Seiten zu nutzen sind. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Schweitzer: Das würde ich mir gerne von Ihnen im Detail erklären lassen, wie das ausschaut!)
Beifall bei der ÖVP.
Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft Mag. Wilhelm Molterer: Herr Abgeordneter! Weil es diesen Bedarf gibt, weil es aber gleichzeitig durchaus widersprüchliche Interessenlagen gibt, habe ich das Modell der Vertragsregelungen entwickelt. Auf Basis dieser Vertragsregelungen sind beispielsweise bei den Österreichischen Bundesforsten bereits 1 500 Kilometer dieser Wege dem Mountainbiking sinnvoll zugänglich. In Tirol sind es zusätzlich bereits etwa 2 000 Kilometer, die angeboten werden. Ich glaube daher, daß diese Vertragsmodelle eine gute Grundlage dafür sind, um in diesem Spannungsfeld der Interessen auch für Mountainbiking und Tourismus vernünftige Lösungen zu finden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft Mag. Wilhelm Molterer: Herr Abgeordneter! Da es sich offensichtlich um eine subjektive Feststellung handelt, kann ich keine objektive Antwort darauf geben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft Mag. Wilhelm Molterer: Herr Abgeordneter! Ich will das durch andere Methoden als beim Wein erreichen. Es muß nicht der Schaden sein, der klug macht, sondern es kann auch Klugheit sein, die vorbeugt. Daher sind eine klare Qualitätsorientierung und Kontrolle im Lebensmittelbereich meine Zielsetzungen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft Mag. Wilhelm Molterer: Frau Abgeordnete! Das war der Wunsch, der aus der Weinproduktion gekommen ist. Es war der Wunsch der Praxis, auch für diese Flächen den notwendigen Rechtsrahmen zu schaffen, um einen rechtsfreien Raum zu vermeiden. Ich glaube, das Hohe Haus hat richtig gehandelt, diesem Wunsch der Praxis nach Rechtssicherheit auch nachzukommen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Damit ist die heutige Fragestunde beendet, und ich bedanke mich für die Beantwortungen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Herr Bundesminister! Das ist wirklich zynisch, denn die österreichischen Konsumenten haben ein Anrecht darauf, daß in Produkten, auf denen dieses Zeichen steht, auf denen "Austria" oder "Made in Austria" steht, wirklich Österreich drinnen ist und daß sie nicht zu 50 Prozent aus nichtösterreichischen Rohstoffen bestehen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Das ist ein Betrug an den Konsumenten und ein Betrug an den Bauern! Die Vollversammlung der steirischen Landwirtschaftskammer hat einen einstimmigen Beschluß gefaßt, wonach dieses Gütesiegel "Qualität aus Österreich" nur mehr für Produkte verwendet werden darf, in denen zu 100 Prozent Rohstoffe aus Österreich enthalten sind, und wir von den Freiheitlichen werden nicht ruhen, bis dieser Konsumentenbetrug abgestellt ist! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Bundesminister Mag. Molterer spricht mit dem an der Regierungsbank stehenden Abg. Wabl.
Das hört sich zunächst ganz harmlos an. Wenn aber demnächst die Europäische Union, Herr Bundesminister ... (Bundesminister Mag. Molterer spricht mit dem an der Regierungsbank stehenden Abg. Wabl.) – Herr Kollege Wabl, seien Sie bitte so lieb und lassen Sie den Herrn Bundesminister zuhören! (Abg. Wabl begibt sich auf seinen Platz.) – Danke vielmals.
Abg. Wabl begibt sich auf seinen Platz.
Das hört sich zunächst ganz harmlos an. Wenn aber demnächst die Europäische Union, Herr Bundesminister ... (Bundesminister Mag. Molterer spricht mit dem an der Regierungsbank stehenden Abg. Wabl.) – Herr Kollege Wabl, seien Sie bitte so lieb und lassen Sie den Herrn Bundesminister zuhören! (Abg. Wabl begibt sich auf seinen Platz.) – Danke vielmals.
Bundesminister Mag. Molterer: Das ist falsch!
Dadurch, mit diesem neuen § 55b, Abs. 1 und 2, verpflichten Sie sich, Herr Landwirtschaftsminister, dieses Programm, die gemeinschaftliche Bewirtschaftung des Wassers für Österreich, auszuarbeiten und zu veröffentlichen. Der Bundesminister kann über Verordnungen jene Maßnahmen verfügen, die zur Erfüllung solcher Programme notwendig sind. Ich betone: Verordnungen! Es sind keine Gesetze mehr notwendig, das Parlament ist ausgeschaltet! Mit diesem § 55b, der neu ist, geben Sie die Wasserressourcen Österreichs aus der Hand. (Bundesminister Mag. Molterer: Das ist falsch!)
Abg. Smolle: Waren Sie schon einmal in Portugal?
Herr Bundesminister! Sie brauchen mir die Antwort, die Sie mir versprochen haben, nämlich darauf, wieviel Fläche Portugal bei den Agenda 2000-Verhandlungen als bewässerungswürdig zugestanden bekommen hat, nicht mehr zu geben. Ich habe selbst nachgeschaut. Allein Portugal hat 40 000 Hektar an zusätzlichen Bewässerungsflächen zugestanden bekommen. (Abg. Smolle: Waren Sie schon einmal in Portugal?) Dazu kann ich nur sagen, Herr Bundesminister: Bewässert werden diese Gemüsefelder dann in erster Linie mit österreichischem Wasser werden, und gegen diese Entwicklung werden wir Freiheitlichen zu Felde ziehen. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und beim Liberalen Forum. – Abg. Hans Helmut Moser: Das ist blanker Unsinn! – Abg. Mag. Peter: Herr Präsident! Österreichisches Wasser in Portugal! Das ist ja furchtbar!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und beim Liberalen Forum. – Abg. Hans Helmut Moser: Das ist blanker Unsinn! – Abg. Mag. Peter: Herr Präsident! Österreichisches Wasser in Portugal! Das ist ja furchtbar!
Herr Bundesminister! Sie brauchen mir die Antwort, die Sie mir versprochen haben, nämlich darauf, wieviel Fläche Portugal bei den Agenda 2000-Verhandlungen als bewässerungswürdig zugestanden bekommen hat, nicht mehr zu geben. Ich habe selbst nachgeschaut. Allein Portugal hat 40 000 Hektar an zusätzlichen Bewässerungsflächen zugestanden bekommen. (Abg. Smolle: Waren Sie schon einmal in Portugal?) Dazu kann ich nur sagen, Herr Bundesminister: Bewässert werden diese Gemüsefelder dann in erster Linie mit österreichischem Wasser werden, und gegen diese Entwicklung werden wir Freiheitlichen zu Felde ziehen. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und beim Liberalen Forum. – Abg. Hans Helmut Moser: Das ist blanker Unsinn! – Abg. Mag. Peter: Herr Präsident! Österreichisches Wasser in Portugal! Das ist ja furchtbar!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Herr Bundesminister! Sie haben immer alles abgestritten. Sie haben das immer abgestritten, als die Freiheitlichen gesagt haben, mit dem Maastrichter-Vertrag und der gemeinschaftlichen Bewirtschaftung der Wasserressourcen gibt Österreich seine Ressourcen aus der Hand. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP und beim Liberalen Forum. – Abg. Scheibner: Bei welcher Partei bist du, Kollege Smolle? – Rufe und Gegenrufe zwischen der ÖVP, dem Liberalen Forum und den Freiheitlichen.
Das haben Sie zuerst abgestritten. Dann hat es geheißen, das Einstimmigkeitsprinzip ... (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP und beim Liberalen Forum. – Abg. Scheibner: Bei welcher Partei bist du, Kollege Smolle? – Rufe und Gegenrufe zwischen der ÖVP, dem Liberalen Forum und den Freiheitlichen.)
Abg. Smolle: Jeder muß einen Kübel Wasser ...!
Abgeordnete Anna Elisabeth Aumayr (fortsetzend): Es hat geheißen, das Einstimmigkeitsprinzip sei davor. (Abg. Smolle: Jeder muß einen Kübel Wasser ...!) Jetzt wissen wir, daß das Einstimmigkeitsprinzip in Gefahr ist und bald fällt, Herr Kollege Smolle. Sie werden das nicht mehr erleben, Herr Kollege Smolle, weil Sie dann nicht mehr im Parlament sein werden. (Neuerliche Zwischenrufe beim Liberalen Forum.)
Neuerliche Zwischenrufe beim Liberalen Forum.
Abgeordnete Anna Elisabeth Aumayr (fortsetzend): Es hat geheißen, das Einstimmigkeitsprinzip sei davor. (Abg. Smolle: Jeder muß einen Kübel Wasser ...!) Jetzt wissen wir, daß das Einstimmigkeitsprinzip in Gefahr ist und bald fällt, Herr Kollege Smolle. Sie werden das nicht mehr erleben, Herr Kollege Smolle, weil Sie dann nicht mehr im Parlament sein werden. (Neuerliche Zwischenrufe beim Liberalen Forum.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wir können nur sagen: Wir Freiheitlichen werden mit aller Vehemenz gegen diesen Ausverkauf der österreichischen Wasserressourcen kämpfen! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Ironische Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP sowie beim Liberalen Forum. – Abg. Dr. Krüger: Ungeheuerlich! Frechheit! Entschuldigen Sie sich! – Abg. Scheibner: Geschmacklosigkeit! Fällt dir sonst nichts mehr ein?!
Abgeordneter Jakob Auer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich bin etwas sonderbar berührt von der kühnen Behauptung der Kollegin Aumayr, was die künftige Bewässerung Portugals betrifft. Es sind mir ein bißchen so meine Zweifel gekommen, ob die jahrhundertealte Erfahrung noch Gültigkeit hat, wonach die Weisheit mit dem Alter kommt. Ich glaube, da kommt das Alter allein, meine Damen und Herren. (Ironische Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP sowie beim Liberalen Forum. – Abg. Dr. Krüger: Ungeheuerlich! Frechheit! Entschuldigen Sie sich! – Abg. Scheibner: Geschmacklosigkeit! Fällt dir sonst nichts mehr ein?!)
Abg. Dr. Krüger: Ungeheuerlich!
Meine Damen und Herren! Hochwertiges Trinkwasser, intaktes Grundwasser und saubere Seen und Flüsse, all das sind Schätze. (Abg. Dr. Krüger: Ungeheuerlich!) Daß diese geschützt und erhalten werden, und zwar nicht nur für uns, sondern auch für die kommenden Generationen, das soll und muß das Wasserrecht regeln. (Neuerliche Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Krüger: Niveaulosigkeit!)
Neuerliche Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Krüger: Niveaulosigkeit!
Meine Damen und Herren! Hochwertiges Trinkwasser, intaktes Grundwasser und saubere Seen und Flüsse, all das sind Schätze. (Abg. Dr. Krüger: Ungeheuerlich!) Daß diese geschützt und erhalten werden, und zwar nicht nur für uns, sondern auch für die kommenden Generationen, das soll und muß das Wasserrecht regeln. (Neuerliche Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Krüger: Niveaulosigkeit!)
Abg. Dr. Krüger: Entschuldigen Sie sich für diese Entgleisung! – Abg. Gaugg: Entschuldigen Sie sich! – Abg. Scheibner: Nimm das zurück! – Abg. Wabl: Weisheit ist keine Frage der Intelligenz!
Meine Damen und Herren! Außerdem muß das Wasserrecht die wasserwirtschaftliche und ökologische Nutzung regeln, aber es geht auch darum, den Menschen vor den Gefahren des Wassers zu schützen. (Abg. Dr. Krüger: Entschuldigen Sie sich für diese Entgleisung! – Abg. Gaugg: Entschuldigen Sie sich! – Abg. Scheibner: Nimm das zurück! – Abg. Wabl: Weisheit ist keine Frage der Intelligenz!)
Anhaltende lebhafte Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Krüger: Entschuldigen Sie sich! Das ist wirklich niveaulos! – Abg. Gaugg: Sie sollen sich entschuldigen! – Abg. Wabl: Weisheit ist keine Intelligenzfrage!
Trinkwasser ... (Anhaltende lebhafte Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Krüger: Entschuldigen Sie sich! Das ist wirklich niveaulos! – Abg. Gaugg: Sie sollen sich entschuldigen! – Abg. Wabl: Weisheit ist keine Intelligenzfrage!)
Abg. Scheibner: Du sollst dich entschuldigen!
Meine Damen und Herren! (Abg. Scheibner: Du sollst dich entschuldigen!) Trinkwasser in ausreichender Menge und hoher Qualität wie in Österreich zu haben, heißt, das Gold der Zukunft zu haben, und es gilt, dieses Lebensmittel Nummer eins zu schützen.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Krüger: Kollegin Steibl! Was sagen Sie zu dem, was Kollege Auer zu Frau Aumayr gesagt hat? – Abg. Steibl: Der Kollege ist in Ordnung, er weiß, was er sagt!
Meine Damen und Herren! Es ist daher notwendig, gerade dieses Bewußtsein für einen gesunden Wald, für einen gesunden Boden, für gesundes Trinkwasser zu stärken und zu verstärken. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Krüger: Kollegin Steibl! Was sagen Sie zu dem, was Kollege Auer zu Frau Aumayr gesagt hat? – Abg. Steibl: Der Kollege ist in Ordnung, er weiß, was er sagt!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Mertel: Vergessen Sie nicht, sich zu entschuldigen! – Abg. Schieder: Entschuldigen Sie sich!
Wir haben mit dieser heutigen Novelle einen weiteren Reformschritt gemacht. Wir nehmen die Verantwortung, Wasser und Lebensmittel zu schützen, ernst. Meine Damen und Herren! Ich bitte Sie daher alle um die Zustimmung zu diesem Gesetzentwurf. Es ist das ein wichtiger Meilenstein im Sinne der Entbürokratisierung, er enthält wichtige Punkte der Kostenentlastung und wesentliche Bestimmungen, was das Trinkwasser und den Wasserschutz allgemein betrifft. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Mertel: Vergessen Sie nicht, sich zu entschuldigen! – Abg. Schieder: Entschuldigen Sie sich!)
Abg. Dr. Krüger: Ich habe gesagt "niveaulos"!
Präsident Dr. Heinz Fischer: Herr Abgeordneter Auer, Sie haben Frau Aumayr in einer Art und Weise apostrophiert, die Ihnen inzwischen sicherlich leid tut – und die Zurufe "Lümmel" konnte ich leider auch nicht überhören. Ich bitte, daß das ... (Abg. Dr. Krüger: Ich habe gesagt "niveaulos"!) – Nein, ich weiß genau, was gesagt wurde.
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie des Abg. Hans Helmut Moser.
Abgeordneter Jakob Auer (ÖVP): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Ich wollte Frau Kollegin Aumayr nicht persönlich beleidigen. Ich nehme daher diesen Ausdruck mit Bedauern zurück. (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie des Abg. Hans Helmut Moser.)
Rufe bei der ÖVP: Dobro jutro!
Abgeordneter Karl Smolle (Liberales Forum): Gospod predsednik! Gospod Minister! Visoki Dom! Herr Präsident! Herr Minister! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! (Rufe bei der ÖVP: Dobro jutro!) Ich glaube, nach meinen zahlreichen slowenischen Begrüßungen werden Sie es bald selber können. Wenn ich dann ab Herbst nicht mehr hier im Hause bin, würde ich bitten, daß jemand diese gute Tradition übernimmt, meine Damen und Herren.
Abg. Dr. Mertel: Wollen Sie sich auch entschuldigen?
Erlauben Sie mir aber doch, zur Auseinandersetzung um Frau Kollegin Aumayr noch etwas beizutragen. Es ist verständlich, Frau Kollegin, daß einem bei einem derartigen Unsinn halt oft die Sprache durchgeht. Das ist aber natürlich nicht okay; es ist mittlerweile auch erledigt. (Abg. Dr. Mertel: Wollen Sie sich auch entschuldigen?)
Heiterkeit und Beifall beim Liberalen Forum. – Abg. Scheibner: Obergescheite Fraktion! – Abg. Dr. Krüger: Niveaulosigkeit!
Aber ich möchte das auch ein bißchen launig einleiten, meine Damen und Herren. Es gibt eine Verordnung von Herrn Bischof Krenn, und zwar hat jeder Fatima-Pilger und jeder Pilger, der nach Santiago de Compostela zum Grabmal des Heiligen Ignatius wandert, die Pflicht, einen Kübel mit österreichischem Wasser über die Pyrenäen zu tragen. Diese Verordnung gibt es, und auf sie hat sich Kollegin Aumayr wahrscheinlich bezogen. (Heiterkeit und Beifall beim Liberalen Forum. – Abg. Scheibner: Obergescheite Fraktion! – Abg. Dr. Krüger: Niveaulosigkeit!)
Abg. Mag. Schweitzer: Vom Wasser versteht er wenig, weil er nur selten Wasser trinkt!
Meine Damen und Herren! Nun zum Ernst des Wasserrechtsgesetzes. Ich denke, da wir ja eher am Ende der Legislaturperiode angelangt sind, sind auch einige Späße erlaubt. Trotzdem nun zum Ernst der Materie. Herr Bundesminister! Bereits in meiner Anfrage habe ich großes Bedauern darüber zum Ausdruck gebracht, daß der SP-VP-Antrag im Vergleich zur Regierungsvorlage eine schlechtere Vorlage ist. Wir bedauern sehr, daß Artikel 4a herausgefallen ist. (Abg. Mag. Schweitzer: Vom Wasser versteht er wenig, weil er nur selten Wasser trinkt!)
Beifall beim Liberalen Forum.
Im Ausschußantrag wurde Wesentliches herausgenommen, und damit können wir nicht zufrieden sein. Daher erfolgt auch die Ablehnung von seiten des Liberalen Forums. Aber ich möchte festhalten, daß der Antrag auch Positives bringt, und in dieser Beziehung ist ja das Liberale Forum so ausgezeichnet: Es sieht das Gute und kritisiert das Mangelhafte. Das ist eben unsere Art von Oppositionspolitik, meine Damen und Herren. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Abg. Wabl: Du kannst mich ruhig "Wabl", nennen, ohne den "Kollegen"!
Jenen Antrag, den wir gemeinsam mit den Grünen eingebracht haben, wird mein Kollege Wabl verlesen. Dabei geht es um die Frage ... (Abg. Wabl: Du kannst mich ruhig "Wabl", nennen, ohne den "Kollegen"!) – Herr Kollege Wabl – oder was muß ich sonst noch sagen? Jetzt: noch nicht Ex-Abgeordneter Wabl, aber bald mit mir auf der Arme-Sünder-Bank, wenn wir hier oben auf der Galerie, im ersten oder zweiten Stock sitzen werden. (Abg. Verzetnitsch: Wieso bitte "Arme-Sünder-Bank"?)
Abg. Verzetnitsch: Wieso bitte "Arme-Sünder-Bank"?
Jenen Antrag, den wir gemeinsam mit den Grünen eingebracht haben, wird mein Kollege Wabl verlesen. Dabei geht es um die Frage ... (Abg. Wabl: Du kannst mich ruhig "Wabl", nennen, ohne den "Kollegen"!) – Herr Kollege Wabl – oder was muß ich sonst noch sagen? Jetzt: noch nicht Ex-Abgeordneter Wabl, aber bald mit mir auf der Arme-Sünder-Bank, wenn wir hier oben auf der Galerie, im ersten oder zweiten Stock sitzen werden. (Abg. Verzetnitsch: Wieso bitte "Arme-Sünder-Bank"?)
Beifall beim Liberalen Forum.
Was weiters wichtig ist: Bitte nicht immer denselben Sachverständigen damit zu beauftragen! Diese müssen wechseln, sodaß in diesem Bereich eine hundertprozentige Kontrolle – soweit man das überhaupt erreichen kann – erfolgt. Das wäre ganz wichtig. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Abg. Wabl: Wird gedeckt von der Bürokratie!
Ein Wechsel in der Person der Sachverständigen kann da sehr viel bewirken. Ein vernünftiger Sachverständiger würde zum Beispiel solche Kanalanschlüsse wie in Eisenkappel/St. Michael gar nicht zulassen; der kann doch rechnen und eins und eins zusammenzählen. Es sollte ein Sachverständiger sein, der nicht von irgendwelchen politischen Hintergründen abhängig ist – wie das bei der Kärntner Landesrätin Frau Sickl der Fall war! (Abg. Wabl: Wird gedeckt von der Bürokratie!) Das sage ich ja!
Beifall beim Liberalen Forum sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Smolle begibt sich zur Regierungsbank und reicht Bundesminister Mag. Molterer die Hand.
In diesem Sinne, Herr Minister, darf ich Ihnen die Hand reichen, ich verabschiede mich. Ich danke für die Zusammenarbeit im Landwirtschaftsausschuß, werde aber in Sachen Bauten hier noch einmal zum Rednerpult kommen. (Beifall beim Liberalen Forum sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Smolle begibt sich zur Regierungsbank und reicht Bundesminister Mag. Molterer die Hand.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich meine, daß ein solches Gesamtbild absolut notwendig und wichtig ist, denn Trinkwasser ist ein hohes Gut, und diese Übersicht ist eben für die weitere Beurteilung im Sinne der Trinkwasser-Konsumentinnen und Konsumenten, aber auch der Versorgungsorganisation äußerst wichtig. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wabl: Wenn man das will, darf man aber keine Geheimverhandlungen veranstalten!
Ich stehe aber nicht an, zu sagen: Wir haben in den Verhandlungen sehr viel erreicht, und wir werden diese Verhandlungen auch fortsetzen. Ich bin wirklich zuversichtlich, daß wir im Herbst auch in diesem Bereich zu einer vernünftigen, ja hervorragenden und lebbaren Lösung kommen werden, die, so hoffe ich, auch wieder – so wie weite Bereiche dieses gemeinsamen Abänderungsantrages – von den dann bestehenden Oppositionsfraktionen mitgetragen werden können. (Abg. Wabl: Wenn man das will, darf man aber keine Geheimverhandlungen veranstalten!) Die Grundwassersanierung soll auch mit dem Ziel durchgeführt werden, Kollege Wabl, die Trinkwasserversorgung sicherzustellen, und zwar zu Kosten sicherzustellen, die die Konsumenten auch tragen können. Ich bin zuversichtlich: Wir werden diesbezüglich zu einem Ergebnis kommen, Kollege Auer. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich stehe aber nicht an, zu sagen: Wir haben in den Verhandlungen sehr viel erreicht, und wir werden diese Verhandlungen auch fortsetzen. Ich bin wirklich zuversichtlich, daß wir im Herbst auch in diesem Bereich zu einer vernünftigen, ja hervorragenden und lebbaren Lösung kommen werden, die, so hoffe ich, auch wieder – so wie weite Bereiche dieses gemeinsamen Abänderungsantrages – von den dann bestehenden Oppositionsfraktionen mitgetragen werden können. (Abg. Wabl: Wenn man das will, darf man aber keine Geheimverhandlungen veranstalten!) Die Grundwassersanierung soll auch mit dem Ziel durchgeführt werden, Kollege Wabl, die Trinkwasserversorgung sicherzustellen, und zwar zu Kosten sicherzustellen, die die Konsumenten auch tragen können. Ich bin zuversichtlich: Wir werden diesbezüglich zu einem Ergebnis kommen, Kollege Auer. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Silhavy: Der hört ja gar nicht zu! – Abg. Wabl: Geh bitte! Seit 13 Jahren nehme ich bereits an solchen Debatten teil! Was sollen diese Sprüche, wenn es Geheimverhandlungen gibt und Ihre Bürokratie diktiert ...?
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich meine, daß wir mit den heute zu beschließenden Materien einen Zug in Bewegung gesetzt haben, der in die richtige Richtung fährt. Wir haben damit den richtigen Weg beschritten – auch für einige Bundesländer, die Probleme mit der Umsetzung des Wasserrechtsgesetzes bekommen hätten. Wir werden daran aber auch noch weiter arbeiten müssen, Kollege Wabl. (Abg. Silhavy: Der hört ja gar nicht zu! – Abg. Wabl: Geh bitte! Seit 13 Jahren nehme ich bereits an solchen Debatten teil! Was sollen diese Sprüche, wenn es Geheimverhandlungen gibt und Ihre Bürokratie diktiert ...?)
Beifall bei der SPÖ.
Hohes Haus! Ich möchte diese Gelegenheit der letzten Agrardebatte in dieser Legislaturperiode dazu nützen, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Ressorts, den Kolleginnen und Kollegen des Landwirtschaftsausschusses, aber auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Klubs für die gute Zusammenarbeit, für die zielorientierte Arbeit im Landwirtschaftsausschuß in den letzten Jahren herzlich zu danken. Und ich möchte jenen Kolleginnen und Kollegen, die aus dem Hohen Hause und damit auch aus dem Landwirtschaftsausschuß ausscheiden, für die Zukunft alles Gute wünschen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Auer.
Abgeordneter Andreas Wabl (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Kollege Auer hat hier wirklich eine ganze Palette schöner Sätze geboten: über das Wasser, über die Natur und das Lebensmittel, daß wir das alles schützen müssen, und warum das so schwer ist – weil nämlich niemand auf etwas verzichten will. (Zwischenruf des Abg. Auer.)
Ruf bei der SPÖ: Steirisches Wasser!
Die Frage ist, Frau Kollegin Aumayr, wie wir umgehen mit unserer archaischen Bindung zu einem der wichtigsten Elemente, nämlich Wasser: Ist Wasser auch beliebig als Handelsware einzustufen in unserer europäischen Gemeinschaft? Ist Wasser einfach ein Gut wie jedes andere? Wir sind bereits so weit gekommen, daß wir, wenn wir Durst haben, nicht darüber nachdenken: Wo gibt es das nächste Wasser? – so wie hier auf diesem Rednerpult zum Beispiel (der Redner hebt das Wasserglas in die Höhe) – nein, wenn wir Durst haben, denken wir: Was kaufen wir uns jetzt: Cola, Fanta oder sonst irgend etwas anderes? (Ruf bei der SPÖ: Steirisches Wasser!)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Schaffenrath.
Da sind oft Bürgermeister, die schlecht informiert sind. Die können das selber aufgrund der fehlenden Fachinformation – die sie ja nicht haben können, Herr Auer – überhaupt nicht tun. Das können nicht alle Bürgermeister. Dafür gibt es ja Experten. Aber wir hier in der Legislative sollten dafür sorgen, daß es den größtmöglichen Schutz für die Bevölkerung gibt, damit sie nicht solchen Fehlentwicklungen ausgesetzt ist. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Schaffenrath.)
Demonstrativer Beifall des Abg. Smolle.
Das ist das, was meines Erachtens Herr Löschnak gemeint hat, als er gesagt hat: Es ist in den letzten Jahrzehnten nicht gelungen, aus der Verwaltung, aus der Bürokratie eine Servicestelle zu machen. (Demonstrativer Beifall des Abg. Smolle.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Smolle und Schaffenrath.
(Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Smolle und Schaffenrath.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Smolle.
Meine Damen und Herren! Herr Bundesminister! Sie werden sicher jetzt antreten, um wieder wie eine Mauer vor Ihren Beamten zu stehen. Sie werden wieder sagen, daß Sie über die Sommermonate sorgfältigst überprüfen werden, wie man dieses Gesetz ändern kann. Ich halte es für eine Zumutung, wenn nach zwei Jahren intensiver Diskussion in der Kommission für Siedlungswasserwirtschaft und nach einem klaren politischen Konsens in diesem Hohen Hause Beamte aus Ihrem Hause aufgrund irgendwelcher Intrigen innerhalb des Hauses versuchen, Gesetze, die die Legislative haben möchte, zu torpedieren. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Smolle.)
Beifall bei der ÖVP
Sie können davon ausgehen, Herr Abgeordneter, daß diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in optimaler Weise versuchen werden, Zielsetzungen auch bei zukünftigen Novellen zu erreichen. Und es ist ihre Pflicht, Herr Abgeordneter – und darauf lege ich Wert, davon gehe ich aus, daß das meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tun (Beifall bei der ÖVP) –, bei angestrebten Novellen, meine Damen und Herren, den Gesamtzusammenhang nicht außer acht zu lassen.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Wabl – ein Schriftstück in die Höhe haltend –: Das ist ein Schreiben Ihres Ministeriums! Da wird das Gesetz nicht einmal richtig zitiert!
Herr Abgeordneter Wabl! Ich muß das sagen, weil ich weiß, in welcher Art und Weise meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Aufgabe erfüllen, und zwar in hervorragender Weise. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Wabl – ein Schriftstück in die Höhe haltend –: Das ist ein Schreiben Ihres Ministeriums! Da wird das Gesetz nicht einmal richtig zitiert!)
Abg. Schwarzenberger: Der Löwenanteil ist zu bezweifeln!
Abgeordneter Franz Kampichler (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Geschätzter Kollege Wabl, wir alle nehmen zur Kenntnis, daß der Bereich Umwelt in unserer Gesellschaft heute eine gewaltige Rolle spielt. Wir alle sind sensibilisiert worden, und die Umweltschützer haben da sicherlich Großartiges geleistet! Aber Umweltschützer gibt es nicht nur in einer Partei – ich gebe schon zu, daß die Grünen da einen Löwenanteil stellen (Abg. Schwarzenberger: Der Löwenanteil ist zu bezweifeln!) –, sondern in jeder Partei gibt es Umweltschutzorientierte.
Beifall bei der ÖVP.
Schuldzuweisungen in der Richtung, in die Sie sie vorgenommen haben, sind meiner Meinung nach nicht gerechtfertigt, Herr Kollege Wabl. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Keppelmüller: Ist zutreffend!
Herr Heinzl läßt sich da offensichtlich von der Müllverbrennungslobby vor den Karren spannen, und ich rate ihm, sich diese Sache sehr gut zu überlegen. Ich möchte die Kritik, die er geäußert hat, auf das Entschiedenste zurückweisen. (Abg. Dr. Keppelmüller: Ist zutreffend!) – Herr Kollege! Meine Redezeit geht leider schon zu Ende, wir können uns aber nachher darüber unterhalten.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Keppelmüller: Sie gehören offensichtlich zur Deponielobby!
Wir würden ein Wassergesetz brauchen, das die Mittel gezielt einsetzt, damit wir wirklich dort sanieren können, wo eine Sanierung notwendig ist – zum Wohle der Bevölkerung und zum Schutze unseres Grundwassers. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Keppelmüller: Sie gehören offensichtlich zur Deponielobby!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Abgeordneter Mag. Karl Schweitzer (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es ist bedauerlich, daß es die wenigen hochintelligenten Kollegen, die sich tatsächlich auskennen und den Inhalt dieser Regierungsvorlage (der Redner hält diese in die Höhe) tatsächlich begriffen haben, vorgezogen haben, dieser Debatte nicht länger beizuwohnen. Ich meine damit Herrn Kollegen Smolle, der hier in einer Art und Weise andere Meinungen abqualifiziert hat, wie ich es in diesem Hohen Haus noch selten erlebt habe. Ich finde es feig, daß er sich dieser Debatte jetzt nicht mehr stellt und es vorzieht, draußen zu sein, um nicht das hören zu müssen, was er hören sollte. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Ruf bei den Freiheitlichen: Was ist das?
"Einen weiteren Schwerpunkt der vorliegenden Novelle bildet der Ausbau der wasserwirtschaftlichen Planungsinstrumente im Interesse der Umsetzung EU-rechtlicher Vorgaben, ..." (Ruf bei den Freiheitlichen: Was ist das?)
Abg. Dr. Krüger: Ein Blankoscheck!
Herr Bundesminister! Darin steht: "im Interesse der Umsetzung EU-rechtlicher Vorgaben". – So gut, so schlecht, wie man sieht. Es liegt jetzt an Ihnen, Herr Bundesminister, mir als Staatsbürger zu erklären, was mit dieser Wasserrechtsgesetz-Novelle möglich und was nicht möglich ist? (Abg. Dr. Krüger: Ein Blankoscheck!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Mag. Molterer.
Liefern Sie den verständlichen Nachweis dafür, daß die Ängste, die von Kollegin Aumayr – sie ist doch da das Sprachrohr für viele Österreicher, die genau so fühlen; auch beim Kollegen Wabl ist ähnliches herausgekommen – geäußert wurden, völlig unbegründet sind, und wir werden wieder ruhig schlafen können! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Mag. Molterer.) Gut, Herr Bundesminister.
Abg. Haigermoser: Mich auch, Herr Kollege Schweitzer!
Herr Bundesminister! Es liegt an Ihnen, jetzt klar zu definieren, um wessen öffentliches Interesse es sich im § 55 Abs. 2 handelt. Es würde mich sehr interessieren, das zu erfahren (Abg. Haigermoser: Mich auch, Herr Kollege Schweitzer!), weil Sie ja in der Lage sind, durch Verordnung jene Maßnahmen anzuordnen, die der Erfüllung solcher Programme dienen. Und bei der Erfüllung der Programme sind eindeutig EU-Programme angesprochen, wenn ich das richtig verstanden habe. Das verstehe sogar ich als einfacher Staatsbürger, da brauche ich nicht so hochintelligent zu sein wie Kollege Smolle oder Kollege Kiss. Das verstehe sogar ich.
Abg. Dr. Krüger: Das ist verfassungswidrig!
Es sind nämlich substantielle und dauernde Eingriffe in fremde Rechte zulässig. Ich wiederhole: Es sind substantielle und dauernde Eingriffe in fremde Rechte zulässig! Das heißt, obwohl der andere im Recht ist, sind da Eingriffe zulässig – und der andere kann sich "brausen" gehen. So verstehe ich es jedenfalls. (Abg. Dr. Krüger: Das ist verfassungswidrig!) So ist es!
Abg. Rosemarie Bauer: Ich begreife das, Herr Kollege!
Wenn es – mein letzter Satz, meine Damen und Herren ... (Abg. Rosemarie Bauer: Ich begreife das, Herr Kollege!) Frau Kollegin Bauer! Sie haben sich damit nicht auseinandergesetzt. Begreifen würden Sie es ja, aber Sie setzen sich damit nicht auseinander. (Abg. Rosemarie Bauer: Ich begreife das, ohne daß ich mich damit auseinandersetze!) Sie wollen nicht wissen, wie die EU über uns drüberfährt! Sie wollen es einfach nicht wissen! Sie wollen nicht wissen, wie Sie in Ihren Rechten beschnitten werden. Aber ich will es wissen, Frau Kollegin Bauer! (Präsident Dr. Neisser übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Rosemarie Bauer: Ich begreife das, ohne daß ich mich damit auseinandersetze!
Wenn es – mein letzter Satz, meine Damen und Herren ... (Abg. Rosemarie Bauer: Ich begreife das, Herr Kollege!) Frau Kollegin Bauer! Sie haben sich damit nicht auseinandergesetzt. Begreifen würden Sie es ja, aber Sie setzen sich damit nicht auseinander. (Abg. Rosemarie Bauer: Ich begreife das, ohne daß ich mich damit auseinandersetze!) Sie wollen nicht wissen, wie die EU über uns drüberfährt! Sie wollen es einfach nicht wissen! Sie wollen nicht wissen, wie Sie in Ihren Rechten beschnitten werden. Aber ich will es wissen, Frau Kollegin Bauer! (Präsident Dr. Neisser übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Dr. Neisser übernimmt den Vorsitz.
Wenn es – mein letzter Satz, meine Damen und Herren ... (Abg. Rosemarie Bauer: Ich begreife das, Herr Kollege!) Frau Kollegin Bauer! Sie haben sich damit nicht auseinandergesetzt. Begreifen würden Sie es ja, aber Sie setzen sich damit nicht auseinander. (Abg. Rosemarie Bauer: Ich begreife das, ohne daß ich mich damit auseinandersetze!) Sie wollen nicht wissen, wie die EU über uns drüberfährt! Sie wollen es einfach nicht wissen! Sie wollen nicht wissen, wie Sie in Ihren Rechten beschnitten werden. Aber ich will es wissen, Frau Kollegin Bauer! (Präsident Dr. Neisser übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Rosemarie Bauer: Ich verstehe, was "im öffentlichen Interesse" heißt!
Letzter Satz, Herr Bundesminister ... (Abg. Rosemarie Bauer: Ich verstehe, was "im öffentlichen Interesse" heißt!) Kollegin Bauer, hören Sie sich das noch an!
Beifall bei den Freiheitlichen.
Letzter Satz: Nach Abs. 1 sind die zu Verpflichtenden vor der Anordnung von Maßnahmen, wenn es um dringende Fälle geht, nicht einmal anzuhören! Sie haben nicht einmal das Anhörungsrecht, wenn es um EU-Anliegen geht! – So schaut es aus! Das ist der Inhalt dieser Wasserrechtsgesetz-Novelle. Und es ist äußerst bedenklich, daß die Alarmglocken der Regierungsparteien noch nicht läuten. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Dr. Gabriela Moser.
Meine Frage hiezu, Herr Minister: Warum geht man nicht endlich auch dieses Kapitel an und erklärt Wasser zum öffentlichen Gut, um vor allem die Kosten für die Konsumentinnen und Konsumenten zu senken? (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Dr. Gabriela Moser.)
Abg. Haigermoser: Wissen Sie, wer in Salzburg ressortmäßig dafür verantwortlich ist? – Die Sozialdemokratie!
Meines Wissens gibt es noch zwei Länder in Europa, Österreich und einen BENELUX-Staat, aber die letzte Meldung war, es gebe nur mehr ein Land, nämlich Österreich, wo Wasser ... (Abg. Haigermoser: Wissen Sie, wer in Salzburg ressortmäßig dafür verantwortlich ist? – Die Sozialdemokratie!) Nein, das weiß ich nicht, aber wer auch immer dafür zuständig ist: Dieser Preis ist einfach nicht haltbar. Wer auch immer dafür zuständig ist, Herr Kollege, wir müssen danach trachten, Wasser für die Menschen, für die Konsumentinnen und Konsumenten billiger zu machen. Der ausgabendeckende Wasserpreis, heute kalkuliert, ohne die Maßnahmen, die von mir zitiert wurden, liegt bei 17 S pro Kubikmeter. Sie können sich also ausrechnen, wie es mit dem Wasserpreis weitergehen wird.
Beifall bei der SPÖ.
Was die Konsumenten dazu sagen, brauche ich, glaube ich, den Abgeordneten hier nicht zu sagen. Eine Aussage ist mir aber in Erinnerung geblieben: Ihr könnt Steuerreformen machen, soviel ihr wollt, wenn ihr uns das Geld durch Gebühren auf der anderen Seite wieder wegnehmt, hat das keinen Sinn. Ich meine, meine sehr geehrten Damen und Herren, Herr Bundesminister, wir schulden den Menschen, den Konsumenten, keine Wasserrechtsgesetz-Novelle light, sondern eine, mit der diese Probleme wirklich in Angriff genommen werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Ich ersuche um Annahme dieses Antrages, weil das vor allem jetzt zur Sommerzeit wirklich viele Leute betrifft. Es geht darum, daß wir die Qualität des Tourismuslandes, die Qualität des Erholungslandes Österreich wirklich in vollem Umfang beibehalten und Österreich nicht sektoral abzäunen, nur damit sich das Wild vermehren kann und mehr zum Abschuß kommt und daß vielleicht dann die oberen Zehntausend, die gewisse Jagdleidenschaften haben, in Abwesenheit von Spaziergängern ungetrübt durch die Gegend ballern können. Ich ersuche um Annahme. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Wabl: Na geh!
Es geht uns wahrscheinlich hier in diesem Saale nicht anders als der gesamten Öffentlichkeit, nämlich daß wir oft dieser so wertvollen Ressource Wasser, dieser natürlichen Ressource in Österreich nicht die entsprechende Wertschätzung zuteil werden lassen. Wie gut Wasser schmeckt, das kann ich besonders gut beurteilen. Ich vergleiche es nicht mit anderen Getränken wie Kollege Wabl. Aber gerade beim Kollegen Wabl bin ich ein bißchen irritiert. (Abg. Wabl: Na geh!) Doch, schon, weil die Forderung, was Abwasserentsorgungsanlagen im ländlichen Raum und das damit verbundene Kopfzerbrechen vieler Menschen in diesem Raum und die sehr hohen Kosten betrifft, nicht unbegründet, sondern berechtigt ist. Es ist ja eigentlich eine alte Forderung der Grünen, die ihr euch auf eure Fahnen geheftet habt, eine saubere Umwelt zu erhalten, zu schützen, zu schonen und entsprechend strenge Richtlinien zu schaffen.
Zwischenruf des Abg. Wabl.
Ist das der heutige Zustand der Grünen?, frage ich mich, denn das ist doch eine relative Kehrtwendung. Keiner in diesem Land macht es sich leicht, was dieses Problem betrifft, aber das Ganze ist eben mit Kosten verbunden. Ich glaube, so packen wir das Problem an der Wurzel an, denn erst dann, wenn das Wasser etwas kostet, wird es kostbar und werden die Leute mit der Ressource Wasser entsprechend bewußt umgehen. (Zwischenruf des Abg. Wabl.) Es sind nicht die einzelnen Bergbauern in den Regionen, die Belastungen oder Sanierungsgebiete verursachen, es sind vor allem die Ballungsgebiete, wo man im dichtverbauten, engen Raum damit nicht richtig umgeht oder nicht richtig umzugehen gelernt hat. Sicherlich sind es nicht die Bauern. Um die mußt du dir keine Sorgen machen. (Abg. Wabl: Du bist dafür, daß teuer gebaut wird!) Nein, nicht teuer! Das Kopfzerbrechen kommt nicht von irgendwoher, aber so billig, wie du es dir machst, geht es auch nicht!
Abg. Wabl: Du bist dafür, daß teuer gebaut wird!
Ist das der heutige Zustand der Grünen?, frage ich mich, denn das ist doch eine relative Kehrtwendung. Keiner in diesem Land macht es sich leicht, was dieses Problem betrifft, aber das Ganze ist eben mit Kosten verbunden. Ich glaube, so packen wir das Problem an der Wurzel an, denn erst dann, wenn das Wasser etwas kostet, wird es kostbar und werden die Leute mit der Ressource Wasser entsprechend bewußt umgehen. (Zwischenruf des Abg. Wabl.) Es sind nicht die einzelnen Bergbauern in den Regionen, die Belastungen oder Sanierungsgebiete verursachen, es sind vor allem die Ballungsgebiete, wo man im dichtverbauten, engen Raum damit nicht richtig umgeht oder nicht richtig umzugehen gelernt hat. Sicherlich sind es nicht die Bauern. Um die mußt du dir keine Sorgen machen. (Abg. Wabl: Du bist dafür, daß teuer gebaut wird!) Nein, nicht teuer! Das Kopfzerbrechen kommt nicht von irgendwoher, aber so billig, wie du es dir machst, geht es auch nicht!
Abg. Smolle: Winzer, bleib bei deinen Reben!
Die Jagd wird immer in Zusammenhang mit dem Wirtschaftlichen, dem Geschäftlichen gesehen. Man tut so, als würde man im Wald Wildtiere züchten und mästen, weil es einem so großen Spaß macht. – So ist es nicht! So ist es wirklich nicht! Die einzige Verantwortung für den Wald tragen nicht die Grünen, sondern die Bauern, die Grundbesitzer selbst. Das sind jene, die auf den Wald schauen, den Wald schonen und ihn auch erhalten. (Abg. Smolle: Winzer, bleib bei deinen Reben!) Sie wissen genau, was es heißt, unruhiges Wild im Wald zu haben, das Schäden an diesem Wald verursacht. Verbiß- und Fegeschäden kommen daher, daß das Wild keine Ruhezonen mehr hat. Umso mehr ist das der Fall, wenn man den Wald völlig öffnet, nämlich auch für Mountainbiker öffnet. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Jagd wird immer in Zusammenhang mit dem Wirtschaftlichen, dem Geschäftlichen gesehen. Man tut so, als würde man im Wald Wildtiere züchten und mästen, weil es einem so großen Spaß macht. – So ist es nicht! So ist es wirklich nicht! Die einzige Verantwortung für den Wald tragen nicht die Grünen, sondern die Bauern, die Grundbesitzer selbst. Das sind jene, die auf den Wald schauen, den Wald schonen und ihn auch erhalten. (Abg. Smolle: Winzer, bleib bei deinen Reben!) Sie wissen genau, was es heißt, unruhiges Wild im Wald zu haben, das Schäden an diesem Wald verursacht. Verbiß- und Fegeschäden kommen daher, daß das Wild keine Ruhezonen mehr hat. Umso mehr ist das der Fall, wenn man den Wald völlig öffnet, nämlich auch für Mountainbiker öffnet. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Wabl: Das heißt, Schalldämpfer für die Jäger!
Möglichkeiten zur Erholung im Wald gibt es für jeden Menschen zur Genüge, man muß sie nur ausnützen. Aber es ist völlig falsch, immer die Forderung nach einer völligen Öffnung des Waldes zu erheben. So kann es nicht gehen! (Abg. Wabl: Das heißt, Schalldämpfer für die Jäger!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich denke, diese Vorgangsweise ist in diesem Parlament schon lange gang und gäbe, aber damit verschiebt man sehr wichtige Maßnahmen für dieses Land und für jene, die vom Wasser leben, und das ist in diesem Fall gerade die Landwirtschaft. Die Landwirtschaft ist davon betroffen, sie hält nicht nur die Wirtschaft in diesem Land intakt, sondern sie muß von diesem Wasser auch leben, denn ohne Wasser wächst ja bekanntlich nichts. Gerade die Gruppe der Landwirte hat höchstes Interesse daran, Wasser einzusetzen, um ihre Existenz in diesem Land zu sichern, aber darüber hinaus selbstverständlich auch die der gesamten Bevölkerung. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich darf mich noch bedanken für die Bemühungen seitens des Ministeriums. Ich war ja auch im Ausschuß, ich konnte dort einiges mitverfolgen. Ich glaube, es ist ein großer Schritt gelungen, wie zum Beispiel die Typisierung, die ein Riesenvorteil ist, gerade was die Ökonomie und die Kosten, die großes Kopfzerbrechen verursachen, betrifft. Dieses Gesetz ist auch in deinem Sinn, Andreas Wabl, und im Sinn vieler Wassernutzer und Wasserbesitzer in unserem Land, letztlich im Sinne von allen, weil wir alle Wasser brauchen. – Herr Minister, herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Wabl spricht mit dem auf der Regierungsbank sitzenden Bundesminister Mag. Molterer.
Abgeordneter Franz Koller (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordneten! (Abg. Wabl spricht mit dem auf der Regierungsbank sitzenden Bundesminister Mag. Molterer.) – Entschuldigen Sie, Herr Kollege Wabl, ich habe jetzt eine Frage an den Herrn Minister.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ihre Antwort, Herr Minister, in der Fragestunde bezüglich der Superabgabe war unzureichend und ausweichend. Die Deutschen zahlen einen Schilling weniger pro Kilogramm gelieferter Milch als die Österreicher; das ist Tatsache. Das können Sie jetzt drehen und wenden, wie Sie wollen, Tatsache ist, daß der Sozialdemokrat Funke besser verhandelt hat als der Christdemokrat Molterer. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Schwarzenberger: Der wurde schon drei Wochen früher der Opposition überreicht!
Hohes Haus! Die Sitzung des Landwirtschaftsausschusses vom 8. Juli begann mit einem Chaos. Kollege Gradwohl verlas einen Abänderungsantrag zum Wasserrechtsgesetz, der von den Abgeordneten Schwarzenberger und Gradwohl stammte. Dieser wurde aber an die Abgeordneten der Oppositionspartei nicht verteilt. Erst nach ... (Abg. Schwarzenberger: Der wurde schon drei Wochen früher der Opposition überreicht!) – Ja, ein anderer Antrag, aber nicht dieser! – Erst nach einer Sitzungsunterbrechung bekamen die Oppositionsparteien diesen Antrag. Das ist großkoalitionäres Drüberfahren über die Opposition! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Hohes Haus! Die Sitzung des Landwirtschaftsausschusses vom 8. Juli begann mit einem Chaos. Kollege Gradwohl verlas einen Abänderungsantrag zum Wasserrechtsgesetz, der von den Abgeordneten Schwarzenberger und Gradwohl stammte. Dieser wurde aber an die Abgeordneten der Oppositionspartei nicht verteilt. Erst nach ... (Abg. Schwarzenberger: Der wurde schon drei Wochen früher der Opposition überreicht!) – Ja, ein anderer Antrag, aber nicht dieser! – Erst nach einer Sitzungsunterbrechung bekamen die Oppositionsparteien diesen Antrag. Das ist großkoalitionäres Drüberfahren über die Opposition! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Deshalb bringe ich das Verlangen auf getrennte Abstimmung hinsichtlich der Ziffern 8 und 13 ein. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Wabl.
So, wie sich Kollege Wabl das vielleicht vorstellt, nämlich daß die Abgeordneten der Regierungskoalition unvorbereitet in einen Ausschuß gehen, nicht wissen, was sie wollen, dort zu streiten beginnen und dann auf den Deus ex machina Wabl warten, der ihnen die Linie vorzeigt, und sich dann dafür bedanken, daß sie nun wissen, wie es geht, das hat es in dieser Koalition nicht gegeben – und wird es wahrscheinlich auch in zukünftigen Koalitionen nicht geben. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Wabl.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Herr Präsident! Ich hoffe, jetzt einen Schlußsatz zu finden, aus dem nicht hervorgeht, daß ich meinen Abgang aus diesem Haus beabsichtige. Wir werden diesen Weg in der neuen Legislaturperiode fortsetzen. Ich darf mich aber bei Ihnen für die gestrigen lobenden Worte in diesem Hause noch einmal herzlich bedanken. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dipl-Ing. Kummerer: Wollen! Wollen!
Präsident Dr. Heinrich Neisser: Herr Abgeordneter! Ich danke für die Richtigstellung. Ich freue mich riesig, daß Sie dem Hohen Hause weiterhin angehören werden (Abg. Dipl-Ing. Kummerer: Wollen! Wollen!), aber in Anbetracht der vielen Abschiedsreden verliert man allmählich die Übersicht hier am Präsidium. (Heiterkeit.)
Heiterkeit.
Präsident Dr. Heinrich Neisser: Herr Abgeordneter! Ich danke für die Richtigstellung. Ich freue mich riesig, daß Sie dem Hohen Hause weiterhin angehören werden (Abg. Dipl-Ing. Kummerer: Wollen! Wollen!), aber in Anbetracht der vielen Abschiedsreden verliert man allmählich die Übersicht hier am Präsidium. (Heiterkeit.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Genau diesen fahrlässigen Umgang mit der Natur praktizieren österreichische Politiker am Semmering. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Im Zuge des Tunnelbaues versiegen viele Quellen. (Abg. Ing. Tychtl: Straßentunnel?) 2,6 Millionen Liter bestes Quellwasser werden täglich aus dem Sondierstollen gepumpt. Es ist ein Skandal, daß dieses kostbare Gut, unser Trinkwasser, verschwendet wird, indem es den Bach hinunterfließt!
Abg. Ing. Tychtl: Straßentunnel?
Genau diesen fahrlässigen Umgang mit der Natur praktizieren österreichische Politiker am Semmering. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Im Zuge des Tunnelbaues versiegen viele Quellen. (Abg. Ing. Tychtl: Straßentunnel?) 2,6 Millionen Liter bestes Quellwasser werden täglich aus dem Sondierstollen gepumpt. Es ist ein Skandal, daß dieses kostbare Gut, unser Trinkwasser, verschwendet wird, indem es den Bach hinunterfließt!
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Maier: Unsinn!
Was Sie von den Regierungsparteien mit unserem guten österreichischen Wasser vorhaben, ist nicht minder skandalös. Sie behaupten, daß wir in Österreich ohnehin nur 6 Prozent unserer Wasserressourcen nutzen. Sie sind es, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien, die für eine Pipeline eintreten, die unser Wasser in trockene Regionen Europas leiten soll. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Maier: Unsinn!) Und das Ganze womöglich noch gratis! – Den Wein aus Spanien und Portugal müssen wir ja ebenfalls bezahlen.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Es bleibt jedoch ungewiß, wo bei einem Beitritt zu einem Wasserverband die Grenze zwischen Zwang und Freiwilligkeit zu ziehen ist, wenn es um das Ausscheiden aus dem Wasserverband geht, und welche unterschiedlichen Konsequenzen dann ausgelöst werden. Da sind die Regierungsparteien aufgerufen, endlich tätig zu werden und nicht ihre Versäumnisse auf die österreichische Bevölkerung abzuwälzen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Wabl: In die Ruhezone darf man nur mit dem Schießprügel rein!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ruhezonen für das Wild sind in etwa gleichzusetzen mit den Schlafräumen oder Ruhezonen des Menschen. Niemand – auch niemand von den Grünen – würde sich erdreisten, in die Schlafräume oder Ruhezonen anderer einzudringen. So soll dies auch dem Wildtier als Kreatur, als gleichwertiger Kreatur, zur Verfügung gestellt werden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Wabl: In die Ruhezone darf man nur mit dem Schießprügel rein!) Und wenn immer wieder ... (Abg. Mag. Kammerlander: Mit dem Gewehr in das Schlafzimmer!)
Abg. Mag. Kammerlander: Mit dem Gewehr in das Schlafzimmer!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ruhezonen für das Wild sind in etwa gleichzusetzen mit den Schlafräumen oder Ruhezonen des Menschen. Niemand – auch niemand von den Grünen – würde sich erdreisten, in die Schlafräume oder Ruhezonen anderer einzudringen. So soll dies auch dem Wildtier als Kreatur, als gleichwertiger Kreatur, zur Verfügung gestellt werden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Wabl: In die Ruhezone darf man nur mit dem Schießprügel rein!) Und wenn immer wieder ... (Abg. Mag. Kammerlander: Mit dem Gewehr in das Schlafzimmer!)
Abg. Mag. Kammerlander: Das war ein schlechter Vergleich!
Herr Kollege Wabl! Nicht nur mit dem Schießprügel! (Abg. Mag. Kammerlander: Das war ein schlechter Vergleich!) Auch Lärmende mit Kassettenrekordern sind im Wald genauso – vielleicht sogar mehr – gefährdend für das Wild wie diejenigen, die mit dem "Schießprügel" – wie Sie es nennen, Herr Kollege Wabl – lenkend in die Natur eingreifen. (Abg. Wabl: Ich habe nur etwas gegen Massentierhaltung ...! – Abg. Mag. Kammerlander: Einen Kassettenrekorder ...!)
Abg. Wabl: Ich habe nur etwas gegen Massentierhaltung ...! – Abg. Mag. Kammerlander: Einen Kassettenrekorder ...!
Herr Kollege Wabl! Nicht nur mit dem Schießprügel! (Abg. Mag. Kammerlander: Das war ein schlechter Vergleich!) Auch Lärmende mit Kassettenrekordern sind im Wald genauso – vielleicht sogar mehr – gefährdend für das Wild wie diejenigen, die mit dem "Schießprügel" – wie Sie es nennen, Herr Kollege Wabl – lenkend in die Natur eingreifen. (Abg. Wabl: Ich habe nur etwas gegen Massentierhaltung ...! – Abg. Mag. Kammerlander: Einen Kassettenrekorder ...!)
Abg. Schwarzenberger: Auch gegen Wählermassen hat er etwas!
Herr Kollege Wabl, Sie haben immer etwas gegen Massen. (Abg. Schwarzenberger: Auch gegen Wählermassen hat er etwas!) Wenn Sie auch die "Massenmenschenhaltung" im weitesten Sinn so bezeichnen, dann bedauere ich das sehr. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Wabl: Massennutztierhaltung!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Wabl: Massennutztierhaltung!
Herr Kollege Wabl, Sie haben immer etwas gegen Massen. (Abg. Schwarzenberger: Auch gegen Wählermassen hat er etwas!) Wenn Sie auch die "Massenmenschenhaltung" im weitesten Sinn so bezeichnen, dann bedauere ich das sehr. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Wabl: Massennutztierhaltung!)
Abg. Dr. Khol: Eben!
Meine sehr Verehrten, ein zweites Beispiel: Bei uns im Waldviertel gibt es eine Gemeinde, die ihre Wasserversorgung aus einem Brunnen mitten in einem Waldgebiet bezieht, einem geschlossenen Waldgebiet von mehreren 100 Hektar Größe. Mitten im Waldgebiet liegt dieser Brunnen, aber er wurde geschlossen, weil der Nitrateintrag so hoch war, daß die Grenzwerte bei weitem überschritten wurden. Auch da gibt es keinerlei Möglichkeit, der Landwirtschaft die Schuld daran zu geben. (Abg. Dr. Khol: Eben!)
Abg. Mag. Posch: Umgekehrt ist das!
Ich durfte zur Kenntnis nehmen, daß sich alle bemühen, ihre Aufgabe so gut wie möglich zu erfüllen, ich mußte aber feststellen, daß auch einige dabei sind, die kein einziges Mal ein positives Wort über die Lippen gebracht haben. Wenn man nicht positiv reden kann, kann man auch nicht positiv denken. (Abg. Mag. Posch: Umgekehrt ist das!) Diese Leute, liebe Freunde, tun mir leid!
Abg. Dr. Keppelmüller – auf den vor der Regierungsbank stehenden und mit Bundesminister Mag. Molterer sprechenden Abg. Wabl hinweisend –: Herr Präsident! Das ist ungehörig!
Meine sehr verehrten Damen und Herren, gestatten Sie mir, noch zwei Wünsche zu äußern: Das eine ist, daß in dieses Hohe Haus wieder eine Sprachkultur einkehren möge, die dieses Hauses würdig ist. Ich habe mir die Ordnungsrufe der letzten Gesetzgebungsperiode ausheben lassen. Viele, ja zu viele waren es. Ein bißchen mehr Achtung dem anderen gegenüber, das wäre ein Wunsch! (Abg. Dr. Keppelmüller – auf den vor der Regierungsbank stehenden und mit Bundesminister Mag. Molterer sprechenden Abg. Wabl hinweisend –: Herr Präsident! Das ist ungehörig!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ und der Grünen.
Der zweite ist folgender: Ich wünsche allen, die mit mir ausscheiden, alles erdenklich Gute, vor allem aber Gesundheit. Und ich wünsche denen, die auch in der nächsten Gesetzgebungsperiode für uns arbeiten werden, viel Erfolg. Eine Bitte noch: Nehmt die Neuen als gleichwertige Kollegen an! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ und der Grünen.)
Allgemeiner Beifall.
Jeder, der aus diesem Hause ausscheidet, hat gute und schlechte Erinnerungen. Ich hoffe wirklich, daß die guten bei Ihnen sehr überwiegen. Sie waren jedenfalls ein Abgeordneter, der hier vom Rednerpult aus immer bewiesen hat, daß es ihm um Sachlichkeit und um Dialogkultur geht. Dadurch haben Sie, so meine ich, einen wichtigen Beitrag in Ihrer Tätigkeit in diesem Hause geleistet. Ich möchte Ihnen noch einmal dafür danken. (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Wabl nickt zustimmend.
Ich bin aber relativ froh über § 12c, "Typengenehmigung", weil er sicherlich eine bürokratische Erleichterung bringt. Eigentlich müßte er auch Kollegen Wabl dienlich sein, weil es darin um Kleinanlagen für den ländlichen Raum geht. (Abg. Wabl nickt zustimmend.)
Abg. Wabl: In diesem Ausmaß nicht?
Kollege Wabl! Ich glaube, daß die Beamtenbeschimpfung von dir in diesem Ausmaß nicht gerechtfertigt war. (Abg. Wabl: In diesem Ausmaß nicht?) Ich bin ja auch Mitglied der Kommission und kenne die Problematik aus der Praxis. Zwar gebe ich zu, daß es vielleicht auch Planer gibt, die weniger gut sind, aber seitens der Behörde und seitens der ÖKK wird doch sehr genau darauf geachtet, daß zunehmend gute Lösungen zum Tragen kommen. Es gibt bei den Kanälen schon deutliche Veränderungen – du weißt, daß es etwa Druckkanäle mit geringerem Durchmesser gibt –, auch gibt es Übernahmestellen für Gülle.
Abg. Wabl: Pauschal sind die nicht verurteilt worden! Nicht pauschal!
Aber im großen und ganzen wehre ich mich dagegen, daß man die Beamten relativ pauschal verurteilt, wie du das gemacht hast, Kollege Wabl. (Abg. Wabl: Pauschal sind die nicht verurteilt worden! Nicht pauschal!) Das ist sicherlich nicht gerechtfertigt.
Beifall und Bravo!-Ruf des Abg. Leikam.
Ich freue mich auch darüber – darauf wird ein Kollege aus Kärnten noch eingehen –, daß es uns gelungen ist, dieses spezifische Kärntner Problem zu lösen. (Beifall und Bravo!-Ruf des Abg. Leikam.) Es wird aber durchaus auch für andere Bundesländer zum Tragen kommen. Ich möchte nur darauf hinweisen, Herr Bundesminister, daß uns da nicht etwas passieren soll. Plötzlich gibt es in Kärnten Plakate darüber, daß, seit es einen Landeshauptmann Haider gibt, das Abwasserproblem in Kärnten für die Gemeinden gelöst wurde. Das stimmt so sicherlich nicht, denn die Lösung ist im wesentlichen meinem Klubsekretär Schnattinger eingefallen und dann von uns allen getragen worden. (Abg. Haigermoser: Wo ist das Problem?)
Abg. Haigermoser: Wo ist das Problem?
Ich freue mich auch darüber – darauf wird ein Kollege aus Kärnten noch eingehen –, daß es uns gelungen ist, dieses spezifische Kärntner Problem zu lösen. (Beifall und Bravo!-Ruf des Abg. Leikam.) Es wird aber durchaus auch für andere Bundesländer zum Tragen kommen. Ich möchte nur darauf hinweisen, Herr Bundesminister, daß uns da nicht etwas passieren soll. Plötzlich gibt es in Kärnten Plakate darüber, daß, seit es einen Landeshauptmann Haider gibt, das Abwasserproblem in Kärnten für die Gemeinden gelöst wurde. Das stimmt so sicherlich nicht, denn die Lösung ist im wesentlichen meinem Klubsekretär Schnattinger eingefallen und dann von uns allen getragen worden. (Abg. Haigermoser: Wo ist das Problem?)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Leikam: Bravo!
Die Lösung, die Kollege Schweitzer für Kärnten vorgeschlagen hat, war eine einfache und Haider-gemäße, nämlich folgende: Nehmen wir das Geld der anderen Bundesländer aus dem Fonds und schichten wir es um, oder der Bund soll zusätzlich etwas bezahlen. – Kollege Schweitzer! Unsere Lösung ist wirklich eine gescheite und praktikable. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Leikam: Bravo!)
