Eckdaten:
Für die 252. Sitzung der 27. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 1014 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
überreicht vom Abgeordneten Hermann Weratschnig, MBA MSc
Petition betreffend „Realisierung eines 1,2km langen, klimagerechten, sozial verträglichen Stadtraums in Form eines linearen Parks am Areal des Westbahnhofs Wien entlang der Felberstraße“ (Ordnungsnummer 139) (überreicht vom Abgeordneten Hermann Weratschnig, MBA MSc)
Abg. Josef Schellhorn leistet die Angelobung mit den Worten „Ich gelobe“.
(Abg. Josef Schellhorn leistet die Angelobung mit den Worten „Ich gelobe“.)
Allgemeiner Beifall.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Herr Abgeordneter, wir dürfen Sie recht herzlich begrüßen! (Allgemeiner Beifall.) Sie sind kein Unbekannter hier im Hohen Haus, ich wünsche Ihnen viel Erfolg für Ihre politische Arbeit. (Abg. Meinl-Reisinger überreicht Abg. Schellhorn eine Schultüte. – Der neue Abgeordnete zum Nationalrat wird von seinen Kolleginnen und Kollegen beglückwünscht.)
Abg. Meinl-Reisinger überreicht Abg. Schellhorn eine Schultüte. – Der neue Abgeordnete zum Nationalrat wird von seinen Kolleginnen und Kollegen beglückwünscht.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Herr Abgeordneter, wir dürfen Sie recht herzlich begrüßen! (Allgemeiner Beifall.) Sie sind kein Unbekannter hier im Hohen Haus, ich wünsche Ihnen viel Erfolg für Ihre politische Arbeit. (Abg. Meinl-Reisinger überreicht Abg. Schellhorn eine Schultüte. – Der neue Abgeordnete zum Nationalrat wird von seinen Kolleginnen und Kollegen beglückwünscht.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordnete Bedrana Ribo, MA (Grüne): Herr Präsident! Geschätzter Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseher:innen hier auf der Galerie und natürlich auch zu Hause vor den Bildschirmen! Ich fange gleich einmal mit einer Begrüßung an: Ich darf im Namen meiner Kollegin Barbara Neßler die 6B von der Kundmanngasse begrüßen. – Herzlich willkommen bei uns im Haus! (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Belakowitsch: Sie haben uns eingeschränkt!
Aus Krisen können wir auch viel lernen. Ich habe mir das überlegt: Die Coronakrise zum Beispiel hatte auch sehr viel mit dem Thema Inklusion und Selbstbestimmung zu tun. Da waren wir auf einmal alle in unserer Bewegungsfreiheit eingeschränkt. (Abg. Belakowitsch: Sie haben uns eingeschränkt!) Wir konnten nicht dorthin gehen, wo wir wollten (Abg. Belakowitsch: Sie haben das gemacht, Sie haben uns eingeschränkt!), die Cafés und Restaurants waren tabu, es war gewissermaßen eine kollektive Erfahrung von Behinderung. (Abg. Belakowitsch: Aha! Interessant ..., das waren die Maßnahmen dieser Bundesregierung!)
Abg. Belakowitsch: Sie haben das gemacht, Sie haben uns eingeschränkt!
Aus Krisen können wir auch viel lernen. Ich habe mir das überlegt: Die Coronakrise zum Beispiel hatte auch sehr viel mit dem Thema Inklusion und Selbstbestimmung zu tun. Da waren wir auf einmal alle in unserer Bewegungsfreiheit eingeschränkt. (Abg. Belakowitsch: Sie haben uns eingeschränkt!) Wir konnten nicht dorthin gehen, wo wir wollten (Abg. Belakowitsch: Sie haben das gemacht, Sie haben uns eingeschränkt!), die Cafés und Restaurants waren tabu, es war gewissermaßen eine kollektive Erfahrung von Behinderung. (Abg. Belakowitsch: Aha! Interessant ..., das waren die Maßnahmen dieser Bundesregierung!)
Abg. Belakowitsch: Aha! Interessant ..., das waren die Maßnahmen dieser Bundesregierung!
Aus Krisen können wir auch viel lernen. Ich habe mir das überlegt: Die Coronakrise zum Beispiel hatte auch sehr viel mit dem Thema Inklusion und Selbstbestimmung zu tun. Da waren wir auf einmal alle in unserer Bewegungsfreiheit eingeschränkt. (Abg. Belakowitsch: Sie haben uns eingeschränkt!) Wir konnten nicht dorthin gehen, wo wir wollten (Abg. Belakowitsch: Sie haben das gemacht, Sie haben uns eingeschränkt!), die Cafés und Restaurants waren tabu, es war gewissermaßen eine kollektive Erfahrung von Behinderung. (Abg. Belakowitsch: Aha! Interessant ..., das waren die Maßnahmen dieser Bundesregierung!)
Abg. Belakowitsch: Na, falsch!
Dann kamen auch die Demonstrationen. (Abg. Belakowitsch: Na, falsch!) – Ja, dann kamen die Demonstrationen, in denen es hieß: Was ist mit unseren Grundrechten? Was ist mit der Versammlungsfreiheit? – Wo aber waren Sie? Sie sind dann immer sehr still, wenn es um Grundrechte und Freiheiten für Menschen mit Behinderung geht. (Abg. Belakowitsch: Ach so! Glauben Sie das wirklich? Was reden Sie da überhaupt, haben Sie überhaupt eine Ahnung?) Als es um die körperliche Integrität im Zusammenhang mit der Impfung ging, da waren Sie ganz laut. (Abg. Belakowitsch: Ja!) Es ist aber so, dass man nur dann, wenn es einen selbst betrifft, laut ist, aber wenn es die anderen betrifft, nicht. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Diese Frage habe ich mir da schon sehr oft gestellt. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Ach so! Glauben Sie das wirklich? Was reden Sie da überhaupt, haben Sie überhaupt eine Ahnung?
Dann kamen auch die Demonstrationen. (Abg. Belakowitsch: Na, falsch!) – Ja, dann kamen die Demonstrationen, in denen es hieß: Was ist mit unseren Grundrechten? Was ist mit der Versammlungsfreiheit? – Wo aber waren Sie? Sie sind dann immer sehr still, wenn es um Grundrechte und Freiheiten für Menschen mit Behinderung geht. (Abg. Belakowitsch: Ach so! Glauben Sie das wirklich? Was reden Sie da überhaupt, haben Sie überhaupt eine Ahnung?) Als es um die körperliche Integrität im Zusammenhang mit der Impfung ging, da waren Sie ganz laut. (Abg. Belakowitsch: Ja!) Es ist aber so, dass man nur dann, wenn es einen selbst betrifft, laut ist, aber wenn es die anderen betrifft, nicht. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Diese Frage habe ich mir da schon sehr oft gestellt. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Ja!
Dann kamen auch die Demonstrationen. (Abg. Belakowitsch: Na, falsch!) – Ja, dann kamen die Demonstrationen, in denen es hieß: Was ist mit unseren Grundrechten? Was ist mit der Versammlungsfreiheit? – Wo aber waren Sie? Sie sind dann immer sehr still, wenn es um Grundrechte und Freiheiten für Menschen mit Behinderung geht. (Abg. Belakowitsch: Ach so! Glauben Sie das wirklich? Was reden Sie da überhaupt, haben Sie überhaupt eine Ahnung?) Als es um die körperliche Integrität im Zusammenhang mit der Impfung ging, da waren Sie ganz laut. (Abg. Belakowitsch: Ja!) Es ist aber so, dass man nur dann, wenn es einen selbst betrifft, laut ist, aber wenn es die anderen betrifft, nicht. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Diese Frage habe ich mir da schon sehr oft gestellt. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Dann kamen auch die Demonstrationen. (Abg. Belakowitsch: Na, falsch!) – Ja, dann kamen die Demonstrationen, in denen es hieß: Was ist mit unseren Grundrechten? Was ist mit der Versammlungsfreiheit? – Wo aber waren Sie? Sie sind dann immer sehr still, wenn es um Grundrechte und Freiheiten für Menschen mit Behinderung geht. (Abg. Belakowitsch: Ach so! Glauben Sie das wirklich? Was reden Sie da überhaupt, haben Sie überhaupt eine Ahnung?) Als es um die körperliche Integrität im Zusammenhang mit der Impfung ging, da waren Sie ganz laut. (Abg. Belakowitsch: Ja!) Es ist aber so, dass man nur dann, wenn es einen selbst betrifft, laut ist, aber wenn es die anderen betrifft, nicht. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Diese Frage habe ich mir da schon sehr oft gestellt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Dann kamen auch die Demonstrationen. (Abg. Belakowitsch: Na, falsch!) – Ja, dann kamen die Demonstrationen, in denen es hieß: Was ist mit unseren Grundrechten? Was ist mit der Versammlungsfreiheit? – Wo aber waren Sie? Sie sind dann immer sehr still, wenn es um Grundrechte und Freiheiten für Menschen mit Behinderung geht. (Abg. Belakowitsch: Ach so! Glauben Sie das wirklich? Was reden Sie da überhaupt, haben Sie überhaupt eine Ahnung?) Als es um die körperliche Integrität im Zusammenhang mit der Impfung ging, da waren Sie ganz laut. (Abg. Belakowitsch: Ja!) Es ist aber so, dass man nur dann, wenn es einen selbst betrifft, laut ist, aber wenn es die anderen betrifft, nicht. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Diese Frage habe ich mir da schon sehr oft gestellt. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Wissen Sie eigentlich, was Sie da reden?! Denken Sie manchmal nach, ... Sie reden?
Sie waren auch recht still, als es darum ging, dass Menschen mit Behinderung Assistenz bekommen (Abg. Belakowitsch: Wissen Sie eigentlich, was Sie da reden?! Denken Sie manchmal nach, ... Sie reden?), damit sie ein Restaurant besuchen und dort zum WC können. Dann hieß es eher: Sollen sie doch Windeln tragen, ein Katheter soll angesetzt werden! (Abg. Belakowitsch: Wer sagt das?!) Also das kam – eher von dieser Richtung (in Richtung FPÖ) – sehr oft. (Abg. Belakowitsch: Sagen Sie einmal, geht es Ihnen überhaupt noch?!)
Abg. Belakowitsch: Wer sagt das?!
Sie waren auch recht still, als es darum ging, dass Menschen mit Behinderung Assistenz bekommen (Abg. Belakowitsch: Wissen Sie eigentlich, was Sie da reden?! Denken Sie manchmal nach, ... Sie reden?), damit sie ein Restaurant besuchen und dort zum WC können. Dann hieß es eher: Sollen sie doch Windeln tragen, ein Katheter soll angesetzt werden! (Abg. Belakowitsch: Wer sagt das?!) Also das kam – eher von dieser Richtung (in Richtung FPÖ) – sehr oft. (Abg. Belakowitsch: Sagen Sie einmal, geht es Ihnen überhaupt noch?!)
Abg. Belakowitsch: Sagen Sie einmal, geht es Ihnen überhaupt noch?!
Sie waren auch recht still, als es darum ging, dass Menschen mit Behinderung Assistenz bekommen (Abg. Belakowitsch: Wissen Sie eigentlich, was Sie da reden?! Denken Sie manchmal nach, ... Sie reden?), damit sie ein Restaurant besuchen und dort zum WC können. Dann hieß es eher: Sollen sie doch Windeln tragen, ein Katheter soll angesetzt werden! (Abg. Belakowitsch: Wer sagt das?!) Also das kam – eher von dieser Richtung (in Richtung FPÖ) – sehr oft. (Abg. Belakowitsch: Sagen Sie einmal, geht es Ihnen überhaupt noch?!)
Abg. Hauser: Ja, sie hat uns eingesperrt ...! – Abg. Belakowitsch: Unglaublich ...!
Wie gesagt: Die Regierung hat wesentliche Schritte gesetzt (Abg. Hauser: Ja, sie hat uns eingesperrt ...! – Abg. Belakowitsch: Unglaublich ...!), so nimmt der Bund zum Beispiel 100 Millionen Euro in die Hand, um persönliche Assistenz außerhalb des Arbeitsplatzes mit den Ländern kozufinanzieren. Dadurch können Menschen mit Behinderung selbst entscheiden, wer sie wo und wie unterstützt – in der Wohnung, beim Kinobesuch, an ihrem Feierabend. Das ist Selbstbestimmung, das ist Inklusion! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wie gesagt: Die Regierung hat wesentliche Schritte gesetzt (Abg. Hauser: Ja, sie hat uns eingesperrt ...! – Abg. Belakowitsch: Unglaublich ...!), so nimmt der Bund zum Beispiel 100 Millionen Euro in die Hand, um persönliche Assistenz außerhalb des Arbeitsplatzes mit den Ländern kozufinanzieren. Dadurch können Menschen mit Behinderung selbst entscheiden, wer sie wo und wie unterstützt – in der Wohnung, beim Kinobesuch, an ihrem Feierabend. Das ist Selbstbestimmung, das ist Inklusion! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Grünberg.
Die Gründe sind unterschiedlich. In einigen Bundesländern arbeiten persönliche Assistent:innen in sehr prekären Arbeitsverhältnissen, das heißt in freien Dienstverträgen, dort gibt es keinen bezahlten Urlaub, keinen bezahlten Krankenstand. Und dazu stehe ich: Wir als Bundesregierung wollen, dass die persönlichen Assistent:innen angestellt werden, wir wollen, dass sie bezahlten Urlaub haben, wir wollen, dass sie bezahlten Krankenstand bekommen. Dass zum Beispiel Wien da nicht mitmacht – Wien, das von der SPÖ regiert wird, von einer Arbeitnehmer:innenpartei, die in dem Fall eben wirklich nicht für bessere Arbeitsbedingungen ist –, verstehe ich nicht, das müsst ihr mir erklären. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Grünberg.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Konzepte für Inklusion und Selbstbestimmung müssen über alle staatlichen Ebenen und für alle Menschen mit oder ohne Behinderung funktionieren; sie müssen auf der einen Seite für ein dreijähriges Kind, das in einer Großstadt lebt, funktionieren, aber auch für eine 80-, 90-jährige Frau am Land. Das ist Inklusion, wenn man das als ein großes Bild betrachtet. Erst wenn wir das schaffen, haben wir auch eine Chance, weitere Krisen zu bewältigen. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es braucht, finde ich, einen Perspektivenwechsel – ich vertrete das immer wieder bei Veranstaltungen –: Es geht darum, Menschen mit Behinderungen in erster Linie daran zu messen, was sie können, und nicht daran, was sie nicht können. Menschen mit Behinderungen sind in der Lage, in viel höherem Ausmaß am Arbeitsmarkt oder an der Gesellschaft teilzunehmen, als es ihnen allgemein zugetraut wird. Das heißt, die Devise ist: Wir schauen darauf, welche Potenziale, Chancen und Talente da sind, und rücken diese in den Fokus. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Die persönliche Assistenz ist schon erwähnt worden. Das ist tatsächlich ein Meilenstein, weil die persönliche Assistenz für Tausende Menschen mit Behinderung schlicht und einfach essenziell ist. Das ist deshalb so wichtig, weil wir bislang in den Bundesländern komplett unterschiedliche Systeme hatten. Wir haben jetzt den Schritt gesetzt, die persönliche Assistenz zu vereinheitlichen, und stellen dafür 100 Millionen Euro zur Verfügung. Ziel ist es schlicht, persönliche Assistenz in allen Lebensbereichen zu ermöglichen. Drei Bundesländer haben sich bereits dazu committet, an einem Pilotprojekt teilzunehmen, zwei weitere stehen kurz davor. Ich appelliere an die restlichen Bundesländer, sich daran zu beteiligen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir haben diese Prüfung mit Jänner 2024 nach hinten verlegt, diese kann seitdem erst ab einem Alter von 25 Jahren passieren. Dadurch können Menschen mit Behinderung leichter in den Arbeitsmarkt eingegliedert werden. Sie erhalten genügend Zeit und Raum, ihre Fähigkeiten und Talente vollständig zu entwickeln. Das bedeutet auch, eine Chance auf faires Entgelt und auf ein selbstbestimmtes Leben zu bekommen. Ich halte das für einen dringend notwendigen Schritt, der auch funktionieren wird. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
hinbekommen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Die Vertreter der Länder haben es leider bis jetzt nicht geschafft, sich zusammenzusetzen und da eine Vereinheitlichung zusammenzubringen. Deshalb haben wir als Bundesregierung einen Fördertopf mit 100 Millionen Euro zur Verfügung gestellt und gemeinsam mit der Community einheitliche Rahmenbedingungen geschaffen. Es sind nun die Länder gefordert, an diesem Projekt teilzunehmen, damit es in Österreich bald einheitliche Regelungen gibt und jeder Mensch mit Behinderung die gleichen Möglichkeiten hat, persönliche Assistenz in Anspruch zu nehmen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wie der Minister ausgeführt hat, werden wir noch vor dem Sommer Maßnahmen setzen, damit Menschen mit Behinderungen bessere Unterstützung bekommen, um aus den Werkstätten hinaus auf den Ersten Arbeitsmarkt wechseln zu können. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ
Nach dem Kindergarten besucht das Kind die Schule, die es möchte. Das Recht auf Schule und Bildung sollte für alle Kinder gleichermaßen gelten (Beifall bei der SPÖ), ganz egal ob es sich um ein Kind mit Behinderung handelt oder nicht. In der Schule werden die Kinder mit Behinderungen von Schulassistent:innen im Schulalltag unterstützt. In den Klassen werden behinderte Kinder gemeinsam mit Kindern ohne Behinderung unterrichtet. Sie alle lernen gemeinsam und unterstützen einander gegenseitig.
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben noch extrem viel zu tun, um auch tatsächlich eine inklusive Gesellschaft leben zu können. Es braucht die Einrichtung von One-Stop-Shops und ein tatsächlich inklusives Bildungssystem nach dem Motto: jedem Kind die gleichen Chancen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
auch die Finanzierung gesichert sein, denn eines muss klar sein: Inklusion gibt es nicht zum Nulltarif! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie fragen sich: Ich habe ein behindertes Kind, ich will es doch nur weiterbringen. Wie soll ich das machen, wenn es in Österreich eine derartig zerklüftete Struktur gibt? – Das ist der Ansatzpunkt der Freiheitlichen: Wir stehen für einen anderen Ansatz, nämlich den, dass wir ganz einfache Denkmuster haben, so wie wir das in unserer Regierungsperiode auch betreffend Mindestsicherung vorgezeigt und umgesetzt haben; die Mindestsicherung war auf einmal Bundessache. Es kann nicht sein, dass es neun verschiedene Einrichtungen für Behinderte – für die Umsetzungen in diesem Bereich – gibt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Der zweite Punkt – da Sie sich heute hier schon so großartig für das haben abfeiern lassen, was Sie alles geleistet haben; Sie hätten gestern dazu die Chance gehabt –: 1 Milliarde Euro für den Wohnbau, das ist mit einem Schnipsen gegangen, aber Sie haben es nicht geschafft, eine Zweckbindung auch für den Bereich der Behinderten festzulegen und das in die Wohnbauförderungsgesetze der Länder mit hineinzunehmen, das umzusetzen. Das haben Sie nicht geschafft, liebe Grüne. Das ist Ihre Grundlage und Ihr Wählerpotenzial gewesen. Da haben Sie leider Gottes gestern vollkommen versagt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Christian Ragger (fortsetzend): Der Abschlusssatz, lieber Herr Präsident, ist: Wir wollen für unsere Menschen eine Ausbildung, die ein Miteinander – unter uns – gewährleistet. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
der Schulpflicht kommt die PVA und sagt: Du hast eine Behinderung, das wird wohl nichts mehr mit dir, es zahlt sich nicht mehr aus, in eine Ausbildung zu investieren, also ab in eine Tagesstruktur – sehr häufig für Jahrzehnte. Ich halte das tatsächlich für einen unerträglichen Zustand, aber dort, wo wir als Grüne Verantwortung tragen, haben wir das geändert. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Sieber.
das Sortieren endlich aufhören muss und weil Kinder gemeinsame Erfahrungen machen müssen, damit Inklusion in diesem Land gelingen kann. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Sieber.)
Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Ribo.
man die Anfrage stellt, diese Unterstützung ohne Wenn und Aber bekommt. (Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Ribo.)
Beifall bei den NEOS.
Zu guter Letzt das elfte und zwölfte Schuljahr: vertagt! Rechtsanspruch für Kinder mit Behinderung? – Leider nicht! Für Kinder ohne Behinderung ist es überhaupt kein Thema, länger in die Schule zu gehen, zwei Jahre, drei Jahre, vier Jahre, egal. Sie können auch noch das Bundesland wechseln, wenn es notwendig ist. Menschen mit Behinderung, Kinder mit Behinderung, Jugendliche mit Behinderung: Nein, leider nicht – von dieser Regierung. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Hamann und Ribo.
Inklusion in allen Lebenslagen – ganz ehrlich: Es gibt keine Harmonisierung zwischen den Bundesländern. Es gibt keinen inklusiven Arbeitsmarkt. Es gibt keine umfassende und einheitliche Barrierefreiheit. Es gibt keine einheitliche Regelung zur persönlichen Assistenz. Und es gibt keine inklusive Bildung, die der Grundstein für Inklusion, für gelebte Inklusion wäre. (Zwischenrufe der Abgeordneten Hamann und Ribo.)
in Richtung Bundesminister Rauch
Diese Aktuelle Stunde richtete sich auch nicht an einen konkreten Minister. Ich freue mich, dass Sie hier sind (in Richtung Bundesminister Rauch), weil Sie einer der wenigen sind, die in diesem Bereich wirklich etwas tun, aber
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Weidinger.
ganz ehrlich: Ich hätte mir gewünscht, dass einer aus den anderen Ministerien hier sitzt, denn es betrifft jedes einzelne Ministerium. – Danke. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Weidinger.)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Abgeordneter Norbert Sieber (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! „Selbstbestimmtes Leben durch Inklusion“ ist das Thema der heutigen Aktuellen Stunde. Wir haben jetzt schon vieles gehört, was noch zu tun ist, und haben auch vieles gehört, was getan wurde. Eines ist klar: Ich glaube, Österreich ist im Bereich der Inklusion und der Selbstbestimmung für Menschen mit Behinderung auf einem guten Weg. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Wir haben viel umgesetzt, nicht nur diese Regierung, auch Regierungen davor haben auf diesem Weg gearbeitet, damit wir eben einen guten Stand haben.
Beifall bei der ÖVP.
halten musste: was er uns mitgeben konnte, was er für Ideen miteingebracht hat und wie wertvoll seine Arbeit auch für dieses Haus war. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Nicht zuletzt: Auch meine Kollegin Kira Grünberg setzt sich trotz ihrer Behinderung ebenfalls ganz massiv für Behindertenrechte ein. Wenn ich mir – wie vielleicht auch manche andere von Ihnen – die Videos auf Youtube beziehungsweise auf Facebook ansehe, dann bin ich immer tief beeindruckt von der Lebensleistung dieser Person und der Lebensleistung vieler anderer Personen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Belakowitsch: Falsch!
Wir haben seit dem 1. März 2023 eine Verwaltungsvereinfachung umgesetzt, Herr Minister, wobei es jetzt so ist, dass die Daten aus dem Behindertenpass – einmalig erfasst – reichen; man muss eben nicht jedes Jahr wieder neue Daten bringen. (Abg. Belakowitsch: Falsch!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine Damen und Herren, weil es schon mehrfach angesprochen wurde: Es geht um das Thema Lohn statt Taschengeld. Wir bekennen uns alle dazu, aber eines möchte ich auch klar sagen: Das System mit dem Taschengeld war kein schlechtes. Es hat sich sehr flexibel an die Bedürfnisse der Menschen angepasst und hat auch in der Systematik gut gepasst. Trotzdem verstehen wir vollkommen, dass Menschen mit Behinderung, die einer Arbeit nachgehen, einen Lohn für ihre Arbeit haben wollen – kein Taschengeld, sondern eben einen Lohn. Deswegen ist es aber auch wichtig, dass wir die Überführung dieses Systems Taschengeld in ein System Lohn so machen, dass schlussendlich nicht Möglichkeiten und Vorteile des alten Systems über Bord gehen oder vergessen werden, sondern dass das neue System Lohn auch wirklich alle Vorteile des alten Systems beinhaltet. Das ist eine Herausforderung, dieser stellt sich nicht nur unser Minister Rauch, sondern die gesamte Regierung. Ich bin sehr zuversichtlich, Herr Minister, dass wir das noch in dieser Regierungsperiode über die Bühne bringen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Im vergangenen Jahr habe ich einen Antrag gestellt, in dem die Beseitigung sämtlicher Barrieren im schulischen Bereich gefordert wurde, und ebenso einen Antrag betreffend das Recht auf ein elftes und zwölftes Schuljahr für Jugendliche mit Behinderung. Dieser wurde jedoch mit den Stimmen der Regierungsparteien abgelehnt. Es gab dazu auch eine Petition, die wir unterstützt haben. Im Hinblick darauf kann man somit sagen: Sie ignorieren diese Bedürfnisse, und Sie richten damit Kindern und ihren Eltern aus, dass ihre Bildung weniger wert ist und dass sie weniger wert sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Deckelung. Bei der Unterstützung für Kinder darf nicht gedeckelt werden, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Notwendig sind auch vermehrte Angebote im Bereich Aus- und Fortbildung für Pädagoginnen und Pädagogen. Zudem sollte jedes behinderte Kind auch einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Diese Regierung ist ihrer Verantwortung und Verpflichtung nicht nachgekommen. Sie hinterlässt Baustellen in allen Bereichen in Österreich, anstatt sie zu beheben, und es ist wahrlich Zeit für eine neue Regierung und für eine entsprechende soziale Handschrift, vor allem im Bildungsbereich. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Disoski.
hat? – Sie haben sie eingesperrt. Sie durften teilweise keine Besuche bekommen. (Zwischenruf der Abg. Disoski.) Sie haben sie eingesperrt! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Brandstätter.) Eltern, deren Kinder in einem Behindertenwohnheim leben, durften ihre Kinder nicht besuchen. Behinderte Menschen durften keine Besuche zu Hause machen. – All das haben Sie beschlossen, all das hat diese Bundesregierung in den letzten Jahren gemacht, Sie stellen sich aber hierher und erzählen uns irgendetwas!
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Brandstätter.
hat? – Sie haben sie eingesperrt. Sie durften teilweise keine Besuche bekommen. (Zwischenruf der Abg. Disoski.) Sie haben sie eingesperrt! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Brandstätter.) Eltern, deren Kinder in einem Behindertenwohnheim leben, durften ihre Kinder nicht besuchen. Behinderte Menschen durften keine Besuche zu Hause machen. – All das haben Sie beschlossen, all das hat diese Bundesregierung in den letzten Jahren gemacht, Sie stellen sich aber hierher und erzählen uns irgendetwas!
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren von den Grünen, ich weiß nicht, was Sie geritten hat, heute eine Aktuelle Stunde zu diesem Thema zu machen und Kollegin Ribo als Erstrednerin herauszuschicken. Sie hat nämlich wirklich überhaupt keine Ahnung davon, wie es den Betroffenen geht, meine Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Ribo: Natürlich!
Wir haben heute schon sehr viel gehört von Schulen und von Inklusion in der Schule: Ja, auch wir kritisieren, dass es keinen Rechtsanspruch auf das elfte und zwölfte Schuljahr gibt. Da wurde hier wirklich eine Ungleichbehandlung beschlossen, und zwar – im Übrigen – noch unter einem roten Sozialminister. Das sollte man nicht vergessen, das ist auch Kindesweglegung, wenn Sie das hier jetzt machen. Da braucht es natürlich eine Gleichbehandlung, und wir Freiheitliche bekennen uns zu den Sonderschulen (Abg. Ribo: Natürlich!) – Sie könnten ja auch einmal zuhören! –, weil es nämlich für Betroffene positiv ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben heute schon sehr viel gehört von Schulen und von Inklusion in der Schule: Ja, auch wir kritisieren, dass es keinen Rechtsanspruch auf das elfte und zwölfte Schuljahr gibt. Da wurde hier wirklich eine Ungleichbehandlung beschlossen, und zwar – im Übrigen – noch unter einem roten Sozialminister. Das sollte man nicht vergessen, das ist auch Kindesweglegung, wenn Sie das hier jetzt machen. Da braucht es natürlich eine Gleichbehandlung, und wir Freiheitliche bekennen uns zu den Sonderschulen (Abg. Ribo: Natürlich!) – Sie könnten ja auch einmal zuhören! –, weil es nämlich für Betroffene positiv ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Jetzt ganz kurz zur ÖVP: Der Familiensprecher der ÖVP stellt sich hierher und sagt: Die Bundesregierung ist grandios, großartig und tut sehr viel! – Ich nenne Ihnen jetzt ein ganz aktuelles Beispiel: Ich habe einen schwer behinderten Sohn. Sein Behindertenpass läuft mit 30. März aus. Ich habe daher einen Antrag auf Verlängerung gestellt, und er wurde für sechs Monate verlängert. – Meine Damen und Herren! Bekanntlich sind das Bundesangelegenheiten, und wenn man als Angehöriger alle sechs Monate einen neuen Antrag für jemanden einbringen muss, der zu 100 Prozent behindert ist und bei dem es keinerlei Chance gibt, dass es besser wird, dann fühlt man sich wirklich nicht gut behandelt. Das ist meines Erachtens etwas, was man mit einem Federstrich ändern und verbessern kann, dazu hat diese Bundesregierung aber nichts beigetragen, überhaupt nichts! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das sind die Probleme, vor denen die Leute stehen: Es gibt eine Antragsflut, überallhin müssen Befunde geschickt und noch einmal geschickt werden, man muss sie dahin und dorthin schicken. Das kann jeden von Ihnen treffen. Alte Personen, die etwa einen Umbau im Badezimmer brauchen, weil es behindertengerecht umgebaut werden muss, warten oft eineinhalb Jahre auf einen Bescheid, dass sie einen Zuschuss bekommen. Viele versterben in dieser Zeit. Meine Damen und Herren! Diesbezüglich besteht Handlungsbedarf, und das ist Bundesangelegenheit! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Dieser Paradigmenwechsel in der Arbeitsmarktpolitik stellt natürlich auch die Institutionen der Arbeitsmarktpolitik vor neue Herausforderungen. Das ist gar keine Frage, und ja, das ist so. Wenn wir es mit Lohn statt Taschengeld aber wirklich ernst meinen, dann heißt das insbesondere, dass wir uns bemühen müssen, Menschen mit Behinderung in den sogenannten Ersten Arbeitsmarkt zu bringen, dorthin, wo tatsächlich Löhne, kollektivvertragliche Löhne bezahlt werden, wo die Menschen sozialversicherungsrechtlich, arbeitsrechtlich abgesichert sind. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die Arbeitsmarktpolitik muss entsprechend unterstützen und entsprechend dabei helfen, dass Menschen mit Behinderungen ihr eigenes Geld verdienen können und künftig eine Arbeitswelt vorfinden, in der sie nicht behindert werden, sondern in der ihre Fähigkeiten und Potenziale gehoben werden. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Abgeordnete Mag. Martina Künsberg Sarre (NEOS): Herr Präsident! Herr Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Wenn man den Rednern von Grünen und ÖVP zuhört, dann meint man ja, dass man hier in Österreich in einem inklusiven Paradies ist. Diese Chuzpe möchte ich haben: dass Sie alle sich hier herausstellen und von den vielen, vielen Fortschritten sprechen, die wir in den letzten fünf Jahren beim Thema Inklusion gemacht haben. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Fakt ist, die Inklusion ist nichts Freiwilliges. Das ist kein Goodwill, das ist nicht: Heute in der Früh stehe ich auf und mache einen auf Inklusion, aber morgen dann nicht mehr, weil es vielleicht zu anstrengend ist! – So läuft das nicht. Es ist eine Verpflichtung: 2008 hat Österreich die Behindertenrechtskonvention unterzeichnet, und es ist eine Verpflichtung, diese umzusetzen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Fakt ist, dass der Deckel für sonderpädagogischen Förderbedarf seit 1992 – 1992! – nicht angehoben wurde. Dieser liegt bei 2,7 Prozent und entspricht längst nicht mehr der Realität. – Herr Minister Rauch, Sie sind zwar nicht direkt dafür zuständig, aber mit Minister Polaschek in einer Regierung: Die Bundesregierung hat eine Studie in Auftrag gegeben, um eine bessere Ausgangsposition betreffend den sonderpädagogischen Förderbedarf bei den Finanzausgleichsverhandlungen zu bekommen. Die Veröffentlichung wurde hinausgeschoben. Zuerst hat es geheißen: Frühjahr 2023, dann: Frühsommer, Spätsommer, Herbst. Und wann wurde die SPF-Studie veröffentlicht? – An dem Tag, an dem der Finanzminister das Ergebnis der Finanzausgleichsverhandlungen kundgetan hat. – Das ist doch alles lächerlich! Das ist beschämend und nicht im Sinne der Kinder mit Behinderung, nicht im Sinne der Kinder ohne Behinderung. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Koza.
Wissen Sie, Minister zu sein ist ein ehrenvolles Amt. Ziel von Regieren ist es nicht, Gutscheine zu verteilen oder die Gießkanne auszupacken, rote Bänder zu durchschneiden oder die Menschen an der Hand zu nehmen. Regieren bedeutet, gute Rahmenbedingungen zu schaffen, damit das Leben von jedem Einzelnen und von uns als Gesellschaft verbessert und erleichtert wird. Das ist nicht leicht, aber hören Sie endlich auf, all diese Dinge, die Sie nicht zustande bringen, schönzureden! (Zwischenruf des Abg. Koza.) Das ist mittlerweile so lächerlich. Es glaubt Ihnen niemand. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Ribo: Was haben wir schöngeredet?)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Ribo: Was haben wir schöngeredet?
Wissen Sie, Minister zu sein ist ein ehrenvolles Amt. Ziel von Regieren ist es nicht, Gutscheine zu verteilen oder die Gießkanne auszupacken, rote Bänder zu durchschneiden oder die Menschen an der Hand zu nehmen. Regieren bedeutet, gute Rahmenbedingungen zu schaffen, damit das Leben von jedem Einzelnen und von uns als Gesellschaft verbessert und erleichtert wird. Das ist nicht leicht, aber hören Sie endlich auf, all diese Dinge, die Sie nicht zustande bringen, schönzureden! (Zwischenruf des Abg. Koza.) Das ist mittlerweile so lächerlich. Es glaubt Ihnen niemand. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Ribo: Was haben wir schöngeredet?)
Abg. Schallmeiner: Red einmal mit deinem Stadtrat in Wien!
Reden Sie einmal mit Eltern! Reden Sie mit Lehrkräften! Reden Sie mit den vielen, vielen Verbänden, Initiativen und Interessengruppen! (Abg. Schallmeiner: Red einmal mit deinem Stadtrat in Wien!) Erzählen Sie denen das, was Sie sich hier schulterklopfend gegenseitig erzählen und uns weismachen wollen! Es glaubt Ihnen niemand. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Reden Sie einmal mit Eltern! Reden Sie mit Lehrkräften! Reden Sie mit den vielen, vielen Verbänden, Initiativen und Interessengruppen! (Abg. Schallmeiner: Red einmal mit deinem Stadtrat in Wien!) Erzählen Sie denen das, was Sie sich hier schulterklopfend gegenseitig erzählen und uns weismachen wollen! Es glaubt Ihnen niemand. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Wir wissen, dass das alles nicht von heute auf morgen geht. Man schnippt nicht mit dem Finger und Inklusion ist da. Das ist klar, aber man muss endlich den Weg dahin einläuten. Es braucht mehr als Lippenbekenntnisse. Was Sie in den letzten fünf Jahren auf den Weg beziehungsweise nicht auf den Weg gebracht haben, ist ein Armutszeugnis. Es reicht nicht – auch liebe Grüne und liebe Sibylle Hamann –, die ganze Zeit nur darüber zu reden. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Brandstätter: Haha!
Um Kollegen Brandstätter zuvorzukommen (Abg. Brandstätter: Haha!): Ich habe bald nach dem Angriff auf die Ukraine eine Presseaussendung gemacht mit dem Titel: „Der geistigen Landesverteidigung muss wieder neues Leben eingehaucht werden“. – Das habe ich nicht nur getan (Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Du hast auch die Neutralität irgendwann einmal abgeschafft, kurzfristig!), um Bewusstsein für Demokratie, Parlamentarismus und Rechtsstaatlichkeit zu schaffen, sondern auch, um Bewusstsein für Bedrohungen und Bedrohungslagen zu schaffen – und die werden nicht weniger, im Gegenteil.
Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Du hast auch die Neutralität irgendwann einmal abgeschafft, kurzfristig!
Um Kollegen Brandstätter zuvorzukommen (Abg. Brandstätter: Haha!): Ich habe bald nach dem Angriff auf die Ukraine eine Presseaussendung gemacht mit dem Titel: „Der geistigen Landesverteidigung muss wieder neues Leben eingehaucht werden“. – Das habe ich nicht nur getan (Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Du hast auch die Neutralität irgendwann einmal abgeschafft, kurzfristig!), um Bewusstsein für Demokratie, Parlamentarismus und Rechtsstaatlichkeit zu schaffen, sondern auch, um Bewusstsein für Bedrohungen und Bedrohungslagen zu schaffen – und die werden nicht weniger, im Gegenteil.
Abg. Brandstätter: Stimmt!
Ein Satz daraus wird gerne zitiert, der lautet: Es muss über die Ausgestaltung unserer Neutralität diskutiert werden. (Abg. Brandstätter: Stimmt!) – Ja, wir diskutieren hier gerade die Neutralität und die Ausgestaltung unserer Neutralität (Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Aber innerhalb der ÖVP hast du das nicht diskutiert!), und wir stellen fest, wir sind innerhalb der Europäischen Union solidarisch. Wir sind unseren Verpflichtungen, die wir eingegangen sind, immer nachgekommen: in internationalen Einsätzen, an denen auch unser österreichisches Bundesheer beteiligt ist.
Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Aber innerhalb der ÖVP hast du das nicht diskutiert!
Ein Satz daraus wird gerne zitiert, der lautet: Es muss über die Ausgestaltung unserer Neutralität diskutiert werden. (Abg. Brandstätter: Stimmt!) – Ja, wir diskutieren hier gerade die Neutralität und die Ausgestaltung unserer Neutralität (Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Aber innerhalb der ÖVP hast du das nicht diskutiert!), und wir stellen fest, wir sind innerhalb der Europäischen Union solidarisch. Wir sind unseren Verpflichtungen, die wir eingegangen sind, immer nachgekommen: in internationalen Einsätzen, an denen auch unser österreichisches Bundesheer beteiligt ist.
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Sicherheit ist ein wesentlicher Teil des Österreichplans von Bundeskanzler Karl Nehammer und von der ÖVP für eine glaubhafte Stärkung der Wehrhaftigkeit Österreichs, für ein starkes Österreich in einem starken Europa. – Danke schön. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Dieser Konjunktiv ist auch ein Schutz!
Konflikte und Kriege der letzten 200 Jahre geliefert. Als Volksvertreter:innen sollten wir eines daraus lernen: Neutralität kann dazu beitragen, nicht in Konflikte hineingezogen zu werden. Sie kann uns davor bewahren, dass unsere Töchter und Söhne leichtfertig in Kriegsgebiete entsandt werden, aus denen sie traumatisiert, verstümmelt oder gar nicht mehr zurückkehren – beziehungsweise tot im Zinksarg. Neutralität ist ein wirksamer Schutz für all jene, die sonst als vermeintliche Helden für übergeordnete geopolitische Interessen geopfert werden würden. (Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Dieser Konjunktiv ist auch ein Schutz!)
Beifall bei der SPÖ.
All jenen, die tagtäglich medial befeuert in der Kriegslogik verharren, sei ein Zitat der Gewerkschaftsbewegung eines uns historisch nahen östlichen Nachbarlandes übermittelt: Die Maschinerie des Krieges wird geölt mit dem Blut der Arbeiter. – Diese Zitat steht mahnend. In diesem Sinne wird die SPÖ niemals zulassen, dass das Blut unserer Arbeiterinnen und Arbeiter auf Schlachtfeldern vergossen wird. (Beifall bei der SPÖ.) Die SPÖ wird unermüdlich für die Neutralität einstehen. Darauf kann sich die Bevölkerung in Österreich verlassen. – Danke. (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.
All jenen, die tagtäglich medial befeuert in der Kriegslogik verharren, sei ein Zitat der Gewerkschaftsbewegung eines uns historisch nahen östlichen Nachbarlandes übermittelt: Die Maschinerie des Krieges wird geölt mit dem Blut der Arbeiter. – Diese Zitat steht mahnend. In diesem Sinne wird die SPÖ niemals zulassen, dass das Blut unserer Arbeiterinnen und Arbeiter auf Schlachtfeldern vergossen wird. (Beifall bei der SPÖ.) Die SPÖ wird unermüdlich für die Neutralität einstehen. Darauf kann sich die Bevölkerung in Österreich verlassen. – Danke. (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Schwarz. – Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Ja, aber sie hat NGOs gemeint!
Abgeordnete Dr. Susanne Fürst (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! „The World Needs Neutrals“ – die Welt braucht Neutrale –, hat vor Kurzem die „New York Times“ getitelt. Der Satz stammt von der Präsidentin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz. (Zwischenruf des Abg. Schwarz. – Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Ja, aber sie hat NGOs gemeint!) Sie bezog sich damit auf den Russland-Ukraine-Konflikt, da diesbezüglich selbst das Rote Kreuz dazu aufgefordert wurde, Partei zu beziehen und sich auf eine Seite zu stellen. Es hieß, berichtete sie: Du bist entweder mit uns oder gegen uns!, so haben Politiker versucht, Unterstützung zu erpressen. Der Vorwurf lautete, auch die Neutralität des Rotes Kreuzes sei anachronistisch und amoralisch in diesem Sinn.
Abg. Schwarz: ... ein Zugang zu ...!
Daher haben sie im Russland-Ukraine-Konflikt auch Kriegsgefangene auf beiden Seiten besucht und versucht, zu helfen. Das funktioniert nur, wenn man – wie sie schreibt – sich verbal zurückhält, keine Schuldzuweisungen vornimmt, nicht moralisiert, einen konstruktiven Dialog mit beiden Seiten – wie schrecklich auch immer eine dieser beiden Seiten sein mag – führt und dadurch Vertrauen aufbaut. Nur dann kann man jemandem helfen. (Abg. Schwarz: ... ein Zugang zu ...!) In einer Situation, in der alle Welt Partei bezieht, ist die Welt eine bessere, wenn es auch Neutrale gibt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Daher haben sie im Russland-Ukraine-Konflikt auch Kriegsgefangene auf beiden Seiten besucht und versucht, zu helfen. Das funktioniert nur, wenn man – wie sie schreibt – sich verbal zurückhält, keine Schuldzuweisungen vornimmt, nicht moralisiert, einen konstruktiven Dialog mit beiden Seiten – wie schrecklich auch immer eine dieser beiden Seiten sein mag – führt und dadurch Vertrauen aufbaut. Nur dann kann man jemandem helfen. (Abg. Schwarz: ... ein Zugang zu ...!) In einer Situation, in der alle Welt Partei bezieht, ist die Welt eine bessere, wenn es auch Neutrale gibt. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Und deswegen waren ... in Afghanistan!
Es geht eben nicht nur um den engeren militärischen Kern, den unsere Bundesregierung jetzt nur noch sehen will – der ist selbstverständlich: keine fremden Truppen, kein Militärbündnis, kein Sky Shield –, sondern wertvoll wäre natürlich auch der politische Teil der Neutralität, zu dem wir seit 1955 auch verpflichtet sind. (Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Und deswegen waren ... in Afghanistan!) Das wäre Diplomatie: etwas zu tun, einen konstruktiven Dialog zu suchen und dadurch Menschen zu helfen und wirklich zu verhindern, dass so viele junge Männer in Russland und in der Ukraine sterben (Beifall bei der FPÖ), das heißt, Verhandlungslösungen jeder Art zu unterstützen.
Beifall bei der FPÖ
Es geht eben nicht nur um den engeren militärischen Kern, den unsere Bundesregierung jetzt nur noch sehen will – der ist selbstverständlich: keine fremden Truppen, kein Militärbündnis, kein Sky Shield –, sondern wertvoll wäre natürlich auch der politische Teil der Neutralität, zu dem wir seit 1955 auch verpflichtet sind. (Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Und deswegen waren ... in Afghanistan!) Das wäre Diplomatie: etwas zu tun, einen konstruktiven Dialog zu suchen und dadurch Menschen zu helfen und wirklich zu verhindern, dass so viele junge Männer in Russland und in der Ukraine sterben (Beifall bei der FPÖ), das heißt, Verhandlungslösungen jeder Art zu unterstützen.
Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Afghanistan! – Abg. Disoski: Wer war in Afghanistan? – Abg. Ofenauer: Wie war das in Afghanistan? – Abg. Pfurtscheller: Zu den Taliban fahren schon! – Abg. Disoski: Die Gespräche mit den Taliban? – Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: ... Taliban ...!
In diesem Fall, seit 2022, hieße das, unqualifizierte Wortmeldungen zu unterlassen, unqualifizierte Reisen zu unterlassen, Herr Bundeskanzler. (Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Afghanistan! – Abg. Disoski: Wer war in Afghanistan? – Abg. Ofenauer: Wie war das in Afghanistan? – Abg. Pfurtscheller: Zu den Taliban fahren schon! – Abg. Disoski: Die Gespräche mit den Taliban? – Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: ... Taliban ...!) Österreich sollte eine konstruktive Rolle spielen, zum Beispiel bei den Gesprächen in der Türkei im März 2022, bei denen gute Chancen bestanden hätten, den Krieg schon da zu beenden und Hunderttausende Tote zu verhindern. Ich habe nichts davon gehört, dass Österreich da eine konstruktive Rolle gespielt hätte.
Zwischenruf des Abg. Schwarz
Die Chinesen zu unterstützen, als sie bei der Münchner Sicherheitskonferenz vor einem Jahr den Vorschlag machten, man müsse jetzt endlich den Krieg beenden, den Vorstoß – auch von EU-Staaten, auch jetzt wieder von der Slowakei –, stärker in Verhandlungen einzusteigen, oder die diesjährige Münchner Sicherheitskonferenz dazu zu verwenden (Zwischenruf des Abg. Schwarz), wirklich darauf zu drängen, endlich Frieden zu schaffen – ich habe dabei nichts von der österreichischen Rolle gehört, von der Neutralität, von der konstruktiven Rolle, die sie zu spielen hätte.
Abg. Gödl: Bitte verbreiten Sie nicht so viele Unwahrheiten, Frau Fürst! Reden Sie nicht so viele Unwahrheiten! Ist ja unmöglich, was Sie zusammenreden!
Bevölkerung das mag! – Dann hat man gesagt: Nein, 180-Grad-Wende, sagen wir, wir sind neutral, handeln aber nicht neutral! – Dann machte er seine Reisen zu Selenskyj und Putin – super erfolgreich! (Abg. Gödl: Bitte verbreiten Sie nicht so viele Unwahrheiten, Frau Fürst! Reden Sie nicht so viele Unwahrheiten! Ist ja unmöglich, was Sie zusammenreden!) –, und aktuell reist er zum Sondergipfel in Paris (Abg. Ofenauer: Vielleicht steht in Ihrem Vertrag eine Telefonnummer vom Putin, rufen Sie ihn an und sagen Sie ihm, er soll aufhören!), zum Sondergipfel anlässlich des zweiten Jahrestages des Krieges, den wir leider begehen müssen, da niemand Verantwortung übernimmt. (Abg. Ofenauer: Was Sie als Putin-Freundin zusammenreden, bitte! Unmöglich! Unwahrheiten am Fließband! – Abg. Pfurtscheller: Sagen Sie Ihrem Freund Putin, er soll aufhören, dann ist es vorbei! – Abg. Hanger: Putin-Versteher!)
Abg. Ofenauer: Vielleicht steht in Ihrem Vertrag eine Telefonnummer vom Putin, rufen Sie ihn an und sagen Sie ihm, er soll aufhören!
Bevölkerung das mag! – Dann hat man gesagt: Nein, 180-Grad-Wende, sagen wir, wir sind neutral, handeln aber nicht neutral! – Dann machte er seine Reisen zu Selenskyj und Putin – super erfolgreich! (Abg. Gödl: Bitte verbreiten Sie nicht so viele Unwahrheiten, Frau Fürst! Reden Sie nicht so viele Unwahrheiten! Ist ja unmöglich, was Sie zusammenreden!) –, und aktuell reist er zum Sondergipfel in Paris (Abg. Ofenauer: Vielleicht steht in Ihrem Vertrag eine Telefonnummer vom Putin, rufen Sie ihn an und sagen Sie ihm, er soll aufhören!), zum Sondergipfel anlässlich des zweiten Jahrestages des Krieges, den wir leider begehen müssen, da niemand Verantwortung übernimmt. (Abg. Ofenauer: Was Sie als Putin-Freundin zusammenreden, bitte! Unmöglich! Unwahrheiten am Fließband! – Abg. Pfurtscheller: Sagen Sie Ihrem Freund Putin, er soll aufhören, dann ist es vorbei! – Abg. Hanger: Putin-Versteher!)
Abg. Ofenauer: Was Sie als Putin-Freundin zusammenreden, bitte! Unmöglich! Unwahrheiten am Fließband! – Abg. Pfurtscheller: Sagen Sie Ihrem Freund Putin, er soll aufhören, dann ist es vorbei! – Abg. Hanger: Putin-Versteher!
Bevölkerung das mag! – Dann hat man gesagt: Nein, 180-Grad-Wende, sagen wir, wir sind neutral, handeln aber nicht neutral! – Dann machte er seine Reisen zu Selenskyj und Putin – super erfolgreich! (Abg. Gödl: Bitte verbreiten Sie nicht so viele Unwahrheiten, Frau Fürst! Reden Sie nicht so viele Unwahrheiten! Ist ja unmöglich, was Sie zusammenreden!) –, und aktuell reist er zum Sondergipfel in Paris (Abg. Ofenauer: Vielleicht steht in Ihrem Vertrag eine Telefonnummer vom Putin, rufen Sie ihn an und sagen Sie ihm, er soll aufhören!), zum Sondergipfel anlässlich des zweiten Jahrestages des Krieges, den wir leider begehen müssen, da niemand Verantwortung übernimmt. (Abg. Ofenauer: Was Sie als Putin-Freundin zusammenreden, bitte! Unmöglich! Unwahrheiten am Fließband! – Abg. Pfurtscheller: Sagen Sie Ihrem Freund Putin, er soll aufhören, dann ist es vorbei! – Abg. Hanger: Putin-Versteher!)
Beifall bei der FPÖ
Für mich ist das auch der zweite Jahrestag der Niederlage des Westens, eine schändliche Niederlage, da vor allen Dingen die EU es nicht geschafft hat, da eine konstruktive, friedliche Rolle zu spielen (Beifall bei der FPÖ), sondern das Gegenteil macht, und das mit der Unterstützung Österreichs. (Abg. Gödl: Unwahrheit am Fließband!)
Abg. Gödl: Unwahrheit am Fließband!
Für mich ist das auch der zweite Jahrestag der Niederlage des Westens, eine schändliche Niederlage, da vor allen Dingen die EU es nicht geschafft hat, da eine konstruktive, friedliche Rolle zu spielen (Beifall bei der FPÖ), sondern das Gegenteil macht, und das mit der Unterstützung Österreichs. (Abg. Gödl: Unwahrheit am Fließband!)
Abg. Ofenauer: Nein, einfach nur aufhören! Einfach nur aufhören!
Seine Statements in Paris zeugen wieder von unglaublichem Intellekt und bestechender Logik. Bundeskanzler Nehammer hat im Vorfeld gesagt, er wolle jetzt den Blickwinkel eines neutralen Staates „mit starker Stimme vertreten“ – aha, denkt man sich, er hat es begriffen –, er steht in voller Solidarität mit Kiew – na das ist eh kein Widerspruch –, er spricht sich für Verhandlungen aus, damit das Sterben ein Ende hat – aber: Russland muss verlieren! (Abg. Ofenauer: Nein, einfach nur aufhören! Einfach nur aufhören!) – Man bleibt sprachlos zurück: Das soll neutral sein, das soll logisch sein? (Abg. Gödl: Sie müssen aufhören! – Abg. Stögmüller: Einfach nur den Krieg beenden, aufhören! Einfach nur den Krieg beenden!)
Abg. Gödl: Sie müssen aufhören! – Abg. Stögmüller: Einfach nur den Krieg beenden, aufhören! Einfach nur den Krieg beenden!
Seine Statements in Paris zeugen wieder von unglaublichem Intellekt und bestechender Logik. Bundeskanzler Nehammer hat im Vorfeld gesagt, er wolle jetzt den Blickwinkel eines neutralen Staates „mit starker Stimme vertreten“ – aha, denkt man sich, er hat es begriffen –, er steht in voller Solidarität mit Kiew – na das ist eh kein Widerspruch –, er spricht sich für Verhandlungen aus, damit das Sterben ein Ende hat – aber: Russland muss verlieren! (Abg. Ofenauer: Nein, einfach nur aufhören! Einfach nur aufhören!) – Man bleibt sprachlos zurück: Das soll neutral sein, das soll logisch sein? (Abg. Gödl: Sie müssen aufhören! – Abg. Stögmüller: Einfach nur den Krieg beenden, aufhören! Einfach nur den Krieg beenden!)
Heiterkeit der Rednerin
Der zweite Geistesblitz, die zweite intellektuelle Meisterleistung ist, dass er die Idee hat, dass der Westen mehr Verbündete braucht. Die Brics-Staaten sollten jetzt eingebunden werden, um Druck auf Russland auszuüben (Heiterkeit der Rednerin) – jetzt, wenn der werte Westen, also die werte EU, ansteht, weil die USA nicht zahlen. (Abg. Ofenauer: Sie finden das offensichtlich lustig! – Abg. Gödl: Ein Schwachsinn ...!) – Es ist überhaupt nicht lustig, was Sie für eine Politik machen! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Ofenauer: Sie finden das offensichtlich lustig! – Abg. Gödl: Ein Schwachsinn ...!
Der zweite Geistesblitz, die zweite intellektuelle Meisterleistung ist, dass er die Idee hat, dass der Westen mehr Verbündete braucht. Die Brics-Staaten sollten jetzt eingebunden werden, um Druck auf Russland auszuüben (Heiterkeit der Rednerin) – jetzt, wenn der werte Westen, also die werte EU, ansteht, weil die USA nicht zahlen. (Abg. Ofenauer: Sie finden das offensichtlich lustig! – Abg. Gödl: Ein Schwachsinn ...!) – Es ist überhaupt nicht lustig, was Sie für eine Politik machen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Der zweite Geistesblitz, die zweite intellektuelle Meisterleistung ist, dass er die Idee hat, dass der Westen mehr Verbündete braucht. Die Brics-Staaten sollten jetzt eingebunden werden, um Druck auf Russland auszuüben (Heiterkeit der Rednerin) – jetzt, wenn der werte Westen, also die werte EU, ansteht, weil die USA nicht zahlen. (Abg. Ofenauer: Sie finden das offensichtlich lustig! – Abg. Gödl: Ein Schwachsinn ...!) – Es ist überhaupt nicht lustig, was Sie für eine Politik machen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Jetzt, wenn die EU mit ihrer bedingungslosen Solidarität ansteht – die man übrigens für Österreich immer nur dem eigenen Land und der eigenen Bevölkerung gegenüber haben sollte und nicht gegenüber einem anderen Land (Beifall bei der FPÖ) –, will man die Brics-Staaten einbinden. Weiß Bundeskanzler Nehammer, wer zu den Brics-Staaten gehört? – Sie werden von China und von Russland dominiert. (Abg. Ofenauer: Sie wollen ja immer mit allen reden! Jetzt passt es auf einmal nicht!) Die anderen Länder – Brasilien, Indien, Südafrika, Vereinigte Arabische Emirate, auch Saudi-Arabien hat sich angeschlossen – stellen sich jetzt an, um zu den Brics-Staaten zu gehören, und die Brics-Staaten vereint die Meinung, dass sie den Westen verachten.
Abg. Ofenauer: Sie wollen ja immer mit allen reden! Jetzt passt es auf einmal nicht!
Jetzt, wenn die EU mit ihrer bedingungslosen Solidarität ansteht – die man übrigens für Österreich immer nur dem eigenen Land und der eigenen Bevölkerung gegenüber haben sollte und nicht gegenüber einem anderen Land (Beifall bei der FPÖ) –, will man die Brics-Staaten einbinden. Weiß Bundeskanzler Nehammer, wer zu den Brics-Staaten gehört? – Sie werden von China und von Russland dominiert. (Abg. Ofenauer: Sie wollen ja immer mit allen reden! Jetzt passt es auf einmal nicht!) Die anderen Länder – Brasilien, Indien, Südafrika, Vereinigte Arabische Emirate, auch Saudi-Arabien hat sich angeschlossen – stellen sich jetzt an, um zu den Brics-Staaten zu gehören, und die Brics-Staaten vereint die Meinung, dass sie den Westen verachten.
Zwischenruf des Abg. Schwarz.
Ich sage Ihnen, warum: Die Brics-Staaten haben seit genau zwei Jahren – ganz zufällig – einen unglaublichen Aufschwung, da diese Länder nicht daran denken, in diesem Konflikt Partei zu ergreifen. (Zwischenruf des Abg. Schwarz.) Sie denken vor allen Dingen seit zwei Jahren nicht daran, sich an den westlichen wirtschaftlichen Sanktionen zu beteiligen; sie pfeifen darauf, weil die Brics-Staaten, vor allen Dingen zum Beispiel Indien, unter den Preissteigerungen bei den Energiepreisen unglaublich gelitten haben. Die werte EU hat ja keine Rücksicht darauf genommen, dass in Indien gleich darauf, im März und April 2022, Millionen mehr auf der Straße gesessen sind und gehungert haben, weil die Energiepreise so gestiegen sind. Das hat bei uns niemanden interessiert.
Abg. Michael Hammer: Also fließen die Mittel noch!
Mittlerweile hat man sich dann natürlich umsortiert: China hat enorm profitiert, Russland wurde offensichtlich wirtschaftlich aufgefangen (Abg. Michael Hammer: Also fließen die Mittel noch!), und der sozialistische Präsident Brasiliens, Lula, meint, die westliche Politik sei unverantwortlich, statt Waffenlieferungen müsse man Verhandlungen fördern – und zwar hinter verschlossenen Türen, Herr Bundeskanzler Nehammer, nicht immer alles hinausposaunen!
Zwischenruf des Abg. Schwarz
Der indische Außenminister hat uns im ORF aufgeklärt, es gebe keinen Grund, sich an den Sanktionen zu beteiligen. Seine Nachricht war sinngemäß: Behaltet euch eure Demokratie und eure Menschenrechte, wir treffen Entscheidungen in der indischen Außenpolitik danach, was für unser Land gut ist, was für unsere Bevölkerung und ihre Versorgung richtig ist (Zwischenruf des Abg. Schwarz) und was langfristig gut für den Frieden in aller Welt ist!
Abg. Michael Hammer: Unsinn in Endlosschleife, die hört gar nicht mehr auf!
Ich denke, das sollte eine Maxime sein, auf die auch wir uns einigen könnten: Die Welt braucht Neutrale, dann ist die Welt ein besserer Platz. (Abg. Michael Hammer: Unsinn in Endlosschleife, die hört gar nicht mehr auf!)
Beifall bei der FPÖ.
Monsieur Macron gebe ich zu seiner Äußerung, dass auch Bodentruppen nicht auszuschließen sind, mit: Er soll einmal gut 200 Jahre in der französischen Geschichte zurückblicken. Da ist nämlich die Konfrontation Napoleons mit den Russen sehr, sehr schlecht ausgegangen: für die Franzosen mit Hunderttausenden Toten und für ihn selbst mit dem Exil. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Unserer Neutralität wäre wirklich besser geholfen, wenn wir die Debatten denen überlassen, die nicht auf der Seite jener stehen, die zu den Russen stehen, die diesen Krieg antreiben, die Kinder töten, die Frauen vergewaltigen, die Menschen töten, die diesen Krieg angefangen haben. Das ist die Partei, die hier heraußen steht, die hier Kinder als Opfer von Minen rechtfertigt und sagt: Das sind jene, die die Armen sind, auf deren Seite müssen wir stehen, die dürfen wir nicht sanktionieren! – Schämen Sie sich für das, was Sie hier heraußen gesagt haben, Frau Kollegin Fürst! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Kassegger.
irgendwelche Bündnispartner zu suchen und zu finden, finden Sie das okay. Das sind die neutralen Länder in Ihrem Kopf. Tut mir leid, aber in Ihrer Partei läuft etwas mehr als falsch! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Kassegger.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Michael Hammer. – Zwischenruf des Abg. Martin Graf.
Wir müssen eine Neutralität finden, die im 21. Jahrhundert angekommen ist, mit der wir den Herausforderungen dieser Zeit begegnen können. Das können wir nur, wenn wir Schulter an Schulter mit unseren europäischen Bündnispartnerinnen und -partnern solidarisch eine aktive, moderne und menschengerechte Neutralitätspolitik betreiben, oder – und das ist ja immer die Frage – sollen wir sie bei der FPÖ irgendwo im Kerker suchen und mauern wir uns ein und schauen wir nur auf uns? – Das ist nicht der Weg, den wir Grüne gehen wollen. Wir wollen gemeinsam mit der Europäischen Union und gemeinsam mit diesen Ländern eine Sicherheitsstruktur bauen. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Michael Hammer. – Zwischenruf des Abg. Martin Graf.)
Beifall bei den NEOS.
Was heißt gleichberechtigter Partner? Da sind wir beim Neutralitätsbegriff, den wir momentan verwenden, den sich die FPÖ vielleicht noch stärker wünscht, oder? Ich weiß es nicht. – Gleichberechtigter Partner bedeutet, dass wir in den letzten zwei Jahren 10 Milliarden Euro an Putin überwiesen haben – 10 Milliarden Euro! Das sind umgerechnet 55 555 Kamikazedrohnen aus dem Iran, das sind Hunderte, Tausende Menschenleben, die damit gefährdet werden: mit dem Umgang, den wir nach wie vor pflegen, den die Bundesregierung – die FPÖ gerne ausgebaut – mit Putin pflegt, und das ist inakzeptabel. Das ist inakzeptabel! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Entlarvende an Ihrer Sicherheitsposition, Ihrer Positionierung: In Ihren Gedanken sind Sie 200 Jahre zurückgegangen. (Beifall bei den NEOS.) Das, was Sie hier vorlegen, was Sie uns tagtäglich predigen, ist ein 200 Jahre altes Verständnis von Sicherheitspolitik; das ist eines, das uns keinen Deut sicherer macht, das daraus besteht, Burgmauern aufzubauen, Gräben zu bauen. Das wird Österreich und wird Europa nicht sicherer machen und wird auch kein einziges Menschenleben beschützen – im Gegenteil. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Entlarvende an Ihrer Sicherheitsposition, Ihrer Positionierung: In Ihren Gedanken sind Sie 200 Jahre zurückgegangen. (Beifall bei den NEOS.) Das, was Sie hier vorlegen, was Sie uns tagtäglich predigen, ist ein 200 Jahre altes Verständnis von Sicherheitspolitik; das ist eines, das uns keinen Deut sicherer macht, das daraus besteht, Burgmauern aufzubauen, Gräben zu bauen. Das wird Österreich und wird Europa nicht sicherer machen und wird auch kein einziges Menschenleben beschützen – im Gegenteil. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Amesbauer: Zur Geschäftsordnung!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Silvan. (Abg. Amesbauer: Zur Geschäftsordnung!)
Abg. Wurm: Wahnsinn! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ
Abgeordneter Mag. Hannes Amesbauer, BA (FPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren! Offenbar spielen sich auf der Rampe vor dem Parlament gerade unfassbare Szenen ab. Offenbar versuchen seit Beginn der Sitzung die Extremisten der Letzten Generation, die Klimaextremisten, das Parlament zu stürmen (Abg. Wurm: Wahnsinn! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ) – so entnehmen wir es zumindest den Medien.
Abg. Michael Hammer: Du kannst eh hinausschauen, da brauchst du ja die Medien nicht dazu!
Den Medien entnehmen wir (Abg. Michael Hammer: Du kannst eh hinausschauen, da brauchst du ja die Medien nicht dazu!), dass hier Aktivisten – ich nennen Sie Extremisten, manche sagen auch Terroristen – aktiv sind,
Zwischenruf des Abg. Schwarz.
Das Parlament ist die Volksvertretung, es ist das Herzstück der Demokratie. (Zwischenruf des Abg. Schwarz.) Diese Chaoten, diese Extremisten greifen laufend unsere Demokratie an, und wir erfahren das aus den Medien. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schwarz.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schwarz.
Das Parlament ist die Volksvertretung, es ist das Herzstück der Demokratie. (Zwischenruf des Abg. Schwarz.) Diese Chaoten, diese Extremisten greifen laufend unsere Demokratie an, und wir erfahren das aus den Medien. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schwarz.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wurm: Bravo!
Herr Präsident, ich bitte Sie jetzt beziehungsweise fordere Sie auf, dazu Stellung zu nehmen, vielleicht eine Stehpräsidiale einzuberufen und einmal zu erklären, wie wir mit der Sicherheit umgehen, und diesen unfassbaren Skandal aufzuklären, dass Sie die Abgeordneten und die Mitarbeiter dieses Hauses nicht vor diesem Angriff, der hier zur Stunde auf unsere Demokratie, auf das Hohe Haus stattfindet, warnen und sie informieren. Bitte werden Sie tätig, Herr Präsident! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wurm: Bravo!)
Zwischenruf des Abg. Wurm
hier Panik zu erzeugen (Zwischenruf des Abg. Wurm) oder den Teufel an die Wand zu malen. (Abg. Hafenecker: Das ist Ihr Koalitionspartner!)
Abg. Hafenecker: Das ist Ihr Koalitionspartner!
hier Panik zu erzeugen (Zwischenruf des Abg. Wurm) oder den Teufel an die Wand zu malen. (Abg. Hafenecker: Das ist Ihr Koalitionspartner!)
Zwischenrufe bei der FPÖ
Es ist immer die gleiche Methode, die die FPÖ wählt (Zwischenrufe bei der FPÖ): aus einer Mücke einen Elefanten zu machen, die Demokratie gefährdet zu sehen.
Zwischenrufe bei der FPÖ
Liebe Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ! Betreffend die Gefährdung der Demokratie schaut euch in den eigenen Reihen um! Lest euren Freundschaftsvertrag mit Putin genauer durch (Zwischenrufe bei der FPÖ), dann wissen wir, von wo die Gefahr tatsächlich ausgeht! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Liebe Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ! Betreffend die Gefährdung der Demokratie schaut euch in den eigenen Reihen um! Lest euren Freundschaftsvertrag mit Putin genauer durch (Zwischenrufe bei der FPÖ), dann wissen wir, von wo die Gefahr tatsächlich ausgeht! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Loacker: Das ist doch nicht zur Geschäftsordnung! Das ist eine General...suada!
Ich kann eines sagen: Es braucht niemand aus den Medien zu erfahren (Abg. Loacker: Das ist doch nicht zur Geschäftsordnung! Das ist eine General...suada!), was sich vor dem Parlament abspielt. Sie hätten folgende Möglichkeit: Sie brauchen nur aus dem Fenster zu sehen. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich kann eines sagen: Es braucht niemand aus den Medien zu erfahren (Abg. Loacker: Das ist doch nicht zur Geschäftsordnung! Das ist eine General...suada!), was sich vor dem Parlament abspielt. Sie hätten folgende Möglichkeit: Sie brauchen nur aus dem Fenster zu sehen. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Amesbauer: Aber man gehört informiert, oder? – Abg. Lopatka – in Richtung FPÖ –: Fürchtet euch nicht! Zu viel gefürchtet ist auch gestorben!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf vielleicht noch feststellen: Wir werden über diese Sache auch in der Präsidiale berichten. Es bestand – um auch das klarzustellen – nie eine Gefährdung des Hauses und es hat auch kein Eindringen gegeben. (Abg. Amesbauer: Aber man gehört informiert, oder? – Abg. Lopatka – in Richtung FPÖ –: Fürchtet euch nicht! Zu viel gefürchtet ist auch gestorben!)
Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ. – Der Präsident gibt das Glockenzeichen.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Silvan. (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ. – Der Präsident gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei SPÖ und Grünen.
Abgeordneter Rudolf Silvan (SPÖ): Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren hier auf der Galerie und zu Hause! Kollege Amesbauer, unter Terroristen verstehe ich ein bisschen etwas anderes. Das sind Jugendliche, die ihren Unmut kundtun und demonstrieren. (Beifall bei SPÖ und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Österreich hat sich seit Jahrzehnten der Aufgabe verschrieben, ein Bollwerk des Friedens und der Stabilität in der Welt und in Österreich zu sein. Neutralität ist kein Zeichen der Schwäche, sondern vielmehr ein Beweis für Entschlossenheit, eine konstruktive Rolle in der internationalen Gemeinschaft zu spielen. In einer Welt, die oft von Konflikten und Spannungen geprägt ist, bleibt die Neutralität ein wertvolles Gut, liebe Kolleginnen und Kollegen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch (FPÖ): Zunächst einmal, meine Damen und Herren, möchte ich mich bei den Initiatoren dieses Volksbegehrens bedanken, bei Herrn Mag. Marcus Hohenecker, bei Herrn Anatolij Volk, bei Frau Mag. Iris Friedrich, bei Herrn Josef Andreas Baumgartner und bei Herrn Ing. Werner Bolek. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Vonseiten der Freiheitlichen Partei haben alle Abgeordneten diese Petition unterschrieben. Sie liegt bei uns hinten noch auf, und ich fordere Sie alle auf, es uns gleichzutun. Wir werden die Petition dann, sobald sich alle daran beteiligt haben, dem Herrn Präsidenten übergeben. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Brandstätter – auf dem Weg zum Redner:innenpult –: Das wird dich freuen!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Brandstätter. – Bitte sehr. Ein Buch, bitte sehr! (Abg. Brandstätter – auf dem Weg zum Redner:innenpult –: Das wird dich freuen!)
Beifall bei den NEOS.
Wenn ich von der Solidarität der Tat rede, dann rede ich auch davon, dass wir Europäer nicht ermöglichen dürfen, dass ein anderes Land, dass Russland mit unserem Geld die Menschen in Europa bombardiert. Das findet statt. Die 10 Milliarden Euro, von denen Kollege Hoyos schon gesprochen hat, die wir für Gas bezahlt haben, werden für 555 000 Drohnen verwendet. Damit sind in der Ukraine – Präsident Sobotka hat es auch gesehen – nicht nur Schulen, Spitäler zerstört worden, damit sind auch Kinder und Familien ermordet worden, Familien vertrieben worden – mit unserem Geld! Dafür müssen wir uns genieren. Die Solidarität der Tat bedeutet, dass wir aus russischem Gas endlich aussteigen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
gemeinsam mit 13 anderen Autorinnen und Autoren. Hannes Androsch – er ist bekannt – sagt: „die Freundlichkeit und das Verständnis“ gegenüber Putin angesichts der „imperialen Ziele ist unpassend und auch verfassungsrechtlich nicht gedeckt.“ – Das heißt, wenn wir uns gegen Putin wehren, tun wir das natürlich im Rahmen der Neutralität. Das hat mit Neutralität ja gar nichts zu tun, sondern unsere Pflicht ist es auch, dafür zu sorgen, dass Putin diesen Krieg gegen Europa – er führt ihn nicht nur gegen die Ukraine! – natürlich nicht gewinnt, und in diesem Sinne müssen wir zusammenhalten, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Sie fahren lieber nach Afghanistan!
Eines ist nämlich auch klar: Wenn Putin diesen Krieg gewinnen sollte, dann sind wir alle auch Verlierer, weil er dann weitermarschieren wird. Uschhorod – viele waren ja inzwischen auch dort; die Kollegen von der FPÖ weigern sich, sich die Ukraine auch nur anzusehen, denn das interessiert sie nicht. (Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Sie fahren lieber nach Afghanistan!) Putin soll totschießen, wen er will, Hauptsache, sie sind mit ihm befreundet. (Abg. Steger: ... was Sie da von sich geben!) Würden Sie sich das anschauen, würden Sie sehen, dass schon in 500 Kilometer Entfernung von Wien auch Kinder ermordet werden, auch Städte zerstört werden.
Abg. Steger: ... was Sie da von sich geben!
Eines ist nämlich auch klar: Wenn Putin diesen Krieg gewinnen sollte, dann sind wir alle auch Verlierer, weil er dann weitermarschieren wird. Uschhorod – viele waren ja inzwischen auch dort; die Kollegen von der FPÖ weigern sich, sich die Ukraine auch nur anzusehen, denn das interessiert sie nicht. (Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Sie fahren lieber nach Afghanistan!) Putin soll totschießen, wen er will, Hauptsache, sie sind mit ihm befreundet. (Abg. Steger: ... was Sie da von sich geben!) Würden Sie sich das anschauen, würden Sie sehen, dass schon in 500 Kilometer Entfernung von Wien auch Kinder ermordet werden, auch Städte zerstört werden.
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Umgekehrt Kaja Kallas, estnische Ministerpräsidentin, die natürlich den Druck noch viel stärker spürt: Sie war in Wien und sie hat sehr deutlich gesagt, wie wichtig es ist, auch wie stolz sie darauf ist, dass Estland kein russisches Gas mehr braucht, dass sie die Abhängigkeit von Russland reduzieren, dass sie stark dastehen und sich nichts gefallen lassen, weil wir in Europa zusammengehören. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Zwischenruf bei der ÖVP
In diesem Sinn – das ist mir ganz wichtig –: Denken wir daran, was wir in diesem Europa bis jetzt schon geschafft haben: dass es möglich ist, friedlich zusammenzuleben, grenzenlos zusammenzuleben (Zwischenruf bei der ÖVP); dass wir, manchmal sehr mühsam, auch Konflikte miteinander austragen, dass wir aber diese „Vereinigten Staaten von Europa“, von denen Josef Klaus gesprochen hat, erreichen können!
Beifall bei den NEOS.
Wir können daran arbeiten. Tun wir es bitte, dann haben auch die Imperialisten und die Kindermörder keine Chance mehr! – Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Belakowitsch: Na ja!
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Eines ist für mich schwer verständlich: Alle Parteienvertreter haben hier klargemacht, dass niemand die Neutralität in Österreich infrage stellt. (Abg. Belakowitsch: Na ja!) Wer das immer wieder versucht (Abg. Belakowitsch: Na ja!), ist die Freiheitliche Partei. (Abg. Belakowitsch: Für euch ist das ...! – Zwischenruf des Abg. Wurm.) – Sie sagen Nein. Ich sage Ihnen etwas: Wenn jemand unsere Neutralität infrage stellt, dann sind Sie es! (Abg. Wurm: Aha!) Ich werde Ihnen jetzt sagen, warum. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Na ja!
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Eines ist für mich schwer verständlich: Alle Parteienvertreter haben hier klargemacht, dass niemand die Neutralität in Österreich infrage stellt. (Abg. Belakowitsch: Na ja!) Wer das immer wieder versucht (Abg. Belakowitsch: Na ja!), ist die Freiheitliche Partei. (Abg. Belakowitsch: Für euch ist das ...! – Zwischenruf des Abg. Wurm.) – Sie sagen Nein. Ich sage Ihnen etwas: Wenn jemand unsere Neutralität infrage stellt, dann sind Sie es! (Abg. Wurm: Aha!) Ich werde Ihnen jetzt sagen, warum. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Für euch ist das ...! – Zwischenruf des Abg. Wurm.
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Eines ist für mich schwer verständlich: Alle Parteienvertreter haben hier klargemacht, dass niemand die Neutralität in Österreich infrage stellt. (Abg. Belakowitsch: Na ja!) Wer das immer wieder versucht (Abg. Belakowitsch: Na ja!), ist die Freiheitliche Partei. (Abg. Belakowitsch: Für euch ist das ...! – Zwischenruf des Abg. Wurm.) – Sie sagen Nein. Ich sage Ihnen etwas: Wenn jemand unsere Neutralität infrage stellt, dann sind Sie es! (Abg. Wurm: Aha!) Ich werde Ihnen jetzt sagen, warum. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Wurm: Aha!
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Eines ist für mich schwer verständlich: Alle Parteienvertreter haben hier klargemacht, dass niemand die Neutralität in Österreich infrage stellt. (Abg. Belakowitsch: Na ja!) Wer das immer wieder versucht (Abg. Belakowitsch: Na ja!), ist die Freiheitliche Partei. (Abg. Belakowitsch: Für euch ist das ...! – Zwischenruf des Abg. Wurm.) – Sie sagen Nein. Ich sage Ihnen etwas: Wenn jemand unsere Neutralität infrage stellt, dann sind Sie es! (Abg. Wurm: Aha!) Ich werde Ihnen jetzt sagen, warum. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Eines ist für mich schwer verständlich: Alle Parteienvertreter haben hier klargemacht, dass niemand die Neutralität in Österreich infrage stellt. (Abg. Belakowitsch: Na ja!) Wer das immer wieder versucht (Abg. Belakowitsch: Na ja!), ist die Freiheitliche Partei. (Abg. Belakowitsch: Für euch ist das ...! – Zwischenruf des Abg. Wurm.) – Sie sagen Nein. Ich sage Ihnen etwas: Wenn jemand unsere Neutralität infrage stellt, dann sind Sie es! (Abg. Wurm: Aha!) Ich werde Ihnen jetzt sagen, warum. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Ruf bei der ÖVP: Ja!
