Eckdaten:
Für die 83. Sitzung der 22. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 959 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Abg. Amon: Schön, dass er Ihnen fehlt!
Abgeordneter Dr. Alfred Gusenbauer (SPÖ): Herr Präsident! Mitglieder der Bundesregierung! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich vermisse den Finanzminister (Abg. Amon: Schön, dass er Ihnen fehlt!), vielleicht wird er noch erscheinen. (Bundeskanzler Dr. Schüssel: Oberste Organe!) – Ah, Sie meinen, der Finanzminister gehört nicht mehr zu den Obersten Organen. Haben Sie etwas vor, Herr Bundeskanzler?
Bundeskanzler Dr. Schüssel: Oberste Organe!
Abgeordneter Dr. Alfred Gusenbauer (SPÖ): Herr Präsident! Mitglieder der Bundesregierung! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich vermisse den Finanzminister (Abg. Amon: Schön, dass er Ihnen fehlt!), vielleicht wird er noch erscheinen. (Bundeskanzler Dr. Schüssel: Oberste Organe!) – Ah, Sie meinen, der Finanzminister gehört nicht mehr zu den Obersten Organen. Haben Sie etwas vor, Herr Bundeskanzler?
Abg. Dr. Partik-Pablé: Geh, bitte!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Gerade wenn der Finanzminister nicht da ist, ist es sinnvoll, darauf hinzuweisen, dass der Finanzminister – Herr Bundeskanzler, Sie haben das gestern nicht gehört – in einer unvergleichlichen Art und Weise versucht hat, das Parlament irrezuführen (Abg. Dr. Partik-Pablé: Geh, bitte!), indem er mit Zahlen hantiert hat (Abg. Dr. Partik-Pablé: Die ihr nicht verstanden habt!), die völlig fern der Realität waren, und darzustellen versucht hat, dass das, was Sie gerade bei Ihren Jubelfeiern zu inszenieren versuchen, nämlich den Aufstieg Österreichs seit 1945, nicht stattgefunden hat – so die Worte des Finanzministers.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Die ihr nicht verstanden habt!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Gerade wenn der Finanzminister nicht da ist, ist es sinnvoll, darauf hinzuweisen, dass der Finanzminister – Herr Bundeskanzler, Sie haben das gestern nicht gehört – in einer unvergleichlichen Art und Weise versucht hat, das Parlament irrezuführen (Abg. Dr. Partik-Pablé: Geh, bitte!), indem er mit Zahlen hantiert hat (Abg. Dr. Partik-Pablé: Die ihr nicht verstanden habt!), die völlig fern der Realität waren, und darzustellen versucht hat, dass das, was Sie gerade bei Ihren Jubelfeiern zu inszenieren versuchen, nämlich den Aufstieg Österreichs seit 1945, nicht stattgefunden hat – so die Worte des Finanzministers.
ironische Heiterkeit bei der ÖVP
Und ich sage ganz deutlich: Diese Art des Schlechtmachens der Geschichte Österreichs und des Aufstiegs unseres Landes durch den Finanzminister (ironische Heiterkeit bei der ÖVP) ist völlig inakzeptabel, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Und ich sage ganz deutlich: Diese Art des Schlechtmachens der Geschichte Österreichs und des Aufstiegs unseres Landes durch den Finanzminister (ironische Heiterkeit bei der ÖVP) ist völlig inakzeptabel, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wirtschaftsjahr das höchste Defizit? – Viele haben gemeint, na gut, da werden Impulse für die nachhaltige Entwicklung unseres Landes gesetzt. Aber beim Blick in das Budget stellt man fest: Die Ausgaben für Bildung – wie gestern bereits diskutiert – werden nicht erhöht. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung werden nicht erhöht. Die Ausgaben für wesentliche Infrastruktureinrichtungen werden nicht erhöht. Das heißt, dieser Finanzminister macht das höchste Budgetdefizit, ohne dass es Impulse für nachhaltiges Wachstum und Beschäftigung gibt. Und das ist der falsche Weg, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Der diesem Budget angeschlossene Budgetpfad für die nächsten Jahre lässt nichts Gutes erahnen. Man stellt fest, dass bis zum Wahljahr 2006 die höchsten Defizite veranschlagt werden, und auf einmal – ab dem Jahr 2007 – soll aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen das Budgetdefizit deutlich absinken. Wenn Sie vorsehen, dass Sie das Defizit um 0,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes absenken wollen, heißt das offensichtlich, Sie haben die übliche Strategie vor: Vor der Wahl alles versprechen und nach der Wahl mit der Bevölkerung wieder Sparpakete veranlassen. Meine Damen und Herren! Das ist keine korrekte Wirtschaftspolitik, wenn man jetzt das Geld ausgibt und dann durch Sparpakete versucht, es wieder hereinzuholen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Zur viel zitierten Steuerreform, die jetzt die Zeit der Ernte darstellen soll. – Diese Zeit der Ernte haben wir uns angesehen. Herr Finanzminister, das ist keine Ernte, sondern eine Missernte! Denn wenn Sie den Österreicherinnen und Österreichern nicht einmal das zurückgeben, was Sie ihnen in den letzten Jahren durch soziale Belastungen und durch Abgaben-, Gebühren- und Steuererhöhungen weggenommen haben, dann kann man nicht von einer Ernte reden, sondern bestenfalls von einer teilweisen Wiedergutmachung, und auch die finanzieren Sie nur auf Pump. Es ist also keine Ernte, sondern eine Missernte, und dieses Budget ist nicht imstande, die Probleme und Herausforderungen unseres Landes zu lösen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Wahrheit ist: Für die Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher ist diese Steuerreform ein Etikettenschwindel, weil sie den Menschen nicht das zurückgibt, was ihnen letztendlich auch zusteht! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Brauchen Sie nur die Frau Ederer fragen!
Seit wenigen Tagen wissen wir, dass ein Übernahmeangebot vorliegt. Und meine Frage ist: Haben Sie bereits mit Siemens verhandelt? (Abg. Scheibner: Brauchen Sie nur die Frau Ederer fragen!) Mit welchen Maßnahmen stellen Sie sicher, dass diese „Perle der österreichischen Industrie“ nicht zerschlagen wird? Und wie werden Sie
Beifall bei der SPÖ.
Es geht um den Industriestandort Österreich. Es geht um einen der wesentlichsten Technologiebetriebe – und wir haben uns hier klare Antworten verdient und erwarten sie. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Mag. Wilhelm Molterer (ÖVP): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Herr Kollege Gusenbauer, offensichtlich haben Sie heute in der Früh in den Spiegel geschaut, sonst hätten Sie nämlich Ihre Rede nicht mit den Worten „schlecht machen“ beginnen können. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Lebhafter Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Herr Abgeordneter Gusenbauer, Sie haben auch heute wieder hier am Rednerpult ein Bild von Österreich gezeichnet, das einfach nicht der Realität entspricht. – Ich bin stolz auf unser Land, meine Damen und Herren! (Lebhafter Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Wer macht Schulden?
Mein Problem beginnt, wenn Sie, Herr Dr. Gusenbauer, glauben, in Österreich eine Politik machen zu können, die nahtlos an die siebziger Jahre anschließt, nämlich mit dem Schuldenmachen, und, und, und. (Abg. Dr. Gusenbauer: Wer macht Schulden?) Herr Dr. Gusenbauer! In der Zwischenzeit hat sich die Welt weiterentwickelt. Österreich hat sich weiterentwickelt – Gott sei Dank! –, dank der Leistungskraft der Bürger und der guten Arbeit der Bundesregierung, meine Damen und Herren! (Lebhafter Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Lebhafter Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Mein Problem beginnt, wenn Sie, Herr Dr. Gusenbauer, glauben, in Österreich eine Politik machen zu können, die nahtlos an die siebziger Jahre anschließt, nämlich mit dem Schuldenmachen, und, und, und. (Abg. Dr. Gusenbauer: Wer macht Schulden?) Herr Dr. Gusenbauer! In der Zwischenzeit hat sich die Welt weiterentwickelt. Österreich hat sich weiterentwickelt – Gott sei Dank! –, dank der Leistungskraft der Bürger und der guten Arbeit der Bundesregierung, meine Damen und Herren! (Lebhafter Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie geben mir heute auch Gelegenheit, auch auf Grund Ihrer Rede, auf die Unterschiede zwischen alter sozialistischer Politik und moderner Politik, die Österreich stärkt, hinzuweisen. Ich nenne Ihnen einige Beispiele: Sie haben sich in den letzten Wochen beispielsweise kritisch dazu geäußert, dass in Österreich dank der Politik der Bundesregierung die Abgabenquote sinkt. Kollegin Sburny und Kollege Matznetter haben sich beispielsweise zur Bemerkung verstiegen, eine hohe Abgabenquote sei eine zivilisatorische Leistung. Wissen Sie, was das ist? – Eine hohe Abgabenquote ist eine hohe Belastung für die Bürgerinnen und Bürger, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Eine hohe Abgabenquote bedeutet: Mehr für den Staat, weniger für den Bürger. Wir machen es umgekehrt: Weniger für den Staat und mehr für die Bürger, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir entlasten, meine Damen und Herren, und zwar fair und gerecht. Wir entlasten die Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen, auch die Leistungsträger in diesem Land, meine Damen und Herren. Warum? – Weil wir die Leistungsträger in unserer Gesellschaft brauchen! Wir wenden uns ab von der alten sozialistischen Politik, Leistungsträger zu besteuern. Nein! Wir sind fair und gerecht bei kleinen und mittleren Einkommen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Wir entlasten Unternehmen, weil wir wissen, dass Unternehmen Arbeitsplätze schaffen. Unternehmen geben Arbeit! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich höre von Ihnen immer wieder, dass wir Geschenke an die Unternehmen machen. Aber fragen Sie einmal die Voest, warum die Voest in der Lage ist, 2 Milliarden € zu investieren und den höchsten Beschäftigungsstand in ihrer Geschichte zu haben. Wissen Sie, warum? – Weil wir mit der Steuerreform die richtigen Signale gesetzt haben, die Unternehmen entlasten, damit Arbeit geschaffen wird in Österreich, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir wissen, dass wir im Bereich des Haushalts, des Budgets – das stimmt –, ein etwas höheres Defizit in Kauf nehmen. Herr Kollege Van der Bellen, hätten wir Konjunkturimpulse nicht gesetzt und die Steuerentlastung nicht vorgenommen, wären wir in einem ganz minimalen Teil im Defizitbereich und bereits ab 2006 im Überschussbereich. Aber warum machen wir das? – Weil wir jetzt Impulse setzen wollen, weil wir jetzt den Aufschwung stärken wollen, weil wir jetzt die Chance für Arbeit und Beschäftigung stärken wollen! Daher ist das eine Investition in die Zukunft, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
wird fortgesetzt, weil er richtig ist für die Arbeitsplätze und richtig ist für den Standort Österreich, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Und wir sehen heute schon, dass wir damit Erfolg haben. Eine Forschungsquote von 2,3 Prozent hat es in diesem Land noch nie gegeben! Ein Danke daher an die Politik dieser Bundesregierung – sie ist richtig und zukunftsorientiert, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Die Erfolge dieser Politik, meine Damen und Herren, können sich sehen lassen. Wir wissen, dass wir in Österreich nächstes Jahr mit 2,5 Prozent Wirtschaftswachstum die höchste Wachstumsrate haben werden und damit dem Ziel der Vollbeschäftigung, das wir haben, näher kommen. – Auch das ist ein Erfolg dieser Bundesregierung, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Lebhafter Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir machen den Menschen Mut, meine Damen und Herren, Mut für eine gute Zukunft! (Lebhafter Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
lebhafte ironische Heiterkeit bei der ÖVP – Abg. Mag. Molterer: Nicht einmal das weiß er!
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Herr Präsident! Der Herr FPÖ-Klubobmann Molterer ... (lebhafte ironische Heiterkeit bei der ÖVP – Abg. Mag. Molterer: Nicht einmal das weiß er!) – entschuldigen Sie! –, der ÖVP-Klubobmann Molterer hat in seiner Rede behauptet, ich hätte gesagt, eine höhere Steuer- und Abgabenquote wäre ein Ausdruck für Zivilisation. – Das ist unrichtig!
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Stummvoll: Mittelalter!
Ich berichtige tatsächlich: Ich habe das nie gesagt. Ich habe nur darauf hingewiesen, dass im langjährigen historischen Vergleich über die Jahrhunderte eine höhere Staatsquote ein Ausdruck der Zivilisation ist. Es ist Sozialstaat, Wohlfahrtsstaat, und dazu stehen wir! – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Stummvoll: Mittelalter!)
Rufe sowie Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Zu einer weiteren tatsächlichen Berichtigung hat sich Frau Abgeordnete Sburny zu Wort gemeldet. (Rufe sowie Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Richtig ist Folgendes: Ich habe in Replik auf den Kollegen Kopf von der ÖVP, der eine hohe Abgabenquote als moderne Sklaverei bezeichnet hat, festgestellt, dass eine hohe Abgabenquote, wie zum Beispiel in Schweden, zu einer besseren Erfüllung staatlicher Aufgaben, wie flächendeckende Kinderbetreuung und eine hohe Frauenerwerbsquote, führen kann. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe.
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächster Redner gelangt Herr Abgeordneter Dr. Van der Bellen zu Wort. – Bitte. (Zwischenrufe.)
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Auf die Art werden wir nicht wirklich weiterkommen, oder? (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Der Applaus ist ironisch, ich verstehe schon.
Heiterkeit.
Was ich meine, ist: Ein bisschen einen pädagogischen Anspruch müssen wir Politiker schon haben. In dem Lärm vorhin ist mir entgangen, was genau der Kollege Matznetter tatsächlich berichtigt hat. Ich habe es wirklich akustisch nicht verstanden. (Heiterkeit.) Wohl aber habe ich Applaus gehört aus den Reihen der ÖVP, als meine Kollegin Sburny gesagt hat, einer von Ihnen – jetzt habe ich schon wieder vergessen, wer (Heiterkeit) –, einer von den ÖVP-Abgeordneten, hat eine hohe Abgabenquote als „Sklaverei-Indikator“ bezeichnet. Und da haben Sie geklatscht. (Widerspruch bei der ÖVP.)
Heiterkeit
Was ich meine, ist: Ein bisschen einen pädagogischen Anspruch müssen wir Politiker schon haben. In dem Lärm vorhin ist mir entgangen, was genau der Kollege Matznetter tatsächlich berichtigt hat. Ich habe es wirklich akustisch nicht verstanden. (Heiterkeit.) Wohl aber habe ich Applaus gehört aus den Reihen der ÖVP, als meine Kollegin Sburny gesagt hat, einer von Ihnen – jetzt habe ich schon wieder vergessen, wer (Heiterkeit) –, einer von den ÖVP-Abgeordneten, hat eine hohe Abgabenquote als „Sklaverei-Indikator“ bezeichnet. Und da haben Sie geklatscht. (Widerspruch bei der ÖVP.)
Widerspruch bei der ÖVP.
Was ich meine, ist: Ein bisschen einen pädagogischen Anspruch müssen wir Politiker schon haben. In dem Lärm vorhin ist mir entgangen, was genau der Kollege Matznetter tatsächlich berichtigt hat. Ich habe es wirklich akustisch nicht verstanden. (Heiterkeit.) Wohl aber habe ich Applaus gehört aus den Reihen der ÖVP, als meine Kollegin Sburny gesagt hat, einer von Ihnen – jetzt habe ich schon wieder vergessen, wer (Heiterkeit) –, einer von den ÖVP-Abgeordneten, hat eine hohe Abgabenquote als „Sklaverei-Indikator“ bezeichnet. Und da haben Sie geklatscht. (Widerspruch bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Gerade Sie von den Regierungsfraktionen quälen sich damit, ein 300-Millionen-Zusatzpaket zur Finanzierung der Spitalsabgänge und der Gesundheit zu schnüren. Das ist ja vom Prinzip her nichts Unmoralisches. Wenn Sie aber gleichzeitig behaupten, dass hohe Abgaben a priori ein Sklaverei-Indikator seien, wie wollen Sie der Bevölkerung dann höhere Gebühren da, höhere Beiträge dort und vielleicht die eine oder andere Steuer – in Ihrem Gesundheitspaket zum Beispiel ist eine Erhöhung der Tabaksteuer enthalten – erklären? Das ist alles Sklaverei? – Das ist doch absurd, Herr Kollege Molterer! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Sie begeben sich da wirklich auf gefährliches Gebiet.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Oder beim Steueraufkommen: Gehen Sie nie hinaus und reden mit den Leuten und versuchen, ihnen klarzumachen, warum wir Steuern zahlen? Wir zahlen nicht gerne Steuern – ich nicht, Sie nicht und die so genannten Leute auf der Straße auch nicht –, aber wir haben ein funktionierendes – na, warten wir den PISA-Bericht ab – Schulsystem, das diesen Namen verdient. Wir haben ein Universitätssystem, das sich nur zu einem kleinen Teil aus Studienbeiträgen finanziert. Wir haben eine Polizei, die für innere Sicherheit sorgt – hoffentlich. Wir haben ein im Großen und Ganzen funktionierendes Justizwesen. Die Richter glauben, wir haben viel zu wenige Richter und Staatsanwälte. Das kostet mehr Geld. Versuchen Sie den Menschen nie zu erklären, dass das auch etwas an Ressourcen erfordert?! Diese Steuermittel müssen wir alle aufbringen, aber das ist doch keine Sklaverei! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn Sie hingegen meinen, dass in wesentlichen Teilen dieser Aufgabenbereiche der Staatsanteil zu hoch ist, dann sagen Sie es ganz offen. Natürlich gibt es hier politische Möglichkeiten, etwas zu tun. Natürlich kann man die Universitäten komplett privatisieren und komplett über Studienbeiträge finanzieren. Wollen Sie das? Wollen Sie, dass im Schulwesen so wie früher – als ich noch ganz klein war, hat es das noch gegeben, glaube ich, in der Volksschule und in der Mittelschule – Beiträge der Eltern notwendig sind? Wollen Sie das wirklich? Wenn Sie das nicht wollen, dann hören Sie auf mit diesem Sklaverei-Gerede! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Eigentlich eine ziemliche Zufriedenheitserklärung mit der Arbeit der Bundesregierung!
Dann muss man den Leuten immer wieder erklären: Ja, es ist hart, wir zahlen nicht gerne Lohnsteuer, wir zahlen nicht gerne Einkommensteuer, Umsatzsteuer, Tabaksteuer – Letzteres betrifft auch meine Person –, aber im Großen und Ganzen, unbeschadet aller Rechnungshofberichte über die Ineffizienzen, die es gibt, im Großen und Ganzen ist es eben kein schwarzes Loch, in dem diese Abgaben verschwinden. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Eigentlich eine ziemliche Zufriedenheitserklärung mit der Arbeit der Bundesregierung!)
Oh-Rufe bei der ÖVP.
Das hat mit der Arbeit der Bundesregierung aber nicht das Geringste zu tun! (Oh-Rufe bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Fasslabend: So ist es!
Ich bin eigentlich schon im Vorgriff auf das Jahr 2005 und 60 Jahre Zweite Republik. Da werden wir ausreichend Gelegenheit haben, das Gute und das weniger Gute nebeneinander zu stellen. (Abg. Dr. Fasslabend: So ist es!) Na gut.
Abg. Scheibner: Ein Jammer, dass die Zeit so langsam vergeht! – Heiterkeit.
Oberste Organe, Budget 2005. (Abg. Scheibner: Ein Jammer, dass die Zeit so langsam vergeht! – Heiterkeit.) Nein, gar nicht! Ich habe 20 Minuten Zeit. Die Redezeit ist auf etwas kürzer eingestellt, aber wenn es 20 Minuten werden, dann werden Sie das auch aushalten, meine Kollegen von der „Sklaverei-Fraktion“. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Oberste Organe, Budget 2005. (Abg. Scheibner: Ein Jammer, dass die Zeit so langsam vergeht! – Heiterkeit.) Nein, gar nicht! Ich habe 20 Minuten Zeit. Die Redezeit ist auf etwas kürzer eingestellt, aber wenn es 20 Minuten werden, dann werden Sie das auch aushalten, meine Kollegen von der „Sklaverei-Fraktion“. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Sie werfen dem Wifo blanken Unsinn vor? Dem IHS und dem Wifo werfen Sie das vor? – Mutig!
„Aufschwung durch Entlastung“, so war die Rede übertitelt. „Aufschwung durch Entlastung“ ist die Suggestion, dass der Aufschwung durch Entlastung entsteht, und das ist blanker Unsinn, und das wissen Sie, Herr Kollege Molterer, und das wissen Sie, Herr Kollege Stummvoll! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Sie werfen dem Wifo blanken Unsinn vor? Dem IHS und dem Wifo werfen Sie das vor? – Mutig!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Wenn Sie sich den Wifo-Bericht und die IHS-Berichte dazu anschauen, werden Sie feststellen, dass das in der Größenordnung von einem Zehntel – einem Zehntel von 2,5 Prozent prognostiziertem Wachstum; hoffentlich tritt das ein – auf die Steuerentlastung 2005 zurückgeht. Okay, darüber kann man ja reden. Aber behaupten Sie nicht, dass der Aufschwung – hoffentlich kommt er von den 2,5 Prozent Wirtschaftswachstum nächstes Jahr! – durch die Steuerentlastung verursacht wird. Das ist blanker Unsinn! Er wird unterstützt, es ist ein kleiner Beitrag. – Wenn Sie das sagen, okay, dann brauchen wir uns ja nicht zu streiten, aber bitte nicht diese ewigen Seifenblasen, Luftblasen, Luftballons, wo etwas Wahres so aufgeblasen wird, dass es unwahr ist. Warum machen Sie das? (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Wenn ich nichts zu sagen habe, gehe ich gar nicht hinaus!
Dritter Punkt: der „Schulden-Karli“. Noch einmal zur Erinnerung: Ich habe einen Konditionalsatz gesagt. Ich habe gesagt: Wenn die Regierungsparteien – wenn! – es seinerzeit für richtig gehalten haben, die Politik von Rudi Edlinger mit dem Ausdruck „Schulden-Rudi“ zu charakterisieren, dann ist der Ausdruck „Schulden-Karli“ für Finanzminister Grasser locker gerechtfertigt. (Abg. Neudeck: Wenn ich nichts zu sagen habe, gehe ich gar nicht hinaus!) Inzwischen haben unsere Recherchen – aber ich verbürge mich nicht dafür; das ist ein vorläufiges unbestätigtes Ergebnis – ergeben, dass niemand anderer als Andreas Khol seinerzeit diesen Ausdruck erfunden hat, nämlich den „Schulden-Rudi“. (Oh-Rufe bei den Grünen.) Aber es bedarf einer Bestätigung dieses vorläufigen Ergebnisses. (Abg. Mag. Hoscher: Besprechen Sie das in der Präsidiale?!)
Oh-Rufe bei den Grünen.
Dritter Punkt: der „Schulden-Karli“. Noch einmal zur Erinnerung: Ich habe einen Konditionalsatz gesagt. Ich habe gesagt: Wenn die Regierungsparteien – wenn! – es seinerzeit für richtig gehalten haben, die Politik von Rudi Edlinger mit dem Ausdruck „Schulden-Rudi“ zu charakterisieren, dann ist der Ausdruck „Schulden-Karli“ für Finanzminister Grasser locker gerechtfertigt. (Abg. Neudeck: Wenn ich nichts zu sagen habe, gehe ich gar nicht hinaus!) Inzwischen haben unsere Recherchen – aber ich verbürge mich nicht dafür; das ist ein vorläufiges unbestätigtes Ergebnis – ergeben, dass niemand anderer als Andreas Khol seinerzeit diesen Ausdruck erfunden hat, nämlich den „Schulden-Rudi“. (Oh-Rufe bei den Grünen.) Aber es bedarf einer Bestätigung dieses vorläufigen Ergebnisses. (Abg. Mag. Hoscher: Besprechen Sie das in der Präsidiale?!)
Abg. Mag. Hoscher: Besprechen Sie das in der Präsidiale?!
Dritter Punkt: der „Schulden-Karli“. Noch einmal zur Erinnerung: Ich habe einen Konditionalsatz gesagt. Ich habe gesagt: Wenn die Regierungsparteien – wenn! – es seinerzeit für richtig gehalten haben, die Politik von Rudi Edlinger mit dem Ausdruck „Schulden-Rudi“ zu charakterisieren, dann ist der Ausdruck „Schulden-Karli“ für Finanzminister Grasser locker gerechtfertigt. (Abg. Neudeck: Wenn ich nichts zu sagen habe, gehe ich gar nicht hinaus!) Inzwischen haben unsere Recherchen – aber ich verbürge mich nicht dafür; das ist ein vorläufiges unbestätigtes Ergebnis – ergeben, dass niemand anderer als Andreas Khol seinerzeit diesen Ausdruck erfunden hat, nämlich den „Schulden-Rudi“. (Oh-Rufe bei den Grünen.) Aber es bedarf einer Bestätigung dieses vorläufigen Ergebnisses. (Abg. Mag. Hoscher: Besprechen Sie das in der Präsidiale?!)
Abg. Ellmauer: Das ist falsch! 1998 war es höher!
Herr Finanzminister, ich verstehe schon, dass Sie das wurmt. Aber wenn Sie sich Ihre eigene Übersicht 7 zur Budgetrede ansehen und diese Übersicht auf Grund der Ergebnisse der Verhandlungen des Finanzausgleichs korrigieren, dann ist Folgendes ganz klar – und ich gebe Ihnen dann in einem Punkt Recht, damit Sie auch zufrieden sind –: Was die Absolutwerte betrifft – Milliarden € –, ist das Defizit 2005 höher als alle Edlinger-Defizite. (Abg. Ellmauer: Das ist falsch! 1998 war es höher!) Knapp höher. 1998 ist es knapp dran, das gebe ich zu. Ohne Sozialversicherung ist das Edlinger-Defizit – schauen wir einmal – fast gleich hoch: 5,77 Milliarden versus 5,79 Milliarden von Finanzminister Grasser. Also, es ist gleich hoch; das ist im Bereich der statistischen Fehler. Aber nach den vorliegenden Daten liegt Grasser minimal höher, deutlich höher als 1999, und wenn Sie die Sozialversicherung mit einrechnen, ist Grasser mit 6 Milliarden € deutlich höher als damals Edlinger mit 5,8 Milliarden €.
Ruf bei der ÖVP: Soll sein, ja! – Abg. Brosz: Vizekanzler Schüssel damals!
In einem Punkt gebe ich Ihnen aber Recht, Herr Finanzminister: Was die relativen Zahlen betrifft, die Anteile am Bruttoinlandsprodukt, ist das Defizit 1998, das von Finanzminister Edlinger zu verantworten war, tatsächlich höher gewesen als Ihres – je nachdem, wie man es rechnet, um 0,4 bis 0,5 Prozentpunkte des BIP. Soll sein, okay. (Ruf bei der ÖVP: Soll sein, ja! – Abg. Brosz: Vizekanzler Schüssel damals!)
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Wenn Sie – ich sage es noch einmal – nach wie vor darauf beharren, den „Schulden-Rudi“ in dieser Form zu diskriminieren, dann sind Sie selber schuld, wenn der hier anwesende Finanzminister sich mit dem genau analogen, symmetrischen Ausdruck charakterisieren lassen muss. Wären S’ damals nicht so gemein gewesen, müssten Sie sich heute nicht so ärgern! (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Stabilitätspakt!
Zweiter Punkt: die rund 300 Millionen ... (Abg. Mag. Molterer: Stabilitätspakt!) – Moment! –, die 300 Millionen, von denen wir heute nicht wissen, wie Sie, die Regierungsparteien, sie aufbringen wollen, obwohl es ja ein unterschriebenes Papier gibt, an dem vermutlich auch der Landeshauptmann von Kärnten nicht völlig unbeteiligt war. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Er ist ja Mitglied der Landeshauptleutekonferenz, und das ist eine Vereinbarung zwischen Bund, Ländern und Gemeinden. Aber mir kann das egal sein; wir sind ja nicht dabei gewesen.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Zweiter Punkt: die rund 300 Millionen ... (Abg. Mag. Molterer: Stabilitätspakt!) – Moment! –, die 300 Millionen, von denen wir heute nicht wissen, wie Sie, die Regierungsparteien, sie aufbringen wollen, obwohl es ja ein unterschriebenes Papier gibt, an dem vermutlich auch der Landeshauptmann von Kärnten nicht völlig unbeteiligt war. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Er ist ja Mitglied der Landeshauptleutekonferenz, und das ist eine Vereinbarung zwischen Bund, Ländern und Gemeinden. Aber mir kann das egal sein; wir sind ja nicht dabei gewesen.
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Aber jetzt sind Sie draufgekommen, dass Sie tatsächlich kurzfristig für die Krankenversicherung und die Spitäler 300 Millionen brauchen. Daraus muss ich allerdings schon eines schließen, Herr Kollege Molterer und Herr Finanzminister Grasser: Dass Ihnen diese 300 Millionen vor drei Wochen auch schon gefehlt haben müssen. Das Bundesbudget vor drei Wochen war also insofern anscheinend um 500 Millionen € unterbudgetiert: 200 Millionen Länder und Gemeinden, 300 Millionen Gesundheit. – Hoffen wir, dass dieser Trend nicht so weitergeht. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Es wird ja noch genügend Gelegenheiten geben, die Art und Weise, die Zweckmäßigkeit der Struktur, der Zusammensetzung dieser 305 Millionen € zu diskutieren. Die Grünen sind auch der Meinung, dass die Erhöhung der Rezeptgebühren der falscheste Weg ist. Auch die Erhöhung dieses so genannten Spitalsbeitrages für die Menschen, die im Spital liegen, denen es ohnehin schlecht geht, halten wir nicht für richtig. Aber rein fiskalisch gesehen ist das ja der geringste Betrag mit rund 15 Millionen, die Sie schätzen, und die 50 Millionen von der Rezeptgebühr – zusammen also 65 Millionen. Es kann keine große Kunst sein, das auf andere Weise hereinzubringen. Eine in diesem Sinne, glaube ich, vertretbare und vor allem erklärbare, Herr Kollege Molterer – Sie müssen natürlich schon versuchen, den Leuten das zu erklären und sie nicht als Sklaven hinzustellen –, weitere Erhöhung der Höchstbeitragsgrundlage in der Krankenversicherung wäre jedenfalls weitaus besser als die Erhöhung der Rezeptgebühren – die im Übrigen nicht nur jenen Leuten zur Last fallen oder jene besonders treffen, die besonders niedrige Einkommen haben: Selbst wenn sie mittlere Einkommen haben, aber chronisch krank sind, einen schwierigen Fall in der Familie haben, kann ihnen das ordentlich zu schaffen machen! Ich weiß das aus eigener Erfahrung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Rädler: Wo ist die Lösung?
Nun zum Finanzausgleich, Herr Finanzminister. (Abg. Rädler: Wo ist die Lösung?) Ich war nicht dabei, und ... (Rufe bei der ÖVP: Wo ist jetzt die Lösung? Wo ist die Botschaft? Wo ist Ihre Lösung?)
Rufe bei der ÖVP: Wo ist jetzt die Lösung? Wo ist die Botschaft? Wo ist Ihre Lösung?
Nun zum Finanzausgleich, Herr Finanzminister. (Abg. Rädler: Wo ist die Lösung?) Ich war nicht dabei, und ... (Rufe bei der ÖVP: Wo ist jetzt die Lösung? Wo ist die Botschaft? Wo ist Ihre Lösung?)
Ruf bei der ÖVP: Lösung!
Sie haben es nicht kapiert? – Aha. Okay! (Ruf bei der ÖVP: Lösung!) Ich nehme zur Kenntnis, dass auch die Regierungsparteien mittlerweile der Ansicht sind, dass 300 Millionen € kurzfristige Zusatzfinanzierung notwendig sind. Vor drei Wochen haben Sie uns das noch verschwiegen. Vor drei Wochen haben wir das Budget diskutiert, da haben Sie noch nichts davon gesagt. Aber ich nehme zur Kenntnis, dass unsere Prognose – und wir haben immer gesagt: jawohl, die Effizienz muss erhöht werden, aber kurzfristig wird es ohne Zusatzmaßnahmen nicht gehen – inzwischen auch die Position der ÖVP ist. – Was Position der FPÖ ist, weiß ich nicht. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Sie haben es nicht kapiert? – Aha. Okay! (Ruf bei der ÖVP: Lösung!) Ich nehme zur Kenntnis, dass auch die Regierungsparteien mittlerweile der Ansicht sind, dass 300 Millionen € kurzfristige Zusatzfinanzierung notwendig sind. Vor drei Wochen haben Sie uns das noch verschwiegen. Vor drei Wochen haben wir das Budget diskutiert, da haben Sie noch nichts davon gesagt. Aber ich nehme zur Kenntnis, dass unsere Prognose – und wir haben immer gesagt: jawohl, die Effizienz muss erhöht werden, aber kurzfristig wird es ohne Zusatzmaßnahmen nicht gehen – inzwischen auch die Position der ÖVP ist. – Was Position der FPÖ ist, weiß ich nicht. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Rädler: Ihr glaubt ja das nicht! Was ... die Grünen für die Gemeinden? – Nichts!
Zum Finanzausgleich möchte ich nur eine spöttische Anmerkung machen, Herr Finanzminister. Ich verstehe schon – und das war ja auch vorauszusehen –, dass Sie den Ländern und insbesondere den Gemeinden Zugeständnisse machen müssen (Abg. Rädler: Ihr glaubt ja das nicht! Was ... die Grünen für die Gemeinden? – Nichts!) und machen werden. Aber was geben eigentlich die Länder dafür dem Bund? – So wirklich klar ist mir das aus dem Paktum nicht geworden, was jetzt davon ein Verhandlungsergebnis darstellt, das auch den Interessen des Bundes entspricht. (Abg. Mag. Molterer: ... haben Sie es nicht verstanden!)
Abg. Mag. Molterer: ... haben Sie es nicht verstanden!
Zum Finanzausgleich möchte ich nur eine spöttische Anmerkung machen, Herr Finanzminister. Ich verstehe schon – und das war ja auch vorauszusehen –, dass Sie den Ländern und insbesondere den Gemeinden Zugeständnisse machen müssen (Abg. Rädler: Ihr glaubt ja das nicht! Was ... die Grünen für die Gemeinden? – Nichts!) und machen werden. Aber was geben eigentlich die Länder dafür dem Bund? – So wirklich klar ist mir das aus dem Paktum nicht geworden, was jetzt davon ein Verhandlungsergebnis darstellt, das auch den Interessen des Bundes entspricht. (Abg. Mag. Molterer: ... haben Sie es nicht verstanden!)
Abg. Mag. Molterer: Die ist abgesprungen! Da haben Sie richtig diagnostiziert! Die SPÖ ist abgesprungen!
Sind da langwierige Verhandlungen vorausgegangen, wer jetzt was vorschlägt, damit sozusagen die unangenehme Last auf alle Schultern verteilt wird – wobei man ja nicht vorausgesehen hat, dass die Bundes-SPÖ dann abspringt? (Abg. Mag. Molterer: Die ist abgesprungen! Da haben Sie richtig diagnostiziert! Die SPÖ ist abgesprungen!) – Das ist ganz eigenartig.
Heiterkeit des Abg. Mag. Molterer. – Abg. Mag. Molterer: „Alles ist nicht übel“! – Sagen Sie doch, es gefällt Ihnen! Sagen Sie einfach: Es ist gut!
Abschließend – weil mir halt so danach zumute ist, mache ich eine versöhnliche Bemerkung –: Diesem Paktum ist auch unpräjudiziell – das ist jetzt kein Fischer-Zitat, sondern das steht tatsächlich in diesem Papier – eine Punktation von Frau Ministerin Rauch-Kallat beigelegt. Ich weiß nicht, wie viel davon rein zusätzliche Bürokratie sein wird, aber alles ist nicht übel, was da drinsteht. Es sind durchaus interessante Sachen! (Heiterkeit des Abg. Mag. Molterer. – Abg. Mag. Molterer: „Alles ist nicht übel“! – Sagen Sie doch, es gefällt Ihnen! Sagen Sie einfach: Es ist gut!) Alles, was irgendwie mit Qualitätskontrolle zu tun hat, mit Dokumentation, mit den statistischen Erfordernissen, die es überhaupt erst möglich machen werden, im Spitalsbereich ordentlich zu planen, ist gut, und das darf auch etwas kosten. Ja! Und das müssen Sie aber auch den Leuten erklären! Es können nicht die Oppositionsparteien oder die Grünen allein den Leuten erklären: Passt auf, da passieren gute Sachen, und die müssen auch etwas kosten dürfen (Abg. Dr. Stummvoll: Das ist schon einmal eine Anerkennung!), und jemand muss das zahlen! – Das sollen nur wir tun? Und Sie kommen mit dem „Sklaverei“-Gelaber daher? – Bitte! Bitte! – Bis zum nächsten Mal! Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Stummvoll: Das ist schon einmal eine Anerkennung!
Abschließend – weil mir halt so danach zumute ist, mache ich eine versöhnliche Bemerkung –: Diesem Paktum ist auch unpräjudiziell – das ist jetzt kein Fischer-Zitat, sondern das steht tatsächlich in diesem Papier – eine Punktation von Frau Ministerin Rauch-Kallat beigelegt. Ich weiß nicht, wie viel davon rein zusätzliche Bürokratie sein wird, aber alles ist nicht übel, was da drinsteht. Es sind durchaus interessante Sachen! (Heiterkeit des Abg. Mag. Molterer. – Abg. Mag. Molterer: „Alles ist nicht übel“! – Sagen Sie doch, es gefällt Ihnen! Sagen Sie einfach: Es ist gut!) Alles, was irgendwie mit Qualitätskontrolle zu tun hat, mit Dokumentation, mit den statistischen Erfordernissen, die es überhaupt erst möglich machen werden, im Spitalsbereich ordentlich zu planen, ist gut, und das darf auch etwas kosten. Ja! Und das müssen Sie aber auch den Leuten erklären! Es können nicht die Oppositionsparteien oder die Grünen allein den Leuten erklären: Passt auf, da passieren gute Sachen, und die müssen auch etwas kosten dürfen (Abg. Dr. Stummvoll: Das ist schon einmal eine Anerkennung!), und jemand muss das zahlen! – Das sollen nur wir tun? Und Sie kommen mit dem „Sklaverei“-Gelaber daher? – Bitte! Bitte! – Bis zum nächsten Mal! Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abschließend – weil mir halt so danach zumute ist, mache ich eine versöhnliche Bemerkung –: Diesem Paktum ist auch unpräjudiziell – das ist jetzt kein Fischer-Zitat, sondern das steht tatsächlich in diesem Papier – eine Punktation von Frau Ministerin Rauch-Kallat beigelegt. Ich weiß nicht, wie viel davon rein zusätzliche Bürokratie sein wird, aber alles ist nicht übel, was da drinsteht. Es sind durchaus interessante Sachen! (Heiterkeit des Abg. Mag. Molterer. – Abg. Mag. Molterer: „Alles ist nicht übel“! – Sagen Sie doch, es gefällt Ihnen! Sagen Sie einfach: Es ist gut!) Alles, was irgendwie mit Qualitätskontrolle zu tun hat, mit Dokumentation, mit den statistischen Erfordernissen, die es überhaupt erst möglich machen werden, im Spitalsbereich ordentlich zu planen, ist gut, und das darf auch etwas kosten. Ja! Und das müssen Sie aber auch den Leuten erklären! Es können nicht die Oppositionsparteien oder die Grünen allein den Leuten erklären: Passt auf, da passieren gute Sachen, und die müssen auch etwas kosten dürfen (Abg. Dr. Stummvoll: Das ist schon einmal eine Anerkennung!), und jemand muss das zahlen! – Das sollen nur wir tun? Und Sie kommen mit dem „Sklaverei“-Gelaber daher? – Bitte! Bitte! – Bis zum nächsten Mal! Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Heiterkeit des Abg. Dr. Stummvoll.
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche): Herr Präsident! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Sehr geehrte Herren Volksanwälte! Herr Rechnungshofpräsident! Man sollte nicht vergessen – meine drei Vorredner haben das anscheinend getan –, dass wir heute unter anderem auch die Obersten Organe diskutieren und dass auch die Repräsentanten der Organe des Parlaments hier heute Teilnehmer dieser Diskussion sind. Aber vorerst möchte ich mich bei Ihnen bedanken, Herr Professor Van der Bellen, für die Vorlesung, für das nette Geplauder. Ich bin immer wirklich beeindruckt – weniger vom Inhalt der Reden, sondern mehr von der Art und Weise, wie man Zeit vergehen lassen kann und dabei hier doch auch Debatten bestreiten kann. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Heiterkeit des Abg. Dr. Stummvoll.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Brosz und Dr. Van der Bellen.
Für eine Erkenntnis bin ich Ihnen wirklich sehr, sehr dankbar, Herr Professor Van der Bellen, nämlich für die Erkenntnis eines Wirtschaftsprofessors, dass man die Vergleichszahlen bei Defizit und Schulden immer nur in absoluten Zahlen hernehmen darf. (Zwischenrufe der Abgeordneten Brosz und Dr. Van der Bellen.) Das haben Sie ja als Vergleich gebracht. Sie haben gesagt, es sind die höchsten Schulden, es ist das höchste Defizit, das dieser Finanzminister zu verantworten hat, und haben die absoluten Zahlen gebracht. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Van der Bellen.) Es ist also völlig egal, wenn jemand, ich weiß nicht, 50 000 €, 100 000 € Schulden hat, ob er jetzt 1 000 € im Monat verdient oder 5 000 €: Es zählen allein die absoluten Zahlen! (Abg. Dr. Van der Bellen: Herr Scheibner, Sie haben nicht aufgepasst!) – Danke, Herr Wirtschaftsprofessor Van der Bellen, für diese Erkenntnis, die Sie uns heute hier gebracht haben. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Van der Bellen.
Für eine Erkenntnis bin ich Ihnen wirklich sehr, sehr dankbar, Herr Professor Van der Bellen, nämlich für die Erkenntnis eines Wirtschaftsprofessors, dass man die Vergleichszahlen bei Defizit und Schulden immer nur in absoluten Zahlen hernehmen darf. (Zwischenrufe der Abgeordneten Brosz und Dr. Van der Bellen.) Das haben Sie ja als Vergleich gebracht. Sie haben gesagt, es sind die höchsten Schulden, es ist das höchste Defizit, das dieser Finanzminister zu verantworten hat, und haben die absoluten Zahlen gebracht. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Van der Bellen.) Es ist also völlig egal, wenn jemand, ich weiß nicht, 50 000 €, 100 000 € Schulden hat, ob er jetzt 1 000 € im Monat verdient oder 5 000 €: Es zählen allein die absoluten Zahlen! (Abg. Dr. Van der Bellen: Herr Scheibner, Sie haben nicht aufgepasst!) – Danke, Herr Wirtschaftsprofessor Van der Bellen, für diese Erkenntnis, die Sie uns heute hier gebracht haben. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Van der Bellen: Herr Scheibner, Sie haben nicht aufgepasst!
Für eine Erkenntnis bin ich Ihnen wirklich sehr, sehr dankbar, Herr Professor Van der Bellen, nämlich für die Erkenntnis eines Wirtschaftsprofessors, dass man die Vergleichszahlen bei Defizit und Schulden immer nur in absoluten Zahlen hernehmen darf. (Zwischenrufe der Abgeordneten Brosz und Dr. Van der Bellen.) Das haben Sie ja als Vergleich gebracht. Sie haben gesagt, es sind die höchsten Schulden, es ist das höchste Defizit, das dieser Finanzminister zu verantworten hat, und haben die absoluten Zahlen gebracht. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Van der Bellen.) Es ist also völlig egal, wenn jemand, ich weiß nicht, 50 000 €, 100 000 € Schulden hat, ob er jetzt 1 000 € im Monat verdient oder 5 000 €: Es zählen allein die absoluten Zahlen! (Abg. Dr. Van der Bellen: Herr Scheibner, Sie haben nicht aufgepasst!) – Danke, Herr Wirtschaftsprofessor Van der Bellen, für diese Erkenntnis, die Sie uns heute hier gebracht haben. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Für eine Erkenntnis bin ich Ihnen wirklich sehr, sehr dankbar, Herr Professor Van der Bellen, nämlich für die Erkenntnis eines Wirtschaftsprofessors, dass man die Vergleichszahlen bei Defizit und Schulden immer nur in absoluten Zahlen hernehmen darf. (Zwischenrufe der Abgeordneten Brosz und Dr. Van der Bellen.) Das haben Sie ja als Vergleich gebracht. Sie haben gesagt, es sind die höchsten Schulden, es ist das höchste Defizit, das dieser Finanzminister zu verantworten hat, und haben die absoluten Zahlen gebracht. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Van der Bellen.) Es ist also völlig egal, wenn jemand, ich weiß nicht, 50 000 €, 100 000 € Schulden hat, ob er jetzt 1 000 € im Monat verdient oder 5 000 €: Es zählen allein die absoluten Zahlen! (Abg. Dr. Van der Bellen: Herr Scheibner, Sie haben nicht aufgepasst!) – Danke, Herr Wirtschaftsprofessor Van der Bellen, für diese Erkenntnis, die Sie uns heute hier gebracht haben. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Van der Bellen: Das mache ich!
Meine Damen und Herren! Aber damit, glaube ich, können wir es schon bewenden lassen. Herr Professor Van der Bellen, in aller Freundschaft, eines möchte ich noch gerne einmal erleben und mir dann die Kommentare anhören, die ja bei Ihnen immer sehr freundlich sind: dass Sie einmal hier herausgehen und fünf Minuten lang nichts sagen – hier nur stehen und nichts sagen. (Abg. Dr. Van der Bellen: Das mache ich!) Bitte machen Sie das einmal! Ich bin sicher, die Kommentare werden lauten: Eine perfekte Analyse der Sprachlosigkeit der heutigen Gesellschaft durch Professor Van der Bellen. – Das werden wahrscheinlich die Kommentare am nächsten Tag sein. (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Aber damit, glaube ich, können wir es schon bewenden lassen. Herr Professor Van der Bellen, in aller Freundschaft, eines möchte ich noch gerne einmal erleben und mir dann die Kommentare anhören, die ja bei Ihnen immer sehr freundlich sind: dass Sie einmal hier herausgehen und fünf Minuten lang nichts sagen – hier nur stehen und nichts sagen. (Abg. Dr. Van der Bellen: Das mache ich!) Bitte machen Sie das einmal! Ich bin sicher, die Kommentare werden lauten: Eine perfekte Analyse der Sprachlosigkeit der heutigen Gesellschaft durch Professor Van der Bellen. – Das werden wahrscheinlich die Kommentare am nächsten Tag sein. (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Oberhaidinger.
Damit aber zum Kollegen Gusenbauer, der ja eines fortgesetzt hat: ... (Zwischenruf des Abg. Oberhaidinger.) – Ja, Herr Kollege, ich erinnere mich noch gut an deine Rede von gestern. Da halte ich jedem Vergleich stand! Du warst auch Erstredner gestern, das habe ich noch gut in Erinnerung.
Abg. Dr. Gusenbauer: Rekord-Wirtschaftswachstum? Rekord-Arbeitslosigkeit? – Also, so ein ...!
Ich will jetzt gar nicht lange die Vergleiche mit Ihrer Ära bringen, aber Sie haben es ja wirklich zusammengebracht, in Zeiten von Rekord-Wirtschaftswachstum andere Rekorde, nämlich an Defizit, an Arbeitslosigkeit, zusammenzubringen und den Schuldenstand massiv zu erhöhen – trotz eines Rekord-Wirtschaftswachstums, meine Damen und Herren! (Abg. Dr. Gusenbauer: Rekord-Wirtschaftswachstum? Rekord-Arbeitslosigkeit? – Also, so ein ...!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Wo? Wo?
Wir sind hier einen anderen Weg gegangen. Sie aber kritisieren jetzt, dass wir am Beginn – und wir hoffen alle, dass es so weit kommt – eines Wirtschaftsaufschwunges investieren in die Infrastruktur, meine Damen und Herren (Abg. Dr. Gusenbauer: Wo? Wo?), in Forschung und Entwicklung. Noch nie wurde so viel in Forschung und Entwicklung, also in die Zukunft des Landes und der Bevölkerung, investiert! (Abg. Dr. Gusenbauer: Stimmt ja nicht!) Das wollen Sie alles nicht anerkennen. (Abg.
Abg. Dr. Gusenbauer: Stimmt ja nicht!
Wir sind hier einen anderen Weg gegangen. Sie aber kritisieren jetzt, dass wir am Beginn – und wir hoffen alle, dass es so weit kommt – eines Wirtschaftsaufschwunges investieren in die Infrastruktur, meine Damen und Herren (Abg. Dr. Gusenbauer: Wo? Wo?), in Forschung und Entwicklung. Noch nie wurde so viel in Forschung und Entwicklung, also in die Zukunft des Landes und der Bevölkerung, investiert! (Abg. Dr. Gusenbauer: Stimmt ja nicht!) Das wollen Sie alles nicht anerkennen. (Abg.
Abg. Dr. Gusenbauer: Weil es falsch ist!
Dr. Gusenbauer: Das ist einfach falsch!) Wir investieren in die Wirtschaft, in den Wirtschaftsstandort Österreich mit der von Ihnen zuerst geforderten und jetzt kritisierten Absenkung der Wirtschaftssteuern, meine Damen und Herren. Das verstehe ich nicht, dass Sie das nicht zugeben. (Abg. Dr. Gusenbauer: Weil es falsch ist!) Das war wichtig, meine Damen und Herren, gerade im Zuge der EU-Erweiterung, wo es darum gegangen ist, konkurrenzfähig zu bleiben im Verhältnis zu den neuen Mitgliedsländern in Europa. Wir haben gesagt – und Sie haben ja diese hohe Steuer- und Abgabenquote einmal kritisiert –: Ja, jetzt haben wir nach der Sanierung des Staatshaushaltes endlich die Flexibilität und den Spielraum, die größte steuerliche Entlastung in der Zweiten Republik für die Bevölkerung umzusetzen!
Zwischenrufe der Abgeordneten Öllinger, Rest-Hinterseer und Binder. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.
Das wollen Sie alles nicht anerkennen – aber das ist ja auch klar, denn Sie haben gegen all diese positiven Maßnahmen gestimmt: Sie haben gegen die steuerliche Entlastung gestimmt, Sie haben gegen die Garantie des Wirtschaftsstandortes Österreich gestimmt, Sie haben gegen unsere familienpolitischen Initiativen in den letzten Jahren, etwa das Kinderbetreuungsgeld, gestimmt. Es werden wahrscheinlich Ihre Familienexperten wieder herauskommen und sagen, wir knebeln die Frauen mit dem Kinderbetreuungsgeld, wir halten sie vom Arbeitsmarkt fern. – Nein, meine Damen und Herren, aber Sie wollen sie in den Arbeitsmarkt zwingen! (Zwischenrufe der Abgeordneten Öllinger, Rest-Hinterseer und Binder. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.) Das ist Ihre Politik, meine Damen und Herren.
Beifall bei den Freiheitlichen sowie der Abg. Lentsch.
Wir hingegen wollen den Frauen, den Familien ein Wahlrecht geben, ob sie bei den Kindern bleiben wollen oder nicht. Das ist die Politik dieser Bundesregierung: Wahlmöglichkeiten zu geben und die Frauen und die Familien nicht aus sozialen Gründen zu zwingen, in den Arbeitsmarkt hineinzudrängen. – Das ist der Unterschied, und auf diesen Unterschied zu Ihnen sind wir sehr stolz. (Beifall bei den Freiheitlichen sowie der Abg. Lentsch.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Das – und das habe ich schon klar und deutlich gesagt – ist ein System der Vergangenheit, und dieses System werden und müssen wir für die Zukunft anders gestalten. Und wir stehen auch dazu, und wir sehen auch, dass es erste gute Ansätze dazu gibt, nämlich mit dem Reformpaket, das Ministerin Rauch-Kallat gemeinsam mit Staatssekretär Schweitzer ausgearbeitet hat, in dem wir klare neue Akzente setzen – die vielleicht nicht morgen und nicht übermorgen wirksam werden, die aber für die Zukunft nicht nur dauerhaft eine finanzielle Entlastung für das Gesundheitssystem bringen, sondern auch Schwerpunkte im Erhalt der Gesundheit setzen: den Schwerpunkt Prävention. Das ist natürlich schwer vermittelbar, wenn es um kurzfristige Maßnahmen geht oder wenn man nette Sonntagsreden halten möchte, aber das sollte doch eigentlich unser Schwerpunkt sein: dass wir nicht das Kranksein finanzieren, sondern dass wir mit Vorsorge-, mit Präventionsmaßnahmen die Gesundheit erhalten. Das muss an der Spitze jedes Gesundheitspakets stehen! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Kogler: Diskutieren schon!
An der zweiten Stelle muss stehen, dass auch die Mittelverwendung überprüft wird. Ich verstehe schon, dass etwa die Landeshauptleute, egal, welcher Couleur sie angehören, natürlich in erster Linie sagen: Wir wollen das System, so wie es ist, aufrechterhalten!, weil niemand gerne darüber diskutiert (Abg. Mag. Kogler: Diskutieren schon!), ob wir nicht vielleicht zu viele Akutbetten in den jeweiligen Ländern haben, weil niemand gerne darüber diskutiert, ob der fünfte oder sechste Computertomograph denn wirklich notwendig ist und voll ausgelastet ist (Abg. Öllinger: Der vom Waneck! Dem Waneck sein Computertomograph! Über das können wir schon reden!) – oder ob es nicht nur den Grund gibt, dass, weil der Abteilungsleiter A einen hat, der Abteilungsleiter B auch einen haben will und dass der Landeshauptmann halt so gerne zur Eröffnung und zur Einweihung dieser Computertomographen eingeladen wird.
Abg. Öllinger: Der vom Waneck! Dem Waneck sein Computertomograph! Über das können wir schon reden!
An der zweiten Stelle muss stehen, dass auch die Mittelverwendung überprüft wird. Ich verstehe schon, dass etwa die Landeshauptleute, egal, welcher Couleur sie angehören, natürlich in erster Linie sagen: Wir wollen das System, so wie es ist, aufrechterhalten!, weil niemand gerne darüber diskutiert (Abg. Mag. Kogler: Diskutieren schon!), ob wir nicht vielleicht zu viele Akutbetten in den jeweiligen Ländern haben, weil niemand gerne darüber diskutiert, ob der fünfte oder sechste Computertomograph denn wirklich notwendig ist und voll ausgelastet ist (Abg. Öllinger: Der vom Waneck! Dem Waneck sein Computertomograph! Über das können wir schon reden!) – oder ob es nicht nur den Grund gibt, dass, weil der Abteilungsleiter A einen hat, der Abteilungsleiter B auch einen haben will und dass der Landeshauptmann halt so gerne zur Eröffnung und zur Einweihung dieser Computertomographen eingeladen wird.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir wollen ein gemeinsames Paket haben für die kurzfristige Finanzierung, für die mittelfristige Finanzierung, aber in erster Linie auch für eine langfristige Garantie der Qualität bei einem möglichst hohen Effizienzgrad der Mittelverwendung. Das ist moderne Politik, wie wir sie für das 21. Jahrhundert für möglich, aber auch für notwendig erachten, meine Damen und Herren. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Schließlich – und wie angekündigt, meine Damen und Herren – auch noch einige Worte zu den Institutionen des Parlaments: Ich glaube, dass wir uns alle hier im Hohen Haus beim Präsidenten des Rechnungshofes, aber auch bei den Volksanwälten bedanken können, müssen und sollen, ebenso wie auch bei allen Bediensteten des Parlaments, für die effiziente Arbeit im Dienste der Volksvertretung, aber auch im Dienste der Kontrolle des Staates und im Dienste der Bürgernähe – wenn es also darum geht, die Anliegen der Bürger auch optimal zu vertreten und überall dort da zu sein, wo es notwendig ist, Hilfestellungen zu geben. Das hat Sie in der Vergangenheit ausgezeichnet, und dafür herzlichen Dank von der Volksvertretung, meine Herren – und auch der Dame; ich bitte, ihr das auszurichten – in der Volksanwaltschaft! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Sie verweigern ja die Auskünfte im Finanzausschuss und im Budgetausschuss!
Abschließend, meine Damen und Herren, noch einmal: Wir stehen zu den richtungweisenden Entscheidungen für das Budget 2005, auch für die Budgetvorschau 2006. Hier werden die Weichenstellungen für die Zukunft Österreichs gesetzt: mit einer klaren Schwerpunktsetzung für Zukunftstechnologien, im Bereich der Forschung, im Bereich der Bildung, aber auch in den Bereichen Gesundheit und Sozialsystem. Dass Sie von den Grünen immer nur hinterher kommentieren, das sind wir gewohnt, und das werden wir auch weiterhin ertragen, das ist überhaupt kein Problem. (Abg. Mag. Kogler: Sie verweigern ja die Auskünfte im Finanzausschuss und im Budgetausschuss!) Aber Sie müssen zur Kenntnis nehmen, dass es hier in diesem Haus zwei Parteien gibt, die mehr tun als kommentieren, die gestalten – und das wird auch in Zukunft so sein. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abschließend, meine Damen und Herren, noch einmal: Wir stehen zu den richtungweisenden Entscheidungen für das Budget 2005, auch für die Budgetvorschau 2006. Hier werden die Weichenstellungen für die Zukunft Österreichs gesetzt: mit einer klaren Schwerpunktsetzung für Zukunftstechnologien, im Bereich der Forschung, im Bereich der Bildung, aber auch in den Bereichen Gesundheit und Sozialsystem. Dass Sie von den Grünen immer nur hinterher kommentieren, das sind wir gewohnt, und das werden wir auch weiterhin ertragen, das ist überhaupt kein Problem. (Abg. Mag. Kogler: Sie verweigern ja die Auskünfte im Finanzausschuss und im Budgetausschuss!) Aber Sie müssen zur Kenntnis nehmen, dass es hier in diesem Haus zwei Parteien gibt, die mehr tun als kommentieren, die gestalten – und das wird auch in Zukunft so sein. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Das habe ich nicht gesagt!
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne): Herr Präsident! Kollege Scheibner hat behauptet, dass ich das Grasser-Budget 2005 mit den Edlinger-Budgets 1998/1999 nur in absoluten Zahlen, also in Milliarden Euro, verglichen hätte. (Abg. Scheibner: Das habe ich nicht gesagt!) – Das ist falsch!
Abg. Neudeck: Das haben Sie aber zuerst nicht gesagt! – Abg. Steibl: Das ist eine Rede, keine tatsächliche Berichtigung!
abend: Sie haben keine Daten genannt! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP), wobei der Unterschied zu 1998 verschwindend gering ist. Und ich habe darauf hingewiesen, dass in Prozent des BIP, in Prozent des Sozialprodukts, das Grasser-Defizit jedenfalls niedriger ist als das Edlinger-Defizit 1998/1999. Je nachdem, wie man es rechnet, sind sie gleich hoch beziehungsweise liegt Grasser mit seinem Defizit geringfügig darunter. Das habe ich gesagt. (Abg. Neudeck: Das haben Sie aber zuerst nicht gesagt! – Abg. Steibl: Das ist eine Rede, keine tatsächliche Berichtigung!)
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen
Sie haben nicht aufgepasst. Als Beleg habe ich Ihnen Übersicht 7 der Budgetrede angeboten (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen), korrigiert um die Finanzausgleichsverhandlungen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Sie haben nicht aufgepasst. Als Beleg habe ich Ihnen Übersicht 7 der Budgetrede angeboten (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen), korrigiert um die Finanzausgleichsverhandlungen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wir haben die Pensionsreform umgesetzt. Wir haben die Verwaltung deutlich abgeschlankt, wir haben deutliche Schwerpunkte gerade für Bildung und Forschung gesetzt. Darauf bin ich stolz, dass wir selbst in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten diese Schwerpunkte gelebt haben. Die Zahlen dazu finden Sie ja in den Budgetunterlagen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Das ist in Summe ein Programm, das wir absolut unterstützen wollen, das in unserem Interesse ist, weil es unseren Bürgern letztlich mehr Sicherheit gibt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Sburny: Durch Steuerdumping auch nicht!
Wir sind doch alle einer Meinung, dass wir nicht einen Standortwettbewerb durch Lohndumping führen können. Das geht nicht, das ist auch nicht wünschenswert. Wohl aber glaube ich ... (Abg. Sburny: Durch Steuerdumping auch nicht!) – Nein, aber entschuldigen Sie bitte, Frau Abgeordnete, ein Körperschaftsteuersatz von 25 Prozent, wenn andere Staaten 10 oder 19 Prozent haben, ist wirklich nicht als Steuerdumping zu bezeichnen. Seien wir uns wenigstens darüber einig! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wir sind doch alle einer Meinung, dass wir nicht einen Standortwettbewerb durch Lohndumping führen können. Das geht nicht, das ist auch nicht wünschenswert. Wohl aber glaube ich ... (Abg. Sburny: Durch Steuerdumping auch nicht!) – Nein, aber entschuldigen Sie bitte, Frau Abgeordnete, ein Körperschaftsteuersatz von 25 Prozent, wenn andere Staaten 10 oder 19 Prozent haben, ist wirklich nicht als Steuerdumping zu bezeichnen. Seien wir uns wenigstens darüber einig! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Jetzt möchte ich schon Folgendes dazu sagen, Herr Professor: Wenn wir einander ernst nehmen, muss auch klar sein, dass man nicht sagen kann, die Steuerreform oder die Steuersenkung ist zu gering oder sie kommt zu spät, man hätte sie nicht heuer, sondern schon ein Jahr früher oder zwei Jahre früher machen sollen, aber gleichzeitig hier steht und anklagend vom „Schulden-Karli“ redet und sagt: Das Defizit ist zu hoch. – Beides geht nicht! Das ist intellektuell Ihrer nicht würdig, das wissen Sie auch, daher müssen Sie schmunzeln. Deswegen tragen wir diese Diskussion natürlich aus, Herr Professor. Keine Frage! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Aber natürlich ist dieser Teil des Aufschwungs nicht allein durch die Regierung induziert, hinweisen möchte ich allerdings schon darauf, dass wir einige Exportanstrengungen unternommen haben, wobei da Martin Bartenstein sehr gut gearbeitet hat. Regierungsmitglieder sind – was manchmal belächelt wird; ich sage das hier jedoch ganz positiv – rund um die Uhr und überall in der Welt unterwegs; so beispielsweise Vizekanzler Hubert Gorbach jetzt in China beziehungsweise in anderen Teilen der Welt, denn: Von selber kommt nichts! Auch die Exportindustrie verlangt von uns Unterstützung – und wir geben sie, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Jetzt bringe ich ein Zitat von jemandem, der völlig unverdächtig ist, der uns übrigens früher auch schon hart kritisiert hat, nämlich der Internationale Währungsfonds, der im August dieses Jahres schrieb: Österreich ist quasi „the showcase for economic reforms“, ein Vorbild für Wirtschaftsreformen also. Österreich ragt da heraus aus den europäischen Ländern. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich stehe zu diesem Pakt, und ich ersuche auch um Ihre Zustimmung hiezu! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Jarolim: Das ist eine ziemliche Drohung, Herr Bundeskanzler!
Es braucht auch niemand Angst zu haben, dass die Arbeitsplätze in den betroffenen Betrieben, wie auch in anderen Industrie- und Mittelstandsbetrieben, gefährdet sind. Ganz im Gegenteil – und vielleicht hat es sich schon in der Öffentlichkeit herumgesprochen –: Der Aufschwung ist ja Gott sei Dank längst da! Gerade was die Industrie betrifft, können und brauchen wir nicht zu klagen, da ist die Situation relativ gut – und wir werden darüber wachen, dass dies so bleibt und die Rahmenbedingungen so gesetzt werden, dass dies auch weiterhin so funktioniert, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Jarolim: Das ist eine ziemliche Drohung, Herr Bundeskanzler!) – Ah geh, da fürchtet sich aber wirklich niemand – außer Ihnen! (Abg. Neudeck: Der Jarolim muss immer etwas sagen, wenn er munter wird!)
Abg. Neudeck: Der Jarolim muss immer etwas sagen, wenn er munter wird!
Es braucht auch niemand Angst zu haben, dass die Arbeitsplätze in den betroffenen Betrieben, wie auch in anderen Industrie- und Mittelstandsbetrieben, gefährdet sind. Ganz im Gegenteil – und vielleicht hat es sich schon in der Öffentlichkeit herumgesprochen –: Der Aufschwung ist ja Gott sei Dank längst da! Gerade was die Industrie betrifft, können und brauchen wir nicht zu klagen, da ist die Situation relativ gut – und wir werden darüber wachen, dass dies so bleibt und die Rahmenbedingungen so gesetzt werden, dass dies auch weiterhin so funktioniert, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Jarolim: Das ist eine ziemliche Drohung, Herr Bundeskanzler!) – Ah geh, da fürchtet sich aber wirklich niemand – außer Ihnen! (Abg. Neudeck: Der Jarolim muss immer etwas sagen, wenn er munter wird!)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.
Ausdrücklich möchte ich der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst und den Personalvertretern dafür danken, dass sie bei dieser Arbeit, die Verwaltung schlanker und damit effizienter zu machen, auch vielen Anregungen des Rechnungshofes und der Volksanwaltschaft gefolgt sind, diesen Rechnung getragen haben und so mit uns sehr viel bewegen konnten. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Was das Budget des Bundeskanzleramtes betrifft, möchte ich besonders Staatssekretär Morak und natürlich dem Finanzminister danken. In dem Fall ist er der „Förderungs-Karli“ – danke vielmals! Das Kunstbudget steigt im nächsten Jahr um 6 Prozent, im übernächsten Jahr um 7 Prozent. Betreffend Sportbudget danke ich dem „Förderungs-Karli“ auf der anderen Seite, Karl Schweitzer, der sich sehr engagiert in diesem Bereich eingesetzt hat. Das Sportbudget steigt insgesamt um 5 Prozent, aber der wahre Wurf, der uns da gelungen ist – wiederum: danke, Karl-Heinz –, ist, dass wir für die besondere Sportförderung das Budget von 36 Millionen auf 40 Millionen € – mindestens! – angehoben haben, aber mit der 3-Prozent-Regelung, die nicht gedeckelt ist, wahrscheinlich schon im nächsten Jahr wesentlich mehr als die 40 Millionen € erreichen werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Lebhafter Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich hätte es nicht öffentlich gemacht, aber es ist aus Kärnten verlautet worden, daher will ich es auch dem Hohen Haus nicht verheimlichen. Ich habe eine derartige Initiative ergriffen, und ich warte jetzt auf Terminvorschläge. Wir werden wahrscheinlich Anfang Jänner mit den Heimatverbänden und mit den Slowenenorganisationen und natürlich auch mit den Parlamentsparteien in der gleichen Zusammensetzung wie vor zwei Jahren nach entsprechender Vorbereitung einen neuerlichen Anlauf nehmen. Ich hoffe sehr, dass er gelingt. Ansonsten freue ich mich auf diese Diskussion hier heute und hoffe sehr, dass Sie unser Budget letztlich auch mit Ihrer Stimme unterstützen. (Lebhafter Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei den Freiheitlichen.)
ironische Heiterkeit des Abg. Mag. Molterer
Richtig ist, dass in diesem Bericht die Empfehlung enthalten ist, eine Harmonisierung zu erreichen, die eine Dienstleistungsliberalisierung erlaubt (ironische Heiterkeit des Abg. Mag. Molterer) – aber nicht um den Preis, dass das ein Aus für Tausende Arbeitsplätze und Tausende potentiell bedrohte Kleingewerbetreibende bedeutet. Das
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Schüssel hat Recht!
macht einen Unterschied! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Schüssel hat Recht!)
Abg. Scheibner: Wo seid ihr dabei? Einmal dabei und einmal nicht dabei! Wo seid ihr?
Ich habe heute mit Verwunderung registriert: Je chaotischer der Zustand dieser Bundesregierung ist, wie man es am Beispiel der Diskussion über das Gesundheitspaket sehen kann, desto launiger ist die Stimmung bei den beiden Regierungsfraktionen hier im Hohen Haus. Ich frage mich: Was ist da der Grund dafür? Wie können Sie diese Laune entwickeln, obwohl sich die Regierung in dem Zustand befindet, dass sie sich wieder nicht geeinigt hat, wieder hat verschieben müssen? Erst beim nächsten Ministerrat wird versucht, da eine Einigung zu finden. (Abg. Scheibner: Wo seid ihr dabei? Einmal dabei und einmal nicht dabei! Wo seid ihr?)
Beifall bei der SPÖ.
Weil der Herr Bundeskanzler in seiner üblichen sonorigen onkelhaften Stimme hier versucht – im Gegensatz zum Klubobmann Molterer –, beruhigende Elemente in die Diskussion formal einzubringen, möchte ich sagen: Der Wim-Kok-Bericht mit den nicht erreichten Lissabon-Zielen enthält nichts Beruhigendes! Da wird schlicht und einfach davon gesprochen, dass die Wohlstandsgesellschaften der Europäischen Union in sich strukturell gefährdet sind, dass die Ziele Beschäftigung und Wachstum nicht erreicht wurden. Also es wird heftige Kritik an den Politiken der nationalen Regierungen und auch an der Europäischen Union geübt. Daraus muss man doch bitte den Schluss ziehen, dass auch die österreichische Bundesregierung damit gemeint ist. Diese hat sich lange gewehrt, sich dafür einzusetzen, dass in der Europäischen Union für Wachstums- und Beschäftigungspolitik Schritte gesetzt werden. Das hat weiland – und das ist schon ein Vorschuss für das Gedenkjahr, das im nächstes Jahr ist – der Bundeskanzler Vranitzky durchgedrückt, der dafür gesorgt hat, dass das als ein Politikbestandteil der Europäischen Union überhaupt aufgenommen wurde. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei der SPÖ
gestern, 30 Jahre Schuldenpolitik geißelt, dann muss ich fragen: Was sagen Sie eigentlich dazu, Herr Bundeskanzler? Da geißelt er Sie ja gleich mit, denn Sie sind seit 1989 in der Regierung. Da wäre doch, politisch gesprochen, fast eine väterliche Dachtel angebracht (Heiterkeit bei der SPÖ), denn das kann er doch gar nicht machen beziehungsweise es kann doch gar nicht sein, dass er als Finanzminister so aufmüpfig sein darf und das alles sagen kann, denn das zerstört doch das Geschichtsbild, das Sie hier errichten wollen!
ironische Heiterkeit bei der SPÖ
Ihr Geschichtsbild ist ganz einfach: Da war der Bundeskanzler Klaus, und dann, nach gewisser Zeit, kam schon Schüssel in die Regierung (ironische Heiterkeit bei der SPÖ), und zwar mit irgendeinem Regierungspartner, an den er sich nicht mehr erinnern kann. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Dann gab es Schwarz-Blau, aber an Blau werden Sie sich auch bald nicht mehr erinnern können. Und übrig bleibt Wolfgang Schüssel. So wird die Geschichtsbetrachtung sein! (Abg. Rädler: Den Kreisky habt ihr schon vergessen!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ihr Geschichtsbild ist ganz einfach: Da war der Bundeskanzler Klaus, und dann, nach gewisser Zeit, kam schon Schüssel in die Regierung (ironische Heiterkeit bei der SPÖ), und zwar mit irgendeinem Regierungspartner, an den er sich nicht mehr erinnern kann. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Dann gab es Schwarz-Blau, aber an Blau werden Sie sich auch bald nicht mehr erinnern können. Und übrig bleibt Wolfgang Schüssel. So wird die Geschichtsbetrachtung sein! (Abg. Rädler: Den Kreisky habt ihr schon vergessen!)
Abg. Rädler: Den Kreisky habt ihr schon vergessen!
Ihr Geschichtsbild ist ganz einfach: Da war der Bundeskanzler Klaus, und dann, nach gewisser Zeit, kam schon Schüssel in die Regierung (ironische Heiterkeit bei der SPÖ), und zwar mit irgendeinem Regierungspartner, an den er sich nicht mehr erinnern kann. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Dann gab es Schwarz-Blau, aber an Blau werden Sie sich auch bald nicht mehr erinnern können. Und übrig bleibt Wolfgang Schüssel. So wird die Geschichtsbetrachtung sein! (Abg. Rädler: Den Kreisky habt ihr schon vergessen!)
Abg. Dr. Fekter: An den Pensionsbrief von Vranitzky kann ich mich auch erinnern!
Sie können sich dann, wenn es Ihnen passt, nicht aus der Verantwortung wegstehlen und aus der Geschichte auslöschen! Sie müssen zur Kenntnis nehmen, dass unter 30 Jahre sozialdemokratischer Kanzlerschaft gigantische Fortschritte im Bildungsbereich, im Schulbereich, im Universitätsbereich, im Sozialbereich, im Infrastrukturbereich, im Gesundheitsbereich, zur Sicherung der Pensionen gemacht wurden. Das wird immer unter den Tisch gekehrt! (Abg. Dr. Fekter: An den Pensionsbrief von Vranitzky kann ich mich auch erinnern!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
So wird sich nächstes Jahr das Gedenkjahr abspielen? So soll es sein: dass Sie das so betrachten, wie es Ihnen gefällt, und nur die ÖVP quasi gleich die Geschichte Österreichs ist und der Rest nicht existiert hat? Das werden wir nicht zulassen! Das kann ich Ihnen jetzt schon sagen. Das wird auch die Öffentlichkeit nicht zulassen! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Neuerliche Zwischenbemerkung von Bundesminister Mag. Grasser.
