Eckdaten:
Für die 34. Sitzung der 20. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 820 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Beifall bei den Freiheitlichen.
Das spüren auch viele Abgeordnete der Regierungsparteien, und sie haben daher nicht verstanden, daß K & K, Kostelka und Khol, wieder einmal wie Elefanten im Porzellanladen versucht haben, etwas durchzupeitschen, was nicht durchzupeitschen ist, weil man gegenüber der Bevölkerung keine moralische Rechtfertigung für Bezugserhöhungen hat, wenn man gleichzeitig dem kleinen Mann massive Schlechterstellungen zumutet. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Die Bevölkerung ist empört über die ständigen Versuche, unter dem Vorwand des Privilegienabbaus Verbesserungen für Politiker durchzuführen. Als man Ihnen, Herr Kollege Kostelka, auf die Schliche gekommen ist, daß Sie über Jahre ein zweites Einkommen als Parlamentsrat in der Höhe von rund 40 000 S bezogen haben, wollten Sie sich über eine Anhebung der Bezüge der Klubobmänner auf jene des Niveaus der Staatssekretäre genau jene 40 000 S sichern, die Sie gebraucht haben, um sozusagen einen Ausgleich herbeizuführen. Glauben Sie, daß das eine vertrauensbildende Maßnahme ist, wenn die Bevölkerung sieht, wie die Politiker versuchen, es sich schon wieder zu richten? – Sie sind ja nicht nur von uns, sondern von Ihrem eigenen Parteivorsitzenden ertappt worden, der es auch als unmoralisch empfunden hat, eine solche Lösung herbeizuführen, daß man zwar dem Bürger sagt, er muß sparen, bei den Familien gekürzt wird – aber die Herren Politiker erhöhen sich geflissentlich die Bezüge! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Diese Aktion hat gezeigt, wie wesentlich es ist, daß es eine große Opposition hier im Haus gibt, die durch das Recht, außertourliche Sitzungen einzuberufen, Schlimmeres in diesem Land verhindert hat, vor allem hinsichtlich der Bezugsregelung. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Das ist eine Vorgangsweise, die Sie nicht allzu lange freuen wird. Den Parlamentarismus auf diese Weise unmöglich zu machen, ist eigentlich ein Schwächezeichen von Regierungsparteien, die offenbar keine guten Argumente mehr haben! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Haigermoser: Die wunderbare Wandlung des Khol!
"Keine Regierung hat Interesse an einem starken Parlament, an einem kontrollierenden Parlament." Und weiters: "... wir haben sehr sehr, wenig Sitzungstage", sagte damals Kollege Khol, und ... "ich kenne kein europäisches Parlament mit so wenigen Plenartagen." Khol meinte weiters, "die Redezeit der Abgeordneten sei viel zu knapp". – Das sagte Kollege Khol 1986, nachzulesen auf Seite 12 915 des Stenographischen Protokolls. (Abg. Haigermoser: Die wunderbare Wandlung des Khol!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Wabl: Sie haben es nicht gelesen!
Selbst Herr Wabl hat noch bei der letzten Geschäftsordnungsreform gemeint, eine Verkürzung der Redezeit sei ein "Anschlag auf den Parlamentarismus". – Jetzt stimmt er sogar zu, daß im Rechnungshofausschuß die Redezeitbeschränkung eingeführt wird und hilft so mit, daß die Regierungsparteien oppositionelle Kontrolle im Parlament verschlechtern anstatt verbessern. Eigentlich sind Sie damit wirklich zum Blinddarm der großkoalitionären Politik in diesem Land geworden. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Wabl: Sie haben es nicht gelesen!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
"Lieber Jörg! Die Redezeit ist sicherlich ein sensibler Bereich, der eine Güterabwägung zwischen freiem Mandat und ökonomischer Abwicklung der Tagesordnung erfordert. Ich meine nur, lieber Jörg, daß nach zwölf Rednern – das wären drei für die FPÖ – noch nicht die Möglichkeit gegeben sein sollte, auf 5 Minuten Redezeit zu beschränken. Bei einer Blockredezeit müßte man darauf achten, daß den Oppositionsparteien entsprechend Zeit eingeräumt wird, um nicht in dem Ausmaß wie bei der Wahlrechtsdebatte benachteiligt zu werden." (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Stadler: Da schau her!
"Lieber Jörg! Ein besonderes Anliegen ist mir auch der Untersuchungsausschuß. Er sollte ein Minderheitenrecht werden und schon von 20 Abgeordneten durchgesetzt werden." (Abg. Mag. Stadler: Da schau her!) – Jetzt stimmen Sie zu, daß weniger parlamentarische Kontrolle, weniger Debatte, weniger Redezeit, weniger Rechnungshofberatungen möglich sind. Sie sollten in sich gehen, ob Sie das wirklich mit gutem Gewissen getan haben. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
"Lieber Jörg! Ein besonderes Anliegen ist mir auch der Untersuchungsausschuß. Er sollte ein Minderheitenrecht werden und schon von 20 Abgeordneten durchgesetzt werden." (Abg. Mag. Stadler: Da schau her!) – Jetzt stimmen Sie zu, daß weniger parlamentarische Kontrolle, weniger Debatte, weniger Redezeit, weniger Rechnungshofberatungen möglich sind. Sie sollten in sich gehen, ob Sie das wirklich mit gutem Gewissen getan haben. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Zweiter Punkt: Die Multifunktionäre werden wieder nicht eingeschränkt. Sie sitzen weiterhin im Parlament: die Sozialversicherungsfunktionäre, die Krankenkassenfunktionäre, die Gewerkschaftsfunktionäre, die Arbeiterkammerfunktionäre. Ich möchte gar nicht alle aufzählen, die als Multifunktionäre hier herinnen sitzen, obwohl Sie seit vielen Jahren versprechen, diesen Bereich zu klären. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Gerade Sie sollten ruhig sein, als Bürgermeister und Multifunktionär, lieber Kollege aus dem Burgenland!
Abg. Wabl: Geben Sie doch Ihr Bärental endlich ab! Das ist auch ein arbeitsloses Einkommen!
Die arbeitslosen Einkommen werden auch nicht beschränkt, denn, meine Damen und Herren ... (Abg. Wabl: Geben Sie doch Ihr Bärental endlich ab! Das ist auch ein arbeitsloses Einkommen!) Das ist kein parlamentarischer Bereich, lieber Freund, aber ich schicke dir gerne ein bißchen Brennholz, falls du mit deiner Politikerpension und deinem Abgeordnetenbezug nicht mehr auskommen solltest! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Wabl: Ein arbeitsloses Einkommen ist das!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Wabl: Ein arbeitsloses Einkommen ist das!
Die arbeitslosen Einkommen werden auch nicht beschränkt, denn, meine Damen und Herren ... (Abg. Wabl: Geben Sie doch Ihr Bärental endlich ab! Das ist auch ein arbeitsloses Einkommen!) Das ist kein parlamentarischer Bereich, lieber Freund, aber ich schicke dir gerne ein bißchen Brennholz, falls du mit deiner Politikerpension und deinem Abgeordnetenbezug nicht mehr auskommen solltest! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Wabl: Ein arbeitsloses Einkommen ist das!)
Zwischenruf des Abg. Mag. Kukacka.
Meine Damen und Herren! Die Frage, wie das arbeitslose Einkommen geregelt werden soll, ist ernst. Eine Kommission wird entscheiden, ob ein Abgeordneter einen Arbeitsplatz hat, wo er etwas verdienen soll, oder ob er karenziert werden soll. Die Oberösterreicher wissen das. Kukacka hat das in seiner eigenen Landesgruppe, Herrn Abgeordneten Pallwein-Prettner etwa, um einmal nicht aus dem Parlament zitieren zu müssen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Kukacka.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Steindl: Was ist mit dem Bauer?
Glauben Sie, daß Kollege Dolinschek, der in einem Privatbetrieb arbeitet, auch nur einen Schilling verdienen kann, wenn er dort nicht wirklich Arbeit leistet? Diese Kontrolle ist sichergestellt, weil der Betrieb nur das leisten kann, was er zum Verdienen beiträgt, und daher darf auch im öffentlichen Bereich nur dort bezahlt werden, wo tatsächlich Arbeitsleistungen erbracht werden, und es dürfen nicht, wie das jetzt der Fall ist, alle diese Versorgungsposten geschaffen werden. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Steindl: Was ist mit dem Bauer?)
Ironische Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP.
Selbst der Kollege Bauer muß sich vor Ihrem "schwarzen" Sektionschef und vor einer "roten" Abteilungsleiterin rechtfertigen, wenn er seine Arbeitsleistung nicht erbringt. (Ironische Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP.) Ich nehme nicht an, daß die Liebe für die Freiheitlichen plötzlich so groß ist, daß man ihnen ein arbeitsloses Einkommen zubilligen will. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Rosemarie Bauer .)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Rosemarie Bauer .
Selbst der Kollege Bauer muß sich vor Ihrem "schwarzen" Sektionschef und vor einer "roten" Abteilungsleiterin rechtfertigen, wenn er seine Arbeitsleistung nicht erbringt. (Ironische Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP.) Ich nehme nicht an, daß die Liebe für die Freiheitlichen plötzlich so groß ist, daß man ihnen ein arbeitsloses Einkommen zubilligen will. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Rosemarie Bauer .)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Frau Kollegin Bauer, seien Sie bitte ruhig! Ihre Schule, an der Sie Direktorin sind, wurde schon abgeschafft, daher sollten Sie wirklich keine große Lippe führen bei dieser Debatte! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Wabl: Sie haben ja immer dagegen gestimmt bei der Offenlegung der Bezüge! 1988 haben Sie dagegen gestimmt, 1989 waren Sie dagegen! Sie sind ein Bären-"Heuchler"!
Ich darf Sie daran erinnern, meine Damen und Herren, daß es im Jahre 1988 ... (Abg. Wabl: Sie haben ja immer dagegen gestimmt bei der Offenlegung der Bezüge! 1988 haben Sie dagegen gestimmt, 1989 waren Sie dagegen! Sie sind ein Bären-"Heuchler"!) Mit einem Politpensionär und Beamtenpensionär gebe ich mich heute wirklich nicht ab, Kollege Wabl! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich darf Sie daran erinnern, meine Damen und Herren, daß es im Jahre 1988 ... (Abg. Wabl: Sie haben ja immer dagegen gestimmt bei der Offenlegung der Bezüge! 1988 haben Sie dagegen gestimmt, 1989 waren Sie dagegen! Sie sind ein Bären-"Heuchler"!) Mit einem Politpensionär und Beamtenpensionär gebe ich mich heute wirklich nicht ab, Kollege Wabl! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Stadler: Da schau her! Unglaublich!
Jetzt frage ich mich, wie dann Kollege Nowotny draufkommt, daß er auf dieser Liste stehen könnte, der sogar gegen das Gesetz lange Zeit sein Einkommen als Beamter zu 100 Prozent kassiert hat. (Abg. Mag. Stadler: Da schau her! Unglaublich!) – Gegen das Gesetz, obwohl er es hier mitbeschlossen hat! Wie kann es, wenn es diese Prüfung gibt, diesen Nowotny dann auf der Liste geben? Wie kann es den Herrn Fischer auf der Liste geben, wenn diese Prüfung wirklich funktioniert hätte? Und wie ist es möglich, meine Damen und Herren von den Sozialdemokraten, die Sie sich so aufregen über die Gebarung von Sozialfonds, die die Freiheitlichen haben, daß Sie am 19. Mai 1990 durch Ihren Zentralsekretär Marizzi ankündigen ließen: Die SPÖ hat im Jahre 1989 in ihrem Organisationsstatut die Bestimmung aufgenommen, daß sozialistische Funktionäre nur mehr für eine politische Funktion bezahlt werden dürfen? – Eine! – Etwaige weitere Bezüge müssen an Fonds für gemeinnützige Zwecke überwiesen werden, erinnerte Marizzi. Diese Regelung ist für die SPÖ Wirklichkeit und abgehakt.
Abg. Dr. Nowotny: Das ist doch völlig falsch! Das ist eine Unterstellung!
Ich darf Sie höflichst ersuchen, heute das Wort zu ergreifen und uns einmal zu sagen, was aus diesen Fonds geworden ist. Was ist aus diesen Fonds geworden? Sie sprechen von mehreren Fonds, die Sie einrichten. Der Herr Fischer weiß offenbar nichts davon; er hat sein Gehalt doppelt weiterkassiert. Der Herr Kostelka weiß nichts davon; er hat sein Gehalt doppelt weiter kassiert. Der Herr Nowotny weiß nichts davon; er hat sein Gehalt doppelt weiterkassiert. (Abg. Dr. Nowotny: Das ist doch völlig falsch! Das ist eine Unterstellung!) Also sagen Sie uns: Wer hat in Ihre Fonds eingezahlt, meine Damen und Herren? Geben Sie Auskunft und lüften Sie dieses Geheimnis! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich darf Sie höflichst ersuchen, heute das Wort zu ergreifen und uns einmal zu sagen, was aus diesen Fonds geworden ist. Was ist aus diesen Fonds geworden? Sie sprechen von mehreren Fonds, die Sie einrichten. Der Herr Fischer weiß offenbar nichts davon; er hat sein Gehalt doppelt weiterkassiert. Der Herr Kostelka weiß nichts davon; er hat sein Gehalt doppelt weiter kassiert. Der Herr Nowotny weiß nichts davon; er hat sein Gehalt doppelt weiterkassiert. (Abg. Dr. Nowotny: Das ist doch völlig falsch! Das ist eine Unterstellung!) Also sagen Sie uns: Wer hat in Ihre Fonds eingezahlt, meine Damen und Herren? Geben Sie Auskunft und lüften Sie dieses Geheimnis! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Es wird Ihnen heute über ein sehr großes Medium unter Aufsicht eines Notars die Berichterstattung über die Gebarung freiheitlicher Sozialinitiativen gegeben werden. Wir können unter Aufsicht eines Notars über jeden Schilling Auskunft geben, nur weiß ich nicht, was mit Ihren Fonds passiert ist, von denen hier die Rede ist. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Heiterkeit bei den Freiheitlichen
Meine Damen und Herren! Wir wissen, daß das ein schwieriges Thema ist. Wir wissen aber auch, daß Sie alle ein schlechtes Gewissen bei dieser Regelung haben, sonst hätte sich Präsident Fischer nicht in einer "Zeit im Bild 2"-Sendung ein zweites Mal zu Wort melden müssen, so, als ob er erst im Hinausgehen daran gedacht hätte, daß er eigentlich ein Zweiteinkommen hat, das er dann doch noch bekanntgeben wollte. Es ist ja absurd, daß der Chef des Parlaments zugleich sein eigener Angestellter ist und sich dann noch bezahlt dafür. Der trifft sich in der Früh immer zur Dienstbesprechung (Heiterkeit bei den Freiheitlichen) , dann macht der Präsident mit dem Heinz Fischer aus, wer heute arbeitet: der Parlamentsrat – oder der Präsident übernimmt die Arbeit für den Parlamentsrat.
Abg. Wabl: Der Schiedsrichter ist der Brauneder! Schiedsrichter ist der Brauneder in der Früh!
Meine Damen und Herren, eine absurde Situation! (Abg. Wabl: Der Schiedsrichter ist der Brauneder! Schiedsrichter ist der Brauneder in der Früh!) Ich weiß, Kollege Wabl, Sie sind der Pflichtverteidiger der großen Koalition geworden. Sie sind heute mit Ihrer Zustimmung zur Geschäftsordnung zum Pflichtverteidiger der großen Koalition geworden. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Wabl: Pflichtverteidiger ist nichts Unehrenhaftes!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Wabl: Pflichtverteidiger ist nichts Unehrenhaftes!
Meine Damen und Herren, eine absurde Situation! (Abg. Wabl: Der Schiedsrichter ist der Brauneder! Schiedsrichter ist der Brauneder in der Früh!) Ich weiß, Kollege Wabl, Sie sind der Pflichtverteidiger der großen Koalition geworden. Sie sind heute mit Ihrer Zustimmung zur Geschäftsordnung zum Pflichtverteidiger der großen Koalition geworden. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Wabl: Pflichtverteidiger ist nichts Unehrenhaftes!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Nowotny: Das war ein Schreiben der Quästur! Das ist doch völlig falsch, was Sie sagen! Sie sagen einfach die Unwahrheit!
Das nehmen Ihnen die Leute einfach nicht mehr ab. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Nowotny: Das war ein Schreiben der Quästur! Das ist doch völlig falsch, was Sie sagen! Sie sagen einfach die Unwahrheit!) Kollege Nowotny! Ich habe nur die Aussage gelesen, die Sie gemacht haben. Dann müssen Sie sie berichtigen, wenn sie nicht der Wahrheit entspricht. (Abg. Dr. Nowotny: Ich habe von mir aus ...!)
Abg. Dr. Nowotny: Ich habe von mir aus ...!
Das nehmen Ihnen die Leute einfach nicht mehr ab. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Nowotny: Das war ein Schreiben der Quästur! Das ist doch völlig falsch, was Sie sagen! Sie sagen einfach die Unwahrheit!) Kollege Nowotny! Ich habe nur die Aussage gelesen, die Sie gemacht haben. Dann müssen Sie sie berichtigen, wenn sie nicht der Wahrheit entspricht. (Abg. Dr. Nowotny: Ich habe von mir aus ...!)
Abg. Dr. Nowotny: Das sind Sie mir gar nicht wert!
Sie haben die Möglichkeit, eine tatsächliche Berichtigung zu machen (Abg. Dr. Nowotny: Das sind Sie mir gar nicht wert!) , dann zitiere ich Ihren eigenen Artikel in der Zeitung, ein wörtliches Zitat, dem Sie bis zur Stunde nicht widersprochen haben.
Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen.
Dann kommt 1996, und dann muß man daran erinnern, daß derselbe Einkommenspyramiden-Versprechungsentschluß der großen Koalition schon 1989 im Parlament gefaßt worden ist. Damals haben Sie ja schon beschlossen, daß es eine solche Einkommenspyramide geben soll. Damals haben Sie schon gesagt, daß alle eingeschlossen werden sollen. – Aber mit Ihrer Einkommenspyramide kommen Sie offenbar im Laufe der Jahre nicht weiter; da waren die alten Ägypter beim Pyramidenbauen noch schneller als Sie mit der Errichtung Ihrer Einkommenspyramide. (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen.) Wahrscheinlich werden Sie, meine Damen und Herren, eher schon den Status von Polit-Mumien haben, bevor die Einkommenspyramide in diesem Lande auch wirklich funktionieren wird.
Ruf bei der SPÖ: Wer führt das ein?
Das ist Ihre Politik für den kleinen Mann, meine Damen und Herren: daß der Kleine nichts bekommt, während die Großen 247 S allein für den Anfahrtsweg zum Parlament kassieren und nebenbei noch die volle Entschädigung für die Fahrtkosten, die tatsächlich angelaufen sind. – Aber eine Parkplatzsteuer für die Arbeitnehmer führen Sie ein! Jene, die, wenn sie am Arbeitsort ankommen, einen Parkplatz haben, müssen auch noch 200 S Parkplatzsteuer bezahlen. Das ist doch alles in sich nicht mehr sehr schlüssig! (Ruf bei der SPÖ: Wer führt das ein?) Der Herr Finanzminister führt das ein! Die ÖVP fragt sogar an, wie das jetzt gehandhabt werden soll, weil in der eigenen Koalition offenbar schon Verwirrung um diese Zustände besteht.
Ruf beim Liberalen Forum: Brauneder! – Heiterkeit bei der SPÖ.
Sie bedienen sich außerdem – diesen Vorwurf kann ich Ihnen nicht ersparen – auf allen Ebenen schonungslos des politischen Systems, wenn es um die Versorgung eigener Parteigänger geht. Ich habe hier den Fall eines Stadtrates – damit wir einmal ein bißchen aus dem Parlament wegkommen. (Ruf beim Liberalen Forum: Brauneder! – Heiterkeit bei der SPÖ.) Den Sozialisten wird das Lachen bald vergehen, denn Toni Leikam kennt diesen Stadtrat! Es ist ein sozialistischer Stadtrat von Wolfsberg, Dieter Krusch, Sportstadtrat. Dieser Sportstadtrat ist pumperlg’sund; plötzlich wird er wegen Dienstunfähigkeit mit 30. Juni heurigen Jahres in den Ruhestand versetzt: Dienstunfähigkeit, ohne je einen Krankenstandstag gehabt zu haben! Er ist pumperlg’sund! (Abg. Leikam: Das entscheidet schon noch der Arzt!) Nur weil das jetzt mit den Frühpensionen noch günstig ist, geht er einmal – bleibt natürlich aber Sportstadtrat, denn dafür ist er gesund genug. Aber er bekommt jetzt eine Beamtenpension als Landesbediensteter, weil man ihn noch schnell in den Ruhestand versetzt hat. Und das beste ist: Bevor er jetzt am 30. Juni geht, bekommt er jetzt auch noch die Gehaltsstufe 8 der Dienstklasse VII der Verwendungsgruppe B. Und was ganz "super" ist: Am 1. April 1998 – Sie müssen wirklich aufpassen! – feiert dieser Herr Krusch, Sportstadtrat in gesundem Zustand, sein 40jähriges Dienstjubiläum. Und weil er in zwei Jahren sein 40jähriges Dienstjubiläum hat – auf das er jetzt nicht mehr warten will, weshalb er in die Frühpension als Beamter geht –, zahlt ihm das Land Kärnten bereits vorweg sein Jubiläumsgeld in Höhe von 194 020 S aus, damit er, bevor er in Pension geht, auch das Jubiläumsgeld anläßlich seines 40jährigen Dienstjubiläums als Entschädigung bekommt. – Alles aktenmäßig gesichert!
