Eckdaten:
Für die 171. Sitzung der 27. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 866 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
überreicht von den Abgeordneten Dr. Susanne Fürst und Christian Ries
Petition betreffend eines von den Rechtsanwälten Mag. Alexander Scheer und Mag. Florian Höllwarth, MBL ausgearbeiteten Gesetzesvorschlags gegen die Diskriminierung auf Grund des Impfstatus gegen COVID-19 (Ordnungsnummer 99) (überreicht von den Abgeordneten Dr. Susanne Fürst und Christian Ries)
überreicht vom Abgeordneten Mario Lindner
Petition betreffend „Sicherheit im Notfall – in allen Regionen Österreichs. Gemeinsam die Notarzt-Krise bekämpfen!“ (Ordnungsnummer 100) (überreicht vom Abgeordneten Mario Lindner)
überreicht vom Abgeordneten Hermann Gahr
Petition betreffend „Petition zur Modernisierung des bestehenden Lärmschutzes, sowie der Lückenschluss im Bereich km 53 bis km 58 der A12 im Bereich Terfens“ (Ordnungsnummer 101) (überreicht vom Abgeordneten Hermann Gahr)
Abg. Karl Schmidhofer leistet die Angelobung mit den Worten „Ich gelobe“.
(Abg. Karl Schmidhofer leistet die Angelobung mit den Worten „Ich gelobe“.)
Allgemeiner Beifall.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich gratuliere recht herzlich und begrüße Sie in unserer Mitte. Für Sie ist das Haus ja nicht neu, sodass Sie an Ihre vorgehenden Arbeiten anschließen können. (Allgemeiner Beifall.)
Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.
Ich nehme an, Ihnen geht es gleich wie mir: Wenn wir in der Früh unsere Handys einschalten, wenn wir die Laptops aufklappen, was sehen wir, was haben wir bekommen? – Wir haben Nachrichten von Menschen bekommen, die aufgrund der Teuerung, die derzeit in Österreich abgeht, große Sorgen haben. (Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.)
Beifall bei der SPÖ
Meine sehr geehrten Damen und Herren, das, was wir statt Einmalzahlungen brauchen, ist letztendlich das Draufsetzen eines Deckels (Beifall bei der SPÖ), eines Deckels auf Preise für Wohnen, Nahrungsmittel, Energie und Sprit! (Zwischenruf bei der ÖVP.) Zuerst Preise senken, dann den Deckel drauf! – Und kommen Sie dann nicht hier heraus und sagen, dass das nicht geht! Sagen Sie einmal, wie es geht! Andere Staaten zeigen uns, wie es geht. (Abg. Hanger: Das täte mich interessieren!)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, das, was wir statt Einmalzahlungen brauchen, ist letztendlich das Draufsetzen eines Deckels (Beifall bei der SPÖ), eines Deckels auf Preise für Wohnen, Nahrungsmittel, Energie und Sprit! (Zwischenruf bei der ÖVP.) Zuerst Preise senken, dann den Deckel drauf! – Und kommen Sie dann nicht hier heraus und sagen, dass das nicht geht! Sagen Sie einmal, wie es geht! Andere Staaten zeigen uns, wie es geht. (Abg. Hanger: Das täte mich interessieren!)
Abg. Hanger: Das täte mich interessieren!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, das, was wir statt Einmalzahlungen brauchen, ist letztendlich das Draufsetzen eines Deckels (Beifall bei der SPÖ), eines Deckels auf Preise für Wohnen, Nahrungsmittel, Energie und Sprit! (Zwischenruf bei der ÖVP.) Zuerst Preise senken, dann den Deckel drauf! – Und kommen Sie dann nicht hier heraus und sagen, dass das nicht geht! Sagen Sie einmal, wie es geht! Andere Staaten zeigen uns, wie es geht. (Abg. Hanger: Das täte mich interessieren!)
Abg. Michael Hammer: Was kostet der Sprit in Deutschland jetzt?
Deutschland: Spritpreise gesenkt und Steuersenkung auf Gas durchgeführt (Abg. Michael Hammer: Was kostet der Sprit in Deutschland jetzt?) – Inflationsrate in Deutschland 7,9 Prozent, in Österreich 9,3 Prozent.
Beifall bei der SPÖ.
Das sind nur drei Beispiele aus drei europäischen Staaten, die uns zeigen, wie es geht. Und Sie von der Regierung machen es nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Zarits: 700 000 Euro! – Abg. Hörl: 800 000 Euro ...!
Ich möchte aber auch die Gelegenheit nutzen, um mich bei den Zehntausenden Menschen zu bedanken, die letzten Samstag dem Aufruf der Gewerkschaft gefolgt sind (Abg. Zarits: 700 000 Euro! – Abg. Hörl: 800 000 Euro ...!) und gegen
Beifall bei der SPÖ.
die falsche Politik dieser Regierung bei Wind, bei Regen und bei Kälte demonstriert haben. 22 Cent hat die Demonstration pro ÖGB-Mitglied gekostet, von einer Luxusdemo kann man also nicht sprechen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Loacker
Fakt ist: Die Gewerkschaften fordern zu Recht bei den Lohnverhandlungen eine volle Abgeltung der Teuerung (Zwischenruf des Abg. Loacker) und einen vollen Ausgleich der Reallohnverluste. Die vier Millionen Beschäftigten in Österreich haben sich faire Lohnerhöhungen verdient. Die haben sie sich ganz einfach verdient! (Beifall bei der SPÖ.) Niemand kann wollen, dass es in Österreich zu einem Kaufkraftverlust kommt. Das würde die Wirtschaft und somit auch die Arbeitsplätze schwächen.
Beifall bei der SPÖ.
Fakt ist: Die Gewerkschaften fordern zu Recht bei den Lohnverhandlungen eine volle Abgeltung der Teuerung (Zwischenruf des Abg. Loacker) und einen vollen Ausgleich der Reallohnverluste. Die vier Millionen Beschäftigten in Österreich haben sich faire Lohnerhöhungen verdient. Die haben sie sich ganz einfach verdient! (Beifall bei der SPÖ.) Niemand kann wollen, dass es in Österreich zu einem Kaufkraftverlust kommt. Das würde die Wirtschaft und somit auch die Arbeitsplätze schwächen.
Beifall bei der SPÖ.
Ich empfehle Ihnen von ÖVP und Grünen wirklich: Machen Sie die Augen auf und überzeugen Sie sich selber, Ihre Einmalzahlungen wirken nicht! Gehen Sie zu den Sozialmärkten und schauen Sie sich das an: die langen Schlangen bei den Sozialmärkten! Rufen Sie bei den Beratungsstellen an und fragen Sie, wie es den Menschen geht, warum es immer mehr Anfragen betreffend das Nichtleisten von Rechnungen gibt, warum die Zahl der Privatkonkurse steigt! Fragen Sie bei der Wirtschaftskammer nach, warum die Zahl der Insolvenzen wieder steigen wird! Fragen Sie bei der Wirtschaftskammer nach, warum ein Viertel der Unternehmen in Oberösterreich die Gefahr sieht, dass es nicht weiter existieren kann! Machen Sie die Augen auf, schauen Sie hin! Packen Sie die Probleme an der Wurzel an! Wischen Sie die Vorschläge der SPÖ nicht weiterhin weg, wie Sie es in den letzten Monaten gemacht haben! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Zarits.
Ihre Politik, von ÖVP und Grünen, ist falsch! Sie werden am Sonntag bei der Landtagswahl in Tirol die Rechnung präsentiert bekommen. (Zwischenruf des Abg. Zarits.) Sie haben keinen Plan gegen diese Teuerung und Sie werden am Sonntag so richtig eine auf den Deckel bekommen, und das haben Sie sich mit dieser Politik, die Sie hier betreiben, auch verdient! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ihre Politik, von ÖVP und Grünen, ist falsch! Sie werden am Sonntag bei der Landtagswahl in Tirol die Rechnung präsentiert bekommen. (Zwischenruf des Abg. Zarits.) Sie haben keinen Plan gegen diese Teuerung und Sie werden am Sonntag so richtig eine auf den Deckel bekommen, und das haben Sie sich mit dieser Politik, die Sie hier betreiben, auch verdient! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Zarits.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, die Pensionen sind ein wichtiger Punkt; und generell: Die SPÖ hat einen Plan. Erstens: Preise runter, Deckel drauf! (Zwischenruf des Abg. Zarits.)
Beifall bei der SPÖ.
Zweitens: mehr Entschlossenheit in Brüssel, um die Meritorderregel letztendlich endlich zu entkoppeln, anstatt als österreichische Regierung drei Mal dagegenzustimmen – volle Unterstützung seitens der Wirtschaft auch bei diesem Thema. Der Energiemarkt muss neu gestaltet werden. Die SPÖ hat dazu ihr Konzept auf den Tisch gelegt. (Beifall bei der SPÖ.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Zarits.
Drittens: Übergewinne und Zufallsgewinne bei Krisengewinnern wie den Energiekonzernen abschöpfen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Zarits.) Holt diese Milliardengewinne, für die niemand etwas geleistet hat, diese Übergewinne, einmal nach Hause! (Abg. Zarits: Wien Energie!) Gebt das den Leuten wieder, denen ihr das Geld aus den Taschen genommen habt! Das ÖGB- und AK-Modell dazu liegt auf dem Tisch. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Zarits: Wien Energie!
Drittens: Übergewinne und Zufallsgewinne bei Krisengewinnern wie den Energiekonzernen abschöpfen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Zarits.) Holt diese Milliardengewinne, für die niemand etwas geleistet hat, diese Übergewinne, einmal nach Hause! (Abg. Zarits: Wien Energie!) Gebt das den Leuten wieder, denen ihr das Geld aus den Taschen genommen habt! Das ÖGB- und AK-Modell dazu liegt auf dem Tisch. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Drittens: Übergewinne und Zufallsgewinne bei Krisengewinnern wie den Energiekonzernen abschöpfen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Zarits.) Holt diese Milliardengewinne, für die niemand etwas geleistet hat, diese Übergewinne, einmal nach Hause! (Abg. Zarits: Wien Energie!) Gebt das den Leuten wieder, denen ihr das Geld aus den Taschen genommen habt! Das ÖGB- und AK-Modell dazu liegt auf dem Tisch. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Mit diesen zusätzlichen Milliarden kann man den Menschen ihr Geld wieder zurückgeben. 1 Milliarde Euro wurde zu viel an Spritkosten bezahlt, nur weil die Regierung das Preisgesetz nicht nutzt. 1 Milliarde Euro! Die Pendlerinnen und Pendler, die nicht die Möglichkeit haben, mit einem öffentlichen Verkehrsmittel zu ihrem Arbeitsort zu kommen, sind die großen Verlierer. Das ist die Pflegerin bei den mobilen Diensten, das ist der Handwerker, der zu den Kunden oder auf die Baustelle fährt, das sind die Vertreter vieler Berufe, wo kein öffentliches Verkehrsmittel genutzt werden kann. Erhöht das Kilometergeld, schafft mehr Steuerfreiheit bei Diäten, Tagesgeld und auch bei Schmutz-, Erschwernis- und Gefahrenzulage! Gebt den Pendlern jetzt auch einmal einen Teuerungsausgleich! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Scherak.
Und Viertens: Vergessen Sie nicht die Pensionistinnen und Pensionisten! Hören Sie auf, unsere Gesellschaft zu spalten, indem Sie die Jugend gegen die ältere Generation ausspielen! Ich brauche da nichts zu erfinden, ich brauche nur die Zeitung zu lesen. Originalzitat der ÖVP-Staatssekretärin Claudia Plakolm am 5. September: Wir können „Pensionen nicht immer nur erhöhen [...], das ist der Jugend gegenüber nicht gerecht.“ – Ja, geht’s noch? Geht’s noch? (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Scherak.) Das heißt, eine der betroffensten Gruppen in Österreich, die Pensionistinnen und Pensionisten, sollen keine
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: ... am Samstag die ganze Energie verdemonstriert!
Pensionserhöhung bekommen! Genau das ist Ihre Politik: Anstatt den Menschen zu helfen, die nicht wissen, wie sie ihre Rechnungen bezahlen sollen, schützt ihr die Krisengewinner noch und macht nichts dagegen. Die Staatssekretärin spricht da von einem Schuldenrucksack. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: ... am Samstag die ganze Energie verdemonstriert!)
Abg. Loacker: Aber dann haben sie auch nichts einbezahlt! – Abg. Leichtfried: Das war wieder ein ... Loacker!
Die 2,2 Millionen Menschen, die sich in Pension befinden, haben sich eine faire Pensionserhöhung verdient. Ich sage Ihnen nur noch eine Zahl: 50 Prozent aller Pensionistinnen und Pensionisten in Österreich bekommen eine Pension unter 1 100 Euro brutto – 1 100 Euro brutto! (Abg. Loacker: Aber dann haben sie auch nichts einbezahlt! – Abg. Leichtfried: Das war wieder ein ... Loacker!) Seit Mai fordern wir eine vorzeitige Pensionsanpassung, das haben Sie aber auch abgelehnt, und jetzt stellen Sie eine Pensionsanpassung mit 5,8 Prozent in den Raum. Das ist zu wenig! Wir brauchen eine neue Berechnung. Unsere Berechnung sieht vor, dass wir die Pensionsanpassung mit 1. Jänner den tatsächlichen Teuerungen anpassen, das heißt, die rollierende Inflationsrate von Jänner 2022 bis Dezember 2022 muss mit 1. Jänner auf die Pensionen draufkommen. Das sind voraussichtlich plus 8,4 Prozent. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die 2,2 Millionen Menschen, die sich in Pension befinden, haben sich eine faire Pensionserhöhung verdient. Ich sage Ihnen nur noch eine Zahl: 50 Prozent aller Pensionistinnen und Pensionisten in Österreich bekommen eine Pension unter 1 100 Euro brutto – 1 100 Euro brutto! (Abg. Loacker: Aber dann haben sie auch nichts einbezahlt! – Abg. Leichtfried: Das war wieder ein ... Loacker!) Seit Mai fordern wir eine vorzeitige Pensionsanpassung, das haben Sie aber auch abgelehnt, und jetzt stellen Sie eine Pensionsanpassung mit 5,8 Prozent in den Raum. Das ist zu wenig! Wir brauchen eine neue Berechnung. Unsere Berechnung sieht vor, dass wir die Pensionsanpassung mit 1. Jänner den tatsächlichen Teuerungen anpassen, das heißt, die rollierende Inflationsrate von Jänner 2022 bis Dezember 2022 muss mit 1. Jänner auf die Pensionen draufkommen. Das sind voraussichtlich plus 8,4 Prozent. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Meinl-Reisinger: Aber wie erklären Sie dann den arbeitenden Menschen die Reallohnverluste?
Meine sehr geehrten Damen und Herren, das ist leistbar – das ist notwendig und das ist leistbar! Die Pensionistinnen und Pensionisten haben sich diese Pensionserhöhung verdient. (Abg. Meinl-Reisinger: Aber wie erklären Sie dann den arbeitenden Menschen die Reallohnverluste?) Meine sehr geehrten Damen und Herren, lesen Sie bitte die Mails und die Zuschriften, die Sie haben, denn die Menschen, die jahrzehntelang unser Land aufgebaut haben, die jahrzehntelang Beiträge und Steuern bezahlt haben, haben sich in einer Zeit, in der niemand mehr weiß, wie man die Rechnungen bezahlen soll, eine faire Pension verdient! (Anhaltender Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.)
Anhaltender Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, das ist leistbar – das ist notwendig und das ist leistbar! Die Pensionistinnen und Pensionisten haben sich diese Pensionserhöhung verdient. (Abg. Meinl-Reisinger: Aber wie erklären Sie dann den arbeitenden Menschen die Reallohnverluste?) Meine sehr geehrten Damen und Herren, lesen Sie bitte die Mails und die Zuschriften, die Sie haben, denn die Menschen, die jahrzehntelang unser Land aufgebaut haben, die jahrzehntelang Beiträge und Steuern bezahlt haben, haben sich in einer Zeit, in der niemand mehr weiß, wie man die Rechnungen bezahlen soll, eine faire Pension verdient! (Anhaltender Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.)
Allgemeiner Beifall.
ist die erste Gruppe, die hier bei uns ist. – Herzlich willkommen! (Allgemeiner Beifall.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Wir haben die höchste Inflation seit 1975, das ist so. Viele Menschen leiden unter der Teuerung, das ist auch klar. Die Teuerung bringt viele Menschen mit geringem Einkommen in Bedrängnis – Energie, Lebensmittel, Wohnen, die Preise sind in allen Bereichen gestiegen. Es stimmt, wir haben auch Schlangen vor den Sozialmärkten. Wir haben in den Beratungseinrichtungen Menschen, die bislang dort nicht vorstellig geworden sind, die sich das auch nie haben vorstellen können. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Wir haben Hunderttausende, die auch von den hohen Wohnkosten insgesamt betroffen sind. Die Sorgen sind spürbar, die Unsicherheit ist groß. Das betrifft übrigens jene, die ohnehin am unteren Rand der Einkommen angesiedelt sind, in ganz besonderer Art und Weise – die Mindestpensionistin, die Alleinerzieherin mit zwei Kindern, die nur Teilzeit arbeiten kann, die Kassiererin im Supermarkt und so weiter.
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Jetzt sage ich an dieser Stelle etwas, das in meinen Augen viel zu wenig wertgeschätzt wird: Der Sozialstaat, den wir haben, trägt uns auch durch diese Krise, und dieser Sozialstaat ist ein Verdienst vergangener Jahrzehnte. Er ist erstritten worden, er ist erkämpft worden, er ist eine tragende Säule dieses sozialen Systems in Österreich, und er hat den sozialen Frieden in Österreich sichergestellt. Ich finde, wir sollten auch dankbar sein, diesen Sozialstaat zu haben. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zu den Pensionen: Die Pensionen in Österreich gehören im internationalen Vergleich, auch das ist ein Verdienst der vergangenen Jahrzehnte, zu den höchsten. Das Pensionssystem ist gut, es ist stabil, und es wird zu Unrecht schlechtgeredet. Ich möchte auch das an dieser Stelle betonen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Ich halte es für verantwortungslos, den Leuten permanent den Eindruck zu vermitteln, das Pensionssystem sei am Rande eines Kollapses. Das entspricht nämlich nicht der Wahrheit.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der NEOS.
Auch bei den Pensionistinnen und Pensionisten gibt es große Ungleichheiten, und auch das ist kein Zufall. Wenn heute Frauen insbesondere von Altersarmut betroffen sind, keine Pensionen haben, kleine Pensionen haben, dann ist das auch das Ergebnis einer Frauenpolitik, die über Jahrzehnte gemacht worden ist, die es Frauen verunmöglicht hat, am Erwerbsleben teilzunehmen, und die jetzt in der Situation sind, keine Erwerbsjahre, wenig Erwerbsjahre zu haben und sich somit in Altersarmut befinden. Auch das ist ein Ergebnis einer verfehlten Frauenpolitik in den vergangenen Jahrzehnten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Stöger.
Einflussfaktoren sind international getrieben. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Stöger.) Und da heute, Herr Kollege Stöger, die Teilmobilmachung in Russland verkündet wurde, so wird das auf die Teuerung in Europa und auf die Wirtschaftssituation in Europa massive Auswirkungen haben. (Zwischenrufe bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kassegger.) – Ja, Sie wissen das so gut wie ich, es ist genau so, und deshalb ist es Ihnen unangenehm, wenn ich das sage. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Zwischenrufe bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kassegger.
Einflussfaktoren sind international getrieben. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Stöger.) Und da heute, Herr Kollege Stöger, die Teilmobilmachung in Russland verkündet wurde, so wird das auf die Teuerung in Europa und auf die Wirtschaftssituation in Europa massive Auswirkungen haben. (Zwischenrufe bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kassegger.) – Ja, Sie wissen das so gut wie ich, es ist genau so, und deshalb ist es Ihnen unangenehm, wenn ich das sage. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Einflussfaktoren sind international getrieben. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Stöger.) Und da heute, Herr Kollege Stöger, die Teilmobilmachung in Russland verkündet wurde, so wird das auf die Teuerung in Europa und auf die Wirtschaftssituation in Europa massive Auswirkungen haben. (Zwischenrufe bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kassegger.) – Ja, Sie wissen das so gut wie ich, es ist genau so, und deshalb ist es Ihnen unangenehm, wenn ich das sage. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter
Jetzt zu den Maßnahmen, die die Bundesregierung ergriffen hat (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter): Von Einmalzahlungen zu reden halte ich für etwas frivol (Abg. Stöger: Wasserkraft kostet nichts!), und für noch frivoler halte ich es, zu sagen, diese würden nicht wirken. (Abg. Matznetter: Frivol ist das, was ...!) Ich werde es Ihnen an einem Beispiel erläutern (Zwischenrufe bei der SPÖ – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen): Zu behaupten, dass es einer Alleinerzieherin mit zwei Kindern, die von diesen Entlastungen mit 2 600 Euro profitiert, nichts nützt, ist frivol (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP); zu sagen, wenn eine Pensionistin, ein Pensionist, die oder der eine Ausgleichszulage bezieht, 969 Euro im Monat hat, jetzt von diesen Entlastungszahlungen, von diesen Direktzahlungen in der Größenordnung von 1 450 Euro profitiert, dass das nicht wirkt, ist frivol (Beifall bei Grünen und ÖVP); oder zu sagen, dass, wenn ein männlicher Pensionist mit einer Durchschnittspension von 1 598 Euro 1 338 Euro bekommt, das nichts nützt, ist frivol. In welcher Welt leben Sie? (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Stöger: Wasserkraft kostet nichts!
Jetzt zu den Maßnahmen, die die Bundesregierung ergriffen hat (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter): Von Einmalzahlungen zu reden halte ich für etwas frivol (Abg. Stöger: Wasserkraft kostet nichts!), und für noch frivoler halte ich es, zu sagen, diese würden nicht wirken. (Abg. Matznetter: Frivol ist das, was ...!) Ich werde es Ihnen an einem Beispiel erläutern (Zwischenrufe bei der SPÖ – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen): Zu behaupten, dass es einer Alleinerzieherin mit zwei Kindern, die von diesen Entlastungen mit 2 600 Euro profitiert, nichts nützt, ist frivol (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP); zu sagen, wenn eine Pensionistin, ein Pensionist, die oder der eine Ausgleichszulage bezieht, 969 Euro im Monat hat, jetzt von diesen Entlastungszahlungen, von diesen Direktzahlungen in der Größenordnung von 1 450 Euro profitiert, dass das nicht wirkt, ist frivol (Beifall bei Grünen und ÖVP); oder zu sagen, dass, wenn ein männlicher Pensionist mit einer Durchschnittspension von 1 598 Euro 1 338 Euro bekommt, das nichts nützt, ist frivol. In welcher Welt leben Sie? (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Matznetter: Frivol ist das, was ...!
Jetzt zu den Maßnahmen, die die Bundesregierung ergriffen hat (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter): Von Einmalzahlungen zu reden halte ich für etwas frivol (Abg. Stöger: Wasserkraft kostet nichts!), und für noch frivoler halte ich es, zu sagen, diese würden nicht wirken. (Abg. Matznetter: Frivol ist das, was ...!) Ich werde es Ihnen an einem Beispiel erläutern (Zwischenrufe bei der SPÖ – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen): Zu behaupten, dass es einer Alleinerzieherin mit zwei Kindern, die von diesen Entlastungen mit 2 600 Euro profitiert, nichts nützt, ist frivol (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP); zu sagen, wenn eine Pensionistin, ein Pensionist, die oder der eine Ausgleichszulage bezieht, 969 Euro im Monat hat, jetzt von diesen Entlastungszahlungen, von diesen Direktzahlungen in der Größenordnung von 1 450 Euro profitiert, dass das nicht wirkt, ist frivol (Beifall bei Grünen und ÖVP); oder zu sagen, dass, wenn ein männlicher Pensionist mit einer Durchschnittspension von 1 598 Euro 1 338 Euro bekommt, das nichts nützt, ist frivol. In welcher Welt leben Sie? (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen
Jetzt zu den Maßnahmen, die die Bundesregierung ergriffen hat (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter): Von Einmalzahlungen zu reden halte ich für etwas frivol (Abg. Stöger: Wasserkraft kostet nichts!), und für noch frivoler halte ich es, zu sagen, diese würden nicht wirken. (Abg. Matznetter: Frivol ist das, was ...!) Ich werde es Ihnen an einem Beispiel erläutern (Zwischenrufe bei der SPÖ – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen): Zu behaupten, dass es einer Alleinerzieherin mit zwei Kindern, die von diesen Entlastungen mit 2 600 Euro profitiert, nichts nützt, ist frivol (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP); zu sagen, wenn eine Pensionistin, ein Pensionist, die oder der eine Ausgleichszulage bezieht, 969 Euro im Monat hat, jetzt von diesen Entlastungszahlungen, von diesen Direktzahlungen in der Größenordnung von 1 450 Euro profitiert, dass das nicht wirkt, ist frivol (Beifall bei Grünen und ÖVP); oder zu sagen, dass, wenn ein männlicher Pensionist mit einer Durchschnittspension von 1 598 Euro 1 338 Euro bekommt, das nichts nützt, ist frivol. In welcher Welt leben Sie? (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP
Jetzt zu den Maßnahmen, die die Bundesregierung ergriffen hat (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter): Von Einmalzahlungen zu reden halte ich für etwas frivol (Abg. Stöger: Wasserkraft kostet nichts!), und für noch frivoler halte ich es, zu sagen, diese würden nicht wirken. (Abg. Matznetter: Frivol ist das, was ...!) Ich werde es Ihnen an einem Beispiel erläutern (Zwischenrufe bei der SPÖ – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen): Zu behaupten, dass es einer Alleinerzieherin mit zwei Kindern, die von diesen Entlastungen mit 2 600 Euro profitiert, nichts nützt, ist frivol (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP); zu sagen, wenn eine Pensionistin, ein Pensionist, die oder der eine Ausgleichszulage bezieht, 969 Euro im Monat hat, jetzt von diesen Entlastungszahlungen, von diesen Direktzahlungen in der Größenordnung von 1 450 Euro profitiert, dass das nicht wirkt, ist frivol (Beifall bei Grünen und ÖVP); oder zu sagen, dass, wenn ein männlicher Pensionist mit einer Durchschnittspension von 1 598 Euro 1 338 Euro bekommt, das nichts nützt, ist frivol. In welcher Welt leben Sie? (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP
Jetzt zu den Maßnahmen, die die Bundesregierung ergriffen hat (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter): Von Einmalzahlungen zu reden halte ich für etwas frivol (Abg. Stöger: Wasserkraft kostet nichts!), und für noch frivoler halte ich es, zu sagen, diese würden nicht wirken. (Abg. Matznetter: Frivol ist das, was ...!) Ich werde es Ihnen an einem Beispiel erläutern (Zwischenrufe bei der SPÖ – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen): Zu behaupten, dass es einer Alleinerzieherin mit zwei Kindern, die von diesen Entlastungen mit 2 600 Euro profitiert, nichts nützt, ist frivol (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP); zu sagen, wenn eine Pensionistin, ein Pensionist, die oder der eine Ausgleichszulage bezieht, 969 Euro im Monat hat, jetzt von diesen Entlastungszahlungen, von diesen Direktzahlungen in der Größenordnung von 1 450 Euro profitiert, dass das nicht wirkt, ist frivol (Beifall bei Grünen und ÖVP); oder zu sagen, dass, wenn ein männlicher Pensionist mit einer Durchschnittspension von 1 598 Euro 1 338 Euro bekommt, das nichts nützt, ist frivol. In welcher Welt leben Sie? (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Jetzt zu den Maßnahmen, die die Bundesregierung ergriffen hat (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter): Von Einmalzahlungen zu reden halte ich für etwas frivol (Abg. Stöger: Wasserkraft kostet nichts!), und für noch frivoler halte ich es, zu sagen, diese würden nicht wirken. (Abg. Matznetter: Frivol ist das, was ...!) Ich werde es Ihnen an einem Beispiel erläutern (Zwischenrufe bei der SPÖ – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen): Zu behaupten, dass es einer Alleinerzieherin mit zwei Kindern, die von diesen Entlastungen mit 2 600 Euro profitiert, nichts nützt, ist frivol (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP); zu sagen, wenn eine Pensionistin, ein Pensionist, die oder der eine Ausgleichszulage bezieht, 969 Euro im Monat hat, jetzt von diesen Entlastungszahlungen, von diesen Direktzahlungen in der Größenordnung von 1 450 Euro profitiert, dass das nicht wirkt, ist frivol (Beifall bei Grünen und ÖVP); oder zu sagen, dass, wenn ein männlicher Pensionist mit einer Durchschnittspension von 1 598 Euro 1 338 Euro bekommt, das nichts nützt, ist frivol. In welcher Welt leben Sie? (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP
Das sind Beträge (Beifall bei Grünen und ÖVP), die diese Menschen in die Lage versetzen, ihre Rechnungen zu bezahlen, meine Damen und Herren. Das ist Soforthilfe, die jetzt wirkt, jetzt ankommt, und die lassen wir uns nicht kleinreden. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Reden Sie mit den Menschen! Reden Sie mit den Leuten, die diese Zahlungen jetzt bekommen (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Wurm), die jetzt in der Lage sind, ihre Rechnungen zu bezahlen! (Präsident Sobotka gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Und ja, die Erhöhung, die Anpassung der Sozialleistungen an die Teuerung, die Valorisierung der Sozialleistungen, die kein roter Sozialminister in dieser Republik in den
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Das sind Beträge (Beifall bei Grünen und ÖVP), die diese Menschen in die Lage versetzen, ihre Rechnungen zu bezahlen, meine Damen und Herren. Das ist Soforthilfe, die jetzt wirkt, jetzt ankommt, und die lassen wir uns nicht kleinreden. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Reden Sie mit den Menschen! Reden Sie mit den Leuten, die diese Zahlungen jetzt bekommen (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Wurm), die jetzt in der Lage sind, ihre Rechnungen zu bezahlen! (Präsident Sobotka gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Und ja, die Erhöhung, die Anpassung der Sozialleistungen an die Teuerung, die Valorisierung der Sozialleistungen, die kein roter Sozialminister in dieser Republik in den
Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Wurm
Das sind Beträge (Beifall bei Grünen und ÖVP), die diese Menschen in die Lage versetzen, ihre Rechnungen zu bezahlen, meine Damen und Herren. Das ist Soforthilfe, die jetzt wirkt, jetzt ankommt, und die lassen wir uns nicht kleinreden. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Reden Sie mit den Menschen! Reden Sie mit den Leuten, die diese Zahlungen jetzt bekommen (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Wurm), die jetzt in der Lage sind, ihre Rechnungen zu bezahlen! (Präsident Sobotka gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Und ja, die Erhöhung, die Anpassung der Sozialleistungen an die Teuerung, die Valorisierung der Sozialleistungen, die kein roter Sozialminister in dieser Republik in den
Präsident Sobotka gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Das sind Beträge (Beifall bei Grünen und ÖVP), die diese Menschen in die Lage versetzen, ihre Rechnungen zu bezahlen, meine Damen und Herren. Das ist Soforthilfe, die jetzt wirkt, jetzt ankommt, und die lassen wir uns nicht kleinreden. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Reden Sie mit den Menschen! Reden Sie mit den Leuten, die diese Zahlungen jetzt bekommen (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Wurm), die jetzt in der Lage sind, ihre Rechnungen zu bezahlen! (Präsident Sobotka gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Und ja, die Erhöhung, die Anpassung der Sozialleistungen an die Teuerung, die Valorisierung der Sozialleistungen, die kein roter Sozialminister in dieser Republik in den
Beifall bei Grünen und ÖVP sowie Bravoruf der Abg. Disoski.
letzten 30 Jahren zustande gebracht hat, ist eine Errungenschaft, von der Menschen in der Zukunft noch jahrzehntelang profitieren werden. (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie Bravoruf der Abg. Disoski.)
Abg. Belakowitsch: Bei einer Inflationsrate von 9,3!
Zur Pensionserhöhung: Die Pensionserhöhung in Zeiten der Teuerung ist eine berechtigte, notwendige Forderung, die auch in einer Höhe stattfinden muss, die die Inflation abgilt, und genau das ist im gesetzlichen Modus auch vorgesehen. Es gibt einen Durchrechnungszeitraum für die Inflation von der Mitte des vergangenen Jahres bis zu Mitte des heurigen Jahres, daraus ergibt sich ein Anpassungsfaktor von 5,8 Prozent. (Abg. Belakowitsch: Bei einer Inflationsrate von 9,3!) Die Forderung der Pensionistinnen und Pensionisten ist höher, das wissen wir. Es sind die Gespräche dort auch im Gange, bei den Ausgleichszulagenbezieher:innen, bei den kleinen Pensionen die Anpassungen auch höher zu machen. Diese Gespräche laufen.
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Aber um jetzt die Balance zu halten, muss ich Ihnen schon auch sagen – und dieser Einwand oder jedenfalls dieser Hinweis ist ja nicht unberechtigt –, dass sich eine Erhöhung um 5,8 Prozent im Budget strukturell mit 2,8 Milliarden Euro niederschlägt. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Wenn man verlangt, es müssten 8, 9, 10 Prozent sein, dann heißt das strukturell im Budget: 4, 4,5 Milliarden Euro. Das ist enorm viel Geld. Das muss auch irgendwann wieder eingenommen und ausgeglichen werden. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Es ist auch eine Verantwortung einer Bundesregierung, auf einen Haushalt zu achten, der auch darstellbar ist, auch für die Zukunft. Dazu stehe ich auch.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Aber um jetzt die Balance zu halten, muss ich Ihnen schon auch sagen – und dieser Einwand oder jedenfalls dieser Hinweis ist ja nicht unberechtigt –, dass sich eine Erhöhung um 5,8 Prozent im Budget strukturell mit 2,8 Milliarden Euro niederschlägt. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Wenn man verlangt, es müssten 8, 9, 10 Prozent sein, dann heißt das strukturell im Budget: 4, 4,5 Milliarden Euro. Das ist enorm viel Geld. Das muss auch irgendwann wieder eingenommen und ausgeglichen werden. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Es ist auch eine Verantwortung einer Bundesregierung, auf einen Haushalt zu achten, der auch darstellbar ist, auch für die Zukunft. Dazu stehe ich auch.
Abg. Bösch: Oje!
Was die Bekämpfung der Teuerung und die Maßnahmen der Bundesregierung insgesamt angeht, haben wir immer gesagt: Ja, es wird auch strukturelle Maßnahmen brauchen und es wird, sage ich dazu, auch auf europäischer Ebene Maßnahmen brauchen. Ursula von der Leyen hat auf europäischer Ebene angekündigt (Abg. Bösch: Oje!) – und das hat schon Auswirkungen gehabt –, die Energiemärkte, die Strommärkte, die Gasmärkte regulierend zu begleiten.
Abg. Deimek: ... das ignorieren Sie schon wieder sträflich!
Anders wird es nicht gehen, ich sage Ihnen nämlich Folgendes: Es wird keiner Regierung, keinem Nationalstaat auf europäischer Ebene möglich sein, auf Dauer Preissteigerungen und Preisentwicklungen, die wir jetzt auf den Strommärkten und den Energiemärkten haben, aus den eigenen Budgets zu alimentieren. Das wird sich nicht ausgehen – Punkt! (Abg. Deimek: ... das ignorieren Sie schon wieder sträflich!)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Das heißt, es braucht Eingriffe dort, wo der Markt reguliert wird; die sind notwendig. Das ist auf europäischer Ebene angegangen worden, und insofern glaube ich, dass da jedenfalls in den nächsten Wochen die Debatte noch deutlich intensiver werden wird. – Danke schön. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Deimek: Wann kommt die Erhöhung vom Kilometergeld?
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Eines ist klar: Die Pensionistinnen und Pensionisten können sich auf diese Bundesregierung verlassen. Das war in den letzten Jahren so und das wird auch jetzt so sein. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Deimek: Wann kommt die Erhöhung vom Kilometergeld?)
Abg. Belakowitsch: Da wart ihr ja dabei!
2,8 Prozent war, wurden die Pensionen um 1,8 Prozent erhöht (Abg. Belakowitsch: Da wart ihr ja dabei!); 2014 – bei 2,4 Prozent – wurde um 1,6 Prozent angepasst. Seit die Volkspartei den Kanzler stellt, wurde folgendermaßen angehoben: 2018 zum Beispiel lag der gesetzliche Anpassungsfaktor bei 1,6 Prozent, angehoben wurde um 1,9 Prozent; 2020, schon in dieser Bundesregierung (Abg. Deimek: Wann kommt jetzt die Erhöhung des Kilometergeldes? Von dir versprochen! Was meinst?), wurde bei 1,8 Prozent Anpassungsfaktor um 2,7 Prozent angehoben; und voriges Jahr – gesetzlich vorgesehen 1,5 Prozent – wurde um 1,8 Prozent angehoben. Meine Damen und Herren, Herr Kollege Muchitsch – der Vergleich macht uns hier wirklich sicher! (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Haubner: So doppelzüngig! – Abg. Melchior: Unerhört! Wahnsinn!)
Abg. Deimek: Wann kommt jetzt die Erhöhung des Kilometergeldes? Von dir versprochen! Was meinst?
2,8 Prozent war, wurden die Pensionen um 1,8 Prozent erhöht (Abg. Belakowitsch: Da wart ihr ja dabei!); 2014 – bei 2,4 Prozent – wurde um 1,6 Prozent angepasst. Seit die Volkspartei den Kanzler stellt, wurde folgendermaßen angehoben: 2018 zum Beispiel lag der gesetzliche Anpassungsfaktor bei 1,6 Prozent, angehoben wurde um 1,9 Prozent; 2020, schon in dieser Bundesregierung (Abg. Deimek: Wann kommt jetzt die Erhöhung des Kilometergeldes? Von dir versprochen! Was meinst?), wurde bei 1,8 Prozent Anpassungsfaktor um 2,7 Prozent angehoben; und voriges Jahr – gesetzlich vorgesehen 1,5 Prozent – wurde um 1,8 Prozent angehoben. Meine Damen und Herren, Herr Kollege Muchitsch – der Vergleich macht uns hier wirklich sicher! (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Haubner: So doppelzüngig! – Abg. Melchior: Unerhört! Wahnsinn!)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Haubner: So doppelzüngig! – Abg. Melchior: Unerhört! Wahnsinn!
2,8 Prozent war, wurden die Pensionen um 1,8 Prozent erhöht (Abg. Belakowitsch: Da wart ihr ja dabei!); 2014 – bei 2,4 Prozent – wurde um 1,6 Prozent angepasst. Seit die Volkspartei den Kanzler stellt, wurde folgendermaßen angehoben: 2018 zum Beispiel lag der gesetzliche Anpassungsfaktor bei 1,6 Prozent, angehoben wurde um 1,9 Prozent; 2020, schon in dieser Bundesregierung (Abg. Deimek: Wann kommt jetzt die Erhöhung des Kilometergeldes? Von dir versprochen! Was meinst?), wurde bei 1,8 Prozent Anpassungsfaktor um 2,7 Prozent angehoben; und voriges Jahr – gesetzlich vorgesehen 1,5 Prozent – wurde um 1,8 Prozent angehoben. Meine Damen und Herren, Herr Kollege Muchitsch – der Vergleich macht uns hier wirklich sicher! (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Haubner: So doppelzüngig! – Abg. Melchior: Unerhört! Wahnsinn!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Reimon.
Zum Zweiten: Hier wird Wein gepredigt und Wasser getrunken. Schauen wir uns einmal die Situationen dort, wo die SPÖ die Verantwortung trägt, an! In Wien, in der Bundeshauptstadt: Gebührenerhöhungen, 92 Prozent im Durchschnitt bei der Fernwärme, 97 Prozent beim Strom, 85 Prozent beim Gas; Gebührenerhöhungen in Wien durch – den Sheriff von Nottingham – Bürgermeister Ludwig, und mittlerweile wissen wir auch, warum: weil die Wien Energie abgehaust wäre. Wir müssen mit 2 Milliarden Euro Steuergeld herhalten, und ihr erhöht die Gebühren! Darunter leiden die Pensionistinnen und Pensionisten und die Menschen in diesem Lande! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Reimon.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Haubner: Ein Skandal! Wieso sagts jetzt nichts?
Es gibt auch keinen Genierer, das Thema Wohnen anzusprechen. Nur: Die SPÖ-Zentrale in der Löwelstraße haust um 2,39 Euro pro Quadratmeter, und im Gemeindebau verlangt sie 6,15 Euro. Das ist die Gemeindepolitik in Wien, wo die SPÖ die Verantwortung zu tragen hat, so schaut die Situation aus. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Haubner: Ein Skandal! Wieso sagts jetzt nichts?)
Abg. Michael Hammer: Das haben sie ihm in der Gewerkschaft aufgeschrieben! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
sei alles nichts, was wir da tun. (Abg. Michael Hammer: Das haben sie ihm in der Gewerkschaft aufgeschrieben! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Wir überweisen Tausende von Euro, vor allem an jene, die wenig Einkommen haben, an Mindestpensionisten. – Herr Kollege Muchitsch, du weißt das genau, wir haben 240 000, 250 000 Menschen in Österreich, die wirklich mit wenig Geld auskommen müssen, und denen überweisen wir über 2 000 Euro zusätzlich in einem Jahr. Das sind zusätzlich zwei Pensionen. Ich kann das auflisten: Das hat im Frühjahr begonnen. 600 Euro bekommen diese Pensionisten als Direktzuschuss, als Einmalzahlungen. Jetzt ist der Klimabonus an alle Bürgerinnen und Bürger ausbezahlt worden – oder wird gerade ausbezahlt, wir sind in der Auszahlung. Rund 300 000 Menschen pro Tag bekommen den Klima- und Antiteuerungsbonus. Die Deutschen bringen nur 100 000 Auszahlungen zustande, wir schaffen 300 000 pro Tag. Dafür auch an die Verwaltung einmal ein Danke, dass das alles so funktioniert. (Beifall bei ÖVP und Grünen.) Die Mindestpensionisten bekommen zusätzlich zwei Pensionen, die sie auch brauchen. Sie brauchen sie, weil die Rechnungen da sind, weil das Leben teurer geworden ist, das ist ja keine Frage. Aber sich hierherzustellen und zu sagen, das sei alles nichts, das halte ich wirklich für unseriös und auch in dieser Situation für nicht angebracht.
Abg. Belakowitsch: Aber Bayern ist schon noch schwarz!
Herr Kollege Muchitsch, weil du Deutschland angesprochen hast: Du lebst ja auf der anderen Seite von Österreich, du grenzt an Slowenien und nicht an Deutschland. Ich lebe an der bayerischen Grenze. Was haben die Deutschen gemacht? – Sie haben die Mehrwertsteuer für drei Monate gesenkt, dann ist der Sprit gleich teuer gewesen wie bei uns. So. Das hat drei Monate gedauert, und jetzt ist die Steuer wieder dazugekommen. Roter Kanzler, nicht wahr? Roter Kanzler! (Abg. Belakowitsch: Aber Bayern ist schon noch schwarz!) Jetzt ist die Steuer wieder dazugekommen, und wisst ihr, wie das jetzt ausschaut? – 2,20 Euro für Diesel. Bei uns kostet er ungefähr 1,90 Euro. Wir haben wieder zwischen 25 und 30 Cent Unterschied, was den Spritpreis anbelangt. Das ist sozialdemokratische Politik ohne Hausverstand, ohne Hirn und ohne dass man die Dinge so erledigt, dass das auch bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Herr Kollege Muchitsch, weil du Deutschland angesprochen hast: Du lebst ja auf der anderen Seite von Österreich, du grenzt an Slowenien und nicht an Deutschland. Ich lebe an der bayerischen Grenze. Was haben die Deutschen gemacht? – Sie haben die Mehrwertsteuer für drei Monate gesenkt, dann ist der Sprit gleich teuer gewesen wie bei uns. So. Das hat drei Monate gedauert, und jetzt ist die Steuer wieder dazugekommen. Roter Kanzler, nicht wahr? Roter Kanzler! (Abg. Belakowitsch: Aber Bayern ist schon noch schwarz!) Jetzt ist die Steuer wieder dazugekommen, und wisst ihr, wie das jetzt ausschaut? – 2,20 Euro für Diesel. Bei uns kostet er ungefähr 1,90 Euro. Wir haben wieder zwischen 25 und 30 Cent Unterschied, was den Spritpreis anbelangt. Das ist sozialdemokratische Politik ohne Hausverstand, ohne Hirn und ohne dass man die Dinge so erledigt, dass das auch bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Leichtfried: Geh bitte! – Abg. Belakowitsch: Nichts unternehmts!
Zu der ÖGB-Demonstration: In Zeiten, in denen die Regierung alles unternimmt, um den Menschen zu helfen, in denen gerade die 500 Euro überwiesen werden (Abg. Leichtfried: Geh bitte! – Abg. Belakowitsch: Nichts unternehmts!), zerren Sie die Menschen auf die Straße, hauen Sie 735 000 Euro für nichts und wieder nichts beim Fenster hinaus. (Abg. Leichtfried: Was haut ihr raus jeden Tag?) Die Stromkostenbremse ist gerade in Abarbeitung; Herr Katzian hat sogar weniger gefordert, als wir machen – wir machen mit den 2 900 Kilowattstunden mehr. Die kalte Progression wird abgeschafft und die Sozialleistungen werden valorisiert. (Abg. Belakowitsch: Herr Präsident, die Redezeit ist überfällig!)
Abg. Leichtfried: Was haut ihr raus jeden Tag?
Zu der ÖGB-Demonstration: In Zeiten, in denen die Regierung alles unternimmt, um den Menschen zu helfen, in denen gerade die 500 Euro überwiesen werden (Abg. Leichtfried: Geh bitte! – Abg. Belakowitsch: Nichts unternehmts!), zerren Sie die Menschen auf die Straße, hauen Sie 735 000 Euro für nichts und wieder nichts beim Fenster hinaus. (Abg. Leichtfried: Was haut ihr raus jeden Tag?) Die Stromkostenbremse ist gerade in Abarbeitung; Herr Katzian hat sogar weniger gefordert, als wir machen – wir machen mit den 2 900 Kilowattstunden mehr. Die kalte Progression wird abgeschafft und die Sozialleistungen werden valorisiert. (Abg. Belakowitsch: Herr Präsident, die Redezeit ist überfällig!)
Abg. Belakowitsch: Herr Präsident, die Redezeit ist überfällig!
Zu der ÖGB-Demonstration: In Zeiten, in denen die Regierung alles unternimmt, um den Menschen zu helfen, in denen gerade die 500 Euro überwiesen werden (Abg. Leichtfried: Geh bitte! – Abg. Belakowitsch: Nichts unternehmts!), zerren Sie die Menschen auf die Straße, hauen Sie 735 000 Euro für nichts und wieder nichts beim Fenster hinaus. (Abg. Leichtfried: Was haut ihr raus jeden Tag?) Die Stromkostenbremse ist gerade in Abarbeitung; Herr Katzian hat sogar weniger gefordert, als wir machen – wir machen mit den 2 900 Kilowattstunden mehr. Die kalte Progression wird abgeschafft und die Sozialleistungen werden valorisiert. (Abg. Belakowitsch: Herr Präsident, die Redezeit ist überfällig!)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei den Grünen.
Also liebe SPÖ, stimmt einfach diesen Maßnahmen zu! Sie sind für die Bürgerinnen und Bürger, vor allem auch für die Pensionistinnen und Pensionisten, die sich auf diese Bundesregierung verlassen können! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei den Grünen.)
Abg. Michael Hammer: Gehen wir es jetzt ein bisschen ruhiger an! – Abg. Leichtfried: Ihr seid auch leicht zu erheitern! – Der Präsident gibt das Glockenzeichen.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordnete Holzleitner. – Bitte. (Abg. Michael Hammer: Gehen wir es jetzt ein bisschen ruhiger an! – Abg. Leichtfried: Ihr seid auch leicht zu erheitern! – Der Präsident gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Zarits: Unerhört! Wirklich überhaupt nicht auskennen! – Abg. Wöginger: Unerhört! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Abgeordnete Eva Maria Holzleitner, BSc (SPÖ): Herr Präsident! Ich finde es wirklich unfassbar, wenn sich Kollege Wöginger hierherstellt und sagt, die Mindestpensionistin bekomme 500 Euro. Die Mindestpensionistin bekommt keine 500 Euro ausbezahlt, denn gerade der Mindestpensionistin mit der Ausgleichszulage wird diese Auszahlung gekürzt. (Abg. Zarits: Unerhört! Wirklich überhaupt nicht auskennen! – Abg. Wöginger: Unerhört! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Michael Hammer: Schämen Sie sich für Ihre Lüge!
Die Pensionistin am Land, die das kleine Haus hat (Abg. Michael Hammer: Schämen Sie sich für Ihre Lüge!), die immer die ÖVP gewählt hat, hat einmal eine Öltanknachzahlung zu zahlen, und da ist jede Einmalzahlung verpufft. Sie wissen genau, was die Öltankrechnung jetzt kostet: mehrere Tausend Euro, und da
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Tu nicht wieder so aufgeregt!
helfen diese Einmalzahlungen nicht, weil man sich den Wocheneinkauf dann trotzdem nicht leisten kann. Dann kann man sich den Wocheneinkauf trotzdem nicht leisten! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Tu nicht wieder so aufgeregt!)
Abg. Michael Hammer: Wer?
Ich möchte kurz einen Rückblick auf den Sommer machen. Der Equal-Pension-Day hat heuer nämlich am 3. August stattgefunden. (Abg. Michael Hammer: Wer?) Das ist der Tag, an dem die großen Pensionsungleichheiten zwischen Männern und Frauen aufgezeigt werden. Das heißt, Frauen in Pension müssen den Dezember, den November, den Oktober, den September und beinahe den gesamten August im Vergleich mit der Höhe der Männerpensionen ohne eine Pension auskommen. (Abg. Loacker: Weil sie keine Beitragszeiten haben!) – Genau. Das Problem, warum es diese Altersarmut gibt – Herr Minister, Sie haben es angesprochen –, ist, dass die Rahmenbedingungen für die Frauen nicht gesetzt werden.
Abg. Loacker: Weil sie keine Beitragszeiten haben!
Ich möchte kurz einen Rückblick auf den Sommer machen. Der Equal-Pension-Day hat heuer nämlich am 3. August stattgefunden. (Abg. Michael Hammer: Wer?) Das ist der Tag, an dem die großen Pensionsungleichheiten zwischen Männern und Frauen aufgezeigt werden. Das heißt, Frauen in Pension müssen den Dezember, den November, den Oktober, den September und beinahe den gesamten August im Vergleich mit der Höhe der Männerpensionen ohne eine Pension auskommen. (Abg. Loacker: Weil sie keine Beitragszeiten haben!) – Genau. Das Problem, warum es diese Altersarmut gibt – Herr Minister, Sie haben es angesprochen –, ist, dass die Rahmenbedingungen für die Frauen nicht gesetzt werden.
Beifall bei der SPÖ.
Einen Rechtsanspruch auf Kinderbildung gibt es noch immer nicht. Wir haben keine gesetzliche Lohntransparenz. All das sind Maßnahmen, die gesetzt werden müssen, um die Frauen in ihrer Vollzeiterwerbstätigkeit und für einen gerechten Lohn zu unterstützen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Von euch gibt es keinen, ja!
Wir wissen, dass auch das Antrittsalter bald angehoben wird. Wir brauchen arbeitspolitische Maßnahmen, damit Frauen von der Erwerbstätigkeit in die Pension übertreten. Auch da gibt es keinen Plan, und wir wissen - ‑ (Abg. Michael Hammer: Von euch gibt es keinen, ja!) – Na, von Ihnen auch nicht! Sie sind in der Regierungsfraktion, Herr Hammer. (Abg. Disoski: Aber wer war denn über 30 Jahre in der - -?!)
Abg. Disoski: Aber wer war denn über 30 Jahre in der - -?!
Wir wissen, dass auch das Antrittsalter bald angehoben wird. Wir brauchen arbeitspolitische Maßnahmen, damit Frauen von der Erwerbstätigkeit in die Pension übertreten. Auch da gibt es keinen Plan, und wir wissen - ‑ (Abg. Michael Hammer: Von euch gibt es keinen, ja!) – Na, von Ihnen auch nicht! Sie sind in der Regierungsfraktion, Herr Hammer. (Abg. Disoski: Aber wer war denn über 30 Jahre in der - -?!)
Ruf bei der FPÖ: Ordnungsruf für Hammer!
Widerspruch bei der ÖVP – Beifall und Zwischenrufe bei der SPÖ), sexistische Zwischenrufe vor der Sommerpause und jetzt auch wieder. – Frau Kollegin Maurer, schauen Sie sich nicht die Nationalratsprotokolle an? (Ruf bei der FPÖ: Ordnungsruf für Hammer!) Ihr Regierungsfraktionskollege (Zwischenruf des Abg. Amesbauer) ist der ärgste Typ, er platzt ständig rein, wenn Frauen hier am Pult stehen – also wirklich! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Amesbauer
Widerspruch bei der ÖVP – Beifall und Zwischenrufe bei der SPÖ), sexistische Zwischenrufe vor der Sommerpause und jetzt auch wieder. – Frau Kollegin Maurer, schauen Sie sich nicht die Nationalratsprotokolle an? (Ruf bei der FPÖ: Ordnungsruf für Hammer!) Ihr Regierungsfraktionskollege (Zwischenruf des Abg. Amesbauer) ist der ärgste Typ, er platzt ständig rein, wenn Frauen hier am Pult stehen – also wirklich! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Widerspruch bei der ÖVP – Beifall und Zwischenrufe bei der SPÖ), sexistische Zwischenrufe vor der Sommerpause und jetzt auch wieder. – Frau Kollegin Maurer, schauen Sie sich nicht die Nationalratsprotokolle an? (Ruf bei der FPÖ: Ordnungsruf für Hammer!) Ihr Regierungsfraktionskollege (Zwischenruf des Abg. Amesbauer) ist der ärgste Typ, er platzt ständig rein, wenn Frauen hier am Pult stehen – also wirklich! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Dürfen nur Sozis Zwischenrufe machen?
Kommen wir zum Thema zurück: Die Armut ist weiblich. Es reichen die Einmalzahlungen nicht aus, und auch, wenn man sich das Regierungsprogramm anschaut, sieht man, das Einzige, das als Antwort drinnen steht, ist das automatische Pensionssplitting. Auch das wird Frauen nicht aus der Altersarmut helfen. Es wird nicht helfen (Abg. Michael Hammer: Dürfen nur Sozis Zwischenrufe machen?), weil es um die eigenständige Selbstbestimmung von Frauen (Zwischenruf bei der ÖVP) und um ihre Stärkung in der ökonomischen Selbstbestimmtheit geht, und zwar indem sie im Arbeitsleben, am Arbeitsmarkt mit einer Vollzeiterwerbstätigkeit Fuß fassen können.
Zwischenruf bei der ÖVP
Kommen wir zum Thema zurück: Die Armut ist weiblich. Es reichen die Einmalzahlungen nicht aus, und auch, wenn man sich das Regierungsprogramm anschaut, sieht man, das Einzige, das als Antwort drinnen steht, ist das automatische Pensionssplitting. Auch das wird Frauen nicht aus der Altersarmut helfen. Es wird nicht helfen (Abg. Michael Hammer: Dürfen nur Sozis Zwischenrufe machen?), weil es um die eigenständige Selbstbestimmung von Frauen (Zwischenruf bei der ÖVP) und um ihre Stärkung in der ökonomischen Selbstbestimmtheit geht, und zwar indem sie im Arbeitsleben, am Arbeitsmarkt mit einer Vollzeiterwerbstätigkeit Fuß fassen können.
Ruf bei der ÖVP: Unerhört!
Kollege Muchitsch hat diese Spaltung der Generationen durch die Jugendstaatssekretärin angesprochen. Das sind keine kernigen Aussagen (Ruf bei der ÖVP: Unerhört!) oder – wie sagt man immer? – erdigen Aussagen der ÖVP, das ist wirklich einfach nur – wie haben Sie gesagt, Herr Minister? – frevelhaft. Es ist frevelhaft, die Generationen so zu spalten. Für uns ist klar: Großeltern und Enkerl lassen sich nicht auseinanderdividieren. Das wollen wir nicht. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Loacker: Die Jungen wählen euch eh nicht mehr!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Loacker: Die Jungen wählen euch eh nicht mehr!
Kollege Muchitsch hat diese Spaltung der Generationen durch die Jugendstaatssekretärin angesprochen. Das sind keine kernigen Aussagen (Ruf bei der ÖVP: Unerhört!) oder – wie sagt man immer? – erdigen Aussagen der ÖVP, das ist wirklich einfach nur – wie haben Sie gesagt, Herr Minister? – frevelhaft. Es ist frevelhaft, die Generationen so zu spalten. Für uns ist klar: Großeltern und Enkerl lassen sich nicht auseinanderdividieren. Das wollen wir nicht. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Loacker: Die Jungen wählen euch eh nicht mehr!)
Abg. Loacker: ... Geld ehrlich verdient, wählt die Roten!
Ich weise auch wirklich jeden Vorwurf zurück, dass wir nicht mit den Menschen reden, denn dann, wenn man mit den Menschen spricht, weiß man eben ganz genau, dass Nudeln und Reis (Abg. Loacker: ... Geld ehrlich verdient, wählt die Roten!) mittlerweile nicht mehr unter 1 Euro zu bekommen sind, die Preise einfach wirklich bodenlos steigen, Essen, Heizen, Tanken, alles. Ältere Menschen müssen ihre eigenen Kinder und Enkerl um Geld bitten. Sie müssen das Konto überziehen. Sie müssen Kreditrahmen erweitern und Kredite aufnehmen. All das sind Dinge, die wir in diesem Land einfach nicht akzeptieren können.
Widerspruch bei ÖVP und Grünen – Abg. Ribo: Ja, das geht nicht! – Ruf bei den Grünen: Das ist wirklich letztklassig!
Weil es heute in der Zeitung gestanden ist, möchte ich auch noch einen kurzen Blick nach Graz werfen, wo am Anfang des Jahres eine Frau ermordet worden ist und ihr Mann sich dann selbst getötet hat. Das war, weil die Not dieser Pensionistin und dieses Pensionisten so groß war. Diese Not, dass Menschen sich das Leben nehmen, weil die Bundesregierung nicht reagiert (Widerspruch bei ÖVP und Grünen – Abg. Ribo: Ja, das geht nicht! – Ruf bei den Grünen: Das ist wirklich letztklassig!), im Bereich der Pflege und im Bereich der Teuerung, ist wirklich unfassbar. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Weil es heute in der Zeitung gestanden ist, möchte ich auch noch einen kurzen Blick nach Graz werfen, wo am Anfang des Jahres eine Frau ermordet worden ist und ihr Mann sich dann selbst getötet hat. Das war, weil die Not dieser Pensionistin und dieses Pensionisten so groß war. Diese Not, dass Menschen sich das Leben nehmen, weil die Bundesregierung nicht reagiert (Widerspruch bei ÖVP und Grünen – Abg. Ribo: Ja, das geht nicht! – Ruf bei den Grünen: Das ist wirklich letztklassig!), im Bereich der Pflege und im Bereich der Teuerung, ist wirklich unfassbar. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
über die Wurzel dieser Probleme nachzudenken und zu reden – diese liegt in den unzähligen Sanktionen, die diese Bundesregierung mit Unterstützung der Rosaroten und der Roten hier beschlossen hat, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP
Dann gibt es auch noch so abgehobene ÖVP-Minister wie den Wirtschafts- und Arbeitsminister Kocher, für den die Gutverdiener bei 200 000 Euro im Jahr beginnen. Ich meine (Zwischenruf bei der ÖVP), da greift man sich doch an den Kopf. In welcher Welt leben Sie denn, meine Damen und Herren? Haben Sie denn überhaupt schon irgendetwas von den Lebensrealitäten draußen mitbekommen? – Ich glaube nicht, wenn man Kollegen Wöginger hier heute zugehört hat. Er sagt, die Pensionisten bekommen - - Ich weiß nicht, welche Beträge Sie glauben, dass die bekommen haben! Reden Sie doch einmal mit den Leuten, gehen Sie auf die Straße, fahren Sie nach Tirol, da ist Wahlkampf, lesen Sie die E-Mails, die Sie bekommen! Die Leute kriegen maximal 100, 160 Euro, und das ist die Realität, Herr Minister! (Abg. Wöginger: Stimmt ja nicht! – Abg. Sieber: Das stimmt nicht!) Das ist die Realität, Herr Klubobmann Wöginger! (Beifall bei der FPÖ.) Stellen Sie sich weiter hier heraus, aber die Leute glauben es Ihnen nicht, weil Sie es nicht bekommen. (Abg. Wöginger: Ja, ja!) – Na nicht: „Ja, ja“!, Sie kriegen es einfach nicht. Sie versprechen etwas und dann halten Sie diese Versprechen nicht. Das ist die Wahrheit.
Abg. Wöginger: Stimmt ja nicht! – Abg. Sieber: Das stimmt nicht!
Dann gibt es auch noch so abgehobene ÖVP-Minister wie den Wirtschafts- und Arbeitsminister Kocher, für den die Gutverdiener bei 200 000 Euro im Jahr beginnen. Ich meine (Zwischenruf bei der ÖVP), da greift man sich doch an den Kopf. In welcher Welt leben Sie denn, meine Damen und Herren? Haben Sie denn überhaupt schon irgendetwas von den Lebensrealitäten draußen mitbekommen? – Ich glaube nicht, wenn man Kollegen Wöginger hier heute zugehört hat. Er sagt, die Pensionisten bekommen - - Ich weiß nicht, welche Beträge Sie glauben, dass die bekommen haben! Reden Sie doch einmal mit den Leuten, gehen Sie auf die Straße, fahren Sie nach Tirol, da ist Wahlkampf, lesen Sie die E-Mails, die Sie bekommen! Die Leute kriegen maximal 100, 160 Euro, und das ist die Realität, Herr Minister! (Abg. Wöginger: Stimmt ja nicht! – Abg. Sieber: Das stimmt nicht!) Das ist die Realität, Herr Klubobmann Wöginger! (Beifall bei der FPÖ.) Stellen Sie sich weiter hier heraus, aber die Leute glauben es Ihnen nicht, weil Sie es nicht bekommen. (Abg. Wöginger: Ja, ja!) – Na nicht: „Ja, ja“!, Sie kriegen es einfach nicht. Sie versprechen etwas und dann halten Sie diese Versprechen nicht. Das ist die Wahrheit.
Beifall bei der FPÖ.
Dann gibt es auch noch so abgehobene ÖVP-Minister wie den Wirtschafts- und Arbeitsminister Kocher, für den die Gutverdiener bei 200 000 Euro im Jahr beginnen. Ich meine (Zwischenruf bei der ÖVP), da greift man sich doch an den Kopf. In welcher Welt leben Sie denn, meine Damen und Herren? Haben Sie denn überhaupt schon irgendetwas von den Lebensrealitäten draußen mitbekommen? – Ich glaube nicht, wenn man Kollegen Wöginger hier heute zugehört hat. Er sagt, die Pensionisten bekommen - - Ich weiß nicht, welche Beträge Sie glauben, dass die bekommen haben! Reden Sie doch einmal mit den Leuten, gehen Sie auf die Straße, fahren Sie nach Tirol, da ist Wahlkampf, lesen Sie die E-Mails, die Sie bekommen! Die Leute kriegen maximal 100, 160 Euro, und das ist die Realität, Herr Minister! (Abg. Wöginger: Stimmt ja nicht! – Abg. Sieber: Das stimmt nicht!) Das ist die Realität, Herr Klubobmann Wöginger! (Beifall bei der FPÖ.) Stellen Sie sich weiter hier heraus, aber die Leute glauben es Ihnen nicht, weil Sie es nicht bekommen. (Abg. Wöginger: Ja, ja!) – Na nicht: „Ja, ja“!, Sie kriegen es einfach nicht. Sie versprechen etwas und dann halten Sie diese Versprechen nicht. Das ist die Wahrheit.
Abg. Wöginger: Ja, ja!
Dann gibt es auch noch so abgehobene ÖVP-Minister wie den Wirtschafts- und Arbeitsminister Kocher, für den die Gutverdiener bei 200 000 Euro im Jahr beginnen. Ich meine (Zwischenruf bei der ÖVP), da greift man sich doch an den Kopf. In welcher Welt leben Sie denn, meine Damen und Herren? Haben Sie denn überhaupt schon irgendetwas von den Lebensrealitäten draußen mitbekommen? – Ich glaube nicht, wenn man Kollegen Wöginger hier heute zugehört hat. Er sagt, die Pensionisten bekommen - - Ich weiß nicht, welche Beträge Sie glauben, dass die bekommen haben! Reden Sie doch einmal mit den Leuten, gehen Sie auf die Straße, fahren Sie nach Tirol, da ist Wahlkampf, lesen Sie die E-Mails, die Sie bekommen! Die Leute kriegen maximal 100, 160 Euro, und das ist die Realität, Herr Minister! (Abg. Wöginger: Stimmt ja nicht! – Abg. Sieber: Das stimmt nicht!) Das ist die Realität, Herr Klubobmann Wöginger! (Beifall bei der FPÖ.) Stellen Sie sich weiter hier heraus, aber die Leute glauben es Ihnen nicht, weil Sie es nicht bekommen. (Abg. Wöginger: Ja, ja!) – Na nicht: „Ja, ja“!, Sie kriegen es einfach nicht. Sie versprechen etwas und dann halten Sie diese Versprechen nicht. Das ist die Wahrheit.
Zwischenrufe bei der ÖVP
Ja, wie sollen denn die Leute den Alltag überhaupt noch bewältigen? Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht? Und Sie stellen sich hierher und sagen, was Sie alles Großartiges machen, und dann sagt der Herr Minister: Na, als seriöser Politiker muss man auch ans Budget denken! – Na, das hätte ich mir in den letzten zweieinhalb Jahren einmal gewünscht, dass Sie ans Budget denken, als Sie der Cofag Milliarden um Milliarden ohne parlamentarische Kontrolle gegeben haben, 11 Milliarden Euro nur für die Großen (Zwischenrufe bei der ÖVP), für die Freunde des Sebastian Kurz, für die Freunde der Österreichischen Volkspartei – und die Grünen waren mit dabei –, ohne Kontrolle. Da war Ihnen das Budget vollkommen egal. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ja, wie sollen denn die Leute den Alltag überhaupt noch bewältigen? Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht? Und Sie stellen sich hierher und sagen, was Sie alles Großartiges machen, und dann sagt der Herr Minister: Na, als seriöser Politiker muss man auch ans Budget denken! – Na, das hätte ich mir in den letzten zweieinhalb Jahren einmal gewünscht, dass Sie ans Budget denken, als Sie der Cofag Milliarden um Milliarden ohne parlamentarische Kontrolle gegeben haben, 11 Milliarden Euro nur für die Großen (Zwischenrufe bei der ÖVP), für die Freunde des Sebastian Kurz, für die Freunde der Österreichischen Volkspartei – und die Grünen waren mit dabei –, ohne Kontrolle. Da war Ihnen das Budget vollkommen egal. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Wenn es aber darum geht, den eigenen Leuten, den eigenen Pensionisten etwas zu geben (Zwischenrufe bei der ÖVP), wird geknausert, und dann stellen Sie sich hierher und sagen: Ah, großartige Pensionserhöhung voriges Jahr, 1,8 Prozent! – Wir hatten im Dezember 2021 eine sehr ähnliche Diskussion. Damals war die Inflationsrate bereits bei 4,3 Prozent und Tendenz stark steigend. Trotzdem haben Sie den Pensionisten 1,8 Prozent gegeben, das heißt, Sie haben ihnen damals schon Realverluste beschert.