Es sagte gestern der Herr Finanzminister Grasser – und das setzt sich wahrscheinlich heute so fort –: Nicht in absoluten Schuldenständen sollt ihr mich bewerten, sondern in Quoten und Prozenten! (Zwischenbemerkung von Bundesminister Mag. Grasser.) Sie zahlen nicht in Quoten und Prozenten zurück, sondern die absoluten Schulden haben Sie zurückzuzahlen, Herr Finanzminister! Reden Sie doch nicht so herum! (Beifall bei der SPÖ. – Neuerliche Zwischenbemerkung von Bundesminister Mag. Grasser.)
Ruf bei der ÖVP: Das glaubt aber niemand!
Der „Professor“ Schüssel, der hier professoral den Professor Van der Bellen belehrt hat – wobei der Unterschied ist, dass Van der Bellen wirklich Wirtschaftsprofessor ist, was man hinzufügen muss (Ruf bei der ÖVP: Das glaubt aber niemand!) –, lässt das alles von der Regierungsbank aus geschehen. Also geschieht es mit seiner Zustimmung.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Er lässt auch geschehen, wie Klubobmann Molterer sich mit den 30 Jahren Geschichte auseinander setzt, von denen 15, 16, 17 Jahre die ÖVP mit dabei war. Er tut dies, wie wenn er da ein Blackout gehabt hätte. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich sage: Das war ein politisches Blackout, weil das die Rollenverteilung so vorsieht: der sonorige Onkel, manchmal professoral, beruhigend, mit der Welt auf du und du (Abg. Dr. Fekter: Staatsmann!), Geschichtsteile ausblendend, wo er meistens dabei war, und dann der Bösewicht in der Klubobmannrolle, der die Geschichte etwas brutaler und radikaler umdeutet.
Abg. Dr. Fekter: Staatsmann!
Er lässt auch geschehen, wie Klubobmann Molterer sich mit den 30 Jahren Geschichte auseinander setzt, von denen 15, 16, 17 Jahre die ÖVP mit dabei war. Er tut dies, wie wenn er da ein Blackout gehabt hätte. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich sage: Das war ein politisches Blackout, weil das die Rollenverteilung so vorsieht: der sonorige Onkel, manchmal professoral, beruhigend, mit der Welt auf du und du (Abg. Dr. Fekter: Staatsmann!), Geschichtsteile ausblendend, wo er meistens dabei war, und dann der Bösewicht in der Klubobmannrolle, der die Geschichte etwas brutaler und radikaler umdeutet.
Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.
So werden wir das Gedenkjahr nicht anfangen können! Sie müssen sich – das müssen Sie lernen! – auch Kritik gefallen lassen! Vielleicht kommen Sie einmal in Opposition. Sitzen Sie nicht so überheblich da! Das kann ja sein. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.) Die Rache des Wählers kann Sie einmal treffen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
So werden wir das Gedenkjahr nicht anfangen können! Sie müssen sich – das müssen Sie lernen! – auch Kritik gefallen lassen! Vielleicht kommen Sie einmal in Opposition. Sitzen Sie nicht so überheblich da! Das kann ja sein. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.) Die Rache des Wählers kann Sie einmal treffen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Neugebauer: So denken Sie!
Das ist der Gedankengang, den Sie permanent haben, nämlich die Republik in verschiedene schwarze Kastln aufzuteilen: das ÖAAB-Kastl (Abg. Neugebauer: So denken Sie!) das Wirtschaftskammer-Kastl, das Industriellenvereinigung-Kastl, die Länder-Kastl, in all die Kastln, die Sie haben. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) Etwas anderes kommt ja bei Ihnen in Wahrheit nicht vor.
Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das ist der Gedankengang, den Sie permanent haben, nämlich die Republik in verschiedene schwarze Kastln aufzuteilen: das ÖAAB-Kastl (Abg. Neugebauer: So denken Sie!) das Wirtschaftskammer-Kastl, das Industriellenvereinigung-Kastl, die Länder-Kastl, in all die Kastln, die Sie haben. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) Etwas anderes kommt ja bei Ihnen in Wahrheit nicht vor.
Zwischenruf des Abg. Neugebauer.
Das Strasser-Kastl gibt es noch. Das besteht momentan aus 30 000 Kastln, wovon 12 000 neu ausgeschrieben und neu besetzt werden sollen. Der macht keine Sicherheitspolitik, Herr Klubobmann Scheibner, der macht keine Reformpolitik im Innenbereich, sondern der sitzt einfach in der Abteilung „ÖVP-Postenbesetzung“, zweiter Stock, Türschild „Strasser“. Und da geht es zack, zack! (Zwischenruf des Abg. Neugebauer.) Ah, der Herr Neugebauer weiß, wovon ich spreche: öffentlicher Dienst, ÖVP, da kennen wir uns aus, da sitzen wir da, da wird der Bauch größer und größer! (Beifall bei der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Neugebauer.)
Beifall bei der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Neugebauer.
Das Strasser-Kastl gibt es noch. Das besteht momentan aus 30 000 Kastln, wovon 12 000 neu ausgeschrieben und neu besetzt werden sollen. Der macht keine Sicherheitspolitik, Herr Klubobmann Scheibner, der macht keine Reformpolitik im Innenbereich, sondern der sitzt einfach in der Abteilung „ÖVP-Postenbesetzung“, zweiter Stock, Türschild „Strasser“. Und da geht es zack, zack! (Zwischenruf des Abg. Neugebauer.) Ah, der Herr Neugebauer weiß, wovon ich spreche: öffentlicher Dienst, ÖVP, da kennen wir uns aus, da sitzen wir da, da wird der Bauch größer und größer! (Beifall bei der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Neugebauer.)
Lautstarke ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Dass Sie da hinten auf der Regierungsbank so wohlig sitzen können, verdanken Sie 30 Jahre sozialdemokratischer Kanzlerschaft. (Lautstarke ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Das ist die Wahrheit! Wir haben die Basis in diesem Land geschaffen! (Beifall bei der SPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Dass Sie da hinten auf der Regierungsbank so wohlig sitzen können, verdanken Sie 30 Jahre sozialdemokratischer Kanzlerschaft. (Lautstarke ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Das ist die Wahrheit! Wir haben die Basis in diesem Land geschaffen! (Beifall bei der SPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Jetzt sage ich Ihnen noch etwas, Sie Ländervertreter: 350 Postämter schließen, Gendarmerieposten schließen, die Länder und Täler ausdünnen, wo Sie dann bei den Wahlveranstaltungen an den Österreichpatriotismus appellieren. – Ihren Österreichpatriotismus kennen wir: Weg mit den Postämtern! Weg mit den Schulen! Weg mit der Gendarmerie! Dann bleibt dort nur mehr der ÖVP-Obmann übrig. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das ist Ihr Konzept, das Sie haben! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Jetzt sage ich Ihnen noch etwas, Sie Ländervertreter: 350 Postämter schließen, Gendarmerieposten schließen, die Länder und Täler ausdünnen, wo Sie dann bei den Wahlveranstaltungen an den Österreichpatriotismus appellieren. – Ihren Österreichpatriotismus kennen wir: Weg mit den Postämtern! Weg mit den Schulen! Weg mit der Gendarmerie! Dann bleibt dort nur mehr der ÖVP-Obmann übrig. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das ist Ihr Konzept, das Sie haben! (Beifall bei der SPÖ.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.
Diese Art von Österreichpatriotismus ist nicht unser Patriotismus! Das können Sie sich wirklich hinter die Ohren schreiben! Na ehrlich! (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) Seien Sie mir nicht böse, ich bin ja durch Ihre Zwischenrufe fast unterbrochen worden.
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Ich habe keine Sorgen!
Nicht vergessen, ganz in Ruhe mitschreiben – das gilt für Sie (in Richtung Freiheitliche), falls Sie es politisch vergessen wollten –: Von 1989 bis 1995 war Herr Dr. Schüssel Wirtschaftsminister, von 1995 bis 2000 Vizekanzler und Außenminister und ab 2000 war er dann endlich – sein Jugendtraum wurde erfüllt – Bundeskanzler, und zwar mit Ihnen. Sie wird er aber auch bald vergessen! Sie müssen sich jetzt ein bisschen stärker ins Gehör bringen, denn „FPÖ“ werden Sie bald nicht mehr buchstabieren können. Ich sage Ihnen das! (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Ich habe keine Sorgen!) Wir kennen das. Wenn wir die fragen und ihnen sagen (in Richtung ÖVP zeigend): Buchstabieren Sie „SPÖ“!, dann können sie sich auch nicht mehr erinnern. Ich sage Ihnen (in Richtung Freiheitliche) das nur, zur Sicherheit.
Heiterkeit bei der SPÖ.
Dann schickt man das Paket hinüber, und wir sagen dann: Danke, endlich ist das Paket da! Nichts werden wir daran ändern! Diese Pakete sind „päpstliche Bullen“, die werden so genommen, wie sie sind, und sofort im Bundesrat umgesetzt. Da heißt es: Jubel, Jubel. Da ist dann der Molterer zuständig, das ist der kritiklose Jubelredner, der dann immer hier heraußen zum Jubeln anstimmt. Sie müssen das im Klub üben. Sie können mir nicht erzählen, dass das spontan ist. (Heiterkeit bei der SPÖ.) Ich behaupte: Sie treffen sich eine Stunde vor den Plenarsitzungen und üben jubeln. So ist das in Wahrheit mit dem Klubobmann und Klubanimateur Molterer! So haben Sie das organisiert! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Dann schickt man das Paket hinüber, und wir sagen dann: Danke, endlich ist das Paket da! Nichts werden wir daran ändern! Diese Pakete sind „päpstliche Bullen“, die werden so genommen, wie sie sind, und sofort im Bundesrat umgesetzt. Da heißt es: Jubel, Jubel. Da ist dann der Molterer zuständig, das ist der kritiklose Jubelredner, der dann immer hier heraußen zum Jubeln anstimmt. Sie müssen das im Klub üben. Sie können mir nicht erzählen, dass das spontan ist. (Heiterkeit bei der SPÖ.) Ich behaupte: Sie treffen sich eine Stunde vor den Plenarsitzungen und üben jubeln. So ist das in Wahrheit mit dem Klubobmann und Klubanimateur Molterer! So haben Sie das organisiert! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Heiterkeit bei der SPÖ.
Ich sage Ihnen: Diese Kuschelperspektive, die Sie da haben, nämlich Ihr Plan, untereinander zu kuscheln, und sonst gibt es da niemanden, wird nicht aufgehen. Mit uns werden Sie ohnehin nicht kuscheln, denn wir werden mit Ihnen nicht kuscheln. (Heiterkeit bei der SPÖ.) Aber ich kann Ihnen eines schon jetzt sagen: Was wir tun werden, ist: Wir werden uns in die Geschichtsbetrachtung einbringen, und da hat jeder, jedes, alles seinen Platz! (Ironische Heiterkeit des Abg. Hornek.)
Ironische Heiterkeit des Abg. Hornek.
Ich sage Ihnen: Diese Kuschelperspektive, die Sie da haben, nämlich Ihr Plan, untereinander zu kuscheln, und sonst gibt es da niemanden, wird nicht aufgehen. Mit uns werden Sie ohnehin nicht kuscheln, denn wir werden mit Ihnen nicht kuscheln. (Heiterkeit bei der SPÖ.) Aber ich kann Ihnen eines schon jetzt sagen: Was wir tun werden, ist: Wir werden uns in die Geschichtsbetrachtung einbringen, und da hat jeder, jedes, alles seinen Platz! (Ironische Heiterkeit des Abg. Hornek.)
Abg. Hornek: Das war das Land mit der Heimaterde!
Weil Sie gerade so lachen, darf ich Ihnen sagen – und mit diesen Worten möchte ich auch schon meine Ausführungen schließen –: Ich kenne ein Land, östlich von uns – brr!, ich will es gar nicht nennen (Abg. Hornek: Das war das Land mit der Heimaterde!) –, das hat 1920, 1930 Folgendes gemacht: Die, die die politische Auseinandersetzung verloren haben, sind auf den Fotos wegretuschiert worden, da hat plötzlich der gefehlt, der gefehlt und der gefehlt. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Weil Sie gerade so lachen, darf ich Ihnen sagen – und mit diesen Worten möchte ich auch schon meine Ausführungen schließen –: Ich kenne ein Land, östlich von uns – brr!, ich will es gar nicht nennen (Abg. Hornek: Das war das Land mit der Heimaterde!) –, das hat 1920, 1930 Folgendes gemacht: Die, die die politische Auseinandersetzung verloren haben, sind auf den Fotos wegretuschiert worden, da hat plötzlich der gefehlt, der gefehlt und der gefehlt. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Lebhafter Beifall bei der SPÖ.
Das werden Sie nicht machen können – nicht mit uns, nicht mit diesem Land. Sie hat Österreich nicht verdient! Glauben Sie mir das. (Lebhafter Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Geschäftsführender Klubobmann!
Abgeordnete Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Die Herren von der Regierung und die Vertreter der Organe des Parlaments! Hohes Haus! Jetzt hat uns Herr Cap, stellvertretender Klubobmann (Abg. Dr. Gusenbauer: Geschäftsführender Klubobmann!), wieder einmal gezeigt, wie man zehn Minuten seiner Redezeit verbrauchen kann, ohne Inhalte zu bringen, ohne inhaltlich etwas auszusagen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Die Herren von der Regierung und die Vertreter der Organe des Parlaments! Hohes Haus! Jetzt hat uns Herr Cap, stellvertretender Klubobmann (Abg. Dr. Gusenbauer: Geschäftsführender Klubobmann!), wieder einmal gezeigt, wie man zehn Minuten seiner Redezeit verbrauchen kann, ohne Inhalte zu bringen, ohne inhaltlich etwas auszusagen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.
haben, ist zu schade dafür, wir haben ein ernstes Thema zu behandeln, wir wollen uns auch inhaltlich mit den Reformen, mit dem Budget der Bundesregierung auseinander setzen. Deswegen sind wir da – und eigentlich nicht im Theater. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Dann müssen Sie besser zuhören!
Ich bin sehr überrascht von den Redebeiträgen der Opposition – da klammere ich jetzt den entfesselten Herrn Cap aus –, denn ich habe kaum inhaltliche Kritik erkennen können (Ruf bei der SPÖ: Dann müssen Sie besser zuhören!), weder beim Herrn Gusenbauer noch beim Herrn Professor Van der Bellen. Das Einzige, das Sie hier immer wieder bemängelt haben, ist das Defizit, von dem Sie sagten, dass es in absoluten Zahlen das höchste Defizit sei. Es wird nicht richtiger, auch wenn Sie es noch so oft sagen. Es geht nicht um das Defizit in absoluten Zahlen (Zwischenruf des Abg. Dr. Gusenbauer), sondern es geht darum – Herr Professor Van der Bellen hat es dankenswerterweise in seiner Rede auch erwähnt –, wie die prozentuelle Aufteilung ausschaut, wie die Prozente ausschauen. Herr Cap ignoriert das immer wieder, aber das wird ihm auch nichts helfen.
Zwischenruf des Abg. Dr. Gusenbauer
Ich bin sehr überrascht von den Redebeiträgen der Opposition – da klammere ich jetzt den entfesselten Herrn Cap aus –, denn ich habe kaum inhaltliche Kritik erkennen können (Ruf bei der SPÖ: Dann müssen Sie besser zuhören!), weder beim Herrn Gusenbauer noch beim Herrn Professor Van der Bellen. Das Einzige, das Sie hier immer wieder bemängelt haben, ist das Defizit, von dem Sie sagten, dass es in absoluten Zahlen das höchste Defizit sei. Es wird nicht richtiger, auch wenn Sie es noch so oft sagen. Es geht nicht um das Defizit in absoluten Zahlen (Zwischenruf des Abg. Dr. Gusenbauer), sondern es geht darum – Herr Professor Van der Bellen hat es dankenswerterweise in seiner Rede auch erwähnt –, wie die prozentuelle Aufteilung ausschaut, wie die Prozente ausschauen. Herr Cap ignoriert das immer wieder, aber das wird ihm auch nichts helfen.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Dass dieses Budget, das wir heute beschließen sollen und das von unserer Fraktion auch unterstützt wird, ein gutes Budget ist – und eines der Ziele dieser Bundesregierung war, das Budgetdefizit abzubauen –, wird uns von verschiedensten Stellen, und zwar nicht von bezahlter Regierungspropaganda, sondern von internationalen Stellen, wie etwa dem Internationalen Währungsfonds, den der Herr Bundeskanzler heute schon zitiert hat, und auch von österreichischen Budgetexperten bestätigt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Wieso steigt sie dann?
„Diesen Beinamen halte ich nicht für passend. Grasser hat die Weichen doch so gestellt, dass die Neuverschuldung langfristig sinkt. Die durchschnittliche Defizitquote seiner Ära liegt bislang ja auch deutlich unter jener der Jahre 1970 bis 1999.“ – Zitatende. (Abg. Dr. Gusenbauer: Wieso steigt sie dann?)
Abg. Silhavy: Das glauben aber nur Sie selber! – Abg. Dr. Gusenbauer – den Sitzungssaal verlassend –: Diesen Unsinn höre ich mir nicht länger an!
Bekanntlich wurde im Jahr 2000 die Verantwortung für das Budget von Minister Grasser und von Bundeskanzler Schüssel übernommen. Daher sorgen Sie sich nicht, meine sehr geehrten Damen und Herren von der Opposition, wir sind durchaus auf dem richtigen Weg! (Abg. Silhavy: Das glauben aber nur Sie selber! – Abg. Dr. Gusenbauer – den Sitzungssaal verlassend –: Diesen Unsinn höre ich mir nicht länger an!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich denke, dieses Budget zeigt, dass wir den im Jahr 2000 begonnenen Weg der Budgetkonsolidierung, der es uns ermöglicht hat, einen Spielraum zu schaffen, weiter fortführen müssen. Auch wenn wir in der Zwischenzeit durch die Steuerreform, die aber zeitlich richtig gesetzt wurde, eine etwas stärkere Erhöhung des Defizits in Kauf nehmen müssen, so wird sich doch in den nächsten Jahren zeigen, dass hier der richtige Weg eingeschlagen wurde. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Ruf bei der ÖVP: Frechheit!
Ich habe gestern mit Herrn Präsidenten Khol ein kurzes Gespräch über meine Verwendung des Begriffs „Verwahrlosung“ gehabt (Ruf bei der ÖVP: Frechheit!) – Verwahrlosung hier im Haus, Verwahrlosung in der Debatte, der Argumente und vor allem, wie ich meine, auch Verwahrlosung in der Art und Weise der Auseinandersetzung, die eines modernen Parlaments auf keinen Fall mehr würdig ist. Ich werde nun versuchen, mit ein paar Beispielen und replizierend auf die inhaltliche Debatte darauf einzugehen.
Abg. Eßl: Was hat er denn gesagt?
Zunächst zur Budgetdebatte. Es kann ja wohl nicht unwidersprochen bleiben, dass Klubobmann Van der Bellen hier einfach unterstellt wird, er hätte nichts gesagt (Abg. Eßl: Was hat er denn gesagt?), er hätte überhaupt sozusagen das kreative Schweigen erfunden. (Abg. Gaál: Das ist eine Frechheit!) Ich finde das wirklich ungeheuerlich, vor allem vor dem Hintergrund, dass wir wirklich jemanden haben, der in der Sache kaum etwas sagt, eher noch das Gegenteil von dem, was wirklich Sache ist, aber mit einem Affenapparat und Affenaufwand – entschuldigen Sie den Ausdruck! – an Beratern und
Abg. Gaál: Das ist eine Frechheit!
Zunächst zur Budgetdebatte. Es kann ja wohl nicht unwidersprochen bleiben, dass Klubobmann Van der Bellen hier einfach unterstellt wird, er hätte nichts gesagt (Abg. Eßl: Was hat er denn gesagt?), er hätte überhaupt sozusagen das kreative Schweigen erfunden. (Abg. Gaál: Das ist eine Frechheit!) Ich finde das wirklich ungeheuerlich, vor allem vor dem Hintergrund, dass wir wirklich jemanden haben, der in der Sache kaum etwas sagt, eher noch das Gegenteil von dem, was wirklich Sache ist, aber mit einem Affenapparat und Affenaufwand – entschuldigen Sie den Ausdruck! – an Beratern und
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Mag. Grasser.
PR-Spezialisten den Nebelwerfer ausfährt und allen möglichen Leuten alles Mögliche erklärt – und das Ganze kommt dann als so genannte Budgetrede hier ins Haus! Nein, danke! Der Vergleich macht uns in diesem Fall wirklich sicher! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Mag. Grasser.) – Ja, das sind zum Teil Ihre Sprüche, sehr richtig! Ausnahmsweise aber passen sie halt einmal.
Rufe bei den Grünen: Der ist gerade gegangen!
Es fehlt einfach die seriöse Auseinandersetzung in der Debatte! Dieses Defizit ist nur zu einem kleinen, zu einem geringen Teil durch Steuersenkungen überhaupt induziert. Das müssen Sie einfach zur Kenntnis nehmen! Ich bin gespannt, ob es der Herr Finanzminister heute zu Wege bringt, das endlich auf die Reihe zu kriegen. (Rufe bei den Grünen: Der ist gerade gegangen!) – Macht ja nichts! Ich will mich hier nicht weiter verbreitern und darf bezüglich meiner Argumente in der Sache – weil ich ja vorher darauf hingewiesen habe – auf meine Abweichende persönliche Stellungnahme verweisen.
Abg. Dipl.-Ing. Regler: Was betreiben wir?
Aufschwung durch Entlastung. – Ich halte das für ein großes Problem, weil da, ähnlich wie bei der Nulldefizit-Kampagne der Bundesregierung, um sehr viel Geld so etwas droht wie die Absicht, die ungenierte Absicht, Volksverdummung zu betreiben. Ich kann das nur so bezeichnen! (Abg. Dipl.-Ing. Regler: Was betreiben wir?) Es hat volkswirtschaftlich, ökonomisch überhaupt keinen Sinn, wie Sie hier argumentieren! Und meine Befürchtung ist: Es droht wieder eine Werbekampagne, die den zentralen Slogan eben dieser Budgetrede des Finanzministers abkupfern wird. Das wäre ja nichts Neues! Aufschwung durch Entlastung – ein völliger Unsinn! Ich sage Ihnen nur: Schmeißen Sie nicht wieder Geld hinaus, um das unter die Leute zu bringen!
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das ist nämlich in der Sache derart peinlich und unseriös – und auch eine Art von Verwahrlosung in der Debatte! Wir haben genug davon. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Bucher: ... Vorschläge? Wo?
Ich möchte jetzt noch kurz auf die Fragestellung der Finanzgesetzgebung eingehen. Hier ist der Finanzausgleich strapaziert worden. Ich habe Ihnen gestern versprochen, nachzuschauen, was Ex-Kollegin Cordula Frieser hier gesagt hat, auch zum Thema Verwahrlosung. Es ist aber noch viel dramatischer, als ich Ihnen gestern angedeutet habe. Im Zusammenhang mit dem Krankwerden von Abgeordneten und Politikern hat sie speziell für Regierungsabgeordnete gemeint, dass es eines der größten Probleme sei, dass man hier überall zustimmen müsse, obwohl man eine andere Meinung habe, und insbesondere, da wir bei der Finanzgesetzgebung sind – und das trifft ja wieder Sie –, insbesondere in diesem Bereich die Vorlagen des Hauses übernommen werden müssten, Gegenvorschläge kaum akzeptiert würden. (Abg. Bucher: ... Vorschläge? Wo?) Das sei einfach unseriös, nicht auszuhalten und krank machend für Abgeordnete jedenfalls ihrer Fraktion.
Abg. Dr. Baumgartner-Gabitzer: Das ist kein Grund!
Das allein – wenn mir das zugespielt wird – muss Grund genug sein, diesen Untersuchungsausschuss zu vertreten (Abg. Dr. Baumgartner-Gabitzer: Das ist kein Grund!) und mich nicht von Ihnen auf einen Rechnungshofausschuss vertrösten zu lassen, in den dann Seipel wieder nicht geladen wird, weil Sie das mit Ihrer Mehrheit verhindern und er möglicherweise, weil er nicht mehr haltbar ist, vorher in Pension geschickt wurde. Aber das behindert ja gerade die Aufklärung hier! Das ist ein Zirkel, den Sie da aufmachen. Das ist es einfach! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das allein – wenn mir das zugespielt wird – muss Grund genug sein, diesen Untersuchungsausschuss zu vertreten (Abg. Dr. Baumgartner-Gabitzer: Das ist kein Grund!) und mich nicht von Ihnen auf einen Rechnungshofausschuss vertrösten zu lassen, in den dann Seipel wieder nicht geladen wird, weil Sie das mit Ihrer Mehrheit verhindern und er möglicherweise, weil er nicht mehr haltbar ist, vorher in Pension geschickt wurde. Aber das behindert ja gerade die Aufklärung hier! Das ist ein Zirkel, den Sie da aufmachen. Das ist es einfach! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Hornek: Sie missbrauchen die Geschäftsordnung, Herr Kollege Kogler!
Aber Sie werfen mir einen Bruch der Geschäftsordnung vor. Ich möchte einmal die Gelegenheit ergreifen – denn ich halte das alles für vorgeschoben –, nur einen Satz dazu zu sagen: Es ist niemand am Reden gehindert worden! Und es stehen regelmäßig Abgeordnete der Regierungsfraktionen auf der Rednerliste, auch jetzt noch. Ich halte das alles für vorgeschoben. (Abg. Hornek: Sie missbrauchen die Geschäftsordnung, Herr Kollege Kogler!) Wir interpretieren die Geschäftsordnung so, wie alle Ausschüsse, auch der Rechnungshofausschuss, seit 20, 30 Jahren arbeiten. (Abg. Hornek: Sie missbrauchen die Geschäftsordnung! Und das macht Sie unglaubwürdig und nicht ...!) Jetzt kommen Sie daher und konstruieren irgendetwas, nur weil Sie die Aufklärung verweigern wollen.
Abg. Hornek: Sie missbrauchen die Geschäftsordnung! Und das macht Sie unglaubwürdig und nicht ...!
Aber Sie werfen mir einen Bruch der Geschäftsordnung vor. Ich möchte einmal die Gelegenheit ergreifen – denn ich halte das alles für vorgeschoben –, nur einen Satz dazu zu sagen: Es ist niemand am Reden gehindert worden! Und es stehen regelmäßig Abgeordnete der Regierungsfraktionen auf der Rednerliste, auch jetzt noch. Ich halte das alles für vorgeschoben. (Abg. Hornek: Sie missbrauchen die Geschäftsordnung, Herr Kollege Kogler!) Wir interpretieren die Geschäftsordnung so, wie alle Ausschüsse, auch der Rechnungshofausschuss, seit 20, 30 Jahren arbeiten. (Abg. Hornek: Sie missbrauchen die Geschäftsordnung! Und das macht Sie unglaubwürdig und nicht ...!) Jetzt kommen Sie daher und konstruieren irgendetwas, nur weil Sie die Aufklärung verweigern wollen.
Abg. Hornek: Der Minister war zwei Mal im Ausschuss! Sie missbrauchen die Geschäftsordnung! – Zwischenruf des Abg. Prinz.
Damit komme ich am Schluss zu Vorkommnissen, die so ausgeschaut haben, dass ÖVP-Abgeordnete daran gehindert haben, noch einmal nachzudenken, ob es nicht sinnvoll wäre, Herrn Bundesminister Grasser zu laden. (Abg. Hornek: Der Minister war zwei Mal im Ausschuss! Sie missbrauchen die Geschäftsordnung! – Zwischenruf des Abg. Prinz.) Ich habe das ja selbst erlebt! Das war der Grund, und nicht, weil mir irgendein Abstimmungsergebnis nicht gepasst hätte. Wir haben ja noch nicht einmal abgestimmt, wenn Sie sich richtig erinnern! Ihre Argumentation dreht sich ja im Kreis! Sie haben es zu verantworten, dass der größte Milliardendeal der Geschichte hier nicht korrekt geprüft werden kann!
Abg. Scheibner: Das ist nichts Neues!
Es war ja Kollege Scheibner, der in der „Pressestunde“ am Sonntag darauf hingewiesen hat, dass es am Schluss dieses Beschaffungsvorganges (Abg. Scheibner: Das ist nichts Neues!) – und das ist mir schon wichtig – so ausgesehen hat, dass mit der Zusage und der letztlich wechselseitigen Intervention – lassen wir zunächst einmal den Bundeskanzler draußen, denn er ist nicht da – jedenfalls des Finanzministers eine Mehrbelastung von, auf 30 Jahre gerechnet, mindestens 1 Milliarde € entsteht. Mehrbelastung! Da geht es also nicht um Abfangjäger – ja oder nein! Da geht es um die Typenwahl. Und die andere Type wäre genauso zulässig gewesen. Auch das können Sie aus dem Rechnungshofbericht herauslesen.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
befragt werden kann, weil Sie das mit Ihrer Mehrheit verhindern? Gehen Sie in sich! Das ist nicht vertretbar! Sie werden das nicht durchhalten. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Hornek: Das ist die Unwahrheit!
Sie setzen Ihre eigenen Abgeordneten unter Druck! Ich habe das selbst erlebt (Abg. Hornek: Das ist die Unwahrheit!), es gibt ein paar von Ihnen, die diskutieren wollen; ich werde sie jetzt nicht namentlich anführen. Aber sicher ist, Sie setzen Ihre Abgeordneten im eigenen Klub unter Druck! (Abg. Dr. Baumgartner-Gabitzer: Das gibt es ja gar nicht! – Abg. Hornek: Frechheit!) Und ich werde da nicht zuschauen, das kann ich Ihnen versichern! Wir leisten unseren Beitrag gegen die Verwahrlosung!
Abg. Dr. Baumgartner-Gabitzer: Das gibt es ja gar nicht! – Abg. Hornek: Frechheit!
Sie setzen Ihre eigenen Abgeordneten unter Druck! Ich habe das selbst erlebt (Abg. Hornek: Das ist die Unwahrheit!), es gibt ein paar von Ihnen, die diskutieren wollen; ich werde sie jetzt nicht namentlich anführen. Aber sicher ist, Sie setzen Ihre Abgeordneten im eigenen Klub unter Druck! (Abg. Dr. Baumgartner-Gabitzer: Das gibt es ja gar nicht! – Abg. Hornek: Frechheit!) Und ich werde da nicht zuschauen, das kann ich Ihnen versichern! Wir leisten unseren Beitrag gegen die Verwahrlosung!
Abg. Hornek: Ein Journalist?
Das ist nicht allein meine Meinung. Ich darf beispielsweise an ein Buch erinnern, das jetzt erschienen ist, und zwar von einem niederländischen Journalisten, der sich der Sache Stronach angenommen hat, aber vor allem der Beziehungen des Herrn Finanzministers in diesem Gewirr. (Abg. Hornek: Ein Journalist?) Er widmet ein Kapitel der Beschaffung dieser Eurofighter und geht davon aus, dass es plausibel ist, es als Skandal zu bezeichnen, dass der Finanzminister am Schluss interveniert hat, dass das mit Abstand teuerste Gerät beschafft wird. (Abg. Hornek – auf Rechnungshofpräsidenten Dr. Moser deutend –: Sie glauben dem Herrn Präsidenten nicht, aber einem Journalisten? – Zwischenruf der Abg. Dr. Baumgartner-Gabitzer.) Das wollen Sie nicht wahrhaben, und diese Aufklärung wollen Sie verhindern. Aber wir werden auch noch zu dieser Zitatensammlung kommen, und dann wird Ihnen das weitere Zwischenrufen vergehen. (Abg. Hornek: Das werden Sie nicht verhindern können!)
Abg. Hornek – auf Rechnungshofpräsidenten Dr. Moser deutend –: Sie glauben dem Herrn Präsidenten nicht, aber einem Journalisten? – Zwischenruf der Abg. Dr. Baumgartner-Gabitzer.
Das ist nicht allein meine Meinung. Ich darf beispielsweise an ein Buch erinnern, das jetzt erschienen ist, und zwar von einem niederländischen Journalisten, der sich der Sache Stronach angenommen hat, aber vor allem der Beziehungen des Herrn Finanzministers in diesem Gewirr. (Abg. Hornek: Ein Journalist?) Er widmet ein Kapitel der Beschaffung dieser Eurofighter und geht davon aus, dass es plausibel ist, es als Skandal zu bezeichnen, dass der Finanzminister am Schluss interveniert hat, dass das mit Abstand teuerste Gerät beschafft wird. (Abg. Hornek – auf Rechnungshofpräsidenten Dr. Moser deutend –: Sie glauben dem Herrn Präsidenten nicht, aber einem Journalisten? – Zwischenruf der Abg. Dr. Baumgartner-Gabitzer.) Das wollen Sie nicht wahrhaben, und diese Aufklärung wollen Sie verhindern. Aber wir werden auch noch zu dieser Zitatensammlung kommen, und dann wird Ihnen das weitere Zwischenrufen vergehen. (Abg. Hornek: Das werden Sie nicht verhindern können!)
Abg. Hornek: Das werden Sie nicht verhindern können!
Das ist nicht allein meine Meinung. Ich darf beispielsweise an ein Buch erinnern, das jetzt erschienen ist, und zwar von einem niederländischen Journalisten, der sich der Sache Stronach angenommen hat, aber vor allem der Beziehungen des Herrn Finanzministers in diesem Gewirr. (Abg. Hornek: Ein Journalist?) Er widmet ein Kapitel der Beschaffung dieser Eurofighter und geht davon aus, dass es plausibel ist, es als Skandal zu bezeichnen, dass der Finanzminister am Schluss interveniert hat, dass das mit Abstand teuerste Gerät beschafft wird. (Abg. Hornek – auf Rechnungshofpräsidenten Dr. Moser deutend –: Sie glauben dem Herrn Präsidenten nicht, aber einem Journalisten? – Zwischenruf der Abg. Dr. Baumgartner-Gabitzer.) Das wollen Sie nicht wahrhaben, und diese Aufklärung wollen Sie verhindern. Aber wir werden auch noch zu dieser Zitatensammlung kommen, und dann wird Ihnen das weitere Zwischenrufen vergehen. (Abg. Hornek: Das werden Sie nicht verhindern können!)
Zwischenruf des Abg. Hornek.
Ich halte das für einen Skandal. (Zwischenruf des Abg. Hornek.) Sie haben eine Serie von Beratungsverträgen vergeben, um Ihre eigene Verschwendungssucht und Ihren Nepotismus hier zu kaschieren. Und wenn Ihnen dann der Rechnungshof auf die Schliche kommt, vergeben Sie noch einen Beratungsvertrag! (Zwischenrufe der Abgeordneten Hornek und Dr. Baumgartner-Gabitzer.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Hornek und Dr. Baumgartner-Gabitzer.
Ich halte das für einen Skandal. (Zwischenruf des Abg. Hornek.) Sie haben eine Serie von Beratungsverträgen vergeben, um Ihre eigene Verschwendungssucht und Ihren Nepotismus hier zu kaschieren. Und wenn Ihnen dann der Rechnungshof auf die Schliche kommt, vergeben Sie noch einen Beratungsvertrag! (Zwischenrufe der Abgeordneten Hornek und Dr. Baumgartner-Gabitzer.)
Abg. Hornek: Kein Mensch ist nervös!
Rufen Sie nicht dauernd so nervös dazwischen. (Abg. Hornek: Kein Mensch ist nervös!) Kümmern Sie sich lieber darum, wie hier gearbeitet wird, denn Sie sollten auch ein Gewissen haben, auf das Sie ja verpflichtet sind. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Mag. Kogler überreicht Rechnungshofpräsidenten Dr. Moser ein Schriftstück. – Abg. Hornek: Was bist du denn so nervös? – Abg. Reheis – in Richtung ÖVP –: Nervös seid ihr!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Mag. Kogler überreicht Rechnungshofpräsidenten Dr. Moser ein Schriftstück. – Abg. Hornek: Was bist du denn so nervös? – Abg. Reheis – in Richtung ÖVP –: Nervös seid ihr!
Rufen Sie nicht dauernd so nervös dazwischen. (Abg. Hornek: Kein Mensch ist nervös!) Kümmern Sie sich lieber darum, wie hier gearbeitet wird, denn Sie sollten auch ein Gewissen haben, auf das Sie ja verpflichtet sind. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Mag. Kogler überreicht Rechnungshofpräsidenten Dr. Moser ein Schriftstück. – Abg. Hornek: Was bist du denn so nervös? – Abg. Reheis – in Richtung ÖVP –: Nervös seid ihr!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordneter Josef Bucher (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Herr Präsident des Rechnungshofes! Meine Herren Volksanwälte! Nur einen Satz zu Herrn Kogler: Ihre Skandalbesessenheit macht die Vorwürfe nicht richtiger! Das sollte man einmal festhalten. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Kräuter: Das sieht der Haider aber nicht so!
Es ist alles im Zusammenhang mit dem Eurofighter ordnungsgemäß entschieden, ordnungsgemäß geprüft worden (Abg. Dr. Kräuter: Das sieht der Haider aber nicht so!), und es wird ordnungsgemäß umgesetzt. Das ist eine Tatsache, meine Damen und Herren, und sie lässt keinen Spielraum für Spekulationen! (Neuerlicher Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Neuerlicher Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Es ist alles im Zusammenhang mit dem Eurofighter ordnungsgemäß entschieden, ordnungsgemäß geprüft worden (Abg. Dr. Kräuter: Das sieht der Haider aber nicht so!), und es wird ordnungsgemäß umgesetzt. Das ist eine Tatsache, meine Damen und Herren, und sie lässt keinen Spielraum für Spekulationen! (Neuerlicher Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Naturgemäß ist das nicht!
Herr Kollege Cap, Ihre Wortspende war wie auch Ihre gestrige naturgemäß wieder sehr amüsant. (Abg. Scheibner: Naturgemäß ist das nicht!) Wir sind ja über Ihre Beiträge hier im Hohen Haus immer wieder sehr amüsiert, damit uns nicht fad wird, hin und wieder! Aber wenn Sie meinen, wir sollten uns Kritik gefallen lassen, so sage ich Ihnen: Das tun wir auch. Wir nehmen die Kritik ernst und diskutieren hier über alle Dinge auf eine, wie ich glaube, sehr seriöse Art und Weise, besonders auch in den Ausschüssen. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
Herr Kollege Cap, Ihre Wortspende war wie auch Ihre gestrige naturgemäß wieder sehr amüsant. (Abg. Scheibner: Naturgemäß ist das nicht!) Wir sind ja über Ihre Beiträge hier im Hohen Haus immer wieder sehr amüsiert, damit uns nicht fad wird, hin und wieder! Aber wenn Sie meinen, wir sollten uns Kritik gefallen lassen, so sage ich Ihnen: Das tun wir auch. Wir nehmen die Kritik ernst und diskutieren hier über alle Dinge auf eine, wie ich glaube, sehr seriöse Art und Weise, besonders auch in den Ausschüssen. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Mag. Trunk: Wer sagt das? – Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Aber wenn Sie jetzt die Rede von Herrn Gusenbauer zum Beispiel heranziehen, als Gradmesser, dann möchte ich dazu schon etwas sagen. Herr Gusenbauer macht zurzeit eine aktuelle Reise durch Österreich, eine Kampagne unter dem Titel „Startklar“. Da bereist er auch Unternehmen, redet mit Unternehmern, nehme ich an, mit Jungunternehmern, die einen Betrieb aufbauen. Jetzt würde mich schon interessieren, ob der Herr Gusenbauer, ob Sie als Mandatare der SPÖ mit diesen Unternehmern auch so reden, wie Sie hier heraußen sprechen: dass Sie die Wirtschaft schlecht machen, dass Österreich ein schlechter Wirtschaftsstandort ist, dass die Zukunft eine Katastrophe ist. (Abg. Mag. Trunk: Wer sagt das? – Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Abg. Mag. Trunk: Nicht die Wirtschaft, die Politik ist schlecht!
Sie sagen von diesem Rednerpult aus immer, es sei alles schlecht, es sei alles mies, was diese Bundesregierung macht. Sie suggerieren auch den Unternehmern, der Bevölkerung, den Arbeitnehmern, dass die Zukunft eine Katastrophe darstellt (Abg. Mag. Trunk: Nicht die Wirtschaft, die Politik ist schlecht!), dass dieser Staat gegen die Wand fährt! Das ist ja auch den Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmervertretern gegenüber unverantwortlich! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: ... Wirklich ein Wahnsinn! – Abg. Silhavy: Gesundheitspolitik ...!) Sie sollten sich schon einmal auch Gedanken darüber machen, ob nicht auch Sie Schuld an dieser Entwicklung haben (Abg. Silhavy: Sie sollten sich Gedanken machen über die Politik in diesem Land!), ob nicht auch Sie eine Verantwortung haben, was Wachstum betrifft, was die wirtschaftliche Entwicklung in unserem Lande betrifft. Nehmen Sie sich doch einmal bei der Nase und überlegen Sie, ob Sie nicht auch einen geringen Anteil daran haben, ob wir etwas weiterbringen oder nicht!
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: ... Wirklich ein Wahnsinn! – Abg. Silhavy: Gesundheitspolitik ...!
Sie sagen von diesem Rednerpult aus immer, es sei alles schlecht, es sei alles mies, was diese Bundesregierung macht. Sie suggerieren auch den Unternehmern, der Bevölkerung, den Arbeitnehmern, dass die Zukunft eine Katastrophe darstellt (Abg. Mag. Trunk: Nicht die Wirtschaft, die Politik ist schlecht!), dass dieser Staat gegen die Wand fährt! Das ist ja auch den Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmervertretern gegenüber unverantwortlich! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: ... Wirklich ein Wahnsinn! – Abg. Silhavy: Gesundheitspolitik ...!) Sie sollten sich schon einmal auch Gedanken darüber machen, ob nicht auch Sie Schuld an dieser Entwicklung haben (Abg. Silhavy: Sie sollten sich Gedanken machen über die Politik in diesem Land!), ob nicht auch Sie eine Verantwortung haben, was Wachstum betrifft, was die wirtschaftliche Entwicklung in unserem Lande betrifft. Nehmen Sie sich doch einmal bei der Nase und überlegen Sie, ob Sie nicht auch einen geringen Anteil daran haben, ob wir etwas weiterbringen oder nicht!
Abg. Silhavy: Sie sollten sich Gedanken machen über die Politik in diesem Land!
Sie sagen von diesem Rednerpult aus immer, es sei alles schlecht, es sei alles mies, was diese Bundesregierung macht. Sie suggerieren auch den Unternehmern, der Bevölkerung, den Arbeitnehmern, dass die Zukunft eine Katastrophe darstellt (Abg. Mag. Trunk: Nicht die Wirtschaft, die Politik ist schlecht!), dass dieser Staat gegen die Wand fährt! Das ist ja auch den Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmervertretern gegenüber unverantwortlich! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: ... Wirklich ein Wahnsinn! – Abg. Silhavy: Gesundheitspolitik ...!) Sie sollten sich schon einmal auch Gedanken darüber machen, ob nicht auch Sie Schuld an dieser Entwicklung haben (Abg. Silhavy: Sie sollten sich Gedanken machen über die Politik in diesem Land!), ob nicht auch Sie eine Verantwortung haben, was Wachstum betrifft, was die wirtschaftliche Entwicklung in unserem Lande betrifft. Nehmen Sie sich doch einmal bei der Nase und überlegen Sie, ob Sie nicht auch einen geringen Anteil daran haben, ob wir etwas weiterbringen oder nicht!
Abg. Dr. Matznetter – ein Schriftstück in die Höhe haltend –: Wir haben 5 Prozent und ihr 35 Prozent!
Wenn Sie schon Kritik üben, dann wenigstens einmal eine konstruktive Kritik! Bringen Sie einmal ein Wirtschaftsprogramm zustande, zumindest parteiintern! Wir würden uns schon wünschen, dass Sie, Herr Kollege Matznetter, sich wenigstens einmal parteiintern ein bisschen akkordieren mit Ihren Leuten (Abg. Dr. Matznetter – ein Schriftstück in die Höhe haltend –: Wir haben 5 Prozent und ihr 35 Prozent!), innerhalb der Fraktion, was Sie eigentlich wollen, denn Vermögensteuererhöhung, die Gewerbesteuer in Österreich wieder einzuführen, die Wirtschaft um 1 Milliarde zu schröpfen, das können Sie mit uns vergessen! (Abg. Dr. Matznetter – neuerlich ein Schriftstück in die Höhe haltend –: ... Internet ...!) Das werden wir niemals machen! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Matznetter – neuerlich ein Schriftstück in die Höhe haltend –: ... Internet ...!
Wenn Sie schon Kritik üben, dann wenigstens einmal eine konstruktive Kritik! Bringen Sie einmal ein Wirtschaftsprogramm zustande, zumindest parteiintern! Wir würden uns schon wünschen, dass Sie, Herr Kollege Matznetter, sich wenigstens einmal parteiintern ein bisschen akkordieren mit Ihren Leuten (Abg. Dr. Matznetter – ein Schriftstück in die Höhe haltend –: Wir haben 5 Prozent und ihr 35 Prozent!), innerhalb der Fraktion, was Sie eigentlich wollen, denn Vermögensteuererhöhung, die Gewerbesteuer in Österreich wieder einzuführen, die Wirtschaft um 1 Milliarde zu schröpfen, das können Sie mit uns vergessen! (Abg. Dr. Matznetter – neuerlich ein Schriftstück in die Höhe haltend –: ... Internet ...!) Das werden wir niemals machen! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wenn Sie schon Kritik üben, dann wenigstens einmal eine konstruktive Kritik! Bringen Sie einmal ein Wirtschaftsprogramm zustande, zumindest parteiintern! Wir würden uns schon wünschen, dass Sie, Herr Kollege Matznetter, sich wenigstens einmal parteiintern ein bisschen akkordieren mit Ihren Leuten (Abg. Dr. Matznetter – ein Schriftstück in die Höhe haltend –: Wir haben 5 Prozent und ihr 35 Prozent!), innerhalb der Fraktion, was Sie eigentlich wollen, denn Vermögensteuererhöhung, die Gewerbesteuer in Österreich wieder einzuführen, die Wirtschaft um 1 Milliarde zu schröpfen, das können Sie mit uns vergessen! (Abg. Dr. Matznetter – neuerlich ein Schriftstück in die Höhe haltend –: ... Internet ...!) Das werden wir niemals machen! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Matznetter: Nein! MindestKöSt ...!
Wir machen eine Steuerreform! Wir entlasten die Wirtschaft mit 1,5 Milliarden €! Wir entlasten die Einkommensbezieher, vor allem die kleinen und mittleren Einkommensbezieher, mit 1,5 Milliarden €! (Abg. Dr. Matznetter: Nein! MindestKöSt ...!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Die konjunkturelle Durststrecke ist vorbei, meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir haben also allen Grund für Optimismus. Österreich steht besser da als je zuvor. Glück auf! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das hat jetzt keiner verstanden!
rungsfraktionen müssen das machen, aber ich glaube, dass Abgeordneter Kogler als Vorsitzender des Rechnungshofausschusses einiges ausgleichen wird können. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das hat jetzt keiner verstanden!)
Abg. Neudeck: Kein Mensch belächelt die Volksanwaltschaft!
Ein Punkt, der noch nicht angesprochen worden ist: Die Volksanwaltschaft, die oft in ihrer Form belächelt wird, hat in Wirklichkeit eine wesentliche Funktion im Land, nämlich für jene Bürgerinnen und Bürger (Abg. Neudeck: Kein Mensch belächelt die Volksanwaltschaft!), die mit den Behörden, mit dem Umgang derselben Probleme haben, eine effektive Hilfe zu bekommen. (Abg. Scheibner: Wir nehmen die Volksanwaltschaft sehr ernst!) Diese Volksanwaltsarbeit wird nicht immer für die Leistungen, die sie erbringt, gewürdigt. Ich darf das an dieser Stelle tun. Ich verstehe, dass die Mittel oft nicht ausreichen. Ich gebe Ihnen aber das Versprechen, dass auch die Sozialdemokratie die Bedeutung dieser Institution zu schätzen weiß und sie unterstützt. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Das ist eine gefährliche Drohung, wenn ihr etwas versprecht!)
Abg. Scheibner: Wir nehmen die Volksanwaltschaft sehr ernst!
Ein Punkt, der noch nicht angesprochen worden ist: Die Volksanwaltschaft, die oft in ihrer Form belächelt wird, hat in Wirklichkeit eine wesentliche Funktion im Land, nämlich für jene Bürgerinnen und Bürger (Abg. Neudeck: Kein Mensch belächelt die Volksanwaltschaft!), die mit den Behörden, mit dem Umgang derselben Probleme haben, eine effektive Hilfe zu bekommen. (Abg. Scheibner: Wir nehmen die Volksanwaltschaft sehr ernst!) Diese Volksanwaltsarbeit wird nicht immer für die Leistungen, die sie erbringt, gewürdigt. Ich darf das an dieser Stelle tun. Ich verstehe, dass die Mittel oft nicht ausreichen. Ich gebe Ihnen aber das Versprechen, dass auch die Sozialdemokratie die Bedeutung dieser Institution zu schätzen weiß und sie unterstützt. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Das ist eine gefährliche Drohung, wenn ihr etwas versprecht!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Das ist eine gefährliche Drohung, wenn ihr etwas versprecht!
Ein Punkt, der noch nicht angesprochen worden ist: Die Volksanwaltschaft, die oft in ihrer Form belächelt wird, hat in Wirklichkeit eine wesentliche Funktion im Land, nämlich für jene Bürgerinnen und Bürger (Abg. Neudeck: Kein Mensch belächelt die Volksanwaltschaft!), die mit den Behörden, mit dem Umgang derselben Probleme haben, eine effektive Hilfe zu bekommen. (Abg. Scheibner: Wir nehmen die Volksanwaltschaft sehr ernst!) Diese Volksanwaltsarbeit wird nicht immer für die Leistungen, die sie erbringt, gewürdigt. Ich darf das an dieser Stelle tun. Ich verstehe, dass die Mittel oft nicht ausreichen. Ich gebe Ihnen aber das Versprechen, dass auch die Sozialdemokratie die Bedeutung dieser Institution zu schätzen weiß und sie unterstützt. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Das ist eine gefährliche Drohung, wenn ihr etwas versprecht!)
Abg. Dr. Stummvoll: Sie suchen krampfhaft!
Schauen wir einmal in die Vergangenheit! (Abg. Dr. Stummvoll: Sie suchen krampfhaft!) Welcher Finanzminister in den letzten zehn Jahren hatte eine laufende Verschlechterung seines Defizits zu verzeichnen? – Keiner, außer Karl-Heinz Grasser! Jetzt könnten wir sagen: Dieser Mann versucht einer konjunkturellen Krise entgegenzuwirken. Aber was stellen wir fest? – Er hat das geringste Defizit, also das restriktivste Budget im Jahr 2001, als das Wachstum um mehr als 2,5 Prozent zusammengebrochen ist, gehabt, und er hat die ansteigenden Defizite justament in der Phase, als die Konjunktur anspringt.
Beifall bei der SPÖ.
Auf der Autobahn nennt man jemanden, der in die falsche Richtung fährt, Geisterfahrer. In der Budgetpolitik sagt man zu einem Finanzminister, der bei steigender Konjunktur steigende Defizite produziert, ebenfalls Geisterfahrer. Ich muss ganz ehrlich sagen, das ist eine Politik, bei der man sich überlegen muss, ob man nicht dasselbe machen sollte wie bei einem Autofahrer: Wann geben Sie als Budgetpolitiker Ihren Führerschein ab, Herr Mag. Grasser? (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wieso müssen wir mit applaudieren?
Was hat die Regierung damals erreicht? – Übrigens dürfen Sie mit applaudieren, damals war nämlich Herr Wolfgang Schüssel Wirtschaftsminister. Das war eine gemeinsame Aktion. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wieso müssen wir mit applaudieren?) Man hat in dieser Zeit erreicht, dass wir, obwohl wir ein Wirtschaftswachstum in der Höhe von 0,4 Prozent hatten und die Eurozone minus 0,8 Prozent, um 1,2 Prozent besser waren. Davon kann Mag. Grasser nur träumen, denn seine Politik hat uns in das Mittelfeld zurückgeführt. Die Jahre davor und danach waren wir auch um 1 Prozent besser. Zwischen 1990 und Mitte der neunziger Jahre haben wir ein um 1,5 Prozent höheres Wachstum als der Durchschnitt gehabt. Warum? – Weil eine kluge Finanzpolitik zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation, des Lebensstandards und der Kaufkraft führt. Eine schlechte führt zur Mittelmäßigkeit. Und das ist Ihre Politik. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Bucher: Das wissen wir eh alles!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Bucher: Das wissen wir eh alles!
Was hat die Regierung damals erreicht? – Übrigens dürfen Sie mit applaudieren, damals war nämlich Herr Wolfgang Schüssel Wirtschaftsminister. Das war eine gemeinsame Aktion. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wieso müssen wir mit applaudieren?) Man hat in dieser Zeit erreicht, dass wir, obwohl wir ein Wirtschaftswachstum in der Höhe von 0,4 Prozent hatten und die Eurozone minus 0,8 Prozent, um 1,2 Prozent besser waren. Davon kann Mag. Grasser nur träumen, denn seine Politik hat uns in das Mittelfeld zurückgeführt. Die Jahre davor und danach waren wir auch um 1 Prozent besser. Zwischen 1990 und Mitte der neunziger Jahre haben wir ein um 1,5 Prozent höheres Wachstum als der Durchschnitt gehabt. Warum? – Weil eine kluge Finanzpolitik zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation, des Lebensstandards und der Kaufkraft führt. Eine schlechte führt zur Mittelmäßigkeit. Und das ist Ihre Politik. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Bucher: Das wissen wir eh alles!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Ich glaube, es ist wichtig und notwendig, dass Wirtschaftspolitik, Budgetpolitik, Finanzpolitik von der Opposition kritisch hinterfragt werden. Es ist auch in der Wirtschaft so, dass neue Produkte alle möglichen Tests bestehen müssen, ob sie qualitativ hochwertig sind und welche Wertigkeit sie haben. Ich kann Ihnen nur abermals aus tiefer Überzeugung sagen: Ich bin der Meinung, dass wir im internationalen Vergleich mit diesem Budget für das Jahr 2005 sehr gut liegen. Wir geben die richtigen Impulse bezüglich Kaufkraft, Wirtschaft und Investitionen. Wir werden damit im Hinblick auf Wachstum, auf Beschäftigung und Arbeitsmarkt besser liegen als die Eurozone und besser sein als unsere Nachbarländer. Und das ist ein guter Weg für Österreich! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Matznetter: Nehmen Sie die EU-15!
Schauen Sie sich das Jahr 2003 an, meine Damen und Herren! Vergleichen wir Österreich mit den Nachbarländern, mit der Eurozone! Österreich hatte im Jahr 2003 – ich gebe zu, das war ein wirtschaftlich schwaches Jahr, weltwirtschaftlich schwaches Jahr – das doppelte Wirtschaftswachstum wie die Eurozone. Wir hatten eine größere Preisstabilität als die Eurozone, wir hatten weniger als das halbe Budgetdefizit im Vergleich zu den zwölf Ländern, die die Wirtschafts- und Währungsunion bilden (Abg. Dr. Matznetter: Nehmen Sie die EU-15!), und wir haben weniger als die Hälfte an Arbeitslosen dieser Länder. (Abg. Dr. Matznetter: 24 Prozent Zuwachs bei der Arbeitslosigkeit!)
Abg. Dr. Matznetter: 24 Prozent Zuwachs bei der Arbeitslosigkeit!
Schauen Sie sich das Jahr 2003 an, meine Damen und Herren! Vergleichen wir Österreich mit den Nachbarländern, mit der Eurozone! Österreich hatte im Jahr 2003 – ich gebe zu, das war ein wirtschaftlich schwaches Jahr, weltwirtschaftlich schwaches Jahr – das doppelte Wirtschaftswachstum wie die Eurozone. Wir hatten eine größere Preisstabilität als die Eurozone, wir hatten weniger als das halbe Budgetdefizit im Vergleich zu den zwölf Ländern, die die Wirtschafts- und Währungsunion bilden (Abg. Dr. Matznetter: Nehmen Sie die EU-15!), und wir haben weniger als die Hälfte an Arbeitslosen dieser Länder. (Abg. Dr. Matznetter: 24 Prozent Zuwachs bei der Arbeitslosigkeit!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Im Jahr 2004 haben wir genau die gleiche Situation: viel niedrigeres Defizit, viel niedrigere Arbeitslosigkeit, höheres Wachstum als die Eurozone. Daher frage ich Sie, wenn man eine sachliche Debatte führt: Was kann denn das Ziel Österreichs sein? Was kann das Ziel einer kleinen offenen Volkswirtschaft sein? – Sollten wir nicht sagen: Wir sind zumindest auf einem guten Weg?! Zufrieden bin ich sowieso nie mit der Performance, aber wir sollten uns in einer sachlichen Debatte darauf einigen können, dass wir eigentlich gut unterwegs sind. Wenn Österreich besser ist als Deutschland, Österreich besser ist als Italien, Österreich besser ist als der Durchschnitt der zwölf Länder, die die Wirtschafts- und Währungsunion bilden, weil wir offensichtlich den Spielraum nützen, weil wir die Stellhebel richtig angesetzt haben, damit wir bei all den Kriterien, die für die Bevölkerung, für die Arbeitnehmer, für die Wirtschaft von Relevanz sind, vorne und besser sind, dann muss ich Ihnen sagen, bin ich stolz auf die Arbeitnehmer und auf die Wirtschaft, die das zu Stande gebracht haben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Stummvoll – in Richtung SPÖ –: Sie lesen nur die eigenen Pressedienste!
Ich habe mir gestern noch einmal die Mühe gemacht und die internationalen Medien durchgeschaut. Ich fordere Sie dazu auf: Lesen Sie die „Neue Zürcher Zeitung“, lesen Sie die englische Ausgabe der „Financial Times“, lesen Sie „Financial Times“ Deutschland, lesen Sie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“! Sie werden darin eine ganze Reihe von Analysen finden, an Hand deren man sagt (Abg. Dr. Stummvoll – in Richtung SPÖ –: Sie lesen nur die eigenen Pressedienste!), Österreich ist, wie es der Bundeskanzler ausgedrückt hat, im vorderen Feld der Reformen dabei, ist in den letzten fünf Jahren ein positives Beispiel für Reformen (Abg. Mag. Kogler: Bei den Inseraten!) geworden. Darin lesen Sie von den Reformen, von den Errungenschaften und von den Veränderungen, die positiv erwähnt werden.
Abg. Mag. Kogler: Bei den Inseraten!
Ich habe mir gestern noch einmal die Mühe gemacht und die internationalen Medien durchgeschaut. Ich fordere Sie dazu auf: Lesen Sie die „Neue Zürcher Zeitung“, lesen Sie die englische Ausgabe der „Financial Times“, lesen Sie „Financial Times“ Deutschland, lesen Sie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“! Sie werden darin eine ganze Reihe von Analysen finden, an Hand deren man sagt (Abg. Dr. Stummvoll – in Richtung SPÖ –: Sie lesen nur die eigenen Pressedienste!), Österreich ist, wie es der Bundeskanzler ausgedrückt hat, im vorderen Feld der Reformen dabei, ist in den letzten fünf Jahren ein positives Beispiel für Reformen (Abg. Mag. Kogler: Bei den Inseraten!) geworden. Darin lesen Sie von den Reformen, von den Errungenschaften und von den Veränderungen, die positiv erwähnt werden.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Schauen Sie sich Deutschland an, schauen Sie sich Friedrich Merz an, der gerade ein Buch vorgestellt und gesagt hat: Österreich ist besser dran. Österreich ist bei ähnlichen Problemen weiter als wir, sie haben es in den letzten fünf Jahren besser gemacht. – Ich sage Ihnen, ich freue mich darüber, wenn wir diese Komplimente bekommen, weil es nichts anderes ist als Anerkennung der Arbeit, die wir in den letzten Jahren zu Stande gebracht haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Natürlich sagt man jetzt, das Defizit in der Höhe von 1,9 Prozent sei zu hoch, und man macht auch wieder Analysen. – Meine Damen und Herren! Alfred Finz, Staatssekretär Morak und ich sagen Ihnen gerne und ganz offen, dass 1,9 Prozent auch aus unserer Sicht zu hoch sind. Mir ist das Defizit zu hoch, das gestehe ich unumwunden zu. Natürlich wollen wir alles tun, um dieses Defizit zu reduzieren, aber gleichzeitig ersuche ich darum, dass man mit Fairness sieht, wo Österreich im internationalen Vergleich liegt. Wenn wir dann draufkommen, dass wir mit 1,9 Prozent Defizit das fünftniedrigste der Eurozone haben, also der zwölf Länder, die die Wirtschafts- und Währungsunion bilden, wenn wir dann draufkommen, dass wir den neuntbesten Haushalt haben im Vergleich zu den 25 Mitgliedsländern, die zurzeit der Europäischen Union angehören, also die fünftbesten in der Eurozone und die neuntbesten unter den 25 Mitgliedsländern sind, dann denke ich, dass sich das wirklich sehen lassen kann. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Wir sind also jetzt dramatisch besser als die Europäische Union, vorher waren wir dramatisch schlechter. Und wenn man dann noch bedenkt, meine Damen und Herren, dass wir eine Abgabenquote in der Höhe von 43,7 Prozent übernommen haben und dass wir im nächsten Jahr bei 41,7 Prozent und im Jahr 2006 bei 40,6 Prozent liegen werden, dann weiß man, warum wir temporär ein höheres Defizit haben, weil wir gesagt haben: Steuern reduzieren, Österreich aufwerten. Entlastung ist der richtige Weg für unser Land! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Dr. Matznetter: Sie sind hinaufgegangen!
Wir sind im Jahr 2000 angetreten und haben gesagt, wir brauchen eine Wende in der Finanzpolitik, weil wir immer die Zielsetzung hatten, wir wollen die Steuern und Abgaben reduzieren. (Abg. Dr. Matznetter: Sie sind hinaufgegangen!) Man kann die Steuern und Abgaben aber nicht signifikant reduzieren, wenn man bei einem Defizit in der Höhe von 3 Prozent steht und Schlusslicht in der Europäischen Union ist.
Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Dipl.-Ing. Kummerer und Dr. Stummvoll.
Das heißt, das Motto war klar: Zuerst müssen wir sanieren, dann können wir die Steuern entsprechend senken. Jetzt haben wir, weil wir die Steuern gesenkt haben, ein Defizit in der Höhe von 1,9 Prozent. Ich zeige Ihnen gerne auch einen Vergleich. Hätten wir die Steuern nicht gesenkt, dann hätten wir im nächsten Jahr, im Jahr 2005, ein Defizit im Ausmaß von 0,45 Prozent und hätten im Jahr 2006 sogar einen Überschuss in unserem Haushalt. (Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Dipl.-Ing. Kummerer und Dr. Stummvoll.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
unterschreiben die Zielsetzung, dass wir im Jahr 2008 wieder einen ausgeglichenen Haushalt und ein Nulldefizit haben sollten. Ich glaube, das muss man anerkennen. Das muss man wertschätzen, dass Partner, die mit uns den Finanzausgleich verhandeln, jenseits parteipolitischer Überzeugungen sagen, es ist für das Land richtig und notwendig, dass wir es wieder schaffen zu konsolidieren, dass wir eine stabilitätsorientierte Finanzpolitik machen und dass wir im Jahr 2008 wieder einen ausgeglichenen Haushalt haben. Das haben wir in den Verhandlungen zu Stande gebracht. Daher seien Sie sicher, wir wollen das Defizit wieder reduzieren, und wir werden auch da erfolgreich sein. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Kogler: Aber effektiv! Herr Finanzminister, bitte! Wir sind schon unten effektiv!
wissen, dass die Slowakei bei 19 Prozent liegt, Polen bei 19 Prozent, Slowenien bei 20 Prozent, Ungarn bei 16 Prozent, eine Bandbreite also von 15 bis 20 Prozent Unternehmensbesteuerung? (Abg. Mag. Kogler: Aber effektiv! Herr Finanzminister, bitte! Wir sind schon unten effektiv!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Kogler: Aber um den Preis, dass in dem Land bald nur mehr die Arbeitnehmer Steuern zahlen werden!
Ich sage Ihnen, Herr Abgeordneter Kogler, ich bin stolz darauf, dass wir unten sind, denn es gibt nur einen Weg: Entweder, Herr Abgeordneter Kogler, Sie sind passiv wie die Deutschen und die Italiener und sagen: Wir handeln erst dann, wenn Schaden eingetreten ist, wenn Betriebe unser Land verlassen haben und wenn in Österreich nicht mehr investiert wird!, oder Sie sind wie diese Bundesregierung proaktiv und nehmen den Wettbewerb aktiv auf und sagen: Wir handeln jetzt! Wir handeln zu einem Zeitpunkt, wo Betriebe noch nicht Österreich verlassen haben, wir handeln zu einem Zeitpunkt, wo Investoren sagen: Österreich ist interessant, wir kommen nach Österreich! – Wir gehen raus mit Martin Bartenstein, mit dem Bundeskanzler, wir präsentieren das in Europa, damit wir die Investitionen bekommen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Kogler: Aber um den Preis, dass in dem Land bald nur mehr die Arbeitnehmer Steuern zahlen werden!)
Abg. Dr. Matznetter: In Prozenten bitte!
Herr Abgeordneter, wir haben eine Steuerreform gemacht, die 1,5 Milliarden € an Entlastung bei den Arbeitnehmern gebracht hat, und wir haben 1,5 Milliarden € an Entlastung bei der Wirtschaft. (Abg. Dr. Matznetter: In Prozenten bitte!) – In Prozenten, Herr Abgeordneter: 1,5 Milliarden sind, wie Sie wissen, immer der gleiche Prozentsatz. Ich denke, dass das der richtige Weg für unser Land ist. (Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Dr. Matznetter.)
Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Dr. Matznetter.
Herr Abgeordneter, wir haben eine Steuerreform gemacht, die 1,5 Milliarden € an Entlastung bei den Arbeitnehmern gebracht hat, und wir haben 1,5 Milliarden € an Entlastung bei der Wirtschaft. (Abg. Dr. Matznetter: In Prozenten bitte!) – In Prozenten, Herr Abgeordneter: 1,5 Milliarden sind, wie Sie wissen, immer der gleiche Prozentsatz. Ich denke, dass das der richtige Weg für unser Land ist. (Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Dr. Stummvoll: Zickzackkurs!
Im Zusammenhang mit der Steuerreform möchte ich sagen, ich meine, es ist legitim, der Bevölkerung mit unterschiedlichen Ansätzen gegenüberzutreten, aber man muss dazu stehen. Herr Abgeordneter Gusenbauer stellt sich vor uns hin und sagt, das Defizit sei zu hoch, und gleichzeitig sagt Herr Abgeordneter Gusenbauer, die Steuerreform sei mini-mini. Das heißt, er hätte eine viel größere Steuerreform gemacht, eine größere Entlastung herbeigeführt. (Abg. Dr. Stummvoll: Zickzackkurs!) – Zickzackkurs.
Abg. Dr. Matznetter: Sie haben die Begleitmaßnahmen vergessen!
Herr Abgeordneter Gusenbauer hat, bevor wir die Steuerreform umgesetzt haben, gesagt, 25 Prozent Körperschaftsteuer-Satz, das sollen wir machen. – Wir haben das umgesetzt! Herr Abgeordneter Gusenbauer und auch Sie, Herr Abgeordneter Matznetter, haben gesagt, 1,5 Milliarden € Entlastung für die Arbeitnehmer, das sollen wir machen. – Haben wir gemacht! (Abg. Dr. Matznetter: Sie haben die Begleitmaßnahmen vergessen!) Trotzdem sagt die Sozialdemokratie nein zu dieser Entlastung, nein zu dieser Steuerreform. Sie sagt, sie hätte noch viel mehr gemacht, kritisiert aber, das Defizit sei zu hoch.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
möglicher Unterhaltungswert für das Hohe Haus! Das gelingt ihm auch; als Alleinunterhalter ist er hervorragend, sage ich Ihnen. – Wir kümmern uns um den Inhalt! Wenn das die Arbeitsteilung ist, dass wir die Arbeit machen, dass Österreich auf dem richtigen Weg ist, dann bleiben wir dabei, dann setzen wir das in der Zukunft gerne so fort. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Matznetter: Nein! Zum falschen Zeitpunkt haben wir gesagt! 2001 wäre ...!
Meine Damen und Herren! Eigentlich können wir fast davon ausgehen, dass wir im Volumen mit dieser Steuerentlastung ganz gut liegen, denn die Sozialdemokratie sagt, es sei viel zu wenig gemacht worden, sie hätte eine größere Entlastung gemacht (Abg. Dr. Matznetter: Nein! Zum falschen Zeitpunkt haben wir gesagt! 2001 wäre ...!), und die Grünen sagen, diese Entlastung sei zu groß, sie hätten eine solche Entlastung nicht gemacht.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Daher meine ich, Entlastung, Steuern runter, Österreich rauf – das ist der richtige Weg. Wir haben einen guten Budgetentwurf vorgelegt, und ich ersuche Sie, diesem auch Ihre Zustimmung zu geben. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Ironische Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Großruck: Das ist keine Berichtigung!
Ich berichtige tatsächlich: In den Jahren 1998 bis 2000 wurde die Steuer- und Abgabenquote von 44 Prozent auf 42,8 Prozent des BIP gesenkt. Wäre dieser Weg fortgesetzt worden, wären wir längst bei 40 Prozent angelangt. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Großruck: Das ist keine Berichtigung!) Finanzminister Grasser hat diese Quote im Jahr 2001 auf 44 Prozent erhöht. (Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Das ist keine tatsächliche Berichtigung! – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Das ist keine tatsächliche Berichtigung! – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Ich berichtige tatsächlich: In den Jahren 1998 bis 2000 wurde die Steuer- und Abgabenquote von 44 Prozent auf 42,8 Prozent des BIP gesenkt. Wäre dieser Weg fortgesetzt worden, wären wir längst bei 40 Prozent angelangt. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Großruck: Das ist keine Berichtigung!) Finanzminister Grasser hat diese Quote im Jahr 2001 auf 44 Prozent erhöht. (Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Das ist keine tatsächliche Berichtigung! – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Neudeck: Das ist ja ein Redebeitrag! – Zahlreiche Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Weiters hat der Herr Bundesminister für Finanzen behauptet, die Sozialdemokratie hat die Steuersenkung, Steuerreform ... (Abg. Neudeck: Das ist ja ein Redebeitrag! – Zahlreiche Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) – Ich habe keine politische Wertung abgegeben, ich habe die Steuer- und Abgabenquote vorgelesen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das war keine tatsächliche Berichtigung! – Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das war keine tatsächliche Berichtigung! – Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.
Weiters hat der Herr Bundesminister für Finanzen behauptet, die Sozialdemokratie hat die Steuersenkung, Steuerreform ... (Abg. Neudeck: Das ist ja ein Redebeitrag! – Zahlreiche Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) – Ich habe keine politische Wertung abgegeben, ich habe die Steuer- und Abgabenquote vorgelesen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das war keine tatsächliche Berichtigung! – Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Lassen wir den Rest der Berichtigung, der Rest war genau so. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum haben Sie den Herrn Matznetter nicht gerügt, Frau Präsidentin? Das war doch keine tatsächliche Berichtigung!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Dr. Wolfmayr. Frau Abgeordnete, Sie haben sich eine Redezeit von 6 Minuten genommen. – Bitte. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum haben Sie den Herrn Matznetter nicht gerügt, Frau Präsidentin? Das war doch keine tatsächliche Berichtigung!)
Abg. Dr. Kräuter: Schämen Sie sich!
Ein weiteres Beispiel, aus dem deutlich wird, wie unterschiedlich wir gestaltende Kulturpolitik sehen, und das durch einige SPÖ-Aussendungen und Anwürfe in letzter Zeit zusätzlich Werbung bekommen hat – dafür danke ich recht herzlich, das war sicher nicht Absicht –, ist das Gironcoli-Museum in Herberstein, das speziell vom Kollegen Kräuter schlechtgemacht worden ist. Wo Ihr Problem liegt, weiß ich nicht. Es liegt vielleicht daran ... (Abg. Dr. Kräuter: Schämen Sie sich!) – Wofür schämen, frage ich Sie!
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben hier gelungene moderne Architektur, dem zeitgenössischen bildenden Künstler Bruno Gironcoli auf den Leib beziehungsweise auf die Exponate geschneidert, der Landschaft und dem vorhandenen alten Baukörper sensibel angepasst, und seit der Eröffnung haben mehr als 20 000 Menschen das Museum geradezu gestürmt. Das sind neue Chancen für einen internationalen Kulturtourismus in der Steiermark. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Kräuter: Es geht um den Rechtsstaat, Frau Kollegin!
Aber, und das kennen wir jetzt schon zur Genüge, Sie machen das lieber schlecht, bedenken nicht, dass Sie mit dieser Kritik an notwendigen Infrastrukturverbesserungen den ländlichen Raum gefährden (Abg. Dr. Kräuter: Es geht um den Rechtsstaat, Frau Kollegin!), mies und madig machen. Kritik ist das Einzige, was Ihnen einfällt. Haben Sie nicht Angst, dass Sie dann im Wettbewerb der Ideen gerade im Kunst- und Kulturbetrieb mager dastehen? Es gibt aber anscheinend wirklich nur einen Wunsch, nämlich den nach Macht, wie Voves, der jetzt in der Steiermark nur eine einzige Idee plakatieren kann, nämlich „LH“ werden zu wollen, auch deutlich macht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Aber, und das kennen wir jetzt schon zur Genüge, Sie machen das lieber schlecht, bedenken nicht, dass Sie mit dieser Kritik an notwendigen Infrastrukturverbesserungen den ländlichen Raum gefährden (Abg. Dr. Kräuter: Es geht um den Rechtsstaat, Frau Kollegin!), mies und madig machen. Kritik ist das Einzige, was Ihnen einfällt. Haben Sie nicht Angst, dass Sie dann im Wettbewerb der Ideen gerade im Kunst- und Kulturbetrieb mager dastehen? Es gibt aber anscheinend wirklich nur einen Wunsch, nämlich den nach Macht, wie Voves, der jetzt in der Steiermark nur eine einzige Idee plakatieren kann, nämlich „LH“ werden zu wollen, auch deutlich macht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Positiv in die Zukunft blicken, die enormen Leistungen in der österreichischen Kunst- und Kulturlandschaft würdigen, neue Synergien zwischen Wirtschaft und den in Kreativberufen Tätigen fördern, Zusammenarbeit zwischen Tourismus und Kultur, Forschung und Entwicklung, den Wissenschaften, der Bildung forcieren, eine Belebung der Kulturlandschaft – das könnte, ja sollte unser aller Ziel sein; es ist jedenfalls Ziel dieser Regierung. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Das ist aber keine tatsächliche Berichtigung!
