Eckdaten:
Für die 41. Sitzung der 22. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 943 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Abg. Großruck: Wieso? Es ist eh schon 9 Uhr! – ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen
Abgeordneter Dr. Alfred Gusenbauer (SPÖ): Herr Präsident! Mitglieder der Bundesregierung! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Viel zu früh wird heute wahrscheinlich das Parlament eine Reform der Österreichischen Bundesbahnen beschließen (Abg. Großruck: Wieso? Es ist eh schon 9 Uhr! – ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen), viel zu früh deswegen, weil diese Reform, die heute beschlossen wird, eine unausgegorene und eine falsche Reform ist. Sie geht in die falsche Richtung, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Viel zu spät!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Viel zu spät!
Abgeordneter Dr. Alfred Gusenbauer (SPÖ): Herr Präsident! Mitglieder der Bundesregierung! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Viel zu früh wird heute wahrscheinlich das Parlament eine Reform der Österreichischen Bundesbahnen beschließen (Abg. Großruck: Wieso? Es ist eh schon 9 Uhr! – ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen), viel zu früh deswegen, weil diese Reform, die heute beschlossen wird, eine unausgegorene und eine falsche Reform ist. Sie geht in die falsche Richtung, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Viel zu spät!)
Abg. Scheibner: Wann hätten Sie’s denn gerne gehabt?
Wenn man sich den Zeitplan ansieht, mit dem diese so genannte Reform der Bundesbahn durchgepeitscht wurde (Abg. Scheibner: Wann hätten Sie’s denn gerne gehabt?), dann wird man erkennen, mit welcher Sorglosigkeit die beiden Regierungsparteien mit den Österreichischen Bundesbahnen umgehen. (Ruf bei der ÖVP: In tiefer Sorge!) Es handelt sich um eines der größten Unternehmen in unserem Land, es handelt sich um das wichtigste Verkehrsunternehmen (Abg. Lentsch: Das teuerste!), das jeden Tag von mehr als einer halben Million Menschen benützt wird, und die Regierung ... (Anhaltende ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen) – Eben diese Art von zynischem Gelächter ist Ihre Haltung zu den Österreichischen Bundesbahnen, und das verurteilen wir, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Scheibner: Bei Ihrer Rede muss man ja lachen!)
Ruf bei der ÖVP: In tiefer Sorge!
Wenn man sich den Zeitplan ansieht, mit dem diese so genannte Reform der Bundesbahn durchgepeitscht wurde (Abg. Scheibner: Wann hätten Sie’s denn gerne gehabt?), dann wird man erkennen, mit welcher Sorglosigkeit die beiden Regierungsparteien mit den Österreichischen Bundesbahnen umgehen. (Ruf bei der ÖVP: In tiefer Sorge!) Es handelt sich um eines der größten Unternehmen in unserem Land, es handelt sich um das wichtigste Verkehrsunternehmen (Abg. Lentsch: Das teuerste!), das jeden Tag von mehr als einer halben Million Menschen benützt wird, und die Regierung ... (Anhaltende ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen) – Eben diese Art von zynischem Gelächter ist Ihre Haltung zu den Österreichischen Bundesbahnen, und das verurteilen wir, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Scheibner: Bei Ihrer Rede muss man ja lachen!)
Abg. Lentsch: Das teuerste!
Wenn man sich den Zeitplan ansieht, mit dem diese so genannte Reform der Bundesbahn durchgepeitscht wurde (Abg. Scheibner: Wann hätten Sie’s denn gerne gehabt?), dann wird man erkennen, mit welcher Sorglosigkeit die beiden Regierungsparteien mit den Österreichischen Bundesbahnen umgehen. (Ruf bei der ÖVP: In tiefer Sorge!) Es handelt sich um eines der größten Unternehmen in unserem Land, es handelt sich um das wichtigste Verkehrsunternehmen (Abg. Lentsch: Das teuerste!), das jeden Tag von mehr als einer halben Million Menschen benützt wird, und die Regierung ... (Anhaltende ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen) – Eben diese Art von zynischem Gelächter ist Ihre Haltung zu den Österreichischen Bundesbahnen, und das verurteilen wir, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Scheibner: Bei Ihrer Rede muss man ja lachen!)
Anhaltende ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen
Wenn man sich den Zeitplan ansieht, mit dem diese so genannte Reform der Bundesbahn durchgepeitscht wurde (Abg. Scheibner: Wann hätten Sie’s denn gerne gehabt?), dann wird man erkennen, mit welcher Sorglosigkeit die beiden Regierungsparteien mit den Österreichischen Bundesbahnen umgehen. (Ruf bei der ÖVP: In tiefer Sorge!) Es handelt sich um eines der größten Unternehmen in unserem Land, es handelt sich um das wichtigste Verkehrsunternehmen (Abg. Lentsch: Das teuerste!), das jeden Tag von mehr als einer halben Million Menschen benützt wird, und die Regierung ... (Anhaltende ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen) – Eben diese Art von zynischem Gelächter ist Ihre Haltung zu den Österreichischen Bundesbahnen, und das verurteilen wir, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Scheibner: Bei Ihrer Rede muss man ja lachen!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Scheibner: Bei Ihrer Rede muss man ja lachen!
Wenn man sich den Zeitplan ansieht, mit dem diese so genannte Reform der Bundesbahn durchgepeitscht wurde (Abg. Scheibner: Wann hätten Sie’s denn gerne gehabt?), dann wird man erkennen, mit welcher Sorglosigkeit die beiden Regierungsparteien mit den Österreichischen Bundesbahnen umgehen. (Ruf bei der ÖVP: In tiefer Sorge!) Es handelt sich um eines der größten Unternehmen in unserem Land, es handelt sich um das wichtigste Verkehrsunternehmen (Abg. Lentsch: Das teuerste!), das jeden Tag von mehr als einer halben Million Menschen benützt wird, und die Regierung ... (Anhaltende ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen) – Eben diese Art von zynischem Gelächter ist Ihre Haltung zu den Österreichischen Bundesbahnen, und das verurteilen wir, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Scheibner: Bei Ihrer Rede muss man ja lachen!)
Widerspruch bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie gehen nämlich mit einem der größten Unternehmen in unserem Land um, als ob Sie einen Würstelstand reformieren wollten. (Widerspruch bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Das ist das, was wir Ihnen vorwerfen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Sie gehen nämlich mit einem der größten Unternehmen in unserem Land um, als ob Sie einen Würstelstand reformieren wollten. (Widerspruch bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Das ist das, was wir Ihnen vorwerfen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Scheibner: Da war es ja noch gar nicht im Ausschuss, Herr Kollege!
Wenn sich die Bediensteten der Österreichischen Bundesbahnen nicht auf die Beine gestellt und nicht dazu entschlossen hätten, gewerkschaftliche Maßnahmen zu setzen, dann hätte es nach Ihrer Vorstellung überhaupt keine Diskussion gegeben, dann hätte es überhaupt keine Verhandlungen gegeben, denn all die Gespräche der vergangenen Woche im Unterausschuss sind erst nach den Kampfmaßnahmen der Bediensteten zustande gekommen. (Abg. Scheibner: Da war es ja noch gar nicht im Ausschuss, Herr Kollege!) Unser Dank gilt daher den Eisenbahnerinnen und Eisenbahnern, denn sie haben das erst ermöglicht. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wenn sich die Bediensteten der Österreichischen Bundesbahnen nicht auf die Beine gestellt und nicht dazu entschlossen hätten, gewerkschaftliche Maßnahmen zu setzen, dann hätte es nach Ihrer Vorstellung überhaupt keine Diskussion gegeben, dann hätte es überhaupt keine Verhandlungen gegeben, denn all die Gespräche der vergangenen Woche im Unterausschuss sind erst nach den Kampfmaßnahmen der Bediensteten zustande gekommen. (Abg. Scheibner: Da war es ja noch gar nicht im Ausschuss, Herr Kollege!) Unser Dank gilt daher den Eisenbahnerinnen und Eisenbahnern, denn sie haben das erst ermöglicht. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Bis zum heutigen Tag sagt der Präsident des Rechnungshofes, die Einsparungen seien nicht nachvollziehbar, bis zum heutigen Tag sagt der Rechnungshofpräsident, diese Reform gehe in die völlig falsche Richtung! Es ist Ihnen bis zum heutigen Tag also nicht gelungen, diese Argumente zu entkräften. – Sie operieren nicht mit Argumenten, sondern ausschließlich mit Drüberfahren, und das ist schlecht für die Bundesbahn und schlecht für die Demokratie in unserem Land, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Großruck: Nein! Aber das sind falsche Argumente!
Erst vorgestern hat der Chef der Schweizerischen Bundesbahnen erläutert, wie man eine Bahn erfolgreich reformiert. Ich weiß, Argumente zählen für Sie nicht. (Abg. Großruck: Nein! Aber das sind falsche Argumente!) Für Sie zählen die Argumente nicht, und das ist genau das, was Ihre Politik bereits seit Jahren ausmacht, und diese Politik ist schlecht für unser Land, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Erst vorgestern hat der Chef der Schweizerischen Bundesbahnen erläutert, wie man eine Bahn erfolgreich reformiert. Ich weiß, Argumente zählen für Sie nicht. (Abg. Großruck: Nein! Aber das sind falsche Argumente!) Für Sie zählen die Argumente nicht, und das ist genau das, was Ihre Politik bereits seit Jahren ausmacht, und diese Politik ist schlecht für unser Land, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Großruck: Ist die Schweiz bei der EU?
Der Chef der Schweizerischen Bundesbahnen hat in sehr beeindruckender Art und Weise ausgeführt, wie die Bahn in der Schweiz reformiert wurde, und er hat dabei auf eine ... (Abg. Großruck: Ist die Schweiz bei der EU?) – Ah, Sie glauben, eine Eisenbahn fährt außerhalb der EU anders als innerhalb der Europäischen Union? Na Sie haben eine Ahnung, meine sehr verehrten Damen und Herren von den Regierungsparteien! (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Neuerlicher Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Der Chef der Schweizerischen Bundesbahnen hat in sehr beeindruckender Art und Weise ausgeführt, wie die Bahn in der Schweiz reformiert wurde, und er hat dabei auf eine ... (Abg. Großruck: Ist die Schweiz bei der EU?) – Ah, Sie glauben, eine Eisenbahn fährt außerhalb der EU anders als innerhalb der Europäischen Union? Na Sie haben eine Ahnung, meine sehr verehrten Damen und Herren von den Regierungsparteien! (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Am Ende wird das stehen, was Rechnungshofpräsident Fiedler angekündigt hat: Die neue Struktur der Bundesbahn wird teurer sein als die alte, und es wird sich nichts verbessert haben, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Rädler: Lesen!
Im gesamten Gesetz findet man überhaupt keinen Ansatz dazu, was eine positive Bahnzielsetzung wäre. Überhaupt nichts steht darin darüber, was sich im Service für die Passagiere verbessern soll. Nichts steht darin davon, welche Ausbaupläne Sie angehen wollen. Auch steht darin nichts davon, wie die Finanzierung des Eisenbahnsystems für die Zukunft gesichert werden soll. (Abg. Rädler: Lesen!) Die Wahrheit ist (Abg. Rädler: Lesen, dann sprechen!), dass mit diesem Gesetz die Finanzierungsgrundlage für die Österreichischen Bundesbahnen untergraben wird und dass im Jahr 2010 zwar 10 Milliarden € an neuen Schulden bei der Bundesbahn vorhanden sein werden (Abg. Scheibner: Neue Schulden? Das sind aber alte!), dass aber das Streckennetz um nichts besser sein wird als in der Vergangenheit.
Abg. Rädler: Lesen, dann sprechen!
Im gesamten Gesetz findet man überhaupt keinen Ansatz dazu, was eine positive Bahnzielsetzung wäre. Überhaupt nichts steht darin darüber, was sich im Service für die Passagiere verbessern soll. Nichts steht darin davon, welche Ausbaupläne Sie angehen wollen. Auch steht darin nichts davon, wie die Finanzierung des Eisenbahnsystems für die Zukunft gesichert werden soll. (Abg. Rädler: Lesen!) Die Wahrheit ist (Abg. Rädler: Lesen, dann sprechen!), dass mit diesem Gesetz die Finanzierungsgrundlage für die Österreichischen Bundesbahnen untergraben wird und dass im Jahr 2010 zwar 10 Milliarden € an neuen Schulden bei der Bundesbahn vorhanden sein werden (Abg. Scheibner: Neue Schulden? Das sind aber alte!), dass aber das Streckennetz um nichts besser sein wird als in der Vergangenheit.
Abg. Scheibner: Neue Schulden? Das sind aber alte!
Im gesamten Gesetz findet man überhaupt keinen Ansatz dazu, was eine positive Bahnzielsetzung wäre. Überhaupt nichts steht darin darüber, was sich im Service für die Passagiere verbessern soll. Nichts steht darin davon, welche Ausbaupläne Sie angehen wollen. Auch steht darin nichts davon, wie die Finanzierung des Eisenbahnsystems für die Zukunft gesichert werden soll. (Abg. Rädler: Lesen!) Die Wahrheit ist (Abg. Rädler: Lesen, dann sprechen!), dass mit diesem Gesetz die Finanzierungsgrundlage für die Österreichischen Bundesbahnen untergraben wird und dass im Jahr 2010 zwar 10 Milliarden € an neuen Schulden bei der Bundesbahn vorhanden sein werden (Abg. Scheibner: Neue Schulden? Das sind aber alte!), dass aber das Streckennetz um nichts besser sein wird als in der Vergangenheit.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine Damen und Herren! Dieses Gesetz löst kein einziges Problem der Österreichischen Bundesbahnen. Das wiederum ist das Problem, vor dem wir heute stehen! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Scheibner: 10 Milliarden neue Schulden?
Wenn Sie, Herr Abgeordneter Scheibner sagen: „neue Schulden?“, dann sage ich Ihnen: Ja, neue Schulden! (Abg. Scheibner: 10 Milliarden neue Schulden?) – 10 Milliarden € neue Schulden werden die Österreichischen Bundesbahnen nach diesem Gesetz im Jahr 2010 haben. (Abg. Eder: Ungeheuerlich!) Sie gründen sogar eine eigene Gesellschaft innerhalb der Bundesbahn, um diese Schulden dort zu parken. (Ruf bei der ÖVP: Rechnen!)
Abg. Eder: Ungeheuerlich!
Wenn Sie, Herr Abgeordneter Scheibner sagen: „neue Schulden?“, dann sage ich Ihnen: Ja, neue Schulden! (Abg. Scheibner: 10 Milliarden neue Schulden?) – 10 Milliarden € neue Schulden werden die Österreichischen Bundesbahnen nach diesem Gesetz im Jahr 2010 haben. (Abg. Eder: Ungeheuerlich!) Sie gründen sogar eine eigene Gesellschaft innerhalb der Bundesbahn, um diese Schulden dort zu parken. (Ruf bei der ÖVP: Rechnen!)
Ruf bei der ÖVP: Rechnen!
Wenn Sie, Herr Abgeordneter Scheibner sagen: „neue Schulden?“, dann sage ich Ihnen: Ja, neue Schulden! (Abg. Scheibner: 10 Milliarden neue Schulden?) – 10 Milliarden € neue Schulden werden die Österreichischen Bundesbahnen nach diesem Gesetz im Jahr 2010 haben. (Abg. Eder: Ungeheuerlich!) Sie gründen sogar eine eigene Gesellschaft innerhalb der Bundesbahn, um diese Schulden dort zu parken. (Ruf bei der ÖVP: Rechnen!)
Abg. Scheibner: Das sind die Schulden, die von früher ...!
Meine Damen und Herren! Eine Regierung, die angetreten ist, um Schulden zu reduzieren (Abg. Scheibner: Das sind die Schulden, die von früher ...!), geht jetzt her und verschuldet vorsätzlich eines der größten Unternehmen in unserem Land (Zwischenrufe bei der ÖVP), statt in die Infrastruktur zu investieren, was ihre eigentliche Aufgabe wäre! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Scheibner: Tun Sie nicht so, als ob das neue Schulden wären! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Meine Damen und Herren! Eine Regierung, die angetreten ist, um Schulden zu reduzieren (Abg. Scheibner: Das sind die Schulden, die von früher ...!), geht jetzt her und verschuldet vorsätzlich eines der größten Unternehmen in unserem Land (Zwischenrufe bei der ÖVP), statt in die Infrastruktur zu investieren, was ihre eigentliche Aufgabe wäre! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Scheibner: Tun Sie nicht so, als ob das neue Schulden wären! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Scheibner: Tun Sie nicht so, als ob das neue Schulden wären! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Eine Regierung, die angetreten ist, um Schulden zu reduzieren (Abg. Scheibner: Das sind die Schulden, die von früher ...!), geht jetzt her und verschuldet vorsätzlich eines der größten Unternehmen in unserem Land (Zwischenrufe bei der ÖVP), statt in die Infrastruktur zu investieren, was ihre eigentliche Aufgabe wäre! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Scheibner: Tun Sie nicht so, als ob das neue Schulden wären! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Ellmauer: Wie viele Schulden haben Sie bei der SPÖ?
Wenn der Bahnregulator sagt ... (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Ellmauer: Wie viele Schulden haben Sie bei der SPÖ?) – Meine Damen und Herren, ich verstehe Ihre Aufregung, denn so schwach ist das Gesetz, dass es nur durch Geschrei übertönt werden kann! Das sind die Argumente dieser Regierung! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Wenn der Bahnregulator sagt ... (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Ellmauer: Wie viele Schulden haben Sie bei der SPÖ?) – Meine Damen und Herren, ich verstehe Ihre Aufregung, denn so schwach ist das Gesetz, dass es nur durch Geschrei übertönt werden kann! Das sind die Argumente dieser Regierung! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
könne eine Eisenbahnreform nicht funktionieren, dann ist in der Tat Nervosität angesagt! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wittauer: Wir haben einen Unterausschuss gehabt, wir haben Experten gehabt!
Wenn man eine Debatte mit sachlichen Argumenten nicht mehr bestreiten kann, dann greift man gern zu jenen Mitteln, zu denen Sie heute offensichtlich greifen, nämlich in aller Geschwindigkeit ein Gesetz durch den Nationalrat zu peitschen, damit ja keine lange öffentliche Diskussion darüber stattfindet. (Abg. Wittauer: Wir haben einen Unterausschuss gehabt, wir haben Experten gehabt!) Das beste Zeichen dafür ist, dass die Fristsetzung von den beiden Regierungsparteien mit einem Kunstgriff erfüllt werden muss, damit heute überhaupt debattiert werden kann, denn Sie wollten ja schon in der letzten Nacht dieses Gesetz in einer Nacht- und Nebelaktion durch den Nationalrat bringen. (Abg. Scheibner: Das war Ihr Wunsch, dass man das verschiebt!)
Abg. Scheibner: Das war Ihr Wunsch, dass man das verschiebt!
Wenn man eine Debatte mit sachlichen Argumenten nicht mehr bestreiten kann, dann greift man gern zu jenen Mitteln, zu denen Sie heute offensichtlich greifen, nämlich in aller Geschwindigkeit ein Gesetz durch den Nationalrat zu peitschen, damit ja keine lange öffentliche Diskussion darüber stattfindet. (Abg. Wittauer: Wir haben einen Unterausschuss gehabt, wir haben Experten gehabt!) Das beste Zeichen dafür ist, dass die Fristsetzung von den beiden Regierungsparteien mit einem Kunstgriff erfüllt werden muss, damit heute überhaupt debattiert werden kann, denn Sie wollten ja schon in der letzten Nacht dieses Gesetz in einer Nacht- und Nebelaktion durch den Nationalrat bringen. (Abg. Scheibner: Das war Ihr Wunsch, dass man das verschiebt!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Scheibner: Das war Ihr Wunsch, dem wir nachgekommen sind! Bleiben Sie bei der Wahrheit!
Soll ich Ihnen dazu etwas sagen? – Das ist Diskussions- und Demokratieverweigerung, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Scheibner: Das war Ihr Wunsch, dem wir nachgekommen sind! Bleiben Sie bei der Wahrheit!)
Zwischenrufe bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen
Meine sehr verehrten Damen und Herren! In Zeiten steigender Arbeitslosigkeit, in welchen rund 300 000 Menschen in unserem Land Arbeit suchen, eine Reform zu beschließen, mit der jeder vierte Eisenbahner in Zukunft seinen Arbeitsplatz verlieren wird, mit der 12 000 Menschen bei der Eisenbahn abgebaut werden (Zwischenrufe bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen), das ist kein Beitrag zur Beschäftigungspolitik in unserem Land, sondern das führt in eine noch höhere Arbeitslosigkeit, für die Sie die politische Verantwortung zu tragen haben, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien! Es ist der falsche Weg! Es sollte investiert und nicht abgebaut werden. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Grünewald.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Grünewald.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! In Zeiten steigender Arbeitslosigkeit, in welchen rund 300 000 Menschen in unserem Land Arbeit suchen, eine Reform zu beschließen, mit der jeder vierte Eisenbahner in Zukunft seinen Arbeitsplatz verlieren wird, mit der 12 000 Menschen bei der Eisenbahn abgebaut werden (Zwischenrufe bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen), das ist kein Beitrag zur Beschäftigungspolitik in unserem Land, sondern das führt in eine noch höhere Arbeitslosigkeit, für die Sie die politische Verantwortung zu tragen haben, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien! Es ist der falsche Weg! Es sollte investiert und nicht abgebaut werden. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Grünewald.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Die Zeche zahlen also am Ende die Passagiere und die Wirtschaft. Das ist der falsche Weg! Es sollte der öffentliche Verkehr im Wettbewerb besser gestellt werden und nicht durch Preiserhöhungen schlechter, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Dr. Jarolim: An der Unvernunft!
Der Weg ist vorgezeichnet. Herr Staatssekretär Kukacka nimmt ja immer eine Anleihe (Abg. Dr. Jarolim: An der Unvernunft!) an der Reform der britischen Eisenbahnen. Diese Reform ist gründlich gescheitert! Es ist die Bahn in Großbritannien heute nicht imstande, die Sicherheitsstandards zu erfüllen, diese Bahn ist auch nicht imstande, den öffentlichen Verkehrsauftrag durchzuführen. (Zwischenrufe bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.
Der Weg ist vorgezeichnet. Herr Staatssekretär Kukacka nimmt ja immer eine Anleihe (Abg. Dr. Jarolim: An der Unvernunft!) an der Reform der britischen Eisenbahnen. Diese Reform ist gründlich gescheitert! Es ist die Bahn in Großbritannien heute nicht imstande, die Sicherheitsstandards zu erfüllen, diese Bahn ist auch nicht imstande, den öffentlichen Verkehrsauftrag durchzuführen. (Zwischenrufe bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.)
Abg. Großruck: In England gibt es keinen Euro!
Aber was sie auf jeden Fall ist: Sie ist bedeutend teurer als unsere Bahn! – In Österreich kostet nämlich eine Monatskarte für einen Pendler, der zum Beispiel von Melk nach Wien fährt, also für 90 Kilometer, 111 €. Für dieselbe Strecke zahlt ein Pendler in Großbritannien 487 €! (Abg. Großruck: In England gibt es keinen Euro!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.
Das ist die Zukunftsperspektive des Bahnkonzeptes à la Kukacka – und das ist der falsche Weg für die Verkehrspolitik in unserem Land! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Eine Reform hingegen, die von allen namhaften Verkehrsexperten abgelehnt wird und nun durch das Parlament gepeitscht werden soll, eine solche Reform findet weder die Zustimmung der Sozialdemokratie noch die Zustimmung der Betroffenen noch die Zustimmung der österreichischen Bevölkerung, die diese Zerschlagung der Österreichischen Bundesbahnen auch nicht haben will, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Lang anhaltender Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Damit ist das keine österreichische Verkehrspolitik, sondern eine Klientelpolitik – und damit ist diese Reform der Österreichischen Bundesbahnen ein Symbol. Sie gehen nämlich mit den Österreichischen Bundesbahnen so um, wie Sie mit Österreich sonst auch umgehen: sorglos, politisch willkürlich und mit Ho-ruck-Reformen in die falsche Richtung. – Schade für die Bundesbahnen, schade für Österreich! (Lang anhaltender Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Die Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen platzieren Tafeln mit der Aufschrift: „Reformen braucht die Bahn. Für modernes Service-Denken. ÖBB NEU. Wann, wenn nicht jetzt?“ auf ihren Tischen, ebenso Abg. Miedl auf dem Rednerpult.
Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Miedl. Auch er spricht 15 Minuten. – Herr Kollege, Sie sind am Wort. (Die Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen platzieren Tafeln mit der Aufschrift: „Reformen braucht die Bahn. Für modernes Service-Denken. ÖBB NEU. Wann, wenn nicht jetzt?“ auf ihren Tischen, ebenso Abg. Miedl auf dem Rednerpult.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Schieder: Gute Nacht, Bundesbahn!
Abgeordneter Werner Miedl (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Guten Morgen, Herr Gusenbauer, guten Morgen, SPÖ! (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Schieder: Gute Nacht, Bundesbahn!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Jarolim: Das ist unerhört! Nehmen Sie das zurück!
Sie meinen also, Herr Gusenbauer, wir sollten alles beim Alten lassen und die ÖBB, so wie sie sind, in die Zukunft schicken. – Das ist grob fahrlässig, Herr Kollege Gusenbauer! Nicht mit uns! Diese Politik nicht mit uns! Sie haben sie lange genug betrieben, wir tun da nicht mit! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Jarolim: Das ist unerhört! Nehmen Sie das zurück!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Herr Kollege Gusenbauer! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Eines gleich zu Beginn – und das sage ich als stellvertretender Vorsitzender des Verkehrsausschusses –: Ich lasse es nicht zu, dass Sie die Arbeit des Verkehrsausschusses in der Art und Weise abqualifizieren, dass Sie sie mit einer Würstelstand-Politik vergleichen. – Das war Ihre Politik! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Herr Kollege Gusenbauer, ich bin empört über die Art und Weise, in der Sie hier versuchen, Politik zu machen! Wir haben es uns in diesem Verkehrsausschuss bei Gott nicht leicht gemacht. Diese Reform ist eine der bestvorbereiteten Reformen, die mit allen Fraktionen intensivst diskutiert wurde. Doch Sie gehen hier heraus und beschreiben sie als Husch-Pfusch-Aktion. Das lasse ich nicht auf mir sitzen! Das sind wir, die wir daran gearbeitet haben, uns schuldig, Herr Kollege! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Sind Sie schon einmal mit der Eisenbahn gefahren?
Ihre Ausführungen waren schwach – eine schwache Meldung für die Mobilität Österreichs und eine schwache Meldung für die ÖBB! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Sind Sie schon einmal mit der Eisenbahn gefahren?)
Abg. Dr. Gusenbauer: Absoluter Unsinn, den Sie hier erzählen! – Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.
Herr Kollege Gusenbauer! Der Verkehr auf der Straße nimmt in ganz Europa zu – Sie wissen das –, die Belastung der Umwelt ebenso, Herr Kollege Gusenbauer! Ökologisch und wirtschaftlich gesehen wäre es vernünftig, mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen, und Sie wissen das ganz genau. (Abg. Dr. Gusenbauer: Absoluter Unsinn, den Sie hier erzählen! – Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.)
Zahlreiche Zwischenrufe bei der SPÖ.
Es ist der erklärte Wunsch der Europäischen Union, die Eisenbahnen in ganz Europa zu stärken. Wir sind leider Gottes ... (Zahlreiche Zwischenrufe bei der SPÖ.) Vielleicht, Herr Präsident, wäre es möglich, die SPÖ dazu zu bringen, dass sie mir zuhört. (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Wer schreit, hat Unrecht!)
Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Wer schreit, hat Unrecht!
Es ist der erklärte Wunsch der Europäischen Union, die Eisenbahnen in ganz Europa zu stärken. Wir sind leider Gottes ... (Zahlreiche Zwischenrufe bei der SPÖ.) Vielleicht, Herr Präsident, wäre es möglich, die SPÖ dazu zu bringen, dass sie mir zuhört. (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Wer schreit, hat Unrecht!)
Ironische Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Präsident Dr. Andreas Khol (das Glockenzeichen gebend): Herr Abgeordneter Miedl, Sie sind am Wort! Gehen Sie näher ans Mikrophon, dann wird es lauter. (Ironische Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.
Abgeordneter Werner Miedl (fortsetzend): Sie wollen weder politische Argumente austauschen, meine Damen und Herren von der SPÖ, noch wollen Sie mit uns wirklich in einen Dialog treten. Sie wollen polemisieren – mir soll es recht sein! (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Schweiz nicht gilt. – Das wissen Sie ebenso wie ich! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Sburny: Fragen Sie einmal, warum das so ist!
Sehen wir es einmal so, Herr Kollege Gusenbauer: In der Schweiz liegt der durchschnittliche Wert bei Krankenständen bei den Bediensteten der Bahn bei 16 Tagen – in Österreich sind 26 Tage üblich. Sehen wir es einmal so: Die Motivation der Mitarbeiter der Schweizer Bahn ist hoch – die der Mitarbeiter der Österreichischen Bundesbahnen ist niedrig, Herr Kollege Gusenbauer! (Abg. Sburny: Fragen Sie einmal, warum das so ist!)
Abg. Öllinger: Was hat das eine mit dem anderen zu tun!
Versuchen wir einmal, es so zu sehen: Die über 50-Jährigen bei den Österreichischen Bundesbahnen haben im Durchschnitt 100 Krankenstandstage. (Abg. Öllinger: Was hat das eine mit dem anderen zu tun!) Sehen wir es so! (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.
Versuchen wir einmal, es so zu sehen: Die über 50-Jährigen bei den Österreichischen Bundesbahnen haben im Durchschnitt 100 Krankenstandstage. (Abg. Öllinger: Was hat das eine mit dem anderen zu tun!) Sehen wir es so! (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Reheis: Deshalb zerschlagen Sie sie!
Sie sagen, das sei alles nicht finanziert?! – Wir bekennen uns zur Bahn als Ganzes, weil sie für die Wirtschaft und die Mobilität Österreichs notwendig ist! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Reheis: Deshalb zerschlagen Sie sie!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich habe schon einmal hier im Hohen Haus darüber berichtet: Ich habe versucht, im Grazer Hauptbahnhof einen Informationsvormittag durchzuführen. Wir haben mit den Passanten gesprochen. Wissen Sie, wer mich des Platzes verweisen wollte? Ein Gewerkschaftsfunktionär hat dort eine Eigentümerfunktion übernommen und einen Abgeordneten der Republik Österreich des Platzes verwiesen. – So weit sind wir, meine Damen und Herren, und damit muss Schluss gemacht werden! Verstehen Sie das denn nicht? (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Puswald und Faul.
Das wissen auch die ÖBB-Mitarbeiter, daher zieht Ihre Angstmache Gott sei Dank nicht mehr. Die ÖBB-Mitarbeiter sind tüchtiger und vernünftiger, als Sie glauben, meine Damen und Herren! (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Puswald und Faul.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Herr Reithofer hat uns erklärt, dass der Elefant ÖBB zerteilt werden muss, damit er nicht umkommt; dazu gibt es genug Beispiele aus der Natur. Er hat uns auch gesagt, dass die Struktur der ÖBB einer Kolchose ähnelt. – Wir schlagen jetzt eine neue Struktur vor. Das, was zwölf europäische Bahnen bereits erreicht haben, das, was die Beitrittsländer zum Teil getan haben und noch zu tun bereit sind, das muss Österreich tun, damit die Bahn wettbewerbsfähig wird. Polen und Rumänien haben es bereits geschafft, und Österreich wird es schaffen – wenn Sie nicht mithelfen wollen, wir schon! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Der vorliegende Entwurf ist dann in Begutachtung gegangen, und jetzt werde ich Ihnen erzählen – ich war dabei, Herr Kollege Gusenbauer; Sie waren nicht dabei, Sie waren im Ausland –, wie die Geschichte gelaufen ist. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Gegenrufe bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Wir haben uns im Verkehrsausschuss sehr ernsthaft mit dieser Thematik auseinander gesetzt. Wir haben alles hinterfragt. Im Unterausschuss ... (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Gegenrufe bei der ÖVP.) Hören Sie mir doch, bitte, endlich einmal zu!
Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.
Im Unterausschuss waren österreichische und internationale Experten anwesend. Und ich kann mich noch genau daran erinnern – die Anwesenden werden das bestätigen –, dass ich die Abgeordneten der SPÖ und der Grünen gebeten habe, Fragen zu stellen, solange die Experten noch anwesend sind. (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.) Ich habe gesagt: Wenn es jetzt noch offene Fragen gibt, bitte, stellen Sie sie! – Herr Gusenbauer! Es ist keine Frage mehr gestellt worden. (Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Dr. Puswald.)
Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Dr. Puswald.
Im Unterausschuss waren österreichische und internationale Experten anwesend. Und ich kann mich noch genau daran erinnern – die Anwesenden werden das bestätigen –, dass ich die Abgeordneten der SPÖ und der Grünen gebeten habe, Fragen zu stellen, solange die Experten noch anwesend sind. (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.) Ich habe gesagt: Wenn es jetzt noch offene Fragen gibt, bitte, stellen Sie sie! – Herr Gusenbauer! Es ist keine Frage mehr gestellt worden. (Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Dr. Puswald.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Werner Miedl (fortsetzend): Mit Ihnen rede ich dann gerne unter vier Augen, Sie verstehen das sowieso nicht. Ich habe Sie im Ausschuss nie gesehen und sehe Sie auch sonst selten, Herr Kollege Puswald. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Fischer: Das ist ja alles nicht wahr!
Dann ist Folgendes passiert, Herr Kollege Gusenbauer: Es kamen plötzlich SPÖ-Abgeordnete auf mich zu und haben die Bitte an mich gerichtet, doch in Verhandlungen zu treten, weil die SPÖ da grundsätzlich auch ganz gerne mittun würde, weil sie die Notwendigkeit und Richtigkeit dieses Vorhabens erkannt habe. (Abg. Dr. Fischer: Das ist ja alles nicht wahr!)
Abg. Dr. Fischer: Aber nicht bei der ÖVP!
Ich war beeindruckt, Herr Kollege Gusenbauer! Ich war beeindruckt von Ihnen, Herr Kollege Broukal, wie Sie argumentiert haben! Ich war beeindruckt vom Kollegen Eder und vom Kollegen Verzetnitsch. Da gab es ein ernsthaftes Bemühen. (Abg. Dr. Fischer: Aber nicht bei der ÖVP!) Da gab es einen Gewerkschafter der Eisenbahner, einen Herrn Haberzettl, der mir gegenüber gesessen ist, Herr Kollege Gusenbauer (Abg. Schieder: Das traut er sich!), Sie wissen das nicht, der mitformuliert hat, der um einen Konsens gerungen hat. (Abg. Dr. Fischer: Und ihr habt alles vom Tisch gewischt!) Und wir haben Donnerstag Abend einen Konsens zustande gebracht. Dieser war formuliert. Die SPÖ-Ausschussmitglieder waren grundsätzlich damit einverstanden und haben ihre Unterstützung nur von der Zustimmung ihrer Fraktion abhängig gemacht.
Abg. Schieder: Das traut er sich!
Ich war beeindruckt, Herr Kollege Gusenbauer! Ich war beeindruckt von Ihnen, Herr Kollege Broukal, wie Sie argumentiert haben! Ich war beeindruckt vom Kollegen Eder und vom Kollegen Verzetnitsch. Da gab es ein ernsthaftes Bemühen. (Abg. Dr. Fischer: Aber nicht bei der ÖVP!) Da gab es einen Gewerkschafter der Eisenbahner, einen Herrn Haberzettl, der mir gegenüber gesessen ist, Herr Kollege Gusenbauer (Abg. Schieder: Das traut er sich!), Sie wissen das nicht, der mitformuliert hat, der um einen Konsens gerungen hat. (Abg. Dr. Fischer: Und ihr habt alles vom Tisch gewischt!) Und wir haben Donnerstag Abend einen Konsens zustande gebracht. Dieser war formuliert. Die SPÖ-Ausschussmitglieder waren grundsätzlich damit einverstanden und haben ihre Unterstützung nur von der Zustimmung ihrer Fraktion abhängig gemacht.
Abg. Dr. Fischer: Und ihr habt alles vom Tisch gewischt!
Ich war beeindruckt, Herr Kollege Gusenbauer! Ich war beeindruckt von Ihnen, Herr Kollege Broukal, wie Sie argumentiert haben! Ich war beeindruckt vom Kollegen Eder und vom Kollegen Verzetnitsch. Da gab es ein ernsthaftes Bemühen. (Abg. Dr. Fischer: Aber nicht bei der ÖVP!) Da gab es einen Gewerkschafter der Eisenbahner, einen Herrn Haberzettl, der mir gegenüber gesessen ist, Herr Kollege Gusenbauer (Abg. Schieder: Das traut er sich!), Sie wissen das nicht, der mitformuliert hat, der um einen Konsens gerungen hat. (Abg. Dr. Fischer: Und ihr habt alles vom Tisch gewischt!) Und wir haben Donnerstag Abend einen Konsens zustande gebracht. Dieser war formuliert. Die SPÖ-Ausschussmitglieder waren grundsätzlich damit einverstanden und haben ihre Unterstützung nur von der Zustimmung ihrer Fraktion abhängig gemacht.
Abg. Dr. Puswald: Sie sollten nicht telefonieren, Sie sollten Politik machen!
Am Freitag war noch alles klar, ebenso am Samstag. Ich habe mit Ihren Mitarbeitern permanent telefoniert. (Abg. Dr. Puswald: Sie sollten nicht telefonieren, Sie sollten Politik machen!) Und am Montag, 10 Uhr ist die „Bombe“ geplatzt. Die SPÖ sagt nein zu dieser Reform und tut nicht mit. – Wieso denn, Herr Kollege Gusenbauer? (Abg. Dr. Gusenbauer: Weil sie schlecht ist!) Weil Sie parteipolitisch taktiert haben. In Wirklichkeit sind Ihnen die ÖBB Wurscht, Sie haben nur parteipolitisch taktiert! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Weil sie schlecht ist!
Am Freitag war noch alles klar, ebenso am Samstag. Ich habe mit Ihren Mitarbeitern permanent telefoniert. (Abg. Dr. Puswald: Sie sollten nicht telefonieren, Sie sollten Politik machen!) Und am Montag, 10 Uhr ist die „Bombe“ geplatzt. Die SPÖ sagt nein zu dieser Reform und tut nicht mit. – Wieso denn, Herr Kollege Gusenbauer? (Abg. Dr. Gusenbauer: Weil sie schlecht ist!) Weil Sie parteipolitisch taktiert haben. In Wirklichkeit sind Ihnen die ÖBB Wurscht, Sie haben nur parteipolitisch taktiert! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Am Freitag war noch alles klar, ebenso am Samstag. Ich habe mit Ihren Mitarbeitern permanent telefoniert. (Abg. Dr. Puswald: Sie sollten nicht telefonieren, Sie sollten Politik machen!) Und am Montag, 10 Uhr ist die „Bombe“ geplatzt. Die SPÖ sagt nein zu dieser Reform und tut nicht mit. – Wieso denn, Herr Kollege Gusenbauer? (Abg. Dr. Gusenbauer: Weil sie schlecht ist!) Weil Sie parteipolitisch taktiert haben. In Wirklichkeit sind Ihnen die ÖBB Wurscht, Sie haben nur parteipolitisch taktiert! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Das ist ja das Letzte!
Jetzt betreiben Sie von der SPÖ Angstmache. Jetzt wollen Sie die vielen tüchtigen Mitarbeiter bei den ÖBB einschüchtern. Wir werden die Strukturen verändern, und wir werden die Kreativen und das arbeitsame Potenzial bei den ÖBB ganz sicher steigern – mit Leistungsanreizen, mit Motivation, wie man ein modernes Unternehmen eben führt, Herr Kollege, und davon verstehen wir mehr als Sie! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Das ist ja das Letzte!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Sie haben kein einziges Expertenargument gebracht!
Ein Argument noch. – Eigentlich, Herr Kollege Gusenbauer, habe ich mich gar nicht gewundert – es war dermaßen schwach –, dass Sie auch noch das Argument Verkauf einbringen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Sie haben kein einziges Expertenargument gebracht!) Herr Kollege Gusenbauer! (Abg. Dr. Gusenbauer: Was sagen Sie zur Fiedler-Kritik?) Ein Politiker in Ihrer Stellung müsste wissen, dass die Holding zu 100 Prozent Eigentum des Staates ist. (Abg. Dr. Jarolim: Sie haben doch keine Ahnung, was Sie sagen!) Die Holding ist zu 100 Prozent Eigentum des Staates, und die Tochtergesellschaften sind zu 100 Prozent Eigentum der Holding. (Abg. Dr. Gusenbauer: Was sagen Sie zur Kritik des Rechnungshofes?)
Abg. Dr. Gusenbauer: Was sagen Sie zur Fiedler-Kritik?
Ein Argument noch. – Eigentlich, Herr Kollege Gusenbauer, habe ich mich gar nicht gewundert – es war dermaßen schwach –, dass Sie auch noch das Argument Verkauf einbringen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Sie haben kein einziges Expertenargument gebracht!) Herr Kollege Gusenbauer! (Abg. Dr. Gusenbauer: Was sagen Sie zur Fiedler-Kritik?) Ein Politiker in Ihrer Stellung müsste wissen, dass die Holding zu 100 Prozent Eigentum des Staates ist. (Abg. Dr. Jarolim: Sie haben doch keine Ahnung, was Sie sagen!) Die Holding ist zu 100 Prozent Eigentum des Staates, und die Tochtergesellschaften sind zu 100 Prozent Eigentum der Holding. (Abg. Dr. Gusenbauer: Was sagen Sie zur Kritik des Rechnungshofes?)
Abg. Dr. Jarolim: Sie haben doch keine Ahnung, was Sie sagen!
Ein Argument noch. – Eigentlich, Herr Kollege Gusenbauer, habe ich mich gar nicht gewundert – es war dermaßen schwach –, dass Sie auch noch das Argument Verkauf einbringen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Sie haben kein einziges Expertenargument gebracht!) Herr Kollege Gusenbauer! (Abg. Dr. Gusenbauer: Was sagen Sie zur Fiedler-Kritik?) Ein Politiker in Ihrer Stellung müsste wissen, dass die Holding zu 100 Prozent Eigentum des Staates ist. (Abg. Dr. Jarolim: Sie haben doch keine Ahnung, was Sie sagen!) Die Holding ist zu 100 Prozent Eigentum des Staates, und die Tochtergesellschaften sind zu 100 Prozent Eigentum der Holding. (Abg. Dr. Gusenbauer: Was sagen Sie zur Kritik des Rechnungshofes?)
Abg. Dr. Gusenbauer: Was sagen Sie zur Kritik des Rechnungshofes?
Ein Argument noch. – Eigentlich, Herr Kollege Gusenbauer, habe ich mich gar nicht gewundert – es war dermaßen schwach –, dass Sie auch noch das Argument Verkauf einbringen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Sie haben kein einziges Expertenargument gebracht!) Herr Kollege Gusenbauer! (Abg. Dr. Gusenbauer: Was sagen Sie zur Fiedler-Kritik?) Ein Politiker in Ihrer Stellung müsste wissen, dass die Holding zu 100 Prozent Eigentum des Staates ist. (Abg. Dr. Jarolim: Sie haben doch keine Ahnung, was Sie sagen!) Die Holding ist zu 100 Prozent Eigentum des Staates, und die Tochtergesellschaften sind zu 100 Prozent Eigentum der Holding. (Abg. Dr. Gusenbauer: Was sagen Sie zur Kritik des Rechnungshofes?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Was sagen Sie zur Kritik des Rechnungshofes?
Und da kommen Sie mit dem Argument der Privatisierung, Herr Kollege Gusenbauer?! Sie wissen ganz genau, dass ein Gesetz notwendig wäre, dem Sie auch zustimmen müssten, wenn wir privatisieren wollten, aber das ist nicht unsere Absicht. Unsere Absicht ist es, die ÖBB auf Vordermann zu bringen. Hören Sie auf mit diesem Zerschlagungsargument! Der letzte Eisenbahner hat begriffen, dass das hier niemand vorhat – mit Ausnahme von Ihnen, wenn ich mir Ihre Argumentationen anhöre. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Was sagen Sie zur Kritik des Rechnungshofes?)
Abg. Dr. Gusenbauer: Keine Argumente!
tung tragen könnte. Diese hohe Verantwortung hat die SPÖ nicht wahrgenommen, und auch die Grünen werden sie nicht wahrnehmen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Keine Argumente!) Die SPÖ wird mit Ihnen, Herr Kollege Gusenbauer, in die Geschichte jener eingehen, die nicht bereit waren, in so einer wichtigen Angelegenheit für die ÖBB und für Österreich zu stimmen.
Abg. Öllinger: Machen Sie bitte einen Kniefall! Werfen Sie sich nieder!
Ich möchte mich bei Ihnen, Herr Bundesminister Gorbach, und bei Ihnen, Herr Staatssekretär Kukacka, bedanken. Sie haben Übermenschliches geleistet. Sie haben einen Entwurf vorgelegt, dem die volle Zustimmung unserer Fraktion zuteil werden wird. Ich bin stolz darauf, daran mitwirken zu dürfen. (Abg. Öllinger: Machen Sie bitte einen Kniefall! Werfen Sie sich nieder!)
Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! In diesem Sinne wünsche ich den ÖBB und ihren Mitarbeitern alles Gute für die Zukunft. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
auf das von Abg. Miedl auf dem Rednerpult platzierte Taferl weisend
Abgeordnete Dr. Evelin Lichtenberger (Grüne): Wenn es geht, bitte ich (auf das von Abg. Miedl auf dem Rednerpult platzierte Taferl weisend) um Entsorgung dieses Altpapiers. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Abgeordnete Dr. Evelin Lichtenberger (Grüne): Wenn es geht, bitte ich (auf das von Abg. Miedl auf dem Rednerpult platzierte Taferl weisend) um Entsorgung dieses Altpapiers. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Gut ist diese Reform auf jeden Fall für den Straßenverkehr. Hervorragend! Der Straßenverkehr wird immer noch konkurrenzfähiger. Da die Trassenentgelte, also die so genannte Schienenmaut, durch diese Reform – und das ist unwiderlegt und klar immer behauptet worden – steigen werden, wird es natürlich weniger Personen- und Güterverkehr auf der Schiene geben. Die Gewinner sind die Frächter. – Ich gratuliere der österreichischen Frachtwirtschaft zu dieser Regierung, denn sie hat durch die Bundesbahnreform gewonnen! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dr. Trinkl: Das wäre höchste Zeit, dass er das einmal sagen würde!
Kukacka als einer der besten Fürsprecher der Frachtwirtschaft hat es geschafft, die Zuschüsse bei der Bahn zu deckeln – und bei der Straße zu investieren! Minister Gorbach freut sich jedes Mal ganz besonders, wenn er wieder verkünden kann: Heuer ist das Jahr des Straßenbaus, und wir werden Straßen bauen, wie wir es noch nie getan haben, für so viel Geld, wie wir noch nie dafür aufgewendet haben! (Abg. Dr. Trinkl: Das wäre höchste Zeit, dass er das einmal sagen würde!)
Abg. Dr. Jarolim: Das „Wunder“ heißt Kukacka!
Und dann soll mir einer sagen, dass wie durch ein Wunder die Bahn plötzlich konkurrenzfähiger werden soll! (Abg. Dr. Jarolim: Das „Wunder“ heißt Kukacka!) Auf der Bahn soll es teurer werden, auf der Straße wird es billiger! Auf der Bahn wird die Struktur zerkleinert, zerschlagen, damit man sich ja nicht am internationalen Markt positionieren kann, und auf der Straße räumt man alle Hindernisse aus dem Weg. Die steirische ÖVP fordert schon Tempo 180 auf der Autobahn! (Bundesminister Gorbach: 160! – Zahlen sind nicht so wichtig!) Das würde dann irgendwann einmal auch für LKW dort, wo es möglich ist, gelten.
Abg. Mag. Mainoni: Jetzt retten wir uns in die Transit-Thematik!
Da wird alles freigemacht, freigeräumt für die Konkurrenz, und das, meine Damen und Herren, angesichts eines Transitdesasters, das Sie alle gleichermaßen beklagen (Abg. Mag. Mainoni: Jetzt retten wir uns in die Transit-Thematik!), das angesichts der Tatsache, dass wir eigentlich jetzt aufgefordert wären, die Bahn so konkurrenzfähig wie nur irgend möglich zu machen, damit sie in diesem Wettbewerb mit der Straße, mit dem Straßentransit überhaupt eine Chance hat! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Da wird alles freigemacht, freigeräumt für die Konkurrenz, und das, meine Damen und Herren, angesichts eines Transitdesasters, das Sie alle gleichermaßen beklagen (Abg. Mag. Mainoni: Jetzt retten wir uns in die Transit-Thematik!), das angesichts der Tatsache, dass wir eigentlich jetzt aufgefordert wären, die Bahn so konkurrenzfähig wie nur irgend möglich zu machen, damit sie in diesem Wettbewerb mit der Straße, mit dem Straßentransit überhaupt eine Chance hat! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Nein! Jetzt müsste die Bahn selber aktiv werden. So, wie Sie das gemacht haben, ist das aber unmöglich, und das bestätigen alle Experten. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Das sind die zwei Optionen, die es gibt, und jeder, der etwas anderes behauptet, steht schwerst neben der Realität und hat leider auch von der dringenden Notwendigkeit, dass wir mehr Kunden auf die Bahn bringen müssen, keine Ahnung. Und das ist traurig für dieses Reformvorhaben! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Rädler: Das gibt es!
Man hat dem Rechnungshof offensichtlich am Freitag ein Konvolut an Papier übergeben und angekündigt, dass dieses Papier auch den Abgeordneten zur Verfügung stehen werde. (Abg. Rädler: Das gibt es!) Bei mir ist es nicht eingetroffen. (Abg. Rädler: Das haben Sie ...!) – Nein, Herr Kollege, Sie irren sich! Wir haben im Ausschuss dieses Konvolut nicht bekommen! Das ist nicht eingetroffen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Und wenn Sie das Gegenteil behaupten, dann wollen Sie entweder hier eine Märchenstunde abhalten, oder Sie wollen die Bevölkerung bewusst irreführen, die heute vor den Fernsehschirmen sitzt! So transparent war das nämlich nicht, wie Sie das jetzt behaupten wollen, was die Diskussionen im Ausschuss angeht.
Abg. Rädler: Das haben Sie ...!
Man hat dem Rechnungshof offensichtlich am Freitag ein Konvolut an Papier übergeben und angekündigt, dass dieses Papier auch den Abgeordneten zur Verfügung stehen werde. (Abg. Rädler: Das gibt es!) Bei mir ist es nicht eingetroffen. (Abg. Rädler: Das haben Sie ...!) – Nein, Herr Kollege, Sie irren sich! Wir haben im Ausschuss dieses Konvolut nicht bekommen! Das ist nicht eingetroffen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Und wenn Sie das Gegenteil behaupten, dann wollen Sie entweder hier eine Märchenstunde abhalten, oder Sie wollen die Bevölkerung bewusst irreführen, die heute vor den Fernsehschirmen sitzt! So transparent war das nämlich nicht, wie Sie das jetzt behaupten wollen, was die Diskussionen im Ausschuss angeht.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Man hat dem Rechnungshof offensichtlich am Freitag ein Konvolut an Papier übergeben und angekündigt, dass dieses Papier auch den Abgeordneten zur Verfügung stehen werde. (Abg. Rädler: Das gibt es!) Bei mir ist es nicht eingetroffen. (Abg. Rädler: Das haben Sie ...!) – Nein, Herr Kollege, Sie irren sich! Wir haben im Ausschuss dieses Konvolut nicht bekommen! Das ist nicht eingetroffen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Und wenn Sie das Gegenteil behaupten, dann wollen Sie entweder hier eine Märchenstunde abhalten, oder Sie wollen die Bevölkerung bewusst irreführen, die heute vor den Fernsehschirmen sitzt! So transparent war das nämlich nicht, wie Sie das jetzt behaupten wollen, was die Diskussionen im Ausschuss angeht.
Abg. Dr. Jarolim: Genau das ist es!
Meine Damen und Herren! Wenn man sich die Rahmenbedingungen anschaut, unter denen diese Reform stattfindet, wird klar, was letzten Endes übrig bleibt: Die Straße wird noch konkurrenzfähiger, die Bahn wird zerschlagen, und einige Stückchen von der Bundesbahn – beileibe nicht alles! – werden mundfein für bestimmte gute Freunde aufbereitet. (Abg. Dr. Jarolim: Genau das ist es!) Niemand, der seriös rechnet, glaubt, dass die gesamte Bahn verkauft wird. Nein, die Gustostückerln sollen herausgelöst werden, genau so, wie es beim Postbus jetzt schon droht. Da sagen Sie heute schon, von dem, was die Bundesbahn am Postbus aufgekauft hat, sollen 20 Prozent an Private gehen. (Vizekanzler Gorbach: 30!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Was bleibt an Vorteilen? – Es bleibt an Vorteilen für einige gute Freunde, sich ein Gustostückerl aus der Bahn herausreißen zu können. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Es bleibt an Vorteilen, dass es viele neue Führungsjobs für viele neue, nette Parteifreunde geben wird. (Neuerlicher Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Diese Parteifreunde werden langsam, aber sicher nichts mehr zu verwalten haben, wenn sie nämlich die Bahn so heruntergewirtschaftet haben, dass das Ziel erreicht ist, das der
Neuerlicher Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Was bleibt an Vorteilen? – Es bleibt an Vorteilen für einige gute Freunde, sich ein Gustostückerl aus der Bahn herausreißen zu können. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Es bleibt an Vorteilen, dass es viele neue Führungsjobs für viele neue, nette Parteifreunde geben wird. (Neuerlicher Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Diese Parteifreunde werden langsam, aber sicher nichts mehr zu verwalten haben, wenn sie nämlich die Bahn so heruntergewirtschaftet haben, dass das Ziel erreicht ist, das der
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Ich weiß, wer da Druck macht: Die Damen und Herren aus der Wirtschaft sind diejenigen, die den Straßenverkehr haben wollen, denen der Schienenverkehr gleichgültig ist. Auch ihr Druck trug dazu bei, dass wir hier Probleme im Schienenbereich haben. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Redezeit! Den soll wer anderer einbringen! – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Ich möchte zum Abschluss, damit die Konkurrenzfähigkeit der Schiene gegenüber der Straße verbessert wird, noch einen Antrag einbringen, der natürlich auch im Zusammenhang mit dem Transitdesaster steht. (Abg. Scheibner: Redezeit! Den soll wer anderer einbringen! – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Die Erlassung eines Nachtfahrverbotes würde die Konkurrenzfähigkeit der Bahn im Güterverkehr enorm erhöhen.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Danke. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Wenn es eine gescheite Reform gibt!
Herr Abgeordneter Gusenbauer, wann hätten Sie diese Debatte gerne? (Abg. Dr. Gusenbauer: Wenn es eine gescheite Reform gibt!) – Wenn es eine gescheite Reform gibt. (Demonstrativer Beifall bei der SPÖ.)
Demonstrativer Beifall bei der SPÖ.
Herr Abgeordneter Gusenbauer, wann hätten Sie diese Debatte gerne? (Abg. Dr. Gusenbauer: Wenn es eine gescheite Reform gibt!) – Wenn es eine gescheite Reform gibt. (Demonstrativer Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Da wäre die Reform auch nicht besser!
Herr Abgeordneter Gusenbauer, wenn es Ihnen heute auch zu früh ist, vielleicht machen wir das nächste Mal wieder eine Fragestunde und beginnen erst um 10 Uhr, wenn es Ihnen dann besser passt, zu debattieren. (Abg. Dr. Gusenbauer: Da wäre die Reform auch nicht besser!) Herr Kollege Gusenbauer, wenn wir auf Ihren Vorschlag und auf Ihren Wunsch eingehen, das heute Vormittag in einer auch für den Fernsehzuschauer attraktiven Zeit zu debattieren und nicht gestern nach der EU-Debatte – auf Ihren Vorschlag! –, und Sie dann sagen, nur durch einen Kunstgriff habe man jetzt den Bestimmungen der Geschäftsordnung mit der Fristsetzung Genüge getan, so ist das ganz einfach unfair. Aber genau so unfair, wie Sie hier argumentiert haben, führen Sie auch die Debatte um die Österreichischen Bundesbahnen, meine Damen und Herren und Herr Abgeordneter Gusenbauer! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Herr Abgeordneter Gusenbauer, wenn es Ihnen heute auch zu früh ist, vielleicht machen wir das nächste Mal wieder eine Fragestunde und beginnen erst um 10 Uhr, wenn es Ihnen dann besser passt, zu debattieren. (Abg. Dr. Gusenbauer: Da wäre die Reform auch nicht besser!) Herr Kollege Gusenbauer, wenn wir auf Ihren Vorschlag und auf Ihren Wunsch eingehen, das heute Vormittag in einer auch für den Fernsehzuschauer attraktiven Zeit zu debattieren und nicht gestern nach der EU-Debatte – auf Ihren Vorschlag! –, und Sie dann sagen, nur durch einen Kunstgriff habe man jetzt den Bestimmungen der Geschäftsordnung mit der Fristsetzung Genüge getan, so ist das ganz einfach unfair. Aber genau so unfair, wie Sie hier argumentiert haben, führen Sie auch die Debatte um die Österreichischen Bundesbahnen, meine Damen und Herren und Herr Abgeordneter Gusenbauer! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Sie von der SPÖ behaupten permanent, die Bundesbahn werde zerschlagen, die Bediensteten müssen um ihren Arbeitsplatz bangen, es werden Defizite und Schulden angehäuft. – Meine Damen und Herren! Das ist Angstmache, das ist Panikmache! Wir wollen dieses Unternehmen durch eine Modernisierung fit machen für den neuen Wettbewerb. Wir wollen die Arbeitsplätze bei den Österreichischen Bundesbahnen erhalten! Wir wollen auch in Zukunft den Bestand dieses großen, guten Dienstleistungsunternehmens garantieren. – Das ist das Ziel der österreichischen Bundesregierung, während Sie dieses Unternehmen, das Sie zu Ihrer Partei zählen, weiter dem parteipolitischen Einfluss aussetzen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Puswald: Zynismus ist das!
Herr Abgeordneter Gusenbauer, Sie haben gesagt, man sei drübergefahren. – Das sind so diese stereotypen Sätze. (Abg. Dr. Puswald: Zynismus ist das!) – Herr Kollege Puswald! Wenn ich Sie da hinten stehen sehe, ganz lässig, mit einer orangefarbenen Krawatte (Abg. Dr. Puswald: Gefällt sie Ihnen?), und Sie dürfen nicht reden, sind nicht auf der Rednerliste, dann weiß ich, warum Sie in dieser Fraktion sind und nicht bei uns aufgenommen worden sind, wo Sie es versucht haben! Bei uns ist nämlich Sachlichkeit gefragt. Es ist der Austausch von Argumenten vom Rednerpult aus angezeigt – und nicht irgendwelche unverständlichen Zwischenrufe hier hereinzuschreien. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Puswald: Gefällt sie Ihnen?
Herr Abgeordneter Gusenbauer, Sie haben gesagt, man sei drübergefahren. – Das sind so diese stereotypen Sätze. (Abg. Dr. Puswald: Zynismus ist das!) – Herr Kollege Puswald! Wenn ich Sie da hinten stehen sehe, ganz lässig, mit einer orangefarbenen Krawatte (Abg. Dr. Puswald: Gefällt sie Ihnen?), und Sie dürfen nicht reden, sind nicht auf der Rednerliste, dann weiß ich, warum Sie in dieser Fraktion sind und nicht bei uns aufgenommen worden sind, wo Sie es versucht haben! Bei uns ist nämlich Sachlichkeit gefragt. Es ist der Austausch von Argumenten vom Rednerpult aus angezeigt – und nicht irgendwelche unverständlichen Zwischenrufe hier hereinzuschreien. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Herr Abgeordneter Gusenbauer, Sie haben gesagt, man sei drübergefahren. – Das sind so diese stereotypen Sätze. (Abg. Dr. Puswald: Zynismus ist das!) – Herr Kollege Puswald! Wenn ich Sie da hinten stehen sehe, ganz lässig, mit einer orangefarbenen Krawatte (Abg. Dr. Puswald: Gefällt sie Ihnen?), und Sie dürfen nicht reden, sind nicht auf der Rednerliste, dann weiß ich, warum Sie in dieser Fraktion sind und nicht bei uns aufgenommen worden sind, wo Sie es versucht haben! Bei uns ist nämlich Sachlichkeit gefragt. Es ist der Austausch von Argumenten vom Rednerpult aus angezeigt – und nicht irgendwelche unverständlichen Zwischenrufe hier hereinzuschreien. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Und wenn Sie es mir nicht glauben, dann glauben Sie das, was Ihr Vorsitzender gesagt hat: Wer hereinbrüllt, hat keine Argumente. Das zählt bei Ihnen sicherlich doppelt! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Gusenbauer erhebt sich von seinem Platz und schickt sich an, den Sitzungssaal zu verlassen.
Warum ist er nicht zustande gekommen? – Vielleicht wäre es besser gewesen, Sie wären noch ein paar Tage in Amerika geblieben. Aber kaum waren Sie wieder in Österreich, haben Sie anscheinend – ich weiß nicht, ob Sie es selbst dekretiert haben, Herr Abgeordneter Gusenbauer ... (Abg. Dr. Gusenbauer erhebt sich von seinem Platz und schickt sich an, den Sitzungssaal zu verlassen.) – Das ist Ihnen unangenehm, Herr Abgeordneter Gusenbauer, das verstehe ich schon.
Abg. Mag. Molterer: Das ist die Wahrheit!
Entweder haben Sie das selbst dekretiert, oder es ist wirklich so, wie wir gehört haben, dass es einige mächtige Landeschefs der Sozialdemokratie gewesen sind, nämlich Herr Haider in Oberösterreich und Herr Häupl in Wien, die ihr Veto eingelegt haben gegen einen Konsens hier im Parlament. (Abg. Mag. Molterer: Das ist die Wahrheit!)
Ja-Rufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie! War es so? (Ja-Rufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Wollten Sie, aber durften Sie nicht dieser sinnvollen Strukturreform zustimmen? Meine Damen und Herren! Und wenn es so ist, dann sagen Sie hier nicht, Ihnen gehe es um die Bahn. – Nein! Ihnen geht es um Parteitaktik, denn Sie wollten sich dieses Argument nicht nehmen lassen, dass die österreichische Bundesregierung und die Regierungsparteien die Bahn zerschlagen. Sie wollten weiterhin dieses wichtige Unternehmen politisch für Ihre Wahlbewegungen missbrauchen! Das ist der Hintergrund Ihrer Agitation: Angstmache, Panikmache, politische Agitation! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie! War es so? (Ja-Rufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Wollten Sie, aber durften Sie nicht dieser sinnvollen Strukturreform zustimmen? Meine Damen und Herren! Und wenn es so ist, dann sagen Sie hier nicht, Ihnen gehe es um die Bahn. – Nein! Ihnen geht es um Parteitaktik, denn Sie wollten sich dieses Argument nicht nehmen lassen, dass die österreichische Bundesregierung und die Regierungsparteien die Bahn zerschlagen. Sie wollten weiterhin dieses wichtige Unternehmen politisch für Ihre Wahlbewegungen missbrauchen! Das ist der Hintergrund Ihrer Agitation: Angstmache, Panikmache, politische Agitation! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Matznetter: Hubschrauber!
Meine Damen und Herren! Wir sehen ja, worum es geht. (Abg. Dr. Matznetter: Hubschrauber!) – Kollege Matznetter, ich will jetzt nicht schon wieder auf das aufmerksam machen, was Sie eigentlich alles aufzuarbeiten hätten. Aber in den letzten und vorletzten Reihen wird dauernd dazwischengebrüllt, weil man halt in der Sozialdemokratie nicht nach vor kommen darf. Aber, meine Damen und Herren, worum geht es denn hier? – Ein reines Politikum! Ja, Sie (in Richtung des Abg. Broukal) dürfen zwar jetzt in der zweiten Reihe sitzen, aber den Konsens, den Sie mit vorbereitet haben, durften Sie nicht abschließen. Das ist natürlich auch ein Problem, mit dem Sie sich auseinander zu setzen haben. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
in Richtung des Abg. Broukal
Meine Damen und Herren! Wir sehen ja, worum es geht. (Abg. Dr. Matznetter: Hubschrauber!) – Kollege Matznetter, ich will jetzt nicht schon wieder auf das aufmerksam machen, was Sie eigentlich alles aufzuarbeiten hätten. Aber in den letzten und vorletzten Reihen wird dauernd dazwischengebrüllt, weil man halt in der Sozialdemokratie nicht nach vor kommen darf. Aber, meine Damen und Herren, worum geht es denn hier? – Ein reines Politikum! Ja, Sie (in Richtung des Abg. Broukal) dürfen zwar jetzt in der zweiten Reihe sitzen, aber den Konsens, den Sie mit vorbereitet haben, durften Sie nicht abschließen. Das ist natürlich auch ein Problem, mit dem Sie sich auseinander zu setzen haben. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Wir sehen ja, worum es geht. (Abg. Dr. Matznetter: Hubschrauber!) – Kollege Matznetter, ich will jetzt nicht schon wieder auf das aufmerksam machen, was Sie eigentlich alles aufzuarbeiten hätten. Aber in den letzten und vorletzten Reihen wird dauernd dazwischengebrüllt, weil man halt in der Sozialdemokratie nicht nach vor kommen darf. Aber, meine Damen und Herren, worum geht es denn hier? – Ein reines Politikum! Ja, Sie (in Richtung des Abg. Broukal) dürfen zwar jetzt in der zweiten Reihe sitzen, aber den Konsens, den Sie mit vorbereitet haben, durften Sie nicht abschließen. Das ist natürlich auch ein Problem, mit dem Sie sich auseinander zu setzen haben. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Puswald: Die Sie verschuldet haben!