Abg. Koppler: Ein typischer Dipl.-Ing. Dr.!
Ich sage Ihnen ganz offen: Wenn es uns gelingen könnte, unser hochwertiges Wasser vielleicht in Flaschen abgefüllt – und durchaus sozial abgestuft nach den jeweiligen Ländern – zu verkaufen, sodaß zum Beispiel Kolleginnen und Kollegen, die eine kleine Wohnung in Spanien oder irgendwo anders haben, in ihrer Pension das hochwertige Trinkwasser aus Österreich auch dort genießen könnten, würde ich mich sehr darüber freuen. (Abg. Koppler: Ein typischer Dipl.-Ing. Dr.!)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend noch etwas in Richtung der Kollegen Kampichler und Sauer. Ich habe einen "Förderungsdienst" vom März 1995, aus dem eindeutig hervorgeht, daß der Hauptstickstoffeintrag in Österreich – vor allem ins Grundwasser – aus der Landwirtschaft kommt, logischerweise aber auch aus Altlasten und undichten Kanälen. Daher möchte ich dem Kollegen Kampichler, der meinen Kollegen Heinzl kritisiert hat, sagen: Schauen wir uns wirklich genau an, was bei der Berger-Deponie passiert ist, was dort vererdet wurde! Wir wollen doch in Wirklichkeit nichts anderes, als daß bei der Sanierung der Fischer-Deponie eine Kontrolle durch das Umweltbundesamt erfolgt, denn damit hätten wir die Gewähr, daß dort nicht nur Geschäfte gemacht werden und dubiose Vererdungen stattfinden! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Madl: Seither haben wir das Dioxin dazubekommen! – Abg. Jung: Und der Euro ist "hart" geblieben!
Österreich ist nun bereits das fünfte Jahr Mitglied der Europäischen Union, aber keine dieser Voraussagen ist bisher eingetroffen. (Abg. Madl: Seither haben wir das Dioxin dazubekommen! – Abg. Jung: Und der Euro ist "hart" geblieben!) Ich kann Ihnen mit Gewißheit sagen, daß die Donau auch noch in 20 Jahren ins Schwarze Meer fließen und nicht nach Spanien beziehungsweise Portugal umgeleitet wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Österreich ist nun bereits das fünfte Jahr Mitglied der Europäischen Union, aber keine dieser Voraussagen ist bisher eingetroffen. (Abg. Madl: Seither haben wir das Dioxin dazubekommen! – Abg. Jung: Und der Euro ist "hart" geblieben!) Ich kann Ihnen mit Gewißheit sagen, daß die Donau auch noch in 20 Jahren ins Schwarze Meer fließen und nicht nach Spanien beziehungsweise Portugal umgeleitet wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Noch ein Wort zum heftig diskutierten § 33f, Grundwassersanierung. Es war bereits ein Abänderungsantrag formuliert, in dem dieser § 33f verankert war, und zwar dahin gehend, daß wir Möglichkeiten der ÖPUL-Finanzierung auf freiwilliger Basis ausnützen und nur dann, wenn diese Maßnahmen nicht greifen, Zwangsmaßnahmen einsetzen. Mit diesen Lösungen war unser Regierungspartner, die sozialdemokratische Fraktion, leider nicht einverstanden. Mir ist aber klar, daß wir das Problem der Grundwassersanierung in der nächsten Legislaturperiode und hoffentlich auf dieser Basis, nämlich unter Schonung der österreichischen Gelder und unter Heranziehung der ÖPUL-Förderungsmittel der Europäischen Union, lösen können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Erfreulich ist, daß – und da werden Tausende Kärntner Hausbesitzer aufatmen – außerdem für jene, deren Objekte sich außerhalb des Kanalpflichtbereiches befinden, für den Umstieg auf eine vollbiologische Anlage eine Verlängerung der Frist von bisher 1998 auf 2005 erreicht werden konnte. Die ehemalige freiheitliche Kärntner Landesrätin Dr. Sickl hat sich, obwohl dafür zuständig, dieser Sache jahrelang nicht angenommen. Gott sei Dank gibt es aber sozialdemokratische Abgeordnete, die ihre Verantwortung wahrnehmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ein besonderes Dankeschön unserem Landwirtschaftssprecher Heinz Gradwohl und unserem Bundesminister Molterer, die diese für Kärnten so erfreuliche Fristerstreckung ermöglichten. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Ich halte fest, daß die Einstimmigkeit in der Frage der Wassermengenbewirtschaftung außer Streit steht und die österreichische Bundesregierung für diese Einstimmigkeit eintritt. Daher sind sämtliche Befürchtungen, die heute bezüglich § 55 geäußert wurden, nicht gerechtfertigt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie beim Liberalen Forum und bei den Grünen.
Gestatten Sie mir, meine Damen und Herren, mich insbesondere bei jenen Kolleginnen und Kollegen für die gute Zusammenarbeit persönlich zu bedanken, die dem Hohen Hause in dieser Legislaturperiode das letzte Mal angehören. Ich möchte mich für diese ausgezeichnete Zusammenarbeit persönlich bedanken und die guten Wünsche, die mir entgegengebracht wurden, erwidern. – Alles Gute für die Zukunft! (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie beim Liberalen Forum und bei den Grünen.)
Ruf bei den Freiheitlichen: Die Grünen stimmen gegen ihren eigenen Antrag!
Wer für diese Kenntnisnahme ist, möge ein Zeichen geben. – Dieser Bericht wird mehrheitlich zur Kenntnis genommen. (Ruf bei den Freiheitlichen: Die Grünen stimmen gegen ihren eigenen Antrag!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Die grundsätzliche Einstellung der Freiheitlichen Partei dazu ist, daß wir diesen Regierungsvorlagen unsere Zustimmung verweigern werden, so lange diese Mittel nicht effizient eingesetzt werden. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Tansania kauft jährlich Waffen in der Größenordnung der Höhe der Bedienung der Staatsverschuldung. Das bedeutet, es macht gar keinen Sinn, diesen Ländern nach wie vor Geld zu geben, wenn sie nur Waffen kaufen, nicht aber versuchen, die Armut zu bekämpfen beziehungsweise das Humankapital zu unterstützen, sodaß es den Menschen dort besser geht. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Bei den Verhandlungen sagen Sie immer: Wir müssen das beschließen, damit den Ärmsten der Armen auf der Welt geholfen werden kann!, und schauen zu. Auch wir sind dafür, daß den Ärmsten und den Armen auf der Welt geholfen wird, aber es soll in der Form geholfen werden, daß das Geld jenen zugute kommt, die es wirklich brauchen – und nicht den reichen Machthabern, die nur Reichtümer für sich schaffen wollen beziehungsweise Waffen einkaufen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Solange es in diesem Bereich kein Umdenken Ihrerseits beziehungsweise der Bundesregierung gibt, wird die Freiheitliche Partei keine Zustimmung geben. Wir werden dem erst dann zustimmen, wenn diese Mittel auch wirklich den Bedürftigen zukommen – sonst nicht! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Haigermoser: Was sagt der Herr Vizebankdirektor?
Abgeordneter Dr. Ewald Nowotny (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Das ist meine letzte Rede hier im Hohen Hause (Abg. Haigermoser: Was sagt der Herr Vizebankdirektor?), und angesichts der Tagesordnung werde ich meine Ausführungen kurz halten. Ich wäre dem Herrn Präsidenten aber dankbar, wenn er mit dem "Ruf zur Sache!" heute nicht allzu streng umginge. (Heiterkeit bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Ewald Nowotny (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Das ist meine letzte Rede hier im Hohen Hause (Abg. Haigermoser: Was sagt der Herr Vizebankdirektor?), und angesichts der Tagesordnung werde ich meine Ausführungen kurz halten. Ich wäre dem Herrn Präsidenten aber dankbar, wenn er mit dem "Ruf zur Sache!" heute nicht allzu streng umginge. (Heiterkeit bei der SPÖ.)
Abg. Haigermoser: Die Frau Tichy-Schreder hat das zu verantworten!
Ich wollte meine Abschiedsrede ursprünglich zum Wirtschaftsbericht der Bundesregierung halten, dieser ist jedoch der Zeitplanung für diese Tage zum Opfer gefallen, was ich bedauere (Abg. Haigermoser: Die Frau Tichy-Schreder hat das zu verantworten!), denn es hätte einen durchaus erfreulichen Leistungsbericht der Regierung gegeben. Ich glaube, wir können stolz darauf sein, was gerade in dieser Legislaturperiode in wirtschaftspolitischer Hinsicht erreicht wurde. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich wollte meine Abschiedsrede ursprünglich zum Wirtschaftsbericht der Bundesregierung halten, dieser ist jedoch der Zeitplanung für diese Tage zum Opfer gefallen, was ich bedauere (Abg. Haigermoser: Die Frau Tichy-Schreder hat das zu verantworten!), denn es hätte einen durchaus erfreulichen Leistungsbericht der Regierung gegeben. Ich glaube, wir können stolz darauf sein, was gerade in dieser Legislaturperiode in wirtschaftspolitischer Hinsicht erreicht wurde. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Haigermoser: Jetzt wird er noch witzig zum Schluß!
Bis gestern nachmittag habe ich dann gedacht, daß ich meine Abschiedsrede zum Thema Getränkesteuer halten werde – das wäre auch ein gutes Thema gewesen (Abg. Haigermoser: Jetzt wird er noch witzig zum Schluß!), denn ich darf sagen, daß ich mich in meiner gesamten politischen Tätigkeit immer sehr bemüht habe, für die Gemeinden entsprechende Voraussetzungen zu schaffen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Bis gestern nachmittag habe ich dann gedacht, daß ich meine Abschiedsrede zum Thema Getränkesteuer halten werde – das wäre auch ein gutes Thema gewesen (Abg. Haigermoser: Jetzt wird er noch witzig zum Schluß!), denn ich darf sagen, daß ich mich in meiner gesamten politischen Tätigkeit immer sehr bemüht habe, für die Gemeinden entsprechende Voraussetzungen zu schaffen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Wir müssen davon ausgehen, daß die Gemeinden tatsächlich eines der wichtigsten Zentren des politischen Lebens gerade für die Bürgerinnen und Bürger sind. Es ist daher wichtig, daß die Gemeinden über gesunde, stabile Finanzen verfügen, um ihren Aufgaben entsprechen zu können. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Dr. Krüger: ... greift in ein nicht abgeschlossenes Verfahren ein!
Wir sind jetzt mit einem möglichen Urteil des Europäischen Gerichtshofes konfrontiert, wobei ich ganz offen sagen muß: Die Stellungnahme des Generalanwaltes, die uns jetzt vorliegt, ist meines Erachtens ein Beispiel – wenn ich das mit aller Vorsicht sagen darf – eines gewissen juristischen Zynismus gegenüber dem praktischen Leben. (Abg. Dr. Krüger: ... greift in ein nicht abgeschlossenes Verfahren ein!) – Das habe ich als meine persönliche Meinung gesagt, und diese darf ich wohl sagen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir sind jetzt mit einem möglichen Urteil des Europäischen Gerichtshofes konfrontiert, wobei ich ganz offen sagen muß: Die Stellungnahme des Generalanwaltes, die uns jetzt vorliegt, ist meines Erachtens ein Beispiel – wenn ich das mit aller Vorsicht sagen darf – eines gewissen juristischen Zynismus gegenüber dem praktischen Leben. (Abg. Dr. Krüger: ... greift in ein nicht abgeschlossenes Verfahren ein!) – Das habe ich als meine persönliche Meinung gesagt, und diese darf ich wohl sagen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Stummvoll. – Abg. Mag. Trattner: Wissen Sie, was Sie jetzt gesagt haben?
Ich glaube, wir müssen daraus überhaupt lernen: Je politischer die obersten Gerichtshöfe auf allen Ebenen werden, desto stärker müssen sie sich auch einer politischen Diskussion stellen. Dazu stehen wir. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Stummvoll. – Abg. Mag. Trattner: Wissen Sie, was Sie jetzt gesagt haben?) Das sagt aber in keiner Weise etwas gegen den Respekt gegenüber diesen Gerichtshöfen und die Tatsache, daß selbstverständlich sie das letzte Wort haben. Das ist in einem Rechtsstaat selbstverständlich. In einem Rechtsstaat ist es aber auch notwendig, entsprechend zu diskutieren. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten der Freiheitlichen und der SPÖ.)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten der Freiheitlichen und der SPÖ.
Ich glaube, wir müssen daraus überhaupt lernen: Je politischer die obersten Gerichtshöfe auf allen Ebenen werden, desto stärker müssen sie sich auch einer politischen Diskussion stellen. Dazu stehen wir. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Stummvoll. – Abg. Mag. Trattner: Wissen Sie, was Sie jetzt gesagt haben?) Das sagt aber in keiner Weise etwas gegen den Respekt gegenüber diesen Gerichtshöfen und die Tatsache, daß selbstverständlich sie das letzte Wort haben. Das ist in einem Rechtsstaat selbstverständlich. In einem Rechtsstaat ist es aber auch notwendig, entsprechend zu diskutieren. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten der Freiheitlichen und der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
In der aktuellen Situation ist es notwendig, Vorkehrungen dafür zu treffen, damit es nicht zu der Situation kommt, daß die Gemeinden Steuern an Unternehmen zurückzahlen müssen, obwohl diese Steuern aus wirtschaftlicher Sicht bereits von den Konsumenten getragen wurden. Das heißt, konkret geht es darum, eine wirkliche Bereicherung zu verhindern. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das ist insgesamt eine Herausforderung in die Richtung, wie wir mit dieser Internationalisierung, im speziellen mit der EU umgehen können. Und da müßten wir, glaube ich, noch einiges lernen, denn das Verhalten gegenüber der EU ist zum Teil eine Mischung aus Unterwerfung auf der einen Seite und Aggressivität auf der anderen Seite. Zu lernen, daß wir in und mit der EU arbeiten müssen, ist eine Herausforderung, die sich uns allen stellt. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Ich möchte mich bei allen meinen Kolleginnen und Kollegen aus dem Finanzausschuß bedanken. Es ist uns gelungen, im Finanzausschuß eine Atmosphäre der professionellen, seriösen Zusammenarbeit zu schaffen; sie hat sich nur nicht immer ganz ins Plenum übertragen. Ich habe auch heute gesehen, daß ich die Ehre habe, in Ihrer Dringlichen Anfrage genannt zu werden, mir ist jedoch die fachliche und sachliche Anerkennung wichtiger, die ich erfreulicherweise von allen, auch von den Oppositionsparteien, in der letzten Sitzung des Finanzausschusses bekommen habe. Ich möchte mich dafür sehr herzlich bedanken. (Allgemeiner Beifall.)
Allgemeiner Beifall.
Es ist jetzt nicht die Stunde sentimentaler Abschiede, sondern ich möchte nur sagen: Ich wünsche dem Parlament, dieser Vertretung des Volkes Österreichs, weiterhin viel Erfolg im Interesse unseres Landes. Alles Gute! – Vielen Dank. (Allgemeiner Beifall.)
Heiterkeit
Zu Ihren Anmerkungen zum "Ruf zur Sache!" möchte ich sagen: Vielleicht kann man bei einer künftigen Geschäftsordnungsreform berücksichtigen, daß man die Abschiedsrede als eigene Kategorie einführt (Heiterkeit), denn dann gibt es damit überhaupt keine Probleme mehr, da bei einer Abschiedsrede die Sache eben der Abschied ist. (Heiterkeit und allgemeiner Beifall.)
Heiterkeit und allgemeiner Beifall.
Zu Ihren Anmerkungen zum "Ruf zur Sache!" möchte ich sagen: Vielleicht kann man bei einer künftigen Geschäftsordnungsreform berücksichtigen, daß man die Abschiedsrede als eigene Kategorie einführt (Heiterkeit), denn dann gibt es damit überhaupt keine Probleme mehr, da bei einer Abschiedsrede die Sache eben der Abschied ist. (Heiterkeit und allgemeiner Beifall.)
Allgemeiner Beifall.
Sie gehen ja einen neuen Schritt in eine neue Zukunft, und ich hoffe, daß er für Sie erfolgreich sein wird. Noch einmal herzlichen Dank! (Allgemeiner Beifall.)
Rufe bei der SPÖ: Nein! Nein!
Es war allerdings sehr beklemmend, als Sie wörtlich etwa gemeint haben – das war von demaskierender Ehrlichkeit –: Je politischer die Gerichtshöfe werden, desto deutlicher muß sich die Politik auf allen Ebenen artikulieren. (Rufe bei der SPÖ: Nein! Nein!) – Wir bekommen das Protokoll. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Es war allerdings sehr beklemmend, als Sie wörtlich etwa gemeint haben – das war von demaskierender Ehrlichkeit –: Je politischer die Gerichtshöfe werden, desto deutlicher muß sich die Politik auf allen Ebenen artikulieren. (Rufe bei der SPÖ: Nein! Nein!) – Wir bekommen das Protokoll. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Es ist nur zu hoffen, daß in Hinkunft gerade auch dieser Satz und dieses Denken endlich einmal im Interesse unserer Republik Österreich und ihrer Bevölkerung zurückgestellt werden. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wir Freiheitlichen stehen für Entwicklungshilfe, wir stehen für Humanität, wir stehen aber auch für Nachvollziehbarkeit und Treffsicherheit von Unterstützungen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall beim Liberalen Forum.
Wir haben Verantwortung für unsere Kinder – selbst hier im Lande –, denn Entwicklungshilfe ist die Sicherung der Lebensbasis unserer und der nächsten Generation. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Beifall beim Liberalen Forum sowie bei den Grünen.
Wir werden beiden Vorlagen zustimmen. (Beifall beim Liberalen Forum sowie bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich würde mir wünschen, daß Sie in der nächsten Legislaturperiode darangehen, die Entwicklungspolitik in einem Vollausschuß, in einem eigenen Ausschuß zu etablieren, und daß Sie diesem Ausschuß auch all jene Agenden zuweisen, die mit Entwicklungspolitik zu tun haben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Mag. Peter.
Es ist mir ein großes Anliegen – das möchte ich Ihnen noch mitgeben –, daß Sie bei diesem Entwicklungshilfegesetz nicht nur kleine technokratische Korrekturen, sprachliche Korrekturen vornehmen, sondern daß Sie sich dazu durchringen, einen wirklich großen Entwurf und Wurf zu machen, der tatsächlich darauf hinweist, was in unserem heutigen Verständnis Entwicklungspolitik sein sollte und ist. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Mag. Peter.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich stelle fest und bemerke immer wieder in den Debatten, daß in Österreich heute Entwicklungspolitik noch immer einen sehr starken karitativen Aspekt hat. Ich meine, es wäre höchst an der Zeit – der Entwurf eines Entwicklungshilfegesetzes könnte das notwendige und richtige Mittel dafür sein –, Entwicklungspolitik so zu definieren, daß klar wird, daß es da um internationale Beziehungen, um internationale Zusammenarbeit zwischen gleichberechtigten Partnern geht. Das halte ich für ganz wichtig und für eine Voraussetzung des Verständnisses dafür, daß es auch um wirtschaftliche Beziehungen zwischen gleichberechtigten Partnern geht und daß wir immer weiter ein Stück von diesem Verständnis wegkommen, das sich – noch! – ausschließlich nach der Hilfeleistung orientiert. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Ich wünsche Ihnen in diesem Sinne alles Gute für die nächsten Jahre. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Heiterkeit.
Präsident Dr. Heinrich Neisser: Frau Abgeordnete Mag. Kammerlander! Sie haben jetzt die Schwierigkeiten, die sich für das Präsidium bei Abschiedsreden ergeben, noch verdoppelt, indem Sie die partielle Abschiedsrede eingeführt haben. (Heiterkeit.) Aber ich werde jedenfalls noch Gelegenheit dazu haben, mich bei Ihnen zu bedanken.
Heiterkeit bei den Grünen und bei der SPÖ. – Ruf bei den Freiheitlichen: Wer weiß?
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne): Herr Präsident! Auch ich muß Ihre Großmut etwas in Anspruch nehmen. Ich halte zwar keine Abschiedsrede, aber (Heiterkeit bei den Grünen und bei der SPÖ. – Ruf bei den Freiheitlichen: Wer weiß?) Ewald Nowotny scheidet aus dem Nationalrat aus, und seitdem ich im Parlament bin, war er mein Vorsitzender – natürlich nur im Finanzausschuß. Ich glaube, das verdient schon ein paar Worte.
Beifall bei den Grünen, bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich weiß nicht, wie viele Jahre du Vorsitzender des Finanzausschusses warst – sehr viel länger jedenfalls, als ich hier im Parlament bin –, aber ich nütze diese Gelegenheit dazu, protokollarisch festzuhalten, daß ich meine, daß deine Vorsitzführung und Sitzungsleitung unparteiisch, korrekt, sachkundig – no na! – und neutral war – auch aus der Sicht einer Oppositionspartei –, und daß du dadurch sicherlich wesentlich dazu beigetragen hast, daß das Diskussionsklima im Finanzausschuß so war, wie du es schon geschildert hast. Ich kann dem nur beipflichten. (Beifall bei den Grünen, bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Heiterkeit bei den Grünen.
Ewald Nowotny und ich haben außerhalb dieses Hauses unzählige Stunden bei Podiumsdiskussionen verbracht, etliche davon – wenn nicht die meisten – bei Fragen über die öko-soziale Steuerreform oder über die Energiesteuerreform. Zu meinem Gram ist es mir nicht gelungen, ihn vollends davon zu überzeugen, wie sinnvoll diese Reform ist. Zum Glück gilt das wechselseitig – zum Glück für die Idee, finde ich. (Heiterkeit bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen, beim Liberalen Forum sowie bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Dr. Van der Bellen reicht Abg. Dr. Nowotny zum Abschied die Hand.
Es macht mir hin und wieder diebische Freude, nachzuschauen, wo denn gewisse Diskrepanzen zwischen den Anforderungen der Theorie und der täglichen Praxis vorliegen. Kurzum, lieber Ewald, du hast eine große neue Aufgabe vor dir. Wir wünschen dir jeden Erfolg und alles erdenkliche Glück, das du in deiner neuen Funktion vielleicht auch brauchen wirst. (Beifall bei den Grünen, beim Liberalen Forum sowie bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Dr. Van der Bellen reicht Abg. Dr. Nowotny zum Abschied die Hand.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Abgeordneter Dkfm. Dr. Günter Stummvoll (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Da wir gerade gesehen und seinen Worten auch entnommen haben, daß unser Herr Präsident die Geschäftsordnung großzügig auslegt, auch wenn wir noch keine eigene Kategorie von Abschiedsreden haben und auch mein Vorredner keinen einzigen Satz zum eigentlichen Thema gesagt hat, möchte ich diese Großzügigkeit, Herr Präsident, dazu verwenden, auch namens meiner Fraktion und vor allem im eigenen Namen dir, lieber Ewald Nowotny, wirklich zu danken für die Zeit, in der wir als die beiden Fraktionssprecher der Regierungsparteien im Finanzausschuß zusammengearbeitet haben. Ich darf sagen, aus unserer Sicht beziehungsweise aus Sicht der ÖVP-Fraktion und auch aus meiner persönlichen Sicht waren es Jahre einer menschlich sehr sympathischen und sachlich sehr konstruktiven Zusammenarbeit, für die ich mich wirklich recht herzlich namens der gesamten ÖVP-Fraktion bedanken möchte. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ, bei den Grünen sowie beim Liberalen Forum. – Abg. Dr. Stummvoll reicht Abg. Dr. Nowotny zum Abschied die Hand.
In diesem Sinne gratulieren wir dir, wünschen dir alles Gute für die Bewältigung der gewaltigen europäischen Herausforderungen und sind sicher, daß dieses Amt in der Europäischen Investitionsbank bei dir in sehr guten Händen liegt. Alles Gute! (Beifall bei ÖVP und SPÖ, bei den Grünen sowie beim Liberalen Forum. – Abg. Dr. Stummvoll reicht Abg. Dr. Nowotny zum Abschied die Hand.)
Heiterkeit.
Präsident Dr. Heinrich Neisser: Meine Damen und Herren! Ich muß aber jetzt doch einen Satz für künftige Präsidialkonferenzen, denen ich nicht mehr angehören werde, sagen, nämlich daß diese Debatte kein Präzedenzfall ist, wenn es in den kommenden Diskussionen wieder um den "Ruf zur Sache!" geht. (Heiterkeit.)
Abg. Parnigoni: Paßt vorher auf! – Weitere Zwischenrufe.
Ich bitte, zu veranlassen, daß dieses Herunterwerfen eingestellt wird! Die Bediensteten des Hauses mögen etwas aufmerksamer sein! (Abg. Parnigoni: Paßt vorher auf! – Weitere Zwischenrufe.)
Präsident Dr. Brauneder übernimmt den Vorsitz.
Abgeordneter Dr. Andreas Khol (ÖVP): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Ich spreche heute zu Ihnen als Abgeordneter der Stadt Innsbruck und bitte den Hohen Nationalrat um Zustimmung dazu, daß das Olympia-Eissportzentrum in das Eigentum des Landes Tirol und der Gemeinde Innsbruck übertragen wird. Das sind Anlagen aus der Zeit der Olympischen Spiele der sechziger Jahre. Der Bund hat seitdem nicht mehr das Geld gehabt, in diese Anlagen zu investieren. (Präsident Dr. Brauneder übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir brauchen in Innsbruck ein neues Fußballstadion, wir brauchen in Innsbruck ein neues Eisstadion und eine neue Olympiahalle. Auch die Bobbahn in Igls ist dringend reparaturbedürftig. Das Land Tirol und die Gemeinde Innsbruck sind bereit, diese Investitionen zu leisten. Damit das möglich wird, bitte ich um Zustimmung zu diesem Bericht des Finanzausschusses. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Ich bitte auch um Zustimmung dazu, daß die Timmelsjoch-Hochalpenstraße-Aktiengesellschaft privatisiert wird. Als ich als 15jähriger Bub dort im Straßenbau bei Eis und Schnee tätig war, hätte mich meine Tätigkeit mit 3,40 S Stundenlohn wesentlich mehr gefreut, hätte ich gewußt, daß die Straße einmal Tirol gehören wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Herr Professor Nowotny! Sie haben gemeint, Sie hätten gerne Ihre Abschiedsrede zur Getränkesteuerreform gehalten. Seien Sie froh – seien Sie wirklich froh! –, daß dies nicht der Fall war, denn was sich da in den letzten Tagen abgespielt hat, ist wahrlich ein Trauerspiel! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Daher noch einmal: Ich wünsche Ihnen ganz persönlich, aber auch im Namen meiner Fraktion für Ihre persönliche und berufliche Zukunft alles Gute! Ich hoffe, wir sehen einander gelegentlich einmal wieder. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Haigermoser: Da mußt du dich an den Wähler wenden!
Abgeordneter Mag. Helmut Peter (Liberales Forum): Herr Präsident! Da ich hoffe, dem Nationalrat wieder anzugehören, werde ich keine Abschiedsrede halten. (Abg. Haigermoser: Da mußt du dich an den Wähler wenden!) Richtig, Herr Haigermoser, du hast vollkommen recht, dem ist nichts hinzuzufügen.
Beifall beim Liberalen Forum und bei den Grünen. – Bundesminister Edlinger: Bundesbetriebe werden immer gut geführt! – Abg. Mag. Peter: Keine Verallgemeinerungen!
Die Zahlen sind phantastisch. Von einem Anlagevermögen von 52 Millionen Schilling sind 33 Millionen Finanzanlagen. Die "Braut" ist herausgeputzt; die Firma muß man kaufen. 50 Millionen Schilling Eigenkapital, nahezu kein Fremdkapital, ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 60 Prozent vom Umsatz – das nennt man ein attraktives Unternehmen, Herr Finanzminister. Ich hoffe, daß vor allem die ÖIAG dafür den nötigen Erlös bekommt. Aus dieser "Braut" müßte einiges herauszuholen sein. – Danke. (Beifall beim Liberalen Forum und bei den Grünen. – Bundesminister Edlinger: Bundesbetriebe werden immer gut geführt! – Abg. Mag. Peter: Keine Verallgemeinerungen!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten des Liberalen Forums.
Also Zustimmung sowohl was die Sache Timmelsjoch betrifft, als auch zum Verkauf der Sportinstitutionen. Ich hoffe, daß sowohl die Straße als auch das Eislaufstadion einer guten Zukunft entgegensehen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten des Liberalen Forums.)
Beifall bei der ÖVP.
Das heißt, wir sagen eindeutig ja dazu – in der Hoffnung, daß damit ein neues Fundament, finanziell gesichert und für den Sport mit großer Hoffnung versehen, gelegt wird, und wir stimmen gerne diesem Antrag zu. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Sie haben in Österreich keinen Sportstättenplan, der in die Zukunft weist, erstellt, sondern einfach all diese Dinge sozusagen vor sich hin schmoren lassen. Erst wenn es gar nicht mehr gegangen ist, hat man gesagt: Jetzt müssen notwendige Investitionsvorhaben getätigt werden! – Deswegen sind wir froh darüber, daß das jetzt endlich geschieht. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Seit drei Jahren ist Ihnen das bekannt, aber gemacht haben Sie nichts! Und dann haben Sie noch unterschrieben, Herr Professor Nowotny. Das war – das muß ich Ihnen ganz ehrlich sagen – der wohl peinlichste Antrag Ihrer ganzen Karriere überhaupt, denn dieser Antrag, den Sie da eingebracht haben, hat allen verfassungsrechtlichen Bedingungen widersprochen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Zwischenruf der Abg. Schaffenrath
Zur Gewährleistung einer flächendeckenden Versorgung der Bevölkerung mit Stempelmarken – diese werden ungeachtet der Möglichkeit, Gebühren auf andere Weise zu entrichten, weiterhin benötigt – ist es erforderlich (Zwischenruf der Abg. Schaffenrath) – geben Sie eine Ruh! –, in den Finanzkassen der Wiener Finanzämter sowie der Finanzämter Linz und Klagenfurt einen Stempelmarkenkleinverkauf einzurichten. – Zitatende.
Abg. Dr. Krüger: Ein Wahnsinn!
Auf der einen Seite geben Sie diesen Erlaß hinaus, auf der anderen Seite aber feiern Sie mit Würsteln und Bier – es ist Ihnen alles gegönnt! – und mit Schwammerln (Abg. Dr. Krüger: Ein Wahnsinn!), und dann geben Sie noch ein herrliches Formular aus, das alle auszufüllen haben, denn es bekommt jetzt nämlich jeder 100 000 S in Form von Stempelmarken, er bekommt 5 000 S Bargeld, und dann kann er jeden Tag eine genaue händische Buchführung machen, wie viele Stempelmarken er verkauft, was er an Stempelmarken ausgegeben, was er eingenommen hat; er muß bitte ein Kassabuch führen wie im Jahre 1950 oder 1955.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Hätten Sie doch ehrlich gesagt: Das geht noch nicht, wir können das nicht machen, aber wir machen eine ordentliche Vorbereitung, damit der elektronische Zahlungsverkehr anstelle dieser Stempelmarken in den Finanzämtern über die Bühne gehen kann! Das geht nicht so schnell, das müssen wir für drei Monate verschieben! – Das wäre in Ordnung gewesen. Aber auf der einen Seite feiern – und auf der anderen Seite wieder Erlässe für Stempelmarken hinausgeben! Diese Politik werden Sie der Bevölkerung nicht erklären können. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Kostelka spricht mit dem auf der Regierungsbank sitzenden Bundesminister Edlinger.
Wie im Ausschuß werden wir dieser Regierungsvorlage auch hier im Plenum zustimmen, Herr Bundesminister, allerdings möchte ich doch noch auf Ihre Antwort auf meine Frage im Ausschuß eingehen. Ich habe erklärt, daß der zuständige Geschäftsführer der Timmelsjoch-Hochalpenstraße AG, Manfred Tschopfer, auf meine Anfrage völlig überrascht reagierte und als Verantwortlicher nicht wußte, daß der Bund die Absicht hat, diese Anteile zu veräußern. (Abg. Dr. Kostelka spricht mit dem auf der Regierungsbank sitzenden Bundesminister Edlinger.)
Abg. Aumayr: Das interessiert den Herrn Bundesminister nicht!
Er hat dann eine Kopie der Regierungsvorlage von mir erhalten, und für mich war die Unwissenheit des Herrn Tschopfer aber auch deshalb interessant, Herr Bundesminister ... (Abg. Aumayr: Das interessiert den Herrn Bundesminister nicht!) Herr Klubobmann Khol! (Abg. Dr. Kostelka: Kostelka! Kostelka bitte!) Ich würde, da ich den Herrn Minister gerade anspreche, bitten, daß Sie zumindest so lange Ihre Diskussion beenden. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Kostelka: Kostelka! Kostelka bitte!
Er hat dann eine Kopie der Regierungsvorlage von mir erhalten, und für mich war die Unwissenheit des Herrn Tschopfer aber auch deshalb interessant, Herr Bundesminister ... (Abg. Aumayr: Das interessiert den Herrn Bundesminister nicht!) Herr Klubobmann Khol! (Abg. Dr. Kostelka: Kostelka! Kostelka bitte!) Ich würde, da ich den Herrn Minister gerade anspreche, bitten, daß Sie zumindest so lange Ihre Diskussion beenden. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Er hat dann eine Kopie der Regierungsvorlage von mir erhalten, und für mich war die Unwissenheit des Herrn Tschopfer aber auch deshalb interessant, Herr Bundesminister ... (Abg. Aumayr: Das interessiert den Herrn Bundesminister nicht!) Herr Klubobmann Khol! (Abg. Dr. Kostelka: Kostelka! Kostelka bitte!) Ich würde, da ich den Herrn Minister gerade anspreche, bitten, daß Sie zumindest so lange Ihre Diskussion beenden. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Natürlich sind Sie als Eigentümer niemandem rechenschaftspflichtig. Ich gestehe Ihnen dies auch zu, weil ich diese Meinung selbst auch teile, aber bitte kritisieren Sie dann auch nicht private Unternehmer, wenn diese ohne Information der eigenen Belegschaft oder gar des eigenen Managements über ihr Eigentum selbst entscheiden. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Allgemeiner Beifall.
Ich wünsche jenen, die diesem Hause nicht mehr angehören werden, viel Erfolg auf dem weiteren Lebensweg, jenen, die die Bürger Österreichs weiter in diesem Hause vertreten werden, verantwortungsvolles Wirken, allen aber vor allem Gesundheit und Wohlergehen. – Danke schön. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, prüfen Sie bitte die Vorschläge, die die Freiheitlichen im Zusammenhang mit den Bundessportheimen gemacht haben! Sie haben uns die Möglichkeit genommen, in Ausschüssen darüber endgültig zu befinden; Sie haben über die "berühmte" Vertagungsmethode dieses Thema ausgeklammert. Wir laden Sie ein, auch in einer neuen Regierungsperiode, in einer neuen Gesetzgebungsperiode dieses Thema aufzugreifen und vielleicht auch so konstruktiv und positiv zu beenden, wie das im Falle von Innsbruck zu erhoffen ist. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich meine, das ist ökonomisch, das ist richtig, und daher bekenne ich mich auch zu dieser Vorgangsweise und bin auch froh darüber, daß dies eine solch breite Zustimmung gefunden hat. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Haigermoser: Wir waren im Parlament! Es war Sitzung!
Ich habe das auch gestern bei einer Veranstaltung, bei der übrigens sehr viele Menschen und vor allem auch sehr viele Vertreter, die das in der Öffentlichkeit kommunizieren, anwesend waren, gesagt. Ich bedauere, daß Sie sich von dieser Einladung nicht angesprochen gefühlt haben. Sie haben auch schon andere Veranstaltungen besucht, bei denen ich gesprochen habe. (Abg. Haigermoser: Wir waren im Parlament! Es war Sitzung!) – Bitte? (Abg. Böhacker: Es war Sitzung! Wir waren im Parlament!) – Das habe ich jetzt nicht bedacht. Die Anwesenheit Ihrer Fraktion ist tatsächlich immer maximal. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haigermoser: Das haben Sie jetzt gebraucht!) – Aber das wollte ich ja jetzt gar nicht sagen, sondern möchte auf das Motiv eingehen, und ich habe das in aller Offenheit auch dort gesagt. (Abg. Haigermoser: Das nehmen Sie zurück!) – Was soll ich zurücknehmen? (Abg. Haigermoser: Unsinn! Schnapsidee!)
Abg. Böhacker: Es war Sitzung! Wir waren im Parlament!
Ich habe das auch gestern bei einer Veranstaltung, bei der übrigens sehr viele Menschen und vor allem auch sehr viele Vertreter, die das in der Öffentlichkeit kommunizieren, anwesend waren, gesagt. Ich bedauere, daß Sie sich von dieser Einladung nicht angesprochen gefühlt haben. Sie haben auch schon andere Veranstaltungen besucht, bei denen ich gesprochen habe. (Abg. Haigermoser: Wir waren im Parlament! Es war Sitzung!) – Bitte? (Abg. Böhacker: Es war Sitzung! Wir waren im Parlament!) – Das habe ich jetzt nicht bedacht. Die Anwesenheit Ihrer Fraktion ist tatsächlich immer maximal. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haigermoser: Das haben Sie jetzt gebraucht!) – Aber das wollte ich ja jetzt gar nicht sagen, sondern möchte auf das Motiv eingehen, und ich habe das in aller Offenheit auch dort gesagt. (Abg. Haigermoser: Das nehmen Sie zurück!) – Was soll ich zurücknehmen? (Abg. Haigermoser: Unsinn! Schnapsidee!)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haigermoser: Das haben Sie jetzt gebraucht!
Ich habe das auch gestern bei einer Veranstaltung, bei der übrigens sehr viele Menschen und vor allem auch sehr viele Vertreter, die das in der Öffentlichkeit kommunizieren, anwesend waren, gesagt. Ich bedauere, daß Sie sich von dieser Einladung nicht angesprochen gefühlt haben. Sie haben auch schon andere Veranstaltungen besucht, bei denen ich gesprochen habe. (Abg. Haigermoser: Wir waren im Parlament! Es war Sitzung!) – Bitte? (Abg. Böhacker: Es war Sitzung! Wir waren im Parlament!) – Das habe ich jetzt nicht bedacht. Die Anwesenheit Ihrer Fraktion ist tatsächlich immer maximal. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haigermoser: Das haben Sie jetzt gebraucht!) – Aber das wollte ich ja jetzt gar nicht sagen, sondern möchte auf das Motiv eingehen, und ich habe das in aller Offenheit auch dort gesagt. (Abg. Haigermoser: Das nehmen Sie zurück!) – Was soll ich zurücknehmen? (Abg. Haigermoser: Unsinn! Schnapsidee!)
Abg. Haigermoser: Das nehmen Sie zurück!
Ich habe das auch gestern bei einer Veranstaltung, bei der übrigens sehr viele Menschen und vor allem auch sehr viele Vertreter, die das in der Öffentlichkeit kommunizieren, anwesend waren, gesagt. Ich bedauere, daß Sie sich von dieser Einladung nicht angesprochen gefühlt haben. Sie haben auch schon andere Veranstaltungen besucht, bei denen ich gesprochen habe. (Abg. Haigermoser: Wir waren im Parlament! Es war Sitzung!) – Bitte? (Abg. Böhacker: Es war Sitzung! Wir waren im Parlament!) – Das habe ich jetzt nicht bedacht. Die Anwesenheit Ihrer Fraktion ist tatsächlich immer maximal. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haigermoser: Das haben Sie jetzt gebraucht!) – Aber das wollte ich ja jetzt gar nicht sagen, sondern möchte auf das Motiv eingehen, und ich habe das in aller Offenheit auch dort gesagt. (Abg. Haigermoser: Das nehmen Sie zurück!) – Was soll ich zurücknehmen? (Abg. Haigermoser: Unsinn! Schnapsidee!)
Abg. Haigermoser: Unsinn! Schnapsidee!
Ich habe das auch gestern bei einer Veranstaltung, bei der übrigens sehr viele Menschen und vor allem auch sehr viele Vertreter, die das in der Öffentlichkeit kommunizieren, anwesend waren, gesagt. Ich bedauere, daß Sie sich von dieser Einladung nicht angesprochen gefühlt haben. Sie haben auch schon andere Veranstaltungen besucht, bei denen ich gesprochen habe. (Abg. Haigermoser: Wir waren im Parlament! Es war Sitzung!) – Bitte? (Abg. Böhacker: Es war Sitzung! Wir waren im Parlament!) – Das habe ich jetzt nicht bedacht. Die Anwesenheit Ihrer Fraktion ist tatsächlich immer maximal. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haigermoser: Das haben Sie jetzt gebraucht!) – Aber das wollte ich ja jetzt gar nicht sagen, sondern möchte auf das Motiv eingehen, und ich habe das in aller Offenheit auch dort gesagt. (Abg. Haigermoser: Das nehmen Sie zurück!) – Was soll ich zurücknehmen? (Abg. Haigermoser: Unsinn! Schnapsidee!)
Beifall bei der SPÖ.
Entschuldigen Sie, Sie werden mir doch nicht unterstellen, daß ich glaube, daß Sie immer da sind. Das wird nicht leicht möglich sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Aber das werfe ich Ihnen nicht vor; das war ja nur eine Bemerkung am Rande. – Ich nehme es also zurück und stelle fest, daß es ein Irrtum ist, wenn irgend jemand sagt, daß Herr Mag. Trattner manchmal nicht anwesend sei. Wenn Sie es so interpretiert haben wollen, dann nehme ich das gerne zurück. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Möglicherweise – ich erlaube mir, zwei Bemerkungen zu machen, die nicht zur Tagesordnung gehören – ist das mein letzter Debattenbeitrag in dieser Legislaturperiode. Erstens war für mich in meiner ursprünglichen Befindlichkeit, als ich als Wiener Politiker hier ins Hohe Haus gewechselt habe, eine große Umstellung damit verbunden. Ich möchte auch nicht anstehen, zu sagen, daß ich die Diskussionen und das zum Teil auch durchaus ansprechende Niveau der inhaltlichen Auseinandersetzungen sehr begrüßt habe. Das gilt für alle Fraktionen, allerdings nicht im gleichen Ausmaß. Aber ich habe es genossen, in diesen zweieinhalb Jahren das Vertrauen dieses Hauses zu haben und als Finanzminister dieser Republik tätig gewesen zu sein. Ich danke Ihnen dafür. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie beim Liberalen Forum.
Da hier einige Abgeordnete Abschiedsreden gehalten haben und ich davon ausgehe, daß ich nicht mehr das Vergnügen haben werde, mit diesen Persönlichkeiten – egal, ob sie meiner Partei oder einer anderen angehören – intellektuelle und politische Auseinandersetzung zu führen, möchte ich mich bei ihnen in ganz besonderem Maße bedanken. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie beim Liberalen Forum.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Man hat zwar den Firmennamen geändert, aber das alte Denken ist geblieben. Ich meine, es wäre eine lohnende Aufgabe besonders auch für diese Regierung, die noch einige Monate an Tätigkeit vor sich hat, verstärkt an die Menschen zu denken – und weniger an die Aktionäre. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Aus den von mir vorgetragenen Gründen stimmt meine Fraktion diesem Gesetzentwurf gerne zu. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim Liberalen Forum.
Aus diesen guten Gründen wird die liberale Fraktion diese Regierungsvorlage ablehnen. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Beifall bei der ÖVP.
Besonders relevant dabei ist aber natürlich, wie vor allem der Übergang funktioniert, das heißt, für jene, die noch im alten System gekommen sind und jetzt in ein neues übergeleitet werden. Die Vorschläge, die uns vorgelegen sind, waren für die Mitarbeiter zum Teil auch hart. Herr Staatssekretär Ruttenstorfer hat aus seiner Sicht eine sehr ambitionierte Linie vorgegeben. Ich bin froh darüber, daß gerade in bezug auf den Versetzungsschutz, den Kollege Pendl angesprochen hat, mein Kollege Feurstein eine Regelung erreichen konnte, die da heißt: Versetzungsschutz bleibt Versetzungsschutz. Meine Damen und Herren! Das halte ich für unsere Fraktion fest. Das ist auch eine sinnvolle Maßnahme für die Mitarbeiter, die damals zur Post gekommen sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Schritt Nummer eins wird sein, von den 2 200 Postämtern zwei Drittel zu Basispostämtern zu erklären, die Öffnungszeiten und die Dienstleistungen, die dort geboten werden, einzuschränken. Dann kommt Schritt zwei, daß man nämlich völlig überraschend feststellt, daß die Kundenfrequenz bei diesen Postämtern weniger geworden ist. Daraus folgt dann als Konsequenz der unmittelbare Schritt drei, daß man diese Postämter eigentlich schließen muß. Das ist eine Folge, mit der wir nicht einverstanden sind. Das darf ich in aller Klarheit hier sagen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Postämter sind auch Lebensnerven der Regionen. Man darf sie nicht einfach "abkappen" und dabei übersehen, daß damit die Attraktivität des ländlichen Raumes Stück für Stück abnimmt. Es hat nicht nur der Ballungsraum eine Lebensberechtigung, sondern auch der ländliche Raum ist ein Wert an sich, den wir von der Österreichischen Volkspartei jedenfalls auch in Zukunft erhalten wollen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Abgeordneter Mag. Reinhard Firlinger (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Die Freiheitliche Partei wird der Änderung zum Telekommunikationsgesetz zustimmen. Wir sind der Auffassung, daß der Kernpunkt dieser Änderung, nämlich das Verbot unverlangter Bewerbungen per Internet beziehungsweise per E-Mail, eine höchst fällige beziehungsweise überfällige Maßnahme ist, und daß sozusagen einem Trend der Zeit ein gesetzlicher Riegel vorgeschoben werden muß. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ein unbeantworteter Punkt ist auch jener: Was tut man, wenn die ungewollte Werbung aus dem Ausland kommt? – Natürlich haben wir in Europa einen Gleichklang in der Gesetzgebung, aber die Welt besteht aus mehr als nur aus Europa. Aber dessen ungeachtet sollte es uns nicht daran hindern, dieses Gesetz jetzt zu beschließen. Es ist dies, wie gesagt, ein erster wichtiger Schritt, und so soll er auch aufgefaßt werden. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Fuchs: Konzentrationslager! ...
"Es geht darum, geschätzte Frau Kollegin Stoisits, daß heute unser Klubobmann" – gemeint war Dr. Haider – "bitter beklagt hat, daß vor 50 Jahren in den Straflagern des Nationalismus ethnische Minderheiten fast vernichtet wurden. (Abg. Fuchs: Konzentrationslager! ... )" – Sie, Herr Abgeordneter Krüger, sagen darauf: "Ich danke Ihnen für diesen Zwischenruf. Genau darauf wollte ich nämlich jetzt eingehen.
Zwischenruf des Abg. Dr. Krüger.
Ich möchte daher nur abschließend sagen, daß es Herr Abgeordneter Krüger war ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Krüger.) Mir ist das wichtig, meine Damen und Herren, und zwar deshalb, weil ich sonst nicht mehr die Gelegenheit haben werden, zu belegen, daß Herr Abgeordneter Krüger gestern hier beim Rednerpult unter Benützung einer tatsächlichen Berichtigung mich a) der Lüge geziehen und b) persönlich beschimpft hat, wobei ich belegen kann, daß das ...
Abg. Gaugg: Entschuldige, aber alleweil geht es nicht!
Präsident MMag. Dr. Willi Brauneder: Aber aus meiner Sicht steht ein "Ruf zur Sache!" im Raum. (Abg. Gaugg: Entschuldige, aber alleweil geht es nicht!)
Abg. Gaugg: Alleweil geht es nicht! Was ist denn los mit Ihnen? – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Abgeordneter Mag. Thomas Barmüller (fortsetzend): Ich zitiere weiter: "Was ist denn der Unterschied zwischen Straflager und Konzentrationslager?" (Abg. Gaugg: Alleweil geht es nicht! Was ist denn los mit Ihnen? – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Gaugg: Thema verfehlt!
Abgeordneter Mag. Thomas Barmüller (fortsetzend): Herr Präsident! Wenn Sie das nicht zulassen, entziehen Sie mir letztlich die Gelegenheit ... (Abg. Gaugg: Thema verfehlt!)
heftige Zwischenrufe bei den Freiheitlichen
Abgeordneter Mag. Thomas Barmüller (fortsetzend): Ich werde weiterreden. Herr Abgeordneter Krüger hat gesagt (heftige Zwischenrufe bei den Freiheitlichen): "Was ist ein ‚Konzentrationslager‘? – Konzentrationslager ist das Straflager für Zivilisten. Wir haben doch überhaupt keine Veranlassung, dabei einen Unterschied zu sehen."
Beifall beim Liberalen Forum.
Das ist zitiert aus dem Stenographischen Protokoll. Beurteilen Sie bitte selbst, wer gestern hier an diesem Pult die Unwahrheit gesagt hat. – Danke schön. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Abg. Mag. Barmüller: Danke schön!
Präsident MMag. Dr. Willi Brauneder: Zweiter Ruf zur Sache, Herr Abgeordneter Barmüller! (Abg. Mag. Barmüller: Danke schön!)
Abg. Dr. Krüger – in Richtung des Abg. Barmüller –: Du wirst viel Zeit haben zum Nachdenken! – Abg. Mag. Barmüller: Rechtsanwalt sein und so viel da "umadumlügen" ...! – Rufe bei den Freiheitlichen: Hallo! Hallo
Zu Wort gelangt Frau Abgeordnete Dr. Moser. – Bitte, Frau Abgeordnete. (Abg. Dr. Krüger – in Richtung des Abg. Barmüller –: Du wirst viel Zeit haben zum Nachdenken! – Abg. Mag. Barmüller: Rechtsanwalt sein und so viel da "umadumlügen" ...! – Rufe bei den Freiheitlichen: Hallo! Hallo)
Heiterkeit
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrte Damen und Herren! Werte Rechtsanwälte (Heiterkeit) und Rechtsanwaltsanwärter! Das Werbeverbot im Internet als Fünfparteienbeschluß hat einen Initiator, und ich glaube, es ist wichtig, diesen herauszustreichen. Es wird gemeinhin immer behauptet, die Grünen seien technologiefeindlich. Aber gerade dadurch, daß wir das Werbeverbot für das Internet vorschlugen und Sie sich von den vielen Argumenten überzeugen ließen, die per Internet von den verschiedenen Initiativen, die dafür sorgen wollten, daß Ihr Computer, Ihr Netz beziehungsweise Ihr Internetzugang nicht durch Werbeeinschaltungen blockiert beziehungsweise belegt und dann auf Ihre Kosten geworben wird, zu Ihnen gekommen sind, ist eindeutig nachweisbar, daß das auf unsere Initiative zurückzuführen war. Das ist ein Signal dafür, wie aufgeschlossen wir dieser Technik gegenüberstehen, die sehr viele Vorteile hat.
Beifall bei den Grünen.
Ich möchte mich in diesem Zusammenhang auch bei diesen Institutionen und Initiativen bedanken, nämlich bei den Organisationen "Eurocauce", "media-nexus", "quintessenz", "public netbase" sowie beim Verein der Internet-User "VIBE auf". Diese Organisationen haben gezeigt, daß Internet auch demokratische Prozesse auslösen, demokratische Prozesse auch beeinflussen kann und daß es im Prinzip auch bei Internet liegt, insgesamt zur Demokratisierung unserer Gesellschaft beizutragen und massiven wirtschaftlichen Werbeinteressen auch Einhalt zu gebieten. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Der Justizausschuß bemüht sich immer, wenn es mehrheitsfähige Anträge gibt – ich betone: auch dann, wenn sie von der Opposition kommen –, einen gemeinsamen Konsens zu finden, und der vorliegende Antrag ist der beste Beweis dafür. In diesem Fall ist ein Fünfparteienantrag daraus geworden, und ich glaube, daß die Bevölkerung diesen Schutz gegen ungebetene Werbung bei privaten E-Mail-Adressen begrüßt. Werbung im Internet ist natürlich zulässig, aber private E-Mail-Adressen sollen vor ungebetenem Zugriff geschützt werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Beim vorliegenden Antrag ist eine gute Lösung letztlich geglückt; gestern ist es nicht geglückt. Beim Thema Aktienrückerwerb, das unter dem nächsten Tagesordnungspunkt diskutiert wird, sollte es wieder gelingen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Barmüller – ein Stenographisches Protokoll in die Höhe haltend –: Es ist kein Verlust, wenn Sie ...!
Wenn sie als Strafbehörde mit einem Straferkenntnis vorgeht, dann ist jetzt ganz klar, daß es dagegen die Berufung an den unabhängigen Verwaltungssenat gibt. Wenn es um Verwaltungssachen geht, dann gibt es nur die VfGH-Beschwerde, weil die Übernahmekommission eine sogenannte Kollegialbehörde mit richterlichem Einschlag ist, wie Kollege Barmüller wahrscheinlich bestätigen wird. Wir waren ja Kollegen, zumindest 1985, als ich zuletzt Rechtsanwaltswärter war. Seit damals bin ich eingetragen in die Liste der Rechtsanwaltsanwärter. 1985 waren wir jedenfalls noch Kollegen. (Abg. Mag. Barmüller – ein Stenographisches Protokoll in die Höhe haltend –: Es ist kein Verlust, wenn Sie ...!)
Abg. Mag. Barmüller: Krüger, immer bei der Wahrheit bleiben! Das Protokoll!
Herr Kollege! Darf ich noch folgendes sagen: Ich glaube, ... (Abg. Mag. Barmüller: Krüger, immer bei der Wahrheit bleiben! Das Protokoll!) – Ja, du wirst jetzt viel Zeit zum Nachdenken haben. (Rufe bei den Freiheitlichen – in Richtung des Abg. Barmüller –: "Wabl!")
Rufe bei den Freiheitlichen – in Richtung des Abg. Barmüller –: "Wabl!"
Herr Kollege! Darf ich noch folgendes sagen: Ich glaube, ... (Abg. Mag. Barmüller: Krüger, immer bei der Wahrheit bleiben! Das Protokoll!) – Ja, du wirst jetzt viel Zeit zum Nachdenken haben. (Rufe bei den Freiheitlichen – in Richtung des Abg. Barmüller –: "Wabl!")
Beifall bei den Freiheitlichen.
Insofern ist auch im Bericht die Bezugnahme auf das Regionalradiogesetz – richtig heißt es Privatradiogesetz – unzutreffend, weil wir für den Bereich des Privatradiogesetzes ja die Verwaltungsgerichtshofsbeschwerde eingeführt haben. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Zweitens: Ich weiß nicht, ob es sehr klug ist, wenn Kollege Krüger hier seinen Standesdünkel als Rechtsanwalt gegenüber jemandem ausdrückt, der noch keine Rechtsanwaltsprüfung hat. Ich halte das für ziemlich unerträglich. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall beim Liberalen Forum.
Ganz im Gegenteil: Unternehmertum und der Beruf des Managers wachsen immer mehr zusammen. Gerade Stock options sind das, was Unternehmertum und Management mehr und mehr in ein Boot bringt, und wer ein bißchen modern denkt, wird verstehen, daß die alten Grenzen verschwimmen. Es kann also diese Äußerung des Herrn Krüger von gestern nicht so stehen bleiben. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Abg. Dr. Fekter: Ganz richtig, das wäre gescheiter gewesen!
Eigentlich gibt es dazu nichts anderes zu sagen, als diesem Anliegen beizutreten und dieses Anliegen zu unterstützen. Dies hätte auch, wie seinerzeit vorgesehen, gestern im Zusammenhang mit dem Aktiengesetz miterledigt werden sollen und miterledigt werden können. (Abg. Dr. Fekter: Ganz richtig, das wäre gescheiter gewesen!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Fekter: Ganz richtig!
Einen Satz muß ich aber jetzt noch sagen: Wenn schon debattiert wird, dann hätte ich mir im Interesse der Zeitökonomie und auch im Interesse der Kollegenschaft wirklich gewünscht, daß bei der Erstellung der Tagesordnung ein bißchen mehr sachliches Gespür aufgebracht worden wäre. – Ich danke, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Fekter: Ganz richtig!)
Abg. Auer: Das nächste Mal ist Minister Farnleitner schuld, wenn jemand mit dem Auto einen Patsch’n hat!
Herr Bundesminister! Wir alle haben uns geärgert, aber ärgern alleine löst das Problem nicht. Wenn es ... (Abg. Auer: Das nächste Mal ist Minister Farnleitner schuld, wenn jemand mit dem Auto einen Patsch’n hat!) – Kollege Auer, gib Ruhe, ich habe nicht so viel Redezeit!
Beifall bei den Freiheitlichen.
Das mahne ich ein, Herr Bundesminister, denn das ist Ihre Ressortverantwortlichkeit, und Sie können sich um diese Ressortverantwortlichkeit nicht drücken. Bitte, Herr Bundesminister, beseitigen Sie durch Weisung und durch ein Krisenmanagement jetzt endlich – fünf Minuten vor zwölf oder eigentlich schon fünf Minuten nach zwölf – dieses Chaos im Bereich der österreichischen Autobahnen! Bitte sorgen Sie dafür, daß der Verkehr wieder verflüssigt wird! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Kukacka: Das ist doch eine eigene Aktiengesellschaft!
Herr Bundesminister! Ich muß Sie daran erinnern, welche Regeln im Bundesministerium für wirtschaftliche Angelegenheiten ... (Abg. Mag. Kukacka: Das ist doch eine eigene Aktiengesellschaft!) Aber, Herr Kollege, wo leben Sie denn? Leben Sie auf dem Mond, Herr Kollege Kukacka? (Abg. Kiss: Sie haben keine Ahnung! Auf der einen Seite wollen Sie eine Privatisierung, und dann passen Ihnen die Aktiengesellschaften auch wieder nicht! – Abg. Mag. Kukacka: Sie haben keine Ahnung! – Weitere Zwischenrufe. – Präsident Dr. Brauneder gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Kiss: Sie haben keine Ahnung! Auf der einen Seite wollen Sie eine Privatisierung, und dann passen Ihnen die Aktiengesellschaften auch wieder nicht! – Abg. Mag. Kukacka: Sie haben keine Ahnung! – Weitere Zwischenrufe. – Präsident Dr. Brauneder gibt das Glockenzeichen.
Herr Bundesminister! Ich muß Sie daran erinnern, welche Regeln im Bundesministerium für wirtschaftliche Angelegenheiten ... (Abg. Mag. Kukacka: Das ist doch eine eigene Aktiengesellschaft!) Aber, Herr Kollege, wo leben Sie denn? Leben Sie auf dem Mond, Herr Kollege Kukacka? (Abg. Kiss: Sie haben keine Ahnung! Auf der einen Seite wollen Sie eine Privatisierung, und dann passen Ihnen die Aktiengesellschaften auch wieder nicht! – Abg. Mag. Kukacka: Sie haben keine Ahnung! – Weitere Zwischenrufe. – Präsident Dr. Brauneder gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Mag. Kukacka: Überhaupt keine!
Ich habe schon eine Ahnung. (Abg. Mag. Kukacka: Überhaupt keine!) Ich habe schon eine Ahnung, Herr Kollege! Sie haben keine Ahnung! (Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Mag. Kukacka.) Sie müßten eigentlich wissen, wie die Gepflogenheiten im Wirtschaftsministerium sind. Der Herr Kabinettchef des Bundesministers hat sich verbeten, daß irgendein Bediensteter, irgendein Beamter im Ministerium oder eine nachgelagerte Dienststelle eine Pressekonferenz zu Belangen des Wirtschaftsministeriums gibt. Also wird der Herr Kabinettchef den Minister vielleicht nicht informiert haben! (Weitere Zwischenrufe.) Kommen Sie mir nicht mit diesen Ausreden! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Mag. Kukacka.
Ich habe schon eine Ahnung. (Abg. Mag. Kukacka: Überhaupt keine!) Ich habe schon eine Ahnung, Herr Kollege! Sie haben keine Ahnung! (Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Mag. Kukacka.) Sie müßten eigentlich wissen, wie die Gepflogenheiten im Wirtschaftsministerium sind. Der Herr Kabinettchef des Bundesministers hat sich verbeten, daß irgendein Bediensteter, irgendein Beamter im Ministerium oder eine nachgelagerte Dienststelle eine Pressekonferenz zu Belangen des Wirtschaftsministeriums gibt. Also wird der Herr Kabinettchef den Minister vielleicht nicht informiert haben! (Weitere Zwischenrufe.) Kommen Sie mir nicht mit diesen Ausreden! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Weitere Zwischenrufe.
Ich habe schon eine Ahnung. (Abg. Mag. Kukacka: Überhaupt keine!) Ich habe schon eine Ahnung, Herr Kollege! Sie haben keine Ahnung! (Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Mag. Kukacka.) Sie müßten eigentlich wissen, wie die Gepflogenheiten im Wirtschaftsministerium sind. Der Herr Kabinettchef des Bundesministers hat sich verbeten, daß irgendein Bediensteter, irgendein Beamter im Ministerium oder eine nachgelagerte Dienststelle eine Pressekonferenz zu Belangen des Wirtschaftsministeriums gibt. Also wird der Herr Kabinettchef den Minister vielleicht nicht informiert haben! (Weitere Zwischenrufe.) Kommen Sie mir nicht mit diesen Ausreden! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich habe schon eine Ahnung. (Abg. Mag. Kukacka: Überhaupt keine!) Ich habe schon eine Ahnung, Herr Kollege! Sie haben keine Ahnung! (Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Mag. Kukacka.) Sie müßten eigentlich wissen, wie die Gepflogenheiten im Wirtschaftsministerium sind. Der Herr Kabinettchef des Bundesministers hat sich verbeten, daß irgendein Bediensteter, irgendein Beamter im Ministerium oder eine nachgelagerte Dienststelle eine Pressekonferenz zu Belangen des Wirtschaftsministeriums gibt. Also wird der Herr Kabinettchef den Minister vielleicht nicht informiert haben! (Weitere Zwischenrufe.) Kommen Sie mir nicht mit diesen Ausreden! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Kiss: Si tacuisses ...!, kann ich nur sagen! – Abg. Dr. Puttinger: ... philosophus mansisses!
