Eckdaten:
Für die 148. Sitzung der 24. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 678 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
überreicht vom Abgeordneten Christian Lausch
Petition betreffend „Erhalt des Bezirksgerichtes Hollabrunn“ (Ordnungsnummer 159) (überreicht vom Abgeordneten Christian Lausch)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Josef Bucher (BZÖ): Frau Präsidentin! Einen schönen guten Morgen, meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Tagesordnungspunkte 1 bis 3 betreffen das sogenannte Sparpaket der Bundesregierung, eine einmalige Husch-Pfusch-Aktion der rot-schwarzen Bundesregierung, die es in dieser Form, aber auch in dieser Geschwindigkeit noch nie gegeben hat. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Krainer: Stimmt ja gar nicht! Sie waren ja selber offensichtlich gar nicht dort!
Bundesregierung mitgenommen, dass sich die Experten einig waren in dem Befund, dass diese Maßnahmen nicht ausreichen werden, um unser Budget zu sanieren (Abg. Krainer: Stimmt ja gar nicht! Sie waren ja selber offensichtlich gar nicht dort!), um auch langfristig die richtigen Maßnahmen zu setzen, um unser Land, um den Wirtschaftsstandort Österreich zukunftsfit zu gestalten. (Abg. Krainer: Sie waren ja gar nicht da!)
Abg. Krainer: Sie waren ja gar nicht da!
Bundesregierung mitgenommen, dass sich die Experten einig waren in dem Befund, dass diese Maßnahmen nicht ausreichen werden, um unser Budget zu sanieren (Abg. Krainer: Stimmt ja gar nicht! Sie waren ja selber offensichtlich gar nicht dort!), um auch langfristig die richtigen Maßnahmen zu setzen, um unser Land, um den Wirtschaftsstandort Österreich zukunftsfit zu gestalten. (Abg. Krainer: Sie waren ja gar nicht da!)
Beifall beim BZÖ.
Es sind das also falsche Zahlen zu einem falschen Zeitpunkt, meine sehr geehrten Damen und Herren, und daher ist dieses Paket abzulehnen und zurück an den Start zu verweisen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wenn man weiß, dass nicht einmal eine Woche für die Begutachtung zur Verfügung stand und auch die Vorbereitungen ungenügend waren, und zwar nicht nur, was den zeitlichen Faktor, sondern auch, was die Befassung der Institutionen betrifft, muss man sagen, es handelt sich um eine Mogelpackung, die in dieser Form schändlich für Österreich ist. Sie ist nicht nur schädlich für Österreich, sondern schändlich für Österreich, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Warum sage ich das? – Da war zunächst einmal eine ÖVP, die angetreten ist und gesagt hat: Um das Budget in Ordnung zu bringen, ist es notwendig, in Österreich Reformen voranzubringen, ist es notwendig, die Systeme zu verändern! – Ja, das ist richtig! Herausgekommen ist jedoch, meine sehr geehrten Damen und Herren, dass mit diesem rot-schwarzen Paket mit 1. April, nämlich sofort, die Teuerungen in Kraft gesetzt werden, dass die Steuern und Abgaben erhöht werden und dass die Reformen auf die lange Bank geschoben werden. Und das ist das Schändliche an diesem Paket, das wir kritisieren. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Scheibner: Sie hat es ja nicht gelesen!
Außerdem enthält das Paket Punkte, Frau Finanzministerin, wo ich mich frage, ob Sie das mit einem geordneten und ruhigen Gewissen überhaupt noch vertreten können (Abg. Scheibner: Sie hat es ja nicht gelesen!), wie die Finanztransaktionssteuer, 1,5 Milliarden €, wozu Ihnen Ihr Kollege aus der Bundesrepublik Deutschland schon mitgeteilt hat, dass sie nicht möglich sein wird, dass sie auf europäischer Ebene nicht einführbar ist. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.) Sie haben 1,5 Milliarden € hineingestellt. (Zwischenruf des Abg. Großruck.)
Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.
Außerdem enthält das Paket Punkte, Frau Finanzministerin, wo ich mich frage, ob Sie das mit einem geordneten und ruhigen Gewissen überhaupt noch vertreten können (Abg. Scheibner: Sie hat es ja nicht gelesen!), wie die Finanztransaktionssteuer, 1,5 Milliarden €, wozu Ihnen Ihr Kollege aus der Bundesrepublik Deutschland schon mitgeteilt hat, dass sie nicht möglich sein wird, dass sie auf europäischer Ebene nicht einführbar ist. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.) Sie haben 1,5 Milliarden € hineingestellt. (Zwischenruf des Abg. Großruck.)
Zwischenruf des Abg. Großruck.
Außerdem enthält das Paket Punkte, Frau Finanzministerin, wo ich mich frage, ob Sie das mit einem geordneten und ruhigen Gewissen überhaupt noch vertreten können (Abg. Scheibner: Sie hat es ja nicht gelesen!), wie die Finanztransaktionssteuer, 1,5 Milliarden €, wozu Ihnen Ihr Kollege aus der Bundesrepublik Deutschland schon mitgeteilt hat, dass sie nicht möglich sein wird, dass sie auf europäischer Ebene nicht einführbar ist. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.) Sie haben 1,5 Milliarden € hineingestellt. (Zwischenruf des Abg. Großruck.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Allein diese beiden Punkte ziehe ich hier als Argument heran, um Sie zu fragen, ob Sie das mit einem ruhigen Gewissen vereinbaren können und ob Sie das seriös vertreten können. Sie wissen ganz genau, dass diese beiden Zahlen nicht stimmen, dass das uneinbringlich ist und dass Sie da eine Schummelei an den Tag legen. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall beim BZÖ.
Daher, meine sehr geehrten Damen und Herren, zurück an den Start mit diesem Schummelpaket, mit dieser Mogelpackung – neu verhandeln für Österreich, und zwar Reformen. Systemveränderungen brauchen wir und keine Bundesregierung, die uns ständig auf der Nase herumtanzt! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Scheibner: Hör auf!
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Herr Klubobmann Bucher, wenn etwas schändlich ist, dann ist das die Art und Weise, wie Sie in einer seit mittlerweile 18 Monaten extrem kritischen Situation in ganz Europa, in dieser schwierigen Situation der Republik versuchen, parteipolitisches Kleingeld hier zu wechseln. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Scheibner: Hör auf!) Diese Regierung handelt verantwortungsvoll in dieser Situation.
Abg. Mag. Stefan: Da müssen wir ja schon dagegen sein! Wer lässt das zu?
Nur: Dann passiert etwas, was wir unserem Land nicht zumuten wollen: Dann reiten Experten ein und bestimmen, welche Politik in dem Land gemacht wird. (Abg. Mag. Stefan: Da müssen wir ja schon dagegen sein! Wer lässt das zu?) In Griechenland ist heute die Troika, die dem Parlament vorschreibt, was es zu beschließen hat. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Nur: Dann passiert etwas, was wir unserem Land nicht zumuten wollen: Dann reiten Experten ein und bestimmen, welche Politik in dem Land gemacht wird. (Abg. Mag. Stefan: Da müssen wir ja schon dagegen sein! Wer lässt das zu?) In Griechenland ist heute die Troika, die dem Parlament vorschreibt, was es zu beschließen hat. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Stefan: Wer hat sich auf das eingelassen? Das ist ja unglaublich!
Das werden wir in Österreich nicht zulassen, und daher handeln wir heute und jetzt (Abg. Mag. Stefan: Wer hat sich auf das eingelassen? Das ist ja unglaublich!) – und nicht so wie Sie, indem man hinauszögert und bremst. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Das werden wir in Österreich nicht zulassen, und daher handeln wir heute und jetzt (Abg. Mag. Stefan: Wer hat sich auf das eingelassen? Das ist ja unglaublich!) – und nicht so wie Sie, indem man hinauszögert und bremst. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Bucher: Was ist korrekt?
Genau dafür steht diese Regierung, die das korrekt und in einer Art und Weise vornimmt, die unter den besten in Europa ist. (Abg. Bucher: Was ist korrekt?) Schauen Sie sich doch die anderen Sparpakete an! Da gibt es Massensteuern, da gibt es Kürzungen im Sozialstaat (Abg. Strache: Die haben wir ja schon gehabt, die Kürzungen!), da gibt es Maßnahmen, die die Konjunktur bremsen. All das haben wir bei diesem Sparpaket nicht, sondern wir sanieren das Budget, bis 2016 einen ausgeglichenen Haushalt, und haben keine Einschnitte, aufgrund derer wir protestierende Menschen auf der Straße haben. (Abg. Bucher: Das wissen Sie jetzt schon?)
Abg. Strache: Die haben wir ja schon gehabt, die Kürzungen!
Genau dafür steht diese Regierung, die das korrekt und in einer Art und Weise vornimmt, die unter den besten in Europa ist. (Abg. Bucher: Was ist korrekt?) Schauen Sie sich doch die anderen Sparpakete an! Da gibt es Massensteuern, da gibt es Kürzungen im Sozialstaat (Abg. Strache: Die haben wir ja schon gehabt, die Kürzungen!), da gibt es Maßnahmen, die die Konjunktur bremsen. All das haben wir bei diesem Sparpaket nicht, sondern wir sanieren das Budget, bis 2016 einen ausgeglichenen Haushalt, und haben keine Einschnitte, aufgrund derer wir protestierende Menschen auf der Straße haben. (Abg. Bucher: Das wissen Sie jetzt schon?)
Abg. Bucher: Das wissen Sie jetzt schon?
Genau dafür steht diese Regierung, die das korrekt und in einer Art und Weise vornimmt, die unter den besten in Europa ist. (Abg. Bucher: Was ist korrekt?) Schauen Sie sich doch die anderen Sparpakete an! Da gibt es Massensteuern, da gibt es Kürzungen im Sozialstaat (Abg. Strache: Die haben wir ja schon gehabt, die Kürzungen!), da gibt es Maßnahmen, die die Konjunktur bremsen. All das haben wir bei diesem Sparpaket nicht, sondern wir sanieren das Budget, bis 2016 einen ausgeglichenen Haushalt, und haben keine Einschnitte, aufgrund derer wir protestierende Menschen auf der Straße haben. (Abg. Bucher: Das wissen Sie jetzt schon?)
Zwischenruf des Abg. Bucher.
Genau das beweisen wir mit diesem Paket. Und wenn Sie als BZÖ dem nicht zustimmen, beweisen Sie nur eines: Sie sind nicht geeignet, Verantwortung für dieses Land zu tragen! (Zwischenruf des Abg. Bucher.) Denn nicht zuzustimmen und damit das Land zu gefährden, ist ein Beitrag, der Sie von genau dieser Verantwortung ausschließt.
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
In diesem Sinne, meine Damen und Herren, erkennt man auch, was diese Aktion einer Einwendungsdebatte bewirken soll. Wir haben einen Fahrplan – es stimmt, dass sich der Herr Bundespräsident mehr Zeit ausbedungen hat –, der mit der Präsidentschaftskanzlei abgestimmt ist. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Und wir haben die Termine für den Bundesrat festgelegt.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Es ist ein gutes Paket. Es ist richtig, dass wir heute handeln, und es ist ein Beweis dafür, dass wir eine Regierung haben, die auch in Krisenzeiten für das Land etwas tut. – Danke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Zur Aufgeregtheit des Kollegen Bucher: wilde Gesten, laute Argumente und damit der Versuch, eine konstruierte Realität glaubhaft zu machen, zu verkaufen. Und dieser Versuch, Herr Kollege Bucher, ist wieder einmal gescheitert! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Es ist dies kein Notfallpaket wie in Griechenland, sondern ein zeitgerechtes Reformpaket, um zukunftsfit zu sein. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wichtig ist es auch, die Zukunft abzusichern, um die Pensionen nachhaltig finanzierbar zu halten. Wir haben lange Zeit darum gerungen, das faktische Pensionsantrittsalter ein wenig anzuheben, und es gelingt dieses Mal um vier Jahre bis 2020. Ein Jahr länger zu arbeiten beziehungsweise ein Jahr später in Pension zu gehen bedeutet eine Einsparung im Budget von rund 1,4 Milliarden; das ist eine nachhaltige Strukturreform, eine nachhaltige Sanierung und letztlich auch das Gewinnen von Spielraum für dieses nationale Budget. (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf beim BZÖ: Das glaubt ja keiner!
Wenn Kollege Bucher meinte, das sei eine Husch-Pfusch-Aktion, dann stelle ich dem entgegen, es war eine unglaubliche Arbeitsleistung dieser Regierung, eine unglaubliche Verhandlungs- und Arbeitsleistung seitens der Koalition, von den Mitarbeitern der Ministerien bis hin zu den Abgeordneten in diesem Haus. (Ruf beim BZÖ: Das glaubt ja keiner!)
Neuerliche Zwischenrufe beim BZÖ.
Ich darf die Entstehung des Pakets in Erinnerung rufen: Start der intensiven Verhandlungen vor Weihnachten – während einige immer wieder nur darüber reden, dass in den Ferien gearbeitet werden sollte, haben die Verhandlungsteams der Regierung gearbeitet, meine Damen und Herren. Sie haben zu Weihnachten durchgearbeitet. Und das Ziel der Regierung war ehrgeizig, da notwendig, damit das Inkrafttreten mit 1. April möglich wird. (Neuerliche Zwischenrufe beim BZÖ.)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und BZÖ.
Da gab es keine Debatte darüber, zu verlängern, keinen Wunsch, sondern es war ein ganz normaler Ablauf – ja, ich als Budgetausschussobmann habe mich sogar gewundert, dass die Fragen der Opposition relativ moderat und zeitlich eingegrenzt waren, es war alles im besten Einvernehmen. Heute, einige Wochen später, kommt Kollege Bucher plötzlich drauf, dass es zu schnell ginge! Da könnte man ihn fragen, warum er plötzlich knapp vor dem Ziel umdrehen möchte. Warum? – Zeigen Sie Verantwortung, Herr Kollege Bucher! (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und BZÖ.)
Abg. Bucher: Die Einschätzung Griechenlands, Einschätzung Rettungsschirm ...!
Was für viele nicht möglich war, aus seiner Sicht schon überhaupt nicht: Dieses Paket wird halten, meine Damen und Herren, denn die Prognosen der Wirtschaftsforscher, der Berufspessimisten, zeigen wieder einmal nicht die Wahrheit. (Abg. Bucher: Die Einschätzung Griechenlands, Einschätzung Rettungsschirm ...!)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und BZÖ.
ebenfalls einen Zeitungsartikel in die Höhe hält.) Der Konjunkturmotor springt an, wir freuen uns darüber, Lenzing investiert in Oberösterreich heuer 350 Millionen in die Modernisierung der Betriebsstätte, die VAMED, die frühere Voest-Tochter, berichtet über tolle Auftragsbücher, Andritz ebenso. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und BZÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Bucher.
Herr Kollege Bucher, die Wirtschaft läuft, die Politik hat die richtigen Rahmenbedingungen gesetzt. Stimmen Sie diesem Paket zu, es ist die richtige Maßnahme für die Zukunft! (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Bucher.)
Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP. – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.
Abgeordneter Dr. Martin Strutz (FPÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich muss dem Kollegen Auer folgende Frage stellen: In welchem Land leben Sie eigentlich, wenn Sie hier herauskommen und behaupten, die Konjunktur springe an und alles sei eitel Wonne? (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP. – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.)
Beifall bei der FPÖ. – Bundesministerin Dr. Fekter: Keine Ahnung!
Es wird von falschen Zahlen ausgegangen, es wird auf falsche Erwartungen eingegangen, und die Abfuhr, Frau Bundesminister, die Sie sich in der Schweiz, die Sie sich in Deutschland geholt haben, war eine schallende Ohrfeige, war eine Blamage, die sich Österreich in dieser Form nicht verdient hat. (Beifall bei der FPÖ. – Bundesministerin Dr. Fekter: Keine Ahnung!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Es hat schon einen Grund, warum der Herr Bundespräsident vor der Eile gewarnt hat, davor gewarnt hat, dass dieses größte Belastungspaket, das die Österreicherinnen und Österreicher treffen wird, hier im Parlament durchgepeitscht wird. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Natürlich hat die Bundesregierung Interesse daran, dass das schnell geht, dass nicht diskutiert wird, dass man die Maßnahmen nicht in der Tiefe prüfen kann, denn dann würde sich schnell herausstellen, dass erstens die Zahlen, die uns vorgelegt wurden, nicht stimmen, dass die Belastungen viel schlimmer sind, als erwartet, dass das nächste Sparpaket bereits nach wenigen Monaten droht und dass die dramatischen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt doch größer sind, als erwartet.
Bundesministerin Dr. Fekter: Finanzministerin!
Erstens: Sie haben gesagt, Sie rechnen mit einem Steuerabkommen mit der Schweiz. Die Antwort des Schweizer Finanzministers, Frau Bundesminister (Bundesministerin Dr. Fekter: Finanzministerin!), war: Das ist uns nicht einmal halb so wichtig wie das Steuerabkommen mit Deutschland!, und die Verhandlungen dazu mit Deutschland haben noch nicht einmal begonnen.
Beifall bei der FPÖ
Dazugesagt werden muss, dass dieses Steuerabkommen in Wirklichkeit ein Privileg für die Superreichen ist (Beifall bei der FPÖ), denn wer hat denn sein Geld in der Schweiz geparkt? Wer bekommt jetzt einen Nachlass? Wer kann sich von der Strafe des Finanzministeriums freikaufen? – Nicht Herr und Frau Österreicher, die ihr Geld im Bausparbereich investiert haben, nein, es sind die Superreichen, die ihr Geld in der Schweiz haben, die von Ihnen hier gedeckt werden. (Rufe bei der SPÖ: Grasser!)
Rufe bei der SPÖ: Grasser!
Dazugesagt werden muss, dass dieses Steuerabkommen in Wirklichkeit ein Privileg für die Superreichen ist (Beifall bei der FPÖ), denn wer hat denn sein Geld in der Schweiz geparkt? Wer bekommt jetzt einen Nachlass? Wer kann sich von der Strafe des Finanzministeriums freikaufen? – Nicht Herr und Frau Österreicher, die ihr Geld im Bausparbereich investiert haben, nein, es sind die Superreichen, die ihr Geld in der Schweiz haben, die von Ihnen hier gedeckt werden. (Rufe bei der SPÖ: Grasser!)
Beifall bei der FPÖ. – Heiterkeit bei der SPÖ.
Genau! Genau der Grasser wird jetzt geschützt von der Frau Bundesminister, als ehemaliger Parteikollege. (Beifall bei der FPÖ. – Heiterkeit bei der SPÖ.) – Danke für den Zwischenruf!
Beifall bei der FPÖ.
Was ist aus Ihrer Finanztransaktionssteuer, meine Damen und Herren von der SPÖ, geworden? – Der deutsche Finanzminister Schäuble hat es ganz klar formuliert: Dieses Vorhaben ist nicht durchsetzbar. Das heißt, Sie budgetieren in diesem Belastungspaket Einnahmen, die nicht durchsetzbar sind, die nicht realistisch sind. Das heißt, obwohl wir jetzt eigentlich Ostern haben, ist dieses Paket, das Sie dem Hohen Haus heute vorlegen, in Wirklichkeit ein Brief an das Christkind mit Wünschen, die nie in Erfüllung gehen werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir von den Freiheitlichen spielen da nicht mit. Wir wollen und fordern jene Reformen ein, die notwendig sind, ohne die Österreicherinnen und Österreicher zu belasten. Setzen Sie endlich jene Vorschläge um, die Ihnen der Rechnungshof in einer umfassenden Broschüre präsentiert hat, dann werden die Österreicherinnen und Österreicher nicht mit solch groben Maßnahmen zur Kasse gebeten! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kickl.
Abgeordneter Dr. Harald Walser (Grüne): Frau Präsidentin! Geschätzte Mitglieder auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Kollege Strutz, es ist schon sehr mutig, wenn Sie sich hier aufspielen von wegen der Schutz der Superreichen sei gewährleistet durch die jetzige Regierung. Es waren Sie, die gemeinsam mit der ÖVP in der schwarz-blauen Regierung diesem Schutz Vorschub geleistet haben, es waren Sie, die den Finanzminister Grasser zu verantworten und in sein Amt gebracht haben, und es sind Sie, die hauptverantwortlich für die Situation sind, die wir jetzt in Österreich haben. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Rosenkranz: Sind Sie Geschichtsprofessor? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Überall dort, wo Korruption drin ist, steht nämlich auch FPÖ drauf – das ist die Lehre der letzten Monate, die wir zu ziehen haben. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Rosenkranz: Sind Sie Geschichtsprofessor? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
kunftsgerichtet sei, dann wird das wahrscheinlich niemand verstehen können, der Ihnen da zuhört, denn das, was wir heute beschließen, ist nicht zukunftsgerichtet, sondern es ist rückwärtsgewandt, es ist sozial ungerecht, es ist unausgewogen, es stimmt hinten und vorne nicht mit dem überein, was Sie den Menschen versprochen haben. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Jury.
2,5 Milliarden € – das haben wir schon gehört, Experten gehen davon aus, es sind noch mehr – fehlen bereits jetzt, und das bei einem Gesetz, das heute beschlossen wird! Absurder kann es ja wohl nicht sein. Und wenn wir heute die „Presse“ lesen, sehen wir, dass Rainer Nowak das Ganze „ein Potemkinsches Sparpaket“ nennt, und er hat völlig recht damit. Nowak fragt sich: Frechheit oder Unfähigkeit? – Sie können es sich aussuchen, was Ihnen da lieber ist. Ist es eine Frechheit gegenüber der Bevölkerung, was Sie uns hier bieten, oder ist es Unfähigkeit? Ich fürchte, es ist eine Mischung davon. (Zwischenruf des Abg. Jury.)
Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter
Gleichzeitig mit dem, was Sie uns hier liefern, haben Sie beispielsweise beschlossen, Dienstautos um 8 Millionen € anzukaufen. Auf der einen Seite wollen Sie beim Parlament kürzen, 4 bis 5 Millionen heranschaffen (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter), und daneben wollten Sie – Peter Pilz hat es verhindert, Peter Pilz hat Ihnen ein bisschen auf die Finger geklopft – Luxuskarossen anschaffen, mit Massagemöglichkeiten in den Sitzen, 6 Zylindern, die 200 km/h auf der Autobahn fahren, die man in Österreich gar nicht fahren kann. Meine Damen und Herren, soziale Ausgewogenheit schaut anders aus. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.
Gleichzeitig mit dem, was Sie uns hier liefern, haben Sie beispielsweise beschlossen, Dienstautos um 8 Millionen € anzukaufen. Auf der einen Seite wollen Sie beim Parlament kürzen, 4 bis 5 Millionen heranschaffen (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter), und daneben wollten Sie – Peter Pilz hat es verhindert, Peter Pilz hat Ihnen ein bisschen auf die Finger geklopft – Luxuskarossen anschaffen, mit Massagemöglichkeiten in den Sitzen, 6 Zylindern, die 200 km/h auf der Autobahn fahren, die man in Österreich gar nicht fahren kann. Meine Damen und Herren, soziale Ausgewogenheit schaut anders aus. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf bei der ÖVP.
Also: Die Bevölkerung ist bereit, wir sind bereit, gegen vernünftiges Sparen hat niemand etwas, aber es muss sinnvoll sein, es muss sozial ausgewogen sein, dann hätten Sie uns an Ihrer Seite. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Das werden Sie in 29 Jahren noch bringen! – Gegenruf des Abg. Mag. Gaßner.
Was hat anno dazumal Schwarz-Blau dazu beigetragen? (Abg. Scheibner: Das werden Sie in 29 Jahren noch bringen! – Gegenruf des Abg. Mag. Gaßner.) Die Staatseinnahmen sind gesunken, weil zwar die ArbeitnehmerInnen immer mehr Abgaben zu zahlen haben, aber im Gegensatz dazu die Unternehmer und Unternehmerinnen mit Steuergeschenken – anno dazumal noch von Karl-Heinz Grasser mit Senkung der Körperschaftsteuer oder mit Einführung der Gruppenbesteuerung (Zwischenruf bei der ÖVP) – belohnt werden. Daraus alleine – das lassen Sie sich auf der Zunge zergehen – fehlen uns 4,66 Milliarden € an Einnahmen, die wir zusätzlich hereinbringen müssen, und die können nicht über soziale Einsparungen eingehoben werden.
Zwischenruf bei der ÖVP
Was hat anno dazumal Schwarz-Blau dazu beigetragen? (Abg. Scheibner: Das werden Sie in 29 Jahren noch bringen! – Gegenruf des Abg. Mag. Gaßner.) Die Staatseinnahmen sind gesunken, weil zwar die ArbeitnehmerInnen immer mehr Abgaben zu zahlen haben, aber im Gegensatz dazu die Unternehmer und Unternehmerinnen mit Steuergeschenken – anno dazumal noch von Karl-Heinz Grasser mit Senkung der Körperschaftsteuer oder mit Einführung der Gruppenbesteuerung (Zwischenruf bei der ÖVP) – belohnt werden. Daraus alleine – das lassen Sie sich auf der Zunge zergehen – fehlen uns 4,66 Milliarden € an Einnahmen, die wir zusätzlich hereinbringen müssen, und die können nicht über soziale Einsparungen eingehoben werden.
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Aber sie kommt ja nicht!
aktionen bei Aktien und Derivaten. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Aber sie kommt ja nicht!)
Abg. Dr. Strutz: Das stimmt ja nicht!
Dabei ist eine wichtige Maßnahme, ganz einfach sicherzustellen, dass die Verursacher dieser Finanz- und Wirtschaftskrise ihren Beitrag dazu leisten, und ihn zu sichern, denn hochriskante Finanztransaktionen werden damit unattraktiv. (Abg. Dr. Strutz: Das stimmt ja nicht!) Es ist nicht so, dass es innerhalb der EU nicht auch schon die Möglichkeit gibt, denn selbst die EU-Kommission – vielleicht hören Sie mir jetzt genau zu – hat die Finanztransaktionssteuer in ihrem Budgetvoranschlag 2014–2020 festgeschrieben. (Abg. Scheibner: Das ist ja ein Widerspruch, oder?)
Abg. Scheibner: Das ist ja ein Widerspruch, oder?
Dabei ist eine wichtige Maßnahme, ganz einfach sicherzustellen, dass die Verursacher dieser Finanz- und Wirtschaftskrise ihren Beitrag dazu leisten, und ihn zu sichern, denn hochriskante Finanztransaktionen werden damit unattraktiv. (Abg. Dr. Strutz: Das stimmt ja nicht!) Es ist nicht so, dass es innerhalb der EU nicht auch schon die Möglichkeit gibt, denn selbst die EU-Kommission – vielleicht hören Sie mir jetzt genau zu – hat die Finanztransaktionssteuer in ihrem Budgetvoranschlag 2014–2020 festgeschrieben. (Abg. Scheibner: Das ist ja ein Widerspruch, oder?)
Beifall bei der SPÖ.
Der Stabilitätspakt ist dazu da, um für die Zukunft zu erreichen, dass wir Ja zum Schuldenabbau sagen, ohne die Beschäftigten zu gefährden, ohne das Wirtschaftswachstum zu gefährden. Wir müssen diese sichern und das Wirtschaftswachstum unterstützen. Wir brauchen dieses Paket jetzt und nun – und daher werden wir auch dafür stimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Ich auch!
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Meine Damen und Herren! Ich bin schon ein wenig überrascht von den Einwendungen, die da heute kommen. (Abg. Öllinger: Ich auch!) – Sie werden aber nicht überrascht sein, Herr Kollege Öllinger, dass wir den Einwendungen nicht beitreten. Irgendwie ist es schon eigenartig, dass die Opposition das eine Mal sagt, es gehe nichts weiter, es sei alles zu langsam – das übliche Lamento. Jetzt geht wieder alles zu schnell, das Tempo ist zu hoch, man konnte sich nicht in der Tiefe überzeugen, ob das wohl alles sinnvolle Maßnahme sind. (Abg. Scheibner: Das stimmt beides!) Also irgendwie muss sich die vereinigte Opposition einmal überlegen, was sie will. Diese Regierung handelt, diese Regierung versucht, die Staatsfinanzen wieder auf gesunde Beine zu stellen – und darum geht es, meine Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Scheibner: Das stimmt beides!
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Meine Damen und Herren! Ich bin schon ein wenig überrascht von den Einwendungen, die da heute kommen. (Abg. Öllinger: Ich auch!) – Sie werden aber nicht überrascht sein, Herr Kollege Öllinger, dass wir den Einwendungen nicht beitreten. Irgendwie ist es schon eigenartig, dass die Opposition das eine Mal sagt, es gehe nichts weiter, es sei alles zu langsam – das übliche Lamento. Jetzt geht wieder alles zu schnell, das Tempo ist zu hoch, man konnte sich nicht in der Tiefe überzeugen, ob das wohl alles sinnvolle Maßnahme sind. (Abg. Scheibner: Das stimmt beides!) Also irgendwie muss sich die vereinigte Opposition einmal überlegen, was sie will. Diese Regierung handelt, diese Regierung versucht, die Staatsfinanzen wieder auf gesunde Beine zu stellen – und darum geht es, meine Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Meine Damen und Herren! Ich bin schon ein wenig überrascht von den Einwendungen, die da heute kommen. (Abg. Öllinger: Ich auch!) – Sie werden aber nicht überrascht sein, Herr Kollege Öllinger, dass wir den Einwendungen nicht beitreten. Irgendwie ist es schon eigenartig, dass die Opposition das eine Mal sagt, es gehe nichts weiter, es sei alles zu langsam – das übliche Lamento. Jetzt geht wieder alles zu schnell, das Tempo ist zu hoch, man konnte sich nicht in der Tiefe überzeugen, ob das wohl alles sinnvolle Maßnahme sind. (Abg. Scheibner: Das stimmt beides!) Also irgendwie muss sich die vereinigte Opposition einmal überlegen, was sie will. Diese Regierung handelt, diese Regierung versucht, die Staatsfinanzen wieder auf gesunde Beine zu stellen – und darum geht es, meine Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Es geht darum, dass wir wieder ein Stück Zukunft eröffnen. Frau Kollegin Lueger hat soeben gemeint, unter der schwarz-blauen Regierung gab es weniger Staatseinnahmen, und das ist durchaus richtig. Es gab weniger Staatseinnahmen, weil man in dieser Zeit natürlich bemüht war, die Steuer- und Abgabenquote zu senken. (Beifall bei der ÖVP.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.
Ich hoffe, es bleibt ein gemeinsames erklärtes Ziel aller Parteien, dass man die Steuer- und Abgabenquote möglichst gering halten soll, dass man die Belastungen für die österreichische Bevölkerung möglichst gering halten soll. Das muss wohl das erklärte Ziel einer sinnvollen Steuerpolitik sein, meine Damen und Herren! (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Kollege Strutz, ich muss sagen, ich kann diese fast diebische Freude darüber, dass die Verhandlungen mit der Schweiz, um an Geld heranzukommen, das dort liegt, aber so nicht greifbar ist, nicht funktionieren, nicht nachvollziehen. Ich verstehe das nicht. Es muss doch auch so etwas wie einen positiven Patriotismus bei Ihnen geben. Wenn dort Schwarzgeld liegt und die Frau Bundesministerin für Finanzen alles versucht, um auch dort an das notwendige Steuergeld zu kommen, dann ist das doch nachhaltig zu unterstützen und nicht zu kritisieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: 85 Prozent dagegen!
Das Sparpaket ist insgesamt sozial ausgewogen. Wenn Sie sich in der Bevölkerung umhören, werden Sie feststellen, dass der überwiegende Teil der Bevölkerung dieses Sparpaket mitträgt. (Abg. Ing. Westenthaler: 85 Prozent dagegen!) Ich bin überrascht, dass sich das hier im Haus nicht abbildet, dass die Opposition eigentlich unisono sagt: Das hat keinen Sinn, das ist nicht g’scheit, so machen wir das nicht! Die Bevölkerung ist da viel weiter, die Bevölkerung anerkennt, dass man sich sehr bemüht hat, ein sozial ausgewogenes Sparpaket zu schnüren, dass man darauf geachtet hat, dass jeder nach seinen Möglichkeiten zu diesem Sparpaket beitragen soll. Das wird in der Bevölkerung durchaus akzeptiert. (Abg. Dr. Strutz: Mit wem redet ihr?) Die Bevölkerung sieht die Notwendigkeit dieses Sparpakets, um unseren Kindern und Kindeskindern wieder ein Stück Zukunft zu eröffnen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Strutz: Mit wem redet ihr?
Das Sparpaket ist insgesamt sozial ausgewogen. Wenn Sie sich in der Bevölkerung umhören, werden Sie feststellen, dass der überwiegende Teil der Bevölkerung dieses Sparpaket mitträgt. (Abg. Ing. Westenthaler: 85 Prozent dagegen!) Ich bin überrascht, dass sich das hier im Haus nicht abbildet, dass die Opposition eigentlich unisono sagt: Das hat keinen Sinn, das ist nicht g’scheit, so machen wir das nicht! Die Bevölkerung ist da viel weiter, die Bevölkerung anerkennt, dass man sich sehr bemüht hat, ein sozial ausgewogenes Sparpaket zu schnüren, dass man darauf geachtet hat, dass jeder nach seinen Möglichkeiten zu diesem Sparpaket beitragen soll. Das wird in der Bevölkerung durchaus akzeptiert. (Abg. Dr. Strutz: Mit wem redet ihr?) Die Bevölkerung sieht die Notwendigkeit dieses Sparpakets, um unseren Kindern und Kindeskindern wieder ein Stück Zukunft zu eröffnen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das Sparpaket ist insgesamt sozial ausgewogen. Wenn Sie sich in der Bevölkerung umhören, werden Sie feststellen, dass der überwiegende Teil der Bevölkerung dieses Sparpaket mitträgt. (Abg. Ing. Westenthaler: 85 Prozent dagegen!) Ich bin überrascht, dass sich das hier im Haus nicht abbildet, dass die Opposition eigentlich unisono sagt: Das hat keinen Sinn, das ist nicht g’scheit, so machen wir das nicht! Die Bevölkerung ist da viel weiter, die Bevölkerung anerkennt, dass man sich sehr bemüht hat, ein sozial ausgewogenes Sparpaket zu schnüren, dass man darauf geachtet hat, dass jeder nach seinen Möglichkeiten zu diesem Sparpaket beitragen soll. Das wird in der Bevölkerung durchaus akzeptiert. (Abg. Dr. Strutz: Mit wem redet ihr?) Die Bevölkerung sieht die Notwendigkeit dieses Sparpakets, um unseren Kindern und Kindeskindern wieder ein Stück Zukunft zu eröffnen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Auch zum Fahrplan, der jetzt kritisiert wird – es gehe alles viel zu schnell –, ist zu sagen: Der Fahrplan ist einstimmig beschlossen worden, einstimmig, abgestimmt mit der Präsidentschaftskanzlei. Gar nichts geht zu schnell! Ich sage Ihnen, was der eigentliche Punkt ist. Es wurde „genug gezahlt“, Herr Kollege Bucher, haben Sie ja wieder angesteckt. – Ja, es wurde genug ausgegeben, es wurde zu viel ausgegeben, Herr Bucher! Es wurde genug gezaudert, es wurde genug verzögert, jetzt, meine Damen und Herren, geht es darum, dass wir handeln. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben ein Spar- und Reformpaket auf den Weg gebracht, das zum überwiegenden Teil ausgabenseitig zu einer Sanierung des Staatshaushaltes beiträgt. Gut 77 Prozent der gesamten Maßnahmen werden ausgabenseitig gesetzt, und nur 23 Prozent in etwa werden einnahmenseitig gesetzt. Uns wäre lieber gewesen, man hätte das überhaupt ausgabenseitig erledigen können, aber das war nicht möglich. Ich glaube, das Sparpaket ist sozial ausgewogen. Es ist ein Sparpaket, das sicherstellt, dass die Konjunktur nicht abgewürgt wird, und das findet auch international Anerkennung. Ich kann nur sagen, dass die Bundesregierung mit dieser Handlung auf dem richtigen Weg ist und unseren Kindern und Kindeskindern damit ein Stück Zukunft eröffnet. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Harald Vilimsky (FPÖ): Frau Präsidentin! Solch eine Märchengeschichte, wie Herr Amon sie uns jetzt erzählt hat, hat dieses Hohe Haus schon lange nicht mehr gehört. (Beifall bei der FPÖ.) Sie stellen sich hierher und sagen, dass dieses Paket sozial ausgewogen sei!? – Sie hebeln den Vertrauensschutz aus beim Bausparen, bei der Zukunftsvorsorge! Bei den Immobilien ist es so, dass die echten Spekulanten jetzt nicht mehr 50 Prozent Steuer, sondern 25 Prozent Steuer zahlen müssen. Ich weiß nicht, wo Sie den Kontakt mit der Bevölkerung wahren, denn dieses Sparpaket ist alles andere als irgendwie sozial ausgewogen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Harald Vilimsky (FPÖ): Frau Präsidentin! Solch eine Märchengeschichte, wie Herr Amon sie uns jetzt erzählt hat, hat dieses Hohe Haus schon lange nicht mehr gehört. (Beifall bei der FPÖ.) Sie stellen sich hierher und sagen, dass dieses Paket sozial ausgewogen sei!? – Sie hebeln den Vertrauensschutz aus beim Bausparen, bei der Zukunftsvorsorge! Bei den Immobilien ist es so, dass die echten Spekulanten jetzt nicht mehr 50 Prozent Steuer, sondern 25 Prozent Steuer zahlen müssen. Ich weiß nicht, wo Sie den Kontakt mit der Bevölkerung wahren, denn dieses Sparpaket ist alles andere als irgendwie sozial ausgewogen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
an dieser undemokratischen Entwicklung, wie sie sich in Griechenland manifestiert! (Beifall bei der FPÖ.) In der Europäischen Zentralbank etwa sitzen die ehemaligen Goldman-Sachs-Banker Draghi und Monti aus Italien.
Rufe der Abgeordneten Amon und Kopf: Gegen die Einwendung?!
Aber um zurückzukommen auf den Fahrplan, gegen den heute Einwendungen erhoben werden: Natürlich muss man mit aller Vehemenz gegen eine Einwendung sein (Rufe der Abgeordneten Amon und Kopf: Gegen die Einwendung?!), denn so, wie Sie das durchpeitschen, wie Sie das unter Ausschaltung sämtlicher Fristen, worüber sich sogar der Bundespräsident aufregt, durchpeitschen, ist das nicht anständig und parlamentarisch unwürdig. Dazu möchte ich Ihnen einen Satz von Otto Bismarck mit auf den Weg geben: „Je weniger die Leute darüber wissen, wie Würste und Gesetze gemacht werden, desto besser schlafen sie nachts.“ (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Stimmt überhaupt nicht! In die Salami kann man jederzeit reinschauen!)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Stimmt überhaupt nicht! In die Salami kann man jederzeit reinschauen!
Aber um zurückzukommen auf den Fahrplan, gegen den heute Einwendungen erhoben werden: Natürlich muss man mit aller Vehemenz gegen eine Einwendung sein (Rufe der Abgeordneten Amon und Kopf: Gegen die Einwendung?!), denn so, wie Sie das durchpeitschen, wie Sie das unter Ausschaltung sämtlicher Fristen, worüber sich sogar der Bundespräsident aufregt, durchpeitschen, ist das nicht anständig und parlamentarisch unwürdig. Dazu möchte ich Ihnen einen Satz von Otto Bismarck mit auf den Weg geben: „Je weniger die Leute darüber wissen, wie Würste und Gesetze gemacht werden, desto besser schlafen sie nachts.“ (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Stimmt überhaupt nicht! In die Salami kann man jederzeit reinschauen!)
Beifall bei der FPÖ.
Sie sagen: Überall kracht’s. – Mitnichten, es kracht nicht überall! Sie sagen: Das ist alles so grässlich, was diese Entwicklung anlangt, wir müssen gemeinsam eine Rettung herbeiführen. – So ist es nicht! Sie bedienen als Sozialdemokraten, die überall herumlaufen und die Verteilungsgerechtigkeit beschwören, niemanden anderen als die Milliardäre, die hoch lukrative Geschäfte im Bereich der Anleihen machen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Tradition hat, damit es nicht zu einem Aufschrei des Präsidenten kommt, wenn Sie Ihre internationalen Banken-Rettungspakete beschließen, und verlieren Sie nicht aus dem Auge, dass dieses Hohe Haus dringend einer Aufwertung bedarf und nicht einer permanenten Abwertung, wie sie von Ihrer Politik herrührt! – Vielen Dank, meine Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Mag. Judith Schwentner (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Ministerinnen und Minister – schön, dass Sie alle da sind! Her Kollege Amon, ich finde es schon interessant, dass Sie das Schwarzgeld in der Schweiz besteuert wissen wollen. Ich würde meinen, dass das zum einen für jedes Schwarzgeld gelten sollte und dass es zum anderen überhaupt kein Schwarzgeld geben sollte. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Im Allgemeinen muss ich meinen Vorrednern – nicht von den Regierungsparteien – recht geben: Die Abläufe in Bezug auf das Konsolidierungspaket sind mehr als fragwürdig. Nicht nur der Bundespräsident ist zu Recht unzufrieden damit, auch wir sind konfrontiert worden mit 101 Novellen, die wir in 21 Tagen durchpeitschen sollten, mussten, und jetzt stehen wir da mit einem Paket, das nicht das hält, was es verspricht. Besonders interessant ist etwa, dass wir heute eine Finanztransaktionssteuer beschließen beziehungsweise mittragen sollen, die es so nicht geben wird. Wir wissen seit vorgestern, dass der Finanzminister in Deutschland sagt, das werde es so nicht geben. Also wie können wir etwas beschließen – und somit bin ich bei der Märchengeschichte des Kollegen Vilimsky –, wie sollen wir etwas beschließen, das höchstens einem Märchen gleichkommt wie vielleicht „Des Kaisers neue Kleider“? Wie sollen wir Dinge beschließen, die es nicht geben wird? Es geht nicht nur um das Steuerabkommen mit der Schweiz, sondern eben auch um die Finanztransaktionssteuer. Was sollen wir tun? – Das erklären Sie uns bitte einmal im Verlauf des Tages. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das zeigt uns die Steiermark vor, und es ist zu befürchten, dass alle anderen Länder, die künftig gezwungen werden, einzusparen, ähnlich vorgehen werden. Deshalb bitte ich Sie, mir heute noch einmal zu erklären, wo es in diesen von mir erwähnten Punkten soziale Ausgeglichenheit geben wird – von entsprechenden Strukturmaßnahmen überhaupt einmal abgesehen! Es gibt nicht eine Krankenkasse, es gibt nicht eine Pensionsversicherung, es gibt nicht eine Schulverwaltung. Das heißt, Sie sind all das, wo Sie sich bei Ihrer Klientel die Finger verbrennen könnten, nicht angegangen, und das darf nicht sein. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Sie, Herr Kollege Amon, und die ÖVP sagen, das ist normal, das ist ein normaler Gesetzwerdungsprozess. – Das ist ein Skandal, sonst überhaupt nichts, was ihr da über die Bühne zieht! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
So lange machen Sie Selbsthypnose, reden Sie sich etwas ein, bis Sie es selbst glauben, obwohl es fern der Realität ist. Das ist Ihre Politik der Autosuggestion! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Amon hat auch schon dieses Bild angenommen. Er hat sich heute hierher ans Rednerpult gestellt und sich autosuggeriert und aus dem vollen Brustton der Überzeugung hinausgeschallt: Die Menschen stehen hinter diesem Sparpaket! Das hat er gesagt. Die Menschen tragen es mit, ist das Zitat. – Herr Kollege Amon, alle Umfragen der letzten Wochen, egal von welchem Institut, egal von welchem Medium, haben von zwei Dritteln und noch mehr gesprochen, die gegen dieses Sparpaket sind, weil es ungerecht, sozial ungerecht und nicht haltbar und unfair ist! Das sind die Meinungen der Menschen in allen Umfragen. Die Menschen tragen das überhaupt nicht mit, dieses nicht dichte Sparpaket. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Frau Finanzministerin, schreiben Sie künftig Märchenbücher – da dürfen Sie sich etwas wünschen, da dürfen Sie hineinschreiben, was Sie wollen, es muss nicht der Realität entsprechen –, aber schreiben Sie keine Sparpakete und keine Budgets mehr! (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.
Die Frau Finanzminister hat in der „Pressestunde“ – ich zitiere sie – gesagt: Wenn ich die Finanztransaktionssteuer und das Abkommen mit der Schweiz nicht aufgenommen hätte, hätten wir die österreichische Bevölkerung noch mehr belasten müssen. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.) – Das ist das Zitat aus der „Pressestunde“ von der Frau Finanzminister. Also sie gibt zu: Die restlichen Teile des Belastungsbudgets sind Belastungen, und die zwei Teile, die man versucht hat, über andere Ebenen hereinzuholen, sind jetzt im Wesentlichen weggebrochen, und da kommen zukünftige Belastungen auf die österreichische Bevölkerung zu. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Frau Finanzminister hat in der „Pressestunde“ – ich zitiere sie – gesagt: Wenn ich die Finanztransaktionssteuer und das Abkommen mit der Schweiz nicht aufgenommen hätte, hätten wir die österreichische Bevölkerung noch mehr belasten müssen. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.) – Das ist das Zitat aus der „Pressestunde“ von der Frau Finanzminister. Also sie gibt zu: Die restlichen Teile des Belastungsbudgets sind Belastungen, und die zwei Teile, die man versucht hat, über andere Ebenen hereinzuholen, sind jetzt im Wesentlichen weggebrochen, und da kommen zukünftige Belastungen auf die österreichische Bevölkerung zu. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP. – Abg. Mag. Gaßner: Singen, bitte!
Das Ganze erinnert mich irgendwie an ein Lied der Pippi Langstrumpf, die da singt (Zwischenruf bei der ÖVP. – Abg. Mag. Gaßner: Singen, bitte!):
Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.
Das ist die Frau Finanzministerin, die lebt das Motto, genau so wird da salopp agiert. (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie wollen den Super-Reichen in der Schweiz, die ihre Schwarzgeldkonten dorthin gebracht haben, anbieten: Freunde, meldet euch, und dann werden wir schon einen niedrigen Betrag finden, den ihr da quasi zahlt, und wir helfen euch. Aber bei den kleinen Leuten in Österreich – mit den Bausparprämien, mit der Zukunftsvorsorge –, da wird natürlich voll in den Topf hineingegriffen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Dort, wo ohnehin schon wenig herauskommt, wo ohnehin schon wenig Gewinne möglich sind, wo man langfristig mit Bausparprämien arbeiten muss, da greift man voll hinein und nimmt ihnen die Hälfte weg. Das ist Ihr sozialpolitisches Verständnis. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Die Steuersünder, die ihr Geld in die Schweiz gebracht haben, sollen sich von der strafrechtlichen Verfolgung freikaufen können, das ist offenbar die Sozialkompetenz, die Sie leben.
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Werden Sie bereit sein, endlich die EU-Nettobeiträge, wie wir Freiheitlichen das fordern, auf Eis zu legen und einzufrieren? Vielleicht überlegen Sie: Na hallo, da gibt es Haftungspakete, die vielleicht einmal schlagend werden können. 2,3 Milliarden € zahlen wir jährlich nach Brüssel – gehen wir her und frieren diese 2,3 Milliarden € ein, legen wir sie auf ein Konto. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) Falls vielleicht irgendwann einmal die Haftungen des Rettungsschirms schlagend werden, hätten wir dann etwas angespart und müssten in Zukunft nicht noch einmal die Österreicher mit unserem Budget und neuen Steuererhöhungen belasten. – Wäre eine Möglichkeit!