Abg. Leikam: Das entscheidet schon noch der Arzt!
Sie bedienen sich außerdem – diesen Vorwurf kann ich Ihnen nicht ersparen – auf allen Ebenen schonungslos des politischen Systems, wenn es um die Versorgung eigener Parteigänger geht. Ich habe hier den Fall eines Stadtrates – damit wir einmal ein bißchen aus dem Parlament wegkommen. (Ruf beim Liberalen Forum: Brauneder! – Heiterkeit bei der SPÖ.) Den Sozialisten wird das Lachen bald vergehen, denn Toni Leikam kennt diesen Stadtrat! Es ist ein sozialistischer Stadtrat von Wolfsberg, Dieter Krusch, Sportstadtrat. Dieser Sportstadtrat ist pumperlg’sund; plötzlich wird er wegen Dienstunfähigkeit mit 30. Juni heurigen Jahres in den Ruhestand versetzt: Dienstunfähigkeit, ohne je einen Krankenstandstag gehabt zu haben! Er ist pumperlg’sund! (Abg. Leikam: Das entscheidet schon noch der Arzt!) Nur weil das jetzt mit den Frühpensionen noch günstig ist, geht er einmal – bleibt natürlich aber Sportstadtrat, denn dafür ist er gesund genug. Aber er bekommt jetzt eine Beamtenpension als Landesbediensteter, weil man ihn noch schnell in den Ruhestand versetzt hat. Und das beste ist: Bevor er jetzt am 30. Juni geht, bekommt er jetzt auch noch die Gehaltsstufe 8 der Dienstklasse VII der Verwendungsgruppe B. Und was ganz "super" ist: Am 1. April 1998 – Sie müssen wirklich aufpassen! – feiert dieser Herr Krusch, Sportstadtrat in gesundem Zustand, sein 40jähriges Dienstjubiläum. Und weil er in zwei Jahren sein 40jähriges Dienstjubiläum hat – auf das er jetzt nicht mehr warten will, weshalb er in die Frühpension als Beamter geht –, zahlt ihm das Land Kärnten bereits vorweg sein Jubiläumsgeld in Höhe von 194 020 S aus, damit er, bevor er in Pension geht, auch das Jubiläumsgeld anläßlich seines 40jährigen Dienstjubiläums als Entschädigung bekommt. – Alles aktenmäßig gesichert!
Abg. Wabl: Sie hätten schon 1987 mitstimmen können, Herr Haider! Sie waren immer gegen die Offenlegung!
Wir verlangen daher in einem Entschließungsantrag, der neben unserem Gehaltsstrukturengesetz vorgelegt werden wird, eine Offenlegung – und es wird sehr interessant sein, ob Sie wenigstens heute mitgehen in der Frage der Offenlegung der politischen Bezüge. (Abg. Wabl: Sie hätten schon 1987 mitstimmen können, Herr Haider! Sie waren immer gegen die Offenlegung!) Wir haben unsere Anträge schon immer sehr nachhaltig unterstützt. Wir haben nicht den Kniefall vor der rot-schwarzen Koalition gemacht – wie Sie im Zusammenhang mit der Geschäftsordnungsreform. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Wabl: Wo sind sie denn, Ihre Anträge auf Offenlegung? Zeigen Sie mir einen!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Wabl: Wo sind sie denn, Ihre Anträge auf Offenlegung? Zeigen Sie mir einen!
Wir verlangen daher in einem Entschließungsantrag, der neben unserem Gehaltsstrukturengesetz vorgelegt werden wird, eine Offenlegung – und es wird sehr interessant sein, ob Sie wenigstens heute mitgehen in der Frage der Offenlegung der politischen Bezüge. (Abg. Wabl: Sie hätten schon 1987 mitstimmen können, Herr Haider! Sie waren immer gegen die Offenlegung!) Wir haben unsere Anträge schon immer sehr nachhaltig unterstützt. Wir haben nicht den Kniefall vor der rot-schwarzen Koalition gemacht – wie Sie im Zusammenhang mit der Geschäftsordnungsreform. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Wabl: Wo sind sie denn, Ihre Anträge auf Offenlegung? Zeigen Sie mir einen!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Bewegung bei der SPÖ. – Abg. Wabl zeigt dem Redner den "Stinkefinger".
Herr Kollege Wabl! Einer, der mit den Regierungsparteien eine gegen die Opposition gerichtete Geschäftsordnung beschließt, ist kein Wabl mehr, sondern ein "Wappler", ein politischer "Wappler" geworden, das kann ich Ihnen sagen. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Bewegung bei der SPÖ. – Abg. Wabl zeigt dem Redner den "Stinkefinger".) – Das ist auch nicht die feine englische Art, aber Sie sind ein politischer "Wappler" geworden, das kann ich Ihnen heute schon sagen.
Abg. Wabl: Zeigen Sie mir einen einzigen Antrag für die Offenlegung, Herr Haider!
Meine Damen und Herren! Wir verlangen die Offenlegung der politischen Bezüge aller, und zwar vor Dienstbeginn und nach Ausscheiden. (Abg. Wabl: Zeigen Sie mir einen einzigen Antrag für die Offenlegung, Herr Haider!)
Abg. Wabl: Zeigen Sie mir einen Antrag, wo Sie für die Offenlegung sind, Herr Haider! Nur einen kleinen Antrag, wo Sie für die Offenlegung sind!
Das sind Dinge, die auch bei Ihnen in der Debatte immer wieder als Vorschlag gekommen sind. Wir werden uns sehr genau anschauen, ob Sie heute bei diesen Dingen, die Sie selbst alle vorgeschlagen haben, mitgehen oder wiederum den alten Weg gehen, nämlich die Fortsetzung dieser Linie, die Sie hier in Ihrem Antrag niedergelegt haben. (Abg. Wabl: Zeigen Sie mir einen Antrag, wo Sie für die Offenlegung sind, Herr Haider! Nur einen kleinen Antrag, wo Sie für die Offenlegung sind!)
Abg. Wabl: So einen kleinen!
Meine Damen und Herren! Unser Anliegen ist es, Sie zu ermuntern, heute Ihre eigene Unsicherheit, die Sie im Zusammenhang mit der vorliegenden Gesetzeslage haben, auszunützen und einmal nicht den Zwängen des Klubs zu unterliegen (Abg. Wabl: So einen kleinen!) , sondern so als freier Abgeordneter abzustimmen, wie es der eine oder andere schon in Aussicht genommen hat, weil diese Regelung schlecht ist und letztlich von jenen Abgeordneten dann vertreten werden muß, die eigentlich gar nicht überzeugt davon sind, daß das richtig ist.
Abg. Schieder: Das machen wir dann mit einer Markierung auf dem Stimmzettel!
Es ist keine Lösung, zu sagen: Ich gehe vor der Abstimmung hinaus, damit ich der Regierungsfraktion ein Problem erspare. – Kollege Posch, als Abgeordneter sollte man eine Meinung haben! Herr Kollege Posch, als "Dreifachbezieher" sollten Sie eine Meinung zu diesem Thema haben. (Abg. Schieder: Das machen wir dann mit einer Markierung auf dem Stimmzettel!) Sie sind ja geradezu ein klassischer Fall, der mit den Gegenstimmen hier im Parlament Wiedergutmachung leisten könnte, indem Sie diese Novelle betreffend Bezügeregelung zu Fall bringen und den Zwang erhöhen – so wie es der Bundespräsident gesagt hat –, eine umfassende Regelung zu machen, in die die Sozialpartner, in die die Kammern eingeschlossen sind (Abg. Dunst: Jeder hat kein Bärental!) , ebenso die Sozialversicherungen – und wo vor allem eine transparente Bezugsregelung herauskommt, die in Zeiten des Belastungspaketes auch für die Bevölkerung nachvollziehbar ist. (Lebhafter Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dunst: Jeder hat kein Bärental!
Es ist keine Lösung, zu sagen: Ich gehe vor der Abstimmung hinaus, damit ich der Regierungsfraktion ein Problem erspare. – Kollege Posch, als Abgeordneter sollte man eine Meinung haben! Herr Kollege Posch, als "Dreifachbezieher" sollten Sie eine Meinung zu diesem Thema haben. (Abg. Schieder: Das machen wir dann mit einer Markierung auf dem Stimmzettel!) Sie sind ja geradezu ein klassischer Fall, der mit den Gegenstimmen hier im Parlament Wiedergutmachung leisten könnte, indem Sie diese Novelle betreffend Bezügeregelung zu Fall bringen und den Zwang erhöhen – so wie es der Bundespräsident gesagt hat –, eine umfassende Regelung zu machen, in die die Sozialpartner, in die die Kammern eingeschlossen sind (Abg. Dunst: Jeder hat kein Bärental!) , ebenso die Sozialversicherungen – und wo vor allem eine transparente Bezugsregelung herauskommt, die in Zeiten des Belastungspaketes auch für die Bevölkerung nachvollziehbar ist. (Lebhafter Beifall bei den Freiheitlichen.)
Lebhafter Beifall bei den Freiheitlichen.
Es ist keine Lösung, zu sagen: Ich gehe vor der Abstimmung hinaus, damit ich der Regierungsfraktion ein Problem erspare. – Kollege Posch, als Abgeordneter sollte man eine Meinung haben! Herr Kollege Posch, als "Dreifachbezieher" sollten Sie eine Meinung zu diesem Thema haben. (Abg. Schieder: Das machen wir dann mit einer Markierung auf dem Stimmzettel!) Sie sind ja geradezu ein klassischer Fall, der mit den Gegenstimmen hier im Parlament Wiedergutmachung leisten könnte, indem Sie diese Novelle betreffend Bezügeregelung zu Fall bringen und den Zwang erhöhen – so wie es der Bundespräsident gesagt hat –, eine umfassende Regelung zu machen, in die die Sozialpartner, in die die Kammern eingeschlossen sind (Abg. Dunst: Jeder hat kein Bärental!) , ebenso die Sozialversicherungen – und wo vor allem eine transparente Bezugsregelung herauskommt, die in Zeiten des Belastungspaketes auch für die Bevölkerung nachvollziehbar ist. (Lebhafter Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Stadler: Das ist eine unpolitische Tätigkeit? – Abg. Dr. Krüger: Macht die Gewerkschaft keine Politik?
Ich berichtige: Das ist unwahr. Ich beziehe ein Einkommen als Abgeordneter zum Nationalrat, ein weiteres Einkommen aus meiner hauptberuflichen Tätigkeit als Vorsitzender der Gewerkschaft Metall, Bergbau, Energie und bin damit ÖGB-Angestellter. (Abg. Mag. Stadler: Das ist eine unpolitische Tätigkeit? – Abg. Dr. Krüger: Macht die Gewerkschaft keine Politik?) Und ich erkläre zum wiederholten Male: Ich beziehe auch keine Sitzungsgelder: weder in der Wiener Gebietskrankenkasse noch sonstwo, weil ich seit Jahren freiwillig darauf verzichte. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich berichtige: Das ist unwahr. Ich beziehe ein Einkommen als Abgeordneter zum Nationalrat, ein weiteres Einkommen aus meiner hauptberuflichen Tätigkeit als Vorsitzender der Gewerkschaft Metall, Bergbau, Energie und bin damit ÖGB-Angestellter. (Abg. Mag. Stadler: Das ist eine unpolitische Tätigkeit? – Abg. Dr. Krüger: Macht die Gewerkschaft keine Politik?) Und ich erkläre zum wiederholten Male: Ich beziehe auch keine Sitzungsgelder: weder in der Wiener Gebietskrankenkasse noch sonstwo, weil ich seit Jahren freiwillig darauf verzichte. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Dr. Krüger: Das ist richtig!
Herr Abgeordneter Haider hat behauptet, daß ich unrechtmäßig 100 Prozent meines Gehaltes als Universitätsprofessor bezogen hätte. (Abg. Dr. Krüger: Das ist richtig!)
ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen
Dazu möchte ich tatsächlich feststellen: Ein von mir nicht verschuldeter Irrtum der Quästur (ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen) wurde durch ein Schreiben, das von mir selbst geschrieben wurde, berichtigt. Das heißt, ich habe von mir aus keinerlei unrechtmäßige Handlun
Beifall bei der SPÖ.
Ich hoffe sehr, Herr Abgeordneter Haider, daß Sie dieselbe Fairneß aufbringen wie seinerzeit Herr Abgeordneter Haupt. (Beifall bei der SPÖ.)
Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen.
Ich halte fest, daß diese Behauptung falsch ist. (Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen.) Ich habe einen Bezug aus meinem Arbeitsverhältnis zur Arbeiterkammer. (Abg. Mag. Stadler: Das ist eine unpolitische Tätigkeit?) Das ist ein Arbeitsverhältnis aufgrund eines Dienstvertrages. Ich habe ferner einen politischen Bezug, und zwar aus meinem Mandat im Nationalrat. Sonst gibt es für mich keine weiteren Bezüge. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Das ist eine unpolitische Tätigkeit?
Ich halte fest, daß diese Behauptung falsch ist. (Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen.) Ich habe einen Bezug aus meinem Arbeitsverhältnis zur Arbeiterkammer. (Abg. Mag. Stadler: Das ist eine unpolitische Tätigkeit?) Das ist ein Arbeitsverhältnis aufgrund eines Dienstvertrages. Ich habe ferner einen politischen Bezug, und zwar aus meinem Mandat im Nationalrat. Sonst gibt es für mich keine weiteren Bezüge. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich halte fest, daß diese Behauptung falsch ist. (Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen.) Ich habe einen Bezug aus meinem Arbeitsverhältnis zur Arbeiterkammer. (Abg. Mag. Stadler: Das ist eine unpolitische Tätigkeit?) Das ist ein Arbeitsverhältnis aufgrund eines Dienstvertrages. Ich habe ferner einen politischen Bezug, und zwar aus meinem Mandat im Nationalrat. Sonst gibt es für mich keine weiteren Bezüge. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Was ist da unwahr? Was ist die Berichtigung?
Die andere Sache ist: Ich war während der ersten Zeit, ab 1. Jänner 1995 gleichzeitig Abgeordneter – so wie andere Abgeordnete, freiheitliche Abgeordnete – in diesem Haus und Abgeordneter zum EU-Parlament, war also gleichzeitig Nationalrat und EU-Parlamentarier, so wie alle anderen Abgeordneten, auch die Ihrer Fraktion, und ich würde Sie bitten, nicht ständig Unwahrheiten hier über das Mikrophon zu verbreiten. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Was ist da unwahr? Was ist die Berichtigung?)
Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Der Posch ist der Don Quichotte!
Abgeordneter Dr. Peter Kostelka (SPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Was wir soeben erlebt haben, war, daß Don Quichotte Haider mit seinem Sancho Pansa Stadler die Lanze angelegt hat und gegen einen nichtexistenten Privilegienstadl angetreten ist. (Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Der Posch ist der Don Quichotte!)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Sie zahlen ein, und das im Zusammenhang mit steuerlichen Bestimmungen steuerschonend – und betreiben, wie die burgenländischen Beispiele zeigen, damit nichts anderes als Rückflüsse an Mitglieder Ihrer eigenen Partei und darüber hinaus Parteienfinanzierung. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das ist die Wahrheit, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Ihr Sozialfonds ist nichts anderes als ein Schwindelfonds!
Abg. Böhacker: Sie haben überhaupt keine Ahnung! Das ist blanker Unsinn, was Sie da sagen!
Damit sind wir schon bei den Verhaltensweisen der Freiheitlichen. Ein Parteiobmann der Freiheitlichen, meine Damen und Herren, der das Mandat als Verlustabschreibemodell betreibt, für den das Mandat ein Steuerabschreibeposten ist, hat die Stirn, von Anständigkeit zu reden! (Abg. Böhacker: Sie haben überhaupt keine Ahnung! Das ist blanker Unsinn, was Sie da sagen!) Und wenn man ihn in aller Öffentlichkeit darauf hinweist, daß er nur 14 S Steuer zahlt, dann klagt er. Wenn aber der Richter in diesem Verfahren in weiterer Folge das Natürlichste tut, was er nur tun kann, nämlich zu sagen: Herr Haider, Sie fühlen sich belastet, okay, dann legen Sie den Steuerbescheid vor!, wissen Sie, was dann geschieht? – Nichts! Wenn nämlich der Beweis angetreten werden kann, daß die Behauptungen des Herrn Haider & Co stimmen, ist auf einmal Funkstille. Diese Beweise gibt es nämlich nicht, weil hier verdient wird, gecasht wird, abkassiert wird! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Haider , nachdem der Redner bei seinem letzten Satz mit der Hand auf das Rednerpult geschlagen hat: Wann ziehst du denn den Schuh aus? – Abg. Koppler: Das war der Chruschtschow!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Haider , nachdem der Redner bei seinem letzten Satz mit der Hand auf das Rednerpult geschlagen hat: Wann ziehst du denn den Schuh aus? – Abg. Koppler: Das war der Chruschtschow!
Damit sind wir schon bei den Verhaltensweisen der Freiheitlichen. Ein Parteiobmann der Freiheitlichen, meine Damen und Herren, der das Mandat als Verlustabschreibemodell betreibt, für den das Mandat ein Steuerabschreibeposten ist, hat die Stirn, von Anständigkeit zu reden! (Abg. Böhacker: Sie haben überhaupt keine Ahnung! Das ist blanker Unsinn, was Sie da sagen!) Und wenn man ihn in aller Öffentlichkeit darauf hinweist, daß er nur 14 S Steuer zahlt, dann klagt er. Wenn aber der Richter in diesem Verfahren in weiterer Folge das Natürlichste tut, was er nur tun kann, nämlich zu sagen: Herr Haider, Sie fühlen sich belastet, okay, dann legen Sie den Steuerbescheid vor!, wissen Sie, was dann geschieht? – Nichts! Wenn nämlich der Beweis angetreten werden kann, daß die Behauptungen des Herrn Haider & Co stimmen, ist auf einmal Funkstille. Diese Beweise gibt es nämlich nicht, weil hier verdient wird, gecasht wird, abkassiert wird! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Haider , nachdem der Redner bei seinem letzten Satz mit der Hand auf das Rednerpult geschlagen hat: Wann ziehst du denn den Schuh aus? – Abg. Koppler: Das war der Chruschtschow!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Und dagegen sind Sie? Meine Damen und Herren, wenn Sie dagegen sind, sind Sie gegen Gerechtigkeit! Aber es wäre ja nicht das erste Mal, daß das so ist! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das, was wir in diesem Zusammenhang gesagt haben, ist, daß eine Karte, in der auch die Wörthersee-Schiffahrt, die Achensee-Schiffahrt und die Ossiachersee-Schiffahrt enthalten ist, für einen Abgeordneten nicht mehr zeitgemäß ist. Das geben wir auf. Das aber, was wir anstelle dessen setzen, ist eine zeitgemäße Regelung, nämlich daß wir in Zukunft nach der Reisegebührenvorschrift – wie jeder andere öffentlich Bedienstete, und im übrigen in sinngemäßer Anwendung auch viele privatwirtschaftlich Tätige – abrechnen. Die Reisekosten werden nach klaren, gesetzlichen Regelungen, nach dem Grundsatz: Was es ist, das hat es!, verrechnet werden. Das ist sauber, das ist fair, und das ist anständig, und ich bitte Sie daher, dem zuzustimmen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Böhacker: Keine Ablenkung!
Meine Damen und Herren von den Freiheitlichen! Wenn Sie tatsächlich der Meinung sind, daß Abgeordneter Bauer in der Vergangenheit seiner Tätigkeit nachgekommen ist (Abg. Böhacker: Keine Ablenkung!) – ich bin wirklich erstaunt über diese Unverfrorenheit –, dann reden Sie bitte einmal mit ihm. Ich war nämlich über vier Jahre hinweg im Bundeskanzleramt Zimmernachbar vom Herrn Abgeordneten Bauer. Ich kann Ihnen berichten: Ich habe ihn einmal in diesen vier Jahren im Bundeskanzleramt gesehen. (Abg. Dr. Haider: Weil Sie nie da waren!) Ich war immer da! – Wissen Sie, wann das war? Als er mit blauen Häferln im Zuge des Wahlkampfes zu den Personalvertretungswahlen aufgetaucht und von Zimmer zu Zimmer marschiert ist. Dieser Wahlkampf war die einzige berufliche "Tätigkeit" des Abgeordneten Bauer. Schämen Sie sich! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Haider: Weil Sie nie da waren!