Meine Damen und Herren! Diese Geschichte geht ja weiter. Wir lesen es ja heute im „NEWS“, wie es weitergeht. Was macht die Gewerkschaft jetzt? – Nachdem diese politisch motivierten Streiks nur zu einer Verärgerung in der Bevölkerung und zu Millionen Euro Schaden geführt haben (Abg. Dr. Puswald: Die Sie verschuldet haben!), verfolgt man eine andere Strategie, Herr Kollege Puswald. Die Gewerkschaft, steht da, startet jetzt eine Kampagne in Haiders Kärnten. Proteste gegen die ÖBB-Reform gehen weiter. Aber neue Streiks, hat man erkannt, sind politisch nicht opportun. Also tritt man politisch motiviert von Ihrer Seite in Kärnten für einen schwachen Kandidaten ein und möchte jetzt wieder die Bundesbahner in Kärnten für politische Agitation in einem Landtagswahlkampf missbrauchen. – Das ist anscheinend die Aufgabe einer Gewerkschaftsbewegung in Ihren Reihen!
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich glaube, dass das auch ein Missbrauch dieser wichtigen Institution einer Interessenvertretung ist. Meine Damen und Herren! Eine Interessenvertretung soll die Interessen der Bediensteten vertreten, vor allem im Bereich des Dienstrechtes, aber nicht Parteipolitik machen auf dem Rücken dieser Institution und auf dem Rücken der Bediensteten der Österreichischen Bundesbahnen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
und die Republik Österreich! Das sind die Tatsachen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Hans Moser.
Meine Damen und Herren! Herr Vizekanzler! Herr Staatssekretär! Sie haben eine gute Reform vorgelegt. Sie haben eine gute, neue, moderne Struktur vorgelegt: modern, kompatibel, mit einer Holding, mit Betriebsgesellschaften für Infrastruktur, Bau und Betrieb, Güter und Verkehr. (Zwischenruf des Abg. Mag. Hans Moser.) – Da gehen Sie hinaus zum Schultaferl und schreiben Sie das fünfmal! Ich schaue mir an, ob Sie das richtig geschrieben haben. – Wenn das Ihre einzigen Sorgen sind, die Sie hier in einer Debatte um die Zukunft der Österreichischen Bundesbahnen haben! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Herr Vizekanzler! Herr Staatssekretär! Sie haben eine gute Reform vorgelegt. Sie haben eine gute, neue, moderne Struktur vorgelegt: modern, kompatibel, mit einer Holding, mit Betriebsgesellschaften für Infrastruktur, Bau und Betrieb, Güter und Verkehr. (Zwischenruf des Abg. Mag. Hans Moser.) – Da gehen Sie hinaus zum Schultaferl und schreiben Sie das fünfmal! Ich schaue mir an, ob Sie das richtig geschrieben haben. – Wenn das Ihre einzigen Sorgen sind, die Sie hier in einer Debatte um die Zukunft der Österreichischen Bundesbahnen haben! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Zwei kleine – oder größere – Beispiele für das Chaos, das herrscht, wenn man diese Struktur weiter beibehält. Für Österreich ist es wichtig, diese Strukturreform in Richtung einer modernen, sinnvollen, leistungsgerechten Bundesbahn im Interesse der Österreicher und der Bundesbahner umzusetzen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie Vizekanzler Hubert Gorbach: Geschätzter Herr Präsident! Meine Damen und Herren Abgeordnete! Herr Staatssekretär! Liebe Bahnfahrerinnen und Bahnfahrer! Geschätzte Kunden in der Wirtschaft und in der Industrie, deren Zahl in Zukunft hoffentlich größer wird! Es war der 34. Präsident der USA, Eisenhower, der einmal gesagt hat: Kein weiser oder tapferer Mann legt sich auf die Schiene der Geschichte und wartet, dass der Zug der Zukunft ihn überfährt. Und ich sage Ihnen: Auch ein verantwortungsbewusster Verkehrsminister wird sich nicht auf die Schienen der Geschichte legen und warten, dass der Zug Europa – und das ist unsere Zukunft – dieses Land überfährt. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Cap: Zerstören ist nicht handeln!
Aber die Bevölkerung will auch, dass einmal eine Entscheidung getroffen wird, und sie hat das Recht, dass eine handlungsfähige Regierung auch handelt. Und das tun wir! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Cap: Zerstören ist nicht handeln!)
Abg. Dr. Cap: So nicht!
Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Ich hatte letzte Woche auch den Eindruck, wie heute schon gesagt wurde, den erfreulichen Eindruck, dass auch der Opposition und dem Herrn Cap bewusst ist, dass es höchste Eisenbahn ist, Voraussetzungen zu schaffen, die die Österreichischen Bundesbahnen in einem stärker werdenden Konkurrenzkampf zu einem international wettbewerbsfähigen Verkehrsträger, Bahnunternehmen machen (Abg. Dr. Cap: So nicht!), dass es höchste Eisenbahn ist, die Verteuerungsautomatik nach § 2 abzustellen, dass es höchste Eisenbahn ist, nicht mehr zeitgemäße und auch nicht mehr vertretbare Sonderrechte abzuschaffen, dass es höchste Eisenbahn ist, die Kunden der ÖBB wieder in den Mittelpunkt zu stellen – egal, ob Pendler, ob Schüler, ob Studenten, ob Reisende oder, im Güterbereich, ob Wirtschaft oder Industrie. Sie alle sollen von einer pünktlichen, einer sauberen, einer schnellen, einer sicheren Bahn profitieren.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Umso verwunderter war auch ich, als ich feststellen musste, dass, aus welchen Gründen auch immer, am Montag alles anders war. Jedenfalls war der breite Konsens nicht möglich; ich bedauere das. Jedenfalls waren die Gespräche gut und konstruktiv; das hat mich gefreut. Ich bedauere es, wenn heute der Chef der großen Opposition dieses Vorgehen und das, was wir heute tun, mit einem Würstelstand vergleicht. Er vergleicht das größte Unternehmen Österreichs mit einem Würstelstand! Wenn ein Vergleich möglich ist, dann wäre ich geneigt zu sagen: Diese Regierung schaut, dass nichts mehr anbrennt. Es ist schon genug verbrannt. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Jarolim: Sie fahren in die verkehrte Richtung, das ist das Problem!
Meine Damen und Herren! Die Worte des Generaldirektors der SBB AG Dr. Benedikt Weibel wurden heute auch zitiert, die er bei einer Diskussionsveranstaltung der Arbeiterkammer Wien auf Einladung derselben unter dem Motto: Überzeugungen eines Bahnchefs: Keine Fahrt ins Blaue! gesagt hat. Die meisten haben ja normalerweise nichts gegen Fahrten ins Blaue, aber es braucht noch einige Zeit, bis man das mit den ÖBB kann, da stimme ich Ihnen auch zu, wir müssen dort noch für den Sonnenschein und den blauen Himmel sorgen. Noch sind einige dunkle Wolken über den roten ÖBB. (Abg. Dr. Jarolim: Sie fahren in die verkehrte Richtung, das ist das Problem!)
Abg. Dr. Jarolim: Das ist das Gegenteil von Ihrem Konzept!
Meine Damen und Herren! Es gibt noch viele Passagen, die hier zitierbar wären und die ich auch vollinhaltlich unterstütze, Passagen, die sich so mancher Kritiker (Abg. Dr. Jarolim: Das ist das Gegenteil von Ihrem Konzept!) – horchen Sie bitte zu! – noch einmal genauer anhören sollte. Weibel spricht beispielsweise vom Sozialvertrag der SBB-Führung mit der dortigen Gewerkschaft, wo das Unternehmen einerseits zusichert, keine Entlassungen aus wirtschaftlichen Gründen vorzunehmen, weil sie das Gefühl haben, es geht uns eh gut, wenn alle an einem Strang ziehen, die Arbeitnehmer sich im Gegenzug jedoch zu beruflicher und geographischer Mobilität verpflichten. Eine Basis für diesen Vertrag bildet die gemeinsame Einsicht, sagt er, dass eine effiziente SBB die beste Garantie für eine langfristige Sicherung von Arbeitsplätzen bildet. – Dasselbe gilt in Österreich.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Fazit, Hohes Haus: Wir bräuchten heute keine Reform, wären die Gewerkschaft in Österreich und das Management der ÖBB in den letzten Jahrzehnten und auch in den letzten Jahren in der Lage gewesen, seit dem Bundesbahngesetz 1992 eine taugliche Lösung in diesem Sinne hinsichtlich Struktur, aber auch hinsichtlich Dienstrecht vorzulegen und beschließen zu lassen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mag. Hans Moser: Blaue Personalpolitik!
Meine Damen und Herren! Als wir den Entwurf zur ÖBB-Reform in die Begutachtung geschickt haben, war klar, dass die Eckpfeiler feststehen. Wenn ich von etwas überzeugt bin – das habe ich öfters gesagt, es dauert mitunter ein bisschen –, kann ich auch sehr konsequent sein. Sie können mir glauben, dass wir gute Gründe haben, warum die Reform in der jetzigen Form vorliegt. (Abg. Mag. Hans Moser: Blaue Personalpolitik!) So wird sie auch ein Meilenstein in der verkehrspolitischen Geschichte Österreichs sein. Es ist spät genug, meine Damen und Herren, der Zug ins 21. Jahrhundert ist schon unterwegs. Die Weichen sind gestellt, die Signale sind auf Grün, und wir, die Regierungsparteien, sorgen dafür, dass dieser Zug sicher an seinem Ziel ankommen wird und wir wieder stolz auf unsere Österreichischen Bundesbahnen sein können. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Als wir den Entwurf zur ÖBB-Reform in die Begutachtung geschickt haben, war klar, dass die Eckpfeiler feststehen. Wenn ich von etwas überzeugt bin – das habe ich öfters gesagt, es dauert mitunter ein bisschen –, kann ich auch sehr konsequent sein. Sie können mir glauben, dass wir gute Gründe haben, warum die Reform in der jetzigen Form vorliegt. (Abg. Mag. Hans Moser: Blaue Personalpolitik!) So wird sie auch ein Meilenstein in der verkehrspolitischen Geschichte Österreichs sein. Es ist spät genug, meine Damen und Herren, der Zug ins 21. Jahrhundert ist schon unterwegs. Die Weichen sind gestellt, die Signale sind auf Grün, und wir, die Regierungsparteien, sorgen dafür, dass dieser Zug sicher an seinem Ziel ankommen wird und wir wieder stolz auf unsere Österreichischen Bundesbahnen sein können. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Lichtenberger: Eben nicht, das ist genau das Problem!
Ein Beispiel: Die SBB – Frau Lichtenberger, hören Sie zu! – hat in den letzten zehn Jahren ein Plus von 30 Prozent bei den Tonnenkilometern (Abg. Dr. Lichtenberger: Eben nicht, das ist genau das Problem!), von 25 Prozent bei den Personenkilometern gemacht und gleichzeitig den Personalstand um 25 Prozent abgebaut. Ähnliches wird sich die ÖBB auch überlegen müssen und braucht deshalb neue, bessere Strukturen.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen! Diese von Ihnen genannte Zerschlagung ist eine Stärkung der Einheiten, ist eine Verselbständigung jener Einheiten, die die Kernfunktionen besser wahrnehmen sollen. Da kann nicht von Zertrümmerung, Zerschlagung die Rede sein. Vielmehr ist entscheidend, dass sie nachhaltig Erlöse erzielen können, vielmehr ist entscheidend, dass der Bund nicht mehr einen so hohen Zuschuss leisten muss, denn das ist etwas, was nicht nur 47 000 ÖBBler angeht, das ist etwas, was nicht nur 1,2 Millionen Österreicher im Streikfall angeht, das ist etwas, was 8 Millionen in Österreich lebende Menschen etwas angeht, insbesondere die Steuerzahler, meine Damen und Herren! Und das muss reduziert werden. Es ist möglich, Sie werden es sehen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Wo denn?
Die ÖBB-Reform – das sei auch gesagt – orientiert sich an Best-Practice-Beispielen unter Berücksichtigung österreichischer Bedingungen (Abg. Öllinger: Wo denn?), unter Berücksichtigung des Umstandes, dass wir im Gegensatz zur Schweiz EU-Mitglied sind, und unter Berücksichtigung der Kundenwünsche.
Abg. Öllinger: Das stimmt überhaupt nicht!
Wir haben für unsere Bahn das Beste aus allen bisherigen internationalen Reformprojekten genommen. (Abg. Öllinger: Das stimmt überhaupt nicht!) Wir haben Experten der ÖBB ebenso eingebunden wie externe Berater und Fachleute.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
und wir werden handeln – die ÖBB und ihre Kunden haben es verdient und brauchen das auch! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Wofür?
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich möchte es nicht versäumen, heute hier auch meinem Staatssekretär Mag. Helmut Kukacka recht herzlich zu danken. (Abg. Öllinger: Wofür?) Wie Sie wissen, war er mit der Vorbereitung und Umsetzung dieser ÖBB-Reform bis heute, bis zur parlamentarischen Behandlung betraut. (Ruf bei der SPÖ: So schaut es aus!) Wir haben das in guter Koproduktion, wenn man so will – schwerpunktmäßig er, und zum Schluss dann auch ich als Minister, als Letztverantwortlicher stärker –, abgewickelt. Jedenfalls war das eine zeitaufwendige, ab und zu vielleicht auch nervenaufreibende Diskussion, ein guter Prozess; er ist gut gelungen. – Herzlichen Dank, lieber Helmut! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Ruf bei der SPÖ: So schaut es aus!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich möchte es nicht versäumen, heute hier auch meinem Staatssekretär Mag. Helmut Kukacka recht herzlich zu danken. (Abg. Öllinger: Wofür?) Wie Sie wissen, war er mit der Vorbereitung und Umsetzung dieser ÖBB-Reform bis heute, bis zur parlamentarischen Behandlung betraut. (Ruf bei der SPÖ: So schaut es aus!) Wir haben das in guter Koproduktion, wenn man so will – schwerpunktmäßig er, und zum Schluss dann auch ich als Minister, als Letztverantwortlicher stärker –, abgewickelt. Jedenfalls war das eine zeitaufwendige, ab und zu vielleicht auch nervenaufreibende Diskussion, ein guter Prozess; er ist gut gelungen. – Herzlichen Dank, lieber Helmut! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich möchte es nicht versäumen, heute hier auch meinem Staatssekretär Mag. Helmut Kukacka recht herzlich zu danken. (Abg. Öllinger: Wofür?) Wie Sie wissen, war er mit der Vorbereitung und Umsetzung dieser ÖBB-Reform bis heute, bis zur parlamentarischen Behandlung betraut. (Ruf bei der SPÖ: So schaut es aus!) Wir haben das in guter Koproduktion, wenn man so will – schwerpunktmäßig er, und zum Schluss dann auch ich als Minister, als Letztverantwortlicher stärker –, abgewickelt. Jedenfalls war das eine zeitaufwendige, ab und zu vielleicht auch nervenaufreibende Diskussion, ein guter Prozess; er ist gut gelungen. – Herzlichen Dank, lieber Helmut! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Genau das ist das Problem! – Abg. Dr. Cap: Das sind „fette“ Posten!
Die ÖBB-neu, meine Damen und Herren, sieht – um das nur kurz zu sagen; Sie wissen es – eine Holding und vier weitere AGs als Töchter vor: die Güterverkehrs-AG, eine Personenverkehr AG, eine Infrastruktur Bau AG und eine Infrastruktur Betrieb AG (Abg. Öllinger: Genau das ist das Problem! – Abg. Dr. Cap: Das sind „fette“ Posten!); weitere Gesellschaften zur optimalen Abwicklung dessen, was wir wollen, klare Finanzströme, klare Eigenverantwortlichkeit, klare Konzentration auf die Kernaufgaben, auf die Kerngebiete und auch ein klares Ansprechen der jeweiligen Kunden – und die sind im Güter- und im Personenverkehr unterschiedlich, meine Damen und Herren! Deshalb auch diese Trennung! (Zwischenruf der Abg. Hagenhofer.)
Zwischenruf der Abg. Hagenhofer.
Die ÖBB-neu, meine Damen und Herren, sieht – um das nur kurz zu sagen; Sie wissen es – eine Holding und vier weitere AGs als Töchter vor: die Güterverkehrs-AG, eine Personenverkehr AG, eine Infrastruktur Bau AG und eine Infrastruktur Betrieb AG (Abg. Öllinger: Genau das ist das Problem! – Abg. Dr. Cap: Das sind „fette“ Posten!); weitere Gesellschaften zur optimalen Abwicklung dessen, was wir wollen, klare Finanzströme, klare Eigenverantwortlichkeit, klare Konzentration auf die Kernaufgaben, auf die Kerngebiete und auch ein klares Ansprechen der jeweiligen Kunden – und die sind im Güter- und im Personenverkehr unterschiedlich, meine Damen und Herren! Deshalb auch diese Trennung! (Zwischenruf der Abg. Hagenhofer.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Auch der Neubau soll forciert werden. Deshalb haben wir ja sichergestellt, dass so viel ausgebaut werden kann wie noch nie zuvor, dass die Liquidität so gut ist wie nie zuvor, dass die Eigenkapitalquote so gut ist wie nie zuvor! Die ÖBB sind ab heute – oder ab morgen, wenn das beschlossen ist und umgesetzt werden kann – organisatorisch und vor allem auch finanziell so gut ausgestattet wie nie zuvor, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Glawischnig: Wieso?
Noch etwas, weil immer davon gesprochen wird, dass es besser gewesen wäre, unter der Holding GesmbHs zu haben: Das hätte den Effekt gehabt, dass ein direktes Weisungsrecht von der Holding in die GesmbHs bestünde – und genau das wollen wir nicht mehr haben. (Abg. Dr. Glawischnig: Wieso?) Wir wollen, dass die Leute in der AG eigenverantwortlich sind, dass die Ergebnisse klar herauskommen – gute und schlechte –, dass wir reagieren können. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Noch etwas, weil immer davon gesprochen wird, dass es besser gewesen wäre, unter der Holding GesmbHs zu haben: Das hätte den Effekt gehabt, dass ein direktes Weisungsrecht von der Holding in die GesmbHs bestünde – und genau das wollen wir nicht mehr haben. (Abg. Dr. Glawischnig: Wieso?) Wir wollen, dass die Leute in der AG eigenverantwortlich sind, dass die Ergebnisse klar herauskommen – gute und schlechte –, dass wir reagieren können. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Ich weiß schon, meine Damen und Herren, dass Sie ein anderes Verständnis von Unternehmertum haben – Sie haben ja jahrelang bewiesen, wohin Ihr Verständnis von Unternehmertum führt: nicht in eine gute Zukunft. Und das möchten wir den ÖBB und ihren Kunden nicht zumuten! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Heinzl: Gott sei Dank! – Heiterkeit bei der SPÖ.
Hohes Haus! Ich komme zum Schluss. (Abg. Heinzl: Gott sei Dank! – Heiterkeit bei der SPÖ.) – Ich danke für Ihre Freundlichkeit – ich habe mir das bei Ihnen auch schon oft gedacht. (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Präsident Dr. Khol gibt neuerlich das Glockenzeichen.)
Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Präsident Dr. Khol gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Hohes Haus! Ich komme zum Schluss. (Abg. Heinzl: Gott sei Dank! – Heiterkeit bei der SPÖ.) – Ich danke für Ihre Freundlichkeit – ich habe mir das bei Ihnen auch schon oft gedacht. (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Präsident Dr. Khol gibt neuerlich das Glockenzeichen.)
Rufe bei der SPÖ: Redezeit!
Aber so ist das Leben: Jeder kommt einmal zu Wort. (Rufe bei der SPÖ: Redezeit!) Auch Johann Wolfgang von Goethe hat einmal ein großes Wort gesprochen, das mich während dieses Reformprozesses immer wieder begleitet hat. Ich möchte heute mit diesem Zitat schließen. Es ist ein sehr ernst gemeintes Zitat, es lohnt sich, zuzuhören. Goethe sagt:
Abg. Bures: Aber nicht zerschlagen!
„Wenn wir bewahren wollen, was wir haben, werden wir vieles verändern müssen.“ (Abg. Bures: Aber nicht zerschlagen!)
Anhaltender Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
In diesem Sinne unseren ÖBB alles Gute! (Anhaltender Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Das glaubt ihr!
Abgeordneter Kurt Eder (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Ich habe jetzt Ihren Ausführungen sehr genau zugehört, Herr Bundesminister, und Sie haben sich mit einem Satz demaskiert, nämlich als Sie gesagt haben, „die rote Bahn“. – Und das ist genau der Ansatz, den Sie haben: Es geht Ihnen nur darum, die „rote Bahn“ zu zerstören (Abg. Scheibner: Das glaubt ihr!), und da sind Ihnen alle betriebswirtschaftlichen, volkswirtschaftlichen und verkehrspolitischen Fragen völlig egal (Abg. Scheibner: Ihr seht das so!), Hauptsache, die „rote Bahn“ wird zerstört! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Scheibner: Ihr seht das so!
Abgeordneter Kurt Eder (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Ich habe jetzt Ihren Ausführungen sehr genau zugehört, Herr Bundesminister, und Sie haben sich mit einem Satz demaskiert, nämlich als Sie gesagt haben, „die rote Bahn“. – Und das ist genau der Ansatz, den Sie haben: Es geht Ihnen nur darum, die „rote Bahn“ zu zerstören (Abg. Scheibner: Das glaubt ihr!), und da sind Ihnen alle betriebswirtschaftlichen, volkswirtschaftlichen und verkehrspolitischen Fragen völlig egal (Abg. Scheibner: Ihr seht das so!), Hauptsache, die „rote Bahn“ wird zerstört! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Abgeordneter Kurt Eder (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Ich habe jetzt Ihren Ausführungen sehr genau zugehört, Herr Bundesminister, und Sie haben sich mit einem Satz demaskiert, nämlich als Sie gesagt haben, „die rote Bahn“. – Und das ist genau der Ansatz, den Sie haben: Es geht Ihnen nur darum, die „rote Bahn“ zu zerstören (Abg. Scheibner: Das glaubt ihr!), und da sind Ihnen alle betriebswirtschaftlichen, volkswirtschaftlichen und verkehrspolitischen Fragen völlig egal (Abg. Scheibner: Ihr seht das so!), Hauptsache, die „rote Bahn“ wird zerstört! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Wittauer
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich habe hier auf der Regierungsbank bereits vier Verkehrsminister und drei Vizekanzler erlebt (Zwischenruf des Abg. Wittauer): Die vorhergegangenen drei Verkehrsminister, die ich erlebt habe, haben nicht viel getan, haben wenig getan; der jetzige Verkehrsminister und Vizekanzler aber macht in seiner ersten großen Reform einen riesigen Fehler: Er schadet den Österreichischen Bundesbahnen, er schadet der Republik Österreich, er schadet der Umweltpolitik, er schadet der Verkehrspolitik! – Schade, Herr Verkehrsminister! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Rufe bei der ÖVP: Warum? – Abg. Grillitsch: Können Sie das begründen?)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Rufe bei der ÖVP: Warum? – Abg. Grillitsch: Können Sie das begründen?
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich habe hier auf der Regierungsbank bereits vier Verkehrsminister und drei Vizekanzler erlebt (Zwischenruf des Abg. Wittauer): Die vorhergegangenen drei Verkehrsminister, die ich erlebt habe, haben nicht viel getan, haben wenig getan; der jetzige Verkehrsminister und Vizekanzler aber macht in seiner ersten großen Reform einen riesigen Fehler: Er schadet den Österreichischen Bundesbahnen, er schadet der Republik Österreich, er schadet der Umweltpolitik, er schadet der Verkehrspolitik! – Schade, Herr Verkehrsminister! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Rufe bei der ÖVP: Warum? – Abg. Grillitsch: Können Sie das begründen?)
Beifall bei der SPÖ.
Heute hätte es, meine Damen und Herren, um eine wichtige Weichenstellung für Österreich, um eine wichtige Weichenstellung für die Österreichischen Bundesbahnen gehen sollen. Sie aber fahren auf Grund der Weichenstellung, die Sie heute hier beschließen werden, mit Volldampf auf das Abstellgleis, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Eben!
Ich darf Ihnen weiters sagen: Sie auf der Regierungsbank jammern und sagen: Der Zug Europa darf unser Land nicht überfahren! – Der überfährt jedoch jetzt gerade unser Land, da Sie eine Reform zu einem Zeitpunkt machen, zu dem die EU-Erweiterung stattfindet, und da sich in den nächsten zwei Jahren die neuen Märkte ordnen werden (Abg. Scheibner: Eben!) – zu genau dieser Zeit lassen Sie die gesamten ÖBB Kästchen zeichnen, Verträge machen und nur intern arbeiten. (Zwischenruf des Abg. Wittauer.) Anstatt die Leute auf den Markt zu schicken, sie jetzt schauen zu lassen, wo man die Geschäfte der Zukunft machen kann, blockieren Sie durch diese Reform das gesamte Unternehmen ÖBB! – Schade, Herr Bundesminister! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Wittauer.
Ich darf Ihnen weiters sagen: Sie auf der Regierungsbank jammern und sagen: Der Zug Europa darf unser Land nicht überfahren! – Der überfährt jedoch jetzt gerade unser Land, da Sie eine Reform zu einem Zeitpunkt machen, zu dem die EU-Erweiterung stattfindet, und da sich in den nächsten zwei Jahren die neuen Märkte ordnen werden (Abg. Scheibner: Eben!) – zu genau dieser Zeit lassen Sie die gesamten ÖBB Kästchen zeichnen, Verträge machen und nur intern arbeiten. (Zwischenruf des Abg. Wittauer.) Anstatt die Leute auf den Markt zu schicken, sie jetzt schauen zu lassen, wo man die Geschäfte der Zukunft machen kann, blockieren Sie durch diese Reform das gesamte Unternehmen ÖBB! – Schade, Herr Bundesminister! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich darf Ihnen weiters sagen: Sie auf der Regierungsbank jammern und sagen: Der Zug Europa darf unser Land nicht überfahren! – Der überfährt jedoch jetzt gerade unser Land, da Sie eine Reform zu einem Zeitpunkt machen, zu dem die EU-Erweiterung stattfindet, und da sich in den nächsten zwei Jahren die neuen Märkte ordnen werden (Abg. Scheibner: Eben!) – zu genau dieser Zeit lassen Sie die gesamten ÖBB Kästchen zeichnen, Verträge machen und nur intern arbeiten. (Zwischenruf des Abg. Wittauer.) Anstatt die Leute auf den Markt zu schicken, sie jetzt schauen zu lassen, wo man die Geschäfte der Zukunft machen kann, blockieren Sie durch diese Reform das gesamte Unternehmen ÖBB! – Schade, Herr Bundesminister! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittauer.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Alle – alle! –, die von der Eisenbahn in Europa etwas verstehen, sind gegen diese Reform, haben sich gegen diese Reform ausgesprochen! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittauer.) Wir wollten viele von ihnen in den Unterausschuss einladen. Aber was war die Antwort von Ihnen von der ÖVP und von der FPÖ darauf? – Wir wollen die alle nicht! Wir wollen nur jene im Unterausschuss haben, die hoch bezahlte Mitarbeiter sind, die hoch bezahlte Experten sind, wir wollen jene haben, die vor allem willfährig zu dieser Reform im Unterausschuss ja sagen. – Das ist nicht die Art von Diskussion, die wir in der Republik Österreich zu führen haben.
Abg. Parnigoni: Ein Skandal!
Und da sind ganz andere Antworten gekommen. Der englische Bahnexperte Jon Shaw hat schon andere Dinge berichtet, als Sie heute hier in Schalmeientönen von der Regierungsbank erzählen. Die Preise in England – Kollege Gusenbauer hat es ja an einem Beispiel gezeigt – sind mittlerweile viermal so hoch wie in Österreich! Was bedeutet das für die österreichischen Bürger, für die Pendler, für all jene, die in Zukunft fahren werden? – Sie werden in Zukunft wesentlich mehr für die Bahn zu bezahlen haben als bisher! (Abg. Parnigoni: Ein Skandal!)
Abg. Parnigoni: Lauter Abkassierer!
Die Qualität ist in England zurückgegangen, Firmenteile sind in Konkurs gegangen! – Sie splittern die Bahn jetzt in viele, viele Firmenteile auf. Sie haben jetzt gesagt, dass es zwölf Firmen sind, meine sehr geehrten Damen und Herren! Zwölf Firmen mit neuen Vorständen (Abg. Parnigoni: Lauter Abkassierer!), wo nunmehr Ihre Parteigünstlinge hineinkommen werden, jede Menge Aufsichtsratsmitglieder werden da hineinkommen! – Ich schaue mir schon an, wer die sein werden!
Abg. Wittauer: Das war ja bisher auch so, dass verschiedene ...!
In Zukunft sind, wenn ein Zug aus einem Bahnhof fährt, fünf unterschiedliche Firmen – vier Aktiengesellschaften und eine GesmbH – verantwortlich für diesen einen Zug, der fährt! (Abg. Wittauer: Das war ja bisher auch so, dass verschiedene ...!) Das ist verrückt, meine Damen und Herren! Das ist keine Bahnpolitik, das ist reinster, blanker Wahnsinn! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
In Zukunft sind, wenn ein Zug aus einem Bahnhof fährt, fünf unterschiedliche Firmen – vier Aktiengesellschaften und eine GesmbH – verantwortlich für diesen einen Zug, der fährt! (Abg. Wittauer: Das war ja bisher auch so, dass verschiedene ...!) Das ist verrückt, meine Damen und Herren! Das ist keine Bahnpolitik, das ist reinster, blanker Wahnsinn! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir haben einen weiteren Experten gehört, Herrn Dipl.-Ing. Klaus Rießberger von der TU Graz. Er sagte: Das Eisenbahnwesen ist ein extrem vernetztes System, und dieses extrem vernetzte System kennt eigentlich nur jemand, der von der Pike auf dieses System kennen gelernt hat. Wir haben vor allem Betriebsberater – da meint er Sie, Herr Bundesminister – hereingeholt, die, wie Sie mir glauben können, von dem, was sie da beraten, nicht die geringste Ahnung haben! – So sieht Ihre Reform auch aus, Herr Bundesminister! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Wittauer.
Ich komme nun zur Landeshauptleutekonferenz. Die Landeshauptleute haben, obwohl die ÖVP immer so den Föderalismus predigt, überhaupt nichts mitzureden. Ich wollte sie in den Unterausschuss einladen, damit wir auch die kritischen Stimmen der Landeshauptleute hören. (Zwischenruf des Abg. Wittauer.) – Sie wurden ad personam ausgeladen, mit Abstimmung. Sie haben gegen Herrn Haider gestimmt, Herr Kollege Wittauer. Gegen Ihren Landeshauptmann von Kärnten haben Sie gestimmt, dagegen, dass er hier betreffend die Bahnreform seine Stimme erheben darf – weil das eine kritische Stimme war! (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich komme nun zur Landeshauptleutekonferenz. Die Landeshauptleute haben, obwohl die ÖVP immer so den Föderalismus predigt, überhaupt nichts mitzureden. Ich wollte sie in den Unterausschuss einladen, damit wir auch die kritischen Stimmen der Landeshauptleute hören. (Zwischenruf des Abg. Wittauer.) – Sie wurden ad personam ausgeladen, mit Abstimmung. Sie haben gegen Herrn Haider gestimmt, Herr Kollege Wittauer. Gegen Ihren Landeshauptmann von Kärnten haben Sie gestimmt, dagegen, dass er hier betreffend die Bahnreform seine Stimme erheben darf – weil das eine kritische Stimme war! (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Parnigoni: Ein Skandal!
Sie von der ÖVP haben gegen Herrn Präsidenten Leitl gestimmt, sodass er sich im Unterausschuss ja nicht melden kann (Abg. Parnigoni: Ein Skandal!), weil es vielleicht eine kritische Stimme gewesen wäre, meine Damen und Herren. Sie haben auch gegen andere Experten gestimmt, die Sie nicht haben wollten. (Abg. Scheibner: Sie wurden von Häupl und Haider aus Oberösterreich überstimmt!)
Abg. Scheibner: Sie wurden von Häupl und Haider aus Oberösterreich überstimmt!
Sie von der ÖVP haben gegen Herrn Präsidenten Leitl gestimmt, sodass er sich im Unterausschuss ja nicht melden kann (Abg. Parnigoni: Ein Skandal!), weil es vielleicht eine kritische Stimme gewesen wäre, meine Damen und Herren. Sie haben auch gegen andere Experten gestimmt, die Sie nicht haben wollten. (Abg. Scheibner: Sie wurden von Häupl und Haider aus Oberösterreich überstimmt!)
Ruf bei der SPÖ: Gott sei Dank!
men?) – da werden Sie schon lange nicht mehr auf der Regierungsbank sitzen bei den Halbwertzeiten, die Sie haben (Ruf bei der SPÖ: Gott sei Dank!) – die Zeche zu bezahlen haben werden, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
men?) – da werden Sie schon lange nicht mehr auf der Regierungsbank sitzen bei den Halbwertzeiten, die Sie haben (Ruf bei der SPÖ: Gott sei Dank!) – die Zeche zu bezahlen haben werden, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Scheibner: Warum durften Sie nicht zustimmen?
Ein weiterer Kritiker: der Rechnungshof. Da wurde mir mit Schalmeientönen erklärt: Der Rechnungshof hat das nur falsch gesehen, mit dem Rechnungshof werden wir noch einmal reden! (Abg. Scheibner: Warum durften Sie nicht zustimmen?) – Heutige Presseaussendung Rechnungshof: Der Rechnungshof bleibt bei seiner Meinung, bei seiner Kritik und sagt ganz klar, dass die Teilung der ÖBB-Infrastruktur in eine Bau- und eine Betriebsgesellschaft falsch sei. Das sei für einen liberalisierten Markt nicht geeignet. (Zwischenruf des Abg. Wittauer.)
Zwischenruf des Abg. Wittauer.
Ein weiterer Kritiker: der Rechnungshof. Da wurde mir mit Schalmeientönen erklärt: Der Rechnungshof hat das nur falsch gesehen, mit dem Rechnungshof werden wir noch einmal reden! (Abg. Scheibner: Warum durften Sie nicht zustimmen?) – Heutige Presseaussendung Rechnungshof: Der Rechnungshof bleibt bei seiner Meinung, bei seiner Kritik und sagt ganz klar, dass die Teilung der ÖBB-Infrastruktur in eine Bau- und eine Betriebsgesellschaft falsch sei. Das sei für einen liberalisierten Markt nicht geeignet. (Zwischenruf des Abg. Wittauer.)
Abg. Parnigoni: Ein Skandal!
Weiters heißt es, gleichzeitig habe Fiedler den Eindruck, dass es in der Folge dieser Reform bei den ÖBB zu einer wahren Ausverkaufsorgie kommen werde. (Abg. Parnigoni: Ein Skandal!) – Was heißt denn das? Wer wird sich denn da von dem Vermögen der 8 Millionen Österreicher bereichern? Das ist nicht Ihr Vermögen, Herr Bundesminister! Das ist das Vermögen von 8 Millionen Menschen in unserem Lande! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Weiters heißt es, gleichzeitig habe Fiedler den Eindruck, dass es in der Folge dieser Reform bei den ÖBB zu einer wahren Ausverkaufsorgie kommen werde. (Abg. Parnigoni: Ein Skandal!) – Was heißt denn das? Wer wird sich denn da von dem Vermögen der 8 Millionen Österreicher bereichern? Das ist nicht Ihr Vermögen, Herr Bundesminister! Das ist das Vermögen von 8 Millionen Menschen in unserem Lande! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim
Weil man hier von einer Ersparnis in der Höhe von einer Milliarde brutto spricht: Wir haben stundenlang versucht – Frau Kollegin Lichtenberger hat darauf hingewiesen –, diese Milliarde zu hinterfragen, und als wir endlich einige Experten dazu bewegt hatten, die Wahrheit zu sagen (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim), kamen wir drauf, dass es in zehn Jahren ein Nullsummenspiel sein wird.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir sind draufgekommen, dass, wenn man die Zinsen, die auch noch vergessen wurden, dazurechnet, sogar ein Minus von 300 Millionen in zehn Jahren sein wird. Das ist Ihre „Einsparung“, das ist Ihre Reform! – Da kann ich nur in den Keller lachen gehen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Scheibner: Sie haben 20 000 abgebaut!
Woraus besteht nun diese Milliarde schwerpunktmäßig? – Diese Milliarde besteht schwerpunktmäßig daraus, dass man 12 000 Eisenbahner heimschicken will. (Abg. Scheibner: Sie haben 20 000 abgebaut!) Da gibt es die Rechnung: 12 000 mal 55 000 € sind 660 Millionen €. – Das ist der Schwerpunkt in Ihrem Konzept!
Ruf bei der ÖVP: Das stimmt doch nicht, das wissen Sie! – Abg. Scheibner: Das ist falsch! Das ist Panikmache!
Ich bin dagegen, dass man 12 000 Eisenbahner einfach rausschmeißt! (Ruf bei der ÖVP: Das stimmt doch nicht, das wissen Sie! – Abg. Scheibner: Das ist falsch! Das ist Panikmache!) Dafür hat die Bevölkerung kein Verständnis, dafür haben wir kein Verständnis, und menschlich ist das völlig daneben! (Anhaltender Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Anhaltender Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Ich bin dagegen, dass man 12 000 Eisenbahner einfach rausschmeißt! (Ruf bei der ÖVP: Das stimmt doch nicht, das wissen Sie! – Abg. Scheibner: Das ist falsch! Das ist Panikmache!) Dafür hat die Bevölkerung kein Verständnis, dafür haben wir kein Verständnis, und menschlich ist das völlig daneben! (Anhaltender Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Scheibner: Sie verunsichern die Menschen! Das ist Ihre Politik!
Denken Sie an die Familien dieser Eisenbahner, denken Sie an die Kinder dieser Menschen, die sind verunsichert, die wissen nicht, ob sie eine Pension bekommen werden. (Abg. Scheibner: Sie verunsichern die Menschen! Das ist Ihre Politik!) Herr Kukacka weiß, welche Pension er bekommen wird. Er wird eine sehr saftige Pension für die paar Monate, die er auf der Regierungsbank sitzen wird, bekommen. Aber der kleine Eisenbahner (Abg. Scheibner: Ihr habt 20 000 abgebaut!) ist für den Sozialstaat Österreich eine Belastung, den will man nicht haben.
Abg. Scheibner: Ihr habt 20 000 abgebaut!
Denken Sie an die Familien dieser Eisenbahner, denken Sie an die Kinder dieser Menschen, die sind verunsichert, die wissen nicht, ob sie eine Pension bekommen werden. (Abg. Scheibner: Sie verunsichern die Menschen! Das ist Ihre Politik!) Herr Kukacka weiß, welche Pension er bekommen wird. Er wird eine sehr saftige Pension für die paar Monate, die er auf der Regierungsbank sitzen wird, bekommen. Aber der kleine Eisenbahner (Abg. Scheibner: Ihr habt 20 000 abgebaut!) ist für den Sozialstaat Österreich eine Belastung, den will man nicht haben.
Abg. Scheibner: Warum durften Sie nicht zustimmen?
Was ist die Wahrheit? Stimmt es, wenn in Schalmeientönen davon gesprochen wird, dass schön verhandelt wurde? – Wir haben nicht verhandelt, das war ein Diskussionsklub! (Abg. Scheibner: Warum durften Sie nicht zustimmen?) Wir haben Forderungen gestellt – der Minister hat sie alle abgelehnt. Es ist nichts davon übrig geblieben!
Abg. Scheibner: Warum waren Häupl und Haider aus Oberösterreich gegen eine Zustimmung?
lehnt. (Abg. Scheibner: Warum waren Häupl und Haider aus Oberösterreich gegen eine Zustimmung?)
Abg. Scheibner: Du durftest nicht zustimmen!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Uns hier vorzumachen, wir hätten bei den Parteienverhandlungen nicht genug versucht, ist nicht richtig! (Abg. Scheibner: Du durftest nicht zustimmen!) Wir wollten Schadensbegrenzung betreiben, reine Schadensbegrenzung wollten wir betreiben, zum Schutz der Eisenbahner – aber diese Schadensbegrenzung haben Sie auch nicht zugelassen. Im Endeffekt wollen Sie den Eisenbahnern und diesem Unternehmen nur schaden!
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Noch ein Satz zu den Landeshauptleuten. Bahn – nach Reform wird regionalisiert. – Zitat Kukacka. Was heißt denn das? – Das heißt, die Landeshauptleute haben Recht: Er will ihnen die Nebenbahnen, die nicht lukrativ sind, anhängen, die sollen die Länder bezahlen, die Menschen sollen dort höhere Fahrpreise bezahlen. – Der Rest ist den beiden Herren auf der Regierungsbank egal. So kann das nicht gehen! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Eine Bahnreform ohne verkehrspolitische Perspektiven ist zum Scheitern verurteilt. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) – Ich bin sofort fertig, Herr Präsident. Eine Bahnreform ohne Umweltpolitik ist nicht akzeptabel. Eine Bahnreform ohne Sicherung der Finanzierung ist ein unverantwortliches Experiment.
Lang anhaltender Beifall bei der SPÖ und Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Herr Bundesminister! Sie tragen hier ganz allein die Verantwortung. (Vizekanzler Gorbach: Ja, gerne!) Sie werden schon lange nicht mehr auf dieser Bank sitzen, wird die Bevölkerung noch die Schulden zu bezahlen haben, die Sie heute hier beschließen. (Lang anhaltender Beifall bei der SPÖ und Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Die Abgeordneten Dr. Jarolim und Parnigoni: Sagen Sie etwas zur Bereicherung der Frau Forstinger!
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Herr Staatssekretär! (Die Abgeordneten Dr. Jarolim und Parnigoni: Sagen Sie etwas zur Bereicherung der Frau Forstinger!) Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ! Nehmen Sie zur Kenntnis, dass niemand 12 000 Menschen hinausschmeißt! Nehmen Sie zur Kenntnis, dass es uns darum geht, Arbeitsplätze bei den ÖBB zu sichern! Darum geht es uns! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Herr Staatssekretär! (Die Abgeordneten Dr. Jarolim und Parnigoni: Sagen Sie etwas zur Bereicherung der Frau Forstinger!) Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ! Nehmen Sie zur Kenntnis, dass niemand 12 000 Menschen hinausschmeißt! Nehmen Sie zur Kenntnis, dass es uns darum geht, Arbeitsplätze bei den ÖBB zu sichern! Darum geht es uns! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Reheis: Sie verkaufen die Menschen für dumm!
Verkaufen Sie nicht die Menschen für dumm! (Abg. Reheis: Sie verkaufen die Menschen für dumm!) 10 Milliarden € Schuldenstand – das ist das, was wir jetzt bei der Bahn vorfinden, das ist der Ist-Zustand! (Anhaltende Zwischenrufe.)
Anhaltende Zwischenrufe.
Verkaufen Sie nicht die Menschen für dumm! (Abg. Reheis: Sie verkaufen die Menschen für dumm!) 10 Milliarden € Schuldenstand – das ist das, was wir jetzt bei der Bahn vorfinden, das ist der Ist-Zustand! (Anhaltende Zwischenrufe.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
eines ein, nämlich: Vorwärts, Genossen, wir müssen zurück! – Meine Damen und Herren, das ist zu wenig! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich bin absolut für eine Veränderung der Bahn. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Sehen Sie, wie Sie diese Aussage aufregt. Aber das ist ein wörtliches Zitat Ihres Chefs, des SPÖ-Vorsitzenden Gusenbauer – allerdings nicht von heute. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Heute ist alles wieder anders.
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich bin absolut für eine Veränderung der Bahn. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Sehen Sie, wie Sie diese Aussage aufregt. Aber das ist ein wörtliches Zitat Ihres Chefs, des SPÖ-Vorsitzenden Gusenbauer – allerdings nicht von heute. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Heute ist alles wieder anders.
Abg. Dr. Gusenbauer: Bin ich auch!
Noch vor wenigen Wochen hat SPÖ-Chef Gusenbauer gemeint: Ich bin absolut für eine Veränderung der Bahn (Abg. Dr. Gusenbauer: Bin ich auch!), weil ich glaube – er hat geglaubt damals –, dass es zum einen ein besseres Service in Österreich für die Bahnkunden geben muss und dass wir zum anderen mehr Effizienz brauchen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Gusenbauer.) Aber zwischen dem Sagen und den Ankündigungen und dem, was man hier dann tut, ist es ein weiter Weg. (Abg. Dr. Gusenbauer: Nur: Ihre Reform ist ein Unsinn, das ist das Problem!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Gusenbauer.
Noch vor wenigen Wochen hat SPÖ-Chef Gusenbauer gemeint: Ich bin absolut für eine Veränderung der Bahn (Abg. Dr. Gusenbauer: Bin ich auch!), weil ich glaube – er hat geglaubt damals –, dass es zum einen ein besseres Service in Österreich für die Bahnkunden geben muss und dass wir zum anderen mehr Effizienz brauchen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Gusenbauer.) Aber zwischen dem Sagen und den Ankündigungen und dem, was man hier dann tut, ist es ein weiter Weg. (Abg. Dr. Gusenbauer: Nur: Ihre Reform ist ein Unsinn, das ist das Problem!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Nur: Ihre Reform ist ein Unsinn, das ist das Problem!
Noch vor wenigen Wochen hat SPÖ-Chef Gusenbauer gemeint: Ich bin absolut für eine Veränderung der Bahn (Abg. Dr. Gusenbauer: Bin ich auch!), weil ich glaube – er hat geglaubt damals –, dass es zum einen ein besseres Service in Österreich für die Bahnkunden geben muss und dass wir zum anderen mehr Effizienz brauchen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Gusenbauer.) Aber zwischen dem Sagen und den Ankündigungen und dem, was man hier dann tut, ist es ein weiter Weg. (Abg. Dr. Gusenbauer: Nur: Ihre Reform ist ein Unsinn, das ist das Problem!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Was sagen Sie zum Rechnungshofpräsidenten?
Ihr Reformwille ist keiner. (Abg. Dr. Gusenbauer: Was sagen Sie zum Rechnungshofpräsidenten?) Das sage ich Ihnen sofort. Ihre Politik, Herr SPÖ-Chef Gusenbauer, ist gekennzeichnet durch reformunwilliges Weiterwursteln. Vom Wort zur Tat verlässt Sie immer wieder der Mut. Ich muss Ihnen das sagen, denn wenn Sie meinen, wir reformieren die ÖBB wie einen Würstelstand, dann mag das Ihre Philosophie sein, wie Sie glauben, dass man wirtschaftspolitisch vorgehen kann. Hier unterscheiden Sie sich grundlegend von uns. (Abg. Dr. Gusenbauer: Bestimmt!) Hier haben wir eine ganz andere Auffassung, denn das Einzige, das bei Ihnen gewiss ist: dass Sie immer auf dem Weg von der Ankündigung zur Umsetzung umfallen. Ungewiss ist immer nur der Zeitpunkt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Cap: Fiedler!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Bestimmt!
Ihr Reformwille ist keiner. (Abg. Dr. Gusenbauer: Was sagen Sie zum Rechnungshofpräsidenten?) Das sage ich Ihnen sofort. Ihre Politik, Herr SPÖ-Chef Gusenbauer, ist gekennzeichnet durch reformunwilliges Weiterwursteln. Vom Wort zur Tat verlässt Sie immer wieder der Mut. Ich muss Ihnen das sagen, denn wenn Sie meinen, wir reformieren die ÖBB wie einen Würstelstand, dann mag das Ihre Philosophie sein, wie Sie glauben, dass man wirtschaftspolitisch vorgehen kann. Hier unterscheiden Sie sich grundlegend von uns. (Abg. Dr. Gusenbauer: Bestimmt!) Hier haben wir eine ganz andere Auffassung, denn das Einzige, das bei Ihnen gewiss ist: dass Sie immer auf dem Weg von der Ankündigung zur Umsetzung umfallen. Ungewiss ist immer nur der Zeitpunkt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Cap: Fiedler!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Cap: Fiedler!
Ihr Reformwille ist keiner. (Abg. Dr. Gusenbauer: Was sagen Sie zum Rechnungshofpräsidenten?) Das sage ich Ihnen sofort. Ihre Politik, Herr SPÖ-Chef Gusenbauer, ist gekennzeichnet durch reformunwilliges Weiterwursteln. Vom Wort zur Tat verlässt Sie immer wieder der Mut. Ich muss Ihnen das sagen, denn wenn Sie meinen, wir reformieren die ÖBB wie einen Würstelstand, dann mag das Ihre Philosophie sein, wie Sie glauben, dass man wirtschaftspolitisch vorgehen kann. Hier unterscheiden Sie sich grundlegend von uns. (Abg. Dr. Gusenbauer: Bestimmt!) Hier haben wir eine ganz andere Auffassung, denn das Einzige, das bei Ihnen gewiss ist: dass Sie immer auf dem Weg von der Ankündigung zur Umsetzung umfallen. Ungewiss ist immer nur der Zeitpunkt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Cap: Fiedler!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Selbstverständlich!
Leider ist es so, dass in der SPÖ bis zum heutigen Tag nicht die Reformer eine Mehrheit in der Partei haben, sondern die Bremser. Das hat man ja jetzt ganz deutlich bei der ÖBB-Reform gesehen. Kennen Sie noch die Aussendung von Josef Broukal vom letzten Samstag? (Abg. Dr. Gusenbauer: Selbstverständlich!) Der ist einer, bei dem ich das Gefühl habe, dass er noch an die Reformfähigkeit der SPÖ glaubt; er ist noch nicht so lange in Ihrem Parteiapparat. Er hat gemeint, in wesentlichen Punkten – in wesentlichen Punkten, nicht in irgendwelchen Punkten – sei die Regierung der SPÖ entgegengekommen, daher könne man diese Reform gemeinsam beschließen.
Abg. Dr. Cap: Sind Sie der „Lehrer Lempel“?
Wir haben gedacht, die SPÖ habe dazugelernt. Hut ab!, habe ich mir gedacht. Doch es war ein Irrtum. Sie haben auch nichts aus Ihrer eigenen Vergangenheit gelernt. Man nehme nur das „Konsum“-Debakel her: ÖGB-Vorsitzender Anton Benya, jahrzehntelanger Präsident des ÖGB, war auch mehr als ein Jahrzehnt Aufsichtsratsvorsitzender des „Konsum“. (Abg. Dr. Cap: Sind Sie der „Lehrer Lempel“?) Wissen Sie, was er noch wenige Wochen vor dem Ende des „Konsum“ gesagt hat? Ich zitiere ihn wortwörtlich: Den „Konsum“ wird es auch nach dem Ausgleich noch geben. Mir ist nicht bange um ihn! (Abg. Dr. Cap: Sagen Sie endlich etwas zum Fiedler!) – Wenige Wochen später war das Schicksal des „Konsum“ besiegelt. Ein fataler Irrtum zum Schaden der Arbeitnehmerinnen und der Arbeitnehmer in diesem großen Betrieb, in diesem Flaggschiff der Sozialdemokratie. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Cap: Sagen Sie endlich etwas zum Fiedler!
Wir haben gedacht, die SPÖ habe dazugelernt. Hut ab!, habe ich mir gedacht. Doch es war ein Irrtum. Sie haben auch nichts aus Ihrer eigenen Vergangenheit gelernt. Man nehme nur das „Konsum“-Debakel her: ÖGB-Vorsitzender Anton Benya, jahrzehntelanger Präsident des ÖGB, war auch mehr als ein Jahrzehnt Aufsichtsratsvorsitzender des „Konsum“. (Abg. Dr. Cap: Sind Sie der „Lehrer Lempel“?) Wissen Sie, was er noch wenige Wochen vor dem Ende des „Konsum“ gesagt hat? Ich zitiere ihn wortwörtlich: Den „Konsum“ wird es auch nach dem Ausgleich noch geben. Mir ist nicht bange um ihn! (Abg. Dr. Cap: Sagen Sie endlich etwas zum Fiedler!) – Wenige Wochen später war das Schicksal des „Konsum“ besiegelt. Ein fataler Irrtum zum Schaden der Arbeitnehmerinnen und der Arbeitnehmer in diesem großen Betrieb, in diesem Flaggschiff der Sozialdemokratie. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wir haben gedacht, die SPÖ habe dazugelernt. Hut ab!, habe ich mir gedacht. Doch es war ein Irrtum. Sie haben auch nichts aus Ihrer eigenen Vergangenheit gelernt. Man nehme nur das „Konsum“-Debakel her: ÖGB-Vorsitzender Anton Benya, jahrzehntelanger Präsident des ÖGB, war auch mehr als ein Jahrzehnt Aufsichtsratsvorsitzender des „Konsum“. (Abg. Dr. Cap: Sind Sie der „Lehrer Lempel“?) Wissen Sie, was er noch wenige Wochen vor dem Ende des „Konsum“ gesagt hat? Ich zitiere ihn wortwörtlich: Den „Konsum“ wird es auch nach dem Ausgleich noch geben. Mir ist nicht bange um ihn! (Abg. Dr. Cap: Sagen Sie endlich etwas zum Fiedler!) – Wenige Wochen später war das Schicksal des „Konsum“ besiegelt. Ein fataler Irrtum zum Schaden der Arbeitnehmerinnen und der Arbeitnehmer in diesem großen Betrieb, in diesem Flaggschiff der Sozialdemokratie. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Heute stehen wir auch wieder an einer Wegkreuzung: Ohren zu, Augen zu, nichts tun, den Reformbedarf verkennen, wieder zurück in den Ausschuss – oder mutig Reformen angreifen. – Wir wollen den Österreichischen Bundesbahnen ein „Konsum“-Schicksal ersparen. Das ist unser Ziel! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Schieder: Ich sage sofort etwas zum Fiedler, haben Sie gesagt!
Wir wollen ein „Konsum“-Schicksal bei den Österreichischen Bundesbahnen verhindern. Wir wollen ein betriebswirtschaftlich geführtes Unternehmen und keinen strukturell veralteten Staatsbetrieb. Darum geht es uns! Natürlich kann man eine Zeitlang künstlich mit Milliarden an Steuergeldern auch die ÖBB aufrechterhalten, aber man muss die Weichen in Richtung Zukunft stellen, auch wenn Sie das nicht hören wollen. (Abg. Schieder: Ich sage sofort etwas zum Fiedler, haben Sie gesagt!)
Abg. Schieder: Ich sage sofort etwas zum Fiedler, haben Sie gesagt!
Zweitens: Wir wollen diesen hohen Verschuldungsstand bei den ÖBB nicht noch weiter prolongieren – im Interesse des Unternehmens. 6,1 Milliarden macht der Betrag aus, mit dem es heute zu einer Teilentschuldung kommt. (Abg. Schieder: Ich sage sofort etwas zum Fiedler, haben Sie gesagt!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Sie haben gesagt, Sie sagen sofort etwas zum Fiedler!
Das Dritte: Wir wollen auch diese jährlich immens steigenden staatlichen Zuschüsse reduzieren – im Interesse aller Steuerzahler und Steuerzahlerinnen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Sie haben gesagt, Sie sagen sofort etwas zum Fiedler!)
Abg. Dr. Jarolim: Was soll der Vergleich?
Es müsste Ihnen auch bekannt sein, dass der jährliche Finanzbedarf der ÖBB von 4,4 Milliarden dreimal so hoch ist wie der gesamte Betrag, den wir für unsere Universitäten ausgeben können. Um diese riesige Summe geht es! (Abg. Dr. Jarolim: Was soll der Vergleich?) Ich sage Ihnen, was der Vergleich soll: Weil jeder Einzelne von uns momentan jährlich 540 € in diesen Bereich zu zahlen hat. Das sind 7 500 S! (Abg. Broukal: Und wie viel zahlen Sie für die Autobahnen?) Bei einem Ehepaar sind das 15 000 S! Bei meiner Familie sind das 45 000 S! – Nehmen Sie das zur Kenntnis!
Abg. Broukal: Und wie viel zahlen Sie für die Autobahnen?
Es müsste Ihnen auch bekannt sein, dass der jährliche Finanzbedarf der ÖBB von 4,4 Milliarden dreimal so hoch ist wie der gesamte Betrag, den wir für unsere Universitäten ausgeben können. Um diese riesige Summe geht es! (Abg. Dr. Jarolim: Was soll der Vergleich?) Ich sage Ihnen, was der Vergleich soll: Weil jeder Einzelne von uns momentan jährlich 540 € in diesen Bereich zu zahlen hat. Das sind 7 500 S! (Abg. Broukal: Und wie viel zahlen Sie für die Autobahnen?) Bei einem Ehepaar sind das 15 000 S! Bei meiner Familie sind das 45 000 S! – Nehmen Sie das zur Kenntnis!
Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Das sind enorme Summen! (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Da ist Handlungsbedarf gegeben, und da muss agiert werden, um in Zukunft eine starke Bahn zu haben. Davor mögen Sie die Augen verschließen, da mögen Sie sich die Ohren zuhalten – wir tun das nicht! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Das sind enorme Summen! (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Da ist Handlungsbedarf gegeben, und da muss agiert werden, um in Zukunft eine starke Bahn zu haben. Davor mögen Sie die Augen verschließen, da mögen Sie sich die Ohren zuhalten – wir tun das nicht! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Also was ist jetzt mit dem Fiedler?
Wir wollen – und lassen uns davon nicht abbringen – klare Zuständigkeiten und klare Verantwortlichkeiten, wie wollen, dass das Geld, das für Infrastruktur und für Investitionen vorgesehen ist, nicht in andere Bereiche fließt. Wir wollen keinen Dauerzustand, dass man bei den ÖBB mit 52 in Pension geht. Zu Recht hat es jetzt viel Aufregung darüber gegeben, dass Lehrer ausnahmsweise vor 60 in Pension gehen konnten. Dort ist es der Allgemeinzustand, mit 52 in Pension zu gehen. Das sind schon Zustände, die nach Verhandlungen und nach Reformen schreien. (Abg. Dr. Gusenbauer: Also was ist jetzt mit dem Fiedler?)
Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.
Unser Ziel ist es, meine sehr geehrten Damen und Herren, in allen Bereichen Österreich europafit zu machen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.) Es ist vom zuständigen Minister sehr deutlich gesagt worden: Man kann sich von europäischen Entwicklungen nicht abkoppeln. In unseren Nachbarstaaten Deutschland und Italien haben diese
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren von der SPÖ! Nehmen Sie zur Kenntnis, dass es unser Ziel ist, die Österreichischen Bundesbahnen von einem schlecht geführten Staatsbetrieb zu einem modernen Unternehmen zu machen, auf das wir dann alle stolz sein können, und zwar nicht nur jene, die bei den Österreichischen Bundesbahnen arbeiten, sondern auch die Steuerzahler, die dann sagen können: Jawohl, es ist viel Geld, das wir für diesen Bereich zahlen müssen, aber wir tun es gerne, weil diese Österreichischen Bundesbahnen eine Zukunft haben. Wir geben den Bundesbahnen eine Zukunft! Sie mögen in die Vergangenheit blicken – unser Blick richtet sich in die Zukunft! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Der Lopatka hat sein Versprechen gebrochen – er wollte sofort etwas zum Fiedler sagen!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Dr. Glawischnig. 10 Minuten Redezeit. – Sie sind am Wort, Frau Kollegin. (Abg. Dr. Gusenbauer: Der Lopatka hat sein Versprechen gebrochen – er wollte sofort etwas zum Fiedler sagen!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Diese Plattitüden haben Sie schon fünfmal hier erzählt! Immer dasselbe!
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig (Grüne): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Lopatka, ich möchte jetzt anhand Ihrer Rede einmal etwas aufgreifen, was bemerkenswert ist und was eine gängige Linie bei dieser Bundesregierung ist; das hat auch mit diesem Taferl hier zu tun: Sie missbrauchen ständig die Sprache. Sie reden ständig von modern, von Innovation und Zukunft, Attraktivität und so weiter und stellen sich eigentlich nicht der Sachargumentation. Sie setzen sich auch nicht mit logischen Argumenten auseinander! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Diese Plattitüden haben Sie schon fünfmal hier erzählt! Immer dasselbe!)
Abg. Dr. Fasslabend: Gehen Sie auf die Zahlen und auf die Fakten ein!
Sie sprechen von einer Pensionssicherungsreform, diese hat aber eigentlich eine Kürzung zum Inhalt. Sie versuchen immer wieder, mit diesen Begriffen zu vernebeln, worum es Ihnen eigentlich geht. Ich möchte das jetzt anhand der ÖBB noch einmal ganz logisch zu beschreiben versuchen. (Abg. Dr. Fasslabend: Gehen Sie auf die Zahlen und auf die Fakten ein!)
Abg. Scheibner: Es sind eh nicht zehn!
Was machen Sie jetzt? – Sie zerteilen eine Aktiengesellschaft, die ÖBB, in zehn Unteraktiengesellschaften und sagen, das sei sinnvoll. (Abg. Scheibner: Es sind eh nicht zehn!) Ich weiß nicht, warum das sinnvoll sein soll. Was ist der Zweck dieser ganzen Reform? Sie sagen, das sei von der EU vorgeschrieben. Das stimmt dezidiert nicht! Die Europäische Union schreibt nur Kostentransparenz vor. Dafür muss man das Unternehmen nicht in zehn Aktiengesellschaften aufteilen.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Warum soll man überhaupt in Aktiengesellschaften aufteilen? – Der Minister hat gemeint, das habe deshalb einen Sinn, weil die dann selbständig arbeiten könnten. Ich verstehe das nicht, muss ich ehrlich sagen. Ich hätte die Vorstellung gehabt, dass ein Unternehmen wie die ÖBB gemeinsam arbeiten soll und dass da nicht die Aktiengesellschaften untereinander in einen Wettbewerb treten sollen, wo es darum geht, wer mehr Gewinn macht. Ich finde das total unlogisch! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Weil Sie immer sagen, da rinne so viel Geld hinein: Ich würde Sie bitten, seriös zu bleiben. Verkehrsleistungen müssen etwas kosten, und in die Straße investiert die Republik das Fünffache. Darüber sprechen Sie nie! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall und Heiterkeit bei den Grünen und der SPÖ.
Ich finde es auch nicht logisch, dass man sagt, es soll sich aus den Gewinnen die Infrastruktur selber finanzieren. Ich finde das unlogisch! Übertragen auf ein anderes Verkehrssystem würde das bedeuten, dass sich die Frächter zu einer Aktiengesellschaft zusammenschließen und sie sich dann die Straße selber finanzieren sollen. – Ich frage Sie: Was hat das für einen Sinn? (Beifall und Heiterkeit bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Beim Pühringer seid ihr eh gut aufgehoben!
Was ich auch nicht verstehen kann: Sie machen jetzt die Benützung der Schiene teurer. Sie verteuern diese Maut, die für die Benützung der Trasse zu entrichten ist. Deswegen gibt es auch in den Bundesländern große Sorgen, deswegen gibt es auch bei uns große Sorgen, weil selbstverständlich damit die Schiene teurer wird. Das heißt, die Benützung wird teurer, was sich entweder die Länder kostenmäßig aufteilen können oder auf die KundInnen abgewälzt wird. Anders geht das ja nicht, das ist ja eine logische Rechnung, irgendwer muss das ja bezahlen. Deswegen gibt es auch die Widerstände aus den Ländern, die fürchten, dass der Personennahverkehr weiter ausgehungert wird, und ich verstehe das. Ich fühle mich selten in einer solch illustren Gesellschaft, dass ich gemeinsam mit einem Landeshauptmann Van Staa, mit einem Landeshauptmann Pühringer (Abg. Scheibner: Beim Pühringer seid ihr eh gut aufgehoben!), mit einem Landeshauptmann Haider genau diese Kritik vortragen kann – oder auch mit der Wirtschaftskammer. Auch die Wirtschaftskammer findet diese Reform nicht logisch, nicht gut und auch nicht sinnvoll. Auch der Rechnungshof findet sie nicht gut und nicht sinnvoll. Also es ist nicht nur die Opposition.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich verstehe das einfach nicht, warum Sie dann hergehen und mit einem solchen Werbematerial arbeiten müssen und sich mit den Sachargumenten nicht auseinander setzen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich verstehe diesen Punkt einfach nicht: Warum muss man die ÖBB in zehn Aktiengesellschaften zerteilen?! Sie haben auch kein einziges Argument gebracht, das diese Vorgangsweise für irgendjemanden, auch zuhause vor den Fernsehapparaten, verständlich machen könnte. Ich verstehe es einfach nicht! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Doch wie schaut das in Zukunft aus? – Sie wehren sich mit Händen und Füßen, die Schiene wettbewerbsfähiger gegenüber der Straße zu machen. Im Gegenteil: Sie arbeiten mit vollem Erfolg daran, die Straße weiter zu verbilligen, bis zum Jahr 2010 weiter auszubauen. Ich bin selbst erschrocken, als ich die Zahlen gelesen habe: Es wird siebenmal so viel in die Fertigstellung von Straßen in den Osten investiert wie in den Ausbau der Schiene in den Osten. – Ich finde, dass das eine verheerende Bilanz ist, und ich fürchte mich vor der Belastung und auch vor dem, was die österreichische Bevölkerung dann sagen wird. Sie wird nämlich sagen: Sie haben das die ganzen zehn Jahre lang verbockt! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Das ist unerhört! Der sagt, sie kann nicht lesen!