Herr Kollege Kukacka, Sie haben keine Ahnung! Sie haben keine Ahnung. (Abg. Kiss: Si tacuisses ...!, kann ich nur sagen! – Abg. Dr. Puttinger: ... philosophus mansisses!) Herr Bundesminister! Wenn Sie nach der Ausschußsitzung hinausgehen und vor laufender Kamera sagen: Ich habe nichts gewußt, das Ganze war so eine Art Sommerhitzeschlag!, dann frage ich mich, wen der Sommerhitzeschlag ereilt hat. (Abg. Dr. Khol: Wer schreit, hat unrecht! – Abg. Kiss: Gebt ihm ein Schaffel Wasser, damit er seine Haxen hineinstellen kann!) Wer hatte da einen Sonnenstich, Herr Bundesminister?! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Khol: Wer schreit, hat unrecht! – Abg. Kiss: Gebt ihm ein Schaffel Wasser, damit er seine Haxen hineinstellen kann!
Herr Kollege Kukacka, Sie haben keine Ahnung! Sie haben keine Ahnung. (Abg. Kiss: Si tacuisses ...!, kann ich nur sagen! – Abg. Dr. Puttinger: ... philosophus mansisses!) Herr Bundesminister! Wenn Sie nach der Ausschußsitzung hinausgehen und vor laufender Kamera sagen: Ich habe nichts gewußt, das Ganze war so eine Art Sommerhitzeschlag!, dann frage ich mich, wen der Sommerhitzeschlag ereilt hat. (Abg. Dr. Khol: Wer schreit, hat unrecht! – Abg. Kiss: Gebt ihm ein Schaffel Wasser, damit er seine Haxen hineinstellen kann!) Wer hatte da einen Sonnenstich, Herr Bundesminister?! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Herr Kollege Kukacka, Sie haben keine Ahnung! Sie haben keine Ahnung. (Abg. Kiss: Si tacuisses ...!, kann ich nur sagen! – Abg. Dr. Puttinger: ... philosophus mansisses!) Herr Bundesminister! Wenn Sie nach der Ausschußsitzung hinausgehen und vor laufender Kamera sagen: Ich habe nichts gewußt, das Ganze war so eine Art Sommerhitzeschlag!, dann frage ich mich, wen der Sommerhitzeschlag ereilt hat. (Abg. Dr. Khol: Wer schreit, hat unrecht! – Abg. Kiss: Gebt ihm ein Schaffel Wasser, damit er seine Haxen hineinstellen kann!) Wer hatte da einen Sonnenstich, Herr Bundesminister?! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Kiss: Das ist jetzt der richtige Ton!
Meine Damen und Herren von den Regierungsparteien, Sie hätten sehr wohl verhindern können, daß es zu dieser Diskussion um eine neuerliche Anhebung der Vignettenpreise kommt. (Abg. Kiss: Das ist jetzt der richtige Ton!) Hätte man unsere Vorschläge ein bißchen ernster genommen, nämlich die Mineralölsteuer herunterzufahren, dann hätte man ... (Abg. Eder: Noch weniger Geld!) Nein, dann hätte man mehr Geld, Herr Kollege! Es würden nämlich jene, die jetzt nur durch Österreich durchfahren, wieder in Österreich tanken, und wir würden uns so manches Problem ... (Abg. Marizzi: Sie sind mir aber ein Experte! – Heiterkeit bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Dr. Puttinger: Herr Kollege, Benzin ist in Österreich billiger als in Deutschland!) Da lachen Sie! (Abg. Marizzi: Spielt’s da jetzt "Lumpazivagabundus"? Sie sind ja ein Retortenökonom! – Weitere Zwischenrufe. – Präsident Dr. Brauneder gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Eder: Noch weniger Geld!
Meine Damen und Herren von den Regierungsparteien, Sie hätten sehr wohl verhindern können, daß es zu dieser Diskussion um eine neuerliche Anhebung der Vignettenpreise kommt. (Abg. Kiss: Das ist jetzt der richtige Ton!) Hätte man unsere Vorschläge ein bißchen ernster genommen, nämlich die Mineralölsteuer herunterzufahren, dann hätte man ... (Abg. Eder: Noch weniger Geld!) Nein, dann hätte man mehr Geld, Herr Kollege! Es würden nämlich jene, die jetzt nur durch Österreich durchfahren, wieder in Österreich tanken, und wir würden uns so manches Problem ... (Abg. Marizzi: Sie sind mir aber ein Experte! – Heiterkeit bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Dr. Puttinger: Herr Kollege, Benzin ist in Österreich billiger als in Deutschland!) Da lachen Sie! (Abg. Marizzi: Spielt’s da jetzt "Lumpazivagabundus"? Sie sind ja ein Retortenökonom! – Weitere Zwischenrufe. – Präsident Dr. Brauneder gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Marizzi: Sie sind mir aber ein Experte! – Heiterkeit bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Dr. Puttinger: Herr Kollege, Benzin ist in Österreich billiger als in Deutschland!
Meine Damen und Herren von den Regierungsparteien, Sie hätten sehr wohl verhindern können, daß es zu dieser Diskussion um eine neuerliche Anhebung der Vignettenpreise kommt. (Abg. Kiss: Das ist jetzt der richtige Ton!) Hätte man unsere Vorschläge ein bißchen ernster genommen, nämlich die Mineralölsteuer herunterzufahren, dann hätte man ... (Abg. Eder: Noch weniger Geld!) Nein, dann hätte man mehr Geld, Herr Kollege! Es würden nämlich jene, die jetzt nur durch Österreich durchfahren, wieder in Österreich tanken, und wir würden uns so manches Problem ... (Abg. Marizzi: Sie sind mir aber ein Experte! – Heiterkeit bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Dr. Puttinger: Herr Kollege, Benzin ist in Österreich billiger als in Deutschland!) Da lachen Sie! (Abg. Marizzi: Spielt’s da jetzt "Lumpazivagabundus"? Sie sind ja ein Retortenökonom! – Weitere Zwischenrufe. – Präsident Dr. Brauneder gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Marizzi: Spielt’s da jetzt "Lumpazivagabundus"? Sie sind ja ein Retortenökonom! – Weitere Zwischenrufe. – Präsident Dr. Brauneder gibt das Glockenzeichen.
Meine Damen und Herren von den Regierungsparteien, Sie hätten sehr wohl verhindern können, daß es zu dieser Diskussion um eine neuerliche Anhebung der Vignettenpreise kommt. (Abg. Kiss: Das ist jetzt der richtige Ton!) Hätte man unsere Vorschläge ein bißchen ernster genommen, nämlich die Mineralölsteuer herunterzufahren, dann hätte man ... (Abg. Eder: Noch weniger Geld!) Nein, dann hätte man mehr Geld, Herr Kollege! Es würden nämlich jene, die jetzt nur durch Österreich durchfahren, wieder in Österreich tanken, und wir würden uns so manches Problem ... (Abg. Marizzi: Sie sind mir aber ein Experte! – Heiterkeit bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Dr. Puttinger: Herr Kollege, Benzin ist in Österreich billiger als in Deutschland!) Da lachen Sie! (Abg. Marizzi: Spielt’s da jetzt "Lumpazivagabundus"? Sie sind ja ein Retortenökonom! – Weitere Zwischenrufe. – Präsident Dr. Brauneder gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Herr Kollege Eder, wenn Sie die Mineralölsteuer um 30 Prozent senken, so wie wir das verlangt haben, dann kommt es zu einer großartigen Belebung der österreichischen Wirtschaft. Aber Sie haben keine Ahnung davon! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Puttinger: Eine Fludder tax ist das!
Wenn Sie die Mineralölsteuer senken, dann werden Sie die berühmten Umwelteffekte haben. Aber das alles wollen Sie ja gar nicht hören! (Abg. Dr. Puttinger: Eine Fludder tax ist das!) Aber bitte, wenn Sie es nicht hören wollen – ich meine, der Wähler, meine Damen und Herren, der wird das gerne hören! (Weitere Zwischenrufe.) Die einzige Partei, die die Mineralölsteuer senken will, und die einzige Partei, die die Interessen des Autofahrers vertritt, ist die Freiheitliche Partei, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Weitere Zwischenrufe.
Wenn Sie die Mineralölsteuer senken, dann werden Sie die berühmten Umwelteffekte haben. Aber das alles wollen Sie ja gar nicht hören! (Abg. Dr. Puttinger: Eine Fludder tax ist das!) Aber bitte, wenn Sie es nicht hören wollen – ich meine, der Wähler, meine Damen und Herren, der wird das gerne hören! (Weitere Zwischenrufe.) Die einzige Partei, die die Mineralölsteuer senken will, und die einzige Partei, die die Interessen des Autofahrers vertritt, ist die Freiheitliche Partei, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wenn Sie die Mineralölsteuer senken, dann werden Sie die berühmten Umwelteffekte haben. Aber das alles wollen Sie ja gar nicht hören! (Abg. Dr. Puttinger: Eine Fludder tax ist das!) Aber bitte, wenn Sie es nicht hören wollen – ich meine, der Wähler, meine Damen und Herren, der wird das gerne hören! (Weitere Zwischenrufe.) Die einzige Partei, die die Mineralölsteuer senken will, und die einzige Partei, die die Interessen des Autofahrers vertritt, ist die Freiheitliche Partei, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Zum "tankbaren" Österreich: Wenn Sie in den letzten Wochen einmal über die Grenze gefahren sind, werden Sie bemerkt haben: Es tanken alle Italiener in Österreich. Es gibt Staus vor der Grenze an unseren Tankstellen, desgleichen in Salzburg und Vorarlberg. Dank meiner Politik des Drucks auf die Mineralölfirmen hinsichtlich der Benzinpreise ist Österreich im Europaschnitt das fünftbilligste Land geworden! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Firlinger: Woher nehmen Sie das?
Sogar die Ungarn, österreichische LKW-Flotten, die in Ungarn angemeldet sind, tanken wieder in Österreich. Ich darf einmal auf diesen Sachverhalt hinweisen. Vielleicht schauen Sie sich ... (Abg. Mag. Firlinger: Woher nehmen Sie das?) Ich gebe Ihnen gerne alle Unterlagen. Österreich ist tankbar, aber sicher nicht dankbar geworden. Das kennen wir! – Erster Punkt.
Abg. Schwarzenberger: Da kennt sich der Firlinger halt nicht aus! – Abg. Mag. Trattner: Also bitte!
Zweiter Punkt: zur Vignette. Ich wiederhole, was ich gesagt habe: Das muß ein Sommerhitzekoller gewesen sein. Es handelt sich hiebei um Aktiengesellschaften. Wer sich bei Aktiengesellschaften auskennt, weiß, daß der Mehrheits- oder Eigentümervertreter kein Weisungs- beziehungsweise Durchgriffsrecht hat. (Abg. Schwarzenberger: Da kennt sich der Firlinger halt nicht aus! – Abg. Mag. Trattner: Also bitte!)
Abg. Gaugg: Was soll denn das heißen?
Ich war von der Pressekonferenz der Vorstände außerordentlich überrascht. Das sage ich auch gegenüber der Öffentlichkeit, falls jemand zuhört. (Abg. Gaugg: Was soll denn das heißen?) Es ist nicht Aufgabe der ASFINAG, die Höhe der Vignettenpreise festzulegen, sondern bis zur Publikation der Novelle des Bundesstraßenfinanzierungsgesetzes jene des Hohen Hauses selbst und danach Sache meines Ministeriums im Einvernehmen mit dem Finanzministerium – ab der nächsten Erhöhung. Ich habe bereits gesagt: Es gibt im Augenblick keinen Grund, von einer Vignettenpreiserhöhung zu reden! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich war von der Pressekonferenz der Vorstände außerordentlich überrascht. Das sage ich auch gegenüber der Öffentlichkeit, falls jemand zuhört. (Abg. Gaugg: Was soll denn das heißen?) Es ist nicht Aufgabe der ASFINAG, die Höhe der Vignettenpreise festzulegen, sondern bis zur Publikation der Novelle des Bundesstraßenfinanzierungsgesetzes jene des Hohen Hauses selbst und danach Sache meines Ministeriums im Einvernehmen mit dem Finanzministerium – ab der nächsten Erhöhung. Ich habe bereits gesagt: Es gibt im Augenblick keinen Grund, von einer Vignettenpreiserhöhung zu reden! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Mag. Trattner: Reden wir in zwei Jahren weiter!
Damit komme ich zu einer weiteren Behauptung: Es ist schlechthin wirtschaftsschädigend – darf ich das wiederholen –, der ASFINAG vorzuwerfen, über ihr schwebe der Pleitegeier. Wir haben die ASFINAG hinreichend mit Eigenkapital ausgestattet, sodaß es nicht den geringsten Anlaß dafür gibt, derzeit solche Gerüchte in die Welt zu setzen. Freilich, meine Damen und Herren, wenn Sie heute das Bundesstraßengesetz beschließen, mit all den Projekten, die darin vorgesehen sind, wird es notwendig sein, im Zuge der nächsten mittelfristigen Finanzplanung der Regierung die erforderlichen Voraussetzungen dafür zu schaffen. (Abg. Mag. Trattner: Reden wir in zwei Jahren weiter!)
Abg. Jung: Was tun Sie konkret? – Abg. Kiss: Mein Gott, Jung!
Es ist völlig klar, daß das Road-Pricing für LKW per se etwas bringen wird. Ich habe in jedem meiner Gespräche mit den Landeshauptleuten, die betroffen sind, gesagt: Wir müssen auch eine Sonderdotierung, etwa aus Privatisierungserlösen, für den Straßenbau schaffen. (Abg. Jung: Was tun Sie konkret? – Abg. Kiss: Mein Gott, Jung!) Ich denke an Privatisierung in der Verbundgesellschaft. Es gibt genug, was wir noch privatisieren könnten. Daher: Es besteht nicht der geringste Anlaß, jetzt eine Diskussion über die Vignetten zu führen. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Es ist völlig klar, daß das Road-Pricing für LKW per se etwas bringen wird. Ich habe in jedem meiner Gespräche mit den Landeshauptleuten, die betroffen sind, gesagt: Wir müssen auch eine Sonderdotierung, etwa aus Privatisierungserlösen, für den Straßenbau schaffen. (Abg. Jung: Was tun Sie konkret? – Abg. Kiss: Mein Gott, Jung!) Ich denke an Privatisierung in der Verbundgesellschaft. Es gibt genug, was wir noch privatisieren könnten. Daher: Es besteht nicht der geringste Anlaß, jetzt eine Diskussion über die Vignetten zu führen. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Mag. Trattner: Nicht 8 Milliarden!
Also nochmals: Wir haben der ASFINAG 8 Milliarden Schilling an Eigenkapital zur Verfügung gestellt. Diese 8 Milliarden stehen noch lange zur Verfügung. Es kann daher von Pleitegeiern nicht die Rede sein. Ich halte das nochmals ausdrücklich fest! (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Mag. Trattner: Nicht 8 Milliarden!)
Zwischenruf des Abg. Mag. Firlinger.
Herr Abgeordneter Trattner, auch Sie wissen – und keiner weiß es besser als Sie! –, daß all die neuen Straßenprojekte, die wir jetzt besprechen, erst mit einem Nutzervertrag an die ASFINAG übertragen werden müssen. Das ist die Ebene, auf der die ASFINAG beim Verhandeln zu sagen haben wird: Bund, du kannst mir neue Projekte nur überantworten, wenn du mir eine Finanzierungsperspektive bietest. So ist doch die Reihenfolge! (Zwischenruf des Abg. Mag. Firlinger.) Ich erzähle nichts anderes! Vielleicht wird es jetzt einmal akzeptiert. (Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Herr Abgeordneter Trattner, auch Sie wissen – und keiner weiß es besser als Sie! –, daß all die neuen Straßenprojekte, die wir jetzt besprechen, erst mit einem Nutzervertrag an die ASFINAG übertragen werden müssen. Das ist die Ebene, auf der die ASFINAG beim Verhandeln zu sagen haben wird: Bund, du kannst mir neue Projekte nur überantworten, wenn du mir eine Finanzierungsperspektive bietest. So ist doch die Reihenfolge! (Zwischenruf des Abg. Mag. Firlinger.) Ich erzähle nichts anderes! Vielleicht wird es jetzt einmal akzeptiert. (Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Firlinger: Was soll diese Aufzählerei?
Zum Befund eine kurze Feststellung: Es geht hier um die Ebene der ASFINAG, um die Ebene der ÖSAG und der ASG in Tirol, um ... (Abg. Mag. Firlinger: Was soll diese Aufzählerei?) Wenn es Sie ohnehin nicht interessiert, darf ich es wenigstens den anderen erklären? Es geht um die Ebenen der Länder, und es geht dann auch noch um die jeweiligen Straßenmeistereien, 50 an der Zahl, die zum Teil bis jetzt in Eigenregie Baustellen organisiert haben.
Zwischenruf des Abg. Marizzi.
Wir haben gestern in einer Besprechung, auch aufgrund der vielen Beschwerden, die bei mir eingelangt sind ... (Zwischenruf des Abg. Marizzi.) Bleiben wir bei der Süd Autobahn, Abgeordneter Marizzi, damit wir gleich darauf eingehen: Es ist so, daß nunmehr zwei Unarten blitzartig abgestellt sind, und zwar das Abgrenzen von Straßenbaustellen am Freitag nachmittag, wenn am Montag in der Früh zu arbeiten begonnen wird, und das Abgrenzen am Mittwoch nachmittag, wenn aufgrund eines Donnerstag-Feiertages erst am folgenden Montag gearbeitet wird (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Wir haben gestern in einer Besprechung, auch aufgrund der vielen Beschwerden, die bei mir eingelangt sind ... (Zwischenruf des Abg. Marizzi.) Bleiben wir bei der Süd Autobahn, Abgeordneter Marizzi, damit wir gleich darauf eingehen: Es ist so, daß nunmehr zwei Unarten blitzartig abgestellt sind, und zwar das Abgrenzen von Straßenbaustellen am Freitag nachmittag, wenn am Montag in der Früh zu arbeiten begonnen wird, und das Abgrenzen am Mittwoch nachmittag, wenn aufgrund eines Donnerstag-Feiertages erst am folgenden Montag gearbeitet wird (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Scheibner: Herr Minister! Da hat es doch einmal einen Erlaß von Ihrem Vorgänger gegeben, daß so etwas nicht vorkommen darf! Haben Sie diesen Erlaß von Schüssel aufgehoben? – Abg. Jung: Das ist doch jedes Jahr dasselbe!
Ich teile das hier mit, das ist bereits fixiert, und ich hoffe, daß sich damit die Dinge verbessern. Ein Beispiel von der Süd oder West Autobahn: Es gibt die Unart, auf eine Spur zu reduzieren und dann zu warten, bis der Stau kommt, obwohl man mit zwei Spuren auch arbeiten könnte. Ich habe dafür die Verantwortung übernommen. Wir haben die notwendigen Gespräche geführt. Die Einsicht ist da. (Abg. Scheibner: Herr Minister! Da hat es doch einmal einen Erlaß von Ihrem Vorgänger gegeben, daß so etwas nicht vorkommen darf! Haben Sie diesen Erlaß von Schüssel aufgehoben? – Abg. Jung: Das ist doch jedes Jahr dasselbe!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich erkläre es noch einmal: Es gibt unterschiedliche Kompetenzvarianten. Es gibt ja auch Baustellen, für die nicht Bundesgesellschaften zuständig sind. Ich teile hier also mit, daß bei den Autobahn- und Schnellstraßenbaustellen das nicht mehr das Problem sein sollte. Ich bitte auch jeden, der sich darüber ärgert, mit mir unmittelbar Kontakt aufzunehmen. Ich spreche zu lange, ich entschuldige mich dafür, aber ich muß noch betonen: Pleite ist die ASFINAG bei Gott nicht! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Marizzi: LKW-Road-Pricing kommt!
Abgeordneter Ing. Leopold Maderthaner (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Danke einmal fürs erste, Herr Bundesminister, für die positiven Mitteilungen hinsichtlich der Baustellen, dies ist durchaus erfreulich zu hören. Wenn in Zukunft aufgrund längerer Arbeitszeit die Bauarbeiten in kürzerer Zeit zu einem Ende kommen werden, ist alles bestens. (Abg. Marizzi: LKW-Road-Pricing kommt!)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Mit der Novelle zum Bundesstraßengesetz setzt Österreich jedenfalls ein deutliches wirtschaftliches und politisches Signal auch in Richtung unserer Nachbarstaaten. Das ist wesentlich. Es wird hiebei im Sinne der EU-Erweiterung der Entwicklung der freien Wirtschaft in unseren Nachbarländern Rechnung getragen, indem man einem erhöhten Verkehrsaufkommen durch bessere und schnellere Verbindungsstraßen begegnet. Das ist ein wichtiges und positives Signal. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ein weiterer wirtschaftlich interessanter Punkt sind die Ausbaumaßnahmen bei den von der Novelle betroffenen Bundesstraßen. Das Gesetz teilt die österreichischen Bundesstraßen in drei Kategorien ein: in Autobahnen, Schnellstraßen und herkömmliche Bundesstraßen. Für jede dieser drei Straßentypen wird in dem besagten Gesetz ein Verzeichnis geführt. Wird eine Straße in ein höherwertiges Verzeichnis aufgenommen, so erfordert das auch bautechnische Verbesserungen dieses Verkehrsweges. Die aus dieser Gesetzesnovelle resultierenden Investitionen werden rund 10,4 Milliarden Schilling betragen. Ich werte das Gesetz daher als Erfolg und positiven Impuls auch oder gerade für die heimische Wirtschaft. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die jetzt vorliegende Fassung wurde dahin gehend korrigiert, daß sichergestellt ist, daß auch in Zukunft die wichtigsten Bundesstraßen B mautfrei sind, und das ist, wie ich meine, auch wichtig. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das novellierte Bundesstraßengesetz ist daher ein erster Schritt, Österreichs Verkehrswege zukunftsgerecht auszubauen, denn der Güterverkehr ist sozusagen der Blutkreislauf der Wirtschaft, und gut ausgebaute, leistungsfähige Verkehrswege dienen gerade diesem Ziel. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Smolle: Würde ich nachher noch einmal drankommen?
Präsident MMag. Dr. Willi Brauneder: Als nächster Redner ist Herr Abgeordneter Smolle gemeldet. Es stünden Ihnen knappe 5 Minuten zur Verfügung. Wollen Sie diese nützen, Herr Abgeordneter? (Abg. Smolle: Würde ich nachher noch einmal drankommen?) Da würde ich vorschlagen, verzichten Sie jetzt auf Ihre Wortmeldung und melden Sie sich nochmals zu Wort. Da können wir die 5 Minuten jetzt nützen.
Abg. Smolle: Ich nehme sie wahr!
Herr Abgeordneter Smolle! Nehmen Sie jetzt Ihre Wortmeldung wahr oder nicht? (Abg. Smolle: Ich nehme sie wahr!) – Bitte, ich werde Sie dann um 15 Uhr unterbrechen. (Abg. Dr. Khol: Er wird "Visoki Dom!" sagen!)
Abg. Dr. Khol: Er wird "Visoki Dom!" sagen!
Herr Abgeordneter Smolle! Nehmen Sie jetzt Ihre Wortmeldung wahr oder nicht? (Abg. Smolle: Ich nehme sie wahr!) – Bitte, ich werde Sie dann um 15 Uhr unterbrechen. (Abg. Dr. Khol: Er wird "Visoki Dom!" sagen!)
Beifall beim Liberalen Forum, bei den Grünen und bei der SPÖ. – Abg. Schwarzenberger: Was haben Sie gegen Fernfahrer?
Abgeordneter Karl Smolle (Liberales Forum): Gospod predsednik! Visoki Dom! Gospod minister! Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Ich habe mich vor allem deshalb jetzt gleich gemeldet, weil ich ein bißchen die Firlinger-Stimmung ausnützen möchte. Ich möchte kurz skizzieren, was die freiheitliche Verkehrspolitik ist. Sie besteht aus der Formel: Weg mit den Baustellen, weg mit der Vignette und mehr Wurstsemmeln für die Fernfahrer! – Das ist die Formel, die wir von Herrn Firlinger immer wieder vorgesetzt bekommen. (Beifall beim Liberalen Forum, bei den Grünen und bei der SPÖ. – Abg. Schwarzenberger: Was haben Sie gegen Fernfahrer?)
Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.
Meine Damen und Herren! Ich möchte einmal sagen: Verkehrspolitik ist zu ernst, als daß man sie so schlampig betreiben und nur an einzelnen populistischen Punkten festmachen kann. (Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall beim Liberalen Forum und bei den Grünen.
Da ist einiges geschehen, Herr Minister. Aber Sie sollten zumindest die Entschließungsanträge der Sie angeblich stützenden Fraktionen ernst nehmen und nicht einfach darüber hinweggehen und knapp vor Ende dieser Legislaturperiode das Hohe Haus sozusagen zum Narren halten. Das hat ja keinen Sinn! Wir haben gemeinsam beschlossen: Wir machen erst dann weiter, wenn ein gemeinsamer Verkehrswegeplan vorliegt. Das wäre vernünftig und richtig! Dann hätten wir eine klare Grundlage für Kritik, aber vielleicht auch für Zustimmung. – Danke. (Beifall beim Liberalen Forum und bei den Grünen.)
Präsident Rudolf Schuster erhebt sich von seinem Platz und erwidert den Gruß mit einer Verbeugung. – Allgemeiner Beifall.
Bevor wir mit der Behandlung der Dringlichen Anfrage beginnen, möchte ich das neugewählte Staatsoberhaupt der Slowakei, unseres Nachbarstaates, Herrn Präsidenten Rudolf Schuster, der als Gast unseres Bundespräsidenten auf offiziellem Besuch in Österreich ist, als einen guten Freund Österreichs auf das herzlichste begrüßen. (Präsident Rudolf Schuster erhebt sich von seinem Platz und erwidert den Gruß mit einer Verbeugung. – Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Herr Bundeskanzler! Ich bin sehr froh darüber, daß Sie wenigstens heute zu der Behandlung der Dringlichen Anfrage der Freiheitlichen gekommen sind. Ich weiß nicht, welchem Umstand wir das zu verdanken haben, vielleicht müssen wir uns bei Herrn Präsidenten Schuster dafür bedanken, daß Sie heute hier bei uns sind. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Neuerlicher Beifall und Bravorufe bei den Freiheitlichen.
Herr Präsident Schuster! Wenn es so ist, dann vielen Dank! Eine Botschaft nur als freiheitlicher Parlamentarier: Ich hoffe, daß Sie sich in dieser Ihrer neuen Funktion sehr für die Aufhebung der Beneš-Dekrete und Amnestiegesetze einsetzen werden. (Neuerlicher Beifall und Bravorufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Herr Bundeskanzler! Heute werden wir Ihnen diese Aufgabe nicht ersparen, daß Sie nämlich endlich hier Aufklärung bringen, inwieweit Sie beteiligt sind beziehungsweise inwieweit Sie als Person für die Causa "Euroteam" Verantwortung haben. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Posch: Er ist auch da!
Herr Bundeskanzler! Ich zitiere nun aus der heutigen Ausgabe der "Salzburger Nachrichten", und ich meine, daß dieser Artikel ganz deutlich Ihr Verhältnis zum Parlamentarismus aufzeigt. Darin wird angesprochen, daß auch Ihr Vorgänger Vranitzky ein Problem mit dem Parlament hatte. Das haben wir immer wieder gesehen, wenn er dagewesen ist und zu Oppositionsanträgen gesprochen hat: Da war er immer sehr schlecht gelaunt. Aber er war wenigstens anwesend und hat sich seiner Verantwortung gestellt. (Abg. Mag. Posch: Er ist auch da!) Sie lassen sich, wann immer es geht und dann, wenn es Ihnen unangenehm ist, durch Herrn Staatssekretär Wittmann vertreten.
Beifall bei den Freiheitlichen.
"Der Kanzler ist ein mächtiger Mann. Sein Agieren in der Causa Euroteam deutete darauf hin, daß er sich als mehr als das sieht: als überlegen und übermächtig. Beide Wörter gelten dem Duden nach als Synonyme für präpotent. Das trifft es ziemlich gut: Was sich in der Causa Euroteam bisher offenbart hat, ist die unerträgliche Präpotenz der Macht." – Zitat eines Journalisten, heute in einer Tageszeitung. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Bundeskanzler Mag. Klima: Gearbeitet!
Herr Bundeskanzler! Was haben Sie gemacht? (Bundeskanzler Mag. Klima: Gearbeitet!) – Sie haben nicht die Ursachen erforscht. Sie haben keine klaren Reformen, um diese Trendumkehr zu erreichen, eingeleitet. (Abg. Schieder: Gearbeitet!) – Sie haben ganz "wunderbar" gearbeitet, Herr Kollege Schieder! Sie haben 3 Milliarden Schilling – 3 Milliarden Schilling! – in ein Lehrlingsprogramm investiert.
Abg. Schieder: Gearbeitet!
Herr Bundeskanzler! Was haben Sie gemacht? (Bundeskanzler Mag. Klima: Gearbeitet!) – Sie haben nicht die Ursachen erforscht. Sie haben keine klaren Reformen, um diese Trendumkehr zu erreichen, eingeleitet. (Abg. Schieder: Gearbeitet!) – Sie haben ganz "wunderbar" gearbeitet, Herr Kollege Schieder! Sie haben 3 Milliarden Schilling – 3 Milliarden Schilling! – in ein Lehrlingsprogramm investiert.
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Brix: Das stimmt doch nicht! Sie haben keine Ahnung!
Was ist das Resultat – wir haben die Zahlen des Arbeitsmarktservice vom Mai 1999 ja hier schon diskutiert – dieser Ihrer Tätigkeit? – 17 000 Lehrlinge ohne Lehrstelle, Herr Bundeskanzler! 17 000 Lehrlinge ohne Lehrstelle: Das ist das Ergebnis Ihrer Lehrlingsinitiative! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Brix: Das stimmt doch nicht! Sie haben keine Ahnung!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Aber heute werden Sie uns hier Rede und Antwort stehen müssen, denn es geht darum, den Lehrlingen diese Förderungen wirklich zukommen zu lassen, dafür zu sorgen, daß die jungen Menschen eine Anstellung bekommen und nicht in irgendwelchen Kursen versteckt werden und von Leuten à la Stuhlpfarrer mißbraucht werden, indem sich diese die Subventionen für Lehrlinge zuschanzen. Diese Leute reagieren hier im Parlament auf eine Art und Weise – wir haben das auch schon diskutiert –, die wirklich beschämend ist, wobei es einen wundert, daß so etwas überhaupt möglich ist. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Aber anstatt dieses System, das später mangels einer Krisensituation nicht mehr notwendig gewesen war, rückzuführen und die Allmacht der Parteien und des Staates aus der Gesellschaft und auch aus der Wirtschaft herauszunehmen, haben Sie dieses System verfeinert, ausgebaut und in allen Bereichen Österreichs umgesetzt. Sie, SPÖ und ÖVP, haben sich dieses Land aufgeteilt. (Beifall bei den Freiheitlichen.) 100 Prozent der Macht haben Sie sich aufgeteilt: von der Kinderbetreuung bis zum Altenheim, von der Wohnungs- bis zur Postenvergabe ist alles parteipolitisch im Bund und in den Ländern organisiert.
Ruf bei der SPÖ: KELAG!
Meine Damen und Herren! Wir von den Freiheitlichen bekämpfen das seit Jahren. (Ruf bei der SPÖ: KELAG!) – Ich danke Ihnen für das Stichwort "KELAG", das habe ich gehört. Damit haben Sie sich, meine Damen und Herren von der SPÖ, wirklich entlarvt. Anstatt klein beizugeben und zu sagen: Wir konnten Jörg Haider als Landeshauptmann nicht verhindern, wir haben zwar 13 Jahre lang gegen ihn gekämpft, weil er gegen dieses System des Proporzes aufgestanden ist und weil er uns immer wieder an der Nase genommen und gesagt hat, dieses System der Machtaufteilung müsse der Vergangenheit angehören!, gehen Sie diesen Weg weiter. Aber Sie konnten Jörg Haider als Landeshauptmann von Kärnten nicht mehr verhindern. 42 Prozent der Kärntnerinnen und Kärntner haben sich für einen Landeshauptmann Jörg Haider ausgesprochen, weil sie gewußt haben, daß er mit diesem Parteienproporz Schluß machen wird. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Wir von den Freiheitlichen bekämpfen das seit Jahren. (Ruf bei der SPÖ: KELAG!) – Ich danke Ihnen für das Stichwort "KELAG", das habe ich gehört. Damit haben Sie sich, meine Damen und Herren von der SPÖ, wirklich entlarvt. Anstatt klein beizugeben und zu sagen: Wir konnten Jörg Haider als Landeshauptmann nicht verhindern, wir haben zwar 13 Jahre lang gegen ihn gekämpft, weil er gegen dieses System des Proporzes aufgestanden ist und weil er uns immer wieder an der Nase genommen und gesagt hat, dieses System der Machtaufteilung müsse der Vergangenheit angehören!, gehen Sie diesen Weg weiter. Aber Sie konnten Jörg Haider als Landeshauptmann von Kärnten nicht mehr verhindern. 42 Prozent der Kärntnerinnen und Kärntner haben sich für einen Landeshauptmann Jörg Haider ausgesprochen, weil sie gewußt haben, daß er mit diesem Parteienproporz Schluß machen wird. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Edler: Haider zeigt, was Macht ist!
Statt klein beizugeben und zu sagen: Gut, wir unterstützen ihn dabei, wir geben jetzt zu, daß die vergangene Politik schlecht gewesen ist, jetzt unterstützen wir ihn bei dieser Trendwende!, verteidigen Sie noch Ihre letzten Bastionen in Kärnten. (Abg. Edler: Haider zeigt, was Macht ist!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Jörg Haider hat es Ihnen vorgemacht. Er hat Ihre Blockadepolitik gebrochen. Er hat den KELAG-Aufsichtsrat mit unabhängigen Experten besetzt. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen
Meine Damen und Herren! Was ist denn mit der angedrohten Ministeranklage? Wo bleibt sie denn? – Sie bringen keine ein, weil Sie genau wissen, daß Sie nicht nur rechtlich keine Chance haben, sondern auch vom Wähler noch sozusagen eine ordentliche draufbekommen würden. Es versteht niemand, meine Damen und Herren (anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen), daß Sie sich da für einen Herrn Ambrozy und andere SPÖ-Funktionäre auf die Schienen legen, während auf der anderen Seite die Freiheitlichen dafür sorgen, daß unabhängige Experten in diese Aufsichtsräte hineinkommen. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Mag. Posch: Zu 100 Prozent Konservative sind im Aufsichtsrat!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Mag. Posch: Zu 100 Prozent Konservative sind im Aufsichtsrat!
Meine Damen und Herren! Was ist denn mit der angedrohten Ministeranklage? Wo bleibt sie denn? – Sie bringen keine ein, weil Sie genau wissen, daß Sie nicht nur rechtlich keine Chance haben, sondern auch vom Wähler noch sozusagen eine ordentliche draufbekommen würden. Es versteht niemand, meine Damen und Herren (anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen), daß Sie sich da für einen Herrn Ambrozy und andere SPÖ-Funktionäre auf die Schienen legen, während auf der anderen Seite die Freiheitlichen dafür sorgen, daß unabhängige Experten in diese Aufsichtsräte hineinkommen. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Mag. Posch: Zu 100 Prozent Konservative sind im Aufsichtsrat!)
Abg. Mag. Posch: Zu 100 Prozent Konservative im Aufsichtsrat!
Dadurch wird ermöglicht, daß nicht nur die Privilegien abgeschafft werden, wie zum Beispiel die Aufsichtsratsgebühren, sondern auch möglichst rasch die Strompreise gesenkt werden. (Abg. Mag. Posch: Zu 100 Prozent Konservative im Aufsichtsrat!) Da sollten wir Sie doch eigentlich als Partner haben, meine Damen und Herren! Ich hoffe, daß Sie endlich zur Einsicht kommen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Dadurch wird ermöglicht, daß nicht nur die Privilegien abgeschafft werden, wie zum Beispiel die Aufsichtsratsgebühren, sondern auch möglichst rasch die Strompreise gesenkt werden. (Abg. Mag. Posch: Zu 100 Prozent Konservative im Aufsichtsrat!) Da sollten wir Sie doch eigentlich als Partner haben, meine Damen und Herren! Ich hoffe, daß Sie endlich zur Einsicht kommen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Ruf bei den Freiheitlichen: Pfui!
Wir haben auch erlebt, daß das vor Wahlen ganz besonders zum Tragen kommt. Ich erinnere mich daran, wie die SPÖ Wien vor der Landtagswahl, als relativ klar war, daß sie die absolute Mehrheit verlieren wird, noch rasch in all den ausgegliederten Unternehmen in den mittleren und höheren Positionen SPÖ-Funktionäre, SPÖ-Parteibuchgänger mit Posten – auch in den Magistratsdienststellen – versorgt hat. Junge Leute hat man da in mittlere und höhere Positionen gebracht. Ein ganz klares Signal: Egal wie der Wähler entscheidet, auf 20, 25 Jahre hinaus sind die Machtpositionen in diesen wichtigen Unternehmen gesichert. (Ruf bei den Freiheitlichen: Pfui!) Das ist Ihre Politik, meine Damen und Herren von der SPÖ, aber auch jene von der ÖVP!
Abg. Haigermoser: Gleichgewicht des Schreckens!
Jüngste Beispiele sind bekannt: Streicher und Ditz bei der ÖIAG, Herr Abgeordneter Kaufmann bei der AUA. Bei der Österreich Werbung wurde ein zweiter Direktor bestellt, denn es ist besonders unangenehm, wenn man glaubt, einen Unabhängigen in einer führenden Position eingesetzt zu haben und sich der Bestellte plötzlich doch als Parteigänger einer der beiden Parteien herausstellt. Dann muß man sofort eine zweite Position schaffen, damit man das Gleichgewicht wiederherstellt (Abg. Haigermoser: Gleichgewicht des Schreckens!), und dann muß man dort einen zweiten Direktorenposten, der dann der ÖVP zugesprochen wird, schaffen und entsprechend absichern, denn die Unabhängigen, die nicht genau zuzuordnen sind, sind ja besonders gefährlich. (Abg. Müller: Eure Funktionäre!)
Abg. Müller: Eure Funktionäre!
Jüngste Beispiele sind bekannt: Streicher und Ditz bei der ÖIAG, Herr Abgeordneter Kaufmann bei der AUA. Bei der Österreich Werbung wurde ein zweiter Direktor bestellt, denn es ist besonders unangenehm, wenn man glaubt, einen Unabhängigen in einer führenden Position eingesetzt zu haben und sich der Bestellte plötzlich doch als Parteigänger einer der beiden Parteien herausstellt. Dann muß man sofort eine zweite Position schaffen, damit man das Gleichgewicht wiederherstellt (Abg. Haigermoser: Gleichgewicht des Schreckens!), und dann muß man dort einen zweiten Direktorenposten, der dann der ÖVP zugesprochen wird, schaffen und entsprechend absichern, denn die Unabhängigen, die nicht genau zuzuordnen sind, sind ja besonders gefährlich. (Abg. Müller: Eure Funktionäre!)
ironische Heiterkeit bei der SPÖ
Meine Damen und Herren! Es muß immer wieder gesagt werden: Landeshauptmann Haider steht für die Entpolitisierung (ironische Heiterkeit bei der SPÖ) im öffentlichen Dienst, im Landesdienst. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Heftiger Widerspruch bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Heftiger Widerspruch bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Es muß immer wieder gesagt werden: Landeshauptmann Haider steht für die Entpolitisierung (ironische Heiterkeit bei der SPÖ) im öffentlichen Dienst, im Landesdienst. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Heftiger Widerspruch bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Herr Kollege, das war doch der wahre Grund, warum Sie ihn 1991 abgesetzt haben. Das war doch der wahre Grund! Einen Tag nach der Absetzung des Landeshauptmannes Jörg Haider im Jahre 1991 wurde die Postenvergabe wieder nach dem Parteienproporz gesichert. Das war Ihre erste Maßnahme, die Sie damals gesetzt haben. Tun Sie hier doch nicht so, als ob Sie nicht wüßten, daß die Freiheitlichen die einzigen sind, die ganz konsequent die eigenen Forderungen nach der Wahl umsetzen! Aber das tut Ihnen ja so weh! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Heftige Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Daß letztlich da der Bürger zum Handkuß kommt und die Zeche dafür zahlen muß, sieht man im Bereich der gesamten Wohnbauwirtschaft, wo dieses Konglomerat zwischen parteipolitisch beeinflußten Banken und parteibuchbeeinflußten Wohnbaugenossenschaften ganz klar zu verzeichnen gewesen ist. (Heftige Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren von der SPÖ! Warum wird denn jetzt erst, nachdem die Freiheitlichen das aufgezeigt haben, darüber diskutiert, daß bis jetzt durch Jahre hindurch die reduzierten Zinsen nicht an die Mieter der Genossenschaftswohnungen weitergegeben worden sind? (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Die Betreffenden mußten 23 Ministerratssitzungen abwarten, bis sie bestellt werden konnten, bis diese Funktionen entsprechend umgesetzt werden konnten, Herr Bundeskanzler. Dieser Proporz, dieses Gleichgewicht zwischen ÖVP und SPÖ ist zu einem Gleichgewicht des Schreckens geworden, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Parteien sollten – und das sollte nicht nur in Sonntagsreden verankert werden – Plattformen für Ideen sein, wo Bürger mitarbeiten können, wo Maßnahmen, wo positive Initiativen gesetzt werden können, wo sich Menschen aus Idealismus engagieren. Aber Parteien dürfen kein Machtimperium sein, wo man Menschen zwingt, Mitglied zu werden, damit sie eine Chance haben, Karriere zu machen, damit sie eine Zukunftsperspektive haben. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Anhaltender Beifall bei den Freiheitlichen.
Hinaus mit dem Parteienproporz, hinaus mit dem Parteieneinfluß aus allen Bereichen der Gesellschaft und der Wirtschaft, in denen diese Parteien, vor allem diese beiden Parteien, die sich in den letzten 40 Jahren in diesem System bedient haben, absolut nichts verloren haben! (Anhaltender Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Die hätten Sie schon früher gehabt, diese Gelegenheit! Vorgestern, gestern schon haben wir auf Sie gewartet! – Abg. Haigermoser: Eine Freude hätten Sie schon vorgestern haben können und gestern auch, so haben Sie also jeden Tag Ihre Freude! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Wir haben gestern schon auf Sie gewartet! – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Bundeskanzler Mag. Viktor Klima: Herr Präsident! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich freue mich, daß ich Gelegenheit habe, zu zwei Themen Stellung zu nehmen, die Sie ... (Abg. Dr. Partik-Pablé: Die hätten Sie schon früher gehabt, diese Gelegenheit! Vorgestern, gestern schon haben wir auf Sie gewartet! – Abg. Haigermoser: Eine Freude hätten Sie schon vorgestern haben können und gestern auch, so haben Sie also jeden Tag Ihre Freude! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Wir haben gestern schon auf Sie gewartet! – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen.
Sehr geehrte Frau Abgeordnete! Ich habe es mir ausheben lassen: Dreiviertel der Fragestellungen hier im Parlament habe ich selbst beantwortet, bei einem Viertel war ich aufgrund meiner "Nebenfunktion" – nämlich als Bundeskanzler der Republik – verhindert und habe mich vom Herrn Staatssekretär vertreten lassen. (Beifall bei der SPÖ. – Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Lebhafter Widerspruch bei den Freiheitlichen. – Abg. Haigermoser: Nehmen Sie das zurück! – Präsident Dr. Fischer gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Dreiviertel der Anfragen habe ich selbst beantwortet, und wann immer ich Gelegenheit dazu habe – da können Sie sicher sein –, werde ich selbst die Chance wahrnehmen, mit Ihnen zu diskutieren, weil ich das für wichtig halte. Ich halte es für wichtig, mit Ihnen zum Beispiel über die Grundfrage im Bereich der Jugendausbildung, der Lehrlingsausbildung zu diskutieren, und ich finde es schade, daß man auf dem Rücken der Jugendlichen Parteipolitik betreibt. (Beifall bei der SPÖ. – Lebhafter Widerspruch bei den Freiheitlichen. – Abg. Haigermoser: Nehmen Sie das zurück! – Präsident Dr. Fischer gibt neuerlich das Glockenzeichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Widerspruch bei den Freiheitlichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! "Gentlewomen" und Gentlemen sollten sich an Fakten halten. Es ist wohl eine Tatsache – und ich glaube, wir können zu Recht darauf stolz sein –, daß Österreich aufgrund der guten Ausbildung die geringste Jugendarbeitslosigkeitsrate in der Europäischen Union hat. (Beifall bei der SPÖ. – Widerspruch bei den Freiheitlichen.) Wenn Sie sich einigermaßen objektiv und fair daran erinnern, wie die Situation war, als ich Anfang 1997 meine Funktion als Bundeskanzler übernommen habe, werden Sie sehen: Wir waren damals mit einer höchst unerfreulichen Entwicklung auf dem Lehrstellenmarkt konfrontiert. Es gab damals in diesem Bereich eine bereits seit Jahren sinkende Tendenz, und es bestand tatsächlich im ersten Halbjahr 1997 die Gefahr, daß Zehntausende Jugendliche auf der Straße stehen. Und ich werde immer – immer! – dafür eintreten, daß wir in der Politik engagiert dagegen arbeiten, daß Jugendliche direkt von der Schule in die Arbeitslosigkeit gedrängt werden! (Lebhafter Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haller: Darum haben wir den Herrn Stuhlpfarrer gebraucht!)
Lebhafter Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haller: Darum haben wir den Herrn Stuhlpfarrer gebraucht!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! "Gentlewomen" und Gentlemen sollten sich an Fakten halten. Es ist wohl eine Tatsache – und ich glaube, wir können zu Recht darauf stolz sein –, daß Österreich aufgrund der guten Ausbildung die geringste Jugendarbeitslosigkeitsrate in der Europäischen Union hat. (Beifall bei der SPÖ. – Widerspruch bei den Freiheitlichen.) Wenn Sie sich einigermaßen objektiv und fair daran erinnern, wie die Situation war, als ich Anfang 1997 meine Funktion als Bundeskanzler übernommen habe, werden Sie sehen: Wir waren damals mit einer höchst unerfreulichen Entwicklung auf dem Lehrstellenmarkt konfrontiert. Es gab damals in diesem Bereich eine bereits seit Jahren sinkende Tendenz, und es bestand tatsächlich im ersten Halbjahr 1997 die Gefahr, daß Zehntausende Jugendliche auf der Straße stehen. Und ich werde immer – immer! – dafür eintreten, daß wir in der Politik engagiert dagegen arbeiten, daß Jugendliche direkt von der Schule in die Arbeitslosigkeit gedrängt werden! (Lebhafter Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haller: Darum haben wir den Herrn Stuhlpfarrer gebraucht!)
Neuerlicher lebhafter Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haller: Und der Herr Stuhlpfarrer!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es gibt in der Politik eine Reihe von Verantwortungen, die wir haben, aber ich glaube, eine der größten Verantwortungen, die wir haben, ist es, der Jugend eine Chance zu geben, der Jugend eine Zukunft zu geben und der Jugend eine Ausbildung zu geben. Und dafür tritt diese Bundesregierung, trete ich besonders ein. (Neuerlicher lebhafter Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haller: Und der Herr Stuhlpfarrer!)
Abg. Gaugg: Wozu haben Sie denn dann den Herrn Stuhlpfarrer und Ihren Sohn gebraucht?
Wir haben gelernt, ich glaube, sehr gut gelernt. Wir haben gemeinsam mit den Sozialpartnern für die Jahre 1998 und 1999 ein neues System von Lehrlingsunterstützung durch betriebliche Anreize geschaffen. Wir haben es zum Beispiel möglich gemacht, auch jetzt im Rahmen der Steuerreform, den Unternehmen 60 000 S Freibetrag für Lehrlinge zu geben. (Abg. Gaugg: Wozu haben Sie denn dann den Herrn Stuhlpfarrer und Ihren Sohn gebraucht?) Wir haben eine bürokratische Entlastung vorgenommen. Wir haben eine Schiedsstelle eingerichtet. Wir haben gemeinsam neue Lehrberufe verabschiedet. Alle diese Maßnahmen haben zu einer Verbesserung der Situation beigetragen.
Beifall bei der SPÖ.
Aber eines, meine sehr geehrten Damen und Herren, haben wir in der Bundesregierung sehr klar und deutlich gesagt: Wir wollen nicht mehr in eine Situation der Erpreßbarkeit kommen, und daher bekennen wir uns dazu, daß wir dieses Sicherheitsnetz für überbetriebliche Lehrwerkstätten, Stiftungsmodelle und Berufsausbildungslehrgänge geschaffen haben. Das primäre Ziel ist weiterhin die duale Ausbildung, und ich möchte daher, daß die Unternehmen die nun gegebenen Chancen – es war noch nie so kostengünstig, es war noch nie so einfach, Lehrlinge aufzunehmen! – auch wirklich wahrnehmen. Sie haben schließlich eine Verantwortung für den Wirtschaftsstandort Österreich. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Die sind da noch gar nicht drin!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich erinnere daran, was Herr Scheibner vor kurzem ausgeführt hat. Ich verweise in diesem Zusammenhang auf die offizielle Statistik des AMS: Wir hatten Ende Juni eine nahezu ausgeglichene Situation auf dem Lehrstellenmarkt. Wir hatten in etwa 2 100 Lehrstellensuchende und etwa 2 000 offene Lehrstellen, also eine nahezu ausgeglichene Situation. Es ist jedes Jahr im Juli und August – weil die Schüler plötzlich Lehrstellen suchen (Abg. Scheibner: Die sind da noch gar nicht drin!) – so, daß die Zahl der Lehrstellensuchenden wieder zunimmt, aber ich hoffe, daß sie, wenn wir uns gemeinsam anstrengen, auch wieder sinken wird.
Widerspruch bei den Freiheitlichen. – Abg. Haller: Zur Sache, Herr Bundeskanzler! Reden Sie doch über den Proporz, reden Sie zur Sache!
Ich habe manchmal den Eindruck, da wird auf dem Rücken der Lehrstellensuchenden, auf dem Rücken der Jugend so eine Art Ideologie betrieben. (Widerspruch bei den Freiheitlichen. – Abg. Haller: Zur Sache, Herr Bundeskanzler! Reden Sie doch über den Proporz, reden Sie zur Sache!) Da gibt es auf der einen Seite eine starke Kapitalismuskritik in der Form, daß man sagt, den Unternehmen soll man gar nichts geben, man soll zuschauen, wie diese Unternehmen in ihrer Pflicht versagen, und dann werden wir schon sehen, was für ein Problem entsteht.
Abg. Dkfm. Holger Bauer: Wie lange gedenken Sie, an der gestellten Anfrage noch vorbeizureden?
Es gibt aber auch auf der anderen Seite Kritik, indem man sagt: Bitte schön, das regelt ja alles nur der freie, liberale Markt, da soll überhaupt nicht anders eingegriffen werden. (Abg. Dkfm. Holger Bauer: Wie lange gedenken Sie, an der gestellten Anfrage noch vorbeizureden?)
Lebhafter Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.
Ich glaube, diese Politik, die die Bundesregierung hier verfolgt, nämlich sich zu beidem zu bekennen – erstens zu Förderungen und Anreizen für die Unternehmen und die Wirtschaft und zweitens zu einem Sicherheitssystem in der Form, daß jeder Jugendliche einen Ausbildungsplatz bekommt –, ist durchaus erfolgreich, und das dürfen wir uns auch gemeinsam nicht schlechtmachen lassen, meine Damen und Herren. (Lebhafter Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Ruf bei den Freiheitlichen: Schon wieder!
Ich darf Ihnen nun zum ersten Teil Ihrer Frage, zur Frage der Postenbesetzungen und ähnlichem mehr, noch allgemein etwas sagen. Ich freue mich auch (Ruf bei den Freiheitlichen: Schon wieder!), daß ich hier Gelegenheit habe, eine Reform zu diskutieren, die mir persönlich ein sehr großes Anliegen war, meine sehr geehrten Damen und Herren, nämlich dieses gemeinsam im Nationalrat beschlossene Fünfpunkteprogramm für Offenheit, Klarheit und Kontrolle.
Beifall bei der SPÖ.
Ich weiß, wie wichtig es ist – und ich sage das in aller Deutlichkeit –, daß der Staat dort, wo er einen beherrschenden Anteil an Unternehmen hat, seine Eigentümerverantwortung und seine Eigentümerrechte auch wahrzunehmen hat, und zwar in einer offenen und transparenten Form. Er kann sich nicht, wie das Dirndl vom Tanz, von seiner Eigentümerverantwortung verabschieden, ausgezeichnete Manager und ausgezeichnete Aufsichtsorgane einzusetzen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Haigermoser: Weihnachten, Ostern und Pfingsten an einem Tag!
Wir haben dieses Fünfpunkteprogramm vorgelegt, und ich bin sehr froh darüber, daß es vor und auch während der parlamentarischen Bearbeitung ausführlich mit Personalberatern und anderen diskutiert und auch hier im Hohen Haus beschlossen wurde. Wir haben nun ein Gesetz, eine entsprechende gesetzliche Verpflichtung, die Transparenz und Kontrolle absichert, und ich bin dem Hohen Hause auch sehr dankbar dafür, daß dieses mein Anliegen auch tatsächlich umgesetzt wurde. (Abg. Haigermoser: Weihnachten, Ostern und Pfingsten an einem Tag!)
ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen – Abg. Scheibner: In den Banken auch?
Der Vollzug dieses Gesetzes liegt, wie bei allen anderen Gesetzen auch, natürlich bei den jeweiligen Unternehmensorganen. Diese fünf Punkt sind: lückenlose Ausschreibung aller Geschäftsführer- und Vorstandsfunktionen (ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen – Abg. Scheibner: In den Banken auch?), moderne, leistungsorientierte Standardverträge für Geschäftsführer und Vorstandsmitglieder, Festlegung marktgerechter Bezüge durch die Aufsichtsräte nach verpflichtenden nationalen und internationalen Branchenvergleichen, namentliche Veröffentlichung der verantwortlichen Entscheidungsträger und vollständige Offenlegung aller Einkommen von Geschäftsführern und Vorstandsmitgliedern.
Lebhafter Beifall bei der SPÖ.
Mir würde es viel Freude bereiten, wenn dieses Gesetz, wenn diese fünf Punkte auch für die Vergabe in einem südlichen Bundesland zur Anwendung kämen. (Lebhafter Beifall bei der SPÖ.)
Rufe bei den Freiheitlichen: Hallo! He!
Ich darf die Fragen 1 bis 9 beantworten. (Rufe bei den Freiheitlichen: Hallo! He!) Die in diesen Fragen beinhalteten Behauptungen sind weder neu noch originell (Beifall bei der SPÖ), und sie werden auch durch fortdauernde Wiederholungen nicht richtiger. (Abg. Scheibner: Sagt dann Fischler die Unwahrheit?) Ich darf Sie, meine sehr geehrten Damen und Herren, darüber informieren, wie diese Nominierungsverfahren ablaufen.
Beifall bei der SPÖ
Ich darf die Fragen 1 bis 9 beantworten. (Rufe bei den Freiheitlichen: Hallo! He!) Die in diesen Fragen beinhalteten Behauptungen sind weder neu noch originell (Beifall bei der SPÖ), und sie werden auch durch fortdauernde Wiederholungen nicht richtiger. (Abg. Scheibner: Sagt dann Fischler die Unwahrheit?) Ich darf Sie, meine sehr geehrten Damen und Herren, darüber informieren, wie diese Nominierungsverfahren ablaufen.
Abg. Scheibner: Sagt dann Fischler die Unwahrheit?
Ich darf die Fragen 1 bis 9 beantworten. (Rufe bei den Freiheitlichen: Hallo! He!) Die in diesen Fragen beinhalteten Behauptungen sind weder neu noch originell (Beifall bei der SPÖ), und sie werden auch durch fortdauernde Wiederholungen nicht richtiger. (Abg. Scheibner: Sagt dann Fischler die Unwahrheit?) Ich darf Sie, meine sehr geehrten Damen und Herren, darüber informieren, wie diese Nominierungsverfahren ablaufen.
ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich füge noch hinzu: Es ist schon der Wunsch eines kleinen Staates, ein möglichst interessantes und wichtiges Ressort zu bekommen. Wir haben eine gemeinsame Überlegung angestellt, wie wir am besten das Agrarressort für Österreich sicherstellen können (ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen), weil wir ein wichtiges Ressort wollen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber eine Zeitlang haben Sie nein gesagt!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber eine Zeitlang haben Sie nein gesagt!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich füge noch hinzu: Es ist schon der Wunsch eines kleinen Staates, ein möglichst interessantes und wichtiges Ressort zu bekommen. Wir haben eine gemeinsame Überlegung angestellt, wie wir am besten das Agrarressort für Österreich sicherstellen können (ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen), weil wir ein wichtiges Ressort wollen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber eine Zeitlang haben Sie nein gesagt!)
Abg. Haigermoser: Das ist kabarettreif!
Ich trete dafür ein, daß Österreich nicht ein unwichtiges Ressort bekommt, meine sehr geehrten Damen und Herren. Wir wußten, daß Franz Fischler ein akzeptierter Fachmann auf dem Agrargebiet ist. (Abg. Haigermoser: Das ist kabarettreif!) Es hat sich, wie ich glaube, sehr, sehr bewährt, daß Österreich diese Strategie, sich auf die Landwirtschaft zu konzentrieren, fortgesetzt hat und daß wir nicht signalisiert haben, uns mit jedem x-beliebigem Ressort zufriedenzugeben, denn das hat sichergestellt, daß Österreich ein wichtiges Ressort bekommt und einen guten Kommissar für dieses Ressort. (Lebhafter Beifall bei der SPÖ. – Neuerliche ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Haben Sie vergessen, was Sie den Journalisten gesagt haben? – Ruf bei den Freiheitlichen: Da applaudiert nicht einmal die ÖVP!) Ja, auch nicht beim "guten Kommissar". (Anhaltende Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Lebhafter Beifall bei der SPÖ. – Neuerliche ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Haben Sie vergessen, was Sie den Journalisten gesagt haben? – Ruf bei den Freiheitlichen: Da applaudiert nicht einmal die ÖVP!
Ich trete dafür ein, daß Österreich nicht ein unwichtiges Ressort bekommt, meine sehr geehrten Damen und Herren. Wir wußten, daß Franz Fischler ein akzeptierter Fachmann auf dem Agrargebiet ist. (Abg. Haigermoser: Das ist kabarettreif!) Es hat sich, wie ich glaube, sehr, sehr bewährt, daß Österreich diese Strategie, sich auf die Landwirtschaft zu konzentrieren, fortgesetzt hat und daß wir nicht signalisiert haben, uns mit jedem x-beliebigem Ressort zufriedenzugeben, denn das hat sichergestellt, daß Österreich ein wichtiges Ressort bekommt und einen guten Kommissar für dieses Ressort. (Lebhafter Beifall bei der SPÖ. – Neuerliche ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Haben Sie vergessen, was Sie den Journalisten gesagt haben? – Ruf bei den Freiheitlichen: Da applaudiert nicht einmal die ÖVP!) Ja, auch nicht beim "guten Kommissar". (Anhaltende Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Anhaltende Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Ich trete dafür ein, daß Österreich nicht ein unwichtiges Ressort bekommt, meine sehr geehrten Damen und Herren. Wir wußten, daß Franz Fischler ein akzeptierter Fachmann auf dem Agrargebiet ist. (Abg. Haigermoser: Das ist kabarettreif!) Es hat sich, wie ich glaube, sehr, sehr bewährt, daß Österreich diese Strategie, sich auf die Landwirtschaft zu konzentrieren, fortgesetzt hat und daß wir nicht signalisiert haben, uns mit jedem x-beliebigem Ressort zufriedenzugeben, denn das hat sichergestellt, daß Österreich ein wichtiges Ressort bekommt und einen guten Kommissar für dieses Ressort. (Lebhafter Beifall bei der SPÖ. – Neuerliche ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Haben Sie vergessen, was Sie den Journalisten gesagt haben? – Ruf bei den Freiheitlichen: Da applaudiert nicht einmal die ÖVP!) Ja, auch nicht beim "guten Kommissar". (Anhaltende Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ und Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Bundeskanzler Mag. Viktor Klima (fortsetzend): Damit es Gelegenheit gibt, zu applaudieren, sage ich noch einmal, daß wir froh darüber sind, das Agrarressort zu haben – und einen guten Agrarkommissar Franz Fischler. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ und Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen. – Abg. Jung: Ach so! Zufällig! 29mal zufällig!
Erlauben Sie mir, klarzustellen, daß es schon aufgrund der unterschiedlichen Verfahren bei der Bestellung der Kommission – da war im wesentlichen Kommissionspräsident Prodi Taktgeber – und bei der Botschafterbestellung zwei unterschiedliche zeitliche Abläufe gab, und ich darf Ihnen auch sagen, daß dieses zeitliche Zusammentreffen der Bestellung von Franz Fischler mit dem "Botschafterpaket" schon aufgrund dieses Verfahrens für jeden ersichtlich nicht steuerbar war und ist. (Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen. – Abg. Jung: Ach so! Zufällig! 29mal zufällig!)
Abg. Jung: Teilweise!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir hatten eine umfangreiche Botschafterliste zu besetzen, eine Botschafterliste, die 25 Leitungsfunktionen enthielt, die für Ende 1999 vorgesehen waren. (Abg. Jung: Teilweise!) Mein Begehren als Regierungschef war nichts anderes, als daß ich ersuchte, auch die vier Posten, die bereits Mitte des Jahres zu besetzen sind, in die Ausschreibung zu bringen und in das gesamte Beschlußpaket der Bundesregierung mit einzubeziehen. Meine sehr geehrten Damen und Herren! Nichts anderes war mein Begehr.
Beifall bei der SPÖ.
Ich kann Ihnen das auch zeitlich sehr klar nachweisen: Nachdem die vier Posten, die mit 1. Juli 1999 zu besetzen sind – zum Beispiel Kopenhagen, Pretoria, Madrid und Brüssel –, ausgeschrieben worden sind und Mitte Juni, nach der Beratung der Vergabekommission, die Vorschläge vorgelegen sind, haben wir innerhalb von wenigen Tagen in der Bundesregierung die entsprechenden Beschlüsse gefaßt. Innerhalb von wenigen Tagen! Ich glaube, das war ein durchaus ordnungsgemäßes Vorhaben, in dem ich das erreicht habe, was ich wollte, daß nämlich alle Entscheidungsgrundlagen vorliegen, und nicht über jene Posten nicht entschieden wird, die gleich zu besetzen sind, aber über jene entschieden wird, die erst Ende des Jahres zu besetzen sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Gaugg: ÖIAG! Was ist mit der ÖIAG, Herr Bundeskanzler?