Beifall bei der FPÖ.
sie müssten jetzt einmal verzichten, es sei den Jungen gegenüber ungerecht. Das ist die Generation, die unseren Wohlstand erarbeitet hat, und die schicken Sie jetzt zurück. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.
Die Grünen haben sowieso abgedankt, mit einem Minister, der sich hierherstellt und großartig erzählt, er muss aufs Budget achten, anstatt dass er auf die Leute achtet, und gleichzeitig die Armut in diesem Land beklagt, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall und Bravoruf bei der FPÖ.
Mit Ihrer Politik machen Sie den Kontinent kaputt. Wachen Sie endlich auf und gehen Sie in die EU! Stellen Sie sich auf die Füße! Suchen Sie Verbündete, um diesen Sanktionen ein Ende zu bereiten! (Beifall und Bravoruf bei der FPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Ist okay!
Zu Wort gemeldet - - (Abg. Belakowitsch: Ist okay!) – Nein, das ist nicht okay, Frau Abgeordnete! (Abg. Kassegger: Sie hat ja gemeint, der Ordnungsruf ist okay!)
Abg. Kassegger: Sie hat ja gemeint, der Ordnungsruf ist okay!
Zu Wort gemeldet - - (Abg. Belakowitsch: Ist okay!) – Nein, das ist nicht okay, Frau Abgeordnete! (Abg. Kassegger: Sie hat ja gemeint, der Ordnungsruf ist okay!)
Abg. Wurm: Natürlich! Machen Sie die Augen auf! Natürlich!
Abgeordnete Bedrana Ribo, MA (Grüne): Herr Präsident! Geschätzte Kolleg:innen! Liebe Zuseher:innen auf der Galerie und zu Hause! Nach dieser Rede von Kollegin Belakowitsch kann ich jetzt nicht einfach auf das Thema zurückkommen. Ich bin selbst jemand, der ein Jahr lang hautnah den Krieg miterlebt hat. Sich hierherzustellen und zu behaupten, dass die Sanktionen uns mehr schaden als allen anderen (Abg. Wurm: Natürlich! Machen Sie die Augen auf! Natürlich!), ist einfach lä- - (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordnete Bedrana Ribo, MA (Grüne): Herr Präsident! Geschätzte Kolleg:innen! Liebe Zuseher:innen auf der Galerie und zu Hause! Nach dieser Rede von Kollegin Belakowitsch kann ich jetzt nicht einfach auf das Thema zurückkommen. Ich bin selbst jemand, der ein Jahr lang hautnah den Krieg miterlebt hat. Sich hierherzustellen und zu behaupten, dass die Sanktionen uns mehr schaden als allen anderen (Abg. Wurm: Natürlich! Machen Sie die Augen auf! Natürlich!), ist einfach lä- - (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Bitte lassen Sie die Rednerin endlich ausreden, ich würde Sie bitten! (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS.) – Moment (in Richtung Rednerin), ich unterbreche gerade Ihre Redezeit. – Mit diesem ständigen Herausrufen kann kein Diskurs stattfinden! – Bitte sehr, Sie sind am Wort. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Bitte lassen Sie die Rednerin endlich ausreden, ich würde Sie bitten! (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS.) – Moment (in Richtung Rednerin), ich unterbreche gerade Ihre Redezeit. – Mit diesem ständigen Herausrufen kann kein Diskurs stattfinden! – Bitte sehr, Sie sind am Wort. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und NEOS.
Abgeordnete Bedrana Ribo, MA (fortsetzend): Es ist letztklassig, während in der Ukraine tagtäglich Kinder, Frauen – Menschen grundsätzlich – sterben, zu behaupten, uns würde es schlechter gehen. Das ist letztklassig und das lasse ich hier nicht einfach so stehen! Ich bin froh, dass es die Sanktionen gibt, und alle Sanktionen müssen von allen getragen werden. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und NEOS.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Wöginger.
Warum nicht? – Einige bekommen eine niedrige Pension, leben aber im Ausland, andere wiederum bekommen eine niedrige Pension und beziehen aus dem Ausland eine höhere Pension. Es gibt auch Menschen, die neben der Pension arbeiten. Es gibt Menschen, die zusammenleben, und da wird das Gesamteinkommen gezählt. Die Ausgleichszulage – und das ist mir auch ganz wichtig – wurde 2021 erstmals auf 1 000 Euro angehoben. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Wöginger.) Der sogenannte Richtsatz ist das wichtigste Instrument, um längerfristig – und das ist uns Grünen ganz wichtig! – die Altersarmut zu bekämpfen und alles Mögliche zu versuchen, um diese zu verhindern. Kurzfristig, das haben wir gesagt, gab es einige Maßnahmen, einige Hilfspakete, die geholfen haben. Ich schaue jetzt auch zu Kollegin Evi Holzleitner und ich sage es ganz ehrlich: Eine Mindestpensionistin bekommt auch 500 Euro Klimabonus. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Warum nicht? – Einige bekommen eine niedrige Pension, leben aber im Ausland, andere wiederum bekommen eine niedrige Pension und beziehen aus dem Ausland eine höhere Pension. Es gibt auch Menschen, die neben der Pension arbeiten. Es gibt Menschen, die zusammenleben, und da wird das Gesamteinkommen gezählt. Die Ausgleichszulage – und das ist mir auch ganz wichtig – wurde 2021 erstmals auf 1 000 Euro angehoben. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Wöginger.) Der sogenannte Richtsatz ist das wichtigste Instrument, um längerfristig – und das ist uns Grünen ganz wichtig! – die Altersarmut zu bekämpfen und alles Mögliche zu versuchen, um diese zu verhindern. Kurzfristig, das haben wir gesagt, gab es einige Maßnahmen, einige Hilfspakete, die geholfen haben. Ich schaue jetzt auch zu Kollegin Evi Holzleitner und ich sage es ganz ehrlich: Eine Mindestpensionistin bekommt auch 500 Euro Klimabonus. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Wurm.
Neben dem Klimabonus bekommt man aber auch Teuerungsausgleich, höhere Absetzbeträge, Steuersenkungen bei der Einkommensteuer und, und, und. Sich hierherzustellen und zu behaupten, die Regierung würde nichts machen, das ist wirklich für eine seriöse Partei wie die SPÖ – bei der FPÖ schaue ich weg – - - Das ist nicht die Wahrheit! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Wurm.) Das muss man auch erst einmal zustande bringen. Allein diese 500 Euro Klimabonus, die alle Menschen in Österreich bekommen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wurm – Abg. Deimek: ... Respekt ...!), sind für viele Menschen in diesem Land viel Geld! Wenn jemand etwas anderes behauptet, dann weiß ich nicht, wo dieser Mensch lebt. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wurm – Abg. Deimek: ... Respekt ...!
Neben dem Klimabonus bekommt man aber auch Teuerungsausgleich, höhere Absetzbeträge, Steuersenkungen bei der Einkommensteuer und, und, und. Sich hierherzustellen und zu behaupten, die Regierung würde nichts machen, das ist wirklich für eine seriöse Partei wie die SPÖ – bei der FPÖ schaue ich weg – - - Das ist nicht die Wahrheit! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Wurm.) Das muss man auch erst einmal zustande bringen. Allein diese 500 Euro Klimabonus, die alle Menschen in Österreich bekommen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wurm – Abg. Deimek: ... Respekt ...!), sind für viele Menschen in diesem Land viel Geld! Wenn jemand etwas anderes behauptet, dann weiß ich nicht, wo dieser Mensch lebt. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Neben dem Klimabonus bekommt man aber auch Teuerungsausgleich, höhere Absetzbeträge, Steuersenkungen bei der Einkommensteuer und, und, und. Sich hierherzustellen und zu behaupten, die Regierung würde nichts machen, das ist wirklich für eine seriöse Partei wie die SPÖ – bei der FPÖ schaue ich weg – - - Das ist nicht die Wahrheit! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Wurm.) Das muss man auch erst einmal zustande bringen. Allein diese 500 Euro Klimabonus, die alle Menschen in Österreich bekommen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wurm – Abg. Deimek: ... Respekt ...!), sind für viele Menschen in diesem Land viel Geld! Wenn jemand etwas anderes behauptet, dann weiß ich nicht, wo dieser Mensch lebt. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter
Ganz ehrlich: Bis auf den heutigen Tag, an dem die SPÖ das Thema Pensionen überhaupt thematisiert, habe ich von euch in den letzten drei Jahren in diese Richtung nicht viel gehört, außer als es um die Hacklerregelung ging, als man sich für Männer eingesetzt hat (Zwischenruf des Abg. Matznetter), die mehr bekommen sollten, sodass eigentlich dieses Verteilungssystem noch verstärkt worden wäre. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ganz ehrlich: Bis auf den heutigen Tag, an dem die SPÖ das Thema Pensionen überhaupt thematisiert, habe ich von euch in den letzten drei Jahren in diese Richtung nicht viel gehört, außer als es um die Hacklerregelung ging, als man sich für Männer eingesetzt hat (Zwischenruf des Abg. Matznetter), die mehr bekommen sollten, sodass eigentlich dieses Verteilungssystem noch verstärkt worden wäre. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Kollege Muchitsch und genauso Kollegin Holzleitner stellen sich hierher und behaupten, 50 Prozent der Pensionist:innen würden unter 1 100 Euro leben oder die Rahmenbedingungen für Gendergerechtigkeit seien nicht gegeben. – Da frage ich mich wirklich: Wer hat in diesem Land die letzten 30 Jahre regiert? (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Stöger
Das waren nicht wir! Im Gegensatz zu euch haben wir mit der Anhebung der Ausgleichszulage und mit dem Frühstarter:innenbonus Schritte gesetzt (Zwischenruf des Abg. Stöger), um mehr Gerechtigkeit – mehr Gendergerechtigkeit – im Pensionssystem sicherzustellen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das waren nicht wir! Im Gegensatz zu euch haben wir mit der Anhebung der Ausgleichszulage und mit dem Frühstarter:innenbonus Schritte gesetzt (Zwischenruf des Abg. Stöger), um mehr Gerechtigkeit – mehr Gendergerechtigkeit – im Pensionssystem sicherzustellen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wir alle wissen: Wenn wir von Pensionen reden, müssen wir auch von Gendergerechtigkeit reden. Wir alle wissen, dass der Großteil der Ausgleichszulagenbezieher:innen Frauen sind; Frauen, die eigentlich ihr Leben lang gearbeitet haben oder arbeiten, die neben der Arbeit Kinder bekommen haben, in die Teilzeit wechseln mussten, die dann, wenn die Kinder aus dem Haus sind, eventuell noch einen pflegebedürftigen Angehörigen pflegen mussten und die dann in der Pension die Rechnung serviert bekommen. Und genau auf diese Frauen sollten wir alle schauen, das ist das Ziel! Das sollte eigentlich das gemeinsame Ziel hier in diesem Raum sein. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das machen wir Grüne, das ist uns ein Anliegen. Wir haben eben die Menschen im Blick, die in dieser Krise tatsächlich Hilfe brauchen, und für sie setzen wir uns auch ein. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen.
Die Haushaltsenergiepreise sind im Vergleich zum Vorjahr um knapp 37 Prozent gestiegen, Gas um über 70 Prozent. Das heizt die Preissteigerungen an, und wenn man die Wurzel des Übels packen will – wir werden heute eh noch darüber diskutieren –, müssen wir über unsere Entschlossenheit und Geschlossenheit gegenüber Putin sprechen. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den NEOS.
Vergessen Sie nicht auf die arbeitende Bevölkerung! – Ich bin schon einigermaßen verwundert, Herr Kollege Muchitsch, über den Titel der Aktuellen Stunde vonseiten der SPÖ! Zweifelsohne trifft die Teuerung Pensionistinnen und Pensionisten, es braucht da eine Inflationsanpassung, wie das auch vorgesehen ist, gerade aber in einer Zeit, in der Tarifverhandlungen anstehen und wir auch wissen, wie sehr die Betriebe mit Energiekosten zu kämpfen haben und dass diese, teilweise noch aus der Pandemie kommend, auch nicht gut dastehen, zu Recht aber die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mehr Lohn fordern, sich hinzustellen und nur über Pensionistinnen und Pensionisten zu reden, das kann ich nicht nachvollziehen. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Muchitsch: Nicht zugehört!
Wir haben einen Generationenvertrag und der braucht eine Balance. Vergessen Sie auf die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht!, das ist mein Appell an die Sozialdemokratie heute. Das ist purer Klientelismus, was Sie heute hier machen. (Abg. Muchitsch: Nicht zugehört!)
Abg. Stöger: Nein, runter mit den Preisen!
Aber auch die Bundesregierung verteilt Gutscheine – ja, das sind Einmaleffekte. Ich verstehe nicht, warum der Ansatz, zu sagen, dass wir den Menschen mehr in der Börse lassen, jetzt nicht genau der richtige ist: niedrigere Steuern, runter mit den Lohnnebenkosten (Abg. Stöger: Nein, runter mit den Preisen!), rauf mit den Löhnen und Gehältern, rauf mit den Einkommen, damit die Mitte diese Preissteigerungen auch aus Eigenem stemmen kann! Das ist unser Weg als NEOS und den sollten wir alle gemeinsam gehen. – Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Aber auch die Bundesregierung verteilt Gutscheine – ja, das sind Einmaleffekte. Ich verstehe nicht, warum der Ansatz, zu sagen, dass wir den Menschen mehr in der Börse lassen, jetzt nicht genau der richtige ist: niedrigere Steuern, runter mit den Lohnnebenkosten (Abg. Stöger: Nein, runter mit den Preisen!), rauf mit den Löhnen und Gehältern, rauf mit den Einkommen, damit die Mitte diese Preissteigerungen auch aus Eigenem stemmen kann! Das ist unser Weg als NEOS und den sollten wir alle gemeinsam gehen. – Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Meinl-Reisinger: Habe ich nicht!
Abgeordnete Mag. Elisabeth Scheucher-Pichler (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer! Ja, nach dieser Rede bin ich zuversichtlich. Ich freue mich, dass Sie gesagt haben, Sie wollen konstruktiv dazu beitragen, und ich freue mich – denn die NEOS sind ja in der letzten Zeit nicht gerade die großen Unterstützer der Seniorinnen und Senioren gewesen –, dass Sie das heute auch in den Mittelpunkt gestellt haben. (Abg. Meinl-Reisinger: Habe ich nicht!) – Na ja, Sie haben zumindest auch erwähnt, das ist positiv, dass die Leistungen der älteren Generation ganz entscheidend dazu beigetragen haben, dass Österreich heute ein Sozialstaat ist (Abg. Meinl-Reisinger: Unbestritten!), der hohe soziale Standards hat. Und es ist unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass das so bleibt, und das wird auch so bleiben. Die Pensionisten können sich auf diese Regierung verlassen. Meine Damen und Herren, ein großes Danke den Senioren, die das alles aufgebaut haben – das kommt immer zu kurz –, ein großes Danke! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Meinl-Reisinger: Unbestritten!
Abgeordnete Mag. Elisabeth Scheucher-Pichler (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer! Ja, nach dieser Rede bin ich zuversichtlich. Ich freue mich, dass Sie gesagt haben, Sie wollen konstruktiv dazu beitragen, und ich freue mich – denn die NEOS sind ja in der letzten Zeit nicht gerade die großen Unterstützer der Seniorinnen und Senioren gewesen –, dass Sie das heute auch in den Mittelpunkt gestellt haben. (Abg. Meinl-Reisinger: Habe ich nicht!) – Na ja, Sie haben zumindest auch erwähnt, das ist positiv, dass die Leistungen der älteren Generation ganz entscheidend dazu beigetragen haben, dass Österreich heute ein Sozialstaat ist (Abg. Meinl-Reisinger: Unbestritten!), der hohe soziale Standards hat. Und es ist unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass das so bleibt, und das wird auch so bleiben. Die Pensionisten können sich auf diese Regierung verlassen. Meine Damen und Herren, ein großes Danke den Senioren, die das alles aufgebaut haben – das kommt immer zu kurz –, ein großes Danke! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Mag. Elisabeth Scheucher-Pichler (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer! Ja, nach dieser Rede bin ich zuversichtlich. Ich freue mich, dass Sie gesagt haben, Sie wollen konstruktiv dazu beitragen, und ich freue mich – denn die NEOS sind ja in der letzten Zeit nicht gerade die großen Unterstützer der Seniorinnen und Senioren gewesen –, dass Sie das heute auch in den Mittelpunkt gestellt haben. (Abg. Meinl-Reisinger: Habe ich nicht!) – Na ja, Sie haben zumindest auch erwähnt, das ist positiv, dass die Leistungen der älteren Generation ganz entscheidend dazu beigetragen haben, dass Österreich heute ein Sozialstaat ist (Abg. Meinl-Reisinger: Unbestritten!), der hohe soziale Standards hat. Und es ist unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass das so bleibt, und das wird auch so bleiben. Die Pensionisten können sich auf diese Regierung verlassen. Meine Damen und Herren, ein großes Danke den Senioren, die das alles aufgebaut haben – das kommt immer zu kurz –, ein großes Danke! (Beifall bei der ÖVP.)
in Richtung Bundesminister Rauch
Es haben gestern Verhandlungen des Seniorenrates stattgefunden, und heute gehen die Verhandlungen des Seniorenrates ja weiter, heute mit Bundesminister Rauch. – Ich habe Ihre (in Richtung Bundesminister Rauch) Rede hier sehr genau verfolgt und kann dem wirklich zustimmen. Ich glaube, dass wir alles tun müssen, um mit den Seniorenvertreterinnen und Seniorenvertretern gute Entscheidungen für die ältere Generation, aber auch insgesamt für die Familien zu erreichen. Und ich möchte an dieser Stelle allen danken, die da, quer durch alle Parteien, im Seniorenrat mitverhandeln. (Abg. Loacker: Es gibt nichts zu verhandeln, es steht alles im Gesetz!) – Ja, aber das ist zu wenig, wir brauchen zusätzlich auch noch ein Gesamtpaket, Herr Kollege Loacker! (Abg. Leichtfried: Die Frau Plakolm sieht das aber anders!)
Abg. Loacker: Es gibt nichts zu verhandeln, es steht alles im Gesetz!
Es haben gestern Verhandlungen des Seniorenrates stattgefunden, und heute gehen die Verhandlungen des Seniorenrates ja weiter, heute mit Bundesminister Rauch. – Ich habe Ihre (in Richtung Bundesminister Rauch) Rede hier sehr genau verfolgt und kann dem wirklich zustimmen. Ich glaube, dass wir alles tun müssen, um mit den Seniorenvertreterinnen und Seniorenvertretern gute Entscheidungen für die ältere Generation, aber auch insgesamt für die Familien zu erreichen. Und ich möchte an dieser Stelle allen danken, die da, quer durch alle Parteien, im Seniorenrat mitverhandeln. (Abg. Loacker: Es gibt nichts zu verhandeln, es steht alles im Gesetz!) – Ja, aber das ist zu wenig, wir brauchen zusätzlich auch noch ein Gesamtpaket, Herr Kollege Loacker! (Abg. Leichtfried: Die Frau Plakolm sieht das aber anders!)
Abg. Leichtfried: Die Frau Plakolm sieht das aber anders!
Es haben gestern Verhandlungen des Seniorenrates stattgefunden, und heute gehen die Verhandlungen des Seniorenrates ja weiter, heute mit Bundesminister Rauch. – Ich habe Ihre (in Richtung Bundesminister Rauch) Rede hier sehr genau verfolgt und kann dem wirklich zustimmen. Ich glaube, dass wir alles tun müssen, um mit den Seniorenvertreterinnen und Seniorenvertretern gute Entscheidungen für die ältere Generation, aber auch insgesamt für die Familien zu erreichen. Und ich möchte an dieser Stelle allen danken, die da, quer durch alle Parteien, im Seniorenrat mitverhandeln. (Abg. Loacker: Es gibt nichts zu verhandeln, es steht alles im Gesetz!) – Ja, aber das ist zu wenig, wir brauchen zusätzlich auch noch ein Gesamtpaket, Herr Kollege Loacker! (Abg. Leichtfried: Die Frau Plakolm sieht das aber anders!)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Disoski.
Ich denke, dass alle das Beste für die Pensionist:innen erreichen wollen, und ich möchte ihnen dafür danken, auch unserer Vorsitzenden des Seniorenrates, die seit vielen Jahren mit sehr viel Kraft, mit sehr viel Leidenschaft und auch mit sehr viel Vernunft für die Seniorinnen und Senioren kämpft. Ich danke der Vorsitzenden des Seniorenrates Ingrid Korosec sehr herzlich! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Disoski.)
Abg. Seidl: Ja, aber die junge kann sich nicht mehr verlassen!
Meine Damen und Herren! Ja, die aktuelle Teuerung ist belastend, sie macht Angst und bringt Verunsicherung. Es wurde ja heute ausgeführt, aber ich sage es noch einmal: Gerade die ältere Generation kann sich auf diese Regierung verlassen, das haben wir auch laufend bewiesen und das tun wir auch jetzt. (Abg. Seidl: Ja, aber die junge kann sich nicht mehr verlassen!) – Ich spreche jetzt einmal für die Senioren. Auch die Jungen können sich auf uns verlassen, aber ich spreche jetzt auch einmal für die Senioren. (Abg. Seidl: Ja, aber die Zukunft ...!)
Abg. Seidl: Ja, aber die Zukunft ...!
Meine Damen und Herren! Ja, die aktuelle Teuerung ist belastend, sie macht Angst und bringt Verunsicherung. Es wurde ja heute ausgeführt, aber ich sage es noch einmal: Gerade die ältere Generation kann sich auf diese Regierung verlassen, das haben wir auch laufend bewiesen und das tun wir auch jetzt. (Abg. Seidl: Ja, aber die junge kann sich nicht mehr verlassen!) – Ich spreche jetzt einmal für die Senioren. Auch die Jungen können sich auf uns verlassen, aber ich spreche jetzt auch einmal für die Senioren. (Abg. Seidl: Ja, aber die Zukunft ...!)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Maurer. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
wiederholen: Sie kritisieren die Einmalzahlungen als punktuelle Maßnahmen, aber gerade diese sind jetzt in dieser Situation ein wichtiger Beitrag. Sie bringen Spielraum für die Einzelnen, die Menschen können damit ihre Rechnungen zahlen. Und noch einmal: Wer rasch hilft, hilft doppelt! Das war unser Ansatz, das war der Ansatz dieser Regierung: Wer rasch hilft, hilft doppelt! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Maurer. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Maurer.
Demonstrieren nützt überhaupt nichts, meine Damen und Herren! Setzen wir uns ein für ein konstruktives Miteinander für die ältere Generation, für die Menschen in diesem Lande! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Maurer.)
Allgemeiner Beifall.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf die Vertreter von Interface und die zweite Gruppe von Schloss Traunsee recht herzlich willkommen heißen: Herzlich willkommen bei uns im Parlament! (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Disoski: Eine Nachricht der letzten 3 Stunden? – Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.
das ist zum Einkaufen für den ganzen Monat, damit ich durchkomme. Bitte helfen Sie uns Pensionist:innen, damit wir auch die Lebensmittel und die Miete bezahlen können! Danke aus dem Gasteinertal. Es ist zum Weinen, dass wir Pensionist:innen bald an der Armut scheitern. Wünsche Ihnen einen schönen Sonntag und helfen Sie uns bitte! – Zitatende. (Abg. Disoski: Eine Nachricht der letzten 3 Stunden? – Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn Kollege Wöginger über unsere Forderungen sagt, das sei eine „Politik ohne Hausverstand“ und „ohne Hirn“: Lieber Gust, ich lese dir jetzt eine Mail von einem Herrn F. W. vor, dieser schreibt: Mit dem Entschluss der österreichischen schwarz-grünen Bundesregierung, Pensionist:innen mit geringer Pension eine Entlastung von bis zu 500 Euro steuerfrei zu gewähren, haben deren Mitglieder bei der Umsetzung eines wieder tatkräftig unter Beweis gestellt, nämlich dass ihnen soziale Intelligenz, Empathie, Logik, Hausverstand, vor allem aber der Respekt den Pensionist:innen gegenüber absolut fehlt. (Beifall bei der SPÖ.) Die getroffene Lösung für Pensionist:innen mit einer Gesamtpension von unter 1 200 Euro brutto ist vielmehr getragen von Respektlosigkeit, Menschenverachtung, Zynismus, Realitätsferne gegenüber den Pensionist:innen. Gerade Menschen
Beifall bei der SPÖ.
Das sehen wir nicht, dass Maßnahmen von dieser Regierung gesetzt werden, um endlich die Preise zu senken, um endlich diesen Menschen gewährleisten zu können, dass sie sich die Lebensmittel leisten können, Herr Bundesminister! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
August Wöginger ist nicht hier, aber ich kann ihm nur sagen: Fahr wieder ins Innviertel, lieber Gust, unterhalt dich dort mit den Menschen, dann wirst du sehen, dass du mit all dem, was du jetzt gesagt hast, komplett falsch liegst, denn die Menschen leiden unter diesen Maßnahmen, die europaweit gesetzt worden sind, und sie leiden auch darunter, dass die Regierung nichts tut! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Leichtfried: ..., lieber Freund! Nicht wir! Wer hat denn für den Klimabonus gestimmt? Die FPÖ war das! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen. – Abg. Leichtfried: Die FPÖ hat für den Klimabonus gestimmt!
Abgeordneter Peter Wurm (FPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Ja, Herr Kollege Keck, Sie haben vollkommen recht, die Menschen leiden, nur ist es so, dass die Sozialdemokratie bei all diesen Dingen immer mit im Boot war. Ihr wart dabei – die Grünen sowieso, auch die NEOS und auch die ÖVP. (Abg. Leichtfried: ..., lieber Freund! Nicht wir! Wer hat denn für den Klimabonus gestimmt? Die FPÖ war das! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen. – Abg. Leichtfried: Die FPÖ hat für den Klimabonus gestimmt!)
Abg. Leichtfried: Was ist mit dem Klimabonus?
Beim Beschluss aller Ursachen dieser Krise war die Sozialdemokratie dabei, waren die Grünen dabei, die NEOS dabei und war die ÖVP dabei. Das war bei Corona so, ich darf noch einmal daran erinnern: Gesamtkosten für Österreich: 100 Milliarden Euro – 100 Milliarden Euro! –, bei denen diese vier Parteien dabei sind, und auch jetzt bei der Sanktionspolitik sind diese vier Parteien immer dabei: in Österreich, in Brüssel und überall sonst, immer auf einer Linie. (Abg. Leichtfried: Was ist mit dem Klimabonus?)
Zwischenruf bei den Grünen
Hinter den Kulissen wird ja das bereits gesprochen, sogar Kanzler Nehammer und die ÖVP wissen es ja schon seit Monaten und sagen es ja auch im kleinen Kreis (Zwischenruf bei den Grünen), Frau Kollegin, natürlich schaden uns die Sanktionen mehr als Russland, natürlich! (Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.) Das ist ja bis auf einige grüne Verblendete allen klar. Russland wird das überleben. Historisch hat Russland schon viel mehr überlebt. Die Fakten sind ganz klar, das Ergebnis ist: Gazprom und Russland verdienen an dieser Geschichte Milliarden, und wir zahlen sie. Nicht Sie zahlen sie, Frau Kollegin, die Österreicher draußen zahlen sie: Die Pensionist:innen, die Mindestpensionisten, die Lehrlinge, der Mittelstand und die Unternehmer zahlen die Rechnung! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.
Hinter den Kulissen wird ja das bereits gesprochen, sogar Kanzler Nehammer und die ÖVP wissen es ja schon seit Monaten und sagen es ja auch im kleinen Kreis (Zwischenruf bei den Grünen), Frau Kollegin, natürlich schaden uns die Sanktionen mehr als Russland, natürlich! (Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.) Das ist ja bis auf einige grüne Verblendete allen klar. Russland wird das überleben. Historisch hat Russland schon viel mehr überlebt. Die Fakten sind ganz klar, das Ergebnis ist: Gazprom und Russland verdienen an dieser Geschichte Milliarden, und wir zahlen sie. Nicht Sie zahlen sie, Frau Kollegin, die Österreicher draußen zahlen sie: Die Pensionist:innen, die Mindestpensionisten, die Lehrlinge, der Mittelstand und die Unternehmer zahlen die Rechnung! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei den Grünen.
Hinter den Kulissen wird ja das bereits gesprochen, sogar Kanzler Nehammer und die ÖVP wissen es ja schon seit Monaten und sagen es ja auch im kleinen Kreis (Zwischenruf bei den Grünen), Frau Kollegin, natürlich schaden uns die Sanktionen mehr als Russland, natürlich! (Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.) Das ist ja bis auf einige grüne Verblendete allen klar. Russland wird das überleben. Historisch hat Russland schon viel mehr überlebt. Die Fakten sind ganz klar, das Ergebnis ist: Gazprom und Russland verdienen an dieser Geschichte Milliarden, und wir zahlen sie. Nicht Sie zahlen sie, Frau Kollegin, die Österreicher draußen zahlen sie: Die Pensionist:innen, die Mindestpensionisten, die Lehrlinge, der Mittelstand und die Unternehmer zahlen die Rechnung! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
Das, Frau Kollegin, ist das Ergebnis einer verfehlten Politik, vor allem der letzten paar Jahre, dieser vier Parteien, und es gibt nur eine ganz klare Alternative: Wenn einem das Ergebnis, das wir aktuell haben, gefällt, dann hat man vier Parteien zur Auswahl. Da kann man sich eine aussuchen. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Wenn er aber mit dem Ergebnis nicht zufrieden ist, hat der Österreicher und die Österreicherin nur eine Alternative, nämlich die Freiheitlichen zu wählen (Beifall bei der FPÖ), weil wir die Einzigen sind – ja, Frau Kollegin –, die auch in dieser Angelegenheit recht behalten werden. Natürlich behalten wir recht. Wir können den Österreicher:innen aber nicht helfen, weil ihr vier mittlerweile auf einer Schiene fahrt. (Abg. Leichtfried: Weil ihr die Einzigen seid ...!)
Beifall bei der FPÖ
Das, Frau Kollegin, ist das Ergebnis einer verfehlten Politik, vor allem der letzten paar Jahre, dieser vier Parteien, und es gibt nur eine ganz klare Alternative: Wenn einem das Ergebnis, das wir aktuell haben, gefällt, dann hat man vier Parteien zur Auswahl. Da kann man sich eine aussuchen. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Wenn er aber mit dem Ergebnis nicht zufrieden ist, hat der Österreicher und die Österreicherin nur eine Alternative, nämlich die Freiheitlichen zu wählen (Beifall bei der FPÖ), weil wir die Einzigen sind – ja, Frau Kollegin –, die auch in dieser Angelegenheit recht behalten werden. Natürlich behalten wir recht. Wir können den Österreicher:innen aber nicht helfen, weil ihr vier mittlerweile auf einer Schiene fahrt. (Abg. Leichtfried: Weil ihr die Einzigen seid ...!)
Abg. Leichtfried: Weil ihr die Einzigen seid ...!
Das, Frau Kollegin, ist das Ergebnis einer verfehlten Politik, vor allem der letzten paar Jahre, dieser vier Parteien, und es gibt nur eine ganz klare Alternative: Wenn einem das Ergebnis, das wir aktuell haben, gefällt, dann hat man vier Parteien zur Auswahl. Da kann man sich eine aussuchen. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Wenn er aber mit dem Ergebnis nicht zufrieden ist, hat der Österreicher und die Österreicherin nur eine Alternative, nämlich die Freiheitlichen zu wählen (Beifall bei der FPÖ), weil wir die Einzigen sind – ja, Frau Kollegin –, die auch in dieser Angelegenheit recht behalten werden. Natürlich behalten wir recht. Wir können den Österreicher:innen aber nicht helfen, weil ihr vier mittlerweile auf einer Schiene fahrt. (Abg. Leichtfried: Weil ihr die Einzigen seid ...!)
Beifall bei der FPÖ.
Eines auch noch einmal, weil es ja, glaube ich, auch medial bei vielen in Österreich angekommen ist: Wenn Sie auch für Asylanten in Österreich und für Häftlinge 500 Euro zur Verfügung stellen, also diesen Gruppen den Klimabonus im gleichen Ausmaß wie für Pensionisten auszahlen, dann weiß ich als Freiheitlicher, dass Sie von den vier Parteien auf dem falschen Weg unterwegs sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es kommt schon darauf an, sich das Gesamtpaket anzuschauen, denn, meine sehr geehrten Damen und Herren, wenn hier immer wieder einzelne Maßnahmen herausgepickt werden und dann gesagt wird: Ja, aber das wirkt ja nicht, aber das nützt ja nicht, aber das kriegt ja der nicht und der nicht, aber das ist ja furchtbar!, dann entsteht kein Gesamtbild der gesamten Unterstützung. Die Menschen, die es betrifft, die Betroffenen, die ein Recht auf Unterstützung haben, die das brauchen, haben aber das Recht auf das Gesamtbild! Die Verwirrung ist ohnehin schon groß genug, und wenn diese Verwirrung von Interessenvertretungen, von sogenannten Interessenvertretungen von Pensionist:innen auch noch verstärkt wird, indem sie sehr abenteuerliche Berechnungen machen, dann muss ich sagen: Leitln, so geht’s einfach nicht! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Belakowitsch: Genieren Sie sich nicht?
Diese Interessenvertretung, von der das Anfang dieses Monats kam, war leider der Pensionistenverband, der gesagt hat: Eine Pensionistin mit 1 000 Euro kriegt gerade einmal 57 Euro Entlastung!, oder: Die kriegt so viel Entlastung und das ist total unfair! – Ja, wenn einzelne Maßnahmen herausgepickt werden und nicht das Gesamtbild gesehen wird. Wir haben das alles nachgerechnet, wie denn die Entlastung in diesen Beispielen, die der Pensionistenverband da heranzieht, tatsächlich ist. Ein sehr schönes Beispiel (eine Tafel mit der Aufschrift „400 Euro Eigenpension + 630 AZ“ und einem Säulendiagramm in die Höhe haltend): 400 Euro Eigenpension, 630 Euro Ausgleichszulage. Da hat der Pensionistenverband behauptet, die Entlastung betrage, ich glaube, 57 Euro. – Ja, weil er ganz einfach den Teuerungsausgleich von 600 Euro, der heuer schon für vulnerable Gruppen geleistet worden ist, nicht berücksichtigt hat; weil er einfach den erhöhten Klimabonus von 500 Euro nicht berücksichtigt hat (Abg. Belakowitsch: Genieren Sie sich nicht?); weil er einfach den Energieausgleich nicht berücksichtigt hat; weil er die reduzierten Energieabgaben, nämlich die gesenkte Elektrizitätsabgabe und Erdgasabgabe, nicht berücksichtigt hat. Und siehe da, aus den 57 Euro werden auf einmal 1 500 Euro. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Diese Interessenvertretung, von der das Anfang dieses Monats kam, war leider der Pensionistenverband, der gesagt hat: Eine Pensionistin mit 1 000 Euro kriegt gerade einmal 57 Euro Entlastung!, oder: Die kriegt so viel Entlastung und das ist total unfair! – Ja, wenn einzelne Maßnahmen herausgepickt werden und nicht das Gesamtbild gesehen wird. Wir haben das alles nachgerechnet, wie denn die Entlastung in diesen Beispielen, die der Pensionistenverband da heranzieht, tatsächlich ist. Ein sehr schönes Beispiel (eine Tafel mit der Aufschrift „400 Euro Eigenpension + 630 AZ“ und einem Säulendiagramm in die Höhe haltend): 400 Euro Eigenpension, 630 Euro Ausgleichszulage. Da hat der Pensionistenverband behauptet, die Entlastung betrage, ich glaube, 57 Euro. – Ja, weil er ganz einfach den Teuerungsausgleich von 600 Euro, der heuer schon für vulnerable Gruppen geleistet worden ist, nicht berücksichtigt hat; weil er einfach den erhöhten Klimabonus von 500 Euro nicht berücksichtigt hat (Abg. Belakowitsch: Genieren Sie sich nicht?); weil er einfach den Energieausgleich nicht berücksichtigt hat; weil er die reduzierten Energieabgaben, nämlich die gesenkte Elektrizitätsabgabe und Erdgasabgabe, nicht berücksichtigt hat. Und siehe da, aus den 57 Euro werden auf einmal 1 500 Euro. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Nächstes Beispiel (eine Tafel mit der Aufschrift „1.050 Euro Eigenpension“ und einem Säulendiagramm in die Höhe haltend): 1 050 Euro Eigenpension. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Da sagt der Pensionistenverband: knapp über 200 Euro Entlastung. – Ja, auch da fehlen der erhöhte Klimabonus, der Energiekostenausgleich, der erhöhte Pensionistenabsetzbetrag im Rahmen der ökosozialen Steuerreform – auch in diesem Haus beschlossen – und die reduzierten Energieabgaben. Auch da: 1 300 Euro Entlastung. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kickl: Jetzt fehlt noch der dritte ...!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Kickl: Jetzt fehlt noch der dritte ...!
Nächstes Beispiel (eine Tafel mit der Aufschrift „1.050 Euro Eigenpension“ und einem Säulendiagramm in die Höhe haltend): 1 050 Euro Eigenpension. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Da sagt der Pensionistenverband: knapp über 200 Euro Entlastung. – Ja, auch da fehlen der erhöhte Klimabonus, der Energiekostenausgleich, der erhöhte Pensionistenabsetzbetrag im Rahmen der ökosozialen Steuerreform – auch in diesem Haus beschlossen – und die reduzierten Energieabgaben. Auch da: 1 300 Euro Entlastung. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kickl: Jetzt fehlt noch der dritte ...!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneten der Grünen.) Es gibt einen wunderschönen Entlastungsrechner auf der Homepage des Finanzministeriums. Da kann man sich ausrechnen, wie die Entlastung tatsächlich aussieht. Rechnen Sie nach, und Sie werden sehen: Wir versuchen, Sie nach bestem Wissen, nach besten Möglichkeiten zu unterstützen, denn wir sind eine reiche Gesellschaft, und diese reiche Gesellschaft hat schlichtweg die Pflicht, diejenigen durch diese Krise zu tragen und denjenigen bestmöglich zu helfen, die am stärksten betroffen sind. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP. – He-Rufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Ja, früher war die SPÖ einmal die Partei der Arbeit, aber um die Menschen, die arbeiten, geht es schon lange nicht mehr. Die Sozialdemokratie hat keine Inhalte mehr, weil sie alles, was sie als Arbeiterbewegung erreichen wollte, erreicht hat. Das ist erfüllt. Was jetzt übrig bleibt, ist primitiver Brachialpopulismus. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP. – He-Rufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Wenn es dann um die Frage der vielzitierten kleinen Pensionen geht: Kleine Pensionen, Kollegin Holzleitner, sind auch ein Ergebnis von kleinen Beiträgen über eine kurze Zeit. Wenn wir das letzte volle Jahr anschauen, 2021, dann sind die Männer im Schnitt mit 36,5 Beitragsjahren und die Frauen mit 29,4 Beitragsjahren, mit sieben Jahren weniger, in Pension gegangen. Natürlich kommt da weniger heraus. Dann müssen Sie sich fragen, warum nach Jahrzehnten sozialdemokratischer Minister die Kinderbetreuung nie funktioniert hat und das System nicht so aufgebaut war, dass die Frauen arbeiten können und Erwerbszeiten im Pensionssystem sammeln können. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Dann kommt das Superargument: Ja, wir können uns das – diese Pensionen – eh leisten! – Das ist alles nicht selbstverständlich. Wir geben aktuell 25 Prozent des Bundesbudgets für Zuschüsse in die Pensionssysteme aus. In drei Jahren werden es 29 Prozent sein. Ich weiß nicht, wie viel Prozent Sie für die Pensionen für angemessen halten – neben Bildung, Pflege, Gesundheit, Infrastruktur, alles Mögliche, was da noch zu finanzieren ist. Geschenke machen wir keine, und dann landen wir bei 29 Prozent Pensionsausgaben. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das muss man sich überlegen. Wir haben ein tolles Niveau erreicht. Damit man aber das Niveau halten kann, muss man auch etwas dafür tun. Wir müssen etwas dafür tun, dass wir in 30, 40, 50 Jahren den jungen Menschen auch noch Pensionen zahlen können, von denen sie leben können. Solche brachialpopulistischen Geschenke von 10 Prozent Pensionserhöhung gehören aber nicht dazu. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe des Abg. Matznetter. – Abg. Leichtfried: Das war aber eine besonders schlechte Rede!
Ich darf mich beim Herrn Bundesminister recht herzlich bedanken. (Zwischenrufe des Abg. Matznetter. – Abg. Leichtfried: Das war aber eine besonders schlechte Rede!) – Herr Abgeordneter Matznetter, wir gehen weiter.
Beifall bei der FPÖ.
Da hat es viele Verschärfungen gegeben – Sie können sich erinnern –, bis hin zu Taschengeldkürzungen, Ausreisezentren hat es damals gegeben – die könnten wir jetzt gut brauchen, wenn ich nach Traiskirchen schaue –, und es ist mir tatsächlich gelungen, die Asylzahlen nach unten zu bringen – ganz, ganz deutlich! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Heiterkeit des Abg. Wurm.
Zuletzt waren es, glaube ich, 13 000, weniger als die Hälfte davon tatsächliche Neuankömmlinge. Ich war damals immer noch nicht zufrieden, das war mir immer noch viel zu viel – ja selbstverständlich! Mein Ziel, das habe ich ja damals gesagt, ist null, weil die Belastung für die österreichische Bevölkerung schon in der Vergangenheit viel zu groß gewesen ist, und diese Null ist auch heute noch das Ziel. No way!, so wie es die Australier machen, keine Asylanträge mehr annehmen, das würde ich als österreichischer Innenminister oder als Kanzler machen. Wenn Sie es mir nicht glauben, lassen Sie mich ans Ruder, ich zeige Ihnen, wie das geht! (Beifall bei der FPÖ. – Heiterkeit des Abg. Wurm.)
Heiterkeit und Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.
Der Österreichischen Volkspartei war das damals schon ein wenig zu österreichfreundlich. Während ich gegen die illegale Migration gekämpft habe, hat die ÖVP gemacht, was sie immer macht, sie hat nämlich hinterrücks mithilfe der Linken und mit Herrn Van der Bellen gegen mich gekämpft. (Heiterkeit und Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Das Ergebnis, meine Damen und Herren, ist bekannt – wir kennen die Entwicklungen –, und seit damals geht es steil bergab in diesem gesamten Bereich. Es ist eine einzige Talfahrt, die wir da erleben, und die Verantwortung dafür trägt niemand anderer als die Österreichische Volkspartei. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Der Österreichischen Volkspartei war das damals schon ein wenig zu österreichfreundlich. Während ich gegen die illegale Migration gekämpft habe, hat die ÖVP gemacht, was sie immer macht, sie hat nämlich hinterrücks mithilfe der Linken und mit Herrn Van der Bellen gegen mich gekämpft. (Heiterkeit und Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Das Ergebnis, meine Damen und Herren, ist bekannt – wir kennen die Entwicklungen –, und seit damals geht es steil bergab in diesem gesamten Bereich. Es ist eine einzige Talfahrt, die wir da erleben, und die Verantwortung dafür trägt niemand anderer als die Österreichische Volkspartei. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Krisper: Weil man keine Anträge stellen kann!
Letztes Jahr waren es 40 000, die einen Asylantrag neu gestellt haben, und das trotz Corona und trotz des Versprechens des damaligen Innenministers und jetzigen Bundeskanzlers Nehammer, dass es de facto einen Asylstopp gibt. 40 000! Im selben Jahr hat Ungarn 40 Asylanträge gehabt. 40! (Abg. Krisper: Weil man keine Anträge stellen kann!) Sehen Sie, und da weiß ich, wer etwas richtig
Beifall bei der FPÖ.
macht, und da weiß ich, wer etwas falsch macht. Und dann weiß ich auch, warum Sie und andere in der Europäischen Union Viktor Orbán ins Visier genommen haben: weil Sie das für unerträglich halten, dass jemand seine eigene Bevölkerung schützt. – Für mich ist das ein Vorbild in Sachen Asylpolitik. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und wer soll das alles bezahlen, frage ich mich, in einem Land, wo wir nicht einmal ausreichend Geld dafür haben, um die Leute, die im Pflegebereich arbeiten, ordentlich zu entlohnen, um die Leute, die im Spital arbeiten, ordentlich zu entlohnen? Wer soll das alles bezahlen? Das fragen sich die Leute draußen, und ich bin gespannt auf Ihre heutigen Antworten, denn Sie kommen ja dann gleich nach mir zu Wort. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
darf nicht an Häftlinge und nicht an Asylwerber ausbezahlt werden. (Beifall bei der FPÖ.) – Ganz einfach!
Beifall bei der FPÖ.
von 2 Grad weniger Raumtemperatur, ich rede nicht davon, dass wir in Zukunft das Geschirr abkratzen statt abwaschen, sondern dann geht es ans Eingemachte. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, wir wollen das nicht zulassen. Wir wollen keine Mangelwirtschaft à la DDR. Das ist die erste Stufe. Wir wollen keine Kriegswirtschaft, wie Sie sie jetzt schrittweise einführen – da gibt es ja schon Pläne für Stromkontingente und Stromabschaltungen; das ist Kriegswirtschaft, nur damit wir das auch beim Namen nennen –, und am Ende steht die größte Wirtschaftskatastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg mit Millionen Arbeitslosen in ganz Europa, sozialen Verwerfungen und mit Unfrieden. Wir wollen das nicht, wir wollen diese Eskalationsspirale stoppen, und Sie sollten uns dabei helfen, anstatt uns zu beschimpfen. Das wäre eigentlich der vernünftige Ansatz. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Meinl-Reisinger: „Scheinwerte“?!
Stattdessen, meine sehr geehrten Damen und Herren, haben Sie sich für etwas anderes entschieden: Sie hängen lieber am Sanktionsrockzipfel von Frau von der Leyen. Dafür verkaufen Sie die eigene Bevölkerung im Namen von irgendwelchen Scheinwerten. (Abg. Meinl-Reisinger: „Scheinwerte“?!) Es ist erbärmlich. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Leichtfried: Wie hat die FPÖ beim Klimabonus schnell gestimmt? Da war doch was!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Leichtfried: Wie hat die FPÖ beim Klimabonus schnell gestimmt? Da war doch was!
Stattdessen, meine sehr geehrten Damen und Herren, haben Sie sich für etwas anderes entschieden: Sie hängen lieber am Sanktionsrockzipfel von Frau von der Leyen. Dafür verkaufen Sie die eigene Bevölkerung im Namen von irgendwelchen Scheinwerten. (Abg. Meinl-Reisinger: „Scheinwerte“?!) Es ist erbärmlich. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Leichtfried: Wie hat die FPÖ beim Klimabonus schnell gestimmt? Da war doch was!)
Ruf bei der FPÖ: Ja, das ist ein sehr guter Titel! – Abg. Belakowitsch: Das ist ein wichtiger Titel!
Bundesministerin für EU und Verfassung im Bundeskanzleramt Mag. Karoline Edtstadler: Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren Abgeordnete! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher! Hohes Haus! Sehr geehrter Herr Klubobmann, Sie stellen die Aktuelle Europastunde unter den Titel – ich darf es noch einmal vorlesen – „Wohlstand und Sicherheit für Österreich statt EU-Sanktionen und Masseneinwanderung“ (Ruf bei der FPÖ: Ja, das ist ein sehr guter Titel! – Abg. Belakowitsch: Das ist ein wichtiger Titel!) und wollen damit offenbar einen Widerspruch aufzeigen. Ich sage Ihnen: Das Gegenteil ist der Fall. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Hauser: Hoffentlich schauen viele zu! Hoffentlich schauen viele zu bei dieser Rede!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Hauser: Hoffentlich schauen viele zu! Hoffentlich schauen viele zu bei dieser Rede!
Bundesministerin für EU und Verfassung im Bundeskanzleramt Mag. Karoline Edtstadler: Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren Abgeordnete! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher! Hohes Haus! Sehr geehrter Herr Klubobmann, Sie stellen die Aktuelle Europastunde unter den Titel – ich darf es noch einmal vorlesen – „Wohlstand und Sicherheit für Österreich statt EU-Sanktionen und Masseneinwanderung“ (Ruf bei der FPÖ: Ja, das ist ein sehr guter Titel! – Abg. Belakowitsch: Das ist ein wichtiger Titel!) und wollen damit offenbar einen Widerspruch aufzeigen. Ich sage Ihnen: Das Gegenteil ist der Fall. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Hauser: Hoffentlich schauen viele zu! Hoffentlich schauen viele zu bei dieser Rede!)
Ruf bei der FPÖ: Wo sind die türkisen Ohrringe?
Als Europa- und Verfassungsministerin ist es mir immer wichtig – und Sie wissen das, Sie haben ja auf unsere gemeinsame Zeit im Innenministerium verwiesen (Ruf bei der FPÖ: Wo sind die türkisen Ohrringe?) –, über Sicherheit und Wohlstand in Europa, in Österreich zu sprechen.
Abg. Bösch: Leere Floskeln! Leere Floskeln! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Worüber sprechen wir? – Wir sprechen über Demokratie, über Rechtsstaatlichkeit, über die Menschenrechte, über den Frieden und die Sicherheit und den Wohlstand, den wir jahrzehntelang genossen haben. (Abg. Bösch: Leere Floskeln! Leere Floskeln! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Was aber, meine sehr geehrten Damen und Herren, braucht es, um diese Errungenschaften in Österreich und in Europa auch weiterhin zu gewährleisten? (Abg. Belakowitsch: Sie
Abg. Hafenecker: Die ÖVP hält sich nicht an Regeln!
machen es doch kaputt!) – Es braucht klare Regeln und es braucht vor allem ein Commitment, diese Regeln einzuhalten. (Abg. Hafenecker: Die ÖVP hält sich nicht an Regeln!)
Abg. Bösch: Leere Worte! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ
Österreich und die gesamte Europäische Union stehen für eine regelbasierte Weltordnung, also eine Welt, die auf Völkerrecht basiert, eine Welt, in der Rechtsstaatlichkeit oberste Maxime ist (Abg. Bösch: Leere Worte! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), eine Welt, die Frieden, Stabilität und Wohlstand garantiert (Abg. Bösch: Das sieht man! – Abg. Belakowitsch: ... Sie vernichten ihn ja gerade! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen – Abg. Hafenecker: Jetzt wird gleich der Blitz einschlagen!), und nicht eine Welt, meine sehr geehrten Damen und Herren, in der Raketen und Panzer Fakten schaffen, eine Welt, wo sich der Stärkere einfach holt, wovon er glaubt, dass es ihm zusteht. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Kassegger: Außer es ist die USA, die holen ...!)
Abg. Bösch: Das sieht man! – Abg. Belakowitsch: ... Sie vernichten ihn ja gerade! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen – Abg. Hafenecker: Jetzt wird gleich der Blitz einschlagen!
Österreich und die gesamte Europäische Union stehen für eine regelbasierte Weltordnung, also eine Welt, die auf Völkerrecht basiert, eine Welt, in der Rechtsstaatlichkeit oberste Maxime ist (Abg. Bösch: Leere Worte! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), eine Welt, die Frieden, Stabilität und Wohlstand garantiert (Abg. Bösch: Das sieht man! – Abg. Belakowitsch: ... Sie vernichten ihn ja gerade! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen – Abg. Hafenecker: Jetzt wird gleich der Blitz einschlagen!), und nicht eine Welt, meine sehr geehrten Damen und Herren, in der Raketen und Panzer Fakten schaffen, eine Welt, wo sich der Stärkere einfach holt, wovon er glaubt, dass es ihm zusteht. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Kassegger: Außer es ist die USA, die holen ...!)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Kassegger: Außer es ist die USA, die holen ...!
Österreich und die gesamte Europäische Union stehen für eine regelbasierte Weltordnung, also eine Welt, die auf Völkerrecht basiert, eine Welt, in der Rechtsstaatlichkeit oberste Maxime ist (Abg. Bösch: Leere Worte! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), eine Welt, die Frieden, Stabilität und Wohlstand garantiert (Abg. Bösch: Das sieht man! – Abg. Belakowitsch: ... Sie vernichten ihn ja gerade! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen – Abg. Hafenecker: Jetzt wird gleich der Blitz einschlagen!), und nicht eine Welt, meine sehr geehrten Damen und Herren, in der Raketen und Panzer Fakten schaffen, eine Welt, wo sich der Stärkere einfach holt, wovon er glaubt, dass es ihm zusteht. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Kassegger: Außer es ist die USA, die holen ...!)
Abg. Hafenecker: ... treten Sie sofort zurück! – Ruf bei der FPÖ: Neuwahlen jetzt!
Eines ist auch klar: Instabilität und Chaos sind Gift für unsere Wirtschaft. Unsere Wirtschaft ist es aber, die für unseren Wohlstand sorgt (Abg. Hafenecker: ... treten Sie sofort zurück! – Ruf bei der FPÖ: Neuwahlen jetzt!), wenn – ja, wenn! – Völkerrecht und Rechtsstaat gelten. Daher frage ich Sie, Herr Klubobmann: Was wollen Sie mit dem Titel dieser Aktuellen Europastunde und Ihren Ausführungen bezwecken? (Abg. Belakowitsch: Das glaube ich eh, dass Sie das nicht verstehen! – Abg. Kickl: ... dass Sie das nicht verstehen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich unterstelle Ihnen nicht, dass es nur darum geht, Unfrieden zu schaffen und die Gesellschaft zu spalten. (Abg. Kickl – erheitert –: Trotzki, Trotzki! – Heiterkeit und weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das ist nämlich genau das, was Putin versucht.
Abg. Belakowitsch: Das glaube ich eh, dass Sie das nicht verstehen! – Abg. Kickl: ... dass Sie das nicht verstehen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Eines ist auch klar: Instabilität und Chaos sind Gift für unsere Wirtschaft. Unsere Wirtschaft ist es aber, die für unseren Wohlstand sorgt (Abg. Hafenecker: ... treten Sie sofort zurück! – Ruf bei der FPÖ: Neuwahlen jetzt!), wenn – ja, wenn! – Völkerrecht und Rechtsstaat gelten. Daher frage ich Sie, Herr Klubobmann: Was wollen Sie mit dem Titel dieser Aktuellen Europastunde und Ihren Ausführungen bezwecken? (Abg. Belakowitsch: Das glaube ich eh, dass Sie das nicht verstehen! – Abg. Kickl: ... dass Sie das nicht verstehen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich unterstelle Ihnen nicht, dass es nur darum geht, Unfrieden zu schaffen und die Gesellschaft zu spalten. (Abg. Kickl – erheitert –: Trotzki, Trotzki! – Heiterkeit und weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das ist nämlich genau das, was Putin versucht.
Abg. Kickl – erheitert –: Trotzki, Trotzki! – Heiterkeit und weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Eines ist auch klar: Instabilität und Chaos sind Gift für unsere Wirtschaft. Unsere Wirtschaft ist es aber, die für unseren Wohlstand sorgt (Abg. Hafenecker: ... treten Sie sofort zurück! – Ruf bei der FPÖ: Neuwahlen jetzt!), wenn – ja, wenn! – Völkerrecht und Rechtsstaat gelten. Daher frage ich Sie, Herr Klubobmann: Was wollen Sie mit dem Titel dieser Aktuellen Europastunde und Ihren Ausführungen bezwecken? (Abg. Belakowitsch: Das glaube ich eh, dass Sie das nicht verstehen! – Abg. Kickl: ... dass Sie das nicht verstehen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich unterstelle Ihnen nicht, dass es nur darum geht, Unfrieden zu schaffen und die Gesellschaft zu spalten. (Abg. Kickl – erheitert –: Trotzki, Trotzki! – Heiterkeit und weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das ist nämlich genau das, was Putin versucht.
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS. – Widerspruch bei der FPÖ.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich würde Sie ersuchen, das ständige Zwischenrufen zu unterlassen, melden Sie sich dann zu Wort! (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS. – Widerspruch bei der FPÖ.) Es entspricht nicht der Würde des Hauses, permanent zu unterbrechen. (Abg. Kickl: Ja, wenn es nach dem geht, dürften Sie nicht dort oben sitzen! – Abg. Hafenecker: Treten Sie zurück! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Ich kann die Sitzung auch
Abg. Kickl: Ja, wenn es nach dem geht, dürften Sie nicht dort oben sitzen! – Abg. Hafenecker: Treten Sie zurück! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich würde Sie ersuchen, das ständige Zwischenrufen zu unterlassen, melden Sie sich dann zu Wort! (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS. – Widerspruch bei der FPÖ.) Es entspricht nicht der Würde des Hauses, permanent zu unterbrechen. (Abg. Kickl: Ja, wenn es nach dem geht, dürften Sie nicht dort oben sitzen! – Abg. Hafenecker: Treten Sie zurück! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Ich kann die Sitzung auch
Abg. Rauch: Ja, machen wir es ...! – Abg. Belakowitsch: Sie machen eh, was Sie wollen! – Rufe bei der FPÖ: Bitte! – Unruhe im Saal.
unterbrechen, wenn Sie es wollen. (Abg. Rauch: Ja, machen wir es ...! – Abg. Belakowitsch: Sie machen eh, was Sie wollen! – Rufe bei der FPÖ: Bitte! – Unruhe im Saal.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Bundesministerin für EU und Verfassung im Bundeskanzleramt Mag. Karoline Edtstadler (fortsetzend): Was will Putin? (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) – Putin will uns als Gesellschaft schwächen. Er will uns schwächen, er will uns angreifbar machen. (Abg. Kickl: Was will Biden?)
Abg. Kickl: Was will Biden?
Bundesministerin für EU und Verfassung im Bundeskanzleramt Mag. Karoline Edtstadler (fortsetzend): Was will Putin? (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) – Putin will uns als Gesellschaft schwächen. Er will uns schwächen, er will uns angreifbar machen. (Abg. Kickl: Was will Biden?)
Zwischenruf des Abg. Hafenecker.
Schauen wir zurück: Was ist denn seit dem 24.Februrar passiert? (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) – Ein Despot greift im 21. Jahrhundert einen souveränen Staat an, weil er Grenzen mit Waffengewalt verschieben möchte. (Abg. Hafenecker: Was ist mit Armenien? Aserbaidschan und Armenien: ... nichts dazu gesagt!) Nichts ist mehr so, wie es vor dem 24. Februar war. Putin rüttelt an der Weltordnung, wir haben wieder Krieg auf dem europäischen Kontinent. (Abg. Kassegger: ... Ihre Weltordnung wollen wir genau nicht, das ist das, was ...!)
Abg. Hafenecker: Was ist mit Armenien? Aserbaidschan und Armenien: ... nichts dazu gesagt!
Schauen wir zurück: Was ist denn seit dem 24.Februrar passiert? (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) – Ein Despot greift im 21. Jahrhundert einen souveränen Staat an, weil er Grenzen mit Waffengewalt verschieben möchte. (Abg. Hafenecker: Was ist mit Armenien? Aserbaidschan und Armenien: ... nichts dazu gesagt!) Nichts ist mehr so, wie es vor dem 24. Februar war. Putin rüttelt an der Weltordnung, wir haben wieder Krieg auf dem europäischen Kontinent. (Abg. Kassegger: ... Ihre Weltordnung wollen wir genau nicht, das ist das, was ...!)
Abg. Kassegger: ... Ihre Weltordnung wollen wir genau nicht, das ist das, was ...!
Schauen wir zurück: Was ist denn seit dem 24.Februrar passiert? (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) – Ein Despot greift im 21. Jahrhundert einen souveränen Staat an, weil er Grenzen mit Waffengewalt verschieben möchte. (Abg. Hafenecker: Was ist mit Armenien? Aserbaidschan und Armenien: ... nichts dazu gesagt!) Nichts ist mehr so, wie es vor dem 24. Februar war. Putin rüttelt an der Weltordnung, wir haben wieder Krieg auf dem europäischen Kontinent. (Abg. Kassegger: ... Ihre Weltordnung wollen wir genau nicht, das ist das, was ...!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Hauser.
Ich frage Sie jetzt, geschätzte Damen und Herren von der FPÖ, und Sie, Herr Klubobmann: Was hätten wir denn Ihrer Meinung nach tun sollen? Hätten wir die Hände in den Schoß legen und zusehen sollen, wie da auf brutalste Art und Weise auf europäischem Grund und Boden Völkerrecht gebrochen wird? (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Hauser.) Hätten wir die Zivilbevölkerung da wie dort hoffnungslos im Stich lassen sollen, die Augen vor Kriegsverbrechen verschließen sollen?
Heftiger Widerspruch bei der FPÖ. – Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS.
Ich stelle hier und heute fest: Die Sanktionen sind alternativlos. (Heftiger Widerspruch bei der FPÖ. – Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS.) Putin hat fälschlicherweise angenommen, dass wir uns in unserer pluralistischen und offenen Demokratie (Abg. Belakowitsch: Das hat mit Demokratie nichts zu tun ...!), wie wir sie in Europa erleben, auseinanderdividieren lassen. (Zwischenruf des Abg. Martin Graf.) Er hat uns nicht den Willen und das Durchhaltevermögen zugetraut, dass wir dem Druck standhalten. Und ich sage Ihnen auch (Abg. Belakowitsch: Die Bevölkerung muss dem Druck standhalten!): Ja,
Abg. Belakowitsch: Das hat mit Demokratie nichts zu tun ...!
Ich stelle hier und heute fest: Die Sanktionen sind alternativlos. (Heftiger Widerspruch bei der FPÖ. – Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS.) Putin hat fälschlicherweise angenommen, dass wir uns in unserer pluralistischen und offenen Demokratie (Abg. Belakowitsch: Das hat mit Demokratie nichts zu tun ...!), wie wir sie in Europa erleben, auseinanderdividieren lassen. (Zwischenruf des Abg. Martin Graf.) Er hat uns nicht den Willen und das Durchhaltevermögen zugetraut, dass wir dem Druck standhalten. Und ich sage Ihnen auch (Abg. Belakowitsch: Die Bevölkerung muss dem Druck standhalten!): Ja,
Zwischenruf des Abg. Martin Graf.
Ich stelle hier und heute fest: Die Sanktionen sind alternativlos. (Heftiger Widerspruch bei der FPÖ. – Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS.) Putin hat fälschlicherweise angenommen, dass wir uns in unserer pluralistischen und offenen Demokratie (Abg. Belakowitsch: Das hat mit Demokratie nichts zu tun ...!), wie wir sie in Europa erleben, auseinanderdividieren lassen. (Zwischenruf des Abg. Martin Graf.) Er hat uns nicht den Willen und das Durchhaltevermögen zugetraut, dass wir dem Druck standhalten. Und ich sage Ihnen auch (Abg. Belakowitsch: Die Bevölkerung muss dem Druck standhalten!): Ja,
Abg. Belakowitsch: Die Bevölkerung muss dem Druck standhalten!
Ich stelle hier und heute fest: Die Sanktionen sind alternativlos. (Heftiger Widerspruch bei der FPÖ. – Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS.) Putin hat fälschlicherweise angenommen, dass wir uns in unserer pluralistischen und offenen Demokratie (Abg. Belakowitsch: Das hat mit Demokratie nichts zu tun ...!), wie wir sie in Europa erleben, auseinanderdividieren lassen. (Zwischenruf des Abg. Martin Graf.) Er hat uns nicht den Willen und das Durchhaltevermögen zugetraut, dass wir dem Druck standhalten. Und ich sage Ihnen auch (Abg. Belakowitsch: Die Bevölkerung muss dem Druck standhalten!): Ja,
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf noch einmal unterbrechen. Die FPÖ hat noch mit drei Rednern die Möglichkeit, zu antworten. Ich bitte Sie, die Ministerin einmal ausreden zu lassen. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS. – Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das entspricht nicht der Würde des Hauses. Die Zwischenrufe machen kein gutes Bild. Die Zwischenrufe von der FPÖ können Sie in die Reden verpacken. (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.) Der Antragsbegründer hat ebenso die Möglichkeit gehabt, seine Argumente darzulegen, da wurde auch nicht ständig zwischengerufen. Ich würde Sie bitten, endlich auch eine gewisse Disziplin an den Tag zu legen. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS. – Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf noch einmal unterbrechen. Die FPÖ hat noch mit drei Rednern die Möglichkeit, zu antworten. Ich bitte Sie, die Ministerin einmal ausreden zu lassen. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS. – Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das entspricht nicht der Würde des Hauses. Die Zwischenrufe machen kein gutes Bild. Die Zwischenrufe von der FPÖ können Sie in die Reden verpacken. (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.) Der Antragsbegründer hat ebenso die Möglichkeit gehabt, seine Argumente darzulegen, da wurde auch nicht ständig zwischengerufen. Ich würde Sie bitten, endlich auch eine gewisse Disziplin an den Tag zu legen. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS. – Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS. – Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf noch einmal unterbrechen. Die FPÖ hat noch mit drei Rednern die Möglichkeit, zu antworten. Ich bitte Sie, die Ministerin einmal ausreden zu lassen. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS. – Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das entspricht nicht der Würde des Hauses. Die Zwischenrufe machen kein gutes Bild. Die Zwischenrufe von der FPÖ können Sie in die Reden verpacken. (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.) Der Antragsbegründer hat ebenso die Möglichkeit gehabt, seine Argumente darzulegen, da wurde auch nicht ständig zwischengerufen. Ich würde Sie bitten, endlich auch eine gewisse Disziplin an den Tag zu legen. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS. – Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Hafenecker: Geeint mit Ungarn!
Bundesministerin für EU und Verfassung im Bundeskanzleramt Mag. Karoline Edtstadler (fortsetzend): Putin hat fälschlicherweise angenommen – und ich darf da noch einmal ansetzen –, dass wir uns als pluralistische und demokratische Gesellschaften auseinanderdividieren lassen. Er hat nicht geglaubt, dass wir den Willen und das Durchhaltevermögen haben, ihm klare Grenzen aufzuzeigen. Er hat nicht damit gerechnet, dass Europa stark und geeint auftrifft – und deshalb ist es auch so wichtig, dass dieses Europa stark und geeint bleibt. (Abg. Hafenecker: Geeint mit Ungarn!)