Ich berichtige tatsächlich: Bei dieser Förderung geht es um einen glatten Rechtsbruch durch Frau Klasnic, und das ist zu kritisieren. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Das ist aber keine tatsächliche Berichtigung!)
Rufe bei der ÖVP: Total daneben! – Abg. Mag. Kogler: Aber wahr ist es wenigstens!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Das, Herr Abgeordneter, war knapp daneben, was die tatsächliche Berichtigung betrifft. (Rufe bei der ÖVP: Total daneben! – Abg. Mag. Kogler: Aber wahr ist es wenigstens!)
Abg. Mag. Kogler: Kräuter hat die Wahrheit gesagt!
Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Dr. Pilz. – Bitte. (Abg. Mag. Kogler: Kräuter hat die Wahrheit gesagt!)
Abg. Großruck: Wollen Sie ihn abschaffen? – Abg. Neudeck: Aber Sie reden sogar dazu!
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Meine Damen und Herren! Ich habe persönlich den Eindruck gewonnen, als ich mich während der Rede des Finanzministers so umgesehen habe, dass Herr Mag. Grasser wahrscheinlich bereits der Einzige und Letzte ist, der diese Art der Selbstdarstellung noch gut findet. (Abg. Großruck: Wollen Sie ihn abschaffen? – Abg. Neudeck: Aber Sie reden sogar dazu!)
Abg. Mag. Posch: Das ist schon so öd!
Was haben wir davon, in regelmäßigen Abständen diesen seltsamen Wortbrei über uns ergehen lassen zu müssen, den ich jetzt nur an einem Beispiel charakterisieren möchte? (Abg. Mag. Posch: Das ist schon so öd!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Steuern runter, Österreich rauf! – Kann man das vielleicht fortsetzen mit: Defizit rauf, Österreich runter, Gebühren rauf, Österreich runter!? Wie weit runter noch? Was und wie? Sollen wir wirklich auf diese – sagen wir es einmal vorsichtig – etwas unintelligente Art und Weise miteinander Kommunikation betreiben? Herr Finanzminister, merken Sie nicht, dass Sie längst nicht mehr wie ein Finanzminister, sondern längst schon wie ein Gebrauchtbudgetverkäufer auftreten? (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber so behandelt man auch keinen Finanzminister, das möchte ich Ihnen auch sagen!
Wäre es nicht sinnvoller, diese ganz speziellen Talente wieder in den Dienst des Kärntner Autohauses zu stellen? So führt man kein Finanzministerium! So verkauft man vielleicht dem Kärntner Landeshauptmann eine Gebrauchtwagenflotte, aber so behandelt man keinen Bundeshaushalt der Republik Österreich. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber so behandelt man auch keinen Finanzminister, das möchte ich Ihnen auch sagen!) – Das ist nur ein Beitrag zur Selbstbehandlung, Frau Kollegin Partik-Pablé.
Abg. Dolinschek: Sie kritisieren immer, dass ...!
Zum Zweiten und zu uns. Wir sollten einmal wirklich gemeinsam überlegen, ob das mit den Budgetdebatten so weitergehen kann. Wir haben heute 106 Rednerinnen und Redner vorläufig auf der RednerInnenliste. Wenn wir den gestrigen Tag, die Verhandlungen des Budgetbegleitgesetzes, dazunehmen und das hochrechnen, dann werden wir sehen, wir werden im Laufe dieser Debatten in etwa fünfhundert Mal zu uns selbst sprechen. Im Budgetausschuss haben wir das alle gemeinsam in einem weit höheren Ausmaß getan. (Abg. Dolinschek: Sie kritisieren immer, dass ...!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Stellen Sie sich das einmal vor! Das heißt, die Unterrichtsministerin ist der Meinung, dass all das, was gerade vom Rechnungshof geprüft wird, auch dann, wenn es budgetwirksam ist und im Bundesvoranschlag steht, vom Nationalrat nicht behandelt werden kann. Das ist ja völlig absurd! Das ist nicht nur absurd, das ist ein gesetzwidriges Verhalten der Unterrichtsministerin im Budgetausschuss! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: ... Ordnungsruf!
Das ist ein glatter Bruch des Geschäftsordnungsgesetzes, und das ist eine Unverschämtheit gegenüber dem Nationalrat, aber eine Unverschämtheit, die bei der vorliegenden Bundesregierung an der Tagesordnung ist. Deshalb hat der Ruf des Nationalrates so gelitten, und deswegen kämpfen wir Grüne jetzt um eine Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit dieses Hauses. Wir wollen ein Arbeitsparlament und ein Kontrollparlament und kein Kanzlerministrantenparlament! (Ruf bei der ÖVP: ... Ordnungsruf!)
Abg. Murauer: Wir fürchten uns trotzdem nicht!
Wenn wir das nächste Mal im Rechnungshofausschuss länger brauchen, dann werden Sie das mit uns wieder absitzen. Und wenn 16 Stunden nicht reichen, um notwendige Auskünfte zu bekommen, dann werden wir 20 oder 30 Stunden miteinander reden. (Abg. Murauer: Wir fürchten uns trotzdem nicht!) Wir sind in der Lage, länger hier zu arbeiten. Wir sind gut bezahlte Abgeordnete dieser Republik, und wir werden im Interesse dieses Nationalrates um seine Kontroll- und Arbeitsrechte kämpfen, das garantieren wir Ihnen hier. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Murauer: Leider haben Sie nicht gearbeitet ...!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Murauer: Leider haben Sie nicht gearbeitet ...!
Wenn wir das nächste Mal im Rechnungshofausschuss länger brauchen, dann werden Sie das mit uns wieder absitzen. Und wenn 16 Stunden nicht reichen, um notwendige Auskünfte zu bekommen, dann werden wir 20 oder 30 Stunden miteinander reden. (Abg. Murauer: Wir fürchten uns trotzdem nicht!) Wir sind in der Lage, länger hier zu arbeiten. Wir sind gut bezahlte Abgeordnete dieser Republik, und wir werden im Interesse dieses Nationalrates um seine Kontroll- und Arbeitsrechte kämpfen, das garantieren wir Ihnen hier. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Murauer: Leider haben Sie nicht gearbeitet ...!)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Murauer
Ihr letztes Mittel scheint zu sein, diejenigen, die Ihnen nicht nach dem Mund reden, mundtot zu machen. Ich möchte gerne wissen, was gestern und vorgestern im ÖVP-Klub passiert ist bei der Diskussion darüber (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Murauer), wie man mit dem Vorschlag umgeht, die Arbeiterkammer finanziell abzuwürgen, weil sie die Regierungsvorlagen nicht gebührend mitfeiert? (Staatssekretär Mag. Schweitzer: Der Rechnungshofpräsident sagt, der Cap ist besser!)
Staatssekretär Mag. Schweitzer: Der Rechnungshofpräsident sagt, der Cap ist besser!
Ihr letztes Mittel scheint zu sein, diejenigen, die Ihnen nicht nach dem Mund reden, mundtot zu machen. Ich möchte gerne wissen, was gestern und vorgestern im ÖVP-Klub passiert ist bei der Diskussion darüber (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Murauer), wie man mit dem Vorschlag umgeht, die Arbeiterkammer finanziell abzuwürgen, weil sie die Regierungsvorlagen nicht gebührend mitfeiert? (Staatssekretär Mag. Schweitzer: Der Rechnungshofpräsident sagt, der Cap ist besser!)
Zwischenruf der Abg. Lentsch.
Das sind die Fragen, um die es geht: Wie oft dürfen Mitglieder der Bundesregierung noch ihre Verfügungsrechte über öffentliche Gelder missbrauchen, um Kritikerinnen und Kritiker mundtot zu machen? – Das waren viele Vereine und Organisationen im Kulturbereich, das waren viele Organisationen im Asylbereich, im Menschenrechtsbereich, das waren in der Vergangenheit viele soziale Hilfsorganisationen, das waren Frauenorganisationen – und jetzt ist die Arbeiterkammer dran, sie ist die vorläufig Letzte in einer langen Liste. (Zwischenruf der Abg. Lentsch.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
werden. Werner Kogler und ich haben damit begonnen, wir sind aber noch lange nicht am Ende. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Ja, das glaube ich!
Ich bin bei Ihnen, dass wir über Minderheitsrechte und diese Dinge reden, gerne, aber lassen Sie uns auch eine gewisse Zeit unter den Rahmenbedingungen regieren, unter denen vorher die SPÖ regiert hat. Am Ende der Legislaturperiode werden wir uns das dann anschauen. Das ist ein Vorschlag zur Fairness. (Abg. Mag. Kogler: Ja, das glaube ich!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Mit sich selbst! Selbstdarstellung!
Ich diskutiere gerne 30 Stunden mit Ihnen im Ausschuss, ich habe nur manchmal das Gefühl, Sie diskutieren gar nicht mit uns, mit den Abgeordneten der Regierungsparteien (Abg. Dr. Partik-Pablé: Mit sich selbst! Selbstdarstellung!), sondern das ist eine gruppendynamische Partie, wo sich die Grünen alles sagen, was sie sich in der eigenen Fraktion nicht sagen können – vielleicht fehlen euch Klubsitzungen. (Heiterkeit bei den Freiheitlichen.) Wir machen uns das in den Klubsitzungen aus! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Heiterkeit bei den Freiheitlichen.
Ich diskutiere gerne 30 Stunden mit Ihnen im Ausschuss, ich habe nur manchmal das Gefühl, Sie diskutieren gar nicht mit uns, mit den Abgeordneten der Regierungsparteien (Abg. Dr. Partik-Pablé: Mit sich selbst! Selbstdarstellung!), sondern das ist eine gruppendynamische Partie, wo sich die Grünen alles sagen, was sie sich in der eigenen Fraktion nicht sagen können – vielleicht fehlen euch Klubsitzungen. (Heiterkeit bei den Freiheitlichen.) Wir machen uns das in den Klubsitzungen aus! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich diskutiere gerne 30 Stunden mit Ihnen im Ausschuss, ich habe nur manchmal das Gefühl, Sie diskutieren gar nicht mit uns, mit den Abgeordneten der Regierungsparteien (Abg. Dr. Partik-Pablé: Mit sich selbst! Selbstdarstellung!), sondern das ist eine gruppendynamische Partie, wo sich die Grünen alles sagen, was sie sich in der eigenen Fraktion nicht sagen können – vielleicht fehlen euch Klubsitzungen. (Heiterkeit bei den Freiheitlichen.) Wir machen uns das in den Klubsitzungen aus! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Wie in jedem anderen Ausschuss auch!
Ich glaube, das ist der zweite Punkt, bei dem man sehr vorsichtig sein muss, zum einen ist es die Arbeit im Ausschuss, bei der aus meiner Sicht nicht analog der Geschäftsordnung vorgegangen wird (Abg. Mag. Kogler: Wie in jedem anderen Ausschuss auch!), und zum anderen ist es ein Angriff auf die Kompetenzen des Rechnungshofes. Ich denke, da müssen wir ganz besonders wachsam sein. Ich glaube allerdings, dass es unter dem Präsidenten Moser – wer ihn kennt, weiß, dass er seine Kompetenzen nicht gerne beschneiden lässt – zu einer starken Aktion auch des Rechnungshofes und seines Präsidenten kommen wird. Meine Fraktion wird ihn auf alle Fälle unterstützen.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Ich möchte noch auf die Ausführungen von zwei Vorrednern etwas eingehen. Kollege Cap hat hier einen, muss ich sagen, sehr auflockernden und durchaus – wenn man es von schauspielerischer Seite her sieht – interessanten, kabarettartigen Auftritt geliefert. Und da ist mir eingefallen, dass sein Verhältnis zu den Künstlern in den letzten Jahren etwas schlechter geworden ist. Ich habe mir gedacht, dass die SPÖ, da sie nicht mehr so an den Hebeln der Macht sitzt, vielleicht da oder dort die Künstler nicht mehr so beteilen kann, wie es früher der Fall war. Jetzt bin ich eher der Meinung, die Künstler sehen im Kollegen Cap eine Konkurrenz. Mit dieser Performance, die er hier geliefert hat, hoffe ich, dass er irgendwann einmal auf einer Kleinbühne auftreten wird, aber nie auf der Regierungsbank sitzen wird. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Jakob Auer.
Abgeordneter Dr. Peter Wittmann (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Die Herren der Volksanwaltschaft! Herr Rechnungshofpräsident! Meine Damen und Herren! Diese Regierung spricht immer von Quantensprüngen. (Zwischenruf des Abg. Jakob Auer.) Wenn man sich heute die Rede des Herrn Finanzministers und des Herrn Bundeskanzlers angehört hat, dann konnte man erkennen, das war sicher ein Quantensprung der Behauptungsliberalisierung, der da stattgefunden hat. (Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.
Abgeordneter Dr. Peter Wittmann (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Die Herren der Volksanwaltschaft! Herr Rechnungshofpräsident! Meine Damen und Herren! Diese Regierung spricht immer von Quantensprüngen. (Zwischenruf des Abg. Jakob Auer.) Wenn man sich heute die Rede des Herrn Finanzministers und des Herrn Bundeskanzlers angehört hat, dann konnte man erkennen, das war sicher ein Quantensprung der Behauptungsliberalisierung, der da stattgefunden hat. (Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.)
Abg. Grillitsch: Was war das? Wie heißt das? – Abg. Dr. Partik-Pablé: „Verzapft“? Was ist das für eine Ausdrucksweise? – Abg. Murauer: Was haben Sie alles „verzapft“?
Und wenn man eine ernsthafte Diskussion eingefordert hat, weil Professor Van der Bellen gesagt hat, man kann das nicht 1 : 1 übernehmen, was der Bundeskanzler da verzapft, dann muss ich sagen, man kann ihm nur beipflichten (Abg. Grillitsch: Was war das? Wie heißt das? – Abg. Dr. Partik-Pablé: „Verzapft“? Was ist das für eine Ausdrucksweise? – Abg. Murauer: Was haben Sie alles „verzapft“?), denn er hat ja eine Diskussion vom Zaun gebrochen, die ihm jetzt auf den Kopf fällt, weil er in den Medien ganzseitige Inserate schalten ließ: Zukunft ohne Schulden.
Abg. Scheibner: Jetzt fängt der wieder mit diesem Blödsinn an! Das ist nicht mehr auszuhalten!
Faktum ist: Diese Regierung hat den höchsten Schuldenstand, den es jemals gegeben hat. (Abg. Scheibner: Jetzt fängt der wieder mit diesem Blödsinn an! Das ist nicht mehr auszuhalten!) In absoluten Zahlen hat diese Regierung den höchsten Schuldenstand, den es bisher gegeben hat. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Eh klar, weil ihr sie gemacht habt!) Diese Regierung hat die Abgabenquote zuerst erhöht, damit sie sie jetzt senken kann, das ist die Wahrheit. Und dann feiert sie, dass sie die Abgabenquote senkt. Diese Regierung hat die höchste Arbeitslosenzahl, die es jemals gegeben hat. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wechseln Sie einmal das Papier!) Diese Regierung investiert nicht in die Zukunft, weil sie die Universitäten aushungert. Unter dieser Regierung sind wir beim Wachstum zurückgefallen und einer der Nachzügler in der Europäischen Union geworden. (Abg. Scheibner: Da kann man gar nicht mehr zuhören! Diese Parolen!) Und dann feiern Sie sich hier ab als wirtschaftspolitische Gurus. Sie sind wirtschaftspolitische Zauberlehrlinge, aber nicht mehr! Das ist ja unglaublich! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Mag. Kogler.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Eh klar, weil ihr sie gemacht habt!
Faktum ist: Diese Regierung hat den höchsten Schuldenstand, den es jemals gegeben hat. (Abg. Scheibner: Jetzt fängt der wieder mit diesem Blödsinn an! Das ist nicht mehr auszuhalten!) In absoluten Zahlen hat diese Regierung den höchsten Schuldenstand, den es bisher gegeben hat. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Eh klar, weil ihr sie gemacht habt!) Diese Regierung hat die Abgabenquote zuerst erhöht, damit sie sie jetzt senken kann, das ist die Wahrheit. Und dann feiert sie, dass sie die Abgabenquote senkt. Diese Regierung hat die höchste Arbeitslosenzahl, die es jemals gegeben hat. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wechseln Sie einmal das Papier!) Diese Regierung investiert nicht in die Zukunft, weil sie die Universitäten aushungert. Unter dieser Regierung sind wir beim Wachstum zurückgefallen und einer der Nachzügler in der Europäischen Union geworden. (Abg. Scheibner: Da kann man gar nicht mehr zuhören! Diese Parolen!) Und dann feiern Sie sich hier ab als wirtschaftspolitische Gurus. Sie sind wirtschaftspolitische Zauberlehrlinge, aber nicht mehr! Das ist ja unglaublich! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Mag. Kogler.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Wechseln Sie einmal das Papier!
Faktum ist: Diese Regierung hat den höchsten Schuldenstand, den es jemals gegeben hat. (Abg. Scheibner: Jetzt fängt der wieder mit diesem Blödsinn an! Das ist nicht mehr auszuhalten!) In absoluten Zahlen hat diese Regierung den höchsten Schuldenstand, den es bisher gegeben hat. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Eh klar, weil ihr sie gemacht habt!) Diese Regierung hat die Abgabenquote zuerst erhöht, damit sie sie jetzt senken kann, das ist die Wahrheit. Und dann feiert sie, dass sie die Abgabenquote senkt. Diese Regierung hat die höchste Arbeitslosenzahl, die es jemals gegeben hat. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wechseln Sie einmal das Papier!) Diese Regierung investiert nicht in die Zukunft, weil sie die Universitäten aushungert. Unter dieser Regierung sind wir beim Wachstum zurückgefallen und einer der Nachzügler in der Europäischen Union geworden. (Abg. Scheibner: Da kann man gar nicht mehr zuhören! Diese Parolen!) Und dann feiern Sie sich hier ab als wirtschaftspolitische Gurus. Sie sind wirtschaftspolitische Zauberlehrlinge, aber nicht mehr! Das ist ja unglaublich! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Mag. Kogler.)
Abg. Scheibner: Da kann man gar nicht mehr zuhören! Diese Parolen!
Faktum ist: Diese Regierung hat den höchsten Schuldenstand, den es jemals gegeben hat. (Abg. Scheibner: Jetzt fängt der wieder mit diesem Blödsinn an! Das ist nicht mehr auszuhalten!) In absoluten Zahlen hat diese Regierung den höchsten Schuldenstand, den es bisher gegeben hat. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Eh klar, weil ihr sie gemacht habt!) Diese Regierung hat die Abgabenquote zuerst erhöht, damit sie sie jetzt senken kann, das ist die Wahrheit. Und dann feiert sie, dass sie die Abgabenquote senkt. Diese Regierung hat die höchste Arbeitslosenzahl, die es jemals gegeben hat. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wechseln Sie einmal das Papier!) Diese Regierung investiert nicht in die Zukunft, weil sie die Universitäten aushungert. Unter dieser Regierung sind wir beim Wachstum zurückgefallen und einer der Nachzügler in der Europäischen Union geworden. (Abg. Scheibner: Da kann man gar nicht mehr zuhören! Diese Parolen!) Und dann feiern Sie sich hier ab als wirtschaftspolitische Gurus. Sie sind wirtschaftspolitische Zauberlehrlinge, aber nicht mehr! Das ist ja unglaublich! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Mag. Kogler.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Mag. Kogler.
Faktum ist: Diese Regierung hat den höchsten Schuldenstand, den es jemals gegeben hat. (Abg. Scheibner: Jetzt fängt der wieder mit diesem Blödsinn an! Das ist nicht mehr auszuhalten!) In absoluten Zahlen hat diese Regierung den höchsten Schuldenstand, den es bisher gegeben hat. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Eh klar, weil ihr sie gemacht habt!) Diese Regierung hat die Abgabenquote zuerst erhöht, damit sie sie jetzt senken kann, das ist die Wahrheit. Und dann feiert sie, dass sie die Abgabenquote senkt. Diese Regierung hat die höchste Arbeitslosenzahl, die es jemals gegeben hat. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wechseln Sie einmal das Papier!) Diese Regierung investiert nicht in die Zukunft, weil sie die Universitäten aushungert. Unter dieser Regierung sind wir beim Wachstum zurückgefallen und einer der Nachzügler in der Europäischen Union geworden. (Abg. Scheibner: Da kann man gar nicht mehr zuhören! Diese Parolen!) Und dann feiern Sie sich hier ab als wirtschaftspolitische Gurus. Sie sind wirtschaftspolitische Zauberlehrlinge, aber nicht mehr! Das ist ja unglaublich! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Mag. Kogler.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Fragen Sie die Damen und Herren auf der Galerie, wie viel ihnen im Geldbörsl geblieben ist, fragen Sie jeden einzelnen österreichischen Bürger, wie viel ihm wirklich geblieben ist! Sie behaupten immer, den Österreichern bleibt mehr übrig – nichts ist ihnen übrig geblieben, Sie können jeden einzelnen Bürger fragen. Sie wollen das, was da passiert, immer wieder schönreden, aber in Wirklichkeit ist es eine Politik der Verschwendung, weil Sie – und das konnten wir ja gestern schon aufzeigen – 75 Millionen €, eine Milliarde Schilling, für Selbstwerbung ausgeben, nur damit Sie in den Medien besser dastehen. Aber die Tatsachen sprechen ganz einfach gegen Sie, und Sie sollten den Österreicherinnen und Österreichern wirklich einmal zuhören, was ihnen diese Politik gebracht hat, nämlich nichts. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Nein!
Sie stellen ihm noch dazu das Kunsthistorische Museum zur Verfügung. Was kostet das? Darf ich dort auch meinen Geburtstag feiern (Abg. Dr. Partik-Pablé: Nein!), oder darf das nur Herr Staatssekretär Morak? (Abg. Jakob Auer: Nur der Wittmann!) Ich frage mich, wie da mit Steuermitteln umgegangen wird!
Abg. Jakob Auer: Nur der Wittmann!
Sie stellen ihm noch dazu das Kunsthistorische Museum zur Verfügung. Was kostet das? Darf ich dort auch meinen Geburtstag feiern (Abg. Dr. Partik-Pablé: Nein!), oder darf das nur Herr Staatssekretär Morak? (Abg. Jakob Auer: Nur der Wittmann!) Ich frage mich, wie da mit Steuermitteln umgegangen wird!
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Mag. Kogler. – Abg. Jakob Auer: In Wiener Neustadt feiern sie ...!
16 Millionen für die Eigenwerbung im Budget des Bundeskanzleramtes plus 2,5 Millionen im Budget des Kunststaatssekretärs, auch noch einmal zum Feiern, zur Selbstdarstellung. Umgeschichtet wurden im Ansatz 08 unter 7280 noch einmal 2 Millionen für die Selbstwerbung und für die Verteilung an Unternehmen, im Grunde genommen für Werbeagenturen, damit Sie sich im Vorjahr des Wahlkampfes ordentlich mit öffentlichen Geldern ausstatten, damit Sie sich selbst darstellen können. Das ist dieses Budget! Es ist gekennzeichnet: Bei uns sparen wir nichts, bei den anderen sparen wir alles, und wenn jemand unbequem ist, dann bekommt er gar nichts – wie die Arbeiterkammer. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Mag. Kogler. – Abg. Jakob Auer: In Wiener Neustadt feiern sie ...!)
Beifall bei der SPÖ.
Um nicht alles schlechtzumachen – es gibt auch einige gute Ansätze in diesem Budget –: Im Sportbereich ist etwas gelungen, dazu muss ich dem Staatssekretär gratulieren. Das ist eine gute Lösung, und mit dieser möchte ich schließen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
So komme ich zu dem erfreulichen Punkt für den Sport – als Sportsprecher der ÖVP freut mich das besonders –, dass das Sportbudget ein besonders erfreuliches Kapitel in der Erfolgsbilanz der österreichischen Bundesregierung ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Dass die Rahmenbedingungen für den österreichischen Sport stimmen, haben die Ergebnisse von Athen bewiesen. Unsere Teilnehmer an den Paralympics haben eine Medaille nach der anderen eingeheimst, und auch die Teilnehmer an den Olympischen Spielen haben außerordentlich erfolgreich abgeschnitten. Von Thomas Geierspichler über Hagara/Steinacher bis hin zu Claudia Heill haben alle eines gemeinsam: Sie haben unser Österreich erfolgreich vertreten! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen
Ich denke allerdings, dass es sinnvoll wäre, eine gewisse Kontinuität in die Bewerbung zu bringen und nicht bei jeder Bewerbung das Pferd beziehungsweise die Stadt zu wechseln (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen) – nur um etwa die Zufriedenheit des Skiverbandspräsidenten zu erhöhen. Chancenmaximierung vor Einzelinteresse muss für die Bewerbung 2014 gelten!
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Zum Abschluss möchte ich noch das Projekt von Staatssekretär Schweitzer „Fit für Österreich“, das gemeinsam mit der Bundessportorganisation und den Dachverbänden durchgeführt wird, erwähnen, das für alle Generationen ein Angebot auf den Markt bringt, das zukunftsweisend zur Gesundheit von Frau und Herrn Österreicher, egal welchen Alters, entscheidend beitragen kann. Das Lob, welches im Ausschuss aus allen Fraktionen zum Sportbudget geäußert wurde, zeigt wieder einmal die nicht nur völker-, sondern auch parteienverbindende Kraft des Sportes. In diesem Sinne für ein sportliches Österreich: Auf die Plätze, fertig, los! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, meine sehr geehrten Damen und Herren, ein solches Urteil eines unangefochtenen Experten in Sachen bildende Kunst sollte man zur Kenntnis nehmen und sollte uns auch fröhlich stimmen in Bezug auf die Investitionen, die die Republik in den Kunststandort Österreich leistet. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
genheit? Wie gestalten wir die Gegenwart? Und: Wie bauen wir unsere Zukunft? – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordnete Mag. Terezija Stoisits (Grüne): Poštovane dame i gospodo! Sehr geehrte Herren Volksanwälte! Herr Rechnungshofpräsident! Herr Bundesminister! Herren Staatssekretäre! Ich möchte die Gelegenheit der Budgetdebatte als Erstes dazu benutzen, um mich im Namen der grünen Fraktion bei den Mitarbeitern des Parlaments für dieses Full-Service, das sie uns bieten, ganz herzlich bedanken. (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das hätten wir ja gar nicht angenommen, dass Sie einmal zufrieden sind!
Es steht ja jetzt in dieser Generaldebatte auch das Budget des Parlaments zur Diskussion, und das trifft uns als Parlamentarier, aber auch die parlamentarischen Fraktionen und die Mitarbeiter der Parlamentarier ganz besonders. Nicht dass Sie glauben, dass ich mit dem Parlamentsbudget zufrieden wäre (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das hätten wir ja gar nicht angenommen, dass Sie einmal zufrieden sind!), und zwar nicht, weil ich Abgeordnete bin, sondern weil ich es für eine ganz grundsätzliche Sache halte, wie in Österreich dieses Verhältnis zwischen Legislative und Exekutive ist. Es heißt ja immer, das Budget ist die in Zahlen gegossene Politik.
Beifall bei den Grünen.
Wenn man in das entsprechende Budgetheft hineinschaut, dann sieht man, dass die Legislative, nämlich die Gesetzgebung, geradezu ein „Armutschkerl“ im Vergleich zu den Budgets ist, das die Exekutive, sprich die Ministerien, zur Verfügung hat. Wenn ich nur eines wieder in Erinnerung rufen darf: Wir haben keinen Verfassungsdienst hier im Parlament, der die Gesetze, die hier beschlossen werden, noch einmal durchgeht und auf Verfassungskonformität prüft. Das ist ein Standard, den europäische Parlamente, ob in Westeuropa oder in Osteuropa, überall haben – außer das Parlament in Österreich! (Beifall bei den Grünen.) Das ist mir wichtig festzustellen.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Also die Idee bezüglich der Volksanwaltschaft kann ich nur als eine absolut nicht nachvollziehbare Idee bezeichnen. Wir sprechen hier von einer Institution, die darauf aufgebaut ist, dass drei Volksanwälte in ihren Aufgabengebieten, die sie aufgeteilt haben, und mit einem Vorsitzenden seit mehr als 25 Jahren – bald werden es schon 30 Jahre – im Sinne der so zahlreich Rat suchenden österreichischen Bevölkerung arbeitet. Diese Zahl der Volksanwälte – vielleicht werden Sie das heute noch einmal dem Plenum berichten, damit das auch jene hören, die bei den Diskussionen im Budgetausschuss nicht anwesend waren – einfach zu reduzieren, wie das von Präsident Khol im Konvent vorgeschlagen wurde, das halte ich für geradezu absurd! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Staatssekretär Morak: Aber auch nicht gekürzt!
Ich wende mich jetzt an Herrn Staatssekretär Morak in Vertretung des Herrn Bundeskanzlers und möchte zum Thema Volksgruppen sprechen. Es wird ja nicht ganz unerwartet für Sie kommen, dass ich auch dazu etwas sage. Dass sich das Budget für die Volksgruppen, das in den Bereich der Ermessensausgaben gehört, in den letzten Jahren, nicht ganz zufällig also seit es Schwarz-Blau gibt, nicht einmal um einen Cent erhöht hat, darauf weise ich jedes Mal hin. (Staatssekretär Morak: Aber auch nicht gekürzt!) „Aber auch nicht gekürzt!“ – und darauf ist er noch stolz, das muss er mir noch einflüstern!
Beifall bei den Grünen.
Herr Staatssekretär! Das ist so eine genante Summe: 3,76 Millionen €. Das ist ein „Klacks“ im Vergleich zu den Summen, die die heute schon angesprochenen Beratungshonorare ausmachen. Ihnen müsste eigentlich die Schamesröte ins Gesicht steigen. (Beifall bei den Grünen.) Aber das ist eine Kategorie, die in dieser Regierung nicht bekannt ist – das kennen wir ja von Herrn Bundesminister Grasser zur Genüge –, nämlich dass man auch so etwas wie eine gewisse Devotheit gegenüber der Aufgabe, die man hat, zeigt.
Abg. Dr. Brinek: Es gibt Ausstellungen, Frau Kollegin!
Herr Staatssekretär Morak, Sie haben das Thema „Jubeljahr“ im Zusammenhang mit dem nächsten Jahr aufgebracht. Ich sage „Jubeljahr“, denn das, was ich in den Zeitungen über die Präsentation am Montag gelesen habe, ist eine Jubelei und sonst gar nichts. Außer einer Portisch-Dokumentation im ORF – schön und gut – ist nichts dabei, was sich genau mit jenen Punkten befasst, die für die Identität der Zweiten Republik so wesentlich sind, wo es auch um das andere Österreich im Sinne von Minderheiten, Randgruppen geht. Nichts davon finde ich in dieser Jubelei, die präsentiert wurde. (Abg. Dr. Brinek: Es gibt Ausstellungen, Frau Kollegin!) Und dann sagen Sie noch: Super, dass wir die Volksgruppenförderung in der Höhe von 3,76 Millionen nicht gekürzt haben! – Mehr sage ich jetzt nicht dazu.
Beifall bei den Grünen.
Verordnung der Bundesregierung wird seit 30 Jahren nicht erfüllt! Vielleicht hat es der Bundeskanzler, vielleicht sogar durch Einflüsterung Ihrerseits, verstanden, dass man dieser internationalen Schande begegnen muss. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Widerspruch bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich wünsche Ihnen alles Gute, Herr Staatssekretär Morak! Ich hoffe nicht – das ist jetzt nicht persönlich gemeint –, dass Sie noch sehr lange Gelegenheit haben, das in Stellvertretung des Herrn Bundeskanzlers zu tun, denn ich glaube, im Hinblick auf dieses Budget und diese Regierung gibt es nur eine Lösung: Die Lebenszeit muss so verkürzt wie nur möglich werden. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Widerspruch bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Wurm: Für die Bevölkerung!
Abgeordneter Elmar Lichtenegger (Freiheitliche): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Normalerweise bin ich ja kein Freund der Polemik. Auf die Polemik des Abgeordneten Wittmann muss ich aber doch antworten. Er hat gemeint, man habe es verabsäumt, für alle Menschen eine Geburtstagsfeier zu veranstalten. – Er hat es verpasst! Der Geburtstag für alle hat bereits stattgefunden. (Abg. Mag. Wurm: Für die Bevölkerung!) Das war der Geburtstag einer neuen, zukunftsorientierten und erfolgreichen Politik, und der war im Jahr 2000, falls Sie sich noch erinnern können. Das war der Geburtstag für alle! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Gradwohl: Herr Kollege, auf die Geschenke kann ganz Österreich verzichten!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Gradwohl: Herr Kollege, auf die Geschenke kann ganz Österreich verzichten!
Abgeordneter Elmar Lichtenegger (Freiheitliche): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Normalerweise bin ich ja kein Freund der Polemik. Auf die Polemik des Abgeordneten Wittmann muss ich aber doch antworten. Er hat gemeint, man habe es verabsäumt, für alle Menschen eine Geburtstagsfeier zu veranstalten. – Er hat es verpasst! Der Geburtstag für alle hat bereits stattgefunden. (Abg. Mag. Wurm: Für die Bevölkerung!) Das war der Geburtstag einer neuen, zukunftsorientierten und erfolgreichen Politik, und der war im Jahr 2000, falls Sie sich noch erinnern können. Das war der Geburtstag für alle! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Gradwohl: Herr Kollege, auf die Geschenke kann ganz Österreich verzichten!)
Allgemeiner Beifall.
Meine Vorredner haben schon Olympia-Erfolge angesprochen, auch ich darf sie erwähnen. Einer der Sportler, die bei den Olympischen Spielen in Athen dabei waren, sitzt heute hier und hört dieser Sportdiskussion zu, und zwar Raphael Hartl, der im Einer-Rudern dabei war. – Hallo Raphi! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Großruck.
Man kann natürlich nicht behaupten, in Athen haben wir deswegen solche Erfolge erzielt, weil wir so eine gute Politik machen. Das wäre vielleicht vermessen. In ein paar Jahren werden wir aber vielleicht sagen können: Damals haben wir die Weichen richtig gestellt, damals haben wir das Geld in die Hand genommen! Dann kann man sagen, dass das der Erfolg einer langfristig geplanten Arbeit war. (Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Großruck.)
Abg. Grillitsch – in Richtung Staatssekretär Mag. Schweitzer –: Aus Holz, Klagenfurt!
Weiters möchte ich noch sagen, dass das Stadion in Klagenfurt natürlich nicht die einzige Investitionsförderung nächstes Jahr ist. (Abg. Grillitsch – in Richtung Staatssekretär Mag. Schweitzer –: Aus Holz, Klagenfurt!) Es gibt ein paar Schwerpunkte, unter anderem das Eissportzentrum in Innsbruck mit rund 240 000 €. In Linz wird die Leichtathletikhalle mit rund 440 000 € unterstützt.
Abg. Mag. Wurm: Wurde von der SPÖ-Regierung schon veranschlagt, 1998!
Für ein Fußballstadion in Salzburg wenden wir 3,1 Millionen € auf. Am Neusiedler See gibt es ein Segelleistungszentrum, in Innsbruck wird außer der Eishalle laut Voranschlag auch die Bob- und Rodelbahn gefördert, der Kulm, den jeder kennt, das Ringerzentrum in Götzis. (Abg. Mag. Wurm: Wurde von der SPÖ-Regierung schon veranschlagt, 1998!) – Sie haben sich wirklich bemüht, das muss man sagen. Man kann ja nicht sagen, Sie haben nichts gemacht. Aber wir haben natürlich das Unsrige dazu getan und die Dinge einmal wirklich in die Hand genommen. Das, was da jetzt im Sport passiert, hat wirklich Hand und Fuß.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich kann nur sagen, mich freut es auch, dass die SPÖ gestern, als es um die Evaluierung gegangen ist, dann doch noch aufgesprungen ist. Ich weiß eh, wie das zustande gekommen ist, aber es zeigt schon, dass alle daran interessiert sind, dass im österreichischen Sport etwas weitergeht. Das bedeutet aber nicht, dass es immer heißen soll, alles sei recht und schön und nett und alles rund um die Sportler sei gut. Es kann durchaus auch einmal kontroversielle Diskussionen geben. Das fördert, so glaube ich, den Fortschritt, und so soll es in Zukunft auch bleiben. Prinzipiell ist es mir aber lieber, wenn alle an einem Strang ziehen, weil es einfach gut für den Sport als Gesamtes ist. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Reden Sie mit der Präsidiale!
Ich war völlig überrascht, als Kollegin Stoisits im Kreise der Sportsprecher aufgetreten ist, war aber doch nicht überzeugt davon, dass sie Kollegen Brosz abgelöst hat, und ihr Redebeitrag hat mir auch gezeigt, dass Kollege Brosz nach wie vor der Sportsprecher ist. Es wäre wahrscheinlich sehr sinnvoll gewesen, hätte er diesen Reigen abgeschlossen und wäre das Ganze dann in einem Block debattiert worden. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Reden Sie mit der Präsidiale!)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Aber das müssen Sie in der Präsidiale thematisieren!
Frau Kollegin Moser! Es gibt ja doch einiges, was Sie auch mehr interessiert, und ich glaube, dass es dann insbesondere interessant ist, wenn man alle Meinungen hintereinander hört, um wirklich eine Debatte zu einem Bereich des Budgets abschließen zu können. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Aber das müssen Sie in der Präsidiale thematisieren!) – Gut, Frau Kollegin Moser, Sie verstehen es nicht, aber vielleicht verstehen es einige andere.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Daher bin ich froh darüber, dass der Deckel oben weg ist, dass er aber unten eingezogen wurde. Das heißt, für den Sport kann es nie mehr weniger geben, aber es kann allemal mehr werden. Je mehr in Österreich gespielt wird, umso höher sind die Erlöse für den Sport. Ich glaube, das ist gut so, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mandak: Alles, was gut ist, ist grün!
Wir werden es schaffen, dass die Vereine in die Schulen kommen, um dort Bewegungsangebote zu leisten, die die Kinder interessieren. Mit der betrieblichen Gesundheitsvorsorge, die wieder über das „Grüne Rezept“ von den Ärzten verordnet werden kann (Abg. Mandak: Alles, was gut ist, ist grün!), wodurch dann bei den Fachverbänden die entsprechenden Einheiten absolviert werden können, und mit unserer Aktion „Fit für 50 plus“, die Sie hoffentlich bereits alle kennen, wollen wir mit dem organisierten Sport einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass aus den Krankenkassen „gesunde Kassen“ werden. Ich hoffe und zähle auf Ihre Unterstützung! – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Mag. Wurm: „Sehr“ differenziert! – Abg. Neudeck: Sehr gut!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Mag. Wurm: „Sehr“ differenziert! – Abg. Neudeck: Sehr gut!
Wir werden es schaffen, dass die Vereine in die Schulen kommen, um dort Bewegungsangebote zu leisten, die die Kinder interessieren. Mit der betrieblichen Gesundheitsvorsorge, die wieder über das „Grüne Rezept“ von den Ärzten verordnet werden kann (Abg. Mandak: Alles, was gut ist, ist grün!), wodurch dann bei den Fachverbänden die entsprechenden Einheiten absolviert werden können, und mit unserer Aktion „Fit für 50 plus“, die Sie hoffentlich bereits alle kennen, wollen wir mit dem organisierten Sport einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass aus den Krankenkassen „gesunde Kassen“ werden. Ich hoffe und zähle auf Ihre Unterstützung! – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Mag. Wurm: „Sehr“ differenziert! – Abg. Neudeck: Sehr gut!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenbemerkung von Staatssekretär Mag. Schweitzer.
Abgeordnete Mag. Gisela Wurm (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Sehr geehrter Herr Präsident des Rechnungshofes! Sehr geehrte Herren Volksanwälte! Wenn jetzt Sie als Staatssekretär euphorisch das Sportbudget und die Erhöhung des Sportbudgets gelobt haben, dann möchte ich Ihnen mitgeben: Vergessen Sie auch den Gender-Aspekt im Sport nicht, denn das ist etwas sehr Wichtiges! Das sage ich auch deshalb, weil ich den ganzen Vormittag auf der Regierungsbank noch keine einzige Frau gesehen habe. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenbemerkung von Staatssekretär Mag. Schweitzer.)
Abg. Neudeck: Aber die Frau Präsidentin gleicht das aus! Die sitzt überall!
Den ganzen Vormittag über war keine einzige Frau hier auf der Regierungsbank. Das schmerzt, das tut weh, wenn man auch Frauenpolitik im Herzen hat. (Abg. Neudeck: Aber die Frau Präsidentin gleicht das aus! Die sitzt überall!) – Auf der Regierungsbank, Herr Neudeck! Aber lassen Sie mich jetzt zu den Herren Volksanwälten etwas sagen. (Staatssekretär Mag. Schweitzer: Ich kann mich ja nicht umändern lassen! – Abg. Neudeck: Du wärst auch keine schöne Frau!) – Ja, Sie können sich nicht umwandeln lassen, aber es gibt 52 Prozent Frauen in dieser Republik, und irgendwo sollte sich das auch widerspiegeln, Herr Staatssekretär! (Abg. Neudeck: Herr Staatssekretär, Sie sind schon als Mann kaum anzuschauen!)
Staatssekretär Mag. Schweitzer: Ich kann mich ja nicht umändern lassen! – Abg. Neudeck: Du wärst auch keine schöne Frau!
Den ganzen Vormittag über war keine einzige Frau hier auf der Regierungsbank. Das schmerzt, das tut weh, wenn man auch Frauenpolitik im Herzen hat. (Abg. Neudeck: Aber die Frau Präsidentin gleicht das aus! Die sitzt überall!) – Auf der Regierungsbank, Herr Neudeck! Aber lassen Sie mich jetzt zu den Herren Volksanwälten etwas sagen. (Staatssekretär Mag. Schweitzer: Ich kann mich ja nicht umändern lassen! – Abg. Neudeck: Du wärst auch keine schöne Frau!) – Ja, Sie können sich nicht umwandeln lassen, aber es gibt 52 Prozent Frauen in dieser Republik, und irgendwo sollte sich das auch widerspiegeln, Herr Staatssekretär! (Abg. Neudeck: Herr Staatssekretär, Sie sind schon als Mann kaum anzuschauen!)
Abg. Neudeck: Herr Staatssekretär, Sie sind schon als Mann kaum anzuschauen!
Den ganzen Vormittag über war keine einzige Frau hier auf der Regierungsbank. Das schmerzt, das tut weh, wenn man auch Frauenpolitik im Herzen hat. (Abg. Neudeck: Aber die Frau Präsidentin gleicht das aus! Die sitzt überall!) – Auf der Regierungsbank, Herr Neudeck! Aber lassen Sie mich jetzt zu den Herren Volksanwälten etwas sagen. (Staatssekretär Mag. Schweitzer: Ich kann mich ja nicht umändern lassen! – Abg. Neudeck: Du wärst auch keine schöne Frau!) – Ja, Sie können sich nicht umwandeln lassen, aber es gibt 52 Prozent Frauen in dieser Republik, und irgendwo sollte sich das auch widerspiegeln, Herr Staatssekretär! (Abg. Neudeck: Herr Staatssekretär, Sie sind schon als Mann kaum anzuschauen!)
Beifall bei der SPÖ.
Haben Sie ihre Arbeit zu ernst genommen? Haben Sie das aufgezeigt, was aufzuzeigen ist? Und jetzt kommt die Knute! Jetzt heißt es, einer sei doch genug. Haben Sie das wirklich so gut gemacht? Dann gratuliere ich Ihnen, meine Herren und meine Dame von der Volksanwaltschaft! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Aus Wien kommen die meisten, Frau Kollegin!
Zum Aufkommen: Die Volksanwaltschaft hat immer mehr zu tun. Vielleicht liegt es auch an der Politik dieser Regierung. – Das frage ich Sie. Über 15 000 Anbringen werden jedes Jahr bearbeitet (Abg. Dr. Partik-Pablé: Aus Wien kommen die meisten, Frau Kollegin!), 270 Sprechtage werden in den Bundesländern und in Wien abgehalten, 4 000 Einzelgespräche werden mit den Bürgern und Bürgerinnen geführt.
Abg. Wittauer: Gisela, langsam reden!
Das soll einer machen? Oder sollen das nur noch die Beamten machen, die weisungsgebunden sind? Stellen Sie sich so die parlamentarische Kontrolle vor? – Das kann doch nicht ernst gemeint sein! (Abg. Wittauer: Gisela, langsam reden!) – Ich kann so schnell reden, wie ich will, Herr Wittauer, denken Sie halt schneller mit! (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Neudeck. – Abg. Neudeck: Der war leider gut!)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Neudeck. – Abg. Neudeck: Der war leider gut!
Das soll einer machen? Oder sollen das nur noch die Beamten machen, die weisungsgebunden sind? Stellen Sie sich so die parlamentarische Kontrolle vor? – Das kann doch nicht ernst gemeint sein! (Abg. Wittauer: Gisela, langsam reden!) – Ich kann so schnell reden, wie ich will, Herr Wittauer, denken Sie halt schneller mit! (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Neudeck. – Abg. Neudeck: Der war leider gut!)
Abg. Großruck: Wieder einer!
Es ist auch noch zu sagen – ich leite das von der Umfrage ab, die im Frühjahr dieses Jahres gemacht wurde –, dass die Volksanwaltschaft eine sehr gute Akzeptanz in der Bevölkerung hat. Dieses Instrument nicht wesentlich auszubauen, sondern sozusagen einen Anschlag darauf zu verüben, das ist wirklich ein Skandal, sehr geehrte Damen und Herren! (Abg. Großruck: Wieder einer!) – Ja, es ist einer! (Abg. Großruck: Der Skandal ist männlich!) Auf eine gewisse Art wichtige Grundfesten der Demokratie aushebeln zu wollen, ist ein Skandal.
Abg. Großruck: Der Skandal ist männlich!
Es ist auch noch zu sagen – ich leite das von der Umfrage ab, die im Frühjahr dieses Jahres gemacht wurde –, dass die Volksanwaltschaft eine sehr gute Akzeptanz in der Bevölkerung hat. Dieses Instrument nicht wesentlich auszubauen, sondern sozusagen einen Anschlag darauf zu verüben, das ist wirklich ein Skandal, sehr geehrte Damen und Herren! (Abg. Großruck: Wieder einer!) – Ja, es ist einer! (Abg. Großruck: Der Skandal ist männlich!) Auf eine gewisse Art wichtige Grundfesten der Demokratie aushebeln zu wollen, ist ein Skandal.
Abg. Wittauer: Gisela, bei dir merkt man aber nicht, dass du mundtot gemacht bist!
Wer aber unbequem ist, der wird mundtot gemacht. (Abg. Wittauer: Gisela, bei dir merkt man aber nicht, dass du mundtot gemacht bist!) – Nein, das ist auch gut so. Lassen Sie mich jetzt noch etwas zum Thema der Sonderberichte sagen, die von der Volksanwaltschaft auch schon einmal erledigt wurden, nicht gerade zum Gefallen des damaligen Klubobmanns Khol.
Abg. Neudeck: Der muss ja regieren! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Nur kurzfristig!
Zum Abschluss möchte ich noch auf Folgendes hinweisen: Es tut mir Leid, dass uns der Finanzminister beziehungsweise auch der Vizekanzler, der kurz einmal vorbeigeschaut hat, abhanden gekommen ist. (Abg. Neudeck: Der muss ja regieren! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Nur kurzfristig!)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Herren Volksanwälte! Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Engagement im Sinne der Bürger und Bürgerinnen – und lassen Sie sich nicht mundtot machen, bleiben sie weiter unbequem! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Der Redner hält die Manuskripte in die Höhe. – Abg. Neudeck: Da kann aber nicht alles draufgestanden sein, was sie gesagt hat! – Abg. Mag. Wurm – zum Rednerpult zurückkehrend und die Manuskripte an sich nehmend –: Danke!
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Frau Kollegin Wurm, Sie haben Ihre Skandalzettel da vergessen. (Der Redner hält die Manuskripte in die Höhe. – Abg. Neudeck: Da kann aber nicht alles draufgestanden sein, was sie gesagt hat! – Abg. Mag. Wurm – zum Rednerpult zurückkehrend und die Manuskripte an sich nehmend –: Danke!)
Abg. Neudeck: Sie war besser!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! In einem kann ich mich den Ausführungen der Kollegin anschließen, nämlich was die Glückwünsche und den Zuruf an die Herren Volksanwälte betrifft in Bezug auf ihr Engagement und ihre Arbeit. Aber damit hat es sich auch schon, denn diese Rede war eine Fortsetzung von dem, was heute in der Früh vom Klubobmann Gusenbauer begonnen worden ist. (Abg. Neudeck: Sie war besser!) Er hat heute die Debatte damit begonnen, dass er eine Standortbestimmung vorgenommen hat. Ich frage mich nur, für wen er diese Standortbestimmung vorgenommen hat. Die Zukunft sieht er schwarz. (Abg. Neudeck: Da trefft ihr euch ja noch!) Die Gegenwart sehr negativ. Das einzig Positive, das er in seiner Welt vorfindet, liegt eigentlich in der Vergangenheit.
Abg. Neudeck: Da trefft ihr euch ja noch!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! In einem kann ich mich den Ausführungen der Kollegin anschließen, nämlich was die Glückwünsche und den Zuruf an die Herren Volksanwälte betrifft in Bezug auf ihr Engagement und ihre Arbeit. Aber damit hat es sich auch schon, denn diese Rede war eine Fortsetzung von dem, was heute in der Früh vom Klubobmann Gusenbauer begonnen worden ist. (Abg. Neudeck: Sie war besser!) Er hat heute die Debatte damit begonnen, dass er eine Standortbestimmung vorgenommen hat. Ich frage mich nur, für wen er diese Standortbestimmung vorgenommen hat. Die Zukunft sieht er schwarz. (Abg. Neudeck: Da trefft ihr euch ja noch!) Die Gegenwart sehr negativ. Das einzig Positive, das er in seiner Welt vorfindet, liegt eigentlich in der Vergangenheit.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wenn er hier von der Republik gesprochen hat, dann liegt er sicherlich falsch, da fehlt ihm der notwendige Optimismus und wahrscheinlich auch die notwendige Kraft, um tatsächlich mitgestalten zu können. Sollte er aber seine Partei gemeint haben, dann könnte er Recht behalten, denn hier liegt wahrscheinlich tatsächlich die große Zeit in der Vergangenheit und nicht in der Zukunft. Das ist es ja, was ihn von uns unterscheidet! Wir versuchen – und dies nicht ohne Erfolg – konsequent an der Zukunft der Republik zu arbeiten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wenn in den sieben Ministerien bereits 4 500 Mitarbeiter in dieser Form arbeiten, dann ist das eines von vielen Projekten, die notwendig sind, um Österreich innerhalb der EU-25 ganz vorne zu positionieren. Das ist unsere Kernaufgabe, und bei dieser Kernaufgabe vermisse ich leider manchmal die Unterstützung von der linken Seite dieses Hauses. Wir lassen uns aber nicht beirren, wir gehen ganz konsequent diesen Weg einer modernen, einer zukunftsorientierten Verwaltung weiter. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Neudeck: Er hat ja keinen Antrag gestellt! Er hat ja nur gesagt, er möchte ...! Er hat ja keinen Antrag gestellt!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Ich lasse über den gestellten Antrag ... (Abg. Neudeck: Er hat ja keinen Antrag gestellt! Er hat ja nur gesagt, er möchte ...! Er hat ja keinen Antrag gestellt!)
Abg. Neudeck: Er hat nur gesagt, dass er möchte!
Natürlich, Herr Abgeordneter, ein Antrag wurde gestellt. (Abg. Neudeck: Er hat nur gesagt, dass er möchte!)
Abg. Neudeck: Da haben wir direkt ein Glück!
Herr Klubobmann Molterer hat sich noch zu Wort gemeldet, und ich halte die Gepflogenheit ein, für jede Fraktion eine Wortmeldung zuzulassen. (Abg. Neudeck: Da haben wir direkt ein Glück!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Frau Präsidentin! Es ist dies eine Diskussion zum Kapitel „oberste Organe“, und es sind auf der Regierungsbank vertreten: ein Vertreter des Bundeskanzleramts als wesentlicher Repräsentant der obersten Organe, der Präsident des Rechnungshofes, die Vertreter der Volksanwaltschaft. Ich verstehe diese Diskussion jetzt nicht! Ich vertraue dem Staatssekretär Schweitzer, dass er selbstverständlich in der Lage ist, auf sämtliche Fragestellungen im Zusammenhang mit dem Bundeskanzleramt zu antworten. Er hat mein volles Vertrauen! – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche) (zur Geschäftsbehandlung): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Wir kennen mittlerweile diese Spielchen. Ich habe noch ein gewisses Verständnis, wenn hier ein Minister eines anderen Ressorts als jenes, das zur Debatte steht, anwesend ist und man hier dann sagt, es gäbe überhaupt keinen Bezug zum betreffenden Ressort. Hier haben wir aber Staatssekretär Schweitzer, Staatssekretär im Bundeskanzleramt, und das sollte eine auch für die Grünen ausreichende Vertretung für das Ressort sein, für die obersten Organe, über die wir heute hier debattieren. Deshalb ist dieser Antrag, wenn er entsprechend gestellt worden ist, aus unserer Sicht nicht zu unterstützen. Der Staatssekretär Schweitzer ist für uns eine ausreichende und eine hervorragende Vertretung für das Kapitel „Oberste Organe“. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mag. Molterer: Das beurteilt normalerweise die Frau Präsidentin und nicht Sie!
Abgeordneter Heinz Gradwohl (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Der Antrag wurde ordnungsgemäß eingebracht. Herr Klubobmann Molterer hat ... (Abg. Mag. Molterer: Das beurteilt normalerweise die Frau Präsidentin und nicht Sie!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Wo sind denn eure Klubführungen? Die sind nicht da!
Darf ich das für mich feststellen, Herr Klubobmann Molterer? – Bisher war es in diesem Hause Usus, dass Redner, die zur Geschäftsbehandlung das Wort ergriffen haben, nicht von Klubobleuten anderer Fraktionen gemaßregelt wurden, Herr Klubobmann. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Wo sind denn eure Klubführungen? Die sind nicht da!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Er hat keinen Antrag gestellt, er hat nur gesagt, dass er das möchte!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Ich lasse über den gestellten Antrag auf Beiziehung des Bundeskanzlers abstimmen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Er hat keinen Antrag gestellt, er hat nur gesagt, dass er das möchte!)
Abg. Dr. Fekter: Oberste Organe!
Abgeordneter Mag. Dr. Wolfgang Zinggl (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Werte Volksanwälte! Herr Rechnungshofpräsident! Werte Kolleginnen und Kollegen! Es ist schon sehr interessant, dass der Staatssekretär für Kunst sich an der Debatte zur Kunst nicht beteiligt. (Abg. Dr. Fekter: Oberste Organe!) Immerhin hat dieser Antrag zur Geschäftsordnung zur Folge gehabt, dass sich der Saal kurzfristig wieder gefüllt hat, nur um den Antrag abzuschmettern. (Abg. Scheibner: Von euch ist nicht einmal die Klubführung da!)
Abg. Scheibner: Von euch ist nicht einmal die Klubführung da!
Abgeordneter Mag. Dr. Wolfgang Zinggl (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Werte Volksanwälte! Herr Rechnungshofpräsident! Werte Kolleginnen und Kollegen! Es ist schon sehr interessant, dass der Staatssekretär für Kunst sich an der Debatte zur Kunst nicht beteiligt. (Abg. Dr. Fekter: Oberste Organe!) Immerhin hat dieser Antrag zur Geschäftsordnung zur Folge gehabt, dass sich der Saal kurzfristig wieder gefüllt hat, nur um den Antrag abzuschmettern. (Abg. Scheibner: Von euch ist nicht einmal die Klubführung da!)
Zwischenrufe und Unruhe im Saal. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Ich weiß natürlich, Herr Kollege Scheibner, dass die Kunst nicht den finanziellen und politischen Stellenwert hat, den wir Grüne ihr gerne geben würden. (Zwischenrufe und Unruhe im Saal. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Im Parlament wird die Kunst natürlich eher auf einer Art symbolischem Terrain verhandelt, das ist uns schon klar, aber dann will ich die Gelegenheit gleich einmal benutzen, um dieses symbolische Feld genauer anzuschauen. Erstens einmal ist dieses Kunstbudget extrem niedrig im Verhältnis zum Gesamtbudget, das zweite Bemerkenswerte ist, dass niemand genau weiß, wie hoch oder groß es ist. Der Bundeskanzler spricht von einer Erhöhung von 6 Prozent, Abgeordnete Wolfmayr spricht von 224 000 €, der Herr Staatssekretär spricht von 87 Millionen €. Es geht sich vorne und hinten nicht aus. Wir haben Gott sei Dank die Unterlagen dazu bekommen, den Voranschlag für das Jahr 2005, und dort kann man – das kann man ganz leicht nachlesen – eine Erhöhung von 4,5 Millionen € eruieren. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé.
Dieses Kunstverständnis ist natürlich stets verwoben mit einer Art Genussanspruch, mit einer Art Hedonismus, und der manifestiert sich in der Errichtung von Gebäuden, in der Ausrichtung von Großereignissen, von Festivals, kurzum: in Kulissen. Er manifestiert sich sozusagen in dem, was man als eine Art Hochkultur bezeichnen kann und was durchaus nichts mit dem zu tun hat, was man als avancierte Kunst der Experimente, der Probefelder und der innovativen Impulse verstehen könnte. (Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn man nun diese beiden Aspekte des Kunstverständnisses zusammenfügt, nämlich die Großereignisse und das nationale Feiern, dann kann man sagen: Das hat der Bundeskanzler vorgestern sehr schön ausgedrückt, als er gesagt hat: Seit dem Barock ist Feiern ein Teil der österreichischen Identität! Wenn das seit dem Barock so war, dann kann ich darauf hinweisen, dass im Barock natürlich nicht die Österreicher und Österreicherinnen gefeiert haben, sondern die Feudalen, und diese Kontinuität hat sich tatsächlich bis heute fortgesetzt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen
Wenn wir uns ansehen, wie der Staatssekretär für Kunst – jetzt ist er nicht da – mit dem Direktor des Kunsthistorischen Museums – ah, jetzt ist er da!; ich begrüße Sie; es geht um Kunst (Beifall bei den Grünen) – gemeinsam Geburtstag feiert, dann sehen wir, dass diese Fortsetzung des Feudalen durchaus eine Intention des Kunstgedankens ist, wie Sie ihn vertreten. Wir wünschen uns eine Akzentverschiebung, eine Bewertung der Kulturnation nicht von den etablierten Leuchttürmen – also Mozartopern und Klimtverzierungen – aus, sondern von den ökonomischen Rändern, denn eine Kulturnation ist meiner Meinung nach nur so stark und so gut wie auch die ökonomischen Ränder an ihr teilnehmen. Kulturelles Kapital wird zwar heute gerne in ökonomisches verwandelt, es kann aber als kulturelles Kapital eigenständig bleiben oder zumindest in soziales umgewandelt werden, wenn man schon umwandeln will. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn wir uns ansehen, wie der Staatssekretär für Kunst – jetzt ist er nicht da – mit dem Direktor des Kunsthistorischen Museums – ah, jetzt ist er da!; ich begrüße Sie; es geht um Kunst (Beifall bei den Grünen) – gemeinsam Geburtstag feiert, dann sehen wir, dass diese Fortsetzung des Feudalen durchaus eine Intention des Kunstgedankens ist, wie Sie ihn vertreten. Wir wünschen uns eine Akzentverschiebung, eine Bewertung der Kulturnation nicht von den etablierten Leuchttürmen – also Mozartopern und Klimtverzierungen – aus, sondern von den ökonomischen Rändern, denn eine Kulturnation ist meiner Meinung nach nur so stark und so gut wie auch die ökonomischen Ränder an ihr teilnehmen. Kulturelles Kapital wird zwar heute gerne in ökonomisches verwandelt, es kann aber als kulturelles Kapital eigenständig bleiben oder zumindest in soziales umgewandelt werden, wenn man schon umwandeln will. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Nicht bei allen!
Abgeordnete Dr. Helene Partik-Pablé (Freiheitliche): Sehr geehrte Damen und Herren! Als ich mir so meine Vorredner von der Opposition anhörte, dachte ich mir: So leicht kann man sich also Politik machen! Herr Abgeordneter Pilz sagt bei allen Maßnahmen, die getroffen werden, das sei Missbrauch, das sei Rechtsbruch. (Abg. Mag. Kogler: Nicht bei allen!) Herr Abgeordneter Gusenbauer, Klubobmann, ist ein ewiger Miesmacher. Er sagt, es sei mit einer Missernte zu rechnen. Es wird überhaupt alles schlecht gemacht, mies gemacht. Das ist Ihre Oppositionspolitik! (Abg. Mag. Kogler: Darf man vielleicht nur mitjubeln?)
Abg. Mag. Kogler: Darf man vielleicht nur mitjubeln?
Abgeordnete Dr. Helene Partik-Pablé (Freiheitliche): Sehr geehrte Damen und Herren! Als ich mir so meine Vorredner von der Opposition anhörte, dachte ich mir: So leicht kann man sich also Politik machen! Herr Abgeordneter Pilz sagt bei allen Maßnahmen, die getroffen werden, das sei Missbrauch, das sei Rechtsbruch. (Abg. Mag. Kogler: Nicht bei allen!) Herr Abgeordneter Gusenbauer, Klubobmann, ist ein ewiger Miesmacher. Er sagt, es sei mit einer Missernte zu rechnen. Es wird überhaupt alles schlecht gemacht, mies gemacht. Das ist Ihre Oppositionspolitik! (Abg. Mag. Kogler: Darf man vielleicht nur mitjubeln?)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Neudeck: Dazu müsste man halt rechnen können!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wenn wirklich alles so schlecht wäre, wie die Opposition es darstellt, dann hätten wir international gesehen nicht so gute Daten. Wir haben zum Beispiel gestern vom Herrn Finanzminister gehört, dass das Budgetdefizit von 1976 bis 1999, also die 25 Jahre unter sozialistischen Finanzministern, durchschnittlich 3,1 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt betrug, während es von 2001 bis 2005 im Durchschnitt 0,9 Prozent waren. Also das ist doch um Häuser besser, meine Damen und Herren! Doch was machen Sie? Sie tun nur alles verunglimpfen und schlecht machen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Neudeck: Dazu müsste man halt rechnen können!)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Jetzt sehen Sie ja auch schon, warum die Wende notwendig war. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Sie, Frau Abgeordnete, haben heute x-mal von der höchsten Staatsverschuldung gesprochen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Na, selbstverständlich! Den Grundstock für diese höchste Staatsverschuldung haben jedoch sozialistische Finanzminister gelegt. Genau deshalb war die Wende notwendig!
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Jetzt sehen Sie ja auch schon, warum die Wende notwendig war. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Sie, Frau Abgeordnete, haben heute x-mal von der höchsten Staatsverschuldung gesprochen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Na, selbstverständlich! Den Grundstock für diese höchste Staatsverschuldung haben jedoch sozialistische Finanzminister gelegt. Genau deshalb war die Wende notwendig!
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich komme jetzt zum Kunstbereich. Auch im Kunstbereich ist es notwendig, Augenmaß in der Budgetpolitik zu bewahren. Es hat keine Kürzungen gegeben, wie das wieder von der Opposition gegenteilig behauptet wird. Man muss aber schon auch einsehen, dass eben in Anbetracht der Budgetkonsolidierung eine Erhöhung des Kunstbudgets nicht möglich war, weil für Soziales und so weiter mehr Ausgaben notwendig waren. Es ist aber gewährleistet, dass der jetzige Kunstbetrieb und das derzeitige Kunstleben, und zwar deren Standard, weiterhin aufrecht erhalten werden können. Jeder, der sich dieses Budget anschaut, und jeder, der sich den Kunstbericht anschaut und die Aktivitäten, die gesetzt werden, weiß, dass diesem Land die Kunst enorm wichtig ist. Das ist auch gut so, denn immerhin ist Österreich, und zwar mehr als viele andere Länder, berühmt für Kunst und Kultur. Nicht zuletzt profitiert ja auch die Wirtschaft davon und damit alle Menschen, Arbeitnehmer und Arbeitgeber. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.
Der Kunstbericht 2003 ist ja der Nachweis für die Tätigkeit des Staatssekretärs. Er zeigt eine Vielzahl von Aktivitäten in allen Bereichen, auch in den Grenzbereichen, von denen Herr Abgeordneter Zinggl gesprochen hat. Er zeigt die gesamte Kreativität, die in Österreich lebt und auch gefördert wird. (Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.)
Abg. Mandak: Aber nicht, wenn andere daneben verhungern!
Es sind erfreuliche Schwerpunkte gesetzt worden. Immer wieder wird kritisiert, dass die Erhöhung des Budgets zur Gänze in das Bregenzer Schauspielhaus oder Opernhaus fließt. Meine sehr geehrten Damen und Herren, tatsächlich ist ja die Kunst Landessache, der Bund setzt Schwerpunkte eben dort, wo es notwendig ist. Dass die Bregenzer Festspiele für Österreich von ungeahnter Bedeutung sind, ist völlig klar: Sie bringen Touristen, sie bringen Menschen, die nicht nur nach Vorarlberg, sondern nach Österreich kommen, sie bringen eine Belebung des Kunstlebens, aber auch der Wirtschaft. Deshalb ist es vollkommen gerechtfertigt, dass ein Großteil auf diese notwendige Investition entfällt. (Abg. Mandak: Aber nicht, wenn andere daneben verhungern!) – Andere verhungern nicht, Frau Abgeordnete. (Abg. Mandak: O ja ...!)
Abg. Mandak: O ja ...!
Es sind erfreuliche Schwerpunkte gesetzt worden. Immer wieder wird kritisiert, dass die Erhöhung des Budgets zur Gänze in das Bregenzer Schauspielhaus oder Opernhaus fließt. Meine sehr geehrten Damen und Herren, tatsächlich ist ja die Kunst Landessache, der Bund setzt Schwerpunkte eben dort, wo es notwendig ist. Dass die Bregenzer Festspiele für Österreich von ungeahnter Bedeutung sind, ist völlig klar: Sie bringen Touristen, sie bringen Menschen, die nicht nur nach Vorarlberg, sondern nach Österreich kommen, sie bringen eine Belebung des Kunstlebens, aber auch der Wirtschaft. Deshalb ist es vollkommen gerechtfertigt, dass ein Großteil auf diese notwendige Investition entfällt. (Abg. Mandak: Aber nicht, wenn andere daneben verhungern!) – Andere verhungern nicht, Frau Abgeordnete. (Abg. Mandak: O ja ...!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich möchte auch ein Integrationsprojekt hervorheben, oder mehrere Integrationsprojekte, die ich wirklich sehr lobenswert finde. Besonders gefördert werden behinderte Künstler oder auch Künstler, die das Thema Behinderung zum Gegenstand ihrer künstlerischen Darstellungen machen. Dafür gibt es Preise und Ausstellungen, die gefördert werden. Das halte ich für ungeheuer wichtig, weil es behinderten Menschen Anreize gibt, künstlerisch tätig zu sein, vielleicht auch etwas wettzumachen und zu erreichen, was sie auf dem Arbeitsmarkt nicht finden können, nämlich Genugtuung. Das ist eine Initiative, Herr Staatssekretär, für die ich Ihnen sehr dankbar bin. Wenn irgendwo ein bisschen Geld übrig bleibt, dann geben Sie es bitte in dieses Integrationsprojekt! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Das ist ja ein Wahnsinn!
Festspiele gekürzt und in anderen Bereichen ebenfalls Kürzungen vorgenommen. (Abg. Scheibner: Das ist ja ein Wahnsinn!) Teilweise werden Förderungen für Einrichtungen in Salzburg um bis zu 60 Prozent gekürzt. Dort können Sie wirklich Ihre Frustrationen loswerden, deponieren Sie dort Ihre Forderungen, meine sehr geehrten Damen und Herren von der SPÖ! Dort hat ja Ihre Landeshauptfrau alle Möglichkeiten, Einfluss zu nehmen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Festspiele gekürzt und in anderen Bereichen ebenfalls Kürzungen vorgenommen. (Abg. Scheibner: Das ist ja ein Wahnsinn!) Teilweise werden Förderungen für Einrichtungen in Salzburg um bis zu 60 Prozent gekürzt. Dort können Sie wirklich Ihre Frustrationen loswerden, deponieren Sie dort Ihre Forderungen, meine sehr geehrten Damen und Herren von der SPÖ! Dort hat ja Ihre Landeshauptfrau alle Möglichkeiten, Einfluss zu nehmen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abschließend möchte ich sagen: Während viele Länder außerhalb Österreichs ihre Förderungen der Kunst und Kultur kürzen – in der Bundesrepublik Deutschland beispielsweise werden Theater und Museen geschlossen –, gibt es in Österreich ein wirklich sehr vielfältiges kulturelles Leben. Dieses Budget gewährleistet, dass diese Vielfalt und diese Intensität an Kunst und Kultur weiter bestehen können. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Rädler.
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Herr Präsident! Meine Herren auf der Regierungsbank! Geschätzte Damen und Herren! Hohes Haus! Da Herr Abgeordneter Lopatka gemeint hat, die Zukunft sei schwarz, stelle ich dazu nur fest, dass viele Österreicherinnen und Österreicher dank Ihrer Politik für die Zukunft schwarz sehen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine geschätzten Damen und Herren! Ich habe es in diesem Saale bereits mehrmals zum Ausdruck gebracht: Die öffentlich Bediensteten unserer Republik leisten im Interesse der Österreicherinnen und Österreicher hervorragende Arbeit! Wir sollten sie nicht immer nur als Kostenfaktor sehen. Ich möchte mich persönlich und namens meiner Fraktion bei allen öffentlich Bediensteten für ihre Arbeit, für ihre Leistungen sehr herzlich bedanken! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich glaube, wir sollten uns in unserer Wertschätzung für den öffentlichen Dienst einig sein. Denn es ist für uns alle eine Selbstverständlichkeit, dass die Damen und Herren von der Parlamentsdirektion – gleichgültig, wie spät es ist – für uns Abgeordnete immer alles erledigen. Ich glaube, dass es auch heute, hier im Rahmen dieser Diskussion, für uns eine Verpflichtung ist, uns extra bei den Kolleginnen und Kollegen von der Parlamentsdirektion für ihre Unterstützung sehr herzlich zu bedanken. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Eines muss uns klar sein: So, wie man in den Wald hineinschreit, so kommt es retour. Die politischen Wahlen werden das Ergebnis zeigen. Am 1. und 2. Dezember werden sich bei den Bundes-Personalvertretungswahlen die öffentlich Bediensteten für ihre Behandlung ebenfalls sehr herzlich bedanken. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Silhavy: Ja, weil Sie ...!
Abgeordneter Karl Donabauer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Herr Präsident des Rechnungshofes! Vertreter der Volksanwaltschaft! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Es hat geheißen: Wie man in den Wald hineinschreit, so kommt das Echo zurück. Wenn ich mir jetzt die Budgetdebatte, die Generaldebatte anhöre, so muss ich sagen: Ich bin etwas betroffen. Ich habe nämlich bis zur Stunde kaum konstruktive Vorschläge seitens der Oppositionsparteien gehört. Es liegt in der Natur der Sache ... (Abg. Silhavy: Ja, weil Sie ...!) – Nein, Frau Kollegin, so schlecht ist die Politik wirklich nicht, dass nicht einmal ein Körnchen an Gutem dabei ist! Das müssen Sie einmal ganz ehrlich eingestehen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Karl Donabauer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Herr Präsident des Rechnungshofes! Vertreter der Volksanwaltschaft! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Es hat geheißen: Wie man in den Wald hineinschreit, so kommt das Echo zurück. Wenn ich mir jetzt die Budgetdebatte, die Generaldebatte anhöre, so muss ich sagen: Ich bin etwas betroffen. Ich habe nämlich bis zur Stunde kaum konstruktive Vorschläge seitens der Oppositionsparteien gehört. Es liegt in der Natur der Sache ... (Abg. Silhavy: Ja, weil Sie ...!) – Nein, Frau Kollegin, so schlecht ist die Politik wirklich nicht, dass nicht einmal ein Körnchen an Gutem dabei ist! Das müssen Sie einmal ganz ehrlich eingestehen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
in Richtung Rechnungshofpräsident Dr. Moser
Zunächst zu ein paar grundsätzlichen Bemerkungen: Ich freue mich darüber, dass von der Opposition der Rechnungshof gelobt wird, sowohl Präsident Dr. Fiedler als auch Präsident Dr. Moser – obwohl sie nicht mitgewählt wurden –, ihre Arbeit wird anerkannt. Auch wir loben Sie (in Richtung Rechnungshofpräsident Dr. Moser), auch wenn
Abg. Scheibner: Der Rechnungshof ist ein Kontrollorgan!