Sie haben mit Jedinaja Rossija, mit Einiges Russland, einen Vertrag abgeschlossen, mit einer Partei, die in Russland alles bestimmt, denn wer nicht in dieser Partei ist, kann so enden wie Nawalny, das wissen Sie. Sie haben diesen Vertrag (ein Blatt Papier in die Höhe haltend) 2016 abgeschlossen. Sie hätten 2021 die Möglichkeit gehabt, ihn zu kündigen. Sie haben es nicht gemacht. Daher meine Frage: Machen Sie es 2026? Da haben Sie wieder die Möglichkeit, diese Vereinbarung aufzukündigen. (Ruf bei der ÖVP: Ja!) Das hätte mich interessiert!
Abg. Kassegger: Gar keine! Das ist eine Absichtserklärung!
Sie haben da nämlich vereinbart (das Blatt neuerlich in die Höhe haltend), dass Sie in Österreich gemeinsam mit Russland die junge Generation im Geist des Patriotismus und der Arbeitsfreude erziehen werden. – Welche Maßnahmen haben Sie da gemeinsam mit Russland gesetzt, in Zeiten des Krieges (Abg. Kassegger: Gar keine! Das ist eine Absichtserklärung!), in denen nicht Arbeitsfreude
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
an der Front herrscht, sondern junge Leute in den Tod getrieben werden? Die Freude ist in Russland am Ende für die dortige junge Generation! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Das (das Blatt neuerlich in die Höhe haltend) ist der Vertrag, den Sie abgeschlossen haben! Ist das mit unserer Neutralität vereinbar? Darauf hätte ich gerne eine Antwort von Ihnen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) – Ja, das hören Sie nicht gerne. (Zwischenruf des Abg. Lausch.)
Zwischenruf des Abg. Lausch.
Das (das Blatt neuerlich in die Höhe haltend) ist der Vertrag, den Sie abgeschlossen haben! Ist das mit unserer Neutralität vereinbar? Darauf hätte ich gerne eine Antwort von Ihnen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) – Ja, das hören Sie nicht gerne. (Zwischenruf des Abg. Lausch.)
Zwischenruf des Abg. Lausch.
Wir stehen zur österreichischen Neutralität! Die österreichische Neutralität, dieser Status der Neutralität, ist von uns in einem sehr prägnanten Gesetz festgelegt worden, mit nur zwei Artikeln. Und was sagen diese zwei Artikel? – Dass Österreich niemals einem Militärbündnis beitreten wird – das ist der eine Punkt –, und der zweite Punkt ist, dass wir es nicht zulassen, dass auf unserem Territorium Militärstützpunkte errichtet werden. (Zwischenruf des Abg. Lausch.) – Das ist unsere Neutralität, meine Damen und Herren. (Ruf bei der FPÖ: Ja, scheinheilig! – Abg. Wurm: Aha! – Zwischenruf des Abg. Lausch.) – Sehen Sie, wie nervös Sie sind bei der Freiheitlichen Partei? (Abg. Steinacker: „Scheinheilig“ erfordert einen Ordnungsruf! Das ist überhaupt nicht scheinheilig, wenn man ein Gesetz zitiert!)
Ruf bei der FPÖ: Ja, scheinheilig! – Abg. Wurm: Aha! – Zwischenruf des Abg. Lausch.
Wir stehen zur österreichischen Neutralität! Die österreichische Neutralität, dieser Status der Neutralität, ist von uns in einem sehr prägnanten Gesetz festgelegt worden, mit nur zwei Artikeln. Und was sagen diese zwei Artikel? – Dass Österreich niemals einem Militärbündnis beitreten wird – das ist der eine Punkt –, und der zweite Punkt ist, dass wir es nicht zulassen, dass auf unserem Territorium Militärstützpunkte errichtet werden. (Zwischenruf des Abg. Lausch.) – Das ist unsere Neutralität, meine Damen und Herren. (Ruf bei der FPÖ: Ja, scheinheilig! – Abg. Wurm: Aha! – Zwischenruf des Abg. Lausch.) – Sehen Sie, wie nervös Sie sind bei der Freiheitlichen Partei? (Abg. Steinacker: „Scheinheilig“ erfordert einen Ordnungsruf! Das ist überhaupt nicht scheinheilig, wenn man ein Gesetz zitiert!)
Abg. Steinacker: „Scheinheilig“ erfordert einen Ordnungsruf! Das ist überhaupt nicht scheinheilig, wenn man ein Gesetz zitiert!
Wir stehen zur österreichischen Neutralität! Die österreichische Neutralität, dieser Status der Neutralität, ist von uns in einem sehr prägnanten Gesetz festgelegt worden, mit nur zwei Artikeln. Und was sagen diese zwei Artikel? – Dass Österreich niemals einem Militärbündnis beitreten wird – das ist der eine Punkt –, und der zweite Punkt ist, dass wir es nicht zulassen, dass auf unserem Territorium Militärstützpunkte errichtet werden. (Zwischenruf des Abg. Lausch.) – Das ist unsere Neutralität, meine Damen und Herren. (Ruf bei der FPÖ: Ja, scheinheilig! – Abg. Wurm: Aha! – Zwischenruf des Abg. Lausch.) – Sehen Sie, wie nervös Sie sind bei der Freiheitlichen Partei? (Abg. Steinacker: „Scheinheilig“ erfordert einen Ordnungsruf! Das ist überhaupt nicht scheinheilig, wenn man ein Gesetz zitiert!)
Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ
Man muss aber auch sagen (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ): Meine Damen und Herren, bis zum Beitritt zur Europäischen Union war es ausschließlich unsere Verpflichtung, diese Neutralität zu schützen. Durch den Beitritt zur Europäischen Union hat sich unser Status geändert. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wir haben auch unsere Bundesverfassung geändert. (Abg. Wurm: Das habt ihr aber der Bevölkerung nicht gesagt! Angelogen!) Die Mitgliedstaaten sind nämlich verpflichtet – das wissen manche in Österreich nicht –, im Falle eines bewaffneten Angriffs auf das Hoheitsgebiet eines anderen Mitgliedstaates
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Man muss aber auch sagen (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ): Meine Damen und Herren, bis zum Beitritt zur Europäischen Union war es ausschließlich unsere Verpflichtung, diese Neutralität zu schützen. Durch den Beitritt zur Europäischen Union hat sich unser Status geändert. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wir haben auch unsere Bundesverfassung geändert. (Abg. Wurm: Das habt ihr aber der Bevölkerung nicht gesagt! Angelogen!) Die Mitgliedstaaten sind nämlich verpflichtet – das wissen manche in Österreich nicht –, im Falle eines bewaffneten Angriffs auf das Hoheitsgebiet eines anderen Mitgliedstaates
Abg. Wurm: Das habt ihr aber der Bevölkerung nicht gesagt! Angelogen!
Man muss aber auch sagen (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ): Meine Damen und Herren, bis zum Beitritt zur Europäischen Union war es ausschließlich unsere Verpflichtung, diese Neutralität zu schützen. Durch den Beitritt zur Europäischen Union hat sich unser Status geändert. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wir haben auch unsere Bundesverfassung geändert. (Abg. Wurm: Das habt ihr aber der Bevölkerung nicht gesagt! Angelogen!) Die Mitgliedstaaten sind nämlich verpflichtet – das wissen manche in Österreich nicht –, im Falle eines bewaffneten Angriffs auf das Hoheitsgebiet eines anderen Mitgliedstaates
Abg. Wurm: Ahhh!
alle in ihrer Macht stehende Hilfe und Unterstützung zu leisten. (Abg. Wurm: Ahhh!) Sollte Österreich also jemals angegriffen werden, was niemand von uns hofft, aber sollte es der Fall sein, so haben seit unserem Beitritt zur Europäischen Union alle anderen Mitgliedstaaten diese Verpflichtung,
Abg. Wurm: Auf was bereiten Sie uns vor, Herr Kollege?
Der Beitritt zur Europäischen Union hat uns gestärkt, weil gleichzeitig die Europäische Union anerkannt hat, dass wir neutral bleiben können. (Abg. Wurm: Auf was bereiten Sie uns vor, Herr Kollege?) Wir sind neutral und durch den Beitritt zur Europäischen Union gestärkt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Der Beitritt zur Europäischen Union hat uns gestärkt, weil gleichzeitig die Europäische Union anerkannt hat, dass wir neutral bleiben können. (Abg. Wurm: Auf was bereiten Sie uns vor, Herr Kollege?) Wir sind neutral und durch den Beitritt zur Europäischen Union gestärkt. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Wurm: Ich habe es gehört!
Sie zeichnen hier immer ein Feindbild von der Europäischen Union. Mein Standpunkt ist jener: Wir haben Freunde gewonnen. (Abg. Wurm: Ich habe es gehört!) Ich habe ein Freundbild. Das ist der große Unterschied (Abg. Wurm: Wir haben es gehört!) zwischen mir und der Freiheitlichen Partei. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Amesbauer: Von der Leyen ist eine Freundin?)
Abg. Wurm: Wir haben es gehört!
Sie zeichnen hier immer ein Feindbild von der Europäischen Union. Mein Standpunkt ist jener: Wir haben Freunde gewonnen. (Abg. Wurm: Ich habe es gehört!) Ich habe ein Freundbild. Das ist der große Unterschied (Abg. Wurm: Wir haben es gehört!) zwischen mir und der Freiheitlichen Partei. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Amesbauer: Von der Leyen ist eine Freundin?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Amesbauer: Von der Leyen ist eine Freundin?
Sie zeichnen hier immer ein Feindbild von der Europäischen Union. Mein Standpunkt ist jener: Wir haben Freunde gewonnen. (Abg. Wurm: Ich habe es gehört!) Ich habe ein Freundbild. Das ist der große Unterschied (Abg. Wurm: Wir haben es gehört!) zwischen mir und der Freiheitlichen Partei. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Amesbauer: Von der Leyen ist eine Freundin?)
Zwischenrufe bei Grünen und NEOS
Das heißt, Sie mögen Ihre Feindbilder pflegen und Ihren Freundschaftsvertrag mit Putin aufrechterhalten (Zwischenrufe bei Grünen und NEOS), aber wir sehen Freunde in der Europäischen Union – das ist ein fundamentaler Unterschied zu Ihnen, ich gebe Ihnen recht. (Abg. Belakowitsch: Gut so! Gut, dass Sie uns recht geben!)
Abg. Belakowitsch: Gut so! Gut, dass Sie uns recht geben!
Das heißt, Sie mögen Ihre Feindbilder pflegen und Ihren Freundschaftsvertrag mit Putin aufrechterhalten (Zwischenrufe bei Grünen und NEOS), aber wir sehen Freunde in der Europäischen Union – das ist ein fundamentaler Unterschied zu Ihnen, ich gebe Ihnen recht. (Abg. Belakowitsch: Gut so! Gut, dass Sie uns recht geben!)
Abg. Lausch: Das ist gut!
Daher – Schlusssatz, meine Damen und Herren (Abg. Lausch: Das ist gut!) –: Die immerwährende Neutralität ist für alle Parteien hier im Parlament eine klare Sache. (Abg. Lausch: Dann sind wir quitt! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Der Kollege von der SPÖ gibt mir kopfnickend seine Zustimmung, und ich sehe es auch bei den anderen Parteien so, Kollege Stögmüller hat es klar gesagt. Hören Sie auf, die Bevölkerung zu verunsichern! Beenden Sie endlich diesen Vertrag mit Putin! (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS. – Abg. Kassegger: Der nächste Beweis, dass bei euch Reden und Tun auseinanderklafft!)
Abg. Lausch: Dann sind wir quitt! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Daher – Schlusssatz, meine Damen und Herren (Abg. Lausch: Das ist gut!) –: Die immerwährende Neutralität ist für alle Parteien hier im Parlament eine klare Sache. (Abg. Lausch: Dann sind wir quitt! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Der Kollege von der SPÖ gibt mir kopfnickend seine Zustimmung, und ich sehe es auch bei den anderen Parteien so, Kollege Stögmüller hat es klar gesagt. Hören Sie auf, die Bevölkerung zu verunsichern! Beenden Sie endlich diesen Vertrag mit Putin! (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS. – Abg. Kassegger: Der nächste Beweis, dass bei euch Reden und Tun auseinanderklafft!)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS. – Abg. Kassegger: Der nächste Beweis, dass bei euch Reden und Tun auseinanderklafft!
Daher – Schlusssatz, meine Damen und Herren (Abg. Lausch: Das ist gut!) –: Die immerwährende Neutralität ist für alle Parteien hier im Parlament eine klare Sache. (Abg. Lausch: Dann sind wir quitt! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Der Kollege von der SPÖ gibt mir kopfnickend seine Zustimmung, und ich sehe es auch bei den anderen Parteien so, Kollege Stögmüller hat es klar gesagt. Hören Sie auf, die Bevölkerung zu verunsichern! Beenden Sie endlich diesen Vertrag mit Putin! (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS. – Abg. Kassegger: Der nächste Beweis, dass bei euch Reden und Tun auseinanderklafft!)
Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Lausch: ... Parlamentspräsidentin ...!
Präsidentin Doris Bures: Herr Abgeordneter Wurm, für den Zwischenruf „scheinheilig“ erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf. (Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Lausch: ... Parlamentspräsidentin ...!)
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abg. Brandstötter.
Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Zuhörende! Das reicht uns nicht! Das geht sich für uns nicht aus. Wir haben als Frauen – über alle Couleurs hinweg, durch alle Gesellschaftsschichten – dafür gekämpft, und zwar jahrzehntelang dafür gekämpft, dass wir gleichgestellt, gleichbehandelt und gleichberechtigt sind. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abg. Brandstötter.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
die von manchen Parteien und auch von Bevölkerungsgruppen befeuert werden. Solange das so ist, werden wir uns sicher nicht unter den Schirm eines generischen Maskulinums begeben. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Loacker: ... Alemannen dazu!
Daher bin ich auch sehr froh, dass wir von der ÖVP uns in unserem Österreichplan 2030 ganz klar dazu bekennen, die Gleichstellung von Frauen und Männern im Leben und in der Sprache darzustellen. Bei der Umsetzung orientieren wir uns an den Empfehlungen des Rats für deutsche Rechtschreibung. Wir hatten am 14.2. zu diesem Volksbegehren ein Hearing, und da hat Frau Dr. Krome vom Rat für deutsche Rechtschreibung festgehalten – und das finde ich sehr nachvollziehbar –: „Sprache und Rechtschreibung sind immer auch ein Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen.“ – Ich glaube, dem kann jeder von uns zustimmen. Wenn das nicht so wäre, würden wir heute noch Mittelhochdeutsch reden. (Abg. Loacker: ... Alemannen dazu!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Da sind wir froh!
Daher ist für uns von der ÖVP klar: Wir verwenden die vollständige Paarform und geschlechtsneutrale Formulierungen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Da sind wir froh!)
Beifall bei SPÖ und Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abgeordneten Fürst und Fiedler.
Abgeordnete Sabine Schatz (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Frau Präsidentin, bitte erlauben Sie mir, dass ich mich vor Eingang in die Debatte zum Volksbegehren ausdrücklich bei dir bedanke dafür, dass du heute alle weiblichen Abgeordneten mit einer symbolischen Geste in Form dieser weißen Rose (eine weiße Rose in die Höhe haltend) damit konfrontiert hast, wie dringend notwendig die parteiübergreifende Zusammenarbeit hinsichtlich des Gewaltschutzes ist. (Beifall bei SPÖ und Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abgeordneten Fürst und Fiedler.) Es ist ein Zeichen für die dramatische Häufung von Frauenmorden, die in der letzten Woche in Österreich passiert sind. Danke, dass du uns zur parteiübergreifenden Zusammenarbeit für einen umfassenden Gewaltschutz auch dementsprechend sichtbar aufgefordert hast. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordnete Sabine Schatz (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Frau Präsidentin, bitte erlauben Sie mir, dass ich mich vor Eingang in die Debatte zum Volksbegehren ausdrücklich bei dir bedanke dafür, dass du heute alle weiblichen Abgeordneten mit einer symbolischen Geste in Form dieser weißen Rose (eine weiße Rose in die Höhe haltend) damit konfrontiert hast, wie dringend notwendig die parteiübergreifende Zusammenarbeit hinsichtlich des Gewaltschutzes ist. (Beifall bei SPÖ und Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abgeordneten Fürst und Fiedler.) Es ist ein Zeichen für die dramatische Häufung von Frauenmorden, die in der letzten Woche in Österreich passiert sind. Danke, dass du uns zur parteiübergreifenden Zusammenarbeit für einen umfassenden Gewaltschutz auch dementsprechend sichtbar aufgefordert hast. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Ja, gut ist es!
Sehr geehrte Damen und Herren! Die Debatten über das Gendern oder das Antigendern, wie es im Volksbegehren gefordert wird, kommen für uns nicht überraschend, nein, diese Debatten begleiten uns, seitdem darüber diskutiert wird, ob Frauen oder andere Geschlechter in Schrift und Sprache sichtbar und hörbar gemacht werden sollen. Ich erinnere beispielsweise an die emotional geführte Debatte darüber, ob auch die großen Töchter Platz in unserer Bundeshymne haben oder ob ausschließlich die großen Söhne weiter besungen werden sollen. Ja, diese Debatten werden immer sehr populistisch und polarisierend geführt. In Niederösterreich, ich erinnere daran, war vor allem eine der wichtigsten Forderungen des Koalitionspaktes zwischen FPÖ und ÖVP, das Binnen-I aus den offiziellen Dokumenten zu verbannen. (Abg. Belakowitsch: Ja, gut ist es!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen
Sehr geehrte Damen und Herren, seit diese Verordnung in Kraft ist, hat das noch keiner einzigen Frau in Niederösterreich wirklich geholfen, hat das keine einzige Lebenssituation verbessert (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen) – und das in einer Situation, in der die Frauen von multiplen Krisen, vor allem von der Teuerung, massiv betroffen sind.
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Disoski und Schwarz.
Sprache schafft aber Bewusstsein. Das haben uns auch die Expertinnen im Ausschuss noch einmal deutlich bestätigt. Frau Dr.in Krome – sie wurde schon erwähnt – hat auch gesagt: Sprache ist ein Spiegel gesellschaftspolitischer Entwicklungen. – Wenn wir also wollen, dass sich die Benachteiligungen für Frauen ändern, dann müssen wir ein Bewusstsein schaffen, indem wir sie in Sprache auch entsprechend sichtbar machen. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Disoski und Schwarz.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek: Eine sehr gute Rede!
All diese Anträge wurden von ÖVP und Grünen vertagt. Das Einzige, was in den Tagen danach von der Frau Ministerin zu hören war, ist das Verbannen des Binnen-I aus dem Bundeskanzleramt. Das, sehr geehrte Damen und Herren, ist wirklich sehr ernüchternd und enttäuschend für die Frauen in diesem Land, die in Situationen wie diesen eigentlich eine starke Frauenministerin an ihrer Seite brauchen würden. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek: Eine sehr gute Rede!)
Abg. Heinisch-Hosek: Die macht sich lustig darüber, das gibt’s ja nicht!
Vor langer Zeit wurde uns einmal erklärt, Gendern trage doch dazu bei, Frauen sichtbarer zu machen. – Ja, sehr geehrte Damen und Herren, das war einmal. Das neue Schlagwort ist nämlich divers. Mittlerweile geht es nur mehr darum, alle möglichen Geschlechter, die man quasi bei der Morgentoilette im Spiegel sieht und die vielleicht heute zu einem passen könnten, nur ja nicht zu diskriminieren. (Abg. Heinisch-Hosek: Die macht sich lustig darüber, das gibt’s ja nicht!) Durch das Gendern sollen also all diese auch sichtbar gemacht werden, nur hilft das nichts, es hat nämlich bei den Frauen auch nicht geholfen. Es gibt keine messbaren Auswirkungen auf Gehalt oder Karriere, auch nicht weniger Gewalt gegen Frauen, wie wir dieses Wochenende wieder schmerzlich erlebt haben, ganz im Gegenteil: Durch Sternchen, Doppelpunkt, Unterstrich, Glottisschlag und dergleichen werden Frauen zur Seite gedrängt, um für die vielen anderen, die sichtbar gemacht werden sollen, Platz zu machen.
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Sieber.
Wenn Frauen gar nicht mehr Frauen genannt werden, sondern schwangere Personen, menstruierende Personen, gebärende Personen, Geburtselternteile, dann fühlt sich das nicht an wie der Fortschritt der Frauenbewegung, die jahrzehntelang für Gleichstellung und Sichtbarkeit gekämpft hat. Das hat letzten Sommer auch die Presse schriftlich festgehalten. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Sieber.)
Beifall bei der FPÖ.
Eines muss man auch festhalten: Es gibt so viele sogenannte Sprachrichter, die andere, die nicht gendern, als unempathisch, frauenfeindlich, transfeindlich und rassistisch abstempeln, aber Gendern erschwert Menschen, die Hörbehinderungen haben, die Sehschwächen haben, das Leben enorm. Wir haben heute von Teilhabe gesprochen, beim Gendern jedoch gibt es keine Forderung nach Barrierefreiheit. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Warum muss man es dann abschaffen?
Daher, sehr geehrte Damen und Herren: Schaffen wir endlich ab, was nie offiziell eingeführt worden ist! (Abg. Heinisch-Hosek: Warum muss man es dann abschaffen?) Sie können auch gerne noch meine Petition unter www.gender-wahnsinn.at unterzeichnen. Setzen wir dem Gendern ein Ende! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Daher, sehr geehrte Damen und Herren: Schaffen wir endlich ab, was nie offiziell eingeführt worden ist! (Abg. Heinisch-Hosek: Warum muss man es dann abschaffen?) Sie können auch gerne noch meine Petition unter www.gender-wahnsinn.at unterzeichnen. Setzen wir dem Gendern ein Ende! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Schnedlitz: Das ist mehr, als ihr Wähler habt!
Abgeordnete Mag. Meri Disoski (Grüne): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher, insbesondere hier auf der Galerie! Als überzeugte Demokratin nehme ich natürlich zur Kenntnis, dass 2,43 Prozent der wahlberechtigten österreichischen Bevölkerung (Abg. Schnedlitz: Das ist mehr, als ihr Wähler habt!) ein Volksbegehren gegen geschlechtergerechte Sprache unterstützt haben. Gleichzeitig kann ich als studierte Sprach- und Literaturwissenschafterin den Forderungen, die in diesem Volksbegehren erhoben werden, überhaupt nicht nähertreten. Wieso? – Ja ganz einfach: Weil jeder Mensch ein Recht darauf hat, sprachlich repräsentiert zu werden. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Holzleitner und Lindner.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Holzleitner und Lindner.
Abgeordnete Mag. Meri Disoski (Grüne): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher, insbesondere hier auf der Galerie! Als überzeugte Demokratin nehme ich natürlich zur Kenntnis, dass 2,43 Prozent der wahlberechtigten österreichischen Bevölkerung (Abg. Schnedlitz: Das ist mehr, als ihr Wähler habt!) ein Volksbegehren gegen geschlechtergerechte Sprache unterstützt haben. Gleichzeitig kann ich als studierte Sprach- und Literaturwissenschafterin den Forderungen, die in diesem Volksbegehren erhoben werden, überhaupt nicht nähertreten. Wieso? – Ja ganz einfach: Weil jeder Mensch ein Recht darauf hat, sprachlich repräsentiert zu werden. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Holzleitner und Lindner.)
Abg. Amesbauer: Nein! Stimmt ja nicht! Haben Sie Deutsch gehabt in der Schule?
Die in diesem Volksbegehren vorgeschlagene Anwendung des generischen Maskulinums ist exkludierend, sie ist nicht inklusiv. Generisch maskulin bedeutet nämlich allgemeingültig männlich (Abg. Amesbauer: Nein! Stimmt ja nicht! Haben Sie Deutsch gehabt in der Schule?), aber weder unsere Gesellschaft noch unsere Sprache sind allgemeingültig männlich, sondern – Kollegin Ecker, das haben Sie richtig erkannt – divers, und das ist gut so. (Ruf bei der FPÖ: ... „gut so“!) – Wer sich darüber lustig macht, wer das verhöhnt, der verhält sich letztklassig, so wie es die Kollegin gerade vorgeführt hat. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: ... „gut so“!
Die in diesem Volksbegehren vorgeschlagene Anwendung des generischen Maskulinums ist exkludierend, sie ist nicht inklusiv. Generisch maskulin bedeutet nämlich allgemeingültig männlich (Abg. Amesbauer: Nein! Stimmt ja nicht! Haben Sie Deutsch gehabt in der Schule?), aber weder unsere Gesellschaft noch unsere Sprache sind allgemeingültig männlich, sondern – Kollegin Ecker, das haben Sie richtig erkannt – divers, und das ist gut so. (Ruf bei der FPÖ: ... „gut so“!) – Wer sich darüber lustig macht, wer das verhöhnt, der verhält sich letztklassig, so wie es die Kollegin gerade vorgeführt hat. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Die in diesem Volksbegehren vorgeschlagene Anwendung des generischen Maskulinums ist exkludierend, sie ist nicht inklusiv. Generisch maskulin bedeutet nämlich allgemeingültig männlich (Abg. Amesbauer: Nein! Stimmt ja nicht! Haben Sie Deutsch gehabt in der Schule?), aber weder unsere Gesellschaft noch unsere Sprache sind allgemeingültig männlich, sondern – Kollegin Ecker, das haben Sie richtig erkannt – divers, und das ist gut so. (Ruf bei der FPÖ: ... „gut so“!) – Wer sich darüber lustig macht, wer das verhöhnt, der verhält sich letztklassig, so wie es die Kollegin gerade vorgeführt hat. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Das ist ja ein Volksbegehren, Frau Kollegin! Sie reden sogar zu dem Volksbegehren!
Als grüne Frauensprecherin wundere ich mich schon sehr über Schrödingers Genderwahn der Rechten und auch von so manchen Konservativen. Sie beklagen in Dauerschleife – es ist wie bei „Und täglich grüßt das Murmeltier“ –, wie unwichtig denn nicht das Gendern sei, und gleichzeitig machen sie es ständig zum Thema. Permanent machen sie das zum Thema! (Abg. Belakowitsch: Das ist ja ein Volksbegehren, Frau Kollegin! Sie reden sogar zu dem Volksbegehren!)
Abg. Ecker: ... ein Volksbegehren!
Mein sehr geschätzter Kollege Mario Lindner von der SPÖ hat nachrecherchiert und eine sehr erstaunliche Zahl zutage gefördert: Es gibt hier in diesem Hohen Haus eine Partei, die seit 2019 ganze 13 parlamentarische Initiativen gegen das Gendern gesetzt hat. Es gibt eine Partei – das waren nicht wir, das war nicht die SPÖ, das waren nicht die NEOS, das war auch nicht die ÖVP –, die hier im Hohen Haus ständig über das Gendern redet, und das ist die FPÖ. (Abg. Ecker: ... ein Volksbegehren!) Heute schon wieder: Kollegin Ecker hat den Antrag gerade selber erwähnt, ich halte ihn hier in der Hand (den genannten Antrag in die Höhe haltend) – die 14. parlamentarische Initiative der FPÖ zum Thema Gendern!
Abg. Belakowitsch: Völlig richtig!
Da steht drinnen, die Sprache solle nicht verfremdet, eingeschränkt oder verstümmelt werden. (Abg. Belakowitsch: Völlig richtig!) Sprachterror würde der Bevölkerung aufgezwungen werden. Verbot, Verbot: Verbietet das Gendern, verbietet geschlechtergerechte Sprache! Wir fürchten uns davor. –
Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Doppelbauer.
Bitte, habt ihr echt keine anderen Sorgen? (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Doppelbauer.)
Ruf bei der FPÖ: Fragt die Bevölkerung!
Habt ihr echt keine anderen Sorgen?, frage ich mich. (Ruf bei der FPÖ: Fragt die Bevölkerung!) Auch die Argumentation, die in diesem Entschließungsantrag zutage gefördert wird, ist ja zum Haareraufen. Wenn Sie argumentieren, Österreicherinnen und Österreicher – Sie sagen: Österreicher, also die Männer ‑, die Österreicher lehnen den Genderwahnsinn allgemein ab, deswegen soll nicht gegendert werden (Abg. Amesbauer: Genau!): Was ist denn das bitte für eine Argumentation? Hätten wir heute das Frauenwahlrecht, wenn wir darauf gehört hätten, dass Männer damals nicht wollten, dass Frauen wählen dürfen? Wie würde es denn mit der Rassentrennung in Amerika ausschauen, wenn das nicht – entgegen Umfragen, die es in der Bevölkerung gegeben hat – überwunden worden wäre? Was ist denn das bitte für eine haarsträubende Argumentation in diesem Hohen Haus? Da kann ich mir echt nur an den Kopf greifen. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Kucharowits und Oxonitsch.)
Abg. Amesbauer: Genau!
Habt ihr echt keine anderen Sorgen?, frage ich mich. (Ruf bei der FPÖ: Fragt die Bevölkerung!) Auch die Argumentation, die in diesem Entschließungsantrag zutage gefördert wird, ist ja zum Haareraufen. Wenn Sie argumentieren, Österreicherinnen und Österreicher – Sie sagen: Österreicher, also die Männer ‑, die Österreicher lehnen den Genderwahnsinn allgemein ab, deswegen soll nicht gegendert werden (Abg. Amesbauer: Genau!): Was ist denn das bitte für eine Argumentation? Hätten wir heute das Frauenwahlrecht, wenn wir darauf gehört hätten, dass Männer damals nicht wollten, dass Frauen wählen dürfen? Wie würde es denn mit der Rassentrennung in Amerika ausschauen, wenn das nicht – entgegen Umfragen, die es in der Bevölkerung gegeben hat – überwunden worden wäre? Was ist denn das bitte für eine haarsträubende Argumentation in diesem Hohen Haus? Da kann ich mir echt nur an den Kopf greifen. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Kucharowits und Oxonitsch.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Kucharowits und Oxonitsch.
Habt ihr echt keine anderen Sorgen?, frage ich mich. (Ruf bei der FPÖ: Fragt die Bevölkerung!) Auch die Argumentation, die in diesem Entschließungsantrag zutage gefördert wird, ist ja zum Haareraufen. Wenn Sie argumentieren, Österreicherinnen und Österreicher – Sie sagen: Österreicher, also die Männer ‑, die Österreicher lehnen den Genderwahnsinn allgemein ab, deswegen soll nicht gegendert werden (Abg. Amesbauer: Genau!): Was ist denn das bitte für eine Argumentation? Hätten wir heute das Frauenwahlrecht, wenn wir darauf gehört hätten, dass Männer damals nicht wollten, dass Frauen wählen dürfen? Wie würde es denn mit der Rassentrennung in Amerika ausschauen, wenn das nicht – entgegen Umfragen, die es in der Bevölkerung gegeben hat – überwunden worden wäre? Was ist denn das bitte für eine haarsträubende Argumentation in diesem Hohen Haus? Da kann ich mir echt nur an den Kopf greifen. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Kucharowits und Oxonitsch.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abschließend: Statt Nebelgranaten zu werfen und sich sehr öffentlichkeitswirksam dem rechten Kulturkampf tatsächlich auch mit einer Verve zu widmen, gegen Doppelpunkte, gegen Sternchen, gegen Unterstriche und Großbuchstaben zu kämpfen, stünde es echt allen Parteien hier im Hohen Haus gut an, ihre Energie auf jene Themen zu lenken, die wirklich wichtig sind, das heißt: bessere Rahmenbedingungen für eine gerechtere, für eine selbstbestimmtere und auch für eine sicherere Zukunft für unsere Töchter, für unsere Nichten und auch für unsere Enkelinnen herbeizuführen. Das – und nicht dieser rechtspopulistische Kulturkampf – sollte insbesondere auch angesichts der furchtbaren Femizide der vergangenen Tage in unser aller Fokus stehen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Das ist auch mein Appell an Sie: Es sind Bürgerinnen und Bürger, die wir ansprechen – nicht nur die Bürger –, aber verlieren Sie bitte gleichzeitig nicht aus den Augen, dass keine miese Compliance dadurch besser wird, dass wir durchgendern, dass keine strukturellen Ungleichheiten beseitigt werden, wenn wir durchgendern. All das hier ist Wahlkampfgeplänkel, und ich denke, dass jene Menschen, denen Diversität und Integration ein wichtiges Anliegen ist, für die das einen Wert darstellt, Besseres verdient haben als Debatten auf diesem Niveau. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Disoski: Das stimmt ja nicht!
Ich verstehe, was die Unterzeichner des Volksbegehrens antreibt, was ihnen aufstößt und was die Menschen im Bereich gendern so polarisiert, nämlich dass man das Gefühl hat, da wird gesellschaftliche Veränderung von oben herab künstlich verordnet und Sprache politisiert. (Abg. Disoski: Das stimmt ja nicht!) Das ärgert die Menschen, denn Gleichstellung und Gleichberechtigung braucht nicht Worte, sondern Taten.
Abg. Disoski: Der meint Olaf Scholz und nicht die Merkel! Das ist ja Bullshit!
Es war Margaret Thatcher, die das Wort Prime Minister weiblich gemacht hat, ohne einen Begriff wie Prime Ministress einzuführen. Es war Angela Merkel, die das Wort Bundeskanzler weiblich gemacht hat. Und wenn man heute einen Deutschen fragt, was er mit Bundeskanzler assoziiert, dann haben die meisten Deutschen eine Frau im Kopf. (Abg. Disoski: Der meint Olaf Scholz und nicht die Merkel! Das ist ja Bullshit!) Es ist also die Realität, die der Sprache die Bedeutung gibt, und es ist nicht die Sprache, die Gerechtigkeit schafft, sondern die Realität, die Gerechtigkeit schafft, und diese Realität können wir nur selber verändern. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es war Margaret Thatcher, die das Wort Prime Minister weiblich gemacht hat, ohne einen Begriff wie Prime Ministress einzuführen. Es war Angela Merkel, die das Wort Bundeskanzler weiblich gemacht hat. Und wenn man heute einen Deutschen fragt, was er mit Bundeskanzler assoziiert, dann haben die meisten Deutschen eine Frau im Kopf. (Abg. Disoski: Der meint Olaf Scholz und nicht die Merkel! Das ist ja Bullshit!) Es ist also die Realität, die der Sprache die Bedeutung gibt, und es ist nicht die Sprache, die Gerechtigkeit schafft, sondern die Realität, die Gerechtigkeit schafft, und diese Realität können wir nur selber verändern. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Kucharowits.
Was wir nicht brauchen, sind Social Engineering oder Schlechterbenotungen. Wir müssen echte Diskriminierung beseitigen und für die vielen Anliegen der Frauen eintreten. Frau Kollegin Schatz, unsere Frauenministerin Raab arbeitet auf all diesen Ebenen mit ganz großem Engagement. (Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Kucharowits.) Was da für Frauen gemacht wird, ist vorzeigbar und ist eine echte Hilfe – anders als nur die Worte, die ich hier höre. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Was wir nicht brauchen, sind Social Engineering oder Schlechterbenotungen. Wir müssen echte Diskriminierung beseitigen und für die vielen Anliegen der Frauen eintreten. Frau Kollegin Schatz, unsere Frauenministerin Raab arbeitet auf all diesen Ebenen mit ganz großem Engagement. (Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Kucharowits.) Was da für Frauen gemacht wird, ist vorzeigbar und ist eine echte Hilfe – anders als nur die Worte, die ich hier höre. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Disoski: Nein, das stört überhaupt nicht! Die stören nur euch!
Abgeordneter Alois Kainz (FPÖ): Frau Präsident! Geschätzte Kollegen und Kolleginnen! Werte Zuseher auf der Galerie und zu Hause vor den Bildschirmen! Über 154 000 Personen haben das Antigendern-Volksbegehren unterschrieben, und das ist ganz klar ein großer Teil der Bevölkerung, der mit dem Gendern nichts anfangen will. Gendersternchen und Co stören den Lesefluss, stören die Gesellschaft, so manches ist einfach unaussprechbar. (Abg. Disoski: Nein, das stört überhaupt nicht! Die stören nur euch!) Es ist sehr bedenklich, dass in unserem Land eine kleine Mehrheit einer großen Bevölkerungsmasse mit großem Druck die Genderei aufzwingen möchte. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kucharowits: Wir sind die Mehrheit!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kucharowits: Wir sind die Mehrheit!
Abgeordneter Alois Kainz (FPÖ): Frau Präsident! Geschätzte Kollegen und Kolleginnen! Werte Zuseher auf der Galerie und zu Hause vor den Bildschirmen! Über 154 000 Personen haben das Antigendern-Volksbegehren unterschrieben, und das ist ganz klar ein großer Teil der Bevölkerung, der mit dem Gendern nichts anfangen will. Gendersternchen und Co stören den Lesefluss, stören die Gesellschaft, so manches ist einfach unaussprechbar. (Abg. Disoski: Nein, das stört überhaupt nicht! Die stören nur euch!) Es ist sehr bedenklich, dass in unserem Land eine kleine Mehrheit einer großen Bevölkerungsmasse mit großem Druck die Genderei aufzwingen möchte. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kucharowits: Wir sind die Mehrheit!)
Abg. Disoski: Na, geh bitte! – Abg. Lindner: Frau Präsidentin! – Abg. Kucharowits: Stoppen Sie das!
Was mit dem Gendern unschreibbar, unlesbar und unaussprechbar wird, bekommt durch die effiziente Nutzung der deutschen Sprache wieder mehr Sinn. Der in Deutschland lebende Autor Uwe Tellkamp sieht in der Genderei die Vergewaltigung der deutschen Sprache. (Abg. Disoski: Na, geh bitte! – Abg. Lindner: Frau Präsidentin! – Abg. Kucharowits: Stoppen Sie das!) Wo bleibt diese Genderei? Durch diese Genderei werden Menschen mit Hörbeeinträchtigung oder Sehschwäche im großen Maße diskriminiert. Das Binnen-I ist schwer erkennbar, das Abhören akustischer Wiedergabe wird dadurch erschwert.
Zwischenruf des Abg. Litschauer.
Wenn ich bei mir zu Hause in meinem Wahlkreis unterwegs bin und mit den Leuten rede, merke ich ganz schnell, dass dort niemand etwas mit gendern zu tun hat. (Zwischenruf des Abg. Litschauer.) Da werden die Männer und Frauen gleich angesprochen und keiner fühlt sich diskriminiert. Bei uns bringen nicht der Elternteil eins und der Elternteil zwei die Lernenden zu den Lehrenden, sondern Mama und Papa bringen die Kinder in die Schule zu den Lehrern. Nicht im Wirt:innenhaus werden die Gäst:innen bedient, sondern im Wirtshaus werden die Gäste bedient – und dazu noch sehr freundlich. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn ich bei mir zu Hause in meinem Wahlkreis unterwegs bin und mit den Leuten rede, merke ich ganz schnell, dass dort niemand etwas mit gendern zu tun hat. (Zwischenruf des Abg. Litschauer.) Da werden die Männer und Frauen gleich angesprochen und keiner fühlt sich diskriminiert. Bei uns bringen nicht der Elternteil eins und der Elternteil zwei die Lernenden zu den Lehrenden, sondern Mama und Papa bringen die Kinder in die Schule zu den Lehrern. Nicht im Wirt:innenhaus werden die Gäst:innen bedient, sondern im Wirtshaus werden die Gäste bedient – und dazu noch sehr freundlich. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Litschauer.
Dem Antigendern-Volksbegehren wird aus freiheitlicher Sicht vollinhaltlich zugestimmt. (Zwischenruf des Abg. Litschauer.) Nach der Nationalratswahl wird unser Volkskanzler Herbert Kickl das Thema mit Vernunft und Hausverstand zum Wohle der Normalität angehen. (Heiterkeit bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS. – Abg. Michael Hammer: Der Vokaki!) Ich liebe meine Muttersprache und meine Sprache ist mein Daheim. (Beifall bei der FPÖ.)
Heiterkeit bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS. – Abg. Michael Hammer: Der Vokaki!
Dem Antigendern-Volksbegehren wird aus freiheitlicher Sicht vollinhaltlich zugestimmt. (Zwischenruf des Abg. Litschauer.) Nach der Nationalratswahl wird unser Volkskanzler Herbert Kickl das Thema mit Vernunft und Hausverstand zum Wohle der Normalität angehen. (Heiterkeit bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS. – Abg. Michael Hammer: Der Vokaki!) Ich liebe meine Muttersprache und meine Sprache ist mein Daheim. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dem Antigendern-Volksbegehren wird aus freiheitlicher Sicht vollinhaltlich zugestimmt. (Zwischenruf des Abg. Litschauer.) Nach der Nationalratswahl wird unser Volkskanzler Herbert Kickl das Thema mit Vernunft und Hausverstand zum Wohle der Normalität angehen. (Heiterkeit bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS. – Abg. Michael Hammer: Der Vokaki!) Ich liebe meine Muttersprache und meine Sprache ist mein Daheim. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kucher: Eine tatsächliche Berichtigung wahrscheinlich! Wegen Vernunft und Hausverstand! – Abg. Michael Hammer: Der Vokaki wird das machen!
Präsidentin Doris Bures: Nun gelangt Frau Abgeordnete Dagmar Belakowitsch zu Wort. – Bitte. (Abg. Kucher: Eine tatsächliche Berichtigung wahrscheinlich! Wegen Vernunft und Hausverstand! – Abg. Michael Hammer: Der Vokaki wird das machen!)
Abg. Pfurtscheller: Das stimmt überhaupt nicht!
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch (FPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren hier auf der Galerie und zu Hause vor den Bildschirmen! Es geht um ein Volksbegehren, das sogenannte Antigendern-Volksbegehren. Es ist schon recht spannend, wenn man so manchen Rednerinnen hier zuhört. Wenn ich einmal ganz kurz zur ÖVP schauen darf: Es waren jetzt zwei Damen von der ÖVP hier heraußen, die das komplette Gegenteil voneinander gesagt haben. (Abg. Pfurtscheller: Das stimmt überhaupt nicht!) Frau Pfurtscheller hat sich voll Freude dafür ausgesprochen, dass gegendert wird, und Kollegin Kugler hat das genaue Gegenteil gesagt. (Abg. Pfurtscheller: Das ist
Beifall bei der FPÖ.
falsch! Besser aufpassen!) Das muss diese Mitte sein, von der die ÖVP spricht. Wir bedienen alle, je nachdem, wen wir rausschicken. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Der kommt eh nicht mehr!
Wir haben auf der anderen Seite eine Rednerin der SPÖ erlebt, nämlich Frau Kollegin Schatz, die sich bei der Frau Präsidentin für die Initiative, auch für die Initiative gegen Gewalt bedankt hat. Frau Kollegin Schatz, ich habe von Ihnen aber kein Wort in Richtung Ihres Kollegen Kollross gehört. (Abg. Michael Hammer: Der kommt eh nicht mehr!) Kollege Kollross ist jener Abgeordnete, der zwar wenig hier herinnen ist – man trifft ihn mehr im Raucherbereich an –, der aber tatsächlich Vergewaltigungsfantasien geäußert hat. Er hat immer noch sein Mandat inne. Er hat sich den Film „Braveheart“ angesehen, einen Film, der im Mittelalter spielt – die meisten werden ihn wahrscheinlich kennen –, und er hat dann auf Twitter gepostet: „Kann man eigentlich mittels Gemeinderatsbeschluss so ein ‚Ius primae noctis‘ für den Bürgermeister beschließen lassen? Frage nur aus Interesse. Keinerlei Eigeninteresse natürlich“ – mit einem Lachsmiley. Und er schreibt dann weiter: „P.S. Sollte dies jemand lesen der/die gerne im Keller lacht,“ – das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen – „es handelt sich hierbei um einen Joke auf Basis kurzfristiger Langweile.“
Abg. Michael Hammer: Die sind schon ein bisschen sonderbar, ja! Aber er ist ja eh gerügt worden! Sie haben ihn eh geschimpft!
Meine Damen und Herren, das ist kein Joke! Das sind Fantasien, die kann man nicht ausdrücken, die kann man nicht schreiben, wenn man sie nicht hat. (Abg. Michael Hammer: Die sind schon ein bisschen sonderbar, ja! Aber er ist ja eh gerügt worden! Sie haben ihn eh geschimpft!) Das ist kein Joke, und wenn man das nicht lustig findet, geht man auch nicht in den Keller lachen. Das sind Gewaltfantasien über ganz junge Frauen und Mädchen. Und dieser Abgeordnete sitzt immer noch auf seinem Mandat. Dieser Abgeordnete hat öffentlich Gewaltfantasien geäußert. Das ist für die Damen in der SPÖ kein Problem. Frau Kollegin Holzleitner hat gesagt, sie hat mit ihm gesprochen – alles gut. Sie hat sich aber ganz groß aufgeregt, als einmal ein anderer Abgeordneter
Abg. Disoski: Dann redet nicht dauernd drüber! Das ist ja lächerlich!
So, jetzt kommen wir zurück zum Volksbegehren. Das ist alles kein Thema, wenn es sich um einen aus Ihren Reihen handelt. Wichtig ist, dass gegendert wird. Gewaltschutz: Was haben die ermordeten Frauen davon, wenn gegendert wird? – Gar nichts mehr! Sie haben nie etwas davon gehabt. (Abg. Disoski: Dann redet nicht dauernd drüber! Das ist ja lächerlich!) Wenn man den Zeugenaussagen glaubt, dann sind diese drei Sexarbeiterinnen am Wochenende bestialisch ermordet worden. Was haben die von Ihrem Gendern? – Gar nichts! Frau Kollegin Holzleitner, melden Sie sich zu Wort! Sagen Sie etwas dazu! Sagen Sie endlich etwas dazu! (Abg. Holzleitner: Von Fallkonferenzen, die Kickl abgeschafft hat!) Wäre Kickl noch Innenminister, ganz ehrlich, dann wäre der Mörder gar nicht in diesem Land herinnen. (Abg. Holzleitner: Er hat die Fallkonferenzen abgeschafft!) Es war ein illegal eingereister Afghane, der in Österreich nichts zu suchen hat. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Bürstmayr.)
Abg. Holzleitner: Von Fallkonferenzen, die Kickl abgeschafft hat!
So, jetzt kommen wir zurück zum Volksbegehren. Das ist alles kein Thema, wenn es sich um einen aus Ihren Reihen handelt. Wichtig ist, dass gegendert wird. Gewaltschutz: Was haben die ermordeten Frauen davon, wenn gegendert wird? – Gar nichts mehr! Sie haben nie etwas davon gehabt. (Abg. Disoski: Dann redet nicht dauernd drüber! Das ist ja lächerlich!) Wenn man den Zeugenaussagen glaubt, dann sind diese drei Sexarbeiterinnen am Wochenende bestialisch ermordet worden. Was haben die von Ihrem Gendern? – Gar nichts! Frau Kollegin Holzleitner, melden Sie sich zu Wort! Sagen Sie etwas dazu! Sagen Sie endlich etwas dazu! (Abg. Holzleitner: Von Fallkonferenzen, die Kickl abgeschafft hat!) Wäre Kickl noch Innenminister, ganz ehrlich, dann wäre der Mörder gar nicht in diesem Land herinnen. (Abg. Holzleitner: Er hat die Fallkonferenzen abgeschafft!) Es war ein illegal eingereister Afghane, der in Österreich nichts zu suchen hat. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Bürstmayr.)
Abg. Holzleitner: Er hat die Fallkonferenzen abgeschafft!
So, jetzt kommen wir zurück zum Volksbegehren. Das ist alles kein Thema, wenn es sich um einen aus Ihren Reihen handelt. Wichtig ist, dass gegendert wird. Gewaltschutz: Was haben die ermordeten Frauen davon, wenn gegendert wird? – Gar nichts mehr! Sie haben nie etwas davon gehabt. (Abg. Disoski: Dann redet nicht dauernd drüber! Das ist ja lächerlich!) Wenn man den Zeugenaussagen glaubt, dann sind diese drei Sexarbeiterinnen am Wochenende bestialisch ermordet worden. Was haben die von Ihrem Gendern? – Gar nichts! Frau Kollegin Holzleitner, melden Sie sich zu Wort! Sagen Sie etwas dazu! Sagen Sie endlich etwas dazu! (Abg. Holzleitner: Von Fallkonferenzen, die Kickl abgeschafft hat!) Wäre Kickl noch Innenminister, ganz ehrlich, dann wäre der Mörder gar nicht in diesem Land herinnen. (Abg. Holzleitner: Er hat die Fallkonferenzen abgeschafft!) Es war ein illegal eingereister Afghane, der in Österreich nichts zu suchen hat. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Bürstmayr.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Bürstmayr.
So, jetzt kommen wir zurück zum Volksbegehren. Das ist alles kein Thema, wenn es sich um einen aus Ihren Reihen handelt. Wichtig ist, dass gegendert wird. Gewaltschutz: Was haben die ermordeten Frauen davon, wenn gegendert wird? – Gar nichts mehr! Sie haben nie etwas davon gehabt. (Abg. Disoski: Dann redet nicht dauernd drüber! Das ist ja lächerlich!) Wenn man den Zeugenaussagen glaubt, dann sind diese drei Sexarbeiterinnen am Wochenende bestialisch ermordet worden. Was haben die von Ihrem Gendern? – Gar nichts! Frau Kollegin Holzleitner, melden Sie sich zu Wort! Sagen Sie etwas dazu! Sagen Sie endlich etwas dazu! (Abg. Holzleitner: Von Fallkonferenzen, die Kickl abgeschafft hat!) Wäre Kickl noch Innenminister, ganz ehrlich, dann wäre der Mörder gar nicht in diesem Land herinnen. (Abg. Holzleitner: Er hat die Fallkonferenzen abgeschafft!) Es war ein illegal eingereister Afghane, der in Österreich nichts zu suchen hat. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Bürstmayr.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist Doppelzüngigkeit. Diese Gendersprache tut nichts anderes, als unsere deutsche Sprache zu verunglimpfen und zu zerstören. Das ist ein Eingriff! Sprache ist ein dynamischer Prozess. Das ist ein gewaltsamer Eingriff, um unsere Sprache zu zerstören, und da sind wir strikt dagegen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Disoski: Ich hätte noch eine Geschäftsordnungsmeldung, aber ich kann sie auch nachher machen!
Abgeordneter Mario Lindner (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! (Abg. Disoski: Ich hätte noch eine Geschäftsordnungsmeldung, aber ich kann sie auch nachher machen!) Liebe Kolleginnen – Klammer auf: Männer sind mitgemeint!, Klammer zu! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Mario Lindner (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! (Abg. Disoski: Ich hätte noch eine Geschäftsordnungsmeldung, aber ich kann sie auch nachher machen!) Liebe Kolleginnen – Klammer auf: Männer sind mitgemeint!, Klammer zu! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Nein, die Klimakrise wollen wir nicht!
richtig am Herzen liegt. Man könnte ja glauben, dass wir in Zeiten wie diesen über die Teuerung, über den Ärzt:innenmangel oder die Klimakrise reden. (Abg. Belakowitsch: Nein, die Klimakrise wollen wir nicht!) Aber nein!
Abg. Amesbauer: Gegen das Gendern!
Schauen wir uns die Fakten an – Kollegin Meri Disoski hat es bereits gesagt –: in dieser Gesetzgebungsperiode seit 2019 Initiativen zum Gendern (Abg. Amesbauer: Gegen das Gendern!): ÖVP null, SPÖ null, Grüne null, NEOS null, FPÖ seit heute 14.
Abg. Kassegger: Weil wir es weghaben wollen!
Die Einzigen, die über das Gendern reden wollen, seid ihr (Abg. Kassegger: Weil wir es weghaben wollen!), also veräppelt doch bitte die Menschen in diesem Land nicht! (Beifall bei SPÖ und Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei SPÖ und Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Die Einzigen, die über das Gendern reden wollen, seid ihr (Abg. Kassegger: Weil wir es weghaben wollen!), also veräppelt doch bitte die Menschen in diesem Land nicht! (Beifall bei SPÖ und Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Amesbauer: Nein!
Ja, liebe Kolleg:innen, geschlechtergerechte Sprache ist wichtig (Abg. Amesbauer: Nein!), denn Sprache schafft Bewusstsein (Abg. Amesbauer: Nein!), Sprache ermöglicht es, veraltete Geschlechterbilder endlich zu überwinden. Sprache erlaubt es uns auch, dem VfGH-Erkenntnis von 2018 nachzukommen, das glasklar festgestellt hat, dass es eben mehr als nur zwei Geschlechter gibt. Ob man Menschen in seiner Sprache sichtbar macht, ist eine Frage des Respekts und nichts anderes. Es geht um Respekt gegenüber Menschen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Amesbauer: Nein!
Ja, liebe Kolleg:innen, geschlechtergerechte Sprache ist wichtig (Abg. Amesbauer: Nein!), denn Sprache schafft Bewusstsein (Abg. Amesbauer: Nein!), Sprache ermöglicht es, veraltete Geschlechterbilder endlich zu überwinden. Sprache erlaubt es uns auch, dem VfGH-Erkenntnis von 2018 nachzukommen, das glasklar festgestellt hat, dass es eben mehr als nur zwei Geschlechter gibt. Ob man Menschen in seiner Sprache sichtbar macht, ist eine Frage des Respekts und nichts anderes. Es geht um Respekt gegenüber Menschen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Ja, liebe Kolleg:innen, geschlechtergerechte Sprache ist wichtig (Abg. Amesbauer: Nein!), denn Sprache schafft Bewusstsein (Abg. Amesbauer: Nein!), Sprache ermöglicht es, veraltete Geschlechterbilder endlich zu überwinden. Sprache erlaubt es uns auch, dem VfGH-Erkenntnis von 2018 nachzukommen, das glasklar festgestellt hat, dass es eben mehr als nur zwei Geschlechter gibt. Ob man Menschen in seiner Sprache sichtbar macht, ist eine Frage des Respekts und nichts anderes. Es geht um Respekt gegenüber Menschen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Amesbauer: Ja genau! Genau! – Abg. Michael Hammer: ... Schwachsinn in Kärnten ...! Kaiser ...!
Die Sprachpolizei im politischen Spektrum in Österreich gibt es nur auf einer einzigen Seite, nämlich bei ÖVP und FPÖ. Mit dem peinlichen Genderverbot in Niederösterreich sind sie die Einzigen, die anderen vorschreiben, wie sie zu sprechen haben – die Einzigen. (Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Amesbauer: Ja genau! Genau! – Abg. Michael Hammer: ... Schwachsinn in Kärnten ...! Kaiser ...!) Und zu Recht fragen sich viele Menschen: Habt ihr nichts Besseres zu tun?
Abg. Belakowitsch: ... Prioritäten!
Geschätzte Kolleg:innen, was mich wirklich aufregt, ist etwas anderes: Vor zwei Wochen haben wir wieder einmal gesehen, wo die Prioritäten der Frauenministerin wirklich liegen. (Abg. Belakowitsch: ... Prioritäten!) Sie steckt nämlich lieber Ressourcen und Zeit in einen neuen Sprachleitfaden des Kanzleramtes, sie verbietet lieber Binnen-I und Genderstern, als sich um die echten Gleichstellungsfragen in Österreich, in unserem Land, zu kümmern.
Beifall bei der SPÖ.
Wenn ich in den Medien lese, „ÖVP-Minister halten Gewaltschutz für ausreichend“ – und das nach sechs Femiziden in vier Tagen –, dann bin ich fassungslos, geschätzte Kolleg:innen. (Beifall bei der SPÖ.) Wenn die Frauenministerin und der Innenminister angesichts dieser Tragödie nichts Besseres zu tun haben, als ihre eigenen Minimalmaßnahmen zu verteidigen, dann sollten vor allem Sie sich fragen, ob Sie auch nur in irgendeiner Art und Weise für Ihren Job geeignet sind!
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Stecken Sie lieber endlich mehr Geld, mehr Ressourcen und vor allem mehr politischen Willen in den Kampf gegen Gewalt an Frauen! Das Gebot der Stunde ist ein Nationaler Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Das wäre eigentlich Ihr Job, nicht peinlicher Kulturkampf vor den nächsten Wahlen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Stecken Sie lieber endlich mehr Geld, mehr Ressourcen und vor allem mehr politischen Willen in den Kampf gegen Gewalt an Frauen! Das Gebot der Stunde ist ein Nationaler Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Das wäre eigentlich Ihr Job, nicht peinlicher Kulturkampf vor den nächsten Wahlen. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Na bitte! – Abg. Greiner: Na was ist schon wieder da drüben?!
Präsidentin Doris Bures: Nun liegt mir eine Wortmeldung zur Geschäftsbehandlung vor. – Frau Abgeordnete Disoski, bitte. (Ruf bei der ÖVP: Na bitte! – Abg. Greiner: Na was ist schon wieder da drüben?!)
Beifall bei Grünen und SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Amesbauer: Ja, genau!
Kontext von Vergewaltigungen zu sprechen, dann ist das einfach eine Verhöhnung von all jenen, die tatsächlich vergewaltigt worden sind. (Beifall bei Grünen und SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Amesbauer: Ja, genau!)
Abg. Amesbauer: Das ist ja keine Geschäftsordnungsmeldung! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wir kennen die Zahlen dazu, laut Befragungen ist jede dritte Frau in Österreich von sexualisierter Gewalt betroffen, 7 Prozent der Frauen in Österreich sind schon einmal vergewaltigt worden. (Abg. Amesbauer: Das ist ja keine Geschäftsordnungsmeldung! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) 9 Prozent berichten von versuchten Vergewaltigungen, und das, sehr geschätzte Kolleginnen und Kollegen, sollte uns alle hier noch einmal dazu auffordern, unsere Wortwahl mit Bedacht zu treffen, auch damit sie der Würde des Hohes Hauses entspricht. (Beifall bei Grünen und SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: Sprachpolizei!)
Beifall bei Grünen und SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: Sprachpolizei!
Wir kennen die Zahlen dazu, laut Befragungen ist jede dritte Frau in Österreich von sexualisierter Gewalt betroffen, 7 Prozent der Frauen in Österreich sind schon einmal vergewaltigt worden. (Abg. Amesbauer: Das ist ja keine Geschäftsordnungsmeldung! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) 9 Prozent berichten von versuchten Vergewaltigungen, und das, sehr geschätzte Kolleginnen und Kollegen, sollte uns alle hier noch einmal dazu auffordern, unsere Wortwahl mit Bedacht zu treffen, auch damit sie der Würde des Hohes Hauses entspricht. (Beifall bei Grünen und SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: Sprachpolizei!)
Beifall bei der FPÖ.
Präsidentin Doris Bures: Das war natürlich Teil einer sicher notwendigen und richtigen politischen Debatte, aber nicht Teil einer Geschäftsordnungswortmeldung. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und SPÖ.
Abgeordneter Mag. Ernst Gödl (ÖVP): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Geschätzte Damen und Herren! Bevor ich in meinen Redebeitrag einsteige, darf ich im Namen meines Kollegen Michael Hammer die Gruppe aus der Gemeinde Puchenau mit Bürgermeister Fritz Geyrhofer an der Spitze begrüßen. – Herzlich willkommen im Parlament! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und SPÖ.)
Abg. Wurm: Schlecht! Schlecht! Schlecht!
Daher möchte ich auf die Fakten zu sprechen kommen: Wie sieht es denn in Österreich mit sogenannten Abschiebungen aus? Wie sieht es denn in Österreich mit Außerlandesbringungen aus? (Abg. Wurm: Schlecht! Schlecht! Schlecht!) Wenn wir auf das vergangene Jahr zurückblicken, Herr Wurm, sieht es nicht schlecht aus. (Abg. Wurm: Das hat man bei dem Afghanen gesehen!) Österreich ist dank Innenminister Karner und Bundeskanzler Nehammer sehr konsequent. (Abg. Belakowitsch: Sehr konsequent? ... konsequent die Tore auf!)
Abg. Wurm: Das hat man bei dem Afghanen gesehen!
Daher möchte ich auf die Fakten zu sprechen kommen: Wie sieht es denn in Österreich mit sogenannten Abschiebungen aus? Wie sieht es denn in Österreich mit Außerlandesbringungen aus? (Abg. Wurm: Schlecht! Schlecht! Schlecht!) Wenn wir auf das vergangene Jahr zurückblicken, Herr Wurm, sieht es nicht schlecht aus. (Abg. Wurm: Das hat man bei dem Afghanen gesehen!) Österreich ist dank Innenminister Karner und Bundeskanzler Nehammer sehr konsequent. (Abg. Belakowitsch: Sehr konsequent? ... konsequent die Tore auf!)
Abg. Belakowitsch: Sehr konsequent? ... konsequent die Tore auf!
Daher möchte ich auf die Fakten zu sprechen kommen: Wie sieht es denn in Österreich mit sogenannten Abschiebungen aus? Wie sieht es denn in Österreich mit Außerlandesbringungen aus? (Abg. Wurm: Schlecht! Schlecht! Schlecht!) Wenn wir auf das vergangene Jahr zurückblicken, Herr Wurm, sieht es nicht schlecht aus. (Abg. Wurm: Das hat man bei dem Afghanen gesehen!) Österreich ist dank Innenminister Karner und Bundeskanzler Nehammer sehr konsequent. (Abg. Belakowitsch: Sehr konsequent? ... konsequent die Tore auf!)
Abg. Belakowitsch: Wohin?
Im vorigen Jahr haben 12 600 Menschen Österreich verlassen müssen (Abg. Belakowitsch: Wohin?), weil sie einen negativen Aufenthaltsstatus hatten, weil sie zum Beispiel einen negativen Asylbescheid bekommen haben. 53 Prozent davon sind freiwillig gegangen, sie bekommen auch einige Anreize, um freiwillig zu gehen; 47 Prozent von diesen 12 600 Menschen – also in der Zahl 5 900 – wurden im Vorjahr mit einem großen Aufwand zwangsweise aus Österreich verabschiedet. (Abg. Belakowitsch: Ja, in ein anderes EU-Land!) Umgerechnet sind das pro Tag circa 20 Personen.
Abg. Belakowitsch: Ja, in ein anderes EU-Land!
Im vorigen Jahr haben 12 600 Menschen Österreich verlassen müssen (Abg. Belakowitsch: Wohin?), weil sie einen negativen Aufenthaltsstatus hatten, weil sie zum Beispiel einen negativen Asylbescheid bekommen haben. 53 Prozent davon sind freiwillig gegangen, sie bekommen auch einige Anreize, um freiwillig zu gehen; 47 Prozent von diesen 12 600 Menschen – also in der Zahl 5 900 – wurden im Vorjahr mit einem großen Aufwand zwangsweise aus Österreich verabschiedet. (Abg. Belakowitsch: Ja, in ein anderes EU-Land!) Umgerechnet sind das pro Tag circa 20 Personen.
Die Abgeordneten Amesbauer und Belakowitsch: Nein!
Weil Sie, meine geschätzten Damen und Herren der FPÖ, immer suggerieren, da passiert nichts: Es passiert sehr viel! (Die Abgeordneten Amesbauer und Belakowitsch: Nein!) Und von diesen 5 900, Herr Kollege Amesbauer, waren es 2 600 straffällige Menschen, die Österreich zwangsweise verlassen mussten. 2 600 straffällige Menschen (Zwischenrufe der Abgeordneten Amesbauer und Wurm), die einen negativen Aufenthaltsstatus hatten, mussten Österreich im Vorjahr zwangsweise verlassen beziehungsweise wurden sie zwangsweise
Zwischenrufe der Abgeordneten Amesbauer und Wurm
Weil Sie, meine geschätzten Damen und Herren der FPÖ, immer suggerieren, da passiert nichts: Es passiert sehr viel! (Die Abgeordneten Amesbauer und Belakowitsch: Nein!) Und von diesen 5 900, Herr Kollege Amesbauer, waren es 2 600 straffällige Menschen, die Österreich zwangsweise verlassen mussten. 2 600 straffällige Menschen (Zwischenrufe der Abgeordneten Amesbauer und Wurm), die einen negativen Aufenthaltsstatus hatten, mussten Österreich im Vorjahr zwangsweise verlassen beziehungsweise wurden sie zwangsweise
Abg. Belakowitsch: Und wie viele davon sind nach Afghanistan gegangen?
außer Landes geschafft. (Abg. Belakowitsch: Und wie viele davon sind nach Afghanistan gegangen?) Auch der Chef des BFA hat bei der Anhörung zum Volksbegehren ganz klar ausgesprochen: Die Außerlandesbringung von Straftätern hat höchste Priorität und wird in Österreich auch konsequent durchgezogen.
Abg. Amesbauer: Zu wenig!
Betreffend das Vorjahr heißt das ganz konkret, dass 710 Aberkennungsverfahren in Österreich durchgeführt wurden. Es gleicht einer Märchenstunde, meine Damen und Herren der FPÖ, wenn Sie suggerieren, es passiert nichts. – Es passiert sehr viel (Abg. Amesbauer: Zu wenig!), man ist da sehr konsequent.
Zwischenruf des Abg. Schrangl.
Übrigens hat auch in meiner Nachbargemeinde eine Märchenstunde stattgefunden. Die FPÖ hat heuer ihren Neujahrsauftakt in der Gemeinde Premstätten bei Graz gehabt – ich wohne 5 Kilometer entfernt. Da hat Herr Kickl zum Beispiel behauptet, wenn er Kanzler – Volkskanzler, wie er immer sagt – werden würde, würde er keinen einzigen positiven Bescheid mehr ausstellen. (Zwischenruf des Abg. Schrangl.) Herr Kickl war Innenminister, und als er Innenminister war, wurden 50 Prozent aller Asylanträge positiv beschieden. 50 Prozent! (Abg. Amesbauer: Die niedrigsten Anträge überhaupt!) Derzeit – unter Minister Karner – sind es 21 Prozent. Also das, was
Abg. Amesbauer: Die niedrigsten Anträge überhaupt!
Übrigens hat auch in meiner Nachbargemeinde eine Märchenstunde stattgefunden. Die FPÖ hat heuer ihren Neujahrsauftakt in der Gemeinde Premstätten bei Graz gehabt – ich wohne 5 Kilometer entfernt. Da hat Herr Kickl zum Beispiel behauptet, wenn er Kanzler – Volkskanzler, wie er immer sagt – werden würde, würde er keinen einzigen positiven Bescheid mehr ausstellen. (Zwischenruf des Abg. Schrangl.) Herr Kickl war Innenminister, und als er Innenminister war, wurden 50 Prozent aller Asylanträge positiv beschieden. 50 Prozent! (Abg. Amesbauer: Die niedrigsten Anträge überhaupt!) Derzeit – unter Minister Karner – sind es 21 Prozent. Also das, was
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP
Sie hier verbreiten, ist ein Märchen, meine Damen und Herren (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP), denn auch ein Innenminister Kickl musste sich an die geltenden Gesetze halten; das hat er auch getan, indem er 50 Prozent positive Bescheide ausgestellt hat. (Zwischenruf des Abg. Scherak.)
Zwischenruf des Abg. Scherak.
Sie hier verbreiten, ist ein Märchen, meine Damen und Herren (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP), denn auch ein Innenminister Kickl musste sich an die geltenden Gesetze halten; das hat er auch getan, indem er 50 Prozent positive Bescheide ausgestellt hat. (Zwischenruf des Abg. Scherak.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Das heißt: Das, was Sie hier suggerieren, meine Damen und Herren der FPÖ, das ist ein Märchen. Im Vorjahr gab es im Übrigen 20 Prozent mehr Abschiebungen in Österreich als in den Jahren zuvor, also die Bundesregierung ist sehr wohl sehr aktiv, wenn es keinen positiven Aufenthaltsstatus gibt (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), auch im heurigen Jahr. Im Jänner 2024 wurden beispielsweise weitere vier straffällige Nigerianer mit einem Frontex-Flug, gemeinsam mit Deutschland, in ihr Land zurückgebracht. Auch laut Österreichplan von Bundeskanzler Nehammer ist ein restriktives Management im Fremdenrecht ein absolutes Muss.
Abg. Amesbauer: Von einem absoluten Rekordniveau!
Dass Österreich eine gute Migrationspolitik macht, zeigt zum Beispiel ein sicher unabhängiger Artikel aus Deutschland in Focus online mit der Überschrift: „Dänemark und Österreich zeigen Deutschland, wie Migration geht“, nämlich: Deutschland verzeichnet „einen Anstieg der Asylanträge um 51 Prozent. In Österreich und Dänemark ging die Zahl der Asylanträge dagegen stark zurück.“ (Abg. Amesbauer: Von einem absoluten Rekordniveau!) Meine Damen und Herren, da können Sie nachlesen, wie konsequent die österreichische Asylpolitik unter Bundeskanzler Nehammer und Bundesminister Karner ist.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Lausch: Nur mehr bis Herbst! Nur mehr bis September!
Ich glaube, die Zahlen alleine zeigen, dass Österreich im Bereich der Abschiebungen betreffend straffällige Täter sehr konsequent vorgeht. Das ist richtig so, das ist gut so. Genau so werden wir das auch weiterhin machen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Lausch: Nur mehr bis Herbst! Nur mehr bis September!)
Abg. Michael Hammer: Jetzt kommt die 32-Stunden-Woche!
Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Reinhold Einwallner. – Bitte sehr. (Abg. Michael Hammer: Jetzt kommt die 32-Stunden-Woche!)
Beifall bei der SPÖ. –Abg. Lausch: Was ist das für ein Argument?
Gerade bei diesem Thema zeigt die Zahl der Unterstützerinnen und Unterstützer durchaus, dass es eine große Verunsicherung und eine Sorge gibt. Ich glaube, das muss man ernst nehmen und das sollte man auch so zur Kenntnis nehmen. Meine Damen und Herren, ein bisschen differenzierter sehe ich das allerdings bei den Einbringern dieses Volksbegehrens: Hinter diesem Volksbegehren steht der ehemalige FPÖ-Landesrat Waldhäusl aus Niederösterreich, und das war Teil einer Wahlkampfstrategie. Solche Instrumente für eine Kommunikationsstrategie und für einen Wahlkampf zu missbrauchen halte ich für einen Fehler, und ich stelle das auch sehr stark infrage. (Beifall bei der SPÖ. –Abg. Lausch: Was ist das für ein Argument?)
Abg. Amesbauer: Das ist meistens so!
Dann komme ich schon zu den Forderungen dieses Volksbegehrens: Sie suggerieren ganz, ganz einfache Lösungen für ein komplexes Problem. (Abg. Amesbauer: Das ist meistens so!) Das mag vielleicht, Kollege Amesbauer, bei der FPÖ so sein, dass Sie glauben, man kann das einfach lösen. Die Wahrheit ist aber: Sie wollen es gar nicht lösen, Sie haben kein Interesse an Lösungen, Sie haben nur Interesse an billigem Populismus. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Lausch: Sie wissen die Wahrheit! Sie haben die Wahrheit gepachtet!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Lausch: Sie wissen die Wahrheit! Sie haben die Wahrheit gepachtet!
Dann komme ich schon zu den Forderungen dieses Volksbegehrens: Sie suggerieren ganz, ganz einfache Lösungen für ein komplexes Problem. (Abg. Amesbauer: Das ist meistens so!) Das mag vielleicht, Kollege Amesbauer, bei der FPÖ so sein, dass Sie glauben, man kann das einfach lösen. Die Wahrheit ist aber: Sie wollen es gar nicht lösen, Sie haben kein Interesse an Lösungen, Sie haben nur Interesse an billigem Populismus. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Lausch: Sie wissen die Wahrheit! Sie haben die Wahrheit gepachtet!)
Abg. Amesbauer: Das stimmt schon! Jede Form einer Straftat!
Viele Formulierungen in diesem Volksbegehrenstext sind einfach ganz, ganz unkonkret und nicht klar gefasst. Wer ist straffällig? Von welcher Straffälligkeit sprechen wir hier? Es ist ganz unbestimmt definiert, es wird nicht unterschieden, ob es um eine Haftstrafe oder um eine Geldstrafe geht und, und, und. (Abg. Amesbauer: Das stimmt schon! Jede Form einer Straftat!) Da gibt es eine Reihe von problematischen Formulierungen.
Beifall bei der SPÖ.
Selbst wenn wir das alles ausklammern, meine Damen und Herren, selbst wenn wir alles ausklammern, was so an rechtlichen Bedenken im Raum steht, dann stellt sich doch eine ganz entscheidende Frage: Wenn jemand bei uns eine Straftat begangen hat und wir ihn sofort außer Landes bringen, wer garantiert uns, dass er in seinem Herkunftsland diese Strafe absitzen muss? Ich vertraue dem Taliban-Regime nicht, dass ein Täter, der ein Verbrechen begangen hat, dort dann eine Strafe absitzen muss. Da habe ich kein Vertrauen. Sie sind offenbar die Freunde der Taliban, aber ich habe kein Vertrauen, dass jemand, der hier in Österreich eine Straftat an einer Frau begangen hat, dann in Afghanistan tatsächlich auch in Haft genommen wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Daher ist es aus unserer Sicht ganz, ganz klar, wir haben eine ganz klare Position in dieser Frage: Eine Straftat muss mit der vollen Härte des Gesetzes bestraft werden. Unabhängig von der Herkunft des Täters muss die Strafe in Österreich und nicht in einem anderen Land abgesessen werden, es ist so. Nach der verbüßten Strafe sollen wir schauen, welche Möglichkeiten es nach internationalem Recht gibt, die Menschen außer Landes zu bringen, sie wieder zurück ins Herkunftsland zu bringen, aber die Strafe muss in Österreich abgesessen werden. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es ist eigentlich traurig, dass wir überhaupt darüber diskutieren müssen und dass es die Bürger braucht, die diese Diskussion entfachen, um uns hier im Parlament zu sagen, was ja ohnehin logisch sein sollte, nämlich dass es nicht geht, dass wir jene, die sich nicht an unsere Spielregeln, an unsere Werte und unsere Gesetze halten, die straffällig werden, zu Verbrechern werden, nicht aus unserem Land rauswerfen, sondern dass sie hier bei uns weiterhin ihr Unwesen treiben dürfen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Gödl: Kannst du nicht lesen? Zahlen lesen!
Es würde jetzt meine Redezeit bei Weitem überschreiten, die gesamten Falschmeldungen des Kollegen Gödl von der ÖVP hier richtigzustellen. (Abg. Gödl: Kannst du nicht lesen? Zahlen lesen!) – Die Zahlen lesen, Kollege Gödl, das sollten Sie einmal machen! Faktum ist: Die Zahlen belegen ganz klar, dass die ÖVP die Hauptverantwortung für die illegale Masseneinwanderung aus aller Herren Länder nach Österreich in den letzten Jahren trägt.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Lausch: 2019!
Den unrühmlichen Platz eins in der Statistik der meisten Asylanträge hat der derzeit amtierende Innenminister Karner im Jahr 2022 mit 112 000 Asylanträgen geschafft. Platz zwei belegt Ihre ehemalige Innenministerin Mikl-Leitner im Jahr 2015 – an das Jahr können wir uns auch noch gut oder eigentlich schlecht erinnern – und Platz drei ebenfalls Herr Karner im Vorjahr. Die top drei Plätze hält die ÖVP. Übrigens belegt die ÖVP auch die Plätze vier und fünf. Der Einzige, der es in der Zeit seit 2015 geschafft hat, die Zahl der Asylanträge deutlich nach unten zu drücken, mit der klaren politischen Zielvorgabe Richtung null, war Herbert Kickl. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Lausch: 2019!) Das ist aus allen Statistiken klar herauszulesen. (Abg. Michael Hammer: Vollkommener Fake! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Michael Hammer: Vollkommener Fake! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Den unrühmlichen Platz eins in der Statistik der meisten Asylanträge hat der derzeit amtierende Innenminister Karner im Jahr 2022 mit 112 000 Asylanträgen geschafft. Platz zwei belegt Ihre ehemalige Innenministerin Mikl-Leitner im Jahr 2015 – an das Jahr können wir uns auch noch gut oder eigentlich schlecht erinnern – und Platz drei ebenfalls Herr Karner im Vorjahr. Die top drei Plätze hält die ÖVP. Übrigens belegt die ÖVP auch die Plätze vier und fünf. Der Einzige, der es in der Zeit seit 2015 geschafft hat, die Zahl der Asylanträge deutlich nach unten zu drücken, mit der klaren politischen Zielvorgabe Richtung null, war Herbert Kickl. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Lausch: 2019!) Das ist aus allen Statistiken klar herauszulesen. (Abg. Michael Hammer: Vollkommener Fake! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Jetzt noch einmal zum Volksbegehren konkret: Was ist denn mit Asylstraftäter abschieben gemeint? Herr Einwallner hat vorhin gesagt, die Form der Straftat sei zu schwammig definiert. Ich sage es Ihnen, Herr Einwallner: Jede Form einer Straftat muss zur Beendigung des Aufenthalts unter dem Deckmäntelchen des Asyls führen, jede Form einer Straftat! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Gödl: Genau!
Wir wissen ja, dass jetzt schon deutlich mehr als die Hälfte aller Gefängnisinsassen in Österreich Ausländer und keine Österreicher sind. Das heißt, der liegt uns noch jahrelang auf der Tasche, und wir wissen, auch in Österreich sitzt ja keiner tatsächlich bis zum Lebensende in Haft. Das ist ein junger Bursche aus Afghanistan. Der wird trotz des Dreifachmordes früher oder später herauskommen, und den haben wir dann immer noch in Österreich. Werden wir ihn dann los? – Nein. Die Afghanen sollen sich darum kümmern, er soll der afghanischen Justiz zugeführt werden. (Abg. Gödl: Genau!) – „Genau“, sagt Kollege Gödl. (Abg. Gödl: Und du fahrst nach Afghanistan ...!)
Abg. Gödl: Und du fahrst nach Afghanistan ...!