Beifall bei der FPÖ.
Oder das Kyoto-Protokoll: Strafzahlungen in der Höhe von 700 Millionen € jährlich. Ja, absurd! Absurd! Gehen Sie doch her, und machen Sie das, was die Kanadier zu Recht gemacht haben, nämlich zu sagen, steigen wir aus diesem Protokoll aus. Das ist ja ein Unsinn! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Tadler.
Sozialversicherungsträger: Wie viele Jahre diskutieren wir schon und fordern wir Freiheitlichen, die über 20 Sozialversicherungsträger auf einen bis zwei zu reduzieren?! (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Tadler.)
Zwischenruf des Abg. Kopf
Viele, viele Möglichkeiten gäbe es, die der Rechnungshof aufgezeigt hat, wo Sie nicht bereit sind, weil Sie sagen: Pfah, bei unserem rot-schwarzen Verwaltungsspeck, den wir bedienen, da sind wir nicht bereit, anzusetzen. Aber wenn es um die Geldbörsen der Österreicher geht, da sind wir schnell da! 46 Prozent Steuerquote (Zwischenruf des Abg. Kopf), da sind wir im Spitzenfeld Europas, Höchstbelastungsquote! Da sind Sie bereit, jederzeit die Steuerschraube anzuziehen. Das sehen wir im Übrigen auch in Wien unter Rot-Grün: Wenn es um Gebührenerhöhungen geht, da ist man einfallsreich ohne Ende, da wird an der Steuer- und Gebührenerhöhungsschraube gedreht ohne Ende, anstatt dass man endlich einmal bereit ist, im eigenen Bereich – nämlich den rot-schwarzen Verwaltungsspeck – abzubauen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Viele, viele Möglichkeiten gäbe es, die der Rechnungshof aufgezeigt hat, wo Sie nicht bereit sind, weil Sie sagen: Pfah, bei unserem rot-schwarzen Verwaltungsspeck, den wir bedienen, da sind wir nicht bereit, anzusetzen. Aber wenn es um die Geldbörsen der Österreicher geht, da sind wir schnell da! 46 Prozent Steuerquote (Zwischenruf des Abg. Kopf), da sind wir im Spitzenfeld Europas, Höchstbelastungsquote! Da sind Sie bereit, jederzeit die Steuerschraube anzuziehen. Das sehen wir im Übrigen auch in Wien unter Rot-Grün: Wenn es um Gebührenerhöhungen geht, da ist man einfallsreich ohne Ende, da wird an der Steuer- und Gebührenerhöhungsschraube gedreht ohne Ende, anstatt dass man endlich einmal bereit ist, im eigenen Bereich – nämlich den rot-schwarzen Verwaltungsspeck – abzubauen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Da soll in Zukunft ein ESM-Gouverneursrat eingesetzt werden, wo wir in diesem Parlament gar keine Entscheidungsgewalt mehr haben, wo letztlich demokratische Grundrechte ausgeschaltet werden sollen und wir im österreichischen Parlament – ja auch im Europäischen Parlament – gar nicht mehr entscheiden können sollen, wie hoch denn der Rettungsschirm überhaupt noch aufgepoppt wird; bis zu 2 000 Milliarden € soll dann der ESM-Gouverneursrat selbst entscheiden können. Das bedeutet, er entscheidet dann, weil Sie die Entscheidungsgewalt abtreten wollen, ob wir in Zukunft statt mit 21 Milliarden € – traurig genug – mit über 70 Milliarden € an österreichischen Steuergeldern für dieses Fass ohne Boden zu haften haben. Das ist ein Verspielen unserer Zukunft, nämlich mehrerer Generationen, und mehr als unverantwortlich, und da muss man doch irgendwann einmal zur Vernunft kommen und sagen: Halt, so kann es nicht weitergehen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Genau dieses Malheur haben Sie uns eingebrockt, und ich sage, da verstehe ich, wenn die Österreicher in Wirklichkeit die Nase gestrichen voll haben und heute sagen: Das ist nicht mehr feierlich, was Sie aufführen. Sie sollten wirklich rasch beginnen, umzudenken! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Strache.
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Wenn Klubobmann Strache spricht, ist es wie im Zirkus. Da wird mit den Zahlen jongliert, die fliegen in der Gegend herum, da werden noch 20, 30 Prozent aufgeschlagen, damit es möglichst grauslich aussieht. (Zwischenruf des Abg. Strache.)
Abg. Strache: erinnert mich an Pippi Langstrumpf! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Das ist aber gar nicht die Einleitung, die ich machen wollte. Ich finde es beeindruckend, dass Sie jetzt erst Pippi Langstrumpf lesen. (Abg. Strache: erinnert mich an Pippi Langstrumpf! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Normal liest man das im frühen Kindheitsalter, wenn Sie das jetzt attraktiv finden, will ich Sie daran nicht hindern, aber es ist zumindest interessant, dass das für Sie so eine hohe Attraktivität hat und dass Sie sich jetzt gerade in dieses Buch einlesen.
Abg. Bucher: Die hängenden Köpfe sind woanders! Dreh dich einmal um! Dreh dich einmal um!
Aber die Wahrheit ist: Kleinmut tut selten gut – um diesen Satz einmal abzuwandeln. Wenn sich jetzt die Opposition hier herstellt und sagt, der Herr Schäuble sagt, das mit der Finanztransaktionssteuer werde nichts, und dann plötzlich in der Opposition alle hängende Kopfe kriegen und ganz depressiv sagen, wenn der Schäuble sagt, das werde nichts, dann wird es ja wirklich nichts (Abg. Bucher: Die hängenden Köpfe sind woanders! Dreh dich einmal um! Dreh dich einmal um!), wenn Sie dann da herausgehen, die Tränen rollen Ihnen runter – und als Alternative bieten Sie uns eigentlich nichts an, außer, dass vielleicht vor 20 Jahren ... Vielleicht wäre die Alternative gewesen, Sie wären im Jahr 2000 nie in die Regierung gegangen. (Abg. Bucher: Schattenkabinett hinter dir!) Das wäre vielleicht die Alternative gewesen, das können wir auch aufarbeiten.
Abg. Bucher: Schattenkabinett hinter dir!
Aber die Wahrheit ist: Kleinmut tut selten gut – um diesen Satz einmal abzuwandeln. Wenn sich jetzt die Opposition hier herstellt und sagt, der Herr Schäuble sagt, das mit der Finanztransaktionssteuer werde nichts, und dann plötzlich in der Opposition alle hängende Kopfe kriegen und ganz depressiv sagen, wenn der Schäuble sagt, das werde nichts, dann wird es ja wirklich nichts (Abg. Bucher: Die hängenden Köpfe sind woanders! Dreh dich einmal um! Dreh dich einmal um!), wenn Sie dann da herausgehen, die Tränen rollen Ihnen runter – und als Alternative bieten Sie uns eigentlich nichts an, außer, dass vielleicht vor 20 Jahren ... Vielleicht wäre die Alternative gewesen, Sie wären im Jahr 2000 nie in die Regierung gegangen. (Abg. Bucher: Schattenkabinett hinter dir!) Das wäre vielleicht die Alternative gewesen, das können wir auch aufarbeiten.
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Stummvoll.
darum kämpfen, erst recht werden wir das machen! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Stummvoll.)
Heiterkeit des Abg. Bucher.
Wissen Sie, da kommen wir zum zweiten Punkt, bei dem die Opposition auch so plötzlich depressiv wird, sich auf ihren Sitzen einrollt und man sie faktisch kaum mehr ansprechen kann. (Heiterkeit des Abg. Bucher.) Es geht um die Frage: Schwarzgeld und Transferierung unter anderem in die Schweiz. Da muss ich sagen, abgesehen davon, dass auch ich dafür bin ... – Was finden Sie daran eigentlich so lustig, Herr Klubobmann Bucher, wenn ich über Schwarzgeld rede? (Abg. Bucher: Weil Sie träumen da! Sie träumen da! Sind Sie noch nicht aufgewacht ?) Sie müssen einen seltsamen schwarzen Humor haben, wenn ich gerade über Schwarzgeld rede, das sage ich Ihnen schon!
Abg. Bucher: Weil Sie träumen da! Sie träumen da! Sind Sie noch nicht aufgewacht ?
Wissen Sie, da kommen wir zum zweiten Punkt, bei dem die Opposition auch so plötzlich depressiv wird, sich auf ihren Sitzen einrollt und man sie faktisch kaum mehr ansprechen kann. (Heiterkeit des Abg. Bucher.) Es geht um die Frage: Schwarzgeld und Transferierung unter anderem in die Schweiz. Da muss ich sagen, abgesehen davon, dass auch ich dafür bin ... – Was finden Sie daran eigentlich so lustig, Herr Klubobmann Bucher, wenn ich über Schwarzgeld rede? (Abg. Bucher: Weil Sie träumen da! Sie träumen da! Sind Sie noch nicht aufgewacht ?) Sie müssen einen seltsamen schwarzen Humor haben, wenn ich gerade über Schwarzgeld rede, das sage ich Ihnen schon!
Abg. Bucher: Sie haben einen dominanten Einfluss in der EU! Schieder und Fekter einen dominanten Einfluss! Auf euch hört man!
Es ist jedenfalls so, dass es darum geht, dass man natürlich auch die Schlupflöcher bekämpft, aber unter anderem sind Schlupflöcher da, die halt in anderen Ländern angesiedelt sind, und dass man da wahrscheinlich einmal eine über die Grenzen Österreichs hinausreichende europäische Einigung anstreben muss (Abg. Bucher: Sie haben einen dominanten Einfluss in der EU! Schieder und Fekter einen dominanten Einfluss! Auf euch hört man!) – und selbst da besteht noch die Gefahr, dass es umgangen wird.
Zwischenruf des Abg. Bucher.
Das sind Milliarden, Herr Klubobmann Bucher, Milliarden! Sie könnten sich einmal da herstellen und über die Schwarzgeldbekämpfung reden, wo diese selbsternannten Milliardäre in der Gegend herumrennen, weil sie das schwarz erworben und ins Ausland verschoben haben. Und wenn sich herausstellt, dass das momentan die einzige Möglichkeit ist, dass man wenigstens von dem Land, das davon in ungeahntem Ausmaß profitiert, Geld einfordert, dann ist das richtig – wirtschaftlich richtig, sozial richtig und politisch richtig. (Zwischenruf des Abg. Bucher.) Und ich sage Ihnen noch etwas: Nein, wenn es nicht geht, dann von mir aus die Disketten, wenn sie auf dem Markt angeboten werden, kaufen; dann soll man das überlegen, dass man die Namen, die Konten, und so weiter kennt. (Zwischenruf beim BZÖ.)
Zwischenruf beim BZÖ.
Das sind Milliarden, Herr Klubobmann Bucher, Milliarden! Sie könnten sich einmal da herstellen und über die Schwarzgeldbekämpfung reden, wo diese selbsternannten Milliardäre in der Gegend herumrennen, weil sie das schwarz erworben und ins Ausland verschoben haben. Und wenn sich herausstellt, dass das momentan die einzige Möglichkeit ist, dass man wenigstens von dem Land, das davon in ungeahntem Ausmaß profitiert, Geld einfordert, dann ist das richtig – wirtschaftlich richtig, sozial richtig und politisch richtig. (Zwischenruf des Abg. Bucher.) Und ich sage Ihnen noch etwas: Nein, wenn es nicht geht, dann von mir aus die Disketten, wenn sie auf dem Markt angeboten werden, kaufen; dann soll man das überlegen, dass man die Namen, die Konten, und so weiter kennt. (Zwischenruf beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Bucher
Dann stellen Sie sich da her und sagen, das ist chancenlos (Zwischenruf des Abg. Bucher) und wir als Opposition fordern jetzt, dass man offiziell versucht, an diese Disketten heranzukommen, damit man die Leute kennt, die das hinterziehen und damit ins Ausland gehen – und damit auffliegen. (Zwischenruf des Abg. Strache.) Das wäre dann zum Beispiel eine der Möglichkeiten. Aber das ist eine Ungerechtigkeit sondergleichen, dass das in Ländern wie in der Schweiz toleriert wird.
Zwischenruf des Abg. Strache.
Dann stellen Sie sich da her und sagen, das ist chancenlos (Zwischenruf des Abg. Bucher) und wir als Opposition fordern jetzt, dass man offiziell versucht, an diese Disketten heranzukommen, damit man die Leute kennt, die das hinterziehen und damit ins Ausland gehen – und damit auffliegen. (Zwischenruf des Abg. Strache.) Das wäre dann zum Beispiel eine der Möglichkeiten. Aber das ist eine Ungerechtigkeit sondergleichen, dass das in Ländern wie in der Schweiz toleriert wird.
Zwischenrufe der Abgeordneten Ing. Westenthaler und Ursula Haubner.
Oder, ein ganz klassischer Fall: Grasser, immerhin der Finanzminister einer ehemaligen Regierung; Grasser sage ich nur, wo Akten angefordert werden und dort in Liechtenstein sagen sie: Schmeck’s! Die liefern wir nicht aus! (Zwischenrufe der Abgeordneten Ing. Westenthaler und Ursula Haubner.) Warum? – Für die ist Grasser vielleicht nicht einmal so wichtig, vielmehr ist ihnen wichtig, dass man weiter ohne Sorge genüsslich nach Liechtenstein gehen und dort die Schwarzgelder unterbringen kann. (Zwischenruf beim BZÖ.)
Zwischenruf beim BZÖ.
Oder, ein ganz klassischer Fall: Grasser, immerhin der Finanzminister einer ehemaligen Regierung; Grasser sage ich nur, wo Akten angefordert werden und dort in Liechtenstein sagen sie: Schmeck’s! Die liefern wir nicht aus! (Zwischenrufe der Abgeordneten Ing. Westenthaler und Ursula Haubner.) Warum? – Für die ist Grasser vielleicht nicht einmal so wichtig, vielmehr ist ihnen wichtig, dass man weiter ohne Sorge genüsslich nach Liechtenstein gehen und dort die Schwarzgelder unterbringen kann. (Zwischenruf beim BZÖ.)
Abg. Strache: Die Gewerkschaftsstiftungen in Liechtenstein, oder was? Was hat die Gewerkschaft zu verbergen?
Es gilt die Unschuldsvermutung, sage ich gleich dazu, aber bei aller Unschuldsvermutung muss ich sagen, das ist ein ganz seltsames Bild, wenn ausgerechnet ein ehemaliger Finanzminister auch noch von solchen Möglichkeiten und Gelegenheiten Gebrauch macht. (Abg. Strache: Die Gewerkschaftsstiftungen in Liechtenstein, oder was? Was hat die Gewerkschaft zu verbergen?) Und da soll es dann mehr Vertrauen in die Politik geben?! Na super ist dieses Bild. (Abg. Ing. Westenthaler: Steht das im Sparpaket drinnen?! Schauen Sie einmal auf die Tagesordnung!)
Abg. Ing. Westenthaler: Steht das im Sparpaket drinnen?! Schauen Sie einmal auf die Tagesordnung!
Es gilt die Unschuldsvermutung, sage ich gleich dazu, aber bei aller Unschuldsvermutung muss ich sagen, das ist ein ganz seltsames Bild, wenn ausgerechnet ein ehemaliger Finanzminister auch noch von solchen Möglichkeiten und Gelegenheiten Gebrauch macht. (Abg. Strache: Die Gewerkschaftsstiftungen in Liechtenstein, oder was? Was hat die Gewerkschaft zu verbergen?) Und da soll es dann mehr Vertrauen in die Politik geben?! Na super ist dieses Bild. (Abg. Ing. Westenthaler: Steht das im Sparpaket drinnen?! Schauen Sie einmal auf die Tagesordnung!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Deswegen kürzen Sie beim Bausparen! Das ist die Gerechtigkeit!
Das sollte man beachten, wenn wir hier herinnen diskutieren. Und wir diskutieren ja unter anderem auch im Interesse Österreichs und der Bevölkerung, die hier lebt, und aller, die hier fleißig arbeiten, und aller, die hier auch wirklich ihren Beitrag leisten, damit dieser Sozial- und Gesundheitsstaat und die Pensionen finanzierbar sind. All die wollen Gerechtigkeit. Und da haben sie recht, wenn sie das wollen, und da gehören wir zu denjenigen, wir Sozialdemokraten, die dafür kämpfen, dass es hier diese Gerechtigkeit gibt, auch bei jeder Art von Budget, auch wenn es einmal ein Stabilitätsbudget sein muss, damit wir aus diesem Defizitverfahren herauskommen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Deswegen kürzen Sie beim Bausparen! Das ist die Gerechtigkeit!)
Abg. Ing. Westenthaler: Was ist jetzt mit der Bausparförderung? Fünf Millionen sind davon betroffen!
Kommen Sie einmal heraus und schildern Sie, was gut ist an dem Stabilitätspaket! Sie haben jetzt drei, vier Punkte kritisiert, die anderen haben Sie nicht angesprochen, also nehme ich an, Sie finden alles andere, was drinnen ist, gut. Das wäre einmal ein neuer Zugang der Opposition, wenn sie einmal das nationale Interesse in den Mittelpunkt stellen würde und nicht ihr kurzsichtiges parteipolitisches Interesse. (Abg. Ing. Westenthaler: Was ist jetzt mit der Bausparförderung? Fünf Millionen sind davon betroffen!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Das werden Sie mit Lohnnebenkostenerhöhungen nicht erreichen! Da sind Sie auf dem falschen Dampfer!
Wir haben, sowohl was die Loipersdorf-Beschlüsse als auch was das Stabilitätspaket betrifft, versucht, auf Einnahmenseite mit entsprechenden Maßnahmen auf eine soziale Gerechtigkeit zu achten, Maßnahmen, die zugleich auch wirtschaftlich sinnvoll und wirksam sind. Denn was heute kein einziger Redner der Opposition angesprochen hat, kein Einziger, war die Frage Wachstum, Beschäftigung, Sicherung der Arbeitsplätze, Sicherung der Finanzierungsgrundlagen von Pensionen, Gesundheitssystem, des gesamten Sozialsystems. Das haben sie alle nicht erwähnt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Das werden Sie mit Lohnnebenkostenerhöhungen nicht erreichen! Da sind Sie auf dem falschen Dampfer!) Das ist Ihnen anscheinend gleichgültig, das ist Ihnen in Ihrem Redebeitrag keinen einzigen Satz wert.
Abg. Bucher: Das habt ihr eh auch gemacht!
Damit unterscheidet sich Österreich maßgeblich von den anderen Ländern in der Eurozone, wo es Kürzungen, Reduktionen, Einsparungen gibt. Da reden wir dann ganz anders, wenn jemals so etwas bei uns zur Debatte stünde. (Abg. Bucher: Das habt ihr eh auch gemacht!) Das gibt es in den anderen Ländern in der Eurozone, in vielen, vielen dieser Länder, ja selbst auch in den Ländern, die wirtschaftlich durchaus sehr plausible und gute Daten haben. Das muss man sehen, und diese Verantwortung, die man hier gegenüber der Bevölkerung hat, nehmen wir wahr. Wir sind Regierungsfraktion, wir nehmen sie wahr.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Scheibner: Wir fahren eh mit! Auf nach Brüssel!
Aber es muss keine Automatik geben, dass die Opposition verantwortungslos argumentiert, das muss es nicht geben. Woran wir hier immer wieder appellieren, ist, anhand von konkreten Beispielen sich da zusammenzufinden und gemeinsam für Österreich zu arbeiten! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Scheibner: Wir fahren eh mit! Auf nach Brüssel!)
Rufe: Cap! Cap!
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig-Piesczek (Grüne): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Der Herr Klubobmann Kopf kämpft immer. (Rufe: Cap! Cap!) – Ja, schon wieder die Verwechslung. Fängt schon wieder so an. (Heiterkeit.) – Der Herr Klubobmann Cap kämpft immer. Ich frage mich nur, was die letzten zwei Wochen tatsächlich bei den Budgetberatungen im Parlament passiert ist. Es ist ein sehr, sehr niedriger Anspruch von der Regierung in einem Sparpaket umgesetzt worden, von dem man schon vor Beschluss sagt, ein Drittel davon ist heiße Luft. Eine der Grundsatzkritiken war, dass die soziale Ausgewogenheit hinten und vorne nicht passt, dass es ein extrem ungerechtes Sparpaket ist.
Heiterkeit.
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig-Piesczek (Grüne): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Der Herr Klubobmann Kopf kämpft immer. (Rufe: Cap! Cap!) – Ja, schon wieder die Verwechslung. Fängt schon wieder so an. (Heiterkeit.) – Der Herr Klubobmann Cap kämpft immer. Ich frage mich nur, was die letzten zwei Wochen tatsächlich bei den Budgetberatungen im Parlament passiert ist. Es ist ein sehr, sehr niedriger Anspruch von der Regierung in einem Sparpaket umgesetzt worden, von dem man schon vor Beschluss sagt, ein Drittel davon ist heiße Luft. Eine der Grundsatzkritiken war, dass die soziale Ausgewogenheit hinten und vorne nicht passt, dass es ein extrem ungerechtes Sparpaket ist.
Beifall bei den Grünen.
jekt für begraben. Es gibt politisch und ökonomisch keinen Grund dafür. Der Widerstand Großbritanniens, Schwedens und der Niederlande ist bekannt. Das hat innenpolitische Gründe. Und ich würde Ihnen empfehlen, dass Sie als Regierung wirklich kämpfen, den Telefonhörer in die Hand nehmen, vor allem die ÖVP, und bei Ihrer Schwesterpartei in Deutschland anrufen und fragen, ob das noch in Ordnung ist. Seit 22 Gipfeln nickt diese Bundesregierung die Vorschläge von der Kanzlerin Merkel eins zu eins immer ab, ohne irgendetwas Vernünftiges im Gegenzug dafür zu fordern. Und das finde ich einfach unfair. Hier geht es um große Summen Geld und um große Hoffnungen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Und da ist vor allem die ÖVP gefordert. Für CDU und CSU war eine Finanztransaktionssteuer immer etwas Unanständiges. Aber dieses Projekt darf nicht scheitern! Bemühen Sie sich, und kämpfen Sie dort, wo zu kämpfen ist, nicht im österreichischen Parlament! Setzen Sie sich wirklich mit Ihren Schwesterparteien – das sind alles konservative Parteien in Europa, die das Projekt torpedieren – auseinander, und schauen Sie, dass Sie dort einen Konsens für dieses Projekt zusammenbringen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Und solange Sie das nicht schaffen, sollten Sie zumindest so ehrlich sein, den Österreicherinnen und Österreichern zu sagen, wo Sie das Geld sonst hernehmen wollen. Und wenn Sie nicht bereit sind, das den Vermögenden, den Reichen und den Stiftungen in Österreich wegzunehmen, dann werden Sie es den mittleren und den kleinen Einkommen wegnehmen. Das ist die Wahrheit. Stehen Sie dazu, oder machen Sie es anders! Wir wollen es anders. Wir wollen diesen Plan B am Tisch haben, wir wollen, dass genau dieses Loch, das sich jetzt mit dem Fehlen der Finanztransaktionssteuer auftut, wenn sie nicht gleich kommt, gefüllt wird mit Beiträgen der Reichen und Super-Reichen in Österreich. Das erwarten wir von Ihnen als ÖVP, dass Sie dazu stehen und sagen, woher Sie dieses Geld nehmen wollen. Nicht von den kleinen, nicht von den mittleren Einkommen und vor allem nicht von der arbeitenden Bevölkerung, sondern von den Vermögenden – das wäre ein vernünftiger Beitrag zur Budgetsanierung. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Problem Fairness. Das nächste Problem, das dieses Sparpaket hat, ist das Schweizer Abkommen. Da lässt sich Österreich von Liechtenstein und von der Schweiz de facto auf der Nase herumtanzen. Hier geht es um Steuerkriminelle. Hier geht es um Steuerflüchtlinge. Die Schätzungen gehen da relativ weit auseinander: 10 Milliarden, 20, 30, bis zu 40 Milliarden € sollen dort an österreichischem steuerhinterzogenem Geld liegen. Vielleicht sind ein paar Prozent dabei, die sauber sind, aber der Großteil davon sind Steuerkriminelle. Und ich halte von diesem Vorgehen überhaupt nichts, diese zu amnestieren, sich schnell eine Milliarde Geld zu holen, anstatt sich ernsthaft auf europäischer Ebene zu bemühen, einen automatischen Datenaustausch über diese Steuersünder endlich zu ermöglichen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wissen Sie, was die Wahrheit ist? Wissen Sie, warum das ein Problem ist, warum die Europäische Union hier nicht mit voller Kraft vorgehen kann? Weil nämlich Österreich und Luxemburg hier bremsen. Die österreichische Finanzministerin bremst genau bei diesem konsequenten Vorgehen, internationale Steueroasen auszutrocknen. Bankgeheimnis an der falschen Stelle. Das finde ich extrem unfair, und das gehört abgeschafft und beendet. (Beifall bei den Grünen.)
Bundesministerin Dr. Fekter: Reformpaket!
Das ist genauso wie beim Budget: Im Herbst wurde es beschlossen, da war alles eitel Wonne, die Finanzministerin war stolz. Kein Handlungsbedarf, hat es geheißen – und dann kam das größte Sparpaket der Zweiten Republik. Und es wird weitergehen! (Bundesministerin Dr. Fekter: Reformpaket!) – „Reformpaket“ ist leider Gottes ein schlechter Scherz, Frau Finanzministerin! Das ist wirklich ein Scherz!
Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Sie haben wieder nicht zugehört! – Abg. Dr. Graf: Wenn man keine Strafe zahlt, schafft man nicht den Klimaschutz ab!
Herr Klubobmann Strache, eines muss ich Ihnen schon sagen: Das Klimaschutzversagen der österreichischen Bundesregierung dadurch zu lösen, dass man den Klimaschutz abschafft, das kann doch keine Lösung sein! Damit vernichten Sie österreichische Arbeitsplätze! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Sie haben wieder nicht zugehört! – Abg. Dr. Graf: Wenn man keine Strafe zahlt, schafft man nicht den Klimaschutz ab!) Das ist gelinde gesagt ein wirklicher Blödsinn, ein wirklicher Blödsinn: aus dem Kyoto-Vertrag auszutreten, anstatt die Arbeitsplätze, die damit verbunden sind, die Chancen zu nutzen. Das kann ich nicht nachvollziehen. Das ist so ein typischer FPÖ-Vorschlag, wo man sich fragt: Wo ist da das Hirn geblieben? Entschuldigung! Wir brauchen grüne Arbeitsplätze, die brauchen wir! (Beifall bei den Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Strache.)
Beifall bei den Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Strache.
Herr Klubobmann Strache, eines muss ich Ihnen schon sagen: Das Klimaschutzversagen der österreichischen Bundesregierung dadurch zu lösen, dass man den Klimaschutz abschafft, das kann doch keine Lösung sein! Damit vernichten Sie österreichische Arbeitsplätze! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Sie haben wieder nicht zugehört! – Abg. Dr. Graf: Wenn man keine Strafe zahlt, schafft man nicht den Klimaschutz ab!) Das ist gelinde gesagt ein wirklicher Blödsinn, ein wirklicher Blödsinn: aus dem Kyoto-Vertrag auszutreten, anstatt die Arbeitsplätze, die damit verbunden sind, die Chancen zu nutzen. Das kann ich nicht nachvollziehen. Das ist so ein typischer FPÖ-Vorschlag, wo man sich fragt: Wo ist da das Hirn geblieben? Entschuldigung! Wir brauchen grüne Arbeitsplätze, die brauchen wir! (Beifall bei den Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Strache.)
Abg. Krainer: Aber das ist doch passiert!
nämlich Strukturen in dem Sinn zu verändern, dass diejenigen im Ostgeschäft nicht einfach weitermachen können wie bisher, dass man hier wirklich Reformen angeht und da einmal ein bisschen strenger hinschaut – Stichwort: Bankenaufsicht, europäische wie österreichische. Das sind die Themen, über die wir reden sollten. (Abg. Krainer: Aber das ist doch passiert!)
Beifall bei den Grünen.
Das Sparpaket ist bereits von Standard & Poor’s mit einberechnet worden. Also tun Sie nicht so, als würden wir hier einen Beitrag dafür leisten, dass Österreich sein Triple A zurückgewinnt. Das ist auch gelinde gesagt ein Blödsinn. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wir hätten eine Chance gehabt, Österreich fairer, gerechter, zukunftsfitter zu machen und vor allem für wichtige Zukunftsfragen – und da sind mir persönlich die Bildung und der Klimaschutz am allerallerwichtigsten – tatsächlich Geld zu lukrieren, in die Hand zu nehmen, wenn vor allem die ÖVP – und das ist meine abschließende Kritik an Ihnen – in diesem ganzen Prozess diese vollkommen absurde Schutzpolitik für Super-Reiche in Österreich aufgegeben hätte. Ich sage es Ihnen noch einmal: Sie haben zehn Kinder, eines davon hat 33 Wurstsemmeln, alle anderen haben nur eine. Was würde das eine Kind machen? Es gibt natürlich den anderen die Wurstsemmeln ab, denn man braucht nicht 33 Wurstsemmeln. Ich glaube, das ist ein Beispiel, das die ÖVP versteht. Oder? (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich bedanke mich bei der Bundesregierung dafür, dass sie mit diesem energischen Eintreten für die Stabilität bereits eines bewirkt hat: dass wir trotz Verlusts des Triple A bei einer Ratingagentur das Vertrauen der Investoren in die Zukunft unseres Landes wiedergewonnen haben. Denn eines ist schon interessant: Seit wir bei einer Ratingagentur das Triple A verloren haben, bei einer von dreien, zahlen wir die geringsten Zinsen seit den letzten Jahren, nämlich 2,8 Prozent. Das heißt, wir haben mit diesen Stabilitätspaketen das Vertrauen jener Menschen wiedergewonnen, die in die Zukunft des Landes investieren und die Vertrauen haben in die Politik und in die Wirtschaft dieses Landes. Danke vielmals für diesen Beitrag! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Was ist mit dem Bausparen, Herr Kollege?
Bei diesem Paket von 98 Gesetzesänderungen, von hunderten Maßnahmen ist mir völlig klar, dass nicht jeder von uns mit allen Einzelheiten zufrieden ist. Gar keine Frage! (Abg. Scheibner: Was ist mit dem Bausparen, Herr Kollege?) Aber es ist ganz beachtlich, dass zwei Parteien mit zum Teil derartig unterschiedlichen ordnungspolitischen, gesellschaftspolitischen, wirtschaftspolitischen Grundpositionen ein so ausgewogenes Paket zustande gebracht haben: keine Massensteuern, keine Schädigung des Wirtschaftsstandortes, Offensivmaßnahmen für Wachstum und Beschäftigung.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine Damen und Herren, das ist wirklich eine gewaltige politische Leistung, und die lassen wir uns nicht schlechtreden! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Buchner – auf die Regierungsbank weisend –: So schaut die Freude aus! – Abg. Strache: Schauen Sie sich die „freudigen“ Gesichter auf der Regierungsbank an!
Politik soll doch Freude machen, ist Zukunftsgestaltung! Für Sie ist Politik Miesmacherei. (Abg. Buchner – auf die Regierungsbank weisend –: So schaut die Freude aus! – Abg. Strache: Schauen Sie sich die „freudigen“ Gesichter auf der Regierungsbank an!) Für Sie ist Politik Lust an der Schwarzmalerei, Lust am Pessimismus, Lust am Scheitern. Das ist Ihre Einstellung zur Politik! Das ist die falsche Einstellung! Politik soll Mut machen! Politik soll nicht miesmachen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.
Politik soll doch Freude machen, ist Zukunftsgestaltung! Für Sie ist Politik Miesmacherei. (Abg. Buchner – auf die Regierungsbank weisend –: So schaut die Freude aus! – Abg. Strache: Schauen Sie sich die „freudigen“ Gesichter auf der Regierungsbank an!) Für Sie ist Politik Lust an der Schwarzmalerei, Lust am Pessimismus, Lust am Scheitern. Das ist Ihre Einstellung zur Politik! Das ist die falsche Einstellung! Politik soll Mut machen! Politik soll nicht miesmachen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.)
Abg. Strache: Wo der Kollege Stummvoll von Beginn an mit dabei war!
Wenn ich mir diese zwei Pakete hier anschaue, dann sage ich ganz offen: Es sind sehr, sehr viele wichtige Maßnahmen darin enthalten! Aber das Allerwichtigste ist für mich der geistige Bewusstseinsänderungsprozess, der damit stattfindet, nämlich weg von einem jahrelangen Märchen, der Staat könne ständig mehr ausgeben, als er einnimmt. Dieses Märchen haben viele Politiker in ganz Europa geträumt. (Abg. Strache: Wo der Kollege Stummvoll von Beginn an mit dabei war!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Verhaltener Applaus!
Die dramatische Staatsschuldenkrise hat diesen Bewusstseinsänderungsprozess bewirkt, meine Damen und Herren. Und gar keine Frage, ich bedanke mich hier ausdrücklich auch bei unserem Koalitionspartner. Da gab es ja viele Politiker und Mandatare, die jahrelang Anhänger des Deficit Spending waren. Aber jetzt sehen wir, wir haben eine gemeinsame Haltung, wir nehmen energisch den Kampf für die Stabilität, für die Zukunft unseres Landes auf, wir stellen das Land wieder auf gesunde Beine, meine Damen und Herren. Und da gebührt auch dem Koalitionspartner meine Achtung. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Verhaltener Applaus!)
Abg. Strache: Hochmut kommt vor dem Fall!
Herr Kollege Strache, das ist schon wichtig! Sie kennen ja den Grundsatz der Demokratie: Du kannst hundert Mal überzeugt sein, dass deine Meinung die richtige ist, wenn du keine Mehrheit hast, hilft dir das nichts! – Sie erleben das leidvoll jeden Tag, Herr Kollege Strache. Und das gilt auch innerhalb der Koalition. (Abg. Strache: Hochmut kommt vor dem Fall!)
Abg. Ing. Westenthaler: Was ist mit der Bausparprämie?
Warum mir das so wichtig ist, meine Damen und Herren: weil ich einer jener bin, mit vielen Freunden in der Volkspartei, die seit Jahren sagen, es gibt nichts Familienfeindlicheres als hohe Staatsschulden, denn das heißt, wir transferieren unsere Schulden auf unsere Kinder und Enkelkinder. Das wird jetzt beendet. Es kann nichts Unsozialeres geben als hohe Staatsschulden, denn Staatsschulden bedeuten Umverteilung von unten nach oben. Der kleine Steuerzahler finanziert mit seinen Steuern die Zinsen für jene, die auf den Finanzmärkten die Anleihen zeichnen. Eine klassische Umverteilung von unten nach oben. (Abg. Ing. Westenthaler: Was ist mit der Bausparprämie?)
Abg. Ing. Westenthaler: Was hätten Sie nicht gemacht?
Herr Kollege Westenthaler! Ich habe vorhin gesagt, es wird keiner hier sein, der zu 100 Prozent mit allen hunderten Maßnahmen zufrieden ist. Ich gebe gerne zu, ich hätte das nicht gemacht. (Abg. Ing. Westenthaler: Was hätten Sie nicht gemacht?) Aber mir geht es so wie jedem Staatsbürger: Jeder Staatsbürger muss auch jene Gesetze einhalten, die ihm nicht gefallen. Und ich gebe gerne zu, ich habe darum gekämpft, ich bin in der Minderheit geblieben, und ich muss es respektieren, dass ich in der Minderheit geblieben bin. Gar keine Frage! Es gibt hier ein Bündel von Maßnahmen, zu denen stehe ich voll, auch wenn mir eine Detailmaßnahme vielleicht nicht so gefällt, wie sie anderen gefällt.
Abg. Strache: Das wird im Bermudadreieck versenkt!
Meine Damen und Herren, noch etwas, was ich an diesem Paket ganz beachtlich finde: Es ist hier gelungen, wirtschaftspolitisch ein strategisches Dreieck zu fixieren – ein Dreieck, bestehend erstens aus Strukturreformen, zweitens aus Initiativen für Wachstum und Beschäftigung, also Offensivmaßnahmen, und drittens auch notwendigerweise aus dem Schließen von Steuerlücken. (Abg. Strache: Das wird im Bermudadreieck versenkt!) Das gebe ich gerne zu. Aber das signalisiert auch die Ausgewogenheit dieses Dreiecks: einerseits Strukturreformen, andererseits Wachstumsimpulse für Beschäftigung und drittens das Schließen von Steuerlücken.
Abg. Strache: 52-jährige Nationalbankpensionisten! Was sagt man denen?
Dass das, meine Damen und Herren, nicht alles auf Knopfdruck geht, Herr Kollege Strache, wissen Sie ja auch. Nehmen wir die Frage Pensionen her! Es wäre ein Federstrich des Gesetzgebers, das gesetzliche Pensionsantrittsalter zu erhöhen, aber das ist nicht unser Problem. Unser Problem ist das faktische. Und das faktische Pensionsalter können Sie nicht so einfach erhöhen wie das gesetzliche. Da braucht es umfassende Strategien, da nehme ich auch die Sozialpartner mit hinein. Denn was sage ich jenem 55-Jährigen, der sagt: Ich bin gekündigt worden, weil der Chef gesagt hat, der 30-Jährige ist 30 Prozent billiger und er bringt die gleiche Leistung!? (Abg. Strache: 52-jährige Nationalbankpensionisten! Was sagt man denen?) – Da sind auch die Sozialpartner gefordert, die Lebenseinkommenskurve an die Lebensleistungskurve in vielen Kollektivverträgen anzugleichen.
Abg. Strache: Und dann rechnen Sie die Einnahmen fix ins Budget ein!
Wir haben das vor sechs Jahren beschlossen. Wir haben gesehen, welch mühsamer Prozess das war. (Abg. Strache: Und dann rechnen Sie die Einnahmen fix ins Budget ein!) – Und es waren natürlich auch leere Kilometer, Herr Kollege. Wir haben gesehen, wie mühsam es war, das auf europäischer Ebene einmal zum Gesprächsthema zu machen. Natürlich sind wir noch nicht dort, wo wir sein wollen (Abg. Bucher: Nicht einkalkuliert!), aber während Sie nur miesmachen, Pessimismus ausstrahlen und Schwarzmalerei betreiben, setzen wir uns auf europäischer Ebene ein.
Abg. Bucher: Nicht einkalkuliert!
Wir haben das vor sechs Jahren beschlossen. Wir haben gesehen, welch mühsamer Prozess das war. (Abg. Strache: Und dann rechnen Sie die Einnahmen fix ins Budget ein!) – Und es waren natürlich auch leere Kilometer, Herr Kollege. Wir haben gesehen, wie mühsam es war, das auf europäischer Ebene einmal zum Gesprächsthema zu machen. Natürlich sind wir noch nicht dort, wo wir sein wollen (Abg. Bucher: Nicht einkalkuliert!), aber während Sie nur miesmachen, Pessimismus ausstrahlen und Schwarzmalerei betreiben, setzen wir uns auf europäischer Ebene ein.
Abg. Strache: Das kann man nicht fix ins Budget einrechnen! Das ist absurd! Erst wenn es durchgesetzt ist!
Und ich sage Ihnen voraus (Abg. Strache: Das kann man nicht fix ins Budget einrechnen! Das ist absurd! Erst wenn es durchgesetzt ist!) – Herr Kollege Strache! Die Mikrofone sind immer stärker. Glauben Sie mir das! – Ich sage Ihnen voraus, es wird
Abg. Bucher: Ja, Trennung!
Das Zweite ist, dass die Staatsschuldenkrise einen Druck dahin gehend ausüben wird, dass wir hier Einnahmen aus dem Finanzsektor bekommen. Wir wollen ja jene erfassen – da stimme ich mit Cap überein –, die zum Beispiel High Frequency-Geschäfte machen, die auf Knopfdruck Milliarden bewegen. Die haben alle mit der Realwirtschaft nichts mehr zu tun. Ich nehme da wirklich jene Banken in Schutz, die traditionelle Bankgeschäfte machen, die die Wirtschaft finanzieren. Das wollen wir haben, das ist die Voraussetzung für Wachstum und Beschäftigung. (Abg. Bucher: Ja, Trennung!) Aber ich will die ganzen internationalen Spekulationsgeschäfte mit einer Steuer in die Schranken weisen. Das wird uns auf europäischer Ebene gelingen, auch wenn nicht in jener Form, wie sie jetzt auf dem Tisch liegt. (Abg. Strache: Wenn Sie keine haben, können Sie es im Budget nicht berücksichtigen! Das ist absurd!)
Abg. Strache: Wenn Sie keine haben, können Sie es im Budget nicht berücksichtigen! Das ist absurd!
Das Zweite ist, dass die Staatsschuldenkrise einen Druck dahin gehend ausüben wird, dass wir hier Einnahmen aus dem Finanzsektor bekommen. Wir wollen ja jene erfassen – da stimme ich mit Cap überein –, die zum Beispiel High Frequency-Geschäfte machen, die auf Knopfdruck Milliarden bewegen. Die haben alle mit der Realwirtschaft nichts mehr zu tun. Ich nehme da wirklich jene Banken in Schutz, die traditionelle Bankgeschäfte machen, die die Wirtschaft finanzieren. Das wollen wir haben, das ist die Voraussetzung für Wachstum und Beschäftigung. (Abg. Bucher: Ja, Trennung!) Aber ich will die ganzen internationalen Spekulationsgeschäfte mit einer Steuer in die Schranken weisen. Das wird uns auf europäischer Ebene gelingen, auch wenn nicht in jener Form, wie sie jetzt auf dem Tisch liegt. (Abg. Strache: Wenn Sie keine haben, können Sie es im Budget nicht berücksichtigen! Das ist absurd!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir werden erfolgreich sein! Sie können mich beim Wort nehmen. Wir werden in absehbarer Zeit eine Finanzsteuer auf europäischer Ebene haben. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Abgeordneter Josef Bucher (BZÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wenn der Herr Kollege Stummvoll von Lust und Freude spricht, die die Politik vermitteln soll, dann muss ich mich wirklich fragen: Wie weit ist die ÖVP schon gesunken, wenn Sie Lust und Freude bei einer derartigen Schröpfungsaktion verspüren, die Sie derzeit in Österreich vornehmen, meine lieben Herrschaften von der ÖVP? Das ist doch beispiellos! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.
Ich glaube, der Bundesregierung geht es anders. Ich bitte, einmal den Fokus auf die Gesichter hinter mir zu richten, auf die Regierungsmitglieder, denn solche betretenen Gesichter hat man ja selten gesehen. Da weiß man schon, dass das, was heute hier in dieser Husch-Pfuschaktion beschlossen werden soll, nicht halten kann und nicht halten wird. Und alle Experten gehen ja davon aus, dass diese Maßnahmen, diese 98 „Luftballons“ – man hat ja wahrscheinlich bewusst nicht 99 gewählt, weil es in Abwandlung davon ein Lied gibt – platzen werden. (Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.)
Beifall beim BZÖ.
Und einige sind ja schon geplatzt. Noch bevor Sie die Beschlussfassung hier herinnen vorgenommen haben, sind zwei Punkte obsolet. Das muss man sich einmal vorstellen! Daher ist es ja kein Wunder, dass Sie hier hinter mir so betreten dreinschauen, weil Sie nämlich genau wissen, dass das, was Sie da vornehmen, nicht in Ordnung ist und eine Mogelpackung darstellt. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: So ist es!
Herr Kollege Stummvoll, wenn ich die Zeitung richtig zitiere, dann haben Sie gesagt, Sie hätten die Bausparprämie nie angegriffen. Erinnern wir uns! Die Bausparprämie war ein Konjunktur-Turbo, aber ihr steigt jetzt damit auf die Bremse. (Abg. Ing. Westenthaler: So ist es!) Vollgas ist jetzt angesagt im Vorfeld einer Wirtschaftskrise, meine
Beifall beim BZÖ.
lieben Herrschaften von der Wirtschaftspartei ÖVP! Mit Vollgas müsste jetzt eigentlich gefahren werden, anstatt auf die Bremse zu steigen. Lasst euch das endlich einmal gesagt sein! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ
Euer eigener Vertreter in der Wirtschaftskammer spricht davon: 10 000 Jobs in der Baubranche sind gefährdet! – Überlegt das doch! (Der Redner hält einen Zeitungsartikel in die Höhe.) Das sind eure Vertreter, die da in der Wirtschaftskammer ihr Unwesen treiben, die Zwangsmitgliedsbeiträge einheben und dann die Bundesregierung kritisieren. Ihr macht herinnen bezahlterweise genau das Gegenteil. Und das ist ja der Wahnsinn, der hier betrieben wird (Beifall beim BZÖ): einmal als Wirtschaftskämmerer zu kassieren, hier herinnen wieder zu kassieren, und beide Male eine andere Ansicht zu vertreten! – Das muss man sich einmal vorstellen! Das ist ja unerhört! (Abg. Wöginger: Warum schreist du so? Beruhige dich einmal!)
Abg. Wöginger: Warum schreist du so? Beruhige dich einmal!
Euer eigener Vertreter in der Wirtschaftskammer spricht davon: 10 000 Jobs in der Baubranche sind gefährdet! – Überlegt das doch! (Der Redner hält einen Zeitungsartikel in die Höhe.) Das sind eure Vertreter, die da in der Wirtschaftskammer ihr Unwesen treiben, die Zwangsmitgliedsbeiträge einheben und dann die Bundesregierung kritisieren. Ihr macht herinnen bezahlterweise genau das Gegenteil. Und das ist ja der Wahnsinn, der hier betrieben wird (Beifall beim BZÖ): einmal als Wirtschaftskämmerer zu kassieren, hier herinnen wieder zu kassieren, und beide Male eine andere Ansicht zu vertreten! – Das muss man sich einmal vorstellen! Das ist ja unerhört! (Abg. Wöginger: Warum schreist du so? Beruhige dich einmal!)
Abg. Mag. Schickhofer: Auch wenn sie es berichten, ist es nicht richtig!
Das alles ist in den Zeitungen nachzulesen. Das kommt ja nicht allein von der Opposition. (Abg. Mag. Schickhofer: Auch wenn sie es berichten, ist es nicht richtig!) Das sind die richtigen Einschätzungen von Experten: „Das geschrumpfte Paket“ – heute in den Zeitungen nachzulesen.
Abg. Ing. Westenthaler: Mit DJ BoBo!