Ich gehe davon aus, daß bei der Besetzung von Vorstandsmitgliedern und Geschäftsführern von den zuständigen Organen der staatsnahen Unternehmungen die Bestimmungen des Stellenbesetzungsgesetzes (Abg. Gaugg: ÖIAG! Was ist mit der ÖIAG, Herr Bundeskanzler?) und die Bestimmungen der Verordnung betreffend Vertragsschablonen gemäß dem Stellenbesetzungsgesetz eingehalten wurden.
Abg. Dr. Graf: Der Bundeskanzler weiß wieder einmal von gar nichts!
Ich sage Ihnen, daß sie auch bei der ÖIAG eingehalten wurden. Nur formal erkläre ich Ihnen zu den Fragen 14, 15 und 16, daß, wie Sie wissen, die ÖIAG nicht in den Zuständigkeitsbereich des Bundeskanzlers fällt. (Abg. Dr. Graf: Der Bundeskanzler weiß wieder einmal von gar nichts!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich darf Ihnen versichern, daß ich selbstverständlich für größtmögliche Transparenz in diesem Fall eintrete. Aus diesem Grund habe ich aus Eigeninitiative den Rechnungshof ersucht, die Auftragsvergabe im Zusammenhang mit der Lehrlingsoffensive einer Sonderprüfung zu unterziehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Graf: Das hat die SPÖ dem Habsburg auch vorgeworfen! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Erlauben Sie mir, daß ich vorab etwas zur Wortwahl sage. Ich habe selbstverständlich nie das Wort "Verstrickungen" gebraucht, wie Sie es hier dargestellt haben, weil es Verstrickungen meines Sohnes in diese Aktivität nicht gab. Mein Sohn hat alle an ihn im Unterausschuß des Rechnungshofausschusses gerichteten Fragen beantwortet und ausführlich klargestellt, daß er in diesem Verein niemals aktiv war, daraus keinerlei Vorteil gezogen hat und auch niemals einen Schilling erhalten hat. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Graf: Das hat die SPÖ dem Habsburg auch vorgeworfen! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das wurde wohl von allen, die in diesem Unterausschuß tätig waren, in sehr fairer Form zur Kenntnis genommen. Ich erlaube mir, auch hier die Feststellung zu wiederholen, daß nach den mir vorliegenden Informationen alle meine Beamtinnen und Beamten des Bundeskanzleramtes die Ausschreibungsvorschriften klar beachtet haben und keine dieser Ausschreibungsvorschriften mißachtet wurde. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Rasinger: Und bei "Euroteam"?
Ich möchte noch einmal sagen, daß ich als Bundeskanzler die Information habe, daß bei der von mir zu verantwortenden Auftragsvergabe alle Vorschriften von meinen Beamtinnen und Beamten beachtet wurden und alles rechtmäßig abgewickelt wurde. Aber, meine sehr geehrten Damen und Herren, um völlig sicherzugehen, habe ich selbst den Rechnungshof eingeschaltet. Als Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei kann ich Ihnen noch sagen, daß nie ein Schilling an die Sozialdemokratische Partei geflossen ist. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Rasinger: Und bei "Euroteam"?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Kollege Steindl glaubt das nicht! – Abg. Haigermoser: Aber nicht nur er nicht!
Ich sage sehr klar und deutlich, daß ich es nicht zulassen werde, daß wegen möglicher Probleme in einem Unternehmen das engagierte Arbeiten der Bundesregierung für die Jugendausbildung, für die Lehrlingsausbildung diskreditiert wird. Das werde ich nicht zulassen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Kollege Steindl glaubt das nicht! – Abg. Haigermoser: Aber nicht nur er nicht!)
Abg. Jung: Und dann mußte die Promotion verschoben werden!
Erlauben Sie mir, noch eines zu sagen, weil das vorgestern auch angesprochen wurde. Meine sehr geehrten Damen und Herren! Mein Sohn hat, so glaube ich, sein Studium an der Montanuniversität mit sehr gutem Erfolg, mit Auszeichnung abgeschlossen. (Abg. Jung: Und dann mußte die Promotion verschoben werden!) Er ist einer der wenigen Platzerring-Träger der Montanuniversität in Österreich, und er hat aufgrund seines Engagements eine Funktion bei einem international tätigen ausländischen Unternehmen. Und ich sage Ihnen: Wenn jemand hier etwas anderes behauptet hat, nämlich daß er bei der ÖIAG oder sonstwo eine Aufgabe hätte, dann ist das eine glatte Lüge, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Edler – in Richtung der Freiheitlichen –: Schämen Sie sich! – Abg. Scheibner: Herr Präsident!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Edler – in Richtung der Freiheitlichen –: Schämen Sie sich! – Abg. Scheibner: Herr Präsident!
Erlauben Sie mir, noch eines zu sagen, weil das vorgestern auch angesprochen wurde. Meine sehr geehrten Damen und Herren! Mein Sohn hat, so glaube ich, sein Studium an der Montanuniversität mit sehr gutem Erfolg, mit Auszeichnung abgeschlossen. (Abg. Jung: Und dann mußte die Promotion verschoben werden!) Er ist einer der wenigen Platzerring-Träger der Montanuniversität in Österreich, und er hat aufgrund seines Engagements eine Funktion bei einem international tätigen ausländischen Unternehmen. Und ich sage Ihnen: Wenn jemand hier etwas anderes behauptet hat, nämlich daß er bei der ÖIAG oder sonstwo eine Aufgabe hätte, dann ist das eine glatte Lüge, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Edler – in Richtung der Freiheitlichen –: Schämen Sie sich! – Abg. Scheibner: Herr Präsident!)
Lebhafter Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich erlaube mir, auch zu sagen, weil Sie, meine sehr geehrten Damen und Herren, vielleicht auch Mutter oder Vater sind, daß dieser junge Mann, der aufgrund seines ausgezeichneten Studiums immer schon darauf geachtet hat, daß er ja nicht in so eine Situation kommt, immer vermeiden wollte, was jetzt passiert, nämlich daß er in eine Schlammschlacht hineingezogen wird, nur weil sein Vater Bundeskanzler und Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Österreichs ist. (Lebhafter Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Jung: Wieder ein Zufall!
Aber, meine sehr geehrten Damen und Herren, ich möchte jetzt wieder als Bundeskanzler hier weitersprechen und Ihnen die Fragen 29 und 30 beantworten. Ich darf Ihnen sehr klar und deutlich sagen, daß Herr Stuhlpfarrer seitens des Bundeskanzleramtes nicht zum Lehrlingsbeauftragten der Bundesregierung bestellt wurde. (Abg. Jung: Wieder ein Zufall!) Es wurde von den Mitarbeitern des Bundeskanzleramtes mit der "L. S. Beratungsgesellschaft" ein Projektmanagementvertrag abgeschlossen, nach dem dieses Unternehmen eine geeignete Person – Herrn Stuhlpfarrer oder eine gleich geeignete qualifizierte Person – zur Abwicklung des Projektes heranziehen konnte.
Lang anhaltender Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich bedanke mich und hoffe, daß ich – ich habe die Redezeit leider etwas überzogen; ich bitte um Entschuldigung dafür – diese beiden wichtigen Punkte beantworten konnte. – Danke schön. (Lang anhaltender Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Antoni: Ein freundlicher Mensch! – Abg. Sophie Bauer: Von Ihnen erwarten wir das nicht!
Abgeordneter Dr. Michael Krüger (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der Herr Bundeskanzler hat heute hier im Hohen Hause mehrfach erwähnt, wie sehr er dafür dankbar sei, daß er hier sprechen dürfe. Er hat seine Stellungnahme mit den Worten beendet: Herzlichen Dank, daß Sie mir die Gelegenheit gegeben haben, hier Stellung zu nehmen. (Abg. Dr. Antoni: Ein freundlicher Mensch! – Abg. Sophie Bauer: Von Ihnen erwarten wir das nicht!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Herr Bundeskanzler! Wer glaubt Ihnen denn das? Denn das, was Sie jetzt gesagt haben, wie sehr Sie sich gefreut haben, zu den Vorwürfen Stellung nehmen zu können, diese mangelnde Glaubwürdigkeit steht stellvertretend für die Qualität Ihrer Beantwortung und Ihres gesamten Debattenbeitrages. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Herr Bundeskanzler! Auch wenn Sie sich jetzt den Schweiß wegwischen vor lauter Freude über die Gelegenheit, daß Sie hier reden durften: Sie haben das Wort "Euroteam" nicht ein einziges Mal in Ihrer Stellungnahme erwähnt. Ich stelle dazu fest, Herr Bundeskanzler: Am Dienstag waren Sie körperlich nicht anwesend hier im Hohen Hause, heute sind Sie inhaltlich nicht anwesend. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Sophie Bauer: Die Wahrheit vertragen Sie nicht! Das ist es! Die Wahrheit tut Ihnen weh!
Ich stelle weiters fest, daß es das Hohe Haus geradezu als Verhöhnung empfinden muß, wenn Sie die Beantwortung der Anfrage pauschal mit wenigen Worten so durchführen: Zu den Fragen 1 bis 9 sage ich dieses und jenes. – Das ist eine Verhöhnung des Hohen Hauses, meine Damen und Herren, und das kann sich dieses Hohe Haus nicht gefallen lassen. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Sophie Bauer: Die Wahrheit vertragen Sie nicht! Das ist es! Die Wahrheit tut Ihnen weh!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Herr Bundeskanzler! Ich glaube, Sie sind in dieser Sache – wie auch in anderen im übrigen – von Ihren Spin-Doktoren schlecht beraten: Am Dienstag einfach unterzutauchen, am Donnerstag wieder aus der Versenkung aufzutauchen und nach dem Motto "Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts!" vorzugehen, dieses Verhalten richtet sich von selbst, Herr Bundeskanzler! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen
Es mehren sich in der letzten Zeit auch die kritischen Stimme in den Medien. Diese sagen: Das, was der Herr Bundeskanzler sagt, meint er doch nicht so. – Immer mehr kommt die Bevölkerung und kommen die Wähler darauf, daß das, was er sagt, nicht mit dem übereinstimmt, was er denkt. Das ist ja direkt eine Art virtueller Bundeskanzler, den wir hier haben (Beifall bei den Freiheitlichen), der wie ferngesteuert von seinen Spin-Doktoren hierherkommt und die Frage "Euroteam" mit keinem einzigen Wort erwähnt. Dieses Wort ist Ihnen keinerlei Erwähnung wert, sehr geehrter Herr Bundeskanzler.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wenn Sie glauben, mit der hervorragenden Ausbildung Ihres Sohnes auf die Tränendrüse drücken zu können, dann darf ich Ihnen sagen, ich glaube Ihnen das alles, daß Ihr Sohn eine hervorragende Ausbildung genossen hat und daß er sie ausgezeichnet absolviert hat. Aber was veranlaßt ihn dann, in einem derart dubiosen Firmengeflecht, im Holdingverein, der für alles verantwortlich ist, die Position des Rechnungsprüfers zu übernehmen? (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Bundeskanzler Mag. Klima schüttelt verneinend den Kopf
Herr Bundeskanzler! Am Dienstag sind Sie infolge Ihrer Abwesenheit Antworten auf wesentliche Fragen schuldig geblieben. Ich frage Sie jetzt: Wer hat im Hause Klima recht? Jan Klima, Ihr Sohn, oder Sie selbst? – Im Pressedienst der sozialdemokratischen Fraktion sagt Jan Klima junior, er wollte einem Freund, dem Herrn Stuhlpfarrer, einen Gefallen tun und hat die Position des Rechnungsprüfers übernommen (Bundeskanzler Mag. Klima schüttelt verneinend den Kopf), und in ein und derselben Presseaussendung sagt der Herr Bundeskanzler, sein Sohn habe davon nichts gewußt. Bitte, wie glaubwürdig sind Sie in dieser Frage? – Das weiß doch heute jeder, daß man die Funktion eines Rechnungsprüfers nicht ungefragt übernehmen kann. Da gibt es ein Gründungsprotokoll eines Vereins, da gibt es Unterschriften, da gibt es eine Generalversammlung, eine Gründungsversammlung, da gibt es einen Nichtuntersagungsbescheid. (Bundeskanzler Mag. Klima: Da war er nicht dabei!)
Bundeskanzler Mag. Klima: Da war er nicht dabei!
Herr Bundeskanzler! Am Dienstag sind Sie infolge Ihrer Abwesenheit Antworten auf wesentliche Fragen schuldig geblieben. Ich frage Sie jetzt: Wer hat im Hause Klima recht? Jan Klima, Ihr Sohn, oder Sie selbst? – Im Pressedienst der sozialdemokratischen Fraktion sagt Jan Klima junior, er wollte einem Freund, dem Herrn Stuhlpfarrer, einen Gefallen tun und hat die Position des Rechnungsprüfers übernommen (Bundeskanzler Mag. Klima schüttelt verneinend den Kopf), und in ein und derselben Presseaussendung sagt der Herr Bundeskanzler, sein Sohn habe davon nichts gewußt. Bitte, wie glaubwürdig sind Sie in dieser Frage? – Das weiß doch heute jeder, daß man die Funktion eines Rechnungsprüfers nicht ungefragt übernehmen kann. Da gibt es ein Gründungsprotokoll eines Vereins, da gibt es Unterschriften, da gibt es eine Generalversammlung, eine Gründungsversammlung, da gibt es einen Nichtuntersagungsbescheid. (Bundeskanzler Mag. Klima: Da war er nicht dabei!)
Bundeskanzler Mag. Klima: Ah so!
Herr Bundeskanzler! Sie sagen, er war nicht dabei. – Das ist doch nicht richtig! Sein Name war dabei! (Bundeskanzler Mag. Klima: Ah so!) Und ich sage Ihnen: Der Name Klima, der bei Förderungsansuchen in Höhe von 40, 50 Millionen Schilling ins Treffen geführt wird, ist, nur weil der Name Klima erwähnt wird, bereits ein Garant dafür, daß diese Förderungen ausbezahlt werden. So schaut es aus, Herr Bundeskanzler! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Herr Bundeskanzler! Sie sagen, er war nicht dabei. – Das ist doch nicht richtig! Sein Name war dabei! (Bundeskanzler Mag. Klima: Ah so!) Und ich sage Ihnen: Der Name Klima, der bei Förderungsansuchen in Höhe von 40, 50 Millionen Schilling ins Treffen geführt wird, ist, nur weil der Name Klima erwähnt wird, bereits ein Garant dafür, daß diese Förderungen ausbezahlt werden. So schaut es aus, Herr Bundeskanzler! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Glauben Sie im Ernst, daß sich Herr Stuhlpfarrer aus Jux und Tollerei mit dem Namen Jan Klima in diesem Verein schmückt? Glauben Sie im Ernst, daß er umsonst Ihren Sekretär, Herrn David Mock, in den Verein mit aufnimmt? Glauben Sie, daß der Sekretär Gerstbauer von Frau Hostasch umsonst hier mitmischt? Wenn man mit diesen Damen und Herren bei einem öffentlichen Förderungsansuchen aufwartet, dann braucht man keine Intervention mehr, denn da sind die Namen Intervention genug, damit die Förderungsmillionen ins Rollen kommen, Herr Bundeskanzler. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dkfm. Holger Bauer: Da schau her!
Es ist wirklich interessant: Aus Ihrem Hause stammen von diesen 46 Millionen Schilling etwa 4 Millionen Schilling, und aus dem Ministerium von Frau Hostasch 44 Millionen Schilling. (Abg. Dkfm. Holger Bauer: Da schau her!) Die Namen Jan Klima, Gerstbauer und Mock, also zwei Namen aus Ihrem unmittelbaren Umfeld, scheinen da auf. (Abg. Mag. Kukacka: Die Vornamen, bitte!)
Abg. Mag. Kukacka: Die Vornamen, bitte!
Es ist wirklich interessant: Aus Ihrem Hause stammen von diesen 46 Millionen Schilling etwa 4 Millionen Schilling, und aus dem Ministerium von Frau Hostasch 44 Millionen Schilling. (Abg. Dkfm. Holger Bauer: Da schau her!) Die Namen Jan Klima, Gerstbauer und Mock, also zwei Namen aus Ihrem unmittelbaren Umfeld, scheinen da auf. (Abg. Mag. Kukacka: Die Vornamen, bitte!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Das alles ist von Frau Hostasch abgesegnet worden. Wenn man berücksichtigt, daß Frau Hostasch – wie hinter vorgehaltener Hand sogar von den Sozialdemokraten zugegeben wird – seit eineinhalb Jahren innerparteilich praktisch eine politische Abschußkandidatin ist, dann frage ich mich schon, ob sie sich nicht vielleicht das Wohlwollen des Herrn Bundeskanzlers dadurch sichert, daß sie gegenüber einem Verein, einem Konglomerat, in dem Jan Klima als Rechnungsprüfer des Holdingvereins auftritt, 44 Millionen Schilling ausschüttet. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wenn Sie sagen, daß wir diese Dringliche Anfrage sozusagen auf dem Rücken der Lehrlinge austragen, so ist das wirklich eine Verhöhnung der Österreicherinnen und Österreicher. Das ist eine wirklich unglaubliche Unterstellung, da es bei dem Geflecht "Euroteam" um eine der größten politischen Geldwäschen der letzten Jahre geht! – Und da sagen Sie, daß hier ein Politikum daraus gemacht wird! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Oberhaidinger.
Herr Bundeskanzler! Mit persönlicher Sympathie – diese strahlen Sie zweifellos aus – kann man nicht auf Dauer Politik machen. Immer mehr Wähler kommen darauf, daß das, was Sie sagen, eigentlich nicht aus Ihrem Inneren kommt. (Zwischenruf des Abg. Oberhaidinger.) Genauso, wie Sie heute hier gesagt haben, daß Sie mit großer Freude vor dieses Hohe Haus treten und alles erklären können: Herr Bundeskanzler – nicht böse sein! –: Das nimmt Ihnen niemand ab! (Abg. Dr. Mertel: Und wenn er böse ist?)
Abg. Dr. Mertel: Und wenn er böse ist?
Herr Bundeskanzler! Mit persönlicher Sympathie – diese strahlen Sie zweifellos aus – kann man nicht auf Dauer Politik machen. Immer mehr Wähler kommen darauf, daß das, was Sie sagen, eigentlich nicht aus Ihrem Inneren kommt. (Zwischenruf des Abg. Oberhaidinger.) Genauso, wie Sie heute hier gesagt haben, daß Sie mit großer Freude vor dieses Hohe Haus treten und alles erklären können: Herr Bundeskanzler – nicht böse sein! –: Das nimmt Ihnen niemand ab! (Abg. Dr. Mertel: Und wenn er böse ist?)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wenn Herr Kommissar Fischler ausdrücklich vom "Dealen" spricht, von einer Packelei, die er ausmacht, von einem Postenschacher zwischen Rot und Schwarz, wenn er den Begriff "Dealen" verwendet, dann, Herr Bundeskanzler – nicht böse sein! – wundert es mich nicht, daß Frau Karlsson gestern hier ans Rednerpult getreten ist und verkündet hat, daß sie einen Krimi-nalroman schreibt. Auf welche Idee soll sie denn kommen, als darauf, einen Kriminalroman zu schreiben? (Beifall bei den Freiheitlichen.) Bei der Umgebung, bei diesem Geflecht kann man ja nur zu einem Kriminalroman inspiriert werden.
Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen
Im letzten "profil" schreibt Ulla Schmid (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen): "Der Kärntner SPÖ gebührt für ihre Ankündigung ..." (Abg. Edler: Aus is’!)
Abg. Edler: Aus is’!
Im letzten "profil" schreibt Ulla Schmid (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen): "Der Kärntner SPÖ gebührt für ihre Ankündigung ..." (Abg. Edler: Aus is’!)
Abg. Nürnberger: So gut war’s nicht, daß man noch länger zuhört!
Präsident Dr. Heinz Fischer: Bitte um den Schlußsatz! Das ist jetzt schon die definitive Redezeit. (Abg. Nürnberger: So gut war’s nicht, daß man noch länger zuhört!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Abgeordneter Dr. Michael Krüger (fortsetzend): Der "SPÖ gebührt" in Sachen KELAG "der ‚Blecherne Fettnapf‘". – Dem ist nichts hinzuzufügen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Graf: Sie wissen auch nichts vom Proporz in Österreich? Gibt’s nicht! Der einzige, der keine Ahnung davon hat, ist bei uns Bundeskanzler!
Präsident Dr. Heinz Fischer: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Dr. Gusenbauer. Freiwillige Redezeitbeschränkung: 8 Minuten; die maximale Redezeit beträgt 10 Minuten. – Bitte. (Abg. Dr. Graf: Sie wissen auch nichts vom Proporz in Österreich? Gibt’s nicht! Der einzige, der keine Ahnung davon hat, ist bei uns Bundeskanzler!)
Abg. Dr. Graf: Das hat er nicht gesagt! Er hat auch keine Ahnung!
Abgeordneter Dr. Alfred Gusenbauer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Der Herr Bundeskanzler hat eindrucksvoll nachgewiesen, daß die Postenvergabe in Österreich auf rechtsstaatlicher und vernünftiger Basis funktioniert und zu Ergebnissen kommt (Abg. Dr. Graf: Das hat er nicht gesagt! Er hat auch keine Ahnung!), mit denen die Wirtschafts- und Sozialgeschichte Österreichs bisher außerordentlich erfolgreich gewesen ist. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Graf: Wie beim "Konsum"!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Graf: Wie beim "Konsum"!
Abgeordneter Dr. Alfred Gusenbauer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Der Herr Bundeskanzler hat eindrucksvoll nachgewiesen, daß die Postenvergabe in Österreich auf rechtsstaatlicher und vernünftiger Basis funktioniert und zu Ergebnissen kommt (Abg. Dr. Graf: Das hat er nicht gesagt! Er hat auch keine Ahnung!), mit denen die Wirtschafts- und Sozialgeschichte Österreichs bisher außerordentlich erfolgreich gewesen ist. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Graf: Wie beim "Konsum"!)
Abg. Dr. Graf: Die ÖVP hat ihn gelobt!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Es ist auch etwas sonderbar, wenn man sich ein bißchen die Doppelbödigkeit dieser Dringlichen Anfrage zu Gemüte führt. Vor ungefähr eineinhalb Stunden wurde mit großen Lobesreden – zu Recht – unser Kollege Abgeordneter Nowotny aus dem Hohen Haus verabschiedet. Zum selben Zeitpunkt bringt die "F" eine Dringliche Anfrage ein, in der sie es als Ausdruck des Postenschachers kritisiert, daß Kollege Nowotny eine hohe Funktion in der Europäischen Investitionsbank bekommt. – Vorher das Lob, und dann, wenn er etwas wird, Gegenstand einer Dringlichen Anfrage! (Abg. Dr. Graf: Die ÖVP hat ihn gelobt!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Dr. Khol: Aber ihr habt ihn nicht gewählt!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Genauso geht es in Ihrer Liste weiter. Um die Liste durchzugehen: Wenn Sie darin zum Beispiel anführen, daß Kollege Schwimmer es geschafft hat, Generalsekretär des Europarates zu werden, muß ich sagen: Es müßte eigentlich eine Freude für die Mitglieder des Hohen Hauses sein, daß ein Österreicher auf Basis des demokratischen Votums von frei gewählten Abgeordneten der 40 Mitgliedstaaten des Europarates gewählt wird. Das kann doch nicht Ausdruck eines Postenschachers sein! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Dr. Khol: Aber ihr habt ihn nicht gewählt!)
Abg. Dr. Khol: Schieder hat über ihn im "Standard" vom Vortag gesagt, daß er "ungeeignet" ist! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Es war ein geheimes Wahlrecht, Herr Kollege Khol. Sie werden nicht wissen, welcher einzelne Abgeordnete wie abgestimmt hat. (Abg. Dr. Khol: Schieder hat über ihn im "Standard" vom Vortag gesagt, daß er "ungeeignet" ist! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Langthaler: Aber mit Hearings!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wenn Sie sich die Praktiken in entwickelten Marktwirtschaften ansehen, müssen Sie doch eines ganz klar sehen: In den Vereinigten Staaten von Amerika – aufgrund ihrer Produktivität mit Recht eine sehr gepriesene Marktwirtschaft mit verschiedenen sozialen Schattenseiten – steht es völlig auf der Tagesordnung, daß es ein offenes System zwischen Wirtschaft und Politik gibt und daß Menschen aus der Wirtschaft in die Politik gehen. Wenn Menschen dann sozusagen aus der Politik wieder aussteigen ... (Abg. Ing. Langthaler: Aber mit Hearings!)
Abg. Ing. Langthaler: Nicht in ein staatliches! – Abg. Dkfm. Holger Bauer: ... für Rot und Schwarz!
Sehr geehrte Frau Kollegin Langthaler! Nennen Sie mir nur einen einzigen amerikanischen Politiker, der nach seiner Zeit im Senat, im Repräsentantenhaus oder in der amerikanischen Regierung nicht nahtlos in ein amerikanisches Wirtschaftsunternehmen übergetreten ist, weil es dort völlige Flexibilität gibt! (Abg. Ing. Langthaler: Nicht in ein staatliches! – Abg. Dkfm. Holger Bauer: ... für Rot und Schwarz!)
Abg. Dr. Graf: So wie Bangemann!
Diese Flexibilität wird es in Zukunft auch in Österreich in einem stärkeren Ausmaß geben und geben müssen. Es ist doch völlig klar, daß, je kürzer die Abgeordneten im Hohen Haus anwesend sind – und heute sind die Abgeordneten meist nicht mehr 20 Jahre lang hier, sondern, wie Kollegin Langthaler, vielleicht nur acht oder neun Jahre –, viele Abgeordnete nach ihrer Tätigkeit im Hohen Haus versuchen werden, weiterhin beruflich erfolgreich zu sein. (Abg. Dr. Graf: So wie Bangemann!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Graf: Warum haben Sie Bangemann nicht zitiert? – Weitere Zwischenrufe. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Ich frage Sie alle: Halten Sie sich insgesamt für so unfähig, daß Sie glauben, daß Sie nach Ihrer parlamentarischen Tätigkeit für keine wirtschaftliche Position in diesem Land mehr geeignet sind, meine sehr verehrten Damen und Herren? Wo ist Ihr parlamentarisches Selbstbewußtsein? (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Graf: Warum haben Sie Bangemann nicht zitiert? – Weitere Zwischenrufe. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Ing. Langthaler: Immer von zwei Parteien?
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Daß es in einem Land, in dem es mehr als 1 Million Menschen gibt, die in irgendeiner der fünf parlamentarischen Parteien Mitglieder sind, auch vorkommen kann, daß diese mehr als 1 Million Mitglieder von österreichischen Parteien, bei rund 3,3 Millionen Beschäftigten in unserem Lande, irgendwann auch einer Beschäftigung nachgehen und es nicht akzeptieren können, daß ein Drittel der erwerbsfähigen Bevölkerung, nur weil sie Mitglieder von Parteien sind, von jeglicher Beschäftigung in diesem Land ausge-schlossen werden sollen, ist auch ein demokratiepolitisches Problem. (Abg. Ing. Langthaler: Immer von zwei Parteien?)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Welches Signal wird denn gesetzt, wenn jeder, der ein Parteibuch hat, keine Funktion im wirtschaftlichen Bereich in diesem Land mehr erhalten soll? – Das heißt doch in Wirklichkeit, daß man die Leute von der politischen Beteiligung weg-bekommen will. Und das ist gegen die Demokratie! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Graf: Sie und Ihre Kollegen brauchen die Parteibücher ...!
Wenn Leute ... (Abg. Dr. Graf: Sie und Ihre Kollegen brauchen die Parteibücher ...!) Auch die Lautstärke macht die Argumente nicht besser! (Abg. Mag. Peter: Warum schreien Sie so?) Da Herr Kollege Krüger in diesem Zusammenhang hier von Dingen wie "politischer Geldwäsche" und so weiter spricht, möchte ich ihm folgendes sagen: Herr Kollege Krüger, von einem Anwalt sollte man eigentlich erwarten können, daß er weiß, mit welchen Kategorien er operiert. (Zwischenruf des Abg. Dr. Krüger.) Ich gehe davon aus, daß Sie sich offensichtlich dessen nicht bewußt sind, was "politische Geldwäsche" heißt und bedeutet.
Abg. Mag. Peter: Warum schreien Sie so?
Wenn Leute ... (Abg. Dr. Graf: Sie und Ihre Kollegen brauchen die Parteibücher ...!) Auch die Lautstärke macht die Argumente nicht besser! (Abg. Mag. Peter: Warum schreien Sie so?) Da Herr Kollege Krüger in diesem Zusammenhang hier von Dingen wie "politischer Geldwäsche" und so weiter spricht, möchte ich ihm folgendes sagen: Herr Kollege Krüger, von einem Anwalt sollte man eigentlich erwarten können, daß er weiß, mit welchen Kategorien er operiert. (Zwischenruf des Abg. Dr. Krüger.) Ich gehe davon aus, daß Sie sich offensichtlich dessen nicht bewußt sind, was "politische Geldwäsche" heißt und bedeutet.
Zwischenruf des Abg. Dr. Krüger.
Wenn Leute ... (Abg. Dr. Graf: Sie und Ihre Kollegen brauchen die Parteibücher ...!) Auch die Lautstärke macht die Argumente nicht besser! (Abg. Mag. Peter: Warum schreien Sie so?) Da Herr Kollege Krüger in diesem Zusammenhang hier von Dingen wie "politischer Geldwäsche" und so weiter spricht, möchte ich ihm folgendes sagen: Herr Kollege Krüger, von einem Anwalt sollte man eigentlich erwarten können, daß er weiß, mit welchen Kategorien er operiert. (Zwischenruf des Abg. Dr. Krüger.) Ich gehe davon aus, daß Sie sich offensichtlich dessen nicht bewußt sind, was "politische Geldwäsche" heißt und bedeutet.
Beifall bei der SPÖ.
Im übrigen sage ich Ihnen: In der ganzen "Euroteam"-Causa ist völlig klar, daß jetzt der Rechnungshof und der Staatsanwalt am Wort sind. Alle Verfahren sind eingeleitet. Falls es irgend etwas gegeben hat, was da nicht in Ordnung war, wird auf Basis dieser Berichte die Konsequenz gezogen werden. Das ist völlig klar, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei den Freiheitlichen: Jetzt kommt wieder der Rosenstingl!
Einigermaßen sonderbar finde ich aber schon, daß sich die Kollegen von der "F" als die großen Verteidiger der zukunftsorientierten Wohnpolitik aufführen, gerade nach dem Desaster, das das "Freie Wohnen" in Niederösterreich geliefert hat. (Ruf bei den Freiheitlichen: Jetzt kommt wieder der Rosenstingl!) Nachdem aus ihren Reihen der Kollege Rosenstingl, der Drahtzieher eines der größten Wirtschaftsverbrechen in der Geschichte der Zweiten Republik, gekommen ist (Abg. Haigermoser: "Konsum"!), die Chuzpe zu haben, sich hier herauszustellen und auf erfolgreiche Verwaltung öffentlicher Mittel verweisen zu wollen, das finde ich unerhört, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: ... Beteiligung am Proporz!)
Abg. Haigermoser: "Konsum"!
Einigermaßen sonderbar finde ich aber schon, daß sich die Kollegen von der "F" als die großen Verteidiger der zukunftsorientierten Wohnpolitik aufführen, gerade nach dem Desaster, das das "Freie Wohnen" in Niederösterreich geliefert hat. (Ruf bei den Freiheitlichen: Jetzt kommt wieder der Rosenstingl!) Nachdem aus ihren Reihen der Kollege Rosenstingl, der Drahtzieher eines der größten Wirtschaftsverbrechen in der Geschichte der Zweiten Republik, gekommen ist (Abg. Haigermoser: "Konsum"!), die Chuzpe zu haben, sich hier herauszustellen und auf erfolgreiche Verwaltung öffentlicher Mittel verweisen zu wollen, das finde ich unerhört, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: ... Beteiligung am Proporz!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: ... Beteiligung am Proporz!
Einigermaßen sonderbar finde ich aber schon, daß sich die Kollegen von der "F" als die großen Verteidiger der zukunftsorientierten Wohnpolitik aufführen, gerade nach dem Desaster, das das "Freie Wohnen" in Niederösterreich geliefert hat. (Ruf bei den Freiheitlichen: Jetzt kommt wieder der Rosenstingl!) Nachdem aus ihren Reihen der Kollege Rosenstingl, der Drahtzieher eines der größten Wirtschaftsverbrechen in der Geschichte der Zweiten Republik, gekommen ist (Abg. Haigermoser: "Konsum"!), die Chuzpe zu haben, sich hier herauszustellen und auf erfolgreiche Verwaltung öffentlicher Mittel verweisen zu wollen, das finde ich unerhört, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: ... Beteiligung am Proporz!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Graf: Wieso beim Herrn Bundeskanzler? Wenn schon, dann bei Jan Klima!
Ich gebe Kollegen Grollitsch einen freundschaftlichen Rat, wenn er ein Ehrenmann ist – er ist offensichtlich einer falschen Information aufgesessen –: Auf Basis der Information, die ihm der Bundeskanzler gegeben hat, würde es ihm gut anstehen, sich hier von diesem Pult aus beim Herrn Bundeskanzler zu entschuldigen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Graf: Wieso beim Herrn Bundeskanzler? Wenn schon, dann bei Jan Klima!)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, zwei abschließende Bemerkungen: Wenn Sie glauben, daß Kollegin Hostasch eine "Abschußkandidatin" ist, täuschen Sie sich. Kollegin Hostasch ist die Spitzenkandidatin der Wiener Sozialdemokraten für die kommende Nationalratswahl. (Beifall bei der SPÖ.) Sie ist dies nicht wegen irgendwelcher Gefälligkeiten (Zwischenruf des Abg. Dkfm. Holger Bauer), sondern deswegen, weil sie die verantwortliche Ministerin dafür ist, daß wir die Trendwende auf dem Arbeitsmarkt geschafft haben und daß wir eine der niedrigsten Arbeitslosenraten in ganz Europa haben, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dkfm. Holger Bauer
Meine sehr verehrten Damen und Herren, zwei abschließende Bemerkungen: Wenn Sie glauben, daß Kollegin Hostasch eine "Abschußkandidatin" ist, täuschen Sie sich. Kollegin Hostasch ist die Spitzenkandidatin der Wiener Sozialdemokraten für die kommende Nationalratswahl. (Beifall bei der SPÖ.) Sie ist dies nicht wegen irgendwelcher Gefälligkeiten (Zwischenruf des Abg. Dkfm. Holger Bauer), sondern deswegen, weil sie die verantwortliche Ministerin dafür ist, daß wir die Trendwende auf dem Arbeitsmarkt geschafft haben und daß wir eine der niedrigsten Arbeitslosenraten in ganz Europa haben, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, zwei abschließende Bemerkungen: Wenn Sie glauben, daß Kollegin Hostasch eine "Abschußkandidatin" ist, täuschen Sie sich. Kollegin Hostasch ist die Spitzenkandidatin der Wiener Sozialdemokraten für die kommende Nationalratswahl. (Beifall bei der SPÖ.) Sie ist dies nicht wegen irgendwelcher Gefälligkeiten (Zwischenruf des Abg. Dkfm. Holger Bauer), sondern deswegen, weil sie die verantwortliche Ministerin dafür ist, daß wir die Trendwende auf dem Arbeitsmarkt geschafft haben und daß wir eine der niedrigsten Arbeitslosenraten in ganz Europa haben, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Da Sie, Herr Kollege Krüger, in diesem Zusammenhang den Namen "Klima" in den Mund genommen und gesagt haben, was der Name "Klima" bedeutet, möchte ich Ihnen sagen, daß ich für Sie einen besseren Formulierungsvorschlag gehabt hätte. Er lautet: Der ältere Klima, nämlich der Viktor, ist ein erfolgreicher Bundeskanzler, sein Sohn Jan ein erfolgreiches österreichisches Talent in einem internationalen Konzern. Der Name "Klima" bürgt für Qualität! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Gaugg: Das Klima der Koalition!
Das sind Schlagzeilen des heutigen und des gestrigen Tages. Das widerspiegelt auch das Klima, nämlich das Klima der Diskussion um "Euroteam" (Abg. Gaugg: Das Klima der Koalition!), um die ganze Arbeitsmarktproblematik und selbstverständlich auch – Herr Bundeskanzler, das muß ich betonen – einer Diskussion um Ihre Person, da Sie zu wichtigen Diskussionen hier im Parlament nicht erschienen sind. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber ihr habt ja letztes Mal ...! – Abg. Gaugg: Das ist ja lächerlich! Er jammert! Wir haben einen Antrag gestellt! – Ironische Heiterkeit und weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber ihr habt ja letztes Mal ...! – Abg. Gaugg: Das ist ja lächerlich! Er jammert! Wir haben einen Antrag gestellt! – Ironische Heiterkeit und weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Das sind Schlagzeilen des heutigen und des gestrigen Tages. Das widerspiegelt auch das Klima, nämlich das Klima der Diskussion um "Euroteam" (Abg. Gaugg: Das Klima der Koalition!), um die ganze Arbeitsmarktproblematik und selbstverständlich auch – Herr Bundeskanzler, das muß ich betonen – einer Diskussion um Ihre Person, da Sie zu wichtigen Diskussionen hier im Parlament nicht erschienen sind. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber ihr habt ja letztes Mal ...! – Abg. Gaugg: Das ist ja lächerlich! Er jammert! Wir haben einen Antrag gestellt! – Ironische Heiterkeit und weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Ihr seid genauso umgefallen!
Wir haben in den letzten Wochen und Tagen sehr viele Fragen aufgeworfen, Herr Abgeordneter Scheibner. (Abg. Scheibner: Ihr seid genauso umgefallen!) Wir verhehlen nicht, daß wir für die Lehrlingsoffensiven sind, weil jeder Lehrplatz, der kein Lehrplatz ist, einen Arbeitslosen zuviel bedeutet. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Was ihr von der ÖVP aufführt, ist eine lächerliche Vorstellung!) Wir kritisieren hier nur die Art und Weise, wie mit Geldern betreffend Lehrlingsoffensive umgegangen wurde. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Lächerlich!) Sie waren ja nicht im Unterausschuß. (Abg. Gaugg: Aber ich war genauso dort!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Was ihr von der ÖVP aufführt, ist eine lächerliche Vorstellung!
Wir haben in den letzten Wochen und Tagen sehr viele Fragen aufgeworfen, Herr Abgeordneter Scheibner. (Abg. Scheibner: Ihr seid genauso umgefallen!) Wir verhehlen nicht, daß wir für die Lehrlingsoffensiven sind, weil jeder Lehrplatz, der kein Lehrplatz ist, einen Arbeitslosen zuviel bedeutet. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Was ihr von der ÖVP aufführt, ist eine lächerliche Vorstellung!) Wir kritisieren hier nur die Art und Weise, wie mit Geldern betreffend Lehrlingsoffensive umgegangen wurde. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Lächerlich!) Sie waren ja nicht im Unterausschuß. (Abg. Gaugg: Aber ich war genauso dort!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Lächerlich!
Wir haben in den letzten Wochen und Tagen sehr viele Fragen aufgeworfen, Herr Abgeordneter Scheibner. (Abg. Scheibner: Ihr seid genauso umgefallen!) Wir verhehlen nicht, daß wir für die Lehrlingsoffensiven sind, weil jeder Lehrplatz, der kein Lehrplatz ist, einen Arbeitslosen zuviel bedeutet. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Was ihr von der ÖVP aufführt, ist eine lächerliche Vorstellung!) Wir kritisieren hier nur die Art und Weise, wie mit Geldern betreffend Lehrlingsoffensive umgegangen wurde. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Lächerlich!) Sie waren ja nicht im Unterausschuß. (Abg. Gaugg: Aber ich war genauso dort!)
Abg. Gaugg: Aber ich war genauso dort!
Wir haben in den letzten Wochen und Tagen sehr viele Fragen aufgeworfen, Herr Abgeordneter Scheibner. (Abg. Scheibner: Ihr seid genauso umgefallen!) Wir verhehlen nicht, daß wir für die Lehrlingsoffensiven sind, weil jeder Lehrplatz, der kein Lehrplatz ist, einen Arbeitslosen zuviel bedeutet. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Was ihr von der ÖVP aufführt, ist eine lächerliche Vorstellung!) Wir kritisieren hier nur die Art und Weise, wie mit Geldern betreffend Lehrlingsoffensive umgegangen wurde. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Lächerlich!) Sie waren ja nicht im Unterausschuß. (Abg. Gaugg: Aber ich war genauso dort!)
Abg. Gaugg: Parteifinanzierung war der Vorwurf!
Ich möchte betonen, daß der Unterausschuß seine Aufgabe voll erfüllt hat, nämlich mit der Feststellung, daß es zu einigen Unzulänglichkeiten gekommen ist. (Abg. Gaugg: Parteifinanzierung war der Vorwurf!) Das ist eine ganz wichtige Feststellung, die auch seitens der SPÖ-Mandatare mitgetragen wird. Es wird im Zusammenhang mit der "Euroteam"-Gruppe ... (Abg. Gaugg: Du hast behauptet, es gebe Parteifinanzierung!) Herr Kollege Gaugg, hören Sie zu! (Abg. Gaugg: Leg es auf den Tisch, wenn du Parteifinanzierung vorwirfst!) Es werden konkret folgende Kritikpunkte angesprochen, Herr Bundeskanzler, nämlich Kritik an der Art und Weise der Vergabe von Werkverträgen im Zusammenhang mit der Lehrlingsinitiative. Da müssen Sie auch zugeben, daß Fehler passiert sind. (Abg. Gaugg: Wo?)
Abg. Gaugg: Du hast behauptet, es gebe Parteifinanzierung!
Ich möchte betonen, daß der Unterausschuß seine Aufgabe voll erfüllt hat, nämlich mit der Feststellung, daß es zu einigen Unzulänglichkeiten gekommen ist. (Abg. Gaugg: Parteifinanzierung war der Vorwurf!) Das ist eine ganz wichtige Feststellung, die auch seitens der SPÖ-Mandatare mitgetragen wird. Es wird im Zusammenhang mit der "Euroteam"-Gruppe ... (Abg. Gaugg: Du hast behauptet, es gebe Parteifinanzierung!) Herr Kollege Gaugg, hören Sie zu! (Abg. Gaugg: Leg es auf den Tisch, wenn du Parteifinanzierung vorwirfst!) Es werden konkret folgende Kritikpunkte angesprochen, Herr Bundeskanzler, nämlich Kritik an der Art und Weise der Vergabe von Werkverträgen im Zusammenhang mit der Lehrlingsinitiative. Da müssen Sie auch zugeben, daß Fehler passiert sind. (Abg. Gaugg: Wo?)
Abg. Gaugg: Leg es auf den Tisch, wenn du Parteifinanzierung vorwirfst!
Ich möchte betonen, daß der Unterausschuß seine Aufgabe voll erfüllt hat, nämlich mit der Feststellung, daß es zu einigen Unzulänglichkeiten gekommen ist. (Abg. Gaugg: Parteifinanzierung war der Vorwurf!) Das ist eine ganz wichtige Feststellung, die auch seitens der SPÖ-Mandatare mitgetragen wird. Es wird im Zusammenhang mit der "Euroteam"-Gruppe ... (Abg. Gaugg: Du hast behauptet, es gebe Parteifinanzierung!) Herr Kollege Gaugg, hören Sie zu! (Abg. Gaugg: Leg es auf den Tisch, wenn du Parteifinanzierung vorwirfst!) Es werden konkret folgende Kritikpunkte angesprochen, Herr Bundeskanzler, nämlich Kritik an der Art und Weise der Vergabe von Werkverträgen im Zusammenhang mit der Lehrlingsinitiative. Da müssen Sie auch zugeben, daß Fehler passiert sind. (Abg. Gaugg: Wo?)
Abg. Gaugg: Wo?
Ich möchte betonen, daß der Unterausschuß seine Aufgabe voll erfüllt hat, nämlich mit der Feststellung, daß es zu einigen Unzulänglichkeiten gekommen ist. (Abg. Gaugg: Parteifinanzierung war der Vorwurf!) Das ist eine ganz wichtige Feststellung, die auch seitens der SPÖ-Mandatare mitgetragen wird. Es wird im Zusammenhang mit der "Euroteam"-Gruppe ... (Abg. Gaugg: Du hast behauptet, es gebe Parteifinanzierung!) Herr Kollege Gaugg, hören Sie zu! (Abg. Gaugg: Leg es auf den Tisch, wenn du Parteifinanzierung vorwirfst!) Es werden konkret folgende Kritikpunkte angesprochen, Herr Bundeskanzler, nämlich Kritik an der Art und Weise der Vergabe von Werkverträgen im Zusammenhang mit der Lehrlingsinitiative. Da müssen Sie auch zugeben, daß Fehler passiert sind. (Abg. Gaugg: Wo?)
Abg. Scheibner: Zu welcher Partei?
Es wird auch das Naheverhältnis der "Euroteam"-Gruppe zu einer politischen Partei und zu Mitarbeitern im Bundeskanzleramt und im Sozialministerium kritisiert. (Abg. Scheibner: Zu welcher Partei?) Zur SPÖ. Es ist eindeutig bewiesen worden – und das wurde auch mit den Unterschriften der SPÖ-Abgeordneten bezeugt –, daß es da ein Beziehungsgeflecht gegeben hat, nämlich "Euroteam" in diesem Bereich: einerseits Personen, die der SPÖ nahestehen und die in Ministerien sehr wohl ein gewichtiges Wort als Auftraggeber haben – und auf der anderen Seite als Auftragnehmer.
Beifall bei der ÖVP.
Es ist daher zu einem unzulässigen Startvorteil für die "Euroteam"-Gruppe gekommen. Diese politische Wertung finden Sie in diesem Bericht. Daher hat der Unterausschuß des Rechnungshofausschusses volle Arbeit geleistet. Am Wort sind jetzt die Gerichte und der Rechnungshofausschuß. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Leikam: Vor zwei Tagen habe ich etwas anderes gehört!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Etwas ist heute bereits betont worden, und das muß man aufzeigen. Ich gebe Ihnen recht, Herr Bundeskanzler, man sollte jetzt nicht auf Jan Klima losgehen. Das wäre mir auch nicht recht, und ich würde das ebenso verteidigen. (Abg. Leikam: Vor zwei Tagen habe ich etwas anderes gehört!) Aber es geht gar nicht um Jan Klima. Ich glaube ihm auch, daß er nicht gewußt hat, daß er Rechnungshofprüfer bei "Euroteam Vienna", bei "Euroteam Burgenland" war.
Abg. Dr. Graf: Wie bei Habsburg!
Aber es geht um das System, Herr Bundeskanzler, und Sie haben dafür die Verantwortung! Wie kann es dazu kommen, daß ein Verein, eine Firmengruppe Personen als Funktionäre beschäftigt oder im Vereinsregister aufscheinen läßt und diese Personen aber gar nichts davon wissen? – Und das über Jahre, nämlich über vier Jahre hinweg, wobei 47 Millionen Schilling an Steuergeldern geflossen sind! Das ist aufklärungsbedürftig. (Abg. Dr. Graf: Wie bei Habsburg!) Dazu haben Sie keine Stellungnahme abgegeben! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Aber es geht um das System, Herr Bundeskanzler, und Sie haben dafür die Verantwortung! Wie kann es dazu kommen, daß ein Verein, eine Firmengruppe Personen als Funktionäre beschäftigt oder im Vereinsregister aufscheinen läßt und diese Personen aber gar nichts davon wissen? – Und das über Jahre, nämlich über vier Jahre hinweg, wobei 47 Millionen Schilling an Steuergeldern geflossen sind! Das ist aufklärungsbedürftig. (Abg. Dr. Graf: Wie bei Habsburg!) Dazu haben Sie keine Stellungnahme abgegeben! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Gradwohl: ... "F" in Kärnten! – Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich möchte im besonderen auf Herrn Gerald Gerstbauer eingehen. Er hat mir, nachdem ich hier heraußen seine Funktionen dargelegt habe, über seinen Rechtsanwalt die Nachricht zukommen lassen, daß er mich klagen wird, wenn ich noch einmal etwas sage. Herr Bundeskanzler! Ich meine – und da spreche ich nicht für mich allein, sondern für alle Abgeordneten in diesem Hause –, wir dürfen uns hier im Hohen Hause nicht mundtot machen lassen! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Gradwohl: ... "F" in Kärnten! – Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Gaugg: Im Unterausschuß wäre das besser gewesen, oder?!
Es sind noch sehr viele Dinge aufzuklären. Gerade Herr Gerald Gerstbauer war, so höre ich, maßgebend an der Fachhochschule "BFI Euroteam" in Wien-Floridsdorf beteiligt. Dort gibt es den Studienlehrgang "Bank und Finanzwirtschaft" – Herr Bundeskanzler, wußten Sie das? –, den es vorher in Salzburg gab. Dieser Studienlehrgang ist in Salzburg gescheitert. Es stellt sich die Frage, warum er in Wien – mit Steuermitteln! – genehmigt wurde. Das muß man eindeutig klären. (Abg. Gaugg: Im Unterausschuß wäre das besser gewesen, oder?!) Ich hoffe, Sie werden heute noch eine Stellungnahme dazu abgeben.
Rufe bei der ÖVP: Oh!
Dieses Haus wurde, wie ich höre – und das muß man auch offen sagen – der Firma "Euroteam" unentgeltlich zur Verfügung gestellt. (Rufe bei der ÖVP: Oh!) Was ist da gelaufen? Das ist höchst aufklärungsbedürftig! (Abg. Gaugg: Das wird für einen Untersuchungsausschuß eine interessante Frage!) Auch zu diesen Fragen sollten Sie Stellung nehmen, dazu müssen auch der Rechnungshof und die Gerichte, wenn sie das untersuchen, Stellung nehmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Gaugg: Das wird für einen Untersuchungsausschuß eine interessante Frage!
Dieses Haus wurde, wie ich höre – und das muß man auch offen sagen – der Firma "Euroteam" unentgeltlich zur Verfügung gestellt. (Rufe bei der ÖVP: Oh!) Was ist da gelaufen? Das ist höchst aufklärungsbedürftig! (Abg. Gaugg: Das wird für einen Untersuchungsausschuß eine interessante Frage!) Auch zu diesen Fragen sollten Sie Stellung nehmen, dazu müssen auch der Rechnungshof und die Gerichte, wenn sie das untersuchen, Stellung nehmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Dieses Haus wurde, wie ich höre – und das muß man auch offen sagen – der Firma "Euroteam" unentgeltlich zur Verfügung gestellt. (Rufe bei der ÖVP: Oh!) Was ist da gelaufen? Das ist höchst aufklärungsbedürftig! (Abg. Gaugg: Das wird für einen Untersuchungsausschuß eine interessante Frage!) Auch zu diesen Fragen sollten Sie Stellung nehmen, dazu müssen auch der Rechnungshof und die Gerichte, wenn sie das untersuchen, Stellung nehmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Fekter: Ministersekretär!
Aber es geht gar nicht um Herrn Gerstbauer als Person – ich kenne ihn gar nicht –, sondern es geht darum, Herr Bundeskanzler, daß Herr Gerstbauer als politischer Sekretär sehr wohl Einfluß hat. Was ist denn bitte ein politischer Sekretär in einem Ministerium? (Abg. Dr. Fekter: Ministersekretär!) Er ist ein Ministersekretär! Er ist eine Vertrauensperson, ein Koordinator. (Abg. Dr. Fekter: Übt Druck auf Abgeordnete aus!) Er versucht, verschiedene Arbeiten vorzuerledigen. Das heißt, er hat eine wichtige Rolle!
Abg. Dr. Fekter: Übt Druck auf Abgeordnete aus!
Aber es geht gar nicht um Herrn Gerstbauer als Person – ich kenne ihn gar nicht –, sondern es geht darum, Herr Bundeskanzler, daß Herr Gerstbauer als politischer Sekretär sehr wohl Einfluß hat. Was ist denn bitte ein politischer Sekretär in einem Ministerium? (Abg. Dr. Fekter: Ministersekretär!) Er ist ein Ministersekretär! Er ist eine Vertrauensperson, ein Koordinator. (Abg. Dr. Fekter: Übt Druck auf Abgeordnete aus!) Er versucht, verschiedene Arbeiten vorzuerledigen. Das heißt, er hat eine wichtige Rolle!
Beifall bei der ÖVP.
Wenn nun Frau Ministerin Hostasch meint, sie habe von all dem nichts gewußt, dann fragt man sich natürlich, ob sie ihre politische Aufgabe auch entsprechend wahrgenommen hat. Und wenn Herr Gerstbauer auf der einen Seite Auftraggeber ist – denn vom Ministerium werden die Mittel vergeben –, und auf der anderen Seite innerhalb des "Euroteam"-Geflechtes Auftragnehmer, so gehört das auch untersucht! Wir haben größtes Interesse daran, daß diese Sachen schnellstens aufgeklärt werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Rufe bei der ÖVP und bei den Freiheitlichen: Da schau her! Rein "zufällig"!
Jetzt aber zu einer Delikatesse. Nachdem Herr Stuhlpfarrer mir hier sogar ins Wort gefallen ist, habe ich Herrn Präsidenten Fischer mehrere Anfragen geschickt, die – danke schön, Herr Präsident! – schnellstens beantwortet wurden. So ist es etwa sehr interessant, zu erfahren, daß Herr Stuhlpfarrer dadurch ins Haus gelangen konnte, daß er sich auf Herrn Abgeordneten Gusenbauer berufen hat. (Rufe bei der ÖVP und bei den Freiheitlichen: Da schau her! Rein "zufällig"!)
Abg. Dr. Nowotny: Was soll er dagegen tun?
Herr Abgeordneter Gusenbauer – er ist gar nicht mehr da –, es wäre Ihre Aufgabe gewesen, hier herauszugehen und nicht ein Plädoyer für sich zu halten, sondern aufzuklären (Abg. Dr. Nowotny: Was soll er dagegen tun?), wie Herr Stuhlpfarrer überhaupt darauf kommen konnte, unter Berufung auf Kollegen Gusenbauer hier hereinzukommen! Jeder Abgeordnete weiß (Abg. Schieder: Seid froh, daß er nicht "Steindl" gesagt hat!), daß ihn nur dann jemand hier im Hause besuchen kann, wenn er sich für ihn verbürgt und das auch unterschreibt. (Abg. Silhavy – ein Schriftstück in die Höhe haltend –: Abgeordneter Gusenbauer hat das sofort klargestellt!) Ich frage nun: Wer hat unterschrieben, daß Herr Stuhlpfarrer hereinkommen kann? (Abg. Kiermaier – ein Schriftstück auf das Rednerpult legend –: Da, lesen Sie vor, was da steht!) All diese Dinge müssen aufgeklärt werden! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Schieder: Seid froh, daß er nicht "Steindl" gesagt hat!
Herr Abgeordneter Gusenbauer – er ist gar nicht mehr da –, es wäre Ihre Aufgabe gewesen, hier herauszugehen und nicht ein Plädoyer für sich zu halten, sondern aufzuklären (Abg. Dr. Nowotny: Was soll er dagegen tun?), wie Herr Stuhlpfarrer überhaupt darauf kommen konnte, unter Berufung auf Kollegen Gusenbauer hier hereinzukommen! Jeder Abgeordnete weiß (Abg. Schieder: Seid froh, daß er nicht "Steindl" gesagt hat!), daß ihn nur dann jemand hier im Hause besuchen kann, wenn er sich für ihn verbürgt und das auch unterschreibt. (Abg. Silhavy – ein Schriftstück in die Höhe haltend –: Abgeordneter Gusenbauer hat das sofort klargestellt!) Ich frage nun: Wer hat unterschrieben, daß Herr Stuhlpfarrer hereinkommen kann? (Abg. Kiermaier – ein Schriftstück auf das Rednerpult legend –: Da, lesen Sie vor, was da steht!) All diese Dinge müssen aufgeklärt werden! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Silhavy – ein Schriftstück in die Höhe haltend –: Abgeordneter Gusenbauer hat das sofort klargestellt!
Herr Abgeordneter Gusenbauer – er ist gar nicht mehr da –, es wäre Ihre Aufgabe gewesen, hier herauszugehen und nicht ein Plädoyer für sich zu halten, sondern aufzuklären (Abg. Dr. Nowotny: Was soll er dagegen tun?), wie Herr Stuhlpfarrer überhaupt darauf kommen konnte, unter Berufung auf Kollegen Gusenbauer hier hereinzukommen! Jeder Abgeordnete weiß (Abg. Schieder: Seid froh, daß er nicht "Steindl" gesagt hat!), daß ihn nur dann jemand hier im Hause besuchen kann, wenn er sich für ihn verbürgt und das auch unterschreibt. (Abg. Silhavy – ein Schriftstück in die Höhe haltend –: Abgeordneter Gusenbauer hat das sofort klargestellt!) Ich frage nun: Wer hat unterschrieben, daß Herr Stuhlpfarrer hereinkommen kann? (Abg. Kiermaier – ein Schriftstück auf das Rednerpult legend –: Da, lesen Sie vor, was da steht!) All diese Dinge müssen aufgeklärt werden! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kiermaier – ein Schriftstück auf das Rednerpult legend –: Da, lesen Sie vor, was da steht!
Herr Abgeordneter Gusenbauer – er ist gar nicht mehr da –, es wäre Ihre Aufgabe gewesen, hier herauszugehen und nicht ein Plädoyer für sich zu halten, sondern aufzuklären (Abg. Dr. Nowotny: Was soll er dagegen tun?), wie Herr Stuhlpfarrer überhaupt darauf kommen konnte, unter Berufung auf Kollegen Gusenbauer hier hereinzukommen! Jeder Abgeordnete weiß (Abg. Schieder: Seid froh, daß er nicht "Steindl" gesagt hat!), daß ihn nur dann jemand hier im Hause besuchen kann, wenn er sich für ihn verbürgt und das auch unterschreibt. (Abg. Silhavy – ein Schriftstück in die Höhe haltend –: Abgeordneter Gusenbauer hat das sofort klargestellt!) Ich frage nun: Wer hat unterschrieben, daß Herr Stuhlpfarrer hereinkommen kann? (Abg. Kiermaier – ein Schriftstück auf das Rednerpult legend –: Da, lesen Sie vor, was da steht!) All diese Dinge müssen aufgeklärt werden! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Abgeordneter Gusenbauer – er ist gar nicht mehr da –, es wäre Ihre Aufgabe gewesen, hier herauszugehen und nicht ein Plädoyer für sich zu halten, sondern aufzuklären (Abg. Dr. Nowotny: Was soll er dagegen tun?), wie Herr Stuhlpfarrer überhaupt darauf kommen konnte, unter Berufung auf Kollegen Gusenbauer hier hereinzukommen! Jeder Abgeordnete weiß (Abg. Schieder: Seid froh, daß er nicht "Steindl" gesagt hat!), daß ihn nur dann jemand hier im Hause besuchen kann, wenn er sich für ihn verbürgt und das auch unterschreibt. (Abg. Silhavy – ein Schriftstück in die Höhe haltend –: Abgeordneter Gusenbauer hat das sofort klargestellt!) Ich frage nun: Wer hat unterschrieben, daß Herr Stuhlpfarrer hereinkommen kann? (Abg. Kiermaier – ein Schriftstück auf das Rednerpult legend –: Da, lesen Sie vor, was da steht!) All diese Dinge müssen aufgeklärt werden! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Nowotny: Jetzt haben Sie schon wieder die Unwahrheit gesagt!
Herr Präsident! Es gibt sehr viele Fragen in diesem Zusammenhang. Interessant ist nur, daß der Lehrlingsbeauftragte des Bundeskanzlers, jemand, der sehr viele Fördergelder kassiert hat (Abg. Dr. Nowotny: Jetzt haben Sie schon wieder die Unwahrheit gesagt!), im Parlament ein Hausverbot für sechs Monate bekommen hat. Das wirft ein bezeichnendes Licht auf die ganze Situation. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Herr Präsident! Es gibt sehr viele Fragen in diesem Zusammenhang. Interessant ist nur, daß der Lehrlingsbeauftragte des Bundeskanzlers, jemand, der sehr viele Fördergelder kassiert hat (Abg. Dr. Nowotny: Jetzt haben Sie schon wieder die Unwahrheit gesagt!), im Parlament ein Hausverbot für sechs Monate bekommen hat. Das wirft ein bezeichnendes Licht auf die ganze Situation. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Graf: Da werden wir aber genau schauen, ob es eine tatsächliche Berichtigung ist!
Präsident Dr. Heinz Fischer: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter Dr. Gusenbauer gemeldet. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Dr. Graf: Da werden wir aber genau schauen, ob es eine tatsächliche Berichtigung ist!)
Abg. Kiss: Das hat der Präsident des Nationalrates geschrieben!
Abgeordneter Dr. Alfred Gusenbauer (SPÖ): Herr Abgeordneter Steindl hat behauptet, Herr Stuhlpfarrer wäre auf Basis meiner Genehmigung hier ins Hohe Haus gekommen. (Abg. Kiss: Das hat der Präsident des Nationalrates geschrieben!) – Das ist nicht richtig! (Abg. Dr. Graf: Das hat er auch nicht behauptet! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Graf: Das hat er auch nicht behauptet! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und bei den Freiheitlichen.
Abgeordneter Dr. Alfred Gusenbauer (SPÖ): Herr Abgeordneter Steindl hat behauptet, Herr Stuhlpfarrer wäre auf Basis meiner Genehmigung hier ins Hohe Haus gekommen. (Abg. Kiss: Das hat der Präsident des Nationalrates geschrieben!) – Das ist nicht richtig! (Abg. Dr. Graf: Das hat er auch nicht behauptet! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und bei den Freiheitlichen.)
Ruf bei den Freiheitlichen: Das ist ja ungeheuerlich! – Anhaltende Zwischenrufe. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen
Wahr ist vielmehr, daß – wie ich heute früh in einer Presseaussendung klargestellt habe – Herr Stuhlpfarrer hier ins Haus gekommen ist (Ruf bei den Freiheitlichen: Das ist ja ungeheuerlich! – Anhaltende Zwischenrufe. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen), sich auf mich berufen hat, ohne jemals bei mir beziehungsweise bei meinem Büro um einen Termin angesucht oder einen solchen gar erhalten zu haben, und mich während seiner gesamten Anwesenheit hier im Hohen Hause nicht kontaktiert, nicht getroffen hat. (Abg. Gaugg: Ah, Sie kennen ihn gar nicht!) Ich habe Herrn Stuhlpfarrer erst gesehen, als er oben auf der Galerie gesessen hat, und er hat das Haus verlassen, ohne auch nur ein einziges Mal mit mir Kontakt gehabt zu haben.