Wir wissen ja, dass jetzt schon deutlich mehr als die Hälfte aller Gefängnisinsassen in Österreich Ausländer und keine Österreicher sind. Das heißt, der liegt uns noch jahrelang auf der Tasche, und wir wissen, auch in Österreich sitzt ja keiner tatsächlich bis zum Lebensende in Haft. Das ist ein junger Bursche aus Afghanistan. Der wird trotz des Dreifachmordes früher oder später herauskommen, und den haben wir dann immer noch in Österreich. Werden wir ihn dann los? – Nein. Die Afghanen sollen sich darum kümmern, er soll der afghanischen Justiz zugeführt werden. (Abg. Gödl: Genau!) – „Genau“, sagt Kollege Gödl. (Abg. Gödl: Und du fahrst nach Afghanistan ...!)
Beifall bei der FPÖ.
Dann kommt immer das Argument der Gutmenschen: Das können wir nicht machen, weil wir nicht garantieren können, dass dieser Herr dort eine faire Behandlung erfährt, ein faires Verfahren bekommt, weil wir nicht ausschließen können, dass ihm ein Ungemach passiert! – Jetzt sage ich Ihnen etwas: Mir ist es völlig egal, was mit dem in Afghanistan passiert. (Beifall bei der FPÖ.) Wir als österreichische Politiker haben für den Schutz unserer eigenen Bevölkerung zu sorgen und nicht für das Wohl eines Dreifachmörders oder eines sonstigen Straftäters. Es ist uns völlig egal, wie die Justiz in diesen Ländern mit diesen Herrschaften verfährt. Na, hoffentlich bekommt er eine harte Strafe, weil das bei unserer Kuscheljustiz eh nicht passieren wird.
Abg. Gödl: Der Kickl hat schon längst versagt als Innenminister! Hör auf!
Innenminister Karner von der ÖVP hat vor gar nicht langer Zeit in einem Interview auch eingeräumt, dass es derzeit de facto nicht möglich ist, nach Syrien und nach Afghanistan abzuschieben. Das heißt, diese ganzen Goldstücke, die wir illegal hereinlassen, werden wir nicht mehr los. Wir als Freiheitliche Partei wollen das ändern. (Abg. Gödl: Der Kickl hat schon längst versagt als Innenminister! Hör auf!) Wir wollen auch nach Syrien und Afghanistan abschieben, wir wollen diese Leute loswerden (Abg. Gödl: Der Kickl hat gezeigt, dass das nicht geht! Der Kickl war ein Versager!), und wir wollen schauen, dass diese Menschen gar nicht erst ins Land kommen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Gödl: Ja, genau! So wie der Kickl 2018!)
Abg. Gödl: Der Kickl hat gezeigt, dass das nicht geht! Der Kickl war ein Versager!
Innenminister Karner von der ÖVP hat vor gar nicht langer Zeit in einem Interview auch eingeräumt, dass es derzeit de facto nicht möglich ist, nach Syrien und nach Afghanistan abzuschieben. Das heißt, diese ganzen Goldstücke, die wir illegal hereinlassen, werden wir nicht mehr los. Wir als Freiheitliche Partei wollen das ändern. (Abg. Gödl: Der Kickl hat schon längst versagt als Innenminister! Hör auf!) Wir wollen auch nach Syrien und Afghanistan abschieben, wir wollen diese Leute loswerden (Abg. Gödl: Der Kickl hat gezeigt, dass das nicht geht! Der Kickl war ein Versager!), und wir wollen schauen, dass diese Menschen gar nicht erst ins Land kommen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Gödl: Ja, genau! So wie der Kickl 2018!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Gödl: Ja, genau! So wie der Kickl 2018!
Innenminister Karner von der ÖVP hat vor gar nicht langer Zeit in einem Interview auch eingeräumt, dass es derzeit de facto nicht möglich ist, nach Syrien und nach Afghanistan abzuschieben. Das heißt, diese ganzen Goldstücke, die wir illegal hereinlassen, werden wir nicht mehr los. Wir als Freiheitliche Partei wollen das ändern. (Abg. Gödl: Der Kickl hat schon längst versagt als Innenminister! Hör auf!) Wir wollen auch nach Syrien und Afghanistan abschieben, wir wollen diese Leute loswerden (Abg. Gödl: Der Kickl hat gezeigt, dass das nicht geht! Der Kickl war ein Versager!), und wir wollen schauen, dass diese Menschen gar nicht erst ins Land kommen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Gödl: Ja, genau! So wie der Kickl 2018!)
Abg. Gödl: Ja, ja! Der Kickl hat gezeigt, wie es nicht geht! Der Kickl hat gezeigt, wie es nicht geht!
Wir sprechen hier ja nur über die Symptome. Wir müssen die Ursache an der Wurzel bekämpfen (Abg. Gödl: Ja, ja! Der Kickl hat gezeigt, wie es nicht geht! Der Kickl hat gezeigt, wie es nicht geht!), und die Ursache ist die illegale Massenzuwanderung. Die werden wir als Freiheitliche, wenn uns die Bevölkerung den Auftrag dazu erteilt, mit einem Volkskanzler Herbert Kickl unterbinden. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Gödl: Der Kickl hat ihn schon gehabt, den Auftrag!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Gödl: Der Kickl hat ihn schon gehabt, den Auftrag!
Wir sprechen hier ja nur über die Symptome. Wir müssen die Ursache an der Wurzel bekämpfen (Abg. Gödl: Ja, ja! Der Kickl hat gezeigt, wie es nicht geht! Der Kickl hat gezeigt, wie es nicht geht!), und die Ursache ist die illegale Massenzuwanderung. Die werden wir als Freiheitliche, wenn uns die Bevölkerung den Auftrag dazu erteilt, mit einem Volkskanzler Herbert Kickl unterbinden. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Gödl: Der Kickl hat ihn schon gehabt, den Auftrag!)
Abg. Hauser: Deine Rede ist auch vorhersehbar!
Abgeordneter Mag. Georg Bürstmayr (Grüne): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren, auch auf der Galerie und vor den Bildschirmen! Es war so vorhersehbar. (Abg. Hauser: Deine Rede ist auch vorhersehbar!) Sechs Frauen sind in den letzten Tagen in Österreich an drei verschiedenen Orten unter ganz verschiedenen Umständen getötet worden, und das, wovon die FPÖ redet, sind Afghanen. – Sie missbrauchen die Opfer von Gewalt gegen Frauen mit dieser Propaganda. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Schatz. – Abg. Wurm: Wir sagen die Wahrheit! – Zwischenruf des Abg. Amesbauer.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Schatz. – Abg. Wurm: Wir sagen die Wahrheit! – Zwischenruf des Abg. Amesbauer.
Abgeordneter Mag. Georg Bürstmayr (Grüne): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren, auch auf der Galerie und vor den Bildschirmen! Es war so vorhersehbar. (Abg. Hauser: Deine Rede ist auch vorhersehbar!) Sechs Frauen sind in den letzten Tagen in Österreich an drei verschiedenen Orten unter ganz verschiedenen Umständen getötet worden, und das, wovon die FPÖ redet, sind Afghanen. – Sie missbrauchen die Opfer von Gewalt gegen Frauen mit dieser Propaganda. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Schatz. – Abg. Wurm: Wir sagen die Wahrheit! – Zwischenruf des Abg. Amesbauer.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
heißen?) Wir haben als Gesellschaft und als Politik die Verpflichtung, Frauen zu schützen, indem wir dazu beitragen, dass dieses Denken aufhört. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Amesbauer: Wollen Sie Asylstraftäter abschieben? Ja oder nein? Darum geht es beim Volksbegehren!
Das fängt aber viel, viel früher an als bei aktiven Gewalttaten gegen Frauen oder gar bei Femiziden. Das fängt bei diesem Anspruchsdenken an, beim Gerede von uns echten Männern, beim Gerede davon, wie Frauen zu sein haben, und davon, dass sie doch bitte am Herd stehen und uns Männer liebevoll unterstützen sollen. (Abg. Amesbauer: Wollen Sie Asylstraftäter abschieben? Ja oder nein? Darum geht es beim Volksbegehren!) Das sind überkommene Bilder des Verhältnisses von Mann und Frau. Da gilt es hineinzuarbeiten, wenn wir den Schutz vor Gewalt tatsächlich ernst nehmen. – Danke fürs Zuhören. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das fängt aber viel, viel früher an als bei aktiven Gewalttaten gegen Frauen oder gar bei Femiziden. Das fängt bei diesem Anspruchsdenken an, beim Gerede von uns echten Männern, beim Gerede davon, wie Frauen zu sein haben, und davon, dass sie doch bitte am Herd stehen und uns Männer liebevoll unterstützen sollen. (Abg. Amesbauer: Wollen Sie Asylstraftäter abschieben? Ja oder nein? Darum geht es beim Volksbegehren!) Das sind überkommene Bilder des Verhältnisses von Mann und Frau. Da gilt es hineinzuarbeiten, wenn wir den Schutz vor Gewalt tatsächlich ernst nehmen. – Danke fürs Zuhören. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
Wir müssen uns beides ansehen und über beides reden: Wir müssen darüber reden, dass eingewanderter Sexismus und eingewanderte männliche Gewalt ein wirkliches Problem sind. Wenn man aber andererseits die Femizide in österreichischen Haushalten, die Fälle häuslicher Gewalt als Familientragödien abhandelt, dann, liebe FPÖ, leidet man an rassistischer Verblendung, an rassistischer Erblindung. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.) Diesen Vorwurf mache ich Ihnen aufgrund Ihres grundsätzlichen Desinteresses an Prävention von häuslicher Gewalt gegen Frauen, egal ob damals, als Sie in Regierungsverantwortung waren, oder jetzt als Oppositionspartei.
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
Genau das ist das Problem: Wir haben einen Innenminister von der ÖVP, der nicht ehrlich sagt, was Sache ist, daraus schlägt dann eine Partei wie die FPÖ in ihrer grenzenlosen Schamlosigkeit, Angst zu schüren, Profit; deswegen wiederum mein Appell an den nicht hier sitzenden Innenminister – er weiß es aber schon aus anderen Debatten –, dass er mehr mit Fakten, Ehrlichkeit und Sachlichkeit sein Amt ausüben sollte, dass er über die Gesetze, ihren Vollzug und die Grenzen der Möglichkeiten, die es gibt, informieren sollte. Das würde auch dem Spielen mit den Ängsten in der Bevölkerung durch schambefreite Parteien wie die FPÖ einen Riegel vorschieben. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
in den Nachrichten im Fernsehen sehen: wilde Verfolgungsjagd mit Schleppern hier, Schlepperunfall mit Toten und Schwerverletzten da und, und, und. Das könnten wir jetzt sehr lange fortführen. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Kurz gesagt: Das Burgenland ist mittlerweile durch eine verfehlte Asyl- und Migrationspolitik zum internationalen Hotspot der Schlepperkriminalität geworden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
in den Nachrichten im Fernsehen sehen: wilde Verfolgungsjagd mit Schleppern hier, Schlepperunfall mit Toten und Schwerverletzten da und, und, und. Das könnten wir jetzt sehr lange fortführen. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Kurz gesagt: Das Burgenland ist mittlerweile durch eine verfehlte Asyl- und Migrationspolitik zum internationalen Hotspot der Schlepperkriminalität geworden. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ
Auch wenn Herr Innenminister Karner heute nicht da ist (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ), vielleicht an Kollegen Gödl adressiert (Abg. Ottenschläger: Was sagt denn der Herr Babler dazu?): Die Bevölkerung hat Ihre leeren Worthülsen, Ihre Showpolitik und Ihre Beschwichtigungsversuche satt. (Ruf bei der ÖVP: Was sagt der Doskozil ...?) Seit dem Jahr 2000 hat die ÖVP das Inneressort inne – mit einer Unterbrechung, und wir wissen auch, wer das ist: nämlich Herbert Kickl, der hier im Hohen Haus zwar am lautesten schreit, aber ebenso wenig zustande gebracht hat; ich würde fast sagen, er ist lediglich mit einem Faible für Pferde und Pferdeentwurmungsmittel in Erinnerung geblieben. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Niemand in der Bevölkerung glaubt Ihnen mehr, dass Sie eine Balkanroute oder sonst eine Route geschlossen haben, denn das belegen auch die nackten Zahlen. 170 000 Asylanträge in zwei Jahren, wie unter Innenminister Karner, hat es überhaupt noch nie gegeben. (Abg. Gödl: Ja, aber der Babler sagt, es ist kein Problem!)
Abg. Ottenschläger: Was sagt denn der Herr Babler dazu?
Auch wenn Herr Innenminister Karner heute nicht da ist (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ), vielleicht an Kollegen Gödl adressiert (Abg. Ottenschläger: Was sagt denn der Herr Babler dazu?): Die Bevölkerung hat Ihre leeren Worthülsen, Ihre Showpolitik und Ihre Beschwichtigungsversuche satt. (Ruf bei der ÖVP: Was sagt der Doskozil ...?) Seit dem Jahr 2000 hat die ÖVP das Inneressort inne – mit einer Unterbrechung, und wir wissen auch, wer das ist: nämlich Herbert Kickl, der hier im Hohen Haus zwar am lautesten schreit, aber ebenso wenig zustande gebracht hat; ich würde fast sagen, er ist lediglich mit einem Faible für Pferde und Pferdeentwurmungsmittel in Erinnerung geblieben. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Niemand in der Bevölkerung glaubt Ihnen mehr, dass Sie eine Balkanroute oder sonst eine Route geschlossen haben, denn das belegen auch die nackten Zahlen. 170 000 Asylanträge in zwei Jahren, wie unter Innenminister Karner, hat es überhaupt noch nie gegeben. (Abg. Gödl: Ja, aber der Babler sagt, es ist kein Problem!)
Ruf bei der ÖVP: Was sagt der Doskozil ...?
Auch wenn Herr Innenminister Karner heute nicht da ist (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ), vielleicht an Kollegen Gödl adressiert (Abg. Ottenschläger: Was sagt denn der Herr Babler dazu?): Die Bevölkerung hat Ihre leeren Worthülsen, Ihre Showpolitik und Ihre Beschwichtigungsversuche satt. (Ruf bei der ÖVP: Was sagt der Doskozil ...?) Seit dem Jahr 2000 hat die ÖVP das Inneressort inne – mit einer Unterbrechung, und wir wissen auch, wer das ist: nämlich Herbert Kickl, der hier im Hohen Haus zwar am lautesten schreit, aber ebenso wenig zustande gebracht hat; ich würde fast sagen, er ist lediglich mit einem Faible für Pferde und Pferdeentwurmungsmittel in Erinnerung geblieben. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Niemand in der Bevölkerung glaubt Ihnen mehr, dass Sie eine Balkanroute oder sonst eine Route geschlossen haben, denn das belegen auch die nackten Zahlen. 170 000 Asylanträge in zwei Jahren, wie unter Innenminister Karner, hat es überhaupt noch nie gegeben. (Abg. Gödl: Ja, aber der Babler sagt, es ist kein Problem!)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Auch wenn Herr Innenminister Karner heute nicht da ist (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ), vielleicht an Kollegen Gödl adressiert (Abg. Ottenschläger: Was sagt denn der Herr Babler dazu?): Die Bevölkerung hat Ihre leeren Worthülsen, Ihre Showpolitik und Ihre Beschwichtigungsversuche satt. (Ruf bei der ÖVP: Was sagt der Doskozil ...?) Seit dem Jahr 2000 hat die ÖVP das Inneressort inne – mit einer Unterbrechung, und wir wissen auch, wer das ist: nämlich Herbert Kickl, der hier im Hohen Haus zwar am lautesten schreit, aber ebenso wenig zustande gebracht hat; ich würde fast sagen, er ist lediglich mit einem Faible für Pferde und Pferdeentwurmungsmittel in Erinnerung geblieben. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Niemand in der Bevölkerung glaubt Ihnen mehr, dass Sie eine Balkanroute oder sonst eine Route geschlossen haben, denn das belegen auch die nackten Zahlen. 170 000 Asylanträge in zwei Jahren, wie unter Innenminister Karner, hat es überhaupt noch nie gegeben. (Abg. Gödl: Ja, aber der Babler sagt, es ist kein Problem!)
Abg. Gödl: Ja, aber der Babler sagt, es ist kein Problem!
Auch wenn Herr Innenminister Karner heute nicht da ist (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ), vielleicht an Kollegen Gödl adressiert (Abg. Ottenschläger: Was sagt denn der Herr Babler dazu?): Die Bevölkerung hat Ihre leeren Worthülsen, Ihre Showpolitik und Ihre Beschwichtigungsversuche satt. (Ruf bei der ÖVP: Was sagt der Doskozil ...?) Seit dem Jahr 2000 hat die ÖVP das Inneressort inne – mit einer Unterbrechung, und wir wissen auch, wer das ist: nämlich Herbert Kickl, der hier im Hohen Haus zwar am lautesten schreit, aber ebenso wenig zustande gebracht hat; ich würde fast sagen, er ist lediglich mit einem Faible für Pferde und Pferdeentwurmungsmittel in Erinnerung geblieben. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Niemand in der Bevölkerung glaubt Ihnen mehr, dass Sie eine Balkanroute oder sonst eine Route geschlossen haben, denn das belegen auch die nackten Zahlen. 170 000 Asylanträge in zwei Jahren, wie unter Innenminister Karner, hat es überhaupt noch nie gegeben. (Abg. Gödl: Ja, aber der Babler sagt, es ist kein Problem!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Amesbauer und Steinacker
Das hat es überhaupt noch nie gegeben, daher, meine sehr geehrten Damen und Herren (Zwischenrufe der Abgeordneten Amesbauer und Steinacker), zurück zu dem, worum es hier geht: Wir leben in einem Rechtsstaat, es gibt geltende Rechtsnormen, und diese müssen für alle gelten. (Beifall bei der SPÖ.) Das Gefühl, dass Gesetze nicht exekutiert werden, schwächt unsere Demokratie und stärkt extremistische Kräfte in der Politik – das ist das Problem. (Abg. Wurm: ... FPÖ!) Das heißt, es gilt, endlich bestehendes Recht umzusetzen und Lösungen auf europäischer Ebene voranzutreiben.
Beifall bei der SPÖ.
Das hat es überhaupt noch nie gegeben, daher, meine sehr geehrten Damen und Herren (Zwischenrufe der Abgeordneten Amesbauer und Steinacker), zurück zu dem, worum es hier geht: Wir leben in einem Rechtsstaat, es gibt geltende Rechtsnormen, und diese müssen für alle gelten. (Beifall bei der SPÖ.) Das Gefühl, dass Gesetze nicht exekutiert werden, schwächt unsere Demokratie und stärkt extremistische Kräfte in der Politik – das ist das Problem. (Abg. Wurm: ... FPÖ!) Das heißt, es gilt, endlich bestehendes Recht umzusetzen und Lösungen auf europäischer Ebene voranzutreiben.
Abg. Wurm: ... FPÖ!
Das hat es überhaupt noch nie gegeben, daher, meine sehr geehrten Damen und Herren (Zwischenrufe der Abgeordneten Amesbauer und Steinacker), zurück zu dem, worum es hier geht: Wir leben in einem Rechtsstaat, es gibt geltende Rechtsnormen, und diese müssen für alle gelten. (Beifall bei der SPÖ.) Das Gefühl, dass Gesetze nicht exekutiert werden, schwächt unsere Demokratie und stärkt extremistische Kräfte in der Politik – das ist das Problem. (Abg. Wurm: ... FPÖ!) Das heißt, es gilt, endlich bestehendes Recht umzusetzen und Lösungen auf europäischer Ebene voranzutreiben.
Beifall bei der SPÖ.
mir nicht glauben, dann reden Sie mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern an der burgenländischen Grenze, denn sie sind jene Personen, die sich tagtäglich mit den Sorgen und Anliegen der Bevölkerung auseinandersetzen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Zarits: ... die Linken!
Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Christian Lausch. – Bitte. (Abg. Zarits: ... die Linken!)
Abg. Gödl: Ja!
Gerade eben kommt Kollege Gödl von der ÖVP allen Ernstes da raus und sagt, er berichte aus der Praxis und so und so sei es. – Kollege Gödl, wissen Sie wirklich, wie es in der Praxis ist und was das größte Problem ist? – (Abg. Gödl: Ja!) Das hat man vor Kurzem wieder an diesem Mordfall gesehen. Die meisten Asylstraftäter bekommen hohe Haftstrafen wegen schwerer Gewalttaten. Die Problematik ist dann die, dass genau diese aufrechte Meldung in den Justizanstalten – in jeder Justizanstalt sind inhaftierte Straftäter ja gemeldet – zur Folge hat, dass es unzählige Sprachkurse gibt, die der Steuerzahler bezahlt; und dann kommt man nach zehn, zwölf, 15 Jahren her und sagt: Dieser Straftäter ist gut integriert und kann nicht mehr abgeschoben werden!
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Scharzenberger.
Wissen Sie, wie es in der Praxis ausschaut? – Meistens sind Länder wie Syrien oder Afghanistan dieser Bundesregierung, diesen Bundesministern zu hart. Es ist nicht, weil der in Afghanistan freigelassen wird, wie es so kuschelig und so süß von Kollegen Gödl dargestellt wird. Meistens schieben Ihre Ressorts, diese ÖVP-Ressorts aus diesem Grund nicht ab, weil man sagt, diese Länder haben nicht den Standard des österreichischen Strafvollzugs und das sei viel zu hart, das könne man den Menschen nicht antun. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Scharzenberger.)
Abg. Gödl: Kollege, wir haben im Vorjahr 2 900 abgeschoben, 2 900 Straftäter abgeschoben!
Ihr könnt es einfach nicht, das ist ganz, ganz klar, weil man natürlich – wie es auch Kollege Amesbauer richtig gesagt hat –, schon einmal schauen muss, dass solche Asylstraftäter nicht in das Land hereinkommen. Wir sind von sicheren Drittstaaten umgeben, es fallen nicht alle vom Himmel. Vielleicht glaubt aber der praxisbezogene Kollege Gödl auch, dass die alle vom Himmel runterfallen. Sie fahren durch sichere Drittstaaten durch, landen in Österreich, Deutschland und, und, und, und, wo es ihnen gut geht – und wir haben diese Problematik. Wenn wer straffällig wird, dann hat er das Asylrecht verloren. (Abg. Gödl: Kollege, wir haben im Vorjahr 2 900 abgeschoben, 2 900 Straftäter abgeschoben!) – Kollege Gödl, es hat keinen Sinn, wenn ich da noch 5 Minuten rede, du wirst es nicht verstehen, weil du schwarze Klientelpolitik machst, die spätestens im Herbst – Gott sei Dank – abgewählt wird. (Beifall bei
Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ihr könnt es nicht! Ihr habt keinen Sicherheitsminister Karner, sondern einen Unsicherheitsminister. (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Du verbreitest den Unsinn, unter Kickl ist das mehr geworden. – 2019 war es am tiefsten Stand! Die Periode hat leider durch euer Zutun zu kurz gedauert, sonst hätten wir heute andere Zahlen als die, die ihr unter einem Bundesminister Karner zusammenbringt. Das ist die Wahrheit. Das wissen die Leute draußen, und darum wählen sie euch nicht mehr! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ihr könnt es nicht! Ihr habt keinen Sicherheitsminister Karner, sondern einen Unsicherheitsminister. (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Du verbreitest den Unsinn, unter Kickl ist das mehr geworden. – 2019 war es am tiefsten Stand! Die Periode hat leider durch euer Zutun zu kurz gedauert, sonst hätten wir heute andere Zahlen als die, die ihr unter einem Bundesminister Karner zusammenbringt. Das ist die Wahrheit. Das wissen die Leute draußen, und darum wählen sie euch nicht mehr! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Schmuckenschlager: Der Erfolg vom Karner tut euch ganz schön weh, gell?
Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Philipp Schrangl. – Bitte. (Abg. Schmuckenschlager: Der Erfolg vom Karner tut euch ganz schön weh, gell?)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Philipp Schrangl (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrtes Hohes Haus! Liebe Besuchergruppen im Haus und Zuseher zu Hause vor den Bildschirmen! Es ist ja hier am Rednerpult schon gesagt worden: „Es war [...] vorhersehbar“ – und ja, es war wirklich vorhersehbar, dass die Einheitsparteien sich um den menschenwürdigen Umgang mit den Tätern kümmern. Meine sehr verehrten Damen und Herren! Die FPÖ sorgt sich um die Opfer – und wir sorgen uns und wir setzen uns dafür ein, dass Sie, liebe Österreicherinnen und Österreicher, gar nicht erst zu Opfern werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es gibt noch eine Einschränkung, und nachdem wir hier alle von der großartigen direkten Demokratie gesprochen haben, sollten wir uns da vielleicht ein Beispiel an einem Land nehmen, das quasi die Vorreiterrolle für direkte Demokratie innehat, nämlich an der Schweiz: In der Schweiz ist es so, dass jemand, der innerhalb von 48 Stunden keine gültigen Reisepapiere vorweist, seinen Asylstatus verliert. Das wäre auch das richtige Modell für Österreich, denn dann wissen wir nämlich, wohin wir diese Menschen wieder abschieben können. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ, FPÖ und Grünen.
Abgeordneter Christoph Zarits (ÖVP): Frau Präsidentin! Meine geschätzten Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher zu Hause vor den Fernsehgeräten und auch bei uns hier auf der Galerie im Parlament! Ich darf für meinen Kollegen Michael Hammer eine Gruppe von der HTL Paul-Hahn-Straße aus Linz mit Frau Direktorin Anja Weiermann und Frau Prof.in Judith Schreibmüller begrüßen: Herzlich willkommen im Parlament! (Beifall bei ÖVP, SPÖ, FPÖ und Grünen.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ, FPÖ und Grünen.
Ich darf außerdem für meinen Kollegen Laurenz Pöttinger eine Abordnung der Wirtschaftskammer aus Gmunden begrüßen: Herzlich willkommen hier im Parlament! (Beifall bei ÖVP, SPÖ, FPÖ und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ein extrem wichtiger Schritt, den wir mit 1. September 2023 in Umsetzung gebracht haben, ist die umfassende Kennzeichnung von Fleisch, Milch und Eiern in Großküchen, also in Krankenhäusern, Schulen oder auch Betriebskantinen. Das ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg in die richtige Richtung. Warum ist das so? – Ich habe mir die Zahlen geben lassen: Das sind täglich 2,2 Millionen Mahlzeiten, also doch eine erhebliche, eine große Zahl. Daran sieht man, dass dieser Beschluss in die richtige Richtung gegangen ist. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Abschließend möchte ich mich bei allen Bäuerinnen und Bauern, bei allen Familienbetrieben in Österreich bedanken, die tagtäglich qualitativ hochwertige Produkte – die besten Produkte auf der ganzen Welt, möchte ich sagen – produzieren, die Tag für Tag einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass die Tische reich gedeckt sind, und die einen sehr, sehr wertvollen Beitrag für uns alle und für unser Land leisten: Danke dafür und ein herzliches Vergeltsgott. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.
Abgeordneter Rainer Wimmer (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte eine Gruppe aus Sankt Pölten unter der Führung von Alois Gschwandtner auf der Galerie begrüßen: Herzlich willkommen hier im Hohen Haus! (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Abg. Zarits: „Gelogen“? – Das ist jetzt ein Witz!
Wir erleben zurzeit einen richtigen Wildwuchs, was die Gütesiegel anbelangt. Kein Mensch kennt sich aus. Da wird gelogen und vor allem werden Dinge verschwiegen. (Abg. Zarits: „Gelogen“? – Das ist jetzt ein Witz!) Da gibt es ganz prominente Beispiele: Jeder kennt das AMA-Gütesiegel. Wenn man aber glaubt, Kolleginnen und Kollegen, dass alles paletti ist, wenn der Stempel oder das Pickerl drauf ist, dann täuscht man sich. Das AMA-Gütesiegel berücksichtigt nicht das Tierwohl, das so wichtig ist, und es berücksichtigt auch nicht die Tierhaltung.
Beifall bei der SPÖ.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, da gehört angesetzt und da gehören Veränderungen herbeigeführt! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Schmuckenschlager: Das sagst du?
ihr seid bei mehreren ganz wichtigen Dingen und Fragen eben im Schwitzkasten der ÖVP, aber ab und zu geht man ja doch an einem Spiegel vorbei und da sollte man auch reinschauen können, liebe Kolleginnen und Kollegen. (Abg. Schmuckenschlager: Das sagst du?)
Beifall bei der SPÖ.
Acht von zehn Schweinen stehen in Österreich auf Vollspaltenböden, und es ist bewiesen und belegt, dass das pure Tierquälerei ist. Der Bundesminister ist heute leider nicht da. Es gibt Möglichkeiten, hier Abhilfe zu schaffen, meine sehr geschätzten Damen und Herren, es ist nämlich genug Geld im Budget, nämlich 3,1 Milliarden Euro Landwirtschaftsbudget plus 200 Millionen Euro, die als Rücklagen gebunkert sind. Da muss man umschichten und den Bauern helfen, liebe Kolleginnen und Kollegen, damit wir in den nächsten fünf Jahren von diesen tierquälerischen Vollspaltenböden wegkommen. Es geht nicht nur um die Schweinehaltung, es geht auch um die Rinderhaltung, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Zarits: Elf Traktoren sind ...!
dass endlich eine gute, sinnvolle, allumfassende Herkunftskennzeichnung von Lebensmitteln durchgeführt wird. Leider ist das immer gescheitert, nämlich an der ÖVP. Da muss man schon sagen: Was macht die ÖVP? Draußen bei den Menschen (Abg. Zarits: Elf Traktoren sind ...!) kündigt die ÖVP immer an: Ja, das machen wir, da müssen wir jetzt etwas tun, das ist unbedingt notwendig! (Abg. Zarits: Elf Traktoren stehen ...!), und hier im Nationalrat macht die ÖVP dann genau das Gegenteil, da zieht sie dann die Handbremse an.
Abg. Zarits: Elf Traktoren stehen ...!
dass endlich eine gute, sinnvolle, allumfassende Herkunftskennzeichnung von Lebensmitteln durchgeführt wird. Leider ist das immer gescheitert, nämlich an der ÖVP. Da muss man schon sagen: Was macht die ÖVP? Draußen bei den Menschen (Abg. Zarits: Elf Traktoren sind ...!) kündigt die ÖVP immer an: Ja, das machen wir, da müssen wir jetzt etwas tun, das ist unbedingt notwendig! (Abg. Zarits: Elf Traktoren stehen ...!), und hier im Nationalrat macht die ÖVP dann genau das Gegenteil, da zieht sie dann die Handbremse an.
Abg. Zarits: Bei euch aber auch! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Bei der ÖVP sind die Reihen jetzt übrigens ziemlich leer. (Abg. Zarits: Bei euch aber auch! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Vom Bauernbund gibt es keinen einzigen Redner zu diesem Tagesordnungspunkt. Das sagt auch viel aus. (Abg. Zarits: Elf Traktoren hinter dir! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Und was sagt der Gastrosprecher der ÖVP, Herr Mario Pulker? – Er sagt: Das ist unmöglich, das können wir nicht machen! (Abg. Zarits: Elf Traktoren stehen
Abg. Zarits: Elf Traktoren hinter dir! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Bei der ÖVP sind die Reihen jetzt übrigens ziemlich leer. (Abg. Zarits: Bei euch aber auch! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Vom Bauernbund gibt es keinen einzigen Redner zu diesem Tagesordnungspunkt. Das sagt auch viel aus. (Abg. Zarits: Elf Traktoren hinter dir! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Und was sagt der Gastrosprecher der ÖVP, Herr Mario Pulker? – Er sagt: Das ist unmöglich, das können wir nicht machen! (Abg. Zarits: Elf Traktoren stehen
Abg. Obernosterer: Ja, ja!
hinter dir!) Bei der Allergenverordnung und bei all den anderen Schandtaten gegenüber der Gastronomie, die stattgefunden haben, war er komischerweise leise, da war alles pipifein in Ordnung, da hat man das so gemacht; aber bei der Lebensmittelherkunftskennzeichnung, mit der den Konsumenten und den Bauern wirklich geholfen wird, schaut man, dass man das ja verhindert. Das ist die ÖVP, dafür steht die ÖVP. (Abg. Obernosterer: Ja, ja!)
Abg. Zarits: ... stehen hinter dir!
Wir wollen heute einen Antrag einbringen, um das zu unterstützen, weil wir hinter den Bauern, aber auch hinter den Konsumenten stehen. (Abg. Zarits: ... stehen hinter dir!) Wir wollen, dass für die Konsumenten klar und deutlich ersichtlich wird, was sie essen. Wo Österreich draufsteht, muss auch Österreich drinnen sein! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir wollen heute einen Antrag einbringen, um das zu unterstützen, weil wir hinter den Bauern, aber auch hinter den Konsumenten stehen. (Abg. Zarits: ... stehen hinter dir!) Wir wollen, dass für die Konsumenten klar und deutlich ersichtlich wird, was sie essen. Wo Österreich draufsteht, muss auch Österreich drinnen sein! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Loacker: Alle beide!
Ich lade alle ÖVPler mit Anstand und Charakter ein, dem zuzustimmen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Loacker: Alle beide!)
Ruf: Was?
Abgeordnete Dipl.-Ing. Olga Voglauer (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer hier und vor den Bildschirmen! Spoštovana Visoka Hiša! (Ruf: Was?) Wir stehen heute an einem Tag hier im Parlament, an dem der Verein gegen Tierfabriken in der Steiermark wieder einen skandalös schlimmen, einen unfassbaren Skandal aufgedeckt hat, nämlich wie man dort in einem Betrieb Tiere und Schweine hält. Über 4 000 Schweine werden dort gehalten. Es handelt sich
Beifall bei den Grünen
Ich fordere diese Person auch zum Rücktritt auf (Beifall bei den Grünen), denn so kann es nicht sein: An einem Tag, an dem wir hier im Parlament darüber sprechen – und Sie haben vollkommen recht, Herr Steinbichler –, dass wir eine umfassende Herkunftskennzeichnung brauchen, erleben wir die Realität: wie es unseren Schweinen in Österreich geht, was die industrialisierte Agrarindustrie uns als Bäuerinnen und Bauern abverlangt, und das führt uns klar vor Augen, welchen Weg wir in Zukunft einfach nicht mehr gehen können.
Beifall bei den Grünen.
Deshalb wird es in Zukunft eine umfassende Haltungskennzeichnung brauchen, eine, die ihren Namen auch verdient. Da fordere ich auch die Wirtschaftskammer der ÖVP auf, dass sie endlich aufhört zu blockieren, wenn es darum geht, dass die Gastronomie auszeichnet, woher unser Essen kommt, woher das vielgerühmte Schnitzerl kommt. (Beifall bei den Grünen.) Es kommt nämlich meistens nicht aus Österreich, sondern aus anderen Ländern, aber das österreichische Schnitzel müssen wir schützen.
Abg. Hörl: ... verflixt!
Ich glaube, Sepp Schellhorn wird als mein Nachredner noch einiges mehr zur Gastronomie sagen können, was Herkunft anbelangt. Ich kenne viele, die bereit wären, einfach hinzuschreiben, woher was kommt, nur wer blockiert? (Abg. Hörl: ... verflixt!) – Die Funktionäre und deine Freunde, lieber Franz! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich glaube, Sepp Schellhorn wird als mein Nachredner noch einiges mehr zur Gastronomie sagen können, was Herkunft anbelangt. Ich kenne viele, die bereit wären, einfach hinzuschreiben, woher was kommt, nur wer blockiert? (Abg. Hörl: ... verflixt!) – Die Funktionäre und deine Freunde, lieber Franz! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Tatsache, dass wir immer wieder, nach der Reihe solche Skandale erleben, bedeutet auch, dass sie weggeschaut haben, und auch damit muss Schluss sein. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ, FPÖ und Grünen.
Abgeordneter Josef Schellhorn (NEOS): Frau Präsidentin! Liebe Abgeordnete! Zuallererst möchte ich mich bei Ihnen allen dafür bedanken, dass Sie mich wieder so gut aufgenommen haben. Es freut mich, Sie alle hier herinnen zu sehen. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ, FPÖ und Grünen.)
Abg. Strasser: Geh, was ist das für ein Wortspiel?!
Zum aktuellen Tagesordnungspunkt, zum Volksbegehren betreffend umfassende Herkunftskennzeichnung, ist eines grundsätzlich zu sagen: Ja, es ist zu unterstützen, aber damit macht man den Bock Norbert zum Gärtner. Der Landwirtschaftsminister, und das ist eigentlich der Grund, versucht ja auch die Gastronomie dazu zu verpflichten, die Herkunftskennzeichnung einzuführen. Das ist eigentlich der Garten, von dem ich spreche, und der Herr Landwirtschaftsminister und die ÖVP kennzeichnen diesen Bock Norbert insofern - - (Abg. Strasser: Geh, was ist das für ein Wortspiel?!) – Das ist ein schönes Wortspiel, Herr Strasser (Abg. Strasser: Das ist ein dummes Wortspiel! – Abg. Prinz: Das ist ... Niveau ...!), denn es geht um die verfehlte Landwirtschaftspolitik der letzten 30 Jahre, die verfehlte Landwirtschaftspolitik der ÖVP. Warum sonst deckt man jetzt einen Tierskandal nach dem anderen auf?
Abg. Strasser: Das ist ein dummes Wortspiel! – Abg. Prinz: Das ist ... Niveau ...!
Zum aktuellen Tagesordnungspunkt, zum Volksbegehren betreffend umfassende Herkunftskennzeichnung, ist eines grundsätzlich zu sagen: Ja, es ist zu unterstützen, aber damit macht man den Bock Norbert zum Gärtner. Der Landwirtschaftsminister, und das ist eigentlich der Grund, versucht ja auch die Gastronomie dazu zu verpflichten, die Herkunftskennzeichnung einzuführen. Das ist eigentlich der Garten, von dem ich spreche, und der Herr Landwirtschaftsminister und die ÖVP kennzeichnen diesen Bock Norbert insofern - - (Abg. Strasser: Geh, was ist das für ein Wortspiel?!) – Das ist ein schönes Wortspiel, Herr Strasser (Abg. Strasser: Das ist ein dummes Wortspiel! – Abg. Prinz: Das ist ... Niveau ...!), denn es geht um die verfehlte Landwirtschaftspolitik der letzten 30 Jahre, die verfehlte Landwirtschaftspolitik der ÖVP. Warum sonst deckt man jetzt einen Tierskandal nach dem anderen auf?
Ruf bei der ÖVP: Sepp, was machst du?
Man kann das in einem kleinen Betrieb machen. Die hohen Schnitzelpreise gibt es ja nicht wegen der Fleischpreise oder weil der Wareneinsatz insgesamt so groß ist, sondern weil der Kostenfaktor Arbeit so viel ausmacht. Das wissen Sie auch, und die verfehlte ÖVP-Wirtschaftspolitik der letzten 37 Jahre ist schuld daran. (Ruf bei der ÖVP: Sepp, was machst du?) Sie haben es nie geschafft, dass der Kostenfaktor Arbeit entlastet worden ist. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Die Arbeitskosten sind nämlich der Preistreiber beim Schnitzel.
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Man kann das in einem kleinen Betrieb machen. Die hohen Schnitzelpreise gibt es ja nicht wegen der Fleischpreise oder weil der Wareneinsatz insgesamt so groß ist, sondern weil der Kostenfaktor Arbeit so viel ausmacht. Das wissen Sie auch, und die verfehlte ÖVP-Wirtschaftspolitik der letzten 37 Jahre ist schuld daran. (Ruf bei der ÖVP: Sepp, was machst du?) Sie haben es nie geschafft, dass der Kostenfaktor Arbeit entlastet worden ist. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Die Arbeitskosten sind nämlich der Preistreiber beim Schnitzel.
Beifall bei den NEOS. – Ruf bei der ÖVP: Hast dich so lange vorbereiten können, aber das war jetzt nix!
beschaffungsagentur ausschaut, dann werden Sie sehen, dass Ihre Landwirtschaftspolitik völlig am falschen Dampfer sitzt. (Beifall bei den NEOS. – Ruf bei der ÖVP: Hast dich so lange vorbereiten können, aber das war jetzt nix!)
Beifall bei SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ und NEOS.
Abgeordnete Elisabeth Feichtinger, BEd BEd (SPÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Im Namen meiner Kollegin Sabine Schatz darf ich die Schülerinnen und Schüler vom Poly Perg sowie die Initiatoren des Volksbegehrens recht herzlich begrüßen! Schön, dass ihr aus Oberösterreich hergereist seid! (Beifall bei SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ.
dringenden Handlungsbedarf. Wenn solche Funktionäre wie dieser 4 000 Tiere nicht tierartgerecht hält, macht man sich schon Gedanken. Unseres Erachtens sind das Experten, und wenn selbst die so mit ihren Tieren umgehen, stellt sich die Frage, wie das erst andere machen. Da braucht es dringend klare Zeichen und eine schnelle Umsetzung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Lasst uns gemeinsam eine transparente, nachhaltige und tierfreundliche Landwirtschaft fordern. Unsere Konsumentinnen und Konsumenten fordern es, unsere Nutztiere brauchen es und unsere landwirtschaftlichen Betriebe profitieren davon. Unterstützt den Antrag! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hörl: Reiß dich ein bisschen zusammen! – Abg. Scherak: Ich glaube auch, das Problem ist, dass der Bauernbund zu wenig mächtig ist!
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, woran scheitert es denn, dass diese verpflichtende Herkunftskennzeichnung kommt? – Ganz einfach: daran, dass sich in der ÖVP der Bauernbund nicht gegenüber dem Wirtschaftsbund durchsetzt. (Abg. Hörl: Reiß dich ein bisschen zusammen! – Abg. Scherak: Ich glaube auch, das Problem ist, dass der Bauernbund zu wenig mächtig ist!) Der Wirtschaftsbund ist der, der die Konzerne vertritt. Der Wirtschaftsbund ist der, der die großen Betriebe vertritt, die nur daran interessiert sind, Geld zu machen, denen egal ist, wer die Landschaft pflegt, denen es komplett egal ist, ob die Bauern überleben oder nicht. (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Kucher: Setz dich mal durch gegen Hörl!)
Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Kucher: Setz dich mal durch gegen Hörl!
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, woran scheitert es denn, dass diese verpflichtende Herkunftskennzeichnung kommt? – Ganz einfach: daran, dass sich in der ÖVP der Bauernbund nicht gegenüber dem Wirtschaftsbund durchsetzt. (Abg. Hörl: Reiß dich ein bisschen zusammen! – Abg. Scherak: Ich glaube auch, das Problem ist, dass der Bauernbund zu wenig mächtig ist!) Der Wirtschaftsbund ist der, der die Konzerne vertritt. Der Wirtschaftsbund ist der, der die großen Betriebe vertritt, die nur daran interessiert sind, Geld zu machen, denen egal ist, wer die Landschaft pflegt, denen es komplett egal ist, ob die Bauern überleben oder nicht. (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Kucher: Setz dich mal durch gegen Hörl!)
Abg. Voglauer: Mit euch auch nicht!
Deshalb, meine sehr geehrten Damen und Herren und liebe 150 000 Unterschreiber, liebe Initiatoren des Volksbegehrens, wird es mit dieser Regierung keine Lebensmittelherkunftskennzeichnung geben. (Abg. Voglauer: Mit euch auch nicht!) Deshalb ist es höchste Zeit für einen Volkskanzler Herbert Kickl, damit auch die Lebensmittelkennzeichnung verpflichtend umgesetzt wird. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Steinacker: Volkskanzler kann er ruhig werden, wir stellen den Bundeskanzler! Und das ist die Position, die gewählt wird! – Abg. Strasser – in Richtung des sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. Linder –: Du warst in der Regierung und es ist kein Vorschlag gekommen! – Abg. Linder: Wohl! Kaum reden wir im Konkreten drüber, ist der Wirtschaftsbund aufmarschiert! – Abg. Strasser: Hartinger-Klein mit null Initiative! – Abg. Linder: Der Wirtschaftsbund ist aufmarschiert und hat es torpediert! – Abg. Strasser: Das war im Regierungsprogramm und ihr habts keinen ...!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Steinacker: Volkskanzler kann er ruhig werden, wir stellen den Bundeskanzler! Und das ist die Position, die gewählt wird! – Abg. Strasser – in Richtung des sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. Linder –: Du warst in der Regierung und es ist kein Vorschlag gekommen! – Abg. Linder: Wohl! Kaum reden wir im Konkreten drüber, ist der Wirtschaftsbund aufmarschiert! – Abg. Strasser: Hartinger-Klein mit null Initiative! – Abg. Linder: Der Wirtschaftsbund ist aufmarschiert und hat es torpediert! – Abg. Strasser: Das war im Regierungsprogramm und ihr habts keinen ...!
Deshalb, meine sehr geehrten Damen und Herren und liebe 150 000 Unterschreiber, liebe Initiatoren des Volksbegehrens, wird es mit dieser Regierung keine Lebensmittelherkunftskennzeichnung geben. (Abg. Voglauer: Mit euch auch nicht!) Deshalb ist es höchste Zeit für einen Volkskanzler Herbert Kickl, damit auch die Lebensmittelkennzeichnung verpflichtend umgesetzt wird. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Steinacker: Volkskanzler kann er ruhig werden, wir stellen den Bundeskanzler! Und das ist die Position, die gewählt wird! – Abg. Strasser – in Richtung des sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. Linder –: Du warst in der Regierung und es ist kein Vorschlag gekommen! – Abg. Linder: Wohl! Kaum reden wir im Konkreten drüber, ist der Wirtschaftsbund aufmarschiert! – Abg. Strasser: Hartinger-Klein mit null Initiative! – Abg. Linder: Der Wirtschaftsbund ist aufmarschiert und hat es torpediert! – Abg. Strasser: Das war im Regierungsprogramm und ihr habts keinen ...!)
Beifall des Abg. Kucher.
Abgeordnete Carina Reiter (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Zuschauerinnen und Zuschauer! Geschätzte Einbringer des Volksbegehrens! Werte Kolleg:innen im Saal! Die Stimmung ist am Kochen – das kann gut sein oder auch nicht. Am 23. Jänner ist das Volksbegehren im Ausschuss für Wirtschaft, Industrie und Energie behandelt worden. Genauso wie im Plenum hat die grundsätzliche Intention des Volksbegehrens – ein klares Ja zur Regionalität und ein Ja zur hochwertigen Produktion unserer Bäuerinnen und Bauern – eine Zustimmung erhalten. (Beifall des Abg. Kucher.)
Zwischenruf des Abg. Schmiedlechner.
Wenn man sich diese Debatte heute anschaut, auch die Rede vom Herrn Kollegen Linder, muss man sich fragen: Wie halten es nun die Freiheitlichen mit der Herkunftskennzeichnung? Kollege Schmiedlechner hat ja schon eine kleine Reise in die Vergangenheit gemacht. Die Kollegen der Freiheitlichen haben recht salbungsvoll erklärt, wofür sie stehen würden. Wenn man sich aber dann ansieht, was wirklich so die Aussagen sind, dann merkt man, dass die sogenannten Landwirtschaftsvertreter der FPÖ eher eine kleine Insel sind, würde ich jetzt einmal sagen. Ihr eigener Wirtesprecher, Michael Fürtbauer von der Freiheitlichen Wirtschaft, hat nämlich gesagt: „das Überleben der Gastronomen [...] mit neuen Auflagen zu erschweren, ist reine Sabotage. [...] Die Kennzeichnung der Herkunft von Lebensmitteln sei wenn, dann Sache des Handels, aber nicht der Gastronomie.“ (Zwischenruf des Abg. Schmiedlechner.)
Zwischenruf des Abg. Linder
Ich frage mich schon, für wen die FPÖ wirklich einsteht: für die Landwirte, für die Gastronomen oder doch nur, mit einem billigen Populismus, für sich selbst (Zwischenruf des Abg. Linder), um möglichst viele Stimmen zu fangen, ganz egal, was am Ende dann herauskommt? (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Schmiedlechner.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Schmiedlechner.
Ich frage mich schon, für wen die FPÖ wirklich einsteht: für die Landwirte, für die Gastronomen oder doch nur, mit einem billigen Populismus, für sich selbst (Zwischenruf des Abg. Linder), um möglichst viele Stimmen zu fangen, ganz egal, was am Ende dann herauskommt? (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Schmiedlechner.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schmiedlechner.
Jedes Mal, wenn wieder ein Schritt gesetzt worden ist, um die Herkunftskennzeichnung weiterzubringen, hat sich die Freiheitliche Wirtschaft lautstark dagegen erhoben. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schmiedlechner.) – Genauso wie Sie jetzt schreien, ungefähr so stelle ich mir das dann vor. Das heißt, immer, wenn es ernst geworden ist, waren Sie dagegen. Zum Beispiel war 2022, als die Pläne für die verpflichtende Herkunftskennzeichnung der Bundesregierung von Landwirtschaftsminister Totschnig bekannt geworden sind, die Freiheitliche Wirtschaft eine der Ersten, die lautstark betont haben, dass es das auf keinen Fall geben darf. Da fragt man sich schon: Stehen Sie eigentlich selbst hinter diesem Entschließungsantrag, den Kollege Schmiedlechner eingebracht hat, liebe FPÖ? Bei Ihnen schaut es anscheinend so aus, dass die rechte Hand nicht weiß, was die noch rechtere macht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Jedes Mal, wenn wieder ein Schritt gesetzt worden ist, um die Herkunftskennzeichnung weiterzubringen, hat sich die Freiheitliche Wirtschaft lautstark dagegen erhoben. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schmiedlechner.) – Genauso wie Sie jetzt schreien, ungefähr so stelle ich mir das dann vor. Das heißt, immer, wenn es ernst geworden ist, waren Sie dagegen. Zum Beispiel war 2022, als die Pläne für die verpflichtende Herkunftskennzeichnung der Bundesregierung von Landwirtschaftsminister Totschnig bekannt geworden sind, die Freiheitliche Wirtschaft eine der Ersten, die lautstark betont haben, dass es das auf keinen Fall geben darf. Da fragt man sich schon: Stehen Sie eigentlich selbst hinter diesem Entschließungsantrag, den Kollege Schmiedlechner eingebracht hat, liebe FPÖ? Bei Ihnen schaut es anscheinend so aus, dass die rechte Hand nicht weiß, was die noch rechtere macht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Schmiedlechner: Natürlich ist das umsetzbar!
Werte Kollegen der FPÖ, Sie bringen heute den erwähnten Antrag ein, und der bestätigt, wie Sie politisch agieren. Sie wissen genau, dass dieser Antrag auf nationaler Ebene nicht umsetzbar ist, weil man zuerst auf EU-Ebene die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen muss, Stichwort Primärzutaten-Verordnung. (Abg. Schmiedlechner: Natürlich ist das umsetzbar!) Vielleicht sollten Sie sich einmal anschauen, was Ihre Kollegen in Brüssel so machen und wofür sie sich einsetzen – Sie könnten ihnen vielleicht einen heißen Tipp geben.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Schmiedlechner: Der Schwindel ist die ÖVP!
Herkunftsland. Das ist eine wirksame Maßnahme, damit wir den Schwindel im Regal endlich wegbekommen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Schmiedlechner: Der Schwindel ist die ÖVP!)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Liebe FPÖ, Sie müssten es eigentlich viel besser wissen, schließlich haben Sie von 2017 bis 2019 die zuständige Ministerin gestellt. Im Bereich der Herkunftskennzeichnung ist damals nichts passiert – nada. Es stellt sich die Frage: War Ihnen das Thema wurscht oder haben Sie gewusst, dass es die rechtliche Grundlage nicht gibt? (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Eines ist klar: Regionalität ist wichtig und Regionalität stärkt unsere Landwirtschaft. Was es braucht, das sind Lösungen, mit denen wir alle ins Boot holen. Es nützt nichts, wenn wir einen Keil in die Gesellschaft treiben. Deshalb finden wir von der ÖVP und vom Bauernbund es wichtiger, unsere erfolgreiche beständige Arbeit fortzusetzen und nicht mit billigem Populismus ein paar Stimmen abgreifen zu wollen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich darf ganz kurz unsere Position dazu noch einmal zusammenfassen. Ich möchte mit einem kurzen Blick zurück beginnen. Ich darf mich jetzt seit rund zwei, zweieinhalb Jahren etwas intensiver mit U-Ausschüssen beschäftigen. Ich habe von der ersten Stunde an betont: Ja, wir bekennen uns zu einer öffentlichen TV-Übertragung, wenn – und das haben wir immer dazugesagt – eine Gesamtreform des Untersuchungsausschussrechts kommt. Wir sehen da großen Handlungsbedarf. Ich halte diese Position nach wie vor für sehr richtig, weil es, glaube ich, unser gemeinsames Interesse sein muss, dieses wichtige parlamentarische Kontrollinstrument zu dem zurückzuführen, was es ist, nämlich ein wichtiges Kontrollinstrument, aber kein Zur-Schau-Stellen, kein An-den-Pranger-Stellen. Das war immer unsere Position. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) – Danke sehr.
Beifall bei der ÖVP.
Ich darf zum Schluss noch einmal festhalten: Ja, wir bekennen uns zu einer öffentlichen TV-Übertragung für politisch exponierte Persönlichkeiten in U-Ausschüssen, aber wir wünschen uns auch eine saubere Legistik, damit dieses Instrument auch wirklich dem gerecht wird, was es ist: ein wichtiges parlamentarisches Kontrollrecht. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Taschner: Nein, das kann ich nicht teilen! – Abg. Strasser: Das ist Spekulation!
Für die Zuseherinnen und Zuseher sei gesagt: Es bedarf einer Zweidrittelmehrheit in diesem Haus, um das zu ermöglichen. Die ÖVP verfügt zumindest jetzt noch über mehr als ein Drittel. Kollege Taschner kann das sicher vorrechnen. Er kann auch vorrechnen, dass das in einem halben Jahr nicht mehr der Fall sein wird. (Abg. Taschner: Nein, das kann ich nicht teilen! – Abg. Strasser: Das ist Spekulation!) Die Frage am Ende des Tages ist jedoch, dass wir hierzu gerne eine Entscheidung hätten.
Abg. Taschner: Das gilt überall! – Abg. Hörl: Du sollst auch keine ..., Herr Krainer!
Zur wesentlichen Frage, ob live oder nicht: In Untersuchungsausschüssen gilt halt das achte Gebot, du sollst nicht lügen (Abg. Taschner: Das gilt überall! – Abg. Hörl: Du sollst auch keine ..., Herr Krainer!), du sollst in Untersuchungsausschüssen die Wahrheit sagen und du sollst auch nichts weglassen. Das ist, glaube ich, die wichtigste Botschaft der Woche.
Beifall bei der SPÖ.
Unabhängig davon, ob jetzt etwas live übertragen wird oder nicht: In Untersuchungsausschüssen gilt Wahrheitspflicht – und das ist gut so. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hanger: Bis auf „Rollkommando“ stimmt es!
Gehen wir ein bisschen in der Historie zurück, zum Beispiel zum BVT-U-Ausschuss: Da hat es in der Presse geheißen – ich zitiere –: Schwer bewaffnete Einheiten der Polizei haben eine Razzia im BVT veranstaltet. Kickl wollte mit einem Rollkommando Fakten schaffen. – Das war das Narrativ, das vermittelt werden sollte. (Abg. Hanger: Bis auf „Rollkommando“ stimmt es!)
Abg. Ofenauer: Aber initiiert!
weder angeordnet, noch bewilligt. Das sollte“ an dieser Stelle schon gesagt werden. (Abg. Ofenauer: Aber initiiert!)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Oder denken wir an den Ibiza-U-Ausschuss: Da haben zweifelhafte Persönlichkeiten unter großem finanziellen und persönlichen Aufwand einen damaligen Oppositionspolitiker und späteren Vizekanzler in eine Videofalle gelockt, um später die FPÖ aus der Regierung stürzen zu können. Das ist ihnen auch gelungen. Wir wissen leider noch immer nicht, wer die Financiers dieser Aktion damals waren und wer aller Bescheid wusste. Ich erinnere an den interessanten Eintrag im Kalender des Herrn Bundespräsidenten: „Die Bombe platzt“. Das war genau dieser Freitag, an dem die Veröffentlichung dieses Videos erfolgte. (Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Abg. Hörl: Wie ist das mit Graz? Hallo!
Wir wissen, dass Ex-Vizekanzler Strache von allen Vorwürfen freigesprochen wurde, wir wissen auch, dass das Ex-Kanzler Kurz nicht gelungen ist, und wir wissen, dass ÖVP-Politikern noch zahlreiche andere Verhandlungen ins Haus stehen werden. Unter dem Strich hat also auch dieser U-Ausschuss, ebenso wie der ÖVP-Korruptions-U-Ausschuss, etwas gebracht. (Abg. Hörl: Wie ist das mit Graz? Hallo!)
Beifall bei der FPÖ.
Insgesamt stehen wir der Liveübertragung positiv gegenüber, denn wie Opus schon gesungen hat: „Live Is Life“. Darüber gibt es nichts zu diskutieren. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Hörl: Ist ja so!
Ich dachte, das wäre der große Unterschied zu Gerichtsverfahren, denn Gerichtsverfahren sind öffentlich. Bei Gerichtsverfahren kann man sich entweder selbst reinsetzen und sich ein Bild machen oder man kann auf das vertrauen, was objektive Beobachterinnen und Beobachter über diese Verfahren erzählen. Ich musste aber – und ich muss sagen, das hat mich wirklich sehr tief betroffen gemacht – in der letzten Zeit erfahren, dass es die Tendenz gibt, auch über Gerichtsverfahren eigene Erzählungen zu verbreiten. Diese eigenen Erzählungen werden zum einen im Sinne einer eigenen Verteidigungslinie hervorgebracht. Das ist vollkommen in Ordnung und soll so sein und muss und darf auch immer so sein, aber wenn diese Linie insinuiert, dass es hier in Österreich politisch gesteuerte Gerichtsverfahren gibt (Abg. Hörl: Ist ja so!), so ist das brandgefährlich. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.
Ich dachte, das wäre der große Unterschied zu Gerichtsverfahren, denn Gerichtsverfahren sind öffentlich. Bei Gerichtsverfahren kann man sich entweder selbst reinsetzen und sich ein Bild machen oder man kann auf das vertrauen, was objektive Beobachterinnen und Beobachter über diese Verfahren erzählen. Ich musste aber – und ich muss sagen, das hat mich wirklich sehr tief betroffen gemacht – in der letzten Zeit erfahren, dass es die Tendenz gibt, auch über Gerichtsverfahren eigene Erzählungen zu verbreiten. Diese eigenen Erzählungen werden zum einen im Sinne einer eigenen Verteidigungslinie hervorgebracht. Das ist vollkommen in Ordnung und soll so sein und muss und darf auch immer so sein, aber wenn diese Linie insinuiert, dass es hier in Österreich politisch gesteuerte Gerichtsverfahren gibt (Abg. Hörl: Ist ja so!), so ist das brandgefährlich. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.)
Abg. Totter: Aber Naheverhältnisse sind auch nicht in Ordnung!
Niemand – auch nicht hochrangige politische Persönlichkeiten, seien sie Altkanzler der Republik, seien sie Abgeordnete im Hohen Haus (Abg. Totter: Aber Naheverhältnisse sind auch nicht in Ordnung!) – darf hier in Österreich den Eindruck erwecken, Justiz wäre politisch gesteuert (Abg. Hörl: Das ist Realität!), denn das ist so gefährlich, dass es die Justiz tiefgreifend zerstören kann. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.)
Abg. Hörl: Das ist Realität!
Niemand – auch nicht hochrangige politische Persönlichkeiten, seien sie Altkanzler der Republik, seien sie Abgeordnete im Hohen Haus (Abg. Totter: Aber Naheverhältnisse sind auch nicht in Ordnung!) – darf hier in Österreich den Eindruck erwecken, Justiz wäre politisch gesteuert (Abg. Hörl: Das ist Realität!), denn das ist so gefährlich, dass es die Justiz tiefgreifend zerstören kann. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.
Niemand – auch nicht hochrangige politische Persönlichkeiten, seien sie Altkanzler der Republik, seien sie Abgeordnete im Hohen Haus (Abg. Totter: Aber Naheverhältnisse sind auch nicht in Ordnung!) – darf hier in Österreich den Eindruck erwecken, Justiz wäre politisch gesteuert (Abg. Hörl: Das ist Realität!), denn das ist so gefährlich, dass es die Justiz tiefgreifend zerstören kann. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.)
Abg. Totter: Naheverhältnisse sind gefährlich! Auch das ist gefährlich!
Die Justiz wird über kurz oder lang das letzte Bollwerk sein, das uns vor Autoritarismus schützt. Deshalb gilt es, die Justiz nicht zu zerstören. Ich sage Ihnen: Wenn man anfängt, auch von hohen Ämtern und aus Positionen heraus, die eine hohe Öffentlichkeitswirksamkeit haben, Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte auf einer persönlichen Ebene anzugreifen, aufgrund von Sachverhalten, die auf gerichtlichem Wege verhandelt werden – es gibt über alles Entscheidungen, wir leben in einem Rechtsstaat, Gerichte entscheiden über rechtliche Fragen –, wenn wir anfangen, diese Dinge politisch zu bewerten, politisch zu verwenden und politisch zu framen, dann riskieren wir unsere Demokratie, dann riskieren wir unseren Rechtsstaat. (Abg. Totter: Naheverhältnisse sind gefährlich! Auch das ist gefährlich!)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.
Wir können noch so viele Millionen in das Justizsystem stecken und noch so viele Planstellen ausschreiben: Wir werden die Menschen, die sich für diese Funktionen zur Verfügung stellen, nicht mehr bekommen, wenn wir nicht aufhören, sie so vorzuführen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Das lehnen wir ab, weil wir dabei bleiben, was wir immer schon gesagt haben: dass Transparenz der Sauerstoff für eine Demokratie ist, die Luft in den Untersuchungsausschüssen – um bei diesem Bild zu bleiben – aber leider relativ dünn ist. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS
Abgeordnete Mag. Carmen Jeitler-Cincelli, BA (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Zuseher! Zu Beginn darf ich von zwei meiner Kollegen eine Begrüßung ausrichten lassen: zum einen an die Gruppen des Seniorenbunds und der Volkspartei-Frauen Stanz im Mürztal von Herrn Kühberger – herzlich willkommen (Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS) – und zum anderen an eine Gruppe der Raika Peuerbach aus Oberösterreich von Herrn Hofinger – herzlich willkommen! (Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordnete Mag. Carmen Jeitler-Cincelli, BA (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Zuseher! Zu Beginn darf ich von zwei meiner Kollegen eine Begrüßung ausrichten lassen: zum einen an die Gruppen des Seniorenbunds und der Volkspartei-Frauen Stanz im Mürztal von Herrn Kühberger – herzlich willkommen (Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS) – und zum anderen an eine Gruppe der Raika Peuerbach aus Oberösterreich von Herrn Hofinger – herzlich willkommen! (Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich sage Ihnen, Herr Papula, ich finde es unanständig und unmoralisch, das Instrument dafür zu verwenden, wenn man kein echtes Herzensanliegen hat. Ich möchte aber im selben Zug auch andere nennen, die es geschafft haben, mit solchen Anliegen wirklich etwas zu bewirken, etwa das Mental-Health-Jugendvolksbegehren, das aus der Schülerunion herauskam. Es kam dann mit dem Psychotherapeutenverband in die Breite und hat bewirkt, dass da wirklich Ressourcen geschaffen wurden, dass in den Schulen aufgestockt wurde, dass das psychosoziale Unterstützungspersonal in den Schulen da war, dass man da wirklich Ausbildungsplätze geschaffen hat. Das hat etwas bewirkt, deswegen bedanke ich mich bei den Initiatorinnen und Initiatoren dieses Volksbegehrens, dass sie damals wirklich ihr echtes Herzensanliegen aufrichtig in die Breite gebracht haben. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Götze.
An euch, liebe Kolleginnen und Kollegen: Ich glaube, wir brauchen einen Schulterschluss, dass wir uns anschauen, wie wir mit dem Instrument in Zukunft umgehen können. Es kann nicht sein, dass da Steuergeld verschwendet wird, dass da Ressourcen genutzt werden und es nicht ehrlich gemeint ist. Ich glaube, da sind wir uns alle einig. Vielleicht schaffen wir es in den nächsten Wochen und Monaten, uns gemeinsam damit auseinanderzusetzen. – Danke vielmals. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Götze.)
Abg. Wurm: Ja eh!
Mein Appell an alle Kolleginnen und Kollegen ist: Auch wenn wir jetzt Opposition sind und das ruht, machen wir etwas in diese Richtung (Abg. Wurm: Ja eh!), denn das Vernichten kostet genauso viel Geld. Das heißt, auch für die großen Supermarktketten wäre es super, wenn sie das übergeben könnten und müssten.
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne danke ich den über 200 000 Unterzeichnern des Volksbegehrens, denn sie haben uns klargemacht, dass das Thema auch hier ein Thema bleiben muss. – Vielen Dank, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Jeitler-Cincelli: Einen Satz!
Volksbegehren unterschrieben. (Abg. Jeitler-Cincelli: Einen Satz!) Das sind Leute, die sich darüber Gedanken machen. Ich gebe Ihnen recht, dass wir über das Instrument des Einleitens und darüber, dass diejenigen, die das initiieren, das Doppelte oder das Vierfache der Ausgaben bezahlt bekommen, nachdenken sollten, nur: Das Instrument des Volksbegehrens, die direkte Demokratie ist für uns eines der wichtigsten Dinge, und die wollen wir fördern und forcieren. (Abg. Jeitler-Cincelli: Das habe ich auch nicht infrage gestellt!)
Abg. Jeitler-Cincelli: Das habe ich auch nicht infrage gestellt!
Volksbegehren unterschrieben. (Abg. Jeitler-Cincelli: Einen Satz!) Das sind Leute, die sich darüber Gedanken machen. Ich gebe Ihnen recht, dass wir über das Instrument des Einleitens und darüber, dass diejenigen, die das initiieren, das Doppelte oder das Vierfache der Ausgaben bezahlt bekommen, nachdenken sollten, nur: Das Instrument des Volksbegehrens, die direkte Demokratie ist für uns eines der wichtigsten Dinge, und die wollen wir fördern und forcieren. (Abg. Jeitler-Cincelli: Das habe ich auch nicht infrage gestellt!)
Abg. Jeitler-Cincelli: Die gibt es bereits!
Diese 204 000 Menschen wollen eine Regelung haben, damit wir nicht so viele Lebensmittel wegwerfen. Sie wollen eine gesetzliche Regelung haben (Abg. Jeitler-Cincelli: Die gibt es bereits!), analog zu jener, wie es sie in Frankreich, in Tschechien oder auch in Italien gibt.
Abg. Obernosterer: Was ist „hudrat“?
Apfel, der ein bisschen runzelig oder hudrat ist, darf nimmer verkauft werden! – Entschuldigung für den Mundartausdruck. (Abg. Obernosterer: Was ist „hudrat“?)
Abg. Schmuckenschlager: Entschuldige, Milchprodukte ...!
Wir sollten aber auch – und das war eine markante Aussage – die Qualitätsstandards überdenken. Wir können nicht jedes Lebensmittel wie rohen Fisch bewerten. Brot, Milch, Milchprodukte können wir nicht gleich bewerten wie rohen Fisch, bei dem es wirklich gefährlich ist, wenn irgendetwas passiert. (Abg. Schmuckenschlager: Entschuldige, Milchprodukte ...!) Auch das Thema Haftungen sollten wir überdenken und klären, damit Lebensmittel eher noch gekauft werden.
Beifall bei der FPÖ.
Zusammenfassend: Ich stehe auch dazu, dass Lebensmittel wegzuwerfen eines der schlimmsten Dinge ist, die es gibt. Bevor wir das aber gesetzlich regeln, sollten wir die Ansätze von Frau Dr. Obersteiner aufnehmen und versuchen, diese umzusetzen, Bewusstseinsbildung betreiben und vielleicht das eine oder das andere Mal auch die Soma-Märkte besser unterstützen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Wurm: Was macht die Koordinierungsstelle, Frau Kollegin, die Koordinierungsstelle?
Abgeordnete Mag. Ulrike Fischer (Grüne): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Werte Zuseherinnen und Zuseher! In einer jahrtausendealten Schrift steht schon geschrieben: „Unser täglich Brot gib uns heute“. Wie gehen wir heute mit Brot um? – Wir gehen mit Brot gut um. Es gibt Vorzeigeprojekte wie die Firmen Schrott, Ströck, die Brotpiloten, Too Good To Go, die Sozialmärkte. (Abg. Wurm: Was macht die Koordinierungsstelle, Frau Kollegin, die Koordinierungsstelle?) All diese Organisationen und noch viele mehr retten tagtäglich Brot. Dafür möchte ich heute hier Danke sagen, Danke sagen an all die sozialen Einrichtungen, an all die Initiativen,
Beifall bei den Grünen.
die vom Handel, von der Wirtschaft ausgehen, um Lebensmittel zu retten. – Danke! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Es geht in der heutigen Zeit nicht darum, politisches Kleingeld zu machen, dass sich eine Partei hier hinstellt und sagt: Na ja, man muss den Sozialmärkten mehr geben! – Die Sozialmärkte bekommen ab heuer 10 Millionen Euro mehr für Logistik. Das wurde geschafft, das ist wichtig und das ist eine richtige Maßnahme – auch dafür Danke an das Klimaministerium. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Lebensmittelverschwendung können wir, jeder für sich, tagtäglich vermeiden, indem wir direkt bei den Landwirten einkaufen, indem wir mehr selber kochen und indem wir auch öfter einmal unser täglich Brot selber backen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Eine Sache nervt mich aber, wenn wir hier im Hohen Haus über Lebensmittelrettung und über die verschiedensten Initiativen – egal, ob es ein Antrag der SPÖ ist, dieses Volksbegehren oder die Maßnahmen, die letztens die Regierung getroffen hat – sprechen: Wir reden immer nur über diese Spitze des Eisbergs, über diesen eigentlich ganz kleinen Teil, der im Handel weggeworfen wird. Warum? – Weil der halt gut kontrollierbar und regulierbar ist. Über die anderen 90 Prozent, nämlich über das, was in der Produktion schon weggeworfen wird, das, was quasi in der Außerhausverpflegung weggeworfen wird, das, was in den Haushalten weggeworfen wird, reden wir eigentlich nie. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den NEOS.
Am Ende möchte ich trotzdem noch über diese 90 Prozent restliche Lebensmittelverschwendung sprechen. Da muss ich auch der FPÖ einmal recht geben: Da kommen wir nur weiter, wenn wir Bewusstseinsbildung betreiben. Gerade im Bereich der Gastronomie, der Außerhausverpflegung wird sehr, sehr viel weggeworfen. Da möchte ich auf zwei Initiativen aufmerksam machen, wo man sich als Unternehmer:in, als Gastronom:in Beratung holen kann, wo man Workshops buchen kann: United Against Waste und Zero Waste Austria. Dort kann man Workshops machen, Wissen und Know-how in das Unternehmen hineinholen. Das tut dem eigenen Geldbörserl im Unternehmen gut, man rettet Lebensmittel und damit am Ende auch den Planeten. – Danke schön (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der SPÖ.
Denken wir daran: Vor einem Jahr – eine Kollegin hat es, glaube ich, angesprochen – hat es eine Gesetzesnovelle gegeben. Erst seit damals stellen die Lebensmittelmärkte Daten und Zahlen zur Verfügung, wie viel denn entsorgt werden muss und wie viel gespendet wird. Da hat es auch mit der gesetzlichen Regelung funktioniert. Ich bin zuversichtlich, dass es auch in diesem Fall funktionieren würde. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Eine weitere Zahl, um das zu veranschaulichen: Weltweit werden pro Jahr 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel, die eigentlich in Ordnung wären, entsorgt. Wir sprechen da von einem Drittel der Lebensmittel, die für den menschlichen Bedarf produziert werden. Was bedeutet das umgelegt auf einzelne Personen? – Jeder Einzelne entsorgt, wirft – statistisch gesehen – 127 Kilogramm Lebensmittel im Jahr weg. Das ist eine beträchtliche Menge, und ich glaube, da ist wirklich noch sehr viel Luft für anreizende Maßnahmen, dass man das verbessert. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wurm: Nein!
Die Sustainable Development Goals, die SDGs, sind ja hohe Ziele. Unter anderem besagt eines davon, dass man bis 2030 die Lebensmittelverschwendung um 50 Prozent reduzieren möchte. Geht sich das aus? – (Abg. Wurm: Nein!) Wir sind überzeugt, es geht sich aus. Es geht sich auf alle Fälle leichter aus, wenn man diesbezüglich eine gesetzliche Verpflichtung herbeiführt, damit auch große Unternehmen wirklich per Gesetz verpflichtet sind, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren.
Beifall bei der SPÖ.
Ich bitte um breite Unterstützung, und vielleicht klappt es das nächste Mal, dass wir alle an einem Strang ziehen, wenn von der SPÖ ein Antrag dazu eingebracht wird. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
den Topf –, sondern darum, den Österreichern bewusst zu machen, welche tolle und kostbare Lebensmittelqualität es bei uns gibt. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Es sind fünf Teilbereiche, in denen Lebensmittel verschwendet oder entsorgt werden: der größte Teil – das ist, glaube ich, schon einmal zum Nachdenken –, in etwa 53 Prozent, zu Hause, in den privaten Haushalten. Das ist der größte Problemkreis, wo Lebensmittel verschwendet werden. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall der Abgeordneten Kassegger und Kickl.
Ihr habt im Ausschuss einen Antrag eingebracht, er ist mit eurer Mehrheit beschlossen worden. Wir haben damals schon gesagt: reine Showpolitik. Bitte, ÖVP, Grüne, was hat diese Koordinierungsstelle in den letzten drei Jahren gemacht? Oder vielleicht kann Minister Rauch, der neben mir sitzt, sich dazu äußern, ob da irgendetwas passiert ist, denn das ist eine typische Ansage dieser Regierung. Sie machen immer Ankündigungen, und dann passiert genau gar nichts, Herr Minister. Sie können mich gerne berichtigen, wenn in dieser Koordinierungsstelle etwas passiert ist. (Beifall der Abgeordneten Kassegger und Kickl.)
Beifall bei der FPÖ.
Also: Zurück zum Start, Herr Minister – konkrete Maßnahmen und keine schönen Worte, bitte! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Wurm: Der Herr Minister vielleicht!
Wünscht die Frau Berichterstatterin ein Schlusswort? – Das ist nicht der Fall. (Abg. Wurm: Der Herr Minister vielleicht!)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sie sehen also, es gibt genügend Gründe, um diesem lückenhaften Bericht nicht zuzustimmen, denn die Frauen in unserem Land haben sich Besseres verdient. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Bevor ich auf die Inhalte des Berichts eingehe, ist es mir noch ein sehr großes Anliegen, mich bei Sylvia Gaiswinkler und ihrem Team für die Arbeit an dem Bericht zu bedanken, die es überhaupt erst möglich gemacht hat, diesen ersten Frauengesundheitsbericht seit zehn Jahren wieder auf Schiene zu bringen! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Wurm: Frau Kollegin, Sie sind in Österreich!
Ein zweites sehr wichtiges Thema, das in diesem Hearing, das Kollegin Ecker angesprochen hat, von den vier Expertinnen – mit kleinem I – sehr betont worden ist, ist jenes der sexuellen und reproduktiven Rechte. Diesbezüglich haben die eingeladenen Frauen, die eingeladenen Expertinnen unisono bestätigt, wie wichtig es ist, dass flächendeckend in ganz Österreich Möglichkeiten zum Schwangerschaftsabbruch – zum legalen und sicheren Schwangerschaftsabbruch – gegeben sind. Ein Experte – nominiert von der FPÖ – hat uns erklärt: Na ja, das ist ja eigentlich gar nicht so schlimm, und wenn man nach Amerika blickt, dann sieht man ja, dass es zwar in 14 Bundesstaaten Abtreibungsverbote gibt, aber die Diskussion dazu würde viel zu emotional geführt werden; es wäre alles sehr dramatisch gezeichnet, weil es ja nur 14 Bundesstaaten sind, in denen Frauen ihr Selbstbestimmungsrecht gestohlen worden ist. (Abg. Wurm: Frau Kollegin, Sie sind in Österreich!)
Abg. Wurm: ... sollte man boykottieren!
Ich sage Ihnen: Ganz im Gegenteil! Wenn in Amerika innerhalb eines Jahres 64 565 Frauen (Abg. Wurm: ... sollte man boykottieren!) – 64 565 Frauen! – nach Vergewaltigungen ungewollt schwanger geworden sind und der Staat ihnen verunmöglicht, diese ungewollten Schwangerschaften abzubrechen (Abg. Wurm: Der Biden! Präsident Biden!), dann sollte uns das alle nicht nur hoch emotionalisieren (Abg. Belakowitsch: Super Präsident da drüben!), sondern dann sollte das für uns hier in Österreich ein klarer Handlungsauftrag sein – für legale, für sichere Abbrüche in allen öffentlichen Spitälern. (Beifall bei Grünen und SPÖ.) Dafür werden wir Grüne uns und auch andere Fraktionen sich hier im Haus weiterhin einsetzen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Wurm: Der Biden! Präsident Biden!
Ich sage Ihnen: Ganz im Gegenteil! Wenn in Amerika innerhalb eines Jahres 64 565 Frauen (Abg. Wurm: ... sollte man boykottieren!) – 64 565 Frauen! – nach Vergewaltigungen ungewollt schwanger geworden sind und der Staat ihnen verunmöglicht, diese ungewollten Schwangerschaften abzubrechen (Abg. Wurm: Der Biden! Präsident Biden!), dann sollte uns das alle nicht nur hoch emotionalisieren (Abg. Belakowitsch: Super Präsident da drüben!), sondern dann sollte das für uns hier in Österreich ein klarer Handlungsauftrag sein – für legale, für sichere Abbrüche in allen öffentlichen Spitälern. (Beifall bei Grünen und SPÖ.) Dafür werden wir Grüne uns und auch andere Fraktionen sich hier im Haus weiterhin einsetzen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Super Präsident da drüben!