Wir brauchen ein vernünftiges Nachtfahrverbot. Wir brauchen eine generelle Anhebung der LKW-Maut, und wir brauchen Schieneninfrastruktur in den Osten. Herr Minister, mir reicht es nicht, dass Sie da nur platte Werbesprüche von sich geben. Nehmen Sie zu diesem entsetzlichen Missverhältnis zwischen Schieneninfrastrukturausbau und Straßeninfrastrukturausbau Stellung! (Vizekanzler Gorbach: Zwei Drittel Schiene, ein Drittel Straße!) Nein, stimmt nicht! (Vizekanzler Gorbach: Weil Sie nicht lesen können!) – Ich kann sehr wohl lesen! Ich kann sehr gut lesen! (Abg. Dr. Gusenbauer: Das ist unerhört! Der sagt, sie kann nicht lesen!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn Sie sich im Gesamtverkehrsplan anschauen, was bis zum Jahr 2010 finanziert ist – und das sind nicht Berechnungen, die ich gemacht habe, sondern das haben Verkehrsexperten durchgerechnet –, dann werden Sie sehen, dass dieses Verhältnis 1 zu 7 beträgt. Ich finde das erschreckend! Das Einzige, was Sie jetzt machen, ist, zu sagen, das stimme nicht. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Folgendes möchte ich noch zum Abschluss formulieren – und das tut mir besonders Leid –: Wenn Sie sagen, es habe hier ein Dialog stattgefunden und es sei schade, dass dann die Opposition nicht zugestimmt hat, so muss ich Ihnen sagen: Es hat sehr wohl große Bereitschaft gegeben, in dieser wichtigen Frage einen Konsens zu finden, aber wenn der Dialog darin besteht, dass man Ihnen jede einzelne Zahl aus der Nase ziehen muss, dass Sie sich bei jeder – auch positiven – Festschreibung für die Bevölkerung mit Händen und Füßen wehren, und wenn Sie dann ausschließlich versuchen, zu einem Gesetz irgendwelche Feststellungen zu machen, politische Glaubensbekenntnisse abzugeben, und wenn Sie dann kritisieren, dass uns das nicht reiche, weil wir gerne wirklich etwas konkret verankert haben wollten, dann weiß ich nicht, was für Sie ein Dialog ist. Das war jedenfalls kein Dialog! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: Das ist die Frechheit! Das ist die Unseriosität! Schämen Sie sich!
machen werden. (Abg. Dr. Jarolim: Das ist die Frechheit! Das ist die Unseriosität! Schämen Sie sich!)
Abg. Mag. Mainoni: So ein Blödsinn! Sagen Sie mir welche?
Im Übrigen, – und das kann ich Ihnen nicht ersparen –: Es ist allgemein bekannt, warum diese AG so aufgespalten werden muss. Nämlich deshalb, weil FPÖ-Politiker oder ehemalige FPÖ-MitarbeiterInnen versorgt werden müssen. (Abg. Mag. Mainoni: So ein Blödsinn! Sagen Sie mir welche?) Sie können das jetzt gerne revidieren, und vielleicht können Sie es auch in Zukunft revidieren, aber dass der ehemalige Klubdirektor Moser, der hier in diesem Hohen Haus für die FPÖ gearbeitet hat, der Chef einer dieser AGs werden soll und dass die Frau Forstinger die Immobilien kriegen soll, das ist wirklich unerhört und hat mit der Bahnreform überhaupt nichts zu tun. Das ist reiner Postenschacher! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Im Übrigen, – und das kann ich Ihnen nicht ersparen –: Es ist allgemein bekannt, warum diese AG so aufgespalten werden muss. Nämlich deshalb, weil FPÖ-Politiker oder ehemalige FPÖ-MitarbeiterInnen versorgt werden müssen. (Abg. Mag. Mainoni: So ein Blödsinn! Sagen Sie mir welche?) Sie können das jetzt gerne revidieren, und vielleicht können Sie es auch in Zukunft revidieren, aber dass der ehemalige Klubdirektor Moser, der hier in diesem Hohen Haus für die FPÖ gearbeitet hat, der Chef einer dieser AGs werden soll und dass die Frau Forstinger die Immobilien kriegen soll, das ist wirklich unerhört und hat mit der Bahnreform überhaupt nichts zu tun. Das ist reiner Postenschacher! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dr. Cap: Wer will sich da bereichern?
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Mag. Mainoni. 10 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Dr. Cap: Wer will sich da bereichern?)
Abg. Dr. Cap: Wer will sich da bereichern?
Abgeordneter Mag. Eduard Mainoni (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! (Abg. Dr. Cap: Wer will sich da bereichern?) Sehr geehrte Damen und Herren von der SPÖ, Sie sind völlig von der Rolle! Es ist unglaublich! Es ist unglaublich! Ich erlebe es selbst hier mit: Es gibt einen konstruktiven Teil in der SPÖ, und es gibt einen destruktiven Teil in der SPÖ. Diesmal hat, wie so oft, der destruktive Teil in dieser Partei wieder die Oberhand gewonnen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Eduard Mainoni (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! (Abg. Dr. Cap: Wer will sich da bereichern?) Sehr geehrte Damen und Herren von der SPÖ, Sie sind völlig von der Rolle! Es ist unglaublich! Es ist unglaublich! Ich erlebe es selbst hier mit: Es gibt einen konstruktiven Teil in der SPÖ, und es gibt einen destruktiven Teil in der SPÖ. Diesmal hat, wie so oft, der destruktive Teil in dieser Partei wieder die Oberhand gewonnen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Da schau her!
Herr Kollege Eder, das finde ich ja so furchtbar: Sie waren konstruktiv, und heute kommen Sie heraus und behaupten in marktschreierischer Form genau das Gegenteil! Das kann es doch nicht sein! Waren es nicht Sie selbst, der hier geschrieben hat: Rechnungshofpräsident erhält vollständige Berechnungsunterlagen und stellt das Einsparungspotential von 1 Milliarde € außer Streit? – Wissen Sie, was der Herr Eder gesagt hat? – Er sagte, am liebsten wäre es uns, wenn der Rechnungshofpräsident vor der Abstimmung gar nichts mehr sagen würde, denn dann könnten wir zustimmen. (Abg. Scheibner: Da schau her!) Alle, die dabei waren, mögen meine Zeugen sein! – Stimmt es oder nicht? Wenn nicht, dann kommen Sie heraus! Das ist die Wahrheit! So schaut es aus! Alle SPÖ-Abgeordneten, die dabei waren, haben Gelegenheit, das zu widerrufen. Meine Zeugen sind die Regierungsmitglieder! (Abg. Scheibner: ... Erich Haider, Häupl ...!)
Abg. Scheibner: ... Erich Haider, Häupl ...!
Herr Kollege Eder, das finde ich ja so furchtbar: Sie waren konstruktiv, und heute kommen Sie heraus und behaupten in marktschreierischer Form genau das Gegenteil! Das kann es doch nicht sein! Waren es nicht Sie selbst, der hier geschrieben hat: Rechnungshofpräsident erhält vollständige Berechnungsunterlagen und stellt das Einsparungspotential von 1 Milliarde € außer Streit? – Wissen Sie, was der Herr Eder gesagt hat? – Er sagte, am liebsten wäre es uns, wenn der Rechnungshofpräsident vor der Abstimmung gar nichts mehr sagen würde, denn dann könnten wir zustimmen. (Abg. Scheibner: Da schau her!) Alle, die dabei waren, mögen meine Zeugen sein! – Stimmt es oder nicht? Wenn nicht, dann kommen Sie heraus! Das ist die Wahrheit! So schaut es aus! Alle SPÖ-Abgeordneten, die dabei waren, haben Gelegenheit, das zu widerrufen. Meine Zeugen sind die Regierungsmitglieder! (Abg. Scheibner: ... Erich Haider, Häupl ...!)
Abg. Scheibner: Das ist gescheit!
Das nächste Thema: eine starke Holding. – War es nicht so, dass wir zwei Stunden über dieses Thema verhandelt haben und letztendlich zur Übereinstimmung gekommen sind, dass der Vorstandsvorsitzende der Holding zugleich der Aufsichtsratsvorsitzende der Tochtergesellschaften sein soll? (Abg. Scheibner: Das ist gescheit!) – Ja,
Abg. Mag. Wurm: Was haben Sie daraus gemacht?
Sie waren einverstanden, zufrieden. Auf gutem Wege sind wir, haben Sie gesagt – Sie, die Sozialdemokraten! Ich muss auch Herrn Haberzettl zugestehen, dass er sich in diese Diskussion konstruktiv eingebracht hat. (Abg. Mag. Wurm: Was haben Sie daraus gemacht?)
Abg. Dr. Gusenbauer: Na, na, na! Was erlauben Sie sich?!
Wir waren der Meinung und sind bis heute der Meinung, es wäre gut gewesen, wenn die SPÖ konstruktiv an diesem Entscheidungsprozess teilnimmt, ihre Wünsche, ihre Forderungen mit einbringt und zum Ergebnis dann eine gemeinsame wichtige Abstimmung über die Reform der ÖBB stattgefunden hätte. – Nein: Gusenbauer war in Amerika, hat sich dort mit irgendwelchen abgehalfterten Politikern getroffen (Abg. Dr. Gusenbauer: Na, na, na! Was erlauben Sie sich?!) und ist dann zurückgekommen, um am Ende zu sagen: Nein, das kommt nicht in Frage!
Abg. Dr. Gusenbauer: So ein Quatsch!
Meine Damen und Herren! Das ist das destruktive Element! (Abg. Dr. Gusenbauer: So ein Quatsch!) In Wirklichkeit sind es Herr Gusenbauer, Herr Häupl, Herr Erich Haider in Oberösterreich und ein paar andere, die genau diese Reform, die die ÖBB notwendig hat, verhindern. Das ist die Realität! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Dr. Gusenbauer.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Dr. Gusenbauer.
Meine Damen und Herren! Das ist das destruktive Element! (Abg. Dr. Gusenbauer: So ein Quatsch!) In Wirklichkeit sind es Herr Gusenbauer, Herr Häupl, Herr Erich Haider in Oberösterreich und ein paar andere, die genau diese Reform, die die ÖBB notwendig hat, verhindern. Das ist die Realität! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Dr. Gusenbauer.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Eine Frechheit! Eine Frechheit ist das, was Sie da bieten!
Ja, ja, Herr Gusenbauer, Sie ärgern sich und alterieren sich, aber das ist doch die Realität! Sie hätten ja auch dabeisitzen können! Von unserer Seite waren der Minister und der Staatssekretär anwesend! Wir nehmen die Themen ernst, wir nehmen auch die Verhandlungen ernst. Während Sie in Amerika drüben sind – ich weiß nicht, welche Reise es war, aber offizielle war es jedenfalls keine –, wird hier herüben über wichtige Themen verhandelt. (Abg. Dr. Gusenbauer: Eine Frechheit! Eine Frechheit ist das, was Sie da bieten!)
Abg. Dr. Gusenbauer – auf den Redner weisend –: Eine Schande für dieses Haus!
Meine Damen und Herren! Die Österreichischen Bundesbahnen müssen dringend reformiert werden! (Abg. Dr. Gusenbauer – auf den Redner weisend –: Eine Schande für dieses Haus!) Herr Gusenbauer, auch da werden Sie mir ja hoffentlich Recht geben! (Abg. Dr. Gusenbauer: Sie sind eine Schande für dieses Haus!) Für alle Beteiligten inklusive der Gewerkschaft ist es klar, dass eine Reform notwendig ist. Warum ist diese Reform notwendig? – Ich sage es Ihnen, wenn Sie es nicht wissen. (Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Sie sind eine Schande für dieses Haus!
Meine Damen und Herren! Die Österreichischen Bundesbahnen müssen dringend reformiert werden! (Abg. Dr. Gusenbauer – auf den Redner weisend –: Eine Schande für dieses Haus!) Herr Gusenbauer, auch da werden Sie mir ja hoffentlich Recht geben! (Abg. Dr. Gusenbauer: Sie sind eine Schande für dieses Haus!) Für alle Beteiligten inklusive der Gewerkschaft ist es klar, dass eine Reform notwendig ist. Warum ist diese Reform notwendig? – Ich sage es Ihnen, wenn Sie es nicht wissen. (Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.
Meine Damen und Herren! Die Österreichischen Bundesbahnen müssen dringend reformiert werden! (Abg. Dr. Gusenbauer – auf den Redner weisend –: Eine Schande für dieses Haus!) Herr Gusenbauer, auch da werden Sie mir ja hoffentlich Recht geben! (Abg. Dr. Gusenbauer: Sie sind eine Schande für dieses Haus!) Für alle Beteiligten inklusive der Gewerkschaft ist es klar, dass eine Reform notwendig ist. Warum ist diese Reform notwendig? – Ich sage es Ihnen, wenn Sie es nicht wissen. (Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Eder: Das kostet nachher noch mehr!
Es gibt zwei Hauptgründe: Die Österreichischen Bundesbahnen kosten in der derzeitigen Form zu viel. (Abg. Eder: Das kostet nachher noch mehr!) Es sind 4,4 Milliarden €! Ich möchte das immer wieder vor Augen führen, damit auch klar ist, warum es notwendig ist, diese Reform durchzuführen (Abg. Eder: Das kostet nachher noch mehr!): 4,4 Milliarden € bezahlt der Staat Österreich jährlich für den Betrieb der Österreichischen Bundesbahnen! Wissen Sie, wie groß im Vergleich dazu das Heeresbudget jährlich ist? – Rund 1 Milliarde €. (Zwischenruf der Abg. Mag. Prammer.) Wissen Sie, wie groß das Einkommensteueraufkommen aller Österreicherinnen und Österreicher, die Einkommensteuer bezahlen, im Vergleich dazu im Jahr ist? – 3 Milliarden €! Die ÖBB kosten jährlich 4,4 Milliarden €. Deshalb ist die Reform notwendig, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Eder: Das kostet nachher noch mehr!
Es gibt zwei Hauptgründe: Die Österreichischen Bundesbahnen kosten in der derzeitigen Form zu viel. (Abg. Eder: Das kostet nachher noch mehr!) Es sind 4,4 Milliarden €! Ich möchte das immer wieder vor Augen führen, damit auch klar ist, warum es notwendig ist, diese Reform durchzuführen (Abg. Eder: Das kostet nachher noch mehr!): 4,4 Milliarden € bezahlt der Staat Österreich jährlich für den Betrieb der Österreichischen Bundesbahnen! Wissen Sie, wie groß im Vergleich dazu das Heeresbudget jährlich ist? – Rund 1 Milliarde €. (Zwischenruf der Abg. Mag. Prammer.) Wissen Sie, wie groß das Einkommensteueraufkommen aller Österreicherinnen und Österreicher, die Einkommensteuer bezahlen, im Vergleich dazu im Jahr ist? – 3 Milliarden €! Die ÖBB kosten jährlich 4,4 Milliarden €. Deshalb ist die Reform notwendig, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Prammer.
Es gibt zwei Hauptgründe: Die Österreichischen Bundesbahnen kosten in der derzeitigen Form zu viel. (Abg. Eder: Das kostet nachher noch mehr!) Es sind 4,4 Milliarden €! Ich möchte das immer wieder vor Augen führen, damit auch klar ist, warum es notwendig ist, diese Reform durchzuführen (Abg. Eder: Das kostet nachher noch mehr!): 4,4 Milliarden € bezahlt der Staat Österreich jährlich für den Betrieb der Österreichischen Bundesbahnen! Wissen Sie, wie groß im Vergleich dazu das Heeresbudget jährlich ist? – Rund 1 Milliarde €. (Zwischenruf der Abg. Mag. Prammer.) Wissen Sie, wie groß das Einkommensteueraufkommen aller Österreicherinnen und Österreicher, die Einkommensteuer bezahlen, im Vergleich dazu im Jahr ist? – 3 Milliarden €! Die ÖBB kosten jährlich 4,4 Milliarden €. Deshalb ist die Reform notwendig, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es gibt zwei Hauptgründe: Die Österreichischen Bundesbahnen kosten in der derzeitigen Form zu viel. (Abg. Eder: Das kostet nachher noch mehr!) Es sind 4,4 Milliarden €! Ich möchte das immer wieder vor Augen führen, damit auch klar ist, warum es notwendig ist, diese Reform durchzuführen (Abg. Eder: Das kostet nachher noch mehr!): 4,4 Milliarden € bezahlt der Staat Österreich jährlich für den Betrieb der Österreichischen Bundesbahnen! Wissen Sie, wie groß im Vergleich dazu das Heeresbudget jährlich ist? – Rund 1 Milliarde €. (Zwischenruf der Abg. Mag. Prammer.) Wissen Sie, wie groß das Einkommensteueraufkommen aller Österreicherinnen und Österreicher, die Einkommensteuer bezahlen, im Vergleich dazu im Jahr ist? – 3 Milliarden €! Die ÖBB kosten jährlich 4,4 Milliarden €. Deshalb ist die Reform notwendig, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Ökonomischen Unsinn verzapft ihr!
Es gibt noch einen zweiten Grund dafür. Dieser zweite Grund sind (Abg. Mag. Kogler: Ökonomischen Unsinn verzapft ihr!) die Europäische Union und deren Vorschriften. Es stimmt einfach nicht, Frau Kollegin Glawischnig, wenn Sie hier nur halbe Sachen erzählen. Faktum ist, dass die EU uns vorschreibt, dass andere Eisenbahnverkehrsunternehmen das österreichische Streckennetz auch benützen können müssen (Abg. Dr. Lichtenberger: Das tun sie ja schon längst!), wobei folgende Bedingung gilt: Es ist wettbewerbsneutral zu organisieren. – Deshalb sind die Neustrukturierung und auch die Reform notwendig.
Abg. Dr. Lichtenberger: Das tun sie ja schon längst!
Es gibt noch einen zweiten Grund dafür. Dieser zweite Grund sind (Abg. Mag. Kogler: Ökonomischen Unsinn verzapft ihr!) die Europäische Union und deren Vorschriften. Es stimmt einfach nicht, Frau Kollegin Glawischnig, wenn Sie hier nur halbe Sachen erzählen. Faktum ist, dass die EU uns vorschreibt, dass andere Eisenbahnverkehrsunternehmen das österreichische Streckennetz auch benützen können müssen (Abg. Dr. Lichtenberger: Das tun sie ja schon längst!), wobei folgende Bedingung gilt: Es ist wettbewerbsneutral zu organisieren. – Deshalb sind die Neustrukturierung und auch die Reform notwendig.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Was die Frage der Kosten betrifft, so ist es einfach nicht glaubwürdig, Herr Gusenbauer, Herr Cap, meine Damen und Herren vor allem von den Sozialdemokraten, die Sie schon lange hier in diesem Haus sitzen, wenn Sie hier diese Reform kritisieren, denn wir haben das alles doch nur deshalb notwendig, weil die SPÖ in den 30 Jahren ihrer Regierung alles heruntergewirtschaftet hat! Wir machen diese Reformen doch nicht aus Jux und Tollerei! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Wurm: Freunde und Freunderl bedienen!
Wir machen doch nicht aus Jux und Tollerei eine Pensionsreform, eine Gesundheitsreform und auch eine ÖBB-Reform (Abg. Mag. Wurm: Freunde und Freunderl bedienen!), sondern deshalb, weil Sie all das 30 Jahre hindurch heruntergewirtschaftet haben! (Abg. Mag. Wurm: Freunde und Freunderl bedienen, ...!) Ich werde Ihnen sagen – und es kann nicht oft genug gesagt werden –, was war, als wir letztendlich dann nach dem Zustandekommen der neuen Regierungskonstellation einen so genannten Kassasturz gemacht haben: 30 Jahre Sozialismus haben sich dokumentiert. Eine katastrophale Situation!
Abg. Mag. Wurm: Freunde und Freunderl bedienen, ...!
Wir machen doch nicht aus Jux und Tollerei eine Pensionsreform, eine Gesundheitsreform und auch eine ÖBB-Reform (Abg. Mag. Wurm: Freunde und Freunderl bedienen!), sondern deshalb, weil Sie all das 30 Jahre hindurch heruntergewirtschaftet haben! (Abg. Mag. Wurm: Freunde und Freunderl bedienen, ...!) Ich werde Ihnen sagen – und es kann nicht oft genug gesagt werden –, was war, als wir letztendlich dann nach dem Zustandekommen der neuen Regierungskonstellation einen so genannten Kassasturz gemacht haben: 30 Jahre Sozialismus haben sich dokumentiert. Eine katastrophale Situation!
Abg. Reheis: Das ist ja unglaublich, was Sie ...!
Was war? – In der EU waren wir das Schlusslicht bei der Neuverschuldung! Es war nichts mehr finanzierbar, der Staat war vor dem Bankrott! – Deshalb ist es notwendig geworden zu reformieren. (Abg. Reheis: Das ist ja unglaublich, was Sie ...!) Wir machen das nicht aus Jux und Tollerei – auch bei den ÖBB nicht! Wir machen das deshalb, weil es notwendig ist! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Cap: Entweder ahnungslos – oder Lüge!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Cap: Entweder ahnungslos – oder Lüge!
Was war? – In der EU waren wir das Schlusslicht bei der Neuverschuldung! Es war nichts mehr finanzierbar, der Staat war vor dem Bankrott! – Deshalb ist es notwendig geworden zu reformieren. (Abg. Reheis: Das ist ja unglaublich, was Sie ...!) Wir machen das nicht aus Jux und Tollerei – auch bei den ÖBB nicht! Wir machen das deshalb, weil es notwendig ist! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Cap: Entweder ahnungslos – oder Lüge!)
Abg. Dr. Cap: Lüge oder Ahnungslosigkeit? Was war das jetzt?
Kommen wir jedoch zu den ÖBB zurück. (Abg. Dr. Cap: Lüge oder Ahnungslosigkeit? Was war das jetzt?) Mir ist gesagt worden: Ja wollen wir eine Privilegiendiskussion führen? – Realität ist, dass es auch eine Privilegiendiskussion ist. (Abg. Dr. Cap: Lüge oder Ahnungslosigkeit? – Entscheiden Sie sich!) Es ist auch eine Privilegiendiskussion, denn wie kann es sonst sein, dass es hier ein Unternehmen gibt, wo die Mitarbeiter – vor allem 30 000, die im Verwaltungsdienst der ÖBB tätig sind – mit 52 Jahren legal in Pension gehen können? Wie kann es das geben? (Abg. Mag. Wurm: ... Lehrer!) Wie kann es das geben, dass auf der einen Seite 4,4 Milliarden € Zuschuss im Jahr notwendig sind und auf der anderen Seite die Bediensteten, vor allem die Verwaltungsbediensteten, mit 52,2 Jahren in Pension gehen können? (Abg. Dr. Wittmann: Jetzt weiß ich, warum Sie niemand mehr wählt!)
Abg. Dr. Cap: Lüge oder Ahnungslosigkeit? – Entscheiden Sie sich!
Kommen wir jedoch zu den ÖBB zurück. (Abg. Dr. Cap: Lüge oder Ahnungslosigkeit? Was war das jetzt?) Mir ist gesagt worden: Ja wollen wir eine Privilegiendiskussion führen? – Realität ist, dass es auch eine Privilegiendiskussion ist. (Abg. Dr. Cap: Lüge oder Ahnungslosigkeit? – Entscheiden Sie sich!) Es ist auch eine Privilegiendiskussion, denn wie kann es sonst sein, dass es hier ein Unternehmen gibt, wo die Mitarbeiter – vor allem 30 000, die im Verwaltungsdienst der ÖBB tätig sind – mit 52 Jahren legal in Pension gehen können? Wie kann es das geben? (Abg. Mag. Wurm: ... Lehrer!) Wie kann es das geben, dass auf der einen Seite 4,4 Milliarden € Zuschuss im Jahr notwendig sind und auf der anderen Seite die Bediensteten, vor allem die Verwaltungsbediensteten, mit 52,2 Jahren in Pension gehen können? (Abg. Dr. Wittmann: Jetzt weiß ich, warum Sie niemand mehr wählt!)
Abg. Mag. Wurm: ... Lehrer!
Kommen wir jedoch zu den ÖBB zurück. (Abg. Dr. Cap: Lüge oder Ahnungslosigkeit? Was war das jetzt?) Mir ist gesagt worden: Ja wollen wir eine Privilegiendiskussion führen? – Realität ist, dass es auch eine Privilegiendiskussion ist. (Abg. Dr. Cap: Lüge oder Ahnungslosigkeit? – Entscheiden Sie sich!) Es ist auch eine Privilegiendiskussion, denn wie kann es sonst sein, dass es hier ein Unternehmen gibt, wo die Mitarbeiter – vor allem 30 000, die im Verwaltungsdienst der ÖBB tätig sind – mit 52 Jahren legal in Pension gehen können? Wie kann es das geben? (Abg. Mag. Wurm: ... Lehrer!) Wie kann es das geben, dass auf der einen Seite 4,4 Milliarden € Zuschuss im Jahr notwendig sind und auf der anderen Seite die Bediensteten, vor allem die Verwaltungsbediensteten, mit 52,2 Jahren in Pension gehen können? (Abg. Dr. Wittmann: Jetzt weiß ich, warum Sie niemand mehr wählt!)
Abg. Dr. Wittmann: Jetzt weiß ich, warum Sie niemand mehr wählt!
Kommen wir jedoch zu den ÖBB zurück. (Abg. Dr. Cap: Lüge oder Ahnungslosigkeit? Was war das jetzt?) Mir ist gesagt worden: Ja wollen wir eine Privilegiendiskussion führen? – Realität ist, dass es auch eine Privilegiendiskussion ist. (Abg. Dr. Cap: Lüge oder Ahnungslosigkeit? – Entscheiden Sie sich!) Es ist auch eine Privilegiendiskussion, denn wie kann es sonst sein, dass es hier ein Unternehmen gibt, wo die Mitarbeiter – vor allem 30 000, die im Verwaltungsdienst der ÖBB tätig sind – mit 52 Jahren legal in Pension gehen können? Wie kann es das geben? (Abg. Mag. Wurm: ... Lehrer!) Wie kann es das geben, dass auf der einen Seite 4,4 Milliarden € Zuschuss im Jahr notwendig sind und auf der anderen Seite die Bediensteten, vor allem die Verwaltungsbediensteten, mit 52,2 Jahren in Pension gehen können? (Abg. Dr. Wittmann: Jetzt weiß ich, warum Sie niemand mehr wählt!)
Abg. Mag. Kogler: Das ist ein ökonomischer Tiefflug!
Wie kann es sein, dass nur zwölf Bedienstete der Österreichischen Bundesbahnen von den gesamten 43 000 (Abg. Mag. Kogler: Das ist ein ökonomischer Tiefflug!) überhaupt 60 Jahre alt sind oder – das sei für all jene gesagt, die ASVG-versichert sind und auf ihre Pension sehnsüchtigst warten – nur ganze drei Bedienstete bei den ÖBB überhaupt 65 Jahre und älter sind? (Abg. Mag. Kogler: ...! Das ist ja ein Unsinn!)
Abg. Mag. Kogler: ...! Das ist ja ein Unsinn!
Wie kann es sein, dass nur zwölf Bedienstete der Österreichischen Bundesbahnen von den gesamten 43 000 (Abg. Mag. Kogler: Das ist ein ökonomischer Tiefflug!) überhaupt 60 Jahre alt sind oder – das sei für all jene gesagt, die ASVG-versichert sind und auf ihre Pension sehnsüchtigst warten – nur ganze drei Bedienstete bei den ÖBB überhaupt 65 Jahre und älter sind? (Abg. Mag. Kogler: ...! Das ist ja ein Unsinn!)
Zwischenruf der Abg. Hagenhofer.
Meine Damen und Herren! Hier stimmt etwas nicht! (Zwischenruf der Abg. Hagenhofer.) Hier besteht Reformbedarf! Ich kündige auch jetzt schon an: Im Dienstrecht muss eine Reform angesetzt werden. Es ist notwendig! (Abg. Mag. Kogler: Lernen Sie die Grundrechnungsarten! Eins und eins! Eins und eins, Herr Kollege!) – Wenn Sie das nicht erkennen und einfach nur irgendwelche Allgemeinplätze herausrufen, dann kann ich Ihnen nicht helfen. Wenn Sie es nicht erkennen, dass die ÖBB dringend reformiert werden müssen, können wir Ihnen nicht helfen. Wir machen es, weil es notwendig ist! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Cap und Dr. Wittmann.)
Abg. Mag. Kogler: Lernen Sie die Grundrechnungsarten! Eins und eins! Eins und eins, Herr Kollege!
Meine Damen und Herren! Hier stimmt etwas nicht! (Zwischenruf der Abg. Hagenhofer.) Hier besteht Reformbedarf! Ich kündige auch jetzt schon an: Im Dienstrecht muss eine Reform angesetzt werden. Es ist notwendig! (Abg. Mag. Kogler: Lernen Sie die Grundrechnungsarten! Eins und eins! Eins und eins, Herr Kollege!) – Wenn Sie das nicht erkennen und einfach nur irgendwelche Allgemeinplätze herausrufen, dann kann ich Ihnen nicht helfen. Wenn Sie es nicht erkennen, dass die ÖBB dringend reformiert werden müssen, können wir Ihnen nicht helfen. Wir machen es, weil es notwendig ist! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Cap und Dr. Wittmann.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Cap und Dr. Wittmann.
Meine Damen und Herren! Hier stimmt etwas nicht! (Zwischenruf der Abg. Hagenhofer.) Hier besteht Reformbedarf! Ich kündige auch jetzt schon an: Im Dienstrecht muss eine Reform angesetzt werden. Es ist notwendig! (Abg. Mag. Kogler: Lernen Sie die Grundrechnungsarten! Eins und eins! Eins und eins, Herr Kollege!) – Wenn Sie das nicht erkennen und einfach nur irgendwelche Allgemeinplätze herausrufen, dann kann ich Ihnen nicht helfen. Wenn Sie es nicht erkennen, dass die ÖBB dringend reformiert werden müssen, können wir Ihnen nicht helfen. Wir machen es, weil es notwendig ist! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Cap und Dr. Wittmann.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Das ist gut!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Zum Schluss kommend ... (Abg. Dr. Gusenbauer: Das ist gut!) – Das denke ich mir, dass Ihnen das, was ich hier gesagt habe, nicht sehr recht war, dass es Ihnen nicht sehr recht ist, wenn ich hier sage, dass vor einer Woche bei Ihnen alles vollkommen anders war und Sie sich jetzt um 180 Grad gedreht haben, weil Sie einer Parteiraison unterliegen und weil Sie glauben, dieser
Abg. Dr. Wittmann: Ihre Reform schadet ...!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die ÖBB und vor allem ihre Mitarbeiter (Abg. Dr. Wittmann: Ihre Reform schadet ...!) – und das betone ich: vor allem ihre Mitarbeiter – haben diese Reform verdient, denn nur diese Reform garantiert die Zukunft der Österreichischen Bundesbahnen. (Abg. Mag. Kogler: Hören Sie auf zu schwindeln!) Das muss man im Auge haben! Und, wie unser Bundesminister gesagt hat: Pünktlich, schnell, sauber, sicher. Und vor allem werden sie auch entschuldet. – Deshalb machen wir die Reform! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Wittmann: Diese Rede war ...! Jetzt weiß ich, warum Sie niemand mehr wählt! – Abg. Mag. Kogler: Es wird ein Schwindelkabinett verteidigt von den Abgeordneten! Jeder Schwindel wird verteidigt! Schmäh führen und schwindeln!)
Abg. Mag. Kogler: Hören Sie auf zu schwindeln!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die ÖBB und vor allem ihre Mitarbeiter (Abg. Dr. Wittmann: Ihre Reform schadet ...!) – und das betone ich: vor allem ihre Mitarbeiter – haben diese Reform verdient, denn nur diese Reform garantiert die Zukunft der Österreichischen Bundesbahnen. (Abg. Mag. Kogler: Hören Sie auf zu schwindeln!) Das muss man im Auge haben! Und, wie unser Bundesminister gesagt hat: Pünktlich, schnell, sauber, sicher. Und vor allem werden sie auch entschuldet. – Deshalb machen wir die Reform! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Wittmann: Diese Rede war ...! Jetzt weiß ich, warum Sie niemand mehr wählt! – Abg. Mag. Kogler: Es wird ein Schwindelkabinett verteidigt von den Abgeordneten! Jeder Schwindel wird verteidigt! Schmäh führen und schwindeln!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Wittmann: Diese Rede war ...! Jetzt weiß ich, warum Sie niemand mehr wählt! – Abg. Mag. Kogler: Es wird ein Schwindelkabinett verteidigt von den Abgeordneten! Jeder Schwindel wird verteidigt! Schmäh führen und schwindeln!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die ÖBB und vor allem ihre Mitarbeiter (Abg. Dr. Wittmann: Ihre Reform schadet ...!) – und das betone ich: vor allem ihre Mitarbeiter – haben diese Reform verdient, denn nur diese Reform garantiert die Zukunft der Österreichischen Bundesbahnen. (Abg. Mag. Kogler: Hören Sie auf zu schwindeln!) Das muss man im Auge haben! Und, wie unser Bundesminister gesagt hat: Pünktlich, schnell, sauber, sicher. Und vor allem werden sie auch entschuldet. – Deshalb machen wir die Reform! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Wittmann: Diese Rede war ...! Jetzt weiß ich, warum Sie niemand mehr wählt! – Abg. Mag. Kogler: Es wird ein Schwindelkabinett verteidigt von den Abgeordneten! Jeder Schwindel wird verteidigt! Schmäh führen und schwindeln!)
Abg. Öllinger: Das haben wir gerne!
Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie Mag. Helmut Kukacka: Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Die doch, wie ich glaube, weitgehend unsachlichen Debattenbeiträge der Opposition (Abg. Öllinger: Das haben wir gerne!) können, meine Damen und Herren, nicht darüber hinwegtäuschen, dass die heutige Reform ein Meilenstein in der österreichischen Verkehrspolitik ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie Mag. Helmut Kukacka: Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Die doch, wie ich glaube, weitgehend unsachlichen Debattenbeiträge der Opposition (Abg. Öllinger: Das haben wir gerne!) können, meine Damen und Herren, nicht darüber hinwegtäuschen, dass die heutige Reform ein Meilenstein in der österreichischen Verkehrspolitik ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen und Bravoruf bei der ÖVP.
Mit dieser Reform befreit die Bundesregierung die Bundesbahnen von den letzten Fesseln einer Staatsbahn und macht das wichtigste Verkehrsunternehmen dieses Landes fit für das 21. Jahrhundert. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen und Bravoruf bei der ÖVP.) Diese Reform schafft moderne und effiziente Unternehmensstrukturen (Abg. Dr. Niederwieser: Schlagworte! Schlagworte!), begrenzt die Staatszuschüsse und ermöglicht eine kundennahe Verkehrsleistung. Die ÖBB werden dadurch, meine Damen und Herren, vor allem endlich zu einem normalen Unternehmen, das nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten geführt wird und sich in Zukunft stärker am Markt und am Wettbewerb orientieren wird. Die Bahn bekommt mehr Bewegungsfreiheit und Selbständigkeit, aber auch mehr wirtschaftliche Ergebnisverantwortung für ihre Manager und für ihre Mitarbeiter übertragen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Niederwieser: Schlagworte! Schlagworte!
Mit dieser Reform befreit die Bundesregierung die Bundesbahnen von den letzten Fesseln einer Staatsbahn und macht das wichtigste Verkehrsunternehmen dieses Landes fit für das 21. Jahrhundert. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen und Bravoruf bei der ÖVP.) Diese Reform schafft moderne und effiziente Unternehmensstrukturen (Abg. Dr. Niederwieser: Schlagworte! Schlagworte!), begrenzt die Staatszuschüsse und ermöglicht eine kundennahe Verkehrsleistung. Die ÖBB werden dadurch, meine Damen und Herren, vor allem endlich zu einem normalen Unternehmen, das nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten geführt wird und sich in Zukunft stärker am Markt und am Wettbewerb orientieren wird. Die Bahn bekommt mehr Bewegungsfreiheit und Selbständigkeit, aber auch mehr wirtschaftliche Ergebnisverantwortung für ihre Manager und für ihre Mitarbeiter übertragen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Mit dieser Reform befreit die Bundesregierung die Bundesbahnen von den letzten Fesseln einer Staatsbahn und macht das wichtigste Verkehrsunternehmen dieses Landes fit für das 21. Jahrhundert. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen und Bravoruf bei der ÖVP.) Diese Reform schafft moderne und effiziente Unternehmensstrukturen (Abg. Dr. Niederwieser: Schlagworte! Schlagworte!), begrenzt die Staatszuschüsse und ermöglicht eine kundennahe Verkehrsleistung. Die ÖBB werden dadurch, meine Damen und Herren, vor allem endlich zu einem normalen Unternehmen, das nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten geführt wird und sich in Zukunft stärker am Markt und am Wettbewerb orientieren wird. Die Bahn bekommt mehr Bewegungsfreiheit und Selbständigkeit, aber auch mehr wirtschaftliche Ergebnisverantwortung für ihre Manager und für ihre Mitarbeiter übertragen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Ruf bei der SPÖ: Rechnen Sie das einmal vor!
Diese Reform, meine Damen und Herren, war auch dringend notwendig, denn die Situation der Bahn war gekennzeichnet – einige der Vorredner haben ja darauf hingewiesen – durch ständig steigende Budgetzuschüsse: 1992: 2,5 Milliarden €, 2002: 4,4 Milliarden €. (Ruf bei der SPÖ: Rechnen Sie das einmal vor!) Ohne Reform würde dieser jährliche Staatszuschuss bis zum Jahr 2010 auf 5,1 Milliarden € ansteigen, meine Damen und Herren.
Abg. Dr. Wittmann: Wie hoch ist Ihre Pension, Herr Staatssekretär?
Wir geben damit insgesamt jährlich für das System Schiene dreimal so viel aus wie für die österreichischen Universitäten und wie für die Landesverteidigung. (Abg. Dr. Wittmann: Wie hoch ist Ihre Pension, Herr Staatssekretär?) Wir geben für dieses System Schiene 7 Prozent der Staatsausgaben aus, meine Damen und Herren! (Abg. Dr. Wittmann: Wie hoch ist Ihre Pension?) Da ist es doch selbstverständlich, dass der Staat hier die Verantwortung übernimmt und sagt: Diese steigenden Belastungen, vor allem für die Steuerzahler, müssen wir doch jetzt endlich einmal durchleuchten, da müssen wir doch entsprechende Reformen machen, das kann doch so nicht ungebremst weitergehen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Wittmann: Wie hoch ist Ihre Pension?
Wir geben damit insgesamt jährlich für das System Schiene dreimal so viel aus wie für die österreichischen Universitäten und wie für die Landesverteidigung. (Abg. Dr. Wittmann: Wie hoch ist Ihre Pension, Herr Staatssekretär?) Wir geben für dieses System Schiene 7 Prozent der Staatsausgaben aus, meine Damen und Herren! (Abg. Dr. Wittmann: Wie hoch ist Ihre Pension?) Da ist es doch selbstverständlich, dass der Staat hier die Verantwortung übernimmt und sagt: Diese steigenden Belastungen, vor allem für die Steuerzahler, müssen wir doch jetzt endlich einmal durchleuchten, da müssen wir doch entsprechende Reformen machen, das kann doch so nicht ungebremst weitergehen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir geben damit insgesamt jährlich für das System Schiene dreimal so viel aus wie für die österreichischen Universitäten und wie für die Landesverteidigung. (Abg. Dr. Wittmann: Wie hoch ist Ihre Pension, Herr Staatssekretär?) Wir geben für dieses System Schiene 7 Prozent der Staatsausgaben aus, meine Damen und Herren! (Abg. Dr. Wittmann: Wie hoch ist Ihre Pension?) Da ist es doch selbstverständlich, dass der Staat hier die Verantwortung übernimmt und sagt: Diese steigenden Belastungen, vor allem für die Steuerzahler, müssen wir doch jetzt endlich einmal durchleuchten, da müssen wir doch entsprechende Reformen machen, das kann doch so nicht ungebremst weitergehen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Kogler: ... Forstinger! – Abg. Hagenhofer: ... Forstinger!
Meine Damen und Herren! Was Generationen von sozialdemokratischen Verkehrsministern – von Streicher über Klima bis zu Einem – nicht zustande gebracht haben (Abg. Mag. Kogler: ... Forstinger! – Abg. Hagenhofer: ... Forstinger!), nämlich eine wirkliche Reform der Bundesbahnen, das greift nun diese Regierung auf. Wir setzen mit dieser Reform jener Mentalität ein Ende, die da lautet (Abg. Mag. Kogler: Forstinger, Reichhold! Serielle Inkompetenz! Serielle Inkompetenz im blauen Ressort!): Gleichgültig, was es kostet, der Steuerzahler wird es schon richten!
Abg. Mag. Kogler: Forstinger, Reichhold! Serielle Inkompetenz! Serielle Inkompetenz im blauen Ressort!
Meine Damen und Herren! Was Generationen von sozialdemokratischen Verkehrsministern – von Streicher über Klima bis zu Einem – nicht zustande gebracht haben (Abg. Mag. Kogler: ... Forstinger! – Abg. Hagenhofer: ... Forstinger!), nämlich eine wirkliche Reform der Bundesbahnen, das greift nun diese Regierung auf. Wir setzen mit dieser Reform jener Mentalität ein Ende, die da lautet (Abg. Mag. Kogler: Forstinger, Reichhold! Serielle Inkompetenz! Serielle Inkompetenz im blauen Ressort!): Gleichgültig, was es kostet, der Steuerzahler wird es schon richten!
Abg. Dr. Wittmann: Wie hoch ist Ihre Pension?
Wir streichen den § 2 des Bundesbahngesetzes, der eine automatische Verlustabdeckung durch den Bund vorsieht, und wir werden den Zuschussbedarf aus dem Budget stabilisieren, nämlich durch Schaffung neuer organisatorischer und rechtlicher Grundlagen, die ein wesentlich effizienteres Wirtschaften ermöglichen werden. Und wir werden auch dafür sorgen, dass in diesem System bis zum Jahr 2010 rund 1 Milliarde € an Einsparungspotential lukriert wird. (Abg. Dr. Wittmann: Wie hoch ist Ihre Pension?)
Abg. Dr. Wittmann: Wie hoch ist Ihre Pension? Ihre Pension möchte ich wissen!
Wir brauchen zweitens eine Reform des Dienstrechtes. Damit wird das veraltete und starre ÖBB-Dienstrecht mit seinen auch vom Rechnungshof gerügten Sonderrechten an das in vergleichbaren Betrieben übliche Arbeits- und Dienstrecht angepasst. (Abg. Dr. Wittmann: Wie hoch ist Ihre Pension? Ihre Pension möchte ich wissen!) Den Sozialpartnern wird bis Ende April 2004 Zeit gegeben, diesen Anspruch einzulösen, meine Damen und Herren.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wir brauchen drittens eine Reform des Personalvertretungsrechtes. Durch die Überführung des bisherigen Bahn-Betriebsverfassungsgesetzes in das für alle österreichischen Unternehmen gültige Arbeitsverfassungsgesetz werden jene notwendigen und ausgewogenen Mitwirkungsrechte der Belegschaftsvertreter sichergestellt, wie sie auch in anderen vergleichbaren Großbetrieben herrschen, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Eder: Das ist kein Theater! – Rufe bei der SPÖ: „Theater“?! – Rufe der Empörung bei der SPÖ
Meine Damen und Herren! Was hier manche Kollegen aufgeführt haben! Dieses Theater etwa des Kollegen Eder (Abg. Eder: Das ist kein Theater! – Rufe bei der SPÖ: „Theater“?! – Rufe der Empörung bei der SPÖ) spricht wirklich nicht für ihn, denn, meine Damen und Herren, es ist unsachlich, es ist ... (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Was hier manche Kollegen aufgeführt haben! Dieses Theater etwa des Kollegen Eder (Abg. Eder: Das ist kein Theater! – Rufe bei der SPÖ: „Theater“?! – Rufe der Empörung bei der SPÖ) spricht wirklich nicht für ihn, denn, meine Damen und Herren, es ist unsachlich, es ist ... (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Mainoni: Dürfen wir die Wahrheit nicht mehr sagen?
Präsident Dr. Heinz Fischer (das Glockenzeichen gebend): Meine Damen und Herren! Ich schlage einen Kompromiss vor, der lautet: Von der Regierungsbank werden frei gewählte Abgeordnete nicht qualifiziert – und die frei gewählten Abgeordneten dämpfen den Lautstärkepegel so, dass unsere Zuseher im Fernsehen vom Niveau dieser Debatte keinen schlechten Eindruck haben. (Abg. Mag. Mainoni: Dürfen wir die Wahrheit nicht mehr sagen?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit des Abg. Eder. – Ruf bei der SPÖ: Sie haben vieles noch nicht bewältigt! – Abg. Mag. Kogler: Wenigstens das ist gelungen!
Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie Mag. Helmut Kukacka (fortsetzend): Herr Präsident, ich nehme das zur Kenntnis. Ich war nur wirklich verblüfft durch den totalen Widerspruch zwischen dem, was am Donnerstag und Freitag war, und dem, was ich heute hier erlebt habe – und diesen Widerspruch habe ich offenbar noch nicht ganz bewältigt gehabt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit des Abg. Eder. – Ruf bei der SPÖ: Sie haben vieles noch nicht bewältigt! – Abg. Mag. Kogler: Wenigstens das ist gelungen!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Diese Regierung ist in diesen Verhandlungen zu ganz wichtigen Klarstellungen bereit gewesen, nämlich erstens, dass es zu keiner Privatisierung der ÖBB kommen wird, sondern dass sich dieser Konzern auch in Zukunft zu 100 Prozent im Eigentum des Bundes befinden wird. Deshalb fällt die seit Monaten vorgebrachte dahin gehende Kritik völlig substanzlos in sich zusammen, meine Damen und Herren. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wir haben weiters festgestellt: Die Bundesbahnen werden nicht zerschlagen, sondern sie bleiben selbstverständlich ein Konzern mit einer klaren strategischen Ausrichtung, der von einer entsprechenden koordinierenden Holding geführt wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Drittens, meine Damen und Herren: Wir haben klargestellt, dass auch in Zukunft rund 2 Milliarden € jährlich aus dem Budget für den Betrieb der Bundesbahnen zur Verfügung gestellt werden. Wir haben damit die Finanzierung des Betriebes der Bahn auf sichere und verlässliche Beine gestellt und damit auch die Zukunft der Bahn gesichert. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Da frage ich mich dann: Was bleibt eigentlich noch übrig von den vielen Vorwürfen, die Sie uns in den letzten Monaten diesbezüglich gemacht haben? (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Gaßner: Das werden wir sehen! – Abg. Hagenhofer: Warum macht man es dann? Warum wird es dann gemacht?
Darüber hinaus wurde auch klargestellt, dass die Strukturreform keine nachteiligen Veränderungen und Leistungsschmälerungen im öffentlichen Verkehr bringen wird. Die entsprechenden Verkehrsleistungsverträge, die die Bahn etwa mit den Gebietskörperschaften abgeschlossen hat, bleiben selbstverständlich in vollem Umfang aufrecht und werden auch auf die neuen Gesellschaften übertragen. Es werden deshalb aus dieser Strukturreform weder den Gemeinden noch den Ländern irgendwelche zusätzlichen Kosten entstehen, meine Damen und Herren – damit das auch entsprechend klargestellt ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Gaßner: Das werden wir sehen! – Abg. Hagenhofer: Warum macht man es dann? Warum wird es dann gemacht?)
Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen
All diese Befürchtungen sind also völlig unberechtigt. Und deshalb ist wahrscheinlich die Vermutung nicht ganz unberechtigt, dass sich die SPÖ-Führung aus Rücksicht eben auch auf ihre sozialistischen Kernwähler (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen) dieser Reform verweigert hat und ihre auf Kompromisskurs befindlichen Vertreter bei den Verhandlungen wieder zurückgepfiffen hat.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie Mag. Helmut Kukacka (fortsetzend): Diese Reform wird die Bahn in eine positive Zukunft führen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ
Abgeordneter Friedrich Verzetnitsch (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Beim Anblick dieses Bildes (der Redner hält eine kleine Tafel mit einer Abbildung und mit der Aufschrift „Reformen für die Bahn“ in die Höhe) würden Eisenbahnkenner wahrscheinlich sagen, dass das ein 40 Jahre alter Triebwagenzug ist, den Sie in die Zukunft schicken wollen. – Aber das sei nur nebenbei erwähnt (Beifall bei der SPÖ), denn auch Herr Klubobmann Molterer hat ja ein Taferl vor sich stehen, auf welchem steht: „Für ein modernes Servicedenken“.
Abg. Dr. Stummvoll: Zu früh! Laut Gusenbauer ist es zu früh!
Die ÖVP kommt da schon ein bisschen zu spät, denn den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei der Bahn wird von vielen ... (Abg. Dr. Stummvoll: Zu früh! Laut Gusenbauer ist es zu früh!) Mit diesem Argument kommen Sie zu spät, Herr Staatssekretär, ah, Herr Kollege. – Sie waren einmal Staatssekretär. (Heiterkeit der Abgeordneten Dr. Stummvoll und Mag. Molterer.) – Herr Kollege, achten Sie darauf, was da draufsteht! Sie kommen zu spät! (Abg. Dr. Lopatka: Auf dem Taferl steht das nicht!) – Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bahn haben den Servicegedanken. Was ihnen fehlt, ist die Unterstützung der Politik, damit sie ihn auch umsetzen können! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger. – Abg. Dr. Lopatka: Herr Präsident, das steht nicht drauf! – Rufe bei der ÖVP: Lesen Sie! Lesen!)
Heiterkeit der Abgeordneten Dr. Stummvoll und Mag. Molterer.
Die ÖVP kommt da schon ein bisschen zu spät, denn den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei der Bahn wird von vielen ... (Abg. Dr. Stummvoll: Zu früh! Laut Gusenbauer ist es zu früh!) Mit diesem Argument kommen Sie zu spät, Herr Staatssekretär, ah, Herr Kollege. – Sie waren einmal Staatssekretär. (Heiterkeit der Abgeordneten Dr. Stummvoll und Mag. Molterer.) – Herr Kollege, achten Sie darauf, was da draufsteht! Sie kommen zu spät! (Abg. Dr. Lopatka: Auf dem Taferl steht das nicht!) – Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bahn haben den Servicegedanken. Was ihnen fehlt, ist die Unterstützung der Politik, damit sie ihn auch umsetzen können! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger. – Abg. Dr. Lopatka: Herr Präsident, das steht nicht drauf! – Rufe bei der ÖVP: Lesen Sie! Lesen!)
Abg. Dr. Lopatka: Auf dem Taferl steht das nicht!
Die ÖVP kommt da schon ein bisschen zu spät, denn den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei der Bahn wird von vielen ... (Abg. Dr. Stummvoll: Zu früh! Laut Gusenbauer ist es zu früh!) Mit diesem Argument kommen Sie zu spät, Herr Staatssekretär, ah, Herr Kollege. – Sie waren einmal Staatssekretär. (Heiterkeit der Abgeordneten Dr. Stummvoll und Mag. Molterer.) – Herr Kollege, achten Sie darauf, was da draufsteht! Sie kommen zu spät! (Abg. Dr. Lopatka: Auf dem Taferl steht das nicht!) – Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bahn haben den Servicegedanken. Was ihnen fehlt, ist die Unterstützung der Politik, damit sie ihn auch umsetzen können! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger. – Abg. Dr. Lopatka: Herr Präsident, das steht nicht drauf! – Rufe bei der ÖVP: Lesen Sie! Lesen!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger. – Abg. Dr. Lopatka: Herr Präsident, das steht nicht drauf! – Rufe bei der ÖVP: Lesen Sie! Lesen!
Die ÖVP kommt da schon ein bisschen zu spät, denn den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei der Bahn wird von vielen ... (Abg. Dr. Stummvoll: Zu früh! Laut Gusenbauer ist es zu früh!) Mit diesem Argument kommen Sie zu spät, Herr Staatssekretär, ah, Herr Kollege. – Sie waren einmal Staatssekretär. (Heiterkeit der Abgeordneten Dr. Stummvoll und Mag. Molterer.) – Herr Kollege, achten Sie darauf, was da draufsteht! Sie kommen zu spät! (Abg. Dr. Lopatka: Auf dem Taferl steht das nicht!) – Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bahn haben den Servicegedanken. Was ihnen fehlt, ist die Unterstützung der Politik, damit sie ihn auch umsetzen können! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger. – Abg. Dr. Lopatka: Herr Präsident, das steht nicht drauf! – Rufe bei der ÖVP: Lesen Sie! Lesen!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.
Herr Staatssekretär, nicht jeder Vergleich ist ein Vergleich, den man anwenden kann, denn Bildung mit dem Verkehr zu vergleichen, das kann nur Ihnen einfallen – uns nicht, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.
Was ist Ihre Zielsetzung für die Bahn? Wo ist Ihr Konzept für eine moderne Personentransportgesellschaft in Österreich? Wo ist Ihr Konzept für eine moderne Infrastruktur? – Das finden Sie in diesem Gesetz nicht, meine sehr geehrten Damen und Herren! Kästchen zeichnen, aufteilen, das ist Ihre Infrastruktur! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.)
Abg. Scheibner: Das sind ja keine neuen Schulden!
Sie von der Koalition kritisieren den Schuldenberg. Sie haben gerade vorhin darüber geredet, was im Ausschuss gesprochen worden ist. Im Ausschuss ist hauptsächlich von Ihrer Seite gesprochen worden. Im Jahre 2010 wird die Bahn wieder mehr als 10 Milliarden Schulden haben. (Abg. Scheibner: Das sind ja keine neuen Schulden!) Sie verschieben in Wirklichkeit nur die Bezahlung der Infrastruktur auf die Zukunft, da-
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.
Geben Sie der Bahn die notwendigen Mittel, dann wird sie auch erfolgreich für die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes tätig sein! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Hakl.
Wo ist denn das klare gesetzliche Bekenntnis zur Infrastruktur und den notwendigen Krediten und die Zinszahlungen? Da herrscht das Prinzip Hoffnung vor. Sie machen Haftungsübernahmen, aber nicht eine Finanzierung der notwendigen Mittel für die Infrastruktur, die durch den Staat auch entsprechend beauftragt werden. (Zwischenruf der Abg. Mag. Hakl.)
Abg. Schöls: Sie unterstellen aber den Managern viel!
Ich würde mir wünschen, dass jene Aufsichtsräte, die mich heute in der Früh angerufen und gesagt haben: Ein Wahnsinn, was da passiert!, das nicht nur mir sagen – ich habe ihnen das auch am Telefon gesagt –, sondern auch in der Öffentlichkeit auftreten; nicht so wie der Vorstand, der zuerst gegen die Reform ist, dann zum Minister vorgeladen wird und auf einmal für die Reform ist. Der Vorstand schiebt den Mut beiseite, anstatt für eine moderne Bahn einzutreten, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Schöls: Sie unterstellen aber den Managern viel!)
Neuerlicher Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.
Ja, so ist es auch! Damit habe ich auch gar nichts am Hut. Ich liebe Manager, die eine klare Meinung auch dann vertreten, wenn ihnen der Wind ins Gesicht bläst, und nicht dann, wenn es der Minister anordnet. (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.)
Staatssekretär Mag. Kukacka: Nein!
Herr Staatssekretär Kukacka, eines kann man Ihnen nicht absprechen: Sie sind gegen die Mitbestimmung, Sie sind dagegen, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in einem Unternehmen mitbestimmen. (Staatssekretär Mag. Kukacka: Nein!) – Ich werde Ihnen das gleich beweisen. Ich erinnere vor allem all die ÖVP-Abgeordneten, die als Personalvertreter tätig sind, daran, was hier vom Staatssekretär öffentlich kundgetan wird. Da heißt es: Entfesselung des Unternehmens von der Mitbestimmung der Personalvertreter, Aussendung vom 3. Dezember. (Staatssekretär Mag. Kukacka: Nein!) – Lesen Sie es nach! (Staatssekretär Mag. Kukacka: Richtig zitieren!) – Ich zitiere richtig.
Staatssekretär Mag. Kukacka: Nein!
Herr Staatssekretär Kukacka, eines kann man Ihnen nicht absprechen: Sie sind gegen die Mitbestimmung, Sie sind dagegen, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in einem Unternehmen mitbestimmen. (Staatssekretär Mag. Kukacka: Nein!) – Ich werde Ihnen das gleich beweisen. Ich erinnere vor allem all die ÖVP-Abgeordneten, die als Personalvertreter tätig sind, daran, was hier vom Staatssekretär öffentlich kundgetan wird. Da heißt es: Entfesselung des Unternehmens von der Mitbestimmung der Personalvertreter, Aussendung vom 3. Dezember. (Staatssekretär Mag. Kukacka: Nein!) – Lesen Sie es nach! (Staatssekretär Mag. Kukacka: Richtig zitieren!) – Ich zitiere richtig.
Staatssekretär Mag. Kukacka: Richtig zitieren!
Herr Staatssekretär Kukacka, eines kann man Ihnen nicht absprechen: Sie sind gegen die Mitbestimmung, Sie sind dagegen, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in einem Unternehmen mitbestimmen. (Staatssekretär Mag. Kukacka: Nein!) – Ich werde Ihnen das gleich beweisen. Ich erinnere vor allem all die ÖVP-Abgeordneten, die als Personalvertreter tätig sind, daran, was hier vom Staatssekretär öffentlich kundgetan wird. Da heißt es: Entfesselung des Unternehmens von der Mitbestimmung der Personalvertreter, Aussendung vom 3. Dezember. (Staatssekretär Mag. Kukacka: Nein!) – Lesen Sie es nach! (Staatssekretär Mag. Kukacka: Richtig zitieren!) – Ich zitiere richtig.
Abg. Schöls: Ihr habt dagegen gestimmt!
Wenn Sie jemandem Privilegien vorwerfen und immer von „Besitzstandswahrern“ reden, frage ich Sie: Wie ist denn das mit der ÖVP? – Da wird den Eisenbahnern vorgeworfen, dass sie früher in Pension gehen, weil sie ein Lebensarbeitszeitmodell haben, das aber von der Bahn aufgekündigt worden ist, Kollege Schöls. (Abg. Schöls: Ihr habt dagegen gestimmt!) Und die gleiche ÖAAB-Fraktion schlägt jetzt als Modernisierung ein Lebensarbeitzeitmodell vor. Also: für die ÖVP-ler ja, aber für die bei der Bahn Beschäftigten nein! Das wird nicht funktionieren. Das wird nicht gehen. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.
Wenn Sie jemandem Privilegien vorwerfen und immer von „Besitzstandswahrern“ reden, frage ich Sie: Wie ist denn das mit der ÖVP? – Da wird den Eisenbahnern vorgeworfen, dass sie früher in Pension gehen, weil sie ein Lebensarbeitszeitmodell haben, das aber von der Bahn aufgekündigt worden ist, Kollege Schöls. (Abg. Schöls: Ihr habt dagegen gestimmt!) Und die gleiche ÖAAB-Fraktion schlägt jetzt als Modernisierung ein Lebensarbeitzeitmodell vor. Also: für die ÖVP-ler ja, aber für die bei der Bahn Beschäftigten nein! Das wird nicht funktionieren. Das wird nicht gehen. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.)
Abg. Miedl: Da muss man ein Gesetz machen!
Herr Staatssekretär! Sie sprechen davon, niemand denke an Privatisierung. Was war denn in der ersten Jahreshälfte von Ihrer Fraktion und auch von Ihnen zu hören? – Privatisierung ist nicht ausgeschlossen in dem Konzept. (Abg. Miedl: Da muss man ein Gesetz machen!) Daher: Bleiben wir bei der Wahrheit! Sagen Sie, was Sie wirklich damit wollen! (Zwischenruf des Abg. Dr. Trinkl.) Eine moderne Infrastruktur, eine moderne Bahn oder deren Zerschlagung, damit man sie privatisieren kann?! Das sollte meiner Meinung nach in der Öffentlichkeit dargestellt werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Trinkl.
Herr Staatssekretär! Sie sprechen davon, niemand denke an Privatisierung. Was war denn in der ersten Jahreshälfte von Ihrer Fraktion und auch von Ihnen zu hören? – Privatisierung ist nicht ausgeschlossen in dem Konzept. (Abg. Miedl: Da muss man ein Gesetz machen!) Daher: Bleiben wir bei der Wahrheit! Sagen Sie, was Sie wirklich damit wollen! (Zwischenruf des Abg. Dr. Trinkl.) Eine moderne Infrastruktur, eine moderne Bahn oder deren Zerschlagung, damit man sie privatisieren kann?! Das sollte meiner Meinung nach in der Öffentlichkeit dargestellt werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Staatssekretär! Sie sprechen davon, niemand denke an Privatisierung. Was war denn in der ersten Jahreshälfte von Ihrer Fraktion und auch von Ihnen zu hören? – Privatisierung ist nicht ausgeschlossen in dem Konzept. (Abg. Miedl: Da muss man ein Gesetz machen!) Daher: Bleiben wir bei der Wahrheit! Sagen Sie, was Sie wirklich damit wollen! (Zwischenruf des Abg. Dr. Trinkl.) Eine moderne Infrastruktur, eine moderne Bahn oder deren Zerschlagung, damit man sie privatisieren kann?! Das sollte meiner Meinung nach in der Öffentlichkeit dargestellt werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Staatssekretär Mag. Kukacka: Richtig!
Sie, Herr Staatssekretär, bejammern, dass es so viele Betriebsräte beziehungsweise Personalvertreter bei der Bahn gibt. Ich erinnere Sie persönlich daran, dass Sie im Jahr 1997 mit dem Abgeordneten Feurstein als Minderheitenschutz eine Grenze im Bahn-Betriebsverfassungsgesetz eingezogen haben, damit mehr Minderheiten auch als Personalvertreter berücksichtigt werden können. (Staatssekretär Mag. Kukacka: Richtig!) 1997! Und heute sagen Sie, das muss sich alles ändern.
Oh-Rufe und ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Sie vermitteln der Öffentlichkeit auch, dass es weniger Freigestellte geben wird. Heute hat die Bahn 137 Freigestellte. Nach Ihrem Konzept, wenn das beschlossen wird, wird sie in Zukunft 172 Freigestellte haben. (Oh-Rufe und ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Das ist die „Modernität“ der Bahn, meine sehr geehrten Damen und Herren!
Der Redner übergibt dem auf der Regierungsbank sitzenden Staatssekretär Mag. Kukacka ein Schriftstück. – Staatssekretär Mag. Kukacka: Ich kenne das! Wir haben das genau studiert!
Am 3. Dezember haben Sie ebenfalls behauptet: Endlich wird es dazu kommen, dass die Betriebsführung der Personalvertretung von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bezahlt wird, weil hier das Arbeitsverfassungsgesetz wirksam wird. – Erlauben Sie mir, Folgendes zu zitieren: Beistellung von Sacherfordernissen: Für Personalvertreter – im Arbeitsverfassungsgesetz steht für Betriebsräte – sind im angemessenen Ausmaß vom Betriebsinhaber unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. – Also sagen Sie hier nicht, dass Sie das Arbeitsverfassungsgesetz kennen! Ich gebe es Ihnen gerne. Lesen Sie es nach! (Der Redner übergibt dem auf der Regierungsbank sitzenden Staatssekretär Mag. Kukacka ein Schriftstück. – Staatssekretär Mag. Kukacka: Ich kenne das! Wir haben das genau studiert!) Sie werden feststellen, dass die Betriebsführung der Personalvertreter sehr wohl vom Unternehmen zu zahlen ist.
Abg. Silhavy: Unglaublich!
Wenn sie den Fahrplan ändern wollen, sind die Rail Cargo Austria AG, die Personenverkehr AG, die Infrastruktur Betrieb AG zuständig, die Infrastruktur Bau AG und die Traktions GmbH zuständig. – Mehr Häuptlinge, weniger Indianer! (Abg. Silhavy: Unglaublich!)
Anhaltender Beifall und Bravorufe bei der SPÖ sowie Beifall der Grünen. – Abg. Scheibner: Mehr Partei, weniger Dienstleistung!
Das ist Ihr Konzept, aber nicht unseres, meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir wollen einen modernen Personenverkehr. Wir wollen ein Angebot für Kunden. Wir wollen ein Angebot für die Wirtschaft, das zu einer modernen Bahn führt, und nicht eine Zerstückelung, die tatsächlich mehr Häuptlinge und weniger Indianer, die Kunden lukrieren können, bedeutet. (Anhaltender Beifall und Bravorufe bei der SPÖ sowie Beifall der Grünen. – Abg. Scheibner: Mehr Partei, weniger Dienstleistung!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Mag. Roderich Regler (ÖVP): Herr Präsident! Hohes Haus! (Der Redner stellt eine Tafel mit der Aufschrift „Reformen braucht die Bahn – ÖVP“ vor sich auf das Rednerpult.) Wir haben heute eine Vorlage zu behandeln, mit der wir in Hinkunft eine wettbewerbsfähige Bahn haben wollen, eine Bahn, die sicher, schnell, sauber und serviceorientiert arbeitet. Diese Vorlage erfüllt unserer Meinung nach eindeutig all diese Vorgaben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.
Ich möchte es heute nicht verabsäumen, mich bei allen Österreicherinnen und Österreichern herzlich dafür zu bedanken, dass sie uns jährlich 4,4 Milliarden € zur Verfügung stellen, damit wir unsere Bahn bezahlen können, und zwar vom kleinsten Baby bis zur Urgroßmutter. Ein herzliches Danke an alle Steuerzahler! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Lichtenberger: Mathematik: Nicht genügend!