Mit wem sprechen Sie, Frau Finanzministerin, wenn nicht mit den Schweizern?! – Reden Sie mit Namibia? Mit wem reden Sie? Sie reden offensichtlich nicht mit den Schweizern und verhandeln auch nicht mit denen. (Abg. Ing. Westenthaler: Mit DJ BoBo!) Und das ist ja der Punkt, den wir kritisieren: Sie sind höchstgradig unseriös in Ihrem Vorgehen, höchstgradig unseriös, indem Sie uns völlig falsch informieren hier im Hohen Haus und auch die Öffentlichkeit belügen, Frau Finanzministerin! – Lassen Sie sich das auch einmal gesagt sein! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Mit wem sprechen Sie, Frau Finanzministerin, wenn nicht mit den Schweizern?! – Reden Sie mit Namibia? Mit wem reden Sie? Sie reden offensichtlich nicht mit den Schweizern und verhandeln auch nicht mit denen. (Abg. Ing. Westenthaler: Mit DJ BoBo!) Und das ist ja der Punkt, den wir kritisieren: Sie sind höchstgradig unseriös in Ihrem Vorgehen, höchstgradig unseriös, indem Sie uns völlig falsch informieren hier im Hohen Haus und auch die Öffentlichkeit belügen, Frau Finanzministerin! – Lassen Sie sich das auch einmal gesagt sein! (Beifall beim BZÖ.)
demonstrativer Beifall beim BZÖ
Und wer glaubt denn, bitte, in Österreich, dass der überaus geschätzte große Einfluss eines Herrn Staatssekretärs Schieder (demonstrativer Beifall beim BZÖ) oder einer
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Frau Fekter in Brüssel dieses Ziel erreichen wird?! Wer glaubt denn bitte daran?! – Das ist ja eine katastrophale Selbstüberschätzung, meine sehr geehrten Damen und Herren – und das auf dem Rücken der österreichischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger! – Das glaubt Ihnen niemand! (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
In Summe ist das eine Mogelpackung! Jede Sandburg ist ja ein Ausfluss an Stabilität gegenüber dem, was Sie hier gezimmert haben, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.) Und wir sprechen heute von dauerhaften Reformen, die angegangen werden müssen.
Beifall beim BZÖ.
Über diese sollte jetzt nachgedacht werden! Da möchte ich einen Wettbewerb an Ideen und Vorschlägen sehen – aber nicht einen Wettstreit von Rot und Schwarz, welche Steuern erhöht und welche neuen Steuern eingeführt werden sollen! Das wäre der beste Beitrag für die Absicherung des Wirtschaftsstandortes Österreich. Das würde die Arbeitsplätze sichern, neue Arbeitsplätze schaffen und den Wohlstand ausbauen. Das wäre eine geordnete Investition. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Lassen Sie sich einmal eines gesagt sein: Wir brauchen in Österreich längst neue Strukturen! Sie lassen sich ständig von Herrn Häupl und von Herrn Pröll sagen, was Sie zu tun haben. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Sie sind ja nichts anderes als ein Schattenkabinett dieser beiden Landesfürsten, meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir brauchen in Österreich eine Föderalismusreform, geordnete Strukturen, ein völliges Überdenken all dieser strukturellen Situationen und Maßnahmen für all das, was wir in Österreich schon längst einmal reformieren müssen.
Anhaltender Beifall beim BZÖ.
Da wäre jetzt der richtige Zeitpunkt dafür! Man soll nicht über neue Steuern und Steuererhöhungen nachdenken. Sie schröpfen damit ausschließlich den leistungsorientierten Mittelstand. Der wird jetzt zur Kassa gebeten. Der wird jetzt dafür bluten müssen, dass Sie die völlig falschen Entscheidungen auf europäischer Ebene getroffen haben. (Anhaltender Beifall beim BZÖ.)
Abg. Strache: Weil Geld geflutet wird von der EZB! Deshalb!
Bundeskanzler Werner Faymann: Sehr verehrte Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Mitglieder der Bundesregierung! Sehr verehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Wenn man sich die Frage stellt, warum derzeit für österreichische Staatsanleihen ein Zinsniveau von 2,8 Prozent existiert, also eine Bewertung, die nahezu am Tiefstand ist – 2,6 war einmal der Tiefstand vor etwa einem Jahr –, und wenn wir wissen, dass wir bei Staatsanleihen früher für die Verzinsung (Abg. Strache: Weil Geld geflutet wird von der EZB! Deshalb!) 4, 5 und 6 Prozent einstellen mussten, dann muss ich sagen: Dass Staatsanleihen in einer Zeit gekauft werden, in der Staatsanleihen sehr viel an Vertrauen in Europa verloren haben, bedeutet, dass Österreich als stabil eingeschätzt wird, sonst wären die Zinsen nicht so niedrig! Das fehlt in Ihrer Debatte. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: Die Geldflutung der EZB!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: Die Geldflutung der EZB!
Bundeskanzler Werner Faymann: Sehr verehrte Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Mitglieder der Bundesregierung! Sehr verehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Wenn man sich die Frage stellt, warum derzeit für österreichische Staatsanleihen ein Zinsniveau von 2,8 Prozent existiert, also eine Bewertung, die nahezu am Tiefstand ist – 2,6 war einmal der Tiefstand vor etwa einem Jahr –, und wenn wir wissen, dass wir bei Staatsanleihen früher für die Verzinsung (Abg. Strache: Weil Geld geflutet wird von der EZB! Deshalb!) 4, 5 und 6 Prozent einstellen mussten, dann muss ich sagen: Dass Staatsanleihen in einer Zeit gekauft werden, in der Staatsanleihen sehr viel an Vertrauen in Europa verloren haben, bedeutet, dass Österreich als stabil eingeschätzt wird, sonst wären die Zinsen nicht so niedrig! Das fehlt in Ihrer Debatte. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: Die Geldflutung der EZB!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn ich mir etwa die Beschäftigungszahlen ansehe, dann muss ich sagen: Es ist keine Rede von all den instabilen Verhältnissen und was da alles falsch und schrecklich gemacht wird! Da gehören wir zu den Musterländern in Europa: hohe Beschäftigungsquote, geringe Arbeitslosigkeit, geringe Jugendarbeitslosigkeit. Das kann doch nicht von ungefähr kommen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Wenn Sie uns jetzt nicht auch noch bei den nächsten Runden erklären, das sei das Verdienst der Reden, Herr Strache, Ihrer Reden, wenn Sie uns das nicht auch noch weismachen wollen, dann sagen wir doch, wessen Verdienst das ist! – Es ist das Verdienst der fleißigen Unternehmen in unserem Lande, der fleißigen Arbeitnehmer und der politischen Rahmenbedingungen. Da tragen Sie zur Stabilität wenig bei! Aber die Österreicher tragen viel dazu bei, und ihnen ist einmal auch dafür zu danken. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Bei den Privilegien der Nationalbank tun Sie nichts!
Da stört andere, dass wir bei den einnahmenseitigen Maßnahmen noch Reserven mit gerechten Maßnahmen hätten, die zu mehr Verteilungsgerechtigkeit beitragen würden. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Bei den Privilegien der Nationalbank tun Sie nichts!)
Abg. Kickl: Was tun Sie ..?
Und da gibt es eine Reihe von emotionalen, sachlichen, ideologischen, politischen, wirtschaftlichen richtigen Vorschlägen. (Abg. Kickl: Was tun Sie ..?) Aber machen wir doch einen Vergleich! Stellen wir uns einmal die Frage: Wie gehen denn unsere Partner, andere Länder in der Europäischen Union mit diesem gewaltigen Volumen um, das in den jeweiligen Ländern – in manchen noch viel mehr als in Österreich – erbracht werden muss, um überhaupt die Finanzen stabil zu halten?
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Und trotzdem sind Lebensmittel bei uns immer noch teurer! – Abg. Ing. Westenthaler: Mineralölsteuer!
Da gibt es 14 von 27 EU-Staaten, die sich in den letzten zwei Jahren dazu entschieden haben, die Mehrwertsteuer und die Mehrwertsteuer auf Lebensmittel zu erhöhen. – Wir machen das bewusst nicht, weil das die Falschen treffen würde, weil das die Ärmeren treffen würde, weil das die Familien und die Haushalte treffen würde. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Und trotzdem sind Lebensmittel bei uns immer noch teurer! – Abg. Ing. Westenthaler: Mineralölsteuer!)
Abg. Strache: Trotzdem sind bei uns Lebensmittel teurer als in den anderen Ländern!
Wir unterscheiden uns von jenen, die reale Kürzungen bei den kleinsten Pension vornehmen, und wir unterscheiden uns von jenen, die einfach eingreifen und dadurch die Armut erhöhen oder die Jugendarbeitslosigkeit erhöhen. (Abg. Strache: Trotzdem sind bei uns Lebensmittel teurer als in den anderen Ländern!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Wieso haften wir dafür?
Wenn in Europa in den letzten beiden Jahren die Jugendarbeitslosigkeit von 4 auf 5,5 Millionen angestiegen ist und wir gleichzeitig in Österreich die geringste Jugendarbeitslosigkeit haben, dann zeigt das, dass wir uns von jenen unterscheiden, die diese Krise mit Sozialabbau beantwortet haben. – Das ist gut, das ist sozial ausgewogen, das ist richtig! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Wieso haften wir dafür?)
Abg. Ing. Westenthaler: Die liegen ja regelmäßig daneben!
Nun gibt es zur Frage, wie sich die Konjunktur weiterentwickeln wird, unterschiedliche Prognosen. Wir hatten natürlich zum damaligen Zeitpunkt eine Prognose des Wifo zugrunde zu legen, von der man auch nicht hundertprozentig sagen kann, dass sie in den nächsten fünf Jahren so eintreffen wird. (Abg. Ing. Westenthaler: Die liegen ja regelmäßig daneben!)
Abg. Ing. Westenthaler: Aber die Budgethoheit ist schon noch im Land, oder?
Herr Westenthaler, Sie haben gesagt, wir geben auf, im eigenen Land die Entscheidungen zu treffen. – Ja, Herr Westenthaler, erstens sind wir schon länger in der Europäischen Union, wo wir auch gemeinsame Entscheidungen treffen (Abg. Ing. Westenthaler: Aber die Budgethoheit ist schon noch im Land, oder?), und zweitens (Abg. Ing. Westenthaler: Aber die Budgethoheit haben wir bis jetzt gehabt!), jeder dritte Arbeitsplatz hat indirekt mit dem Export zu tun. Also geben wir zu, dass wir eben im Land alleine zum Beispiel über den Export nicht entscheiden können, sondern dass wir ein stabiles Europa brauchen und dass wir stabile Entwicklungen in der europäischen Politik brauchen! Engagieren wir uns daher, und tun wir nicht so, als könnten wir alles
Abg. Ing. Westenthaler: Aber die Budgethoheit haben wir bis jetzt gehabt!
Herr Westenthaler, Sie haben gesagt, wir geben auf, im eigenen Land die Entscheidungen zu treffen. – Ja, Herr Westenthaler, erstens sind wir schon länger in der Europäischen Union, wo wir auch gemeinsame Entscheidungen treffen (Abg. Ing. Westenthaler: Aber die Budgethoheit ist schon noch im Land, oder?), und zweitens (Abg. Ing. Westenthaler: Aber die Budgethoheit haben wir bis jetzt gehabt!), jeder dritte Arbeitsplatz hat indirekt mit dem Export zu tun. Also geben wir zu, dass wir eben im Land alleine zum Beispiel über den Export nicht entscheiden können, sondern dass wir ein stabiles Europa brauchen und dass wir stabile Entwicklungen in der europäischen Politik brauchen! Engagieren wir uns daher, und tun wir nicht so, als könnten wir alles
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
innerhalb unserer Grenzen bestimmen! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Daher gibt es tatsächlich eine Reihe von Unsicherheiten, schon alleine durch die Wirtschaftsprognosen, die zugrunde liegen und die – wie Sie selbst sagen – in der Vergangenheit auch öfter revidiert wurden. Wir hoffen natürlich, dass die Anzeichen, die es gibt – ich könnte Ihnen hier die Oesterreichische Nationalbank und den Konjunkturindikator sagen, ich könnte Ihnen auch über die aktuellen Diskussionen beim Wifo-Konjunkturtest da jetzt einiges verlesen und sagen –, stimmen, aber es ist noch kein Grund, Entwarnung zu geben, nein. Es werden sich auch die Prognosen jetzt in den nächsten paar Wochen nicht radikal verändern, aber es ist doch eine Tatsache, dass sich in Europa die Situation bei den Staatsanleihen stabilisiert hat, dass in Europa wieder ein gewisses Selbstvertrauen und Vertrauen auch in der Kaufkraft vorhanden ist, und das lässt doch auch zu Recht darauf hoffen, dass mit der Kraft Österreichs wieder der Export angekurbelt werden kann und das Wirtschaftswachstum in den nächsten Jahren wieder gesteigert werden kann. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Also es geht nicht darum, dass wir jetzt alles schlechtreden, was da an Löchern und Schwierigkeiten entstehen kann. Es kann durch unsere Investitionen und durch eine gute, gemeinsame europäische Politik mit Investitionen in Beschäftigung, in Wirtschaftswachstum auch besser werden. Und das wäre die beste Form der Wirtschaftspolitik: Wenn die Wirtschaft floriert, es gerecht zugeht, ordentlich verteilt wird, und es den Leuten gut geht, weil sie Beschäftigung haben! Dann geht es auch uns besser, dann werden auch unsere Einnahmen steigen, und dann werden wir sogar noch bessere Möglichkeiten vorfinden. Und das ist das Ziel! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Spekulanten?!
Und während sich andere für den Abbau des Sozialstaates entschieden haben, haben wir uns entschieden, auch auf die Erhöhung der Bankenabgabe, auf die Immobiliensteuer, auf die Solidarabgabe zu setzen. (Abg. Scheibner: Spekulanten?!) Das ist auch ein Beitrag für Gerechtigkeit in einem Land, wo wir zu Recht daran gemessen werden, ob wir dieses Ziel, die Finanztransaktionssteuer, auch auf europäischer Ebene mit vollem Einsatz verfolgen.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Machen wir uns daher nicht klein, vertrauen wir darauf, dass Österreich stark ist, und setzen wir uns auch für diese Finanztransaktionssteuer weiter gemeinsam ein! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Vilimsky: Die Bausparprämie zum Beispiel belastet ...!
Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten Vizekanzler Dr. Michael Spindelegger: Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Sehr geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Meine sehr geehrten Damen und Herren des Hohen Hauses! Das Konsolidierungspaket, das heute zur Abstimmung kommt, hat eine Handschrift, und die heißt: Wir lernen aus dem, was unsere Republik, unsere nächsten Generationen belastet. (Abg. Vilimsky: Die Bausparprämie zum Beispiel belastet ...!) Das sind die Schulden. 74 Prozent Staatsverschuldung sind genug! Wir müssen daher mit den Schulden herunter. (Abg. Strache: Die ausgelagerten Bereiche !) Das war die Motivation und das ist die Motivation für ein engagiertes Paket, das heute im Hohen Haus zur Beschlussfassung aufliegt. Und ich stehe dazu: Wir müssen das ernst nehmen! Nächste Generationen haben das Recht darauf, dass wir ihnen Chancen vererben und nicht Schulden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Stefan: ... höhere Sozialversicherungsbeiträge, damit ...hohe Pensionen zahlen!)
Abg. Strache: Die ausgelagerten Bereiche !
Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten Vizekanzler Dr. Michael Spindelegger: Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Sehr geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Meine sehr geehrten Damen und Herren des Hohen Hauses! Das Konsolidierungspaket, das heute zur Abstimmung kommt, hat eine Handschrift, und die heißt: Wir lernen aus dem, was unsere Republik, unsere nächsten Generationen belastet. (Abg. Vilimsky: Die Bausparprämie zum Beispiel belastet ...!) Das sind die Schulden. 74 Prozent Staatsverschuldung sind genug! Wir müssen daher mit den Schulden herunter. (Abg. Strache: Die ausgelagerten Bereiche !) Das war die Motivation und das ist die Motivation für ein engagiertes Paket, das heute im Hohen Haus zur Beschlussfassung aufliegt. Und ich stehe dazu: Wir müssen das ernst nehmen! Nächste Generationen haben das Recht darauf, dass wir ihnen Chancen vererben und nicht Schulden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Stefan: ... höhere Sozialversicherungsbeiträge, damit ...hohe Pensionen zahlen!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Stefan: ... höhere Sozialversicherungsbeiträge, damit ...hohe Pensionen zahlen!
Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten Vizekanzler Dr. Michael Spindelegger: Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Sehr geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Meine sehr geehrten Damen und Herren des Hohen Hauses! Das Konsolidierungspaket, das heute zur Abstimmung kommt, hat eine Handschrift, und die heißt: Wir lernen aus dem, was unsere Republik, unsere nächsten Generationen belastet. (Abg. Vilimsky: Die Bausparprämie zum Beispiel belastet ...!) Das sind die Schulden. 74 Prozent Staatsverschuldung sind genug! Wir müssen daher mit den Schulden herunter. (Abg. Strache: Die ausgelagerten Bereiche !) Das war die Motivation und das ist die Motivation für ein engagiertes Paket, das heute im Hohen Haus zur Beschlussfassung aufliegt. Und ich stehe dazu: Wir müssen das ernst nehmen! Nächste Generationen haben das Recht darauf, dass wir ihnen Chancen vererben und nicht Schulden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Stefan: ... höhere Sozialversicherungsbeiträge, damit ...hohe Pensionen zahlen!)
Abg. Bucher: Das ist ja unmöglich! – Abg. Strache: Wirklich absurd!
Meine Damen und Herren, wir – der Herr Bundeskanzler und ich – haben mit der Bundesregierung am Beginn des Dezembers gesagt, dass wir eine Schuldenbremse haben wollen. Wir haben innerhalb von zehn Wochen ein Paket ausverhandelt, das fünf Jahre umfasst, das 98 Gesetze umfasst, das uns diese Zukunft ermöglicht, mit einer Prognose, dass wir 2016 wieder ein ausgeglichenes Budget haben, dass wir mit der Staatsverschuldung herunterkommen auf 70 Prozent und die Prognose bis 2020 aufrecht ist, dass wir wieder Maastricht-konform auf 60 Prozent Staatsverschuldung herunterkommen. (Abg. Bucher: Das ist ja unmöglich! – Abg. Strache: Wirklich absurd!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Das ist eine Märchenstunde!
Das ist es, was diese Bundesregierung geleistet hat: innerhalb kurzer Zeit aus einer Ankündigung Gesetzestexte zu machen und sie heute dem Hohen Haus zur Beschlussfassung vorzulegen. Das ist ein gewaltiges Programm, meine Damen und Herren, und ich glaube, da brauchen wir auch unser Licht nicht unter den Scheffel zu stellen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Das ist eine Märchenstunde!)
Abg. Strache: Ich hab’ die Frau Fekter damit verglichen – falls Sie nicht aufgepasst haben –, ihr Verhalten!
Wenn ich mich nach der ersten Rednerrunde mit dem auseinandersetze, was uns die Oppositionsparteien gesagt haben: Ja, da gibt es auch vieles darauf zu antworten. Lassen Sie mich nur einige Schlaglichter hervorheben: Wenn der FPÖ-Obmann und -Klubobmann Strache heute die Pippi Langstrumpf zitiert, zeigt das, dass er ein kindliches Gemüt hat und dass die Märchen in seiner Politik offensichtlich eine besondere Rolle spielen. (Abg. Strache: Ich hab’ die Frau Fekter damit verglichen – falls Sie nicht aufgepasst haben –, ihr Verhalten!)
Abg. Grosz: Das hat die Pippi Langstrumpf nicht verdient!
Aber, meine Damen und Herren, die Frau Finanzministerin mit der Pippi Langstrumpf zu vergleichen (Abg. Grosz: Das hat die Pippi Langstrumpf nicht verdient!), das weise ich zurück. Wir haben eine Finanzministerin, die hervorragende Arbeit leistet, die dieses Steuerzahlergeld hervorragend verwaltet (Beifall bei der ÖVP), und darauf bestehe ich, meine Damen und Herren! – Diese Märchenstunden, die können Sie jemandem anderen erzählen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Ing. Westenthaler.)
Beifall bei der ÖVP
Aber, meine Damen und Herren, die Frau Finanzministerin mit der Pippi Langstrumpf zu vergleichen (Abg. Grosz: Das hat die Pippi Langstrumpf nicht verdient!), das weise ich zurück. Wir haben eine Finanzministerin, die hervorragende Arbeit leistet, die dieses Steuerzahlergeld hervorragend verwaltet (Beifall bei der ÖVP), und darauf bestehe ich, meine Damen und Herren! – Diese Märchenstunden, die können Sie jemandem anderen erzählen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Ing. Westenthaler.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Ing. Westenthaler.
Aber, meine Damen und Herren, die Frau Finanzministerin mit der Pippi Langstrumpf zu vergleichen (Abg. Grosz: Das hat die Pippi Langstrumpf nicht verdient!), das weise ich zurück. Wir haben eine Finanzministerin, die hervorragende Arbeit leistet, die dieses Steuerzahlergeld hervorragend verwaltet (Beifall bei der ÖVP), und darauf bestehe ich, meine Damen und Herren! – Diese Märchenstunden, die können Sie jemandem anderen erzählen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Ing. Westenthaler.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Deswegen die Immobiliensteuer jetzt! – Ein Widerspruch jagt den anderen! – Abg. Kickl: ÖVP im freien Fall!
Die Frau Klubobfrau der Grünen hat, ja, vielleicht einiges zur Diskussion beigetragen, das man auch ernst nehmen muss. Ja, ich bemühe mich auch, dass wir bei der Finanztransaktionssteuer Partner in ganz Europa finden, und ich werde natürlich auch mit den Parteien, die uns nahestehen, ein Gespräch darüber führen. Aber Ihren ideologischen Ansatz, den Sie heute wieder vorbringen, nämlich das Eigentum der Österreicherinnen und Österreicher stärker zu belasten, dazu sage ich ein klares Nein. Da habe ich eine völlig andere Auffassung als Sie, und dabei bleibe ich: Hände weg vom Eigentum der Österreicherinnen und Österreicher! Das bleibt mein Programm. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Deswegen die Immobiliensteuer jetzt! – Ein Widerspruch jagt den anderen! – Abg. Kickl: ÖVP im freien Fall!)
Abg. Strache: Aber bei der Nationalbank leider nicht!
Meine Damen und Herren, das Konsolidierungspaket umfasst sechs Punkte, die sehr wohl inhaltliche Reformen für dieses Land vorgeben. Frühpensionen, so wie wir sie heute haben, sind Geschichte. (Abg. Strache: Aber bei der Nationalbank leider nicht!)
Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Wie schaut das beim „Landeshauptjäger“ aus?
Die Gesundheit wird nach einem Benchmark-System gemeinsam mit den Bundesländern in eine Richtung geführt, wo wir auch mit den Kostensteigerungen auf ein erträgliches Maß herunterkommen. (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Wie schaut das beim „Landeshauptjäger“ aus?) Wir werden bei den Förderungen völlig neue Wege gehen. Wir haben Verwaltungsreformprojekte aufgesetzt. Nach vielen Jahren gibt es hier konkrete Ergebnisse. Wir haben im öffentlichen Dienst Reformen angesetzt und, und, und. Das sind gewaltige Vorhaben (Ruf bei der FPÖ: Der Platter auf der Jagd!), Reformvorhaben für Österreich, die sich durchaus sehen lassen können. Da können Sie herumkritisieren, was Sie wollen. Das ist gute Arbeit, die hier geleistet wurde. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Schickhofer.)
Ruf bei der FPÖ: Der Platter auf der Jagd!
Die Gesundheit wird nach einem Benchmark-System gemeinsam mit den Bundesländern in eine Richtung geführt, wo wir auch mit den Kostensteigerungen auf ein erträgliches Maß herunterkommen. (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Wie schaut das beim „Landeshauptjäger“ aus?) Wir werden bei den Förderungen völlig neue Wege gehen. Wir haben Verwaltungsreformprojekte aufgesetzt. Nach vielen Jahren gibt es hier konkrete Ergebnisse. Wir haben im öffentlichen Dienst Reformen angesetzt und, und, und. Das sind gewaltige Vorhaben (Ruf bei der FPÖ: Der Platter auf der Jagd!), Reformvorhaben für Österreich, die sich durchaus sehen lassen können. Da können Sie herumkritisieren, was Sie wollen. Das ist gute Arbeit, die hier geleistet wurde. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Schickhofer.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Schickhofer.
Die Gesundheit wird nach einem Benchmark-System gemeinsam mit den Bundesländern in eine Richtung geführt, wo wir auch mit den Kostensteigerungen auf ein erträgliches Maß herunterkommen. (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Wie schaut das beim „Landeshauptjäger“ aus?) Wir werden bei den Förderungen völlig neue Wege gehen. Wir haben Verwaltungsreformprojekte aufgesetzt. Nach vielen Jahren gibt es hier konkrete Ergebnisse. Wir haben im öffentlichen Dienst Reformen angesetzt und, und, und. Das sind gewaltige Vorhaben (Ruf bei der FPÖ: Der Platter auf der Jagd!), Reformvorhaben für Österreich, die sich durchaus sehen lassen können. Da können Sie herumkritisieren, was Sie wollen. Das ist gute Arbeit, die hier geleistet wurde. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Schickhofer.)
Abg. Strache: Widewidewitt!
Ja, wenn wir die Finanztransaktionssteuer – oder möge sie anders heißen – eben über verstärkte Zusammenarbeit zusammenbringen: tausend Rosen! Jawohl, wir werden dafür kämpfen und wir haben auch einen Plan dafür, meine Damen und Herren. Maria Fekter wird schon dieses Wochenende (Abg. Strache: Widewidewitt!) im Kreise der Finanzminister der Europäischen Union diese Fragen erörtern, wie wir da vorangehen können. (Abg. Strache: „Ich mach’ mir die Welt, wie sie mir gefällt“, Herr Vizekanzler!)
Abg. Strache: „Ich mach’ mir die Welt, wie sie mir gefällt“, Herr Vizekanzler!
Ja, wenn wir die Finanztransaktionssteuer – oder möge sie anders heißen – eben über verstärkte Zusammenarbeit zusammenbringen: tausend Rosen! Jawohl, wir werden dafür kämpfen und wir haben auch einen Plan dafür, meine Damen und Herren. Maria Fekter wird schon dieses Wochenende (Abg. Strache: Widewidewitt!) im Kreise der Finanzminister der Europäischen Union diese Fragen erörtern, wie wir da vorangehen können. (Abg. Strache: „Ich mach’ mir die Welt, wie sie mir gefällt“, Herr Vizekanzler!)
Ruf bei der FPÖ: Ihr bester Verbündeter!
Ich werde mich nach Ostern wieder mit der Kommission zusammensetzen. Die Kommission ist unser bester Verbündeter. (Ruf bei der FPÖ: Ihr bester Verbündeter!) Sie will eine Finanztransaktionssteuer. Der Bundeskanzler wird beim Europäischen Rat die Fragen der Finanztransaktionssteuer so wie bei den vergangenen Ratstagungen vehement vertreten. Das ist unser Plan – und der ist besser als alles andere, was ich von Ihnen vonseiten der Opposition gehört habe. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich werde mich nach Ostern wieder mit der Kommission zusammensetzen. Die Kommission ist unser bester Verbündeter. (Ruf bei der FPÖ: Ihr bester Verbündeter!) Sie will eine Finanztransaktionssteuer. Der Bundeskanzler wird beim Europäischen Rat die Fragen der Finanztransaktionssteuer so wie bei den vergangenen Ratstagungen vehement vertreten. Das ist unser Plan – und der ist besser als alles andere, was ich von Ihnen vonseiten der Opposition gehört habe. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Vergessen Sie bitte das mit Walt Disney nicht, mit den Gebrüdern Grimm!
Meine Damen und Herren, und im Übrigen kann ich Ihnen eines nicht ersparen (Abg. Ing. Westenthaler: Vergessen Sie bitte das mit Walt Disney nicht, mit den Gebrüdern Grimm!): Sie nehmen sich nicht einmal selber ernst. Alle fünf Parteien dieses Nationalrats haben – und ich zitiere – die Bundesregierung und insbesondere den Finanzminister aufgefordert, „in einem ersten Schritt eine verbindliche Einführung einer allgemeinen Finanztransaktionssteuer auf EU-Ebene“ durchzusetzen. (Abg. Strache: Ja, eh! Aber sie ist nicht in Sicht – aber im Budget wird sie eingerechnet! Das ist ja absurd! Sie ist nicht in Sicht, aber ins Budget eingerechnet! – Völlig absurd!)
Abg. Strache: Ja, eh! Aber sie ist nicht in Sicht – aber im Budget wird sie eingerechnet! Das ist ja absurd! Sie ist nicht in Sicht, aber ins Budget eingerechnet! – Völlig absurd!
Meine Damen und Herren, und im Übrigen kann ich Ihnen eines nicht ersparen (Abg. Ing. Westenthaler: Vergessen Sie bitte das mit Walt Disney nicht, mit den Gebrüdern Grimm!): Sie nehmen sich nicht einmal selber ernst. Alle fünf Parteien dieses Nationalrats haben – und ich zitiere – die Bundesregierung und insbesondere den Finanzminister aufgefordert, „in einem ersten Schritt eine verbindliche Einführung einer allgemeinen Finanztransaktionssteuer auf EU-Ebene“ durchzusetzen. (Abg. Strache: Ja, eh! Aber sie ist nicht in Sicht – aber im Budget wird sie eingerechnet! Das ist ja absurd! Sie ist nicht in Sicht, aber ins Budget eingerechnet! – Völlig absurd!)
Abg. Bucher: Haben Sie mit dem Portier geredet, oder mit wem? – Abg. Ing. Westenthaler: Reden Sie gleich mit dem DJ BoBo!
Lassen Sie mich auch zu der Frage der Abgeltungssteuer mit der Schweiz Stellung nehmen. Während Sie hier blumig herumreden, dass das alles nicht möglich ist, handeln wir: Gestern hat ein Sektionschef des Finanzministeriums in der Schweiz bereits mit den zuständigen Stellen die Expertengespräche vorbereitet. (Abg. Bucher: Haben Sie mit dem Portier geredet, oder mit wem? – Abg. Ing. Westenthaler: Reden Sie gleich mit dem DJ BoBo!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Die Finanzministerin wird im April dort sein und wird mit ihrer Kollegin die nächsten Schritte vorbereiten. Ja, wir tun das, weil es nicht einzusehen ist, dass jemand, der aus Österreich Geld in der Schweiz geparkt hat, dafür nicht seine Steuern zu bezahlen hat. Dafür sorgen wir, und das werden wir mit der Schweiz ins Finale bringen, ob es Ihnen passt oder nicht! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Die Menschen tanzen auf den Straßen!
Daher gibt es hier keinen Grund, die Flinte ins Korn zu werfen, es gibt keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken, sondern es gibt nur einen Grund, konsequent dafür zu arbeiten, dass dieses Konsolidierungspaket Österreich auf gesunde Beine stellt. Das ist unser Ziel, und das wird damit auch gewährleistet. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Die Menschen tanzen auf den Straßen!)
Ruf bei der ÖVP – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Gradauer –: Lois, verhau di net! – Abg. Gradauer – sich zum Rednerpult begebend –: Ich werd’ mich bemühen!
Präsident Fritz Neugebauer: Zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Gradauer. – Bitte, Herr Kollege. (Ruf bei der ÖVP – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Gradauer –: Lois, verhau di net! – Abg. Gradauer – sich zum Rednerpult begebend –: Ich werd’ mich bemühen!)
He-Ruf bei der FPÖ.
Abgeordneter Alois Gradauer (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Sehr geehrte Damen und Herren hier im Plenarsaal! Sehr geehrte Zuseher hier und an den Fernsehschirmen zu Hause! Herr Dr. Stummvoll, wir waren gemeinsam in Kopenhagen und haben dort als hundertprozentig belegt mitbekommen, dass die Finanztransaktionssteuer nicht kommt. (He-Ruf bei der FPÖ.) Und hier wird immer noch gehofft, dass eine Finanztransaktionssteuer durch Österreich herbeigeführt wird. Das ist reines Märchen, sonst gar nichts. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Alois Gradauer (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Sehr geehrte Damen und Herren hier im Plenarsaal! Sehr geehrte Zuseher hier und an den Fernsehschirmen zu Hause! Herr Dr. Stummvoll, wir waren gemeinsam in Kopenhagen und haben dort als hundertprozentig belegt mitbekommen, dass die Finanztransaktionssteuer nicht kommt. (He-Ruf bei der FPÖ.) Und hier wird immer noch gehofft, dass eine Finanztransaktionssteuer durch Österreich herbeigeführt wird. Das ist reines Märchen, sonst gar nichts. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie haben weiters gesagt, die Politik soll Freude machen. Aber, meine Damen und Herren von der ÖVP, die Politik soll auch ehrlich sein. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Wenn man verhaltensauffällig ist, ja!
Ich behaupte, es war immer auch die ÖVP, die diese riesigen Staatsschulden verursacht hat. Mich wundert nicht, dass Sie sich jetzt einen Verhaltenskodex geben wollen. Anscheinend gibt es hier Probleme mit den Charakteren in Ihrer Partei. (Abg. Strache: Wenn man verhaltensauffällig ist, ja!)
Abg. Rädler: Wer hat diese Rede geschrieben?
Herr Vizekanzler Spindelegger, wer ist schuld an den riesigen Staatsschulden? (Abg. Rädler: Wer hat diese Rede geschrieben?) Ich habe es schon erwähnt: Sie selbst sind es. Und wenn Sie hier davon sprechen, dass man die Zukunft nicht belasten soll, so
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundeskanzler Faymann, was sagen Sie jetzt zu diesem desaströsen Sparpaket, das Sie immer als alternativlos hingestellt haben? – Der Herr Bundeskanzler ist in den letzten Wochen in Deckung gegangen, und er lässt die Problemarbeit von seinem Staatssekretär Schieder machen. Ein Chef, Herr Bundeskanzler, in der Privatwirtschaft hätte in einem solchen Fall schon längst den Vorstandsjob verloren. Er hätte ihn abgeben müssen, weil er die Pläne nicht erreicht. Er wäre wegen Erfolglosigkeit von den Eigentümern abgesetzt worden. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Leider der Gradauer!
Die beiden Belastungspakete, jenes von Loipersdorf und das jetzt zur Diskussion stehende, belasten die österreichische Bevölkerung querdurch mit zirka 50 Milliarden € – Geld, das der Steuerzahler aufzubringen hat. Nur bei sich selbst, bei der Regierung und auch bei den Parteien ÖVP und SPÖ wird nicht gespart. Glauben Sie wirklich, dass die Verkleinerung des Nationalrates kommt, wenn Sie selbst Angst haben, dass die Hinterbänkler nicht hereinkommen (Ruf bei der SPÖ: Leider der Gradauer!), oder dass der Bundesrat verkleinert oder verändert wird? Das wiederum kommt aus Gründen der Länder nicht in Frage.
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es ist für mich absolut unverständlich, warum Expertenmeinungen nicht ernst genommen werden. Man ist sogar noch stolz auf ein derart katastrophales Sparpaket, das jetzt langsam zerbröselt! Frau Fekter, unsere Bundesministerin für Finanzen, verkauft das Sparpaket als Superleistung! – Meine Damen und Herren, das ist eine glatte Verhöhnung der Österreicher! (Beifall bei der FPÖ.) Es sind jetzt 50 Milliarden im Einsatz (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen), und Sie, Frau Bundesministerin, sind noch stolz auf diese hohen Schulden, die Sie mitverursacht haben, auf das höchste Defizit, das es jemals in Österreich gegeben hat, nämlich 2010 mit 13 Milliarden. Sie sind stolz darauf, dass wir in den letzten fünf Jahren um 60 Milliarden mehr an Schulden angehäuft haben.
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen
Es ist für mich absolut unverständlich, warum Expertenmeinungen nicht ernst genommen werden. Man ist sogar noch stolz auf ein derart katastrophales Sparpaket, das jetzt langsam zerbröselt! Frau Fekter, unsere Bundesministerin für Finanzen, verkauft das Sparpaket als Superleistung! – Meine Damen und Herren, das ist eine glatte Verhöhnung der Österreicher! (Beifall bei der FPÖ.) Es sind jetzt 50 Milliarden im Einsatz (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen), und Sie, Frau Bundesministerin, sind noch stolz auf diese hohen Schulden, die Sie mitverursacht haben, auf das höchste Defizit, das es jemals in Österreich gegeben hat, nämlich 2010 mit 13 Milliarden. Sie sind stolz darauf, dass wir in den letzten fünf Jahren um 60 Milliarden mehr an Schulden angehäuft haben.
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, eine große Chance ist verpasst worden, nämlich endlich Ordnung in Österreichs Staatsfinanzen zu bringen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Stefan: Was heißt „im Griff“?
Wenn wir uns die Entwicklung der Staatsschulden ansehen, wird deutlich, wir haben in Österreich, sowohl was das Defizit als auch was die die Verschuldungsquote betrifft, die Staatsschulden von Mitte der neunziger Jahre bis zum Ausbruch der Krise im Griff gehabt. (Abg. Mag. Stefan: Was heißt „im Griff“?) Da hat sich die Staatsschuldenquote von 68 Prozent auf unter 60 Prozent reduziert. Jahr für Jahr sind Schulden abgebaut worden, und die Defizite waren unterschiedlich, aber jedenfalls in den meisten Jahren deutlich unter den 3 Prozent.
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben gesagt: Wir werden bewusst Schulden machen, um durch diese Krise durchzutauchen und die negativen Auswirkungen auf Arbeitsplätze, auf Wachstum und so weiter möglichst gering zu halten. Und die Zahlen geben dieser Bundesregierung recht: Es ist kaum ein Land in der Europäischen Union so gut durch diese Krise gekommen wie Österreich. Wir haben die geringste Arbeitslosigkeit, wir gehören zu den Ländern mit dem höchsten Wirtschaftswachstum, wir haben eines der geringsten Defizite und sind unter den Ländern mit der geringsten Verschuldung. Das heißt, wir waren sehr, sehr erfolgreich, was das betrifft. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
gaben auf Arbeit gesenkt und haben gleichzeitig um zirka 3 Milliarden € Steuern und Abgaben auf Kapitaleinkommen, auf Vermögenseinkommen erhöht. Da sage ich: Ja, das ist sozial gerecht und ist eine Verteilung der Lasten von denen, die arbeiten um ihr Geld, zu denen, die arbeiten lassen, die von Kapital und Vermögenseinkommen leben. – Das halten wir für richtig, das ist soziale Gerechtigkeit, und wir sind stolz darauf, dass wir das hier geschafft haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Dass die Spekulanten begünstigt werden!?
Ich kann Ihnen das auch aufzeigen: Von der Immobiliensteuer sind gewisse Immobilien betroffen. Und wir haben uns natürlich genau angesehen: Wem gehören diese Immobilien heute? Ich kann Ihnen sagen, 88 Prozent dieser Immobilien gehören den obersten, den reichsten 10 Prozent. Das heißt, dass auch 88 oder 90 Prozent dieser Steuer von den obersten 10 Prozent gezahlt werden. Ja, das halte ich für sozial ausgewogen und für sozial gerecht! (Abg. Scheibner: Dass die Spekulanten begünstigt werden!?)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Jahrelange Arbeit!
Wenn hier über die Finanztransaktionssteuer diskutiert wird: Es ist nicht sicher, dass sie kommt. Es ist nicht sicher, dass sie so kommt, wie wir sie wollen. Wir machen das seit Jahren, und wenn wir daran denken, dass es vor wenigen Jahren ein einziges Land gab, dass dafür war, dass sie eingeführt wird – das war Österreich; es war das Europäische Parlament dagegen, es war die Kommission dagegen und es war der Rat dagegen –, muss man sagen, wir haben es in der Zwischenzeit geschafft, dass das Europäische Parlament beschlossen hat, dass man das will (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Jahrelange Arbeit!), dass die Europäische Kommission gesagt hat, sie will das und bereits einen Vorschlag vorgelegt hat (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Es ist ja schon eingerechnet im Budget!), und ja, der Europäische Rat ist noch nicht zur Gänze überzeugt.
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Es ist ja schon eingerechnet im Budget!
Wenn hier über die Finanztransaktionssteuer diskutiert wird: Es ist nicht sicher, dass sie kommt. Es ist nicht sicher, dass sie so kommt, wie wir sie wollen. Wir machen das seit Jahren, und wenn wir daran denken, dass es vor wenigen Jahren ein einziges Land gab, dass dafür war, dass sie eingeführt wird – das war Österreich; es war das Europäische Parlament dagegen, es war die Kommission dagegen und es war der Rat dagegen –, muss man sagen, wir haben es in der Zwischenzeit geschafft, dass das Europäische Parlament beschlossen hat, dass man das will (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Jahrelange Arbeit!), dass die Europäische Kommission gesagt hat, sie will das und bereits einen Vorschlag vorgelegt hat (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Es ist ja schon eingerechnet im Budget!), und ja, der Europäische Rat ist noch nicht zur Gänze überzeugt.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Ein Abgeordneter beleidigt Gäste als „Balkon-Muppets“!
Ich entscheide mich dafür, für das, was richtig ist, auch zu arbeiten und mich dafür einzusetzen – und nicht nur zu motzen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Ein Abgeordneter beleidigt Gäste als „Balkon-Muppets“!)
Beifall bei der SPÖ.
sowohl in Österreich als auch auf europäischer Ebene, um die Jugendarbeitslosigkeit möglichst gering zu halten. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
In all diesen Bereichen kann man sagen, dass Hopfen und Malz noch nicht verloren sind; wir anerkennen ja auch das Gute, aber das zu sagen, kommt natürlich in der Kürze der Auseinandersetzung des Öfteren zu kurz – und daher möchte ich jetzt ausdrücklich erwähnen, dass da zumindest einige Punkte dabei sind, und zwar sowohl bei den angekündigten Sparmaßnahmen, die aber relativ in die Zukunft verschoben sind, als auch bei der einen oder anderen steuerlichen Maßnahme, die unsere Zustimmung finden werden. Es sind ja auch Dinge dabei, die wir dauernd gefordert haben – und deshalb werden wir nicht heute dagegen sein, nur weil Sie das machen; da haben Sie ja in einigen Dingen recht. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Das haben Sie jedoch verabsäumt, und da stellen Sie von der ÖVP sich immer hier her und rufen, nachdem Sie seit vielen, vielen Jahren in der Regierung sind – gefühlte 150 Jahre, würde ich sagen –, sozusagen über Nacht Reformbereitschaft aus. Das ist doch schon eine Spur unglaubwürdig! Aber es ist ja nie zu spät zur Umkehr; auch in den anderen Bereichen nicht. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ und BZÖ.
Die Vorboten, die es in diesem Zusammenhang gibt, sind ja entsetzlich, denn bei den Altpolitiker-Pensionen geht da herinnen überhaupt nichts weiter, obwohl es sich dabei um Privilegien der Sonderklasse handelt! Da wird doch nicht einmal um ein halbes Prozent hingegriffen! Ich halte das für geradezu obszön! Und da stellen Sie sich hier her und behaupten, es gehe dabei um etwas Gerechtes! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Das Gleiche bei den Notenbank-Pensionen: Der Rechnungshof hat Ihnen ja vorgerechnet, wie diese im Vergleich zu den ASVG-Pensionen erhöht wurden, sodass bei diesen ein paar Prozent weniger nicht einmal spürbar wären. Wissen Sie, was die dort machen – damit sozusagen ein bisschen etwas für die „Galerie“ passiert –: Nur 1 Prozent!, heißt es, wobei die aber eine vielfach höhere Pension haben: nicht einmal, zweimal, sondern drei-, viermal so hohe Pensionen als die durchschnittliche Mehrheit jener, die jetzt vielleicht zuschauen; das sei denen gesagt. So also schaut Ihr Gerechtigkeitsempfinden aus! Das ist doch total unglaubwürdig! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
So ist die Situation in Österreich – und da behaupten Sie von der ÖVP, das sei ein „Anschlag aufs Eigentum“, wenn man da eine Spur mehr Gerechtigkeit hineinzubringen versucht! Ich weiß nicht, wo Sie von der ÖVP Ihr christlich-soziales Gewissen haben; jedenfalls ganz offensichtlich nicht mehr in der ÖVP-Zentrale! Aber dort haben wir es auch nicht mehr vermutet; das muss ich auch dazusagen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
Letzter Punkt: Finanztransaktionssteuer. Ja, das soll kommen – es sind ohnehin alle dafür –, die Frage ist nur: wie? Herr Kollege Krainer, wo die Balkon-Muppets sitzen, ist schon die Frage. Wenn wir Jean-Claude Juncker hören, dann stellt sich halt schon die Frage, warum – nach dem, was Juncker sagt – die österreichischen Regierungsspitzen bis jetzt noch nie auffällig geworden sind in Brüssel oder in Straßburg! Jedenfalls hoffe ich, dass das am Wochenende in Kopenhagen anders sein wird. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
neuerliche Zwischenrufe – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen
Wir können schon alle den Kampfmantel anziehen – und mir ist es ohnehin viel lieber, Herr Bundeskanzler, auch Sie ziehen diesen Kampfmantel an, als Sie schreiben Leserbriefe an die „Kronen Zeitung“ (neuerliche Zwischenrufe – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen), aber dieser Kampf braucht auch Glaubwürdigkeit. Daher werden Sie endlich einmal sagen müssen, dass Sie die verfassungsmäßigen Mehrheiten für diese sogenannten Rettungsschirme, wo immer die SteuerzahlerInnen haften, hier in dem Haus noch nicht haben oder vielleicht auch gar nicht kriegen werden, wenn auf europäischer Ebene in Sachen Regulierung der Finanzmärkte oder Besteuerung derselben nichts weitergeht.
Beifall bei den Grünen.
Herr Bundeskanzler, Sie müssen das dort einmal sagen! – Tun Sie es kommendes Wochenende in Kopenhagen! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Scheibner: Das ist ein Signal!
Auch ich sage: 98 Maßnahmen sind ein umfassendes Paket. Ich würde mich auch freuen, wenn die Bausparprämie bleiben würde, aber so zu übertreiben, als ob die Bausparprämie mit 18 € pro Jahr der Konjunkturturbo wäre, ist nicht gerechtfertigt. (Abg. Scheibner: Das ist ein Signal!) Ich meine, auch da sollte man die Kirche im Dorf lassen.
Beifall bei der ÖVP.
Ganz Europa spart, wir sind da nicht alleine – ich habe das schon erwähnt –, und wir sind daher angehalten, uns von der großzügigen Fiskalpolitik der letzten Jahre zu verabschieden. Wir müssen – und es hindert uns niemand daran – die Reformen noch schneller vorantreiben, denn es geht darum, dass wir die Defizite in den Griff bekommen und den Weg für Wirtschaftswachstum freimachen, denn – ich habe das schon betont – Wirtschaftswachstum ist die unverzichtbare Grundlage für Beschäftigung, für Wohlstand und auch für die immer zitierte soziale Gerechtigkeit. Deswegen ist es besonders wichtig – noch einmal –, dass wir die Schulden in den Griff bekommen. Wir brauchen einen Chancenstaat und keinen Schuldenstaat, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn wir heute dieses Reformpaket beschließen, dann setzen wir den nachhaltigen Konsolidierungskurs des Budgets fort. Wir haben 27,9 Milliarden € auf dem Tapet, und es wird uns gelingen, wenn wir diese richtig umsetzen, bis zum Jahr 2016 ein Nulldefizit zu erreichen und eine Trendumkehr bei den explodierenden Staatsschulden zu schaffen. Es gibt keine Alternative dazu, meine Damen und Herren! Wir können es nicht verschieben, wir können es auch nicht sein lassen, denn da geht es zu sehr auch um die Zukunft unserer Jugend. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Wo sind die?