Meine Damen und Herren von den Freiheitlichen! Wenn Sie tatsächlich der Meinung sind, daß Abgeordneter Bauer in der Vergangenheit seiner Tätigkeit nachgekommen ist (Abg. Böhacker: Keine Ablenkung!) – ich bin wirklich erstaunt über diese Unverfrorenheit –, dann reden Sie bitte einmal mit ihm. Ich war nämlich über vier Jahre hinweg im Bundeskanzleramt Zimmernachbar vom Herrn Abgeordneten Bauer. Ich kann Ihnen berichten: Ich habe ihn einmal in diesen vier Jahren im Bundeskanzleramt gesehen. (Abg. Dr. Haider: Weil Sie nie da waren!) Ich war immer da! – Wissen Sie, wann das war? Als er mit blauen Häferln im Zuge des Wahlkampfes zu den Personalvertretungswahlen aufgetaucht und von Zimmer zu Zimmer marschiert ist. Dieser Wahlkampf war die einzige berufliche "Tätigkeit" des Abgeordneten Bauer. Schämen Sie sich! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren von den Freiheitlichen! Wenn Sie tatsächlich der Meinung sind, daß Abgeordneter Bauer in der Vergangenheit seiner Tätigkeit nachgekommen ist (Abg. Böhacker: Keine Ablenkung!) – ich bin wirklich erstaunt über diese Unverfrorenheit –, dann reden Sie bitte einmal mit ihm. Ich war nämlich über vier Jahre hinweg im Bundeskanzleramt Zimmernachbar vom Herrn Abgeordneten Bauer. Ich kann Ihnen berichten: Ich habe ihn einmal in diesen vier Jahren im Bundeskanzleramt gesehen. (Abg. Dr. Haider: Weil Sie nie da waren!) Ich war immer da! – Wissen Sie, wann das war? Als er mit blauen Häferln im Zuge des Wahlkampfes zu den Personalvertretungswahlen aufgetaucht und von Zimmer zu Zimmer marschiert ist. Dieser Wahlkampf war die einzige berufliche "Tätigkeit" des Abgeordneten Bauer. Schämen Sie sich! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Stadler: Das ist ja unglaublich! Sie erlauben sich, einen Steuerzahler aufzufordern, seinen Steuerbescheid offenzulegen! Sie sollten aufhören, zu "höchtln"! Sie sollten sich schämen, Sie "Höchtler"!
Herr Abgeordneter Haider! Wenn Sie die Offenlegung sämtlicher Bezüge fordern, dann sind wir die ersten, die "ja" sagen. Aber legen Sie endlich einmal Ihren Steuerbescheid offen! Sagen Sie wirklich, was Sie an Steuern zahlen – oder noch genauer formuliert, was Sie nicht an Steuern zahlen! (Abg. Mag. Stadler: Das ist ja unglaublich! Sie erlauben sich, einen Steuerzahler aufzufordern, seinen Steuerbescheid offenzulegen! Sie sollten aufhören, zu "höchtln"! Sie sollten sich schämen, Sie "Höchtler"!)
Beifall bei der SPÖ.
Für Sie ist das, was Sie sich aufgrund der angeblichen Verluste Ihres Unternehmens an Steuern beim Mandat ersparen, das Benzingeld für jene Porsches, die Sie mit dem nicht erworbenen Einkommen aus Ihrem Unternehmen jeden Sommer in den Graben fahren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Das letzte Mal haben Sie gesagt, daß wir soviel verdienen, weil wir so viele Sitzungen haben!
Wenn Sie sich wirklich über die Geschäftsordnung ab dem 15. September solche Gedanken machen, dann nehmen Sie auch zur Kenntnis, daß das mehr an Demokratie bringen wird. Sie wird zusätzliche dringliche Instrumente schaffen, mehr Öffentlichkeit. Die Enderledigung oppositioneller Anträge wird erzwungen werden können, und es wird interessante Debatten geben. Aber eines wird es nicht mehr geben, nämlich jeden Monat eine Sondersitzung der Freiheitlichen! Und das ist auch rechtfertigbar, denn, meine Damen und Herren, in 25 Jahren, vor dem Jahre 1994, hat es insgesamt nur sechs Sondersitzungen gegeben (Abg. Mag. Stadler: Das letzte Mal haben Sie gesagt, daß wir soviel verdienen, weil wir so viele Sitzungen haben!), und in den letzten zweieinhalb Jahren waren es insgesamt 12.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Sie werden das in absehbarer Zeit erleben! Sie werden unter dieser Geschäftsordnung leiden!
Was wir heute beschließen werden, ist ein Akt selbstbewußten Parlamentarismus, ein Akt des Parlamentarismus, der für moderne, der für zeitgemäße Debatten sorgen wird. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Sie werden das in absehbarer Zeit erleben! Sie werden unter dieser Geschäftsordnung leiden!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Ing. Meischberger: Kein Wort zu Ihren 40 000 S!
Meine Damen und Herren! Ich bedauere, daß es nicht möglich war, mit den Oppositionsfraktionen zu einem Einvernehmen über diese Vorlage zu kommen, und zwar deswegen nicht, weil die drei Modelle, die die drei Oppositionsfraktionen vorgelegt haben, so unterschiedlich sind. Ich bin davon überzeugt, daß wir im Herbst zumindest versuchen sollten, einander bei der Bezügepyramide zu treffen. Meine Fraktion wird alles dazu tun. Denn Einrichtungen wie F-Sozialfonds, die nichts anderes bezwecken, als die aufrichtigen kleinen Steuerzahler an der Nase herumzuführen, von denen Sie ständig unverfroren reden, können zur Demokratie in Österreich nichts beitragen. Eine Weiterentwicklung des Bezügerechtes bedeutet diese vertretbare Lösung, die wir Ihnen vorschlagen, sehr wohl. Ich bitte um Ihre Zustimmung. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Ing. Meischberger: Kein Wort zu Ihren 40 000 S!)
Abg. Dr. Kostelka: So wie im Burgenland!
Abgeordneter Dr. Jörg Haider (Freiheitliche): Herr Präsident! Hohes Haus! Herr Kollege Kostelka hat die Behauptung aufgestellt, daß die Freiheitlichen über ihren Sozialfonds Parteienfinanzierung betreiben. Das ist unrichtig. (Abg. Dr. Kostelka: So wie im Burgenland!)
Abg. Dr. Kostelka: Sie behaupten, Sie stellen nicht richtig!
Ich stelle richtig (Abg. Dr. Kostelka: Sie behaupten, Sie stellen nicht richtig!) , daß die Freiheitlichen aus Mitteln ihres Sozialfonds auf der Grundlage einer vorliegenden Liste, geprüft durch einen Notar, folgende Maßnahmen gesetzt haben:
Abg. Dr. Kostelka: Im Jahre 1995 Spenden aus 1988!
Astrid Ecker 20 000 S Prozeßhilfe; Elfriede Lang 100 000 S Hilfe nach Tod der Eltern; Verein spastisch gelähmter Kinder, Herr Penzauer, 30 000 S; Familie Gauster, Vollwaisen, 265 000 S; Knochenmarkstransplantationsspendenaktion 25 000 S (Abg. Dr. Kostelka: Im Jahre 1995 Spenden aus 1988!) ; Unterstützung blinder Kinder mit Lesecomputern 30 000 S; Unterstützung für Minderheitenschutzarbeit im Grenzland 5 000 S; Unterstützung einer Tagesheimstätte für Kinder 30 000 S; Unterstützung nach einer schweren Krebsoperation für eine Frau 10 000 S; Unterstützung eines Rollstuhlfahrervereines 10 000 S; Hilfe für eine Großfamilie mit fünf Kindern nach schwerer Krankheit der Frau 20 000 S (Abg. Schieder: Ich frage: Was ist mit dem Geld, das nicht verbraucht wurde?) ; Projektunterstützung für einen Verein gelähmter Kinder 20 000 S; Unterstützung für den Verein spastisch gelähmter Kinder noch einmal 20 000 S; Pflegeunterstützung für ein Vollwaisenkind, dessen Eltern im Burgenland bei einem Autounfall ums Leben kamen ... (Abg. Dr. Kostelka: Das sind lauter Behauptungen!) – Sie lachen, Herr Kollege. Ein Autofahrer hat die gesamte Familie, die radfahrend unterwegs war, niedergemäht, aber Sie lachen hier. Sie sollten sich wirklich schämen! Das ist ja ungeheuerlich! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Schieder: Ich frage: Was ist mit dem Geld, das nicht verbraucht wurde?
Astrid Ecker 20 000 S Prozeßhilfe; Elfriede Lang 100 000 S Hilfe nach Tod der Eltern; Verein spastisch gelähmter Kinder, Herr Penzauer, 30 000 S; Familie Gauster, Vollwaisen, 265 000 S; Knochenmarkstransplantationsspendenaktion 25 000 S (Abg. Dr. Kostelka: Im Jahre 1995 Spenden aus 1988!) ; Unterstützung blinder Kinder mit Lesecomputern 30 000 S; Unterstützung für Minderheitenschutzarbeit im Grenzland 5 000 S; Unterstützung einer Tagesheimstätte für Kinder 30 000 S; Unterstützung nach einer schweren Krebsoperation für eine Frau 10 000 S; Unterstützung eines Rollstuhlfahrervereines 10 000 S; Hilfe für eine Großfamilie mit fünf Kindern nach schwerer Krankheit der Frau 20 000 S (Abg. Schieder: Ich frage: Was ist mit dem Geld, das nicht verbraucht wurde?) ; Projektunterstützung für einen Verein gelähmter Kinder 20 000 S; Unterstützung für den Verein spastisch gelähmter Kinder noch einmal 20 000 S; Pflegeunterstützung für ein Vollwaisenkind, dessen Eltern im Burgenland bei einem Autounfall ums Leben kamen ... (Abg. Dr. Kostelka: Das sind lauter Behauptungen!) – Sie lachen, Herr Kollege. Ein Autofahrer hat die gesamte Familie, die radfahrend unterwegs war, niedergemäht, aber Sie lachen hier. Sie sollten sich wirklich schämen! Das ist ja ungeheuerlich! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Kostelka: Das sind lauter Behauptungen!
Astrid Ecker 20 000 S Prozeßhilfe; Elfriede Lang 100 000 S Hilfe nach Tod der Eltern; Verein spastisch gelähmter Kinder, Herr Penzauer, 30 000 S; Familie Gauster, Vollwaisen, 265 000 S; Knochenmarkstransplantationsspendenaktion 25 000 S (Abg. Dr. Kostelka: Im Jahre 1995 Spenden aus 1988!) ; Unterstützung blinder Kinder mit Lesecomputern 30 000 S; Unterstützung für Minderheitenschutzarbeit im Grenzland 5 000 S; Unterstützung einer Tagesheimstätte für Kinder 30 000 S; Unterstützung nach einer schweren Krebsoperation für eine Frau 10 000 S; Unterstützung eines Rollstuhlfahrervereines 10 000 S; Hilfe für eine Großfamilie mit fünf Kindern nach schwerer Krankheit der Frau 20 000 S (Abg. Schieder: Ich frage: Was ist mit dem Geld, das nicht verbraucht wurde?) ; Projektunterstützung für einen Verein gelähmter Kinder 20 000 S; Unterstützung für den Verein spastisch gelähmter Kinder noch einmal 20 000 S; Pflegeunterstützung für ein Vollwaisenkind, dessen Eltern im Burgenland bei einem Autounfall ums Leben kamen ... (Abg. Dr. Kostelka: Das sind lauter Behauptungen!) – Sie lachen, Herr Kollege. Ein Autofahrer hat die gesamte Familie, die radfahrend unterwegs war, niedergemäht, aber Sie lachen hier. Sie sollten sich wirklich schämen! Das ist ja ungeheuerlich! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Astrid Ecker 20 000 S Prozeßhilfe; Elfriede Lang 100 000 S Hilfe nach Tod der Eltern; Verein spastisch gelähmter Kinder, Herr Penzauer, 30 000 S; Familie Gauster, Vollwaisen, 265 000 S; Knochenmarkstransplantationsspendenaktion 25 000 S (Abg. Dr. Kostelka: Im Jahre 1995 Spenden aus 1988!) ; Unterstützung blinder Kinder mit Lesecomputern 30 000 S; Unterstützung für Minderheitenschutzarbeit im Grenzland 5 000 S; Unterstützung einer Tagesheimstätte für Kinder 30 000 S; Unterstützung nach einer schweren Krebsoperation für eine Frau 10 000 S; Unterstützung eines Rollstuhlfahrervereines 10 000 S; Hilfe für eine Großfamilie mit fünf Kindern nach schwerer Krankheit der Frau 20 000 S (Abg. Schieder: Ich frage: Was ist mit dem Geld, das nicht verbraucht wurde?) ; Projektunterstützung für einen Verein gelähmter Kinder 20 000 S; Unterstützung für den Verein spastisch gelähmter Kinder noch einmal 20 000 S; Pflegeunterstützung für ein Vollwaisenkind, dessen Eltern im Burgenland bei einem Autounfall ums Leben kamen ... (Abg. Dr. Kostelka: Das sind lauter Behauptungen!) – Sie lachen, Herr Kollege. Ein Autofahrer hat die gesamte Familie, die radfahrend unterwegs war, niedergemäht, aber Sie lachen hier. Sie sollten sich wirklich schämen! Das ist ja ungeheuerlich! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Das macht rund eine Million Schilling aus. Wenn Sie der Meinung sind, daß das Parteienfinanzierung ist, dann muß ich sagen, daß wir uns zu dieser Form der Parteienfinanzierung bekennen. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Schwemlein: Das kriegt der Brauneder in einem halben Jahr dazu! – Abg. Mag. Stadler: Der Oberkassierer, der Schwemlein, redet groß!
Präsident Dr. Heinz Fischer: Zu einer weiteren tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter Dkfm. Bauer gemeldet. Er hat das Wort. (Abg. Schwemlein: Das kriegt der Brauneder in einem halben Jahr dazu! – Abg. Mag. Stadler: Der Oberkassierer, der Schwemlein, redet groß!)
Abg. Dr. Kostelka: Nicht nachgekommen sind!
Diese Behauptung ist unrichtig. Wahr ist vielmehr, daß ich meinen Aufgaben als öffentlich Bediensteter – seit mehr als 20 Jahren, nebenbei bemerkt – im Einvernehmen mit meinem Sektionsleiter und meiner Abteilungsleiterin unbeanstandet nachkomme und nachgekommen bin. (Abg. Dr. Kostelka: Nicht nachgekommen sind!) Ich habe noch nie – im Gegensatz zu dem, was Sie uns hier weismachen wollten – auch nur eine einzige Arbeit nicht angenommen, zurückgewiesen oder nicht rechtzeitig oder gar nicht erledigt. (Abg. Dr. Kostelka: Aber keine geleistet! – Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Kostelka: Aber keine geleistet! – Beifall bei den Freiheitlichen.
Diese Behauptung ist unrichtig. Wahr ist vielmehr, daß ich meinen Aufgaben als öffentlich Bediensteter – seit mehr als 20 Jahren, nebenbei bemerkt – im Einvernehmen mit meinem Sektionsleiter und meiner Abteilungsleiterin unbeanstandet nachkomme und nachgekommen bin. (Abg. Dr. Kostelka: Nicht nachgekommen sind!) Ich habe noch nie – im Gegensatz zu dem, was Sie uns hier weismachen wollten – auch nur eine einzige Arbeit nicht angenommen, zurückgewiesen oder nicht rechtzeitig oder gar nicht erledigt. (Abg. Dr. Kostelka: Aber keine geleistet! – Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall beim Liberalen Forum.
Es ist auch ein Unterschied, ob man Beamter, ob man Angestellter, ob man Freiberufler, ob man ein kleiner Gewerbetreibender oder ein großer Unternehmer ist. Zu glauben, daß all diese Lebensverhältnisse mit einer kasuistischen Regelung unter einen Hut zu bringen sind, ist Unfug. Das ist nicht nur eine Illusion, sondern das ist eine Täuschung der Bürgerinnen und Bürger. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Beifall beim Liberalen Forum.
Ich glaube daher, daß die freiberufliche Tätigkeit weitaus vergleichbarer mit der politischen Tätigkeit ist als die Beamtentätigkeit. Was Sie jetzt machen – das ist für mich das Schmerzliche –, ist: Sie reduzieren den Politiker, die Politikerin auf die Ebene eines legistischen Beamten. Was Sie jetzt tun, ist, nicht anzuerkennen, daß der Politiker ein Teil eines Obersten Organes ist, daß er Gestalter der Politik zu sein hat. Sie entpolitisieren dieses Parlament. Das ist die Katastrophe, die mit der jetzigen Bezügeordnung passiert. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Beifall beim Liberalen Forum.
Das alles ist auch die Grundlage einer wichtigen Aufgabe des Parlaments, nämlich der Regierungskontrolle. Die Regierungskontrolle spielt sich nämlich nicht nur mit irgendwelchen dringlichen Anfragen ab, sondern sie spielt sich in dieser Öffentlichkeitsarbeit, im Dialog mit allen Bevölkerungsschichten ab. Das ist nicht Privatvergnügen, das ist nicht etwas, wo ich dann entweder Finanzbeamte oder Parlamentsbeamte darüber entscheiden lasse, ob das politisch notwendig war. Genau das tun Sie jetzt mit Ihrer Regelung, unter einem mir unerfindlichen Druck, den Sie hier durch die Öffentlichkeit empfinden. Daß es Einzelfälle gibt, die eine gesetzliche Regelung schamlos ausgenützt haben, das bringen Sie gefälligst in Ihren eigenen Reihen in Ordnung, aber das darf nicht der Grund sein, daß man jetzt in einer Ho-ruck-Aktion das Kind mit dem Bade ausschüttet! (Beifall beim Liberalen Forum.)
Abg. Wabl: Selbstverständlich! Bereits 1989!
Wir haben das getan. Jenes Modell, das wir vorgelegt haben – wir haben damit Arbeit und Kosten gehabt –, haben wir gemeinsam mit einer Managementberatungsfirma entwickelt. Also man kann jetzt nicht sagen: Die redet eben jetzt etwas daher, weil sie halt auch dazu Stellung nehmen muß. Wir haben dieses Problem als ein ernstes früher mit einem Lösungsansatz versehen als irgend jemand sonst in diesem Hause. Sie, Herr Kollege Wabl, brauchen nicht so dreinzuschauen. Haben Sie ein konkretes Modell vorgelegt? – Nein, haben Sie nicht. (Abg. Wabl: Selbstverständlich! Bereits 1989!) Ich bin sehr neugierig auf Ihre Wortmeldung.
Beifall beim Liberalen Forum und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn es aber eine Fraktion gibt, die nicht bereit ist, nach diesem Grundsatz zu handeln, und wenn man weiß, daß man die Demokratie auch mit demokratischen Mitteln abschaffen kann, dann muß man darüber nachdenken, ob man nicht in der Güterabwägung die Gewichte verlagern muß. Und genau das ist passiert. Die Verlagerung der Gewichte hat durch die Schaffung der Möglichkeit, die Redezeit zu beschränken, stattgefunden. Der diesbezügliche Antrag wurde von uns gemeinsam mit den Grünen und mit den Koalitionsparteien gestellt. Dadurch soll der Parlamentarismus aufgewertet, wieder funktionsfähiger, planbarer und interessanter gemacht werden. Außerdem sollten damit Oppositionsparteien gezwungen werden, politische Prioritäten zu setzen. Es darf ihnen kein Freibrief für zwar demokratische, aber zerstörerische Anwendung der Instrumente in die Hand gegeben werden. Das ist unser Ziel der Geschäftsordnungsreform, und ich bekenne mich dazu! (Beifall beim Liberalen Forum und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall beim Liberalen Forum.
Ich weiß, daß es auch in den Regierungsparteien einige Abgeordnete gibt, die der Meinung sind, daß das Gesetz, so wie es jetzt vorliegt, nicht gut ist. Das heißt nicht, daß man es in Bausch und Bogen verdammen muß. Aber Sie müssen doch zugeben, daß Korrekturen notwendig sind. Und ich weiß, es gibt einige von Ihnen, die das auch schon laut gesagt haben, manche hinter vorgehaltener Hand, manche etwas couragierter. Sie müssen es nicht gleich ablehnen. Aber stimmen Sie diesem unseren Antrag auf Rückverweisung zu. Dann haben wir nämlich alle noch eine Chance. – Ich bedanke mich. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Abg. Dr. Haselsteiner: Sie ist ein schlechter Ratgeber!
Meine Damen und Herren! Die Regelung, die wir heute vorlegen, ist unter dem Druck der öffentlichen Meinung zustande gekommen. (Abg. Dr. Haselsteiner: Sie ist ein schlechter Ratgeber!) Die öffentliche Meinung ist in der Demokratie, Herr Kollege Haselsteiner, letzten Endes der Werturteilsrichter, und die Politiker haben sich den Wünschen der Bevölkerung zu fügen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Die Regelung, die wir heute vorlegen, ist unter dem Druck der öffentlichen Meinung zustande gekommen. (Abg. Dr. Haselsteiner: Sie ist ein schlechter Ratgeber!) Die öffentliche Meinung ist in der Demokratie, Herr Kollege Haselsteiner, letzten Endes der Werturteilsrichter, und die Politiker haben sich den Wünschen der Bevölkerung zu fügen. (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei den Freiheitlichen: Haha!
Wir schlagen folgendes Modell vor: Öffentlich Bedienstete sollen nur mehr in dem Ausmaß ihre Bezüge erhalten, als sie dafür nachprüfbar und dokumentiert arbeiten, maximal aber 75 Prozent ihres Bezuges, auch wenn sie zu 100 Prozent, was bei Mitgliedern des Bundesrates und bei Landtagsabgeordneten möglich ist, ihre Arbeit versehen. Das ist eine Regelung, die durch eine Verfassungsbestimmung abgesichert ist, und eine Regelung, die durch eine unabhängige Kommission von Experten, die nicht mehr im Erwerbsleben stehen, kontrolliert wird, und eine Regelung, die durch Erklärungen des betroffenen Abgeordneten eingeleitet und durch nachprüfende Kontrollen bei der Dienstbehörde überprüfbar und durch einen Bericht an den Nationalrat öffentlich nachvollziehbar ist – eine saubere Lösung, zu der wir stehen! (Ruf bei den Freiheitlichen: Haha!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Es gibt in sämtlichen Parlamentsklubs öffentlich Bedienstete, und ich weigere mich, die öffentlich Bediensteten pauschal abzuqualifizieren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Es hat einen guten Grund, daß 70 Prozent der Sozialdemokraten im öffentlichen Dienst stehen, daß 50 Prozent in der grünen und in der liberalen Fraktion öffentlich Bedienstete sind, daß 45 Prozent der ÖVP-Fraktion öffentlich Bedienstete sind und daß 17 Prozent in der freiheitlichen Fraktion öffentlich Bedienstete sind. Es wird damit ein Sachverstand eingebracht, der diesem Hohen Haus guttut. (Beifall bei der ÖVP.) Das rechtfertigt aber keine Privilegien. Daher beseitigen wir heute die Privilegien. (Abg. Dr. Haselsteiner: Was ist mit dem Umkehrschluß?)