Davon geht 1 Milliarde € an die ASFINAG, vielleicht noch maximal 1,5 Milliarden € – das hängt vom Finanzausgleich ab – an die Länder, und alles andere dient zur Finanzierung unserer Bahn. Das muss auch einmal gesagt werden. Daher ein Danke an alle, die das bezahlen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Lichtenberger: Mathematik: Nicht genügend!)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Dr. Gabriela Moser.
Ich möchte mich auch bei Hubert Gorbach und Helmut Kukacka sehr herzlich für diese Vorlage bedanken. Einen ganz besonders schweren Stand hatte hier Helmut Kukacka, der persönlich diffamiert wurde und dem immer vorgeworfen wurde, er wolle das Unternehmen mit der Hacke zerschlagen. Meine sehr geehrten Damen und Herren! Schauen Sie Helmut Kukacka an! Trauen Sie ihm zu, dass er mit der Hacke etwas Wertvolles zerschlägt? Ich glaube nicht. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Dr. Gabriela Moser.)
Abg. Dr. Lichtenberger: Das glaube ich!
Ihre Argumentation war: zerschlagen, verscherbelt, privatisiert – pfui Teufel! – und finanziell ausgehungert. Schauen wir uns einmal an, was Sache ist! Was passiert wirklich? – Wir gründen eine ÖBB-Holding AG. Ich war immer ein Anhänger einer Holdinglösung bei der Bahnreform, das habe ich immer gesagt. (Abg. Dr. Lichtenberger: Das glaube ich!) Diese Holding steht zu 100 Prozent im Eigentum des Bundes. Das beschließen wir heute, das steht im Gesetz. Das hat genau dieselbe Sicherheit wie das
Abg. Gradwohl: Mehr Häuptlinge, weniger Indianer!
Es gibt vier operative Töchter. Warum gibt es vier operative Töchter? (Abg. Gradwohl: Mehr Häuptlinge, weniger Indianer!) Weil es verschiedene Aufgaben gibt, völlig verschiedene Aufgaben. Die Töchter werden von der Holding durch personelle Verflechtungen, durch den Eintritt der Vorstände der Holding in die Aufsichtsräte der Töchter, gesteuert. Wir haben diese Steuerungsinstrumente eingebaut, damit wir zu einem guten Ergebnis kommen.
Abg. Mag. Trunk: Das ist unerhört! – Ruf bei der SPÖ: Frechheit!
Es soll sogar besser werden, wesentlich besser. Der Fahrgast soll in Hinkunft niemals das Gefühl haben, dass er der „Störfall“ ist. Derzeit hat man manchmal das Gefühl, als wollte man Eisenbahn im Maßstab eins zu eins spielen, und der „Störfall“ ist der Fahrgast, der da noch einsteigen will. Und was macht man dann am besten? (Abg. Mag. Trunk: Das ist unerhört! – Ruf bei der SPÖ: Frechheit!) – Am besten ist, dass man gar nicht stehen bleibt.
Abg. Scheibner: Dafür hat er die Einigung verhindert!
Ich wundere mich immer nur, dass Bürgermeister Häupl diesem Unfug überhaupt zuschaut und nicht schon längst einen entsprechenden Vertrag mit den ÖBB abgeschlossen hat, dass diese Stationen wieder errichtet werden. (Abg. Scheibner: Dafür hat er die Einigung verhindert!)
Abg. Dr. Lichtenberger: Das macht höhere Kosten!
Die zweite AG ist die Güterverkehr AG. Wir hoffen alle, dass die Güterverkehr AG einen merkbaren Anteil am Verkehrszuwachs bewältigen kann, vor allem im Transitverkehr, wo an langen Strecken viel zu verdienen ist, wo sie bald auch im großen Wettbewerb stehen wird. (Abg. Dr. Lichtenberger: Das macht höhere Kosten!) – Und damit die Kosten nicht steigen, haben wir zugesagt, dass die gemeinwirtschaftlichen Leistungen weiterhin abgegolten werden. 585 Millionen €, 8 Milliarden Schilling, werden den ÖBB pro Jahr an gemeinwirtschaftlichen Leistungen abgegolten. Der Herr Verkehrsminister, der Herr Staatssekretär haben gesagt, das wird auch in Zukunft so sein. Ich hoffe, dass damit diese beiden operativen Töchter ausgeglichen bilanzieren können.
Abg. Oberhaidinger: Mehr Häuptlinge und weniger Indianer!
Über die Entschuldung ist schon gesprochen worden. 6,1 Milliarden €, 84 Milliarden Schilling, übernehmen wir heute zum Bund, damit die ÖBB entschuldet werden. Das ist wirklich viel Geld für die Bahn. (Abg. Oberhaidinger: Mehr Häuptlinge und weniger Indianer!)
Abg. Dr. Lichtenberger: Verschleudert worden!
Hohes Haus! Ich komme zum Schluss: Noch niemals in der Geschichte Österreichs ist für den Ausbau der Bahn so viel Geld (Abg. Dr. Lichtenberger: Verschleudert worden!) zur Verfügung gestanden wie jetzt und in den kommenden Jahren, in denen es mit dieser Koalition gut geht. Die ÖBB haben in dieser Konstellation wirklich gute Karten. Ich garantiere Ihnen, diese Bundesregierung und diese Abgeordneten der Koalition werden unsere Bahn sicher nicht im Stich lassen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Hohes Haus! Ich komme zum Schluss: Noch niemals in der Geschichte Österreichs ist für den Ausbau der Bahn so viel Geld (Abg. Dr. Lichtenberger: Verschleudert worden!) zur Verfügung gestanden wie jetzt und in den kommenden Jahren, in denen es mit dieser Koalition gut geht. Die ÖBB haben in dieser Konstellation wirklich gute Karten. Ich garantiere Ihnen, diese Bundesregierung und diese Abgeordneten der Koalition werden unsere Bahn sicher nicht im Stich lassen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Oje, der Öllinger!
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich weiß nicht, was sich die Zuschauer, Zuschauerinnen, die ZuhörerInnen bei dieser Debatte denken werden. Ich weiß es wirklich nicht. (Abg. Scheibner: Oje, der Öllinger!)
Abg. Scheibner: Meinen Sie Kukacka oder Lopatka?
Ist es eine Hilfe für die ZuschauerInnen, auch hier auf der Galerie, wenn etwa ÖVP-Generalsekretär Kukacka stolz die Zukunft der Bahn beschwört und dabei immer nur von der Vergangenheit, nämlich vom „Konsum“, spricht? (Abg. Scheibner: Meinen Sie Kukacka oder Lopatka?) Was hilft das, das Unternehmen, die Reform bei der ÖBB durchzuführen, zu verstehen?
Abg. Dr. Fekter: Es ist sinnvoll!
Das ist ja ein Wahnsinn, der da abläuft! (Abg. Dr. Fekter: Es ist sinnvoll!) – Fünf AGs und zahlreiche GesmbHs! Für jeden Arbeitsschritt innerhalb dessen, was man dann gar nicht mehr als ÖBB bezeichnen kann (Abg. Mag. Mainoni: Ist das ein Problem?), sondern was viele einzelne Unternehmen sind, ist das Zusammenspiel zwischen vielen selbständigen Unternehmen notwendig, die alle ihre Eigeninteressen geltend machen werden, die alle ein unterschiedliches Interesse in diesem Zusammenspiel haben. (Abg. Mag. Mainoni: Sie haben halt von Wirtschaft keine Ahnung!) In Anbetracht dessen stellt sich der Verkehrsminister her und sagt: Das wird funktionieren! Da kann ich nur sagen: Hoffen wir, dass es funktioniert! Aber wie es funktioniert, Herr Verkehrsminister, das haben Sie uns verschwiegen. (Abg. Dr. Fasslabend: Besser! – Abg. Mag. Mainoni: Reden Sie vom Demonstrieren oder von sonst etwas, aber nicht vom Wirtschaften!)
Abg. Mag. Mainoni: Ist das ein Problem?
Das ist ja ein Wahnsinn, der da abläuft! (Abg. Dr. Fekter: Es ist sinnvoll!) – Fünf AGs und zahlreiche GesmbHs! Für jeden Arbeitsschritt innerhalb dessen, was man dann gar nicht mehr als ÖBB bezeichnen kann (Abg. Mag. Mainoni: Ist das ein Problem?), sondern was viele einzelne Unternehmen sind, ist das Zusammenspiel zwischen vielen selbständigen Unternehmen notwendig, die alle ihre Eigeninteressen geltend machen werden, die alle ein unterschiedliches Interesse in diesem Zusammenspiel haben. (Abg. Mag. Mainoni: Sie haben halt von Wirtschaft keine Ahnung!) In Anbetracht dessen stellt sich der Verkehrsminister her und sagt: Das wird funktionieren! Da kann ich nur sagen: Hoffen wir, dass es funktioniert! Aber wie es funktioniert, Herr Verkehrsminister, das haben Sie uns verschwiegen. (Abg. Dr. Fasslabend: Besser! – Abg. Mag. Mainoni: Reden Sie vom Demonstrieren oder von sonst etwas, aber nicht vom Wirtschaften!)
Abg. Mag. Mainoni: Sie haben halt von Wirtschaft keine Ahnung!
Das ist ja ein Wahnsinn, der da abläuft! (Abg. Dr. Fekter: Es ist sinnvoll!) – Fünf AGs und zahlreiche GesmbHs! Für jeden Arbeitsschritt innerhalb dessen, was man dann gar nicht mehr als ÖBB bezeichnen kann (Abg. Mag. Mainoni: Ist das ein Problem?), sondern was viele einzelne Unternehmen sind, ist das Zusammenspiel zwischen vielen selbständigen Unternehmen notwendig, die alle ihre Eigeninteressen geltend machen werden, die alle ein unterschiedliches Interesse in diesem Zusammenspiel haben. (Abg. Mag. Mainoni: Sie haben halt von Wirtschaft keine Ahnung!) In Anbetracht dessen stellt sich der Verkehrsminister her und sagt: Das wird funktionieren! Da kann ich nur sagen: Hoffen wir, dass es funktioniert! Aber wie es funktioniert, Herr Verkehrsminister, das haben Sie uns verschwiegen. (Abg. Dr. Fasslabend: Besser! – Abg. Mag. Mainoni: Reden Sie vom Demonstrieren oder von sonst etwas, aber nicht vom Wirtschaften!)
Abg. Dr. Fasslabend: Besser! – Abg. Mag. Mainoni: Reden Sie vom Demonstrieren oder von sonst etwas, aber nicht vom Wirtschaften!
Das ist ja ein Wahnsinn, der da abläuft! (Abg. Dr. Fekter: Es ist sinnvoll!) – Fünf AGs und zahlreiche GesmbHs! Für jeden Arbeitsschritt innerhalb dessen, was man dann gar nicht mehr als ÖBB bezeichnen kann (Abg. Mag. Mainoni: Ist das ein Problem?), sondern was viele einzelne Unternehmen sind, ist das Zusammenspiel zwischen vielen selbständigen Unternehmen notwendig, die alle ihre Eigeninteressen geltend machen werden, die alle ein unterschiedliches Interesse in diesem Zusammenspiel haben. (Abg. Mag. Mainoni: Sie haben halt von Wirtschaft keine Ahnung!) In Anbetracht dessen stellt sich der Verkehrsminister her und sagt: Das wird funktionieren! Da kann ich nur sagen: Hoffen wir, dass es funktioniert! Aber wie es funktioniert, Herr Verkehrsminister, das haben Sie uns verschwiegen. (Abg. Dr. Fasslabend: Besser! – Abg. Mag. Mainoni: Reden Sie vom Demonstrieren oder von sonst etwas, aber nicht vom Wirtschaften!)
Abg. Scheibner: Er ist kein Fernsehsprecher!
Herr Verkehrsminister! Ich glaube, es ist schon auch wichtig, dass nicht nur die Abgeordneten, sondern auch die Zuschauerinnen und Zuschauer erfahren, was es mit Ihren Zahlen auf sich hat. (Abg. Scheibner: Er ist kein Fernsehsprecher!) Sie waren bis heute nicht in der Lage, konkrete Zahlen zu nennen. Einsparung durch die so genannte Reform: 1 Milliarde €. Sie waren nicht in der Lage, die Zahlen dazu zu liefern. Aber was haben Sie gesagt, als die Abgeordneten versucht haben, die Konkretisierung dieser Zahlen von Ihnen zu erhalten? Sie sagten, in diesem Haus würden manche Abgeordnete an übertriebenem Informationsbedürfnis leiden. – Das ist die Einstellung des zuständigen Verkehrsministers und Vizekanzlers zum Recht der Abgeordneten auf Information! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Verkehrsminister! Ich glaube, es ist schon auch wichtig, dass nicht nur die Abgeordneten, sondern auch die Zuschauerinnen und Zuschauer erfahren, was es mit Ihren Zahlen auf sich hat. (Abg. Scheibner: Er ist kein Fernsehsprecher!) Sie waren bis heute nicht in der Lage, konkrete Zahlen zu nennen. Einsparung durch die so genannte Reform: 1 Milliarde €. Sie waren nicht in der Lage, die Zahlen dazu zu liefern. Aber was haben Sie gesagt, als die Abgeordneten versucht haben, die Konkretisierung dieser Zahlen von Ihnen zu erhalten? Sie sagten, in diesem Haus würden manche Abgeordnete an übertriebenem Informationsbedürfnis leiden. – Das ist die Einstellung des zuständigen Verkehrsministers und Vizekanzlers zum Recht der Abgeordneten auf Information! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Staatssekretär Mag. Kukacka: Sie waren keine Minute im Unterausschuss!
Ein bisschen übertrieben sei das Informationsbedürfnis, meinten Sie. Sie hätten es wohl lieber nach dem Prinzip: Schmecks!, aber das spielt es nicht, Herr Vizekanzler. (Staatssekretär Mag. Kukacka: Sie waren keine Minute im Unterausschuss!)
Ruf bei der ÖVP: Von roten Zahlen!
Sie haben von der „roten Bahn“ gesprochen. Glauben Sie mir, Herr Vizekanzler (Ruf bei der ÖVP: Von roten Zahlen!) – nein, nein, von der „roten Bahn“ ist gesprochen worden! –, mir ist es relativ egal, ob die Bahn rot, blau, schwarz, grün oder orange ist, solange die Bahn gute Leistungen erbringt, aber das, was man aus Ihrer Wortmeldung erkennen kann, das ist das dahinter liegende Motiv bei dieser Regierungspolitik.
Ruf bei der ÖVP: Rot!
Über 40 Jahre haben Rot und Schwarz gemeinsam die Verkehrspolitik in diesem Land zu verantworten gehabt. (Ruf bei der ÖVP: Rot!) Jetzt wird da gegenseitig hin und her gefetzt, so, als ob die ÖVP bei dieser Verkehrspolitik nie dabei gewesen wäre. Das stimmt doch nicht, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Sie haben auch die letzten 40 oder 50 Jahre zu verantworten, abgesehen von wenigen Unterbrechungen, und man wird den Eindruck nicht los – und ich glaube, er stimmt –, dass das, was Sie von ÖVP und FPÖ betreiben, Macht- und Rachepolitik am Beispiel der Österreichischen Bundesbahnen ist. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Grillitsch.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Über 40 Jahre haben Rot und Schwarz gemeinsam die Verkehrspolitik in diesem Land zu verantworten gehabt. (Ruf bei der ÖVP: Rot!) Jetzt wird da gegenseitig hin und her gefetzt, so, als ob die ÖVP bei dieser Verkehrspolitik nie dabei gewesen wäre. Das stimmt doch nicht, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Sie haben auch die letzten 40 oder 50 Jahre zu verantworten, abgesehen von wenigen Unterbrechungen, und man wird den Eindruck nicht los – und ich glaube, er stimmt –, dass das, was Sie von ÖVP und FPÖ betreiben, Macht- und Rachepolitik am Beispiel der Österreichischen Bundesbahnen ist. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Grillitsch.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Über 40 Jahre haben Rot und Schwarz gemeinsam die Verkehrspolitik in diesem Land zu verantworten gehabt. (Ruf bei der ÖVP: Rot!) Jetzt wird da gegenseitig hin und her gefetzt, so, als ob die ÖVP bei dieser Verkehrspolitik nie dabei gewesen wäre. Das stimmt doch nicht, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Sie haben auch die letzten 40 oder 50 Jahre zu verantworten, abgesehen von wenigen Unterbrechungen, und man wird den Eindruck nicht los – und ich glaube, er stimmt –, dass das, was Sie von ÖVP und FPÖ betreiben, Macht- und Rachepolitik am Beispiel der Österreichischen Bundesbahnen ist. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Grillitsch.)
Abg. Grillitsch: Na bringen Sie sie!
Herr Abgeordneter Grillitsch! Ich könnte Ihnen viele Belege dafür bringen. (Abg. Grillitsch: Na bringen Sie sie!) Nicht nur am Beispiel der Österreichischen Bundesbahnen machen Sie das. Ich belege es nicht nur am Beispiel der Bundesbahnen. (Abg. Grillitsch: Nicht so viel Polemik!)
Abg. Grillitsch: Nicht so viel Polemik!
Herr Abgeordneter Grillitsch! Ich könnte Ihnen viele Belege dafür bringen. (Abg. Grillitsch: Na bringen Sie sie!) Nicht nur am Beispiel der Österreichischen Bundesbahnen machen Sie das. Ich belege es nicht nur am Beispiel der Bundesbahnen. (Abg. Grillitsch: Nicht so viel Polemik!)
Abg. Scheibner: Wo? Bringen Sie ein Beispiel!
Ich halte es wirklich für fatal, dass wir, egal bei welchen Themen – Pensionen, ÖBB –, an die Frage herangehen mit dem Prinzip Rache oder, als zweites, mit dem Prinzip Macht. (Abg. Scheibner: Wo? Bringen Sie ein Beispiel!)
Staatssekretär Mag. Kukacka: Wäre es eines – ja, richtig!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Im Frühjahr hatten die ÖBB in ihrer MitarbeiterInnenzeitung einen Artikel, und da wurde für die Bahn-Anleihe mit der Aufforderung „Zeichnen Sie jetzt!“ geworben. (Der Redner hält eine Kopie des genannten Artikels mit der Überschrift „Bahn-Anleihe: Zeichnen Sie!“ in die Höhe.) Das war im März. – Im Mai sagte derselbe Herr Staatssekretär, der jetzt davon spricht, dass das Unternehmen fast vor dem Konkurs steht, dass es konkursreif wäre, wäre es ein privates Unternehmen ... (Staatssekretär Mag. Kukacka: Wäre es eines – ja, richtig!) Ja, das ändert nichts, Herr Kukacka! (Staatssekretär Mag. Kukacka: Weil es nicht 2 Milliarden Staatszuschuss gäbe!)
Staatssekretär Mag. Kukacka: Weil es nicht 2 Milliarden Staatszuschuss gäbe!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Im Frühjahr hatten die ÖBB in ihrer MitarbeiterInnenzeitung einen Artikel, und da wurde für die Bahn-Anleihe mit der Aufforderung „Zeichnen Sie jetzt!“ geworben. (Der Redner hält eine Kopie des genannten Artikels mit der Überschrift „Bahn-Anleihe: Zeichnen Sie!“ in die Höhe.) Das war im März. – Im Mai sagte derselbe Herr Staatssekretär, der jetzt davon spricht, dass das Unternehmen fast vor dem Konkurs steht, dass es konkursreif wäre, wäre es ein privates Unternehmen ... (Staatssekretär Mag. Kukacka: Wäre es eines – ja, richtig!) Ja, das ändert nichts, Herr Kukacka! (Staatssekretär Mag. Kukacka: Weil es nicht 2 Milliarden Staatszuschuss gäbe!)
Abg. Mag. Mainoni: Wo ist da die Rache?
Was entnehmen wir der Darstellung des Verkehrsministers und des Staatssekretärs und der Regierungsabgeordneten? (Abg. Mag. Mainoni: Wo ist da die Rache?) – Diese Bahn ist nicht serviceorientiert, sie leistet nichts, sie hat hohe Sozialleistungen, sie ist unfähig, sie kann nicht die Zukunft bewältigen, weil es so viele Gewerkschafter drinnen gibt, die auf der falschen Seite stehen, und weil die GewerkschafterInnen ihre alten Sozialleistungen verteidigen. (Abg. Mag. Mainoni: War das jetzt ein Beweis? Wo ist der Rachegedanke? Das ist kein Beweis!)
Abg. Mag. Mainoni: War das jetzt ein Beweis? Wo ist der Rachegedanke? Das ist kein Beweis!
Was entnehmen wir der Darstellung des Verkehrsministers und des Staatssekretärs und der Regierungsabgeordneten? (Abg. Mag. Mainoni: Wo ist da die Rache?) – Diese Bahn ist nicht serviceorientiert, sie leistet nichts, sie hat hohe Sozialleistungen, sie ist unfähig, sie kann nicht die Zukunft bewältigen, weil es so viele Gewerkschafter drinnen gibt, die auf der falschen Seite stehen, und weil die GewerkschafterInnen ihre alten Sozialleistungen verteidigen. (Abg. Mag. Mainoni: War das jetzt ein Beweis? Wo ist der Rachegedanke? Das ist kein Beweis!)
Staatssekretär Mag. Kukacka: Weil der Bund zahlt!
Der Herr Kollege Kukacka hat im Herbst davon gesprochen, diese Bahn wäre konkursreif, würde sie wie ein privates Unternehmen geführt. – Das sagt Kukacka als Eigentümervertreter und als einer, der noch wenige Monate davor bei Kunden und bei Mitarbeitern geworben hat, eine Anleihe für ein Unternehmen zu zeichnen, das folgendermaßen beschrieben wird: Sowohl die Bank Austria als auch die BAWAG stufen die Bonität der ÖBB in ihren bankinternen Ratings sehr hoch ein. (Staatssekretär Mag. Kukacka: Weil der Bund zahlt!)
Beifall bei den Grünen.
Unternehmenskonzept vorstellen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Scheibner: Ist das die Rache?
Was heißt Ihr Konzept weiter? – Viele neue Honorare für die Unternehmensberatungen in den neu zu gründenden Unternehmen. Eine ganze Branche kann sich tatsächlich freuen, dass das kommt, was Sie machen, was Sie jetzt beschließen wollen, nämlich die Unternehmensberatungen. Die haben tatsächlich jetzt eine frohe Zukunft vor sich (Abg. Scheibner: Ist das die Rache?), aber auf der anderen Seite läuft die Massenflucht von qualifizierten Leuten.
Abg. Scheibner: Die Redezeit ist schon abgelaufen!
Was läuft weiter ab? (Abg. Scheibner: Die Redezeit ist schon abgelaufen!) – Investitionen in Fernstrecken, aber Ausdünnung des Netzes und Verluste beziehungsweise Einschränkungen im Nahverkehr. (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.)
Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Was läuft weiter ab? (Abg. Scheibner: Die Redezeit ist schon abgelaufen!) – Investitionen in Fernstrecken, aber Ausdünnung des Netzes und Verluste beziehungsweise Einschränkungen im Nahverkehr. (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Karl Öllinger (fortsetzend): ... viel daran zu arbeiten haben, diesen Scherbenhaufen, den Sie angerichtet haben, aufzuräumen und die Scherben wieder zu kitten. Aber: Die Kosten sind sehr hoch! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Abgeordnete Mag. Dr. Magda Bleckmann (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Kollege Öllinger, Sie agieren hier mit ungeheuerlichen Vorwürfen bezüglich irgendwelcher wie immer gearteter Interessen, bringen aber keinen einzigen Beweis, keine Beispiele dafür. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Das ist nun einmal die Art und Weise, wie Sie argumentieren, nämlich Unterstellungen in den Raum zu stellen, aber keine Beweise zu bringen. Ich betone nochmals: Das ist die Art und Weise, wie Sie argumentieren. (Abg. Öllinger: Wo denn? Sie machen das Unternehmen schlecht!)
Abg. Öllinger: Wo denn? Sie machen das Unternehmen schlecht!
Abgeordnete Mag. Dr. Magda Bleckmann (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Kollege Öllinger, Sie agieren hier mit ungeheuerlichen Vorwürfen bezüglich irgendwelcher wie immer gearteter Interessen, bringen aber keinen einzigen Beweis, keine Beispiele dafür. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Das ist nun einmal die Art und Weise, wie Sie argumentieren, nämlich Unterstellungen in den Raum zu stellen, aber keine Beweise zu bringen. Ich betone nochmals: Das ist die Art und Weise, wie Sie argumentieren. (Abg. Öllinger: Wo denn? Sie machen das Unternehmen schlecht!)
Abg. Öllinger: Uns wird schwarz vor den Augen!
Eines können wir Ihnen aber garantieren: Die rote Bahn – und das ist beweisbar – schreibt leider rote Zahlen, und wir werden Ihnen beweisen, dass wir in der Zukunft schwarze Zahlen schreiben können (Abg. Öllinger: Uns wird schwarz vor den Augen!), weil wir einen blauen Verkehrs- und Zukunftsminister haben. Das werden wir Ihnen beweisen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Eines können wir Ihnen aber garantieren: Die rote Bahn – und das ist beweisbar – schreibt leider rote Zahlen, und wir werden Ihnen beweisen, dass wir in der Zukunft schwarze Zahlen schreiben können (Abg. Öllinger: Uns wird schwarz vor den Augen!), weil wir einen blauen Verkehrs- und Zukunftsminister haben. Das werden wir Ihnen beweisen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Eder: Sie gehen damit um wie mit einer Würstelbude, hat er gesagt! – Weitere lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich beginne mit einem Zitat, das mich heute in der Früh – vielleicht ist das auch auf die Morgenstunde zurückzuführen – eigentlich erschüttert hat. Dass der Vorsitzende der Sozialdemokraten die ÖBB als Würstelbude bezeichnet hat, zeugt von einem Verständnis ... (Abg. Eder: Sie gehen damit um wie mit einer Würstelbude, hat er gesagt! – Weitere lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ.) Er hat die ÖBB mit einer Würstel-
Abg. Dr. Kräuter: Sie haben vier Minister in eineinhalb Jahren verbraucht! Sprechen Sie dazu!
Weiters ist das auch noch eine sehr teure „Würstelbude“, die 4,4 Milliarden € an Zuschuss pro Jahr benötigt, und wenn nichts getan wird, dann werden das im Jahr 2010 5,1 Milliarden € sein. Allein im Jahr 2002 waren es 9,7 Milliarden € Verschuldung. Im Jahr 2003 werden es mehr als 10 Milliarden € Verschuldung sein – dieser „Würstelbude“, wie Sie es nennen. Ich muss sagen: Es ist eine sehr, sehr teure „Würstelbude“. (Abg. Dr. Kräuter: Sie haben vier Minister in eineinhalb Jahren verbraucht! Sprechen Sie dazu!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich betone: Jeden einzelnen Österreicher und jede einzelne Österreicherin kosten die ÖBB das – ganz egal, ob er deren Dienstleistungen in Anspruch nimmt, ganz egal, ob er überhaupt in die Nähe eines Zuges beziehungsweise der Bahn kommt. Das sind die Kosten, die anstehen, und das darf man doch nicht so einfach vom Tisch wischen. Da können Sie doch nicht einfach sagen: Wir wollen, dass alles so bleibt, wie es ist! – Das ist realitätsfremd! Das ist das, was Sie jahrzehntelang gemacht haben: realitätsfremd agieren, wenn es um Kosten und um Schulden geht! Sie haben es nicht geschafft, die Schulden abzubauen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Kollege Verzetnitsch, Sie brauchen sich keine Sorgen bezüglich Privatisierung zu machen. Solch ein Unternehmen wird niemand kaufen, wird der Regierung niemand abkaufen. Es wäre schön, wenn es einen Sponsor gäbe, aber Sie haben immer nur gesagt, der Sponsor ist der Vater Staat, der ohnehin für alles aufkommt. Ich kann Sie daher beruhigen und Ihnen sagen: Eine Privatisierung steht sicherlich nicht zur Diskussion, denn das wird sich kein Unternehmer leisten können, was sich der Staat jahrzehntelang unter der sozialdemokratischen Ägide geleistet hat! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Ja keine Reformen! Ja weiterhin Stillstand bei den ÖBB! – Das ist die Haltung, die auf einmal nach der Rückkehr des Parteiobmanns der SPÖ aus dem Urlaub eingenommen worden ist. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Dr. Matznetter setzt sich nach vorne in die dritte Reihe.
Ich würde Sie schon auffordern ... (Abg. Dr. Matznetter setzt sich nach vorne in die dritte Reihe.) Ja, kommen Sie nur herunter, Herr Kollege! – Ich fordere Sie auf: Kehren Sie wieder zurück zu einer sachlichen, konstruktiven Mitarbeit, denn die würde den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den ÖBB und auch dem österreichischen Staat etwas bringen.
Abg. Silhavy: Durch Personalabbau! – Abg. Broukal: Sie wollen 12 000 Arbeitsplätze abbauen!
Meine Damen und Herren! Es ist ja nicht nur die Rolle und Haltung der Sozialdemokratie interessant, sondern auch die Rolle der Gewerkschaft. Es sitzen hier auch einige Gewerkschafter in den Reihen der Sozialdemokratie, und zwar sind die Plätze der Gewerkschaft prominent besetzt. Wenn Teile der SPÖ die Gewerkschaft als dritte Säule der Sozialdemokratie bezeichnen, dann ist klar, was seitens der Gewerkschaft bezweckt wird, nämlich die Sozialdemokratie zu stärken. Da meine ich schon, dass es nicht sinnvoll ist, weiterhin Streiks „anzuhaberzetteln“, sondern vernünftiger wäre es, wenn auch die Gewerkschaft ihren Anteil dazu liefern würde, dass die Arbeitsplätze, vor allem auch jene bei den ÖBB, in Österreich gesichert sind. Wie kann man das machen? – Das weiß jedes Unternehmen, das zu wirtschaften weiß. Man kann Arbeitsplätze vor allem damit schaffen, dass die Kunden zufrieden gestellt werden. (Abg. Silhavy: Durch Personalabbau! – Abg. Broukal: Sie wollen 12 000 Arbeitsplätze abbauen!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Sie sagen, ein Personalabbau dürfe es nicht sein. – Fragen Sie einmal ein Unternehmen, wie es vorgeht, wenn es da etwas tun muss! Da muss es ein gutes gemeinsames Maßnahmenpaket geben, und das muss auch gemeinsam mit dem Personal gemacht werden. Die Personalvertreter in den Unternehmen, die vom Staat nicht beeinflusst sind, wissen, dass sie gemeinsam mit ihrem Unternehmen vorgehen müssen, denn nur dann sind die Arbeitsplätze gesichert. Aber die Gewerkschaft sieht das – vor allem bei den ÖBB! – anders und handelt nach der Devise: Wir sichern unsere eigenen Arbeitsplätze, unsere Gewerkschaftsarbeitsplätze dann, wenn es keine Reformen gibt! – Die eigenen Arbeitsplätze sind vielleicht gesichert, aber nicht die der kleinen ÖBBler, die nicht freigestellt sind. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Sie schaden damit dem Unternehmen ÖBB, und Sie schaden damit auch der Republik Österreich, denn das Eigentum an den ÖBB hat die Republik Österreich – und nicht die Gewerkschaft! Das müssen Sie auch einmal erkennen! Ich wiederhole: Nicht die Gewerkschaft hat das Eigentum an den ÖBB! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
schnell, sauber und sicher machen, um sie damit in eine positive Zukunft in das 21. Jahrhundert zu führen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Im Übrigen: Dass ich die Argumente mit dem Rechnungshof zuerst intensiv auf Fachebene austausche, bevor ich das über die Medien tue, entspricht eben dem Niveau, das ich mir in einer so wichtigen Diskussion über ein so wichtiges Unternehmen, wie es eben die ÖBB sind, vorstelle. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Eder: Der Grasser hat ...!
Ganz grundsätzlich kann ich Ihnen sagen, meine Damen und Herren, dass diese Einsparung von 1 Milliarde € keine Erfindung der Politik ist, sondern im Wesentlichen auf einem Programm des jetzigen Vorstandes beruht, nämlich auf dem Programm „Power 2005“. In Kombination mit diesem Programm und Änderungen im Dienstrecht werden entsprechende Einsparungen, Rationalisierungseffekte, aber auch, meine Damen und Herren von der SPÖ – und das scheint ja geradezu ein Fremdwort für Sie geworden zu sein –, Umsatzsteigerungen und dadurch ein gesteigerter Erlös erzielt werden können, etwas, das eben eine Rolle spielt in der neuen Rechnung! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Eder: Der Grasser hat ...!)
Abg. Eder: Das ist reine Theorie!
Unbestritten, meine Damen und Herren, ist, dass ohne Reform im Jahre 2010 ein Zuschussbedarf in Höhe von 5,1 Milliarden € gegeben wäre – das ergibt sich aus dem heutigen Zuschussbedarf in Höhe von 4,4 Milliarden € plus 0,7 Milliarden € zusätzlich auf Grund von Mehrkosten beim Personal, Mehrkosten beim Sachaufwand, infolge Zinskosten sowie eines Umsatzrückganges! (Abg. Eder: Das ist reine Theorie!) Das ist von mehreren unabhängigen Wirtschaftsprüfern bestätigt worden!
Abg. Dr. Cap: Ordnungsruf, Herr Präsident! – Abg. Eder: 12 000 Leute entlassen Sie! Das ist die Realität! – Gegenrufe bei den Freiheitlichen. – Abg. Eder – in Richtung Vizekanzler Gorbach –: Das können Sie in Vorarlberg erzählen, im Landtag vielleicht ...! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Präsident Dr. Heinz Fischer: Bitte, bitte! Bitte! (Abg. Dr. Cap: Ordnungsruf, Herr Präsident! – Abg. Eder: 12 000 Leute entlassen Sie! Das ist die Realität! – Gegenrufe bei den Freiheitlichen. – Abg. Eder – in Richtung Vizekanzler Gorbach –: Das können Sie in Vorarlberg erzählen, im Landtag vielleicht ...! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Rufe bei der SPÖ und den Grünen: Entschuldigen Sie sich gefälligst! – Gegenruf bei den Freiheitlichen: Ja wofür denn?
Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie Vizekanzler Hubert Gorbach (fortsetzend): Dann wären Sie nämlich ein Zauberer, Herr Abgeordneter Eder! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Rufe bei der SPÖ und den Grünen: Entschuldigen Sie sich gefälligst! – Gegenruf bei den Freiheitlichen: Ja wofür denn?)
Rufe bei der SPÖ: Das ist doch unerhört! – Gegenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Präsident Dr. Heinz Fischer: Herr Vizekanzler! Ich bitte Sie um Verständnis für die Haltung der Präsidialkonferenz, dass wir das hier anders handhaben! Man kann einem Abgeordneten nicht sagen, er soll „zum Zirkus gehen“, das muss ich wirklich deutlich sagen! (Rufe bei der SPÖ: Das ist doch unerhört! – Gegenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Eder: 12 000 Leute werden entlassen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ sowie Gegenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie Vizekanzler Hubert Gorbach (fortsetzend): Meine Damen und Herren! Herr Abgeordneter Eder, Sie wissen ganz genau, dass wir sehr viele konstruktive Gespräche hatten, und dabei habe ich Sie persönlich kennen gelernt. (Abg. Eder: 12 000 Leute werden entlassen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ sowie Gegenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich verwahre mich nur dagegen, hier so zu tun, als könnte man 1 Milliarde € an Einsparungen, Mehrerlösen, Ergebnisverbesserung und so weiter auf sieben oder acht Jahre hinaus exakt berechnen! Das sind bitte Zielvorgaben! Und jeder ... Also nicht Sie, sondern von mir aus ich: Wenn ich das könnte, dann würde ich zum Zirkus, zu den Wahrsagern oder ins Spielcasino gehen – wenn Sie das dann besser verstehen. Ich wollte Sie, Herr Abgeordneter Eder, überhaupt nicht beleidigen, und Sie wissen das ohnehin ganz genau! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Eder: Das haben Sie gesagt! Sie haben von der „roten ÖBB“ gesprochen!
Jetzt, meine Damen und Herren, zum Vorwurf, wir wollen die „rote ÖBB“ zerschlagen. (Abg. Eder: Das haben Sie gesagt! Sie haben von der „roten ÖBB“ gesprochen!) Dazu habe ich gesagt – und ich habe das abgeleitet von einer Überschrift, die lautete: „Keine Fahrt ins Blaue!“ –: Bisher ist die ÖBB eher rot gefahren, die dunklen Wolken werden noch nicht vorbei sein – und der blaue Himmel ist auch noch nicht da; daher müssen wir da noch einiges tun.
Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen
Die Firmenfarbe der ÖBB ist rot – und ich muss sagen: Mir gefällt sie. Und ich sage Ihnen noch etwas: Wenn die Bahn gut funktioniert, dann ist es gut, und da unterscheide ich nicht in Blau, Grün, Schwarz oder Rot, sondern in fleißige beziehungsweise in weniger fleißige Mitarbeiter, in gute beziehungsweise schlechte Ergebnisse (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen), in viel Zuschuss aus Steuermitteln und weniger Zuschuss.
Präsident Dr. Fischer gibt neuerlich das Glockenzeichen
Wissen Sie, was ich mir wünsche? – Dass die Österreichischen Bundesbahnen in Zukunft unterwegs sind in Europa, das ja eine blaue Fahne sozusagen als Signal hat – aber nicht jetzt schon wieder kombinieren (Präsident Dr. Fischer gibt neuerlich das Glockenzeichen) –, und zwar wie? – Als Bahn, die überlebt hat ...
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Eder: Die rot-weiß-rote Bahn haben wir! Die brauchen wir nicht von Ihnen ...!
Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie Vizekanzler Hubert Gorbach (fortsetzend): ... in diesem größeren Markt, und zwar als starke, als gute, als dynamische, als privatwirtschaftlich orientierte rot-weiß-rote Österreichische Bundesbahn. Das möchte ich – und das wird auch kommen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Eder: Die rot-weiß-rote Bahn haben wir! Die brauchen wir nicht von Ihnen ...!)
Abg. Scheibner: Was soll das? Das ist doch ungeheuerlich! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Es reicht schon, dass hier eine Reform vorgelegt wird, die die Österreichischen Bundesbahnen zerstören soll, und zwar auf dem Rücken der Passagiere und der Eisenbahner. (Abg. Scheibner: Was soll das? Das ist doch ungeheuerlich! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Scheibner – in Richtung des Abg. Dr. Cap –: Das ist eine Frechheit!
Dass man aber seitens der Vertreter der Regierung nicht einmal imstande ist, vernünftig zu diskutieren, und hier die Abgeordneten, wie zum Beispiel Herr Abgeordneter Kurt Eder, vom Herrn Vizekanzler beschimpft werden, das ist ein Skandal! Ich fordere von Ihnen sofort eine Entschuldigung, Herr Minister! Im Prinzip sind Sie rücktrittsreif! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Scheibner – in Richtung des Abg. Dr. Cap –: Das ist eine Frechheit!)
Ruf bei der SPÖ: Verdrehen Sie nichts! – Zwischenrufe der Abgeordneten Eder und Dr. Puswald.
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche) (zur Geschäftsbehandlung): Danke, Herr Präsident. – Gegen jede Vereinbarung, auch in der Präsidiale, hat sich Herr Kollege Cap hier zur Geschäftsordnung zu Wort gemeldet, hat aber offensichtlich nicht zugehört, was der Herr Verkehrsminister und Vizekanzler Gorbach gesagt hat: dass er den Kollegen Eder nicht beleidigen wollte, sondern dass er, Gorbach selbst, wenn er das prognostizieren könnte, was Sie von der SPÖ verlangen, in den Zirkus gehen oder als Wahrsager auftreten könnte. (Ruf bei der SPÖ: Verdrehen Sie nichts! – Zwischenrufe der Abgeordneten Eder und Dr. Puswald.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Vizekanzler Gorbach erhebt sich von der Regierungsbank und spricht mit Präsident Dr. Fischer. – Abg. Dr. Partik-Pablé – in Richtung SPÖ –: Sie reden immer so viel dazwischen, dass Sie gar nicht hören, was ein anderer sagt! – Rufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP in Richtung SPÖ: Zuhören! – Abg. Scheibner: Das war doch eindeutig, was der Herr Vizekanzler gesagt hat! – Abg. Schieder: Er hat gesagt: „Wenn Sie so wollen ...!“ – Abg. Scheibner: Es war klar, was er gemeint hat! – Abg. Schieder: Gemeint! – Gesagt hat er etwas anderes!
Vizekanzler Gorbach hat das eindeutig richtig gestellt. Daher: Stellen Sie, Herr Abgeordneter Dr. Cap, Ihre Polemik hier im Rahmen dieser wichtigen Debatte ein! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Vizekanzler Gorbach erhebt sich von der Regierungsbank und spricht mit Präsident Dr. Fischer. – Abg. Dr. Partik-Pablé – in Richtung SPÖ –: Sie reden immer so viel dazwischen, dass Sie gar nicht hören, was ein anderer sagt! – Rufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP in Richtung SPÖ: Zuhören! – Abg. Scheibner: Das war doch eindeutig, was der Herr Vizekanzler gesagt hat! – Abg. Schieder: Er hat gesagt: „Wenn Sie so wollen ...!“ – Abg. Scheibner: Es war klar, was er gemeint hat! – Abg. Schieder: Gemeint! – Gesagt hat er etwas anderes!)
Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich hätte das nicht bedauert ...!
Kenntnis zu nehmen. (Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich hätte das nicht bedauert ...!)
Abg. Broukal – auf dem Weg zum Rednerpult –: Viermal sechs Minuten ist mir lieber, Herr Präsident!
Wir bleiben dabei, dass die nächste Rednerrunde viermal 5 Minuten sein wird – und dann werden wir voraussichtlich sogar eine letzte Runde mit viermal 6 Minuten machen können. Oder wir drehen das um, machen jetzt viermal 6 Minuten – und dann die restliche Zeit. (Abg. Broukal – auf dem Weg zum Rednerpult –: Viermal sechs Minuten ist mir lieber, Herr Präsident!) – Sie haben kein Stimmrecht in dieser Frage, Herr Abgeordneter. (Heiterkeit.)
Heiterkeit.
Wir bleiben dabei, dass die nächste Rednerrunde viermal 5 Minuten sein wird – und dann werden wir voraussichtlich sogar eine letzte Runde mit viermal 6 Minuten machen können. Oder wir drehen das um, machen jetzt viermal 6 Minuten – und dann die restliche Zeit. (Abg. Broukal – auf dem Weg zum Rednerpult –: Viermal sechs Minuten ist mir lieber, Herr Präsident!) – Sie haben kein Stimmrecht in dieser Frage, Herr Abgeordneter. (Heiterkeit.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Abgeordnete Dr. Bleckmann, wenn Sie eine Tafel zeigen, mit der Sie sagen wollen, 525 € zahlt jeder Österreicher/jede Österreicherin für die Bundesbahn, könnte ich auch eine Tafel bringen und sagen: 1 100 € im Jahr zahlt jeder für den Autobahnbau – und da ich kein Auto habe, ist das für mich völlig unnötig! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Ich könnte auch eine Tafel hier herstellen, wo draufsteht: 825 € zahlt jeder für die Landwirtschaft! Und ich sage Ihnen, die zahle ich gerne, weil ich Lebensmittel aus Österreich will. – Ich will aber auch eine österreichische Eisenbahn, die einen Personenzug von Steyr nach St. Valentin noch um 22.30 Uhr führt; ebenso eine Wiener Schnellbahn um 0.30 Uhr, obwohl nur drei Leute in einem Waggon sitzen, was sich wirtschaftlich gesehen nie und nimmer rechnen kann! (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Wenn es einem so geht wie Ihnen, dann brauchen Sie natürlich keinen öffentlichen Verkehr – und dann ist das für Sie eine unnötige Ausgabe. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.) – Für mich hingegen ist dieses Geld gut ausgegeben! (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Neuerlicher Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Wenn es einem so geht wie Ihnen, dann brauchen Sie natürlich keinen öffentlichen Verkehr – und dann ist das für Sie eine unnötige Ausgabe. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.) – Für mich hingegen ist dieses Geld gut ausgegeben! (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Demonstrativer Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Richtig ist, dass diese Verhandlungen auf Grundlage eines Papiers erfolgten, das die Sozialdemokratische Partei Österreichs eingebracht hat. Und es ist richtig, dass man dort hinsichtlich der meisten Punkte gemeinsame Denk- und Lösungsansätze gefunden hat. (Demonstrativer Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Warum stimmen Sie dem nicht zu, wenn ...?
Es ist aber ebenso richtig, dass die Verhandler der Österreichischen Volkspartei und der Freiheitlichen Partei Österreichs nur bereit waren, in einer sehr schwachen und rechtsunverbindlichen Form diese Vereinbarungen festzuhalten, nämlich in so genannten Ausschussbemerkungen, es aber keine Bereitschaft gegeben hat – mit einer Ausnahme –, das, worüber man sich einig war, das, was man uns zugestanden hat – nennen wir es so –, auch in das Bundesbahnstrukturgesetz, das Sie heute hier beschließen wollen, einfließen zu lassen. (Abg. Scheibner: Warum stimmen Sie dem nicht zu, wenn ...?)
Abg. Scheibner: Wenn das der Grund war, war Ihnen die Sache aber nicht wichtig!
Diese „gewissen Gruppen in Österreich“, die beruhigt werden sollten, waren die Sozialdemokratische Partei Österreichs, die Grünen, der Österreichische Gewerkschaftsbund und die Gewerkschaft der Eisenbahner. – Und als ich das gehört habe, habe ich gewusst: Der Kompromiss ist tot! (Abg. Scheibner: Wenn das der Grund war, war Ihnen die Sache aber nicht wichtig!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
So geht man nicht mit jemandem um, mit dem man verhandelt! So desavouiert man einen Verhandlungspartner nicht! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.) Wenn ich wollte, dass das platzt, würde ich genau das sagen, was der Herr Vizekanzler dazu gesagt hat! (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Neuerlicher Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
So geht man nicht mit jemandem um, mit dem man verhandelt! So desavouiert man einen Verhandlungspartner nicht! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.) Wenn ich wollte, dass das platzt, würde ich genau das sagen, was der Herr Vizekanzler dazu gesagt hat! (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Dr. Stummvoll: Das meinen Sie!
Meine Damen und Herren von ÖVP und FPÖ: Wenn das Ihre Pressearbeit ist, um einen Kompromiss zu verkaufen, kann ich Ihnen nur „gratulieren“. Ich biete Ihnen jedenfalls an, ein Seminar bei mir zu besuchen, wo man’s besser lernt. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Dr. Stummvoll: Das meinen Sie!)
Heiterkeit bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
So, ich komme gleich zum Schluss. Sie sind ja arme Menschen: Ihnen drückt man diese kleinen Plakate in die Hand – und diese sollen für die moderne Bahn sprechen. (Der Redner hält eine Tafel in Richtung Freiheitliche und ÖVP, auf der eine rote Lokomotive mit der Aufschrift zu sehen ist: „Konstruktion 1962“.) – Ich wollte nur noch sagen, es handelt sich dabei um einen Steuerwagen der Reihe 6010, Konstruktionsjahr 1962. (Heiterkeit bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Wenn das jene „moderne Bahn“ ist, die Sie von ÖVP und FPÖ haben wollen, dann kann ich nur sagen: Gute Nacht, Eisenbahn! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Anhaltender Beifall bei der SPÖ.
Abschließend (der Redner blickt Richtung Galerie): Mein Gruß gilt den Eisenbahnern auf der Galerie. Glück auf! (Anhaltender Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Gerade Sie haben es notwendig! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.
Abgeordnete Mag. Karin Hakl (ÖVP): Herr Präsident! Herr Minister! Herr Staatssekretär! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Es ist das ja wirklich eine schwierige Diskussion heute – und ich sehe, es ist gut, wenn wir keine Mühen scheuen und sozusagen noch einmal mit dem kleinen Einmaleins auch für die Oppositionsparteien anfangen. (Ruf bei der SPÖ: Gerade Sie haben es notwendig! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Mag. Prammer: Ja, ja: Wozu eine Bahn?!
Ich beginne also wieder ganz von vorn: Wozu eine Strukturreform? (Abg. Mag. Prammer: Ja, ja: Wozu eine Bahn?!) – Wir machen eine Strukturreform aus zwei Gründen. Zum einen, weil die Europäische Union uns vollkommen richtig vorgibt, dass Betrieb und Infrastruktur zu trennen sind; und wir machen daher eine Strukturreform in Form einer Holding. Würden wir das nämlich nicht in Form einer Holding machen – das verschweigen ja Sie von den Oppositionsparteien –, wären wir dazu gezwungen, das Unternehmen ÖBB tatsächlich zu zerschlagen.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Den Güterverkehr, den Personenverkehr und die Infrastruktur zusammen zu lassen, wäre nur dann möglich, wenn die Infrastruktur-Finanzierung völlig getrennt wäre vom Unternehmen. Dann aber hätten wir eine zerschlagene Bahn. Und das wollen wir nicht! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf bei der SPÖ. – Abg. Dr. Gabriela Moser: Ein Bahngleis ist kein Fußballfeld!
Wir wollen eine funktionierende Einheit funktionierender Glieder, die in einem Team zusammenarbeiten. Und damit es ja alle verstehen: Das ist wie bei einem Fußball-Team. Es braucht die Stürmer, es braucht die Verteidiger – aber es muss zuerst einmal jeder wissen, was er zu tun hat. – Auch bei den neuen AGs gibt es deren vier, und jede dieser AGs hat, im Unterschied zu jetzt, ganz klar definierte Aufgaben, definierte Ziele – und darüber gibt es eine strategische Holding, die, wie beim Fußball der Trainer, die Strategie vorgibt. Alle müssen zusammenspielen, ein Team bilden, damit es funktioniert – und genau so sind die Österreichischen Bundesbahnen jetzt auch konstruiert. (Zwischenruf bei der SPÖ. – Abg. Dr. Gabriela Moser: Ein Bahngleis ist kein Fußballfeld!) – Richtig, das Bahngleis ist ein Fußballfeld. (Ironische Heiterkeit bei den Grünen und der SPÖ.) Es muss ohne Stoppeln und ohne Wellen sein; es muss optimal hergerichtet werden – und dafür wird die Infrastruktur-Baugesellschaft sorgen: für einen Gleisweg, der funktioniert und woran endlich die notwendigen Ausbauten vorgenommen werden (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – die Abgeordneten Eder und Sburny: Unglaublich!), damit überhaupt die Möglichkeit besteht, die von Frau Lichtenberger geforderte Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene vorzunehmen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eder.)
Ironische Heiterkeit bei den Grünen und der SPÖ.
Wir wollen eine funktionierende Einheit funktionierender Glieder, die in einem Team zusammenarbeiten. Und damit es ja alle verstehen: Das ist wie bei einem Fußball-Team. Es braucht die Stürmer, es braucht die Verteidiger – aber es muss zuerst einmal jeder wissen, was er zu tun hat. – Auch bei den neuen AGs gibt es deren vier, und jede dieser AGs hat, im Unterschied zu jetzt, ganz klar definierte Aufgaben, definierte Ziele – und darüber gibt es eine strategische Holding, die, wie beim Fußball der Trainer, die Strategie vorgibt. Alle müssen zusammenspielen, ein Team bilden, damit es funktioniert – und genau so sind die Österreichischen Bundesbahnen jetzt auch konstruiert. (Zwischenruf bei der SPÖ. – Abg. Dr. Gabriela Moser: Ein Bahngleis ist kein Fußballfeld!) – Richtig, das Bahngleis ist ein Fußballfeld. (Ironische Heiterkeit bei den Grünen und der SPÖ.) Es muss ohne Stoppeln und ohne Wellen sein; es muss optimal hergerichtet werden – und dafür wird die Infrastruktur-Baugesellschaft sorgen: für einen Gleisweg, der funktioniert und woran endlich die notwendigen Ausbauten vorgenommen werden (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – die Abgeordneten Eder und Sburny: Unglaublich!), damit überhaupt die Möglichkeit besteht, die von Frau Lichtenberger geforderte Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene vorzunehmen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eder.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – die Abgeordneten Eder und Sburny: Unglaublich!
Wir wollen eine funktionierende Einheit funktionierender Glieder, die in einem Team zusammenarbeiten. Und damit es ja alle verstehen: Das ist wie bei einem Fußball-Team. Es braucht die Stürmer, es braucht die Verteidiger – aber es muss zuerst einmal jeder wissen, was er zu tun hat. – Auch bei den neuen AGs gibt es deren vier, und jede dieser AGs hat, im Unterschied zu jetzt, ganz klar definierte Aufgaben, definierte Ziele – und darüber gibt es eine strategische Holding, die, wie beim Fußball der Trainer, die Strategie vorgibt. Alle müssen zusammenspielen, ein Team bilden, damit es funktioniert – und genau so sind die Österreichischen Bundesbahnen jetzt auch konstruiert. (Zwischenruf bei der SPÖ. – Abg. Dr. Gabriela Moser: Ein Bahngleis ist kein Fußballfeld!) – Richtig, das Bahngleis ist ein Fußballfeld. (Ironische Heiterkeit bei den Grünen und der SPÖ.) Es muss ohne Stoppeln und ohne Wellen sein; es muss optimal hergerichtet werden – und dafür wird die Infrastruktur-Baugesellschaft sorgen: für einen Gleisweg, der funktioniert und woran endlich die notwendigen Ausbauten vorgenommen werden (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – die Abgeordneten Eder und Sburny: Unglaublich!), damit überhaupt die Möglichkeit besteht, die von Frau Lichtenberger geforderte Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene vorzunehmen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eder.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eder.
Wir wollen eine funktionierende Einheit funktionierender Glieder, die in einem Team zusammenarbeiten. Und damit es ja alle verstehen: Das ist wie bei einem Fußball-Team. Es braucht die Stürmer, es braucht die Verteidiger – aber es muss zuerst einmal jeder wissen, was er zu tun hat. – Auch bei den neuen AGs gibt es deren vier, und jede dieser AGs hat, im Unterschied zu jetzt, ganz klar definierte Aufgaben, definierte Ziele – und darüber gibt es eine strategische Holding, die, wie beim Fußball der Trainer, die Strategie vorgibt. Alle müssen zusammenspielen, ein Team bilden, damit es funktioniert – und genau so sind die Österreichischen Bundesbahnen jetzt auch konstruiert. (Zwischenruf bei der SPÖ. – Abg. Dr. Gabriela Moser: Ein Bahngleis ist kein Fußballfeld!) – Richtig, das Bahngleis ist ein Fußballfeld. (Ironische Heiterkeit bei den Grünen und der SPÖ.) Es muss ohne Stoppeln und ohne Wellen sein; es muss optimal hergerichtet werden – und dafür wird die Infrastruktur-Baugesellschaft sorgen: für einen Gleisweg, der funktioniert und woran endlich die notwendigen Ausbauten vorgenommen werden (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – die Abgeordneten Eder und Sburny: Unglaublich!), damit überhaupt die Möglichkeit besteht, die von Frau Lichtenberger geforderte Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene vorzunehmen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eder.)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Gaál: Das ist so primitiv! – Ruf bei der SPÖ: So gut wie Sie kennt sich jeder aus!
Herr Öllinger, Frau Glawischnig, Herr Gusenbauer: Ich weiß, dass es immer irrsinnig schwierig ist, über ein Thema zu sprechen, bei dem man sich eigentlich nicht auskennt. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Gaál: Das ist so primitiv! – Ruf bei der SPÖ: So gut wie Sie kennt sich jeder aus!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das heißt, wir machen ein grundgesundes, ein entschuldetes Unternehmen ÖBB, das fit ist für den Wettbewerb der Bahnen in Europa, denn wir wollen eine ÖBB, die unter acht oder neun Eisenbahngesellschaften in Europa überlebt – ja sogar eine Vorreiterrolle erringen kann. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Johann Maier: Noch eine?
Diese Strukturreform ist mit dieser Reform aber nicht beendet. Es gibt noch eine weitere Aktiengesellschaft, die wir gründen werden (Abg. Mag. Johann Maier: Noch eine?), nämlich eine eigene österreichische Aktiengesellschaft für die Errichtung des Brenner-Basistunnels. (Abg. Mag. Johann Maier: Und wer wird dort der Generaldirektor?)
Abg. Mag. Johann Maier: Und wer wird dort der Generaldirektor?
Diese Strukturreform ist mit dieser Reform aber nicht beendet. Es gibt noch eine weitere Aktiengesellschaft, die wir gründen werden (Abg. Mag. Johann Maier: Noch eine?), nämlich eine eigene österreichische Aktiengesellschaft für die Errichtung des Brenner-Basistunnels. (Abg. Mag. Johann Maier: Und wer wird dort der Generaldirektor?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Lichtenberger: Frau Kollegin, so geht es nicht!
Vielleicht geben Sie uns dann wenigstens dazu Ihre Unterstützung, Frau Lichtenberger, anstatt ohne eigene Vorschläge nur immer kopfschüttelnd zu lächeln und zu sagen, was denn alles falsch laufe. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Lichtenberger: Frau Kollegin, so geht es nicht!)
Abg. Eder: Oje!
Wir entlassen ein entschuldetes, fittes Unternehmen mit klaren Zuständigkeiten und einer klaren Strategie in eine Zukunft, in der es die Probleme und Anforderungen bewältigen kann. Ich hätte mir deswegen gewünscht, dass nicht die reine Eitelkeit der SPÖ es ihr unmöglich gemacht hätte, in Ermangelung besserer Ideen, die sie noch hätte einbringen können, einfach nur zu sagen: das ist nicht so schlecht, wir stimmen zu! – und dass man statt dieser Eitelkeit auch den Mitarbeitern ein deutliches Signal gegeben hätte, dass sie – und das können sie! – dieser Regierung und diesem Staat vertrauen können (Abg. Eder: Oje!), dass er dieses wichtige Verkehrsunternehmen
Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen
(Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen) in Zukunft besser unterstützt als in der Vergangenheit. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
(Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen) in Zukunft besser unterstützt als in der Vergangenheit. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Jarolim – in Richtung der sich zu ihrem Sitzplatz begebenden Abg. Mag. Hakl –: Das war ein liebes Adventlied!
Präsident Dr. Heinz Fischer: Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Dr. Moser. – Bitte. (Abg. Dr. Jarolim – in Richtung der sich zu ihrem Sitzplatz begebenden Abg. Mag. Hakl –: Das war ein liebes Adventlied!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Regierungsmitglieder! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Meine liebe Frau Kollegin Hakl, ich glaube, in einem sind wir uns sicher einig: Das Bahnsystem ist kein Fußballfeld! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Ich kann nicht auf der Schiene gleichzeitig von rechts hinten eine Flanke vorziehen, in der Mitte stürmen, links nachziehen und dann womöglich irgendwie in einem Knäuel vor dem Tor enden. (Abg. Dr. Fekter: Sie kennt sich aus beim Fußball!) Bitte, das ist der Ruin des Bahnsystems, Frau Kollegin! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Fekter: Sie kennt sich aus beim Fußball!
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Regierungsmitglieder! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Meine liebe Frau Kollegin Hakl, ich glaube, in einem sind wir uns sicher einig: Das Bahnsystem ist kein Fußballfeld! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Ich kann nicht auf der Schiene gleichzeitig von rechts hinten eine Flanke vorziehen, in der Mitte stürmen, links nachziehen und dann womöglich irgendwie in einem Knäuel vor dem Tor enden. (Abg. Dr. Fekter: Sie kennt sich aus beim Fußball!) Bitte, das ist der Ruin des Bahnsystems, Frau Kollegin! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Regierungsmitglieder! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Meine liebe Frau Kollegin Hakl, ich glaube, in einem sind wir uns sicher einig: Das Bahnsystem ist kein Fußballfeld! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Ich kann nicht auf der Schiene gleichzeitig von rechts hinten eine Flanke vorziehen, in der Mitte stürmen, links nachziehen und dann womöglich irgendwie in einem Knäuel vor dem Tor enden. (Abg. Dr. Fekter: Sie kennt sich aus beim Fußball!) Bitte, das ist der Ruin des Bahnsystems, Frau Kollegin! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Wie zieht man eine Flanke vor?
Aber leider ist Ihre ÖBB-Politik wirklich eine Art Schlachtfeld Fußballfeld, das ist das Problem. In mancher Hinsicht haben Sie ja doch Recht. (Abg. Scheibner: Wie zieht man eine Flanke vor?) – Nun zu Ihren Argumenten und dann zu den generellen Ansätzen.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.
Europaweit gibt es einen Marktführer im Transfer von Gütern von der Straße auf die Bahn, auf die Schiene. Einen Europameister gibt es, Zahlen belegen das sehr deutlich, und Sie wissen genau, wie dieser Europameister heißt – auch Sie, Herr Vorsitzender Dr. Gusenbauer –: Das ist die Cargo-Bahn, der Güterverkehr der jetzigen ÖBB – Europameister! (Die Rednerin stellt ein entsprechendes Informationsblatt vor dem Rednerpult auf.) Da gibt es moderne Transfersysteme. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) Da gibt es Ansätze, Marktanteile zu gewinnen – und nicht zu verlieren wie in anderen europäischen Staaten. (Abg. Mag. Hakl: ... besser werden!)
Abg. Mag. Hakl: ... besser werden!
Europaweit gibt es einen Marktführer im Transfer von Gütern von der Straße auf die Bahn, auf die Schiene. Einen Europameister gibt es, Zahlen belegen das sehr deutlich, und Sie wissen genau, wie dieser Europameister heißt – auch Sie, Herr Vorsitzender Dr. Gusenbauer –: Das ist die Cargo-Bahn, der Güterverkehr der jetzigen ÖBB – Europameister! (Die Rednerin stellt ein entsprechendes Informationsblatt vor dem Rednerpult auf.) Da gibt es moderne Transfersysteme. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) Da gibt es Ansätze, Marktanteile zu gewinnen – und nicht zu verlieren wie in anderen europäischen Staaten. (Abg. Mag. Hakl: ... besser werden!)
Abg. Mag. Hakl: Das ist die Holding!
Es geht um unternehmenspolitische Verantwortung! Darum müssen wir die Bahn zusammenhalten (Abg. Mag. Hakl: Das ist die Holding!) und dürfen sie nicht zergliedern in rivalisierende Flügelkämpfer wie auf dem Fußballfeld! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Es geht um unternehmenspolitische Verantwortung! Darum müssen wir die Bahn zusammenhalten (Abg. Mag. Hakl: Das ist die Holding!) und dürfen sie nicht zergliedern in rivalisierende Flügelkämpfer wie auf dem Fußballfeld! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Ellmauer: Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich!
Aber Sie machen das mit den ÖBB! (Abg. Ellmauer: Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich!) Sie zerteilen in einzelne AGs, die womöglich schwer kommunizieren können, die womöglich unterschiedliche Strategien empfehlen, und darüber ist die Holding. (Abg. Mag. Hakl: Die Holding hat die Strategie!) Das ist dann irgendein Band, von dem man nicht weiß, ob es funktioniert. Klarer kann man die Sache nicht auf den Tisch legen als mit diesem Vergleich.
Abg. Mag. Hakl: Die Holding hat die Strategie!
Aber Sie machen das mit den ÖBB! (Abg. Ellmauer: Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich!) Sie zerteilen in einzelne AGs, die womöglich schwer kommunizieren können, die womöglich unterschiedliche Strategien empfehlen, und darüber ist die Holding. (Abg. Mag. Hakl: Die Holding hat die Strategie!) Das ist dann irgendein Band, von dem man nicht weiß, ob es funktioniert. Klarer kann man die Sache nicht auf den Tisch legen als mit diesem Vergleich.
Abg. Schöls: Haben Sie die Redezeit ...? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Herr Minister! Ich habe mich noch am Samstag, in meiner Freizeit, kundig gemacht. Ich war da bei der Betriebslehrstätte der ÖBB im Ausbildungszentrum und habe mir das komplexe System Bahn einmal vorführen lassen. (Abg. Schöls: Haben Sie die Redezeit ...? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Da gibt es eine Modellanlage, und ich sage Ihnen: Jeder Eisenbahn-Fan, der Kleineisenbahnen im Modell aufbaut, hat einen Steuerungsbereich, einen Hebel ...
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Scheibner: Der sitzt aber allein dort!
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (fortsetzend): ... – ich bin beim Schlusssatz – und nicht neun, wie Sie es machen! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Scheibner: Der sitzt aber allein dort!)
Widerspruch bei der SPÖ.
Abgeordneter Klaus Wittauer (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Frau Abgeordnete Moser, der einzige Zugang, den Sie zur ÖBB-Reform haben, besteht anscheinend darin, diese mit der Familienpolitik zu vergleichen. Ich würde sagen, diese Familie wäre Sozialbeihilfeempfänger und nichts anderes! Daher würde ich diese Vergleiche etwas zurücknehmen. (Widerspruch bei der SPÖ.) Ein Unternehmen zu führen und es unter Umständen Gewinn bringend in
Abg. Dr. Gabriela Moser: Sie haben immer den Familienvergleich!
eine positive Zukunft zu führen, ist etwas anderes als Ihr Vergleich. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Sie haben immer den Familienvergleich!)
Ruf bei der SPÖ: Der Haider aus Kärnten?
Und Herr Abgeordneter Broukal sollte einmal so ehrlich sein und sagen, dass der Grund nicht darin bestand, dass wir uns in den Verhandlungen nicht gefunden hätten, sondern Häupl und Haider haben Druck ausgeübt, dass es zu keiner Vereinbarung zwischen den Sozialdemokraten und uns gekommen ist. (Ruf bei der SPÖ: Der Haider aus Kärnten?) Das ist die Wahrheit, und das soll auch die Bevölkerung wissen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Und Herr Abgeordneter Broukal sollte einmal so ehrlich sein und sagen, dass der Grund nicht darin bestand, dass wir uns in den Verhandlungen nicht gefunden hätten, sondern Häupl und Haider haben Druck ausgeübt, dass es zu keiner Vereinbarung zwischen den Sozialdemokraten und uns gekommen ist. (Ruf bei der SPÖ: Der Haider aus Kärnten?) Das ist die Wahrheit, und das soll auch die Bevölkerung wissen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Gabriela Moser: 10 Milliarden für den Straßenverkehr!