Abg. Gaugg: Ah, Sie kennen ihn gar nicht!
Wahr ist vielmehr, daß – wie ich heute früh in einer Presseaussendung klargestellt habe – Herr Stuhlpfarrer hier ins Haus gekommen ist (Ruf bei den Freiheitlichen: Das ist ja ungeheuerlich! – Anhaltende Zwischenrufe. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen), sich auf mich berufen hat, ohne jemals bei mir beziehungsweise bei meinem Büro um einen Termin angesucht oder einen solchen gar erhalten zu haben, und mich während seiner gesamten Anwesenheit hier im Hohen Hause nicht kontaktiert, nicht getroffen hat. (Abg. Gaugg: Ah, Sie kennen ihn gar nicht!) Ich habe Herrn Stuhlpfarrer erst gesehen, als er oben auf der Galerie gesessen hat, und er hat das Haus verlassen, ohne auch nur ein einziges Mal mit mir Kontakt gehabt zu haben.
Abg. Jung: Ist das eine tatsächliche Berichtigung?
Die Frage, die ich mir nun stelle – und sie gilt für alle Abgeordneten im gleichen Maße –, ist (Abg. Jung: Ist das eine tatsächliche Berichtigung?): Wie ist es möglich, daß jemand hier ins Haus kommt ...
Zwischenrufe bei der ÖVP und bei den Freiheitlichen.
Präsident Dr. Heinz Fischer: Herr Abgeordneter Gusenbauer! In einer tatsächlichen Berichtigung kann man keine Fragen stellen! (Zwischenrufe bei der ÖVP und bei den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Aber wie kann er dann hereinkommen? Das muß doch geklärt werden!
Meine Damen und Herren, es wird immer verlangt, man solle die Abgeordneten verteidigen. Ich möchte daher folgendes sagen: Lesen Sie den Text der Anfrage, und lesen Sie den Text der Anfragebeantwortung. Darin ist der Sachverhalt nach bestem Wissen und Gewissen dargestellt – einschließlich der Tatsache, daß sich dieser Herr Stuhlpfarrer auf Herrn Abgeordneten Dr. Gusenbauer berufen hat, ohne daß Kollege Gusenbauer in irgendeinem Kontakt mit ihm gestanden ist. (Abg. Scheibner: Aber wie kann er dann hereinkommen? Das muß doch geklärt werden!)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Ich muß fairerweise dazusagen, daß es, hätte er gesagt, er gehe Herrn Dr. Fischer besuchen, mir genauso gegangen wäre wie Dr. Gusenbauer. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Das bin ich, glaube ich, den Mitgliedern dieses Hauses schuldig. (Abg. Dr. Gusenbauer steht weiterhin beim Rednerpult.) – Die tatsächliche Berichtigung ist beendet, Herr Abgeordneter Dr. Gusenbauer. (Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gusenbauer steht weiterhin beim Rednerpult.
Ich muß fairerweise dazusagen, daß es, hätte er gesagt, er gehe Herrn Dr. Fischer besuchen, mir genauso gegangen wäre wie Dr. Gusenbauer. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Das bin ich, glaube ich, den Mitgliedern dieses Hauses schuldig. (Abg. Dr. Gusenbauer steht weiterhin beim Rednerpult.) – Die tatsächliche Berichtigung ist beendet, Herr Abgeordneter Dr. Gusenbauer. (Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Ich muß fairerweise dazusagen, daß es, hätte er gesagt, er gehe Herrn Dr. Fischer besuchen, mir genauso gegangen wäre wie Dr. Gusenbauer. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Das bin ich, glaube ich, den Mitgliedern dieses Hauses schuldig. (Abg. Dr. Gusenbauer steht weiterhin beim Rednerpult.) – Die tatsächliche Berichtigung ist beendet, Herr Abgeordneter Dr. Gusenbauer. (Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Schweitzer: Bei uns wird rückgefragt!
Zu Wort gelangt nun Herr Abgeordneter Mag. Helmut Peter. Redezeit: 10 Minuten. – Bitte. (Abg. Mag. Schweitzer: Bei uns wird rückgefragt!)
Abg. Dr. Antoni: Gott sei Dank!
Was ist der Unterschied zur Republik Österreich? – Offensichtlich der Umstand, daß die Mächtigen hier schon zu lange an der Macht sind! Das heißt, daß sich die Macht perpetuiert hat, daß Oberösterreich schwarz und Wien rot ist, und daß der Bundeskanzler seit fast 30 Jahren von den Sozialdemokraten gestellt wird. (Abg. Dr. Antoni: Gott sei Dank!)
Abg. Dr. Niederwieser: Wieso denn?
Herr Gusenbauer hat heute wortreich versucht, das alles wegzureden. – Das Gesetz werden Sie auch noch brechen, Herr Gusenbauer von den Sozialdemokraten! (Abg. Dr. Niederwieser: Wieso denn?) Sie haben gesagt, es passiere alles auf rechtsstaatlicher Grundlage, und es wäre bisher erfolgreich gewesen. – Ja, aber erfolgreich in Ihrem Sinne, und die rechtsstaatliche Grundlage werden Sie hoffentlich doch einhalten!
Abg. Dr. Partik-Pablé: Und die Ministerien! – Heftige Zwischenrufe bei der SPÖ.
Aber worum geht es wirklich in Österreich? – Die Parteien, nämlich ÖVP und SPÖ, haben sich schon lange aus ihrer dienenden Rolle in eine herrschende Rolle begeben. Teile des Landes gehören ihnen. Die Wirtschaftskammer gehört den Schwarzen, die Arbeiterkammer gehört den Roten, diese Wohnbaugesellschaft gehört den Schwarzen, jene gehört den Roten, dieses Bundesland gehört den Schwarzen und jenes den Roten, und so weiter und so fort! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Und die Ministerien! – Heftige Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Silhavy: Haben Sie ein Problem damit, Wahlen zu akzeptieren?
Und Probleme bekommen Sie dann, meine Damen und Herren, wenn sich irgendwo auf einmal die Machtverhältnisse ändern. (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Silhavy: Haben Sie ein Problem damit, Wahlen zu akzeptieren?) Nein, ich habe kein Problem damit, Wahlen zu akzeptieren, Frau Kollegin. (Abg. Silhavy: Tatsächlich?) Ich habe aber ein großes Problem mit der Präpotenz der Macht, durch die vergessen wird, daß Parteien eine dienende und keine herrschende Rolle haben, und daß bei Besetzung von Positionen das Kriterium nicht das Parteibuch, sondern der Mensch ist, der dahinter steht. (Abg. Reitsamer: Nur weil er ein Parteibuch hat, ist er weniger wert?) Wissen Sie, es widerspricht nämlich meiner Auffassung nach sogar den Menschenrechten, Positionen danach zu besetzen, ob jemand "rot" oder "schwarz" ist. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Abg. Silhavy: Tatsächlich?
Und Probleme bekommen Sie dann, meine Damen und Herren, wenn sich irgendwo auf einmal die Machtverhältnisse ändern. (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Silhavy: Haben Sie ein Problem damit, Wahlen zu akzeptieren?) Nein, ich habe kein Problem damit, Wahlen zu akzeptieren, Frau Kollegin. (Abg. Silhavy: Tatsächlich?) Ich habe aber ein großes Problem mit der Präpotenz der Macht, durch die vergessen wird, daß Parteien eine dienende und keine herrschende Rolle haben, und daß bei Besetzung von Positionen das Kriterium nicht das Parteibuch, sondern der Mensch ist, der dahinter steht. (Abg. Reitsamer: Nur weil er ein Parteibuch hat, ist er weniger wert?) Wissen Sie, es widerspricht nämlich meiner Auffassung nach sogar den Menschenrechten, Positionen danach zu besetzen, ob jemand "rot" oder "schwarz" ist. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Abg. Reitsamer: Nur weil er ein Parteibuch hat, ist er weniger wert?
Und Probleme bekommen Sie dann, meine Damen und Herren, wenn sich irgendwo auf einmal die Machtverhältnisse ändern. (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Silhavy: Haben Sie ein Problem damit, Wahlen zu akzeptieren?) Nein, ich habe kein Problem damit, Wahlen zu akzeptieren, Frau Kollegin. (Abg. Silhavy: Tatsächlich?) Ich habe aber ein großes Problem mit der Präpotenz der Macht, durch die vergessen wird, daß Parteien eine dienende und keine herrschende Rolle haben, und daß bei Besetzung von Positionen das Kriterium nicht das Parteibuch, sondern der Mensch ist, der dahinter steht. (Abg. Reitsamer: Nur weil er ein Parteibuch hat, ist er weniger wert?) Wissen Sie, es widerspricht nämlich meiner Auffassung nach sogar den Menschenrechten, Positionen danach zu besetzen, ob jemand "rot" oder "schwarz" ist. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Beifall beim Liberalen Forum.
Und Probleme bekommen Sie dann, meine Damen und Herren, wenn sich irgendwo auf einmal die Machtverhältnisse ändern. (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Silhavy: Haben Sie ein Problem damit, Wahlen zu akzeptieren?) Nein, ich habe kein Problem damit, Wahlen zu akzeptieren, Frau Kollegin. (Abg. Silhavy: Tatsächlich?) Ich habe aber ein großes Problem mit der Präpotenz der Macht, durch die vergessen wird, daß Parteien eine dienende und keine herrschende Rolle haben, und daß bei Besetzung von Positionen das Kriterium nicht das Parteibuch, sondern der Mensch ist, der dahinter steht. (Abg. Reitsamer: Nur weil er ein Parteibuch hat, ist er weniger wert?) Wissen Sie, es widerspricht nämlich meiner Auffassung nach sogar den Menschenrechten, Positionen danach zu besetzen, ob jemand "rot" oder "schwarz" ist. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Abg. Koppler: Schnee von gestern!
Herr Gusenbauer hat uns wissen lassen, daß es in Österreich immer noch weit über 1 Million Parteimitglieder gibt. Das hat schon seinen Grund, denn die meisten der 3,3 Millionen unselbständig Beschäftigten wissen, daß sie, wollen sie im öffentlichen oder halböffentlichen Bereich etwas erreichen, halt das Parteibuch brauchen, sonst ist ihre Karriere gleich doppelt so schwierig. (Abg. Koppler: Schnee von gestern!) Das ist ja eigentlich nichts anderes als der Beweis dafür! Wissen Sie, Herr Koppler, daß es in diesem kleinen Österreich gleich viele Parteimitglieder gibt wie in der großen Bundesrepublik Deutschland? (Abg. Silhavy: Gibt es bei Ihnen eine Parteimitgliedschaft?) – Liebe Frau Kollegin! Parteimitgliedschaft halte ich für etwas ganz Ausgezeichnetes (Abg. Dr. Mertel: Sie sind doch keine Partei!), weil das Menschen sind, die sich der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen, die bereit sind, ihrem Land zu dienen. (Abg. Reitsamer: Ja!)
Abg. Silhavy: Gibt es bei Ihnen eine Parteimitgliedschaft?
Herr Gusenbauer hat uns wissen lassen, daß es in Österreich immer noch weit über 1 Million Parteimitglieder gibt. Das hat schon seinen Grund, denn die meisten der 3,3 Millionen unselbständig Beschäftigten wissen, daß sie, wollen sie im öffentlichen oder halböffentlichen Bereich etwas erreichen, halt das Parteibuch brauchen, sonst ist ihre Karriere gleich doppelt so schwierig. (Abg. Koppler: Schnee von gestern!) Das ist ja eigentlich nichts anderes als der Beweis dafür! Wissen Sie, Herr Koppler, daß es in diesem kleinen Österreich gleich viele Parteimitglieder gibt wie in der großen Bundesrepublik Deutschland? (Abg. Silhavy: Gibt es bei Ihnen eine Parteimitgliedschaft?) – Liebe Frau Kollegin! Parteimitgliedschaft halte ich für etwas ganz Ausgezeichnetes (Abg. Dr. Mertel: Sie sind doch keine Partei!), weil das Menschen sind, die sich der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen, die bereit sind, ihrem Land zu dienen. (Abg. Reitsamer: Ja!)
Abg. Dr. Mertel: Sie sind doch keine Partei!
Herr Gusenbauer hat uns wissen lassen, daß es in Österreich immer noch weit über 1 Million Parteimitglieder gibt. Das hat schon seinen Grund, denn die meisten der 3,3 Millionen unselbständig Beschäftigten wissen, daß sie, wollen sie im öffentlichen oder halböffentlichen Bereich etwas erreichen, halt das Parteibuch brauchen, sonst ist ihre Karriere gleich doppelt so schwierig. (Abg. Koppler: Schnee von gestern!) Das ist ja eigentlich nichts anderes als der Beweis dafür! Wissen Sie, Herr Koppler, daß es in diesem kleinen Österreich gleich viele Parteimitglieder gibt wie in der großen Bundesrepublik Deutschland? (Abg. Silhavy: Gibt es bei Ihnen eine Parteimitgliedschaft?) – Liebe Frau Kollegin! Parteimitgliedschaft halte ich für etwas ganz Ausgezeichnetes (Abg. Dr. Mertel: Sie sind doch keine Partei!), weil das Menschen sind, die sich der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen, die bereit sind, ihrem Land zu dienen. (Abg. Reitsamer: Ja!)
Abg. Reitsamer: Ja!
Herr Gusenbauer hat uns wissen lassen, daß es in Österreich immer noch weit über 1 Million Parteimitglieder gibt. Das hat schon seinen Grund, denn die meisten der 3,3 Millionen unselbständig Beschäftigten wissen, daß sie, wollen sie im öffentlichen oder halböffentlichen Bereich etwas erreichen, halt das Parteibuch brauchen, sonst ist ihre Karriere gleich doppelt so schwierig. (Abg. Koppler: Schnee von gestern!) Das ist ja eigentlich nichts anderes als der Beweis dafür! Wissen Sie, Herr Koppler, daß es in diesem kleinen Österreich gleich viele Parteimitglieder gibt wie in der großen Bundesrepublik Deutschland? (Abg. Silhavy: Gibt es bei Ihnen eine Parteimitgliedschaft?) – Liebe Frau Kollegin! Parteimitgliedschaft halte ich für etwas ganz Ausgezeichnetes (Abg. Dr. Mertel: Sie sind doch keine Partei!), weil das Menschen sind, die sich der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen, die bereit sind, ihrem Land zu dienen. (Abg. Reitsamer: Ja!)
Abg. Schieder: Sie haben darin ja schon mehrfach Erfahrung!
Wenn aber die Parteimit... (Abg. Schieder: Sie haben darin ja schon mehrfach Erfahrung!) Richtig! Und wenn die Parteimitgliedschaft ... (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Reitsamer.) Wenn aber, liebe Frau Reitsamer, die Parteimitgliedschaft der Schlüssel zur Karriere oder dazu wird, eine Wohnung zu bekommen, wenn dadurch dort oder da für einen interveniert wird, wenn offensichtlich ein Drittel der Unselbständigen in Österreich – über 1 Million Menschen! – Parteimitglieder sind, so ist die Präpotenz der Macht offensichtlich. Spätestens dann stellt sich die Frage, wie lange Österreich in diesem Zustand verharren will.
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Reitsamer.
Wenn aber die Parteimit... (Abg. Schieder: Sie haben darin ja schon mehrfach Erfahrung!) Richtig! Und wenn die Parteimitgliedschaft ... (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Reitsamer.) Wenn aber, liebe Frau Reitsamer, die Parteimitgliedschaft der Schlüssel zur Karriere oder dazu wird, eine Wohnung zu bekommen, wenn dadurch dort oder da für einen interveniert wird, wenn offensichtlich ein Drittel der Unselbständigen in Österreich – über 1 Million Menschen! – Parteimitglieder sind, so ist die Präpotenz der Macht offensichtlich. Spätestens dann stellt sich die Frage, wie lange Österreich in diesem Zustand verharren will.
Abg. Reitsamer: Warum wollen Sie die dann ausschließen?
Ausschreibungen in der Wirtschaft werden zur Farce! – Aber natürlich, sie sind ganz gesetzlich abgelaufen, und es sind auch gute Persönlichkeiten herausgekommen. Herr Bundeskanzler, ich stehe nicht an, zu sagen, daß ein Herr Dr. Ditz und ein Herr Dr. Streicher ohne Zweifel zwei Persönlichkeiten des österreichischen Wirtschaftslebens sind, die Fähigkeiten haben. (Abg. Reitsamer: Warum wollen Sie die dann ausschließen?) – Ja merken Sie denn nicht, daß sich unter den Bedingungen, unter denen Sie Ausschreibungen machen, überhaupt kein anderer mehr bewirbt, da schon drei Monate vorher feststeht, wer es werden wird?! (Beifall beim Liberalen Forum sowie des Abg. Dr. Van der Bellen.)
Beifall beim Liberalen Forum sowie des Abg. Dr. Van der Bellen.
Ausschreibungen in der Wirtschaft werden zur Farce! – Aber natürlich, sie sind ganz gesetzlich abgelaufen, und es sind auch gute Persönlichkeiten herausgekommen. Herr Bundeskanzler, ich stehe nicht an, zu sagen, daß ein Herr Dr. Ditz und ein Herr Dr. Streicher ohne Zweifel zwei Persönlichkeiten des österreichischen Wirtschaftslebens sind, die Fähigkeiten haben. (Abg. Reitsamer: Warum wollen Sie die dann ausschließen?) – Ja merken Sie denn nicht, daß sich unter den Bedingungen, unter denen Sie Ausschreibungen machen, überhaupt kein anderer mehr bewirbt, da schon drei Monate vorher feststeht, wer es werden wird?! (Beifall beim Liberalen Forum sowie des Abg. Dr. Van der Bellen.)
Beifall beim Liberalen Forum und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abschließend: Herr Bundeskanzler! Daß Sie sich dagegen verwahren, daß man Ihren Sohn in die ganze Sache hineinzieht, dem stimme ich zu. Und wir Liberalen werden das auch nicht tun. (Beifall beim Liberalen Forum und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Ing. Langthaler: Ich glaube, der Bundeskanzler liest gerade das Protokoll vom Dienstag! – Ruf bei der ÖVP: Besser jetzt als nie!
Ich möchte aber die Diskussion vom Dienstag heute nicht wiederholen. Wenn Sie damals schon keine Zeit gehabt haben, zu kommen, werden Sie jetzt vielleicht die Zeit haben, das Protokoll der Debatte vom Dienstag durchzulesen. Ich kann mich jedenfalls nur darüber wundern und fragen, welche Ihre Gründe sein mögen, sich gegenüber der Firma "Euroteam" in dieser Weise zurückzuhalten, einer Firma, die nachweislich – das kann man wohl heute schon sagen: nachweislich! – das Urheberrecht mißachtet und geistiges Eigentum gestohlen hat. Sie brauchen nur die letzte Seite der abweichenden Stellungnahme des Kollegen Öllinger zu lesen. (Abg. Ing. Langthaler: Ich glaube, der Bundeskanzler liest gerade das Protokoll vom Dienstag! – Ruf bei der ÖVP: Besser jetzt als nie!) Besser jetzt als nie! (Bundeskanzler Mag. Klima: Danke für den Tip!)
Bundeskanzler Mag. Klima: Danke für den Tip!
Ich möchte aber die Diskussion vom Dienstag heute nicht wiederholen. Wenn Sie damals schon keine Zeit gehabt haben, zu kommen, werden Sie jetzt vielleicht die Zeit haben, das Protokoll der Debatte vom Dienstag durchzulesen. Ich kann mich jedenfalls nur darüber wundern und fragen, welche Ihre Gründe sein mögen, sich gegenüber der Firma "Euroteam" in dieser Weise zurückzuhalten, einer Firma, die nachweislich – das kann man wohl heute schon sagen: nachweislich! – das Urheberrecht mißachtet und geistiges Eigentum gestohlen hat. Sie brauchen nur die letzte Seite der abweichenden Stellungnahme des Kollegen Öllinger zu lesen. (Abg. Ing. Langthaler: Ich glaube, der Bundeskanzler liest gerade das Protokoll vom Dienstag! – Ruf bei der ÖVP: Besser jetzt als nie!) Besser jetzt als nie! (Bundeskanzler Mag. Klima: Danke für den Tip!)
Abg. Dr. Fekter: Das tut niemand, Herr Professor!
Diese Anfragebeantwortung hat mich ein bißchen gekränkt, denn eines hasse ich wie die Pest – das können Sie mir glauben –, nämlich wenn man mich für blöd hält (Abg. Dr. Fekter: Das tut niemand, Herr Professor!) oder verkaufen will. – Es ist sehr freundlich von Ihnen, Kollegin Fekter, wenn Sie das sagen, aber diese Art der Anfragebeantwortung ließ mich doch auf etwas anderes schließen. (Abg. Ing. Langthaler: Die verkaufen uns nur für blöd!)
Abg. Ing. Langthaler: Die verkaufen uns nur für blöd!
Diese Anfragebeantwortung hat mich ein bißchen gekränkt, denn eines hasse ich wie die Pest – das können Sie mir glauben –, nämlich wenn man mich für blöd hält (Abg. Dr. Fekter: Das tut niemand, Herr Professor!) oder verkaufen will. – Es ist sehr freundlich von Ihnen, Kollegin Fekter, wenn Sie das sagen, aber diese Art der Anfragebeantwortung ließ mich doch auf etwas anderes schließen. (Abg. Ing. Langthaler: Die verkaufen uns nur für blöd!)
Abg. Scheibner: Das ist ganz gefährlich!
Darum geht es aber nicht, sondern es geht darum, daß zum Beispiel mein Kollege Georg Winckler, Professor der Volkswirtschaftslehre, Spezialist für Banken und Währung, als er sich vor zwei Jahren für das Direktorium der Nationalbank beworben hat, "natürlich" keine Chance hatte. Warum hatte er keine Chance? – Kein Mensch hat seine Qualifikation bezweifelt – das wäre auch schwer möglich gewesen –, aber er war parteipolitisch schwer zuordenbar. Deswegen hatte er keine Chance! (Abg. Scheibner: Das ist ganz gefährlich!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie hätten keine Chance!
Und wenn sich etwa der allenfalls ausscheidende Abgeordnete Van der Bellen um – sagen wir – den dritten Goldbarrenzählerposten in der Nationalbank bewerben würde (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie hätten keine Chance!), hätte er keine Chance, weil er parteipolitisch zuordenbar ist – nur leider der falschen. Es gibt eben nach wie vor Institutionen im öffentlichen und staatsnahen Bereich, in denen Rot und Schwarz von der Spitze bis zum Portier alle Posten ausbalanciert haben. (Beifall bei den Grünen und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und den Freiheitlichen.
Und wenn sich etwa der allenfalls ausscheidende Abgeordnete Van der Bellen um – sagen wir – den dritten Goldbarrenzählerposten in der Nationalbank bewerben würde (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie hätten keine Chance!), hätte er keine Chance, weil er parteipolitisch zuordenbar ist – nur leider der falschen. Es gibt eben nach wie vor Institutionen im öffentlichen und staatsnahen Bereich, in denen Rot und Schwarz von der Spitze bis zum Portier alle Posten ausbalanciert haben. (Beifall bei den Grünen und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Herr Bundeskanzler, das müssen Sie doch wissen!
Und wenn Sie hier das Gegenteil behaupten – so deutlich hat es ja Gott sei Dank noch keiner gemacht! –, dann würden Sie mich wieder kränken, denn dann würden Sie mich für blöd verkaufen wollen! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Herr Bundeskanzler, das müssen Sie doch wissen!) Jeder weiß, daß das so ist: Es gibt eben in Österreich noch diese Reste des Feudalstaates – so muß man das wohl nennen – oder eine Neugeburt des Feudalstaates, in dem die Spitzen von SPÖ und ÖVP glauben, ihren Gefolgsleuten bestimmte Lehen auf Zeit zuteilen zu können. Und genau das ist das Verheerende des Proporzes, nicht daß da jedesmal irgendein Unfähiger sozusagen ans Ruder kommt.
Beifall bei den Grünen.
Auch Kollege Gusenbauer hat heute hier das Thema völlig verfehlt. Was haben die USA mit den österreichischen Verhältnissen zu tun? Dort wechseln die Leute in Firmen der Privatwirtschaft – es kommen auch genug Korruptionsfälle vor; das steht auf einem anderen Blatt. Es geht dort aber nicht darum, daß sie in staatsnahe Unternehmen wechseln, wo die gleichen Parteien, die hier im Hause den Ton angeben, dort dasselbe tun. Das ist doch etwas ganz anderes! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Petrovic: Traurig! Traurig!
Mit der Zeit wird die Feudalisierung Österreichs ein Ende nehmen. ÖVP und SPÖ bestreiten heute, daß es das überhaupt gibt. – Das widerspricht dem Hausverstand, das widerspricht der Erfahrung jedes einzelnen gelernten Österreichers, jeder einzelnen gelernten Österreicherin. Wir alle wissen, daß es das gibt! – Danke. (Beifall bei den Grünen und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Petrovic: Traurig! Traurig!)
Zwischenruf des sich auf seinen Platz begebenden Abg. Dr. Van der Bellen.
Präsident Dr. Heinz Fischer: Herr Abgeordneter Van der Bellen, ich nehme an, Sie wollten "Skandal" sagen, als Ihnen irrtümlich das Wort "Schweinerei" herausrutschte. (Zwischenruf des sich auf seinen Platz begebenden Abg. Dr. Van der Bellen.) Okay.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Bei uns geht das ja schon weiter, man hat das Spiel der Feudalherrschaften schon verfeinert: Wenn ein Landeshauptmann in Österreich bei einer Elektrizitätsgesellschaft den Parteienproporz ausschließt, droht ihm eine Ministeranklage. – Das ist der einzige Grund, den man in Kärnten gefunden hat, um unabhängige Wirtschaftstreuhänder, Rechtsanwälte und Unternehmer daran zu hindern, im Interesse der Bevölkerung Österreichs endlich mit diesem Parteienproporz aufzuhören! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Leikam.
Nur weil Herr Ambrozy nicht als Aufsichtsrat in die KELAG kommt, gibt es eine Ministeranklage. (Zwischenruf des Abg. Leikam.) Sie machen sich mit dieser Maßnahme europaweit lächerlich und bleiben auch übrig, denn sogar die ÖVP ist so weit, daß sie dabei nicht mitmacht. (Abg. Leikam: Lauter blaue Jungs!)
Abg. Leikam: Lauter blaue Jungs!
Nur weil Herr Ambrozy nicht als Aufsichtsrat in die KELAG kommt, gibt es eine Ministeranklage. (Zwischenruf des Abg. Leikam.) Sie machen sich mit dieser Maßnahme europaweit lächerlich und bleiben auch übrig, denn sogar die ÖVP ist so weit, daß sie dabei nicht mitmacht. (Abg. Leikam: Lauter blaue Jungs!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Leikam: Sie wollen Rote heraus, Blaue hinein!
Herr Bundeskanzler, aber jetzt zu Ihnen! Sie sprechen von Beschäftigung – und schaffen Arbeitslosigkeit! Sie sprechen von Lehrlingsbeschäftigung – und begünstigen die Freunderlwirtschaft! – Das ist Ihr Ergebnis von Beschäftigungspolitik! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Leikam: Sie wollen Rote heraus, Blaue hinein!)
Zwischenruf des Abg. Jung.
Hier fragen die Mitarbeiter von Waagner-Biró, wieviel die Unterschrift eines österreichischen Politikers wert ist. Sie fragen, wieviel Ihre Unterschrift wert ist, weil sie ohne Beschäftigung dastehen, weil Sie ständig und immer wieder damit beschäftigt sind, ihre ehemaligen Parteifreunde in Ihrem Einsatzbereich irgendwo unterzubringen – bis zu Herrn Streicher, den muß man auch noch irgendwo unterbringen. (Zwischenruf des Abg. Jung.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Oder aus dem Unternehmen, aus dem Sie kommen, aus der OMV: Dort gibt es zwei Vorstandsdirektoren, Schenz und seinen Stellvertreter, beide sind 61 Jahre alt, stellen sich jetzt um einen weiteren Fünfjahresvertrag an, sind aber jene, die in den letzten Jahren Hunderte 45- bis 50jährige Arbeitnehmer auf die Straße gesetzt haben. Da können Sie doch nicht tatenlos zuschauen und so tun, als würde Sie das alles nichts angehen! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Bundeskanzler Mag. Klima: Fünf Jahre davor!
Es mag schon sein, daß Ihr Sohn, Herr Bundeskanzler, zufällig – vielleicht – oder auf Anfrage ein paar Monate davor gefragt wurde, ob er den Rechnungsprüfer in diesem Verein macht. Es war so. (Bundeskanzler Mag. Klima: Fünf Jahre davor!) – Fünf Jahre davor! Aber das müßte doch einen Aufschrei von Ihnen verursachen. Sie müßten Herrn Stuhlpfarrer und all jene, die da mit dabei sind, einmal zur Verantwortung ziehen. Man kann doch nicht fünf Jahre lang irgendwo Rechnungsprüfer sein und zuschauen, aber letztlich nicht handeln!
Beifall bei den Freiheitlichen.
Sie hätten gut daran getan, Ihren Abgeordneten hier im Hohen Hause zu empfehlen, der Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zuzustimmen! Das wäre viel ehrlicher, viel direkter! (Beifall bei den Freiheitlichen.) Man könnte in diesen Fragen viel freier agieren. Es ist nicht richtig, zu sagen: Nein, da ziehen wir uns zurück! (Zwischenruf des Abg. Leikam.)
Zwischenruf des Abg. Leikam.
Sie hätten gut daran getan, Ihren Abgeordneten hier im Hohen Hause zu empfehlen, der Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zuzustimmen! Das wäre viel ehrlicher, viel direkter! (Beifall bei den Freiheitlichen.) Man könnte in diesen Fragen viel freier agieren. Es ist nicht richtig, zu sagen: Nein, da ziehen wir uns zurück! (Zwischenruf des Abg. Leikam.)
Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Mag. Klima.
Sie verteidigen noch Herrn Stuhlpfarrer – aus mir völlig unerklärlichen Gründen – und kümmern sich nicht darum! Heute erscheinen Sie bei der Frage des Proporzes und der Freunderlwirtschaft und erklären uns alles zum "Euroteam" und ähnlichem. Wir hatten einen Antrag gestellt, daß Sie in den Unterausschuß kommen mögen, um genau diese Dinge zu klären, aber damals hatten Sie keine Zeit, weil Sie den Zeitungen Interviews geben mußten, und an und für sich haben Sie ja einen Staatssekretär, der diese Aufgaben bestens erledigen kann. – Kann er nicht, denn er ist nicht verwandt mit Ihrem Sohn. Da geht es um Ihre Familie, und da hätte ich mir etwas mehr an persönlichem Einsatz erwartet und vor allem eine rasche Aufklärung! (Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Mag. Klima.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Mag. Klima.
Letztlich ist es im Interesse unserer jugendlichen Beschäftigten, daß das Geld, das zur Verfügung gestellt wird, auch an die richtige Adresse kommt! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Mag. Klima.)
Abg. Leikam: Da hat sich nichts mehr gefunden! Da war alles fort!
Abgeordnete Dr. Ilse Mertel (SPÖ): Herr Bundeskanzler! Herr Präsident! Hohes Haus! Herr Gaugg hat natürlich viel Erfahrung mit Ungereimtheiten. Ich erinnere nur an den vergeblichen Versuch, als der Pressedienst der Freiheitlichen, die "Kärntner Nachrichten", überprüft hätten werden sollen – es waren weit und breit keine Unterlagen mehr vorhanden! (Abg. Leikam: Da hat sich nichts mehr gefunden! Da war alles fort!)
Abg. Haigermoser: Dann hätte ja der Herr Kanzler das widerlegen können! Warum hat er das nicht ausgeräumt?
Man liest mit Erstaunen die Namen, die Sie in Ihrer Dringlichen Anfrage anführen, dieses Sammelsurium an Behauptungen, Bösartigkeiten und Unterstellungen; das sind Bösartigkeiten der besonderen Art. (Abg. Haigermoser: Dann hätte ja der Herr Kanzler das widerlegen können! Warum hat er das nicht ausgeräumt?) Man merkt die Absicht. Ich meine, man sollte bestürzt sein – wenn es nicht so grauslich wäre! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Man liest mit Erstaunen die Namen, die Sie in Ihrer Dringlichen Anfrage anführen, dieses Sammelsurium an Behauptungen, Bösartigkeiten und Unterstellungen; das sind Bösartigkeiten der besonderen Art. (Abg. Haigermoser: Dann hätte ja der Herr Kanzler das widerlegen können! Warum hat er das nicht ausgeräumt?) Man merkt die Absicht. Ich meine, man sollte bestürzt sein – wenn es nicht so grauslich wäre! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Graf: Reden wir nicht darüber! Fünf Jahre ...!
Herr Steindl sagt, daß jetzt der Rechnungshof und die Staatsanwaltschaft am Wort sind. – Dem kann ich mich nur anschließen und sagen: Lassen wir den Rechnungshof und auch die Staatsanwaltschaft diese Angelegenheit überprüfen. (Abg. Dr. Graf: Reden wir nicht darüber! Fünf Jahre ...!) – Wir reden darüber, wir reden auch heute darüber.
Beifall bei der SPÖ.
Aber ich frage: Wann ist in letzter Zeit von anderen Parteien hier in diesem Hause, wenn Ungereimtheiten aufgebrochen sind, der Antrag an den Rechnungshof gestellt worden, diese Angelegenheit zu überprüfen? Darf ich das den Koalitionspartner fragen? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Gaugg: Wer hat denn den Auftrag vergeben an den Stuhlpfarrer?!
Der Herr Bundeskanzler wehrt sich zu Recht – zu Recht! – dagegen, daß sein Sohn mit Unrat beworfen wird und der Name "Klima" benützt wird. Ich kann nur folgendes dazu sagen: Das liegt auf Ihrer Linie, wahrscheinlich auf der germanischen: Sippenhaftung! Nichts anderes als Sippenhaftung machen Sie! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Gaugg: Wer hat denn den Auftrag vergeben an den Stuhlpfarrer?!)
Abg. Scheibner: Der Vorwurf der Sippenhaftung ist auch nicht in Ordnung!
Wenn Herr Steindl hier beklagt, daß er von einem Rechtsanwalt bedroht wird, und sagt, er wolle nicht mundtot gemacht werden, dann schließe ich mich dem an. Wir Abgeordnete dürfen nicht mundtot gemacht werden – auch nicht mit so sinnlosen und lächerlichen Drohungen! (Abg. Scheibner: Der Vorwurf der Sippenhaftung ist auch nicht in Ordnung!) Der Vorsitzende des Immunitätsausschusses Franz Steindl weiß bitte ganz genau, daß er hier herinnen äußern kann, was er will, ohne gefährdet zu sein! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn Herr Steindl hier beklagt, daß er von einem Rechtsanwalt bedroht wird, und sagt, er wolle nicht mundtot gemacht werden, dann schließe ich mich dem an. Wir Abgeordnete dürfen nicht mundtot gemacht werden – auch nicht mit so sinnlosen und lächerlichen Drohungen! (Abg. Scheibner: Der Vorwurf der Sippenhaftung ist auch nicht in Ordnung!) Der Vorsitzende des Immunitätsausschusses Franz Steindl weiß bitte ganz genau, daß er hier herinnen äußern kann, was er will, ohne gefährdet zu sein! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Das ist eine böse Unterstellung gewesen!
Wenn Herr Kiss das gestern als gefährliche Bedrohung gewertet hat, so war das eine starke Überbewertung. Herr Franz Steindl! Ich glaube, es geht weder um eine gefährliche noch um eine ungefährliche Drohung, auch nicht um die Sache, nicht um Personen, Gerstbauer oder Gusenbauer, sondern es geht einfach um Ihre Profilierungsneurose als Vorsitzender des Immunitätsausschusses. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Das ist eine böse Unterstellung gewesen!)
Abg. Gaugg: Gewesen! Bis März gewesen!
Als Kärntnerin – nach Herrn Gaugg haben Sie sich ja schon an die Mundartklänge gewöhnt – kann ich nur sagen: Nach 100 Tagen FPÖ-Herrschaft in Kärnten sieht man, das ist ein glänzendes Beispiel für Postenschacher und Günstlingswirtschaft. (Abg. Gaugg: Gewesen! Bis März gewesen!) Das beste Beispiel nach wie vor. Das ist ganz stark hervorgebrochen. (Abg. Gaugg: Lesen Sie einmal die Namen der Aufsichtsratsmitglieder der KELAG vor!)
Abg. Gaugg: Lesen Sie einmal die Namen der Aufsichtsratsmitglieder der KELAG vor!
Als Kärntnerin – nach Herrn Gaugg haben Sie sich ja schon an die Mundartklänge gewöhnt – kann ich nur sagen: Nach 100 Tagen FPÖ-Herrschaft in Kärnten sieht man, das ist ein glänzendes Beispiel für Postenschacher und Günstlingswirtschaft. (Abg. Gaugg: Gewesen! Bis März gewesen!) Das beste Beispiel nach wie vor. Das ist ganz stark hervorgebrochen. (Abg. Gaugg: Lesen Sie einmal die Namen der Aufsichtsratsmitglieder der KELAG vor!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Herr Gaugg! Das, was Sie vorhaben, ist Entdemokratisierung durch sogenannte Entpolitisierung. Das haben Sie vor. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Anhaltende Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Wenn man Herrn Scheibner zuhört, meint man, man hätte eine besondere Art von Persönlichkeitsspaltung vor sich. Er macht uns etwas vor – "Er" groß geschrieben, nämlich Haider. (Anhaltende Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Gaugg: Sie sollten Büttenrednerin werden!
Dabei wird deutlich, daß die FPÖ und vor allem der Führer, ah, ihr Führer, von einem etwas versteht: von Macht. (Abg. Gaugg: Sie sollten Büttenrednerin werden!) Die FPÖ versteht nichts von der tragenden Rolle politischer Parteien in einer Demokratie. Die Interessen unserer Bevölkerung entstehen ja nicht im luftfreien Raum, formieren sich nicht irgendwo frei schwebend, sondern entstehen innerhalb der bestehenden Strukturen, der organisierten Interessenvertretungen, denen Sie, Herr Gaugg, auch nach wie vor angehören, soviel ich weiß, die Sie selbst allerdings bekämpfen. (Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) – Das reicht vom einfachen Betriebsrat bis zu den politischen Parteien, und das macht eine fundierte politische Kultur aus, allerdings natürlich nur in einem demokratischen Land.
Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Dabei wird deutlich, daß die FPÖ und vor allem der Führer, ah, ihr Führer, von einem etwas versteht: von Macht. (Abg. Gaugg: Sie sollten Büttenrednerin werden!) Die FPÖ versteht nichts von der tragenden Rolle politischer Parteien in einer Demokratie. Die Interessen unserer Bevölkerung entstehen ja nicht im luftfreien Raum, formieren sich nicht irgendwo frei schwebend, sondern entstehen innerhalb der bestehenden Strukturen, der organisierten Interessenvertretungen, denen Sie, Herr Gaugg, auch nach wie vor angehören, soviel ich weiß, die Sie selbst allerdings bekämpfen. (Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) – Das reicht vom einfachen Betriebsrat bis zu den politischen Parteien, und das macht eine fundierte politische Kultur aus, allerdings natürlich nur in einem demokratischen Land.
Zwischenruf des Abg. Gaugg.
Wenn es nach den Vorstellungen der FPÖ ginge, dürften kein Mann, keine Frau, die sich einmal politisch engagiert haben – "engagiert" hat man sich nach FPÖ-Sicht sogar schon dann, wenn man nur ein Parteibuch hat; außer es ist eines von Ihren Mitgliedern; das ist natürlich klar –, jemals wieder an einer qualifizierten Stelle im öffentlichen oder privaten Bereich eingesetzt werden. Das sind die "demokratischen" Vorstellungen der FPÖ. (Zwischenruf des Abg. Gaugg.) – Das bedeutet aus meiner Sicht aber die Vergeudung von Qualifikations- und Aktivitätsressourcen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn es nach den Vorstellungen der FPÖ ginge, dürften kein Mann, keine Frau, die sich einmal politisch engagiert haben – "engagiert" hat man sich nach FPÖ-Sicht sogar schon dann, wenn man nur ein Parteibuch hat; außer es ist eines von Ihren Mitgliedern; das ist natürlich klar –, jemals wieder an einer qualifizierten Stelle im öffentlichen oder privaten Bereich eingesetzt werden. Das sind die "demokratischen" Vorstellungen der FPÖ. (Zwischenruf des Abg. Gaugg.) – Das bedeutet aus meiner Sicht aber die Vergeudung von Qualifikations- und Aktivitätsressourcen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das Strickmuster ist immer das gleiche: Die FPÖ bezichtigt die anderen politischen Parteien in jedem Zusammenhang mit den unsachlichen Anwürfen "Klientel- und Freunderlwirtschaft" – das ist ihr Lieblingswort: "Freunderlwirtschaft". So lange Sie von den Freiheitlichen selbst nichts mitzureden haben, solange behaupten Sie das, aber kaum sind Sie an der Macht, ist Ihnen jedes Mittel recht, um Ihre eigenen Wünsche durchzusetzen – noch dazu kaltblütig und rücksichtslos! (Beifall bei der SPÖ.)
Rufe bei den Freiheitlichen: Ambrozy!
Dort, wo die FPÖ keinen Einflußbereich hat und sich auch keiner aufbauen läßt, heftet sie Entpolitisierung auf ihre Fahnen, macht das zur politischen Lehre und tut so, als wäre sie selbst keine politische Partei, sondern eine "Saubermannbewegung" – alle anderen sind schlecht. Dabei tritt dann erst noch das Faustrecht in Kraft, wie dies kürzlich bei der Kärntner Elektrizitätsgesellschaft der Fall war (Rufe bei den Freiheitlichen: Ambrozy!), bei der Bestellung der Aufsichtsräte der KELAG in Kärnten. (Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Dort, wo die FPÖ keinen Einflußbereich hat und sich auch keiner aufbauen läßt, heftet sie Entpolitisierung auf ihre Fahnen, macht das zur politischen Lehre und tut so, als wäre sie selbst keine politische Partei, sondern eine "Saubermannbewegung" – alle anderen sind schlecht. Dabei tritt dann erst noch das Faustrecht in Kraft, wie dies kürzlich bei der Kärntner Elektrizitätsgesellschaft der Fall war (Rufe bei den Freiheitlichen: Ambrozy!), bei der Bestellung der Aufsichtsräte der KELAG in Kärnten. (Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Neuerliche Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Das heißt: alles Experten, sogar wenn sie FPÖ-Günstlinge sind wie Veit Schalle oder Pöschl. (Beifall bei der SPÖ. – Neuerliche Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Sie stehen der FPÖ nahe!
Anhaltende Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Bei der KELAG haben wir es mit einem glatten Rechtsbruch zu tun, meine Damen und Herren! Es gibt ein Gutachten der Grazer Universität, die das Vorgehen des Herrn Landeshauptmannes Haider als glatten Rechtsbruch bewertet. (Anhaltende Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Gaugg.
Wir haben Österreich – das können wir Sozialdemokraten mit Stolz sagen – wirtschafts- und sozialpolitisch zu dem gemacht, was es ist: eine Erfolgsstory! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Gaugg.) Die Freiheitlichen haben dazu nichts beigetragen, nicht das geringste!
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Die Freiheitlichen sprechen von einer "Habererpartie" – man kann sich nur darüber wundern, daß Sie diesen Ausdruck verwenden. Denn man kann im Kärnten am eigenen Leib verspüren, daß dort die "Habererpartie" am Werk ist: Das geht von der Kulturpolitik über die Verwaltung bis hin zur Arbeit im Landtag! Da ist Ihnen jedes Mittel recht, Einfluß und Macht zu erringen, und da setzt Haider sein Naheverhältnis, das er zu Personen hat, ein. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Koppler: Das ist ein Wahnsinn! – Heiterkeit und Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Abg. Haigermoser: Das wäre dir zuwenig, Koppler! – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Das zeigt sich zum Beispiel bei Andreas Mölzer. Für Andreas Mölzer, Rechtsaußen-Ideologe, wurde eigens die Funktion eines "Kulturberaters" geschaffen. Monatliche Kosten: 30 000 S! (Abg. Koppler: Das ist ein Wahnsinn! – Heiterkeit und Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Abg. Haigermoser: Das wäre dir zuwenig, Koppler! – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Haigermoser: Es ist jetzt Transferzeit von einer Partei zur anderen! Smolle kandidiert jetzt für die SPÖ!
Der Leiter der Kulturabteilung wird gezwungen, in Pension zu gehen – zuerst war er krank, und dann hat man ihn gezwungen, in Pension zu gehen. (Abg. Haigermoser: Es ist jetzt Transferzeit von einer Partei zur anderen! Smolle kandidiert jetzt für die SPÖ!) Und durch wen ersetzt man ihn? – Einen Koordinator setzt man ein, der keinem Objektivierungsverfahren unterliegt!
Abg. Gaugg: Danke schön, Ihre Zeit ist leider abgelaufen!
Der Landesamtsdirektor, der im Krankenstand ist, wird einfach durch einen freiheitlichen Gemeinderat – ohne Objektivierungsverfahren! – ersetzt. Obwohl er noch im Krankenstand ist, montiert man schon sein Namensschild ab, vergißt aber, daß der Landtag zustimmen muß, wenn einer ersetzt wird. (Abg. Gaugg: Danke schön, Ihre Zeit ist leider abgelaufen!) – Diese Aufzählung ließe sich noch fortsetzen.
Abg. Gaugg: Gnädige Frau! Ihre Uhr steht auf rot!
Ein Blick zurück sei mir noch gestattet: der 24-Stunden-Pakt zwischen den Freiheitlichen und der ÖVP; Inhalt: die Aufteilung der detaillierten Posten in ganz Kärnten. Das geht vom Landesschulratspräsidenten bis zu der Übereinkunft, daß die Büros des Landeshauptmannes und seines Stellvertreters gleich gestaltet und eingerichtet werden müssen – also eine Durchorganisation. (Abg. Gaugg: Gnädige Frau! Ihre Uhr steht auf rot!) – Diese Aufzählung ließe sich noch beliebig fortsetzen.
Abg. Haigermoser: Eine "Herrschaft" ist das?
Abgeordnete Dr. Ilse Mertel (fortsetzend): Diese Aufzählung ließe sich beliebig fortsetzen, diese Geschichte ist bereits eine unendliche Geschichte. Es ist das eine Geschichte der brutalen Einflußnahme und der politischen Rücksichtslosigkeit nach 100 Tagen Herrschaft. (Abg. Haigermoser: Eine "Herrschaft" ist das?)
Beifall bei der SPÖ.
Von einem Fünfpunkteprogramm, wie es sich die SPÖ vorgegeben hat, nicht einmal auch nur annähernd eine Spur. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Beim Thema Postenschacher schießt sich die FPÖ ein Eigentor, denn das Vorgehen Haiders ist diktatorisch. Er befindet sich, wie Khol sagen würde, außerhalb des "Verfassungsbogens"! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Smolle: Ofner, berichtige den Mölzer, bitte!
Präsident Dr. Heinz Fischer: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter Ofner gemeldet. Er kennt die Bestimmungen. (Abg. Smolle: Ofner, berichtige den Mölzer, bitte!)
Abg. Dr. Mertel: Nein!
Abgeordneter Dr. Harald Ofner (Freiheitliche): Herr Präsident! Hohes Haus! Meine unmittelbare Vorrednerin hat den Obmann der Freiheitlichen Partei als "Führer" bezeichnet. (Abg. Dr. Mertel: Nein!) Sie hat ihn als "Führer" bezeichnet – wohlwissend, daß der "Führer" der Chef einer verbrecherischen Organisation in einem verbrecherischen Staat war.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Und den Obmann der Freiheitlichen als "Führer" zu bezeichnen, ist nach gängiger Praxis in diesem Haus einen Ordnungsruf wert. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Haigermoser: Haß ist immer ein schlechter Berater! – Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten der Freiheitlichen und der SPÖ. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Präsident Dr. Heinz Fischer: Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Dr. Partik-Pablé. (Abg. Haigermoser: Haß ist immer ein schlechter Berater! – Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten der Freiheitlichen und der SPÖ. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Smolle: Mölzer, Frau Kollegin, Mölzer!
Abgeordnete Dr. Helene Partik-Pablé (Freiheitliche): Sehr geehrte Damen und Herren! Frau Kollegin Mertel hat sich wirklich mit gutem Grund mit dem Proporz in Kärnten auseinandergesetzt (Abg. Smolle: Mölzer, Frau Kollegin, Mölzer!), denn es hat dort immerhin bis zum Jahre 1989 die Sozialistische Partei die Alleinregierung innegehabt, 1989 ist dann die Österreichische Volkspartei dazugekommen und hat noch das Ihrige dazu getan, um dort wirklich ein Proporzsystem zu entwickeln, von dem die schädlichen Auswirkungen eben jetzt noch zu spüren sind.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Jörg Haider kann nicht in drei Monaten das gesamte skandalumwitterte Proporzsystem dort ändern. Das muß doch jeder einsehen! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Leikam.
Dieser Bürgermeister hat das bei seinem Amtsantritt in einer Stadt und einem Bundesland, das seit mehr als 50 Jahren unter sozialdemokratischer Alleinherrschaft gestanden ist und noch steht, geäußert. Er war es auch, der tiefen Einblick in das gesamte Vergabewesen hatte. Er hat auch gewußt, was sich da in Wien abspielt. (Zwischenruf des Abg. Leikam.) Und Herr Bürgermeister Zilk hat auch ganz genau gewußt, was die Bevölkerung stört, denn er hat ein Gespür dafür gehabt. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Dieser Bürgermeister hat das bei seinem Amtsantritt in einer Stadt und einem Bundesland, das seit mehr als 50 Jahren unter sozialdemokratischer Alleinherrschaft gestanden ist und noch steht, geäußert. Er war es auch, der tiefen Einblick in das gesamte Vergabewesen hatte. Er hat auch gewußt, was sich da in Wien abspielt. (Zwischenruf des Abg. Leikam.) Und Herr Bürgermeister Zilk hat auch ganz genau gewußt, was die Bevölkerung stört, denn er hat ein Gespür dafür gehabt. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Wabl: Wie heißt der Landesschulratspräsident von Kärnten?
Nur, meine sehr geehrten Damen und Herren, trotz dieser großen Worte des Herrn sozialistischen Bürgermeisters Zilk hat sich leider nichts geändert! (Abg. Wabl: Wie heißt der Landesschulratspräsident von Kärnten?) Ganz im Gegenteil: Dieses Proporzdenken in Wien ist noch stärker geworden, und zwar im Jahre 1996, als die Österreichische Volkspartei in die Landesregierung gekommen ist. (Abg. Smolle: Wie heißt der Präsident des Landesschulrates?) Seit damals wird um jeden Direktorsposten, um alle AHS-Direktoren und um die Landesschulinspektoren noch mehr gemauschelt und gepokert, weil es ganz einfach zum System dieser beiden Parteien gehört, alle Stellen nach dem Proporz auszuschreiben, meine sehr geehrten Damen und Herren. Wenn es einmal eine Schule gibt, in der sich die Eltern dagegen wehren, daß sie einen Direktor bekommen, der nach dem Proporzsystem vorgesehen ist (Abg. Smolle: ... Direktor! Die erste Tat, die Haider gesetzt hat, ist, daß er ...!), daß dieser nicht Direktor werden soll, dann regt man sich auf und sagt, das darf doch gar nicht sein, und man sabotiert die Eltern. (Abg. Smolle: Hören Sie mir doch zu!) – Herr Smolle! Passen Sie doch auf und reden Sie mir nicht ununterbrochen drein! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Smolle: Wie heißt der Präsident des Landesschulrates?
Nur, meine sehr geehrten Damen und Herren, trotz dieser großen Worte des Herrn sozialistischen Bürgermeisters Zilk hat sich leider nichts geändert! (Abg. Wabl: Wie heißt der Landesschulratspräsident von Kärnten?) Ganz im Gegenteil: Dieses Proporzdenken in Wien ist noch stärker geworden, und zwar im Jahre 1996, als die Österreichische Volkspartei in die Landesregierung gekommen ist. (Abg. Smolle: Wie heißt der Präsident des Landesschulrates?) Seit damals wird um jeden Direktorsposten, um alle AHS-Direktoren und um die Landesschulinspektoren noch mehr gemauschelt und gepokert, weil es ganz einfach zum System dieser beiden Parteien gehört, alle Stellen nach dem Proporz auszuschreiben, meine sehr geehrten Damen und Herren. Wenn es einmal eine Schule gibt, in der sich die Eltern dagegen wehren, daß sie einen Direktor bekommen, der nach dem Proporzsystem vorgesehen ist (Abg. Smolle: ... Direktor! Die erste Tat, die Haider gesetzt hat, ist, daß er ...!), daß dieser nicht Direktor werden soll, dann regt man sich auf und sagt, das darf doch gar nicht sein, und man sabotiert die Eltern. (Abg. Smolle: Hören Sie mir doch zu!) – Herr Smolle! Passen Sie doch auf und reden Sie mir nicht ununterbrochen drein! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Smolle: ... Direktor! Die erste Tat, die Haider gesetzt hat, ist, daß er ...!
Nur, meine sehr geehrten Damen und Herren, trotz dieser großen Worte des Herrn sozialistischen Bürgermeisters Zilk hat sich leider nichts geändert! (Abg. Wabl: Wie heißt der Landesschulratspräsident von Kärnten?) Ganz im Gegenteil: Dieses Proporzdenken in Wien ist noch stärker geworden, und zwar im Jahre 1996, als die Österreichische Volkspartei in die Landesregierung gekommen ist. (Abg. Smolle: Wie heißt der Präsident des Landesschulrates?) Seit damals wird um jeden Direktorsposten, um alle AHS-Direktoren und um die Landesschulinspektoren noch mehr gemauschelt und gepokert, weil es ganz einfach zum System dieser beiden Parteien gehört, alle Stellen nach dem Proporz auszuschreiben, meine sehr geehrten Damen und Herren. Wenn es einmal eine Schule gibt, in der sich die Eltern dagegen wehren, daß sie einen Direktor bekommen, der nach dem Proporzsystem vorgesehen ist (Abg. Smolle: ... Direktor! Die erste Tat, die Haider gesetzt hat, ist, daß er ...!), daß dieser nicht Direktor werden soll, dann regt man sich auf und sagt, das darf doch gar nicht sein, und man sabotiert die Eltern. (Abg. Smolle: Hören Sie mir doch zu!) – Herr Smolle! Passen Sie doch auf und reden Sie mir nicht ununterbrochen drein! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Smolle: Hören Sie mir doch zu!
Nur, meine sehr geehrten Damen und Herren, trotz dieser großen Worte des Herrn sozialistischen Bürgermeisters Zilk hat sich leider nichts geändert! (Abg. Wabl: Wie heißt der Landesschulratspräsident von Kärnten?) Ganz im Gegenteil: Dieses Proporzdenken in Wien ist noch stärker geworden, und zwar im Jahre 1996, als die Österreichische Volkspartei in die Landesregierung gekommen ist. (Abg. Smolle: Wie heißt der Präsident des Landesschulrates?) Seit damals wird um jeden Direktorsposten, um alle AHS-Direktoren und um die Landesschulinspektoren noch mehr gemauschelt und gepokert, weil es ganz einfach zum System dieser beiden Parteien gehört, alle Stellen nach dem Proporz auszuschreiben, meine sehr geehrten Damen und Herren. Wenn es einmal eine Schule gibt, in der sich die Eltern dagegen wehren, daß sie einen Direktor bekommen, der nach dem Proporzsystem vorgesehen ist (Abg. Smolle: ... Direktor! Die erste Tat, die Haider gesetzt hat, ist, daß er ...!), daß dieser nicht Direktor werden soll, dann regt man sich auf und sagt, das darf doch gar nicht sein, und man sabotiert die Eltern. (Abg. Smolle: Hören Sie mir doch zu!) – Herr Smolle! Passen Sie doch auf und reden Sie mir nicht ununterbrochen drein! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Nur, meine sehr geehrten Damen und Herren, trotz dieser großen Worte des Herrn sozialistischen Bürgermeisters Zilk hat sich leider nichts geändert! (Abg. Wabl: Wie heißt der Landesschulratspräsident von Kärnten?) Ganz im Gegenteil: Dieses Proporzdenken in Wien ist noch stärker geworden, und zwar im Jahre 1996, als die Österreichische Volkspartei in die Landesregierung gekommen ist. (Abg. Smolle: Wie heißt der Präsident des Landesschulrates?) Seit damals wird um jeden Direktorsposten, um alle AHS-Direktoren und um die Landesschulinspektoren noch mehr gemauschelt und gepokert, weil es ganz einfach zum System dieser beiden Parteien gehört, alle Stellen nach dem Proporz auszuschreiben, meine sehr geehrten Damen und Herren. Wenn es einmal eine Schule gibt, in der sich die Eltern dagegen wehren, daß sie einen Direktor bekommen, der nach dem Proporzsystem vorgesehen ist (Abg. Smolle: ... Direktor! Die erste Tat, die Haider gesetzt hat, ist, daß er ...!), daß dieser nicht Direktor werden soll, dann regt man sich auf und sagt, das darf doch gar nicht sein, und man sabotiert die Eltern. (Abg. Smolle: Hören Sie mir doch zu!) – Herr Smolle! Passen Sie doch auf und reden Sie mir nicht ununterbrochen drein! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Ruf bei den Freiheitlichen: Ordnungsruf für Frau Mertel!
Der Herr Bundeskanzler hat heute blauäugig erklärt, es gebe Ausschreibungsbedingungen, und es komme überhaupt nicht zu einer ausschreibungswidrigen Besetzung. – Aber, Herr Bundeskanzler, ich halte Ihnen vor, daß die Schulbehörde bestimmt, wer überhaupt zu einer Computeranalyse zugelassen wird. (Ruf bei den Freiheitlichen: Ordnungsruf für Frau Mertel!) Da wird von der Schulbehörde bestimmt, wer zu dem Interview gehen darf – und dann reden Sie davon, daß es zu einer objektiven Besetzung kommt, Herr Bundeskanzler! Ich glaube, Sie sollten sich wirklich einmal informieren, wie es tatsächlich bei der Lehrerbestellung zugeht. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Ruf bei den Freiheitlichen: Das wird man nämlich aufzeigen müssen!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Ruf bei den Freiheitlichen: Das wird man nämlich aufzeigen müssen!
Der Herr Bundeskanzler hat heute blauäugig erklärt, es gebe Ausschreibungsbedingungen, und es komme überhaupt nicht zu einer ausschreibungswidrigen Besetzung. – Aber, Herr Bundeskanzler, ich halte Ihnen vor, daß die Schulbehörde bestimmt, wer überhaupt zu einer Computeranalyse zugelassen wird. (Ruf bei den Freiheitlichen: Ordnungsruf für Frau Mertel!) Da wird von der Schulbehörde bestimmt, wer zu dem Interview gehen darf – und dann reden Sie davon, daß es zu einer objektiven Besetzung kommt, Herr Bundeskanzler! Ich glaube, Sie sollten sich wirklich einmal informieren, wie es tatsächlich bei der Lehrerbestellung zugeht. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Ruf bei den Freiheitlichen: Das wird man nämlich aufzeigen müssen!)
Präsident Dr. Neisser übernimmt den Vorsitz.
Ganz deutlich und ganz offensichtlich, wie sich der rot-schwarze Proporz abspielt, ist es ja im Jahre 1996 in Wien geworden, als die ÖVP in die Regierung gekommen ist. Da hat es einen sogenannten Side-Letter gegeben, eine Nebenabsprache zur offiziellen Regierungserklärung. Darin haben sich ÖVP und SPÖ ganz genau darauf geeinigt, welche Positionen von der SPÖ zur ÖVP gehen sollen und welche Finanzierungen der ÖVP aufgrund des neuen Proporzes zustehen sollen. Es ist in diesem "Side-Letter" sogar darüber gesprochen worden, was das "Wiener Hilfswerk", das der Österreichischen Volkspartei zuzuordnen ist, bekommt, und was die "Volkshilfe", die wiederum der Sozialistischen Partei zuzuordnen ist, an Förderungen bekommen soll. (Präsident Dr. Neisser übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Leikam – in Richtung des Abg. Scheibner –: Aber der Side-Letter in Kärnten zwischen FPÖ und ÖVP ist inzwischen auch bekannt! Es wurde jede Funktion im Land aufgeteilt zwischen ÖVP und FPÖ!
So ist das nämlich! Und in diesem "Side-Letter" wird Punkt für Punkt aufgelistet, welche Positionen sich Rot und Schwarz da ausgehandelt haben. (Abg. Leikam – in Richtung des Abg. Scheibner –: Aber der Side-Letter in Kärnten zwischen FPÖ und ÖVP ist inzwischen auch bekannt! Es wurde jede Funktion im Land aufgeteilt zwischen ÖVP und FPÖ!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Herr Bürgermeister Häupl ist damals bei einer Diskussion aufgefordert worden zu sagen, daß das Vorhandensein dieses "Side-Letters" nicht stimmt. Der Herr Bürgermeister hat aber in der entsprechenden Verhandlung im Rathaus geschwiegen, meine sehr geehrten Damen und Herren. Das ist doch nichts anderes als ein Schuldbekenntnis. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Edler: Was kriegt die FPÖ?
Hier im Parlament – das wissen Sie ja ganz genau, jetzt werde ich Ihnen folgendes sagen ... (Abg. Edler: Was kriegt die FPÖ?) – Die hat überhaupt nichts bekommen, weil sie bei dieser Packelei nicht mittut. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Wir tun nicht mit bei ... (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Nehmen Sie das zur Kenntnis! Wir tun nicht mit bei einer derartigen Packelei! Und Sie sollten ... (Abg. Dr. Ofner: Das übersteigt das Vorstellungsvermögen! – Abg. Dr. Mertel: Wider besseres Wissen!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Hier im Parlament – das wissen Sie ja ganz genau, jetzt werde ich Ihnen folgendes sagen ... (Abg. Edler: Was kriegt die FPÖ?) – Die hat überhaupt nichts bekommen, weil sie bei dieser Packelei nicht mittut. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Wir tun nicht mit bei ... (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Nehmen Sie das zur Kenntnis! Wir tun nicht mit bei einer derartigen Packelei! Und Sie sollten ... (Abg. Dr. Ofner: Das übersteigt das Vorstellungsvermögen! – Abg. Dr. Mertel: Wider besseres Wissen!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Hier im Parlament – das wissen Sie ja ganz genau, jetzt werde ich Ihnen folgendes sagen ... (Abg. Edler: Was kriegt die FPÖ?) – Die hat überhaupt nichts bekommen, weil sie bei dieser Packelei nicht mittut. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Wir tun nicht mit bei ... (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Nehmen Sie das zur Kenntnis! Wir tun nicht mit bei einer derartigen Packelei! Und Sie sollten ... (Abg. Dr. Ofner: Das übersteigt das Vorstellungsvermögen! – Abg. Dr. Mertel: Wider besseres Wissen!)