Genauso die Volksanwaltschaft: Sie ist nicht das Kontrollorgan des Parlaments, wie heute hier gesagt wurde, sondern die Volksanwaltschaft ist ein Organ des Parlaments, das wir wählen und einsetzen. (Abg. Scheibner: Der Rechnungshof ist ein Kontrollorgan!) Jawohl. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) – Ich denke, dass auch diese Arbeit in den Ausschüssen beraten und mit vielen, vielen guten Vorschlägen bereichert wird, sodass wir auch von dort viel Interessantes zu hören bekommen.
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Genauso die Volksanwaltschaft: Sie ist nicht das Kontrollorgan des Parlaments, wie heute hier gesagt wurde, sondern die Volksanwaltschaft ist ein Organ des Parlaments, das wir wählen und einsetzen. (Abg. Scheibner: Der Rechnungshof ist ein Kontrollorgan!) Jawohl. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) – Ich denke, dass auch diese Arbeit in den Ausschüssen beraten und mit vielen, vielen guten Vorschlägen bereichert wird, sodass wir auch von dort viel Interessantes zu hören bekommen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Sehen Sie, auch über diese Fragen soll man reden! Legen Sie jedenfalls etwas mehr Objektivität an den Tag, haben Sie etwas mehr Freude an Ihrem Land, das Sie auch hier zu vertreten haben, und arbeiten Sie mit an der konstruktiven Entwicklung, die wir jedenfalls vorgeben und für Österreich weiterführen wollen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Schauen Sie, dass der Herr Van der Bellen kommt! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Der weiß ja, dass da eine schlechte Rede ...!
Abgeordneter Dieter Brosz (Grüne): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Zunächst zurückkommend auf die Aufregung, die vorhin bestanden hat. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Schauen Sie, dass der Herr Van der Bellen kommt! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Der weiß ja, dass da eine schlechte Rede ...!) Zunächst, sehr geehrte Damen und Herren von der FPÖ, ist es ein gewisser Ausdruck der Wertschätzung, wenn wir den Wunsch äußern, dass die zuständigen Regierungsmitglieder auf der Regierungsbank Platz
Abg. Dr. Partik-Pablé: Bei Ihnen nicht!
nehmen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Bei Ihnen nicht!) Dass Sie uns dann immer erklären, dass es eigentlich gar nicht notwendig ist, dass sie da sind, ist Ihr Ausdruck, aber nicht unserer. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: ... angerufen und gefragt!) Wenn wir das sagen würden, würden Sie sich wahrscheinlich wieder mächtig aufregen. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Gradwohl.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: ... angerufen und gefragt!
nehmen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Bei Ihnen nicht!) Dass Sie uns dann immer erklären, dass es eigentlich gar nicht notwendig ist, dass sie da sind, ist Ihr Ausdruck, aber nicht unserer. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: ... angerufen und gefragt!) Wenn wir das sagen würden, würden Sie sich wahrscheinlich wieder mächtig aufregen. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Gradwohl.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Gradwohl.
nehmen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Bei Ihnen nicht!) Dass Sie uns dann immer erklären, dass es eigentlich gar nicht notwendig ist, dass sie da sind, ist Ihr Ausdruck, aber nicht unserer. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: ... angerufen und gefragt!) Wenn wir das sagen würden, würden Sie sich wahrscheinlich wieder mächtig aufregen. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Gradwohl.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Dass Sie von Achtung reden, wundert mich!
Wir haben ja nicht zufälligerweise gerade, als wir gesehen haben, dass Herr Staatssekretär Morak hinausgegangen ist, einen Antrag eingebracht, nein, sondern gerade, als Kollege Zinggl seine Rede zum Kunstbudget halten wollte. Ich finde, dass das einfach ein gewisses Zeichen der Achtung im Parlament ist, wenn man bei den Themen, zu denen die Bereichssprecher reden, auch auf der Regierungsbank mit den Zuständigen vertreten ist. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Dass Sie von Achtung reden, wundert mich!) Diesen Wunsch würden wir gerne deponieren. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Wir haben ja nicht zufälligerweise gerade, als wir gesehen haben, dass Herr Staatssekretär Morak hinausgegangen ist, einen Antrag eingebracht, nein, sondern gerade, als Kollege Zinggl seine Rede zum Kunstbudget halten wollte. Ich finde, dass das einfach ein gewisses Zeichen der Achtung im Parlament ist, wenn man bei den Themen, zu denen die Bereichssprecher reden, auch auf der Regierungsbank mit den Zuständigen vertreten ist. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Dass Sie von Achtung reden, wundert mich!) Diesen Wunsch würden wir gerne deponieren. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Vielleicht stellen Sie einen Antrag, dass er vor Ihnen sitzt!
Damit komme ich zu meinem Thema der heutigen Debatte, nämlich zum Sportbudget. Darüber haben wir gestern schon gesprochen, wir haben gestern auch den entsprechenden Änderungen – jetzt sitzt Staatssekretär Schweitzer genau hinter mir, jetzt sehe ich ihn schlecht (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Vielleicht stellen Sie einen Antrag, dass er vor Ihnen sitzt!) – der Budgetbegleitgesetze zugestimmt. Wir haben auch im Sportausschuss beziehungsweise im Budgetausschuss unsere Meinung kundgetan, dass wir das für eine sinnvolle Veränderung halten.
Staatssekretär Mag. Schweitzer: Schaut gut aus!
Wenn man sich die Prognosen anschaut – ebenfalls aus den Unterlagen zum Budgetbegleitgesetz –, sieht man die Steigerungen, die erwartet werden und die teilweise offenbar schon eingetroffen sind, im Bereich der österreichischen Lotterien, auf deren Erträge sich ja die besondere Sportförderung bezieht: 2004 plus 7 Prozent, 2005 plus 5 Prozent, in den Jahren 2006 und 2007 jeweils plus 3 Prozent. Wenn man das summiert, kommt man auf ein Plus von 18 Prozent in diesen vier Jahren. (Staatssekretär Mag. Schweitzer: Schaut gut aus!) Das ist ja einiges, da kommt in dem Sinn auch einiges zustande, das ist korrekt.
Beifall bei den Grünen.
Es gibt diesen Teil, der positiv ist, aber bei anderen Teilen kann man nur sagen: Es gibt einiges an Versagen, das in Zukunft wieder aufzuarbeiten sein wird. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Die Olympiaförderung wird weiterhin deutlich erhöht und beträgt ab dem Jahre 2005 2 Millionen €. Das ist allein durch die Erfolge der österreichischen Olympiateilnehmer bei der Olympiade heuer in Athen gerechtfertigt. Das ist also gut investiertes Geld. (Beifall bei den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Man muss daher wirklich anerkennen, dass in Österreich noch nie so viel wie jetzt für den Sport ausgegeben wurde. Daher: Beharrlichkeit lohnt sich. Gratulation an den Herrn Staatssekretär für Sport Karl Schweitzer zu diesem Verhandlungsergebnis! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Zwischenbemerkung von Staatssekretär Morak.
doch dem Druck des Parlaments gefolgt ist. (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Morak.)
Staatssekretär Mag. Schweitzer spricht mit Staatssekretär Morak.
Ich möchte über das Kunstbudget sprechen und allgemein darauf hinweisen, dass wir nun das höchste Budgetdefizit haben – und das ohne irgendwelche Impulse! Vom Kunstbudget kann man sagen: Es ist eine Fortschreibung der Stagnation auf niedrigem Niveau. Es ist zwar höher als 2004, aber dieses Plus ist eine einmalige Sonderfinanzierung für die Renovierung des Bregenzer Festspielhauses, also keine tatsächliche Erhöhung. (Staatssekretär Mag. Schweitzer spricht mit Staatssekretär Morak.)
Zwischenbemerkung von Staatssekretär Mag. Schweitzer.
Herr Kunst-Staatssekretär Morak, Sie bewerten Ihr Kunstbudget als gutes Ergebnis. Faktum ist jedoch ... (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Mag. Schweitzer.) – Herr Schweitzer, wollen Sie mitsprechen – oder wie? Sie rufen da immer heraus!
Beifall bei der SPÖ.
Ich finde diese Ihre Anfragebeantwortung jedenfalls eine Zumutung und eine Missachtung des Parlaments! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: Nicht einmal das!
Meine Damen und Herren! Diese Bundesregierung versteht unter Kulturpolitik bestenfalls das Bewahren und Konservieren. (Abg. Dr. Jarolim: Nicht einmal das!) – Genau! – Jetzt kommt noch ein neuer Punkt dazu: das Jubeln.
Beifall bei der SPÖ.
Den Anforderungen der Wissensgesellschaft mit ihren prekären Arbeitsbedingungen im Bereich Bildung, Kultur und Arbeit wird diese Regierung nicht gerecht. Dafür ist kein Platz im Budget vorgesehen, wie dieser Voranschlag für 2005 deutlich zeigt. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Volksanwalt Dr. Peter Kostelka (fortsetzend): Herr Präsident! Ich bin am Ende meiner Ausführungen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ziel des Rechnungshofausschusses ist es, festzustellen, wo es Missstände gibt und welche Maßnahmen getroffen werden können, um diese abzustellen, anstatt mit Gewalt und durch Skandalisierung irgendeinen Schuldigen herbeizuführen. Das ist ein falsches Verständnis von einem Rechnungshofausschuss! Die Arbeit im Rechnungshofausschuss wird sicherlich dann wesentlich besser sein, wenn sich alle zu diesem Verständnis bekennen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Fünfter und letzter Punkt: Es wird bald zu einer Umgestaltung auch dieses Saales hier kommen. Er wird dann mehr der modernen Parlamentsarbeit entsprechen. Ich persönlich möchte dabei aber auch darauf hinweisen, dass dieser Saal schon ein gewisses Architekturdenkmal geworden ist und dass bei der Gestaltung darauf Acht gegeben werden muss, dass zum Beispiel die Front dieses Saales als ein wichtiges Baudenkmal aus den fünfziger Jahren doch einbezogen und erhalten wird. Der beabsichtigte Architekturwettbewerb wird, glaube ich, dafür sorgen, dass dem auch Rechnung getragen wird. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn man sich dann die Zahlen konkreter anschaut, wird klar, wer ernten darf und wer abgeerntet wird. Ernten dürfen in erster Linie die Regierungsmitglieder, die sich ihre Repräsentationsaufwendungen erhöhen. Die Zuwendungen an Regierungsmitglieder und auch die Ausgaben für Auslandsreisen explodieren förmlich. Und ein ganz interessantes Detail, sehr geehrter Herr Kollege, das wird Sie auch interessieren, ist dabei, dass die Repräsentationsaufwendungen des Bundespräsidenten gleichzeitig gekürzt werden. Also ich weiß nicht, ob Sie das Ihrer Kandidatin auch zugemutet hätten. Aber wie auch immer, es ist so. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek
Wenn man davon ausgeht, dass das Budget das in Zahlen gegossene Programm einer Regierung ist, dann lautet Ihr Programm ganz offensichtlich: Wer sein Einkommen aus Arbeit bezieht, wird bestraft (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek), und wer es sich leisten kann, Kapital und Vermögen für sich arbeiten zu lassen, wird belohnt. Frau Kollegin Brinek, das ist Ihre Ideologie. (Beifall bei der SPÖ.) Wenn Herr Kollege Molterer und seinesgleichen darauf auch noch stolz sind, dann sagen Sie es den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, denn das sind die wahren Leistungsträgerinnen und Leistungsträger in diesem Land! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn man davon ausgeht, dass das Budget das in Zahlen gegossene Programm einer Regierung ist, dann lautet Ihr Programm ganz offensichtlich: Wer sein Einkommen aus Arbeit bezieht, wird bestraft (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek), und wer es sich leisten kann, Kapital und Vermögen für sich arbeiten zu lassen, wird belohnt. Frau Kollegin Brinek, das ist Ihre Ideologie. (Beifall bei der SPÖ.) Wenn Herr Kollege Molterer und seinesgleichen darauf auch noch stolz sind, dann sagen Sie es den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, denn das sind die wahren Leistungsträgerinnen und Leistungsträger in diesem Land! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn man davon ausgeht, dass das Budget das in Zahlen gegossene Programm einer Regierung ist, dann lautet Ihr Programm ganz offensichtlich: Wer sein Einkommen aus Arbeit bezieht, wird bestraft (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek), und wer es sich leisten kann, Kapital und Vermögen für sich arbeiten zu lassen, wird belohnt. Frau Kollegin Brinek, das ist Ihre Ideologie. (Beifall bei der SPÖ.) Wenn Herr Kollege Molterer und seinesgleichen darauf auch noch stolz sind, dann sagen Sie es den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, denn das sind die wahren Leistungsträgerinnen und Leistungsträger in diesem Land! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Brinek: Das ist im Ausschuss geklärt worden!
Wenn man dann den Bundesvoranschlag weiter durchblättert, dann fällt in beschämender Weise auf, wo Sie den Sparstift ganz besonders ansetzen. Da werden zum Beispiel die Budgetmittel für die Beobachtungsstelle für Rassismus radikal gekürzt. Es sind Minderausgaben für den Fonds für Opfer des Nationalsozialismus geplant, gleichzeitig aber Zinseinnahmen aus diesem Titel. Also rechnen Sie anscheinend gar nicht damit, dass es in absehbarer Zeit zu einer Auszahlung kommt. Sie warten anscheinend, bis die letzten Anspruchsberechtigten auch noch verstorben sind. (Abg. Dr. Brinek: Das ist im Ausschuss geklärt worden!)
Beifall bei der SPÖ.
Da sparen zu wollen, halte ich wirklich für kein sehr gutes Signal, vor allem dann, wenn Sie 2005 von einer Gedenkveranstaltung zur nächsten eilen wollen und dafür wahrscheinlich keine Kosten scheuen werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Gradwohl.
Abgeordneter Dr. Peter Sonnberger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Geschätzte Herren Volksanwälte! Hohes Haus! Zunächst noch eine kurze Replik auf die Ausführungen von Frau Mag. Grossmann. Angesichts dessen, was Sie zur Körperschaftsteuer gesagt haben, scheint es ja so zu sein, dass Sie wirklich nicht begriffen haben, worum es geht. (Zwischenruf des Abg. Gradwohl.) Es geht nämlich darum, den Wirtschaftsstandort Österreich aufrechtzuerhalten und konkurrenzfähig zu sein im Zuge der Öffnung der EU. Es ist wichtig, dass hier Akzente gesetzt wurden, um Arbeitsplätze zu sichern. Es ist in erster Linie einmal notwendig, die Arbeitsplätze hier in Österreich zu haben. Und dann geht es natürlich auch darum, letztendlich den Menschen zusätzlich Einkommen zuzuteilen. Die Steuerreform hat gezeigt, dass gerade kleine und mittlere Einkommen besonders entlastet wurden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Peter Sonnberger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Geschätzte Herren Volksanwälte! Hohes Haus! Zunächst noch eine kurze Replik auf die Ausführungen von Frau Mag. Grossmann. Angesichts dessen, was Sie zur Körperschaftsteuer gesagt haben, scheint es ja so zu sein, dass Sie wirklich nicht begriffen haben, worum es geht. (Zwischenruf des Abg. Gradwohl.) Es geht nämlich darum, den Wirtschaftsstandort Österreich aufrechtzuerhalten und konkurrenzfähig zu sein im Zuge der Öffnung der EU. Es ist wichtig, dass hier Akzente gesetzt wurden, um Arbeitsplätze zu sichern. Es ist in erster Linie einmal notwendig, die Arbeitsplätze hier in Österreich zu haben. Und dann geht es natürlich auch darum, letztendlich den Menschen zusätzlich Einkommen zuzuteilen. Die Steuerreform hat gezeigt, dass gerade kleine und mittlere Einkommen besonders entlastet wurden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ein Danke an den Staatssekretär und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es lebe der Sport, er macht uns gesund und macht uns hart, auch die eine oder andere Attacke der Opposition lässig wegstecken zu können. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Johannes Jarolim (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Sonnberger, ich weiß nicht, ob es jetzt recht sinnvoll war, dass Sie da im Zusammenhang mit der KöSt, die wir unterschiedlich interpretieren und von der die Mehrheit sagt, dass sie wahrscheinlich wirklich völlig ungeeignet ist, den Interessen des Landes zu entsprechen, auf das replizieren, was Kollegin Grossmann gesagt hat. Ich hätte mir eigentlich erwartet, dass Sie zu diesem Mauthausen-Skandal, zu dieser Kürzung hier Stellung nehmen und sagen, warum Sie der Meinung sind, dass es richtig ist, dass gerade vor dem Gedenkjahr in eine derart wichtige Organisation kein Geld mehr fließen soll. Ich meine, es ist eine Schande, die ihresgleichen sucht. Darauf hätte ich mir eine Antwort von Ihnen erwartet, aber nicht eine Replik auf die KöSt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Wurm: Mundtot gemacht!
Meine Damen und Herren! Ich finde es derart peinlich und halte es für eine derartige Missinterpretation der Auffassung von Rechtsstaat, dass offensichtlich aus Boshaftigkeit die Mitglieder des Verfassungsgerichtshofes (Abg. Mag. Wurm: Mundtot gemacht!) absolut mundtot gemacht werden, indem sie nicht eingeladen werden, dass ich mich wirklich frage: Wie kann man hier noch von einem Format, geschweige denn von einem Rechtsstaat sprechen? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Ich finde es derart peinlich und halte es für eine derartige Missinterpretation der Auffassung von Rechtsstaat, dass offensichtlich aus Boshaftigkeit die Mitglieder des Verfassungsgerichtshofes (Abg. Mag. Wurm: Mundtot gemacht!) absolut mundtot gemacht werden, indem sie nicht eingeladen werden, dass ich mich wirklich frage: Wie kann man hier noch von einem Format, geschweige denn von einem Rechtsstaat sprechen? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich darf Sie wirklich ersuchen: Zeigen Sie ein Mindestmaß an Respekt vor dem Rechtsstaat – wenn schon nicht den Leuten in Österreich zuliebe, so zumindest dem Ruf Österreichs in der Europäischen Union zuliebe! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich darf die Gelegenheit aber heute wahrnehmen und dazu nutzen, den drei Volksanwälten und ihren Beamten für ihre wertvolle und engagierte Tätigkeit zum Wohle unserer Bürgerinnen und Bürger herzlich zu danken. Sie und ihre Beamten können nämlich mit ihrer Arbeit vielen Bürgern zu Gerechtigkeit verhelfen. Sie leisten auch einen äußerst wertvollen Beitrag zum Bestehen und Gelingen unserer Demokratie. Dafür herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Neudeck.
Aber ich möchte hier dem Kollegen Neudeck doch widersprechen, der heute gemeint hat, der Rechnungshof komme immer mehr unter Druck. Nicht der Rechnungshof kommt unter Druck, sondern die Abgeordneten der Regierungsfraktionen im Rechnungshofausschuss degradieren diesen Ausschuss immer mehr zu einer Farce. (Zwischenruf des Abg. Neudeck.) Sie behindern die parlamentarische Kontrolle, da Sie sich beharrlich weigern, die von der Opposition geforderten Auskunftspersonen, deren Ladung ausführlich begründet und zu Recht gefordert wird, zu laden, wodurch eine lückenlose Aufklärung nicht möglich ist. Der Umgang mit Ihrer Mehrheit, das heißt, wie Sie Ihre Mehrheit gegen unliebsame Kontrolle einsetzen, ist für mich ein Missbrauch der parlamentarischen Möglichkeiten. (Abg. Neudeck: Kontrollieren tut der Rech-
Abg. Neudeck: Das behaupten Sie! Das wissen Sie nicht!
Für mich ist es unverständlich, dass es ein ausgelagertes Büro des Vizekanzlers gibt, das nur für Repräsentationszwecke zur Verfügung steht. (Abg. Neudeck: Das behaupten Sie! Das wissen Sie nicht!) Das hat es bis zum 4. Februar 2000 nicht gegeben. Das ist seit damals eine neue Einrichtung.
Beifall bei der SPÖ.
Für die Bevölkerung ist das vor allem angesichts der hohen Belastungen, mit denen sie konfrontiert ist, eine unglaubliche Provokation. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Staatssekretär Morak: Einstimmig!
Präsidenten der Höchstgerichte selbst zur Vertretung der Budgetkapitel einzuladen, keine Unterstützung findet. Dieser Beschluss der Präsidialkonferenz ist bis heute unverändert aufrecht (Staatssekretär Morak: Einstimmig!); natürlich, Herr Staatssekretär, keine Frage: Dieser Beschluss wurde in der Präsidiale einstimmig gefasst.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Das war aber eine matte Sache! Ziemlich schwache Argumentation!
Alles in allem würde ich, was das Budget betrifft, sagen: Aufschwung durch Entlastung und nicht, wie die Opposition immer wieder meint, Aufschwung mit Belastung. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Das war aber eine matte Sache! Ziemlich schwache Argumentation!)
Zwischenruf des Abg. Wittauer.
Meine Damen und Herren! Natürlich können wir uns diese Nachtschichten auch in Zukunft nicht ersparen, wenn es darum geht, aufzuzeigen, wo Unrecht herrscht. Wenn der Rechnungshof gute Arbeit leistet ... (Zwischenruf des Abg. Wittauer.) – Herr
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das glauben Sie ja selbst nicht, was Sie da sagen! – Abg. Neudeck: Das ist kein Untersuchungsausschuss, sondern der Rechnungshofausschuss!
Wenn der Rechnungshof also gute Arbeit leistet, Probleme auflistet, aufzeigt, und dann die Koalition verhindert, diese auch zu hinterfragen, indem man zuständige Leute, die involviert sind, nicht als Zeugen zulässt, darf man sich nicht wundern, wenn die Diskussion in dieser Art und Weise ausartet. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das glauben Sie ja selbst nicht, was Sie da sagen! – Abg. Neudeck: Das ist kein Untersuchungsausschuss, sondern der Rechnungshofausschuss!)
Abg. Wittauer: Biegen wir nicht die Geschäftsordnung!
Meine Damen und Herren! Nehmen wir unsere eigene Demokratie wirklich ernst! (Abg. Wittauer: Biegen wir nicht die Geschäftsordnung!) Nehmen wir uns so ernst, dass wir auch darüber nachdenken, ob wir nicht nächstes Jahr in einer anderen Situation sind, ob nicht Sie selbst in Opposition sind und unter anderen Gesichtspunkten diskutieren müssen – dann werden Sie ewig der Regierungszeit nachtrauern. Herr Wittauer, ich sehe Sie heute schon weinen, wenn Sie – möglicherweise – noch hier sitzen. (Abg. Öllinger: Nein, der sitzt dann nicht mehr hier!) In Tirol-Westen wird er wohl ein Mandat erreichen. – Aber dann werden die Diskussion und das Heulen groß sein, wenn es darum geht, Rechte der Minderheit in Anspruch zu nehmen, die nicht vorhanden sind. Sorgen Sie heute dafür, dass Sie in drei, zwei Jahren, in einem Jahr noch ein schönes politisches Leben haben! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Nein, der sitzt dann nicht mehr hier!
Meine Damen und Herren! Nehmen wir unsere eigene Demokratie wirklich ernst! (Abg. Wittauer: Biegen wir nicht die Geschäftsordnung!) Nehmen wir uns so ernst, dass wir auch darüber nachdenken, ob wir nicht nächstes Jahr in einer anderen Situation sind, ob nicht Sie selbst in Opposition sind und unter anderen Gesichtspunkten diskutieren müssen – dann werden Sie ewig der Regierungszeit nachtrauern. Herr Wittauer, ich sehe Sie heute schon weinen, wenn Sie – möglicherweise – noch hier sitzen. (Abg. Öllinger: Nein, der sitzt dann nicht mehr hier!) In Tirol-Westen wird er wohl ein Mandat erreichen. – Aber dann werden die Diskussion und das Heulen groß sein, wenn es darum geht, Rechte der Minderheit in Anspruch zu nehmen, die nicht vorhanden sind. Sorgen Sie heute dafür, dass Sie in drei, zwei Jahren, in einem Jahr noch ein schönes politisches Leben haben! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Nehmen wir unsere eigene Demokratie wirklich ernst! (Abg. Wittauer: Biegen wir nicht die Geschäftsordnung!) Nehmen wir uns so ernst, dass wir auch darüber nachdenken, ob wir nicht nächstes Jahr in einer anderen Situation sind, ob nicht Sie selbst in Opposition sind und unter anderen Gesichtspunkten diskutieren müssen – dann werden Sie ewig der Regierungszeit nachtrauern. Herr Wittauer, ich sehe Sie heute schon weinen, wenn Sie – möglicherweise – noch hier sitzen. (Abg. Öllinger: Nein, der sitzt dann nicht mehr hier!) In Tirol-Westen wird er wohl ein Mandat erreichen. – Aber dann werden die Diskussion und das Heulen groß sein, wenn es darum geht, Rechte der Minderheit in Anspruch zu nehmen, die nicht vorhanden sind. Sorgen Sie heute dafür, dass Sie in drei, zwei Jahren, in einem Jahr noch ein schönes politisches Leben haben! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordnete Herta Mikesch (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wer gegen dieses Budget stimmt, stimmt gegen den Sport. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Wer gegen dieses Budget stimmt, stimmt gegen die Unterstützung von Tausenden Vereinen und hunderttausend freiwilligen Funktionären in Österreich.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
plätze. So kann man laut einer Studie der Bundessportorganisation beim Sport von einer Wertschöpfung von rund 5,4 Milliarden € ausgehen. Damit sichert der Sport zirka 100 000 Arbeitsplätze. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ohne Freiwillige wäre Sport in dieser breiten Form, wie er bei uns in Österreich ausgeübt wird, nicht finanzierbar. – Ein herzliches Dankeschön an alle ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, und unseren Sportlerinnen und Sportlern wünsche ich viele Erfolge. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Jarolim: Das muss man wirklich schon sagen!
Abgeordneter Mag. Walter Posch (SPÖ): Herr Präsident, herzlichen Dank für die Worterteilung. (Abg. Dr. Jarolim: Das muss man wirklich schon sagen!) – Hohes Haus! Zum Budget zwei Dinge: Erstens: Das Budget für das Bundeskanzleramt ist für 2005 rückläufig. Das ist lobenswert. Nur in zwei Punkten gibt es einen Zuwachs: bei den Ausgaben für Auslandsreisen. Allein die Dienstreisen innerhalb der EU machen 240 000 € aus, was gegenüber dem Voranschlag 2004 mit 70 000 € eine Verdreifachung – eine Verdreifachung! – darstellt. Und dazu kommt gesondert noch der Posten für die Dienstreisen anlässlich der Vorbereitung der EU-Präsidentschaft mit noch einmal 95 000 €.
Abg. Dr. Jarolim: Nein!
Oder wenn es um den „Austrokoffer“ geht oder um jenes kafkaeske Skurrilitätenkabinett, um den Museumsdirektor Wilfried Seipel, den Kaiser-Freund und Morak-Mäzen, diese barock-gutmütige Version des „Commissario Brunetti“, der nach Friaul fährt, auf eigene Faust Ermittlungen anstellt, und das in einer geradezu grotesk-naiven Art und Weise: Angesichts all dessen muss man sich schon fragen, ob eine solche Person geeignet ist, das größte österreichische Museum zu führen. (Abg. Dr. Jarolim: Nein!) Von der ordnungswidrigen Buchhaltung, nicht belegten Reisespesen, abenteuerlichen Finanzspekulationen und anderen Benefizien ganz zu schweigen.
Beifall bei der SPÖ.
Die Frage, was Kunst- und Kulturpolitik ist angesichts dieser schamlosen Verquickung von privat und öffentlich, wie bei den freien Dienstverträgen oder wie bei dieser unappetitlichen Geschichte mit der Firma Museums Collection, wo der Geschäftsführer Dr. Seipel war, durch das Kunsthistorische Museum, dessen Generaldirektor Dr. Seipel war. Oder der Kauf dieser altägyptischen Grabbeigaben. – All das ist viel spannender als das eigentliche Budgetkapitel Kunst, denn hier wird alles über den Stellenwert der Kunst- und Kulturpolitik dieses skurrilen, anekdotenhaften Herzmanovsky-Orlandoschen Kuriositätenkabinetts sichtbar. Dagegen verblassen die blanken Zahlen und auch die gutmütige Lobhudelei der ÖVP für Staatssekretär Morak. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Bitte zum Seipel eine Antwort!
Abgeordneter Johannes Zweytick (ÖVP): Herr Präsident! Herr Präsident des Rechnungshofes! Herr Staatssekretär! (Abg. Öllinger: Bitte zum Seipel eine Antwort!) Vorweg, Herr Kollege: Es gibt keine Kürzung der Gedenkstelle, die Sie hier angesprochen haben. Sie sollten es aber besser wissen; Sie waren ja auch im Ausschuss. Dort hat auch der Herr Bundeskanzler persönlich dies klar erörtert. Ich weiß nicht, woher Sie das nehmen (Abg. Dr. Brinek: Böswillige Behauptung!), dass es eine Kürzung der Mittel der Gedenkstelle des Rassismus gibt. Das ist schlicht und einfach unwahr, Herr Kollege. Das muss man hier ganz klar und deutlich sagen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Brinek: Böswillige Behauptung!
Abgeordneter Johannes Zweytick (ÖVP): Herr Präsident! Herr Präsident des Rechnungshofes! Herr Staatssekretär! (Abg. Öllinger: Bitte zum Seipel eine Antwort!) Vorweg, Herr Kollege: Es gibt keine Kürzung der Gedenkstelle, die Sie hier angesprochen haben. Sie sollten es aber besser wissen; Sie waren ja auch im Ausschuss. Dort hat auch der Herr Bundeskanzler persönlich dies klar erörtert. Ich weiß nicht, woher Sie das nehmen (Abg. Dr. Brinek: Böswillige Behauptung!), dass es eine Kürzung der Mittel der Gedenkstelle des Rassismus gibt. Das ist schlicht und einfach unwahr, Herr Kollege. Das muss man hier ganz klar und deutlich sagen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordneter Johannes Zweytick (ÖVP): Herr Präsident! Herr Präsident des Rechnungshofes! Herr Staatssekretär! (Abg. Öllinger: Bitte zum Seipel eine Antwort!) Vorweg, Herr Kollege: Es gibt keine Kürzung der Gedenkstelle, die Sie hier angesprochen haben. Sie sollten es aber besser wissen; Sie waren ja auch im Ausschuss. Dort hat auch der Herr Bundeskanzler persönlich dies klar erörtert. Ich weiß nicht, woher Sie das nehmen (Abg. Dr. Brinek: Böswillige Behauptung!), dass es eine Kürzung der Mittel der Gedenkstelle des Rassismus gibt. Das ist schlicht und einfach unwahr, Herr Kollege. Das muss man hier ganz klar und deutlich sagen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Jarolim: Der Bundeskanzler ...!
Es ist heute ja schon der zweite Tag, an dem wir erleben, dass viele der hier gesagten Dinge, was ihren Wahrheitsgehalt betrifft, öfters zu hinterfragen sind. (Abg. Dr. Jarolim: Der Bundeskanzler ...!)
Abg. Gaál: Da muss man sehr bescheiden sein!
Mein Beitrag wird sich auch kurz mit der Sportförderung auseinander setzen. Es handelt sich hier – und das sei auch hier betont – um eine deutliche Erhöhung eines nicht allzu großen Budgets. Und Sie wissen: Gerade in kleinen Bereichen helfen große Hilfen doppelt, sie wirken doppelt für die Menschen und die Bevölkerung in diesem Land. Es ist ein „starkes Stück“, das dem Sportministerium, insbesondere dem Sportstaatssekretär – von unserem Bundeskanzler kurz „Förder-Karli“ genannt – hier gelungen ist. Darauf können wir stolz sein, weil es den Menschen in diesem Lande zugute kommt. (Abg. Gaál: Da muss man sehr bescheiden sein!) – Das hat nichts mit Bescheidenheit zu tun.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich möchte dafür auch dem Sportstaatssekretär und seinem Team einmal recht herzlich danke schön sagen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Wittauer: Biathlon-Weltmeisterschaft! Eishockey-Weltmeisterschaft! Europameisterschaft! Und fast alles findet in Tirol statt!
Von den großen Sportvorhaben der kommenden Jahre möchte ich nicht alle aufzählen, sondern nur ganz wenige: Die Schiflugweltmeisterschaft am Kulm – weil das gerade in der Steiermark ist, wo ich herkomme – ist eine wichtige Geschichte. Aber das Endziel ist doch im Jahr 2008 die Fußball-Europameisterschaft Österreich-Schweiz. (Abg. Wittauer: Biathlon-Weltmeisterschaft! Eishockey-Weltmeisterschaft! Europameisterschaft! Und fast alles findet in Tirol statt!) In den vier Jahren bis zur Fußball-Europameisterschaft gibt es ein breites Spektrum von Top-Sportereignissen in unserem Land Österreich, die auch eine Werbung sind, die Werbung für die „Marke Österreich“ bedeuten. Da hat auch eine Regierung die Verantwortung, in Europa ihre Karten, unsere Karten – die „Marke Österreich“ – auf den Tisch zu legen.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Jarolim: Die Frage ist, ob die „Marke Österreich“ den Bundeskanzler Schüssel verdient! – Abg. Neudeck: Geh, schlaf weiter, ...!
Der Vergleich, meine Damen und Herren, macht uns sicher. Das Sportbudget verdient auch die Zustimmung der Opposition. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Jarolim: Die Frage ist, ob die „Marke Österreich“ den Bundeskanzler Schüssel verdient! – Abg. Neudeck: Geh, schlaf weiter, ...!)
Abg. Wittauer: Das war Biegen der Geschäftsordnung!
Traurige Berühmtheit hat ja der Vorfall erlangt – Kollege Kogler hat ihn geschildert (Abg. Wittauer: Das war Biegen der Geschäftsordnung!) –, wie sich der Finanzminister per Gutachten gegen Rechnungshofempfehlungen gewendet hat. Und was der Gipfel ist, lieber Kollege – es war blanker Hohn und Zynismus –: Da stellt sich der Finanzminister heute her und lobt sich selbst und seine angeblich so gute Zusammenarbeit mit dem Rechnungshof. Also das ist wirklich das Letzte: Er besorgt sich Gutachten gegen Rechnungshofempfehlungen und lobt hier im Parlament seine gute Zusammenarbeit! (Abg. Parnigoni: „Schizophrenismus“!)
Abg. Parnigoni: „Schizophrenismus“!
Traurige Berühmtheit hat ja der Vorfall erlangt – Kollege Kogler hat ihn geschildert (Abg. Wittauer: Das war Biegen der Geschäftsordnung!) –, wie sich der Finanzminister per Gutachten gegen Rechnungshofempfehlungen gewendet hat. Und was der Gipfel ist, lieber Kollege – es war blanker Hohn und Zynismus –: Da stellt sich der Finanzminister heute her und lobt sich selbst und seine angeblich so gute Zusammenarbeit mit dem Rechnungshof. Also das ist wirklich das Letzte: Er besorgt sich Gutachten gegen Rechnungshofempfehlungen und lobt hier im Parlament seine gute Zusammenarbeit! (Abg. Parnigoni: „Schizophrenismus“!)
Abg. Grillitsch: Wer sagt das?
Aber, meine Damen und Herren, das setzt sich ja fort, auch in den Ländern: Frau Landeshauptmann Klasnic hat selbst den Rechnungshof gerufen zur Causa EStAG – und jetzt passt ihr das Ergebnis nicht! (Abg. Grillitsch: Wer sagt das?) Was tut sie? – Sie holt sich zwei Gutachten, eines von Ernst & Young, eines von irgendeinem Rechtsexperten, und sagt dann wörtlich: Naja, die Gruppe A sagt dieses, die Gruppe B sagt jenes. – Also das ist wirklich strikt abzulehnen, und dazu wird bestimmt der Herr Präsident klare Worte finden. So kann es nicht sein, dass man den Rechnungshof als
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grillitsch: Das war ein schütterer Applaus!
eine Gruppe, die eben irgendetwas empfiehlt, bezeichnet, und daneben gibt es dann noch die Gutachter. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grillitsch: Das war ein schütterer Applaus!)
Abg. Neudeck: In Wien ist das nicht so!
Das hat natürlich mehrere Gründe: Das hat methodisch-organisatorische Gründe – natürlich braucht der Rechnungshof Querschnitt-Erkenntnisse, es geht auch um Personalressourcen, letztlich ja bekanntlich um Wirtschaftlichkeit, Zweckmäßigkeit und Sparsamkeit –, es hat aber auch kontrollpolitische Gründe. Das Beispiel Klasnic habe ich genannt, aber nehmen wir einmal den Fall Kärnten her: Also bitte, dort ist der Landesrechnungshof-Direktor der Landesregierung gegenüber weisungsgebunden! – Unter diesen Voraussetzungen, bei diesen Zuständen kann man ja nicht die Länder von Landesrechnungshöfen kontrollieren lassen! So mancher Landesrechnungshof-Direktor – das wissen wir auch – stammt direkt aus dem Kabinett des jeweiligen Landeshauptmannes. (Abg. Neudeck: In Wien ist das nicht so!)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Also bitte lassen wir das, wie es ist, und nehmen Sie, meinen Damen und Herren, diesen geradezu irrwitzigen Vorschlag zurück! (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Wittauer: Ja den Präsidenten nicht zu kritisieren anfangen! ... eine Frechheit!
Herr Präsident Khol unterstützt nicht als oberster Parlamentarier die parlamentarische Kontrollaufgabe. (Abg. Wittauer: Ja den Präsidenten nicht zu kritisieren anfangen! ... eine Frechheit!) Nach wie vor kann mir niemand im Haus auch nur ein einziges Beispiel nennen, wo sich Präsident Khol für die Kontrolle in diesem Parlament stark gemacht hätte.
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Mag. Kogler.
Also unterstützen Sie das – oder sonst sparen Sie sich die Dankes-Lobhudeleien gegenüber dem Rechnungshof! – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Mag. Kogler.)
Ruf bei der SPÖ: Das ist auch gut so! – Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek. – Abg. Steibl: Das soll so sein, nur: Wenn der Kollege Kräuter glaubt, ...!
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Kollege Kräuter, Sie wissen ganz genau, dass ich mich vom Präsidium aus nicht zu Ihren Angriffen äußern kann! Ich sage Ihnen nur: Meine Aufgabe ist die Wahrung der Geschäftsordnung. (Ruf bei der SPÖ: Das ist auch gut so! – Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek. – Abg. Steibl: Das soll so sein, nur: Wenn der Kollege Kräuter glaubt, ...!)
Beifall bei den Freiheitlichen, der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
die sie eigentlich haben sollte –, dass diesen Vorschlägen, die dazu dienen, dass das Kontrollrecht gerade dieses Hauses gestärkt wird und dass gleichzeitig die Flucht aus der Kontrolle nicht stattfinden kann, in Zukunft im Rahmen des Österreich-Konvents erhöhte Beachtung geschenkt wird. (Beifall bei den Freiheitlichen, der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen, der ÖVP, den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich danke Ihnen nochmals für die äußerst positiven Worte, die Sie dem österreichischen Rechnungshof gegenüber gefunden haben, und hoffe, dass ich auch in Zukunft, so wie auch der Rechnungshof, Ihr Vertrauen habe. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen, der ÖVP, den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Tue Gutes und rede darüber!
Ein zweiter Punkt, weil ich ja nur drei Minuten habe ... (Abg. Neudeck: Tue Gutes und rede darüber!) – Ja, Sie können sich ruhig zu Wort melden, denn Sie kommen in der virtuellen Welt des Herrn Bundeskanzlers nicht mehr vor. Ihre Wahlergebnisse bei den letzten Wahlen haben ja eigentlich Bände gesprochen. (Abg. Neudeck: Und Ihre waren so gut!) – Wir haben fünfmal gewonnen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Und Ihre waren so gut!
Ein zweiter Punkt, weil ich ja nur drei Minuten habe ... (Abg. Neudeck: Tue Gutes und rede darüber!) – Ja, Sie können sich ruhig zu Wort melden, denn Sie kommen in der virtuellen Welt des Herrn Bundeskanzlers nicht mehr vor. Ihre Wahlergebnisse bei den letzten Wahlen haben ja eigentlich Bände gesprochen. (Abg. Neudeck: Und Ihre waren so gut!) – Wir haben fünfmal gewonnen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein zweiter Punkt, weil ich ja nur drei Minuten habe ... (Abg. Neudeck: Tue Gutes und rede darüber!) – Ja, Sie können sich ruhig zu Wort melden, denn Sie kommen in der virtuellen Welt des Herrn Bundeskanzlers nicht mehr vor. Ihre Wahlergebnisse bei den letzten Wahlen haben ja eigentlich Bände gesprochen. (Abg. Neudeck: Und Ihre waren so gut!) – Wir haben fünfmal gewonnen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: In der „virtuellen“ haben Sie gesagt!
Wissen Sie, was die Realität ist? – Die reale Welt (Abg. Scheibner: In der „virtuellen“ haben Sie gesagt!), Herr Kollege, in der Sie nicht mehr vorkommen. (Abg. Scheibner: Schaut aber sehr real aus!) Bei den nächsten Wahlen kommen Sie sicher nicht mehr vor, das können Sie mir glauben.
Abg. Scheibner: Schaut aber sehr real aus!
Wissen Sie, was die Realität ist? – Die reale Welt (Abg. Scheibner: In der „virtuellen“ haben Sie gesagt!), Herr Kollege, in der Sie nicht mehr vorkommen. (Abg. Scheibner: Schaut aber sehr real aus!) Bei den nächsten Wahlen kommen Sie sicher nicht mehr vor, das können Sie mir glauben.
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Mag. Kogler.
An dieser Stelle ein Appell an den Präsidenten des Rechnungshofes: Er soll einmal den Umstand untersuchen – das wurde ja gestern gesagt –, dass letztendlich fast 70 Millionen € für Berater und für Werbung dieser Regierung ausgegeben worden sind. Herr Präsident! Untersuchen Sie, ob diese Information tatsächlich eine Information ist oder ob diese Information eine Werbung für diese Regierung ist! Sie haben jetzt gesagt, Sie werden aktuelle Fälle untersuchen. Sie sollten wirklich einmal aktuelle Fälle untersuchen. – Ich danke Ihnen recht herzlich. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Mag. Kogler.)
Beifall bei der SPÖ.
All das sind Punkte und Überlegungen, an denen weiterhin gearbeitet werden muss. Die Finanzierungsbasis für den österreichischen Sport hat sich nun zufrieden stellend entwickelt. Was daraus in Zukunft gemacht wird, das werde ich nicht nur kritisch beobachten, sondern sehr gerne im Sinne des organisierten Vereinssports auch weiterhin mittragen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Parnigoni: Welche Abstimmung?
Es sind noch drei Redner zu diesem Kapitel zu Wort gemeldet, dann erfolgt die Abstimmung kurz vor 15 Uhr. (Abg. Parnigoni: Welche Abstimmung?)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Staatssekretär Schweitzer! Die Latte liegt also relativ hoch, was die Versorgung aller Kinder mit dieser Förderung der motorischen Fähigkeiten im gesamten österreichischen Bundesgebiet anlangt. Wenn Ihr Bekenntnis zu mehr Bewegung für gesündere Kinder ernst gemeint ist und davon alle Kinder Österreichs profitieren sollen, dann werden Sie wesentlich mehr Mittel in die Hand nehmen müssen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Miedl: Das stimmt doch nicht!
Die Sozialdemokratie in der Steiermark ist ja nicht gegen die Auslagerung von Kulturgütern in Regionalitäten, das haben wir ja nie gesagt. Wir sind sehr interessiert daran, dass sich in diesem schönen touristischen Gebiet etwas entwickeln kann. Wogegen wir aber etwas haben, ist, dass die Frau Landeshauptmann in ihrer Funktion als Kulturreferentin gleichsam die gräfliche Hürde der Frau Herberstein erklimmt und aus einem absolutistischen Verständnis heraus dort Förderungsgelder vergibt, vorbei an allen Gremien und Entscheidungsträgern. (Abg. Miedl: Das stimmt doch nicht!) Das ist es, wogegen wir und wehren! Es kann doch nicht sein, dass die Frau Landeshauptmann in ihrer Funktion quasi zur Gräfin aufsteigt und Gelder verteilt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Sozialdemokratie in der Steiermark ist ja nicht gegen die Auslagerung von Kulturgütern in Regionalitäten, das haben wir ja nie gesagt. Wir sind sehr interessiert daran, dass sich in diesem schönen touristischen Gebiet etwas entwickeln kann. Wogegen wir aber etwas haben, ist, dass die Frau Landeshauptmann in ihrer Funktion als Kulturreferentin gleichsam die gräfliche Hürde der Frau Herberstein erklimmt und aus einem absolutistischen Verständnis heraus dort Förderungsgelder vergibt, vorbei an allen Gremien und Entscheidungsträgern. (Abg. Miedl: Das stimmt doch nicht!) Das ist es, wogegen wir und wehren! Es kann doch nicht sein, dass die Frau Landeshauptmann in ihrer Funktion quasi zur Gräfin aufsteigt und Gelder verteilt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
jekte, die Sie schon in Versuchen erprobt haben, sollten flächendeckend auf Österreich ausgedehnt werden. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Rufe bei der ÖVP: Super!
Abgeordneter Gerhard Reheis (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Teure Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Meine Damen und Herren von der ÖVP! Wie geht es Ihnen bei diesem Budget? (Rufe bei der ÖVP: Super!) Geht es Ihnen so, wie Sie es hier vermitteln, Weihrauch streuend, positiv, oder geht es Ihnen so, wie zum Beispiel Ihrer ehemaligen Kollegin Cordula Frieser in der letzten Ausgabe der Sendung „Hohes Haus“? – Ich darf das hier ganz kurz noch einmal zur Kenntnis bringen und sie zitieren:
Beifall bei der SPÖ.
Ich hoffe, Sie können da innerhalb des Budgets einiges umschichten, denn letztlich besteht auch die Gefahr, dass sich das leider auf Kosten des künstlerischen Schaffens auswirken wird. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenbemerkung von Staatssekretär Mag. Schweitzer.
Bezieht man die Inflation in diese Rechnung mit ein, dann wird es ja fast schon peinlich, jämmerlich für das Kunstbudget, Herr Staatssekretär, denn der Anteil der Kulturausgaben des Bundes an den Gesamtausgaben befindet sich seit den letzten Jahren ständig im Rücklauf. (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Mag. Schweitzer.) – Herr Staatssekretär Schweitzer! Wenn Sie etwas zu sagen haben, können Sie sich ja gerne zu Wort melden. Das ist etwas störend. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Bezieht man die Inflation in diese Rechnung mit ein, dann wird es ja fast schon peinlich, jämmerlich für das Kunstbudget, Herr Staatssekretär, denn der Anteil der Kulturausgaben des Bundes an den Gesamtausgaben befindet sich seit den letzten Jahren ständig im Rücklauf. (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Mag. Schweitzer.) – Herr Staatssekretär Schweitzer! Wenn Sie etwas zu sagen haben, können Sie sich ja gerne zu Wort melden. Das ist etwas störend. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grillitsch: Das ist falsch!
Frau Kollegin Wolfmayr! Ich möchte Sie nur darauf aufmerksam machen: Da wurden Gelder, die für die Raumplanung vorgesehen waren, abgezogen und sind in Herberstein hineingeflossen. Die Frau Landeshauptmann hat über 5,8 Millionen € im Alleingang entschieden. (Abg. Grillitsch: Das ist falsch!) Das ist eine Tatsache, darüber können wir nicht hinwegsehen, auch nicht die steirische Landesregierung, sprich: die dortige Opposition.
Beifall bei der SPÖ.
Ich appelliere an Sie, Herr Staatssekretär: Kümmern Sie sich weniger um Privatjets, weniger um eigene Geburtstagsfeiern, weniger um Dienstwagen, sondern sorgen Sie ganz einfach dafür, dass sich der Bund nicht sukzessive als Fördergeber zurückzieht! Ersparen Sie den Ländern und Gemeinden die Schulden, die Sie in Wahrheit zu verantworten haben! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Scheibner: Typisch!
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig (Grüne): Herr Präsident! Herr Bundesminister! – Schön, dass Sie da sind. Dringliche fangen immer um 15 Uhr an. Das sollte man eigentlich schon wissen. (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Scheibner: Typisch!)
Beifall bei den Grünen.
schon erlebt haben, aber das, was jetzt geschehen ist, ist beispiellos. Das schreit nach Aufklärung, das schreit nach einer Dringlichen Anfrage im Nationalrat. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Das Prinzip „Wer nicht für uns ist, ist gegen uns“ findet in einem Verdacht gegen einen Innenminister plötzlich einen Niederschlag, der verheerend ist, nämlich der Verdacht, dass politisch motivierte Verfolgungen gegen kritische Anwältinnen und Anwälte aus dem Menschenrechtsbereich tatsächlich vom Innenminister gebilligt worden sind (Zwischenrufe bei der ÖVP); nicht nur von ihm gewusst worden sind, sondern auch gebilligt worden sind. Das konnten wir bisher noch nicht beobachten. Das ist eine neue Dimension, die jenseits der Grenzen der Rechtsstaatlichkeit geht. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das Prinzip „Wer nicht für uns ist, ist gegen uns“ findet in einem Verdacht gegen einen Innenminister plötzlich einen Niederschlag, der verheerend ist, nämlich der Verdacht, dass politisch motivierte Verfolgungen gegen kritische Anwältinnen und Anwälte aus dem Menschenrechtsbereich tatsächlich vom Innenminister gebilligt worden sind (Zwischenrufe bei der ÖVP); nicht nur von ihm gewusst worden sind, sondern auch gebilligt worden sind. Das konnten wir bisher noch nicht beobachten. Das ist eine neue Dimension, die jenseits der Grenzen der Rechtsstaatlichkeit geht. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Molterer: Genau das machen Sie! Das sind in den Raum gestellte Vorwürfe!
Herr Innenminister! Ich muss Ihnen zu dieser ganzen Causa einige sehr präzise Fragen stellen, weil ich denke, dass der Verdacht von politisch motivierter Verfolgung, wie ihn amnesty international auch sehr deutlich zum Ausdruck gebracht hat – ai hat davon gesprochen hat, dass alle Elemente der üblichen politischen Verfolgung, wie wir sie international kennen, verwirklicht sind –, dass dieser in den Raum gestellte Vorwurf nach dem gesteuerten Durchforsten von Lebensbereichen von zwei Menschen, um etwas zu finden und sie damit zu kriminalisieren und zu diffamieren, nicht so stehen bleiben kann. (Abg. Mag. Molterer: Genau das machen Sie! Das sind in den Raum gestellte Vorwürfe!)
Beifall bei den Grünen.
Ich bitte Sie um möglichst präzise Antworten auf unsere Fragen. Aufklärung tut dringend Not! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Fasslabend: Sie übertreiben!
Sie müssen sich vorstellen, was das für die Zukunft bedeutet. Was bedeutet das in Zukunft für Menschen, die die Bundesregierung kritisieren, die sich in manchen Bereichen engagieren und die manche Dinge auch sehr, sehr deutlich beim Namen nennen? Was bedeutet das für – ich weiß nicht – die „Mütter gegen Atomgefahren“? – Müssen die sich in Zukunft auch darauf gefasst machen, dass ihr Leben durchforstet wird, politisch motiviert durchforstet wird, ob man irgendetwas findet, das man ihnen anhängen kann? (Abg. Dr. Fasslabend: Sie übertreiben!) – Ich übertreibe nicht! (Abg. Dr. Fasslabend: Oh ja!)
Abg. Dr. Fasslabend: Oh ja!
Sie müssen sich vorstellen, was das für die Zukunft bedeutet. Was bedeutet das in Zukunft für Menschen, die die Bundesregierung kritisieren, die sich in manchen Bereichen engagieren und die manche Dinge auch sehr, sehr deutlich beim Namen nennen? Was bedeutet das für – ich weiß nicht – die „Mütter gegen Atomgefahren“? – Müssen die sich in Zukunft auch darauf gefasst machen, dass ihr Leben durchforstet wird, politisch motiviert durchforstet wird, ob man irgendetwas findet, das man ihnen anhängen kann? (Abg. Dr. Fasslabend: Sie übertreiben!) – Ich übertreibe nicht! (Abg. Dr. Fasslabend: Oh ja!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Sie hat dazu aufgefordert, Flüchtlinge zu verbergen!
Wie beurteilen Sie das bei der Kollegin Lorenz? Ich habe den Akt jetzt vor mir liegen. Das sind Kopien von Presseaussendungen von „SOS Mitmensch“. Der Akt hat eineinhalb Seiten. Einen Satz möchte ich zitieren aus dieser Sachverhaltsdarstellung: Frau Mag. Lorenz fordert den Herrn Bundesminister für Inneres auf, etwas gegen die akute Gefahr von Kettenabschiebungen zu unternehmen. – Wie Sie als Jurist aus dieser Presseaussendung einen Straftatbestand zimmern können, ist für mich sachlich überhaupt nicht nachvollziehbar. Das ist absolut haarsträubend! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Sie hat dazu aufgefordert, Flüchtlinge zu verbergen!)
Beifall bei den Grünen
Eine zweite Sache in diesem Zusammenhang. Bei diesem Akt, bei diesem Eineinhalb-Seiten-Akt, findet sich ein seltsamer Verweis, da findet sich oben auf diesen kopierten Zetteln von dieser Presseaussendung von „SOS Mitmensch“ – am Rande sei einmal gesagt, es hat Innenminister gegeben, die waren Mitglieder von „SOS Mitmensch“ und haben nicht gegen ihre Obfrau ermitteln lassen (Beifall bei den Grünen) – ein merkwürdiger Verweis, nämlich „Danke, Webinger“. – Herr Webinger ist dieser Mitarbeiter in Ihrem Kabinett, der offensichtlich mit der Sache betraut war und den Sie um Information gebeten haben. Jetzt frage ich mich: Was hat dieser Vermerk „Danke, Webinger“ in diesem Akt zu suchen, der vom Bundeskriminalamt an die Staatsanwaltschaft gegangen ist? Wofür bedankt sich Herr Webinger hier, Ihr Kabinettsmitarbeiter? (Abg. Dr. Fasslabend: Woher haben Sie das?) Wofür bedankt sich dieser Herr Webinger? (Abg. Dr. Fasslabend: Woher haben Sie das? – Abg. Öllinger: Sie fragen, woher sie das hat? Das steht in den Zeitungen, und Sie fragen, woher sie das hat! Das ist ja unglaublich!) Bedankt er sich dafür, dass das Bundeskriminalamt MenschenrechtsanwältInnen verfolgen lässt? Bedankt er sich dafür oder wofür dann? (Abg. Kößl: Haben Sie das draufgeschrieben „Danke, Webinger“? – Abg. Öllinger: Das ist ja unglaublich! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Grünen.) Wofür muss man sich hier bedanken? Wie erklären Sie sich diesen Zusammenhang eines Dankes aus Ihrem Kabinett dafür, dass eine Verfolgung von MenschenrechtsanwältInnen passiert? Ich bitte hier um präzise Aufklärung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Fasslabend: Woher haben Sie das?
Eine zweite Sache in diesem Zusammenhang. Bei diesem Akt, bei diesem Eineinhalb-Seiten-Akt, findet sich ein seltsamer Verweis, da findet sich oben auf diesen kopierten Zetteln von dieser Presseaussendung von „SOS Mitmensch“ – am Rande sei einmal gesagt, es hat Innenminister gegeben, die waren Mitglieder von „SOS Mitmensch“ und haben nicht gegen ihre Obfrau ermitteln lassen (Beifall bei den Grünen) – ein merkwürdiger Verweis, nämlich „Danke, Webinger“. – Herr Webinger ist dieser Mitarbeiter in Ihrem Kabinett, der offensichtlich mit der Sache betraut war und den Sie um Information gebeten haben. Jetzt frage ich mich: Was hat dieser Vermerk „Danke, Webinger“ in diesem Akt zu suchen, der vom Bundeskriminalamt an die Staatsanwaltschaft gegangen ist? Wofür bedankt sich Herr Webinger hier, Ihr Kabinettsmitarbeiter? (Abg. Dr. Fasslabend: Woher haben Sie das?) Wofür bedankt sich dieser Herr Webinger? (Abg. Dr. Fasslabend: Woher haben Sie das? – Abg. Öllinger: Sie fragen, woher sie das hat? Das steht in den Zeitungen, und Sie fragen, woher sie das hat! Das ist ja unglaublich!) Bedankt er sich dafür, dass das Bundeskriminalamt MenschenrechtsanwältInnen verfolgen lässt? Bedankt er sich dafür oder wofür dann? (Abg. Kößl: Haben Sie das draufgeschrieben „Danke, Webinger“? – Abg. Öllinger: Das ist ja unglaublich! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Grünen.) Wofür muss man sich hier bedanken? Wie erklären Sie sich diesen Zusammenhang eines Dankes aus Ihrem Kabinett dafür, dass eine Verfolgung von MenschenrechtsanwältInnen passiert? Ich bitte hier um präzise Aufklärung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Fasslabend: Woher haben Sie das? – Abg. Öllinger: Sie fragen, woher sie das hat? Das steht in den Zeitungen, und Sie fragen, woher sie das hat! Das ist ja unglaublich!
Eine zweite Sache in diesem Zusammenhang. Bei diesem Akt, bei diesem Eineinhalb-Seiten-Akt, findet sich ein seltsamer Verweis, da findet sich oben auf diesen kopierten Zetteln von dieser Presseaussendung von „SOS Mitmensch“ – am Rande sei einmal gesagt, es hat Innenminister gegeben, die waren Mitglieder von „SOS Mitmensch“ und haben nicht gegen ihre Obfrau ermitteln lassen (Beifall bei den Grünen) – ein merkwürdiger Verweis, nämlich „Danke, Webinger“. – Herr Webinger ist dieser Mitarbeiter in Ihrem Kabinett, der offensichtlich mit der Sache betraut war und den Sie um Information gebeten haben. Jetzt frage ich mich: Was hat dieser Vermerk „Danke, Webinger“ in diesem Akt zu suchen, der vom Bundeskriminalamt an die Staatsanwaltschaft gegangen ist? Wofür bedankt sich Herr Webinger hier, Ihr Kabinettsmitarbeiter? (Abg. Dr. Fasslabend: Woher haben Sie das?) Wofür bedankt sich dieser Herr Webinger? (Abg. Dr. Fasslabend: Woher haben Sie das? – Abg. Öllinger: Sie fragen, woher sie das hat? Das steht in den Zeitungen, und Sie fragen, woher sie das hat! Das ist ja unglaublich!) Bedankt er sich dafür, dass das Bundeskriminalamt MenschenrechtsanwältInnen verfolgen lässt? Bedankt er sich dafür oder wofür dann? (Abg. Kößl: Haben Sie das draufgeschrieben „Danke, Webinger“? – Abg. Öllinger: Das ist ja unglaublich! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Grünen.) Wofür muss man sich hier bedanken? Wie erklären Sie sich diesen Zusammenhang eines Dankes aus Ihrem Kabinett dafür, dass eine Verfolgung von MenschenrechtsanwältInnen passiert? Ich bitte hier um präzise Aufklärung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Kößl: Haben Sie das draufgeschrieben „Danke, Webinger“? – Abg. Öllinger: Das ist ja unglaublich! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Grünen.
Eine zweite Sache in diesem Zusammenhang. Bei diesem Akt, bei diesem Eineinhalb-Seiten-Akt, findet sich ein seltsamer Verweis, da findet sich oben auf diesen kopierten Zetteln von dieser Presseaussendung von „SOS Mitmensch“ – am Rande sei einmal gesagt, es hat Innenminister gegeben, die waren Mitglieder von „SOS Mitmensch“ und haben nicht gegen ihre Obfrau ermitteln lassen (Beifall bei den Grünen) – ein merkwürdiger Verweis, nämlich „Danke, Webinger“. – Herr Webinger ist dieser Mitarbeiter in Ihrem Kabinett, der offensichtlich mit der Sache betraut war und den Sie um Information gebeten haben. Jetzt frage ich mich: Was hat dieser Vermerk „Danke, Webinger“ in diesem Akt zu suchen, der vom Bundeskriminalamt an die Staatsanwaltschaft gegangen ist? Wofür bedankt sich Herr Webinger hier, Ihr Kabinettsmitarbeiter? (Abg. Dr. Fasslabend: Woher haben Sie das?) Wofür bedankt sich dieser Herr Webinger? (Abg. Dr. Fasslabend: Woher haben Sie das? – Abg. Öllinger: Sie fragen, woher sie das hat? Das steht in den Zeitungen, und Sie fragen, woher sie das hat! Das ist ja unglaublich!) Bedankt er sich dafür, dass das Bundeskriminalamt MenschenrechtsanwältInnen verfolgen lässt? Bedankt er sich dafür oder wofür dann? (Abg. Kößl: Haben Sie das draufgeschrieben „Danke, Webinger“? – Abg. Öllinger: Das ist ja unglaublich! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Grünen.) Wofür muss man sich hier bedanken? Wie erklären Sie sich diesen Zusammenhang eines Dankes aus Ihrem Kabinett dafür, dass eine Verfolgung von MenschenrechtsanwältInnen passiert? Ich bitte hier um präzise Aufklärung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Eine zweite Sache in diesem Zusammenhang. Bei diesem Akt, bei diesem Eineinhalb-Seiten-Akt, findet sich ein seltsamer Verweis, da findet sich oben auf diesen kopierten Zetteln von dieser Presseaussendung von „SOS Mitmensch“ – am Rande sei einmal gesagt, es hat Innenminister gegeben, die waren Mitglieder von „SOS Mitmensch“ und haben nicht gegen ihre Obfrau ermitteln lassen (Beifall bei den Grünen) – ein merkwürdiger Verweis, nämlich „Danke, Webinger“. – Herr Webinger ist dieser Mitarbeiter in Ihrem Kabinett, der offensichtlich mit der Sache betraut war und den Sie um Information gebeten haben. Jetzt frage ich mich: Was hat dieser Vermerk „Danke, Webinger“ in diesem Akt zu suchen, der vom Bundeskriminalamt an die Staatsanwaltschaft gegangen ist? Wofür bedankt sich Herr Webinger hier, Ihr Kabinettsmitarbeiter? (Abg. Dr. Fasslabend: Woher haben Sie das?) Wofür bedankt sich dieser Herr Webinger? (Abg. Dr. Fasslabend: Woher haben Sie das? – Abg. Öllinger: Sie fragen, woher sie das hat? Das steht in den Zeitungen, und Sie fragen, woher sie das hat! Das ist ja unglaublich!) Bedankt er sich dafür, dass das Bundeskriminalamt MenschenrechtsanwältInnen verfolgen lässt? Bedankt er sich dafür oder wofür dann? (Abg. Kößl: Haben Sie das draufgeschrieben „Danke, Webinger“? – Abg. Öllinger: Das ist ja unglaublich! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Grünen.) Wofür muss man sich hier bedanken? Wie erklären Sie sich diesen Zusammenhang eines Dankes aus Ihrem Kabinett dafür, dass eine Verfolgung von MenschenrechtsanwältInnen passiert? Ich bitte hier um präzise Aufklärung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Ich habe Ihnen übrigens Heinz Mayer kopiert, was Rechtsstaatlichkeit eigentlich heißt, und eines dieser wichtigen Prinzipien ist, dass man Entscheidungen von unabhängigen Richtern, effektive Rechtsdurchsetzung, respektiert, dass man sich nicht darüber stellt, und dass man die Spielregeln in einem Verfassungsstaat auch akzeptiert. Das tun Sie nicht. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Fasslabend: Na bitte! Was wollen Sie damit sagen, Frau Kollegin? Was soll das heißen? Heißt das, dass Österreich ein Polizeistaat ist?
Vielleicht verstehen Sie es auch besser, wenn man das Gegenteil formuliert. Das Gegenteil von einem Rechtsstaat ist der Polizeistaat, und ich glaube, dahin wollen wir uns nicht entwickeln. (Abg. Dr. Fasslabend: Na bitte! Was wollen Sie damit sagen, Frau Kollegin? Was soll das heißen? Heißt das, dass Österreich ein Polizeistaat ist?)
Abg. Dr. Fekter: Auch für Anwälte gilt das Gesetz!
vorlegt, was, glauben Sie, bedeutet das für die ganzen Vorschriften wie Rechtsanwaltsordnung, Verschwiegenheitspflichten, Verschwiegenheitsrechte et cetera? (Abg. Dr. Fekter: Auch für Anwälte gilt das Gesetz!) Halten Sie das nicht für extrem problematisch? Im Übrigen: Gibt es jetzt wieder neue Ermittelungen? Gibt es neue Ermittlungen gegen diese beiden AnwältInnen oder gibt es gegen andere Personen aus dem Menschenrechtsbereich Ermittlungen? Vielleicht können Sie uns dazu auch etwas sagen.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Innenminister! Die Sache ist sehr, sehr ernst. Ich finde es wirklich ungeheuerlich, in einem Staat zu leben, wo so etwas möglich ist. Es haben auch Rechtsprofessoren wie Professor Funk gesagt, dass sie schockiert sind, und ich bin schockiert, dass so etwas möglich ist. Ich bin schockiert, dass unser amnesty in Österreich an amnesty international melden muss, es habe den Verdacht auf politisch motivierte Verfolgung von RechtsanwältInnen im Menschenrechtsbereich, im Asylbereich, in einer der sensibelsten Materien, die es überhaupt gibt. Davon bin ich extrem schockiert, und ich erwarte mir von Ihnen heute eine lückenlose Aufklärung über diese Vorfälle. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Das sind ungeheuerliche Vorwürfe! Das müssen Sie uns belegen!
Es ist nicht das erste Mal, sondern wir hatten mit Ihnen schon in der Vergangenheit Schwierigkeiten, was Ihr rechtsstaatliches Verständnis betrifft. Während ich im ersten Fall ganz präzise, korrekte Aufklärung verlangen muss, muss ich im zweiten Komplex einfach feststellen, dass Sie sich in manchen Bereichen vom Boden der Rechtsstaatlichkeit sehr deutlich entfernt haben. Ein paar Beispiele dazu. (Abg. Scheibner: Das sind ungeheuerliche Vorwürfe! Das müssen Sie uns belegen!) – Ich werde es Ihnen gleich begründen.
Abg. Dr. Fasslabend: Macht er ja! Aber Kritik muss erlaubt sein! – Abg. Scheibner: Eine persönliche Meinung darf sogar ein Minister haben!
Ich glaube, wir sind uns darüber einig, dass in einem Rechtsstaat, in einem Verfassungsstaat die Verfassung die Spielregeln vorgibt, wie Normen entwickelt werden, wie sie zustande kommen, und dass es eines der wichtigen Prinzipien ist, dass es hier Gewaltentrennung gibt, dass der Verfassungsgerichtshof auszulegen hat, was die Schranken der Verfassung sind. Und wenn der Verfassungsgerichtshof etwas feststellt, dann bin ich der Meinung, dass sowohl die Verwaltung als auch der einfache Gesetzgeber sich an diese Schranken zu halten haben. (Abg. Dr. Fasslabend: Macht er ja! Aber Kritik muss erlaubt sein! – Abg. Scheibner: Eine persönliche Meinung darf sogar ein Minister haben!) Ich habe das bis jetzt nur aus Kärnten erlebt, dass man Verfassungsgerichtshoferkenntnisse in Frage stellt.
Abg. Kößl: 95 Prozent sind bestätigt worden!
Was haben Sie gemacht? – Ich nehme jetzt nur zwei Beispiele aus der jüngsten Vergangenheit her. Zunächst das Asylgesetz: Das Asylgesetz ist im Vorfeld massiv kritisiert worden, es sei verfassungswidrig, menschenrechtswidrig. Nicht nur österreichische Menschenrechtsorganisationen und -expertInnen haben das festgestellt, auch das UNHCR, das Flüchtlingshochkommissariat, hat das festgestellt. Sie beschließen es trotzdem mit Ihrer Mehrheit. Der Innenminister verteidigt es massiv und behauptet, das stimme alles nicht. Dann hebt der Verfassungsgerichtshof wesentliche Teile dieses Gesetzes auf. (Abg. Kößl: 95 Prozent sind bestätigt worden!) Was würde man sich erwarten? Dann würde man sich zumindest eine Reparatur erwarten. Das UNHCR hat gemeint, mit diesem Erkenntnis ist das Tor zu einem fairen Asylverfahren in Österreich wieder geöffnet. Was macht der Innenminister? Der Innenminister geht her und zeigt mit dem Finger auf die Länder, die die Verfassungsgerichtshofbeschwerde eingebracht haben, zeigt mit dem Finger auf den Verfassungsgerichtshof und sagt, sie sind jetzt schuld, dass über Österreich eine Flüchtlingswelle hereinströmen wird.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich sage Ihnen: Das ist haarsträubend! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Da wird auf dem Rücken von Menschen mit falschen Fakten ein VfGH-Erkenntnis unter dem Motto „Haltet den Dieb!“ hingestellt, anstatt zur Kenntnis zu
Abg. Scheibner: Bringen Sie die auf eine Ebene, diese beiden Herrschaften?
Der Innenminister steht über dem Verfassungsgesetzgeber, über dem Verfassungsgerichtshof und über der Verfassung, weil er für sich in Anspruch nimmt, zu sagen, was gut ist. Er sagt, nicht alles, was Recht ist, ist auch gut. Aber ich frage Sie: Wer bestimmt dann, was gut ist? Ich weiß nicht, der liebe Gott oder der Innenminister? (Abg. Scheibner: Bringen Sie die auf eine Ebene, diese beiden Herrschaften?) So kann es nicht gehen. Wir müssen uns an diese rechtsstaatlichen Spielregeln einfach halten, sonst ist dies das Ende der Demokratie! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) – Ich weiß, dass Sie ein Problem mit KritikerInnen haben, aber wenn man sich von diesen rechtsstaatlichen Spielregeln wegbewegt, bewegt man sich auf sehr, sehr dünnem Eis.
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Der Innenminister steht über dem Verfassungsgesetzgeber, über dem Verfassungsgerichtshof und über der Verfassung, weil er für sich in Anspruch nimmt, zu sagen, was gut ist. Er sagt, nicht alles, was Recht ist, ist auch gut. Aber ich frage Sie: Wer bestimmt dann, was gut ist? Ich weiß nicht, der liebe Gott oder der Innenminister? (Abg. Scheibner: Bringen Sie die auf eine Ebene, diese beiden Herrschaften?) So kann es nicht gehen. Wir müssen uns an diese rechtsstaatlichen Spielregeln einfach halten, sonst ist dies das Ende der Demokratie! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) – Ich weiß, dass Sie ein Problem mit KritikerInnen haben, aber wenn man sich von diesen rechtsstaatlichen Spielregeln wegbewegt, bewegt man sich auf sehr, sehr dünnem Eis.
Abg. Mag. Molterer: Gibt es das Recht der freien Meinungsäußerung oder nicht?
Ein drittes Beispiel noch, weil es so viele Menschen betrifft, das sind die Zivildiener. Das ist auch wiederum ein Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes zu der Frage, welchen Verpflegsersatz die Zivildiener pro Tag bekommen sollen, und der Verfassungsgerichtshof ... (Abg. Mag. Molterer: Gibt es das Recht der freien Meinungsäußerung oder nicht?) – Nein, ich zitiere hier Verfassungsgerichtshofentscheidungen. (Abg. Mag. Molterer: Was haben Sie für ein Demokratieverständnis?) Ich zitiere hier Entscheidungen des Verfassungsgerichtshofes. Der Verfassungsgerichtshof hat festgestellt, man möge sich beim Verpflegsersatz für Zivildiener am Satz für Grundwehrdiener orientieren, und das sind 13,6 €. (Abg. Mag. Molterer: Wir lassen uns von Ihnen nicht vorschreiben, wer was sagt! Das ist ja ungeheuerlich!) Der Innenminister hat das in Ignoranz dieses Erkenntnisses auf 6,4 € hinuntergesetzt. Das finde ich auch ungeheuerlich, Herr Kollege Molterer. Ich glaube, wir können uns schon auf eines verständigen: dass höchstgerichtliche Entscheidungen ... (Abg. Mag. Molterer – in Richtung Grüne –: Das ist ein Politikverständnis, das ist entlarvend! – Gegenruf des Abg. Dr. Van der Bellen.) – Herr Kollege Klubobmann Molterer, Sie können dann gerne hier herauskommen und sich rechtfertigen, warum sich ein Innenminister über Verfassungsgerichtshoferkenntnisse stellt. (Abg. Kößl: Das stimmt ja nicht! Das ist eine Unwahrheit!) Ja selbstverständlich stimmt das! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Molterer: Was haben Sie für ein Demokratieverständnis?
Ein drittes Beispiel noch, weil es so viele Menschen betrifft, das sind die Zivildiener. Das ist auch wiederum ein Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes zu der Frage, welchen Verpflegsersatz die Zivildiener pro Tag bekommen sollen, und der Verfassungsgerichtshof ... (Abg. Mag. Molterer: Gibt es das Recht der freien Meinungsäußerung oder nicht?) – Nein, ich zitiere hier Verfassungsgerichtshofentscheidungen. (Abg. Mag. Molterer: Was haben Sie für ein Demokratieverständnis?) Ich zitiere hier Entscheidungen des Verfassungsgerichtshofes. Der Verfassungsgerichtshof hat festgestellt, man möge sich beim Verpflegsersatz für Zivildiener am Satz für Grundwehrdiener orientieren, und das sind 13,6 €. (Abg. Mag. Molterer: Wir lassen uns von Ihnen nicht vorschreiben, wer was sagt! Das ist ja ungeheuerlich!) Der Innenminister hat das in Ignoranz dieses Erkenntnisses auf 6,4 € hinuntergesetzt. Das finde ich auch ungeheuerlich, Herr Kollege Molterer. Ich glaube, wir können uns schon auf eines verständigen: dass höchstgerichtliche Entscheidungen ... (Abg. Mag. Molterer – in Richtung Grüne –: Das ist ein Politikverständnis, das ist entlarvend! – Gegenruf des Abg. Dr. Van der Bellen.) – Herr Kollege Klubobmann Molterer, Sie können dann gerne hier herauskommen und sich rechtfertigen, warum sich ein Innenminister über Verfassungsgerichtshoferkenntnisse stellt. (Abg. Kößl: Das stimmt ja nicht! Das ist eine Unwahrheit!) Ja selbstverständlich stimmt das! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Molterer: Wir lassen uns von Ihnen nicht vorschreiben, wer was sagt! Das ist ja ungeheuerlich!