Abg. Dr. Haselsteiner: Was ist mit dem Umkehrschluß?
Es hat einen guten Grund, daß 70 Prozent der Sozialdemokraten im öffentlichen Dienst stehen, daß 50 Prozent in der grünen und in der liberalen Fraktion öffentlich Bedienstete sind, daß 45 Prozent der ÖVP-Fraktion öffentlich Bedienstete sind und daß 17 Prozent in der freiheitlichen Fraktion öffentlich Bedienstete sind. Es wird damit ein Sachverstand eingebracht, der diesem Hohen Haus guttut. (Beifall bei der ÖVP.) Das rechtfertigt aber keine Privilegien. Daher beseitigen wir heute die Privilegien. (Abg. Dr. Haselsteiner: Was ist mit dem Umkehrschluß?)
Beifall bei der ÖVP und der Abg. Dr. Schmidt.
Ich hätte es sehr gerne, Herr Kollege Haselsteiner, wenn es mehrere Unternehmer wie Sie gäbe, die hier sitzen. (Beifall bei der ÖVP und der Abg. Dr. Schmidt. ) Und ich hätte es gerne, wenn wir mehr Rechtsanwälte, mehr Steuerberater, mehr praktizierende Landwirte, mehr Ärzte in diesem Haus hätten, denn dieses Haus würde davon nur profitieren. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der SPÖ und beim Liberalen Forum. – Abg. Marizzi: Keine Arbeiter mehr!)
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der SPÖ und beim Liberalen Forum. – Abg. Marizzi: Keine Arbeiter mehr!
Ich hätte es sehr gerne, Herr Kollege Haselsteiner, wenn es mehrere Unternehmer wie Sie gäbe, die hier sitzen. (Beifall bei der ÖVP und der Abg. Dr. Schmidt. ) Und ich hätte es gerne, wenn wir mehr Rechtsanwälte, mehr Steuerberater, mehr praktizierende Landwirte, mehr Ärzte in diesem Haus hätten, denn dieses Haus würde davon nur profitieren. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der SPÖ und beim Liberalen Forum. – Abg. Marizzi: Keine Arbeiter mehr!)
Beifall bei der ÖVP und des Abg. Schieder.
Wir schaffen heute das seit dem Jahre 1920 bestehende Instrument, daß öffentlich Bedienstete freizustellen sind und ihre Bezüge weiterhin erhalten, ab. Damit benötigen wir aber keine Spendenkonstruktionen mehr. Das heißt, all die Konstruktionen, die es da gibt, etwa in einen Sozialfonds einzuzahlen, der nicht transparent ist, oder irgendwo einen Fonds zu haben, bei welchem man das Geld abliefert, sind nicht mehr notwendig. Verzichten Sie auf Ihre Bezüge als öffentlich Bedienstete und belassen Sie das Geld beim Steuerzahler! Keine Fonds mehr! (Beifall bei der ÖVP und des Abg. Schieder. )
Beifall bei der ÖVP und des Abg. Ing. Tychtl.
Meine Damen und Herren! Wir sind immer vom Nationalratsabgeordneten als von einem Nebenberuf ausgegangen, und die Beschäftigung in der Politik war immer ein Officium nobile: es wurde kein Bezug dafür bezahlt, sondern eine Entschädigung. Wir müssen allerdings – Max Weber hat das schon vor Jahrzehnten erkannt – feststellen, daß Politik heute eben ein Beruf ist. Und Politik als Beruf bedeutet, daß wir entsprechende Konsequenzen ziehen, bedeutet aber auch, daß wir neben dem Officium nobile im Nationalrat natürlich auch unsere politische Tätigkeit in den Wahlkreisen – darauf hat Frau Schmidt mit Recht hingewiesen – weiterhin möglich machen und daß wir auch weiterhin Erfahrung aus der Berufspraxis in dieses Hohe Haus einbringen. Wir brauchen hier im Hohen Haus praktizierende Wirtschaftstreibende, wir brauchen praktizierende Bauern, wir brauchen praktizierende Angestellte, wir brauchen praktizierende Rechtsanwälte, und wir brauchen auch öffentlich Bedienstete. (Beifall bei der ÖVP und des Abg. Ing. Tychtl. )
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Ich habe heute schon darauf hingewiesen: Unter dem Druck der öffentlichen Meinung haben wir heute die Regelung betreffend das Abschaffen der arbeitslosen Bezüge der Beamten, die zugleich Mandatare sind, vorgelegt. Wir haben des weiteren die Regelung vorgelegt, daß der pauschal, also unabhängig von den tatsächlichen Kosten anfallende Reisekostenersatz, ebenso der pauschal, unabhängig vom Aufwand festgelegte Übernachtungsaufwand und der von vielen Bürgern nicht verstandene Fahrausweis 1. Klasse bei den Bundesbahnen abgeschafft werden. An die Stelle dieser Pauschalregelungen haben wir aufwandsbezogene Regelungen vorgeschlagen, die von Wirtschaftstreuhändern ausgearbeitet, in der Präsidialkonferenz vorgelegt und dort von allen Parteien beraten und beschlossen werden. Erst dann – Frau Kollegin Schmidt, lesen Sie das Gesetz: Wirtschaftstreuhänder-Vorschlag, Beratung in der Präsidialkonferenz – tritt die Neuregelung der Spesenvergütungen in Kraft. Bis dahin bleibt es bei der alten Regelung, und zwar bis zu dem Zeitpunkt, zu dem wir nachprüfbare, gerechte, konsensfähige Regelungen für Spesenersätze haben. Bis dahin ändert sich an der derzeitigen Lage nichts. Wir glauben, daß das sachgerecht ist, und wir glauben, daß wir damit vor unsere Wähler hintreten können. Denn: Wir teilen uns keine Extrawurst zu, sondern tun das, was alle anderen Menschen in diesem Lande tun: Belege sammeln, Aufwände nachweisen, abrechnen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Aber eines, meine Damen und Herren, ist wichtig: Wir müssen durch die Regelung, die wir schaffen, und durch die Arbeit, die wir leisten, unserer Bevölkerung zeigen, daß wir unser Geld wert sind! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Schmidt: Verdrehen Sie doch nicht die Dinge! Deswegen gibt es ja seit Februar den Antrag! Sie wissen genau, wovon ich geredet habe!
Frau Dr. Schmidt! Sie haben gesagt, man sollte nicht auf Druck der Öffentlichkeit hin agieren. Grundsätzlich stimmt das schon, nur gibt es auch berechtigte Erwartungen der Öffentlichkeit und einen Druck, der sehr wohl legitim ist. In diesem Land wird ein Sparpaket nach dem anderen, ein Belastungspaket nach dem anderen geschnürt, werden drakonische Maßnahmen zu Lasten der Frauen, die in Karenz sind, zu Lasten der Arbeitslosen, zu Lasten vieler Berufsgruppen gesetzt. Und wenn diese Personen spüren, daß auf ihrem Gehaltszettel, auf ihrem Bezugszettel jeden Monat weniger zu verzeichnen ist, während hier Menschen sitzen, die fürs Nichtstun Geld bekommen, dann entsteht ein Druck, dem sehr wohl zu entsprechen ist und der die Verpflichtung beinhaltet, daß man sich mit diesen Forderungen auseinandersetzt. (Abg. Dr. Schmidt: Verdrehen Sie doch nicht die Dinge! Deswegen gibt es ja seit Februar den Antrag! Sie wissen genau, wovon ich geredet habe!) Selbstverständlich, aber es muß agiert werden.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Haigermoser: Burgenland!
Die Öffentlichkeit beziehungsweise die österreichischen Bürger können mittlerweile so gut rechnen, daß sie Ihnen Ihre Regelungen überhaupt nicht mehr glauben. Denen müssen Sie Rede und Antwort stehen, nicht mir, aber das werden Sie noch reichlich tun müssen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Haigermoser: Burgenland!) Ja, ja, Burgenland ist ein gutes Schlagwort für Sie. (Abg. Haigermoser: Da werden Sie nicht gewählt, wo man Sie kennt!)
Abg. Haigermoser: Da werden Sie nicht gewählt, wo man Sie kennt!
Die Öffentlichkeit beziehungsweise die österreichischen Bürger können mittlerweile so gut rechnen, daß sie Ihnen Ihre Regelungen überhaupt nicht mehr glauben. Denen müssen Sie Rede und Antwort stehen, nicht mir, aber das werden Sie noch reichlich tun müssen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Haigermoser: Burgenland!) Ja, ja, Burgenland ist ein gutes Schlagwort für Sie. (Abg. Haigermoser: Da werden Sie nicht gewählt, wo man Sie kennt!)
Zwischenruf des Abg. Marizzi.
Das ist in unseren Augen bei den Abgeordneten Höchtl und Frischenschlager der Fall und wäre zu überprüfen. Es muß die Finanzprokuratur die in den letzten Jahren angefallenen Bezüge überprüfen, denn wenn schon eine dieser unmoralischen Regelungen irgendwo angebracht gewesen wäre – wie gesagt, unmoralisch, aber wahrscheinlich legal –, dann die Regelung der Pensionierung. Aber ohne überhaupt Arbeitsleistungen zu erbringen, von der 75-Prozent-Regelung Gebrauch zu machen, das scheint uns völlig unangebracht zu sein! (Zwischenruf des Abg. Marizzi. ) Ja, man sollte in diesem Hause von Moral reden! Man sollte von Moral reden, und man sollte auch einmal offenlegen, was hinsichtlich jedes einzelnen Bezuges – auch bei Ihrer Person – in den letzten Jahren kassiert wurde, wieviel Sie bekommen haben. Wenn Sie dafür Arbeitsleistung erbracht haben, dann legen Sie es offen, dann brauchen Sie sich dafür nicht zu genieren! Aber Regelungen vorzuschreiben und damit zu dulden, daß dieses Haus insgesamt in Mißkredit kommt, das ist etwas, was die österreichische Bevölkerung zu Recht nicht mehr akzeptieren wird! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das ist in unseren Augen bei den Abgeordneten Höchtl und Frischenschlager der Fall und wäre zu überprüfen. Es muß die Finanzprokuratur die in den letzten Jahren angefallenen Bezüge überprüfen, denn wenn schon eine dieser unmoralischen Regelungen irgendwo angebracht gewesen wäre – wie gesagt, unmoralisch, aber wahrscheinlich legal –, dann die Regelung der Pensionierung. Aber ohne überhaupt Arbeitsleistungen zu erbringen, von der 75-Prozent-Regelung Gebrauch zu machen, das scheint uns völlig unangebracht zu sein! (Zwischenruf des Abg. Marizzi. ) Ja, man sollte in diesem Hause von Moral reden! Man sollte von Moral reden, und man sollte auch einmal offenlegen, was hinsichtlich jedes einzelnen Bezuges – auch bei Ihrer Person – in den letzten Jahren kassiert wurde, wieviel Sie bekommen haben. Wenn Sie dafür Arbeitsleistung erbracht haben, dann legen Sie es offen, dann brauchen Sie sich dafür nicht zu genieren! Aber Regelungen vorzuschreiben und damit zu dulden, daß dieses Haus insgesamt in Mißkredit kommt, das ist etwas, was die österreichische Bevölkerung zu Recht nicht mehr akzeptieren wird! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Graf: Das ist doch Ihre Parteisteuer!
Wir von den Grünen haben dies immer wieder getan – ich wiederhole es einmal mehr. Ich habe das heute den Medien übergeben. Wir legen unseren Bürgerinitiativenfonds, der nicht aus unseren Beamtengehältern für Nichtleistung gespeist wird, sondern aus Teilen unseres Abgeordnetenbezuges, offen! Und zu dem, was etwa von der FPÖ heute über die 1 Million Schilling ihres Sozialfonds gesagt wurde, kann ich nur sagen: Das haben etliche von uns – etwa auch ich – allein in diesen Fonds eingezahlt. (Abg. Dr. Graf: Das ist doch Ihre Parteisteuer!)
Abg. Dr. Graf: Das ist doch die Parteisteuer, was Sie da haben! Freiwillig!
Ich würde Sie auffordern, daß Sie diese Offenlegung als ein Mindestmaß an Redlichkeit gegenüber der Bevölkerung heute beschließen (Abg. Dr. Graf: Das ist doch die Parteisteuer, was Sie da haben! Freiwillig!) und daß Sie zum zweiten – per sofort – alle arbeitslosen Einkommen nicht nur einstellen, sondern auch in Ihren Fraktionen die moralische Verpflichtung weitergeben, daß eine Rückerstattung von Beträgen, die manche zumindest moralisch zu Unrecht bezogen haben, ehebaldigst passiert. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich würde Sie auffordern, daß Sie diese Offenlegung als ein Mindestmaß an Redlichkeit gegenüber der Bevölkerung heute beschließen (Abg. Dr. Graf: Das ist doch die Parteisteuer, was Sie da haben! Freiwillig!) und daß Sie zum zweiten – per sofort – alle arbeitslosen Einkommen nicht nur einstellen, sondern auch in Ihren Fraktionen die moralische Verpflichtung weitergeben, daß eine Rückerstattung von Beträgen, die manche zumindest moralisch zu Unrecht bezogen haben, ehebaldigst passiert. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und beim Liberalen Forum.
Mit dem nunmehr zur Diskussion stehenden Vorschlag wird lediglich die aktualisierte Seite des Problems gelöst. Es wird künftig keine arbeitslosen Einkommen mehr geben, was gut ist. Vieles andere aber wird bleiben wie gehabt. Medien und Populisten werden die Politik – davon bin ich zutiefst überzeugt – weiter vor sich hertreiben mit dem Vorwurf, Politikerprivilegien seien nicht wirklich abgeschafft worden, und dies könnte man nur vermeiden, wenn man nicht defensiv nachbessert, sondern wirklich offensiv in Kenntnis aller Schwierigkeiten eine umfassende, klare Gesamtregelung treffen würde. (Beifall bei den Grünen und beim Liberalen Forum.) Eine Gesamtregelung verlangt aber auch, meine sehr geehrten Damen und Herren, daß wir einmal klar sagen, was unserem Land die Arbeit von Ministern, von Abgeordneten und anderen Funktionsträgern wert ist, ob sie zum Beispiel mehr oder weniger oder gleich viel verdienen sollen wie vergleichbare – wenn man das überhaupt vergleichen kann – Leute in der Privatwirtschaft oder ob sie, was Nebentätigkeiten anlangt, anders behandelt werden sollen als andere Berufsgruppen in der privaten Wirtschaft oder im freien Beruf bis hin zu den Rechtsanwälten und zu den Journalisten. (Präsident Dr. Neisser übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Dr. Neisser übernimmt den Vorsitz.
Mit dem nunmehr zur Diskussion stehenden Vorschlag wird lediglich die aktualisierte Seite des Problems gelöst. Es wird künftig keine arbeitslosen Einkommen mehr geben, was gut ist. Vieles andere aber wird bleiben wie gehabt. Medien und Populisten werden die Politik – davon bin ich zutiefst überzeugt – weiter vor sich hertreiben mit dem Vorwurf, Politikerprivilegien seien nicht wirklich abgeschafft worden, und dies könnte man nur vermeiden, wenn man nicht defensiv nachbessert, sondern wirklich offensiv in Kenntnis aller Schwierigkeiten eine umfassende, klare Gesamtregelung treffen würde. (Beifall bei den Grünen und beim Liberalen Forum.) Eine Gesamtregelung verlangt aber auch, meine sehr geehrten Damen und Herren, daß wir einmal klar sagen, was unserem Land die Arbeit von Ministern, von Abgeordneten und anderen Funktionsträgern wert ist, ob sie zum Beispiel mehr oder weniger oder gleich viel verdienen sollen wie vergleichbare – wenn man das überhaupt vergleichen kann – Leute in der Privatwirtschaft oder ob sie, was Nebentätigkeiten anlangt, anders behandelt werden sollen als andere Berufsgruppen in der privaten Wirtschaft oder im freien Beruf bis hin zu den Rechtsanwälten und zu den Journalisten. (Präsident Dr. Neisser übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Wabl: Ich habe mir gedacht, das machen Khol und Kostelka!
Ich möchte noch ein zweites grundsätzliches Problem ansprechen. (Abg. Wabl: Ich habe mir gedacht, das machen Khol und Kostelka!) – Herr Abgeordneter Wabl! Sie wissen das genau: Ich rede hier nicht für Herrn Klubobmann Khol und nicht für Herrn Klubobmann Kostelka. Ich rede für den Abgeordneten Löschnak und gebe Ihnen meine Meinung bekannt. (Beifall beim Liberalen Forum und bei den Grünen.)
Beifall beim Liberalen Forum und bei den Grünen.
Ich möchte noch ein zweites grundsätzliches Problem ansprechen. (Abg. Wabl: Ich habe mir gedacht, das machen Khol und Kostelka!) – Herr Abgeordneter Wabl! Sie wissen das genau: Ich rede hier nicht für Herrn Klubobmann Khol und nicht für Herrn Klubobmann Kostelka. Ich rede für den Abgeordneten Löschnak und gebe Ihnen meine Meinung bekannt. (Beifall beim Liberalen Forum und bei den Grünen.)
Abg. Wabl: Es geht nicht um Verbot, sondern um Vereinbarkeit!
Das heißt für mich, mit diesem Gesetz wird einerseits die Lebensplanung in Frage gestellt, andererseits einer ganzen Gruppe von Politikern Berufsverbot oder der Gruppe der Beamten Politikverbot erteilt. Ich habe es schon gesagt, ich halte das, auch wenn Sie das anders sehen, Herr Abgeordneter Wabl, demokratiepolitisch für nicht gut. (Abg. Wabl: Es geht nicht um Verbot, sondern um Vereinbarkeit!)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, dem Liberalen Forum und den Grünen.
Wenn ich mit meiner Rede dazu beitragen konnte, eine tiefergreifende Diskussion über die Einkommen und Privilegien, und zwar im sogenannten privaten und öffentlichen Bereich in unserem Staate, anzuregen, würde mich das freuen. Wenn ich die Diskussion darüber in Gang bringen könnte, daß auch Beamte Arbeitnehmer mit normalen Rechten und Pflichten sind, würde mich das zufrieden machen. In diesem Sinne möchte ich meinen Beitrag verstanden wissen. (Beifall bei SPÖ, ÖVP, dem Liberalen Forum und den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen, beim Liberalen Forum und bei den Grünen.
Vor eineinhalb Monaten erschwerten wir durch das Sparpaket Leuten, die ihre Büros für ihre Dienstverpflichtungen im normalen Leben brauchen, die Absetzmöglichkeiten der Ausstattung ihrer Büros. In dem Gesetz vereinfachen wir sie aber für uns. Wir machen jetzt genau das gleiche, was wir in der Vergangenheit gemacht haben: Wir holen uns die Rosinen heraus. Das kann doch nicht der Sinn und der Weisheit letzter Schluß sein für diese Bezügegesetzregelung, die hier auf dem Tisch liegt. (Beifall bei den Freiheitlichen, beim Liberalen Forum und bei den Grünen.)
Ironische Heiterkeit des Abg. Leikam.
Erstens: Dieser Fonds steht unter der permanenten Kontrolle eines Notars und wird von diesem Notar verwaltet. Von ihm werden in entsprechender Form auch die Zahlungen eingemahnt. Er hat sogar im Falle von Professor Brauneder, der einmal sogar zuviel überwiesen hat, auch darauf hingewiesen, um das klarzustellen. (Ironische Heiterkeit des Abg. Leikam. ) Auch das kann passieren: daß jene Leute, die in der Öffentlichkeit stehen, durch einen Irrtum sogar mehr überwiesen haben, als sie zahlen mußten. Kollege Leikam! Wenn Sie darüber lachen, sage ich Ihnen eines klipp und klar: Jeder einzelne von uns, der dort einzahlt, hat selbstverständlich auch das, was Sie leisten, alle Einladungen, die Pokale und alles, was sonst noch zu finanzieren ist, aus den restlichen 60 000 S zu zahlen. Das versteht sich für mich und meine Fraktionskollegen von selbst. (Abg. Leikam: Mir kommen die Tränen!) Wenn ich mir meinen eigenen Wahlkreis anschaue: Weniger spendefreudig als die anderen Kolleginnen und Kollegen, die bei uns in Kärnten sind, sind wir eigentlich nicht – trotz der 60 000 S-Regelung! Ich glaube, wir brauchen uns für diese Regelung nicht zu genieren.
Abg. Leikam: Mir kommen die Tränen!