Ich sage Ihnen: Ganz im Gegenteil! Wenn in Amerika innerhalb eines Jahres 64 565 Frauen (Abg. Wurm: ... sollte man boykottieren!) – 64 565 Frauen! – nach Vergewaltigungen ungewollt schwanger geworden sind und der Staat ihnen verunmöglicht, diese ungewollten Schwangerschaften abzubrechen (Abg. Wurm: Der Biden! Präsident Biden!), dann sollte uns das alle nicht nur hoch emotionalisieren (Abg. Belakowitsch: Super Präsident da drüben!), sondern dann sollte das für uns hier in Österreich ein klarer Handlungsauftrag sein – für legale, für sichere Abbrüche in allen öffentlichen Spitälern. (Beifall bei Grünen und SPÖ.) Dafür werden wir Grüne uns und auch andere Fraktionen sich hier im Haus weiterhin einsetzen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei Grünen und SPÖ.
Ich sage Ihnen: Ganz im Gegenteil! Wenn in Amerika innerhalb eines Jahres 64 565 Frauen (Abg. Wurm: ... sollte man boykottieren!) – 64 565 Frauen! – nach Vergewaltigungen ungewollt schwanger geworden sind und der Staat ihnen verunmöglicht, diese ungewollten Schwangerschaften abzubrechen (Abg. Wurm: Der Biden! Präsident Biden!), dann sollte uns das alle nicht nur hoch emotionalisieren (Abg. Belakowitsch: Super Präsident da drüben!), sondern dann sollte das für uns hier in Österreich ein klarer Handlungsauftrag sein – für legale, für sichere Abbrüche in allen öffentlichen Spitälern. (Beifall bei Grünen und SPÖ.) Dafür werden wir Grüne uns und auch andere Fraktionen sich hier im Haus weiterhin einsetzen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich sage Ihnen: Ganz im Gegenteil! Wenn in Amerika innerhalb eines Jahres 64 565 Frauen (Abg. Wurm: ... sollte man boykottieren!) – 64 565 Frauen! – nach Vergewaltigungen ungewollt schwanger geworden sind und der Staat ihnen verunmöglicht, diese ungewollten Schwangerschaften abzubrechen (Abg. Wurm: Der Biden! Präsident Biden!), dann sollte uns das alle nicht nur hoch emotionalisieren (Abg. Belakowitsch: Super Präsident da drüben!), sondern dann sollte das für uns hier in Österreich ein klarer Handlungsauftrag sein – für legale, für sichere Abbrüche in allen öffentlichen Spitälern. (Beifall bei Grünen und SPÖ.) Dafür werden wir Grüne uns und auch andere Fraktionen sich hier im Haus weiterhin einsetzen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abg. Meinl-Reisinger
zur Vorreiterin im Bereich der Frauengesundheit zu machen, beispielsweise im Bereich der reproduktiven Selbstbestimmung, und das ist uns ehrlicherweise ein sehr, sehr, sehr wichtiges Thema. Frauen und Mädchen haben ein Recht auf reproduktive Selbstbestimmung (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abg. Meinl-Reisinger) und somit auch auf einen guten Zugang zu einem Schwangerschaftsabbruch, auf einen guten Zugang zu medizinischen Einrichtungen, die auch einen Schwangerschaftsabbruch durchführen.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen
Für uns ist klar: In Zukunft muss diese Kostenübernahme aus Prinzip im Bereich der Krankenkassen stattfinden (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen) und der Schwangerschaftsabbruch auch in das Gesundheitsrecht überführt werden.
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Neßler.
Wir wissen, dass auch soziale Medien – insbesondere auf junge Frauen – einen sehr starken Druck ausüben. Bearbeitete Körperbilder, falsche Ideale, stark beeinflussende Filter sind ein Problem und führen zu einem höchst problematischen Selbstbild von jungen Frauen. Die Zahl der Schönheitseingriffe und genauso jene der Essstörungen steigt an. Deshalb ist für uns klar: Auch da braucht es eine klare Kennzeichnung von bearbeiteten Bildern. Das kann man mit einem Bildbearbeitungsgesetz einfach umsetzen. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Neßler.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Kickl.
Da muss klar sein, dass sich auch Pharmaunternehmen damit beschäftigen müssen, wie sie Frauengesundheit bestmöglich unterstützen können beziehungsweise auch im Bereich der Gendermedizin beispielsweise die Forschung bezüglich der Pille für den Mann vorantreiben können. Die Forschung in diese Richtung wurde ja vor vielen, vielen Jahren abgebrochen, weil man gesagt hat: Na ja, die Nebenwirkungen sind sehr groß. – Viele Frauen nehmen die Hormonpille und haben gleichfalls große Nebenwirkungen, aber wenn man einen Männerschnupfen gehabt hat, hält man offenbar nicht recht viel mehr aus. Hier erfolgt also auch der Appell, die Forschung betreffend die Pille für den Mann stärker voranzutreiben, weil Verhütung nicht nur Frauensache sein darf, auch nicht hormonelle Verhütung. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Abg. Kickl: Die sind alle durch die ... gegangen!
Ich bin sehr froh, dass in Kärnten mit der Modellregion für Gendermedizin ein guter Fortschritt gelungen ist (Abg. Kickl: Die sind alle durch die ... gegangen!), weil wir auch wissen, dass in der Ausbildung im medizinischen Bereich das Thema Frauengesundheit nach wie vor großflächig ausgespart wird und es natürlich auch in der Ausbildung einen stärkeren Fokus darauf braucht, Frauen bestmöglich zu unterstützen.
Beifall bei der SPÖ.
Ich orte zum Bespiel bei der ÖVP sehr großen Nachholbedarf bei den reproduktiven Rechten und würde da wirklich appellieren, dass man einen Ruck in Richtung Modernität geht und den Schwangerschaftsabbruch auch tatsächlich ins Gesundheitsrecht überführt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kickl: Weiß das der Abgeordnete Kollross auch, was Selbstbestimmungsrecht der Frauen ist? Sind schon alle durch die Schulung! – Abg. Heinisch-Hosek: Das haben wir besprochen, ja! – Abg. Belakowitsch: Ja genau, habts besprochen ...! – Abg. Schroll: Machts euch keine Sorgen! Ihr braucht euch keine Sorgen machen!
Für uns ist klar, Selbstbestimmungsrecht von Frauen beginnt beim eigenen Körper – aus Prinzip, ganz klar. (Abg. Kickl: Weiß das der Abgeordnete Kollross auch, was Selbstbestimmungsrecht der Frauen ist? Sind schon alle durch die Schulung! – Abg. Heinisch-Hosek: Das haben wir besprochen, ja! – Abg. Belakowitsch: Ja genau, habts besprochen ...! – Abg. Schroll: Machts euch keine Sorgen! Ihr braucht euch keine Sorgen machen!) Offenbar gibt es hier mindestens zwei Parteien, die nicht unterstützen, dass Frauen ihre Rechte auch bekommen.
Abg. Kickl: Meine Güte, ihr seid ...! – Abg. Wurm: Sehr verworrene Rede, Frau Kollegin!
Was soll man aber auch von einer Partei erwarten, die sagt: One size fits all? Was für ein Pferd mit rund 400 Kilo passt – ein Entwurmungsmittel zum Beispiel –, das passt vermutlich auch für den Menschen. Da macht man keine Unterscheidung. Eine Frau kann in der Medizin durchaus auch als kleinerer Mann angesehen werden. (Abg. Kickl: Meine Güte, ihr seid ...! – Abg. Wurm: Sehr verworrene Rede, Frau Kollegin!) Dieses einfache Weltbild funktioniert leider nur bei der FPÖ, und es ist sehr schade, dass Sie diesem Frauengesundheitsbericht nicht zustimmen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Was soll man aber auch von einer Partei erwarten, die sagt: One size fits all? Was für ein Pferd mit rund 400 Kilo passt – ein Entwurmungsmittel zum Beispiel –, das passt vermutlich auch für den Menschen. Da macht man keine Unterscheidung. Eine Frau kann in der Medizin durchaus auch als kleinerer Mann angesehen werden. (Abg. Kickl: Meine Güte, ihr seid ...! – Abg. Wurm: Sehr verworrene Rede, Frau Kollegin!) Dieses einfache Weltbild funktioniert leider nur bei der FPÖ, und es ist sehr schade, dass Sie diesem Frauengesundheitsbericht nicht zustimmen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bitte um breite Zustimmung für diesen Nationalen Aktionsplan. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wurm: Eine Selbstanklage, Frau Kollegin, wenn dem so sein sollte! – Abg. Belakowitsch: Falsch versorgt ...!
Wir wissen, dass in Österreich Frauen durchschnittlich älter als Männer werden, aber leider haben sie weniger gesunde Jahre. Frauen haben durchschnittlich 20 nicht gesunde Jahre, meist am Ende ihres Lebens – deutlich mehr als Männer. Man kann daher vermuten, Frauen werden schlechter oder falsch medizinisch versorgt; man kann es auch anders sagen: Frauen sind anders krank als Männer. (Abg. Wurm: Eine Selbstanklage, Frau Kollegin, wenn dem so sein sollte! – Abg. Belakowitsch: Falsch versorgt ...!) Leider interessiert das noch zu wenige Wissenschaftler, zu wenige Ärzte, zu wenige Menschen in diesem Land.
Ruf bei der SPÖ: Regelung!
Bevor ich gleich auf zwei Themenkreise aus diesem Frauengesundheitsbericht eingehe, möchte ich vorab nur kurz gerne ein Thema anreißen beziehungsweise etwas zum Thema Abtreibung sagen, weil meine Vorrednerinnen auch dazu gesprochen haben. Ich möchte schon festhalten, dass es seit 50 Jahren die Fristenlösung (Ruf bei der SPÖ: Regelung!) gibt. Es wird immer so dargestellt, als würden wir an den Grundfesten dieser Regelung rütteln wollen, als würden wir in Richtung amerikanische Verhältnisse gehen wollen. Ich möchte das jetzt noch einmal ein für alle Mal ausräumen: Wir rütteln nicht an der Fristenlösung. (Abg. Belakowitsch: Schade eigentlich!) Wir haben nicht
Abg. Belakowitsch: Schade eigentlich!
Bevor ich gleich auf zwei Themenkreise aus diesem Frauengesundheitsbericht eingehe, möchte ich vorab nur kurz gerne ein Thema anreißen beziehungsweise etwas zum Thema Abtreibung sagen, weil meine Vorrednerinnen auch dazu gesprochen haben. Ich möchte schon festhalten, dass es seit 50 Jahren die Fristenlösung (Ruf bei der SPÖ: Regelung!) gibt. Es wird immer so dargestellt, als würden wir an den Grundfesten dieser Regelung rütteln wollen, als würden wir in Richtung amerikanische Verhältnisse gehen wollen. Ich möchte das jetzt noch einmal ein für alle Mal ausräumen: Wir rütteln nicht an der Fristenlösung. (Abg. Belakowitsch: Schade eigentlich!) Wir haben nicht
Abg. Holzleitner: Ich glaube, dass das manche Kolleginnen von Ihnen leider anders sehen!
vor, Änderungen vorzunehmen, weder in die eine noch in die andere Richtung. Ich bitte Sie wirklich, nicht immer dieses Schreckgespenst in den Fokus zu rücken (Abg. Holzleitner: Ich glaube, dass das manche Kolleginnen von Ihnen leider anders sehen!), dass wir so wie Polen vor einigen Jahren oder wie Amerika agieren würden.
Abg. Heinisch-Hosek: Gibt es eh!
Ich möchte aber schon auch festhalten, dass damals, als vor 50 Jahren die Fristenlösung eingeführt worden ist, Ihre Kollegen, Kreisky und andere, sehr wohl betont haben, dass es neben der Fristenlösung natürlich auch sehr wichtig ist, Frauen zu unterstützen, damit sie sich dazu entschließen können, Ja zum Kind zu sagen. (Abg. Heinisch-Hosek: Gibt es eh!) Diese Unterstützung halte ich nicht für unmodern. Diese Unterstützung halte ich sogar für sehr modern, für sehr angezeigt und für außerordentlich menschlich, und deswegen bedauere ich es auch, dass zu diesem Themenkreis nichts im Bericht zu finden ist.
Abg. Heinisch-Hosek: Machen wir einen gemeinsamen Antrag, oder? Das wäre nicht schlecht!
Jetzt noch ganz kurz zu zwei Themen, die auch sehr wichtig sind – Kollegin Holzleitner hat es vorhin auch schon gesagt –: Das ist zum einen das Körper- und Selbstbild von Mädchen. Du hast schon sehr gut beschrieben, warum sich das aufgrund der sozialen Medien jetzt so verändert. Ich wollte nur noch ergänzen – ich finde es eigentlich schon fast absurd, liebe Kolleginnen und Kollegen –: Wo sind wir da mit dem Selbstbild von jungen Frauen eigentlich gelandet? Früher haben sich Frauen oft einmal von ihren Männern oder von ihren Freunden definieren lassen. Dann haben wir es geschafft, uns zu befreien und wirklich so zu sein, wie wir wollen, aber jetzt lassen sich junge Mädchen von den sozialen Medien definieren. Das halte ich für extrem schädlich und ich bin total bereit – ich glaube, wir alle –, da so schnell wie möglich etwas zu ändern, denn das kann es einfach nicht sein. (Abg. Heinisch-Hosek: Machen wir einen gemeinsamen Antrag, oder? Das wäre nicht schlecht!) Junge Mädchen und Frauen müssen so sein dürfen, wie sie sind, und sich in ihrem Körper wohlfühlen dürfen. (Abg. Kickl: Was sollte man denn da tun? Das tät mich jetzt interessieren! – Abg. Belakowitsch: Digitaler Ordnungsruf!)
Abg. Kickl: Was sollte man denn da tun? Das tät mich jetzt interessieren! – Abg. Belakowitsch: Digitaler Ordnungsruf!
Jetzt noch ganz kurz zu zwei Themen, die auch sehr wichtig sind – Kollegin Holzleitner hat es vorhin auch schon gesagt –: Das ist zum einen das Körper- und Selbstbild von Mädchen. Du hast schon sehr gut beschrieben, warum sich das aufgrund der sozialen Medien jetzt so verändert. Ich wollte nur noch ergänzen – ich finde es eigentlich schon fast absurd, liebe Kolleginnen und Kollegen –: Wo sind wir da mit dem Selbstbild von jungen Frauen eigentlich gelandet? Früher haben sich Frauen oft einmal von ihren Männern oder von ihren Freunden definieren lassen. Dann haben wir es geschafft, uns zu befreien und wirklich so zu sein, wie wir wollen, aber jetzt lassen sich junge Mädchen von den sozialen Medien definieren. Das halte ich für extrem schädlich und ich bin total bereit – ich glaube, wir alle –, da so schnell wie möglich etwas zu ändern, denn das kann es einfach nicht sein. (Abg. Heinisch-Hosek: Machen wir einen gemeinsamen Antrag, oder? Das wäre nicht schlecht!) Junge Mädchen und Frauen müssen so sein dürfen, wie sie sind, und sich in ihrem Körper wohlfühlen dürfen. (Abg. Kickl: Was sollte man denn da tun? Das tät mich jetzt interessieren! – Abg. Belakowitsch: Digitaler Ordnungsruf!)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Das zweite Thema, das mir aufgrund meines Alters auch ein Stück weit wichtig ist, sind die Wechseljahre und die Menopause. Das hat die Gesundheitsversorgung noch nicht wirklich auf dem Radar, habe ich manchmal das Gefühl. Es gibt sehr viele Frauen, die Beschwerden haben; ein Drittel dieser Frauen haben sehr starke Beschwerden. Ich wünsche mir wirklich, dass es da in Zukunft mehr Aufklärung, mehr Information und mehr fachkundige Begleitung gibt. – Danke schön. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Abg. Strasser: Marod?
Aber: Wir leben in einer Welt, in der ich als Frau durchschnittlich zwei Jahre länger als ein Mann auf eine Diagnose warten muss. In welcher Welt ist das eigentlich in Ordnung? – Das kann nur in einer Welt in Ordnung sein, in der wir eines der marodesten oder teuersten Gesundheitssysteme der Welt haben. (Abg. Strasser: Marod?)
Heiterkeit des Abg. Lindner.
Ich will auch nicht in einer Gesellschaft leben, in der Frauen nach wie vor als hysterisch abgekanzelt werden, wenn sie von Regelschmerzen sprechen. Ich mache ja auch keine Witze über die Männergrippe. Das ist einfach unpassend. (Heiterkeit des Abg. Lindner.) – Herr Lindner lacht an dieser Stelle, er fühlt sich wohl gemeint. (Abg. Lindner: Nein, nein, nein!)
Abg. Lindner: Nein, nein, nein!
Ich will auch nicht in einer Gesellschaft leben, in der Frauen nach wie vor als hysterisch abgekanzelt werden, wenn sie von Regelschmerzen sprechen. Ich mache ja auch keine Witze über die Männergrippe. Das ist einfach unpassend. (Heiterkeit des Abg. Lindner.) – Herr Lindner lacht an dieser Stelle, er fühlt sich wohl gemeint. (Abg. Lindner: Nein, nein, nein!)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen.
Abschließend möchte ich noch sagen, dass es mir wirklich ein Anliegen ist, darauf hinzuweisen, dass wir ein Umdenken brauchen, auch in der Prävention, gerade was Gendermedizin betrifft, wir müssen da aktiver werden. Ich bin sehr froh, dass es in Kärnten mittlerweile einen Lehrstuhl für Gendermedizin gibt, aber das kann erst der Anfang sein. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz Johannes Rauch: Herr Präsident! Hohes Haus! Dass es nach mehr als zehn Jahren jetzt wieder einen Frauengesundheitsbericht gibt, das ist vor allem den Autorinnen dieses Berichts zu verdanken, und deshalb werde ich sie jetzt nennen. Das sind allen voran Sylvia Gaiswinkler, Daniela Antony, Jennifer Delcour, Johanna Pfabigan, Michaela Pichler und Anna Wahl – alle von der Gesundheit Österreich GmbH – und die Mitglieder der begleitenden Expertinnengruppe. Vielen Dank für Ihre Arbeit! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Wurm: Geht’s noch, oder was?
Letzter Punkt, weil es angesprochen worden ist: die Frage Schwangerschaftsabbruch, Abtreibung. Ich bin Ihnen, Frau Abgeordnete Pfurtscheller, sehr dankbar, dass sie das so klar benannt haben. Die einzige Partei, die sich hier im Parlament offensichtlich davon distanziert, ist die FPÖ. (Abg. Wurm: Geht’s noch, oder was?) Sie treibt damit Frauen in die Illegalität und in kriminelle Abhängigkeiten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Wurm: Fakenews! Das ist ein Wahnsinn! – Abg. Heinisch-Hosek: Nein, das ist richtig! – Abg. Stögmüller: Das stimmt ja auch!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Wurm: Fakenews! Das ist ein Wahnsinn! – Abg. Heinisch-Hosek: Nein, das ist richtig! – Abg. Stögmüller: Das stimmt ja auch!
Letzter Punkt, weil es angesprochen worden ist: die Frage Schwangerschaftsabbruch, Abtreibung. Ich bin Ihnen, Frau Abgeordnete Pfurtscheller, sehr dankbar, dass sie das so klar benannt haben. Die einzige Partei, die sich hier im Parlament offensichtlich davon distanziert, ist die FPÖ. (Abg. Wurm: Geht’s noch, oder was?) Sie treibt damit Frauen in die Illegalität und in kriminelle Abhängigkeiten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Wurm: Fakenews! Das ist ein Wahnsinn! – Abg. Heinisch-Hosek: Nein, das ist richtig! – Abg. Stögmüller: Das stimmt ja auch!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Es gibt natürlich auch die geschlechtsspezifischen Erkrankungen. Ein Beispiel, das erst genannt wurde, ist Endometriose. 10 Prozent aller Frauen sind davon betroffen. Es gibt diesen leider Gottes sehr zutreffenden Satz: Würden Männer dieselben Schmerzen ertragen müssen, wäre es die wohl am besten erforschte Krankheit der Welt. Auch darüber können wir uns eigentlich einig sein – zumindest der fortschrittliche Teil in diesem Parlament sollte sich darüber einig sein. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
In diesem Sinn: Ich glaube, es gibt einiges zu tun – packen wir es an! Der Minister hat ja schon einiges auf den Weg gebracht, und das Thema wird uns hoffentlich noch länger beschäftigen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kickl – in Richtung Abg. Kucher –: Total interessant, diese ganzen Unterschiede! Sonst argumentiert ihr immer in die andere Richtung! – Abg. Kucher: Es ist nicht nur schwarz oder weiß! – Abg. Holzleitner: Das widerspricht sich gar nicht!
Thema, die wir zum Teil bis heute nicht erledigt haben – da bin ich ganz d’accord mit Vorrednerinnen oder Vorrednern. Er hat das Thema „Frauen und Behinderung“ behandelt, das heute schon erwähnt wurde, hat Frauen mit Migrationsgeschichte behandelt, hat versucht, das Herz, den Schlaganfall, also Themen, bei denen betreffend Diagnose und Versorgung immer noch nicht die geschlechtsspezifischen Unterschiede dargestellt werden, aufzuzeigen. (Abg. Kickl – in Richtung Abg. Kucher –: Total interessant, diese ganzen Unterschiede! Sonst argumentiert ihr immer in die andere Richtung! – Abg. Kucher: Es ist nicht nur schwarz oder weiß! – Abg. Holzleitner: Das widerspricht sich gar nicht!)
Beifall bei der SPÖ.
Daher ist es hoch an der Zeit, dass wir diesen Frauengesundheitsbericht 2022 heute diskutieren. Das ist auch keine Selbstverständlichkeit, das wird ja sehr gerne in Ausschüssen enderledigt, und durch das Hearing ist es gelungen, dass wir diesen Bericht heute diskutieren. – Auf Herrn Kickl gehe ich jetzt gar nicht ein, das zahlt sich nämlich nicht aus, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ
verabschieden (Beifall bei der SPÖ), damit die einzelnen Ressorts wieder verpflichtet sind, sich dem Thema, einfach weil es so wichtig ist, mehr zu widmen. (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.
verabschieden (Beifall bei der SPÖ), damit die einzelnen Ressorts wieder verpflichtet sind, sich dem Thema, einfach weil es so wichtig ist, mehr zu widmen. (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Stögmüller: Der verbietet gleich die Antibabypille!
Ganz anders sieht das Bundeskanzler Nehammer in seinem Österreichplan (Abg. Stögmüller: Der verbietet gleich die Antibabypille!), denn dort spricht er vom Beibehalten von Räumen für Frauen, die den Frauen nicht genommen werden dürfen.
Beifall bei der ÖVP.
Ich hätte mir einen politisch ausgewogeneren Bericht gewünscht. Nichtsdestotrotz werden wir gemeinsam, engagiert und unermüdlich an der Gesundheit von Frauen weiterarbeiten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Für die Betroffenen bedeutet das im Klartext nicht nur Stress und Unsicherheit, sondern oft langfristige körperliche und psychische Folgen, von Burn-out und Depression über lange Krankenstände bis hin zum höheren Risiko für zahlreiche Krankheiten. All das bringt die fehlende soziale Absicherung von Frauen mit sich, und all das dürfen wir nicht ignorieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage das ganz bewusst im Vorfeld des Welt-HPV-Tages am 4. März: Ob sich jemand gegen dieses Virus impfen lässt, darf niemals davon abhängen, ob man es sich leisten kann. Machen wir die HPV-Impfung endlich für alle, die sie haben wollen, kostenlos! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Lukas Hammer: Steht einmal WHO drinnen?
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (FPÖ): Herr Präsident! Werte Zuseher, werte Zuhörer! Geschätzter Herr Minister! Hohes Haus! Herr Minister, der Frauengesundheitsbericht 2022 (den genannten Bericht in die Höhe haltend) umfasst 182 Seiten. Wissen Sie, wieso wir diesen Bericht nicht zur Kenntnis nehmen? (Abg. Lukas Hammer: Steht einmal WHO drinnen?) – Die Frage haben ja einige Vorredner gestellt: weil mindestens 182 Seiten fehlen. (Abg. Zorba: Wo sind die Taferl?)
Abg. Zorba: Wo sind die Taferl?
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (FPÖ): Herr Präsident! Werte Zuseher, werte Zuhörer! Geschätzter Herr Minister! Hohes Haus! Herr Minister, der Frauengesundheitsbericht 2022 (den genannten Bericht in die Höhe haltend) umfasst 182 Seiten. Wissen Sie, wieso wir diesen Bericht nicht zur Kenntnis nehmen? (Abg. Lukas Hammer: Steht einmal WHO drinnen?) – Die Frage haben ja einige Vorredner gestellt: weil mindestens 182 Seiten fehlen. (Abg. Zorba: Wo sind die Taferl?)
Abg. Schallmeiner: Von was redest du? – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.
darf. (Abg. Schallmeiner: Von was redest du? – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.) So gehen Sie vor. Und dann sollen wir dem Bericht zustimmen? Ich werde Ihnen, Herr Minister, einige Fakten bringen. Ich weiß, dass das fürs Plenum wenig Sinn hat, weil Sie ja die Fakten seit Jahren ignorieren, aber ich weiß auch, dass die Zuhörer draußen sehr wohl an den Fakten interessiert sind, und deswegen bringe ich die Fakten. (Abg. Lukas Hammer: Weltherrschaft! – Zwischenruf des Abg. Stögmüller.)
Abg. Lukas Hammer: Weltherrschaft! – Zwischenruf des Abg. Stögmüller.
darf. (Abg. Schallmeiner: Von was redest du? – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.) So gehen Sie vor. Und dann sollen wir dem Bericht zustimmen? Ich werde Ihnen, Herr Minister, einige Fakten bringen. Ich weiß, dass das fürs Plenum wenig Sinn hat, weil Sie ja die Fakten seit Jahren ignorieren, aber ich weiß auch, dass die Zuhörer draußen sehr wohl an den Fakten interessiert sind, und deswegen bringe ich die Fakten. (Abg. Lukas Hammer: Weltherrschaft! – Zwischenruf des Abg. Stögmüller.)
Abg. Schallmeiner: Nein, eben nicht!
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen – Ihr Amt, Herr Minister –: Im Berichtszeitraum 27.12.2020 bis 31.12.2022 wurden bei einer geringen Meldequote (Abg. Schallmeiner: Nein, eben nicht!), das wissen Sie, 52 124 Impfnebenwirkungen (Abg. Schallmeiner: Verdachtsfälle!) an Ihre Institution gemeldet, an das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen. (Abg. Heinisch-Hosek: Reden Sie zum Thema! – Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.) Sie wissen, dass zwei Drittel dieser Impfnebenwirkungen, die Ihnen gemeldet wurden, Frauen betreffen. Hier in diesem Bericht (den genannten Bericht in die Höhe haltend), auf 182 Seiten, kommt das nicht vor. Deswegen wollte ich mir anhören, was die Vorredner der Einheitspartei zu berichten haben. Sie lamentieren alle über die fehlende Datenlage. Diese Daten liegen vor, nur zerbrechen Sie sich überhaupt nicht den Kopf darüber.
Abg. Schallmeiner: Verdachtsfälle!
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen – Ihr Amt, Herr Minister –: Im Berichtszeitraum 27.12.2020 bis 31.12.2022 wurden bei einer geringen Meldequote (Abg. Schallmeiner: Nein, eben nicht!), das wissen Sie, 52 124 Impfnebenwirkungen (Abg. Schallmeiner: Verdachtsfälle!) an Ihre Institution gemeldet, an das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen. (Abg. Heinisch-Hosek: Reden Sie zum Thema! – Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.) Sie wissen, dass zwei Drittel dieser Impfnebenwirkungen, die Ihnen gemeldet wurden, Frauen betreffen. Hier in diesem Bericht (den genannten Bericht in die Höhe haltend), auf 182 Seiten, kommt das nicht vor. Deswegen wollte ich mir anhören, was die Vorredner der Einheitspartei zu berichten haben. Sie lamentieren alle über die fehlende Datenlage. Diese Daten liegen vor, nur zerbrechen Sie sich überhaupt nicht den Kopf darüber.
Abg. Heinisch-Hosek: Reden Sie zum Thema! – Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen – Ihr Amt, Herr Minister –: Im Berichtszeitraum 27.12.2020 bis 31.12.2022 wurden bei einer geringen Meldequote (Abg. Schallmeiner: Nein, eben nicht!), das wissen Sie, 52 124 Impfnebenwirkungen (Abg. Schallmeiner: Verdachtsfälle!) an Ihre Institution gemeldet, an das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen. (Abg. Heinisch-Hosek: Reden Sie zum Thema! – Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.) Sie wissen, dass zwei Drittel dieser Impfnebenwirkungen, die Ihnen gemeldet wurden, Frauen betreffen. Hier in diesem Bericht (den genannten Bericht in die Höhe haltend), auf 182 Seiten, kommt das nicht vor. Deswegen wollte ich mir anhören, was die Vorredner der Einheitspartei zu berichten haben. Sie lamentieren alle über die fehlende Datenlage. Diese Daten liegen vor, nur zerbrechen Sie sich überhaupt nicht den Kopf darüber.
Abg. Michael Hammer: Zu den Fakenews!
Weiter zu den Fakten (Abg. Michael Hammer: Zu den Fakenews!): Im Altersbereich von 18 bis 44 Jahren – Sie können grinsen, Herr Minister, Sie sollten zuhören, weniger grinsen (Abg. Heinisch-Hosek: Ja soll er weinen, oder was? Dürfen wir schauen, wie wir wollen? Das ist ja unfassbar! – Ruf bei den Grünen: Hallo?! – Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer), das würde vor allem den Frauen helfen; das Grinsen hilft den Frauen überhaupt nicht –, im Altersbereich von 18 bis 44, also im gebärfähigen Alter, treten 53 Prozent aller gemeldeten Impfnebenwirkungen bis 2022 auf; weitere 33 Prozent, 17 232 Meldungen, sind im Altersbereich 45 bis 64. Das heißt also: von Frauen, speziell im gebärfähigen Alter von 18 bis 44, sind 53 Prozent der gemeldeten Nebenwirkungen.
Abg. Heinisch-Hosek: Ja soll er weinen, oder was? Dürfen wir schauen, wie wir wollen? Das ist ja unfassbar! – Ruf bei den Grünen: Hallo?! – Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer
Weiter zu den Fakten (Abg. Michael Hammer: Zu den Fakenews!): Im Altersbereich von 18 bis 44 Jahren – Sie können grinsen, Herr Minister, Sie sollten zuhören, weniger grinsen (Abg. Heinisch-Hosek: Ja soll er weinen, oder was? Dürfen wir schauen, wie wir wollen? Das ist ja unfassbar! – Ruf bei den Grünen: Hallo?! – Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer), das würde vor allem den Frauen helfen; das Grinsen hilft den Frauen überhaupt nicht –, im Altersbereich von 18 bis 44, also im gebärfähigen Alter, treten 53 Prozent aller gemeldeten Impfnebenwirkungen bis 2022 auf; weitere 33 Prozent, 17 232 Meldungen, sind im Altersbereich 45 bis 64. Das heißt also: von Frauen, speziell im gebärfähigen Alter von 18 bis 44, sind 53 Prozent der gemeldeten Nebenwirkungen.
Bundesminister Rauch schüttelt den Kopf und hält sich die Hände vor das Gesicht. – Ruf bei den Grünen: Das ist eine Verschwörungstheorie! Das ist unglaublich, Herr Kollege, unfassbar! – Abg. Michael Hammer: Herr Präsident, darf ich sagen, dass das ein Unsinn ist?
Herr Minister, Sie wissen doch, dass es in allen Ländern, in denen die Impfquoten hoch waren, eklatante Geburtenrückgänge gegeben hat. (Bundesminister Rauch schüttelt den Kopf und hält sich die Hände vor das Gesicht. – Ruf bei den Grünen: Das ist eine Verschwörungstheorie! Das ist unglaublich, Herr Kollege, unfassbar! – Abg. Michael Hammer: Herr Präsident, darf ich sagen, dass das ein Unsinn ist?) Sie blenden das aus, Sie analysieren das nicht, das interessiert Sie überhaupt nicht. George Orwell lässt grüßen! Das heißt: Das, was nicht sein darf, blende ich aus. (Abg. Michael Hammer: Die WHO musst du erwähnen! – Abg. Heinisch-Hosek: Kommen Sie zum Schluss, wirklich! – Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.)
Abg. Michael Hammer: Die WHO musst du erwähnen! – Abg. Heinisch-Hosek: Kommen Sie zum Schluss, wirklich! – Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.
Herr Minister, Sie wissen doch, dass es in allen Ländern, in denen die Impfquoten hoch waren, eklatante Geburtenrückgänge gegeben hat. (Bundesminister Rauch schüttelt den Kopf und hält sich die Hände vor das Gesicht. – Ruf bei den Grünen: Das ist eine Verschwörungstheorie! Das ist unglaublich, Herr Kollege, unfassbar! – Abg. Michael Hammer: Herr Präsident, darf ich sagen, dass das ein Unsinn ist?) Sie blenden das aus, Sie analysieren das nicht, das interessiert Sie überhaupt nicht. George Orwell lässt grüßen! Das heißt: Das, was nicht sein darf, blende ich aus. (Abg. Michael Hammer: Die WHO musst du erwähnen! – Abg. Heinisch-Hosek: Kommen Sie zum Schluss, wirklich! – Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.)
Abg. Michael Hammer: Das Ivermectin war noch nicht drinnen!
Damit sich die Zuhörer und Zuseher wirklich ein Bild machen können (Abg. Michael Hammer: Das Ivermectin war noch nicht drinnen!) – es wurde mehrmals die Menstruationsstörung erwähnt –: Schauen Sie sich, geschätzte Zuhörer und Zuseher, diese Tafel (eine Tafel, auf der unter der Überschrift „EMA-Datenbank: Entwicklung der Menstruationsstörung (2002-2021)“ ein Diagramm und rechts davon ein nach oben zeigender roter Pfeil und die Aufschrift „Sprung auf 16.000!“ zu sehen sind, auf das Redner:innenpult stellend) an! Das sind gemeldete Menstruationsbeschwerden an die EMA, an die Europäische Arzneimittelbehörde. Sie sehen: Bis zum Jahr 2021 kommt das Problem de facto nicht vor. Im Jahr 2021, als Sie mit der intensiven Impfkampagne und mit den Impfungen begonnen haben, explodierten diese Zahlen. (Zwischenruf der Abg. Kucharowits.)
Zwischenruf der Abg. Kucharowits.
Damit sich die Zuhörer und Zuseher wirklich ein Bild machen können (Abg. Michael Hammer: Das Ivermectin war noch nicht drinnen!) – es wurde mehrmals die Menstruationsstörung erwähnt –: Schauen Sie sich, geschätzte Zuhörer und Zuseher, diese Tafel (eine Tafel, auf der unter der Überschrift „EMA-Datenbank: Entwicklung der Menstruationsstörung (2002-2021)“ ein Diagramm und rechts davon ein nach oben zeigender roter Pfeil und die Aufschrift „Sprung auf 16.000!“ zu sehen sind, auf das Redner:innenpult stellend) an! Das sind gemeldete Menstruationsbeschwerden an die EMA, an die Europäische Arzneimittelbehörde. Sie sehen: Bis zum Jahr 2021 kommt das Problem de facto nicht vor. Im Jahr 2021, als Sie mit der intensiven Impfkampagne und mit den Impfungen begonnen haben, explodierten diese Zahlen. (Zwischenruf der Abg. Kucharowits.)
die genannte Tafel in Richtung Bundesminister Rauch haltend
Herr Minister, wieso gehen Sie auf diese Thematik nicht ein? Herr Minister, wieso (die genannte Tafel in Richtung Bundesminister Rauch haltend) interessiert Sie das nicht? Die Frauen draußen wären natürlich daran interessiert, zu wissen, wieso das so ist, aber Sie interessiert das nicht. Sie sprechen von einer fehlenden Datenlage. (Zwischenruf bei den NEOS. – Beifall von Bundesminister Rauch in Richtung NEOS. – Abg. Belakowitsch: Ein bissel mehr Respekt von der Regierungsbank könnte man sich schon erwarten! – Abg. Michael Hammer: Aber für so einen Unsinn braucht man nicht viel Respekt, oder?)
Zwischenruf bei den NEOS. – Beifall von Bundesminister Rauch in Richtung NEOS. – Abg. Belakowitsch: Ein bissel mehr Respekt von der Regierungsbank könnte man sich schon erwarten! – Abg. Michael Hammer: Aber für so einen Unsinn braucht man nicht viel Respekt, oder?
Herr Minister, wieso gehen Sie auf diese Thematik nicht ein? Herr Minister, wieso (die genannte Tafel in Richtung Bundesminister Rauch haltend) interessiert Sie das nicht? Die Frauen draußen wären natürlich daran interessiert, zu wissen, wieso das so ist, aber Sie interessiert das nicht. Sie sprechen von einer fehlenden Datenlage. (Zwischenruf bei den NEOS. – Beifall von Bundesminister Rauch in Richtung NEOS. – Abg. Belakowitsch: Ein bissel mehr Respekt von der Regierungsbank könnte man sich schon erwarten! – Abg. Michael Hammer: Aber für so einen Unsinn braucht man nicht viel Respekt, oder?)
Abg. Heinisch-Hosek: Das ist unfassbar, so etwas! – Zwischenrufe bei den Grünen
Herr Minister, Anfragebeantwortung, 1. Februar 2024: Geschätzte Damen und Herren, das (ein Schriftstück in die Höhe haltend) ist eine Anfragebeantwortung von Herrn Minister Rauch (Abg. Heinisch-Hosek: Das ist unfassbar, so etwas! – Zwischenrufe bei den Grünen) – Aufregung hier im Hohen Haus und der Herr Minister grinst möglicherweise weiter. Herr Minister, ich habe Ihnen die Frage gestellt: „Wie oft wurde in Österreich ein Medikament oder eine andere medizinische Behandlung vom Markt genommen?“ Sie antworten mir: Im Zeitraum 1.1.2014 bis 31.12.2023 haben Sie amtswegig 107 Medikamente vom Markt genommen – Gott sei Dank haben diese Medikamente, die vom Markt genommen wurden, keine Todesfälle verursacht, Gott sei Dank! –, und: Bei zwei Medikamenten gab es in Summe zehn schwerwiegende Nebenwirkungen.
Abg. Michael Hammer: Die sind noch nicht gestorben!
Herr Minister, bleiben wir bei den Zahlen: Wie viele Impftote in zeitlicher Nähe zu den Impfungen wurden dem BASG, Ihrer Institution, dem Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, gemeldet? – Ihrer Institution wurden 333 Todesfälle bis zum 31.12. gemeldet, und 269 Todesfälle sind noch in Abklärung. (Abg. Michael Hammer: Die sind noch nicht gestorben!) Herr Minister, Sie machen weiterhin Werbung für eine Impfung, die weder wirksam noch sicher ist. (Abg. Heinisch-Hosek: Zur Sache!) Bitte verlassen Sie die George-Orwell’sche Welt und fangen Sie an, sich um die wirklichen Probleme und da um die Probleme der Frauen zu kümmern, dann hätten wir alle mehr davon! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Zur Sache!
Herr Minister, bleiben wir bei den Zahlen: Wie viele Impftote in zeitlicher Nähe zu den Impfungen wurden dem BASG, Ihrer Institution, dem Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, gemeldet? – Ihrer Institution wurden 333 Todesfälle bis zum 31.12. gemeldet, und 269 Todesfälle sind noch in Abklärung. (Abg. Michael Hammer: Die sind noch nicht gestorben!) Herr Minister, Sie machen weiterhin Werbung für eine Impfung, die weder wirksam noch sicher ist. (Abg. Heinisch-Hosek: Zur Sache!) Bitte verlassen Sie die George-Orwell’sche Welt und fangen Sie an, sich um die wirklichen Probleme und da um die Probleme der Frauen zu kümmern, dann hätten wir alle mehr davon! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Minister, bleiben wir bei den Zahlen: Wie viele Impftote in zeitlicher Nähe zu den Impfungen wurden dem BASG, Ihrer Institution, dem Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, gemeldet? – Ihrer Institution wurden 333 Todesfälle bis zum 31.12. gemeldet, und 269 Todesfälle sind noch in Abklärung. (Abg. Michael Hammer: Die sind noch nicht gestorben!) Herr Minister, Sie machen weiterhin Werbung für eine Impfung, die weder wirksam noch sicher ist. (Abg. Heinisch-Hosek: Zur Sache!) Bitte verlassen Sie die George-Orwell’sche Welt und fangen Sie an, sich um die wirklichen Probleme und da um die Probleme der Frauen zu kümmern, dann hätten wir alle mehr davon! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen sowie des Abg. Loacker. – Abg. Belakowitsch: Aber deines auch!
Abgeordneter Philip Kucher (SPÖ): Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es ist schon schwer zu ertragen, sich dieses Geschwurbel von Herrn Hauser anhören zu müssen. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen sowie des Abg. Loacker. – Abg. Belakowitsch: Aber deines auch!)
Beifall bei SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Amesbauer: Die Einheitspartei! – Zwischenruf des Abg. Hauser.
ausrichtet, was sozusagen aus Ihrer Sicht medizinisch indiziert ist. So geht es nicht, Herr Kollege Hauser! Mir persönlich wird wirklich schlecht. (Beifall bei SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Amesbauer: Die Einheitspartei! – Zwischenruf des Abg. Hauser.)
Abg. Belakowitsch: ... trotz... geimpft!
Mir hat letzte Woche eine Ärztin, eine Gynäkologin, erzählt, dass eine 30-jährige Frau – die eine kleine Tochter hat – schwer an Gebärmutterhalskrebs erkrankt ist, der nicht mehr therapierbar ist (Abg. Belakowitsch: ... trotz... geimpft!), und dass das eine Krankheit ist, gegen die wir viel, viel machen könnten (Abg. Belakowitsch: Ja, sagen Sie einmal, dass die Impfung die Zahlen in die Höhe schnellen lässt!), der Länder wie Australien längst mit der HPV-Impfung gegengesteuert haben. Das sind die wahren Schicksale, die wir in Wahrheit erleben (Abg. Michael Hammer: 289 Impftote, die alle gestorben sind, hat er gesagt!), die Ärztinnen und Ärzte auch berichten – und Sie reden halt irgendetwas von Frauen im gebärfähigen Alter und bringen hier Ihre Schwurblerei vor. Es ist unerträglich, was Sie bringen! (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.)
Abg. Belakowitsch: Ja, sagen Sie einmal, dass die Impfung die Zahlen in die Höhe schnellen lässt!
Mir hat letzte Woche eine Ärztin, eine Gynäkologin, erzählt, dass eine 30-jährige Frau – die eine kleine Tochter hat – schwer an Gebärmutterhalskrebs erkrankt ist, der nicht mehr therapierbar ist (Abg. Belakowitsch: ... trotz... geimpft!), und dass das eine Krankheit ist, gegen die wir viel, viel machen könnten (Abg. Belakowitsch: Ja, sagen Sie einmal, dass die Impfung die Zahlen in die Höhe schnellen lässt!), der Länder wie Australien längst mit der HPV-Impfung gegengesteuert haben. Das sind die wahren Schicksale, die wir in Wahrheit erleben (Abg. Michael Hammer: 289 Impftote, die alle gestorben sind, hat er gesagt!), die Ärztinnen und Ärzte auch berichten – und Sie reden halt irgendetwas von Frauen im gebärfähigen Alter und bringen hier Ihre Schwurblerei vor. Es ist unerträglich, was Sie bringen! (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.)
Abg. Michael Hammer: 289 Impftote, die alle gestorben sind, hat er gesagt!
Mir hat letzte Woche eine Ärztin, eine Gynäkologin, erzählt, dass eine 30-jährige Frau – die eine kleine Tochter hat – schwer an Gebärmutterhalskrebs erkrankt ist, der nicht mehr therapierbar ist (Abg. Belakowitsch: ... trotz... geimpft!), und dass das eine Krankheit ist, gegen die wir viel, viel machen könnten (Abg. Belakowitsch: Ja, sagen Sie einmal, dass die Impfung die Zahlen in die Höhe schnellen lässt!), der Länder wie Australien längst mit der HPV-Impfung gegengesteuert haben. Das sind die wahren Schicksale, die wir in Wahrheit erleben (Abg. Michael Hammer: 289 Impftote, die alle gestorben sind, hat er gesagt!), die Ärztinnen und Ärzte auch berichten – und Sie reden halt irgendetwas von Frauen im gebärfähigen Alter und bringen hier Ihre Schwurblerei vor. Es ist unerträglich, was Sie bringen! (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.
Mir hat letzte Woche eine Ärztin, eine Gynäkologin, erzählt, dass eine 30-jährige Frau – die eine kleine Tochter hat – schwer an Gebärmutterhalskrebs erkrankt ist, der nicht mehr therapierbar ist (Abg. Belakowitsch: ... trotz... geimpft!), und dass das eine Krankheit ist, gegen die wir viel, viel machen könnten (Abg. Belakowitsch: Ja, sagen Sie einmal, dass die Impfung die Zahlen in die Höhe schnellen lässt!), der Länder wie Australien längst mit der HPV-Impfung gegengesteuert haben. Das sind die wahren Schicksale, die wir in Wahrheit erleben (Abg. Michael Hammer: 289 Impftote, die alle gestorben sind, hat er gesagt!), die Ärztinnen und Ärzte auch berichten – und Sie reden halt irgendetwas von Frauen im gebärfähigen Alter und bringen hier Ihre Schwurblerei vor. Es ist unerträglich, was Sie bringen! (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.)
Abg. Belakowitsch: Erzählen Sie einmal was von den Statistiken, von den Krebszahlen – nach der Impfung!
Es ist nämlich schon auch eine Frage des Respekts, ob man den Ärztinnen und Ärzten zuhört, ob man die Schicksale von Menschen wahrnimmt oder nicht. (Abg. Belakowitsch: Erzählen Sie einmal was von den Statistiken, von den Krebszahlen – nach der Impfung!) Das ist leider die neue Linie der FPÖ. Das passt zu eurer Linie in der Gesundheitspolitik. (Zwischenruf des Abg. Hauser.)
Zwischenruf des Abg. Hauser.
Es ist nämlich schon auch eine Frage des Respekts, ob man den Ärztinnen und Ärzten zuhört, ob man die Schicksale von Menschen wahrnimmt oder nicht. (Abg. Belakowitsch: Erzählen Sie einmal was von den Statistiken, von den Krebszahlen – nach der Impfung!) Das ist leider die neue Linie der FPÖ. Das passt zu eurer Linie in der Gesundheitspolitik. (Zwischenruf des Abg. Hauser.)
Abg. Michael Hammer: ... Volksmedizin! Die macht der Volkskanzler!
Ich möchte grundsätzlich zum nächsten Punkt kommen, zur Einführung des Facharztes für Allgemeinmedizin. Wir begrüßen alles, was dazu beiträgt, die Rolle der Hausärztinnen und der Hausärzte sowie der Allgemeinmedizin in Österreich zu stärken. Ich sage dazu – und das ist vielleicht nicht ganz leicht, weil wir anders als die FPÖ versuchen, uns der Gesundheitspolitik nicht nur mit einem Schwarz-Weiß-Denken zu nähern (Abg. Michael Hammer: ... Volksmedizin! Die macht der Volkskanzler!) –: Wir freuen uns über jede einzelne Maßnahme, die der Gesundheitsminister setzt. Ich habe nur das Gefühl, dass ein bisschen etwas, dass wenig zwar besser ist als gar nichts, dass aber
Abg. Michael Hammer: Aber der Doskozil nicht, oder?
Wir werden auch mehr Ärztinnen und Ärzte ausbilden müssen. Das sage nicht nur ich als Sozialdemokrat, sondern das ist eine Forderung aller Landesgesundheitsreferentinnen und -gesundheitsreferenten. Das fordert Landeshauptmann Drexler, er hat unsere Position inzwischen übernommen, auch Landeshauptfrau Mikl-Leitner hat unsere Position übernommen. (Abg. Michael Hammer: Aber der Doskozil nicht, oder?) Wir haben gerade nachgelesen, dass es eine Frau Dr. Juliane Bogner-Strauß gegeben hat, die als Gesundheitslandesrätin ebenfalls das sozialdemokratische Modell übernommen hat (Abg. Belakowitsch: Die sozialdemokratische Vorgehensweise, ja!) und gesagt hat (Abg. Belakowitsch: Die Todesengel, die ungeimpften Pfleger!), wir müssen in Österreich schrittweise die Zahl der Medizinstudienplätze verdoppeln. Das wäre eine wichtige Forderung.
Abg. Belakowitsch: Die sozialdemokratische Vorgehensweise, ja!
Wir werden auch mehr Ärztinnen und Ärzte ausbilden müssen. Das sage nicht nur ich als Sozialdemokrat, sondern das ist eine Forderung aller Landesgesundheitsreferentinnen und -gesundheitsreferenten. Das fordert Landeshauptmann Drexler, er hat unsere Position inzwischen übernommen, auch Landeshauptfrau Mikl-Leitner hat unsere Position übernommen. (Abg. Michael Hammer: Aber der Doskozil nicht, oder?) Wir haben gerade nachgelesen, dass es eine Frau Dr. Juliane Bogner-Strauß gegeben hat, die als Gesundheitslandesrätin ebenfalls das sozialdemokratische Modell übernommen hat (Abg. Belakowitsch: Die sozialdemokratische Vorgehensweise, ja!) und gesagt hat (Abg. Belakowitsch: Die Todesengel, die ungeimpften Pfleger!), wir müssen in Österreich schrittweise die Zahl der Medizinstudienplätze verdoppeln. Das wäre eine wichtige Forderung.
Abg. Belakowitsch: Die Todesengel, die ungeimpften Pfleger!
Wir werden auch mehr Ärztinnen und Ärzte ausbilden müssen. Das sage nicht nur ich als Sozialdemokrat, sondern das ist eine Forderung aller Landesgesundheitsreferentinnen und -gesundheitsreferenten. Das fordert Landeshauptmann Drexler, er hat unsere Position inzwischen übernommen, auch Landeshauptfrau Mikl-Leitner hat unsere Position übernommen. (Abg. Michael Hammer: Aber der Doskozil nicht, oder?) Wir haben gerade nachgelesen, dass es eine Frau Dr. Juliane Bogner-Strauß gegeben hat, die als Gesundheitslandesrätin ebenfalls das sozialdemokratische Modell übernommen hat (Abg. Belakowitsch: Die sozialdemokratische Vorgehensweise, ja!) und gesagt hat (Abg. Belakowitsch: Die Todesengel, die ungeimpften Pfleger!), wir müssen in Österreich schrittweise die Zahl der Medizinstudienplätze verdoppeln. Das wäre eine wichtige Forderung.
Abg. Belakowitsch: Warum ist denn das so, Herr Kollege?
Mir tut es persönlich immer leid, wenn es jedes Jahr Tausende junge Menschen gibt, deren Traum es wäre, irgendwann einmal Menschenleben zu retten, die beim Roten Kreuz, beim Arbeiter-Samariter-Bund tätig sind, die sich dort ehrenamtlich engagieren, und man diesen jungen Menschen die Chance nicht geben möchte. (Abg. Belakowitsch: Warum ist denn das so, Herr Kollege?) Davor warne ich, weil – wie wir sehen, wenn wir uns heute die Altersstatistik ansehen – in Summe die Hälfte aller Kassenärztinnen und Kassenärzte über 55 Jahre alt sind und zu wenige junge Kolleginnen und Kollegen nachkommen.
Beifall bei der SPÖ.
Da hat sich sozusagen unsere Gesellschaft geändert, das Arbeitszeitgesetz hat sich geändert – Juliane Bogner-Strauß hat das einmal in einem Artikel sehr gut ausgeführt –, deswegen ist es dringend notwendig, dass wir heute bereits Maßnahmen setzen, dass wir die Zahl der Medizinstudienplätze in Österreich verdoppeln, dass es einen Aufnahmebonus für all jene jungen Leute gibt, die danach für die Allgemeinheit da sein sollen, und dass wir deutlich mehr Geld in die Hand nehmen, um unser Kassensystem in Österreich zu retten und dafür zu sorgen, dass alle Menschen wirklich die bestmögliche Versorgung bekommen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Ja, wir schon! Wir schon! – Abg. Michael Hammer: Die haben keine! Die haben keine!
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ, insbesondere Kollege Hauser! Ihr wisst schon, welche Verantwortung ihr als Politikerinnen und Politiker in diesem Land habt (Abg. Belakowitsch: Ja, wir schon! Wir schon! – Abg. Michael Hammer: Die haben keine! Die haben keine!), und vor allem, welche Verantwortung ihr zu übernehmen habt, wenn langsam, aber sicher die Masernimpfrate nach unten geht und immer mehr Menschen in Österreich beispielsweise notwendige Impfungen gegen Krankheiten nicht mehr durchführen lassen. Ihr wisst schon, welche Verantwortung ihr habt, wenn Wissenschaftsfeindlichkeit in diesem Land um sich greift und wenn im Endeffekt die Menschen eher an Ivermectin (Abg. Amesbauer: Bla, bla, bla!) als an Medizin und Wissenschaft glauben. Ihr wisst schon, welche Verantwortung ihr habt – ihr! –, ganz konkret für jeden einzelnen dieser Fälle. (Abg. Kassegger: Lernkurve null! Null Lernkurve!)
Abg. Amesbauer: Bla, bla, bla!
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ, insbesondere Kollege Hauser! Ihr wisst schon, welche Verantwortung ihr als Politikerinnen und Politiker in diesem Land habt (Abg. Belakowitsch: Ja, wir schon! Wir schon! – Abg. Michael Hammer: Die haben keine! Die haben keine!), und vor allem, welche Verantwortung ihr zu übernehmen habt, wenn langsam, aber sicher die Masernimpfrate nach unten geht und immer mehr Menschen in Österreich beispielsweise notwendige Impfungen gegen Krankheiten nicht mehr durchführen lassen. Ihr wisst schon, welche Verantwortung ihr habt, wenn Wissenschaftsfeindlichkeit in diesem Land um sich greift und wenn im Endeffekt die Menschen eher an Ivermectin (Abg. Amesbauer: Bla, bla, bla!) als an Medizin und Wissenschaft glauben. Ihr wisst schon, welche Verantwortung ihr habt – ihr! –, ganz konkret für jeden einzelnen dieser Fälle. (Abg. Kassegger: Lernkurve null! Null Lernkurve!)
Abg. Kassegger: Lernkurve null! Null Lernkurve!
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ, insbesondere Kollege Hauser! Ihr wisst schon, welche Verantwortung ihr als Politikerinnen und Politiker in diesem Land habt (Abg. Belakowitsch: Ja, wir schon! Wir schon! – Abg. Michael Hammer: Die haben keine! Die haben keine!), und vor allem, welche Verantwortung ihr zu übernehmen habt, wenn langsam, aber sicher die Masernimpfrate nach unten geht und immer mehr Menschen in Österreich beispielsweise notwendige Impfungen gegen Krankheiten nicht mehr durchführen lassen. Ihr wisst schon, welche Verantwortung ihr habt, wenn Wissenschaftsfeindlichkeit in diesem Land um sich greift und wenn im Endeffekt die Menschen eher an Ivermectin (Abg. Amesbauer: Bla, bla, bla!) als an Medizin und Wissenschaft glauben. Ihr wisst schon, welche Verantwortung ihr habt – ihr! –, ganz konkret für jeden einzelnen dieser Fälle. (Abg. Kassegger: Lernkurve null! Null Lernkurve!)
Abg. Amesbauer: Du bist ein Schwurbler!
Wenn euer Klubobmann, so wie dieser Tage, auch noch dazu in einem Social-Media-Posting einen kausalen Zusammenhang zwischen der Impfung (Abg. Amesbauer: Du bist ein Schwurbler!) und der Tumorerkrankung einer Frau herstellt, dann ist das im Endeffekt einfach nur grindig (Abg. Amesbauer: Schwurbler!) – auch wenn ich dafür jetzt einen Ordnungsruf kassiere. (Beifall des Abg. Lukas Hammer sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Amesbauer: Schwurbler!) – Die Schwurbler sitzen bei euch! (Ruf bei der FPÖ: Und grindig bist du!)
Abg. Amesbauer: Schwurbler!
Wenn euer Klubobmann, so wie dieser Tage, auch noch dazu in einem Social-Media-Posting einen kausalen Zusammenhang zwischen der Impfung (Abg. Amesbauer: Du bist ein Schwurbler!) und der Tumorerkrankung einer Frau herstellt, dann ist das im Endeffekt einfach nur grindig (Abg. Amesbauer: Schwurbler!) – auch wenn ich dafür jetzt einen Ordnungsruf kassiere. (Beifall des Abg. Lukas Hammer sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Amesbauer: Schwurbler!) – Die Schwurbler sitzen bei euch! (Ruf bei der FPÖ: Und grindig bist du!)
Beifall des Abg. Lukas Hammer sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Amesbauer: Schwurbler!
Wenn euer Klubobmann, so wie dieser Tage, auch noch dazu in einem Social-Media-Posting einen kausalen Zusammenhang zwischen der Impfung (Abg. Amesbauer: Du bist ein Schwurbler!) und der Tumorerkrankung einer Frau herstellt, dann ist das im Endeffekt einfach nur grindig (Abg. Amesbauer: Schwurbler!) – auch wenn ich dafür jetzt einen Ordnungsruf kassiere. (Beifall des Abg. Lukas Hammer sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Amesbauer: Schwurbler!) – Die Schwurbler sitzen bei euch! (Ruf bei der FPÖ: Und grindig bist du!)
Ruf bei der FPÖ: Und grindig bist du!
Wenn euer Klubobmann, so wie dieser Tage, auch noch dazu in einem Social-Media-Posting einen kausalen Zusammenhang zwischen der Impfung (Abg. Amesbauer: Du bist ein Schwurbler!) und der Tumorerkrankung einer Frau herstellt, dann ist das im Endeffekt einfach nur grindig (Abg. Amesbauer: Schwurbler!) – auch wenn ich dafür jetzt einen Ordnungsruf kassiere. (Beifall des Abg. Lukas Hammer sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Amesbauer: Schwurbler!) – Die Schwurbler sitzen bei euch! (Ruf bei der FPÖ: Und grindig bist du!)
Abg. Belakowitsch: Ja, ja, ja, ja, ja, ja!
Es gibt in Österreich aber zum Glück so etwas wie Wissenschafterinnen und Wissenschafter, die uns gute, evidenzbasierte Medizin liefern. (Abg. Belakowitsch: Ja, ja, ja, ja, ja, ja!) Dazu gehören eben auch Ärztinnen und Ärzte, und
Abg. Wurm: Fakenews! Fakenews!
wir reformieren jetzt mit dem hier vorliegenden Gesetzentwurf die Ausbildung der Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmediziner. Das ist – da widerspreche ich jetzt Kollegen Kucher – eben nicht eine für sich allein zu sehende Maßnahme, sondern es ist eine Maßnahme von vielen, die wir in den letzten Monaten gesetzt haben und mit denen wir versuchen, das marode gewordene Gesundheitswesen in Österreich zu reformieren, das Gesundheitswesen, das über 20, 30 Jahre hinweg eigentlich niemanden hier herinnen wirklich interessiert hat – außer die Freiheitlichen, wenn es darum gegangen ist, irgendwelche Pseudoreformen zu machen und vielleicht für sich selbst zu wirtschaften. (Abg. Wurm: Fakenews! Fakenews!) Ansonsten aber hat es in den letzten 20, 30 Jahren in diesem Haus leider Gottes wenig Aktivität gegeben, wenn es um den Reformbedarf im österreichischen Gesundheitswesen gegangen ist. (Abg. Kassegger: Tun Sie nicht schwurbeln, Herr Kollege! Schauen Sie einmal ...! – Abg. Belakowitsch – in Richtung SPÖ –: In den „letzten 20, 30 Jahren“? Da würde ich mich wehren an eurer Stelle!)
Abg. Kassegger: Tun Sie nicht schwurbeln, Herr Kollege! Schauen Sie einmal ...! – Abg. Belakowitsch – in Richtung SPÖ –: In den „letzten 20, 30 Jahren“? Da würde ich mich wehren an eurer Stelle!
wir reformieren jetzt mit dem hier vorliegenden Gesetzentwurf die Ausbildung der Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmediziner. Das ist – da widerspreche ich jetzt Kollegen Kucher – eben nicht eine für sich allein zu sehende Maßnahme, sondern es ist eine Maßnahme von vielen, die wir in den letzten Monaten gesetzt haben und mit denen wir versuchen, das marode gewordene Gesundheitswesen in Österreich zu reformieren, das Gesundheitswesen, das über 20, 30 Jahre hinweg eigentlich niemanden hier herinnen wirklich interessiert hat – außer die Freiheitlichen, wenn es darum gegangen ist, irgendwelche Pseudoreformen zu machen und vielleicht für sich selbst zu wirtschaften. (Abg. Wurm: Fakenews! Fakenews!) Ansonsten aber hat es in den letzten 20, 30 Jahren in diesem Haus leider Gottes wenig Aktivität gegeben, wenn es um den Reformbedarf im österreichischen Gesundheitswesen gegangen ist. (Abg. Kassegger: Tun Sie nicht schwurbeln, Herr Kollege! Schauen Sie einmal ...! – Abg. Belakowitsch – in Richtung SPÖ –: In den „letzten 20, 30 Jahren“? Da würde ich mich wehren an eurer Stelle!)
Abg. Kucher: Jetzt würde es jemanden brauchen, der das bundesweit koordiniert! Wer könnte denn das sein?
Kärnten, das Land Steiermark – in der Ziehung, dann auch die entsprechenden Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen (Abg. Kucher: Jetzt würde es jemanden brauchen, der das bundesweit koordiniert! Wer könnte denn das sein?), was sie aktuell nicht in dem Ausmaß, das notwendig wäre, machen. (Abg. Kucher: Bundesweit in dem Bereich! Wer könnte denn die Rolle übernehmen in der Region?)
Abg. Kucher: Bundesweit in dem Bereich! Wer könnte denn die Rolle übernehmen in der Region?
Kärnten, das Land Steiermark – in der Ziehung, dann auch die entsprechenden Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen (Abg. Kucher: Jetzt würde es jemanden brauchen, der das bundesweit koordiniert! Wer könnte denn das sein?), was sie aktuell nicht in dem Ausmaß, das notwendig wäre, machen. (Abg. Kucher: Bundesweit in dem Bereich! Wer könnte denn die Rolle übernehmen in der Region?)
Abg. Kucher: Das war ein schweres Foul, Herr Minister! Ein schweres Foul!
Kollege Kucher, du kannst mit deinem Landeshauptmann gerne darüber sprechen (Abg. Kucher: Das war ein schweres Foul, Herr Minister! Ein schweres Foul!), dass eben beispielsweise in Kärnten ausreichend Plätze zur Verfügung stehen. (Abg. Kucher: Ein schweres Foul, Herr Minister!) Wir können auch in Oberösterreich mit den Zuständigen reden. Du kannst auch mit Kollegen Hacker reden. (Abg. Kucher: Das sind Querschüsse!) Diese Plätze sind Sache der Länder. Die Länder haben dafür Sorge zu tragen. Ich gehe davon aus, dass angesichts der aktuellen Situation da aber eh unmittelbare Gesprächsbereitschaft herrscht.
Abg. Kucher: Ein schweres Foul, Herr Minister!
Kollege Kucher, du kannst mit deinem Landeshauptmann gerne darüber sprechen (Abg. Kucher: Das war ein schweres Foul, Herr Minister! Ein schweres Foul!), dass eben beispielsweise in Kärnten ausreichend Plätze zur Verfügung stehen. (Abg. Kucher: Ein schweres Foul, Herr Minister!) Wir können auch in Oberösterreich mit den Zuständigen reden. Du kannst auch mit Kollegen Hacker reden. (Abg. Kucher: Das sind Querschüsse!) Diese Plätze sind Sache der Länder. Die Länder haben dafür Sorge zu tragen. Ich gehe davon aus, dass angesichts der aktuellen Situation da aber eh unmittelbare Gesprächsbereitschaft herrscht.
Abg. Kucher: Das sind Querschüsse!
Kollege Kucher, du kannst mit deinem Landeshauptmann gerne darüber sprechen (Abg. Kucher: Das war ein schweres Foul, Herr Minister! Ein schweres Foul!), dass eben beispielsweise in Kärnten ausreichend Plätze zur Verfügung stehen. (Abg. Kucher: Ein schweres Foul, Herr Minister!) Wir können auch in Oberösterreich mit den Zuständigen reden. Du kannst auch mit Kollegen Hacker reden. (Abg. Kucher: Das sind Querschüsse!) Diese Plätze sind Sache der Länder. Die Länder haben dafür Sorge zu tragen. Ich gehe davon aus, dass angesichts der aktuellen Situation da aber eh unmittelbare Gesprächsbereitschaft herrscht.
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.
Ich bitte um breite Zustimmung für alle unsere heute eingebrachten Anträge. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen.
Gebärdensprache ausführend:) Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Dr. Josef Smolle (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Zuerst ein Willkommensgruß: Es ist eine Abordnung vom Seniorenbund Lichtenegg unter der Leitung des ehemaligen Landtagsabgeordneten Franz Rennhofer hier auf der Galerie. – Herzlich willkommen! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Zu Recht haben viele Vertreterinnen und Vertreter der Allgemeinmedizin seit Jahrzehnten darauf gedrängt, dass sie Augenhöhe mit den Fachärztinnen und Fachärzten haben. Das ist mehr als berechtigt, und es ist für mich persönlich ein sehr erfreulicher Tag, dass das nun in Gesetzesform gegossen wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, dieser Facharzt, diese Fachärztin für Allgemein- und Familienmedizin ist ein Beispiel dafür, dass Dinge, die bei uns jahrzehntelang diskutiert worden sind, nun in dieser Legislaturperiode auch wirklich umgesetzt werden. (Beifall bei ÖVP und Grünen.) Nur ein paar weitere Beispiele dazu: Fachzahnärztin und Fachzahnarzt für Kieferorthopädie, operationstechnische Assistenz, Regelfinanzierung für Hospiz- und Palliativversorgung, gar nicht zu reden von den unzähligen Maßnahmen der beiden Pflegepakete.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich gebe hier jetzt ein Versprechen ab: Wir wissen, Fachärztin, Facharzt Allgemeinmedizin ist ein Schritt, aber wir sind weiterhin committet, den Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmedizinern jenen Platz in unserer Gesundheitsversorgung zu bieten und einen attraktiven Arbeitsplatz zu bieten, damit sie ihren großen Anforderungen auch wirklich bestens nachkommen können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir haben gestern hier eine wunderbare Veranstaltung zu den SDGs gehabt, den Nachhaltigkeitszielen der WHO und der UNO. Mit diesem tragen wir wieder einen kleinen Baustein zu einem solchen Nachhaltigkeitsziel bei, nämlich SDG 3, Gesundheit und Wohlergehen. Auch das ist ein guter Punkt, und ich freue mich über eine hoffentlich breite Zustimmung. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Egger.
Eine Wifo-Studie von 2019 hat ergeben, dass 10 Milliarden Euro Kosten im Gesundheits- und Sozialsystem durch die Arbeitswelt entstehen. Die Unternehmen zahlen lediglich 1,2 Milliarden Euro zur Unfallversicherung, die auch für die Berufskrankheiten zuständig ist. (Zwischenruf des Abg. Egger.) Wir brauchen eine massive Ausweitung der Berufskrankheitenlisten, wie wir sie als Sozialdemokratie fordern. Es kann nicht sein, dass alles an der öffentlichen Hand hängen bleibt. Man sieht daran eindeutig die dramatischen Auswirkungen einer Lohnnebenkostensenkung: dass nämlich die
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Egger: Die öffentliche Hand ist ja kein Bankomat!
AUVA, die Unfallversicherungsanstalt, keine finanziellen Mittel für die Ausweitung einer Berufskrankheitenliste hat. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Egger: Die öffentliche Hand ist ja kein Bankomat!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich finde es sehr schade, dass der Herr Bundeskanzler heute nicht hier ist. Das spiegelt auch diese Wahrnehmung wider, dass die Pflegeproblematik der ÖVP insgesamt und dem Herrn Bundeskanzler offenbar nicht wichtig ist. Ich persönlich finde das sehr schade. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Sollen wir euch helfen?
Meine sehr geehrten Damen und Herren, nehmen wir diesen Dringlichen Antrag jetzt doch zum Anlass, anzunehmen, dass es ein Hilferuf ist (Abg. Michael Hammer: Sollen wir euch helfen?), dass es ein Appell an die gesamte Bundesregierung ist, im Bereich des Pflegenotstands und der Pflegeoffensive etwas zu tun.
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, wir haben heute auch Gäste hier auf der Besuchergalerie. Ich darf herzlich eine Abordnung von Vertreterinnen und Vertretern aus den Pflegeberufen, aus den Gesundheitsberufen mit Kollegen Mjka von der Gewerkschaft Vida an der Spitze begrüßen, die tagtäglich dafür sorgen, dass sie und die Kolleginnen und Kollegen unter diesen schwierigen Umständen eine tolle Arbeit leisten. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Schauen wir uns Wien an!
Schauen wir uns die Steiermark 2023 an (Abg. Belakowitsch: Schauen wir uns Wien an!), und wir sehen, dort ist es noch dramatischer: 14 000 Pflegeheimbetten, 3 000 nicht belegt, weil das Personal fehlt.
Beifall bei der SPÖ.
Viele fragen sich: Schaffe ich überhaupt über diesen Beruf den Weg in die Pension? Die Belastungen werden immer größer. Wenn wir hier nicht handeln, wenn der Herr Bundeskanzler mit der gesamten Regierung nicht handelt, meine sehr geehrten Damen und Herren, dann machen wir die letzten Pflegekräfte auch noch kaputt, und das haben sich diese Menschen nicht verdient. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Leichtfried – in Richtung Abg. Maurer, die mit Staatssekretärin Plakolm auf der Regierungsbank spricht –: Kann man vielleicht dem Redner zuhören, geht das? – Abg. Heinisch-Hosek: Frau Maurer! – Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Greiner und Loacker.
Wissen Sie, was die Leute noch nicht verstehen: Warum ist es nicht möglich, über den ganz einfachen Weg einer Verordnung die Gesundheits- und Pflegeberufe in die Schwerarbeiterregelung zu bringen? (Abg. Leichtfried – in Richtung Abg. Maurer, die mit Staatssekretärin Plakolm auf der Regierungsbank spricht –: Kann man vielleicht dem Redner zuhören, geht das? – Abg. Heinisch-Hosek: Frau Maurer! – Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Greiner und Loacker.) Warum ist das nicht möglich? Das versteht niemand, denn das ist Schwerarbeit! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wissen Sie, was die Leute noch nicht verstehen: Warum ist es nicht möglich, über den ganz einfachen Weg einer Verordnung die Gesundheits- und Pflegeberufe in die Schwerarbeiterregelung zu bringen? (Abg. Leichtfried – in Richtung Abg. Maurer, die mit Staatssekretärin Plakolm auf der Regierungsbank spricht –: Kann man vielleicht dem Redner zuhören, geht das? – Abg. Heinisch-Hosek: Frau Maurer! – Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Greiner und Loacker.) Warum ist das nicht möglich? Das versteht niemand, denn das ist Schwerarbeit! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Gesundheitsberufe, Pflegeberufe sind Schwerarbeit. Mit einer einfachen Verordnung wäre das möglich. Ich muss Sie wirklich fragen, Frau Staatssekretärin, vielleicht können Sie es auch den Herrn Bundeskanzler fragen: Wo ist da die Wertschätzung, die Anerkennung für diese Berufsgruppen, die Schwerarbeit leisten? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Egger.
hier seit 2017 passiert. Seit 2017 kracht es im Gesundheitssystem in diesem Land, und das hätte es mit einer SPÖ in Regierungsverantwortung nicht gegeben, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Egger.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch: Bei euch aber auch nicht!
Der Rechnungshof bestätigt auch das Versagen der ÖVP und der FPÖ bei der Patientenmilliarde. Man hat den Patienten eine Milliarde genommen, anstatt sie ihnen zu geben. Das sind die Erfolge der Regierung seit 2017. Gesundheit und Pflege sind nicht die Stärke und nicht das Hauptanliegen der ÖVP und der FPÖ, das kommt da ganz klar zum Vorschein. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch: Bei euch aber auch nicht!)
Zwischenruf des Abg. Wöginger.
einen Großteil der Beschäftigten nicht zur Anwendung gekommen. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.)
Abg. Wöginger: Das stimmt ja nicht!
Zweites Beispiel: Die Entgeltzuschüsse, das heißt diese Boni, sind befristet, waren schlecht ausgeführt und sind wirkungslos. (Abg. Wöginger: Das stimmt ja nicht!) – Ich sage auch warum, Herr Klubobmann Wöginger: Ihr habt den Menschen diesen Bonus netto in Aussicht gestellt, aber er ist brutto ausbezahlt worden. (Abg. Wöginger: Er ist brutto brutto ausgezahlt worden!) Das war dann das große Dilemma. (Abg. Wöginger: Das hast du erzählt, aber sonst niemand! – Abg. Wurm: ...! Das ist überhaupt nicht wahr!) Der Pflegenotstand aus der Betrachtung der ÖVP ist eine Leermeldung und eine Realitätsverweigerung – auch bei der FPÖ. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wöginger: Er ist brutto brutto ausgezahlt worden!
Zweites Beispiel: Die Entgeltzuschüsse, das heißt diese Boni, sind befristet, waren schlecht ausgeführt und sind wirkungslos. (Abg. Wöginger: Das stimmt ja nicht!) – Ich sage auch warum, Herr Klubobmann Wöginger: Ihr habt den Menschen diesen Bonus netto in Aussicht gestellt, aber er ist brutto ausbezahlt worden. (Abg. Wöginger: Er ist brutto brutto ausgezahlt worden!) Das war dann das große Dilemma. (Abg. Wöginger: Das hast du erzählt, aber sonst niemand! – Abg. Wurm: ...! Das ist überhaupt nicht wahr!) Der Pflegenotstand aus der Betrachtung der ÖVP ist eine Leermeldung und eine Realitätsverweigerung – auch bei der FPÖ. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wöginger: Das hast du erzählt, aber sonst niemand! – Abg. Wurm: ...! Das ist überhaupt nicht wahr!
Zweites Beispiel: Die Entgeltzuschüsse, das heißt diese Boni, sind befristet, waren schlecht ausgeführt und sind wirkungslos. (Abg. Wöginger: Das stimmt ja nicht!) – Ich sage auch warum, Herr Klubobmann Wöginger: Ihr habt den Menschen diesen Bonus netto in Aussicht gestellt, aber er ist brutto ausbezahlt worden. (Abg. Wöginger: Er ist brutto brutto ausgezahlt worden!) Das war dann das große Dilemma. (Abg. Wöginger: Das hast du erzählt, aber sonst niemand! – Abg. Wurm: ...! Das ist überhaupt nicht wahr!) Der Pflegenotstand aus der Betrachtung der ÖVP ist eine Leermeldung und eine Realitätsverweigerung – auch bei der FPÖ. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zweites Beispiel: Die Entgeltzuschüsse, das heißt diese Boni, sind befristet, waren schlecht ausgeführt und sind wirkungslos. (Abg. Wöginger: Das stimmt ja nicht!) – Ich sage auch warum, Herr Klubobmann Wöginger: Ihr habt den Menschen diesen Bonus netto in Aussicht gestellt, aber er ist brutto ausbezahlt worden. (Abg. Wöginger: Er ist brutto brutto ausgezahlt worden!) Das war dann das große Dilemma. (Abg. Wöginger: Das hast du erzählt, aber sonst niemand! – Abg. Wurm: ...! Das ist überhaupt nicht wahr!) Der Pflegenotstand aus der Betrachtung der ÖVP ist eine Leermeldung und eine Realitätsverweigerung – auch bei der FPÖ. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Zarits: ... Pflegelehre ...!
Wissen Sie, was auch etwas erschüttert und was wir wirklich vermissen? – In der Rede des Bundeskanzlers zum großangesetzten Österreichplan wurden der Pflege und dem Pflegepersonal ein einziger Absatz – knapp fünf Zeilen – gewidmet. Die einzige Antwort der ÖVP: Mehr Menschen aus dem Ausland holen, aber keine einzige Maßnahme zur Verbesserung der Berufsbedingungen (Abg. Zarits: ... Pflegelehre ...!), kein einziges Wort der Wertschätzung. Das tut eigentlich weh, das muss ich Ihnen wirklich sagen.
Abg. Belakowitsch: Wer sagt das?
Diese Leermeldung der ÖVP wird ja von der FPÖ noch unterboten, indem man sagt: Ja, dann müssen halt die Leute in den Pflegeberufen mehr arbeiten. (Abg. Belakowitsch: Wer sagt das?) Macht mehr Stunden, macht mehr Überstunden, vielleicht machen wir die Überstunden noch steuerfrei. (Zwischenruf des Abg. Kucher.) Das geht nicht, dass man das Pflegepersonal noch mehr auspresst, als es jetzt schon passiert. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Kucher.