Ein drittes Beispiel noch, weil es so viele Menschen betrifft, das sind die Zivildiener. Das ist auch wiederum ein Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes zu der Frage, welchen Verpflegsersatz die Zivildiener pro Tag bekommen sollen, und der Verfassungsgerichtshof ... (Abg. Mag. Molterer: Gibt es das Recht der freien Meinungsäußerung oder nicht?) – Nein, ich zitiere hier Verfassungsgerichtshofentscheidungen. (Abg. Mag. Molterer: Was haben Sie für ein Demokratieverständnis?) Ich zitiere hier Entscheidungen des Verfassungsgerichtshofes. Der Verfassungsgerichtshof hat festgestellt, man möge sich beim Verpflegsersatz für Zivildiener am Satz für Grundwehrdiener orientieren, und das sind 13,6 €. (Abg. Mag. Molterer: Wir lassen uns von Ihnen nicht vorschreiben, wer was sagt! Das ist ja ungeheuerlich!) Der Innenminister hat das in Ignoranz dieses Erkenntnisses auf 6,4 € hinuntergesetzt. Das finde ich auch ungeheuerlich, Herr Kollege Molterer. Ich glaube, wir können uns schon auf eines verständigen: dass höchstgerichtliche Entscheidungen ... (Abg. Mag. Molterer – in Richtung Grüne –: Das ist ein Politikverständnis, das ist entlarvend! – Gegenruf des Abg. Dr. Van der Bellen.) – Herr Kollege Klubobmann Molterer, Sie können dann gerne hier herauskommen und sich rechtfertigen, warum sich ein Innenminister über Verfassungsgerichtshoferkenntnisse stellt. (Abg. Kößl: Das stimmt ja nicht! Das ist eine Unwahrheit!) Ja selbstverständlich stimmt das! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Molterer – in Richtung Grüne –: Das ist ein Politikverständnis, das ist entlarvend! – Gegenruf des Abg. Dr. Van der Bellen.
Ein drittes Beispiel noch, weil es so viele Menschen betrifft, das sind die Zivildiener. Das ist auch wiederum ein Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes zu der Frage, welchen Verpflegsersatz die Zivildiener pro Tag bekommen sollen, und der Verfassungsgerichtshof ... (Abg. Mag. Molterer: Gibt es das Recht der freien Meinungsäußerung oder nicht?) – Nein, ich zitiere hier Verfassungsgerichtshofentscheidungen. (Abg. Mag. Molterer: Was haben Sie für ein Demokratieverständnis?) Ich zitiere hier Entscheidungen des Verfassungsgerichtshofes. Der Verfassungsgerichtshof hat festgestellt, man möge sich beim Verpflegsersatz für Zivildiener am Satz für Grundwehrdiener orientieren, und das sind 13,6 €. (Abg. Mag. Molterer: Wir lassen uns von Ihnen nicht vorschreiben, wer was sagt! Das ist ja ungeheuerlich!) Der Innenminister hat das in Ignoranz dieses Erkenntnisses auf 6,4 € hinuntergesetzt. Das finde ich auch ungeheuerlich, Herr Kollege Molterer. Ich glaube, wir können uns schon auf eines verständigen: dass höchstgerichtliche Entscheidungen ... (Abg. Mag. Molterer – in Richtung Grüne –: Das ist ein Politikverständnis, das ist entlarvend! – Gegenruf des Abg. Dr. Van der Bellen.) – Herr Kollege Klubobmann Molterer, Sie können dann gerne hier herauskommen und sich rechtfertigen, warum sich ein Innenminister über Verfassungsgerichtshoferkenntnisse stellt. (Abg. Kößl: Das stimmt ja nicht! Das ist eine Unwahrheit!) Ja selbstverständlich stimmt das! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kößl: Das stimmt ja nicht! Das ist eine Unwahrheit!
Ein drittes Beispiel noch, weil es so viele Menschen betrifft, das sind die Zivildiener. Das ist auch wiederum ein Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes zu der Frage, welchen Verpflegsersatz die Zivildiener pro Tag bekommen sollen, und der Verfassungsgerichtshof ... (Abg. Mag. Molterer: Gibt es das Recht der freien Meinungsäußerung oder nicht?) – Nein, ich zitiere hier Verfassungsgerichtshofentscheidungen. (Abg. Mag. Molterer: Was haben Sie für ein Demokratieverständnis?) Ich zitiere hier Entscheidungen des Verfassungsgerichtshofes. Der Verfassungsgerichtshof hat festgestellt, man möge sich beim Verpflegsersatz für Zivildiener am Satz für Grundwehrdiener orientieren, und das sind 13,6 €. (Abg. Mag. Molterer: Wir lassen uns von Ihnen nicht vorschreiben, wer was sagt! Das ist ja ungeheuerlich!) Der Innenminister hat das in Ignoranz dieses Erkenntnisses auf 6,4 € hinuntergesetzt. Das finde ich auch ungeheuerlich, Herr Kollege Molterer. Ich glaube, wir können uns schon auf eines verständigen: dass höchstgerichtliche Entscheidungen ... (Abg. Mag. Molterer – in Richtung Grüne –: Das ist ein Politikverständnis, das ist entlarvend! – Gegenruf des Abg. Dr. Van der Bellen.) – Herr Kollege Klubobmann Molterer, Sie können dann gerne hier herauskommen und sich rechtfertigen, warum sich ein Innenminister über Verfassungsgerichtshoferkenntnisse stellt. (Abg. Kößl: Das stimmt ja nicht! Das ist eine Unwahrheit!) Ja selbstverständlich stimmt das! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ein drittes Beispiel noch, weil es so viele Menschen betrifft, das sind die Zivildiener. Das ist auch wiederum ein Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes zu der Frage, welchen Verpflegsersatz die Zivildiener pro Tag bekommen sollen, und der Verfassungsgerichtshof ... (Abg. Mag. Molterer: Gibt es das Recht der freien Meinungsäußerung oder nicht?) – Nein, ich zitiere hier Verfassungsgerichtshofentscheidungen. (Abg. Mag. Molterer: Was haben Sie für ein Demokratieverständnis?) Ich zitiere hier Entscheidungen des Verfassungsgerichtshofes. Der Verfassungsgerichtshof hat festgestellt, man möge sich beim Verpflegsersatz für Zivildiener am Satz für Grundwehrdiener orientieren, und das sind 13,6 €. (Abg. Mag. Molterer: Wir lassen uns von Ihnen nicht vorschreiben, wer was sagt! Das ist ja ungeheuerlich!) Der Innenminister hat das in Ignoranz dieses Erkenntnisses auf 6,4 € hinuntergesetzt. Das finde ich auch ungeheuerlich, Herr Kollege Molterer. Ich glaube, wir können uns schon auf eines verständigen: dass höchstgerichtliche Entscheidungen ... (Abg. Mag. Molterer – in Richtung Grüne –: Das ist ein Politikverständnis, das ist entlarvend! – Gegenruf des Abg. Dr. Van der Bellen.) – Herr Kollege Klubobmann Molterer, Sie können dann gerne hier herauskommen und sich rechtfertigen, warum sich ein Innenminister über Verfassungsgerichtshoferkenntnisse stellt. (Abg. Kößl: Das stimmt ja nicht! Das ist eine Unwahrheit!) Ja selbstverständlich stimmt das! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kößl: Aber eine Meinungsfreiheit hat er! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Schauen Sie sich an, was der Herr Bundespräsident schon alles gesagt hat über ...!
Ich kann Ihnen noch andere Beispiele nennen, wie etwa die Diffamierung des UBAS, des Unabhängigen Bundesasylsenats, und zwar mit dem Satz „Das ist eine Behörde, die kann tun und lassen, was sie will.“ Das ist eine öffentliche Diskreditierung von unabhängigen Richtern. (Abg. Kößl: Aber eine Meinungsfreiheit hat er! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Schauen Sie sich an, was der Herr Bundespräsident schon alles gesagt hat über ...!) Haben Sie damit kein Problem, Herr Klubobmann? Ich habe damit ein Problem. Solche Attacken auf unabhängige Richter sind unerträglich. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich kann Ihnen noch andere Beispiele nennen, wie etwa die Diffamierung des UBAS, des Unabhängigen Bundesasylsenats, und zwar mit dem Satz „Das ist eine Behörde, die kann tun und lassen, was sie will.“ Das ist eine öffentliche Diskreditierung von unabhängigen Richtern. (Abg. Kößl: Aber eine Meinungsfreiheit hat er! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Schauen Sie sich an, was der Herr Bundespräsident schon alles gesagt hat über ...!) Haben Sie damit kein Problem, Herr Klubobmann? Ich habe damit ein Problem. Solche Attacken auf unabhängige Richter sind unerträglich. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
unaufhörlicher Wandel ist bei Ihnen feststellbar. Ich finde, dass gerade die Innenverwaltung eines Staates, gerade das Gewaltmonopol, die Polizei, sehr heikle und sensible Bereiche sind, und da habe ich den Eindruck, dass Sie dieser Aufgabe nicht mehr gewachsen sind. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Rufe bei den Grünen und der SPÖ: Ja, ja!
Zu Ihrer Anfrage: Das ist eine sehr ernste Angelegenheit, und offen gestanden: Zu Ihren Vorwürfen muss man schon im Detail Stellung nehmen. (Rufe bei den Grünen und der SPÖ: Ja, ja!)
Abg. Dr. Jarolim: Das ist eine Frotzelei, was Sie da machen! Das ist eine Frechheit!
Ich möchte hier für das Hohe Haus festhalten: Herr Abgeordneter Pilz hätte eine andere Rede gehalten, würde statt des Namen Bürstmayr der Name des Landeshauptmannes Dr. Haider stehen. Dann würden Sie verlangen, dass dann, wenn Informationen das Ministerbüro erreichen, diese selbstverständlich zur Überprüfung weitergegeben werden, zur „Veranlassung“, wie das in Österreich im Amtsdeutsch heißt, und dass das Bundeskriminalamt dann die Dinge, die es zu bewerten gilt, dem Gericht zur Bewertung übergibt – so wie es im Übrigen auch geschehen ist, so wie es wiederholt geschehen ist. Nur deshalb, weil jetzt nicht Landeshauptmann Dr. Haider dort steht, sondern Mag. Bürstmayr, wird das plötzlich von Ihnen anders gesehen. Ich muss Ihnen sagen: Alle Menschen in Österreich sind gleich! Wenn es einen Hinweis gibt, der weiter zu verfolgen ist, dann haben wir (Abg. Dr. Jarolim: Das ist eine Frotzelei, was Sie da machen! Das ist eine Frechheit!) vom Ministerbüro eine sehr klare Anweisung, dass alles zur ...
Rufe bei der ÖVP: Jawohl!
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Abgeordneter Jarolim! Sie haben „Frotzelei“ und „Frechheit“ gesagt. Ich erteile Ihnen dafür einen Ordnungsruf. (Rufe bei der ÖVP: Jawohl!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Kogler: Wer glaubt das? – Abg. Dr. Wittmann: Skandalös!
Bundesminister für Inneres Dr. Ernst Strasser (fortsetzend): Daher haben wir die Anweisung, dass alle derartigen Schriftstücke, die das Ministerbüro erreichen, zur Veranlassung den zuständigen Behörden zur Ermittlung und von diesen Behörden den Gerichten zur rechtlichen Würdigung übergeben werden. Das ist unsere Arbeit! So gehen wir vor! Und so werden wir auch weiterhin vorgehen, egal, um wen es sich handelt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Kogler: Wer glaubt das? – Abg. Dr. Wittmann: Skandalös!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Ah!
fenden Vorschlag. Es gibt eine praktisch gleichwertige Kandidatin, die weiblich ist, und ich pflege das dort, wo ich das zu entscheiden habe, so zu handhaben, dass dann, wenn gleichwertige Kandidaten da sind, dem weiblichen Kandidaten der Vorzug zu geben ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Ah!) Deshalb habe ich darum ersucht, dass ein neuer Vorschlag vom Menschenrechtsbeirat zu erstellen ist. (Abg. Dr. Wittmann: Skandalös! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Wittmann: Skandalös! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
fenden Vorschlag. Es gibt eine praktisch gleichwertige Kandidatin, die weiblich ist, und ich pflege das dort, wo ich das zu entscheiden habe, so zu handhaben, dass dann, wenn gleichwertige Kandidaten da sind, dem weiblichen Kandidaten der Vorzug zu geben ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Ah!) Deshalb habe ich darum ersucht, dass ein neuer Vorschlag vom Menschenrechtsbeirat zu erstellen ist. (Abg. Dr. Wittmann: Skandalös! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Wittmann: Ihre Beantwortung ist unfassbar!
Dritter Punkt: Verfassungsgerichtshof. (Abg. Dr. Wittmann: Ihre Beantwortung ist unfassbar!)
Abg. Dr. Jarolim: Sagen Sie etwas zu Schnabl!
Ich darf das ein wiederholtes Mal klarstellen (Abg. Dr. Jarolim: Sagen Sie etwas zu Schnabl!): Die Erkenntnisse ... (Abg. Dr. Wittmann: Skandalös!)
Abg. Dr. Wittmann: Skandalös!
Ich darf das ein wiederholtes Mal klarstellen (Abg. Dr. Jarolim: Sagen Sie etwas zu Schnabl!): Die Erkenntnisse ... (Abg. Dr. Wittmann: Skandalös!)
Abg. Dr. Puswald: Wo steht das, wie viele Zwischenrufe man machen darf? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Abgeordneter Wittmann, Sie machen jetzt das vierte Mal einen Zwischenruf. Melden Sie sich dann zu Wort! (Abg. Dr. Puswald: Wo steht das, wie viele Zwischenrufe man machen darf? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Glawischnig spricht mit Abg. Mag. Kogler.
Bundesminister für Inneres Dr. Ernst Strasser (fortsetzend): Frau Abgeordnete! Zum Verfassungsgerichtshof: Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass die Erkenntnisse des Verfassungsgerichtshofes nicht nur zu respektieren sind, sondern ... (Abg. Dr. Glawischnig spricht mit Abg. Mag. Kogler.) – Frau Abgeordnete, vielleicht hören Sie mir zu, es sind doch recht interessante Meinungsäußerungen, die Sie vorhin getätigt haben, und ich möchte Ihnen gerne meine Argumente dazu anbieten.
Abg. Dr. Puswald: Nicht für sich!
Der Verfassungsgerichtshof ist eine Institution für sich in Österreich (Abg. Dr. Puswald: Nicht für sich!), und diese Institution und sonst niemand entscheidet darüber, was Recht ist. Das ist zu respektieren. Aber dann, wenn es etwas gibt, was der Verfassungsgerichtshof anders sieht als das Parlament oder das Ministerium, ist es selbstverständlich Auftrag und Aufgabe, den Erkenntnissen nachzukommen. Das werden wir in jeder Form tun! (Abg. Öllinger: Das haben Sie nicht gesagt!)
Abg. Öllinger: Das haben Sie nicht gesagt!
Der Verfassungsgerichtshof ist eine Institution für sich in Österreich (Abg. Dr. Puswald: Nicht für sich!), und diese Institution und sonst niemand entscheidet darüber, was Recht ist. Das ist zu respektieren. Aber dann, wenn es etwas gibt, was der Verfassungsgerichtshof anders sieht als das Parlament oder das Ministerium, ist es selbstverständlich Auftrag und Aufgabe, den Erkenntnissen nachzukommen. Das werden wir in jeder Form tun! (Abg. Öllinger: Das haben Sie nicht gesagt!)
Abg. Dr. Brinek: So ist es!
Meine Aufgabe als Innenminister ist es allerdings auch, darauf hinzuweisen, welche Konsequenzen das Erkenntnis und die daraus erfließenden neuen Regelungen haben werden. (Abg. Dr. Brinek: So ist es!)
Abg. Mag. Wurm: Offensichtlich verfassungswidrig!
In diesem Zusammenhang darf ich in aller Klarheit sagen: Seit das neue Asylsystem in Kraft ist, seit dem 1. Mai 2004, haben wir einen Rückgang der Zahl der Asylwerber um fast 40 Prozent. (Abg. Mag. Wurm: Offensichtlich verfassungswidrig!) Ich werde in meiner Beantwortung der Dringlichen Anfrage die genaue Zahl nennen. Wir haben aber gleichzeitig einen Anstieg bei den positiven Ergebnissen der Asylverfahren um etwa 16, 17 Prozent auf 49 Prozent. Das heißt jene, die Asyl brauchen, bekommen es schneller und rascher als bisher, aber jene, die am Schluss eines oft beschwerlichen Weges nicht Asyl bekommen, sehen, dass es für sie hier keine Möglichkeit gibt, diesen Weg zu gehen, und das hat zur Folge, dass Asylwerber nicht mehr in dem großen Ausmaß nach Österreich kommen.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
tun, dass die hohe Servicequalität – die rasche Abwicklung für alle Betroffenen, die wir inzwischen erreicht haben – auch in der neuen Form, wie sie der Verfassungsgerichtshof vorsieht, erreicht wird. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Glawischnig: Wann genau?
Wie Sie auch richtig zitiert haben: Ich habe am Rande von derartigen Ermittlungen erfahren (Abg. Dr. Glawischnig: Wann genau?), aber ich interessiere mich grundsätzlich nicht für Details von Ermittlungen. Das ist Sache des BKA, und ich habe in solchen Fällen in voller Absicht keine Berichtspflicht eingeführt. Das war weder in diesen noch in anderen Fällen so, weil das BKA für sich ermittelt und das Ergebnis seiner Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und dem Untersuchungsrichter zur rechtlichen Beurteilung vorlegt. (Abg. Öllinger: Pontius Pilatus! – Abg. Dr. Glawischnig: Wann?)
Abg. Öllinger: Pontius Pilatus! – Abg. Dr. Glawischnig: Wann?
Wie Sie auch richtig zitiert haben: Ich habe am Rande von derartigen Ermittlungen erfahren (Abg. Dr. Glawischnig: Wann genau?), aber ich interessiere mich grundsätzlich nicht für Details von Ermittlungen. Das ist Sache des BKA, und ich habe in solchen Fällen in voller Absicht keine Berichtspflicht eingeführt. Das war weder in diesen noch in anderen Fällen so, weil das BKA für sich ermittelt und das Ergebnis seiner Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und dem Untersuchungsrichter zur rechtlichen Beurteilung vorlegt. (Abg. Öllinger: Pontius Pilatus! – Abg. Dr. Glawischnig: Wann?)
Abg. Öllinger: Pontius Pilatus!
Der Inhalt der Sachverhaltsdarstellungen ist mir nicht bekannt. Ich gehe selbstverständlich davon aus, dass die Beamten des Bundeskriminalamtes korrekt und inhaltlich vollständig verfasst haben. (Abg. Öllinger: Pontius Pilatus!)
Abg. Dr. Glawischnig: Er bedankt sich dafür, dass die Sachverhaltsdarstellung ...!
(Abg. Dr. Glawischnig: Er bedankt sich dafür, dass die Sachverhaltsdarstellung ...!)
Ironische Heiterkeit der Abg. Dr. Glawischnig.
Dies scheint eine standardmäßige Höflichkeits- und Grußformel zu sein. (Ironische Heiterkeit der Abg. Dr. Glawischnig.)
Abg. Dr. Wittmann: Das ist eine Schande! Unfassbar!
Die Einhaltung der Flüchtlingskonvention wird durch die ordnungsgemäße Durchführung der Asylverfahren durch die Asylbehörden sichergestellt. (Abg. Dr. Wittmann: Das ist eine Schande! Unfassbar!) Die EU-Richtlinie zu Mindestnormen für die Auf-
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wie schon bisher werden wir auch in Zukunft in enger Kooperation, insbesondere mit dem Bundeskanzleramt/Verfassungsdienst, verfassungsrechtlich relevante Fragen bereits im Vorfeld der Versendung von Begutachtungsentwürfen eingehend erörtern und berücksichtigen. Das ist der Stil unseres Hauses. Diesen Stil werden wir weiter fortsetzen. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Wittmann: Das war eine skandalöse Beantwortung!
Die Debatte eröffnet Frau Abgeordnete Mag. Stoisits. Ihre gewünschte und gesetzliche Redezeit beträgt 10 Minuten. – Bitte. (Abg. Dr. Wittmann: Das war eine skandalöse Beantwortung!)
Abg. Großruck: Grieskirchen!
Abgeordnete Mag. Terezija Stoisits (Grüne): Poštovane dame i gospodo! Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Wäre es doch nicht eine sehr ernste Angelegenheit, Herr Bundesminister, was hier in den letzten Monaten – nicht nur in den letzten Monaten, auch davor! – passiert ist, und zwar immer im Zusammenhang mit Ihrer Person, aber nicht mit der Person Ernst Strasser – als Ernst Strasser kann man Sie sympathisch oder weniger sympathisch finden; das bleibt jedem überlassen –, sondern mit Ihnen als Innenminister dieser Republik! Ich spreche Sie heute nicht an als Ernst Strasser, geboren in (Abg. Großruck: Grieskirchen!)
Abg. Mag. Molterer: Gott sei Dank!
Grieskirchen, sondern als Innenminister dieser Republik, der an einer der wesentlichsten Schaltstellen dieser Republik sitzt (Abg. Mag. Molterer: Gott sei Dank!), an der es darum geht, die Rechtsstaatlichkeit zu bewahren.
Abg. Kößl: Gewahrt ist!
Sie sind – und so haben wir das auch in der Anfrage an Sie formuliert – in erheblichem Ausmaß dafür verantwortlich, dass die Rechtsstaatlichkeit in dieser Republik gewahrt wird, und vor allem auch dafür, dass das Vertrauen in den Rechtsstaat (Abg. Kößl: Gewahrt ist!) weiter bewahrt bleibt. Aber was tun Sie, Herr Bundesminister? – Diese Art der Anfragebeantwortung bei 36 so konkreten Fragen, wie wir sie gestellt haben, ist der beste Beweis dafür, dass Sie in der Position, in der Sie sind, als Innenminister, schlicht und einfach nicht imstande sind, Ihrer Rolle gerecht zu werden! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Sie sind – und so haben wir das auch in der Anfrage an Sie formuliert – in erheblichem Ausmaß dafür verantwortlich, dass die Rechtsstaatlichkeit in dieser Republik gewahrt wird, und vor allem auch dafür, dass das Vertrauen in den Rechtsstaat (Abg. Kößl: Gewahrt ist!) weiter bewahrt bleibt. Aber was tun Sie, Herr Bundesminister? – Diese Art der Anfragebeantwortung bei 36 so konkreten Fragen, wie wir sie gestellt haben, ist der beste Beweis dafür, dass Sie in der Position, in der Sie sind, als Innenminister, schlicht und einfach nicht imstande sind, Ihrer Rolle gerecht zu werden! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Frau Dr. Glawischnig hat viele Beispiele zitiert. Eines davon ist für mich das Symptomatischste im Zusammenhang mit Flüchtlingen in Österreich, nämlich die Entscheidung des Obersten Gerichtshofes, die hier heute noch nicht zur Sprache gekommen ist, in der es um die Betreuung von Flüchtlingen geht, und mit welcher „Spöttigkeit“ Sie sich über dieses Erkenntnis, dieses Urteil damals hinweggesetzt haben. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Bundesminister! Ich sage Ihnen in aller Deutlichkeit: Die Situation ist ernst für den Rechtsstaat, mit diesem Ernst Strasser als Innenminister. Sie ist jedoch und vor allem auch für Hunderte, wenn nicht Tausende Betroffene, die in Österreich Schutz suchen, ernst, wenn in einer Art und Weise gegen Rechtsanwälte ermittelt wird, die – und das ist durch Ihre Anfragebeantwortung ganz besonders deutlich unterstrichen worden – vom Innenminister dieser Republik als Routinesache bezeichnet wird! Ja, das ist ja die gefährlichste Drohung, die ich jemals aus dem Mund eines Innenministers gehört habe! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Kößl: Stimmt es oder stimmt es nicht?
jetzt! (Abg. Kößl: Stimmt es oder stimmt es nicht?) – Ja, das stimmt eben nicht, Herr Kößl, einer der wesentlichsten Vorausverteidiger des Innenministers!
Zwischenruf des Abg. Parnigoni.
Am 31. Dezember 1993 – viele hier erinnern sich noch gut daran! – wurden 40 184 Menschen in einer österreichischen Bund-Länder-Aktion Gott sei Dank versorgt, haben ein Dach über den Kopf bekommen und hier sozusagen Schutz vor Verfolgung gefunden. Haben Sie das vergessen? (Zwischenruf des Abg. Parnigoni.) Ich weiß nicht, was Sie damals gemacht haben, aber Gott sei Dank waren Sie damals nicht Innenminister, denn mit der Haltung, die Sie heute gegenüber Flüchtlingen einerseits, und gegenüber dem Rechtsstaat andererseits haben, wäre es damals in Österreich nicht dazu gekommen, dass mit Stand 31. Dezember 1993 40 000 in Österreich ein Dach über den Kopf, Essen und Schutz vor Verfolgung gefunden hätten. Diese Leute wären damals, unter so einem Innenminister, gar nicht ins Land hineingekommen, denn sie wären von denjenigen, die damals an der Grenze gestanden sind, um sie zu empfangen, „routinemäßig“ verfolgt worden. Das ist das Faktum, um das es hier geht! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Rädler: ... Märchen!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Rädler: ... Märchen!
Am 31. Dezember 1993 – viele hier erinnern sich noch gut daran! – wurden 40 184 Menschen in einer österreichischen Bund-Länder-Aktion Gott sei Dank versorgt, haben ein Dach über den Kopf bekommen und hier sozusagen Schutz vor Verfolgung gefunden. Haben Sie das vergessen? (Zwischenruf des Abg. Parnigoni.) Ich weiß nicht, was Sie damals gemacht haben, aber Gott sei Dank waren Sie damals nicht Innenminister, denn mit der Haltung, die Sie heute gegenüber Flüchtlingen einerseits, und gegenüber dem Rechtsstaat andererseits haben, wäre es damals in Österreich nicht dazu gekommen, dass mit Stand 31. Dezember 1993 40 000 in Österreich ein Dach über den Kopf, Essen und Schutz vor Verfolgung gefunden hätten. Diese Leute wären damals, unter so einem Innenminister, gar nicht ins Land hineingekommen, denn sie wären von denjenigen, die damals an der Grenze gestanden sind, um sie zu empfangen, „routinemäßig“ verfolgt worden. Das ist das Faktum, um das es hier geht! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Rädler: ... Märchen!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Soll er denn eine Weisung geben?
Damit komme ich zu einigen Ihrer Nicht-Antworten in diesem Zusammenhang. Herr Bundesminister! Ich weiß nicht, ob Sie – nein, Sie haben ja gesagt, Sie kennen den Akt des Bundeskriminalamtes nicht. Ich würde Ihnen raten, informieren Sie sich, wenn die Opposition Dringliche Anfragen an Sie stellt, über den Inhalt von Akten Ihrer Behörden! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Soll er denn eine Weisung geben?)
Abg. Mag. Molterer: Was wollen Sie? Und wenn, würden Sie sagen, er nimmt Einfluss!
Sie sind ja der oberste Chef des Bundeskriminalamtes, Herr Bundesminister! Das muss man sich ja einmal auf der Zunge zergehen lassen! (Abg. Mag. Molterer: Was wollen Sie? Und wenn, würden Sie sagen, er nimmt Einfluss!) Es ist alles okay, Sie meinen ja: Mein Kabinett ist involviert, ich selbst turne mit Coolness – würden das die jungen Leute nennen – herum und sage im Innenausschuss, ich habe überhaupt nichts davon gewusst; ich selbst habe es aber – wie wir jetzt alle wissen und wie Sie selber zugeben – schon zehn Tage vorher verweigert, Mag. Bürstmayr als Kommissionsleiter wiederzubestellen, weil gegen ihn Ermittlungen des BKA im Laufen sind. (Abg. Mag. Molterer: Was wollen Sie jetzt?)
Abg. Mag. Molterer: Was wollen Sie jetzt?
Sie sind ja der oberste Chef des Bundeskriminalamtes, Herr Bundesminister! Das muss man sich ja einmal auf der Zunge zergehen lassen! (Abg. Mag. Molterer: Was wollen Sie? Und wenn, würden Sie sagen, er nimmt Einfluss!) Es ist alles okay, Sie meinen ja: Mein Kabinett ist involviert, ich selbst turne mit Coolness – würden das die jungen Leute nennen – herum und sage im Innenausschuss, ich habe überhaupt nichts davon gewusst; ich selbst habe es aber – wie wir jetzt alle wissen und wie Sie selber zugeben – schon zehn Tage vorher verweigert, Mag. Bürstmayr als Kommissionsleiter wiederzubestellen, weil gegen ihn Ermittlungen des BKA im Laufen sind. (Abg. Mag. Molterer: Was wollen Sie jetzt?)
Zwischenruf des Abg. Dr. Wittmann
Das ist ja ein Widerspruch nach dem anderen! Sie selbst bezeichnen es als „routinemäßig“, dass Ihnen unterstellte Ermittlungsbehörden Anwaltstätigkeit in Österreich brutal behindern, die Existenz von Menschen in Frage stellen, indem Sie nämlich hergehen, Flüchtlingen das Foto von Bürstmayr und Lorenz vor die Nase halten, und fragen: Kennen Sie die? Die Flüchtlinge sagen: Ja, das sind meine Anwälte! Und dann zu meinen, diese Vorgangsweise werde das Vertrauensverhältnis zwischen einem Anwalt und seinem Klienten (Zwischenruf des Abg. Dr. Wittmann), den er berät, nicht beeinträchtigen, also so etwas habe ich in Justizangelegenheiten – und da gibt es viele Geschichten; ich weiß nicht, wie das die Anwälte unter uns, hier im Kreis der Abgeordneten, sehen – ehrlich gesagt überhaupt noch nicht gehört! (Abg. Dr. Puswald: Unerträglich!) Das ist wirklich übelste Beeinflussung und Behinderung und Aufs-Spiel-Setzen der Existenz von Menschen! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Puswald: Unerträglich!
Das ist ja ein Widerspruch nach dem anderen! Sie selbst bezeichnen es als „routinemäßig“, dass Ihnen unterstellte Ermittlungsbehörden Anwaltstätigkeit in Österreich brutal behindern, die Existenz von Menschen in Frage stellen, indem Sie nämlich hergehen, Flüchtlingen das Foto von Bürstmayr und Lorenz vor die Nase halten, und fragen: Kennen Sie die? Die Flüchtlinge sagen: Ja, das sind meine Anwälte! Und dann zu meinen, diese Vorgangsweise werde das Vertrauensverhältnis zwischen einem Anwalt und seinem Klienten (Zwischenruf des Abg. Dr. Wittmann), den er berät, nicht beeinträchtigen, also so etwas habe ich in Justizangelegenheiten – und da gibt es viele Geschichten; ich weiß nicht, wie das die Anwälte unter uns, hier im Kreis der Abgeordneten, sehen – ehrlich gesagt überhaupt noch nicht gehört! (Abg. Dr. Puswald: Unerträglich!) Das ist wirklich übelste Beeinflussung und Behinderung und Aufs-Spiel-Setzen der Existenz von Menschen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das ist ja ein Widerspruch nach dem anderen! Sie selbst bezeichnen es als „routinemäßig“, dass Ihnen unterstellte Ermittlungsbehörden Anwaltstätigkeit in Österreich brutal behindern, die Existenz von Menschen in Frage stellen, indem Sie nämlich hergehen, Flüchtlingen das Foto von Bürstmayr und Lorenz vor die Nase halten, und fragen: Kennen Sie die? Die Flüchtlinge sagen: Ja, das sind meine Anwälte! Und dann zu meinen, diese Vorgangsweise werde das Vertrauensverhältnis zwischen einem Anwalt und seinem Klienten (Zwischenruf des Abg. Dr. Wittmann), den er berät, nicht beeinträchtigen, also so etwas habe ich in Justizangelegenheiten – und da gibt es viele Geschichten; ich weiß nicht, wie das die Anwälte unter uns, hier im Kreis der Abgeordneten, sehen – ehrlich gesagt überhaupt noch nicht gehört! (Abg. Dr. Puswald: Unerträglich!) Das ist wirklich übelste Beeinflussung und Behinderung und Aufs-Spiel-Setzen der Existenz von Menschen! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Fekter: Ja, da habt ihr jetzt ein Problem, oder?
Und dann – und damit komme ich jetzt zur Spitze der Nicht-Argumentation, muss man sagen – zu sagen: Meine Damen und Herren, es hat sich auch eine Frau beworben, und sie war gleich qualifiziert; und weil ich ja so ein großer Feminist bin, nehme ich die Frau! (Abg. Dr. Fekter: Ja, da habt ihr jetzt ein Problem, oder?)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber Sie werfen es ihm ja immer vor!
nicht wiederbestellt ist. Bis heute wurde noch nie eine Frau als Argument genannt! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber Sie werfen es ihm ja immer vor!) Zufällig, gerade heute, da die Anfrage der Grünen an Sie gestellt ist, kommen Sie mit diesem – in dem Fall muss ich sagen – „Totschlagargument“. Und ich lasse es mir schon als Frau nicht gefallen, dass wir dann immer herhalten müssen, wenn unfähige, den Rechtsstaat missachtende und von einer Ignoranz gegenüber dem Rechtsstaat beseelte Innenminister hier auftreten! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
nicht wiederbestellt ist. Bis heute wurde noch nie eine Frau als Argument genannt! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber Sie werfen es ihm ja immer vor!) Zufällig, gerade heute, da die Anfrage der Grünen an Sie gestellt ist, kommen Sie mit diesem – in dem Fall muss ich sagen – „Totschlagargument“. Und ich lasse es mir schon als Frau nicht gefallen, dass wir dann immer herhalten müssen, wenn unfähige, den Rechtsstaat missachtende und von einer Ignoranz gegenüber dem Rechtsstaat beseelte Innenminister hier auftreten! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen
Herr Bundesminister! Es war aus Ihrem Munde zu diesen konkreten Fragen zu hören: Alle derartigen Schriftstücke, die das Ministerbüro erreichen, alle Schriftstücke und – sage ich jetzt dazu – alle Zeitungen und Internetseiten, die es gibt, werden routinemäßig dem BKA zur Ermittlung weitergeleitet – also das, was Anwälte, was MenschenrechtsaktivistInnen wie Frau Mag.a Lorenz tun. Genau zu dem Zeitpunkt, als sie Obfrau und damit Sprecherin von „SOS Mitmensch“ wurde (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), hat nämlich diese subtile und letztendlich mit der Strafanzeige gegen sie offene, brutale, politisch motivierte Verfolgung begonnen.
Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Herr Bundesminister, Sie können sich weder mit schönen Worten noch mit an uns gerichteten salbungsvollen Worten aus dieser Verantwortung und damit sich entlarvenden Unfähigkeit lossprechen. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.) Ich vertraue Ihnen schon lang nicht mehr. Aber (Abg. Dr. Stummvoll: Aber jetzt noch weniger!) diese Aktion hat mein Nichtvertrauen in Sie wieder bestätigt! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dr. Stummvoll: Aber jetzt noch weniger!
Herr Bundesminister, Sie können sich weder mit schönen Worten noch mit an uns gerichteten salbungsvollen Worten aus dieser Verantwortung und damit sich entlarvenden Unfähigkeit lossprechen. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.) Ich vertraue Ihnen schon lang nicht mehr. Aber (Abg. Dr. Stummvoll: Aber jetzt noch weniger!) diese Aktion hat mein Nichtvertrauen in Sie wieder bestätigt! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Herr Bundesminister, Sie können sich weder mit schönen Worten noch mit an uns gerichteten salbungsvollen Worten aus dieser Verantwortung und damit sich entlarvenden Unfähigkeit lossprechen. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.) Ich vertraue Ihnen schon lang nicht mehr. Aber (Abg. Dr. Stummvoll: Aber jetzt noch weniger!) diese Aktion hat mein Nichtvertrauen in Sie wieder bestätigt! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Sburny: Das ist auch ziemlich aufregend! – Abg. Dr. Puswald: Das ist noch sehr höflich ausgedrückt! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von der ÖVP und den Freiheitlichen einerseits sowie der SPÖ andererseits.
Abgeordnete Mag. Dr. Maria Theresia Fekter (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Ziemlich aufgeregt haben die Grünen hier etwas unter dem Titel „skandalöse Missachtung des Rechtsstaats durch den Innenminister“ vorgetragen. (Abg. Sburny: Das ist auch ziemlich aufregend! – Abg. Dr. Puswald: Das ist noch sehr höflich ausgedrückt! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von der ÖVP und den Freiheitlichen einerseits sowie der SPÖ andererseits.) Für Sie ist es somit eine Missachtung des Rechtsstaates, wenn bei Verdachtsmomenten auf ein Delikt eine amtswegige Sachverhaltsdarstellung an den Staatsanwalt ergeht.
Abg. Dr. Puswald: Wo besteht ein Verdacht, Frau Kollegin?
Meine sehr verehrten Damen und Herren von den Grünen! In unserem Rechtsstaat ist es Pflicht, dass bei einem Offizialdelikt amtswegig ermittelt wird. Oder wollen Sie, dass Verdachtsmomente im Ministerbüro verschwinden und der Minister die amtswegige Ermittlung niederschlägt? (Abg. Dr. Puswald: Wo besteht ein Verdacht, Frau Kollegin?) Wollen Sie das? (Abg. Dr. Puswald: Das ist absurd! Und das sagt eine Juristin!)
Abg. Dr. Puswald: Das ist absurd! Und das sagt eine Juristin!
Meine sehr verehrten Damen und Herren von den Grünen! In unserem Rechtsstaat ist es Pflicht, dass bei einem Offizialdelikt amtswegig ermittelt wird. Oder wollen Sie, dass Verdachtsmomente im Ministerbüro verschwinden und der Minister die amtswegige Ermittlung niederschlägt? (Abg. Dr. Puswald: Wo besteht ein Verdacht, Frau Kollegin?) Wollen Sie das? (Abg. Dr. Puswald: Das ist absurd! Und das sagt eine Juristin!)
Abg. Mag. Kogler: ... ein Verdacht konstruiert!
Gott sei Dank hat unser Herr Bundesminister kein solches Rechtsverständnis, sondern die Aufgeregtheit sowohl der Kollegin Glawischnig als auch der Kollegin Stoisits ist ziemlich künstlich. (Abg. Mag. Kogler: ... ein Verdacht konstruiert!) Wenn man nämlich die Vorwürfe genauer unter die Lupe nimmt, sich an die Fakten hält und nicht bloß in Mutmaßungen suhlt wie die beiden Vorrednerinnen, dann löst sich das alles ziemlich schnell in Luft auf.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Puswald und Mag. Wurm.
das für ein Unsinn gewesen? (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Puswald und Mag. Wurm.)
Heftiger Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Der Minister wird mit Sicherheit nicht Einfluss nehmen! Deswegen haben wir Vertrauen in unseren Innenminister! (Heftiger Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Ruf: Woher haben Sie das?
Worum es ganz konkret ging, haben beide Damen eigentlich verschwiegen. Die Verdachtsmomente, die bei der Sicherheitsdirektion in Niederösterreich aufgetaucht sind, waren folgende (Ruf: Woher haben Sie das?) – ich kann das zitieren, denn das steht jetzt noch auf der Homepage; und es ist kein Delikt, weil es die Staatsanwaltschaft ja zurückgelegt hat –: Es wurde aufgerufen, private Wohnungsinhaber zu suchen, die bereit seien, Flüchtlinge für ein paar Wochen vor den Behörden zu verbergen. (Abg. Dr. Jarolim: Es ist erschreckend, was Sie von sich geben!) Dieses Verbergen vor den Behörden solle deshalb geschehen, um sie vor der Abschiebung zu schützen. (Abg. Mag. Molterer: Na, was täte man da, Herr Professor Van der Bellen?! – Zwischenrufe bei der SPÖ.) Daraufhin ist der Verdacht aufgetaucht – Herr Dr. Puswald, Sie sind Anwalt, Sie müssten das Strafgesetz kennen –, dass damit unter Umständen das Delikt Aufforderung zum Ungehorsam gegen Gesetze verwirklicht ist. (Ruf bei der ÖVP: Da schau her! – Abg. Dr. Puswald: Haben Sie das Gesetz noch nie gelesen? Oder verstehen Sie es nicht? – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Abg. Dr. Jarolim: Es ist erschreckend, was Sie von sich geben!
Worum es ganz konkret ging, haben beide Damen eigentlich verschwiegen. Die Verdachtsmomente, die bei der Sicherheitsdirektion in Niederösterreich aufgetaucht sind, waren folgende (Ruf: Woher haben Sie das?) – ich kann das zitieren, denn das steht jetzt noch auf der Homepage; und es ist kein Delikt, weil es die Staatsanwaltschaft ja zurückgelegt hat –: Es wurde aufgerufen, private Wohnungsinhaber zu suchen, die bereit seien, Flüchtlinge für ein paar Wochen vor den Behörden zu verbergen. (Abg. Dr. Jarolim: Es ist erschreckend, was Sie von sich geben!) Dieses Verbergen vor den Behörden solle deshalb geschehen, um sie vor der Abschiebung zu schützen. (Abg. Mag. Molterer: Na, was täte man da, Herr Professor Van der Bellen?! – Zwischenrufe bei der SPÖ.) Daraufhin ist der Verdacht aufgetaucht – Herr Dr. Puswald, Sie sind Anwalt, Sie müssten das Strafgesetz kennen –, dass damit unter Umständen das Delikt Aufforderung zum Ungehorsam gegen Gesetze verwirklicht ist. (Ruf bei der ÖVP: Da schau her! – Abg. Dr. Puswald: Haben Sie das Gesetz noch nie gelesen? Oder verstehen Sie es nicht? – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Abg. Mag. Molterer: Na, was täte man da, Herr Professor Van der Bellen?! – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Worum es ganz konkret ging, haben beide Damen eigentlich verschwiegen. Die Verdachtsmomente, die bei der Sicherheitsdirektion in Niederösterreich aufgetaucht sind, waren folgende (Ruf: Woher haben Sie das?) – ich kann das zitieren, denn das steht jetzt noch auf der Homepage; und es ist kein Delikt, weil es die Staatsanwaltschaft ja zurückgelegt hat –: Es wurde aufgerufen, private Wohnungsinhaber zu suchen, die bereit seien, Flüchtlinge für ein paar Wochen vor den Behörden zu verbergen. (Abg. Dr. Jarolim: Es ist erschreckend, was Sie von sich geben!) Dieses Verbergen vor den Behörden solle deshalb geschehen, um sie vor der Abschiebung zu schützen. (Abg. Mag. Molterer: Na, was täte man da, Herr Professor Van der Bellen?! – Zwischenrufe bei der SPÖ.) Daraufhin ist der Verdacht aufgetaucht – Herr Dr. Puswald, Sie sind Anwalt, Sie müssten das Strafgesetz kennen –, dass damit unter Umständen das Delikt Aufforderung zum Ungehorsam gegen Gesetze verwirklicht ist. (Ruf bei der ÖVP: Da schau her! – Abg. Dr. Puswald: Haben Sie das Gesetz noch nie gelesen? Oder verstehen Sie es nicht? – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Da schau her! – Abg. Dr. Puswald: Haben Sie das Gesetz noch nie gelesen? Oder verstehen Sie es nicht? – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Worum es ganz konkret ging, haben beide Damen eigentlich verschwiegen. Die Verdachtsmomente, die bei der Sicherheitsdirektion in Niederösterreich aufgetaucht sind, waren folgende (Ruf: Woher haben Sie das?) – ich kann das zitieren, denn das steht jetzt noch auf der Homepage; und es ist kein Delikt, weil es die Staatsanwaltschaft ja zurückgelegt hat –: Es wurde aufgerufen, private Wohnungsinhaber zu suchen, die bereit seien, Flüchtlinge für ein paar Wochen vor den Behörden zu verbergen. (Abg. Dr. Jarolim: Es ist erschreckend, was Sie von sich geben!) Dieses Verbergen vor den Behörden solle deshalb geschehen, um sie vor der Abschiebung zu schützen. (Abg. Mag. Molterer: Na, was täte man da, Herr Professor Van der Bellen?! – Zwischenrufe bei der SPÖ.) Daraufhin ist der Verdacht aufgetaucht – Herr Dr. Puswald, Sie sind Anwalt, Sie müssten das Strafgesetz kennen –, dass damit unter Umständen das Delikt Aufforderung zum Ungehorsam gegen Gesetze verwirklicht ist. (Ruf bei der ÖVP: Da schau her! – Abg. Dr. Puswald: Haben Sie das Gesetz noch nie gelesen? Oder verstehen Sie es nicht? – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Abg. Scheibner: Aber skandalös ist es trotzdem!
Der Staatsanwalt hat das nicht so gesehen und zurückgelegt. Aber ein Verdachtsmoment war auf Grund dieser Aussage gegeben. (Abg. Scheibner: Aber skandalös ist es trotzdem!) Die betroffenen Personen gelten als unschuldig und sind es auch, weil keine Anklage erhoben wird.
Abg. Dr. Puswald: Ihr Rechtsverständnis ist nicht unseres!
Es entspricht unserem Rechtsstaat (Abg. Dr. Puswald: Ihr Rechtsverständnis ist nicht unseres!), dass man solche Verdachtsmomente oder ähnliche Verdachtsmomente der Staatsanwaltschaft übermittelt, um zu prüfen, ob etwas dran ist oder nicht.
Abg. Mag. Molterer: Genau! So ist es!
Solche Sachverhaltsdarstellungen, meine sehr verehrten Damen und Herren, sind das tägliche Brot von Sicherheitsbehörden, aber auch von politischen Büros und Kabinetten. Kollege Pilz hat schon unzählige Sachverhaltsdarstellungen an die Staatsanwaltschaft übermittelt (Abg. Mag. Molterer: Genau! So ist es!), an denen überhaupt nichts dran war, bei denen überhaupt nichts herausgekommen ist und daraufhin eingestellt worden ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Puswald: Auf Weisung des Justizministers!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Puswald: Auf Weisung des Justizministers!
Solche Sachverhaltsdarstellungen, meine sehr verehrten Damen und Herren, sind das tägliche Brot von Sicherheitsbehörden, aber auch von politischen Büros und Kabinetten. Kollege Pilz hat schon unzählige Sachverhaltsdarstellungen an die Staatsanwaltschaft übermittelt (Abg. Mag. Molterer: Genau! So ist es!), an denen überhaupt nichts dran war, bei denen überhaupt nichts herausgekommen ist und daraufhin eingestellt worden ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Puswald: Auf Weisung des Justizministers!)
Abg. Schieder: ... noch nicht Minister bei Ihnen!
Aber die Grünen haben da ein ziemlich selektives rechtsstaatliches Verständnis! (Abg. Schieder: ... noch nicht Minister bei Ihnen!) Der Pilz nämlich darf, die Sicherheitsbehörden dürfen nicht. (Abg. Mag. Molterer: Genau! Das ist das Rechtsverständnis!)
Abg. Mag. Molterer: Genau! Das ist das Rechtsverständnis!
Aber die Grünen haben da ein ziemlich selektives rechtsstaatliches Verständnis! (Abg. Schieder: ... noch nicht Minister bei Ihnen!) Der Pilz nämlich darf, die Sicherheitsbehörden dürfen nicht. (Abg. Mag. Molterer: Genau! Das ist das Rechtsverständnis!)
Abg. Dr. Wittmann: ... diesem Rechtsanwalt nicht!
Theatralisch vorgetragen war dieser Skandalisierungsversuch die beiden Rechtsanwälte betreffend. Ich bin, was Rechtsanwälte betrifft, zugegebenermaßen auch sehr sensibel. Die Verschwiegenheitspflicht der Rechtsanwälte ist ein Menschenrecht, das in diesem Staat hoch geachtet und hier, in diesem Haus, unter allen Fraktionen selbstverständlich konsensfähig ist. Es geht hier um die Verschwiegenheitspflicht die Mandantschaft betreffend. (Abg. Dr. Wittmann: ... diesem Rechtsanwalt nicht!)
Rufe bei der SPÖ: Tschechien!
Aber ich muss ganz ehrlich sagen: Wäre der Vorfall rund um Mag. Bürstmayr auch zu mir ins Büro gelangt und hätte jemand den Sachverhalt bei mir deponiert, dass unter Umständen ein Verdacht auf Schlepperei vorliegt, wenn ein österreichischer Anwalt in einem benachbarten sicheren Drittstaat, nämlich in der Tschechei (Rufe bei der SPÖ: Tschechien!) – in Tschechien (Abg. Schieder: Tschechische Republik!), in der
Abg. Schieder: Tschechische Republik!
Aber ich muss ganz ehrlich sagen: Wäre der Vorfall rund um Mag. Bürstmayr auch zu mir ins Büro gelangt und hätte jemand den Sachverhalt bei mir deponiert, dass unter Umständen ein Verdacht auf Schlepperei vorliegt, wenn ein österreichischer Anwalt in einem benachbarten sicheren Drittstaat, nämlich in der Tschechei (Rufe bei der SPÖ: Tschechien!) – in Tschechien (Abg. Schieder: Tschechische Republik!), in der
Abg. Dr. Stummvoll: Das ist unglaublich!
Tschechischen Republik, um korrekt zu sein – seine Visitenkarten verteilt, Asylantenberatungen durchführt, um künftige Mandanten für seine Tätigkeit in Österreich sozusagen zu werben (Abg. Dr. Stummvoll: Das ist unglaublich!), dann hätte auch ich persönlich (Abg. Dr. Glawischnig: Das hat mit Schlepperei überhaupt nichts zu tun!), wäre das in mein Büro gelangt, eine Sachverhaltsdarstellung wegen Schlepperei an die Staatsanwaltschaft übermittelt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Glawischnig: Das hat mit Schlepperei überhaupt nichts zu tun!
Tschechischen Republik, um korrekt zu sein – seine Visitenkarten verteilt, Asylantenberatungen durchführt, um künftige Mandanten für seine Tätigkeit in Österreich sozusagen zu werben (Abg. Dr. Stummvoll: Das ist unglaublich!), dann hätte auch ich persönlich (Abg. Dr. Glawischnig: Das hat mit Schlepperei überhaupt nichts zu tun!), wäre das in mein Büro gelangt, eine Sachverhaltsdarstellung wegen Schlepperei an die Staatsanwaltschaft übermittelt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Tschechischen Republik, um korrekt zu sein – seine Visitenkarten verteilt, Asylantenberatungen durchführt, um künftige Mandanten für seine Tätigkeit in Österreich sozusagen zu werben (Abg. Dr. Stummvoll: Das ist unglaublich!), dann hätte auch ich persönlich (Abg. Dr. Glawischnig: Das hat mit Schlepperei überhaupt nichts zu tun!), wäre das in mein Büro gelangt, eine Sachverhaltsdarstellung wegen Schlepperei an die Staatsanwaltschaft übermittelt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP – Abg. Dr. Puswald: Aber nicht für den Innenminister!
Daher: Hier eine Aufgeregtheit wegen politischer Verfolgung zu konstruieren, halte ich für ziemlich kühn, denn, meine sehr verehrten Damen und Herren, es gelten unsere Gesetze selbstverständlich auch für Rechtsanwälte (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP – Abg. Dr. Puswald: Aber nicht für den Innenminister!), es gilt die österreichische Rechtsordnung auch für Staats- und Rechtsanwälte. Und selbstverständlich gilt auch das Strafgesetzbuch für Rechtsanwälte.
Abg. Dr. Glawischnig: Das Asylgesetz zu verschärfen!
Und zum Vorwurf, dass sich der Herr Minister kritisch zu einem Verfassungsgerichtshoferkenntnis geäußert, gleichzeitig aber dazugesagt hat (Abg. Dr. Glawischnig: Das Asylgesetz zu verschärfen!), dass er das Erkenntnis selbstverständlich akzeptiert und umsetzen wird, es aber nicht für gut befindet, das, meine sehr verehrten Damen und Herren, muss bei unserem Verfassungsrecht der Meinungsfreiheit in einem Rechtsstaat noch möglich sein. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Und zum Vorwurf, dass sich der Herr Minister kritisch zu einem Verfassungsgerichtshoferkenntnis geäußert, gleichzeitig aber dazugesagt hat (Abg. Dr. Glawischnig: Das Asylgesetz zu verschärfen!), dass er das Erkenntnis selbstverständlich akzeptiert und umsetzen wird, es aber nicht für gut befindet, das, meine sehr verehrten Damen und Herren, muss bei unserem Verfassungsrecht der Meinungsfreiheit in einem Rechtsstaat noch möglich sein. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald
Der Verfassungsgerichtshof prüft nämlich die Verfassungskonformität, nicht aber die Praktikabilität, nicht die soziale Verträglichkeit (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald), nicht das, was in Hinblick auf eine effiziente Verwaltung notwendig ist. (Abg. Dr. Puswald: Dass die Verfassung so ist, wie sie ist, ist dem Minister nicht genehm!)
Abg. Dr. Puswald: Dass die Verfassung so ist, wie sie ist, ist dem Minister nicht genehm!
Der Verfassungsgerichtshof prüft nämlich die Verfassungskonformität, nicht aber die Praktikabilität, nicht die soziale Verträglichkeit (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald), nicht das, was in Hinblick auf eine effiziente Verwaltung notwendig ist. (Abg. Dr. Puswald: Dass die Verfassung so ist, wie sie ist, ist dem Minister nicht genehm!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.
Wenn hier der Innenminister meint, dass er es nicht für gut empfindet, dass das Ergebnis so ist und dass man etwas verbessern muss – natürlich, Herr Kollege Puswald, deswegen haben wir ja auch einen Konvent! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.) Wir haben ja gerade deswegen einen Konvent, weil wir wissen, dass wir einige Dinge modernisieren müssen. Aber bis sie modernisiert werden, muss selbstverständlich ein Erkenntnis umgesetzt werden. Deswegen muss man es aber noch lang nicht als 100-prozentig gut empfinden, sondern man kann es auch kritisieren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wenn hier der Innenminister meint, dass er es nicht für gut empfindet, dass das Ergebnis so ist und dass man etwas verbessern muss – natürlich, Herr Kollege Puswald, deswegen haben wir ja auch einen Konvent! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.) Wir haben ja gerade deswegen einen Konvent, weil wir wissen, dass wir einige Dinge modernisieren müssen. Aber bis sie modernisiert werden, muss selbstverständlich ein Erkenntnis umgesetzt werden. Deswegen muss man es aber noch lang nicht als 100-prozentig gut empfinden, sondern man kann es auch kritisieren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Puswald: ... nicht gewusst, dass das verboten ist, Herr Präsident!
Präsident Dr. Andreas Khol: Bevor ich dem nächsten Redner das Wort erteile, möchte ich insbesondere Herrn Abgeordneten Puswald bitten, nicht jeden Redner, der nicht seiner Meinung ist, ständig zu stören und keine Zwischenrufe von einem Platz, der ihm nicht zugewiesen ist, zu machen! Bei der nächsten derartigen Aktivität ... (Abg. Dr. Puswald: ... nicht gewusst, dass das verboten ist, Herr Präsident!) – Ich erteile Ihnen hiemit einen Ordnungsruf. (Abg. Dr. Puswald: Sagen Sie mir, wie Sie ... begründen, Herr Präsident!)
Abg. Dr. Puswald: Sagen Sie mir, wie Sie ... begründen, Herr Präsident!
Präsident Dr. Andreas Khol: Bevor ich dem nächsten Redner das Wort erteile, möchte ich insbesondere Herrn Abgeordneten Puswald bitten, nicht jeden Redner, der nicht seiner Meinung ist, ständig zu stören und keine Zwischenrufe von einem Platz, der ihm nicht zugewiesen ist, zu machen! Bei der nächsten derartigen Aktivität ... (Abg. Dr. Puswald: ... nicht gewusst, dass das verboten ist, Herr Präsident!) – Ich erteile Ihnen hiemit einen Ordnungsruf. (Abg. Dr. Puswald: Sagen Sie mir, wie Sie ... begründen, Herr Präsident!)
Zwischenrufe bei der ÖVP und der SPÖ. – Abg. Dr. Wittmann: Zwischenrufen ist ein demokratisches Recht, Herr Präsident! – Weitere anhaltende Zwischenrufe.
Nächste Redner ist Herr Abgeordneter Mag. Posch. (Zwischenrufe bei der ÖVP und der SPÖ. – Abg. Dr. Wittmann: Zwischenrufen ist ein demokratisches Recht, Herr Präsident! – Weitere anhaltende Zwischenrufe.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Daher ist die Frage: Wie halten Sie es mit der Wahrheit in diesem Zusammenhang? Was auf alle Fälle stimmt, ist, dass Mag. Bürstmayr vom Menschenrechtsbeirat mit großer Mehrheit zur Wiederbestellung als Vorsitzender dieser Kommission vorgeschlagen wurde. Ihr Frauenverständnis in Ehren, ich finde das rührend, aber in Wirklichkeit ist diese Ihre Entscheidung ein schwerer Affront gegen den Menschenrechtsbeirat. Sie haben die Arbeit des Menschenrechtsbeirates in Wirklichkeit desavouiert. Dieser Menschenrechtsbeirat ist nämlich ein Gremium zur Kontrolle der Verwaltung und Vollziehung und damit auch zur Sicherstellung der Rechtsstaatlichkeit. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Wittauer: Ihr habt immer mit der Verfassungsmehrheit gearbeitet!
Was ist der entscheidende Punkt? – Viele Gesetze, die Sie verabschiedet haben, waren verfassungswidrig. Als verfassungswidrig aufgehoben wurden: Zivildienstgesetz, Neuregelung (Abg. Wittauer: Ihr habt immer mit der Verfassungsmehrheit gearbeitet!), § 46 Personalvertretungsgesetz, § 4 Asylgesetz, Sicherheitspolizeigesetz, § 15a Beamtendienstrecht und Asylreform 2003. Sie fügen sich ein in die Phalanx Ihrer anderen Ministerkollegen, deren Gesetze ebenfalls verfassungswidrig sind: Ambulanzgebühren, Unfallrenten, Hauptverband, Universitätsreform, Ortstafelregelung, Pensionsreform, Militärbefugnisgesetz, Sozialversicherungsgesetz, Zwangsruhestand von Beamten und so weiter.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Sie haben in fünf Jahren Zeit gehabt, zu zeigen, wie Sie mit grundrechtlich sensiblen Themen umgehen. Resultat: zahlreiche verfassungswidrige Gesetze, zahlreiche Eingriffe in Grundrechte, Kampf gegen Kontrollorgane und Mundtotmachen kritischer Stimmen. Diese fünf Jahre haben gezeigt, dass die Wahrung der Grundrechte und der Rechtsstaatlichkeit für Sie nicht unbedingt die oberste Maxime Ihres Wirkens sind. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sie freuen sich darüber – Frau Stoisits hat förmlich jubiliert –, dass der Vorsitzende von Amnesty International über Menschenrechtsverletzungen oder Verletzungen gegenüber Anwälten nach London berichtet. Aber bitte sagen Sie doch einmal dem Vorsitzenden, dass es sich um ein allgemeines Delikt gehandelt hat und nicht um eine politische Verfolgung, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das war ein Spezialist!
Ich werde Ihnen noch etwas sagen: Sie haben dem Innenminister in diesem Zusammenhang vorgeworfen, sein Ministerium würde Anwälte politisch verfolgen. Es hat einmal im Innenministerium Verfolgungshandlungen zu Lasten bestimmter Personen gegeben. Das war im Zusammenhang mit der Briefbombenaffäre. Damals hat man versucht, unbedingt die Täter im Bereich der Freiheitlichen zu finden, und damals hat das Innenministerium versucht – ich glaube, es war Innenminister Einem –, in diese Richtung vorzugehen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das war ein Spezialist!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ja, genau!
Bei 90-Jährigen sind Hausdurchsuchungen gemacht worden, die niemals irgendetwas mit einem kriminellen Delikt zu tun gehabt haben. Und damals ist niemand von Ihnen, weder von den Grünen noch von den Roten, aufgestanden und hat an die Objektivität appelliert. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ja, genau!) Da haben Sie sich gefreut. Ganz im Gegenteil, Sie haben noch aufgehusst, Frau Abgeordnete Stoisits! Das war ein Skandal und nicht das, was jetzt passiert ist. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Bei 90-Jährigen sind Hausdurchsuchungen gemacht worden, die niemals irgendetwas mit einem kriminellen Delikt zu tun gehabt haben. Und damals ist niemand von Ihnen, weder von den Grünen noch von den Roten, aufgestanden und hat an die Objektivität appelliert. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ja, genau!) Da haben Sie sich gefreut. Ganz im Gegenteil, Sie haben noch aufgehusst, Frau Abgeordnete Stoisits! Das war ein Skandal und nicht das, was jetzt passiert ist. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Rufe bei den Grünen: Der Anwalt! Der Anwalt!
Sie beschweren sich, dass die Anwältin Bürstmayr nicht mehr in den Menschenrechtsbeirat bestellt wurde. Das ist doch kein lebenslängliches ... (Rufe bei den Grünen: Der Anwalt! Der Anwalt!) – Ach, der Anwalt. Sie sprechen immer von Anwältinnen, und deshalb habe ich geglaubt, das ist auch eine Frau.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.
Polizeiermittlungen, bei Fahndungen und so weiter. Herr Minister, ich würde mir einmal überlegen, nicht nur Frauen zu nehmen – es ist wirklich sehr zu begrüßen, dass Sie das jetzt getan haben –, sondern generell Menschen, von denen man nicht schon von vornherein weiß, dass sie Vorurteile in eine bestimmte Richtung haben. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig.)
Abg. Dr. Fekter: Wahnsinn!
Weiters zu Ihrer subjektiven Betrachtungsweise, meine sehr geehrten Damen und Herren: Sie jammern über Attacken des Bundesministers gegenüber dem Unabhängigen Bundesasylsenat. Lassen Sie einmal Ihre subjektiven Gefühle außer Betracht und schauen Sie, was dieser Unabhängige Bundesasylsenat leistet. 36 Richter erledigen pro Person drei Fälle in einer Woche. (Abg. Dr. Fekter: Wahnsinn!) Angeblich gibt es Fälle, die seit dem Jahr 1992 anhängig sind. Ja, das muss man sich doch einmal überlegen. Soll diese Behörde vom Innenminister auch noch gelobt werden? Verlangen Sie das allen Ernstes? – Über 20 000 unerledigte Akten liegen beim Unabhängigen Bundesasylsenat. Das ist ein Missstand, aber nicht beim Innenminister, sondern beim Unabhängigen Bundesasylsenat. 20 000 unerledigte Akten! (Abg. Scheibner: Was ist da los?)
Abg. Scheibner: Was ist da los?
Weiters zu Ihrer subjektiven Betrachtungsweise, meine sehr geehrten Damen und Herren: Sie jammern über Attacken des Bundesministers gegenüber dem Unabhängigen Bundesasylsenat. Lassen Sie einmal Ihre subjektiven Gefühle außer Betracht und schauen Sie, was dieser Unabhängige Bundesasylsenat leistet. 36 Richter erledigen pro Person drei Fälle in einer Woche. (Abg. Dr. Fekter: Wahnsinn!) Angeblich gibt es Fälle, die seit dem Jahr 1992 anhängig sind. Ja, das muss man sich doch einmal überlegen. Soll diese Behörde vom Innenminister auch noch gelobt werden? Verlangen Sie das allen Ernstes? – Über 20 000 unerledigte Akten liegen beim Unabhängigen Bundesasylsenat. Das ist ein Missstand, aber nicht beim Innenminister, sondern beim Unabhängigen Bundesasylsenat. 20 000 unerledigte Akten! (Abg. Scheibner: Was ist da los?)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Herr Minister, da würde ich Sie tatsächlich bitten, dass Sie einmal die Kontrollmechanismen anschauen, und wenn es keine gibt, dann muss man welche einführen. Das geht nicht, dass eine unabhängige Behörde keine Kontrollmechanismen hat. Daran muss sich etwas ändern. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Glawischnig: Das sind unabhängige Richter, und mir ist der Schutz von unabhängigen Richtern wichtig!
müssen, und dazu ist der Bundesminister da. (Abg. Dr. Glawischnig: Das sind unabhängige Richter, und mir ist der Schutz von unabhängigen Richtern wichtig!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Was im Übrigen die Kritik an den Höchstgerichten betrifft, so muss ich sagen, der jetzige Bundespräsident Fischer – ich kann mich noch genau daran erinnern – hat massiv Kritik am Urteil gegen Fred Sinowatz geübt. Er hat sich nicht geschert um die unabhängige Justiz, sondern er hat beinhart Kritik geübt und wollte auch Richter einschüchtern. Da hat es keinen Aufschrei gegeben, Frau Stoisits war ruhig, Frau Glawischnig war ruhig, die SPÖ selbstverständlich war auch ruhig. Damals hat es keinen Vorwurf gegeben, der Rechtsstaat sei in Gefahr, dies sei Missbrauch und so weiter. All das, was Sie da sagen, ist sehr subjektiv. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Statt dass alle politischen Parteien zusammenhalten und danach trachten, dass wir Regelungen treffen, wonach wir unterscheiden zwischen jenen, die nach der Genfer Konvention verfolgt sind, denen wir Aufnahme gewähren wollen, und jenen, die nur deshalb hierher kommen, weil sie sich eine bessere Lebensgrundlage erwarten, ziehen Sie nicht mit uns an einem Strang, sondern desavouieren sämtliche Bemühungen, diesbezüglich Klarheit zu schaffen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: 85-Jährige!
Abgeordneter Dr. Caspar Einem (SPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Meine Vorrednerin, Frau Abgeordnete Partik-Pablé, hat gemeint, Bundesminister Strasser verteidigen zu müssen, indem sie behauptet, unter Innenminister Einem sei gegen unschuldige 90-Jährige ermittelt worden. (Abg. Dr. Partik-Pablé: 85-Jährige!)
Beifall bei der SPÖ.
Diese Tatsachenbehauptung ist nur insoweit richtig, als auch unter der Justizsprecherin Partik-Pablé gegen unschuldige 90-Jährige ermittelt worden ist. Tatsächlich sind alle Ermittlungen in dem von Ihnen genannten Zusammenhang durch den Staatsanwalt oder den Untersuchungsrichter angeordnet worden. Das macht einen Unterschied, Frau Abgeordnete! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Wer hat die beantragt, Herr Kollege?! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Die Polizei hat alles beantragt, ja! – Weitere Zwischenrufe. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Präsident Dr. Andreas Khol: Zu einer weiteren tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter Mag. Posch zu Wort gemeldet. Ich weise ebenfalls auf die Geschäftsordnung hin. – Bitte. (Abg. Scheibner: Wer hat die beantragt, Herr Kollege?! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Die Polizei hat alles beantragt, ja! – Weitere Zwischenrufe. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) – Am Wort ist Herr Abgeordneter Mag. Posch.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das haben Sie gesagt!
Abgeordneter Mag. Walter Posch (SPÖ): Herr Präsident! Frau Abgeordnete Partik-Pablé hat in ihrer Rede behauptet, dass beim Unabhängigen Bundesasylsenat 35 Senatsmitglieder drei Akten pro Woche erledigen würden (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das haben Sie gesagt!), wobei sie geflissentlich unterlassen hat, zu sagen, ob das pro Mitglied ist oder insgesamt.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!
Wenn man sich die Zahl der Verfahren und auch die Zahl der offenen Anträge anschaut, dann kann man leicht feststellen, dass diese Behauptung unrichtig ist. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.
Tatsache ist, dass die 35 Senatsmitglieder derzeit rund 12 000 Verfahren pro Jahr erledigen müssen, vom Rückstau ganz zu schweigen, und dass man dabei auf eine Erledigungszahl von rund einem halben Tag für Aktenstudien bei einem durchschnittlich 50-seitigen Akt, für die Durchführung ergänzender Ermittlungen, für die Durchführung einer öffentlichen Verhandlung und für die schriftliche Bescheidausfertigung kommt. – So viel zu den Tatsachen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.
Antwort: „Nein. Es gab Gerüchte, dass im Lager Cerveny Ujezd Asylwerber von mehreren österreichischen Advokaten aufgesucht wurden ...“. Und so weiter. (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.)
Abg. Kößl: Das sind Vernehmungen!
Das sind Textbausteine, wortidentische Textbausteine! (Abg. Kößl: Das sind Vernehmungen!) So etwas nennen Sie Niederschriften von Vernehmungen? – Ich kenne keine Asylwerber, die unabhängig voneinander vernommen werden und wortgleiche Aussagen machen! Textbausteine stammen in solchen Fällen nicht von den Vernommenen, sondern von den Vernehmern! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das sind Textbausteine, wortidentische Textbausteine! (Abg. Kößl: Das sind Vernehmungen!) So etwas nennen Sie Niederschriften von Vernehmungen? – Ich kenne keine Asylwerber, die unabhängig voneinander vernommen werden und wortgleiche Aussagen machen! Textbausteine stammen in solchen Fällen nicht von den Vernommenen, sondern von den Vernehmern! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.
Es besteht der dringende Verdacht, dass zumindest diese Niederschriften auf diese Art und Weise – ich formuliere es vorsichtig – manipuliert worden sind. (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) Auf Basis dieser Niederschriften, die keinen Hinweis auf das behauptete Delikt enthalten, weil der Bereicherungsvorsatz in diesem Zusammenhang ganz entscheidend ist, wurde die Anzeige erstattet, mit Billigung des Kabinetts.
Abg. Neudeck: Wenn Sie hier mehrmals dasselbe sagen, und es steht so im Protokoll, dann ist auch nicht das Protokoll falsch!
Das heißt: Es geht nicht nur darum, ob hier ein falsches Delikt behauptet worden ist, was auch von der Staatsanwaltschaft sofort erkannt wurde, sondern ob diese Niederschriften überhaupt etwas mit den Aussagen der Asylwerberinnen und Asylwerber zu tun haben, ob diese überhaupt der Realität entsprechen. (Abg. Neudeck: Wenn Sie hier mehrmals dasselbe sagen, und es steht so im Protokoll, dann ist auch nicht das Protokoll falsch!) Ob die Niederschriften der Realität entsprechen, wird zu untersuchen sein.
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Wenn Sie wissen wollen, von welcher Qualität einige der Befragungen waren, dann gebe ich Ihnen einen nächsten Hinweis aus einem Aktenstück. (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Zwischenruf des Abg. Großruck.
Das Lichtbild von Frau Lorenz ist einer Asylwerberin, die als Zeugin fungierte, vorgelegt worden. – Das ist eine klassische polizeiliche Ermittlung! Es ist durch einen Beamten Ihres Ministeriums vorgelegt worden. Herr Innenminister! Sie haben heute dem Nationalrat in diesem Punkt nachweislich die Unwahrheit gesagt. (Zwischenruf des Abg. Großruck.) Und es wird sich herausstellen, dass das nicht der einzige Fall war. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Heiße Luft, Herr Pilz!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Heiße Luft, Herr Pilz!
Das Lichtbild von Frau Lorenz ist einer Asylwerberin, die als Zeugin fungierte, vorgelegt worden. – Das ist eine klassische polizeiliche Ermittlung! Es ist durch einen Beamten Ihres Ministeriums vorgelegt worden. Herr Innenminister! Sie haben heute dem Nationalrat in diesem Punkt nachweislich die Unwahrheit gesagt. (Zwischenruf des Abg. Großruck.) Und es wird sich herausstellen, dass das nicht der einzige Fall war. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Heiße Luft, Herr Pilz!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wer ist verantwortlich für das Tun eines Kabinettsmitarbeiters? Ist es bei Ihnen bereits so weit, dass Herr Webinger hinter Ihrem Rücken Aktivitäten dieser Art gegen eine Menschenrechtsanwältin setzt? Oder macht er das im Auftrag und mit Wissen seines Ministers? – Sie haben diese Frage heute bewusst nicht beantwortet. Deswegen werden wir fortfahren, diese Frage zu stellen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Fekter: Die wichtigste Berufsbezeichnung ist immer noch der Name mit dem Titel!
Das heißt, die wichtigste Eigenschaft, die Sie ihr in dieser offiziellen Anzeige an die Staatsanwaltschaft zugemessen haben, war ihre Funktion als Angehörige des Menschenrechtsbeirates, die zweitwichtigste ihre Funktion als Vorsitzende der Plattform „SOS Mitmensch“, und erst zum Schluss kommt die Berufsbezeichnung „Rechtsanwältin“. (Abg. Dr. Fekter: Die wichtigste Berufsbezeichnung ist immer noch der Name mit dem Titel!)
Abg. Dr. Fekter: Aber geh, Herr Pilz!