Das (der Redner stellt eine als Euro-Banknote gestaltete Tafel mit der Aufschrift „525 €“ vor dem Rednerpult auf) soll hier auch die Zuschauer vor dem Fernseher informieren: 525 € zahlt jeder Österreicher an Zuschuss zu dieser Bundesbahn – egal, ob er ein Ticket kauft oder nicht. (Abg. Dr. Gabriela Moser: 10 Milliarden für den Straßenverkehr!) Da muss man schon sagen, wenn man das mit dem Straßenverkehr vergleicht: Jede Familie hat mindestens zwei Autos und benützt natürlich die Straßen (heftiger Widerspruch bei der SPÖ), während die 525 € jeder zahlt, vom Baby bis zum Großvater (Unruhe im Saal – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen), egal, ob er die Bahn benützt oder nicht. (Abg. Mag. Wurm: ... Polemik hier!) Es heißt immer wieder: Die britische Eisenbahn ist so teuer. – Wenn ich das bei uns dazurechne, dann sind wir ja pro Ticket viel teurer als die Bahn in England! (Abg. Mag. Wurm: ... in Ihrer Partei die „kleinen Menschen“ vertreten!)
heftiger Widerspruch bei der SPÖ
Das (der Redner stellt eine als Euro-Banknote gestaltete Tafel mit der Aufschrift „525 €“ vor dem Rednerpult auf) soll hier auch die Zuschauer vor dem Fernseher informieren: 525 € zahlt jeder Österreicher an Zuschuss zu dieser Bundesbahn – egal, ob er ein Ticket kauft oder nicht. (Abg. Dr. Gabriela Moser: 10 Milliarden für den Straßenverkehr!) Da muss man schon sagen, wenn man das mit dem Straßenverkehr vergleicht: Jede Familie hat mindestens zwei Autos und benützt natürlich die Straßen (heftiger Widerspruch bei der SPÖ), während die 525 € jeder zahlt, vom Baby bis zum Großvater (Unruhe im Saal – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen), egal, ob er die Bahn benützt oder nicht. (Abg. Mag. Wurm: ... Polemik hier!) Es heißt immer wieder: Die britische Eisenbahn ist so teuer. – Wenn ich das bei uns dazurechne, dann sind wir ja pro Ticket viel teurer als die Bahn in England! (Abg. Mag. Wurm: ... in Ihrer Partei die „kleinen Menschen“ vertreten!)
Unruhe im Saal – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen
Das (der Redner stellt eine als Euro-Banknote gestaltete Tafel mit der Aufschrift „525 €“ vor dem Rednerpult auf) soll hier auch die Zuschauer vor dem Fernseher informieren: 525 € zahlt jeder Österreicher an Zuschuss zu dieser Bundesbahn – egal, ob er ein Ticket kauft oder nicht. (Abg. Dr. Gabriela Moser: 10 Milliarden für den Straßenverkehr!) Da muss man schon sagen, wenn man das mit dem Straßenverkehr vergleicht: Jede Familie hat mindestens zwei Autos und benützt natürlich die Straßen (heftiger Widerspruch bei der SPÖ), während die 525 € jeder zahlt, vom Baby bis zum Großvater (Unruhe im Saal – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen), egal, ob er die Bahn benützt oder nicht. (Abg. Mag. Wurm: ... Polemik hier!) Es heißt immer wieder: Die britische Eisenbahn ist so teuer. – Wenn ich das bei uns dazurechne, dann sind wir ja pro Ticket viel teurer als die Bahn in England! (Abg. Mag. Wurm: ... in Ihrer Partei die „kleinen Menschen“ vertreten!)
Abg. Mag. Wurm: ... Polemik hier!
Das (der Redner stellt eine als Euro-Banknote gestaltete Tafel mit der Aufschrift „525 €“ vor dem Rednerpult auf) soll hier auch die Zuschauer vor dem Fernseher informieren: 525 € zahlt jeder Österreicher an Zuschuss zu dieser Bundesbahn – egal, ob er ein Ticket kauft oder nicht. (Abg. Dr. Gabriela Moser: 10 Milliarden für den Straßenverkehr!) Da muss man schon sagen, wenn man das mit dem Straßenverkehr vergleicht: Jede Familie hat mindestens zwei Autos und benützt natürlich die Straßen (heftiger Widerspruch bei der SPÖ), während die 525 € jeder zahlt, vom Baby bis zum Großvater (Unruhe im Saal – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen), egal, ob er die Bahn benützt oder nicht. (Abg. Mag. Wurm: ... Polemik hier!) Es heißt immer wieder: Die britische Eisenbahn ist so teuer. – Wenn ich das bei uns dazurechne, dann sind wir ja pro Ticket viel teurer als die Bahn in England! (Abg. Mag. Wurm: ... in Ihrer Partei die „kleinen Menschen“ vertreten!)
Abg. Mag. Wurm: ... in Ihrer Partei die „kleinen Menschen“ vertreten!
Das (der Redner stellt eine als Euro-Banknote gestaltete Tafel mit der Aufschrift „525 €“ vor dem Rednerpult auf) soll hier auch die Zuschauer vor dem Fernseher informieren: 525 € zahlt jeder Österreicher an Zuschuss zu dieser Bundesbahn – egal, ob er ein Ticket kauft oder nicht. (Abg. Dr. Gabriela Moser: 10 Milliarden für den Straßenverkehr!) Da muss man schon sagen, wenn man das mit dem Straßenverkehr vergleicht: Jede Familie hat mindestens zwei Autos und benützt natürlich die Straßen (heftiger Widerspruch bei der SPÖ), während die 525 € jeder zahlt, vom Baby bis zum Großvater (Unruhe im Saal – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen), egal, ob er die Bahn benützt oder nicht. (Abg. Mag. Wurm: ... Polemik hier!) Es heißt immer wieder: Die britische Eisenbahn ist so teuer. – Wenn ich das bei uns dazurechne, dann sind wir ja pro Ticket viel teurer als die Bahn in England! (Abg. Mag. Wurm: ... in Ihrer Partei die „kleinen Menschen“ vertreten!)
Abg. Eder: Den Kärntner Landeshauptmann haben wir hören wollen!
Man muss schon ein bisschen die Kostenwahrheit sehen, gerade Sie, Herr Abgeordneter Eder! Am Anfang haben Sie den Unterausschuss wieder für die Politik der Sozialdemokraten benutzt. Wir sind nicht weitergekommen. Sie haben als Vorsitzender des Ausschusses eine Gegenveranstaltung gemacht, und ich habe das kritisiert. (Abg. Eder: Den Kärntner Landeshauptmann haben wir hören wollen!) Das Einzige, was die Sozialdemokraten in den ersten eineinhalb Tagen in diesem Unterausschuss gemacht haben (Abg. Eder: ... ist ja abgelehnt worden im Unterausschuss!), war, dass sie ihn politisch missbraucht haben (Abg. Eder: Was erzählen Sie da für einen Unsinn?) – und nicht das, was Vizekanzler Gorbach am Ende eingefordert hat. Abgeordneter Eder, Sie wissen ganz genau, was er gefordert hat: Jetzt haben Sie alle Experten da, Sie haben den Vorstand der Bundesbahn da, Sie haben den Aufsichtsrat da – Sie können Ihre Fragen stellen! (Abg. Eder: Danke schön! Danke vielmals!) Das waren die gleichen Experten, die bei dieser Reform auch unseren Vizekanzler beraten haben. Erst dann war ein Schwenk da, und auf einmal waren die Sozialdemokraten sehr wohl bereit, mit uns konstruktiv zu reden.
Abg. Eder: ... ist ja abgelehnt worden im Unterausschuss!
Man muss schon ein bisschen die Kostenwahrheit sehen, gerade Sie, Herr Abgeordneter Eder! Am Anfang haben Sie den Unterausschuss wieder für die Politik der Sozialdemokraten benutzt. Wir sind nicht weitergekommen. Sie haben als Vorsitzender des Ausschusses eine Gegenveranstaltung gemacht, und ich habe das kritisiert. (Abg. Eder: Den Kärntner Landeshauptmann haben wir hören wollen!) Das Einzige, was die Sozialdemokraten in den ersten eineinhalb Tagen in diesem Unterausschuss gemacht haben (Abg. Eder: ... ist ja abgelehnt worden im Unterausschuss!), war, dass sie ihn politisch missbraucht haben (Abg. Eder: Was erzählen Sie da für einen Unsinn?) – und nicht das, was Vizekanzler Gorbach am Ende eingefordert hat. Abgeordneter Eder, Sie wissen ganz genau, was er gefordert hat: Jetzt haben Sie alle Experten da, Sie haben den Vorstand der Bundesbahn da, Sie haben den Aufsichtsrat da – Sie können Ihre Fragen stellen! (Abg. Eder: Danke schön! Danke vielmals!) Das waren die gleichen Experten, die bei dieser Reform auch unseren Vizekanzler beraten haben. Erst dann war ein Schwenk da, und auf einmal waren die Sozialdemokraten sehr wohl bereit, mit uns konstruktiv zu reden.
Abg. Eder: Was erzählen Sie da für einen Unsinn?
Man muss schon ein bisschen die Kostenwahrheit sehen, gerade Sie, Herr Abgeordneter Eder! Am Anfang haben Sie den Unterausschuss wieder für die Politik der Sozialdemokraten benutzt. Wir sind nicht weitergekommen. Sie haben als Vorsitzender des Ausschusses eine Gegenveranstaltung gemacht, und ich habe das kritisiert. (Abg. Eder: Den Kärntner Landeshauptmann haben wir hören wollen!) Das Einzige, was die Sozialdemokraten in den ersten eineinhalb Tagen in diesem Unterausschuss gemacht haben (Abg. Eder: ... ist ja abgelehnt worden im Unterausschuss!), war, dass sie ihn politisch missbraucht haben (Abg. Eder: Was erzählen Sie da für einen Unsinn?) – und nicht das, was Vizekanzler Gorbach am Ende eingefordert hat. Abgeordneter Eder, Sie wissen ganz genau, was er gefordert hat: Jetzt haben Sie alle Experten da, Sie haben den Vorstand der Bundesbahn da, Sie haben den Aufsichtsrat da – Sie können Ihre Fragen stellen! (Abg. Eder: Danke schön! Danke vielmals!) Das waren die gleichen Experten, die bei dieser Reform auch unseren Vizekanzler beraten haben. Erst dann war ein Schwenk da, und auf einmal waren die Sozialdemokraten sehr wohl bereit, mit uns konstruktiv zu reden.
Abg. Eder: Danke schön! Danke vielmals!
Man muss schon ein bisschen die Kostenwahrheit sehen, gerade Sie, Herr Abgeordneter Eder! Am Anfang haben Sie den Unterausschuss wieder für die Politik der Sozialdemokraten benutzt. Wir sind nicht weitergekommen. Sie haben als Vorsitzender des Ausschusses eine Gegenveranstaltung gemacht, und ich habe das kritisiert. (Abg. Eder: Den Kärntner Landeshauptmann haben wir hören wollen!) Das Einzige, was die Sozialdemokraten in den ersten eineinhalb Tagen in diesem Unterausschuss gemacht haben (Abg. Eder: ... ist ja abgelehnt worden im Unterausschuss!), war, dass sie ihn politisch missbraucht haben (Abg. Eder: Was erzählen Sie da für einen Unsinn?) – und nicht das, was Vizekanzler Gorbach am Ende eingefordert hat. Abgeordneter Eder, Sie wissen ganz genau, was er gefordert hat: Jetzt haben Sie alle Experten da, Sie haben den Vorstand der Bundesbahn da, Sie haben den Aufsichtsrat da – Sie können Ihre Fragen stellen! (Abg. Eder: Danke schön! Danke vielmals!) Das waren die gleichen Experten, die bei dieser Reform auch unseren Vizekanzler beraten haben. Erst dann war ein Schwenk da, und auf einmal waren die Sozialdemokraten sehr wohl bereit, mit uns konstruktiv zu reden.
Abg. Dr. Lichtenberger: Es waren neun!
Dann kamen Ihre Vorschläge – mit denen ich jederzeit leben kann –, und da haben wir versucht, wirklich einen Konsens zu finden. Der Konsens war da! Er ist aber seltsamerweise nicht bei diesen Kritikpunkten gelandet. Das haben nämlich unsere Experten, die Experten für die Bahn, sehr wohl genau erklärt, alle diese Punkte waren weg. Dann hatten wir fünf Punkte, über die wir geredet haben, und sie waren geklärt. (Abg. Dr. Lichtenberger: Es waren neun!)
Abg. Gaál: Gerade Sie sagen das!
Auf einmal war es aber dann am Montag so weit: Abgeordneter Gusenbauer, der auch hier heraußen über die Reform geredet hat, obwohl er keine Ahnung hat – das habe ich gesehen –, ... (Abg. Gaál: Gerade Sie sagen das!) Wenig Ahnung hat er! Er hat sich nicht um das Unternehmen ÖBB gekümmert, sondern war in Amerika. Das ist eben Fakt! Dann geht er hier heraus und kritisiert das, obwohl die Einigung schon ganz knapp bevorgestanden ist.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
der Gusenbauer!) Im Sinne dessen, dass eine Reform stattzufinden hat, waren wir uns alle einig, über alle Fraktionen hinweg! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Eder: Für die Forstinger!
Ich möchte diese Gelegenheit auch dazu benutzen, jedem nochmals in Erinnerung zu rufen: Die 525 € sind nicht nur für Strukturen und Sonstiges zu zahlen, sondern auch für die Privilegien, die Sie jahrelang aufgebaut haben. (Abg. Eder: Für die Forstinger!) Nein, nicht für die Forstinger! (Abg. Eder: Forstinger kriegt Aufträge von der Bahn! Das sind Privilegien ...! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Fast alle ÖBB-Bediensteten sind unkündbar und genießen Versetzungsschutz! Wo gibt es so etwas, dass man, wie bei der Bundesbahn, nicht versetzt werden darf? – Eine ganze Seite lang nur Privilegien! Auch mit diesen Privilegien werden wir Schluss machen, das versprechen wir.
Abg. Eder: Forstinger kriegt Aufträge von der Bahn! Das sind Privilegien ...! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Ich möchte diese Gelegenheit auch dazu benutzen, jedem nochmals in Erinnerung zu rufen: Die 525 € sind nicht nur für Strukturen und Sonstiges zu zahlen, sondern auch für die Privilegien, die Sie jahrelang aufgebaut haben. (Abg. Eder: Für die Forstinger!) Nein, nicht für die Forstinger! (Abg. Eder: Forstinger kriegt Aufträge von der Bahn! Das sind Privilegien ...! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Fast alle ÖBB-Bediensteten sind unkündbar und genießen Versetzungsschutz! Wo gibt es so etwas, dass man, wie bei der Bundesbahn, nicht versetzt werden darf? – Eine ganze Seite lang nur Privilegien! Auch mit diesen Privilegien werden wir Schluss machen, das versprechen wir.
Abg. Eder: Forstinger hat Privilegien ...! Und der Herr Plattner!
Abgeordneter Klaus Wittauer (fortsetzend): Der letzte Satz: Herr Abgeordneter Eder, ein Chamäleon zu sein (Abg. Eder: Forstinger hat Privilegien ...! Und der Herr Plattner!), das bitte ich in Zukunft zu vermeiden, damit wir wirklich für Österreich positiv gemeinsam arbeiten. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Klaus Wittauer (fortsetzend): Der letzte Satz: Herr Abgeordneter Eder, ein Chamäleon zu sein (Abg. Eder: Forstinger hat Privilegien ...! Und der Herr Plattner!), das bitte ich in Zukunft zu vermeiden, damit wir wirklich für Österreich positiv gemeinsam arbeiten. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Fekter: Die hat er noch nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Johann Maier (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Kollege Wittauer, wir können gerne eine Privilegiendiskussion führen. Reden wir gleich über ein Privileg, das dieser Staatssekretär hat, nämlich eine Pension von 12 000 €! Ich frage Sie: Wer hier in diesem Raum hat eine Pension oder einen Anspruch auf 12 000 €? (Abg. Dr. Fekter: Die hat er noch nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Kollege Wittauer, reden wir darüber! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Johann Maier (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Kollege Wittauer, wir können gerne eine Privilegiendiskussion führen. Reden wir gleich über ein Privileg, das dieser Staatssekretär hat, nämlich eine Pension von 12 000 €! Ich frage Sie: Wer hier in diesem Raum hat eine Pension oder einen Anspruch auf 12 000 €? (Abg. Dr. Fekter: Die hat er noch nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Kollege Wittauer, reden wir darüber! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Reden wir über die Privilegien im ÖIAG-Bereich, wo sie sich schamlos bedient haben, die Aufsichtsräte und die Direktoren! (Der Redner hält eine Broschüre in die Höhe.) Das ist der Rechnungshofbericht. Über diese Privilegien diskutieren wir gerne mit Ihnen – aber nicht über die so genannten Privilegien der Eisenbahner, die keine Privilegien sind! Oder, Hand aufs Herz, kennt einer von Ihnen einen reichen Eisenbahner in Österreich? – Ich nicht! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Wittauer: Das stimmt nicht!
Kollege Wittauer, es war eine Märchenstunde, Sie haben von einem Konsens gesprochen. – Es hat in keiner Phase der Verhandlungen einen Konsens gegeben! (Abg. Wittauer: Das stimmt nicht!) Und wissen Sie, warum? – Weil Sie nicht bereit waren, insbesondere nicht der verantwortliche Verkehrsminister, unsere Forderungen legislativ, nämlich in Gesetzesform, umzusetzen.
Abg. Wittauer: Den ersten Teil des Unterausschusses habt ihr nur verwendet, um den Finanzminister anzugreifen!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Was haben wir von vagen Absichtserklärungen, von so genannten Ausschussfeststellungen? – Nichts! (Abg. Wittauer: Den ersten Teil des Unterausschusses habt ihr nur verwendet, um den Finanzminister anzugreifen!) Nehmen Sie eines zur Kenntnis – ich sage Ihnen das als Jurist, und zwar ganz klar –: Aktienrecht bricht jede Ausschussfeststellung, kein Vorstandsdirektor hat sich an Ausschussfeststellungen zu halten! (Abg. Scheibner: Aber Sie waren einverstanden!) – Daher, meine sehr verehrten Damen und Herren, kam es nie zu einem Konsens. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Aber Sie waren einverstanden!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Was haben wir von vagen Absichtserklärungen, von so genannten Ausschussfeststellungen? – Nichts! (Abg. Wittauer: Den ersten Teil des Unterausschusses habt ihr nur verwendet, um den Finanzminister anzugreifen!) Nehmen Sie eines zur Kenntnis – ich sage Ihnen das als Jurist, und zwar ganz klar –: Aktienrecht bricht jede Ausschussfeststellung, kein Vorstandsdirektor hat sich an Ausschussfeststellungen zu halten! (Abg. Scheibner: Aber Sie waren einverstanden!) – Daher, meine sehr verehrten Damen und Herren, kam es nie zu einem Konsens. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Was haben wir von vagen Absichtserklärungen, von so genannten Ausschussfeststellungen? – Nichts! (Abg. Wittauer: Den ersten Teil des Unterausschusses habt ihr nur verwendet, um den Finanzminister anzugreifen!) Nehmen Sie eines zur Kenntnis – ich sage Ihnen das als Jurist, und zwar ganz klar –: Aktienrecht bricht jede Ausschussfeststellung, kein Vorstandsdirektor hat sich an Ausschussfeststellungen zu halten! (Abg. Scheibner: Aber Sie waren einverstanden!) – Daher, meine sehr verehrten Damen und Herren, kam es nie zu einem Konsens. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Hohes Haus! Sehr verehrte Damen und Herren! Ein Kennzeichen der Politik dieser Bundesregierung lautet: Zerschlagen, Zerstören und Kostenverlagerung auf andere Gebietskörperschaften. – Wir haben es im Bildungsbereich, im Universitätsbereich und im ÖIAG-Bereich erlebt, wir erleben es im Gesundheitsbereich und nun bei der Eisenbahn. Sie zerschlagen ein funktionierendes Unternehmen, Herr Bundesminister, und betreiben hier ganz klar eine Würstelbudenpolitik, das ist nichts anderes! (Beifall bei der SPÖ.)
Vizekanzler Gorbach: Danke! – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Oder man könnte auch zu einer anderen Auffassung kommen, und zwar in Bezug darauf, dass dieses „Memorandum of Understanding“ von Grasser und Gorbach unterschrieben ist: Die Englischkenntnisse haben nur für die Überschrift gereicht. – Das ist eine andere Interpretation. (Vizekanzler Gorbach: Danke! – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Wittauer: Macht einmal einen Gegenvorschlag ...!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Man soll sich allerdings im Detail durchlesen, was dieses „Memorandum of Understanding“ enthält. (Abg. Wittauer: Macht einmal einen Gegenvorschlag ...!) Ich ersuche alle Lokalpolitiker und Regionalpolitiker, aufzupassen: Es geht hier um die Zukunft der Regionalbahnen. (Abg. Dr. Jarolim: „Memorandum of Misunderstanding“!)
Abg. Dr. Jarolim: „Memorandum of Misunderstanding“!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Man soll sich allerdings im Detail durchlesen, was dieses „Memorandum of Understanding“ enthält. (Abg. Wittauer: Macht einmal einen Gegenvorschlag ...!) Ich ersuche alle Lokalpolitiker und Regionalpolitiker, aufzupassen: Es geht hier um die Zukunft der Regionalbahnen. (Abg. Dr. Jarolim: „Memorandum of Misunderstanding“!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Präsident Dr. Heinz Fischer: Kollege Maier, ich habe es nicht ganz genau gehört, aber ich möchte bitten, irgendwelche persönlichen Angriffe auf den Verkehrsminister hinsichtlich Sprachkenntnisse zu unterlassen. – Bitte setzen Sie fort. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Mit dieser Reform zerschlagen Sie ein funktionierendes Unternehmen. Der Bahnkunde hat nichts davon, sondern er muss befürchten, dass die Bahn teurer wird und dass bestimmte Regionalbahnen eingestellt werden. Daher: Gute Nacht, Bahn! Sie allein haben das zu verantworten. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Broukal – auf die am Rednerpult stehende Tafel mit der Aufschrift „Reformen braucht die Bahn“, die einen Zug zeigt, deutend –: Baujahr 1962! – Ruf bei der ÖVP: Funktioniert immer noch! – Abg. Broukal: Sehr unbeliebt! Öfter kaputt wie ...!
Abgeordneter Franz Glaser (ÖVP): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Herr Staatssekretär! (Abg. Broukal – auf die am Rednerpult stehende Tafel mit der Aufschrift „Reformen braucht die Bahn“, die einen Zug zeigt, deutend –: Baujahr 1962! – Ruf bei der ÖVP: Funktioniert immer noch! – Abg. Broukal: Sehr unbeliebt! Öfter kaputt wie ...!) Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Kollege Broukal! Danke für das Stichwort. Es stimmt, die Lok, die Sie da sehen, ist aus dem Jahr 1962. (Abg. Broukal: Das ist ein Steuerwagen, keine Lok!) – Egal, wie auch immer: Man kann damit fahren. (Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Broukal: Das ist ein Steuerwagen, keine Lok!
Abgeordneter Franz Glaser (ÖVP): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Herr Staatssekretär! (Abg. Broukal – auf die am Rednerpult stehende Tafel mit der Aufschrift „Reformen braucht die Bahn“, die einen Zug zeigt, deutend –: Baujahr 1962! – Ruf bei der ÖVP: Funktioniert immer noch! – Abg. Broukal: Sehr unbeliebt! Öfter kaputt wie ...!) Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Kollege Broukal! Danke für das Stichwort. Es stimmt, die Lok, die Sie da sehen, ist aus dem Jahr 1962. (Abg. Broukal: Das ist ein Steuerwagen, keine Lok!) – Egal, wie auch immer: Man kann damit fahren. (Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Franz Glaser (ÖVP): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Herr Staatssekretär! (Abg. Broukal – auf die am Rednerpult stehende Tafel mit der Aufschrift „Reformen braucht die Bahn“, die einen Zug zeigt, deutend –: Baujahr 1962! – Ruf bei der ÖVP: Funktioniert immer noch! – Abg. Broukal: Sehr unbeliebt! Öfter kaputt wie ...!) Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Kollege Broukal! Danke für das Stichwort. Es stimmt, die Lok, die Sie da sehen, ist aus dem Jahr 1962. (Abg. Broukal: Das ist ein Steuerwagen, keine Lok!) – Egal, wie auch immer: Man kann damit fahren. (Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Cap: Einstampfen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Kollege Broukal! (Abg. Dr. Cap: Einstampfen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Haben Sie auch den Satz daneben gelesen? – „Reformen braucht die Bahn“! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Kräuter: Das ist ja ein Murks!) Das heißt, heute fahren wir noch mit diesen Steuerwägen, und gerade deswegen brauchen wir die Reform der Bahn. – Das will die Tafel aussagen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Widerspruch bei der SPÖ. – Abg. Dr. Cap: Einstampfen!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Kräuter: Das ist ja ein Murks!
Kollege Broukal! (Abg. Dr. Cap: Einstampfen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Haben Sie auch den Satz daneben gelesen? – „Reformen braucht die Bahn“! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Kräuter: Das ist ja ein Murks!) Das heißt, heute fahren wir noch mit diesen Steuerwägen, und gerade deswegen brauchen wir die Reform der Bahn. – Das will die Tafel aussagen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Widerspruch bei der SPÖ. – Abg. Dr. Cap: Einstampfen!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Widerspruch bei der SPÖ. – Abg. Dr. Cap: Einstampfen!
Kollege Broukal! (Abg. Dr. Cap: Einstampfen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Haben Sie auch den Satz daneben gelesen? – „Reformen braucht die Bahn“! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Kräuter: Das ist ja ein Murks!) Das heißt, heute fahren wir noch mit diesen Steuerwägen, und gerade deswegen brauchen wir die Reform der Bahn. – Das will die Tafel aussagen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Widerspruch bei der SPÖ. – Abg. Dr. Cap: Einstampfen!)
Abg. Dr. Cap: 40 Jahre sind Sie zurück! 40 Jahre!
Das ist ein Symbol dafür, dass wir in vielen, ja in allen Bereichen der Bahn Reformen brauchen. (Abg. Dr. Cap: 40 Jahre sind Sie zurück! 40 Jahre!) Nicht für Zustände aus
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Cap: Weder modern noch Service!
dem Jahre 1962, sondern für Zustände, die für die Jahre nach 2003 notwendig sind, dafür brauchen wir die Reform! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Cap: Weder modern noch Service!)
Abg. Dr. Cap: 40 Jahre!
Doch zurück zum Sachlichen. – Ich will mich wirklich bemühen, auch sachlich zu argumentieren. Kollege Cap! (Abg. Dr. Cap: 40 Jahre!) Es wäre gut gewesen, wenn auch Sie bei der Verkehrstagung der Wirtschaftskammer vor wenigen Wochen gewesen wären. Da hätten Sie nämlich auch einige interessante Daten und Fakten, was den Transit Richtung Osten und Süden betrifft, zu hören bekommen, zum Beispiel, dass das Transitaufkommen in diese Richtungen bis 2015 um 250 Prozent steigen wird. Ein weiteres Faktum ist, dass vor allem in Richtung der Südhäfen an der Adria der Güterverkehr entsprechend zunehmen wird. Sogar – man höre und staune! – der Landverkehr Richtung China und Japan werde zunehmen und an Bedeutung gewinnen. – Das ist etwas, das ich nicht für möglich gehalten hätte. Wenn, dann wird der Landverkehr wohl über die Bahn stattfinden und nicht per LKW.
Abg. Broukal: Nein!
Was – zumindest für mich – auch noch neu war: dass die westliche Endstation der Transsibirischen Eisenbahn in Krakau liegt. (Abg. Broukal: Nein!) – So haben es Experten gesagt. (Abg. Broukal: Das ist falsch! Die Russen haben eine andere Spur!) Das ist eine Stadt, die gerade einmal 400 Kilometer von Wien entfernt ist. Meine sehr geehrten Damen und Herren! Was belegt mehr, wie wichtig Reformen gerade im Hinblick auf den Transit Richtung Osten und Süden sind und dass die Österreichischen Bundesbahnen darauf reagieren müssen?
Abg. Broukal: Das ist falsch! Die Russen haben eine andere Spur!
Was – zumindest für mich – auch noch neu war: dass die westliche Endstation der Transsibirischen Eisenbahn in Krakau liegt. (Abg. Broukal: Nein!) – So haben es Experten gesagt. (Abg. Broukal: Das ist falsch! Die Russen haben eine andere Spur!) Das ist eine Stadt, die gerade einmal 400 Kilometer von Wien entfernt ist. Meine sehr geehrten Damen und Herren! Was belegt mehr, wie wichtig Reformen gerade im Hinblick auf den Transit Richtung Osten und Süden sind und dass die Österreichischen Bundesbahnen darauf reagieren müssen?
Abg. Dr. Niederwieser: Mit dem hat das ja gar nichts zu tun! Überhaupt nichts!
Im gleichen Atemzug wurde gesagt, dass man in Europa derzeit noch auf 16 verschiedenen technischen Gleisebenen fährt. Das ist, glaube ich, wiederum ein kräftiges Argument dafür, dass diese Bahn eine entsprechende Reform braucht. (Abg. Dr. Niederwieser: Mit dem hat das ja gar nichts zu tun! Überhaupt nichts!) Kollege Niederwieser! (Abg. Dr. Jarolim: Man soll das auch sagen!) Im Unterausschuss gab es eine Reihe von Daten und Fakten bezüglich einer notwendigen Reform, denen durchaus auch Kolleginnen und Kollegen der SPÖ und der Grünen zustimmen konnten. Warum hätten Sie denn sonst mit uns verhandelt? – Damit man vielleicht doch zu einem gemeinsamen Ergebnis kommt!
Abg. Dr. Jarolim: Man soll das auch sagen!
Im gleichen Atemzug wurde gesagt, dass man in Europa derzeit noch auf 16 verschiedenen technischen Gleisebenen fährt. Das ist, glaube ich, wiederum ein kräftiges Argument dafür, dass diese Bahn eine entsprechende Reform braucht. (Abg. Dr. Niederwieser: Mit dem hat das ja gar nichts zu tun! Überhaupt nichts!) Kollege Niederwieser! (Abg. Dr. Jarolim: Man soll das auch sagen!) Im Unterausschuss gab es eine Reihe von Daten und Fakten bezüglich einer notwendigen Reform, denen durchaus auch Kolleginnen und Kollegen der SPÖ und der Grünen zustimmen konnten. Warum hätten Sie denn sonst mit uns verhandelt? – Damit man vielleicht doch zu einem gemeinsamen Ergebnis kommt!
Abg. Dr. Brinek: Danke für die Hilfe!
Präsident Dr. Heinz Fischer (das Glockenzeichen gebend): Herr Abgeordneter! Der Antrag ist lang. Es geht sich nicht aus, ihn vorzulesen, aber wir können ihn verteilen. Sie haben ihn jetzt erläutert: Er soll die Kundenzufriedenheit erhöhen. Ich nehme ihn in Verhandlung. (Abg. Dr. Brinek: Danke für die Hilfe!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen für den das Rednerpult verlassenden Abg. Glaser.
(Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen für den das Rednerpult verlassenden Abg. Glaser.)
Allgemeine Heiterkeit und Beifall bei den Grünen. – Abg. Broukal: Mich!
Abgeordnete Theresia Haidlmayr (Grüne): Herr Präsident! Herr Minister! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Den heutigen Vormittag haben wir damit verbracht, über die ÖBB zu diskutieren. Alle bisherigen Redner habe ich eigentlich – bis auf ganz wenige – noch nie im Zug gesehen. (Allgemeine Heiterkeit und Beifall bei den Grünen. – Abg. Broukal: Mich!)
Die Rednerin hält ihre ÖBB-Vorteilscard in die Höhe. – Abg. Scheibner: Wir sind Vollzahler! – Die Abgeordneten Broukal, Mag. Hans Moser, Bayr sowie einige andere Abgeordnete halten eine ÖBB-Vorteilscard in die Höhe.
Jetzt möchte ich eigentlich ganz gern einmal die Probe aufs Exempel machen: Wer von Ihnen von den Regierungsparteien hat denn diese Vorteilscard? (Die Rednerin hält ihre ÖBB-Vorteilscard in die Höhe. – Abg. Scheibner: Wir sind Vollzahler! – Die Abgeordneten Broukal, Mag. Hans Moser, Bayr sowie einige andere Abgeordnete halten eine ÖBB-Vorteilscard in die Höhe.) – Kennen Sie die? Das sind wenige! Schauen Sie sich einmal an, wie viele Leute Sie sind und wie wenige die Karte haben! (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Jetzt möchte ich eigentlich ganz gern einmal die Probe aufs Exempel machen: Wer von Ihnen von den Regierungsparteien hat denn diese Vorteilscard? (Die Rednerin hält ihre ÖBB-Vorteilscard in die Höhe. – Abg. Scheibner: Wir sind Vollzahler! – Die Abgeordneten Broukal, Mag. Hans Moser, Bayr sowie einige andere Abgeordnete halten eine ÖBB-Vorteilscard in die Höhe.) – Kennen Sie die? Das sind wenige! Schauen Sie sich einmal an, wie viele Leute Sie sind und wie wenige die Karte haben! (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wissen Sie, was? Davon zu reden, dass die ÖBB reformiert werden müssen, dass die ÖBB selbstverständlich einen Zuschuss von Bundesebene brauchen, der selbstverständlich aus Steuermitteln zu bezahlen ist, und selbst null Beitrag dazu zu leisten, dass die ÖBB auch fahren können, dass die Leute sie benutzen, das ist ein verdammt schwaches Argument für Ihre Reform! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ sowie der Abg. Dr. Bleckmann.
Meine Damen und Herren! Der öffentliche Personenverkehr ist nicht als betriebswirtschaftlich rechnendes Unternehmen zu sehen, und das darf auch nie so sein, sondern öffentlicher Verkehr ist ein sozialer und umweltpolitischer Auftrag an uns alle, und den gilt es, zu erfüllen! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ sowie der Abg. Dr. Bleckmann.)
Abg. Wattaul: Wieso ist Rot drinnen? – Abg. Dr. Brinek: Ja, wieso ist denn Rot überhaupt drinnen?
Diese Bahnreform ist keine Reform, sondern es ist nichts anderes als „Rot raus, Schwarz und Blau rein“! (Abg. Wattaul: Wieso ist Rot drinnen? – Abg. Dr. Brinek: Ja, wieso ist denn Rot überhaupt drinnen?) Eine Reform ist es nicht. Sie haben die ganze Zeit davon gesprochen, man müsse das Unternehmen wieder auf die Beine stellen, man müsse es sanieren, man müsse es besser machen. – Wissen Sie, was? Wenn heute jemand krank ist, dann amputiert man ihm auch nicht Füße und Hände und hofft, dass er wieder gesund wird, sondern man versucht, das Gemeinsame zu erhalten. Das machen Sie aber nicht!
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ihre Reform ist keine Reform, sondern eine Demontage! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Wir hätten die ÖBB sehr wohl verändern können, weil sie auch veränderungsbedürftig sind, zweifellos. Das Serviceangebot und viele andere Angebote müssen verbessert werden. Eine Verbesserung ist notwendig. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ sowie des Abg. Miedl.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ sowie des Abg. Miedl.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ihre Reform ist keine Reform, sondern eine Demontage! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Wir hätten die ÖBB sehr wohl verändern können, weil sie auch veränderungsbedürftig sind, zweifellos. Das Serviceangebot und viele andere Angebote müssen verbessert werden. Eine Verbesserung ist notwendig. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ sowie des Abg. Miedl.)
Abg. Gaál: Sehr richtig!
Mit Ihrer Reform werden Sie diese Verbesserung aber nicht erreichen. Ganz im Gegenteil: Durch den Personalabbau werden die Serviceleistungen immer weniger werden, und das geht auf Kosten der Kunden! (Abg. Gaál: Sehr richtig!) Wenn keine Leute mehr im Zug sitzen, dann ist es leicht, eine Bahn einzustellen. – Das praktizieren Sie mittlerweile seit drei Jahren. (Ruf bei der SPÖ: Vier Jahren!) So einfach machen Sie es sich!
Ruf bei der SPÖ: Vier Jahren!
Mit Ihrer Reform werden Sie diese Verbesserung aber nicht erreichen. Ganz im Gegenteil: Durch den Personalabbau werden die Serviceleistungen immer weniger werden, und das geht auf Kosten der Kunden! (Abg. Gaál: Sehr richtig!) Wenn keine Leute mehr im Zug sitzen, dann ist es leicht, eine Bahn einzustellen. – Das praktizieren Sie mittlerweile seit drei Jahren. (Ruf bei der SPÖ: Vier Jahren!) So einfach machen Sie es sich!
Abg. Miedl: Aber selbstverständlich!
Sie haben nicht vor, die Bahn als sozialen Auftrag weiter bestehen zu lassen. Herr Minister! Sie wollen – und Sie haben es in Ihrem letzten Redebeitrag explizit gesagt – eine privatwirtschaftliche Bahn und nicht mehr, dass die Republik Inhaberin dieser Bahn ist. (Abg. Miedl: Aber selbstverständlich!) Sie wollen sie privatisieren. (Vizekanzler Gorbach: Nein!) Herr Minister! Sie wollen die Bahn privatisieren. (Vizekanzler Gorbach: Nein!) – Nicht heute, nicht morgen, nicht übermorgen, aber in den nächsten Jahren. (Abg. Miedl: Steht ja im Gesetz! Durchlesen!) Wenn wir bei der Bahn im Per-
Abg. Miedl: Steht ja im Gesetz! Durchlesen!
Sie haben nicht vor, die Bahn als sozialen Auftrag weiter bestehen zu lassen. Herr Minister! Sie wollen – und Sie haben es in Ihrem letzten Redebeitrag explizit gesagt – eine privatwirtschaftliche Bahn und nicht mehr, dass die Republik Inhaberin dieser Bahn ist. (Abg. Miedl: Aber selbstverständlich!) Sie wollen sie privatisieren. (Vizekanzler Gorbach: Nein!) Herr Minister! Sie wollen die Bahn privatisieren. (Vizekanzler Gorbach: Nein!) – Nicht heute, nicht morgen, nicht übermorgen, aber in den nächsten Jahren. (Abg. Miedl: Steht ja im Gesetz! Durchlesen!) Wenn wir bei der Bahn im Per-
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
sonennahverkehr betriebswirtschaftlich rechnen, dann gibt es nur mehr ganz wenige Menschen, die sich den öffentlichen Verkehr auch leisten können. Die, die überbleiben und nicht mehr fahren können, sind SchülerInnen, mobilitätsbeeinträchtigte, umweltbewusste und ältere Menschen. – Herr Minister! Denen die Mobilität nicht mehr garantieren zu können, das ist ein starkes Stück! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ
Kehren Sie zurück zum sozialen Auftrag des österreichischen Verkehrsunternehmens Bahn und sorgen Sie dafür, dass Mobilität nicht nur für jene sichergestellt ist, die mit dem Auto fahren, sondern auch für die, die ein öffentliches Verkehrsmittel benutzen. Viele von uns wissen, warum sie dies tun: Weil wir einfach auch an die Umwelt, an unsere Zukunft und an die Zukunft unserer Kinder denken. – Die brauchen eine ordentliche Umwelt. Die ÖBB können ihren Beitrag dazu leisten, wenn alle, die hier sitzen, als ersten Schritt auch einmal die Bahn benützen (Beifall bei den Grünen und der SPÖ) – und nicht verlangen, dass der Parkplatz vor dem Parlament vergrößert wird, weil Sie auch heute alle mit dem Auto da sind. (Zwischenruf der Abg. Mag. Hakl.) Wenn Sie es nicht glauben, dann gehen Sie hinaus und schauen Sie nach. Sie werden sehen, ich habe Recht! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Hakl.
Kehren Sie zurück zum sozialen Auftrag des österreichischen Verkehrsunternehmens Bahn und sorgen Sie dafür, dass Mobilität nicht nur für jene sichergestellt ist, die mit dem Auto fahren, sondern auch für die, die ein öffentliches Verkehrsmittel benutzen. Viele von uns wissen, warum sie dies tun: Weil wir einfach auch an die Umwelt, an unsere Zukunft und an die Zukunft unserer Kinder denken. – Die brauchen eine ordentliche Umwelt. Die ÖBB können ihren Beitrag dazu leisten, wenn alle, die hier sitzen, als ersten Schritt auch einmal die Bahn benützen (Beifall bei den Grünen und der SPÖ) – und nicht verlangen, dass der Parkplatz vor dem Parlament vergrößert wird, weil Sie auch heute alle mit dem Auto da sind. (Zwischenruf der Abg. Mag. Hakl.) Wenn Sie es nicht glauben, dann gehen Sie hinaus und schauen Sie nach. Sie werden sehen, ich habe Recht! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Kehren Sie zurück zum sozialen Auftrag des österreichischen Verkehrsunternehmens Bahn und sorgen Sie dafür, dass Mobilität nicht nur für jene sichergestellt ist, die mit dem Auto fahren, sondern auch für die, die ein öffentliches Verkehrsmittel benutzen. Viele von uns wissen, warum sie dies tun: Weil wir einfach auch an die Umwelt, an unsere Zukunft und an die Zukunft unserer Kinder denken. – Die brauchen eine ordentliche Umwelt. Die ÖBB können ihren Beitrag dazu leisten, wenn alle, die hier sitzen, als ersten Schritt auch einmal die Bahn benützen (Beifall bei den Grünen und der SPÖ) – und nicht verlangen, dass der Parkplatz vor dem Parlament vergrößert wird, weil Sie auch heute alle mit dem Auto da sind. (Zwischenruf der Abg. Mag. Hakl.) Wenn Sie es nicht glauben, dann gehen Sie hinaus und schauen Sie nach. Sie werden sehen, ich habe Recht! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordneter Anton Wattaul (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Parteipolitik hat auf dem Rücken eines Unternehmens grundsätzlich nichts verloren. In den letzten Jahrzehnten hat die SPÖ geglaubt, die ÖBB seien ein sozialdemokratisches Unternehmen. Jetzt ist es an der Zeit, aus den ÖBB ein modernes und kostenorientiertes Unternehmen zu machen. Das Bundesbahnstrukturgesetz schafft die Voraussetzungen dafür. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Gradwohl: Dann lasst eure Politik draußen, Herr Kollege!
Die Führung eines Unternehmens obliegt einzig und allein dem Vorstand, ohne parteipolitisch motivierte Vorgaben. Ein Dienstleistungsunternehmen muss marktorientiert und kundenorientiert handeln. Parteipolitik ist hier fehl am Platz. (Abg. Gradwohl: Dann lasst eure Politik draußen, Herr Kollege!)
Abg. Dr. Fekter: Die ÖBB!
Vielleicht noch ein Wort betreffend die Frächterlobby: Wissen Sie eigentlich, wer der größte Frächter in Österreich ist? (Abg. Dr. Fekter: Die ÖBB!) – Das sind die Österreichischen Bundesbahnen. Ich halte nichts von den Versuchen, die Straße gegen die Schiene auszuspielen. Jede Infrastruktur hat ihre Berechtigung. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Vielleicht noch ein Wort betreffend die Frächterlobby: Wissen Sie eigentlich, wer der größte Frächter in Österreich ist? (Abg. Dr. Fekter: Die ÖBB!) – Das sind die Österreichischen Bundesbahnen. Ich halte nichts von den Versuchen, die Straße gegen die Schiene auszuspielen. Jede Infrastruktur hat ihre Berechtigung. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Lichtenberger: Jetzt haben die Frächter freie Fahrt!
(Abg. Dr. Lichtenberger: Jetzt haben die Frächter freie Fahrt!) Die Verkehrssteigerung durch die EU-Erweiterung wird ohnehin für beide Verkehrsträger große Herausforderungen bringen. Wir bekennen uns zu den Österreichischen Bundesbahnen und ihren Mitarbeitern. (Abg. Brosz: LKW-Transitverkehr!) Dazu ein Spruch, den mein Vater immer gesagt hat: Da fährt die Eisenbahn drüber! – Mit diesem Gesetz werden wir die Eisenbahn auch in eine wirklich gute Zukunft führen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Lichtenberger: Drüberfahren, das ist richtig!)
Abg. Brosz: LKW-Transitverkehr!
(Abg. Dr. Lichtenberger: Jetzt haben die Frächter freie Fahrt!) Die Verkehrssteigerung durch die EU-Erweiterung wird ohnehin für beide Verkehrsträger große Herausforderungen bringen. Wir bekennen uns zu den Österreichischen Bundesbahnen und ihren Mitarbeitern. (Abg. Brosz: LKW-Transitverkehr!) Dazu ein Spruch, den mein Vater immer gesagt hat: Da fährt die Eisenbahn drüber! – Mit diesem Gesetz werden wir die Eisenbahn auch in eine wirklich gute Zukunft führen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Lichtenberger: Drüberfahren, das ist richtig!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Lichtenberger: Drüberfahren, das ist richtig!
(Abg. Dr. Lichtenberger: Jetzt haben die Frächter freie Fahrt!) Die Verkehrssteigerung durch die EU-Erweiterung wird ohnehin für beide Verkehrsträger große Herausforderungen bringen. Wir bekennen uns zu den Österreichischen Bundesbahnen und ihren Mitarbeitern. (Abg. Brosz: LKW-Transitverkehr!) Dazu ein Spruch, den mein Vater immer gesagt hat: Da fährt die Eisenbahn drüber! – Mit diesem Gesetz werden wir die Eisenbahn auch in eine wirklich gute Zukunft führen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Lichtenberger: Drüberfahren, das ist richtig!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Erika Scharer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Wir stimmen der ÖBB-Reform keinesfalls zu, weil nach Ihrem Konzept die Finanzierung der ÖBB nicht gesichert ist, es eindeutig zu Neuverschuldungen in Milliardenhöhe kommen wird, es keine Absicherung im Nahverkehrsbereich geben wird, es keine verkehrspolitischen Konzepte gibt und vor allem keine sichtbaren Zeichen der Absicherung der Tarife für die Bevölkerung erkennbar sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Es ist schon eine eigenartige Strategie, die die Regierung einerseits im Unterausschuss und andererseits hier im Plenum durchgezogen hat beziehungsweise durchzieht. Ich denke, es ist ein Management nach dem Motto: Mit Kukacka den Gorbach runter! (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es wird nichts mehr verändert. Alle fachlichen und sachlichen Argumente haben Sie vom Tisch gefegt. Sie haben sich so verhalten, als ob wir über den Einfluss des Mondlichts auf Eisenbahnschienen diskutieren würden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich rate Ihnen dringend, dass Angebot für ein Coaching von unserem Josef Broukal anzunehmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.
Wir, meine Damen und Herren, nehmen die Sorgen der Menschen und die Sorgen der Länder ernst. Die Befürchtungen der Salzburger Landesregierung sind berechtigt, dass nämlich Land und Gemeinden zusätzliche Belastungen zu tragen haben werden, um den Nahverkehr abzusichern. Sie reden zwar jetzt nicht von Privatisierung, Ihre Lokomotive fährt aber eindeutig in diese Richtung. Uns ist es nicht egal, was mit den ÖBB-Kraftwerken passiert und damit auch mit dem Ausverkauf der heimischen Wasserkraft, wie zum Beispiel Uttendorf in einer Arbeitsmarktproblemregion im Oberpinzgau, dem der Verkauf droht. Es ist uns auch nicht egal, was mit der Pinzgauer Bahn passiert und mit allen Nebenbahnen in Österreich. (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Sie werden heute die Reform – Sie haben die Mehrheit – beschließen. Ihre Verantwortung, Herr Minister, wird nur eine begrenzte sein, und nachfolgende Regierungen werden bezahlen und vor allem reparieren müssen. Eines ist aber irreparabel: In Ihren Managementprozess haben Sie die wichtigsten Partner und Partnerinnen, die Säulen eines Unternehmens nicht eingebunden, nämlich die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und die Arbeitnehmervertretung. Herr Minister! Sie haben vorhin erwähnt, dass es künftig fleißige Mitarbeiter geben wird. Ich fordere Sie auf, sich bei den MitarbeiterInnen der Eisenbahn jetzt zu entschuldigen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Großruck: Hört doch einmal auf damit!
im Unterausschuss laut eigener Aussage nicht über Köpfe, Sie bestritten, dass es zum Personalabbau kommen wird. Sie sprachen über eine fragwürdige Personaleinsparungsgröße in der Bandbreite von 500 Millionen € bis 760 Millionen €. Es sind also zwei Drittel des Einsparungsziels, die zu Lasten von Arbeitsplätzen gehen. Das ist eine menschenverachtende Strategie. (Abg. Großruck: Hört doch einmal auf damit!) Wir sprechen über 12 000 Menschen, über engagierte, fleißige, motivierte EisenbahnerInnen, die bis 2010 in eine unsichere Existenz entlassen werden. (Abg. Großruck: Das ist ja unerträglich!) Das glaube ich Ihnen schon, dass es für Sie unerträglich ist, wenn es um Mitarbeiter geht. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Könnt Ihr nicht einmal auch etwas anderes sagen!)
Abg. Großruck: Das ist ja unerträglich!
im Unterausschuss laut eigener Aussage nicht über Köpfe, Sie bestritten, dass es zum Personalabbau kommen wird. Sie sprachen über eine fragwürdige Personaleinsparungsgröße in der Bandbreite von 500 Millionen € bis 760 Millionen €. Es sind also zwei Drittel des Einsparungsziels, die zu Lasten von Arbeitsplätzen gehen. Das ist eine menschenverachtende Strategie. (Abg. Großruck: Hört doch einmal auf damit!) Wir sprechen über 12 000 Menschen, über engagierte, fleißige, motivierte EisenbahnerInnen, die bis 2010 in eine unsichere Existenz entlassen werden. (Abg. Großruck: Das ist ja unerträglich!) Das glaube ich Ihnen schon, dass es für Sie unerträglich ist, wenn es um Mitarbeiter geht. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Könnt Ihr nicht einmal auch etwas anderes sagen!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Könnt Ihr nicht einmal auch etwas anderes sagen!
im Unterausschuss laut eigener Aussage nicht über Köpfe, Sie bestritten, dass es zum Personalabbau kommen wird. Sie sprachen über eine fragwürdige Personaleinsparungsgröße in der Bandbreite von 500 Millionen € bis 760 Millionen €. Es sind also zwei Drittel des Einsparungsziels, die zu Lasten von Arbeitsplätzen gehen. Das ist eine menschenverachtende Strategie. (Abg. Großruck: Hört doch einmal auf damit!) Wir sprechen über 12 000 Menschen, über engagierte, fleißige, motivierte EisenbahnerInnen, die bis 2010 in eine unsichere Existenz entlassen werden. (Abg. Großruck: Das ist ja unerträglich!) Das glaube ich Ihnen schon, dass es für Sie unerträglich ist, wenn es um Mitarbeiter geht. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Könnt Ihr nicht einmal auch etwas anderes sagen!)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Dr. Gabriela Moser.
Wir wollen keine Lokomotive, die drüberfährt, und keine aufgeblähte Struktur, in der die eine Hand nicht weiß, was die andere tut. Wir wollen eine Bahn, die fährt – für die Menschen, für die ArbeitnehmerInnen, für die Wirtschaft, zum Schutz der Umwelt, für Österreich! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Dr. Gabriela Moser.)
Abg. Gradwohl: Ich bin schon gespannt, was Sie außer Zwischenrufen noch zu sagen haben!
Abgeordneter Johann Rädler (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Herr Staatssekretär! (Abg. Gradwohl: Ich bin schon gespannt, was Sie außer Zwischenrufen noch zu sagen haben!) Ja, wir werden keine Zwischenrufe machen, wir werden direkt zur Sache kommen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Johann Rädler (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Herr Staatssekretär! (Abg. Gradwohl: Ich bin schon gespannt, was Sie außer Zwischenrufen noch zu sagen haben!) Ja, wir werden keine Zwischenrufe machen, wir werden direkt zur Sache kommen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Eder: 600 Millionen € Einsparung – entweder stimmt das oder der Plan stimmt nicht!
Es ist notwendig, dass man jetzt einiges zurechtrückt, was von meinen Vorrednern hier vorgebracht wurde. Der Vorsitzende des Unterausschusses, Kollege Eder, etwa hat gemeint, dass 12 000 Menschen entlassen werden. Meine unmittelbare Vorrednerin hat von einer unsicheren Existenz gesprochen. (Abg. Eder: 600 Millionen € Einsparung – entweder stimmt das oder der Plan stimmt nicht!) Der Herr SPÖ-Vorsitzende hat davon gesprochen, dass er die Entwicklung dieser Reform mit großer Sorge betrachtet.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Gradwohl: Sie haben versprochen, sachlich zu werden! Bemühen Sie sich wenigstens darum!
Ich meine, die große Sorge des Herrn SPÖ-Vorsitzenden Gusenbauer bezieht sich eigentlich auf die Erhaltung des Machtapparats der SPÖ, auf jene 2 200 freigestellten Personalvertreter, unter denen sich in Wiener Neustadt zum Beispiel einer befindet, der nichts anderes im Sinn hat, als während der Dienstzeit Anzeigen gegen jene Menschen zu machen, die mit Sorge auf dem Hauptplatz und vor dem Bahnhof in Wiener Neustadt stehen. – Das ist unzumutbar! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Gradwohl: Sie haben versprochen, sachlich zu werden! Bemühen Sie sich wenigstens darum!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich habe mir erlaubt, jenes Inserat, dass die SPÖ gestern in den Tageszeitungen geschaltet hat, nämlich „Österreich will eine ÖBB mit Zukunft“, etwas abzuändern, denn ich denke, dass die Spindoktoren der SPÖ hier einen Rechtschreibfehler gemacht haben. Im Inserat hat es geheißen: „Morgen wird diese Zukunft von der schwarz-blauen Regierung zerschlagen!“ Eigentlich sollte es heißen: Heute wird diese Zukunft von der schwarz-blauen Regierung ermöglicht! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Eder: Nein, sondern weil die Rechnung sonst nicht stimmt!
Zu dieser Zukunft: 80 Prozent wollen diese Reform! – Das ist keine Aussage von uns, sondern das ist eine Aussage des Kollegen Haberzettl im Unterausschuss des Verkehrsausschusses in der Diskussion rund um die ÖBB-Reform. Ich erinnere auch an die Aussagen des Kollegen Broukal und des Kollegen Eder als Vorsitzenden. Heute sagte er hier, weil das fernsehgerecht war, dass 12 000 Menschen entlassen werden sollen. (Abg. Eder: Nein, sondern weil die Rechnung sonst nicht stimmt!) Ich erinnere mich, dass Sie in diesen Unterausschussverhandlungen noch dieselbe Meinung wie wir vertreten haben, dass es um eine Dienstleistungs-GesmbH gehen soll und dass
Abg. Eder: Was wetten wir?!
Auch Ihr Einwand von heute, dass die Fahrpreise erhöht werden sollen, wurde im Unterausschuss nie aufs Tapet gebracht beziehungsweise diese Frage wurde sogar geklärt, weil sie mehrmals gestellt wurde. (Abg. Eder: Was wetten wir?!)
Beifall bei der ÖVP.
Aber das nützt uns nichts! Wir brauchen eine ÖBB mit Zukunft, wir als Gemeinden brauchen diese Bundesbahn für unsere Fahrgäste, für unsere Pendler. Ich hoffe, dass hier vielleicht noch in den letzen Minuten ein Umdenken stattfindet, denn Österreich braucht diese Bahn. nützt Ein Zurück hilft dedem Wirtschaftsstandort, gerade heraus gesagt Niederösterreich im Zuge der Ostöffnung bei dem gestiegenen Verkehrsaufkommen nichts und es nützt vor allem den Kunden nichts, aber .g Genau für die sollten wir heute eigentlich eintreten. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Wittauer: Hat er getan!
Abgeordneter Dr. Christian Puswald (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren! Frau Kollegin Bleckmann hat heute Vormittag gesagt, sie sei erschüttert, weil Dr. Gusenbauer die ÖBB als Würstelbude bezeichnet hätte. (Abg. Wittauer: Hat er getan!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: Da haben Sie es! Nur weil wir die ÖBB reformieren wollen!
(Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: Da haben Sie es! Nur weil wir die ÖBB reformieren wollen!)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Eder.
Die Regierung soll ruhig handeln, aber dieses Handeln soll zum Nutzen derer sein, die die ÖBB benutzen, und nicht zum Nutzen Ihrer Freunde und vielleicht auch Freundinnen, die schon in den Löchern scharren und auf einen Versorgungsposten in einer der neu geschaffenen Aktiengesellschaften warten. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Eder.)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen und bei der SPÖ.
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Wer auch immer von Ihnen hier heute behauptet hat – und diese Behauptung wurde tatsächlich bereits aufgestellt –, dass sich die ÖBB in den 30 Jahren nicht geändert haben, den würde ich herzlich einladen, einmal die ÖBB zu benutzen, denn der hat wirklich keine Ahnung, wie sehr sich die ÖBB in den letzten Jahren verändert haben, und zwar sehr zu ihren Gunsten, sehr in Richtung besseres Service, bessere und schnellere Verbindungen. Fahren Sie mit den ÖBB! Schauen Sie sich das an! Dann werden Sie hier von diesem Pult aus keine solchen Aussagen mehr tätigen. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen und bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Eder. – Abg. Brosz: Das ist so viel, wie alle Abgeordneten der Regierungsfraktionen zusammen mit den ÖBB fahren!
Auch im Personenverkehr braucht es Verbesserungen. Das ist überhaupt keine Frage! Glauben Sie mir, ich weiß, wovon ich rede! Ich habe mir ausgerechnet, dass ich heuer schon 51 000 Kilometer mit den ÖBB gefahren bin. Ich weiß, was da läuft und was da spielt! (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Eder. – Abg. Brosz: Das ist so viel, wie alle Abgeordneten der Regierungsfraktionen zusammen mit den ÖBB fahren!) Das ist möglich, dass das in etwa dem entspricht, was die Regierungsfraktionen zusammen auf der Bahn fahren. Ich weiß es nicht, ich will es nicht unterstellen. (Abg. Öllinger: Mehr!)
Abg. Öllinger: Mehr!
Auch im Personenverkehr braucht es Verbesserungen. Das ist überhaupt keine Frage! Glauben Sie mir, ich weiß, wovon ich rede! Ich habe mir ausgerechnet, dass ich heuer schon 51 000 Kilometer mit den ÖBB gefahren bin. Ich weiß, was da läuft und was da spielt! (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Eder. – Abg. Brosz: Das ist so viel, wie alle Abgeordneten der Regierungsfraktionen zusammen mit den ÖBB fahren!) Das ist möglich, dass das in etwa dem entspricht, was die Regierungsfraktionen zusammen auf der Bahn fahren. Ich weiß es nicht, ich will es nicht unterstellen. (Abg. Öllinger: Mehr!)
Beifall bei den Grünen.
Ganz klar ist, dass es derzeit im Personenverkehr noch immer Missstände wie überfüllte Züge zu Stoßzeiten gibt. Das ist keine Frage! Es gibt Warteschlangen an Bahnschaltern. Bitte, gehen Sie einmal um 10 Uhr abends auf den Westbahnhof, um sich ihre Schlafwagen- oder Liegewagenplatzreservierung abzuholen! Dann werden Sie sehen: Da steht eine Schlage, und das auf einem international wichtigen Bahnhof! – Wissen Sie warum? Weil ein einziger Schalter offen ist! Die Leute motzen dann den armen Beamten an, der da am Schalter sitzt, aber der kann nichts dafür! Ich wiederhole: Eine einzige Person sitzt dort! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Eder.
Doch Sie wollen 12 000 weitere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der ÖBB abbauen, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Dann stehen wir überhaupt eine Stunde dort, bis wir eine Fahrkarte bekommen. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Eder.)
Beifall bei den Grünen.
Was genauso eingespart worden ist, was aber für mich nicht nachvollziehbar ist, sind Serviceleistungen bei Gepäckaufgaben. Immer mehr alte Menschen sind mobil. Das war ein hervorragendes Service für diese Leute. Solche Dinge werden mit der Begründung des Einsparens aufgelassen. Bitte achten Sie darauf, wo gespart werden soll, wo es einen Sinn hat, und vermeiden Sie Einsparungen dort, wo es kontraproduktiv ist, weil Sie damit wichtige Kundenkreise vertreiben! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ein letzter wichtiger Punkt, wo natürlich etwas getan werden muss, ist der ganze Bereich von Zugängen zu Bahnhöfen, wo es für Menschen mit Behinderung, wo es für Menschen mit Kindern, wo es vor allem auch wieder für sehr, sehr viele ältere Menschen kaum möglich ist, zum Zug zu kommen, weil sie viele Stiegen überwinden müssen und weil sie zum Teil noch immer Schwierigkeiten beim Einsteigen haben. Bitte, denken Sie daran, und machen Sie die Bahn zugänglich für alle! Wir unterstützen Sie auf diesem Weg. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Es geht bei dieser Bahnreform nicht um Versorgungsposten, und es geht auch nicht um eine Revanche gegenüber dem Machtapparat der SPÖ, wie gerade gesagt wurde. Wenn Sie, Kolleginnen und Kollegen von ÖVP und FPÖ, mit der SPÖ ihre Fehden austragen wollen, dann tun Sie das auf friedlichem Weg irgendwo anders, aber nicht auf dem Rücken der ÖBB! Die Kosten für Ihre Fehden bezahlen nämlich wir als BenutzerInnen der Bahn, und das kann und darf nicht sein! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Die Regierung macht mit der ÖBB-Reform, wie sie jetzt geplant ist, eine nachhaltige Verkehrspolitik, allerdings eine nachhaltige Verkehrspolitik im allerschlechtesten Sinn, denn der Schaden, den Sie jetzt anrichten, wenn Sie dieses Gesetz so durchbringen, wie Sie es vorhaben, der ist nachhaltig, und es wird sehr, sehr schwer sein, den Schaden, den Sie jetzt verursachen, wieder gutzumachen und wieder zurückzunehmen. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Öllinger – in Richtung Staatssekretär Mag. Kukacka –: Sagen Sie etwas zu den 18 Vorstandsposten, die ohne Ausschreibung vergeben werden!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Von der Regierungsbank aus zu Wort gemeldet hat sich Herr Staatssekretär Mag. Kukacka. – Bitte. (Abg. Öllinger – in Richtung Staatssekretär Mag. Kukacka –: Sagen Sie etwas zu den 18 Vorstandsposten, die ohne Ausschreibung vergeben werden!)
Abg. Öllinger: Das stimmt nicht!
Fast alle europäischen Länder um Österreich herum haben ihre Bahnen schon längst neu organisiert. Die Deutsche Bahn zum Beispiel hat nicht vier Aktiengesellschaften wie wir, sondern sechs Aktiengesellschaften und noch rund zehn weitere GesmbHs – das muss einmal in diesem Zusammenhang klargestellt werden –, und die Deutsche Bahn ist dabei gut gefahren. (Abg. Öllinger: Das stimmt nicht!) Seit die Deutsche Bahn nämlich in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde, ist ihre Produktivität um 154 Prozent gestiegen, hat sie 30 Prozent mehr Anteil im Personennahverkehr, hat sie insgesamt 12 Prozent mehr Umsatz gemacht, meine Damen und Herren! (Abg. Öllinger: Und was ist mit den Schulden!)
Abg. Öllinger: Und was ist mit den Schulden!
Fast alle europäischen Länder um Österreich herum haben ihre Bahnen schon längst neu organisiert. Die Deutsche Bahn zum Beispiel hat nicht vier Aktiengesellschaften wie wir, sondern sechs Aktiengesellschaften und noch rund zehn weitere GesmbHs – das muss einmal in diesem Zusammenhang klargestellt werden –, und die Deutsche Bahn ist dabei gut gefahren. (Abg. Öllinger: Das stimmt nicht!) Seit die Deutsche Bahn nämlich in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde, ist ihre Produktivität um 154 Prozent gestiegen, hat sie 30 Prozent mehr Anteil im Personennahverkehr, hat sie insgesamt 12 Prozent mehr Umsatz gemacht, meine Damen und Herren! (Abg. Öllinger: Und was ist mit den Schulden!)
Abg. Öllinger: Das stimmt nicht! – Abg. Haidlmayr: Schauen Sie es sich an, wie es in England funktioniert!
Wir sehen also, dass dieses Modell sehr wohl erfolgreich ist. Aber nicht nur die Deutschen sind da mit gutem Beispiel vorangegangen, sondern auch in Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Niederlande, Portugal, Schweden, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Bulgarien hat man reformiert. Dort überall gibt es bereits eine vollständige Trennung der Absatzgesellschaften von der Infrastruktur. (Abg. Öllinger: Das stimmt nicht! – Abg. Haidlmayr: Schauen Sie es sich an, wie es in England funktioniert!) Sechs weitere Länder, nämlich Deutschland, Italien, Polen, Spanien, Rumänien und Ungarn haben ebenfalls bereits eine Trennung der Unternehmensbereiche vorgenommen, diese aber unter einer gemeinsamen Holding organisiert, so wie wir
Abg. Öllinger: Nein, nein! Da ist ein großer Unterschied!
das auch in Österreich machen. (Abg. Öllinger: Nein, nein! Da ist ein großer Unterschied!)
Beifall bei der ÖVP.