Abg. Hafenecker: Fragt bitte die Leute ...!
Und bitte verwechseln wir nicht Ursache und Wirkung! Es ist ganz klar ein russisches Narrativ – ja, ich sage Propaganda –, wenn verbreitet wird, dass die Sanktionen gegen Putin nicht wirken würden. (Abg. Hafenecker: Fragt bitte die Leute ...!) Putin hat selbst in einer Rede in Wladiwostok gesagt: Hört mit den Sanktionen auf, dann liefere ich euch weiter Gas! – Er macht Energie zur Waffe. (Abg. Belakowitsch: Er reagiert!) Er führt uns eiskalt unsere Abhängigkeit vor Augen – darauf haben Sie zu Recht hingewiesen, Herr Kickl –, und er hält sich nicht an bestehende Verträge. (Abg. Rauch: Jeder Satz bringt Sie näher an den Abgrund, jeder Satz! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Er reagiert!
Und bitte verwechseln wir nicht Ursache und Wirkung! Es ist ganz klar ein russisches Narrativ – ja, ich sage Propaganda –, wenn verbreitet wird, dass die Sanktionen gegen Putin nicht wirken würden. (Abg. Hafenecker: Fragt bitte die Leute ...!) Putin hat selbst in einer Rede in Wladiwostok gesagt: Hört mit den Sanktionen auf, dann liefere ich euch weiter Gas! – Er macht Energie zur Waffe. (Abg. Belakowitsch: Er reagiert!) Er führt uns eiskalt unsere Abhängigkeit vor Augen – darauf haben Sie zu Recht hingewiesen, Herr Kickl –, und er hält sich nicht an bestehende Verträge. (Abg. Rauch: Jeder Satz bringt Sie näher an den Abgrund, jeder Satz! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Rauch: Jeder Satz bringt Sie näher an den Abgrund, jeder Satz! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Und bitte verwechseln wir nicht Ursache und Wirkung! Es ist ganz klar ein russisches Narrativ – ja, ich sage Propaganda –, wenn verbreitet wird, dass die Sanktionen gegen Putin nicht wirken würden. (Abg. Hafenecker: Fragt bitte die Leute ...!) Putin hat selbst in einer Rede in Wladiwostok gesagt: Hört mit den Sanktionen auf, dann liefere ich euch weiter Gas! – Er macht Energie zur Waffe. (Abg. Belakowitsch: Er reagiert!) Er führt uns eiskalt unsere Abhängigkeit vor Augen – darauf haben Sie zu Recht hingewiesen, Herr Kickl –, und er hält sich nicht an bestehende Verträge. (Abg. Rauch: Jeder Satz bringt Sie näher an den Abgrund, jeder Satz! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Sie haben uns dort hineinmanövriert! – Zwischenruf des Abg. Hafenecker. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.
Es muss uns klar sein: Wir befinden uns in einem Wirtschaftskrieg und in einem Informationskrieg mit Putin. (Abg. Belakowitsch: Sie haben uns dort hineinmanövriert! – Zwischenruf des Abg. Hafenecker. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.) Wenn wir jetzt nachgeben, dann haben wir nichts erreicht, dann haben wir nichts zur Verbesserung der völkerrechtlichen Situation erreicht und wir würden nicht das erreichen können, was wir mit den Sanktionen wollen, nämlich eine Haltungsänderung bei unserem Gegenüber. (Abg. Belakowitsch: Ja, was denn? Wenn einer weniger gestorben ist, hat der Krieg ...! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Wenn wir jetzt aufgeben würden, hätten wir weder für die Bevölkerung noch für einen souveränen Staat wie die Ukraine noch für unsere westlichen Demokratien etwas erreicht. (Abg. Hafenecker: Wie souverän ist denn die Ukraine? – Abg. Belakowitsch: Wer hat Ihnen denn das aufgeschrieben, den Schwachsinn?)
Abg. Belakowitsch: Ja, was denn? Wenn einer weniger gestorben ist, hat der Krieg ...! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Es muss uns klar sein: Wir befinden uns in einem Wirtschaftskrieg und in einem Informationskrieg mit Putin. (Abg. Belakowitsch: Sie haben uns dort hineinmanövriert! – Zwischenruf des Abg. Hafenecker. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.) Wenn wir jetzt nachgeben, dann haben wir nichts erreicht, dann haben wir nichts zur Verbesserung der völkerrechtlichen Situation erreicht und wir würden nicht das erreichen können, was wir mit den Sanktionen wollen, nämlich eine Haltungsänderung bei unserem Gegenüber. (Abg. Belakowitsch: Ja, was denn? Wenn einer weniger gestorben ist, hat der Krieg ...! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Wenn wir jetzt aufgeben würden, hätten wir weder für die Bevölkerung noch für einen souveränen Staat wie die Ukraine noch für unsere westlichen Demokratien etwas erreicht. (Abg. Hafenecker: Wie souverän ist denn die Ukraine? – Abg. Belakowitsch: Wer hat Ihnen denn das aufgeschrieben, den Schwachsinn?)
Abg. Hafenecker: Wie souverän ist denn die Ukraine? – Abg. Belakowitsch: Wer hat Ihnen denn das aufgeschrieben, den Schwachsinn?
Es muss uns klar sein: Wir befinden uns in einem Wirtschaftskrieg und in einem Informationskrieg mit Putin. (Abg. Belakowitsch: Sie haben uns dort hineinmanövriert! – Zwischenruf des Abg. Hafenecker. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.) Wenn wir jetzt nachgeben, dann haben wir nichts erreicht, dann haben wir nichts zur Verbesserung der völkerrechtlichen Situation erreicht und wir würden nicht das erreichen können, was wir mit den Sanktionen wollen, nämlich eine Haltungsänderung bei unserem Gegenüber. (Abg. Belakowitsch: Ja, was denn? Wenn einer weniger gestorben ist, hat der Krieg ...! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Wenn wir jetzt aufgeben würden, hätten wir weder für die Bevölkerung noch für einen souveränen Staat wie die Ukraine noch für unsere westlichen Demokratien etwas erreicht. (Abg. Hafenecker: Wie souverän ist denn die Ukraine? – Abg. Belakowitsch: Wer hat Ihnen denn das aufgeschrieben, den Schwachsinn?)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Herr Kickl, was würde denn passieren, wenn wir jetzt die Sanktionen aufheben würden? Ich kenne Sie gut genug, dass ich weiß, Sie sind vieles, aber ganz sicher nicht naiv. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Deshalb glaube ich auch nicht, dass Sie glauben, dass Putin aufhören würde, die Gaslieferungen als Druckmittel einzusetzen. Ich glaube auch nicht, dass Sie annehmen, dass er die Getreidelieferungen über Odessa freigeben würde. (Abg. Kickl: Ja, was heißt denn das? Sanktionen ad infinitum, oder?) Ich weiß, dass Sie auch nicht davon ausgehen würden, dass Plünderungen, Vergewaltigungen und Folter plötzlich aufhören würden. Wenn Sie aber entgegen meiner Einschätzung doch dieser Annahme sind, dann ist das reines Wunschdenken – und Wunschdenken ist in der Politik niemals von Erfolg gekrönt. (Abg. Kickl: Ja, wir werden sehen, wer recht hat! Ich fürchte, ich habe recht!)
Abg. Kickl: Ja, was heißt denn das? Sanktionen ad infinitum, oder?
Herr Kickl, was würde denn passieren, wenn wir jetzt die Sanktionen aufheben würden? Ich kenne Sie gut genug, dass ich weiß, Sie sind vieles, aber ganz sicher nicht naiv. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Deshalb glaube ich auch nicht, dass Sie glauben, dass Putin aufhören würde, die Gaslieferungen als Druckmittel einzusetzen. Ich glaube auch nicht, dass Sie annehmen, dass er die Getreidelieferungen über Odessa freigeben würde. (Abg. Kickl: Ja, was heißt denn das? Sanktionen ad infinitum, oder?) Ich weiß, dass Sie auch nicht davon ausgehen würden, dass Plünderungen, Vergewaltigungen und Folter plötzlich aufhören würden. Wenn Sie aber entgegen meiner Einschätzung doch dieser Annahme sind, dann ist das reines Wunschdenken – und Wunschdenken ist in der Politik niemals von Erfolg gekrönt. (Abg. Kickl: Ja, wir werden sehen, wer recht hat! Ich fürchte, ich habe recht!)
Abg. Kickl: Ja, wir werden sehen, wer recht hat! Ich fürchte, ich habe recht!
Herr Kickl, was würde denn passieren, wenn wir jetzt die Sanktionen aufheben würden? Ich kenne Sie gut genug, dass ich weiß, Sie sind vieles, aber ganz sicher nicht naiv. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Deshalb glaube ich auch nicht, dass Sie glauben, dass Putin aufhören würde, die Gaslieferungen als Druckmittel einzusetzen. Ich glaube auch nicht, dass Sie annehmen, dass er die Getreidelieferungen über Odessa freigeben würde. (Abg. Kickl: Ja, was heißt denn das? Sanktionen ad infinitum, oder?) Ich weiß, dass Sie auch nicht davon ausgehen würden, dass Plünderungen, Vergewaltigungen und Folter plötzlich aufhören würden. Wenn Sie aber entgegen meiner Einschätzung doch dieser Annahme sind, dann ist das reines Wunschdenken – und Wunschdenken ist in der Politik niemals von Erfolg gekrönt. (Abg. Kickl: Ja, wir werden sehen, wer recht hat! Ich fürchte, ich habe recht!)
Abg. Belakowitsch: Sie sind auch eiskalt!
Wenn wir diesem eiskalten Treiben Putins nichts entgegensetzen (Abg. Belakowitsch: Sie sind auch eiskalt!) – und es ist ein eiskaltes, brutales Treiben, das er hier macht: erst heute wieder verkündet er eine Generalmobilmachung (Abg. Meinl-Reisinger: Teilmobilisierung! – Zwischenrufe bei der FPÖ) –, dann würden wir ein verheerendes Signal senden, dass Putin ohne irgendwelche Konsequenzen weiter Gewalt einsetzen und uns unter Druck setzen kann. Genau das würde
Abg. Meinl-Reisinger: Teilmobilisierung! – Zwischenrufe bei der FPÖ
Wenn wir diesem eiskalten Treiben Putins nichts entgegensetzen (Abg. Belakowitsch: Sie sind auch eiskalt!) – und es ist ein eiskaltes, brutales Treiben, das er hier macht: erst heute wieder verkündet er eine Generalmobilmachung (Abg. Meinl-Reisinger: Teilmobilisierung! – Zwischenrufe bei der FPÖ) –, dann würden wir ein verheerendes Signal senden, dass Putin ohne irgendwelche Konsequenzen weiter Gewalt einsetzen und uns unter Druck setzen kann. Genau das würde
Abg. Belakowitsch: Ja, in Österreich, jeden Tag! – Abg. Hafenecker: Die Sanktionen wirken gegen Österreich! – Ruf bei der FPÖ: Gegen die eigene Bevölkerung! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ. – Beifall bei ÖVP und Grünen.
Die Sanktionen wirken, sie wirken jeden Tag – und das ist auch belegt. (Abg. Belakowitsch: Ja, in Österreich, jeden Tag! – Abg. Hafenecker: Die Sanktionen wirken gegen Österreich! – Ruf bei der FPÖ: Gegen die eigene Bevölkerung! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ. – Beifall bei ÖVP und Grünen.) – Wissen Sie, man muss sich immer mit beiden Seiten auseinandersetzen! Sie wirken auf der Seite der Russen. Wir sehen, dass die Wirtschaft empfindlich getroffen ist. (Ruf bei der FPÖ: Unsere! – Abg. Belakowitsch: Ja, aber unsere!) Wir wissen aber auch, dass nicht jede Sanktion à la minute und sofort wirkt, denn manche wirken mittel- und langfristig. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Es ist auch klar, dass wir immer wieder auch evaluieren müssen, ob die Sanktionen auch weiterhin wirken. Derzeit wirken sie. (Widerspruch bei der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Unsere! – Abg. Belakowitsch: Ja, aber unsere!
Die Sanktionen wirken, sie wirken jeden Tag – und das ist auch belegt. (Abg. Belakowitsch: Ja, in Österreich, jeden Tag! – Abg. Hafenecker: Die Sanktionen wirken gegen Österreich! – Ruf bei der FPÖ: Gegen die eigene Bevölkerung! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ. – Beifall bei ÖVP und Grünen.) – Wissen Sie, man muss sich immer mit beiden Seiten auseinandersetzen! Sie wirken auf der Seite der Russen. Wir sehen, dass die Wirtschaft empfindlich getroffen ist. (Ruf bei der FPÖ: Unsere! – Abg. Belakowitsch: Ja, aber unsere!) Wir wissen aber auch, dass nicht jede Sanktion à la minute und sofort wirkt, denn manche wirken mittel- und langfristig. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Es ist auch klar, dass wir immer wieder auch evaluieren müssen, ob die Sanktionen auch weiterhin wirken. Derzeit wirken sie. (Widerspruch bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Die Sanktionen wirken, sie wirken jeden Tag – und das ist auch belegt. (Abg. Belakowitsch: Ja, in Österreich, jeden Tag! – Abg. Hafenecker: Die Sanktionen wirken gegen Österreich! – Ruf bei der FPÖ: Gegen die eigene Bevölkerung! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ. – Beifall bei ÖVP und Grünen.) – Wissen Sie, man muss sich immer mit beiden Seiten auseinandersetzen! Sie wirken auf der Seite der Russen. Wir sehen, dass die Wirtschaft empfindlich getroffen ist. (Ruf bei der FPÖ: Unsere! – Abg. Belakowitsch: Ja, aber unsere!) Wir wissen aber auch, dass nicht jede Sanktion à la minute und sofort wirkt, denn manche wirken mittel- und langfristig. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Es ist auch klar, dass wir immer wieder auch evaluieren müssen, ob die Sanktionen auch weiterhin wirken. Derzeit wirken sie. (Widerspruch bei der FPÖ.)
Widerspruch bei der FPÖ.
Die Sanktionen wirken, sie wirken jeden Tag – und das ist auch belegt. (Abg. Belakowitsch: Ja, in Österreich, jeden Tag! – Abg. Hafenecker: Die Sanktionen wirken gegen Österreich! – Ruf bei der FPÖ: Gegen die eigene Bevölkerung! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ. – Beifall bei ÖVP und Grünen.) – Wissen Sie, man muss sich immer mit beiden Seiten auseinandersetzen! Sie wirken auf der Seite der Russen. Wir sehen, dass die Wirtschaft empfindlich getroffen ist. (Ruf bei der FPÖ: Unsere! – Abg. Belakowitsch: Ja, aber unsere!) Wir wissen aber auch, dass nicht jede Sanktion à la minute und sofort wirkt, denn manche wirken mittel- und langfristig. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Es ist auch klar, dass wir immer wieder auch evaluieren müssen, ob die Sanktionen auch weiterhin wirken. Derzeit wirken sie. (Widerspruch bei der FPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Ja, bei uns auch! – Abg. Hafenecker: Ja, bei uns in Österreich!
Es sind rund 1 200 Einzelpersonen betroffen, es sind 100 Entitäten, also Unternehmen und Institutionen, betroffen, und zwar in einem gewaltigen Ausmaß. Ganze Industriezweige stehen vor dem Aus. (Abg. Belakowitsch: Ja, bei uns auch! – Abg. Hafenecker: Ja, bei uns in Österreich!) Wir hören, dass 97 Prozent der russischen (Abg. Hafenecker: In Österreich! – Abg. Rauch: In Österreich, Sie reden eigentlich von Österreich! – Ruf bei der FPÖ: Was ist das für ein Argument, wenn es uns schlecht geht?) Automobilindustrie stillstehen. (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Man kann auch die Augen vor den Fakten verschließen. Drei Viertel der russischen zivilen Luftfahrt sind betroffen: Auch die Luftfahrt dort wird bald stillstehen, denn sie ist auf Ersatzteile angewiesen und ihre Flugzeuge können nicht mehr gewartet werden.
Abg. Hafenecker: In Österreich! – Abg. Rauch: In Österreich, Sie reden eigentlich von Österreich! – Ruf bei der FPÖ: Was ist das für ein Argument, wenn es uns schlecht geht?
Es sind rund 1 200 Einzelpersonen betroffen, es sind 100 Entitäten, also Unternehmen und Institutionen, betroffen, und zwar in einem gewaltigen Ausmaß. Ganze Industriezweige stehen vor dem Aus. (Abg. Belakowitsch: Ja, bei uns auch! – Abg. Hafenecker: Ja, bei uns in Österreich!) Wir hören, dass 97 Prozent der russischen (Abg. Hafenecker: In Österreich! – Abg. Rauch: In Österreich, Sie reden eigentlich von Österreich! – Ruf bei der FPÖ: Was ist das für ein Argument, wenn es uns schlecht geht?) Automobilindustrie stillstehen. (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Man kann auch die Augen vor den Fakten verschließen. Drei Viertel der russischen zivilen Luftfahrt sind betroffen: Auch die Luftfahrt dort wird bald stillstehen, denn sie ist auf Ersatzteile angewiesen und ihre Flugzeuge können nicht mehr gewartet werden.
Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Es sind rund 1 200 Einzelpersonen betroffen, es sind 100 Entitäten, also Unternehmen und Institutionen, betroffen, und zwar in einem gewaltigen Ausmaß. Ganze Industriezweige stehen vor dem Aus. (Abg. Belakowitsch: Ja, bei uns auch! – Abg. Hafenecker: Ja, bei uns in Österreich!) Wir hören, dass 97 Prozent der russischen (Abg. Hafenecker: In Österreich! – Abg. Rauch: In Österreich, Sie reden eigentlich von Österreich! – Ruf bei der FPÖ: Was ist das für ein Argument, wenn es uns schlecht geht?) Automobilindustrie stillstehen. (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Man kann auch die Augen vor den Fakten verschließen. Drei Viertel der russischen zivilen Luftfahrt sind betroffen: Auch die Luftfahrt dort wird bald stillstehen, denn sie ist auf Ersatzteile angewiesen und ihre Flugzeuge können nicht mehr gewartet werden.
Zwischenruf des Abg. Hafenecker.
Viele der modernen russischen Waffensysteme setzen zudem auf westliche Technologie, von der Russland nun abgeschnitten ist. Das ist ein herber Rückschlag auch für die russischen Streitkräfte. Ganze Panzerwerke stehen still, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.)
Abg. Hafenecker: Super, und was macht das Hilfspaket in Österreich im Vergleich?
Darüber hinaus ist bereits Vermögen im Ausmaß von 13,8 Milliarden Euro eingefroren worden. (Abg. Hafenecker: Super, und was macht das Hilfspaket in Österreich im Vergleich?)
Abg. Belakowitsch: Nur Österreich! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Letzte Studien belegen, dass die Sanktionen Russland enorm treffen. (Abg. Belakowitsch: Nur Österreich! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Nur ein paar wenige Zahlen: Die russische Wirtschaft schrumpft um mindestens 6 Prozent. (Abg. Belakowitsch: Und die österreichische um wie viel? Frau Minister, wissen Sie das auch? – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Wenn Sie mir zuhören, dann hören Sie auch den nächsten Satz: Die Europäische Kommission erwartet in der Europäischen Union ein Wachstum von zumindest rund 2,7 Prozent. (Abg. Belakowitsch: Geh bitte! – Ruf bei der FPÖ: Das gibt’s ja net! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Es gilt jetzt also, durchzuhalten und die Sanktionen wirken zu lassen, und dafür brauchen wir auch strategische Geduld. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.)
Abg. Belakowitsch: Und die österreichische um wie viel? Frau Minister, wissen Sie das auch? – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Letzte Studien belegen, dass die Sanktionen Russland enorm treffen. (Abg. Belakowitsch: Nur Österreich! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Nur ein paar wenige Zahlen: Die russische Wirtschaft schrumpft um mindestens 6 Prozent. (Abg. Belakowitsch: Und die österreichische um wie viel? Frau Minister, wissen Sie das auch? – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Wenn Sie mir zuhören, dann hören Sie auch den nächsten Satz: Die Europäische Kommission erwartet in der Europäischen Union ein Wachstum von zumindest rund 2,7 Prozent. (Abg. Belakowitsch: Geh bitte! – Ruf bei der FPÖ: Das gibt’s ja net! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Es gilt jetzt also, durchzuhalten und die Sanktionen wirken zu lassen, und dafür brauchen wir auch strategische Geduld. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.)
Abg. Belakowitsch: Geh bitte! – Ruf bei der FPÖ: Das gibt’s ja net! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Letzte Studien belegen, dass die Sanktionen Russland enorm treffen. (Abg. Belakowitsch: Nur Österreich! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Nur ein paar wenige Zahlen: Die russische Wirtschaft schrumpft um mindestens 6 Prozent. (Abg. Belakowitsch: Und die österreichische um wie viel? Frau Minister, wissen Sie das auch? – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Wenn Sie mir zuhören, dann hören Sie auch den nächsten Satz: Die Europäische Kommission erwartet in der Europäischen Union ein Wachstum von zumindest rund 2,7 Prozent. (Abg. Belakowitsch: Geh bitte! – Ruf bei der FPÖ: Das gibt’s ja net! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Es gilt jetzt also, durchzuhalten und die Sanktionen wirken zu lassen, und dafür brauchen wir auch strategische Geduld. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.
Letzte Studien belegen, dass die Sanktionen Russland enorm treffen. (Abg. Belakowitsch: Nur Österreich! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Nur ein paar wenige Zahlen: Die russische Wirtschaft schrumpft um mindestens 6 Prozent. (Abg. Belakowitsch: Und die österreichische um wie viel? Frau Minister, wissen Sie das auch? – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Wenn Sie mir zuhören, dann hören Sie auch den nächsten Satz: Die Europäische Kommission erwartet in der Europäischen Union ein Wachstum von zumindest rund 2,7 Prozent. (Abg. Belakowitsch: Geh bitte! – Ruf bei der FPÖ: Das gibt’s ja net! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Es gilt jetzt also, durchzuhalten und die Sanktionen wirken zu lassen, und dafür brauchen wir auch strategische Geduld. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Hafenecker.
Gleichzeitig, und da gebe ich Ihnen recht, sind die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine und der Sanktionen auch in Europa spürbar. Ich sage Ihnen aber auch: Es war bereits vorher so, dass wir steigende Preise hatten. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Wir haben mit der Lieferkettenproblematik nach dem Wiederhochfahren der Wirtschaft (Abg. Hauser: Weil ihr die vollkommen falsche Coronapolitik gemacht habt! Alles selbst verschuldet!) nach Corona und der Pandemie zu kämpfen gehabt. Der Krieg fungiert hier als ein Brandbeschleuniger. Ich selbst bin in unzähligen Sitzungen auf europäischer Ebene gesessen, in denen wir bereits vor dem Krieg (Abg. Belakowitsch: Das hört man ja eh raus! Sie plappern ja auch nur nach! – Zwischenruf des Abg. Hafenecker) über diese Problematik geredet haben. Wir dürfen nicht außer Acht lassen, dass auch vor dem 24. Februar die Inflation bereits hoch war und zu Jahresbeginn bei ungefähr 5 Prozent gelegen ist. (Abg. Kickl: Umso schlimmer!) Deshalb ist es wichtig, hier in Österreich auch tatsächlich Maßnahmen zu setzen, die die Menschen entlasten.
Abg. Hauser: Weil ihr die vollkommen falsche Coronapolitik gemacht habt! Alles selbst verschuldet!
Gleichzeitig, und da gebe ich Ihnen recht, sind die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine und der Sanktionen auch in Europa spürbar. Ich sage Ihnen aber auch: Es war bereits vorher so, dass wir steigende Preise hatten. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Wir haben mit der Lieferkettenproblematik nach dem Wiederhochfahren der Wirtschaft (Abg. Hauser: Weil ihr die vollkommen falsche Coronapolitik gemacht habt! Alles selbst verschuldet!) nach Corona und der Pandemie zu kämpfen gehabt. Der Krieg fungiert hier als ein Brandbeschleuniger. Ich selbst bin in unzähligen Sitzungen auf europäischer Ebene gesessen, in denen wir bereits vor dem Krieg (Abg. Belakowitsch: Das hört man ja eh raus! Sie plappern ja auch nur nach! – Zwischenruf des Abg. Hafenecker) über diese Problematik geredet haben. Wir dürfen nicht außer Acht lassen, dass auch vor dem 24. Februar die Inflation bereits hoch war und zu Jahresbeginn bei ungefähr 5 Prozent gelegen ist. (Abg. Kickl: Umso schlimmer!) Deshalb ist es wichtig, hier in Österreich auch tatsächlich Maßnahmen zu setzen, die die Menschen entlasten.
Abg. Belakowitsch: Das hört man ja eh raus! Sie plappern ja auch nur nach! – Zwischenruf des Abg. Hafenecker
Gleichzeitig, und da gebe ich Ihnen recht, sind die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine und der Sanktionen auch in Europa spürbar. Ich sage Ihnen aber auch: Es war bereits vorher so, dass wir steigende Preise hatten. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Wir haben mit der Lieferkettenproblematik nach dem Wiederhochfahren der Wirtschaft (Abg. Hauser: Weil ihr die vollkommen falsche Coronapolitik gemacht habt! Alles selbst verschuldet!) nach Corona und der Pandemie zu kämpfen gehabt. Der Krieg fungiert hier als ein Brandbeschleuniger. Ich selbst bin in unzähligen Sitzungen auf europäischer Ebene gesessen, in denen wir bereits vor dem Krieg (Abg. Belakowitsch: Das hört man ja eh raus! Sie plappern ja auch nur nach! – Zwischenruf des Abg. Hafenecker) über diese Problematik geredet haben. Wir dürfen nicht außer Acht lassen, dass auch vor dem 24. Februar die Inflation bereits hoch war und zu Jahresbeginn bei ungefähr 5 Prozent gelegen ist. (Abg. Kickl: Umso schlimmer!) Deshalb ist es wichtig, hier in Österreich auch tatsächlich Maßnahmen zu setzen, die die Menschen entlasten.
Abg. Kickl: Umso schlimmer!
Gleichzeitig, und da gebe ich Ihnen recht, sind die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine und der Sanktionen auch in Europa spürbar. Ich sage Ihnen aber auch: Es war bereits vorher so, dass wir steigende Preise hatten. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Wir haben mit der Lieferkettenproblematik nach dem Wiederhochfahren der Wirtschaft (Abg. Hauser: Weil ihr die vollkommen falsche Coronapolitik gemacht habt! Alles selbst verschuldet!) nach Corona und der Pandemie zu kämpfen gehabt. Der Krieg fungiert hier als ein Brandbeschleuniger. Ich selbst bin in unzähligen Sitzungen auf europäischer Ebene gesessen, in denen wir bereits vor dem Krieg (Abg. Belakowitsch: Das hört man ja eh raus! Sie plappern ja auch nur nach! – Zwischenruf des Abg. Hafenecker) über diese Problematik geredet haben. Wir dürfen nicht außer Acht lassen, dass auch vor dem 24. Februar die Inflation bereits hoch war und zu Jahresbeginn bei ungefähr 5 Prozent gelegen ist. (Abg. Kickl: Umso schlimmer!) Deshalb ist es wichtig, hier in Österreich auch tatsächlich Maßnahmen zu setzen, die die Menschen entlasten.
Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Steger
viele Menschen heute enorme Sorgen haben, nicht wissen, wie sie die Heizkostenrechnung zahlen (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Steger), und Mitte des Monats nicht wissen, wie sie den nächsten Lebensmitteleinkauf finanzieren sollen. (Abg. Kickl: Na für die war das jetzt alles sehr tröstlich, was Sie gesagt haben bisher!)
Abg. Kickl: Na für die war das jetzt alles sehr tröstlich, was Sie gesagt haben bisher!
viele Menschen heute enorme Sorgen haben, nicht wissen, wie sie die Heizkostenrechnung zahlen (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Steger), und Mitte des Monats nicht wissen, wie sie den nächsten Lebensmitteleinkauf finanzieren sollen. (Abg. Kickl: Na für die war das jetzt alles sehr tröstlich, was Sie gesagt haben bisher!)
Abg. Belakowitsch: Was alles? Was ist alles?
Die Bundesregierung tut alles (Abg. Belakowitsch: Was alles? Was ist alles?), um dieser Teuerungswelle hier auch entsprechend entgegenzuwirken. Bereits im Jänner, also vor dem russischen Angriffskrieg, haben wir die ersten Maßnahmen getroffen und mit dem Klimabonus, mit der ökosozialen Steuerreform ein Entlastungspaket geschnürt. Jetzt, in diesem Monat, folgt das nächste milliardenschwere Entlastungspaket, und ich gebe Ihnen nur einzelne Stichwörter (Abg. Kickl: CO2-Steuer!): Teuerungsausgleich, Teuerungsabsetzbetrag, Stromkostenbremse – Sie haben davon gehört –, Valorisierung der Sozial- und Familienleistungen ab Jänner 2023 (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), Abschaffung der kalten Progression in einem Gesamtausmaß von rund 20 Milliarden Euro.
Abg. Kickl: CO2-Steuer!
Die Bundesregierung tut alles (Abg. Belakowitsch: Was alles? Was ist alles?), um dieser Teuerungswelle hier auch entsprechend entgegenzuwirken. Bereits im Jänner, also vor dem russischen Angriffskrieg, haben wir die ersten Maßnahmen getroffen und mit dem Klimabonus, mit der ökosozialen Steuerreform ein Entlastungspaket geschnürt. Jetzt, in diesem Monat, folgt das nächste milliardenschwere Entlastungspaket, und ich gebe Ihnen nur einzelne Stichwörter (Abg. Kickl: CO2-Steuer!): Teuerungsausgleich, Teuerungsabsetzbetrag, Stromkostenbremse – Sie haben davon gehört –, Valorisierung der Sozial- und Familienleistungen ab Jänner 2023 (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), Abschaffung der kalten Progression in einem Gesamtausmaß von rund 20 Milliarden Euro.
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Die Bundesregierung tut alles (Abg. Belakowitsch: Was alles? Was ist alles?), um dieser Teuerungswelle hier auch entsprechend entgegenzuwirken. Bereits im Jänner, also vor dem russischen Angriffskrieg, haben wir die ersten Maßnahmen getroffen und mit dem Klimabonus, mit der ökosozialen Steuerreform ein Entlastungspaket geschnürt. Jetzt, in diesem Monat, folgt das nächste milliardenschwere Entlastungspaket, und ich gebe Ihnen nur einzelne Stichwörter (Abg. Kickl: CO2-Steuer!): Teuerungsausgleich, Teuerungsabsetzbetrag, Stromkostenbremse – Sie haben davon gehört –, Valorisierung der Sozial- und Familienleistungen ab Jänner 2023 (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), Abschaffung der kalten Progression in einem Gesamtausmaß von rund 20 Milliarden Euro.
Abg. Belakowitsch: Danke für Ihr Demokratieverständnis!
Ich weiß, meine sehr geehrten Damen und Herren, und ich wende mich an alle außer an die Abgeordneten der FPÖ, weil die es ohnehin nicht hören wollen (Abg. Belakowitsch: Danke für Ihr Demokratieverständnis!), dass wir damit nicht alle Probleme lösen können. (Abg. Belakowitsch: Na gar keines lösen Sie! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich kann Ihnen aber sagen, dass die österreichische Bundesregierung alles tut, um für Wohlstand und Sicherheit (Zwischenruf des Abg. Hafenecker) in diesem Land zu sorgen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Fast zynisch! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Abg. Belakowitsch: Na gar keines lösen Sie! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich weiß, meine sehr geehrten Damen und Herren, und ich wende mich an alle außer an die Abgeordneten der FPÖ, weil die es ohnehin nicht hören wollen (Abg. Belakowitsch: Danke für Ihr Demokratieverständnis!), dass wir damit nicht alle Probleme lösen können. (Abg. Belakowitsch: Na gar keines lösen Sie! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich kann Ihnen aber sagen, dass die österreichische Bundesregierung alles tut, um für Wohlstand und Sicherheit (Zwischenruf des Abg. Hafenecker) in diesem Land zu sorgen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Fast zynisch! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Zwischenruf des Abg. Hafenecker
Ich weiß, meine sehr geehrten Damen und Herren, und ich wende mich an alle außer an die Abgeordneten der FPÖ, weil die es ohnehin nicht hören wollen (Abg. Belakowitsch: Danke für Ihr Demokratieverständnis!), dass wir damit nicht alle Probleme lösen können. (Abg. Belakowitsch: Na gar keines lösen Sie! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich kann Ihnen aber sagen, dass die österreichische Bundesregierung alles tut, um für Wohlstand und Sicherheit (Zwischenruf des Abg. Hafenecker) in diesem Land zu sorgen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Fast zynisch! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Fast zynisch! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Ich weiß, meine sehr geehrten Damen und Herren, und ich wende mich an alle außer an die Abgeordneten der FPÖ, weil die es ohnehin nicht hören wollen (Abg. Belakowitsch: Danke für Ihr Demokratieverständnis!), dass wir damit nicht alle Probleme lösen können. (Abg. Belakowitsch: Na gar keines lösen Sie! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich kann Ihnen aber sagen, dass die österreichische Bundesregierung alles tut, um für Wohlstand und Sicherheit (Zwischenruf des Abg. Hafenecker) in diesem Land zu sorgen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Fast zynisch! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Amesbauer und Belakowitsch
Es ist gleichzeitig notwendig, eine klare Haltung gegenüber einem unglaublichen Völkerrechtsbruch an den Tag zu legen und unsere Werte zu schützen, denn der Angriff Russlands auf die Ukraine ist ein Angriff auf unsere westlichen, europäischen Werte (Zwischenrufe der Abgeordneten Amesbauer und Belakowitsch), die Generationen vor uns erkämpft haben. Es sind nicht die Sanktionen, die den
Abg. Belakowitsch: Nein, nein, nein!
Wohlstand und die Sicherheit Österreichs gefährden! (Abg. Belakowitsch: Nein, nein, nein!)
Heiterkeit bei der FPÖ
Es sind Sie, Herr Kickl (Heiterkeit bei der FPÖ), der hier den Wohlstand und die österreichische Gesellschaft spalten will. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Wenn Sie das glauben! Wenn Sie das glauben! Da draußen glaubt das niemand!) Das ist eine brandgefährliche Entwicklung. (Abg. Hafenecker: Die Werte der ÖVP basieren auf Korruption!) Ich kenne Sie und ich weiß, dass Sie, wenn Sie in sich gehen, das genauso sehen. (Abg. Belakowitsch: Was Sie wissen oder glauben, zu wissen!) Deshalb fordere ich Sie auf: Kommen Sie zurück zu Ihrer politischen, staatspolitischen Verantwortung! Hören Sie auf, Unwahrheiten zu verbreiten, und hören Sie auf, die österreichische Gesellschaft zu spalten! (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abg. Meinl-Reisinger. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Wenn Sie das glauben! Wenn Sie das glauben! Da draußen glaubt das niemand!
Es sind Sie, Herr Kickl (Heiterkeit bei der FPÖ), der hier den Wohlstand und die österreichische Gesellschaft spalten will. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Wenn Sie das glauben! Wenn Sie das glauben! Da draußen glaubt das niemand!) Das ist eine brandgefährliche Entwicklung. (Abg. Hafenecker: Die Werte der ÖVP basieren auf Korruption!) Ich kenne Sie und ich weiß, dass Sie, wenn Sie in sich gehen, das genauso sehen. (Abg. Belakowitsch: Was Sie wissen oder glauben, zu wissen!) Deshalb fordere ich Sie auf: Kommen Sie zurück zu Ihrer politischen, staatspolitischen Verantwortung! Hören Sie auf, Unwahrheiten zu verbreiten, und hören Sie auf, die österreichische Gesellschaft zu spalten! (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abg. Meinl-Reisinger. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Hafenecker: Die Werte der ÖVP basieren auf Korruption!
Es sind Sie, Herr Kickl (Heiterkeit bei der FPÖ), der hier den Wohlstand und die österreichische Gesellschaft spalten will. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Wenn Sie das glauben! Wenn Sie das glauben! Da draußen glaubt das niemand!) Das ist eine brandgefährliche Entwicklung. (Abg. Hafenecker: Die Werte der ÖVP basieren auf Korruption!) Ich kenne Sie und ich weiß, dass Sie, wenn Sie in sich gehen, das genauso sehen. (Abg. Belakowitsch: Was Sie wissen oder glauben, zu wissen!) Deshalb fordere ich Sie auf: Kommen Sie zurück zu Ihrer politischen, staatspolitischen Verantwortung! Hören Sie auf, Unwahrheiten zu verbreiten, und hören Sie auf, die österreichische Gesellschaft zu spalten! (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abg. Meinl-Reisinger. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Was Sie wissen oder glauben, zu wissen!
Es sind Sie, Herr Kickl (Heiterkeit bei der FPÖ), der hier den Wohlstand und die österreichische Gesellschaft spalten will. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Wenn Sie das glauben! Wenn Sie das glauben! Da draußen glaubt das niemand!) Das ist eine brandgefährliche Entwicklung. (Abg. Hafenecker: Die Werte der ÖVP basieren auf Korruption!) Ich kenne Sie und ich weiß, dass Sie, wenn Sie in sich gehen, das genauso sehen. (Abg. Belakowitsch: Was Sie wissen oder glauben, zu wissen!) Deshalb fordere ich Sie auf: Kommen Sie zurück zu Ihrer politischen, staatspolitischen Verantwortung! Hören Sie auf, Unwahrheiten zu verbreiten, und hören Sie auf, die österreichische Gesellschaft zu spalten! (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abg. Meinl-Reisinger. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abg. Meinl-Reisinger. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Es sind Sie, Herr Kickl (Heiterkeit bei der FPÖ), der hier den Wohlstand und die österreichische Gesellschaft spalten will. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Wenn Sie das glauben! Wenn Sie das glauben! Da draußen glaubt das niemand!) Das ist eine brandgefährliche Entwicklung. (Abg. Hafenecker: Die Werte der ÖVP basieren auf Korruption!) Ich kenne Sie und ich weiß, dass Sie, wenn Sie in sich gehen, das genauso sehen. (Abg. Belakowitsch: Was Sie wissen oder glauben, zu wissen!) Deshalb fordere ich Sie auf: Kommen Sie zurück zu Ihrer politischen, staatspolitischen Verantwortung! Hören Sie auf, Unwahrheiten zu verbreiten, und hören Sie auf, die österreichische Gesellschaft zu spalten! (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abg. Meinl-Reisinger. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Kickl: Na großartig!
Hier in Österreich kann ich mit Fug und Recht in Anspruch nehmen, dass auch die österreichische Bundesregierung, allen voran der Bundeskanzler, vor allem auch der Innenminister, alles daransetzen, Schlepper aufzugreifen, gegen illegale Migration anzukämpfen (Abg. Kickl: Na großartig!) und für Sicherheit und Ordnung in diesem Land zu sorgen. (Abg. Kickl: Großartig!)
Abg. Kickl: Großartig!
Hier in Österreich kann ich mit Fug und Recht in Anspruch nehmen, dass auch die österreichische Bundesregierung, allen voran der Bundeskanzler, vor allem auch der Innenminister, alles daransetzen, Schlepper aufzugreifen, gegen illegale Migration anzukämpfen (Abg. Kickl: Na großartig!) und für Sicherheit und Ordnung in diesem Land zu sorgen. (Abg. Kickl: Großartig!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Zwischenrufe bei der FPÖ) für Wohlstand und Sicherheit zurückzukommen! – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Hafenecker: Danke, dass es wiederholt wurde! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Ebenso Herrn Abgeordneten Hafenecker: Das ist kein Herausrufen, das ist ein ständiges Stören der Rednerin, und noch dazu: „Die Werte der ÖVP“ beruhen „auf Korruption“ – dafür erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Hafenecker: Danke, dass es wiederholt wurde! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ihnen, Frau Bundesministerin, ein Danke für diese klare Haltung, die Sie hier an den Tag gelegt haben und die auch die Bundesregierung in dieser Frage vertritt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Viele Menschen haben in diesen Tagen Sorgen und Ängste, diese Verunsicherung aber, Herr Klubobmann Kickl, hier so schamlos auszunützen, wie Sie das gemacht haben, ist zutiefst unseriös. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Mit den Ängsten der Menschen spielt man nicht, Herr Klubobmann Kickl! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Stefan: Seit wann? Seit Covid oder seit wann denn? Seit Covid macht ihr das nicht mehr? Seit wann macht ihr das nicht mehr?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Stefan: Seit wann? Seit Covid oder seit wann denn? Seit Covid macht ihr das nicht mehr? Seit wann macht ihr das nicht mehr?
Viele Menschen haben in diesen Tagen Sorgen und Ängste, diese Verunsicherung aber, Herr Klubobmann Kickl, hier so schamlos auszunützen, wie Sie das gemacht haben, ist zutiefst unseriös. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Mit den Ängsten der Menschen spielt man nicht, Herr Klubobmann Kickl! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Stefan: Seit wann? Seit Covid oder seit wann denn? Seit Covid macht ihr das nicht mehr? Seit wann macht ihr das nicht mehr?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Ruf bei der FPÖ: Was habt ihr in der Coronakrise gemacht? Hunderttausende Tote ...! Sie Spalter!
Um mit Ihren Schlussworten zu sprechen: Das ist erbärmlich, Herr Klubobmann Kickl! Das ist erbärmlich! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Ruf bei der FPÖ: Was habt ihr in der Coronakrise gemacht? Hunderttausende Tote ...! Sie Spalter!) Aber es ist eine nahtlose Fortsetzung Ihrer Politik. Sie können es nicht anders. Sie können sich noch erinnern - - (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen. – Abg. Belakowitsch: Wir müssen den Menschen ja Angst machen, weil es die ÖVP ...!)
Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen. – Abg. Belakowitsch: Wir müssen den Menschen ja Angst machen, weil es die ÖVP ...!
Um mit Ihren Schlussworten zu sprechen: Das ist erbärmlich, Herr Klubobmann Kickl! Das ist erbärmlich! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Ruf bei der FPÖ: Was habt ihr in der Coronakrise gemacht? Hunderttausende Tote ...! Sie Spalter!) Aber es ist eine nahtlose Fortsetzung Ihrer Politik. Sie können es nicht anders. Sie können sich noch erinnern - - (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen. – Abg. Belakowitsch: Wir müssen den Menschen ja Angst machen, weil es die ÖVP ...!)
Abg. Hauser: Bitte! Ein so ein Blödsinn!
Sie können sich noch erinnern, als Sie den Menschen in der Coronazeit Pferdewurmmittel empfohlen haben. (Abg. Hauser: Bitte! Ein so ein Blödsinn!) Genau diese Seriosität haben Sie heute hier wieder an den Tag gelegt. (Abg. Hauser: Einen so einen Blödsinn verbreiten!) Das bringt uns aber in diesen ernsten Zeiten keinen Schritt weiter. Wundern Sie sich nicht, wenn Sie damit Ihre Fraktion hier im Parlament immer stärker isolieren! (Abg. Belakowitsch: Macht nichts, die Bevölkerung ...! – Abg. Kickl: Sie mit Ihrer Alternativlosigkeit für dieses Land ...!) Das ist es, was Sie erreichen. Wir können dieser Art von Politik von Ihrer Seite nur eine Abfuhr erteilen, Klubobmann Kickl! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Hauser: Einen so einen Blödsinn verbreiten!
Sie können sich noch erinnern, als Sie den Menschen in der Coronazeit Pferdewurmmittel empfohlen haben. (Abg. Hauser: Bitte! Ein so ein Blödsinn!) Genau diese Seriosität haben Sie heute hier wieder an den Tag gelegt. (Abg. Hauser: Einen so einen Blödsinn verbreiten!) Das bringt uns aber in diesen ernsten Zeiten keinen Schritt weiter. Wundern Sie sich nicht, wenn Sie damit Ihre Fraktion hier im Parlament immer stärker isolieren! (Abg. Belakowitsch: Macht nichts, die Bevölkerung ...! – Abg. Kickl: Sie mit Ihrer Alternativlosigkeit für dieses Land ...!) Das ist es, was Sie erreichen. Wir können dieser Art von Politik von Ihrer Seite nur eine Abfuhr erteilen, Klubobmann Kickl! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Belakowitsch: Macht nichts, die Bevölkerung ...! – Abg. Kickl: Sie mit Ihrer Alternativlosigkeit für dieses Land ...!
Sie können sich noch erinnern, als Sie den Menschen in der Coronazeit Pferdewurmmittel empfohlen haben. (Abg. Hauser: Bitte! Ein so ein Blödsinn!) Genau diese Seriosität haben Sie heute hier wieder an den Tag gelegt. (Abg. Hauser: Einen so einen Blödsinn verbreiten!) Das bringt uns aber in diesen ernsten Zeiten keinen Schritt weiter. Wundern Sie sich nicht, wenn Sie damit Ihre Fraktion hier im Parlament immer stärker isolieren! (Abg. Belakowitsch: Macht nichts, die Bevölkerung ...! – Abg. Kickl: Sie mit Ihrer Alternativlosigkeit für dieses Land ...!) Das ist es, was Sie erreichen. Wir können dieser Art von Politik von Ihrer Seite nur eine Abfuhr erteilen, Klubobmann Kickl! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Sie können sich noch erinnern, als Sie den Menschen in der Coronazeit Pferdewurmmittel empfohlen haben. (Abg. Hauser: Bitte! Ein so ein Blödsinn!) Genau diese Seriosität haben Sie heute hier wieder an den Tag gelegt. (Abg. Hauser: Einen so einen Blödsinn verbreiten!) Das bringt uns aber in diesen ernsten Zeiten keinen Schritt weiter. Wundern Sie sich nicht, wenn Sie damit Ihre Fraktion hier im Parlament immer stärker isolieren! (Abg. Belakowitsch: Macht nichts, die Bevölkerung ...! – Abg. Kickl: Sie mit Ihrer Alternativlosigkeit für dieses Land ...!) Das ist es, was Sie erreichen. Wir können dieser Art von Politik von Ihrer Seite nur eine Abfuhr erteilen, Klubobmann Kickl! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Lausch: Wir reden nicht über die Ukraine! – Abg. Kickl: Die aus Afrika, oder? Meinen Sie die Afrikaner?
Dann sprechen Sie die EU-Sanktionen zeitgleich mit der Masseneinwanderung an – eigentlich zwei völlig unterschiedliche Themen, außer Sie sehen die Flucht der Frauen und Kinder vor den Schergen von Putin als Masseneinwanderung an. (Abg. Lausch: Wir reden nicht über die Ukraine! – Abg. Kickl: Die aus Afrika, oder? Meinen Sie die Afrikaner?) Ich glaube aber, die Frauen und Kinder, die nach Europa gekommen sind, haben unseren Schutz verdient. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS. – Abg. Kickl: Sie kommen mit Ihrem Schwachsinn nicht mehr durch!) Herr Klubobmann Kickl, die Männer sind in der Ukraine geblieben. Sie kämpfen seit 24. Februar für Freiheit – das sollte den
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS. – Abg. Kickl: Sie kommen mit Ihrem Schwachsinn nicht mehr durch!
Dann sprechen Sie die EU-Sanktionen zeitgleich mit der Masseneinwanderung an – eigentlich zwei völlig unterschiedliche Themen, außer Sie sehen die Flucht der Frauen und Kinder vor den Schergen von Putin als Masseneinwanderung an. (Abg. Lausch: Wir reden nicht über die Ukraine! – Abg. Kickl: Die aus Afrika, oder? Meinen Sie die Afrikaner?) Ich glaube aber, die Frauen und Kinder, die nach Europa gekommen sind, haben unseren Schutz verdient. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS. – Abg. Kickl: Sie kommen mit Ihrem Schwachsinn nicht mehr durch!) Herr Klubobmann Kickl, die Männer sind in der Ukraine geblieben. Sie kämpfen seit 24. Februar für Freiheit – das sollte den
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS. – Zwischenruf des Abg. Kickl.
Freiheitlichen schon ein Wert sein – und für die Souveränität ihres Landes. Das tun sie! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS. – Zwischenruf des Abg. Kickl.) Das tun sie und das sollte unsere Unterstützung finden.
Abg. Kickl: Sie sagen ihnen einfach, das ist alternativlos!
In einem aber haben Sie recht: Die bevorstehenden Monate werden nicht leicht, weder für finanzschwache Familien noch für Betriebe, die stark energieabhängig sind. (Abg. Kickl: Sie sagen ihnen einfach, das ist alternativlos!) Aber auch da versucht die Bundesregierung, bestmöglich zu helfen.
Abg. Hafenecker: Sie sind auch nicht mehr populär! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Ich sage Ihnen etwas, was die Sanktionen betrifft: Wenn Putin so weit geht, dass er sein Erdgas abfackelt, bevor er es exportiert, wenn er so weit geht, dass er jede Form der Souveränität der Ukraine in Abrede stellt: Was anderes als Sanktionen zu verhängen hätten wir da tun sollen?! Herr Abgeordneter Hafenecker, weil Sie vorhin einen Zwischenruf betreffend die Sanktionen gemacht haben: Ja, Sanktionen sind nicht populär, aber sie zeigen Wirkung. (Abg. Hafenecker: Sie sind auch nicht mehr populär! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Sie zeigen Wirkung, die Wirtschaft Russlands schrumpft zwischen 6 und 10 Prozent. (Abg. Hafenecker: Und wir? – Abg. Hauser: Deswegen ist der ... um 30 Prozent gestiegen! – Rufe bei der FPÖ: Das ist doch ein Blödsinn! Das stimmt doch überhaupt nicht!)
Abg. Hafenecker: Und wir? – Abg. Hauser: Deswegen ist der ... um 30 Prozent gestiegen! – Rufe bei der FPÖ: Das ist doch ein Blödsinn! Das stimmt doch überhaupt nicht!
Ich sage Ihnen etwas, was die Sanktionen betrifft: Wenn Putin so weit geht, dass er sein Erdgas abfackelt, bevor er es exportiert, wenn er so weit geht, dass er jede Form der Souveränität der Ukraine in Abrede stellt: Was anderes als Sanktionen zu verhängen hätten wir da tun sollen?! Herr Abgeordneter Hafenecker, weil Sie vorhin einen Zwischenruf betreffend die Sanktionen gemacht haben: Ja, Sanktionen sind nicht populär, aber sie zeigen Wirkung. (Abg. Hafenecker: Sie sind auch nicht mehr populär! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Sie zeigen Wirkung, die Wirtschaft Russlands schrumpft zwischen 6 und 10 Prozent. (Abg. Hafenecker: Und wir? – Abg. Hauser: Deswegen ist der ... um 30 Prozent gestiegen! – Rufe bei der FPÖ: Das ist doch ein Blödsinn! Das stimmt doch überhaupt nicht!)
Abg. Hafenecker: Wo denn? Wo denn?
Die Europäische Union wäre zwar viel stärker gewachsen, wir aber haben noch immer 2,5 Prozent Wirtschaftswachstum. (Abg. Hafenecker: Wo denn? Wo denn?) Wer also leidet mehr unter den Sanktionen? (Beifall bei der ÖVP und bei
Abg. Kickl: Das kommt mir bekannt vor, mit der Alternativlosigkeit! – Abg. Hafenecker: Ihre Abwahl ist alternativlos! – Abg. Belakowitsch: ... alternativlos, Sanktionen sind alternativlos! – Zwischenrufe der Abg. Steger.
Es ist so, dass diese Sanktionen der russischen Wirtschaft natürlich schaden. Wir müssen eines klarstellen: Diese Sanktionen müssen fortgesetzt werden, es gibt keine Alternative dazu! (Abg. Kickl: Das kommt mir bekannt vor, mit der Alternativlosigkeit! – Abg. Hafenecker: Ihre Abwahl ist alternativlos! – Abg. Belakowitsch: ... alternativlos, Sanktionen sind alternativlos! – Zwischenrufe der Abg. Steger.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (fortsetzend): Wir müssen aber, und damit möchte ich zum Schluss kommen, meine Damen und Herren, alles tun, um neben diesen Mitteln, die wir einsetzen, nicht zu vergessen – wie es unser Bundeskanzler immer wieder sagt, aber auch der Präsident des internationalen Roten Kreuzes Peter Maurer –, Kanäle offenzuhalten, damit wir hoffentlich in absehbarer Zeit den Tag erleben, an dem man auch wieder an Verhandlungen denken kann. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Abgeordnete Julia Elisabeth Herr (SPÖ): Herr Präsident! Frau Präsidentin! Sehr geehrtes Hohes Haus! Und auch an alle, die vielleicht von zu Hause aus zuhören, ein Hallo! Wir sprechen hier heute auch über die gestiegene Inflation. Wir sind uns einig, dass alles teurer geworden ist. Die Energiekosten, die Wohnkosten, die Lebensmittelkosten – alles ist teurer geworden. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
16 EU-Länder haben sich dazu entschlossen, bei den Preisen einzugreifen. Österreich war nicht dabei, und das ist natürlich fatal. Frau Ministerin, Sie haben gesagt, Österreich hat alles getan, um den Wohlstand zu retten. Ein Vergleich mit anderen Ländern zeigt: Das ist nicht so, wir haben bei den Preisen ganz einfach nicht eingegriffen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir als SPÖ sagen mittlerweile seit Jahren: Niemand soll sich an der Krise bereichern! (Beifall bei der SPÖ.) Wir haben das auch schon während der Coronakrise gesagt, aber leider ungeachtet von der Regierung, als es fette Überförderungen gegeben hat. Auch jetzt gibt es wieder Übergewinne, unverständlicherweise, denn teilweise sind sie fiktiv, teilweise sind es nicht echte Gewinne, keine echten Preissteigerungen. Am Strommarkt zum Beispiel ist es reines Marktversagen, das zu diesen Preisen führt. Der Strompreis ist an den Energiepreis gekoppelt, und weil der Gaspreis steigt, zahlen wir jetzt alle mehr, nicht nur fürs Gas, sondern für die Energie insgesamt. (Zwischenruf des Abg. Sieber.) Wenn ich sage, dass wir mehr zahlen, dann meine ich damit alle Konsumenten und Konsumentinnen. (Ruf bei der FPÖ: Und warum steigt der Gaspreis?) Diese Summen, die wir mehr zahlen, landen auch wo: Das sind die Gewinne der Energieunternehmen, die gerade in Milliardenhöhe verzeichnet werden. Deshalb, allererster Punkt: Diese Übergewinne gehören endlich abgeschöpft! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kassegger.)
Zwischenruf des Abg. Sieber.
Wir als SPÖ sagen mittlerweile seit Jahren: Niemand soll sich an der Krise bereichern! (Beifall bei der SPÖ.) Wir haben das auch schon während der Coronakrise gesagt, aber leider ungeachtet von der Regierung, als es fette Überförderungen gegeben hat. Auch jetzt gibt es wieder Übergewinne, unverständlicherweise, denn teilweise sind sie fiktiv, teilweise sind es nicht echte Gewinne, keine echten Preissteigerungen. Am Strommarkt zum Beispiel ist es reines Marktversagen, das zu diesen Preisen führt. Der Strompreis ist an den Energiepreis gekoppelt, und weil der Gaspreis steigt, zahlen wir jetzt alle mehr, nicht nur fürs Gas, sondern für die Energie insgesamt. (Zwischenruf des Abg. Sieber.) Wenn ich sage, dass wir mehr zahlen, dann meine ich damit alle Konsumenten und Konsumentinnen. (Ruf bei der FPÖ: Und warum steigt der Gaspreis?) Diese Summen, die wir mehr zahlen, landen auch wo: Das sind die Gewinne der Energieunternehmen, die gerade in Milliardenhöhe verzeichnet werden. Deshalb, allererster Punkt: Diese Übergewinne gehören endlich abgeschöpft! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kassegger.)
Ruf bei der FPÖ: Und warum steigt der Gaspreis?
Wir als SPÖ sagen mittlerweile seit Jahren: Niemand soll sich an der Krise bereichern! (Beifall bei der SPÖ.) Wir haben das auch schon während der Coronakrise gesagt, aber leider ungeachtet von der Regierung, als es fette Überförderungen gegeben hat. Auch jetzt gibt es wieder Übergewinne, unverständlicherweise, denn teilweise sind sie fiktiv, teilweise sind es nicht echte Gewinne, keine echten Preissteigerungen. Am Strommarkt zum Beispiel ist es reines Marktversagen, das zu diesen Preisen führt. Der Strompreis ist an den Energiepreis gekoppelt, und weil der Gaspreis steigt, zahlen wir jetzt alle mehr, nicht nur fürs Gas, sondern für die Energie insgesamt. (Zwischenruf des Abg. Sieber.) Wenn ich sage, dass wir mehr zahlen, dann meine ich damit alle Konsumenten und Konsumentinnen. (Ruf bei der FPÖ: Und warum steigt der Gaspreis?) Diese Summen, die wir mehr zahlen, landen auch wo: Das sind die Gewinne der Energieunternehmen, die gerade in Milliardenhöhe verzeichnet werden. Deshalb, allererster Punkt: Diese Übergewinne gehören endlich abgeschöpft! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kassegger.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kassegger.
Wir als SPÖ sagen mittlerweile seit Jahren: Niemand soll sich an der Krise bereichern! (Beifall bei der SPÖ.) Wir haben das auch schon während der Coronakrise gesagt, aber leider ungeachtet von der Regierung, als es fette Überförderungen gegeben hat. Auch jetzt gibt es wieder Übergewinne, unverständlicherweise, denn teilweise sind sie fiktiv, teilweise sind es nicht echte Gewinne, keine echten Preissteigerungen. Am Strommarkt zum Beispiel ist es reines Marktversagen, das zu diesen Preisen führt. Der Strompreis ist an den Energiepreis gekoppelt, und weil der Gaspreis steigt, zahlen wir jetzt alle mehr, nicht nur fürs Gas, sondern für die Energie insgesamt. (Zwischenruf des Abg. Sieber.) Wenn ich sage, dass wir mehr zahlen, dann meine ich damit alle Konsumenten und Konsumentinnen. (Ruf bei der FPÖ: Und warum steigt der Gaspreis?) Diese Summen, die wir mehr zahlen, landen auch wo: Das sind die Gewinne der Energieunternehmen, die gerade in Milliardenhöhe verzeichnet werden. Deshalb, allererster Punkt: Diese Übergewinne gehören endlich abgeschöpft! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kassegger.)
Abg. Kickl: Ich glaube, Sie wissen gar nicht, was Gewinn heißt, außer dass es ein ideologischer ...!
Beitrag der Konzerne, den Beitrag der Millionäre geht, ist auch die FPÖ auf einmal leise. (Abg. Kickl: Ich glaube, Sie wissen gar nicht, was Gewinn heißt, außer dass es ein ideologischer ...!) Die Schwächsten der Gesellschaft immer gegeneinander auszuspielen, nach unten hinzutreten, aber nach oben zu buckeln: Das ist die FPÖ! Bei dieser Spaltung machen wir nicht mit. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Ihr Neokommunismus wird uns auch nicht helfen!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Ihr Neokommunismus wird uns auch nicht helfen!
Beitrag der Konzerne, den Beitrag der Millionäre geht, ist auch die FPÖ auf einmal leise. (Abg. Kickl: Ich glaube, Sie wissen gar nicht, was Gewinn heißt, außer dass es ein ideologischer ...!) Die Schwächsten der Gesellschaft immer gegeneinander auszuspielen, nach unten hinzutreten, aber nach oben zu buckeln: Das ist die FPÖ! Bei dieser Spaltung machen wir nicht mit. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Ihr Neokommunismus wird uns auch nicht helfen!)
Rufe von der Galerie
Ich komme zum zweiten Punkt (Rufe von der Galerie): Wir müssen endlich schauen, dass wir die Strom- und Energiepreise in ganz Europa in den Griff bekommen. Die treiben nämlich die Inflation an. Wenn der Preis für Energie steigt, wirkt sich das auf sämtliche Produkte aus. Deshalb ist die Inflation ja auch, schon lange bevor es Sanktionen gab, gestiegen. (Auf der Galerie wird ein Transparent mit der Aufschrift „Hört auf den Klimarat“ entrollt, und unter lauten Rufen werden Flugzettel in den Saal geworfen.)
Auf der Galerie wird ein Transparent mit der Aufschrift „Hört auf den Klimarat“ entrollt, und unter lauten Rufen werden Flugzettel in den Saal geworfen.
Ich komme zum zweiten Punkt (Rufe von der Galerie): Wir müssen endlich schauen, dass wir die Strom- und Energiepreise in ganz Europa in den Griff bekommen. Die treiben nämlich die Inflation an. Wenn der Preis für Energie steigt, wirkt sich das auf sämtliche Produkte aus. Deshalb ist die Inflation ja auch, schon lange bevor es Sanktionen gab, gestiegen. (Auf der Galerie wird ein Transparent mit der Aufschrift „Hört auf den Klimarat“ entrollt, und unter lauten Rufen werden Flugzettel in den Saal geworfen.)
Abg. Gödl: Frau Präsidentin!
An dieser Stelle entdecke ich, dass Vertreter des Klimarates oben auf der Galerie stehen. (Abg. Gödl: Frau Präsidentin!) Ich will sie herzlich willkommen heißen, denn natürlich ist es auch wichtig, dass wir aus Putins Gas aussteigen, um uns tatsächlich unabhängig davon zu machen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Gödl: Frau Präsidentin, wann schreiten Sie ein? – Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Gödl: Frau Präsidentin, wann schreiten Sie ein? – Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
An dieser Stelle entdecke ich, dass Vertreter des Klimarates oben auf der Galerie stehen. (Abg. Gödl: Frau Präsidentin!) Ich will sie herzlich willkommen heißen, denn natürlich ist es auch wichtig, dass wir aus Putins Gas aussteigen, um uns tatsächlich unabhängig davon zu machen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Gödl: Frau Präsidentin, wann schreiten Sie ein? – Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Kickl: Haut sie raus!
Präsidentin Doris Bures: Frau Abgeordnete Herr, ich möchte Sie kurz unterbrechen. Auch ich begrüße die Vertreterinnen und Vertreter des Klimarates (Abg. Kickl: Haut sie raus!), ersuche aber darum, von aktionistischen Kampagnen von der Galerie aus Abstand zu nehmen, damit wir in der Debatte fortfahren können. (Abg. Hafenecker: Kann man bitte schauen, wo die Frau Maurer ist?! – Rufe bei der ÖVP: Frau Präsidentin, Frau Präsidentin! – Abg. Kickl: Frau Präsidentin, stellen Sie das ab!)
Abg. Hafenecker: Kann man bitte schauen, wo die Frau Maurer ist?! – Rufe bei der ÖVP: Frau Präsidentin, Frau Präsidentin! – Abg. Kickl: Frau Präsidentin, stellen Sie das ab!
Präsidentin Doris Bures: Frau Abgeordnete Herr, ich möchte Sie kurz unterbrechen. Auch ich begrüße die Vertreterinnen und Vertreter des Klimarates (Abg. Kickl: Haut sie raus!), ersuche aber darum, von aktionistischen Kampagnen von der Galerie aus Abstand zu nehmen, damit wir in der Debatte fortfahren können. (Abg. Hafenecker: Kann man bitte schauen, wo die Frau Maurer ist?! – Rufe bei der ÖVP: Frau Präsidentin, Frau Präsidentin! – Abg. Kickl: Frau Präsidentin, stellen Sie das ab!)
Weitere anhaltende Rufe von der Galerie. – Rufe bei ÖVP und FPÖ: Frau Präsidentin!
Meine Zeit ist aber weitergelaufen – das will ich nur dazusagen. (Weitere anhaltende Rufe von der Galerie. – Rufe bei ÖVP und FPÖ: Frau Präsidentin!)
Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Präsidentin Doris Bures: Es sind 60 Sekunden. (Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Gödl: Frau Präsidentin, wann schreiten Sie ein? – Abg. Kickl: Frau Präsidentin! Stellen Sie das ab da oben!
Abgeordnete Julia Elisabeth Herr (fortsetzend): Danke schön. Ich komme jetzt auch schon - - (Abg. Gödl: Frau Präsidentin, wann schreiten Sie ein? – Abg. Kickl: Frau Präsidentin! Stellen Sie das ab da oben!)
Abg. Kickl: Vielleicht können die Grünen mit ihren Leuten reden! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Präsidentin Doris Bures: Meine sehr geehrten Damen und Herren auf der Galerie! Ich habe Sie darum ersucht, davon Abstand zu nehmen, Flugzettel herunterzuwerfen oder sonstige Sprechchöre zu eröffnen. (Abg. Kickl: Vielleicht können die Grünen mit ihren Leuten reden! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Abg. Martin Graf: Da könnte man die Sigi Maurer hinaufschicken! Die macht Ordnung!
Ich unterbreche ganz kurz die Sitzung und ersuche die Bediensteten der Parlamentsdirektion, auf der Galerie dafür zu sorgen, dass wir in der Debatte fortfahren können. (Abg. Martin Graf: Da könnte man die Sigi Maurer hinaufschicken! Die macht Ordnung!)
Beifall bei SPÖ und Grünen.
Abgeordnete Julia Elisabeth Herr (fortsetzend): Frau Präsidentin! Auch der Klimaprotest muss seinen Platz haben, und es ist auch wichtig, dass wir nicht aufgrund vieler anderer Krisen auf das Klima vergessen. (Beifall bei SPÖ und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Hat der jetzt die Branche gewechselt?
Was noch offen ist – und da reden wir ja eigentlich über dasselbe Thema –, war mein dritter Punkt. An den ersten und zweiten erinnern Sie sich sicher noch, und der dritte Punkt lautet ganz klar: Der freie Markt versagt! Ich darf hier vielleicht den großartigen österreichischen Kabarettisten Michael Niavarani zitieren, der sagt: „Die wichtigste Botschaft aus der Krise ist, dass der Markt nichts regelt. [...] Der Markt ist nicht für die Menschen da. Er ist eigentlich für nix. Außer für große Investoren und Konzerne.“ (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Hat der jetzt die Branche gewechselt?)
Abg. Hanger: Gar nicht gewusst, dass die Kommunisten auch im Parlament sind!
Es ist Zeit, endlich in diesen Markt einzugreifen und die Preise zu senken! Mehr als 30 000 Menschen waren letztes Wochenende auf der Straße – Danke an jeden Einzelnen! –, denn es reicht! (Abg. Hanger: Gar nicht gewusst, dass die Kommunisten auch im Parlament sind!)
Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.