Was mittlerweile hoffentlich allen klar ist, ist der Umstand, dass das Reformpaket, das wir heute beschließen, nur ein erster Schritt sein kann. Wir müssen die Reformagenda bei den Pensionen, bei der Gesundheit und bei der Verwaltung auch weiter im Auge behalten, denn Staatsschulden durch großzügige Sozialromantik und mit einer Schieflage in der Umverteilungspolitik, die wir jahrzehntelang aufgebaut haben, können wir nur mit umfassenden Strukturreform in den Griff bekommen. (Abg. Scheibner: Wo sind die?) – Ich habe es schon betont: Ein erster Schritt ist eingeleitet, und wir müssen die Reformagenda weiter im Auge behalten, Herr Kollege! (Abg. Scheibner: Wo ist das?)
Abg. Scheibner: Wo ist das?
Was mittlerweile hoffentlich allen klar ist, ist der Umstand, dass das Reformpaket, das wir heute beschließen, nur ein erster Schritt sein kann. Wir müssen die Reformagenda bei den Pensionen, bei der Gesundheit und bei der Verwaltung auch weiter im Auge behalten, denn Staatsschulden durch großzügige Sozialromantik und mit einer Schieflage in der Umverteilungspolitik, die wir jahrzehntelang aufgebaut haben, können wir nur mit umfassenden Strukturreform in den Griff bekommen. (Abg. Scheibner: Wo sind die?) – Ich habe es schon betont: Ein erster Schritt ist eingeleitet, und wir müssen die Reformagenda weiter im Auge behalten, Herr Kollege! (Abg. Scheibner: Wo ist das?)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn jetzt ein Reformpaket auf dem Tisch liegt, das sich nicht an den Steuerphantasien einzelner Gruppen orientiert, dann haben wir eines verhindert: nämlich standortfeindliche Steuern. Denn: Es ist für die Wirtschaft ganz entscheidend, dass die Sanierung des Staatshaushaltes nicht zulasten des Wirtschaftsstandortes, der UnternehmerInnen und der Arbeitsplätze geht, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Matznetter.
Weil der Herr Bundeskanzler zuvor die niedrige Jugendarbeitslosigkeit betont hat: Diese niedrige Jugendarbeitslosigkeit in Österreich hat einen Grund, und der heißt duale Ausbildung. Es ist das erfolgreiche Modell der dualen Ausbildung! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Scheibner: Wer ist das?
Meine Damen und Herren, ich betone da besonders: Dieses Modell gehört gefördert –und nicht wieder an den Pranger gestellt! Es gibt nämlich einige, die sich neue Lehrstellen und Arbeitsplätze in der Wirtschaft wünschen, aber die Unternehmer, die dazu notwendig sind, wollen sie nicht. Wer ein Modell präsentiert, bei dem Unternehmer Strafe zahlen sollen, wenn sie weniger Lehrlinge ausbilden, der erkennt die Realität nicht, meine Damen und Herren! (Abg. Scheibner: Wer ist das?) Dem gilt es entge-
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Scheibner: Wer macht das?
Unser duales Ausbildungssystem ist europaweit angesehen, wir haben das erst unlängst erlebt. Angefangen bei Kommissionspräsident Barroso schauen sich verschiedene Leute dieses Vorzeigemodell nun an. Ich meine, wir sollten gemeinsam daran arbeiten, dass wir das Image der Lehre weiter steigern können. Mit Vernaderung von Unternehmen können wir da nichts anfangen, das ist ganz klar! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Scheibner: Wer macht das?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Scheibner: Wo?
Die Wirtschaft ist in einer guten Verfassung. Wenn man sich das genau anschaut, dann sieht man, dass die Wirtschaftsaussichten in Österreich deutlich besser sind, als befürchtet wird. Zwei Drittel der Unternehmerinnen und Unternehmer sehen die wirtschaftliche Entwicklung in ihren Unternehmen durchaus positiv, schenkt man einer „WirtschaftsBlatt“-Umfrage Glauben, und auf die Frage, ob das Sparpaket dem Wirtschaftsstandort Österreich schaden wird, sagen 65 Prozent der Befragten Nein. Das heißt, meine sehr geehrten Damen und Herren, dass wir mit diesem Paket die richtigen Maßnahmen gesetzt haben, um Investitionen zu ermöglichen, um den Wirtschaftsstandort zu sichern und den Unternehmen das Unternehmen zu ermöglichen, was, wie ich meine, ein ganz wichtiger Punkt ist. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Scheibner: Wo?)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Nicht verschenken!
Weil wir heute auch über die Finanztransaktionssteuer, über Schwarzgeld in der Schweiz et cetera reden: Ich glaube, es ist unsere Aufgabe als Parlamentarier, dass wir alles daransetzen, unsere Finanzministerin dabei zu unterstützen, dass wir diese Steuern auch einnehmen können. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Nicht verschenken!) Wir müssen dafür die Rahmenbedingungen schaffen.
Beifall bei der ÖVP.
Wir kämpfen dafür! Dafür werden wir kämpfen, wir werden nicht lamentieren, wir werden nicht zulassen, dass das nicht kommt, sondern wir sind ein Garant dafür, dass der Erfolgsweg dieser Republik fortgesetzt wird! – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Bundeskanzler Faymann: Nach Brüssel?
Abgeordneter Herbert Scheibner (BZÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Herr Bundeskanzler, wir kommen mit! (Bundeskanzler Faymann: Nach Brüssel?) – Ja, das war die Einladung! Ich nehme an, dass das Herr Kollege Cap in Ihrem Auftrag gemacht hat, dass er die Opposition aufgefordert hat, dass wir alle gemeinsam in Brüssel für die österreichischen Ziele, etwa bei der Finanztransaktionssteuer, kämpfen sollen.
Beifall beim BZÖ.
Herr Bundeskanzler, wir sind dabei, wir fahren mit! Sagen Sie uns nur, wann Sie fahren, wir werden da mit dabei sein und mit Ihnen am Tisch im Europäischen Rat dafür kämpfen, dass endlich die Finanztransaktionssteuer kommt und dass Sie Ihr Budget, das Sie versprochen haben, einhalten können! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Oder war das, Herr Bundeskanzler, auch diesmal wieder nur eine Ankündigung beziehungsweise eine Worthülse Ihres Klubobmanns, der immer wieder die Opposition zum Mitarbeiten einlädt, woraus dann aber immer nichts wird? (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Abg. Bucher: Wir fliegen aber nur mit der AUA!
Also wir werden uns das anschauen. Herr Klubobmann Bucher ist, nehme ich an, sehr gerne dazu bereit. (Abg. Bucher: Wir fliegen aber nur mit der AUA!) Alle von der Opposition werden ihren Terminkalender mit dem von Ihnen, Herr Bundeskanzler, abgleichen, und wir werden das dann gemeinsam machen. Denn: Wir haben ja einen gemeinsamen Antrag gestellt!
Ironische Heiterkeit des Abg. Bucher.
Ich meine, der Europäische Rat war überhaupt super, denn etwa bei der Frage der Ratingagenturen heißt es, der Europäische Rat wird den Ergebnissen der Kommission erwartungsvoll entgegenblicken. – Erwartungsvoll entgegenblicken! (Ironische Heiterkeit des Abg. Bucher.)
Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Faymann.
Herr Bundeskanzler, das ist nett! (Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Faymann.) Ja wirklich, diese Formulierung ist „wunderbar“! Nur: Das Problem ist, dass wir hier keine Deutschschularbeit schreiben und beurteilen sollen, sondern hier geht es darum, wie viel der Steuerzahler zu dieser Budgetsanierung beizutragen hat. Und da erwartet er sich nicht Deutschaufsätze, schöne Formulierungen, über die wir lächeln können, sondern er erwartet sich eine starke österreichische Handschrift bei diesen Verhandlungen, die sich dann auch hier widerspiegelt. Aber das geht uns halt ab dabei. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Mag. Stefan.)
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Mag. Stefan.
Herr Bundeskanzler, das ist nett! (Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Faymann.) Ja wirklich, diese Formulierung ist „wunderbar“! Nur: Das Problem ist, dass wir hier keine Deutschschularbeit schreiben und beurteilen sollen, sondern hier geht es darum, wie viel der Steuerzahler zu dieser Budgetsanierung beizutragen hat. Und da erwartet er sich nicht Deutschaufsätze, schöne Formulierungen, über die wir lächeln können, sondern er erwartet sich eine starke österreichische Handschrift bei diesen Verhandlungen, die sich dann auch hier widerspiegelt. Aber das geht uns halt ab dabei. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Mag. Stefan.)
Abg. Grosz: Er hat einen neuen Dienstwagen bekommen!
Und nun zum Herrn Bundespräsidenten. – Der Herr Bundespräsident, der in einer Aufwallung seines Selbstbewusstseins gesagt hat, nein, so werde er das nicht mitbeschließen, denn da könne er die verfassungsgemäße Beurkundung nicht durchführen, kann das jetzt anscheinend doch tun. (Abg. Grosz: Er hat einen neuen Dienstwagen bekommen!) Denn: Bei den Grauslichkeiten, wo es darum geht, die Steuerzahler zu belasten, muss alles mit 1. April in Kraft treten, und das kann er anscheinend ganz schnell, sozusagen als Bettlektüre, entsprechend prüfen und dann beurkunden, und die anderen Dinge dauern halt dann länger. (Abg. Grosz: Jetzt hat er einen neuen BMW bekommen, jetzt is a Rua!)
Abg. Grosz: Jetzt hat er einen neuen BMW bekommen, jetzt is a Rua!
Und nun zum Herrn Bundespräsidenten. – Der Herr Bundespräsident, der in einer Aufwallung seines Selbstbewusstseins gesagt hat, nein, so werde er das nicht mitbeschließen, denn da könne er die verfassungsgemäße Beurkundung nicht durchführen, kann das jetzt anscheinend doch tun. (Abg. Grosz: Er hat einen neuen Dienstwagen bekommen!) Denn: Bei den Grauslichkeiten, wo es darum geht, die Steuerzahler zu belasten, muss alles mit 1. April in Kraft treten, und das kann er anscheinend ganz schnell, sozusagen als Bettlektüre, entsprechend prüfen und dann beurkunden, und die anderen Dinge dauern halt dann länger. (Abg. Grosz: Jetzt hat er einen neuen BMW bekommen, jetzt is a Rua!)
Beifall beim BZÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grosz.
Meine Damen und Herren, das ist doch wirklich Augenauswischerei! Wenn Sie das ordentlich hätten verhandeln wollen, wenn Sie das ordentlich hätten besprechen wollen, dann hätten Sie einen anderen Zeitplan vorgesehen und eine andere Art und Weise der Behandlung hier zugelassen. (Beifall beim BZÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Abg. Dr. Stummvoll – auf Abg. Grosz zeigend –: Ich habe wegen ihm den Kopf geschüttelt!
Herr Kollege Stummvoll, da Sie den Kopf schütteln (Abg. Dr. Stummvoll – auf Abg. Grosz zeigend –: Ich habe wegen ihm den Kopf geschüttelt!): Das ist ja auch so eine Sache: Ein Mitarbeiter von uns war heute bei einer Bank und hat sich die Informationen über die Bausparkassen geholt und Folgendes festgestellt: Es wird jetzt noch immer mit der staatlichen Prämie von 36 € geworben. Heute wird noch immer damit für den Bausparvertrag geworben. Im Kleingedruckten steht dann, es ist noch nicht beschlossen.
Beifall beim BZÖ.
dann kriegt er eine falsche Information, weil auch sein Bausparvertrag in fünf Tagen anders bewertet wird, aber Sie sagen: Das ist ja noch nicht beschlossen! – Danke schön! Mehr brauche ich dazu nicht zu sagen. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Grosz: Für die Beamten, ja! Der Parlamentsdirektor! – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Oder: der ganze Bereich der Pensionen. – Warum streicht man nicht die Hackler-Pension, diese Privilegierung bei den Beamten, die 40 Jahre brauchen anstatt 45 Jahre wie alle anderen? (Abg. Grosz: Für die Beamten, ja! Der Parlamentsdirektor! – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall beim BZÖ.
Wenn Sie es ehrlich meinen und nicht so reden wie die Frau Finanzministerin, die sagt: Es ist völlig egal, was der einzelne Steuerzahler denkt, wir sind wir!, dann stimmen Sie diesem Antrag zu! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Für die Verwaltung wird es ebenfalls eine Vereinfachung bringen, denn derzeit besteht eine Vielfalt an Aufwand. Es besteht nämlich aufgrund der notwendigen Parallelrechnung, wie es so schön im Fachjargon heißt, die Notwendigkeit, auf drei Rechtsgrundlagen zurückzugreifen. Mit dem Wegfall dieser Maßnahmen bedeutet es auch für unsere Kollegen und Kolleginnen in der Pensionsversicherung eine Erleichterung, und damit werden auch viele Möglichkeiten für die direkte Betreuung der Kundinnen und Kunden der Pensionsversicherung wieder frei. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Nun zu einigen Schnittstellen im Zusammenhang mit dem Arbeitsmarkt und mit dem Pensionsbereich. Ich darf festhalten, dass das bewährte System der Altersteilzeit mit einer entscheidenden Verbesserung weiter aufrechterhalten bleibt. Insbesondere Personen, die in Schichtbetrieben, aber auch in Montagebetrieben schon bisher von der sogenannten Blockzeitvariante profitiert haben, werden auch künftig die Möglichkeit der Blockaltersteilzeit haben. Eine Verbesserung tritt allerdings insofern ein, als für jede Person, die eben dieses Modell in Anspruch nimmt, eine zusätzliche Arbeitskraft aufzunehmen sein wird, wodurch es gleichzeitig zu einer Entlastung auf dem Arbeitsmarkt kommen wird, was ich für sehr wichtig und sehr notwendig halte. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sehr geschätzte Damen und Herren, einige Bemerkungen noch zum Arbeitsmarkt. Wir sind in Österreich in der glücklichen Situation, dass wir im Rahmen der Europäischen Union die geringste Arbeitslosenrate haben, und auch bei den Jugendlichen haben wir eine sehr geringe Arbeitslosenrate. Nichtsdestotrotz wird diese Bundesregierung – und ich möchte mich ausdrücklich beim Herrn Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz bedanken – im Rahmen dieses Stabilisierungspaketes für eine Arbeitsmarktoffensive bis zum Jahr 2016 750 Millionen € zusätzlich zur Verfügung stellen. Das heißt, wir, diese Bundesregierung sieht es auch weiter als ihre wichtigste Aufgabe, alles gezielt dafür zu tun, dass wir die Arbeitslosenrate weiter senken und die Beschäftigung in Österreich nach wie vor erhalten. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zweitens: Wir müssen zusätzliche Einnahmen lukrieren. Ja, selbstverständlich! Und es müssen Steuerlücken geschlossen werden. Ich verstehe die Freiheitliche Partei nicht, warum sie diese unversteuerten Gelder nicht zumindest teilweise aus der Schweiz und aus Liechtenstein zurückholen will. Ich möchte das schon. Ich habe kein Verständnis dafür, dass die einen hier brav Steuern zahlen, während die anderen ihr Geld in die Schweiz verbringen, und wir sagen, das greifen wir nicht an. Es ist richtig, das einzufordern, und unsere Finanzministerin Maria Fekter wird das auch schaffen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich habe gestern am Abend eine Sitzung gehabt, eine Informationsveranstaltung mit Bürgerinnen und Bürgern zur thermischen Sanierung eines großen Wohnhausblockes. Ja was glauben Sie denn, welche Frage da im Vordergrund stand? – Nicht die Frage der Technik, wie dick die Ummantelung sein wird, welche Leitungen kommen werden, sondern ob die thermische Sanierung in diesem Jahr oder vielleicht auch noch im kommenden Jahr gefördert wird. Das ist es, was die Menschen bewegt! Und auch die Mittel für die thermische Sanierung haben wir sichergestellt. Wir geben in diesen Topf jährlich 100 Millionen €, und dies bis 2016. Damit wird ein Wirtschaftsimpuls von 800 Millionen € ausgelöst, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir brauchen natürlich auch Mittel für die Familien und für die Bildung. 55 Millionen € sind bis 2014 für Kinderbetreuungsplätze vorgesehen, meine Damen und Herren. 20 000 neue Kinderbetreuungsplätze! Den Familien kann ich nur sagen – vielleicht schaut die eine Mutter oder der eine Vater heute zu –: Ja, wir unterstützen euch! Wir helfen euch! Wir unterstützen eure Familienarbeit! Wir helfen euch bei der Erziehung eurer Kinder! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, dieses Stabilisierungspaket ist ein wirklicher Kraftakt. Ich hoffe sehr, dass wir dieses auch gemeinsam umsetzen und realisieren können, denn wir brauchen stabile Finanzen, eine starke Wirtschaft, damit unser Land eine positive Entwicklung nehmen kann. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Worauf ich hinaus will, sage ich Ihnen jetzt. Wir haben jetzt aktuell einen Schuldenstand in Österreich von 219 Milliarden €. Laut Budgetfahrplan dieser Bundesregierung werden wir im Jahr 2016 einen Schuldenstand von 256 Milliarden € haben. Und ÖVP und SPÖ lassen keine Gelegenheit aus, hier herauszugehen und zu sagen, wir machen keine neuen Schulden mehr, wir bauen die Schulden ab, Schulden sind ein Verbrechen an unserer Jugend, an unseren Enkelkindern, und damit muss jetzt Schluss sein. Und das geschieht so. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
So, aber jetzt machen wir einfach in den nächsten vier Jahren weitere Schulden in Höhe von 40 Milliarden € und fügen diese dem Höchstschuldenstand hinzu, den wir ohnehin schon haben. Das erklären Sie einmal der Bevölkerung! Glauben Sie, dass Ihnen das noch irgendjemand abnimmt? Sie vergessen, dazuzusagen – das ist der nächste Irrglaube, den Sie haben –, dass Sie die Schulden immer in Bezug auf das Bruttoinlandsprodukt sehen. Wenn Sie, Frau Finanzministerin, davon ausgehen, dass im Jahr 2016 der Schuldenstand bei 70 Prozent des BIP liegen wird, dann müssen Sie aber wissen, dass bei 256 Milliarden € Schulden das BIP dann bereits 368 Milliarden € betragen muss. Zum aktuellen Zeitpunkt beträgt das BIP 300 Milliarden €. Das heißt, die Wirtschaftsforscher und alle, die die Wirtschaftszahlen der nächsten Jahre vorausberechnen, haben sich gewaltig geirrt beziehungsweise Sie glauben ihnen nicht, denn in diesem Fall müsste das BIP, müsste die Wirtschaft jährlich um 2 Prozent bis 3 Prozent wachsen. Und da sagen Ihnen alle Wirtschaftsexperten, dass das nicht der Fall sein wird. Und auch diese Rechnung geht sich nicht aus. – So viel zu Ihren Rechnungen und zu diesem ganzen Budget. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kopf.
Ich bin sowieso gespannt, wie Sie bei diesem Budget abstimmen werden. Wenn ich die Aussagen Ihres Chefs Leitl höre und auch die Arbeiterkämmerer alle höre, dann wundert mich, woher Sie diese positive Einstellung zum Wirtschaftswachstum haben, denn die bekritteln das. Und Sie können ja rechnen, nehme ich an. Sie haben 17 Abgeordnete in Ihren Reihen, die aus dem Wirtschaftsbund kommen. Wenn Sie die zu den 75 der Opposition dazuzählen und Ihre eigenen medialen Aussendungen ernst nehmen, dann ist anzunehmen, dass dieses Budget ja gar nicht durchgeht. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kopf.) Und die Frau Finanzministerin hat es ja dem Kollegen Scheibner schon gesagt, das ist noch nicht beschlossen. Also offensichtlich rechnet sie damit, dass der Wirtschaftsbund heute umfallen wird. Genau so wird es sein. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich bin sowieso gespannt, wie Sie bei diesem Budget abstimmen werden. Wenn ich die Aussagen Ihres Chefs Leitl höre und auch die Arbeiterkämmerer alle höre, dann wundert mich, woher Sie diese positive Einstellung zum Wirtschaftswachstum haben, denn die bekritteln das. Und Sie können ja rechnen, nehme ich an. Sie haben 17 Abgeordnete in Ihren Reihen, die aus dem Wirtschaftsbund kommen. Wenn Sie die zu den 75 der Opposition dazuzählen und Ihre eigenen medialen Aussendungen ernst nehmen, dann ist anzunehmen, dass dieses Budget ja gar nicht durchgeht. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kopf.) Und die Frau Finanzministerin hat es ja dem Kollegen Scheibner schon gesagt, das ist noch nicht beschlossen. Also offensichtlich rechnet sie damit, dass der Wirtschaftsbund heute umfallen wird. Genau so wird es sein. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Folgendes wurde beschlossen: Anhebung des GSVG-Beitragssatzes, Nichtabsenkung der Mindestbeitragsgrundlage, Anhebung Beitragssatz Nachtschwerarbeitsgesetz, Anhebung der Höchstbeitragsgrundlage in der Pensionsversicherung, übrigens die zweite innerhalb von drei Jahren, Anhebung der Höchstbeitragsgrundlage in der Krankenversicherung, Anhebung der Höchstbeitragsgrundlage in der Unfallversicherung, volle ALV-Beiträge ab dem 63. Lebensjahr. – So viel zu Ihren Intentionen, ältere Arbeitnehmer länger im Erwerbsleben zu halten. Das ist ja Lug und Trug, was Sie hier von sich geben, soweit man schaut. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Grosz: Genug gescherzt!
Der 1. April ist eigentlich ein Tag, an dem Scherze gemacht werden. Wenn das nicht so furchtbar traurig wäre und wenn sich das nicht auf die österreichische Arbeitnehmerschaft und die Arbeitslosenzahlen auswirken würde, dann wäre es wirklich ein Scherz, zu beschließen, dieses Budget mit 1. April in Kraft treten zu lassen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Grosz: Genug gescherzt!)
Beifall bei den Grünen.
Zusammenfassend: Das Paket beinhaltet keine Vision, wo Österreich 2020 sein soll. Es ist wenig zukunftsorientiert und nicht gerecht. Es ist eine vertane Chance, mit der wir im Moment zu kämpfen haben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ.
Das ist genau dieses Selbstbildnis einer abgehobenen Bundesregierung, die erstens die Bodenhaftung verloren hat, zweitens in ihren Tintenburgen schon nicht mehr hört, was die Menschen in diesem Land über sie denken, und drittens im Übrigen komplett abartig agiert, wenn es darum geht, den effizienten Umgang mit Steuergeld sicherzustellen. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Da sitzen dann der Herr Spindelegger und der Herr Faymann am Abend zu Hause bei der Mami schön im Stüberl und schauen ein bisschen fern. Und dann sehen Sie in einem US-Film, wie ein US-Präsident aus der großen Dienstlimousine aussteigt. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Und dann denken sich der kleine Werner und der kleine Michael Spindelegger: Na so etwas hätten wir auch gerne, so eine gepanzerte Limousine. So einen 7er BMW brauchen wir! – Und dann hat man auf Kosten des Steuerzahlers in unserem Land sofort 8 Millionen €, um am Höhepunkt eines Sparpakets 105 neue Dienstwagen in dieser Republik zu bestellen. Und da sagen wir: Genug gezahlt!, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Da sitzen dann der Herr Spindelegger und der Herr Faymann am Abend zu Hause bei der Mami schön im Stüberl und schauen ein bisschen fern. Und dann sehen Sie in einem US-Film, wie ein US-Präsident aus der großen Dienstlimousine aussteigt. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Und dann denken sich der kleine Werner und der kleine Michael Spindelegger: Na so etwas hätten wir auch gerne, so eine gepanzerte Limousine. So einen 7er BMW brauchen wir! – Und dann hat man auf Kosten des Steuerzahlers in unserem Land sofort 8 Millionen €, um am Höhepunkt eines Sparpakets 105 neue Dienstwagen in dieser Republik zu bestellen. Und da sagen wir: Genug gezahlt!, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Rädler
Wir erwarten uns ein Sparpaket (Zwischenruf des Abg. Rädler), das endlich dieses System im Lande umstellt. Nutzen Sie diese Zeit vor Ostern, um Askese zu üben! Nutzen Sie diese Zeit bis zum Karfreitag und zum Ostersonntag, um einmal darüber nachzudenken, ob wir nicht mit diesem politischen System an die Wand fahren, ob wir nicht mit diesen Milliarden Euro, die wir nach Griechenland hineininvestieren, mit diesen Milliarden Euro, die wir in die Hacklerpension für höchste Beamte hineininvestieren, mit diesen Milliarden Euro, die wir in Repräsentationskosten der Bundesregierung – samt dem Rucksack ÖBB und ASFINAG – hineinfinanzieren, ob wir nicht mit diesen Milliarden Euro endlich abfahren und dort sparen, wo es notwendig ist, und nicht, wie Sie heute einmal mehr, Steuern erhöhen, Steuern einführen – Immobilienabgabe und, und, und – und die Menschen dieses Landes belasten. (Zwischenruf der Abg. Tamandl.)
Zwischenruf der Abg. Tamandl.
Wir erwarten uns ein Sparpaket (Zwischenruf des Abg. Rädler), das endlich dieses System im Lande umstellt. Nutzen Sie diese Zeit vor Ostern, um Askese zu üben! Nutzen Sie diese Zeit bis zum Karfreitag und zum Ostersonntag, um einmal darüber nachzudenken, ob wir nicht mit diesem politischen System an die Wand fahren, ob wir nicht mit diesen Milliarden Euro, die wir nach Griechenland hineininvestieren, mit diesen Milliarden Euro, die wir in die Hacklerpension für höchste Beamte hineininvestieren, mit diesen Milliarden Euro, die wir in Repräsentationskosten der Bundesregierung – samt dem Rucksack ÖBB und ASFINAG – hineinfinanzieren, ob wir nicht mit diesen Milliarden Euro endlich abfahren und dort sparen, wo es notwendig ist, und nicht, wie Sie heute einmal mehr, Steuern erhöhen, Steuern einführen – Immobilienabgabe und, und, und – und die Menschen dieses Landes belasten. (Zwischenruf der Abg. Tamandl.)
Beifall beim BZÖ.
Beim Treibstoff tun Sie im Übrigen gar nichts: 1,70 € werden wir jetzt zu Ostern abfeiern. – Die Menschen in diesem Land werden belastet, und Sie kommen mit Ihrer Pendlerbeihilfe gar nicht mehr nach, die Defizite, die die Menschen in ihren Geldsackerln spüren, überhaupt auszugleichen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ein Tropfen auf dem heißen Stein, 8 Millionen €, aber es liegen in den Ausschüssen dieses Parlaments Hunderte Anträge des BZÖ und 599 Vorschläge des Rechnungshofes, wie man in diesem Land tatsächlich auf Kosten des Systems und nicht auf Kosten der Menschen spart. – Ich danke Ihnen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Gleichzeitig – neben Reformagenda und Konsolidierungspfad – haben wir aber auch ein Offensivprogramm gestartet. 1 Milliarde mehr für die Universitäten, 1 Milliarde mehr für die Schulen, Weiterführung der Offensive betreffend Ganztagsbetreuung, eine E-Government-Offensive, denn moderne Verwaltung kann beim E-Government nicht haltmachen. Wir bekommen neue Register und eine neue bürgerfreundliche Kommunikation im Verwaltungsbereich auf Bundesebene. Wie schon erwähnt führen wir auch die thermische Sanierung fort. Im Vordergrund unseres gesamten politischen Handelns steht eben die Ökologisierung. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Gartelgruber.
(Zwischenruf der Abg. Gartelgruber.) Dort bekommen aber die Länder in etwa die Hälfte ihres Konsolidierungspfades als Einnahmen über die Ertragsanteile.
Zwischenruf beim BZÖ
Da hier so gezweifelt wurde an dem, was wir da tun. Meine sehr verehrten Damen und Herren! Betreffend diese Zweifel, lautstark vorgetragen auch im Herbst im Hinblick auf die früheren Budgets. Das Budget 2011 haben wir wesentlich besser abgeschlossen, als ursprünglich der Voranschlag war (Zwischenruf beim BZÖ), und ich bin überzeugt davon, dass die gute Wirtschaft, die Arbeitsplätze, der Fleiß der Österreicherinnen und Österreicher und die Steuerleistung der Österreicherinnen und Österreicher dazu führen werden, dass wir diesen Pfad einhalten. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Da hier so gezweifelt wurde an dem, was wir da tun. Meine sehr verehrten Damen und Herren! Betreffend diese Zweifel, lautstark vorgetragen auch im Herbst im Hinblick auf die früheren Budgets. Das Budget 2011 haben wir wesentlich besser abgeschlossen, als ursprünglich der Voranschlag war (Zwischenruf beim BZÖ), und ich bin überzeugt davon, dass die gute Wirtschaft, die Arbeitsplätze, der Fleiß der Österreicherinnen und Österreicher und die Steuerleistung der Österreicherinnen und Österreicher dazu führen werden, dass wir diesen Pfad einhalten. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Wir sind mit der Schweiz in intensiven Gesprächen bezüglich dieser Abgeltungssteuer, einer Steuer für Steuerflüchtlinge. Das heißt, die Schweiz liefert uns eine Steuer ab für die Vergangenheit und liefert dann weiter die Steuer jener Steuerpflichtigen, die ihr Geld in die Schweiz gebracht haben. Da sind wir in intensiven Gesprächen. Wir orientieren uns an dem, was Deutschland schon paraphiert hat und was wir von Großbritannien und der Schweiz schon kennen. Das ist keine Luftblase, das sind ganz konkrete Übereinkommen, deren Inhalt wir derzeit ja schon weitestgehend entlang dieser Richtschnur in den Gesprächen mit den Schweizern besprechen. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) Und ich hoffe, dass wir das auch binnen Jahresfrist nach Hause bekommen. Und selbstverständlich werden wir für die Transaktionssteuer kämpfen, so wie das Hohe Haus uns das aufgetragen hat.
Zwischenruf des Abg. Grosz
Und zum Schluss kann ich allen Pensionisten, die eine Zusatzpension haben und überlegen, ob sie das Angebot annehmen, mitteilen, dass wir in den Endverhandlungen dieses Angebot jetzt noch attraktiver gestaltet haben. Sie werden einen Vorteil von mehr als 15 Prozent haben, wenn sie das Angebot der Regierung annehmen (Zwischenruf des Abg. Grosz) und dann ihre Zusatzpensionen großteils steuerfrei bekommen. – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Und zum Schluss kann ich allen Pensionisten, die eine Zusatzpension haben und überlegen, ob sie das Angebot annehmen, mitteilen, dass wir in den Endverhandlungen dieses Angebot jetzt noch attraktiver gestaltet haben. Sie werden einen Vorteil von mehr als 15 Prozent haben, wenn sie das Angebot der Regierung annehmen (Zwischenruf des Abg. Grosz) und dann ihre Zusatzpensionen großteils steuerfrei bekommen. – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Das heißt, auch wieder Handlungsspielräume zu bekommen, um in der Zukunft auch die Möglichkeit zu haben, auf Probleme, wenn im Wirtschaftssystem etwas passiert, zu reagieren – so wie wir auch reagiert haben, als die Wirtschaftskrise ausgebrochen ist, und eigentlich unser Land im Vergleich zu vielen anderen Ländern in Europa gut durch die Krise gebracht haben. Ein Beispiel dafür ist, dass wir die niedrigste Arbeitslosigkeit innerhalb Europas haben. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Franz.
Dies ist nicht nur ein Konsolidierungs-, sondern auch ein Reformpaket. Ich sage nur, das Schließen von Gerechtigkeitslücken innerhalb des Steuersystems ist nicht nur ein Konsolidierungsbeitrag, sondern es ist auch strukturell ein notwendiger Schritt, genauso wie ich es aus Gerechtigkeitsgründen, aber auch aus finanziellen Gründen für richtig und notwendig halte, dass auch die Vermögenden in diesem Land einen großen Beitrag zur Sanierung des Staatshaushaltes über dieses Paket leisten. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Franz.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Zur Finanztransaktionssteuer: Ich halte es für wirklich falsch, würden wir jetzt, wenn endlich die Diskussion losgeht und natürlich auch Zweifel geäußert werden von denen, die nicht ganz von der Finanztransaktionssteuer überzeugt sind, gleich zurückrudern. Ganz im Gegenteil: Wir sind für die Finanztransaktionssteuer. Wir halten sie aus vielen Gründen für notwendig. Daher wird diese Bundesregierung auch dafür kämpfen und nicht, wenn aus Deutschland ein negatives Beispiel kommt, die Flinte ins Korn werfen. Wir werden für die Finanztransaktionssteuer weiterhin kämpfen! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
In diesem Sinne bedanke ich mich auch für das Verständnis für dieses Sparpaket. Ich weiß, es verlangt auch Opfer und Schwierigkeiten, aber es ist für die Stabilität unseres Landes aus meiner Sicht der sozial ausgewogene und richtige Weg. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Davon wollt ihr gerade 5 Prozent holen, oder was?
Es gibt drittens Steuerkriminalität, und diese muss massiv bekämpft werden! Ich kann da gleich bei Herrn Staatssekretär Schieder anschließen: 14 bis 20 Milliarden € an Schwarzgeld in der Schweiz, meine Damen und Herren! Eine Berechnung von Herrn Nationalbankpräsidenten Raidl. (Abg. Mag. Kogler: Davon wollt ihr gerade 5 Prozent holen, oder was?) Oder wie Friedrich Schneider, Ökonom an der Uni Linz, für 2012 prognostiziert: 4 Milliarden Steuerhinterziehung, Steuerschulden 7 Milliarden. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Es gibt drittens Steuerkriminalität, und diese muss massiv bekämpft werden! Ich kann da gleich bei Herrn Staatssekretär Schieder anschließen: 14 bis 20 Milliarden € an Schwarzgeld in der Schweiz, meine Damen und Herren! Eine Berechnung von Herrn Nationalbankpräsidenten Raidl. (Abg. Mag. Kogler: Davon wollt ihr gerade 5 Prozent holen, oder was?) Oder wie Friedrich Schneider, Ökonom an der Uni Linz, für 2012 prognostiziert: 4 Milliarden Steuerhinterziehung, Steuerschulden 7 Milliarden. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Zurzeit kommen die, die unter Malversationsverdacht stehen, von der ÖVP!
Wie ist da eigentlich die Entstehungsgeschichte, meine Damen und Herren, und wie sind die Maßnahmen? Warum haben wir so eine Explosion der Wirtschafts- und der Steuerkriminalität, warum so einen dramatischen Sittenverfall, auch von Steuermoral? – Na ja, Sie von der FPÖ sind da nicht ganz unschuldig, sondern entscheidend mitverantwortlich! Denn wer sind die Protagonisten dieses Verfalls? – Ein Grasser, der war FPÖ-Landeshauptmann-Stellvertreter, FPÖ-Bundesgeschäftsführer (Abg. Strache: Zurzeit kommen die, die unter Malversationsverdacht stehen, von der ÖVP!), FPÖ-Finanzminister, Herr Strache! Oder Herr Meischberger: FPÖ-Bundesrat, FPÖ-Nationalrat, stellvertretender FPÖ-Klubobmann, FPÖ-Generalsekretär. Oder ein Herr Rumpold: FPÖ-Landesgeschäftsführer, FPÖ-Bundesrat, FPÖ-Bundesgeschäftsführer.
Abg. Strache: Da ist ein ÖVP-Generalsekretär schon rechtskräftig verurteilt worden!
Gerade mit Rumpold haben Sie, Herr Strache, auch gemeinsame Firmen, die Sie da betrieben haben, beispielsweise eine Care Partners GesmbH. Da erhebt sich auch noch im Untersuchungsausschuss die Frage, wer hier gesunde Geschäfte gemacht hat. Oder eine ESS Security Services: Na, was ist denn in dieser Security-Firma gesichert worden, Herr Strache? (Abg. Strache: Da ist ein ÖVP-Generalsekretär schon rechtskräftig verurteilt worden!) Ist gesichert worden, dass 760 000 € von EADS über Rumpold zur FPÖ gewandert sind, als Sie Parteiobmann waren? (Abg. Strache: ... Sie nur unter dem Schutz der Abgeordnetenimmunität ...! – Weitere Zwischenrufe.)
Abg. Strache: ... Sie nur unter dem Schutz der Abgeordnetenimmunität ...! – Weitere Zwischenrufe.
Gerade mit Rumpold haben Sie, Herr Strache, auch gemeinsame Firmen, die Sie da betrieben haben, beispielsweise eine Care Partners GesmbH. Da erhebt sich auch noch im Untersuchungsausschuss die Frage, wer hier gesunde Geschäfte gemacht hat. Oder eine ESS Security Services: Na, was ist denn in dieser Security-Firma gesichert worden, Herr Strache? (Abg. Strache: Da ist ein ÖVP-Generalsekretär schon rechtskräftig verurteilt worden!) Ist gesichert worden, dass 760 000 € von EADS über Rumpold zur FPÖ gewandert sind, als Sie Parteiobmann waren? (Abg. Strache: ... Sie nur unter dem Schutz der Abgeordnetenimmunität ...! – Weitere Zwischenrufe.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Neubauer: Das ist genau Ihr Niveau, Herr Kräuter!
Das ist ja längst alles transparent, Herr Strache! Na, und weil Sie sich hier erfolglos mit einem „Pippi Langstrumpf“-Spruch bemüht haben, halte ich Ihnen die Gebrüder Grimm entgegen: „Ach, wie gut, dass niemand weiß, dass ich Rumpold-Stilzchen heiß‘!“ So schaut’s aus, Herr Strache! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Neubauer: Das ist genau Ihr Niveau, Herr Kräuter!)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Wir müssen uns das auch bei den Steuerschulden ganz genau ansehen. Einkommensteuer: 1,3 Milliarden Schulden! Umsatzsteuer: 2,8 Milliarden! Auch Experten des Finanzministeriums sagen: 1,7 Milliarden sind sofort vollstreckbar. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) – Hier ist viel zu tun, hier ist viel Geld zu holen! Da strengen wir uns gemeinsam an. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir müssen uns das auch bei den Steuerschulden ganz genau ansehen. Einkommensteuer: 1,3 Milliarden Schulden! Umsatzsteuer: 2,8 Milliarden! Auch Experten des Finanzministeriums sagen: 1,7 Milliarden sind sofort vollstreckbar. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) – Hier ist viel zu tun, hier ist viel Geld zu holen! Da strengen wir uns gemeinsam an. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neubauer: Könnte man Kräuter noch einmal reden lassen? Das ist eine Werbung für uns!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Grillitsch. – Bitte. (Abg. Neubauer: Könnte man Kräuter noch einmal reden lassen? Das ist eine Werbung für uns!)
Abg. Gradauer: ... bei den Bauern!
Jetzt ist es wichtig, nachhaltig zu sparen und das Richtige und Notwendige zu tun. Nachhaltiges Sparen und Strukturreformen tragen auch eindeutig die Handschrift unserer Österreichischen Volkspartei und unserer Finanzministerin. (Abg. Gradauer: ... bei den Bauern!) Meine Damen und Herren, die Menschen leisten ihren Beitrag, weil sie wissen, dass etwas zu tun ist.
Abg. Neubauer: ... euer Beitrag!
Jeder leistet seinen Beitrag, auch die Bauern leisten ihren Beitrag! Es wurde soeben mit Freude auch verkündet, dass der Agrardiesel gestrichen wird. Das schmerzt bei den Bauern, aber das ist auch ein Beitrag zu diesem Stabilitätspakt, meine Damen und Herren! (Abg. Neubauer: ... euer Beitrag!) Damit wir letztlich in die Zukunft investieren können, muss auch jeder seinen Beitrag leisten.
Beifall bei der ÖVP
Ich bin sehr froh darüber, dass das Verhältnis zwischen Ausgaben und Einnahmen stimmt: 76 : 24, ein einmaliger Wert in Europa, überhaupt der höchste Einsparungswert der letzten 25 Jahre, meine Damen und Herren! Wir haben gut verhandelt, unsere Finanzministerin hat gut verhandelt: 20 von 24 neuen Belastungs-Steuerideen wurden wegverhandelt! Das ist wichtig und notwendig, um letztlich auch den Wirtschaftsstandort Österreich entsprechend abzusichern, meine Damen und Herren (Beifall bei der ÖVP), um auch zu verhindern, dass Abwanderung stattfindet, um auch zu verhindern, dass in den Regionen leere Produktionsstätten zurückbleiben und Arbeitslose zurückbleiben. Deswegen ist dieser Stabilitätspakt besonders wichtig.
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen
Daher appelliere ich heute und hier auch an die Landeshauptleute Voves und Dörfler, sofort die Verhandlungen mit dem Bund aufzunehmen, damit dieser Ausbau weiter getätigt werden kann. Ich bin froh darüber, dass mit dem Ausbau der S 36 endlich begonnen werden kann, von St. Georgen bis Scheifling. Aber genauso notwendig ist es, die Straße von Judenburg bis Scheifling auszubauen, weil es dort sehr viele Pendler gibt, weil es auch wichtig ist, den Wirtschaftsstandort (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen) in dieser meiner Heimat entsprechend zu sichern. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Gaßner.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Gaßner.
Daher appelliere ich heute und hier auch an die Landeshauptleute Voves und Dörfler, sofort die Verhandlungen mit dem Bund aufzunehmen, damit dieser Ausbau weiter getätigt werden kann. Ich bin froh darüber, dass mit dem Ausbau der S 36 endlich begonnen werden kann, von St. Georgen bis Scheifling. Aber genauso notwendig ist es, die Straße von Judenburg bis Scheifling auszubauen, weil es dort sehr viele Pendler gibt, weil es auch wichtig ist, den Wirtschaftsstandort (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen) in dieser meiner Heimat entsprechend zu sichern. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Gaßner.)
Beifall bei der FPÖ. – Bundesministerin Dr. Fekter: 2005! Das ist Vergangenheit!
Abgeordneter Elmar Podgorschek (FPÖ): Sehr geehrte Damen und Herren von der Bundesregierung! Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin Fekter, Sie haben ja heute ganz groß verkündet, dass die Gemeinden und Länder auch ihren Beitrag leisten werden. Ich kann Ihnen nur empfehlen: Sehen Sie sich ORF-Online an! Da steht ganz groß, dass der Rechnungshof gerade festgestellt hat: Die Länder verfehlen ihre Sparziele bei Weitem. (Beifall bei der FPÖ. – Bundesministerin Dr. Fekter: 2005! Das ist Vergangenheit!) Ja, ich weiß eh ... (Bundesministerin Dr. Fekter: 2005!) Und was in der Vergangenheit war, wird in Zukunft anders sein – das werden Sie ja wohl selbst nicht glauben! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Bundesministerin Dr. Fekter: 2005!
Abgeordneter Elmar Podgorschek (FPÖ): Sehr geehrte Damen und Herren von der Bundesregierung! Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin Fekter, Sie haben ja heute ganz groß verkündet, dass die Gemeinden und Länder auch ihren Beitrag leisten werden. Ich kann Ihnen nur empfehlen: Sehen Sie sich ORF-Online an! Da steht ganz groß, dass der Rechnungshof gerade festgestellt hat: Die Länder verfehlen ihre Sparziele bei Weitem. (Beifall bei der FPÖ. – Bundesministerin Dr. Fekter: 2005! Das ist Vergangenheit!) Ja, ich weiß eh ... (Bundesministerin Dr. Fekter: 2005!) Und was in der Vergangenheit war, wird in Zukunft anders sein – das werden Sie ja wohl selbst nicht glauben! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Elmar Podgorschek (FPÖ): Sehr geehrte Damen und Herren von der Bundesregierung! Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin Fekter, Sie haben ja heute ganz groß verkündet, dass die Gemeinden und Länder auch ihren Beitrag leisten werden. Ich kann Ihnen nur empfehlen: Sehen Sie sich ORF-Online an! Da steht ganz groß, dass der Rechnungshof gerade festgestellt hat: Die Länder verfehlen ihre Sparziele bei Weitem. (Beifall bei der FPÖ. – Bundesministerin Dr. Fekter: 2005! Das ist Vergangenheit!) Ja, ich weiß eh ... (Bundesministerin Dr. Fekter: 2005!) Und was in der Vergangenheit war, wird in Zukunft anders sein – das werden Sie ja wohl selbst nicht glauben! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn wir nicht endlich dafür Sorge tragen, dass in dieses System Ordnung hineinkommt, dann wird dieses System früher oder später zusammenkrachen. Die Regierung hat es verdient, dass sie da vor uns hergetrieben wird, und die Banken, Mitarbeiter und Sparer haben es sich verdient, dass endlich eine Lösung herbeigeführt wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Rädler: ... fährt Glawischnig im BMW!
Ich sage Ihnen auch, warum. Als ich letzte Woche auf diese Ausschreibung gestoßen bin (Abg. Rädler: ... fährt Glawischnig im BMW!), habe ich mir die Ausschreibungsunterlagen durchgeschaut und mir angesehen, was 105 Regierungsmitglieder und Spitzenbeamte da dringend brauchen – um 8 Millionen €! –: Sie brauchen ambientes Licht, sie brauchen Lenkradheizung, sie brauchen Effektlackierung – was immer das ist (Abg. Mag. Kogler: Damit wenigstens die Fassade stimmt!) –, und sie brauchen vor allem ganz, ganz dringend Massagesitze im Fond. Massagesitze im Fond, das muss jetzt beschafft werden! Dazu muss es jetzt 8 Millionen € geben, damit der Bundeskanzler, der Vizekanzler, die Finanzministerin, die Landeshauptleute im Dienstwagen im Fond massiert werden können, automatisch! – So, das sind die offensichtlichen Sorgen der Bundesregierung.
Abg. Mag. Kogler: Damit wenigstens die Fassade stimmt!
Ich sage Ihnen auch, warum. Als ich letzte Woche auf diese Ausschreibung gestoßen bin (Abg. Rädler: ... fährt Glawischnig im BMW!), habe ich mir die Ausschreibungsunterlagen durchgeschaut und mir angesehen, was 105 Regierungsmitglieder und Spitzenbeamte da dringend brauchen – um 8 Millionen €! –: Sie brauchen ambientes Licht, sie brauchen Lenkradheizung, sie brauchen Effektlackierung – was immer das ist (Abg. Mag. Kogler: Damit wenigstens die Fassade stimmt!) –, und sie brauchen vor allem ganz, ganz dringend Massagesitze im Fond. Massagesitze im Fond, das muss jetzt beschafft werden! Dazu muss es jetzt 8 Millionen € geben, damit der Bundeskanzler, der Vizekanzler, die Finanzministerin, die Landeshauptleute im Dienstwagen im Fond massiert werden können, automatisch! – So, das sind die offensichtlichen Sorgen der Bundesregierung.
Abg. Rädler: Stimmt ja nicht!