Wir sind also keine Vorreiter in dieser Frage, sondern längst Nachzügler in einer europäischen Entwicklung, die unbedingt notwendig ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Jakob Auer – in Richtung SPÖ –: Da hat es euch die Sprache verschlagen! – Abg. Dr. Brinek: Schweigen im Walde!
Sagen Sie auch, dass Sie das Pensionsalter so wie in der Schweiz erhöhen wollen! Das Pensionsalter der Schweizer Bahnmitarbeiter ist nämlich 65 Jahre bei den Männern und 62 Jahre bei den Frauen. Ja, bekennen Sie sich auch dazu, wenn Sie uns die Schweizer Bahn als Vorbild vorführen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Jakob Auer – in Richtung SPÖ –: Da hat es euch die Sprache verschlagen! – Abg. Dr. Brinek: Schweigen im Walde!)
Abg. Jakob Auer: Das kann ich mir vom Draxler nicht vorstellen! Hat ihm das der Einem angeschafft?
GesmbH und eine Technische Service GesmbH. (Abg. Jakob Auer: Das kann ich mir vom Draxler nicht vorstellen! Hat ihm das der Einem angeschafft?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Das geht weit über das hinaus, was diese Regierung mit dem heutigen Gesetz umsetzen will. Ich frage mich: Wie können Sie denn auf der einen Seite den Herrn Generaldirektor Draxler loben – der Herr Öllinger hat gesagt, es sei ihm zu verdanken, dass der Güterverkehr auf der Bahn so zugenommen hat; okay, in Ordnung, das akzeptiere ich, es stimmt ja auch zu einem gut Teil –, aber auf der anderen Seite von all dem, was er als richtig und notwendig gefunden hat, nichts wissen wollen? Also da kann man nur sagen: Ihre Worte, meine Damen und Herren, sind völlig zweideutig, sind widersprüchlich und sind sachlich durch entsprechende Expertenmeinungen längst widerlegt! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Einem: Was denn?
Lassen Sie mich zusammenfassen: Erstens: Österreich ist bei der Bahnreform nicht Vorreiter, sondern Nachzügler. Zweitens: Unsere Reformen orientieren sich an erfolgreichen Modellen im Ausland. Drittens: Die Trennung der Bahngesellschaften in verschiedene AGs ist für uns keine ideologische Frage (Abg. Dr. Einem: Was denn?), sondern sie findet aus betriebswirtschaftlichen Überlegungen statt. Sie ist also keine ideologische, keine weltanschauliche Glaubensfrage, sondern (Abg. Dr. Einem: Parteipolitik!) orientiert sich an nüchternen betriebswirtschaftlichen und finanzpolitischen Überlegungen. Wie auch die Beispiele aus Ihren Expertenreihen, meine Damen und Herren, gezeigt haben, sind wir damit vollkommen auf dem richtigen Weg. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Einem: Parteipolitik!
Lassen Sie mich zusammenfassen: Erstens: Österreich ist bei der Bahnreform nicht Vorreiter, sondern Nachzügler. Zweitens: Unsere Reformen orientieren sich an erfolgreichen Modellen im Ausland. Drittens: Die Trennung der Bahngesellschaften in verschiedene AGs ist für uns keine ideologische Frage (Abg. Dr. Einem: Was denn?), sondern sie findet aus betriebswirtschaftlichen Überlegungen statt. Sie ist also keine ideologische, keine weltanschauliche Glaubensfrage, sondern (Abg. Dr. Einem: Parteipolitik!) orientiert sich an nüchternen betriebswirtschaftlichen und finanzpolitischen Überlegungen. Wie auch die Beispiele aus Ihren Expertenreihen, meine Damen und Herren, gezeigt haben, sind wir damit vollkommen auf dem richtigen Weg. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Lassen Sie mich zusammenfassen: Erstens: Österreich ist bei der Bahnreform nicht Vorreiter, sondern Nachzügler. Zweitens: Unsere Reformen orientieren sich an erfolgreichen Modellen im Ausland. Drittens: Die Trennung der Bahngesellschaften in verschiedene AGs ist für uns keine ideologische Frage (Abg. Dr. Einem: Was denn?), sondern sie findet aus betriebswirtschaftlichen Überlegungen statt. Sie ist also keine ideologische, keine weltanschauliche Glaubensfrage, sondern (Abg. Dr. Einem: Parteipolitik!) orientiert sich an nüchternen betriebswirtschaftlichen und finanzpolitischen Überlegungen. Wie auch die Beispiele aus Ihren Expertenreihen, meine Damen und Herren, gezeigt haben, sind wir damit vollkommen auf dem richtigen Weg. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Uwe Scheuch (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Minister! Herr Staatssekretär! Meine geschätzten Damen und Herren! Meine Vorrednerin, Frau Kollegin Mandak, hat es eigentlich auf den Punkt gebracht, als sie hier über die langen Warteschlangen und über die zum Teil katastrophalen Verhältnisse berichtet hat. Es wäre nett, wenn Sie jetzt hier wäre, dann könnten wir es ihr persönlich sagen. Genau das, was sie angesprochen hat, ist nämlich das Problem, und das ist ja auch der Grund, warum diese Reform kommen soll. Damit wir eben diese Warteschlangen nicht mehr haben, damit wir eben eine neue Bahn haben, die sehr wohl in der Lage ist, die Personenkapazitäten, die Güterkapazitäten aufzunehmen und damit dafür zu sorgen, dass wir in einem zukünftigen internationalen Vergleich konkurrenzfähig sind. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Kukacka Bemerkungen dahin gehend, wie hoch denn dessen Pension sein dürfte, ein anderer Abgeordneter wiederum fragte, ob hier oben irgendwelche arme oder reiche Leute säßen. – Ich glaube, die sollten alle vor der eigenen Türe kehren. Ich bin überzeugt davon, dass auch der Herr Staatssekretär außer Dienst Wittmann in Zukunft in ein sicheres soziales Netz fallen wird, und daher soll er sich keine Sorgen um die Regierungsmitglieder machen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Eder – auf einen Aufkleber auf seinem Platz deutend –: Ich habe es noch immer da!
Es gab im Ausschuss, wie ich gehört habe – ich selbst war leider nicht dabei – eine sehr sachliche Diskussion. Es wurde sehr konstruktiv darüber diskutiert, wie man ein Ergebnis zusammenbringen könnte, das auch mehrheitsfähig ist. Doch kaum ist das Fernsehen da, kaum wird es medienmäßig interessant, überwiegt wieder die Polemik. Es ist schon irgendwie faszinierend: Alle verantwortlichen Herren picken sich für die Lifeübertragung irgendwelche Pickerl auf ihre Anzüge und die Damen irgendwelche Pickerl auf ihre Kostüme – um die Damen nicht auszulassen. Doch kaum ist die Fernsehzeit vorbei, gibt man die Pickerl runter (Abg. Eder – auf einen Aufkleber auf seinem Platz deutend –: Ich habe es noch immer da!), ist Proporz im Herzen, und es geht schon wieder weiter wie während der letzten 40 Jahre. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Es gab im Ausschuss, wie ich gehört habe – ich selbst war leider nicht dabei – eine sehr sachliche Diskussion. Es wurde sehr konstruktiv darüber diskutiert, wie man ein Ergebnis zusammenbringen könnte, das auch mehrheitsfähig ist. Doch kaum ist das Fernsehen da, kaum wird es medienmäßig interessant, überwiegt wieder die Polemik. Es ist schon irgendwie faszinierend: Alle verantwortlichen Herren picken sich für die Lifeübertragung irgendwelche Pickerl auf ihre Anzüge und die Damen irgendwelche Pickerl auf ihre Kostüme – um die Damen nicht auszulassen. Doch kaum ist die Fernsehzeit vorbei, gibt man die Pickerl runter (Abg. Eder – auf einen Aufkleber auf seinem Platz deutend –: Ich habe es noch immer da!), ist Proporz im Herzen, und es geht schon wieder weiter wie während der letzten 40 Jahre. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Verzetnitsch: So habe ich das nicht gesagt!
Wissen Sie, der Herr Präsident Verzetnitsch hat mir heute außerordentlich gut gefallen, das muss ich wirklich sagen. Er stand hier heraußen und schimpfte über den Ausbau der Straße, schimpfte über den vermehrten Ausbau der Straße und beklagte, dass sozusagen die Schiene auf den Hund käme. (Abg. Verzetnitsch: So habe ich das nicht gesagt!)
Abg. Parnigoni: Das ist eine Argumentation! Also wirklich!
Herr Präsident! Ich frage mich wirklich, wie das ist, wenn Sie mit Ihrem Dienst-BMW mit Chauffeur vorfahren, wenn Sie zu Ihrem Penthouse in den ersten Bezirk fahren. Ist es nicht so, dass Sie doch auch eine Straße brauchen, damit Sie von A nach B kommen? (Abg. Parnigoni: Das ist eine Argumentation! Also wirklich!) Ich halte das für sehr wichtig.
Abg. Parnigoni: Sind Sie schon einmal mit dem Zug gefahren?
Die ÖBB, geschätzte Damen und Herren, sind ein wichtiges Unternehmen, und ich gehe davon aus, dass der Herr Vizekanzler dafür sorgen wird, dass es funktionieren wird. Ich glaube, es macht relativ wenig Sinn, permanent Straße und Schiene auseinander zu dividieren. (Abg. Parnigoni: Sind Sie schon einmal mit dem Zug gefahren?) Ich bin mit dem Zug gefahren, ich fahre mit dem Auto, ich mache beides. Ich halte es eher für sehr bedenklich, wenn man hier heraußen steht und fragt: Wer hat eine Vorteilskarte? Da könnte man die Gegenfrage stellen: Wer hat einen Führerschein? Ich glaube, dass weder die Vorteilskarte noch der Führerschein dafür bezeichnend sind, welche Verkehrsmittel wir brauchen. Und wenn die Mitglieder der Koalition nicht alle eine Vorteilskarte haben, dann hat das wahrscheinlich damit zu tun, dass wir nicht unbedingt das Ticket zum halben Preis in Anspruch nehmen, um das Defizit der ÖBB nicht größer zu machen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die ÖBB, geschätzte Damen und Herren, sind ein wichtiges Unternehmen, und ich gehe davon aus, dass der Herr Vizekanzler dafür sorgen wird, dass es funktionieren wird. Ich glaube, es macht relativ wenig Sinn, permanent Straße und Schiene auseinander zu dividieren. (Abg. Parnigoni: Sind Sie schon einmal mit dem Zug gefahren?) Ich bin mit dem Zug gefahren, ich fahre mit dem Auto, ich mache beides. Ich halte es eher für sehr bedenklich, wenn man hier heraußen steht und fragt: Wer hat eine Vorteilskarte? Da könnte man die Gegenfrage stellen: Wer hat einen Führerschein? Ich glaube, dass weder die Vorteilskarte noch der Führerschein dafür bezeichnend sind, welche Verkehrsmittel wir brauchen. Und wenn die Mitglieder der Koalition nicht alle eine Vorteilskarte haben, dann hat das wahrscheinlich damit zu tun, dass wir nicht unbedingt das Ticket zum halben Preis in Anspruch nehmen, um das Defizit der ÖBB nicht größer zu machen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Johann Maier: Ich bin da!
Deshalb, meine geschätzten Damen und Herren, abschließend für diese Runde, die heute Vormittag getagt hat: Da war noch der Herr Kollege Jackie Maier, der leider auch nicht hier ist. (Abg. Mag. Johann Maier: Ich bin da!) Ah! Er hat einen sehr interessanten Schlusssager gehabt, den ich heute für mich verwenden werde. Jackie, du hast gesagt: Gute Nacht, ÖBB! Ich kann nur sagen: Guten Morgen, SPÖ! (Beifall bei den
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Ing. Erwin Kaipel (SPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Herr Bundesminister! Herr Vizekanzler! Es ist verantwortungslos, dass Sie aus blindem Hass gegen Rot die Österreichische Bundesbahn als erfolgreichste Bahn in Europa ins Blaue schicken und die Kunden und Steuerzahler zur Kasse bitten, bis sie schwarz werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Staatssekretär Mag. Kukacka: Sagen Sie mir, welche Privilegien ich habe!
Ein Wort zu den Privilegien. Herr Staatssekretär, es ist gelungen, den Neidkomplex damit zu schüren, aber ich empfehle Ihnen: Schauen Sie einmal nach in den ÖVP-nahen Bereichen, da werden Sie Privilegien finden, von denen die Eisenbahner nur träumen können. Und von Ihren persönlichen Privilegien wurde heute ja schon mehrfach gesprochen. (Staatssekretär Mag. Kukacka: Sagen Sie mir, welche Privilegien ich habe!)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Erfahrung macht klug – nicht nur uns, auch die österreichische Bevölkerung. Ich bin überzeugt davon, es kommt die Zeit, wo die Menschen Ihr Spiel durchschauen werden. Leider wird bis dahin noch sehr viel Porzellan zerschlagen werden. Schade für Österreich! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
„Wir sind zur Eskalation bereit“, hat Eisenbahnergewerkschafter Haberzettl am 1. November gesagt. Oder: „gehen pfeilgerade in den Konflikt hinein“. Ich glaube, dieses „pfeilgerade in den Konflikt hineingehen“ geht zu Lasten der Pendler, aber auch zu Lasten unserer Steuerzahler. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP
Ich komme selbst – wie auch mein Kollege Rädler – aus einer Region im südlichen Niederösterreich, aus der täglich Tausende Pendler nach Wien pendeln. Ich bin auch Bürgermeister einer Südbahngemeinde, in der auch sehr viele Eisenbahner wohnen. Und ein Aspekt ging mir heute auch ab: Ich glaube, diesen Eisenbahnern sind wir es auch schuldig, dass wir eine notwendige Bahnreform über die Bühne bringen und die Bahn auf eine zukunftsorientierte Struktur umstellen. Meine Eisenbahner zu Hause verstehen die Notwendigkeit der Reformen (Beifall bei der ÖVP), und ich glaube, diesen Eisenbahnern sind wir es schuldig, eine zeitgemäße Struktur zu sichern, damit sie auch weiterhin in einem modernen, zukunftsorientierten Unternehmen ihren Dienst tun können.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Österreichischen Bundesbahn nicht erkannt hätten. Nur sind sie an einem gescheitert, nämlich an der Struktur, an einer Struktur, die auch dafür verantwortlich ist, dass wir heute hier keinen Vierparteienantrag zustande bringen. Diese Reform wird deshalb von der Regierungskoalition der ÖVP mit der FPÖ beschlossen werden, weil die Hardliner in der SPÖ und auch die Gewerkschaften gegen diese notwendige Reform stimmen und auch seinerzeit bereits dagegengestimmt haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Das setzen wir heute auf Schiene. Stimmen Sie mit! Das ist eine hervorragende Reform für die Bundesbahn, eine gute Reform für Österreich. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Wittmann –: Ich hoffe, es ist jetzt richtig!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter Dr. Wittmann zu Wort gemeldet. – Bitte beginnen Sie die tatsächliche Berichtigung mit der Wiedergabe der zu berichtigenden Behauptung, Herr Abgeordneter. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Wittmann –: Ich hoffe, es ist jetzt richtig!)
Abg. Dr. Brinek: Die gleiche, hat er gesagt!
Abgeordneter Dr. Peter Wittmann (SPÖ): Herr Abgeordneter Scheuch hat in seiner Rede behauptet, dass ich dieselbe soziale Absicherung aus meiner Tätigkeit als Staatssekretär hätte wie Herr Staatssekretär Kukacka. (Abg. Dr. Brinek: Die gleiche, hat er gesagt!)
Nein-Rufe bei der ÖVP
Diese Behauptung ist unrichtig und falsch (Nein-Rufe bei der ÖVP), weil ich über keine Politikerpension in der Höhe von über 12 000 € verfüge wie Herr Staatssekretär Kukacka, sondern ausschließlich über eine ASVG-Pension mit Pensionskassenregelung. (Abg. Öllinger: Machen wir einen Eingriff in seinen Vertrag! – Staatssekretär Mag. Kukacka: Dann sind Sie aber auch betroffen, einschließlich des Pilz!)
Abg. Öllinger: Machen wir einen Eingriff in seinen Vertrag! – Staatssekretär Mag. Kukacka: Dann sind Sie aber auch betroffen, einschließlich des Pilz!
Diese Behauptung ist unrichtig und falsch (Nein-Rufe bei der ÖVP), weil ich über keine Politikerpension in der Höhe von über 12 000 € verfüge wie Herr Staatssekretär Kukacka, sondern ausschließlich über eine ASVG-Pension mit Pensionskassenregelung. (Abg. Öllinger: Machen wir einen Eingriff in seinen Vertrag! – Staatssekretär Mag. Kukacka: Dann sind Sie aber auch betroffen, einschließlich des Pilz!)
Beifall bei der SPÖ.
Das heißt, diese Behauptung war unrichtig! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Öllinger – in Richtung des auf der Regierungsbank sitzenden Staatssekretärs Mag. Kukacka –: Sie fordern es aber bei den ÖBBlern!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächster Redner zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Broukal. (Abg. Öllinger – in Richtung des auf der Regierungsbank sitzenden Staatssekretärs Mag. Kukacka –: Sie fordern es aber bei den ÖBBlern!)
in Richtung des sich zu seinem Platz begebenden Abg. Dr. Wittmann
Abgeordneter Josef Broukal (SPÖ): Ja, Peter (in Richtung des sich zu seinem Platz begebenden Abg. Dr. Wittmann), warum soll es dir „schlechter“ gehen als mir? – Ich muss mir anhören, ich war „AZ“-Redakteur, und solche Geschichten. Das ist „Learning by ,falsch‘ doing“, nicht? Aber sie werden es schon noch lernen.
Ruf bei der ÖVP: Üblich!
Meine Herren! Meine Damen! Das ist in der Wirtschaft des 21. Jahrhunderts unüblich (Ruf bei der ÖVP: Üblich!), dass man darauf verzichtet, den Markt zu befragen, Menschen einzuladen, sich zu bewerben, und dann den Besten auszuwählen – in der zugegeben frohen Hoffnung, dass die Leute, die heute schon im Unternehmen sind, was die Sachkenntnis betrifft, wahrscheinlich unter den Besseren sein werden. (Abg. Jakob Auer: Vielleicht ist der Broukal dabei!) Aber bewusst darauf zu verzichten, dass man durch Ausschreibung die Besten bekommt, das hätte ich von Ihnen nicht geglaubt!
Abg. Jakob Auer: Vielleicht ist der Broukal dabei!
Meine Herren! Meine Damen! Das ist in der Wirtschaft des 21. Jahrhunderts unüblich (Ruf bei der ÖVP: Üblich!), dass man darauf verzichtet, den Markt zu befragen, Menschen einzuladen, sich zu bewerben, und dann den Besten auszuwählen – in der zugegeben frohen Hoffnung, dass die Leute, die heute schon im Unternehmen sind, was die Sachkenntnis betrifft, wahrscheinlich unter den Besseren sein werden. (Abg. Jakob Auer: Vielleicht ist der Broukal dabei!) Aber bewusst darauf zu verzichten, dass man durch Ausschreibung die Besten bekommt, das hätte ich von Ihnen nicht geglaubt!
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Öllinger: ... ein paar Freiheitliche!
Ob das verfassungskonform ist, wird dann der Verfassungsgerichtshof klären. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Öllinger: ... ein paar Freiheitliche!)
Abg. Eder – in Richtung des die beiden anwesenden Regierungsmitglieder begrüßenden Abg. Walch –: Ein ... der Sonderklasse! – Abg. Öllinger – ebenfalls in Richtung des Abg. Walch –: Auf den Boden werfen, bitte! – Abg. Eder: Hinlegen vorher!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächster Redner gelangt Herr Abgeordneter Walch zu Wort. – Bitte. (Abg. Eder – in Richtung des die beiden anwesenden Regierungsmitglieder begrüßenden Abg. Walch –: Ein ... der Sonderklasse! – Abg. Öllinger – ebenfalls in Richtung des Abg. Walch –: Auf den Boden werfen, bitte! – Abg. Eder: Hinlegen vorher!)
Beifall und Bravorufe bei den Freiheitlichen sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Maximilian Walch (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Die ÖBB-Reform sichert die Zukunft der Bahn und ihrer Mitarbeiter! (Beifall und Bravorufe bei den Freiheitlichen sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Eder: ... Die Hakl hat das erklärt!
Aber es ist ja interessant, wie sich Dr. Gusenbauer heute da herausgestellt hat und die ÖBB-Mitarbeiter retten will. – Wieso müssen wir denn überhaupt eine Gesetzesänderung machen? Wieso müssen wir denn überhaupt eine ÖBB-Reform machen? (Abg. Eder: ... Die Hakl hat das erklärt!) – An die Adresse von Dr. Gusenbauer: Ich weiß nicht, wie lange er schon SPÖ-Mitglied ist und noch sein wird – es kann sich ja bei euch sehr viel ändern –, aber ihr seid diejenigen gewesen, die diesen Betrieb ÖBB in Richtung Ruin geführt haben! Wenn Vater Staat, die Steuerzahler, jährlich 4,4 Milliarden € zuschießen müssen, damit der Betrieb aufrechterhalten werden kann, dann muss ich sagen: Schade, schade, die Mitarbeiter der ÖBB haben sich etwas anderes verdient!
Abg. Eder: Forstinger hat das Management eingesetzt!
Und zum Kollegen Eder: Ich weiß schon, dass es eine Parteizentrale der SPÖ ist. Das tut euch ja am meisten weh, dass diese Parteizentrale im Auslaufen ist. Und dass die SPÖ und ihre Manager dort noch nie eine Wirtschaftspartei waren (Abg. Eder: Forstinger hat das Management eingesetzt!), das hat sie in der Verstaatlichten und überall dort, wo die SPÖ das Sagen gehabt hat, bewiesen: Da ist es bergab gegangen: Milliarden, Milliarden an Schulden!
Abg. Eder: Nein, habe ich nicht gesagt!
Und Kollege Eder hat den Beweis hier angetreten, indem er gesagt hat: Unsere „rote Bahn“. (Abg. Eder: Nein, habe ich nicht gesagt!) – Das ist nicht eure Bahn, das ist nicht eure „rote Bahn“, sie ist Eigentum von Vater Staat! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Eder: Der Herr Bundesminister hat von der „roten Bahn“ gesprochen! Das habe ich aufgegriffen!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Eder: Der Herr Bundesminister hat von der „roten Bahn“ gesprochen! Das habe ich aufgegriffen!
Und Kollege Eder hat den Beweis hier angetreten, indem er gesagt hat: Unsere „rote Bahn“. (Abg. Eder: Nein, habe ich nicht gesagt!) – Das ist nicht eure Bahn, das ist nicht eure „rote Bahn“, sie ist Eigentum von Vater Staat! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Eder: Der Herr Bundesminister hat von der „roten Bahn“ gesprochen! Das habe ich aufgegriffen!)
Abg. Reheis: Aber der sitzt ja nicht im Nationalrat!
Versucht hätten Sie von der SPÖ zwar schon öfter, ein bisschen etwas zu reformieren, es ist aber an Ihren Kollegen von der Gewerkschaft gescheitert! Kollege Haberzettl ist heute leider nicht mehr da – er ist ja nur da, während übertragen wird, damit er im Fernsehen ist (Abg. Reheis: Aber der sitzt ja nicht im Nationalrat!); bei Kollegen Gusenbauer ist es genau dasselbe.
Abg. Eder: Was ist denn bei den Beamten?
Und wer hat denn die Privilegien dort geschaffen? – Wenn ich mir das so anschaue, dann ist das wirklich unerhört, eine unerhörte Frechheit gegenüber einem ASVGler: Eine Entgeltfortzahlung, die sich die SPÖ dort in dieser SPÖ-Zentrale herausnimmt, von einem Jahr! (Abg. Eder: Was ist denn bei den Beamten?) Und beim ASVGler? – Gegenüber 52 Wochen bei den ÖBB habe ich beim ASVGler 12 Wochen! (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Der ASVGler darf erst ab 61,5 Jahren in Pension gehen, der ÖBBler aber ab dem 52. Lebensjahr! (Abg. Eder: Red etwas Gescheites, das ist ja zum Lachen! Was ist bei Beamten?)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Und wer hat denn die Privilegien dort geschaffen? – Wenn ich mir das so anschaue, dann ist das wirklich unerhört, eine unerhörte Frechheit gegenüber einem ASVGler: Eine Entgeltfortzahlung, die sich die SPÖ dort in dieser SPÖ-Zentrale herausnimmt, von einem Jahr! (Abg. Eder: Was ist denn bei den Beamten?) Und beim ASVGler? – Gegenüber 52 Wochen bei den ÖBB habe ich beim ASVGler 12 Wochen! (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Der ASVGler darf erst ab 61,5 Jahren in Pension gehen, der ÖBBler aber ab dem 52. Lebensjahr! (Abg. Eder: Red etwas Gescheites, das ist ja zum Lachen! Was ist bei Beamten?)
Abg. Eder: Red etwas Gescheites, das ist ja zum Lachen! Was ist bei Beamten?
Und wer hat denn die Privilegien dort geschaffen? – Wenn ich mir das so anschaue, dann ist das wirklich unerhört, eine unerhörte Frechheit gegenüber einem ASVGler: Eine Entgeltfortzahlung, die sich die SPÖ dort in dieser SPÖ-Zentrale herausnimmt, von einem Jahr! (Abg. Eder: Was ist denn bei den Beamten?) Und beim ASVGler? – Gegenüber 52 Wochen bei den ÖBB habe ich beim ASVGler 12 Wochen! (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Der ASVGler darf erst ab 61,5 Jahren in Pension gehen, der ÖBBler aber ab dem 52. Lebensjahr! (Abg. Eder: Red etwas Gescheites, das ist ja zum Lachen! Was ist bei Beamten?)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Öllinger: Ja, ja! Aber 12 000 streichen! Das ist ja unglaublich!
Machen wir eine Reform, damit der Betrieb der ÖBB in Österreich aufrechterhalten werden kann und die ÖBB-Mitarbeiter wieder einen sicheren Arbeitsplatz haben! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Öllinger: Ja, ja! Aber 12 000 streichen! Das ist ja unglaublich!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Broukal ist ja heute ein richtiger Vielredner!
Herr Abgeordneter. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Broukal ist ja heute ein richtiger Vielredner!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Für die Pensionen!
In dieser Zahl sind auch die Kosten von Neubaustrecken enthalten, die nicht nur von den ÖBB-Zügen befahren werden können, sondern in Zukunft auch von jeder Privatbahn (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Für die Pensionen!), sowie das, was der Staat für die ÖBB-Pensionisten zahlt.
Beifall bei der SPÖ und des Abg. Öllinger. – Abg. Dr. Stummvoll: Aber Recht hat er, der Walch! – Abg. Eder: Er hat immer Recht! – Abg. Walch – in Richtung des sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. Broukal –: Heiße Luft!
Und dass die ÖBB-Pensionisten den Betrieb der Bahn aufrechterhalten, das glaubt wahrscheinlich nur Herr Abgeordneter Walch. (Beifall bei der SPÖ und des Abg. Öllinger. – Abg. Dr. Stummvoll: Aber Recht hat er, der Walch! – Abg. Eder: Er hat immer Recht! – Abg. Walch – in Richtung des sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. Broukal –: Heiße Luft!)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Hermann Gahr (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Der Verlauf dieser Debatte und die Ausführungen des Kollegen Broukal sind der Beweis dafür, dass es der SPÖ und den Grünen nicht um die Verantwortung für die Bahn geht, sondern darum, politisches Kleingeld zu wechseln. (Beifall bei der ÖVP.)
Demonstrativer Beifall des Abg. Broukal.
Die ÖBB-Reform ist eine Reform für die Zukunft, die ÖBB-Reform ist eine Reform für neue Chancen auf dem Markt! Vieles spricht für die Schiene und gegen die Straße. (Demonstrativer Beifall des Abg. Broukal.) Diese ÖBB-Reform ist eine Reform mit Weitblick und Verantwortung.
Abg. Parnigoni: Sie haben Recht! Aber jetzt ist sie ein Sanierungsfall!
Die Österreichischen Bundesbahnen sind kein Sanierungsfall, sie sind ein Unternehmen, das funktioniert (Abg. Parnigoni: Sie haben Recht! Aber jetzt ist sie ein Sanierungsfall!), es gibt jedoch gewisse Schwächen: zu wenig Effizienz, nicht wettbewerbsfähig und zu wenig auf die Zukunft eingestellt.
Abg. Eder: Hoffentlich!
Der Investitionsbereich für die Infrastruktur bleibt in Staatsverantwortung, Zustände wie in England bleiben uns erspart. (Abg. Eder: Hoffentlich!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich stimme deshalb heute dieser ÖBB-Reform gerne zu und freue mich auf eine neue, starke Bahn. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Mag. Prammer – in Richtung des sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. Haubner –: Woher wissen Sie denn das?
Sie sehen also, „Bahn wirkt“ nicht nur auf der Schiene, sondern auch bei Mietpreisen für SPÖ-Politikerinnen. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Mag. Prammer – in Richtung des sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. Haubner –: Woher wissen Sie denn das?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Hannes Missethon (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Ich möchte mich zunächst (der Redner weist einen Fahrausweis vor) als Fahrgast der ÖBB legitimieren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Ich verzichte aber auf das Erzählen von persönlichen Erlebnissen bei Fahrten mit der Bahn und möchte stellvertretend einen Fahrgast aus der „Kleinen Zeitung“ zitieren, der vielleicht für Hunderttausende von Fahrgästen steht. Ich zitiere:
Oh-Rufe und Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Geschätzte Damen und Herren! Dem kann man nur zustimmen. Dieser Fahrgast, der stellvertretend für Hunderttausende diese Antwort gegeben hat, war Franz Olah. (Oh-Rufe und Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Franz Olah, ehemaliger ÖGB-Präsident und begeisterter Bahnfahrer!
Abg. Dr. Fischer: Vom Franz Joseph haben Sie nichts?
Dieser Artikel erschien am 14. November 2003. (Abg. Dr. Fischer: Vom Franz Joseph haben Sie nichts?) Das zeigt, dass da Handlungsbedarf in Richtung Kundenorientierung gegeben ist. (Abg. Dr. Fischer: Haben Sie vom Franz Joseph auch etwas?) Nachhaltig ist dieses Unternehmen nur dadurch weiter zu entwickeln, dass man sich am Kunden ausrichtet. (Abg. Mag. Molterer: Präsident Fischer! Haben Sie ein Problem mit Franz Olah?) Darum haben wir auch diesen Entschließungsantrag betreffend Einleitung einer Kundenzufriedenheitsoffensive bei den ÖBB eingebracht, ganz im Sinne Franz Olahs, ganz im Sinne von Hunderttausenden Fahrgästen der ÖBB.
Abg. Dr. Fischer: Haben Sie vom Franz Joseph auch etwas?
Dieser Artikel erschien am 14. November 2003. (Abg. Dr. Fischer: Vom Franz Joseph haben Sie nichts?) Das zeigt, dass da Handlungsbedarf in Richtung Kundenorientierung gegeben ist. (Abg. Dr. Fischer: Haben Sie vom Franz Joseph auch etwas?) Nachhaltig ist dieses Unternehmen nur dadurch weiter zu entwickeln, dass man sich am Kunden ausrichtet. (Abg. Mag. Molterer: Präsident Fischer! Haben Sie ein Problem mit Franz Olah?) Darum haben wir auch diesen Entschließungsantrag betreffend Einleitung einer Kundenzufriedenheitsoffensive bei den ÖBB eingebracht, ganz im Sinne Franz Olahs, ganz im Sinne von Hunderttausenden Fahrgästen der ÖBB.
Abg. Mag. Molterer: Präsident Fischer! Haben Sie ein Problem mit Franz Olah?
Dieser Artikel erschien am 14. November 2003. (Abg. Dr. Fischer: Vom Franz Joseph haben Sie nichts?) Das zeigt, dass da Handlungsbedarf in Richtung Kundenorientierung gegeben ist. (Abg. Dr. Fischer: Haben Sie vom Franz Joseph auch etwas?) Nachhaltig ist dieses Unternehmen nur dadurch weiter zu entwickeln, dass man sich am Kunden ausrichtet. (Abg. Mag. Molterer: Präsident Fischer! Haben Sie ein Problem mit Franz Olah?) Darum haben wir auch diesen Entschließungsantrag betreffend Einleitung einer Kundenzufriedenheitsoffensive bei den ÖBB eingebracht, ganz im Sinne Franz Olahs, ganz im Sinne von Hunderttausenden Fahrgästen der ÖBB.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich bitte Sie daher, diesen Antrag zu unterstützen. Ich bitte Sie, diese Strukturreform zu unterstützen, sie wird den Kunden langfristig Vorteile bringen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Rufe bei der ÖVP: Aber nein! Nein!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter Broukal zu Wort gemeldet. (Rufe bei der ÖVP: Aber nein! Nein!)
Abg. Dr. Stummvoll: Seit gestern!
Ich stelle richtig: Sie wohnt in einer Eigentumswohnung, die ihrem Gatten Anton Holzer gehört. (Abg. Dr. Stummvoll: Seit gestern!)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Präsident, ich bedaure es, dass das Institut der tatsächlichen Berichtigung mir nicht die Möglichkeit gibt, einen qualifizierenden Satz zu solchen Verleumdungen zu sagen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Mit der folgenden Abstimmung sind die Weichen für eine gute Fahrt in die neue Zukunft der Österreichischen Bundesbahnen gestellt. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Mag. Mainoni meldet sich per Handzeichen zu Wort und begibt sich zum Rednerpult!
Meine Damen und Herren! Diese Vorgangsweise, einen derartigen Antrag knapp eine Stunde vor der Abstimmung auf den Tisch zu legen und die Postenbesetzung auf diese Art und Weise und völlig ohne Ausschreibung regeln zu wollen, spottet jeder Beschreibung! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Mag. Mainoni meldet sich per Handzeichen zu Wort und begibt sich zum Rednerpult!)
Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächster Redner zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Mag. Mainoni. – Bitte. (Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Schieder: Zur Geschäftsordnung!
Das ist vor einer Woche besprochen worden. Wenn Sie behaupten, Sie hätten das erst vor einer Stunde erfahren, so muss ich Ihnen sagen: Das stimmt nicht, das entspricht nicht der Wahrheit! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Schieder: Zur Geschäftsordnung!)
Abg. Mag. Wurm: Das ist ja unglaublich!
Abgeordneter Peter Schieder (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Sie haben soeben einem Redner Ihrer eigenen Fraktion – ohne Eintragung in die Liste, nur durch Handzeichen angezeigt – das Wort erteilt. Ich möchte nur wissen: Können sich in Zukunft alle Abgeordneten auf diese Art und Weise zu Wort melden? (Abg. Mag. Wurm: Das ist ja unglaublich!)
Abg. Parnigoni: Das ist eine Lüge!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Das stimmt nicht! Herr Abgeordneter Mainoni hat bereits vorher zu erkennen gegeben, dass er sich zu Wort meldet – und hat dann interveniert. Das hat mir mein Beisitzer gesagt. (Abg. Parnigoni: Das ist eine Lüge!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Parnigoni: Das ist ein Skandal! – Abg. Dr. Wittmann: Eine unfassbare Vorgangsweise! Was soll diese Vorgangsweise? – Ruf bei der SPÖ: Das ist ja unerhört!
Herr Parnigoni, ich erteile Ihnen dafür einen Ordnungsruf. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Parnigoni: Das ist ein Skandal! – Abg. Dr. Wittmann: Eine unfassbare Vorgangsweise! Was soll diese Vorgangsweise? – Ruf bei der SPÖ: Das ist ja unerhört!)
Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Als nächster Redner zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Eder. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Herr Abgeordneter Eder, Sie sind am Wort! Wenn Ihr Kollege Parnigoni sich etwas zurückhalten würde, könnten Sie leicht das Wort ergreifen.
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Ich darf Ihnen sagen, dass das kein Thema war und dass das jetzt für uns genauso überraschend gekommen ist wie für Frau Kollegin Dr. Lichtenberger und Kollegen Broukal. Was hier geschieht, das ist genau das, was Sie in meiner Rede als übertrieben bewertet haben. – Ich habe untertrieben! Dass Sie so schamlos vorgehen, was die Postenbesetzungen betrifft, das hätte ich mir nicht erwartet. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie Vizekanzler Hubert Gorbach: Herr Präsident! Meine Damen und Herren Abgeordnete! Herr Staatssekretär! Ich darf zu dieser Debatte eine Bemerkung machen: Ich verstehe die Aufregung nicht, und ich würde Sie bitten, sachlich zu bleiben und etwas abzuwarten. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich weiß nicht, warum Sie heute emotional so geladen und so nervös sind.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir sollten diese Debatte in Ruhe führen, und wir können sie sehr gut führen. Ich habe schon bei der ersten Pressekonferenz, bei der ich diese Reform, nachdem sie langsam Konturen angenommen hatte, gemeinsam mit Staatssekretär Kukacka und Finanzminister Grasser vorgestellt habe, auf eine Journalistenfrage bezüglich der mehr Positionen und neuen Vorstände, die man da brauchen wird, die Antwort gegeben: In Wahrheit, ehrlich gesagt, habe ich darüber noch nicht intensiv nachgedacht, weil es jetzt einmal um die Struktur ging, um die Organisation und jene Dinge im Dienstrecht, die wir beseitigen wollen – unabhängig von Köpfen, unabhängig von Namen, unabhängig von Parteizugehörigkeit. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Fischer: Und dann wieder rückgängig gemacht!
In diesem Sinne haben wir natürlich bis heute mit unseren Rechtsberatern und Experten auch darüber gesprochen, wie wir jetzt, kostengünstigst und ohne neue Positionen vergeben zu müssen, vor allem die rasche Umsetzung dieser neuen ÖBB-Struktur, dieser ÖBB-Reform sicherstellen können. Gewartet haben wir – und das sage ich Ihnen schon – lange genug. Ich habe heute schon einmal gesagt: Wir sind jetzt da, um zu handeln, und wir werden auch umsetzen! Das, was heute hoffentlich mehrheitlich beschlossen wird, wird rasch angegangen. (Abg. Dr. Fischer: Und dann wieder rückgängig gemacht!) Es ist spät genug.
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter. – Rufe bei der SPÖ – in Richtung Regierungsbank –: Rücktritt! Rücktritt! – Abg. Mag. Kogler: Postenschacherer!
Wenn die neuen Vorstände – und ich sage das wirklich farbenneutral; sehr viele hier denken immer in der Farbenlehre, vergessen Sie das einmal für ein paar Minuten! –, also wenn die neuen Vorstände, und ich sage das farbenneutral, meine Damen und Herren, ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter. – Rufe bei der SPÖ – in Richtung Regierungsbank –: Rücktritt! Rücktritt! – Abg. Mag. Kogler: Postenschacherer!)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Es ist wohl klar, und es wird ohnehin in jeder Position genau darauf geschaut – wir sind ja heute so transparent, und die Öffentlichkeit hat auch ein Recht darauf, zu wissen, welche wichtige Position wie besetzt wird –, und es ist sinnvoll, dass bestehende Verträge, soweit es Sinn macht und vom Verantwortlichen – das sind Organe wie ein Aufsichtsrat, wie ein Eigentümervertreter – auch verantwortet werden kann, eingehalten werden, dass man nicht neue Leute betraut und jene, die jetzt noch Verträge haben, die ein Jahr, zwei oder drei Jahre laufen, auf einen Spaziergang schickt. Genau diesem Spazierengehen möchte ich bei den ÖBB ein Ende setzen. Das gilt für die Vorstände genauso wie für jeden Mitarbeiter. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Nein, das will ich nicht, ich will arbeitende Vorstände! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Es ist wohl klar, und es wird ohnehin in jeder Position genau darauf geschaut – wir sind ja heute so transparent, und die Öffentlichkeit hat auch ein Recht darauf, zu wissen, welche wichtige Position wie besetzt wird –, und es ist sinnvoll, dass bestehende Verträge, soweit es Sinn macht und vom Verantwortlichen – das sind Organe wie ein Aufsichtsrat, wie ein Eigentümervertreter – auch verantwortet werden kann, eingehalten werden, dass man nicht neue Leute betraut und jene, die jetzt noch Verträge haben, die ein Jahr, zwei oder drei Jahre laufen, auf einen Spaziergang schickt. Genau diesem Spazierengehen möchte ich bei den ÖBB ein Ende setzen. Das gilt für die Vorstände genauso wie für jeden Mitarbeiter. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Nein, das will ich nicht, ich will arbeitende Vorstände! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Aber ich merke jetzt, dass dieses Thema für Sie sehr, sehr wichtig ist. Ich sage Ihnen: Für mich wichtig waren die neue Struktur und die Chance, eine flotte ÖBB auf die Schiene zu bringen, und weiters wichtig ist für mich nicht die Personalbesetzung, sondern, dass die Dienstrechtsänderung bis Ende April ordentlich abläuft. – Am 1. Mai sprechen wir uns wieder! Schauen wir einmal, ob Sie mit dabei sind. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Großruck: Der Lümmel von der letzten Bank! – Abg. Scheibner – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Kogler –: Entschuldigen Sie sich gleich für Ihren Zwischenruf!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächster Redner zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Mag. Kogler. (Abg. Großruck: Der Lümmel von der letzten Bank! – Abg. Scheibner – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Kogler –: Entschuldigen Sie sich gleich für Ihren Zwischenruf!)
Abg. Reheis: Ist es ja auch!
einem Attribut versehen, nämlich: blau-schwarzer Postenschacher (Abg. Reheis: Ist es ja auch!), und genau darauf wollte ich jetzt einmal eingehen. (Abg. Scheibner: Nein, „Postenschacherer“ haben Sie zum Minister gesagt!)
Abg. Scheibner: Nein, „Postenschacherer“ haben Sie zum Minister gesagt!
einem Attribut versehen, nämlich: blau-schwarzer Postenschacher (Abg. Reheis: Ist es ja auch!), und genau darauf wollte ich jetzt einmal eingehen. (Abg. Scheibner: Nein, „Postenschacherer“ haben Sie zum Minister gesagt!)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Der Punkt ist ja nicht der, dass es oft sinnvoll sein kann, keine Ausschreibung zu machen. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Hören Sie mir doch zu! (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.)
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.
Der Punkt ist ja nicht der, dass es oft sinnvoll sein kann, keine Ausschreibung zu machen. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Hören Sie mir doch zu! (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Es ist öfters sinnvoll, keine Ausschreibung zu machen, ja, aber wenn Sie hier ein Sakrosankt für sämtliche neue Posten etablieren, dann sollen wir Ihnen noch glauben, dass da Gutes kommt? Da droht nichts Gutes! Ich sage Ihnen auch, warum. Weil wir wissen – im Übrigen demnächst auch Thema im Rechnungshofausschuss –, wie Sie beim bisherigen Personalmanagement bei den ÖBB mit der Postenbesetzung umgesprungen sind. Die Besetzung mit Vorm Walde hat doch auch nicht so funktioniert, wie sie funktionieren sollte. Ich sage Ihnen ebenfalls, warum. Sie haben dort extra einen Schwachen hingesetzt, damit Sie das aufführen können, was Sie heute hier zu Ende zelebrieren. Das ist Ihre Art von Politik! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Herr Präsident Fiedler hat auch nichts damit am Hut, hier ein paar einfache Bemerkungen gemacht zu haben, und der Herr Präsident Fiedler nimmt die wichtigsten Kritikpunkte nicht zurück. Ich weiß gar nicht, was das hier alles soll. Das muss noch gesagt werden, bevor wir zur Abstimmung kommen: Der Rechnungshof ist ein Organ dieses Hauses, wie es heißt, und hat im Gesetzgebungsverfahren eine bestimmte Rolle, aber wie Sie hier mit dem Rechnungshof umgesprungen sind, das spottet jeder Beschreibung! Das muss noch einmal gesagt werden. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Das ist doch hanebüchen, und so schaut Ihre ganze Reform aus. Damit werden Sie nicht durchkommen! – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Gute Nacht, Republik! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Zweitens, weil Sie hier schon wieder die bereits oft strapazierte Farbenlehre vertreten haben – aber ich muss vorsichtig sein, denn es gibt auch einen Spruch, der ungefähr damit anfängt: Wie der Schelm denkt ...!; aber mein Gott –, sage ich Ihnen: Ich bin der Meinung, wenn jemand eine Gesinnung hat, egal ob rot, schwarz, blau oder grün, und gut und tüchtig ist, dann soll er das werden. Warum sollen Schwarze oder Blaue oder Grüne nicht auch tüchtig sein? Eine Zeit lang hatte ich das Gefühl, dass es in diesem Land im öffentlichen Bereich und dort, wo die Regierungen etwas zu sagen haben, insbesondere in der Dominanz der SPÖ, nur SPÖ-Tüchtige geben kann, weil die Positionen entsprechend besetzt waren. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich würde das auch tun, so wie ich das übrigens auch in meinem Ministerium zu tun pflege; Sie können sich gerne erkundigen. Offensichtlich ist das aber unüblich. Ich merke das dort auch: Wenn ich mit Andersgesinnten dahin gehend rede, ob sie nicht für diese oder jene Position Interesse haben, weil sie gut sind, dann erschrecken sie fast, weil sie denken: Das kann ja nicht sein, der Mann muss mich verwechseln! (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Neuerlicher Beifall bei den Freiheitlichen.
Da denken wir neu und anders! (Neuerlicher Beifall bei den Freiheitlichen.) Es ist so, und auch Sie müssen Ihr Gedankengut da jetzt etwas umstellen. Diese Regierung macht einiges anders – weil sie einiges besser macht.
Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Also, warten Sie doch ab! Haben Sie ein bisschen Vertrauen! So, wie Ihr großer Vorsitzender einmal gesagt hat: Lernen Sie Geschichte!, empfehle ich Ihnen: Lernen Sie positiv denken! (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Mag. Kogler: Herr Minister! Sie kennen offensichtlich nicht einmal den Gesetzentwurf! Unfassbar! – Vizekanzler Gorbach: Ich kenne ihn gut! Seien Sie doch ein bisschen gut aufgelegt! Seien Sie nicht so nervös!
(Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Mag. Kogler: Herr Minister! Sie kennen offensichtlich nicht einmal den Gesetzentwurf! Unfassbar! – Vizekanzler Gorbach: Ich kenne ihn gut! Seien Sie doch ein bisschen gut aufgelegt! Seien Sie nicht so nervös!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Ich frage mich bei Ihrer Rede schon, warum Sie immer von „Ich“ sprechen, nämlich von Ihnen, dass Sie hier etwas besetzen. Normalerweise macht das nach dem Aktienrecht, soweit mir bekannt ist, der Aufsichtsrat. Ich finde, es spricht schon Bände, dass Sie das jetzt schon in die Hand genommen haben. Aber vielleicht können Sie hier aufklären, wie das zu verstehen ist. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Was Sie sich dabei denken oder woran Sie dabei denken, das interessiert – mit Verlaub – hier nicht, denn worüber wir abstimmen, das ist dieser Antrag – und nicht Ihre Gedanken! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Herr Minister Gorbach, Sie sollten ein bisschen mehr Respekt vor dem Parlament haben. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.) Sie sollten wissen: Wir brauchen uns von Ihnen hier nicht schulmeistern zu lassen, Sie brauchen uns nicht zu belehren, Sie brauchen auch nicht vorzuschreiben, wie wir hier denken! Wenn Sie hier herinnen keine Mehrheit mehr haben, dann sind Sie abgewählt, Herr Minister! Das sollten Sie nicht vergessen! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Scheibner: Aber das wird lange nicht der Fall sein!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Scheibner: Aber das wird lange nicht der Fall sein!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Herr Minister Gorbach, Sie sollten ein bisschen mehr Respekt vor dem Parlament haben. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.) Sie sollten wissen: Wir brauchen uns von Ihnen hier nicht schulmeistern zu lassen, Sie brauchen uns nicht zu belehren, Sie brauchen auch nicht vorzuschreiben, wie wir hier denken! Wenn Sie hier herinnen keine Mehrheit mehr haben, dann sind Sie abgewählt, Herr Minister! Das sollten Sie nicht vergessen! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Scheibner: Aber das wird lange nicht der Fall sein!)
Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es ist schon eine gewisse Arroganz, die hier in den Ausführungen der beiden Regierungsvertreter, die hier sitzen, mitschwingt, festzustellen. Dabei möchte ich hinzufügen: Sonst sitzt der Bundeskanzler immer hier, wenn so genannte wichtige Reformen beschlossen werden. Wo ist er eigentlich heute, der Herr Bundeskanzler? Wieso lässt er diese Zwillinge hier auf der Regierungsbank das Ganze ausbaden? – Obwohl sie das natürlich zu Recht auch selbst zu verantworten haben, muss man bemerken. Schuldbewusst ist Ihr Gesichtsausdruck, Herr Staatssekretär Kukacka, und auch der Ihre, Herr Minister Gorbach! (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
bilien gehen? Sagen Sie das endlich! Ist es der Herr Plech von der FPÖ? Wer ist es? Wer wird hier profitieren? Was geschieht mit den Geldern? Was wird nachher mit den Geldern geschehen, wenn die Immobilien verkauft sind? – Ich glaube, Sie sind bald reif für einen Untersuchungsausschuss – bei der Art und Weise, wie das hier abläuft, die ganze Causa der ÖBB! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Heiterkeit. – Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der ÖVP.
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächster Redner zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Öllinger. (Heiterkeit. – Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Das ist ja ungeheuerlich! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Ich wollte gerade sagen – auch wenn es einen Ordnungsruf provoziert –: Es stinkt hier nach Bereicherung! Es stinkt nach Bereicherung bei dem, was hier vor sich geht. Ich sage weiter: Es stinkt nach Korruption, wenn das hier so weitergeht! Warum hängen Sie an diesem Konzept so fest? – Da ist etwas faul! (Abg. Scheibner: Das ist ja ungeheuerlich! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Ungeheuerlich ist das!
Ich sage Ihnen noch etwas: Die selbsternannten Wirtschaftsparteien, die hier herinnen sitzen ... (Abg. Scheibner: Ungeheuerlich ist das!) Ja, dazu stehe ich! Ich stehe auch zu der Aussage, dass hier mindestens 30 Vorstandsposten zur Verfügung stehen, die man besetzen will! (Abg. Scheibner: Nur weil der Häupl und der Erich Haider euch nicht zustimmen lassen, darum haben wir das Theater! Sagen Sie einmal ehrlich, was der wahre Hintergrund dafür ist!)
Abg. Scheibner: Nur weil der Häupl und der Erich Haider euch nicht zustimmen lassen, darum haben wir das Theater! Sagen Sie einmal ehrlich, was der wahre Hintergrund dafür ist!
Ich sage Ihnen noch etwas: Die selbsternannten Wirtschaftsparteien, die hier herinnen sitzen ... (Abg. Scheibner: Ungeheuerlich ist das!) Ja, dazu stehe ich! Ich stehe auch zu der Aussage, dass hier mindestens 30 Vorstandsposten zur Verfügung stehen, die man besetzen will! (Abg. Scheibner: Nur weil der Häupl und der Erich Haider euch nicht zustimmen lassen, darum haben wir das Theater! Sagen Sie einmal ehrlich, was der wahre Hintergrund dafür ist!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie sind der Schlawiner!
Wissen Sie, warum die FPÖ so dahinter ist? – Damit es da endlich einen Versorgungsrahmen für die FPÖ-Parteigänger gibt, weil alles andere die ÖVP besetzt hat – zum Nachteil dieses Landes. – Das stinkt nach Bereicherung, und darüber sollten Sie endlich einmal ernsthaft nachdenken! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie sind der Schlawiner!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Noch etwas: Sie haben drei Jahre den Transitmurks hier zu verantworten. Drei Jahre Transitmurks! Drei Jahre haben Sie Zeit gehabt, die ÖBB auszubauen. Drei Jahre hätten Sie auf Grund der Transitprotokolle des Beitrittsvertrages die Verpflichtung gehabt, die Güterkapazität der ÖBB auszubauen. Sie haben nichts anderes im Kopf gehabt, als dauernd auf die Eisenbahner loszugehen! Sie haben nichts anderes im Kopf gehabt, als die ÖBB zu zerschlagen – Wurscht, was es für die Fahrgäste bedeutet, Wurscht, was es für den Wirtschaftsstandort bedeutet, Wurscht, was es für Österreich bedeutet! – Das ist Ihre Vorgangsweise, und die ist zutiefst zu verurteilen! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Wenn bezüglich dessen, was dabeisteht, was also nicht einmal im Gesetz enthalten ist, von Ihnen festgestellt wird: Aber die Eckdaten bleiben!, wenn Sie Verhandlungskompromisse nur so verstehen, dass Sie ohnehin nicht an die Passagiere, nicht an die Bahn und nicht an Österreich denken – daran habe ich mich schon fast gewöhnt, muss ich zu meinem Leidwesen sagen –, wenn Sie außerdem sagen: Jeder Kompromiss kann nur damit enden, dass eine Seite der Verlierer ist und eine Niederlage erleidet, während der andere der Triumphator, der Sieger ist, und Sie im Cäsarenwahn dann hier oben sitzen, muss ich Ihnen sagen: Das ist keine Politik! Sie wollen den Konflikt haben – dann werden Sie den Konflikt bekommen, das kann ich Ihnen sagen, und an das werden Sie heute noch denken! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Neudeck: ... die sauren Wiesen trockenlegen!
Was bleibt, sind Zynismus und Arroganz. (Abg. Neudeck: ... die sauren Wiesen trockenlegen!) Was bleibt, ist der Verdacht der Bereicherung und der Korruption im Zusammenhang mit dieser ÖBB-Reform, der so genannten ÖVP-Reform. (Abg. Neudeck: Sie wissen, wie’s geht!) Was bleibt, ist eine moralisch abgewirtschaftete Regierung, und Sie sind die Wasserträger für diese Unternehmungen. Das sollten Sie sich überlegen, denn der Tag der Abrechnung kommt. Der nächste Wahltag wird auch für Sie bestimmt kommen! (Lebhafter Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Neudeck: Sie wissen, wie’s geht!
Was bleibt, sind Zynismus und Arroganz. (Abg. Neudeck: ... die sauren Wiesen trockenlegen!) Was bleibt, ist der Verdacht der Bereicherung und der Korruption im Zusammenhang mit dieser ÖBB-Reform, der so genannten ÖVP-Reform. (Abg. Neudeck: Sie wissen, wie’s geht!) Was bleibt, ist eine moralisch abgewirtschaftete Regierung, und Sie sind die Wasserträger für diese Unternehmungen. Das sollten Sie sich überlegen, denn der Tag der Abrechnung kommt. Der nächste Wahltag wird auch für Sie bestimmt kommen! (Lebhafter Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Lebhafter Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Was bleibt, sind Zynismus und Arroganz. (Abg. Neudeck: ... die sauren Wiesen trockenlegen!) Was bleibt, ist der Verdacht der Bereicherung und der Korruption im Zusammenhang mit dieser ÖBB-Reform, der so genannten ÖVP-Reform. (Abg. Neudeck: Sie wissen, wie’s geht!) Was bleibt, ist eine moralisch abgewirtschaftete Regierung, und Sie sind die Wasserträger für diese Unternehmungen. Das sollten Sie sich überlegen, denn der Tag der Abrechnung kommt. Der nächste Wahltag wird auch für Sie bestimmt kommen! (Lebhafter Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Rufe bei der SPÖ: Drei Jahre!
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Herr Abgeordneter Cap, welche Erfahrungen müssen Sie und Ihre Partei haben, wenn es um Strukturreformen im öffentlichen Dienst, bei den Österreichischen Bundesbahnen geht (Rufe bei der SPÖ: Drei Jahre!), wenn Sie hier taxfrei jene, die die Reformen machen, der Korruption und der Rechtswidrigkeit bezichtigen! Welche Erfahrungen muss jemand in den eigenen Reihen haben, wenn er dauernd derartige Vorwürfe in den Raum stellt! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Herr Abgeordneter Cap, welche Erfahrungen müssen Sie und Ihre Partei haben, wenn es um Strukturreformen im öffentlichen Dienst, bei den Österreichischen Bundesbahnen geht (Rufe bei der SPÖ: Drei Jahre!), wenn Sie hier taxfrei jene, die die Reformen machen, der Korruption und der Rechtswidrigkeit bezichtigen! Welche Erfahrungen muss jemand in den eigenen Reihen haben, wenn er dauernd derartige Vorwürfe in den Raum stellt! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.
Welche Erfahrungen muss jemand haben, der bei einer Dienstrechtsreform sofort an Postenschacher denkt, meine Damen und Herren! Schauen Sie einmal in Ihre Bereiche hinein! (Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.) Was machen Sie mit den Mitarbeitern zum Beispiel der Österreichischen Bundesbahnen und in anderen Institutionen, wo Sie glauben, sie sind Ihr Eigentum? – Sie zwingen die Leute, dass sie in Ihr Lager hineingehen, und wer das nicht macht, wer die Schneid’ hat zu sagen: Nein, dazu bin ich nicht bereit!, der wird nichts, der wird ins Abseits gestellt, der wird bei Personalbesetzungen nicht einmal zum Hearing zugelassen. – Das ist Ihre Personalpolitik! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Welche Erfahrungen muss jemand haben, der bei einer Dienstrechtsreform sofort an Postenschacher denkt, meine Damen und Herren! Schauen Sie einmal in Ihre Bereiche hinein! (Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.) Was machen Sie mit den Mitarbeitern zum Beispiel der Österreichischen Bundesbahnen und in anderen Institutionen, wo Sie glauben, sie sind Ihr Eigentum? – Sie zwingen die Leute, dass sie in Ihr Lager hineingehen, und wer das nicht macht, wer die Schneid’ hat zu sagen: Nein, dazu bin ich nicht bereit!, der wird nichts, der wird ins Abseits gestellt, der wird bei Personalbesetzungen nicht einmal zum Hearing zugelassen. – Das ist Ihre Personalpolitik! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Bures.
Da kommen Sie hier heraus und reden von Postenschacher. Das ist ja ungeheuerlich! Sie zwingen die Leute ... (Zwischenruf der Abg. Bures.) Sie drohen hier, meine Damen und Herren, und ich frage Sie: Womit drohen Sie denn? Was werden wir uns anschauen, was Sie jetzt angekündigt haben? Was kommt? – Wieder ein Streik auf dem Rücken von 1,2 Millionen Österreichern oder was? Wieder Hunderte Millionen Euro Schaden für die Volkswirtschaft? Oder was sonst ist es, womit Sie drohen?
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Sie haben auch diese Abgeordneten gezwungen, diesen Konsens nicht einzugehen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Sich nur dem Diktat eines Häupl, eines Erich Haider zu beugen und dann hier herauszugehen, um eine angebliche Zerschlagung zu verhindern, das ist mies, meine Damen und Herren, das ist schäbig, ich sage das in aller Offenheit, und das ist Ihrer unwürdig. Aber das haben alle, die hier sitzen und die den Konsens wollten, mit sich selbst und auch mit Ihnen auszutragen.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé – in Richtung SPÖ –: Das ist Postenschacher!
92 Prozent, meine Damen und Herren, bei Personalvertretungswahlen der SPÖ bei den Österreichischen Bundesbahnen zeigen doch wohl, dass Demokratie und Pluralität in diesem Unternehmen politisch etwas anderes ist als das, was Sie hier mit Ihrer Personalpolitik inklusive Druckausübung auf die Mitarbeiter gezeigt haben! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé – in Richtung SPÖ –: Das ist Postenschacher!)
Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der ÖVP.
Die erste Bemerkung: Vizekanzler Gorbach hat sich heute in dieser Debatte mehrfach zu Wort gemeldet, und ich möchte ausdrücklich sagen, ich begrüße das. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der ÖVP.) Endlich haben wir einmal in diesem Hohen Haus eine, wenn auch sehr harte, aber doch so etwas Ähnliches wie eine Debatte. Das hätte ich mir bei vielen anderen Gesetzen auch gewünscht, dass der Minister hergeht und Rede und Antwort steht. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Die erste Bemerkung: Vizekanzler Gorbach hat sich heute in dieser Debatte mehrfach zu Wort gemeldet, und ich möchte ausdrücklich sagen, ich begrüße das. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der ÖVP.) Endlich haben wir einmal in diesem Hohen Haus eine, wenn auch sehr harte, aber doch so etwas Ähnliches wie eine Debatte. Das hätte ich mir bei vielen anderen Gesetzen auch gewünscht, dass der Minister hergeht und Rede und Antwort steht. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Jetzt kommt wieder der Oppositionelle zum Vorschein!
Aber – aber! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Jetzt kommt wieder der Oppositionelle zum Vorschein!) –: Habe ich einen Abänderungsantrag der Regierungsparteien überlesen? Gibt es einen, wo drinnen steht, das Aktienrecht gilt bei der ÖBB-Reform nicht? (Ruf bei der ÖVP: Das hat eh die Lichtenberger auch schon gesagt! – Heiterkeit.)
Ruf bei der ÖVP: Das hat eh die Lichtenberger auch schon gesagt! – Heiterkeit.
Aber – aber! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Jetzt kommt wieder der Oppositionelle zum Vorschein!) –: Habe ich einen Abänderungsantrag der Regierungsparteien überlesen? Gibt es einen, wo drinnen steht, das Aktienrecht gilt bei der ÖBB-Reform nicht? (Ruf bei der ÖVP: Das hat eh die Lichtenberger auch schon gesagt! – Heiterkeit.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Ich bitte Sie, zu dieser Frage heute noch einmal Stellung zu nehmen. – Danke. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Mit Absicht hat er das getan!
Ich glaube, es war Ihre Kollegin, ich möchte aber niemandem Unrecht tun. Meines Erachtens hat dies zum Beispiel Herr Klubobmann Cap heute getan, indem er das Wort „Korruption“ verwendet, den Verdacht, es riecht nach Korruption, geäußert und in meine Richtung gezeigt hat. Ich wusste, was er damit ausdrücken will. Das tut mir weh. Das schmerzt mich, Herr Dr. Cap, da haben Sie mir Unrecht getan. Aber das ist nicht so schlimm, ich werde trotzdem noch schlafen können. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Mit Absicht hat er das getan!)
Abg. Dr. Lichtenberger: Sehr bezeichnend!
Ihre Frage beantworte ich also dahin gehend: Das war eine verbale Unschärfe, wenn Sie so wollen, die ich aber übernommen habe, trotz ... (Abg. Dr. Lichtenberger: Sehr bezeichnend!) – Ich glaube, sie war ohnehin von Ihnen, Frau Dr. Lichtenberger, wir können es ja dann nachlesen. (Abg. Dr. Lichtenberger: Nein, sie war nicht von mir!) Okay, dies war also von irgendjemandem, der den Vorwurf erhoben hat: Der Verkehrsminister kann. Sie haben mir eigentlich etwas Gutes getan, Sie haben richtig gestellt, Herr Dr. Van der Bellen: Er kann nicht! Er kann versuchen, ein Organ, das verantwortlich ist und bestellen muss, zu beeinflussen. Mehr werde ich sicherlich nicht tun. Ich werde mich, wie gesagt, penibelst an das Aktienrecht halten. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Lichtenberger: Nein, sie war nicht von mir!
Ihre Frage beantworte ich also dahin gehend: Das war eine verbale Unschärfe, wenn Sie so wollen, die ich aber übernommen habe, trotz ... (Abg. Dr. Lichtenberger: Sehr bezeichnend!) – Ich glaube, sie war ohnehin von Ihnen, Frau Dr. Lichtenberger, wir können es ja dann nachlesen. (Abg. Dr. Lichtenberger: Nein, sie war nicht von mir!) Okay, dies war also von irgendjemandem, der den Vorwurf erhoben hat: Der Verkehrsminister kann. Sie haben mir eigentlich etwas Gutes getan, Sie haben richtig gestellt, Herr Dr. Van der Bellen: Er kann nicht! Er kann versuchen, ein Organ, das verantwortlich ist und bestellen muss, zu beeinflussen. Mehr werde ich sicherlich nicht tun. Ich werde mich, wie gesagt, penibelst an das Aktienrecht halten. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ihre Frage beantworte ich also dahin gehend: Das war eine verbale Unschärfe, wenn Sie so wollen, die ich aber übernommen habe, trotz ... (Abg. Dr. Lichtenberger: Sehr bezeichnend!) – Ich glaube, sie war ohnehin von Ihnen, Frau Dr. Lichtenberger, wir können es ja dann nachlesen. (Abg. Dr. Lichtenberger: Nein, sie war nicht von mir!) Okay, dies war also von irgendjemandem, der den Vorwurf erhoben hat: Der Verkehrsminister kann. Sie haben mir eigentlich etwas Gutes getan, Sie haben richtig gestellt, Herr Dr. Van der Bellen: Er kann nicht! Er kann versuchen, ein Organ, das verantwortlich ist und bestellen muss, zu beeinflussen. Mehr werde ich sicherlich nicht tun. Ich werde mich, wie gesagt, penibelst an das Aktienrecht halten. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Hakl.
Ersparen Sie mir bitte, die Qualität dieses Aufsichtsrates näher zu beschreiben. Bei der wichtigsten Aufsichtsratssitzung, in der nämlich die ÖBB-Struktur vorgestellt wurde, hat der Vorsitzende des Aufsichtsrates gefehlt. (Zwischenruf der Abg. Mag. Hakl.) Er war auf Urlaub. Das kann ja irgendjemand anderer machen. – So schaut die Qualität und die Kompetenz dieses Aufsichtsrates aus! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Deshalb gibt es ja die Reform!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Deshalb gibt es ja die Reform!