Wir haben dazu als einzige Partei einen Plan vorgelegt, im besten Fall setzen wir den EU-weit um, ansonsten einfach auf nationaler Ebene. Vereinfacht gesagt geht es darum, Herr Kickl, dass wir den privaten Handel mit Gas jetzt in der Krise aussetzen, damit zerstören wir auch das Geschäftsmodell der Spekulation. Das ist alles möglich. Während die einen vor der Schönheit des Markts einknicken und den Markt über die Menschen stellen und die anderen vor dem Gasdiktator Putin einknicken, sagen wir: Beides ist eine Sackgasse. (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: ... Kommunismus!
Übergewinne abschöpfen, den Markt endlich regulieren, runter mit den Preisen! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: ... Kommunismus!)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Ich frage mich, Nummer eins: Wer hat diese Leute eingeladen? Ich frage mich, warum man nicht die zuständigen Personen hier im Haus ersucht hat, diese Leute am Ohr zu nehmen und hinauszugeleiten. Ich frage mich, ob eine Identitätsfeststellung erfolgt. Ich frage mich, welcher Mandatar diese Leute hier hereingelassen hat. Frau Herr, das war während Ihrer Rede, es ist die Frage, ob Sie vielleicht diese Leute eingeladen haben! (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Aktionismus ist gut, aber hier ist der Ort der demokratischen Auseinandersetzung, hier zählen Argumente. (Beifall bei der FPÖ.)
Rufe bei der ÖVP: Ja, ja, ja!
Präsident Sobotka hat vorhin beklagt, dass die Würde des Hauses beschädigt werde, nur weil ein paar freiheitliche Mandatare hier eine lebhafte Debatte führen. (Rufe bei der ÖVP: Ja, ja, ja!) Das kann es nicht sein, so etwas wie jetzt stört Parlamentarismus und Demokratie und so etwas beschädigt die Würde.
Beifall bei der FPÖ.
Gehälter, Sparguthaben – pro Jahr um 10 Prozent abnimmt! Diese Politik der Europäischen Union, diese Politik der Europäischen Zentralbank vernichtet den Wohlstand in Europa! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kassegger: Ist ja beides alternativlos!
Jetzt habe ich mir gedacht, dass man nach dem ganzen Lockdownwahnsinn, der eine Welle von Arbeitslosigkeit, von Insolvenzen, von Konkursen über den Kontinent und auch Österreich gebracht hat, ein bisschen klüger wird. Nach dem Lockdownwahnsinn sind Sie aber eins zu eins in den Sanktionenwahnsinn übergewechselt! (Abg. Kassegger: Ist ja beides alternativlos!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Meinl-Reisinger: Herzig!
Sie fragen: „Was hätten wir denn [...] tun sollen?“ – Ich sage Ihnen, was wir hätten tun sollen: Wien ist UNO-Standort, Wien ist Standort der OSZE, und Sie hätten die neutrale Rolle Österreichs dazu nutzen sollen, hier auf unserem Boden Friedensgespräche zu führen! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Meinl-Reisinger: Herzig!) Nicht im Nato-Staat Türkei, sondern hier im neutralen Österreich hätte man diese Friedensgespräche führen sollen.
Beifall bei der FPÖ.
Bei den weiteren Postulaten einer europäischen Einigung, ob das jetzt Frieden oder Freiheit ist, wo ist denn da die Europäische Union? Die Europäische Union kontrolliert jetzt Chatnachrichten, die Europäische Union will das Internet zensieren, die Europäische Union werkt daran, dass Bargeld als Ausdruck der Freiheit möglichst zurückgedrängt wird. Das ist nicht die Freiheit, wie ich sie mir vorstelle! (Beifall bei der FPÖ.)
Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen
An dem Ganzen etwas ändern kann die kommende Europawahl (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen) und dass wir ein Bündnis schaffen – ich komme zum Schluss –, dass sich eine Mehrheit auf europäischer Ebene an einer Politik des Viktor Orbán orientiert, an dem, was Marine Le Pen in Frankreich macht oder was die FPÖ mit Herbert Kickl hier in Österreich macht. Das kann eine positive Wende bringen.
MEP Vilimsky: Danke, Frau Präsidentin! – Beifall bei der FPÖ für das das Rednerpult verlassende MEP Vilimsky.
Präsidentin Doris Bures: Herr Abgeordneter, Schluss ist bei uns ein Schlusssatz. (MEP Vilimsky: Danke, Frau Präsidentin! – Beifall bei der FPÖ für das das Rednerpult verlassende MEP Vilimsky.)
Ruf bei der FPÖ: Rauchpause!
Herr Abgeordneter Reimon, Sie gelangen zu Wort. – Bitte. (Ruf bei der FPÖ: Rauchpause!)
Zwischenruf des Abg. Hafenecker.
Tatsache ist, die russischen Importe sind um 62 Prozent gesunken, sie produzieren weniger Autos, weniger Flugzeuge, weniger Züge. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Das alles wird langfristig wirken, nicht jetzt, nicht in den nächsten Wochen, sondern in den nächsten Monaten. Es wird immer schlimmer und schlimmer werden. Das Gerücht, dass China das ersetzt, stimmt auch nicht, die Importe von dort brechen auch zusammen.
Abg. Kickl: Super!
Das alles ist so schlimm, dass Putin jetzt auf Teilmobilisierung setzen muss. Gerade heute, an dem Tag, an dem Sie erklären, dass das alles nichts bringt, hat er keine andere Möglichkeit, als Teilmobilisierung zu machen. (Abg. Kickl: Super!)
in Richtung Abg. Kickl, der wieder im Saal ist
Jetzt ist natürlich die Frage – ah, trauen Sie sich doch, sehr gut (in Richtung Abg. Kickl, der wieder im Saal ist) –: Warum machen die Freiheitlichen so etwas? – Ganz einfach: Ihr habt mit Putin fünf Jahre, seit Dezember 2016, einen Freundschaftsvertrag gehabt. Freundschaftliche Partei Putins seid ihr in Österreich (Abg. Kickl: Wir haben überhaupt keinen Vertrag, nicht einmal irgendeinen Vertrag ...!) und ihr macht hier das Geschäft von Putin. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Kickl: Wir haben überhaupt keinen Vertrag, nicht einmal irgendeinen Vertrag ...!
Jetzt ist natürlich die Frage – ah, trauen Sie sich doch, sehr gut (in Richtung Abg. Kickl, der wieder im Saal ist) –: Warum machen die Freiheitlichen so etwas? – Ganz einfach: Ihr habt mit Putin fünf Jahre, seit Dezember 2016, einen Freundschaftsvertrag gehabt. Freundschaftliche Partei Putins seid ihr in Österreich (Abg. Kickl: Wir haben überhaupt keinen Vertrag, nicht einmal irgendeinen Vertrag ...!) und ihr macht hier das Geschäft von Putin. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Jetzt ist natürlich die Frage – ah, trauen Sie sich doch, sehr gut (in Richtung Abg. Kickl, der wieder im Saal ist) –: Warum machen die Freiheitlichen so etwas? – Ganz einfach: Ihr habt mit Putin fünf Jahre, seit Dezember 2016, einen Freundschaftsvertrag gehabt. Freundschaftliche Partei Putins seid ihr in Österreich (Abg. Kickl: Wir haben überhaupt keinen Vertrag, nicht einmal irgendeinen Vertrag ...!) und ihr macht hier das Geschäft von Putin. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Kickl: Der nächste Blödsinn!
Sie, Herr Kickl, haben hier gelobt, was Sie als Innenminister gemacht haben. Sie haben als Innenminister das BVT, einen österreichischen Geheimdienst, stürmen lassen. (Abg. Kickl: Der nächste Blödsinn!) Ab diesem Zeitpunkt haben alle anderen westlichen Geheimdienste nicht mehr mit Österreich kooperiert, weil sie Angst gehabt haben, dass von Ihnen persönlich und Ihrem Kabinett die Informationen direkt an Putin und direkt an den russischen Geheimdienst gehen. Wir sind seit fünf Jahren von Geheimdienstinformationen ausgeschlossen (Ruf bei der FPÖ: So ein Schwachsinn!), sind im Blindflug in einem Krieg, der näher an der österreichischen Grenze ist als Dornbirn, weil Sie als Innenminister Österreich gefährdet haben wie niemand sonst in der Zweiten Republik. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Ruf bei der FPÖ: So ein Schwachsinn!
Sie, Herr Kickl, haben hier gelobt, was Sie als Innenminister gemacht haben. Sie haben als Innenminister das BVT, einen österreichischen Geheimdienst, stürmen lassen. (Abg. Kickl: Der nächste Blödsinn!) Ab diesem Zeitpunkt haben alle anderen westlichen Geheimdienste nicht mehr mit Österreich kooperiert, weil sie Angst gehabt haben, dass von Ihnen persönlich und Ihrem Kabinett die Informationen direkt an Putin und direkt an den russischen Geheimdienst gehen. Wir sind seit fünf Jahren von Geheimdienstinformationen ausgeschlossen (Ruf bei der FPÖ: So ein Schwachsinn!), sind im Blindflug in einem Krieg, der näher an der österreichischen Grenze ist als Dornbirn, weil Sie als Innenminister Österreich gefährdet haben wie niemand sonst in der Zweiten Republik. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Kickl.
Sie, Herr Kickl, haben hier gelobt, was Sie als Innenminister gemacht haben. Sie haben als Innenminister das BVT, einen österreichischen Geheimdienst, stürmen lassen. (Abg. Kickl: Der nächste Blödsinn!) Ab diesem Zeitpunkt haben alle anderen westlichen Geheimdienste nicht mehr mit Österreich kooperiert, weil sie Angst gehabt haben, dass von Ihnen persönlich und Ihrem Kabinett die Informationen direkt an Putin und direkt an den russischen Geheimdienst gehen. Wir sind seit fünf Jahren von Geheimdienstinformationen ausgeschlossen (Ruf bei der FPÖ: So ein Schwachsinn!), sind im Blindflug in einem Krieg, der näher an der österreichischen Grenze ist als Dornbirn, weil Sie als Innenminister Österreich gefährdet haben wie niemand sonst in der Zweiten Republik. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Kickl: Sie sind einfach nicht ganz dicht!
Nachdem Sie das gemacht haben, hat ihn noch Frau Kneissl – als Außenministerin – auf die Hochzeit eingeladen. Der Herrscher eines Weltreiches mit einem Terminkalender ohne Ende nimmt sich einen Tag Zeit, um nach Österreich zu fahren und mit einer Außenministerin eines Acht-Millionen-Einwohner-Landes einen Walzer zu tanzen. Warum? – Weil sie ein Vetorecht im Rat der Europäischen Union hatte, und wenn Sie noch regieren würden, dann hätte Putin direkten Durchgriff auf die Europäische Union. – Das ist es! Sie sind der Handlanger Putins, Sie sind der Vertreter einer ausländischen Macht in diesem Nationalrat! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kickl: Sie sind einfach nicht ganz dicht!) Selbstverständlich!
Beifall bei den Grünen.
Sie machen auf Patrioten. Heute haben wir eine Angelobung gehabt, der Kollege hat, wie wir alle, unverbrüchliche Treue der Republik geschworen. Sie machen das Gegenteil, Sie verkaufen diese Republik an einen Autokraten und einen Diktator. So schaut es aus! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kickl: Wer bombardiert jetzt? ... !
Sie sagen, jetzt kommen die Flüchtlingswellen. Welche Flüchtlingswellen haben wir gehabt? – 2015 aus Syrien. Wer hat in Syrien die Menschen mit Fassbomben in die Flucht getrieben? – Assad, der engste Verbündete von Putin, er hat das finanziert. Sie mit Ihrem Verbündeten haben die Leute hergetrieben, und jetzt in der Ukraine ist es das Gleiche. Und wieder wollen Sie sich aufregen? Sie unterstützen diese Politik. (Abg. Kickl: Wer bombardiert jetzt? ... !) Sie sind der Handlanger Putins hier. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Sie sagen, jetzt kommen die Flüchtlingswellen. Welche Flüchtlingswellen haben wir gehabt? – 2015 aus Syrien. Wer hat in Syrien die Menschen mit Fassbomben in die Flucht getrieben? – Assad, der engste Verbündete von Putin, er hat das finanziert. Sie mit Ihrem Verbündeten haben die Leute hergetrieben, und jetzt in der Ukraine ist es das Gleiche. Und wieder wollen Sie sich aufregen? Sie unterstützen diese Politik. (Abg. Kickl: Wer bombardiert jetzt? ... !) Sie sind der Handlanger Putins hier. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Kickl: Ja schneiden Sie sie durch, aber sagen Sie den Leuten, dass es reicht!
Der Punkt ist: Sie sollten sich dafür einsetzen, dass wir uns vom Gas trennen, dass wir davon wegkommen. Gaspipelines sind Leinen, an denen wir hängen. Sie wollen Platz vor Putin machen, statt dass Sie sie durchschneiden und uns frei machen. Das ist der Punkt. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kickl: Ja schneiden Sie sie durch, aber sagen Sie den Leuten, dass es reicht!)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Kickl. – Ruf von der Galerie. – Abg. Wurm: Weil er recht hat!
Nichts als heiße Luft, wie ich Ihnen gesagt habe. – Ich mache Ihnen einen Vorschlag: Tragen Sie bei zum Energiesparen, bei so viel heißer Luft können Sie sich im Winter als Heizschwammerl auf einen Christkindlmarkt stellen! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Kickl. – Ruf von der Galerie. – Abg. Wurm: Weil er recht hat!)
Abg. Kickl: Ach Gott! Sie haben sich Ihre ... hart erarbeitet!
Vorschlag, der Vorschlag der FPÖ: Wir unterwerfen uns Putin. (Abg. Kickl: Ach Gott! Sie haben sich Ihre ... hart erarbeitet!)
Abg. Wurm: Seit wann seid ihr ...?
Es geht auch um unser europäisches Lebensmodell, unser Modell der Freiheit, der liberalen Demokratie mit ökosozialer Marktwirtschaft, mit Pressefreiheit, Meinungsfreiheit, freie, selbstbestimmte Gesellschaften. Wir sind stark und selbstbewusst. (Abg. Wurm: Seit wann seid ihr ...?) Zeigen wir also diese Stärke, Geschlossenheit und machen wir uns nicht ständig kleiner, als wir sind! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen.
Es geht auch um unser europäisches Lebensmodell, unser Modell der Freiheit, der liberalen Demokratie mit ökosozialer Marktwirtschaft, mit Pressefreiheit, Meinungsfreiheit, freie, selbstbestimmte Gesellschaften. Wir sind stark und selbstbewusst. (Abg. Wurm: Seit wann seid ihr ...?) Zeigen wir also diese Stärke, Geschlossenheit und machen wir uns nicht ständig kleiner, als wir sind! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Kickl: Da bin ich gespannt ...!
Es ist völlig klar: Akzeptieren wir jetzt diesen Rechtsbruch, akzeptieren wir es jetzt, dass ein Regime ein anderes Land einfach so überfällt, um seine politischen Interessen durchzusetzen (Abg. Kickl: Da bin ich gespannt ...!), so akzeptieren wir das weiter: Ein Rechtsbruch folgt auf den nächsten. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Viele haben noch nicht verstanden, dass es jetzt darum geht, Putin zu stoppen, um weitere blutige Kriege zu verhindern (Abg. Kickl: Wie ist denn das mit den
Zwischenruf bei der FPÖ.
Es ist völlig klar: Akzeptieren wir jetzt diesen Rechtsbruch, akzeptieren wir es jetzt, dass ein Regime ein anderes Land einfach so überfällt, um seine politischen Interessen durchzusetzen (Abg. Kickl: Da bin ich gespannt ...!), so akzeptieren wir das weiter: Ein Rechtsbruch folgt auf den nächsten. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Viele haben noch nicht verstanden, dass es jetzt darum geht, Putin zu stoppen, um weitere blutige Kriege zu verhindern (Abg. Kickl: Wie ist denn das mit den
Abg. Steger: Das ändert nichts an der Menschenrechtsfrage!
Es hilft ja auch überhaupt nichts, sich hinter dem Deckmantel der Neutralität zu verstecken. Es kann nämlich keine Neutralität geben angesichts dieses ungeheuerlichen Rechtsbruchs und der mit Bomben und Panzern zerschossenen internationalen Friedensordnung – einer Friedensordnung übrigens, der sich Österreich aus gutem Grund als freier Staat autonom und selbstbestimmt angeschlossen hat. (Abg. Steger: Das ändert nichts an der Menschenrechtsfrage!)
Abg. Kickl: Jetzt fehlt nur noch ...!
Die Ukraine hat bewiesen, dass sie in der Lage ist, auf dem Schlachtfeld Putins marodierende, folternde, vergewaltigende Söldnerbande zu stoppen oder stoppen zu können. (Abg. Kickl: Jetzt fehlt nur noch ...!) Jetzt, ausgerechnet jetzt, in diesem Moment, zu fordern, dass sie aufgibt, das kann ich wirklich nicht nachvollziehen – noch dazu nach diesen Berichten über massive Kriegsverbrechen. Das sind wohl eher willfährige Propagandagehilfen Putins, die jetzt sagen: Das geht uns nichts an, das wird schon nicht so weitergehen, zeigen wir doch lieber unsere Schwäche! – Das wird es mit uns nicht spielen. (Abg. Kickl: Ist Abu Ghraib schon aufgearbeitet? Wie ist das mit Guantanamo? Wie sind all diese Dinge, oder dürfen Sie darüber nicht reden? Heuchlerisch ist das Ganze! Unglaublich heuchlerisch! – Abg. Deimek: Haben Sie übersehen, wohin ...?)
Abg. Kickl: Ist Abu Ghraib schon aufgearbeitet? Wie ist das mit Guantanamo? Wie sind all diese Dinge, oder dürfen Sie darüber nicht reden? Heuchlerisch ist das Ganze! Unglaublich heuchlerisch! – Abg. Deimek: Haben Sie übersehen, wohin ...?
Die Ukraine hat bewiesen, dass sie in der Lage ist, auf dem Schlachtfeld Putins marodierende, folternde, vergewaltigende Söldnerbande zu stoppen oder stoppen zu können. (Abg. Kickl: Jetzt fehlt nur noch ...!) Jetzt, ausgerechnet jetzt, in diesem Moment, zu fordern, dass sie aufgibt, das kann ich wirklich nicht nachvollziehen – noch dazu nach diesen Berichten über massive Kriegsverbrechen. Das sind wohl eher willfährige Propagandagehilfen Putins, die jetzt sagen: Das geht uns nichts an, das wird schon nicht so weitergehen, zeigen wir doch lieber unsere Schwäche! – Das wird es mit uns nicht spielen. (Abg. Kickl: Ist Abu Ghraib schon aufgearbeitet? Wie ist das mit Guantanamo? Wie sind all diese Dinge, oder dürfen Sie darüber nicht reden? Heuchlerisch ist das Ganze! Unglaublich heuchlerisch! – Abg. Deimek: Haben Sie übersehen, wohin ...?)
Abg. Angerer: ... Waffenlieferungen!
Wir alle wollen Frieden, aber einen Frieden, der sicherstellt, dass er hält, einen Frieden, der sicherstellt, dass die Preise wieder sinken werden, weil wir die Abhängigkeit von russischem Gas, von fossilen Brennstoffen eliminiert haben, einen Frieden, der ein für alle Mal sicherstellt, dass imperialistische Vernichtungskriege wie dieser der Vergangenheit angehören und wieder Diplomatie und Verträge den Vorrang gegenüber Granaten und Panzern haben, einen Frieden, der Putin aufgezwungen wird und nicht Europa, nicht der Ukraine und nicht Österreich. (Abg. Angerer: ... Waffenlieferungen!)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen. – Abg. Kickl: Wenn Sie das jetzt auch noch in alle Richtungen sehen würden, könnten wir darüber reden!
Das ist mein Österreich, mein Europa, das ist die Freiheit und die Zukunft. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen. – Abg. Kickl: Wenn Sie das jetzt auch noch in alle Richtungen sehen würden, könnten wir darüber reden!)
Abg. Leichtfried: Was wollten Sie jetzt sagen, Herr Kollege?
Im Migrationsbereich haben wir eine Herausforderung, das ist gar keine Frage. Das wissen wir alle – bis auf die Vertreterinnen und Vertreter der SPÖ. Die sehen da kein Problem, das hat ja ihre Vorsitzende beim „Sommergespräch“ erklärt, und Frau Herr hat es heute unter Beweis gestellt. Da gibt es Klassenkampf pur aus dem vorigen Jahrhundert. Lösungen sind das keine und mit der Migration hat es auch nichts zu tun. (Abg. Leichtfried: Was wollten Sie jetzt sagen, Herr Kollege?)
Abg. Kickl: Also doch nicht von Putin!
Kommen wir aber zu den Fakten: Es ist richtig, wir haben zunehmende Zahlen an Asylwerbern. Wo kommen die her? – Aus Indien, aus Pakistan, Tunesien, Bangladesch (Abg. Kickl: Also doch nicht von Putin!), vor allem auch deshalb, weil Inder und Tunesier in Serbien Visafreiheit genießen (Abg. Amesbauer: Richtig!) und von dort mit Schleppern dann auch zu uns kommen.
Abg. Amesbauer: Richtig!
Kommen wir aber zu den Fakten: Es ist richtig, wir haben zunehmende Zahlen an Asylwerbern. Wo kommen die her? – Aus Indien, aus Pakistan, Tunesien, Bangladesch (Abg. Kickl: Also doch nicht von Putin!), vor allem auch deshalb, weil Inder und Tunesier in Serbien Visafreiheit genießen (Abg. Amesbauer: Richtig!) und von dort mit Schleppern dann auch zu uns kommen.
Abg. Stefan: Wer soll denn das machen? Wer könnte das machen? Die Opposition oder wer macht das?
Das heißt, wenn wir etwas dagegen tun wollen, dann würde man wahrscheinlich dort ansetzen müssen. (Abg. Stefan: Wer soll denn das machen? Wer könnte das machen? Die Opposition oder wer macht das?)
Abg. Kickl: Was ist das Ergebnis?
Das Zweite – weil von Ihnen, Herr Klubobmann Kickl, hier das Vorbild Ungarn genannt wurde –: Da gibt es eine Kooperation. Sie werden wissen, dass 70 Polizistinnen und Polizisten gemeinsam mit Ungarn an der serbischen Grenzen ihren Dienst versehen, um die Grenze zu schützen. 400 Soldaten sind im Assistenzeinsatz, verstärkt durch Einheiten der Polizei, an der ungarischen Grenze zu Österreich. Das heißt, wir machen das. (Abg. Kickl: Was ist das Ergebnis?) – Das Ergebnis ist, dass wir 391 Schlepper aufgegriffen haben, 115 in Ungarn. Das ist das Ergebnis. (Abg. Kickl: Nein, dass wir 70 000 Anträge haben! Das ist das Ergebnis! – Abg. Wurm: Das ist das Problem!) Der Kampf gegen die Schlepper ist erfolgreich. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Im Vergleichszeitraum sind das um über 150 mehr als im Vorjahr. (Abg. Kickl: Nein!) Na sicher! Es ist ein Erfolg, und dieser Erfolg ist Innenminister Karner geschuldet. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Da will ich gar nicht wissen, wie ein Misserfolg ausschaut!)
Abg. Kickl: Nein, dass wir 70 000 Anträge haben! Das ist das Ergebnis! – Abg. Wurm: Das ist das Problem!
Das Zweite – weil von Ihnen, Herr Klubobmann Kickl, hier das Vorbild Ungarn genannt wurde –: Da gibt es eine Kooperation. Sie werden wissen, dass 70 Polizistinnen und Polizisten gemeinsam mit Ungarn an der serbischen Grenzen ihren Dienst versehen, um die Grenze zu schützen. 400 Soldaten sind im Assistenzeinsatz, verstärkt durch Einheiten der Polizei, an der ungarischen Grenze zu Österreich. Das heißt, wir machen das. (Abg. Kickl: Was ist das Ergebnis?) – Das Ergebnis ist, dass wir 391 Schlepper aufgegriffen haben, 115 in Ungarn. Das ist das Ergebnis. (Abg. Kickl: Nein, dass wir 70 000 Anträge haben! Das ist das Ergebnis! – Abg. Wurm: Das ist das Problem!) Der Kampf gegen die Schlepper ist erfolgreich. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Im Vergleichszeitraum sind das um über 150 mehr als im Vorjahr. (Abg. Kickl: Nein!) Na sicher! Es ist ein Erfolg, und dieser Erfolg ist Innenminister Karner geschuldet. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Da will ich gar nicht wissen, wie ein Misserfolg ausschaut!)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Das Zweite – weil von Ihnen, Herr Klubobmann Kickl, hier das Vorbild Ungarn genannt wurde –: Da gibt es eine Kooperation. Sie werden wissen, dass 70 Polizistinnen und Polizisten gemeinsam mit Ungarn an der serbischen Grenzen ihren Dienst versehen, um die Grenze zu schützen. 400 Soldaten sind im Assistenzeinsatz, verstärkt durch Einheiten der Polizei, an der ungarischen Grenze zu Österreich. Das heißt, wir machen das. (Abg. Kickl: Was ist das Ergebnis?) – Das Ergebnis ist, dass wir 391 Schlepper aufgegriffen haben, 115 in Ungarn. Das ist das Ergebnis. (Abg. Kickl: Nein, dass wir 70 000 Anträge haben! Das ist das Ergebnis! – Abg. Wurm: Das ist das Problem!) Der Kampf gegen die Schlepper ist erfolgreich. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Im Vergleichszeitraum sind das um über 150 mehr als im Vorjahr. (Abg. Kickl: Nein!) Na sicher! Es ist ein Erfolg, und dieser Erfolg ist Innenminister Karner geschuldet. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Da will ich gar nicht wissen, wie ein Misserfolg ausschaut!)
Abg. Kickl: Nein!
Das Zweite – weil von Ihnen, Herr Klubobmann Kickl, hier das Vorbild Ungarn genannt wurde –: Da gibt es eine Kooperation. Sie werden wissen, dass 70 Polizistinnen und Polizisten gemeinsam mit Ungarn an der serbischen Grenzen ihren Dienst versehen, um die Grenze zu schützen. 400 Soldaten sind im Assistenzeinsatz, verstärkt durch Einheiten der Polizei, an der ungarischen Grenze zu Österreich. Das heißt, wir machen das. (Abg. Kickl: Was ist das Ergebnis?) – Das Ergebnis ist, dass wir 391 Schlepper aufgegriffen haben, 115 in Ungarn. Das ist das Ergebnis. (Abg. Kickl: Nein, dass wir 70 000 Anträge haben! Das ist das Ergebnis! – Abg. Wurm: Das ist das Problem!) Der Kampf gegen die Schlepper ist erfolgreich. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Im Vergleichszeitraum sind das um über 150 mehr als im Vorjahr. (Abg. Kickl: Nein!) Na sicher! Es ist ein Erfolg, und dieser Erfolg ist Innenminister Karner geschuldet. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Da will ich gar nicht wissen, wie ein Misserfolg ausschaut!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Da will ich gar nicht wissen, wie ein Misserfolg ausschaut!
Das Zweite – weil von Ihnen, Herr Klubobmann Kickl, hier das Vorbild Ungarn genannt wurde –: Da gibt es eine Kooperation. Sie werden wissen, dass 70 Polizistinnen und Polizisten gemeinsam mit Ungarn an der serbischen Grenzen ihren Dienst versehen, um die Grenze zu schützen. 400 Soldaten sind im Assistenzeinsatz, verstärkt durch Einheiten der Polizei, an der ungarischen Grenze zu Österreich. Das heißt, wir machen das. (Abg. Kickl: Was ist das Ergebnis?) – Das Ergebnis ist, dass wir 391 Schlepper aufgegriffen haben, 115 in Ungarn. Das ist das Ergebnis. (Abg. Kickl: Nein, dass wir 70 000 Anträge haben! Das ist das Ergebnis! – Abg. Wurm: Das ist das Problem!) Der Kampf gegen die Schlepper ist erfolgreich. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Im Vergleichszeitraum sind das um über 150 mehr als im Vorjahr. (Abg. Kickl: Nein!) Na sicher! Es ist ein Erfolg, und dieser Erfolg ist Innenminister Karner geschuldet. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Da will ich gar nicht wissen, wie ein Misserfolg ausschaut!)
Abg. Amesbauer: Schauen Sie sich die Zahlen an! – Abg. Kickl: Ich zeige Ihnen die Zahlen!
Schauen Sie, Sie haben in Traiskirchen ein Taferl ausgetauscht und glauben heute noch, dass es ausreicht, „Ausreisezentrum“ draufzuschreiben. – Das reicht nicht aus! (Abg. Amesbauer: Schauen Sie sich die Zahlen an! – Abg. Kickl: Ich zeige Ihnen die Zahlen!)
Abg. Kickl: Genau!
Wo ist denn Ihre Lösung für die Migration? Sie sagen: Ich nehme keinen einzigen Asylantrag an. (Abg. Kickl: Genau!) Sie wissen, das ist Rechtsbruch. Damit haben Sie kein Problem. Das weiß ich auch, dass Sie mit Rechtsbruch kein Problem haben (Abg. Kickl: Wer sagt denn das?), denn bei den Sanktionen ist es genauso:
Abg. Kickl: Wer sagt denn das?
Wo ist denn Ihre Lösung für die Migration? Sie sagen: Ich nehme keinen einzigen Asylantrag an. (Abg. Kickl: Genau!) Sie wissen, das ist Rechtsbruch. Damit haben Sie kein Problem. Das weiß ich auch, dass Sie mit Rechtsbruch kein Problem haben (Abg. Kickl: Wer sagt denn das?), denn bei den Sanktionen ist es genauso:
Abg. Wurm: Haben Sie zugehört? Sie müssen zuhören!
Jetzt sage ich Ihnen eines: Sie haben die Sanktionen hier als nicht zielführend gegeißelt. Was ist Ihre Lösung? (Abg. Wurm: Haben Sie zugehört? Sie müssen zuhören!) – Sie haben keine. Sie haben keine bei der Migration, Sie haben keine in diesem Konflikt.
Abg. Kickl: Herr Abgeordneter, das, was Sie machen, ist keine Lösung! Denken Sie es zu Ende!
Was wollen Sie machen, um dieser Aggression zu begegnen? (Abg. Kickl: Herr Abgeordneter, das, was Sie machen, ist keine Lösung! Denken Sie es zu Ende!) – Ich sage Ihnen, was Sie machen: Sie spielen mit den Ängsten der Menschen. (Beifall bei der ÖVP.) Sie beschreiben ein Problem, aber Sie haben nicht den Ansatz einer Lösung.
Beifall bei der ÖVP.
Was wollen Sie machen, um dieser Aggression zu begegnen? (Abg. Kickl: Herr Abgeordneter, das, was Sie machen, ist keine Lösung! Denken Sie es zu Ende!) – Ich sage Ihnen, was Sie machen: Sie spielen mit den Ängsten der Menschen. (Beifall bei der ÖVP.) Sie beschreiben ein Problem, aber Sie haben nicht den Ansatz einer Lösung.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.
Das, was Sie machen, haben Sie auf Ihrem Parteitag erklärt: Sie machen sich auf den Weg zum Ballhausplatz. Herr Klubobmann Kickl, der Ballhausplatz liegt nicht in Moskau. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ.
Eines sage ich auch ganz offen: Dazu gehört auch eine Politik, die in Europa wieder viel mehr über die Schaffung von Frieden auf unserem Kontinent diskutiert und konkrete Initiativen zur Deeskalation setzt. (Beifall bei der SPÖ.) Wir brauchen Antworten, die uns stärker und zukunftsfitter machen.
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben schon in der Anfangsphase der Coronapandemie gesehen, dass wir in Europa kaum medizinische Güter und Arzneimittel produzieren. Wir brauchen daher eine Reindustrialisierung ohne rauchende Schlote in Europa, begleitet von einer starken Forschung auch im öffentlichen Bereich und einem strengen Lieferkettengesetz, das manchmal belächelt wird. Es dürfen aber nicht diejenigen die Dummen sein, die nach sozialen und ökologischen Standards produzieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall des Abg. Leichtfried.
Jetzt wird uns auch sehr deutlich vor Augen geführt, dass wir massiv auf Importe von fossilen Brennstoffen angewiesen sind. Der sicherste Weg, um diese Abhängigkeit von russischen Energieimporten zu reduzieren, ist aber nicht, fossile Brennstoffe schnell aus anderen Regionen zu uns zu holen und damit neue Abhängigkeiten zu schaffen, sondern es ist der ambitionierte und konsequente Ausbau der erneuerbaren Energieträger mit Hausverstand und Realitätsnähe. (Beifall des Abg. Leichtfried.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir müssen die Energiewende und den Klimaschutz endlich als Chance begreifen, die wir nützen müssen. Wir müssen auch die Frage der Energiewende und des Klimaschutzes breiter denken: Investitionen in unsere Infrastruktur, vom Bahnausbau bis zu den Internetverbindungen, mehr Forschung und Entwicklung, mehr produzierende Betriebe, wie ich schon angesprochen habe, aber auch die Stärkung der ländlichen Regionen und die Entlastung der Ballungszentren, die Stärkung unserer Gemeinden und Städte. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Marktanbetung der Konservativen und der Liberalen war genauso falsch, wie es die aktuelle Putinanbetung der Rechtspopulisten in Europa ist. Und wir müssen auch darüber diskutieren, dass dieser völlig liberalisierte Energiemarkt so nicht funktioniert hat und in Zukunft auch so nicht mehr funktionieren darf, werte Kolleginnen und Kollegen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Neutralität und auch nicht die Aufrüstung, die wir gerade in Europa erleben, meine sehr verehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend: Die Menschen müssen spüren, dass die Europäische Union für sie da ist. Das muss die zentrale Botschaft und unsere gemeinsame Aufgabe sein. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
anzieht, zum Erfolg führt. Im Gegenteil: Infolge dieser Sanktionen ist in der Ukraine kein einziger Schuss weniger gefallen und kein einziger Mensch weniger gestorben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Erst jüngst sind schreckliche Videos aufgetaucht, die von offizieller aserbaidschanischer Seite verbreitet wurden, auf denen zu sehen ist, wie Frauenleichen geschändet und auf das Übelste verhöhnt werden. Ich finde, es ist ein Skandal, dass die Europäische Union und die österreichische Bundesregierung nicht einmal ein klares Wort der Verurteilung dieser Verbrechen finden! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben diese Zahl schon im Vorjahr deutlich überschritten, nämlich mit 40 000 Anträgen; und jetzt haben wir über 70 000 Asylanträge, wobei eigentlich kein einziger gestellt werden dürfte. Was ist denn mit Dublin, Frau EU-Ministerin? Ist das nach wie vor gültiges Recht oder nicht? Ich meine schon. Das wird einfach ignoriert. Was ist mit Schengen? Was ist mit dem Außengrenzschutz, der uns versprochen wurde? (Beifall bei der FPÖ.)
Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.
Frau Europaministerin, das wäre ja Ihre Aufgabe, mit dem EU-Beitrittsland Serbien endlich einmal ordentlich dahin gehend zu verhandeln, dass diese Praxis aufhört! Das darf so nicht weitergehen! Ich bin nicht mehr bereit und die Bürger sind nicht mehr bereit, diesen zigtausendfachen Rechtsbruch, der hier an unseren Grenzen passiert, zu tolerieren! (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Hannes Amesbauer, BA (fortsetzend): Darum fordern wir sofortige Neuwahlen. Weg mit dieser Regierung! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Mitglied des Europäischen Parlaments Dr. Monika Vana (Grüne): Sehr geehrte Frau Vorsitzende! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich muss ehrlich sagen, es ist immer wieder eine Herausforderung, nach der FPÖ zu reden. Es reicht die Redezeit nicht, alles zu widerlegen, was hier dargeboten wird. Auch muss ich ehrlich sagen, bei Europastunden der FPÖ kommt mir regelmäßig das Wort Themenverfehlung in den Sinn. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kickl: Frau Oberlehrer, ...! – Abg. Amesbauer: ..., das dürfen Sie entscheiden!
Den Begriff kennen wir aus unserer Schulzeit, und was er bedeutet, wissen wir. Themenverfehlung sagen wir dann, wenn etwas komplett am eigentlich notwendigen und entscheidenden Thema vorbeigeht. (Abg. Kickl: Frau Oberlehrer, ...! – Abg. Amesbauer: ..., das dürfen Sie entscheiden!)
Abg. Kickl: Alles, was nicht Sie sagen, ist Hetze!
Ich möchte zu konkret zwei FPÖ-Aufmachern, die hier genannt wurden, bewusst als Grüne Stellung nehmen. Das eine ist natürlich die Migrations- und Integrationspolitik und die unerträgliche Hetze, die hier immer wieder in missbrauchender Form dieser Europastunden von der FPÖ vorgebracht wird. (Abg. Kickl: Alles, was nicht Sie sagen, ist Hetze!) Natürlich, liebe Kolleginnen und Kollegen, braucht es eine Reform des Asyl- und Migrationssystems der EU. (Abg. Kassegger: Das hören wir schon seit 30 Jahren!) Was wir Grüne schon lange fordern, ist eine gemeinsame menschenrechtsbasierte europäische Asyl- und Migrationspolitik, um die Menschen nicht in die Hände von Schleppern zu treiben.
Abg. Kassegger: Das hören wir schon seit 30 Jahren!
Ich möchte zu konkret zwei FPÖ-Aufmachern, die hier genannt wurden, bewusst als Grüne Stellung nehmen. Das eine ist natürlich die Migrations- und Integrationspolitik und die unerträgliche Hetze, die hier immer wieder in missbrauchender Form dieser Europastunden von der FPÖ vorgebracht wird. (Abg. Kickl: Alles, was nicht Sie sagen, ist Hetze!) Natürlich, liebe Kolleginnen und Kollegen, braucht es eine Reform des Asyl- und Migrationssystems der EU. (Abg. Kassegger: Das hören wir schon seit 30 Jahren!) Was wir Grüne schon lange fordern, ist eine gemeinsame menschenrechtsbasierte europäische Asyl- und Migrationspolitik, um die Menschen nicht in die Hände von Schleppern zu treiben.
Beifall bei den Grünen
Im Unterschied zur FPÖ, die ständig menschenrechtswidrige Push-backs und Grenzzäune und ein Aussetzen des Asylrechts und was denn nicht noch fordert, wollen wir Grüne und progressiven Kräfte im Europaparlament Lösungen, die den rechtsstaatlichen Normen und europäischen Werten und Prinzipien entsprechen (Beifall bei den Grünen), tragfähige Regeln und Gesetze.
Beifall bei den Grünen.
Zu den EU-Sanktionen: Ja, die EU-Sanktionen strafen. Das ist der Sinn dieser Sanktionen. Dem Kriegstreiber Putin, seiner Clique und seinen Claqueuren wird damit der Zugang zu ihren Konten, zu ihren Villen, zu ihren Jachten und zu allem, was sie sonst noch an Reichtümern in Europa bunkern und an Wirtschaftsgütern für die Aufrechterhaltung ihrer Diktatur und dieses Krieges benötigen, versperrt. Das ist genau die richtige Antwort des gemeinsamen demokratischen Europa darauf, dass Putin mit seinem Angriffskrieg die europäische Grundordnung zerstört. (Beifall bei den Grünen.) Das ist eine zutiefst vernünftige und angemessene Maßnahme, mit der wir diesen fürchterlichen Krieg beenden und die Rückkehr zur europäischen Friedensordnung beschleunigen wollen. Darüber herrscht überwältigende Einigkeit im Europäischen Parlament – mit Ausnahme der FPÖ wieder einmal. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Zu den EU-Sanktionen: Ja, die EU-Sanktionen strafen. Das ist der Sinn dieser Sanktionen. Dem Kriegstreiber Putin, seiner Clique und seinen Claqueuren wird damit der Zugang zu ihren Konten, zu ihren Villen, zu ihren Jachten und zu allem, was sie sonst noch an Reichtümern in Europa bunkern und an Wirtschaftsgütern für die Aufrechterhaltung ihrer Diktatur und dieses Krieges benötigen, versperrt. Das ist genau die richtige Antwort des gemeinsamen demokratischen Europa darauf, dass Putin mit seinem Angriffskrieg die europäische Grundordnung zerstört. (Beifall bei den Grünen.) Das ist eine zutiefst vernünftige und angemessene Maßnahme, mit der wir diesen fürchterlichen Krieg beenden und die Rückkehr zur europäischen Friedensordnung beschleunigen wollen. Darüber herrscht überwältigende Einigkeit im Europäischen Parlament – mit Ausnahme der FPÖ wieder einmal. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Wurm: Kriegstreiber!
Dass die EU-Sanktionen nach und nach und immer mehr Wirkung zeigen, ist ja heute schon dargelegt worden. Wir leisten damit unseren Beitrag (Abg. Wurm: Kriegstreiber!), damit dieser Krieg aufhört, und es ist ein bescheidener Beitrag verglichen mit den materiellen und den seelischen Opfern (Abg. Wurm: Kriegstreiber!), die die Ukrainerinnen und Ukrainer für die Befreiung ihres Landes und die Freiheit Europas bringen.
Abg. Wurm: Kriegstreiber!
Dass die EU-Sanktionen nach und nach und immer mehr Wirkung zeigen, ist ja heute schon dargelegt worden. Wir leisten damit unseren Beitrag (Abg. Wurm: Kriegstreiber!), damit dieser Krieg aufhört, und es ist ein bescheidener Beitrag verglichen mit den materiellen und den seelischen Opfern (Abg. Wurm: Kriegstreiber!), die die Ukrainerinnen und Ukrainer für die Befreiung ihres Landes und die Freiheit Europas bringen.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Wurm: Kriegstreiber! Die Grünen sind Kriegstreiber! Kriegstreiber! – Zwischenruf des Abg. Kickl.
Es sind die europäischen Freiheiten, meine Kolleginnen und Kollegen, die den Wohlstand und die Sicherheit von uns Österreicherinnen und Österreichern, Europäerinnen und Europäern garantieren. Das größte Sicherheitsrisiko für Österreich und Europa sind mitunter auch die FPÖ, ihre Rechtsaußenkollegen und ihre Putin-Connections. – Danke. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Wurm: Kriegstreiber! Die Grünen sind Kriegstreiber! Kriegstreiber! – Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Meinl-Reisinger: Danke!
Präsidentin Doris Bures: Herr Abgeordneter Wurm, ich erteile Ihnen für den Ausdruck „Kriegstreiber“ einen Ordnungsruf. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Meinl-Reisinger: Danke!)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen.
Natürlich verlangt die FPÖ ein Ende der Sanktionen, weil die Erfüllungsgehilfen Wladimir Putins sich nichts Schöneres vorstellen können, als unsere Republik und die ganze Europäische Union tiefer und weiter in die Abhängigkeit von einem irren Diktator zu treiben. Sie faseln immer von Österreich: Österreich zuerst, das schöne Österreich, Österreich über alles, das heilige Schnitzelland! Dabei sind es Ihre Außenpolitik, Ihre Verbandelung mit Putins Partei, die Verbandelung Ihrer Parteifreunde in ganz Europa mit Russland, die Österreich mit der ganzen Europäischen Union in den Abgrund zu ziehen drohen. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den NEOS.
Wer sich gegen Sanktionen ausspricht, ist ein Feind der Freiheit. Das ist ganz klar. Wer sich gegen Sanktionen ausspricht, unterwirft sich der Abhängigkeit von Wladimir Putin, der Abhängigkeit von russischem Geld, der Abhängigkeit von russischer Energie, der Abhängigkeit von russischem Einfluss. Abhängigkeit statt Freiheit und Krieg statt Frieden: Das ist ganz einfach die Rechnung, vor der wir hier stehen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Kickl: Ja, sagen Sie uns das, was am Ende herauskommen soll! Was kommt am Ende heraus?
Das Niveau ist heute wirklich schon absolut im Keller, aber es werden hier, in diesem Haus, heute intellektuelle Tiefenbohrungen gemacht. So weit unten sind wir nämlich bei diesem Thema schon angelangt. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Kickl: Ja, sagen Sie uns das, was am Ende herauskommen soll! Was kommt am Ende heraus?)
Zwischenruf des Abg. Hauser. – Abg. Kickl: NEOS besiegen Putin!
Wir erleben eine große Krise, die größte Krise in Europa seit Jahrzehnten. (Zwischenruf des Abg. Hauser. – Abg. Kickl: NEOS besiegen Putin!) Wir haben keine Energie zur Verfügung, die Menschen können ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen. Wer ist schuld daran? – Wladimir Putin, und alle Putin-Versteher in Europa sind schuld daran, dass wir jetzt in dieser Krise sind. (Beifall bei den NEOS.) Das ist ganz klar, da sind Sie mitverantwortlich, wenn überhaupt. (Abg. Kickl: Was soll am Ende herauskommen? Vielleicht verraten Sie uns das!)
Beifall bei den NEOS.
Wir erleben eine große Krise, die größte Krise in Europa seit Jahrzehnten. (Zwischenruf des Abg. Hauser. – Abg. Kickl: NEOS besiegen Putin!) Wir haben keine Energie zur Verfügung, die Menschen können ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen. Wer ist schuld daran? – Wladimir Putin, und alle Putin-Versteher in Europa sind schuld daran, dass wir jetzt in dieser Krise sind. (Beifall bei den NEOS.) Das ist ganz klar, da sind Sie mitverantwortlich, wenn überhaupt. (Abg. Kickl: Was soll am Ende herauskommen? Vielleicht verraten Sie uns das!)
Abg. Kickl: Was soll am Ende herauskommen? Vielleicht verraten Sie uns das!
Wir erleben eine große Krise, die größte Krise in Europa seit Jahrzehnten. (Zwischenruf des Abg. Hauser. – Abg. Kickl: NEOS besiegen Putin!) Wir haben keine Energie zur Verfügung, die Menschen können ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen. Wer ist schuld daran? – Wladimir Putin, und alle Putin-Versteher in Europa sind schuld daran, dass wir jetzt in dieser Krise sind. (Beifall bei den NEOS.) Das ist ganz klar, da sind Sie mitverantwortlich, wenn überhaupt. (Abg. Kickl: Was soll am Ende herauskommen? Vielleicht verraten Sie uns das!)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf bei der FPÖ.
Ein kurzer Auszug aus den letzten Jahren des Putin-Verstehens, natürlich alles in der Zeit nach der Annexion der Krim: der Freundschaftsvertrag der FPÖ mit der Partei Einiges Russland – das hat man hier im Haus schon längst vergessen –, Wladimir Putin auf der Hochzeit einer FPÖ-Außenministerin, ausländische Geheimdienste, die das BVT wegen zu enger Kontakte zu russischen Geheimdiensten meiden, eine FPÖ-Delegation, die Kadyrow besucht, und nicht zu vergessen: Ihr größter Parteiskandal der letzten Jahre, weil man eine vermeintliche Oligarchennichte instinktiv als verlässliche Gesprächs- und Geschäftspartnerin erkannt hat. Das ist Ihnen passiert. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf bei der FPÖ.)
Abg. Kickl: Unglaublich! Wird von Haselsteiner und Deripaska finanziert und macht den Mund auf! Das ist ja unglaublich!
Ich bin wirklich beeindruckt davon, dass hier immer so getan wird, als wäre das alles nicht geschehen. Dieses Kurzzeitgedächtnis: Kann man das in Pillen abfüllen und irgendwo verkaufen? Ein Wahnsinn! (Abg. Kickl: Unglaublich! Wird von Haselsteiner und Deripaska finanziert und macht den Mund auf! Das ist ja unglaublich!)
Abg. Kickl: Ich glaube, da ist es weit - -! Bei Ihnen ist russisches Kapital unterwegs!
Glauben Sie denn, die Russen haben bei Ihnen immer angeklopft, weil sie Ihren Charakter so toll finden und die Gespräche so wahnsinnig schätzen? (Abg. Kickl: Ich glaube, da ist es weit - -! Bei Ihnen ist russisches Kapital unterwegs!) – Nein, die Russen haben angeklopft, weil sie einen Fuß in der Tür nach Europa haben wollten, weil sie Einfluss haben wollten, weil sie Zugang zur Europäischen Union und zu Österreich haben wollten. Deshalb haben sie bei Ihnen angeklopft – nicht, weil sie es immer so unterhaltsam finden, mit Ihnen zu parlieren. Das ist der einzige Grund. (Abg. Wurm: ... Inhalt!)
Abg. Wurm: ... Inhalt!
Glauben Sie denn, die Russen haben bei Ihnen immer angeklopft, weil sie Ihren Charakter so toll finden und die Gespräche so wahnsinnig schätzen? (Abg. Kickl: Ich glaube, da ist es weit - -! Bei Ihnen ist russisches Kapital unterwegs!) – Nein, die Russen haben angeklopft, weil sie einen Fuß in der Tür nach Europa haben wollten, weil sie Einfluss haben wollten, weil sie Zugang zur Europäischen Union und zu Österreich haben wollten. Deshalb haben sie bei Ihnen angeklopft – nicht, weil sie es immer so unterhaltsam finden, mit Ihnen zu parlieren. Das ist der einzige Grund. (Abg. Wurm: ... Inhalt!)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Stögmüller. – Abg. Kickl: Großartig! Reden wir in drei Monaten weiter! – Ruf bei der FPÖ: Super!
Heute müssen wir in Europa alle zusammenstehen, einen Preisdeckel auf russisches Gas setzen, der Ukraine Waffen liefern und dem Diktator die Stirn bieten. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Stögmüller. – Abg. Kickl: Großartig! Reden wir in drei Monaten weiter! – Ruf bei der FPÖ: Super!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, wir brauchen uns nichts vorzumachen, denn in Europa herrscht ein Krieg mit Auswirkungen, die über die europäischen Grenzen hinausgehen. Ich widerspreche daher den Kollegen hier vorne schon. Russland hat schon lange vor dem 24. Februar geplant, welche Auswirkungen es energiemäßig, wirtschaftsmäßig auf Europa haben wird, unsere Wirtschaft, unser Leben zu manipulieren. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn wir da bewusst wegschauen und indirekt noch öffentlich politisch verteidigen, was in Russland passiert, dann ist das schon unerklärbar. (Beifall bei der ÖVP.) Daher frage ich mich: Ist das wirklich Naivität, oder versucht man die ganze Zeit, bei jedem Thema, bei dem es nur möglich ist, unser Land zu spalten?
Beifall bei der ÖVP – Abg. Wurm: Das sehen wir jeden Tag in Österreich!
Ja, wir müssen die Sanktionen regelmäßig evaluieren. Es zeigt sich ja: Die Sanktionen wirken. Ein Beispiel – Sie haben es ja schon gebracht, Frau Minister; die Sanktionen wirken (Beifall bei der ÖVP – Abg. Wurm: Das sehen wir jeden Tag in Österreich!) –: 1 000 Unternehmen haben sich aus Russland schon zurückgezogen, die Wirtschaft bricht ein, Unternehmen liegen in Russland auf dem Boden. Es zeigt sich: Die Sanktionen wirken. (Abg. Hauser: Und deswegen ist der Rubelkurs um 30 Prozent gegenüber dem Euro gestiegen?!)
Abg. Hauser: Und deswegen ist der Rubelkurs um 30 Prozent gegenüber dem Euro gestiegen?!
Ja, wir müssen die Sanktionen regelmäßig evaluieren. Es zeigt sich ja: Die Sanktionen wirken. Ein Beispiel – Sie haben es ja schon gebracht, Frau Minister; die Sanktionen wirken (Beifall bei der ÖVP – Abg. Wurm: Das sehen wir jeden Tag in Österreich!) –: 1 000 Unternehmen haben sich aus Russland schon zurückgezogen, die Wirtschaft bricht ein, Unternehmen liegen in Russland auf dem Boden. Es zeigt sich: Die Sanktionen wirken. (Abg. Hauser: Und deswegen ist der Rubelkurs um 30 Prozent gegenüber dem Euro gestiegen?!)
Beifall bei der ÖVP.
Schauen wir auf Österreich, darauf, was wir gegen den Krieg machen! Schauen wir, was unsere Bundesregierung macht! Auch ein großes Danke an unseren Bundeskanzler dafür, welche Maßnahmen in den letzten Wochen umgesetzt wurden. Ich darf nur ein paar Beschlüsse aufzählen: ein Klima- und Antiteuerungsbonus, der derzeit ausbezahlt wird, eine Sonderfamilienbeihilfe, Familienbonus, Direktzuschuss zu den Pensionen und Entlastungen für unsere Wirtschaft und unsere Landwirtschaft, ein Versorgungssicherungspaket für unsere Bäuerinnen und Bauern. Da wurde viel gemacht – ein großes Danke an dieses Haus hier! Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir sind uns aber auch der Herausforderungen in den kommenden Monaten mehr als bewusst, wenn es um Energiesicherheit in Österreich und Europa geht. Wir müssen jetzt mehr denn je auf eine Energiewende setzen, und da sind wir auch gut unterwegs. Wir haben sehr viel geschafft. Wir müssen auf echte erneuerbare Energien setzen: Strom aus Wasserkraft, Windenergie, Biomasse, Fotovoltaik. Ja, auch bei uns in Brüssel läuft nicht alles richtig. Wir dürfen nicht auf grüne Energie aus Atomkraft setzen, das ist der falsche Weg, der da leider von einigen vorangetrieben wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Schnedlitz: Das ist der nächste Minister in der ÖVP!
Liebe Kolleginnen und Kollegen, die kommende Zeit wird ein Stresstest für die Gesellschaft werden. Die Hetze und die Verängstigung der Menschen von den Kolleginnen und Kollegen hier im Haus sind der falsche Weg, Panikmache bringt uns nichts. Wir müssen geschlossen hinter den Sanktionen gegen Russland stehen, wir müssen unsere Bürgerinnen und Bürger bestmöglich entlasten. Lassen wir uns nicht spalten, sondern halten wir zusammen! – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Schnedlitz: Das ist der nächste Minister in der ÖVP!)
Abg. Disoski: Geh bitte!
Frau Bundesministerin, Sie stellen sich heute hierher und sagen, die Teuerung war, schon lange bevor der Angriffskrieg auf die Ukraine begonnen hat, ein Thema. Ja, das ist richtig, aber diese Bundesregierung hat nichts dagegen unternommen! (Abg. Disoski: Geh bitte!) Wir waren die einzige Kraft hier im Parlament, die schon vor einem Jahr vor den steigenden Preisen gewarnt hat (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ), im Oktober vor einem Jahr haben wir schon gesagt, dass es eine Entwicklung gibt, die man einbremsen muss, aber es hat null Reaktion gegeben. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Disoski.) Das ist eben das Problem, das wir in Österreich haben: dass wir eine Bundesregierung haben, die das Problem immer lange, lange, lange beobachtet, dann ignoriert und dann erst viel zu spät handelt. (Abg. Lukas Hammer: Ihr redet, wir handeln! – Abg. Schwarz: Teuerungsausgleich!)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ
Frau Bundesministerin, Sie stellen sich heute hierher und sagen, die Teuerung war, schon lange bevor der Angriffskrieg auf die Ukraine begonnen hat, ein Thema. Ja, das ist richtig, aber diese Bundesregierung hat nichts dagegen unternommen! (Abg. Disoski: Geh bitte!) Wir waren die einzige Kraft hier im Parlament, die schon vor einem Jahr vor den steigenden Preisen gewarnt hat (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ), im Oktober vor einem Jahr haben wir schon gesagt, dass es eine Entwicklung gibt, die man einbremsen muss, aber es hat null Reaktion gegeben. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Disoski.) Das ist eben das Problem, das wir in Österreich haben: dass wir eine Bundesregierung haben, die das Problem immer lange, lange, lange beobachtet, dann ignoriert und dann erst viel zu spät handelt. (Abg. Lukas Hammer: Ihr redet, wir handeln! – Abg. Schwarz: Teuerungsausgleich!)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Disoski.
Frau Bundesministerin, Sie stellen sich heute hierher und sagen, die Teuerung war, schon lange bevor der Angriffskrieg auf die Ukraine begonnen hat, ein Thema. Ja, das ist richtig, aber diese Bundesregierung hat nichts dagegen unternommen! (Abg. Disoski: Geh bitte!) Wir waren die einzige Kraft hier im Parlament, die schon vor einem Jahr vor den steigenden Preisen gewarnt hat (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ), im Oktober vor einem Jahr haben wir schon gesagt, dass es eine Entwicklung gibt, die man einbremsen muss, aber es hat null Reaktion gegeben. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Disoski.) Das ist eben das Problem, das wir in Österreich haben: dass wir eine Bundesregierung haben, die das Problem immer lange, lange, lange beobachtet, dann ignoriert und dann erst viel zu spät handelt. (Abg. Lukas Hammer: Ihr redet, wir handeln! – Abg. Schwarz: Teuerungsausgleich!)
Abg. Lukas Hammer: Ihr redet, wir handeln! – Abg. Schwarz: Teuerungsausgleich!
Frau Bundesministerin, Sie stellen sich heute hierher und sagen, die Teuerung war, schon lange bevor der Angriffskrieg auf die Ukraine begonnen hat, ein Thema. Ja, das ist richtig, aber diese Bundesregierung hat nichts dagegen unternommen! (Abg. Disoski: Geh bitte!) Wir waren die einzige Kraft hier im Parlament, die schon vor einem Jahr vor den steigenden Preisen gewarnt hat (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ), im Oktober vor einem Jahr haben wir schon gesagt, dass es eine Entwicklung gibt, die man einbremsen muss, aber es hat null Reaktion gegeben. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Disoski.) Das ist eben das Problem, das wir in Österreich haben: dass wir eine Bundesregierung haben, die das Problem immer lange, lange, lange beobachtet, dann ignoriert und dann erst viel zu spät handelt. (Abg. Lukas Hammer: Ihr redet, wir handeln! – Abg. Schwarz: Teuerungsausgleich!)
Abg. Kassegger: Seit fünf Jahren macht ihr nichts anderes, als in den Markt eingreifen!
Wir müssen eines erkennen, und das trommeln wir auch schon sehr, sehr lange: Der Markt regelt viele Sachen nicht. Der Markt regelt es nicht bei den Energiepreisen, der Markt regelt es auch nicht bei den Mietpreisen. Da muss es eine Politik geben, die sich traut, in den Markt einzugreifen. (Abg. Kassegger: Seit fünf Jahren macht ihr nichts anderes, als in den Markt eingreifen!) Das ist etwas, was den
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Menschen sofort helfen würde, das wäre eine Lösung, die wir dringend und notwendig brauchen. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Steger: Was, gibt es doch ein Problem, oder wie?!
Es ist ein Irrglaube, meine Damen und Herren von der FPÖ, zu glauben, das Problem ist gelöst, wenn man sich von den Sanktionen abkehrt. Nein, das Problem wird größer, weil unsere Abhängigkeit dadurch größer wird, das löst überhaupt kein Problem. Ein weiterer Irrglaube ist es zu glauben, das Thema der Migration national lösen zu können; auch das ist kein richtiger Lösungsansatz. (Abg. Steger: Was, gibt es doch ein Problem, oder wie?!)
Beifall bei der SPÖ.
Es stimmt, Herr Kollege Stocker, die Menschen an den Grenzen im Osten Österreichs haben große Sorgen, und die Entwicklung muss man sich ganz genau anschauen und ernst nehmen, aber Sie stellen sich hier heraus und ignorieren vollkommen, dass die ÖVP seit 20 Jahren für diesen Bereich die Verantwortung hat. (Beifall bei der SPÖ.) Seit 20 Jahren versagen ÖVP-Innenminister in der Frage des Asyls und der Migration, seit 20 Jahren! (Abg. Gödl: Es gibt ja kein Problem, habt ihr gesagt!) Das Grenzmanagement, das es im Moment gibt, ist ein Totalversagen des Bundesministers Karner, ein Totalversagen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Gödl: Es gibt ja kein Problem, habt ihr gesagt!
Es stimmt, Herr Kollege Stocker, die Menschen an den Grenzen im Osten Österreichs haben große Sorgen, und die Entwicklung muss man sich ganz genau anschauen und ernst nehmen, aber Sie stellen sich hier heraus und ignorieren vollkommen, dass die ÖVP seit 20 Jahren für diesen Bereich die Verantwortung hat. (Beifall bei der SPÖ.) Seit 20 Jahren versagen ÖVP-Innenminister in der Frage des Asyls und der Migration, seit 20 Jahren! (Abg. Gödl: Es gibt ja kein Problem, habt ihr gesagt!) Das Grenzmanagement, das es im Moment gibt, ist ein Totalversagen des Bundesministers Karner, ein Totalversagen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es stimmt, Herr Kollege Stocker, die Menschen an den Grenzen im Osten Österreichs haben große Sorgen, und die Entwicklung muss man sich ganz genau anschauen und ernst nehmen, aber Sie stellen sich hier heraus und ignorieren vollkommen, dass die ÖVP seit 20 Jahren für diesen Bereich die Verantwortung hat. (Beifall bei der SPÖ.) Seit 20 Jahren versagen ÖVP-Innenminister in der Frage des Asyls und der Migration, seit 20 Jahren! (Abg. Gödl: Es gibt ja kein Problem, habt ihr gesagt!) Das Grenzmanagement, das es im Moment gibt, ist ein Totalversagen des Bundesministers Karner, ein Totalversagen! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Gerstl.
Da macht man den Menschen etwas vor, was man überhaupt nicht einhalten kann. Es passiert kein Management an der Grenze, man gibt den Menschen, die zu uns kommen, ein Zugticket in die Hand und schickt sie quer durchs Land, und die Probleme verlagern sich nur. (Zwischenruf des Abg. Gerstl.)
Abg. Stocker: ... echtes Problem ...! – Abg. Zarits: Gibt ja kein Problem, sagt die Frau Vorsitzende, oder? – Zwischenruf des Abg. Hanger. – Abg. Zarits: Haben Sie schon mit der Frau Vorsitzenden gesprochen?
Schauen Sie einmal nach Innsbruck, wo die Erstaufnahmegespräche geführt werden sollten, dort haben wir dann die Probleme! (Abg. Stocker: ... echtes Problem ...! – Abg. Zarits: Gibt ja kein Problem, sagt die Frau Vorsitzende, oder? – Zwischenruf des Abg. Hanger. – Abg. Zarits: Haben Sie schon mit der Frau Vorsitzenden gesprochen?) Schauen Sie nach Traiskirchen, da haben wir die Probleme, aber die ÖVP tut nichts! (Beifall bei der SPÖ.) Die ÖVP tut nichts, ihr habt den Menschen einen Bären aufgebunden. (Zwischenrufe des Abg. Gerstl.) Alle haben wir sie noch in Erinnerung, die Sprüche von Nehammer und Kurz, die die Mittelmeerroute geschlossen haben, die die Balkanroute geschlossen haben! – Ja, nichts haben Sie getan, gar nichts haben Sie getan in dieser Frage,
Beifall bei der SPÖ.
Schauen Sie einmal nach Innsbruck, wo die Erstaufnahmegespräche geführt werden sollten, dort haben wir dann die Probleme! (Abg. Stocker: ... echtes Problem ...! – Abg. Zarits: Gibt ja kein Problem, sagt die Frau Vorsitzende, oder? – Zwischenruf des Abg. Hanger. – Abg. Zarits: Haben Sie schon mit der Frau Vorsitzenden gesprochen?) Schauen Sie nach Traiskirchen, da haben wir die Probleme, aber die ÖVP tut nichts! (Beifall bei der SPÖ.) Die ÖVP tut nichts, ihr habt den Menschen einen Bären aufgebunden. (Zwischenrufe des Abg. Gerstl.) Alle haben wir sie noch in Erinnerung, die Sprüche von Nehammer und Kurz, die die Mittelmeerroute geschlossen haben, die die Balkanroute geschlossen haben! – Ja, nichts haben Sie getan, gar nichts haben Sie getan in dieser Frage,
Zwischenrufe des Abg. Gerstl.
Schauen Sie einmal nach Innsbruck, wo die Erstaufnahmegespräche geführt werden sollten, dort haben wir dann die Probleme! (Abg. Stocker: ... echtes Problem ...! – Abg. Zarits: Gibt ja kein Problem, sagt die Frau Vorsitzende, oder? – Zwischenruf des Abg. Hanger. – Abg. Zarits: Haben Sie schon mit der Frau Vorsitzenden gesprochen?) Schauen Sie nach Traiskirchen, da haben wir die Probleme, aber die ÖVP tut nichts! (Beifall bei der SPÖ.) Die ÖVP tut nichts, ihr habt den Menschen einen Bären aufgebunden. (Zwischenrufe des Abg. Gerstl.) Alle haben wir sie noch in Erinnerung, die Sprüche von Nehammer und Kurz, die die Mittelmeerroute geschlossen haben, die die Balkanroute geschlossen haben! – Ja, nichts haben Sie getan, gar nichts haben Sie getan in dieser Frage,
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager.
und das zeigt sich halt jetzt! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager.)
Zwischenruf des Abg. Gerstl.
Das ist das Problem: Wir haben eine Regierung, die im Bereich der Teuerung und im Bereich der Migration zuschaut, die nicht handelt. In beiden Bereichen braucht es endlich Personen an den Schalthebeln, die dann für die Menschen regieren. (Zwischenruf des Abg. Gerstl.) Darum glaube ich aus tiefster Überzeugung, dass es Zeit wird, dass es Neuwahlen in diesem Land gibt, dass Österreich wieder gut regiert wird (Zwischenrufe bei der ÖVP) und dass es eine Entlastung für die Menschen gibt. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Das war jetzt aber ein Scherz zum Schluss!)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Das ist das Problem: Wir haben eine Regierung, die im Bereich der Teuerung und im Bereich der Migration zuschaut, die nicht handelt. In beiden Bereichen braucht es endlich Personen an den Schalthebeln, die dann für die Menschen regieren. (Zwischenruf des Abg. Gerstl.) Darum glaube ich aus tiefster Überzeugung, dass es Zeit wird, dass es Neuwahlen in diesem Land gibt, dass Österreich wieder gut regiert wird (Zwischenrufe bei der ÖVP) und dass es eine Entlastung für die Menschen gibt. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Das war jetzt aber ein Scherz zum Schluss!)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Das war jetzt aber ein Scherz zum Schluss!
Das ist das Problem: Wir haben eine Regierung, die im Bereich der Teuerung und im Bereich der Migration zuschaut, die nicht handelt. In beiden Bereichen braucht es endlich Personen an den Schalthebeln, die dann für die Menschen regieren. (Zwischenruf des Abg. Gerstl.) Darum glaube ich aus tiefster Überzeugung, dass es Zeit wird, dass es Neuwahlen in diesem Land gibt, dass Österreich wieder gut regiert wird (Zwischenrufe bei der ÖVP) und dass es eine Entlastung für die Menschen gibt. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Das war jetzt aber ein Scherz zum Schluss!)
Oh-Rufe und Oje-Rufe bei der ÖVP.