Und wir fragen nach: Warum wird die Steuerhinterziehung der Reichen in der Schweiz durch die Finanzministerin bekämpft? – Frau Dr. Fekter, Sie wissen, dass Sie 12 Milliarden holen könnten! Sie bieten der Schweiz 1 Milliarde und sagen: Schenken wir 11 Milliarden her! Warum schenken Sie Ihnen möglicherweise – zumindest vom Einkommen und vom Vermögen her – nahestehenden Steuerhinterziehern und ‑hinterzieherinnen mehr als 10 Milliarden €? Warum machen Sie kein Sparpaket für Steuerhinterzieher? – Das ist eine große Frage. Und dann gibt es kein Geld für Universitäten, kein Geld für Pensionen, kein Geld für den ökologischen Umbau, kein Geld für die Energiewende, kein Geld für Kultur, kein Geld für Kindergärten (Abg. Rädler: Stimmt ja nicht!) – aber für Massagesitze und für organisierte Steuerhinterziehung gibt es Geld! (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Und wir fragen nach: Warum wird die Steuerhinterziehung der Reichen in der Schweiz durch die Finanzministerin bekämpft? – Frau Dr. Fekter, Sie wissen, dass Sie 12 Milliarden holen könnten! Sie bieten der Schweiz 1 Milliarde und sagen: Schenken wir 11 Milliarden her! Warum schenken Sie Ihnen möglicherweise – zumindest vom Einkommen und vom Vermögen her – nahestehenden Steuerhinterziehern und ‑hinterzieherinnen mehr als 10 Milliarden €? Warum machen Sie kein Sparpaket für Steuerhinterzieher? – Das ist eine große Frage. Und dann gibt es kein Geld für Universitäten, kein Geld für Pensionen, kein Geld für den ökologischen Umbau, kein Geld für die Energiewende, kein Geld für Kultur, kein Geld für Kindergärten (Abg. Rädler: Stimmt ja nicht!) – aber für Massagesitze und für organisierte Steuerhinterziehung gibt es Geld! (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen
Frau Dr. Fekter, das sind nur zwei von vielen Punkten eines Sparpakets, das gerade in sich zusammenbricht. Über eines bin ich mir sicher (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen): Dieses Sparpaket wird so lange halten wie Ihre Luxuswagenbeschaffung, und wir sehen uns kurz nach Ostern, um über ein echtes Sparpaket, das auch die Steuerhinterziehung und die Luxusautos betrifft, weiterzuverhandeln. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Dann wird es einmal um etwas Vernünftiges gehen, das verspreche ich Ihnen heute schon. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Frau Dr. Fekter, das sind nur zwei von vielen Punkten eines Sparpakets, das gerade in sich zusammenbricht. Über eines bin ich mir sicher (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen): Dieses Sparpaket wird so lange halten wie Ihre Luxuswagenbeschaffung, und wir sehen uns kurz nach Ostern, um über ein echtes Sparpaket, das auch die Steuerhinterziehung und die Luxusautos betrifft, weiterzuverhandeln. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Dann wird es einmal um etwas Vernünftiges gehen, das verspreche ich Ihnen heute schon. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Frau Dr. Fekter, das sind nur zwei von vielen Punkten eines Sparpakets, das gerade in sich zusammenbricht. Über eines bin ich mir sicher (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen): Dieses Sparpaket wird so lange halten wie Ihre Luxuswagenbeschaffung, und wir sehen uns kurz nach Ostern, um über ein echtes Sparpaket, das auch die Steuerhinterziehung und die Luxusautos betrifft, weiterzuverhandeln. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Dann wird es einmal um etwas Vernünftiges gehen, das verspreche ich Ihnen heute schon. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Dasselbe haben wir beim Bausparen. Da werden Sie die Bausparprämie halbieren. Das wird auch einen großen Schaden zufügen. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall beim BZÖ.
Was wir brauchen, sind Reformen: Reformen, die auf dem Tisch liegen, die im Parlament liegen, Reformen, die der Rechnungshof vorschlägt. Was wir auch brauchen, ist die Abschaffung des Proporzes! Der Proporz blockiert in Österreich massivst Reformen: der Proporz in den Zwangskammern, in 22 Sozialversicherungsanstalten, bei den Energieversorgern, in der Schulverwaltung, beim ORF, bei der ASFINAG, bei der AMA, bei der ÖIAG, bei der AUA et cetera, et cetera. Alles rot-schwarz besetzt, bis zum letzten Verein, bis zur letzten Schule in Österreich! Da muss man dafür sorgen, dass die Freunderln gut versorgt sind, das ist ganz klar – und das blockiert in Österreich auch ganz massiv Reformen! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich begrüße von dieser Stelle aus sehr herzlich das Freistädter Bundesgymnasium, die Klassen 4c und 4d, mit Professor Dollhäubl und Professorin Schwarz an der Spitze. Auch meine Tochter ist mit dabei. Herzlich willkommen im Hohen Haus! (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Das heißt, in Summe gesagt: Das Ganze ist kein Stabilitätspaket, sondern ein Schröpfpaket. Das sind 98 Gesetze, 98 Luftballons, wo ein Drittel der Einnahmen nicht stattfinden wird, und noch dazu gepaart mit einem Reformstau, Reformstillstand in diesem Lande. Das prolongiert automatisch das nächste Sparpaket, und wir vom BZÖ sagen dazu: Die Österreicher haben genug gezahlt! Schluss damit! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ. – Abg. Mag. Gaßner: Tatsächliche Berichtigung war das eigentlich keine, eher eine Rede, eine Faschingsrede!
Weder mit Telekom noch mit Eurofighter noch mit anderen Malversationsvorgängen hat diese privatwirtschaftlich geführte Firma etwas zu tun gehabt. Deshalb ist das richtigzustellen. Ich weise solche unter dem Schutz der Immunität erfolgende Anschüttungen aufs Schärfste zurück! Nachweislich wider besseres Wissen solche Unwahrheiten zu verbreiten, das hat hier nichts verloren! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ. – Abg. Mag. Gaßner: Tatsächliche Berichtigung war das eigentlich keine, eher eine Rede, eine Faschingsrede!)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Abgeordnete Dr. Sabine Oberhauser, MAS (SPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Werte Kolleginnen und Kollegen! Man kann es nicht oft genug sagen, darum sage ich es noch einmal: Es waren nicht die Österreicherinnen und Österreicher, die über ihre Verhältnisse gelebt und verursacht haben, dass wir jetzt ein Sparpaket haben müssen. (Zwischenruf bei der FPÖ.) – Sie geben mir recht? Hervorragend!
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Dieses Angebot nehmen wir, glaube ich, dankend an, denn das würde nicht nur Geld in die Staatskassen bringen, das wir brauchen, sondern das würde auch diejenigen, die die Verursacher dieser Krise sind, nämlich wirklich ungezügelte Finanzspekulanten, zur Kasse bitten. Wenn man weiß, dass manche Aktien 90 Mal in der Sekunde den Besitzer wechseln, dann weiß man, dass man mit 0,1 Prozent Steuer darauf ordentlich Geld in die Staatskassen hineinbringen würde und dass man sich damit einige Pakete, die wir hier schnüren müssen, vielleicht hätte sparen können. – Ich lade alle ein, uns dabei zu unterstützen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Strache: Das ist ein Beispiel von vielen!
Ich möchte jetzt aber auch auf die Frage der Gesundheitsreformen oder des Teiles der Gesundheit, der in diesem Stabilitätspaket eingepreist ist, eingehen. Sowohl dem Herrn Strache als auch dem Kollegen vom BZÖ fällt bei der großen Gesundheitsreform, wo man wirklich für die Österreicherinnen und Österreicher das Wahre herstellen kann, immer nur eines ein, nämlich: Man schaut, dass man die Krankenkassenträger – 22 beziehungsweise 19 haben wir – auf einen zusammenlegt, oder auf drei. (Abg. Strache: Das ist ein Beispiel von vielen!)
Demonstrativer Beifall des Abg. Amon.
Ich glaube, wir sind uns alle einig, dass das Gesundheitswesen in Österreich sehr gut funktioniert. (Demonstrativer Beifall des Abg. Amon.) Es funktioniert nicht optimal, aber es funktioniert sehr gut und die Menschen sind damit zufrieden. Wenn man jetzt den großen Wurf macht und das sprengt, ist es kaputt.
Abg. Linder: Sie schauen einmal!
Wir schauen, dass wir jetzt ein gemeinsames Spitalsgesetz zusammenbringen. (Abg. Linder: Sie schauen einmal!) Die Wege sind weit, sie sind gut, und das ist auf gutem Wege.
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: In weiter Ferne!
Wir haben jetzt Verhandlungen mit den Bundesländern und mit den Sozialversicherungen in der Frage des Konsolidierungspfades, eine Einigung auf ein Ansteigen um maximal 3,6 Prozent, die sich im Prinzip am BIP orientiert. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: In weiter Ferne!) Das heißt, die Gesundheitskosten eindämpfen, und zwar so, dass es die Menschen nicht spüren, indem man einfach schaut, dass man nicht in
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Strache: Ein bisschen falsch gerechnet hat sie, die Pippi Langstrumpf!
Wir sind 20 Tage nach dem Internationalen Frauentag. Pippi Langstrumpf war die erste Frau beziehungsweise das erste Mädchen, die stärkste, die es überhaupt gegeben hat, die sich über alle Grenzen hinweggesetzt hat, die ein völlig eigenständiges Leben geführt hat und ihre Sachen geregelt hat. Was, bitte, kann man sich mehr wünschen als einen Vergleich mit Pippi Langstrumpf? (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Strache: Ein bisschen falsch gerechnet hat sie, die Pippi Langstrumpf!)
Zwischenruf des Abg. Hagen.
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Mitglieder der Bundesregierung! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Debatte zeigt ganz eindeutig, dass es zu diesem Sparpaket keine Alternative gibt. Wir stellen damit Österreich wieder auf gesunde Beine, meine Damen und Herren, und wir werden 2016 wieder ein ausgeglichenes Budget haben. (Zwischenruf des Abg. Hagen.)
Abg. Strache: 30 000!
Es ist aber so, meine Damen und Herren, dass damit auch der Wirtschaftsstandort und der Arbeitsmarkt in Österreich abgesichert werden, und diese Debatte kommt mir heute zu kurz. Wir haben seit Monaten die niedrigste Arbeitslosenquote. Sie, Herr Strache, haben verkündet, der Osten würde uns überschwemmen – 21 000 zusätzliche Arbeitskräfte sind gekommen. (Abg. Strache: 30 000!)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben gesagt, zwischen 20 000 und 25 000 werden kommen. Sie haben gesagt, das kann Österreich nicht aushalten. Wir haben nach wie vor die niedrigste Arbeitslosenquote. So viel zu Ihren Unkenrufen, die Sie ständig der Bevölkerung vermitteln, die völlig unwahr sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Strache.
Ein Wort zu den Pensionen, weil immer gesagt wird, es wird nicht in die Struktur gegangen. Natürlich wird im Bereich der Pensionen eine Strukturreform durchgeführt, nämlich mit dem Pensionskonto. Es ist aber auch so, meine Damen und Herren, dass Privilegien abgeschafft werden, was längst notwendig ist: im Bereich der ÖBB mit der Frühpensionierung, im Bereich der Nationalbank ... (Zwischenruf des Abg. Strache.) – Das wurde angesprochen. Sie lesen anscheinend die Gesetze nicht, Herr Kollege Strache! Das ist das Problem, dass Sie nämlich nicht wissen, was drinnen steht!
Abg. Strache: Aber die Frühpensionisten gehen weiter mit 52 Jahren !
Es wird ein Pensionssicherungsbeitrag für Nationalbank-Pensionisten eingeführt – steht in diesen Gesetzen drinnen. (Abg. Strache: Aber die Frühpensionisten gehen weiter mit 52 Jahren !) – Schreien Sie nicht lang, sondern lesen Sie endlich einmal die Gesetze, dazu sind Sie Abgeordneter dieses Hauses, und verunsichern Sie nicht ständig die Bevölkerung! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es wird ein Pensionssicherungsbeitrag für Nationalbank-Pensionisten eingeführt – steht in diesen Gesetzen drinnen. (Abg. Strache: Aber die Frühpensionisten gehen weiter mit 52 Jahren !) – Schreien Sie nicht lang, sondern lesen Sie endlich einmal die Gesetze, dazu sind Sie Abgeordneter dieses Hauses, und verunsichern Sie nicht ständig die Bevölkerung! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Strache: Welche 50 Prozent werden umgesetzt?! – Nicht einmal 3 Prozent!
Meine Damen und Herren, im Verwaltungsbereich werden 50 Prozent der Rechnungshof-Vorschläge umgesetzt. Warum nicht 100 Prozent? Diese Frage müssen wir beantworten. (Abg. Strache: Welche 50 Prozent werden umgesetzt?! – Nicht einmal 3 Prozent!) – Lesen Sie die Gesetze! Dann werden Sie sehen, dass Heeresspitäler zum Beispiel zusammengelegt werden, dass Verwaltungsstrukturen zusammengelegt werden. (Abg. Strache: Nicht einmal 3 Prozent! Das ist ja ein Witz!)
Abg. Strache: Nicht einmal 3 Prozent! Das ist ja ein Witz!
Meine Damen und Herren, im Verwaltungsbereich werden 50 Prozent der Rechnungshof-Vorschläge umgesetzt. Warum nicht 100 Prozent? Diese Frage müssen wir beantworten. (Abg. Strache: Welche 50 Prozent werden umgesetzt?! – Nicht einmal 3 Prozent!) – Lesen Sie die Gesetze! Dann werden Sie sehen, dass Heeresspitäler zum Beispiel zusammengelegt werden, dass Verwaltungsstrukturen zusammengelegt werden. (Abg. Strache: Nicht einmal 3 Prozent! Das ist ja ein Witz!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Glauben Sie wirklich, die Leute sind so dumm?!
Wissen Sie, was wir nicht wollen, Herr Klubobmann Strache? Wir wollen nicht, dass Bezirkshauptmannschaften zugesperrt werden. Im ländlichen Raum den Bürgern das Bürgerservice wegnehmen, das wollen wir nicht, Herr Kollege Strache! Damit gehen Sie hausieren, wir von der Österreichischen Volkspartei nicht! Wir wollen eine bürgernahe Verwaltung und das Bürgerservice auch im ländlichen Raum weiterhin gewährleisten. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Glauben Sie wirklich, die Leute sind so dumm?!)
Abg. Strache: Das merken wir bei der Immobilienbesteuerung aktuell!
Wir stellen uns schützend vor jene Menschen, meine Damen und Herren, die sich durch harte Arbeit etwas geleistet haben, zum Beispiel ein Haus gebaut, ein Grundstück erworben. Wir stellen uns schützend vor das Eigentum und vor die Häuselbauer in diesem Lande, damit denen nichts weggenommen wird, was unsachlich und unredlich wäre, meine Damen und Herren! (Abg. Strache: Das merken wir bei der Immobilienbesteuerung aktuell!) Wir wollen auch keine Enteignung in diesem Bereich! Herr Kollege Pilz! Wenn Sie von 12 Milliarden € reden – wir wollen keine Enteignung! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir stellen uns schützend vor jene Menschen, meine Damen und Herren, die sich durch harte Arbeit etwas geleistet haben, zum Beispiel ein Haus gebaut, ein Grundstück erworben. Wir stellen uns schützend vor das Eigentum und vor die Häuselbauer in diesem Lande, damit denen nichts weggenommen wird, was unsachlich und unredlich wäre, meine Damen und Herren! (Abg. Strache: Das merken wir bei der Immobilienbesteuerung aktuell!) Wir wollen auch keine Enteignung in diesem Bereich! Herr Kollege Pilz! Wenn Sie von 12 Milliarden € reden – wir wollen keine Enteignung! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Im Sinne unserer Kinder und unserer kommenden Generationen kann ich Sie nur ermuntern, diesem Paket zuzustimmen. Das ist unsere Aufgabe als Parlamentarier. Es ist absolut notwendig! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Riepl.
Abgeordneter Werner Herbert (FPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Werte Kolleginnen und Kollegen! Kollege Wöginger! Es nützt nichts, wenn Sie unseren Klubobmann noch so sehr anschütten. Ihre Anschuldigungen werden nicht wahrer, auch wenn Sie sie noch so oft wiederholen. Es gibt hier nur eine einzige Partei, die hinter der österreichischen Bevölkerung steht, und das ist die FPÖ und HC Strache, lassen Sie sich das gesagt sein! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Riepl.)
Beifall bei der FPÖ.
Diese drei Berufsgruppen sind nachhaltige Verlierer dieses Belastungspakets, und ich sage Ihnen: Diese dort festgeschriebenen Einsparungen haben nicht nur nachhaltige negative Folgen auf die Sicherheit der Bevölkerung, weil Streifendienste nicht mehr im erforderlichen Ausmaß absolviert werden können, weil der Katastrophendienst vom Bundesheer nicht mehr gewährleistet werden kann, sondern diese Einsparungen haben auch nichts mit Ihrer vielzitierten sozialen Gerechtigkeit zu tun. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Na was?
Sie sollten, anstatt diese dienst- und besoldungsrechtlichen Verschlechterungen für diese Berufsgruppen umzusetzen, lieber dort sparen, wo es sinnvoll ist, wo es auch für alle einen Mehrwert hat, nämlich bei der ... Sie werfen das Geld Pleitestaaten wie Griechenland nach. Sie haben ... (Ruf bei der ÖVP: Na was?) – Ja, genau: Na was?
Beifall bei der FPÖ.
Wir sagen daher Nein zu diesem Sparpaket, keine Einsparungen bei Polizei, Justizwache und Bundesheer, keine Kompromisse bei der Sicherheit und dem Katastrophenschutz! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Ich glaube, das Parlament darf sich von der Regierung nicht seine eigenen Prüforgane herunterstreichen lassen, und ich bitte um Unterstützung für diesen Antrag. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ.
Ich bringe Ihnen wieder ein Beispiel: Im Landespolizeikommando Vorarlberg in der Landesfunkleitzentrale, wo die Beamten 24 Stunden Dienst verrichten, gibt es nur ganz normale Bürostühle, die sich schlecht aufs Kreuz und auf die Bandscheiben auswirken. Beamte werden krank. Hiefür haben Sie kein Geld, wie wir vorhin gehört haben, für Luxuskarossen mit Massagesitzen im Fond für die Minister, da haben Sie das Geld. Ich sage Ihnen, das ist das falsche Sparen. Ich weiß, wo es pfeift in Ihrem Ressort, Frau Minister. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Da, meine Damen und Herren, kassiert die Regierung in hohem Maße mit, und deswegen kann die Frau Finanzminister vielleicht auch noch vollmundig erzählen, dass das Budget 2011 besser ausgefallen ist, als sie gedacht hat. Ja, Sie haben es auf Kosten der Autofahrer, auf Kosten der Steuerzahler, auf Kosten der Österreicherinnen und Österreicher, der kleinen Bürger gemacht. Da braucht man sich nicht zu brüsten, dass man ein Budget so finanziert. Meine Damen und Herren, wir haben bereits genug gezahlt! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Kollege Wöginger, du bist selber – er ist leider gerade nicht da – Mitglied eines Gemeinderates, sogar Vizebürgermeister, wenn ich nicht irre. Die Gemeinden sind die erste Anlaufstelle für die Bürger und die wirkliche Bürgerservicestelle, und die sollten gestützt und in ihren Bemühungen unterstützt werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Der Antrag ist nicht da!
Dann geht es um Änderungen im Einkommensteuergesetz. Eine nicht unbedeutende Sache ist die Steuerfreiheit von agrarischen Zusammenlegungs- und Flurbereinigungsverfahren. (Abg. Öllinger: Der Antrag ist nicht da!) Bitte? (Abg. Öllinger: Der Antrag ist noch nicht verteilt!) Mir wurde gesagt, er ist verteilt. (Abg. Dr. Lichtenecker: Er wird gerade verteilt!) Er ist in Verteilung? Gut, ich darf fortsetzen.
Abg. Öllinger: Der Antrag ist noch nicht verteilt!
Dann geht es um Änderungen im Einkommensteuergesetz. Eine nicht unbedeutende Sache ist die Steuerfreiheit von agrarischen Zusammenlegungs- und Flurbereinigungsverfahren. (Abg. Öllinger: Der Antrag ist nicht da!) Bitte? (Abg. Öllinger: Der Antrag ist noch nicht verteilt!) Mir wurde gesagt, er ist verteilt. (Abg. Dr. Lichtenecker: Er wird gerade verteilt!) Er ist in Verteilung? Gut, ich darf fortsetzen.
Abg. Dr. Lichtenecker: Er wird gerade verteilt!
Dann geht es um Änderungen im Einkommensteuergesetz. Eine nicht unbedeutende Sache ist die Steuerfreiheit von agrarischen Zusammenlegungs- und Flurbereinigungsverfahren. (Abg. Öllinger: Der Antrag ist nicht da!) Bitte? (Abg. Öllinger: Der Antrag ist noch nicht verteilt!) Mir wurde gesagt, er ist verteilt. (Abg. Dr. Lichtenecker: Er wird gerade verteilt!) Er ist in Verteilung? Gut, ich darf fortsetzen.
Beifall bei der SPÖ.
Und da möchte ich auf einen Punkt noch hinweisen, der auch in diesem Stabilitätsgesetz drinnen ist, nämlich dass mit 1. Jänner 2014 die Feststellung der neuen Einheitswerte im landwirtschaftlichen Bereich festgelegt wird. Endlich ist es so weit! Das ist über Jahrzehnte verschlafen worden, und ich denke, dass eine geringfügige, aber doch Anhebung der Grundsteuer den Gemeinden sehr, sehr zugute kommen wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Wie schaut es denn derzeit aus? – Stellen Sie sich 500-Euro-Scheine vor! In 500-Euro-Scheinen gestapelt wächst der Schuldenberg in Österreich pro Jahr um die Höhe des Ötschers, und der ist immerhin fast 1 900 Meter hoch. Also: So kann es nicht weitergehen, deshalb brauchen wir dieses Reformpaket. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Unsere Senioren zeigen sehr viel Verantwortungsbewusstsein – wie schon so oft in der Vergangenheit. Sie sind bereit, so wie alle anderen Gruppen im Staate, auch ihren Sparbeitrag zu leisten. Und dafür gilt es, auch Dank zu sagen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Natürlich, geschätzte Damen und Herren von der Opposition, kann man alle Reformen kleinreden, aber fest steht: Die Reformen bei den Pensionen sind unverzichtbar. Oder wollen Sie, dass weiterhin Menschen mit 57, 58 in die Frührente gehen? Wir wollen das nicht. Wir wollen begleitende Maßnahmen schaffen, und das gesamte Paket wird letztlich allen Generationen zugutekommen – den Jungen und den Alten. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und BZÖ.
Abgeordneter Maximilian Linder (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Liebe Kolleginnen! Liebe Kollegen! Frau Kollegin Aubauer, nein, wir wollen nicht, dass die Menschen mit 52, 53, 54 in Pension gehen, aber wenn man das Pensionsalter anhebt, dann sollte man auch begleitende Maßnahmen setzen, dass es für die Betriebe interessant wird, ältere Arbeitnehmer zu halten, aufzunehmen, nicht aber im Gegenzug die Arbeitslosenversicherungsbeiträge bis zum Pensionsalter anheben. Das ist der falsche Weg. (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich glaube, all diese Beispiele zeigen, wie dieses Belastungspaket angelegt ist: auf verschleiern, verdecken, verstecken und den Versuch, den Bürger an der Nase herumzuführen. Ich glaube, das Paket hat nur einen Namen verdient: ein Belastungspaket für den Bürger, der noch arbeitet und der noch seine Leistung bringt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Kogler: Jawohl! Missbrauch!
fensichtlich kratzt es den Herrn Umweltminister überhaupt nicht, was da gesetzlich und ungesetzlich ist. Darum bitte ich Sie sehr, diesem Inserat beziehungsweise Inseratenmissbrauch nachzugehen. Er soll das aus seiner eigenen Tasche zahlen, wenn er sich mit seinem Foto irgendwo ablichten lässt, aber nicht auf Kosten der Steuerzahler. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Kogler: Jawohl! Missbrauch!)
Abg. Mayerhofer: Das stimmt! Genau!
Jetzt komme ich zum eigentlichen Thema: Wenn man Ihnen zuhört, meine sehr geehrten Damen und Herren, bekommt man den Eindruck, bei diesem Belastungspaket handle es sich um die größte Wohltat der Bundesregierung seit Jahren. (Abg. Mayerhofer: Das stimmt! Genau!)
Zwischenruf des Abg. Schopf
Altersteilzeit: Der ursprüngliche Ministerialentwurf hat vorgesehen, dass die Altersteilzeit am gesetzlichen Pensionsantrittsalter anknüpft. Wie wurde das geändert? – Die Altersteilzeit knüpft jetzt wieder an der vorzeitigen Alterspension an und ist damit das, was sie auch schon vorher war: ein Ausstiegsmodell für die großen Betriebe, die wir ja kennen, vor allem im Bereich der Finanzdienstleister – Banken, Versicherungen et cetera, damit ich es Ihnen übersetze –, die ihre Leute schon mit 52, 53 Jahren ins Ausgedinge schicken (Zwischenruf des Abg. Schopf) und so mit der Altersteilzeit schon den langsamen Übergang in die vorzeitige Alterspension absichern. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.)
Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Altersteilzeit: Der ursprüngliche Ministerialentwurf hat vorgesehen, dass die Altersteilzeit am gesetzlichen Pensionsantrittsalter anknüpft. Wie wurde das geändert? – Die Altersteilzeit knüpft jetzt wieder an der vorzeitigen Alterspension an und ist damit das, was sie auch schon vorher war: ein Ausstiegsmodell für die großen Betriebe, die wir ja kennen, vor allem im Bereich der Finanzdienstleister – Banken, Versicherungen et cetera, damit ich es Ihnen übersetze –, die ihre Leute schon mit 52, 53 Jahren ins Ausgedinge schicken (Zwischenruf des Abg. Schopf) und so mit der Altersteilzeit schon den langsamen Übergang in die vorzeitige Alterspension absichern. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Das ist das Problem, das wir bei Ihrer Art von Politik nach wie vor haben. Und wir wissen, warum es geändert wurde: nicht wegen der Voest, auch wenn die Kollegen dort hinten jetzt zwischenrufen, sondern ganz allgemein wegen der Wirtschaft, die sich hier ein Modell für den vorzeitigen Ausstieg bestellt hat. Sie sagen, sie möchten die Leute weiterhin vorzeitig ins Ausgedinge schicken, und zahlen soll das der Bund über die Arbeitslosenversicherung. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Und wenn das dann auch noch vorzeitige Alterspensionen kostet, dann sind sie, nämlich die Wirtschaft, die Ersten, die schreien und sagen, dass das Ganze so viel kostet.
Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.
So schaut es aus, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.) So schaut es aus mit den Maßnahmen, die angeblich nachhaltig sein sollen.
Abg. Wöginger: Die zahlen 13,6 Prozent!
Zweiter Punkt. Zu den angeblich nachhaltigen Maßnahmen frage ich Sie: Was ist im Bereich der Superpensionen geschehen? Was ist geschehen? – Bei den Politikerpensionen nichts, aber auch gar nichts! Kein zusätzliches Prozentchen (Abg. Wöginger: Die zahlen 13,6 Prozent!), kein zusätzliches Prozent oder mehrere Prozente bei jenen,
Abg. Binder-Maier: Herr Kollege, es gibt keine Politikerpensionen mehr! Seit 1997 !
die aus einem Pensionsbeitrag drei Pensionen lukrieren können – solche gibt es; Entschuldigung, zwei sind es zumindest (Abg. Binder-Maier: Herr Kollege, es gibt keine Politikerpensionen mehr! Seit 1997 !) –, gar nichts geschieht.
Abg. Wöginger: 3,3!
Und bei den Nationalbank-Pensionen, wo die Sache mindestens ebenso arg ist wie bei den Politikerpensionen, denn die Nationalbank zahlt pro Jahr insgesamt 100 Millionen für ihre Pensionen – 100 Millionen €! –, bei den Nationalbank-Pensionen ist um 1,3 Prozent angehoben worden. (Abg. Wöginger: 3,3!) Von 2 auf 3,3 Prozent. Vorher waren die 2 Prozent freiwillig, jetzt sind die 3,3 unfreiwillig, sprich gesetzlich. (Abg. Wöginger: Gesetzlich!) 1,3 Prozent daher die Anhebung, unterm Strich. (Abg. Wöginger: Freiwillig!)
Abg. Wöginger: Gesetzlich!
Und bei den Nationalbank-Pensionen, wo die Sache mindestens ebenso arg ist wie bei den Politikerpensionen, denn die Nationalbank zahlt pro Jahr insgesamt 100 Millionen für ihre Pensionen – 100 Millionen €! –, bei den Nationalbank-Pensionen ist um 1,3 Prozent angehoben worden. (Abg. Wöginger: 3,3!) Von 2 auf 3,3 Prozent. Vorher waren die 2 Prozent freiwillig, jetzt sind die 3,3 unfreiwillig, sprich gesetzlich. (Abg. Wöginger: Gesetzlich!) 1,3 Prozent daher die Anhebung, unterm Strich. (Abg. Wöginger: Freiwillig!)
Abg. Wöginger: Freiwillig!
Und bei den Nationalbank-Pensionen, wo die Sache mindestens ebenso arg ist wie bei den Politikerpensionen, denn die Nationalbank zahlt pro Jahr insgesamt 100 Millionen für ihre Pensionen – 100 Millionen €! –, bei den Nationalbank-Pensionen ist um 1,3 Prozent angehoben worden. (Abg. Wöginger: 3,3!) Von 2 auf 3,3 Prozent. Vorher waren die 2 Prozent freiwillig, jetzt sind die 3,3 unfreiwillig, sprich gesetzlich. (Abg. Wöginger: Gesetzlich!) 1,3 Prozent daher die Anhebung, unterm Strich. (Abg. Wöginger: Freiwillig!)
Abg. Wöginger: Wieso? Du weißt ja noch gar nicht, wie die Summe verteilt wird!
Nein, meine sehr geehrten Damen und Herren, Entschuldigung, wenn wir von den Opfern sprechen, die in diesem Spar- oder Belastungspaket enthalten sind, dann muss man schon sagen, dass es da eindeutige Opfer gibt. Das betrifft schon einmal die kleinen und mittleren Pensionisten – Sie sehen das auch in unserem Abänderungsantrag. (Abg. Wöginger: Wieso? Du weißt ja noch gar nicht, wie die Summe verteilt wird!) Auch das, was Sie da jetzt beschlossen haben, wird nicht halten.
Abg. Wöginger: Ja was jetzt?
Die Hebesätze werden das eine Jahr abgesenkt, das andere Jahr werden sie angehoben. Ich erkläre jetzt nicht im Detail, was die Hebesätze sind. Die außertourliche Anhebung der Höchstbeitragsgrundlage, das wissen Sie genau, bringt jetzt kurzfristig Geld und auf zwei oder drei Jahre kostet es zumindest im Bereich der Pensionsversicherung mehr. (Abg. Wöginger: Ja was jetzt?)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wöginger.
„Ja was jetzt?“, fragt Kollege Wöginger. – Kurzfristig bringt es Geld, und langfristig müssen wir dafür zahlen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wöginger.)
Abg. Wöginger: Geh bitte!
So schaut dieses Spar- und Belastungspaket leider auch aus, tut mir leid. Abgesehen davon, dass es keine Zeit gegeben hat, das wirklich gründlich zu diskutieren, das betrifft insbesondere die Konto-Erstgutschrift, eine an und für sich sinnvolle Sache, aber so, wie Sie es jetzt über den Tisch nudeln, lässt sich nicht sagen, wer die VerliererInnen, wer die GewinnerInnen sind (Abg. Wöginger: Geh bitte!) beziehungsweise was mit dieser Maßnahme überhaupt erreicht wird. – Danke. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Wöginger: Da verstehe ich dich wirklich nicht! – Abg. Amon: Nicht sehr objektiv diese Rede!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Wöginger: Da verstehe ich dich wirklich nicht! – Abg. Amon: Nicht sehr objektiv diese Rede!
So schaut dieses Spar- und Belastungspaket leider auch aus, tut mir leid. Abgesehen davon, dass es keine Zeit gegeben hat, das wirklich gründlich zu diskutieren, das betrifft insbesondere die Konto-Erstgutschrift, eine an und für sich sinnvolle Sache, aber so, wie Sie es jetzt über den Tisch nudeln, lässt sich nicht sagen, wer die VerliererInnen, wer die GewinnerInnen sind (Abg. Wöginger: Geh bitte!) beziehungsweise was mit dieser Maßnahme überhaupt erreicht wird. – Danke. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Wöginger: Da verstehe ich dich wirklich nicht! – Abg. Amon: Nicht sehr objektiv diese Rede!)
Abg. Riepl – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dolinschek –: Sigisbert, schön sprechen, bitte!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als nächster Redner zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Dolinschek. 4 Minuten sind eingestellt. – Bitte. (Abg. Riepl – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dolinschek –: Sigisbert, schön sprechen, bitte!)
Beifall beim BZÖ.
Und jetzt kommt es: Aber der Beamte kann dann nach 42 Jahren diese Vergünstigung haben und die andere Person erst nach 45 Jahren. – Das ist unverständlich! Das ist ungerecht! Das geht so nicht! Das ist nicht okay, und das müssen Sie auch sehen – das sieht die Bevölkerung so! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
müsste natürlich geachtet werden, aber der Förderdschungel müsste schnellstens bereinigt werden. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Neubauer
Kollege Strache ist herausgekommen und hat sich wie ein verletztes Reh darüber aufgeregt, dass Kollege Kräuter ihn daran erinnert hat (Zwischenruf des Abg. Neubauer), dass er mit seinen Freunden Rumpold, Meischberger, Grasser und Co. für den historischen Sittenverfall in diesem Land zuständig ist. Und wie ein verletztes Reh hat er gesagt: Das trauen Sie sich doch nur, weil Sie die Immunität haben! – Genau der, der mit seinen Mannen ständig herauskommt und die Unwahrheit sagt, draußen mit Unwahrheiten und mit Hetze unschuldige Bevölkerungsgruppen angreift, regt sich über die Immunität auf? – Das kann ja nur ein Witz sein! (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neubauer: Die Zukunftshoffnung spricht!)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neubauer: Die Zukunftshoffnung spricht!
Kollege Strache ist herausgekommen und hat sich wie ein verletztes Reh darüber aufgeregt, dass Kollege Kräuter ihn daran erinnert hat (Zwischenruf des Abg. Neubauer), dass er mit seinen Freunden Rumpold, Meischberger, Grasser und Co. für den historischen Sittenverfall in diesem Land zuständig ist. Und wie ein verletztes Reh hat er gesagt: Das trauen Sie sich doch nur, weil Sie die Immunität haben! – Genau der, der mit seinen Mannen ständig herauskommt und die Unwahrheit sagt, draußen mit Unwahrheiten und mit Hetze unschuldige Bevölkerungsgruppen angreift, regt sich über die Immunität auf? – Das kann ja nur ein Witz sein! (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neubauer: Die Zukunftshoffnung spricht!)
Abg. Neubauer: Weil Sie gerade einmal 5 Minuten herinnen sind! – Abg. Linder: Wenn Sie nie da sind, können Sie nicht wissen, wie oft er da ist!
Ich rate dem Herrn Kollegen Strache nicht nur zu ein bisschen weniger Sensibilität, sondern vor allem auch zu Anwesenheit, denn die Zuschauer können sich auch einmal ein Bild davon machen, was Herr Kollege Strache so für sein Gehalt macht. (Abg. Neubauer: Weil Sie gerade einmal 5 Minuten herinnen sind! – Abg. Linder: Wenn Sie nie da sind, können Sie nicht wissen, wie oft er da ist!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Jetzt komme ich zum Stabilitätspaket. – Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, meine Kollegin Oberhauser hat es auch schon gesagt, man kann es aber nicht oft genug wiederholen: Die Budgetkrise ist eine Folge der Finanzkrise. Es waren die Probleme im Finanzbereich, die durch die Spekulationen auf die Realwirtschaft durchgeschlagen hat. Es waren nicht die Schülerinnen und Schüler, die Pensionistinnen und Pensionisten, die über ihre Verhältnisse gelebt haben. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Neubauer.) Rettungsaktionen der Staaten durch Konjunkturpakete und Bankenpakete waren es, die zu diesen Schulden geführt haben. Und das ist besonders wichtig für die Geschichtsschreibung und die Ursachenforschung.
Abg. Neubauer: Wer hat diese Rede geschrieben?
Jetzt zu den einzelnen Maßnahmen. – Gerade die SPÖ, die Sozialdemokratie hat da Wort gehalten. Wir, die Sozialdemokratie, haben gesagt, es muss ein ausgewogener Mix aus einnahmenseitigen Maßnahmen, sprich vermögensbezogenen, gerechten Steuern, und sinnvollem Sparen durch Effizienzsteigerung sein. (Abg. Neubauer: Wer hat diese Rede geschrieben?) Und gerade bei den einnahmenseitigen Maßnahmen ist es uns gelungen, neben der Bankenabgabe und neben der Änderung bei Stiftungsprivilegien auch eine Solidarabgabe für Spitzenverdiener und eine Immobiliensteuer zu erreichen. Und da sind wir – da sind wir eins mit den Grünen – noch nicht am Ziel, aber wir sind auf dem richtigen Weg.
Zwischenruf des Abg. Jury.
mögensbezogene Steuern haben werden. Auch das wäre unter einer freiheitlichen Regierungsbeteiligung nie möglich gewesen. Im U-Ausschuss kommen immer mehr Beweise, warum das wohl so sein mag. (Zwischenruf des Abg. Jury.) Es wäre mit der FPÖ unmöglich gewesen, weil gerade die FPÖ bei Vermögensteuern, bei Steuern für Spitzenverdiener immer Nein schreit. Warum es so ist, werden wir im U-Ausschuss sicher auch noch herausfinden, warum sich die FPÖ als Schützer der Reichen aufspielt.
Abg. Neubauer: Darum sind sie alle pleite, die Unis!
Die Sozialdemokratie hat von Anfang an gesagt, es darf keine Nulllohnrunden für Pensionisten und keine Massensteuererhöhungen geben. Und während in ganz Europa Massensteuern erhöht werden, das Familiensilber verkauft wird, Lohn- und Pensionskürzungen verordnet werden, investiert die österreichische Bundesregierung noch offensiv in Bildung, Arbeitsmarkt, Uni und Pflege. (Abg. Neubauer: Darum sind sie alle pleite, die Unis!)
Beifall bei der SPÖ.
Es gibt einen Teuerungsausgleich bei kleinen Pensionen, keine Nulllohnrunden und keine Massensteuererhöhungen. Daher auch mein Appell an die Opposition – es geht ja auch, gerade auch, wenn Gäste im Haus sind, ein bisschen um Politikvermittlung –: Ich denke, es wäre angemessen, hier eine faire Bilanz über die Arbeit der Bundesregierung zu ziehen! Und diese lautet: trotz Wirtschaftskrise steigende Beschäftigung, europaweit die niedrigste Arbeitslosigkeit und Ausbau des sozialen Netzes. Das kann sich sehen lassen, und darum beneidet uns ganz Europa. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neubauer: Zu Recht!
Schuldzuweisungen haben wenig Sinn, Lösungsvorschläge sind gefragt. Der bisherigen Diskussion war zu entnehmen, dass die Oppositionsparteien – das ist ihr Job, das verstehe ich schon – alles kritisieren. (Abg. Neubauer: Zu Recht!) Ich habe aber kaum – bis auf wenige Ausnahmen – Lösungsansätze von ihnen gehört. (Abg. Neubauer: Weil Sie nie herinnen sind!)
Abg. Neubauer: Weil Sie nie herinnen sind!
Schuldzuweisungen haben wenig Sinn, Lösungsvorschläge sind gefragt. Der bisherigen Diskussion war zu entnehmen, dass die Oppositionsparteien – das ist ihr Job, das verstehe ich schon – alles kritisieren. (Abg. Neubauer: Zu Recht!) Ich habe aber kaum – bis auf wenige Ausnahmen – Lösungsansätze von ihnen gehört. (Abg. Neubauer: Weil Sie nie herinnen sind!)
Zwischenrufe beim BZÖ
Wir laden Sie ein: Bringen Sie einmal auch Ihre Fantasie und Ihre Vorstellungen ein, tragen Sie auch Verantwortung für dieses Land (Zwischenrufe beim BZÖ), in dem Sie auch gewählt sind und wo Sie auch eine parlamentarische Aufgabe erfüllen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir laden Sie ein: Bringen Sie einmal auch Ihre Fantasie und Ihre Vorstellungen ein, tragen Sie auch Verantwortung für dieses Land (Zwischenrufe beim BZÖ), in dem Sie auch gewählt sind und wo Sie auch eine parlamentarische Aufgabe erfüllen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich glaube, dass wir da insgesamt eine Grundsatzdiskussion und auch eine Neuausrichtung brauchen. Da ist niemand verletzt, da sind wir alle aufgefordert, solche Dinge aufzuzeigen, denn ich verdiene es nicht – und Sie auch nicht –, dass man mir meine schöne Kulturlandschaft nimmt, meinen Blick auf die Heimat, auf unser Land, und zwar nur deshalb, weil sich andere vor Kurzem nahe an den Verkehrsachsen angesiedelt haben und sagen: Jetzt muss die Republik auftreten und muss mir Lärmschutzwände bauen! – Dazu stehe ich sehr kritisch! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Richtig!
In Anbetracht der mir zur Verfügung stehenden Zeit möchte ich nur mehr auf ein paar wenige Themen Bezug nehmen. – Herr Kollege Linder, Sie haben gemeint, dass die Sozialversicherungen insgesamt und die der Bauern speziell etwas sonderbar sind. Ich darf jetzt sagen: Lesen Sie dieses Gesetz! Da werden Sie auch einen Paragraphen finden, wo es in Zukunft auch die Vorlage der Mehrfachanträge bei der Sozialversicherung geben wird (Abg. Dr. Pirklhuber: Richtig!), weil wir es wollen, dass Bewirtschafter und Beitragszahler und Ausgleichszahlungsnehmer mehr oder weniger identisch sind. Das war uns ein Anliegen, das war gar nicht leicht durchsetzbar. Das haben wir verlangt.
Abg. Huber: Angehoben!
Zum Zweiten: Wir haben natürlich die Beitragssätze auch angepasst. (Abg. Huber: Angehoben!) Meine Damen und Herren, das war keine Freude, da waren harte Gespräche notwendig. (Zwischenruf bei der FPÖ. – Abg. Dr. Pirklhuber: Aber gerecht ist es nicht!) Danke an Herrn Minister Hundstorfer!
Zwischenruf bei der FPÖ. – Abg. Dr. Pirklhuber: Aber gerecht ist es nicht!
Zum Zweiten: Wir haben natürlich die Beitragssätze auch angepasst. (Abg. Huber: Angehoben!) Meine Damen und Herren, das war keine Freude, da waren harte Gespräche notwendig. (Zwischenruf bei der FPÖ. – Abg. Dr. Pirklhuber: Aber gerecht ist es nicht!) Danke an Herrn Minister Hundstorfer!
Abg. Dr. Pirklhuber: Zusammenlegung der Sozialversicherungen!
Schauen Sie sich, bitte, unsere Versicherungsstruktur an! Wir haben heute 180 000 Pensionsnehmer und etwa 150 000 Beitragszahler. Das wird von Mal zu Mal noch schwieriger. Wir haben unseren Beitrag dazu geleistet – keine Frage! –, und wir werden auch die anderen Entwicklungen mitdiskutieren. (Abg. Dr. Pirklhuber: Zusammenlegung der Sozialversicherungen!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bedanke mich und hoffe, dass diese Maßnahme, dieser Stabilitätspakt dazu beiträgt, dass sich Österreich in Zukunft gut weiterentwickeln kann, dass Arbeit und Wirtschaft gesichert sind und dass unser Land einer glücklichen Zukunft entgegengehen kann. (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf – in Richtung des beim Rednerpult stehenden und mit Bundesministerin Heinisch-Hosek sprechenden Abg. Donabauer –: Sie blockieren!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als Nächster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Jannach. 3 Minuten Redezeit. – Bitte. (Ruf – in Richtung des beim Rednerpult stehenden und mit Bundesministerin Heinisch-Hosek sprechenden Abg. Donabauer –: Sie blockieren!) Herr Kollege Donabauer, Sie müssen jetzt das Rednerpult räumen!
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.
Abgeordneter Harald Jannach (FPÖ): Herr Kollege Donabauer verhandelt noch direkt weiter für die Bauern. – Also lieber Kollege Donabauer, als Chef der Sozialversicherung der Bauern herauszugehen, von Reformmaßnahmen zu reden und als einzige Maßnahme eine Beitragserhöhung zu bringen, die die Bauern 60 Millionen € kostet, das ist wirklich ein Skandal! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Ich weiß nicht, woher ihr den Mut nehmt, das als Reformpaket zu verkaufen. Das ist ein Belastungspaket! Es betrifft nicht nur die Sozialversicherung und die Erhöhung der Pensionsbeiträge, die für mich schon an und für sich eine übermäßige Belastung sind, denn du weißt genau, wie hoch die Pensionen bei den Bauern im Durchschnitt sind. Die liegen bei 750 €, während die Beamtenpensionen 2 200 € pro Monat ausmachen. Da ist keine Gleichberechtigung! Und die Bauern zusätzlich zu belasten, ist ein Skandal! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Wöginger.)
Abg. Wöginger: Gott sei Dank!
Im Übrigen, weil ich auch der Agrarsprecher bin, in Bezug auf die Landwirtschaft: Es gibt eine Stellungnahme der Landwirtschaftskammern Österreich, die bei Gott keine freiheitliche Organisation sind (Abg. Wöginger: Gott sei Dank!), auch keine SPÖ-Organisation, und die zerreißt das von euch heute zu beschließende Sparpaket. Die kritisiert massivst die Streichung des Agrardiesels, die Kosten von 50 Millionen € für die Bauern, die Wettbewerbsverzerrung, weil es in anderen EU-Ländern diese Maßnahme sehr wohl gibt. (Abg. Dr. Pirklhuber: Darum redet ja kein Vertreter!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Darum redet ja kein Vertreter!
Im Übrigen, weil ich auch der Agrarsprecher bin, in Bezug auf die Landwirtschaft: Es gibt eine Stellungnahme der Landwirtschaftskammern Österreich, die bei Gott keine freiheitliche Organisation sind (Abg. Wöginger: Gott sei Dank!), auch keine SPÖ-Organisation, und die zerreißt das von euch heute zu beschließende Sparpaket. Die kritisiert massivst die Streichung des Agrardiesels, die Kosten von 50 Millionen € für die Bauern, die Wettbewerbsverzerrung, weil es in anderen EU-Ländern diese Maßnahme sehr wohl gibt. (Abg. Dr. Pirklhuber: Darum redet ja kein Vertreter!)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Pendl.
Lieber Kollege Eßl – der Kollege Schultes als Präsident der Niederösterreichischen Kammer ist ja nicht hier –, du bist Präsident der Salzburger Landwirtschaftskammer. In deinem Namen wird diese Kritik vorgebracht, und heute wirst du, genau wie der Kollege Schultes und alle anderen Bauernbund-Abgebordneten, so wie beim Führerscheingesetz die Hand wieder brav heben. Draußen auf dem Land darfst du kritisieren, und hier in Wien wirst du die Belastung für die Bauern beschließen. – Dem werden wir sicher nicht zustimmen! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Pendl.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Die FPÖ stimmt auch aus einem prinzipiellen Grund nicht zu: Wir haben den Landwirtschaftsminister gefragt, wo er denn in seinem Bereich sparen würde. Wir haben ihn gefragt, ob er bei den Zuwendungen an den Bauernbund sparen wird – über 300 000 € pro Jahr an reiner Parteienförderung aus dem Ministerium zum Bauernbund. Wird er sparen beim ökosozialen Forum – 600 000 € im vorigen Jahr, eine Organisation, rein ÖVP-dominiert, die den Bauern noch nicht irgendetwas gebracht hat? (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) Wird er sparen bei der Plattform „Forum Land“, ÖVP-Organisation, die 150 000 € im Vorjahr für ein Erntedankfest in Wien ausgegeben hat? – Da wird kein einziger Euro gespart, aber die Belastungen für die Bauern werden jetzt beschlossen, und das können wir niemals akzeptieren. – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.