Erstens: Dieser Fonds steht unter der permanenten Kontrolle eines Notars und wird von diesem Notar verwaltet. Von ihm werden in entsprechender Form auch die Zahlungen eingemahnt. Er hat sogar im Falle von Professor Brauneder, der einmal sogar zuviel überwiesen hat, auch darauf hingewiesen, um das klarzustellen. (Ironische Heiterkeit des Abg. Leikam. ) Auch das kann passieren: daß jene Leute, die in der Öffentlichkeit stehen, durch einen Irrtum sogar mehr überwiesen haben, als sie zahlen mußten. Kollege Leikam! Wenn Sie darüber lachen, sage ich Ihnen eines klipp und klar: Jeder einzelne von uns, der dort einzahlt, hat selbstverständlich auch das, was Sie leisten, alle Einladungen, die Pokale und alles, was sonst noch zu finanzieren ist, aus den restlichen 60 000 S zu zahlen. Das versteht sich für mich und meine Fraktionskollegen von selbst. (Abg. Leikam: Mir kommen die Tränen!) Wenn ich mir meinen eigenen Wahlkreis anschaue: Weniger spendefreudig als die anderen Kolleginnen und Kollegen, die bei uns in Kärnten sind, sind wir eigentlich nicht – trotz der 60 000 S-Regelung! Ich glaube, wir brauchen uns für diese Regelung nicht zu genieren.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Es nützt Ihnen auch nichts, wenn Sie hier permanent die Vorgänge im burgenländischen Fonds anprangern. Gegen zwei Zeitungen sind in erster Instanz die Urteile ergangen, die Freiheitlichen haben gewonnen. In einem Fall ist der Prozeß endgültig erledigt, im zweiten Fall ist noch eine Berufung anhängig. Ich würde mir auch wünschen, wenn man auf der einen Seite bei jeder Gelegenheit Populismus bei uns moniert, daß man dann auf der anderen Seite, Herr Kollege Leikam, auch dort einmal fair und genau ist, wo man vom Gericht eines Besseren belehrt worden ist, und Fehlinterpretationen nicht weiterhin aufrechterhält. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Zum Abschluß noch etwas: Wir werden heute hier zu einer Beschlußfassung kommen. Vielleicht wird diese Beschlußfassung knapp ausfallen, und wir werden das vorliegende Gesetzeswerk annehmen. Aber ich bin zutiefst davon überzeugt, daß die Debatte dann nicht enden wird. Oder es wird sich die Mehrheit in diesem Hause durchsetzen, und es wird der Rückverweisungsantrag zum Tragen kommen, und wir werden fair und unter Einbeziehung der positiven Aspekte aller fünf Anträge – vielleicht über den Sommer – diesen Antrag einer Enderledigung zuführen, die für dieses Parlament ein größeres Ruhmesblatt wäre als das, was heute hier als Stückwerk auf dem Tisch liegt und zur neuerlichen Verwirrung der Menschen beitragen wird. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Es wird allerdings schon notwendig sein, daß in der Präsidiale für die Spesenabrechnung ein einheitliches System gefunden wird, dem auch alle zustimmen. Eines wird nicht möglich sein: daß die Regierungsparteien eine Regelung treffen, die die Oppositionsabgeordneten dankbar annehmen, die sie aber nebenbei kritisieren. Das wird wahrscheinlich in Zukunft nicht möglich sein. Man wird ein unumstrittenes einheitliches Abrechnungssystem finden müssen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist aber nicht ehrlich, wenn einige Abgeordnete anderen unterstellen, sie würden die Spesen mißbräuchlich abrechnen. Ich möchte hier auf ein Beispiel hinweisen: Von 1987 bis 1991 war ich neben meiner Tätigkeit als Nationalratsabgeordneter auch Präsident der Salzburger Landwirtschaftskammer. Ich habe in dieser Zeit auf die Entschädigung als Präsident verzichtet. Daraufhin bin ich von einem FPÖ-Vertreter wegen Steuerhinterziehung angezeigt worden. Er hat behauptet, hätte ich den Bezug genommen, so hätte ich davon 50 Prozent Einkommensteuer bezahlen müssen und ich hätte den Staat dadurch geschädigt, indem ich darauf verzichtet habe. Es ging sogar eine Sachverhaltsdarstellung an das Finanzministerium. Dieses hat festgestellt, daß die Entschädigung des Präsidenten die Vollversammlung festsetzt und daß meine Entschädigung nicht nach einem Gehaltsgesetz geregelt ist. Daran sieht man schon, daß es Ihnen mehr um Schlagzeilen geht als um gerechte Lösungen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube abschließend sagen zu können: Dieser jetzige Schritt ist ein erster Schritt der Reform. Es ist bereits mehrmals angemerkt worden, daß im Herbst eine Einkommenspyramide erstellt werden soll. Zur Erstellung dieser Einkommenspyramide sollen Wirtschaftstreuhänder herangezogen werden, die ein Modell vorschlagen. Ich sehe keine Chance, daß ein anderes Modell, als es die Wirtschaftstreuhänder vorschlagen, dann von den Abgeordneten beschlossen werden kann. – Also keine abgeschlossene Reform, aber ein erster wichtiger Schritt! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Leikam: Das stimmt nicht!
Meine Damen und Herren! Auch wir in der Politik werden auf wohlerworbene Rechte verzichten müssen. Wenn wir in der Politik als gutverdienende Menschen in diesem Lande – und ich sage: mit Recht gutverdienende Menschen – die Keule der wohlerworbenen Rechte schwingen, wird eine Reform nicht möglich sein. Wir haben nichts im Beamtendienstschema verloren, und auch unsere Altersfaulheit oder unser Altersfleiß, wie immer Sie es wollen, kann nicht durch Biennalsprünge honoriert werden. Es ist doch unvorstellbar, daß Politiker danach bezahlt werden, wie lang Sie hier herinnensitzen. Es wird doch jemand nicht besser, wenn er 20 Dienstjahre am Buckel hat, als ein engagierter Abgeordneter oder eine junge Frau, die im Parlament arbeitet. (Abg. Leikam: Das stimmt nicht!)
Abg. Böhacker: Wie willst du messen?
Meine Damen und Herren! Ist denn das, was wir tun, als Zeit meßbar? Ist nicht davor ein langer Vorlauf durch Vorwissen, Kompetenz, persönliche Konzentration, Kreativität, Persönlichkeit, Lebens- und Berufshintergrund, Ausbildung? Was wir hier tun und diskutieren, ist doch nur der Ausfluß einer Lebensbildung, einer Bildung als politischer Mandatar oder als Mandatarin. Das alles wollen Sie wirklich in Zeit messen? (Abg. Böhacker: Wie willst du messen?) – Ich komme gleich darauf, die Antwort kommt gleich.
Beifall beim Liberalen Forum.
Meine Damen und Herren! Die Reform der Politikerbezüge ist Teil einer notwendigen Reform in einem Wohlfahrtsstaat, der nicht mehr finanzierbar ist, der wieder zum Sozialstaat zurückgeführt werden muß. Wohlerworbene Rechte werden wir zu sinnvollen Lösungen abbauen müssen. Ich glaube, das Entgelt des Politikers sollte je nach der Wohlstandsentwicklung in unserem Land schwanken. Das alles haben Sie in Ihrem Antrag nicht bedacht. Ich bitte daher noch einmal, unserem Antrag auf Rückverweisung an den Ausschuß zuzustimmen und bis zum Herbst gemeinsam über eine umfassende Bezügereform zu diskutieren. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Ofner.
Ich möchte Ihnen dazu ein Beispiel sagen: Ich persönlich bin oft in der Situation, daß ich das Gefühl habe, über neue Entwicklungen, wie beispielsweise Internet oder die Frage der Regelung von Internet, noch zuwenig zu wissen beziehungsweise, daß ich in diesen neuen gesellschaftlichen Entwicklungen zuwenig zuhause bin, um letztendlich auch Position beziehen zu können. Es überfordert einen fast, sich in diesen wichtigen gesellschaftlichen Bereichen auf dem aktuellen Stand der politischen Diskussion zu halten. (Zwischenruf des Abg. Dr. Ofner. )
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir wollen, daß Politiker gut bezahlt werden. Wir wollen das aus mehreren Gründen: Zum einen, weil es darum geht, daß es eine gute Repräsentanz der verschiedensten Bevölkerungsschichten in diesem Haus gibt, weil es darum geht, daß gerecht bezahlt wird und damit auch vorgesorgt wird, daß nicht nur Großgrundbesitzer in diesem Parlament sitzen. Denn wenn lauter Großgrundbesitzer hier säßen, könnte man annehmen, daß sie letztendlich kaum mehr eine Ahnung davon haben, wie es den sozial Schwächsten in diesem Land wirklich geht. Wir wollen daher, daß breite Teile der österreichischen Bevölkerung hier repräsentiert sind. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Worum geht es nun? – Ich glaube, daß wir eine Regelung, die man mit Selbstbewußtsein vertritt, bei der es zu einer gerechten Entlohnung kommt, auch vor der österreichischen Bevölkerung vertreten können. Was die österreichische Bevölkerung nicht will, ist das Gefühl, daß sie angeschwindelt wird, und das, so glaube ich – und dafür haben wir heute ein gutes Beispiel bekommen –, ist zum Beispiel im Bereich des F-Sozialfonds der Fall. Ich darf auf ein paar Bereiche in diesem Zusammenhang kurz eingehen. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Graf: Seit Jänner ist er Präsident! Rechnen ist nicht Ihre Stärke! Seit wann ist er Präsident? Sechs Monate!
Erster Punkt: Klubobmann Haider hat Zahlungen über ungefähr 1 Million Schilling vorgelesen. Abgeordneter Brauneder hat, wenn ich den "Salzburger Nachrichten" glauben darf, 128 000 S netto, 128 000 S mal 14 macht 952 000 S aus. Das wäre also insgesamt die Summe allein vom Kollegen Brauneder. (Abg. Dr. Graf: Seit Jänner ist er Präsident! Rechnen ist nicht Ihre Stärke! Seit wann ist er Präsident? Sechs Monate!)
Neuerliche Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Darf ich Ihnen noch etwas sagen, Herr Abgeordneter: Ich habe zum Beispiel ... (Neuerliche Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Ich komme noch darauf zurück. (Abg. Dr. Graf: Brauneder ist seit Jänner Präsident!) Trotzdem macht es eine Million aus.
Abg. Dr. Graf: Brauneder ist seit Jänner Präsident!
Darf ich Ihnen noch etwas sagen, Herr Abgeordneter: Ich habe zum Beispiel ... (Neuerliche Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Ich komme noch darauf zurück. (Abg. Dr. Graf: Brauneder ist seit Jänner Präsident!) Trotzdem macht es eine Million aus.
Abg. Dr. Haider: Was ist mit eurem Fonds, Frau Kollegin? Seit 1989 haben Sie nichts eingezahlt!
Gleich zu der zweiten Bemerkung, Herr Abgeordneter, zu dem, was Abgeordneter Haupt zu dem Punkt gesagt hat: Brauneder habe sogar zuviel eingezahlt in diesen Fonds. (Abg. Dr. Haider: Was ist mit eurem Fonds, Frau Kollegin? Seit 1989 haben Sie nichts eingezahlt!)
Beifall bei der SPÖ.
Warum werden Sie immer so unruhig, wenn man auf den Fonds zu sprechen kommt? Mehr Gelassenheit, Herr Klubobmann, mehr Ruhe! (Beifall bei der SPÖ.) Hören Sie zu, schauen Sie einmal: Kollege Haupt hat gesagt, Kollege Brauneder habe zuviel in den Sozialfonds eingezahlt. (Neuerliche Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Neuerliche Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Warum werden Sie immer so unruhig, wenn man auf den Fonds zu sprechen kommt? Mehr Gelassenheit, Herr Klubobmann, mehr Ruhe! (Beifall bei der SPÖ.) Hören Sie zu, schauen Sie einmal: Kollege Haupt hat gesagt, Kollege Brauneder habe zuviel in den Sozialfonds eingezahlt. (Neuerliche Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Haider: Macht euch darüber keine Sorgen! Was ist mit dem sozialistischen Sozialfonds?
Am Samstag erklärt Brauneder im "Kurier", er zahle nicht ein in anonyme Fonds, weil ihm das nicht passe. Am Montag wird aber erklärt, er habe zuviel eingezahlt. – Meines Wissens sind aber die Bankschalter geschlossen zwischen Samstag und Montag, das heißt, die Frage ist (Abg. Dr. Haider: Macht euch darüber keine Sorgen! Was ist mit dem sozialistischen Sozialfonds?), wann er das eingezahlt hat, wann er zuviel eingezahlt hat. – Das ist das erste. (Beifall bei der SPÖ. – Neuerliche Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Neuerliche Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Am Samstag erklärt Brauneder im "Kurier", er zahle nicht ein in anonyme Fonds, weil ihm das nicht passe. Am Montag wird aber erklärt, er habe zuviel eingezahlt. – Meines Wissens sind aber die Bankschalter geschlossen zwischen Samstag und Montag, das heißt, die Frage ist (Abg. Dr. Haider: Macht euch darüber keine Sorgen! Was ist mit dem sozialistischen Sozialfonds?), wann er das eingezahlt hat, wann er zuviel eingezahlt hat. – Das ist das erste. (Beifall bei der SPÖ. – Neuerliche Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Haider: Sprechen Sie über den sozialistischen Sozialfonds, den Marizzi angekündigt hat! Was ist mit dem?
Aber es dürfte dieser F-Sozialfonds in der FPÖ insgesamt nicht so ganz akzeptiert sein. Der Geschäftsführer Schweitzer sagt zum Beispiel am 4. Juli 1996 in "NEWS", daß er als Lehrer 27 000 S Zweitgage überwiesen bekommen, diese aber karitativ gespendet hat. Es fällt ihm offenbar am 4. Juli 1996 nicht ein, daß es einen FPÖ-Sozialfonds gibt, obwohl er Geschäftsführer dieser Partei ist – etwas eigenwillig! – und obwohl er noch vor einiger Zeit 4 000 S aus diesem Sozialfonds kassiert hat. (Abg. Dr. Haider: Sprechen Sie über den sozialistischen Sozialfonds, den Marizzi angekündigt hat! Was ist mit dem?)
Abg. Dr. Haider: Ruhig bleiben! Die burgenländische Wahl habt ihr schon verloren!
Ich spreche über den "Standard" vom 21. 9. 1995, laut dem Herr Geschäftsführer Schweitzer aufgrund eines Aktenvermerks des Kollegen Rauter, des F-Chefs im Burgenland, 4 000 S vom Sozialfonds bekommen hat. Damals hat er offensichtlich gewußt, was der Sozialfonds ist. Im "NEWS"-Interview vom 4. Juli 1996 hat er es nicht gewußt. (Abg. Dr. Haider: Ruhig bleiben! Die burgenländische Wahl habt ihr schon verloren!)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Klubobmann! Wenn ich in meiner Partei so wie Sie jemanden wie Kollegen Meischberger hinter mir sitzen hätte, der aus Schwarzgeldern, aus Steuerhinterziehergeldern 3 Millionen kassiert und immer noch hier herinnen sitzt, dann wäre ich so klein (die Rednerin mach eine entsprechende Geste), glauben Sie mir das. (Beifall bei der SPÖ.) Da hätte ich Funkstille!
Abg. Dr. Haider: Wir zahlen deine Tausender, die Tausender, die du versprochen hast! Die kosten viel Geld!
Letzte Frage, sehr geehrte Damen und Herren! Eine Frage an Herrn Klubobmann Haider: Er sagt ... (Abg. Dr. Haider: Wir zahlen deine Tausender, die Tausender, die du versprochen hast! Die kosten viel Geld!) Er sagt, er verdient – warten Sie, ich muß das suchen – ... (Abg. Dr. Haider: Gitti! Wir müssen die Tausender zahlen, die du versprochen hast!) Wir haben jetzt keine EU-Debatte. Auf das komme ich gerne noch bei den Forschungsinstituten zurück. (Neuerliche Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Nein, ich bin überhaupt nicht durcheinander, sondern ihr regt euch offensichtlich furchtbar auf, wenn man euren Sozialfonds anspricht!
Abg. Dr. Haider: Gitti! Wir müssen die Tausender zahlen, die du versprochen hast!
Letzte Frage, sehr geehrte Damen und Herren! Eine Frage an Herrn Klubobmann Haider: Er sagt ... (Abg. Dr. Haider: Wir zahlen deine Tausender, die Tausender, die du versprochen hast! Die kosten viel Geld!) Er sagt, er verdient – warten Sie, ich muß das suchen – ... (Abg. Dr. Haider: Gitti! Wir müssen die Tausender zahlen, die du versprochen hast!) Wir haben jetzt keine EU-Debatte. Auf das komme ich gerne noch bei den Forschungsinstituten zurück. (Neuerliche Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Nein, ich bin überhaupt nicht durcheinander, sondern ihr regt euch offensichtlich furchtbar auf, wenn man euren Sozialfonds anspricht!
Neuerliche Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Letzte Frage, sehr geehrte Damen und Herren! Eine Frage an Herrn Klubobmann Haider: Er sagt ... (Abg. Dr. Haider: Wir zahlen deine Tausender, die Tausender, die du versprochen hast! Die kosten viel Geld!) Er sagt, er verdient – warten Sie, ich muß das suchen – ... (Abg. Dr. Haider: Gitti! Wir müssen die Tausender zahlen, die du versprochen hast!) Wir haben jetzt keine EU-Debatte. Auf das komme ich gerne noch bei den Forschungsinstituten zurück. (Neuerliche Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Nein, ich bin überhaupt nicht durcheinander, sondern ihr regt euch offensichtlich furchtbar auf, wenn man euren Sozialfonds anspricht!
Abg. Dr. Haider hält einen Kontoauszug in die Höhe, in Richtung Rednerin.
Laut "Salzburger Nachrichten" vom 6. 7. 1996 beziffert Haider sein eigenes Einkommen mit 185 000 S brutto, das sind 72 895,10 S netto. Das liefert er zur Gänze, so sagt er, dem FPÖ-Sozialfonds ab. Jetzt habe ich eine einfache, ganz eindeutige Frage an den Herrn Klubobmann: Setzt er diese 12 000 S steuerlich ab? – Wenn ja, dann hat er die österreichische Bevölkerung angelogen, denn dann hat er zusätzlich 6 400 S Einkommen aus seinem Abgeordnetengehalt. Das ist genau die Art und Weise, die die österreichische Bevölkerung nicht will und mit der wir aufhören sollten – und Sie schon überhaupt, weil Sie immer den Saubermann spielen! Haben Sie es abgesetzt, Herr Klubobmann, oder haben Sie es nicht abgesetzt? (Abg. Dr. Haider hält einen Kontoauszug in die Höhe, in Richtung Rednerin.) Nicht den Überweisungsschein! Haben Sie es abgesetzt, geltend gemacht bei der Steuererklärung? – Kommen Sie mir nicht mit dem Einserschmäh! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Laut "Salzburger Nachrichten" vom 6. 7. 1996 beziffert Haider sein eigenes Einkommen mit 185 000 S brutto, das sind 72 895,10 S netto. Das liefert er zur Gänze, so sagt er, dem FPÖ-Sozialfonds ab. Jetzt habe ich eine einfache, ganz eindeutige Frage an den Herrn Klubobmann: Setzt er diese 12 000 S steuerlich ab? – Wenn ja, dann hat er die österreichische Bevölkerung angelogen, denn dann hat er zusätzlich 6 400 S Einkommen aus seinem Abgeordnetengehalt. Das ist genau die Art und Weise, die die österreichische Bevölkerung nicht will und mit der wir aufhören sollten – und Sie schon überhaupt, weil Sie immer den Saubermann spielen! Haben Sie es abgesetzt, Herr Klubobmann, oder haben Sie es nicht abgesetzt? (Abg. Dr. Haider hält einen Kontoauszug in die Höhe, in Richtung Rednerin.) Nicht den Überweisungsschein! Haben Sie es abgesetzt, geltend gemacht bei der Steuererklärung? – Kommen Sie mir nicht mit dem Einserschmäh! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Dr. Fuhrmann: Da muß sogar der Haider lachen! – Abg. Wabl: Das ist blaues Geld!
Abgeordneter Ing. Walter Meischberger (Freiheitliche): Frau Abgeordnete Ederer hat in ihrer unkoordinierten Aneinanderreihung von Sätzen von sich gegeben, ich hätte 3 Millionen Schilling an Schwarzgeld kassiert. Das ist unwahr. – Wahr ist vielmehr, ich habe weder 3 Millionen Schilling kassiert noch jemals Schwarzgeld entgegengenommen. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Dr. Fuhrmann: Da muß sogar der Haider lachen! – Abg. Wabl: Das ist blaues Geld!)
Abg. Steibl: Bravo!
Ich sage Ihnen etwas, meine geschätzten Kolleginnen und Kollegen: Ich arbeite 70 bis 80 Stunden in der Woche. Ich habe vorher andere Berufe gehabt: Ich war schon Kellnerin, ich war schon Deutschlehrerin, ich war schon Beamtin; ich habe früher nie 70 bis 80 Stunden in der Woche gearbeitet. Ich habe aber auch noch nie so viel verdient wie jetzt. Und ich finde, ich bin jeden Schilling, den mir die Republik zahlt, wert, weil ich mit vollem Einsatz, mit voller Kraft arbeite. (Abg. Steibl: Bravo!) Ich bin auch durchaus der Auffassung, daß das, was die Republik mir als Abgeordnete zugesteht, für mein Auskommen ausreichend ist.
Zwischenruf des Abg. Verzetnitsch.
Ich bin voll der Faszination, wenn ich von Kolleginnen und Kollegen höre, daß sie mit voller Kraft und mit vollem Einsatz zwei oder drei Jobs gleichzeitig machen können! Darum bin ich, meine sehr geehrten Damen und Herren, zum erstenmal froh, daß ich doch nicht Gewerkschaftsmitarbeiterin bin, sondern dort seit vielen Jahren nur Hospitantin bin. Kollege Nürnberger, der ja einer der großen Gewerkschaftsbosse dieser Republik ist, hat mich nämlich persönlich verletzt, indem er sagte: Ich habe einen Hauptberuf – er hat nicht gesagt, wieviel er in seinem Hauptberuf bekommt –, und dann habe ich eine Neben tätigkeit, einen Neben beruf – Abgeordneter zum Nationalrat! –, und für die Nebentätigkeit ... (Zwischenruf des Abg. Verzetnitsch. )
Abg. Verzetnitsch: Das ist ja klar!