Ersparen Sie mir bitte, die Qualität dieses Aufsichtsrates näher zu beschreiben. Bei der wichtigsten Aufsichtsratssitzung, in der nämlich die ÖBB-Struktur vorgestellt wurde, hat der Vorsitzende des Aufsichtsrates gefehlt. (Zwischenruf der Abg. Mag. Hakl.) Er war auf Urlaub. Das kann ja irgendjemand anderer machen. – So schaut die Qualität und die Kompetenz dieses Aufsichtsrates aus! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Deshalb gibt es ja die Reform!)
Beifall bei den Grünen.
Die Kompetenz des Vorstandes der ÖBB, der in dieser Frage ja gar nicht befugt ist, haben wir in den letzten Wochen und Monaten auch kennen gelernt. Die haben nämlich vor einigen Monaten noch ganz andere Stellungnahmen von sich gegeben und sind nach einem Gespräch mit Ihnen eines Besseren belehrt worden. Entschuldigung, aber so wie wir über das Aktienrecht oder wie Professor Van der Bellen über das Aktienrecht Bescheid weiß, habe ich eine ungefähre Ahnung davon, dass der Vorstand dem Aufsichtsrat gegenüber verantwortlich ist. Also wenn, dann hat die Belehrungen des Vorstandes der Aufsichtsrat vorzunehmen, und nicht Sie, Herr Bundesminister. – Das soweit dazu. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Und da wollen Sie, dass wir Ihren schönen Worten noch irgendwie Glauben schenken, Herr Bundesminister? Können Sie nach dem, was Sie da in dieser Veranstaltung unter diesem Tagesordnungspunkt geliefert haben, wirklich annehmen, dass wir, aber auch die Menschen draußen Ihnen auch nur ein Wort glauben, wenn Sie sagen, dass da nichts ausgedealt ist? (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Herr Bundesminister! Nein, so einfach geht das nicht!
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Ich möchte abschließend die Ausführungen des Kollegen Parnigoni inhaltlich etwas korrigieren. Kollege Parnigoni ist davon ausgegangen, es gibt ein schwarzes Modell für die Postenbesetzung, Modell Strasser, mit Ausschreibung, aber es kommt ein Schwarzer heraus, und es gibt das Modell Gorbach, ohne Ausschreibung, und es kommen dann die Freiheitlichen heraus. Entschuldigung, Kollege Parnigoni, es gibt noch ein zweites Modell freiheitlicher Postenbesetzung, das haben wir bei der Pensionsversicherungsanstalt erlebt, das ist das Modell Haupt gewesen. Kollege Gaugg, der jetzt nicht mehr hier ist, ist auf Grund einer Stellenausschreibung bestellt worden. Er ist dann über sich selbst drübergefallen oder über sein Auto beziehungsweise den Umgang mit seinem Auto. Angesichts der Umstände dieser Stellenausschreibung wäre es für den Kollegen Gaugg vielleicht ganz nützlich gewesen, sich bei der Bahn zu bewerben, denn da könnte er nicht über sein Auto beziehungsweise über die damit verbundenen Fragen stolpern. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Dann ist Frau Forstinger in Aussicht genommen worden. Herr Vizekanzler, meine sehr geehrten Damen und Herren von ÖVP und FPÖ, an dem Wochenende, an dem ausgemacht worden ist, dass ein neuer Minister, eine neue Ministerin kommt, ist vorher im Bundeskanzleramt noch ausgemacht worden, dass der oder die, die dann als Verkehrsminister kommen wird, jedenfalls die ÖBB zu zerschlagen hat. (Vizekanzler Gorbach: Nein!) Nicht nein, Herr Vizekanzler, sondern ja. Mit diesem Ticket ist Frau Forstinger eingekauft worden. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Murauer.
Herr Vizekanzler, ich sage Ihnen Folgendes: Jene, die das immer verlangt hat, war die ÖVP. Und es war immer das oberste Anliegen des Kollegen Kukacka, damals allerdings noch nicht Staatssekretär, dass endlich diese rote ÖBB zerlegt wird, damit den Betriebsräten dort das Handwerk gelegt wird. Das war das Ziel, um das es gegangen ist. Herr Staatssekretär! Geben Sie es ruhig zu! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Murauer.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Murauer.
Dann sind die Wahlen gekommen, in denen es die Freiheitlichen zerlegt hat und somit nicht mehr die Möglichkeit bestand, dass ein freiheitlicher Minister allein im Verkehrsministerium sitzt. Da hat die ÖVP plötzlich durchsetzen können, dass ins Verkehrsministerium jetzt ein schwarzer Staatssekretär kommt, und es war natürlich nicht besonders überraschend, wer da zum Zug gekommen ist. Einerseits war die Pensionsfrage des Kollegen Kukacka noch nicht befriedigend gelöst, also hat er noch eine Hacken gebraucht, bevor er in Pension geht. Er hat sie bekommen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Murauer.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Sehr „sachlich“! – Abg. Schöls: Schämen Sie sich!
Zweitens hat die ÖVP auch noch durchgesetzt, welche Aufgabe er im Verkehrsministerium übernehmen soll, und zwar gegen den Wunsch des Vizekanzlers, gegen den Wunsch des neuen Verkehrsministers, der keineswegs die Absicht gehabt hat, Herrn Kukacka mit der Aufgabe ÖBB zu betrauen. Aber es war eine der Bedingungen der ÖVP, dass Kukacka die ÖBB-Aufgabe zugeteilt bekommt und dort endlich sein Handwerk ausüben kann, nämlich die ÖBB zerlegen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Sehr „sachlich“! – Abg. Schöls: Schämen Sie sich!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Es ist sein einziges Ziel, und es wird auch sein einziger Erfolg bleiben, ein sehr zweifelhafter Erfolg, den er dort erzielen möchte und mit Ihrer Hilfe wohl auch erzielen wird, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Murauer: Es geht nur um die roten Positionen!
Wir stehen also jetzt an dem Punkt, an dem Kukacka an seinem beruflichen Höhepunkt angelangt ist. Er darf die ÖBB zerlegen, Sie werden ihm dabei helfen, obwohl Ihnen alle ernst zu nehmenden Fachleute gesagt haben, dass dieser Weg nicht die Lösung ist. Es geht nur um die Roten, und deswegen hat auch der „rote“ Herr Rechnungshofpräsident Fiedler gesagt, dass das die falsche Reform ist. (Abg. Murauer: Es geht nur um die roten Positionen!) Herr Murauer! Ich würde an Ihrer Stelle nicht unbedingt allzu stark eingreifen, wenn Sie keine Ahnung haben. Kümmern Sie sich um die Landesverteidigung und nicht um die ÖBB, dann sind Sie bei Ihrem Geschäft! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Schöls: Schämen Sie sich!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Schöls: Schämen Sie sich!
Wir stehen also jetzt an dem Punkt, an dem Kukacka an seinem beruflichen Höhepunkt angelangt ist. Er darf die ÖBB zerlegen, Sie werden ihm dabei helfen, obwohl Ihnen alle ernst zu nehmenden Fachleute gesagt haben, dass dieser Weg nicht die Lösung ist. Es geht nur um die Roten, und deswegen hat auch der „rote“ Herr Rechnungshofpräsident Fiedler gesagt, dass das die falsche Reform ist. (Abg. Murauer: Es geht nur um die roten Positionen!) Herr Murauer! Ich würde an Ihrer Stelle nicht unbedingt allzu stark eingreifen, wenn Sie keine Ahnung haben. Kümmern Sie sich um die Landesverteidigung und nicht um die ÖBB, dann sind Sie bei Ihrem Geschäft! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Schöls: Schämen Sie sich!)
Abg. Scheibner: Das kann ich mir nicht vorstellen, dass es ein Unternehmen gibt, wo nur SPÖ-Mitglieder sind!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Frage ist, wofür Sie hier Politik machen, ob Ihnen wirklich daran gelegen ist, dass eine wettbewerbsorientierte Bahn in Österreich fährt, dass sie gute Leistungen erbringt, oder ob Ihnen daran gelegen ist, primär zu schauen, dass die Gfraster von der Gewerkschaft, die überwiegend rot wählen, wie vorhin von Herrn Scheibner dargetan worden ist, ... (Abg. Scheibner: Das kann ich mir nicht vorstellen, dass es ein Unternehmen gibt, wo nur SPÖ-Mitglieder sind!) Ja, aber sie wählen geheim, Herr Scheibner, und erstaunlicherweise wählen sie trotzdem SPÖ. Können Sie sich das überhaupt nicht vorstellen? (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Frage ist, wofür Sie hier Politik machen, ob Ihnen wirklich daran gelegen ist, dass eine wettbewerbsorientierte Bahn in Österreich fährt, dass sie gute Leistungen erbringt, oder ob Ihnen daran gelegen ist, primär zu schauen, dass die Gfraster von der Gewerkschaft, die überwiegend rot wählen, wie vorhin von Herrn Scheibner dargetan worden ist, ... (Abg. Scheibner: Das kann ich mir nicht vorstellen, dass es ein Unternehmen gibt, wo nur SPÖ-Mitglieder sind!) Ja, aber sie wählen geheim, Herr Scheibner, und erstaunlicherweise wählen sie trotzdem SPÖ. Können Sie sich das überhaupt nicht vorstellen? (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Bei den Nationalratswahlen wird auch geheim gewählt, aber sie wählen Sie nicht mehr. Es ist ein Pech für Sie und ein Glück für die Eisenbahner-Gewerkschaft, dass dort die Fraktion Sozialdemokratischer Eisenbahner bei geheimer Wahl 92 Prozent erreicht. Mit ein Grund dafür, warum es dort keine Schwarzen mehr gibt, ist Herr Kukacka. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.) Freiheitliche gibt es dort auch keine, die irgendeine Rolle spielen würden.
Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.
Das ist nicht geschehen. Sie haben sich einen Manager gesucht, der vorher in Berlin im Verkehrswesen tätig war, wo man aber leider Gottes hat hören müssen, dass die Berliner gar nicht besonders unglücklich waren, dass er gegangen ist. Sie waren froh, dass er in Österreich eine Perspektive gefunden hat, sie waren uns jedenfalls nicht neidig. (Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Sie haben in diesem Bereich nicht dafür gesorgt, dass die Bedingungen für die ÖBB in Richtung Wettbewerb verbessert werden. Sie haben nichts dazu beigetragen. Das, was Sie jetzt tun – das ist heute schon mit Recht gesagt worden –, ist, dass Sie Bedingungen wie im Innenministerium schaffen. Sie sorgen dafür, dass sich hinkünftig die Eisenbahner und das gesamte Management bei Zerlegung der Gesellschaft in neun Gesellschaften zumindest ein bis eineinhalb Jahre ausschließlich mit sich selbst beschäftigen. Der Markt findet bekanntlich woanders statt. Sie haben das gleiche Problem wie im Innenministerium, wo Herr Strasser dafür gesorgt hat, dass sich die Polizei-, Gendarmerie- und Kriminalbeamten ausschließlich mit sich selber beschäftigen. In der Zwischenzeit steigt die Kriminalität und purzelt die Aufklärungsrate. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das ist ein Trauertag für die österreichische Verkehrspolitik, genauso wie das Scheitern Ihrer Verkehrspolitik in Sachen Transit ein Trauertag war. Das ist ein schlechter Tag für Österreich. Dies ist ein ganz schlechter Tag für die Verkehrspolitik. Man kann nur hoffen, dass die Menschen, die bis jetzt schon ein sehr klares Urteil bei der Bewertung Ihrer Reformen haben, wenn man Umfragen glauben darf, diese ihre Bewertung auch in die nächste Wahlentscheidung einfließen lassen werden. Ich gehe davon aus, dass die österreichischen Wählerinnen und Wähler wissen, was sie von Ihnen halten sollen, und auch entsprechend entscheiden werden. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Sburny: Und nach Amerika zu fliegen!
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Schön wäre es schon gewesen, wenn der Herr Finanzminister selbst bei dieser Debatte anwesend gewesen wäre, aber ich sehe es schon ein, er hat auch das Recht, seinen Staatssekretär zu schicken (Abg. Sburny: Und nach Amerika zu fliegen!), vor allem – das wissen wir aus der Zeitschrift „Falter“ –, da es Staatssekretär Dr. Finz ohnehin als seine primäre Aufgabe sieht, den Minister auch dort zu verteidigen, wo es unangenehm ist.
Staatssekretär Dr. Finz: Der hat aber nicht dieses Gesetz gemacht!
Faktum ist, dass sich im Jahr 2003 ausgerechnet jener Finanzminister, der immer ganz gut weiß, wo es um den eigenen Vorteil geht (Staatssekretär Dr. Finz: Der hat aber nicht dieses Gesetz gemacht!) – ausgerechnet der Finanzminister, der um den eigenen Vorteil weiß, das war die Verbindung beziehungsweise der Relativsatz; ich habe nicht gesagt: der Finanzminister, der das Gesetz gemacht hat –, die Frage gestellt hat:
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Reheis.
Angesichts all dessen hätte ich mir schon eine bessere und differenziertere Anfragebeantwortung erwartet, als nur zu sagen: Die Aktion ist ausgesetzt. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Reheis.)
Abg. Öllinger: Ja! Um den geht es!
Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen Dr. Alfred Finz: Sehr verehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Der Ordnung halber möchte ich feststellen, dass für das Karenzgeldgesetz beziehungsweise das Kinderbetreuungsgeldgesetz grundsätzlich der Sozialminister zuständig ist. Das Finanzministerium ist mit dem Vollzug betraut. (Abg. Öllinger: Ja! Um den geht es!) – Ich stelle nur einmal die Zuständigkeiten fest.
Abg. Öllinger: Wie soll der von der Verpflichtung erfahren?
(Abg. Öllinger: Wie soll der von der Verpflichtung erfahren?) Offensichtlich hat der damalige Gesetzgeber geglaubt – es wurde damals unter einem sozialdemokratischen Sozialminister und einem sozialdemokratischen Finanzminister, übrigens namens Klima, beschlossen –, die Kenntnis dieses Gesetzes allein genügt. Wenn man Zuschüsse empfängt, sollte man sich die einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen anschauen (Abg. Mandak: Sie waren ja auch in der Regierung!) – sie liegen auch in den Finanzämtern auf –, aber ich muss auch sagen, dass diese Bundesregierung das ausgebessert hat.
Abg. Mandak: Sie waren ja auch in der Regierung!
(Abg. Öllinger: Wie soll der von der Verpflichtung erfahren?) Offensichtlich hat der damalige Gesetzgeber geglaubt – es wurde damals unter einem sozialdemokratischen Sozialminister und einem sozialdemokratischen Finanzminister, übrigens namens Klima, beschlossen –, die Kenntnis dieses Gesetzes allein genügt. Wenn man Zuschüsse empfängt, sollte man sich die einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen anschauen (Abg. Mandak: Sie waren ja auch in der Regierung!) – sie liegen auch in den Finanzämtern auf –, aber ich muss auch sagen, dass diese Bundesregierung das ausgebessert hat.
Abg. Öllinger: Na, na, na!
Wir haben das Kinderbetreuungsgeld eingeführt – eine wesentlich verbesserte Familienleistung – und auch diese Informationsregelung ausgebessert. Als wir quasi diesen Rechtsbestand übernommen haben, haben wir das entsprechend ausgebessert. Man kann Herrn Finanzminister Karl-Heinz Grasser in diesem Sinne keinen Vorwurf machen (Abg. Öllinger: Na, na, na!), das haben andere Minister in einer früheren Gesetzgebungsperiode verbockt. (Abg. Mandak: Sie waren ja auch in der Regierung! Es war eine SPÖ/ÖVP-Regierung! Sie putzen sich ab!) Es waren zwei sozialdemokratische Minister; der Sozialminister und der Finanzminister. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ruf bei den Freiheitlichen: Kanzler Vranitzky!)
Abg. Mandak: Sie waren ja auch in der Regierung! Es war eine SPÖ/ÖVP-Regierung! Sie putzen sich ab!
Wir haben das Kinderbetreuungsgeld eingeführt – eine wesentlich verbesserte Familienleistung – und auch diese Informationsregelung ausgebessert. Als wir quasi diesen Rechtsbestand übernommen haben, haben wir das entsprechend ausgebessert. Man kann Herrn Finanzminister Karl-Heinz Grasser in diesem Sinne keinen Vorwurf machen (Abg. Öllinger: Na, na, na!), das haben andere Minister in einer früheren Gesetzgebungsperiode verbockt. (Abg. Mandak: Sie waren ja auch in der Regierung! Es war eine SPÖ/ÖVP-Regierung! Sie putzen sich ab!) Es waren zwei sozialdemokratische Minister; der Sozialminister und der Finanzminister. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ruf bei den Freiheitlichen: Kanzler Vranitzky!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ruf bei den Freiheitlichen: Kanzler Vranitzky!
Wir haben das Kinderbetreuungsgeld eingeführt – eine wesentlich verbesserte Familienleistung – und auch diese Informationsregelung ausgebessert. Als wir quasi diesen Rechtsbestand übernommen haben, haben wir das entsprechend ausgebessert. Man kann Herrn Finanzminister Karl-Heinz Grasser in diesem Sinne keinen Vorwurf machen (Abg. Öllinger: Na, na, na!), das haben andere Minister in einer früheren Gesetzgebungsperiode verbockt. (Abg. Mandak: Sie waren ja auch in der Regierung! Es war eine SPÖ/ÖVP-Regierung! Sie putzen sich ab!) Es waren zwei sozialdemokratische Minister; der Sozialminister und der Finanzminister. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ruf bei den Freiheitlichen: Kanzler Vranitzky!)
Abg. Öllinger: Das ist ja unglaublich! Das stimmt ja nicht! Nein!
Die zuständigen Finanzämter haben richtigerweise die Erklärungen ab dem ersten Jahr, in dem so etwas hätte sein können, ab dem Jahr 1996 gemacht, weil das nach dem Gesetz vorgeschrieben ist. Dabei ist es unerheblich, ob schon eine Verjährung vorliegt oder nicht, weil – und da waren Ihre Ausführungen auch wieder falsch, Herr Abgeordneter Öllinger – bei der Feststellung dann berücksichtigt wird, ob ein Verjährungszeitraum vorliegt, und für diesen erfolgt dann natürlich keine Rückforderung, aber für die Berechnung muss die gesamte Entwicklung aufgezeigt werden. Es liegt noch nicht so lange vor, weil das Gesetz erst 1996 eingeführt wurde, aber es ist ein 15-jähriger Beurteilungszeitraum dafür heranzuziehen. (Abg. Öllinger: Das ist ja unglaublich! Das stimmt ja nicht! Nein!) – So ist das Gesetz. Das ist damals gemacht worden, und damals hätten Sie das schon beanstanden müssen. (Abg. Öllinger: Verjährung nach
Abg. Öllinger: Sie haben sich auf verjährte Gesetze berufen!
Warum haben wir das gestoppt? – Weil wir nach dem ersten Versand – das ist ja eine neue Anwendung, wir haben jetzt erst die Daten erhalten, wir haben jetzt erst die entsprechenden Computerprogramme zur Verfügung – mit dem Sozialministerium, das ja die materiellrechtlichen Ansprüche an diese Regelung vorsieht, die ganze Vorgangsweise, den Aufwand evaluieren wollen, um allfällige weitere Verbesserungen anzustellen. Das ist der einzige Grund. (Abg. Öllinger: Sie haben sich auf verjährte Gesetze berufen!)
Abg. Mandak: Sicher, 1996/97!
Verjährte Gesetze? – Sie können mir keinen einzigen Fall nennen, wo wir einen verjährten Betrag eingefordert haben. Es werden nur Beträge eingefordert, ... (Abg. Mandak: Sicher, 1996/97!) Dann zeigen Sie mir den Bescheid! Es wurde nur festgestellt, ob überhöht oder nicht, aber die Vorschreibung bezog sich nur auf jenen Zeitraum, in dem keine Verjährung eingetreten ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Das stimmt nicht!) – Das stimmt! Zeigen Sie mir einen Fall, und ich gehe dem gerne nach, denn dann liegt ein Irrtum der Behörde vor.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Das stimmt nicht!
Verjährte Gesetze? – Sie können mir keinen einzigen Fall nennen, wo wir einen verjährten Betrag eingefordert haben. Es werden nur Beträge eingefordert, ... (Abg. Mandak: Sicher, 1996/97!) Dann zeigen Sie mir den Bescheid! Es wurde nur festgestellt, ob überhöht oder nicht, aber die Vorschreibung bezog sich nur auf jenen Zeitraum, in dem keine Verjährung eingetreten ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Das stimmt nicht!) – Das stimmt! Zeigen Sie mir einen Fall, und ich gehe dem gerne nach, denn dann liegt ein Irrtum der Behörde vor.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich hoffe, dass ich die nötige Aufklärung gegeben habe. Es ist eine Gesetzeslage von früher, die zu vollziehen war. Wir haben die Informationspflicht verbessert – jetzt wird direkt der Vater ermittelt. Warum wir das so spät eingeführt haben, ist auch klar: weil wir mit den zuständigen Stellen erst ein Informationsnetz aufbauen mussten, und erst auf Grund dieses Informationsnetzes konnten wir entsprechende EDV-Programme erstellen. Wir sind jetzt dabei, haben aber den ersten Durchgang einmal gestoppt, um zu beurteilen, wie aufwändig und wie gut das Verfahren läuft, um allfällige Verbesserungen durchzuführen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Widerspruch bei der SPÖ und den Grünen.
Abgeordnete Ridi Steibl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen! Es ist eigentlich schon hochinteressant, dass diese Regierung für Maßnahmen aus Zeiten einer, ich würde fast sagen, alleinigen Regierung seitens der SPÖ verantwortlich gemacht wird. (Widerspruch bei der SPÖ und den Grünen.) Ich glaube, dass es zeigt, dass auch eine SPÖ-Regierung nicht 100-prozentig gearbeitet hat, denn die Maßnahmen stammen eben aus dieser Zeit. Ich möchte nur in Erinnerung rufen: beschlossen am 4. 5. 1995, Finanzminister Andreas Staribacher, in der Folge Klima, Edlinger; Sozialminister Franz Hums und Bundeskanzler Vranitzky. (Abg. Mag. Lunacek: Und die ÖVP war da nicht dabei?) – Ich glaube, dass die SPÖ da in der Mehrheit war, und wir wissen, wie es uns damals gegangen ist. Wir wollen das heute nicht mehr – wir arbeiten darauf hin, dass es nachhaltig verträgliche Gesetze gibt und nicht so etwas wie zu Zeiten eines Sozialministers und eines Finanzministers von der SPÖ. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Lunacek: Und die ÖVP war da nicht dabei?
Abgeordnete Ridi Steibl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen! Es ist eigentlich schon hochinteressant, dass diese Regierung für Maßnahmen aus Zeiten einer, ich würde fast sagen, alleinigen Regierung seitens der SPÖ verantwortlich gemacht wird. (Widerspruch bei der SPÖ und den Grünen.) Ich glaube, dass es zeigt, dass auch eine SPÖ-Regierung nicht 100-prozentig gearbeitet hat, denn die Maßnahmen stammen eben aus dieser Zeit. Ich möchte nur in Erinnerung rufen: beschlossen am 4. 5. 1995, Finanzminister Andreas Staribacher, in der Folge Klima, Edlinger; Sozialminister Franz Hums und Bundeskanzler Vranitzky. (Abg. Mag. Lunacek: Und die ÖVP war da nicht dabei?) – Ich glaube, dass die SPÖ da in der Mehrheit war, und wir wissen, wie es uns damals gegangen ist. Wir wollen das heute nicht mehr – wir arbeiten darauf hin, dass es nachhaltig verträgliche Gesetze gibt und nicht so etwas wie zu Zeiten eines Sozialministers und eines Finanzministers von der SPÖ. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordnete Ridi Steibl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen! Es ist eigentlich schon hochinteressant, dass diese Regierung für Maßnahmen aus Zeiten einer, ich würde fast sagen, alleinigen Regierung seitens der SPÖ verantwortlich gemacht wird. (Widerspruch bei der SPÖ und den Grünen.) Ich glaube, dass es zeigt, dass auch eine SPÖ-Regierung nicht 100-prozentig gearbeitet hat, denn die Maßnahmen stammen eben aus dieser Zeit. Ich möchte nur in Erinnerung rufen: beschlossen am 4. 5. 1995, Finanzminister Andreas Staribacher, in der Folge Klima, Edlinger; Sozialminister Franz Hums und Bundeskanzler Vranitzky. (Abg. Mag. Lunacek: Und die ÖVP war da nicht dabei?) – Ich glaube, dass die SPÖ da in der Mehrheit war, und wir wissen, wie es uns damals gegangen ist. Wir wollen das heute nicht mehr – wir arbeiten darauf hin, dass es nachhaltig verträgliche Gesetze gibt und nicht so etwas wie zu Zeiten eines Sozialministers und eines Finanzministers von der SPÖ. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Jessas na, ich weiß schon, was kommt!
Ich möchte in diesem Zusammenhang – auch wenn ich weiß, dass Herr Kollege Öllinger das überhaupt nicht mehr hören will; das hat er immer wieder gesagt – nur noch einmal in Erinnerung rufen, dass gerade diese Regierung in der ersten Periode und auch jetzt in der zweiten Periode ... (Abg. Öllinger: Jessas na, ich weiß schon, was kommt!) – Nicht „Jesus und Maria!“ sagen, sondern „Gott, hilf uns, dass wir weiterarbeiten können!“
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wir haben mit dem Kinderbetreuungsgeld, gegen das Sie waren – SPÖ und Grüne! –, Wahlfreiheit geschaffen. Sie haben gesagt: Wenn es ein Kinderbetreuungsgeld gibt, dann müssen die einen einzahlen, wenn sie es sich leisten können, und die anderen vielleicht nicht! Ich habe einen Zeitungsartikel da, der das belegt. Wir haben mit dem Kinderbetreuungsgeld Wahlfreiheit geschaffen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
erziehende noch einkommensschwache Familien zum Handkuss kommen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Also insgesamt wichtig wäre es, die Gruppe der AlleinerzieherInnen, die armutsgefährdet ist, besondere Unterstützung braucht, auch wieder als wichtige Gruppe für politische Unterstützungsmaßnahmen zu erkennen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP – Abg. Öllinger: In diesem Fall nicht!
Abgeordneter Josef Bucher (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Es wurde heute schon sehr detailliert ausgeführt, worum es in dieser Anfrage, in dieser Themenstellung geht. Ich würde meinen, dass diese Bundesregierung in der Vergangenheit, in den letzten drei Jahren sehr eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat, dass sie eine familienfreundliche, kinderfreundliche Politik gemacht hat (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP – Abg. Öllinger: In diesem Fall nicht!) und dass es ihr gelungen ist, sehr, sehr viele Unebenheiten, die in der Vergangenheit bestanden haben, zu ebnen.
Demonstrativer Beifall des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.
Es ist das ein sehr wichtiger Punkt in der Sozialgesetzgebung, der einvernehmlich verhandelt werden sollte. Wir werden dafür eintreten, dass Uschi Haubner gemeinsam mit dem Sozialminister eine soziale Abfederung zustande bringt, dass beispielsweise diese 15 Prozent mehr an Rückzahlung nicht gefordert werden müssen und dass es zu einer sozial verträglichen Lösung kommt. (Demonstrativer Beifall des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.) Das ist unser Beitrag dazu, und ich hoffe, dass das gemeinsam mit Ihnen auch erzielbar sein wird. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es ist das ein sehr wichtiger Punkt in der Sozialgesetzgebung, der einvernehmlich verhandelt werden sollte. Wir werden dafür eintreten, dass Uschi Haubner gemeinsam mit dem Sozialminister eine soziale Abfederung zustande bringt, dass beispielsweise diese 15 Prozent mehr an Rückzahlung nicht gefordert werden müssen und dass es zu einer sozial verträglichen Lösung kommt. (Demonstrativer Beifall des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.) Das ist unser Beitrag dazu, und ich hoffe, dass das gemeinsam mit Ihnen auch erzielbar sein wird. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Man muss zur Ehrenrettung der SPÖ-Minister sagen, dass sie das Gesetz zwar erlassen, aber nie vollzogen haben in dieser Art und Weise, wie Sie es jetzt plötzlich tun. Sie stellen sich zwar immer so als die Familienpartei dar, aber damit tun Sie den Familien alles andere als etwas Gutes. Das muss Ihnen auch klar sein. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Unruhe im Saal.
Und das nennen Sie familienfreundliche Politik?! – Das ist absolut das Gegenteil, was Sie hier machen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Unruhe im Saal.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordnete Sabine Mandak (fortsetzend): Herr Staatssekretär! Glauben Sie mir, wenn Sie heute von einer Familie, die ein geringes Einkommen hat, plötzlich – im Durchschnitt – 1 330 € zurückverlangen, dann ist das für die Betroffenen keine Kleinigkeit! Das mag für Sie persönlich eine Kleinigkeit sein, für die Betroffenen ist das ein Haufen Geld. Und wenn Sie diese Relation schon verloren haben, dann sollten Sie aufhören, diesen Job zu machen, denn dann leben Sie an der Realität der Bürgerinnen und Bürger vorbei. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Na, meine Herren im Finanzministerium, wenn Sie so rechnen, dann wundert es mich nicht, dass Sie nicht immer wissen, wo das Geld hinkommt! (Beifall bei den Grünen.) Sie rechnen den Sachaufwand, haben aber eigentlich einen irrsinnig hohen Personalaufwand, damit Sie das Geld bei Familien hereinholen können, die ohnehin wenig Einkommen haben – und dann reden Sie wirklich von 2 € Porto Sachaufwand! Rechnen Sie bitte einmal die wirklichen Kosten aus, dann wissen Sie, dass die Vollziehung dieses Gesetzes völlig daneben ist, und ziehen Sie auch die Konsequenzen daraus!
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Sie haben dieses Rückforderungsverfahren zurzeit unterbrochen. Ich fordere Sie auf, dass Sie dieses Verfahren gesetzlich endgültig einstellen, damit sämtliche Rückforderungen hinfällig werden! – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die vorliegende Novelle, sehr geehrte Damen und Herren, entspricht aus unserer Sicht den Ansprüchen eines humanen Tierschutzes nicht, und deshalb werden wir Sozialdemokraten dem vorliegenden Antrag unsere Zustimmung nicht geben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
gesetz – zu dem jetzt ein Entwurf vorliegt, in dem Wesentliches fehlt – dafür einsetzt, dass die Forderung des Tierschutz-Volksbegehrens durchgesetzt wird, nämlich den Tierschutz in der Verfassung festzuschreiben – als Wahrung der Würde von Mitgeschöpfen. Das fehlt in diesem Entwurf zurzeit völlig. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Wattaul: Das stimmt nicht! – Abg. Gradwohl – in Richtung des Abg. Wattaul –: ... nachweisen, dass das nicht richtig ist?
Das österreichische Tiertransportgesetz enthält Regelungen dahin gehend, dass es gar nicht erst dazu kommen darf, dass Schmutz oder Exkremente auf Tiere in unteren Etagen fallen. – Das schaffen wir mit der heutigen Vorlage de facto ab. (Abg. Wattaul: Das stimmt nicht! – Abg. Gradwohl – in Richtung des Abg. Wattaul –: ... nachweisen, dass das nicht richtig ist?) Das ist nämlich in der EU-Richtlinie nicht mehr drinnen und damit nicht zu halten.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich hoffe – nicht nur im Sinne des Tierschutz-Volksbegehrens, sondern vor allem im Sinne der in den vielen kommenden Jahren, für die das Gesetz vermutlich gelten wird, betroffenen Tiere –, dass man am Begutachtungsentwurf deutliche Nachbesserungen vornehmen wird. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Lichtenberger: Exportstützungen!
Grundsätzlich muss man im Zusammenhang mit dem Tierschutz natürlich auch die Frage stellen: Warum gibt es Lebendschlachttiertransporte? – Das sind aus meiner Sicht religiöse Gründe. Da muss man auch einmal ganz klar die Wahrheit sagen können, die Wahrheit muss erlaubt sein. (Abg. Dr. Lichtenberger: Exportstützungen!) Wir wissen ganz genau, dass arabische Staaten wegen der Schächtung nur lebende Tiere kaufen. Würden wir in Europa diese Dinge verbieten, dann wäre der Effekt, dass sie Tiere aus Argentinien oder aus Australien kaufen. Man würde das Tierleid damit nicht lindern. (Abg. Dr. Lichtenberger: Wir stützen diese Exporte, Herr Kollege! Das ist das Problem!)
Abg. Dr. Lichtenberger: Wir stützen diese Exporte, Herr Kollege! Das ist das Problem!
Grundsätzlich muss man im Zusammenhang mit dem Tierschutz natürlich auch die Frage stellen: Warum gibt es Lebendschlachttiertransporte? – Das sind aus meiner Sicht religiöse Gründe. Da muss man auch einmal ganz klar die Wahrheit sagen können, die Wahrheit muss erlaubt sein. (Abg. Dr. Lichtenberger: Exportstützungen!) Wir wissen ganz genau, dass arabische Staaten wegen der Schächtung nur lebende Tiere kaufen. Würden wir in Europa diese Dinge verbieten, dann wäre der Effekt, dass sie Tiere aus Argentinien oder aus Australien kaufen. Man würde das Tierleid damit nicht lindern. (Abg. Dr. Lichtenberger: Wir stützen diese Exporte, Herr Kollege! Das ist das Problem!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Insgesamt, glaube ich, ist das eine gute Novelle. Machen wir nicht immer alles schlecht, denn diese Novelle ist wirklich praxisorientiert und auch im Sinne des Tierschutzes! Man muss nicht Grüner sein, um Tiere schützen zu dürfen, man kann das auch als normaler Bürger tun. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich meine auch, dass der Transportplan, der mit dieser Regelung eingeführt wird, insgesamt eine deutliche Verbesserung für den Tierschutz möglich macht und wir gleichzeitig noch entsprechendes EU-Recht umsetzen und in unsere Praxis einfließen lassen, sodass man eigentlich sagen kann, es ist allen geholfen, wenn man so will. Die Praktiker sind auch damit einverstanden, sodass ich der Auffassung bin, dass wir hier ein sehr modernes, zeitgerechtes und vor allem dem Tier selbst, dem Geschöpf entsprechendes Tiertransportgesetz verabschieden. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Wattaul
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich gebe schon zu, dass Verbesserungen eingetreten sind, aber es sind nicht nur wir von der SPÖ und die Grünen dagegen, sondern auch die Tierärztekammer, die Arbeiterkammer und Vereine wie „Vier Pfoten“ (Zwischenruf des Abg. Wattaul) kritisieren diesen Gesetzesvorschlag, Herr Kollege Wattaul.
Abg. Wattaul: Machen wir ja eh! Kontrolle ist klar!
(Abg. Wattaul: Machen wir ja eh! Kontrolle ist klar!) –: Zugelassen waren 247 Schweine, im Transporter waren 317 Schweine. Einige waren schon tot, einige waren in einem schrecklichen Zustand.
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Daher sind wir gegen diese Novelle, denn immerhin geht es um Tiere, und diese können sich nicht wehren. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Lichtenberger: Auf niedrigstem Niveau!
Abgeordneter Martin Preineder (ÖVP): Geschätzter Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Geschätzte Damen und Herren des Hohen Hauses! Wir behandeln das Tiertransportgesetz-Straße und setzen damit eine EU-Richtlinie zur Gänze um. (Abg. Dr. Lichtenberger: Auf niedrigstem Niveau!) Frau Weinzinger, Sie haben kritisiert, dass im geplanten Bundes-Tierschutzgesetz im Prinzip der Tiertransport nicht verankert ist. Dieser ist aber hier in diesem Tiertransportgesetz-Straße beziehungsweise Schiene, Wasser oder Luft verankert.
Abg. Wattaul: So ist es!
Zur Verpflichtung, den Nationalrat regelmäßig zu informieren: Ich denke, es gibt die Verpflichtung, dass der Landeshauptmann den Bundesminister informiert, und wir Nationalratsabgeordnete können hier jederzeit Nachfrage halten. (Abg. Wattaul: So ist es!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich meine, Tierschutz ist eine Frage der ethischen Gesinnung. Tierschutz ist unteilbar für alle Tiere, ob es jetzt Nutztiere, Heimtiere oder Zootiere sind. Tierschutz darf nicht unsere Bauern in Österreich gefährden. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir müssten, wenn dieser Export innergemeinschaftlich wäre, nachweisen, dass diese Zuchtrinder auch weiter als Zuchtrinder verwendet werden, Kollege Preineder. Das ist eigentlich der Skandal: Da werden Zuchtrinder exportiert, die dort geschächtet werden. Das ist derzeit die Praxis, wie sie beim Export ist. An solchen Beispielen können Sie ersehen, dass hier einiges zu diskutieren und auch einiges grundsätzlich zu reformieren ist. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Gradwohl.
Man soll nicht die Transportwege ausweiten, so wie das in diesem vorliegenden Gesetzesvorschlag passiert, dass nämlich Tiere, wenngleich auf Basis der EU-Verordnung, so doch deutlich über die bisherige Transportdauer hinausgehend transportiert werden. Das bedeutet für Österreich schon viel: Zwei Stunden Transport, bitte das ist die Strecke Salzburg – München! Da werden Rinder über weitere Strecken als bisher durch das Land zu den Schlachthöfen gebracht. Das benachteiligt auch unsere jetzt gut ausgestatteten, nach EU-Normen arbeitenden Schlachthöfe in den Regionen. Das dürfen wir nicht übersehen. Auch das ist uns ein großes Anliegen. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Gradwohl.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich möchte das hier einfach wieder in Erinnerung rufen. Es geht bei dieser Debatte um das Tierschutzgesetz darum, die Zukunftsstrategien zu entwickeln, damit sowohl die Konsumentinnen und Konsumenten als auch die Bäuerinnen und Bauern Sicherheit für die nächsten zehn, fünfzehn Jahre haben, und nicht wieder einen Kompromiss einzugehen, der in einigen Jahren umgeworfen werden muss. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Österreich als kleines Land kann da nur Vorbildwirkung haben – aber wir müssen natürlich die EU-Richtlinien einhalten. Deshalb wünsche ich mir auch beim Tierschutzgesetz, dass wir darüber reden, welche Fortschritte wir in diesem Bereich tatsächlich noch erzielen können, weil Tiere wichtig sind und man auch bei deren Transport den Tierschutz ernst nehmen sollte. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine geschätzten Damen und Herren! Auch die künftige EU-Richtlinie wird kaum die Minimalforderungen des Tierschutzes erfüllen können. Es wird weiterhin zahlreiche Wege zur systematischen Umgehung geben, und es ist zu befürchten, dass im Binnenmarkt ohne Grenzen ausreichende Kontrollen auch weiterhin so gut wie nicht stattfinden. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Wattaul.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es ist ein bisschen wenig, wenn der Herr Vizekanzler und Verkehrsminister Gorbach hier meint, er vertraue seinem Kollegen Wattaul in der Angelegenheit des Tierschutzes und des Schutzes von Tieren beim Transport. Wenn nämlich Kollege Wattaul meint, religiöse Gründe wären der Hauptgrund für die Tiertransporte, dann muss ich ihm sagen: Diese Märchenstunde können Sie woanders halten, aber nicht hier! (Zwischenruf des Abg. Wattaul.) Wir kennen Ihre Profession und wissen, dass es da eine Maxime gibt, auch in Ihrer Branche, und diese lautet: Kohle, Kohle, Kohle! Die Exportstützungen sind in Wirklichkeit der Hauptgrund für die Tiertransporte und das damit verbundene Tierleid. Das gehört abgestellt, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Pirklhuber.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es ist ein bisschen wenig, wenn der Herr Vizekanzler und Verkehrsminister Gorbach hier meint, er vertraue seinem Kollegen Wattaul in der Angelegenheit des Tierschutzes und des Schutzes von Tieren beim Transport. Wenn nämlich Kollege Wattaul meint, religiöse Gründe wären der Hauptgrund für die Tiertransporte, dann muss ich ihm sagen: Diese Märchenstunde können Sie woanders halten, aber nicht hier! (Zwischenruf des Abg. Wattaul.) Wir kennen Ihre Profession und wissen, dass es da eine Maxime gibt, auch in Ihrer Branche, und diese lautet: Kohle, Kohle, Kohle! Die Exportstützungen sind in Wirklichkeit der Hauptgrund für die Tiertransporte und das damit verbundene Tierleid. Das gehört abgestellt, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Staatssekretär, erklären Sie mir hier, wie da der Vollzug funktioniert! Ich behaupte: Überhaupt nicht! Solange der Vollzug bestehender Gesetze nicht funktioniert, so lange werden auch neue Beschlüsse nichts helfen. Herr Staatssekretär, Sie sind am Zug, setzen Sie sich dafür ein! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich muss auch sagen: Heute gibt es keine Berufsgruppe – und da gebührt Dank allen, die da tätig sind –, die sich so viel fortbildet wie die Ärzte. Ich habe mich bei den Rechtsanwälten umgehört. Die Rechtsanwälte haben die Berufsprüfung, und dann ist Schluss. Bei den Wirtschaftstreuhändern ist es genauso. Trotzdem sage ich Ihnen, und zwar auch als Arzt: Das Wissen verdoppelt sich alle fünf Jahre, und es müssen sich alle Ärzte, unabhängig von der Fachrichtung, regelmäßig einer Kontrolle unterwerfen und unentwegt Fortbildung betreiben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Dieses Gesetz wird den ohnehin schon hohen Standard um eine weitere Stufe erhöhen. Wir werden aber sicher noch weitere Schritte brauchen. Wie gesagt: Jeder Fehler kann eine persönliche Katastrophe bedeuten, und jeder Fehler ist eigentlich ein Fehler zu viel. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
In diesem Sinne danke ich für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Konkret zu den Vertagungsanträgen: Sie werden zugeben, Herr Abgeordneter Lackner, dass diese Gesundheitsreform umfassend und deswegen aus einem Guss sein muss. Ich halte es auch deswegen nicht für sinnvoll, einzelne Maßnahmen vorab zu postulieren. Oft ist es so: Wenn man merkt, wie die Dinge ineinander greifen, möchte man doch das eine oder andere gar nicht so gefordert haben. Ich glaube, dass es notwendig ist, in der Diskussion wohl alles einzubringen, sich aber noch nicht in Anträgen auf Details festzulegen, bevor man das Ganze im Zusammenhang gesehen hat. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Insgesamt stelle ich fest, dass bei diesem Gesetz im Großen und Ganzen die Gelegenheit, die dadurch bestand, dass es zu einer EU-Anpassung kommen musste, genutzt wurde, um zwei wichtige Dinge, die Qualitätssicherung und die Übertragung ärztlicher Leistungen an Angehörige, einzuführen. Es wird von uns natürlich angenommen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Ich bringe daher ein Verlangen nach getrennter Abstimmung ein, und zwar betreffend Z 51b (§§ 118a, 118b und 118c) der Regierungsvorlage 306 der Beilagen. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Lackner: O ja!
Damit gehe ich gleich auf das Argument des Herrn Kollegen Lackner ein; er ist derzeit nicht im Saal. (Abg. Lackner: O ja!) Aha, dort ist er. – Was die Entschließungsanträge anlangt, Herr Kollege, sind wir selbstverständlich daran interessiert, dass wir die Gesundheitsreform gemeinsam durchführen, so wie wir es bei Bundeskanzler Schüssel am Runden Tisch beschlossen haben. Sie können auch sicher sein, dass die Vertagung der Anträge nicht bedeutet, dass Ihre Anträge uns nicht interessieren, sondern es werden diese Anträge selbstverständlich in unsere Arbeiten einfließen. Ich darf Sie jetzt schon sehr herzlich einladen, an unseren Gesundheitsdialogen teilzunehmen. Der erste findet am 17. Dezember im Ministerium statt und beginnt ganz bewusst mit dem Thema „Kundenorientiertes Gesundheitswesen“, das heißt: Was brauchen die Versicherten, was brauchen die Patientinnen und Patienten, um vom Gesundheitswesen bestmöglich betreut zu werden?
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! In diesem Sinn danke ich für die konstruktive Zusammenarbeit im Ausschuss und für die Bereitschaft, bei diesem Gesetz auch in Zukunft mitzuarbeiten. – Ich danke sehr. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Silhavy: Die Kollegin hat ein E-Mail bekommen!
Weil der Mensch zählt, nun eine Anmerkung in eigener Sache: Frau Abg. Mag. Lapp hat gestern in ihrer Rede behauptet, ich hätte Teilnehmer einer Protestaktion vor dem Parlament auf das Gröbste beschimpft. (Abg. Silhavy: Die Kollegin hat ein E-Mail bekommen!) – Das ist unwahr und eine ungeheuerliche Unterstellung! Ich weise auch ihre weiteren Aussagen in dieser Rede auf das Schärfste zurück. Ihre Aussage war: Abgeordnete der ÖVP und der FPÖ würden sich nicht mit den Anliegen von Behinderten auseinandersetzen. – Dazu möchte ich nur anmerken, dass es in meinem eigenen
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich möchte nur sagen, dass sich Abgeordnete von ÖVP und FPÖ sehr wohl mit Anliegen und Sorgen der Menschen vor Ort auseinandersetzen, um behutsam und nachhaltig notwendige Veränderungen für die Zukunft unseres Landes umsetzen zu können. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Werte Kollegin Lapp – sie ist, glaube ich, nur leider nicht im Saal –, meine Bitte: weniger Polemik und Vermutungen, dafür mehr Qualität und Niveau in einer politisch notwendigen Auseinandersetzung, weil, wie es im SPÖ-Slogan so schön heißt, „der Mensch zählt“. Und Abgeordnete sind auch Menschen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Ich denke selber nach! Sehr gut organisiert! Ein E-Mail an die SPÖ! – Abg. Mag. Mainoni: Wahrscheinlich hat Sie es selbst geschrieben! – Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Abgeordnete Heidrun Silhavy (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Werte Kollegin Steibl, der Beitrag der Kollegin Lapp war nicht ihr Beitrag und ihre Behauptung, sondern sie hat aus einem E-Mail, das sie von einer Betroffenen bekommen hat, zitiert. – Ich denke, das sollte dir zu denken geben! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Ich denke selber nach! Sehr gut organisiert! Ein E-Mail an die SPÖ! – Abg. Mag. Mainoni: Wahrscheinlich hat Sie es selbst geschrieben! – Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Wenn sich Menschen durch Ihr Verhalten betroffen fühlen, dann sollte es Sie auch betroffen machen! – Das wollte ich damit sagen, und es zeigt Ihre Ignoranz, wenn Sie jetzt wieder so reagieren! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordnete Heidrun Silhavy (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Werte Kollegin Steibl, der Beitrag der Kollegin Lapp war nicht ihr Beitrag und ihre Behauptung, sondern sie hat aus einem E-Mail, das sie von einer Betroffenen bekommen hat, zitiert. – Ich denke, das sollte dir zu denken geben! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Ich denke selber nach! Sehr gut organisiert! Ein E-Mail an die SPÖ! – Abg. Mag. Mainoni: Wahrscheinlich hat Sie es selbst geschrieben! – Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Wenn sich Menschen durch Ihr Verhalten betroffen fühlen, dann sollte es Sie auch betroffen machen! – Das wollte ich damit sagen, und es zeigt Ihre Ignoranz, wenn Sie jetzt wieder so reagieren! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich hoffe, Sie sind genauso einsichtig und stimmen unserem Entschließungsantrag zu. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Nein! Stimmt nicht! Der ist im Beirat!
Abgeordneter Elmar Lichtenegger (Freiheitliche): Herr Präsident! Frau Ministerin! Hohes Haus! Die wesentlichen Punkte sind schon besprochen worden. Ein wichtiger Punkt ist natürlich die umfassende Qualitätssicherung in diesem Ärztegesetz. Die Ärztekammer hat eine Gesellschaft gegründet, die die Qualitätskontrolle vornimmt. Man muss auch wissen, dass es in dieser Gesellschaft erstmalig auch einen Patientenvertreter gibt. – Das ist auch neu. (Abg. Öllinger: Nein! Stimmt nicht! Der ist im Beirat!) Die Qualitätskontrolle ist somit das erste Mal im Ärztegesetz verankert.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich denke, es täte jeder gut daran, wenn er in diesem Bereich selbst auch initiativ wird und somit dem Staat unterstützend unter die Arme greift. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mag. Regler: Ja, er kann Vorschläge machen!
Zweitens zu dieser GesmbH-Lösung: Herr Kollege Lichtenegger, ich habe versucht, das durch meinen Zwischenruf zu korrigieren: Die Patientenanwaltschaft gibt es leider nicht in der GesmbH, sondern im Beirat. Das ist ein Unterschied! Der Beirat kann nur etwas sagen, hat aber nichts zu sagen im Sinne von bestimmen. Er darf reden. (Abg. Mag. Regler: Ja, er kann Vorschläge machen!)
Abg. Mag. Regler: Ja, gute Vorschläge machen!
Im Rahmen des Beirates dürfen auch die vom Bundesministerium entsandten Vertreter und Vertreterinnen reden. (Abg. Mag. Regler: Ja, gute Vorschläge machen!) – Er kann gute Vorschläge machen, und die Ärztekammer sagt dann: Gut, ja, netter Vorschlag, aber er ist uns zu teuer!
Beifall bei den Grünen.
Es tut mir Leid, da gibt es Leute, die bezahlen das System in Form von Beiträgen und Steuern. Es gibt einen einzigen Versuch, das irgendwie zu verankern, nämlich die Patientenanwaltschaft. Aber das passt nicht, weil Patient nicht gleich Versicherter ist. Wenn hier irgendwo Qualitätskriterien festgeschrieben werden, dann sollen wenigstens die etwas mitzureden haben, und zwar wirklich mitzureden haben, die tatsächlich zahlen – und das wären eben die Versicherten. Solange das jedoch nicht gewährleistet ist, ist das leider nicht einmal ein Ansatz von Qualitätssicherung – es sei denn, Frau Bundesministerin, Sie können mir jetzt noch ausreichend und erschöpfend beantworten, dass da viel Geld zur Verfügung steht. Aber, wie gesagt, dann möchte ich wissen, von wem. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
wie bereits die Frau Ministerin ausgeführt hat. Wir wissen, dass 80 Prozent der pflegebedürftigen Menschen zu Hause von Angehörigen gepflegt werden. Da gibt es immer wieder sehr starke Grauzonen, und mit diesem Gesetz gibt man eine Sicherheit, die die Angehörigen auch unbedingt brauchen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich möchte mich in Namen der Berufsgruppen der Pflege ganz herzlich bei der Frau Ministerin und bei allen, die daran mitgearbeitet haben, dafür bedanken, dass es zu dieser guten Lösung gekommen ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich möchte das Miteinander der Angehörigen, der Pflegepersonen und der Ärzte besonders im extramuralen Bereich, wo diese Zusammenarbeit stattfindet, hervorheben. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Abgeordneter Mainoni hat heute Vormittag gesagt, es gibt auch bei der SPÖ konstruktive Abgeordnete. Ich sage Ihnen: Wir 69 sind nicht nur alle konstruktiv, sondern wir stellen bei unserer Politik das Gesamtwohl aller Österreicherinnen und Österreicher in den Vordergrund. Wir betreiben keinen Lobbyismus, bei dem nur einige wenige Gruppen im Vordergrund stehen! (Beifall bei der SPÖ.) Ihre Politik ist und bleibt – das sage ich ganz offen – menschenverachtend! Das hat mit einer Politik des Miteinander überhaupt nichts mehr zu tun! (Abg. Dr. Rasinger: Warum?)
Abg. Dr. Rasinger: Warum?
Herr Abgeordneter Mainoni hat heute Vormittag gesagt, es gibt auch bei der SPÖ konstruktive Abgeordnete. Ich sage Ihnen: Wir 69 sind nicht nur alle konstruktiv, sondern wir stellen bei unserer Politik das Gesamtwohl aller Österreicherinnen und Österreicher in den Vordergrund. Wir betreiben keinen Lobbyismus, bei dem nur einige wenige Gruppen im Vordergrund stehen! (Beifall bei der SPÖ.) Ihre Politik ist und bleibt – das sage ich ganz offen – menschenverachtend! Das hat mit einer Politik des Miteinander überhaupt nichts mehr zu tun! (Abg. Dr. Rasinger: Warum?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Jakob Auer: Wie schaut es in Deutschland aus?
Ihre Gesundheitspolitik besteht darin, dass man bei den Pensionisten von den lächerlichen 10 € und 2 Cent Pensionserhöhung 6 € an Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge wieder wegnimmt und über Selbstbehalte spricht. Das ist keine Politik, mit der wir uns identifizieren! Ich sage es jetzt mit den Worten unseres Klubobmannes: Das ist schummeln, schwindeln und schlawinern! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Jakob Auer: Wie schaut es in Deutschland aus?)
Die Rednerin übergibt der auf der Regierungsbank sitzenden Bundesministerin Rauch-Kallat ein Schriftstück.
Es muss um etwas anderes gehen. Wissen Sie, Frau Ministerin, ich schenke Ihnen jetzt so ein Buch, damit Sie sich einmal anschauen können, wie es nur einmal in Wien zum Thema „krank-behindert-ungehindert“ aussieht. Schauen Sie sich das an, und da müsste es Ihnen eigentlich alle Haare aufstellen bei dem, was da drinnen steht. (Die Rednerin übergibt der auf der Regierungsbank sitzenden Bundesministerin Rauch-Kallat ein Schriftstück.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich denke, wenn es nach Studium dieser Broschüre noch immer nicht klar ist, dass es ein Muss ist – nicht ein Kann –, dass Arztpraxen barrierefrei sind, ja wann dann? Dann ist das eine Verweigerung der Realität und eine bewusste Aufrechterhaltung der Verweigerung der Inanspruchnahme einer freien Arztwahl. – Das will ich nicht mehr! Frau Ministerin! Bitte, kümmern Sie sich darum, es geht so nicht mehr weiter! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Sehr geehrte Damen und Herren! Mit diesem Gesetz wird die Grundlage dafür geschaffen, ärztliches Handeln, wo auch immer es stattfindet, Qualitätskriterien zu unterwerfen und das auch zu evaluieren, sodass Gewähr für eine moderne, qualitativ hochwertige ärztliche Versorgung der Patienten geboten wird. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich darf Ihnen mitteilen: Das Arzneimittelpaket, das wir heute beschließen werden, wird ohne Qualitätsminderung für die Versicherten, sondern sogar mit einer Qualitätsverbesserung für die Versicherten, die nämlich dann nicht mehr zum Chefarzt pilgern müssen, in den nächsten drei Jahren insgesamt 600 Millionen € einsparen. Und ich denke, dass wir damit ganz zufrieden sein können, aber es ist, wie gesagt, ein erster Schritt, es ist nicht alles. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren von den Regierungsparteien, mit diesem Gesetz werden Sie dem Vorsorgeprinzip nicht gerecht, und daher lehnen wir dieses Gesetz ab. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
In diesem Sinne bin ich davon überzeugt, dass dieses Tiermaterialiengesetz den Produzenten, den Verarbeitungsbetrieben und vor allem auch den Konsumenten zunehmend Sicherheit für die Zukunft bringt und dass es in diesem Sinne wirklich allen Parteien möglich ist, die Zustimmung zu diesem Tiermaterialiengesetz zu geben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen.
Warum wird das nicht wahrgenommen? Warum bleibt es bei landesspezifischen Mechanismen? Warum kann weiterhin der Landeshauptmann nach Gutdünken den einen oder anderen Kontrollbetrieb, das eine oder andere Kontrolluntersuchungslabor heranziehen? Da gibt es keine einheitlichen Standards, keine einheitlichen Normen, wodurch ein relativ breites Feld für wirtschaftlichen Wettbewerb entsteht, der aber bei Kontrollen meistens auf Kosten der Qualität geht. Und das kreiden wir Ihnen an. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Und wann – ganz konkret, Frau Ministerin – werden Sie Verhandlungen mit den Ländern führen, denn bei denen bleibt es letztlich hängen? Sie haben im Ausschuss gesagt, im Dezember. Vielleicht können Sie mir einen genaueren Termin nennen. Damit wir dieser ganzen risikobehafteten Kontroll- und Untersuchungstätigkeit noch mehr Bedeutung zumessen können, wäre es auch als Signal günstig zu wissen, wann dieses Problem von Ihnen konkret in Angriff genommen wird. – Danke, Frau Ministerin, im Vorhinein für die Antwort. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
der Lebensmittel beitragen wird. Wir werden auch dieser Gesetzesvorlage unsere Zustimmung geben. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
In diesem Sinne denke ich, dass diese Materie ein weiterer Schritt zu einer hohen Lebensmittelsicherheit in Österreich ist, und ich bitte Sie um Ihre Zustimmung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Wittauer: Aber einen schlechten Eindruck macht das schon!
Herr Kollege Haubner: Gabi Burgstaller wohnt bei Ihrem Mann Toni Holzer. Dieser ist Mieter einer 80-Quadratmeter-Wohnung in der Dorrekstraße 19 in Hallein. Diese Wohnung gehört der Ein- und Mehrfamilienhäuser Baugenossenschaft, Zweigniederlassung in Hallein. Die Genossenschaft gehört ihren Mitgliedern selbst – und nicht der Eisenbahn beziehungsweise den ÖBB. Das hat mit den ÖBB überhaupt nichts zu tun! (Abg. Wittauer: Aber einen schlechten Eindruck macht das schon!)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen
Herr Kollege Haubner! Wir befinden uns zwar in Salzburg im Wahlkampf (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen), aber wir sollten es gegenseitig unterlassen, jemanden auf diese Art und Weise zu diffamieren! Ich fordere Sie auf, sich von dieser Aussage der Verleumdung zu distanzieren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: Das haben Sie jetzt die ganze Zeit gemacht!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: Das haben Sie jetzt die ganze Zeit gemacht!
Herr Kollege Haubner! Wir befinden uns zwar in Salzburg im Wahlkampf (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen), aber wir sollten es gegenseitig unterlassen, jemanden auf diese Art und Weise zu diffamieren! Ich fordere Sie auf, sich von dieser Aussage der Verleumdung zu distanzieren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: Das haben Sie jetzt die ganze Zeit gemacht!)
Abg. Wittauer: Die Bauern tragen das, nicht die Konsumenten!
rung künftig von den Bauern und letztendlich in der Folge von den Konsumenten zu tragen ist. (Abg. Wittauer: Die Bauern tragen das, nicht die Konsumenten!)
Beifall bei der SPÖ.
Wir lehnen das Tiermaterialiengesetz deshalb ab, weil ab 1. Jänner die Abdeckung der BSE-Folgekosten seitens des Bundes nicht mehr gesichert ist. Dies ist aber notwendig, um die Gesundheit der Bevölkerung nicht zu gefährden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Die klaren gesetzlichen Regelungen geben Konsumenten, Produzenten und Verarbeitungsbetrieben Sicherheit und garantieren auch zukünftig einen beispielhaften und vorbildlichen Umgang Österreichs mit den angesprochenen Rechtsmaterien. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Daher appelliere ich noch einmal an Sie, Frau Gesundheitsministerin, auch dieser Materie Ihre Aufmerksamkeit zu schenken und schon bald eine entsprechende Vorlage vorzulegen! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
beispielsweise bei Kühlschränken die Entsorgungskosten gleichsam im Vorhinein bezahlt werden und somit auch der Konsument zur Kassa gebeten wird. Das halte ich für einen gangbaren Weg, denn es geht nicht an, dass die Bauern laufend für alle Kosten aufkommen müssen, die irgendwo entstehen, wie etwa im Bereich des Tierschutzes oder auch in diesem Bereich. Alle Kosten kann der Bauer sicher nicht tragen! Wir sind bereit, vieles zu übernehmen, aber auch der Konsument, der gesunde Lebensmittel haben möchte, wird sich daran beteiligen müssen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Frau Gesundheitsministerin! Ich bedanke mich im Namen aller Österreicherinnen und Österreicher! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren vor allem von den Regierungsfraktionen! Ich lade Sie ein, diesem Antrag zuzustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Damit ist für die Gesundheitsreform eine gute Vorarbeit geleistet, und wir werden dieser Regierungsvorlage unsere Zustimmung geben. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Zur Frage des Herrn Abgeordneten Kaipel über die ausstehenden Verordnungen: Es sind insgesamt vier Verordnungen, die bereits in Begutachtung waren und noch im Dezember erlassen werden. Ihr Inhalt sind: die Neuerlassung der bereits bestehenden Verordnungen, die Umsetzung des Dokumentationsgesetzes und die Anpassung von Begriffen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
in Richtung der auf der Regierungsbank sitzenden Bundesministerin Rauch-Kallat
Insgesamt vielleicht schon mehr als ein erster Schritt, ein zweiter, aber sicher nicht der letzte. Und charmant (in Richtung der auf der Regierungsbank sitzenden Bundesministerin Rauch-Kallat): vielen Dank! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Insgesamt vielleicht schon mehr als ein erster Schritt, ein zweiter, aber sicher nicht der letzte. Und charmant (in Richtung der auf der Regierungsbank sitzenden Bundesministerin Rauch-Kallat): vielen Dank! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen sowie des Abg. Dr. Grünewald.
Letztendlich muss es uns gelingen, nicht eine Datenabsicherung, sondern eine Datensicherung zu machen, denn es kann nicht so sein, dass 45 Prozent der Zeit des Krankenpflegepersonals für Dokumentation draufgeht oder sich der deutsche Trend, dass ein Arzt drei Stunden am Tag dokumentiert, verstärkt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen sowie des Abg. Dr. Grünewald.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich glaube, wir werden die Herausforderung der Zukunft annehmen und auch bewältigen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Haidlmayr: Nein!
Frau Abgeordnete Haidlmayr, Sie können auch vom Platz sprechen, wenn Sie wollen. (Abg. Haidlmayr: Nein!) Sie kommen herunter; danke.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Wie bei der Bundesbahn!
Es ist zweifellos ein Schritt in die richtige Richtung, aber es ist nur ein kleiner Schritt und wirklich zu wenig. Ich habe Herrn Dr. Rasinger schon im Ausschuss gesagt: Ich kann Ihnen phasenweise gut folgen, und da bin ich auch bei Ihnen. Allerdings verstehe ich nicht ganz, warum dann Anträge der Opposition mit guten Inhalten im Zusammenhang mit einer Erklärung und einer Weiterentwicklung der Datenstruktur vom Ausschuss dauernd vertagt werden. Ich halte das für keine gute Sache. Entweder will man etwas verändern, oder aber man verändert nichts. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Wie bei der Bundesbahn!) – Herr Kollege, Ihre Bemerkung werte ich jetzt nicht, das ist, glaube ich, klüger so. (Abg. Scheibner: Wieso nicht?)
Abg. Scheibner: Wieso nicht?
Es ist zweifellos ein Schritt in die richtige Richtung, aber es ist nur ein kleiner Schritt und wirklich zu wenig. Ich habe Herrn Dr. Rasinger schon im Ausschuss gesagt: Ich kann Ihnen phasenweise gut folgen, und da bin ich auch bei Ihnen. Allerdings verstehe ich nicht ganz, warum dann Anträge der Opposition mit guten Inhalten im Zusammenhang mit einer Erklärung und einer Weiterentwicklung der Datenstruktur vom Ausschuss dauernd vertagt werden. Ich halte das für keine gute Sache. Entweder will man etwas verändern, oder aber man verändert nichts. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Wie bei der Bundesbahn!) – Herr Kollege, Ihre Bemerkung werte ich jetzt nicht, das ist, glaube ich, klüger so. (Abg. Scheibner: Wieso nicht?)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Unser Entschließungsantrag, der vorhin eingebracht worden ist, ist meiner Ansicht nach eine gute Ergänzung zu diesem Gesetz. Ich ersuche Sie und fordere Sie auf, diesem Entschließungsantrag die Zustimmung zu geben. Er ist im Sinne der Patienten und Patientinnen und zweifellos auch im Sinne einer Weiterentwicklung der Gesundheitspolitik. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich würde Sie, Frau Ministerin, bitten, vielleicht noch dazu Stellung zu nehmen, denn das wird ein Teil des Um und Auf dieses neuen Dokumentationsgesetzes sein, und ich will, wie gesagt, auf keinen Fall, dass es auf Kosten der Pflege geht. Wenn man dokumentiert, dann müssen das Bürokräfte machen, die das tippen, oder irgendjemand anderer, aber sicher nicht das Pflegepersonal. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es soll durch diese Novellierung auch zu einer Vereinheitlichung und Vereinfachung der Dokumentation in den Krankenanstalten kommen. Gute EDV-Programme sind Beispiele dafür, wie die Bediensteten bei der Erfassung einer einheitlichen Dokumentation unterstützt werden können, um wieder mehr Zeit für die Patienten aufwenden zu können, denn deren Wohl muss im Vordergrund stehen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abschließend möchte ich noch betonen, dass diese Neustrukturierung des Gesundheitswesens der richtige Weg ist, besonders auch für die Patienten und für die Bediensteten, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die im Gesundheitsbereich beschäftigt sind. Die Vereinheitlichung des Berichtswesens, die rasche Verfügbarmachung von Ergebnissen und die Vermeidung von aufwendigen Prozessen, die diese Novelle zum Inhalt hat, sollen uns dabei helfen. – Ich danke für Ihre Unterstützung. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Deshalb hielte ich es für notwendig, unseren Antrag betreffend ein Gesundheitstelematikgesetz zu unterstützen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
In diesem Sinne ein herzliches Dankeschön für die allgemeine Zustimmung und für das Lob, das dieses Gesetz auch bei der Opposition gefunden hat. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Mit dem Entfall dieser Aufwertungsfaktoren stimmt das alles nicht mehr, und damit ist die 10-Prozent-Regelung schon jetzt, ein halbes Jahr später, eine Mogelpackung. Das ist ein Skandal, Frau Staatssekretärin! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Mitterlehner: Steht das im Gesetz drin?