Abg. Dr. Ofner: Das übersteigt das Vorstellungsvermögen! – Abg. Dr. Mertel: Wider besseres Wissen!
Hier im Parlament – das wissen Sie ja ganz genau, jetzt werde ich Ihnen folgendes sagen ... (Abg. Edler: Was kriegt die FPÖ?) – Die hat überhaupt nichts bekommen, weil sie bei dieser Packelei nicht mittut. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Wir tun nicht mit bei ... (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Nehmen Sie das zur Kenntnis! Wir tun nicht mit bei einer derartigen Packelei! Und Sie sollten ... (Abg. Dr. Ofner: Das übersteigt das Vorstellungsvermögen! – Abg. Dr. Mertel: Wider besseres Wissen!)
Beifall des Abg. Dr. Ofner.
Sie können offensichtlich nur in folgenden Kategorien denken: Was kriegt die SPÖ, was kriegt die ÖVP? (Beifall des Abg. Dr. Ofner.) Sie können überhaupt nicht mehr anders überlegen. Für Sie gibt es nur die rot-schwarze parteipolitisch motivierte Denkungsart! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Dr. Mertel.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Dr. Mertel.
Sie können offensichtlich nur in folgenden Kategorien denken: Was kriegt die SPÖ, was kriegt die ÖVP? (Beifall des Abg. Dr. Ofner.) Sie können überhaupt nicht mehr anders überlegen. Für Sie gibt es nur die rot-schwarze parteipolitisch motivierte Denkungsart! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Dr. Mertel.)
Zwischenruf des Abg. Parnigoni
Sie sollten sich von dieser Denkungsart verabschieden! Betrachten Sie Österreich nicht weiterhin als in Ihrem Eigentum stehend, und betrachten Sie nicht die Macht, die Sie haben (Zwischenruf des Abg. Parnigoni), als eine Macht, die Sie im Parteiinteresse ausüben dürfen, sondern Sie sollen diese Macht im Interesse der Staatsbürger ausüben! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Sie sollten sich von dieser Denkungsart verabschieden! Betrachten Sie Österreich nicht weiterhin als in Ihrem Eigentum stehend, und betrachten Sie nicht die Macht, die Sie haben (Zwischenruf des Abg. Parnigoni), als eine Macht, die Sie im Parteiinteresse ausüben dürfen, sondern Sie sollen diese Macht im Interesse der Staatsbürger ausüben! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Haigermoser: Keppelmüller! Ich bin ein Innviertler wie du! Dafür habe ich nicht so große Ohren wie du!
Präsident Dr. Heinrich Neisser: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Öllinger. – Bitte. (Abg. Haigermoser: Keppelmüller! Ich bin ein Innviertler wie du! Dafür habe ich nicht so große Ohren wie du!)
Widerspruch bei der SPÖ.
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler, ich möchte auch einige Worte an Sie hier richten; eine solche Gelegenheit bietet sich ja nicht oft. (Widerspruch bei der SPÖ.)
Abg. Aumayr: Herr Öllinger! Der Bundeskanzler hört nicht zu!
Eine der unappetitlichsten Sachen ist es, wenn sich SPÖ, ÖVP und auch die FPÖ gegenseitig Fälle von Parteibuchwirtschaft vorrechnen. Wenn etwas negativ zum Bild der Politik, der Parteipolitik in unserem Lande beiträgt, dann sind es diese gegenseitigen Aufrechnungen. Wenn ich die Gelegenheit hätte, Ihnen das ausführlicher erklären zu können, dann würde ich das auch tun wollen, meine Damen und Herren (Abg. Aumayr: Herr Öllinger! Der Bundeskanzler hört nicht zu!), denn es gibt an und für sich nur eine Anmerkung: Es ist nichts dagegen zu sagen – das sei hier auch einmal festgehalten –, daß Menschen mit einer parteipolitischen Einstellung eine Funktion ausüben. Das ist nicht das Problem, sondern das Problem ist vielmehr, daß sie manchmal auch Funktionen ausüben, für die sie nicht geeignet beziehungsweise nicht gewünscht sind.
Abg. Aumayr: Der Bundeskanzler hört nicht zu!
Und damit bin ich beim ersten und einzigen Punkt, bei dem ich mich bei diesem breiten Thema aufhalten will. (Abg. Aumayr: Der Bundeskanzler hört nicht zu!) Herr Bundeskanzler! Ich spreche die Direktorenbestellungen an. Es ist schon auffällig, Herr Bundeskanzler, daß in jenen Wiener Schulen, in denen in den letzten Monaten Eltern, Lehrer und manchmal auch Schüler ein Votum für einen bestimmten Direktor abgegeben haben, der Wiener Stadtschulrat – in der Konsequenz die Frau Bundesministerin, die ja diese Bestellungen schon genehmigt hat –, dies nicht einmal beachtet hat. Das wird ignoriert. Den Eltern, den Lehrern und auch den Schülern, die ein Votum abgegeben haben, wird ein Direktor oder eine Direktorin vorgesetzt, der beziehungsweise die mit der ursprünglichen Bestellung, mit dem Wunsch der Schulpartner nichts – aber auch überhaupt nichts! – zu tun hat.
Beifall bei den Grünen.
Ich höre noch immer all diese Worte des früheren Wiener Bürgermeisters, das "kotze" ihn an. Ich habe das noch im Ohr. Aber was sind die Konsequenzen daraus?! Es kotzt das so viele Menschen in unserem Lande an, aber von diesem Prinzip wird nicht abgegangen. Dabei geht es nicht darum, daß es die Eltern und Schüler in den Schulen ausschließen wollten, daß da jemand mit einer parteipolitischen Einstellung Direktor wird – darum geht es nicht! –, sondern es geht darum, daß dann, wenn festgelegt ist, diese Schule ist schwarz und diese Schule ist rot, gar nichts anderes mehr in Frage kommt, Herr Bundeskanzler. So muß an der schwarzen Schule ein schwarzer Direktor bestellt werden, auch wenn der rote Direktor besser geeignet wäre. Und so muß an der roten Schule ein roter Direktor bestellt werden, auch wenn sich die Eltern in diesem Fall vielleicht einen unpolitischen, parteipolitisch nicht fixierten oder einen schwarzen Direktor wünschen würden. Das sind die Zustände, die nicht nur den früheren Bürgermeister Zilk ankotzen, sondern sehr, sehr viele Menschen in unserem Land. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Graf: Oder von Grundstücksspekulation!
Eines dieser Versprechen – und das ist irritierend – hat Kollege Gaugg bereits erwähnt. Das ist Ihre Unterschrift auf einer Liste, auf einer Unterschriftenliste gegen die Zerschlagung von Waagner-Biró, auf der Sie genauso wie der Wiener Stadtrat Faymann, wie Herr Swoboda, wie Präsident Fischer, wie Herr Blecha, wie der Herr Finanzminister und auch wie der Herr ÖGB-Präsident eben gegen diese Zerschlagung von Waagner-Biró Stellung genommen haben. Aber Waagner-Biró wird zerschlagen, und es ist nichts passiert. Die Menschen – wahrscheinlich nicht nur bei Waagner-Biró, sondern alle, die mit diesem Fall befaßt sind (Abg. Dr. Graf: Oder von Grundstücksspekulation!) – fragen sich: Was ist die Stimme, die Unterschrift eines Bundeskanzlers, eines Präsidenten, eines Finanzministers, die alle sagen, wir wollen alles Mögliche tun, um gegen diese Zerschlagung Stellung zu nehmen (Abg. Dr. Graf: 200 000 Quadratmeter!), um Konzepte zu entwickeln, die den Menschen dort die Arbeitsplätze sichern, noch wert? – Das ist das erste Versprechen, mit dem ich mich beschäftigen wollte und in das Sie verwickelt sind.
Abg. Dr. Graf: 200 000 Quadratmeter!
Eines dieser Versprechen – und das ist irritierend – hat Kollege Gaugg bereits erwähnt. Das ist Ihre Unterschrift auf einer Liste, auf einer Unterschriftenliste gegen die Zerschlagung von Waagner-Biró, auf der Sie genauso wie der Wiener Stadtrat Faymann, wie Herr Swoboda, wie Präsident Fischer, wie Herr Blecha, wie der Herr Finanzminister und auch wie der Herr ÖGB-Präsident eben gegen diese Zerschlagung von Waagner-Biró Stellung genommen haben. Aber Waagner-Biró wird zerschlagen, und es ist nichts passiert. Die Menschen – wahrscheinlich nicht nur bei Waagner-Biró, sondern alle, die mit diesem Fall befaßt sind (Abg. Dr. Graf: Oder von Grundstücksspekulation!) – fragen sich: Was ist die Stimme, die Unterschrift eines Bundeskanzlers, eines Präsidenten, eines Finanzministers, die alle sagen, wir wollen alles Mögliche tun, um gegen diese Zerschlagung Stellung zu nehmen (Abg. Dr. Graf: 200 000 Quadratmeter!), um Konzepte zu entwickeln, die den Menschen dort die Arbeitsplätze sichern, noch wert? – Das ist das erste Versprechen, mit dem ich mich beschäftigen wollte und in das Sie verwickelt sind.
Abg. Seidinger: Jetzt ist er da!
Sie waren nicht da, Herr Bundeskanzler (Abg. Seidinger: Jetzt ist er da!) – und das, ohne einen Grund anzugeben. Jetzt kann es schon sein, Herr Bundeskanzler – und das würde ich auch respektieren wollen –, daß es das Problem war, daß Sie nicht in eine Auseinandersetzung über Ihren Sohn hineingezogen werden wollten. Aber wenn Sie uns, Herr Bundeskanzler, nachweisen wollen, daß wir das beabsichtigt hätten, dann müßten Sie schon einen Beweis erbringen. Dieses Problem hat Kollege Van der Bellen schon sehr deutlich charakterisiert: Das Problem liegt darin, daß Ihr Sohn im Vorstand eines Vereines war, in dem er nach eigener Aussage gar nicht dabei war. Er war in diesem Verein gemeldet und hat sich dann aus dieser Vorstandsfunktion abgemeldet. Aus einer Vorstandsfunktion muß man sich aber nicht abmelden, wenn man nie dabei war!
Heiterkeit bei den Freiheitlichen
Ich komme noch zu einem weiteren Punkt, der mir nicht unwichtig zu sein scheint. Im Zusammenhang mit dem Kollegen Gusenbauer ist das schon angesprochen worden; auch er ist eine der handelnden Personen in diesem Zusammenhang. – Nicht Kollege Gusenbauer, Entschuldigung, sondern Kollege Gerstbauer (Heiterkeit bei den Freiheitlichen) vom Stab des Bundesministeriums für Soziales ist gemeint.
Präsident Dr. Neisser gibt das Glockenzeichen.
In dieser Funktion als Mitarbeiter der Frau Ministerin ist er offensichtlich auch für Interventionen gegenüber dem AMS zuständig, mit denen versucht wurde, dem AMS diese Aufträge sozusagen hineinzudrücken. (Präsident Dr. Neisser gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Präsident! Eine abschließende Bemerkung: Herr Stuhlpfarrer ist möglicherweise nicht über den Kollegen Gusenbauer in das Parlament hereingekommen – das kann ich schon akzeptieren –, aber es wäre genauso gut möglich, daß er über die Mitarbeiter des Ministerbüros, mit denen er dann in trauter Eintracht diesen Saal verlassen hat, hereingekommen ist. Und allein dieser Umstand, daß man die traute Eintracht zwischen Ministerbüro und Stuhlpfarrer auch noch demonstriert, zeigt, daß hier noch einiges aufzuklären ist. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das Tragische an dieser heutigen Diskussion ist jedoch folgendes, meine Damen und Herren – das sage ich vor allem in Richtung SPÖ, aber auch in Richtung ÖVP –: Sie haben mit Ihrem Beispiel des Proporzes in allen Bereichen enormen Schaden angerichtet. Ich meine jetzt nicht den Kommissar in der EU-Kommission, denn das ist ein politischer Posten, der selbstverständlich ausgehandelt werden muß; nicht "gedealt", denn das erinnert zu Recht an Rauschgifthändler, sondern der Posten eines EU-Kommissars ist ein politischer Posten, der politisch besetzt werden muß, bei dem die Frage der Ideologie eine entscheidende Frage sein muß. Ich setze doch nicht einen Menschen, der niemals eine politische Meinung gehabt hat und nicht zuordenbar ist, auf einen solch wichtigen politischen Posten. (Beifall bei den Grünen.) Aber warum muß man Posten bei Aufräumpersonal, bei Portieren, bei Chauffeuren politisch besetzen? – Da hat die Sozialdemokratie großen Mißbrauch betrieben und die demokratischen Institutionen in Mißkredit gebracht – gemeinsam mit dem Koalitionspartner ÖVP! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das Tragische an dieser heutigen Diskussion ist jedoch folgendes, meine Damen und Herren – das sage ich vor allem in Richtung SPÖ, aber auch in Richtung ÖVP –: Sie haben mit Ihrem Beispiel des Proporzes in allen Bereichen enormen Schaden angerichtet. Ich meine jetzt nicht den Kommissar in der EU-Kommission, denn das ist ein politischer Posten, der selbstverständlich ausgehandelt werden muß; nicht "gedealt", denn das erinnert zu Recht an Rauschgifthändler, sondern der Posten eines EU-Kommissars ist ein politischer Posten, der politisch besetzt werden muß, bei dem die Frage der Ideologie eine entscheidende Frage sein muß. Ich setze doch nicht einen Menschen, der niemals eine politische Meinung gehabt hat und nicht zuordenbar ist, auf einen solch wichtigen politischen Posten. (Beifall bei den Grünen.) Aber warum muß man Posten bei Aufräumpersonal, bei Portieren, bei Chauffeuren politisch besetzen? – Da hat die Sozialdemokratie großen Mißbrauch betrieben und die demokratischen Institutionen in Mißkredit gebracht – gemeinsam mit dem Koalitionspartner ÖVP! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Gaugg: Das hast du aus dem Museum!
Vereinbarung zwischen FPÖ Kärnten und ÖVP Kärnten. Der Herr Landesschulratspräsident ist der FPÖ vorbehalten. (Abg. Gaugg: Das hast du aus dem Museum!) Nein, das war kein Parteimitglied? Entschuldigung! Kein Parteimitglied, er war nur im Komitee für die Wiederwahl Haiders. (Abg. Dr. Mertel: Ha, ha, ha!)
Abg. Dr. Mertel: Ha, ha, ha!
Vereinbarung zwischen FPÖ Kärnten und ÖVP Kärnten. Der Herr Landesschulratspräsident ist der FPÖ vorbehalten. (Abg. Gaugg: Das hast du aus dem Museum!) Nein, das war kein Parteimitglied? Entschuldigung! Kein Parteimitglied, er war nur im Komitee für die Wiederwahl Haiders. (Abg. Dr. Mertel: Ha, ha, ha!)
Abg. Gaugg: Das ist ein Schwarzer!
Vorsitzender im Arbeitnehmerförderungsbeirat, wo die Arbeitnehmer gefördert werden sollen: Wieder ein Freiheitlicher! (Abg. Gaugg: Das ist ein Schwarzer!) So ein Zufall! Verdammt noch einmal! (Abg. Gaugg: Das ist ein Schwarzer! Ein ÖVPler!) Wo hat die Entpolitisierung hingeführt?! (Abg. Gaugg: Falsch informiert! Das ist ein Schwarzer!)
Abg. Gaugg: Das ist ein Schwarzer! Ein ÖVPler!
Vorsitzender im Arbeitnehmerförderungsbeirat, wo die Arbeitnehmer gefördert werden sollen: Wieder ein Freiheitlicher! (Abg. Gaugg: Das ist ein Schwarzer!) So ein Zufall! Verdammt noch einmal! (Abg. Gaugg: Das ist ein Schwarzer! Ein ÖVPler!) Wo hat die Entpolitisierung hingeführt?! (Abg. Gaugg: Falsch informiert! Das ist ein Schwarzer!)
Abg. Gaugg: Falsch informiert! Das ist ein Schwarzer!
Vorsitzender im Arbeitnehmerförderungsbeirat, wo die Arbeitnehmer gefördert werden sollen: Wieder ein Freiheitlicher! (Abg. Gaugg: Das ist ein Schwarzer!) So ein Zufall! Verdammt noch einmal! (Abg. Gaugg: Das ist ein Schwarzer! Ein ÖVPler!) Wo hat die Entpolitisierung hingeführt?! (Abg. Gaugg: Falsch informiert! Das ist ein Schwarzer!)
Abg. Gaugg: Abgelehnt haben wir den!
Ich zitiere aus Ihrem Vertrag mit der ÖVP. (Abg. Gaugg: Abgelehnt haben wir den!) Daß Sie sich nicht überall durchgesetzt haben mit ihrem schmutzigen Geschäft, ist eine andere Sache! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Gaugg: Den haben wir abgelehnt!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Gaugg: Den haben wir abgelehnt!
Ich zitiere aus Ihrem Vertrag mit der ÖVP. (Abg. Gaugg: Abgelehnt haben wir den!) Daß Sie sich nicht überall durchgesetzt haben mit ihrem schmutzigen Geschäft, ist eine andere Sache! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Gaugg: Den haben wir abgelehnt!)
Abg. Gaugg: Der Draxler ist ein Roter!
Beim Landesintendanten: Bei der Landeshauptmannkonferenz (Abg. Gaugg: Der Draxler ist ein Roter!), da sagen Sie, meine Damen und Herren, man muß sich das alles nur ... (Abg. Mag. Schweitzer: Der Draxler Gerhard ist ein ordentlicher Roter!) Der gesamte Fonds, sämtliche Verbände, Beiräte, Landesgesellschaften, Hypobank, Herr Schweitzer, alles wird aufgeteilt! (Abg. Gaugg: Bei der Hypobank ist ein Roter und ein Schwarzer!) Ja, und die Freiheitlichen in Zukunft. (Abg. Gaugg: Nein!)
Abg. Mag. Schweitzer: Der Draxler Gerhard ist ein ordentlicher Roter!
Beim Landesintendanten: Bei der Landeshauptmannkonferenz (Abg. Gaugg: Der Draxler ist ein Roter!), da sagen Sie, meine Damen und Herren, man muß sich das alles nur ... (Abg. Mag. Schweitzer: Der Draxler Gerhard ist ein ordentlicher Roter!) Der gesamte Fonds, sämtliche Verbände, Beiräte, Landesgesellschaften, Hypobank, Herr Schweitzer, alles wird aufgeteilt! (Abg. Gaugg: Bei der Hypobank ist ein Roter und ein Schwarzer!) Ja, und die Freiheitlichen in Zukunft. (Abg. Gaugg: Nein!)
Abg. Gaugg: Bei der Hypobank ist ein Roter und ein Schwarzer!
Beim Landesintendanten: Bei der Landeshauptmannkonferenz (Abg. Gaugg: Der Draxler ist ein Roter!), da sagen Sie, meine Damen und Herren, man muß sich das alles nur ... (Abg. Mag. Schweitzer: Der Draxler Gerhard ist ein ordentlicher Roter!) Der gesamte Fonds, sämtliche Verbände, Beiräte, Landesgesellschaften, Hypobank, Herr Schweitzer, alles wird aufgeteilt! (Abg. Gaugg: Bei der Hypobank ist ein Roter und ein Schwarzer!) Ja, und die Freiheitlichen in Zukunft. (Abg. Gaugg: Nein!)
Abg. Gaugg: Nein!
Beim Landesintendanten: Bei der Landeshauptmannkonferenz (Abg. Gaugg: Der Draxler ist ein Roter!), da sagen Sie, meine Damen und Herren, man muß sich das alles nur ... (Abg. Mag. Schweitzer: Der Draxler Gerhard ist ein ordentlicher Roter!) Der gesamte Fonds, sämtliche Verbände, Beiräte, Landesgesellschaften, Hypobank, Herr Schweitzer, alles wird aufgeteilt! (Abg. Gaugg: Bei der Hypobank ist ein Roter und ein Schwarzer!) Ja, und die Freiheitlichen in Zukunft. (Abg. Gaugg: Nein!)
Abg. Gaugg: Danke schön! Das ist nett!
Meine Damen und Herren! Sie von den Freiheitlichen haben jenes Phänomen, das Sie jahrzehntelang vorgeführt bekommen haben, eins zu eines übernommen! Ich rede jetzt nicht vom politischen Geniestreich, daß Sie bei der KELAG den ganzen Aufsichtsrat hinausgeworfen haben. (Abg. Gaugg: Danke schön! Das ist nett!) Das war ein politischer Geniestreich. Sie haben hier den Eindruck erweckt, Sie seien politisch handlungsfähig und hätten gleichzeitig jene Personen hineingesetzt, die endlich den politischen Willen durchgesetzt haben. (Abg. Gaugg: Das ist es!) Das war nicht schlecht. Aber bitte glauben Sie nicht, daß alle in diese Falle der Entpolitisierung hineingehen. Mit dem Trick arbeiten Sie in Kärnten. (Abg. Gaugg: Das ist kein Trick! Das war eine notwendige Maßnahme!)
Abg. Gaugg: Das ist es!
Meine Damen und Herren! Sie von den Freiheitlichen haben jenes Phänomen, das Sie jahrzehntelang vorgeführt bekommen haben, eins zu eines übernommen! Ich rede jetzt nicht vom politischen Geniestreich, daß Sie bei der KELAG den ganzen Aufsichtsrat hinausgeworfen haben. (Abg. Gaugg: Danke schön! Das ist nett!) Das war ein politischer Geniestreich. Sie haben hier den Eindruck erweckt, Sie seien politisch handlungsfähig und hätten gleichzeitig jene Personen hineingesetzt, die endlich den politischen Willen durchgesetzt haben. (Abg. Gaugg: Das ist es!) Das war nicht schlecht. Aber bitte glauben Sie nicht, daß alle in diese Falle der Entpolitisierung hineingehen. Mit dem Trick arbeiten Sie in Kärnten. (Abg. Gaugg: Das ist kein Trick! Das war eine notwendige Maßnahme!)
Abg. Gaugg: Das ist kein Trick! Das war eine notwendige Maßnahme!
Meine Damen und Herren! Sie von den Freiheitlichen haben jenes Phänomen, das Sie jahrzehntelang vorgeführt bekommen haben, eins zu eines übernommen! Ich rede jetzt nicht vom politischen Geniestreich, daß Sie bei der KELAG den ganzen Aufsichtsrat hinausgeworfen haben. (Abg. Gaugg: Danke schön! Das ist nett!) Das war ein politischer Geniestreich. Sie haben hier den Eindruck erweckt, Sie seien politisch handlungsfähig und hätten gleichzeitig jene Personen hineingesetzt, die endlich den politischen Willen durchgesetzt haben. (Abg. Gaugg: Das ist es!) Das war nicht schlecht. Aber bitte glauben Sie nicht, daß alle in diese Falle der Entpolitisierung hineingehen. Mit dem Trick arbeiten Sie in Kärnten. (Abg. Gaugg: Das ist kein Trick! Das war eine notwendige Maßnahme!)
Abg. Gaugg: Das hat er nie gesagt!
Bei den Schuldirektoren kommt der Herr Haider her und sagt, wir wollen in der zweisprachigen Schule jetzt nicht mehr Lehrer haben, die zwei Sprachen beherrschen (Abg. Gaugg: Das hat er nie gesagt!), denn das wäre eine Diskriminierung der Deutschkärntner, meine Damen und Herren. – Und das verstehen die Herrschaften der FPÖ unter "Entpolitisierung"! (Präsident Dr. Neisser gibt das Glockenzeichen.)
Präsident Dr. Neisser gibt das Glockenzeichen.
Bei den Schuldirektoren kommt der Herr Haider her und sagt, wir wollen in der zweisprachigen Schule jetzt nicht mehr Lehrer haben, die zwei Sprachen beherrschen (Abg. Gaugg: Das hat er nie gesagt!), denn das wäre eine Diskriminierung der Deutschkärntner, meine Damen und Herren. – Und das verstehen die Herrschaften der FPÖ unter "Entpolitisierung"! (Präsident Dr. Neisser gibt das Glockenzeichen.)
Präsident Dr. Neisser gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Meine Damen und Herren und von der Sozialdemokratie und von der ÖVP! Lassen Sie sich dieses Spiel nicht weiter aufzwingen! Ich verstehe, daß Sie in der Defensive sind mit Ihrer Kleinkorruption der letzten Jahrzehnte. Aber wenn Sie dieses Spiel weiterhin mitspielen, dann werden die politischen Bereiche privatisiert werden, die Banken, Beiräte, "Euroteam" und sonstiges, und dort sitzt dann überall die ÖVP drinnen, sitzen die Schwarzen drinnen, und dort, wo die FPÖ Einfluß hat, wird es die FPÖ machen. (Präsident Dr. Neisser gibt neuerlich das Glockenzeichen.)
Abg. Mag. Schweitzer: Punkt! Punkt! Punkt! Genug! Genug! Genug!
Und dann, meine Damen und Herren ... (Abg. Mag. Schweitzer: Punkt! Punkt! Punkt! Genug! Genug! Genug!) – Herr Kollege Schweitzer! Ich verstehe schon, das tut Ihnen weh. (Abg. Mag. Schweitzer: Genug, du Schwätzer!) Das tut Ihnen weh.
Abg. Mag. Schweitzer: Genug, du Schwätzer!
Und dann, meine Damen und Herren ... (Abg. Mag. Schweitzer: Punkt! Punkt! Punkt! Genug! Genug! Genug!) – Herr Kollege Schweitzer! Ich verstehe schon, das tut Ihnen weh. (Abg. Mag. Schweitzer: Genug, du Schwätzer!) Das tut Ihnen weh.
Abg. Wabl: Meinetwegen! – Beifall bei den Grünen für den das Rednerpult verlassenden Abg. Wabl. – Abg. Mag. Schweitzer: Andreas, der Gerhard Draxler ist ein Ultraroter!
Präsident Dr. Heinrich Neisser: Herr Abgeordneter, die Redezeit ist abgelaufen. (Abg. Wabl: Meinetwegen! – Beifall bei den Grünen für den das Rednerpult verlassenden Abg. Wabl. – Abg. Mag. Schweitzer: Andreas, der Gerhard Draxler ist ein Ultraroter!)
Beifall bei der SPÖ. – Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen. – Abg. Haigermoser: Cap, der Mutmacher!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): An die Adresse der Freiheitlichen gerichtet: Sie haben schon bessere Tage gehabt bei Ihren Dringlichen Anfragen. Sie haben schon bessere Tage gehabt, das war heute sehr schwach. (Beifall bei der SPÖ. – Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen. – Abg. Haigermoser: Cap, der Mutmacher!)
Ironische Oh!-Rufe bei den Freiheitlichen. – Abg. Gaugg: Bei euch gibt es Modergeruch!
Wissen Sie, bloß als verkleidete blaue Engerl da im Entenmarsch hereinzukommen und so zu tun, als würden Sie erst heute mit der Politik beginnen, das glaubt schon aufgrund des Schwefelgeruches niemand. (Ironische Oh!-Rufe bei den Freiheitlichen. – Abg. Gaugg: Bei euch gibt es Modergeruch!) Ihr Schwefelgeruch ist politischer Rufmord als Politik-Ersatz. Das ist Ihr Schwefelgeruch. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haigermoser: Herr Cap, der Herr Bundeskanzler hat gelacht! Der Kanzler hat gute Laune!)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haigermoser: Herr Cap, der Herr Bundeskanzler hat gelacht! Der Kanzler hat gute Laune!
Wissen Sie, bloß als verkleidete blaue Engerl da im Entenmarsch hereinzukommen und so zu tun, als würden Sie erst heute mit der Politik beginnen, das glaubt schon aufgrund des Schwefelgeruches niemand. (Ironische Oh!-Rufe bei den Freiheitlichen. – Abg. Gaugg: Bei euch gibt es Modergeruch!) Ihr Schwefelgeruch ist politischer Rufmord als Politik-Ersatz. Das ist Ihr Schwefelgeruch. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haigermoser: Herr Cap, der Herr Bundeskanzler hat gelacht! Der Kanzler hat gute Laune!)
Abg. Haigermoser: Noch etwas Lustiges, damit der Kanzler gute Laune hat!
Auch wenn Sie das verdrängen sollten – und nicht zufällig wurde diese berühmte Vereinbarung aus dem Jahre 1994 aus Kärnten hier immer wieder zitiert; nicht zufällig –: Da würden sich die Väter des Proporzes im Grab umdrehen (Abg. Haigermoser: Noch etwas Lustiges, damit der Kanzler gute Laune hat!), wenn sie dieses Proporzbeispiel aus dem Jahre 1994 sehen würden, für das Sie stehen, meine Kollegen von der FPÖ! (Abg. Gaugg: Das ist ja aus dem Museum! Das ist museumsreif!)
Abg. Gaugg: Das ist ja aus dem Museum! Das ist museumsreif!
Auch wenn Sie das verdrängen sollten – und nicht zufällig wurde diese berühmte Vereinbarung aus dem Jahre 1994 aus Kärnten hier immer wieder zitiert; nicht zufällig –: Da würden sich die Väter des Proporzes im Grab umdrehen (Abg. Haigermoser: Noch etwas Lustiges, damit der Kanzler gute Laune hat!), wenn sie dieses Proporzbeispiel aus dem Jahre 1994 sehen würden, für das Sie stehen, meine Kollegen von der FPÖ! (Abg. Gaugg: Das ist ja aus dem Museum! Das ist museumsreif!)
Abg. Dr. Ofner: Kollege Cap, aus welchem Jahr ist das?
In jedem Satz heißt es hier, "die FPÖ besetzt", "die FPÖ erhält", "es wird einvernehmlich bestellt", "es verbleibt bei der FPÖ". So geht es ununterbrochen! (Abg. Dr. Ofner: Kollege Cap, aus welchem Jahr ist das?) Jedes Detail wird da drinnen geregelt. (Abg. Dr. Ofner: Aus welchem Jahr?)
Abg. Dr. Ofner: Aus welchem Jahr?
In jedem Satz heißt es hier, "die FPÖ besetzt", "die FPÖ erhält", "es wird einvernehmlich bestellt", "es verbleibt bei der FPÖ". So geht es ununterbrochen! (Abg. Dr. Ofner: Kollege Cap, aus welchem Jahr ist das?) Jedes Detail wird da drinnen geregelt. (Abg. Dr. Ofner: Aus welchem Jahr?)
Abg. Gaugg: Das wurde abgelehnt!
Immer wieder, wenn ich hier Reden zu halten habe, zitiere ich andere Stellen aus diesem blauen Fundus aus Kärnten, zum Beispiel diesen Satz – die Pressefreiheit ist da besonders gefordert –: Die Sendung des Landeshauptmannes im ORF wird neu gestaltet und steht auch dem Landeshauptmann-Stellvertreter von der FPÖ zur Verfügung. (Abg. Gaugg: Das wurde abgelehnt!) Also am besten überhaupt gleich selbst gestalten. (Abg. Scheibner: So war es vor 1994!)
Abg. Scheibner: So war es vor 1994!
Immer wieder, wenn ich hier Reden zu halten habe, zitiere ich andere Stellen aus diesem blauen Fundus aus Kärnten, zum Beispiel diesen Satz – die Pressefreiheit ist da besonders gefordert –: Die Sendung des Landeshauptmannes im ORF wird neu gestaltet und steht auch dem Landeshauptmann-Stellvertreter von der FPÖ zur Verfügung. (Abg. Gaugg: Das wurde abgelehnt!) Also am besten überhaupt gleich selbst gestalten. (Abg. Scheibner: So war es vor 1994!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner – ein Schriftstück in die Höhe haltend –: Steht deine Unterschrift da oder nicht?
Oder da steht drinnen: Gleiche Höhe der Repräsentationsmittel für Landeshauptmann, Landeshauptmann-Stellvertreter. Klammer. Wird intern geregelt. – Ich habe ohnehin nicht angenommen, daß das in der Zeitung steht. Da wird mit Steuergeldern umgegangen, daß gar nur mehr "intern geregelt" wird. Da kann der Kollege Scheibner mit seinem Babytimbre daherkommen und so tun, als würde er die Politik jetzt erst kennenlernen – wir glauben es ihm einfach nicht! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner – ein Schriftstück in die Höhe haltend –: Steht deine Unterschrift da oder nicht?)
Abg. Gaugg: Lauter anerkannte Leute!
Was ist Ihr Schmäh? – Ihr Schmäh ist ganz einfach: verdeckte Macht ausüben, indem man Freunderl auf Positionen setzt. Was hat der Herr Gaugg versucht? – Er wollte uns da irgend etwas aufs Aug’ drücken, indem er sagt: Proporzende in der KELAG! Jetzt sind dort nur mehr die ganz sauberen, unabhängigen Experten und so weiter. (Abg. Gaugg: Lauter anerkannte Leute!) Die marschieren da auf. (Zwischenruf der Abg. Dr. Mertel. – Abg. Scheibner: Der hat immerhin ein erfolgreiches Unternehmen!) Gerade, daß sie es nicht verlost haben unter der Kärntner Bevölkerung. Gerade, daß hier nicht gerubbelt wurde um die Mitgliedschaft im KELAG-Vorstand. (Lebhafte Rufe und Gegenrufe zwischen der SPÖ und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Mertel. – Abg. Scheibner: Der hat immerhin ein erfolgreiches Unternehmen!
Was ist Ihr Schmäh? – Ihr Schmäh ist ganz einfach: verdeckte Macht ausüben, indem man Freunderl auf Positionen setzt. Was hat der Herr Gaugg versucht? – Er wollte uns da irgend etwas aufs Aug’ drücken, indem er sagt: Proporzende in der KELAG! Jetzt sind dort nur mehr die ganz sauberen, unabhängigen Experten und so weiter. (Abg. Gaugg: Lauter anerkannte Leute!) Die marschieren da auf. (Zwischenruf der Abg. Dr. Mertel. – Abg. Scheibner: Der hat immerhin ein erfolgreiches Unternehmen!) Gerade, daß sie es nicht verlost haben unter der Kärntner Bevölkerung. Gerade, daß hier nicht gerubbelt wurde um die Mitgliedschaft im KELAG-Vorstand. (Lebhafte Rufe und Gegenrufe zwischen der SPÖ und den Freiheitlichen.)
Lebhafte Rufe und Gegenrufe zwischen der SPÖ und den Freiheitlichen.
Was ist Ihr Schmäh? – Ihr Schmäh ist ganz einfach: verdeckte Macht ausüben, indem man Freunderl auf Positionen setzt. Was hat der Herr Gaugg versucht? – Er wollte uns da irgend etwas aufs Aug’ drücken, indem er sagt: Proporzende in der KELAG! Jetzt sind dort nur mehr die ganz sauberen, unabhängigen Experten und so weiter. (Abg. Gaugg: Lauter anerkannte Leute!) Die marschieren da auf. (Zwischenruf der Abg. Dr. Mertel. – Abg. Scheibner: Der hat immerhin ein erfolgreiches Unternehmen!) Gerade, daß sie es nicht verlost haben unter der Kärntner Bevölkerung. Gerade, daß hier nicht gerubbelt wurde um die Mitgliedschaft im KELAG-Vorstand. (Lebhafte Rufe und Gegenrufe zwischen der SPÖ und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist die Strategie, die Sie haben, aber da machen Sie einen Fehler. Da machen Sie einen schweren Fehler! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Schweitzer: Der Herr Bundeskanzler hat es schon eilig, Herr Kollege Cap!
Hier sitzen keine Idioten, die das durchgehen lassen. Da müssen Sie woanders reden. Vielleicht haben Sie solche Gremien, in denen lauter Idioten sitzen, denen Sie das einreden können. Hier in diesem Hause sitzen keine Idioten, und daher werden Sie hier immer wieder von uns vorgeführt werden für die Politik, für die Sie stehen. (Abg. Mag. Schweitzer: Der Herr Bundeskanzler hat es schon eilig, Herr Kollege Cap!)
Abg. Scheibner: Ja, an die GRM haben sie es vergeben!
Es hat eine einzige Gruppe gegeben, das war die Gruppe "Morgenmuffel", oder waren es die "Rebellen vom Ylang Shang Po" an der Hochschülerschaft, die haben jedenfalls die gewonnenen ÖH-Mandate immer bei den Hörerversammlungen verlost. Dieses Beispiel kenne ich. Es hat sich nicht bewährt. (Abg. Scheibner: Ja, an die GRM haben sie es vergeben!) Das ist auch kein demokratiepolitischer Zugewinn. Das ist absurd! Ihre Politik besteht darin, Sand in die Augen zu streuen. (Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Es hat eine einzige Gruppe gegeben, das war die Gruppe "Morgenmuffel", oder waren es die "Rebellen vom Ylang Shang Po" an der Hochschülerschaft, die haben jedenfalls die gewonnenen ÖH-Mandate immer bei den Hörerversammlungen verlost. Dieses Beispiel kenne ich. Es hat sich nicht bewährt. (Abg. Scheibner: Ja, an die GRM haben sie es vergeben!) Das ist auch kein demokratiepolitischer Zugewinn. Das ist absurd! Ihre Politik besteht darin, Sand in die Augen zu streuen. (Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Anhaltende Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Daher bin ich eher dafür, daß man sagt: Die politischen Parteien, die legitimiert sind durch Wahlen und die in Wirklichkeit durch diese Legitimation auch ihre Politik umsetzen wollen, sollen und müssen, weil es der Wählerauftrag ist, haben auch politische Positionen politisch zu besetzen, und zwar transparent, geordnet, gesetzlich geregelt, so wie es hier ist. (Anhaltende Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Offen, ehrlich, transparent – und nicht mit dem Schmäh, wie Sie das hier die ganze Zeit machen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Schweitzer: Schuldirektoren!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Schweitzer: Schuldirektoren!
Daher bin ich eher dafür, daß man sagt: Die politischen Parteien, die legitimiert sind durch Wahlen und die in Wirklichkeit durch diese Legitimation auch ihre Politik umsetzen wollen, sollen und müssen, weil es der Wählerauftrag ist, haben auch politische Positionen politisch zu besetzen, und zwar transparent, geordnet, gesetzlich geregelt, so wie es hier ist. (Anhaltende Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Offen, ehrlich, transparent – und nicht mit dem Schmäh, wie Sie das hier die ganze Zeit machen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Schweitzer: Schuldirektoren!)
Abg. Mag. Schweitzer: Rote Schmeißfliegen!
Natürlich gibt es Schmeißfliegen im Umfeld der Politik. Natürlich! (Abg. Mag. Schweitzer: Rote Schmeißfliegen!) Bei Ihnen hat es einen Schmeißadler gegeben, den Herrn Rosenstingl, der war ja gleich Abgeordneter. (Lebhafte Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.) Man muß ja nicht gleich übertreiben, daß man die Schmeißfiguren gleich zu Abgeordneten macht. – Wieso ist es jetzt plötzlich so still? Wieso ist es so still beim Namen Rosenstingl? Wieso ist da plötzlich so eine Demut eingekehrt? Einkehr, Meditation! Woran denken Sie gerade? (Lebhafte Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Heiterkeit bei der SPÖ.)
Lebhafte Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.
Natürlich gibt es Schmeißfliegen im Umfeld der Politik. Natürlich! (Abg. Mag. Schweitzer: Rote Schmeißfliegen!) Bei Ihnen hat es einen Schmeißadler gegeben, den Herrn Rosenstingl, der war ja gleich Abgeordneter. (Lebhafte Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.) Man muß ja nicht gleich übertreiben, daß man die Schmeißfiguren gleich zu Abgeordneten macht. – Wieso ist es jetzt plötzlich so still? Wieso ist es so still beim Namen Rosenstingl? Wieso ist da plötzlich so eine Demut eingekehrt? Einkehr, Meditation! Woran denken Sie gerade? (Lebhafte Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Heiterkeit bei der SPÖ.)
Lebhafte Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Heiterkeit bei der SPÖ.
Natürlich gibt es Schmeißfliegen im Umfeld der Politik. Natürlich! (Abg. Mag. Schweitzer: Rote Schmeißfliegen!) Bei Ihnen hat es einen Schmeißadler gegeben, den Herrn Rosenstingl, der war ja gleich Abgeordneter. (Lebhafte Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.) Man muß ja nicht gleich übertreiben, daß man die Schmeißfiguren gleich zu Abgeordneten macht. – Wieso ist es jetzt plötzlich so still? Wieso ist es so still beim Namen Rosenstingl? Wieso ist da plötzlich so eine Demut eingekehrt? Einkehr, Meditation! Woran denken Sie gerade? (Lebhafte Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Heiterkeit bei der SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte gerne dieses Engagement von Ihnen hören, wenn hier das Thema Rosenstingl diskutiert wird. Nein, da ist klösterliche Stille auf dieser Seite. Und es ist zu Recht klösterliche Stille. Sie sollten sich geißeln, Sie sollten den Rücken frei machen und sich geißeln, denn das ist die einzig richtige Schlußfolgerung! (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Gaugg: Warum haben Sie den Ausserwinkler weggeschickt? Der ist jetzt in Amerika!
Dann sagt doch Klubobmann Scheibner mit dem Babytimbre: Es gibt Idealisten in der FPÖ. Das war die beeindruckendste Passage seines heutigen fulminanten Auftrittes. Mir rasten die Namen nur so durch den Kopf: nicht nur Rosenstingl, auch Mentil, Gratzer, auch Klaus Lukas, ein ganz aktiver Mitarbeiter, der es nachher wieder machen wollte. Der hat halt die Frage der beruflichen Ausübung nach seinem politischen Mandat anders gelöst, auf seine Art und Weise. Es rasseln die Namen. Von der Kärntner FPÖ fällt mir gleich ein ganzer Haufen Namen ein, die man unter die berühmten Idealisten stellen könnte. (Abg. Gaugg: Warum haben Sie den Ausserwinkler weggeschickt? Der ist jetzt in Amerika!)
Abg. Gaugg: Nehmen Sie einen Unterberg! – Jetzt geht der Herr Bundeskanzler! Das kann er sich nicht mehr anhören!
Dafür sollten Sie auch die moralische und politische Verantwortung übernehmen, wenn Sie sich schon da herstellen und gar zu moralisieren beginnen. Das ist ja etwas, wovon einem ja ganz übel wird, wenn Sie das Wort "Moral" in diesem Zusammenhang in den Mund nehmen. (Abg. Gaugg: Nehmen Sie einen Unterberg! – Jetzt geht der Herr Bundeskanzler! Das kann er sich nicht mehr anhören!)
Abg. Aumayr: Der Bundeskanzler geht!
Also sage ich: Rufmord als Politik-Ersatz richtet sich selbst! Und Sie haben sich heute einmal mehr selbst gerichtet. Die Selbsthinrichtungen von Haider und Ewald Stadler waren allerdings herausfordernder und in einem gewissen Sinn auch beeindruckender als der Auftritt, den diese Truppe heute geboten hat. (Abg. Aumayr: Der Bundeskanzler geht!) Sie sollten sich die nächsten Dringlichen ernsthafter überlegen als diese heutige! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Schweitzer: Josef! Selbst ein schwacher Cap sticht noch heraus aus dieser Riege! – Ruf bei den Freiheitlichen: Rechberger!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Schweitzer: Josef! Selbst ein schwacher Cap sticht noch heraus aus dieser Riege! – Ruf bei den Freiheitlichen: Rechberger!
Also sage ich: Rufmord als Politik-Ersatz richtet sich selbst! Und Sie haben sich heute einmal mehr selbst gerichtet. Die Selbsthinrichtungen von Haider und Ewald Stadler waren allerdings herausfordernder und in einem gewissen Sinn auch beeindruckender als der Auftritt, den diese Truppe heute geboten hat. (Abg. Aumayr: Der Bundeskanzler geht!) Sie sollten sich die nächsten Dringlichen ernsthafter überlegen als diese heutige! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Schweitzer: Josef! Selbst ein schwacher Cap sticht noch heraus aus dieser Riege! – Ruf bei den Freiheitlichen: Rechberger!)
Abg. Dr. Mertel: Nur weil Sie reden?
Abgeordneter Mag. Gilbert Trattner (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Es ist Herrn Kollegen Cap doch nicht gelungen, den Herrn Bundeskanzler ganz zu vertreiben. Es hatte schon fast den Anschein, als wollten Sie, Herr Bundeskanzler, den Plenarsaal fluchtartig verlassen, aber es ist vielleicht ganz gut, wenn Sie noch ein bißchen dableiben. (Abg. Dr. Mertel: Nur weil Sie reden?)
Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen.
Herr Kollege Cap! Sie haben nicht nur heute einen schlechten Tag, sondern Sie haben schlechte Tage schon während all der letzten Monate. (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen.) In den letzten Debatten, die ich mit Ihnen erlebt habe, sind Sie ja von einem Bauchfleck in den anderen gelandet. Das letztemal bei der Presseförderung sind Sie nur mehr dagesessen und zusammengezuckt, als ich Ihnen vorgelesen haben, welche Presseförderung seitens des Bundeskanzlers direkt an den ORF und an die Medien gehen.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Herr Kollege Cap! Frau Kollegin Langthaler hat vollkommen recht gehabt mit Ihrer Aussage, daß sie nicht so enden will wie Josef Cap. Und das sagt eine Oppositionspolitikerin! (Beifall bei den Freiheitlichen.) Eine Oppositionspolitikerin sagt das einem Mitglied einer Regierungspartei. Und sie schreibt noch weiter: Cap hat seine Überzeugung in der Garderobe abgegeben und stimmt nur das ab, was er abstimmen muß, um wieder ein Mandat zu bekommen. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Grabner: Sehr schwach!) – Aber Sie fühlen sich legitimiert, da herauszugehen und den Freiheitlichen vielleicht irgendwelchen Postenschacher vorzuwerfen. Sie haben sich selbst disqualifiziert. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Grabner: Sehr schwach!
Herr Kollege Cap! Frau Kollegin Langthaler hat vollkommen recht gehabt mit Ihrer Aussage, daß sie nicht so enden will wie Josef Cap. Und das sagt eine Oppositionspolitikerin! (Beifall bei den Freiheitlichen.) Eine Oppositionspolitikerin sagt das einem Mitglied einer Regierungspartei. Und sie schreibt noch weiter: Cap hat seine Überzeugung in der Garderobe abgegeben und stimmt nur das ab, was er abstimmen muß, um wieder ein Mandat zu bekommen. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Grabner: Sehr schwach!) – Aber Sie fühlen sich legitimiert, da herauszugehen und den Freiheitlichen vielleicht irgendwelchen Postenschacher vorzuwerfen. Sie haben sich selbst disqualifiziert. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Herr Kollege Cap! Frau Kollegin Langthaler hat vollkommen recht gehabt mit Ihrer Aussage, daß sie nicht so enden will wie Josef Cap. Und das sagt eine Oppositionspolitikerin! (Beifall bei den Freiheitlichen.) Eine Oppositionspolitikerin sagt das einem Mitglied einer Regierungspartei. Und sie schreibt noch weiter: Cap hat seine Überzeugung in der Garderobe abgegeben und stimmt nur das ab, was er abstimmen muß, um wieder ein Mandat zu bekommen. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Grabner: Sehr schwach!) – Aber Sie fühlen sich legitimiert, da herauszugehen und den Freiheitlichen vielleicht irgendwelchen Postenschacher vorzuwerfen. Sie haben sich selbst disqualifiziert. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Grabner: Soll er klagen, was hier herinnen gesagt wird?
Herr Bundeskanzler! Ich bin ganz auf Ihrer Seite und ganz Ihrer Meinung, wenn Sie das Gefühl haben, daß Ihr Sohn Jan ungerechtfertigt behandelt worden ist. Aber dann gibt es nur eine Möglichkeit: Dann muß er klagen! (Abg. Grabner: Soll er klagen, was hier herinnen gesagt wird?) Passen Sie auf! Das geht ja nicht nur hier herinnen, sondern das Ganze ist ja medial ausgetragen worden. Als mich Herr Kollege Kostelka beschuldigt hat, bei irgendwelchen dubiosen Finanzkonsortien dabeigewesen zu sein, habe ich ihn geklagt. Das Ergebnis werde ich Ihnen präsentieren. – Und das erwarte ich auch von Ihrem Sohn, daß er das tut. Sonst brauchen Sie hier nicht beleidigt zu sein. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Herr Bundeskanzler! Ich bin ganz auf Ihrer Seite und ganz Ihrer Meinung, wenn Sie das Gefühl haben, daß Ihr Sohn Jan ungerechtfertigt behandelt worden ist. Aber dann gibt es nur eine Möglichkeit: Dann muß er klagen! (Abg. Grabner: Soll er klagen, was hier herinnen gesagt wird?) Passen Sie auf! Das geht ja nicht nur hier herinnen, sondern das Ganze ist ja medial ausgetragen worden. Als mich Herr Kollege Kostelka beschuldigt hat, bei irgendwelchen dubiosen Finanzkonsortien dabeigewesen zu sein, habe ich ihn geklagt. Das Ergebnis werde ich Ihnen präsentieren. – Und das erwarte ich auch von Ihrem Sohn, daß er das tut. Sonst brauchen Sie hier nicht beleidigt zu sein. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Krüger: Das ist ja unglaublich!
Das heißt, Projektkosten in der Größenordnung von über 5 Millionen Schilling werden von Unternehmen abgewickelt, die nicht einmal ihren Sitz im Inland, sondern die ihren Sitz im Ausland haben. Die Erträge wandern ins Ausland ab, und das Ganze wird halbe-halbe vom AMS beziehungsweise vom Sozialfonds der EU gefördert. (Abg. Dr. Krüger: Das ist ja unglaublich!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Und das sollten Sie sich einmal anhören, Herr Bundeskanzler – und nicht hier im Hohen Hause beleidigt herumlamentieren! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall beim Liberalen Forum und bei den Grünen.
Es bleibt mir eine Schlußbemerkung, damit Sie die Wichtigkeit dieses Anliegens, das noch zu diskutieren ist, voll nachvollziehen können. Mit keinem Wort teilt uns Herr Bundesminister Schlögl in diesem Bericht mit, was nach seinen Anweisungen zu geschehen hat, wenn sich in künftigen Abschiebungsfällen irgend jemand nicht wohlverhalten sollte. Er hält den rechtsfreien Raum offenbar aufrecht. Er ist offenbar in dieser Frage im Einklang mit seinem Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Sika, der meint, wenn es keine Regeln gibt, gilt der rechtsfreie Raum, und sei es unter Verletzung der Menschenrechte. (Beifall beim Liberalen Forum und bei den Grünen.)
Abg. Dr. Schmidt: Wozu gibt es dann den Bericht? Hat man ihn für den Papierkorb geschrieben?
Wenn hier vom Abgeordneten Kier eingefordert wird, den Fall Marcus Omofuma im Parlament zu behandeln, so darf ich daran erinnern, daß es dazu eine eigene Sondersitzung gegeben hat (Abg. Dr. Schmidt: Wozu gibt es dann den Bericht? Hat man ihn für den Papierkorb geschrieben?), daß also am 10. Mai 1999 in einer Dringlichen Anfrage sehr ausführlich Gelegenheit für die Abgeordneten dieses Hauses bestand, über den Fall Marcus Omofuma hier im Parlament zu diskutieren. Das Ergebnis dieser Sondersitzung war letztendlich auch diese Entschließung, die heute offensichtlich wieder Anlaß ist, neuerlich eine Debatte im Nationalrat zu verlangen und den Innenausschuß für permanent zu erklären. Dem können wir nicht folgen. Es hat genügend Gelegenheit gegeben. (Abg. Dr. Schmidt: Entschuldigen Sie! Wozu hat es dann den Bericht gegeben? – Abg. Dr. Kier: Der Bericht ist zugewiesen worden!)
Abg. Dr. Schmidt: Entschuldigen Sie! Wozu hat es dann den Bericht gegeben? – Abg. Dr. Kier: Der Bericht ist zugewiesen worden!
Wenn hier vom Abgeordneten Kier eingefordert wird, den Fall Marcus Omofuma im Parlament zu behandeln, so darf ich daran erinnern, daß es dazu eine eigene Sondersitzung gegeben hat (Abg. Dr. Schmidt: Wozu gibt es dann den Bericht? Hat man ihn für den Papierkorb geschrieben?), daß also am 10. Mai 1999 in einer Dringlichen Anfrage sehr ausführlich Gelegenheit für die Abgeordneten dieses Hauses bestand, über den Fall Marcus Omofuma hier im Parlament zu diskutieren. Das Ergebnis dieser Sondersitzung war letztendlich auch diese Entschließung, die heute offensichtlich wieder Anlaß ist, neuerlich eine Debatte im Nationalrat zu verlangen und den Innenausschuß für permanent zu erklären. Dem können wir nicht folgen. Es hat genügend Gelegenheit gegeben. (Abg. Dr. Schmidt: Entschuldigen Sie! Wozu hat es dann den Bericht gegeben? – Abg. Dr. Kier: Der Bericht ist zugewiesen worden!)
Abg. Dr. Schmidt: Für wen ist der Bericht gemacht?
Wenn Sie hier vom Menschenrechtsbeirat sprechen (Abg. Dr. Schmidt: Für wen ist der Bericht gemacht?) – Frau Kollegin Schmidt, Sie müssen nur zuhören und vielleicht auch ein bißchen lesen –, so darf ich doch in Erinnerung rufen, daß gerade der Inhalt der Verordnung des Menschenrechtsbeirates, so wie sie bis morgen noch gilt – morgen werden wir Gelegenheit haben, bei der Debatte zum Sicherheitspolizeigesetz auch über den Menschenrechtsbeirat zu reden –, wie er vom Innenminister erstellt wurde, von Amnesty International als beispielhaft für alle europäischen Staaten hingestellt wurde. Das gibt es sonst nirgends, was der Innenminister in dieser Verordnung zum Menschenrechtsbeirat alles verankert hat. Das sollten auch Sie zur Kenntnis nehmen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn Sie hier vom Menschenrechtsbeirat sprechen (Abg. Dr. Schmidt: Für wen ist der Bericht gemacht?) – Frau Kollegin Schmidt, Sie müssen nur zuhören und vielleicht auch ein bißchen lesen –, so darf ich doch in Erinnerung rufen, daß gerade der Inhalt der Verordnung des Menschenrechtsbeirates, so wie sie bis morgen noch gilt – morgen werden wir Gelegenheit haben, bei der Debatte zum Sicherheitspolizeigesetz auch über den Menschenrechtsbeirat zu reden –, wie er vom Innenminister erstellt wurde, von Amnesty International als beispielhaft für alle europäischen Staaten hingestellt wurde. Das gibt es sonst nirgends, was der Innenminister in dieser Verordnung zum Menschenrechtsbeirat alles verankert hat. Das sollten auch Sie zur Kenntnis nehmen! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Gredler.
Meine Damen und Herren vom Liberalen Forum! Von allem Anfang an – das betone ich ausdrücklich – hat der Innenminister dafür gesorgt, daß größtmögliche Transparenz beim Fall Marcus Omofuma gegeben war. Größtmögliche Transparenz! (Zwischenruf der Abg. Dr. Gredler.) Es ist nichts verheimlicht worden, es ist nichts vertuscht worden, obwohl heute diese Sprachregelung hier in diesem Hause immer wieder gebraucht wurde. (Abg. Dr. Schmidt: Warum wollen Sie dann über den Bericht nicht reden?) Es ist hier größtmögliche Transparenz geschaffen worden.
Abg. Dr. Schmidt: Warum wollen Sie dann über den Bericht nicht reden?
Meine Damen und Herren vom Liberalen Forum! Von allem Anfang an – das betone ich ausdrücklich – hat der Innenminister dafür gesorgt, daß größtmögliche Transparenz beim Fall Marcus Omofuma gegeben war. Größtmögliche Transparenz! (Zwischenruf der Abg. Dr. Gredler.) Es ist nichts verheimlicht worden, es ist nichts vertuscht worden, obwohl heute diese Sprachregelung hier in diesem Hause immer wieder gebraucht wurde. (Abg. Dr. Schmidt: Warum wollen Sie dann über den Bericht nicht reden?) Es ist hier größtmögliche Transparenz geschaffen worden.
Abg. Dr. Gredler: Und niemanden suspendiert!
Am 1. Mai hat sich dieser äußerst tragische und bedauerliche Vorfall ereignet, und bereits am 2. Mai hat der Herr Innenminister die Öffentlichkeit nach seinem damaligen Wissens- und Erkenntnisstand über das Ergebnis informiert. (Abg. Dr. Gredler: Und niemanden suspendiert!) Was er sagen konnte, ist am 2. Mai der Öffentlichkeit bekannt geworden. Am selben Tag wurde an die Staatsanwaltschaft Wien eine Sachverhaltsdarstellung übermittelt. Das heißt, seit diesem Zeitpunkt, seit 2. Mai, ist dieser Fall auch gerichtsanhängig.
Abg. Dr. Schmidt: Weil das Ihre politische Verantwortung ist, Herr Kollege Leikam!
Es kommt auch von Ihnen immer wieder der Hinweis: noch in dieser Legislaturperiode und noch vor der Nationalratswahl! Warum machen Sie das so offen? (Abg. Dr. Schmidt: Weil das Ihre politische Verantwortung ist, Herr Kollege Leikam!) – Sie geben direkt zu, Sie wollen noch in dieser Legislaturperiode weiterdiskutieren. Diese Sondersitzung hat Ihnen nicht genügt. Es hat Ihnen nicht gereicht, daß Sie hier bereits Gelegenheit hatten, sehr ausführlich über diesen Fall zu diskutieren.
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Was soll der Innenminister noch mehr tun? – Ich meine, daß alles gemacht worden ist, was gemacht werden konnte. Wir sollten jetzt abwarten, was die Justizbehörden bei diesem Fall herausbringen, wie sie ermitteln und was dann letztendlich hängenbleibt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Kier: Bericht!
Ich sage in aller Deutlichkeit: Auch in Zukunft müssen unbedingt Abschiebungen durchgeführt werden, insbesondere auch dann, wenn sich jemand der Abschiebung widersetzt. Glauben Sie mir: Wenn wir nachgeben, wenn sich jemand der Abschiebung widersetzt, dann werden wir katastrophale Zustände bekommen. Das ist unsere Meinung, und dazu stehen wir. In einem Rechtsstaat hat der Bürger das Recht, daß auch diese Dinge gemacht werden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Kier: Bericht!)
Abg. Leikam: Das ist nie erlassen worden!
Meine Damen und Herren! Damit Abschiebungen auch ordentlich durchgeführt werden können, damit die Beamten nicht sozusagen im luftleeren Raum stehen, waren Richtlinien dringend notwendig. Ich erinnere mich daran, daß der Minister aufgrund einer verständlichen Nervosität Husch-Pfusch-Richtlinien erlassen hat. Ich denke beispielsweise an den Helm, der vorgeschlagen wurde, Herr Kollege Leikam (Abg. Leikam: Das ist nie erlassen worden!), zu dem wir gesagt haben, so kann es nicht gehen, das ist nicht das Maß aller Dinge. Wir haben das kritisiert, haben aber auch unsere Mitarbeit angeboten. Ich bin froh darüber, daß unsere Experten der ÖVP eine Richtlinie erarbeitet haben, die das Innenministerium übernommen hat. Ich glaube, daß wir nun gute Richtlinien haben, anhand derer die Exekutivbeamten wissen, was sie zum gegebenen Zeitpunkt zu tun haben.
Beifall bei der ÖVP.
Morgen – Kollege Leikam hat es bereits mitgeteilt – wird es eine Beschlußfassung über die Installation des Menschenrechtsbeirates geben, eines Beirates, der ein unabhängiges Gremium ist und die Tätigkeit der Sicherheitsbehörden beobachten und überprüfen wird, damit eben die Menschenrechte gewahrt bleiben. Das halte ich für ein sehr wesentliches und wichtiges Instrument. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Zusammenfassend sei gesagt: Seit Bekanntwerden des Falles Omofuma wurde zweifellos vieles gemacht, vieles getan – auch in Absprache mit den verschiedenen Interessengruppen. Wir von der ÖVP werden dem Fristsetzungsantrag deshalb keine Zustimmung erteilen, weil die politischen Konsequenzen umgesetzt worden sind, weil wir von der ÖVP für einen starken Staat stehen – und dem Wahlkampfgetöse des Liberalen Forums keine Plattform geben wollen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Abgeordnete Dr. Liane Höbinger-Lehrer (Freiheitliche): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Man könnte meinen, daß in den letzten Wochen und Monaten in diesem Hause praktisch in jeder Plenarsitzung der Fall Omofuma – so traurig er auch ist – thematisiert wurde. Ich glaube aber, daß es in Wahrheit gar nicht so sehr um die Sache selbst geht, sondern eher um die immer noch im Raum stehende Demontage des Innenministers, der Ihnen nicht genehm ist, weil er eine Asylpolitik betreibt, die eben nicht in Ihr Konzept paßt. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Krüger: So ist es! Genau!