Der Hauptpunkt meiner Kritik ist der der Intransparenz. Das, was die österreichische Bevölkerung will, ist: Wenn jemand einem Politiker, einer Politikerin begegnet und die harmlose Frage stellt: Was verdienen Sie?, dann will er eine Antwort, und dann muß das alles ganz klar sein. (Abg. Verzetnitsch: Das ist ja klar!)
Abg. Böhacker : Nicht alle!
Das ist genau das, was ich aus meinem Beruf als Beamtin auch so gut kenne: daß die Beamten für eine Dienstreise die Möglichkeit haben, erste Klasse ausbezahlt zu bekommen, aber zweite Klasse fahren (Abg. Böhacker : Nicht alle!) , und die Differenz ist sozusagen ein Einkommensbestandteil. (Zwischenruf des Abg. Dr. Kostelka .) Subjektiv empfunden für den einzelnen. Und das ist genau das (Abg. Dr. Kostelka: Aber das wird es nicht mehr geben!) , geschätzter Herr Klubobmann, was diese Intransparenz ausmacht. (Abg. Dr. Kostelka: Das gibt es nicht mehr!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Kostelka .
Das ist genau das, was ich aus meinem Beruf als Beamtin auch so gut kenne: daß die Beamten für eine Dienstreise die Möglichkeit haben, erste Klasse ausbezahlt zu bekommen, aber zweite Klasse fahren (Abg. Böhacker : Nicht alle!) , und die Differenz ist sozusagen ein Einkommensbestandteil. (Zwischenruf des Abg. Dr. Kostelka .) Subjektiv empfunden für den einzelnen. Und das ist genau das (Abg. Dr. Kostelka: Aber das wird es nicht mehr geben!) , geschätzter Herr Klubobmann, was diese Intransparenz ausmacht. (Abg. Dr. Kostelka: Das gibt es nicht mehr!)
Abg. Dr. Kostelka: Aber das wird es nicht mehr geben!
Das ist genau das, was ich aus meinem Beruf als Beamtin auch so gut kenne: daß die Beamten für eine Dienstreise die Möglichkeit haben, erste Klasse ausbezahlt zu bekommen, aber zweite Klasse fahren (Abg. Böhacker : Nicht alle!) , und die Differenz ist sozusagen ein Einkommensbestandteil. (Zwischenruf des Abg. Dr. Kostelka .) Subjektiv empfunden für den einzelnen. Und das ist genau das (Abg. Dr. Kostelka: Aber das wird es nicht mehr geben!) , geschätzter Herr Klubobmann, was diese Intransparenz ausmacht. (Abg. Dr. Kostelka: Das gibt es nicht mehr!)
Abg. Dr. Kostelka: Das gibt es nicht mehr!
Das ist genau das, was ich aus meinem Beruf als Beamtin auch so gut kenne: daß die Beamten für eine Dienstreise die Möglichkeit haben, erste Klasse ausbezahlt zu bekommen, aber zweite Klasse fahren (Abg. Böhacker : Nicht alle!) , und die Differenz ist sozusagen ein Einkommensbestandteil. (Zwischenruf des Abg. Dr. Kostelka .) Subjektiv empfunden für den einzelnen. Und das ist genau das (Abg. Dr. Kostelka: Aber das wird es nicht mehr geben!) , geschätzter Herr Klubobmann, was diese Intransparenz ausmacht. (Abg. Dr. Kostelka: Das gibt es nicht mehr!)
Abg. Dr. Rasinger: Geh, geh, bitte!
Das, was wir bis jetzt als geltendes Recht haben, ist viel transparenter, denn da gibt es einen Lohnzettel, den jeder bekommt, und auf diesem einen Lohnzettel steht drauf, was er verdient. Künftig ist alles möglich – wie es in der Lotterie heißt. Wir wissen überhaupt nicht, was passieren wird. Da werden Kommissionen über Richtlinien beraten. Stichwort Kommission: Das ist ein zweiter Punkt, der mich persönlich erstens betrifft oder betreffen könnte und der zweitens in einer Art und Weise geregelt ist, die ich wirklich ungeheuerlich finde. Diese Ehrenmänner in den Kommissionen – Klubobmann Khol hat, wie ich in einer Illustrierten ja gelesen habe, schon einen Vorschlag gemacht, wer da drinnen sitzen soll, zum Beispiel so Ehrenmänner wie der ehemalige Präsident Dr. Lichal – werden dann darüber urteilen (Abg. Dr. Rasinger: Geh, geh, bitte!) – das haben Sie vorgeschlagen –, ob jetzt diese Arbeitsleistung eines Abgeordneten, der Beamter ist, auch tatsächlich dem, was er angibt, entspricht. (Abg. Dr. Rasinger: Warum diskreditieren Sie den Herrn Lichal?)
Abg. Dr. Rasinger: Warum diskreditieren Sie den Herrn Lichal?
Das, was wir bis jetzt als geltendes Recht haben, ist viel transparenter, denn da gibt es einen Lohnzettel, den jeder bekommt, und auf diesem einen Lohnzettel steht drauf, was er verdient. Künftig ist alles möglich – wie es in der Lotterie heißt. Wir wissen überhaupt nicht, was passieren wird. Da werden Kommissionen über Richtlinien beraten. Stichwort Kommission: Das ist ein zweiter Punkt, der mich persönlich erstens betrifft oder betreffen könnte und der zweitens in einer Art und Weise geregelt ist, die ich wirklich ungeheuerlich finde. Diese Ehrenmänner in den Kommissionen – Klubobmann Khol hat, wie ich in einer Illustrierten ja gelesen habe, schon einen Vorschlag gemacht, wer da drinnen sitzen soll, zum Beispiel so Ehrenmänner wie der ehemalige Präsident Dr. Lichal – werden dann darüber urteilen (Abg. Dr. Rasinger: Geh, geh, bitte!) – das haben Sie vorgeschlagen –, ob jetzt diese Arbeitsleistung eines Abgeordneten, der Beamter ist, auch tatsächlich dem, was er angibt, entspricht. (Abg. Dr. Rasinger: Warum diskreditieren Sie den Herrn Lichal?)
Abg. Dr. Puttinger : Das ist eine Unterstellung!
Herr Kollege Klubobmann Dr. Khol! Ich weiß nicht, wie Sie sich das vorstellen. Glauben Sie, wenn ein Abgeordneter zu seinem Abteilungsleiter geht, daß bei den Machtverhältnissen, die dort herrschen, ein kleiner Abteilungsleiter es wagen wird, gegen den – jetzt unter Gänsefüßchen – "großen" Abgeordneten aufzubegehren, wenn er in einem direkten Abhängigkeitsverhältnis in der Politik steht? (Abg. Dr. Puttinger : Das ist eine Unterstellung!) Das ist doch so eine absurde Vorstellung! Die ist doch fern jeder Realität! (Abg. Rosemarie Bauer: Es ist doch eher
Beifall bei den Grünen.
Ich bitte um Ihre Zustimmung für unsere Entschließungsanträge, und ich bitte um Ihre Nichtzustimmung zu diesem Pfuschgesetz! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Stoisits betritt eben wieder den Sitzungssaal
Ohne daß ich jetzt Herrn Frischenschlager, Herrn Höchtl oder auch andere Kolleginnen und Kolleginnen hier im Hause mit ähnlicher Situation verteidigen möchte, finde ich es wirklich unpassend – das ist vielleicht zu sanft ausgedrückt –, ich finde es wirklich abstoßend für mich, daß Sie hier eine Menschenhatz betreiben – Frau Stoisits (Abg. Mag. Stoisits betritt eben wieder den Sitzungssaal) , ich rede gerade von Ihren Anträgen –, weil ich glaube, daß Sie sich damit auf eine Ebene mit Herrn Haider stellen (Abg. Dr. Petrovic: Bei den Arbeitslosen haben Sie es gemacht! – Abg. Mag. Stoisits: 10 Millionen hat man den Arbeitslosen weggenommen!) , und ich glaube, daß Sie das eigentlich für sich selber nicht wollen. (Abg. Dr. Petrovic: Beim Karenzgeld hatten Sie keine Bedenken, denen etwas wegzunehmen!)
Abg. Dr. Petrovic: Bei den Arbeitslosen haben Sie es gemacht! – Abg. Mag. Stoisits: 10 Millionen hat man den Arbeitslosen weggenommen!
Ohne daß ich jetzt Herrn Frischenschlager, Herrn Höchtl oder auch andere Kolleginnen und Kolleginnen hier im Hause mit ähnlicher Situation verteidigen möchte, finde ich es wirklich unpassend – das ist vielleicht zu sanft ausgedrückt –, ich finde es wirklich abstoßend für mich, daß Sie hier eine Menschenhatz betreiben – Frau Stoisits (Abg. Mag. Stoisits betritt eben wieder den Sitzungssaal) , ich rede gerade von Ihren Anträgen –, weil ich glaube, daß Sie sich damit auf eine Ebene mit Herrn Haider stellen (Abg. Dr. Petrovic: Bei den Arbeitslosen haben Sie es gemacht! – Abg. Mag. Stoisits: 10 Millionen hat man den Arbeitslosen weggenommen!) , und ich glaube, daß Sie das eigentlich für sich selber nicht wollen. (Abg. Dr. Petrovic: Beim Karenzgeld hatten Sie keine Bedenken, denen etwas wegzunehmen!)
Abg. Dr. Petrovic: Beim Karenzgeld hatten Sie keine Bedenken, denen etwas wegzunehmen!
Ohne daß ich jetzt Herrn Frischenschlager, Herrn Höchtl oder auch andere Kolleginnen und Kolleginnen hier im Hause mit ähnlicher Situation verteidigen möchte, finde ich es wirklich unpassend – das ist vielleicht zu sanft ausgedrückt –, ich finde es wirklich abstoßend für mich, daß Sie hier eine Menschenhatz betreiben – Frau Stoisits (Abg. Mag. Stoisits betritt eben wieder den Sitzungssaal) , ich rede gerade von Ihren Anträgen –, weil ich glaube, daß Sie sich damit auf eine Ebene mit Herrn Haider stellen (Abg. Dr. Petrovic: Bei den Arbeitslosen haben Sie es gemacht! – Abg. Mag. Stoisits: 10 Millionen hat man den Arbeitslosen weggenommen!) , und ich glaube, daß Sie das eigentlich für sich selber nicht wollen. (Abg. Dr. Petrovic: Beim Karenzgeld hatten Sie keine Bedenken, denen etwas wegzunehmen!)
Abg. Mag. Stoisits : Beim erhöhten Karenzgeld da haben Sie kein schlechtes Gewissen gehabt, wenn man die Zahnbürstenkontrolle macht! Da haben Sie kein Mitleid!
Ich sage Ihnen noch einmal: Ich will weder den einen noch den anderen in Schutz nehmen, aber ich glaube, daß das nicht wirklich in Ihrem tiefsten Herzen so gewollt ist. (Abg. Mag. Stoisits : Beim erhöhten Karenzgeld da haben Sie kein schlechtes Gewissen gehabt, wenn man die Zahnbürstenkontrolle macht! Da haben Sie kein Mitleid!)
Abg. Wabl: Ich rede zur Gesetzesflut!
Ich habe jetzt von Ihren Anträgen gesprochen, Frau Stoisits, und da sollten Sie sich noch einmal überlegen, ob Sie sich wirklich mit Herrn Haider auf eine Ebene stellen wollen. Aber Sie können das ja noch klarstellen, oder der Herr Wabl wird ja dann vielleicht noch einmal zu dem Thema Stellung nehmen, was er in den letzten ... (Abg. Wabl: Ich rede zur Gesetzesflut!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich komme auch noch darauf zu sprechen, wie Sie, Kollege Wabl, in den letzten zehn Jahren sehr wohl Ihr arbeitsloses Einkommen bezogen haben und es angeblich einem Sozialfonds zukommen haben lassen – und erst dann, als das Thema zum Thema geworden ist, haben Sie sich in Graz auf den Hauptplatz gestellt und medienwirksam 20-S-Noten verteilt. Sie hätten das vor zehn Jahren schon machen sollen und nicht erst danach. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.) Das sei Ihnen auch ins Stammbuch geschrieben: diese Ihre ganz besondere Scheinheiligkeit und Heuchelei! (Abg. Dr. Petrovic – zum Rednerpult gehend und der Rednerin einige Schriftstücke überreichend –: Da ist auch das Geld vom Herrn Wabl dabei!)
Abg. Dr. Petrovic – zum Rednerpult gehend und der Rednerin einige Schriftstücke überreichend –: Da ist auch das Geld vom Herrn Wabl dabei!
Ich komme auch noch darauf zu sprechen, wie Sie, Kollege Wabl, in den letzten zehn Jahren sehr wohl Ihr arbeitsloses Einkommen bezogen haben und es angeblich einem Sozialfonds zukommen haben lassen – und erst dann, als das Thema zum Thema geworden ist, haben Sie sich in Graz auf den Hauptplatz gestellt und medienwirksam 20-S-Noten verteilt. Sie hätten das vor zehn Jahren schon machen sollen und nicht erst danach. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.) Das sei Ihnen auch ins Stammbuch geschrieben: diese Ihre ganz besondere Scheinheiligkeit und Heuchelei! (Abg. Dr. Petrovic – zum Rednerpult gehend und der Rednerin einige Schriftstücke überreichend –: Da ist auch das Geld vom Herrn Wabl dabei!)
Abg. Dr. Haider: Ich nicht!
So ist es – und jetzt möchte ich niemandem persönlich nahetreten – natürlich kein Zufall, daß das gesamte Präsidium und auch alle Klubobleute aus dem öffentlichen Bereich kommen. (Abg. Dr. Haider: Ich nicht!) Auch der Herr Haider! Denn was ist Ihre Berufsbezeichnung seit 20 Jahren? (Abg. Dr. Haider: Ein forstwirtschaftlicher Betrieb ist wirklich kein öffentliches Unternehmen, liebe Frau Freiberuflerin!) Der ist Ihnen durch Glück in den Schoß gefallen, denn von Beruf waren Sie zuerst einmal Assistent an der Universität, dann waren Sie Landesparteisekretär, dann waren Sie Landesregierungsmitglied – und jetzt sind Sie Klubobmann. (Abg. Dr. Haider: Und Sie sind Freiberuflerin, die zigarettenrauchend herumgeht!) Sie kommen – so wie viele hier im Hause – auch aus dem öffentlichen Bereich, auch wenn Sie das jetzt entkräften wollen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Dr. Haider: Ein forstwirtschaftlicher Betrieb ist wirklich kein öffentliches Unternehmen, liebe Frau Freiberuflerin!
So ist es – und jetzt möchte ich niemandem persönlich nahetreten – natürlich kein Zufall, daß das gesamte Präsidium und auch alle Klubobleute aus dem öffentlichen Bereich kommen. (Abg. Dr. Haider: Ich nicht!) Auch der Herr Haider! Denn was ist Ihre Berufsbezeichnung seit 20 Jahren? (Abg. Dr. Haider: Ein forstwirtschaftlicher Betrieb ist wirklich kein öffentliches Unternehmen, liebe Frau Freiberuflerin!) Der ist Ihnen durch Glück in den Schoß gefallen, denn von Beruf waren Sie zuerst einmal Assistent an der Universität, dann waren Sie Landesparteisekretär, dann waren Sie Landesregierungsmitglied – und jetzt sind Sie Klubobmann. (Abg. Dr. Haider: Und Sie sind Freiberuflerin, die zigarettenrauchend herumgeht!) Sie kommen – so wie viele hier im Hause – auch aus dem öffentlichen Bereich, auch wenn Sie das jetzt entkräften wollen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Dr. Haider: Und Sie sind Freiberuflerin, die zigarettenrauchend herumgeht!
So ist es – und jetzt möchte ich niemandem persönlich nahetreten – natürlich kein Zufall, daß das gesamte Präsidium und auch alle Klubobleute aus dem öffentlichen Bereich kommen. (Abg. Dr. Haider: Ich nicht!) Auch der Herr Haider! Denn was ist Ihre Berufsbezeichnung seit 20 Jahren? (Abg. Dr. Haider: Ein forstwirtschaftlicher Betrieb ist wirklich kein öffentliches Unternehmen, liebe Frau Freiberuflerin!) Der ist Ihnen durch Glück in den Schoß gefallen, denn von Beruf waren Sie zuerst einmal Assistent an der Universität, dann waren Sie Landesparteisekretär, dann waren Sie Landesregierungsmitglied – und jetzt sind Sie Klubobmann. (Abg. Dr. Haider: Und Sie sind Freiberuflerin, die zigarettenrauchend herumgeht!) Sie kommen – so wie viele hier im Hause – auch aus dem öffentlichen Bereich, auch wenn Sie das jetzt entkräften wollen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
So ist es – und jetzt möchte ich niemandem persönlich nahetreten – natürlich kein Zufall, daß das gesamte Präsidium und auch alle Klubobleute aus dem öffentlichen Bereich kommen. (Abg. Dr. Haider: Ich nicht!) Auch der Herr Haider! Denn was ist Ihre Berufsbezeichnung seit 20 Jahren? (Abg. Dr. Haider: Ein forstwirtschaftlicher Betrieb ist wirklich kein öffentliches Unternehmen, liebe Frau Freiberuflerin!) Der ist Ihnen durch Glück in den Schoß gefallen, denn von Beruf waren Sie zuerst einmal Assistent an der Universität, dann waren Sie Landesparteisekretär, dann waren Sie Landesregierungsmitglied – und jetzt sind Sie Klubobmann. (Abg. Dr. Haider: Und Sie sind Freiberuflerin, die zigarettenrauchend herumgeht!) Sie kommen – so wie viele hier im Hause – auch aus dem öffentlichen Bereich, auch wenn Sie das jetzt entkräften wollen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Böhacker: Was heißt "Pharisäertum"? Das ist ja unglaublich!
Und diese Situationen, nämlich die Situation des Herrn Haider oder die Situation des Dritten Präsidenten oder des Herrn Bauer, zeigen, daß Selbstgerechtigkeit und Pharisäertum der Freiheitlichen nicht angebracht sind (Abg. Böhacker: Was heißt "Pharisäertum"? Das ist ja unglaublich!) und daß die Überrepräsentanz des geschützten Sektors kein parteipolitisches Problem ist, sondern generell ein Problem unseres Parlamentarismus. (Abg. Dr. Haider: Sie haben 25 Leute auf solchen Posten!)
Abg. Dr. Haider: Sie haben 25 Leute auf solchen Posten!
Und diese Situationen, nämlich die Situation des Herrn Haider oder die Situation des Dritten Präsidenten oder des Herrn Bauer, zeigen, daß Selbstgerechtigkeit und Pharisäertum der Freiheitlichen nicht angebracht sind (Abg. Böhacker: Was heißt "Pharisäertum"? Das ist ja unglaublich!) und daß die Überrepräsentanz des geschützten Sektors kein parteipolitisches Problem ist, sondern generell ein Problem unseres Parlamentarismus. (Abg. Dr. Haider: Sie haben 25 Leute auf solchen Posten!)
Abg. Wabl: Warum stimmen Sie dann immer zu? Sie haben auch der Bezügeregelung zugestimmt!
Ich wage zu behaupten, Herr Wabl – um wieder auf die Gesetzesflut zu sprechen zu kommen –, daß das auch mit ein Grund ist, daß wir hier im Hause so ein unendliches Regelungsbedürfnis haben, und daß es auch mit ein Grund ist, daß die Bürger mit der Arbeit der Parlamentarier nicht zufrieden sind. (Abg. Wabl: Warum stimmen Sie dann immer zu? Sie haben auch der Bezügeregelung zugestimmt!)
Abg. Wabl: Sie sollten es so machen wie der Herr Löschnak, sonst haben Sie das Recht verwirkt, hier so zu reden!
Wenn wir uns in allen diesen Fragen nicht zu klaren, haltbaren Lösungen durchringen, sitzen wir bald wieder bei derselben nächsten Debatte aufgrund eines Anlaßfalles – nur daß dann das Ansehen der Politik wieder um einige Prozentpunkte gesunken ist. (Abg. Wabl: Sie sollten es so machen wie der Herr Löschnak, sonst haben Sie das Recht verwirkt, hier so zu reden!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Wabl: Warum stimmen Sie dann nicht dagegen? Warum stimmen Sie dann zu?
Meine Damen und Herren! Wir brauchen keinen weiteren Wettbewerb der Selbstabwertung der Politik. Wir brauchen dringend transparente und leistungsorientierte Lösungen! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Wabl: Warum stimmen Sie dann nicht dagegen? Warum stimmen Sie dann zu?) Vor allem brauchen wir mehr Selbstachtung! Das haben viele Vorredner auch schon ins Treffen geführt. (Abg. Wabl: Warum stimmen Sie dann zu? Bei der Transparenz stimmen Sie immer dagegen!)
Abg. Wabl: Warum stimmen Sie dann zu? Bei der Transparenz stimmen Sie immer dagegen!