Die FPÖ stimmt auch aus einem prinzipiellen Grund nicht zu: Wir haben den Landwirtschaftsminister gefragt, wo er denn in seinem Bereich sparen würde. Wir haben ihn gefragt, ob er bei den Zuwendungen an den Bauernbund sparen wird – über 300 000 € pro Jahr an reiner Parteienförderung aus dem Ministerium zum Bauernbund. Wird er sparen beim ökosozialen Forum – 600 000 € im vorigen Jahr, eine Organisation, rein ÖVP-dominiert, die den Bauern noch nicht irgendetwas gebracht hat? (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) Wird er sparen bei der Plattform „Forum Land“, ÖVP-Organisation, die 150 000 € im Vorjahr für ein Erntedankfest in Wien ausgegeben hat? – Da wird kein einziger Euro gespart, aber die Belastungen für die Bauern werden jetzt beschlossen, und das können wir niemals akzeptieren. – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Heute ist die „soziale Ausgewogenheit“ – unter Anführungszeichen –, der Begriff schon mehrfach strapaziert worden. Der Kollege Jannach hat sehr gut gezeigt, wie der Agrarsektor die soziale Ausgewogenheit organisiert, nämlich Geld für den Bauernbund auf allen Ebenen, politische Macht für den Bauernbund auf allen Ebenen, und die kleinen Bäuerinnen und Bauern müssen es zahlen und dafür noch Danke sagen. So schaut die Realität aus in diesem Land. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
So etwas wird hineingeschrieben, das ist Ihr Papier. Wie sollen wir so etwas ernst nehmen, meine Damen und Herren, wenn hier Sachen vorgelegt werden, die sachlich in dieser Form einfach falsch sind? Sie sind falsch, weil sie so nicht umgesetzt werden können – das vorneweg. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.
Weiters hat Kollege Öllinger mehrfach in der Debatte eingebracht, dass die Zusammenlegung der Sozialversicherungsträger eine richtige und weichenstellende Maßnahme wäre, die langfristig Kosten senkt, einheitliche Standards schafft und damit auch das Leistungsvolumen für alle BürgerInnen harmonisiert. (Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.)
Zwischenruf bei der FPÖ. – Abg. Huber: Unglaublich!
Beim Umweltbundesamt, ein Spitzeninstitut für die Umweltpolitik in Österreich, wird eingespart, nämlich wesentlich eingespart. Dort sollen 400 000 € eingespart werden. Der Bauernbund wurde schon erwähnt, allein die Parteizeitungen der ÖVP, die Wochenzeitungen, erhielten 2011 250 000 €, und zwar die Raiffeisen-Zeitung, die Bauernzeitung der ÖVP und „Unser Land“ aus der Steiermark, ebenfalls eine Bauernbundzeitung, zu dritt – drei Parteizeitungen der ÖVP 250 000 €. (Zwischenruf bei der FPÖ. – Abg. Huber: Unglaublich!) Wo bleibt der Vorschlag des Kollegen Auer, dort 250 000 € zu sparen? (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wer liest denn das alles? – Zwischenruf des Abg. Eßl.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wer liest denn das alles? – Zwischenruf des Abg. Eßl.
Beim Umweltbundesamt, ein Spitzeninstitut für die Umweltpolitik in Österreich, wird eingespart, nämlich wesentlich eingespart. Dort sollen 400 000 € eingespart werden. Der Bauernbund wurde schon erwähnt, allein die Parteizeitungen der ÖVP, die Wochenzeitungen, erhielten 2011 250 000 €, und zwar die Raiffeisen-Zeitung, die Bauernzeitung der ÖVP und „Unser Land“ aus der Steiermark, ebenfalls eine Bauernbundzeitung, zu dritt – drei Parteizeitungen der ÖVP 250 000 €. (Zwischenruf bei der FPÖ. – Abg. Huber: Unglaublich!) Wo bleibt der Vorschlag des Kollegen Auer, dort 250 000 € zu sparen? (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wer liest denn das alles? – Zwischenruf des Abg. Eßl.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Eßl.
Es geht dabei darum, dass die Kürzungen beim Umweltbundesamt zurückgenommen werden. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Eßl.)
Abg. Obernosterer: Kärnten auch!
Man hat heute schon oft gehört, wie gut die Wirtschaft funktioniert und wie toll alles läuft. Faktum ist: In Tirol jammern gesunde Unternehmen massiv, dass es unmöglich ist, noch irgendeine Finanzierung zu bekommen. Unsere Banken haben scheinbar alle Gelder verzockt. Jetzt fordern die Tiroler Unternehmen, dass man endlich hergeht und eine regionale Hypothekenbank schafft, die nicht so wie die Hypo Tirol aus dem letzten Loch pfeift und nichts mehr bezahlen kann (Abg. Obernosterer: Kärnten auch!), sondern eine Bank ist, die wirklich die Interessen der Konsumentinnen und Konsumenten und der Wirtschaft fördert. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Man hat heute schon oft gehört, wie gut die Wirtschaft funktioniert und wie toll alles läuft. Faktum ist: In Tirol jammern gesunde Unternehmen massiv, dass es unmöglich ist, noch irgendeine Finanzierung zu bekommen. Unsere Banken haben scheinbar alle Gelder verzockt. Jetzt fordern die Tiroler Unternehmen, dass man endlich hergeht und eine regionale Hypothekenbank schafft, die nicht so wie die Hypo Tirol aus dem letzten Loch pfeift und nichts mehr bezahlen kann (Abg. Obernosterer: Kärnten auch!), sondern eine Bank ist, die wirklich die Interessen der Konsumentinnen und Konsumenten und der Wirtschaft fördert. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Auf meine Anfrage an die Frau Bundesminister, was sie zu tun gedenkt, wenn Klagen kommen – denn das ist wettbewerbsverzerrend –, sagt sie: Da kann nichts passieren, weil die gesamte Interessenvertretung zugestimmt hat. Ja, traurig, aber die Landwirte, die Bäuerinnen und die Bauern, die wollen endlich einmal eine Politik, die sich schützend vor sie stellt und die sie nicht jeden Tag belügt, verrät und verkauft. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das Nächste ist E10, da wird Blödsinn gemacht, der einfach politisch unverantwortlich ist. Da wird dem Treibstoff E10 beigemischt, damit Raiffeisen Geld verdienen kann. Damit Raiffeisen viel verdient, wird in Kauf genommen, dass das Lebensmittel Getreide anstatt auf den Teller zu kommen über Tausende Kilometer herangekarrt und da verbrannt wird. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das sind alles falsche Ansatzpunkte. Ich hoffe, diese Bundesregierung kommt endlich zur Vernunft und macht endlich einmal eine Politik für die Bevölkerung und nicht nur zur Absicherung ihrer Pfründe und zur Absicherung ihrer eigenen Einkommen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Weil wir gerade bei den Bezirksgerichten sind – und auch in den Zeitungen und in der Presse immer wieder die Schließungen von Bezirksgerichten, insbesondere auch in der Steiermark, Thema sind –, möchte ich nur noch einmal auch hier im Hohen Haus darlegen: Wir in der Steiermark haben eine große Verwaltungsreform, wir haben sieben Großregionen, und ich möchte anregen, dass diese sieben Großregionen auch in Verwaltungsreformen des Bundes dahin gehend einfließen sollten, dass jede Großregion in der Steiermark zumindest über ein Bezirksgericht verfügt. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren, es ist ein großes Paket, das wir heute beschließen, ein verantwortungsvolles Paket, das wir heute beschließen, und ich kann Sie nur einladen, diesem Paket zuzustimmen. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Höfinger
Abgeordneter Ing. Christian Höbart (FPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Werte Kolleginnen und Kollegen! Kollege Höfinger hat die Opposition jetzt abfällig als polemisch bezeichnet (Zwischenruf des Abg. Höfinger), daher würde ich Sie jetzt als Jubelperser bezeichnen. Ich habe irgendwie das Gefühl gehabt, so wirklich stehen Sie nicht hinter diesem sogenannten großen Paket, diesen Eindruck haben Sie nicht erweckt.
Beifall bei der FPÖ.
Ich kann Ihnen eines sagen: Die Regierung ist substanzlos, sie ist rücktrittsreif, das wissen wir. Freuen Sie sich auf den Wahltag, denn der nächste Wahltag ist bestimmt Zahltag! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Es ist ein weiter Weg, wir sollten ihn aber zumindest angehen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Kurt List (BZÖ): Herr Präsident! Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Geschätzte Damen und Herren! Jetzt zu einem Bereich, der längst als das „Stiefkind“ dieser gescheiterten Regierung gilt, nämlich zum österreichischen Bundesheer. Als roter Parteisoldat hat Ihr Bundesminister Darabos das Bundesheer, wie gesagt, in die schwerste Krise der Zweiten Republik geführt. Im politischen Gehorsam werden dem Bundesheer in wenigen Monaten weitere 1,2 Milliarden € gestrichen. Mit diesem Schröpfungspaket ist die Motivation bei den insgesamt 23 000 Heeresangehörigen am Tiefpunkt angelangt. Die Soldaten bluten. Kadersoldaten verlieren bis zu 1 800 € im Jahr; das ist ein durchschnittliches Monatsgehalt. Damit sind die Existenzen von Soldaten und deren Familien dramatisch gefährdet. – Für Ihr Politikversagen werden die Soldaten jetzt bestraft. Das ist ein Skandal! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Hauptverantwortlich für das Schröpfen aller Bürger in Rasenmäher-Manier ist die ÖVP. Sie von der ÖVP sitzen seit Jahrzehnten ununterbrochen an den Schalthebeln des Landes. Dabei wurde von Ihnen nur schwarze Parteipolitik betrieben, Parteiinteressen verfolgt, die dem Machterhalt dienen. Durch diese falsche Politik versinkt die ÖVP im tiefsten Korruptionssumpf. Sie ist mit ihren Privilegien wie dem Schutz von exklusiv hohen Nationalbank-Pensionen überbeschäftigt. Für die Sorgen und Ängste der Bürger bleibt keine Zeit. Plötzlich sind Sie aufgewacht, geschätzte Damen und Herren von der ÖVP, und machen sich Sorgen. Sie jammern, dass endlich gespart werden muss. Sie als Schuldenpartei haben längst die Zukunft Österreichs verprasst, jetzt schnüren Sie aber trotzdem das größte Schröpfungspaket aller Zeiten. Das ist eine Ungeheuerlichkeit und ein fataler Fehler. (Beifall beim BZÖ.)
He-Rufe bei der ÖVP.
Heute und hier werden die Bürgerinnen und Bürger von Ihnen, von den ÖVP-Funktionären, in einer noch nie dagewesenen überheblichen Arroganz zur Kasse gebeten. (He-Rufe bei der ÖVP.) Arrogant und abgehoben werden die Menschen von Spindelegger, Finanzministerin Fekter und vor allem von Budgetsprecher Stummvoll geschröpft.
Beifall und Bravorufe beim BZÖ.
Geschätzte Damen und Herren! Die Bürger haben diese falsche und verlogene Politik dieser bankrotten und sich auflösenden ÖVP so etwas von satt! Die Bürger erwarten sich eine ehrliche Politik mit Lösungen. Und diese ehrliche Politik finden sie beim BZÖ. Unser Chef Josef Bucher hat auf jedes Problem die richtige Antwort. Das ist der feine Unterschied zu den alten Parteien. (Beifall und Bravorufe beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir sagen: Genug gezahlt! Die Staatssanierung ohne neue Belastung ist möglich! Logisch, dass wir, das BZÖ, dieses Schröpfungspaket auf das Schärfste ablehnen! (Beifall beim BZÖ.)
in Richtung des Abg. Öllinger
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Dame auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Werte Damen und Herren! Man ist ja im Laufe der Jahre – Karl (in Richtung des Abg. Öllinger), weil du herlächelst – normalerweise bei Budgetdebatten und natürlich auch bei sogenannten Konsolidierungspaketen schon einiges gewöhnt. Aber wenn man sich realpolitisch im Leben stehend, offenen Auges, sehenden
Abg. Öllinger: Das stimmt ja nicht!
Auges die Situation in Europa ansieht und man sich hineindenkt, wie man diskutieren würde über ein Paket für ein anderes europäisches Land, ist zu sagen, das ist anscheinend jetzt schon alles eine Katastrophe. Es wird alles in Grund und Boden geredet. Kein Einziger lässt einen Bereich übrig, wo man überhaupt etwas machen darf. (Abg. Öllinger: Das stimmt ja nicht!) – Keiner, Karl, das ist so!
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Ruf bei den Grünen: Wo bleibt der Dank? – Abg. Weninger: Dank kommt nach der Zustimmung!
Ich glaube, man kann, wenn man es sachlich beurteilt, durchaus sagen, das ist eine vertretbare Lösung für unser Heimatland und für die Zukunft, für die Österreicherinnen und Österreicher. Denkt noch einmal nach, vielleicht könnt ihr doch zustimmen! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Ruf bei den Grünen: Wo bleibt der Dank? – Abg. Weninger: Dank kommt nach der Zustimmung!)
Zwischenruf des Abg. Weninger.
Abgeordneter Josef Jury (FPÖ): Herr Präsident! Sehr verehrte Frau Minister! Kollege Pendl, der Zeit Rechnung tragend wäre eigentlich: Treten Sie als Regierung und als Regierungsmitglieder zurück! (Zwischenruf des Abg. Weninger.) Diese Blauäugigkeit
Beifall bei der FPÖ.
und diese Schönrederei, die diese Regierungsparteien SPÖ und ÖVP am heutigen Tag hier im österreichischen Parlament aufführen, schreien eigentlich zum Himmel. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dieses Belastungs- und Destabilisierungspaket der österreichischen Bundesregierung führt uns klar vor Augen, wo dieser Weg, dieser europäische Weg, eigentlich hingehen soll, diese europäische Umverteilung von dem doch sehr gut situierten Norden in den instabilen Süden. Diese Umverteilung, meine sehr verehrten Damen und Herren, wird sich aber die Bevölkerung à la longue nicht gefallen lassen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Weninger
Dieses Belastungs- und Destabilisierungsprojekt der Bundesregierung ruft ja auch den Österreichischen Gemeindebund, den schwarzen Gemeindebund, und den roten Städtebund auf den Plan, wenn sie schreiben, dass die größten öffentlichen Investoren – also die Kommunen, die Städte und Gemeinden – weiter unter Druck geraten. Durch den Entfall des Vorsteuerabzuges in Höhe von 20 Prozent für nicht-betriebliche Investitionen (Zwischenruf des Abg. Weninger), die nach dem Vorbild der Bundesimmobiliengesellschaft über kommunale Immobiliengesellschaften abgewickelt werden, verteuern sich alle Bauprojekte in einem Ausmaß von 20 Prozent.
Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ
Abschließend lassen Sie mich noch etwas sagen: Was ist eigentlich mit dem Faktor Arbeit, den die SPÖ immer zitiert, der entlastet werden soll? Dieser Faktor Arbeit ist noch mehr belastet worden. Meine sehr verehrten Damen und Herren, das ist die Bankrotterklärung dieser österreichischen Bundesregierung, deswegen: Treten Sie ab, und machen Sie den Weg frei für Neuwahlen, damit die Freiheitliche Partei endlich in die Regierungsverantwortung kommt (Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ) und endlich für dieses Österreich, für unsere Heimat und für die Zukunft arbeiten kann! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Tamandl und Weninger.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Tamandl und Weninger.
Abschließend lassen Sie mich noch etwas sagen: Was ist eigentlich mit dem Faktor Arbeit, den die SPÖ immer zitiert, der entlastet werden soll? Dieser Faktor Arbeit ist noch mehr belastet worden. Meine sehr verehrten Damen und Herren, das ist die Bankrotterklärung dieser österreichischen Bundesregierung, deswegen: Treten Sie ab, und machen Sie den Weg frei für Neuwahlen, damit die Freiheitliche Partei endlich in die Regierungsverantwortung kommt (Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ) und endlich für dieses Österreich, für unsere Heimat und für die Zukunft arbeiten kann! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Tamandl und Weninger.)
Abg. Neubauer: draußen!
Abgeordnete Mag. Judith Schwentner (Grüne): Herr Präsident! Werte Ministerin! Werter Staatssekretär! Schade, dass der Herr Vizekanzler schon weg ist, ich hätte ihn gerne daran erinnert, dass er auch Außenminister ist, aber er ist gerade vorhin gegangen. (Abg. Neubauer: draußen!) – Er steht vielleicht draußen, genau. Aber die Frau Ministerin ist zumindest auch für den Bereich zuständig, über den ich jetzt reden will, und auch der Herr Staatssekretär. Es geht nämlich um die Entwicklungszusammenarbeit und um die Official Development Assistance.
Zwischenruf.
Es ist zu befürchten – wie uns zugetragen worden ist; Genaueres wissen wir ja noch nicht –, dass gerade bei den Internationalen Finanzinstitutionen gekürzt werden soll. (Zwischenruf.) Nein? – Gut. Dann belehren Sie mich eines Besseren! Angeblich wird im Ermessensbudget des Außenressorts beziehungsweise in Ihrem Ressort gekürzt.
Beifall bei den Grünen.
Wer nur einen Funken Ahnung von der Entwicklungszusammenarbeit hat – und das würde ich bei den Regierungsmitgliedern voraussetzen –, müsste wissen, dass das eine genau nichts mit dem anderen zu tun hat. Warum da jetzt ständig diese Nebelgranaten abgeschossen werden, ist mir schleierhaft beziehungsweise kann ich mir nur als politische Strategie, um – offensichtlich – Applaus von Ihnen, von der FPÖ, zu bekommen, erklären. Ansonsten ist es mir schleierhaft, weil es einfach nur vollkommen daneben und unrichtig ist. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Von Ihnen, Frau Ministerin, hört man ja meistens nur eine eklatante Verwechslung von Entwicklungszusammenarbeit mit Katastrophenhilfe. Das ist wenig hilfreich in diesem Zusammenhang, und deswegen wäre es schön, Signale von Ihrer Seite zu hören, dass Entwicklungszusammenarbeit – nämlich der 0,00-Prozent-Teil des Budgets – von den Sparmaßnahmen nicht betroffen ist. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Das vorliegende Sparprogramm unterscheidet sich sehr positiv von jenem anderer europäischer Staaten, auch von jenem unserer unmittelbaren Nachbarstaaten. Wir von der SPÖ treten ein für strenge Finanzmarktkontrollen, eine Transaktionssteuer, die Schwerpunkte Bildung und Sicherheit, eine starke Realwirtschaft, sozialen Ausgleich und soziale Gerechtigkeit. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und eines sei dazu noch am Rande bemerkt: Dass ein sozialdemokratischer Betrieb den eigenen Leuten verbietet, in den Streik zu gehen, ist wohl einzigartig in der Geschichte Österreichs! – Das darf ich Ihnen von den Sozialdemokraten noch auf den Weg mitgeben! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich bedanke mich eingangs bei 2,2 Millionen Senioren, Pensionisten, die durch ihre Verdienste für diese Republik Österreich wirklich viel geleistet haben und die am heutigen Tag mit einem Belastungspaket dafür bestraft werden. Es ist wirklich unglaublich, wie die Pensionisten herhalten müssen für das Unvermögen dieser Bundesregierung beziehungsweise dafür zur Kassa gebeten werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Für ihre Leistungen für dieses Land darf ich mich im Namen der Freiheitlichen Partei ganz herzlich bedanken. Es ist in den letzten Jahren ja Mode geworden, dass man diese Menschen beschimpft, dass man regelrecht eine Hatz gegen sie betreibt, sie als Abzocker qualifiziert, sie als „Kukident-Generation“ bezeichnet. – All dem werden wir uns als Freiheitliche nicht anschließen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dieses Belastungspaket ist keine Zukunftsvision. Dieses Belastungspaket ist eine reine Geldbeschaffung und sonst gar nichts, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Laut der Arbeiterkammer in Tirol gibt es derzeit einen Schuldenstand bei Außenständen der Republik Österreich von 7 Milliarden €. Jetzt kann man sagen: 2 Milliarden € sind nicht einbringbar, und bei den anderen 2 Milliarden € hat man vielleicht eine Frist eingeräumt, die derzeit noch im Laufen ist! – Aber dann bleiben immer noch 3 Milliarden €, die Sie sofort zur Verfügung hätten, wenn Sie, Frau Bundesminister Fekter, endlich hier tätig werden würden! Und damit würden alle anderen Bereiche wie Bildungssystem, Gesundheitssystem und auch die armen Pensionisten zu ihrem Recht kommen. Nur: Da trauen Sie sich nicht drüber! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
1,6 Millionen Menschen leben an der Armutsgrenze oder sind manifest armutsgefährdet, und alles, was die Sozialisten von Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von den anderen haben wollen. Deshalb wird der Sozialismus erst dann siegen, wenn es ihn nicht mehr gibt – und das ist meine Hoffnung! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Moser: Das hat ja keinen Sinn !
Ich mache darauf aufmerksam, dass nur mehr 2 Minuten bis 15 Uhr zur Verfügung stehen. Wollen Sie beginnen? (Abg. Dr. Moser: Das hat ja keinen Sinn !) – Also Sie wollen nachher reden; gut, dann unterbreche ich die Sitzung bis 15 Uhr.
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Walter Rosenkranz (FPÖ): Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär in Vertretung des Herrn Bundeskanzlers! An sich ist ja die Anfrage an den Herrn Bundeskanzler gegangen, aber ich nehme natürlich auch die Expertise des Herrn Ostermayer, was Inserate und deren Gestaltung betrifft, gerne hin. Er ist hier ebenso begnadet wie der Herr Bundeskanzler schon aus seiner Zeit im Kabinett des BMVIT. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Riepl: Wo ist das Problem?
Ich kann Sie jetzt langweilen, weil sämtliche Anfragebeantwortungen aus jedem Ministerium gleichlautend sind. Das ist „Guttenbergen“ zum Quadrat. Das ist das Plagiat schlechthin. Zur Ehrenrettung muss ich allerdings sagen, dass sich manche Ministerien – ich glaube, zwei oder drei – sogar die Mühe gemacht haben, ein paar Wörter zu verändern. Die haben nämlich zum Beispiel bei der Einleitung nicht „die Werbeeinschaltungen“ geschrieben, sondern da steht nur „die Schaltungen“. Also ein bisschen Variation gab es bei zwei bis drei Ministerien schon. Da hat man wirklich erkannt, wie sensibel da im Detail vorgegangen worden ist. (Abg. Riepl: Wo ist das Problem?)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, dieses Extempore mit einem Kollegen der Sozialdemokratie zeigt ganz eindeutig, worum es geht: Es geht um Verschleiern von dem, was hier tatsächlich in Österreich passiert, auf allen Ebenen der Regierung! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Da wird Geld an Zeitungen gegeben mit dem klaren Auftrag, entweder Meinungen in irgendeiner Form zu drehen, in eine bestimmte Richtung zu bringen – ich spreche noch gar nicht von Meinungskauf –, oder ist es so, dass es diese Rabatte in Wirklichkeit nicht gibt, sondern dass dann, wenn der entsprechende Parteisekretär kommt und sagt: Wir hätten gerne ein Inserat!, dieser Rabatt nicht der Regierung, dem Steuerzahler gewährt wird, sondern der Partei, die am Ruder ist? (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Ja, das ist jetzt das, was natürlich niemandem hier gefällt, dass so etwas in Österreich vorkommen kann und vorkommen wird.
Beifall bei der FPÖ.
In Wirklichkeit nützen Sie den Steuertopf schamlos aus, und das gerade zu einer Zeit, wo über Belastungen der älteren Generation gesprochen wird, über die Häuselbauer, über die Bausparer, über die, die für ihre Lebensvorsorge etwas gemacht haben. Bei denen wird Geld weggenommen. Aber bei den Inseraten werden fröhliche Urständ’ gefeiert, wie es überhaupt nur geht! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie sind nicht bereit gewesen, diese Anfrage zu beantworten, welche konkreten Rabatte, Vergünstigungen und Ähnliches es gegeben hat. Sie wollen einfach keine Transparenz, sondern dass so wie bisher alles unter der Tuchent bleibt. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grosz: Solang er noch in Freiheit ist!
Bitte, Herr Staatssekretär. (Abg. Grosz: Solang er noch in Freiheit ist!)
Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Das spricht nicht für Sie!
Vorzuwerfen, dass nicht Transparenz gewünscht wird, finde ich besonders kurios. Ich habe das Medientransparenzgesetz im letzten Jahr in unserer Abteilung schreiben lassen. (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Das spricht nicht für Sie!) Wir haben es dann verhandelt, und es wurde hier im Haus beschlossen. Es ist sehr detailliert, und es sind mittlerweile auch die entsprechenden Unterlagen Richtung KommAustria unterwegs. Dort wird auch gearbeitet, dass das System dann Mitte des Jahres zu funktionieren beginnt.
Abg. Dr. Rosenkranz: Solang ich es nicht ausspreche, beleidige ich gar niemanden!
Die grundsätzliche Unterstellung, die Sie vorgenommen haben, nämlich dass inseriert wird, um Medien zu kaufen – Sie haben dann das Wort nicht ausgesprochen –, ist in Wahrheit eine massive Beleidigung aller Journalisten und Journalistinnen in diesem Land. (Abg. Dr. Rosenkranz: Solang ich es nicht ausspreche, beleidige ich gar niemanden!) Na ja, es war aufgrund dessen, was Sie gesagt, erkennbar, was Sie meinen.
Beifall bei der SPÖ.
Zum letzten Punkt will ich Ihnen auch ganz klar eine Auskunft geben: Es ist eine ganz grobe Unterstellung – und ich weise diese ganz dezidiert zurück –, dass auf Rabatte verzichtet wird, um Parteiinserate günstiger zu erhalten. Ich wüsste übrigens auch nicht, wo derzeit oder im vergangenen Jahr Parteiinserate geschaltet worden wären. Diese Unterstellung weise ich ganz, ganz deutlich zurück. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
habe da ein Beispiel mitgebracht (der Redner hält ein Inserat in die Höhe): Die Stadt Wien, die grüne Verkehrsreferentin zeigt in einem Inserat auf, wo in nächster Zeit mit Baustellen zu rechnen ist. Das ist wichtig, das hat ökologisch einen Sinn, da weiß die Bevölkerung, wie sich in der nächsten Zeit der Weg zur Arbeit sinnvoll gestalten lässt. Natürlich gilt das auch für den Sozialbereich: Arbeitnehmerschutz, Konsumentenschutz. Da gibt es sinnvolle Maßnahmen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Der Redner hält wieder ein Inserat in die Höhe. – Abg. Zanger: Das ist acht Jahre aus! Das ist aus der Mottenkiste!
Weil Sie gerade da so hereinplärren, meine Herren von der FPÖ: Ich habe da ein Inserat aus dem Jahr 2004. (Der Redner hält wieder ein Inserat in die Höhe. – Abg. Zanger: Das ist acht Jahre aus! Das ist aus der Mottenkiste!) Folgende Situation: Schwarz-Blau, in erster Linie Blau, hat damals die Unfallrenten besteuert. Eine unglaublich ungerechte, sozial geradezu erbärmliche Vorgangsweise. (Abg. Zanger: Zur Sache reden, Herr Kollege!) Die SPÖ hat das dann zur Sprache gebracht, hat das dann höchstgerichtlich aufheben lassen. Und was haben Sie gemacht? Der Herr Haupt und die Frau Haubner haben das dann abgefeiert in einem vom Steuerzahler bezahlten Inserat, loben sich darin und sagen, sie hätten ein Versprechen eingelöst.
Abg. Zanger: Zur Sache reden, Herr Kollege!
Weil Sie gerade da so hereinplärren, meine Herren von der FPÖ: Ich habe da ein Inserat aus dem Jahr 2004. (Der Redner hält wieder ein Inserat in die Höhe. – Abg. Zanger: Das ist acht Jahre aus! Das ist aus der Mottenkiste!) Folgende Situation: Schwarz-Blau, in erster Linie Blau, hat damals die Unfallrenten besteuert. Eine unglaublich ungerechte, sozial geradezu erbärmliche Vorgangsweise. (Abg. Zanger: Zur Sache reden, Herr Kollege!) Die SPÖ hat das dann zur Sprache gebracht, hat das dann höchstgerichtlich aufheben lassen. Und was haben Sie gemacht? Der Herr Haupt und die Frau Haubner haben das dann abgefeiert in einem vom Steuerzahler bezahlten Inserat, loben sich darin und sagen, sie hätten ein Versprechen eingelöst.
Abg. Zanger: Wo sind die Herrschaften?
Also kehren Sie vor der eigenen Tür, Herr Rosenkranz! Das ist ja unerhört: mit Steuerzahlergeld die glatte Unwahrheit zu verbreiten! Das sind FPÖ-Inserate. (Abg. Zanger: Wo sind die Herrschaften?)
Abg. Neubauer: Sie wissen überhaupt nichts! – Der Redner zeigt neuerlich ein Inserat.
Oder: Wenn ein Österreicher Ski-Olympiasieger wird, dann wird derjenige, glaube ich, wohl jedes Cover jeder Zeitung zieren, es wird keine Sendung im Fernsehen, keine im Radio geben, wo das nicht zur Sprache kommen wird. Was hat der Herr Gorbach gemacht? Ich weiß gar nicht, ob er zu dem Zeitpunkt ein Blauer oder ein Oranger war. (Abg. Neubauer: Sie wissen überhaupt nichts! – Der Redner zeigt neuerlich ein Inserat.) „Immer wieder Österreich!“ Er hat ein Inserat geschaltet, in dem er darauf hinweist, dass Österreich einen Olympiasieger stellt.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Ihr macht es haargenau gleich!
Also, meine Damen und Herren, wenn Sie sich da echauffieren über eine Anfragebeantwortung, die auf den Cent genau die Bevölkerung über Inserate informiert, dann würde ich wirklich bitten: Kehren Sie vor der eigenen Türe! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Ihr macht es haargenau gleich!)
Abg. Kickl: Wozu braucht ihr Regierungsinserate? – Zwischenruf des Abg. Grosz.
Abgeordnete Adelheid Irina Fürntrath-Moretti (ÖVP): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Ich glaube, genau aufgrund dieser Debatte, die wir heute führen, zeigt es sich wieder einmal, wie wichtig es war, das Medientransparenzgesetz im Dezember des Vorjahres zu beschließen, das im Übrigen auf Initiative unseres Klubobmannes Karlheinz Kopf zustande gekommen ist. (Abg. Kickl: Wozu braucht ihr Regierungsinserate? – Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.
noch sehr, sehr viele Ungereimtheiten bezüglich der Inseratenvergabe vor allem bei staatsnahen Unternehmen wie der ASFINAG und den ÖBB gibt, womit sich beispielsweise der heutige „Kurier“ und auch „Der Standard“ befassen und ebenso ein Beitrag gestern im „Report“. Also ich wäre da schon ein bisschen vorsichtig. (Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.) – Herr Dr. Kräuter, Sie waren schon am Wort! Jetzt hören Sie vielleicht mir ein bisschen zu!
Abg. Mag. Wurm: Da beschäftigen uns viele Sachen!
Sehen wir uns einmal die Fakten an! Was ist Faktum? – Bundeskanzler Werner Faymann und Staatssekretär Ostermayer sind Beschuldigte und wurden von der Staatsanwaltschaft Wien einvernommen. Die Inseratenaffäre Faymann/Ostermayer ist immer noch Gegenstand von Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Wien, die Inseratenaffäre Faymann/Ostermayer beschäftigt uns auch und ist ein großes Thema im Untersuchungsausschuss. (Abg. Mag. Wurm: Da beschäftigen uns viele Sachen!)
Abg. Rädler: Wo sind die Rabatte?
Nun zur Causa ÖBB. Es gab eine Imagekampagne der ÖBB in der „Kronen Zeitung“ in der Höhe von 500 000 €. Das ist eine halbe Million. 500 000 €! Da ist schon zu hinterfragen: Ist diese Imagekampagne, die Werner Faymann mit dem ehemaligen „Krone“-Herausgeber Hans Dichand ausgemacht hat, korrekt und rechtens zustande gekommen? (Abg. Rädler: Wo sind die Rabatte?) War diese Kampagne tatsächlich eine Imagekampagne für die ÖBB – oder handelte es sich bei dieser Imagekampagne schlicht und ergreifend um eine Imagekampagne des damaligen Verkehrsministers Faymann? (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ. – Abg. Dr. Strutz: So war es!) Was in Wien funktioniert, kann ja auch auf Bundesebene funktionieren.
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ. – Abg. Dr. Strutz: So war es!
Nun zur Causa ÖBB. Es gab eine Imagekampagne der ÖBB in der „Kronen Zeitung“ in der Höhe von 500 000 €. Das ist eine halbe Million. 500 000 €! Da ist schon zu hinterfragen: Ist diese Imagekampagne, die Werner Faymann mit dem ehemaligen „Krone“-Herausgeber Hans Dichand ausgemacht hat, korrekt und rechtens zustande gekommen? (Abg. Rädler: Wo sind die Rabatte?) War diese Kampagne tatsächlich eine Imagekampagne für die ÖBB – oder handelte es sich bei dieser Imagekampagne schlicht und ergreifend um eine Imagekampagne des damaligen Verkehrsministers Faymann? (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ. – Abg. Dr. Strutz: So war es!) Was in Wien funktioniert, kann ja auch auf Bundesebene funktionieren.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der FPÖ. – Rufe bei der FPÖ: Genau!
Im gestrigen „Report“ bewertet Luigi Schober die Faymann-ÖBB-Kampagne wie folgt, er sagt: „Ich kann das absolut nicht nachvollziehen, ich glaube auch nicht, dass das funktioniert hat. Das ist für mich der Versuch, sich ins Medium einzuschleichen.“ (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der FPÖ. – Rufe bei der FPÖ: Genau!)
Abg. Petzner: Sollten Sie nicht was zu den Druckkostenbeiträgen sagen?
Zwei Monate später war Martin Huber seinen Job los. (Abg. Petzner: Sollten Sie nicht was zu den Druckkostenbeiträgen sagen?)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Dr. Strutz: Unglaublich! Unglaublich! – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Unfassbar!
„Faktum, dass Ostermayer meine persönliche Zukunft () als Personenverkehrsvorstand mit dem Wohlwollen gegenüber den Inseraten verknüpft hat.“ (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Dr. Strutz: Unglaublich! Unglaublich! – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Unfassbar!)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Laut Sprecherin der Oberstaatsanwaltschaft, Vrabl-Sanda, gibt es hierzu keine Entscheidung. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Dr. Strutz: Kopf zum Rapport!
Es gäbe noch viele Dinge anzusprechen, die in den Medien kommuniziert wurden. Tatsache ist, sehr geehrte Damen und Herren, Hohes Haus, ich bin für vollständige Aufklärung. (Abg. Dr. Strutz: Kopf zum Rapport!) Als Vertreterin der Legislative setze ich voraus, dass die Staatsanwaltschaft Wien sauber gearbeitet und alle ASFINAG-Manager einvernommen hat. (Abg. Dr. Strutz: Kopf zur Kopfwäsche!) Wenn die Staatsanwaltschaft Wien das nicht getan hat, dann ist das für mich ein Beweis, es gibt in unserem Land Gleiche und Gleichere. (Beifall bei der ÖVP sowie Beifall und Bravorufe bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Strutz: Kopf zur Kopfwäsche!
Es gäbe noch viele Dinge anzusprechen, die in den Medien kommuniziert wurden. Tatsache ist, sehr geehrte Damen und Herren, Hohes Haus, ich bin für vollständige Aufklärung. (Abg. Dr. Strutz: Kopf zum Rapport!) Als Vertreterin der Legislative setze ich voraus, dass die Staatsanwaltschaft Wien sauber gearbeitet und alle ASFINAG-Manager einvernommen hat. (Abg. Dr. Strutz: Kopf zur Kopfwäsche!) Wenn die Staatsanwaltschaft Wien das nicht getan hat, dann ist das für mich ein Beweis, es gibt in unserem Land Gleiche und Gleichere. (Beifall bei der ÖVP sowie Beifall und Bravorufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie Beifall und Bravorufe bei der FPÖ.
Es gäbe noch viele Dinge anzusprechen, die in den Medien kommuniziert wurden. Tatsache ist, sehr geehrte Damen und Herren, Hohes Haus, ich bin für vollständige Aufklärung. (Abg. Dr. Strutz: Kopf zum Rapport!) Als Vertreterin der Legislative setze ich voraus, dass die Staatsanwaltschaft Wien sauber gearbeitet und alle ASFINAG-Manager einvernommen hat. (Abg. Dr. Strutz: Kopf zur Kopfwäsche!) Wenn die Staatsanwaltschaft Wien das nicht getan hat, dann ist das für mich ein Beweis, es gibt in unserem Land Gleiche und Gleichere. (Beifall bei der ÖVP sowie Beifall und Bravorufe bei der FPÖ.)
Heiterkeit bei der FPÖ
Abgeordneter Dipl.-Ing. Gerhard Deimek (FPÖ): Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Ja, nach meiner Vorrednerin bleibt nicht recht viel zu sagen. Herr Staatssekretär Ostermayer, wenn Sie davon reden, dass die FPÖ ablenkt, so sage ich, Sie müssen die Hosen schon kräftig voll haben, wenn Sie so argumentieren (Heiterkeit bei der FPÖ), denn das ist unter Ihrem Niveau. Das wissen Sie.
Beifall bei der FPÖ.
Sie haben genau beantwortet, wem die Agenturen gehören. Das ist alles in Ihrem Dunstkreis. Sie haben nicht gesagt, wem die Medien teilweise gehören. Und kommen Sie jetzt nicht mit der Antwort: Das ist gar nicht wahr! Fragen Sie doch einmal, wo die Frau des Herrn Bundeskanzlers ist, wo Ihre eigene Lebensgefährtin ist! Das ist doch alles verbandelt. Und man muss Mitleid mit den Journalisten haben, die mit diesem nordkoreanischen Druck gebeugt werden sollen, die sich aber nicht mehr beugen lassen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Strutz: Unfassbar!
Was war? – Eine Woche später waren sie ausgezahlt, die Verträge abgefertigt, erledigt. (Abg. Dr. Strutz: Unfassbar!) Das ist die Methode Faymann. Das ist die Methode Ostermayer, und das ist in dieser Republik, solange wir in einem Rechtsstaat sind, nicht zu akzeptieren. Das ist schändlich! Das ist mit Ihrer Würde nicht zu vereinbaren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Was war? – Eine Woche später waren sie ausgezahlt, die Verträge abgefertigt, erledigt. (Abg. Dr. Strutz: Unfassbar!) Das ist die Methode Faymann. Das ist die Methode Ostermayer, und das ist in dieser Republik, solange wir in einem Rechtsstaat sind, nicht zu akzeptieren. Das ist schändlich! Das ist mit Ihrer Würde nicht zu vereinbaren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Ing. Lugar und Tadler.
Das ist ein Skandal in dieser Republik. Wir werden darauf anschauen, dass wir auch im Untersuchungsausschuss die politische Verantwortung genau aufdecken werden, denn so kann es nicht weitergehen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Ing. Lugar und Tadler.)
Abg. Fürntrath-Moretti: Nein!
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Ja, die Kollegin von der Österreichischen Volkspartei hat natürlich vollkommen recht. Da gibt es einiges zu untersuchen. Deswegen gibt es das Beweisthema 4 im Untersuchungsausschuss. Ich habe auch mit Interesse jetzt mitverfolgt, wie der Klubobmann der SPÖ zum Klubobmann der ÖVP gegangen ist, der sich daraufhin die Rednerin der ÖVP hergeholt hat. (Abg. Fürntrath-Moretti: Nein!) Und jetzt möchten wir halt gerne wissen, wie es in der Koalition weitergeht, aber weil Sie sonst nichts sagen werden, werde ich es Ihnen sagen.
Ruf bei der FPÖ: Das ist aber ein wilder Vorwurf!
Aber am 22. März ist etwas in diesem Haus passiert. Wir arbeiten am Beweisthema 1, Telekom, nicht am Beweisthema 4, das kommt irgendwann im Herbst. Am 22. März ist ein Klubsekretär der ÖVP in den Aktenraum in diesem Haus gegangen und hat verlangt, dass die Datenverarbeitung zum Beweisthema 1, Telekom, gestoppt wird und die Datenverarbeitung zum Beweisthema 4, Regierungsinserate, vorgezogen wird. (Ruf bei der FPÖ: Das ist aber ein wilder Vorwurf!)
Ironische Heiterkeit bei Grünen und SPÖ.
Dann wurde der Klubsekretär der ÖVP gefragt und – ich zitiere –: „Laut Klubsekretär diene die Eile dem Schutz des Koalitionspartners.“ (Ironische Heiterkeit bei Grünen und SPÖ.) – So, meine Damen und Herren von der SPÖ, sind Sie auf Anordnung der ÖVP-Fraktion „geschützt“ worden.
Abg. Kopf: Ausgeliefert sind Sie!
Was steht oben in diesem Protokoll? – „Die von Abg. Amon angesprochenen Akten sind eine Lieferung zu Beweisthema 4.“ – Ich frage mich wirklich, was der Abgeordnete Amon dauernd in diesem Haus tut. Morgen wird er uns als frisch ausgelieferter Abgeordneter bei der Geschäftsordnungssitzung des Untersuchungsausschusses erklären (Abg. Kopf: Ausgeliefert sind Sie!), dass in seiner Causa, wo der Staatsanwalt untersucht, ein einziger Ort nicht untersuchen darf – und das ist der österreichische Nationalrat, weil der Abgeordnete Amon namens der ÖVP das verbietet.
Abg. Dr. Lopatka: Was soll das? – Ruf bei der ÖVP: Das ist ja unglaublich!
Wo sind wir jetzt eigentlich, dass beschuldigte Abgeordnete, die die Frechheit haben, im Untersuchungsausschuss weiter unsere Arbeit zu belasten, dann noch diktieren, dass der Untersuchungsausschuss in ihrem Bereich nicht untersuchen darf? (Abg. Dr. Lopatka: Was soll das? – Ruf bei der ÖVP: Das ist ja unglaublich!) Und die SPÖ tut mit und sagt, ist okay, zum Bereich ÖAAB-Amon darf nicht mehr untersucht werden, und gleich zum Bereich Hakl, ÖVP, darf auch nicht untersucht werden und eigentlich zur ÖVP darf nicht mehr untersucht werden. Wir hätten nur gerne geschwind ein paar Akten gegen den Koalitionspartner. Das ist unser einziger Wunsch.
Abg. Kopf: Ja, das stimmt! Ihr Auftritt sagt sehr viel aus!
Das sagt sehr viel über die Koalition aus. (Abg. Kopf: Ja, das stimmt! Ihr Auftritt sagt sehr viel aus!) Das machen Sie sich bitte untereinander aus. Wenn Sie sich gegenseitig bereits hausordnungs- und regelwidrig mit Akten versorgen, um den jeweiligen anderen, in dem Fall immer ausgehend von der ÖVP, fertigzumachen, bitte – aber eines geht nicht: dass die Hauptpartei der österreichischen Korruption, die Österreichische Volkspartei (Zwischenrufe bei der ÖVP) darüber entscheidet, was der Untersuchungsausschuss untersuchen darf und was nicht. Das geht mit Sicherheit nicht! (Beifall bei Grünen und BZÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Das sagt sehr viel über die Koalition aus. (Abg. Kopf: Ja, das stimmt! Ihr Auftritt sagt sehr viel aus!) Das machen Sie sich bitte untereinander aus. Wenn Sie sich gegenseitig bereits hausordnungs- und regelwidrig mit Akten versorgen, um den jeweiligen anderen, in dem Fall immer ausgehend von der ÖVP, fertigzumachen, bitte – aber eines geht nicht: dass die Hauptpartei der österreichischen Korruption, die Österreichische Volkspartei (Zwischenrufe bei der ÖVP) darüber entscheidet, was der Untersuchungsausschuss untersuchen darf und was nicht. Das geht mit Sicherheit nicht! (Beifall bei Grünen und BZÖ.)
Beifall bei Grünen und BZÖ.
Das sagt sehr viel über die Koalition aus. (Abg. Kopf: Ja, das stimmt! Ihr Auftritt sagt sehr viel aus!) Das machen Sie sich bitte untereinander aus. Wenn Sie sich gegenseitig bereits hausordnungs- und regelwidrig mit Akten versorgen, um den jeweiligen anderen, in dem Fall immer ausgehend von der ÖVP, fertigzumachen, bitte – aber eines geht nicht: dass die Hauptpartei der österreichischen Korruption, die Österreichische Volkspartei (Zwischenrufe bei der ÖVP) darüber entscheidet, was der Untersuchungsausschuss untersuchen darf und was nicht. Das geht mit Sicherheit nicht! (Beifall bei Grünen und BZÖ.)
Abg. Grosz: Aber es gibt den Mafiaparagraphen: Bilden einer kriminellen Vereinigung!
Das ist wirklich unerhört. Ich habe überhaupt kein Verständnis für die SPÖ, dass sie da die Stange hält und den Steigbügel hält. (Abg. Grosz: Aber es gibt den Mafiaparagraphen: Bilden einer kriminellen Vereinigung!) Aber wie heißt es in der zweiten Strophe der Internationale, die Sie, Kollege Cap und Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ, am 1. Mai am Rathausplatz wieder singen werden? In der zweiten Strophe der Internationale heißt es: „Unmündig nennt man uns und Knechte“.
Beifall bei den Grünen. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Genau das hat sich die ÖVP zu Herzen genommen, und genau deswegen, gegen Ihre eigenen Interessen, gegen die Interessen des Parlaments, erlauben Sie es dem Abgeordneten Amon, dass er als Beschuldigter in seinem eigenen Verfahren versucht, dem österreichischen Nationalrat und dem Untersuchungsausschuss zu diktieren, was untersucht werden darf und was nicht. (Beifall bei den Grünen. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Rädler: Verfolgungswahn!
Wir brauchen die Unterstützung der ehrlichen Mehrheit in der österreichischen Bevölkerung gegen die unehrliche Mehrheit in der Bundesregierung und den Regierungsparteien, damit wir weiter auch ungehindert und erfolgreich die Korruption in Österreich untersuchen und bekämpfen können. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Rädler: Verfolgungswahn!)
Ruf bei der ÖVP: Zauberlehrling!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Petzner. – Bitte. (Ruf bei der ÖVP: Zauberlehrling!)
Beifall beim BZÖ.
Wenn die ÖVP jetzt ganz aufgeregt in Richtung Staatssekretär Ostermayer hinhaut, dann offensichtlich aus schlechtem Gewissen heraus, denn der einzige Unterschied zwischen SPÖ und ÖVP in diesem Bereich ist, dass die SPÖ fragwürdige Inserate schaltet und die ÖVP über Pressevereine fragwürdige Druckkostenbeiträge kassiert, wo es offensichtlich keine Gegenleistung gibt. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Kickl: Bist du nicht auch Beschuldigter in einem Korruptionsverfahren?
Also das ist genauso aufklärungsbedürftig, meine Damen und Herren von der Volkspartei. Ich darf schon darauf hinweisen, dass es vor allem auch die Initiative des BZÖ gemeinsam mit den Grünen, konkret nenne ich hier den Mediensprecher Brosz, war, dass wir jetzt, mit Juli inkrafttretend, ein Medientransparenzgesetz – Gott sei Dank! – in dieser Republik haben werden, das genaue Richtlinien festlegt, genaue Kriterien festlegt, wie Inserate ausschauen müssen, wie sie gestaltet sein müssen, wie die Finanzierung ausschaut. (Abg. Kickl: Bist du nicht auch Beschuldigter in einem Korruptionsverfahren?) Das haben Orange und Grün gemeinsam durchgesetzt, während die FPÖ, auch das muss man sagen, nicht einmal bereit war, an den Verhandlungen teilzunehmen.