Abgeordnete Petra Steger (FPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Hohes Haus! Österreich hat tatsächlich ein gewaltiges Problem, und dieses Problem heißt grün-schwarze Bundesregierung! (Oh-Rufe und Oje-Rufe bei der ÖVP.) Das haben Sie, Frau Bundesministerin, in Ihrer Rede heute mal wieder klar und deutlich gezeigt. Es ist ja unglaublich, was Sie da heute wieder von sich gegeben haben! (Rufe bei der ÖVP: Na unglaublich! So gemein!) Und nein, sehr geehrte Damen und Herren, ich habe mich nicht versprochen: Grün-Schwarz und nicht Schwarz-Grün, weil offenbar nur noch die Grünen in diesem Land den Ton angeben und die ÖVP vor sich hertreiben (Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. El-Nagashi), weil die sich dermaßen vor dem Wähler fürchten, nur damit sie noch ein paar Monate länger auf ihren Sesseln picken bleiben können. (Ruf bei der ÖVP: Wir sind ja gewählt!)
Rufe bei der ÖVP: Na unglaublich! So gemein!
Abgeordnete Petra Steger (FPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Hohes Haus! Österreich hat tatsächlich ein gewaltiges Problem, und dieses Problem heißt grün-schwarze Bundesregierung! (Oh-Rufe und Oje-Rufe bei der ÖVP.) Das haben Sie, Frau Bundesministerin, in Ihrer Rede heute mal wieder klar und deutlich gezeigt. Es ist ja unglaublich, was Sie da heute wieder von sich gegeben haben! (Rufe bei der ÖVP: Na unglaublich! So gemein!) Und nein, sehr geehrte Damen und Herren, ich habe mich nicht versprochen: Grün-Schwarz und nicht Schwarz-Grün, weil offenbar nur noch die Grünen in diesem Land den Ton angeben und die ÖVP vor sich hertreiben (Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. El-Nagashi), weil die sich dermaßen vor dem Wähler fürchten, nur damit sie noch ein paar Monate länger auf ihren Sesseln picken bleiben können. (Ruf bei der ÖVP: Wir sind ja gewählt!)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. El-Nagashi
Abgeordnete Petra Steger (FPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Hohes Haus! Österreich hat tatsächlich ein gewaltiges Problem, und dieses Problem heißt grün-schwarze Bundesregierung! (Oh-Rufe und Oje-Rufe bei der ÖVP.) Das haben Sie, Frau Bundesministerin, in Ihrer Rede heute mal wieder klar und deutlich gezeigt. Es ist ja unglaublich, was Sie da heute wieder von sich gegeben haben! (Rufe bei der ÖVP: Na unglaublich! So gemein!) Und nein, sehr geehrte Damen und Herren, ich habe mich nicht versprochen: Grün-Schwarz und nicht Schwarz-Grün, weil offenbar nur noch die Grünen in diesem Land den Ton angeben und die ÖVP vor sich hertreiben (Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. El-Nagashi), weil die sich dermaßen vor dem Wähler fürchten, nur damit sie noch ein paar Monate länger auf ihren Sesseln picken bleiben können. (Ruf bei der ÖVP: Wir sind ja gewählt!)
Ruf bei der ÖVP: Wir sind ja gewählt!
Abgeordnete Petra Steger (FPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Hohes Haus! Österreich hat tatsächlich ein gewaltiges Problem, und dieses Problem heißt grün-schwarze Bundesregierung! (Oh-Rufe und Oje-Rufe bei der ÖVP.) Das haben Sie, Frau Bundesministerin, in Ihrer Rede heute mal wieder klar und deutlich gezeigt. Es ist ja unglaublich, was Sie da heute wieder von sich gegeben haben! (Rufe bei der ÖVP: Na unglaublich! So gemein!) Und nein, sehr geehrte Damen und Herren, ich habe mich nicht versprochen: Grün-Schwarz und nicht Schwarz-Grün, weil offenbar nur noch die Grünen in diesem Land den Ton angeben und die ÖVP vor sich hertreiben (Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. El-Nagashi), weil die sich dermaßen vor dem Wähler fürchten, nur damit sie noch ein paar Monate länger auf ihren Sesseln picken bleiben können. (Ruf bei der ÖVP: Wir sind ja gewählt!)
Abg. Prinz: Parteitagsrede mitgenommen!
Aufgabe wäre, sich in allererster Linie für die Interessen der eigenen Bevölkerung einzusetzen, für die der Österreicherinnen und Österreicher! (Abg. Prinz: Parteitagsrede mitgenommen!) Doch die spielen anscheinend überhaupt keine Rolle mehr für sie. Stattdessen geht es nur mehr um Machterhalt um jeden Preis, eine blinde EU-Hörigkeit (Ruf bei der ÖVP: Erinnert mich an Kickl!), eine Solidarität mit allen anderen Ländern, nur nicht mit dem eigenen, und um eine moralisierende Politik, die sich immer weiter von der Realität entfernt.
Ruf bei der ÖVP: Erinnert mich an Kickl!
Aufgabe wäre, sich in allererster Linie für die Interessen der eigenen Bevölkerung einzusetzen, für die der Österreicherinnen und Österreicher! (Abg. Prinz: Parteitagsrede mitgenommen!) Doch die spielen anscheinend überhaupt keine Rolle mehr für sie. Stattdessen geht es nur mehr um Machterhalt um jeden Preis, eine blinde EU-Hörigkeit (Ruf bei der ÖVP: Erinnert mich an Kickl!), eine Solidarität mit allen anderen Ländern, nur nicht mit dem eigenen, und um eine moralisierende Politik, die sich immer weiter von der Realität entfernt.
Rufe bei der ÖVP: Na wirklich?! Nur noch?! Und sonst gar nichts mehr?!
Sehr geehrte Damen und Herren! Ich muss sagen, ich bin tatsächlich nur noch fassungslos. (Rufe bei der ÖVP: Na wirklich?! Nur noch?! Und sonst gar nichts mehr?!) Ich bin fassungslos – und so geht es nicht nur mir –, wie es eine österreichische Bundesregierung, aber vor allem auch die Europäische Union zustande bringen kann, Österreich und die EU dermaßen gegen die Wand zu fahren, sehr geehrte Damen und Herren! (Zwischenrufe der Abgeordneten Gerstl und Höfinger.) Das ist das, was Sie machen: volle Kraft voraus in Richtung Abgrund in allen Bereichen! Unsere Energieversorgung ist in Gefahr, wir haben einen Öl- und Gasmangel, eine Blackoutgefahr, Wirtschaftskrieg, Megainflation, eine kaputte Währung, Arbeitslosigkeit, Armut, Versorgungsmangel und, und, und. Und wir haben viele Menschen in Österreich, die mittlerweile am Verzweifeln sind und gewaltige Existenzängste haben. (Abg. Höfinger: H.-C. Strache zum Beispiel!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Gerstl und Höfinger.
Sehr geehrte Damen und Herren! Ich muss sagen, ich bin tatsächlich nur noch fassungslos. (Rufe bei der ÖVP: Na wirklich?! Nur noch?! Und sonst gar nichts mehr?!) Ich bin fassungslos – und so geht es nicht nur mir –, wie es eine österreichische Bundesregierung, aber vor allem auch die Europäische Union zustande bringen kann, Österreich und die EU dermaßen gegen die Wand zu fahren, sehr geehrte Damen und Herren! (Zwischenrufe der Abgeordneten Gerstl und Höfinger.) Das ist das, was Sie machen: volle Kraft voraus in Richtung Abgrund in allen Bereichen! Unsere Energieversorgung ist in Gefahr, wir haben einen Öl- und Gasmangel, eine Blackoutgefahr, Wirtschaftskrieg, Megainflation, eine kaputte Währung, Arbeitslosigkeit, Armut, Versorgungsmangel und, und, und. Und wir haben viele Menschen in Österreich, die mittlerweile am Verzweifeln sind und gewaltige Existenzängste haben. (Abg. Höfinger: H.-C. Strache zum Beispiel!)
Abg. Höfinger: H.-C. Strache zum Beispiel!
Sehr geehrte Damen und Herren! Ich muss sagen, ich bin tatsächlich nur noch fassungslos. (Rufe bei der ÖVP: Na wirklich?! Nur noch?! Und sonst gar nichts mehr?!) Ich bin fassungslos – und so geht es nicht nur mir –, wie es eine österreichische Bundesregierung, aber vor allem auch die Europäische Union zustande bringen kann, Österreich und die EU dermaßen gegen die Wand zu fahren, sehr geehrte Damen und Herren! (Zwischenrufe der Abgeordneten Gerstl und Höfinger.) Das ist das, was Sie machen: volle Kraft voraus in Richtung Abgrund in allen Bereichen! Unsere Energieversorgung ist in Gefahr, wir haben einen Öl- und Gasmangel, eine Blackoutgefahr, Wirtschaftskrieg, Megainflation, eine kaputte Währung, Arbeitslosigkeit, Armut, Versorgungsmangel und, und, und. Und wir haben viele Menschen in Österreich, die mittlerweile am Verzweifeln sind und gewaltige Existenzängste haben. (Abg. Höfinger: H.-C. Strache zum Beispiel!)
Beifall bei der FPÖ.
Bald ist Österreich kein Industriestandort mehr, dann heißt es nur noch: Die Industrie stand dort!, weil die ehemalige Wirtschaftspartei ÖVP mit den Sanktionsunterstützungen der Wirtschaft den endgültigen Todesstoß verpasst hat. Gleichzeitig erreicht der Migrationsansturm neue Rekorde. Wenn das so weitergeht, werden wir heuer sogar noch das Katastrophenjahr 2015 mit rund 90 000 überbieten. Da sind noch nicht einmal die rund 80 000 Ukrainer miteingerechnet, die kommen auch noch dazu. Das sind doch unglaubliche Dimensionen in der Größenordnung der Stadt Salzburg oder des halben Burgenlands mittlerweile; und die SPÖ sieht darin anscheinend überhaupt kein Problem, wie Klubobfrau Rendi-Wagner gesagt hat. Ich frage mich immer: Wie blind muss man eigentlich sein? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Vor allem die ÖVP beweist jedes Mal aufs Neue, dass ihr die Sicherheit in diesem Land anscheinend vollkommen egal ist. Oder warum nützen Sie nicht endlich den koalitionsfreien Raum, warum haben Sie sich das im letzten Regierungsprogramm extra herausverhandelt? Sehr geehrte Damen und Herren, es muss endlich Schluss sein! Genug ist genug, wir haben mehr als genug Last gestemmt und jetzt zu stemmen! Das, was es jetzt bräuchte, wäre eine Festung Europa, und wenn die EU dazu nicht imstande ist, dann brauchen wir zumindest eine Festung Österreich. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Höfinger.
Anstatt in dieser Situation Frieden zu propagieren, anstatt die eigene Bevölkerung zu unterstützen und zu entlasten, wird immer weiter und weiter an der Eskalationsspirale gedreht. Das geschieht durch Waffenlieferungen, durch Sanktionen, durch Zahlungen in Milliardenhöhe und vor allem auch durch Äußerungen wie der des Noch-Bundeskanzlers Nehammer, der gleich zu Beginn des Krieges unsere Neutralität mit Füßen getreten hat und wie ein Elefant im Porzellanladen jede Chance auf eine Vermittlerrolle zerstört hat. Dank Ihrer Zustimmung zu den Sanktionen befinden wir uns mitten in einem Wirtschaftskrieg. Ja, wo ist eigentlich der Bundespräsident, wenn es tatsächlich einmal um den Schutz unserer Verfassung und der Neutralität in diesem Land geht? – Da schweigt er, da ist von ihm nichts zu hören. – Na selbstverständlich, weil die Grünen in der Bundesregierung sitzen! Und damit ist auch eines klar: Wer Van der Bellen wählt, sorgt dafür, dass die Grünen wieder in der Bundesregierung sind. (Zwischenruf des Abg. Höfinger.) Das sollten Sie da drüben sich auch einmal überlegen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Anstatt in dieser Situation Frieden zu propagieren, anstatt die eigene Bevölkerung zu unterstützen und zu entlasten, wird immer weiter und weiter an der Eskalationsspirale gedreht. Das geschieht durch Waffenlieferungen, durch Sanktionen, durch Zahlungen in Milliardenhöhe und vor allem auch durch Äußerungen wie der des Noch-Bundeskanzlers Nehammer, der gleich zu Beginn des Krieges unsere Neutralität mit Füßen getreten hat und wie ein Elefant im Porzellanladen jede Chance auf eine Vermittlerrolle zerstört hat. Dank Ihrer Zustimmung zu den Sanktionen befinden wir uns mitten in einem Wirtschaftskrieg. Ja, wo ist eigentlich der Bundespräsident, wenn es tatsächlich einmal um den Schutz unserer Verfassung und der Neutralität in diesem Land geht? – Da schweigt er, da ist von ihm nichts zu hören. – Na selbstverständlich, weil die Grünen in der Bundesregierung sitzen! Und damit ist auch eines klar: Wer Van der Bellen wählt, sorgt dafür, dass die Grünen wieder in der Bundesregierung sind. (Zwischenruf des Abg. Höfinger.) Das sollten Sie da drüben sich auch einmal überlegen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.
Auswirkungen in Russland, doch sie schaden der Europäischen Union wesentlich mehr, und jeder, der etwas anderes behauptet, ist entweder ahnungslos, naiv oder sagt bewusst die Unwahrheit, sehr geehrte Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ. – Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der FPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, es ist Zeit: Fragen Sie endlich diejenigen, die tatsächlich unter diesen Sanktionen leiden! Seien Sie bereit, machen Sie eine Volksbefragung und lassen Sie endlich das Volk entscheiden! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Stattdessen wird das Völkerrecht gebrochen und auch im österreichischen Parlament wird durch Rechte Unruhe statt Frieden gestiftet. Ja, man möchte meinen, Sie haben aus dieser Geschichte nicht nur nichts gelernt, sondern genau Sie sabotieren dieses Friedensversprechen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Dieser Krieg hat zweifelsohne die europäische Friedensordnung zertrümmert. Wenn wir das Versprechen „Nie wieder!“ ernst nehmen und es nicht nur in Friedenszeiten in Sonntagsreden abgeben, dann müssen wir es deswegen nun auch erneuern, sonst können wir uns nie wieder in den Spiegel schauen. Wir wissen und wir müssen erinnern, dass die Idee von einem Friedenseuropa – nämlich Frieden, Freiheit und Sicherheit – nur darauf basiert. Sie, die hier heute keppeln, wissen sehr wohl, dass die gegenwärtige Inflation zunächst Folge der weltweit gestiegenen Produktionskosten aufgrund der Pandemie und auch der gestörten Lieferketten ist. Eine massive Teuerung hat bereits eingesetzt, bevor Putin seinen Feldzug gestartet hat – und ja, das stimmt, die Rohstoffengpässe durch den Krieg haben diese Teuerung einfach nur noch verstärkt. Lügen Sie die Menschen aber nicht an, denn Sie wissen sehr wohl, dass wir nicht so weitermachen können wie vor diesem Krieg! Die Sanktionen wirken nicht nur – dazu gibt es Studien –, sondern sie sind auch ein Selbstschutz, nicht nur für die Idee eines freien, demokratischen Europa, sondern auch für die dringend notwendige Entflechtung unserer Wirtschaft von einem Land, dessen Führung uns mit seinen Ressourcen zu erpressen versucht, denn das sehen wir derzeit. (Beifall bei den Grünen.)
Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen
Heute ist Weltfriedenstag, und wir müssen daran erinnern, dass das Nie-wieder nicht nur zu erneuern ist (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen), sondern dass es keine andere Option gibt. In diesem Sinne: Wir müssen diesen Krieg aushungern.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordnete Dr. Ewa Ernst-Dziedzic (fortsetzend): Es braucht weitreichende Sanktionen, damit in diesem gemeinsamen Europa nie wieder Hunger herrscht. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen.
Ihr Mann ist neben Alexei Nawalny wahrscheinlich einer der berühmtesten russischen Oppositionellen und sitzt momentan in Russland in Haft. Er wurde ohne ernst zu nehmende Gründe, mit fadenscheinigen Argumentationen aufgrund angeblicher Falschaussagen über die russische Armee eingesperrt und ihm droht eine Haftstrafe von bis zu zehn Jahren. Man wird sehen, was sich das russische Regime noch alles einfallen lassen wird. Sie haben schon mehrmals versucht, ihn mundtot zu machen. Sie haben ihn zweimal vergiftet. Er hat beide Male überlebt und hat seinen Kampf fortgeführt. Nun, während er in Haft sitzt, führt seine Frau diesen Kampf fort. Diese beeindruckende Frau, die für Grund- und Freiheitsrechte in ihrem Land, für die Menschen in ihrem Land und für Demokratie kämpft, hat mir gestern zur Frage der Sanktionen gesagt: Wir dürfen diese Sanktionen auf gar keinen Fall beenden. Wir müssen sie sogar noch schärfer gestalten, weil es die einzige Möglichkeit ist, diesen verrückten Aggressor in die Knie zu zwingen. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Ottenschläger.
Wenn ich heute höre – Frau Kollegin Steger hat es vorhin auch wieder gesagt –: Na ja, die Sanktionen schaden ja uns mehr, als sie Russland schaden!, dann ist das so absurd, weil man sich, selbst wenn man überhaupt keine Ahnung hat, einfach nur die Zahlen anschauen muss. Ja, der europäischen Wirtschaft geht es nicht so gut. Es gibt viele Gründe dafür, auch den Einmarsch Russlands in der Ukraine, aber Fakt ist: Wir haben immer noch ein Wirtschaftswachstum – in Russland bricht die Wirtschaft um 7 Prozent ein. Wir haben in Europa eine hohe Inflation – in Russland ist sie höher. Dort ist die Inflation bei 15 Prozent. Offensichtlich funktionieren also die Sanktionen, und etwas anderes zu sagen ist schlichtweg nicht logisch. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Ottenschläger.)
Abg. Kassegger: Das ist ... Märchengeschichte ...!
Wir müssen – und das hat mir auch Evgenia Kara-Murza gesagt – mit den Sanktionen weitermachen, bis die russische Wirtschaft komplett am Boden liegt, weil nur so alle begreifen, was Wladimir Putin da macht. Ja, natürlich treffen diese Sanktionen auch die russische Bevölkerung, und natürlich wäre es uns lieber, wenn das nicht so wäre – deswegen hätten wir früher anfangen müssen –, jetzt aber ist die einzige Chance, den Preis so hoch zu treiben, sprich: die Sanktionen so scharf anzusetzen, dass die russische Wirtschaft komplett darniederliegt und dass dann, wenn dieser grauenhafte Krieg in der Ukraine vorbei ist, der Preis für den Aggressor so hoch war, dass in Zukunft Diktatoren auf der ganzen Welt sich ernsthaft überlegen werden, ob sie noch solche verrückten Angriffskriege machen. (Abg. Kassegger: Das ist ... Märchengeschichte ...!)
Abg. Wurm: ... 100 Prozent ...! 100 Prozent Garantie!
Wir wissen, es ist die einzige Möglichkeit, um diese absurde Spirale, diese Gewaltspirale von Wladimir Putin zu beenden. Alles andere ist absurd. Sie kennen das: einen Einmarsch nach dem anderen, sei es in Georgien, seien es seine Interventionen auf der Krim, sei es am Donbass, sei es der Tschetschenienkrieg. Er macht ja immer weiter. Es ist absurd, zu glauben, dass er, wenn wir jetzt aufhören, sagt: Na jetzt war ich aber sehr beeindruckt, in Zukunft mache ich das nicht mehr. (Abg. Wurm: ... 100 Prozent ...! 100 Prozent Garantie!) Er hat ein Ziel, und das ist weiterhin, Russland zu vergrößern.
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Was wir auch machen müssen – dann, wenn die Ukraine es hoffentlich geschafft hat, diesen Krieg zu gewinnen –: dass wir die russische Opposition weiterhin tatkräftig unterstützen. Jetzt gibt es die Chance, dass diese sich auch durchsetzt, dass sie diesen grauenhaften Diktator stürzt, und danach wird sie umso mehr unsere Unterstützung brauchen, dann dürfen wir sie nicht alleinlassen, damit sie es endlich schafft, aus Russland auch wirklich eine Demokratie zu machen. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben das strengste Tierschutzgesetz im Juli noch einmal verschärft, aber für mich ist eines ganz klar: Es braucht Tierschutz mit Hausverstand, denn es darf nicht passieren, dass wir vor lauter Tierschutz die Produktion aus dem eigenen Land ins Ausland verlagern und uns damit bei dem Thema Lebensmittel – ähnlich wie bei der Energie – importabhängig machen. Deshalb ein großes Danke: Die österreichischen Bauernfamilien versorgen auch in Krisenzeiten die österreichische Bevölkerung mit Lebensmitteln in ausreichender Menge und in hoher Qualität. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ein zweiter Punkt: Im Volksbegehren steht „Schlachtviehtransporte nur noch vom Bauern zu nächstgelegenen Schlachthöfen“ – Planwirtschaft par excellence. Fakt ist, dass das für mich als Tiroler heißt, dass ich nur zum nächsten Schlachthof nach Bayern verkaufen darf. Damit verliert aber das Lebensmittel die AMA-Gütesiegelqualifikation. Also ich denke, dieses Volksbegehren von Kollegen Waldhäusl aus Niederösterreich von der FPÖ ist zwar nett zum Lesen, aber nicht durchdacht und sehr oberflächlich. Deshalb glaube ich, dass man an dem festhalten sollte, was wir bereits im Juli beschlossen haben, denn das ist eine handfeste, richtige Gesetzesmaterie, mit der wir einerseits die Tiere schützen, andererseits aber den Bauernfamilien Perspektiven geben, um zu produzieren. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Lausch
Kollege Hechenberger sagt „Tierschutz mit Hausverstand“ und „Was will die FPÖ mit diesem Volksbegehren?“, dazu Folgendes: Kollege Hechenberger, weißt du, was wir wollen und was die österreichische Bevölkerung will? – Die österreichische Bevölkerung will nicht mehr solche Bilder (eine Tafel, auf der ein auf Stroh liegendes totes Schaf abgebildet ist, vor sich auf das Redner:innenpult stellend) haben (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Lausch), die österreichische Bevölkerung will nicht, dass Schafe in ihren Ställen verhungern, verwesen und wochenlang in
Abg. Hechenberger schüttelt den Kopf
Weißt du, was die österreichische Bevölkerung noch nicht will? – Sie will nicht, dass sich Kühe in ihrer Gülle hinlegen müssen (eine Tafel, auf der drei in Gülle liegende Kühe abgebildet sind, vor sich auf das Redner:innenpult stellend), dass die Ställe nicht geräumt werden. Das sind keine Einzelfälle. Wir haben dieses Jahr schon fünf Fälle von wirklich Not leidenden Tieren in den Ställen gehabt. Wir haben hier herinnen auch diskutiert – aber es ändert sich nichts! Da brauche ich mir nur den letzten Horrorstall in Niederösterreich anzusehen. – Kollege Hechenberger, du kannst schon lachen (Abg. Hechenberger schüttelt den Kopf), aber das Lachen wird dir noch vergehen bei den nächsten Wahlen, das verspreche ich dir, wenn ihr so mit dem Tierschutz umgeht. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Belakowitsch.
Weißt du, was die österreichische Bevölkerung noch nicht will? – Sie will nicht, dass sich Kühe in ihrer Gülle hinlegen müssen (eine Tafel, auf der drei in Gülle liegende Kühe abgebildet sind, vor sich auf das Redner:innenpult stellend), dass die Ställe nicht geräumt werden. Das sind keine Einzelfälle. Wir haben dieses Jahr schon fünf Fälle von wirklich Not leidenden Tieren in den Ställen gehabt. Wir haben hier herinnen auch diskutiert – aber es ändert sich nichts! Da brauche ich mir nur den letzten Horrorstall in Niederösterreich anzusehen. – Kollege Hechenberger, du kannst schon lachen (Abg. Hechenberger schüttelt den Kopf), aber das Lachen wird dir noch vergehen bei den nächsten Wahlen, das verspreche ich dir, wenn ihr so mit dem Tierschutz umgeht. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Belakowitsch.)
Zwischenruf des Abg. Hechenberger
Ich kann nur eines sagen, meine Damen und Herren: Da versagen die Behörden in Niederösterreich, wenn hier, nur weil die Gülle weggeräumt und Stroh eingestreut wurde, gesagt wird: Kein weiterer Handlungsbedarf mehr! – bei einem Bauern, der 2013 schon angezeigt wurde, weil diese Missstände schon 2013 in seinen Ställen vorgeherrscht haben, bei einem Bauern, der auch 2014 angezeigt wurde, nämlich dieser Bauer, wo es 2015 Anzeigen gegeben hat und nichts passiert ist, wo die Kontrollen mangelhaft waren (Zwischenruf des Abg. Hechenberger), wo nichts vonseiten der Landesregierung gekommen ist! Und jetzt – meine Damen und Herren, das ist der Gipfel – hat dieser Bauer für 2020 und 2021 vom Landwirtschaftsministerium für diese Zustände 20 000 Euro an Förderungen für den Tierschutz erhalten – 20 000 Euro an Förderungen! Ist das das Tierschutzsystem, das die ÖVP für ihre Landwirtschaft will, Kollege Hechenberger? (Ruf bei der ÖVP: Schrei nicht so!) Das gehört in diesem Haus
Ruf bei der ÖVP: Schrei nicht so!
Ich kann nur eines sagen, meine Damen und Herren: Da versagen die Behörden in Niederösterreich, wenn hier, nur weil die Gülle weggeräumt und Stroh eingestreut wurde, gesagt wird: Kein weiterer Handlungsbedarf mehr! – bei einem Bauern, der 2013 schon angezeigt wurde, weil diese Missstände schon 2013 in seinen Ställen vorgeherrscht haben, bei einem Bauern, der auch 2014 angezeigt wurde, nämlich dieser Bauer, wo es 2015 Anzeigen gegeben hat und nichts passiert ist, wo die Kontrollen mangelhaft waren (Zwischenruf des Abg. Hechenberger), wo nichts vonseiten der Landesregierung gekommen ist! Und jetzt – meine Damen und Herren, das ist der Gipfel – hat dieser Bauer für 2020 und 2021 vom Landwirtschaftsministerium für diese Zustände 20 000 Euro an Förderungen für den Tierschutz erhalten – 20 000 Euro an Förderungen! Ist das das Tierschutzsystem, das die ÖVP für ihre Landwirtschaft will, Kollege Hechenberger? (Ruf bei der ÖVP: Schrei nicht so!) Das gehört in diesem Haus
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
aufgeklärt und nicht das, was du gesagt hast! Das kann ich dir sagen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Hechenberger: Dann sind das unsere Bäuerinnen und Bauern! Die Bauern verdienen das!
Eines, meine Damen und Herren, kann ich euch sagen: Diese Zustände haben anscheinend System, die haben aber anscheinend auch System in Niederösterreich. In Niederösterreich war es heuer schon der dritte Hof, und aufgedeckt wird das Ganze nur – denn von der anderen Seite wird es vertuscht –, wenn der VGT unterwegs ist. Ich kann an den VGT nur Danke sagen – Danke sagen, dass sie in diese Ställe reingehen, Danke sagen, dass sie uns diese Bilder vermitteln, die zeigen, wie in der österreichischen Landwirtschaft wirklich mit den Fördergeldern umgegangen wird, die zeigen, wie mit den Tieren in Österreich umgegangen wird. Wenn Tierschutz wirklich allen am Herzen liegt, dann darf es diese Zustände nicht geben, und dann darf es diese Zustände insbesondere in Niederösterreich nicht geben, denn dort häufen sich diese Fälle, meine Damen und Herren! Und wenn irgendwer, wenn wirklich irgendwer Förderungen für den Tierschutz verdient – und ich sage das hier mit aller Klarheit und Offenheit (Abg. Hechenberger: Dann sind das unsere Bäuerinnen und Bauern! Die Bauern verdienen das!) –, dann ist es der VGT, der diese Missstände aufdeckt. (Zwischenruf des Abg. Kühberger.)
Zwischenruf des Abg. Kühberger.
Eines, meine Damen und Herren, kann ich euch sagen: Diese Zustände haben anscheinend System, die haben aber anscheinend auch System in Niederösterreich. In Niederösterreich war es heuer schon der dritte Hof, und aufgedeckt wird das Ganze nur – denn von der anderen Seite wird es vertuscht –, wenn der VGT unterwegs ist. Ich kann an den VGT nur Danke sagen – Danke sagen, dass sie in diese Ställe reingehen, Danke sagen, dass sie uns diese Bilder vermitteln, die zeigen, wie in der österreichischen Landwirtschaft wirklich mit den Fördergeldern umgegangen wird, die zeigen, wie mit den Tieren in Österreich umgegangen wird. Wenn Tierschutz wirklich allen am Herzen liegt, dann darf es diese Zustände nicht geben, und dann darf es diese Zustände insbesondere in Niederösterreich nicht geben, denn dort häufen sich diese Fälle, meine Damen und Herren! Und wenn irgendwer, wenn wirklich irgendwer Förderungen für den Tierschutz verdient – und ich sage das hier mit aller Klarheit und Offenheit (Abg. Hechenberger: Dann sind das unsere Bäuerinnen und Bauern! Die Bauern verdienen das!) –, dann ist es der VGT, der diese Missstände aufdeckt. (Zwischenruf des Abg. Kühberger.)
Abg. Michael Hammer: Reg dich nicht so künstlich auf!
Darüber könnt ihr Bauern der ÖVP euch wirklich aufregen, denn Tierschutz ist etwas, was ihr bei euch absolut nicht habt! (Abg. Michael Hammer: Reg dich nicht so künstlich auf!) – Du gib Ruh, denn du verstehst gar nichts! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten El Nagashi und Weratschnig.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten El Nagashi und Weratschnig.
Darüber könnt ihr Bauern der ÖVP euch wirklich aufregen, denn Tierschutz ist etwas, was ihr bei euch absolut nicht habt! (Abg. Michael Hammer: Reg dich nicht so künstlich auf!) – Du gib Ruh, denn du verstehst gar nichts! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten El Nagashi und Weratschnig.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kühberger: Meinst das ernst oder musst das sagen?
Ich will jetzt kurz auf meinen Vorredner Kollegen Hechenberger eingehen, der anscheinend nur die Überschrift gelesen hat, und will ihm mitteilen, dass man schon das ganze Volksbegehren lesen muss, um es auch zu verstehen. Gerade die ÖVP braucht sich, glaube ich, hier nicht zu rühmen und sich nicht als große Bauernschützerpartei hinzustellen, denn ihr seid in der Vergangenheit bei jeder Richtlinie und bei jeder Auflage, bei jedem Anschlag gegen die Bauern dabei gewesen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kühberger: Meinst das ernst oder musst das sagen?)
Abg. Sieber: Mehr Kontrolle für die Bauern!
Bei Tiertransporten – und jetzt zurück zum Volksbegehren (Abg. Sieber: Mehr Kontrolle für die Bauern!) –, sage ich, muss man klar unterscheiden zwischen Transporten von Tieren auf die Almen, Transporten von Nutzvieh, Zuchtviehtransporten, Transporten von Pferden, die aus sportlichen Gründen vielleicht von A nach B transportiert werden, und eben auch den Schlachtviehtransporten.
Abg. Hechenberger: Das brauchst nicht vorlesen!
und stressfreie Transportwege haben. Wenn man bedenkt, dass derzeit 3,8 Millionen Tiere – ja, 3,8 Millionen – täglich auf der Straße transportiert werden, kann man sagen, die Zahl ist gewaltig. Das sind 1,4 Milliarden im Jahr, das muss man sich vorstellen. (Abg. Hechenberger: Das brauchst nicht vorlesen!)
Der Redner hält kurz inne. – Abg. Michael Hammer: Ist ein leerer Zettel dabei gewesen?
Schauen wir uns auch die Routen an: aus Deutschland nach Österreich, aus Italien nach Österreich, aus den Niederlanden nach Österreich; aus Polen, Lettland, Litauen, Dänemark, Tschechien, Spanien kommen Lebendtiere nach Österreich, um dann auf österreichischen Schlachthöfen geschlachtet zu werden, also Lebendtiertransport quer durch Europa. (Der Redner hält kurz inne. – Abg. Michael Hammer: Ist ein leerer Zettel dabei gewesen?) Da muss man sich wirklich fragen: Haben wir das nötig? Wäre es nicht besser, dass wir sagen: Mehr regional statt global!? Wäre es nicht besser, sich die Richtlinien und die Regeln einmal anzuschauen und so zu ändern, dass man das verhindert? Ich glaube, 426 938 Menschen haben dieses Volksbegehren verstanden, sie sagen, dort besteht Handlungsbedarf.
Beifall bei der FPÖ.
Ich denke, das wird unsere Aufgabe sein, das müssen wir angehen. Das Volksbegehren, denke ich, ist der richtige Ansatz, ist der richtige Starter für den Prozess, und dort werden wir auch weiterkämpfen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Kälbern, die als Abfallware aus der Milchwirtschaft entstehen. Ich werde auch nicht müde, dafür zu werben, mehr Pflanzenmilch und weniger tierische Milch zu trinken oder pflanzliche Milch wie Hafermilch überhaupt erst einmal zu probieren. Heimische Pflanzenmilch ist ökologisch, gesund und produziert nicht Abertausende ungewollte Kälber jedes Jahr, die auf qualvollen Lebendtiertransporten in ihr Verderben geschickt werden. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Lausch.
Ich hoffe, dass wir dieses Volksbegehren als erneuten Auftrag begreifen, gemeinsam auch auf nationaler Ebene noch strengere Regeln auf den Weg zu bringen. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Lausch.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir haben also in Österreich auch sehr, sehr viel selber in der Hand, um für mehr Tierschutz am Teller zu sorgen. Insbesondere finde ich, dass es gerade auch ein grüner Gesundheitsminister als Auftrag hat, alle Hebel in Bewegung zu setzen. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, ich denke, die vielen Unterschriften zeigen, wie wichtig dieses Thema unseren Österreichern ist. Ich hoffe, dass wir eine gemeinsame Lösung zum Wohle der Tiere finden können. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Shetty: Tierschutz?
Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Christian Lausch. – Bitte. (Abg. Shetty: Tierschutz?)
Beifall bei der FPÖ.
Da kann man nachvollziehen, dass sehr, sehr viele Bürger in der Europäischen Union immer mehr von dieser Europäischen Union oder der EU-Spitze enttäuscht sind, weil man sich mit Sachen beschäftigt, bei denen man wenig oder Schlechtes bewirkt. Da könnte man sehr, sehr viel Gutes bewirken, aber da hört man von dieser Europäischen Union leider kein Wort. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Meine Damen und Herren, Sie sehen, der Freiheitlichen Partei liegt der Tierschutz am Herzen! Wir haben jetzt vier Redner aufgeboten. Ich denke aber, dass er anderen Parteien sehr wohl auch am Herzen liegt. Das ist heute die erste Lesung – ich appelliere an alle Kolleginnen und Kollegen, im Ausschuss, beim Hearing und beim weiteren Prozess dieses Volksbegehren wirklich so zu behandeln, dass wir eine gangbare Lösung finden, dass wir auch in der Europäischen Union mit einer Stimme sprechen, weil dieses Thema letztlich ja europaweit geregelt werden muss. Wir haben aber schon auch Möglichkeiten, die wir national umsetzen können. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
Der Tierschutz ist keine ideologische Frage. Es ist meines Erachtens eine Frage, wie wir als zivilisierte Menschen im 21. Jahrhundert mit unseren Mitgeschöpfen umgehen, und da gibt es insgesamt noch Verbesserungsbedarf. Vor allem im Bereich dieser Qualtransporte gibt es massiven Handlungsbedarf. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Taschner: Na servus!
Nach den Initiatoren des Volksbegehrens soll „die WKStA verfassungsrechtlich abgesichert werden. Durch die Bundesverfassung ist zu garantieren: Die WKStA ist bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben unabhängig; die Kontrolle ihrer Tätigkeit erfolgt durch die Gerichte; Korruptionsdelikte und zentrale Delikte der Wirtschaftskriminalität verbleiben in der Zuständigkeit der WKStA.“ Und: Die WKStA kann „ihre Aufgaben nur dann [...] erfüllen, wenn ihr eine Polizei [...] ausschließlich [...] unterstellt“ und „zur Verfügung“ gestellt wird. (Abg. Taschner: Na servus!) – Das, meine geschätzten Damen und Herren, glaube ich, ist mit der Rechtsstaatlichkeit und vor allem auch mit der Bundesverfassung in einem gewissen Widerspruch.
Beifall bei der ÖVP.
Ich sehe daher der Diskussion im Ausschuss mit Spannung entgegen. Es ist ein Vorschlag, der zu diskutieren ist, aber auch im Lichte der Ausführungen, die ich eben gemacht habe. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ
Es ist herausgekommen, dass öffentliche Gelder wahrscheinlich zweckwidrig und rechtswidrig verwendet wurden. Es ist herausgekommen, dass man mit diesen Geldern Umfragen manipuliert hat. Es ist herausgekommen, dass Scheinrechnungen gestellt wurden. Es ist die Ibizaaffäre passiert und man hat erstmals live im Video gesehen, wie manche Politiker, hauptsächlich männliche Politiker, sich vorstellen, was zu laufen hat. Und ich sage Ihnen eines, geschätzte Damen und Herren: Die Menschen in Österreich haben genug von diesen Vorgängen, haben genug von dieser Korruption (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ), haben genug davon, dass nicht mehr die Wahlentscheidung das wesentlichste Mittel ist, Demokratie zu betreiben.
Beifall bei der SPÖ.
Deshalb wünsche ich den Initiatoren dieses Volksbegehrens, dass so viel wie möglich von dem, was sie einfordern, umgesetzt wird. Wir stehen hinter diesem Volksbegehren. Wir möchten, dass Österreich sauberer, anständiger und wieder demokratischer wird. Und wir möchten vor allem, dass die Menschen in Österreich in Zukunft nicht mehr glauben, dass es wesentlich ist, um die demokratischen Entwicklungen zu beeinflussen, zu spenden, sondern dass sie glauben, dass es wesentlich ist, zur Wahl zu gehen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf: Nur bei euch ...!
Abgeordneter Mag. Philipp Schrangl (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren Abgeordnete und Zuschauer hier im Hohen Haus! Sehr geehrte Damen und Herren zu Hause vor den Fernsehgeräten! Dieses Volksbegehren hat eine Intention, und zwar hat es die Intention, dieses desaströse Bild, das die österreichische Politik derzeit abgibt, zu beenden. Es schaut so aus, als ob jeder Politiker korrupt wäre, als ob man bei jedem Politiker ein Gesetz bestellen könnte, aber dem ist nicht so. (Ruf: Nur bei euch ...!)
Beifall bei der FPÖ.
Wir dürfen nicht vergessen, die Staatsanwaltschaft hat das schärfste Recht: Sie kann über die Freiheit eines Menschen entscheiden. Daher dürfen Sie, meine lieben Wählerinnen und Wähler, die Kontrolle über dieses höchste Organ nicht aufgeben. Und wir, die Freiheitlichen, stehen dafür, dass Sie weiterhin die Kontrolle über diese schärfste Staatsmacht behalten. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
bereits umgesetzt, wie es in der Vergangenheit schon lange nicht mehr der Fall war. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Dazu möchte ich eines ganz deutlich sagen: Haben Sie keine Angst davor, mit uns gemeinsam an dieser Regelung zu arbeiten! Es soll eine gute Regelung werden. Es soll eine Weisungsspitze geben, die unabhängig von der Politik ist, aber nicht frei von Kontrolle. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Es sollen die gewohnt hohen Kontrollstandards beim Interpellationsrecht, aber auch für die Tätigkeit von Untersuchungsausschüssen auf jeden Fall gewahrt bleiben, und trotzdem soll garantiert werden, dass ein Hineinregieren der Politik in diese staatsanwaltschaftlichen Behörden nicht mehr möglich ist. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Dazu möchte ich eines ganz deutlich sagen: Haben Sie keine Angst davor, mit uns gemeinsam an dieser Regelung zu arbeiten! Es soll eine gute Regelung werden. Es soll eine Weisungsspitze geben, die unabhängig von der Politik ist, aber nicht frei von Kontrolle. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Es sollen die gewohnt hohen Kontrollstandards beim Interpellationsrecht, aber auch für die Tätigkeit von Untersuchungsausschüssen auf jeden Fall gewahrt bleiben, und trotzdem soll garantiert werden, dass ein Hineinregieren der Politik in diese staatsanwaltschaftlichen Behörden nicht mehr möglich ist. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir werden uns sehr intensiv mit den Forderungen im Volksbegehren beschäftigen. Wir unterstützen sehr, sehr viele davon, und die, von denen wir bisher noch nichts in Umsetzung gebracht haben, werden wir uns jetzt Stück für Stück vornehmen. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Daher unterstützen wir die Ideen dieses Antikorruptionsvolksbegehrens. Jede Initiative, die sich darum bemüht, das gesellschaftliche Gift der Korruption fachgerecht, also rechtsstaatlich, zu entsorgen, ist ein Gewinn für unser Land. Überlassen wir es nicht den Bonzen und Möchtegerns, unsere Demokratie zu deformieren, sondern nennen wir das Kind lautstark beim Namen! Korruption wird sich nicht rechnen, darf sich nicht rechnen, nicht in diesem Land, nicht in diesem Parlament. Dafür verpflichte ich mich und werde ich mich höchstpersönlich, mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln, engagieren. Anstand gewinnt! – Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei den NEOS.)
Ruf bei der SPÖ: Na, na!
Anstand in der Politik spricht. (Ruf bei der SPÖ: Na, na!) Um das mit einem handfesten Beispiel zu untermauern: Zur Rechtsstaatlichkeit darf ich Ihren Fraktionskollegen Kai Jan Krainer zitieren. Seine Antwort auf die Ausführungen der Frau Verfahrensrichterin hinsichtlich der Unzulässigkeit seiner Frage war nämlich – ich zitiere –: „Die rechtliche Einschätzung interessiert mich nicht.“ – So viel zur Rechtsstaatlichkeit in den Augen der SPÖ. (Abg. Leichtfried: Was hat eine Einschätzung mit Rechtsstaatlichkeit zu tun?) Vor allem im Untersuchungsausschuss hat sie diese schon längst über Bord geworfen, und das auch entgegen den Anweisungen der Frau Verfahrensrichterin, frei nach dem Motto: „Ich mach mir die Welt, widewide wie sie mir gefällt“. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Leichtfried: Was hat eine Einschätzung mit Rechtsstaatlichkeit zu tun?
Anstand in der Politik spricht. (Ruf bei der SPÖ: Na, na!) Um das mit einem handfesten Beispiel zu untermauern: Zur Rechtsstaatlichkeit darf ich Ihren Fraktionskollegen Kai Jan Krainer zitieren. Seine Antwort auf die Ausführungen der Frau Verfahrensrichterin hinsichtlich der Unzulässigkeit seiner Frage war nämlich – ich zitiere –: „Die rechtliche Einschätzung interessiert mich nicht.“ – So viel zur Rechtsstaatlichkeit in den Augen der SPÖ. (Abg. Leichtfried: Was hat eine Einschätzung mit Rechtsstaatlichkeit zu tun?) Vor allem im Untersuchungsausschuss hat sie diese schon längst über Bord geworfen, und das auch entgegen den Anweisungen der Frau Verfahrensrichterin, frei nach dem Motto: „Ich mach mir die Welt, widewide wie sie mir gefällt“. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Anstand in der Politik spricht. (Ruf bei der SPÖ: Na, na!) Um das mit einem handfesten Beispiel zu untermauern: Zur Rechtsstaatlichkeit darf ich Ihren Fraktionskollegen Kai Jan Krainer zitieren. Seine Antwort auf die Ausführungen der Frau Verfahrensrichterin hinsichtlich der Unzulässigkeit seiner Frage war nämlich – ich zitiere –: „Die rechtliche Einschätzung interessiert mich nicht.“ – So viel zur Rechtsstaatlichkeit in den Augen der SPÖ. (Abg. Leichtfried: Was hat eine Einschätzung mit Rechtsstaatlichkeit zu tun?) Vor allem im Untersuchungsausschuss hat sie diese schon längst über Bord geworfen, und das auch entgegen den Anweisungen der Frau Verfahrensrichterin, frei nach dem Motto: „Ich mach mir die Welt, widewide wie sie mir gefällt“. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Leichtfried: Was habts ihr denn schon wieder gemacht im UsA?
Das vorliegende Volksbegehren Rechtsstaat- und Antikorruptionsvolksbegehren spricht auch von Anstand und Integrität in der Politik. Und weil ich Sie gerade vor mir sehe, Herr Kollege Krainer: Ja, es ist auch eine Frage des Anstandes in der Politik (Abg. Leichtfried: Was habts ihr denn schon wieder gemacht im UsA?), wenn man mit einer derartigen Vehemenz die Entscheidungen der Frau Verfahrensrichterin nicht wahrhaben möchte, vor allem dann, wenn sie nicht der eigenen Ideologie entsprechen.
Abg. Einwallner: Da werden wir ja gar nicht mehr fertig mit den tatsächlichen Berichtigungen, Frau Kollegin! Was ist denn das für ein Blödsinn? Das ist ja unfassbar!
Diese perfide Doppelmoral vor allem Ihrer Fraktion erleben wir tagtäglich im Untersuchungsausschuss. Es werden mittlerweile sogar ehrenamtliche Funktionäre vorgeladen, die sich falschen Vorhalten stellen müssen und dann im Untersuchungsausschuss vorgeführt und durch die Manege gezogen werden. (Abg. Einwallner: Da werden wir ja gar nicht mehr fertig mit den tatsächlichen Berichtigungen, Frau Kollegin! Was ist denn das für ein Blödsinn? Das ist ja unfassbar!) Mir ist aber auch klar, dass das Ehrenamt nicht in allen Parteien die gleiche Wertschätzung erfährt. (Abg. Leichtfried – in Richtung Abg. Stögmüller –: Du, David, stimmt das so? – Abg. Stögmüller: Nein, das stimmt so nicht! – Abg. Leichtfried: Machst du eine Tatsächliche?)
Abg. Leichtfried – in Richtung Abg. Stögmüller –: Du, David, stimmt das so? – Abg. Stögmüller: Nein, das stimmt so nicht! – Abg. Leichtfried: Machst du eine Tatsächliche?
Diese perfide Doppelmoral vor allem Ihrer Fraktion erleben wir tagtäglich im Untersuchungsausschuss. Es werden mittlerweile sogar ehrenamtliche Funktionäre vorgeladen, die sich falschen Vorhalten stellen müssen und dann im Untersuchungsausschuss vorgeführt und durch die Manege gezogen werden. (Abg. Einwallner: Da werden wir ja gar nicht mehr fertig mit den tatsächlichen Berichtigungen, Frau Kollegin! Was ist denn das für ein Blödsinn? Das ist ja unfassbar!) Mir ist aber auch klar, dass das Ehrenamt nicht in allen Parteien die gleiche Wertschätzung erfährt. (Abg. Leichtfried – in Richtung Abg. Stögmüller –: Du, David, stimmt das so? – Abg. Stögmüller: Nein, das stimmt so nicht! – Abg. Leichtfried: Machst du eine Tatsächliche?)
Beifall bei der ÖVP.
ist jedenfalls ein verfassungsgesetzlich gewährleistetes Mittel zur Klärung der politischen Verantwortung in der Vollziehung des Bundes und keine Wahlkampfveranstaltung. (Beifall bei der ÖVP.) Verstehen Sie mich aber nicht falsch! Wenn es Fehlverhalten gegeben hat, dann gehört dieses auch sanktioniert (Abg. Stögmüller: Fragen Sie einmal den Fürlinger!), und die Betroffenen haben auch die Konsequenzen zu tragen. (Abg. Leichtfried: Wer ist der Fürlinger?)
Abg. Stögmüller: Fragen Sie einmal den Fürlinger!
ist jedenfalls ein verfassungsgesetzlich gewährleistetes Mittel zur Klärung der politischen Verantwortung in der Vollziehung des Bundes und keine Wahlkampfveranstaltung. (Beifall bei der ÖVP.) Verstehen Sie mich aber nicht falsch! Wenn es Fehlverhalten gegeben hat, dann gehört dieses auch sanktioniert (Abg. Stögmüller: Fragen Sie einmal den Fürlinger!), und die Betroffenen haben auch die Konsequenzen zu tragen. (Abg. Leichtfried: Wer ist der Fürlinger?)
Abg. Leichtfried: Wer ist der Fürlinger?
ist jedenfalls ein verfassungsgesetzlich gewährleistetes Mittel zur Klärung der politischen Verantwortung in der Vollziehung des Bundes und keine Wahlkampfveranstaltung. (Beifall bei der ÖVP.) Verstehen Sie mich aber nicht falsch! Wenn es Fehlverhalten gegeben hat, dann gehört dieses auch sanktioniert (Abg. Stögmüller: Fragen Sie einmal den Fürlinger!), und die Betroffenen haben auch die Konsequenzen zu tragen. (Abg. Leichtfried: Wer ist der Fürlinger?)
Abg. Leichtfried: Vielleicht sagen Sie noch was zum Bauernbund oder zum Wirtschaftsbund – oder Seniorenbund wäre auch nett!
Einige Punkte aus dem vorliegenden Volksbegehren haben wir schon umgesetzt, an einigen Punkten arbeiten wir gerade. Als Beispiele seien die Kronzeugenregelung, das Parteienfinanzierungsgesetz und das Informationsfreiheitsgesetz genannt. Einige, das hat Kollege Stocker sehr trefflich ausgeführt, würden wir auch gerne ergänzt sehen, aber damit werden wir uns dann im zuständigen Ausschuss beschäftigen. (Abg. Leichtfried: Vielleicht sagen Sie noch was zum Bauernbund oder zum Wirtschaftsbund – oder Seniorenbund wäre auch nett!)
Abg. Einwallner: Wirtschaftsbund ...!
Im Sinne von Alles-auf-den-Tisch wollen wir alles tun, um mit voller Transparenz, aber unter Einhaltung der Spielregeln (Abg. Einwallner: Wirtschaftsbund ...!) zur Aufklärung beizutragen, und das obwohl schon allein der Titel dieses Ausschusses verfassungswidrig ist. Dennoch haben wir nach 58 Auskunftspersonen jetzt zum 58. Mal gehört, dass es keine politische Einflussnahme gegeben hat, und das trotz der absurdesten und mit maximaler Kreativität zusammengebastelten Vorhalte. Keine politische Verfehlung ist bisher festgestellt worden.
Beifall bei der ÖVP.
angefallen ist, aber mit Maß und Ziel, jedenfalls aber mit Aufrichtigkeit und mit Anstand. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Prinz: Sie hat zitiert!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Herr Präsident! Frau Abgeordnete Scharzenberger hat soeben behauptet (Abg. Prinz: Sie hat zitiert!), ich hätte im Zuge einer Untersuchungsausschusssitzung zur Verfahrensrichterin gemeint, dass mich ihre rechtliche Einschätzung nicht interessieren würde. (Abg. Scharzenberger: Das war ein Zitat!)
Abg. Scharzenberger: Das war ein Zitat!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Herr Präsident! Frau Abgeordnete Scharzenberger hat soeben behauptet (Abg. Prinz: Sie hat zitiert!), ich hätte im Zuge einer Untersuchungsausschusssitzung zur Verfahrensrichterin gemeint, dass mich ihre rechtliche Einschätzung nicht interessieren würde. (Abg. Scharzenberger: Das war ein Zitat!)
Abg. Stögmüller: Verfahrensordnung!
Ich muss tatsächlich berichtigen: Das ist falsch. Ich habe gesagt, die rechtliche Einschätzung der Auskunftsperson interessiert mich nicht, die hat mich nämlich gemäß Geschäftsordnung nicht zu interessieren. (Abg. Stögmüller: Verfahrensordnung!) Ich darf dort nur nach Wahrnehmungen der Auskunftsperson und nicht nach Einschätzungen fragen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die rechtliche Einschätzung der Verfahrensrichterin schätze ich sehr, offenbar im Gegensatz zu Ihnen. – Vielen Dank. (Abg. Michael Hammer: Der Anpatzer der Nation!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich muss tatsächlich berichtigen: Das ist falsch. Ich habe gesagt, die rechtliche Einschätzung der Auskunftsperson interessiert mich nicht, die hat mich nämlich gemäß Geschäftsordnung nicht zu interessieren. (Abg. Stögmüller: Verfahrensordnung!) Ich darf dort nur nach Wahrnehmungen der Auskunftsperson und nicht nach Einschätzungen fragen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die rechtliche Einschätzung der Verfahrensrichterin schätze ich sehr, offenbar im Gegensatz zu Ihnen. – Vielen Dank. (Abg. Michael Hammer: Der Anpatzer der Nation!)
Abg. Michael Hammer: Der Anpatzer der Nation!
Ich muss tatsächlich berichtigen: Das ist falsch. Ich habe gesagt, die rechtliche Einschätzung der Auskunftsperson interessiert mich nicht, die hat mich nämlich gemäß Geschäftsordnung nicht zu interessieren. (Abg. Stögmüller: Verfahrensordnung!) Ich darf dort nur nach Wahrnehmungen der Auskunftsperson und nicht nach Einschätzungen fragen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die rechtliche Einschätzung der Verfahrensrichterin schätze ich sehr, offenbar im Gegensatz zu Ihnen. – Vielen Dank. (Abg. Michael Hammer: Der Anpatzer der Nation!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich darf ganz kurz daran erinnern, was denn über 300 000 Menschen dazu bewogen und vor allem die Proponentinnen und Proponenten dieses Volksbegehrens dazu veranlasst hat, im 21. Jahrhundert, damals noch in einer liberalen Demokratie, so ein Volksbegehren zu initiieren: Das waren die systematischen, massiven Angriffe der ÖVP auf die Justiz. Das hat es in der Geschichte der Zweiten Republik noch nie gegeben, nicht in diesem Ausmaß und nicht mit dieser Systematik. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Umso mehr ärgert es mich, wenn Abgeordnete der ÖVP sich hierherstellen und genau das, was Anlass für dieses Volksbegehren gegeben hat, hier wiederholen: nämlich eine Institution der Korruptionsbekämpfung in diesem Land anzupatzen. Das müssen Sie unterlassen! (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich darf auch daran erinnern und halte Ihnen – gerade den Vertreterinnen und Vertretern der ÖVP – das vor: Sie sind maßgeblich schuld daran, dass die Republik Österreich im Jahre 2022 keine liberale Demokratie mehr ist, sondern nur mehr eine Wahldemokratie. Ich bin entsetzt darüber. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
zahlreiche Vorschläge und Anträge eingebracht und sind auch bereit, konstruktiv an einem besseren, transparenten und korruptionsfreien Land zu arbeiten. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schroll.
Wenn ich in dem Zusammenhang – ich sehe da wirklich ein Problem bei Ihnen, Vertreterinnen und Vertreter der ÖVP – nur an die Aussage eines Tiroler ÖVP-Abgeordneten in den letzten Tagen im Zusammenhang mit den anstehenden Landtagswahlen in Tirol erinnern darf: Er hat gesagt: „Wir regieren seit dem Zweiten Weltkrieg dieses Land.“ Dann hat er weiters gesagt: „Uns gehört die Tiwag“ – der Tiroler Energieversorger –,„uns gehört die Wohnbauförderung, uns gehört die Hypo-Bank“ – die Hypo Tirol, die Tiroler Landesbank. Manche in der ÖVP scheinen zu glauben, dass ihnen das ganze Land gehört, und sie agieren auch so. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schroll.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Taschner: Wir missbrauchen die Instrumente nicht, wir gebrauchen sie!
Ein anderes Beispiel, weil Sie jetzt ein paar Mal den Untersuchungsausschuss erwähnt haben: Ich habe – stellvertretend für die Zweite Nationalratspräsidentin – tageweise diesen Untersuchungsausschuss leiten dürfen. Es war unglaublich, dass eine Auskunftsperson 1 Stunde gebraucht hat – weil Sie Instrumente der Geschäftsordnung dazu missbraucht haben –, bis sie überhaupt sagen konnte, wie sie heißt und welche Funktion sie hat. So gehen Sie mit Rechtsstaatlichkeit um. Das ist ärgerlich und das kann man so nicht stehen lassen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Taschner: Wir missbrauchen die Instrumente nicht, wir gebrauchen sie!)
Beifall bei der SPÖ.
sehr, dass auch die Kolleginnen und Kollegen der ÖVP endlich diesen Handlungsbedarf erkennen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Vollkommen falsch! Stimmt ja nicht!
Ich selbst bin keine Ärztin oder Virologin und daher ist die Expertise der Wissenschaft natürlich eine wichtige Entscheidungshilfe. Damals war die Annahme der Wissenschaft, dass wir mit einer Impfung, einer gewissen Durchimpfungsrate die Pandemie relativ schnell und gut bewältigen könnten, was zu dieser Zeit damals auch stimmte. (Abg. Belakowitsch: Vollkommen falsch! Stimmt ja nicht!)
Abg. Belakowitsch: Jaaa, genau! Sie sind ja immer noch nicht einsichtig! – Abg. Loacker: Man kann sich langsam entschuldigen!
Mit der Impfpflicht stieg natürlich die Verbreitung von Verschwörungstheorien, Angstmachereien. (Abg. Belakowitsch: Jaaa, genau! Sie sind ja immer noch nicht einsichtig! – Abg. Loacker: Man kann sich langsam entschuldigen!) Es wurde in der Bevölkerung eine Aggressivität hervorgerufen, und dies führte regelrecht zu einer Spaltung der Gesellschaft und auch zu einem Rückgang der Impfbereitschaft. (Abg. Belakowitsch: Warum wohl?)
Abg. Belakowitsch: Warum wohl?
Mit der Impfpflicht stieg natürlich die Verbreitung von Verschwörungstheorien, Angstmachereien. (Abg. Belakowitsch: Jaaa, genau! Sie sind ja immer noch nicht einsichtig! – Abg. Loacker: Man kann sich langsam entschuldigen!) Es wurde in der Bevölkerung eine Aggressivität hervorgerufen, und dies führte regelrecht zu einer Spaltung der Gesellschaft und auch zu einem Rückgang der Impfbereitschaft. (Abg. Belakowitsch: Warum wohl?)
Beifall bei der ÖVP.
Daher wurde die Covid-19-Impfpflicht in einer Sondersitzung wieder abgeschafft. Mit dieser Abschaffung ist auch das Volksbegehren, das wir heute diskutieren, obsolet geworden. Mit der Abschaffung der Impfpflicht ist auch der Sinn des Volksbegehrens erfüllt. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Belakowitsch: Philip, ihr wart dabei! – Zwischenruf der Abg. Jeitler-Cincelli.
Es ist kein Zufall, muss ich sagen, dass sowohl Herbert Kickl als auch August Wöginger beide heute nicht da sind, denn es steht heute noch etwas auf der Tagesordnung, was beiden extrem peinlich ist. (Abg. Belakowitsch: Philip, ihr wart dabei! – Zwischenruf der Abg. Jeitler-Cincelli.) Deswegen hat man das in Richtung Mitternacht verschoben. Es gibt nämlich einen Rechnungshofbericht zum Coronakrisenmanagement, der sich wie ein Krimi liest und heute Nacht noch diskutiert wird. (Zwischenrufe der Abgeordneten Jeitler-Cincelli und Baumgartner.) Es ist kein Zufall, dass sich jetzt vor allem die Freiheitlichen und die ÖVP genieren, weil es um das Coronakrisenmanagement geht.
Zwischenrufe der Abgeordneten Jeitler-Cincelli und Baumgartner.
Es ist kein Zufall, muss ich sagen, dass sowohl Herbert Kickl als auch August Wöginger beide heute nicht da sind, denn es steht heute noch etwas auf der Tagesordnung, was beiden extrem peinlich ist. (Abg. Belakowitsch: Philip, ihr wart dabei! – Zwischenruf der Abg. Jeitler-Cincelli.) Deswegen hat man das in Richtung Mitternacht verschoben. Es gibt nämlich einen Rechnungshofbericht zum Coronakrisenmanagement, der sich wie ein Krimi liest und heute Nacht noch diskutiert wird. (Zwischenrufe der Abgeordneten Jeitler-Cincelli und Baumgartner.) Es ist kein Zufall, dass sich jetzt vor allem die Freiheitlichen und die ÖVP genieren, weil es um das Coronakrisenmanagement geht.
Abg. Zarits: Ihr habt ja überall mitgestimmt!
Der Rechnungshof hat minutiös aufgearbeitet, was in Österreich passiert ist, dass wir so viel schlechter durch die Coronakrise gekommen sind als viele, viele andere Staaten. (Abg. Zarits: Ihr habt ja überall mitgestimmt!) Wenn wir nur die Nachbarstaaten Schweiz, Deutschland, Österreich vergleichen und uns die zentralen Zahlen anschauen: Österreich hatte – im Vergleich zu der Schweiz und Deutschland – einen deutlich stärkeren Rückgang beim Bruttoinlandsprodukt, bei den Einschränkungen des öffentlichen Lebens lag Österreich deutlich schlechter als die Schweiz und Deutschland, die Übersterblichkeit war in Österreich deutlich höher als in der Schweiz und in Deutschland. Das Einzige, bei dem wir in Österreich deutlich stärker waren, waren die Milliardenausgaben, die Krisenkosten, wo es ein paar im Umfeld der ÖVP gegeben hat – da verstehe ich jetzt die Aufregung. Der einzige Punkt, bei dem wir geführt haben, sind die Ausgaben in der Krise gewesen. Jetzt hören wir von der ÖVP, für die Pensionisten haben wir nichts übrig. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zarits: Du hast ja immer mehr gefordert!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zarits: Du hast ja immer mehr gefordert!
Der Rechnungshof hat minutiös aufgearbeitet, was in Österreich passiert ist, dass wir so viel schlechter durch die Coronakrise gekommen sind als viele, viele andere Staaten. (Abg. Zarits: Ihr habt ja überall mitgestimmt!) Wenn wir nur die Nachbarstaaten Schweiz, Deutschland, Österreich vergleichen und uns die zentralen Zahlen anschauen: Österreich hatte – im Vergleich zu der Schweiz und Deutschland – einen deutlich stärkeren Rückgang beim Bruttoinlandsprodukt, bei den Einschränkungen des öffentlichen Lebens lag Österreich deutlich schlechter als die Schweiz und Deutschland, die Übersterblichkeit war in Österreich deutlich höher als in der Schweiz und in Deutschland. Das Einzige, bei dem wir in Österreich deutlich stärker waren, waren die Milliardenausgaben, die Krisenkosten, wo es ein paar im Umfeld der ÖVP gegeben hat – da verstehe ich jetzt die Aufregung. Der einzige Punkt, bei dem wir geführt haben, sind die Ausgaben in der Krise gewesen. Jetzt hören wir von der ÖVP, für die Pensionisten haben wir nichts übrig. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zarits: Du hast ja immer mehr gefordert!)
Abg. Michael Hammer: Da sind wir schon daheim! Zah an!
Dann aber, Herr Kollege, heute kurz vor Mitternacht bitte aufpassen: Rechnungshofbericht. Da werden wir noch intensiv diskutieren. (Abg. Michael Hammer: Da sind wir schon daheim! Zah an!) Es ist ganz wichtig, dass wir darüber reden. Was waren denn die zentralen Fehler im Krisenmanagement in Österreich? Warum sind wir so viel schlechter durch die Krise gekommen? Das war kein Naturgesetz. Der Rechnungshof hat einerseits dargestellt, es waren die FPÖ und eure Lieblingsgesundheitsministerin Hartinger-Klein, denn auf die Idee muss man erst einmal kommen, dass eine Gesundheitsministerin die zentrale Institution im Gesundheitsministerium abmontiert. Die zentrale Institution zur Seuchenbekämpfung, die Generaldirektion für die öffentliche Gesundheit, ist unter der FPÖ-Gesundheitsministerin zerschlagen worden.
Beifall bei der SPÖ.
Das ist ungefähr so, als würde man alle Feuerlöscher abmontieren – das war das, was die FPÖ gemacht hat, und danach seid ihr dort gestanden und habt gesagt: Da brennt es jetzt aber! Wo sind die Feuerlöscher? (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hauser.
Das war die Rolle der FPÖ. Ihr habt die Strukturen im Gesundheitsministerium zerschlagen. Kollege Hauser, bitte aufpassen: Heute kurz vor Mitternacht kommt der Rechnungshofbericht. Ich werde ihn dir ausdrucken, 100 Seiten. Das liest sich wie ein Krimi. Fakten helfen ja oft weiter. (Zwischenruf des Abg. Hauser.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hauser.
So, das war die Rolle der FPÖ. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hauser.) Ich möchte nicht zu sehr auf die Rolle der ÖVP und von Sebastian Kurz eingehen, aber wenn sich Frau Präsidentin Kraker schon die Mühe gemacht hat – man muss ja auch die Lehren aus der Krise ziehen –:
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Was hat nicht funktioniert? – Die zentrale Koordination des Gesundheitsministeriums. Ein Desaster! Es war in Wahrheit so: Solange es für die Politik eine Gaudi war, war Sebastian Kurz in der ersten Reihe. Anschober, Nehammer und wie sie alle geheißen haben, dieses virologische Quartett: alle in der ersten Reihe im Fernsehen. Sobald es dann brenzlig geworden ist, hat es keine Koordination gegeben. Da hat man sich abgeputzt. Kollege Schallmeiner weiß ganz genau, wovon ich rede. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Welcher? Es hat ja mehrere gegeben!
Ein weiterer Punkt war das Datenchaos. Ihr erinnert euch alle noch: Am Beginn der Herbstwelle im ersten Jahr, am Beginn der Herbstwelle, kurz vor dem Lockdown (Abg. Belakowitsch: Welcher? Es hat ja mehrere gegeben!), hat man angefangen, Betten zu zählen – man hat nicht einmal gewusst, wie viele Intensivbetten es gibt! –, und da gab es eine Doppelstruktur zwischen Innenministerium und Gesundheitsministerium. Danke an den Rechnungshof, dass man das auch aufgedeckt hat.
Beifall bei der SPÖ.
Ihr habt ja in Wahrheit die Experten und die Ärztinnen und Ärzte aus den Gremien hinausgeschmissen und habt geschaut, dass möglichst viel Platz für die Pressesprecher der ÖVP ist, und das war schon auch ein bissel mit ein Grund – Sie wissen es ganz genau, wenn Sie in sich hineinhören –, das war schon ein Punkt, durch den die ÖVP viel, viel Schaden angerichtet hat. Aber – wir haben es heute leider auch ansprechen müssen – ein Grund war auch die Rolle der FPÖ: das Zerschlagen der Strukturen im Gesundheitsministerium, das Abmontieren der Feuerlöscher. Kollege Hauser, vielleicht hättest du heute ein paar Worte dazu. Du könntest ja im Nachhinein auch sagen, dass das nicht in Ordnung war, was deine Ministerin Hartinger-Klein, die du immer sehr gelobt hast, für einen Schaden für Österreich angerichtet hat. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Sag was zur Impfpflicht!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Mag. Gerhard Kaniak. – Bitte schön, Herr Abgeordneter. (Abg. Belakowitsch: Sag was zur Impfpflicht!)