Herr Bundesminister! Das ist unüblich, das verrät eine Absicht, und diese Absicht liegt nur zu deutlich hier auf dem Tisch und ist in diesem Hohen Haus jetzt bekannt. (Abg. Dr. Fekter: Aber geh, Herr Pilz!) Der Verdacht lautet: Sie haben Ihre Mitarbeiter dazu angehalten, vorsätzlich das österreichische Strafrecht und die Beamten Ihres Ministeriums einzusetzen, um politisch missliebige Anwältinnen und Anwälte aus ihren Funktionen zu drängen und in ihren Funktionen zum Schweigen zu bringen. Damit haben Sie eine doppelte Grenze überschritten: die Grenze der österreichischen Gesetze und die Grenze der österreichischen Bundesverfassung. Das, was hier getan wurde, hat jenseits der österreichischen Rechtsstaatlichkeit und jenseits der österreichischen Verfassung stattgefunden.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Minister! Wir diskutieren heute hier mit Ihnen Folgendes: einen vorsätzlichen Verfassungsbruch und politische Verfolgung in dieser Republik. Sie sind nicht zu Unrecht zu einem Fall für Amnesty International geworden. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
gehandelt und haben diese Erhebungen eingeleitet. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Das Gesetz ist für alle gleich. (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.) Kollege Öllinger, wenn du gehst, betone ich noch einmal: Das Gesetz ist für alle gleich! Also kann es nicht so sein, dass es einerseits für Herrn Dr. Bürstmayr nicht gelten soll, andererseits aber für jeden anderen gelten muss. Das kann es nicht sein, das möchte ich hier in aller Deutlichkeit sagen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Das habe ich beim Herrn Minister schon gemerkt!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Das habe ich beim Herrn Minister schon gemerkt!
Das Gesetz ist für alle gleich. (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.) Kollege Öllinger, wenn du gehst, betone ich noch einmal: Das Gesetz ist für alle gleich! Also kann es nicht so sein, dass es einerseits für Herrn Dr. Bürstmayr nicht gelten soll, andererseits aber für jeden anderen gelten muss. Das kann es nicht sein, das möchte ich hier in aller Deutlichkeit sagen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Das habe ich beim Herrn Minister schon gemerkt!)
Abg. Mag. Wurm: Was der Verfassungsgerichtshof sagt!
Ich möchte wirklich klar herausstreichen: Was ist in Österreich rechtens? – Nicht nur das Rechtsempfinden der Grünen, sondern generell: Was ist gesetzliches Recht? (Abg. Mag. Wurm: Was der Verfassungsgerichtshof sagt!) Es hat keine einzige Aussage des Innenministers gegeben, dass Entscheidungen des Verfassungsgerichtshofes – wie gestern Kollege Kummerer erklärt hat – süffisant belächelt werden. Es ist überhaupt eine absolut unqualifizierte Form, sich hier so zu äußern! Vielmehr nehmen wir die Entscheidungen der Höchstrichter äußerst ernst, im Gegensatz zu einigen Aussagen wie auch jener von Frau Präsidentin Prammer, die am 21. Oktober 1997 erklärt hat:
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Geschätzte Damen und Herren! Ein paar Worte noch zum UBAS: Das, was vom Innenminister dazu gesagt wurde, ist eindeutig zu unterstreichen. – Ich war mit Kollegen Ellmauer im Sommer mehrmals in Traiskirchen und bei anderen Dienststellen, die mit Asylwerbern zu tun haben, und überall hat es die Kritik gegen den UBAS gegeben, dass dort nicht effizient gearbeitet wird. Ich möchte das klar auch von dieser Stelle aus sagen: Die Mitglieder des UBAS können doch nicht glauben, dass sie einen Selbstzweck verfolgen. Tatsächlich haben sie eine Aufgabe zu erfüllen, und das im Sinne der Steuerzahler. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Jarolim – auf dem Weg zum Rednerpult –: 4 Minuten, sonst kommen wir mit der Zeit nicht durch!
Präsident Dr. Andreas Khol: Als Nächster ist Herr Abgeordneter Dr. Jarolim zu Wort gemeldet. Wunschredezeit: 5 Minuten, gesetzliche Redezeit: 10 Minuten. – Sie sind am Wort, Herr Abgeordneter. (Abg. Dr. Jarolim – auf dem Weg zum Rednerpult –: 4 Minuten, sonst kommen wir mit der Zeit nicht durch!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Die Situation ist außerordentlich ernst. Herr Kollege Kößl! Wenn Sie angesprochen haben, ob heute hier noch Anträge gestellt werden, möchte ich sagen: Ich möchte nicht vorgreifen, ich möchte in dieser Hinsicht vor allem den Grünen nicht vorgreifen, gestatten Sie mir aber, Herr Bundesminister, dass ich Ihnen sage: Das, was ich heute hier sehe und erlebe, das macht Sie aus meiner Sicht als Bundesminister für Inneres nicht mehr tragbar – ich werde das auch kurz begründen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
So etwas wird weitergeleitet an die Staatsanwaltschaft. Das ist ein Skandal der Sonderklasse, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Herr Minister! Ich denke, es gibt Angelegenheiten, um die Sie sich kümmern müssen. Das, was Sie bisher in dieser Angelegenheit geleistet haben, rechtfertigt meiner Meinung nach jedenfalls nicht, zu sagen: Diesen Bundesminister für Inneres kann sich Österreich leisten! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Dr. Glawischnig: Das war überhaupt nicht das Thema!
Den Grünen ist es offensichtlich egal, was im Bereich Asyl, Asylrecht tatsächlich geschieht. (Abg. Dr. Glawischnig: Das war überhaupt nicht das Thema!) Es ist ihnen egal, ob Missbrauch betrieben wird, es ist ihnen egal, ob sich unter missbräuchlicher Anwendung des Asylrechtes hier in Österreich Kriminelle aufhalten. (Abg. Öllinger: Das ist nicht das Thema!) Das wären meine Fragen (Abg. Sburny: Sie können eh eine Anfrage stellen!), mich wundert, dass Ihnen das völlig egal ist.
Abg. Öllinger: Das ist nicht das Thema!
Den Grünen ist es offensichtlich egal, was im Bereich Asyl, Asylrecht tatsächlich geschieht. (Abg. Dr. Glawischnig: Das war überhaupt nicht das Thema!) Es ist ihnen egal, ob Missbrauch betrieben wird, es ist ihnen egal, ob sich unter missbräuchlicher Anwendung des Asylrechtes hier in Österreich Kriminelle aufhalten. (Abg. Öllinger: Das ist nicht das Thema!) Das wären meine Fragen (Abg. Sburny: Sie können eh eine Anfrage stellen!), mich wundert, dass Ihnen das völlig egal ist.
Abg. Sburny: Sie können eh eine Anfrage stellen!
Den Grünen ist es offensichtlich egal, was im Bereich Asyl, Asylrecht tatsächlich geschieht. (Abg. Dr. Glawischnig: Das war überhaupt nicht das Thema!) Es ist ihnen egal, ob Missbrauch betrieben wird, es ist ihnen egal, ob sich unter missbräuchlicher Anwendung des Asylrechtes hier in Österreich Kriminelle aufhalten. (Abg. Öllinger: Das ist nicht das Thema!) Das wären meine Fragen (Abg. Sburny: Sie können eh eine Anfrage stellen!), mich wundert, dass Ihnen das völlig egal ist.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Geschätzte Damen und Herren! Sie, die Grünen, sprechen in Ihrer Anfrage das Recht der Asylwerber auf staatliche Versorgung an. – Richtig! Ich sage Ihnen aber trotzdem: Österreich ist kein Einwanderungsland, die Aufnahme von Flüchtlingen entsprechend der Genfer Konvention aber war in der Vergangenheit für uns selbstverständlich und wird es auch in Zukunft sein. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Wovon reden Sie?
Sie sprechen in Ihrer Anfrage von der Unterbringung, davon, ob diese Unterbringung an die Zustimmung der Bürgermeister zu binden sei, beziehungsweise davon, dass der Herr Bundesminister für Inneres dies wünscht. (Abg. Öllinger: Wovon reden Sie?) Sie verknüpfen das mit Ihrer Frage 31.
Abg. Dr. Fekter: 75 Prozent sind das maximal!
Sie stoßen sich daran, dass der Bundesminister gemeint hat, er lädt Asylwerber dazu ein, zurückzukehren. Was ist schlecht daran, wenn jene – und diese Zahl schätze ich nicht sehr gering –, die in Österreich um Asyl ansuchen und keinen tatsächlichen Asylgrund haben, freundlich dazu aufgefordert werden, wieder in ihre Heimat zurückzukehren? (Abg. Dr. Fekter: 75 Prozent sind das maximal!) Ja, das ist die erstaunliche Zahl. Da meine Kollegin Fekter derzeit kein Mikrofon zur Verfügung hat, möchte ich ihre Aussage wiederholen: Es handelt sich dabei um eine Größenordnung von maximal 75 Prozent.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Herr Bundesminister! Worauf ich Sie noch hinweisen möchte, ist die Tatsache, dass § 24b des Asylgesetzes zum Missbrauch einlädt. Das ist jener Paragraph, der bewirkt, dass für jemanden, der eine Traumatisierung angibt, die er während der Flucht erlitten hat, das Asylverfahren in Österreich abzuhalten beziehungsweise zuzulassen ist. Ich halte es für vernünftig, dies zu ändern. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordnete Theresia Haidlmayr (Grüne): Herr Präsident! Herr Minister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der 15. Oktober 2004 war für mich ein schöner Tag: Es wurde das Verfassungsgerichtshof-Erkenntnis verlautbart, mit dem die Ausgliederung des Zivildienstes an eine private Organisation aufgehoben worden ist. Das war für mich deshalb ein ganz schöner Tag, weil ich eine Bürgerrechtlerin und eine Menschenrechtlerin bin und weil ich einfach haben möchte, dass in unserem Staat Gesetze, die beschlossen werden, auch rechtmäßig sind. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Minister! Ich erwarte mir von Ihnen – und nicht nur ich erwarte mir das, sondern alle Zivildienst Leistenden in Österreich erwarten sich das von Ihnen –, dass dieses Verfassungsgerichtshof-Erkenntnis rasch umgesetzt wird, dass Sie sich nicht bis Ende 2005 damit Zeit lassen, denn es kann ganz einfach nicht sein, dass ein Zivildiener abhängig ist von einer Privatorganisation. Wie der Zivildienst läuft, wohin die Zivildiener zugewiesen werden oder nicht, das ist Ihre Aufgabe, dafür haben Sie die Verantwortung zu tragen, Herr Minister! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Ellmauer: Pure Unterstellungen!
Herr Minister, Sie vertreten die Zivildiener nicht mehr (Abg. Ellmauer: Pure Unterstellungen!), und Sie wissen ganz genau, dass die Zivildiener noch nie so arm waren wie jetzt, dass die Zivildiener noch nie so wenig Geld bekommen haben wie jetzt! – Herr Minister, das muss ein Ende haben!
Abg. Dr. Partik-Pablé: Und was haben Präsenzdiener?
Sie, Herr Minister, meinten, 5,86 € würden für die Ernährung eines Zivildieners völlig ausreichen. – Das ist doch zynisch, und Sie wissen ganz genau: Zivildiener bekommen 350 € im Monat für Essen, für Wohnen, für Heizen, für Strom. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Und was haben Präsenzdiener?) Ich mute niemandem in unserer Republik zu, dass er/sie mit 350 € im Monat seine/ihre Kosten bestreiten muss. – Sie allerdings, Herr Minister, haben die Macht, das für Zivildiener mehr oder weniger festzuschreiben. Und dass Sie das tun, finde ich persönlich verabscheuungswürdig! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Sie, Herr Minister, meinten, 5,86 € würden für die Ernährung eines Zivildieners völlig ausreichen. – Das ist doch zynisch, und Sie wissen ganz genau: Zivildiener bekommen 350 € im Monat für Essen, für Wohnen, für Heizen, für Strom. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Und was haben Präsenzdiener?) Ich mute niemandem in unserer Republik zu, dass er/sie mit 350 € im Monat seine/ihre Kosten bestreiten muss. – Sie allerdings, Herr Minister, haben die Macht, das für Zivildiener mehr oder weniger festzuschreiben. Und dass Sie das tun, finde ich persönlich verabscheuungswürdig! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: „Verabscheuungswürdig“ darf man sagen? – Abg. Eder: Wenn es wahr ist! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich habe wegen „heuchlerisch“ einmal einen Ordnungsruf bekommen!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Ellmauer. Seine Redezeit beträgt 4 Minuten. – Bitte. (Abg. Dr. Partik-Pablé: „Verabscheuungswürdig“ darf man sagen? – Abg. Eder: Wenn es wahr ist! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich habe wegen „heuchlerisch“ einmal einen Ordnungsruf bekommen!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Matthias Ellmauer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Österreich blickt auf eine lange Tradition als Asylland zurück – darauf können wir stolz sein! – und hat seine Grenzen für Flüchtlinge immer wieder großzügig geöffnet. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Diese Vorwürfe, die von den Grünen erhoben wurden, sind ungeheuerlich, und ich weise sie daher auf das Schärfste zurück! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich möchte diese Gelegenheit auch dazu nutzen, Bundesminister Strasser ganz besonders für seine engagierte Arbeit und seinen Einsatz für jene zu danken, die in unser Land kommen und tatsächlich Hilfe brauchen. Diese werden diese Menschen auch weiterhin und möglichst rasch bekommen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Zum Schluss halte ich fest, dass sich die österreichische Asylpolitik auch weiterhin im Rahmen der Genfer Konvention, der Europäischen Menschenrechtskonvention und der österreichischen Verfassung bewegen wird. Und Garant dafür ist vor allem auch unser Bundesminister Ernst Strasser. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Bravorufe und demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordnete Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Es ist beschämend, dass wir heute hier im Parlament diese Dringliche Anfrage behandeln müssen. (Bravorufe und demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) – Die Handlungsweise von Minister Strasser und sein schlampiger Umgang mit dem Rechtsstaat machen dies erforderlich.
Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé.
Wenn man die Reden der ÖVP- sowie der freiheitlichen Abgeordneten gehört hat, dann, muss ich sagen, finde ich es sogar ungeheuer wichtig, dass wir diese Dringliche Anfrage heute hier behandeln, denn so können wir aufzeigen, wie Herr Minister Strasser, der ja auf die Verfassung angelobt ist, mit Grundrechten, mit Menschenrechten und mit Verfassungsrechten in unserem Lande umgeht – und wie die Abgeordneten der Regierungsparteien dieses Vorgehen mit Zähnen und Klauen verteidigen und herunterzuspielen versuchen. (Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé.)
Abg. Prinz: Diese Rede hätte vielleicht vor sieben Jahren Gültigkeit gehabt!
Die Vorgangsweise von Innenminister Strasser muss meiner Überzeugung nach als schlampig, verantwortungslos und abgehoben bezeichnet werden: Das beginnt, meine sehr geehrten Damen und Herren, bei der Gesetzwerdung (Abg. Prinz: Diese Rede hätte vielleicht vor sieben Jahren Gültigkeit gehabt!), zieht sich fort mit der Umsetzung der Gesetze – und findet seinen traurigen Höhepunkt, wenn sich dann der Verwaltungsgerichtshof einschaltet. Ich möchte das jetzt anhand des Asylgesetzes aufzeigen.
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Ich erinnere mich noch gut an die Aussage von Kollegin Partik-Pablé im Ausschuss, die gesagt hat, dass sie immer nur eine Seite sehen. Auch heute haben Sie das gesagt, Frau Kollegin. Ich möchte Ihnen sagen: Es ist die Aufgabe von Menschenrechtsorganisationen, das Wohl der Menschen zu sehen und darauf zu achten, dass Menschenrechte gewahrt und vor allem geschützt werden. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Ellmauer: ... Unterstellungen! Das ist eine Frechheit! Schämen Sie sich!
Alle Appelle seitens der NGOs und der Opposition, bei diesem Gesetz darauf zu achten, dass die Menschenrechte eingehalten werden, wurden von Ihnen und von den KollegInnen der ÖVP und der FPÖ einfach ignoriert. (Abg. Ellmauer: ... Unterstellungen! Das ist eine Frechheit! Schämen Sie sich!) Schon damals wurden, so wie heute, die AsylwerberInnen – das können Sie nachlesen – ständig kriminalisiert und stigmati-
Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé.
siert. Das ist Ihre Art, Politik in diesem Land zu machen, sehr geehrte Damen und Herren! (Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.
Es fehlt Ihnen anscheinend auch der Wille zur Kommunikation mit den betroffenen Menschen, mit den Landeshauptleuten, mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern und auch mit den Menschen, die in den Regionen wohnen. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Abg. Ellmauer: Sagen Sie das Ihren Leuten in den Ländern!
Wir brauchen einen Minister, der seine Verantwortung wahrnimmt und die Menschen nicht im Regen stehen lässt – und da meine ich alle: die ÖsterreicherInnen und die AsylwerberInnen. (Abg. Ellmauer: Sagen Sie das Ihren Leuten in den Ländern!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Wer hat Ihnen denn diese Rede aufgesetzt? Das ist ja nicht nur falsch!
Jetzt, sehr geehrte Damen und Herren, da das Gesetz in Teilen verfassungswidrig ist, kommt meiner Meinung nach der vorläufig traurige Höhepunkt im Umgang mit dem Rechtsstaat und den Menschenrechten, und ich fürchte, das ist noch nicht das Ende, denn anstatt die verfassungswidrigen und menschenrechtswidrigen Teile zu entschärfen, wollen Sie, Herr Minister, und auch die FPÖ das Gesetz verschärfen. Ich glaube, dass diese Verschärfung des Asylgesetzes das Problem nicht lösen wird. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wer hat Ihnen denn diese Rede aufgesetzt? Das ist ja nicht nur falsch!)
Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter
Ich komme jetzt zum Schlusssatz. Der Aussage, die Sie getätigt haben: Was Recht ist, muss nicht gut sein!, würde ich noch gerne etwas hinzufügen, nämlich: Es muss aber Recht bleiben (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter) – auch für einen Innenminister, auch für die Damen und Herren von den Regierungsparteien.
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Respektieren Sie den Rechtsstaat, rütteln Sie nicht an seinen Grundfesten und beweisen Sie Respekt den Menschen gegenüber. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Ruf bei der SPÖ: Die war super!
Abgeordneter Markus Fauland (Freiheitliche): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wenn man der Vorrednerin zugehört hat (Ruf bei der SPÖ: Die war super!), dann ist festzustellen: Sie empfindet, dass das Asylgesetz eindeutig zu scharf ist, dass es liberalisiert gehört. Sie meint, es sei gegen die Menschenrechte. – Da bin ich und ist auch die FPÖ anderer Meinung.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Aus diesen Gründen – und damit möchte ich schließen – fordere ich Sie, Herr Bundesminister, auf – und ich bin überzeugt davon, dass uns das gelingen wird –, das jetzige Asylgesetz so zu optimieren, dass es dem Anspruch entspricht, den alle Österreicherinnen und Österreicher an solch ein Gesetz stellen. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Wir haben gefragt – keine Antwort!
Abgeordneter Ing. Norbert Kapeller (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Minister! Hohes Haus! Einerseits ist es für Sie, meine Damen und Herren von der Fraktion der Grünen, selbstverständlich, grobe, herbe Kritik, ja Anschuldigungen gegen den Herrn Minister, gegen Mitglieder des Kabinetts und gegen Beamte des Bundeskriminalamtes auszusprechen (Abg. Öllinger: Wir haben gefragt – keine Antwort!), andererseits erlauben Sie aber nicht, dass Kritik am Verfassungsgerichtshof oder am UBAS geübt wird, obwohl niemand – und schon gar nicht unser Herr Minister! – diese Institutionen, deren Rechte oder deren Entscheidungen anzweifelt oder deren Entscheidungen kritisiert.
Abg. Dr. Glawischnig: Ja!
Abschließend: Frau Glawischnig, Sie haben gesagt, Sie beobachten, dass Minister Strasser immer weiter nach rechts rückt. (Abg. Dr. Glawischnig: Ja!) Darum geht es Ihnen in Wirklichkeit! Sie beschmutzen unseren Minister ausschließlich deshalb, weil er Ihre gesellschaftspolitische Intention nicht vertritt.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie Bravorufe bei der ÖVP.
auf die öffentliche Meinung, und deshalb haben wir auch das Mandat zum Regieren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Norbert Darabos (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Minister! Hohes Haus! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Das Mandat zum Regieren werden Sie mit solchen Ministern nicht mehr lange haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wittauer: Der Schnabl ist karenziert, der Schnabl arbeitet ...!
Man könnte ja geneigt sein, zu verstehen, warum das so ist. Wenn man weiß, dass Sie die höchste Kriminalitätsrate in der Zweiten Republik mit über 700 000 Delikten zu verantworten haben, dass jetzt gleichzeitig die Aufklärungsrate von über 51 Prozent, die es noch unter sozialdemokratischen Ministern gab, auf nur noch 37 Prozent zurückgegangen ist, dass Sie die Schließung von Gendarmerieposten zu verantworten haben, dass entgegen Ihren Ausführungen weniger Beamte auf den Straßen im Einsatz sind und nicht mehr Beamte, dass Sie gleichzeitig Ihr Ministerium politisch eingefärbt haben und international anerkannte Experten aus Ihrem Bereich wie den heute schon genannten General Schnabl und auch General Strohmeyer und den Landesgendarmeriekommandanten Kanz in die Frühpensionierung gehetzt haben (Abg. Wittauer: Der Schnabl ist karenziert, der Schnabl arbeitet ...!), dann könnte man meinen und dazu neigen, Ihre Nervosität im Zusammenhang mit Ihrem Umgang mit dem Rechtsstaat verstehen zu können. Aber dass Sie Erkenntnisse des Verfassungsgerichtshofes einfach so wegwischen und hier wörtlich sagen: Was Recht ist, muss nicht unbedingt gut sein!, ist gerade im Fall eines Innenministers, der demokratiepolitisch sehr sensibel sein sollte, unverständlich und auch von unserer Seite nicht zu akzeptieren. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Man könnte ja geneigt sein, zu verstehen, warum das so ist. Wenn man weiß, dass Sie die höchste Kriminalitätsrate in der Zweiten Republik mit über 700 000 Delikten zu verantworten haben, dass jetzt gleichzeitig die Aufklärungsrate von über 51 Prozent, die es noch unter sozialdemokratischen Ministern gab, auf nur noch 37 Prozent zurückgegangen ist, dass Sie die Schließung von Gendarmerieposten zu verantworten haben, dass entgegen Ihren Ausführungen weniger Beamte auf den Straßen im Einsatz sind und nicht mehr Beamte, dass Sie gleichzeitig Ihr Ministerium politisch eingefärbt haben und international anerkannte Experten aus Ihrem Bereich wie den heute schon genannten General Schnabl und auch General Strohmeyer und den Landesgendarmeriekommandanten Kanz in die Frühpensionierung gehetzt haben (Abg. Wittauer: Der Schnabl ist karenziert, der Schnabl arbeitet ...!), dann könnte man meinen und dazu neigen, Ihre Nervosität im Zusammenhang mit Ihrem Umgang mit dem Rechtsstaat verstehen zu können. Aber dass Sie Erkenntnisse des Verfassungsgerichtshofes einfach so wegwischen und hier wörtlich sagen: Was Recht ist, muss nicht unbedingt gut sein!, ist gerade im Fall eines Innenministers, der demokratiepolitisch sehr sensibel sein sollte, unverständlich und auch von unserer Seite nicht zu akzeptieren. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Großruck: Sehr schwach!
fertigt ist. Es sollten stärkere parlamentarische Schritte gegen Sie unternommen werden. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Großruck: Sehr schwach!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
(Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Neuerlicher Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine Damen und Herren! Tun Sie etwas für Österreich, tun Sie etwas für die Sicherheit, und tun Sie etwas für den Rechtsstaat, damit dieser auch in Zukunft gewahrt bleibt!– Danke. (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Viel ist heute, auch in den vorangegangenen Debatten, von Demokratieverständnis, von Verständnis für Rechtsstaat, von Verständnis für Parlamentarismus gesprochen worden, vor allem von den Abgeordneten der Opposition. Vielleicht ist das Ihr Verständnis von Parlamentarismus und Fairness, wenn man eines der schärfsten Mittel, welches das Parlament gegenüber einem Regierungsmitglied hat, dann einbringt, wenn die Partei des Ministers nur mehr zwei Minuten Redezeit hat, um dagegen auch Einwendungen vorbringen zu können. Das ist vielleicht Ihre Ansicht von Parlamentarismus oder vielleicht auch ein Zeichen für schlechtes Gewissen, dass man möglichst keine Gegenargumente mehr zulassen möchte, Argumente gegen diesen rein parteipolitisch motivierten Misstrauensantrag, den Sie hier kurz vor Ende dieser Debatte einbringen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Glawischnig: Sie haben es nicht verstanden!
Ihnen die Entscheidungen zupass sind? (Abg. Dr. Glawischnig: Sie haben es nicht verstanden!)
Abg. Mag. Wurm: Sie sind aber nicht Teil der Verwaltung, sondern die Abgeordneten sind Teil der Legislative! Das ist der Unterschied!
Das, meine Damen und Herren, ist alles zulässig für Abgeordnete in diesem Hohen Haus, die dasselbe Gelöbnis auf die österreichische Verfassung gesprochen haben wie dieser Minister. (Abg. Mag. Wurm: Sie sind aber nicht Teil der Verwaltung, sondern die Abgeordneten sind Teil der Legislative! Das ist der Unterschied!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Aber so leicht kann man es sich nicht machen, meine Damen und Herren! Der Grad der Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit misst sich danach, wie man mit der Meinung der anderen umgeht und nicht mit der eigenen Meinung. Das lassen Sie sich einmal ins Stammbuch schreiben! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir, meine Damen und Herren, stehen dazu, dass wir ein geordnetes Asylverfahren benötigen, dass wir selbstverständlich die Kritik des Verfassungsgerichtshofes ernst zu nehmen haben, dass wir aber den grundsätzlichen Anliegen zum Durchbruch verhelfen müssen: Asyl für die wirklich politisch Verfolgten, aber den Missbrauch verhindern im Interesse der Österreicher, aber auch im Interesse der wirklichen Asylwerber, die alle unsere Unterstützung verdienen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Oh-Rufe bei der ÖVP.
Zweitens: Sie messen mit zweierlei Maß. Ich erinnere Sie nur: Es hat ein Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes zur Familienbesteuerung gegeben. Wissen Sie, was die jetzige Frau Präsidentin, damalige Familienministerin, Prammer gesagt hat? Sie denkt überhaupt nicht daran, das Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes eins zu eins umzusetzen. (Oh-Rufe bei der ÖVP.) Das war die damalige Aussage, meine Damen und Herren!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
So weit zu Ihrem Verständnis. Sie messen mit zweierlei Maß, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir vertrauen Ernst Strasser und lehnen daher diesen Ihren Misstrauensantrag selbstverständlich ab! (Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Wir fordern ein Respekt vor dem Rechtsstaat. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Wir fordern ein Respekt vor der Genfer Konvention, und wir fordern ein Respekt vor dem Parlament. Die Art und Weise, wie der Herr Innenminister heute diese Dringliche Anfrage der Grünen behandelt hat, hat diesen Respekt nicht zum Ausdruck gebracht.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Großruck: Von wem stammt der Satz „Das Boot ist voll!“ – Cap hat das gesagt!
Sie sollten wissen, dass es gerade in der Frage des Asyls oft um Leben und Tod geht und dass hier nicht mit Zahlen jongliert werden sollte, sondern dass hier Menschenschicksale im Spiel sind. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Großruck: Von wem stammt der Satz „Das Boot ist voll!“ – Cap hat das gesagt!)
Beifall bei der SPÖ.
Dieser Misstrauensantrag ist gerechtfertigt. Diese zynische Art und Weise, wie der Innenminister sich heute darüber geäußert hat, diese respektlose Art und Weise, die er gegenüber dem Parlament heute zum Ausdruck gebracht hat, hat dazu geführt, dass wir spontan zu dem Schluss gekommen sind: Hier kann nur mehr ein Misstrauensantrag klar unsere Meinung äußern und unser Misstrauen gegenüber diesem Minister zum Ausdruck bringen, und daher haben wir ihn eingebracht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Entscheidungen wie die über einen Misstrauensantrag sollten – diese Überzeugung habe ich; das vertrete ich – nicht aus einer emotionalen Haltung heraus erfolgen. Darum hätten uns wir Grüne gewünscht, dass wir, obwohl Herr Bundesminister Strasser keine ausreichenden Antworten gegeben, ja Antworten verweigert hat, noch die Möglichkeit haben, das alles noch einmal den Herrn Minister zu fragen. Das, was Sie uns, Herr Minister Strasser, heute hier geboten haben, war Auskunftsverweigerung (Beifall bei den Grünen und der SPÖ), Auskunftsverweigerung noch dazu in einer Sache, bei der es um den Kern unseres Rechtsstaates geht – und nicht nur darum, Herr Kollege Scheibner, ob jemand ein Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes kritisiert! Das ist doch das gute Recht nicht nur von Abgeordneten, sondern von jedem Staatsbürger/jeder Staatsbürgerin! Aber Herr Minister Strasser steht da nicht als jemand, der kritisch zu einem Urteil steht – das darf er, das gilt unbestritten für ihn auch –, sondern als jemand, der in der Öffentlichkeit erklärt hat, er wolle dieses Urteil nicht vollziehen! Das hat Bundesminister Strasser erklärt! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Widerspruch bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Scheibner: Das hat er nicht gesagt! Einfach falsch! Bleiben Sie bei der Redlichkeit in Ihrer Argumentation! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Widerspruch bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Scheibner: Das hat er nicht gesagt! Einfach falsch! Bleiben Sie bei der Redlichkeit in Ihrer Argumentation! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Entscheidungen wie die über einen Misstrauensantrag sollten – diese Überzeugung habe ich; das vertrete ich – nicht aus einer emotionalen Haltung heraus erfolgen. Darum hätten uns wir Grüne gewünscht, dass wir, obwohl Herr Bundesminister Strasser keine ausreichenden Antworten gegeben, ja Antworten verweigert hat, noch die Möglichkeit haben, das alles noch einmal den Herrn Minister zu fragen. Das, was Sie uns, Herr Minister Strasser, heute hier geboten haben, war Auskunftsverweigerung (Beifall bei den Grünen und der SPÖ), Auskunftsverweigerung noch dazu in einer Sache, bei der es um den Kern unseres Rechtsstaates geht – und nicht nur darum, Herr Kollege Scheibner, ob jemand ein Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes kritisiert! Das ist doch das gute Recht nicht nur von Abgeordneten, sondern von jedem Staatsbürger/jeder Staatsbürgerin! Aber Herr Minister Strasser steht da nicht als jemand, der kritisch zu einem Urteil steht – das darf er, das gilt unbestritten für ihn auch –, sondern als jemand, der in der Öffentlichkeit erklärt hat, er wolle dieses Urteil nicht vollziehen! Das hat Bundesminister Strasser erklärt! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Widerspruch bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Scheibner: Das hat er nicht gesagt! Einfach falsch! Bleiben Sie bei der Redlichkeit in Ihrer Argumentation! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Minister dafür die Verantwortung – und sonst niemand in dieser Republik! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen – Ruf bei der ÖVP: Sie sollten sich entschuldigen!
Ich, meine sehr geehrten Damen und Herren, lege gar keinen Wert darauf, das sich irgendjemand von Ihnen für das, was mir damals unterstellt wurde, entschuldigt (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen – Ruf bei der ÖVP: Sie sollten sich entschuldigen!), denn ich, meine Damen und Herren, habe den Beweis antreten können.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Herr Minister Strasser aber ist heute jeden Beweis, dass er es anders gemeint hat, schuldig geblieben! Darum verdient er – leider! – tatsächlich das Misstrauen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Herr Bundesminister Strasser hat immer gesagt, dass er das Erkenntnis des VfGH zur Kenntnis nimmt und dieses umgehendst umsetzen wird, dass er aber das, was verfassungskonformes Recht ist, nicht immer als gut empfindet. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich bitte jene Damen und Herren, die sich für den gegenständlichen Misstrauensantrag aussprechen, um ein Zeichen der Zustimmung. – Das ist die Minderheit. Der Antrag ist hiemit abgelehnt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Ruf bei der ÖVP: Lesestunde!
Abgeordneter Kurt Eder (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine Herren Staatssekretäre! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich würde vorschlagen, dass wir uns einmal die Verkehrspolitik der letzten Monate auch in den Überschriften der Zeitungen anschauen. (Ruf bei der ÖVP: Lesestunde!) – Nur anschauen, nicht lesen!
Ruf bei der ÖVP: Zu wenig!
Da heißt es: Schließung von 350 Postämtern. Weiters sollen bis zum Jahre 2010 15 000 Eisenbahner eingespart werden. (Ruf bei der ÖVP: Zu wenig!) „Zu wenig!“, na sehr gut! Eine „sehr gute“ Meldung war das.
Unruhe im Saal. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Weiters: Baumanager Huber wird Vorstandschef der ÖBB. – ÖBB-Frühpensionen: massiver Widerstand der Wirtschaft. (Unruhe im Saal. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Wittauer: Eben nicht!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wenn man das liest, müsste man eigentlich sagen – ich bin ja auch in einem Unternehmen beschäftigt –: Die Manager, die in diesen Unternehmen tätig sind, tun mir eigentlich Leid, dass sie täglich mit solchen Überschriften konfrontiert werden, und das deshalb, weil sich die Politik – das sind jene Herren, die hinter mir sitzen, auch Herr Bundesminister Gorbach, der zurzeit nicht hinter mir sitzt – laufend in die Geschäfte dieser Unternehmen einmischt. (Abg. Wittauer: Eben nicht!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich kann nur immer wieder deutlich machen und betonen, dass das für die Unternehmen nicht gut ist, dass es ganz einfach äußerst schlecht ist, wenn man Unternehmen über die Öffentlichkeit zu lenken und zu führen versucht. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Na und, ist das schlecht?
wirksames Unternehmen. In der ASFINAG wachsen die Schulden ständig, auf den Straßen wachsen die Staus, im Unternehmen wachsen die Verwaltungskosten, im Unternehmen wachsen die Managementposten, im Unternehmen wächst die Zahl der GesmbHs; es werden immer mehr. (Ruf bei der ÖVP: Na und, ist das schlecht?) Doch das alles auf Kosten der Steuerzahler! Das ist schlecht, liebe Kolleginnen und Kollegen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
wirksames Unternehmen. In der ASFINAG wachsen die Schulden ständig, auf den Straßen wachsen die Staus, im Unternehmen wachsen die Verwaltungskosten, im Unternehmen wachsen die Managementposten, im Unternehmen wächst die Zahl der GesmbHs; es werden immer mehr. (Ruf bei der ÖVP: Na und, ist das schlecht?) Doch das alles auf Kosten der Steuerzahler! Das ist schlecht, liebe Kolleginnen und Kollegen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Wolfmayr: Wir werden Ihre Fehler nicht wiederholen, keine Sorge!
Die Steuerzahler bezahlen über die LKW-Maut und über die PKW-Pickerl die Zeche, von der ich gerade gesprochen habe. Jetzt geht es darum – und ich habe heute einen Abänderungsantrag dazu bekommen –, dass es der ASFINAG auch noch ermöglicht werden soll, risikoreiche Geschäfte bei Ostbeteiligungen einzugehen. Mit dem Kapital von 8 Millionen Österreichern gehen Manager mit Genehmigung dieser Regierung im Osten ein Risikogeschäft ein. Das alles haben wir schon einmal erlebt, und ich kann nur davor warnen. Man sollte das wirklich noch gut miteinander beraten. (Abg. Dr. Wolfmayr: Wir werden Ihre Fehler nicht wiederholen, keine Sorge!)
Abg. Wittauer: Das ist nicht die Schuld dieser Bundesregierung!
Wie geht es weiter? – Herr Bundesminister! Meine Herren Staatssekretäre! Nicht nur in der Innenpolitik, auch in der Europapolitik haben wir keine großen Erfolge zu verzeichnen. Wir konnten uns nicht durchsetzen, was die Wegekostenrichtlinie und die Transitverträge anbelangt. (Abg. Wittauer: Das ist nicht die Schuld dieser Bundesregierung!) Bei den Dehnstrecken konnten wir uns durchsetzen, da haben wir einige erreicht, aber nicht, weil die Herren in der Regierung so gut verhandelt haben, sondern weil das die Abgeordneten Swoboda, Rübig, Kronberger und Voggenhuber durchgesetzt haben. Seien wir froh, dass wir gute Europaabgeordnete – wenigstens in dieser Richtung – haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wie geht es weiter? – Herr Bundesminister! Meine Herren Staatssekretäre! Nicht nur in der Innenpolitik, auch in der Europapolitik haben wir keine großen Erfolge zu verzeichnen. Wir konnten uns nicht durchsetzen, was die Wegekostenrichtlinie und die Transitverträge anbelangt. (Abg. Wittauer: Das ist nicht die Schuld dieser Bundesregierung!) Bei den Dehnstrecken konnten wir uns durchsetzen, da haben wir einige erreicht, aber nicht, weil die Herren in der Regierung so gut verhandelt haben, sondern weil das die Abgeordneten Swoboda, Rübig, Kronberger und Voggenhuber durchgesetzt haben. Seien wir froh, dass wir gute Europaabgeordnete – wenigstens in dieser Richtung – haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Mag. Kogler.
So könnte ich hier weiter Punkt für Punkt aufzählen, aber meine Redezeit erlaubt es nicht. Es werden auch eine Reihe anderer Redner aus meiner Fraktion über weitere Punkte sprechen. Ich meine, dass wir doch versuchen sollten, miteinander eine Infrastruktur zu schaffen, die auch der Wirtschaft und den Menschen in diesem Lande nützt. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Mag. Kogler.)
Abg. Gradwohl: O ja! Der Straßenzustand ist nicht besser geworden! Semmering-Schnellstraße!
Straßen haben immer die Steuerzahler bezahlt. Sie nutzen sie auch. Daran hat sich seit der Zeit Ihrer Regierung bis heute nichts geändert, und das ist auch gut so. (Abg. Gradwohl: O ja! Der Straßenzustand ist nicht besser geworden! Semmering-Schnellstraße!)
Beifall bei der ÖVP.
Kollege Eder! Wir sollten dafür Sorge tragen, dass die Busse und die Züge fahren und dass die Waren von einem Ort an den anderen kommen. Meine Damen und Herren! Wir sollten uns bitte als Politiker nicht permanent in unternehmerische Aufgaben einmischen. Das ist ein Kardinalfehler, der immer gemacht wurde, und wir versuchen, eben dies zu vermeiden. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Eder: Jetzt tut sich nichts mehr!
Kollege Eder, bei den ÖBB hat sich über Jahrzehnte hindurch nichts getan. (Abg. Eder: Jetzt tut sich nichts mehr!) Bei der Post hat sich nichts getan, genauso wenig wie bei der Exekutive, bei den Pensionen, bei der Gesundheit oder bei der Justiz. All das sind Dinge, die jetzt reformiert werden, und zu diesen Reformen bekenne ich mich, weil sie in Wirklichkeit ganz klug und gut sind.
Zwischenruf des Abg. Dr. Bauer. – Abg. Eder: Jetzt fahren sie gar nicht mehr!
Was ist denn früher bei den ÖBB passiert? – Ich nenne nur ein Beispiel, das ich eigentlich nie verstanden habe: Die ÖBB, die einen Versorgungsauftrag zu erfüllen haben, nämlich Transportleistung von Waren und Personen, haben es sich daneben geleistet, ihr eigener bester Konkurrent zu sein, indem sie Busse betrieben haben – defizitär natürlich – und auch eine eigene Frächterei hatten – auch defizitär. All das hat man versucht, in einen großen Warenkorb hineinzuwerfen, aber, Herr Kollege, in Wirklichkeit ist keine der Leistungen, für die der Steuerzahler bezahlt hat, so erbracht worden, wie er es sich erwarten darf. (Zwischenruf des Abg. Dr. Bauer. – Abg. Eder: Jetzt fahren sie gar nicht mehr!) – Herr Kollege! In der Wirtschaft waren Sie auch nie, wie ich aus Ihren Zwischenrufen schließe! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Bauer.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Bauer.
Was ist denn früher bei den ÖBB passiert? – Ich nenne nur ein Beispiel, das ich eigentlich nie verstanden habe: Die ÖBB, die einen Versorgungsauftrag zu erfüllen haben, nämlich Transportleistung von Waren und Personen, haben es sich daneben geleistet, ihr eigener bester Konkurrent zu sein, indem sie Busse betrieben haben – defizitär natürlich – und auch eine eigene Frächterei hatten – auch defizitär. All das hat man versucht, in einen großen Warenkorb hineinzuwerfen, aber, Herr Kollege, in Wirklichkeit ist keine der Leistungen, für die der Steuerzahler bezahlt hat, so erbracht worden, wie er es sich erwarten darf. (Zwischenruf des Abg. Dr. Bauer. – Abg. Eder: Jetzt fahren sie gar nicht mehr!) – Herr Kollege! In der Wirtschaft waren Sie auch nie, wie ich aus Ihren Zwischenrufen schließe! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Bauer.)
Abg. Wittauer: Er hat nicht ganz so Unrecht!
Herr Kollege! Man sollte sich in solchen Fragen der Infrastruktur natürlich behutsam vorwärts bewegen. Ich glaube, es ist gut, dass man auf die optimale Versorgung der Bevölkerung mit Postdienstleistung und Verkehrsdienstleistung großen Wert legt. (Abg. Wittauer: Er hat nicht ganz so Unrecht!) Hätte man nichts getan, wären die ÖBB mit Volldampf gegen eine Mauer gefahren. Herr Kollege Eder und alle anderen, das wissen Sie ganz genau.
Zwischenruf der Abg. Binder.
Meine Damen und Herren! ÖBB-Maßnahmen – ich danke vielmals! Staatssekretär Kukacka geht das mit Minister Gorbach couragiert an. Ich glaube, wir sind da auf dem richtigen Weg. Wir sollten uns jetzt überlegen, was man bei den ÖBB mit dem Personal tut, von dem offensichtlich zu viel vorhanden ist. Es handelt sich um gutes Personal, das man motivieren und umschulen soll, mit dem etwas zu geschehen hat. (Zwischenruf der Abg. Binder.) – Frau Kollegin! Es kann nicht sein, dass das Personal eins zu eins in Pension geschickt wird. Wir sollten uns da etwas überlegen, und das Management ist aufgefordert, das auch zu tun.
Abg. Dr. Gabriele Moser: Warum sind Sie dann für eine Senkung der Zuschüsse? Es wird ständig reduziert!
Ich mache jetzt einen kurzen Sidestep, weil das an sich dasselbe Thema ist – ÖPNV. Wie wird denn der ÖPNV – der öffentliche Personennahverkehr – in Wirklichkeit finanziert? Haben Sie sich die Finanzierungsströme schon einmal angeschaut? – Auch dort ist eine Reform notwendig und gefragt. Der ÖPNV wird im städtischen Bereich, vor einem dicht verbauten Bereich wahrscheinlich unverzichtbar sein. Ich trete dafür ein, dass alle anderen Ballungsräume außerhalb Wiens endlich einmal das Niveau erhalten wie zum Beispiel die Bürger im Bereich Wien, die sich Gott sei Dank auf eine funktionierende U-Bahn und Straßenbahn verlassen können. (Abg. Dr. Gabriele Moser: Warum sind Sie dann für eine Senkung der Zuschüsse? Es wird ständig reduziert!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
In diesem Sinne: Es ist ein gutes Budget. Mit diesem Verkehrsbudget werden wir gut leben können und Mut zu neuen Reformen gewinnen. Wir werden es gemeinsam umsetzen. Der Herr Minister und seine Staatssekretäre beweisen es täglich. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Wittauer: Da baut der Verkehrsminister die Opposition aber sehr gut ein!
Die erste Realität: In Österreich sterben im Straßenverkehr pro Woche Mitglieder einer ganzen Familie. Ich bin Ihnen dankbar, Herr Kollege Miedl, dass Sie die Verkehrssicherheit angesprochen haben. Jede Woche stirbt eine ganze Familie. (Abg. Wittauer: Da baut der Verkehrsminister die Opposition aber sehr gut ein!)
Abg. Wittauer: Das ist nicht fair!
Herr Minister! Ich sehe teilweise schwächere Kontrollpunkte, ich sehe teilweise weniger Polizisten auf den Straßen, um die Verkehrssicherheit auch wirklich zu kontrollieren, und ich sehe, Herr Minister, vor allem ein Vormerksystem, ein System „Führerschein neu“, in dem Sie die Hauptursachen der Verkehrsunfälle – nämlich Alkohol am Steuer und vor allem Geschwindigkeitsüberschreitungen – nicht vorsehen. – Ich korrigiere mich: in einer verbesserten Form. Geschwindigkeitsdelikte sind kein Aspekt fürs Vormerksystem! Wir werden darüber noch näher diskutieren. (Abg. Wittauer: Das ist nicht fair!)
Abg. Wittauer: Aber nicht durch Alkohol!
Herr Minister! Die Realität ist, dass an die 930 Menschen im Jahr auf Österreichs Straßen sterben (Abg. Wittauer: Aber nicht durch Alkohol!), und Sie tun meines Erachtens für die Priorität Nummer eins, nämlich ein Verkehrssystem zu schaffen, durch welches dies eben vermieden wird, noch viel zu wenig! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Minister! Die Realität ist, dass an die 930 Menschen im Jahr auf Österreichs Straßen sterben (Abg. Wittauer: Aber nicht durch Alkohol!), und Sie tun meines Erachtens für die Priorität Nummer eins, nämlich ein Verkehrssystem zu schaffen, durch welches dies eben vermieden wird, noch viel zu wenig! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Lassen Sie die LKW in Ruhe!
Herr Minister! Eine andere Realität – Sie wissen es ja –: Schadstoffbelastungen, Gesundheitsbelastungen, Lärm, auch Flächenverbrauch, denn Umweltressourcen sind beschränkt. – Das sind Realitäten, Herr Minister! Doch was haben wir im Verkehrsbereich? – Wir haben Steigerungsraten, die jenseits des Verkraftbaren liegen. Sie selber kennen die Realität beim Transit genau: um 20 Prozent mehr LKW-Verkehr pro Monat auf der Transitschneise über den Brenner. – Realität! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Lassen Sie die LKW in Ruhe!)
Beifall bei den Grünen.
teuersten Investitionsprodukte, seien es auch die teuersten Unterinntalausbauten auf der Bahn, seien es auch die teuersten Tunnelvarianten beim Brenner. – Es ist alles für die Katz’. Das können Sie in der wissenschaftlichen Literatur Länge mal Breite nachlesen, erst jetzt steht es wieder in einer Studie vom Wifo von Dr. Puwein. Wenn wir auf europäischer Ebene keine Kostenwahrheit schaffen, dann können wir uns national nicht mehr wehren. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Minister, ich schaue mir das Budget an, schaue mir den Bereich öffentlicher Nahverkehr an, schaue mir die vergangenen Budgets an und sehe ein deutliches Streichkonzert bei der Finanzierung des öffentlichen Verkehrs, der allein meines Erachtens einigermaßen in der Lage ist, die zusätzlichen Preissteigerungen bei Benzin und Treibstoff zu kompensieren und andere Modalitätsformen anzubieten. Sie selber sagen ja immer, man solle intermodal denken. Ich weiß, Sie denken an die Schifffahrt auf der Donau, aber da ist mir schon das Anliegen näher, dass die einzelnen Menschen umweltfreundlich zur Arbeit gelangen können und ein besseres ÖV-Angebot haben. (Beifall bei den Grünen.)
Staatssekretär Mag. Kukacka: Wir akzeptieren es nicht!
Herr Minister, Sie selber kennen ja den Rohbericht des Rechnungshofes. Länge mal Breite kritisiert er Intransparenz, Ineffizienz und eine teilweise gesetzeswidrige Vorgangsweise. Herr Staatssekretär Kukacka, Sie nicken, Sie wissen das ja teilweise noch besser als ich, weil Sie das Ganze ja von innen sehen, und Sie akzeptieren das. (Staatssekretär Mag. Kukacka: Wir akzeptieren es nicht!)
Beifall bei den Grünen.
Meiner Meinung tun Sie da viel zu wenig, und es besteht auch im Budgetausschuss Ihrerseits nach wie vor Antwortverweigerung. Ich frage Sie: Wann haben Sie denn die Verkehrsdienstverträge oder die Dienstverträge mit den ÖBB – gemeinwirtschaftliche Leistungen – für das Jahr 2004 unterschrieben? Wann für das Jahr 2002 und für das Jahr 2003? Wann für das Jahr 2005? Sie teilten mir schriftlich mit, die für 2005 werden Sie in Kürze unterschreiben. Sie verschweigen, dass Sie die für 2004 und auch die für 2003 viel zu spät unterschrieben haben und praktisch den ÖBB von vornherein das Geld gegeben haben, ohne genau nachzufragen und zu überprüfen, wofür eigentlich. Da fehlt die Qualität, Herr Minister! Sie hätten schon längst anders handeln können. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Wittauer: Da war die Lichtenberger besser!
Zur Bahnreform möchte ich nur wenige Worte sagen: Es wurde gesagt, dass wir eine Bahnreform brauchen, und Sie haben Ihr Vorhaben auch durchgezogen. Sie haben filetiert. (Abg. Wittauer: Da war die Lichtenberger besser!) In Zukunft stehen uns Kosten ins Haus. Ich nenne nur ein Detail: Das, was Sie jetzt an Rechtsanwaltsverträgen zwischen den einzelnen AGs brauchen, damit zum Beispiel die Bau AG mit der Benützungs AG und der Betriebs AG einigermaßen kooperieren kann, kostet wieder Länge mal Breite.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sollen wir gar nichts machen? Straßen sollen wir nicht bauen, und jetzt dürfen wir auch die Bahn nicht mehr ausbauen!
Sie sehen, da sind Projekte am Laufen, die sich niemals rechnen werden. Ich habe das Unterinntal bereits erwähnt. Da brauchen Sie nur im „trend“ vom November, der aktuellen Ausgabe also, nachzuschauen. Dort können Sie nachlesen, dass Basler & Basler aus der Schweiz, ein Consultingunternehmen, eindeutig attestiert hat, dass sich diese Strecke wirtschaftlich nie rentieren wird, dass die Auslastung nicht gegeben sein wird. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sollen wir gar nichts machen? Straßen sollen wir nicht bauen, und jetzt dürfen wir auch die Bahn nicht mehr ausbauen!) Aber trotzdem rinnen Millionen hinein, rinnt über 1 Milliarde hinein unter anderem mit dem Effekt, dass wir dort die teuerste Lärmschutzwand auf der ganzen Welt haben werden. Dreigleisige Tunnels werden geplant, dreigleisige Tunnels mit Weichen! Also das geht nie.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sollen wir gar nichts mehr machen?
Jetzt habe ich nur einmal die Bahn angesprochen, ich könnte noch viel länger über die Autobahnprojekte, über die ASFINAG reden. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sollen wir gar nichts mehr machen?) Sie wissen es selber, Herr Kollege Scheuch, da gibt es Rückzahlungstermine bis 2043! Ich hoffe, dass Sie dann nicht schon im Grab sind. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Da sitze ich noch da!) – Aus unserer Sicht hoffentlich nicht. Dagegen gönne ich es Ihnen gerne, dann noch an der Schuldenrückzahlung der ASFINAG teilzunehmen.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Da sitze ich noch da!
Jetzt habe ich nur einmal die Bahn angesprochen, ich könnte noch viel länger über die Autobahnprojekte, über die ASFINAG reden. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sollen wir gar nichts mehr machen?) Sie wissen es selber, Herr Kollege Scheuch, da gibt es Rückzahlungstermine bis 2043! Ich hoffe, dass Sie dann nicht schon im Grab sind. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Da sitze ich noch da!) – Aus unserer Sicht hoffentlich nicht. Dagegen gönne ich es Ihnen gerne, dann noch an der Schuldenrückzahlung der ASFINAG teilzunehmen.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das war für Sie wahrscheinlich Chinesisch!
Herr Minister! Zum Schluss noch: Sie waren wahrscheinlich auf Grund dieser Realitäten im Verkehrsbereich, die wirklich relativ deprimierend sind, des Öfteren im Ausland. Ihre Auslandsreisen sind ja auch schon fast sagenhaft und legendär. Kürzlich haben Sie uns ja aus China einiges mitgeteilt, und diese Mitteilung aus China kann ich wirklich nur vor dem Hintergrund interpretieren, dass Sie einfach die österreichische Situation nicht mehr mit realem Blick fassen können. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das war für Sie wahrscheinlich Chinesisch!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Womit sollen wir uns fortbewegen? Mit dem Auto sollen wir nicht fahren und mit dem Zug auch nicht!
Was haben Sie uns aus China mitteilen lassen? Sie wünschen sich geradezu den Bau des Transrapid zwischen Wien und Innsbruck. – Ja, Herr Minister, warum bauen wir denn dann die Westbahnstrecke viergleisig aus? Beim Transrapid kostet ein Kilometer 24 Millionen €. Wer soll das bezahlen? Was soll das überhaupt? (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Womit sollen wir uns fortbewegen? Mit dem Auto sollen wir nicht fahren und mit dem Zug auch nicht!)
Abg. Wittauer: Visionäre braucht das Land!
Herr Minister, ich kann wirklich nicht nachvollziehen, wie Sie auch nur ansatzweise auf solche Gedanken kommen können. (Abg. Wittauer: Visionäre braucht das Land!) Entschuldigen Sie, der Herr Minister ist angetreten mit einer realistischen verkehrspolitischen Ansage. Und was es jetzt gibt, ist im Hinblick auf den Generalverkehrsplan wirklich Luftschlosspolitik, und in Bezug auf die Perspektive Transrapid sind das wirklich Traumwahngebilde. Was auf der Strecke bleibt, ist der einfache Mensch mit seinen Bedürfnissen nach Leben, Gesundheit, nach ordentlichen öffentlichen Verkehrsmitteln mit entsprechender Qualität und nach einer guten Luft- und Wohnqualität, die sich mit dem Verkehrsangebot verträgt. Das bleibt auf der Strecke! Bitte, Herr Minister, werden Sie endlich realistisch! Machen Sie eine humane Verkehrspolitik! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Minister, ich kann wirklich nicht nachvollziehen, wie Sie auch nur ansatzweise auf solche Gedanken kommen können. (Abg. Wittauer: Visionäre braucht das Land!) Entschuldigen Sie, der Herr Minister ist angetreten mit einer realistischen verkehrspolitischen Ansage. Und was es jetzt gibt, ist im Hinblick auf den Generalverkehrsplan wirklich Luftschlosspolitik, und in Bezug auf die Perspektive Transrapid sind das wirklich Traumwahngebilde. Was auf der Strecke bleibt, ist der einfache Mensch mit seinen Bedürfnissen nach Leben, Gesundheit, nach ordentlichen öffentlichen Verkehrsmitteln mit entsprechender Qualität und nach einer guten Luft- und Wohnqualität, die sich mit dem Verkehrsangebot verträgt. Das bleibt auf der Strecke! Bitte, Herr Minister, werden Sie endlich realistisch! Machen Sie eine humane Verkehrspolitik! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abgeordneten Wittauer –: Jetzt bekommt die Debatte Niveau!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Wittauer. Freiwillige Redezeitbeschränkung: 8 Minuten. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abgeordneten Wittauer –: Jetzt bekommt die Debatte Niveau!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Reheis: Na servas!
Abgeordneter Klaus Wittauer (Freiheitliche): Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Werte Regierungsmitglieder! Herr Abgeordneter Eder! – Ist er schon verschwunden? – Ich muss Ihnen sagen, die Bundesbahnreformen, wie sie vorhin dargestellt worden sind, sind notwendig, weil die Sozialdemokratie und die Gewerkschaften die Bundesbahn als ihr persönliches Eigentum gesehen haben. Und das war das Problem der Bundesbahn und nicht diese Regierung! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Reheis: Na servas!)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Ja, und wer zahlt es?
Diese Bundesregierung hat gerade beim Ausbau von Straße und Schiene Schwerpunkte gesetzt: Für die Projekte von 2000 bis 2010 werden 30 Milliarden € eingesetzt! (Abg. Dr. Gabriela Moser: Ja, und wer zahlt es?) Wir wollen nicht nur über die Zukunft reden, wir wollen auch über die Gegenwart reden und darüber, was diese Bundesregierung gemacht hat. Der Zeitraum von 2000 bis 2004 verglichen mit dem Zeitraum von 1995 bis 1999 – und wenn ich mich so dumpf erinnere, gab es da einen sozialdemokratischen Verkehrsminister; ich bin ja froh, dass diese Zeiten vorbei sind –, was gab es da für eine Steigerung? (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Einen sozialistischen!) Eine Steigerung der Investitionen um 32 Prozent! Meine Damen und Herren, Sie müssten normalerweise unserem Verkehrsminister Applaus spenden für diese außerordentlichen Leistungen.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Einen sozialistischen!
Diese Bundesregierung hat gerade beim Ausbau von Straße und Schiene Schwerpunkte gesetzt: Für die Projekte von 2000 bis 2010 werden 30 Milliarden € eingesetzt! (Abg. Dr. Gabriela Moser: Ja, und wer zahlt es?) Wir wollen nicht nur über die Zukunft reden, wir wollen auch über die Gegenwart reden und darüber, was diese Bundesregierung gemacht hat. Der Zeitraum von 2000 bis 2004 verglichen mit dem Zeitraum von 1995 bis 1999 – und wenn ich mich so dumpf erinnere, gab es da einen sozialdemokratischen Verkehrsminister; ich bin ja froh, dass diese Zeiten vorbei sind –, was gab es da für eine Steigerung? (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Einen sozialistischen!) Eine Steigerung der Investitionen um 32 Prozent! Meine Damen und Herren, Sie müssten normalerweise unserem Verkehrsminister Applaus spenden für diese außerordentlichen Leistungen.
Abg. Dr. Matznetter: Wer ist Mathias Reichhold?
Oder schauen wir uns konkret Tirol an, denn Tirol ist mir im Besonderen wichtig: Diese Bundesregierung hat mit Hilfe der Anstrengung des Verkehrsministeriums den Bau der Unterinntaltrasse verwirklicht. Ich darf Sie an Mathias Reichhold erinnern. (Abg. Dr. Matznetter: Wer ist Mathias Reichhold?) Wie lange hat das bei euch gebraucht? Ich glaube, wir sind da ja schon 20 Jahre auf dem Weg. Wir haben es in kurzer Zeit geschafft, dass die Unterinntaltrasse jetzt im Bau ist. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Wer zahlt?) Die Unterinntaltrasse war notwendig, um den Brenner-Basistunnel zu realisieren. Natürlich war die Unterinntaltrasse auch notwendig, um gegenüber Brüssel ein Signal zu setzen. Das Signal ist angekommen. Wir haben bei der Projektplanung Phase 2 – da geht es um 90 Millionen € – 50 Prozent europäische Mitfinanzierung, und da das für Tirol so wichtig ist, war es durch Verhandlungen unseres Ministers sogar möglich, dass der österreichische Bundesanteil wiederum halbiert wird und das Land Tirol 25 Prozent übernimmt.
Abg. Dr. Gabriela Moser: Wer zahlt?
Oder schauen wir uns konkret Tirol an, denn Tirol ist mir im Besonderen wichtig: Diese Bundesregierung hat mit Hilfe der Anstrengung des Verkehrsministeriums den Bau der Unterinntaltrasse verwirklicht. Ich darf Sie an Mathias Reichhold erinnern. (Abg. Dr. Matznetter: Wer ist Mathias Reichhold?) Wie lange hat das bei euch gebraucht? Ich glaube, wir sind da ja schon 20 Jahre auf dem Weg. Wir haben es in kurzer Zeit geschafft, dass die Unterinntaltrasse jetzt im Bau ist. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Wer zahlt?) Die Unterinntaltrasse war notwendig, um den Brenner-Basistunnel zu realisieren. Natürlich war die Unterinntaltrasse auch notwendig, um gegenüber Brüssel ein Signal zu setzen. Das Signal ist angekommen. Wir haben bei der Projektplanung Phase 2 – da geht es um 90 Millionen € – 50 Prozent europäische Mitfinanzierung, und da das für Tirol so wichtig ist, war es durch Verhandlungen unseres Ministers sogar möglich, dass der österreichische Bundesanteil wiederum halbiert wird und das Land Tirol 25 Prozent übernimmt.
Abg. Dr. Gabriela Moser: Und wer fahrt dann drauf?
Was bedeutet dieses Projekt, dieses großartige Projekt? Innerhalb von drei Monaten hat man es geschafft, die Unterschriften zu bekommen, um diese europäische Gesellschaft umzusetzen. Dieses Projekt für die Zukunft wird 5 bis 6 Milliarden € kosten. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Und wer fahrt dann drauf?) Und wir werden – und es gibt auch positive Signale dafür – dieses Projekt umsetzen. Warum setzen wir es um? – Wir wissen, es kann bis zu 90 Prozent Zuwachs in den nächsten 10 Jahren geben, und zwar nicht deshalb, weil Österreich so schlecht arbeitet, sondern wegen der europäischen Erweiterung. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Lesen Sie die Wifo-Studie! Da steht drin, wo die fahren werden!) Das ist erschreckend für uns alle, aber diese Regierung macht Zukunftspolitik mit Visionen, wie ich vorher gesagt habe. (Abg. Dr. Gabriela
Abg. Dr. Gabriela Moser: Lesen Sie die Wifo-Studie! Da steht drin, wo die fahren werden!
Was bedeutet dieses Projekt, dieses großartige Projekt? Innerhalb von drei Monaten hat man es geschafft, die Unterschriften zu bekommen, um diese europäische Gesellschaft umzusetzen. Dieses Projekt für die Zukunft wird 5 bis 6 Milliarden € kosten. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Und wer fahrt dann drauf?) Und wir werden – und es gibt auch positive Signale dafür – dieses Projekt umsetzen. Warum setzen wir es um? – Wir wissen, es kann bis zu 90 Prozent Zuwachs in den nächsten 10 Jahren geben, und zwar nicht deshalb, weil Österreich so schlecht arbeitet, sondern wegen der europäischen Erweiterung. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Lesen Sie die Wifo-Studie! Da steht drin, wo die fahren werden!) Das ist erschreckend für uns alle, aber diese Regierung macht Zukunftspolitik mit Visionen, wie ich vorher gesagt habe. (Abg. Dr. Gabriela
Abg. Dr. Gabriela Moser: Nein!
Frau Abgeordnete, Sie haben vorhin nicht viel gesagt. Sie müssen mir zuhören, denn das sind wirklich wichtige Dinge für die Zukunft. Sie sind noch nicht lange Verkehrssprecherin, ich weiß es. Aber dieser Brenner-Basistunnel ist bei allen Fraktionen unumstritten, ist etwas, was wir fördern. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Nein!) Ja, vielleicht bei Ihnen, weil Sie nicht in Tirol leben. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Vielleicht rufen Sie einmal Ihre Kollegin Lichtenberger in Brüssel an!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Vielleicht rufen Sie einmal Ihre Kollegin Lichtenberger in Brüssel an!
Frau Abgeordnete, Sie haben vorhin nicht viel gesagt. Sie müssen mir zuhören, denn das sind wirklich wichtige Dinge für die Zukunft. Sie sind noch nicht lange Verkehrssprecherin, ich weiß es. Aber dieser Brenner-Basistunnel ist bei allen Fraktionen unumstritten, ist etwas, was wir fördern. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Nein!) Ja, vielleicht bei Ihnen, weil Sie nicht in Tirol leben. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Vielleicht rufen Sie einmal Ihre Kollegin Lichtenberger in Brüssel an!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich fordere die Opposition auf, uns auf diesem steinigen Weg – wie gesagt, die Vergangenheit müssen wir auch mit aufarbeiten, die ganzen Schulden – positiv, zumindest bei der Infrastruktur für Schiene und Straße, zu begleiten. Und ich möchte auch Frau Abgeordneter Moser noch eines mit auf den Weg geben: Das Vormerksystem und die Sicherheit sind uns ein Hauptanliegen – Sicherheit, Lärmschutz und alles, was damit zusammenhängt. Und es war doch ein bisschen untergriffig, dass Sie das heute so gebracht haben, weil es uns wirklich ein Anliegen ist. Alkohol am Steuer wird schon mit Führerscheinentzug bestraft, Sie wissen das. Das ist die Begründung, warum das nicht im Vormerksystem enthalten ist. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Matznetter: Und wer war Vizekanzler?
Ich darf Ihnen sagen, meine Damen und Herren – ja, ich habe gerne Zahlen, nackte Zahlen, die nachvollziehbar sind, die überprüfbar sind –: Das kleinste Defizit in dieser Phase betrug im Jahr 1980 1,7 Prozent, 1994 und 1995 erreichte es 5 beziehungsweise 5,2 Prozent, im Durchschnitt der 20 Jahre lag es bei 3,2 Prozent. (Abg. Dr. Matznetter: Und wer war Vizekanzler?)
Abg. Dr. Matznetter: Für Sie noch leichter!
Ich würde meinen, wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Und ich würde meinen, meine Damen und Herren, Sie sollten sich auch einmal durchrechnen – nachvollziehbar und nachrechenbar, Herr Abgeordneter, für Sie sogar leicht, so meine ich (Abg. Dr. Matznetter: Für Sie noch leichter!) –, dass, wäre das Konjunkturpaket I und II nicht gewesen und die Steuerreform nicht beschlossen worden, wir im Jahr 2005 ein fast ausgeglichenes Budget hätten und im Jahr 2006 sogar einen Überschuss. – Rechnen Sie das nach! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich würde meinen, wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Und ich würde meinen, meine Damen und Herren, Sie sollten sich auch einmal durchrechnen – nachvollziehbar und nachrechenbar, Herr Abgeordneter, für Sie sogar leicht, so meine ich (Abg. Dr. Matznetter: Für Sie noch leichter!) –, dass, wäre das Konjunkturpaket I und II nicht gewesen und die Steuerreform nicht beschlossen worden, wir im Jahr 2005 ein fast ausgeglichenes Budget hätten und im Jahr 2006 sogar einen Überschuss. – Rechnen Sie das nach! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Das hat diese Bundesregierung erkannt, das hat auch der Finanzminister erkannt, das konnte ich als zuständiger Fachminister auch gut plausibel machen, dass das gute Investitionen sind, und deshalb bin ich dem Finanzminister Karl-Heinz Grasser sehr dankbar, dass wir trotz dieser angespannten Verhältnisse oder der besonderen Situation, in der rundherum alle sparen müssen – wir haben heute Vormittag gehört: 4 Prozent Italien, 4 Prozent Frankreich, Deutschland, das sicherlich in einer Sondersituation ist, das wissen wir, liegt auch deutlich über den Vorgaben –, immer noch ein sehr gutes Budgetdefizit haben, wenn man davon sprechen kann, und trotzdem erhöhen wir die Ausgaben für Forschung und Entwicklung einerseits, erhöhen wir die Ausgaben für Infrastruktur-Investitionen andererseits. Und das muss uns zuerst einmal jemand nachmachen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
So gesehen ist also unser Finanzminister, meine geschätzten Damen und Herren von der Opposition, in Wahrheit ein „Infrastruktur- und Forschungsförderungs-Karli“ – das wäre der richtige Begriff, und das ist auch gut so. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Meine Damen und Herren! Vom allgemeinen Budget weg zum besonderen Budget. Es ist mir ein Anliegen, Sie darauf aufmerksam zu machen, dass es falsch ist, dass für Infrastruktur und für Forschung und Entwicklung weniger ausgegeben würde als im laufenden Jahr – weder 2005 ist das der Fall, noch 2006. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Sie planen Sachen, die Sie nicht bezahlen können! Das ist das Problem!
Hören Sie also auf, der Bevölkerung vormachen zu wollen, dass diese Regierung für Forschung und Entwicklung, für Infrastrukturinvestitionen weniger als vorher ausgibt – das ist falsch! (Abg. Dr. Gabriela Moser: Sie planen Sachen, die Sie nicht bezahlen können! Das ist das Problem!) Sie gibt 2005 – Gott sei Dank, weil auch beschäftigungswirksam, weil für die Konjunktur gut, weil für die Wirtschaft gut, weil für die Arbeitsplätze gut – mehr aus als heuer und letztes Jahr, ja mehr als je zuvor! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Matznetter: Stimmt nicht ...!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Matznetter: Stimmt nicht ...!
Hören Sie also auf, der Bevölkerung vormachen zu wollen, dass diese Regierung für Forschung und Entwicklung, für Infrastrukturinvestitionen weniger als vorher ausgibt – das ist falsch! (Abg. Dr. Gabriela Moser: Sie planen Sachen, die Sie nicht bezahlen können! Das ist das Problem!) Sie gibt 2005 – Gott sei Dank, weil auch beschäftigungswirksam, weil für die Konjunktur gut, weil für die Wirtschaft gut, weil für die Arbeitsplätze gut – mehr aus als heuer und letztes Jahr, ja mehr als je zuvor! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Matznetter: Stimmt nicht ...!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist die Unwissenheit!
Vielleicht noch Folgendes, weil Frau Kollegin Moser gemeint hat: Er tut ja auch nichts für Umweltschutz beziehungsweise für Lebensqualität an Transitstraßen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist die Unwissenheit!) – Ich hätte dort auch gerne weniger Verkehr, ich hätte auch gerne weniger Transitverkehr, aber den Transitvertrag habe nicht ich gemacht. Ich habe versucht, im letzten Moment zu retten, was noch zu retten ist. (Abg. Gradwohl: Ha, der war gut!) Das ist, wie Sie wissen, nicht geglückt. (Abg. Dr. Matznetter: ... Versagen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Gradwohl: Ha, der war gut!
Vielleicht noch Folgendes, weil Frau Kollegin Moser gemeint hat: Er tut ja auch nichts für Umweltschutz beziehungsweise für Lebensqualität an Transitstraßen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist die Unwissenheit!) – Ich hätte dort auch gerne weniger Verkehr, ich hätte auch gerne weniger Transitverkehr, aber den Transitvertrag habe nicht ich gemacht. Ich habe versucht, im letzten Moment zu retten, was noch zu retten ist. (Abg. Gradwohl: Ha, der war gut!) Das ist, wie Sie wissen, nicht geglückt. (Abg. Dr. Matznetter: ... Versagen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Matznetter: ... Versagen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Vielleicht noch Folgendes, weil Frau Kollegin Moser gemeint hat: Er tut ja auch nichts für Umweltschutz beziehungsweise für Lebensqualität an Transitstraßen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist die Unwissenheit!) – Ich hätte dort auch gerne weniger Verkehr, ich hätte auch gerne weniger Transitverkehr, aber den Transitvertrag habe nicht ich gemacht. Ich habe versucht, im letzten Moment zu retten, was noch zu retten ist. (Abg. Gradwohl: Ha, der war gut!) Das ist, wie Sie wissen, nicht geglückt. (Abg. Dr. Matznetter: ... Versagen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Ja eh! Aber was schaut dabei heraus?
Ich bin eigentlich dankbar dafür, Herr Kollege Eder, dass zumindest dann, wenn die Öffentlichkeit nicht dabei ist, unsere Gesprächsbasis eine sehr sachliche und auch gute ist. Das gilt auch für Frau Kollegin Moser, weil ich – so wie Sie das erwähnt haben, Frau Kollegin – versuche, Verkehrspolitik entideologisiert anzugehen, weil das ein Anliegen der Bevölkerung ist, das, glaube ich, parteiübergreifend angegangen werden sollte. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Ja eh! Aber was schaut dabei heraus?) Deshalb habe ich Sie – da werden Sie mir Recht geben – immer, wenn es notwendig war und wenn es gut für unser Land und unsere Leute war, auch in die Beratungen eingebunden, wie übrigens auch die Verkehrssprecher des EU-Parlaments, die Sie so gelobt haben. Ich werde das auch in Zukunft tun, auch wenn ich mich dann im Parlament schon wieder ärgern muss, dass hier ganz andere Töne angeschlagen werden. Aber ich halte das gut aus, wir werden trotzdem einen konstruktiven Weg suchen.
Abg. Dr. Gabriela Moser: Das habe ich ja gar nicht bestritten!
Frau Dr. Moser, Lärmschutzmaßnahmen: nicht unwichtig für die Bevölkerung an der Schiene, aber auch an der Straße. Die Entwicklung der Ausgaben für Lärmschutzmaßnahmen, seit ich verantwortlich bin: Gesamtsumme der Ausgaben für 2003 bei der Schiene 32 Millionen, bei der Straße 28 Millionen, macht insgesamt 60 Millionen €. Im Jahr 2004 – Budgetverantwortung! –: Schiene 34 Millionen, Straße 48 Millionen, macht insgesamt 82 Millionen €, ein Plus von 37 Prozent! (Abg. Dr. Gabriela Moser: Das habe ich ja gar nicht bestritten!) Wie schaut es 2005 aus? – Schiene 34 Millionen, Straße 52 Millionen, insgesamt 86 Millionen €, ein Plus von 43 Prozent gegenüber 2003!
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Gabriela Moser: Das habe ich ja nie bestritten!
Das heißt, es ist dies an nur einem Beispiel der Beweis dafür, dass wir sehr wohl die Lebensqualität und den Schutz der Bevölkerung im Auge haben und für diesen auch so viel Geld ausgeben wie nie zuvor. Nehmen Sie das zur Kenntnis! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Gabriela Moser: Das habe ich ja nie bestritten!) Und das werde ich auch weiterhin tun, auch wenn Sie hier sehr oppositionelle Töne anschlagen und davon nichts wissen wollen.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich würde daher meinen, den Verantwortlichen der ASFINAG gebührt – gar nicht meine Feder – ein großes Lob dafür, dass wir dieses funktionierende Mautsystem haben, auf das ganz Europa und darüber hinaus blickt. Das bedeutet 600 Millionen € an Einnahmen, die, abzüglich der Verwaltungskosten, eins zu eins wieder für den Ausbau der Straßeninfrastruktur zur Verfügung gestellt werden – auch nichts Selbstverständliches! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Sie haben das Verwaltungsstrafmaß ...!