Wir sind auch gegen das, was Sie derzeit wieder mit den Pensionisten aufführen. Sie sind einfach nicht dazu bereit, die Pensionen entsprechend aufzuwerten, und es kommt auch zu weiteren Kürzungsmaßnahmen bei bestehenden Pensionen. (Abg. Dr. Mitterlehner: Steht das im Gesetz drin?) Nein, aber Sie tun nichts dagegen. Sie hätten aber die Möglichkeit gehabt, Herr Dr. Mitterlehner, mit diesem Gesetz etwas anderes zu beschließen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir sind auch gegen das, was Sie derzeit wieder mit den Pensionisten aufführen. Sie sind einfach nicht dazu bereit, die Pensionen entsprechend aufzuwerten, und es kommt auch zu weiteren Kürzungsmaßnahmen bei bestehenden Pensionen. (Abg. Dr. Mitterlehner: Steht das im Gesetz drin?) Nein, aber Sie tun nichts dagegen. Sie hätten aber die Möglichkeit gehabt, Herr Dr. Mitterlehner, mit diesem Gesetz etwas anderes zu beschließen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie werden hier heute für etwas stimmen, das Sie nicht geregelt haben, das Sie aber hätten regeln können. Sie lassen wieder eine Chance vorbeigehen, jene Menschen, die es sich verdient hätten, von Ihnen besser behandelt zu werden, auch besser zu behandeln. Doch Sie wollen das nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Fekter verkündet großartig in der Zeitung, jetzt werde endlich etwas gegen Sozialbetrug unternommen, und redet vom Strafgesetz. Dort, wo es wirklich angebracht wäre, wo man ansetzen müsste, damit man das kontrollieren kann, nämlich im ASVG, sind Sie nicht bereit, irgendetwas zu tun. – Auch da wieder ein Versäumnis! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich ersuche Sie um Ihre Zustimmung. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Öllinger: Na super!
Für besonders erfreulich halte ich die gesetzliche Ermächtigung, dass Sozialversicherungsbedienstete eine Pensionskasse gründen und abschließen können. (Abg. Öllinger: Na super!) Kollege Öllinger wird ihnen zwar abraten (Abg. Öllinger: Ja, richtig!), wie wir von gestern noch wissen, doch ich halte das für einen wesentlichen sozialen Fortschritt für diese Personengruppe. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Ja, richtig!
Für besonders erfreulich halte ich die gesetzliche Ermächtigung, dass Sozialversicherungsbedienstete eine Pensionskasse gründen und abschließen können. (Abg. Öllinger: Na super!) Kollege Öllinger wird ihnen zwar abraten (Abg. Öllinger: Ja, richtig!), wie wir von gestern noch wissen, doch ich halte das für einen wesentlichen sozialen Fortschritt für diese Personengruppe. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Für besonders erfreulich halte ich die gesetzliche Ermächtigung, dass Sozialversicherungsbedienstete eine Pensionskasse gründen und abschließen können. (Abg. Öllinger: Na super!) Kollege Öllinger wird ihnen zwar abraten (Abg. Öllinger: Ja, richtig!), wie wir von gestern noch wissen, doch ich halte das für einen wesentlichen sozialen Fortschritt für diese Personengruppe. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.
Abschluss einer Ersatzregelung, einer näheren Ausführung genau dieser Neuregelung chefarztpflichtiger Medikamente, die sich in Zukunft zwischen Krankenversicherung und Arzt abspielen wird. Hier delegieren wir die Ausführung an die Selbstverwaltungskörper Hauptverband beziehungsweise Ärztekammer, wie es sich gehört. (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Dr. Rasinger: Wirklich? – Erstaunlich!
Ich bin daher einigermaßen verwundert darüber, dass gerade bei diesem Paket die SPÖ nicht mitgehen wird. (Abg. Dr. Rasinger: Wirklich? – Erstaunlich!) Meine Aufforderung an die SPÖ ist: Stehen Sie doch so wie wir auch auf der Seite der Versicherten und nicht auf der Seite der Pharma-Multis! – Wir jedenfalls treffen die entsprechenden Maßnahmen für die soziale Krankenversicherung und für die Patienten in Österreich. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich bin daher einigermaßen verwundert darüber, dass gerade bei diesem Paket die SPÖ nicht mitgehen wird. (Abg. Dr. Rasinger: Wirklich? – Erstaunlich!) Meine Aufforderung an die SPÖ ist: Stehen Sie doch so wie wir auch auf der Seite der Versicherten und nicht auf der Seite der Pharma-Multis! – Wir jedenfalls treffen die entsprechenden Maßnahmen für die soziale Krankenversicherung und für die Patienten in Österreich. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Steibl: Das war nicht notwendig! Da wäre nichts Gescheites herausgekommen!
Wie gesagt, wir waren nicht dabei. Wir hätten gerne Schiedsrichter gespielt bei den Verhandlungen zwischen dem Ministerium und der Pharmaindustrie (Abg. Steibl: Das war nicht notwendig! Da wäre nichts Gescheites herausgekommen!) und auch bei den Deals, die dann unter dem Tisch gelaufen sind, damit die Pharmaindustrie überhaupt in der ersten Runde dabei war. Jetzt, in der zweiten Runde, scheint sie ja nicht mehr dabei zu sein.
Beifall bei den Grünen.
Deshalb, meine sehr geehrten Damen und Herren, stimmen wir diesem Paket nicht zu, auch wenn wir sehen, dass einzelne Punkte positiv sind, aber das Paket verdient den Namen eines gut geknüpften Pakets leider nicht. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Silhavy: Aber es ist eine Schlechterstellung! Das wissen Sie auch genau, Herr Kollege!
Wenn wir das in den Lohnindex hineinrechnen, weil seit dem letzten Jahr die Durchrechnung um ein Jahr mehr ist – also nicht die 15 besten Jahre, sondern 16 –, macht das Sinn, und nur deswegen. Das möchte ich dazu noch sagen. (Abg. Silhavy: Aber es ist eine Schlechterstellung! Das wissen Sie auch genau, Herr Kollege!) – Nein, das ist keine Schlechterstellung, sondern der Lohnindex gewährleistet, dass man immer mit dem Lohnindex den Aufwertungsfaktor anhebt. (Abg. Silhavy: Es ist trotzdem eine Schlechterstellung!)
Abg. Silhavy: Es ist trotzdem eine Schlechterstellung!
Wenn wir das in den Lohnindex hineinrechnen, weil seit dem letzten Jahr die Durchrechnung um ein Jahr mehr ist – also nicht die 15 besten Jahre, sondern 16 –, macht das Sinn, und nur deswegen. Das möchte ich dazu noch sagen. (Abg. Silhavy: Aber es ist eine Schlechterstellung! Das wissen Sie auch genau, Herr Kollege!) – Nein, das ist keine Schlechterstellung, sondern der Lohnindex gewährleistet, dass man immer mit dem Lohnindex den Aufwertungsfaktor anhebt. (Abg. Silhavy: Es ist trotzdem eine Schlechterstellung!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Frau Bundesminister! Im Übrigen sind sämtliche Maßnahmen, die hier im 2. Sozialversicherungs-Änderungsgesetz enthalten sind, ausgezeichnet. Ich bin sehr zufrieden – Frau Staatssekretärin, meine Gratulation zu dieser Novelle! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
dene Weg zum Chefarzt wird in Hinkunft für die Patientinnen und Patienten entfallen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wenn das Ganze noch mit einer Qualitätssicherung und einem kundenorientierten Gesundheitswesen verbunden ist, dann müsste es uns bei sehr harter Arbeit – und ich hoffe auf Ihre Unterstützung – bis zum nächsten Sommer gelingen, ein großes Paket der Gesundheitsreform hier in das Hohe Haus zu bringen. Ich darf Sie sehr herzlich einladen, uns dabei zu unterstützen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Hier haben Sie die Chance, Sie können soziales Verständnis beweisen. Wir warten schon auf Ihre Unterstützung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Frau Kollegin Steibl, ich kann nur das wiedergeben, was mir BürgerInnen sagen, und auf das hinweisen, was mir BürgerInnen erzählen. Dies beweist Ihren Umgang mit den Bürgerinnen und Bürgern; dieser Umgang richtet sich selbst, dass Sie das als Unwahrheit und als ungeheuerliche Unterstellung zurückweisen, denn ich nehme nicht an, dass man Bürgerinnen und Bürger der Lüge bezichtigen kann. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Lapp: Das steht im Protokoll, Frau Kollegin!
Abgeordnete Ridi Steibl (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Frau Staatssekretärin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Zu den Ausführungen der Frau Kollegin Lapp möchte ich nichts mehr sagen. Es ist schade, dass sie bei meiner Rede nicht im Saal war; dann hätte sie das dezidiert mitverfolgen können. (Abg. Mag. Lapp: Das steht im Protokoll, Frau Kollegin!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
auf den Weg geben: Man kann vieles krank reden. Oder ich zitiere Paul Hubschmid: „Besserwisser sind meistens Schlechtermacher!“ (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Zusammenfassend möchte ich sagen: Das Arzneimittelpaket als Hauptinhalt der heutigen Beschlussfassung ist ein guter Schritt in die richtige Richtung und wegweisend für eine qualitäts- und gleichzeitig kostenorientierte Gesundheitspolitik. Das ist, wie ich meine, auch im Sinne der SPÖ, denn wenn Sie einen Entschließungsantrag einbringen, dessen Inhalt dem entspricht, was wir heute beschließen, und wenn sogar Kollege Kräuter das zum Anlass nimmt, an unseren Herrn Bundesminister eine Anfrage zu stellen, dann muss es ein Thema sein, das auch die SPÖ bewegt. Deswegen bitte ich, dass Sie dem vorliegenden Gesetzentwurf zustimmen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Der Redner stellt eine Tafel auf das Rednerpult. – Zwischenruf des Abg. Neudeck.
Abgeordneter Karl Dobnigg (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Frau Staatssekretärin! Liebe Kolleginnen! Liebe Kollegen! Weihnachten, das schönste Fest des Jahres, steht vor der Tür. Und die meisten Menschen machen sich Gedanken darüber, wie sie jemandem anderen Freude bereiten können. Es ist die Zeit der Geschenke. Diese Bundesregierung jedoch bereitet in dieser Weihnachtszeit den Österreicherinnen und Österreichern leider eine negative Bescherung nach der anderen. (Der Redner stellt eine Tafel auf das Rednerpult. – Zwischenruf des Abg. Neudeck.)
Zwischenruf des Abg. Donabauer.
So wurden für über 2 Millionen österreichische Pensionistinnen und Pensionisten die Krankenversicherungsbeiträge erhöht. Die Unfallrentenbesteuerung wird trotz der Aufhebung durch den Verfassungsgerichtshof im Jahr 2003 kassiert, und neue Steuern und Gebührenerhöhungen stehen an. Vor allem aber gibt es eine mickrige Pensionserhöhung von sage und schreibe 10 € und 2 Cent, also weit unter der Inflationsrate! (Zwischenruf des Abg. Donabauer.) Und dies trotz der Tatsache, dass unsere Pensionistinnen und Pensionisten schon seit dem Jahre 2001 von dieser Bundesregierung
Beifall bei der SPÖ.
Gerade jene Generation, die Österreich nach dem Krieg unter schwierigen Bedingungen aufgebaut hat, wird mit einer Mini-Erhöhung ihrer Pension von 10 € und 2 Cent abgespeist. (Beifall bei der SPÖ.) Dies ist ein Zeichen von größter Respektlosigkeit und eine Verhöhnung der älteren Generation sondergleichen! (Zwischenruf des Abg. Donabauer.)
Zwischenruf des Abg. Donabauer.
Gerade jene Generation, die Österreich nach dem Krieg unter schwierigen Bedingungen aufgebaut hat, wird mit einer Mini-Erhöhung ihrer Pension von 10 € und 2 Cent abgespeist. (Beifall bei der SPÖ.) Dies ist ein Zeichen von größter Respektlosigkeit und eine Verhöhnung der älteren Generation sondergleichen! (Zwischenruf des Abg. Donabauer.)
Beifall bei der SPÖ.
Bitte, gehen Sie, Kollege, zu den Pensionistinnen und Pensionisten! Diese sind mit der gleichen Erhöhung des Brotpreises konfrontiert wie Sie. Auch sie müssen einkaufen gehen, sie müssen allerdings mit dem Wenigen auskommen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Donabauer: 60 Jahre gearbeitet?
„,Mein seliger Mann hat 60 Jahre gearbeitet, und ich werde jetzt mit einem Bettel abgespeist. Aber für die unnötigen Abfangjäger gibt es Geld.‘“ (Abg. Donabauer: 60 Jahre gearbeitet?)
Beifall bei der SPÖ.
Ja, es gibt einige, die müssen länger arbeiten, damit sie überhaupt ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Aber Sie sind davon weit entfernt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Ich fordere alle Abgeordneten mit einem sozialen Gewissen und jene, die noch ihre Verantwortung für die ältere Generation wahrnehmen wollen, dazu auf, diesem Entschließungsantrag zuzustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Erhöhung?
Abgeordneter Maximilian Walch (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Minister! Werte Frau Staatssekretärin! Ein Wort zu den Ausführungen meines Vorredners von der SPÖ, des Kollegen Dobnigg. Er stellt sich hier her und kritisiert die Pensionserhöhung. (Ruf bei der SPÖ: Erhöhung?)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Kollege Dobnigg, denke an jene Zeit zurück, als ihr an der Regierung gewesen seid! 1997 hat es seitens der SPÖ für die Pensionisten eine Nulllohnrunde gegeben. Wenn man nur einen Euro hergegeben hätte, wäre dies noch immer besser gewesen. Außerdem hast du auch vergessen – wie meine Vorrednerin gesagt hat: zuerst lesen, denken und dann sprechen –: Alle Pensionisten, deren Pensionshöhe unter 14 500 € jährlich liegt, zahlen nach der ersten Etappe der Steuerreform keine Steuer mehr. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Zum 2. Sozialversicherungs-Änderungsgesetz: Es sind sehr viele positive Sachen darin enthalten, aber, wie ich gesagt habe, euch kann man es sowieso nicht recht machen. Das macht aber nichts, denn wir sind in diesem Haus nicht dazu da, dass wir für die SPÖ etwas machen, sondern für die Bürgerinnen und Bürger Österreichs. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Öllinger: Ich glaube, der Walch glaubt wirklich, was er sagt!
Ich glaube, dass dieses Gesetz in die richtige Richtung geht. Ich kann nur sagen, das ist Sozialpolitik für alle Bürgerinnen und Bürger in Österreich. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Öllinger: Ich glaube, der Walch glaubt wirklich, was er sagt!)
Abg. Mag. Tancsits: Aber die Leute könnt ihr nicht mehr hinschicken!
Abgeordneter Manfred Lackner (SPÖ): Herr Präsident! Frau Minister! Frau Staatssekretär! Hohes Haus! Herr Kollege Tancsits, wir wollen doch gemeinsam jetzt endlich einmal mit dem Märchen aufräumen, dass es keine Chefarztpflicht mehr geben wird. – Es wird die Chefarztpflicht natürlich weiterhin geben! (Abg. Mag. Tancsits: Aber die Leute könnt ihr nicht mehr hinschicken!) Das ist etwas anderes. Aber Sie versuchen ständig, den Eindruck zu erwecken, als ob die Chefarztpflicht fallen würde.
Beifall bei der SPÖ.
Wenn Herr Walch hier sagt, bei den teuren Medikamenten wird die Chefarztpflicht fallen, dann muss ich sagen: Da wird er seinen guten Vorsätzen, nämlich zuerst lesen und denken, untreu, denn er hat die ersten beiden Dinge vergessen und hier nur gesprochen. Das, Herr Walch, schreiben Sie sich gefälligst hinter die Ohren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Tancsits: Die verlassen sich noch auf euch!
Es hat allerdings für gewisse Irritationen gesorgt, wenn ich gestern lesen musste, dass die Pharmaindustrie von dem offensichtlichen Kompromiss abgewichen oder zurückgetreten ist. (Abg. Mag. Tancsits: Die verlassen sich noch auf euch!) Herr Kollege Tancsits, ich bin nicht der Anwalt der Pharmafirmen, überhaupt nicht. Ich bin auch nicht der Anwalt der Frau Bartenstein. Im Gegenteil: Meine Schmerzen halten sich irgendwo in Grenzen bezüglich der Pharmafirmen. (Abg. Neudeck: Sind Sie überhaupt Anwalt?) – Aber, Herr Kollege Neudeck.
Abg. Neudeck: Sind Sie überhaupt Anwalt?
Es hat allerdings für gewisse Irritationen gesorgt, wenn ich gestern lesen musste, dass die Pharmaindustrie von dem offensichtlichen Kompromiss abgewichen oder zurückgetreten ist. (Abg. Mag. Tancsits: Die verlassen sich noch auf euch!) Herr Kollege Tancsits, ich bin nicht der Anwalt der Pharmafirmen, überhaupt nicht. Ich bin auch nicht der Anwalt der Frau Bartenstein. Im Gegenteil: Meine Schmerzen halten sich irgendwo in Grenzen bezüglich der Pharmafirmen. (Abg. Neudeck: Sind Sie überhaupt Anwalt?) – Aber, Herr Kollege Neudeck.
Beifall bei der SPÖ.
Aber wenn Sie, Herr Tancsits, schon so besorgt sind um die Versicherten, dann muss ich darauf hinweisen, dass wir vor drei Jahren einen Antrag zur Senkung und Dämpfung der Heilmittelkosten eingebracht haben. Ich verrate Ihnen offensichtlich nichts Neues, wenn ich sage, dass Sie es damals waren, der diesen Antrag entsorgt hat, denn damals waren Sie nicht auf Seiten der Versicherten, sondern auf Seiten der Pharmafirmen. Wären Sie damals schon unserem Antrag näher getreten, dann müssten wir uns heute darüber gar nicht mehr unterhalten, Herr Kollege Tancsits. Nur damit das auch einmal klargestellt ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Der Inhalt ist bekannt, der Antrag ist verteilt und liegt auf. Ich muss ihn nicht näher erläutern. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Weil die Chefarztpflicht mehrmals angesprochen wurde, nämlich dass deren Wegfall nur ein Schwindel wäre. Ich muss Ihnen schon sagen: Die Betriebe ersparen sich dadurch Tausende Stunden für ihre Mitarbeiter, die diese beim Chefarzt versessen haben. Daher ist das eine wohltuende strukturelle Verbesserung. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Auch das, was Frau Kollegin Silhavy hinsichtlich der Aufwertungsfaktoren gesagt hat, kann ich nicht nachvollziehen, denn hier wurde wie im Budgetbegleitgesetz 2003 nichts geändert. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Als erster Schritt wurde nun im Rahmen der Budgetbegleitgesetze für die Jahre 2004 und 2005 eine Übergangsbestimmung geschaffen, die vor allem eine Richtschnur für die Pensionserhöhung nach dem Verbraucherpreisindex vorsieht. Diese Erhöhung nach dem Verbraucherpreisindex wurde von der Kommission zur langfristigen Pensionssicherung festgelegt, und zwar mit 1,01 Prozent. Anstelle dieses Faktors gibt es jetzt eine Erhöhung von 1,5 Prozent vor allem für die kleinen Pensionen. Ich denke, es ist gerecht, wenn kleine Pensionen nach dem Verbraucherpreisindex erhöht werden und größere um einen Fixbetrag. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich möchte die Damen und Herren der Opposition darauf hinweisen, dass mit 1. Jänner 2004 die Ausgleichszulage für Ehepaare auf 1 000 € angehoben wird, und auch darauf, dass es einen Härtefonds für kleine Pensionen gibt, der sehr gut dotiert ist, und zwar gerade für jene Pensionen, die unter 1 015 € betragen und bei denen es im nächsten Jahr zu einer 2-prozentigen Reduktion kommt. Hier gibt es Einmalzahlungen von 400 € bis 1 500 €. Das, meine Damen und Herren, ist sozial gerecht und für jene, die es besonders brauchen, gedacht. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich glaube, dass es sich bei diesem Sozialversicherungs-Änderungsgesetz im Großen und Ganzen um Maßnahmen zur Rechtsbereinigung handelt, die notwendig und richtig sind, dass aber auch einige Dinge enthalten sind, die in Richtung Verwaltungsvereinfachung, Verwaltungsreform und bessere Unterstützung jener Menschen gehen, die eine besondere Unterstützung brauchen – und das sind Menschen mit Beeinträchtigungen und mit Behinderungen. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte erwähnen, dass in den so genannten Verwaltungskosten auch sämtliche Personalkosten und Investitionen, insbesondere auch im EDV-Bereich, enthalten sind. Interessant dabei ist, dass zum Beispiel nicht einmal 3 Prozent des gesamten Budgets der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse quasi für diese Verwaltungskosten ausgegeben werden. Über 97 Prozent der gesamten Kosten werden für unsere Versicherten, sprich für die Menschen eingesetzt. Ich denke, das ist eine hervorragende Leistung der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse, aber auch aller anderen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Silhavy: Ein Skandal!
Tatsache ist weiters, dass in den letzten Jahren bereits massiv gespart wurde, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Ich frage mich überdies, warum der Hauptverband der Sozialversicherungsträger diese Ziele nicht erreicht hat. Immerhin wurden dort die Verwaltungskosten durch die Umstrukturierung um 800 Prozent erhöht – ich wiederhole: Um 800 Prozent wurden die Verwaltungskosten in diesem Bereich erhöht! (Abg. Silhavy: Ein Skandal!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Gaál: Zynisch! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Herr Abgeordneter, Sie haben hier gemeint, ein Arbeitnehmer hätte 60 Jahre lang gearbeitet und dann eine mickrige Pension bekommen. Ich glaube, das ist etwas hoch gegriffen. 60 Jahre Arbeit kann es nur dann geben, wenn jemand zwei Karrieren bei den Österreichischen Bundesbahnen absolviert; dann kann er vielleicht 60 Jahre arbeiten, anders geht das in der Regel nicht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Gaál: Zynisch! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Zweitens haben Sie hier die Erhöhung der Pensionen für das Jahr 2004 massiv beklagt – die Frau Staatssekretärin hat dazu schon Stellung genommen. Ich darf Ihnen nur sagen, wenn Herr Blecha das massiv beklagt: Wenn er 1,5 Prozent zu seiner Pension dazubekäme, wäre das ein schöner Ruck, und das hätten sich viele Pensionisten in Österreich auch gewünscht! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Was ist mit dem Hauptverband?
Das gilt natürlich auch für die Deckelung der Verwaltungskosten. Ich meine, wenn man verlangt, dass die Ärzte, dass die Versicherten sparsam mit den Mitteln umgehen, dann muss man auch verlangen, dass die Sozialversicherungsträger selbst im eigenen Haus nach Möglichkeit sparen. (Abg. Öllinger: Was ist mit dem Hauptverband?) Ich glaube, die Basis 1999 mit der vollen Inflationsabgeltung ist eine Grundlage, auf der alle Sozialversicherungsträger tatsächlich arbeiten können.
Beifall bei der ÖVP.
Das Wesentliche heute aber ist ein umfassendes Paket zur Dämpfung der Arzneimittelkosten. Es ist ein ambitioniertes und sehr, sehr erfolgreiches Paket. Herr Kollege Öllinger! Es ist zustande gekommen ohne Moderation der Grünen; dieser hat es nicht bedurft, weil Frau Gesundheitsministerin Rauch-Kallat diesen Dialog selbst ins Leben gerufen hat, der erfolgreich war. Wir dürfen ihr herzlich dafür danken! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Das schönste Kompliment machte Frau Kollegin Silhavy in einer heutigen Presseaussendung, in der sie das Gesundheitsministerium als „Bundesministerium für Qualitätsmedizin“ bezeichnet hat. Ich glaube, das ist es auch, meine sehr geehrten Damen und Herren! Und wir können der Frau Bundesministerin ein herzliches Dankeschön sagen für ihre Bemühungen und ihr herzlich gratulieren zu dem Ergebnis. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Schopf: Hauptverband!
Insgesamt darf ich Ihnen sagen: Wir können stolz sein auf dieses Heilmittelkostensenkungspaket. Es wäre auch der Opposition gut angestanden, wenn sie es mitgetragen hätte. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Schopf: Hauptverband!)
Beifall bei der ÖVP.
So wird unser erstklassiges Gesundheitssystem einen weiteren positiven Entwicklungsschritt vorangetrieben, und alle von uns profitieren davon in gleichem Maße. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es wurde uns auch von der Belastbarkeit von Alt und Jung in der Praxis berichtet. Ich denke, dass es viel Sinn macht, auf einen Standort bezogen eine gewisse Bandbreite einzuführen, und deswegen sieht diese Änderung des Bundesgesetzes vor, dass durch Betriebsvereinbarung oder im Einvernehmen mit der Personalvertretung festgelegt werden kann, dass bis zu acht Dienste zulässig sind. Das ist eine praxisgerechte, standortbezogene Regelung, der anzuschließen ich Sie bitte. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Großruck: Weil ihr die kleinen Spitäler umbringt! – Abg. Gradwohl: Von wem, Kollege Großruck? Schauen Sie in den Spiegel, dann wissen Sie, von wem!
Meine Damen und Herren! Angelehnt an die aktuelle Transitdiskussion muss ich Ihnen sagen, wir nehmen LKW- und Busfahrer, die zu lange fahren, aus dem Verkehr, um sie selbst und uns zu schützen. Krankenhauspersonal und Patienten verweigern wir diesen Schutz jetzt per Gesetz. Es ist Ihre Sparpolitik und es ist Ihre Bildungs-, Hochschul- und Fremdenpolitik, die dazu geführt haben, dass insbesondere an kleinen Spitälern kein neues Personal angestellt wurde und das Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetz bis an seine Grenze ausgereizt werden musste. (Abg. Großruck: Weil ihr die kleinen Spitäler umbringt! – Abg. Gradwohl: Von wem, Kollege Großruck? Schauen Sie in den Spiegel, dann wissen Sie, von wem!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bitte Sie zum Wohl des Personals der österreichischen Krankenanstalten und zum Wohl der Patienten, mit geeigneter Mehrheit diesem Abänderungsantrag zuzustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
tung der medizinischen Versorgung. Das finde ich in Ordnung. – Sehr geehrte Damen und Herren, danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Herzlichen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Das so genannte Jaeger-Urteil des EuGH, das uns in Sachen Arbeitszeit und Anrechnung der Arbeitsbereitschaft durchaus Sorgen machen muss, eben was das Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetz betrifft, ist eines, das in den nächsten Tagen wahrscheinlich von der EU-Kommission durch einen Vorschlag zur Arbeitszeitrichtlinie interpretiert werden wird. Ursprünglich hat es geheißen, es würde bereits Ende November so weit sein; war es jedoch bisher nicht. Wir warten also auf das, was die EU-Kommission dazu sagt – und werden dann gegebenenfalls reagieren. Derzeit ist das jedenfalls aus meiner Sicht noch nicht notwendig. – Danke für die Worterteilung, Herr Präsident! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Prammer: Ein Zehntel!
Wir stellen daher – nachdem der Beitrag von 20 Millionen € von Ihrer Seite sozusagen gnadenhalber noch auf 22 Millionen € angehoben wurde, also von einem Viertel noch einmal 2 Prozent dazu (Abg. Mag. Prammer: Ein Zehntel!), ein Zehntel – folgenden Antrag:
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Daher ersuchen wir Sie, Herr Bundesminister – auch wenn ich mir sicher bin, dass die Regierungsparteien mit diesem Antrag nicht mitgehen, aber trotzdem –, im Bereich des AMS Wien diese Frage noch einmal zur Debatte zu stellen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: ... Hauptverband!
halb glaube ich, dass die Vorlagen, die wir haben, auch einer ausgewogenen Finanzpolitik voll und ganz entsprechen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: ... Hauptverband!)
Beifall bei der ÖVP.
Insgesamt sind das wichtige sozialpolitische und arbeitsmarktpolitische Maßnahmen, Anpassungen, Verbesserungen, die herzeigbar sind und daher sicherlich auch Ihre Zustimmung erfahren werden. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Donabauer.
Abgeordnete Mag. Barbara Prammer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Meine Damen und Herren! Mir gefällt der Vergleich des Kollegen Öllinger mit dem zu drei Viertel leeren Glas ausgezeichnet. Gerade diese Regierungsvorlage zeigt ja wieder einmal sehr, sehr deutlich die Art und Weise, wie die Regierungsparteien arbeiten. Als diese Regierungsvorlage ins Parlament eingegangen ist, war sie erstens Klientel-Politik – und es ist mir völlig klar, Herr Donabauer, dass Sie sich sehr darüber freuen. Ich frage mich nur, warum Sie sich nicht auch selbst manchmal die Frage stellen, ob es zutrifft, dass man nicht mehr ausgibt, als man hat. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Donabauer.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.
Lassen Sie mich abschließend auch noch ganz kurz auf die Situation betreffend die Beihilfe zur Deckung des Lebensunterhaltes hinweisen: Wenn wir arbeitslosen Menschen wirklich eine fundierte, vernünftige Ausbildung ermöglichen wollen, dann geht es nicht nur darum, Kurse anzubieten, sondern dann brauchen diese Menschen während dieser Zeit auch eine entsprechende finanzielle Absicherung. Insofern ist diese Vorlage auch wiederum nur eine ganz kleine Reparatur von dem, was Sie im Sommer beschlossen haben. Wenn ich die derzeitige Regelung aber mit der Situation vergleiche, die vorher bestand, dann bedeutet sie eine eindeutige Verschlechterung, und das bedauere ich zutiefst. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.)
Abg. Öllinger: Ein Viertel voll!
Abgeordneter Sigisbert Dolinschek (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Frau Kollegin Prammer, die einen sagen, das Glas ist halb voll, andere sagen, es ist halb leer. (Abg. Öllinger: Ein Viertel voll!) Sie sagen, das ist eine Husch-Pfusch-Aktion. Tatsache ist: Sobald man gesetzliche Änderungen vornimmt, sind technische Anpassungen notwendig. Das war in Ihrer Zeit so, und das ist heute so. Ich glaube, dass diese technischen Anpassungen, die hier in dieser Gesetzesnovelle enthalten sind, notwendig sind, egal, ob das jetzt das Arbeitslosenversicherungsrecht bei den Nebenerwerbsbauern betrifft, ob es die Weitergewährung von Altersteilzeitgeld ist, ob es die Nachzahlung eines Differenzbetrages bei neuen Altersteilzeit-Blockregelungen betrifft oder die Vorverlegung des In-Kraft-Tretens der Neuregelung der Leistungsbemessung für von der Arbeitslosenversicherungspflicht ausgenommene Personen im Pensionsalter von 1. Jänner 2004 auf 1. Juli 2003 zur Vermeidung von ungerechtfertigten Nachteilen für diese Betroffenen. Das müssten Sie doch eigentlich positiv bewerten!
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Diese Initiative ist ein wichtiger Schritt zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit und für die Integration der Jugendlichen in den Arbeitsprozess. Es ist eine sinnvolle Lösung, und ich freue mich, dass auch die SPÖ diesem Antrag zustimmt. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Dr. Partik-Pablé.
Wenn wir das ganz vorurteilsfrei untersuchen, dann werden wir draufkommen, dass da ein Zusammenhang besteht, und wir sollten uns dem stellen, auch dann, wenn es politisch nicht opportun ist. Ich richte diese Frage und diese Bitte an die sozialdemokratischen Kolleginnen und Kollegen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Dr. Partik-Pablé.)
Beifall bei der SPÖ.
Das wollte ich nur aufzeigen. Im Grunde werden wir von der SPÖ dieser Vorlage zustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen, der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch überreicht dem auf der Regierungsbank sitzenden Bundesminister Dr. Bartenstein zwei CDs.
Ich möchte aber meine letzte Rede im heurigen Jahr noch dazu benützen, um kurz vor Weihnachten allen Abgeordneten, die daran interessiert sind, ein kleines Geschenk zu überreichen. Die Kärntner Abgeordneten der Freiheitlichen Partei haben CDs aus Kärnten mitgebracht, wir werden diese hier verteilen. Die eine beschäftigt sich mit Kärntner Liedern, auf der anderen ist ein Stimmungslied aus Kärnten. Wir möchten das gerne an alle Abgeordneten, die Interesse daran zeigen, verteilen, um sozusagen ein kleines Signal zu setzen, dass wir in der Vorweihnachtszeit sind, um Ihnen Kärnten quasi mit nach Hause zu geben und dafür zu sorgen, dass Sie uns über die Weihnachtsfeiertage nicht vergessen. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen, der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch überreicht dem auf der Regierungsbank sitzenden Bundesminister Dr. Bartenstein zwei CDs.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte Kollegem Riepl eines sagen. Sie haben schon Recht, dass die Anforderungen von Betrieben unterschiedlich sind, trotzdem werden Tausende und Abertausende Lehrverhältnisse jährlich neu begründet. Aber Angriffe auf die Wirtschaft nützen in diesem Zusammenhang nichts. Ich würde Sie vielmehr bitten, diese gemeinsame Plattform nicht zu verlassen und auch Betriebe zu motivieren, Lehrlinge auszubilden. Wenn Sie hier aber kritisieren, dass jemand einen Maturanten sucht, dann muss ich sagen, na selbstverständlich wäre das Ziel, dass auch Maturanten wieder eine gewerbliche Lehre, eine duale Ausbildung auf sich nehmen, weil die Wirtschaft auch qualifizierte, hoch qualifizierte Facharbeiter braucht. Das sollten Sie zur Kenntnis nehmen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Jarolim: Mit der Schulpolitik von ... zu reden! Mit der Frau Minister Gehrer sollte man überhaupt nicht ...!
Frau Kollegin Prammer würde ich aber gerne eines ins Stammbuch schreiben: Bitte unternehmen Sie nicht den Versuch, einen Vergleich mit der Vergangenheit anzustellen, denn das Projekt „Der Jugend eine Chance“ von Kanzler Klima war nicht erfolgreich! Falls Sie es nicht glauben, fragen Sie Herrn Matznetter. Er war damals Buchhalter von „Euroteam“. Er wird Ihnen genau Auskunft geben können. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Jarolim: Mit der Schulpolitik von ... zu reden! Mit der Frau Minister Gehrer sollte man überhaupt nicht ...!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Wenn Sie dieses Paket annehmen könnten, dann wären wir einen großen Schritt weiter. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Auch da bedanke ich mich ausdrücklich bei der Sozialdemokratie dafür, dass sie bei diesem wichtigen Projekt mitgeht. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Es geht aber bei den 42 519 jungen Menschen im Alter von 15 bis 25 Jahren nicht um Vergleichszahlen, es geht nicht um Statistiken und es geht nicht um Zahlenmaterial. Es geht um Menschen, es geht um 42 519 Einzelschicksale, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Aufstockung der Mittel ist sehr begrüßenswert, aber in erster Linie verdanken wir und vor allem die betroffenen Jugendlichen diese Aufstockung unserer Sozialsprecherin Heidrun Silhavy. Ein Danke an dich, Heidrun! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn wir heute Abend das Arbeitslosenversicherungsgesetz ändern, so möchte ich an Sie alle appellieren: Ändern wir nicht nur das Gesetz, sondern schaffen wir echte Zukunftschancen auch für die 248 156 arbeitslosen Menschen in Österreich! Bekämpfen wir gemeinsam die Arbeitslosigkeit und nicht die arbeitslosen Menschen! (Beifall bei der SPÖ.)
Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.
Abgeordnete Christine Marek (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Die in Österreich gültigen Schutzbestimmungen zum Mutterschutz liegen alle deutlich über den von der Internationalen Arbeitskonferenz festgelegten Mindeststandards. So liegt etwa die Gesamtschutzfrist mit 16 Wochen um 2 Wochen über der geforderten Mindestdauer. Bei Mehrlingsgeburten und Entbindungen durch Kaiserschnitt erhöht sich diese Frist noch um 4 Wochen, was ebenso die geforderten Mindeststandards mehr als erfüllt. Gleiches gilt für das Wochengeld, dessen Höhe dem jeweils durchschnittlichen Monatseinkommen inklusive 13. und 14. Gehalt entspricht. (Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP.
Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
In Summe ist das also eine Verbesserung der definierten Mindeststandards, die wir nur begrüßen können, und daher werden wir dieser Vorlage zustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
schutz ist notwendig, um durch die flexible Gestaltung einer größeren Anzahl von Staaten die Ratifikation zu ermöglichen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn wir solche Übereinkommen unterzeichnen, sollten wir überlegen, was das eigentlich heißt und unter welchen Lebensbedingungen wir mittlerweile in Österreich leben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich würde ersuchen, dass da – vor allem in der österreichischen Außenpolitik – verstärkt in diese Richtung gearbeitet wird, damit noch viel mehr Staaten beitreten und solche Übereinkommen unterzeichnen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Dagegen gibt es massive Einwände des Bundeskanzleramtes, des Völkerrechtsbüros und des Bundesministeriums für Justiz, denn in Hinkunft, Herr Bundesminister, soll es möglich sein, Daten, vor allem personenbezogene Daten und sensible Informationen, an ausländische Polizei- und Militärdienststellen, an internationale Organisationen und an sonstige zwischenstaatliche Einrichtungen weiterzugeben. Das ist auf keinen Fall zulässig, Herr Bundesminister! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist ein anderer Weg, den die Koalition geht, aber das ist der falsche Weg, und er findet nicht unsere Zustimmung! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Gaál
Meine Damen und Herren! Weil immer wieder gute Vorschläge von der Opposition kommen, was man nicht alles statt der Abfangjäger tun könnte und kaufen könnte und errichten könnte (Zwischenruf des Abg. Gaál), möchte ich Sie darauf aufmerksam machen: Sicherheit kostet Geld, auch Abfangjäger sind diesbezüglich notwendig, aber Unsicherheit kostet ungleich mehr Geld!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Deswegen meine ich, dass dieser Gesetzesvorlage durchaus zuzustimmen ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Jarolim – in Richtung ÖVP –: Wo merkt man das, dass es mehr kostet? Ist das irgendwo unterrichtet worden? – Abg. Jakob Auer: Bei „Euroteam“!
Abgeordnete Dr. Evelin Lichtenberger (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Kollegen von der ÖVP! Langsam, aber sicher wird das eine unzumutbare Vorgangsweise, dass ein Abänderungsantrag vorgelegt wird, der nur aus Ziffernzitationen besteht (Abg. Dr. Jarolim – in Richtung ÖVP –: Wo merkt man das, dass es mehr kostet? Ist das irgendwo unterrichtet worden? – Abg. Jakob Auer: Bei „Euroteam“!), sodass es also absolut unmöglich ist, ohne Vorliegen des Gesetzestextes und ohne ausreichende Zeit die Auswirkungen der jeweiligen Veränderungen gegenüber der Novelle zu beurteilen. (Abg. Scheibner: Das passt schon ...! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Das ist eine absolute Zumutung, ich sage es Ihnen! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Das passt schon ...! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordnete Dr. Evelin Lichtenberger (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Kollegen von der ÖVP! Langsam, aber sicher wird das eine unzumutbare Vorgangsweise, dass ein Abänderungsantrag vorgelegt wird, der nur aus Ziffernzitationen besteht (Abg. Dr. Jarolim – in Richtung ÖVP –: Wo merkt man das, dass es mehr kostet? Ist das irgendwo unterrichtet worden? – Abg. Jakob Auer: Bei „Euroteam“!), sodass es also absolut unmöglich ist, ohne Vorliegen des Gesetzestextes und ohne ausreichende Zeit die Auswirkungen der jeweiligen Veränderungen gegenüber der Novelle zu beurteilen. (Abg. Scheibner: Das passt schon ...! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Das ist eine absolute Zumutung, ich sage es Ihnen! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Abgeordnete Dr. Evelin Lichtenberger (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Kollegen von der ÖVP! Langsam, aber sicher wird das eine unzumutbare Vorgangsweise, dass ein Abänderungsantrag vorgelegt wird, der nur aus Ziffernzitationen besteht (Abg. Dr. Jarolim – in Richtung ÖVP –: Wo merkt man das, dass es mehr kostet? Ist das irgendwo unterrichtet worden? – Abg. Jakob Auer: Bei „Euroteam“!), sodass es also absolut unmöglich ist, ohne Vorliegen des Gesetzestextes und ohne ausreichende Zeit die Auswirkungen der jeweiligen Veränderungen gegenüber der Novelle zu beurteilen. (Abg. Scheibner: Das passt schon ...! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Das ist eine absolute Zumutung, ich sage es Ihnen! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Sie können eh dagegen sein!
Jetzt reißt es langsam ein, dass es nicht einmal mehr ausgeteilt wird. Das ist wirklich ... (Ruf bei der ÖVP: Sie können eh dagegen sein!) – Entschuldigung, wenn Sie mit dieser Haltung im Parlament sitzen (Abg. Schieder: Das ist eine schöne Antwort: „Sie können eh dagegen sein“!), dass man nicht einmal mehr die gesetzlichen Bestimmungen so erfüllt, dass die Opposition zumindest die Möglichkeit hat, zu beurteilen, was Sie wollen, dann führt sich das Ganze ad absurdum. Das ist wirklich eine Missachtung des Parlamentes, die sich gewaschen hat! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Schieder: Das ist eine schöne Antwort: „Sie können eh dagegen sein“!
Jetzt reißt es langsam ein, dass es nicht einmal mehr ausgeteilt wird. Das ist wirklich ... (Ruf bei der ÖVP: Sie können eh dagegen sein!) – Entschuldigung, wenn Sie mit dieser Haltung im Parlament sitzen (Abg. Schieder: Das ist eine schöne Antwort: „Sie können eh dagegen sein“!), dass man nicht einmal mehr die gesetzlichen Bestimmungen so erfüllt, dass die Opposition zumindest die Möglichkeit hat, zu beurteilen, was Sie wollen, dann führt sich das Ganze ad absurdum. Das ist wirklich eine Missachtung des Parlamentes, die sich gewaschen hat! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Jetzt reißt es langsam ein, dass es nicht einmal mehr ausgeteilt wird. Das ist wirklich ... (Ruf bei der ÖVP: Sie können eh dagegen sein!) – Entschuldigung, wenn Sie mit dieser Haltung im Parlament sitzen (Abg. Schieder: Das ist eine schöne Antwort: „Sie können eh dagegen sein“!), dass man nicht einmal mehr die gesetzlichen Bestimmungen so erfüllt, dass die Opposition zumindest die Möglichkeit hat, zu beurteilen, was Sie wollen, dann führt sich das Ganze ad absurdum. Das ist wirklich eine Missachtung des Parlamentes, die sich gewaschen hat! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Murauer: ... noch nie, dass ein Abänderungsantrag eingebracht wurde?
Wenn das wenigstens schriftlich vorliegen würde ... (Abg. Murauer: ... noch nie, dass ein Abänderungsantrag eingebracht wurde?) – Sehr geehrter Herr Kollege! Wenn das wenigstens schriftlich vorliegen würde und wenn Sie von vornherein ... (Zwischenruf des Abg. Murauer.) – So hören Sie doch einmal zu! (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Murauer: Lassen Sie sich nicht nervös machen!)
Zwischenruf des Abg. Murauer.
Wenn das wenigstens schriftlich vorliegen würde ... (Abg. Murauer: ... noch nie, dass ein Abänderungsantrag eingebracht wurde?) – Sehr geehrter Herr Kollege! Wenn das wenigstens schriftlich vorliegen würde und wenn Sie von vornherein ... (Zwischenruf des Abg. Murauer.) – So hören Sie doch einmal zu! (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Murauer: Lassen Sie sich nicht nervös machen!)
Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Murauer: Lassen Sie sich nicht nervös machen!
Wenn das wenigstens schriftlich vorliegen würde ... (Abg. Murauer: ... noch nie, dass ein Abänderungsantrag eingebracht wurde?) – Sehr geehrter Herr Kollege! Wenn das wenigstens schriftlich vorliegen würde und wenn Sie von vornherein ... (Zwischenruf des Abg. Murauer.) – So hören Sie doch einmal zu! (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Murauer: Lassen Sie sich nicht nervös machen!)
Abg. Scheibner: Überhaupt keine Frage, dass man dem Redner zuhört!
Wir haben Schwierigkeiten mit dem Punkt 5, das ist vollkommen klar, diesem Missbrauch von Daten, diesem Transferieren von Daten zu internationalen Organisationen. – Herr Kollege Murauer, wenn Sie die Gnade hätten, auch noch zuzuhören, wäre ich Ihnen fast schon wieder dankbar! (Abg. Scheibner: Überhaupt keine Frage, dass man dem Redner zuhört!) Wenn Sie behaupten, das würde uns über internationale Organisationen vorgeschrieben, dann stehen Sie so etwas von daneben, dass Sie in dieser Diskussion überhaupt nichts mehr zu suchen haben. (Abg. Murauer: Das ist aber freundlich von Ihnen! Normalerweise sind Sie ...! – Abg. Scheibner: Das ist aber auch nicht die parlamentarische Sitte!)
Abg. Murauer: Das ist aber freundlich von Ihnen! Normalerweise sind Sie ...! – Abg. Scheibner: Das ist aber auch nicht die parlamentarische Sitte!
Wir haben Schwierigkeiten mit dem Punkt 5, das ist vollkommen klar, diesem Missbrauch von Daten, diesem Transferieren von Daten zu internationalen Organisationen. – Herr Kollege Murauer, wenn Sie die Gnade hätten, auch noch zuzuhören, wäre ich Ihnen fast schon wieder dankbar! (Abg. Scheibner: Überhaupt keine Frage, dass man dem Redner zuhört!) Wenn Sie behaupten, das würde uns über internationale Organisationen vorgeschrieben, dann stehen Sie so etwas von daneben, dass Sie in dieser Diskussion überhaupt nichts mehr zu suchen haben. (Abg. Murauer: Das ist aber freundlich von Ihnen! Normalerweise sind Sie ...! – Abg. Scheibner: Das ist aber auch nicht die parlamentarische Sitte!)
Abg. Murauer: Nein, ich lache nicht! Ich könnte lachen, aber ich lache nicht!
Das Folgende muss ich Ihnen auch noch sagen: Die gesamte Textierung des Gesetzes ist wieder einmal nicht geschlechtergerecht formuliert. – Ja, darüber lachen Sie auch noch! Na klar, diese Ironie haben Sie gerade noch notwendig! (Abg. Murauer: Nein, ich lache nicht! Ich könnte lachen, aber ich lache nicht!)
Abg. Murauer: Nicht am Text liegt es, sondern am Handeln, Frau Kollegin! Da sind wir gut! Im Handeln sind wir exzellent!
Auf der einen Seite wollen wir, dass Soldatinnen zum Militär kommen. Auf der einen Seite wollen wir das Heer für die Frauen attraktiver machen. Aber dann sind Sie nicht einmal bereit, dies auch in der Textierung zu berücksichtigen, denn das wäre in diesen Fällen wirklich nicht schwierig gewesen, wir haben es uns extra angeschaut. (Abg. Murauer: Nicht am Text liegt es, sondern am Handeln, Frau Kollegin! Da sind wir gut! Im Handeln sind wir exzellent!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Für diese Ihre letzte Aktion heute sollten Sie sich schämen! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Brosz – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Bösch –: Bitte einen Abänderungsantrag, den hätten wir noch gern!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Dr. Bösch. Freiwillige Redezeitbeschränkung: 3 Minuten. – Bitte. (Abg. Brosz – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Bösch –: Bitte einen Abänderungsantrag, den hätten wir noch gern!)
Zwischenruf der Abg. Hagenhofer.
Was Sie hier angedeutet haben, Frau Kollegin Lichtenberger, überrascht mich, weil es bei diesem Abänderungsantrag im Wesentlichen um den Zeitpunkt des In-Kraft-Tretens des Gesetzes geht sowie um den Rechtsstatus, den jene Vertragsbediensteten des Bundes, die sich für die Kräfte für internationale Operationen zur Verfügung stellen, hinkünftig haben werden. Diesen Rechtsstatus hat der Herr Bundesminister im Verteidigungsausschuss angekündigt, und er wird hier in diesem Abänderungsantrag sozusagen nachgereicht. Ihre Aufregung in diesem Bereich ist deshalb künstlich. (Zwischenruf der Abg. Hagenhofer.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Zu Artikel 5: Dass Sie das Militärbefugnisgesetz ablehnen, nehmen wir zur Kenntnis. Aber diese Novellierungen in Artikel 5 des Wehrrechtsänderungsgesetzes führen zu Präzisierungen in diesem sehr sensiblen Bereich der Datenübermittlung und sind auch im Wesentlichen eine Anpassung an die neue internationale Situation, in der sich auch das österreichische Bundesheer und seine Dienste hinkünftig befinden. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Jakob Auer: Bravo!
heer und seinen Soldaten. Sie leisten hervorragende Arbeit für die Sicherheit unserer Menschen in unserem Heimatland. (Abg. Jakob Auer: Bravo!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Jakob Auer: Das ist aber schade!
Aber, meine sehr geehrten Damen und Herren von den Regierungsparteien, Ihr Festhalten am Militärbefugnisgesetz, welches eine Ausweitung der Befugnisse vorsieht und in das Datenschutzrecht eingreift, und jetzt natürlich auch diese überfallsartige Vorlage Ihres Abänderungsantrages zwingen uns, nicht zuzustimmen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Jakob Auer: Das ist aber schade!)
Abg. Schieder: Mit rückwirkender In-Kraft-Tretung, Herr Minister! In einem Abänderungsantrag lassen Sie das Ganze rückwirkend in Kraft treten!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nunmehr spricht Herr Bundesminister Günther Platter zu uns. (Abg. Schieder: Mit rückwirkender In-Kraft-Tretung, Herr Minister! In einem Abänderungsantrag lassen Sie das Ganze rückwirkend in Kraft treten!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Daher darf ich Sie bitten, dieser Regierungsvorlage und diesem Gesetzesantrag die Zustimmung zu erteilen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Brosz: Bitte einen Abänderungsantrag!
Das Wehrrechtsänderungsgesetz ist aber auch ein wichtiger Schritt bei der Umsetzung von KIOP. (Abg. Brosz: Bitte einen Abänderungsantrag!) Es ist eine Voraussetzung dafür, ein entsprechendes Anreizsystem zu schaffen, um die notwendigen Personalressourcen für KIOP zu erreichen und gemäß unserer Vereinbarung in der Europäischen Union die Bereitstellung des Personals für Auslandseinsätze zu gewährleisten. (Abg. Mag. Kogler: Das ist ja eine ganz normale Änderung!)
Abg. Mag. Kogler: Das ist ja eine ganz normale Änderung!
Das Wehrrechtsänderungsgesetz ist aber auch ein wichtiger Schritt bei der Umsetzung von KIOP. (Abg. Brosz: Bitte einen Abänderungsantrag!) Es ist eine Voraussetzung dafür, ein entsprechendes Anreizsystem zu schaffen, um die notwendigen Personalressourcen für KIOP zu erreichen und gemäß unserer Vereinbarung in der Europäischen Union die Bereitstellung des Personals für Auslandseinsätze zu gewährleisten. (Abg. Mag. Kogler: Das ist ja eine ganz normale Änderung!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Herr Bundesminister! Ich möchte mich bei dir und bei deinen Mitarbeitern herzlich bedanken für deine konstruktive Arbeit mit allen Fraktionen, auch in der Reformkommission – im Sinne der Sicherheit der Menschen in unserem Lande, im Sinne der Sicherheit unserer Soldaten –, für deine Bemühungen, ein modernes, schlagkräftiges Heer aufzubauen, um den neuen Herausforderungen der Sicherheit gerecht zu werden! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Murauer: Der ist gestern zugestellt worden!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Werner Kummerer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Herr Minister, es ist schon eigenartig, wie Sie mit dem Ausschuss umgehen, wie Sie mit dem Parlament umgehen. KIOP-Anpassungen sind seit Jahren ein Begriff, die Wehrrechtsänderung, die wir heute beschließen, ist in Begutachtung gegangen, es war sehr, sehr lange Zeit, um hier Änderungen durchzuführen. Es bestand durchaus auch im Ausschuss noch die Möglichkeit, Änderungen vorzunehmen. Jetzt kommen Sie mit einem Abänderungsantrag daher! (Abg. Murauer: Der ist gestern zugestellt worden!) Meiner Ansicht nach zerstören Sie diese dünne Eisdecke, die wir noch haben, um eine gemeinsame Wehrpolitik durchzuführen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Murauer: Gestern habt ihr ihn gekriegt im Klub!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Murauer: Gestern habt ihr ihn gekriegt im Klub!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Werner Kummerer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Herr Minister, es ist schon eigenartig, wie Sie mit dem Ausschuss umgehen, wie Sie mit dem Parlament umgehen. KIOP-Anpassungen sind seit Jahren ein Begriff, die Wehrrechtsänderung, die wir heute beschließen, ist in Begutachtung gegangen, es war sehr, sehr lange Zeit, um hier Änderungen durchzuführen. Es bestand durchaus auch im Ausschuss noch die Möglichkeit, Änderungen vorzunehmen. Jetzt kommen Sie mit einem Abänderungsantrag daher! (Abg. Murauer: Der ist gestern zugestellt worden!) Meiner Ansicht nach zerstören Sie diese dünne Eisdecke, die wir noch haben, um eine gemeinsame Wehrpolitik durchzuführen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Murauer: Gestern habt ihr ihn gekriegt im Klub!)
Abg. Murauer: Kollege Kummerer! Gestern habt ihr ihn gekriegt im Klub! Nur dass wir es festhalten!
Meine Damen und Herren! Ich möchte mich in der gebotenen Kürze auch mit den Gesetzesbereinigungen, mit den Rechtsbereinigungen beschäftigen. (Abg. Murauer: Kollege Kummerer! Gestern habt ihr ihn gekriegt im Klub! Nur dass wir es festhalten!) Die Nachhollaufbahn für Frauen wird aus dem Gesetz herausgenommen. Ich erinnere Sie daran, Kolleginnen und Kollegen, mit welcher Euphorie uns Werner Fasslabend als Minister diese Nachhollaufbahn schmackhaft gemacht hat. Er hat so getan, als würden alle weiblichen Bediensteten des Ministeriums diese Nachhollaufbahn in Anspruch nehmen. Sie ist dann ins Gesetz gekommen. 200 haben sich dafür interessiert. Und wie viele Frauen haben diese Nachhollaufbahn abgeschlossen? – Zwei, Herr Minister!
Abg. Dr. Jarolim: Warum soll es woanders besser sein?
Das wirft ein Licht auf die Arbeit im Ministerium. Ich hoffe nur, dass Sie nicht überall die Lage so falsch einschätzen, wie Sie die Lage bei der Nachhollaufbahn der Frauen eingeschätzt haben. (Abg. Dr. Jarolim: Warum soll es woanders besser sein?)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Minister! So schaut es in Ihrem Ministerium aus! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Murauer: Jawohl!
Abgeordneter Ing. Norbert Kapeller (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Hohes Haus! En bloc werden wir heute wichtige Gesetze abändern, die für unsere Soldatinnen und Soldaten wichtige Neuregelungen bringen. (Abg. Murauer: Jawohl!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
So gesehen, ist dies ein wichtiges Gesetz zur richtigen Zeit. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Jakob Auer: Die war schon gestern im Klub!
Nun aber geschieht das, was Sie soeben erlebt haben, eine plötzliche Abänderung (Abg. Jakob Auer: Die war schon gestern im Klub!), eine wirklich unnötige Vorgangsweise, mit der man hier wieder einmal zeigt: Na, in Wahrheit wollen wir mit euch als Opposition nicht wirklich etwas gemeinsam beschließen. (Abg. Dr. Jarolim: Vorgang wie üblich!) Das ist für mich ein sehr unangenehmes Signal, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brosz.)
Abg. Dr. Jarolim: Vorgang wie üblich!
Nun aber geschieht das, was Sie soeben erlebt haben, eine plötzliche Abänderung (Abg. Jakob Auer: Die war schon gestern im Klub!), eine wirklich unnötige Vorgangsweise, mit der man hier wieder einmal zeigt: Na, in Wahrheit wollen wir mit euch als Opposition nicht wirklich etwas gemeinsam beschließen. (Abg. Dr. Jarolim: Vorgang wie üblich!) Das ist für mich ein sehr unangenehmes Signal, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brosz.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brosz.
Nun aber geschieht das, was Sie soeben erlebt haben, eine plötzliche Abänderung (Abg. Jakob Auer: Die war schon gestern im Klub!), eine wirklich unnötige Vorgangsweise, mit der man hier wieder einmal zeigt: Na, in Wahrheit wollen wir mit euch als Opposition nicht wirklich etwas gemeinsam beschließen. (Abg. Dr. Jarolim: Vorgang wie üblich!) Das ist für mich ein sehr unangenehmes Signal, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brosz.)
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne möchte ich nur noch einmal bestärken: Art. 5 Militärbefugnisgesetz ist für uns undiskutabel, dem kann daher ohnehin nicht zugestimmt werden. Und auf Grund Ihrer Vorgangsweise lehnen wir die gesamte Materie ab. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Murauer: Jawohl!
Ich möchte Sie davon informieren, dass im Rahmen des KFOR-Einsatzes, eines Friedenseinsatzes im Kosovo, aus unserer Kaserne, vom Panzergrenadierbataillon 13 der Kaserne Ried, bereits 56 Soldaten im Einsatz waren. Diese Soldaten haben sich bei dem Einsatz sehr positiv bewährt. Bewährt hat sich auch, dass es so viele Soldaten aus einer Kaserne waren, weil man einander gekannt hat und sich letzten Endes aufeinander verlassen und einander vertrauen konnte. So war dieser Einsatz besonders erfolgreich. (Abg. Murauer: Jawohl!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Geschätzte Damen und Herren! Ich möchte dieses Gesetz ganz besonders befürworten, weil es uns und den Soldaten die Garantie gibt, dass man letzten Endes ganz positiv im Sinne Österreichs agieren und auch solche Auslandseinsätze absolvieren kann. Ich möchte ganz besonders darauf verweisen, dass unser Bundesminister Platter und auch die Volkspartei wesentliches Interesse daran haben, den Frieden in unseren Nachbarländern zu sichern. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Bettina Stadlbauer (fortsetzend): Zum Abenteuerlichen an der ganzen Geschichte gehört dann auch noch: Auf Grund der Tatsache, dass wir sagen, wir können diesen Antrag nicht mehr nachvollziehen und müssten schauen, wie sich das auf unser Abstimmungsverhalten auswirke, kommt von Ihrer Seite ein Zwischenruf, wir würden es ja ohnehin ablehnen. Meine Damen und Herren von der ÖVP! Was haben Sie bloß für ein Demokratieverständnis? – Es ist wirklich schlimm! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Sollte wider Erwarten eine Frau diese Stelle bekommen, dann hat möglicherweise auch meine Rede heute dazu beigetragen. Dann wäre es das auch wert gewesen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abschließend möchte ich sagen, dass dieses Gesetz nicht nur den Staat leistungsfähiger macht, sondern auch der Organisation des Bundesheeres hilft. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ihr seid so verbittert! Ich verstehe das nicht! Es ist Advent! – Abg. Scheibner: Wieso habt ihr immer Angst vor dem Bundesheer?
Abgeordneter Rudolf Parnigoni (SPÖ): Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Herr Bundesminister! Es ist wirklich abscheulich, wenn Sie die Erweiterung der Befugnisse und der Eingriffsrechte der nationalen Nachrichtendienste in die Privatsphäre der BürgerInnen mit Terrorangst und mit der Bekämpfung der Kriminalität begründen wollen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ihr seid so verbittert! Ich verstehe das nicht! Es ist Advent! – Abg. Scheibner: Wieso habt ihr immer Angst vor dem Bundesheer?) Meine Damen und Herren! Was Sie vorhaben, ist in Wirklichkeit ein Bruch der demokratischen Spielregeln des Rechtsstaats, wenn Sie etwa Personenkontrollen von militärischem Personal durchführen lassen, ohne zu begründen, warum.
Beifall bei der SPÖ.
Hohes Haus! Es ist in Wirklichkeit eine Verhöhnung des Rechtsstaates, was Sie hier vorhaben. Ich kann Ihnen nur sagen: Wenn man dann auch noch Abänderungsanträge mit Rückwirkung vorlegt, wenn man keine Gelegenheit gibt, diese Abänderungsanträge auch entsprechend zu diskutieren, dann ist unsere Antwort darauf, dass wir den Antrag auf getrennte Abstimmung zurückziehen und diese Novelle ablehnen werden! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Steibl: Dinge einzustellen!
Herr Minister, ich ersuche Sie, in Hinkunft derartige ... (Abg. Steibl: Dinge einzustellen!) – Nein, nicht einzustellen. Ich ersuche Sie, derartige Abänderungsanträge schon ins Gesetz hineinzuschreiben, denn am 27. November war die Ausschusssitzung, und heute kommen Sie mit einem Abänderungsantrag! – Dankeschön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Murauer: Nur der Ordnung halber: Gestern!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Murauer: Nur der Ordnung halber: Gestern!
Herr Minister, ich ersuche Sie, in Hinkunft derartige ... (Abg. Steibl: Dinge einzustellen!) – Nein, nicht einzustellen. Ich ersuche Sie, derartige Abänderungsanträge schon ins Gesetz hineinzuschreiben, denn am 27. November war die Ausschusssitzung, und heute kommen Sie mit einem Abänderungsantrag! – Dankeschön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Murauer: Nur der Ordnung halber: Gestern!)
Beifall bei den Grünen, der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordnete Dr. Evelin Lichtenberger (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Ich möchte mich dafür entschuldigen, dass ich sehr heftig geworden bin, da ich erst im Nachhinein gesehen habe, dass uns der Antrag wirklich zugegangen ist, allerdings konnte er auf Grund unterschiedlicher Umstände heute nicht mehr zugestellt werden. Ich entschuldige mich dafür in aller Form und erkläre auch, woher meine Heftigkeit kam. (Beifall bei den Grünen, der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen, der ÖVP und den Freiheitlichen.
Die entscheidende Frage, es dürfte sich um einen Anlassfall der Ausweitung des betroffenen Kreises handeln, ist kein Problem und ist akkordiert worden. Ich nehme also das, was ich gesagt habe, zurück. (Beifall bei den Grünen, der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Im Sinne der Konsumentinnen und Konsumenten und mit dem Ziel eines größeren Anteils an den sicher umweltfreundlicheren Mehrwegverpackungen rechne ich im Umweltausschuss mit guten Gesprächen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sehr geschätzte Damen und Herren! Ich wünsche Ihnen allen ein friedliches und frohes Weihnachtsfest. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich glaube, dass es einer Regelung bedarf, man darf aber auch die wirtschaftlichen Voraussetzungen beziehungsweise eventuelle Veränderungen der Kosten nicht übersehen. Ich freue mich schon auf die Diskussion im Umweltausschuss, die vorher auch der sozialdemokratische Kollege erwähnt hat. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich hoffe, dass wir im Umweltausschuss über diesen Antrag im weitesten Sinne eine Lösung dafür erzielen können und denke, wir Grünen können heute schon sagen, dass wir diesem Antrag sehr positiv gegenüberstehen und ihm auch zustimmen werden. –Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich unterstütze hier die Anliegen vieler ÖVP-Bürgermeister und – weil Klaus Wittauer gerade hier ist – auch des Innsbrucker Vizebürgermeisters Sprenger von der ÖVP, der diese Forderungen im Gemeinderat aufgestellt hat. Das ist zu reparieren im Sinne der Gerechtigkeit für die Städte und für die Länder, die für die Sozialhilfe zuständig sind. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bin daher gerne bereit, über diesen Antrag zu diskutieren, und meine auch, dass wir das im nächsten Jahr im Verfassungsausschuss intensiv tun werden. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Wurm: Vizebürgermeister Sprenger aus Innsbruck!
Abgeordnete Dr. Helene Partik-Pablé (Freiheitliche): Sehr geehrte Damen und Herren! Frau Abgeordnete Wurm, offensichtlich steht hinter Ihrem Antrag als Auftraggeber Bürgermeister Häupl aus Wien, der sein marodes Sozialbudget auf Kosten des Bundes sanieren möchte. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Wurm: Vizebürgermeister Sprenger aus Innsbruck!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Also ich meine, wir sollten alles beim Alten lassen. Der Bund braucht diese Einnahmen, er trägt auch die größten Kosten, um diese Einnahmen zu erzielen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Wittauer: Warum nicht?
Frau Kollegin Pablé! Die Anknüpfung am alten Reichspolizeikostengesetz kann nicht die Perspektive sein. (Abg. Wittauer: Warum nicht?) Ich war selbst überrascht, dass die Einnahmen aus diesen Bußgeldern nicht vollständig den Ländern zufließen, wovon ich ausgegangen bin, sondern dass je nach Gesetz – in diesem Fall Bundesgesetz –, das abgemahnt wird, die Einnahmen dem Bund zufließen.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Also von daher, meine sehr geehrten Damen und Herren, sollten wir im Ausschuss darüber intensiv weiter diskutieren, aber in der Tendenz diesem Vorschlag die Zustimmung erteilen und ihn umsetzen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich lade alle ein, im Ausschuss diese Frage ernsthaft zu diskutieren. Wir wollen hier nicht den Anspruch erheben, dass wir die allein Wissenden sind, sondern man sollte einmal grundsätzlich überlegen: Was kann man ausgliedern und was sollte man in einer Behörde prüfen lassen? – Ich danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Grundsätzlich halte ich Kontrollen für wichtig – Stichwort: Wettbewerb. Das ist ein Thema für mich, denn ich denke, dass Unternehmer die gleichen Voraussetzungen haben sollten und es nicht so sein darf, dass der, der am meisten an die Grenze geht, der Sieger ist. Wir werden das aber im Ausschuss diskutieren. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen.)