Abg. Kucher: Ich hab keine Angst vor der Wahrheit!
Abgeordneter Mag. Gerhard Kaniak (FPÖ): Mein Vorredner, Abgeordneter Kucher, hat sich da offensichtlich um ein paar Stunden in der Tagesordnung vertan. Der Rechnungshofbericht steht erst später auf der Tagesordnung (Abg. Kucher: Ich hab keine Angst vor der Wahrheit!), aber eines möchte ich vielleicht doch ergänzen: Die Nachbesetzung in der Generaldirektion für die öffentliche Gesundheit hätte Ministerin Hartinger-Klein schon durchgeführt, wenn nicht Sebastian Kurz und die ÖVP 2019 im Frühling die Regierung gesprengt hätten. Und dann hatte die Übergangsregierung monatelang Zeit, diese Position nachzubesetzen, und hat es nicht getan, und auch die schwarz-grüne Regierung hat diese Position erst viel zu spät nachbesetzt, selbst im Angesicht einer bereits hereinbrechenden Coronakrise. Also wo da die Verantwortlichkeit liegt, sehr geehrter Herr Abgeordneter Kucher, würde ich noch einmal überprüfen und hinterfragen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kucher: Die Feuerlöscher habt ihr abmontiert!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kucher: Die Feuerlöscher habt ihr abmontiert!
Abgeordneter Mag. Gerhard Kaniak (FPÖ): Mein Vorredner, Abgeordneter Kucher, hat sich da offensichtlich um ein paar Stunden in der Tagesordnung vertan. Der Rechnungshofbericht steht erst später auf der Tagesordnung (Abg. Kucher: Ich hab keine Angst vor der Wahrheit!), aber eines möchte ich vielleicht doch ergänzen: Die Nachbesetzung in der Generaldirektion für die öffentliche Gesundheit hätte Ministerin Hartinger-Klein schon durchgeführt, wenn nicht Sebastian Kurz und die ÖVP 2019 im Frühling die Regierung gesprengt hätten. Und dann hatte die Übergangsregierung monatelang Zeit, diese Position nachzubesetzen, und hat es nicht getan, und auch die schwarz-grüne Regierung hat diese Position erst viel zu spät nachbesetzt, selbst im Angesicht einer bereits hereinbrechenden Coronakrise. Also wo da die Verantwortlichkeit liegt, sehr geehrter Herr Abgeordneter Kucher, würde ich noch einmal überprüfen und hinterfragen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kucher: Die Feuerlöscher habt ihr abmontiert!)
Beifall bei der FPÖ.
Ich möchte nun aber zum Kernthema kommen. Manchmal ist es erfreulicherweise ja so, dass die Realität die parlamentarischen Prozesse überholt, und das Volksbegehren zur Abschaffung des Impfpflichtgesetzes ist de facto obsolet, weil das Impfpflichtgesetz tatsächlich schon abgeschafft wurde. Das ist nicht nur den über 246 000 Unterzeichnern dieses Volksbegehrens, sondern auch den vielen Zehntausend Bürger:innen, die auf die Straße gegangen sind und gegen dieses Unrechtsgesetz demonstriert haben, zu verdanken. Dafür möchte auch ich mich persönlich bei allen, die da mitgekämpft haben, herzlich bedanken. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Da kämpfen aber nicht viele mit, ... klatschen!
und dass in diesem Land Menschen, die sich nicht einer Impfung, die nicht einmal eine reguläre Zulassung hat, unterziehen wollen, nicht diskriminiert werden. Dafür werden wir auch weiter kämpfen, bis das in diesem Land gewährleistet ist. (Abg. Michael Hammer: Da kämpfen aber nicht viele mit, ... klatschen!) – Da kämpfen genügend mit. Da kämpfen Zehntausende mit, da können Sie sicher sein. (Abg. Michael Hammer: Heute ist keiner da, gell?)
Abg. Michael Hammer: Heute ist keiner da, gell?
und dass in diesem Land Menschen, die sich nicht einer Impfung, die nicht einmal eine reguläre Zulassung hat, unterziehen wollen, nicht diskriminiert werden. Dafür werden wir auch weiter kämpfen, bis das in diesem Land gewährleistet ist. (Abg. Michael Hammer: Da kämpfen aber nicht viele mit, ... klatschen!) – Da kämpfen genügend mit. Da kämpfen Zehntausende mit, da können Sie sicher sein. (Abg. Michael Hammer: Heute ist keiner da, gell?)
Abg. Michael Hammer: So viel habt ihr geschafft!
Wenn man sich das im Detail anschaut, dann muss man sagen, dass dieses Impfpflichtgesetz ja einer der größten gesundheitspolitischen Fehler gewesen ist, die diese Bundesregierung überhaupt gemacht hat, denn: Was war denn die Zielsetzung? – Die Zielsetzung des Impfpflichtgesetzes war, dass sich mehr Menschen gegen Covid-19 impfen lassen. Nun, was ist die Realität? – Nicht nur dass aktuell die Durchimpfungsrate bei 59 Prozent liegt, sondern dass, was noch viel schlimmer ist, auch andere etablierte Schutzimpfungen von den Menschen in diesem Land nicht mehr wahrgenommen werden. (Abg. Michael Hammer: So viel habt ihr geschafft!)
Abg. Leichtfried: Das ist gut: Was soll man da noch sagen?, ja!
Was soll man dazu noch sagen? (Abg. Leichtfried: Das ist gut: Was soll man da noch sagen?, ja!) Diese Bundesregierung hat den größtmöglichen Schaden angerichtet, hat das Kind mit dem Bade ausgeschüttet, und dazu kommt noch sozusagen eine Kommunikationspolitik, was die Impfempfehlungen anbelangt, die ebenso katastrophal wie verwirrend und leider Gottes nicht einmal faktenbasiert ist.
Beifall bei der FPÖ.
Vielleicht sollte man an dieser Stelle auch anmerken, dass auch die Regelung hinsichtlich der Frage, wo Impfungen verabreicht werden, überdacht werden sollte. Das bisherige System hat sich aus meiner Sicht als zu stark konkurrierend und verwirrend herausgestellt. Ich glaube, wir bräuchten auch da eine neue Regelung. Aus meiner Sicht würde die Erstimpfung mit den entsprechenden Aufklärungsgesprächen immer in ärztliche Hände gehören, und Zweitimpfungen und Auffrischungsimpfungen könnte man durchaus auch von in anderen qualifizierten Gesundheitsberufen Tätigen, wie Apothekern oder diplomierten Pflegekräften, durchführen lassen, um in diesem Bereich die Versäumnisse und die Fehler der letzten beiden schwarz-grünen Regierungsjahre in der Gesundheitspolitik aufzuholen und die Menschen in diesem Land wieder ordentlich zu versorgen. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Wurm: Es war eine falsche Entscheidung! Eine falsche!
Abgeordneter Ralph Schallmeiner (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen hier im Haus! Sehr geehrte Damen und Herren zu Hause vor den Bildschirmen beziehungsweise auch hier auf der Galerie! Ich bin kurz vor der Sitzungspause heuer im Sommer einmal von einer Journalistin gefragt worden: Was war eigentlich die schwierigste Entscheidung oder was war das, wo Sie am meisten mit sich gerungen haben? – Da ist mir natürlich sofort die Impfpflicht eingefallen, und die habe ich auch sofort genannt. Das war keine leichte Entscheidung. Das war keine Entscheidung, die man aus Jux und Tollerei gefällt hat. (Abg. Wurm: Es war eine falsche Entscheidung! Eine falsche!) Das war keine Entscheidung, die man anno dazumal einfach nur so gemacht hat, weil es eben gerade lustig war. (Abg. Belakowitsch: ..., es war eine falsche Entscheidung!)
Abg. Belakowitsch: ..., es war eine falsche Entscheidung!
Abgeordneter Ralph Schallmeiner (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen hier im Haus! Sehr geehrte Damen und Herren zu Hause vor den Bildschirmen beziehungsweise auch hier auf der Galerie! Ich bin kurz vor der Sitzungspause heuer im Sommer einmal von einer Journalistin gefragt worden: Was war eigentlich die schwierigste Entscheidung oder was war das, wo Sie am meisten mit sich gerungen haben? – Da ist mir natürlich sofort die Impfpflicht eingefallen, und die habe ich auch sofort genannt. Das war keine leichte Entscheidung. Das war keine Entscheidung, die man aus Jux und Tollerei gefällt hat. (Abg. Wurm: Es war eine falsche Entscheidung! Eine falsche!) Das war keine Entscheidung, die man anno dazumal einfach nur so gemacht hat, weil es eben gerade lustig war. (Abg. Belakowitsch: ..., es war eine falsche Entscheidung!)
Abg. Belakowitsch: Sie war falsch!
Das war eine Entscheidung, die wir getroffen haben (Abg. Belakowitsch: Sie war falsch!), und, liebe Kollegin Belakowitsch, natürlich waren wir dabei – natürlich, und ich stehe auch dazu –, aber ich sage auch, dass es eben keine leichte
Zwischenruf des Abg. Hauser
Entscheidung war, und es war, wie schon gesagt, keine Entscheidung, die wir einfach so getroffen haben, sondern die wir auf Basis von vielen, vielen Hearings – die Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ sind ja auch dabeigesessen (Zwischenruf des Abg. Hauser) – getroffen haben, bei denen wir mit Expertinnen und Experten gesprochen haben und in denen wir natürlich Vor- und Nachteile dieser Maßnahme abgewogen haben. Am Ende haben wir uns dazu entschlossen und haben gesagt, wir glauben, dass die Vorteile überwiegen.
Abg. Hauser: Stimmt ja!
Das hier vorliegende Volksbegehren hat damals auf dieses Thema abgezielt – leider Gottes nicht mit, wie ich finde, Fakten, sondern mit Behauptungen, die auch im wissenschaftlichen Diskurs nicht standhalten. Da wird von einem Genexperiment, von der Verpflichtung zu einem Genexperiment gesprochen. Da wird auch davon gesprochen, dass Kinder kaum oder nie an Covid erkranken können. (Abg. Hauser: Stimmt ja!) Da werden dann also Behauptungen aufgestellt, die durchaus abstrus sind, die sich bis heute nicht bewahrheitet haben.
Abg. Belakowitsch: Es geht weiter!
Ich glaube, wir können dann auch darüber im Gesundheitsausschuss sehr gut auf fachlicher Ebene miteinander diskutieren. Ich freue mich auf diese Debatte. Heute bin ich auf jeden Fall einmal froh, dass die Situation so ist, wie sie ist. Ich hoffe darauf, dass wieder möglichst viele Menschen das Angebot zum Boostern, zur zusätzlichen Impfung annehmen werden, sodass wir gut durch den Herbst und gut durch den Winter kommen. (Abg. Belakowitsch: Es geht weiter!) – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich glaube, wir können dann auch darüber im Gesundheitsausschuss sehr gut auf fachlicher Ebene miteinander diskutieren. Ich freue mich auf diese Debatte. Heute bin ich auf jeden Fall einmal froh, dass die Situation so ist, wie sie ist. Ich hoffe darauf, dass wieder möglichst viele Menschen das Angebot zum Boostern, zur zusätzlichen Impfung annehmen werden, sodass wir gut durch den Herbst und gut durch den Winter kommen. (Abg. Belakowitsch: Es geht weiter!) – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
das Zeichen dieses Volksbegehren als das, was es ist: Arbeiten wir mit der Bevölkerung endlich auf Augenhöhe! – (Den Dank auch in Gebärdensprache ausführend:) Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Obernosterer.
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (FPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuhörer! Wenn ich die Debatte verfolge, muss ich wirklich manchmal tief Luft holen. (Zwischenruf des Abg. Obernosterer.) Aber schön der Reihe nach: erstens, Gratulation an die Initiatoren des Volksbegehrens, die es geschafft haben, 250 000 Unterschriften dafür zu bekommen. Das ist ein gewaltiges Ergebnis. Sie sind auch mitverantwortlich dafür, dass diese medizinpolitische Fehlentscheidung, die Impfpflicht, zurückgenommen wurde. (Beifall des Abg. Reifenberger. – Zwischenruf der Abg. Baumgartner.)
Beifall des Abg. Reifenberger. – Zwischenruf der Abg. Baumgartner.
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (FPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuhörer! Wenn ich die Debatte verfolge, muss ich wirklich manchmal tief Luft holen. (Zwischenruf des Abg. Obernosterer.) Aber schön der Reihe nach: erstens, Gratulation an die Initiatoren des Volksbegehrens, die es geschafft haben, 250 000 Unterschriften dafür zu bekommen. Das ist ein gewaltiges Ergebnis. Sie sind auch mitverantwortlich dafür, dass diese medizinpolitische Fehlentscheidung, die Impfpflicht, zurückgenommen wurde. (Beifall des Abg. Reifenberger. – Zwischenruf der Abg. Baumgartner.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Zweitens: Wo ist der Herr Minister? Ich finde es bei einer so wichtigen Debatte ungeheuerlich, wenn der Herr Minister, der Herr Gesundheitsminister, nicht anwesend ist und die Debatte schwänzt. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das sagt ja viel über die Einstellung des Herrn Ministers zu diesem Thema Impfpflicht, das er immer befürwortet hat, was eine vollkommen falsche Entscheidung war, aus. – Schrecklich! (Abg. Obernosterer: Wo ist der Kickl?! – Zwischenruf des Abg. Kucher.)
Abg. Obernosterer: Wo ist der Kickl?! – Zwischenruf des Abg. Kucher.
Zweitens: Wo ist der Herr Minister? Ich finde es bei einer so wichtigen Debatte ungeheuerlich, wenn der Herr Minister, der Herr Gesundheitsminister, nicht anwesend ist und die Debatte schwänzt. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das sagt ja viel über die Einstellung des Herrn Ministers zu diesem Thema Impfpflicht, das er immer befürwortet hat, was eine vollkommen falsche Entscheidung war, aus. – Schrecklich! (Abg. Obernosterer: Wo ist der Kickl?! – Zwischenruf des Abg. Kucher.)
Abg. Taschner: Was heißt Systempartei?
Drittens, bitte: Was ich mir heute von allen Systemparteien – ÖVP, SPÖ, Grüne, NEOS (Abg. Taschner: Was heißt Systempartei?) – erwartet hätte, ist eine Entschuldigung (Abg. Kucher: Ja, wo ist der Feuerlöscher? Ihr habt den Feuerlöscher abmontiert!), nämlich eine Entschuldigung bei der Bevölkerung für diese gesundheitspolitische Fehlentscheidung. Wieso kommt ihr nicht heraus und sagt: Es war eine Fehlentscheidung (Abg. Wurm: Genau!), die die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzt hat; wir entschuldigen uns dafür!? (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kucher: Die Hartinger-Klein war doch ...!) – Kommt doch einmal heraus! Wieso tut ihr das nicht? (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Kucher: Ja, wo ist der Feuerlöscher? Ihr habt den Feuerlöscher abmontiert!
Drittens, bitte: Was ich mir heute von allen Systemparteien – ÖVP, SPÖ, Grüne, NEOS (Abg. Taschner: Was heißt Systempartei?) – erwartet hätte, ist eine Entschuldigung (Abg. Kucher: Ja, wo ist der Feuerlöscher? Ihr habt den Feuerlöscher abmontiert!), nämlich eine Entschuldigung bei der Bevölkerung für diese gesundheitspolitische Fehlentscheidung. Wieso kommt ihr nicht heraus und sagt: Es war eine Fehlentscheidung (Abg. Wurm: Genau!), die die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzt hat; wir entschuldigen uns dafür!? (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kucher: Die Hartinger-Klein war doch ...!) – Kommt doch einmal heraus! Wieso tut ihr das nicht? (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Wurm: Genau!
Drittens, bitte: Was ich mir heute von allen Systemparteien – ÖVP, SPÖ, Grüne, NEOS (Abg. Taschner: Was heißt Systempartei?) – erwartet hätte, ist eine Entschuldigung (Abg. Kucher: Ja, wo ist der Feuerlöscher? Ihr habt den Feuerlöscher abmontiert!), nämlich eine Entschuldigung bei der Bevölkerung für diese gesundheitspolitische Fehlentscheidung. Wieso kommt ihr nicht heraus und sagt: Es war eine Fehlentscheidung (Abg. Wurm: Genau!), die die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzt hat; wir entschuldigen uns dafür!? (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kucher: Die Hartinger-Klein war doch ...!) – Kommt doch einmal heraus! Wieso tut ihr das nicht? (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kucher: Die Hartinger-Klein war doch ...!
Drittens, bitte: Was ich mir heute von allen Systemparteien – ÖVP, SPÖ, Grüne, NEOS (Abg. Taschner: Was heißt Systempartei?) – erwartet hätte, ist eine Entschuldigung (Abg. Kucher: Ja, wo ist der Feuerlöscher? Ihr habt den Feuerlöscher abmontiert!), nämlich eine Entschuldigung bei der Bevölkerung für diese gesundheitspolitische Fehlentscheidung. Wieso kommt ihr nicht heraus und sagt: Es war eine Fehlentscheidung (Abg. Wurm: Genau!), die die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzt hat; wir entschuldigen uns dafür!? (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kucher: Die Hartinger-Klein war doch ...!) – Kommt doch einmal heraus! Wieso tut ihr das nicht? (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Drittens, bitte: Was ich mir heute von allen Systemparteien – ÖVP, SPÖ, Grüne, NEOS (Abg. Taschner: Was heißt Systempartei?) – erwartet hätte, ist eine Entschuldigung (Abg. Kucher: Ja, wo ist der Feuerlöscher? Ihr habt den Feuerlöscher abmontiert!), nämlich eine Entschuldigung bei der Bevölkerung für diese gesundheitspolitische Fehlentscheidung. Wieso kommt ihr nicht heraus und sagt: Es war eine Fehlentscheidung (Abg. Wurm: Genau!), die die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzt hat; wir entschuldigen uns dafür!? (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kucher: Die Hartinger-Klein war doch ...!) – Kommt doch einmal heraus! Wieso tut ihr das nicht? (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Kucher: Hartinger-Klein ist aber keine Rote gewesen!
Viertens: Kucher und SPÖ. Deine Redebeiträge vom Rednerpult aus sind ja unfassbar. Du machst hier perfekte Selbstanklagen, bitte, denn jeder weiß, dass die SPÖ immer und überall dabei war. (Abg. Kucher: Hartinger-Klein ist aber keine Rote gewesen!) Ihr wart ja nicht nur dabei, ihr wart ja federführend dabei. Ihr habt ja diese desaströse Coronapolitik der Regierung noch mit Abstand übertroffen. (Abg. Kucher: Die Hartinger-Klein war aber keine SPÖlerin!) Wien ist das beste Beispiel dafür. Du musst hergehen und für die SPÖ zweimal um Entschuldigung bitten, nicht einmal – und nicht da vom Rednerpult aus angreifen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kucher: Wo ist die Entschuldigung für die Hartinger-Klein?)
Abg. Kucher: Die Hartinger-Klein war aber keine SPÖlerin!
Viertens: Kucher und SPÖ. Deine Redebeiträge vom Rednerpult aus sind ja unfassbar. Du machst hier perfekte Selbstanklagen, bitte, denn jeder weiß, dass die SPÖ immer und überall dabei war. (Abg. Kucher: Hartinger-Klein ist aber keine Rote gewesen!) Ihr wart ja nicht nur dabei, ihr wart ja federführend dabei. Ihr habt ja diese desaströse Coronapolitik der Regierung noch mit Abstand übertroffen. (Abg. Kucher: Die Hartinger-Klein war aber keine SPÖlerin!) Wien ist das beste Beispiel dafür. Du musst hergehen und für die SPÖ zweimal um Entschuldigung bitten, nicht einmal – und nicht da vom Rednerpult aus angreifen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kucher: Wo ist die Entschuldigung für die Hartinger-Klein?)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kucher: Wo ist die Entschuldigung für die Hartinger-Klein?
Viertens: Kucher und SPÖ. Deine Redebeiträge vom Rednerpult aus sind ja unfassbar. Du machst hier perfekte Selbstanklagen, bitte, denn jeder weiß, dass die SPÖ immer und überall dabei war. (Abg. Kucher: Hartinger-Klein ist aber keine Rote gewesen!) Ihr wart ja nicht nur dabei, ihr wart ja federführend dabei. Ihr habt ja diese desaströse Coronapolitik der Regierung noch mit Abstand übertroffen. (Abg. Kucher: Die Hartinger-Klein war aber keine SPÖlerin!) Wien ist das beste Beispiel dafür. Du musst hergehen und für die SPÖ zweimal um Entschuldigung bitten, nicht einmal – und nicht da vom Rednerpult aus angreifen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kucher: Wo ist die Entschuldigung für die Hartinger-Klein?)
Abg. Michael Hammer: Ja, der Bhakdi, der Vollwahnsinnige ...!
Fünftens: meine Vorrednerin Diesner-Wais. Du sagst, die Expertise und die Wissenschaft waren zum damaligen Zeitpunkt so. Das ist ja vollkommen falsch: Eure Expertise war so, eure Experten haben das so gesehen, aber nicht die anderen Experten. Es hat eine Vielzahl von Experten – von Prof. Bhakdi abwärts (Abg. Michael Hammer: Ja, der Bhakdi, der Vollwahnsinnige ...!) – gegeben, die vor dieser Impfpflicht und die auch vor den Folgen der Impfungen gewarnt haben. Ihr wisst es und ich bin ja nicht müde geworden, auch euch hier mit meinen Tafeln zu informieren. (Der Redner stellt eine Tafel mit den Überschriften „EMA EudraVigilance Datenbank Todesfälle 17.09.2022“ und „Überblick über Gesamtzahlen nach Schwere-Kategorien“ sowie einer Tabelle auf das Redner:innenpult. – Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller.)
Der Redner stellt eine Tafel mit den Überschriften „EMA EudraVigilance Datenbank Todesfälle 17.09.2022“ und „Überblick über Gesamtzahlen nach Schwere-Kategorien“ sowie einer Tabelle auf das Redner:innenpult. – Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller.
Fünftens: meine Vorrednerin Diesner-Wais. Du sagst, die Expertise und die Wissenschaft waren zum damaligen Zeitpunkt so. Das ist ja vollkommen falsch: Eure Expertise war so, eure Experten haben das so gesehen, aber nicht die anderen Experten. Es hat eine Vielzahl von Experten – von Prof. Bhakdi abwärts (Abg. Michael Hammer: Ja, der Bhakdi, der Vollwahnsinnige ...!) – gegeben, die vor dieser Impfpflicht und die auch vor den Folgen der Impfungen gewarnt haben. Ihr wisst es und ich bin ja nicht müde geworden, auch euch hier mit meinen Tafeln zu informieren. (Der Redner stellt eine Tafel mit den Überschriften „EMA EudraVigilance Datenbank Todesfälle 17.09.2022“ und „Überblick über Gesamtzahlen nach Schwere-Kategorien“ sowie einer Tabelle auf das Redner:innenpult. – Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller.)
Heiterkeit der Abgeordneten Michael Hammer und Taschner. – Abg. Pfurtscheller: Na, bitte!
Da stellt sich zu Recht die Frage: Wo sind denn die Mitarbeiter, die hier und heute in der Wirtschaft fehlen? – Vielleicht ist das (auf die Tafel weisend) auch eine Antwort. (Heiterkeit der Abgeordneten Michael Hammer und Taschner. – Abg. Pfurtscheller: Na, bitte!) – Ja, ja.
Abg. Schwarz: Na ja, das ist ein Volksbegehren!
Zur Wissenschaft: Ich bin ja nicht müde geworden, euch und auch den Herrn Gesundheitsminister – wahrscheinlich ist er deswegen heute nicht da, weil er wieder Angst vor meiner Frage hatte (Abg. Schwarz: Na ja, das ist ein Volksbegehren!) – hier darauf hinzuweisen: Ihr wisst, die Impfungen sind bedingt zugelassen. Die Wirksamkeit und die Sicherheit des Moderna-Impfstoffs wird gegenüber der EMA bis März – wenn überhaupt März – 2024 dokumentiert. Die Wirksamkeit und die Sicherheit des Impfstoffs von Biontech/Pfizer wird bis Juli 2024 dokumentiert – wenn überhaupt. Bis dorthin ist weder die Wirksamkeit noch die Sicherheit dieser MRNA-Impfstoffe dokumentiert. Deswegen gibt es eine bedingte Zulassung. Ihr stellt euch aber hier heraus und sagt: Bitte boostern!, wissend, dass die Impfstoffe nur bedingt zugelassen werden.
Abg. Kucher: Nein, aber - -!
Abschließend: Wir als Freiheitliche Partei waren in den letzten zweieinhalb Jahren aufseiten der Bevölkerung. (Abg. Kucher: Nein, aber - -!) Wir waren die einzige Partei, die die Interessen der Bevölkerung vertreten hat (Abg. Kucher: Mit der Hartinger-Klein?), und die einzige Partei, die geschlossen im österreichischen Parlament gegen diese faktenwidrige Impfpflicht aufgetreten ist. Wir werden weiterhin die Interessen der Bevölkerung vertreten. – Ich danke. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kucher: Wo war die Entschuldigung für die Hartinger-Klein? –Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Abg. Kucher: Mit der Hartinger-Klein?
Abschließend: Wir als Freiheitliche Partei waren in den letzten zweieinhalb Jahren aufseiten der Bevölkerung. (Abg. Kucher: Nein, aber - -!) Wir waren die einzige Partei, die die Interessen der Bevölkerung vertreten hat (Abg. Kucher: Mit der Hartinger-Klein?), und die einzige Partei, die geschlossen im österreichischen Parlament gegen diese faktenwidrige Impfpflicht aufgetreten ist. Wir werden weiterhin die Interessen der Bevölkerung vertreten. – Ich danke. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kucher: Wo war die Entschuldigung für die Hartinger-Klein? –Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kucher: Wo war die Entschuldigung für die Hartinger-Klein? –Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Abschließend: Wir als Freiheitliche Partei waren in den letzten zweieinhalb Jahren aufseiten der Bevölkerung. (Abg. Kucher: Nein, aber - -!) Wir waren die einzige Partei, die die Interessen der Bevölkerung vertreten hat (Abg. Kucher: Mit der Hartinger-Klein?), und die einzige Partei, die geschlossen im österreichischen Parlament gegen diese faktenwidrige Impfpflicht aufgetreten ist. Wir werden weiterhin die Interessen der Bevölkerung vertreten. – Ich danke. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kucher: Wo war die Entschuldigung für die Hartinger-Klein? –Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Abg. Belakowitsch: Beschlossen haben wir es nicht, abgeschafft!
Auch beim Volksbegehren Nein zur Impflicht, das wir im Vorfeld schon behandelt haben, waren es 246 878 Unterstützungserklärungen, also eine ähnlich hohe Zustimmung. Wir wissen aber alle, dass wir im Juli dieses Gesetz wieder abgeschlossen haben (Abg. Belakowitsch: Beschlossen haben wir es nicht, abgeschafft!) – abgeschafft haben.
Abg. Wurm: Da ist ja keiner mehr da! Den Szekeres gibt’s ja nicht mehr!
Sie ein bisschen anders interpretiert haben, als sie es waren. (Abg. Wurm: Da ist ja keiner mehr da! Den Szekeres gibt’s ja nicht mehr!)
Abg. Belakowitsch: Ja, das war im Jänner schon so, Frau Kollegin!
Ich habe es schon angesprochen, das Virus hat sich verändert, die Verläufe sind anders geworden und so ist auch die Entscheidung dahin gehend anders geworden. (Abg. Belakowitsch: Ja, das war im Jänner schon so, Frau Kollegin!) Wir konnten auch sehen, dass tiefe Gräben in der Bevölkerung geschaffen worden sind, und man merkt auch heute noch, dass diese Gräben vorhanden sind, denn die Diskussion ist sehr angeheizt. (Abg. Belakowitsch: Die hat’s schon vorher gegeben, Frau Kollegin!)
Abg. Belakowitsch: Die hat’s schon vorher gegeben, Frau Kollegin!
Ich habe es schon angesprochen, das Virus hat sich verändert, die Verläufe sind anders geworden und so ist auch die Entscheidung dahin gehend anders geworden. (Abg. Belakowitsch: Ja, das war im Jänner schon so, Frau Kollegin!) Wir konnten auch sehen, dass tiefe Gräben in der Bevölkerung geschaffen worden sind, und man merkt auch heute noch, dass diese Gräben vorhanden sind, denn die Diskussion ist sehr angeheizt. (Abg. Belakowitsch: Die hat’s schon vorher gegeben, Frau Kollegin!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Na sicher! – Abg. Wurm: Das war die UsA-Krise!
Eine Befragung vom Austrian Corona Panel Project hat uns gezeigt, dass 13 Prozent der Österreicher sich nicht impfen lassen wollen, auch wenn sie Strafen zahlen, und dieser Anteil ist natürlich auch gestiegen. Wenn Herr Kollege Kaniak hier am Rednerpult steht und sagt, dass die Impfbereitschaft auch für die anderen Impfungen geringer geworden ist, so ist Ihre Partei nicht ganz unschuldig daran. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Na sicher! – Abg. Wurm: Das war die UsA-Krise!)
Beifall bei der ÖVP.
Wie schon angeführt: Wir haben die Impfpflicht abgeschafft, und ich denke, damit ist dem Volksbegehren betreffend die Abschaffung der Impfpflicht im Wesentlichen Rechnung getragen worden. Darum gehen wir auch in Zukunft sorgsam mit unseren Freiheiten und mit unserer Verantwortung um! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Hauser: Bitte? 5 Prozent sind für die Impfung!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich habe den Eindruck, nein, wir lernen nicht daraus, wir machen jetzt bei der Pockenimpfung gerade wieder die gleichen Fehler. Es gibt viel zu wenig Impfstoff, obwohl sich ganz, ganz viele Menschen in Österreich impfen lassen wollen. (Abg. Hauser: Bitte? 5 Prozent sind für die Impfung!) Können Sie irgendjemandem in diesem Land ernsthaft einen Vorwurf machen, der nach all dem das Vertrauen in die Bundesregierung verliert und der es dieser Regierung nicht mehr abnimmt, wenn sie sagt, sie hat einen Plan? – Sie hat keinen Plan bei der Energiekrise, sie hat keinen Plan bei der Kostenexplosion, sie hat keinen Plan in der Sozialpolitik, sie hat keinen Plan bei den Pensionen und sie hat schon gar keinen Plan bei der Gesundheitspolitik, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich habe den Eindruck, nein, wir lernen nicht daraus, wir machen jetzt bei der Pockenimpfung gerade wieder die gleichen Fehler. Es gibt viel zu wenig Impfstoff, obwohl sich ganz, ganz viele Menschen in Österreich impfen lassen wollen. (Abg. Hauser: Bitte? 5 Prozent sind für die Impfung!) Können Sie irgendjemandem in diesem Land ernsthaft einen Vorwurf machen, der nach all dem das Vertrauen in die Bundesregierung verliert und der es dieser Regierung nicht mehr abnimmt, wenn sie sagt, sie hat einen Plan? – Sie hat keinen Plan bei der Energiekrise, sie hat keinen Plan bei der Kostenexplosion, sie hat keinen Plan in der Sozialpolitik, sie hat keinen Plan bei den Pensionen und sie hat schon gar keinen Plan bei der Gesundheitspolitik, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend, meine sehr geehrten Damen und Herren, das Gebot der Stunde: Preise runter, Deckel drauf! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kucher: Aber die Hartinger-Klein ...!
war immer und überall dabei, und weil Sie ja aus Kärnten sind, möchte ich schon darauf hinweisen, dass es die SPÖ war (ein Blatt, auf dem unter der Überschrift „Wo die Roten regieren ... SPÖ“ der Text „Landeshauptmann will Armbänder für Corona-Geimpfte“ und ein Foto von Landeshauptmann Kaiser und zwei Männern mit gelben Armbändern abgebildet sind, in die Höhe haltend), der SPÖ-Landeshauptmann in Ihrem Heimatbundesland, nämlich ein gewisser Peter Kaiser, der die Bevölkerung dahin gehend spalten wollte, indem er gelbe Bändchen für die einen hatte und für die anderen nicht, damit man gleich erkennt, wer denn geimpft ist und wer nicht geimpft ist. (Abg. Kucher: Aber die Hartinger-Klein ...!) Das ist eine Politik, die abzulehnen ist, meine Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.) Diese Spaltungspolitik, die haben wir nicht gebraucht und die hat den Spalt in die Bevölkerung hineingebracht. Da haben Sie mitgemacht, bis zum Schluss, und Sie waren in erster Reihe bei dieser Einführung der Impfpflicht dabei.
Beifall bei der FPÖ.
war immer und überall dabei, und weil Sie ja aus Kärnten sind, möchte ich schon darauf hinweisen, dass es die SPÖ war (ein Blatt, auf dem unter der Überschrift „Wo die Roten regieren ... SPÖ“ der Text „Landeshauptmann will Armbänder für Corona-Geimpfte“ und ein Foto von Landeshauptmann Kaiser und zwei Männern mit gelben Armbändern abgebildet sind, in die Höhe haltend), der SPÖ-Landeshauptmann in Ihrem Heimatbundesland, nämlich ein gewisser Peter Kaiser, der die Bevölkerung dahin gehend spalten wollte, indem er gelbe Bändchen für die einen hatte und für die anderen nicht, damit man gleich erkennt, wer denn geimpft ist und wer nicht geimpft ist. (Abg. Kucher: Aber die Hartinger-Klein ...!) Das ist eine Politik, die abzulehnen ist, meine Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.) Diese Spaltungspolitik, die haben wir nicht gebraucht und die hat den Spalt in die Bevölkerung hineingebracht. Da haben Sie mitgemacht, bis zum Schluss, und Sie waren in erster Reihe bei dieser Einführung der Impfpflicht dabei.
Heiterkeit bei der ÖVP.
Liebe Tirolerinnen und Tiroler, lasst euch nicht vom Kollegen Hörl unter Druck setzen! (Heiterkeit bei der ÖVP.) Die Hypo Tirol gehört nicht der ÖVP, die Hypo Tirol gehört den Tirolerinnen und Tirolern. (Zwischenrufe der Abgeordneten Hörl und Sieber.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Hörl und Sieber.
Liebe Tirolerinnen und Tiroler, lasst euch nicht vom Kollegen Hörl unter Druck setzen! (Heiterkeit bei der ÖVP.) Die Hypo Tirol gehört nicht der ÖVP, die Hypo Tirol gehört den Tirolerinnen und Tirolern. (Zwischenrufe der Abgeordneten Hörl und Sieber.)
Abg. Hörl: Die gehört dem Land Tirol!
Lesen Sie einmal durch, was die in ihrem Leitbild stehen haben! Dort steht drinnen: „Die Hypo Tirol [...] versteht sich als Partner des Landes Tirol“ (Abg. Hörl: Die gehört dem Land Tirol!), und im Mittelpunkt steht der Mensch. (Abg. Hörl:
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Hörl: Wir müssen über die Hypo reden!
Wir müssen über die Hypo reden!) Von ÖVP steht da kein Wort, Herr Kollege Hörl! (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Hörl: Wir müssen über die Hypo reden!)
Zwischenruf des Abg. Sieber.
Meine Damen und Herren! Liebe Wählerinnen und Wähler in Tirol! Sie haben am Sonntag die Chance, sich von genau solchen Leuten zu befreien. Das ist eine historische Chance, die ÖVP einmal dort hinzusetzen, wo sie hingehört: in Opposition! (Zwischenruf des Abg. Sieber.) Die glaubt nämlich tatsächlich, ihr gehört das Land Tirol und ihr gehört diese Republik. Daher das Kreuz am Sonntag bitte bei der FPÖ, bei der Freiheitlichen Partei mit Markus Abwerzger, machen, damit auch Tirol frei wird! (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Wieder ein Prozentpunkt weniger!)
Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Wieder ein Prozentpunkt weniger!
Meine Damen und Herren! Liebe Wählerinnen und Wähler in Tirol! Sie haben am Sonntag die Chance, sich von genau solchen Leuten zu befreien. Das ist eine historische Chance, die ÖVP einmal dort hinzusetzen, wo sie hingehört: in Opposition! (Zwischenruf des Abg. Sieber.) Die glaubt nämlich tatsächlich, ihr gehört das Land Tirol und ihr gehört diese Republik. Daher das Kreuz am Sonntag bitte bei der FPÖ, bei der Freiheitlichen Partei mit Markus Abwerzger, machen, damit auch Tirol frei wird! (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Wieder ein Prozentpunkt weniger!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Hauser.
von welcher politischen Strömung er damals benutzt wurde! Ich würde Ihnen das wirklich einmal nahelegen. Es ist eigentlich aus meiner Sicht eine Frechheit, dieses Wort in dieser Art und Weise hier herinnen zu verwenden. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Hauser.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Hauser: ... EMA! Die Statistik der EMA!
Das Zweite, Kollege Hauser, weil Sie es heute wieder einmal gebracht haben: Lieber Kollege Hauser, googeln Sie in diesem Zusammenhang dann auch die Begriffe Verdachtsfall und bestätigter Fall und Sie werden draufkommen, dass es einen großen Unterschied zwischen den beiden gibt und dass damit Ihre Statistiken und Ihre Statistikvorlesungen hier ziemlich sinnlos sind! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Hauser: ... EMA! Die Statistik der EMA!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
In diesem Sinne freue ich mich auf die Diskussion im Gesundheitsausschuss. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schallmeiner. –Abg. Loacker: Der Unterschied zwischen Lesen und Vorlesen ist gewaltig!
Ich berichtige: Kollege Schallmeiner! Geschätztes Auditorium! Das sind die offiziellen Daten der Europäischen Arzneimittelagentur – nicht von mir, ich habe diese Zahlen übernommen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schallmeiner. –Abg. Loacker: Der Unterschied zwischen Lesen und Vorlesen ist gewaltig!)
Abg. Schallmeiner: Boah!
Es ist nämlich das passiert, wovor wir schon lange gewarnt haben: Eine Spaltung der Gesellschaft ist eingetreten, wie wir sie zu unseren Lebzeiten noch nie erlebt haben. Eigentlich unvorstellbar: Ein Lockdown für Ungeimpfte wurde verordnet! Selbst der Nachweis, dass man gesund ist, hat nicht mehr geholfen. Man war zu Hause eingesperrt, und das zu einer Zeit, als sich illegale Migranten frei in Österreich bewegen konnten. (Abg. Schallmeiner: Boah!)
Beifall bei der FPÖ.
Wegen genau solcher Aktivitäten gibt es dieses Volksbegehren. Es ist ein berechtigtes Anliegen. Diese Impfpflicht ist abzulehnen, und solche Vorgangsweisen wie bei der Gecko sind abzulehnen. Abgewandelt nach Minister Polaschek möge es für alle Zukunft gelten: Wenn Sie sich nicht impfen lassen wollen, dann müssen Sie nicht. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Belakowitsch: ... kein Corona gegeben!
ÖVP und FPÖ tragen beide gleichermaßen gleich viel Verantwortung dafür, dass das Coronamanagement in Österreich so desaströs war. Da im Nachhinein eure Rolle jetzt schönzureden! Es ist nicht nur die Rolle von Hartinger-Klein gewesen, wovon ihr heute sozusagen nichts mehr wissen wollt. (Abg. Belakowitsch: ... kein Corona gegeben!) Es war die FPÖ, die das Gesundheitsressort zerschlagen und zerstört hat, kurz und klein geschlagen hat. Ihr habt für die Menschen in dem Bereich nichts weitergebracht, auch nicht sozialpolitisch. Ich erinnere an
Zwischenrufe der Abgeordneten Hauser und Zanger.
In der Krise habt ihr beide nichts weitergebracht. Kurz und Kickl haben beide gleich agiert: Der eine, Kurz, war selbstverliebt, dem war seine Eigen-PR wichtiger, der tolle Krisenmanager, der dann desaströs gescheitert ist. Das weiß ja die ÖVP heute. (Zwischenrufe der Abgeordneten Hauser und Zanger.) Die ÖVP weiß ja wenigstens, dass das alles ein Desaster war.
Abg. Hauser: Gleich schlechte Rede wie zuvor! – Zwischenruf des Abg. Zanger.
Ein Beispiel dazu, was die FPÖ aber in der Coronakrise zusammengeredet hat, ist diese lächerliche Debatte über Ivermectin. Mir hat Gerhard Kaniak immer leidgetan, der Apotheker, also vom Fach ist. Die gesamte FPÖ hat das doch gewusst und sich in Wahrheit für diese Debatte über Ivermectin, das Wurmmittel, geniert. (Abg. Hauser: Gleich schlechte Rede wie zuvor! – Zwischenruf des Abg. Zanger.) Der Hersteller selbst hat gesagt, dass das nichts nützt. Auch Kaniak als Apotheker hat gewusst, dass es nichts nützt. Man hat aber trotz dieser Peinlichkeit versucht, weiterhin darüber zu reden. Glaubt ihr, dass das einem einzigen Menschen in Österreich geholfen hat, dass ihr über das Wurmmittel, über Bitterstoffe geredet habt? – Das ist doch genau das, das ihr an der ÖVP kritisiert, und das ist der Punkt. (Abg. Hauser: Es wird nicht besser!)
Abg. Hauser: Es wird nicht besser!
Ein Beispiel dazu, was die FPÖ aber in der Coronakrise zusammengeredet hat, ist diese lächerliche Debatte über Ivermectin. Mir hat Gerhard Kaniak immer leidgetan, der Apotheker, also vom Fach ist. Die gesamte FPÖ hat das doch gewusst und sich in Wahrheit für diese Debatte über Ivermectin, das Wurmmittel, geniert. (Abg. Hauser: Gleich schlechte Rede wie zuvor! – Zwischenruf des Abg. Zanger.) Der Hersteller selbst hat gesagt, dass das nichts nützt. Auch Kaniak als Apotheker hat gewusst, dass es nichts nützt. Man hat aber trotz dieser Peinlichkeit versucht, weiterhin darüber zu reden. Glaubt ihr, dass das einem einzigen Menschen in Österreich geholfen hat, dass ihr über das Wurmmittel, über Bitterstoffe geredet habt? – Das ist doch genau das, das ihr an der ÖVP kritisiert, und das ist der Punkt. (Abg. Hauser: Es wird nicht besser!)
Abg. Hauser: Dann fang in Wien einmal an! Du sollst in Wien anfangen!
Wir alle wollen die Coronakrise beenden und hinter uns bringen, aber sie ist erst dann vorbei, wenn das Management gut funktioniert, wenn wir das in den Griff kriegen, und nicht dann, wenn irgendwelche Spindoktoren bei der FPÖ oder ÖVP behaupten, sie ist vorbei. (Abg. Hauser: Dann fang in Wien einmal an! Du sollst in Wien anfangen!) Deswegen wäre es euch gut angestanden, heute – vor lauter Panik vor der Tirolwahl – nicht peinlich so zu tun, als wärt ihr besser als die ÖVP. Das ist die gleiche Partie! Entschuldigt euch! (Abg. Hauser: Unfassbar! – Zwischenrufe der Abgeordneten Angerer und Zanger.)
Abg. Hauser: Unfassbar! – Zwischenrufe der Abgeordneten Angerer und Zanger.
Wir alle wollen die Coronakrise beenden und hinter uns bringen, aber sie ist erst dann vorbei, wenn das Management gut funktioniert, wenn wir das in den Griff kriegen, und nicht dann, wenn irgendwelche Spindoktoren bei der FPÖ oder ÖVP behaupten, sie ist vorbei. (Abg. Hauser: Dann fang in Wien einmal an! Du sollst in Wien anfangen!) Deswegen wäre es euch gut angestanden, heute – vor lauter Panik vor der Tirolwahl – nicht peinlich so zu tun, als wärt ihr besser als die ÖVP. Das ist die gleiche Partie! Entschuldigt euch! (Abg. Hauser: Unfassbar! – Zwischenrufe der Abgeordneten Angerer und Zanger.)
Ruf bei der ÖVP: Ja, ja!
Es ist heute schwarz auf weiß nachzulesen, der Rechnungshof hat berichtet und analysiert: Was sind die Gründe für das desaströse Scheitern der Coronapolitik in Österreich? – Ganz, ganz viele davon waren bei der ÖVP zu suchen. (Ruf bei der ÖVP: Ja, ja!) Das war das Chaos, das die ÖVP in Österreich angerichtet hat. Dass aber jetzt die Freiheitlichen so tun, als hätten sie damit gar nichts zu tun! Gerade dass nicht behauptet worden ist, dass Hartinger-Klein der SPÖ angehört hat. Das ist doch eine peinliche Argumentation! Geht einfach raus, entschuldigt euch dafür und druckt nicht aus Verzweiflung vor der Wahl in Tirol irgendwelche Gschichten! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Es ist heute schwarz auf weiß nachzulesen, der Rechnungshof hat berichtet und analysiert: Was sind die Gründe für das desaströse Scheitern der Coronapolitik in Österreich? – Ganz, ganz viele davon waren bei der ÖVP zu suchen. (Ruf bei der ÖVP: Ja, ja!) Das war das Chaos, das die ÖVP in Österreich angerichtet hat. Dass aber jetzt die Freiheitlichen so tun, als hätten sie damit gar nichts zu tun! Gerade dass nicht behauptet worden ist, dass Hartinger-Klein der SPÖ angehört hat. Das ist doch eine peinliche Argumentation! Geht einfach raus, entschuldigt euch dafür und druckt nicht aus Verzweiflung vor der Wahl in Tirol irgendwelche Gschichten! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Oh-Rufe bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller.
Abgeordneter MMMag. Dr. Axel Kassegger (FPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Sehr geehrter Herr Präsident, ich habe mich jetzt zur Geschäftsordnung zu Wort gemeldet, weil Kollege Kucher, den ich grundsätzlich sehr schätze, sich hierherstellt und vollkommen undifferenzierte Schimpftiraden gegen meine Partei, die Freiheitliche Partei, vom Stapel lässt, ohne ein einziges Argument vorzubringen. (Oh-Rufe bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller.) Im Übrigen war Hartinger schon lange nicht mehr Ministerin, bevor überhaupt von Corona die Rede war.
Abg. Pfurtscheller: Ausgerechnet!
Ich würde Sie ersuchen, die Würde des Hauses zurate zu ziehen (Abg. Pfurtscheller: Ausgerechnet!) und für diesen Ausdruck einen Ordnungsruf zu erteilen. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich würde Sie ersuchen, die Würde des Hauses zurate zu ziehen (Abg. Pfurtscheller: Ausgerechnet!) und für diesen Ausdruck einen Ordnungsruf zu erteilen. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Kollross.
Wir verstehen unseren Sozialstaat vielmehr derart, dass der, der arbeitsfähig ist, der eine Leistung erbringen kann, auch eine Leistung erbringen muss, um sich einerseits selbst zu finanzieren, um seine Familie zu finanzieren, aber andererseits auch, um in Form von Steuerbeiträgen einen Beitrag für alle Aufgaben des Staates – für den Sozialstaat, für die Infrastruktur, für das Bildungssystem, für die Sicherheit und dergleichen – zu leisten. (Zwischenruf des Abg. Kollross.) Das heißt, ein Solidarsystem kann niemals eine Einbahnstraße sein.
Abg. Lindner: Das zahlen sie sich selber!
Österreich ist tatsächlich ein sehr gut ausgebauter Sozialstaat. Jene, die Unterstützung brauchen, bekommen sie. Der, der seine Arbeit verliert, hat Anspruch auf Arbeitslosengeld (Abg. Lindner: Das zahlen sie sich selber!), auf Notstandshilfe oder auf Bedarfsorientierte Mindestsicherung. Wir unterstützen Familien in Form der Familienbeihilfe oder Studierende in Form der Studienbeihilfe und dergleichen. Es gibt also viele soziale Absicherungsmaßnahmen, um jedem Menschen in Österreich eine Existenzsicherung zu gewährleisten.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
wenig Zuspruch wird es wohl auch hier im Parlament erhalten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Disoski und Koza.
Das Konzept ist aber auch für jene, die auf ein bedingungsloses Grundeinkommen angewiesen sind, nicht zuverlässig. Es ist unsicher, denn Leistungen des Sozialstaates sind politisch und rechtlich besser vor Kürzungen geschützt. Als Beispiel nenne ich die solidarisch finanzierte Sozialversicherung: Da werden laufend Beiträge eingezahlt, damit erwirbt man auch Ansprüche auf Leistungen. Jahrelang erworbene Ansprüche wie zum Beispiel der Pensionsanspruch sind rechtlich besonders geschützt, das hat auch der Verfassungsgerichtshof schon öfters festgehalten – die Politik kann da nicht einfach kürzen, wie es ihr gefällt. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Disoski und Koza.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bin der Meinung, dass wir den Sozialstaat, den unsere Vorfahren und wir gemeinsam aufgebaut haben, weiter ausbauen sollten, ich denke da vor allem an die Pflege und an gratis Kindergartenplätze. Ich sehe den Sozialstaat immer noch als das beste Mittel, um das Leben der Menschen in Österreich zu verbessern. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Disoski und Koza.
Darüber hinaus gibt es aber noch viele Schrauben, an denen wir drehen können, um eine sozial gerechtere Gesellschaft zu erreichen, allen voran eine Vermögensbesteuerung und endlich eine Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Disoski und Koza.)
Beifall bei der FPÖ.
Diese drei Punkte zusammenfassend lässt sich also sagen: Ein bedingungsloses Grundeinkommen in Österreich ist schwer nachvollziehbar und auch nicht durchführbar. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Eine geeignete Antwort auf die vielen brennenden sozialen und gesellschaftlichen Fragen ist ein bedingungsloses Grundeinkommen mit Sicherheit nicht, denn dazu ist unsere Welt einfach zu komplex. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten von NEOS und ÖVP. – Abg. Hörl: Bravo!
Ich bin da eher beim Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes, der gesagt hat, das bedingungslose Grundeinkommen ist eine „Abwrackprämie für Menschen“. Man kauft sie aus dem Arbeitsmarkt heraus und hat dann keine Verantwortung mehr, denn sie kriegen eh Geld. Daher bin ich ganz klar dagegen. Ich persönlich halte das begründungslose Dingseinkommen für eine Schnapsidee. Damit sollte man nicht die armen Leute aufhalten. (Beifall bei Abgeordneten von NEOS und ÖVP. – Abg. Hörl: Bravo!)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP.
Jetzt zum Sozialstaat: Ich glaube, wir haben alle in unserem Gemeinwesen die Verantwortung, auf die zu schauen, die nicht auf sich selbst schauen können, die das aus gesundheitlichen Gründen oder warum auch immer nicht können. Alle die, die auf sich selbst schauen können, haben aber die Verantwortung, das auch selbst zu tun. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Trotzdem ist es notwendig, dass wir da eine Auseinandersetzung stattfinden lassen. Ich sage jetzt, wir können es nicht durchsetzen, mit einfachen Rezepten eine Teilhabe an der Gesellschaft, ein menschenwürdiges Dasein zu sichern, sondern das ist komplex, da muss man etwas tun. Vielleicht gelingt eines in dieser Debatte: Dass wir für eine Personengruppe, für die wir jetzt noch nichts geschafft haben, nämlich für Menschen mit Behinderung – die auch täglich arbeiten gehen, ihr Leistungserfolg möglicherweise mit anderen aber nicht vergleichbar ist – ein Einkommen zu schaffen. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.) Dann wäre die Diskussion um das Grundeinkommen schon eine sehr, sehr wichtige. Die Menschen gehen arbeiten, die wollen ein eigenes Einkommen haben, und in diesem Sinne ist diese Diskussion eine gute. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Trotzdem ist es notwendig, dass wir da eine Auseinandersetzung stattfinden lassen. Ich sage jetzt, wir können es nicht durchsetzen, mit einfachen Rezepten eine Teilhabe an der Gesellschaft, ein menschenwürdiges Dasein zu sichern, sondern das ist komplex, da muss man etwas tun. Vielleicht gelingt eines in dieser Debatte: Dass wir für eine Personengruppe, für die wir jetzt noch nichts geschafft haben, nämlich für Menschen mit Behinderung – die auch täglich arbeiten gehen, ihr Leistungserfolg möglicherweise mit anderen aber nicht vergleichbar ist – ein Einkommen zu schaffen. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.) Dann wäre die Diskussion um das Grundeinkommen schon eine sehr, sehr wichtige. Die Menschen gehen arbeiten, die wollen ein eigenes Einkommen haben, und in diesem Sinne ist diese Diskussion eine gute. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Abgeordneter Nico Marchetti (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Ich möchte mich zuallererst einmal herzlich für die Initiative, für dieses Jugendvolksbegehren, das Mental-Health-Jugendvolksbegehren, bedanken. Es freut mich besonders, dass heute auch die Initiatoren da sind: Ich möchte mich herzlich bei dir, Carina Reithmaier, auch bei der Schülerunion und deren Bundesobmann Manuel Kräuter – auch er ist da – für diese Initiative und für die 138 131 Unterschriften bedanken. – Einen großen Applaus für euch. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich möchte nicht zu viel versprechen, aber ich traue uns allen jetzt einmal zu, dass wir daran großes Interesse haben und uns zumindest bemühen werden, den Anliegen des Volksbegehrens gerecht zu werden. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
gemeinsam etwas für die Kinder und Jugendlichen in unserem Land! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es ist höchste Zeit, eine radikale Kehrtwende zu machen und unseren Kindern und Jugendlichen wieder stabile Verhältnisse, Sicherheit und Menschlichkeit zu bieten, besonders an unseren Schulen. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Neßler schüttelt den Kopf.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Sehr geehrte Frau Abgeordnete Neßler, Sie hätten jetzt nur mehr 1 Minute für Ihre Rede. Ich müsste Sie um 15 Uhr unterbrechen. Wollen Sie trotzdem beginnen und dann fortsetzen oder die Rede komprimieren? (Abg. Neßler schüttelt den Kopf.) Oder wollen Sie die Rede danach halten? Ich würde empfehlen, sie danach zu halten, sonst ist es schade darum.
Zwischenruf des Abg. Stögmüller.
Abgeordneter Christian Hafenecker, MA (FPÖ): Der Beginn dieser kurzen Debatte ist ein Sinnbild für unsere Bundesregierung: Man kann sich nach links wenden, man kann sich nach rechts wenden (auf die leeren Regierungsbänke zeigend), es ist einfach niemand da. Es interessiert die Bundesregierung offensichtlich nicht, was hier im Haus besprochen wird. (Zwischenruf des Abg. Stögmüller.)
Beifall bei der FPÖ.
Was die Klimaministerin macht, wissen wir auch: Die schaut gerade, dass sie ihre Flugmeilen ein bisschen aufstockt. Sie ist wieder einmal in New York und nicht da, wo es eine der größten Energiekrisen des Landes zu lösen gäbe. Sie fliegt lieber spazieren, und ich bin überzeugt: Wenn sie wieder retour ist, wird sie in ihr um 140 000 Euro klimatisiertes Büro zurückkehren und wird weiterhin Anschläge, nämlich energietechnische Anschläge, auf die österreichische Bevölkerung unternehmen. Das ist der Status quo dieser Regierung, die wirklich von massivem Versagen geprägt ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.
Ich finde es eigentlich sehr zynisch, dass man mit den Menschen hier im Land so umgeht. Die Leute draußen wissen nicht mehr, wie sie das tägliche Leben finanzieren sollen, sie wissen nicht, wie sie mit ihren Energievorräten über den Winter kommen, aber die Bundesregierung jettet durch die Gegend, und das ist wirklich massiv zu verurteilen. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich bin sehr gespannt auf das Verhalten der Abgeordneten hier zu meiner Rechten, von der ÖVP, ob sie nämlich wirklich draußen das Gegenteil von dem sagen, was sie hier herinnen tun, oder ob sie jetzt – und da müssen Sie Farbe bekennen – dezidiert Ja zu zusätzlichen Belastungen der österreichischen Bevölkerung sagen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Rauch: Hätten wir dagegenstimmen sollen? Dass die Leute nichts kriegen? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Joachim Schnabel (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren vor den Bildschirmen! Hohes Haus! Geschätzter Herr Kollege Hafenecker von der Freiheitlichen Partei, diese Rede war mit vielen alternativen Fakten gespickt. Ich werde nicht alles widerlegen, weil das meine Redezeit sprengen würde, aber eines sei schon in Erinnerung gerufen: Als wir zur Kompensation der CO2-Bepreisung den Klimabonus eingeführt haben und diesen mit 500 Euro kurz vor oder in der letzten Sitzung vor der Sommerpause beschlossen haben, haben Sie mitgestimmt. Vielleicht ist Ihnen das entgangen, aber Sie haben mitgestimmt, um diese 500 Euro allen in Österreich lebenden Menschen zukommen zu lassen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Rauch: Hätten wir dagegenstimmen sollen? Dass die Leute nichts kriegen? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir reagieren auch schnell. Wenn zum Beispiel in den Sommermonaten ganz schnell eine – unter Anführungszeichen – „Energiekrise“ bei der Wien Energie aufkommt, dann wird über das Wochenende gehandelt und geholfen, damit es auch da zu einer Versorgungssicherheit kommt, auch wenn das im SPÖ-geführten Wien sicher noch zu Diskussionen führen wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Ganz kurz in Richtung Koalitionspartner gesprochen: Bitte, wir brauchen ein UVP-Gesetz, das Investitionen ermöglicht und nicht verhindert. Wir brauchen den Blick auf das große Ganze. Wenn wir jetzt auf jeden Käfer Rücksicht nehmen, dann wird es nicht weitergehen, denn dann wird vielleicht in ein paar Jahren dieser Käfer aufgrund der klimamäßigen Veränderungen nicht mehr hier sein oder weil ganz einfach invasive Arten diesen Käfer verdrängt haben. Also wir brauchen ein UVP-Gesetz als Ermöglichungsgesetz mit Fast-Track-Line, um diese Energiewende zu schaffen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP
Es ist aus Sicht der ÖVP für uns so wichtig, dass wir auf das Thema Wasserstoff setzen (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP), einerseits um einen hochenergetischen Energieträger zu haben, der national oder europäisch produziert werden kann, aber auch, um über diese Technologie die Transformation für die Industrie, für den Verkehr, aber vor allem auch für die Bevölkerung voranzutreiben. Wir vonseiten der ÖVP werden dem Thema Wasserstoff weiterhin großes Augenmerk widmen und es dementsprechend vorantreiben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist aus Sicht der ÖVP für uns so wichtig, dass wir auf das Thema Wasserstoff setzen (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP), einerseits um einen hochenergetischen Energieträger zu haben, der national oder europäisch produziert werden kann, aber auch, um über diese Technologie die Transformation für die Industrie, für den Verkehr, aber vor allem auch für die Bevölkerung voranzutreiben. Wir vonseiten der ÖVP werden dem Thema Wasserstoff weiterhin großes Augenmerk widmen und es dementsprechend vorantreiben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Auch wir, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, wollen, dass diese Thematik rasch diskutiert wird und dass eine Entscheidung getroffen wird, und darum werden wir dieser Fristsetzung zustimmen. Wir sind für eine Verschiebung der CO2-Bepreisung, um somit die Österreicherinnen und Österreicher von diesen massiven Teuerungen zu entlasten. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Lukas Hammer: Das ist falsch, es ist keine Steuer!
ich dir zuhören muss, Walter!) Das war die Aussage des Bundespräsidenten in Bezug auf genau diese Preistreiberei, auf diese Steuern. Auch diese Verharmlosung der CO2-Bepreisung halte ich nicht für korrekt. Es ist im Endeffekt eine Steuer. Nennen wir es beim Namen: Es ist eine Steuer, und eine solche lehnen wir massiv ab. (Abg. Lukas Hammer: Das ist falsch, es ist keine Steuer!) Das darf nicht sein und kann es nicht sein, dass die Menschen da zusätzlich belastet werden!
Abg. Yildirim: Er hat keinen Porsche mehr! – Abg. Scherak: Schon lang hergegeben!
Herr Kollege Schroll, auch in Ihre Richtung: Wenn man Ihren Parteikollegen aus Tirol, Landesparteiobmann Dornauer, nimmt: Auch der kann sich seinen Porsche nicht mehr leisten, der gibt ihn her, wie wir heute in der Zeitung gelesen haben. (Abg. Yildirim: Er hat keinen Porsche mehr! – Abg. Scherak: Schon lang hergegeben!) Also es wird immer schwieriger für die Bürger in diesem Land. Das war ein bisschen süffisant, aber trotzdem ist es ein Thema, dass die Preise im Endeffekt für die Bürger nicht mehr leistbar sind.
Abg. Stark – mit den Fingern Anführungszeichen deutend –: Ja, bei der „Wahrheit“!
Herr Kollege Schnabel – ich sehe gerade nicht, wo er ist –, zu Ihrem Redebeitrag von vorhin, in dem Sie erwähnt haben, wo wir mitgestimmt hätten: Wer ist denn aus Ihrer Partei zurückgetreten? – Die Generalsekretärin der ÖVP, Sachslehner, konnte mit diesem Kurs, den die ÖVP hier im Parlament betreibt, nicht mehr mitgehen, und hat es auch genau auf den Punkt gebracht: Asylwerber und Häftlinge haben keinen Anspruch auf diesen Klimabonus. – Das war die Aussage, nicht mehr und nicht weniger. Jetzt schauen Sie alle in Ihren Reihen nach unten, lassen die Köpfe hängen, aber genau das ist der Punkt. Hier muss man auch bei der Wahrheit bleiben. (Abg. Stark – mit den Fingern Anführungszeichen deutend –: Ja, bei der „Wahrheit“!)
Beifall bei der FPÖ.
Zum Schluss: Diese ideologiebehaftete Politik, die hier vonseiten der Grünen mit der Unterstützung der ÖVP betrieben wird, weil sie anscheinend im Eck steht und nicht mehr weiß, wie sie aus diesem Schlauferl rauskommt, muss ein Ende finden! Es braucht einen Preisdeckel auf alle Energien. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordneter Lukas Hammer (Grüne): Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Kollege Rauch von der FPÖ, ich glaube, wenn Sie mit Ihren rechten Freunden in Europa einmal diskutieren würden, die sich allesamt, von Orbán bis Le Pen, für die Atomkraft einsetzen, dann würden wir in Europa in unserem gemeinsamen Kampf gegen die Atomenergie wahrscheinlich auch ein bisschen weiterkommen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Aber zurück zum Thema und zurück zu Ihrem Antrag: Viele Menschen in Österreich haben den Klimabonus schon bekommen. 500 Euro kriegt jeder Erwachsene, 250 Euro jedes Kind. Das ist gerade jetzt in solch einer Situation für viele Menschen dringend notwendig. Ich frage mich bei der FPÖ schon: Warum wollt ihr den Menschen dieses Geld wegnehmen? Warum wollt ihr das abschaffen? Ihr wisst ganz genau, dass der Klimabonus durch die CO2-Bepreisung finanziert wird. Wenn ihr die CO2-Bepreisung abschafft, so wie ihr das beantragt, dann schafft ihr auch den Klimabonus ab, und das solltet ihr dann fairerweise schon dazusagen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Rauch: ... leisten kann, Herr Kollege!
kleiner Mann hat eben auch einen kleinen CO2-Fußabdruck und zahlt dementsprechend wenig. (Abg. Rauch: ... leisten kann, Herr Kollege!)
Zwischenruf des Abg. Rauch.
Die obersten 10 Prozent, lieber Kollege Rauch von der FPÖ, haben einen viermal höheren CO2-Fußabdruck als die ärmsten 10 Prozent. (Zwischenruf des Abg. Rauch.) Die Reichen finanzieren diesen Klimabonus mit ihrem CO2-Beitrag. Das ist eine klassische Umverteilungsmaßnahme von oben nach unten. Kein Wunder, dass ihr dagegen seid, denn die Interessen, die ihr vertretet, sind sicher nicht die Interessen des sogenannten kleinen Mannes. (Beifall bei den Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rauch.)
Beifall bei den Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rauch.
Die obersten 10 Prozent, lieber Kollege Rauch von der FPÖ, haben einen viermal höheren CO2-Fußabdruck als die ärmsten 10 Prozent. (Zwischenruf des Abg. Rauch.) Die Reichen finanzieren diesen Klimabonus mit ihrem CO2-Beitrag. Das ist eine klassische Umverteilungsmaßnahme von oben nach unten. Kein Wunder, dass ihr dagegen seid, denn die Interessen, die ihr vertretet, sind sicher nicht die Interessen des sogenannten kleinen Mannes. (Beifall bei den Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rauch.)
Zwischenruf des Abg. Hafenecker
Was absurd ist, und das sagt ihr schon die ganze Zeit (Zwischenruf des Abg. Hafenecker): dass bei euch immer wieder die Klimaschutzmaßnahmen an den hohen Energiepreisen schuld sind (Zwischenrufe bei der FPÖ), nie die Gaspreise, nie die Ölpreise, nie unsere Abhängigkeit von fossilen Öl- und Gaslieferungen, es sollen die Klimaschutzmaßnahmen sein! Aber das Gegenteil ist der Fall. Nicht der Klimaschutz oder zu viel Klimaschutz ist schuld an den hohen Energiepreisen, sondern zu wenig Klimaschutz in der Vergangenheit ist schuld, dass wir jetzt dermaßen von teuren Öl- und Gasimporten abhängig sind. Auch die Verweigerungshaltung der FPÖ, heimische Erneuerbare, heimische Windenergie auszubauen, ist schuld daran, dass wir jetzt derart in dieser Abhängigkeitsfalle sind, meine Damen und Herren. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kassegger: Das ist eine Behauptung, die nicht stimmt!)
Zwischenrufe bei der FPÖ
Was absurd ist, und das sagt ihr schon die ganze Zeit (Zwischenruf des Abg. Hafenecker): dass bei euch immer wieder die Klimaschutzmaßnahmen an den hohen Energiepreisen schuld sind (Zwischenrufe bei der FPÖ), nie die Gaspreise, nie die Ölpreise, nie unsere Abhängigkeit von fossilen Öl- und Gaslieferungen, es sollen die Klimaschutzmaßnahmen sein! Aber das Gegenteil ist der Fall. Nicht der Klimaschutz oder zu viel Klimaschutz ist schuld an den hohen Energiepreisen, sondern zu wenig Klimaschutz in der Vergangenheit ist schuld, dass wir jetzt dermaßen von teuren Öl- und Gasimporten abhängig sind. Auch die Verweigerungshaltung der FPÖ, heimische Erneuerbare, heimische Windenergie auszubauen, ist schuld daran, dass wir jetzt derart in dieser Abhängigkeitsfalle sind, meine Damen und Herren. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kassegger: Das ist eine Behauptung, die nicht stimmt!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Kassegger: Das ist eine Behauptung, die nicht stimmt!