Sie wissen ja, dass das auch nicht unsensibel ist, denn LKW-Kontrollen gerade an Transitstraßen sind zwar wichtig, lösen aber auch etwas aus, und da braucht man das notwendige Fingerspitzengefühl, dass unsere Wirtschaft nicht benachteiligt wird und in einen Wettbewerbsnachteil gerät, wenn unsere Wirtschaft dann zum Beispiel auf Deutschlands Straßen unterwegs ist. Da bin ich in sehr gutem Kontakt einerseits mit Stolpe, andererseits mit Lunardi, um das richtige Mittelmaß zu finden. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Sie haben das Verwaltungsstrafmaß ...!)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Ich will weniger Verkehrstote, ganz einfach!
Ich weiß daher nicht, was Sie wollen. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Ich will weniger Verkehrstote, ganz einfach!) Natürlich sind 931 Verkehrstote auf Österreichs Straßen zu viel. Es sind übrigens auch die 40 000 auf Europas Straßen zu viel, und auch die 60 000, wenn ich die EU-25 nehme – die 40 000 Verkehrstoten beziehen sich noch auf die EU-15 –, sind zu viel.
Abg. Dr. Gabriela Moser: Ich glaube, der Franzose ...!
Fragen Sie einmal in den europäischen Ländern herum, wer das Thema Sicherheit in Richtung: Wir müssen da noch mehr tun!, in den Räten immer wieder zur Sprache bringt! (Abg. Dr. Gabriela Moser: Ich glaube, der Franzose ...!) Sie werden zur Antwort bekommen: der österreichische Verkehrsminister, weil ihm das ein besonderes Anliegen ist. Das ist nun einmal so, dieses Markenzeichen habe ich mir erarbeitet, und darauf bin ich auch stolz. Daher möchte ich in Österreich diesen Vorwurf nicht stehen lassen, dass die Sicherheit nicht gegeben ist. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Fragen Sie einmal in den europäischen Ländern herum, wer das Thema Sicherheit in Richtung: Wir müssen da noch mehr tun!, in den Räten immer wieder zur Sprache bringt! (Abg. Dr. Gabriela Moser: Ich glaube, der Franzose ...!) Sie werden zur Antwort bekommen: der österreichische Verkehrsminister, weil ihm das ein besonderes Anliegen ist. Das ist nun einmal so, dieses Markenzeichen habe ich mir erarbeitet, und darauf bin ich auch stolz. Daher möchte ich in Österreich diesen Vorwurf nicht stehen lassen, dass die Sicherheit nicht gegeben ist. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Da gibt es Verbesserungsmöglichkeiten, aber ich sage Ihnen auch etwas dazu: Als Föderalist bin ich in hohem Maß ein Verfechter des Subsidiaritätsprinzips. Die Leute sollen auch vor Ort Verantwortung haben, sie sollen erklären, was sie mit den Geldern tun, die wir ihnen zur Verfügung stellen. Sie wissen im Normalfall schon, ob es vertretbar ist, dass auch einmal ein nur zu einem Drittel voller Bus oder ein zu zwei Dritteln leerer Bus im ländlichen Gebiet von A nach B fährt, weil dort keine höhere Auslastung zu erzielen ist, wir aber trotzdem wollen, dass die Versorgung mit öffentlichem Verkehr auch im ländlichen Gebiet gleichwertig zu Ballungsräumen vorhanden ist. Dazu stehe ich, und das werde ich dem Rechnungshof auch erklären können. Trotzdem werden wir uns bemühen, dort die Effizienz zu steigern. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Gabriela Moser: Wer wird es benützen? Wer wird das benützen?
Unterinntal ist ein gutes Stichwort, da möchte ich in dieser Debatte noch erwähnen, dass das ja nicht zufällig auch eine Zulaufstrecke des Brenner-Basistunnels ist. Der Brenner-Basistunnel war das einzige Projekt in den TEN, also den Transeuropäischen Netzen, die von der Europäischen Union besonders gefördert werden. Durch geschicktes Verhandeln in den letzten Monaten, Frau Dr. Moser, sind aus einem Projekt jetzt sechs TEN-Projekte geworden, mit einem Wert von etwa 12,25 Milliarden €, bis zu 20 Prozent – die Planungskosten zu 50 Prozent – kofinanziert von der Europäischen Union. Das ist eine offensive, aktive europäische Verkehrspolitik à la Austria! Seien Sie doch stolz darauf! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Gabriela Moser: Wer wird es benützen? Wer wird das benützen?)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Reheis: Das ist unkorrekt! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Deshalb kann die Donau ausgebaut werden, deshalb werden die grenzüberschreitenden Schienenwege und -netze besser ausgebaut. Aber ich gebe Ihnen schon Recht: Ein Verkehrsminister in dieser Regierung hat es eben schwer, Versäumnisse von 30 Jahren sozialdemokratischer Verkehrspolitik in einem Jahr aufzuholen. Das geht nicht! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Reheis: Das ist unkorrekt! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Gaál: Das ist sehr polemisch!
Meine Damen und Herren! Ich sage Ihnen etwas dazu: Wir sind gut unterwegs (Abg. Gaál: Das ist sehr polemisch!), wir sind verkehrspolitisch gut unterwegs. Unsere Nachbarn beneiden uns, was sowohl den Ausbau der Straßeninfrastruktur als auch den Ausbau des Schienennetzes betrifft und womöglich auch der Schifffahrtswege. Die Luftfahrt gehört natürlich auch dazu. Ich habe da nicht nur diese Magnetschwebebahn – um auch das noch zu erwähnen – zwischen Wien und Innsbruck angedacht. Ich habe gesagt, das wäre ein tolle Sache, denn in zwei Stunden von Wien nach Innsbruck zu gelangen, das wäre eine echte Alternative zum Flugverkehr und zum Individualverkehr, die Sie eigentlich begrüßen müssten. 431 Stundenkilometer ist man mit mir vor einigen Tagen in diesem Fahrzeug gefahren, vorher war Kollege Schröder dort und hat sich das ebenfalls angesehen.
Abg. Dr. Gabriela Moser: Nach Bratislava wäre gescheit!
Ich habe auch gemeint, das wäre grenzüberschreitend einsetzbar – weil Sie gemeint haben: nur in Österreich. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Nach Bratislava wäre gescheit!) Nach Bratislava, auch das wäre denkbar! Sie wären dann in etwa 14 Minuten, in maximal 15 Minuten in Bratislava, und diese Zusammenarbeit ist ja eine wichtige. Also lassen Sie mich auch ein bisschen Visionär sein! Verkehrspolitik braucht auch Visionäre, das hat nichts damit zu tun, dass man die Realität verlieren würde. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Die muss ja Fahrgäste haben, das ist das Hauptproblem! Was nützen mir Visionen, wenn ich keine Fahrgäste habe?)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Die muss ja Fahrgäste haben, das ist das Hauptproblem! Was nützen mir Visionen, wenn ich keine Fahrgäste habe?
Ich habe auch gemeint, das wäre grenzüberschreitend einsetzbar – weil Sie gemeint haben: nur in Österreich. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Nach Bratislava wäre gescheit!) Nach Bratislava, auch das wäre denkbar! Sie wären dann in etwa 14 Minuten, in maximal 15 Minuten in Bratislava, und diese Zusammenarbeit ist ja eine wichtige. Also lassen Sie mich auch ein bisschen Visionär sein! Verkehrspolitik braucht auch Visionäre, das hat nichts damit zu tun, dass man die Realität verlieren würde. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Die muss ja Fahrgäste haben, das ist das Hauptproblem! Was nützen mir Visionen, wenn ich keine Fahrgäste habe?)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich sage dazu nur etwas: Die Statistik Austria prognostiziert für 2004 eine Forschungsquote für Österreich von 2,27 Prozent des BIP. Das ist erstmals deutlich über dem europäischen Schnitt, über dem EU-Schnitt, der bei 1,99 Prozent liegen wird. Das macht mich stolz, und deshalb machen wir, die österreichische Bundesregierung, auch so, nämlich erfolgreich, weiter! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordnete Anita Fleckl (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Sehr geehrte Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Herr Bundesminister, Herr Vizekanzler, ich hätte mir von Ihnen eigentlich mehr erwartet als diesen platten Spruch mit den 30 Jahren. Sie kennen genau die Vorgänge, zum Beispiel beim Transitvertrag. (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Die Damen und Herren von den Regierungsparteien waren auch davor schon dabei (Vizekanzler Gorbach: Verkehrsminister, Frau Abgeordnete!), und die Versäumnisse in der Transitpolitik haben Kanzler und Außenministerin und einer der vielen, vielen Verkehrsminister zu verantworten. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordnete Anita Fleckl (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Sehr geehrte Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Herr Bundesminister, Herr Vizekanzler, ich hätte mir von Ihnen eigentlich mehr erwartet als diesen platten Spruch mit den 30 Jahren. Sie kennen genau die Vorgänge, zum Beispiel beim Transitvertrag. (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Die Damen und Herren von den Regierungsparteien waren auch davor schon dabei (Vizekanzler Gorbach: Verkehrsminister, Frau Abgeordnete!), und die Versäumnisse in der Transitpolitik haben Kanzler und Außenministerin und einer der vielen, vielen Verkehrsminister zu verantworten. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Wittauer: Ihr habt so getan, als hätten sie euch gehört!
Herr Kollege Wittauer! Die Österreichischen Bundesbahnen haben nicht der SPÖ gehört! Irgendwie vergessen Sie da etwas. (Abg. Wittauer: Ihr habt so getan, als hätten sie euch gehört!) Die haben so lange den Österreicherinnen und Österreichern gehört, bis die schwarz-blaue Regierung gekommen ist und alles privatisiert, verkauft und verscherbelt hat! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: Ihr habt so getan ..., das ist die Wahrheit! Da hat die Gewerkschaft einen Stundenlohn ...!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: Ihr habt so getan ..., das ist die Wahrheit! Da hat die Gewerkschaft einen Stundenlohn ...!
Herr Kollege Wittauer! Die Österreichischen Bundesbahnen haben nicht der SPÖ gehört! Irgendwie vergessen Sie da etwas. (Abg. Wittauer: Ihr habt so getan, als hätten sie euch gehört!) Die haben so lange den Österreicherinnen und Österreichern gehört, bis die schwarz-blaue Regierung gekommen ist und alles privatisiert, verkauft und verscherbelt hat! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: Ihr habt so getan ..., das ist die Wahrheit! Da hat die Gewerkschaft einen Stundenlohn ...!)
Abg. Wittauer: ... Ihnen unangenehm, wenn man die Wahrheit sagt!
Wenn man sich nun das Verkehrsbudget 2005 ansieht, muss man feststellen, dass es um die österreichische Infrastruktur – wie es Herr Kollege Lopatka gesagt hat – wirklich schwarz aussieht. (Abg. Wittauer: ... Ihnen unangenehm, wenn man die Wahrheit sagt!) Um 13,3 Prozent ist das Verkehrsbudget für 2005 geringer als im Jahr 2004, damit gehört es zu den Schlusslichtern und ist wirklich keiner Freude wert. Es gibt Kürzungen in allen Bereichen, und am schlimmsten wird es die Österreichischen Bundesbahnen treffen. Sichtbar bei diesem Budget ist ganz klar Ihr Vorstoß, meine Herren Staatssekretäre und Herr Vizekanzler: Wie ruinieren wir die Mobilität der Menschen, und wie bringen wir die Menschen von der Schiene auf die Straße? (Abg. Wittauer: Das beste Nahverkehrssystem ...!)
Abg. Wittauer: Das beste Nahverkehrssystem ...!
Wenn man sich nun das Verkehrsbudget 2005 ansieht, muss man feststellen, dass es um die österreichische Infrastruktur – wie es Herr Kollege Lopatka gesagt hat – wirklich schwarz aussieht. (Abg. Wittauer: ... Ihnen unangenehm, wenn man die Wahrheit sagt!) Um 13,3 Prozent ist das Verkehrsbudget für 2005 geringer als im Jahr 2004, damit gehört es zu den Schlusslichtern und ist wirklich keiner Freude wert. Es gibt Kürzungen in allen Bereichen, und am schlimmsten wird es die Österreichischen Bundesbahnen treffen. Sichtbar bei diesem Budget ist ganz klar Ihr Vorstoß, meine Herren Staatssekretäre und Herr Vizekanzler: Wie ruinieren wir die Mobilität der Menschen, und wie bringen wir die Menschen von der Schiene auf die Straße? (Abg. Wittauer: Das beste Nahverkehrssystem ...!)
Abg. Neudeck: Hat die SPÖ ...?
Bei den ÖBB wird im Budget an allen Ecken und Enden gekürzt und eingespart. Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer ... (Abg. Neudeck: Hat die SPÖ ...?) – Frau Präsidentin! Ich weiß nicht, wenn die Herren wollen (die Rednerin deutet auf das Mikrophon): Da ist der Strom drinnen. Sie können sich später melden, wenn Sie sich zu Wort melden wollen. (Abg. Neudeck: Dort ist kein Strom drinnen!)
Abg. Neudeck: Dort ist kein Strom drinnen!
Bei den ÖBB wird im Budget an allen Ecken und Enden gekürzt und eingespart. Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer ... (Abg. Neudeck: Hat die SPÖ ...?) – Frau Präsidentin! Ich weiß nicht, wenn die Herren wollen (die Rednerin deutet auf das Mikrophon): Da ist der Strom drinnen. Sie können sich später melden, wenn Sie sich zu Wort melden wollen. (Abg. Neudeck: Dort ist kein Strom drinnen!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.
hand gestrichen durch Ihre verfehlte Verkehrspolitik. Und Pendlerinnen und Pendlern nehmen Sie kurzerhand – das ist jetzt schon Fakt – die Möglichkeit, in die Ballungszentren zu kommen, und in den ländlichen Regionen überhaupt die Möglichkeit, dort mit öffentlichen Verkehrsmitteln mobil zu sein. (Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.)
Staatssekretär Mag. Kukacka: Der steht noch immer drin!
Dringend notwendige Baumaßnahmen zur Verbesserung von Personen- und Gütertransport werden ganz einfach nicht durchgeführt. Ich denke auch hier wieder an den Semmering-Basistunnel, der sehr wohl auch in der TEN-Prioritätenliste enthalten war, aber durch Versäumnisse wieder gestrichen wurde. (Vizekanzler Gorbach: Nein, ist drinnen!) Sie wissen genau, dass auch der Semmering-Basistunnel drinnen gestanden ist und dann herausgestrichen wurde. (Staatssekretär Mag. Kukacka: Der steht noch immer drin!)
Zwischenruf der Abg. Mag. Hakl
Die Frau Landeshauptmann sagt zu dem Thema überhaupt nichts mehr, verkriecht sich in den „Waltraud-Stollen“ (Zwischenruf der Abg. Mag. Hakl), weicht jeder innerparteilichen Konfrontation geschickt aus und steht somit nicht zur steirischen Wirtschaft und deren Bevölkerung. (Abg. Wittauer: Darüber reden Sie ja nur, weil ... in der ÖVP bereinigen! – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Wittauer: Darüber reden Sie ja nur, weil ... in der ÖVP bereinigen! – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Die Frau Landeshauptmann sagt zu dem Thema überhaupt nichts mehr, verkriecht sich in den „Waltraud-Stollen“ (Zwischenruf der Abg. Mag. Hakl), weicht jeder innerparteilichen Konfrontation geschickt aus und steht somit nicht zur steirischen Wirtschaft und deren Bevölkerung. (Abg. Wittauer: Darüber reden Sie ja nur, weil ... in der ÖVP bereinigen! – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Rädler: Wo?
Träumen Sie nicht von einer unfinanzierbaren Magnetschwebebahn durch Österreich (Vizekanzler Gorbach: Ich träume nicht ...!), die Wahnsinnskosten von 24 Millionen € pro Kilometer mit sich bringen würde! Nutzen Sie die Investition von 300 000 € zur Überarbeitung des Generalverkehrsplanes sinnvoll, und machen Sie daraus ein vernünftiges und finanzierbares Verkehrskonzept, so wie es die SPÖ vorgelegt hat (Abg. Rädler: Wo?) mit dem Konzept „Wege in die Zukunft“! – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Ironische Heiterkeit des Abg. Wittauer.)
Beifall bei der SPÖ. – Ironische Heiterkeit des Abg. Wittauer.
Träumen Sie nicht von einer unfinanzierbaren Magnetschwebebahn durch Österreich (Vizekanzler Gorbach: Ich träume nicht ...!), die Wahnsinnskosten von 24 Millionen € pro Kilometer mit sich bringen würde! Nutzen Sie die Investition von 300 000 € zur Überarbeitung des Generalverkehrsplanes sinnvoll, und machen Sie daraus ein vernünftiges und finanzierbares Verkehrskonzept, so wie es die SPÖ vorgelegt hat (Abg. Rädler: Wo?) mit dem Konzept „Wege in die Zukunft“! – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Ironische Heiterkeit des Abg. Wittauer.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Die Breitbandinitiative führt beispielsweise dazu, dass in Tirol, einem topographisch sehr schwierigen Gebiet, innerhalb der nächsten zwei Jahre eine 100-prozentige Abdeckung mit Breitband erreicht werden kann, finanziert aus Mitteln des Bundes und des Landes. Herr Minister! Herr Staatssekretär! Vielen Dank dafür. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Wer sagt denn, dass wir eine Hochleistungsstrecke bauen wollen? Ich brauche keine Hochleistungsstrecke!
Wir bauen in Tirol die Unterinntaltrasse, über die Sie zufällig im „trend“ einen Artikel gelesen haben. Ich lade Sie wirklich ein, nach Tirol zu kommen und sich dort einmal mit den Menschen, vor allem mit jenen, die das Projekt betreiben, zu unterhalten, um sich als Verkehrssprecherin einen halbwegs vernünftigen Informationsstand anzueignen. Eine Hochleistungstrasse hat bestimmte Voraussetzungen. Dazu gehören Mindestradien von eineinhalb Kilometern und ganz geringe Steigungen, denn auf einer Schiene kann man nicht wie auf einer Straße über kleine Mugel fahren. Das hat zur Folge, dass wir in dem derart dicht besiedelten Raum des Unterinntales auf Grund der großen Radien immer wieder in die Berge hineinfahren müssen, denn das Tal ist nämlich nirgendwo an den richtigen Stellen drei Kilometer breit, oder wir müssten, um diese Strecke als Hochleistungsstrecke zu bauen, ganze Gemeinden und Dörfer schleifen. Und ich frage Sie, Frau Moser: Wollen Sie das? (Abg. Dr. Gabriela Moser: Wer sagt denn, dass wir eine Hochleistungsstrecke bauen wollen? Ich brauche keine Hochleistungsstrecke!)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Der liegt zwischen München und Rosenheim!
Sie haben auch gesagt, die Nachfrage nach mehr Kapazität sei nicht gegeben. Selbstverständlich ist dieses Projekt von der Kapazität auf den Bau des Brenner-Basistunnels ausgelegt. Es gibt einen genauen Zeitrahmen. Aber wo ist der erste Engpass? – Der liegt eben im Unterinntal. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Der liegt zwischen München und Rosenheim!) Deswegen wird dort als Allererstes ausgebaut. Wissen Sie, dass wir die Schulbeginnzeiten in Kufstein um 10 Minuten nach hinten verlegen mussten, weil die Lehrer mit den eingeschränkten Personenzügen auf Grund der Kapazitätsengpässe nicht mehr rechtzeitig in Kufstein sein konnten?
Abg. Dr. Gabriela Moser: Lesen Sie nach! Lesen Sie die Studie!
Es gibt in das Tiroler Unterland keinen getakteten Personennahverkehr mehr, weil die Kapazität dafür nicht vorhanden ist. Sie reden von „Milliardengrab“, weil ein drittes Gleis unterirdisch angelegt ist. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Lesen Sie nach! Lesen Sie die Studie!) Ich kann Ihnen Folgendes sagen: Ich lese Gott sei Dank nicht nur den „trend“ und nicht nur die Überschriften in den Zeitungen, sondern die Umweltverträglichkeitsprüfungsunterlagen, die natürlich etwas umfassender sind. Ein drittes unterirdisches Gleis ist ja nichts, was man aus Jux und Tollerei baut, und ich glaube, es wäre unverantwortlich, auch nur einen Groschen mehr auszugeben als notwendig.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Frau Kollegin Moser! Ich bitte Sie also hier um Zusammenarbeit und darum, Ihren Informationsstand etwas auszubauen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf der Abg. Felzmann.
Wo fallen weniger Ausgaben an bei Gehrer? – Bei Gebäudesanierungen, Neubauten, Raumbeschaffung. Sie wissen, wo da die Defizite sind. Sie zahlen sie. Also Konkurrenz und Wettbewerb, da sieht man, wie toll ... (Zwischenruf der Abg. Felzmann.) Bitte? (Abg. Felzmann: Was wollen Sie denn?) Was ich will? – Ich will das, was forschungswirksam ist, auch steigen sehen und nicht reine Reparaturkosten, und dann wird über Forschung ... (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Felzmann: Was wollen Sie denn?
Wo fallen weniger Ausgaben an bei Gehrer? – Bei Gebäudesanierungen, Neubauten, Raumbeschaffung. Sie wissen, wo da die Defizite sind. Sie zahlen sie. Also Konkurrenz und Wettbewerb, da sieht man, wie toll ... (Zwischenruf der Abg. Felzmann.) Bitte? (Abg. Felzmann: Was wollen Sie denn?) Was ich will? – Ich will das, was forschungswirksam ist, auch steigen sehen und nicht reine Reparaturkosten, und dann wird über Forschung ... (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wo fallen weniger Ausgaben an bei Gehrer? – Bei Gebäudesanierungen, Neubauten, Raumbeschaffung. Sie wissen, wo da die Defizite sind. Sie zahlen sie. Also Konkurrenz und Wettbewerb, da sieht man, wie toll ... (Zwischenruf der Abg. Felzmann.) Bitte? (Abg. Felzmann: Was wollen Sie denn?) Was ich will? – Ich will das, was forschungswirksam ist, auch steigen sehen und nicht reine Reparaturkosten, und dann wird über Forschung ... (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Hakl.
Und ganz zum Schluss: Ich würde Sie wirklich sehr ersuchen, sich zu wehren und zu verhindern, dass Gelder für Strukturverbesserungen an der Universität – Räume, Sanierungsmaßnahmen et cetera pp. – auf Kosten von Forschungsgeldern, die für Projektförderung budgetiert sind, im Rat für Forschung und Technologie missverwendet werden. Da müssen additive Mittel her, denn ich brauche nicht über fairen Wettbewerb zu diskutieren, wenn die Infrastruktur international nicht konkurrenzfähig ist. (Zwischenruf der Abg. Mag. Hakl.) Frau Hakl, bitte? (Abg. Mag. Hakl: Es wird argumentiert, dass Projekte die Infrastruktur benötigen, auch an der Uni!)
Abg. Mag. Hakl: Es wird argumentiert, dass Projekte die Infrastruktur benötigen, auch an der Uni!
Und ganz zum Schluss: Ich würde Sie wirklich sehr ersuchen, sich zu wehren und zu verhindern, dass Gelder für Strukturverbesserungen an der Universität – Räume, Sanierungsmaßnahmen et cetera pp. – auf Kosten von Forschungsgeldern, die für Projektförderung budgetiert sind, im Rat für Forschung und Technologie missverwendet werden. Da müssen additive Mittel her, denn ich brauche nicht über fairen Wettbewerb zu diskutieren, wenn die Infrastruktur international nicht konkurrenzfähig ist. (Zwischenruf der Abg. Mag. Hakl.) Frau Hakl, bitte? (Abg. Mag. Hakl: Es wird argumentiert, dass Projekte die Infrastruktur benötigen, auch an der Uni!)
Beifall bei den Grünen.
Ja, ich weiß, zum Schreiben braucht man einen Schreibtisch. Aber wenn Sie sagen, Sie machen Kulturförderung und Sie spendieren ein paar Schreibtische, damit die Dichter dichten können und die Romanciers Romane schreiben können, dann finde ich das etwas verkürzt, Frau Hakl. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ganz zum Schluss: Jetzt war einiges an Kritik da. Es ist aber auch etwas gekommen, was mir gefallen hat: Sie und Ihr Staatssekretär haben eine ausgewogene, differenzierte kritische Position zu diesen PR-Aktionen einer Elite-Universität formuliert. Das finde ich gut, aber darüber könnte man vielleicht in einer nächsten Sitzung debattieren. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz. – Abg. Mag. Darabos: Sie leben in der Vergangenheit!
Heute früh hat Herr Kollege Gusenbauer erklärt, er sehe keine Steigerung der Mittel für Forschung und Entwicklung. Es tut mir Leid, dass er jetzt nicht da ist – anscheinend interessieren ihn gerade Forschung und Entwicklung überhaupt nicht –, denn ich wollte ihn gerne fragen – vielleicht können das Kollegen von Ihnen übernehmen –, in welchem Jahr er lebt, ob er vielleicht noch im Jahr 1996, 1997 oder 1998 lebt. Denn damals war dieser Bereich den Regierungen wirklich egal; sie hatten für Forschung und Entwicklung überhaupt nichts übrig. Gerade im Jahr 1998, unter Bundeskanzler Klima und Wissenschaftsminister Einem, gab es ein Forschungsbudget, das um die Hälfte kleiner war als jenes von heute beziehungsweise um die Hälfte kleiner als jenes für 2005. (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz. – Abg. Mag. Darabos: Sie leben in der Vergangenheit!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich kann Ihnen die Zahlen ganz genau sagen. Sie können sich dann auch die Grafik (die Rednerin hält das entsprechende Papier in die Höhe) anschauen, weil diese vielleicht leichter verständlich ist als Zahlen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Neudeck: Da hätte der Broukal wieder geschrien!
Ich will fair zu Ihnen sein: Ich nehme nicht nur die Zahlen aus dem Bundesvoranschlag, sondern ich nehme auch die Zahlen von der Nationalbank und von der so genannten Technologie-Milliarde. Da standen 1998 197 Millionen € für Forschung und Entwicklung zur Verfügung, im Jahr 2005 – die Summe aus Stiftung, Offensivmitteln und aus dem Bundesvoranschlag – über 409 Millionen €. Das ist mehr als das Doppelte, und ich glaube, Sie müssen endlich zur Kenntnis nehmen, dass gerade im Forschungs- und Technologiebereich die Regierung auf einem sehr guten Weg ist. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Neudeck: Da hätte der Broukal wieder geschrien!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich finde es auch sehr erfreulich, und ich bedanke mich beim Herrn Vizekanzler und bei Herrn Staatssekretär Mainoni, dass ihnen die Frauenförderung ein Anliegen ist. Es stehen im nächsten Budget über 1,5 Millionen € für Entwicklungsperspektiven für Frauen in Technologie und Forschung zur Verfügung. Eine jahrzehntelang verabsäumte Politik in diese Richtung hat Österreich zum Schlusslicht gemacht, was die Beschäftigung und gerade die Führungspositionen von Frauen in Technologiebereichen betrifft. Durch FEMtech – ein spezielles Projekt – werden die Karrierechancen für Frauen in diesen Bereichen in Zukunft verbessert. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Investitionen in Forschung und Innovation sind Motor für die Wirtschaft, sichern nachhaltig die Arbeitsplätze und stehen daher für unseren Wohlstand in der Zukunft. Und es liegt nun wirklich an Ihnen: Hören Sie endlich auf zu jammern und mit irgendwelchen falschen Zahlen herumzujonglieren, sondern beteiligen Sie sich wirklich einmal konstruktiv an der Politik dieser Regierung und stimmen Sie auch diesem Budget zu! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP
Ähnlich unfassbar ist auch die Privatisierungsstrategie – oder besser: die Nicht-Strategie – in der Frage Telekom. Mit Ihrem Zickzackkurs (ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP) haben Sie dem Unternehmen großen Schaden zugefügt, so wie Sie auch mit fehlenden Antworten auf die Zukunftsfragen der Telekom-Infrastruktur Österreich Schaden zufügen und mit diesem Verhalten auch der Wirtschaft und der Beschäftigung in den Regionen schaden.
Beifall bei der SPÖ.
Neben Semmering-Basistunnel, Brenner-Basistunnel, Schließung von Postämtern – um nur einige wenige offene Fragen in der Infrastruktur anzusprechen – bietet das vorgelegte Budget keine Lösungsansätze und auch keine zukunftsweisenden Finanzierungen. Das vorgelegte Budget ist lediglich eine Fortschreibung von ungelösten Problemen, und daher werden wir diesem auch nicht zustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Damit erreichen wir, die wir derzeit 2,27 Prozent des BIP für Forschung und Entwicklung ausgeben, im Jahr 2006 2,5 Prozent und werden im Jahr 2010 mit 3,0 Prozent das Barcelona-Ziel erreichen. Das ist ein sehr stolzes Vorhaben, aber diese Regierung ist auf dem Weg, dies zu schaffen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Es gibt Sonderprojekte, wie zum Beispiel die Einbeziehung der Fachhochschulen. „FH plus“ ist ein sehr wichtiges Projekt, damit auch dieses Potenzial durch Kooperationen mit der Wirtschaft ausgeschöpft wird. Und was ganz, ganz wichtig ist: Es fehlt Risikokapital, um Entwicklungen dann auch auf dem Markt durchzubringen. Dazu wurde das „seed finance program“ entwickelt, das bisher 136 Firmen mit 35,4 Millionen € finanziert hat, und es hat sich gezeigt, dass nach 62 Exits 31 Kapitalrückzahlungen zustande gekommen sind, also positiv gewirkt haben. – Eigentlich eine sehr gute Bilanz. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wenn man sich dieses Budget ansieht, merkt man: Wir sind auf einem guten Weg, und wir wissen ganz genau, dass mit dieser Regierung die Weichen in Forschung und Entwicklung für eine gute Zukunft in Österreich gestellt wurden. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Theresia Haidlmayr (Grüne): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Herr Minister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Minister Gorbach, ich habe krampfhaft versucht, im Budget nachzuschauen, ob es irgendwo Mittel für den barrierefreien Ausbau des öffentlichen Verkehrs gibt. Und ich war ganz verwundert, denn solche Mittel gibt es wieder nicht. (Bundesminister Gorbach hebt seine Hände leicht hoch und dreht dann die Handflächen nach oben.) – Diese Handbewegung heißt für mich: Pech gehabt! Aber nicht so mit mir, bitte! Ihre Vorgängerin, Frau Minister Forstinger, hat diese Mittel abgeschafft, und zwar mit der Begründung: Es passt eh alles, und weil eh alles passt, ist es überhaupt nicht mehr notwendig, in diesem Bereich noch irgendwelche Mittel zur Verfügung zu stellen. – Herr Minister, Sie wissen: Es passt überhaupt nichts! (Vizekanzler Gorbach: Na ja!) – Sagen Sie nicht: Na ja! Es passt wirklich nichts! (Beifall bei den Grünen.)
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.
Da ich ohnehin weiß, dass meistens ohnehin etwas nicht funktioniert, bin ich nicht erst um 6 Uhr in der Früh zum Westbahnhof gekommen, sondern bereits um halb sechs. Um 5.30 Uhr in der Früh bin ich am Westbahnhof gewesen, bin zum Schalter gegangen und habe gesagt: Grüß Gott, ich möchte jetzt mit dem Zug um 6.14 Uhr nach München fahren, brauche aber eine Einstiegshilfe, jemanden, der mir hilft! – Sagt mir der Beamte dort am Schalter: Es ist niemand da! – Habe ich gesagt, das stimmt nicht: Sie sind ja auch da! (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.)
Heiterkeit.
Jetzt habe ich dann den Zugbegleiter, der auch schon da war, erwischt und habe zu ihm gesagt: Sie, ich möchte da jetzt mitfahren nach München. – Darauf er: Jessas Maria, mit mir?! (Heiterkeit.) – Ja, sage ich, mit Ihnen und dem Zug! Wo ist denn der Rollstuhlwaggon?, habe ich gefragt. – Darauf der Zugbegleiter: Den haben wir heute nicht! – Sage ich: Hören S’ auf! Sie müssen doch den Waggon haben! Hier steht doch, dass der da dran ist! – Er darauf: Nein, den haben wir heute nicht!
Abg. Neudeck: Das ist aber schon ein Parlament da, oder?
Da ich wirklich nach München habe müssen, bin ich halt in den Zug eingestiegen, denn da war das Pickerl drauf, dass eine Rollstuhltoilette da ist. Ich bin da in den Zug eingestiegen. Und als ich da eingestiegen bin, habe ich gesehen: Da ist so ein kleines Zeichen, da steht „WC“ drauf, und da ist ein Pfeil durch gewesen und das hat geblinkt. Das hat also geheißen: WC kaputt! – Darauf habe ich zum Zugbegleiter gesagt: Sie, was tue ich in dem Zug? Da gibt es zwar ein WC, aber das ist kaputt. – Darauf er: Ja, das ist auch hin! (Abg. Neudeck: Das ist aber schon ein Parlament da, oder?)
Heiterkeit.
So – und dann ist der Zug schon gefahren, denn da war es 6.10 Uhr. In St. Pölten hat es schon gestunken wie in einer Jauchengrube; in unserem Waggon hat kein Mensch mehr geredet, weil es so gestunken hat. (Heiterkeit.) Das können Sie sich gar nicht vorstellen! Alle sind dort aufs WC gegangen, aber leider hat die Spülung nicht funktioniert. Was das für ein Zustand ist, können Sie sich vielleicht vorstellen! – In Linz ist bereits der Dreck aus dem Klo herausgeronnen. In Salzburg habe ich mich dann durchgesetzt und habe gesagt: Wenn jetzt das Klo nicht abgesaugt wird, dann fährt der Zug keinen Meter weiter! (Beifall und Bravorufe bei den Grünen. – Ruf bei den Freiheitlichen: Ein ÖBB-Märchen oder was?)
Beifall und Bravorufe bei den Grünen. – Ruf bei den Freiheitlichen: Ein ÖBB-Märchen oder was?
So – und dann ist der Zug schon gefahren, denn da war es 6.10 Uhr. In St. Pölten hat es schon gestunken wie in einer Jauchengrube; in unserem Waggon hat kein Mensch mehr geredet, weil es so gestunken hat. (Heiterkeit.) Das können Sie sich gar nicht vorstellen! Alle sind dort aufs WC gegangen, aber leider hat die Spülung nicht funktioniert. Was das für ein Zustand ist, können Sie sich vielleicht vorstellen! – In Linz ist bereits der Dreck aus dem Klo herausgeronnen. In Salzburg habe ich mich dann durchgesetzt und habe gesagt: Wenn jetzt das Klo nicht abgesaugt wird, dann fährt der Zug keinen Meter weiter! (Beifall und Bravorufe bei den Grünen. – Ruf bei den Freiheitlichen: Ein ÖBB-Märchen oder was?)
Beifall bei den Grünen.
In Salzburg angekommen habe ich auf meinen Zug gewartet, der mich ja angeblich nach München bringen wird. Der Zug war natürlich nicht da. Das hab’ ich eh schon vorher gewusst, dass er nicht da sein wird. Nachdem ich die ganze Strecke nicht habe aufs Klo gehen können, bin ich am Bahnhof zur Toiletteanlage und wollte auf das Rollstuhlklo. Leider war das zugesperrt. Aber es ist ein Verweis darauf gestanden, man braucht nur zur Klofrau zu gehen und sich den Schlüssel zu holen, dann kann man in die Behindertentoilette hinein. Nur: Bis zur Klofrau waren zwei Stiegen. Das heißt, wenn man die zwei Stiegen bis zur Klofrau gehen kann, dann braucht man die Behindertentoilette meist auch nicht. – Das sind die Zustände, Herr Minister, die wir auf Österreichs Bahnen tagtäglich erleben! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Neudeck: Wir sind ja da keine Kontaktbörse, wir sind ein Parlament!
Herr Minister! Sie tun dann so und sagen, es passt ohnedies alles. Fahren Sie einmal mit mir Zug! (Abg. Neudeck: Wir sind ja da keine Kontaktbörse, wir sind ein Parlament!) Geben Sie sich das einmal! Schauen Sie sich das einmal an! – Sie nämlich steigen in der Früh aus dem Zug aus und sagen: Ich habe jetzt von Vorarlberg bis Wien geschlafen; meine Frisur ist zwar noch nicht so, wie sie sein soll, aber ich bin gut ausgeschlafen! – Wissen Sie, mir wäre das Wurscht, wie meine Frisur ausschaut, wenn ich auf dem Bahnhof ankomme! Ich kann nicht einmal mitfahren!
Heiterkeit des Abg. Marizzi. – Abg. Marizzi: Das ist ein Wahnsinn! Das ist aber wahr! Das ist lustig und traurig!
Dann gibt es den Talent. In den Talent kann man auch nicht alleine hinein, aber es gibt eine Rollstuhltoilette. Nur ist diese Rollstuhltoilette so klein, dass Sie die Türe nicht zubringen. Also das heißt, wenn ich da hineinfahre, dann steht das Hinterteil von meinem Rollstuhl hinaus. Und zusätzlich müsste ich noch – das muss man sich einmal vorstellen! – über eine Stange drüberklettern – die steht dort nämlich so –, damit ich dann auf die Klomuschel komme. (Heiterkeit des Abg. Marizzi. – Abg. Marizzi: Das ist ein Wahnsinn! Das ist aber wahr! Das ist lustig und traurig!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich erwarte mir von Ihnen, dass Sie endlich einmal Geld herausrücken, das zweckgebunden ist für den barrierefreien Verkehr, damit die ÖBB auch wirklich einmal gezwungen sind, das zu machen, damit auch mobilitätsbeeinträchtigte Menschen mit der Bahn fahren können. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Heiterkeit bei den Grünen.
Herr Minister, zum Abschluss: Ich erwarte mir von Ihnen einen Termin, wo wir miteinander mit dem Zug fahren. (Heiterkeit bei den Grünen.) Wir brauchen nur von Salzburg nach Zell am See zu fahren: Das müssen wir 72 Stunden vorher anmelden! – Wenn Sie von Salzburg nach Zell am See fahren, müssen Sie das 72 Stunden vorher melden. Das muss man sich einmal geben! Und warum? – Weil diese Züge ohne Personal fahren; da ist nur mehr der Fahrer im Zug und sonst niemand. Und wenn jetzt ein Rollstuhlfahrer daherkommt (Abg. Gaál: Der ist erledigt!) und sagt, er möchte da mitfahren, dann wird eigens Personal von Salzburg abgestellt. Das muss man sich vorstellen: Der fährt dann mit nach Zell am See, packt den dann auf, fährt leer wieder zurück; und wenn der wieder zurück will, kommt er wieder leer her, der Rollstuhlfahrer steigt wieder ein, und man fährt dann gemeinsam wieder zurück.
Abg. Gaál: Der ist erledigt!
Herr Minister, zum Abschluss: Ich erwarte mir von Ihnen einen Termin, wo wir miteinander mit dem Zug fahren. (Heiterkeit bei den Grünen.) Wir brauchen nur von Salzburg nach Zell am See zu fahren: Das müssen wir 72 Stunden vorher anmelden! – Wenn Sie von Salzburg nach Zell am See fahren, müssen Sie das 72 Stunden vorher melden. Das muss man sich einmal geben! Und warum? – Weil diese Züge ohne Personal fahren; da ist nur mehr der Fahrer im Zug und sonst niemand. Und wenn jetzt ein Rollstuhlfahrer daherkommt (Abg. Gaál: Der ist erledigt!) und sagt, er möchte da mitfahren, dann wird eigens Personal von Salzburg abgestellt. Das muss man sich vorstellen: Der fährt dann mit nach Zell am See, packt den dann auf, fährt leer wieder zurück; und wenn der wieder zurück will, kommt er wieder leer her, der Rollstuhlfahrer steigt wieder ein, und man fährt dann gemeinsam wieder zurück.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Herr Minister, wenn das die Verkehrspolitik des Jahres 2004 ist, dann weiß ich nicht, in welcher Welt wir sind und wo Sie leben. Herr Minister! Bitte machen Sie diese Handbewegung (die Rednerin hebt ihre Hände etwas hoch und dreht dann die Handflächen nach oben) nicht mehr, denn sie ist noch nicht passend. Wir haben noch lange nicht das, was wir brauchen, nämlich einen barrierefreien öffentlichen Verkehr. Und dieser, Herr Minister, steht uns zu, und den erwarten wir uns auch von Ihnen! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Ironische Heiterkeit des Abg. Verzetnitsch. – Abg. Verzetnitsch: Genau! Jawohl!
Abgeordneter Maximilian Walch (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Werte Staatssekretäre! Werte Kolleginnen und Kollegen! Was Frau Haidlmayr hier gesagt hat, wird auch richtig sein. Der Herr Minister hat dementsprechend zugehört. Aber daran sieht man einmal, dass 30 Jahre – oder Jahrzehnte – hindurch auf der Bundesbahn nichts passiert ist. (Ironische Heiterkeit des Abg. Verzetnitsch. – Abg. Verzetnitsch: Genau! Jawohl!) Stellt euch vor, was die mitgemacht haben! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordneter Maximilian Walch (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Werte Staatssekretäre! Werte Kolleginnen und Kollegen! Was Frau Haidlmayr hier gesagt hat, wird auch richtig sein. Der Herr Minister hat dementsprechend zugehört. Aber daran sieht man einmal, dass 30 Jahre – oder Jahrzehnte – hindurch auf der Bundesbahn nichts passiert ist. (Ironische Heiterkeit des Abg. Verzetnitsch. – Abg. Verzetnitsch: Genau! Jawohl!) Stellt euch vor, was die mitgemacht haben! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Neudeck – in Richtung SPÖ –: Ich glaube sogar, die haben sie zurückgebaut!
Jetzt geschieht etwas! Jetzt wird zum Beispiel der Hauptbahnhof in Linz umgebaut – alles neu! –, viele Bahnhöfe werden barrierefrei gebaut. Aber alles geht nicht auf einmal. Was die linke Seite 30 Jahre hindurch verschlafen hat, das können wir nicht über Nacht reparieren. (Abg. Neudeck – in Richtung SPÖ –: Ich glaube sogar, die haben sie zurückgebaut!)
Abg. Eder: Irgendwo am Semmering!
Zum Kollegen Eder muss ich Folgendes sagen: Kollege Eder hat dem Minister vorgeworfen: Da muss irgendwo ein Tunnel eröffnet worden sein, und am nächsten Tag wurde er wieder zugesperrt, weil der Asphalt kaputt war. (Abg. Eder: Irgendwo am Semmering!) – Der Herr Minister ist doch nicht bei einer Asphaltfirma angestellt! (Heiterkeit bei den Freiheitlichen und der ÖVP sowie ironische Heiterkeit des Abg. Eder.)
Heiterkeit bei den Freiheitlichen und der ÖVP sowie ironische Heiterkeit des Abg. Eder.
Zum Kollegen Eder muss ich Folgendes sagen: Kollege Eder hat dem Minister vorgeworfen: Da muss irgendwo ein Tunnel eröffnet worden sein, und am nächsten Tag wurde er wieder zugesperrt, weil der Asphalt kaputt war. (Abg. Eder: Irgendwo am Semmering!) – Der Herr Minister ist doch nicht bei einer Asphaltfirma angestellt! (Heiterkeit bei den Freiheitlichen und der ÖVP sowie ironische Heiterkeit des Abg. Eder.)
Abg. Eder: Fahren kann man nicht! Abgesperrt ist schon wieder!
Du, Kollege Eder, müsstest genau wissen, dass das nicht der Steuerzahler bezahlt. Wenn du in der Privatwirtschaft wärst, dann wüsstest du, dass es da eine Garantie gibt und dass diese Firma, die nicht ordnungsgemäß arbeitet, für den Fehler aufkommen muss. (Abg. Eder: Fahren kann man nicht! Abgesperrt ist schon wieder!) – Aber der Herr Minister tut nicht asphaltieren, das muss ich dir auch sagen.
Abg. Gaál: Nehmen Sie Platz, Herr Kollege!
Werte Kolleginnen und Kollegen! An und für sich müsstet ihr hier herausgehen und müsstet danke sagen zum Herrn Vizekanzler und Infrastrukturminister (Abg. Gaál: Nehmen Sie Platz, Herr Kollege!), wenn man sich anschaut, was in den letzten Jahren, seit wir mit der ÖVP in der Regierung sind, an Infrastrukturmaßnahmen, an Straßenbauten und so weiter geschehen ist. Die ÖBB, wo ihr nur Defizite gemacht habt, werden jetzt saniert! Ich bin auch dagegen, dass man dort die Leute heimschickt, und die Leute, die Mitarbeiter der ÖBB sind auch dagegen, dass man sie nach Hause schickt. Sie sagen: Wir wollen arbeiten! – Daher gehört umstrukturiert. Was das Dienstrecht betrifft, so müssen die Gewerkschaften einmal hergehen, die Interessen der Arbeitnehmer vertreten und sagen: Jawohl, die Möglichkeit gibt es, dass ich woanders hinkomme! – Nicht boykottieren, mitarbeiten! (Zwischenruf der Abg. Silhavy, die die Titelseite einer „Kurier“-Ausgabe mit der Schlagzeile „Beamte: Welle von Frühpensionen kostet Millionen“ in die Höhe hält.) – Jetzt bin ich am Wort, Kollegin, und nicht du!
Zwischenruf der Abg. Silhavy, die die Titelseite einer „Kurier“-Ausgabe mit der Schlagzeile „Beamte: Welle von Frühpensionen kostet Millionen“ in die Höhe hält.
Werte Kolleginnen und Kollegen! An und für sich müsstet ihr hier herausgehen und müsstet danke sagen zum Herrn Vizekanzler und Infrastrukturminister (Abg. Gaál: Nehmen Sie Platz, Herr Kollege!), wenn man sich anschaut, was in den letzten Jahren, seit wir mit der ÖVP in der Regierung sind, an Infrastrukturmaßnahmen, an Straßenbauten und so weiter geschehen ist. Die ÖBB, wo ihr nur Defizite gemacht habt, werden jetzt saniert! Ich bin auch dagegen, dass man dort die Leute heimschickt, und die Leute, die Mitarbeiter der ÖBB sind auch dagegen, dass man sie nach Hause schickt. Sie sagen: Wir wollen arbeiten! – Daher gehört umstrukturiert. Was das Dienstrecht betrifft, so müssen die Gewerkschaften einmal hergehen, die Interessen der Arbeitnehmer vertreten und sagen: Jawohl, die Möglichkeit gibt es, dass ich woanders hinkomme! – Nicht boykottieren, mitarbeiten! (Zwischenruf der Abg. Silhavy, die die Titelseite einer „Kurier“-Ausgabe mit der Schlagzeile „Beamte: Welle von Frühpensionen kostet Millionen“ in die Höhe hält.) – Jetzt bin ich am Wort, Kollegin, und nicht du!
Heiterkeit bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Ironische Heiterkeit des Abg. Eder.
Das, glaube ich, ist wichtig. Wenn ich mir anschaue, welches Budget es 1994 oder 1995 bis 1999 gegeben hat, was damals passiert ist, und wenn ich mir dann nur etwa die Straßenbauten, die Autobahnbauten – zum Beispiel die Mühlviertler Autobahn, was für mich sehr erfreulich ist – anschaue, die jetzt auf Druck des Infrastrukturministers gemacht werden, dann kann man dafür nur danke sagen. Ich möchte euch wirklich ersuchen, das auch zu sehen: Jetzt passiert etwas! Der Minister plant, aber er baut auch! Ihr aber habt geplant, geplant, geplant – geprüft, geprüft, geprüft – geplant, geplant, geplant – und nichts verwirklicht. (Heiterkeit bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Ironische Heiterkeit des Abg. Eder.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Jetzt wird gebaut: zugunsten der Bevölkerung, zugunsten der Wirtschaft, zur Sicherung der Arbeitsplätze! – So schaut die Infrastruktur in Österreich aus! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Wittauer: Das stimmt ja nicht!
Abgeordnete Gabriele Binder (SPÖ): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Meine Herren Staatssekretäre! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Ich möchte mich einem Aspekt beim Thema Verkehr und Infrastruktur widmen, nämlich dem Thema Sicherheit auf der Schiene und auf der Straße. Fakt ist, dass die Mittel für die Bahninfrastruktur gesenkt wurden und dass dadurch, vor allem aber – nicht in den letzten 30 Jahren, Herr Kollege Walch, sondern voriges Jahr – durch die beschlossene ÖBB-Reform die Österreichischen Bundesbahnen, so wie es Kollegin Haidlmayr geschildert hat, fast handlungsunfähig sind (Abg. Wittauer: Das stimmt ja nicht!), weil, meine Damen und Herren, tatsächlich ein Wirrwarr entstanden ist und die Zuständigkeiten ... (Abg. Wittauer: Das stimmt ja nicht! Das wisst ihr genau!) – Kollege Wittauer, ich habe Sie gesehen, ich habe Sie gehört, ich beachte Sie – und jetzt bin ich am Wort! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wittauer: Das stimmt ja nicht! Das wisst ihr genau!
Abgeordnete Gabriele Binder (SPÖ): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Meine Herren Staatssekretäre! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Ich möchte mich einem Aspekt beim Thema Verkehr und Infrastruktur widmen, nämlich dem Thema Sicherheit auf der Schiene und auf der Straße. Fakt ist, dass die Mittel für die Bahninfrastruktur gesenkt wurden und dass dadurch, vor allem aber – nicht in den letzten 30 Jahren, Herr Kollege Walch, sondern voriges Jahr – durch die beschlossene ÖBB-Reform die Österreichischen Bundesbahnen, so wie es Kollegin Haidlmayr geschildert hat, fast handlungsunfähig sind (Abg. Wittauer: Das stimmt ja nicht!), weil, meine Damen und Herren, tatsächlich ein Wirrwarr entstanden ist und die Zuständigkeiten ... (Abg. Wittauer: Das stimmt ja nicht! Das wisst ihr genau!) – Kollege Wittauer, ich habe Sie gesehen, ich habe Sie gehört, ich beachte Sie – und jetzt bin ich am Wort! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Gabriele Binder (SPÖ): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Meine Herren Staatssekretäre! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Ich möchte mich einem Aspekt beim Thema Verkehr und Infrastruktur widmen, nämlich dem Thema Sicherheit auf der Schiene und auf der Straße. Fakt ist, dass die Mittel für die Bahninfrastruktur gesenkt wurden und dass dadurch, vor allem aber – nicht in den letzten 30 Jahren, Herr Kollege Walch, sondern voriges Jahr – durch die beschlossene ÖBB-Reform die Österreichischen Bundesbahnen, so wie es Kollegin Haidlmayr geschildert hat, fast handlungsunfähig sind (Abg. Wittauer: Das stimmt ja nicht!), weil, meine Damen und Herren, tatsächlich ein Wirrwarr entstanden ist und die Zuständigkeiten ... (Abg. Wittauer: Das stimmt ja nicht! Das wisst ihr genau!) – Kollege Wittauer, ich habe Sie gesehen, ich habe Sie gehört, ich beachte Sie – und jetzt bin ich am Wort! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Herr Kollege Miedl, wenn Sie sagen, es ist klar, dass die Beschäftigten dort gut qualifiziert sind, und ein Unternehmen, das so viele Mitarbeiter hat, muss die Mitarbeiter halt woanders einsetzen, dann meine ich nur: So einfach kann es nicht sein! Ich glaube eher, es fahren immer weniger Züge, und deshalb brauchen wir immer weniger Eisenbahner. Ich freue mich schon auf die Zeit, wenn die Zugsbenützer einmal alle die Lokführerprüfung machen müssen, damit dann überhaupt noch eine Eisenbahn fährt. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: Nichts zum Budget, nichts zur Infrastruktur! – Abg. Silhavy: Aber ein Vorschlag! – Abg. Gradwohl – in Richtung des Abg. Wittauer –: Jetzt kommt ein Vorschlag – jetzt hörst du nicht zu!
Wir brauchen auch genaue Daten und Fakten, damit wir tatsächlich Maßnahmen treffen können. Zwei Beiträge habe ich jetzt auch in einer Anfrage an Sie festgehalten, und ich denke, die Sicherheit der Kinder muss uns wichtig sein. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: Nichts zum Budget, nichts zur Infrastruktur! – Abg. Silhavy: Aber ein Vorschlag! – Abg. Gradwohl – in Richtung des Abg. Wittauer –: Jetzt kommt ein Vorschlag – jetzt hörst du nicht zu!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Binder: Vier Jahre haben genügt, dass nichts mehr funktioniert!
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Meine sehr geehrten Herren Staatssekretäre! Frau Staatssekretärin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das, was die beiden Vorrednerinnen hier angesprochen haben, ist der beste Beweis dafür, wie notwendig die Reformen sind, die wir in Angriff genommen haben, weil wir eben solche Zustände in Zukunft nicht mehr haben wollen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Binder: Vier Jahre haben genügt, dass nichts mehr funktioniert!)
Abg. Binder: Vier Jahre genügen, und es funktioniert überhaupt nichts mehr! Vier Jahre haben genügt! – Herr Kollege Kukacka freut sich! Das war immer das Ziel! Vier Jahre haben Sie gebraucht!
Das ist das Beste: dass wir schuld sind an dem, was Sie über Jahrzehnte verabsäumt haben. (Abg. Binder: Vier Jahre genügen, und es funktioniert überhaupt nichts mehr! Vier Jahre haben genügt! – Herr Kollege Kukacka freut sich! Das war immer das Ziel! Vier Jahre haben Sie gebraucht!)
Abg. Silhavy: Sie kennen sich nicht aus, das ist Ihr Problem! Sie können nicht zuhören und kennen sich nicht aus!
Genau das ist der große Unterschied zu unserer Politik: Bei Ihnen ist es ein Zick, ein Zack, ein Hin und ein Her. Man weiß in Wirklichkeit überhaupt nicht, was Sie wollen. (Abg. Silhavy: Sie kennen sich nicht aus, das ist Ihr Problem! Sie können nicht zuhören und kennen sich nicht aus!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Gradwohl: Jetzt hat er selber lachen müssen, der Lopatka!
Bei uns wissen die Menschen, wohin die Reise geht, nämlich in eine gute Zukunft! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Gradwohl: Jetzt hat er selber lachen müssen, der Lopatka!)
Abg. Wittauer: Ich bin neugierig, was die Grünen zum Budget zu sagen haben!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächste Rednerin zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Rest-Hinterseer. – Bitte. (Abg. Wittauer: Ich bin neugierig, was die Grünen zum Budget zu sagen haben!)
Abg. Dr. Lopatka: Was ist das?
Es war uns etwas abhanden gekommen, so nachhaltig abhanden gekommen, dass wir uns nicht einmal daran erinnern konnten, es jemals besessen zu haben. – Zitatende. (Abg. Dr. Lopatka: Was ist das?)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das sind keine Märchen, Frau Kollegin! Nein, Märchen hat die Frau Haidlmayr erzählt! Das waren Märchen!
Auch bei der Beantwortung der Budgetanfragen hören wir hier immer wieder Märchen von Verkehrsvermeidung und Verkehrsverlagerung auf die Schiene. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das sind keine Märchen, Frau Kollegin! Nein, Märchen hat die Frau Haidlmayr erzählt! Das waren Märchen!) Das ist angesichts der genau entgegengesetzten Taten dieser Regierung unseriös. Unseriös, Herr Kollege Scheuch! (Abg. Wittauer: Ihr könnt keine Zahlen lesen, ihr könnt keine Fakten lesen!)
Abg. Wittauer: Ihr könnt keine Zahlen lesen, ihr könnt keine Fakten lesen!
Auch bei der Beantwortung der Budgetanfragen hören wir hier immer wieder Märchen von Verkehrsvermeidung und Verkehrsverlagerung auf die Schiene. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das sind keine Märchen, Frau Kollegin! Nein, Märchen hat die Frau Haidlmayr erzählt! Das waren Märchen!) Das ist angesichts der genau entgegengesetzten Taten dieser Regierung unseriös. Unseriös, Herr Kollege Scheuch! (Abg. Wittauer: Ihr könnt keine Zahlen lesen, ihr könnt keine Fakten lesen!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Dafür bauen wir im Mölltal!
Zum Beispiel: Tauernachse. Reden wir doch von der Tauernachse! Das ist eine Achse, die sogar im Beitrittsvertrag extra erwähnt ist, 1989. Es gibt eine anhängige Frage, eine strittige Frage zur UVP, die nicht und nicht geklärt wird. Die Bevölkerung im Gasteiner Tal wird völlig im Unklaren gelassen, wie es jetzt weitergeht. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Dafür bauen wir im Mölltal!)
Abg. Wittauer: Weil Sie ganz genau wissen, dass wir von Europa eben ganz unterschiedliche Rahmenbedingungen haben!
Etwas, was noch sehr dramatisch ist: Es gibt eine interessante, fast witzige Trendumkehr in der sonstigen Argumentationslinie dieser Regierung, und zwar beim Kombiverkehr. Das ist ja ein geradezu wunderbares Beispiel dafür, wie uns Sand in die Augen gestreut wird. Einerseits wird hier auf die Erfolge beim Kombiverkehr bis in die achtziger Jahre verwiesen. Bis in die achtziger Jahre! – Normalerweise ist es so, dass der Herr Vizekanzler mit Verweisen auf diese Zeit die SPÖ-Mandatare ohrfeigt und sagt, was damals passiert ist, war alles Käse – aber beim Kombiverkehr war es offensichtlich super. Die letzten beiden Jahre allerdings lässt der Herr Verkehrsminister einfach unter den Tisch fallen. Er sagt, dass 1994 ein signifikantes Ansteigen des Kombiverkehrs um 20,45 Prozent festgestellt werden konnte, aber er sagt uns nicht: Was ist jetzt, 2004? Und was war 2003? – Dazu bekommen wir überhaupt keine Angaben. (Abg. Wittauer: Weil Sie ganz genau wissen, dass wir von Europa eben ganz unterschiedliche Rahmenbedingungen haben!)
Beifall bei den Grünen.
Die Bevorzugung der Straße ist evident, Herr Kollege, das wissen wir ganz genau. Der kombinierte Verkehr steckt immer noch in den Kinderschuhen, da ist überhaupt kein Fortschritt bemerkbar. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Wittauer: Klar!
Zum Thema Klimaschutz und Verkehr – das ist sowieso ein tragisches Kapitel. Sie wissen ganz genau, dass der Verkehr einer der Hauptverursacher der zunehmenden Treibhausgasemissionen ist. Wir haben von 1990 bis 2001 eine Zunahme allein im Verkehrsbereich – Sie wissen das aus dem Umweltausschuss – um 49 Prozent. Das ist nicht eine Zahl, angesichts derer man sich zurücklehnen könnte. Allerdings hören wir von Herrn Minister Gorbach, dass für die Zukunft Überlegungen angestellt werden, und hier – besonders zynisch aus meiner Sicht – verweist der Herr Vizekanzler darauf, dass es aus seiner Sicht besonders gut wäre, in diesem Bereich lokale Initiativen umzusetzen. (Abg. Wittauer: Klar!) Die Gemeinden werden also aufgefordert, im Bereich Verkehr aktiv zu werden, Verkehrspolitik zu machen. (Abg. Wittauer: Die Landeshauptleute, die Landesregierungen! Die sind ja mit in der Verantwortung!) – Hochinteressant! Ist es jetzt auf einmal die Zuständigkeit der Gemeinden, die Verkehrspolitik zentral zu lenken? Wie soll man diesen Absatz verstehen?
Abg. Wittauer: Die Landeshauptleute, die Landesregierungen! Die sind ja mit in der Verantwortung!
Zum Thema Klimaschutz und Verkehr – das ist sowieso ein tragisches Kapitel. Sie wissen ganz genau, dass der Verkehr einer der Hauptverursacher der zunehmenden Treibhausgasemissionen ist. Wir haben von 1990 bis 2001 eine Zunahme allein im Verkehrsbereich – Sie wissen das aus dem Umweltausschuss – um 49 Prozent. Das ist nicht eine Zahl, angesichts derer man sich zurücklehnen könnte. Allerdings hören wir von Herrn Minister Gorbach, dass für die Zukunft Überlegungen angestellt werden, und hier – besonders zynisch aus meiner Sicht – verweist der Herr Vizekanzler darauf, dass es aus seiner Sicht besonders gut wäre, in diesem Bereich lokale Initiativen umzusetzen. (Abg. Wittauer: Klar!) Die Gemeinden werden also aufgefordert, im Bereich Verkehr aktiv zu werden, Verkehrspolitik zu machen. (Abg. Wittauer: Die Landeshauptleute, die Landesregierungen! Die sind ja mit in der Verantwortung!) – Hochinteressant! Ist es jetzt auf einmal die Zuständigkeit der Gemeinden, die Verkehrspolitik zentral zu lenken? Wie soll man diesen Absatz verstehen?
Abg. Lentsch: Sie diskriminieren die Frauen!
Wie schaut es im Verkehr aus? – Wir wissen, dass die Frauen die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen und die Männer mit ihren Audi A8 Limousinen fahren. Damit erledigen sie meistens einen Weg, nämlich jenen in die Arbeit und retour (Abg. Lentsch: Sie diskriminieren die Frauen!), denn es kann ihnen nicht zugemutet werden, dass sie ihr Köfferchen womöglich weiter tragen als nur bis zur Haustüre oder von der Haustüre weg.
Abg. Wittauer: Deswegen leben die Frauen länger! Sie sind mehr in Bewegung!
Die Frauen erledigen am Tag – das müssen Sie selber auch wissen, Frau Kollegin – durchschnittlich fünf bis sechs Wege und sehr oft mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Aber diesbezüglich sehen wir nichts, das schlägt sich im Budget gleich gar nicht nieder. (Abg. Wittauer: Deswegen leben die Frauen länger! Sie sind mehr in Bewegung!)
Abg. Scheibner: Da ist kein Mensch da von den Grünen und Sie reden eine halbe Stunde!
Das ist meiner Meinung nach ein Armutszeugnis im Jahr 2004 bei einem Budgetansatz (Abg. Scheibner: Da ist kein Mensch da von den Grünen und Sie reden eine halbe Stunde!), der besonders hervorkehrt, dass hier gegenderte Maßnahmen zu erwarten sind. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das ist meiner Meinung nach ein Armutszeugnis im Jahr 2004 bei einem Budgetansatz (Abg. Scheibner: Da ist kein Mensch da von den Grünen und Sie reden eine halbe Stunde!), der besonders hervorkehrt, dass hier gegenderte Maßnahmen zu erwarten sind. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Uwe Scheuch (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Meine sehr geehrten Damen und Herren Staatssekretäre! Hohes Haus! Frau Kollegin Rest-Hinterseer, wenn Sie über den zweigleisigen Ausbau der Tauernbahn sprechen, dann sprechen Sie mir direkt aus dem Herzen. Da muss ich meine gesamte Rede revidieren und darauf eingehen, denn wir machen ja genau diesen zweigleisigen Ausbau der Tauernbahn. Sie müssen nur ein einziges Mal Ihre beschränkte Sicht von Salzburg ablegen und nach Kärnten schauen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir bauen zweigleisig aus. Die Strecke von Mallnitz bis hinunter nach Pusarnitz wird gerade zweigleisig ausgebaut. – Danke, Hubert Gorbach! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Heiterkeit des Redners. – Zwischenrufe der Abgeordneten Rest-Hinterseer und Dr. Pirklhuber.
Meine geschätzten Damen und Herren! (Heiterkeit des Redners. – Zwischenrufe der Abgeordneten Rest-Hinterseer und Dr. Pirklhuber.) – Mein Klubobmann deutet mir, dass ich meine Redezeit einhalten soll. Aber dieses Thema ist mir wichtig, und deshalb werde ich mich dieses Themas noch weiter annehmen.
Zwischenrufe des Abg. Eder.
Rote Verkehrspolitik auf Bundesebene und absolut rote Mehrheit auf Kärntner Landesebene. Nichts, absolut nichts wurde gemacht! Es wurde alles versprochen, aber nichts gehalten! (Zwischenrufe des Abg. Eder.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine geschätzten Damen und Herren! Wir sind angetreten mit einer guten Bundesregierung und mit einer guten Verkehrspolitik des Landes Kärnten. Wir bauen den zweiten Tunnel. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das Faszinierende am Schluss wird sein: Herr Bürgermeister Köfer wird in der ersten Reihe stehen und das Band durchschneiden. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Demonstrativer Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich möchte eines sagen: Es ist ja nicht alles schlecht, was die Regierung macht. (Demonstrativer Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.) – Moment! – Aber wie ihr es macht, ist schlecht, nämlich immer zu sagen, 30 Jahre – jetzt ist Kollege Stummvoll da – sozialdemokratischer Fehlpolitik, Finanzpolitik, Schuldenpolitik. Ich kann mich erinnern, Stummvoll war Staatssekretär, Finanzstaatssekretär. Er hat es vergessen.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Eder: Straßenbau war immer ÖVP!
Wir wissen ganz genau, dass in einer Bundesregierung – das betrifft auch Sie, Herr Vizekanzler – Einstimmigkeit herrschen muss. Und wer waren die Verkehrspolitiker? – Das waren für die Straße durchwegs ÖVP-Verkehrsminister, die genauso an diesen besagten 30 oder 20 Jahren mitgewirkt haben. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Eder: Straßenbau war immer ÖVP!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.
Aber ich will jetzt nicht näher darauf eingehen. Wir waren auch nicht die Besten, ihr seid es auch nicht. Dass die Opposition hier heraußen immer Halleluja sagen muss ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.) – Ja, das rote Lämpchen leuchtet, Herr Kollege Stummvoll, ich habe nur noch eine Minute Redezeit.
Zwischenruf des Abg. Wittauer. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Die roten Bürgermeister stellen sich in die erste Reihe und eröffnen!
Was ist mit der Qualitätskontrolle? Was ist mit den Unfallopfern? – Da stellen sich alle hin, Herr Kollege Scheuch, Bänder durchschneiden, aber wenn die Leute ... (Zwischenruf des Abg. Wittauer. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Die roten Bürgermeister stellen sich in die erste Reihe und eröffnen!) – Ja, die roten Bürgermeister. Er hat ja auch Bänder bei der S 6 durchgeschnitten.
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mandak.
30 Prozent Tariferhöhungen bei den ÖBB! – Schöne Reise, Herr Lopatka! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mandak.)
Abg. Eder: Finanzstaatssekretär Stummvoll!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Dr. Stummvoll. – Bitte. (Abg. Eder: Finanzstaatssekretär Stummvoll!)
Abg. Eder: Das stimmt!
Abgeordneter Dkfm. Dr. Günter Stummvoll (ÖVP): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Meine Damen und Herren Staatssekretäre! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich rede heute gerne zum Thema Forschung und Entwicklung, weil ich auch als Mandatar einer Regierungspartei in früheren Jahren – Herr Kollege Eder, wenn Sie ein gutes Gedächtnis haben, wird Ihnen das einfallen – oft Kritik daran geübt habe, dass wir mit dem Budget viel zu wenig in die Zukunft investieren. (Abg. Eder: Das stimmt!) Jetzt haben wir erstmals eine Bundesregierung, die so viel in die Zukunft investiert (Abg. Eder: Noch weniger!) wie noch keine Regierung zuvor. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Eder: Noch weniger!
Abgeordneter Dkfm. Dr. Günter Stummvoll (ÖVP): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Meine Damen und Herren Staatssekretäre! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich rede heute gerne zum Thema Forschung und Entwicklung, weil ich auch als Mandatar einer Regierungspartei in früheren Jahren – Herr Kollege Eder, wenn Sie ein gutes Gedächtnis haben, wird Ihnen das einfallen – oft Kritik daran geübt habe, dass wir mit dem Budget viel zu wenig in die Zukunft investieren. (Abg. Eder: Das stimmt!) Jetzt haben wir erstmals eine Bundesregierung, die so viel in die Zukunft investiert (Abg. Eder: Noch weniger!) wie noch keine Regierung zuvor. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordneter Dkfm. Dr. Günter Stummvoll (ÖVP): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Meine Damen und Herren Staatssekretäre! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich rede heute gerne zum Thema Forschung und Entwicklung, weil ich auch als Mandatar einer Regierungspartei in früheren Jahren – Herr Kollege Eder, wenn Sie ein gutes Gedächtnis haben, wird Ihnen das einfallen – oft Kritik daran geübt habe, dass wir mit dem Budget viel zu wenig in die Zukunft investieren. (Abg. Eder: Das stimmt!) Jetzt haben wir erstmals eine Bundesregierung, die so viel in die Zukunft investiert (Abg. Eder: Noch weniger!) wie noch keine Regierung zuvor. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Es ist auch kein Zufall, dass Leute wie Professor Aiginger, Professor Felderer und Dr. Consemüller von einem großen Wurf, vom attraktiven Forschungsstandort Österreich und von einem Quantensprung in der Forschungspolitik reden, meine Damen und Herren. Das ist das Verdienst dieser Bundesregierung! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei den Freiheitlichen.
In diesem Sinne: Glück auf! Gehen wir diesen Weg gemeinsam weiter! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Wittauer: Das wird ausgebaut!
dass der Ausbau der Westbahn als Hochleistungsstrecke zügig erfolgt. Es ist hoch an der Zeit, dass der Baustopp für die Güterzugumfahrung St. Pölten endlich aufgehoben wird. (Abg. Wittauer: Das wird ausgebaut!)
Abg. Wittauer: Herr Abgeordneter! Das passiert ja! Geduld!
Deshalb bringe ich folgenden Antrag ein (Abg. Wittauer: Herr Abgeordneter! Das passiert ja! Geduld!):
Abg. Wittauer: Das passiert ja!
Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Der Weiterbau dieses Projekts ist auch immer wieder von Herrn Landeshauptmann Pröll gefordert worden: In jeder seiner Sonntagsreden fordert er den Weiterbau der Güterzugumfahrung St. Pölten. (Abg. Wittauer: Das passiert ja!) Ich bin sehr gespannt, sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete der ÖVP-Niederösterreich in diesem Hause – 17 seid ihr –, wie euer Abstimmungsverhalten bei diesem Entschließungsantrag heute sein wird. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Na was glaubt ihr?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Na was glaubt ihr?
Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Der Weiterbau dieses Projekts ist auch immer wieder von Herrn Landeshauptmann Pröll gefordert worden: In jeder seiner Sonntagsreden fordert er den Weiterbau der Güterzugumfahrung St. Pölten. (Abg. Wittauer: Das passiert ja!) Ich bin sehr gespannt, sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete der ÖVP-Niederösterreich in diesem Hause – 17 seid ihr –, wie euer Abstimmungsverhalten bei diesem Entschließungsantrag heute sein wird. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Na was glaubt ihr?)
Abg. Neudeck: 3 Minuten!
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Meine Damen! Meine Herren! Herr Präsident! Meine Herren Staatssekretäre! (Abg. Neudeck: 3 Minuten!) – 2 Minuten! 1 Minute – noch kürzer.
Abg. Dr. Jarolim: Wer soll das schließen?
Auch was meine Heimatregion betrifft, muss ich sagen: Wegen der besseren Erreichbarkeit und insbesondere auch wegen der Öffnung des Straßentunnels durch den Semmering für den Verkehr wird es dort zu einem verstärkten Verkehrsaufkommen in den Süden kommen. Daher ist es notwendig, auch die Lücke von Judenburg bis Friesach zu schließen. (Abg. Dr. Jarolim: Wer soll das schließen?) Jetzt gibt es einen Plan von Judenburg bis Scheifling; wir werden auch gemeinsam versuchen, hier im Parlament einen Vier-Parteien-Antrag einzubringen, damit auch die Strecke weiter nach Friesach geschlossen werden kann. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Auch was meine Heimatregion betrifft, muss ich sagen: Wegen der besseren Erreichbarkeit und insbesondere auch wegen der Öffnung des Straßentunnels durch den Semmering für den Verkehr wird es dort zu einem verstärkten Verkehrsaufkommen in den Süden kommen. Daher ist es notwendig, auch die Lücke von Judenburg bis Friesach zu schließen. (Abg. Dr. Jarolim: Wer soll das schließen?) Jetzt gibt es einen Plan von Judenburg bis Scheifling; wir werden auch gemeinsam versuchen, hier im Parlament einen Vier-Parteien-Antrag einzubringen, damit auch die Strecke weiter nach Friesach geschlossen werden kann. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
In diesem Sinne scheint mir noch ein Punkt für all diese Regionen wichtig zu sein. Der erste Schritt ist ja bereits mit dem Wachstumspaket gemacht worden. Wir müssen auch für die ländlichen Regionen die Breitbandtechnologie entsprechend forcieren, damit diese Regionen auch in Zukunft ein nachhaltiger Wirtschaftsstandort sind. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
demonstrativer Beifall des Abg. Dipl.-Ing. Klaus Hubert Auer
Abgeordneter Heinz Gradwohl (SPÖ): Herr Präsident! Meine Herren Staatssekretäre! Hohes Haus! Lieber Kollege Grillitsch! Ich gebe dir in vielen Bereichen Recht, speziell im letzten angesprochenen Bereich (demonstrativer Beifall des Abg. Dipl.-Ing. Klaus Hubert Auer), und hoffe, dass wir tatsächlich dazu kommen, diesen Lückenschluss zusammenzubringen. Ich hoffe, dass nach sieben Monaten Diskussionen innerhalb der Fraktionen in diesem Haus dieser Antrag tatsächlich eingebracht werden kann. Das würde mich wirklich im Sinne der Menschen dieser Region absolut freuen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Heinz Gradwohl (SPÖ): Herr Präsident! Meine Herren Staatssekretäre! Hohes Haus! Lieber Kollege Grillitsch! Ich gebe dir in vielen Bereichen Recht, speziell im letzten angesprochenen Bereich (demonstrativer Beifall des Abg. Dipl.-Ing. Klaus Hubert Auer), und hoffe, dass wir tatsächlich dazu kommen, diesen Lückenschluss zusammenzubringen. Ich hoffe, dass nach sieben Monaten Diskussionen innerhalb der Fraktionen in diesem Haus dieser Antrag tatsächlich eingebracht werden kann. Das würde mich wirklich im Sinne der Menschen dieser Region absolut freuen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Lentsch: Sehr originell!