Abg. Grosz: Die Inserate in Kärnten! Die ganzen Scheuch-Inserate!
Wenn es ums konkrete Arbeiten geht, seid ihr zu faul, zu verhandeln. Wenn es ums Polemisieren geht, stellt ihr euch in die erste Reihe. Man kann sehr viele Inserate diskutieren (Abg. Grosz: Die Inserate in Kärnten! Die ganzen Scheuch-Inserate!), man kann auch darüber diskutieren, warum der Kärntner FPK-Landeshauptmann Dörfler riesige, ganzseitige Inserate in der „Kronen Zeitung“ schaltet (Abg. Grosz: Sag ich ja!), wo er Gutscheine für Vitamin-Brausetabletten verteilt: Und so kommen Sie gesund durch den Winter!. (Abg. Wöginger: Das hat der Haider auch !)
Abg. Grosz: Sag ich ja!
Wenn es ums konkrete Arbeiten geht, seid ihr zu faul, zu verhandeln. Wenn es ums Polemisieren geht, stellt ihr euch in die erste Reihe. Man kann sehr viele Inserate diskutieren (Abg. Grosz: Die Inserate in Kärnten! Die ganzen Scheuch-Inserate!), man kann auch darüber diskutieren, warum der Kärntner FPK-Landeshauptmann Dörfler riesige, ganzseitige Inserate in der „Kronen Zeitung“ schaltet (Abg. Grosz: Sag ich ja!), wo er Gutscheine für Vitamin-Brausetabletten verteilt: Und so kommen Sie gesund durch den Winter!. (Abg. Wöginger: Das hat der Haider auch !)
Abg. Wöginger: Das hat der Haider auch !
Wenn es ums konkrete Arbeiten geht, seid ihr zu faul, zu verhandeln. Wenn es ums Polemisieren geht, stellt ihr euch in die erste Reihe. Man kann sehr viele Inserate diskutieren (Abg. Grosz: Die Inserate in Kärnten! Die ganzen Scheuch-Inserate!), man kann auch darüber diskutieren, warum der Kärntner FPK-Landeshauptmann Dörfler riesige, ganzseitige Inserate in der „Kronen Zeitung“ schaltet (Abg. Grosz: Sag ich ja!), wo er Gutscheine für Vitamin-Brausetabletten verteilt: Und so kommen Sie gesund durch den Winter!. (Abg. Wöginger: Das hat der Haider auch !)
Abg. Kickl: Ist es die Aufgabe eines Beschuldigten in einem Korruptionsverfahren, den Moralapostel zu spielen?
Ich meine, das sind ja alles Dinge, wo man sich schon die Frage stellen muss: Ist es die Aufgabe eines Landeshauptmannes eines Bundeslandes, Vitamin-Brausetabletten zu verteilen, oder ist es seine Aufgabe, für soziale Gerechtigkeit zu sorgen, die Wirtschaft anzukurbeln und Arbeitsplätze zu schaffen? (Abg. Kickl: Ist es die Aufgabe eines Beschuldigten in einem Korruptionsverfahren, den Moralapostel zu spielen?)
Beifall beim BZÖ.
Meiner Meinung nach ist es das Zweitere. (Beifall beim BZÖ.) Mit Brausetabletten löst man nicht die Probleme eines Bundeslandes. Und leider Gottes hat das Bundesland Kärnten aufgrund des Versagens der FPK-Landesregierung genug Probleme am Hals. (Abg. Kickl: Kärntner Nestbeschmutzer!) Das sei Ihnen hinter die Ohren geschrieben, meine Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Kickl: Kärntner Nestbeschmutzer!
Meiner Meinung nach ist es das Zweitere. (Beifall beim BZÖ.) Mit Brausetabletten löst man nicht die Probleme eines Bundeslandes. Und leider Gottes hat das Bundesland Kärnten aufgrund des Versagens der FPK-Landesregierung genug Probleme am Hals. (Abg. Kickl: Kärntner Nestbeschmutzer!) Das sei Ihnen hinter die Ohren geschrieben, meine Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Meiner Meinung nach ist es das Zweitere. (Beifall beim BZÖ.) Mit Brausetabletten löst man nicht die Probleme eines Bundeslandes. Und leider Gottes hat das Bundesland Kärnten aufgrund des Versagens der FPK-Landesregierung genug Probleme am Hals. (Abg. Kickl: Kärntner Nestbeschmutzer!) Das sei Ihnen hinter die Ohren geschrieben, meine Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Kopf: Das hast du schon anders gesagt!
Zum konkreten Fall, zum Untersuchungsausschuss: Wir werden noch zur Causa Inserate kommen, der Kollege Pilz hat das schon gesagt. Wir werden das ausführlich würdigen und die politische Aufklärung vorantreiben. Die strafrechtliche Aufklärung, Frau Kollegin von der ÖVP, obliegt bitte der Justiz. Im Gegensatz zu Ihnen habe ich sehr wohl Vertrauen darauf, dass die österreichische Justiz unabhängig, weisungsfrei, objektiv, korrekt ermittelt und auch agiert. Das möchte ich an dieser Stelle auch festhalten. (Abg. Kopf: Das hast du schon anders gesagt!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Rädler und Mag. Schönegger.
sationen aufzuklären, dann steht die ÖVP gemeinsam mit der SPÖ auf der Bremse. (Zwischenrufe der Abgeordneten Rädler und Mag. Schönegger.) Dann redet man plötzlich davon, das Telekom-Kapitel möglichst schnell abzuschließen, weil man auf einmal Stress bekommt. Dann blockiert man gemeinsam die Ladung von zentralen Auskunftspersonen, die wesentlich zur Aufklärung dieser Malversationen beitragen können.
Beifall beim BZÖ.
Diesen Weg, meine Damen und Herren von der Österreichischen Volkspartei, den haben Sie noch vor sich. Wir sind ihn schon gegangen und werden dafür auch entsprechend vom Wähler honoriert werden. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Grosz: Ist auch nicht da! – Ah, ist da!
Als Nächster gelangt Herr Abgeordneter Hechtl zu Wort. (Abg. Grosz: Ist auch nicht da! – Ah, ist da!)
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzte Damen und Herren, abschließend gilt mein Dank allen Beteiligten für ihr Engagement, den Sozialpartnern und diversen Vertretern für ihr positives Wirken, auch wenn manche Hürden erst überwunden werden mussten. Ich bin zuversichtlich, dass wir das angestrebte Ziel, das Ziel eines ausgeglichenen Haushaltes auch erreichen werden, und blicke positiv in die Zukunft. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich erlebe heute einen Tag einer weiteren Vertrauensschrumpfung, eines Steuerkannibalismus und einen Abschied von der Zukunft, wobei die Verursacher die Rechnung ausstellen. Wenn dieses Budget wirklich die einzige Lösung ist, wie wir im Sinne einer Existenzsicherung vorgehen müssen, dann haben Sie seltsame Experten. Eine Bewältigung der Aufgaben für die Zukunft des Staates kann ich in diesem Budget kaum erkennen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Bei den Bausparverträgen und der Zukunftsvorsorge ist nicht nur die Reduktion so schlimm, sondern schlimm ist, dass man dem Vertrauen nicht gerecht wird und hier in bestehende Verträge eingegriffen wird. (Beifall bei der FPÖ.) Es geht dabei auch um die Reputation der Republik Österreich. Und schlimm ist es, dass man Tausende Versicherungsverkäufer und Bankangestellte im Regen stehen lässt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Bei den Bausparverträgen und der Zukunftsvorsorge ist nicht nur die Reduktion so schlimm, sondern schlimm ist, dass man dem Vertrauen nicht gerecht wird und hier in bestehende Verträge eingegriffen wird. (Beifall bei der FPÖ.) Es geht dabei auch um die Reputation der Republik Österreich. Und schlimm ist es, dass man Tausende Versicherungsverkäufer und Bankangestellte im Regen stehen lässt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Der Antrag beinhaltet im Kern den Verzicht auf die Absenkung der Hebesätze, die Rückgängigmachung der außertourlichen Anhebung der Höchstbeitragsgrundlage – nämlich deshalb, weil das auch höhere Zahlungen und höhere Ansprüche in der Folge bewirken würde –, die Senkung der überhöhten Mindestbeitragsgrundlage, die Rücknahme der Kontoerstgutschrift – wo wir der Meinung sind, dass das zwar ein grundsätzlich richtiger Schritt ist, aber in dieser überhasteten Form nicht durchgeführt werden sollte –, die Rücknahme der Kürzung des Übergangsgeldes, und im Bereich der Arbeitsmarktpolitik, des Arbeitsmarktpolitik-Finanzierungsgesetzes beinhaltet er eine Ausnahme für den Kultur- und Wissenschaftsbereich. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Dieser Antrag würde bewirken, dass die Voranschlagsansätze hinsichtlich der Obergrenzen für die Jahre 2015 und 2016 für den Rechnungshof jeweils um 1,5 Millionen € erhöht werden. Im Moment wäre in der Vorlage eine Kürzung beinhaltet, die nicht mehr gewährleistet, dass die Arbeit des Rechnungshofes in vollem Ausmaß zu machen wäre. Und gerade in Zeiten eines U-Ausschusses, in Zeiten von Korruptionsdebatten ist, glaube ich, die Kontrolltätigkeit des Rechnungshofs von besonderer Bedeutung. Daher sollte auch die Finanzierung sichergestellt werden. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hagen: 21 Sozialversicherungsanstalten!
Die Realität zeigt aber auch, dass wir trotzdem ein wirklich herzeigbares Paket hier in diesem Hause verabschieden, und ich bitte die Opposition, ihre Scheuklappen abzulegen und mitzustimmen im Sinne derer, die diese Maßnahmen auch brauchen. Das sind auch die Pensionistinnen und Pensionisten und die Arbeiterinnen und Arbeiter. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hagen: 21 Sozialversicherungsanstalten!)
Beifall bei der FPÖ.
Da hilft, liebe Damen und Herren von den Regierungsfraktionen, kein Gesundbeten, wie wir es momentan vom Landeshauptjäger aus Tirol kennen, da hilft kein Anfüttern, kein Aufjagen und Abschmieren, da hilft nur: etwas tun. Und ich kann Sie nur auffordern: Gehen Sie mit diesem Antrag mit, tun Sie endlich etwas! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich hoffe auf Zustimmung – vor allem von den Abgeordneten der ÖVP, auch Salzburg. – Danke. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Oje-Rufe.
schrift und ist somit nicht genügend unterstützt. (Oje-Rufe.) Ich stelle daher die Unterstützungsfrage und bitte jene Damen und Herren, die diesen Antrag zusätzlich unterstützen wollen, ... (Abg. Brosz: Können wir den Text sehen?) – Er hat ihn verlesen. (Abg. Brosz: Da müssen wir erst den Text sehen! – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Brosz: Super!)
Abg. Brosz: Können wir den Text sehen?
schrift und ist somit nicht genügend unterstützt. (Oje-Rufe.) Ich stelle daher die Unterstützungsfrage und bitte jene Damen und Herren, die diesen Antrag zusätzlich unterstützen wollen, ... (Abg. Brosz: Können wir den Text sehen?) – Er hat ihn verlesen. (Abg. Brosz: Da müssen wir erst den Text sehen! – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Brosz: Super!)
Abg. Brosz: Da müssen wir erst den Text sehen! – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Brosz: Super!
schrift und ist somit nicht genügend unterstützt. (Oje-Rufe.) Ich stelle daher die Unterstützungsfrage und bitte jene Damen und Herren, die diesen Antrag zusätzlich unterstützen wollen, ... (Abg. Brosz: Können wir den Text sehen?) – Er hat ihn verlesen. (Abg. Brosz: Da müssen wir erst den Text sehen! – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Brosz: Super!)
Hallo-Rufe bei der ÖVP
Wir brauchen es nur aus einem Grund, und zwar weil wir im Vorfeld Geld an die Banken gegeben und Geld nach Griechenland überwiesen haben, das wir nicht wiedersehen werden. Und das ist der Grund, warum wir überhaupt dieses Sparpaket brauchen, und deshalb führen wir heute diesen Affentanz hier auf (Hallo-Rufe bei der ÖVP), eben weil wir im Vorfeld Dinge gemacht haben, die wir schon im Vorfeld verurteilt haben (Abg. Grosz: Wer ist „wir“?), die Sie unbedingt so wollten, und deshalb brauchen wir jetzt dieses Sparpaket. (Abg. Grosz: Entschuldige, wer ist „wir“?) Und deshalb müssen auch die Menschen dementsprechend bluten, weil Sie das Geld den Banken und Griechenland in den Rachen geworfen haben und daher jetzt ein Sparpaket gemacht wurde.
Abg. Grosz: Wer ist „wir“?
Wir brauchen es nur aus einem Grund, und zwar weil wir im Vorfeld Geld an die Banken gegeben und Geld nach Griechenland überwiesen haben, das wir nicht wiedersehen werden. Und das ist der Grund, warum wir überhaupt dieses Sparpaket brauchen, und deshalb führen wir heute diesen Affentanz hier auf (Hallo-Rufe bei der ÖVP), eben weil wir im Vorfeld Dinge gemacht haben, die wir schon im Vorfeld verurteilt haben (Abg. Grosz: Wer ist „wir“?), die Sie unbedingt so wollten, und deshalb brauchen wir jetzt dieses Sparpaket. (Abg. Grosz: Entschuldige, wer ist „wir“?) Und deshalb müssen auch die Menschen dementsprechend bluten, weil Sie das Geld den Banken und Griechenland in den Rachen geworfen haben und daher jetzt ein Sparpaket gemacht wurde.
Abg. Grosz: Entschuldige, wer ist „wir“?
Wir brauchen es nur aus einem Grund, und zwar weil wir im Vorfeld Geld an die Banken gegeben und Geld nach Griechenland überwiesen haben, das wir nicht wiedersehen werden. Und das ist der Grund, warum wir überhaupt dieses Sparpaket brauchen, und deshalb führen wir heute diesen Affentanz hier auf (Hallo-Rufe bei der ÖVP), eben weil wir im Vorfeld Dinge gemacht haben, die wir schon im Vorfeld verurteilt haben (Abg. Grosz: Wer ist „wir“?), die Sie unbedingt so wollten, und deshalb brauchen wir jetzt dieses Sparpaket. (Abg. Grosz: Entschuldige, wer ist „wir“?) Und deshalb müssen auch die Menschen dementsprechend bluten, weil Sie das Geld den Banken und Griechenland in den Rachen geworfen haben und daher jetzt ein Sparpaket gemacht wurde.
Abg. Grosz: Wer ist „wir“?
Da hätte es drei Möglichkeiten gegeben: Entweder wir ziehen die Verwaltungsreform heran und holen uns dort das Geld, oder wir holen es von den Banken oder den Spekulanten, die das ja alles verbrochen haben (Abg. Grosz: Wer ist „wir“?), oder wir holen es von den Steuerzahlern.
Abg. Grosz: Wer ist „wir“?
Heute wurde uns von ÖVP-Seite vorgeworfen, dass wir jetzt plötzlich nicht mehr für diese Finanztransaktionssteuer wären, und das ist unglaubwürdig und so weiter. (Abg. Grosz: Wer ist „wir“?)
Abg. Grosz: Wer ist „wir“?
Dieser Vorwurf ist unberechtigt. Wir sind ja weiter für die Transaktionssteuer, wir sind ja auch Kämpfer für die Transaktionsteuer und wir wollen auch, dass Sie weiterkämpfen dafür. Auch wir ... (Abg. Grosz: Wer ist „wir“?)
Abg. Grosz: Nein, Sie! Sie stehen allein da und reden von „wir“! – Weitere Zwischenrufe. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Können Sie bitte einmal Ihren Schnabel halten?! Sie können sich jederzeit zu Wort melden und sich hier herstellen, aber wenn Sie in einer Tour dazwischenrufen, kann ich nur sagen: Haben Sie eine Identitätskrise, oder was ist los mit Ihnen? (Abg. Grosz: Nein, Sie! Sie stehen allein da und reden von „wir“! – Weitere Zwischenrufe. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Halten Sie also bitte Ihren Schnabel und lassen Sie mich hier reden! Sie können ja dann hier herauskommen und sagen, was Sie wollen! (Abg. Grosz: Eine gespaltene Persönlichkeit, Frau Präsidentin! Tun Sie was!)
Abg. Grosz: Eine gespaltene Persönlichkeit, Frau Präsidentin! Tun Sie was!
Können Sie bitte einmal Ihren Schnabel halten?! Sie können sich jederzeit zu Wort melden und sich hier herstellen, aber wenn Sie in einer Tour dazwischenrufen, kann ich nur sagen: Haben Sie eine Identitätskrise, oder was ist los mit Ihnen? (Abg. Grosz: Nein, Sie! Sie stehen allein da und reden von „wir“! – Weitere Zwischenrufe. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Halten Sie also bitte Ihren Schnabel und lassen Sie mich hier reden! Sie können ja dann hier herauskommen und sagen, was Sie wollen! (Abg. Grosz: Eine gespaltene Persönlichkeit, Frau Präsidentin! Tun Sie was!)
Abg. Mag. Ikrath: Eine Zukunftsvision!
Sollen wir so tun, als hätten wir es schon geschafft? Genauso machen Sie es aber: Sie tun so, als wäre diese Transaktionssteuer, für die Sie ja so wortreich kämpfen, schon umgesetzt. Das ist genau das, was ich Ihnen vorwerfe: Ich werfe Ihnen vor, dass Sie hier etwas in den Raum stellen, was nicht umsetzbar ist – und Sie tun so, als hätten Sie das schon umgesetzt. (Abg. Mag. Ikrath: Eine Zukunftsvision!) – Hören Sie bitte erstens auf mit diesen Zwischenrufen und zweitens damit, zu versuchen, den Menschen Sand in die Augen zu streuen!
Abg. Mag. Ikrath: Wer ist „wir“?
Folgendes hat der Herr Vizekanzler auch noch gesagt – das möchte ich jetzt am Schluss noch anbringen –, nämlich, er, Spindelegger, stelle sich schützend vor die Bürger, er will nicht, dass das Eigentum der Bürger angetastet wird. Was aber macht Herr Spindelegger im Gegenzug? – Indem er zulässt, dass in Österreich jedes Jahr neue Schulden gemacht werden, tut er nichts anderes, als uns Sand in die Augen zu streuen und hinterrücks überall auf unser Eigentum den „Kuckuck“ draufzupicken, denn wenn Spindelegger dann sozusagen das politische Gnadenbrot bekommt, werden wir alle für diese Schulden aufkommen müssen, die er heute hier zulässt, und dann werden wir in fünf und zehn Jahren dafür noch bluten. (Abg. Mag. Ikrath: Wer ist „wir“?) – Wir alle, auch Sie! Glauben Sie es mir! Auch Sie werden mit Ihren Steuern, wenn Sie schon lange nicht mehr in diesem Nationalrat sitzen, für die Grauslichkeiten aufzukommen haben, die heute von Spindelegger und Konsorten hier verzapft werden. (Hallo-Rufe bei der ÖVP.)
Hallo-Rufe bei der ÖVP.
Folgendes hat der Herr Vizekanzler auch noch gesagt – das möchte ich jetzt am Schluss noch anbringen –, nämlich, er, Spindelegger, stelle sich schützend vor die Bürger, er will nicht, dass das Eigentum der Bürger angetastet wird. Was aber macht Herr Spindelegger im Gegenzug? – Indem er zulässt, dass in Österreich jedes Jahr neue Schulden gemacht werden, tut er nichts anderes, als uns Sand in die Augen zu streuen und hinterrücks überall auf unser Eigentum den „Kuckuck“ draufzupicken, denn wenn Spindelegger dann sozusagen das politische Gnadenbrot bekommt, werden wir alle für diese Schulden aufkommen müssen, die er heute hier zulässt, und dann werden wir in fünf und zehn Jahren dafür noch bluten. (Abg. Mag. Ikrath: Wer ist „wir“?) – Wir alle, auch Sie! Glauben Sie es mir! Auch Sie werden mit Ihren Steuern, wenn Sie schon lange nicht mehr in diesem Nationalrat sitzen, für die Grauslichkeiten aufzukommen haben, die heute von Spindelegger und Konsorten hier verzapft werden. (Hallo-Rufe bei der ÖVP.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Das ist genau der Punkt, und deshalb sage ich Ihnen: Das, was Sie hier machen, ist ein Feigheitspaket. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Es ist ein Feigheitspaket. Und deshalb: Haben Sie etwas mehr Mut, ein ordentliches Paket zu machen, und belasten Sie nicht immer wieder den Steuerzahler, sondern machen Sie endlich Ihre Hausaufgaben! – Vielen Dank. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Wenn man dem BZÖ vorwirft, wir wären gegen das Sparen, so kann ich das strikt zurückweisen, denn wir wissen – und das ist doch jedem klar –, dass Sparen unbedingt notwendig ist. Nur: Wir treten für ein intelligentes Sparen ein, Stichwort: Verwaltungsreform, schlanker Staat. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Daher: Sie von ÖVP und SPÖ sind beide zu gleicher Hand verantwortlich für das, was Sie hier alles anrichten! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Meine Damen und Herren von ÖVP und SPÖ, es ist doch geradezu unzulässig, so etwas vorzulegen, ja wirklich letztklassig! (Beifall beim BZÖ.) Daher: Volle Unterstützung für den Bucher-Antrag, in dem es heißt: Rückverweisung des gesamten Paketes, zurück an den Start! Ich kann dafür nur Werbung machen, denn mit dem, was Sie von ÖVP und SPÖ hier vorlegen, führen Sie sich ja selbst ad absurdum. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Meine Damen und Herren von ÖVP und SPÖ, es ist doch geradezu unzulässig, so etwas vorzulegen, ja wirklich letztklassig! (Beifall beim BZÖ.) Daher: Volle Unterstützung für den Bucher-Antrag, in dem es heißt: Rückverweisung des gesamten Paketes, zurück an den Start! Ich kann dafür nur Werbung machen, denn mit dem, was Sie von ÖVP und SPÖ hier vorlegen, führen Sie sich ja selbst ad absurdum. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Aber da werden wir Freiheitlichen sicherlich nicht mitspielen! Da sagen wir Freiheitlichen ganz klar: keine Kompromisse beim Thema Sicherheit! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Klikovits.
Meine sehr geehrten Damen und Herren von der ÖVP, das ist sicherlich kein Erfolg der GÖD, der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst, und des Präsidenten Neugebauer. Es war der Präsident Neugebauer noch auf der Langlaufloipe, da haben wir bereits Anträge eingebracht und haben unsere Personalvertreter für den Erhalt dieser 41. Stunde gekämpft. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Klikovits.)
Beifall bei der FPÖ.
Abschließend, meine sehr geehrten Damen und Herren: Wenn wir über Einsparungen im Bundesheer nachdenken, dann kann man sagen: Natürlich hat man da Möglichkeiten. Setzen wir doch die Empfehlungen des Rechnungshofes um! Wir werden morgen hier die Möglichkeit haben, über Empfehlungen im Bereich des Bundesheeres zu sprechen. Und beenden wir vor allen Dingen die sinnlosen SPÖ-Pilotprojekte, die außer Kosten nichts bringen, die vor allen Dingen das Bundesheer um keinen Meter nach vorne bringen werden! (Beifall bei der FPÖ.)
Bundesministerin Dr. Fekter: Akonto ist das !
Frau Ministerin, ganz wesentlich ist ja auch folgender Gesichtspunkt: Wenn Sie den Weg gehen wollen, den Sie uns da jetzt vorexerzieren beziehungsweise beschreiben, bitte, dann verzichten Sie ja noch dazu gegenüber den Steuersündern, den Steuerflüchtlingen, den Schwarzgeld hortenden Österreicherinnen und Österreichern in der Schweiz mit Ihrer einen Milliarde, die Sie veranschlagt haben, auf mindestens, sage ich jetzt einmal, 19 Milliarden €, denn eigentlich müssten Sie (Bundesministerin Dr. Fekter: Akonto ist das !) Ja, Akonto ist wieder eine eigene Geschichte!
Beifall bei den Grünen.
Dahinter steht ein einfacher grüner Forderungsansatz: Keine Rückgängigmachung der MöSt-Befreiung für öffentliche Verkehrsmittel, denn wir brauchen angesichts der steigenden Treibstoffpreise, angesichts der zusätzlichen Belastungen durch dieses Sparpaket gerade der ärmeren Bevölkerungskreise dringend attraktive, günstige öffentliche Verkehrsmittel – auch jenseits Ihrer Budgetpolitik, Frau Ministerin! – Damit bedanke ich mich. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Bartenstein: Im Prinzip schon!
Dazu sei einmal gesagt: Von uns Volksvertretern wird auch verlangt, dass wir wissen, worüber wir abstimmen, oder zumindest, dass man wissen kann, worüber man hier abstimmt. Und ich frage Sie jetzt wirklich – Herr Kollege, Sie schauen gerade so interessiert! –: Wissen Sie, was da jetzt in diesen Abänderungsanträgen steht, Herr Kollege Bartenstein? (Abg. Dr. Bartenstein: Im Prinzip schon!) Ich glaube nicht! Und das ist Ihnen auch nicht vorzuwerfen, denn das ist vor einer Stunde oder eineinhalb Stunden eingebracht worden.
Staatssekretär Mag. Schieder: Ja!
Das kann man nicht einmal durchlesen! Da wird verwiesen auf Paragraphen (Staatssekretär Mag. Schieder: Ja!) Der Herr Staatssekretär Schieder sagt Ja. (Abg. Krainer: Das ist gestern ausgeschickt worden!) Ah, gestern ist es ausgeschickt worden! Gut.
Abg. Krainer: Das ist gestern ausgeschickt worden!
Das kann man nicht einmal durchlesen! Da wird verwiesen auf Paragraphen (Staatssekretär Mag. Schieder: Ja!) Der Herr Staatssekretär Schieder sagt Ja. (Abg. Krainer: Das ist gestern ausgeschickt worden!) Ah, gestern ist es ausgeschickt worden! Gut.
Abg. Dr. Matznetter: Lesen, Herr Scheibner!
Ich kann mich nicht erinnern, dass Folgendes ausgeschickt worden ist: ein Abänderungsantrag (Abg. Dr. Matznetter: Lesen, Herr Scheibner!) Ja, ich lese Ihnen das vor, Herr Kollege Matznetter! Ich glaube, nicht einmal Sie wissen, was da ausgeschickt worden ist und was nämlich eingebracht worden ist.
Bundesministerin Dr. Fekter: Das ist ein Lückenschluss!
Ich lese vor: Abänderungsantrag der Abgeordneten Jan Krainer, Jakob Auer. – Kollege Krainer weiß sicher, was er eingebracht hat. – Da gibt es eine ganze Reihe von Artikeln. Ich sage Ihnen gleich auf den ersten Blick: Mag sein, dass ich mich irre, aber es kommt mir vor, dass etwa im Punkt 5 rückwirkendes Inkrafttreten, zumindest eine Rückwirkung eines Gesetzes stattfindet. Das hätte mich schon interessiert. Aber gut! (Bundesministerin Dr. Fekter: Das ist ein Lückenschluss!) Sehen Sie, ein Lückenschluss! Schön, dass man jetzt hier darüber diskutieren muss. Also darüber könnten wir auch noch diskutieren. Hoffentlich hat es der Herr Krainer auch gewusst.
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Herr Kollege Matznetter, haben Sie das dazugeschrieben? Sie haben das dazugeschrieben? (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Haben Sie schon jemals in so einer wichtigen Angelegenheit einen Abänderungsantrag von Regierungsparteien gesehen, wo man handschriftlich einen Punkt hineingeschrieben hat mit dem Vermerk: „Siehe oben“?
Bundesministerin Dr. Fekter: -nummerierungen!
Da steht dann (der Redner liest den Text unter Verwendung einer Lupe): Die aus den Streichungen notwendigen Um- (Bundesministerin Dr. Fekter: -nummerierungen!) -nummerierungen (Staatssekretär Mag. Schieder: Ohne Lupe!) – danke – der Artikel, könnte sein: der Artikelbezeichnungen – sind im Inhaltsverzeichnis – das kann man lesen – und hinsichtlich der Streichung der Artikel 48 in den – das kann ich jetzt wirklich nicht mehr lesen, was da steht. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter, die gemeinsam mit Staatssekretär Mag. Schieder dabei ist, den handschriftlichen Text des Antrages zu lesen.) Bitte? Aha, man entziffert jetzt gerade diese Handschrift, meine Damen und Herren. (Abg. Grosz: Frau Präsidentin! Das ist unglaublich! – Weitere anhaltende Zwischenrufe beim BZÖ.)
Staatssekretär Mag. Schieder: Ohne Lupe!
Da steht dann (der Redner liest den Text unter Verwendung einer Lupe): Die aus den Streichungen notwendigen Um- (Bundesministerin Dr. Fekter: -nummerierungen!) -nummerierungen (Staatssekretär Mag. Schieder: Ohne Lupe!) – danke – der Artikel, könnte sein: der Artikelbezeichnungen – sind im Inhaltsverzeichnis – das kann man lesen – und hinsichtlich der Streichung der Artikel 48 in den – das kann ich jetzt wirklich nicht mehr lesen, was da steht. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter, die gemeinsam mit Staatssekretär Mag. Schieder dabei ist, den handschriftlichen Text des Antrages zu lesen.) Bitte? Aha, man entziffert jetzt gerade diese Handschrift, meine Damen und Herren. (Abg. Grosz: Frau Präsidentin! Das ist unglaublich! – Weitere anhaltende Zwischenrufe beim BZÖ.)
Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter, die gemeinsam mit Staatssekretär Mag. Schieder dabei ist, den handschriftlichen Text des Antrages zu lesen.
Da steht dann (der Redner liest den Text unter Verwendung einer Lupe): Die aus den Streichungen notwendigen Um- (Bundesministerin Dr. Fekter: -nummerierungen!) -nummerierungen (Staatssekretär Mag. Schieder: Ohne Lupe!) – danke – der Artikel, könnte sein: der Artikelbezeichnungen – sind im Inhaltsverzeichnis – das kann man lesen – und hinsichtlich der Streichung der Artikel 48 in den – das kann ich jetzt wirklich nicht mehr lesen, was da steht. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter, die gemeinsam mit Staatssekretär Mag. Schieder dabei ist, den handschriftlichen Text des Antrages zu lesen.) Bitte? Aha, man entziffert jetzt gerade diese Handschrift, meine Damen und Herren. (Abg. Grosz: Frau Präsidentin! Das ist unglaublich! – Weitere anhaltende Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Grosz: Frau Präsidentin! Das ist unglaublich! – Weitere anhaltende Zwischenrufe beim BZÖ.
Da steht dann (der Redner liest den Text unter Verwendung einer Lupe): Die aus den Streichungen notwendigen Um- (Bundesministerin Dr. Fekter: -nummerierungen!) -nummerierungen (Staatssekretär Mag. Schieder: Ohne Lupe!) – danke – der Artikel, könnte sein: der Artikelbezeichnungen – sind im Inhaltsverzeichnis – das kann man lesen – und hinsichtlich der Streichung der Artikel 48 in den – das kann ich jetzt wirklich nicht mehr lesen, was da steht. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter, die gemeinsam mit Staatssekretär Mag. Schieder dabei ist, den handschriftlichen Text des Antrages zu lesen.) Bitte? Aha, man entziffert jetzt gerade diese Handschrift, meine Damen und Herren. (Abg. Grosz: Frau Präsidentin! Das ist unglaublich! – Weitere anhaltende Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Grosz: Das ist eine Frechheit! Das ist kein Parlamentarismus mehr!
Ich glaube, das führt sich jetzt wirklich ad absurdum: Wenn jetzt auf der Regierungsbank darüber diskutiert werden muss, was handschriftliche Zusätze in Abänderungsanträgen (Abg. Grosz: Das ist eine Frechheit! Das ist kein Parlamentarismus mehr!) bedeuten sollen, und Sie alle uns erklären wollen, dass Sie wissen, worüber Sie hier abstimmen, dann danke, meine Damen und Herren! Mehr braucht man dazu nicht zu sagen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich glaube, das führt sich jetzt wirklich ad absurdum: Wenn jetzt auf der Regierungsbank darüber diskutiert werden muss, was handschriftliche Zusätze in Abänderungsanträgen (Abg. Grosz: Das ist eine Frechheit! Das ist kein Parlamentarismus mehr!) bedeuten sollen, und Sie alle uns erklären wollen, dass Sie wissen, worüber Sie hier abstimmen, dann danke, meine Damen und Herren! Mehr braucht man dazu nicht zu sagen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Grosz: Das ist ein Gesetz und keine Wirtshauszeitung!
Frau Präsidentin! Ich beantrage, dass die Verhandlung vertagt wird, dass man das auch entsprechend durcharbeiten kann und dass die Abstimmung nicht auf 17 Uhr, sondern auf einen wesentlich darüber hinausliegenden Zeitpunkt verlegt wird. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Grosz: Das ist ein Gesetz und keine Wirtshauszeitung!)
Abg. Grosz: Das ist sehr freundlich von Ihnen!
Zu dem jetzt von Herrn Kollegen Scheibner Vorgebrachten möchte ich festhalten, dass ich sicher darüber in der nächsten Präsidiale reden werde. (Abg. Grosz: Das ist sehr freundlich von Ihnen!)
Abg. Grosz: Na gut, das war 1920! – Abg. Scheibner: Wir sind aber nicht im Jahr 1920!
Es ist das nicht verboten, das wissen Sie. Es ist rechtlich durchaus erlaubt. Ich habe mir einmal das Originaldokument der Österreichischen Bundesverfassung 1920, wie abgestimmt wurde, angeschaut. Da gibt es nur handschriftliche Änderungen. (Abg. Grosz: Na gut, das war 1920! – Abg. Scheibner: Wir sind aber nicht im Jahr 1920!) Alles andere war in Druckschrift. Ich sage es nur.
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ und BZÖ.
Ich hielte das geschäftsordnungs- und auch rechtstechnisch für äußerst problematisch. Ich möchte Sie um Klärung ersuchen, welcher Vorgang hier vor sich gegangen ist. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei BZÖ und Grünen.
Man muss dann auch noch die Möglichkeit zu Wortmeldungen haben, denn das ist schon eine gravierende Frage, ob diese Abänderungsanträge auch rechtskonform eingebracht worden sind. (Beifall bei BZÖ und Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Peter Fichtenbauer (FPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Frau Präsidentin! Die Freiheitliche Partei tritt den Einwendungen zur Geschäftsordnungsgemäßheit des Abstimmungsvorhabens bei. Insbesondere sind die Bedenken, die Kollege Brosz aufgezeigt hat, berücksichtigenswert. Es ist daher zu erheben, ob ein geschäftsordnungsgemäß korrekter Antrag überhaupt vorliegt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie Rufe: Unglaublich!
gen ordnungsgemäß erfasst werden kann, sodass der Antrag des Abgeordneten Scheibner auf Vertagung zu berücksichtigen ist. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ sowie Rufe: Unglaublich!)
Zwischenrufe beim BZÖ
Die Parlamentsdirektion hat dann festgestellt, dass aufgrund von Artikelstreichungen eine Umnummerierung der Artikel notwendig ist, und hat vorgeschlagen, dass man diese Formulierung hier wählt, die ich gerne noch einmal zitieren darf (Zwischenrufe beim BZÖ), nämlich:
Abg. Grosz: Das ist nachträglich geschrieben worden!
Ich bin als erster Antragsteller gefragt worden, ob das in Ordnung ist, dass das so eingefügt wurde (Abg. Grosz: Das ist nachträglich geschrieben worden!), und ich habe das bejaht, dass ich einverstanden bin, dass diese Änderung so vorgenommen wird. (Abg. Brosz: Das war eine Bestätigung: Nach Unterschrift abgeändert!)
Abg. Brosz: Das war eine Bestätigung: Nach Unterschrift abgeändert!
Ich bin als erster Antragsteller gefragt worden, ob das in Ordnung ist, dass das so eingefügt wurde (Abg. Grosz: Das ist nachträglich geschrieben worden!), und ich habe das bejaht, dass ich einverstanden bin, dass diese Änderung so vorgenommen wird. (Abg. Brosz: Das war eine Bestätigung: Nach Unterschrift abgeändert!)
Abg. Grosz: Das ist ein Eingeständnis!
Wir können natürlich gerne hier darüber diskutieren (Abg. Grosz: Das ist ein Eingeständnis!) Nein! Das ist genau auf Anregung der Parlamentsdirektion so passiert, und ich habe das selbstverständlich auch so unterstützt und unterstütze das. Ich bin der Meinung, dass das alles ordnungsgemäß abgelaufen ist.
Abg. Grosz: Nicht ordnungsgemäß eingebracht! Das heißt, da ist eine Blankounterschrift gegeben worden für diesen Antrag!
Aber das kann die Frau Präsidentin sicher mit der Parlamentsdirektion, aufgrund deren Feststellung dieser Art. 20 eingefügt worden ist, auch klären. (Abg. Grosz: Nicht ordnungsgemäß eingebracht! Das heißt, da ist eine Blankounterschrift gegeben worden für diesen Antrag!)
Abg. Grosz: Aber es ist nachträglich gemacht worden!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Ich kann gleich einmal festhalten: Während diese Klärung stattgefunden hat, war der Antrag noch nicht eingebracht. Das ist geklärt! Das ist von allen bestätigt! (Abg. Grosz: Aber es ist nachträglich gemacht worden!) Nein! (Abg. Grosz: Aber das hat er gerade gesagt!) Ja, der Antrag war fertig geschrieben. Er lag hier, aber war nicht eingebracht, meine Damen und Herren! Er war nicht eingebracht! (Abg. Grosz: Aber die Unterschriften sind vor der Änderung hinaufgekommen! Das sind sogenannte Blankounterschriften!) Er war weder verteilt noch eingebracht, meine Damen und Herren! (Abg. Grosz: Das sind Blankounterschriften, na selbstverständlich! Das hat er gerade gesagt!) Nein!
Abg. Grosz: Aber das hat er gerade gesagt!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Ich kann gleich einmal festhalten: Während diese Klärung stattgefunden hat, war der Antrag noch nicht eingebracht. Das ist geklärt! Das ist von allen bestätigt! (Abg. Grosz: Aber es ist nachträglich gemacht worden!) Nein! (Abg. Grosz: Aber das hat er gerade gesagt!) Ja, der Antrag war fertig geschrieben. Er lag hier, aber war nicht eingebracht, meine Damen und Herren! Er war nicht eingebracht! (Abg. Grosz: Aber die Unterschriften sind vor der Änderung hinaufgekommen! Das sind sogenannte Blankounterschriften!) Er war weder verteilt noch eingebracht, meine Damen und Herren! (Abg. Grosz: Das sind Blankounterschriften, na selbstverständlich! Das hat er gerade gesagt!) Nein!
Abg. Grosz: Aber die Unterschriften sind vor der Änderung hinaufgekommen! Das sind sogenannte Blankounterschriften!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Ich kann gleich einmal festhalten: Während diese Klärung stattgefunden hat, war der Antrag noch nicht eingebracht. Das ist geklärt! Das ist von allen bestätigt! (Abg. Grosz: Aber es ist nachträglich gemacht worden!) Nein! (Abg. Grosz: Aber das hat er gerade gesagt!) Ja, der Antrag war fertig geschrieben. Er lag hier, aber war nicht eingebracht, meine Damen und Herren! Er war nicht eingebracht! (Abg. Grosz: Aber die Unterschriften sind vor der Änderung hinaufgekommen! Das sind sogenannte Blankounterschriften!) Er war weder verteilt noch eingebracht, meine Damen und Herren! (Abg. Grosz: Das sind Blankounterschriften, na selbstverständlich! Das hat er gerade gesagt!) Nein!
Abg. Grosz: Das sind Blankounterschriften, na selbstverständlich! Das hat er gerade gesagt!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Ich kann gleich einmal festhalten: Während diese Klärung stattgefunden hat, war der Antrag noch nicht eingebracht. Das ist geklärt! Das ist von allen bestätigt! (Abg. Grosz: Aber es ist nachträglich gemacht worden!) Nein! (Abg. Grosz: Aber das hat er gerade gesagt!) Ja, der Antrag war fertig geschrieben. Er lag hier, aber war nicht eingebracht, meine Damen und Herren! Er war nicht eingebracht! (Abg. Grosz: Aber die Unterschriften sind vor der Änderung hinaufgekommen! Das sind sogenannte Blankounterschriften!) Er war weder verteilt noch eingebracht, meine Damen und Herren! (Abg. Grosz: Das sind Blankounterschriften, na selbstverständlich! Das hat er gerade gesagt!) Nein!
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ und BZÖ.
Daher bitte ich um ein Gespräch! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ und BZÖ.)
Abg. Grosz: Das ist nicht ausreichend, Frau Präsidentin!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Ich werde jetzt Folgendes machen: Ich werde nun tatsächlich die Sitzung unterbrechen – aber nicht zu einem Gespräch, sondern zur Klärung, ob alle Unterzeichner auch bei der Vorgangsweise eingebunden waren. (Abg. Grosz: Das ist nicht ausreichend, Frau Präsidentin!)
Beifall bei FPÖ und Grünen.
Frau Präsidentin, Sie haben Schluss der Debatte zum Tagesordnungspunkt erklärt. Es ist daher geschäftsordnungsmäßig nicht möglich, einen nach der Verfügung Schluss der Debatte gezeichneten Antrag neuerlich zur Debatte zu bringen. Es ist daher unzulässig, diesen Antrag jetzt zu debattieren. – Danke. (Beifall bei FPÖ und Grünen.)
Beifall bei Grünen und FPÖ.
Die Frage zu entscheiden, ob das ein verfassungsgemäßes Zustandekommen dieses Gesetzes ist, obliegt jetzt dem Bundespräsidenten und nicht mehr diesem Haus. (Beifall bei Grünen und FPÖ.)
Abg. Dr. Matznetter: Sie machen das zu einem Wirtshaus!
Zweitens weise ich Sie noch einmal darauf hin, Frau Präsidentin: Sie sind Präsidentin des Nationalrates und dafür zuständig, hier optimale und dem Gesetz entsprechende Sitzungsabläufe zu garantieren. Und ich weise diesbezüglich auch darauf hin, dass der Herr Bundespräsident vor drei Wochen bei geringeren Anlassfällen, nämlich wo es nur um den Zeitfaktor: Freitag Bundesratssitzung, Samstag Beurkundung und Sonntag Inkrafttreten gegangen ist, bereits leise ein mediales Veto eingelegt hat, dass das ein gefundenes Fressen für seinen Verfassungsexperten Adamovich sein wird und sich dieser Nationalrat einmal mehr blamiert. Wir sind kein Wirtshaus, wo man solche Anträge auf Bierzetteln nachträglich formuliert (Abg. Dr. Matznetter: Sie machen das zu einem Wirtshaus!), sondern wir sind immerhin noch das österreichische Parlament. (Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.)
Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.
Zweitens weise ich Sie noch einmal darauf hin, Frau Präsidentin: Sie sind Präsidentin des Nationalrates und dafür zuständig, hier optimale und dem Gesetz entsprechende Sitzungsabläufe zu garantieren. Und ich weise diesbezüglich auch darauf hin, dass der Herr Bundespräsident vor drei Wochen bei geringeren Anlassfällen, nämlich wo es nur um den Zeitfaktor: Freitag Bundesratssitzung, Samstag Beurkundung und Sonntag Inkrafttreten gegangen ist, bereits leise ein mediales Veto eingelegt hat, dass das ein gefundenes Fressen für seinen Verfassungsexperten Adamovich sein wird und sich dieser Nationalrat einmal mehr blamiert. Wir sind kein Wirtshaus, wo man solche Anträge auf Bierzetteln nachträglich formuliert (Abg. Dr. Matznetter: Sie machen das zu einem Wirtshaus!), sondern wir sind immerhin noch das österreichische Parlament. (Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Gaßner: Ich danke auch!
Meine geschätzten Damen und Herren, wir haben eben dieses Abkommen und die Änderung dieses Abkommens zu beschließen. Im Ausschuss war Einstimmigkeit gegeben, und ich gehe davon aus, dass wir dies auch hier einstimmig beschließen werden. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Gaßner: Ich danke auch!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich finde es schön, dass wir heute nach 60 Jahren auch dieses Abkommen ratifizieren, und halte die Weiterentwicklung, dass auch die Europäische Union Mitglied bei der Zollunion werden kann, für eine sehr sinnvolle. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Da werden wir, wie ich annehme, so Mitte April die Antwort bekommen, und das sollte dann vielleicht schon jetzt vorweg auch eine Diskussion auslösen, wo es überall Steueroasen gibt und wo überall bei uns die Zollverwaltung – und das ist das Finanzministerium, insbesondere die Finanzministerin – bis jetzt noch wegschaut. – Ich hoffe, auch das wird sich ändern. (Beifall beim BZÖ.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Ich konzentriere mich jetzt auf den ersten Teil und sage Ihnen auch gleich, warum wir diesen Vorschlag ablehnen. Da geht es um die Änderung des Wirtschaftstreuhandberufsgesetzes und des Bilanzbuchhaltungsgesetzes, und da geht es im Wesentlichen um drei Punkte, die uns aufstoßen. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
Zur Position der Zahntechniker wird dann mein Kollege Dr. Karlsböck etwas sagen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ein Kompromiss, der wahrscheinlich nicht allen gefällt, aber, wie ich glaube, doch eine entsprechende Ordnung in diese Berufsgruppen bringt. – Besten Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Die Regelung bei den Zahntechnikern ist etwas, dem wir durchaus zustimmen können und das wir in dieser Form auch unterstützen werden. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist eine gute Regelung. Sie eröffnet auch die Möglichkeit, dass wir die Fähigkeiten, die wir in einem Berufsstand haben, nämlich bei unseren Zahntechnikern, dem Patienten/der Patientin direkt zugänglich machen, und ich freue mich, dass es gelungen ist, heute diese Regelung zu machen. – Danke, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Es wurde aber eines noch nicht diskutiert, und da sage ich einmal ganz bewusst: Der Pfusch geht heute weiter. Nach diesem Schröpfpaket geht der Pfusch in Form eines Initiativantrages – das ist der Punkt: in Form eines Initiativantrages von SPÖ und ÖVP – weiter, ohne Anhörung, ohne Hörung der Experten, ohne Hörung der Betroffenen. Und man putzt sich damit ab, dass man sagt: Na ja, im Vorfeld wurden die Oppositionsparteien sowieso eingebunden, und die haben ein bisschen mitreden dürfen. – Das ist schon richtig, in den letzten zwei Jahren hat es vielleicht drei Gespräche mit den Wirtschaftssprechern der Oppositionsparteien gegeben, aber es hat nicht Gespräche mit den Fachgruppen gegeben, mit den Betroffenen, die wir massiv eingefordert hätten. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Herr Kollege Matznetter, das ist genau dieselbe Diskussion, die wir zuerst zum Stabilisierungspaket, zum sogenannten Schröpfpaket gehabt haben. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Da kommen Sie daher, keiner kennt sich eigentlich aus, Sie packen ein bisschen was rein, und das Parlament soll das für die Regierung durchnicken. Sie sind Abgeordneter, Sie sind nicht Regierungsvertreter! Das ist der Punkt, den man an dieser Stelle einmal ansprechen muss.