Diese Leermeldung der ÖVP wird ja von der FPÖ noch unterboten, indem man sagt: Ja, dann müssen halt die Leute in den Pflegeberufen mehr arbeiten. (Abg. Belakowitsch: Wer sagt das?) Macht mehr Stunden, macht mehr Überstunden, vielleicht machen wir die Überstunden noch steuerfrei. (Zwischenruf des Abg. Kucher.) Das geht nicht, dass man das Pflegepersonal noch mehr auspresst, als es jetzt schon passiert. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Diese Leermeldung der ÖVP wird ja von der FPÖ noch unterboten, indem man sagt: Ja, dann müssen halt die Leute in den Pflegeberufen mehr arbeiten. (Abg. Belakowitsch: Wer sagt das?) Macht mehr Stunden, macht mehr Überstunden, vielleicht machen wir die Überstunden noch steuerfrei. (Zwischenruf des Abg. Kucher.) Das geht nicht, dass man das Pflegepersonal noch mehr auspresst, als es jetzt schon passiert. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage Ihnen, was die Menschen draußen in dieser Debatte insgesamt auch sehr stört: dieses ständige Hin- und Herschieben und Streiten über politische Verantwortungen, über die Zuständigkeit von Bund, Ländern, öffentlichen, privaten Betreibern, darüber, wer wann wo zuständig ist und wer zahlt. Das zipft die Leute draußen schon an, die können das nicht mehr hören. Da braucht es eine klare Regelung. Die Pflege, meine Damen und Herren, gehört in eine Hand, sie gehört in Bundeshand, dass die Menschen die gleichen Leistungen und Ansprüche haben, bei denen die Gemeinnützigkeit vor den Gewinn zu stellen ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Sinnerfassend lesen ist in der SPÖ auch schon ...!
Der nächste Punkt: Pflege ist weiblich. 80 Prozent der Beschäftigten sind Frauen, die es jetzt nicht schaffen, ihre Pension aus diesem Beruf heraus anzutreten (Abg. Belakowitsch: Sinnerfassend lesen ist in der SPÖ auch schon ...!), und im Wissen, dass das Pensionsantrittsalter der Frauen ab 2024 schrittweise bis 2033 auf 65 Jahre steigen wird, werden es noch weniger Frauen schaffen. Ich glaube, diese psychischen und physischen Belastungen sind klar erwiesen. Je älter man in diesem Job wird, umso schwieriger wird es. Deswegen noch
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Was nicht passt, ist, dass man das in der Pflege nicht macht. In der Pflege gibt es den Ausbildungsbonus mit 600 Euro, zwölf Mal im Jahr, nicht dementsprechend sozialversichert, und die Fachhochschulbeiträge in der Höhe von 400 Euro pro Semester, also im Jahr 800 Euro, müssen die Studierenden auch noch selbst bezahlen. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Abg. Gödl: ... 1 400! Bleib bei der Wahrheit!
Da wird mit unterschiedlichen Maßstäben gemessen. Seit 2016 wurde das Ausbildungsgehalt bei den Polizeischüler:innen von 1 240 auf 2 300 Euro erhöht – das ist gut so –, aber jenes der Pflegeausbildung nicht, da werden die jungen Leute mit 600 Euro abgespeist. (Abg. Gödl: ... 1 400! Bleib bei der Wahrheit!) Wissen Sie, es muss schon klargestellt werden – ja, als Springer, nicht als Neuzugang (Abg. Gödl: Bleib bei der Wahrheit!), Abgeordneter Gödl –: Was für die Ausbildung bei der öffentlichen Sicherheit gilt, das muss doch wirklich auch für die Ausbildung in der sozialen Sicherheit gelten und muss angepasst werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Gödl: Bleib bei der Wahrheit!
Da wird mit unterschiedlichen Maßstäben gemessen. Seit 2016 wurde das Ausbildungsgehalt bei den Polizeischüler:innen von 1 240 auf 2 300 Euro erhöht – das ist gut so –, aber jenes der Pflegeausbildung nicht, da werden die jungen Leute mit 600 Euro abgespeist. (Abg. Gödl: ... 1 400! Bleib bei der Wahrheit!) Wissen Sie, es muss schon klargestellt werden – ja, als Springer, nicht als Neuzugang (Abg. Gödl: Bleib bei der Wahrheit!), Abgeordneter Gödl –: Was für die Ausbildung bei der öffentlichen Sicherheit gilt, das muss doch wirklich auch für die Ausbildung in der sozialen Sicherheit gelten und muss angepasst werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Da wird mit unterschiedlichen Maßstäben gemessen. Seit 2016 wurde das Ausbildungsgehalt bei den Polizeischüler:innen von 1 240 auf 2 300 Euro erhöht – das ist gut so –, aber jenes der Pflegeausbildung nicht, da werden die jungen Leute mit 600 Euro abgespeist. (Abg. Gödl: ... 1 400! Bleib bei der Wahrheit!) Wissen Sie, es muss schon klargestellt werden – ja, als Springer, nicht als Neuzugang (Abg. Gödl: Bleib bei der Wahrheit!), Abgeordneter Gödl –: Was für die Ausbildung bei der öffentlichen Sicherheit gilt, das muss doch wirklich auch für die Ausbildung in der sozialen Sicherheit gelten und muss angepasst werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wöginger: Du redest da die ganze Zeit, dass alles schlecht ist! – Ruf bei der SPÖ: Es ist schlecht!
um nichts besser geworden. Oder hört ihr irgendwo, dass es jetzt besser geworden ist? (Abg. Wöginger: Du redest da die ganze Zeit, dass alles schlecht ist! – Ruf bei der SPÖ: Es ist schlecht!) – Wir haben weiter sinkende Personalzahlen. Das heißt, wir brauchen umfassende, nachhaltige Reformen, Herr Klubobmann. Unser Entschließungsantrag umfasst diese nachhaltige Reform, und ihr habt die Möglichkeit, diesem zuzustimmen.
Abg. Belakowitsch: Ja, bitte nicht!
Bevor jetzt alle anderen wieder hier zum Rednerpult rauskommen, höre ich schon die erste Frage, die wahrscheinlich von den Regierungsparteien kommt: Was hat denn die SPÖ in ihrer Regierungsverantwortung in der Pflege alles gemacht? Diese Frage wird kommen. Ich mache einen kleinen Geschichtsunterricht und sage euch das. (Abg. Belakowitsch: Ja, bitte nicht!)
Abg. Ribo: Darauf kann man stolz sein?
2007: Einführung Fördermodell zur 24-Stunden-Betreuung, SPÖ-Sozialminister Erwin Buchinger. (Abg. Ribo: Darauf kann man stolz sein?)
Abg. Belakowitsch: Da fehlen ein paar!
2016: Anhebung des Pflegegelds: SPÖ-Bundesminister Alois Stöger. (Abg. Belakowitsch: Da fehlen ein paar!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Stark: ... 2018? ...!
2018: Abschaffung des Pflegeeigenregresses bei Pflege in einem Pflegeheim: SPÖ-Bundesminister Alois Stöger. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Stark: ... 2018? ...!)
Abg. Belakowitsch: ... reduziert, zwei Mal sogar! Das hast du vergessen! Das hast du vergessen!
Das sind Maßnahmen – und das unterscheidet sie von euren Dingen –, die nicht befristet sind, die nachhaltig sind. (Abg. Belakowitsch: ... reduziert, zwei Mal sogar! Das hast du vergessen! Das hast du vergessen!) Das unterscheidet sie von euren Reformen. Das ist in Wirklichkeit aber sozialdemokratische Handschrift: nachhaltig, unbefristet beschlossen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das sind Maßnahmen – und das unterscheidet sie von euren Dingen –, die nicht befristet sind, die nachhaltig sind. (Abg. Belakowitsch: ... reduziert, zwei Mal sogar! Das hast du vergessen! Das hast du vergessen!) Das unterscheidet sie von euren Reformen. Das ist in Wirklichkeit aber sozialdemokratische Handschrift: nachhaltig, unbefristet beschlossen. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Genau!
Zweitens versucht die SPÖ mit diesem Antrag, den vorhandenen Mangel an Pflegefachkräften mit einer Arbeitszeitverkürzung zu beheben (Ruf bei der SPÖ: Genau!), und das geht sich rechnerisch definitiv nicht aus. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Stöger: Das geht sich auch rechnerisch aus, weil ... bleiben! – Ruf bei der SPÖ: Richtig!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Stöger: Das geht sich auch rechnerisch aus, weil ... bleiben! – Ruf bei der SPÖ: Richtig!
Zweitens versucht die SPÖ mit diesem Antrag, den vorhandenen Mangel an Pflegefachkräften mit einer Arbeitszeitverkürzung zu beheben (Ruf bei der SPÖ: Genau!), und das geht sich rechnerisch definitiv nicht aus. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Stöger: Das geht sich auch rechnerisch aus, weil ... bleiben! – Ruf bei der SPÖ: Richtig!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ab Pflegestufe 4 gibt es seit heuer einen Angehörigenbonus in Höhe von 1 500 Euro. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) – Keine Sorge, diese Liste geht noch weiter. Auch für Eltern gibt es nun einen Rechtsanspruch auf Pflegekarenz, wenn sie zum Beispiel ihr Kind auf Reha begleiten.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Auch während der Ausbildung in Pflegeberufen unterstützen wir die Auszubildenden tatkräftig. Mit einem Pflegestipendium erhalten sie mindestens 1 400 Euro monatlich während der Ausbildung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Heinisch-Hosek: Schrittweise!
Mit der Forderung der SPÖ, die Arbeitszeiten generell zu verkürzen – das scheint ja ein Patentrezept zu sein (Abg. Heinisch-Hosek: Schrittweise!) –, nehmen Sie jungen Menschen genau diese Hoffnung. Sie schüren nur Unmut im Land, nämlich bei den Menschen, die noch wissen, was es bedeutet, arbeiten zu gehen und Leistung zu erbringen. Sie schüren Unmut bei den Menschen, die nicht immer zuerst auf sich selbst schauen, sondern zuerst den Blick auf ihre Mitmenschen, auf die Gesellschaft und insbesondere auf die Gesundheit anderer richten.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.
Geschätzte Damen und Herren, wir haben in den vergangenen mittlerweile viereinhalb Jahren durchgehend Verantwortung übernommen und auch bewiesen, dass wir dieser Verantwortung gerecht werden und da sehr, sehr viel umsetzen können. Und wir haben bereits vieles umgesetzt. Wir haben unsere Unabhängigkeit als Staat, unsere Versorgungssicherheit, unseren Wohlstand gesichert. Mit umfassenden Entlastungsmaßnahmen unterstützen wir die Menschen, die tagtäglich in der Früh aufstehen, arbeiten gehen, einen Beitrag zum Gemeinwohl leisten und Steuern zahlen. Wir haben bereits Entlastungsmaßnahmen wie die ökosoziale Steuerreform, die Abschaffung der kalten Progression, von der bereits viele Parteien und Regierungen gesprochen haben, umgesetzt. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
aus solchen Debatten politisches Kleingeld zu schlagen, übernehmen wir Verantwortung, und das auch weiterhin. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Allgemeiner Beifall.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf die Schüler der Mittelschule Ybbsitz hier auf unserer Galerie recht herzlich willkommen heißen. (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Leichtfried: Das war eine ziemlich schlechte Rede! – Abg. Belakowitsch: Aber jetzt wird es noch schlimmer!
Zu Wort gemeldet ist Klubobmann Kucher. – Bitte. (Abg. Leichtfried: Das war eine ziemlich schlechte Rede! – Abg. Belakowitsch: Aber jetzt wird es noch schlimmer!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Philip Kucher (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wissen Sie, was der Unterschied zwischen den Tausenden Menschen in Österreich, die tagtäglich in der Pflege tätig und für uns da sind, und dem Herrn Bundeskanzler ist? – Nicht nur, dass er das Zehnfache verdient, sondern der Bundeskanzler kann sich auch hinstellen und sagen: Heute habe ich keine Lust, da schicken wir die Jugendstaatssekretärin hin! Die Leute, die tagtäglich für uns da sind, am Krankenbett für uns arbeiten, können nicht sagen: Heute habe ich keine Lust auf einen Nachtdienst, schicken wir die Jugendstaatssekretärin hin! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wurm – von einem Sitzplatz neben jenem des Abg. Kickl aus rufend –: Ich bin nicht da, Philip!
Da geht es um eine Frage des Respekts: Da steht ein leerer Sessel des Bundeskanzlers, dem die Pflege in seinen Sonntagsreden so wichtig ist. Das ist das Einzige, was wir von den Regierungsfraktionen sehen. Die Grünen (auf leere Sitzplätze bei den Grünen weisend) haben sich aus der ersten Reihe verabschiedet. Da vorne, wo eine leere Dose Red Bull steht, sitzt normalerweise Herbert Kickl. (Abg. Wurm – von einem Sitzplatz neben jenem des Abg. Kickl aus rufend –: Ich bin nicht da, Philip!) – Das ist die Wertschätzung gegenüber den Pflegekräften in Österreich vor dem Hintergrund einer dramatischen Situation!
Ruf bei der ÖVP: Das ist bei euch anders? Das ist ja wirklich tief!
Wenn man auf dieser Parteiveranstaltung von der ÖVP in die ersten sechs Reihen geschaut hat, hat man dort vor Ort niemanden in den ersten sechs Reihen gesehen, der unter einem Zehner im Monat verdient. (Ruf bei der ÖVP: Das ist bei euch anders? Das ist ja wirklich tief!) Das ist aber dann die Sichtweise der ÖVP – da tut dann die Teuerung nicht weh, deswegen muss man nichts tun. (Abg. Zarits: Das ist das Tiefste, was es gibt da! Frechheit!)
Abg. Zarits: Das ist das Tiefste, was es gibt da! Frechheit!
Wenn man auf dieser Parteiveranstaltung von der ÖVP in die ersten sechs Reihen geschaut hat, hat man dort vor Ort niemanden in den ersten sechs Reihen gesehen, der unter einem Zehner im Monat verdient. (Ruf bei der ÖVP: Das ist bei euch anders? Das ist ja wirklich tief!) Das ist aber dann die Sichtweise der ÖVP – da tut dann die Teuerung nicht weh, deswegen muss man nichts tun. (Abg. Zarits: Das ist das Tiefste, was es gibt da! Frechheit!)
Ruf bei der ÖVP: Wie viele Zeilen?
Die Frau Staatssekretärin hat soeben groß angesprochen, wie wichtig dem Bundeskanzler nicht die Pflege wäre. Was hat er denn zur Pflege gesagt? – Fünf Zeilen! Fünf Zeilen war ihm die Pflege wert – mehr ist ihm nicht eingefallen (Ruf bei der ÖVP: Wie viele Zeilen?) –, mit der Forderung: Dann holen wir halt mehr Leute aus dem Ausland. – Ja, eh. Die Frage ist: Wie funktioniert das strukturiert? Da wartet längst niemand mehr in den Bundesländern, bis die Bundesregierung endlich munter wird. (Abg. Zarits: Die Gewerkschaften, die roten, sitzen die erst drei Wochen ...!) Passiert ist gar nichts. (Weiterer Zwischenruf bei der ÖVP.)
Abg. Zarits: Die Gewerkschaften, die roten, sitzen die erst drei Wochen ...!
Die Frau Staatssekretärin hat soeben groß angesprochen, wie wichtig dem Bundeskanzler nicht die Pflege wäre. Was hat er denn zur Pflege gesagt? – Fünf Zeilen! Fünf Zeilen war ihm die Pflege wert – mehr ist ihm nicht eingefallen (Ruf bei der ÖVP: Wie viele Zeilen?) –, mit der Forderung: Dann holen wir halt mehr Leute aus dem Ausland. – Ja, eh. Die Frage ist: Wie funktioniert das strukturiert? Da wartet längst niemand mehr in den Bundesländern, bis die Bundesregierung endlich munter wird. (Abg. Zarits: Die Gewerkschaften, die roten, sitzen die erst drei Wochen ...!) Passiert ist gar nichts. (Weiterer Zwischenruf bei der ÖVP.)
Weiterer Zwischenruf bei der ÖVP.
Die Frau Staatssekretärin hat soeben groß angesprochen, wie wichtig dem Bundeskanzler nicht die Pflege wäre. Was hat er denn zur Pflege gesagt? – Fünf Zeilen! Fünf Zeilen war ihm die Pflege wert – mehr ist ihm nicht eingefallen (Ruf bei der ÖVP: Wie viele Zeilen?) –, mit der Forderung: Dann holen wir halt mehr Leute aus dem Ausland. – Ja, eh. Die Frage ist: Wie funktioniert das strukturiert? Da wartet längst niemand mehr in den Bundesländern, bis die Bundesregierung endlich munter wird. (Abg. Zarits: Die Gewerkschaften, die roten, sitzen die erst drei Wochen ...!) Passiert ist gar nichts. (Weiterer Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
haupt weitermachen kann, weil ihnen die Kraft ausgeht. Die Jugendstaatssekretärin druckt da Gschichtln und erzählt, wie super alles ist. – Frau Jungendstaatssekretärin, stellen Sie sich ins Pflegeheim, gehen Sie zu einer Stationsbesprechung ins Krankenhaus und erzählen Sie dort den Kolleginnen und Kollegen, wie super nicht alles ist! Sie sind so weit weg von der Lebensrealität und von den Schicksalen der Menschen! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Belakowitsch: 2 775, haben S‘ geschrieben!
Es gibt in Österreich inzwischen fast 3 000 gesperrte Betten (Abg. Belakowitsch: 2 775, haben S‘ geschrieben!), und das heißt ganz konkret, dass Leute nach Hause geschickt werden, weil die Betten einfach nicht da sind. Operationen müssen verschoben werden, weil das Pflegepersonal fehlt. Das sind menschliche Schicksale. Ein junger Notarzt hat mir erzählt, dass er mit einem reanimierten Patienten eine halbe Stunde auf ein freies Intensivbett warten musste. Das sind die konkreten Schicksale, das kann uns alle treffen.
Zwischenbemerkung von Staatssekretärin Plakolm
Die Frage ist wirklich, ob wir jetzt endlich munter werden und etwas tun, ob es konkrete Maßnahmen gibt, damit wir mehr Menschen für die Pflege gewinnen können und im Bereich der Arbeitswelt endlich eine Entlastung schaffen. Frau Staatssekretärin, Sie reden von Arbeitszeitverkürzung. – Wissen Sie, wie viele Menschen in der Pflege heute schon Teilzeit arbeiten, und das nicht, wie Sie es indirekt gesagt haben, weil sie faul sind (Zwischenbemerkung von Staatssekretärin Plakolm), sondern, ganz real (Abg. Prinz: Das ist eine Unterstellung! Ein bissl mehr Redlichkeit wäre für einen Klubobmann schon notwendig!), weil sie oft die Belastung nicht mehr schaffen und das Arbeitsumfeld
Abg. Prinz: Das ist eine Unterstellung! Ein bissl mehr Redlichkeit wäre für einen Klubobmann schon notwendig!
Die Frage ist wirklich, ob wir jetzt endlich munter werden und etwas tun, ob es konkrete Maßnahmen gibt, damit wir mehr Menschen für die Pflege gewinnen können und im Bereich der Arbeitswelt endlich eine Entlastung schaffen. Frau Staatssekretärin, Sie reden von Arbeitszeitverkürzung. – Wissen Sie, wie viele Menschen in der Pflege heute schon Teilzeit arbeiten, und das nicht, wie Sie es indirekt gesagt haben, weil sie faul sind (Zwischenbemerkung von Staatssekretärin Plakolm), sondern, ganz real (Abg. Prinz: Das ist eine Unterstellung! Ein bissl mehr Redlichkeit wäre für einen Klubobmann schon notwendig!), weil sie oft die Belastung nicht mehr schaffen und das Arbeitsumfeld
Beifall bei der SPÖ.
das gar nicht hergibt?! Das ist nämlich der Zugang von Ihnen, dass schon zwei Drittel der Menschen in der Pflege in Teilzeit arbeiten müssen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Gödl: Pflegelehre!
Wo ist die Ausbildungsoffensive? Wo geben wir den jungen Menschen die Chance, dass sie in der Pflege arbeiten können? Wo passiert denn da ganz konkret etwas? Wer kann denn bitte auf die Idee kommen, dass uns dasselbe, was Polizistinnen und Polizisten in Österreich kriegen – 2 300 Euro während der Ausbildung –, die Pflege nicht wert ist? (Abg. Gödl: Pflegelehre!) Warum stehen wir weiterhin vor der absurden Situation, dass wir dringend Menschen für die Pflege brauchen und die jungen Leute dann 800 Euro Studiengebühren pro Jahr zahlen müssen? Wie unsinnig ist das? Warum wird das nicht endlich abgeschafft? (Abg. Belakowitsch: Wer hat das eingeführt?) Das sind ganz reale Forderungen, die wir sofort umsetzen können.
Abg. Belakowitsch: Wer hat das eingeführt?
Wo ist die Ausbildungsoffensive? Wo geben wir den jungen Menschen die Chance, dass sie in der Pflege arbeiten können? Wo passiert denn da ganz konkret etwas? Wer kann denn bitte auf die Idee kommen, dass uns dasselbe, was Polizistinnen und Polizisten in Österreich kriegen – 2 300 Euro während der Ausbildung –, die Pflege nicht wert ist? (Abg. Gödl: Pflegelehre!) Warum stehen wir weiterhin vor der absurden Situation, dass wir dringend Menschen für die Pflege brauchen und die jungen Leute dann 800 Euro Studiengebühren pro Jahr zahlen müssen? Wie unsinnig ist das? Warum wird das nicht endlich abgeschafft? (Abg. Belakowitsch: Wer hat das eingeführt?) Das sind ganz reale Forderungen, die wir sofort umsetzen können.
Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.
Wo sind denn die Fragen nach der Finanzierung der Pflege? (Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.) Wir sagen als Sozialdemokratie ganz klar: Wenn jemand einen persönlichen, menschlichen Schicksalsschlag hat, wenn jemand als pflegender Angehöriger für die Oma, für den Opa oder für die Eltern da sein muss, so kann niemand den kranken Menschen ihr Schicksal nehmen, aber es ist unsere Aufgabe, für die Menschen da zu sein und sie zumindest mit einem Pflegegarantiefonds zu unterstützen. Das können wir gemeinsam finanzieren, aber Schönreden wird nichts helfen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wo sind denn die Fragen nach der Finanzierung der Pflege? (Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.) Wir sagen als Sozialdemokratie ganz klar: Wenn jemand einen persönlichen, menschlichen Schicksalsschlag hat, wenn jemand als pflegender Angehöriger für die Oma, für den Opa oder für die Eltern da sein muss, so kann niemand den kranken Menschen ihr Schicksal nehmen, aber es ist unsere Aufgabe, für die Menschen da zu sein und sie zumindest mit einem Pflegegarantiefonds zu unterstützen. Das können wir gemeinsam finanzieren, aber Schönreden wird nichts helfen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Belakowitsch.
nicht mehr können, gegeben hat, um den Pflegebereich in Zukunft zu stabilisieren: Dann hackelt halt mehr! Das ist die einzige Botschaft, die die Freiheitlichen den Pflegekräften in Österreich ausrichten. (Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Belakowitsch.) Der Bundesparteivorsitzende, der immer vom kleinen Mann redet, ist nicht einmal da. (Zwischenruf bei den Grünen.)
Zwischenruf bei den Grünen.
nicht mehr können, gegeben hat, um den Pflegebereich in Zukunft zu stabilisieren: Dann hackelt halt mehr! Das ist die einzige Botschaft, die die Freiheitlichen den Pflegekräften in Österreich ausrichten. (Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Belakowitsch.) Der Bundesparteivorsitzende, der immer vom kleinen Mann redet, ist nicht einmal da. (Zwischenruf bei den Grünen.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Die Frage ist also wirklich, ob wir heute miteinander den Pflegenotstand, den es in Österreich gibt, die dramatische Situation für die pflegenden Angehörigen und für die Menschen, die tagtäglich für uns da sind, endlich erkennen und konkrete Maßnahmen setzen. Schönreden, wie es die Staatssekretärin gemacht hat, bringt nichts, von der Behauptung, es ist alles happy-peppy, sind wir noch meilenweit entfernt. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Bitte geht in ein Krankenhaus, bitte geht in ein Pflegeheim, bitte schaut euch die Bettensperren an! (Zwischenrufe der Abgeordneten Schallmeiner und Koza.) Da sind Menschen in Österreich, die für uns alle da sind.
Zwischenrufe der Abgeordneten Schallmeiner und Koza.
Die Frage ist also wirklich, ob wir heute miteinander den Pflegenotstand, den es in Österreich gibt, die dramatische Situation für die pflegenden Angehörigen und für die Menschen, die tagtäglich für uns da sind, endlich erkennen und konkrete Maßnahmen setzen. Schönreden, wie es die Staatssekretärin gemacht hat, bringt nichts, von der Behauptung, es ist alles happy-peppy, sind wir noch meilenweit entfernt. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Bitte geht in ein Krankenhaus, bitte geht in ein Pflegeheim, bitte schaut euch die Bettensperren an! (Zwischenrufe der Abgeordneten Schallmeiner und Koza.) Da sind Menschen in Österreich, die für uns alle da sind.
Beifall bei der SPÖ.
Der Bundeskanzler ist abwesend, der möchte nicht einmal zuhören. Wer mir nicht glaubt, soll bitte nachlesen: Im Österreichplan von Nehammer stehen fünf Zeilen – mehr fällt ihm zur Pflege nicht ein! Die Jugendstaatssekretärin erzählt heute, es ist eh alles happy-peppy, es ist alles schon passiert. Bitte nehmen wir die Menschen ernst! Und wenn wir von Respekt gegenüber der Pflege reden, dann machen wir auch konkret Verbesserungen! – Dafür werden wir doch alle miteinander bezahlt. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Klubobmann Wöginger. – Bitte sehr, Herr Klubobmann. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Herr Kollege Muchitsch, bei allem Respekt dafür, dass man als Spitzengewerkschafter Verbesserungen erreichen will, halte ich überhaupt nichts davon, dass man hergeht und von einem Pflegenotstand redet, wenn bei uns in Österreich im Gesundheits- und Pflegebereich ein System, das von der Qualität her weltweit seinesgleichen sucht, bis in die Regionen hinaus umgesetzt wird. Ich halte das für fahrlässig, ich halte das auch für nicht angebracht. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Warum verunsichern Sie die Menschen in diesem Bereich, wo es doch wirklich eine Systematik gibt, die zwar immer wieder adaptiert werden muss, aber die eine hohe Qualität aufweist?
Beifall bei der ÖVP – Abg. Kucher: Das sieht man, das sieht man! Ah so! – Abg. Heinisch-Hosek: Ah so ...!
Zum Zweiten: Dem Bundeskanzler sind das Sozialwesen und die Pflege ein Anliegen (Beifall bei der ÖVP – Abg. Kucher: Das sieht man, das sieht man! Ah so! – Abg. Heinisch-Hosek: Ah so ...!), nur, wenn ihr mit jemandem reden wollt, dann müsst ihr mit mir reden, weil ich da zuständig bin und die Gesetze im Bereich der Pflege und im Bereich des Sozialen seit vielen Jahren regle – übrigens auch mit euch. Eines kann ich schon sagen: Bei den Gesetzen, die wir in den letzten Jahren in dieser Koalition umgesetzt haben, wart ihr nur mäßig dabei oder habt irgendwelche Kritikpunkte gesucht, was euch nicht gepasst hat. Wir haben uns bemüht, obwohl der Bund dafür gar nicht die Zuständigkeit hat.
Abg. Belakowitsch: War das die Zeit, wo ihr euch so angedirndlt habts?
Im Bereich der Pflege sind eigentlich die Länder mit den Gemeinden und ihren Verbänden, sofern sie da sind, zuständig, dennoch haben wir vor zwei Jahren – noch in der Coronaintensivphase – ein Maßnahmenbündel geschnürt, vor allem für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pflege, weil wir wissen, dass diese in der täglichen Arbeit natürlich auch einem besonderen Druck ausgesetzt sind. (Abg. Belakowitsch: War das die Zeit, wo ihr euch so angedirndlt habts?) Deshalb haben wir diesen Gehaltsbonus umgesetzt, den ihr
Beifall bei ÖVP und Grünen.
dann zerrissen habt, weil ihr gesagt hat: Was ist brutto brutto und was netto? Ich habe nie gesagt, dass die 2 460 Euro nicht brutto brutto sind. Wir haben sie auf die Gehälter draufgegeben, sie sind jetzt im Finanzausgleich abgesichert. Ich habe immer gesagt, dass in diesen beiden Jahren ein Bruttogehalt dazukommt – dieses Bruttogehalt ist bei den Menschen angekommen, es wurde überwiesen und es wird nachhaltig überwiesen, weil es für die nächsten fünf Jahre auch im Finanzausgleich geregelt wird. Da hättet ihr ruhig auch mitstimmen und nicht nur kritisieren können. Wir stehen dafür, dass diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch mehr bekommen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Muchitsch: Warum bleiben die Leute dann nicht ...? Warum hören die Leute auf?
Zudem haben wir eine Maßnahme umgesetzt, die im öffentlichen Dienst, im Beamtendienstrecht selbstverständlich ist: dass man ab dem 43. Lebensjahr eine zusätzliche Urlaubswoche, eine zusätzliche Entlastungswoche bekommt. Das ist jetzt für alle geregelt – egal, wann man in den Dienst eingetreten ist, egal, wie viele Vordienstzeiten man hat, es gilt für alle, die im Bereich der Gesundheits- und Krankenpflege arbeiten. (Abg. Muchitsch: Warum bleiben die Leute dann nicht ...? Warum hören die Leute auf?) Wir haben auch sichergestellt, dass allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Zeitguthaben von 2 Stunden im Bereich der Nachtschwerarbeit zugutekommt.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kucher: Alles super!
diese Berufsfelder entscheiden würden – und das tun sie laut dieser Statistik eindeutig. Wir haben zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kucher: Alles super!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Stöger
Zum Zweiten lasse ich mir mein Heimatbundesland schon gar nicht schlechtreden – und da habe ich auch die Zahlen nachgesehen, weil Oberösterreich (Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Stöger) in diesem Dringlichen Antrag auch erwähnt wird.
Abg. Greiner: Warum sind die Betten gesperrt? Was ist die Erklärung, wenn eh alles passt? – Abg. Kucher: Warum sind dann die Betten gesperrt, wenn alles so gut ist? – Abg. Kickl – in Richtung Abg. Kucher –: In Wien! – Abg. Kucher: In Oberösterreich!
Wir haben bei der Teilnehmerzahl bei den Ausbildungen ein Plus. Es ist zwar nicht viel, aber es gibt eine Steigerung von 1 405 auf 1 463. (Abg. Greiner: Warum sind die Betten gesperrt? Was ist die Erklärung, wenn eh alles passt? – Abg. Kucher: Warum sind dann die Betten gesperrt, wenn alles so gut ist? – Abg. Kickl – in Richtung Abg. Kucher –: In Wien! – Abg. Kucher: In Oberösterreich!) Ich frage mich: Was in Gottes Namen reitet Sie, dass Sie hier hergehen und sagen, wir hätten dort weniger Menschen zur Verfügung, als es tatsächlich der Fall ist? (Abg. Greiner: 2 800 Betten gesperrt! – Abg. Kucher: Ihr richtet den Leuten aus, dass sie mehr hackeln sollen, Überstunden machen! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen. – Beifall des Abg. Stark.) Wir bringen mehr Menschen in die Ausbildung, das bestätigen auch die Zahlen.
Abg. Greiner: 2 800 Betten gesperrt! – Abg. Kucher: Ihr richtet den Leuten aus, dass sie mehr hackeln sollen, Überstunden machen! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen. – Beifall des Abg. Stark.
Wir haben bei der Teilnehmerzahl bei den Ausbildungen ein Plus. Es ist zwar nicht viel, aber es gibt eine Steigerung von 1 405 auf 1 463. (Abg. Greiner: Warum sind die Betten gesperrt? Was ist die Erklärung, wenn eh alles passt? – Abg. Kucher: Warum sind dann die Betten gesperrt, wenn alles so gut ist? – Abg. Kickl – in Richtung Abg. Kucher –: In Wien! – Abg. Kucher: In Oberösterreich!) Ich frage mich: Was in Gottes Namen reitet Sie, dass Sie hier hergehen und sagen, wir hätten dort weniger Menschen zur Verfügung, als es tatsächlich der Fall ist? (Abg. Greiner: 2 800 Betten gesperrt! – Abg. Kucher: Ihr richtet den Leuten aus, dass sie mehr hackeln sollen, Überstunden machen! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen. – Beifall des Abg. Stark.) Wir bringen mehr Menschen in die Ausbildung, das bestätigen auch die Zahlen.
Abg. Kucher: Alles super!
Ich bin Innviertler, ihr könnt mit mir darüber reden, daheim sagen wir: Wos wiegt, des hot’s. Ich bin aber nicht mehr dabei, wenn ständig ein System krank- und schlechtgeredet (Abg. Kucher: Alles super!) und niedergejammert wird und wenn mit falschen Zahlen agiert wird. Das gehört sich in der Politik nicht, das tut man nicht, das ist auch nicht anständig. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich bin Innviertler, ihr könnt mit mir darüber reden, daheim sagen wir: Wos wiegt, des hot’s. Ich bin aber nicht mehr dabei, wenn ständig ein System krank- und schlechtgeredet (Abg. Kucher: Alles super!) und niedergejammert wird und wenn mit falschen Zahlen agiert wird. Das gehört sich in der Politik nicht, das tut man nicht, das ist auch nicht anständig. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Er passt schon auf! – Abg. Prinz: Dann kennt er sich wieder nicht aus!
Das Pflegestipendium – 1 400 Euro pro Mitarbeiterin und Mitarbeiter pro Monat – hat übrigens auch etwas bewirkt. – Kollege Muchitsch, du solltest einmal aufpassen! (Abg. Heinisch-Hosek: Er passt schon auf! – Abg. Prinz: Dann kennt er sich wieder nicht aus!) Wenn du schon 20 Minuten redest, dann höre vielleicht auch einmal zu! Es gehört sich auch von dir als Spitzengewerkschafter, dass du den anderen Parteien zuhörst, wenn wir über diese Dinge diskutieren. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Das Pflegestipendium – 1 400 Euro pro Mitarbeiterin und Mitarbeiter pro Monat – hat übrigens auch etwas bewirkt. – Kollege Muchitsch, du solltest einmal aufpassen! (Abg. Heinisch-Hosek: Er passt schon auf! – Abg. Prinz: Dann kennt er sich wieder nicht aus!) Wenn du schon 20 Minuten redest, dann höre vielleicht auch einmal zu! Es gehört sich auch von dir als Spitzengewerkschafter, dass du den anderen Parteien zuhörst, wenn wir über diese Dinge diskutieren. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer. – Zwischenruf des Abg. Schroll.
Durch das Pflegestipendium, das mit 1.1.2023 eingeführt wurde, konnten bereits mehr als 3 500 arbeitslose Personen in Pflege- und Sozialberufen eine Ausbildung starten. Das ist genau das, was ihr als sozialdemokratische Partei immer wollt, dass wir genau dort hineingehen und sozusagen Menschen aus der Arbeitslosigkeit in die Sozial- und Gesundheitsberufe und in den Pflegebereich bringen. Das passiert damit. 3 500 sind sogar mehr, als du im ersten Satz deiner Entschließungsantragsformel schreibst. Du schreibst da, dass um mindestens 3 000 Plätze erhöht werden soll. – Es sind sogar 3 500, also: Geliefert, Herr Kollege Muchitsch, wenn du das so haben möchtest. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer. – Zwischenruf des Abg. Schroll.)
Abg. Heinisch-Hosek: Pflegestufe 4!
hörige nimmt und die Menschen auf diesem Weg begleitet. Das ist ein ganz hohes Gut (Abg. Heinisch-Hosek: Pflegestufe 4!), das wir in unserer Gesellschaft haben, und das besonders bei uns, vor allem in den ländlichen Strukturen noch funktioniert. Ich bedanke mich bei all den Menschen, die die häusliche Pflege und Betreuung für ihre näheren Angehörigen übernehmen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
hörige nimmt und die Menschen auf diesem Weg begleitet. Das ist ein ganz hohes Gut (Abg. Heinisch-Hosek: Pflegestufe 4!), das wir in unserer Gesellschaft haben, und das besonders bei uns, vor allem in den ländlichen Strukturen noch funktioniert. Ich bedanke mich bei all den Menschen, die die häusliche Pflege und Betreuung für ihre näheren Angehörigen übernehmen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Kickl: Was? „Waggonweise“? – Das ist a bissl eine grenzwertige Formulierung!
Wir haben die Nostrifikationen erleichtert und beschleunigt. Ja, es ist richtig: Wir bringen derzeit Menschen aus Kolumbien, von den Philippinen, aus Vietnam ins Land. Ja, wir haben sie in den letzten Jahren auch aus Rumänien, aus Ungarn, aus unseren östlichen Nachbarländern zu uns gebracht; busweise, zugweise, waggonweise sind sie gekommen. (Abg. Kickl: Was? „Waggonweise“? – Das ist a bissl eine grenzwertige Formulierung!) Und wo sind sie? – Sie sind in unseren Privathäusern und üben die 24-Stunden-Betreuung aus. Das ist die Realität, meine Damen und Herren. Wir haben deshalb einige Tausend Menschen aus diesen Ländern bei uns im Land, weil sie einen ganz wertvollen Beitrag für unsere zu pflegenden Angehörigen leisten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir haben die Nostrifikationen erleichtert und beschleunigt. Ja, es ist richtig: Wir bringen derzeit Menschen aus Kolumbien, von den Philippinen, aus Vietnam ins Land. Ja, wir haben sie in den letzten Jahren auch aus Rumänien, aus Ungarn, aus unseren östlichen Nachbarländern zu uns gebracht; busweise, zugweise, waggonweise sind sie gekommen. (Abg. Kickl: Was? „Waggonweise“? – Das ist a bissl eine grenzwertige Formulierung!) Und wo sind sie? – Sie sind in unseren Privathäusern und üben die 24-Stunden-Betreuung aus. Das ist die Realität, meine Damen und Herren. Wir haben deshalb einige Tausend Menschen aus diesen Ländern bei uns im Land, weil sie einen ganz wertvollen Beitrag für unsere zu pflegenden Angehörigen leisten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Ruf bei der SPÖ: ... bis 2017 gearbeitet in der Pflege!
Wir haben außerdem das Pflegegeld valorisiert, und zwar nicht nur einmal in all den Jahren, Herr Kollege Muchitsch. Wir haben es jetzt jährlich valorisiert und in den letzten beiden Jahren ist das Pflegegeld um 15,5 Prozent angehoben worden – einmal um 9,7 Prozent und jetzt um 5,8 Prozent. Wenn also die Sozialdemokratie hier die großen Errungenschaften der Neunzigerjahre anspricht, dann ist das vergleichbar mit dem Zustand ihrer Partei: Das ist nicht das, was sich die Menschen eigentlich erwarten. Stattdessen setzen wir die Maßnahmen, die sich in den Geldtaschen der Menschen wiederfinden und die sie auch spüren. (Ruf bei der SPÖ: ... bis 2017 gearbeitet in der Pflege!) Das
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
ist auch zu Recht so umgesetzt worden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Zu guter Letzt, Herr Kollege Muchitsch: Es ist der Treppenwitz der Geschichte, die generelle Arbeitszeitverkürzung zu fordern! (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Wissen Sie überhaupt, was Sie damit auslösen? Sie haben richtig gesagt: Jetzt haben wir schon sehr viele Teilzeitmitarbeiterinnen und -mitarbeiter im Bereich der Pflege. (Abg. Kucher: Ja, was heißt das? Denen die Staatssekretärin ausrichtet, dass sie zu faul sind!)
Abg. Kucher: Ja, was heißt das? Denen die Staatssekretärin ausrichtet, dass sie zu faul sind!
Zu guter Letzt, Herr Kollege Muchitsch: Es ist der Treppenwitz der Geschichte, die generelle Arbeitszeitverkürzung zu fordern! (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Wissen Sie überhaupt, was Sie damit auslösen? Sie haben richtig gesagt: Jetzt haben wir schon sehr viele Teilzeitmitarbeiterinnen und -mitarbeiter im Bereich der Pflege. (Abg. Kucher: Ja, was heißt das? Denen die Staatssekretärin ausrichtet, dass sie zu faul sind!)
Abg. Leichtfried: Ihr habt den 12-Stunden-Tag eingeführt ...! – Zwischenruf des Abg. Stöger. – Abg. Leichtfried: Die 60-Stunden-Woche habt ihr eingeführt, darauf könnt ihr stolz sein!
Zum einen: Ich bin von eurer Fraktion bis zum Gehtnichtmehr gescholten worden, als wir im Jahr 2018 die Arbeitszeit geändert haben. (Abg. Leichtfried: Ihr habt den 12-Stunden-Tag eingeführt ...! – Zwischenruf des Abg. Stöger. – Abg. Leichtfried: Die 60-Stunden-Woche habt ihr eingeführt, darauf könnt ihr stolz sein!) Dabei haben wir eigentlich die völlige Flexibilität für die Sozialpartner geschaffen, damit diese sich in den Kollektivverträgen bewegen können, wie sie wollen, was zum Beispiel die Sozialwirtschaft auch macht. In der Steiermark gibt es etwa eine 36-Stunden-Woche, es gibt die Kürzungen in diesem Bereich, das ist ja auch alles gut und richtig, da haben wir die völlige Flexibilität gegeben.
Beifall bei der ÖVP.
Ich kenne auch überhaupt niemanden, der sich heute über die Arbeitszeitänderungen beschwert oder darüber schimpft. Das ist Flexibilität und was wir damals umgesetzt haben, ist das, was sich die Menschen im Grunde gewünscht haben. Das wirkt heute und das kann auch zu positiven Änderungen führen. (Beifall bei der ÖVP.) Es ist nicht immer alles nur grauslich, weil man glaubt, es sei so.
Abg. Heinisch-Hosek: Vielleicht möchten sie mehr!
verschärfen wir da die Situation. (Abg. Heinisch-Hosek: Vielleicht möchten sie mehr!) Wenn wir dann noch weniger Stunden haben als jetzt schon, dann werden wir die Situation verschärfen. (Abg. Heinisch-Hosek: Nein!)
Abg. Heinisch-Hosek: Nein!
verschärfen wir da die Situation. (Abg. Heinisch-Hosek: Vielleicht möchten sie mehr!) Wenn wir dann noch weniger Stunden haben als jetzt schon, dann werden wir die Situation verschärfen. (Abg. Heinisch-Hosek: Nein!)
Abg. Kucher: Weil es nicht nur um uns geht, sondern um die Menschen: Das ist der Unterschied zur ÖVP!
Sie sind außerdem unglaubwürdig, meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie, denn weder in der Löwelstraße noch im SPÖ-Klub, noch im Gemeindeamt in Traiskirchen und auch nicht im Catamaran ist eine 32-Stunden-Woche umgesetzt. (Abg. Kucher: Weil es nicht nur um uns geht, sondern um die Menschen: Das ist der Unterschied zur ÖVP!) Sie stellen sich hierher und fordern das ein und predigen es, aber in den eigenen Häusern arbeiten die Leute genauso wie überall anders in den Betrieben. (Abg. Heinisch-Hosek: Schreien Sie nicht so!) Das ist unglaubwürdig und daher ist es auch unredlich, dies hier einzufordern! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei den Grünen.)
Abg. Heinisch-Hosek: Schreien Sie nicht so!
Sie sind außerdem unglaubwürdig, meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie, denn weder in der Löwelstraße noch im SPÖ-Klub, noch im Gemeindeamt in Traiskirchen und auch nicht im Catamaran ist eine 32-Stunden-Woche umgesetzt. (Abg. Kucher: Weil es nicht nur um uns geht, sondern um die Menschen: Das ist der Unterschied zur ÖVP!) Sie stellen sich hierher und fordern das ein und predigen es, aber in den eigenen Häusern arbeiten die Leute genauso wie überall anders in den Betrieben. (Abg. Heinisch-Hosek: Schreien Sie nicht so!) Das ist unglaubwürdig und daher ist es auch unredlich, dies hier einzufordern! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei den Grünen.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei den Grünen.
Sie sind außerdem unglaubwürdig, meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie, denn weder in der Löwelstraße noch im SPÖ-Klub, noch im Gemeindeamt in Traiskirchen und auch nicht im Catamaran ist eine 32-Stunden-Woche umgesetzt. (Abg. Kucher: Weil es nicht nur um uns geht, sondern um die Menschen: Das ist der Unterschied zur ÖVP!) Sie stellen sich hierher und fordern das ein und predigen es, aber in den eigenen Häusern arbeiten die Leute genauso wie überall anders in den Betrieben. (Abg. Heinisch-Hosek: Schreien Sie nicht so!) Das ist unglaubwürdig und daher ist es auch unredlich, dies hier einzufordern! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei den Grünen.)
Ruf bei der SPÖ: Das werden zehn Berichtigungen! – Abg. Kucher: Die Rede solltest in einem Krankenhaus einmal erzählen: mehr hackeln! – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Abgeordneter Muchitsch hat sich zu einer tatsächlichen Berichtigung zu Wort gemeldet. – Bitte sehr. (Ruf bei der SPÖ: Das werden zehn Berichtigungen! – Abg. Kucher: Die Rede solltest in einem Krankenhaus einmal erzählen: mehr hackeln! – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Hörl: Da hat er recht! – Abg. Belakowitsch: Stimmt!
Abgeordneter Josef Muchitsch (SPÖ): Herr Präsident! Tatsächliche Berichtigung: Klubobmann August Wöginger hat hier wortwörtlich behauptet, dass wir „mit falschen Zahlen“ hantieren. (Abg. Hörl: Da hat er recht! – Abg. Belakowitsch: Stimmt!) Es gibt mehr Personal, darum können unsere Zahlen nicht passen.
Ruf bei der ÖVP: Mit der Excel-Tabelle oder was? – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP
Ich berichtige: Es hat eine Erhebung zu den Spitalsbetten in allen Bundesländern gegeben (Ruf bei der ÖVP: Mit der Excel-Tabelle oder was? – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP) und diese besagt, dass tatsächlich 2 725 Spitalsbetten (Abg. Wöginger: Ich hab nichts über Spitalsbetten gesagt!) in allen neun Bundesländern, wo die Akutpflege stattfindet, gesperrt sind. (Abg. Prinz: Von Spitalsbetten war keine Rede in der Rede von Klubobmann Wöginger! – Weitere Zwischenrufe
Abg. Wöginger: Ich hab nichts über Spitalsbetten gesagt!
Ich berichtige: Es hat eine Erhebung zu den Spitalsbetten in allen Bundesländern gegeben (Ruf bei der ÖVP: Mit der Excel-Tabelle oder was? – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP) und diese besagt, dass tatsächlich 2 725 Spitalsbetten (Abg. Wöginger: Ich hab nichts über Spitalsbetten gesagt!) in allen neun Bundesländern, wo die Akutpflege stattfindet, gesperrt sind. (Abg. Prinz: Von Spitalsbetten war keine Rede in der Rede von Klubobmann Wöginger! – Weitere Zwischenrufe
Abg. Reiter: Redebeitrag! – weiterer Ruf bei der ÖVP: Das sind tatsächliche Unwahrheiten ...!
Ich berichtige: Da, wo die Arbeitszeit verkürzt wird – wie zum Beispiel in der Sozialwirtschaft auf 37 Stunden –, haben wir ein Plus von 13 000 Arbeitskräften (Abg. Reiter: Redebeitrag! – weiterer Ruf bei der ÖVP: Das sind tatsächliche Unwahrheiten ...!), da die Menschen dort wieder arbeiten wollen, und somit ist das kein Widerspruch. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich berichtige: Da, wo die Arbeitszeit verkürzt wird – wie zum Beispiel in der Sozialwirtschaft auf 37 Stunden –, haben wir ein Plus von 13 000 Arbeitskräften (Abg. Reiter: Redebeitrag! – weiterer Ruf bei der ÖVP: Das sind tatsächliche Unwahrheiten ...!), da die Menschen dort wieder arbeiten wollen, und somit ist das kein Widerspruch. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Was tut er jetzt? – Abg. Matznetter: Wechselt den doch aus, bitte!
Zur Geschäftsordnung: Abgeordneter Wöginger. – Bitte. (Ruf bei der SPÖ: Was tut er jetzt? – Abg. Matznetter: Wechselt den doch aus, bitte!)
Ruf bei der SPÖ: Das waren welche!
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Ich habe nichts gegen tatsächliche Berichtigungen, wenn es auch welche sind. (Ruf bei der SPÖ: Das waren welche!) Ich habe kein Wort zu einer Spitalsbettenanzahl, weder in einem Bundesland noch in Österreich (Ruf bei der SPÖ: Wieso bemühen Sie jetzt die Geschäftsordnung?), gesagt, ich kann also nicht zu etwas berichtigt werden, was ich gar nicht behauptet habe.
Ruf bei der SPÖ: Wieso bemühen Sie jetzt die Geschäftsordnung?
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Ich habe nichts gegen tatsächliche Berichtigungen, wenn es auch welche sind. (Ruf bei der SPÖ: Das waren welche!) Ich habe kein Wort zu einer Spitalsbettenanzahl, weder in einem Bundesland noch in Österreich (Ruf bei der SPÖ: Wieso bemühen Sie jetzt die Geschäftsordnung?), gesagt, ich kann also nicht zu etwas berichtigt werden, was ich gar nicht behauptet habe.
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ich ersuche auch darum, dass wir das in der Präsidiale besprechen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Kucher: Da fühlt sich jemand ertappt! – Ruf bei der ÖVP: Typisch SPÖ, kennt sich nicht aus und spricht mit! Muchitsch, das ist deiner nicht würdig! Sehr unwürdig! – Abg. Kucher: Oberösterreich! Schau dir die Zahlen an! 10 Prozent Sperre in den Pflegeheimen! – Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich habe auch angemerkt, dass das keine tatsächliche Berichtigung, sondern eine politische Bewertung, also eine Wortmeldung, war. (Abg. Kucher: Da fühlt sich jemand ertappt! – Ruf bei der ÖVP: Typisch SPÖ, kennt sich nicht aus und spricht mit! Muchitsch, das ist deiner nicht würdig! Sehr unwürdig! – Abg. Kucher: Oberösterreich! Schau dir die Zahlen an! 10 Prozent Sperre in den Pflegeheimen! – Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kucher: Was hilft den Menschen?
Es ist aber gut, dass Sie das Thema Pflege generell heute wieder einmal auf die Tagesordnung setzen, die SPÖ ist ohnehin ein politischer Pflegefall und ich verstehe schon, dass Sie darüber reden wollen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kucher: Was hilft den Menschen?)
Abg. Kucher: Euer Vorschlag!
Herr Kollege Kucher! Sie haben hier tatsächlich in Ihrer Begründung Dinge geschrieben, die überhaupt jeglicher Grundlage entbehren. Ich weiß nicht, wie Sie auf die Idee kommen, dass wir irgendjemanden jemals aufgefordert hätten, Überstunden zu machen (Abg. Kucher: Euer Vorschlag!) – niemanden und schon gar nicht Pflegepersonal! (Abg. Kickl: Nicht einmal lesen kann man!)
Abg. Kickl: Nicht einmal lesen kann man!
Herr Kollege Kucher! Sie haben hier tatsächlich in Ihrer Begründung Dinge geschrieben, die überhaupt jeglicher Grundlage entbehren. Ich weiß nicht, wie Sie auf die Idee kommen, dass wir irgendjemanden jemals aufgefordert hätten, Überstunden zu machen (Abg. Kucher: Euer Vorschlag!) – niemanden und schon gar nicht Pflegepersonal! (Abg. Kickl: Nicht einmal lesen kann man!)
Beifall bei der FPÖ.
Aber wenn Sie es nicht lesen und nicht begreifen können, dass wir fordern, dass Überstunden steuerlich begünstigt werden – ja, dazu stehen wir –, und zwar für alle Arbeitnehmer, nicht nur für jene in der Pflege, dann tut es mir wahnsinnig leid für Sie, Herr Kucher! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kucher: Sie sind so weit weg von den Menschen! – Ruf: Es gibt aber eine Extrabühne!
Aber das ist das Problem, das Sie haben. (Abg. Kucher: Sie sind so weit weg von den Menschen! – Ruf: Es gibt aber eine Extrabühne!) – Ich weiß nicht genau, wann Sie, Herr Kucher, das letzte Mal tatsächlich als Patient oder als Angehöriger mit dem Krankenhaus oder mit einer anderen Gesundheitseinrichtung zu tun hatten. (Abg. Greiner: Ich glaube, das weiß er selber am besten, und darüber macht man keine Scherze!) – Ich mache keinen Scherz. (Ruf bei der SPÖ: Das ist lächerlich! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) – Sie könnten mir jetzt einmal zuhören. Ich habe nur gesagt, ich weiß nicht, wann Kollege Kucher zuletzt als Patient oder als Angehöriger eines Patienten damit zu tun hatte. (Abg. Krainer: Also Sie sagen, dass Sie nichts wissen?! Ist okay!)
Abg. Greiner: Ich glaube, das weiß er selber am besten, und darüber macht man keine Scherze!
Aber das ist das Problem, das Sie haben. (Abg. Kucher: Sie sind so weit weg von den Menschen! – Ruf: Es gibt aber eine Extrabühne!) – Ich weiß nicht genau, wann Sie, Herr Kucher, das letzte Mal tatsächlich als Patient oder als Angehöriger mit dem Krankenhaus oder mit einer anderen Gesundheitseinrichtung zu tun hatten. (Abg. Greiner: Ich glaube, das weiß er selber am besten, und darüber macht man keine Scherze!) – Ich mache keinen Scherz. (Ruf bei der SPÖ: Das ist lächerlich! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) – Sie könnten mir jetzt einmal zuhören. Ich habe nur gesagt, ich weiß nicht, wann Kollege Kucher zuletzt als Patient oder als Angehöriger eines Patienten damit zu tun hatte. (Abg. Krainer: Also Sie sagen, dass Sie nichts wissen?! Ist okay!)
Ruf bei der SPÖ: Das ist lächerlich! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Aber das ist das Problem, das Sie haben. (Abg. Kucher: Sie sind so weit weg von den Menschen! – Ruf: Es gibt aber eine Extrabühne!) – Ich weiß nicht genau, wann Sie, Herr Kucher, das letzte Mal tatsächlich als Patient oder als Angehöriger mit dem Krankenhaus oder mit einer anderen Gesundheitseinrichtung zu tun hatten. (Abg. Greiner: Ich glaube, das weiß er selber am besten, und darüber macht man keine Scherze!) – Ich mache keinen Scherz. (Ruf bei der SPÖ: Das ist lächerlich! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) – Sie könnten mir jetzt einmal zuhören. Ich habe nur gesagt, ich weiß nicht, wann Kollege Kucher zuletzt als Patient oder als Angehöriger eines Patienten damit zu tun hatte. (Abg. Krainer: Also Sie sagen, dass Sie nichts wissen?! Ist okay!)
Abg. Krainer: Also Sie sagen, dass Sie nichts wissen?! Ist okay!
Aber das ist das Problem, das Sie haben. (Abg. Kucher: Sie sind so weit weg von den Menschen! – Ruf: Es gibt aber eine Extrabühne!) – Ich weiß nicht genau, wann Sie, Herr Kucher, das letzte Mal tatsächlich als Patient oder als Angehöriger mit dem Krankenhaus oder mit einer anderen Gesundheitseinrichtung zu tun hatten. (Abg. Greiner: Ich glaube, das weiß er selber am besten, und darüber macht man keine Scherze!) – Ich mache keinen Scherz. (Ruf bei der SPÖ: Das ist lächerlich! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) – Sie könnten mir jetzt einmal zuhören. Ich habe nur gesagt, ich weiß nicht, wann Kollege Kucher zuletzt als Patient oder als Angehöriger eines Patienten damit zu tun hatte. (Abg. Krainer: Also Sie sagen, dass Sie nichts wissen?! Ist okay!)
Abg. Krainer: Jetzt reden Sie weiter über Sachen, von denen Sie nichts wissen!
Bei mir ist es nicht lange her, ungefähr zweieinhalb Wochen (Abg. Krainer: Jetzt reden Sie weiter über Sachen, von denen Sie nichts wissen!), und ich sage Ihnen: Was sich da in den österreichischen Krankenanstalten abspielt, ist nicht lustig, insbesondere für die Patienten nicht lustig. Es sind tatsächlich Betten gesperrt. Aber jetzt sage ich Ihnen noch etwas: Pflegepersonal wird auch von den Ländern angestellt, und da müssen die Länder natürlich ihren Beitrag leisten.
Beifall bei der FPÖ.
Bleiben wir beim Bundesland Wien: Wer hat im Bundesland Wien die Verantwortung? – Ein gewisser Herr Hacker. Wenn dort derzeit 800 Betten gesperrt sind, dann ist das in etwa das, was das Krankenhaus Nord an Betten hat – sprich: ein ganzes Krankenhaus in Wien ist de facto gesperrt, weil kein Personal da ist –, dann läuft doch in dieser Stadt Wien etwas falsch! Dann ist das doch eine Selbstanklage, die Sie uns hier vorlegen! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kucher: Die funktioniert ja!
Dann nützt es auch nichts, wenn sich Kollege Muchitsch hierherstellt und einen historischen Aufriss macht, dabei allerdings ein paar wesentliche Dinge übersieht; nämlich dass die Ausbildung der Pflegekräfte unter einer SPÖ-Gesundheitsministerin geändert und akademisiert wurde, sprich: dass es nicht mehr niederschwellig ist, in den Pflegeberuf einzusteigen, und dass wir dann die Pflegelehre gefordert haben (Abg. Kucher: Die funktioniert ja!), und schließlich, lange hat es gedauert, Kollege Wöginger davon überzeugt war. Nur Sie sind noch immer nicht damit einverstanden und haben noch immer nicht dafürgestimmt. Das ist doch der Wahnsinn, den Sie hier machen! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kucher: Alle Fachgesellschaften lehnen das ab, alle!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kucher: Alle Fachgesellschaften lehnen das ab, alle!
Dann nützt es auch nichts, wenn sich Kollege Muchitsch hierherstellt und einen historischen Aufriss macht, dabei allerdings ein paar wesentliche Dinge übersieht; nämlich dass die Ausbildung der Pflegekräfte unter einer SPÖ-Gesundheitsministerin geändert und akademisiert wurde, sprich: dass es nicht mehr niederschwellig ist, in den Pflegeberuf einzusteigen, und dass wir dann die Pflegelehre gefordert haben (Abg. Kucher: Die funktioniert ja!), und schließlich, lange hat es gedauert, Kollege Wöginger davon überzeugt war. Nur Sie sind noch immer nicht damit einverstanden und haben noch immer nicht dafürgestimmt. Das ist doch der Wahnsinn, den Sie hier machen! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kucher: Alle Fachgesellschaften lehnen das ab, alle!)
Ruf bei den Grünen: Herr Hauser, Sie sind angesprochen!
Aber spielen Sie sich bitte hier nicht mit etwas auf, wenn Sie doch offensichtlich gar keine Ahnung haben, was sich in den Krankenanstalten tatsächlich abspielt! Sie sind nämlich wirklich weit weg. Wenn Sie etwas kritisieren, dann ist das in Ordnung. Wir sehen das alle. Jeder, der mit dem Krankenhaus zu tun hat, jeder, der krank ist, der Angehörige dort hat, spürt das, sieht das und merkt das. Das Pflegepersonal sagt das auch, das wissen wir alle. Aber wenn Sie sich hierherstellen und mit Unwahrheiten agieren, bringt uns das nicht einmal einen Hauch weiter. (Ruf bei den Grünen: Herr Hauser, Sie sind angesprochen!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kucher: Reden Sie einmal mit den Pflegekräften! Das ist genau der Punkt! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Was mir bei diesem Entschließungsantrag wirklich fehlt, ist, dass da nichts Konkretes steht. Wie soll uns das denn weiterbringen? Die Fachhochschulstudienbeiträge soll der Bund übernehmen, schreiben Sie. – Ja, ist nett. Aber jetzt sage ich Ihnen noch etwas: Was glauben Sie, Herr Kucher, wie viele von denen, die den Fachhochschulabschluss haben, dann am Krankenbett stehen? – Keiner von denen, die wollen alle in die Verwaltung! Daher ist das der vollkommen falsche Weg, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kucher: Reden Sie einmal mit den Pflegekräften! Das ist genau der Punkt! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kucher: Sie sind wirklich noch im letzten Jahrhundert steckengeblieben in der Frage!
Wir brauchen Pflegekräfte, die tatsächlich auch am Krankenbett stehen. Daher brauchen wir nicht permanent irgendwelche Pflegewissenschafter akademisch auszubilden. Die bringen uns nämlich nicht weiter! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kucher: Sie sind wirklich noch im letzten Jahrhundert steckengeblieben in der Frage!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Was ich doch ein bisschen schade finde, ist allerdings, dass das Thema Pflege oft benutzt wird, um politisches Kleingeld zu wechseln. Das hat die Pflege nicht verdient. Gerade in Zeiten des Pflegenotstandes ist es umso wichtiger, seriös zu arbeiten und langfristige und nachhaltige Maßnahmen zu setzen, anstatt kurzfristig und unüberlegt immer aus der Ecke zu schreien: Zu wenig!, Zu spät!, Zu wenig!, Zu spät!, immer das Gleiche. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kucher: Also eh alles super? Machen wir nichts mehr?!
Euer Parteivorsitzender Andreas Babler sitzt zwar nicht hier im Nationalrat, ist aber, soweit ich weiß, nach wie vor Mitglied des Bundesrates; und es ist mir wirklich unerklärlich, wie fast alle Maßnahmen der Pflegereformen einfach an ihm vorbeigehen konnten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kucher: Also eh alles super? Machen wir nichts mehr?!)
Abg. Kucher: Super!
Die haben wir vor gar nicht so langer Zeit beschlossen. Ich habe mir gestern seine Pressekonferenz angeschaut und war wirklich etwas ratlos, verwirrt. Denn was fordert er? Er fordert die Attraktivierung des Pflegeberufes. (Abg. Kucher: Super!) Genau das war ja die essenzielle Maßnahme in der Pflegereform! Wir haben beispielsweise die Löhne erhöht. Das war der sogenannte Pflegezuschuss oder, wie er richtig heißt, Entgelterhöhungs-Zweckzuschuss. Wir haben den nicht nur eingeführt, wir haben auch dafür Sorge getragen, dass er im Finanzausgleichsgesetz weiterverhandelt wurde. Das heißt, wir haben ihn bis zum Jahr 2028 gesichert.
Beifall bei den Grünen.
wirklich! (Beifall bei den Grünen.) Wir sind mit Sicherheit die Letzten, die etwas dagegen haben, wenn ihr da etwas tut.
Abg. Kucher: Bitte erzählen Sie das den Pflegekräften!
Das Gleiche gilt für die Entlastungswoche beziehungsweise die sechste Urlaubswoche, die jede Pflegekraft ab dem 43. Lebensjahr nun bekommt – wir haben darüber schon einiges gehört –, oder für die Nachtgutstunden, die in der stationären Langzeitpflege zugeschrieben werden. Kollege Babler fordert eine Erholungswoche, dabei haben wir das bereits umgesetzt! (Abg. Kucher: Bitte erzählen Sie das den Pflegekräften!) Bitte erzählt es ihm weiter! Bitte sagt es ihm weiter! (Abg. Kucher: Bitte erzähl die Gschicht! Geh auf die Galerie und erzähl die Gschicht!) – Kollege Kucher, sag deinem Vorsitzenden, dass diese Forderung bereits umgesetzt wurde! (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Diesner-Wais.)
Abg. Kucher: Bitte erzähl die Gschicht! Geh auf die Galerie und erzähl die Gschicht!
Das Gleiche gilt für die Entlastungswoche beziehungsweise die sechste Urlaubswoche, die jede Pflegekraft ab dem 43. Lebensjahr nun bekommt – wir haben darüber schon einiges gehört –, oder für die Nachtgutstunden, die in der stationären Langzeitpflege zugeschrieben werden. Kollege Babler fordert eine Erholungswoche, dabei haben wir das bereits umgesetzt! (Abg. Kucher: Bitte erzählen Sie das den Pflegekräften!) Bitte erzählt es ihm weiter! Bitte sagt es ihm weiter! (Abg. Kucher: Bitte erzähl die Gschicht! Geh auf die Galerie und erzähl die Gschicht!) – Kollege Kucher, sag deinem Vorsitzenden, dass diese Forderung bereits umgesetzt wurde! (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Diesner-Wais.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Diesner-Wais.
Das Gleiche gilt für die Entlastungswoche beziehungsweise die sechste Urlaubswoche, die jede Pflegekraft ab dem 43. Lebensjahr nun bekommt – wir haben darüber schon einiges gehört –, oder für die Nachtgutstunden, die in der stationären Langzeitpflege zugeschrieben werden. Kollege Babler fordert eine Erholungswoche, dabei haben wir das bereits umgesetzt! (Abg. Kucher: Bitte erzählen Sie das den Pflegekräften!) Bitte erzählt es ihm weiter! Bitte sagt es ihm weiter! (Abg. Kucher: Bitte erzähl die Gschicht! Geh auf die Galerie und erzähl die Gschicht!) – Kollege Kucher, sag deinem Vorsitzenden, dass diese Forderung bereits umgesetzt wurde! (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Diesner-Wais.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Weiters will er eine bessere Personalbemessung in der Langzeitpflege. – Das wollen wir auch, ich stehe dazu. Und wer kann das sofort umsetzen? Wer kann sofort den Pflegepersonalschlüssel ändern oder verbessern? – Die Länder. Die SPÖ kann das sofort in fünf Bundesländern machen. Man muss es nur wollen und machen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Kucher: Bundesregierung! – Rufe und Gegenrufe zwischen SPÖ und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Kickl. – Ruf: Bundesrat und Nationalrat!
Ihr sitzt an den Hebeln in den Bundesländern. Bitte benutzt diese Hebel! (Abg. Kucher: Bundesregierung! – Rufe und Gegenrufe zwischen SPÖ und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Kickl. – Ruf: Bundesrat und Nationalrat!) Natürlich ist es uns bewusst, dass wir rasch mehr Pflegekräfte brauchen. Ich habe immer gesagt, jeder Pflegekraft, die zu uns kommt oder kommen möchte, sollten wir den roten Teppich ausrollen, weil wir diese Menschen so dringend brauchen. Was macht die SPÖ? Sie tut so, als ob das Problem erst gestern bekannt wurde. – Bitte, ihr habt jahrelang geschlafen, während ihr in Verantwortung gewesen seid, und jetzt auf einmal in der Opposition wacht ihr auf und sagt: Ach ja, in der Pflege müssten wir auch etwas tun!
Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Kollege Muchitsch! Ja, ich weiß, du hast die Erfolgspunkte der SPÖ hier aufgezählt. Gut, dass diese Erfolge da sind. Aber für 30 Jahre Regierungsbeteiligung, in denen ihr immer den Gesundheitsminister oder die Gesundheitsministerin und auch sehr oft den Bundeskanzler gestellt habt, ist es eine sehr magere Bilanz. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Diesner-Wais.
Kommen wir bitte zu den Ausbildungen: Es kommt immer der Vergleich mit den Polizeischüler:innen, der hinkt aber ein bisschen. Die Polizeischüler:innen bekommen 2 300 Euro brutto, das sind 1 700 Euro netto. Wir haben auch ein Pflegestipendium, und darauf bin ich total stolz. Danke noch einmal, Herr Gesundheitsminister, für diese große Errungenschaft. Wir haben ein Pflegestipendium, das sich auf 1 550 Euro beläuft. Das ist einmalig, das ist ein guter und wichtiger Schritt. Danke noch einmal allen, die das ermöglicht haben. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Diesner-Wais.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Diesner-Wais.
Weiters: In jeder Pflegeausbildung gibt es viele Praktika, die zu machen sind. Diese Praktika werden in Zukunft alle bezahlt: 600 Euro pro Praktikumsmonat. Wir haben die Pilotschulen ins Regelschulwesen übernommen; das sind auch neue Ausbildungsplätze. Diese Regierung, und das sage ich wirklich sehr bewusst und sehr stolz, hat so viel für die Pflege getan wie bisher keine. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Diesner-Wais.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Diesner-Wais.
Ich lasse mir unsere Erfolge in der Pflege von der Sozialdemokratie nicht kleinreden. Ich habe die Schilder gesehen, auf denen steht: Pflege verdient Respekt. – Dann gebt der Pflege diesen Respekt, übernehmt die Verantwortung dafür in den Ländern, in denen ihr das könnt, setzt eure Forderungen um! Das geht, und das wisst ihr. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Diesner-Wais.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Diesner-Wais und Prinz.
Also noch einmal: Danke, liebe SPÖ, danke, dass wir heute in aller Deutlichkeit darauf hinweisen konnten, welch wichtige Maßnahmen wir in der Pflege gesetzt haben. Während grüner Regierungsbeteiligung ist in der Pflege in den letzten Jahren viel passiert, viel mehr als in den 30 Jahren davor unter SPÖ-Regierungsbeteiligung. Danke, dass wir zeigen konnten, dass wir die Pflege ernst nehmen, danke, dass wir zeigen konnten, dass uns die Pflege wichtig ist. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Diesner-Wais und Prinz.)
Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Diesner-Wais.
Da kann die SPÖ jetzt gerne mehr Kilometergeld für Pflegekräfte fordern, aber wie wäre es mit einer echter Anerkennung für diese Arbeit? Sie haben einige Parteikollegen in den Versicherungen sitzen. Dort könnte man auf einen Pflegeleistungskatalog hinarbeiten. Stattdessen beschränken Sie sich in Ihren Forderungen auf Trostpflaster wie Kilometergeld und betreiben damit genau das, was Sie der Regierung vorwerfen, selbst, nämlich PR-Shows. (Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Diesner-Wais.)
Beifall bei den NEOS.
holen, einfach nicht verdient. – (Den Dank auch in Gebärdensprache ausführend:) Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der SPÖ.
Kollegin Ribo, die ich sehr schätze, redet wirklich von einem Pflegenotstand, so wie wir. Ich glaube, dass wir das einfach zur Kenntnis zu nehmen haben, dass wir jetzt handeln könnten und handeln sollten. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Koza: Bei dem Antrag? Mit dem wird nichts besser!
Ich darf vielleicht einiges zurechtrücken, bevor ich noch einmal auf unseren Antrag eingehe. Die Grünen sind die Letzten, die etwas dagegen haben, wenn wir etwas tun, nur sind wir jetzt gerade in Opposition, da ist das ein bisschen schwierig. Wir haben einen Dringlichen Antrag eingebracht, Sie könnten hier mit uns mitstimmen. (Abg. Koza: Bei dem Antrag? Mit dem wird nichts besser!) Also, liebe Grüne, auch Sie könnten etwas tun!
Abg. Koza: Noch eine?
Die zusätzliche Entlastungswoche, die wir fordern, muss ich auch zurechtrücken. Von dieser haben nur 12 Prozent der Pflegekräfte etwas, denn bei 88 Prozent ist diese Woche schon in den Kollektivverträgen enthalten. Das heißt, wir wollen für 12 Prozent eine zusätzliche Woche (Abg. Koza: Noch eine?),
Abg. Gödl: Aber geh! Geh bitte! Bitte hörts auf! Bitte!
Für die ÖVP – ich switche zwischen den Regierungsfraktionen – ist sozusagen das Ehrenamt das Großartige. Wissen Sie, was das Ehrenamt – Frau Ministerin Raab sitzt heute hier – für Frauen heißt? – Kochen, putzen, waschen, Kinder betreuen, pflegebedürftige Angehörige pflegen. (Abg. Gödl: Aber geh! Geh bitte! Bitte hörts auf! Bitte!) – Wissen Sie, was es dafür gibt, Herr Kollege Gödl? – Ab Pflegestufe 4 einen Bonus. (Zwischenruf der Abg. Baumgartner.) Haben Sie jemals schon eine Ahnung gehabt, was Pflegestufe 4 bedeutet? (Abg. Gödl: Ja! Ich habe eine demente Mutter zu Hause! Ich weiß, was das heißt!) – Ja? Und Sie pflegen diese Mutter? Dann habe ich Hochachtung vor Ihnen und sage Ihnen, dass das wirklich großartig ist.
Zwischenruf der Abg. Baumgartner.
Für die ÖVP – ich switche zwischen den Regierungsfraktionen – ist sozusagen das Ehrenamt das Großartige. Wissen Sie, was das Ehrenamt – Frau Ministerin Raab sitzt heute hier – für Frauen heißt? – Kochen, putzen, waschen, Kinder betreuen, pflegebedürftige Angehörige pflegen. (Abg. Gödl: Aber geh! Geh bitte! Bitte hörts auf! Bitte!) – Wissen Sie, was es dafür gibt, Herr Kollege Gödl? – Ab Pflegestufe 4 einen Bonus. (Zwischenruf der Abg. Baumgartner.) Haben Sie jemals schon eine Ahnung gehabt, was Pflegestufe 4 bedeutet? (Abg. Gödl: Ja! Ich habe eine demente Mutter zu Hause! Ich weiß, was das heißt!) – Ja? Und Sie pflegen diese Mutter? Dann habe ich Hochachtung vor Ihnen und sage Ihnen, dass das wirklich großartig ist.
Abg. Gödl: Ja! Ich habe eine demente Mutter zu Hause! Ich weiß, was das heißt!
Für die ÖVP – ich switche zwischen den Regierungsfraktionen – ist sozusagen das Ehrenamt das Großartige. Wissen Sie, was das Ehrenamt – Frau Ministerin Raab sitzt heute hier – für Frauen heißt? – Kochen, putzen, waschen, Kinder betreuen, pflegebedürftige Angehörige pflegen. (Abg. Gödl: Aber geh! Geh bitte! Bitte hörts auf! Bitte!) – Wissen Sie, was es dafür gibt, Herr Kollege Gödl? – Ab Pflegestufe 4 einen Bonus. (Zwischenruf der Abg. Baumgartner.) Haben Sie jemals schon eine Ahnung gehabt, was Pflegestufe 4 bedeutet? (Abg. Gödl: Ja! Ich habe eine demente Mutter zu Hause! Ich weiß, was das heißt!) – Ja? Und Sie pflegen diese Mutter? Dann habe ich Hochachtung vor Ihnen und sage Ihnen, dass das wirklich großartig ist.
Beifall bei der SPÖ.
Das heißt nicht nur, mit dem Waschlappen über den Körper zu fahren, wenn jemand Pflegestufe 4 hat, das ist ein bisschen mehr. Nicht alle pflegenden Angehörigen können das und nicht alle wollen das. Daher, glaube ich, ist es wichtig, dass wir da von einer Ausbildungsoffensive sprechen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Leichtfried – in Richtung der mit einem Abgeordneten sprechenden Bundesministerin Raab und der Staatssekretärin Plakolm –: Kann man bitte zuhören? – Abg. Krainer: Herr Präsident, Sie haben eine Glocke für solche Fälle! Und ein Mikro haben Sie auch! – Abg. Leichtfried: Wenn sie tratschen wollen, sollen sie rausgehen!
Bezug auf die wir Vorschläge gemacht haben. (Abg. Leichtfried – in Richtung der mit einem Abgeordneten sprechenden Bundesministerin Raab und der Staatssekretärin Plakolm –: Kann man bitte zuhören? – Abg. Krainer: Herr Präsident, Sie haben eine Glocke für solche Fälle! Und ein Mikro haben Sie auch! – Abg. Leichtfried: Wenn sie tratschen wollen, sollen sie rausgehen!)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn sich die Bedingungen rundherum etwas ändern würden, und das betrifft nicht nur das Geld – auch, aber nicht nur; es sind Diensteinteilungen, es sind Ausbildungsschienen, die man zusätzlich machen könnte und, und, und –, dann, glaube ich, könnten wir alle gemeinsam diesen Notstand bekämpfen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ragger: Das haben wir heute schon geklärt!
Zweiter Punkt, Kollege Kucher und Kollege Muchitsch: Ist alles gut, haben wir alles gemacht? – Nein. (Abg. Ragger: Das haben wir heute schon geklärt!) Ist alles so schlecht, wie Sie es darstellen? – Nein. Ich sage Ihnen jetzt, was wir umgesetzt haben und womit wir noch weitermachen werden, was Ihre
Abg. Kucher: Wo ist der Bundeskanzler? – Abg. Schroll: Wo ist die ÖVP? Da ist auch niemand da! – Abg. Kickl: Bei euch war es nicht einmal so wichtig, dass euer Parteiobmann Mitglied in dieser Runde ist! Haltet doch die Klappe, wirklich! – Heiterkeit bei der SPÖ. – Weiterer Ruf bei der SPÖ: Klappe halten ...!
Forderungen betrifft – auch darauf möchte ich eingehen. (Abg. Kucher: Wo ist der Bundeskanzler? – Abg. Schroll: Wo ist die ÖVP? Da ist auch niemand da! – Abg. Kickl: Bei euch war es nicht einmal so wichtig, dass euer Parteiobmann Mitglied in dieser Runde ist! Haltet doch die Klappe, wirklich! – Heiterkeit bei der SPÖ. – Weiterer Ruf bei der SPÖ: Klappe halten ...!)
Abg. Schroll: Ist er nervös? – Abg. Kickl: Ist ja so! Du regst dich immer auf, dass alle nicht da sind! Ihr habt einen Parteiobmann, der auch nicht da ist! Wie wichtig ist euch das? – Abg. Schroll: Machts euch keine Sorgen um unseren Obmann! – Abg. Kickl: Das zeigt nur, wie wichtig euch das ist! – Abg. Kucher: Gut, dass du jetzt da sitzt! Schadet dir nicht!