Ich glaube, daß dieser Antrag einzig und allein darauf abzielt, wieder einmal eine Aufweichung dieser Asylpolitik zu erreichen und Österreich zu dem zu machen, was weder die österreichische noch die in unserem Lande lebende ausländische Bevölkerung will. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Krüger: So ist es! Genau!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Der Herr Innenminister, der heute nicht anwesend ist, weil sich eine solche Kurzdebatte dafür sicherlich nicht lohnt, hat nach einer Schrecksekunde – Gott sei Dank! – richtig reagiert und wieder die normale Abschiebungspraxis eingeführt, die aber sicherlich nicht unter jenen Voraussetzungen stattfinden darf, wie man sie Herrn Omofuma sozusagen angedeihen ließ. Aber ich glaube, daß jetzt der Moment ist, daß man zur Normalität zurückkehren sollte. Es ist ein normales Gericht, ein unabhängiges Gericht dazu aufgerufen, diese Sache aufzuklären. Die Staatsanwaltschaft hat ihre Anträge gestellt, und ein Sachverständiger, der über jeden Zweifel erhaben ist, wird ein Gutachten erstellen. Diese Sache sollte man jetzt endlich einmal abwarten und nicht immer durch neue Anträge stören. Man muß einmal die unabhängigen Gerichte arbeiten lassen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wissen Sie, was mir bei der ganzen Sache so traurig vorkommt: Wir alle bedauern, was Herrn Omofuma passiert ist, und wir alle sind an einer Aufklärung interessiert, aber ich höre nie einen Aufschrei, wenn ein armer Mensch auf der Straße durch einen Raser stirbt. Ich höre keinen Aufschrei und sehe keine Demonstration, wenn ein Verbrecher einen Unschuldigen ermordet. Da gibt es nichts, da geht man zur Tagesordnung über. Nur dort, wo Sie glauben, daß es Ihren Zwecken dient, entrüsten Sie sich. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wir werden diesem Fristsetzungsantrag aber dennoch zustimmen, denn uns interessieren ein paar andere Dinge, wie etwa: Wer hat die Reise der Familienmitglieder Omofuma bezahlt? Wer hat das Hotel bezahlt? Wieso sind die Leute beim Außenminister empfangen worden? Ich habe, wie gesagt, in meiner mehr als 25jährigen Praxis bei der Staatsanwaltschaft nie gesehen, daß irgend jemand eingeflogen oder vom Außenminister empfangen wurde, nur weil an ihm ein Verbrechen geschehen ist. Darüber wollen wir auch Aufklärung, und darum werden wir Ihrem Fristsetzungsantrag zustimmen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen.
Das, meine Damen und Herren, sind nur einige Details aus diesem sogenannten Fall Omofuma, der nicht nur ein Fall Omofuma ist, weil Marcus Omofuma gestorben ist, und zwar in Begleitung und unter Beihilfe österreichischer Exekutivbeamter, sondern weil er aufgrund eines Systems gestorben ist, das diesen Fall zugelassen hat. Darum ist es, sehr geehrter Herr Vorsitzender des Innenausschusses, nicht die Frage einer Sondersitzung, einer dringlichen Anfrage der Opposition, sondern die Frage des Ernstnehmens der Probleme, die in diesen Strukturen stecken. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und beim Liberalen Forum.
Denn, meine sehr geehrten Damen und Herren, für mich ist Polizeireform das Wesentliche. Für mich ist die Frage der Sicherheit eine Frage der Demokratie. Demokratie braucht Sicherheit, aber Sicherheit braucht auch Demokratie. Das ist es. (Beifall bei den Grünen und beim Liberalen Forum.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine drei Punkte, die ich anführen möchte, beziehen sich allerdings auf eine für Wien äußerst wichtige Straße, die nunmehr in diesem Gesetz enthalten ist, und das ist die Nordostumfahrung Wien. Diesbezüglich haben Abgeordnete wie Kollege Edler und einige andere eine Petition eingebracht. Dieser Petition wird nunmehr durch dieses Gesetz Rechnung getragen. Man kann sehen, daß es dann, wenn sich einige Abgeordnete für eine wichtige Straße Wiens einsetzen, auch sehr rasch zu einer Erledigung kommt, und das ist zu begrüßen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum dritten möchte ich sagen – damit bin ich schon mit meinem Beitrag fertig –, daß ich es sehr begrüße, was der Herr Bundesminister heute gesagt hat, nämlich daß nunmehr auf den hochrangigen Straßen, Autobahnen und Schnellstraßen, ein entsprechendes Baustellenmanagement installiert werden soll, sodaß der Verkehr in diesen Bereichen möglichst störungsfrei funktioniert. Ich kann nur an Sie appellieren, Herr Bundesminister, daß Sie tatsächlich ernsthaft darauf einwirken, daß die Vorstandsdirektoren in der ASFINAG, ÖSAG und ASG nicht über Preise nachdenken, sondern darüber, wie man es den Autofahrern erleichtert, auf Autobahnen und Schnellstraßen von Punkt A zu Punkt B zu kommen. – Ich danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Marizzi: Zuerst muß man es planen!
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Meine Damen und Herren! Heute wird wieder etwas beschlossen, dessen Finanzierung in den Sternen steht – konkret: auch in den Sternen der Europäischen Union. Herr Präsident Maderthaner hat gesagt, Road-Pricing komme erst dann, wenn europäischer Gleichklang bestehe. Herr Minister Farnleitner hat immer darauf hingewiesen, wir könnten nur dann Straßen bauen, wenn wir sie finanzieren können, und wir bräuchten die Form des Road-Pricing, die er mit der ASFINAG ausverhandelt hat, und es soll ab 2002 möglich sein. (Abg. Marizzi: Zuerst muß man es planen!)
Abg. Mag. Kukacka: Sind Sie für die PKW-Maut, Frau Kollegin?
Wie paßt das zusammen? – ÖVP-Mandatare – nicht nur Herr Präsident Maderthaner – sagen immer wieder: im europäischen Gleichklang. Es könnte sehr wohl etwas Zusammenpassendes daraus entstehen, und zwar dann, wenn man den europäischen Gleichklang sozusagen durch ein "Nachziehen" mit den Nachbarstaaten Italien, Frankreich, Spanien oder Portugal herstellt, in denen schon längst der LKW-Verkehr und auch der PKW-Verkehr in stärkerem Ausmaß fahrleistungsabhängig bemautet werden. Das ist eigentlich der europäische Gleichklang. (Abg. Mag. Kukacka: Sind Sie für die PKW-Maut, Frau Kollegin?)
Abg. Mag. Kukacka: Sind Sie für die PKW-Maut, Frau Kollegin?
Wir sollten mit den Ländern, in denen das schon eingeführt ist, nachziehen und nicht den "europäischen Gleichklang" sozusagen als Floskel dafür zu verwenden, daß man das Road-Pricing zur selben Zeit wie Deutschland einführen will. (Abg. Mag. Kukacka: Sind Sie für die PKW-Maut, Frau Kollegin?) – Ja selbstverständlich! Ich bin für die kilometerabhängige (Abg. Mag. Kukacka: PKW-Maut!), für die PKW-fahrleistungsabhängige Abgabe im Zusammenhang – das ist ganz wesentlich, Herr Kollege Kukacka! – mit der ökosozialen Steuerreform, das heißt im Zusammenhang mit einem 10 000-S-Bonus an jede Person. Das ist ganz wesentlich. (Abg. Mag. Kukacka: Sie sind für die PKW-Maut! Das werden wir den Autofahrern sagen!)
Abg. Mag. Kukacka: PKW-Maut!
Wir sollten mit den Ländern, in denen das schon eingeführt ist, nachziehen und nicht den "europäischen Gleichklang" sozusagen als Floskel dafür zu verwenden, daß man das Road-Pricing zur selben Zeit wie Deutschland einführen will. (Abg. Mag. Kukacka: Sind Sie für die PKW-Maut, Frau Kollegin?) – Ja selbstverständlich! Ich bin für die kilometerabhängige (Abg. Mag. Kukacka: PKW-Maut!), für die PKW-fahrleistungsabhängige Abgabe im Zusammenhang – das ist ganz wesentlich, Herr Kollege Kukacka! – mit der ökosozialen Steuerreform, das heißt im Zusammenhang mit einem 10 000-S-Bonus an jede Person. Das ist ganz wesentlich. (Abg. Mag. Kukacka: Sie sind für die PKW-Maut! Das werden wir den Autofahrern sagen!)
Abg. Mag. Kukacka: Sie sind für die PKW-Maut! Das werden wir den Autofahrern sagen!
Wir sollten mit den Ländern, in denen das schon eingeführt ist, nachziehen und nicht den "europäischen Gleichklang" sozusagen als Floskel dafür zu verwenden, daß man das Road-Pricing zur selben Zeit wie Deutschland einführen will. (Abg. Mag. Kukacka: Sind Sie für die PKW-Maut, Frau Kollegin?) – Ja selbstverständlich! Ich bin für die kilometerabhängige (Abg. Mag. Kukacka: PKW-Maut!), für die PKW-fahrleistungsabhängige Abgabe im Zusammenhang – das ist ganz wesentlich, Herr Kollege Kukacka! – mit der ökosozialen Steuerreform, das heißt im Zusammenhang mit einem 10 000-S-Bonus an jede Person. Das ist ganz wesentlich. (Abg. Mag. Kukacka: Sie sind für die PKW-Maut! Das werden wir den Autofahrern sagen!)
Abg. Mag. Kukacka: 16 S Benzinpreis!
Wir sind gegen die Benzinpreiserhöhung. Wir haben immer gesagt, es müssen die wahren Kosten bezahlt werden. Das habe ich Ihnen gegenüber schon sehr häufig erwähnt, und ich habe auch mindestens so häufig schon darauf hingewiesen, daß fahrleistungsabhängige Abgaben erforderlich sind. (Abg. Mag. Kukacka: 16 S Benzinpreis!) – Nein, das ist nie von uns gekommen. (Abg. Rosemarie Bauer: Ah geh!)
Abg. Rosemarie Bauer: Ah geh!
Wir sind gegen die Benzinpreiserhöhung. Wir haben immer gesagt, es müssen die wahren Kosten bezahlt werden. Das habe ich Ihnen gegenüber schon sehr häufig erwähnt, und ich habe auch mindestens so häufig schon darauf hingewiesen, daß fahrleistungsabhängige Abgaben erforderlich sind. (Abg. Mag. Kukacka: 16 S Benzinpreis!) – Nein, das ist nie von uns gekommen. (Abg. Rosemarie Bauer: Ah geh!)
Abg. Rosemarie Bauer: Da kann ich Ihnen genau das Gegenteil beweisen!
Heute habe ich auch noch das Argument gehört, dieser Straßenbau sei unbedingt notwendig, um die wirtschaftliche Entfaltung zu gewährleisten, um Impulse zu geben. Dazu empfehle ich: Beschäftigen Sie sich mit wissenschaftlichen Studien, lesen Sie zum Beispiel Publikationen des Süddeutschen Instituts für nachhaltige Wirtschaft, und dann werden Sie feststellen, daß eine Korrelation zwischen der Arbeitslosigkeit und der Zunahme des Straßenverkehrs besteht. In der Region wird nicht nur produziert, sondern aus der Region fahren auch die Leute weg, und aus der Region wird Produktion in die Zentralräume verlagert. Das ist das Problem. (Abg. Rosemarie Bauer: Da kann ich Ihnen genau das Gegenteil beweisen!) Dieses sozusagen Herausziehen der Wirtschaftskraft aus der Region durch verbesserte Straßenbauangebote heizen Sie an, und das ist an sich kontraproduktiv – teilweise auch kontraproduktiv für Ihre regionalwirtschaftlichen Vorstellungen.
Beifall bei den Grünen.
Diesen Antrag stellen wir vor allem im Hinblick darauf, daß auf diesen Strecken wahrscheinlich das Wochenend-, Nacht- und Feiertagsfahrverbot fällt oder eingeschränkt wird. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben in der letzten Sitzung die GSD-Studie beraten, und ich möchte auch heute dem Herrn Bundesminister und seinem Ministerium diesbezüglich sagen, daß mit dieser Studie verantwortungsvoll vorausgeschaut wurde, um die Entwicklungen abzusehen, die jedenfalls auf uns zukommen werden, ob wir das wollen oder nicht. Die Empfehlung, den Kopf in den Sand zu stecken und "Management by Vogel Strauß" zu betreiben, wäre hier absolut falsch! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Kukacka: Nicht einmal die Grünen!
Die Schweizer haben einen Versuch gemacht. Der betreffende Artikel ist in der gestrigen Ausgabe der "Presse" nachzulesen, meine Damen und Herren. Darin heißt es: "Schweiz: Kein Verzicht auf das Auto. Anti-Stau-Kampagne wurde ein Flop." – Da wollte man mit einer sündteuren Kampagne in Zürich dem Verkehrsstau begegnen. Die Schweizer Bundesbahnen haben in diesen sechs Tagen nur 120 Karten verkauft. Kein einziger Pendler ist auf die Bahn umgestiegen. (Abg. Mag. Kukacka: Nicht einmal die Grünen!)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Nicht einmal in der Schweiz geht so etwas! Daher würde ich dem Herrn Verkehrsminister empfehlen, er soll die Kampagne, die er macht – "Schiene statt Verkehrslawine" –, die vielleicht originell ist, aber letzten Endes überhaupt nichts bringt, sein lassen und diese Millionen lieber dem Herrn Wirtschaftsminister geben, damit er vielleicht die eine oder andere dringende Ortsumfahrung oder Bezirksumfahrung realisieren kann. Da wären diese Werbemillionen besser angelegt! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Herr Minister! Ich sage Ihnen ganz ehrlich, die Unternehmen werden diese Beiträge nicht zahlen, so wie Sie es im Ausschuß gesagt haben, sondern es werden die Gemeinden, das Land und die Wirtschaftsförderung oder wer auch immer diese Beiträge zahlen, weil sie daran interessiert sind, daß sich auf ihrem Gemeindegebiet weitere Firmen ansiedeln können und ein Anschluß an die Straße gewährleistet ist. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wissen Sie, was die Leute interessiert, Herr Minister? – Welche Lücken werden geschlossen? Wann werden die Straßen fertig? Was kostet mich das Autofahren? Wie komme ich zu meinem Arbeitsplatz? Wie lange werde ich im Stau stehen? – Das sind die Fragen, die sich die arbeitende Bevölkerung stellt, und auf diese Fragen gibt auch dieses Gesetz keine Antwort. Im Gegenteil: Es wird über weitere Belastungen nachgedacht. Dieses Gesetz ist eigentlich das Papier nicht wert, auf dem es steht. – Glück auf! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Der Herr Häupl soll was tun, eine Entlastung herbeiführen!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das ist schlicht und ergreifend ein Witz! Auch die Autofahrerklubs schlagen schon Alarm. 500 Millionen Schilling jährlich kostet die Volkswirtschaft der Stau auf unseren Straßen! Allein auf der Tangente gehen im Jahr 2,6 Millionen Stunden im Stau verloren, und 3,5 Millionen Liter Treibstoff werden verbraucht. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Der Herr Häupl soll was tun, eine Entlastung herbeiführen!) – Ja, Frau Kollegin, aber da sind viele Grüne dagegen! Sie wissen, wie lange diese das beeinspruchen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Dann muß er sich halt durchsetzen, verhandeln oder wie auch immer!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Dann muß er sich halt durchsetzen, verhandeln oder wie auch immer!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das ist schlicht und ergreifend ein Witz! Auch die Autofahrerklubs schlagen schon Alarm. 500 Millionen Schilling jährlich kostet die Volkswirtschaft der Stau auf unseren Straßen! Allein auf der Tangente gehen im Jahr 2,6 Millionen Stunden im Stau verloren, und 3,5 Millionen Liter Treibstoff werden verbraucht. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Der Herr Häupl soll was tun, eine Entlastung herbeiführen!) – Ja, Frau Kollegin, aber da sind viele Grüne dagegen! Sie wissen, wie lange diese das beeinspruchen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Dann muß er sich halt durchsetzen, verhandeln oder wie auch immer!)
Abg. Dr. Ofner: Peter, man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, daß es Leute gibt, die ganz froh über die Einsprüche sind, weil sie sich das Geldausgeben ersparen wollen!
Frau Kollegin! Natürlich wird er sich durchsetzen und verhandeln, und Sie können auch davon ausgehen, daß die B 301 gebaut wird. Damit bin ich schon bei der Finanzierung. Frau Kollegin Partik-Pablé! Ihre Partei spricht sich immer gegen das Road-Pricing aus. (Abg. Dr. Ofner: Peter, man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, daß es Leute gibt, die ganz froh über die Einsprüche sind, weil sie sich das Geldausgeben ersparen wollen!) – Kann auch sein. Aber ich bin für das Road-Pricing.
Abg. Dr. Ofner: Nichts!
Kollege Ofner! Ich werde dir jetzt ein Beispiel sagen. Für einen 38-Tonner, also einen schwerer Brummi, mußte man im Jahre 1995 82 000 S ausgeben, damit er fahren kann. Heuer, im Jahr 1999, bezahlt man dafür 55 000 S. Und weißt du, was ein Ost-LKW bezahlt? (Abg. Dr. Ofner: Nichts!) – 80 S am Tag! Und ihr von den Freiheitlichen seid gegen das Road-Pricing!
Beifall bei der SPÖ.
Du als Niederösterreicher, Kollege Ofner, müßtest wissen, daß in den letzten Jahren der Osttransit um 15 Prozent jährlich gestiegen ist, und diese Fahrzeuge sollen nach eurer Meinung gratis durch Österreich fahren und unsere Straßen ruinieren dürfen! Das ist euer Wunsch! (Beifall bei der SPÖ.) – Okay, dann sagt es der Bevölkerung, daß ihr die Osttransitler gratis durch unser Land fahren lassen wollt! Das wollt ihr ja letztendlich! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Dr. Ofner: Eine andere Methode fällt dir nicht ein?)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Dr. Ofner: Eine andere Methode fällt dir nicht ein?
Du als Niederösterreicher, Kollege Ofner, müßtest wissen, daß in den letzten Jahren der Osttransit um 15 Prozent jährlich gestiegen ist, und diese Fahrzeuge sollen nach eurer Meinung gratis durch Österreich fahren und unsere Straßen ruinieren dürfen! Das ist euer Wunsch! (Beifall bei der SPÖ.) – Okay, dann sagt es der Bevölkerung, daß ihr die Osttransitler gratis durch unser Land fahren lassen wollt! Das wollt ihr ja letztendlich! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Dr. Ofner: Eine andere Methode fällt dir nicht ein?)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister! Ich bin froh darüber, daß Sie auch in die Vignetten-Diskussion korrigierend eingegriffen haben. Ich bin froh, daß Sie eingegriffen und zu Ihren Direktoren gesagt haben, sie sollen endlich einmal den Mund halten. Sie haben gesagt, das ist ein Sommerhitzschlag. Wir Politiker werden immer wieder geprügelt für alle Aussagen und all das, was diese Direktoren machen. Herr Bundesminister! Wenn sie unfähig sind, dann sollen sie auch einmal gehen! Sie sollen nicht auf ihren Sesseln kleben. Diese Direktoren produzieren mit ihrer Falschplanung die Staus. Sie, die Herren Direktoren oder Generaldirektoren, machen Aussagen bezüglich Vignettenpreiserhöhungen, und wir, die Politiker – egal, ob von Schwarz, Blau oder Rot –, können es ausbaden! Herr Bundesminister, da erwarte ich mir von Ihnen einmal eine härtere Haltung. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Einen solchen Bau jetzt einzustellen wäre wirtschaftspolitisch, aber auch umweltpolitisch unverantwortlich. Daher hoffen wir auf die zügige Fertigstellung dieses Projekts. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Kukacka: Wie geht denn das?
Richtig ist vielmehr, daß wir für eine Besteuerung dieser meist auch umweltschädlichen Ost-LKW-Fahrten durch Österreich sind. (Abg. Mag. Kukacka: Wie geht denn das?)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Marizzi: Okay, ich nehme es zurück! Schwach!
Richtig ist aber, Herr Kollege Marizzi, daß insbesondere der Freie Wirtschaftsverband, eine sozialistische Unternehmerorganisation – der diesbezügliche Antrag liegt mir vor –, gemeinsam mit der ÖVP für die freie Fahrt von Ost-LKW eingetreten ist. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Marizzi: Okay, ich nehme es zurück! Schwach!)
Beifall bei der ÖVP.
Trotzdem halte ich den von ÖBB-Generaldirektor Draxler und Minister Einem angekündigten forcierten Ausbau des Güterschienenverkehrs für richtig. Ich halte auch die angekündigte Wachstumspolitik für richtig. Nur, wenn dieses Wachstum durch Zukäufe von Speditionen namens Express und Interfracht, also von Unternehmen, die ehemals im Mehrheitsbesitz der Kommunistischen Partei Österreichs gestanden sind, erreicht werden soll, bin ich mehr als skeptisch, denn damit erreicht man keine Mehrauslastung des Schienengüterverkehrs, sondern stockt massiv die LKW-Flotte der ÖBB auf, und diese werden auf diese Weise zu einem der größten LKW-Frächter Österreichs. Diese Verkehrspolitik ist doppelbödig und wird noch dazu zum Teil mit Steuergeldern finanziert. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Bundesstraßengesetz, das uns heute hier vorliegt, sind sowohl die Ergebnisse der GSD-Studie berücksichtigt, es wurden darin aber auch die Bundesstraßenverzeichnisse angepaßt und ein Verfahren zur Anhörung der Bevölkerung eingeführt. Meine Fraktion wird daher diesem Gesetz gerne zustimmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Marizzi: Ich habe mich bei Haigermoser entschuldigt!
Abgeordneter Mag. Dr. Udo Grollitsch (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Gestatten Sie mir, zuvorderst einen einzigen Satz im Zusammenhang mit der Debatte über die Dringliche Anfrage zu sagen. Aus reinem Redezeitmangel konnte ich den Bundeskanzler auf das Thema im Zusammenhang mit seinem Sohn nicht mehr anreden. Wenn ich da irgendwelchen Falschmeldungen aufgesessen bin, werde ich nicht anstehen, diese zu korrigieren; das versteht sich von selbst. Übrigens hat der Herr Bundeskanzler es selbst zu verantworten, daß der Name seines Sohnes in diesem Zusammenhang in den Raum gekommen ist. (Abg. Marizzi: Ich habe mich bei Haigermoser entschuldigt!)
Abg. Marizzi: Warum seid ihr gegen das LKW-Road-Pricing?
Herr Bundesminister! Die Situation im Ennstal ist in der Tat unerträglich. Jedes fünfte Auto ist ein LKW, und diese blasen 70 Prozent der verkehrsbedingten Stickoxide aus. 90 Prozent dieses Verkehrs sind als reiner Transitverkehr einzuordnen, 10 Prozent dienen der Regionalversorgung. (Abg. Marizzi: Warum seid ihr gegen das LKW-Road-Pricing?)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wenn Sie meine Sorge entkräften können, Herr Bundesminister, wenn die Sorge wirklich eine Spiegelfechterei ist, dann sagen Sie uns bitte, was Sie, was die EU mit dem Ennstal konkret vorhaben! Die Menschen dort, die leidgeprüften Ennstaler haben sich eine Antwort verdient. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich warne auch davor, die nunmehr für das Jahr 2002 geplante Einführung der elektronischen LKW-Maut unter dem Deckmäntelchen der Notwendigkeit eines von Schüssel und Kukacka geforderten europäischen Gleichklanges, wie es heißt, noch weiter zu verschleppen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie des Abg. Hans Helmut Moser.
Werte Kolleginnen und Kollegen! Da ich dem nächsten Nationalrat nicht mehr angehören werde, bedanke ich mich bei den Bediensteten dieses Hauses wie auch bei allen Beamten der Ministerien, aber natürlich auch bei Ihnen allen, liebe Kolleginnen und Kollegen, für die gute Zusammenarbeit und wünsche dem Hohen Haus für die nächste Gesetzgebungsperiode alles Gute. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie des Abg. Hans Helmut Moser.)
Allgemeiner Beifall.
Ich möchte Ihnen, sehr verehrter Herr Abgeordneter, für Ihre weitere Tätigkeit, vor allem auch für jene, die Sie als Bürgermeister ausüben, alles Gute wünschen. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP.
Zur Ennsnahen Trasse, weil ich diesbezüglich von Herrn Abgeordneten Grollitsch angesprochen worden bin: Mehrere Augenscheine vor Ort zeigen, daß es sich sehr wohl um einen vitalen Wirtschaftsverkehr des Salzburger und Grazer Wirtschaftsraumes handelt. Wir werden ihn nicht auf andere Strecken verlagern können. Ob das jetzt eine Autobahn, autobahnähnliche oder andere Straßen sind, wir werden dort eine Lösung finden müssen, weil wir uns nicht auf Dauer von dem berühmten Vogelpärchen-Krächzkrächz blockieren lassen können. Denn sonst wird in diesem Fall immer die Bevölkerung dafür gestraft, daß wir keine Entscheidungen treffen können. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Deswegen ist auch völlig richtig, was Kollege Firlinger gesagt hat, nämlich daß Sie jetzt beabsichtigen, die Vignettengebühr zu erhöhen, damit Sie die Möglichkeit haben, der ASFINAG entsprechende Mittel durch höhere Mauteinnahmen zuzuführen, damit sie überhaupt überleben kann, denn das Eigenkapital ist aufgebraucht. Deswegen ist die Kritik unserer Fraktion durch unseren Verkehrssprecher Firlinger völlig berechtigt gewesen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Sie können nicht immer einfach darüber hinweggehen und so tun, als gäbe es da nichts Besorgniserregendes. Tatsache ist: Diese Situation ist nicht lustig, sie ist ernst zu nehmen, man kann sie nicht wegdiskutieren. Herr Bundesminister, Sie haben die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen und dafür zu sorgen, daß dieses Schiff nicht sinkt. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Rosemarie Bauer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Als aufmerksame Zuhörerin dieser Debatte erscheinen mir zwei Widersprüche aufklärungsbedürftig, aber ich kann sie mir schon selber beantworten. Auf der einen Seite werden auf Teufel komm raus Forderungen für Straßenbauprojekte aufgestellt, auf der anderen Seite kommt der fast zynische Hinweis, daß kein Geld vorhanden wäre. Herr Kollege Müller hat hier beklagt, daß die PKW-Fahrer die Zeche für die LKW-Fahrer zu zahlen hätten. Nicht angesprochen wurde meiner Meinung nach der Umstand – und diesen halte ich für einen Skandal –, daß nämlich für den Bereich Schiene und den öffentlichen Verkehr eine Unmenge von Geld vorhanden ist, während sich die Autofahrer ihre Strecken selber zahlen müssen. Außerdem ist zu sagen, daß von jenen, die darauf Einfluß nehmen könnten, eine Veränderung zu bewirken, Forderungen aufgestellt werden, die nicht erfüllbar sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich freue mich, daß auch der Ministerrat eine einhellige Zustimmung dazu gegeben hat, und bedanke mich ganz herzlich im Namen der Bevölkerung im allgemeinen, aber vor allem im Namen der Weinviertler für diese Straßenbauvorhaben. Ich hoffe, daß es möglich sein wird, sie termingemäß zu beginnen und auch termingemäß abzuschließen. (Beifall bei der ÖVP.)
Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Neisser gibt das Glockenzeichen.
Das Road-Pricing, heute schon mehrfach genannt, ist ein ganz wesentlicher Beitrag, diese Straßen finanzieren zu können, und es sollte da, Herr Bundesminister, nicht noch mehr Zeit verlorengehen. (Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Neisser gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich hoffe und erwarte mir von Ihnen, Herr Minister, oder einem etwaigen Nachfolger, daß beide Maßnahmen im Interesse des Burgenlandes und seiner Menschen möglichst rasch in Angriff genommen werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Seitens des grünen Klubs ist nur Abg. Öllinger im Saal anwesend.
Ich bitte jene Damen und Herren, die für diesen Entschließungsantrag sind, um ein Zeichen der Zustimmung. (Seitens des grünen Klubs ist nur Abg. Öllinger im Saal anwesend.) – Eine Stimme dafür. (Ruf: Einstimmig! – Heiterkeit.) Damit ist der Antrag abgelehnt.
Ruf: Einstimmig! – Heiterkeit.
Ich bitte jene Damen und Herren, die für diesen Entschließungsantrag sind, um ein Zeichen der Zustimmung. (Seitens des grünen Klubs ist nur Abg. Öllinger im Saal anwesend.) – Eine Stimme dafür. (Ruf: Einstimmig! – Heiterkeit.) Damit ist der Antrag abgelehnt.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Abgeordneter Mag. Reinhard Firlinger (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Bundesminister! Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Ich werte es als einen Erfolg freiheitlicher Politik, daß das Thema Mietensenkungen im Bereich der gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften überhaupt zur Debatte steht und heute hier im Plenum behandelt wird. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Wir Freiheitlichen wollen uns nicht mit einer kleinen Senkung in diesem Bereich zufriedengeben, sondern wir wollen eine deutliche Absenkung der Mieten, und zwar für alle Wohnungen in diesem Bereich und in einem Ausmaß bis zu 30 Prozent. Das, meine Damen und Herren, ist unsere Linie. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Präsident Dr. Brauneder übernimmt den Vorsitz.
Es gibt mehrere wesentliche Unterschiede, und diese möchte ich ganz kurz ansprechen. (Präsident Dr. Brauneder übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Zweiter Punkt: Bei den Auslaufannuitäten gibt es einen sehr wesentlichen Unterschied zwischen dem freiheitlichen Ansatz und dem der Regierung. Die Regierungsparteien wollen eine Begrenzung der Auslaufannuitäten, wir wollen, daß nach vollständiger Ausfinanzierung dieser Wohnungen überhaupt keine Miete mehr eingehoben wird. Wir wollen, daß dann die Miete auf den Erhaltungs- und Verbesserungsbeitrag beschränkt bleibt. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Das heißt also: kein Körberlgeld von Mietern, die ihre Wohnungen bereits ausbezahlt haben.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Abgesehen von diesen vier Punkten, meine Damen und Herren, ist es ein ganz wesentliches Manko Ihres Regierungsantrages, daß Sie die von uns geforderte Entflechtung des gemeinwirtschaftlichen Wohnungswesens, die Entflechtung von Politik, von Parteibuchwirtschaft, die Entflechtung von den Banken und den Versicherungskonzernen nicht einmal im mindesten gedanklich vorweggenommen haben. Diesen Bereich, die Pfründewirtschaft, wollen Sie weiter schützen, da wird überhaupt kein Jota aufgemacht. Da bleibt alles so, wie es ist, meine Damen und Herren. Für uns ist das nicht akzeptabel! Wir sehen ganz klare Unvereinbarkeiten in diesem Bereich. Banken und Versicherungen gehören heraus, und auch Manager haben dort in den Aufsichtsgremien nichts verloren. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Wenn Sie die Reformen in diesem Bereich ernst nehmen wollen, wäre es hoch an der Zeit, den Vorstellungen von uns Freiheitlichen zu folgen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Aber folgendes möchte ich dem Kollegen Firlinger, der in dem von mir so geliebten Bautenausschuß wahrscheinlich weiterhin tätig sein wird, doch ins Stammbuch schreiben – ich habe dieses Haus von beiden Seiten kennengelernt. Von den acht Gesetzgebungsperioden, die ich diesem Hause angehört habe, war ich viermal auf der Oppositionsbank, dreimal gegenüber SPÖ-Alleinregierungen, einmal gegenüber SPÖ/FPÖ-Regierung, und vier Legislaturperioden, allerdings davon eine kurze, auf der Seite der Regierungsparteien –: Ich glaube, daß die Opposition eine wichtige demokratische Rolle hat, auch im Gesetzgebungsprozeß. Diese Rolle kann aber nicht sein, alles schlechtzumachen, sondern die Rolle der Opposition ist es, die Regierung herauszufordern, die Regierungsparteien durch bessere Vorschläge herauszufordern, an einer Verbesserung mitzuarbeiten. Das ist der wesentlich bessere Weg der Opposition, als einfach alles schlechtzumachen, Kollege Firlinger. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Das Wohnungsangebot ist größer geworden, die Preise sinken. Vermieter beklagen sich heute, daß oft der Richtwert nicht mehr erzielbar ist. Das zeugt an sich vom Funktionieren des Marktes und einer sozialen Schutzfunktion des Wohnrechtes, wie ich es mir vorstelle, und ich glaube, dieser Weg sollte auch in Zukunft weitergegangen werden. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Mehr möchte ich zum Inhalt dieser Novelle nicht sagen. Ich glaube, das, was ich gesagt habe, ist an sich Grund genug, sich darüber zu freuen und dieser Novelle die Zustimmung zu geben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Wabl: Sind Sie nicht Funktionär der Sozialpartnerschaft?
In den letzten Tagen ist einiges gesagt und auch einiges beklagt worden, was die Qualität der Arbeit in diesem Haus betrifft. Ich habe auch meine Meinung dazu, und ich sage Ihnen aus meiner Erfahrung: Das hängt sehr stark von der einzelnen Abgeordneten, vom einzelnen Abgeordneten selbst ab. Ich habe mich dort, wo ich mich engagiert, wo ich mitgearbeitet habe, in den Ausschüssen, nie unter das Kuratel der Regierung oder unter die Vormundschaft der Sozialpartner oder von sonst irgend jemandem gestellt gefühlt, sondern habe auf die Materien, die ich mit beraten habe, nach meinem besten Wissen und Gewissen Einfluß genommen, diese mitgestaltet. (Abg. Wabl: Sind Sie nicht Funktionär der Sozialpartnerschaft?)
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie beim Liberalen Forum.
Es liegt also – das sage ich jenen, die hier bleiben – in Ihrer Hand, ob Sie selbstbewußte, starke Abgeordnete sind oder ob Sie sich unter irgendein Kuratel stellen lassen. Das ist mein Rat, den ich Ihnen mitgeben möchte. (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie beim Liberalen Forum.)
Allgemeiner Beifall.
Meine Damen und Herren! In diesem Sinne möchte ich mich bei Ihnen allen für die Zusammenarbeit bedanken, auch für manche harte, aber fruchtbare Auseinandersetzung. Ich möchte mich bei den Mitarbeitern dieses Hauses bedanken, bei den Mitarbeitern meiner Fraktion, des ÖVP-Klubs – es waren sehr gute Mitarbeiter; der erste Klubsekretär, der für meine Ausschüsse zuständig war, hieß Wolfgang Schüssel –, bei den Parlamentsmitarbeitern, bei meiner Parlamentsmitarbeiterin, die seit Anfang dieser Legislaturperiode für mich gearbeitet und mich sowohl in meiner Europaratstätigkeit als auch in meiner Ausschußtätigkeit sehr unterstützt hat, Mag. Tatjana Weiler. Ich wünsche Ihnen allen, die nach mir ausscheiden werden – ich werde kurz vor dem Ende dieser Legislaturperiode ausscheiden –, weiterhin viel Erfolg in Ihrem Leben, und allen, die in dieses Haus wiedergewählt werden, gute Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes, der demokratischen Republik Österreich, in einem friedlichen, stabilen Europa. (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Dr. Schwimmer: Hätten mich nicht gestört!
Abgeordneter Karl Smolle (Liberales Forum): Gospod predsednik! Gospod a ministra! Visoki dom! Meine Damen und Herren! Herr Präsident! Hohes Haus! Meine Herren Minister! Kollege Schwimmer, ich gehe in einigen Dingen, vor allem, was deine herzliche Ansprache zum Abschluß betrifft, mit dir konform, aber was die Wohnrechtsnovelle betrifft, muß ich sagen, es tut mir leid, daß es deine letzte Rede war, denn da hätte ich schon gerne einige Zwischenrufe angebracht. (Abg. Dr. Schwimmer: Hätten mich nicht gestört!) Ich habe mich zurückgehalten. (Ruf bei der ÖVP: Können Sie schriftlich einreichen!) Ich bin relativ gut erzogen und habe mich zurückgehalten. Aber ich werde versuchen, das jetzt in meinem Vortrag darzustellen.
Ruf bei der ÖVP: Können Sie schriftlich einreichen!
Abgeordneter Karl Smolle (Liberales Forum): Gospod predsednik! Gospod a ministra! Visoki dom! Meine Damen und Herren! Herr Präsident! Hohes Haus! Meine Herren Minister! Kollege Schwimmer, ich gehe in einigen Dingen, vor allem, was deine herzliche Ansprache zum Abschluß betrifft, mit dir konform, aber was die Wohnrechtsnovelle betrifft, muß ich sagen, es tut mir leid, daß es deine letzte Rede war, denn da hätte ich schon gerne einige Zwischenrufe angebracht. (Abg. Dr. Schwimmer: Hätten mich nicht gestört!) Ich habe mich zurückgehalten. (Ruf bei der ÖVP: Können Sie schriftlich einreichen!) Ich bin relativ gut erzogen und habe mich zurückgehalten. Aber ich werde versuchen, das jetzt in meinem Vortrag darzustellen.
Abg. Dr. Graf: Das Mietrecht hat nicht so viele Paragraphen, das könnte man schon lesen! Vielleicht haben Sie es noch nicht gelesen! So schwer verständlich ist es nicht!
Nun zum Gesetz selbst. Meine Herren Minister! Da möchte ich Ihnen beiden klar sagen: Auch diese Novelle ist so unlesbar wie das gesamte Mietrecht. Am selben Tag, an dem man einen Entschließungsantrag einbringt, der darauf abzielt, das Mietrecht lesbarer zu gestalten, haben wir es mit einer Materie zu tun, die genauso unlesbar ist. Ich möchte jetzt gar nicht berichten, wie sie entstanden ist, wie sie über eine Regierungsvorlage sozusagen darübergestülpt wurde; diese Geschichten interessieren die Leute draußen nicht. (Abg. Dr. Graf: Das Mietrecht hat nicht so viele Paragraphen, das könnte man schon lesen! Vielleicht haben Sie es noch nicht gelesen! So schwer verständlich ist es nicht!)
Beifall beim Liberalen Forum.
Ja, ich weiß schon, daß man es lesen kann. Ich kann auch lesen, das habe ich schon gelernt, es ist nur schon 50 Jahre her. Das ist also nicht das Problem. Es geht nicht um die Lesbarkeit einer Geschichte oder eines Märchens, sondern darum, daß Gesetze so verständlich formuliert sein sollen, daß sie der Bürger auch versteht. Sie sind ja für den Bürger, lieber Kollege Graf. Das sollte sich auch bis zu dir schon herumgesprochen haben. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Abg. Dr. Schwimmer: Darf ich einen Zwischenruf machen?
Meine Damen und Herren! Es gibt zweifelsfrei auch Vorteile und Verbesserungen durch diese Novelle. Es wird zu einer Senkung der Mieten kommen; aber dazu noch später. Aber dieses Gesetz betrifft nur einen Teil der gemeinnützigen Wohnungen. Die Mieten werden nicht ex tunc, sondern ex nunc gesenkt, und das ist auch unverständlich. Die Zinsenersparnis hätte man schon längst weitergeben müssen, und man hätte sie auch weitergeben können, auch heute noch. Das heißt, die günstigen Verträge haben die Wohnungsgenossenschaften längst schon abgeschlossen. Die Zinsen sind ja nicht plötzlich mit heutigem Tag gesunken. (Abg. Dr. Schwimmer: Darf ich einen Zwischenruf machen?) Ja, mach ihn, bitte! (Abg. Dr. Schwimmer: Jene Genossenschaften, soweit es nicht unter das Sonderwohnbaugesetz fällt, die schon früher günstigere Vereinbarungen schließen konnten, haben das auch weitergeben müssen! Das war schon das bisherige Recht!) Das sind ein, zwei!
Abg. Dr. Schwimmer: Jene Genossenschaften, soweit es nicht unter das Sonderwohnbaugesetz fällt, die schon früher günstigere Vereinbarungen schließen konnten, haben das auch weitergeben müssen! Das war schon das bisherige Recht!
Meine Damen und Herren! Es gibt zweifelsfrei auch Vorteile und Verbesserungen durch diese Novelle. Es wird zu einer Senkung der Mieten kommen; aber dazu noch später. Aber dieses Gesetz betrifft nur einen Teil der gemeinnützigen Wohnungen. Die Mieten werden nicht ex tunc, sondern ex nunc gesenkt, und das ist auch unverständlich. Die Zinsenersparnis hätte man schon längst weitergeben müssen, und man hätte sie auch weitergeben können, auch heute noch. Das heißt, die günstigen Verträge haben die Wohnungsgenossenschaften längst schon abgeschlossen. Die Zinsen sind ja nicht plötzlich mit heutigem Tag gesunken. (Abg. Dr. Schwimmer: Darf ich einen Zwischenruf machen?) Ja, mach ihn, bitte! (Abg. Dr. Schwimmer: Jene Genossenschaften, soweit es nicht unter das Sonderwohnbaugesetz fällt, die schon früher günstigere Vereinbarungen schließen konnten, haben das auch weitergeben müssen! Das war schon das bisherige Recht!) Das sind ein, zwei!
Abg. Dr. Graf: Sie verwechseln Mietrecht mit Wohnrecht!
Ganz klar ist, es kommt zu einer Senkung der Mieten, das ist in Ordnung, die Kostenersparnis ist jetzt an den Mieter weiterzugeben, weil jetzt weniger Kosten anfallen, aber natürlich sollten die Sollzinsen ab dem Zeitpunkt an den Mieter weitergegeben werden, zu dem sie fallen, und das tun sie schon eine ganze Weile. Ich habe genug Schulden, daß ich weiß, seit wann Kreditzinsen fallen. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. (Abg. Dr. Graf: Sie verwechseln Mietrecht mit Wohnrecht!) Ich weiß schon, das ist nicht so ein Problem.
Abg. Eder: Jetzt machen wir es, und es ist dir wieder nicht recht!
In diesem Zusammenhang streiche ich die Bestimmung im Kleingartengesetz hervor. Da steht ganz klar: Unterpächter und so weiter eines Kleingartens kann nur entweder eine einzelne natürliche Person oder können Ehegatten oder Lebensgefährten gemeinsam sein. – So hätte man das ja auch in das Mietrecht hineinschreiben können, ganz einfach formuliert, man muß das nicht ... (Abg. Eder: Jetzt machen wir es, und es ist dir wieder nicht recht!)
Beifall beim Liberalen Forum.
Nein, da haben wir getrennte Abstimmung verlangt, weil wir dem zustimmen werden, Kollege Eder. Das ist ja das Markenzeichen der Liberalen – ich habe es in der Früh schon gesagt –: Das Gute loben wir, und das Mangelhafte bringen wir hier zur Sprache. (Beifall beim Liberalen Forum.) Das ist echte Opposition. Das ist die Opposition, die dieses Haus braucht. Also keinen Populismus, kein Daherreden, kein "Schwafeln", wie Cap früher gesagt hat, sondern eine klare Sprache: Was wir vernünftig finden, unterstützen wir.
Beifall beim Liberalen Forum.
In diesem Sinne würde ich daher sagen: Nicht allzu viele Lorbeeren auf eure Häupter, besser ein bißchen Asche. Ein zu kurzer Wurf, sagt das Liberale Forum. Mietkauf wird einfach nicht ernst genommen. Die Verbesserung der Wohnqualität ist nicht gegeben. Was die Mietensenkung betrifft, okay, so soll das jetzt auf 35 S heruntergehen. Eigentlich, Kollege Eder und Kollege Schwimmer, geht es dabei ja nicht um eine Mietensenkung, sondern eigentlich geht es darum, daß Sie jene Kosten, die den Gemeinnützigen gar nicht entstehen, endlich weitergeben, nämlich als Senkung der Miete! Darum geht es! (Beifall beim Liberalen Forum.)
Beifall beim Liberalen Forum.
Ich hoffe, Sie beide und somit auch die Regierungsfraktionen werden diesen Gesetzentwurf nicht für den Wahlkampf verwenden, weil er sich nicht dafür eignet, sondern Sie werden, wenn Sie das schon im Wahlkampf thematisieren, ehrlich erklären: Ja, in diesem Bereich gibt es Versäumnisse, einiges haben wir schon verbessert, aber der große Wurf – auch in Ihrem Sinne, Frau Kollegin Bures – ist eben nicht gelungen. – Danke. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Abg. Gaugg: Wer weiß? Wer weiß bei dir?
Erlauben Sie mir noch einen Schlußsatz – das ist jetzt wirklich der letzte Satz von mir –: Ich trete in diesem Hause nicht mehr auf. (Abg. Gaugg: Wer weiß? Wer weiß bei dir?) Es ist dies meine letzte Rede. Ich sage dasselbe, was ich auch im Kreise des Liberalen Forums gesagt habe: Weinet nicht, aber freuet euch auch nicht zu sehr! – Danke. (Beifall beim Liberalen Forum, bei SPÖ und ÖVP sowie des Abg. Wabl.)
Beifall beim Liberalen Forum, bei SPÖ und ÖVP sowie des Abg. Wabl.
Erlauben Sie mir noch einen Schlußsatz – das ist jetzt wirklich der letzte Satz von mir –: Ich trete in diesem Hause nicht mehr auf. (Abg. Gaugg: Wer weiß? Wer weiß bei dir?) Es ist dies meine letzte Rede. Ich sage dasselbe, was ich auch im Kreise des Liberalen Forums gesagt habe: Weinet nicht, aber freuet euch auch nicht zu sehr! – Danke. (Beifall beim Liberalen Forum, bei SPÖ und ÖVP sowie des Abg. Wabl.)
Abg. Gaugg: Gut, daß es uns gibt!
Ich muß jetzt nur der Ordnung halber erwähnen, daß heute in Wien der Wohnpolitische Ausschuß eine Sitzung abgehalten hat, in der eine Forderung der Freiheitlichen Partei, die in Wien aufgestellt wurde, nämlich in etwa auf diese 35 S zu senken, einstimmig, also auch mit den Stimmen der Freiheitlichen, angenommen worden ist, weil das auch dort – und das ist okay, wenn ich das so sage – eine Forderung gewesen ist, die man sich zu Herzen genommen hat. In Wien hat man schon seit einigen Jahren vor allem eines getan, nämlich an die Gewährung der Wohnbauförderung die Bedingung geknüpft, daß die Wohnbauträger diese Verträge mit ihren Bewohnern freiwillig in diese Richtung abschließen. Das heißt, in Wien ist es zum Beispiel ... (Abg. Gaugg: Gut, daß es uns gibt!)
Abg. Mag. Firlinger: Da müssen Sie eben öfter mit uns verhandeln!
Ja, das ist ja in Ordnung! Noch einmal: Ich bin der letzte, der vernünftige Forderungen nicht auch gerne diskutiert und sie zugunsten der Menschen und zum Nutzen der Mieter umzusetzen versucht. (Abg. Mag. Firlinger: Da müssen Sie eben öfter mit uns verhandeln!)
Abg. Mag. Firlinger: Da waren auch semantische Fehler drinnen!
Nur eines – und das kommt jetzt dazu, Kollege Firlinger –: Im Ausschuß haben Sie einen Antrag gehabt, der auch so ähnlich gelautet hat – ich habe ihn hier – und in dem von Ihnen ebenfalls diese 35 S verlangt wurden. Das war der Entschließungsantrag 1061A (E) vom 21. April 1999. Einen ähnlich lautenden Entschließungsantrag habe ich noch vom Kollegen Schöll, der sicherlich von dieser Materie auch viel verstanden hat – er war ja selber in diesem Bereich aktiv tätig – und der hier bereits 1996 eine gleichlautende Forderung – Erhaltungsmiete in Höhe des Kategorie-A-Satzes – gestellt hat. Aber jetzt haben Sie im Ausschuß gesagt: Das gilt alles nicht mehr, wir bringen einen handgeschriebenen Abänderungsantrag ein und verlangen 17,20 S. (Abg. Mag. Firlinger: Da waren auch semantische Fehler drinnen!) Das aber, Herr Kollege Firlinger, halte ich für nicht sehr seriös, weil das eine Lizitationspolitik nach unten ist. Nicht einmal die Wiener Freiheitlichen haben das gewußt, denn diese haben heute einem anderen Betrag zugestimmt als jenem, den Sie hier schnell mit einem Abänderungsantrag, so aus der Hüfte geschossen, gefordert haben. Ich halte das nicht für gut.
Abg. Mag. Firlinger: Aber er muß nicht 17 S sein!
Ich könnte jetzt noch eine Reihe von Punkten anführen: Die ganze Zinsendiskussion fällt in diesen Bereich – Kollege Schwimmer hat das schon ausgeführt. Wir haben auch im Zusammenhang mit dem Erhaltungs- und Verbesserungsbeitrag Überlegungen dahin gehend angestellt, daß dieser nicht mehr – das haben auch Sie für in Ordnung gehalten, Kollege Firlinger – willkürlich eingehoben werden kann, sondern den Mietern entsprechend mitgeteilt werden muß, warum man Erhaltungs- und Verbesserungsbeiträge verlangen muß. (Abg. Mag. Firlinger: Aber er muß nicht 17 S sein!) Wir haben weiters gesagt, daß, wenn es um Verbesserungen geht, sogar 25 Prozent der Mieter Einspruch erheben und noch einmal von Sachverständigen prüfen lassen können, ob das notwendig ist. (Abg. Mag. Firlinger: Aber er muß nicht 17 S sein!) Über die Beträge habe ich auch verhandeln wollen, und darüber muß man weiterverhandeln – da bin ich auf Ihrer Seite, nur das ging eben noch nicht in einem Aufwaschen, und wir werden uns weiter überlegen, wie sinnvoll das ist. (Abg. Mag. Firlinger: Verhandeln Sie nächstes Mal mit uns!)
Abg. Mag. Firlinger: Aber er muß nicht 17 S sein!
Ich könnte jetzt noch eine Reihe von Punkten anführen: Die ganze Zinsendiskussion fällt in diesen Bereich – Kollege Schwimmer hat das schon ausgeführt. Wir haben auch im Zusammenhang mit dem Erhaltungs- und Verbesserungsbeitrag Überlegungen dahin gehend angestellt, daß dieser nicht mehr – das haben auch Sie für in Ordnung gehalten, Kollege Firlinger – willkürlich eingehoben werden kann, sondern den Mietern entsprechend mitgeteilt werden muß, warum man Erhaltungs- und Verbesserungsbeiträge verlangen muß. (Abg. Mag. Firlinger: Aber er muß nicht 17 S sein!) Wir haben weiters gesagt, daß, wenn es um Verbesserungen geht, sogar 25 Prozent der Mieter Einspruch erheben und noch einmal von Sachverständigen prüfen lassen können, ob das notwendig ist. (Abg. Mag. Firlinger: Aber er muß nicht 17 S sein!) Über die Beträge habe ich auch verhandeln wollen, und darüber muß man weiterverhandeln – da bin ich auf Ihrer Seite, nur das ging eben noch nicht in einem Aufwaschen, und wir werden uns weiter überlegen, wie sinnvoll das ist. (Abg. Mag. Firlinger: Verhandeln Sie nächstes Mal mit uns!)
Abg. Mag. Firlinger: Verhandeln Sie nächstes Mal mit uns!
Ich könnte jetzt noch eine Reihe von Punkten anführen: Die ganze Zinsendiskussion fällt in diesen Bereich – Kollege Schwimmer hat das schon ausgeführt. Wir haben auch im Zusammenhang mit dem Erhaltungs- und Verbesserungsbeitrag Überlegungen dahin gehend angestellt, daß dieser nicht mehr – das haben auch Sie für in Ordnung gehalten, Kollege Firlinger – willkürlich eingehoben werden kann, sondern den Mietern entsprechend mitgeteilt werden muß, warum man Erhaltungs- und Verbesserungsbeiträge verlangen muß. (Abg. Mag. Firlinger: Aber er muß nicht 17 S sein!) Wir haben weiters gesagt, daß, wenn es um Verbesserungen geht, sogar 25 Prozent der Mieter Einspruch erheben und noch einmal von Sachverständigen prüfen lassen können, ob das notwendig ist. (Abg. Mag. Firlinger: Aber er muß nicht 17 S sein!) Über die Beträge habe ich auch verhandeln wollen, und darüber muß man weiterverhandeln – da bin ich auf Ihrer Seite, nur das ging eben noch nicht in einem Aufwaschen, und wir werden uns weiter überlegen, wie sinnvoll das ist. (Abg. Mag. Firlinger: Verhandeln Sie nächstes Mal mit uns!)
Beifall bei der SPÖ.
Nur folgendes, Kollege Firlinger, darf ich nicht zulassen, nämlich daß wir aufgrund von FPÖ-Anträgen, die sehr populistisch sind, womöglich eine Anleitung zum Freien Wohnen zusammenbringen. Denn das kann es wohl nicht sein. Das heißt, man muß hier auch einen gewissen wirtschaftlichen Gedanken mit berücksichtigen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Firlinger: Ich bin ja da!
Sehr geehrte Damen und Herren! Zum Schluß meiner Ausführungen möchte ich mich auch noch einmal kurz dem widmen, was Kollege Schwimmer hier gesagt hat, nämlich daß er uns hier verlassen wird. Das Schicksal, das ich hier habe, ist, daß Kollege Schwimmer mittlerweile der zweite Bautensprecher auf koalitionärer Ebene ist, der mich verläßt. Mein Schicksal ist es dann immer, allein in der politischen Landschaft das verteidigen zu müssen (Abg. Mag. Firlinger: Ich bin ja da!), was wir gemeinsam ausgemacht haben. Aber das scheint eben hier ein bißchen mein Schicksal zu sein. (Abg. Mag. Firlinger: Ich bin ja jetzt da!)
Abg. Mag. Firlinger: Ich bin ja jetzt da!
Sehr geehrte Damen und Herren! Zum Schluß meiner Ausführungen möchte ich mich auch noch einmal kurz dem widmen, was Kollege Schwimmer hier gesagt hat, nämlich daß er uns hier verlassen wird. Das Schicksal, das ich hier habe, ist, daß Kollege Schwimmer mittlerweile der zweite Bautensprecher auf koalitionärer Ebene ist, der mich verläßt. Mein Schicksal ist es dann immer, allein in der politischen Landschaft das verteidigen zu müssen (Abg. Mag. Firlinger: Ich bin ja da!), was wir gemeinsam ausgemacht haben. Aber das scheint eben hier ein bißchen mein Schicksal zu sein. (Abg. Mag. Firlinger: Ich bin ja jetzt da!)
Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Sehr wahrscheinlich!
Ich hoffe nur, daß der nächste Bautensprecher der ÖVP – sollte es wieder zu einer gemeinsamen Arbeit in dieser Form (Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Sehr wahrscheinlich!) oder in welcher Form auch immer kommen: irgendeine Zusammenarbeit wird es sicherlich geben (Abg. Dr. Graf: Es wird die ÖVP schon wieder im Hause vertreten sein!) – ein "Mix" zwischen Keimel und Schwimmer ist, denn dann hätten wir wieder eine sehr gute Basis für die Zusammenarbeit zum Wohle und zum Nutzen jener, für die wir das doch tun.
Abg. Dr. Graf: Es wird die ÖVP schon wieder im Hause vertreten sein!
Ich hoffe nur, daß der nächste Bautensprecher der ÖVP – sollte es wieder zu einer gemeinsamen Arbeit in dieser Form (Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Sehr wahrscheinlich!) oder in welcher Form auch immer kommen: irgendeine Zusammenarbeit wird es sicherlich geben (Abg. Dr. Graf: Es wird die ÖVP schon wieder im Hause vertreten sein!) – ein "Mix" zwischen Keimel und Schwimmer ist, denn dann hätten wir wieder eine sehr gute Basis für die Zusammenarbeit zum Wohle und zum Nutzen jener, für die wir das doch tun.
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Dr. Graf: Herr Kollege, es ist in der nächsten Legislaturperiode Wurscht, denn da ist das Wohnrecht dann im Justizressort! – Abg. Eder: Dort bin ich auch Mitglied!
Auch Kollegen Smolle darf ich für seine Arbeit hier namens meiner Fraktion herzlich danken, und auch ihm wünsche ich auf seinem weiteren Lebensweg alles erdenklich Gute! – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Dr. Graf: Herr Kollege, es ist in der nächsten Legislaturperiode Wurscht, denn da ist das Wohnrecht dann im Justizressort! – Abg. Eder: Dort bin ich auch Mitglied!)
Beifall bei den Grünen.
Ich habe mir gedacht: Wie gibt es das? Wie kann es zu so unterschiedlichen Vorgangsweisen kommen? Ich glaube, daß das auch einen Zusammenhang mit der sonstigen Tätigkeit von Abgeordnetem Schwimmer hat, und mir ist in diesem Zusammenhang – und ich sehe das nicht nur negativ – immer der Ausdruck "Lobbyist" eingefallen. Sie kommen ja aus der Sozialpartnerschaft, und da es dort ein Anliegen ist, auch die Kosten zu dämpfen und zum Beispiel die Wünsche der Ärzte nicht in den Himmel wachsen zu lassen, war es aus dieser Position heraus sehr sinnvoll, auch die anderen Gesundheitsberufe aufzuwerten. Zum anderen aber kenne ich die Versicherungen als institutionelle Anleger, gerade im Immobilienbereich, und daß das Gesetz eher deren Anliegen widerspiegelt als die der Wohnungsnutzer, ist aus meiner Sicht evident! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Eder: Das war aber bisher gar nicht verzinst!
Ich begründe das, wie folgt: Sie haben zwar diese Novelle des Wohnrechts auf der sehr plakativen Position "Die Genossenschaftsmieten müssen sinken!" aufgehängt. Einerseits glaube ich das nicht wirklich, wenn ich mir den Text des Gesetzes ansehe. Die immer wieder apostrophierten 35,10 S sind keine absolute Obergrenze, auch nicht nach diesem Gesetz. Es kommt noch die angemessene Verzinsung von Eigenmitteln der Bauvereinigung dazu: Die Bauvereinigung darf ein bißchen günstiger rechnen, wenn es um ihre Eigenkapitalverzinsung geht. Das Geld der Mieter, das sie für die Renovierung des Hauses in Reserve hält, darf sie hingegen ein bißchen schlechter verzinsen. Das heißt, die Bauvereinigungen werden auch ... (Abg. Eder: Das war aber bisher gar nicht verzinst!) Wenn man schon Verbesserungen anstrebt, warum muß es dann hier eine Zinsdifferenz geben? Die Bauvereinigung kann sich also hier ein Körberlgeld verschaffen, so quasi bankartige Geschäfte machen. Daß das eher den Bauvereinigungen dient als den Mietern, schmerzt mich dabei. Wenn man schon in ein und demselben Gesetz sagt, man verzinst Kapitalien, die angelegt werden, dann bitte für beide Seiten gleich! – Das wäre meine Antwort.
Abg. Haidlmayr: Ein Wahnsinn! – Abg. Eder: Das braucht doch der Mieter nicht zu lesen!
Das ist bitte ein Wohnrechtsgesetz aus dem Jahre 1999! Wen schützt dieses Gesetz? Wer kann es lesen? (Abg. Haidlmayr: Ein Wahnsinn! – Abg. Eder: Das braucht doch der Mieter nicht zu lesen!)
Abg. Eder: Die komplizierte Formulierung braucht er wirklich nicht zu lesen! Das macht der Bauträger!
Der für das Mietrecht zuständige Sprecher der SPÖ wirft ein, der Mieter brauche das nicht zu lesen! – Ich beziehungsweise die Grünen haben hier einen anderen Zugang, was Demokratie betrifft. (Abg. Eder: Die komplizierte Formulierung braucht er wirklich nicht zu lesen! Das macht der Bauträger!) Selbstverständlich ist es so, daß man nicht überall Expertenwissen haben kann (Abg. Öllinger: Er soll es auswendig lernen, zur Strafe!), und es gibt natürlich komplizierte Bestimmungen, aber diese ist völlig unnötig kompliziert. (Abg. Wabl: Er soll es zur Strafe auswendig lernen!) Wenn Sie wollten, daß die Leute 35,10 S oder meinetwegen 40 S zahlen, dann könnten Sie doch hineinschreiben: "Der Mietzins darf 40 S nicht übersteigen." – Wieso verweisen Sie auf die Verordnung, den Richtwert des Burgenlandes betreffend? (Abg. Wabl: Herr Schwimmer! Auswendig lernen!) Ärger geht es nicht mehr! Das ist absurd! Das ist legistisch absurd! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Eder.)
Abg. Öllinger: Er soll es auswendig lernen, zur Strafe!
Der für das Mietrecht zuständige Sprecher der SPÖ wirft ein, der Mieter brauche das nicht zu lesen! – Ich beziehungsweise die Grünen haben hier einen anderen Zugang, was Demokratie betrifft. (Abg. Eder: Die komplizierte Formulierung braucht er wirklich nicht zu lesen! Das macht der Bauträger!) Selbstverständlich ist es so, daß man nicht überall Expertenwissen haben kann (Abg. Öllinger: Er soll es auswendig lernen, zur Strafe!), und es gibt natürlich komplizierte Bestimmungen, aber diese ist völlig unnötig kompliziert. (Abg. Wabl: Er soll es zur Strafe auswendig lernen!) Wenn Sie wollten, daß die Leute 35,10 S oder meinetwegen 40 S zahlen, dann könnten Sie doch hineinschreiben: "Der Mietzins darf 40 S nicht übersteigen." – Wieso verweisen Sie auf die Verordnung, den Richtwert des Burgenlandes betreffend? (Abg. Wabl: Herr Schwimmer! Auswendig lernen!) Ärger geht es nicht mehr! Das ist absurd! Das ist legistisch absurd! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Eder.)
Abg. Wabl: Er soll es zur Strafe auswendig lernen!
Der für das Mietrecht zuständige Sprecher der SPÖ wirft ein, der Mieter brauche das nicht zu lesen! – Ich beziehungsweise die Grünen haben hier einen anderen Zugang, was Demokratie betrifft. (Abg. Eder: Die komplizierte Formulierung braucht er wirklich nicht zu lesen! Das macht der Bauträger!) Selbstverständlich ist es so, daß man nicht überall Expertenwissen haben kann (Abg. Öllinger: Er soll es auswendig lernen, zur Strafe!), und es gibt natürlich komplizierte Bestimmungen, aber diese ist völlig unnötig kompliziert. (Abg. Wabl: Er soll es zur Strafe auswendig lernen!) Wenn Sie wollten, daß die Leute 35,10 S oder meinetwegen 40 S zahlen, dann könnten Sie doch hineinschreiben: "Der Mietzins darf 40 S nicht übersteigen." – Wieso verweisen Sie auf die Verordnung, den Richtwert des Burgenlandes betreffend? (Abg. Wabl: Herr Schwimmer! Auswendig lernen!) Ärger geht es nicht mehr! Das ist absurd! Das ist legistisch absurd! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Eder.)
Abg. Wabl: Herr Schwimmer! Auswendig lernen!
Der für das Mietrecht zuständige Sprecher der SPÖ wirft ein, der Mieter brauche das nicht zu lesen! – Ich beziehungsweise die Grünen haben hier einen anderen Zugang, was Demokratie betrifft. (Abg. Eder: Die komplizierte Formulierung braucht er wirklich nicht zu lesen! Das macht der Bauträger!) Selbstverständlich ist es so, daß man nicht überall Expertenwissen haben kann (Abg. Öllinger: Er soll es auswendig lernen, zur Strafe!), und es gibt natürlich komplizierte Bestimmungen, aber diese ist völlig unnötig kompliziert. (Abg. Wabl: Er soll es zur Strafe auswendig lernen!) Wenn Sie wollten, daß die Leute 35,10 S oder meinetwegen 40 S zahlen, dann könnten Sie doch hineinschreiben: "Der Mietzins darf 40 S nicht übersteigen." – Wieso verweisen Sie auf die Verordnung, den Richtwert des Burgenlandes betreffend? (Abg. Wabl: Herr Schwimmer! Auswendig lernen!) Ärger geht es nicht mehr! Das ist absurd! Das ist legistisch absurd! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Eder.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Eder.