Was absurd ist, und das sagt ihr schon die ganze Zeit (Zwischenruf des Abg. Hafenecker): dass bei euch immer wieder die Klimaschutzmaßnahmen an den hohen Energiepreisen schuld sind (Zwischenrufe bei der FPÖ), nie die Gaspreise, nie die Ölpreise, nie unsere Abhängigkeit von fossilen Öl- und Gaslieferungen, es sollen die Klimaschutzmaßnahmen sein! Aber das Gegenteil ist der Fall. Nicht der Klimaschutz oder zu viel Klimaschutz ist schuld an den hohen Energiepreisen, sondern zu wenig Klimaschutz in der Vergangenheit ist schuld, dass wir jetzt dermaßen von teuren Öl- und Gasimporten abhängig sind. Auch die Verweigerungshaltung der FPÖ, heimische Erneuerbare, heimische Windenergie auszubauen, ist schuld daran, dass wir jetzt derart in dieser Abhängigkeitsfalle sind, meine Damen und Herren. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kassegger: Das ist eine Behauptung, die nicht stimmt!)
Zwischenruf des Abg. Shetty
Ihr habt in eurer Regierungsverantwortung den Ausbau der heimischen Erneuerbaren immer ausgebremst und tut es jetzt immer noch. Ihr seid bei jeder Antiwindenergie-Bürgerinitiative dabei. Ihr habt gegen das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz gestimmt. Ihr stimmt gegen jede einzelne Maßnahme zum Ausbau heimischer erneuerbarer Energien. Dass ihr einerseits das ausbremst, was uns aus dieser sehr teuren Abhängigkeit herausführen würde (Zwischenruf des Abg. Shetty), und gleichzeitig dem Klimaschutz die Schuld gebt, das ist wirklich erbärmlich. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Ihr habt in eurer Regierungsverantwortung den Ausbau der heimischen Erneuerbaren immer ausgebremst und tut es jetzt immer noch. Ihr seid bei jeder Antiwindenergie-Bürgerinitiative dabei. Ihr habt gegen das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz gestimmt. Ihr stimmt gegen jede einzelne Maßnahme zum Ausbau heimischer erneuerbarer Energien. Dass ihr einerseits das ausbremst, was uns aus dieser sehr teuren Abhängigkeit herausführen würde (Zwischenruf des Abg. Shetty), und gleichzeitig dem Klimaschutz die Schuld gebt, das ist wirklich erbärmlich. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Deimek: ... 21 und 22 Prozent!
Mit diesem Antrag, dem wir natürlich nicht zustimmen werden, egal wie oft Sie ihn einbringen, zeigen Sie, was Sie besonders gut können, und das ist einfach das Dagegensein – gegen notwendige Klimaschutzmaßnahmen. Sie zeigen aber auch, dass Sie eigentlich gegen die Interessen der kleinen Leute sind, die Sie vorgeben zu vertreten. (Abg. Deimek: ... 21 und 22 Prozent!)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Deimek.
Die Absage eines CO2-Preises und die Absage des Klimabonus, der damit verbunden ist, wäre auch die Absage an eine sozial gerechte Klimapolitik – und das wird es mit uns sicher nicht geben. – Danke. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Beifall bei den NEOS.
wirklich nicht zu Ende gedacht, und ich würde auch sagen, schwachsinnig. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Der zweite Punkt ist: Es braucht dringend eine Reparatur des Klimabonus, damit die Kleinsten in unserer Gesellschaft ihn auch tatsächlich bekommen, denn er wurde von den Grünen versprochen, und auch, dass Verstorbene ihn vielleicht nicht mehr bekommen und auch andere nicht doppelt. Das wäre dringend anzuraten. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Ruf bei der ÖVP: Das ist ein wenig zu wenig!
Wer dafür ist, den bitte ich um ein Zeichen. – Das ist die Minderheit, daher abgelehnt. (Ruf bei der ÖVP: Das ist ein wenig zu wenig!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich finde, dieser eine kurze Satz beschreibt die Situation von vielen jungen Menschen ziemlich gut. Die Situation betreffend psychische Erkrankungen von Jugendlichen und Kindern ist in Österreich wesentlich schlechter geworden. Corona, Ukraine, die Teuerung und die Klimakrise: Das geht nicht einfach so an uns vorbei, und ich bin daher sehr dankbar, dass diese Initiative direkt von jungen Menschen gestartet wurde und sie breit mitgetragen wird. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Belakowitsch: ... erwachsen werden!
politisch gefordert, Strukturen zu schaffen, dass jede und jeder die Unterstützung bekommt, die er oder sie braucht. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Belakowitsch: ... erwachsen werden!)
Beifall bei den Grünen.
Der Zwischenbericht vom Juni zeigt schon eines ganz deutlich: dass das Projekt gut angenommen wird. Wir haben 95 Anrufe täglich, die bei der Hotline eingehen. Wir haben 3 000 Behandlungsplätze vermittelt und 60 Gruppenbehandlungen konnten geschaffen werden. Das zeigt, dass das Angebot angenommen wird. Es braucht dieses Angebot und wir werden da ganz sicher dran bleiben und dieses Angebot ausbauen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zum Schluss noch kurz – weil wir bei demokratischen Instrumenten zur Mitbestimmung wie dem Volksbegehren sind –: Am Sonntag sind Landtagswahlen in Tirol, und ich bitte darum, dass Sie dieses demokratische Mittel der Wahl, das wir historisch hart erkämpft haben, in Anspruch nehmen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Die Liste ist sehr lang. Wer sich dafür interessiert, kann sich den Forderungskatalog des Jugendvolksbegehrens durchlesen. Da gibt es noch ganz viele andere Dinge zu tun, und ich frage mich da schon: Worauf warten Sie eigentlich? Es ist eine Pandemie der psychischen Gesundheit, die spätestens vor zwei Jahren ausgebrochen ist. Ich erwarte mir schon – und das erwarten sich auch die jungen Menschen –, dass wir diese Pandemie genauso ernst nehmen wie die Coronapandemie. (Beifall bei den NEOS.)
Ruf bei der ÖVP: Kollege, die Jungschar ist keine Vorfeldorganisation der ÖVP!
Aus dem Covid-Fördertopf für Ehrenamtliche, für Sportvereine, für die freiwillige Feuerwehr, für die Blasmusik, für die Jungschar – dafür ist der da –, aus diesem Fördertopf haben einige ÖVP-Vorfeldorganisationen Profit geschlagen. (Ruf bei der ÖVP: Kollege, die Jungschar ist keine Vorfeldorganisation der ÖVP!) Aus einem Fördertopf für den Non-Profit-Bereich haben Sie Profit geschlagen, und ich finde das unverschämt. (Abg. Hanger: Das ist eine rechtliche Frage ...!) Ich finde das unverschämt! (Beifall bei den NEOS.) Es gibt zum Beispiel ÖVP-Funktionäre der ÖVP-Bauernjugend, die rechtswidrig, illegal 800 000 Euro abkassiert haben und sich jetzt weigern, das zurückzuzahlen. (Abg. Gahr: Stimmt nicht! – Abg. Hanger:
Abg. Hanger: Das ist eine rechtliche Frage ...!
Aus dem Covid-Fördertopf für Ehrenamtliche, für Sportvereine, für die freiwillige Feuerwehr, für die Blasmusik, für die Jungschar – dafür ist der da –, aus diesem Fördertopf haben einige ÖVP-Vorfeldorganisationen Profit geschlagen. (Ruf bei der ÖVP: Kollege, die Jungschar ist keine Vorfeldorganisation der ÖVP!) Aus einem Fördertopf für den Non-Profit-Bereich haben Sie Profit geschlagen, und ich finde das unverschämt. (Abg. Hanger: Das ist eine rechtliche Frage ...!) Ich finde das unverschämt! (Beifall bei den NEOS.) Es gibt zum Beispiel ÖVP-Funktionäre der ÖVP-Bauernjugend, die rechtswidrig, illegal 800 000 Euro abkassiert haben und sich jetzt weigern, das zurückzuzahlen. (Abg. Gahr: Stimmt nicht! – Abg. Hanger:
Beifall bei den NEOS.
Aus dem Covid-Fördertopf für Ehrenamtliche, für Sportvereine, für die freiwillige Feuerwehr, für die Blasmusik, für die Jungschar – dafür ist der da –, aus diesem Fördertopf haben einige ÖVP-Vorfeldorganisationen Profit geschlagen. (Ruf bei der ÖVP: Kollege, die Jungschar ist keine Vorfeldorganisation der ÖVP!) Aus einem Fördertopf für den Non-Profit-Bereich haben Sie Profit geschlagen, und ich finde das unverschämt. (Abg. Hanger: Das ist eine rechtliche Frage ...!) Ich finde das unverschämt! (Beifall bei den NEOS.) Es gibt zum Beispiel ÖVP-Funktionäre der ÖVP-Bauernjugend, die rechtswidrig, illegal 800 000 Euro abkassiert haben und sich jetzt weigern, das zurückzuzahlen. (Abg. Gahr: Stimmt nicht! – Abg. Hanger:
Abg. Michael Hammer: Fragen wir uns auch!
Es war aber nicht nur die ÖVP-Bauernjugend, es war auch der Seniorenbund, es war auch die Junge Volkspartei. Sie haben sich daran bedient. Warum rede ich jetzt darüber? – 2,5 Millionen Euro! (Abg. Michael Hammer: Fragen wir uns auch!) – Ja, ich sage es Ihnen schon! (Abg. Michael Hammer: Das interessiert aber keinen!) 2,5 Millionen Euro haben ÖVP-Vorfeldorganisationen bekommen, und auf der anderen Seite haben Sie nie Geld, wenn es um die jungen Menschen geht. (Abg. Michael Hammer: So ein Blödsinn!) Sie sagen: Wir haben kein Geld, wir haben kein Budget!, aber wenn es um die eigenen Organisationen, um die eigenen Vereine geht (Abg. Hanger: Ob sie Partei oder parteinahe sind, ist nicht geklärt! Das sind Vorverurteilungen ...!), sind Sie ganz spendabel. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Michael Hammer: Das interessiert aber keinen!
Es war aber nicht nur die ÖVP-Bauernjugend, es war auch der Seniorenbund, es war auch die Junge Volkspartei. Sie haben sich daran bedient. Warum rede ich jetzt darüber? – 2,5 Millionen Euro! (Abg. Michael Hammer: Fragen wir uns auch!) – Ja, ich sage es Ihnen schon! (Abg. Michael Hammer: Das interessiert aber keinen!) 2,5 Millionen Euro haben ÖVP-Vorfeldorganisationen bekommen, und auf der anderen Seite haben Sie nie Geld, wenn es um die jungen Menschen geht. (Abg. Michael Hammer: So ein Blödsinn!) Sie sagen: Wir haben kein Geld, wir haben kein Budget!, aber wenn es um die eigenen Organisationen, um die eigenen Vereine geht (Abg. Hanger: Ob sie Partei oder parteinahe sind, ist nicht geklärt! Das sind Vorverurteilungen ...!), sind Sie ganz spendabel. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Michael Hammer: So ein Blödsinn!
Es war aber nicht nur die ÖVP-Bauernjugend, es war auch der Seniorenbund, es war auch die Junge Volkspartei. Sie haben sich daran bedient. Warum rede ich jetzt darüber? – 2,5 Millionen Euro! (Abg. Michael Hammer: Fragen wir uns auch!) – Ja, ich sage es Ihnen schon! (Abg. Michael Hammer: Das interessiert aber keinen!) 2,5 Millionen Euro haben ÖVP-Vorfeldorganisationen bekommen, und auf der anderen Seite haben Sie nie Geld, wenn es um die jungen Menschen geht. (Abg. Michael Hammer: So ein Blödsinn!) Sie sagen: Wir haben kein Geld, wir haben kein Budget!, aber wenn es um die eigenen Organisationen, um die eigenen Vereine geht (Abg. Hanger: Ob sie Partei oder parteinahe sind, ist nicht geklärt! Das sind Vorverurteilungen ...!), sind Sie ganz spendabel. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Hanger: Ob sie Partei oder parteinahe sind, ist nicht geklärt! Das sind Vorverurteilungen ...!
Es war aber nicht nur die ÖVP-Bauernjugend, es war auch der Seniorenbund, es war auch die Junge Volkspartei. Sie haben sich daran bedient. Warum rede ich jetzt darüber? – 2,5 Millionen Euro! (Abg. Michael Hammer: Fragen wir uns auch!) – Ja, ich sage es Ihnen schon! (Abg. Michael Hammer: Das interessiert aber keinen!) 2,5 Millionen Euro haben ÖVP-Vorfeldorganisationen bekommen, und auf der anderen Seite haben Sie nie Geld, wenn es um die jungen Menschen geht. (Abg. Michael Hammer: So ein Blödsinn!) Sie sagen: Wir haben kein Geld, wir haben kein Budget!, aber wenn es um die eigenen Organisationen, um die eigenen Vereine geht (Abg. Hanger: Ob sie Partei oder parteinahe sind, ist nicht geklärt! Das sind Vorverurteilungen ...!), sind Sie ganz spendabel. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Es war aber nicht nur die ÖVP-Bauernjugend, es war auch der Seniorenbund, es war auch die Junge Volkspartei. Sie haben sich daran bedient. Warum rede ich jetzt darüber? – 2,5 Millionen Euro! (Abg. Michael Hammer: Fragen wir uns auch!) – Ja, ich sage es Ihnen schon! (Abg. Michael Hammer: Das interessiert aber keinen!) 2,5 Millionen Euro haben ÖVP-Vorfeldorganisationen bekommen, und auf der anderen Seite haben Sie nie Geld, wenn es um die jungen Menschen geht. (Abg. Michael Hammer: So ein Blödsinn!) Sie sagen: Wir haben kein Geld, wir haben kein Budget!, aber wenn es um die eigenen Organisationen, um die eigenen Vereine geht (Abg. Hanger: Ob sie Partei oder parteinahe sind, ist nicht geklärt! Das sind Vorverurteilungen ...!), sind Sie ganz spendabel. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Hanger: Klären wir das einmal! Das wäre eines Rechtsstaates würdig, das sauber zu klären, und nicht vorzuverurteilen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Was könnte man zum Beispiel mit 2,5 Millionen Euro machen? – 31 250 Stunden für Psychotherapie! Warum zahlen Sie nicht das Geld zurück und sagen: Das war ein Fehler, wir widmen das jetzt etwas Sinnvollem!? – Das könnten Sie ganz einfach machen. (Abg. Hanger: Klären wir das einmal! Das wäre eines Rechtsstaates würdig, das sauber zu klären, und nicht vorzuverurteilen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich würde mir wünschen: Verstecken Sie sich nicht hinter Ausreden, hinter dem Budget! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Es ist eine Frage der Prioritätensetzung. Ich glaube, wir haben lang genug auf die Jugend vergessen, während der Coronapandemie sehr viel auf dem Rücken der jungen Menschen ausgetragen, und es ist jetzt an der Zeit, dass wir die jungen Menschen wieder in den Fokus nehmen.
Beifall bei den NEOS.
den jungen Menschen nach mehr als zwei Jahren Pandemie schuldig sind, dass wir sie endlich in den Fokus nehmen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS.
Abgeordnete Carina Reiter (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Zuseherinnen und Zuschauer! Heute befassen wir uns mit dem Mental-Health-Jugendvolksbegehren. Die Schülerunion unter der Bevollmächtigten Carina Reithmaier, die dort oben sitzt (in Richtung Galerie weisend), hat das Volksbegehren eingebracht, um mehr Aufmerksamkeit auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu lenken – ich glaube, sehr erfolgreich. Es ist eine sehr wichtige Initiative. – Danke dafür! (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Abg. Schnedlitz: ... Coronamaßnahmen!
Warum ist gerade die mentale Gesundheit stärker als zuvor im Fokus? – Wir haben das schon gehört: Gerade in den letzten Jahren hat sich die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen extrem verschlechtert. (Abg. Schnedlitz: ... Coronamaßnahmen!) Die Studie der Donau-Universität Krems für 2021 hat sehr klar gezeigt, dass jeder zweite Jugendliche an depressiven Symptomatiken leidet und jeder sechste daran denkt, sich das Leben zu nehmen. Das ist wirklich sehr fatal.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Seit 2020 sind, wie ja schon erwähnt wurde, bereits einige Maßnahmen gesetzt worden, um gerade im Bereich der psychischen Gesundheit anzusetzen. Die Covid-Pandemie war so quasi ein Brennglas, welches das verstärkt hat, aber die Probleme waren auch schon vorher vorhanden. An den Pädagogischen Hochschulen sind insgesamt fast 23 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu dem Thema geschult worden. Das Projekt Gesund aus der Krise bietet für Kinder und Jugendliche ein kostenloses Angebot an psychologischer und therapeutischer Unterstützung. Zum Beispiel stehen jetzt im Wintersemester 2022/2023 7 Millionen Euro mehr für psychosoziales Unterstützungspersonal zur Verfügung. Man hat also durchaus auch Mittel in die Hand genommen und da schon Ansätze in die Wege geleitet, um sich weiterzubewegen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Das Volksbegehren von der Schülerunion soll Bewusstsein schaffen, enttabuisieren und ermutigen. Wir werden das Volksbegehren im zuständigen Ausschuss für Jugendfragen ernsthaft behandeln (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), ich glaube, es ist ein sehr, sehr wichtiges Thema, und darauf freue ich mich auch schon. Danke auch an jene, die sich für das Volksbegehren eingesetzt haben.
Beifall bei der ÖVP.
Zum Schluss möchte ich gerne noch auf Kollegen Shetty replizieren, der ja gesagt hat, dass das eine Frage der Priorität ist, wie man mit psychischer Gesundheit umgeht. Ich würde mich halt fragen, welche Prioritäten man setzt, wenn man auf dem Rücken des Volksbegehrens Wahlkampf für Tirol macht. – Ich bitte, einmal darüber nachzudenken. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ja, liebe Kolleginnen und Kollegen hier im Hohen Haus, es fordert uns alle auf, nicht länger zuzusehen, sondern zu handeln. Dieses Volksbegehren findet auch unsere Unterstützung, denn wir als SPÖ fordern schon sehr lange den Ausbau von kassenfinanzierten Therapieplätzen in der Kinder- und Jugendpsychotherapie. Auch der Ausbau von Familienberatungsstellen, von Kinderschutzzentren und niederschwelligen Angeboten wie Rat auf Draht sind langjährige Anliegen von uns. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Einbringer:innen und Unterstützer:innen des Mental-Health-Jugendvolksbegehrens, wir unterstützen euer Volksbegehren, und ich hoffe, dass wir bei der Diskussion im Familienausschuss auch eine breite Basis dafür finden werden. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Und was haben wir festgestellt? – Wir haben festgestellt, meine sehr verehrten Damen und Herren – das ist gerade bei diesem Bundesrechnungsabschluss bewusst geworden –, dass manche Personengruppen durch die Covid-Maßnahmen massiv überfördert worden sind, und das kann man auch sehen. Das war einerseits beim Umsatzersatz, und in manchen Branchen ist es so gewesen, dass sie mehr bekommen haben, als wenn Covid nicht eingetreten wäre. Ich denke, das ist das Problematische an diesem Rechnungsabschluss. Wir werden dem die Zustimmung nicht erteilen. (Beifall bei der SPÖ.)
Rufe bei der ÖVP: He, he, he! – Abg. Pfurtscheller: Unterstellungen ...! – Abg. Michael Hammer: ... weil du nicht Englisch kannst! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP
Der Rechnungsabschluss macht aber auch deutlich, was der Auftrag des Nationalrates an die Regierung war – da ich Verkehrssprecher bin, möchte ich das bewusst machen –: Der Rechnungshof sagt, dass die Ministerin – Frau Gewessler, die heute nicht hier ist, weil sie in Amerika ist und nicht etwas für Österreich tut (Rufe bei der ÖVP: He, he, he! – Abg. Pfurtscheller: Unterstellungen ...! – Abg. Michael Hammer: ... weil du nicht Englisch kannst! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP) – 182 Millionen Euro, die der Nationalrat eigentlich für Verkehrsdiensteverträge freigegeben hat, nicht ausgegeben hat. Sie sind in die Rücklage gegangen. (Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Der Rechnungsabschluss macht aber auch deutlich, was der Auftrag des Nationalrates an die Regierung war – da ich Verkehrssprecher bin, möchte ich das bewusst machen –: Der Rechnungshof sagt, dass die Ministerin – Frau Gewessler, die heute nicht hier ist, weil sie in Amerika ist und nicht etwas für Österreich tut (Rufe bei der ÖVP: He, he, he! – Abg. Pfurtscheller: Unterstellungen ...! – Abg. Michael Hammer: ... weil du nicht Englisch kannst! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP) – 182 Millionen Euro, die der Nationalrat eigentlich für Verkehrsdiensteverträge freigegeben hat, nicht ausgegeben hat. Sie sind in die Rücklage gegangen. (Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist unser Antrag. Ich glaube, es ist wichtig, dass wir diese Themen schnell diskutieren. – Besten Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Stimmt ja auch!
Abgeordneter Gabriel Obernosterer (ÖVP): Herr Präsident! Frau Rechnungshofpräsidentin! Herr Finanzminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr verehrten Damen und Herren auf der Galerie und zu Hause vor den Fernsehbildschirmen! Es gehört zwar jetzt nicht zum Rechnungsabschluss 2021, aber, Herr Kollege Stöger: Ich habe heute schon des Öfteren gehört, die Ministerin oder der Minister oder der Bundespräsident seien nicht da, um in der Weltgeschichte herumzufahren. (Abg. Belakowitsch: Stimmt ja auch!) Glaubt ihr wirklich, dass die das zum Spaß machen? (Abg. Matznetter: Nein, ...!)
Abg. Matznetter: Nein, ...!
Abgeordneter Gabriel Obernosterer (ÖVP): Herr Präsident! Frau Rechnungshofpräsidentin! Herr Finanzminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr verehrten Damen und Herren auf der Galerie und zu Hause vor den Fernsehbildschirmen! Es gehört zwar jetzt nicht zum Rechnungsabschluss 2021, aber, Herr Kollege Stöger: Ich habe heute schon des Öfteren gehört, die Ministerin oder der Minister oder der Bundespräsident seien nicht da, um in der Weltgeschichte herumzufahren. (Abg. Belakowitsch: Stimmt ja auch!) Glaubt ihr wirklich, dass die das zum Spaß machen? (Abg. Matznetter: Nein, ...!)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Matznetter: Wir haben eine Krise, da haben sie hier zu sein!
SPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Ihr habt lange genug den Bundeskanzler gestellt, ihr wisst selbst, wie oft der Bundeskanzler nicht hier auf der Regierungsbank gesessen ist, weil er in der EU oder sonst irgendwo auswertige Verpflichtungen gehabt hat. Die Leistungen der Minister und des Kanzlers und des Vizekanzlers lasse ich mir so nicht schlechtreden. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Matznetter: Wir haben eine Krise, da haben sie hier zu sein!)
Ruf bei der FPÖ: Und was für einer!
Jetzt zum Rechnungsabschluss: Ich selbst bin seit meinem 21. Lebensjahr selbstständig. Ich habe in meinem Leben schon viele Rechnungsabschlüsse und Bilanzen erlebt. Seit drei Jahren bin ich hier im Parlament auch der Budgetsprecher unserer Fraktion. (Ruf bei der FPÖ: Und was für einer!) Ein Minus in der Bilanz ist nie gut, ist für einen Wirtschaftler nicht gut und ist auch für die Republik nicht gut. Ich habe während meiner wirtschaftlichen Tätigkeiten viele Bilanzen gehabt, die ein Minus ausgewiesen haben. Und wisst ihr, warum? – Weil wir in die Zukunft investiert haben. Deshalb ist ein Minus drinnen gestanden. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Jetzt zum Rechnungsabschluss: Ich selbst bin seit meinem 21. Lebensjahr selbstständig. Ich habe in meinem Leben schon viele Rechnungsabschlüsse und Bilanzen erlebt. Seit drei Jahren bin ich hier im Parlament auch der Budgetsprecher unserer Fraktion. (Ruf bei der FPÖ: Und was für einer!) Ein Minus in der Bilanz ist nie gut, ist für einen Wirtschaftler nicht gut und ist auch für die Republik nicht gut. Ich habe während meiner wirtschaftlichen Tätigkeiten viele Bilanzen gehabt, die ein Minus ausgewiesen haben. Und wisst ihr, warum? – Weil wir in die Zukunft investiert haben. Deshalb ist ein Minus drinnen gestanden. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Warum steht jetzt ein Minus von fast 18 Milliarden Euro drinnen? Das ist ein Haufen Geld, darüber brauchen wir gar nicht zu reden, im Kleinen gleich wie im Großen. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) – Das deshalb, weil wir, wenn ihr euch vielleicht noch erinnert, eine weltweite Pandemie gehabt haben. Ich kann mich noch erinnern: Jeder von den Oppositionsparteien hat hier heraußen am Rednerpult davon gesprochen und in den Medien, in OTS-Aussendungen geschrieben, dass die Regierung handeln muss. Die Regierung müsse helfen, sie müsse schnell helfen. Dann haben wir geholfen, dann haben wir auch schnell geholfen, und wisst ihr, was ihr gesagt habt? – Wir helfen zu wenig und wir helfen zu langsam. Wenn wir heute den internationalen Vergleich heranziehen, wissen wir, dass wir mit unseren Hilfen in Europa an der Spitze liegen.
Abg. Belakowitsch: Das sehen wir eh!
Was war denn die Auswirkung davon, dass wir damals so schnell – so schnell – und ordentlich geholfen haben? – Es hat bei uns keinen Absacker gegeben. Die Wirtschaft ist voll angesprungen. (Abg. Belakowitsch: Das sehen wir eh!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Belakowitsch: Reden wir in einem halben Jahr weiter!
Und jetzt sind wir dort, warum eigentlich das Minus gegenüber dem Voranschlag um 12,8 Milliarden Euro geringer ist. Herr Kollege Stöger, ich weiß, Sie sind kein Wirtschaftler, aber trotzdem müssen Sie das verstehen. Sie haben gesagt, es gibt mehr Einnahmen, weil es mehr Steuereinnahmen gibt. . Wisst ihr, warum es mehr Einnahmen gibt? – Weil die Österreicher und Österreicherinnen arbeiten, weil so viele Menschen in Arbeit sind, mehr Leute als vor der Pandemie. Deswegen schaut das nun so gut aus. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Belakowitsch: Reden wir in einem halben Jahr weiter!)
Abg. Belakowitsch: Manche haben ein bisschen mehr gekriegt!
Und warum ist das passiert? – Weil wir eben schnell geholfen haben, ob jetzt dem Arbeitnehmer oder dem Arbeitgeber; wir haben jedem gleich geholfen. (Abg. Belakowitsch: Manche haben ein bisschen mehr gekriegt!) Wenn wir die Statistik über Konkurse und Privatkonkurse anschauen, wissen wir, dass es in dieser Zeit wesentlich weniger Privatkonkurse gegeben hat, aber auch weniger Firmenkonkurse.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Das ist Verantwortung, das ist zukunftsträchtiges Denken. Ihr könnt alles schlechtreden, aber die Fakten, wie sie sind, liegen auf dem Tisch. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Die katastrophale Coronapolitik dieser Bundesregierung ist nahtlos in eine unvernünftige Sanktionspolitik übergegangen, die zwar keinerlei Auswirkungen auf den Krieg hat, dafür aber eine Energiekrise verursacht hat, welche die Teuerung massiv anheizt und damit den Wohlstand und die Wirtschaft in Österreich vernichtet. Diese Sanktionen sind der Todesstoß für die Wirtschaft in Österreich und in Europa. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Diese Politik der Unvernunft zeigt sich auch darin, dass diese Bundesregierung in Zeiten der Rekordinflation ab 1. Oktober dieses Jahres die Spritpreise durch Einführung einer CO2-Strafsteuer noch weiter zulasten der heimischen Unternehmer und Konsumenten verteuern wird. Dieses schwarz-grüne Pendlerbestrafungsprojekt namens CO2-Strafsteuer muss sofort gestoppt werden! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Für besonders skandalös halte ich die Tatsache, dass von der Cofag 3,9 Millionen Euro Negativzinsen verursacht wurden, weil das BMF kein ordentliches zentrales Liquiditätsmanagement hat. Das muss man sich vorstellen: Die Republik Österreich nimmt Geld auf, stellt es der Cofag zur Verfügung, die Cofag lässt es liegen, anstatt es an die Berechtigten auszuzahlen, und dafür bezahlt die Cofag 3,9 Millionen Euro Negativzinsen an die Bank. Mit diesem Geld hätte man vielen Klein- und Kleinstunternehmen helfen können. Daher ist es natürlich auch kein Wunder, dass diese Bundesregierung die Einrichtung eines Cofag-Unterausschusses verhindert. Eine lückenlose Transparenz kann aber nur ein Cofag-Unterausschuss sicherstellen. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Taschner: Na ja, ist auch viel!
Interessanterweise führt dieses extreme Wirtschaftswachstum, das auch zu den positiven Beschäftigungszahlen geführt hat, wie Kollege Obernosterer schon ausgeführt hat, auch dazu, dass der Schuldenstand relativ zum BIP gesunken ist. Das heißt, wir haben 2020 etwas über 83 Prozent Schulden gehabt und sind jetzt etwas unter 83 Prozent Schuldenstand relativ zum Bruttoinlandsprodukt. (Abg. Taschner: Na ja, ist auch viel!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
kann sich mir irgendwie nicht erschließen. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Über die Cofag haben wir von Kollegen Fuchs schon viel gehört, ich kann mich in ganz, ganz vielen Bereichen anschließen: Protokolle für 125 000 Euro sind tatsächlich absurd. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Es muss in aller Deutlichkeit gesagt werden: Der Staat kann nicht alle für alles entschädigen. (Beifall bei den NEOS.) Der Staat ist vor allem nicht dazu da, Unternehmen aus ihrem unternehmerischen Risiko zu helfen. Das ist nicht damit gemeint, dass man mit Steuergeld sorgsam und nachhaltig umgehen muss.
Beifall bei den NEOS.
Ich weiß, das ist eine unbequeme Wahrheit, ich weiß, das ist nicht populär, aber als Budgetsprecherin meiner Fraktion ist mir vor allem eines wichtig: dass wir mit dem Geld der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler nachhaltig umgehen und dass wir vor allem auch auf die nächste Generation schauen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz.
Jetzt kann man viele Detailaspekte diskutieren, keine Frage, aber das ist ein großer Erfolg für unsere Volkswirtschaft! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz.) Das ist etwas, worüber wir uns vielleicht manchmal auch gemeinsam ein wenig freuen könnten, anstatt nur zu kritisieren.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich sage aber schon auch: Das ist kein politisches Verdienst, sondern es ist ein Verdienst der gesamten Volkswirtschaft. Das sind unsere international agierenden Unternehmen mit der hohen Exportquote, das sind viele, viele kleine und mittlere Unternehmen. Das sind natürlich aber auch viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die leistungsbereit sind, die alle ihren Beitrag dazu geleistet haben, dass wir gut durch die Krise gekommen sind. Und ich glaube, die wichtigste Aussage in diesem Rechnungsabschluss ist: Wir haben die Krise 2021 wirklich gut gemeistert! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Scherak: Bei den Jungbauern geht es schon!
machen soll, wir müssen auch darüber nachdenken, wie wir es finanzieren. Da schließe ich mich meinen Vorrednern an – Frau Doppelbauer hat es angesprochen –: Wir müssen auch ein bisschen von dieser Vollkaskomentalität wegkommen. Der Staat wird nicht jedes und alles ausgleichen können, auch wenn noch so berechtigte Wünsche der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen vorhanden sind. (Abg. Scherak: Bei den Jungbauern geht es schon!)
Beifall bei der ÖVP.
Gleichzeitig brauchen wir aber auch einen vernünftigen Blick. Wir können den Staat nicht überfordern. Am Ende des Tages müssen wir die Schulden, die wir machen, auch finanzieren. (Beifall bei der ÖVP.) Zu dieser Erkenntnis darf ich wirklich auch alle Parlamentarier auffordern. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz. – Abg. Ottenschläger: Das war eine sehr gute Rede!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz. – Abg. Ottenschläger: Das war eine sehr gute Rede!
Gleichzeitig brauchen wir aber auch einen vernünftigen Blick. Wir können den Staat nicht überfordern. Am Ende des Tages müssen wir die Schulden, die wir machen, auch finanzieren. (Beifall bei der ÖVP.) Zu dieser Erkenntnis darf ich wirklich auch alle Parlamentarier auffordern. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz. – Abg. Ottenschläger: Das war eine sehr gute Rede!)
Beifall bei der SPÖ.
Es geht aber nicht nur um die Schulen. Die Einsparungen und die Energiesparmaßnahmen müssen natürlich auch von Kommunen getroffen werden. Die Einsparungen, die dort getroffen werden, treffen in einem großen Maße auch Frauen, Kinder und Jugendliche, und das müssen wir mit aller Kraft abzuwenden versuchen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Michael Hammer: ... Themenverfehlung!
Wir müssen hier eingreifen, wir müssen den öffentlichen Raum belebt lassen oder wieder beleben und die Kommunen genau darin unterstützen, wenn es um die öffentliche Infrastruktur geht. Es braucht wirklich ein Antiteuerungsmaßnahmenpaket für die Kommunen, damit genau diese Sichtbarkeit dieser Gruppen gewährleistet ist. (Abg. Michael Hammer: ... Themenverfehlung!)
Beifall bei der SPÖ.
Es geht um das Treffen von Freundinnen und Freunden, es geht um Sportaktivitäten oder einfach nur um das sichere Nachhausekommen, und da dürfen wir weder die Frauen noch die Kinder und die Jugendlichen alleinlassen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall und Bravoruf bei der SPÖ.
(Beifall und Bravoruf bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich kann mich an die Rede des Herrn Abgeordneten Kopf erinnern, der damals gesagt hat, wir haben die Krise jedenfalls wirtschaftlich gut gemeistert. Und tatsächlich: Die Krise wurde wirtschaftlich gut gemeistert. Es kann natürlich immer Aspekte geben, an denen man Kritik übt – Kollege Fuchs hat diese Aspekte ja auch hervorgehoben –, aber im Wesentlichen wurde die Krise durch Hilfspakete, die von der Regierung bereitgestellt worden sind, wirtschaftlich gut gemeistert. Und ich glaube, das spiegelt sich auch in diesem Rechnungsabschluss sehr gut wider. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
wird auch von der Opposition, von den klugen Damen und Herren, die in der Opposition sind, anerkannt, dass das eine große Leistung ist, dass damit tatsächlich den Steuerzahlern das Geld, das ihnen durch diese kalte Progression weggenommen wird, in Zukunft endlich bleiben wird. Und das ist für sie sehr wichtig, gerade in dieser Zeit! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne glaube ich, dass wir, auch wenn die schönen Tage in Aranjuez vielleicht vorbei sind, doch hoffen können, gut durch die Krise hindurchzugehen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
man hin und wieder den Eindruck gewinnen, dass völliger Realitätsverlust herrscht. Und der Eindruck verfestigt sich bei mir immer mehr, dass hier im Hohen Haus beziehungsweise in den Elfenbeintürmen von Brüssel Menschen, Politiker agieren, die den Bezug zur Realität völlig verloren haben und die Sorgen und Ängste der Menschen nicht mehr wahrnehmen und darauf auch nicht reagieren können. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Taschner: Die Lieferkettenproblematik haben wir nicht beschlossen!
Diese Krisen, von denen Sie immer sprechen, die sind ja nicht vom Himmel gefallen. Die Coronamaßnahmen, die Lockdowns, die selbstverständlich über die Lieferkettenproblematik zu einer Anheizung der Inflation geführt haben, die sind ja nicht vom Himmel gefallen, das haben ja Sie alles in völlig überschießender Art und Weise beschlossen! (Abg. Taschner: Die Lieferkettenproblematik haben wir nicht beschlossen!) Die ganze Wirtschaft zuzusperren, das hat nicht der Virus gemacht, das haben Sie gemacht! Und dann über die Cofag und sonstige ablauforganisatorisch völlig ineffiziente Vehikel die Milliarden unter den Freunden wahrscheinlich, aber auch unter den Unternehmern verteilt, das haben Sie gemacht! (Abg. Taschner: Das ist eine böse Unterstellung!) – Jetzt stehen wir da mit 20 Milliarden Euro minus! Und Sie tun so, als ob die Krise gut gemeistert worden wäre – ein völliger Realitätsverlust! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Taschner: Das ist eine böse Unterstellung!
Diese Krisen, von denen Sie immer sprechen, die sind ja nicht vom Himmel gefallen. Die Coronamaßnahmen, die Lockdowns, die selbstverständlich über die Lieferkettenproblematik zu einer Anheizung der Inflation geführt haben, die sind ja nicht vom Himmel gefallen, das haben ja Sie alles in völlig überschießender Art und Weise beschlossen! (Abg. Taschner: Die Lieferkettenproblematik haben wir nicht beschlossen!) Die ganze Wirtschaft zuzusperren, das hat nicht der Virus gemacht, das haben Sie gemacht! Und dann über die Cofag und sonstige ablauforganisatorisch völlig ineffiziente Vehikel die Milliarden unter den Freunden wahrscheinlich, aber auch unter den Unternehmern verteilt, das haben Sie gemacht! (Abg. Taschner: Das ist eine böse Unterstellung!) – Jetzt stehen wir da mit 20 Milliarden Euro minus! Und Sie tun so, als ob die Krise gut gemeistert worden wäre – ein völliger Realitätsverlust! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Diese Krisen, von denen Sie immer sprechen, die sind ja nicht vom Himmel gefallen. Die Coronamaßnahmen, die Lockdowns, die selbstverständlich über die Lieferkettenproblematik zu einer Anheizung der Inflation geführt haben, die sind ja nicht vom Himmel gefallen, das haben ja Sie alles in völlig überschießender Art und Weise beschlossen! (Abg. Taschner: Die Lieferkettenproblematik haben wir nicht beschlossen!) Die ganze Wirtschaft zuzusperren, das hat nicht der Virus gemacht, das haben Sie gemacht! Und dann über die Cofag und sonstige ablauforganisatorisch völlig ineffiziente Vehikel die Milliarden unter den Freunden wahrscheinlich, aber auch unter den Unternehmern verteilt, das haben Sie gemacht! (Abg. Taschner: Das ist eine böse Unterstellung!) – Jetzt stehen wir da mit 20 Milliarden Euro minus! Und Sie tun so, als ob die Krise gut gemeistert worden wäre – ein völliger Realitätsverlust! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Deimek: Eher Letzteres!
überlegen. Ich habe sonst keine Erklärungsmöglichkeiten. (Abg. Deimek: Eher Letzteres!)
Beifall bei der FPÖ.
Wir wollen eine Welt, die ohne russisches Gas und Öl auskommt – das geht nicht, das ist unmöglich. Wir wollen einen Wirtschaftskrieg führen – die Frau Ministerin sagt, wir führen einen Wirtschaftskrieg; wir haben auch die Kriegsrhetorik – und wir wollen, dass dieser Krieg keine negativen Auswirkungen auf uns als Kriegspartei hat. Das ist ein Paradoxon, das ist unmöglich. Selbstverständlich wird dieser Krieg massivste negative Auswirkungen auf unsere Wirtschaft haben, in Kombination mit einer Klimapolitik, mit der wir die Energie durch die Sanktionen, die CO2-Zertifikate und jetzt noch die CO2-Bepreisung so teuer machen, dass die Industrie abwandern wird, und zwar in Länder, in denen sie das Dreifache an CO2 pro BIP in die Luft pusten. Das ist doch nicht vernünftig. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Beenden wir das Ganze, weil das sonst im Winter noch ganz finster werden wird! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
davon wissen wollen, dann antworte ich Ihnen mit James Dean aus dem Jahr 1955: „... denn sie wissen nicht, was sie tun“, liebe Kollegen und Kolleginnen von der FPÖ! (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Sie wissen nicht, was Sie tun, wenn Sie Gesetze mitbeschließen, deren Inhalt Sie nicht kennen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
davon wissen wollen, dann antworte ich Ihnen mit James Dean aus dem Jahr 1955: „... denn sie wissen nicht, was sie tun“, liebe Kollegen und Kolleginnen von der FPÖ! (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Sie wissen nicht, was Sie tun, wenn Sie Gesetze mitbeschließen, deren Inhalt Sie nicht kennen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der NEOS.
Damit Sie mich nicht falsch verstehen: Der Rechnungshof hat sich auch ausdrücklich für Hilfsmaßnahmen zur Pandemiebewältigung ausgesprochen, weil eben der Staat in der Krise unterstützen muss. Das gilt auch für die Versorgungssicherheit in Zeiten von Teuerung und Energiekrise. Der Rechnungshof mahnt aber an dieser Stelle auch ein, dass Unterstützungen stets zielgerichtet, treffsicher und temporär sein müssen, sonst belasten wir die öffentlichen Finanzen über Gebühr. (Beifall bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS.
Im Zuge der Prüfung des Rechnungsabschlusses haben wir auch einige Empfehlungen ausgesprochen, etwa im Zusammenhang mit dem Liquiditätsmanagement, mit dem Treuhandvermögen, mit der Transparenz bei der Verrechnung von Werkleistungen und Beratungsleistungen. Wie gesagt, es geht uns um Transparenz und Vollständigkeit. Unser Bundesrechnungsabschluss soll eine Grundlage für Ihre weitere Arbeit sein. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Dann möchte ich noch die Neugierigen einladen, sich im Zahlenteil zum Bundesrechnungsabschluss die voraussichtlichen Kosten für die Pensionssysteme anzuschauen – das geht immer ein bisschen unter, weil das nicht Teil des Rechnungsabschlusses selbst ist –: Die Belastungen werden sich im Bereich der Sozialversicherungspensionen bis 2030 verdoppeln – verdoppeln! Und Sie alle schauen da zu, während wir ins finanzielle Fiasko laufen. Das ist ungerecht gegenüber den Jungen, die das alles in der Zukunft stemmen müssen. Da sollten wir etwas tun! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Bettina Zopf (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Rechnungshofpräsidentin! Geschätzter Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher zu Hause und auf der Galerie! Der Rechnungsabschluss ist das Ergebnis unserer Politik. Unsere Maßnahmen bilden sich in diesen Zahlen ab: die Mittel zur Stärkung unserer Wirtschaft, die Unterstützung unserer Bäuerinnen und Bauern, drei Pakete gegen die Teuerung. Trotz einer Extremsituation haben wir es geschafft, die Menschen spürbar zu entlasten. Dies ist nur möglich, weil viele, die in Österreich leben, fleißig sind, durch ihren Fleiß Geld verdienen und durch die anfallenden Steuern einen Beitrag leisten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich verstehe nicht, dass das von den sozialdemokratischen Gewerkschaften nicht positiv erwähnt wird. Ich als christlich-soziale Gewerkschafterin mache das jedenfalls. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kaniak – erheitert –: Wenn die Steuersätze mit der Inflation wachsen, da fürchtet man sich ja!
Die Abschaffung der kalten Progression bedeutet in der Praxis, man zahlt 2023 für den gleichen Bruttobetrag weniger Steuern. Die Steuersätze wachsen mit der Inflation, dadurch steigen die Löhne und die Kaufkraft bleibt erhalten. (Abg. Kaniak – erheitert –: Wenn die Steuersätze mit der Inflation wachsen, da fürchtet man sich ja!) Die Bevölkerung wird weiter entlastet; der Finanzrechner bestätigt dies. Da kann jeder sein voraussichtliches Nettoeinkommen ermitteln, indem er sein Bruttogehalt eintippt. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Die Abschaffung der kalten Progression bedeutet in der Praxis, man zahlt 2023 für den gleichen Bruttobetrag weniger Steuern. Die Steuersätze wachsen mit der Inflation, dadurch steigen die Löhne und die Kaufkraft bleibt erhalten. (Abg. Kaniak – erheitert –: Wenn die Steuersätze mit der Inflation wachsen, da fürchtet man sich ja!) Die Bevölkerung wird weiter entlastet; der Finanzrechner bestätigt dies. Da kann jeder sein voraussichtliches Nettoeinkommen ermitteln, indem er sein Bruttogehalt eintippt. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Ich habe das selbst ausprobiert: 2022 bekommt man für 2 500 Euro brutto rund 1 790 Euro netto. 2023 sind es schon rund 1 825 Euro. Insgesamt sind das rund 420 Euro im Jahr. Diese Summe ergibt sich durch die weitere Senkung der Einkommensteuer von 32,5 auf 30 Prozent und die Abschaffung der kalten Progression. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter
Unter dem Motto: Den Stillen eine Stimme geben!, profitieren davon (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter), Herr Kollege Matznetter, alle – nicht nur die Schreier, sondern auch die Stillen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Unter dem Motto: Den Stillen eine Stimme geben!, profitieren davon (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter), Herr Kollege Matznetter, alle – nicht nur die Schreier, sondern auch die Stillen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Taschner: Das ist eine schlechte Legende! – weiterer Zwischenruf bei der ÖVP
Abgeordnete Nurten Yılmaz (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Präsidentin des Rechnungshofes! Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Dieser Bundesrechnungsabschluss zeigt eines, Frau Kollegin Zopf: Geld für Ihre Klientel, für die wenigen, wurde sehr schnell freigemacht und ausgeschüttet, aber für die vielen, die es wirklich brauchen, bleibt der Geldhahn nach wie vor halb offen und zum Großteil zu (Abg. Taschner: Das ist eine schlechte Legende! – weiterer Zwischenruf bei der ÖVP): keine zusätzlichen Investitionen in Integrationsstrukturen, auch die 15a-Vereinbarung für die Kindergärten ist ein einziger Witz. Hier wird nicht nur an der Zukunft unseres Landes gespart, sondern es werden auch Erwerbschancen von uns Frauen vernichtet.
Abg. Angerer: Energiekrise! – Abg. Kassegger: Das ist keine Krise! Das haben sie alles im Griff!
Werte Kolleginnen und Kollegen, wir befinden uns in einem Zeitalter der Krisen: Klimakrise, Arbeitsplatzkrise, Energiekrise, Bildungskrise und Putins Angriff in der Ukraine. (Abg. Angerer: Energiekrise! – Abg. Kassegger: Das ist keine Krise! Das haben sie alles im Griff!) Unzählige Menschen mussten ihre Heimat verlassen, um Schutz und Zuflucht zu finden. Auf der Suche nach Sicherheit sind natürlich auch sehr viele Tausend Menschen nach Österreich geflüchtet. Nun steht der Winter vor der Tür. In vielen Gebieten der Ukraine gibt es keinen Strom und kein Gas. Die Flüchtlingslager an der ukrainischen Grenze sind nicht winterfest. Alle Anzeichen deuten auf einen langen, kalten und kriegsgebeutelten Winter hin. Man muss wirklich keine Expertin oder kein Experte sein, um zu verstehen, was das auch für uns in Österreich bedeutet. Sollte der Krieg in der Ukraine nicht bald enden, werden sich weiter Menschen auf den Weg zu uns machen.
Beifall bei der SPÖ.
Die Frau Ministerin wird mit dem Bundesfinanzgesetz ermächtigt, für Integrationsmaßnahmen, insbesondere für Deutschkurse, 55,4 Millionen Euro abzurufen. Das hat sie bis jetzt nicht gemacht. Ich frage Sie: Worauf wartet sie noch? Wann möchte sie diese 55,4 Millionen Euro abrufen, wenn nicht jetzt? Wir haben 11 000 ukrainische Schülerinnen und Schüler in ganz Österreich eingeschult, 4 000 davon allein in Wien. Die brauchen wirklich große Unterstützung, in Wien vor allem: Lehrer:innen, Sozialarbeiter:innen und so weiter und so fort. Was geschieht in diesem Punkt? – Nichts geschieht in diesem Punkt! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn Sie nicht jetzt bald in die Gänge kommen, werden sie später sehr viele Probleme haben, nicht nur die, die Deutsch lernen wollen; daher: Integration ab Tag eins, Deutsch können, Arbeitsmarktintegration hilft und bedeutet sehr viel für unsere Gesellschaft. Deswegen müssen Sie aber bald in die Gänge kommen, zumindest das beschlossene Geld lockermachen, damit endlich etwas vorangehen kann. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Meinl-Reisinger: „Die demokratische Struktur aberkennt“!
Heute sehen wir eine andere Situation: Heute haben wir einen Othmar Karas, seines Zeichens Vizepräsident des Europäischen Parlaments, der sich schon nahezu diebisch darüber freut, dass man jetzt mit Ungarn das macht, was man tut, dass man Ungarn die demokratische Struktur aberkennt und so weiter und so fort. (Abg. Meinl-Reisinger: „Die demokratische Struktur aberkennt“!) Ich halte das für hoch problematisch. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Heute sehen wir eine andere Situation: Heute haben wir einen Othmar Karas, seines Zeichens Vizepräsident des Europäischen Parlaments, der sich schon nahezu diebisch darüber freut, dass man jetzt mit Ungarn das macht, was man tut, dass man Ungarn die demokratische Struktur aberkennt und so weiter und so fort. (Abg. Meinl-Reisinger: „Die demokratische Struktur aberkennt“!) Ich halte das für hoch problematisch. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Vielleicht auch noch ein Beispiel zu dem, was Frau Edtstadler gesagt hat: Wenn wir tatsächlich die parlamentarische Praxis ändern und Untersuchungsausschüsse erst nach gerichtlicher Aufklärung machen, dann bedeutet dies, dass wir noch nicht einmal jetzt – 20 Jahre später – damit beginnen könnten, die Vorgänge um die Buwog aufzuklären. Man muss sich einmal vorstellen, was das heißen würde und ob man das wirklich will. – Ja, vielleicht möchte es die ÖVP haben, aber ich glaube, kein Parlamentarier hier herinnen kann so etwas befürworten. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Wenn man sich anschaut, was im ÖVP-Korruptions-Untersuchungsausschuss und auch im Ibiza-Untersuchungsausschuss zutage gefördert worden ist, dann kann man klar erkennen, dass sich die ÖVP einen tiefen Staat zurechtgebastelt hat. Wenn man das alles sieht, erkennt man, dass das, was sie gemacht hat, wie sie sich im Innenministerium, im Justizministerium und im Finanzministerium – über das Landwirtschaftsministerium möchte ich gar nicht sprechen – festgesetzt hat, auch ein Punkt wäre, den man genau bei diesem Rechtsstaatsmechanismus beleuchten müsste. (Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Zwischenruf des Abg. Ofenauer.
Es geht aber noch weiter. An Ungarn wird ja auch kritisiert, dass die Medien nicht frei sind. Was hat der Untersuchungsausschuss zutage gefördert? – Inseratenkorruption en masse: Die ÖVP und ihre Regierungsmitglieder haben im großen Stil Medien eingekauft. (Zwischenruf des Abg. Ofenauer.) Wenn man also das, was Ungarn vorgeworfen wird, auf Österreich umlegt, haben Sie da das nächste Problem – und über das Beinschab-Tool möchte ich gar nicht sprechen, denn damit hat man nämlich auch noch Fakenews produziert und die dann entsprechend an die Medien weitergereicht. Das ist das, was die ÖVP gemacht hat. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es geht aber noch weiter. An Ungarn wird ja auch kritisiert, dass die Medien nicht frei sind. Was hat der Untersuchungsausschuss zutage gefördert? – Inseratenkorruption en masse: Die ÖVP und ihre Regierungsmitglieder haben im großen Stil Medien eingekauft. (Zwischenruf des Abg. Ofenauer.) Wenn man also das, was Ungarn vorgeworfen wird, auf Österreich umlegt, haben Sie da das nächste Problem – und über das Beinschab-Tool möchte ich gar nicht sprechen, denn damit hat man nämlich auch noch Fakenews produziert und die dann entsprechend an die Medien weitergereicht. Das ist das, was die ÖVP gemacht hat. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Baumgartner und Ofenauer.
Sehr geehrte Damen und Herren von der ÖVP, darf ich Sie daran erinnern, dass es 13 ÖVP-Politiker sind, die sich momentan Korruptionsermittlungen gegenübersehen? 13 Stück von Ihnen, 13 Spitzenpolitiker der ÖVP haben gerichtliche Untersuchungen am Hals. (Zwischenrufe der Abgeordneten Baumgartner und Ofenauer.) Ich würde also nicht so flapsig damit umgehen, dass man in Bausch und Bogen den Ungarn Korruption vorwirft, wenn man selber diese Probleme am Hals hat.
Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Präsidentin des Rechnungshofes! Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Prof. Goldscheid, das war der Begründer der Finanzsoziologie, der Doktorvater eines gewissen Joseph Schumpeter, hat schon vor dem Ersten Weltkrieg festgestellt, dass das Budget und der Vollzug das von jeder verbrämenden Ideologie entkleidete nackte Skelett der Politik sei. (Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.) Diese Feststellung stimmt für weite Teile, wenn man sehen kann, was der Anspruch und was die Wirklichkeit ist.
Abg. Taschner: Aber es hat geholfen! Es hat geholfen!
Es ist ja interessant, dass wir gerade heute für genau jene 18 Milliarden Euro, die zusätzlich aufgebracht worden sind, feststellen müssen, dass sie eigentlich durch eine völlig intransparente Struktur, nämlich die Cofag, geflossen sind. (Abg. Taschner: Aber es hat geholfen! Es hat geholfen!) – Es hat uns und der Wählerin und dem Wähler geholfen, Herr Kollege Taschner, einen klaren Blick zu bekommen.
Abg. Wurm: Das ist vorbei!
Im letzten Nationalratswahlkampf haben die grünen Freunde noch damit geworben, der Anstand würde Grün wählen. (Abg. Wurm: Das ist vorbei!) Der Anstand hätte jetzt, nach drei Jahren, ziemliche Probleme, denn es wären
Abg. Stögmüller: Hu!
Ich habe sogar einen Zeugen, Herr Kollege Taschner, dafür, ob das gut oder schlecht ist: Herr Kollege Hanger. (Abg. Stögmüller: Hu!) Der hat uns nämlich am Tiroltag des Untersuchungsausschusses, bevor wir hineingegangen sind, zum NPO-Fonds erklärt, dass das ja untragbar ist, dass man da ja keine Bescheide kriegt, dass das völlig intransparent ist. Er sagte, Kogler ist schuld; Kogler ist schuld, dass die ÖVP-Teilorganisation 800 000 Euro kriegt. Der ist mein Zeuge. Das ist intransparent. (Abg. Stögmüller: Wer hat es verhandelt?) Noch einmal, Kollege Stögmüller: Das hätte man als Koalitionspartner verhindern müssen – und auch bei der Cofag verhindern müssen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) Dann hätte der Anstand euch wählen können, so aber nicht, so bewahrheitet sich nur die Fingerhaltung der Klubobfrau Sigi Maurer nach dem Wahlverlust 2017 in Social Media.
Abg. Stögmüller: Wer hat es verhandelt?
Ich habe sogar einen Zeugen, Herr Kollege Taschner, dafür, ob das gut oder schlecht ist: Herr Kollege Hanger. (Abg. Stögmüller: Hu!) Der hat uns nämlich am Tiroltag des Untersuchungsausschusses, bevor wir hineingegangen sind, zum NPO-Fonds erklärt, dass das ja untragbar ist, dass man da ja keine Bescheide kriegt, dass das völlig intransparent ist. Er sagte, Kogler ist schuld; Kogler ist schuld, dass die ÖVP-Teilorganisation 800 000 Euro kriegt. Der ist mein Zeuge. Das ist intransparent. (Abg. Stögmüller: Wer hat es verhandelt?) Noch einmal, Kollege Stögmüller: Das hätte man als Koalitionspartner verhindern müssen – und auch bei der Cofag verhindern müssen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) Dann hätte der Anstand euch wählen können, so aber nicht, so bewahrheitet sich nur die Fingerhaltung der Klubobfrau Sigi Maurer nach dem Wahlverlust 2017 in Social Media.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Stögmüller.
Ich habe sogar einen Zeugen, Herr Kollege Taschner, dafür, ob das gut oder schlecht ist: Herr Kollege Hanger. (Abg. Stögmüller: Hu!) Der hat uns nämlich am Tiroltag des Untersuchungsausschusses, bevor wir hineingegangen sind, zum NPO-Fonds erklärt, dass das ja untragbar ist, dass man da ja keine Bescheide kriegt, dass das völlig intransparent ist. Er sagte, Kogler ist schuld; Kogler ist schuld, dass die ÖVP-Teilorganisation 800 000 Euro kriegt. Der ist mein Zeuge. Das ist intransparent. (Abg. Stögmüller: Wer hat es verhandelt?) Noch einmal, Kollege Stögmüller: Das hätte man als Koalitionspartner verhindern müssen – und auch bei der Cofag verhindern müssen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) Dann hätte der Anstand euch wählen können, so aber nicht, so bewahrheitet sich nur die Fingerhaltung der Klubobfrau Sigi Maurer nach dem Wahlverlust 2017 in Social Media.
Abg. Stögmüller: Was?
Damit uns das nicht mehr passiert, Kolleginnen und Kollegen, und Sie in der nächsten Krise nicht wieder mit so einer intransparenten Gießkanne, die der parlamentarischen Kontrolle entzogen ist, irgendwelche Gelder ausschütten, möchte ich einen Entschließungsantrag dahin gehend, was wir gegen die hohen Preise tun, einbringen. Möglichkeit eins lautet: Wir tun weiterhin ausschütten, ausschütten, ausschütten, also das Defizit erhöhen. Die andere Möglichkeit ist: Preise regulieren. (Abg. Stögmüller: Was?)
Zwischenruf des Abg. Taschner.
„Die Bundesregierung wird aufgefordert, im Sinne einer nachhaltigen Budgetentwicklung die Politik der Gutscheine und Einmalzahlungen zu beenden und stattdessen einen gezielten aber wirkungsvollen Markteingriff vorzunehmen.“ (Zwischenruf des Abg. Taschner.) „Die Gas- und Strompreise sollen über einen öffentlichen Gaseinkauf – bestenfalls auf europäischer Ebene – und einen gestützten Gaspreis gedeckelt werden, da ohne eine solche Maßnahme der österreichische Industriestandort massiv gefährdet und hunderttausende Arbeitsplätze am Spiel stehen würden. Die Vorbereitungsarbeiten für eine nationale Umsetzung sollen umgehend aufgenommen werden.“
Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.
Das ist im Sinne der Wirtschaft, der Beschäftigten und der Bevölkerung. (Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.)
Beifall bei der SPÖ.
Machen wir Schluss mit Almosenzahlungen, vor allem, wenn sie dann Verstorbene statt unsere neugeborenen Kinder in Österreich erwischen! Es ist ein guter Zeitpunkt, diese Politik zu ändern. – Danke, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Im Jänner dieses Jahres hat die Bundesregierung, hat Schwarz-Grün den sogenannten Klimabonus beschlossen. Auch wenn heute hier bereits anderes behauptet wurde, lieber Kollege Stark von der ÖVP, haben die Freiheitlichen der Einführung dieses Klimabonus im Jänner nicht zugestimmt. Das ist einfach eine Unwahrheit, die hier behauptet wurde. Das lässt sich auch jederzeit im Protokoll nachlesen. Nur ein Tipp: Wer lesen kann, ist hier klar im Vorteil. Ich würde euch das da auch empfehlen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wir Freiheitliche haben im Juni lediglich der Erhöhung der Summe sowie der Vereinfachung der Auszahlungsformalitäten zugestimmt. (Zwischenruf des Abg. Einwallner.)
Zwischenruf des Abg. Einwallner.
Im Jänner dieses Jahres hat die Bundesregierung, hat Schwarz-Grün den sogenannten Klimabonus beschlossen. Auch wenn heute hier bereits anderes behauptet wurde, lieber Kollege Stark von der ÖVP, haben die Freiheitlichen der Einführung dieses Klimabonus im Jänner nicht zugestimmt. Das ist einfach eine Unwahrheit, die hier behauptet wurde. Das lässt sich auch jederzeit im Protokoll nachlesen. Nur ein Tipp: Wer lesen kann, ist hier klar im Vorteil. Ich würde euch das da auch empfehlen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wir Freiheitliche haben im Juni lediglich der Erhöhung der Summe sowie der Vereinfachung der Auszahlungsformalitäten zugestimmt. (Zwischenruf des Abg. Einwallner.)
Abg. Scharzenberger: Arbeiten! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Was bleibt von dieser Bundesregierung übrig? – Es bleibt übrig, dass unkoordiniert, nicht zielgerichtet, zum Teil chaotisch die Krise bekämpft wurde. Krise bekämpfen: Herr Kollege Obernosterer war heute etwas entrüstet, weil es angesprochen wurde, aber, lieber Kollege, ich sage das heute auch: Die halbe Regierungsmannschaft ist nicht im Land, jettet quer durch die Welt, angeführt vom Herrn Bundespräsidenten, der in New York ist. Der Herr Bundeskanzler war in New York, Frau Klimaministerin Gewessler jettet mit dem Flieger nach New York. Frau Ministerin Raab ist in Rom, der Herr Bildungsminister ist in New York. Ich frage mich: Was tun denn diese Herrschaften? (Abg. Scharzenberger: Arbeiten! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Hier die Krise zu bewältigen, das wäre angesagt, aber nicht, geschwind einmal nach New York zum Shoppen zu fliegen!
Beifall bei der FPÖ.
Dieses Weiterwurschteln der Bundesregierung, Hohes Haus, muss ein Ende haben. Die Regierung muss sich Neuwahlen stellen, und ich sage Ihnen auch: Wir Freiheitliche können es besser! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Pfurtscheller: Da hat’s einfach kein Corona gegeben!
Abgeordneter Erwin Angerer (FPÖ): Frau Präsidentin! Herr Minister! Frau Rechnungshofpräsidentin! Hohes Haus! Geschätzte Damen und Herren! Ja, es ist schon viel über den Rechnungsabschluss gesagt worden, und es stimmt, man sollte sich nicht zu viel mit der Vergangenheit beschäftigen, aber ich kann mich noch gut erinnern, im Jahr 2020 haben wir den Rechnungsabschluss von 2019 diskutiert, und das war nach 60 Jahren das erste Mal, dass der Bund weniger Geld ausgegeben als er eingenommen hat. (Abg. Pfurtscheller: Da hat’s einfach kein Corona gegeben!)
Abg. Reiter: Wir liefern keine Waffen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
ist auf die Idee gekommen, einmal zu sagen, man versucht mit den Konfliktparteien zu reden, um diesen Konflikt zu beenden. Das Einzige, was ich heute gehört habe: Es gibt keine Alternative zu den Sanktionen, wir müssen weiterhin Waffen liefern! – Also wie soll ein Konflikt so beendet werden? (Abg. Reiter: Wir liefern keine Waffen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Baumgartner.
Vielleicht – es kommt der 10. Oktober – könnte man sich an Kärnten ein Beispiel nehmen: Da hat es vor rund 100 Jahren auch einen Aggressor gegeben, der Kärnten überfallen hat, und dann hat man in Kärnten eine Volksabstimmung gemacht und hat so diesen Konflikt beigelegt. Wir könnten sogar noch Minderheitenrechte – wie man Ortstafeln aufstellt, all das – nach Russland und in die Ukraine liefern. Man könnte ja dort einmal den Vorschlag machen, eine Volksabstimmung zu machen. Sie (in Richtung ÖVP) schütteln den Kopf. Ihr entscheidet über Leben und Tod in der Ukraine mit euren Waffenlieferungen. (Zwischenruf der Abg. Baumgartner.) Lasst doch die Leute vor Ort entscheiden! Macht einmal den Vorschlag, dass dort eine Volksabstimmung darüber gemacht wird, wer wohin kommen soll, ob sie bei der Ukraine bleiben sollen oder nach Russland wollen!
Beifall bei der FPÖ.
Da Sie es im letzten „Report“ selbst gefordert haben, Herr Minister, gehe ich davon aus, dass Sie das unterstützen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Wurm: Der Erhöhung! – Zwischenruf des Abg. Brückl.
Ich berichtige tatsächlich: Die FPÖ hat der ursprünglichen Variante nicht zugestimmt. In der Juni-Sitzung, als die Antiteuerungsmaßnahmen und damit das gesamte Klimabonuspaket beschlossen wurden, hat die FPÖ dem Gesamtpaket zugestimmt. (Abg. Wurm: Der Erhöhung! – Zwischenruf des Abg. Brückl.) Das hilft nichts (die sogenannte Scheibenwischerbewegung machend), ich bleibe dabei: „sie wissen nicht, was sie tun“! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz.
Ich berichtige tatsächlich: Die FPÖ hat der ursprünglichen Variante nicht zugestimmt. In der Juni-Sitzung, als die Antiteuerungsmaßnahmen und damit das gesamte Klimabonuspaket beschlossen wurden, hat die FPÖ dem Gesamtpaket zugestimmt. (Abg. Wurm: Der Erhöhung! – Zwischenruf des Abg. Brückl.) Das hilft nichts (die sogenannte Scheibenwischerbewegung machend), ich bleibe dabei: „sie wissen nicht, was sie tun“! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Stögmüller.
Mit diesem Gesetz würden wir das alles nicht sehen. Das sehen wir nur durch die Arbeit des Untersuchungsausschusses. Das würden wir sehr wohl sehen, wenn es den Covid-19-Unterausschuss gäbe, denn dieser würde auch aufdecken können, wie die ÖVP Tirol zentral versucht, Steuergelder abzugreifen, die ihr nicht zustehen, und die, wenn sie erwischt wird, nicht einmal das Geld zurückzahlt, sondern so tut, als ob sie nichts damit zu tun hätte. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Stögmüller.) Das heißt, das Gesetz, das vorliegt, würde da nicht reichen.
Beifall bei der SPÖ.