Beifall beim BZÖ.
fen – entsprechend mit Sachkundigen, mit den Betroffenen durchzudiskutieren und auch beraten zu können. Alles andere – und das sage ich ganz klar in Richtung Regierung – ist Husch-Pfusch von ÖVP und SPÖ! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
beiden Bereichen davon, ohne dass die anderen Rechte so eingeschränkt werden, dass Existenzen gefährdet oder gar vernichtet werden. Daher glaube ich, wir können alle zu diesem Kompromiss stehen, er bringt uns weiter! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Mag. Widmann: Doch! Alle Jahre wieder!
Abgeordneter Peter Haubner (ÖVP): Geschätzter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrter (in Richtung Galerie) Herr Präsident Hübner! Sehr geehrter Herr Bundesinnungsmeister Koffu! Herzlich willkommen im Hohen Haus! Ich glaube auch, dass wir heute mit diesem Kompromiss ein wichtiges Kapitel abschließen, nämlich ein Kapitel von jahrelangen Verhandlungen. Lieber Kollege Widmann, ich muss dir in dieser Beziehung ein bisschen widersprechen: Wir haben da schon verhandelt, da warst du noch gar nicht in diesem Hohen Haus. (Abg. Mag. Widmann: Doch! Alle Jahre wieder!) Das war nicht möglich, denn du warst 2006, 2007 noch nicht da.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Meine Damen und Herren! Im Großen und Ganzen kann man sagen, es ist dies eine wichtige Maßnahme für den Wirtschaftsstandort Österreich, für die Unternehmerinnen und Unternehmer, aber natürlich auch für die Patientinnen und Patienten. Ich denke, gerade bei den Zahntechnikern, die in Europa wirklich einen einmaligen Ruf genießen – genauso wie die Zahnärzte –, ist es ganz wichtig, dass wir auch da das Patienteninteresse in den Mittelpunkt stellen. Es ist also ein guter Tag für die Patienten und für die Klienten in Österreich. – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage nur: So, wie das Gesetz jetzt vorliegt – offensichtlich hat es dann auch noch eine Beeinspruchung aus dem Gesundheitsministerium gegeben, und es sind Änderungen vorgenommen worden –, kann ich als Zahnarzt natürlich sehr gut damit leben, und ich begrüße es außerordentlich. Als Zahntechniker würde ich mir dieses Gesetz so nicht wünschen. Aber wir werden, wie gesagt, diesem ganzen Konvolut des Zahntechniker-Abänderungsgesetzes in der zweiten Lesung zustimmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Trotzdem – noch einmal – geht einigen wenigen BilanzbuchhalterInnen die Gesetzesänderung vielleicht doch noch nicht weit genug. Daher möchte ich schon auf eines noch abschließend aufmerksam machen und anmerken: Um alle Rechte eines Steuerberaters zu bekommen, ist immer noch eine Steuerberatungsprüfung notwendig. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Wie gesagt, dieser Kompromiss ist heute auf dem Tisch und wird mit der Mehrheit der Regierungsparteien beschlossen. Es wurde dazu eigentlich schon alles gesagt. Gott sei Dank ist dieses Thema vorerst einmal vom Tisch, denn ich bin mir sicher, dass wir es in ein paar Jahren, wenn wir über das gleiche Thema noch einmal reden, noch ein bisschen liberaler machen. Der Ausgleich zwischen Gewerbe, Freiberufler und Akademiker ist nicht einfach, aber unsere Aufgabe ist es, kundenfreundlich zu gestalten. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Andererseits soll damit auch erreicht werden, dass Prothesen besser sitzen und den Patienten wohl gedient wird. Kürzere Wartezeiten, geringere Kosten, bessere Anpassung durch den Techniker vor Ort: Die Vorteile liegen also gänzlich aufseiten des Patienten. Ich ersuche daher um Zustimmung zu diesem Antrag. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Bundesminister Dr. Mitterlehner: Haben wir eh schon !
Ich gehe davon aus, dass das für eine oder zwei Personen durchaus zur Tageslektüre gehört, für alle anderen jedoch nicht. Herr Bundesminister! Bitte helfen Sie auch den anderen, hier aktiv werden zu können! – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Bundesminister Dr. Mitterlehner: Haben wir eh schon !)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, dass das eine praktische und sinnvolle Vorgangsweise ist, die unbürokratisch und vernünftig ist. In diesem Sinne bitte ich auch um Ihre Zustimmung. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Das sind zwei Bereiche, wo wir Skepsis haben, weshalb wir diesem Freihandelsabkommen in dieser Form nicht zustimmen werden. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Windholz: Erklären Sie uns das Vermessungsgesetz!
Vermessungsgesetz!) Es ist sozusagen das umfassendste Freihandelsabkommen, das die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten jemals abgeschlossen haben. (Abg. Windholz: Erklären Sie uns das Vermessungsgesetz!)
Beifall bei der SPÖ.
Wir sind aus diesem Grund für dieses Freihandelsabkommen. Es gibt einige geschützte Bereiche, aber in Summe werden 98,7 Prozent dieses Marktes in Hinkunft diesem Abkommen unterliegen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Meine sehr geehrte Damen und Herren, das ist uns zu wenig, und daher können wir vom BZÖ das auch nicht mittragen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Auf die Umweltstandards, die Sie angesprochen haben, Frau Kollegin Lichtenecker – das haben wir im Ausschuss schon thematisiert –, wurde besonders geachtet. Da dieses Abkommen sozusagen in der Praxis schon läuft, sehe ich da eigentlich keine negativen Auswirkungen, sondern, ganz im Gegenteil, nur positive Elemente eines wirklich sorgfältig vorbereiten Abkommens, das Österreich betrifft. Ich hoffe daher auf Ihre Zustimmung und die der anderen Parteien. – Danke vielmals. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Beide Punkte, die ich geschildert habe, können nur zu einer Zustimmung führen. Dazu darf ich Sie einladen und bedanke mich für die Aufmerksamkeit. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Zum letzten der drei Punkte, die heute zur Behandlung stehen, zum Freihandelsabkommen zwischen der EU und Südkorea, möchte ich feststellen, dass Österreich zur Republik Korea eine positive Handelsbilanz vorweisen kann. Unsere Exporte entwickeln sich sehr erfreulich, und ich darf auch die von meinem Vorredner genannten 30 Prozent wiederholen. Es ist auch dies ein Erfolg der österreichischen Facharbeit, für deren Nachwuchs es sich lohnt, sich einzusetzen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich danke euch allen für die Zusammenarbeit und dir, Herr Bundesminister, dafür, dass der Tourismus für dich immer ein Hauptanliegen ist – der Erfolg gibt dir recht! – Danke vielmals. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Steibl – in Richtung des Abg. Obernosterer –: Das Hauptanliegen ist die Familie! – Abg. Silhavy – auf dem Weg zum Rednerpult –: Macht euch das bitte intern aus!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Silhavy. – Bitte. (Abg. Steibl – in Richtung des Abg. Obernosterer –: Das Hauptanliegen ist die Familie! – Abg. Silhavy – auf dem Weg zum Rednerpult –: Macht euch das bitte intern aus!)
Demonstrativer Beifall der Abg. Fürntrath-Moretti. – Abg. Markowitz: Persönlich anwesend!
Abgeordnete Heidrun Silhavy (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Mein Vorredner ist schon auf die drei Anträge eingegangen, die heute hier zur Debatte stehen. Aber, Kollege Obernosterer, es hat natürlich einen Grund, warum wir meistens hier Anträge behandeln: weil wir an und für sich nur den Tourismusbericht zugewiesen bekommen und keine Materialien der Gesetzgebung in unserem Ausschuss behandelt werden. Das ist etwas, worüber man sich vielleicht für die nächste Legislaturperiode Gedanken machen sollte, denn ganz zufriedenstellend ist das, ehrlich gestanden, nicht. Das muss man auch offen sagen, obwohl auch ich dem Herrn Bundesminister das Kompliment machen darf, dass er sehr bemüht ist, die Ausschusssitzungen dennoch sehr informativ zu gestalten. (Demonstrativer Beifall der Abg. Fürntrath-Moretti. – Abg. Markowitz: Persönlich anwesend!)
Beifall bei der SPÖ.
Das bringt mich noch einmal zurück zu dem Gedanken, dass wir uns und vor allem auch die Unternehmen sich bemühen müssen, den Tourismus und die Arbeit im Tourismus attraktiver zu gestalten. Die Arbeitszeiten wird man nicht sehr viel verändern können, weil Tourismus eben in den Zeiten stattfindet, wo andere Leute frei haben. Gerade finden die Kollektivvertragsverhandlungen statt, und ich war schon ein bisschen überrascht – um es höflich zu formulieren – über ein E-Mail der ÖHV, die sich darüber beschwert hat, dass die Gewerkschaft 1 450 € Mindestlohn für eine Vollzeitbeschäftigung verlangt. Meine Damen und Herren! Man wird schon auch bei den Gehältern etwas machen müssen, wenn man ständig darüber Klage führt, dass man Fachkräfte im Tourismus sucht. Das möchte ich uns allen mit auf den Weg geben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Roman Haider (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Ich bin jetzt der dritte Redner. Nach zwei Rednern ist zu diesen drei Anträgen an und für sich schon alles gesagt, und es kommen noch 17 Redner. Darum werde ich mich sehr kurz fassen. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ.) – Ja, danke.
Ruf bei der ÖVP: Na geh!
Herr Bundesminister, meine beiden Vorredner haben Ihnen Komplimente gemacht. Sie werden es mir verzeihen, aber das gibt es von mir nicht, ganz im Gegenteil. (Ruf bei der ÖVP: Na geh!) Ich werde zum Schluss noch ein Thema ansprechen müssen, das heute in der Debatte um das Belastungspaket nicht zum Tragen gekommen ist. Für den Tourismus ist die Auflösungsabgabe auch in der entschärften Form, wie sie heute
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Windholz.
beschlossen wurde, kontraproduktiv. Diese 110 €, die der Unternehmer in Zukunft zu zahlen hat, wann immer ein Beschäftigungsverhältnis entweder durch Zeitablauf abläuft oder aufgelöst wird – auch wenn das jetzt erst ab sechs Monaten gilt –, sind für den Tourismus und vor allem – und das steht auch in Ihrer Tourismusstrategie – für die Saisonverlängerung kontraproduktiv. Da sollten Sie sich oder hätten Sie sich wirklich etwas Besseres einfallen lassen können. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Windholz.)
Bundesminister Dr. Mitterlehner: Ich bin ja nicht im Finanzausschuss!
Herr Minister, wir haben ja noch andere Themen, die wir gemeinsam mit Ihnen diskutieren. Warum haben Sie nicht zum Beispiel bei dieser ganz leidigen Sache, bei der Bausparprämienkürzung, auch einen Schulterschluss herbeigeführt? (Bundesminister Dr. Mitterlehner: Ich bin ja nicht im Finanzausschuss!) – Es wären sicherlich Vertreter aller fünf Parteien dafür, aus Ihrer Partei genauso wie aus der SPÖ sowie auch von uns Grünen beziehungsweise vom BZÖ oder von der FPÖ.
Beifall bei den Grünen.
Diese grotesken Beispiele nenne ich nur deshalb, damit Ihnen noch einmal deutlich vor Augen geführt wird, wie sinnvoll es ist, in Fünf-Parteien-Beschlüssen gemeinsam touristische Arbeit zu machen, und dass diese gemeinsame, sinnvolle Arbeit auch in vielen anderen Bereichen der Politik angesiedelt wäre – zum allseitigen Heben des Images der Politik, unser aller Anliegen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Josef Auer: Fressen!
Natürlich ist auch der Antrag bezüglich Onlineplattformen ein wichtiger, den wir selbstverständlich unterstützen werden. Das wurde auch schon richtig angesprochen. Da geht es nicht um ein Monopol, hier geht es auch darum, dass große Anbieter die kleinen Anbieter aufkaufen. (Abg. Mag. Josef Auer: Fressen!) – Bitte? (Abg. Mag. Josef Auer: Fressen!) – Genau, du meinst „fressen“ – oder aufkaufen, wie auch immer. Ich gebe dir vollkommen recht. Dann haben wir quasi keinen Wettbewerb mehr. Auf diese Weise passiert es, dass wir 25 Prozent mehr Gebührenerhöhungen haben. Darum ist es nur zu unterstützen, dass es eine eigene Plattform in Österreich gibt, die kostenüberschaubar ist. Wenn es mit 8 bis 10 Prozent machbar ist, haben alle etwas davon – nicht nur die Österreicherinnen und Österreicher, die buchen, sondern natürlich auch die Tourismusbetriebe, weil das Ganze leistbar wird.
Abg. Mag. Josef Auer: Fressen!
Natürlich ist auch der Antrag bezüglich Onlineplattformen ein wichtiger, den wir selbstverständlich unterstützen werden. Das wurde auch schon richtig angesprochen. Da geht es nicht um ein Monopol, hier geht es auch darum, dass große Anbieter die kleinen Anbieter aufkaufen. (Abg. Mag. Josef Auer: Fressen!) – Bitte? (Abg. Mag. Josef Auer: Fressen!) – Genau, du meinst „fressen“ – oder aufkaufen, wie auch immer. Ich gebe dir vollkommen recht. Dann haben wir quasi keinen Wettbewerb mehr. Auf diese Weise passiert es, dass wir 25 Prozent mehr Gebührenerhöhungen haben. Darum ist es nur zu unterstützen, dass es eine eigene Plattform in Österreich gibt, die kostenüberschaubar ist. Wenn es mit 8 bis 10 Prozent machbar ist, haben alle etwas davon – nicht nur die Österreicherinnen und Österreicher, die buchen, sondern natürlich auch die Tourismusbetriebe, weil das Ganze leistbar wird.
Beifall beim BZÖ sowie der Abg. Dr. Moser.
Einen Punkt, der immer wieder lobend erwähnt wird, möchte ich auch noch ansprechen, nämlich die Fünf-Parteien-Anträge im Tourismusausschuss, die gemeinsam erarbeitet wurden. Das werden wir auch in Zukunft hoffentlich so machen. Wir haben auch einen Antrag liegen, der bis jetzt von der ÖVP noch nicht unterschrieben ist, von den anderen Parteien wurde signalisiert, dass wir ihn bis zum nächsten Ausschuss finalisieren werden. Bei diesem geht es um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bei Selbständigen und Unselbständigen im Tourismus. Das ist auch ein wichtiger Punkt. Ich bin überzeugt davon, dass wir uns bis zum nächsten Ausschuss diesbezüglich einigen werden. Dann können wir auch weiterhin erfolgreich für Österreich arbeiten. – Vielen Dank. (Beifall beim BZÖ sowie der Abg. Dr. Moser.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Hörl. – Bitte. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
lektivvertragsverhandlungen einmischen. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) – Frau Klubobmann-Stellvertreter, die Kollektivvertragspartner sind mündig genug; da braucht es unseren Beitrag nicht!
Zwischenruf des Abg. Mag. Josef Auer.
Ich möchte allerdings auch eine Lanze für die Tourismusschulen in unserem Lande brechen. Wo ich hinkomme: modernste Schulen! Frau Kollegin Silhavy, im Zillertal gibt es eine ganz tolle Schule; Kollegin Gisela Wurm kennt sie. 50 Prozent aller Schüler im Zillertal, die in die Mittelschule gehen, gehen, weil es kein Gymnasium gibt, in diese Schule, ohne im Tourismus arbeiten zu wollen. Dann kann man wohl auch nicht sagen, dass wir so eine hohe Drop-Out-Rate haben. (Zwischenruf des Abg. Mag. Josef Auer.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Tourismusminister, alles in allem danke für die Unterstützung – weiter so! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wo wird dann gespart? – Bei Investitionen. Wir haben sehr geringe finanzielle Decken bei den Tourismusbetrieben, und es wird dann natürlich auch bei den Beschäftigten gespart. Deshalb sieht man – wenn ich etwa Kollegen Bartenstein anschaue –, dass diese Botschaften „Mehr Privat, weniger Staat“ letzten Endes Fehlbotschaften waren. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die übertriebene Freiheit, diese „absolute“ Freiheit, führt dazu, dass sie nur manche haben, nämlich die Stärkeren. Die hauen sich auf ein „Packl“ wie die großen Plattformen. – Sie schütteln den Kopf, offensichtlich haben Sie das nicht ganz verstanden! Dann müssen letzten Endes die Kleineren darunter leiden. Darunter leiden selbstverständlich zum Teil auch die Tourismusbetriebe im Zillertal, Kollege Hörl.
Zwischenruf der Abg. Fürntrath-Moretti
Darüber werden wir uns Gedanken machen müssen. Das steht ja auch in diesem Antrag. Wir brauchen faire Marktregelungen, wir brauchen auch Beschränkungen. Dadurch wird dann natürlich die Relation eine andere werden, und wir werden wieder Betriebe haben, die auch dementsprechend verdienen, wie es ihnen zusteht. Wir werden dann auch wieder Bedienstete im Gastgewerbe haben, für die es sich auch lohnt, dort zu arbeiten. Und wir werden wieder mehr Lehrlinge haben, wir werden besseres Personal haben und damit eine höhere Gästezufriedenheit (Zwischenruf der Abg. Fürntrath-Moretti), denn nur von den Plattformen leben die Betriebe nicht, sondern auch vom ständigen Gast, und der kommt nur dann ständig wieder, wenn er zufrieden ist. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Darüber werden wir uns Gedanken machen müssen. Das steht ja auch in diesem Antrag. Wir brauchen faire Marktregelungen, wir brauchen auch Beschränkungen. Dadurch wird dann natürlich die Relation eine andere werden, und wir werden wieder Betriebe haben, die auch dementsprechend verdienen, wie es ihnen zusteht. Wir werden dann auch wieder Bedienstete im Gastgewerbe haben, für die es sich auch lohnt, dort zu arbeiten. Und wir werden wieder mehr Lehrlinge haben, wir werden besseres Personal haben und damit eine höhere Gästezufriedenheit (Zwischenruf der Abg. Fürntrath-Moretti), denn nur von den Plattformen leben die Betriebe nicht, sondern auch vom ständigen Gast, und der kommt nur dann ständig wieder, wenn er zufrieden ist. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
schuss einen gemeinsamen Fünf-Parteien-Antrag zu diesem Thema zustande bringen könnten. Vielleicht gelingt es uns. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Moser und Rädler
Vielleicht noch zur Frau Kollegin Moser. – Frau Kollegin, weil Sie jetzt die Ausschussarbeit und die Fünf-Parteien-Anträge ansprechen: Das sehe ich auch sehr positiv, da ist wirklich auch immer eine gute Stimmung, und nicht nur eine gute Stimmung ist entscheidend, sondern auch die Inhalte. Aber das, was Sie jetzt gebracht haben betreffend Bausparprämien und insbesondere, wie Sie geglaubt haben, dass das bei uns in den Verhandlungsrunden entwickelt worden ist (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Moser und Rädler), das ist schon eine ziemlich große Wunschvorstellung oder Illusion, die Sie sich da machen. (Abg. Windholz: Also ich glaube mehr der Frau Moser als Ihnen!)
Abg. Windholz: Also ich glaube mehr der Frau Moser als Ihnen!
Vielleicht noch zur Frau Kollegin Moser. – Frau Kollegin, weil Sie jetzt die Ausschussarbeit und die Fünf-Parteien-Anträge ansprechen: Das sehe ich auch sehr positiv, da ist wirklich auch immer eine gute Stimmung, und nicht nur eine gute Stimmung ist entscheidend, sondern auch die Inhalte. Aber das, was Sie jetzt gebracht haben betreffend Bausparprämien und insbesondere, wie Sie geglaubt haben, dass das bei uns in den Verhandlungsrunden entwickelt worden ist (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Moser und Rädler), das ist schon eine ziemlich große Wunschvorstellung oder Illusion, die Sie sich da machen. (Abg. Windholz: Also ich glaube mehr der Frau Moser als Ihnen!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Insgesamt soll Ihnen damit verdeutlicht werden, dass es schön ist, dass der Tourismus ein Bereich ist, der insgesamt sehr sachlich orientiert ist, auch in der gesamten Arbeit. Ich glaube, das trägt dann auch dazu bei, dass das ein stabiler Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit des Landes ist. – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Rädler.
Wesentlich war dabei, dass auch Qualifizierungsmaßnahmen vorgenommen wurden. Von diesen Führungskräften konnten dann auch Botschaften vermittelt werden, die die Werbelinie insgesamt betroffen haben. Die Frage der Nachhaltigkeit war für uns etwas Wichtiges und Wesentliches. Die Gäste haben so viel mitgenommen, mit dem sie gar nicht gerechnet hatten. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Rädler.)
Beifall des Abg. Rädler
Allerdings braucht man immer gesicherte Finanzen für so einen Betrieb. Man sperrt jetzt am 1. April wieder auf, und die gesicherten Finanzen gibt es noch immer nicht, obwohl es zahlreiche öffentliche Bekenntnisse gab, insbesondere was den steirischen Wahlkampf betrifft. Ich darf als Niederösterreicher gleich anmerken: So etwas wäre in Niederösterreich natürlich nicht möglich, da bin ich eins mit dem Kollegen Rädler (Beifall des Abg. Rädler), denn da hat der Bereich Carnuntum wirklich große Unterstützung bekommen, und das kommt letztendlich dem Bundesland Niederösterreich zugute, aber auch ganz Österreich.
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Rädler.
Die Ausführungen von Kollegin Silhavy, die die substanzielle Zuständigkeit angesprochen hat, teile ich auch. Es wäre gut, wenn – auch wenn nicht noch in dieser Legislaturperiode, so doch zumindest ab der nächsten – eine positive Entwicklung stattfände. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Rädler.)
Zwischenruf des Abg. Grosz.
Da ich Nummer neun von 19 Rednern bin und der Herr Bundesminister ja bereits gesagt hat, dass das Thema ausgewalzt wird, bis hin zum Hof- und Staatsarchiv von der Frau Abgeordneten der Grünen, möchte ich mich schon auf das Wesentliche beziehen, nämlich auf das, was Österreich ausmacht. Österreich ist Tourismusweltmeister, Weltmeister in der Form, dass wir 35 Millionen Gäste alljährlich haben, die nach Österreich kommen und wieder zurückkehren. (Zwischenruf des Abg. Grosz.) – Danke schön, Herr Kollege Grosz – und ich hoffe, auch in die Steiermark.
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Ich kann mich damit nicht ganz anfreunden, Kollegin Silhavy, dass wir allein auf die Kollektivvertragsverhandlungen jetzt die Beschäftigungssituation im Tourismusbereich ausrichten. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Das ist so wie bei den Politikern: Man muss daran Freude haben, denn wegen dem Geld, glaube ich, sitzt hier niemand herinnen bei uns, sondern weil die Politik Freude macht. Und genau so ist es auch am Arbeitsplatz und in der Tourismuseinrichtung: Es muss Berufung sein, am Wochenende zu arbeiten, mit Menschen umgehen zu können. Und es ist nicht immer die Bezahlung, sondern auch der Zugang zu den beruflichen Fähigkeiten und zu den beruflichen (Abg. Silhavy: Unbezahlt arbeiten können ...!)
Abg. Silhavy: Unbezahlt arbeiten können ...!
Ich kann mich damit nicht ganz anfreunden, Kollegin Silhavy, dass wir allein auf die Kollektivvertragsverhandlungen jetzt die Beschäftigungssituation im Tourismusbereich ausrichten. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Das ist so wie bei den Politikern: Man muss daran Freude haben, denn wegen dem Geld, glaube ich, sitzt hier niemand herinnen bei uns, sondern weil die Politik Freude macht. Und genau so ist es auch am Arbeitsplatz und in der Tourismuseinrichtung: Es muss Berufung sein, am Wochenende zu arbeiten, mit Menschen umgehen zu können. Und es ist nicht immer die Bezahlung, sondern auch der Zugang zu den beruflichen Fähigkeiten und zu den beruflichen (Abg. Silhavy: Unbezahlt arbeiten können ...!)
Abg. Hakel: Aber warum? Aber hallo!
Nein, es geht nicht um unbezahltes Arbeiten. Ich habe einen der größten Tourismusbetriebe Niederösterreichs, und wir haben auch plus 35 Prozent bei den Nächtigungen im Vorjahr verzeichnet. Ich weiß also wirklich, wie die Situation im Tourismusgewerbe ist. Es ist ganz einfach so, dass wir die Arbeitsplätze haben, aber die Österreicher sie oft nicht annehmen wollen. (Abg. Hakel: Aber warum? Aber hallo!)
Beifall bei ÖVP und BZÖ.
Wir arbeiten mit Kräften aus Ungarn, die das Gleiche bezahlt bekommen wie die Kräfte in Österreich. Also das ist schon der Zugang zur Arbeitstätigkeit, ob ich am Samstag arbeiten möchte oder ob ich am Sonntag arbeiten möchte. Also da müssen wir schon ein bisschen nachdenken. (Beifall bei ÖVP und BZÖ.)
Beifall bei ÖVP und BZÖ. – Zwischenruf bei der SPÖ.
Der Gipfel der ganzen Diskussion war ja dein Vorschlag, Herr Kollege Auer. Als Bürgermeisterkollege habe ich sehr viel Respekt, aber im Tourismusbereich von Verstaatlichung zu reden, also da bist du wirklich 20 Jahre zurück. (Beifall bei ÖVP und BZÖ. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Abg. Grosz: Jetzt fliegt wieder die Hakel! – Zwischenrufe der Abgeordneten Rädler und Klikovits.
Abgeordnete Elisabeth Hakel (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Herr Kollege Rädler, kommen Sie eigentlich einmal hinaus aus dem Parlament und reden Sie mit den Menschen? Reden Sie mit den Menschen, die in den Tourismusbereichen arbeiten, die davon leben müssen, die das nicht aus reiner Freude machen wollen? (Abg. Grosz: Jetzt fliegt wieder die Hakel! – Zwischenrufe der Abgeordneten Rädler und Klikovits.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Ich weiß nicht, aber ich habe am Wochenende eine Diskussion in Öblarn gehabt. Öblarn ist eine kleine Gemeinde mitten in der Tourismusregion Gröbming-Schladming, wird Ihnen bekannt sein, und die Jugendlichen dort haben mir erzählt, worum es geht, die haben mir gesagt, welche Probleme sie haben, warum sie eine Lehre im Tourismusbereich nicht annehmen können. Nicht, weil sie es gerne ehrenamtlich machen würden und es eine Berufung ist, sondern sie können nicht davon leben, sie können nicht überleben (Zwischenrufe bei der ÖVP), und weil die Arbeitsbedingungen einfach eine Katastrophe sind. Und da wird auch keine Imagekampagne helfen, um den Tourismusberuf zu bewerben. (Abg. Markowitz: Warum nicht?)
Abg. Markowitz: Warum nicht?
Ich weiß nicht, aber ich habe am Wochenende eine Diskussion in Öblarn gehabt. Öblarn ist eine kleine Gemeinde mitten in der Tourismusregion Gröbming-Schladming, wird Ihnen bekannt sein, und die Jugendlichen dort haben mir erzählt, worum es geht, die haben mir gesagt, welche Probleme sie haben, warum sie eine Lehre im Tourismusbereich nicht annehmen können. Nicht, weil sie es gerne ehrenamtlich machen würden und es eine Berufung ist, sondern sie können nicht davon leben, sie können nicht überleben (Zwischenrufe bei der ÖVP), und weil die Arbeitsbedingungen einfach eine Katastrophe sind. Und da wird auch keine Imagekampagne helfen, um den Tourismusberuf zu bewerben. (Abg. Markowitz: Warum nicht?)
Abg. Klikovits: Geh bitte, das ist ja unglaublich! Du hast keine Ahnung!
Da braucht es die richtigen Taten, und da muss endlich gehandelt werden. Da gehört ein Umdenken her, vor allem nämlich auch bei den Betrieben, die die Lehrlinge ausbilden, denn das sind die Probleme: die ausbildungsfremden Arbeiten, die Überstunden, die nicht bezahlt werden, die Nachtarbeit, die schon 16-Jährige machen müssen, die länger als bis 20 Uhr arbeiten müssen, die Wochenendarbeit, zu wenig Urlaub, gesundheitsgefährdende Tätigkeiten, geringe Lehrlingsentschädigung; die können nicht davon leben. (Abg. Klikovits: Geh bitte, das ist ja unglaublich! Du hast keine Ahnung!)
Abg. Hörl: Das ist aber nur in der Steiermark!
Haben Sie mit den Jugendlichen schon einmal darüber gesprochen? Noch nie wahrscheinlich! (Abg. Hörl: Das ist aber nur in der Steiermark!) – Nein, nicht nur in der Steiermark, auch in Tirol. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rädler: Arbeit ist etwas Schreckliches für Sie!) Es ist unglaublich, es ist echt enttäuschend, Sie haben sich überhaupt nicht damit beschäftigt, was eine Lehre, was eine Arbeit im Tourismusbereich überhaupt bedeutet. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rädler: Arbeit ist etwas Schreckliches für Sie!
Haben Sie mit den Jugendlichen schon einmal darüber gesprochen? Noch nie wahrscheinlich! (Abg. Hörl: Das ist aber nur in der Steiermark!) – Nein, nicht nur in der Steiermark, auch in Tirol. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rädler: Arbeit ist etwas Schreckliches für Sie!) Es ist unglaublich, es ist echt enttäuschend, Sie haben sich überhaupt nicht damit beschäftigt, was eine Lehre, was eine Arbeit im Tourismusbereich überhaupt bedeutet. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Haben Sie mit den Jugendlichen schon einmal darüber gesprochen? Noch nie wahrscheinlich! (Abg. Hörl: Das ist aber nur in der Steiermark!) – Nein, nicht nur in der Steiermark, auch in Tirol. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rädler: Arbeit ist etwas Schreckliches für Sie!) Es ist unglaublich, es ist echt enttäuschend, Sie haben sich überhaupt nicht damit beschäftigt, was eine Lehre, was eine Arbeit im Tourismusbereich überhaupt bedeutet. (Beifall bei der SPÖ.)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Angesichts der weltweiten Entwicklungen auf dem Reisesektor – wir wissen, dass die Reisedestinationen weltweit weiter erschlossen werden und sich auch qualitativ massiv verbessern – bleibt eine gezielte Stärkung der Sommerregionen, neben vielen anderen Maßnahmen wie der Steigerung der Qualität der Betten oder auch der Regionalisierung und Biologisierung der Küche, von großer Bedeutung. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
Diesen Zugang beizubehalten ist gerade mir als jungem Mandatar, der selbst aus der Wirtschaft kommt und parteipolitisches Hickhack ablehnt, ein großes Anliegen. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordnete Adelheid Irina Fürntrath-Moretti (ÖVP): Herr Präsident! Hohes Haus! Frau Abgeordnete Hakel, ich muss schon sagen, bei aller Wertschätzung Steirerinnen gegenüber: Die Aussagen von vorhin waren aus meiner Sicht skandalös! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Sie diskreditieren da eine ganze Branche, und das finde ich, ehrlich gesagt, nicht in Ordnung! Ich kann nur sagen, ich beziehe schon über 30 Jahre lang mein Haupteinkommen aus dem Tourismus, ich habe zwei Unternehmen, ich habe zig Lehrlinge ausgebildet, und glauben Sie mir eines: Ich weiß, was los ist! (Abg. Hakel: Die Welt dreht sich weiter! – Abg. Grosz: Frau Hakel, haben Sie schon einmal Lohn bezahlt, haben Sie schon einmal Lohnnebenkosten bezahlt?)
Abg. Hakel: Die Welt dreht sich weiter! – Abg. Grosz: Frau Hakel, haben Sie schon einmal Lohn bezahlt, haben Sie schon einmal Lohnnebenkosten bezahlt?
Abgeordnete Adelheid Irina Fürntrath-Moretti (ÖVP): Herr Präsident! Hohes Haus! Frau Abgeordnete Hakel, ich muss schon sagen, bei aller Wertschätzung Steirerinnen gegenüber: Die Aussagen von vorhin waren aus meiner Sicht skandalös! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Sie diskreditieren da eine ganze Branche, und das finde ich, ehrlich gesagt, nicht in Ordnung! Ich kann nur sagen, ich beziehe schon über 30 Jahre lang mein Haupteinkommen aus dem Tourismus, ich habe zwei Unternehmen, ich habe zig Lehrlinge ausgebildet, und glauben Sie mir eines: Ich weiß, was los ist! (Abg. Hakel: Die Welt dreht sich weiter! – Abg. Grosz: Frau Hakel, haben Sie schon einmal Lohn bezahlt, haben Sie schon einmal Lohnnebenkosten bezahlt?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Stübing!
Zusammenfassend ist zu sagen: Die Bedeutung des Internets für den Tourismus steigt. Dieser Bedeutung müssen wir natürlich auch in der Ausbildung Rechnung tragen, und das tun wir auch. – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Stübing!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich möchte zu dem Antrag betreffend „Austria Guides“ – dieser steht ja jetzt auch zur Debatte – noch erwähnen, dass die Mitglieder dieser Berufsgruppe, die eine selbständige Berufsgruppe ist, die sehr viele Gäste in Österreich begleitet, hervorragende Kenner der Geschichte, der Kultur, der Natur und der Landschaft in unserem Land sind. Sie übernehmen auch die Aufgabe, über die gesellschaftliche Entwicklung in unserem Land und die Lebensart unserer Bevölkerung zu berichten. In diesem Sinne begrüße ich auch die Kooperation mit der Österreich Werbung sehr. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Seien wir froh, dass es diese Schulen gibt, aber im Bereich Websites et cetera, ob man diesen Markt emotional über eine Homepage steuern kann, handelt es sich um einen sanften Tourismus, um Erlebnistourismus, da können die jungen Leute, wie ich glaube, eine ganze Menge tun und unser Land weiterentwickeln, und darum geht es ja. Österreich ist nicht nur Tourismusland, es ist auch ein Kulturland. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es ist ein europäisches Kleinod, finanziert sich großteils selbst, bitte, helfen wir! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Zusammenfassend kann man sagen: Es liegen drei Anträge vor, die auf der einen Seite den Reisenden nützen und auf der anderen Seite den Tourismusstandort Österreich weiter zu verbessern helfen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
gungen entgegenzubringen. Wir stehen für nachhaltige Rahmenbedingungen im Bereich der Freizeit- und Tourismusbranche, denn nur MitarbeiterInnen, die die entsprechende Entlohnung, angemessene Arbeitsbedingungen und den notwendigen Respekt vorfinden, sind langfristig auch motivierte MitarbeiterInnen und schließlich in mehrerlei Hinsicht ein Gewinn. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Der zweite Bereich ist – und es freut mich, dass die Ministerin dort, wo sie zuständig ist, bereits Weichen gestellt hat –, dass auch die Länder diesbezüglich aufgefordert sind, nämlich in der Lehreraus- und Lehrerweiterbildung. Wenn zum Teil Lehrer tätig sind, die Arbeitsmaterialien und Unterlagen verwenden, die sie schon vor 20 Jahren verwendet haben, dann darf man sich nicht wundern, wenn die Schüler nichts anderes lernen. Daher ist es ein ganz wichtiger Aspekt, neben den Unterrichtsmaterialien auch die verstärkte und verbesserte Aus- und vor allem Weiterbildung unserer LehrerInnen in den Tourismusschulen mit einzubeziehen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Erwin Preiner (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Kolleginnen und Kollegen! Der Tourismus in Österreich ist mit Sicherheit kein Placebo, sondern – ganz im Gegenteil! – er ist sehr real und ein Leuchtturm in unserer nationalen Wirtschaft. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Danke für Ihr Zuhören, Herr Minister! Ich denke, Sie werden Ihren Worten auch Taten folgen lassen und sich im Sinne dieser drei Entschließungsanträge in Bälde verwenden. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf: Stübing!
Wir gelangen nunmehr zur Abstimmung über den Entschließungsantrag der Abgeordneten Grosz, Kolleginnen und Kollegen betreffend Sicherstellung der Förderung des Freilichtmuseums Stubing (Ruf: Stübing!) – Stübing, entschuldigen Sie, bitte.
Über Namensaufruf durch die Schriftführerinnen Mag. Lohfeyer und Franz werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführerinnen Mag. Lohfeyer und Franz werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.)
Über Namensaufruf durch die Schriftführerinnen Mag. Lohfeyer und Franz werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführerinnen Mag. Lohfeyer und Franz werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.)
Rufe: Wer? Wer?
Abgegebene Stimmen: 165; davon „Ja“-Stimmen: 3, „Nein“-Stimmen: 162. (Rufe: Wer? Wer?) Das ist dann im Protokoll nachzulesen, wie soeben bekannt gegeben.
Über Namensaufruf durch die Schriftführerinnen Mag. Lohfeyer und Franz werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführerinnen Mag. Lohfeyer und Franz werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich habe mir vier Schritte herausgesucht, die unumgänglich sind, um dieses Freiwilligenwesen weiterhin aufrechtzuerhalten. Als erster Schritt wäre die Aufnahme in den öffentlichen Dienst bei gleicher Qualifikation jenen Personen bevorzugt zu gewähren, die im Rahmen dieses Freiwilligengesetzes definierte Aktivitäten bereits gemacht haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Der dritte Schritt muss sein, Freiwilligenorganisationen im Rahmen des Ankaufes von Gerätschaften, die eben dem unmittelbaren Einsatz dienen sollen, eine Rückerstattung der Mehrwertsteuer zuzusichern. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und ein vierter Schritt, meine Damen und Herren, und da komme ich zu den heutigen Anträgen zurück, ist eben, dass die Zeit, die wir unseren jungen Leuten immer wieder für ein Freiwilliges Soziales Jahr anraten – und hoffen, dass sie diesen Rat auch annehmen und sich diese Zeit für unsere Bevölkerung nehmen und unserer Bevölkerung Gutes tun –, für die Bezugszeit der Familienbeihilfe angerechnet wird und die Familienbeihilfe um ein Jahr weiter verlängert wird, wie es ja schon beim Bundesheer möglich ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Herr Minister vor allem in diesem Fall! Liebe Regierungsparteien! Ich lade Sie ein, diese vier Schritte mit uns zu gehen, um eben für unsere Freiwilligentätigkeit hier etwas zu machen und sie den jungen Leuten auch schmackhaft zu machen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Neubauer: Wenn man nicht eingeladen ist, kann man nicht kommen!
nur leider war von Ihrer Partei niemand anwesend. (Abg. Neubauer: Wenn man nicht eingeladen ist, kann man nicht kommen!)
Zwischenruf der Abg. Kitzmüller
Die Familienbeihilfe wird jetzt zuerkannt, die Sonderrichtlinie ist damit obsolet geworden. Das, was wir jahrelang gemeinsam hier gefordert haben, auch in einem gemeinsamen Vierparteienantrag – da hat sich übrigens die FPÖ auch nicht daran beteiligt (Zwischenruf der Abg. Kitzmüller) –, wo ein Entschließungsantrag in diese Richtung auch verabschiedet wurde, ist damit umgesetzt, und daher ist es wichtig, dass diese Familienbeihilfe jetzt zuerkannt wird.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
chischen Bevölkerung arbeiten. Ein herzliches Dankeschön! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Und das ist der große Unterschied: Freiwilligentätigkeit soll niemals zum Nachteil werden. Und deshalb auch dieser Antrag, denn das Beispiel, das auch gebracht wurde, möchte ich gerne noch einmal hier erklären: Wenn eine 19-jährige HAK-Absolventin ein Freiwilliges Sozialjahr macht und dann zu studieren beginnt, wird sie es einfach aus zeitlicher Sicht nicht schaffen, bis zum Ende des 24. Lebensjahres ihr Studium absolviert zu haben. Das geht sich einfach nicht aus. Deshalb die Verlängerung der Familienbeihilfe um ein Jahr. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Zuallererst möchte ich mich auch dem Dank von August Wöginger anschließen und wirklich allen in Österreich ehrenamtlich Tätigen, allen freiwillig Tätigen, allen Mitgliedern der Blaulichtorganisationen Danke sagen, weil sie hervorragende Arbeit leisten, Zeit zur Verfügung stellen und auch ihr Know-how, ihr Wissen, ihre Kreativität, ihre soziale Kompetenz – und dafür ist zu danken. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
So gesehen, meine Damen und Herren, sind wir der Meinung, dass diese drei Entschließungsanträge in diesem neuen Gesetz Platz gefunden haben, involviert sind. Wir lassen jetzt meiner Meinung nach das Gesetz einmal wirken. Schauen wir, wie es sich auswirkt – und sollten Veränderungen notwendig sein, werden wir darüber diskutieren. Die Basis für Rechtssicherheit ist jetzt einmal fürs Erste gelegt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Und damit verbinde ich eine ganz wichtige Forderung seitens des BZÖ, nämlich dass gerade dieses Freiwillige Sozialjahr als ein Teil der Berufsausbildung anerkannt werden soll und auch auf spätere einschlägige Ausbildungen im Bereich der Pflege und Betreuung angerechnet werden muss. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Daher: Nicht abschließend sagen, es ist alles eitel Wonne. Wir haben einen richtigen Schritt gemacht, aber wir müssen weiterdenken, mit neuen Ideen, mit Mut zu neuen Ideen, auch was die Ausbildung im dualen System anbelangt, und – nicht nur, aber das ist ebenfalls wichtig – allen jungen Menschen, die dieses Freiwillige Soziale Jahr, das Freiwillige Ökologische Jahr und vieles mehr durchführen und ausüben, auch Danke sagen für ihre gelebte Solidarität. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
In diesem Sinn: Ein erster Schritt ist gemacht. Verbesserungsmöglichkeiten gibt es immer, aber ich würde einmal ein Gesetz wirken lassen, und dann schauen wir weiter. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Es wird selbstverständlich die Möglichkeit geben, auch weiter darüber zu diskutieren. Eine gute Basis ist geschaffen, und eine Weiterentwicklung ist mit Sicherheit möglich. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Aus unserer Sicht stellt das Freiwillige Sozialjahr eine äußerst effiziente Form der Berufsorientierung dar (Beifall bei der FPÖ) und sollte finanziell und sozialversicherungstechnisch deshalb nicht schlechter gestellt werden, meine sehr verehrten Damen und Herren. Junge Menschen, die Interesse für einen Einstieg in den Pflegebereich oder den Sozialdienst zeigen, dürfen gegenüber anderen Jugendlichen in Ausbildung nicht finanziell benachteiligt werden.
Beifall bei der FPÖ.
Bei gutem Willen der Bundesregierung, meine sehr verehrten Damen und Herren, müsste allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern an einem Freiwilligen Sozialjahr die Familienbeihilfe gewährt werden, und das über das Jahr 2012 hinaus. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Ein Punkt, in dem ich mit meinem Vorredner nicht übereinstimme, ist: Es werden natürlich in den Pflegeberufen sehr viele Personen gebraucht, aber nichtsdestotrotz kann ich die jungen Menschen in diesem Freiwilligen Sozialjahr nicht als gleichwertigen Arbeitspartner dort ansehen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.) Aber auf Grund der gesetzlichen Regelung dieses Freiwilligen Sozialjahres entscheiden sich vielleicht dann auch junge Menschen dafür, diese sozialen Berufe letztendlich auch auszuüben.
Beifall bei der SPÖ.
Auch die Bundesjugendvertretung ist der Meinung, dass das ein guter erster Schritt in die richtige Richtung ist, und ich glaube, wenn das Gesetz in Kraft getreten ist, wird man sehen, wie es dann auch in seiner Gesamtheit wirkt, und es ist ja nicht ausgeschlossen, dass man es dann auch weiterentwickelt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Wann soll man denn das machen? – Abg. Grosz: Soll man das schon mit 15 machen?
Kurzem eine Pressekonferenz in Graz, wo sie angeregt haben – es ist noch immer nicht beschlossen, aber sie haben es angeregt –, dass man einmal über ein verpflichtendes Sozialjahr nachdenken soll, aber nur dann, wenn jemand keinen Wehrdienst oder keinen Zivildienst macht oder wenn Frauen eben keine Kindererziehungszeiten haben, weil das auch ein guter Grundstock für viele andere Bereiche wäre. (Abg. Scheibner: Wann soll man denn das machen? – Abg. Grosz: Soll man das schon mit 15 machen?)
Beifall bei der ÖVP.
Wir reden immer wieder von Evaluierung und vielem mehr. In diesem Sinne möchte ich sagen: Ein Danke an alle, die daran mitgearbeitet haben! Ich habe heute 20 hochrangige Feuerwehrkameraden aus meinem Bezirk hier gehabt. Diese sagen, es ist gut so, dass wir hier im Parlament das eine oder andere verbessern, auch für diejenigen, die ehrenamtlich und freiwillig arbeiten. In diesem Sinne: Denken wir in Zukunft nach! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube aber, dass mit diesem Gesetz der erste Schritt getan worden ist. Jetzt muss man weiter diskutieren, wie man solche Dinge absichern kann, und ich glaube, der Herr Minister wird dahinter sein, dass auch die anderen Bereiche entsprechend abgesichert werden und die freiwillige Leistung in Österreich den Stellenwert bekommt, der ihr zusteht, denn diese Menschen machen es aus Idealismus, und oft wird ihnen nicht einmal dafür gedankt. Deswegen sagen wir heute ein Dankeschön an alle, die diese Leistungen erbringen. (Beifall bei der SPÖ.)
Bundesminister Dr. Mitterlehner: Freiwillige Vertreter!
Herr Bundesminister, ich möchte zum Schluss noch folgenden Gedanken mit einbringen zu diesem Thema: Die 300 oder 400 Personen, die dieses Freiwillige Jahr bis jetzt gemacht haben, sind die einzige Gruppe, die mitbestimmungsmäßig in der Luft hängt, also sie haben keine Jugendvertreter oder irgendwelche eigene Vertreter. Die Betriebsräte in den Organisationen sind nicht zuständig, sie sind ja keine Dienstnehmer. (Bundesminister Dr. Mitterlehner: Freiwillige Vertreter!) Ja, man muss vielleicht – und Sie haben ja gesagt: Schauen wir es uns einmal eine Zeit lang an! – später einmal nachdenken, ob wir hier nicht, ähnlich wie wir es bei den Jugendlichen im Jugendausbildungssicherungsgesetz haben, auch eigene Jugendvertreter organisieren können. Ich glaube, sie hätten es sich verdient, damit sie nicht in der Luft hängen, wenn es Probleme oder Wünsche gibt.
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne tun wir, wie ich meine, gut daran, die Oppositionsanträge als erledigt zu betrachten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Jarolim: Man soll nicht hudeln!
Ich glaube jedenfalls, dass das nicht richtig und ausreichend den Sitzungsverlauf in diesem Punkt wiedergibt. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Jarolim: Man soll nicht hudeln!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Ich werde den Einwendungen nicht nähertreten, und auch das Protokoll wird nicht geändert. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ – Abg. Dr. Cap – in Richtung des Abg. Scheibner –: Das ist nur in der Klammer! Gibt es die Klammer in der Geschäftsordnung?
Das Amtliche Protokoll ist meines Erachtens korrekt (Beifall bei der FPÖ – Abg. Dr. Cap – in Richtung des Abg. Scheibner –: Das ist nur in der Klammer! Gibt es die Klammer in der Geschäftsordnung?) und gibt den Sitzungsverlauf wieder.