Es gibt 3 000 zusätzliche Plätze für die Ausbildung. (Abg. Schroll: Ist er nervös? – Abg. Kickl: Ist ja so! Du regst dich immer auf, dass alle nicht da sind! Ihr habt einen Parteiobmann, der auch nicht da ist! Wie wichtig ist euch das? – Abg. Schroll: Machts euch keine Sorgen um unseren Obmann! – Abg. Kickl: Das zeigt nur, wie wichtig euch das ist! – Abg. Kucher: Gut, dass du jetzt da sitzt! Schadet dir nicht!) Es waren – das sind die Zahlen, Daten und Fakten dazu – im Jahr 2022 18 900 Personen in Ausbildung, 13 000 Personen im Gesundheits- und Krankenpflegeberuf; im ersten Ausbildungsjahr waren es 9 000 Personen. Ich sage Ihnen, wir haben nicht zu wenige Plätze, sondern wir müssen die Menschen motivieren, diese Plätze anzunehmen.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Was ich insgesamt schon festhalten möchte, Herr Kollege Muchitsch: Eine Abrechnung der Studiengebühren ist möglich. Sie kann über die Länder, über das Pflegeausbildungs-Zweckzuschussgesetz, an den Bund im Pflegefonds geltend gemacht werden. Dasselbe gilt für das Klimaticket, das kann über die Länder abgerechnet werden, über den Pflegefonds. Diese Dinge sind also schon gemacht. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Kickl: Diese Partei gibt es nicht! Auch wenn Sie das nicht begreifen!
Diejenigen Staaten, die eine Festung errichten wollen, die sich abschotten, die sagen: Alles, was von außen kommt, wollen wir hier nicht haben!, müssen den Menschen, die jetzt 60, 65, 70, 80 Jahre alt sind, sagen: Dann wird es keine angemessene Pflege mehr geben! (Abg. Kickl: Diese Partei gibt es nicht! Auch wenn Sie das nicht begreifen!) Das ist die Wahrheit, die müssen Sie zur Kenntnis nehmen, die muss man den Menschen auch so sagen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Diejenigen Staaten, die eine Festung errichten wollen, die sich abschotten, die sagen: Alles, was von außen kommt, wollen wir hier nicht haben!, müssen den Menschen, die jetzt 60, 65, 70, 80 Jahre alt sind, sagen: Dann wird es keine angemessene Pflege mehr geben! (Abg. Kickl: Diese Partei gibt es nicht! Auch wenn Sie das nicht begreifen!) Das ist die Wahrheit, die müssen Sie zur Kenntnis nehmen, die muss man den Menschen auch so sagen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
sich schlicht und einfach arithmetisch nicht aus. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Heinisch-Hosek: 70 000 mehr!
Frau Kollegin Heinisch-Hosek, weil du angesprochen hast, dass die Prognose von Gesundheit Österreich GmbH sagt, wir brauchen 2050 200 000 Pflegekräfte (Abg. Heinisch-Hosek: 70 000 mehr!) – insgesamt 200 000 ‑: Das stimmt, und deswegen hat die Regierung viele Maßnahmen gesetzt. Eine Maßnahme wird nicht reichen, sondern man braucht ein ganzes Bündel. So ist es passiert, und darum freut es mich, dass ich heute davon erzählen kann.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich möchte mich zum Abschluss bei allen Pflegekräften, die tagtäglich im Einsatz sind – bei jenen, die hier sind, aber auch bei jenen, die zu Hause sind –, wirklich herzlich für die hohe Qualität bedanken, die sie bei ihrer Arbeit leisten, aber auch für die viele Liebe, Fürsorge und Empathie, die sie all ihren Patienten entgegenbringen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ
Das ist Ihre sozialistische Politik, die Sie in Kärnten betreiben (Beifall bei der FPÖ) – und Philip (in Richtung Abg. Kucher) geht dann noch her und sagt, weil die FPÖ irgendwo propagiert, dass wir zu viele Überstunden oder Sonstiges auf die Tagesordnung schreiben, ist sie jetzt überhaupt nicht in der Lage, ihre Projektpakete anzubieten. – Ich sage Ihnen, was wir seit 2017 angeboten haben, und ich sage Ihnen, was wir im Jahr 2017 umgesetzt haben, als wir Regierungsverantwortung gehabt haben, nämlich die Pflegelehre.
in Richtung Abg. Kucher
Das ist Ihre sozialistische Politik, die Sie in Kärnten betreiben (Beifall bei der FPÖ) – und Philip (in Richtung Abg. Kucher) geht dann noch her und sagt, weil die FPÖ irgendwo propagiert, dass wir zu viele Überstunden oder Sonstiges auf die Tagesordnung schreiben, ist sie jetzt überhaupt nicht in der Lage, ihre Projektpakete anzubieten. – Ich sage Ihnen, was wir seit 2017 angeboten haben, und ich sage Ihnen, was wir im Jahr 2017 umgesetzt haben, als wir Regierungsverantwortung gehabt haben, nämlich die Pflegelehre.
Abg. Koza: Kindergartentante gibt es keine mehr!
Zweiter Punkt: Dokumentation. Wir akademisieren alles im Bereich der Pflege. Da ist die SPÖ absoluter Vorreiter. Von der Kindergartentante bis hin zu sonstigen Sozialpädagogen (Abg. Koza: Kindergartentante gibt es keine mehr!), es muss alles akademisiert werden, denn das ist das große Um und Auf. Wir brauchen Titel – Magister und Sonstiges. Das ist heute offensichtlich noch das letzte Überbleibsel aus der K.-u.-k.-Monarchie, dass man in dieser Republik Österreich halt Titel haben muss.
Abg. Schwarz: Wo hat der Kohl ...?
Was Sie aber nicht geschafft haben: Sie schaffen es nicht, die Dokumentation zu vereinfachen. Ich nenne Ihnen ein Beispiel: Die bestgeführte Dokumentation in Gesamteuropa hat derzeit Ostdeutschland – Ostdeutschland! Warum? – Weil Altbundeskanzler Kohl hergegangen ist und seinerzeit gesagt hat: Wir machen einen neuen Ansatz in der Pflege, die Dokumentation wird auf I-Pads durchgeführt! (Abg. Schwarz: Wo hat der Kohl ...?) – Der Pfleger geht zu einem Bett, das wird dokumentiert. In 2 Sekunden ist es erledigt, die Pflege zu dokumentieren. Bei uns sind das Tausende Stunden! Das heißt, das ist alles hausgemacht.
Abg. Lukas Hammer: Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich!
Dann komme ich zum dritten Problem des Herrn Ministers – weil er gerade gesagt hat, wir müssen ja alle von draußen reinnehmen –: Das mag schon sein, wenn wir das System so beibehalten. Mich wundert bei den Grünen ja nur: Auf der einen Seite kann es euch bei der Energiepolitik nicht schnell genug gehen, da müssen wir unabhängig von allen anderen sein – weg von Russland –, wir dürfen ja keine Energie mehr von außen nehmen und sollen zu 100 Prozent autark sein, auf der anderen Seite aber können wir Jahrzehnte brauchen! (Abg. Lukas Hammer: Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich!) Und wenn diese Jahrzehnte eingehalten werden, dann holen wir uns 100 000 Vietnamesen, 100 000 Kolumbianer und alle herein – aber Hauptsache, wir schaffen die Ausbildung der eigenen Leute nicht. Also bitte, wie fadenscheinig und scheinheilig führen Sie diese Diskussion betreffend Pflege? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dann komme ich zum dritten Problem des Herrn Ministers – weil er gerade gesagt hat, wir müssen ja alle von draußen reinnehmen –: Das mag schon sein, wenn wir das System so beibehalten. Mich wundert bei den Grünen ja nur: Auf der einen Seite kann es euch bei der Energiepolitik nicht schnell genug gehen, da müssen wir unabhängig von allen anderen sein – weg von Russland –, wir dürfen ja keine Energie mehr von außen nehmen und sollen zu 100 Prozent autark sein, auf der anderen Seite aber können wir Jahrzehnte brauchen! (Abg. Lukas Hammer: Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich!) Und wenn diese Jahrzehnte eingehalten werden, dann holen wir uns 100 000 Vietnamesen, 100 000 Kolumbianer und alle herein – aber Hauptsache, wir schaffen die Ausbildung der eigenen Leute nicht. Also bitte, wie fadenscheinig und scheinheilig führen Sie diese Diskussion betreffend Pflege? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn Sie vernünftig sind, dann besinnen Sie sich eine Sekunde dahin gehend, was letztendlich auch die Pflegeberichte zum Inhalt gehabt haben: nämlich dass wir dorthin zurückgehen, wo Pflege wirklich essenziell und tagtäglich bei 950 000 Menschen in Österreich stattfindet, und zwar zu Hause. Da ist unser Modell der Pflegescheck, und den sollten Sie vielleicht umsetzen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Muchitsch: Da waren wir nicht mehr in der Regierung!
Als wir im Jahr 2000 als Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter für die Pflegemilliarde auf die Straße gegangen sind, da war die Forderung damals die finanzielle Aufwertung der Pflege, da waren die Forderungen die Ausweitung der Pflege, eine bessere Ausbildung, bessere Pflegeberufe. (Abg. Muchitsch: Da waren wir nicht mehr in der Regierung!) Dann kam 2011 der Pflegefonds. Womit war dieser Pflegefonds gefüllt? Mit 1 Milliarde Euro? 500 Millionen Euro? 300 Millionen Euro? (Abg. Gödl: 100!) – 100 Millionen Euro waren es; 100 Millionen Euro! Ja, das war schon ein guter Beginn, aber weit entfernt von der geforderten Pflegemilliarde.
Abg. Gödl: 100!
Als wir im Jahr 2000 als Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter für die Pflegemilliarde auf die Straße gegangen sind, da war die Forderung damals die finanzielle Aufwertung der Pflege, da waren die Forderungen die Ausweitung der Pflege, eine bessere Ausbildung, bessere Pflegeberufe. (Abg. Muchitsch: Da waren wir nicht mehr in der Regierung!) Dann kam 2011 der Pflegefonds. Womit war dieser Pflegefonds gefüllt? Mit 1 Milliarde Euro? 500 Millionen Euro? 300 Millionen Euro? (Abg. Gödl: 100!) – 100 Millionen Euro waren es; 100 Millionen Euro! Ja, das war schon ein guter Beginn, aber weit entfernt von der geforderten Pflegemilliarde.
Beifall bei den Grünen.
Glücklicherweise haben wir aber jetzt einen grünen Gesundheitsminister und eine Koalition, in der wir endlich die Pflegemilliarde erreicht haben, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei den Grünen.) Die alte gewerkschaftliche Forderung ist umgesetzt. Wir haben nicht nur 1 Milliarde Euro, sondern wir haben jedes Jahr sogar mehr als 1 Milliarde Euro, und diese mehr als 1 Milliarde Euro wird für genau das aufgewandt, was wir damals gefordert haben, nämlich die finanzielle Aufwertung der Pflege über das Entgelterhöhungs-Zweckzuschussgesetz, wie es so schön heißt – das sind knapp über 1 000 Euro netto zusätzlich für alle Pflegeberufe. Die bekommen das. Die Pflege ist damit aufgewertet worden.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir haben ein Pflegestipendium in der Höhe von aktuell knapp über 1 500 Euro eingeführt, Kollegin Ribo hat es bereits erwähnt. Es ist einfach auch nicht fair, wenn man sagt, bei der Polizei bekommt man für die Ausbildung 2 300 Euro und die anderen kriegen für den Pflegebonus nur 600 Euro. Nein, wir haben ein Pflegestipendium von 1 500 Euro für Erwachsene, die sich umschulen lassen, die sich umorientieren wollen. Das ist ordentlich! Das ist eine gute soziale Absicherung, die wir brauchen, die wichtig ist. Die Länder schießen teilweise noch etwas zu. Wie wir gehört haben, wird das auch genutzt. Es sind 3 500 Leute in Ausbildung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Kucher: Wer ist denn Bundesgesetzgeber?
Warum macht er das nicht? (Abg. Kucher: Wer ist denn Bundesgesetzgeber?) Ich verstehe es einfach nicht! Es ist im Prinzip relativ einfach. (Beifall bei den Grünen.) Er ist ja der Chef, er wird ja wohl den anderen SPÖ-Granden sagen können: Bitte macht das, denn es ist uns wichtig; wir fordern das, und es ist peinlich, wenn da nichts passiert! – Tatsächlich ist es aber schlichtweg nicht so.
Beifall bei den Grünen.
Warum macht er das nicht? (Abg. Kucher: Wer ist denn Bundesgesetzgeber?) Ich verstehe es einfach nicht! Es ist im Prinzip relativ einfach. (Beifall bei den Grünen.) Er ist ja der Chef, er wird ja wohl den anderen SPÖ-Granden sagen können: Bitte macht das, denn es ist uns wichtig; wir fordern das, und es ist peinlich, wenn da nichts passiert! – Tatsächlich ist es aber schlichtweg nicht so.
Ruf bei den NEOS: Selber schuld!
Lasst mich zuletzt noch etwas zur gestrigen Pressekonferenz sagen, weil es mir langsam reicht! Ich bin jetzt seit einem Vierteljahrhundert Gewerkschaftsmitglied. (Ruf bei den NEOS: Selber schuld!) Ich bin Mitglied eines überparteilichen Gewerkschaftsbundes geworden – aus gutem Grund: Ich stehe auf die Überparteilichkeit der Gewerkschaftsbewegung, denn diese macht uns stark. Was wir aber in den letzten Jahren, Monaten erleben mussten, gipfelte im gestrigen Ereignis – und das ist die Spitze des Eisbergs für mich –:
Abg. Scherak: Vielleicht ist sie nicht so überparteilich! – Abg. Wurm: Wäre möglich!
Wenn zwei Vertreter:innen in ihrer Funktion in der überparteilichen Gewerkschaftsbewegung – nicht als Sozialdemokraten, nicht als FSGler – eine Pressekonferenz mit einem Parteichef machen, dann ist das für mich Wahlkampf – Wahlkampf einer überparteilichen Organisation, die sich der politischen Vielfalt verschrieben hat (Abg. Scherak: Vielleicht ist sie nicht so überparteilich! – Abg. Wurm: Wäre möglich!) und in Wirklichkeit vollkommen ignoriert, dass es in den Gewerkschaften Abertausende Mitglieder gibt, die keine Sozialdemokraten sind, die mit der SPÖ nichts zu tun haben, die so wie ich leidenschaftliche Gewerkschafter sind.
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ich lasse mich doch von meiner Gewerkschaftsbewegung nicht für einen Wahlkampf instrumentalisieren! Das geht schlichtweg so einfach nicht! (Beifall bei Grünen und ÖVP.) Wenn die Gewerkschaften meinen, sie müssen eine Vorfeldorganisation der SPÖ werden, dann sollen sie mir das bitte mitteilen. Ich möchte nicht, dass sie das werden. Wenn die Gewerkschaften weiter überparteilich agieren wollen, was mich sehr freuen würde, weil ich leidenschaftlicher überparteilicher Gewerkschafter bin, dann müssen sie sich aber auch überparteilich verhalten. (Abg. Wurm: So sicher ist das auch nicht bei dir!) Meine
Abg. Wurm: So sicher ist das auch nicht bei dir!
Ich lasse mich doch von meiner Gewerkschaftsbewegung nicht für einen Wahlkampf instrumentalisieren! Das geht schlichtweg so einfach nicht! (Beifall bei Grünen und ÖVP.) Wenn die Gewerkschaften meinen, sie müssen eine Vorfeldorganisation der SPÖ werden, dann sollen sie mir das bitte mitteilen. Ich möchte nicht, dass sie das werden. Wenn die Gewerkschaften weiter überparteilich agieren wollen, was mich sehr freuen würde, weil ich leidenschaftlicher überparteilicher Gewerkschafter bin, dann müssen sie sich aber auch überparteilich verhalten. (Abg. Wurm: So sicher ist das auch nicht bei dir!) Meine
Abg. Loacker: Aha!
sehr geehrten Damen und Herren, die Gewerkschaften gehören ihren Mitgliedern, die Gewerkschaften gehören sicher nicht der SPÖ (Abg. Loacker: Aha!), und ich möchte sagen: zum Glück! – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.
sehr geehrten Damen und Herren, die Gewerkschaften gehören ihren Mitgliedern, die Gewerkschaften gehören sicher nicht der SPÖ (Abg. Loacker: Aha!), und ich möchte sagen: zum Glück! – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.)
Abg. Wurm: ... zur Gewerkschaft!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Loacker. – Bitte sehr. (Abg. Wurm: ... zur Gewerkschaft!)
Heiterkeit und Beifall bei NEOS und FPÖ.
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Geschätzte Zuschauerinnen und Zuschauer! Sie haben jetzt erlebt, wie Abgeordneter Koza nach 25 Jahren Gewerkschaftsmitgliedschaft draufkommt, dass die Gewerkschaft eigentlich eine rote Vorfeldorganisation und gar nicht überparteilich ist. (Heiterkeit und Beifall bei NEOS und FPÖ.) Dass er selber als grüner Gewerkschafter ja auch nicht wirklich überparteilich ist, muss man auch dazusagen. (Heiterkeit der Abgeordneten Belakowitsch und Wurm. – Ruf bei der ÖVP: Aber es war trotzdem eine gute Rede! – Abg. Wurm: Ich sage nichts! Ich sage nichts!)
Heiterkeit der Abgeordneten Belakowitsch und Wurm. – Ruf bei der ÖVP: Aber es war trotzdem eine gute Rede! – Abg. Wurm: Ich sage nichts! Ich sage nichts!
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Geschätzte Zuschauerinnen und Zuschauer! Sie haben jetzt erlebt, wie Abgeordneter Koza nach 25 Jahren Gewerkschaftsmitgliedschaft draufkommt, dass die Gewerkschaft eigentlich eine rote Vorfeldorganisation und gar nicht überparteilich ist. (Heiterkeit und Beifall bei NEOS und FPÖ.) Dass er selber als grüner Gewerkschafter ja auch nicht wirklich überparteilich ist, muss man auch dazusagen. (Heiterkeit der Abgeordneten Belakowitsch und Wurm. – Ruf bei der ÖVP: Aber es war trotzdem eine gute Rede! – Abg. Wurm: Ich sage nichts! Ich sage nichts!)
Abg. Heinisch-Hosek: Aber nur für 12 Prozent!
Kommen wir zurück zum Antrag der sozialdemokratischen Fraktion, der schon, vorsichtig gesagt, ein bisschen eigenwillig ist, denn da stehen Dinge drin, die schon umgesetzt sind – wie zum Beispiel eine zusätzliche Urlaubswoche (Abg. Heinisch-Hosek: Aber nur für 12 Prozent!); auch wenn sie Entlastungswoche heißt, ist sie nichts anderes als eine zusätzliche Urlaubswoche –, und es geht um viele Dinge, die Länderkompetenz sind.
Beifall bei Abgeordneten der NEOS sowie des Abg. Hörl.
Man könnte auch darüber reden – da wären wir dann wirklich in der Bundeskompetenz –, warum das Verfahren zur Rot-Weiß-Rot-Karte immer noch so kompliziert ist, dass die Leute, die in diesen Berufen arbeiten möchten und aus Drittstaaten kommen, ganze Tage in den Ämtern verbringen und dass sie in den Ämtern von ausländerfeindlichen öffentlich Bediensteten oft wie der letzte Sonstwas behandelt werden. Das muss man auch einmal sagen. (Beifall bei Abgeordneten der NEOS sowie des Abg. Hörl.)
Beifall bei den NEOS.
Das haben hier mit Ausnahme der NEOS alle Parteien beschlossen. Das hat natürlich den Druck auf die Heime und auf die Arbeitskräfte in den Heimen massiv erhöht, und das hat die SPÖ direkt mitzuverantworten. Das gehört an dieser Stelle auch einmal gesagt. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist eine Realität der Arbeitszeitverkürzung, eine Form der Arbeitszeitverkürzung ohne den Ausgleich. Und da sind wir schon beim Thema: Wie viel ist uns Pflege in diesem Land wert? (Beifall bei der SPÖ.) Wie viel Anerkennung – und da geht es natürlich auch um Geld – steuern wir bei, wie viel
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir haben gehört: Es gibt ein Bündel an Maßnahmen. Aber genau diese Zersplitterung ist ja das Problem. Ich bin überzeugt davon, dass auch Sie Bürger:innengespräche führen, dass auch Sie sicher einmal in der Woche eine Familie in der Sprechstunde haben, die darüber klagt, dass sie nicht weiß, wie ein zu pflegender Angehöriger betreut werden soll. Das sind Menschen, die im Berufsleben stehen und aufgrund dieser Notsituation im Pflegebereich, im Gesundheitsbereich gezwungen sind, ihre Arbeit entweder auf Teilzeitarbeit zu reduzieren oder sich von der Lohnarbeit überhaupt ganz wegzubewegen, um dann zu Hause zu pflegen. Das kann nicht der Lösungsansatz sein, das kann nicht unser Konzept sein! (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Bezahlung in der Ausbildung; das bedeutet Minimum 2 300 Euro, das bedeutet für jüngere Menschen, die den Berufswechsel anstreben, dass sie sogar zusätzlich zu diesen 2 300 Euro die Familienbeihilfe bekommen. Das ist eine echte Offensive! Da können wir beweisen, wie viel uns Pflege wert ist, wie notwendig Gesundheit und Pflege für die Mehrheit der Menschen in diesem Land sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Daher braucht es einen Kraftakt, einen gemeinsamen Kraftakt, um etwas weiterzubringen. Dafür stehen wir und dafür werben wir: für diese vielen Initiativen, die in den Fachausschüssen immer wieder vertagt werden. Greifen Sie sie auf und lassen Sie sie uns gemeinsam beschließen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kucher: Gut so!
Abgeordneter Mag. Ernst Gödl (ÖVP): Herr Präsident! Meine geschätzten Damen und Herren! Frau Staatssekretärin! Herr Minister – er steht da vorne und wird bald wieder bei uns sein! Hohes Haus! Geschätzte Zuhörerinnen und Zuhörer! Ich denke, Kollege Muchitsch wird sich jetzt schon ein bisschen an den Kopf gegriffen haben, warum dieser Dringliche Antrag eingebracht wurde, denn wie Sie sicher gemerkt haben, liebe Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ, haben sich alle vier anderen Parteien in diesem Haus jetzt mit Ihnen beschäftigt (Abg. Kucher: Gut so!), nämlich mit dem Thema, das Sie aufgebracht haben, und auch mit den Fakten, die dahinter stehen. (Abg. Kucher: Gut so!) Ich möchte da ein paar Dinge aufzeigen, die irgendwie dann doch entlarvend sind.
Abg. Kucher: Gut so!
Abgeordneter Mag. Ernst Gödl (ÖVP): Herr Präsident! Meine geschätzten Damen und Herren! Frau Staatssekretärin! Herr Minister – er steht da vorne und wird bald wieder bei uns sein! Hohes Haus! Geschätzte Zuhörerinnen und Zuhörer! Ich denke, Kollege Muchitsch wird sich jetzt schon ein bisschen an den Kopf gegriffen haben, warum dieser Dringliche Antrag eingebracht wurde, denn wie Sie sicher gemerkt haben, liebe Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ, haben sich alle vier anderen Parteien in diesem Haus jetzt mit Ihnen beschäftigt (Abg. Kucher: Gut so!), nämlich mit dem Thema, das Sie aufgebracht haben, und auch mit den Fakten, die dahinter stehen. (Abg. Kucher: Gut so!) Ich möchte da ein paar Dinge aufzeigen, die irgendwie dann doch entlarvend sind.
Abg. Stöger: Hö, hö, hö, hö!
Jahr 1993, womit man die Selbstbestimmtheit des Einzelnen in den Vordergrund gestellt hat, indem man Geld bereitstellt und die Menschen auswählen können, in welcher Form sie unterstützt werden wollen. Das war tatsächlich ein großer Sprung. Sie haben dann weitere Reformen aufgezählt, die im Ausmaß kleiner waren, aber bei dem, was Sie erwähnt haben, war keine einzige Reform dabei, die sich mit Ausbildung beschäftigt hat. (Abg. Stöger: Hö, hö, hö, hö!)
Abg. Kucher: Aber bitte, der Gust Wöginger weiß das nicht! Erzähl das dem Gust! Bei ihm wäre es wichtig, dass er es weiß!
Das spiegelt sich auch in der Statistik wider: Es sind aktuell mehr Menschen in der Pflege tätig als je zuvor. Ich will nichts schönreden – ich habe jeden Tag damit zu kämpfen –, wir würden noch mehr brauchen, es ist noch mehr Nachfrage da (Abg. Kucher: Aber bitte, der Gust Wöginger weiß das nicht! Erzähl das dem Gust! Bei ihm wäre es wichtig, dass er es weiß!), und wir müssen uns da anstrengen. Ich will nichts schönreden, dass alles paletti ist, ich möchte aber auch klipp und klar sagen, dass vieles in unserem Land in der Pflege sehr gut funktioniert, weil es auch sehr engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt, die nicht so sind, wie Sie vorgeben: dass jeder nur jammert, wie schlecht es ihm geht. So ist es in der Praxis nicht. (Beifall bei der ÖVP.) Es sind sehr viele in der Pflege beschäftigt.
Beifall bei der ÖVP.
Das spiegelt sich auch in der Statistik wider: Es sind aktuell mehr Menschen in der Pflege tätig als je zuvor. Ich will nichts schönreden – ich habe jeden Tag damit zu kämpfen –, wir würden noch mehr brauchen, es ist noch mehr Nachfrage da (Abg. Kucher: Aber bitte, der Gust Wöginger weiß das nicht! Erzähl das dem Gust! Bei ihm wäre es wichtig, dass er es weiß!), und wir müssen uns da anstrengen. Ich will nichts schönreden, dass alles paletti ist, ich möchte aber auch klipp und klar sagen, dass vieles in unserem Land in der Pflege sehr gut funktioniert, weil es auch sehr engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt, die nicht so sind, wie Sie vorgeben: dass jeder nur jammert, wie schlecht es ihm geht. So ist es in der Praxis nicht. (Beifall bei der ÖVP.) Es sind sehr viele in der Pflege beschäftigt.
Abg. Muchitsch: Billige Arbeitskräfte! Billige junge Arbeitskräfte!
Muchitsch: Wie funktioniert sie denn?) Null, null, njet: Sie sind dagegen, gegen diese Maßnahme, um mehr Personal in der Pflege zu bekommen. (Abg. Muchitsch: Billige Arbeitskräfte! Billige junge Arbeitskräfte!)
Beifall des Abg. Smolle.
Lieber Kollege Muchitsch, noch etwas, etwas ganz Interessantes: In Ihrem heutigen Antrag ist zu lesen, Sie hätten gerne, dass die Studienbeiträge abgeschafft werden. Nachdem du aus der Steiermark kommst, könntest du wissen – es liegt nämlich im Ermessen der Länder, es liegt im Ermessen der Betreiber von Fachhochschulen, ob Studiengebühren eingehoben werden oder nicht; es ist nur festgesetzt, dass sie einheben dürfen und auch bis zu welcher maximalen Höhe –: In der Steiermark wird bei der Pflege kein Studienbeitrag eingehoben. (Beifall des Abg. Smolle.) Es wird kein Studienbeitrag eingehoben, und es liegt wie gesagt im Ermessen der Bundesländer. Das können die Wiener, das können die Kärntner bestimmen. (Abg. Holzleitner: Die Oberösterreicher! – Abg. Heinisch-Hosek: Und die Niederösterreicher!) Herr Kucher, Sie können das selbst frei festlegen, Sie können das in Ihrer Verantwortung dort, wo Sie die Landeshauptleute stellen, selbst frei festlegen. Also viele Dinge, die Sie heute hier fordern, gehen völlig ins Leere, weil sie bereits umgesetzt sind.
Abg. Holzleitner: Die Oberösterreicher! – Abg. Heinisch-Hosek: Und die Niederösterreicher!
Lieber Kollege Muchitsch, noch etwas, etwas ganz Interessantes: In Ihrem heutigen Antrag ist zu lesen, Sie hätten gerne, dass die Studienbeiträge abgeschafft werden. Nachdem du aus der Steiermark kommst, könntest du wissen – es liegt nämlich im Ermessen der Länder, es liegt im Ermessen der Betreiber von Fachhochschulen, ob Studiengebühren eingehoben werden oder nicht; es ist nur festgesetzt, dass sie einheben dürfen und auch bis zu welcher maximalen Höhe –: In der Steiermark wird bei der Pflege kein Studienbeitrag eingehoben. (Beifall des Abg. Smolle.) Es wird kein Studienbeitrag eingehoben, und es liegt wie gesagt im Ermessen der Bundesländer. Das können die Wiener, das können die Kärntner bestimmen. (Abg. Holzleitner: Die Oberösterreicher! – Abg. Heinisch-Hosek: Und die Niederösterreicher!) Herr Kucher, Sie können das selbst frei festlegen, Sie können das in Ihrer Verantwortung dort, wo Sie die Landeshauptleute stellen, selbst frei festlegen. Also viele Dinge, die Sie heute hier fordern, gehen völlig ins Leere, weil sie bereits umgesetzt sind.
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Da kann ich wiederum, lieber Kollege Muchitsch, unser Heimatbundesland heranziehen: Die Steiermark hat gerade 24 Millionen Euro genau in diesen Bereich, in einen Gesundheitscampus, investiert. Es gibt einen Ausbau der Ausbildungsstandorte für die Gesundheits- und Pflegeberufe von sieben auf 15 Schulen. Insgesamt gibt es in der Steiermark inzwischen 1 400 Ausbildungsplätze. In Österreich sind derzeit so viele Menschen in Pflegeausbildung wie noch nie zuvor. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weratschnig.
hat, nämlich mit den beiden Pflegereformpaketen, mit mehreren Milliarden Euro, die wir in das System hineingeben, damit es besser funktioniert. Diesen Erfolg können wir gemeinsam verbuchen. Es wäre schön gewesen, liebe SPÖ, wenn ihr da auch tatkräftig mitgeholfen hättet. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weratschnig.)
Beifall bei der FPÖ.
Dazu kommen all die Anträge – wir haben das heute auch schon gehört –, wenn es um Menschen mit Behinderung geht: vom Pflegegeld über Umbaumaßnahmen bis zum Angehörigenbonus und so weiter. In Österreich bedeutet es, wenn man Anträge stellt, dass man zum Bittsteller wird und man warten, warten, warten muss. Ich habe Ihnen einen passenden Beitrag aus der „Tiroler Tageszeitung“ mit dem Titel „Wie lange ist ‚noch a bissl‘?“ mitgenommen (einen Ausdruck des Zeitungsartikels in die Höhe haltend): Im August wurde ein Antrag auf Angehörigenbonus abgegeben; im Oktober ist die Eingangsbestätigung mit dem Vermerk, man bemühe sich um rasche Erledigung, gekommen; im Dezember wurde nachgefragt, einige Wochen später dann noch einmal. Die Antwort ist immer: Es dauert „noch a bissl“! – Erst als der Ombudsmann der BVAEB nachfragte, wurde der Antrag erledigt – nach sechs Monaten! – Danke, liebe ÖVP, und danke, liebe Grüne, denn das kann es doch wirklich nicht sein! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Gesundheitsminister – ich weiß schon, dass Sie dann wieder nicht mehr zuständig sind, da es ein Datum, an dem so manches abläuft, gibt –, wir müssen in Österreich unbedingt dafür sorgen, dass die Menschen mehr gesündere Lebensjahre haben und nicht zu Pflegefällen werden. Da geht es um die Vorsorge. Dafür sind wir alle verantwortlich. Wir hier im Haus sind dafür verantwortlich, Rahmenbedingungen zu sichern. Wir geben in Österreich im EU-Vergleich sehr, sehr, sehr viel mehr als andere Länder für die Gesundheit aus, haben aber im EU-Vergleich im Ranking weit nicht so viele gesunde Lebensjahre. Das heißt, es läuft im Gesundheitswesen einiges schief, das wird damit auch bestätigt, und die Pflege muss das dann wieder ausbaden. Das ist nicht in Ordnung. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Hörl: Oh!
Abgeordneter Mag. Christian Drobits (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Werte Vertreter des Pflegebereichs! Eigentlich hätte ich geglaubt, dass August Wöginger im Saal ist, weil er gesagt hat, dass er, wenn der Herr Bundeskanzler nicht da ist, natürlich gerne Rede und Antwort steht. Ich sehe aber einen leeren Sessel. (Abg. Hörl: Oh!) Ich denke mir, gerade das Thema müsste ihn interessieren, weil er ja aus einem Bereich kommt, dem ÖAAB, dem ÖVP-Arbeitnehmerbereich, in dem ihm die Pflege und die Beschäftigten im Pflegebereich sehr wichtig sein müssten.
Beifall bei der SPÖ.
45 Prozent der Beschäftigten, die derzeit in diesem Bereich arbeiten, sagen: Wir können nicht mehr, wir wollen aufhören! – Diese Gruppe ist diejenige, die momentan schreit: Bitte macht etwas! – Die Bundesregierung macht viel zu wenig, und darauf machen wir aufmerksam. Wir wollen nicht, dass diese Personengruppe von 45 Prozent – jede Zweite und jeder Zweite – ausscheidet und wir in den nächsten Jahren wirklich vor einer Situation stehen, in der wir nicht wissen, wie wir das würdevolle Altern unserer pflegebedürftigen Menschen in Österreich ermöglichen können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage Ihnen offen und ehrlich: Das versteht draußen niemand. Ihr habt veranlasst, dass die Justizwachebeamten drinnen sind. Ich möchte die Leistung der Justizwachebeamten nicht schmälern. Sie wurden vor eineinhalb Jahren von der Bundesregierung hineingenommen. Wenn ich daran denke: Die haben viel Arbeit zu leisten, gerade im Burgenland sind momentan 80 Prozent jener, die in der Justizanstalt sitzen, Schlepper. Nichtsdestotrotz verdienen diejenigen, die in Betreuung und Pflege und auch in medizinisch-technischen Berufen tätig sind, dass sie als Schwerarbeiter anerkannt werden und auch in die Schwerarbeitspension gehen dürfen. Die Regierung macht nichts, sie ist säumig. Sie sagt: Das vertagen wir! – Ich hoffe, dass das noch klappt, denn diese Wertschätzung und diesen Respekt würde sich diese Personengruppe verdienen. Darum kämpfen wir als sozialdemokratische Partei. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Stimmt nicht!
Frau Jugendstaatssekretärin, Ihr Bundeskanzler ist heute nicht da, aber ich sage Ihnen offen und ehrlich: Bei den „Sommergesprächen“ wurde er von einer im Saal anwesenden Person gefragt, wie es mit der Schwerarbeitspension ausschaut. Wissen Sie, was seine Antwort war? – Keine. Er hat diese Frage ignoriert, ich habe mir dieses Gespräch angeschaut. Das ist momentan die Position der ÖVP, wenn es der Bundeskanzler selbst so macht. Er ignoriert, dass Personen im Pflege- und Betreuungsbereich als Schwerarbeiter anerkannt werden. (Ruf bei der ÖVP: Stimmt nicht!)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist unsere Position. Wir werden deshalb auch weiterhin für die Beschäftigten im Bereich der Pflege und Betreuung kämpfen, wir werden auch weiterhin diesen Pflegenotstand aufzeigen und gegen den Pflegekollaps kämpfen. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Lindner: Jössas Maria!
Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Peter Wurm. – Bitte. (Abg. Lindner: Jössas Maria!)
Abg. Kucher: Dass sie ausbrennen, die Leute! Und die Staatssekretärin behauptet, die Leute wollen nix hackeln!
Da gibt es natürlich kurzfristige Möglichkeiten, und eine davon ist, liebe Sozialdemokratie – das haben auch die Pflegekräfte sehr wohl gefordert –, dass man Überstunden in diesem Bereich lukrativer macht. Das ist ja nichts Schlechtes, denn es nützt ja nichts – noch einmal –: Wenn der Bedarf da ist, muss man die Pflege machen, und dann ist es ja gar kein Thema, dass man diesen Leuten auch finanziell ein bisschen helfen muss. (Abg. Kucher: Dass sie ausbrennen, die Leute! Und die Staatssekretärin behauptet, die Leute wollen nix hackeln!) Das Finanzielle war ja auch immer ein Thema, vom Grundsatz her.
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben Ihnen das alles angekündigt und so wie in fast allen Dingen – ich muss fast sagen: leider Gottes; mir fällt jetzt gar nichts Gegenteiliges ein – immer recht behalten. Wir haben auf allen Ebenen recht behalten, auch in diesem Bereich, der die Pflege betrifft, und deshalb, glaube ich, ist klar, dass die Menschen draußen uns vertrauen, und wir werden dieses Vertrauen dementsprechend auch nicht missbrauchen. Wir werden Österreich besser machen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hörl
haben, aber wie schon das letzte Mal traut er sich auch heute nicht hierher (Zwischenruf des Abg. Hörl), in dieses Haus, um Rede und Antwort zu stehen, sondern schickt auch heute wieder seine Jugendstaatssekretärin vor (Abg. Michael Hammer: Ja, der arbeitet! Der muss sich das nicht anhören!), damit sie für ihn ausbadet und einstecken muss, was er in seiner Verantwortung aufgeführt hat, sehr geehrte Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Ja, der arbeitet! Der muss sich das nicht anhören!
haben, aber wie schon das letzte Mal traut er sich auch heute nicht hierher (Zwischenruf des Abg. Hörl), in dieses Haus, um Rede und Antwort zu stehen, sondern schickt auch heute wieder seine Jugendstaatssekretärin vor (Abg. Michael Hammer: Ja, der arbeitet! Der muss sich das nicht anhören!), damit sie für ihn ausbadet und einstecken muss, was er in seiner Verantwortung aufgeführt hat, sehr geehrte Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
haben, aber wie schon das letzte Mal traut er sich auch heute nicht hierher (Zwischenruf des Abg. Hörl), in dieses Haus, um Rede und Antwort zu stehen, sondern schickt auch heute wieder seine Jugendstaatssekretärin vor (Abg. Michael Hammer: Ja, der arbeitet! Der muss sich das nicht anhören!), damit sie für ihn ausbadet und einstecken muss, was er in seiner Verantwortung aufgeführt hat, sehr geehrte Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Na-Ruf bei der ÖVP.
Gratuliere, werte Kollegen der Österreichischen Volkspartei, zu so einem Parteiobmann! Er ist wahrscheinlich der Einzige in der ÖVP, der bei der nächsten Wahl ein Fixmandat hat; das ist derjenige Karl Nehammer, der dafür verantwortlich ist, dass bei Ihnen sehr viele Mandate wackeln – und dann lässt er Sie hier so im Stich. (Na-Ruf bei der ÖVP.)
Abg. Michael Hammer: Das halten wir leicht aus!
Das Gemeine daran ist, dass ich davon ausgehe, dass einige von Ihnen gar nicht wissen, was in dieser Anfragebeantwortung zutage getreten ist, aber Sie müssen hier für Ihren Parteiobmann ausbaden, was er angerichtet hat. (Abg. Michael Hammer: Das halten wir leicht aus!) Ich muss ganz ehrlich sagen: Ich bemitleide Sie schon fast für so einen Parteiobmann. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das Gemeine daran ist, dass ich davon ausgehe, dass einige von Ihnen gar nicht wissen, was in dieser Anfragebeantwortung zutage getreten ist, aber Sie müssen hier für Ihren Parteiobmann ausbaden, was er angerichtet hat. (Abg. Michael Hammer: Das halten wir leicht aus!) Ich muss ganz ehrlich sagen: Ich bemitleide Sie schon fast für so einen Parteiobmann. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Sehr geehrte Damen und Herren, vorweg zum Sachverhalt: Es geht hier um einen komplett neuen Sachverhalt, um einen komplett neuen Finanzskandal in der Österreichischen Volkspartei (Zwischenrufe bei der ÖVP), also um nichts Aufgewärmtes. Sehr geehrte Damen und Herren, es geht nicht um Freunderlwirtschaft, sondern es geht um direkte Geldflüsse zwischen Ministerien und dem Netz der Österreichischen Volkspartei. (Abg. Michael Hammer: Da sieht man eh genug auf dem Chart, ja!)
Abg. Michael Hammer: Da sieht man eh genug auf dem Chart, ja!
Sehr geehrte Damen und Herren, vorweg zum Sachverhalt: Es geht hier um einen komplett neuen Sachverhalt, um einen komplett neuen Finanzskandal in der Österreichischen Volkspartei (Zwischenrufe bei der ÖVP), also um nichts Aufgewärmtes. Sehr geehrte Damen und Herren, es geht nicht um Freunderlwirtschaft, sondern es geht um direkte Geldflüsse zwischen Ministerien und dem Netz der Österreichischen Volkspartei. (Abg. Michael Hammer: Da sieht man eh genug auf dem Chart, ja!)
Abg. Michael Hammer: Da fehlt rechts unten ein Kasterl! Haben wir da nichts mehr?
und Herren! Geldflüsse von jedem einzelnen schwarzen Ministerium insgesamt in Millionenhöhe – ich komme später auf die genauen Zahlen –, insgesamt in Millionenhöhe! (Abg. Michael Hammer: Da fehlt rechts unten ein Kasterl! Haben wir da nichts mehr?) Haben diese Geldflüsse mit dem Rücktritt von Sebastian Kurz aufgehört? – Nein, sehr geehrte Damen und Herren! Nein, sie sind bis ins letzte Jahr weitergegangen. Bis dahin haben wir Zahlen – wahrscheinlich geht es auch heuer, im Jahr 2024, weiter. Diese Partei ist schon so, bis Ihnen der Wähler bei der nächsten Wahl das Handwerk legt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
und Herren! Geldflüsse von jedem einzelnen schwarzen Ministerium insgesamt in Millionenhöhe – ich komme später auf die genauen Zahlen –, insgesamt in Millionenhöhe! (Abg. Michael Hammer: Da fehlt rechts unten ein Kasterl! Haben wir da nichts mehr?) Haben diese Geldflüsse mit dem Rücktritt von Sebastian Kurz aufgehört? – Nein, sehr geehrte Damen und Herren! Nein, sie sind bis ins letzte Jahr weitergegangen. Bis dahin haben wir Zahlen – wahrscheinlich geht es auch heuer, im Jahr 2024, weiter. Diese Partei ist schon so, bis Ihnen der Wähler bei der nächsten Wahl das Handwerk legt. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hörl
Das hier vor mir ist nicht etwa das Firmengeflecht der Signa, nein, das ist das Firmengeflecht der Österreichischen Volkspartei, das ist die Beteiligungsstruktur der ÖVP. Wenn man da (auf die Tafel vor sich weisend) draufschaut, sieht man: Das ist ja schon fast keine Partei mehr, das ist ein reines Firmenkonglomerat, wie man es selten in der Privatwirtschaft findet (Zwischenruf des Abg. Hörl) – außer zum Beispiel bei der Signa.
Zwischenruf der Abg. Reiter
Die Bevölkerung draußen weiß ganz genau, warum eine Partei hergeht und hinter der eigenen Partei so ein Beteiligungskonstrukt (neuerlich auf die Tafel vor sich weisend) erschafft (Zwischenruf der Abg. Reiter), nämlich um genau so etwas zu machen, was jetzt aufgeflogen ist, und das ist, Geld von Ministerien genau in so ein Netzwerk (neuerlich und danach immer wieder auf die Tafel vor sich weisend) hineinfließen zu lassen – Geld der Steuerzahler während der Teuerung, damit man Millionen Euro mehr für das Netzwerk der Österreichischen Volkspartei hat. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Reiter.) Wenn Sie so wollen: Das ist der wahre Österreichplan der Österreichischen Volkspartei. (Beifall bei der FPÖ.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Reiter.
Die Bevölkerung draußen weiß ganz genau, warum eine Partei hergeht und hinter der eigenen Partei so ein Beteiligungskonstrukt (neuerlich auf die Tafel vor sich weisend) erschafft (Zwischenruf der Abg. Reiter), nämlich um genau so etwas zu machen, was jetzt aufgeflogen ist, und das ist, Geld von Ministerien genau in so ein Netzwerk (neuerlich und danach immer wieder auf die Tafel vor sich weisend) hineinfließen zu lassen – Geld der Steuerzahler während der Teuerung, damit man Millionen Euro mehr für das Netzwerk der Österreichischen Volkspartei hat. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Reiter.) Wenn Sie so wollen: Das ist der wahre Österreichplan der Österreichischen Volkspartei. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Bevölkerung draußen weiß ganz genau, warum eine Partei hergeht und hinter der eigenen Partei so ein Beteiligungskonstrukt (neuerlich auf die Tafel vor sich weisend) erschafft (Zwischenruf der Abg. Reiter), nämlich um genau so etwas zu machen, was jetzt aufgeflogen ist, und das ist, Geld von Ministerien genau in so ein Netzwerk (neuerlich und danach immer wieder auf die Tafel vor sich weisend) hineinfließen zu lassen – Geld der Steuerzahler während der Teuerung, damit man Millionen Euro mehr für das Netzwerk der Österreichischen Volkspartei hat. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Reiter.) Wenn Sie so wollen: Das ist der wahre Österreichplan der Österreichischen Volkspartei. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Kann man ein bisschen lauter drehen? Den hört man fast nicht! Den versteht man nicht!
Heute und hier herinnen trägt er aber nicht die Verantwortung dafür. Ich frage mich ja wirklich – jetzt rein von der Erklärung im Wahlkampf her (Abg. Michael Hammer: Kann man ein bisschen lauter drehen? Den hört man fast nicht! Den versteht man nicht!) –: Wie wollen Sie denn den Menschen erklären, dass Ihr Karl Nehammer nach der nächsten Wahl die Verantwortung für Österreich tragen will, wenn er nicht einmal dazu bereit ist, als Parteiobmann die Verantwortung für die eigene Partei zu tragen? Das wird sich dann vorne und hinten nicht ausgehen, das werden Sie sehen, sehr geehrte Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: Komm einmal zum Thema! Um was geht es denn überhaupt?)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: Komm einmal zum Thema! Um was geht es denn überhaupt?
Heute und hier herinnen trägt er aber nicht die Verantwortung dafür. Ich frage mich ja wirklich – jetzt rein von der Erklärung im Wahlkampf her (Abg. Michael Hammer: Kann man ein bisschen lauter drehen? Den hört man fast nicht! Den versteht man nicht!) –: Wie wollen Sie denn den Menschen erklären, dass Ihr Karl Nehammer nach der nächsten Wahl die Verantwortung für Österreich tragen will, wenn er nicht einmal dazu bereit ist, als Parteiobmann die Verantwortung für die eigene Partei zu tragen? Das wird sich dann vorne und hinten nicht ausgehen, das werden Sie sehen, sehr geehrte Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: Komm einmal zum Thema! Um was geht es denn überhaupt?)
Abg. Michael Hammer: Und wie viel Cent? – Zwischenruf der Abg. Reiter
Wie viel ist geflossen? Darauf, auf diese Antwort, wie viel geflossen ist, warten jetzt die Steuerzahler. Von verschiedenen Ministerien in der gesamten Bundesregierung, ÖVP und Grüne zusammen, sind in dieser Gesetzgebungsperiode in dieses schwarze Netzwerk (auf die Tafel vor sich weisend) hinein gesamt über 2 936 000 Euro geflossen (Abg. Michael Hammer: Und wie viel Cent? – Zwischenruf der Abg. Reiter) – über 2 936 000 Euro.
Beifall bei der FPÖ.
Vielleicht können Sie sich noch an das Zitat von Wolfgang Sobotka erinnern, bei Oe24.TV, glaube ich, hat er das gesagt: Für das Inserat gibt es ein Gegengeschäft, natürlich! – Deswegen sind wir auf die Idee gekommen, dass wir nachschauen, ob es Gegengeschäfte von den schwarzen Ministerien zu den Inserenten, die bei der ÖVP inserieren, gibt. Und was, glauben Sie, ist herausgekommen? – Gegengeschäfte beziehungsweise eine Summe von Geldflüssen von den schwarzen Ministerien in der Höhe von weiteren 3 625 000 Euro – Steuergeld, sehr geehrte Damen und Herren, Steuergeld! Das ist einfach nur ungeniert. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn Sie nicht wollen, dass Ihr Steuergeld in die Tiefen der Österreichischen Volkspartei fließt, dann dürfen Sie diese Partei bei der nächsten Wahl ganz einfach nicht wählen. Sie als Wähler haben es in der Hand, diesem System den Stecker zu ziehen. Machen wir es gemeinsam, denn so kann es in unserer Republik nicht mehr weitergehen! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Hafenecker: Schaut lieber, dass eurer nicht liegen bleibt!
Ich möchte auch klarstellen, was hier vonseiten der FPÖ versucht wird: Etwas wird skandalisiert, um den U-Ausschuss anzuheizen, der ja nächste Woche mit den Befragungen startet. (Abg. Hafenecker: Schaut lieber, dass eurer nicht liegen bleibt!)
Ruf bei der ÖVP: Wahnsinn! – Abg. Schnedlitz: Und wo sind die restlichen 7 Millionen?
sieht aber an dieser Anfrage etwas Interessantes sehr deutlich, insbesondere an den Antworten: Es kommt dann beispielsweise heraus, dass das Finanzministerium im Jahr 2022 um 205,91 Euro bei der Metro GmbH eingekauft hat, unter anderem Mineralwasser, Kaffee und Reinigungsmittel. Das Bundeskanzleramt hat beispielsweise im Jahr 2023 um 279 Euro bei XXX-Lutz eingekauft. (Ruf bei der ÖVP: Wahnsinn! – Abg. Schnedlitz: Und wo sind die restlichen 7 Millionen?)
Beifall bei der ÖVP.
Wissen Sie, was ein ehemaliger blauer Minister – Gott sei Dank brauche ich nicht einmal seinen Namen zu nennen – um dieses Geld gekauft hat? – Einen einzigen Kugelschreiber! – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Hafenecker: Was kriegen Sie, Frau Staatssekretär, im Monat für so eine Beantwortung? Da täte ich mich genieren!
Präsidentin Doris Bures: Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Christian Stocker. (Abg. Hafenecker: Was kriegen Sie, Frau Staatssekretär, im Monat für so eine Beantwortung? Da täte ich mich genieren!)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Christian Stocker (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Staatssekretärin! Meine geschätzten Zuseher:innen hier im Haus und auch zu Hause vor den Bildschirmen! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ihr hättet es euch einfacher machen können: Den Bericht habe auch ich unterschrieben – hättet ihr mich gefragt, ich hätte es euch schon gesagt! (Beifall bei der ÖVP.) Es macht mir aber nichts, ich erkläre es euch auch gerne hier.
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.
Im Übrigen: Es war das falsche Taferl. Auf das Taferl gehört FPÖ Steiermark draufgeschrieben, wenn wir darüber reden, wo das Geld versickern soll. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Lausch: Da könnt ihr ein Lied dazu singen! – Abg. Amesbauer: Ihr seid das letzte Aufgebot! – Abg. Hauser: Das habt ihr die letzten drei Jahre bewiesen!
der Wahl, denn Hochmut kommt immer vor dem Fall, meine geschätzten Kolleginnen und Kollegen! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Lausch: Da könnt ihr ein Lied dazu singen! – Abg. Amesbauer: Ihr seid das letzte Aufgebot! – Abg. Hauser: Das habt ihr die letzten drei Jahre bewiesen!) – Ja, ja, regt euch nur auf! Ja, gerade ihr aus der Steiermark, regt euch nur auf darüber! (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
der Wahl, denn Hochmut kommt immer vor dem Fall, meine geschätzten Kolleginnen und Kollegen! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Lausch: Da könnt ihr ein Lied dazu singen! – Abg. Amesbauer: Ihr seid das letzte Aufgebot! – Abg. Hauser: Das habt ihr die letzten drei Jahre bewiesen!) – Ja, ja, regt euch nur auf! Ja, gerade ihr aus der Steiermark, regt euch nur auf darüber! (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Amesbauer: Ja, bitte!
Ich kann euch eines versprechen (Abg. Amesbauer: Ja, bitte!): Das, was ihr hier den Menschen anbietet, ist das Letzte, was wir in Österreich brauchen. Ich sage euch auch, warum: Ihr habt weder einen Plan, noch habt ihr ein Verantwortungsgefühl. Alles, was da bei euch vorhanden ist, ist ein Zusammentragen von bestimmten Dingen, damit Emotionen geschürt werden können, damit die Wutbürger sich sammeln können, damit Unterstellungen hier ausgebreitet und Neidkomplexe geschürt werden können. Das ist die Politik der Freiheitlichen Partei! Ich sage euch ganz offen: Wir wollen diese Politik in diesem Land nicht. Ich sage euch auch, warum wir sie nicht wollen: weil wir die Zukunft gestalten müssen und nicht die Gesellschaft spalten dürfen (Abg. Kassegger: Ihr habt 35 Jahre Zeit gehabt und habt nichts gemacht!), weil wir nicht polarisieren, sondern Menschen zusammenführen wollen, aber das ist ja für euch ein Fremdwort geworden. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kassegger: Ihr habt 35 Jahre Zeit gehabt und habt nichts gemacht!
Ich kann euch eines versprechen (Abg. Amesbauer: Ja, bitte!): Das, was ihr hier den Menschen anbietet, ist das Letzte, was wir in Österreich brauchen. Ich sage euch auch, warum: Ihr habt weder einen Plan, noch habt ihr ein Verantwortungsgefühl. Alles, was da bei euch vorhanden ist, ist ein Zusammentragen von bestimmten Dingen, damit Emotionen geschürt werden können, damit die Wutbürger sich sammeln können, damit Unterstellungen hier ausgebreitet und Neidkomplexe geschürt werden können. Das ist die Politik der Freiheitlichen Partei! Ich sage euch ganz offen: Wir wollen diese Politik in diesem Land nicht. Ich sage euch auch, warum wir sie nicht wollen: weil wir die Zukunft gestalten müssen und nicht die Gesellschaft spalten dürfen (Abg. Kassegger: Ihr habt 35 Jahre Zeit gehabt und habt nichts gemacht!), weil wir nicht polarisieren, sondern Menschen zusammenführen wollen, aber das ist ja für euch ein Fremdwort geworden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich kann euch eines versprechen (Abg. Amesbauer: Ja, bitte!): Das, was ihr hier den Menschen anbietet, ist das Letzte, was wir in Österreich brauchen. Ich sage euch auch, warum: Ihr habt weder einen Plan, noch habt ihr ein Verantwortungsgefühl. Alles, was da bei euch vorhanden ist, ist ein Zusammentragen von bestimmten Dingen, damit Emotionen geschürt werden können, damit die Wutbürger sich sammeln können, damit Unterstellungen hier ausgebreitet und Neidkomplexe geschürt werden können. Das ist die Politik der Freiheitlichen Partei! Ich sage euch ganz offen: Wir wollen diese Politik in diesem Land nicht. Ich sage euch auch, warum wir sie nicht wollen: weil wir die Zukunft gestalten müssen und nicht die Gesellschaft spalten dürfen (Abg. Kassegger: Ihr habt 35 Jahre Zeit gehabt und habt nichts gemacht!), weil wir nicht polarisieren, sondern Menschen zusammenführen wollen, aber das ist ja für euch ein Fremdwort geworden. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Amesbauer: Wer sagt das? Wer sagt denn das?
Weil die Freiheitliche Partei sich solche Sorgen darüber macht, was mit öffentlichem Geld bezahlt wird: Der einzige Finanzskandal, den ich von Parteien kenne, ist eurer in der Steiermark. Den gibt es wirklich. (Abg. Amesbauer: Wer sagt das? Wer sagt denn das?) – Das sage ich. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.) Und ich sage euch auch, warum ich das sage: 1,8 Millionen Euro Steuergeld werden bei euch beispielsweise für (Abg. Michael Hammer: Der Eigenheimbonus für Kunasek!) Überweisungen an parteinahe Vereine, eine Spende an die Identitären verwendet. Das ist übrigens die „NGO von rechts“ laut eures Parteiobmannes. Ich weiß nicht, ist euer Beschluss noch aufrecht, dass man, wenn man bei der FPÖ ist, dort nicht dabei sein darf, oder ist es schon wurscht, wo man dabei ist, weil eh alles eines ist? Denen spendet ihr.
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.
Weil die Freiheitliche Partei sich solche Sorgen darüber macht, was mit öffentlichem Geld bezahlt wird: Der einzige Finanzskandal, den ich von Parteien kenne, ist eurer in der Steiermark. Den gibt es wirklich. (Abg. Amesbauer: Wer sagt das? Wer sagt denn das?) – Das sage ich. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.) Und ich sage euch auch, warum ich das sage: 1,8 Millionen Euro Steuergeld werden bei euch beispielsweise für (Abg. Michael Hammer: Der Eigenheimbonus für Kunasek!) Überweisungen an parteinahe Vereine, eine Spende an die Identitären verwendet. Das ist übrigens die „NGO von rechts“ laut eures Parteiobmannes. Ich weiß nicht, ist euer Beschluss noch aufrecht, dass man, wenn man bei der FPÖ ist, dort nicht dabei sein darf, oder ist es schon wurscht, wo man dabei ist, weil eh alles eines ist? Denen spendet ihr.
Abg. Michael Hammer: Der Eigenheimbonus für Kunasek!
Weil die Freiheitliche Partei sich solche Sorgen darüber macht, was mit öffentlichem Geld bezahlt wird: Der einzige Finanzskandal, den ich von Parteien kenne, ist eurer in der Steiermark. Den gibt es wirklich. (Abg. Amesbauer: Wer sagt das? Wer sagt denn das?) – Das sage ich. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.) Und ich sage euch auch, warum ich das sage: 1,8 Millionen Euro Steuergeld werden bei euch beispielsweise für (Abg. Michael Hammer: Der Eigenheimbonus für Kunasek!) Überweisungen an parteinahe Vereine, eine Spende an die Identitären verwendet. Das ist übrigens die „NGO von rechts“ laut eures Parteiobmannes. Ich weiß nicht, ist euer Beschluss noch aufrecht, dass man, wenn man bei der FPÖ ist, dort nicht dabei sein darf, oder ist es schon wurscht, wo man dabei ist, weil eh alles eines ist? Denen spendet ihr.
Heiterkeit bei der ÖVP.
Dann gibt es noch interessante Überweisungen, wenn man den Medienberichten glauben kann, nämlich für Suchtberatung. Ich glaube es fast, muss ich ehrlich sagen. (Heiterkeit bei der ÖVP.) Daher braucht ihr überhaupt nicht nachzudenken.
Ruf bei der FPÖ: Und die Millionen, oder?
Wir haben das transparent offengelegt. Das Taferl von uns gibt es, ja (Ruf bei der FPÖ: Und die Millionen, oder?), aber wir haben das im Rechenschaftsbericht offengelegt – wir sind, glaube ich, die bestgeprüfte Partei in diesem Land –, dort kann man alles nachlesen. (Abg. Amesbauer: Ah! Darum ... beschuldigt ...!)
Abg. Amesbauer: Ah! Darum ... beschuldigt ...!
Wir haben das transparent offengelegt. Das Taferl von uns gibt es, ja (Ruf bei der FPÖ: Und die Millionen, oder?), aber wir haben das im Rechenschaftsbericht offengelegt – wir sind, glaube ich, die bestgeprüfte Partei in diesem Land –, dort kann man alles nachlesen. (Abg. Amesbauer: Ah! Darum ... beschuldigt ...!)
Abg. Amesbauer: Wo ist der beschuldigt?
Bei der FPÖ kann man gar nichts nachlesen, denn die Akten sind ja nicht einsehbar. Wenn sie aber einsehbar wären, würde man vielleicht interessante Dinge finden, nämlich eine Reihe von Beschuldigten in diesem Strafverfahren, unter anderem euren Landesparteiobmann. Der beste Kandidat, hat euer Parteiobmann gesagt! (Abg. Amesbauer: Wo ist der beschuldigt?) – Na sicher, dem wird einmal falsche Beweisaussage vorgeworfen – oh, interessant, auch der FPÖ! – und Unterdrückung von Beweismitteln. – Ja, für euch wahrscheinlich ein Kavaliersdelikt, im Strafrecht aber nicht.
Abg. Amesbauer: Haben Sie die anonyme Anzeige geschrieben?
Diese Frage, wer eigentlich das Haus eures Parteiobmannes bezahlt hat, wird man auch noch beantworten müssen; das heißt, ihr seid die Letzten, die sich da herausstellen (Abg. Amesbauer: Haben Sie die anonyme Anzeige geschrieben?) und zur Verwendung öffentlicher Gelder groß aufspielen dürfen und können. (Abg. Steger: Anonyme Anzeigen ...! – Abg. Kassegger: Was sagt eigentlich die Standesvertretung der Rechtsanwälte zu dem, was Sie da gerade aufführen? Das ist ja eine Schande für den Berufsstand der Rechtsanwälte!) Ich sage euch eines: Ihr werdet auch im Untersuchungsausschuss noch Gelegenheit haben, über Inserate und Gegengeschäfte Rede und Antwort zu stehen – auch euer Parteiobmann, der im Übrigen jetzt auch nicht da ist.
Abg. Steger: Anonyme Anzeigen ...! – Abg. Kassegger: Was sagt eigentlich die Standesvertretung der Rechtsanwälte zu dem, was Sie da gerade aufführen? Das ist ja eine Schande für den Berufsstand der Rechtsanwälte!
Diese Frage, wer eigentlich das Haus eures Parteiobmannes bezahlt hat, wird man auch noch beantworten müssen; das heißt, ihr seid die Letzten, die sich da herausstellen (Abg. Amesbauer: Haben Sie die anonyme Anzeige geschrieben?) und zur Verwendung öffentlicher Gelder groß aufspielen dürfen und können. (Abg. Steger: Anonyme Anzeigen ...! – Abg. Kassegger: Was sagt eigentlich die Standesvertretung der Rechtsanwälte zu dem, was Sie da gerade aufführen? Das ist ja eine Schande für den Berufsstand der Rechtsanwälte!) Ich sage euch eines: Ihr werdet auch im Untersuchungsausschuss noch Gelegenheit haben, über Inserate und Gegengeschäfte Rede und Antwort zu stehen – auch euer Parteiobmann, der im Übrigen jetzt auch nicht da ist.
Zwischenruf des Abg. Amesbauer
Nur so am Rande: Unter anderem ist der Freiheitliche Akademikerverband unterstützt worden (Zwischenruf des Abg. Amesbauer) – parteinahe, angeblich. Von wem ist er unterstützt worden? – Von einer Firma, mit 150 000 Euro;
Zwischenruf des Abg. Martin Graf.
ihr habt selber nicht einmal gewusst, wie ihr es zuordnen sollt, und angeblich ist das die Firma, die das Geld mit Coronatests verdient. – Pecunia non olet, das ist euer Motto! (Zwischenruf des Abg. Martin Graf.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Martin Graf: Die Mafia hat auch einen legalen ...! – Abg. Michael Hammer: War ein wenig ein Knieschuss, die Anfrage!
Ich sage euch: Diese Politik braucht in diesem Land niemand. Ich bin froh, dass wir mit unserem Bundeskanzler einen Österreichplan haben, der die Zukunft gestalten wird. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Martin Graf: Die Mafia hat auch einen legalen ...! – Abg. Michael Hammer: War ein wenig ein Knieschuss, die Anfrage!)
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der NEOS sowie des Abg. Amesbauer.
Abgeordnete MMag. Michaela Schmidt (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Zuschauer! Sehr geehrte Frau Staatssekretärin! Es ist ja doch sehr passend, dass wir gerade Kollegen Stocker zugehört haben, der heute Morgen wieder einmal eine äußerst peinliche Pressekonferenz gegeben hat und den Rechtsstaat in Österreich wieder angreift. Ich möchte Sie wirklich bitten: Hören Sie auf, zu jammern, und akzeptieren Sie endlich, dass der Rechtsstaat in Österreich für alle gilt! (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der NEOS sowie des Abg. Amesbauer.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Hörl und Schmuckenschlager.
Auch wenn es schwer zu verdauen ist: Der Rechtsstaat gilt eben auch für Sebastian Kurz, und er gilt auch für die ÖVP. (Zwischenrufe der Abgeordneten Hörl und Schmuckenschlager.) Die ÖVP steht nicht über dem Gesetz. Dass das bei Ihnen, liebe Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP, noch nicht angekommen ist, zeigt auch die respektlose Art und Weise, wie Sie mit den Kontrollrechten des Parlaments umgehen (Abg. Hörl: Oh!), mit Untersuchungsausschüssen und eben auch mit parlamentarischen Anfragen. (Abg. Hörl: Waren Sie schon im Untersuchungsausschuss? Waren Sie dort schon?)
Abg. Hörl: Oh!
Auch wenn es schwer zu verdauen ist: Der Rechtsstaat gilt eben auch für Sebastian Kurz, und er gilt auch für die ÖVP. (Zwischenrufe der Abgeordneten Hörl und Schmuckenschlager.) Die ÖVP steht nicht über dem Gesetz. Dass das bei Ihnen, liebe Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP, noch nicht angekommen ist, zeigt auch die respektlose Art und Weise, wie Sie mit den Kontrollrechten des Parlaments umgehen (Abg. Hörl: Oh!), mit Untersuchungsausschüssen und eben auch mit parlamentarischen Anfragen. (Abg. Hörl: Waren Sie schon im Untersuchungsausschuss? Waren Sie dort schon?)
Abg. Hörl: Waren Sie schon im Untersuchungsausschuss? Waren Sie dort schon?
Auch wenn es schwer zu verdauen ist: Der Rechtsstaat gilt eben auch für Sebastian Kurz, und er gilt auch für die ÖVP. (Zwischenrufe der Abgeordneten Hörl und Schmuckenschlager.) Die ÖVP steht nicht über dem Gesetz. Dass das bei Ihnen, liebe Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP, noch nicht angekommen ist, zeigt auch die respektlose Art und Weise, wie Sie mit den Kontrollrechten des Parlaments umgehen (Abg. Hörl: Oh!), mit Untersuchungsausschüssen und eben auch mit parlamentarischen Anfragen. (Abg. Hörl: Waren Sie schon im Untersuchungsausschuss? Waren Sie dort schon?)
Abg. Michael Hammer: Ja, man kann es ja komprimieren! – Abg. Pfurtscheller: Deshalb haben wir Transparenzgesetze: damit man selber nachschauen kann!
Natürlich zeigt das die aktuelle Anfragebeantwortung – auch wenn Ihnen ihr Inhalt nicht gefällt – von Bundeskanzler Nehammer auf die Anfrage „Insider-Deals: Wer finanziert die ÖVP-Parteiunternehmen?“ Die Anfrage umfasst elf Seiten, es sind 79 detaillierte Fragen – und die Antwort des Bundeskanzleramts hat neun Zeilen! Es sind ganze neun Zeilen, die im Wesentlichen sagen: Sucht euch die Antwort doch gleich selbst im Internet zusammen! (Abg. Michael Hammer: Ja, man kann es ja komprimieren! – Abg. Pfurtscheller: Deshalb haben wir Transparenzgesetze: damit man selber nachschauen kann!) – Liebe Kolleginnen und Kollegen, es ist schlicht eine Frechheit und eine Respektlosigkeit, wie da mit den Kontrollrechten des Parlaments umgegangen wird. (Beifall bei SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei SPÖ und FPÖ.
Natürlich zeigt das die aktuelle Anfragebeantwortung – auch wenn Ihnen ihr Inhalt nicht gefällt – von Bundeskanzler Nehammer auf die Anfrage „Insider-Deals: Wer finanziert die ÖVP-Parteiunternehmen?“ Die Anfrage umfasst elf Seiten, es sind 79 detaillierte Fragen – und die Antwort des Bundeskanzleramts hat neun Zeilen! Es sind ganze neun Zeilen, die im Wesentlichen sagen: Sucht euch die Antwort doch gleich selbst im Internet zusammen! (Abg. Michael Hammer: Ja, man kann es ja komprimieren! – Abg. Pfurtscheller: Deshalb haben wir Transparenzgesetze: damit man selber nachschauen kann!) – Liebe Kolleginnen und Kollegen, es ist schlicht eine Frechheit und eine Respektlosigkeit, wie da mit den Kontrollrechten des Parlaments umgegangen wird. (Beifall bei SPÖ und FPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Das lernt man schon in der Grundschule, dass es nicht um die Anzahl der Seiten geht!
Es ist leider kein Einzelfall, sondern es hat System, denn wir kennen einfach noch weitere Beispiele von der ÖVP. (Abg. Michael Hammer: Das lernt man schon in der Grundschule, dass es nicht um die Anzahl der Seiten geht!)
Abg. Michael Hammer: Und wer hat’s erfunden? Der Ostermayer, oder?
Im nächsten Prozess gegen Sebastian Kurz geht es ja bekanntlich um den Vorwurf, dass sich der ehemalige Bundeskanzler und die ÖVP mit Steuergeld die Nationalratswahl gekauft haben. (Abg. Michael Hammer: Und wer hat’s erfunden? Der Ostermayer, oder?) Wer war damals Generalsekretär der ÖVP, wer war der Vorgänger, sehr geehrter Kollege Stocker? (Abg. Reiter: Hast du eine alte Rede vom Krainer aufgewärmt?) – Der heutige Bundeskanzler Karl Nehammer, der Parteivorsitzende der ÖVP, derselbe Karl Nehammer, der seine Position als Bundeskanzler offensichtlich immer noch nutzt, um die juristische Aufklärung dieser zahlreichen Affären und Skandale zu verhindern. Da haben Sie sich von Ihrem Vorgänger einiges recht erfolgreich abgeschaut, Gratulation, Herr Stocker! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Reiter: Hast du eine alte Rede vom Krainer aufgewärmt?
Im nächsten Prozess gegen Sebastian Kurz geht es ja bekanntlich um den Vorwurf, dass sich der ehemalige Bundeskanzler und die ÖVP mit Steuergeld die Nationalratswahl gekauft haben. (Abg. Michael Hammer: Und wer hat’s erfunden? Der Ostermayer, oder?) Wer war damals Generalsekretär der ÖVP, wer war der Vorgänger, sehr geehrter Kollege Stocker? (Abg. Reiter: Hast du eine alte Rede vom Krainer aufgewärmt?) – Der heutige Bundeskanzler Karl Nehammer, der Parteivorsitzende der ÖVP, derselbe Karl Nehammer, der seine Position als Bundeskanzler offensichtlich immer noch nutzt, um die juristische Aufklärung dieser zahlreichen Affären und Skandale zu verhindern. Da haben Sie sich von Ihrem Vorgänger einiges recht erfolgreich abgeschaut, Gratulation, Herr Stocker! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Im nächsten Prozess gegen Sebastian Kurz geht es ja bekanntlich um den Vorwurf, dass sich der ehemalige Bundeskanzler und die ÖVP mit Steuergeld die Nationalratswahl gekauft haben. (Abg. Michael Hammer: Und wer hat’s erfunden? Der Ostermayer, oder?) Wer war damals Generalsekretär der ÖVP, wer war der Vorgänger, sehr geehrter Kollege Stocker? (Abg. Reiter: Hast du eine alte Rede vom Krainer aufgewärmt?) – Der heutige Bundeskanzler Karl Nehammer, der Parteivorsitzende der ÖVP, derselbe Karl Nehammer, der seine Position als Bundeskanzler offensichtlich immer noch nutzt, um die juristische Aufklärung dieser zahlreichen Affären und Skandale zu verhindern. Da haben Sie sich von Ihrem Vorgänger einiges recht erfolgreich abgeschaut, Gratulation, Herr Stocker! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Martin Graf: Da dürfte der Faymann erblassen! – Abg. Michael Hammer: Das ist aber eher FPÖ-nahe, oder?
Zu den aktuellen Beispielen: Wir haben gerade wieder gesehen, dass der Rechnungshof die Medienarbeit des Bundeskanzleramts unter Sebastian Kurz zerpflückt hat. Es ist zu einer Kostenexplosion im Bereich der Medienarbeit gekommen, in einem Ausmaß, das sogar unsere Vorstellungen deutlich überstiegen hat. Mit enorm hohem Einsatz von Steuergeld haben Sie parteinahe Medien wie das „Oberösterreichische Volksblatt“ im Besitz der oberösterreichischen ÖVP, die „Bauernzeitung“ und das bekanntlich qualitativ hochwertige Onlinemedium „Exxpress“ systematisch querfinanziert. (Abg. Martin Graf: Da dürfte der Faymann erblassen! – Abg. Michael Hammer: Das ist aber eher FPÖ-nahe, oder?)
Abg. Prinz: Geht’s noch ein bissl tiefer, Herr Hafenecker? Ein bissl tiefer noch!
Dieses Mal aber, Frau Staatssekretärin, haben Sie sich für eine elfseitige Anfrage ganze 200 Sekunden Zeit genommen. Das alleine zeigt schon, dass Sie sehr, sehr viel zu verbergen haben. Würde ich jetzt Ihren Monatsgehalt von 15 000 Euro durch 200 Sekunden dividieren (Abg. Prinz: Geht’s noch ein bissl tiefer, Herr Hafenecker? Ein bissl tiefer noch!), dann hat jede Sekunde von Ihnen den Steuerzahler 750 Euro gekostet. Das könnte man so sagen. Abg. Schmuckenschlager: Da ist aber der ... von eurem Klubobmann noch besser!) – Nein, nein, es geht schon noch tiefer, Herr Kollege, du hast vollkommen recht (Abg. Michael Hammer: Das, was du kostest, ist auch umsonst, oder? – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP), denn wirklich tief ist das, was diese Bundesregierung und diese ÖVP hier herinnen veranstalten und vor allem mit den Geldern der Steuerzahler machen, Herr Kollege! Ich kann gerne einmal vorrechnen, was das zum Beispiel ist.
Abg. Michael Hammer: Das, was du kostest, ist auch umsonst, oder? – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP
Dieses Mal aber, Frau Staatssekretärin, haben Sie sich für eine elfseitige Anfrage ganze 200 Sekunden Zeit genommen. Das alleine zeigt schon, dass Sie sehr, sehr viel zu verbergen haben. Würde ich jetzt Ihren Monatsgehalt von 15 000 Euro durch 200 Sekunden dividieren (Abg. Prinz: Geht’s noch ein bissl tiefer, Herr Hafenecker? Ein bissl tiefer noch!), dann hat jede Sekunde von Ihnen den Steuerzahler 750 Euro gekostet. Das könnte man so sagen. Abg. Schmuckenschlager: Da ist aber der ... von eurem Klubobmann noch besser!) – Nein, nein, es geht schon noch tiefer, Herr Kollege, du hast vollkommen recht (Abg. Michael Hammer: Das, was du kostest, ist auch umsonst, oder? – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP), denn wirklich tief ist das, was diese Bundesregierung und diese ÖVP hier herinnen veranstalten und vor allem mit den Geldern der Steuerzahler machen, Herr Kollege! Ich kann gerne einmal vorrechnen, was das zum Beispiel ist.
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Ganz ehrlich: Ich würde an der Stelle der ÖVP jetzt sehr, sehr demütig hier sitzen, wenn ich mir nur diesen Milliardenskandal vornehme. Davon gibt es noch viele, viele andere. Da können wir zum Beispiel gerne einmal über die Cofag-Abrechnungen des Seniorenbundes sprechen – 2,5 Millionen Euro, die Sie in ein Vereinsnetzwerk gepumpt haben, das Sie aus meiner Sicht wirklich nur mit dem Hintergedanken aufgestellt haben, genau solche Hilfen abzusaugen, die österreichischen Betrieben fehlen. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Das haben Sie diesen Betrieben weggenommen, das haben Sie in Ihre Tasche gewirtschaftet. Es war zumindest der Versuch. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ganz ehrlich: Ich würde an der Stelle der ÖVP jetzt sehr, sehr demütig hier sitzen, wenn ich mir nur diesen Milliardenskandal vornehme. Davon gibt es noch viele, viele andere. Da können wir zum Beispiel gerne einmal über die Cofag-Abrechnungen des Seniorenbundes sprechen – 2,5 Millionen Euro, die Sie in ein Vereinsnetzwerk gepumpt haben, das Sie aus meiner Sicht wirklich nur mit dem Hintergedanken aufgestellt haben, genau solche Hilfen abzusaugen, die österreichischen Betrieben fehlen. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Das haben Sie diesen Betrieben weggenommen, das haben Sie in Ihre Tasche gewirtschaftet. Es war zumindest der Versuch. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Hanger: Das werden wir schon noch sehen, lieber Christian, das werden wir schon noch sehen!
Auf der anderen Seite finde ich es aber umso spannender, dass Kollege Hanger, der da hinten sitzt, seit Wochen mit Sticks durch die Gegend läuft und Gerichtsakten an Medien und andere Parteien verteilt. Da bin ich schon sehr gespannt, Kollege Hanger – und das werden wir an einer anderen Stelle noch ausdiskutieren –, was Ihnen dabei eingefallen ist und wie Sie das rechtfertigen. (Abg. Hanger: Das werden wir schon noch sehen, lieber Christian, das werden wir schon noch sehen!) Auf der einen Seite im Winkerl stehen und weinen, wenn einmal Akten von der ÖVP zur Welt kommen, auf der anderen Seite mit Sticks um sich werfen – Kollege Hanger, das wird noch ein Nachspiel haben, das werden wir uns auf jeden Fall anschauen. (Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hanger.) Auf die Analyse der ÖVP bin ich schon gespannt, warum es in diesem Zusammenhang funktioniert und im anderen nicht; das werden wir diskutieren.
Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hanger.