Das sehen wir mit diesem Gesetz nicht. Wir stimmen diesem Gesetzentwurf heute nicht zu, weil er nicht dazu führt, dass wir das sehen, was notwendig ist, um unserer Kontrolltätigkeit nachzukommen. Wir werden diesen Gesetzentwurf ablehnen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Die SPÖ hat da natürlich einen anderen Ansatz gewählt. Sie stimmt gegen die Hilfsmaßnahmen, geht aber dann demonstrieren, um Hilfsmaßnahmen einzufordern. Heute gab es auch noch eine Aktuelle Stunde zur Teuerung seitens der SPÖ. Also Logik sehe ich dahinter keine. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich möchte es hier noch einmal erwähnen: Die Transparenzdatenbank ist ständig in Bewegung und entwickelt sich ständig weiter. Mit diesem Gesetzentwurf schaffen wir wieder mehr Transparenz. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordnete Dr. Elisabeth Götze (Grüne): Frau Vorsitzende! Sehr geehrter Herr Minister! Herr Vizekanzler! Werte Kolleginnen und Kollegen! Corona, wir wissen es und haben es hier die letzten mehr als zwei Jahre diskutiert, war eine massive Belastung für die Bevölkerung und für die Wirtschaft. Wir haben daher beiden rasch und möglichst niederschwellig geholfen. Das ist, glaube ich, richtig und wichtig, aber es gab und gibt immer wieder Diskussionen über Überförderung, Unterförderung und auch gewisse Neiddebatten. Um dem entgegenzutreten, ist es ganz wichtig, dass wir Transparenz über das herstellen, was wir gemacht haben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Transparenz kommt aus dem Lateinischen und bedeutet durchscheinend, wir wollen also hineinschauen, was da passiert ist. Grundsätzlich gibt es da Vorgaben von der EU, die sind allerdings relativ hoch angesetzt. Die europäische Transparenzdatenbank verlangt, dass wir Coronahilfen ab 100 000 Euro im Jahr offenlegen, und das haben wir natürlich gemacht. Heute gehen wir einen Schritt weiter und setzen die Schwelle wesentlich niedriger an, nämlich bereits bei 10 000 Euro. Das heißt, das, was in jedem Jahr kumuliert an Coronahilfen geleistet wurde, wird, sobald es über 10 000 Euro sind, in der Transparenzdatenbank öffentlich einsehbar. Das ist über das sogenannte Transparenzportal für jedermann, jederfrau zugänglich. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Was mir noch wichtig ist: Der Bund geht da mit gutem Beispiel voran, wir speisen all diese Hilfen ein. Ich möchte aber schon sagen, dass die Länder und die Gemeinden aus verschiedenen Gründen immer wieder säumig sind. Es ist mühsam, es ist kompliziert, es ist aufwendig. Gleichzeitig glaube ich, dass wir nur so erreichen können, dass die Bürgerinnen und Bürger sagen: Ja, das ist in Ordnung, ich kann einsehen, was mit meinem Steuergeld passiert! Es ist auch ein Schritt in Richtung mehr Steuergerechtigkeit. Dafür sind wir verantwortlich und daher plädiere ich dafür, dass wir hier weitere Schritte in diese Richtung gehen. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
tatsächlich auch das, was wir uns von der Transparenzdatenbank wünschen würden. Verehrte Kolleginnen und Kollegen, geben Sie sich einen Ruck, entwickeln Sie das Ding weiter, und zwar ein wenig schneller, wenn ich das sagen darf, und setzen Sie dem zahnlosen Tiger doch endlich ein Gebiss ein! – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Uns wurden nach der Pandemie Wachstumsraten von 5,3 Prozent attestiert. Damit waren wir weit über dem europäischen Schnitt, weit über unseren Nachbarn, und das zeigt auch, wie gut die Wirtschaftshilfen schlussendlich gewirkt haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Um die Dimensionen aufzuzeigen, was die Cofag geleistet hat: Mehr als 1,3 Millionen Zuschüsse im Umfang von 14 Milliarden Euro hat die Cofag abgewickelt und an österreichische Unternehmen ausbezahlt. Ich habe großes Verständnis dafür, dass es für manche Unternehmen vielleicht zu langsam geht, aber noch einmal: 1,3 Millionen ausbezahlte Zuschüsse! In Spitzenzeiten wurden pro Monat mehr als 100 000 Anträge bearbeitet, das ist schon eine gewaltige Leistung, und dafür gebührt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dort auch großer Respekt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Hinter diesen Beträgen, die wir zukünftig veröffentlichen, stehen aber natürlich auch wirtschaftliche Existenzen und stehen persönliche Existenzen. Ich bin wie gesagt offen für jede Kritik – was wir aber vermeiden sollten, ist eine Neiddebatte auf dem Rücken der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und auf dem Rücken der Unternehmer. – Danke. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
bei der Cofag zu schade sind, mitzuarbeiten, und dann immer nur kritisieren, kritisieren, kritisieren. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.)
Abg. Leichtfried: Redest du jetzt für die Grünen auch schon?
Warum und wieso wollen wir als ÖVP und als Grüne jetzt diese Änderung im Transparenzdatenbankgesetz und im NPO-Fonds-Gesetz? (Abg. Leichtfried: Redest du jetzt für die Grünen auch schon?)
Beifall bei der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren, wenn Sie hier zuhören, wie zum Beispiel der SPÖ-Abgeordnete Matznetter sagt, das seien alles nur Almosen, und Krainer sagt dann, es gebe eine „Überförderung“: Sie wissen oft auch nicht, wie ihnen geschieht, obwohl sie eigentlich in so schwierigen Zeiten auch die Verantwortung hätten, da mitzuhelfen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Lukas Hammer: Aber noch nicht von jedem!
Abgeordneter Franz Hörl (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Herr Minister! Vieles ist schon gesagt worden (Abg. Lukas Hammer: Aber noch nicht von jedem!), es geht um die Auszahlungen in der Coronapandemie, die natürlich aufgrund der angeordneten Lockdowns und Schließungen auch für Nettozahler notwendig waren.
Abg. Belakowitsch: Wohnbauförderung!
Die Verpflichtung, staatliche Transferzahlungen wie den Ausfallsbonus, den Verlustersatz, den Fixkostenzuschuss und den Lockdownumsatzersatz, die nach dem 31. Dezember 2019 ausbezahlt wurden, in die Transparenzdatenbank einzuspeisen, gibt es schon bisher bei über 100 000 Euro. Diese Grenze setzen wir herab, weil uns Transparenz in der Koalition eben sehr, sehr wichtig ist – mir persönlich und der ÖVP ganz besonders –, darum senken wir diese jetzt auf 10 000 Euro. (Abg. Belakowitsch: Wohnbauförderung!)
Abg. Belakowitsch: Ich bin eh ganz ruhig!
Mir ist aber, wenn wir über Transparenz sprechen, noch ein anderes Thema wichtig, das Frau Belakowitsch heute angeschnitten hat. Zu Ihrer Beruhigung, Frau Belakowitsch (Abg. Belakowitsch: Ich bin eh ganz ruhig!): In Tirol weiß jedes Kind, dass die Tiwag und die Hypo Tirol Bank dem Land Tirol und damit allen Tirolerinnen und Tirolern gehören!
Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.
Die Wohnbauförderung wurde weder – wie in anderen Bundesländern – verpfändet noch verkauft und steht somit den jungen Wohnungssuchenden uneingeschränkt als Unterstützung zur Verfügung. (Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.)
Zwischenrufe bei der FPÖ. – Heiterkeit des Abg. Kickl.
Ich halte einige grundsätzlich für intelligent und gebildet, etwa die Spitzenkandidaten Gebi Mair, Georg Dornauer und Markus Abwerzger. (Zwischenrufe bei der FPÖ. – Heiterkeit des Abg. Kickl.)
Rufe: Wem gehört die Tiwag?
Für diese Herrschaften, die offenbar aufgrund fast bösartiger Wahlkampftaktik vorgeben, nichts zu wissen, hier noch einmal: Tiwag-Tiroler Wasserkraft AG: 100 Prozent der Aktien im Besitz des Landes Tirol! (Rufe: Wem gehört die Tiwag?)
Abg. Tomaselli: Wem gehört Tirol?
Hypo Tirol Bank: zu 100 Prozent im Besitz des Landes Tirol! (Abg. Tomaselli: Wem gehört Tirol?)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Die Tiroler Wohnbauförderung steht ebenso uneingeschränkt dem Land zur Verfügung. (Zwischenrufe bei den Grünen.)
Rufe bei den Grünen: Adlerrunde!
Der Besitz dieses wertvollen Vermögens eröffnet der Tiroler Regierung Freiräume und Spielräume, die andere nicht haben. (Rufe bei den Grünen: Adlerrunde!)
Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei den Grünen: Adlerrunde!
Es ist ein Alleinstellungsmerkmal des Landes Tirol innerhalb des Bundesgebietes und im Vergleich mit den anderen Bundesländern, und darauf sind wir stolz! (Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei den Grünen: Adlerrunde!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Das kommt auch daher, weil die Tiroler Volkspartei und ihre Funktionäre dieses Land seit dem Zweiten Weltkrieg hervorragend geführt haben und diese Vermögen nach wie vor erhalten haben – und das, bitte, sollten Sie zur Kenntnis nehmen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Ing. Reinhold Einwallner (SPÖ): Frau Präsidentin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Herr Abgeordneter Hörl, es war ein breiter Bogen, den Sie gespannt haben, und ein netter Versuch – er ist Ihnen nur nicht gelungen. Genau die Haltung, wie Sie hier heraußen gestanden sind, das ist die Haltung: Sie tun so, als würde Ihnen das Land Tirol gehören. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kickl.
Das Land Tirol gehört nicht der ÖVP. Genau diese Haltung haben Sie hier jetzt noch einmal gezeigt, indem Sie sich hingestellt, auf das Podium geklopft und so getan haben, als würde der ÖVP in Tirol alles gehören. Das ist eben nicht der Fall. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Abg. Höfinger: ... das ist ja unglaublich!
Man hätte natürlich als Volkspartei bei dieser Debatte, wenn es um Transparenz und eine Veröffentlichung im Zusammenhang mit Fördermitteln geht, auch die Chance nutzen können, sich zu entschuldigen, dass man Fördermittel zu Unrecht bezogen hat. (Abg. Höfinger: ... das ist ja unglaublich!) Das zu tun hat weder der Minister noch ein einziger ÖVP-Abgeordneter geschafft, keiner hat gesagt: Ja, es war ein Fehler, dass wir da Förderungen bezogen haben! Ganz egal, ob es der Seniorenbund in Oberösterreich, der Seniorenbund in Vorarlberg oder die Landjugend in Tirol ist (Beifall bei der SPÖ): Ihr habt das organisiert, ihr habt das generalstabsmäßig organisiert und zu Unrecht die Beträge kassiert.
Beifall bei der SPÖ
Man hätte natürlich als Volkspartei bei dieser Debatte, wenn es um Transparenz und eine Veröffentlichung im Zusammenhang mit Fördermitteln geht, auch die Chance nutzen können, sich zu entschuldigen, dass man Fördermittel zu Unrecht bezogen hat. (Abg. Höfinger: ... das ist ja unglaublich!) Das zu tun hat weder der Minister noch ein einziger ÖVP-Abgeordneter geschafft, keiner hat gesagt: Ja, es war ein Fehler, dass wir da Förderungen bezogen haben! Ganz egal, ob es der Seniorenbund in Oberösterreich, der Seniorenbund in Vorarlberg oder die Landjugend in Tirol ist (Beifall bei der SPÖ): Ihr habt das organisiert, ihr habt das generalstabsmäßig organisiert und zu Unrecht die Beträge kassiert.
Beifall bei der SPÖ
Jetzt kommt es: Nicht nur, dass die Entschuldigung fehlt, der wahre Skandal ist eigentlich, dass man dann sagt: Wir wissen jetzt gar nicht, ob wir es zurückzahlen, wir überlegen uns noch, ob wir es zurückzahlen sollten oder nicht! Dann steht ein Finanzminister auf und sagt: Transparenz ist mir wichtig, denn mir geht es um den Umgang mit den Steuermitteln. – Das ist Ihre Partei, Herr Finanzminister (Beifall bei der SPÖ), Ihre Partei greift da in den Steuertopf hinein, intransparent, an den Gesetzen vorbei, und es gibt kein Wort der Reue. Wenn Ihnen Transparenz so wichtig ist, dann könnte man auch im eigenen Bundesland darauf schauen. (Abg. Pfurtscheller: Hat sich der Herr Ludwig auch entschuldigt ...?)
Abg. Pfurtscheller: Hat sich der Herr Ludwig auch entschuldigt ...?
Jetzt kommt es: Nicht nur, dass die Entschuldigung fehlt, der wahre Skandal ist eigentlich, dass man dann sagt: Wir wissen jetzt gar nicht, ob wir es zurückzahlen, wir überlegen uns noch, ob wir es zurückzahlen sollten oder nicht! Dann steht ein Finanzminister auf und sagt: Transparenz ist mir wichtig, denn mir geht es um den Umgang mit den Steuermitteln. – Das ist Ihre Partei, Herr Finanzminister (Beifall bei der SPÖ), Ihre Partei greift da in den Steuertopf hinein, intransparent, an den Gesetzen vorbei, und es gibt kein Wort der Reue. Wenn Ihnen Transparenz so wichtig ist, dann könnte man auch im eigenen Bundesland darauf schauen. (Abg. Pfurtscheller: Hat sich der Herr Ludwig auch entschuldigt ...?)
Abg. Hanger: ...! Welche Länder melden nicht ein? Weißt du das auch? Wien, Burgenland, Kärnten ...!
Meine Damen und Herren! Diese Transparenzdatenbank kann maximal ein kleiner Schritt zu mehr Transparenz sein. Das sagt uns übrigens auch der Budgetdienst in der Analyse. Er sagt, dass nach wie vor der Aspekt fehlt, dass die Bundesländer einmelden müssen. Es ist keine Verpflichtung zum Einmelden da, nach wie vor nicht. (Abg. Hanger: ...! Welche Länder melden nicht ein? Weißt du das auch? Wien, Burgenland, Kärnten ...!) – Ja, ganz egal, Abgeordneter Hanger, ganz egal. Ich bin dafür, dass es eine Verpflichtung gibt, dass man in diese Transparenzdatenbank einmelden muss. Davon bin ich ein Verfechter. Das fehlt leider.
Beifall bei der SPÖ.
Es gibt auch andere Systemschwächen in der Transparenzdatenbank, die der Budgetdienst aufgezeigt hat. Es ist also ein kleiner, ein Minischritt in Richtung Transparenz, aber die wahre Transparenz wird es so lange nicht geben, solange die ÖVP auf dieser Regierungsbank sitzt. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Leichtfried: Fahren wir fort!
Wie vereinbart würden wir jetzt zu den Abstimmungen kommen. Ich frage die Fraktionen, ob wir gleich fortfahren können. (Abg. Leichtfried: Fahren wir fort!) Mir wird Zustimmung signalisiert, dann gehe ich auch so vor.
Über Namensaufruf durch die Schriftführer Schallmeiner und Gahr werfen die Abgeordneten den Stimmzettel in die Wahlurne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführer Schallmeiner und Gahr werfen die Abgeordneten den Stimmzettel in die Wahlurne.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Neßler.
Vertriebene sind eine besondere Gruppe, deren außergewöhnliche Hilfsbedürftigkeit spezielle, meist kurzfristige finanzielle Unterstützung erfordert, und gerade vertriebene Kinder müssen besonders geschützt und unterstützt werden. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Neßler.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Ribo.
Geschätzte Damen und Herren, was wir hier machen, ist gelebte europäische Solidarität für Vertriebene aus der Ukraine. Familien und Kinder aus der Ukraine erhalten nun für einen gewissen Zeitraum Unterstützung. Ich bin stolz darauf, dass auch in meiner Heimatregion, der Südoststeiermark, vertriebene Familien – insbesondere sind es Frauen und Kinder –, Aufnahme fanden. Ich spüre, dass die Bereitschaft zur Hilfeleistung nicht abreißt. Menschen unterstützen die Vertriebenen in unterschiedlichen Bereichen: Sei es, indem sie Spenden für sie sammeln, sei es durch die Aufnahme und Integration in den Vereinen, durch aktive Hilfe bei Behördenwegen oder durch besondere Anstrengungen bei der Integration in den Bildungseinrichtungen. Auch da – das möchte ich besonders betonen – leisten unsere Pädagoginnen und Pädagogen exzellente Arbeit. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Ribo.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Vielen Dank jedenfalls an jede Einzelne und jeden Einzelnen für den aktiven Einsatz für unsere Mitmenschen aus der Ukraine, und danke dafür, dass Sie Ihren Beitrag leisten, um das Leid der Vertriebenen zu lindern! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Sieber.
Es ist natürlich eine Hilfe für die Familien, wenn im August, im September oder auch erst im Oktober eine Einmalzahlung auf ihrem Konto landet. Ich frage mich allerdings, was Sie dann im November und im Dezember für Zahlungen ankündigen werden, was Sie den Menschen dann im Dezember für Einmalzahlungen zu Weihnachten ankündigen. (Zwischenruf des Abg. Sieber.) Sie wissen ganz genau, dass man durch Einmalzahlungen des Problems der Teuerung nicht Herr werden kann. Sie wissen, dass Einmalzahlungen einer Inflation von fast 10 Prozent nicht entgegenwirken, dass Einmalzahlungen nicht helfen, wenn Lebensmittelkosten, Energiekosten, Treibstoffkosten und so weiter, alle Lebenshaltungskosten, täglich steigen. Und ein Ende dieser Entwicklung ist nicht absehbar.
Beifall bei der SPÖ.
Ich spreche vor allem für jene Menschen, für jene Familien, die darauf angewiesen sind, dass die Politik die richtigen Maßnahmen für jene Menschen setzt, die jeden Euro dreimal umdrehen müssen, die Kredite aufnehmen, in die Armut abrutschen und am Verzweifeln sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neßler: Rückwirkend!
Nachdem wir als SPÖ monatelang betont haben, dass diese Frauen und Kinder auch auf die Familienbeihilfe angewiesen sind, haben wir das im Juliplenum beschlossen und heute folgerichtig ebenfalls den Anspruch auf Kinderbetreuungsgeld. (Abg. Neßler: Rückwirkend!) – Rückwirkend, noch besser für die Familien.
Beifall bei der SPÖ.
Wir stimmen dem Antrag zu. Wir würden uns allerdings wünschen, dass wir solche Anträge künftig auch im Ausschuss diskutieren können und sie nicht erst im Plenum präsentiert bekommen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Gelegenheit dazu gäbe es beim Kinderbetreuungsgeld generell. Sie wissen, es gibt viele Hürden für werdende Eltern, viele Baustellen. Es müsste dringend reformiert werden. Wir haben zahlreiche Anträge dazu eingebracht und freuen uns, wenn wir Ihre Vorschläge dann im Ausschuss kriegen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Liebe Kollegen und Kolleginnen, wir haben den Ukrainer:innen, die vor Putins brutalem Angriffskrieg geflohen sind, ein Versprechen gegeben: Wir haben ihnen unsere größtmögliche Solidarität und Unterstützung versprochen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Nach langen Verhandlungen bin ich froh darüber, dass wir uns auf eine effektive Lösung einigen konnten, dass wirklich alle Kinder diese Familienleistung in Anspruch nehmen können, ob sie jetzt in Grundversorgung sind oder nicht. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Eines noch zum Schluss, weil von rechter Seite immer wieder die Sanktionen infrage gestellt werden: Putins Krieg ist ein Krieg auf europäischem Boden. Es ist ein Krieg gegen unsere Werte und gegen unsere Demokratie, gegen unsere Freiheit. Würden wir die Sanktionen zurückziehen, dann wäre das ein Freibrief für Putin, und es wäre nur noch die Frage, wer in Europa als Nächster dran wäre. Diese Frage will ich mir nicht stellen müssen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Noch kurz zum Antrag der SPÖ, den Sie zum Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung einbringen werden. Es ist nicht der erste Antrag, es wird auch nicht der letzte sein, aber ich frage mich schon: Gibt es einen Rechtsanspruch in Wien? Gibt es einen Rechtsanspruch in Kärnten? Gibt es einen Rechtsanspruch im Burgenland, wo Sie allein regieren und wo niemand außer Ihnen selber blockiert? (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Liebe Kollegen und Kolleginnen, wir waren immer für den Rechtsanspruch und wir werden immer für den Rechtsanspruch sein. Mich freut es insbesondere auch, dass die ÖVP in Tirol während des Wahlkampfs die Wichtigkeit dessen, dass sie für den Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung ist, erkannt hat (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), und wir werden sie beim Wort nehmen; denn ohne ausreichende Kinderbetreuung gibt es keine Chancengleichheit und keine Gleichberechtigung. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Smolle.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Smolle.
Liebe Kollegen und Kolleginnen, wir waren immer für den Rechtsanspruch und wir werden immer für den Rechtsanspruch sein. Mich freut es insbesondere auch, dass die ÖVP in Tirol während des Wahlkampfs die Wichtigkeit dessen, dass sie für den Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung ist, erkannt hat (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), und wir werden sie beim Wort nehmen; denn ohne ausreichende Kinderbetreuung gibt es keine Chancengleichheit und keine Gleichberechtigung. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Smolle.)
Abg. Neßler: Darum haben wir es rückwirkend beschlossen!
Allerdings muss man ehrlicherweise sagen: Das wäre schon auch ein Stück weit schneller gegangen, Frau Kollegin Neßler, weil wir ja die Korrektur der Familienbeihilfe bereits im Juli gemacht haben. Ich habe nachgesehen: Mein erster Antrag war im Mai. Wir haben als Politik in Wirklichkeit schon vor Mai gewusst, dass dieses Thema auf uns zukommt (Abg. Neßler: Darum haben wir es rückwirkend beschlossen!), und wir sollten daraus lernen und bei den nächsten großen Fragen tatsächlich auch schneller handeln. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Allerdings muss man ehrlicherweise sagen: Das wäre schon auch ein Stück weit schneller gegangen, Frau Kollegin Neßler, weil wir ja die Korrektur der Familienbeihilfe bereits im Juli gemacht haben. Ich habe nachgesehen: Mein erster Antrag war im Mai. Wir haben als Politik in Wirklichkeit schon vor Mai gewusst, dass dieses Thema auf uns zukommt (Abg. Neßler: Darum haben wir es rückwirkend beschlossen!), und wir sollten daraus lernen und bei den nächsten großen Fragen tatsächlich auch schneller handeln. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
In diesem Sinne einen schönen Tag. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine Damen und Herren, jede und jeder von uns kennt wahrscheinlich jemanden, der aus der Ukraine flüchten musste. Wir wissen oder wir können uns vorstellen, dass diese Menschen mit ihren Gedanken in der Heimat und mit ihren Herzen bei ihren Lieben und Verwandten in der Ukraine sind. Mit diesen Beschlüssen nehmen wir diesen Menschen wenigstens die materielle Sorge in unserem Land. Ich möchte Ihnen allen ausdrücklich für Ihre Zustimmung Danke sagen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist uns aber auch ein Anliegen, dass alle Familien, Frauen, Kinder, die flüchten, gleichbehandelt werden. Flucht ist immer etwas Traumatisierendes, etwas Dramatisches. Kinder, die aus zerbombten Häusern flüchten müssen, haben alles zurückgelassen und brauchen immer unsere Hilfe, egal, woher sie kommen. Sie brauchen unsere Unterstützung, und dazu haben wir uns mit der Kinderrechtskonvention, die in Österreich in weiten Teilen auch in Verfassungsrang steht, auch bekannt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist auch wichtig, dass neben diesen armutssichernden Familienleistungen genügend Kinderbetreuungsplätze und Bildungseinrichtungen geschaffen werden, und zwar für alle Kinder in Österreich. Wir sehen, dass Baukosten mit der Teuerung explodieren und Kommunen, die Krabbelstuben und Kindergärten bauen, nun mit neuen Rechnungen konfrontiert werden, die in die Höhe geschnellt sind und viel mehr ausmachen als ursprünglich geplant. Deshalb möchte ich noch einmal betonen, dass ein kommunales Entlastungspaket da wirklich extrem, extrem wichtig wäre, weil wir auch sehen, dass die 15a-Vereinbarung, die vor dem Sommer beschlossen worden ist, nicht ausreichen wird, weil sie von der Inflation aufgefressen wird, und deshalb eben auch all diese Kosten, auch für die Kinderbildung, zu hoch sind, als dass sie von einer 15a-Vereinbarung gestemmt werden könnten. Es muss das Ziel sein, dass es in diesem Land ab dem ersten Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf Kinderbildung gibt. Ich begrüße es ausdrücklich, dass die SPÖ Tirol das ganz zentral in den Vordergrund rückt und auch als Koalitionsbedingung aufstellt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hörl: Die ÖVP! Die ÖVP!
Wer garantiert uns überhaupt, dass Anton Mattle nach dem Wahltag in der ÖVP noch jener ist, der die Fäden zieht? Sagen wir das einmal so! (Abg. Hörl: Die ÖVP! Die ÖVP!) Das ist wirklich ein Hü und Hott, und erst im Mai hat sich auch die zuständige Abteilung des Landes, die ÖVP-geprägt ist, in Bezug auf eine Petition dezidiert gegen einen Rechtsanspruch ausgesprochen. All das sind problematische und nicht sehr vertrauenswürdige Rahmenbedingungen. Keine Frau kann damit planen, kein Kind kommt zu seinem Recht auf Bildung. Wir wollen diese Haltung zum Rechtsanspruch heute aber noch einmal auf die Probe stellen.
Beifall bei der SPÖ.
(Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Der zweite Punkt ist, dass die zuständige Ministerin nicht hier ist. Wir haben gerade durch eine Presseaussendung erfahren, wo sie ist. Sie war heute bei einer Generalaudienz beim Papst. Ich denke, solche Besuche, wie auch die USA-Reise einer anderen Ministerin, die ebenfalls nicht da ist, kann man sich einteilen. Was ich verstehe, ist natürlich, dass diejenigen, die uns bei der UNO-Generalversammlung vertreten, dort sein müssen und sollen. Das ist gut und richtig; aber Minister, die sich ihre Termine einteilen könnten, sollten, wie das früher auch gute Regel war, diese nicht in Parlamentswochen legen. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
man sich einmal vornehmen, entflechten und durchschaubarer machen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte aber meine Zustimmung zur Unterstützung für die ukrainischen Flüchtlinge ausdrücken. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wöginger: Bei den Roten sind nur zehn Leute da! – Rufe und Gegenrufe zwischen ÖVP, SPÖ und Grünen.
Wer für diesen Entschließungsantrag ist, den bitte ich um ein Zeichen. – Das ist die Minderheit, abgelehnt. (Abg. Wöginger: Bei den Roten sind nur zehn Leute da! – Rufe und Gegenrufe zwischen ÖVP, SPÖ und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Neßler.
Die Begründung für diesen Abänderungsantrag ist, dass eine Überschneidung der Rot-Weiß-Rot-Karte mit der Gültigkeitsdauer des Visums C zu Erwerbszwecken gemäß § 24 Fremdenpolizeigesetz hintangehalten werden soll. Die zweite Änderung zur Z 2 ist die Bereinigung eines legistischen Versehens. Zur Z 3 – das ist die Inkrafttretensbestimmung – ist vorgesehen, dass diese Bereinigung, wie eben angeführt, auch in Kraft tritt. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Neßler.)
Beifall bei der SPÖ.
entsprechenden Maßnahmen und Lösungsvorschlägen, entgegenwirken, weil dieser Druck sich letztlich auch auf die Arbeitskräfte am heimischen Markt auswirkt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es wäre insgesamt sinnvoll, dass man bei Maßnahmen wie zum Beispiel der Rot-Weiß-Rot-Karte endlich auch die Arbeitnehmer:innenvertretung mit ins Boot holt und da gemeinsam Lösungen findet, weil wir auch wissen – Herr Arbeitsminister Kocher hat es gestern erwähnt –, dass der Druck am Arbeitsmarkt insgesamt steigen wird. Durch die Energiekrise wird die Arbeitslosigkeit steigen, damit wird der Druck steigen, und deshalb müssen wir gemeinsam an Lösungen arbeiten. Dafür sind wir bereit. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich ersuche daher, weil ich doch denke, dass es das Ziel von Politik sein sollte, den Menschen das Leben etwas einfacher zu machen, um breite Zustimmung. – Danke fürs Zuhören. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Abgeordneter Mag. Yannick Shetty (NEOS): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Es geht um eine verhältnismäßig kleine Änderung im Zusammenhang mit der Rot-Weiß-Rot-Karte; mein Kollege Gerald Loacker wird dann auch noch etwas Grundsätzliches dazu sagen. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Zanger: ... eine gscheite Familienpolitik machen!
Man muss deswegen auch bei der Lehre ansetzen. Wir haben schon im Frühjahr dieses Jahres einen ganz konkreten Vorschlag gemacht, wie wir die Lehre attraktiver machen können. Da gibt es ganz viele Ideen – über die ich jetzt nicht rede –, die sozusagen das betreffen, was wir in Österreich machen können. Ein Element aber, um die Lehre attraktiver zu machen, ist eben ein konkreter Vorschlag zur Rot-Weiß-Rot-Karte. Wir haben vorgeschlagen, einen neuen Aufenthaltstitel einzuführen: die Rot-Weiß-Rot-Karte-Lehre, um jungen Menschen aus Drittstaaten, zum Beispiel aus Albanien oder aus Serbien, die legale Möglichkeit zu geben, nach Österreich zu kommen und hier eine Lehre zu machen – also ihnen eine Perspektive zu geben, aber auch den Unternehmen eine Perspektive zu geben. (Abg. Zanger: ... eine gscheite Familienpolitik machen!)
Zwischenruf des Abg. Hofinger
Es ist ja oft so, dass wir hier Ideen entwickeln, und dann denkt man sich: Ist das wirklich praxisnahe? Deswegen ist es vielleicht gut, Ideen auch einem Praxischeck zu unterziehen. Ich war gestern in Tirol bei einem Unternehmensbesuch, beim Stanglwirt, der wahrscheinlich vielen ein Begriff ist (Zwischenruf des Abg. Hofinger), ein großer Lehrbetrieb in der Region, ein großer Arbeitgeber. Die beklagen das Thema Fachkräftemangel natürlich – wie sehr viele Betriebe in Österreich – enorm. Die sagen, dass das eines der größten Themen ist, das sie beschäftigt. Ich habe mit der Juniorchefin gesprochen – ich habe sie natürlich auch gefragt, ob ich das hier sagen und davon berichten kann –, und ich habe sie gefragt, was sie denn von diesem Vorschlag, einen eigenen Aufenthaltstitel mit der Rot-Weiß-Rot-Karte-Lehre einzuführen, hält. Sie hat gesagt: Großartig, großartig!, und dass ihr so viele Beispiele einfallen, wo das geholfen hätte. Sie hat gesagt, dass es, wenn es das geben würde, für sie und auch für ganz viele junge Menschen ein Mehrwert wäre. (Beifall des Abg. Hörl.)
Beifall des Abg. Hörl.
Es ist ja oft so, dass wir hier Ideen entwickeln, und dann denkt man sich: Ist das wirklich praxisnahe? Deswegen ist es vielleicht gut, Ideen auch einem Praxischeck zu unterziehen. Ich war gestern in Tirol bei einem Unternehmensbesuch, beim Stanglwirt, der wahrscheinlich vielen ein Begriff ist (Zwischenruf des Abg. Hofinger), ein großer Lehrbetrieb in der Region, ein großer Arbeitgeber. Die beklagen das Thema Fachkräftemangel natürlich – wie sehr viele Betriebe in Österreich – enorm. Die sagen, dass das eines der größten Themen ist, das sie beschäftigt. Ich habe mit der Juniorchefin gesprochen – ich habe sie natürlich auch gefragt, ob ich das hier sagen und davon berichten kann –, und ich habe sie gefragt, was sie denn von diesem Vorschlag, einen eigenen Aufenthaltstitel mit der Rot-Weiß-Rot-Karte-Lehre einzuführen, hält. Sie hat gesagt: Großartig, großartig!, und dass ihr so viele Beispiele einfallen, wo das geholfen hätte. Sie hat gesagt, dass es, wenn es das geben würde, für sie und auch für ganz viele junge Menschen ein Mehrwert wäre. (Beifall des Abg. Hörl.)
Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Neßler.
Es ist schön, dass Kollege Hörl das gut findet, es wäre noch schöner, wenn die ÖVP hier nicht blockiert, denn das Problem bei diesem Vorschlag ist, dass die ÖVP – da meine ich jetzt nicht die Touristiker – immer einen allergischen Schock bekommt, wenn man über Ausländer redet, da sie zwischen Asyl, Integration, Migration und qualifizierter Zuwanderung, um die es hier geht und die wir dringend brauchen, nicht differenzieren kann. (Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Neßler.)
Beifall bei den NEOS.
Das ist also ein ganz konkreter Vorschlag, der der Wirtschaft helfen würde, der jungen Menschen eine Perspektive geben würde. Wir haben uns dazu auch viel überlegt, wie man diese Rot-Weiß-Rot-Karte begleiten könnte: mit einem Fast-Track-Verfahren in der Integration mit besonderem Fokus auf Deutschkurse, vielleicht auch mit Servicepoints in bestimmten Drittstaaten, um auch junge Menschen anzusprechen. Ich würde mir wünschen, dass Sie diesen Vorschlag aufgreifen und nicht per se vom Tisch wischen und ihn vielleicht bei der nächsten Novellierung mit aufnehmen. – Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Zanger.
Eines muss ich aber schon noch sagen: Der Tourismus sucht händeringend nach Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, und wir haben hier in Österreich Personen, Schutzsuchende, die nicht arbeiten dürfen – das macht keinen Sinn. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Zanger.) – Herr Kollege von der FPÖ, ich habe Ihren Zwischenruf nicht gehört, aber ich glaube, ich will es auch gar nicht wissen.
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Hofinger.
Dieses ungenützte Potenzial am Arbeitsmarkt ist sowohl humanitär als auch aus ökonomischer Sicht kontraproduktiv. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Hofinger.)
Beifall bei den NEOS.
Ich befürchte, sie werden auch nicht eintreten, solange zwei Behörden mit einem Fall beschäftigt sind; solange das immer zur Bezirksverwaltungsbehörde und zum Arbeitsmarktservice muss, kann das nicht schnell gehen. Weil das immer 15 Wochen dauert, sind die Österreicher im internationalen Wettbewerb um die besten Kräfte regelmäßig die Verlierer. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Sie werden alle in ihren Umgebungen, in ihren Wahlkreisen Restaurantbetriebe haben, Hotelbetriebe haben, die zusätzliche Schließtage haben – Restaurantbetriebe mit drei Schließtagen pro Wochen, und zwar nicht deshalb, weil die nicht arbeiten wollen oder wegen Reichtum geschlossen haben, sondern weil sie das Personal nicht finden, das die Arbeit macht. Wenn man Arbeitskräfte sucht, dann ergibt die restriktive Arbeitsmarktpolitik, insbesondere der ÖVP, überhaupt keinen Sinn. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Bernhard – auf Abg. Krainer zeigend –: Da ist er eh!
Vielleicht noch etwas, weil sich heute Kai Krainer - - Er ist nicht hier. Vielleicht Kollege Matznetter, ist der da? (Abg. Bernhard – auf Abg. Krainer zeigend –: Da ist er eh!) – Ist er da? Ah, Gott sei Dank, bist mir schon abgegangen. Weil du dich über die Jungbauern in Tirol so aufgeregt hast (Abg. Stögmüller: Soll er ein Gutachten vom Fürlinger zitieren? Hast du das vom Klaus Fürlinger schon gelesen?): Es gibt 300 Jungbauernvereine, 120 davon haben angesucht; nicht die ÖVP, sondern 120 Jungbauernvereine. Die Prüfung begann im Juni, und interessanterweise vor zehn Tagen – zehn Tage vor der Tiroler Landtagswahl – kam das Ergebnis. Drei Monate wird geprüft, und zehn Tage vor der Landtagswahl kommt das Ergebnis. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Stögmüller: Soll er ein Gutachten vom Fürlinger zitieren? Hast du das vom Klaus Fürlinger schon gelesen?
Vielleicht noch etwas, weil sich heute Kai Krainer - - Er ist nicht hier. Vielleicht Kollege Matznetter, ist der da? (Abg. Bernhard – auf Abg. Krainer zeigend –: Da ist er eh!) – Ist er da? Ah, Gott sei Dank, bist mir schon abgegangen. Weil du dich über die Jungbauern in Tirol so aufgeregt hast (Abg. Stögmüller: Soll er ein Gutachten vom Fürlinger zitieren? Hast du das vom Klaus Fürlinger schon gelesen?): Es gibt 300 Jungbauernvereine, 120 davon haben angesucht; nicht die ÖVP, sondern 120 Jungbauernvereine. Die Prüfung begann im Juni, und interessanterweise vor zehn Tagen – zehn Tage vor der Tiroler Landtagswahl – kam das Ergebnis. Drei Monate wird geprüft, und zehn Tage vor der Landtagswahl kommt das Ergebnis. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Vielleicht noch etwas, weil sich heute Kai Krainer - - Er ist nicht hier. Vielleicht Kollege Matznetter, ist der da? (Abg. Bernhard – auf Abg. Krainer zeigend –: Da ist er eh!) – Ist er da? Ah, Gott sei Dank, bist mir schon abgegangen. Weil du dich über die Jungbauern in Tirol so aufgeregt hast (Abg. Stögmüller: Soll er ein Gutachten vom Fürlinger zitieren? Hast du das vom Klaus Fürlinger schon gelesen?): Es gibt 300 Jungbauernvereine, 120 davon haben angesucht; nicht die ÖVP, sondern 120 Jungbauernvereine. Die Prüfung begann im Juni, und interessanterweise vor zehn Tagen – zehn Tage vor der Tiroler Landtagswahl – kam das Ergebnis. Drei Monate wird geprüft, und zehn Tage vor der Landtagswahl kommt das Ergebnis. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Leichtfried: Aber freiheitlich macht’s auch nicht besser!
Ich betone noch einmal: Das hat mit der ÖVP nichts zu tun. Ich bitte, zu berücksichtigen, dass diese Jungbauernvereine politisch gemixt sind, da sitzen Freiheitliche genauso drinnen wie Sozialdemokraten; von denen allen gibt es Gott sei Dank in Tirol nicht so viele. (Abg. Leichtfried: Aber freiheitlich macht’s auch nicht besser!) Es sind natürlich mehrheitlich ÖVPler, aber ich bin sicher, dass sich auch ein paar NEOS dorthin verlaufen haben, und auch Grüne. Das ist eine Jugendorganisation, die Unglaubliches für das Land leistet, und nur ein Teil dieser Vereine hat angesucht. Ich finde, man spricht hier sehr despektierlich über junge Leute, über junge Damen und Herren, die sich in den Dörfern verdient
Abg. Stögmüller: Reine Unterstellungen!
Ich hoffe, dass die Jungbauern und die Jungbauernschaft/Landjugend am Sonntag wissen, was sie zu tun haben, wo sie Heimat und Unterhaltung haben und wer ihnen hilft. Ich hoffe, sie wissen bei der Wahlentscheidung, dass es nicht die SPÖ sein kann, sondern in erster Linie die ÖVP, die ihnen hilft. Ein paar Grüne können sich vielleicht auch noch verirren, aber dann ist auch schon Schluss. (Abg. Stögmüller: Reine Unterstellungen!) Also wählt die ÖVP in Tirol, dann seid ihr gut beraten! – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich hoffe, dass die Jungbauern und die Jungbauernschaft/Landjugend am Sonntag wissen, was sie zu tun haben, wo sie Heimat und Unterhaltung haben und wer ihnen hilft. Ich hoffe, sie wissen bei der Wahlentscheidung, dass es nicht die SPÖ sein kann, sondern in erster Linie die ÖVP, die ihnen hilft. Ein paar Grüne können sich vielleicht auch noch verirren, aber dann ist auch schon Schluss. (Abg. Stögmüller: Reine Unterstellungen!) Also wählt die ÖVP in Tirol, dann seid ihr gut beraten! – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Stögmüller – erheitert –: So ein Zufall!
Herr Abgeordneter Kai Jan Krainer, der Angesprochene, gelangt zu Wort. – Bitte schön. (Abg. Stögmüller – erheitert –: So ein Zufall!)
Abg. Scharzenberger: Das ist nicht wahr! – Abg. Stögmüller: Wer hat das geschrieben?
Sämtliche Mitglieder der Jungbauernschaft sind somit jedenfalls Vereinsmitglieder des jeweiligen Landes-Bauernbundes.“ – Und damit auch bei der ÖVP. (Abg. Scharzenberger: Das ist nicht wahr! – Abg. Stögmüller: Wer hat das geschrieben?)
Beifall bei der SPÖ.
Und jetzt kommt es! Sie sagen, die Prüfer sind schuld. Das verstehe ich überhaupt nicht. Das ist so, als würde man sagen: Der Polizist ist schuld, wenn er einen betrunken beim Autofahren erwischt. Nein, der ist nicht schuld, da ist man schon selber schuld. (Beifall bei der SPÖ.) Jetzt sagt Herr Hörl quasi, die Prüfer sind schuld – und gleichzeitig sagen Sie selber: Die haben mit uns nichts zu tun!
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wir würden jetzt irgendwelche ehrenamtlichen Jugendlichen angehen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Gahr: Es gibt 300 Ortsgruppen! 300! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sie haben sie aufgefordert. (Abg. Gahr: Es gibt 300 Ortsgruppen! 300! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Bitte, ich habe all die E-Mails gelesen. Sie haben zentral von der ÖVP gesagt: Sucht an! Das ist unser Steuerberater; übrigens auch ein ÖVP-Mitglied, er gehört zu Ihrer Organisation dazu. Und dann, wenn es schiefgeht, sagen Sie, ach, mit dem haben Sie alles nichts zu tun.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS
Übernehmen Sie doch die Verantwortung, dass Sie die jungen Leute hier missbrauchen (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS) und sich aus Steuertöpfen bedienen, obwohl Sie wissen, dass das verboten ist. Übernehmen Sie Verantwortung und zahlen Sie das Geld zurück!
Abg. Reiter: Ihr seid zum Schämen!
Es ist wirklich zum Schämen, wie Sie mit dieser Affäre umgehen (Abg. Reiter: Ihr seid zum Schämen!), zum Schämen! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Meinl-Reisinger und Stögmüller.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Meinl-Reisinger und Stögmüller.
Es ist wirklich zum Schämen, wie Sie mit dieser Affäre umgehen (Abg. Reiter: Ihr seid zum Schämen!), zum Schämen! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Meinl-Reisinger und Stögmüller.)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Aber geh!
Abgeordneter Wolfgang Zanger (FPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Kollege Krainer, nach all dieser Zeit, die du ohnehin schon mit der ÖVP in diesem Haus verbracht hast: Sag einmal, wundert es dich da wirklich noch, dass diese Partie so ist?! Die kennen wir ja schon lange genug. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Aber geh!) Es ist schade um jeden Nerv, den du hier heraußen verlierst. (Zwischenruf des Abg. Krainer.)
Zwischenruf des Abg. Krainer.
Abgeordneter Wolfgang Zanger (FPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Kollege Krainer, nach all dieser Zeit, die du ohnehin schon mit der ÖVP in diesem Haus verbracht hast: Sag einmal, wundert es dich da wirklich noch, dass diese Partie so ist?! Die kennen wir ja schon lange genug. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Aber geh!) Es ist schade um jeden Nerv, den du hier heraußen verlierst. (Zwischenruf des Abg. Krainer.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Das ist also Loch auf, Loch zu. Das hat weder Hand noch Fuß. Und das nur deswegen, weil Sie es übersehen haben, dass die Finanzierung für die Krankenanstalten an die Steuereinnahmen gebunden ist, die gesunken sind, und damit auch diese Einnahmen beziehungsweise diese Auszahlung an die Krankenanstalten. Kollege Kaniak hat das moniert, die FPÖ hat das moniert. Nichts ist passiert, und damit stehen wir heute vor dem Scherbenhaufen, dass überall die Versorgung in den Krankenhäusern zusammenbricht, nur weil Sie die Finanzierung nicht für das aufgebracht haben, was nämlich notwendig ist, für das Gesundheitssystem in Österreich. Man fördert – noch dazu in einer Pandemie! – nicht direkt das Gesundheitssystem, dafür aber all die Freunderl, die herumlaufen, wurscht aus welchen Vereinen, Organisationen oder sonst woher sie kommen, Hauptsache sie sind schwarz. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Aber an das Volk und an das, was notwendig ist, denkt man nicht.
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage euch eines: Ich habe jetzt mehrere Geschichten gehört, wie es in den Krankenhäusern zugeht, wie arm die Patienten dort eigentlich sind, weil – ebenfalls durch Verordnungen – keine Besuche zugelassen werden et cetera, weil die Angestellten so fertig sind, dass sie sich um alles kümmern müssen. Ich meine, sie bemühen sich ja wirklich, dass muss man sagen, denn die Bediensteten können da nichts dafür. Durch eure Verordnungen ist es aber so weit gekommen, dass die ärztliche oder gesundheitliche Versorgung in Österreich ein Trauerspiel geworden ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Lernen aus Fehlern ist gut, das werden wir weiterhin machen. Wir haben ja als Parlament hier im Frühjahr einen Initiativantrag zur Evaluierung der Wirtschaftshilfen durch den Finanzminister verabschiedet. Das ist in Arbeit, höre ich. Es kommt jetzt im Herbst eine Makroanalyse und im Frühjahr eine entsprechende Mikroanalyse. Das dauert leider noch ein bisschen länger, aber ich erhoffe mir daraus wirklich Erkenntnisse, wie in Zukunft solche Instrumente noch besser gestaltet werden können. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
und zu zeigen: Sie sind am Hebel und die anderen müssen schauen, wie sie zu ihrem Geld kommen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Man nimmt den Rechnungshof nicht ernst, wenn man Abgeordnete hier herausschickt und einfach eine leise Lesung veranstaltet. Das ist ein gravierender Fehler und das ist wirklich alles andere als hinzunehmen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krainer: Sie waren ja gar nicht im Untersuchungsausschuss! Sie wissen ja gar nicht, was ich dort gesagt habe!
Ich möchte darauf eingehen, dass es eine bodenlose Frechheit ist, Herr Kollege Krainer, wenn Sie das, was Sie schon im Untersuchungsausschuss gesagt haben, hier heraußen einfach wiederholen und wiederholen und glauben, dass es irgendwann einmal wahr wird. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krainer: Sie waren ja gar nicht im Untersuchungsausschuss! Sie wissen ja gar nicht, was ich dort gesagt habe!)
Abg. Meinl-Reisinger: Aber man bedient sich deshalb nicht am Steuertopf!
Herr Kollege Zanger, einfach zu sagen, die gesamte ÖVP sei korrupt und so weiter! Ich bin, seitdem ich 15 Jahre alt bin, in der ÖVP. Ich habe viele, viele Jahre ehrenamtlich gearbeitet, und es sind auch heute ganz, ganz viele Menschen österreichweit ehrenamtlich unterwegs, so wie auch in Ihrer Partei und so wie auch in der SPÖ. Ich habe in meiner Jugendzeit ganz viele Projekte überfraktionell mit der SJ, mit der JG, mit dem RFJ gemeinsam verhandelt (Abg. Meinl-Reisinger: Aber man bedient sich deshalb nicht am Steuertopf!), auch mit den
Abg. Leichtfried: Die sind ja schon ausgeschlossen!
Jungen Grünen (Abg. Leichtfried: Die sind ja schon ausgeschlossen!), und ich hätte mir nie erlaubt, rein aus demokratiepolitischer Verantwortung heraus, zu sagen: Die sind korrupt!, oder: Ihr seid korrupt!, oder sonst irgendetwas.
Abg. Künsberg Sarre: Super, dass das von der ÖVP ...!
Ich glaube, da sollten wir in der Politik einen neuen Stil wählen (Abg. Künsberg Sarre: Super, dass das von der ÖVP ...!), und auch, wenn wir anderer Meinung sind, inhaltlich hart diskutieren, da draußen hart diskutieren, in allen Gremien hart diskutieren, nicht hergehen und sagen: Die sind korrupt, die zeigen wir an!, und: Die machen das und die machen das! (Beifall bei der ÖVP.) – Das haben sich unsere Funktionärinnen und Funktionäre da draußen, egal von welcher Fraktion, nicht verdient!
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, da sollten wir in der Politik einen neuen Stil wählen (Abg. Künsberg Sarre: Super, dass das von der ÖVP ...!), und auch, wenn wir anderer Meinung sind, inhaltlich hart diskutieren, da draußen hart diskutieren, in allen Gremien hart diskutieren, nicht hergehen und sagen: Die sind korrupt, die zeigen wir an!, und: Die machen das und die machen das! (Beifall bei der ÖVP.) – Das haben sich unsere Funktionärinnen und Funktionäre da draußen, egal von welcher Fraktion, nicht verdient!
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Ribo.
Herr Kollege Bernhard: Ja, es braucht die Kontrolle. Bittsteller ist man deswegen noch lange nicht, denn wir diskutieren dann, ob sozusagen richtig ausgezahlt worden ist oder nicht. Ich glaube, dass es ein einfaches Verfahren war – die Kritikpunkte sind auch eingearbeitet worden –, und es ist schnell und unmittelbar geholfen worden. 95 Prozent der Anträge sind auch binnen 19 Tagen ausbezahlt worden. Ich glaube, das ist eine Bilanz, die dafür, dass alles schnell gehen musste, eine sehr, sehr gute ist. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Ribo.)
Beifall bei der SPÖ.
Generell kann man festhalten, dass die Entscheidung dieser Bundesregierung, auf eine intransparente Abwicklungsmodalität zu setzen, kein Beitrag zur Bildung von Vertrauen in die Politik war. Im Gegenteil: Es wird entweder das Gefühl vermittelt, dass das zuständige Finanzministerium nicht in der Lage ist, solche Förderabwicklungen zu machen, oder es wird das Gefühl vermittelt, dass es gar keine Transparenz geben soll. Beides ist für ein funktionierendes Pandemiemanagement natürlich absolut unbrauchbar. Deshalb hätte man von Anfang an auf unsere Vorschläge hören und die zuständigen Ministerien mit der Abwicklung betrauen sollen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Wir von den NEOS haben wirklich schon sehr lang und sehr oft auf viele fehlende Konstrukte, falsche Konstrukte hingewiesen, und da müssen wir die Cofag noch gar nicht erwähnen. Wenn Sie uns schon nicht zuhören, dann vielleicht einfach den Rechnungshofbericht lesen und dem folgen! Ich kann Ihnen diesen Bericht einfach nur ans Herz legen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ, FPÖ, Grünen und NEOS.
Ich habe gesagt, es gibt noch eine Reihe von Prüfungen, die ich dem Hohen Haus vorlegen werde. Der Cofag-Bericht wurde schon oft genannt. In Summe werden wir über alle Berichte und über alle Hilfsmaßnahmen dann auch ein Zweitpapier erstellen, in dem wir Ihnen eine Zusammenschau der Verbesserungspotenziale vorlegen werden, sodass man das auch kompakt aus allen Berichten zur Verfügung hat. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ, FPÖ, Grünen und NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne danke ich noch einmal dem Rechnungshof. Es gibt jetzt, glaube ich, durchaus große Herausforderungen. Es geht auch um die Ressourcen für die nächste Zeit. Es gibt auch Wünsche vonseiten des Rechnungshofes, was die Personalangelegenheiten betrifft. Da werden wir im Budget versuchen, den Rechnungshof so auszustatten, dass eine gute und nachhaltige Rechnungshofarbeit möglich ist. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Angerer: Seit wann weißt du das?
Es ist nichts ideal, auch keine Behörde in Österreich ist ideal, aber das funktioniert bei diesen beiden Bankengruppen ganz gut. Was natürlich nur Insider immer schon wussten, ist, dass die Volksbankengruppe am Ende des Tages wahrscheinlich teurer als die Hypo ist. Man hat aber immer über die Hypo ganz viel geredet und ganz wenig über die Volksbankengruppe. (Abg. Angerer: Seit wann weißt du das?) – Ich habe das immer schon gesagt, das kannst du in Stenographischen Protokollen nachlesen (Abg. Angerer: Super! Danke!): Wieso reden alle von der Hypo, was ist mit der Volksbankengruppe?
Abg. Angerer: Super! Danke!
Es ist nichts ideal, auch keine Behörde in Österreich ist ideal, aber das funktioniert bei diesen beiden Bankengruppen ganz gut. Was natürlich nur Insider immer schon wussten, ist, dass die Volksbankengruppe am Ende des Tages wahrscheinlich teurer als die Hypo ist. Man hat aber immer über die Hypo ganz viel geredet und ganz wenig über die Volksbankengruppe. (Abg. Angerer: Seit wann weißt du das?) – Ich habe das immer schon gesagt, das kannst du in Stenographischen Protokollen nachlesen (Abg. Angerer: Super! Danke!): Wieso reden alle von der Hypo, was ist mit der Volksbankengruppe?
Beifall bei der SPÖ.
Das ist eine Verteilung der Einkommen, die nichts mit Gerechtigkeit, nichts mit Leistungsfähigkeit zu tun hat, sondern das ist schlicht und einfach ungerecht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das zeigt dieser Bericht auf, und das sollte uns allen zu denken geben, dass wir noch viel zu arbeiten haben, um das richtigzustellen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
In diesen Punkten bedarf es unbedingt einer Verbesserung, und ich hoffe daher, dass den diesbezüglichen Empfehlungen des Rechnungshofes Folge geleistet wird. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Scherak.
Danke Ihnen und Ihrem gesamten Team, Frau Kraker, für Ihre Arbeit, und ich bitte Sie, auch weiterhin so gute Arbeit zu leisten! – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Scherak.)
Beifall bei den NEOS sowie der Abgeordneten Disoski und Stögmüller.
Zukunft besser zu werden –, recht herzlich bedanken. Ich bedanke mich bei Ihnen und Ihrem gesamten Team für die Arbeit und freue mich auf die nächsten Berichte in den nächsten Jahren, die wir noch gemeinsam im Rechnungshofausschuss behandeln können. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS sowie der Abgeordneten Disoski und Stögmüller.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ, FPÖ, Grünen und NEOS.
Aus diesen Zweckmäßigkeitsprüfungen leiten wir ab, dass unsere Berichte eben auch relevant sind und dass wir handlungsleitende Empfehlungen abgeben. Wir freuen uns natürlich sehr, wenn wir mit unseren Berichten Wirkung erzielen, und ich danke Ihnen für die Unterstützung, damit unsere Berichte auch wirksam sein können, dafür, dass Sie die Empfehlungen aufgreifen und an die Umsetzung denken. Wir haben eine hohe Umsetzungsquote. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ, FPÖ, Grünen und NEOS.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ, FPÖ, Grünen und NEOS.
Ich danke Ihnen auch persönlich für Ihr Vertrauen in den Rechnungshof. – Danke schön. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ, FPÖ, Grünen und NEOS.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das Erste, was auffällt und was ich etwas befremdlich finde: Das Gleichstellungsziel wurde verändert. Ursprünglich hieß es: „Gleichmäßigere Verteilung der Erwerbsarbeit wie auch der unbezahlten Arbeit zwischen Frauen und Männern wird durch das Abgabensystem unterstützt.“ – Dieses Ziel heißt jetzt: „Das Abgabensystem setzt positive Erwerbsanreize zur Erhöhung der Erwerbstätigenquote.“ – Das ist jetzt also ziemlich anders geworden, und es ist aus meiner Sicht nicht mehr ganz so klar, was wir – was aus meiner Sicht wünschenswert ist – erreichen wollen, nämlich dass Frauen und Männer ähnlich viel verdienen und sich auch die unbezahlte Arbeit annähernd gleich aufteilen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
nicht in Führungspositionen sind, entgeht. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das böte jetzt wahrscheinlich Stoff für eine eigene Rede, aber zusammengefasst: Laut Economica, einem renommierten Wirtschaftsforschungsinstitut, entgehen Österreich nur dadurch, dass es zu wenig Frauen in Vorständen, in Geschäftsführungen, in anderen Führungspositionen gibt, 675 Millionen Euro. Da haben wir also wirklich Handlungsbedarf. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir hier gemeinsam Handlungen setzen können. In Aufsichtsräten gibt es eine Quote. Deutschland hat sie auch schon. Das muss unser nächster Schritt sein. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Noch einmal meine Bitte: Es müsste da wirklich ganz dringend etwas passieren. Ich würde mich auch mit kleinen Verbesserungen zufriedengeben. Die Ultima Ratio ist da, die Bankenaufsicht in eine Hand zu legen, damit so etwas wie in Mattersburg nicht mehr passieren kann. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.
Ich möchte mich an dieser Stelle beim Rechnungshof bedanken und betonen, wie wichtig dieses Kontrollorgan ist. Dieses Kontrollorgan ist in Wahrheit auch ein Impulsgeber für neue Reformen, und ich glaube, das ist ganz, ganz wichtig für die Weiterentwicklung unserer Republik Österreich. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.)
Beifall bei der FPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, es ist Zeit, endlich Klarheit zu schaffen und Farbe zu bekennen. Ich sage nur: Hören Sie endlich auf mit diesem Ausverkauf Österreichs nach Brüssel! Erhalten Sie das Einstimmigkeitsprinzip und beweisen Sie mit der Zustimmung zu diesem Antrag, dass Ihnen die österreichische Bevölkerung doch nicht vollkommen egal ist! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
dass man sich das Rücklagensystem wirklich noch einmal genau anschaut. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den NEOS.
Ich werde diese Wifo-Empfehlungen in einer der nächsten Ausschusssitzungen einbringen und hoffe dann auf breite Unterstützung von allen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Lindner: Geh bitte!
Sachpolitik wie diese würde ich mir auch von der Opposition erwarten. (Abg. Lindner: Geh bitte!) Bitte nicht falsch verstehen (Ruf bei der SPÖ: O ja!), die Opposition soll ja durchaus kritisch sein und soll auch Vorschläge machen; das ist ja ganz logisch. Weil gerade einige Abgeordnete von der SPÖ aufschreien: Von diesem Rednerpult aus ist heute wieder so oft gesagt worden: Die Regierung macht nichts, die Regierung hilft nicht! (Abg. Lindner: Richtig, richtig! – Zwischenruf der Abg. Yılmaz.) Das ist einfach falsch und das ärgert mich wirklich. (Abg. Lindner: Ich bin auch schon ganz verärgert!)
Ruf bei der SPÖ: O ja!
Sachpolitik wie diese würde ich mir auch von der Opposition erwarten. (Abg. Lindner: Geh bitte!) Bitte nicht falsch verstehen (Ruf bei der SPÖ: O ja!), die Opposition soll ja durchaus kritisch sein und soll auch Vorschläge machen; das ist ja ganz logisch. Weil gerade einige Abgeordnete von der SPÖ aufschreien: Von diesem Rednerpult aus ist heute wieder so oft gesagt worden: Die Regierung macht nichts, die Regierung hilft nicht! (Abg. Lindner: Richtig, richtig! – Zwischenruf der Abg. Yılmaz.) Das ist einfach falsch und das ärgert mich wirklich. (Abg. Lindner: Ich bin auch schon ganz verärgert!)
Abg. Lindner: Richtig, richtig! – Zwischenruf der Abg. Yılmaz.
Sachpolitik wie diese würde ich mir auch von der Opposition erwarten. (Abg. Lindner: Geh bitte!) Bitte nicht falsch verstehen (Ruf bei der SPÖ: O ja!), die Opposition soll ja durchaus kritisch sein und soll auch Vorschläge machen; das ist ja ganz logisch. Weil gerade einige Abgeordnete von der SPÖ aufschreien: Von diesem Rednerpult aus ist heute wieder so oft gesagt worden: Die Regierung macht nichts, die Regierung hilft nicht! (Abg. Lindner: Richtig, richtig! – Zwischenruf der Abg. Yılmaz.) Das ist einfach falsch und das ärgert mich wirklich. (Abg. Lindner: Ich bin auch schon ganz verärgert!)
Abg. Lindner: Ich bin auch schon ganz verärgert!
Sachpolitik wie diese würde ich mir auch von der Opposition erwarten. (Abg. Lindner: Geh bitte!) Bitte nicht falsch verstehen (Ruf bei der SPÖ: O ja!), die Opposition soll ja durchaus kritisch sein und soll auch Vorschläge machen; das ist ja ganz logisch. Weil gerade einige Abgeordnete von der SPÖ aufschreien: Von diesem Rednerpult aus ist heute wieder so oft gesagt worden: Die Regierung macht nichts, die Regierung hilft nicht! (Abg. Lindner: Richtig, richtig! – Zwischenruf der Abg. Yılmaz.) Das ist einfach falsch und das ärgert mich wirklich. (Abg. Lindner: Ich bin auch schon ganz verärgert!)
Beifall bei der ÖVP.
machen wir eh auch!), aber zu behaupten, es wird nicht geholfen, das finde ich ehrlich gesagt unredlich. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Apropos Abschaffung der kalten Progression – das ist ganz spannend –: Gefordert haben das alle hier herinnen, umgesetzt wird es jetzt unter Bundeskanzler Karl Nehammer. Schade, dass Herbert Kickl jetzt nicht hier ist. Es war schon spannend, als er gemeint hat: Das ist nur Ankündigungspolitik! – und jetzt, wo die Bundesregierung das im Ministerrat beschlossen hat, heißt es: Das ist nur ein kommunikativer Move! Also für Herbert Kickl zum Mitschreiben: Die kalte Progression wird abgeschafft, und das bedeutet, dass die fleißigen Menschen in unserem Land weniger Steuern zahlen und dadurch mehr Geld, also mehr Netto vom Brutto, am Konto haben. Unsere Bundesregierung wird weiter daran arbeiten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Es müssen aber nicht immer gleich die Verschwörungstheoretiker sein: Wenn verschiedene Stellen – vom Bund, von den Ländern – unterschiedliche Daten veröffentlichen, leidet einfach die Glaubwürdigkeit unserer Behörden. Dann wird auch die Wirksamkeit von Maßnahmen angezweifelt und die Bereitschaft, sich an solche zu halten, sinkt dramatisch. Wir brauchen auch künftig solide Daten über die Langzeitfolgen von Coronainfektionen. Wir brauchen Daten über die in der Pandemiezeit nicht gemachten Vorsorgeuntersuchungen. Sorgen wir endlich dafür, dass uns gesicherte Daten zur Verfügung stehen! Der Rechnungshof hat sehr viele Empfehlungen dazu gemacht. Setzen wir sie um! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.
Ich möchte als Erstes auf die beiden Covid-Berichte eingehen, einmal ist es um das Datenmanagement gegangen und einmal um das Pandemiemanagement als solches. Das muss man sich hier auch vor Augen führen: Es ging dabei ganz konkret um das Jahr 2020, es ging also um das erste Pandemiejahr, um diese Ausgangslage. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen.
Eine zweite Sache, zur Ärzteausbildung: Mich persönlich freut es wirklich sehr, dass wir am Montag endlich den Facharzt für Allgemeinmedizin auf den Weg gebracht haben. Danke an die Ausbildungskommission, die da die wichtigen Schritte gesetzt hat. Ich glaube, dass wir damit einen Schritt weiterkommen, wenn das auch nicht der einzige Schritt ist, den es in Zukunft in dieser Frage braucht. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den NEOS.
Damit kommen wir zu den anderen Rechnungshofberichten, zu den Berichten betreffend Management und Daten. Wir brauchen für die Probleme im Gesundheitssystem ein Umdenken und eine Neuorientierung. Die Diskussion im Ausschuss war dazu erstaunlich konstruktiv und in vielen Punkten auch fachlich orientiert. Deshalb sage ich zum Abschluss dieses Plenartages: Nutzen wir das Verbindende und beginnen das neue Parlamentsjahr in diesem Sinne, um endlich notwendige Reformen umzusetzen! – (Den Dank auch in Gebärdensprache ausführend:) Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Allgemeiner Beifall.
Das wären die Berichte. – Danke. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Sie waren es mit ihren Gemeindebediensteten, mit ihren Helfern, sie waren es mit dem Zivilschutz, mit dem Roten Kreuz, mit dem Arbeiter-Samariter-Bund, mit den Feuerwehren und später dann auch mit den Ärzten und mit den Apothekern, die die Teststraßen, die Impfstraßen und all das, was wir benötigt haben, um so positiv aus der Pandemie zu kommen, beteiligt haben. Dafür sage ich ein herzliches Dankeschön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich hoffe, der Gesundheitsminister hat mehr Kraft und Ausdauer als seine Vorgänger – zum Wohle der Bevölkerung und des Staates. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
In diesem Sinne bin ich natürlich noch immer der Meinung, dass die Windisch-Kaserne in Richard-Wadani-Kaserne umbenannt werden muss. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Effekte haben. Es wird die Arbeit wieder attraktiver machen, die Ausbildung verbessern, den Patientinnen und Patienten zugutekommen und es wird sich wohl auch auf die Arbeitszufriedenheit – ich möchte sagen: auf die Arbeitsfreude – auswirken. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Abschließend: ein herzliches Dankeschön an die Angehörigen aller Gesundheitsberufe, die mit Engagement, mit Hingabe und auch mit Freude für unsere Patientinnen und Patienten da sind! – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Mit den überzogenen!
Abgeordneter Christian Lausch (FPÖ): Herr Präsident! Frau Präsidentin! Hohes Haus! Herr Dr. Smolle, es wäre schön gewesen, wenn Sie uns ein bisschen etwas darüber erzählt hätten, was diese Bundesregierung mit den überzogenen – wir haben das immer gesagt, wir haben immer davor gewarnt – Coronamaßnahmen angerichtet hat. (Ruf bei der ÖVP: Mit den überzogenen!) Da wurde schließlich auch der Rechnungshof nicht schlau. Vielleicht hätten Sie als Arzt uns etwas dazu sagen können.
Abg. Haubner: ... für’s Telefon auch schon verantwortlich!
Was noch ein bisschen erschreckend ist: Bei der Gesundheitsberatung 1450 – jeder kennt sie – gab es im März 2020 in Oberösterreich 126 000 Kontaktversuche und 55 000 sind durchgekommen, konnten also beraten werden. Das ist weniger als die Hälfte, was eigentlich auch eine Schande ist und was Sie von Schwarz und Grün zu verantworten haben. (Abg. Haubner: ... für’s Telefon auch schon verantwortlich!)
Ruf bei der ÖVP: Ihr seid es noch!
Heute ist man gescheiter. Viele Maßnahmen würde man heute nicht mehr so setzen wie damals. Wir haben immer davor gewarnt. Wir waren dann die Schwurbler, wir waren die Aluhutträger und wir waren die Dummen. Das ist es. Ja, Kollege Haubner sitzt mit verschränkten Händen hier und unterstützt das natürlich auch noch. (Ruf bei der ÖVP: Ihr seid es noch!) – Ja, du setzt dir wieder die Maske auf, weil du Angst vor uns hast!
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Prinz: Der Lausch-Angriff war heute gut, der Lausch-Angriff! – Weiterer Zwischenruf bei der ÖVP.
Da wurde also sehr, sehr viel falsch gemacht. Darum: Danke an den Rechnungshof! Es ist gut, dass es den Rechnungshof gibt. Hoffentlich gibt es diese Bundesregierung nicht mehr ganz so lange. – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Prinz: Der Lausch-Angriff war heute gut, der Lausch-Angriff! – Weiterer Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne darf ich Ihnen alle noch einen schönen Abend wünschen. Bis zur nächsten Sitzung! – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)