Der für das Mietrecht zuständige Sprecher der SPÖ wirft ein, der Mieter brauche das nicht zu lesen! – Ich beziehungsweise die Grünen haben hier einen anderen Zugang, was Demokratie betrifft. (Abg. Eder: Die komplizierte Formulierung braucht er wirklich nicht zu lesen! Das macht der Bauträger!) Selbstverständlich ist es so, daß man nicht überall Expertenwissen haben kann (Abg. Öllinger: Er soll es auswendig lernen, zur Strafe!), und es gibt natürlich komplizierte Bestimmungen, aber diese ist völlig unnötig kompliziert. (Abg. Wabl: Er soll es zur Strafe auswendig lernen!) Wenn Sie wollten, daß die Leute 35,10 S oder meinetwegen 40 S zahlen, dann könnten Sie doch hineinschreiben: "Der Mietzins darf 40 S nicht übersteigen." – Wieso verweisen Sie auf die Verordnung, den Richtwert des Burgenlandes betreffend? (Abg. Wabl: Herr Schwimmer! Auswendig lernen!) Ärger geht es nicht mehr! Das ist absurd! Das ist legistisch absurd! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Eder.)
Beifall bei den Grünen.
Warum nicht gleich anders, indem man sagt, Eigentümer sollen einen Anreiz haben, Häuser zu sanieren!? Sie sollen dann mehr verdienen können. Daß man aber solche Extrazuckerln für die besseren Wohngegenden schafft, scheint mir sozial und sachlich nicht gerechtfertigt zu sein. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Eder: Das ist eine sozialpolitische Frage!
Ich gebe Ihnen zum Schluß zu bedenken: Die Obdachlosigkeit steigt, und daher ist offenbar auch der Einsatz der Wohnbauförderungsmittel nicht ganz treffsicher. (Abg. Eder: Das ist eine sozialpolitische Frage!) – Ja, aber wenn sich das Wohnrecht völlig vom Sozialrecht abkoppelt (Abg. Eder: Das ist ja nicht so!), dann werden wir diese Frage sozialpolitisch auf Dauer nicht lösen können.
Abg. Eder: Das ist ja nicht so!
Ich gebe Ihnen zum Schluß zu bedenken: Die Obdachlosigkeit steigt, und daher ist offenbar auch der Einsatz der Wohnbauförderungsmittel nicht ganz treffsicher. (Abg. Eder: Das ist eine sozialpolitische Frage!) – Ja, aber wenn sich das Wohnrecht völlig vom Sozialrecht abkoppelt (Abg. Eder: Das ist ja nicht so!), dann werden wir diese Frage sozialpolitisch auf Dauer nicht lösen können.
Beifall bei den Grünen.
Ich plädiere wirklich wieder für ein soziales Wohnrecht: ein soziales Wohnrecht, das leistbare Wohnungen bietet und das für die Betroffenen verständlich ist. – Da werden wir noch viel zu tun haben! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir halten, was wir versprechen: Schon bei den Wohnrechtsreformen 1994 und 1997 haben wir für ein besseres Funktionieren und für mehr Transparenz in den Bereichen Wohnen und Wohnungsmarkt gesorgt. Mit den heute zu beschließenden Gesetzesänderungen können einige schon längst fällige Reformvorhaben verwirklicht werden, die zur Mietensenkung, zur Schaffung von Arbeitsplätzen und zur Sicherung des Eigentums beitragen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Aufteilung der verbrauchsabhängig bestimmten Bewirtschaftungskosten, wie zum Beispiel der Kaltwasserkosten, wird ebenfalls durch die heute zu beschließenden Gesetzesänderungen möglich. Unter der Voraussetzung, daß zwei Drittel der Mieter für die Verbrauchsmessung sind, können gemäß den nunmehr im Mietrecht, aber auch im Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz vorgesehenen Bestimmungen Meßvorrichtungen installiert werden. Oftmals sind es nämlich genau die Wasserkosten, die von den Bewohnern als ungerecht empfunden werden. Während sich der eine Mieter bemüht, sorgsam mit der Ressource Wasser umzugehen, verschwendet der andere. Deshalb, so meine ich, sollte da mehr Gerechtigkeit einkehren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bedanke mich. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Kampichler.
Abgeordneter Reinhart Gaugg (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Herren Minister! Geschätzte Damen und Herren! Es wäre natürlich verlockend, sehr ausführlich über den WEB-Skandal in Salzburg, über Herrn Sauerzopf, der der Fraktion des Herrn Schwimmer angehört, und ähnliches mehr zu reden. (Zwischenruf des Abg. Kampichler.)
Zwischenruf des Abg. Eder.
Bereits vor zehn Jahren wurde immer wieder betont, daß die Genossenschaften über Milliarden Schilling an Rücklagen verfügen, und Ihr damaliger Vizebürgermeister Mayr in Wien hat einmal zugegeben, daß es sich um 6,5 Milliarden Schilling handelt. (Zwischenruf des Abg. Eder.) Jetzt sind Sie von Ihrer Selbstherrlichkeit und von Ihrem Elfenbeinturm einmal heruntergestiegen! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eder.) Fragen Sie in Niederösterreich!
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eder.
Bereits vor zehn Jahren wurde immer wieder betont, daß die Genossenschaften über Milliarden Schilling an Rücklagen verfügen, und Ihr damaliger Vizebürgermeister Mayr in Wien hat einmal zugegeben, daß es sich um 6,5 Milliarden Schilling handelt. (Zwischenruf des Abg. Eder.) Jetzt sind Sie von Ihrer Selbstherrlichkeit und von Ihrem Elfenbeinturm einmal heruntergestiegen! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eder.) Fragen Sie in Niederösterreich!
Zwischenruf des Abg. Parnigoni.
Herr Eder! Wissen Sie, was mich freut? – Mich freut, daß Sie von Ihrem Elfenbeinturm einmal heruntergeholt worden sind, denn Sie haben mit einer Selbstherrlichkeit und Überheblichkeit sondergleichen agiert! Es hat rote und schwarze Genossenschaften gegeben, in welche die ehemaligen Politiker mit Millionengagen abgeschoben wurden, die letztlich alle die Mieter bezahlen mußten! (Zwischenruf des Abg. Parnigoni.) Die Mieten in Österreich waren deswegen so hoch, weil Sie Ihre abgetakelten Politiker irgendwo "entsorgen" mußten! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Eder: Wo ist denn Schreiner hingekommen?)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Eder: Wo ist denn Schreiner hingekommen?
Herr Eder! Wissen Sie, was mich freut? – Mich freut, daß Sie von Ihrem Elfenbeinturm einmal heruntergeholt worden sind, denn Sie haben mit einer Selbstherrlichkeit und Überheblichkeit sondergleichen agiert! Es hat rote und schwarze Genossenschaften gegeben, in welche die ehemaligen Politiker mit Millionengagen abgeschoben wurden, die letztlich alle die Mieter bezahlen mußten! (Zwischenruf des Abg. Parnigoni.) Die Mieten in Österreich waren deswegen so hoch, weil Sie Ihre abgetakelten Politiker irgendwo "entsorgen" mußten! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Eder: Wo ist denn Schreiner hingekommen?)
Rufe und Gegenrufe zwischen der SPÖ und den Freiheitlichen.
Es war jahrzehntelang üblich, daß öffentliche Förderungsmittel ... (Rufe und Gegenrufe zwischen der SPÖ und den Freiheitlichen.) Edler ist ein anderer! (Abg. Eder: Wo ist der Schreiner?)
Abg. Eder: Wo ist der Schreiner?
Es war jahrzehntelang üblich, daß öffentliche Förderungsmittel ... (Rufe und Gegenrufe zwischen der SPÖ und den Freiheitlichen.) Edler ist ein anderer! (Abg. Eder: Wo ist der Schreiner?)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Zur Frage der Weitergabe von Skonto und Rabatt gibt es auch einen Antrag von mir. Es ist wirklich unverschämt, zu kassieren – und nicht weiterzugeben! Es hat jahrelang gedauert, aber steter Tropfen höhlt den Stein. Letztlich ist Ihnen die Weitergabe aber erst unter dem Druck der Öffentlichkeit eingefallen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das ist ja Diebstahl! Bezahlen Sie es doch zurück! Zahlen Sie all jenen das Geld zurück, das Sie jahrelang widerrechtlich behalten und mit welchem Sie Ihre Privilegien in den Wohnbaugenossenschaften bezahlt haben! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Zur Frage der Weitergabe von Skonto und Rabatt gibt es auch einen Antrag von mir. Es ist wirklich unverschämt, zu kassieren – und nicht weiterzugeben! Es hat jahrelang gedauert, aber steter Tropfen höhlt den Stein. Letztlich ist Ihnen die Weitergabe aber erst unter dem Druck der Öffentlichkeit eingefallen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das ist ja Diebstahl! Bezahlen Sie es doch zurück! Zahlen Sie all jenen das Geld zurück, das Sie jahrelang widerrechtlich behalten und mit welchem Sie Ihre Privilegien in den Wohnbaugenossenschaften bezahlt haben! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Fuchs: Das ist nur der Neid!
Ich werde Ihnen, bevor Sie sich zu sehr aufregen, ein aktuelles Beispiel dafür nennen, daß Sie noch immer nicht lernfähig sind. In der "Kronen Zeitung" findet sich ein hochaktueller Artikel unter dem Titel "Dienstauto, Villa, Abfertigung, 7 Millionen Pension." Es geht um den Geschäftsführer einer Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft in der Steiermark, den Mann einer Exabgeordneten der ÖVP, nämlich um Herrn Ing. Kálnoky. Er ist am 31. März 1997 als Geschäftsführer aus dem Betrieb ausgeschieden und hat dafür eine Abfertigung erhalten. (Abg. Fuchs: Das ist nur der Neid!) – Gnädige Frau! Zuhören ist auch eine Fähigkeit! Ich weiß, daß ihr über eure Privilegien nichts mehr hören wollt! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Fuchs.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Fuchs.
Ich werde Ihnen, bevor Sie sich zu sehr aufregen, ein aktuelles Beispiel dafür nennen, daß Sie noch immer nicht lernfähig sind. In der "Kronen Zeitung" findet sich ein hochaktueller Artikel unter dem Titel "Dienstauto, Villa, Abfertigung, 7 Millionen Pension." Es geht um den Geschäftsführer einer Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft in der Steiermark, den Mann einer Exabgeordneten der ÖVP, nämlich um Herrn Ing. Kálnoky. Er ist am 31. März 1997 als Geschäftsführer aus dem Betrieb ausgeschieden und hat dafür eine Abfertigung erhalten. (Abg. Fuchs: Das ist nur der Neid!) – Gnädige Frau! Zuhören ist auch eine Fähigkeit! Ich weiß, daß ihr über eure Privilegien nichts mehr hören wollt! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Fuchs.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ihr gratuliert einem, der jetzt den Saal verlassen hat, aber einer der größten Privilegienritter ist. Den habt ihr in eurer ach so großartigen Bezügereform nämlich übersehen! Ich meine Herrn Abgeordneten Schwimmer: Er wird sich über etliche 100 000 S Monatsbezug freuen können. Applaudiert ruhig weiter! Das ist großartig! Weiter so, damit wir weiter mehr Mindestrentner und weiter mehr Kinder in der Armut haben! Das ist eure Form der Politik! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dietachmayr: Beruhigen Sie sich, sonst bekommen Sie einen Herzinfarkt!
Das hat nichts mit Neid zu tun, sondern mit eurer verluderten Politik, die ihr in den letzten Jahren betreibt! Das ist unglaublich! Die Damen und Herren gesättigten Funktionäre und Abgeordneten ... (Abg. Dietachmayr: Beruhigen Sie sich, sonst bekommen Sie einen Herzinfarkt!) Es sitzen einige hier, die nicht einmal den Mindestlohn für die Leistungen, die sie erbringen, verdienen würden! Aber jene Dinge, die man in diesen Fragen aufzeigt ... (Lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ. – Unruhe im Saal. – Zwischenruf der Abg. Fuchs. – Präsident Dr. Brauneder gibt das Glockenzeichen.) Haben Sie auch eine Frage, gnädige Frau, oder schwätzen Sie nur? (Abg. Parnigoni: Sie sind unglaublich präpotent!)
Lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ. – Unruhe im Saal. – Zwischenruf der Abg. Fuchs. – Präsident Dr. Brauneder gibt das Glockenzeichen.
Das hat nichts mit Neid zu tun, sondern mit eurer verluderten Politik, die ihr in den letzten Jahren betreibt! Das ist unglaublich! Die Damen und Herren gesättigten Funktionäre und Abgeordneten ... (Abg. Dietachmayr: Beruhigen Sie sich, sonst bekommen Sie einen Herzinfarkt!) Es sitzen einige hier, die nicht einmal den Mindestlohn für die Leistungen, die sie erbringen, verdienen würden! Aber jene Dinge, die man in diesen Fragen aufzeigt ... (Lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ. – Unruhe im Saal. – Zwischenruf der Abg. Fuchs. – Präsident Dr. Brauneder gibt das Glockenzeichen.) Haben Sie auch eine Frage, gnädige Frau, oder schwätzen Sie nur? (Abg. Parnigoni: Sie sind unglaublich präpotent!)
Abg. Parnigoni: Sie sind unglaublich präpotent!
Das hat nichts mit Neid zu tun, sondern mit eurer verluderten Politik, die ihr in den letzten Jahren betreibt! Das ist unglaublich! Die Damen und Herren gesättigten Funktionäre und Abgeordneten ... (Abg. Dietachmayr: Beruhigen Sie sich, sonst bekommen Sie einen Herzinfarkt!) Es sitzen einige hier, die nicht einmal den Mindestlohn für die Leistungen, die sie erbringen, verdienen würden! Aber jene Dinge, die man in diesen Fragen aufzeigt ... (Lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ. – Unruhe im Saal. – Zwischenruf der Abg. Fuchs. – Präsident Dr. Brauneder gibt das Glockenzeichen.) Haben Sie auch eine Frage, gnädige Frau, oder schwätzen Sie nur? (Abg. Parnigoni: Sie sind unglaublich präpotent!)
Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wer sind Sie überhaupt?! – Ich werde Ihnen etwas sagen: Dienstauto, Villa, Abfertigung und 7 Millionen Schilling Pension finden natürlich Ihre Zustimmung, denn in Ihren Reihen sitzen ja die gleichen Nehmer mit Millionenbeträgen! (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich sage Ihnen: Die Opposition und wir von der FPÖ werden solange keine Ruhe geben, solange solche Sümpfe nicht trockengelegt sind! Das sage ich Ihnen! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Gaugg: Was war an meiner Rede nicht wahr?
Abgeordnete Doris Bures (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Herren Bundesminister! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Gaugg, es gelingt Ihnen immer wieder, hier mit Unwahrheiten herumzuwerfen! (Abg. Gaugg: Was war an meiner Rede nicht wahr?) Ich glaube aber, daß Ihnen dieses Ablenkungsmanöver, das Sie permanent in wohnpolitischer Unerfahrenheit und Unwissenheit betreiben, ohnedies weder ein Mieter noch ein Wähler in Zukunft abnehmen wird! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Ich werde Ihnen dann einige Beispiele dafür nennen.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordnete Doris Bures (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Herren Bundesminister! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Gaugg, es gelingt Ihnen immer wieder, hier mit Unwahrheiten herumzuwerfen! (Abg. Gaugg: Was war an meiner Rede nicht wahr?) Ich glaube aber, daß Ihnen dieses Ablenkungsmanöver, das Sie permanent in wohnpolitischer Unerfahrenheit und Unwissenheit betreiben, ohnedies weder ein Mieter noch ein Wähler in Zukunft abnehmen wird! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Ich werde Ihnen dann einige Beispiele dafür nennen.
Beifall bei der SPÖ.
Lassen Sie mich aber zuerst kurz auf das eingehen, was heute beschlossen wird. Wir können heute sehr viele positive Regelungen im Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz beschließen, mit denen wir natürlich auch seriös umgehen. Wenn wir davon gesprochen haben, daß es nach Rückzahlung aller Darlehen für eine gemeinnützige Wohnung zu einer Senkung und Reduzierung der Miete kommen soll, dann hat das dort, wo Sozialdemokraten in den Ländern dafür verantwortlich sind – wie etwa in Wien mit Wohnbaustadtrat Faymann –, seit 1995 auch gegriffen! Seit 1995 zahlt keiner, der in Wien eine Genossenschaftswohnung hat, nach der Rückzahlung der Darlehen mehr als die heute schon erwähnten 35,10 S. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Präsident Dr. Brauneder gibt das Glockenzeichen.
In der Steiermark, wo es seit 1991 – es kommt also bald zum zehnjährigen Jubiläum! – einen freiheitlichen Wohnbaulandesrat gibt, werden hingegen überhöhte Mieten bezahlt, weil dieser nicht handelt und sich das Geld auf Kosten der Mieter geholt hat. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Präsident Dr. Brauneder gibt das Glockenzeichen.)
Zwischenruf des Abg. Haigermoser.
Die Verantwortlichkeit betreffend die Bezüge von Direktoren von gemeinnützigen Wohnbauträgern – und Kollege Gaugg hat ja einen aus der Steiermark genannt – obliegt im übrigen der Landesregierung, sie obliegt in diesem Fall Herrn Dipl.-Ing. Michael Schmid, der bekanntlich FPÖ-Wohnbaulandesrat ist. (Zwischenruf des Abg. Haigermoser.) Das heißt: "Freies Wohnen" war erst der Anfang! Wohnpolitisch sind Sie völlig ahnungslos! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Verantwortlichkeit betreffend die Bezüge von Direktoren von gemeinnützigen Wohnbauträgern – und Kollege Gaugg hat ja einen aus der Steiermark genannt – obliegt im übrigen der Landesregierung, sie obliegt in diesem Fall Herrn Dipl.-Ing. Michael Schmid, der bekanntlich FPÖ-Wohnbaulandesrat ist. (Zwischenruf des Abg. Haigermoser.) Das heißt: "Freies Wohnen" war erst der Anfang! Wohnpolitisch sind Sie völlig ahnungslos! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Kollege Gaugg! Heute sagen Sie hier, daß alles ganz anders ist, daß Sie nur Erhaltungsmittel wollen und daß das ein Irrtum gewesen sein muß. – Dann müssen aber auch die Anträge der FPÖ-Penzing betreffend Senkung der Mieten nach Rückzahlung der Errichtungskosten auf die Kategoriemiete ein Irrtum gewesen sein! Sie sind unglaubwürdig und ahnungslos in wohnpolitischen Fragen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Firlinger: Sie zahlen auch Einkommensteuer, bei den Genossenschaften hingegen nicht!
Das gilt nicht nur für den gemeinnützigen Wohnungsbereich, sondern auch für das Segment des privaten Althauses. Zu diesem Bereich habe ich von Ihnen nichts gehört! Ich kenne keine Forderungen nach Absenkung der Mieten im privaten Althausbereich! Da zahlen die Mieter oft 100 S. (Abg. Mag. Firlinger: Sie zahlen auch Einkommensteuer, bei den Genossenschaften hingegen nicht!) Da gibt es keine einzige Forderung nach Absenkung. Ganz im Gegenteil: In diesem Bereich sind Sie für den freien Markt. Dazu sage ich Ihnen: Gerade bei den wohnpolitischen Themen gilt für uns, daß der Markt den Menschen zu dienen hat – und nicht umgekehrt.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Blünegger: Wer ist denn in der Regierung?
Das heißt: Wir SozialdemokratInnen sehen nicht nur ein Wohnsegment. Wir sagen auch nicht, daß die Mieten billiger werden. – Sie sind jedoch dafür, daß jeder zweite Mieter in Wien in Zukunft doppelt soviel zahlt wie jetzt. Dafür ist die Freiheitliche Partei verantwortlich. – Ich als Sozialdemokratin stelle mir bei meinem politischen Handeln immer die Frage: Wofür stehen wir? Für wen machen wir Gesetze? – Die Antwort ist für mich klar: im Interesse der Mieterinnen und Mieter Österreichs! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Blünegger: Wer ist denn in der Regierung?)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Richtig ist vielmehr, daß es aufgrund der erfolgreichen Förderungspolitik inzwischen zu Wohnkosten von unter 30 S pro Quadratmeter gekommen ist und die Probleme vielmehr auf die Wohnnebenkosten zurückzuführen sind, die stark überhöht sind. Und für diese Rahmenbedingungen ist die Koalition verantwortlich! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Vor diesem Hintergrund begrüße ich den heute eingebrachten Entschließungsantrag – dieser geht in die von uns ebenfalls angestrebte Richtung –, weil wir uns dadurch mit unserem Vorhaben nun auch auf den ausdrücklichen Wunsch des Gesetzgebers berufen können. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
"Hätte die FPÖ nicht den Strompreis und die Mieten zum Wahlkampfthema gemacht, wären wohl kaum so rasch Reformen beschlossen worden." – Ich glaube, das ist genau das, was wir heute hier gehört haben. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Mertel: Wir haben jeden Ihrer Vorschläge aufgegriffen und umgesetzt! Wir haben auf Ihre Vorschläge gewartet, um Sie dann sofort zu verwirklichen!
Sie sind auch nicht bereit, die Auslaufannuitäten abzuschaffen. Wir alle sind aber dafür verantwortlich, daß Wohnungen, die bis jetzt beinahe schon zweimal bezahlt wurden, wirklich billiger werden. (Abg. Dr. Mertel: Wir haben jeden Ihrer Vorschläge aufgegriffen und umgesetzt! Wir haben auf Ihre Vorschläge gewartet, um Sie dann sofort zu verwirklichen!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Diese Novellierung greift nur langsam, und es werden auch Ihre Privilegien und die politisch Begünstigten in den Genossenschaften weiterhin nicht abgebaut. Beispiele dafür haben wir heute schon gebracht. Frau Kollegin Bures! Daran ist sicherlich nicht die Freiheitliche Partei schuld, denn jene Verträge, die jetzt zum Greifen kommen, wurden von Ihnen schon vor Jahren beziehungsweise Jahrzehnten beschlossen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Eder: Verlangen Sie das einmal von Ihren Vermietern!
Eine gänzliche Umsetzung der Forderungen der Freiheitlichen würde nämlich eine Mietensenkung von 30 Prozent bewirken. (Abg. Eder: Verlangen Sie das einmal von Ihren Vermietern!) Das wäre unser Ziel. In diesem Sinne sollten wir heute dieses Gesetz beschließen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eder.) Kollege Eder! Ich habe leider keine längere Redezeit, aber wir können uns danach weiter darüber unterhalten! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eder.
Eine gänzliche Umsetzung der Forderungen der Freiheitlichen würde nämlich eine Mietensenkung von 30 Prozent bewirken. (Abg. Eder: Verlangen Sie das einmal von Ihren Vermietern!) Das wäre unser Ziel. In diesem Sinne sollten wir heute dieses Gesetz beschließen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eder.) Kollege Eder! Ich habe leider keine längere Redezeit, aber wir können uns danach weiter darüber unterhalten! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Eine gänzliche Umsetzung der Forderungen der Freiheitlichen würde nämlich eine Mietensenkung von 30 Prozent bewirken. (Abg. Eder: Verlangen Sie das einmal von Ihren Vermietern!) Das wäre unser Ziel. In diesem Sinne sollten wir heute dieses Gesetz beschließen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eder.) Kollege Eder! Ich habe leider keine längere Redezeit, aber wir können uns danach weiter darüber unterhalten! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Hermann Kröll (ÖVP): Herr Präsident! Herr Justizminister! Herr Bautenminister! Hohes Haus! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Zu Beginn meiner Rede zu diesem umfangreichen Wohnrechtspaket 1999 möchte ich dem scheidenden Ausschußobmann Dr. Walter Schwimmer sehr herzlich und mit voller Überzeugung für sein erfolgreiches Wirken über Jahre hindurch und für die konstruktive Zusammenarbeit danken! Lieber Walter! Ich verbinde diesen Dank mit den besten Wünschen für deine neue Tätigkeit als dritter österreichischer, als christdemokratischer Generalsekretär des Europarates! Ich freue mich darüber und bin stolz darauf! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Als Bürgermeister, der dieses Amt schon lange Zeit einnimmt, konnte ich nach zehnjähriger Tätigkeit im steirischen Landtag und nach dieser einen Legislaturperiode hier im Hohen Hause durchaus eine gewisse Zusammenschau über die politischen Zusammenhänge gewinnen. Wir haben zu Recht auch in den vergangenen Tagen viel über Arbeit gesprochen, und überhaupt und insbesondere heute sehr viel über das Wohnen. Beide Themenkreise betreffen elementare Notwendigkeiten für das Glück der Menschen in ihrer Heimat, welche in erster Linie die Gemeinde ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Glückauf für Ihr weiteres Dasein! (Allgemeiner Beifall.) Glückauf für Ihre Tätigkeit hier im Hohen Hause, und viel Freude, wenn wir uns da oder dort wiedersehen! (Allgemeiner Beifall.) Ich lade Sie alle ein, als Gäste zu uns zu kommen, zum Schifahren oder zu sonst etwas; momentan spielen wir Blasmusik. Alles Gute! – Danke schön. (Allgemeiner Beifall.)
Allgemeiner Beifall.
Glückauf für Ihr weiteres Dasein! (Allgemeiner Beifall.) Glückauf für Ihre Tätigkeit hier im Hohen Hause, und viel Freude, wenn wir uns da oder dort wiedersehen! (Allgemeiner Beifall.) Ich lade Sie alle ein, als Gäste zu uns zu kommen, zum Schifahren oder zu sonst etwas; momentan spielen wir Blasmusik. Alles Gute! – Danke schön. (Allgemeiner Beifall.)
Allgemeiner Beifall.
Glückauf für Ihr weiteres Dasein! (Allgemeiner Beifall.) Glückauf für Ihre Tätigkeit hier im Hohen Hause, und viel Freude, wenn wir uns da oder dort wiedersehen! (Allgemeiner Beifall.) Ich lade Sie alle ein, als Gäste zu uns zu kommen, zum Schifahren oder zu sonst etwas; momentan spielen wir Blasmusik. Alles Gute! – Danke schön. (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Dr. Mertel: Wieso "heraushängen"? Was hängt sie heraus?!
Abgeordneter Dr. Martin Graf (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Herren Minister! Sehr geehrte Damen und Herren! Ganz kurz – aufgrund der wenigen Redezeit, die ich zur Verfügung habe – nur einen Satz in Richtung der Kollegin Bures, und zwar betreffend Immobilienmakler beziehungsweise Immobilienverwalter: Ich finde es nicht angebracht, daß Sie in diesem Bereich permanent Ihren Klassenkampf heraushängen und permanent die Immobilienmakler zu schwarzen Schafen stempeln, und zwar pauschaliert. (Abg. Dr. Mertel: Wieso "heraushängen"? Was hängt sie heraus?!)
Abg. Bures: Sind Sie für niedrigere Maklerprovisionen?
Ich gebe schon zu, daß es in allen Berufsbranchen schwarze Schafe gibt; das wissen wir alle. Aber es gibt nicht eine ganze Berufsbranche, die man immer und ausschließlich verteufeln muß. Es gibt eine Höchstgrenze, die man verlangen kann. Da kann man vieles verbessern oder vielleicht anders gestalten. Aber Sie machen ja die Gesetze, nicht wir in erster Linie. Sie sitzen in der Regierung! (Abg. Bures: Sind Sie für niedrigere Maklerprovisionen?)
Abg. Bures: Sind Sie für niedrigere Maklerprovisionen? Ja oder nein?
Aber wenn Sie schon den Mietern Kosten ersparen wollen, dann könnten Sie auch woanders einsparen, vor allem bei Vergebührungen, bei Kreditsteuern, bei Stempelmarken – die jetzt vielleicht nicht mehr in dieser Form vorhanden sind – et cetera. (Abg. Bures: Sind Sie für niedrigere Maklerprovisionen? Ja oder nein?) Sie könnten vielleicht auch Änderungen vornehmen, damit die Wettbewerbsbedingungen verbessert werden. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Dr. Brauneder gibt das Glockenzeichen.)
Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Dr. Brauneder gibt das Glockenzeichen.
Aber wenn Sie schon den Mietern Kosten ersparen wollen, dann könnten Sie auch woanders einsparen, vor allem bei Vergebührungen, bei Kreditsteuern, bei Stempelmarken – die jetzt vielleicht nicht mehr in dieser Form vorhanden sind – et cetera. (Abg. Bures: Sind Sie für niedrigere Maklerprovisionen? Ja oder nein?) Sie könnten vielleicht auch Änderungen vornehmen, damit die Wettbewerbsbedingungen verbessert werden. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Dr. Brauneder gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Dr. Mertel: Da haben Sie einige "Erfolge"! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ
Es kann und soll nicht so sein, daß die gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften jetzt plötzlich in Branchen tätig werden (Abg. Dr. Mertel: Da haben Sie einige "Erfolge"! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ), in denen an sich die Immobilienverwalter tätig sind, und daß Gemeindebauwohnungen verstärkt durch Gemeinnützige verwaltet werden, die ohnehin privilegiert sind, die keine Einkommensteuer zahlen et cetera. (Abg. Bures: Sind Sie für niedrigere Maklerprovisionen?)
Abg. Bures: Sind Sie für niedrigere Maklerprovisionen?
Es kann und soll nicht so sein, daß die gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften jetzt plötzlich in Branchen tätig werden (Abg. Dr. Mertel: Da haben Sie einige "Erfolge"! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ), in denen an sich die Immobilienverwalter tätig sind, und daß Gemeindebauwohnungen verstärkt durch Gemeinnützige verwaltet werden, die ohnehin privilegiert sind, die keine Einkommensteuer zahlen et cetera. (Abg. Bures: Sind Sie für niedrigere Maklerprovisionen?)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Gradwohl: Beziehen Sie Position, Herr Abgeordneter Graf!
Man kann lange und viel darüber sprechen. Wenn man das beleuchtet, dann muß man alles beleuchten und darf den Schwarzen Peter nicht immer nur einer Branche zuschieben. Das ist billig, und das ist Klassenkampf! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Gradwohl: Beziehen Sie Position, Herr Abgeordneter Graf!)
Demonstrativer Beifall des Abg. Smolle.
Zum Antrag des Kollegen Smolle noch ein kurzes Wort: Wir werden das nicht mittragen, aber nicht aus den Gründen, die Sie vielleicht dahinter vermuten, sondern schlicht und einfach aus folgendem Grund: Wir halten es nicht für zielführend, wenn wir die Lebensgemeinschaft in jedem Gesetz anders definieren. Wenn, dann muß man sich zu einer allgemeinen Regelung durchringen, wie auch immer sie aussehen mag. (Demonstrativer Beifall des Abg. Smolle.) Sie muß allgemein sein. Es kann nicht sein, daß die Lebensgemeinschaft in jedem einzelnen Gesetz anders definiert wird.
Zwischenruf der Abg. Bures.
Das bedeutet erstens Arbeit, zweitens sind sie überfordert, und drittens können sie damit wahrscheinlich nicht umgehen. Diesen Leuten kann ich heute schon ausrichten, daß sie eben ihr Amt niederlegen sollen. Aber es wird mehr Rechtsicherheit und mehr Schutz für den Kleingartenpächter geben, und das ist wichtig und gut. (Zwischenruf der Abg. Bures.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Daher mein Appell: weitermachen in diese Richtung! Diese Passage werden wir mittragen. Ich hoffe, daß wir damit einen letzten verpolitisierten Bereich aufbrechen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Blünegger: Das ist ein alter Hut!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich sehe momentan Herrn Abgeordneten Gaugg nicht hier im Saal, möchte aber zu seinem Diskussionsbeitrag eine Bemerkung machen. Er hat von "verluderter Politik" gesprochen. – Ich denke, es ist wichtig, dem Hohen Haus auch einmal zu sagen, wie er selbst es einschätzt, was seine Schnorrbrief-Aktion an Unternehmer bedeutet und was das gebracht hat. (Abg. Blünegger: Das ist ein alter Hut!)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr verehrte Damen und Herren des Hohen Hauses! Im übrigen bin ich dafür, die "Aktion Fairness" und damit gleiche Rechte für Arbeiter und Angestellte rasch umzusetzen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Haigermoser – auf dem Weg zum Rednerpult –: 6 Minuten!
Als Erstredner zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Haigermoser. (Abg. Haigermoser – auf dem Weg zum Rednerpult –: 6 Minuten!) 6 Minuten freiwillige Redezeitbeschränkung. – Bitte, Herr Abgeordneter.
Abg. Rosemarie Bauer: Keine Polemik vom Rednerpult! – Heiterkeit.
Abgeordneter Helmut Haigermoser (Freiheitliche): Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Es ist das alte Lied der ÖVP, Frau Kollegin Tichy-Schreder: Im Rahmen der Interessenvertretungen, insbesondere in der Wirtschaftskammer, werden Beschlüsse und Resolutionen gefaßt. Die Abgeordneten der ÖVP-Regierungspartei, die in diesen Gremien sitzen, beschließen mit und verkünden lautstark, diese Dinge im Parlament umsetzen zu wollen. Wenn es aber im Ausschuß oder hier im Plenum sozusagen ans Eingemachte geht, dann fallen sie regelmäßig um. (Abg. Rosemarie Bauer: Keine Polemik vom Rednerpult! – Heiterkeit.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Schwarzenberger: Diese Kunst hat der Haigermoser unter Steger schon ...!
Meine Damen und Herren! Frau Kollegin, es wäre höchst an der Zeit, daß man die Polemik noch stärker einsetzt! Denn Ihre Umfaller stellen sich so dar, daß Sie sogar im Kriechen noch umfallen. Und es ist eine große Kunst, das überhaupt tun zu können. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Schwarzenberger: Diese Kunst hat der Haigermoser unter Steger schon ...!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Keppelmüller.
Besonders augenscheinlich – ich muß Ihnen das auch an Ihrem vorletzten Sitzungstag sagen, Frau Kollegin Tichy-Schreder – wird dieses Hinters-Licht-Führen der Zwangsmitglieder in der Wirtschaftskammer an folgendem Beispiel. Da gibt es Resolutionen zuhauf – unter anderem eine des österreichischen Schuhhandels vom 10. Mai 1999 –, in welchen flehentlich darum ersucht wird, daß in Österreich die Saisonschlußverkaufsregelung nach deutschem Muster eingeführt wird. Flehentlich ersuchen dort alle drei Fraktionen darum: die Sozialdemokraten, die ÖVP und die freiheitlichen Wirtschaftstreibenden. (Zwischenruf des Abg. Dr. Keppelmüller.)
Abg. Dr. Keppelmüller: Selbstverständlich! So wie die Krawattenhändler!
Das ist dem Herrn Keppelmüller, der im geschützten Bereich unterwegs ist, aber Wurscht, weil er auf seiner Pfründe sitzend ohnehin unkündbar und auf dem freien Markt eigentlich nicht vorhanden ist. (Abg. Dr. Keppelmüller: Selbstverständlich! So wie die Krawattenhändler!) Das ist ein Problem. Natürlich lacht man dann über Probleme von Handelswirtschaftstreibenden und deren Mitarbeitern, meine Damen und Herren, weil es einem egal ist! Man ist ohnehin unter der "Käseglocke" der Koalition. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Das ist dem Herrn Keppelmüller, der im geschützten Bereich unterwegs ist, aber Wurscht, weil er auf seiner Pfründe sitzend ohnehin unkündbar und auf dem freien Markt eigentlich nicht vorhanden ist. (Abg. Dr. Keppelmüller: Selbstverständlich! So wie die Krawattenhändler!) Das ist ein Problem. Natürlich lacht man dann über Probleme von Handelswirtschaftstreibenden und deren Mitarbeitern, meine Damen und Herren, weil es einem egal ist! Man ist ohnehin unter der "Käseglocke" der Koalition. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Schweitzer: Warum eigentlich?
Was tut er nun heute, und was tun seine Vertreter im Wirtschaftsausschuß? – Sie sind dagegen! Frau Kollegin Fekter, die immer so forsch unterwegs ist, wenn es um den Schotter-Lobbyismus geht, hat hier berichtet: Ihre Bekannte, eine Boutiquebesitzerin, hat gesagt, das brauchen wir nicht; außerdem hatte sie selbst auch schon einmal eine Boutique. – Da war das kein Thema mehr. Meine Damen und Herren! Wenn das kein Thema ist: Warum beschließen und bejubeln Sie dann auf Ihren Kammertagen all diese Forderungen des mittelständischen Handels? (Abg. Mag. Schweitzer: Warum eigentlich?)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Frau Kollegin Fekter! Diese dürftige, hanebüchene Begründung werden wir während des Sommers herumtragen, damit die Wirtschaftstreibenden endlich wissen, was Sie wirklich tun: nämlich umfallen und den Wirtschaftstreibenden, denen Sie über die KU 1 und KU 2 Beträge in Milliardenhöhe abnehmen, in den Rücken fallen. Das ist die Doppelbödigkeit dieser Österreichischen Volkspartei, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Präsident Dr. Fischer übernimmt wieder den Vorsitz.
Daher verstehe ich es überhaupt nicht, daß Sie im Ausschuß dagegen gestimmt und gemeint haben, Ihnen sei das egal. Das ist bedauerlich. Denn immer wieder betont auch Präsident Verzetnitsch seitens des ÖGB, daß es wichtig sei, die kleinen und mittelständischen Betriebe zu unterstützen: sie nicht zu schützen im Sinne von Hinter-dem-Wald-Sein, sondern im Sinne moderner, fortschrittlicher Vorschriften. (Präsident Dr. Fischer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Peter: Kannst du "Manchester" buchstabieren?
Meine Damen und Herren! Wir Freiheitlichen sind nicht auf der Seite des Manchester-Liberalismus, wie ihn Helmut Peter immer predigt. Er sagt: Das alles wird der Markt regeln. – Wenn dem so wäre, dann gäbe es in Amerika kein Anti-Trustgesetz. Wir brauchen in der Wirtschaft Ordnung – und nicht Unordnung! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Peter: Kannst du "Manchester" buchstabieren?)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Ich verstehe es – abschließend gesagt – überhaupt nicht, daß Sie von der ÖVP hier Ihren eigenen Versprechungen nicht gefolgt sind und vor allem Ihren Mitgliedern in der Wirtschaftskammer in den Rücken fallen, Frau Tichy-Schreder! Das ist wahrlich kein schönes Abschiedsgeschenk, das Sie jenen mitgeben, denen Sie versprochen haben, ihnen zur Seite zu stehen. Das ist die traurige Begleiterscheinung Ihres vorletzten Tages in diesem Hohen Hause! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Heindl.
Ich bin froh darüber, daß alle Abgeordneten diesen Wirtschaftsbericht in ihren Fächern vorgefunden haben. Dieser zeigt deutlich, wie sich die österreichische Wirtschaft entwickelt hat, und er ist außerdem eine gutes Nachschlagewerk. Ich hoffe, die Abgeordneten können sich über die Sommerpause damit beschäftigen und sich darüber freuen, daß sich die österreichische Wirtschaft so gut entwickelt hat. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Heindl.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Heindl.
Ich hoffe, daß das, was wir bis jetzt verhandelt haben – nämlich die Umsetzung der Seveso-Richtlinie und der IPPC-Richtlinie –, als Basis für die Herbstverhandlungen herangezogen wird, wenn der neue Nationalrat tagen wird. Es ist notwendig, daß wir hier richtige und gute Rahmenbedingungen für die Wirtschaft, für die Umwelt und für die Menschen schaffen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Heindl.)
Abg. Haigermoser: Das ist etwas Unerhörtes! Ist Herr Lemler der Sprecher des Handels oder nicht? Ist Herr Lemler Sektionsobmann in der Sektion oder nicht?
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Abgeordneter Haigermoser hat auf einen Wunsch des Handels speziell Bezug genommen. Ich "freue" mich darüber, daß er auf die Antwort so "neugierig" ist, daß er bereits den Saal verlassen hat, möchte ihm aber folgendes sagen: Herr Abgeordneter Haigermoser ist schon lange genug im Handelsausschuß – im jetzigen Wirtschaftsausschuß –, um zu wissen, daß wir gerade die Ausverkaufsregelung auf Wunsch der Wirtschaft vor einigen Jahren abgeschafft haben. Er weiß auch ganz genau, daß es zwar Resolutionen von einzelnen Wirtschaftstreibenden gibt, daß es aber nicht die durchgängige Meinung des Handels und der Handelstreibenden ist, auch nicht der Klein- und Mittelbetriebe ... (Abg. Haigermoser: Das ist etwas Unerhörtes! Ist Herr Lemler der Sprecher des Handels oder nicht? Ist Herr Lemler Sektionsobmann in der Sektion oder nicht?) – Herr Abgeordneter Haigermoser! Lassen Sie mich einmal aussprechen und lernen Sie auch, zuzuhören!
Abg. Haigermoser: Beim Saisonschlußverkauf ist das etwas anderes! Sie haben null Ahnung, wenn Sie vom "Ausverkauf" sprechen! Der Schlußverkauf ist am Schluß der Saison! Dann ist die Saison zu Ende!
Es geht darum, daß nicht alle Händler, nicht alle Klein- und Mittelbetriebe an strengen Ausverkaufsregeln festhalten wollen. Folgendes darf ich Ihnen schon sagen: Im Gegensatz zu Ihnen, Herr Abgeordneter Haigermoser, kenne ich die Situation der Klein- und Mittelbetriebe im Handel auch in Deutschland. (Abg. Haigermoser: Beim Saisonschlußverkauf ist das etwas anderes! Sie haben null Ahnung, wenn Sie vom "Ausverkauf" sprechen! Der Schlußverkauf ist am Schluß der Saison! Dann ist die Saison zu Ende!) Gerade in Deutschland werden die fixen Ausverkaufszeiten nicht in dem Ausmaß wahrgenommen, wie Sie es darstellen. (Abg. Haigermoser: So etwas von ahnungslos! Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses und keine Ahnung! Peinlich ist das!) Das war dort genauso wie in Österreich, als wir fixe Ausverkaufszeiten hatten: Manche haben schon vorher Ausverkauf gemacht und sich nicht daran gehalten. (Abg. Haigermoser: "Saisonschlußverkauf" heißt das!)
Abg. Haigermoser: So etwas von ahnungslos! Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses und keine Ahnung! Peinlich ist das!
Es geht darum, daß nicht alle Händler, nicht alle Klein- und Mittelbetriebe an strengen Ausverkaufsregeln festhalten wollen. Folgendes darf ich Ihnen schon sagen: Im Gegensatz zu Ihnen, Herr Abgeordneter Haigermoser, kenne ich die Situation der Klein- und Mittelbetriebe im Handel auch in Deutschland. (Abg. Haigermoser: Beim Saisonschlußverkauf ist das etwas anderes! Sie haben null Ahnung, wenn Sie vom "Ausverkauf" sprechen! Der Schlußverkauf ist am Schluß der Saison! Dann ist die Saison zu Ende!) Gerade in Deutschland werden die fixen Ausverkaufszeiten nicht in dem Ausmaß wahrgenommen, wie Sie es darstellen. (Abg. Haigermoser: So etwas von ahnungslos! Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses und keine Ahnung! Peinlich ist das!) Das war dort genauso wie in Österreich, als wir fixe Ausverkaufszeiten hatten: Manche haben schon vorher Ausverkauf gemacht und sich nicht daran gehalten. (Abg. Haigermoser: "Saisonschlußverkauf" heißt das!)
Abg. Haigermoser: "Saisonschlußverkauf" heißt das!
Es geht darum, daß nicht alle Händler, nicht alle Klein- und Mittelbetriebe an strengen Ausverkaufsregeln festhalten wollen. Folgendes darf ich Ihnen schon sagen: Im Gegensatz zu Ihnen, Herr Abgeordneter Haigermoser, kenne ich die Situation der Klein- und Mittelbetriebe im Handel auch in Deutschland. (Abg. Haigermoser: Beim Saisonschlußverkauf ist das etwas anderes! Sie haben null Ahnung, wenn Sie vom "Ausverkauf" sprechen! Der Schlußverkauf ist am Schluß der Saison! Dann ist die Saison zu Ende!) Gerade in Deutschland werden die fixen Ausverkaufszeiten nicht in dem Ausmaß wahrgenommen, wie Sie es darstellen. (Abg. Haigermoser: So etwas von ahnungslos! Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses und keine Ahnung! Peinlich ist das!) Das war dort genauso wie in Österreich, als wir fixe Ausverkaufszeiten hatten: Manche haben schon vorher Ausverkauf gemacht und sich nicht daran gehalten. (Abg. Haigermoser: "Saisonschlußverkauf" heißt das!)
Abg. Haigermoser: Jetzt sind Sie auch schon gegen sich selbst! Das ist der reinste Masochismus!
Gerade der Herr Wirtschaftsminister hat versucht, auch eine Regelung in bezug auf die Einkaufszentren zu finden. Das hilft den Klein- und Mittelbetrieben wesentlich mehr. Aus diesem Grund haben wir den Antrag, den Sie ursprünglich von uns abgeschrieben hatten, abgelehnt, weil wir eben schon im Kartellgesetz Vorsorge getroffen haben. (Abg. Haigermoser: Jetzt sind Sie auch schon gegen sich selbst! Das ist der reinste Masochismus!)
Abg. Haigermoser: Fragen Sie Herrn Teller, was er davon hält!
Herr Abgeordneter Haigermoser! Die Ausverkaufsregelung allein ist kein Garant für den mittelständischen Handel. Ich denke, dem mittelständischen Handel ist wesentlich mehr geholfen, wenn man manches anders und kreativ neu regelt. (Abg. Haigermoser: Fragen Sie Herrn Teller, was er davon hält!) Ich weise nur auf einen Artikel von Frau Canaval in den "Salzburger Nachrichten" hin. Darin sind einige Anregungen dazu gegeben worden, wie es dem mittelständischen Handel vielleicht gelingen könnte, in Zukunft besser zu reüssieren. (Abg. Haigermoser: Sagt jetzt Frau Canaval, was das Parlament beschließt?)
Abg. Haigermoser: Sagt jetzt Frau Canaval, was das Parlament beschließt?
Herr Abgeordneter Haigermoser! Die Ausverkaufsregelung allein ist kein Garant für den mittelständischen Handel. Ich denke, dem mittelständischen Handel ist wesentlich mehr geholfen, wenn man manches anders und kreativ neu regelt. (Abg. Haigermoser: Fragen Sie Herrn Teller, was er davon hält!) Ich weise nur auf einen Artikel von Frau Canaval in den "Salzburger Nachrichten" hin. Darin sind einige Anregungen dazu gegeben worden, wie es dem mittelständischen Handel vielleicht gelingen könnte, in Zukunft besser zu reüssieren. (Abg. Haigermoser: Sagt jetzt Frau Canaval, was das Parlament beschließt?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das ist ein wesentlicher Beitrag dazu, daß die innovative mittelständische Wirtschaft an den Rahmenprogrammen im technologischen Bereich teilnehmen kann. Dafür bin ich dem Herrn Bundesminister sehr dankbar. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall beim Liberalen Forum.
Ich meine bei aller wirklichen Betroffenheit, bei wirklichem Mitgefühl für das, was den Menschen dort widerfahren ist, bei all den Fragen der Schuld, die noch zu klären sind – aber dazu haben wir Gerichte –, daß eine Bergung aus diesem Grund nicht notwendig sein wird. Im Unterschied zu allen anderen vier Fraktionen dieses Hohen Hauses kann ich mit aller Deutlichkeit sagen, daß sich die Liberalen zu einer solchen Anlaßgesetzgebung mit rückwirkenden Verfassungsbestimmungen ganz sicherlich nicht hergeben werden. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Er ist erst drei Jahre alt!
Der Antrag des Kollegen Schöggl bezüglich des BIT ist insofern überholt (Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Er ist erst drei Jahre alt!), als der Herr Bundesminister jetzt die Finanzierung schriftlich zugesagt hat. Ich glaube, ob wir ihm zustimmen oder ihn ablehnen, es wird nichts daran ändern! Jedenfalls freut es mich, daß die Finanzierung des BIT jetzt nachhaltig bis zum Jahre 2003 gesichert ist.
Beifall beim Liberalen Forum.
Zu glauben, man könne – egal, ob im Kartellgesetz, Frau Präsidentin Tichy-Schreder, oder in sonstigen Regelungen – den Verkauf unter dem Einstandspreis regeln, ist eine Schimäre und nichts anderes! Jener große Händler, der heute sagt, ich will 100 Photoapparate oder 500 Kleider oder was auch immer unter dem Einkaufspreis verkaufen, wird von seinem Lieferanten, von dem er das um die zehn-, hundert-, ja tausendfache Summe eingekauft hat, die entsprechende Rechnung bekommen, auf der steht, daß er diese Ware zu diesem Preis gekauft hat. Wissen Sie, das ist Popanz! Das ist Politik für die Auslagenscheibe, aber nicht Politik, die dieses Hohen Hauses würdig ist! (Beifall beim Liberalen Forum.)
Beifall beim Liberalen Forum. – Abg. Schwarzenberger: Also doch die "Ampelkoalition"!
Sie können weder den Verkauf unter dem Einkaufspreis reglementieren noch – und das schon gar nicht – den Ausverkauf. Hören wir endlich auf, herumzureglementieren, sondern denken wir an unsere Kunden! Herr Schwemlein sagt, ich muß jetzt aufhören, damit schließe ich. (Beifall beim Liberalen Forum. – Abg. Schwarzenberger: Also doch die "Ampelkoalition"!)
Abg. Mag. Peter: Aber nur kurze Schritte, Herr Doktor!
Ich möchte mich nicht nur für diese Vorsitzführung bedanken, sondern vor allem dafür, daß wir, wie ich glaube, in den letzten Jahren vieles zuwege gebracht haben, auch wenn es uns da oder dort noch zu wenig erscheint. Ich möchte das jetzt gar nicht alles aufzählen, und natürlich wäre mir in der Gewerbeordnung bei manchen Fragen anderes lieber gewesen. Aber wir sind einige Schritte weitergekommen! (Abg. Mag. Peter: Aber nur kurze Schritte, Herr Doktor!) – Aber wesentliche, Herr Kollege Peter!
Abg. Mag. Peter: Drittvergleich heißt, sich an den Besten zu messen und nicht an den Schlechtesten!
Zum Anlagenrecht – wir haben den letzten Schritt leider, sage ich, nicht mehr gemacht; ich hoffe, wir werden ihn bald machen können – kann ich Ihnen nur sagen, daß Sie, wenn Sie sich umhören, erfahren werden, daß heute in 80, 90 Prozent der Fälle – im vereinfachten Verfahren! – eine Anlage in sieben, acht Wochen genehmigt ist! Nennen Sie mir Länder, wo das auch so funktioniert! Trotzdem: Man kann immer noch etwas mehr machen, das habe ich immer wieder betont. (Abg. Mag. Peter: Drittvergleich heißt, sich an den Besten zu messen und nicht an den Schlechtesten!) Herr Kollege, ich will mich heute mit diesen Themen nicht mehr sachlich auseinandersetzen, es wäre noch einiges anzuführen.
Anhaltender Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie des Abg. Mag. Peter.
Für diese Verläßlichkeit, für Ihre Sachlichkeit und für die wirklich sachorientierte Vorsitzführung und Zusammenarbeit sage ich herzlichen Dank. Ihr Nachfolger wird es schwer haben. Wir werden Sie vermissen! – Danke schön. (Anhaltender Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie des Abg. Mag. Peter.)
Beifall bei den Freiheitlichen
Abgeordneter Dipl.-Ing. Maximilian Hofmann (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Mein Kollege Haigermoser hat die Problematik um die Ausverkaufsregelung angesprochen und das diesbezügliche Abstimmungsverhalten der ÖVP im Ausschuß dokumentiert. Als es in einem Antrag betreffend den unlauteren Wettbewerb darum ging, diesen Saisonschlußverkauf einer Regelung zuzuführen, sagten Sie, Frau Kollegin Tichy-Schreder – und Ihre Antwort war, wie ich meine, demaskierend und außerdem ein richtiger "Ohrenschmaus"! (Beifall bei den Freiheitlichen) –, folgendes: Sie hätten gegen diesen Antrag Haigermoser, der sich gegen den unlauteren Wettbewerb richtete, gestimmt, einen Antrag, der ja ohnedies nur von Ihrem abgeschrieben sei! – Das ist richtig! Das dokumentiert aber auch exakt die Doppelbödigkeit der ÖVP-Wirtschaftspolitiker in diesem Hause! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Maximilian Hofmann (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Mein Kollege Haigermoser hat die Problematik um die Ausverkaufsregelung angesprochen und das diesbezügliche Abstimmungsverhalten der ÖVP im Ausschuß dokumentiert. Als es in einem Antrag betreffend den unlauteren Wettbewerb darum ging, diesen Saisonschlußverkauf einer Regelung zuzuführen, sagten Sie, Frau Kollegin Tichy-Schreder – und Ihre Antwort war, wie ich meine, demaskierend und außerdem ein richtiger "Ohrenschmaus"! (Beifall bei den Freiheitlichen) –, folgendes: Sie hätten gegen diesen Antrag Haigermoser, der sich gegen den unlauteren Wettbewerb richtete, gestimmt, einen Antrag, der ja ohnedies nur von Ihrem abgeschrieben sei! – Das ist richtig! Das dokumentiert aber auch exakt die Doppelbödigkeit der ÖVP-Wirtschaftspolitiker in diesem Hause! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Sie sind es, die in der Wirtschaftskammer deren Zwangsmitglieder glauben machen will, daß Sie die Interessen der klein- und mittelständischen Unternehmungen vertreten. Es werden Resolutionen verfaßt, es werden Anträge gestellt, es wird klar Position bezogen. Wenn es aber darum geht, hier in diesem Hause Nägel mit Köpfen zu machen, dann unterliegen Sie welchen Zwängen auch immer. Jedenfalls stimmen Sie dann immer wieder – und dabei erwischen wir Sie auch immer wieder – gegen die Interessen der Wirtschaft. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Tichy-Schreder: Der Bericht ist öffentlich!
Im Wirtschaftsausschuß stand der Berufsausbildungsbericht des Wirtschaftsministers auf der Tagesordnung. Sehr geehrte Damen und Herren! Ich finde, die Bevölkerung sollte wissen, warum dieser Bericht im Ausschuß enderledigt wurde: Weil Sie Ihren Mißerfolg im Bereich der Lehrlingsausbildung, der in diesem Bericht dokumentiert wird, der Öffentlichkeit vorenthalten wollen! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Tichy-Schreder: Der Bericht ist öffentlich!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Der Herr Bundeskanzler hat heute Zahlen des Arbeitsmarktservice genannt, wonach 2 224 Lehrstellensuchenden 2 208 offene Lehrstellen gegenüberstünden. – Dabei hat er aber die Zahl der "versteckten" Lehrlinge – die es auch gibt! – verschwiegen, und dann hört sich die Zahl ganz anders an: Das sind 14 737, um rund 3 500 mehr als im letzten Jahr! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Diese Tendenz, sehr geehrte Damen und Herren, hat er als "positiv" bezeichnet. Um von der Problematik "Euroteam" und dem Postenschacher, der in der Dringlichen Anfrage angesprochen wurde, abzulenken, hat der Herr Bundeskanzler versucht, das als positiv, als Erfolg darzustellen. – Tatsache ist aber, daß auch das ein Mißerfolg der Bundesregierung ist. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Grollitsch nickt zustimmend.
Präsident Dr. Heinz Fischer: Ich frage Herrn Abgeordneten Dr. Grollitsch: Werden Sie den Antrag einbringen, den Sie angekündigt haben? Er ist umfangreich und muß verteilt werden, sodaß ich sicher sein möchte, daß er tatsächlich eingebracht wird. (Abg. Dr. Grollitsch nickt zustimmend.) – Gut.
Abg. Mag. Peter: Sie ist nicht da, Herr Präsident!
Nächste Rednerin wäre Frau Abgeordnete Dr. Petrovic. (Abg. Mag. Peter: Sie ist nicht da, Herr Präsident!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich darf noch ganz kurz ein paar Worte an die Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses, an Frau Präsidentin Tichy-Schreder, richten. – Liebe Frau Präsidentin! Ich war zwar nur Ersatzmitglied im Wirtschaftsausschuß, habe aber doch mehrmals bei den Vorbesprechungen und auch im Ausschuß mitarbeiten dürfen. Es blieb Herrn Haigermoser vorbehalten, heute noch zum Schluß, nach Ihrer letzten Rede hier eine Dissonanz hineinzubringen. Ich kann Ihnen bestätigen, daß Sie nicht nur die Interessen der Wirtschaft vertreten haben, sondern immer auch das Ganze im Auge gehabt und versucht haben, einen Kompromiß, eine Lösung zu finden. Dafür möchte ich mich bei Ihnen bedanken, vor allem aber – gerade im Namen der jüngeren Abgeordneten – auch für die menschliche Vorsitzführung, denn wenn jemand in diesem Hause die ersten Schritte machte, dann war die Frau Präsidentin Tichy-Schreder immer bereit, zu helfen. Dafür ganz besonderen Dank! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Es wäre verlockend, mit den Unterlagen des Gutachtens von Heinz Mayer oder der Stellungnahme von Fettweis-Wagner zur Bergbausicherheit und zum Mineralrohstoffgesetz einen Ton anzuschlagen, der Sie und Ihr Verhalten im Zusammenhang mit diesem Gesetz, aber auch mit Lassing härter anpackt. Ich tue dies nicht, einerseits aus Pietät den Verunglückten gegenüber und andererseits, weil wir mit unserer teilweisen Zustimmung zum gegenständlichen Antrag signalisieren wollen, daß uns an einer konstruktiven positiven Weiterentwicklung dieses Mineralrohstoffgesetzes liegt. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Herr Bundesminister! Ich habe das schon im Ausschuß begründet und hoffe, daß Sie – ich wiederhole: unabhängig vom Abstimmungsergebnis! – an mehr Sicherheit im Bergbau mitwirken. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich ersuche um eine Antwort, Herr Bundesminister. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Sehr geehrte Damen und Herren! Wenn es Ihnen jetzt, nach drei Jahren – immerhin hat dieser Antrag schon einen ziemlich langen "Bart", denn er ist vom 25. April 1996; er teilt dieses Schicksal übrigens mit vielen oppositionellen Anträgen – gelungen ist, ein mittel- oder längerfristiges Finanzierungskonzept für das BIT zu finden, dann begrüßen wir das sehr. Wir würden uns das für alle Forschungsträger und Technologietransferzentren wie Seibersdorf oder auch für den Forschungsförderungsfonds, der in den Medien immer wieder als sehr stark benachteiligt dargestellt wird, wünschen. Diese Institutionen haben auf jeden Fall in den Freiheitlichen einen verläßlichen Partner, und wir werden uns auch in Zukunft für sie stark machen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dkfm. Holger Bauer: Klar, das ist auch richtig so!
Mit der heute zu beschließenden Gesetzesänderung, mit dieser Änderung des § 177a des Mineralrohstoffgesetzes haben Sie, Herr Bundesminister, die Möglichkeit, die Bergung anzuordnen. Ich gehe nicht so weit wie gestern Frau Kollegin Petrovic, die meinte, Sie hätten eine Bergung niemals ins Auge gefaßt. Ich erinnere Sie aber an Ihre Versprechungen. Sie waren es nicht allein, der Versprechungen gemacht hat, aber Sie, Herr Bundesminister, sagten auch, daß die Finanzierungsfrage die letzte sei, die sich dabei stelle. (Abg. Dkfm. Holger Bauer: Klar, das ist auch richtig so!) Ich halte die heutige Diskussion, ob nun die Naintsch Mineralwerke, ob Luzenac oder ob Rio Tinto die Kosten tragen, für unwürdig!
Beifall bei der SPÖ.
Mit diesem Abänderungsantrag, der heute hier eingebracht wurde, haben Sie, Herr Bundesminister, die Möglichkeit, eine Bergung anzuordnen. Die Angehörigen warten auf eine Entscheidung. Sie warten auf eine Entscheidung, die jetzt fallen soll. Herr Bundesminister, ich rufe Sie auf, Mut zur Ehrlichkeit zu haben – zur Ehrlichkeit, eine Entscheidung zu treffen! Dazu sind Sie aufgefordert! (Beifall bei der SPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Meine Damen und Herren! Der vorletzte Plenartag dieser Legislaturperiode geht nun zu Ende. Da es für mich das letzte Mal ist, daß ich von diesem Rednerpult aus zu Ihnen spreche, darf ich Ihnen, meine Kolleginnen und Kollegen, besonders jenen meiner Fraktion, herzlichen Dank für die gute Zusammenarbeit aussprechen. Ich wünsche Ihnen für Ihre weitere Arbeit alles Gute und auch persönliches Wohlergehen! Ich bitte Sie aber auch, zu bedenken, daß alles, was Sie hier beschließen, zum Wohle der Menschen unserer demokratischen Republik Österreich erfolgen soll. – Ein herzliches Glückauf! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP.
Zweiter Punkt: Was das BIT anlangt, so möchte ich deutlich machen, daß wir beim BIT einfach eine Reform erzwungen haben. Wir haben im Einvernehmen mit der Wirtschaftskammer gesagt, das muß gestrafft werden, es muß wirkungsvoller werden. In der Zwischenzeit ist das Budget gesichert, es wird mit 1. Juli auch mehr Personal tätig sein, und das BIT ist heute international beispielgebend unterwegs. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Dr. Nowotny und Eder.
Zur letzten Frage, die die möglichen Kosten betrifft: Hohes Haus! Es ist hier immer, auch im Zusammenhang mit den Zusagen von Bundesminister Edlinger, deutlich gemacht worden, daß es in dieser Angelegenheit keine Vereinbarung geben wird, die nicht der Rechtsanwalt des Staates, nämlich die Finanzprokuratur, für uns in diesem Zusammenhang vereinbart. All diese Dinge sind vom Rechtsanwalt der Republik, nicht von einem einzelnen Ministerium, zu regeln. – Herr Präsident, ich danke Ihnen! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Dr. Nowotny und Eder.)