Auf der anderen Seite finde ich es aber umso spannender, dass Kollege Hanger, der da hinten sitzt, seit Wochen mit Sticks durch die Gegend läuft und Gerichtsakten an Medien und andere Parteien verteilt. Da bin ich schon sehr gespannt, Kollege Hanger – und das werden wir an einer anderen Stelle noch ausdiskutieren –, was Ihnen dabei eingefallen ist und wie Sie das rechtfertigen. (Abg. Hanger: Das werden wir schon noch sehen, lieber Christian, das werden wir schon noch sehen!) Auf der einen Seite im Winkerl stehen und weinen, wenn einmal Akten von der ÖVP zur Welt kommen, auf der anderen Seite mit Sticks um sich werfen – Kollege Hanger, das wird noch ein Nachspiel haben, das werden wir uns auf jeden Fall anschauen. (Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hanger.) Auf die Analyse der ÖVP bin ich schon gespannt, warum es in diesem Zusammenhang funktioniert und im anderen nicht; das werden wir diskutieren.
Rufe bei der ÖVP: Lesen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wissen Sie, Ihren Österreichplan kann ich ja auch nicht mehr hören. (Rufe bei der ÖVP: Lesen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das Einzige, was im Österreichplan irgendwie Bestand hat, ist das, was Sie einmal mehr von der FPÖ abgeschrieben haben. (Abg. Baumgartner: Na, das verstehst du gar nicht!) Das ist
Abg. Baumgartner: Na, das verstehst du gar nicht!
Wissen Sie, Ihren Österreichplan kann ich ja auch nicht mehr hören. (Rufe bei der ÖVP: Lesen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das Einzige, was im Österreichplan irgendwie Bestand hat, ist das, was Sie einmal mehr von der FPÖ abgeschrieben haben. (Abg. Baumgartner: Na, das verstehst du gar nicht!) Das ist
Abg. Schmuckenschlager: Wie bitte?
das Einzige, was in irgendeiner Art und Weise funktioniert und vermarktbar ist, zumindest auf den dritten Anlauf hin, aber was den Rest betrifft – und darum geht es Ihnen ja im Endeffekt –, kleben Sie mit dem größten Maß der Verzweiflung an Ihrem Regierungsamt. Das tun Sie. Warum? – Weil Sie in Wahrheit keinen Österreichplan geschmiedet haben, sondern einen Finanzierungsplan für die ÖVP. (Abg. Schmuckenschlager: Wie bitte?) Das ist Ihr Problem, Sie wollen nur weiterhin an den Schalthebeln der Macht sitzen und weiterhin auf Kosten der Steuerzahler die Steuertöpfe plündern. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Hörl: Hafenecker, hast eigentlich in Moskau ein Büro?)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Hörl: Hafenecker, hast eigentlich in Moskau ein Büro?
das Einzige, was in irgendeiner Art und Weise funktioniert und vermarktbar ist, zumindest auf den dritten Anlauf hin, aber was den Rest betrifft – und darum geht es Ihnen ja im Endeffekt –, kleben Sie mit dem größten Maß der Verzweiflung an Ihrem Regierungsamt. Das tun Sie. Warum? – Weil Sie in Wahrheit keinen Österreichplan geschmiedet haben, sondern einen Finanzierungsplan für die ÖVP. (Abg. Schmuckenschlager: Wie bitte?) Das ist Ihr Problem, Sie wollen nur weiterhin an den Schalthebeln der Macht sitzen und weiterhin auf Kosten der Steuerzahler die Steuertöpfe plündern. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Hörl: Hafenecker, hast eigentlich in Moskau ein Büro?)
Ruf bei der FPÖ: Die Gewessler ...! – Abg. Hafenecker: Die Frau Gewessler müssen wir auch noch untersuchen!
Abgeordnete Mag. Agnes Sirkka Prammer (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Staatssekretärin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Ein wunderbares Schauspiel, oder? – Lauter Menschen mit weißen Westen, die eine Schlammschlacht veranstalten. (Ruf bei der FPÖ: Die Gewessler ...! – Abg. Hafenecker: Die Frau Gewessler müssen wir auch noch untersuchen!)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Steinacker.
Was haben wir in der Zwischenzeit gemacht? – Wir haben in dieser Zeit versucht, für Transparenz zu sorgen, und ich denke, das ist das Wichtigste. All diese Informationen, die man sich da gegenseitig an den Kopf schmeißt, haben einen wirklich interessanten Hintergrund: Es geht nämlich darum, dass die Öffentlichkeit, dass jeder Mensch hier in diesem Land wissen können soll, was mit dem passiert, was er an Steuern in den gemeinsamen Topf einzahlt. Es ist doch eine gute Nachricht, dass wir hier – im Übrigen gemeinsam mit unserem Koalitionspartner – in der Vergangenheit auf dem Gebiet Transparenz sehr, sehr viel weitergebracht haben. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Steinacker.)
Beifall bei den Grünen.
Nur Transparenz bringt uns so weit, dass wir erfahren können und dass wir ein Recht darauf haben, zu erfahren, wie die Verwaltung mit unseren Geldern umgeht. Es ist doch so: Wir haben – es fängt schon mit dem Parteienfinanzierungsgesetz an – Einschaurechte für den Rechnungshof geschaffen. Das bedeutet, der Rechnungshof muss nicht mehr irgendwelche Wirtschaftsprüfer zurate ziehen, sondern kann direkt in die Parteifinanzen Einschau halten. Das ist ein Meilenstein, denn daher kommen im Übrigen all diese Zahlen. Es ist wichtig, dass man sich einfach darüber informieren kann – nämlich aus den Berichten, die dann darüber geschrieben werden –, wie diese Mittel von den Parteien verwendet werden und woher sie kommen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Aber nicht nur das, wir haben gleichzeitig – damals als Übergangslösung – auch beschlossen, dass alle Studien, Gutachten und Umfragen, die mit öffentlichen Mitteln finanziert werden und von der öffentlichen Hand in Auftrag gegeben werden, veröffentlicht werden müssen. – Auch das ist ein wesentlicher Schritt in Richtung Transparenz. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wir haben das dann getoppt, indem wir hier – in der letzten Sitzung – das Informationsfreiheitsgesetz beschlossen haben. Fast alle, bis auf diejenigen, die offensichtlich nicht so viel Wert auf Aufklärung legen, haben hier mitgestimmt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das sind wesentliche Schritte in Richtung einer korruptionsfreien, in Richtung einer transparenten Verwaltung, in Richtung einer transparenten Politik. Ich denke, das ist wichtig, denn die wesentlichste Währung in der Politik ist das Vertrauen – das Vertrauen der Menschen darin, dass wir unsere Aufgabe ernst nehmen, dass wir in ihrem Interesse handeln und dass wir das, was uns von ihnen anvertraut wird – sowohl ihr Geld als auch ihre Stimme –, gewissenhaft und ordentlich verwalten und dass wir ordentlich damit umgehen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den NEOS
erstens glaube ich nicht, dass alle Parteien gleich sind, aber ich bin auch überzeugt, dass in jeder politischen Partei hier redliche und ehrliche Politikerinnen und Politiker vertreten sind. Dieses Vorgehen, dass manche anscheinend den Hals nicht voll bekommen können, dass manche glauben, Regeln gelten für sie nicht, Gesetze gelten für sie nicht, und uns alle hier damit in Misskredit bringen, das finde ich richtig empörend (Beifall bei den NEOS), und ich fände es höchst an der Zeit, dass jene – und ich glaube, die Angesprochenen wissen, wer gemeint ist – diese Praktiken einstellen.
Beifall bei den NEOS.
Beenden wir diesen schlampigen Umgang mit Steuergeld! Der Demokratie würde das, glaube ich, ziemlich guttun, und es wäre in diesem Jahr auch sehr notwendig. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Michael Hammer: Ich glaub’, der Schellhorn geht gleich wieder mit seinen Kollegen!
Präsidentin Doris Bures: Zu Wort ist dazu nun niemand mehr gemeldet. Damit ist diese Debatte geschlossen. (Abg. Michael Hammer: Ich glaub’, der Schellhorn geht gleich wieder mit seinen Kollegen!)
Beifall bei den Grünen.
auch neue Formen von Erkrankungen mit sich bringen. Ich hoffe natürlich, dass wir bis zur nächsten Modernisierung und Anpassung der Berufskrankheitenliste nicht wieder 18 Jahre brauchen, und bitte um breite Zustimmung. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
möglicherweise nachbessern. Insgesamt ist das jetzt aber einmal ein Weg in eine Richtung, wo man sagt, man will erreichen, dass junge Menschen vermehrt auch wieder als Hausärzte in diesen Beruf hineingehen, für die Bevölkerung arbeiten, um dann in weiterer Folge natürlich auch mit den Sozialversicherungen das Gehalt entsprechend anzupassen. Ich glaube, das ist ein wichtiger, richtiger Schritt. Wir werden ihn unterstützen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Diesner-Wais und Smolle.
Zur Ergänzung noch: Die dazugehörige Verordnung wird jedenfalls bis zum Sommer vorliegen. Damit ist dieses Paket dann abgeschlossen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Diesner-Wais und Smolle.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Werner Saxinger, MSc (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Damen und Herren! Der Facharzt für Allgemeinmedizin und Familienmedizin und das Berufskrankheiten-Modernisierungs-Gesetz sind zwei gesundheitspolitische Highlights, die wir heute einstimmig gemeinsam beschließen. Ich danke auch wirklich der Opposition für die konstruktiven Gespräche – es geht ja, wenn man nur will! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben im Vergleich mit anderen europäischen Staaten ein tolles Gesundheitssystem, aber – das muss man ganz ehrlich sagen – wir sind an der Decke angelangt. Diese Ehrlichkeit muss sein. Wenn jetzt die SPÖ eine Termingarantie beim Facharzt innerhalb von zwei Wochen fordert, dann hat man das System nicht verstanden oder versteht es bewusst falsch. Es tut mir leid. Man weckt damit auch falsche Bedürfnisse. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
die jetzt schon an der Grenze sind. Der Weg ist ganz klar vorgezeichnet: nicht noch mehr Stress in das System geben, sondern einfach 1450 anrufen, dann niedergelassen, dann stationär-ambulant und dann stationär. Ich glaube, wir sollten unsere Bevölkerung, das Gesundheitspersonal und unser Gesundheitssystem vor solchen absurden SPÖ-Ideen im Sinne einer effizienten, guten Versorgung schützen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bitte um breite Zustimmung. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Rudolf Silvan (SPÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren hier auf der Galerie und zu Hause! Kurz zu Kollegen Saxinger – ich habe nicht viel Zeit –: Wenn eine praktische Ärztin bei einer Vorsorgeuntersuchung ein verdächtiges Muttermal feststellt, dann sollte der Betroffene in kürzester Zeit einen Termin bei einem Hautarzt bekommen und nicht erst nach sechs Monaten. Darum geht es: dass man, wenn man gefährdet ist, möglichst rasch einen Facharzttermin bekommt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
In diesem Sinn ist es eine gute Verbesserung, und ich freue mich, dass Sie alle mitstimmen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Mit diesem Entwurf des Apothekengesetzes, den wir heute hier hoffentlich einstimmig beschließen werden, zahlen wir diese Rechnung ein und bringen die Apotheken ins 21. Jahrhundert. – Ich bitte um breite Zustimmung. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Der hohe Stellenwert, den Apotheken haben, und das Vertrauen, das die Bevölkerung Apothekerinnen und Apothekern entgegenbringt, haben sich schon in der Coronapandemie gezeigt, da die Apotheken einen Großteil der Testungen durchgeführt haben. Um aber das Vertrauen gerade in die Medikamentenversorgung weiterhin zu sichern, möchte ich noch einmal ansprechen, dass wir in den letzten Jahren leider vom asiatischen Raum abhängig geworden sind, was die Lieferung von Medikamenten betrifft. Darum ist es höchste Zeit – und das möchte ich heute wieder betonen –, dass es eine europäische Strategie für die Medikamentenbeschaffung gibt. Außerdem soll es weiterhin Anreize für Pharmaunternehmen geben, dass die Medikamentenproduktion wieder nach Europa, aber insbesondere auch nach Österreich verlegt wird, um einen Teil der produzierten Medikamente für die heimische Versorgung zu reservieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Fischer.
Ich sage, es ist eine wesentliche Verbesserung für uns alle, ob jung oder alt, wir profitieren alle davon. Ich freue mich auf einen einstimmigen Beschluss hier im Hohen Haus. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Fischer.)
Beifall bei den NEOS.
Ich bitte hier ein elftes Mal um breite Zustimmung. – (Den Dank auch in Gebärdensprache ausführend:) Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich würde sagen, wir beschließen heute den Schutz der freien Apothekerberufe, Schutz vor Konzernisierung, und das Ganze einstimmig. Ich frage, wie schon in meiner Vorrede: Warum nicht öfter, liebe Kolleginnen und Kollegen von der Opposition? – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ sowie Bravoruf des Abg. Wurm.
In diesem Sinne – wenn ich schon hier am Rednerpult stehe –: Liebe Österreicherinnen und Österreicher, gehen Sie zur Vorsorgeuntersuchung! Das ist etwas ganz, ganz Wichtiges. Das gehört jetzt nicht direkt zu dieser Debatte, aber ich glaube, es ist ein wesentliches Thema. Gehen Sie zur Vorsorgeuntersuchung! Machen Sie sich diesen Termin aus! Bleiben Sie gesund! – In diesem Sinne: Herzlichen Dank. (Beifall bei der FPÖ sowie Bravoruf des Abg. Wurm.)
Beifall bei Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Impfen in Apotheken. Ich habe ihm angeboten, dass wir da gerne mit ihm in Gespräche eintreten, wenn er es denn schafft, beispielsweise Kollegen Hauser davon zu überzeugen, künftig die Propaganda gegen das Impfen hintanzustellen. (Beifall bei Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Abg. Hörl: Besser schwarz!
Abgeordnete Fiona Fiedler, BEd (NEOS): Die Welt ist selten nur schwarz oder weiß, und genauso ist es auch im Parlament. (Abg. Hörl: Besser schwarz!) Manche Anliegen sind gut und richtig, so wie der Zugang zur HIV-Präexpositionsprophylaxe, kurz Prep genannt.
Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Ribo.
Wir wissen, das ist nervig. Es ist gerade beim Gesundheitssystem auch wirklich anstrengend, wenn man sich an diese Spielregeln halten muss. Genau das ist aber die Aufgabe von Politik, und deshalb unterstützen wir weiterhin die Idee und hoffen nach wie vor, dass das Thema in die Zielsteuerung gebracht wird und genauso wie bei Impfungen zumindest in eine gemeinsame Finanzierung übergeleitet werden kann. – (Den Dank auch in Gebärdensprache ausführend:) Danke. (Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Ribo.)
in Richtung Abg. Lindner weisend
Mario (in Richtung Abg. Lindner weisend) grinst schon, und er weiß, wieso: Wir kämpfen in der LGBTIQ-Community gefühlt seit Jahrzehnten darum, dass es diese Unterstützung kostenlos gibt.
Abg. Lindner: Den gibt’s!
Es kann sein, dass es noch Adaptierungsbedarf gibt (Abg. Lindner: Den gibt’s!), aber diesen heutigen Meilenstein sollten wir auch hier im österreichischen Nationalrat abfeiern – nicht nur für die Menschen, die sich in Zukunft durch Prep besser schützen können, sondern für uns alle in Österreich, weil wir einfach wissen, dass das Gesundheitssystem darauf Rücksicht nimmt, dass Menschen sich schützen wollen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Es kann sein, dass es noch Adaptierungsbedarf gibt (Abg. Lindner: Den gibt’s!), aber diesen heutigen Meilenstein sollten wir auch hier im österreichischen Nationalrat abfeiern – nicht nur für die Menschen, die sich in Zukunft durch Prep besser schützen können, sondern für uns alle in Österreich, weil wir einfach wissen, dass das Gesundheitssystem darauf Rücksicht nimmt, dass Menschen sich schützen wollen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Vielen Dank an alle Verhandler:innen, vielen Dank an dich, Herr Minister, dass endlich möglich geworden ist, wofür wir sehr lange kämpfen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordneter Mario Lindner (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen – Klammer auf, Männer sind mitgemeint, Klammer zu! (Beifall bei den Grünen.) Ich freue mich, ich freue mich wirklich, denn die heutigen Beschlüsse zeigen eines: Wenn die vernünftigen Kräfte in diesem Haus zusammenarbeiten, dann bringen wir auch in polarisierten Zeiten etwas weiter. Ich möchte mich ganz explizit bei den Kolleg:innen der anderen Parteien, bei dir, lieber Sepp, lieber Ralph, liebe Fiona, für die Zusammenarbeit bedanken. Gemeinsam mit der Zivilgesellschaft und den Expert:innen haben wir wirklich etwas für die HIV-Prävention erreicht, und das gibt mir Hoffnung für die Zukunft.
Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
echten Unterschied schaffen. Wir setzen auf wirksame niederschwellige Prävention, und das ist die richtige Richtung. (Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Lukas Hammer.
Ich appelliere vor allem an die Kolleg:innen von der ÖVP: Ihre Partei ist in vielen Bundesländern direkt für die Gesundheitsversorgung zuständig. Korrigieren wir diesen Fehler gemeinsam so schnell wie möglich im Gesetz, damit auch jeder, der HIV-Prävention braucht, sie kostenfrei bekommt! Ich betone es noch einmal: Jede neue HIV-Infektion ist eine zu viel! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Lukas Hammer.)
Abg. Steinacker: Oi ..., Präsidentin!
Präsidentin Doris Bures: Herr Abgeordneter, Sie dürfen den Abänderungsantrag nicht nur in seinen Grundzügen erläutern, sondern Sie müssen ihn verlesen, sonst ist er nämlich nicht eingebracht. (Abg. Steinacker: Oi ..., Präsidentin!)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
die es heute HIV-infizierten Personen wirklich ermöglichen, bei guter Lebensqualität eine beinahe normale Lebenserwartung zu haben. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und Grünen.
Ich möchte ganz herzlich Danke sagen an dich, lieber Mario Lindner. Du hast das so richtig gepusht, hast viele von uns ins Boot geholt, und ich freue mich auf eine breite Zustimmung. – Danke schön. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und SPÖ.
darauf hingewiesen haben, dass es gescheiter wäre, hier in Österreich die Prep gratis beziehungsweise so niederschwellig wie möglich anzubieten. Danke dafür, liebe Aktivistinnen und liebe Aktivisten, liebe Kolleginnen und Kollegen! (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und SPÖ.) Prep ist schließlich neben Safer Sex die beste Möglichkeit, HIV-Infektionen zu verhindern.
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Lindner.
Wir hier herinnen sollten uns aber schon auch bewusst sein: HIV ist nicht nur ein Thema für eine bestimmte Gruppe oder für Menschen mit einer bestimmten sexuellen Orientierung, obwohl manche ja immer noch so tun. HIV ist in der Mitte der Gesellschaft, ist überall. HIV hat nichts damit zu tun, ob man heterosexuell, homosexuell oder bisexuell ist. HIV ist real, HIV ist da, und es liegt an uns, unsere Kinder aufzuklären. Es liegt an uns, das Wissen weiterzugeben, Safer Sex zu propagieren. Es liegt an uns, eben solche Möglichkeiten, wie jene heute hier mit der Prep, zu schaffen, damit wir die Infektionsketten durchbrechen. HIV betrifft alle Schichten und alle Menschen hier in Österreich und Aufklärung tut Not, Aufklärung ist notwendig, Aufklärung ist das Um und Auf. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Lindner.)
Beifall bei Grünen und SPÖ sowie des Abg. Prinz.
Ich wünsche mir heute einen vielleicht doch noch einstimmigen Beschluss, im Ausschuss war er ja leider nicht einstimmig, aber vielleicht schaffen wir es jetzt hier in der Plenarsitzung. – Danke schön. (Beifall bei Grünen und SPÖ sowie des Abg. Prinz.)
Beifall bei den Grünen.
Es ist schon so, dass es sich bei Prep eben nicht um eine klassische Krankenbehandlung, sondern um eine Vorsorge, eine Prophylaxe handelt, und deshalb ist die übliche Preisbildung, die wir sonst bei Medikamenten kennen, nicht möglich. Weil es über die Sozialversicherung abgewickelt wird und eine zusätzliche Leistung ist, muss man der Sozialversicherung auch das Geld dafür geben – das ist der Vorgang –, sonst beklagt sich die Sozialversicherung dann zu Recht, dass es nicht funktioniert. Ich denke, es ist den Betroffenen relativ egal, wie das im Hintergrund abgewickelt wird, die Hauptsache ist, es ist zustande gekommen. Das ist es und das ist gut so. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Prinz.
Landeskrankenfürsorgeanstalten nicht bei der Sozialversicherung versichert sind, und damit ist dort auch die Kostenerstattung nicht möglich, sondern das geht nur direkt über das Bundesland. Ich sage aber dazu, dass das möglich sein sollte, denn ich finde, dass die Bundesländer im Zuge der Gesundheitsreform ausreichend Mittel bekommen haben, um diese Leistung jedenfalls in diesen Fällen auch erbringen zu können. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Prinz.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir werden diesem Gesetz daher nicht zustimmen, denn, wie schon gesagt, unserer Meinung nach bedeutet es mehr Überwachung, mehr Bürokratie und weniger Ernährungssicherheit. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Loacker: ... echter Versuch, aber du zählst die anderen nicht mit! – Abg. Lukas Hammer: Welche anderen?
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gelangt Frau Abgeordnete Dipl.-Ing. Olga Voglauer. – Bitte schön, Frau Abgeordnete. (Abg. Loacker: ... echter Versuch, aber du zählst die anderen nicht mit! – Abg. Lukas Hammer: Welche anderen?)
Abg. Hörl: Er begreift es eh nicht!
Abgeordnete Dipl.-Ing. Olga Voglauer (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleg:innen! Sehr geehrtes Hohes Haus! Spoštovana Visoka Hiša! Sehr geehrter Herr Minister! Lieber Herr Kollege Schmiedlechner, dann ist es ja gut, dass ich, bevor ich auf das, was du vorhin gesagt hast, eingehe, ein bisschen erklären kann, was in diesem Gesetz steht, dann versteht man es vielleicht ein bisschen besser. (Abg. Hörl: Er begreift es eh nicht!)
Zwischenruf des Abg. Schmiedlechner.
Also so, wie Sie argumentieren, Herr Kollege Schmiedlechner, wäre es ja so: Auch wenn wir mehr Tierärztinnen und Tierärzte hätten, wären Sie gegen dieses Tiergesundheitsgesetz. Das ist ja absoluter Nonsens. (Zwischenruf des Abg. Schmiedlechner.) Was wir brauchen, ist ein Ausbau der Planstellen in den Ländern für die Amtstierärztinnen und Amtstierärzte, die gut mit den Betrieben vor Ort kooperieren können, wo der TGD seine Arbeit auch entsprechend verrichtet, wo wir Vertragstierärzt:innen haben, die mit den bäuerlichen Betrieben eine Partnerschaft eingehen. Da uns das alles fehlt und man diese Partnerschaft mit den Tierärzten nicht pflegt, passieren ja solche Skandale, wie wir sie heute hier schon besprochen haben.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Insofern aus unserer Sicht: ein Danke an den Herrn Minister und sein Team, dass man auch im Vollzug ein drittes Gesetz auf den Weg bringt, denn das wird das Monitoring verbessern, das ist im Sinne eines One-Health-Charakters und das ist letztendlich auch die Umsetzung des Animal Health Laws, das wir auch zu beschließen haben, allein schon aufgrund der europäischen Vorschriften. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Keck: Eine sehr gute Rede!
Ich will noch einen Nachsatz sagen: Vollspaltenböden tragen nicht zur Tiergesundheit bei. Ich ersuche Sie, auch diesbezüglich weiterhin Druck zu machen und dranzubleiben. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Keck: Eine sehr gute Rede!)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Ing. Josef Hechenberger (ÖVP): Geschätzter Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher hier und auch zu Hause! Ich denke, das Tiergesundheitsgesetz ist eine wichtige Weiterentwicklung, aber ich darf eines vorausschicken: Österreichs Tiere sind gesund und aus ihnen werden sichere Lebensmittel produziert. Ein Danke an die Halterinnen und Halter, an die Bäuerinnen und Bauern und auch an die Veterinärabteilungen, die letztendlich das Ganze begleiten und auch überwachen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir setzen heute mit diesem Gesetz die EU-Verordnung aus 2016 um, Animal Health Law. Dadurch wird nicht ein Bürokratiemonster geschaffen, wie von Kollegen Schmiedlechner von der FPÖ transportiert, sondern wir führen das Tiergesundheitsgesetz, das Bienenseuchengesetz und das Tierseuchengesetz zusammen. Das heißt unterm Strich, es ist eine Verwaltungsvereinfachung und damit eine positive Weiterentwicklung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Eines muss man jetzt wissen, wenn die FPÖ sagt, sie stimmt diesem Gesetz nicht zu: Wenn das Gesetz nicht beschlossen würde, hätte das zur Folge, dass diese betroffenen Bauernfamilien, denen von der Behörde angeordnet wird, den gesamten Rinderbestand zu keulen, keine Entschädigung bekommen. Wir regeln in dem Gesetz ganz klar, dass in solchen Fällen auch entsprechende Entschädigungsleistungen für die Geschädigten, für die Betroffenen vor Ort geleistet werden. Deshalb verstehe ich, lieber Peter Schmiedlechner von der FPÖ, überhaupt nicht, dass man diesem Gesetz nicht zustimmt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Somit ist das eine positive Weiterentwicklung, eine Verwaltungsvereinfachung und eine Sicherstellung für die zukünftige Lebensmittelsicherheit. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
wirklich passiert ist, aber zum anderen auch Regelungen zu treffen, die dieses Tierleid in Zukunft verhindern. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Was damit geschaffen wird, ist also eine Mischung aus Bürokratiemonster und Trostpflaster. Lieber Herr Minister, ich glaube, wir können das im Parlament besser! – Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Belakowitsch: Das ist jetzt eine Überraschung!
Abgeordneter Mag. Markus Koza (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Im Gegensatz zu Kollegin Fiedler bin ich ausgesprochen erfreut, dass wir heute dieses Gesetz beschließen (Abg. Belakowitsch: Das ist jetzt eine Überraschung!), weil es nämlich tatsächlich ein Gesetz ist, das die Qualität der Sozialarbeit absichert, das die Ausbildung in der Sozialarbeit absichert und das garantiert, dass sich Menschen, die von der Sozialarbeit abhängig sind – Klientinnen und Klienten aus vulnerablen Gruppen, mit denen Sozialarbeiter:innen sehr oft arbeiten –, darauf verlassen können, dass, wenn sie von Sozialarbeiter:innen und Sozialpädagog:innen betreut werden, unterstützt werden, wenn ihnen von diesen geholfen wird, die Qualität stimmt. Wenn diese den Titel Sozialarbeiter:in oder Sozialpädagog:in tragen, steckt dann nämlich eine entsprechende Ausbildung drinnen. Darum geht es, meine sehr geehrten Damen und Herren.
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Pfurtscheller und Strasser.
Und ja, es stimmt, es ist leider noch nicht das Sozialarbeitsberufsgesetz, das wir alle gerne hätten. Wir wissen aber auch, dass die Zuständigkeit dafür nicht beim Bund liegt, sondern sehr stark bei den Ländern. Wir haben aber einen ersten Schritt in diese Richtung gesetzt, und dafür sind wir sehr dankbar. Darüber freuen wir uns sehr. Wir hoffen auf eine breite Mehrheit. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Pfurtscheller und Strasser.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Krisper.
Ich möchte jetzt noch einen Dank an alle Sozialarbeiter:innen und Sozialpädagog:innen aussprechen, die jeden Tag so eine wichtige Arbeit leisten und ihren Job mit Herz und Verstand ausüben. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Krisper.)
Beifall bei der FPÖ.
Summa summarum ist dieser akademische Titel nett, aber die Problemstellung im Bereich soziale Arbeit ist damit nicht gelöst. Grundsätzlich muss man, glaube ich, gesellschaftlich ganz massive Schritte unternehmen, um das Problem aus der Welt zu schaffen oder zumindest so zu reduzieren, dass es wirklich eine Randerscheinung ist und es nicht, wie es derzeit in Österreich ist, wirklich ganz viele Betroffene gibt. Das kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Wie gesagt, es ist ein Titelschutz, ich würde einmal sagen, ein Qualitätslevel. Darüber, denke ich, freuen sich auch die betroffenen Personen, und es bringt auch Sicherheit für jene, die Hilfe und Begleitung in Anspruch nehmen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
konnten. Alles Gute und ein großes Dankeschön auch noch allen Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern, allen Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen. (Beifall bei der ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Bei dieser Gelegenheit alles Gute zum Geburtstag, Frau Abgeordnete. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei den Grünen.
Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz Johannes Rauch: Herr Präsident! Hohes Haus! Ich kann ja inzwischen schon etwas länger auf diese Historie zurückblicken, weil ich die damalige Akademie für Sozialarbeit von 1983 bis 1987 in Vorarlberg absolviert habe. Wir haben damals – und seit damals! – als Berufsverbände immer an jede Bundesregierung appelliert, mit guten und mit weniger guten Worten gefordert, endlich ein Berufsgesetz auf den Weg zu bekommen. Vergeblich, es ist nicht gelungen, nicht einmal einen Titelschutz haben wir geschafft. Deshalb, finde ich, ist das heute schon ein Meilenstein, das nach so langer Zeit einstimmig hinzubekommen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Deshalb sage ich auch vielen Dank für die große Zustimmung in diesem Haus. – Danke schön. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Das war die Meinung, die im Sozialausschuss immer vertreten wurde. Jetzt stellen wir das richtig, und dem stimmen wir selbstverständlich zu. Das ist auch eine gute Sache, dass für die Heimopfer diese klare Abgrenzung erfolgt. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Wichtig ist, dass man sagt, dass das auch psychologisch für die Betroffenen ein wichtiger Schritt ist. Den Menschen wurde Gewalt in diesen Heimen angetan, ihnen ist Gewalt widerfahren, und es ist nur gerecht, wenn diese Unklarheiten jetzt behoben werden. Ich freue mich sehr darüber. – Danke noch einmal allen, die das unterstützen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den NEOS.
zu handhaben sind, sollte man dem Folge leisten, und daher können wir das jetzt so ausnahmsweise nicht mittragen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall der Abg. Belakowitsch. – Abg. Haubner: Sehr mangelnder Applaus!
Darauf zielt die Regelung ab, das ist die gesetzliche Bestimmung, die wir heute festlegen wollen, und das war, glaube ich, ein guter Weg, das gemeinsam – auf Initiative der Freiheitlichen – gemacht zu haben. (Beifall der Abg. Belakowitsch. – Abg. Haubner: Sehr mangelnder Applaus!)
Abg. Belakowitsch: Für die Betroffenen schon!
Abgeordneter Mag. Ernst Gödl (ÖVP): Herr Präsident! Hohes Haus! Meine geschätzten Damen und Herren! Sie merken an der Länge der Reden, dass es sich um ein anscheinend nicht so großes Thema handelt. (Abg. Belakowitsch: Für die Betroffenen schon!) Trotzdem auch von meiner und von unserer Seite dazu ein paar Ausführungen: Ich rede jetzt nur zum Thema Bildungsbonus, Schulungszuschlag im Bereich des Sozialhilfe-Grundsatzgesetzes und möchte da ganz klar die Position unserer Fraktion darlegen. Sie haben sicher, nehme ich an, den Österreichplan von Bundeskanzler Karl Nehammer gelesen. Eines der Grundprinzipien, das wir da vorantragen, ist das Thema Leistung. Unser christlich-soziales Verständnis von einer Gesellschaft ist, dass jeder, der kann, seine Leistung in dem Sinne erbringt, dass er damit auch ein eigenes Einkommen erwirtschaften kann und auch möglicherweise das Auskommen für seine Familie, für seine Angehörigen verdienen kann.
Abg. Koza: So ist es! Genau!
Es war immer unser Credo: Die beste Sozialpolitik ist eine aktive Arbeitsmarktpolitik. (Abg. Koza: So ist es! Genau!) Eine gute Arbeitsmarktpolitik ist das beste Programm für die Armutsbekämpfung. Daher stimmen wir diesem Gesetzentwurf logischerweise zu, ich habe ihn ja auch selbst unterschrieben und
Abg. Belakowitsch: Wird noch weiter steigen!
Was allerdings auffällig ist – und das wäre eine ganz große Bitte auch an alle Damen und Herren, die aus der Bundeshauptstadt Wien kommen –: Es zeigt sich da ein äußerst differenziertes Gefälle, nämlich ist die Zahl in acht Bundesländern – außer Wien – teilweise zurückgegangen oder konstant geblieben. Die Zahl der Mindestsicherungsbezieher in Wien ist in diesen zehn Jahren um 23 Prozent gestiegen. (Abg. Belakowitsch: Wird noch weiter steigen!) Ich denke, dass sich Wien das ganz genau anschauen muss: Was ist der Grund? Was sind die Gründe dafür, dass in Wien so viele Menschen in der Mindestsicherung sind, mehr denn je? (Abg. Belakowitsch: Illegale Migration! Illegale Migration, Herr Kollege!) Warum ist dieses Gefälle österreichweit so extrem groß, dass sich fast drei Viertel der Mindestsicherungsbezieher in der Stadt Wien befinden? (Abg. Loacker: Wenn ein Syrer herkommt, geht er nicht nach Kötschach-Mauthen! Das ist ja logisch!)
Abg. Belakowitsch: Illegale Migration! Illegale Migration, Herr Kollege!
Was allerdings auffällig ist – und das wäre eine ganz große Bitte auch an alle Damen und Herren, die aus der Bundeshauptstadt Wien kommen –: Es zeigt sich da ein äußerst differenziertes Gefälle, nämlich ist die Zahl in acht Bundesländern – außer Wien – teilweise zurückgegangen oder konstant geblieben. Die Zahl der Mindestsicherungsbezieher in Wien ist in diesen zehn Jahren um 23 Prozent gestiegen. (Abg. Belakowitsch: Wird noch weiter steigen!) Ich denke, dass sich Wien das ganz genau anschauen muss: Was ist der Grund? Was sind die Gründe dafür, dass in Wien so viele Menschen in der Mindestsicherung sind, mehr denn je? (Abg. Belakowitsch: Illegale Migration! Illegale Migration, Herr Kollege!) Warum ist dieses Gefälle österreichweit so extrem groß, dass sich fast drei Viertel der Mindestsicherungsbezieher in der Stadt Wien befinden? (Abg. Loacker: Wenn ein Syrer herkommt, geht er nicht nach Kötschach-Mauthen! Das ist ja logisch!)
Abg. Loacker: Wenn ein Syrer herkommt, geht er nicht nach Kötschach-Mauthen! Das ist ja logisch!
Was allerdings auffällig ist – und das wäre eine ganz große Bitte auch an alle Damen und Herren, die aus der Bundeshauptstadt Wien kommen –: Es zeigt sich da ein äußerst differenziertes Gefälle, nämlich ist die Zahl in acht Bundesländern – außer Wien – teilweise zurückgegangen oder konstant geblieben. Die Zahl der Mindestsicherungsbezieher in Wien ist in diesen zehn Jahren um 23 Prozent gestiegen. (Abg. Belakowitsch: Wird noch weiter steigen!) Ich denke, dass sich Wien das ganz genau anschauen muss: Was ist der Grund? Was sind die Gründe dafür, dass in Wien so viele Menschen in der Mindestsicherung sind, mehr denn je? (Abg. Belakowitsch: Illegale Migration! Illegale Migration, Herr Kollege!) Warum ist dieses Gefälle österreichweit so extrem groß, dass sich fast drei Viertel der Mindestsicherungsbezieher in der Stadt Wien befinden? (Abg. Loacker: Wenn ein Syrer herkommt, geht er nicht nach Kötschach-Mauthen! Das ist ja logisch!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Koza.
Also, meine Damen und Herren, wir sind gefordert, eine aktive Arbeitsmarktpolitik zu betreiben und in diesem Sinne auch die Armut zu bekämpfen. Diese Maßnahme mit dem Schulungszuschlag, der nun eben auch für Sozialunterstützungsbezieher zur Auszahlung gelangt, soll genau in diese Richtung gehen. Daher glauben wir, dass diese Maßnahme auch richtig ist. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Koza.)
Beifall der Abg. Blimlinger.
Abgeordneter Mag. Markus Koza (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich bin schon immer wieder überrascht. Die NEOS bezeichnen sich immer wieder als die Bildungspartei schlechthin. Interessanterweise immer dann, wenn es um Bildungsmaßnahmen für Arbeitslose oder wenn es um Bildungsmaßnahmen für arme Menschen geht, in dem Fall Sozialhilfebezieher:innen, wenn es darum geht, dass wir die Möglichkeit schaffen, dass diese Menschen tatsächlich eine Ausbildung bekommen, denen lange Zeit die Möglichkeit geraubt wurde, einer Arbeit nachzugehen, eine entsprechende Ausbildung abzuschließen, damit sie dann einen besseren Job haben, damit sie dann als Fachkraft in einem Betrieb arbeiten können, damit sie dann eben nicht mehr Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld beziehen, immer dann, wenn es darum geht, den Menschen das zu ermöglichen, indem wir ihnen eine bessere soziale Absicherung geben, stimmen die NEOS dagegen. (Beifall der Abg. Blimlinger.) Dieser Ansatz einer Bildungspartei ist in meinen Augen höchst fragwürdig und auch wirklich hinterfragenswert. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Markus Koza (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich bin schon immer wieder überrascht. Die NEOS bezeichnen sich immer wieder als die Bildungspartei schlechthin. Interessanterweise immer dann, wenn es um Bildungsmaßnahmen für Arbeitslose oder wenn es um Bildungsmaßnahmen für arme Menschen geht, in dem Fall Sozialhilfebezieher:innen, wenn es darum geht, dass wir die Möglichkeit schaffen, dass diese Menschen tatsächlich eine Ausbildung bekommen, denen lange Zeit die Möglichkeit geraubt wurde, einer Arbeit nachzugehen, eine entsprechende Ausbildung abzuschließen, damit sie dann einen besseren Job haben, damit sie dann als Fachkraft in einem Betrieb arbeiten können, damit sie dann eben nicht mehr Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld beziehen, immer dann, wenn es darum geht, den Menschen das zu ermöglichen, indem wir ihnen eine bessere soziale Absicherung geben, stimmen die NEOS dagegen. (Beifall der Abg. Blimlinger.) Dieser Ansatz einer Bildungspartei ist in meinen Augen höchst fragwürdig und auch wirklich hinterfragenswert. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Loacker: Ihr kümmert euch immer um die, die nicht arbeiten! Kümmert euch um die, die arbeiten!
Genau darum geht es in Wirklichkeit: Es geht genau darum, dass wir aus der Arbeitsmarktpolitik wissen, dass je besser die Ausbildung, je besser die Qualifizierung von Menschen ist, desto weniger sind sie arbeitslos, desto höher ist ihr Einkommen und desto mehr spart sich der Staat Arbeitslosengeld oder Sozialhilfe. (Abg. Loacker: Ihr kümmert euch immer um die, die nicht arbeiten! Kümmert euch um die, die arbeiten!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Genau darum machen wir diese Maßnahme – und es ist meiner Meinung nach eine hochintelligente Maßnahme –, dass wir eine bessere soziale Absicherung mit Ausbildung, Qualifizierung und mehr Perspektiven im Job verknüpfen. Darum verstehe ich auch überhaupt nicht – überhaupt nicht! –, warum die Sozialdemokratie, die hier ständig fordert, das Arbeitslosengeld muss erhöht werden und die Sozialhilfe muss erhöht werden, immer dann, wenn wir Maßnahmen zur Erhöhung setzen – und sehr intelligente Maßnahmen, nämlich Bildung mit einer besseren sozialen Absicherung zu verknüpfen –, dagegenstimmt. Das war beim Arbeitslosengeld so, das ist jetzt bei der Sozialhilfe genau das Gleiche. Das verstehe ich nicht, das soll verstehen, wer will, ich mit Sicherheit nicht – noch dazu, wo das auch ein ausdrücklicher Wunsch der Arbeiterkammer ist, dass wir das bitte umsetzen. Für mich ist das nicht nachvollziehbar. Erklärt ihr das den Menschen! Ich erkläre es ihnen sicher nicht. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das sind die aktuellen Zahlen für den Schulungszuschlag für das Jahr 2024. Ich bitte im Sinne der Betroffenen, im Sinne des Arbeitsmarktes und im Sinne der Chancen für Menschen in Armut, in ein Erwerbsleben zurückzukommen, aus der Sozialhilfe einen Sprung ins Erwerbsleben zu machen, um möglichst breite Zustimmung. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir haben schon mehrere Novellen in diesem Bereich beschlossen und reagieren da immer wieder auf die aktuellen Entwicklungen oder Erkenntnisse, und das ist auch diesmal der Fall. Ich darf mich wie gesagt bei allen bedanken und bitte um breite Zustimmung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Michael Hammer: Bitte klatscht da jetzt wer?! – Beifall bei der SPÖ.
erst bei Aufgriffen macht. Meiner Meinung nach wäre es richtig, dass die Vorschreibung bereits dann getätigt wird, wenn das zum Zeitpunkt des Arbeitsantrittes nicht gegeben ist. Das wäre ehrlich und richtig. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Abg. Michael Hammer: Bitte klatscht da jetzt wer?! – Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Ich!
Abgeordnete Bedrana Ribo, MA (Grüne): Herr Präsident! Geschätzter Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseher:innen! Wer von euch hat die E-Card mit? (Abg. Michael Hammer: Ich!) – Ich auch. (Heiterkeit der Rednerin. – Abg. Michael Hammer: Ich hab das Klimaticket auch mit und den Führerschein!) Ich habe sie eigentlich immer mit, weil ich mir immer irgendwie denke, ja, es könnte etwas passieren und es ist nicht schlecht, wenn ich sie mithabe; also sie ist immer in meinem Rucksack. (Abg. Michael Hammer: Blutspenderausweis hab ich auch mit!)
Heiterkeit der Rednerin. – Abg. Michael Hammer: Ich hab das Klimaticket auch mit und den Führerschein!
Abgeordnete Bedrana Ribo, MA (Grüne): Herr Präsident! Geschätzter Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseher:innen! Wer von euch hat die E-Card mit? (Abg. Michael Hammer: Ich!) – Ich auch. (Heiterkeit der Rednerin. – Abg. Michael Hammer: Ich hab das Klimaticket auch mit und den Führerschein!) Ich habe sie eigentlich immer mit, weil ich mir immer irgendwie denke, ja, es könnte etwas passieren und es ist nicht schlecht, wenn ich sie mithabe; also sie ist immer in meinem Rucksack. (Abg. Michael Hammer: Blutspenderausweis hab ich auch mit!)
Abg. Michael Hammer: Blutspenderausweis hab ich auch mit!
Abgeordnete Bedrana Ribo, MA (Grüne): Herr Präsident! Geschätzter Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseher:innen! Wer von euch hat die E-Card mit? (Abg. Michael Hammer: Ich!) – Ich auch. (Heiterkeit der Rednerin. – Abg. Michael Hammer: Ich hab das Klimaticket auch mit und den Führerschein!) Ich habe sie eigentlich immer mit, weil ich mir immer irgendwie denke, ja, es könnte etwas passieren und es ist nicht schlecht, wenn ich sie mithabe; also sie ist immer in meinem Rucksack. (Abg. Michael Hammer: Blutspenderausweis hab ich auch mit!)
Abg. Michael Hammer: Mit dem Auto vielleicht auch noch!
Zum Beispiel würden das die 24-Stunden-Betreuer:innen terminlich einfach nicht schaffen. Ohne dass sie ihre Betreuungspflicht verletzen, würden sie das nicht schaffen, denn schon allein die Bezeichnung 24-Stunden-Betreuung besagt, dass man die Klientinnen und Klienten 24 Stunden betreuen muss. Man stelle sich zum Beispiel auch einen Kellner irgendwo in Tirol auf einer Berghütte vor: Der müsste nach Innsbruck runterfahren und dort eben das Foto machen (Abg. Michael Hammer: Mit dem Auto vielleicht auch noch!); das ist doch ein bisschen schwierig.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich hingegen freue mich, dass das jetzt möglich ist, dass diese Erleichterungen kommen, und danke noch einmal allen, die dahinterwaren. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Michael Hammer: Bei mir hatʼs beim ersten Mal hingehaut! – Ruf bei den Grünen: Gratuliere!
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch (FPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Es war ein langer Kampf, dass wir das Foto auf die E-Card bekommen haben. (Abg. Michael Hammer: Bei mir hatʼs beim ersten Mal hingehaut! – Ruf bei den Grünen: Gratuliere!) Seit dem Jahr 2006 habe ich persönlich dafür gekämpft und ich halte das für ganz dringend notwendig. Es hat keine aussagekräftigen Statistiken und Untersuchungen von offizieller Seite gegeben, weil die SPÖ halt nicht möchte – die Grünen sowieso nicht –, dass es Betrug gibt: Es kann ja nicht sein, dass es E-Card-Betrug gibt!
Abg. Ribo: Ich habe meine Karte nie weitergegeben!
Wir wissen es aber von Personen. Wer betrügt denn? – Jemand, der hier in diesem Land versichert ist, gibt seine Karte an jemanden weiter, der ungefähr im gleichen Alter ist. (Abg. Ribo: Ich habe meine Karte nie weitergegeben!) Das ist nicht überprüfbar gewesen, das war aber so. Wir wissen von vielen Fällen, die es gegeben hat – das war die Spitze des Eisbergs –, selbst der ORF hat Reportagen darüber gemacht. Einzig und allein die politische Linke hat das nicht so gesehen (Abg. Schallmeiner: Oh, ohne Rassismus geht es nicht!), gut, das muss man zur Kenntnis nehmen. Tatsache ist: Wir haben darum gekämpft, das Foto ist jetzt drauf. Es ist kein hundertprozentiger Schutz, aber es ist schon eine Schutzmauer, es ist jetzt nicht mehr ganz so einfach, die Karte weiterzugeben.
Abg. Schallmeiner: Oh, ohne Rassismus geht es nicht!
Wir wissen es aber von Personen. Wer betrügt denn? – Jemand, der hier in diesem Land versichert ist, gibt seine Karte an jemanden weiter, der ungefähr im gleichen Alter ist. (Abg. Ribo: Ich habe meine Karte nie weitergegeben!) Das ist nicht überprüfbar gewesen, das war aber so. Wir wissen von vielen Fällen, die es gegeben hat – das war die Spitze des Eisbergs –, selbst der ORF hat Reportagen darüber gemacht. Einzig und allein die politische Linke hat das nicht so gesehen (Abg. Schallmeiner: Oh, ohne Rassismus geht es nicht!), gut, das muss man zur Kenntnis nehmen. Tatsache ist: Wir haben darum gekämpft, das Foto ist jetzt drauf. Es ist kein hundertprozentiger Schutz, aber es ist schon eine Schutzmauer, es ist jetzt nicht mehr ganz so einfach, die Karte weiterzugeben.
Abg. Schallmeiner: Nein, es hat nichts gebracht, aber, mein Gott, ... würde dagegen helfen!
Wenn es Ihrer Ansicht nach vorher keinen Betrug gegeben hat, dann kann man sich jetzt nichts ersparen – das ist ganz logisch. Ich sage, das hat natürlich viel gebracht, der Missbrauch ist zurückgegangen. (Abg. Schallmeiner: Nein, es hat nichts gebracht, aber, mein Gott, ... würde dagegen helfen!) Sprechen Sie einmal mit dem medizinischen Personal, Sie werden sehen, die sagen Ihnen das auch! Man möchte das aber jetzt wieder erleichtern.
Beifall bei der FPÖ.
Uns geht es aber darum, den Schutz für all jene, die ehrlich sind, zu gewährleisten. Es kann nicht sein, dass man immer nur für eine bestimmte Gruppe, für Zugewanderte, alles erleichtert. Das sind immer jene, die bei Ihnen im Fokus stehen. Wir legen unseren Fokus auf unsere eigenen Staatsbürger. Wir wollen, dass es für diese Erleichterungen gibt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Neßler.
Wo ich ihr aber nicht zustimme, ist, dass die Gemeinden – wenn man das jetzt auch den Gemeinden zur Verfügung stellt, die mit einem Sozialversicherungsträger einen Vertrag abschließen – damit Schindluder treiben oder jemandem, dem sie nicht zusteht, eine E-Card geben und das Foto draufprinten. Es ist schon ein starkes Stück, was Sie da unterstellen, liebe Frau Kollegin Belakowitsch! Dafür, dass Sie sich hierherstellen und sagen, dass ein Bürgermeister oder eine Bürgermeisterin vorsätzlich Amtsmissbrauch macht, sollten Sie sich eigentlich entschuldigen, weil auch Sie Bürgermeisterinnen und Bürgermeister vertreten. Ich glaube schon, dass es ein guter Zugang ist, dass die Gemeinden das in Zukunft auch anbieten können, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Neßler.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Michael Hammer: Das wissen sie selber nicht!
Ich kann, wie die Kollegin der Grünen, auch nicht verstehen, dass die SPÖ dem nicht zustimmt – aus welchen Gründen auch immer –, was eine Erleichterung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeutet. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Michael Hammer: Das wissen sie selber nicht!)
Abg. Belakowitsch: Das glaube ich eh! Sie verstehen viel nicht!
Ganz ehrlich von meiner Seite: Ich kann diese emotionale Diskussion eigentlich gar nicht verstehen. (Abg. Belakowitsch: Das glaube ich eh! Sie verstehen viel nicht!) Es ist eine Erleichterung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Gemeinden sind eingebunden worden, sie haben zugestimmt. Es ist kein Muss, sondern es ist den Gemeinden so vorgegeben, dass sie es tun können, wenn sie es möchten. Sie können es anbieten, sie müssen es nicht anbieten. Ich glaube, das ist ein guter Zugang, und daher habe ich auch im Ausschuss um breite Zustimmung gebeten.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Die SPÖ stimmt einer Erleichterung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in unser schönes Land Österreich kommen, um zu arbeiten, leider nicht zu, und die FPÖ unterstellt den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern in unserem Land Amtsmissbrauch. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Kirchbaumer: Der arbeitet hier!
Wir haben heute den ganzen Tag – ich sitze seit 9 Uhr in der Früh da – das Thema durchdiskutiert. Auch die Sozialdemokratie hat ja vom Notstand im Bereich Pflege und Gesundheit gesprochen. Wenn man nach Österreich kommt und mit der E-Card eine gratis Gesundheitsversorgung bekommt (Abg. Kirchbaumer: Der arbeitet hier!), die man weltweit immer noch suchen muss, dann, glaube ich, ist es zumutbar, dass man sich einfach ganz normal bei der Fremdenpolizei meldet, seine Dokumente, seinen gültigen Pass vorlegt, was auch immer man hat, und ein Foto abgibt. Das kann man, glaube ich, jedem zumuten, der in Österreich eine Gratisrundumversorgung durch das von uns allen finanzierte Sozialsystem bekommen will. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben heute den ganzen Tag – ich sitze seit 9 Uhr in der Früh da – das Thema durchdiskutiert. Auch die Sozialdemokratie hat ja vom Notstand im Bereich Pflege und Gesundheit gesprochen. Wenn man nach Österreich kommt und mit der E-Card eine gratis Gesundheitsversorgung bekommt (Abg. Kirchbaumer: Der arbeitet hier!), die man weltweit immer noch suchen muss, dann, glaube ich, ist es zumutbar, dass man sich einfach ganz normal bei der Fremdenpolizei meldet, seine Dokumente, seinen gültigen Pass vorlegt, was auch immer man hat, und ein Foto abgibt. Das kann man, glaube ich, jedem zumuten, der in Österreich eine Gratisrundumversorgung durch das von uns allen finanzierte Sozialsystem bekommen will. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kirchbaumer: Finde ich gut!
Diese Kontrolle weicht ihr mit fadenscheinigen Argumenten, die keine Basis haben, auf. Wir nehmen das zur Kenntnis. Wir werden es der Bevölkerung sagen, und die Leute wissen schon, was los ist, glaube ich, und die Leute werden verstehen (Abg. Kirchbaumer: Finde ich gut!), dass unsere Position auch da richtig ist. Wir sind da ganz klar in der Position, die ihr als ÖVP wie bei ganz vielen anderen Dingen leider Gottes verlassen habt. Ja, es bleiben halt wir als offensichtlich einzige Partei übrig, die das weiterhin ganz klar so sagt und auch umsetzen will.
Beifall bei der FPÖ.
Dass der Minister keine validen Zahlen zu diesem Sozialbetrug hat, ist ja nichts Neues, denn der Minister hat überhaupt ganz selten valide Zahlen, wie wir alle, die im Ausschuss sitzen, wissen. Das wird sich aber mit einem freiheitlichen Sozialminister ändern, weil Zahlen, Daten und Transparenz ganz, ganz wichtig sind und die Österreicher sich diese auch verdient haben. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Wer begeht im rassistischen Weltbild der FPÖ den E-Card-Betrug? – Natürlich, wie könnte es anders sein, Ali und Mustafa – von Ihnen selber benannt –, also Menschen mit Migrationshintergrund, wie die Kollegen und Kolleginnen von der FPÖ gerade bestätigt haben. Zum Gesetzesvorhaben wurde dann auch noch ein passendes Video gedreht, das – ich zitiere – fremden Menschen „pauschal [...] sozial schädliches Verhalten“ unterstellt; so der Spruch des Verfassungsgerichtshofes. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Massentests, Zwangsimpfungen ...!
Frau Belakowitsch hat davon gesprochen, dass es zahlreiche E-Card-Betrüge gab. Schauen wir uns das genauer an (Abg. Belakowitsch: Massentests, Zwangsimpfungen ...!): Laut Gebietskrankenkassa gab es in den letzten paar Jahren in Wien lediglich vier Fälle, in Tirol gab es in den letzten paar Jahren lediglich vier Fälle, im Burgenland beispielsweise gab es keinen einzigen Fall. Der groß behauptete Sozialbetrug hat sich also in Luft aufgelöst. (Abg. Belakowitsch: Na Gott sei Dank!)
Abg. Belakowitsch: Na Gott sei Dank!
Frau Belakowitsch hat davon gesprochen, dass es zahlreiche E-Card-Betrüge gab. Schauen wir uns das genauer an (Abg. Belakowitsch: Massentests, Zwangsimpfungen ...!): Laut Gebietskrankenkassa gab es in den letzten paar Jahren in Wien lediglich vier Fälle, in Tirol gab es in den letzten paar Jahren lediglich vier Fälle, im Burgenland beispielsweise gab es keinen einzigen Fall. Der groß behauptete Sozialbetrug hat sich also in Luft aufgelöst. (Abg. Belakowitsch: Na Gott sei Dank!)
Abg. Belakowitsch: Da reden wir von absurd viel Steuergeld ...!
Was ist vom sinnbefreiten FPÖ-Projekt geblieben, außer dass es uns absurd viel Steuergeld gekostet hat? (Abg. Belakowitsch: Da reden wir von absurd viel Steuergeld ...!) Da verstehe ich auch die SPÖ nicht, denn eine Saisonarbeitskraft aus Deutschland, die zum Beispiel auf einer Skihütte in Tirol arbeitet, muss dann nach Innsbruck zur Landespolizeidirektion fahren, um dort das E-Card-Foto zu machen. (Abg. Amesbauer: Na und?) Das Gleiche gilt auch für Skilehrer und Skilehrerinnen. (Abg. Belakowitsch: Ja und?) Das ist also eine komplett unnötige Schikane für dringend benötigtes Personal. (Abg. Wurm: Was du in Amerika alles machen musst, Barbara! Geh einmal in die USA, was du dort machen musst!)
Abg. Amesbauer: Na und?
Was ist vom sinnbefreiten FPÖ-Projekt geblieben, außer dass es uns absurd viel Steuergeld gekostet hat? (Abg. Belakowitsch: Da reden wir von absurd viel Steuergeld ...!) Da verstehe ich auch die SPÖ nicht, denn eine Saisonarbeitskraft aus Deutschland, die zum Beispiel auf einer Skihütte in Tirol arbeitet, muss dann nach Innsbruck zur Landespolizeidirektion fahren, um dort das E-Card-Foto zu machen. (Abg. Amesbauer: Na und?) Das Gleiche gilt auch für Skilehrer und Skilehrerinnen. (Abg. Belakowitsch: Ja und?) Das ist also eine komplett unnötige Schikane für dringend benötigtes Personal. (Abg. Wurm: Was du in Amerika alles machen musst, Barbara! Geh einmal in die USA, was du dort machen musst!)
Abg. Belakowitsch: Ja und?
Was ist vom sinnbefreiten FPÖ-Projekt geblieben, außer dass es uns absurd viel Steuergeld gekostet hat? (Abg. Belakowitsch: Da reden wir von absurd viel Steuergeld ...!) Da verstehe ich auch die SPÖ nicht, denn eine Saisonarbeitskraft aus Deutschland, die zum Beispiel auf einer Skihütte in Tirol arbeitet, muss dann nach Innsbruck zur Landespolizeidirektion fahren, um dort das E-Card-Foto zu machen. (Abg. Amesbauer: Na und?) Das Gleiche gilt auch für Skilehrer und Skilehrerinnen. (Abg. Belakowitsch: Ja und?) Das ist also eine komplett unnötige Schikane für dringend benötigtes Personal. (Abg. Wurm: Was du in Amerika alles machen musst, Barbara! Geh einmal in die USA, was du dort machen musst!)
Abg. Wurm: Was du in Amerika alles machen musst, Barbara! Geh einmal in die USA, was du dort machen musst!
Was ist vom sinnbefreiten FPÖ-Projekt geblieben, außer dass es uns absurd viel Steuergeld gekostet hat? (Abg. Belakowitsch: Da reden wir von absurd viel Steuergeld ...!) Da verstehe ich auch die SPÖ nicht, denn eine Saisonarbeitskraft aus Deutschland, die zum Beispiel auf einer Skihütte in Tirol arbeitet, muss dann nach Innsbruck zur Landespolizeidirektion fahren, um dort das E-Card-Foto zu machen. (Abg. Amesbauer: Na und?) Das Gleiche gilt auch für Skilehrer und Skilehrerinnen. (Abg. Belakowitsch: Ja und?) Das ist also eine komplett unnötige Schikane für dringend benötigtes Personal. (Abg. Wurm: Was du in Amerika alles machen musst, Barbara! Geh einmal in die USA, was du dort machen musst!)
Beifall bei den Grünen.
Wir sehen also: Mit Rassismus kann man vielleicht Stimmung produzieren, aber sicher nicht Politik machen. Übrig bleiben nur sehr hohe Kosten und unnötige Bürokratie. Diese Kosten sind dank der FPÖ schon passiert und die schikanöse Bürokratie reparieren wir heute so gut wie möglich, so, wie wir leider schon viele FPÖ-Projekte reparieren mussten. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Michael Hammer: Da passen wir jetzt aber genau auf!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter Peter Wurm zu Wort gemeldet. – Bitte schön, Herr Abgeordneter. (Abg. Michael Hammer: Da passen wir jetzt aber genau auf!)
Abg. Disoski: Hat sie nicht gesagt! Das hat sie nicht gesagt! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.
Abgeordneter Peter Wurm (FPÖ): Frau Kollegin Neßler von den Grünen hat behauptet, dass die ehemalige Ministerin Hartinger-Klein gesagt habe, dass alle Österreicher und Österreicherinnen mit 150 Euro im Monat das Auskommen haben – das hat Frau Neßler gesagt. (Abg. Disoski: Hat sie nicht gesagt! Das hat sie nicht gesagt! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich berichtige tatsächlich: Die ehemalige Frau Ministerin Hartinger-Klein hat gesagt, dass Asylwerber, denen alles bezahlt wird, mit 150 Euro im Monat das Auskommen finden müssen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kickl: Jetzt redest du auch schon davon!
Abgeordneter Mag. Michael Hammer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Es ist bei so einer Diskussion ja immer wieder verwunderlich, wie groß man ein Thema machen kann und wie man eine – eigentlich – Verwaltungsvereinfachung im Ablauf der Ausstellung des Fotos bei der E-Card zu einem Riesenthema hochstilisiert. (Abg. Kickl: Jetzt redest du auch schon davon!) Tatsache ist, und dazu bekennen wir uns auch, dass wir damals das Foto auf der E-Card eingeführt haben. Heute geht es um eine Verwaltungsvereinfachung bei Saisonarbeitskräften und bei 24-Stunden-Pflegekräften.
Abg. Kickl: Die ist aber bei euch geblieben! Die ist mit euren Leuten da draußen sitzen geblieben!
Es ist schon ein Highlight – wenn man das so sagen kann –, dass die Freiheitlichen heute hier ihre Ministerin Hartinger-Klein verteidigen müssen, denn die ist natürlich ein typisches Beispiel dafür, was herauskommt, wenn die Blauen in der Regierung sind – die war wirklich eine Vorgabe. Es gibt auch noch Kollegin Kneissl, die gerade Ihrem Freund in Russland Dienste erweist. (Abg. Kickl: Die ist aber bei euch geblieben! Die ist mit euren Leuten da draußen sitzen geblieben!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir machen zum Beispiel auch die Antragstellung für die ID Austria. Das wird von den Bürgerinnen und Bürgern sehr gut angenommen. Bei der E-Card gibt es jetzt für einen sehr eingeschränkten Kreis die Möglichkeit, dort auch Fotoregistrierungen zu machen. Das ist eine sinnvolle Geschichte. Wenn man dagegen ist, wenn es um Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geht, oder wenn man wie die Freiheitlichen natürlich generell gegen alles ist, dann ist es so. In Wirklichkeit ist es aber eine sinnvolle Maßnahme. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Neßler.
Abgeordnete Bettina Zopf (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher auf der Galerie und zu Hause vor den Fernsehbildschirmen! Eingangs möchte ich mich einmal bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Gemeindeämtern bedanken. Sie leisten wertvolle Arbeit und sind natürlich für uns Bürger immer eine Service- und Anlaufstelle. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Neßler.)
Abg. Kickl: Und -bürgerinnen!
Natürlich sind auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die für unsere Bürgerinnen und Bürger wertvolle Arbeit leisten, ebenfalls wertvolle Mitbürger in unserem Österreich (Abg. Kickl: Und -bürgerinnen!), und auch sie sollten so praktisch wie möglich Anträge stellen können und nicht weiß Gott wo hingeschickt werden, damit sie die E-Card mit dem Foto bekommen.
Abg. Wurm: Das sind ja keine Gemeindebürger! – Abg. Belakowitsch: Das sind überhaupt keine Bürger!
Diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten in Österreich wertvolle Arbeit und müssten zur Landespolizeidirektion fahren. Wir finden das unzumutbar. Warum sollten wir das Service nicht in unseren Gemeinden anbieten, wenn es möglich ist? Es versteht im Grunde genommen niemand, warum man diese E-Card-Antragstellung – die E-Card ist ja ein Lichtbildausweis; man weiß ja, dass man auch einen Pass bei der Gemeinde beantragen kann – nicht genauso bei der Gemeinde erledigen können soll, wie man dort einen Pass beantragen kann. (Abg. Wurm: Das sind ja keine Gemeindebürger! – Abg. Belakowitsch: Das sind überhaupt keine Bürger!)
Abg. Wurm: Es geht um die Kontrolle, kein Service!
Ich muss natürlich auch dazusagen, Herr Kollege Wurm, Frau Kollegin Belakowitsch – nach der Märchenstunde von euch beiden –: Ihr erzählt hier ein Märchen, das einfach faktisch nicht stimmt. Bleiben wir doch sachlich! Es geht doch darum, dass man diesen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Service möglichst nahe zur Verfügung stellt, und das wollen wir damit machen. (Abg. Wurm: Es geht um die Kontrolle, kein Service!) Das ist einfach ein Bürgerservice, das man ihnen zur Verfügung stellt. Der Ausweis wird ja nach wie vor von der Landespolizeidirektion ausgestellt. Es wird ihnen nur das Service angeboten, damit sie nicht so weit fahren müssen, um die Antragstellung zu erledigen. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Wir unterstützen natürlich alle, die bei uns wichtige Arbeit leisten. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Neßler. – Abg. Belakowitsch: Jetzt muss der Sozialbetrüger auch noch einen weiten Weg fahren!)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Ich muss natürlich auch dazusagen, Herr Kollege Wurm, Frau Kollegin Belakowitsch – nach der Märchenstunde von euch beiden –: Ihr erzählt hier ein Märchen, das einfach faktisch nicht stimmt. Bleiben wir doch sachlich! Es geht doch darum, dass man diesen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Service möglichst nahe zur Verfügung stellt, und das wollen wir damit machen. (Abg. Wurm: Es geht um die Kontrolle, kein Service!) Das ist einfach ein Bürgerservice, das man ihnen zur Verfügung stellt. Der Ausweis wird ja nach wie vor von der Landespolizeidirektion ausgestellt. Es wird ihnen nur das Service angeboten, damit sie nicht so weit fahren müssen, um die Antragstellung zu erledigen. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Wir unterstützen natürlich alle, die bei uns wichtige Arbeit leisten. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Neßler. – Abg. Belakowitsch: Jetzt muss der Sozialbetrüger auch noch einen weiten Weg fahren!)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Neßler. – Abg. Belakowitsch: Jetzt muss der Sozialbetrüger auch noch einen weiten Weg fahren!
Ich muss natürlich auch dazusagen, Herr Kollege Wurm, Frau Kollegin Belakowitsch – nach der Märchenstunde von euch beiden –: Ihr erzählt hier ein Märchen, das einfach faktisch nicht stimmt. Bleiben wir doch sachlich! Es geht doch darum, dass man diesen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Service möglichst nahe zur Verfügung stellt, und das wollen wir damit machen. (Abg. Wurm: Es geht um die Kontrolle, kein Service!) Das ist einfach ein Bürgerservice, das man ihnen zur Verfügung stellt. Der Ausweis wird ja nach wie vor von der Landespolizeidirektion ausgestellt. Es wird ihnen nur das Service angeboten, damit sie nicht so weit fahren müssen, um die Antragstellung zu erledigen. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Wir unterstützen natürlich alle, die bei uns wichtige Arbeit leisten. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Neßler. – Abg. Belakowitsch: Jetzt muss der Sozialbetrüger auch noch einen weiten Weg fahren!)
Beifall bei der ÖVP.
Weiters wird auch die Ermächtigung zur Bestellung für Covid-19-Medikamente für den Gesundheitsminister bis 31. Mai 2025 erweitert. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich beginne mit TOP 23: Da wird es Zustimmung von uns geben, weil es eine längst überfällige Maßnahme ist. Es erfolgt damit eine gesetzliche Verbesserung, da bei der Begleitung eines schwersterkrankten Kindes kein gemeinsamer Haushalt mit dem schwersterkrankten Kind mehr vorliegen muss. Das ist nun endlich umgesetzt. – Danke an alle Beteiligten, die daran mitgewirkt haben, dass es da eine Lösung im Interesse aller Beteiligten gibt. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Haubner: Noch mehr Strafen, noch mehr Bürokratie, noch mehr ...!
Zusammengefasst, meine sehr geehrten Damen und Herren: Wie diese Richtlinie von den Regierungsparteien umgesetzt wird, wirkt für uns halbherzig, notgedrungen – nach dem Motto: Dann setzen wir sie halt eineinhalb Jahre später um! – Das ist eigentlich schade, weil es auch wesentlich europäischer und (Abg. Haubner: Noch mehr Strafen, noch mehr Bürokratie, noch mehr ...!) bezüglich der Richtlinienkonformität wirklich besser hätte umgesetzt werden können. Aus diesem Grund wird es von unserer Fraktion keine Zustimmung geben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zusammengefasst, meine sehr geehrten Damen und Herren: Wie diese Richtlinie von den Regierungsparteien umgesetzt wird, wirkt für uns halbherzig, notgedrungen – nach dem Motto: Dann setzen wir sie halt eineinhalb Jahre später um! – Das ist eigentlich schade, weil es auch wesentlich europäischer und (Abg. Haubner: Noch mehr Strafen, noch mehr Bürokratie, noch mehr ...!) bezüglich der Richtlinienkonformität wirklich besser hätte umgesetzt werden können. Aus diesem Grund wird es von unserer Fraktion keine Zustimmung geben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall des Abg. Hörl.
Abgeordnete Tanja Graf (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Staatssekretärin! (Beifall des Abg. Hörl.) Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuschauer auf der Galerie und jene, die noch vor dem Fernseher sitzen! Kollege Muchitsch hat es schon erwähnt: Ich darf mich auf den Antrag bezüglich der Umsetzung der europäischen Richtlinie zum Thema transparente Arbeitsbedingungen konzentrieren.
Beifall bei der ÖVP.
Was wir nicht gemacht haben – und das ist uns schon ein Anliegen bei mehr als vier Millionen Beschäftigten –: die Arbeitgeber jetzt aufzufordern, dass jeder einen neuen Dienstzettel bekommt. Also bei aller Wertschätzung, diese Bürokratie wollen wir nicht. Wir wollen Bürokratie abbauen und nicht aufbauen. (Beifall bei der ÖVP.)
Heiterkeit des Abg. Wurm.
Was mir persönlich schon auch wichtig ist, zu erwähnen, ist, wie gut die Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer funktioniert. Die funktioniert in Österreich nämlich wirklich sehr gut. Wie schon gesagt, es gibt vier Millionen Menschen, die erwerbstätig sind, und natürlich wird es immer den einen oder anderen Fall geben, wo es vielleicht Differenzen gibt, der vielleicht nicht so positiv ist. Im Großen und Ganzen können wir aber sagen, wir haben bei der Umsetzung dieser europäischen Richtlinie kein Gold Plating betrieben, das haben wir wirklich nicht gemacht. (Heiterkeit des Abg. Wurm.)
Beifall bei der ÖVP.
Und zweitens haben wir die Bürokratie nicht aufgebaut. Uns ist wichtig, dass wir europäische Richtlinien – und ich glaube, ich spreche da mehrere an – in Zukunft so umsetzen, dass es nicht mehr Bürokratie als notwendig gibt. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall der Abg. Ecker.
Abgeordneter Peter Wurm (FPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Werte Staatssekretärin! Ja, Minister Kocher ist heute leider wieder nicht hier. Auch im Ausschuss fehlt er jetzt regelmäßig. Ich hoffe nicht, dass er schon auf Arbeitssuche ist, aber gut, es sei ihm gegönnt, er wird ja auch eine berufliche Zukunft nach dieser Regierung suchen. (Beifall der Abg. Ecker.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie ersticken die Unternehmer und vor allem die Kleinstunternehmer, einen Tischler mit drei Leuten, in Bürokratie, in Papierkrieg, Papierkram, und jeder hat Angst, einen Fehler zu machen, weil man dann irgendeine Strafe kriegt oder sonst etwas. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Tanja Graf: Indem die Dienstzettel nicht neu ausgestellt werden müssen, Herr Kollege! Sie hätten zuhören müssen!
Diese EU-Richtlinien haben wir ja auch im Gesundheitsbereich und im Sozialbereich. Das ist ein Bürokratiemonster ohne Ende. Und Sie stellen sich da raus und sagen, Sie bauen die Bürokratie ab. Was ist an dieser Geschichte ein Bürokratieabbau, Frau Kollegin? (Abg. Tanja Graf: Indem die Dienstzettel nicht neu ausgestellt werden müssen, Herr Kollege! Sie hätten zuhören müssen!)
Beifall bei der FPÖ.
Der Fehler fängt ja schon damit an, dass ihr als ÖVP im Rat und in der Kommission immer zustimmt, und dann poppt das irgendwann hier auf. Ihr seid immer mit dabei. Einem Unternehmer in Österreich, einem kleinen Handwerksbetrieb, einem kleinen Handelsbetrieb könnt ihr diese Geschichten schon lange nicht mehr erklären, und das solltet ihr von der Wirtschaftskammer mittlerweile wissen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Wurm: Danke!
Abgeordneter Mag. Markus Koza (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Staatssekretärin! Was mich beim Kollegen Wurm immer wieder fasziniert: Er kommt raus und redet irgendwas über irgendwas – das hat mit dem Thema überhaupt nichts zu tun! –, aber das mit einem Selbstbewusstsein und einer Überzeugung, wo ich sage, dass es tatsächlich beeindruckend ist. (Abg. Wurm: Danke!) Nur, wie gesagt: Es geht nicht um Bürokratie (Abg. Wurm: Um was denn?), es geht um Arbeitnehmer:innenrechte,
Abg. Wurm: Um was denn?
Abgeordneter Mag. Markus Koza (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Staatssekretärin! Was mich beim Kollegen Wurm immer wieder fasziniert: Er kommt raus und redet irgendwas über irgendwas – das hat mit dem Thema überhaupt nichts zu tun! –, aber das mit einem Selbstbewusstsein und einer Überzeugung, wo ich sage, dass es tatsächlich beeindruckend ist. (Abg. Wurm: Danke!) Nur, wie gesagt: Es geht nicht um Bürokratie (Abg. Wurm: Um was denn?), es geht um Arbeitnehmer:innenrechte,
Beifall bei den Grünen.
Kollege Wurm. (Beifall bei den Grünen.) Wenn du dir das einmal angeschaut hättest, würdest du das vielleicht einigermaßen wissen.
Abg. Wurm: Meine Rede war klarer, glaube ich!
Es wird sicher noch irgendein Freiheitlicher herauskommen und sagen, dass das alles viel zu wenig ist, dass viel schärfer gestraft gehört, das viel härter gemacht gehört, und so weiter und so fort. Bei euch ist ja das Wunderbare, dass der eine das sagt und die andere das sagt. Jeder kann sich aussuchen, was er gerade hören will. Jeder kann sagen, das ist genau richtig oder das ist genau richtig, obwohl das einen totalen Widerspruch ergibt. (Abg. Wurm: Meine Rede war klarer, glaube ich!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Aber wie gesagt: In Summe eine gute Sache, darum stimmen wir dem auch zu und bitten um breite Zustimmung. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Martin Graf: Das ist ja wirklich ein Kabarett!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Mag. Gerald Loacker. – Bitte schön, Herr Abgeordneter. (Abg. Martin Graf: Das ist ja wirklich ein Kabarett!)
Heiterkeit der Abgeordneten Belakowitsch und Wurm
einen Zettel vom anderen in der Hand hat (Heiterkeit der Abgeordneten Belakowitsch und Wurm), in einem Stadium des Arbeitsverhältnisses, in dem es eh schon nicht mehr funktioniert – also super, wirklich großartig gemacht!
Neuerliche Heiterkeit der Abgeordneten Belakowitsch und Wurm. – Abg. Koza: Nein! Es ist eine EU-Richtlinie!
Jetzt noch für den juristischen Purismus: Verwaltungsstrafen dafür zu verhängen, dass sich jemand nicht an zivilrechtliche Regelungen hält, ist nicht sauber. Ich weiß nicht, ob man bei den Grünen keinen Schmerz hat, denn: Wir wissen, was gut für dich ist, sonst strafen wir dich! (Neuerliche Heiterkeit der Abgeordneten Belakowitsch und Wurm. – Abg. Koza: Nein! Es ist eine EU-Richtlinie!) – Man kann nicht EU draufschreiben und dann glauben, es wäre sakrosankt (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Koza), das befreit nicht vom selbstständigen Denken, ich sage es nur. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Koza
Jetzt noch für den juristischen Purismus: Verwaltungsstrafen dafür zu verhängen, dass sich jemand nicht an zivilrechtliche Regelungen hält, ist nicht sauber. Ich weiß nicht, ob man bei den Grünen keinen Schmerz hat, denn: Wir wissen, was gut für dich ist, sonst strafen wir dich! (Neuerliche Heiterkeit der Abgeordneten Belakowitsch und Wurm. – Abg. Koza: Nein! Es ist eine EU-Richtlinie!) – Man kann nicht EU draufschreiben und dann glauben, es wäre sakrosankt (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Koza), das befreit nicht vom selbstständigen Denken, ich sage es nur. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.
Jetzt noch für den juristischen Purismus: Verwaltungsstrafen dafür zu verhängen, dass sich jemand nicht an zivilrechtliche Regelungen hält, ist nicht sauber. Ich weiß nicht, ob man bei den Grünen keinen Schmerz hat, denn: Wir wissen, was gut für dich ist, sonst strafen wir dich! (Neuerliche Heiterkeit der Abgeordneten Belakowitsch und Wurm. – Abg. Koza: Nein! Es ist eine EU-Richtlinie!) – Man kann nicht EU draufschreiben und dann glauben, es wäre sakrosankt (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Koza), das befreit nicht vom selbstständigen Denken, ich sage es nur. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Brandstätter: So ist es!
Kann man das nicht zugeben und kann man nicht sagen: Wir versuchen, eine Lösung zu finden, die näher am Leben der Menschen ist!? – Das wäre euer Job in der Regierung (Abg. Brandstätter: So ist es!), und dem kommt ihr nicht nach. Und das dann hier heraußen am Rednerpult schönzureden ist wirklich erbärmlich! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.
Kann man das nicht zugeben und kann man nicht sagen: Wir versuchen, eine Lösung zu finden, die näher am Leben der Menschen ist!? – Das wäre euer Job in der Regierung (Abg. Brandstätter: So ist es!), und dem kommt ihr nicht nach. Und das dann hier heraußen am Rednerpult schönzureden ist wirklich erbärmlich! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, dass wir da eine entsprechende Erleichterung für Menschen schaffen, die es ohnedies schwer genug haben. – Ich bitte um breite Zustimmung. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kickl: Das Sie die zentral gelenkte Planwirtschaft befürworten, das wissen wir auch!
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Dass die FPÖ antieuropäisch argumentiert, wissen wir. Dass Herr Kollege Loacker seinen Zynismus nicht mehr zügeln kann, wissen wir mittlerweile auch. Er möchte nichts regulieren, er glaubt, alle machen sich alles miteinander aus. (Abg. Kickl: Das Sie die zentral gelenkte Planwirtschaft befürworten, das wissen wir auch!) Das entspricht halt auch nicht dem, was Arbeitnehmer:innenrechte anlangt. (Beifall bei der SPÖ.) Da bin ich wirklich der Meinung, dass es darum geht, Arbeitnehmer:innenrechte zu schützen.