Meine Damen und Herren! Wir brauchen keinen weiteren Wettbewerb der Selbstabwertung der Politik. Wir brauchen dringend transparente und leistungsorientierte Lösungen! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Wabl: Warum stimmen Sie dann nicht dagegen? Warum stimmen Sie dann zu?) Vor allem brauchen wir mehr Selbstachtung! Das haben viele Vorredner auch schon ins Treffen geführt. (Abg. Wabl: Warum stimmen Sie dann zu? Bei der Transparenz stimmen Sie immer dagegen!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Meine Damen und Herren! Ich bin, um zum Schluß zu kommen, durchaus optimistisch, daß es uns bei den nächsten Verhandlungen gelingen wird, eine akzeptable Politikerbezügeregelung zu erarbeiten. Ich erinnere mich an die vorhin getroffenen Aussagen: Ich kann Frau Ederer inhaltlich vollkommen recht geben, ich kann in vielen Passagen Frau Schmidt und ihrem Kollegen Helmut Peter recht geben. Es gab auch im Debattenbeitrag des Herrn Kollegen Haupt einige Punkte, hinsichtlich derer wir Konsens finden können. Ich bleibe daher optimistisch und meine, daß wir im Herbst eine entsprechende Lösung finden werden. – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Ich habe außerdem von meinem Abgeordnetengehalt 1,2 Millionen Schilling bezahlt – von meinem Abgeordnetenbezug! – an Bürgerinitiativen, an den Rechtshilfefonds. Das ist ungefähr soviel, wie die ganze FPÖ mit ihrem Sozialfonds zusammen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Nehmen Sie das "angeblich" zurück, entschuldigen Sie sich, und stimmen Sie in Zukunft der Gesetzesflut nicht mehr zu. Das würde Ihnen gut anstehen! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Dann muß man schon die Frage stellen, ob man nicht einmal über Unvereinbarkeiten diskutieren muß, über Gewaltentrennung eines Beamten im engeren Sinn, der in der Hoheitsverwaltung tätig ist, und eines Mandatars, der in der Gesetzgebung tätig ist. Daß man dieses Thema diskutieren kann und in Zukunft wahrscheinlich auch muß, zeigen uns andere Länder vor. In der Bundesrepublik Deutschland wurde diesbezüglich eine saubere Lösung und eine Unvereinbarkeit getroffen. Nicht das Berufsverbot an sich ist der Wegweiser für die Zukunft, sondern es geht um ein Berufausübungsverbot während der Dauer des Mandates. Das ist der Kern der Frage! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Herr Präsident Verzetnitsch! Ich frage Sie: Warum nur diese Berufsgruppe? Warum kann nicht ein Beamter beziehungsweise ein öffentlich Bediensteter ebenso wie viele andere, die keine Privilegien haben und das so machen, in seinem Urlaub, im Zeitausgleich wahlkämpfen? – Dieses Privileg wird also nicht beseitigt, und das halte ich für einen schweren Fehler, da die derzeitige Systematik fortgesetzt wird und die Privilegiendiskussion so in diesem Bereich niemals verstummen wird. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Betroffen hat es mich aber gemacht, daß hier vom Rednerpult aus von Kollegin Hostasch und auch von Kollegen Nürnberger in Form von tatsächlichen Berichtigungen ihre eigene Funktion plötzlich abgeschwächt wird. Kollegin Hostasch und Kollege Nürnberger haben gesagt, sie hätten nur eine politische Funktion, nämlich die des Abgeordneten zum Nationalrat. Wenn sie sagen, daß die Funktion der Arbeiterkammerpräsidentin keine politische Funktion ist, da diese in einem Dienstverhältnis steht, und daß die Funktion eines Gewerkschaftspräsidenten keine politische Funktion ist, weil sie ein Dienstverhältnis darstellt, dann muß ich sagen: Wenn es überhaupt eine Entfernungszulage geben soll, dann haben diese beiden Herrschaften mit vielen anderen, die diese Meinung vertreten, eine in Millionenhöhe verdient, da sie sich in der Einschätzung dieser Position von der Bevölkerung um Lichtjahre entfernt haben. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wenn man sich die Erläuternden Bemerkungen, die bei Gesetzen wesentlichen Auslegungscharakter haben, ansieht, stellt man fest, daß kein einziges Wort hinsichtlich dieser Bestimmung in den Erläuternden Bemerkungen zu finden ist. Ich behaupte daher heute schon, daß es in Zukunft erneut möglich sein wird, daß SPÖ-Funktionäre und ÖVP-Funktionäre ihre Büros im Wahlkreis in ihren Parteilokalen oder in Lokalen von Vorfeldorganisationen einrichten, und zwar auf Kosten des Steuerzahlers, um ihren eigenen Säckel zu entlasten! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Sehr geehrte Damen und Herren! Wenn Sie nicht wollen, daß ein oberster Repräsentant tatsächlich eine ungerechtfertigte Pension in diesem Land beziehen könnte und es wahrscheinlich auch tun wird, dann stimmen Sie dieser Abänderung zu, dann werden wir zumindest diesen Punkt bereinigen können. Dann hat dieser Tag wenigstens in diesem Punkt einen Sinn gehabt. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Haigermoser. – Abg. Koppler: Da mach‘ dir keine Sorgen!
Ich habe des weiteren das "Privileg", der einzige sozialdemokratische Abgeordnete aus Vorarlberg zu sein. (Zwischenruf des Abg. Haigermoser. – Abg. Koppler: Da mach‘ dir keine Sorgen!) Herr Haigermoser! Das überlassen wir lieber den Wählern und nicht der "F", denn das ist ohnehin nicht gar so gut. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich habe des weiteren das "Privileg", der einzige sozialdemokratische Abgeordnete aus Vorarlberg zu sein. (Zwischenruf des Abg. Haigermoser. – Abg. Koppler: Da mach‘ dir keine Sorgen!) Herr Haigermoser! Das überlassen wir lieber den Wählern und nicht der "F", denn das ist ohnehin nicht gar so gut. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Böhacker: Das ist unrichtig!
Meine Kolleginnen und Kollegen von den Freiheitlichen! Es scheint mir eigenartig zu sein, wenn gerade Sie uns dies stets vorwerfen. Sei selbst haben mit Holger Bauer in dieser Angelegenheit einen führenden Mann in Sachen arbeitsloses Einkommen im Bundeskanzleramt sitzen, genauso wie den Dritten Nationalratspräsidenten (Abg. Böhacker: Das ist unrichtig!) , der weiterhin für seine Professorentätigkeit kräftigst verdiente und verdient (Abg. Böhacker: Das ist die absolute Unwahrheit!) – dies, obwohl er, wie Zeitungen berichteten, bereits zu der Zeit, als er nur Abge
Abg. Böhacker: Das ist die absolute Unwahrheit!
Meine Kolleginnen und Kollegen von den Freiheitlichen! Es scheint mir eigenartig zu sein, wenn gerade Sie uns dies stets vorwerfen. Sei selbst haben mit Holger Bauer in dieser Angelegenheit einen führenden Mann in Sachen arbeitsloses Einkommen im Bundeskanzleramt sitzen, genauso wie den Dritten Nationalratspräsidenten (Abg. Böhacker: Das ist unrichtig!) , der weiterhin für seine Professorentätigkeit kräftigst verdiente und verdient (Abg. Böhacker: Das ist die absolute Unwahrheit!) – dies, obwohl er, wie Zeitungen berichteten, bereits zu der Zeit, als er nur Abge
Abg. Böhacker: Nennen Sie weitere Beispiele! – Abg. Dr. Mertel: Schweitzer!
Ich könnte die Nennung von Beispielen noch weiter ausführen, aber es war bisher nicht mein Stil – und er wird es auch in Zukunft nicht sein –, andere mit Schmutz ... (Abg. Böhacker: Nennen Sie weitere Beispiele! – Abg. Dr. Mertel: Schweitzer!) Ich könnte jetzt noch den Herrn Ebner, den Herrn Traussnig, den Herrn Neyer in Vorarlberg nennen. Es gibt noch viele lebende Beispiele aus Ihrer Partei, die man anführen könnte, aber ich will es gar nicht machen, weil es so sinnlos ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich könnte die Nennung von Beispielen noch weiter ausführen, aber es war bisher nicht mein Stil – und er wird es auch in Zukunft nicht sein –, andere mit Schmutz ... (Abg. Böhacker: Nennen Sie weitere Beispiele! – Abg. Dr. Mertel: Schweitzer!) Ich könnte jetzt noch den Herrn Ebner, den Herrn Traussnig, den Herrn Neyer in Vorarlberg nennen. Es gibt noch viele lebende Beispiele aus Ihrer Partei, die man anführen könnte, aber ich will es gar nicht machen, weil es so sinnlos ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Nun möchte ich aber zum eigentlichen Thema dieser heutigen Debatte kommen. Es gibt in Österreich – wie so oft – auch im Bereich der Bezüge von Politikern völlig legale Relikte aus vergangenen Zeiten, die heute unangebracht, unangemessen und natürlich für viele unverständlich sind. Zu solchen gehört – nach der heutigen Debatte wird man sagen können: gehörten – auch das arbeitslose Beamteneinkommen eines Politikers. Dieses Relikt wird heute endlich abgeschafft. Ich sehe auch nicht ein, weshalb es nicht abgeschafft werden sollte. Als Politiker soll man ein anständiges Gehalt beziehen, man sollte nicht auf arbeitslose Einkommen, wie immer man es nennen mag, angewiesen sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Abgeordneter Dkfm. Holger Bauer (Freiheitliche): Hohes Haus! Mein Vorredner hat behauptet, ich sei Bezieher eines arbeitslosen Einkommens. Das ist unrichtig. Wahr ist vielmehr – ich wiederhole das –: Ich komme seit 20 Jahren unbeanstandet meinen Verpflichtungen, meiner Arbeit nach ... (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Fragen Sie meine Vorgesetzten! (Abg. Dr. Keppelmüller: Am Samstag holt er die Zeitung!) Das sind ein Schwarzer und ein Roter, fragen Sie nach! (Präsident Dr. Neisser gibt das Glockenzeichen. – Abg. Leikam: Zeitung holen, mit dem Hund an der Leine!)
Abg. Dr. Keppelmüller: Am Samstag holt er die Zeitung!
Abgeordneter Dkfm. Holger Bauer (Freiheitliche): Hohes Haus! Mein Vorredner hat behauptet, ich sei Bezieher eines arbeitslosen Einkommens. Das ist unrichtig. Wahr ist vielmehr – ich wiederhole das –: Ich komme seit 20 Jahren unbeanstandet meinen Verpflichtungen, meiner Arbeit nach ... (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Fragen Sie meine Vorgesetzten! (Abg. Dr. Keppelmüller: Am Samstag holt er die Zeitung!) Das sind ein Schwarzer und ein Roter, fragen Sie nach! (Präsident Dr. Neisser gibt das Glockenzeichen. – Abg. Leikam: Zeitung holen, mit dem Hund an der Leine!)
Präsident Dr. Neisser gibt das Glockenzeichen. – Abg. Leikam: Zeitung holen, mit dem Hund an der Leine!
Abgeordneter Dkfm. Holger Bauer (Freiheitliche): Hohes Haus! Mein Vorredner hat behauptet, ich sei Bezieher eines arbeitslosen Einkommens. Das ist unrichtig. Wahr ist vielmehr – ich wiederhole das –: Ich komme seit 20 Jahren unbeanstandet meinen Verpflichtungen, meiner Arbeit nach ... (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Fragen Sie meine Vorgesetzten! (Abg. Dr. Keppelmüller: Am Samstag holt er die Zeitung!) Das sind ein Schwarzer und ein Roter, fragen Sie nach! (Präsident Dr. Neisser gibt das Glockenzeichen. – Abg. Leikam: Zeitung holen, mit dem Hund an der Leine!)
Abg. Leikam: Zeitung holen, mit dem Hund an der Leine! – Abg. Dr. Haider – in Richtung des Abg. Leikam –: Sei ruhig, du bist auch so einer!
Ich kommen seit 20 Jahren meinen Verpflichtungen und Aufgaben als öffentlich Bediensteter unbeanstandet nach (Abg. Leikam: Zeitung holen, mit dem Hund an der Leine! – Abg. Dr. Haider – in Richtung des Abg. Leikam –: Sei ruhig, du bist auch so einer!) , habe noch nie eine Arbeit zurück- oder abgewiesen, bin meiner mir zugewiesenen Arbeit immer nachgekommen und habe diese nie verspätet oder gar nicht geleistet.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Auch wenn Sie es fünfmal behaupten: Es wird Ihre Sicht der Dinge, nur weil Sie es so wollen, dadurch nicht wahrer. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Haselsteiner: Da werde ich jetzt ganz kritisch zuhören!
Präsident Dr. Heinrich Neisser: Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Dr. Frischenschlager. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Dr. Haselsteiner: Da werde ich jetzt ganz kritisch zuhören!)
Abg. Dr. Mertel: Das steht nirgends!
Ich finde es interessant, daß in der heutigen Debatte schon mehrfach das Problem angesprochen wurde: Was ist denn nun eigentlich die Aufgabe des Abgeordneten/der Abgeordneten? Was ist denn politische Leistung? – Ich meine, daß genau das der zentrale Punkt ist, weil wir in vielen Diskussionsbeiträgen eigentlich nicht die Klarheit haben, daß wir ganz offen und ehrlich sagen: Wer die parlamentarische Aufgabe ernst nimmt, wer die politische Arbeit ernst nimmt, der ist durch diese Tätigkeit im Regelfall voll ausgelastet. Das ist der zentrale Punkt, und deshalb sind meiner Ansicht nach all diese Regelungen, die mit Prozentsätzen zu arbeiten versuchen, wie zum Beispiel 75 Prozent Bezug, weil man annimmt, man könne 75 Prozent neben der Abgeordnetentätigkeit arbeiten (Abg. Dr. Mertel: Das steht nirgends!), unrealistisch.
Abg. Dr. Mertel: Wo steht das?
Ich behaupte, daß all diese Regelungen, Frau Kollegin (Abg. Dr. Mertel: Wo steht das?) , insofern unrealistisch und daher unehrlich sind, als derjenige – und da kann man als Abgeordneter einer kleinen Fraktion vielleicht eine Spur stärker darauf hinweisen –, der diese Abgeordnetentätigkeit ernst nimmt, sich allenfalls Reste seiner Berufstätigkeit erhalten und nebenbei vielleicht noch die eine oder andere ehrenamtliche politische Funktion ausüben kann.
Beifall beim Liberalen Forum.
Man kann es als Öffentlichkeitsarbeit im weitesten Sinn bezeichnen, was der eine als Gewerkschaftsfunktionär, der andere als Stammtischpolitiker betreibt, der dritte, indem er sich mit Experten bezüglich bestimmter politischer Themen oder Interessenvertretungen auseinandersetzt. Wenn wir nicht begreifen, daß diese Tätigkeit weit über die rein parlamentarische Tätigkeit hinausgeht, dann tun wir nicht nur den Abgeordneten etwas Schlechtes, sondern auch dem Parlament. Und darum geht es mir in dieser Debatte. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Beifall beim Liberalen Forum.
Nach dieser Einleitung, meine Damen und Herren, möchte ich mich der Frage der Vereinbarkeit von Beamtentätigkeit und Abgeordnetentätigkeit widmen. Und da möchte ich schon sagen – erlauben Sie mir ein paar Worte zu den Ausführungen der Kollegin Stoisits zu sagen, die mich mit einem Entschließungsantrag bedenkt –: Es ist dieser Antrag schon von einer gewissen Schäbigkeit. Es wird Ihnen nicht gelingen, meine sehr geehrten Kolleginnen und Kollegen von den Grünen, mich mit Schmutz zu bewerfen, denn ich habe mich, seit ich in diesem Parlament bin oder zumindest während eines wesentlichen Teils dieser Zeit, nicht nur bemüht, dieses unsinnige System der Doppelbezüge im Rahmen meiner Möglichkeiten politisch zu bekämpfen, sondern ich kann von mir behaupten, daß ich auch versucht habe, im Rahmen dieses Systems anständig zu bleiben. Ich habe hier regelmäßig gearbeitet, ich habe jahrelang verzichtet, wie ich konnte, ich habe mich dann, wenn aus diesem Rechtsanspruch andere rechtliche Ansprüche erwachsen sind, in dieses System wieder einklinken müssen, und ich habe im Rahmen der Möglichkeiten versucht, meinen Beruf im bescheidenen Umfang und mit Resten – das gebe ich gerne zu – fortzuführen. Und deshalb finde ich es ein bißchen schäbig, wie Sie versuchen, mich auch an den Pranger zu stellen. Das wollte ich Ihnen gesagt haben! (Beifall beim Liberalen Forum.)
Abg. Wabl: Das ist ja kein Berufsverbot! – Präsident Dr. Brauneder übernimmt den Vorsitz.
Aber ich sehe nicht ein, warum in den nachgeordneten Bereichen, warum im Bereich der Lehrtätigkeit nicht auch – ich sage immer – "Berufsreste" weiter ausgeübt werden können. Es wird über eine Berufsgruppe ein Berufsverbot verhängt, was ich nicht für richtig erachte. (Abg. Wabl: Das ist ja kein Berufsverbot! – Präsident Dr. Brauneder übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Wabl: Richtig!
Kollege Wabl! Es ist für mich keine Frage des Doppelverdienstes, sondern eine Frage der Unvereinbarkeit. Für mich besteht die Lösung des Problems darin, daß wir Unvereinbarkeitsbestimmungen einführen, mit denen wir klar abtrennen, welchen öffentlichen Funktionen wir die Vereinbarkeit mit dem Abgeordnetenmandat zumuten können und welchen nicht. Dann haben wir eine klare Regelung. – Unvereinbarkeit – das ist der Lösungsansatz. (Abg. Wabl: Richtig!)
Zwischenruf der Abg. Dr. Mertel.
Ich halte die Debatte, die jetzt in der Öffentlichkeit stattfindet, wirklich für beschämend, weil man so tut, als ob es nicht Realität wäre, daß ein Abgeordneter aus den Bundesländern eben zwei Wohnsitze hat und daß das etwas kostet. Und wenn wir Abgeordnete aus den Bundesländern wollen, dann müssen wir das anerkennen. Das ist ein wesentlicher Punkt. (Zwischenruf der Abg. Dr. Mertel. ) Ja, wir sollen offen, ehrlich und offensiv argumentieren. Ich halte es für falsch, das in der Öffentlichkeit nicht auch offensiv zu vertreten, denn damit behindern wir unsere Arbeit, unsere Funktion, und das tut der parlamentarischen Demokratie nicht gut.
Beifall beim Liberalen Forum.
Aber etwas vermissen wir – und deshalb unser Rückverweisungsantrag –: Regeln wir zunächst einmal die Doppelbezüge; diese gehören weg. Über alles andere reden wir dann intensiv – mit Befristung – im Herbst weiter. Und stellen wir die Modelle, die in der Vergangenheit vorgeschlagen wurden, in der Diskussion einander gegenüber. Ich meine, die Zeit dazu sollten wir uns nehmen. Wir tun damit nicht nur den Abgeordneten, sondern auch dem Parlament und damit dieser Demokratie etwas Gutes. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Beifall bei der ÖVP.
Und deshalb kann und darf es für uns auch nicht darum gehen – wie man das auch gesehen und gespürt hat –, eine Art negative Gehaltsspirale nach unten in Gang zu setzen. Wer ordentlich arbeitet, braucht sich nicht zu entschuldigen für das Gehalt, das er hier als Abgeordneter bezieht. Auch das, glaube ich, sollte man allen ins Stammbuch schreiben, die darüber eine Diskussion beginnen wollen. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Wabl.
Wir von der Volkspartei bekennen uns zur Leistung, und wir bekennen uns auch zu einem leistungsgerechten Politikereinkommen. (Zwischenruf des Abg. Wabl. ) Aber des Geldes wegen, Herr Kollege Wabl, geht man nicht in die Politik. So mancher unterläßt es eben wegen des Geldes und vor allem wegen des ständigen Rechtfertigungszwanges, unter dem er steht, wenn er eine Politikerfunktion übernommen hat. Meine Damen und Herren! Auch das tut der Demokratie und dem Ansehen der Politiker in diesem Lande auf Dauer nicht gut. Das sollte man aus diesem Anlaß heute sagen dürfen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir von der Volkspartei bekennen uns zur Leistung, und wir bekennen uns auch zu einem leistungsgerechten Politikereinkommen. (Zwischenruf des Abg. Wabl. ) Aber des Geldes wegen, Herr Kollege Wabl, geht man nicht in die Politik. So mancher unterläßt es eben wegen des Geldes und vor allem wegen des ständigen Rechtfertigungszwanges, unter dem er steht, wenn er eine Politikerfunktion übernommen hat. Meine Damen und Herren! Auch das tut der Demokratie und dem Ansehen der Politiker in diesem Lande auf Dauer nicht gut. Das sollte man aus diesem Anlaß heute sagen dürfen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland heißt es: Die Abgeordneten haben Anspruch auf eine angemessene und ihre Unabhängigkeit sichernde Entschädigung. – Diesem Grundsatz muß auch in Österreich entsprochen werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Peter
Das bedauere ich. Das ist eine destruktive Haltung insbesondere der Grünen, der Liberalen (Zwischenruf des Abg. Mag. Peter ) und der Freiheitlichen. Auch das ist dem Ansehen der Politik äußerst abträglich.
Beifall bei der ÖVP.
Glauben Sie mir: Die ständige Abwertung von Politik und Politikern, die Sie – insbesondere von den Grünen und von den Freiheitlichen – zum Teil in unverantwortlicher Art betreiben, schadet dem Ansehen der Politik zutiefst und wird auch Ihnen eines Tages noch auf den Kopf fallen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Aumayr: Mein Gott!
Ich halte nichts von politischen Schlammschlachten über sogenannte Politikerprivilegien, ich lehne sie ab. Aber Herr Dr. Haider hat heute ein Beispiel aus Oberösterreich gebracht, ein Beispiel für angeblich ungerechtfertigte Doppelbezüge eines Landtagsabgeordneten, des Kollegen Pallwein-Prettner. Herr Kollege Haider! Ich möchte Ihnen dazu eines sagen: Wer selbst im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Aumayr: Mein Gott!)