Lieber Kollege Grillitsch – ein Obersteirer –, lieber Kollege Lopatka – ein Steirer –, geschätzter Herr Verkehrssprecher Werner Miedl – auch aus der Steiermark! Was machen Sie denn mit dem EC 236 in der Früh, mit dem EC 237 am Abend – der einzigen Früh- beziehungsweise Abendverbindung aus der Obersteiermark nach Wien und retour? Was machen Sie? Was macht Herr Staatssekretär Kukacka? – Zusperren! Dieser Zug fährt in Zukunft nicht mehr! – So weit zum Blick in die Zukunft: eine schwarze Röhre, aus, weil es kein Licht in diesem Tunnel gibt, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien. Und dafür sind Sie verantwortlich! (Abg. Lentsch: Sehr originell!)
Zwischenbemerkung von Staatssekretär Mag. Kukacka.
Lassen Sie mich noch ein Wort zur Infrastruktur- beziehungsweise zur Technologiepolitik sagen. (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Mag. Kukacka.) – Herr Staatssekretär! Ich wäre an Ihrer Stelle vorsichtig, Sie wissen noch nicht, was ich zu sagen habe.
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Da von Zukunft in der Technologie, in der Infrastruktur zu sprechen, das ist wirklich vermessen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Genauso ist es notwendig, dass wir eine hochrangige Eisenbahnverbindung vom Norden in den Süden Österreichs zustande bringen. Mir ist es im Prinzip gleich, ob das der Semmering-Tunnel ist oder ob das – das wäre mir sogar noch lieber – der Aspang-Bereich, der Wechsel-Bereich ist, aber wenn beides nicht kommt, dann kommt es über Ungarn. Und das, so glaube ich, ist nicht das, was wir anstreben sollten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, dass diese Bundesregierung da wirklich einen guten Weg eingeschlagen hat, dass dieses Konzept, dass wir diesen öffentlichen Verkehr, den Nahverkehr neu planen, neu denken müssen, der wirklich sinnvolle und auch der letztlich effektive Weg für uns alle ist. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Jarolim: Aber ein Bundeskanzler mit Flügeln wäre gar nicht so schlecht!
So wie in vielen anderen Kapiteln fehlt auch im Technologiebudget der Fortschritt, es fehlt die ausreichende Dotierung, es fehlt jegliche Innovation, und es fehlen auch diverse Gründe, dem zuzustimmen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Jarolim: Aber ein Bundeskanzler mit Flügeln wäre gar nicht so schlecht!)
Beifall bei der ÖVP.
Das Budget zum Kapitel „Verkehr“ zeigt, dass sich die Regierung dieser Herausforderung bewusst ist und entsprechende Mittel zur Verfügung stellt. 3,1 Milliarden € stehen 2005 und 2006 für den Ausbau der Schieneninfrastruktur und der Straßeninfrastruktur zur Verfügung. Ich denke, die Regierung setzt die richtigen Impulse zur richtigen Zeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Stummvoll: Wo steht das? – Abg. Mag. Regler: Wie kommen Sie zu diesen Zahlen?
Die Regierung hat sich auch vorgenommen, bis 2006 bei 2,5 Prozent des BIP zu sein. Wir stehen 2004 bei 1,9 Prozent des BIP und nicht, wie Kollege Stummvoll gesagt hat, bei 2,3 Prozent Forschungs- und Entwicklungsquote. (Abg. Dr. Stummvoll: Wo steht das? – Abg. Mag. Regler: Wie kommen Sie zu diesen Zahlen?)
Abg. Steibl: Arbeiten! – Abg. Dr. Stummvoll: Arbeiten!
Folgende konkrete Frage habe ich noch: Was macht Staatssekretär Mainoni? (Abg. Steibl: Arbeiten! – Abg. Dr. Stummvoll: Arbeiten!)
Beifall bei der SPÖ.
Meiner Meinung nach ist es so, dass diese Regierung innovativ im Erfinden von Belastungen ist, aber bei der Innovation sehr stark nachlässt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Als Sicherheitssprecher freue mich aber natürlich auch, dass sehr vieles gerade im Bereich der Verkehrssicherheit angedacht und natürlich auch in Umsetzung ist. Ich hoffe, dass es uns durch diese Maßnahmen gemeinsam gelingt, die Zahl der Verkehrstoten sehr wesentlich zu verringern. (Beifall bei der ÖVP.)
Staatssekretär Mag. Mainoni: Ich bin eh gleich dran! Ich erklär’ es dann!
Abgeordnete Erika Scharer (SPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Sehr geehrte Herren Staatssekretäre! Irgendwas stimmt da nicht: Herr Staatssekretär, du hast dich im Budgetausschuss für besondere Frauenförderungsprogramme im Bereich Innovation und Technologie ausgesprochen und diese zum vorrangigen politischen Auftrag erklärt. Kollegin Achleitner – ich weiß nicht, ob sie noch anwesend ist – hat im Budgetausschuss die Frage gestellt, wie es bezüglich der Budgetierung für das Projekt FEMtech ausschaut. De facto ist aber dafür im Budget null budgetiert. Es ist zum Beispiel für Frauen in Forschung und Technologie kein einziger Euro budgetiert, ebenso gibt es für brainpower und FIT-IT keinen einzigen Euro. – Wie erklären Sie das, Herr Staatssekretär? (Staatssekretär Mag. Mainoni: Ich bin eh gleich dran! Ich erklär’ es dann!)
Beifall bei der SPÖ.
Diese Ansätze sind leider in diesem Budget nicht erkennbar. Dieses Budget ist ein phantasieloses, bietet wenig positive Akzente und zeigt, dass sich der Trend der verfehlten Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik fortsetzen wird. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Die Forschungsmittel, meine sehr geehrten Damen und Herren – das stelle ich hier ein für alle Mal richtig –, sind in den Jahren 2005 und 2006 durchwegs und beachtlich wachsend. Ich detailliere: Im Jahr 2004 haben wir im ordentlichen Budget 211,5 Millionen €, im Jahr 2005 sind es 225,6 Millionen € und im Jahr 2006 229,9 Millionen €. In Prozenten ist das ein Plus von 6,92 und schließlich ein Plus von 8,96 . Das ist eine Steigerung und nicht, wie von Opposition uns hier immer mitgeteilt wird, eine Senkung der Mittel im ordentlichen Budget. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Das führt uns auf den Weg, den wir einschlagen wollen, und zu dem Ziel, das wir erreichen wollen, nämlich zu 2,5 Prozent Forschungsquote im Jahr 2006 und zu einer Forschungsquote von 3 Prozent im Jahr 2010. Das ist wichtig für uns! Diese Forschungsquote ist ein wesentlicher Beitrag dazu, dass Österreichs Wirtschaft weiter wächst, und das Wachstum der österreichischen Wirtschaft ist maßgeblich und wichtig für Arbeitsplätze und für sozialen Wohlstand. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren im Hohen Haus! Sie sehen, wir sind hier auf dem richtigen Weg, was Forschung und Technologieentwicklung betrifft, und wir werden unsere ehrgeizigen Ziele auch unter Einsatz der Headquarter-Strategie erreichen. Das bedeutet, dass wir Unternehmen, die ihr Headquarter in Österreich ansiedeln wollen, begrüßen, einladen und sogar dafür werben, wobei diese Unternehmen dann natürlich auch entsprechend Forschung in Österreich betreiben sollen. So erreichen wir die Ziele, die wir für 2006 und 2010 anstreben. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Wittauer: Das geht jetzt im Minutentakt!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Zum Wort gemeldet hat sich als Nächster Herr Abgeordneter Hornek. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Wittauer: Das geht jetzt im Minutentakt!)
Beifall bei der ÖVP.
Die Gemeinden der Grenzregion unterstützen die Aktivitäten unserer Bundesregierung im grenzüberschreitenden Infrastrukturbereich mit Leistungen im Wert von 80 000 € aus dem eigenen Bereich. Mit unserem Vizekanzler Gorbach, mit unserem Staatssekretär Mag. Kukacka und mit Staatssekretär Mag. Mainoni sind wir auf einem guten und richtigen Weg im Infrastrukturbereich. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Demonstrativer Beifall des Abg. Jakob Auer.
einen Vorsprung gegenüber anderen erreichen können, und wir erleben, dass das mit der Sicherung von Tausenden Arbeitsplätzen gleichzusetzen ist. Wir qualifizieren uns laufend, wir forschen, wir entwickeln, wir haben damit über die Jahre einen Spitzenplatz in der Welt errungen. Dass wir in vielen Bereichen Weltklasse sind, erlebe ich tagein, tagaus. Alleine in der Voest gibt es in der vielfach bewunderten Motion-Sparte noch zahlreiche andere Bereiche, und für die gilt eines: Vorsprung durch Forschung und Innovation! (Demonstrativer Beifall des Abg. Jakob Auer.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Jakob Auer.
Betrachtet man die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Österreich, so kann man mit Fug und Recht behaupten: Nicht die Geschenke des Herrn Grasser sind es, die die Unternehmen anziehen, sondern es ist das Know-how jedes einzelnen Mitarbeiters und jeder einzelnen Mitarbeiterin, das da als Magnet wirkt. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Jakob Auer.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer – in Richtung des sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. Keck –: War das jetzt Lobbying für die Voest? – Abg. Keck: Nein, das war ein Redebeitrag zum Budget!
Wichtig, meine Damen und Herren, wäre es, den Forschungsförderungsfond ständig zu erhöhen und damit Betrieben wie der Voest, die als low eingestuft sind, Herr Staatssekretär, für langfristige Maßnahmen im Bereich Innovation und Technologie, die nachhaltig Arbeitsplätze in Österreich sichern, entsprechend Förderungen zukommen zu lassen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer – in Richtung des sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. Keck –: War das jetzt Lobbying für die Voest? – Abg. Keck: Nein, das war ein Redebeitrag zum Budget!)
Abg. Mag. Wurm: Wie viel zahlen die Gemeindebürger dafür?
Abgeordneter Anton Doppler (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Herren Staatssekretäre! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Im Laufe der heutigen Debatte ist mehrmals die Postämterschließung angesprochen worden, und dazu möchte ich auch ein paar Sätze sagen. Ich habe als Bürgermeister, aber auch als Interessenvertreter mit meiner ganzen Leibeskraft dafür gekämpft, dass Postämter erhalten bleiben. Mir hat die Belegschaft Leid getan, aber mir hat es auch Leid getan, dass die Infrastruktureinrichtung verloren ging. Es ist mir als Bürgermeister in meiner Heimatgemeinde nicht gelungen, dass Postamt zu retten, es ist mir jedoch gelungen, anstelle des Postamtes jetzt eine Postservicestelle zu haben, und zwar eine Postservicestelle ... (Abg. Mag. Wurm: Wie viel zahlen die Gemeindebürger dafür?) Nein,
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Wurm: Wie viel zahlen die Gemeindebürger dafür?
Sie kennen sich nicht aus! Es tut mir Leid. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Wurm: Wie viel zahlen die Gemeindebürger dafür?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Wurm: Aha! Haben Sie keine Argumente mehr?
Liebe Kollegin, ich bin in einem einfachen Dorf aufgewachsen, aber ich habe gelernt, jemanden ausreden zu lassen und niemanden zu unterbrechen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Wurm: Aha! Haben Sie keine Argumente mehr?) Wenn Sie mir zuhören, erkläre ich Ihnen das!
Abg. Mag. Wurm: Das ist ein Wunder!
Man zahlt für einen Postpartner und man zahlt auch für eine Postannahmestelle, uns ist es aber gelungen, eine Postservicestelle auszuhandeln. Das ist ein Erfolg! Wir zahlen nicht dafür, sondern wir bekommen dafür bezahlt. (Abg. Mag. Wurm: Das ist ein Wunder!) Wir haben das am Gemeindeamt und am Tourismusbüro eingerichtet. Der weitere Erfolg dabei ist der, dass die Postdienste in St. Jakob im Walde jetzt nicht nur 5 Tage, sondern 6 Tage angeboten werden, weil wir auch eine Pendlergemeinde sind. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Man zahlt für einen Postpartner und man zahlt auch für eine Postannahmestelle, uns ist es aber gelungen, eine Postservicestelle auszuhandeln. Das ist ein Erfolg! Wir zahlen nicht dafür, sondern wir bekommen dafür bezahlt. (Abg. Mag. Wurm: Das ist ein Wunder!) Wir haben das am Gemeindeamt und am Tourismusbüro eingerichtet. Der weitere Erfolg dabei ist der, dass die Postdienste in St. Jakob im Walde jetzt nicht nur 5 Tage, sondern 6 Tage angeboten werden, weil wir auch eine Pendlergemeinde sind. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Liebe Kollegin, was ich damit sagen will ... (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.) Ich höre Ihnen nicht zu, Sie können gar nicht so laut schreien, dass ich höre, was Sie sagen.
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm
Aber nicht nur solche Maßnahmen werden von dieser Bundesregierung gesetzt (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm), sondern auch sehr viele andere positive Maßnahmen. Gerade im Bereich Forschung und Technologietransfer wurden die Mittel von 2 895 000 ... (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.) Sie sind hartnäckig, gnädige Frau (Abg. Mag. Wurm: Ja, selbstverständlich!), wir treffen uns draußen einmal! (Beifall bei der ÖVP.) Also diese Mittel wurden auf 4 508 000 erhöht. Sehr profitiert davon wahrscheinlich auch das Forschungsunternehmen Joanneum Research Forschungs-GmbH, wofür ich mich sehr herzlich bedanken möchte.
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Aber nicht nur solche Maßnahmen werden von dieser Bundesregierung gesetzt (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm), sondern auch sehr viele andere positive Maßnahmen. Gerade im Bereich Forschung und Technologietransfer wurden die Mittel von 2 895 000 ... (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.) Sie sind hartnäckig, gnädige Frau (Abg. Mag. Wurm: Ja, selbstverständlich!), wir treffen uns draußen einmal! (Beifall bei der ÖVP.) Also diese Mittel wurden auf 4 508 000 erhöht. Sehr profitiert davon wahrscheinlich auch das Forschungsunternehmen Joanneum Research Forschungs-GmbH, wofür ich mich sehr herzlich bedanken möchte.
Abg. Mag. Wurm: Ja, selbstverständlich!
Aber nicht nur solche Maßnahmen werden von dieser Bundesregierung gesetzt (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm), sondern auch sehr viele andere positive Maßnahmen. Gerade im Bereich Forschung und Technologietransfer wurden die Mittel von 2 895 000 ... (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.) Sie sind hartnäckig, gnädige Frau (Abg. Mag. Wurm: Ja, selbstverständlich!), wir treffen uns draußen einmal! (Beifall bei der ÖVP.) Also diese Mittel wurden auf 4 508 000 erhöht. Sehr profitiert davon wahrscheinlich auch das Forschungsunternehmen Joanneum Research Forschungs-GmbH, wofür ich mich sehr herzlich bedanken möchte.
Beifall bei der ÖVP.
Aber nicht nur solche Maßnahmen werden von dieser Bundesregierung gesetzt (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm), sondern auch sehr viele andere positive Maßnahmen. Gerade im Bereich Forschung und Technologietransfer wurden die Mittel von 2 895 000 ... (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.) Sie sind hartnäckig, gnädige Frau (Abg. Mag. Wurm: Ja, selbstverständlich!), wir treffen uns draußen einmal! (Beifall bei der ÖVP.) Also diese Mittel wurden auf 4 508 000 erhöht. Sehr profitiert davon wahrscheinlich auch das Forschungsunternehmen Joanneum Research Forschungs-GmbH, wofür ich mich sehr herzlich bedanken möchte.
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Der eingeschlagene Weg der österreichischen Bundesregierung ist ein zukunftsweisender Weg in Österreich, und er soll von allen hier im Hohen Haus vertretenen Parteien unterstützt werden. Österreich ist erfolgreich. In diesem Sinne bitte ich um Ihre Zustimmung. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Unsere Spitzenleute in Forschung und Wissenschaft gehen in die USA oder in andere Staaten, weil sie dort mehr und besser forschen beziehungsweise wissenschaftlich arbeiten können. Der verbleibende wissenschaftliche Nachwuchs ist frustriert, weil er keine Forschungsperspektive hat. Es geht uns, meine Damen und Herren, nicht um Dezimalstellen bei der Forschungsquote, sondern unsere Messgröße ist die Zahl der in der Forschung Beschäftigten, und da sind wir leider Schlusslicht. Daher können wir nicht zustimmen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie Mag. Helmut Kukacka: Herr Präsident! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich weiß, dass ich mich bei Ihnen jetzt nur mehr beliebt machen kann, wenn ich mich in meiner Rede kurz fasse. (Allgemeiner Beifall.) Das will ich auch versuchen, wenngleich natürlich die vielen Fragen, die hier aufgeworfen wurden, eigentlich einer ausführlicheren Beantwortung unterzogen werden müssten.
Abg. Öllinger: Haben?
Wo ist die Alternative zur umfassenden ÖBB-Reform, wie wir sie durchgeführt haben (Abg. Öllinger: Haben?), meine Damen und Herren, und wie sie mit 1. Jänner des kommenden Jahres operativ in Kraft treten wird? Ich habe keine Alternative dazu gehört!
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Oje!
Meine Damen und Herren! Ich bin dankbar dafür, dass es gelungen ist, mit diesem Budget die Finanzierung dieser ÖBB-Reform entsprechend zu sichern. Es sind nicht nur die Finanzierungsgrundlagen neu gelegt worden, sondern es sind auch die ÖBB um mehr als 6 Milliarden € in diesem Zusammenhang entschuldet worden. Das heißt, dass die Zinsenlast bedeutend geringer geworden ist und dass der finanzielle Spielraum für das Unternehmen viel größer ist und damit auch mehr Geld für Investitionen da ist, und zwar vor allem für Investitionen in die Fahrbetriebsmittel. Die Aufgabe der ÖBB-Reform ist es ja, nicht nur dafür zu sorgen, dass in Zukunft etwas mehr gespart wird und weniger Staatsgeld dafür eingesetzt werden muss, sondern auch darauf zu schauen, dass mehr Kundennutzen entsteht. Wir wollen mit dieser Reform ja erreichen, dass der Verkehr auf der Schiene qualitativ besser wird, dass es insbesondere im Nahverkehr Zuwächse gibt, dass die Bahn insgesamt attraktiver wird. Das ist das eigentliche Anliegen dieser Bahnreform! Ich glaube, wir sind auf dem besten Weg dazu. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Oje!)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Wenig im Verhältnis zur Straße!
Wer das noch nicht wissen sollte, dem möchte ich das noch einmal sagen: Das, was wir für das System Schiene aufwenden, ist fast dreimal so viel, wie wir für die österreichischen Universitäten aufwenden, und dreimal so viel, wie wir für die Landesverteidigung aufwenden. So viel wenden wir für das System Schiene in Österreich auf! Deshalb ist es geradezu eine Verpflichtung, und zwar eine Verpflichtung der Regierung und auch der Verantwortlichen, dafür zu sorgen, dass dieses Geld auch sparsam und effizient eingesetzt wird. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Wenig im Verhältnis zur Straße!)
Abg. Mandak: Aber auch die Umweltkosten müssen Sie dazurechnen!
Das ist nicht wenig im Verhältnis zur Straße, Frau Kollegin. Für die Straße wird zwar insgesamt auch nicht mehr aufgewendet, aber die Straße ist vor allem ein selbstfinanzierendes System. Das heißt, jeder einzelne Autofahrer muss zusätzlich zu den Steuerleistungen, die er sozusagen zu erbringen hat, wie Mineralölsteuer et cetera, auch noch für die Benützung der Autobahnen zahlen. (Abg. Mandak: Aber auch die Umweltkosten müssen Sie dazurechnen!) 1,2 Milliarden müssen der österreichische Steuerzahler und die LKW-Wirtschaft alleine für die Finanzierung der österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen aufwenden. Also sagen Sie nicht, dass das mehr ist als für das System Schiene. (Abg. Öllinger: O ja!) Es ist unbestritten, dass für das System Schiene der Steuerzahler mehr aufwenden muss. (Abg. Öllinger: Nein, volkswirtschaftlich gesehen nicht!) Aber wir tun es deshalb, weil es sinnvoll und notwendig ist, weil wir die Schiene brauchen. Wir brauchen ein Verkehrsmittel als Alternative zum Individualverkehr, um die Verkehrsprobleme der Zukunft zu bewältigen. Dazu stehe ich, und deshalb machen wir auch diese Bahnreform und deshalb werden wir als ein ganz wichtiges Projekt auch eine Reform des öffentlichen Nahverkehrs durchführen. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Wann?)
Abg. Öllinger: O ja!
Das ist nicht wenig im Verhältnis zur Straße, Frau Kollegin. Für die Straße wird zwar insgesamt auch nicht mehr aufgewendet, aber die Straße ist vor allem ein selbstfinanzierendes System. Das heißt, jeder einzelne Autofahrer muss zusätzlich zu den Steuerleistungen, die er sozusagen zu erbringen hat, wie Mineralölsteuer et cetera, auch noch für die Benützung der Autobahnen zahlen. (Abg. Mandak: Aber auch die Umweltkosten müssen Sie dazurechnen!) 1,2 Milliarden müssen der österreichische Steuerzahler und die LKW-Wirtschaft alleine für die Finanzierung der österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen aufwenden. Also sagen Sie nicht, dass das mehr ist als für das System Schiene. (Abg. Öllinger: O ja!) Es ist unbestritten, dass für das System Schiene der Steuerzahler mehr aufwenden muss. (Abg. Öllinger: Nein, volkswirtschaftlich gesehen nicht!) Aber wir tun es deshalb, weil es sinnvoll und notwendig ist, weil wir die Schiene brauchen. Wir brauchen ein Verkehrsmittel als Alternative zum Individualverkehr, um die Verkehrsprobleme der Zukunft zu bewältigen. Dazu stehe ich, und deshalb machen wir auch diese Bahnreform und deshalb werden wir als ein ganz wichtiges Projekt auch eine Reform des öffentlichen Nahverkehrs durchführen. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Wann?)
Abg. Öllinger: Nein, volkswirtschaftlich gesehen nicht!
Das ist nicht wenig im Verhältnis zur Straße, Frau Kollegin. Für die Straße wird zwar insgesamt auch nicht mehr aufgewendet, aber die Straße ist vor allem ein selbstfinanzierendes System. Das heißt, jeder einzelne Autofahrer muss zusätzlich zu den Steuerleistungen, die er sozusagen zu erbringen hat, wie Mineralölsteuer et cetera, auch noch für die Benützung der Autobahnen zahlen. (Abg. Mandak: Aber auch die Umweltkosten müssen Sie dazurechnen!) 1,2 Milliarden müssen der österreichische Steuerzahler und die LKW-Wirtschaft alleine für die Finanzierung der österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen aufwenden. Also sagen Sie nicht, dass das mehr ist als für das System Schiene. (Abg. Öllinger: O ja!) Es ist unbestritten, dass für das System Schiene der Steuerzahler mehr aufwenden muss. (Abg. Öllinger: Nein, volkswirtschaftlich gesehen nicht!) Aber wir tun es deshalb, weil es sinnvoll und notwendig ist, weil wir die Schiene brauchen. Wir brauchen ein Verkehrsmittel als Alternative zum Individualverkehr, um die Verkehrsprobleme der Zukunft zu bewältigen. Dazu stehe ich, und deshalb machen wir auch diese Bahnreform und deshalb werden wir als ein ganz wichtiges Projekt auch eine Reform des öffentlichen Nahverkehrs durchführen. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Wann?)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Wann?
Das ist nicht wenig im Verhältnis zur Straße, Frau Kollegin. Für die Straße wird zwar insgesamt auch nicht mehr aufgewendet, aber die Straße ist vor allem ein selbstfinanzierendes System. Das heißt, jeder einzelne Autofahrer muss zusätzlich zu den Steuerleistungen, die er sozusagen zu erbringen hat, wie Mineralölsteuer et cetera, auch noch für die Benützung der Autobahnen zahlen. (Abg. Mandak: Aber auch die Umweltkosten müssen Sie dazurechnen!) 1,2 Milliarden müssen der österreichische Steuerzahler und die LKW-Wirtschaft alleine für die Finanzierung der österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen aufwenden. Also sagen Sie nicht, dass das mehr ist als für das System Schiene. (Abg. Öllinger: O ja!) Es ist unbestritten, dass für das System Schiene der Steuerzahler mehr aufwenden muss. (Abg. Öllinger: Nein, volkswirtschaftlich gesehen nicht!) Aber wir tun es deshalb, weil es sinnvoll und notwendig ist, weil wir die Schiene brauchen. Wir brauchen ein Verkehrsmittel als Alternative zum Individualverkehr, um die Verkehrsprobleme der Zukunft zu bewältigen. Dazu stehe ich, und deshalb machen wir auch diese Bahnreform und deshalb werden wir als ein ganz wichtiges Projekt auch eine Reform des öffentlichen Nahverkehrs durchführen. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Wann?)
Zwischenruf der Abg. Mandak.
Meine Damen und Herren! Wir alle müssen leider feststellen, dass gerade in diesen Bereich in den letzten 5 bis 10 Jahren sehr viel Geld hineingegangen ist, zunehmend mehr, dass aber die Nutzung des öffentlichen Verkehrs immer mehr abnimmt. Immer weniger statt mehr Leute benützen die öffentlichen Verkehrsmittel, obwohl wir immer mehr Geld dafür aufnehmen. (Zwischenruf der Abg. Mandak.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mandak: Sie rechnen da nicht die Umweltkosten mit ein!
Meine Damen und Herren! Diese Effizienzlücke müssen wir schließen. Dieses System muss sozusagen auf den verkehrspolitischen Prüfstand, und wir müssen untersuchen, was da falsch läuft, denn es kann nicht so sein, dass ein System immer mehr Geld verschlingt, aber immer weniger Menschen in diesem Land dieses System benützen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mandak: Sie rechnen da nicht die Umweltkosten mit ein!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, bei aller Selbstkritik, die wir als Regierung und selbstverständlich auch in der Verkehrspolitik haben und haben müssen – es ist auch nicht immer alles richtig, was wir machen –, kann alles in allem gesagt werden, dass die Verkehrspolitik bei dieser Regierung in guter Hand ist und dass wichtige Initiativen gesetzt wurden, die in dieser Form weiterentwickelt werden müssen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Heinzl: Wo haben Sie das her, dass das technisch nicht möglich ist!
Jetzt noch eine ganz kurze Bemerkung zum Abgeordneten Heinzl, der gesagt hat, dass er einen Antrag betreffend die Güterzugsumfahrung einbringen wird. Der Kollege Brader und ich werde diesem Antrag nicht zustimmen. Es wurde nämlich vereinbart, dass derzeit der Westbahnabschnitt Wien – St. Pölten, Knoten Wagram, und die Einfahrt St. Pölten Ost gebaut werden. Es würde technisch gar nicht gehen. (Abg. Heinzl: Wo haben Sie das her, dass das technisch nicht möglich ist!) Aber wir freuen uns, dass überhaupt in dem Bereich zwischen St. Pölten und Wien fast 51 Kilometer gebaut werden. Das ist für uns sehr erfreulich. – Ich danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Jetzt noch eine ganz kurze Bemerkung zum Abgeordneten Heinzl, der gesagt hat, dass er einen Antrag betreffend die Güterzugsumfahrung einbringen wird. Der Kollege Brader und ich werde diesem Antrag nicht zustimmen. Es wurde nämlich vereinbart, dass derzeit der Westbahnabschnitt Wien – St. Pölten, Knoten Wagram, und die Einfahrt St. Pölten Ost gebaut werden. Es würde technisch gar nicht gehen. (Abg. Heinzl: Wo haben Sie das her, dass das technisch nicht möglich ist!) Aber wir freuen uns, dass überhaupt in dem Bereich zwischen St. Pölten und Wien fast 51 Kilometer gebaut werden. Das ist für uns sehr erfreulich. – Ich danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Diese Bundesregierung arbeitet sehr gut, weil sie auch die ländlichen Regionen unterstützt und dementsprechend dafür sorgt, dass Infrastruktur dort ausgebaut wird, wo sie auch notwendig ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Das Verkehrsaufkommen wird sich nachweislich erhöhen, auch wenn wir keine S 7 bauen. Ziel ist es, den Verkehr zu bündeln und vernünftig in Bahnen zu leiten. Wir bekommen mit der S 7 eine sehr moderne Verbindung, eine Verbindung zum internationalen Autobahnsystem nach Ungarn und nach Slowenien. Das wiederum stärkt diese Region, somit blicken wir sehr hoffnungsvoll und positiv in die Zukunft. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Neudeck: Schilling oder Euro?
Ich berichtige tatsächlich: Für den Bau der Güterzugumfahrung St. Pölten sind bis jetzt 150 Millionen verbaut worden ... (Abg. Neudeck: Schilling oder Euro?) – 150 Millionen € verbaut worden (Staatssekretär Mag. Kukacka: Geh, wo denn? – Abg. Ellmauer: Das ist ja keine Berichtigung!), ein Weiterbau der Güterzugumfahrung
Staatssekretär Mag. Kukacka: Geh, wo denn? – Abg. Ellmauer: Das ist ja keine Berichtigung!
Ich berichtige tatsächlich: Für den Bau der Güterzugumfahrung St. Pölten sind bis jetzt 150 Millionen verbaut worden ... (Abg. Neudeck: Schilling oder Euro?) – 150 Millionen € verbaut worden (Staatssekretär Mag. Kukacka: Geh, wo denn? – Abg. Ellmauer: Das ist ja keine Berichtigung!), ein Weiterbau der Güterzugumfahrung
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: Wer sagt das? – Zwischenbemerkung von Staatssekretär Mag. Kukacka. – Abg. Schieder – in Richtung des Staatssekretärs Mag. Kukacka –: Man sagt nicht Unsinn von der Regierungsbank aus!
St. Pölten ist technisch leicht möglich. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: Wer sagt das? – Zwischenbemerkung von Staatssekretär Mag. Kukacka. – Abg. Schieder – in Richtung des Staatssekretärs Mag. Kukacka –: Man sagt nicht Unsinn von der Regierungsbank aus!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Bauer.
Geschätzte Damen und Herren! Es kommen im Verkehrsbereich sehr große Herausforderungen auf uns zu. Wir müssen die Mobilität der Menschen ermöglichen, die Osterweiterung nützen und die Sicherheit gewährleisten. Österreich ist auf einem richtigen, auf einem rechten Weg! Wir werden in der Verkehrspolitik auch weiterhin und noch lange in Österreich rechts fahren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Bauer.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenbemerkung von Staatssekretär Mag. Kukacka.
Wir sind seit der Ostöffnung mit einem steigenden Verkehrsaufkommen konfrontiert – jährlich rund 15 Prozent –, das bedeutet aber auch eine gewaltige Chance für die heimische Wirtschaft. Niederösterreich exportiert in die ehemaligen Ostländer und hat dabei ein Plus von 17 Prozent zu verzeichnen, daher auch ein Dankeschön für das klare Bekenntnis unseres Herrn Staatssekretärs zum Ausbau der Schiene, zum Ausbau der Wasserstraße und zum Ausbau der Straße! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenbemerkung von Staatssekretär Mag. Kukacka.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Bauer.
Rund 45 Milliarden liegen im Generalverkehrsplan bereit, 2,5 Milliarden davon werden für den Straßenbau verwendet. Da fünf der sechs TEN-Projekte in Niederösterreich verwirklicht werden, bedeutet das für uns, da wir in naher Zukunft 7 000 LKW auf die Straße bringen werden, eine gewaltige Entlastung. Die Ostregion ist nicht so sehr eine vom Transit belastete Region, wir haben nur 5 Prozent Transitaufkommen, der Rest ist Quellverkehr. Jede Investition, die da für den Nahverkehr ausgegeben wird, bedeutet eine Entlastung und eine zusätzliche Chance für die Wirtschaft. – Danke. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Bauer.)
Abg. Eder: Wann? Wann vorzeitig? So ein Unsinn!
Hervorheben möchte ich, dass der Bund den Bundesländern jährlich zirka 541 Millionen € zum Ausbau der Bundesstraßen zur Verfügung stellt. Natürlich ist es mir als Kärntner auch ein besonders Anliegen, dass die Nord-Süd-Achse beziehungsweise Süd-Nord-Achse besondere Berücksichtung findet. So gesehen freut es mich, dass die Koralmbahn als Teil dieser Nord-Süd-Achse beziehungsweise Süd-Nord-Achse vorzeitig fertig gestellt wird. (Abg. Eder: Wann? Wann vorzeitig? So ein Unsinn!) Darüber hinaus hoffe ich, dass, da der Semmeringbasistunnel ein wesentlicher Teil dieser Nord-Süd-Verbindung wäre, eine globale Sichtweise zur Umsetzung dieses wichtigen Projektes führen wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Hervorheben möchte ich, dass der Bund den Bundesländern jährlich zirka 541 Millionen € zum Ausbau der Bundesstraßen zur Verfügung stellt. Natürlich ist es mir als Kärntner auch ein besonders Anliegen, dass die Nord-Süd-Achse beziehungsweise Süd-Nord-Achse besondere Berücksichtung findet. So gesehen freut es mich, dass die Koralmbahn als Teil dieser Nord-Süd-Achse beziehungsweise Süd-Nord-Achse vorzeitig fertig gestellt wird. (Abg. Eder: Wann? Wann vorzeitig? So ein Unsinn!) Darüber hinaus hoffe ich, dass, da der Semmeringbasistunnel ein wesentlicher Teil dieser Nord-Süd-Verbindung wäre, eine globale Sichtweise zur Umsetzung dieses wichtigen Projektes führen wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Staatssekretär Mag. Mainoni: Danke dir auch!
Aber ein besonderes Anliegen – und das möchte ich hier nicht vergessen – ist mir hier immer wieder, dass bei all diesen Baumaßnahmen auch die Anraineranliegen nicht zu kurz kommen. Ich ersuche daher ganz besonders, dass alle Maßnahmen zum Schutz vor Lärm, vor Abgasen, vor Umweltbelastung und dergleichen durchgeführt werden. Darum ersuche ich ganz besonders! Ich danke heute schon für das Verständnis dafür und wünsche für die Umsetzung alles Gute. In diesem Sinne: Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Staatssekretär Mag. Mainoni: Danke dir auch!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abschließend darf auch ich noch einen Wunsch, den meine Vorredner bereits angesprochen haben, äußern und verstärken. – Kollege Grillitsch! Auf der ehemaligen Triester Bundesstraße, also der B 317, wartet der Lückenschluss zwischen Judenburg und Friesach auf einen raschen Ausbau. Verkehrssicherheit, Lärmbelastung et cetera, all das wird immer dramatischer. Dafür ersuche ich um Unterstützung. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Allgemeine Heiterkeit. – Beifall bei der ÖVP.
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Sie haben eine freiwillige Redezeitbeschränkung von 2 Minuten, und ungefähr das ist auch im Gesamtrahmen so gut. (Allgemeine Heiterkeit. – Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Stummvoll: Die Zeit ist bald um!
Abgeordneter Franz Xaver Böhm (fortsetzend): Das reicht aber nicht. (Abg. Dr. Stummvoll: Die Zeit ist bald um!) In Anbetracht dieser Redezeit muss ich meine Rede massiv verkürzen. Viele Punkte sind schon gesagt worden, meine sehr verehrten Damen und Herren! Gerade in Bezug auf die Infrastruktur werden sehr viele Milliarden investiert. Ich möchte mich vor allem bei meiner Fraktion und bei den Freiheitlichen für die tolle Unterstützung in den letzten Jahren bedanken, vor allem beim Ausbau der ÖBB. Ich glaube, das hat einen Applaus verdient, jetzt noch zum Abschluss. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordneter Franz Xaver Böhm (fortsetzend): Das reicht aber nicht. (Abg. Dr. Stummvoll: Die Zeit ist bald um!) In Anbetracht dieser Redezeit muss ich meine Rede massiv verkürzen. Viele Punkte sind schon gesagt worden, meine sehr verehrten Damen und Herren! Gerade in Bezug auf die Infrastruktur werden sehr viele Milliarden investiert. Ich möchte mich vor allem bei meiner Fraktion und bei den Freiheitlichen für die tolle Unterstützung in den letzten Jahren bedanken, vor allem beim Ausbau der ÖBB. Ich glaube, das hat einen Applaus verdient, jetzt noch zum Abschluss. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Jarolim: Ich glaube, Sie reden von der Geisterbahn!
Ich bin selber Vielfahrer auf der Autobahn gewesen, seit zwei Jahren aber, seit ich im Parlament bin, sehr gerne mit den ÖBB unterwegs. Sehr geehrte Herren Staatssekretäre! Ich muss Ihnen zu den hervorragenden Leistungen, die mittlerweile auf den Bundesbahnen erbracht werden, wirklich gratulieren. Ich habe selten solch ein tolles Service erlebt. Bitte, weiter so! Bitte, das weiter zu unterstützen! Ich glaube, das ist eine ganz wichtige Geschichte. (Abg. Dr. Jarolim: Ich glaube, Sie reden von der Geisterbahn!)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Eine Bitte noch als Unternehmer – da heute der Tag der Bitten ist: Es ist mir ganz wichtig, das die Informations- und Kommunikationstechnologie gerade für uns Unternehmer, für die kleinen Unternehmungen in Österreich ausgebaut wird. Man muss sich die Situation vorstellen: Wir haben im Durchschnitt nur fünf bis zehn Mitarbeiter, wir haben keine Riesenstrukturen, es ist also unbedingt notwendig, dass die IKT-Technologie weiter ausgebaut wird, um letztendlich jene Informationen zu bekommen, die für uns Unternehmer notwendig sind, um auch in Zukunft bestehen zu können. – Danke sehr. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Staatssekretär Mag. Mainoni: Nein! Sie kommt persönlich!
Abgeordneter Dr. Johannes Jarolim (SPÖ): Herr Staatssekretär Mainoni vertritt die Frau Justizminister? Kann ich davon ausgehen? (Staatssekretär Mag. Mainoni: Nein! Sie kommt persönlich!)
Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.
Abgeordneter Dr. Johannes Jarolim (fortsetzend): Herr Präsident! Ich danke für die Erteilung des Wortes. (Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Wenn man wirklich Nägel mit Köpfen machen will, dann wird muss man dort hin kommen, was bei dieser Enquete empfohlen wurde! Frau Minister, ich hoffe, dass Sie in der Lage sind, sich in der Regierung durchzusetzen! Ich glaube, Ihre Punkte treffen zu, aber wenn der Finanzminister und der Bundeskanzler das nicht wollen, dann wird das nicht durchsetzbar sein und sich nicht durchsetzen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Danke schön! Das ist eine Solidaritätsnote, die man nicht vergisst! Ich glaube daher, dass es wichtig ist, hier wirklich Positionen zu zeigen!
Abg. Dr. Fekter: Wir haben schon noch eine unabhängige Justiz!
Frau Minister Miklautsch, meine Bitte an Sie: Bitte überlegen Sie sehr gut, wenn Sie diese Entscheidung treffen! Einen Maurer – ich erinnere auch an das Buch, das über ihn geschrieben worden ist, mit all den Zusammenhängen zum „Dritten Reich“ – zum Präsidenten eines wichtigen Gerichtes zu machen, wäre, glaube ich, unerträglich! (Abg. Dr. Fekter: Wir haben schon noch eine unabhängige Justiz!) Ich hoffe, dass hier Verantwortlichkeit zum Tragen kommt. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Minister Miklautsch, meine Bitte an Sie: Bitte überlegen Sie sehr gut, wenn Sie diese Entscheidung treffen! Einen Maurer – ich erinnere auch an das Buch, das über ihn geschrieben worden ist, mit all den Zusammenhängen zum „Dritten Reich“ – zum Präsidenten eines wichtigen Gerichtes zu machen, wäre, glaube ich, unerträglich! (Abg. Dr. Fekter: Wir haben schon noch eine unabhängige Justiz!) Ich hoffe, dass hier Verantwortlichkeit zum Tragen kommt. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Das ist eine öffentliche Debatte!
Abgeordnete Mag. Dr. Maria Theresia Fekter (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Minister! Momentan ist etwas ganz Ungeheuerliches vorgefallen: Herr Kollege Jarolim stellt sich hier zum Rednerpult, unternimmt hier im Plenum eine Personalintervention für die Nachbesetzung des Landesgerichtes in Wien und diskreditiert einen derzeit im Amt befindlichen Richter auf ungeheuerliche Art und Weise! (Abg. Öllinger: Das ist eine öffentliche Debatte!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Einem: Wer ernennt die Richter, Frau Kollegin?
Nehmen Sie zur Kenntnis, Herr Kollege Jarolim: Die Justiz ist bei uns unabhängig! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Einem: Wer ernennt die Richter, Frau Kollegin?) Personalbesetzungen gehören Gott sei Dank zur Justizverwaltung, und daher hat von diesem Podium aus eine solche Wortmeldung – das muss ich ganz ehrlich sagen – keinen Platz! (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Nehmen Sie zur Kenntnis, Herr Kollege Jarolim: Die Justiz ist bei uns unabhängig! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Einem: Wer ernennt die Richter, Frau Kollegin?) Personalbesetzungen gehören Gott sei Dank zur Justizverwaltung, und daher hat von diesem Podium aus eine solche Wortmeldung – das muss ich ganz ehrlich sagen – keinen Platz! (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Zwischenrufe des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.
Frau Ministerin, ich möchte mich zu Beginn des Budgetkapitels Justiz im Namen meiner Fraktion für die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Justizressort bedanken. Wir werden durch die Beamtenschaft immer hervorragend unterstützt, und daher bedanke ich mich sehr, sehr herzlich! (Zwischenrufe des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.)
Abg. Dr. Puswald: Ungeheuerlich!
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Abgeordneter Kummerer, Sie wissen ganz genau, was die Praxis im Hause ist. Ich würde bitten, die Praxis zu beachten und die Rednerin reden zu lassen! Sonst bekommen Sie auch einen Ordnungsruf! (Abg. Dr. Puswald: Ungeheuerlich!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.
Im Budgetausschuss habe ich im Hinblick auf die Problematik Haft erwähnt, dass sich derzeit Insassen in unseren Strafanstalten befinden, die Ersatzfreiheitsstrafen dort verbüßen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.) Die Anzahl der Hafttage betrug im Jahre 2003 44 880; die Anzahl der Insassen für Ersatzfreiheitsstrafen betrug im Jahr 2003 1 480, das ergibt eine durchschnittlich verbüßte Haftzeit von 30,32 Tagen.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Bei wem soll der Häftling arbeiten?
Ich glaube, dass man gerade diese Haftstrafen durch gemeinnützige Arbeit besser ersetzen könnte. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Bei wem soll der Häftling arbeiten?) Es könnte der Vollzug der Ersatzfreiheitsstrafen entfallen, wenn man diese durch gemeinnützige Arbeit substituiert. Dazu brauchen wir natürlich ein neues Instrument, das die gemeinnützige Arbeit auch als Strafmittel einführt. Das ist im Koalitionsübereinkommen enthalten, und es wäre vielleicht ein guter Anfang, ein diesbezügliches Pilotprojekt für die Ersatzfreiheitsstrafen zu initiieren, damit wir die Gefängnisse entlasten. Gemeinnützige Arbeit ist sicherlich sozial verträglicher als der Häfen für jene Leute, die ihre Geldgebühren nicht bezahlen (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, dass man gerade diese Haftstrafen durch gemeinnützige Arbeit besser ersetzen könnte. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Bei wem soll der Häftling arbeiten?) Es könnte der Vollzug der Ersatzfreiheitsstrafen entfallen, wenn man diese durch gemeinnützige Arbeit substituiert. Dazu brauchen wir natürlich ein neues Instrument, das die gemeinnützige Arbeit auch als Strafmittel einführt. Das ist im Koalitionsübereinkommen enthalten, und es wäre vielleicht ein guter Anfang, ein diesbezügliches Pilotprojekt für die Ersatzfreiheitsstrafen zu initiieren, damit wir die Gefängnisse entlasten. Gemeinnützige Arbeit ist sicherlich sozial verträglicher als der Häfen für jene Leute, die ihre Geldgebühren nicht bezahlen (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Frau Minister, zur Bekämpfung der Kriminalität möchte ich auch hier noch einige Wünsche anbringen. Wir haben bedauerlicherweise im Suchtmittelgesetz ein fatales Manko: Es ist eine Fehlentwicklung eingetreten, mit der wir als Gesetzgeber nicht gerechnet haben. So ist beispielsweise im § 35 Abs. 2 vorgesehen, dass, wenn jemand mit einer geringen Menge an Suchtmitteln aufgegriffen wird, das Verfahren einzustellen ist. Das gilt nicht für jene, die eine bedingte Strafe haben, gilt aber für solche, die bereits verurteilt sind. – Ich halte das für nicht gerechtfertigt! Verurteilte Täter, die man wieder bei einem Suchtmitteldelikt aufgreift, sollen verurteilt werden, und für diese soll keine Milde gelten! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wir müssen die Bekämpfung der Kriminalität und insbesondere der Drogenkriminalität angehen, weil wir es da mit organisierter Bandentätigkeit zu tun haben: Die Leute sind im „Ameisensystem“ mit nur kleinen Mengen unterwegs, daher müssen wir hier schärfer durchgreifen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Bitte nicht!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nunmehr spricht Frau Abgeordnete Mag. Stoisits. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Bitte nicht!) Ihre Redezeit beträgt 8 Minuten. – Bitte.
Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.
Abgeordnete Mag. Terezija Stoisits (Grüne): Sehr geehrte Frau Ministerin! Sehr geehrter Herr Präsident! Es ist dies Ihre erste Budgetdebatte, Frau Bundesministerin Miklautsch, aber das war schon ein kleiner Vorgeschmack, den die Frau Vorsitzende des Justizausschusses Ihnen jetzt gegeben hat. Es ist jetzt gar nicht um Inhalte, ums Geld beziehungsweise ums Budget gegangen, sondern es war dies einer schöner Wink mit dem Zaunpfahl, was man aus dem großen Teil der Regierungskoalition von Ihnen im Zusammenhang mit bedingter Entlassung, materiellem Strafrecht und Suchtmittelgesetz erwartet. (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist Ihre Masche, Frau Stoisits!
Ich habe, um ein persönliches Wort an Sie zu richten, Frau Ministerin, seit Sie Ihr Amt angetreten haben – ich habe ja laufend mit Menschen aus der Justiz ganz allgemein zu tun – ausschließlich positive Rückmeldungen zu Ihnen in Ihrer Funktion als Ministerin erhalten, vor allem von den Damen und Herren, mit denen Sie im Ressort zu tun haben, vor allem immer verbunden mit der Feststellung, endlich jemand – das sage ich jetzt dazu (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist Ihre Masche, Frau Stoisits!) –, der nicht „beratungsresistent“ ist.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist die Frau Stoisits!
Ich habe jetzt nämlich ein bisschen auf den ehemaligen Herrn Justizminister Böhmdorfer geschaut. – Das waren meine Worte, Herr Minister. Nicht, dass Sie glauben, Sie hätten bei den Damen und Herren im Justizressort eine schlechte Nachrede. Es gilt das Positive Ihnen, Frau Ministerin, und ich meine, Sie sollten den Ratschlägen der Damen und Herren im Justizressort, die wirklich sachkundig sind, Glauben schenken (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist die Frau Stoisits!) – und nicht Abgeordneten, die in
Abg. Dr. Fekter: Woher kommen die Ratschläge?
erster Linie auf die „Kronen Zeitung“ schielen (Abg. Dr. Fekter: Woher kommen die Ratschläge?), oder, wie die Frau Dr. Fekter, auf die „Oberösterreichischen Nachrichten“ oder auf das „Oberösterreichische Tagblatt“, um zu sehen, was die dort meinen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Am besten, Sie glauben nur Frau Stoisits!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Am besten, Sie glauben nur Frau Stoisits!
erster Linie auf die „Kronen Zeitung“ schielen (Abg. Dr. Fekter: Woher kommen die Ratschläge?), oder, wie die Frau Dr. Fekter, auf die „Oberösterreichischen Nachrichten“ oder auf das „Oberösterreichische Tagblatt“, um zu sehen, was die dort meinen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Am besten, Sie glauben nur Frau Stoisits!)
Abg. Großruck: Gestern war Plenum, Frau Kollegin!
Ich möchte Ihnen, Frau Ministerin, meinen Respekt aussprechen für die Veranstaltung im Zusammenhang mit Strafvollzug und insbesondere mit dem Hauptaugenmerk auf bedingte Entlassung, die vorgestern und gestern im Justizministerium stattgefunden hat. Ich habe es gestern schon gesagt, aber jetzt habe ich die Gelegenheit, es auch den Kollegen zu sagen. – Sie haben es ja schon gestern gehört (Abg. Großruck: Gestern war Plenum, Frau Kollegin!): Diese gestrige Veranstaltung war deshalb wesentlich, weil dort genau diese Gesichtspunkte betont hat, nämlich nicht der „Kronen Zeitung“ und sonstigen klein- beziehungsweise in manchen Fällen auch großformatigen Blättern zu folgen, sondern sachlich zu diskutieren.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das wollen wir aber nicht!
Da ich ja schon im Juli einen Initiativantrag im Nationalrat eingebracht habe, der die bedingte Entlassung und das, was jetzt Gesetzesänderung ist – also nicht die Praxis der Gerichte, sondern das, was in unsere Verantwortung fällt –, beinhaltet, bin ich jetzt sehr optimistisch, dass die Diskussion darüber positiv weitergeführt wird. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das wollen wir aber nicht!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber die Bevölkerung will das nicht!
Das sind nämlich nicht Dinge, die sich Stoisits überlegt hat, Frau Dr. Partik-Pablé, sondern es haben Persönlichkeiten, die jahrzehntelange Strafrechtserfahrung haben – wie Professor Burgstaller, wie Professor Fuchs, wie diverse Anstaltsleiter, wie Richter, Staatsanwälte und auch Vertreter von NEUSTART, die gestern dazu Stellung bezogen haben –, ganz klar und sehr präzise jetzt auch den gesetzlichen Handlungsbedarf herausgearbeitet. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber die Bevölkerung will das nicht!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber die Bevölkerung hat kein Verständnis dafür, Frau Abgeordnete Stoisits!
Ich sehe das jetzt ganz fraktionsneutral. Das ist ein reines Sachthema, und ich würde mir wünschen, dass es hier auch als solches behandelt wird. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber die Bevölkerung hat kein Verständnis dafür, Frau Abgeordnete Stoisits!) Wenn man ein justizpolitisches Thema – das hat ja schon eine lange Geschichte hier im Parlament – auch sachlich sieht, ohne jetzt auf verschiedene Zeitungen zu schielen – da wiederhole ich das, was ich schon gesagt habe –, kann es auch konstruktive Einigungen geben.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich mache keine Politik für Gefängnisdirektoren!
Die Tradition war früher einmal so, dass es Vier-Parteien-Einigungen gegeben hat. Da kann ich Ihnen nur sagen: In diesem Fall glaube ich, dass zumindest Fekter, Böhmdorfer, Jarolim und Stoisits – um jetzt die zu nennen, die als Justizsprecher für ihre Fraktionen verantwortlich sind – gemeinsam mit Ihnen sehr schnell zu einem guten Ergebnis kommen können, wenn ich jetzt weg von Frau Dr. Partik-Pablé und hin zu Herrn Dr. Böhmdorfer sehe. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich mache keine Politik für Gefängnisdirektoren!) Die anderen Damen und Herren der Fraktion der Freiheitlichen kann ich nicht einschätzen, denn es hat sich von ihnen noch nie jemand dazu geäußert.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich hoffe auch auf Sie, damit – da waren Sie noch nicht da – die Frauen, die in Positionen sind, dann auch tatsächlich beweisen, dass sie es können. Das wünsche ich Ihnen rein persönlich. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich möchte es ganz kurz machen: Das, was Sie, Herr Kollege Jarolim, hier gesagt haben, ist an Peinlichkeit nicht überbietbar und gibt einen Geschmack davon, wie in Ihren Reihen Personalentscheidungen gefällt würden. Gott sei Dank sind wir weit davon entfernt! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mag. Wurm: Warum?
Insgesamt ist die Zahl der Häftlinge zuletzt von 7 000 auf 9 000 gestiegen. (Abg. Mag. Wurm: Warum?) Weil die Kriminalität gestiegen ist. Im Bereich der Untersuchungshäftlinge kann man mit einer bedingten Entlassung nichts erreichen. Erklären Sie mir bitte, wie man einen Untersuchungshäftling bedingt entlassen kann. – Natürlich überhaupt nicht! Wir müssen die Kriminalität bekämpfen und dürfen nicht in Bereichen herumflunkern, die nicht wirklich auf die gegebene Situation passen! Das möchte ich in Erinnerung rufen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Insgesamt ist die Zahl der Häftlinge zuletzt von 7 000 auf 9 000 gestiegen. (Abg. Mag. Wurm: Warum?) Weil die Kriminalität gestiegen ist. Im Bereich der Untersuchungshäftlinge kann man mit einer bedingten Entlassung nichts erreichen. Erklären Sie mir bitte, wie man einen Untersuchungshäftling bedingt entlassen kann. – Natürlich überhaupt nicht! Wir müssen die Kriminalität bekämpfen und dürfen nicht in Bereichen herumflunkern, die nicht wirklich auf die gegebene Situation passen! Das möchte ich in Erinnerung rufen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Eine besondere Sorge haben wir in Wien, denn Wien und der Osten Österreichs sind der Schwerpunkt der Kriminalität. In Wien und im Osten Österreichs gibt es permanent um 600 Untersuchungshäftlinge mehr als in früheren Jahren. Wir brauchen daher für Wien ein zweites Landesgericht, weil – auch das ist logisch, und das sage ich auch den vielen Experten, die ständig auftreten – die Untersuchungshäftlinge nach den gesetzlichen Bestimmungen in denselben Gebäuden untergebracht werden sollen wie die Untersuchungsrichter. Und wenn das Landesgericht für Strafsachen mit seinem Gefangenenhaus, das angeschlossen ist, dieses Plus an 600 Häftlingen einfach nicht aufnehmen kann, dann muss man, wenn man die öffentliche Sicherheit schätzt und wahren will, ein zweites Gefangenenhaus bauen, in welchem Richter und Untersuchungshäftlinge in einem Gebäude untergebracht sind. – Das ist so klar wie Wasser, und das sollten auch jene Richter endlich einmal akzeptieren, die das ständig bekämpfen! – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ganz generell ist es mir wichtig, dass wir im Bereich der Justiz die in Zukunft anstehenden Themen und Problematiken effizient in Angriff nehmen, wobei ein Themenbereich, der uns in naher Zukunft sehr viel beschäftigen wird, der Strafvollzug ist. Dieses komplexe Komplex müssen wir einer Lösung zuführen, und ich werde sicherlich alles mir Mögliche einsetzen, damit wir zu einer geordneten Lösung kommen. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.
Ich möchte das Mietrecht als Beispiel nehmen. Es findet sich ja im Regierungsprogramm das Bekenntnis, dass das Mietrecht in dieser Legislaturperiode einfacher und übersichtlicher gestaltet werden soll. – Frau Ministerin, auch Sie mussten im Ausschuss zu den Budgetverhandlungen eingestehen, dass das in dieser Legislaturperiode nicht mehr verwirklicht werden kann, und man muss sagen: Gemessen an Ihrer Zielsetzung – und damit meine ich nicht Sie persönlich, sondern die Zielsetzung der Regierung – sind Sie ganz einfach gescheitert. (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) Das ist festzustellen.
Abg. Dr. Fekter: Das ist ja nicht wahr, die Mieten sind gesunken!
Die Frage stellt sich, was in diesem Bereich des Mietrechtes geplant ist. Die Erfahrungen der letzten viereinhalb Jahre haben jedenfalls gezeigt, dass es sich immer, wenn im Mietrecht etwas geändert wurde, um Klientelpolitik handelte – und nicht zugunsten der Mieterinnen und Mieter vorgegangen wurde. (Abg. Dr. Fekter: Das ist ja nicht wahr, die Mieten sind gesunken!)
Beifall bei der SPÖ.
Die SPÖ hat mit Expertinnen und Experten eine Alternative ausgearbeitet. Es gibt ein wohnrechtliches Programm, das morgen im Architekturzentrum vorgestellt wird, und ich darf Sie dazu ganz herzlich einladen! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Das muss auch einmal gesagt werden: Das ist ein durchaus guter Erfolg, und Kollege Jarolim hat Sie zu Recht gelobt für Ihren Antritt. Er sollte allerdings auch bedenken, dass es hier wirklich gut funktioniert, und zwar nicht nur im Bereich der reinen Finanzen, sondern auch was die Dienstposten betrifft. Das war gerade in den letzten Tagen und Wochen ein wichtiges Thema: 100 Planstellen mehr für Richterposten ist ein ganz toller Erfolg! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich möchte aber auch auf das eingehen, was meine Vorrednerin, Frau Abgeordnete Becher hier zum Miet- und Wohnrecht gesagt hat. – Ich weiß nicht, in welchem Budgetausschuss Sie waren: Bei der Budgetausschusssitzung, in der es um das Justizkapitel gegangen ist, hat die Frau Justizministerin nicht gesagt, dass die Bemühungen der Regierung gescheitert sind und dass das, was im Regierungsprogramm steht – wir befinden uns ja erst bei der Hälfte der Legislaturperiode –, nicht mehr umgesetzt werden kann. Ich habe das nicht gehört, und ich glaube, auch viele andere, die dort waren, haben das nicht gehört. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich glaube daher, dass wir daran arbeiten sollten, die Qualität, die sehr gut ist, weiterzuentwickeln, und ich bin überzeugt davon, dass das auch mit diesem Budget für das Jahr 2005 sehr gut gelingen wird. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.
Ich glaube, ich habe den Antrag schon vor zwei Jahren eingebracht. (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) Frau Kollegin Fekter, ich glaube, darüber könnte man wirklich einmal reden, denn es ist dies ein reiner Transparenz-Antrag: Wir müssen dieses tote Recht beseitigen! Es ist ja totes Recht, denn auch im Gesetz ist von Zu- und Abschlägen die
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.
Rede, was jedoch als Zu- und Abschlag und in welcher Höhe geltend gemacht werden kann, das ist offen. Insofern müssten wir, glaube ich, im Sinne einer günstigen Mietgestaltung Beratungen zumindest ansetzen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.)
Beifall bei den Grünen.
Das sind zwei rein rechtspolitische Anliegen, die ich Ihnen, Frau Ministerin, zusätzlich mitgeben möchte – abgesehen davon, dass ich Ihnen natürlich viel Mut und Einsatzbereitschaft wünsche, um doch noch vielleicht Nachbesserungen budgetärer Natur im Hinblick auf die Postenbesetzung gerade in den Strafanstalten zu erwirken. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Unsere Unterstützung, auch in der nächsten Zeit, haben Sie. – In diesem Sinne bedanke ich mich. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Jetzt musste bekanntlicherweise – weil Sie von ÖVP und FPÖ diese Politik forcieren – die Caritas für Frauen in Österreich in Not eine Spendenaktion ins Leben rufen. Wir müssen der Caritas dafür dankbar sein, aber für die Bundesregierung und für die Abgeordneten dieser Regierung ist das ein politisches Armutszeugnis! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
könnte diese Rolle zum Teil übernehmen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Mag. Johann Maier: Wofür Sie verantwortlich sind, Frau Kollegin Brinek!
In den letzten Tagen haben sicher auch einige von Ihnen einen Brief bekommen, in dem auf einen Zustand hingewiesen wird, den wir gemeinsam ändern sollten, nämlich: Stigmatisierung im Rechtssystem von Menschen mit psychischen Störungen und psychischen Beeinträchtigungen. (Abg. Mag. Johann Maier: Wofür Sie verantwortlich sind, Frau Kollegin Brinek!) Wir sind bereits in im Hearing und in der Enquete zur Strafprozessordnung darauf hingewiesen worden, und ich denke, das ist ein Anliegen, das wir gemeinsam angehen sollten.
Abg. Mag. Johann Maier: Eine Verhöhnung der Jusstudenten in Österreich, Frau Kollegin Brinek!
Die Initiatoren laden uns für nächste Woche zu einer Enquete ein – leider an einem Plenumstag. Ich möchte den Initiatoren von dieser Stelle aus sagen, dass ich für meine Fraktion versichern kann, dass wir dieses Anliegen unterstützen und in Angriff nehmen werden. (Abg. Mag. Johann Maier: Eine Verhöhnung der Jusstudenten in Österreich, Frau Kollegin Brinek!)
Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Das ist eine Angelegenheit, die wir hier lösen müssen und nicht im Studienprogramm und nicht im Curriculum des Jusstudiums. (Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wie gesagt: Aus Anlass der guten Budgetzahlen können wir uns dieses Programm, diesen Punkt vornehmen, was wir auch tun wollen, und ich bin sicher, gemeinsam mit der Ministerin, mit möglichst vielen, vereinten Kräften wird das gelingen. Ich sehe dem positiv entgegen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Brinek: Das ist eine andere Geschichte, Herr Maier!
Abgeordneter Mag. Johann Maier (SPÖ): Frau Bundesministerin! Herr Präsident! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Als Kollegin Brinek ans Rednerpult getreten ist, habe ich mir gedacht, wir führen jetzt eine Bildungsdiskussion über die Defizite in der Juristenausbildung. – Darüber, Kollegin Brinek, sollten wir einmal ernsthaft diskutieren. Das, was bei uns an den juridischen Fakultäten passiert, ist nicht mehr zu rechtfertigen! (Abg. Dr. Brinek: Das ist eine andere Geschichte, Herr Maier!) Die Menschen, die diese Ausbildung abgeschlossen haben, sind dann aber auch davon abhängig.
Beifall bei der SPÖ.
Frau Bundesministerin, ich sage Ihnen: Unsere Fraktion erwartet sich, dass Sie in Fragen der Juristenausbildung einmal das Wort ergreifen und auch da klare Festlegungen treffen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Bucher: Gut verhandelt!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wenn man sich die Budgetzahlen ansieht – von 874 Millionen € auf 975 Millionen € –, dann muss man sagen, das täuscht über die wirklichen Probleme im Justizbereich hinweg, und wir haben enorme Probleme! (Abg. Bucher: Gut verhandelt!) Damit, Herr Kollege Bucher, lösen wir die Probleme in der Justiz nicht: weder bei den Justizwacheanstalten noch in den Ländern, wo es erhebliche Defizite gibt.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Kollege Donnerbauer hat gemeint, wie herrlich das sei: 100 zusätzliche Richter! Ich sage Ihnen, was wirklich passiert: 20 neue Richterstellen für 2005 und 80 Richteramtsanwärter und Richteramtsanwärterinnen! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Fekter: Aber nein!
Im Jahre 2006, Hohes Haus, wird das alles wieder aufgelöst. Im Jahre 2006 kommt es zu Einsparungen von 370 Planstellen. (Abg. Dr. Fekter: Aber nein!) Wo werden diese Planstellen eingespart? Frau Ausschussvorsitzende, wir erleben es bereits jetzt: Ausschreibungen im Bereich der Schreibdienste; es wird ausgegliedert. Eingespart wird bei den Schwächsten, bei den Schreibdiensten, und das sind die Frauen. Ich sage Ihnen ganz konkret: Wir lehnen dies mit allem Nachdruck ab! (Beifall bei der SPÖ. – Rufe sowie Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Rufe sowie Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Im Jahre 2006, Hohes Haus, wird das alles wieder aufgelöst. Im Jahre 2006 kommt es zu Einsparungen von 370 Planstellen. (Abg. Dr. Fekter: Aber nein!) Wo werden diese Planstellen eingespart? Frau Ausschussvorsitzende, wir erleben es bereits jetzt: Ausschreibungen im Bereich der Schreibdienste; es wird ausgegliedert. Eingespart wird bei den Schwächsten, bei den Schreibdiensten, und das sind die Frauen. Ich sage Ihnen ganz konkret: Wir lehnen dies mit allem Nachdruck ab! (Beifall bei der SPÖ. – Rufe sowie Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es werden somit Mittel für Opferschutz und Bewährungshilfe in diesem Budget erhöht, und das ist gut so. – Gratuliere, Frau Ministerin! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Rest-Hinterseer steht an der Regierungsbank und spricht mit Bundesministerin Mag. Miklautsch.
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Frau Bundesministerin! Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! (Abg. Rest-Hinterseer steht an der Regierungsbank und spricht mit Bundesministerin Mag. Miklautsch.) Ich möchte zu Beginn meiner Ausführungen ...
Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.
Präsident Dr. Andreas Khol (das Glockenzeichen gebend): Frau Kollegin, bitte! Das macht man nicht! (Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.) Das macht man nicht!
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Otto Pendl (fortsetzend): Ich möchte mich zu Beginn meiner Ausführungen namens meiner Fraktion, aber auch persönlich bei der hohen Beamtenschaft des Justizministeriums für die ausgezeichnete Zusammenarbeit im Rahmen des Justizausschusses sehr herzlich bedanken. Ich erlaube mir, diesen Dank, Frau Ministerin, an alle Bediensteten des Ressorts, vor allem an die Kolleginnen und Kollegen im Strafvollzug, die unter schwierigsten Bedingungen Dienst versehen, auszusprechen. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich meine, dass es notwendig, dass es überfällig ist, dass wir die Justiz mit jenen Ressourcen ausstatten, die es in dieser Republik und vor allem für die Menschen in unserer Heimat dringend braucht. Ich lade Sie ein, diesem Antrag Ihre Zustimmung zu geben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte aber auch als regionaler Abgeordneter einen Satz dazu sagen: Mir ist es ein Bedürfnis und ein Anliegen, in diesen Bereich auch die Bezirksgerichte mit einzuschließen und diese auch für die Zukunft entsprechend auszustatten und zu erhalten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Stimmen Sie diesem Budget zu, dann stimmen Sie für ein gutes Justizsystem, dann stimmen Sie auch für ein sicheres Österreich! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn das so ist, dann ist es wahrhaft schlecht um unsere Justiz, um die Gerichtsbarkeit bestellt. Das ist die dritte Gewalt in unserem Staate, und das sollten wir ernst nehmen, Herr Lopatka! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Aber bei uns nicht! In welcher Partei leben Sie denn, Frau Kollegin, wo so etwas passieren kann?
Wie ist es ihm denn ergangen, dem Herrn Bundesminister Böhmdorfer außer Dienst? Er musste als Bundesminister gehen! Ich hoffe, nachdem, was Sie heute wieder zum Budget gesagt haben, nach Ihren Aussagen, was habe Herr Minister Grasser zum Thema Justizpolitik zu sagen, nachdem Sie sich kritisch geäußert haben, dass Sie noch länger im Parlament sein dürfen. Vielleicht serviert man Sie jetzt auch ab. Wer unbequem ist – das haben wir heute schon gemerkt –, wird abserviert! Jawohl, Herr Dr. Lopatka! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Aber bei uns nicht! In welcher Partei leben Sie denn, Frau Kollegin, wo so etwas passieren kann?)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn Frau Fekter heute sagt, dass man jetzt auch noch die kleinen Konsumenten bestrafen soll, dann erinnere ich daran, dass die Frau Ministerin im Budgetausschuss gesagt hat, sie stehe zum Prinzip: Therapie statt Strafe! Ich hoffe, Sie erinnern sich, Frau Ministerin, und lassen sich nicht beeinflussen, weil das ist ein gutes Prinzip und ein wichtiges für unsere Jugend und für die Bevölkerung. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Reden Sie nicht mit der Ministerin, reden Sie zum Plenum! Drehen Sie sich um!
Abgeordneter Dr. Christian Puswald (SPÖ): Frau Bundesministerin! Herr Präsident! Werte Kollegenschaft! Frau Bundesministerin, entweder es ist der schwarz-blauen Regierung schon beim ersten Budget gelungen, Sie über den Tisch zu ziehen und jetzt mit Jubeltiraden einzunebeln – oder aber dieses Budget ist ein reines Lippenbekenntnis, nämlich deshalb, weil hier lobgehudelt wird, wie toll die Justiz ausgestattet sein wird. (Abg. Scheibner: Reden Sie nicht mit der Ministerin, reden Sie zum Plenum! Drehen Sie sich um!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Unerhört! Sprechen Sie zum Parlament! – Abg. Neudeck: Man hört Sie sonst nicht, aber das ist vielleicht ohnehin besser!
Die Wahrheit ist, dass, seit diese Bundesregierung, also seit dem Jahre 2000, am Werken ist, die Justiz um rund 10 Prozent – ich mag Kollegen Neudeck nicht immer anschauen, darum erlaube ich mir, mit der Frau Justizministerin zu sprechen (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Unerhört! Sprechen Sie zum Parlament! – Abg. Neudeck: Man hört Sie sonst nicht, aber das ist vielleicht ohnehin besser!) – in ihrem Personalstand eingeschränkt wurde, die Justiz so weit ist, dass voll ausgebildete, langjährig erfahrene Voll-Akademiker, die Richter, ihre Urteile selber schreiben, ihre
Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Allein die Zahl, die Herr Dr. Böhmdorfer genannt hat, nämlich der Anstieg der Zahl der Untersuchungshäftlinge von 7 000 auf 9 000 Mann und Frau, steht für einen Anstieg in diesem Bereich um 25 Prozent bei gleichzeitiger Personalreduktion. Sie verlangen von der Justiz die „Quadratur des Kreises“. Das ist nicht zu schaffen! (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Das ist mit einem Rechtsstaat nicht in Einklang zu bringen, und das ist vor allem in einem Punkt bedenklich: Wenn man nämlich überlegt, was es bedeutet, in U-Haft zu sein, unvorbereitet dem richtigen Leben entzogen zu werden, Herr Grillitsch, ohne dass man sich darauf einstellen kann, dann muss man zur Kenntnis nehmen, dass Menschen aus ihrem Leben herausgerissen werden, ohne verurteilt zu sein ... (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) – Weil ich es Ihnen erklären möchte Herr Grillitsch! Sie haben offenbar gar nichts verstanden von dem Budget, zumindest nicht im Justizbereich! Das ist auch verständlich, weil Sie von den wenigsten Dingen, von denen Sie sprechen, eine Ahnung haben. Von der Justiz jedenfalls nicht. Daher auch ihre unqualifizierten Zwischenrufe.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Kollege Puswald, so gehen wir im Plenum nicht miteinander um! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Dr. Christian Puswald (fortsetzend): Gut, Herr Präsident. Das führt mich gleich auch zu Ihrer Amtsführung, dass Sie diese ausgewogen und über jeden Zweifel einer Parteilichkeit erhaben ausführen mögen, denn wenn Herr Kollege Grillitsch mit Zwischenrufen antwortet und ich entsprechend repliziere, dass Sie mich dann dafür rügen, das fällt in den Sektor Ihrer Rügeordnung, Herr Präsident, nach der Sie Kollegen Broukal für einen Laptop-Auszug am Bildschirm eine Rüge erteilen, während gleichzeitig Abgeordnete der Regierungsparteien mit Tafeln hier heraußen stehen, Sie bei Zwischenrufen unserer Fraktion oder der Grünen immer wieder maßregeln, während zum Beispiel, wenn Frau Kollegin Dr. Moser spricht, Frau Kollegin Dr. Fekter sieben Mal dazwischen ruft und Sie auf Ihren Bildschirm schauen, Herr Präsident! (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich hoffe, dass Sie in Zukunft den Verdacht einer parteilichen Amtsführung nicht mehr aufkommen lassen! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Das kann nicht sein! Höchstens das Bild!
Abgeordneter Dr. Peter Wittmann (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Herr Präsident, ich finde es auch etwas befremdlich, wenn Sie dem Abgeordneten Kummerer für einen Zwischenruf, in dem er lediglich feststellt, dass Dollfuß noch im ÖVP-Klub hängt, einen Ordnungsruf androhen. (Abg. Neudeck: Das kann nicht sein! Höchstens das Bild!) Das ist eine Feststellung, die richtig ist, und dafür kann es keinen Ordnungsruf geben, insbesondere, da er nicht störend war. (Beifall bei
Beifall bei der SPÖ.
Nach einem Zeitungsartikel kommt dann noch hinzu, dass zwar die Kriminalitätsrate steigt, die Aufklärungsrate aber sinkt, man jedoch mit Sondereinheiten Schwerpunkte setzt. In diesen Schwerpunkten geht man dazu über, möglichst viele Gefangene zu machen, um nach außen einen Erfolg darstellen zu können. Damit überfüllt man aber die Gefängnisse – und das macht die Misere in den Gefängnissen noch größer. Wenn man dann noch wegen zweifelhafter Straftatbestände Leute freilassen muss, dann, das muss ich ganz ehrlich sagen, ist es um diese Justizpolitik sehr, sehr schlimm bestellt, und passt ins Bild, das man heute Nachmittag durch Bundesminister Strasser bekommen hat. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Auf der anderen Seite werden Sondereinheiten gebildet, während die Aufklärungsrate der Straftaten sinkt. Sondereinheiten bilden, möglichst viele Leute verhaften, die Gefängnisse überfüllen, damit man nach außen Erfolge vorweisen kann, die keine Erfolge sind, weil man die Leute mangels Straftatbeständen wieder freilassen muss. Das ist eine Politik, eine Innenpolitik, eine Justizpolitik, für die Sie sich schämen sollten! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Nichtausstattung der Richter und die Nichtbesetzung der Planposten der Richter und Staatsanwälte, das ist meiner Meinung nach einer der größten Angriffe auf die Demokratie, weil die Rechtsstaatlichkeit die einzige vernünftige Klammer ist, die die Demokratie zusammenhält. (Beifall bei der SPÖ.)