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Dass die FPÖ antieuropäisch argumentiert, wissen wir. Dass Herr Kollege Loacker seinen Zynismus nicht mehr zügeln kann, wissen wir mittlerweile auch. Er möchte nichts regulieren, er glaubt, alle machen sich alles miteinander aus. (Abg. Kickl: Das Sie die zentral gelenkte Planwirtschaft befürworten, das wissen wir auch!) Das entspricht halt auch nicht dem, was Arbeitnehmer:innenrechte anlangt. (Beifall bei der SPÖ.) Da bin ich wirklich der Meinung, dass es darum geht, Arbeitnehmer:innenrechte zu schützen.
Abg. Tanja Graf: Das hab ich nicht gesagt!
Unsere Meinung zur abschreckenden Wirkung bei Nichtaushändigung eines Dienstzettels: Frau Kollegin Graf hat gesagt: Na darauf kann man ja einmal vergessen, zweimal, dreimal, wenn man ein ganz kleines Unternehmen hat! (Abg. Tanja Graf: Das hab ich nicht gesagt!) – Ich interpretiere, dass Sie gemeint hätten, wenn man halt einmal vergesse, sei das nicht so dramatisch, dann zahle man halt 100 Euro, vielleicht gerade einmal 300 Euro oder 400 Euro; oder man kann auch davon absehen, dass überhaupt eine Strafe gezahlt werden muss.
Beifall bei der SPÖ.
Das ist alles nicht ganz schlüssig, nicht ganz fertig und nicht ganz ausgebacken, wie man auf gut Deutsch sagt, und daher stimmen wir diesem Vorschlag nicht zu. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das wurde jetzt geändert. Das freut mich sehr, wir haben uns auch wirklich sehr für diese Gesetzesänderung eingesetzt, und ich freue mich einfach für alle Eltern, die ihre Kinder jetzt auch in diese drei Einrichtungen begleiten dürfen, von Anfang an die Fortschritte wirklich aus erster Hand miterleben dürfen und somit natürlich auch zur weiteren Genesung zu Hause beitragen können. – Ich danke allen, die an dieser Gesetzesänderung mitgewirkt haben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.
Wenn man sich das heute vorstellt: Der Familienlastenausgleichsfonds macht knapp 4 Prozent der Lohnsumme aus. Das heißt, jeder Vollzeitbeschäftigte zahlt im Schnitt zwischen 1 000 und 2 000 Euro im Jahr in diesen Fonds über die Lohnnebenkosten ein – das macht der Arbeitgeber – und bekommt teilweise Leistungen dadurch heraus und andere nicht. Wir NEOS wollen einmal mehr sehr klar hervorstreichen, dass es, wenn wir diesen gesamtgesellschaftlichen Konsens haben und der Gesellschaft solche Leistungen zur Verfügung stellen wollen, dann auch das Commitment braucht, dass das vom Justizressort, vom Bildungsressort oder im Rahmen einer Pflegereform finanziert wird und nicht auf dem Rücken von Unternehmer:innen und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und dass das entsprechend im Budget verankert wird. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den NEOS.
Das hat nichts mit einer Leistungsverminderung für die Bevölkerung zu tun, das hat nur mit einer deutlichen Reduktion der Lohnnebenkosten zu tun, und das ist uns ein sehr ernsthaftes Anliegen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der SPÖ.
Und: Es müssen auch in diesem Bereich Datenlücken geschlossen werden. Datenlücken, insbesondere was Geschlechtergerechtigkeit betrifft, haben wir in vielen Bereichen und so leider auch im Genderbudgetingbereich, in dem sie vehement geschlossen werden müssen, wie in jeglichen anderen Themenbereichen auch. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
im Genderbudgetingbereich, im Bereich Gendermedizin oder wo auch immer – Gender macht Angst. Hier ist das überhaupt kein Problem, es geht um Geschlechtergerechtigkeit bei jedem einzelnen Euro, der von der öffentlichen Hand ausgegeben wird. Wir wollen, dass dieses Genderbudgeting in die Realität umgesetzt wird. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Ich glaube, gerade wenn wir solche Projekte fördern, zahlen diese zu 100 Prozent auf unser gemeinsames Ziel ein, aber natürlich werden wir das in Zukunft durch die Analysen auch mit Daten und Fakten belegen können. Darum freut es mich auch, dass wir heute diesen Vierparteienantrag im Hohen Haus beschließen. – Ich bitte Sie um Zustimmung. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
In Richtung Abg. Brandweiner:
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! (In Richtung Abg. Brandweiner:) Lieber Herr Kollege! Kollegin Tamandl – sie ist jetzt nicht mehr hier – und früher Kollegin Marek, Abgeordnete und auch Staatssekretärin, haben genau verstanden, worum es bei Genderbudgeting geht. Sie haben jetzt ein Frauenförderprojekt, das ich durchaus goutiere, genannt, aber die Förderung von Bäuerinnen in Zwettl ist nicht zwingend Genderbudgeting. Vielleicht machen wir einmal miteinander eine Schulung, dann haben Sie es vielleicht auch verstanden. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! (In Richtung Abg. Brandweiner:) Lieber Herr Kollege! Kollegin Tamandl – sie ist jetzt nicht mehr hier – und früher Kollegin Marek, Abgeordnete und auch Staatssekretärin, haben genau verstanden, worum es bei Genderbudgeting geht. Sie haben jetzt ein Frauenförderprojekt, das ich durchaus goutiere, genannt, aber die Förderung von Bäuerinnen in Zwettl ist nicht zwingend Genderbudgeting. Vielleicht machen wir einmal miteinander eine Schulung, dann haben Sie es vielleicht auch verstanden. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Zur Drehscheibenfunktion: Herr Staatssekretär, geben Sie Herrn Brunner bitte weiter, dass er einfach darauf schauen soll, dass er mit den Ressorts reden soll. Es gibt ja die Interministerielle Arbeitsgruppe für Gendermainstreaming, Genderbudgeting – zumindest am Papier. Ich habe gerade nachgeschaut, da stehen viele Namen aus allen Ressorts: Die sollten miteinander reden, um diese Strategie – es ist ja nichts anderes als eine Strategie, um zu geschlechtergerechten Budgets zu kommen – zu besprechen und ihr zur Durchführung zu verhelfen. Daher freue ich mich und hoffe, dass dem jetzt auch Taten folgen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Holzleitner: Wir bleiben dran!
In einem Posting der Grünen steht: Mit den „Verbesserungen beim Gender Budgeting stärken wir die Geschlechtergerechtigkeit. Denn: Ein gender-gerechtes Budget ist wichtig, um bestehende Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern abzubauen.“ Die SPÖ postet: „Weiterentwicklung und stärkere Berücksichtigung des Gender Budgeting beschlossen.“ Sie freuen sich, „wenn jetzt wieder etwas weitergeht!“ (Abg. Holzleitner: Wir bleiben dran!)
Abg. Disoski: Wer sagt das? So ein Blödsinn!
Man fragt sich, in welchem Traum manche Parteien leben, denn öffentliche Ausgaben sollen sich an Geschlechtergerechtigkeit orientieren. Ja, wir wissen, wie das argumentiert wird, wir haben es auch schon gehört. Plakativ vereinfacht: Frauen brauchen mehr Radwege, Männer haben mehr Autos, brauchen also mehr Straßen. (Abg. Disoski: Wer sagt das? So ein Blödsinn!) Meiner Meinung nach sollte sich der öffentliche Haushalt darum kümmern, das zu finanzieren, was notwendig ist. Ja, das kann durchaus einmal mehr für Frauen, für Senioren oder für Kinder oder für Männer sein: so, wie es eben notwendig ist, wie auch in jedem privaten Haushalt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Man fragt sich, in welchem Traum manche Parteien leben, denn öffentliche Ausgaben sollen sich an Geschlechtergerechtigkeit orientieren. Ja, wir wissen, wie das argumentiert wird, wir haben es auch schon gehört. Plakativ vereinfacht: Frauen brauchen mehr Radwege, Männer haben mehr Autos, brauchen also mehr Straßen. (Abg. Disoski: Wer sagt das? So ein Blödsinn!) Meiner Meinung nach sollte sich der öffentliche Haushalt darum kümmern, das zu finanzieren, was notwendig ist. Ja, das kann durchaus einmal mehr für Frauen, für Senioren oder für Kinder oder für Männer sein: so, wie es eben notwendig ist, wie auch in jedem privaten Haushalt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das heißt, diese Diskussion, die heute hier geführt wird, trifft nicht den Nerv der aktuellen politischen Lage. Sie mindert nicht die enormen Teuerungen, sie verbessert nicht die Lebensrealität, weder für Frauen noch für Männer in Österreich. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordnete Greiner. – Bitte sehr, Frau Abgeordnete. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordnete Mag. Karin Greiner (SPÖ): Herr Präsident! Frau Kollegin Ecker, irgendwie passt der Inhalt Ihrer Rede nicht: Sie geben vor, die Probleme der Frauen zu sehen, zu verstehen, sagen auch, was notwendig wäre, sagen, wir haben ein hohes Defizit und drücken aus, Sie haben Angst, dass das Defizit wegen Genderbudgeting höher wird. Genderbudgeting heißt aber nicht, mehr Schulden zu machen, sondern heißt, das Geld zielgerichtet einzusetzen, damit Frauen profitieren. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben schon von meinen Vorredner:innen gehört, woran es offensichtlich hakt. Es wäre leicht, eine Strategie zu erstellen, das Finanzministerium sollte koordinieren und alle Ressorts entsprechend einbinden. Ziele sind zu definieren, und diese Ziele sind zu vergleichen, abzustimmen. Das wäre der Anfang einer erfolgversprechenden Strategie. – Das kann ja nicht so schwer sein! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Schauen wir uns die neuesten Zahlen der Statistik Austria an: Wie schaut es mit Teilzeitdienstverhältnissen aus? – 50,7 Prozent der Frauen arbeiten in Teilzeit versus 12,6 Prozent der Männer. Da besteht ja ein gewaltiges Ungleichgewicht! Ja, das ist doch auszugleichen – und mit einem zielgerichtet eingesetzten Budget ist das möglich! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Leistet das bei der Asylpolitik!
All diese Punkte sind ein Auftrag an die entsprechenden Ressorts in der Bundesverwaltung, die eben schon vorher prüfen müssen: Wie kann man dieses Ungleichgewicht ausgleichen? Wie kann man den Frauen mit einem ordentlich zielgerichtet eingesetzten Budget den Alltag verbessern? – Das ist das Ziel einer Strategie. Bitte beginnen, aufsetzen und umsetzen! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Leistet das bei der Asylpolitik!)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Wir haben das bereits 2009 als eines der ersten Länder weltweit in der Bundesverfassung verankert und waren damals wirklich sehr fortschrittlich. Inzwischen haben viele Länder nachgezogen, und trotzdem sind wir im OECD-Ranking noch immer unter den Topländern, sind sogar Topland in Europa und liegen weltweit nach Kanada an zweiter Stelle. Ich glaube, das ist etwas, auf das wir wirklich stolz sein können. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Pfurtscheller.
Ich möchte ein anderes Beispiel nennen: Der Frühstarterbonus ist etwas, von dem wir wissen, dass er den Frauen genauso zugutekommt wie den Männern, und insofern, glaube ich, ist das wirklich etwas, das eine gute budgetpolitische Maßnahme in dem Sinn ist, dass sie Genderbudgetingkriterien entspricht. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Pfurtscheller.)
Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Pfurtscheller.
Insofern denke ich, das sind gute, richtige Schritte, um mehr Gleichstellung zu erreichen. Wir haben es in Österreich nötig, und ich bitte um Zustimmung. – Danke. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Pfurtscheller.)
Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Jeitler-Cincelli.
Ökosystem muss natürlich auch stimmen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Jeitler-Cincelli.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Eßl.
Das deutlichste Zeichen dafür ist natürlich das Frauenbudget selbst, das wir im Laufe der Gesetzgebungsperiode vervielfacht haben. Das betrifft aber auch andere Bereiche, wie beispielsweise das Pensionssystem, bei dem wir die sogenannte Hacklerregelung, von der fast nur Männer profitiert haben, durch den Frühstarter:innenbonus ersetzt haben, von dem mehrheitlich Frauen profitieren. Oder auch bei der Abschaffung der kalten Progression – das ist nicht so trivial –: Bei einer Reduktion von Steuerbelastung ist es oft so, dass Männer überproportional profitieren, und durch dieses diskretionäre dritte Drittel ist es gelungen, die Abschaffung der kalten Progression so zu gestalten, dass man diese sozusagen Ungleichbehandlung zwischen Männern und Frauen bei Steuersenkungen ausgleichen beziehungsweise korrigieren kann. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Eßl.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich glaube, Karin, dass wir aufgrund der breiten Unterstützung und auch, weil es in den letzten Monaten schon einige Aktivitäten im BMF und auch im BMKÖS im Zusammenhang mit Haushaltsrechtsreform und Wirkungsorientierung gegeben hat, schon eine gewisse Chance haben, das wirkungsorientiert umzusetzen, und hoffe, dass es vielleicht auch die FPÖ noch schafft, diesem Antrag zuzustimmen. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Wir haben aber nicht alle Gewinne bekommen, denn bei der OMV wurde etwas weniger als die Hälfte und beim Verbund etwas weniger als drei Viertel ausgeschüttet, und wir haben dort halt nur ein Drittel oder die Hälfte beim Verbund. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Das heißt: Fast 2 Milliarden Euro der Übergewinne haben andere bekommen; andere, nicht wir hier für das Bundesbudget; nicht wir, die die Steuerhilfen bezahlt haben, sondern Private. (Abg. Schwarz: Das haben die Rumänen abgeschöpft!) Andere haben das Geld bekommen, teilweise im Ausland; bei der OMV sind zwei Drittel des Geldes gar nicht in Österreich! (Abg. Kassegger: Na, nix Private! Wien Energie! ... Verbund, Wien Energie, Niederösterreich, Tirol!)
Abg. Schwarz: Das haben die Rumänen abgeschöpft!
Wir haben aber nicht alle Gewinne bekommen, denn bei der OMV wurde etwas weniger als die Hälfte und beim Verbund etwas weniger als drei Viertel ausgeschüttet, und wir haben dort halt nur ein Drittel oder die Hälfte beim Verbund. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Das heißt: Fast 2 Milliarden Euro der Übergewinne haben andere bekommen; andere, nicht wir hier für das Bundesbudget; nicht wir, die die Steuerhilfen bezahlt haben, sondern Private. (Abg. Schwarz: Das haben die Rumänen abgeschöpft!) Andere haben das Geld bekommen, teilweise im Ausland; bei der OMV sind zwei Drittel des Geldes gar nicht in Österreich! (Abg. Kassegger: Na, nix Private! Wien Energie! ... Verbund, Wien Energie, Niederösterreich, Tirol!)
Abg. Kassegger: Na, nix Private! Wien Energie! ... Verbund, Wien Energie, Niederösterreich, Tirol!
Wir haben aber nicht alle Gewinne bekommen, denn bei der OMV wurde etwas weniger als die Hälfte und beim Verbund etwas weniger als drei Viertel ausgeschüttet, und wir haben dort halt nur ein Drittel oder die Hälfte beim Verbund. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Das heißt: Fast 2 Milliarden Euro der Übergewinne haben andere bekommen; andere, nicht wir hier für das Bundesbudget; nicht wir, die die Steuerhilfen bezahlt haben, sondern Private. (Abg. Schwarz: Das haben die Rumänen abgeschöpft!) Andere haben das Geld bekommen, teilweise im Ausland; bei der OMV sind zwei Drittel des Geldes gar nicht in Österreich! (Abg. Kassegger: Na, nix Private! Wien Energie! ... Verbund, Wien Energie, Niederösterreich, Tirol!)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist die Politik, die Sie machen! Sie versprechen 2 bis 4 Milliarden Euro, davon kommen nicht einmal 10 Prozent herein; aber die Milliarden an Übergewinnen, die die Haushalte und die Betriebe bezahlt haben, fließen irgendwohin, teilweise ins Ausland. Das ist die Wirtschaftskompetenz der ÖVP. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Loacker: Die SPÖ kann jedenfalls keine Banken führen, wie man an der Bawag gesehen hat! Andere können es halt! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Die ersten Banken legen jetzt ihre Bilanz für 2023 vor. Wie haben sich die Gewinne bei den Banken nach dem Rekordjahr 2022 entwickelt? – Die ersten Banken haben ihren Rekordgewinn von 2022 bis zu verdreifacht! Und was macht die Regierung? – Sie ist der Meinung, das ist super, da schauen wir zu. Ehrlich gesagt: Dieses Geld bezahlt jemand, diese Gewinne werden bezahlt, die werden in Wahrheit von den Kreditnehmern bezahlt und die werden von den Sparern bezahlt. (Abg. Loacker: Die SPÖ kann jedenfalls keine Banken führen, wie man an der Bawag gesehen hat! Andere können es halt! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Abg. Hörl: ... Kommunismus!
Es kann nicht sein, dass die Regierung zusieht, wie einzelne Sektoren unserer Wirtschaft auf Kosten der gesamten Gesellschaft derartige Gewinne machen. Die Banken sind die Nächsten, und wahrscheinlich werden Sie wieder nur zuschauen und dann, wenn der Druck von uns zu groß ist, irgendetwas tun, und dann wieder nur so tun, als ob Sie etwas tun, und in Wahrheit zusehen, wie die Bevölkerung in Österreich an einzelne Konzerne Milliarden zahlen muss, die ohne jede eigene Leistung Gewinne machen. Das ist keine Wirtschaftskompetenz! (Abg. Hörl: ... Kommunismus!) Es wäre gut, wenn wir Neuwahlen hätten, denn ich sage Ihnen eines: Wir Sozialdemokraten können das besser, jeden Tag. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es kann nicht sein, dass die Regierung zusieht, wie einzelne Sektoren unserer Wirtschaft auf Kosten der gesamten Gesellschaft derartige Gewinne machen. Die Banken sind die Nächsten, und wahrscheinlich werden Sie wieder nur zuschauen und dann, wenn der Druck von uns zu groß ist, irgendetwas tun, und dann wieder nur so tun, als ob Sie etwas tun, und in Wahrheit zusehen, wie die Bevölkerung in Österreich an einzelne Konzerne Milliarden zahlen muss, die ohne jede eigene Leistung Gewinne machen. Das ist keine Wirtschaftskompetenz! (Abg. Hörl: ... Kommunismus!) Es wäre gut, wenn wir Neuwahlen hätten, denn ich sage Ihnen eines: Wir Sozialdemokraten können das besser, jeden Tag. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kickl: Finanzieren den Opernballbesuch des Herrn Dompfarrers!
Die anerkannten Kirchen- und Religionsgemeinschaften spielen eine bedeutende Rolle beim gesellschaftlichen Zusammenhalt und beim sozialen Miteinander. (Abg. Kickl: Finanzieren den Opernballbesuch des Herrn Dompfarrers!) Gerade in Zeiten großer Herausforderungen fungiert der Glaube für viele Menschen als wichtige Stütze, indem er Sicherheit und Hoffnung vermittelt.
Abg. Kickl: Dafür brauche ich diese Kirche nicht und den Herrn Dompfarrer!
Herr Kollege Kickl, vielleicht sollten Sie auch ab und zu beten. Vielleicht würden Sie dann mehr in Ihrer Mitte ruhen (Abg. Kickl: Dafür brauche ich diese Kirche nicht und den Herrn Dompfarrer!) und nicht immer hereinrufen.
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Die Kirche und die kirchlichen Feste haben natürlich auch in den Städten, aber vor allem in den ländlichen Gemeinden einen nicht zu unterschätzenden gesellschaftlichen Wert. Als Mesnerin und Lektorin ist mir die Kirche und natürlich auch die mit ihr verbundenen Aktivitäten im Jahreskreis sehr wichtig. Sie gehören einfach zu unserer Kultur. Wenn ich an Ostern, Fronleichnam oder das Erntedankfest denke: Zumindest bei uns in der Gemeinde ist es so, dass der Musikverein, die Feuerwehr und der Kameradschaftsbund dann gemeinsam zur Kirche marschieren, und nach der Messe gehen sie dann gemeinsam zum Frühstücken, ah, zum Frühschoppen – sie frühstücken daheim. Es ist ein wunderbarer Brauch, der das Miteinander und das gesellschaftliche Zusammenleben stärkt. Nebenbei profitiert auch noch der Wirt davon, das ist auch nicht zu unterschätzen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Ruf: Das war mehr eine Predigt als eine Rede!
in diesem Jahr können jene, die ihren Kirchenbeitrag leisten, von der spürbaren Entlastung profitieren, und das ganz ohne Bürokratie, denn seit 2017 kommt eine automatisierte Sonderausgabendatenübermittlung zur Anwendung, mittels derer beitragsleistende Personen und die Finanzverwaltung administrativ entlastet werden. Das heißt, er wird automatisch steuerlich gutgeschrieben. Meine Damen und Herren, so geht Entlastung für die Menschen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Ruf: Das war mehr eine Predigt als eine Rede!)
Abg. Disoski: Jetzt sind wir gespannt!
Abgeordneter MMag. DDr. Hubert Fuchs (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Eingangs noch folgende Frage: Fällt Ihnen bei Top 25, 26 und 27 irgendetwas auf? Meine Frage geht insbesondere an den Sektor der SPÖ. Frau Kollegin Holzleitner oder Frau Kollegin Heinisch-Hosek, gibt es da irgendwelche Auffälligkeiten, die Sie stören würden? (Abg. Disoski: Jetzt sind wir gespannt!) – Nein.
Abg. Holzleitner: Wir sind eh contra eingemeldet, Herr Kollege!
Wenn man sich diese Anträge ansieht – alle drei sind Initiativanträge –, dann merkt man: Da gibt es überhaupt keine wirkungsorientierte Folgenabschätzung. (Abg. Holzleitner: Wir sind eh contra eingemeldet, Herr Kollege!) Das heißt, wir beschließen Gesetze, von denen wir überhaupt nicht wissen, was die uns kosten, was die uns an Mehreinnahmen bringen.
Beifall bei der FPÖ.
Kollege Krainer hat ja vollkommen richtig ausgeführt, welche Hoffnungen der Herr Finanzminister da an Mehreinnahmen geweckt hat und wie wenig unterm Strich herausgekommen ist. Das heißt, wir haben ja nicht einmal die Grundinformationen, was Gesetze überhaupt kosten oder an Mehreinnahmen bringen, wenn es sich um einen Initiativantrag handelt. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Holzleitner: Unser Antrag wäre durchaus weitergegangen, Herr Kollege! Sie hätten vorhin bei der Abstimmung durchaus auch mitstimmen können, aber Sie waren grundsätzlich gegen das Genderbudgeting, Herr Kollege Fuchs! Grundsätzlich, Sie lehnen es grundsätzlich ab!
Das heißt, das hätten Sie in Ihren Genderbudgetingantrag auch hineinpacken sollen, weil das auch eine sehr, sehr wichtige Information ist. (Abg. Holzleitner: Unser Antrag wäre durchaus weitergegangen, Herr Kollege! Sie hätten vorhin bei der Abstimmung durchaus auch mitstimmen können, aber Sie waren grundsätzlich gegen das Genderbudgeting, Herr Kollege Fuchs! Grundsätzlich, Sie lehnen es grundsätzlich ab!) – Frau Kollegin, Sie sehen das alles nur durch den Gendertunnel. (Abg. Koza: Nicht nur Bürokratie! – Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ. – Abg. Holzleitner: Ich würde Ihnen wirklich empfehlen ..., als ehemaligem Finanzstaatssekretär würde ich Ihnen ein Gespräch mit dem Budgetdienst empfehlen!) – Frau Kollegin, Sie tauchen im Budgetausschuss nur dann auf, wenn es sich um Genderbudgeting handelt. (Abg. Holzleitner: Ich würde Ihnen wirklich ein Gespräch mit dem Budgetdienst empfehlen!)
Abg. Koza: Nicht nur Bürokratie! – Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ. – Abg. Holzleitner: Ich würde Ihnen wirklich empfehlen ..., als ehemaligem Finanzstaatssekretär würde ich Ihnen ein Gespräch mit dem Budgetdienst empfehlen!
Das heißt, das hätten Sie in Ihren Genderbudgetingantrag auch hineinpacken sollen, weil das auch eine sehr, sehr wichtige Information ist. (Abg. Holzleitner: Unser Antrag wäre durchaus weitergegangen, Herr Kollege! Sie hätten vorhin bei der Abstimmung durchaus auch mitstimmen können, aber Sie waren grundsätzlich gegen das Genderbudgeting, Herr Kollege Fuchs! Grundsätzlich, Sie lehnen es grundsätzlich ab!) – Frau Kollegin, Sie sehen das alles nur durch den Gendertunnel. (Abg. Koza: Nicht nur Bürokratie! – Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ. – Abg. Holzleitner: Ich würde Ihnen wirklich empfehlen ..., als ehemaligem Finanzstaatssekretär würde ich Ihnen ein Gespräch mit dem Budgetdienst empfehlen!) – Frau Kollegin, Sie tauchen im Budgetausschuss nur dann auf, wenn es sich um Genderbudgeting handelt. (Abg. Holzleitner: Ich würde Ihnen wirklich ein Gespräch mit dem Budgetdienst empfehlen!)
Abg. Holzleitner: Ich würde Ihnen wirklich ein Gespräch mit dem Budgetdienst empfehlen!
Das heißt, das hätten Sie in Ihren Genderbudgetingantrag auch hineinpacken sollen, weil das auch eine sehr, sehr wichtige Information ist. (Abg. Holzleitner: Unser Antrag wäre durchaus weitergegangen, Herr Kollege! Sie hätten vorhin bei der Abstimmung durchaus auch mitstimmen können, aber Sie waren grundsätzlich gegen das Genderbudgeting, Herr Kollege Fuchs! Grundsätzlich, Sie lehnen es grundsätzlich ab!) – Frau Kollegin, Sie sehen das alles nur durch den Gendertunnel. (Abg. Koza: Nicht nur Bürokratie! – Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ. – Abg. Holzleitner: Ich würde Ihnen wirklich empfehlen ..., als ehemaligem Finanzstaatssekretär würde ich Ihnen ein Gespräch mit dem Budgetdienst empfehlen!) – Frau Kollegin, Sie tauchen im Budgetausschuss nur dann auf, wenn es sich um Genderbudgeting handelt. (Abg. Holzleitner: Ich würde Ihnen wirklich ein Gespräch mit dem Budgetdienst empfehlen!)
Abg. Holzleitner: Als ehemaliger Staatssekretär für Finanzen: Wir haben eine sehr kompetente Abteilung, die auch Ihnen zur Verfügung steht!
Ich komme zum Thema. (Abg. Holzleitner: Als ehemaliger Staatssekretär für Finanzen: Wir haben eine sehr kompetente Abteilung, die auch Ihnen zur Verfügung steht!) – Frau Kollegin, Sie können sich gerne noch einmal zu Wort melden. Das ist nicht so interessant, was sie sagen. (Abg. Holzleitner: Das ist kein Problem! Sie können die Hilfe annehmen!)
Abg. Holzleitner: Das ist kein Problem! Sie können die Hilfe annehmen!
Ich komme zum Thema. (Abg. Holzleitner: Als ehemaliger Staatssekretär für Finanzen: Wir haben eine sehr kompetente Abteilung, die auch Ihnen zur Verfügung steht!) – Frau Kollegin, Sie können sich gerne noch einmal zu Wort melden. Das ist nicht so interessant, was sie sagen. (Abg. Holzleitner: Das ist kein Problem! Sie können die Hilfe annehmen!)
Abg. Disoski: Muss man Ihnen helfen? – Abg. Holzleitner: Zwischenrufe sind ein parlamentarisches Mittel! Ich kann nichts dafür!
Herr Präsident, die Frau Kollegin stört mich. (Abg. Disoski: Muss man Ihnen helfen? – Abg. Holzleitner: Zwischenrufe sind ein parlamentarisches Mittel! Ich kann nichts dafür!)
Abg. Krainer: Ja, aber entschuldige! Er hat sie ja angesprochen! Er hat sie persönlich angesprochen! Da braucht er sich nicht zu wundern, wenn repliziert wird! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen. – Abg. Holzleitner: Ich möchte dem Kollegen nur helfen! Nachhilfe! – Abg. Kickl: Nein, Sie bestätigen die geschlechtsspezifische Frage! – Abg. Holzleitner: Das ist das Problem, wenn er kein lautes Organ hat! – Zwischenruf des Abg. Koza.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich bitte, den Redner ausreden zu lassen. – Bitte. (Abg. Krainer: Ja, aber entschuldige! Er hat sie ja angesprochen! Er hat sie persönlich angesprochen! Da braucht er sich nicht zu wundern, wenn repliziert wird! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen. – Abg. Holzleitner: Ich möchte dem Kollegen nur helfen! Nachhilfe! – Abg. Kickl: Nein, Sie bestätigen die geschlechtsspezifische Frage! – Abg. Holzleitner: Das ist das Problem, wenn er kein lautes Organ hat! – Zwischenruf des Abg. Koza.)
Beifall bei der FPÖ
Es ist allgemein bekannt, dass der 13. und 14. Bezug, also das Urlaubsgeld und das Weihnachtsgeld, begünstigt besteuert werden. Das gilt aber derzeit nicht für die Geringverdiener. Das muss man sich einmal vorstellen. Die Geringverdiener zahlen für die laufenden Bezüge keine Lohnsteuer, und der 13. und 14. Bezug, von denen jeder glaubt, dass sie begünstigt besteuert sind, sind eben für die Geringverdiener nicht begünstigt besteuert, denn diese müssen für den 13. und 14. Bezug Steuer zahlen, nur für den laufenden Bezug nicht. Das ist eigentlich ein Skandal (Beifall bei der FPÖ), und ich bin froh, dass dieser unhaltbare Zustand endlich beseitigt wird, aber leider nur für das Jahr 2024 und nicht für die Folgejahre.
Beifall bei der FPÖ.
Ich fordere daher den Finanzminister auf, dauerhaft sicherzustellen, dass Geringverdiener, die keine Steuer für die laufenden Bezüge zahlen, auch keine Steuer für das Urlaubsgeld beziehungsweise das Weihnachtsgeld zahlen müssen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Bedauerlicherweise gibt es aber noch viele Beträge im Einkommensteuergesetz, die nicht valorisiert wurden. Ich denke da an das Pendlerpauschale und das amtliche Kilometergeld. Auch da brauchen wir endlich eine Valorisierung. Das Pendlerpauschale wurde – abgesehen von einer Minierhöhung – seit 1.1.2011 nie erhöht. Beim amtlichen Kilometergeld ist es noch schlimmer, das beträgt seit 1.7.2008 42 Cent. Das heißt, seit fast 16 Jahren wurde das amtliche Kilometergeld nie erhöht. Würde man das hochrechnen, dann wären es jetzt mindestens 65 Cent. Wir haben da einen dringenden Handlungsbedarf, um Arbeitnehmer und Pendler zu entlasten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir werden heute den entsprechenden Änderungen im Einkommensteuergesetz zustimmen. Wir werden aber ganz sicher nicht den Novellen zu den Bundesgesetzen über den Energiekrisenbeitrag-Strom beziehungsweise den Energiekrisenbeitrag-fossile Energieträger zustimmen. Diese Gesetze stellen in der Grundkonzeption nur sicher, dass Stromkonzerne nahezu den gesamten Übergewinn des Jahres 2022 behalten dürfen und dass Gas- und Ölunternehmen den Übergewinn für das erste Halbjahr 2022 behalten dürfen. Da wird Geld mit einem irrsinnigen Bürokratismus und administrativen Aufwand nur im Kreis geschickt – Kollege Krainer hat es schon angesprochen –, und zwar ohne nennenswerte Belastung der Energieversorger und ohne Entlastung der Energiekunden. Das heißt, wir sagen ein klares Nein zu dieser Novelle, welche Energie um keinen einzigen Cent billiger macht. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Und anschließend an den letzten Tagesordnungspunkt: Auch von dieser Maßnahme profitieren in erster Linie Frauen. Das ist eben, wie auch sonst bei unserem Modell der Abschaffung der kalten Progression, ein Zusatzvorteil. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Kassegger: Na, na, na, das hat damit gar nix zu tun! Solange Sie die CO2-Steuern jede Woche erhöhen, werden wir hohe Preise haben, Herr Kollege ...!
Weil es die Vorredner gemacht haben, werde auch ich das machen: Ich muss natürlich auf die Verlängerung des Energiekrisenbeitrags vulgo die Übergewinnsteuer eingehen. Natürlich finde ich es in erster Linie erfreulich, dass sowohl die Übergewinnsteuer als auch – im Zusammenhang damit zu sehen – die Strompreisbremse verlängert wird. Das ist eine gute Sache, und zwar deshalb, weil die Energiepreise, Strompreise, aber auch die Benzin-, Gas- und Dieselpreise sinken beziehungsweise sich eingependelt haben. Solange unsere Abhängigkeit gegenüber russischen Energieimporten allerdings so groß bleibt und auf der anderen Seite der kriegsführende Diktator am Gashahn sitzt (Abg. Kassegger: Na, na, na, das hat damit gar nix zu tun! Solange Sie die CO2-Steuern jede Woche erhöhen, werden wir hohe Preise haben, Herr Kollege ...!), bleibt natürlich das Risiko von Preisschwankungen bei fossilen Energieträgern sehr hoch. Deshalb ist, solange das Meritorderpreisbildungssystem so ist, wie es ist, diese Kombination aus Übergewinnsteuer und der Strompreisbremse die beste Absicherung gegen steigende Energiepreise. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Weil es die Vorredner gemacht haben, werde auch ich das machen: Ich muss natürlich auf die Verlängerung des Energiekrisenbeitrags vulgo die Übergewinnsteuer eingehen. Natürlich finde ich es in erster Linie erfreulich, dass sowohl die Übergewinnsteuer als auch – im Zusammenhang damit zu sehen – die Strompreisbremse verlängert wird. Das ist eine gute Sache, und zwar deshalb, weil die Energiepreise, Strompreise, aber auch die Benzin-, Gas- und Dieselpreise sinken beziehungsweise sich eingependelt haben. Solange unsere Abhängigkeit gegenüber russischen Energieimporten allerdings so groß bleibt und auf der anderen Seite der kriegsführende Diktator am Gashahn sitzt (Abg. Kassegger: Na, na, na, das hat damit gar nix zu tun! Solange Sie die CO2-Steuern jede Woche erhöhen, werden wir hohe Preise haben, Herr Kollege ...!), bleibt natürlich das Risiko von Preisschwankungen bei fossilen Energieträgern sehr hoch. Deshalb ist, solange das Meritorderpreisbildungssystem so ist, wie es ist, diese Kombination aus Übergewinnsteuer und der Strompreisbremse die beste Absicherung gegen steigende Energiepreise. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Während andere Staaten die Übergewinnsteuer und diesen fairen Beitrag der Energiekonzerne inzwischen abgeschafft haben, haben wir sie an die neue Situation angepasst – indem wir beispielsweise die Toleranz gegenüber Übergewinnen noch einmal reduziert haben. Ab jetzt ist quasi alles, was bei den fossilen Energieversorgern 5 Prozent über dem Referenzgewinn liegt, bereits als Übergewinn besteuert. (Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Abg. Doppelbauer: ... noch gar nicht dran!
Man könnte meinen, es wäre alles in Ordnung, aber man hört ja die Kritik von den Oppositionsparteien, insofern möchte ich auch darauf kurz eingehen. Die NEOS sagen, die Steuer ist so hoch, aber es braucht sie eigentlich überhaupt nicht. Wozu? (Abg. Doppelbauer: ... noch gar nicht dran!) Energiekonzerne können gerne während der Krise auch große Gewinne machen, da ist ja nichts Schlechtes dran. – Diese Positionierung überrascht jetzt nicht.
Abg. Krainer: Ihr wolltet zehnmal so viel!
Umgekehrt hat die SPÖ – namentlich Herr Krainer – vorhin ausgeführt, dass die Übergewinnsteuer aus ihrer Sicht, wie wir sie jetzt sozusagen umgesetzt haben, zu niedrig ist. (Abg. Krainer: Ihr wolltet zehnmal so viel!) Die hätten gerne mehr Einnahmen, eine umfassendere Steuer. (Abg. Krainer: Ihr selber wolltet zehnmal so viel!) Man könnte sagen: Das ist auch in Ordnung. 10 Milliarden Euro wolltest du mit der Übergewinnsteuer einnehmen, Kai Jan Krainer, ich kann das auch zitieren. Du hast dich halt zu Beginn dieser Teuerungskrise auch ein bisschen verschätzt. (Beifall bei den Grünen.) Das ist aber okay.
Abg. Krainer: Ihr selber wolltet zehnmal so viel!
Umgekehrt hat die SPÖ – namentlich Herr Krainer – vorhin ausgeführt, dass die Übergewinnsteuer aus ihrer Sicht, wie wir sie jetzt sozusagen umgesetzt haben, zu niedrig ist. (Abg. Krainer: Ihr wolltet zehnmal so viel!) Die hätten gerne mehr Einnahmen, eine umfassendere Steuer. (Abg. Krainer: Ihr selber wolltet zehnmal so viel!) Man könnte sagen: Das ist auch in Ordnung. 10 Milliarden Euro wolltest du mit der Übergewinnsteuer einnehmen, Kai Jan Krainer, ich kann das auch zitieren. Du hast dich halt zu Beginn dieser Teuerungskrise auch ein bisschen verschätzt. (Beifall bei den Grünen.) Das ist aber okay.
Beifall bei den Grünen.
Umgekehrt hat die SPÖ – namentlich Herr Krainer – vorhin ausgeführt, dass die Übergewinnsteuer aus ihrer Sicht, wie wir sie jetzt sozusagen umgesetzt haben, zu niedrig ist. (Abg. Krainer: Ihr wolltet zehnmal so viel!) Die hätten gerne mehr Einnahmen, eine umfassendere Steuer. (Abg. Krainer: Ihr selber wolltet zehnmal so viel!) Man könnte sagen: Das ist auch in Ordnung. 10 Milliarden Euro wolltest du mit der Übergewinnsteuer einnehmen, Kai Jan Krainer, ich kann das auch zitieren. Du hast dich halt zu Beginn dieser Teuerungskrise auch ein bisschen verschätzt. (Beifall bei den Grünen.) Das ist aber okay.
Abg. Krainer: Nein, ihr habt versprochen: 2 bis 4 Milliarden!
Die SPÖ möchte sozusagen mehr Einnahmen (Abg. Krainer: Nein, ihr habt versprochen: 2 bis 4 Milliarden!) mit dem Energiekrisenbeitrag. Das ist fein und ist auch zu erwarten. Das Problem ist nur: Es gibt da Landeshauptmann Doskozil. Was macht Landeshauptmann Doskozil? – Im Gegensatz zur restlichen – Fragezeichen – SPÖ ist er der Meinung, der Energiekrisenbeitrag ist zu hoch und es gibt sozusagen zu viele Einnahmen der Bundesregierung aus dem Energiekrisenbeitrag. Deshalb klagt er den Bund, um diese Übergewinne quasi in – unter Anführungszeichen – „seiner“ Burgenland Energie zu behalten. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Das heißt, Herr Doskozil spielt eher ein bisschen im Team NEOS, was die NEOS sicher freut. (Ruf bei den Grünen: Skandal!) Die restliche SPÖ spielt ein bissel auf einer anderen Wiese. (Zwischenruf der Abg. Krisper.) Ich finde, eine gewisse Konsistenz müsste man euch allerdings schon zutrauen dürfen.
Zwischenruf bei der ÖVP.
Die SPÖ möchte sozusagen mehr Einnahmen (Abg. Krainer: Nein, ihr habt versprochen: 2 bis 4 Milliarden!) mit dem Energiekrisenbeitrag. Das ist fein und ist auch zu erwarten. Das Problem ist nur: Es gibt da Landeshauptmann Doskozil. Was macht Landeshauptmann Doskozil? – Im Gegensatz zur restlichen – Fragezeichen – SPÖ ist er der Meinung, der Energiekrisenbeitrag ist zu hoch und es gibt sozusagen zu viele Einnahmen der Bundesregierung aus dem Energiekrisenbeitrag. Deshalb klagt er den Bund, um diese Übergewinne quasi in – unter Anführungszeichen – „seiner“ Burgenland Energie zu behalten. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Das heißt, Herr Doskozil spielt eher ein bisschen im Team NEOS, was die NEOS sicher freut. (Ruf bei den Grünen: Skandal!) Die restliche SPÖ spielt ein bissel auf einer anderen Wiese. (Zwischenruf der Abg. Krisper.) Ich finde, eine gewisse Konsistenz müsste man euch allerdings schon zutrauen dürfen.
Ruf bei den Grünen: Skandal!
Die SPÖ möchte sozusagen mehr Einnahmen (Abg. Krainer: Nein, ihr habt versprochen: 2 bis 4 Milliarden!) mit dem Energiekrisenbeitrag. Das ist fein und ist auch zu erwarten. Das Problem ist nur: Es gibt da Landeshauptmann Doskozil. Was macht Landeshauptmann Doskozil? – Im Gegensatz zur restlichen – Fragezeichen – SPÖ ist er der Meinung, der Energiekrisenbeitrag ist zu hoch und es gibt sozusagen zu viele Einnahmen der Bundesregierung aus dem Energiekrisenbeitrag. Deshalb klagt er den Bund, um diese Übergewinne quasi in – unter Anführungszeichen – „seiner“ Burgenland Energie zu behalten. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Das heißt, Herr Doskozil spielt eher ein bisschen im Team NEOS, was die NEOS sicher freut. (Ruf bei den Grünen: Skandal!) Die restliche SPÖ spielt ein bissel auf einer anderen Wiese. (Zwischenruf der Abg. Krisper.) Ich finde, eine gewisse Konsistenz müsste man euch allerdings schon zutrauen dürfen.
Zwischenruf der Abg. Krisper.
Die SPÖ möchte sozusagen mehr Einnahmen (Abg. Krainer: Nein, ihr habt versprochen: 2 bis 4 Milliarden!) mit dem Energiekrisenbeitrag. Das ist fein und ist auch zu erwarten. Das Problem ist nur: Es gibt da Landeshauptmann Doskozil. Was macht Landeshauptmann Doskozil? – Im Gegensatz zur restlichen – Fragezeichen – SPÖ ist er der Meinung, der Energiekrisenbeitrag ist zu hoch und es gibt sozusagen zu viele Einnahmen der Bundesregierung aus dem Energiekrisenbeitrag. Deshalb klagt er den Bund, um diese Übergewinne quasi in – unter Anführungszeichen – „seiner“ Burgenland Energie zu behalten. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Das heißt, Herr Doskozil spielt eher ein bisschen im Team NEOS, was die NEOS sicher freut. (Ruf bei den Grünen: Skandal!) Die restliche SPÖ spielt ein bissel auf einer anderen Wiese. (Zwischenruf der Abg. Krisper.) Ich finde, eine gewisse Konsistenz müsste man euch allerdings schon zutrauen dürfen.
Zwischenruf des Abg. Kassegger
Ein Punkt ist ja richtig: Die Regierung hat angekündigt, dass man in Summe mit dieser Übergewinnsteuer 2 bis 3 Milliarden Euro einnehmen könnte und es ist viel weniger geworden (Zwischenruf des Abg. Kassegger), und natürlich stellt sich jetzt die Frage: Was ist der Grund dahinter? Sie vermuten beispielsweise, man hätte strenger sein können, man hätte den Steuersatz höher ansetzen können. Die OMV zahlt jetzt schon 63 Prozent Steuer auf ihre Übergewinne und man nimmt damit ungefähr 80 Millionen Euro ein. Wenn man den Steuersatz auf 80 Prozent anheben würde – das ist eh schon fast konfiskatorisch –, dann könnten wir 100 Millionen Euro einnehmen. Da ist man immer noch 9,9 Milliarden Euro von dem Ziel entfernt, dass sich Kai Jan Krainer mit seinen 10 Milliarden Euro gesetzt hat – insofern wird das nicht helfen.
Beifall bei den Grünen. – Ruf bei den Grünen: Oi, oi, oi! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
in Deutschland über die Übergewinnsteuer viel weniger eingenommen wurde als ursprünglich prognostiziert. Dort – in Deutschland: sozialdemokratischer Bundeskanzler – wurden nicht etwa zehnmal so viele Millionen oder Milliarden Euro eingenommen wie in Österreich, wie man erwarten würde, oder – wenn sie ein so tolles Konzept hätten – 20- oder 50-mal so viel, sondern am Ende haben sie pro Einwohner nur ein Fünftel von dem eingenommen, was wir in Österreich eingenommen haben. (Beifall bei den Grünen. – Ruf bei den Grünen: Oi, oi, oi! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Das heißt, auch im Vergleich zu Deutschland ist die Übergewinnsteuer in Österreich gelungen, und ich bitte, das auch einmal anzuerkennen. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
in Deutschland über die Übergewinnsteuer viel weniger eingenommen wurde als ursprünglich prognostiziert. Dort – in Deutschland: sozialdemokratischer Bundeskanzler – wurden nicht etwa zehnmal so viele Millionen oder Milliarden Euro eingenommen wie in Österreich, wie man erwarten würde, oder – wenn sie ein so tolles Konzept hätten – 20- oder 50-mal so viel, sondern am Ende haben sie pro Einwohner nur ein Fünftel von dem eingenommen, was wir in Österreich eingenommen haben. (Beifall bei den Grünen. – Ruf bei den Grünen: Oi, oi, oi! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Das heißt, auch im Vergleich zu Deutschland ist die Übergewinnsteuer in Österreich gelungen, und ich bitte, das auch einmal anzuerkennen. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Hörl: Nicht so zynisch! Atheist!
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Ich kann den Zuschauerinnen und Zuschauern, die sich die Sendung reinziehen, nur empfehlen, den Beitrag der Kollegin Baumgartner zur Absetzbarkeit des Kirchenbeitrags noch einmal anzuschauen. Falls Sie das Gefühl haben, Sie haben eine zu hohe Steuerlast auf Ihrem Einkommen, hat Kollegin Baumgartner die Lösung: Sie können mehr Kirchenbeitrag absetzen. Da profitieren alle, die mehr als 4 250 Euro im Monat verdienen und der Kirche dann auch noch angeben, dass sie so viel verdienen – also das ist dann wirklich eine ganz kleine Elite in diesem Land. (Abg. Hörl: Nicht so zynisch! Atheist!)
Abg. Michael Hammer: Das schadete dir auch nicht!
Kollegin Baumgartner hat gesagt, das ist ja super, weil die Kirche tut dem Gemüt so gut. Es kann schon sein, dass Kollegin Baumgartner die Teilnahme an der Fronleichnamsprozession guttut. Das kann durchaus sein (Abg. Michael Hammer: Das schadete dir auch nicht!), aber anderen tut es gut, wenn sie zum Rapid-Match oder zum Austria-Match oder zum FC Lustenau 1907 gehen.
Abg. Voglauer: Na, auf’s Rapid-Match ... nicht!
(Abg. Voglauer: Na, auf’s Rapid-Match ... nicht!) Den Kirchenbeitrag kann man allerdings absetzen, aber den Beitrag zum Fußballverein nicht. Das ist ja das Ungerechte – nämlich auch, wenn es einem gleich guttut. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das ist die Trennung zwischen Staat und Kirche, die die ÖVP bis heute nicht verstanden hat! (Beifall bei den NEOS.) Sie sind gedanklich in den Dreißigerjahren stehen geblieben – das ist ja das Peinliche. (Abg. Hörl: ... ist Blasphemie!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
(Abg. Voglauer: Na, auf’s Rapid-Match ... nicht!) Den Kirchenbeitrag kann man allerdings absetzen, aber den Beitrag zum Fußballverein nicht. Das ist ja das Ungerechte – nämlich auch, wenn es einem gleich guttut. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das ist die Trennung zwischen Staat und Kirche, die die ÖVP bis heute nicht verstanden hat! (Beifall bei den NEOS.) Sie sind gedanklich in den Dreißigerjahren stehen geblieben – das ist ja das Peinliche. (Abg. Hörl: ... ist Blasphemie!)
Beifall bei den NEOS.
(Abg. Voglauer: Na, auf’s Rapid-Match ... nicht!) Den Kirchenbeitrag kann man allerdings absetzen, aber den Beitrag zum Fußballverein nicht. Das ist ja das Ungerechte – nämlich auch, wenn es einem gleich guttut. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das ist die Trennung zwischen Staat und Kirche, die die ÖVP bis heute nicht verstanden hat! (Beifall bei den NEOS.) Sie sind gedanklich in den Dreißigerjahren stehen geblieben – das ist ja das Peinliche. (Abg. Hörl: ... ist Blasphemie!)
Abg. Hörl: ... ist Blasphemie!
(Abg. Voglauer: Na, auf’s Rapid-Match ... nicht!) Den Kirchenbeitrag kann man allerdings absetzen, aber den Beitrag zum Fußballverein nicht. Das ist ja das Ungerechte – nämlich auch, wenn es einem gleich guttut. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das ist die Trennung zwischen Staat und Kirche, die die ÖVP bis heute nicht verstanden hat! (Beifall bei den NEOS.) Sie sind gedanklich in den Dreißigerjahren stehen geblieben – das ist ja das Peinliche. (Abg. Hörl: ... ist Blasphemie!)
Abg. Michael Hammer: Ich könnte dir auch einen Seelsorger empfehlen; bräuchtest nämlich mittlerweile jemand, der sich um deine Seele sorgt ...! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen
Der dem eingangs bezeichneten Ausschussbericht angeschlossene Gesetzesentwurf wird wie folgt geändert (Abg. Michael Hammer: Ich könnte dir auch einen Seelsorger empfehlen; bräuchtest nämlich mittlerweile jemand, der sich um deine Seele sorgt ...! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen):
Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Es geht also darum, dass die, die voll arbeiten, einen Vollzeitbonus bekommen, und dass die Menschen, die Überstunden machen, den Zuschlag auf die Überstunden auch steuerfrei bekommen. Das würde den Menschen, die arbeiten, wirklich etwas bringen – ob sie auf die Fronleichnamsprozession gehen oder nicht. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Franz Hörl (ÖVP): Herr Präsident! Ein bisschen weniger Zynismus, Herr Loacker, und ein bisschen mehr Respekt vor der Kirche wäre auch angebracht. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Weratschnig: Wahlempfehlung für die Grünen!
Ich glaube, es war der richtige Weg, und Sie, Herr Krainer, haben heute eines deutlich gezeigt: Der bekennende Kommunist Herr Babler, Ihr Parteiobmann, setzt sich langsam auch in den Köpfen der Sozialdemokraten durch. Die Wähler müssen wissen, dass, wenn sie bei der nächsten Nationalratswahl sozialdemokratisch wählen, der Kommunismus hereinschleicht. Sie reden bei der Übergewinnsteuer nicht nur von Energiekonzernen, sondern Sie haben heute auch die Banken erwähnt. (Abg. Weratschnig: Wahlempfehlung für die Grünen!) Eines muss auch klar sein: Wer Sie wählt, der ist auch nicht davor gefeit, dass kleine Unternehmer, die große Gewinne machen, dann auch entsprechend überbesteuert werden. (Abg. Krainer: ... offenbar wirklich in den Dreißigern hängen geblieben, vielleicht sogar in den Zwanzigern!)
Abg. Krainer: ... offenbar wirklich in den Dreißigern hängen geblieben, vielleicht sogar in den Zwanzigern!
Ich glaube, es war der richtige Weg, und Sie, Herr Krainer, haben heute eines deutlich gezeigt: Der bekennende Kommunist Herr Babler, Ihr Parteiobmann, setzt sich langsam auch in den Köpfen der Sozialdemokraten durch. Die Wähler müssen wissen, dass, wenn sie bei der nächsten Nationalratswahl sozialdemokratisch wählen, der Kommunismus hereinschleicht. Sie reden bei der Übergewinnsteuer nicht nur von Energiekonzernen, sondern Sie haben heute auch die Banken erwähnt. (Abg. Weratschnig: Wahlempfehlung für die Grünen!) Eines muss auch klar sein: Wer Sie wählt, der ist auch nicht davor gefeit, dass kleine Unternehmer, die große Gewinne machen, dann auch entsprechend überbesteuert werden. (Abg. Krainer: ... offenbar wirklich in den Dreißigern hängen geblieben, vielleicht sogar in den Zwanzigern!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Michael Hammer: Gute Rede!
Deshalb empfehle ich Ihnen: Wählen Sie die ÖVP, dann sind Sie richtig! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Michael Hammer: Gute Rede!)
Abg. Michael Hammer: Kern kehrt zurück oder was?
Kehren wir zu den Themen zurück, die wir hier haben (Abg. Michael Hammer: Kern kehrt zurück oder was?): Abgeordneter Jakob Schwarz hat uns in seiner Rede zum Thema Genderbudgeting vorhin erklärt, dass die Grünen sich seit sie in der Regierung sind, ganz genau angeschaut haben, wie die Maßnahmen wirken.
Abg. Litschauer: Bitte dann römisch-katholisch!
Es ist schon darauf hingewiesen worden: Es gibt verschiedene Kirchengemeinschaften – ich weiß gar nicht, ob unser Ex-Kollege Niko Alm noch die Pastafari, die mit dem Nudelsieb, betreibt –, aber die größte Kirche ist immer noch die katholische, und die nimmt circa 1 Prozent vom Einkommen. (Abg. Litschauer: Bitte dann römisch-katholisch!) Damit stimmt schon die Berechnung: Dieser Antrag des Jakob Schwarz geht fast ausschließlich zugunsten von Männern und ausschließlich zugunsten von Bestverdienenden.
Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz
Lieber Jakob, da wäre vielleicht eine genauere Durchsicht besser gewesen (Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz), um diesen Teil einmal nicht zu unterschreiben, hier nicht zu behandeln und nicht weitere Begünstigungen zu machen. Da hat Kollege Loacker ausnahmsweise völlig recht: Das ist eine Disparität und hat in einem säkularen Staat nichts verloren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Lieber Jakob, da wäre vielleicht eine genauere Durchsicht besser gewesen (Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz), um diesen Teil einmal nicht zu unterschreiben, hier nicht zu behandeln und nicht weitere Begünstigungen zu machen. Da hat Kollege Loacker ausnahmsweise völlig recht: Das ist eine Disparität und hat in einem säkularen Staat nichts verloren. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Schwarz: 10 Milliarden! 10 Milliarden Übergewinnsteuer! Wie kriegt ihr 10 Milliarden Übergewinnsteuer? – Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.
Freunde, dann aber zieht ihr die Berechnung des Jan Krainer, der genau gesagt hat, wie viel Dividende wir bekommen haben – allein 28 Prozent bei der OMV –, in Zweifel. Wie kann man als Grüne dann noch die Ausrede, man hätte das nicht anders gestalten können, glauben? Das ist ja wirklich blauäugig, Jakob! (Abg. Schwarz: 10 Milliarden! 10 Milliarden Übergewinnsteuer! Wie kriegt ihr 10 Milliarden Übergewinnsteuer? – Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.) Wenn der Verbund, der nicht im Ausland in großem Stil verdient, ausschütten kann, dann hätte man vorher auch zugreifen können, und dann hätte
Abg. Hörl: Lass jetzt die Aufhetzerei da! Christoph!
Euer Widerstand in den letzten viereinhalb Jahren war unzureichend. Die Genauigkeit beim Hinschauen ist verbesserungsfähig, lieber Jakob. (Abg. Hörl: Lass jetzt die Aufhetzerei da! Christoph!) Künftig mehr Genderpolitik, nein zu Reichenförderungsvorschlägen, nein zu Konzernbegünstigungsvorschlägen, nein zu Gewinnerhaltungsvorschlägen von dieser Seite, dann wäre schon einiges gewonnen. Bemüht euch wenigstens in den letzten paar Monaten, das wünsche ich mir! – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hörl: Lass die Aufhetzerei da! – Zwischenruf bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hörl: Lass die Aufhetzerei da! – Zwischenruf bei den Grünen.
Euer Widerstand in den letzten viereinhalb Jahren war unzureichend. Die Genauigkeit beim Hinschauen ist verbesserungsfähig, lieber Jakob. (Abg. Hörl: Lass jetzt die Aufhetzerei da! Christoph!) Künftig mehr Genderpolitik, nein zu Reichenförderungsvorschlägen, nein zu Konzernbegünstigungsvorschlägen, nein zu Gewinnerhaltungsvorschlägen von dieser Seite, dann wäre schon einiges gewonnen. Bemüht euch wenigstens in den letzten paar Monaten, das wünsche ich mir! – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hörl: Lass die Aufhetzerei da! – Zwischenruf bei den Grünen.)
Abg. Hörl: Auch die Windenergie!
andere Gründe gehabt. Einerseits ist das ein fairer Beitrag, den Energieunternehmen, die sehr, sehr gut verdienen, leisten (Abg. Hörl: Auch die Windenergie!), und andererseits können wir dadurch wesentliche Maßnahmen, die wir gesetzt haben, um Menschen und Betriebe zu entlasten, finanzieren; wie den Wohnschirm, den wir beschlossen haben, wie die Stromkostenbremse, die wir beschlossen haben, oder wie die Streichung von Energieabgaben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
andere Gründe gehabt. Einerseits ist das ein fairer Beitrag, den Energieunternehmen, die sehr, sehr gut verdienen, leisten (Abg. Hörl: Auch die Windenergie!), und andererseits können wir dadurch wesentliche Maßnahmen, die wir gesetzt haben, um Menschen und Betriebe zu entlasten, finanzieren; wie den Wohnschirm, den wir beschlossen haben, wie die Stromkostenbremse, die wir beschlossen haben, oder wie die Streichung von Energieabgaben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Man kann auch darüber diskutieren, ob vielleicht zu wenig abgeschöpft worden ist. Ich hätte mir, wie Sie sich vorstellen können, natürlich gewünscht, dass Übergewinne von fossilen Energien mehr abgeschöpft werden, aber ich glaube, wir haben ein sehr, sehr gutes Ergebnis erzielt. Ein wesentlich besseres Ergebnis als unter dem sozialdemokratischen Bundeskanzler in Deutschland erzielt wurde. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Man kann darüber diskutieren. Was aber schon lustig ist – Kollege Schwarz hat es angesprochen –: Auf der einen Seite kritisiert die SPÖ, dass die Übergewinnsteuer zu niedrig ist, dass wir zu wenig Geld einnehmen, auf der anderen Seite rennt jetzt der sozialdemokratische, rote Landeshauptmann des Burgenlands zum Verfassungsgerichtshof, um die Übergewinnsteuer zu bekämpfen. – Wollt ihr uns pflanzen? Ich meine, das gibt es ja nicht! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Matznetter: Der Verfassungsgerichtshof entscheidet über die Verfassung! Es ist wurscht, welche Meinung du hast ...! Völlig absurd! – Abg. Voglauer: Oh! – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Die Burgenland Energie hat 17,3 Millionen Euro Übergewinnsteuer zahlen müssen. Diese will sich Landeshauptmann Doskozil jetzt zurückholen. (Abg. Matznetter: Der Verfassungsgerichtshof entscheidet über die Verfassung! Es ist wurscht, welche Meinung du hast ...! Völlig absurd! – Abg. Voglauer: Oh! – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen
Ihr müsst euch schon einmal entscheiden, ob ihr für eine Maßnahme seid oder gegen eine Maßnahme (Beifall bei den Grünen), ob ihr uns dafür kritisiert, dass es zu viel ist, oder ob ihr dagegen zum Verfassungsgerichtshof lauft. (Abg. Matznetter: Dann liefere einmal gescheite Gesetze, dann kann man ...!) Das ist ja irrsinnig. Na wirklich: Wen wollt ihr pflanzen? (Abg. Matznetter: Ja, wer pflanzt wen? – Abg. Einwallner: Ihr pflanzts uns! Ihr pflanzts die Österreicher!)
Abg. Matznetter: Dann liefere einmal gescheite Gesetze, dann kann man ...!
Ihr müsst euch schon einmal entscheiden, ob ihr für eine Maßnahme seid oder gegen eine Maßnahme (Beifall bei den Grünen), ob ihr uns dafür kritisiert, dass es zu viel ist, oder ob ihr dagegen zum Verfassungsgerichtshof lauft. (Abg. Matznetter: Dann liefere einmal gescheite Gesetze, dann kann man ...!) Das ist ja irrsinnig. Na wirklich: Wen wollt ihr pflanzen? (Abg. Matznetter: Ja, wer pflanzt wen? – Abg. Einwallner: Ihr pflanzts uns! Ihr pflanzts die Österreicher!)
Abg. Matznetter: Ja, wer pflanzt wen? – Abg. Einwallner: Ihr pflanzts uns! Ihr pflanzts die Österreicher!
Ihr müsst euch schon einmal entscheiden, ob ihr für eine Maßnahme seid oder gegen eine Maßnahme (Beifall bei den Grünen), ob ihr uns dafür kritisiert, dass es zu viel ist, oder ob ihr dagegen zum Verfassungsgerichtshof lauft. (Abg. Matznetter: Dann liefere einmal gescheite Gesetze, dann kann man ...!) Das ist ja irrsinnig. Na wirklich: Wen wollt ihr pflanzen? (Abg. Matznetter: Ja, wer pflanzt wen? – Abg. Einwallner: Ihr pflanzts uns! Ihr pflanzts die Österreicher!)
Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Abg. Kickl: So ein Schmarren! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Warum ist das wichtig? Warum ist das wichtig, dass die Erneuerbaren weiter ausgebaut werden? – Weil uns nur der Ausbau der heimischen Erneuerbaren davor schützt, dass wir immer wieder in diese Energiekrisen kommen. Wir hatten eine fossile Inflation, die hohen Energiepreise wurden dadurch ausgelöst, dass Wladimir Putin, der Diktator, in Russland am Gashahn gedreht hat. (Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Abg. Kickl: So ein Schmarren! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Einwallner: Ihr habt ein Problem mit der Regierung, gell?
Kollege Kassegger, das merken Sie sich bitte auch einmal: Es war eine fossile Inflation aufgrund der hohen Gaspreise, und ja, wir haben ein Problem mit dem Preisbildungsmechanismus auf den Strommärkten (Abg. Einwallner: Ihr habt ein Problem mit der Regierung, gell?), das müssen wir ändern, aber das kann man nicht von heute auf morgen ändern. Es wird geändert, aber ohne einen massiven Ausbau der Erneuerbaren werden wir immer und immer wieder diese Energiekrisen erleben.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Einwallner: Ein Rekordhoch bei den Energiepreisen! Gratuliere!
Die gute Nachricht ist: Letztes Jahr hatten wir ein Rekordjahr mit 87 Prozent Ökostrom in unseren Netzen, und wir arbeiten weiter daran, dass dieser Anteil auf 100 Prozent steigt. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Einwallner: Ein Rekordhoch bei den Energiepreisen! Gratuliere!)
Abg. Matznetter: Das ist aber auch gemein – die haben gar keine Energiepolitik gehabt. – Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Lukas Hammer: Jetzt hab ich nicht zugehört!
Abgeordneter MMMag. Dr. Axel Kassegger (FPÖ): Kollege Krainer hat in seiner Rede erwähnt, dass diese Verlängerungen auch eine Verlängerung der verfehlten Energiepolitik der Bundesregierung darstellen. (Abg. Matznetter: Das ist aber auch gemein – die haben gar keine Energiepolitik gehabt. – Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Lukas Hammer: Jetzt hab ich nicht zugehört!) Da bin ich vollkommen seiner Meinung, aber dann sind wir schon fertig mit den übereinstimmenden Meinungen, weil das Übrige, was die Kollegen Krainer, aber auch Matznetter von den Sozialdemokraten von sich gegeben haben, eher an Voodooplanwirtschaft erinnert. Das, was die Bundesregierung in den letzten drei Jahren gemacht hat, und auch der vorliegende Gesetzentwurf ist eine Hinten-nach-Symptombekämpfung und zeugt von einer vollkommenen Unfähigkeit, die wirklichen Probleme zu erkennen und diese Probleme zu lösen.
Abg. Hörl: Ja!
Und jetzt kommt die entscheidende Frage: Wer zahlt denn die 5 Milliarden Euro Gewinne? Wer zahlt denn das, Herr Kollege? Wer zahlt denn das? Sie? – (Abg. Hörl: Ja!) – Ja, ich auch. Alle Unternehmer, alle Haushalte werden hier wieder abgezockt, und Sie diskutieren noch, ob man da jetzt noch 2 Milliarden zusätzlich abschöpft oder nicht. Das ist ja vollkommen am Thema vorbei! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Hörl: Der Tiwag zahlt’s Tirol!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Hörl: Der Tiwag zahlt’s Tirol!
Und jetzt kommt die entscheidende Frage: Wer zahlt denn die 5 Milliarden Euro Gewinne? Wer zahlt denn das, Herr Kollege? Wer zahlt denn das? Sie? – (Abg. Hörl: Ja!) – Ja, ich auch. Alle Unternehmer, alle Haushalte werden hier wieder abgezockt, und Sie diskutieren noch, ob man da jetzt noch 2 Milliarden zusätzlich abschöpft oder nicht. Das ist ja vollkommen am Thema vorbei! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Hörl: Der Tiwag zahlt’s Tirol!)
Abg. Schroll: Ihr wart dagegen, von Anfang an! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Kollege Hörl – dazu sind Sie nicht in der Lage –, die Meritorder haben wir leider nicht weggebracht. Natürlich, das wäre eine Ursachenbekämpfung gewesen. (Abg. Schroll: Ihr wart dagegen, von Anfang an! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Wer ist denn im Europäischen Parlament die stärkste Partei? Wer
Rufe bei den Grünen: Na komm! Na jetzt bitte!
stellt denn die Kommissionspräsidentin? Die Frau von der Leyen ist doch aus derselben Parteifamilie wie die ÖVP. Also mit dieser Ausrede kommen Sie nicht durch. Und im Übrigen, diese ständige Geschichte, dass jetzt Russland an diesen Energiepreisexplosionen schuld sei (Rufe bei den Grünen: Na komm! Na jetzt bitte!): Die CO2-Steuer, die Sie ja so toll finden (Abg. Litschauer: Die Russen haben selber eine bei der Gazprom, falls ihr es noch nicht wissts! – Heiterkeit bei den Grünen), ist eine weitere Abzocke, eine – ich zitiere – gewollte Verteuerung fossiler Energieträger. (Abg. Lukas Hammer: Wie viel? Wie viel, Axel?)
Abg. Litschauer: Die Russen haben selber eine bei der Gazprom, falls ihr es noch nicht wissts! – Heiterkeit bei den Grünen
stellt denn die Kommissionspräsidentin? Die Frau von der Leyen ist doch aus derselben Parteifamilie wie die ÖVP. Also mit dieser Ausrede kommen Sie nicht durch. Und im Übrigen, diese ständige Geschichte, dass jetzt Russland an diesen Energiepreisexplosionen schuld sei (Rufe bei den Grünen: Na komm! Na jetzt bitte!): Die CO2-Steuer, die Sie ja so toll finden (Abg. Litschauer: Die Russen haben selber eine bei der Gazprom, falls ihr es noch nicht wissts! – Heiterkeit bei den Grünen), ist eine weitere Abzocke, eine – ich zitiere – gewollte Verteuerung fossiler Energieträger. (Abg. Lukas Hammer: Wie viel? Wie viel, Axel?)
Abg. Lukas Hammer: Wie viel? Wie viel, Axel?
stellt denn die Kommissionspräsidentin? Die Frau von der Leyen ist doch aus derselben Parteifamilie wie die ÖVP. Also mit dieser Ausrede kommen Sie nicht durch. Und im Übrigen, diese ständige Geschichte, dass jetzt Russland an diesen Energiepreisexplosionen schuld sei (Rufe bei den Grünen: Na komm! Na jetzt bitte!): Die CO2-Steuer, die Sie ja so toll finden (Abg. Litschauer: Die Russen haben selber eine bei der Gazprom, falls ihr es noch nicht wissts! – Heiterkeit bei den Grünen), ist eine weitere Abzocke, eine – ich zitiere – gewollte Verteuerung fossiler Energieträger. (Abg. Lukas Hammer: Wie viel? Wie viel, Axel?)
Abg. Hörl: Was? Jetzt reicht’s aber! So eine Frechheit!
Das kommt nicht von mir, sondern das kommt vom Wifo, von Prof. Felbermayr. Also wenn Sie mir nicht glauben, dann glauben Sie ihm, und hören Sie auf mit den Geschichten! Sie wollen ganz bewusst die Energie verteuern, insbesondere die Grünen. (Abg. Hörl: Was? Jetzt reicht’s aber! So eine Frechheit!) Die Schwarzen ziehen mit, lassen die Grünen gewähren. Die Frau Gewessler will sowieso aus allem aussteigen – hinter mir die Sintflut!
Abg. Voglauer: Von gestern! Von gestern! Mehr ... für Österreich!
Das sind alles Dinge, die Sie nicht zu Ende denken. Das heißt, Sie wollen das verteuern, weil das alles abgrundtief böse ist, und Sie erzählen den Leuten, das kann man alles durch Windräder und Fotovoltaik ersetzen. Das stimmt ja alles nicht, das sind Märchen! Das ist eine Märchenpolitik, das ist Abzocke, die Sie betreiben. Wir Freiheitliche wollen eine vernünftige Politik, eine realitätsbezogene Politik (Abg. Voglauer: Von gestern! Von gestern! Mehr ... für Österreich!), die in der Lage ist, die Probleme bei der Wurzel zu packen und dort zu lösen und nicht zulasten unserer Bürger ständig hinten nach Abzocke ohne Ende zu betreiben, was Sie machen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Litschauer: Ihr zahlts lieber CO2-Steuer in Russland! – Abg. Hafenecker – in Richtung Abg. Litschauer –: Geh, schmier’ deine Windradeln! – Abg. Litschauer: Die Gazprom zahlt pro Kubikmeter CO2 an die russische Regierung, aber das ist euch lieber, gell? – Heiterkeit bei den Grünen. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Litschauer: Ihr zahlts lieber CO2-Steuer in Russland! – Abg. Hafenecker – in Richtung Abg. Litschauer –: Geh, schmier’ deine Windradeln! – Abg. Litschauer: Die Gazprom zahlt pro Kubikmeter CO2 an die russische Regierung, aber das ist euch lieber, gell? – Heiterkeit bei den Grünen. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Das sind alles Dinge, die Sie nicht zu Ende denken. Das heißt, Sie wollen das verteuern, weil das alles abgrundtief böse ist, und Sie erzählen den Leuten, das kann man alles durch Windräder und Fotovoltaik ersetzen. Das stimmt ja alles nicht, das sind Märchen! Das ist eine Märchenpolitik, das ist Abzocke, die Sie betreiben. Wir Freiheitliche wollen eine vernünftige Politik, eine realitätsbezogene Politik (Abg. Voglauer: Von gestern! Von gestern! Mehr ... für Österreich!), die in der Lage ist, die Probleme bei der Wurzel zu packen und dort zu lösen und nicht zulasten unserer Bürger ständig hinten nach Abzocke ohne Ende zu betreiben, was Sie machen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Litschauer: Ihr zahlts lieber CO2-Steuer in Russland! – Abg. Hafenecker – in Richtung Abg. Litschauer –: Geh, schmier’ deine Windradeln! – Abg. Litschauer: Die Gazprom zahlt pro Kubikmeter CO2 an die russische Regierung, aber das ist euch lieber, gell? – Heiterkeit bei den Grünen. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kassegger: Das ist doch ein Blödsinn! Das LNG-Gas kostet das Dreifache!
Das russische Gas, das nach Österreich gekommen ist, war teurer als das Gas, das nicht aus Russland gekommen ist. Die Zahlen liegen alle vor. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kassegger: Das ist doch ein Blödsinn! Das LNG-Gas kostet das Dreifache!) – Das ist überhaupt kein Blödsinn. Die Inflation in Österreich ist deswegen so hoch, weil das Gas in Österreich teurer war als anderswo. Also ökologische und ökonomische Zusammenhänge sollte man durchaus verstehen, und das erwarte ich auch von Ihnen, Herr Kollege. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Das russische Gas, das nach Österreich gekommen ist, war teurer als das Gas, das nicht aus Russland gekommen ist. Die Zahlen liegen alle vor. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kassegger: Das ist doch ein Blödsinn! Das LNG-Gas kostet das Dreifache!) – Das ist überhaupt kein Blödsinn. Die Inflation in Österreich ist deswegen so hoch, weil das Gas in Österreich teurer war als anderswo. Also ökologische und ökonomische Zusammenhänge sollte man durchaus verstehen, und das erwarte ich auch von Ihnen, Herr Kollege. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Stefan: Wo kommt das billige Gas her?
Der Ausstieg aus russischem Gas hätte tatsächlich, wirklich das Potenzial, die Preise in Österreich zu verringern. (Abg. Stefan: Wo kommt das billige Gas her?) Auch das ist Fakt, das ist wissenschaftlich festgestellt. Wir haben es festgestellt, wir haben es selber berechnet, viele Ökologen und Ökonomen haben es berechnet. Es wäre tatsächlich einfach nur sinnvoll. (Ruf bei der FPÖ: Das Gas ist jetzt billiger! – Abg. Kassegger: Das kommt von einer Partei, die von sich behauptet, Wirtschaftskompetenz zu haben! Das ist ja echt ein Offenbarungseid!)
Ruf bei der FPÖ: Das Gas ist jetzt billiger! – Abg. Kassegger: Das kommt von einer Partei, die von sich behauptet, Wirtschaftskompetenz zu haben! Das ist ja echt ein Offenbarungseid!
Der Ausstieg aus russischem Gas hätte tatsächlich, wirklich das Potenzial, die Preise in Österreich zu verringern. (Abg. Stefan: Wo kommt das billige Gas her?) Auch das ist Fakt, das ist wissenschaftlich festgestellt. Wir haben es festgestellt, wir haben es selber berechnet, viele Ökologen und Ökonomen haben es berechnet. Es wäre tatsächlich einfach nur sinnvoll. (Ruf bei der FPÖ: Das Gas ist jetzt billiger! – Abg. Kassegger: Das kommt von einer Partei, die von sich behauptet, Wirtschaftskompetenz zu haben! Das ist ja echt ein Offenbarungseid!)
Abg. Schwarz: Weg mit den Steuern! Keine Steuern!
Aber gut, wir reden über den Energiekrisenbeitrag, und da muss ich noch eine kleine Richtigstellung machen, und zwar in Richtung Grüne: Jakob, wir haben nicht gesagt, dass die Steuern zu hoch sind, wir haben gesagt, das ganze Paket, das da kommt, ist unsinnig. (Abg. Schwarz: Weg mit den Steuern! Keine Steuern!) Also ich möchte das durchaus auch noch richtigstellen.
Abg. Schwarz: Weder der Verbund noch die OMV sind staatlich!
Warum finden wir das Paket nicht gut? – Weil da Geld im Kreis herumgeschickt wird. Man muss jetzt einmal unterscheiden: Diese Energieproduzenten, die wir in Österreich haben, sind ja keine privatwirtschaftlichen Unternehmen. Das sind halbstaatliche – in Wahrheit sind es staatliche – Unternehmen, seien wir doch einmal ehrlich (Abg. Schwarz: Weder der Verbund noch die OMV sind staatlich!), und diesen staatlichen Unternehmen schöpfen wir jetzt den Gewinn ab – mhm, okay, fein, wir schöpfen den Gewinn ab. Wo geht denn der hin, dieser Gewinn? – Über Dividende ins Budget vom Herrn Finanzminister und natürlich ins Budget der Landesfürsten, wo er dann irgendwo versickert, aber dieses Thema kennen wir auch schon länger.
Abg. Lukas Hammer: Die OMV gehört nicht dem Staat!
Deswegen, was ihr jetzt macht, ist Folgendes: Ihr nehmt jetzt das Geld von den Betrieben, die eh mehr oder weniger dem Staat gehören (Abg. Lukas Hammer: Die OMV gehört nicht dem Staat!), und dann gebt ihr es noch einmal den Landesfürsten, damit die dann noch einmal einen Wohnkostenzuschuss zahlen können. Ich meine, ganz im Ernst, da geht es dann nur mehr darum, Gutscheine zu verteilen, Boni zu verteilen oder mit der Strompreisbremse, die daraus ja auch finanziert wird, generell die Preise hochzuhalten, weil natürlich kein Energieversorger den Preis senkt, solange er weiß: Upsi, da kriegt der Haushalt ja eh eine Strompreisbremse bis zu diesen Kilowattstunden! – Warum soll man denn runtergehen?
Beifall bei den NEOS.
Das Problem ist also tatsächlich ein anderes: Das Problem ist, dass Geld im Kreis geschickt wird und so tatsächlich niemand von irgendetwas profitiert, außer vielleicht die Landesfürsten, die noch ein bissel mehr Gutscheine austeilen können. Deswegen können wir dem ganzen Ding natürlich auch nicht zustimmen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
könnten wir auch die richtigen Schritte für die Zukunft setzen. So sehen wir das als NEOS. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der SPÖ.
erforderlich sind, das nicht zu berücksichtigen ist gelinde gesagt nicht besonders weitblickend. Daher stimmen wir dem nicht zu. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Da auch im Jahr 2025 noch Lieferungen erwartet werden, soll die Ermächtigung für diese Materialien nun bis Juni 2025 verlängert werden. Ich bitte um Ihre Zustimmung. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Von daher würde ich also empfehlen, dem Ganzen zuzustimmen. Es wäre auch, glaube ich, im Sinne eurer Bundesländer. In diesem Sinn bitte ich um breite Zustimmung. (Beifall bei den Grünen.)