Aha-Rufe bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Ich darf in Oberösterreich bleiben und Ihnen aus der "Kronen-Zeitung" vom 16. Juni 1996 vorlesen: Landtagsabgeordneter Lambert Haimbuchner – er dürfte Ihnen bekannt sein; es ist ein freiheitlicher Landtagsabgeordneter –, der zusätzlich noch Bürgermeister von Steinhaus ist, hat neben seinem Abgeordnetenbezug auch noch 75 Prozent des Gehaltes als Landesbediensteter erhalten. Und jetzt kommt es, Herr Kollege: Ursprünglich hatte Haimbuchner nur 50 Prozent seines Beamtengehaltes bekommen. Er ließ sich diesen Bezug jedoch still und heimlich auf 75 Prozent erhöhen. Das, meine Damen und Herren, ist Ihr "Privilegienabbau"! (Aha-Rufe bei der ÖVP.) Also: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Ich darf in Oberösterreich bleiben und Ihnen aus der "Kronen-Zeitung" vom 16. Juni 1996 vorlesen: Landtagsabgeordneter Lambert Haimbuchner – er dürfte Ihnen bekannt sein; es ist ein freiheitlicher Landtagsabgeordneter –, der zusätzlich noch Bürgermeister von Steinhaus ist, hat neben seinem Abgeordnetenbezug auch noch 75 Prozent des Gehaltes als Landesbediensteter erhalten. Und jetzt kommt es, Herr Kollege: Ursprünglich hatte Haimbuchner nur 50 Prozent seines Beamtengehaltes bekommen. Er ließ sich diesen Bezug jedoch still und heimlich auf 75 Prozent erhöhen. Das, meine Damen und Herren, ist Ihr "Privilegienabbau"! (Aha-Rufe bei der ÖVP.) Also: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Haider: Wirklich nicht! Er schreibt die Geschichte um!
Und im übrigen, meine Damen und Herren: Aus Oberösterreich fallen mir noch einige Beispiele ein. Herr Kollege Haider hat gesagt: Na ja, wie ist das mit der Versorgung der abgetakelten Politiker durch ÖVP und SPÖ? – Ja wie war denn das bei Ihnen mit Ihrem Landesobmann Schender?! Der ist Ihnen doch politisch gar nicht zu Gesicht gestanden. Der hat am Parteitag noch gegen Sie gestimmt – das wissen Sie so gut wie ich –, als Sie damals zur Wahl gestanden sind. (Abg. Dr. Haider: Wirklich nicht! Er schreibt die Geschichte um!) Und diesen Kollegen Schender haben Sie wegbefördert in die Funktion eines Volksanwaltes, damit Sie dort einen treuen Mann Ihres Vertrauens sitzen haben. Das ist die politische Wahrheit, und dazu sollten Sie auch stehen, Herr Kollege Haider! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Haider: Wie kann er ein Mann meines Vertrauens sein, wenn er gegen mich ist?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Haider: Wie kann er ein Mann meines Vertrauens sein, wenn er gegen mich ist?
Und im übrigen, meine Damen und Herren: Aus Oberösterreich fallen mir noch einige Beispiele ein. Herr Kollege Haider hat gesagt: Na ja, wie ist das mit der Versorgung der abgetakelten Politiker durch ÖVP und SPÖ? – Ja wie war denn das bei Ihnen mit Ihrem Landesobmann Schender?! Der ist Ihnen doch politisch gar nicht zu Gesicht gestanden. Der hat am Parteitag noch gegen Sie gestimmt – das wissen Sie so gut wie ich –, als Sie damals zur Wahl gestanden sind. (Abg. Dr. Haider: Wirklich nicht! Er schreibt die Geschichte um!) Und diesen Kollegen Schender haben Sie wegbefördert in die Funktion eines Volksanwaltes, damit Sie dort einen treuen Mann Ihres Vertrauens sitzen haben. Das ist die politische Wahrheit, und dazu sollten Sie auch stehen, Herr Kollege Haider! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Haider: Wie kann er ein Mann meines Vertrauens sein, wenn er gegen mich ist?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Graf: Er hat es genauso gehalten wie der Löschnak! Der redet nur, wenn es wesentlich ist!
Wie war denn das – um wieder in Oberösterreich zu bleiben – mit Ihrem Klubobmann Dr. Gugerbauer? – Meine Damen und Herren! Nach seiner Abhalfterung als Klubobmann durch Sie ist er noch ein Jahr hier herinnen gesessen und hat den Mund nie aufgemacht. Warum hätte er das auch tun sollen? – Er ist nur hier gesessen, um seinen Pensionsanspruch nach zehn Jahren zu erwerben! Das ist der "Privilegienabbau" à la FPÖ. Also, meine Damen und Herren: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen! Nehmen Sie sich das zu Herzen! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Graf: Er hat es genauso gehalten wie der Löschnak! Der redet nur, wenn es wesentlich ist!)
Abg. Dr. Graf: Vor einer Woche haben Sie noch anders gesprochen!
Meine Damen und Herren! Ich stehe zur heutigen Lösung, aber sie beseitigt – dessen bin ich mir bewußt – bei weitem nicht alle Probleme. Sie ist ein weiteres Etappenziel zu einer umfassenden Lösung des Problems der Politikereinkommen. (Abg. Dr. Graf: Vor einer Woche haben Sie noch anders gesprochen!) Aber um zu einer noch weitgehenderen, umfassenderen Lösung
Abg. Dr. Haider: Alles Gute!
In diesem Sinne, meine Damen und Herren (Abg. Dr. Haider: Alles Gute!) : Diese heutige Regelung ist zwar keine endgültige Lösung aller offenen Probleme, sie ist eine wichtige Etappenlösung, um zu einer endgültigen, für die Öffentlichkeit transparenten, verfassungsrechtlich abgesicherten und steuerrechtlich überzeugenden Einkommenslösung für Politiker zu kommen. Ich hoffe, daß wir hier in diesem Haus auch einmal gemeinsam – auch gemeinsam mit der Opposition – diesbezüglich zu einem Konsens kommen können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne, meine Damen und Herren (Abg. Dr. Haider: Alles Gute!) : Diese heutige Regelung ist zwar keine endgültige Lösung aller offenen Probleme, sie ist eine wichtige Etappenlösung, um zu einer endgültigen, für die Öffentlichkeit transparenten, verfassungsrechtlich abgesicherten und steuerrechtlich überzeugenden Einkommenslösung für Politiker zu kommen. Ich hoffe, daß wir hier in diesem Haus auch einmal gemeinsam – auch gemeinsam mit der Opposition – diesbezüglich zu einem Konsens kommen können. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Kukacka: Und der Abgeordnete Wabl mit seinem Lehrergehalt!
Wenn Sie etwa meinen, die Opposition mit ihrer sturen Nein-Sager-Haltung sei schuld, Herr Abgeordneter Kukacka, dann möchte ich Sie doch daran erinnern: Sie waren der erste, der zur Regelung des Abgeordneten Khol gesagt hat: Nein, so will ich das nicht! Wenn Sie, Herr Abgeordneter Kukacka, sagen, Sie seien für leistungsgerechte Politikereinkommen, dann wird es vermutlich niemand hier in diesem Haus geben, der Ihnen dabei widersprechen wird. Es geht aber nicht um die leistungsgerechten Politikereinkommen, sondern der Grund für diese heutige Debatte ist, daß wir über die nicht leistungsgerechten Nebeneinkommen sprechen müssen. Ihr Banknachbar, Herr Höchtl, mit seinem Nebeneinkommen war Auslöser für die öffentliche Debatte. (Abg. Mag. Kukacka: Und der Abgeordnete Wabl mit seinem Lehrergehalt!)
Abg. Dr. Graf: Seine Vorlesung ist dem Streik zum Opfer gefallen!
Wenn hier Abgeordneter Frischenschlager zum Beispiel sagt – und ich muß schon zugeben, ich habe ein Problem mit dieser Aussage –, er habe in einem bescheidenen Umfang gearbeitet, dann muß sich die Öffentlichkeit zu Recht die Frage stellen – nicht nur in diesem Fall –, ob der bescheidene Umfang dafür ausreicht, 75 Prozent eines Einkommens zu erhalten. (Abg. Dr. Graf: Seine Vorlesung ist dem Streik zum Opfer gefallen!)
Abg. Verzetnitsch: Lies das, was Nürnberger gesagt hat!
Einige Redner von seiten der sozialdemokratischen Fraktion sind am Vormittag hier herausgegangen – es waren Kollege Nürnberger und Frau Kollegin Hostasch – und haben sich zu ihren Einkommen erklärt, sie haben sich – so wie Kollege Nürnberger – zu ihrem Hauptberuf erklärt, und daraus ist natürlich die Schlußfolgerung zu ziehen, daß sie einen Nebenberuf haben: nämlich Politiker. (Abg. Verzetnitsch: Lies das, was Nürnberger gesagt hat!) Er hat gesagt, hauptberuflich ist er Vorsitzender der Gewerkschaft! (Abg. Verzetnitsch: Ein weiteres Einkommen aus einer hauptberuflichen Tätigkeit!) Selbstverständlich, das meine ich – aber, Kollege Verzetnitsch, wenn er als hauptberufliche Tätigkeit Vorsitzender einer Gewerkschaft angibt, heißt das doch, daß es auch eine nebenberufliche Tätigkeit gibt: Politiker. (Abg. Verzetnitsch: Politisch tätig und Beruf!) Es gibt nicht zwei Hauptberufe, das würde völlig dem widersprechen, was wir unter Haupt- und Nebentätigkeit verstehen. (Abg. Wabl: Zwei Berufe hat nur der Haupt!)
Abg. Verzetnitsch: Ein weiteres Einkommen aus einer hauptberuflichen Tätigkeit!
Einige Redner von seiten der sozialdemokratischen Fraktion sind am Vormittag hier herausgegangen – es waren Kollege Nürnberger und Frau Kollegin Hostasch – und haben sich zu ihren Einkommen erklärt, sie haben sich – so wie Kollege Nürnberger – zu ihrem Hauptberuf erklärt, und daraus ist natürlich die Schlußfolgerung zu ziehen, daß sie einen Nebenberuf haben: nämlich Politiker. (Abg. Verzetnitsch: Lies das, was Nürnberger gesagt hat!) Er hat gesagt, hauptberuflich ist er Vorsitzender der Gewerkschaft! (Abg. Verzetnitsch: Ein weiteres Einkommen aus einer hauptberuflichen Tätigkeit!) Selbstverständlich, das meine ich – aber, Kollege Verzetnitsch, wenn er als hauptberufliche Tätigkeit Vorsitzender einer Gewerkschaft angibt, heißt das doch, daß es auch eine nebenberufliche Tätigkeit gibt: Politiker. (Abg. Verzetnitsch: Politisch tätig und Beruf!) Es gibt nicht zwei Hauptberufe, das würde völlig dem widersprechen, was wir unter Haupt- und Nebentätigkeit verstehen. (Abg. Wabl: Zwei Berufe hat nur der Haupt!)
Abg. Verzetnitsch: Politisch tätig und Beruf!
Einige Redner von seiten der sozialdemokratischen Fraktion sind am Vormittag hier herausgegangen – es waren Kollege Nürnberger und Frau Kollegin Hostasch – und haben sich zu ihren Einkommen erklärt, sie haben sich – so wie Kollege Nürnberger – zu ihrem Hauptberuf erklärt, und daraus ist natürlich die Schlußfolgerung zu ziehen, daß sie einen Nebenberuf haben: nämlich Politiker. (Abg. Verzetnitsch: Lies das, was Nürnberger gesagt hat!) Er hat gesagt, hauptberuflich ist er Vorsitzender der Gewerkschaft! (Abg. Verzetnitsch: Ein weiteres Einkommen aus einer hauptberuflichen Tätigkeit!) Selbstverständlich, das meine ich – aber, Kollege Verzetnitsch, wenn er als hauptberufliche Tätigkeit Vorsitzender einer Gewerkschaft angibt, heißt das doch, daß es auch eine nebenberufliche Tätigkeit gibt: Politiker. (Abg. Verzetnitsch: Politisch tätig und Beruf!) Es gibt nicht zwei Hauptberufe, das würde völlig dem widersprechen, was wir unter Haupt- und Nebentätigkeit verstehen. (Abg. Wabl: Zwei Berufe hat nur der Haupt!)
Abg. Wabl: Zwei Berufe hat nur der Haupt!
Einige Redner von seiten der sozialdemokratischen Fraktion sind am Vormittag hier herausgegangen – es waren Kollege Nürnberger und Frau Kollegin Hostasch – und haben sich zu ihren Einkommen erklärt, sie haben sich – so wie Kollege Nürnberger – zu ihrem Hauptberuf erklärt, und daraus ist natürlich die Schlußfolgerung zu ziehen, daß sie einen Nebenberuf haben: nämlich Politiker. (Abg. Verzetnitsch: Lies das, was Nürnberger gesagt hat!) Er hat gesagt, hauptberuflich ist er Vorsitzender der Gewerkschaft! (Abg. Verzetnitsch: Ein weiteres Einkommen aus einer hauptberuflichen Tätigkeit!) Selbstverständlich, das meine ich – aber, Kollege Verzetnitsch, wenn er als hauptberufliche Tätigkeit Vorsitzender einer Gewerkschaft angibt, heißt das doch, daß es auch eine nebenberufliche Tätigkeit gibt: Politiker. (Abg. Verzetnitsch: Politisch tätig und Beruf!) Es gibt nicht zwei Hauptberufe, das würde völlig dem widersprechen, was wir unter Haupt- und Nebentätigkeit verstehen. (Abg. Wabl: Zwei Berufe hat nur der Haupt!)
Abg. Verzetnitsch: Er ist nicht angestellt beim ÖGB!
Da stelle ich mir die Frage: Was macht dieser Herr hauptberuflich? Kollege Verzetnitsch, das ist wirklich eine interessante und spannende Frage: Was ist er von diesen vier Berufen hauptberuflich? Ist er Beamter? Ist er Klubobmann? (Abg. Verzetnitsch: Er ist nicht angestellt beim ÖGB!) Es ist egal, ob er angestellt ist beim ÖGB oder nicht: Er übt vier Funktionen aus, von denen drei mit seiner Tätigkeit im ÖGB zusammenhängen. (Abg. Dr. Graf: Ein Abzocker!) Es ist mir auch egal, ob er sie im ÖGB ausübt.
Abg. Dr. Graf: Ein Abzocker!
Da stelle ich mir die Frage: Was macht dieser Herr hauptberuflich? Kollege Verzetnitsch, das ist wirklich eine interessante und spannende Frage: Was ist er von diesen vier Berufen hauptberuflich? Ist er Beamter? Ist er Klubobmann? (Abg. Verzetnitsch: Er ist nicht angestellt beim ÖGB!) Es ist egal, ob er angestellt ist beim ÖGB oder nicht: Er übt vier Funktionen aus, von denen drei mit seiner Tätigkeit im ÖGB zusammenhängen. (Abg. Dr. Graf: Ein Abzocker!) Es ist mir auch egal, ob er sie im ÖGB ausübt.
Abg. Dr. Feurstein: Nein! Das kommt nicht!
Ich war, das muß ich Ihnen ehrlich sagen, nicht unzufrieden mit der Regelung des Freifahrtscheines. Nicht deswegen, weil ich – so wie die Kollegen Khol und Kostelka vermutet haben – damit irgendwo auf dem Weißensee oder sonstwo mit einem Schifferl herumreisen konnte. Ich habe dafür bis jetzt keine Zeit gehabt. Meine Reisen waren – so verstehe ich es zumindest, auch Strecken in die Bundesländer hinaus – bisher immer nur Dienstreisen. Ich habe nicht die Zeit gehabt, um Freizeitreisen durch Österreich mit meiner Bundesbahnfreifahrt durchzuführen, und ich denke, viele von Ihnen, die tatsächlich die Bundesbahnkarte benutzt haben, auch nicht. Aber wenn Sie jetzt von dieser Regelung weggehen, wenn Sie wirklich die Abrechnung ermöglichen, sodaß der Abgeordnete – wie das Kollege Schwarzenberger sehr deutlich gesagt hat – in Zukunft die Netzkarte kaufen und trotzdem Einzelfahrten abrechnen kann, dann öffnen Sie dem Mißbrauch Tür und Tor. (Abg. Dr. Feurstein: Nein! Das kommt nicht!) Der Abgeordnete Schwarzenberger hat das heute hier so erklärt.
Beifall bei den Grünen.
Ich würde mir wünschen, daß hier und heute einige Vertreter der Regierungsparteien vor der Abstimmung zumindest hinausgehen, weil sie das mit ihrem Gewissen nicht vereinbaren können. Und ich würde mir wünschen, daß wir tatsächlich den Mut und die Kraft aufbringen, in ordentlichen Ausschußberatungen in den nächsten Monaten sine ira et studio uns die Zeit zu nehmen, das zu beraten, was notwendig ist und was uns auszeichnen könnte: nämlich ein anständiges Politikerprofil für die Zukunft zu entwerfen, ein anständiges Politikergehalt zu diskutieren, anständige Regelungen für Unvereinbarkeit zu finden und anständige Regelungen, die uns auch die entsprechende Transparenz bescheren, die notwendig ist, damit die Bürger in diesem Land wieder etwas mehr Vertrauen in die Politik fassen können. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Madl: Durch das Strukturanpassungsgesetz kann man auch arbeitslos werden!
Ich möchte auch darauf hinweisen, daß der Politikerberuf – oder wie immer Sie das bezeichnen möchten – zwei Besonderheiten hat, die kein anderer Beruf hat. Die erste ist: Sie können zwar in jedem Beruf arbeitslos werden, aber nennen Sie mir einen Beruf, wo Sie durch permanente Wahlen arbeitslos werden. – Und da meine ich nicht unbedingt die Wahl direkt für die Körperschaft, für das Gremium, sondern in allen Parteien die Vorwahlen, die innerparteilichen Auslesemechanismen, die durchaus im Zusammenhang mit dem In-Wien-Sein zu sehen sind. (Abg. Madl: Durch das Strukturanpassungsgesetz kann man auch arbeitslos werden!)
Heiterkeit.
Frau Kollegin Madl! Hören Sie mir vielleicht zu! Ich bemühe mich, Ihnen sachlich etwas zu erklären. Es wird Ihnen nichts nützen, wenn Sie wie in der Muppet-Show da von der Bank herunterhängen und hereinplärren. Ich habe das Mikrophon und bin sicher lauter. (Heiterkeit.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Aber das spielt alles keine Rolle. Man tut alles, um dieses Parlament madig zu machen und damit die Demokratie zu untergraben. – Das wollte ich Ihnen einmal ganz deutlich sagen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Abgeordneter Dr. Michael Krüger (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Herr Abgeordneter Keppelmüller hat den Mund in der Tat sehr voll genommen. Aber, Herr Kollege Keppelmüller, wenn Sie davon sprechen, daß wir von der Freiheitlichen Partei hier in einem Glashaus sitzen, dann sage ich Ihnen: Sie sitzen nicht in einem Glashaus, sondern Sie sitzen auf einem Scherbenhaufen! (Beifall bei den Freiheitlichen.) Herr Kollege Keppelmüller, das ist nämlich der Unterschied.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Herr Klubobmann Kostelka, da lachen Sie! Wenn aus diesem Sozialfonds querschnittgelähmten Kindern geholfen wird, lachen Sie auch? Lachen Sie auch, wenn aus diesem Sozialfonds spastischen Kindern geholfen wird, wenn Rollstühle angeschafft werden? Ist das Ihre Moral, Herr Klubobmann? (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Kostelka: Das ist ungeheuerlich! Nicht einmal Ihr Präsident hat Vertrauen zu den anonymen Fonds!
Ich finde, es ist eine Ungeheuerlichkeit ersten Ranges, daß ausgerechnet Sie, Herr Klubobmann, sich hier herausstellen und den großen Moralisten spielen, ausgerechnet einer, meine Damen und Herren, der ein arbeitsloses Einkommen bezogen hat, und das jahrelang, und der noch stolz darauf ist, daß er sich Jahre hindurch als Parlamentsrat pensionieren hat lassen und einen Doppelbezug erhalten hat. (Abg. Dr. Kostelka: Das ist ungeheuerlich! Nicht einmal Ihr Präsident hat Vertrauen zu den anonymen Fonds!)
Abg. Dr. Kostelka: Sie wissen nicht einmal, worum es geht!
Was war dann seine erste Reaktion auf die Abschaffung der arbeitslosen Einkünfte? (Abg. Dr. Kostelka: Sie wissen nicht einmal, worum es geht!) Herr Klubobmann Kostelka! Diesen Vorwurf kann man Ihnen nicht ersparen. Ihre erste Reaktion war, daß Sie nach einer legistischen Möglichkeit Ausschau gehalten haben, damit Sie wieder auf die Gage kommen, die Ihnen das arbeitslose Einkommen eines pensionierten Parlamentsrates ermöglicht hat. (Abg. Dr. Keppelmüller: Aber Autohändler war er nie!) Das ist ja unglaublich! Ich frage mich: Welche Sensibilität haben Sie von Rot und Schwarz, daß Sie in einer Zeit, in der Sie ohnedies dem geplagten Bürger laufend in die fast schon leeren Taschen greifen, sich selbst eine Gehaltserhöhung bewilligen wollen? (Abg. Dr. Keppelmüller: Fußballspieler und Autohändler war er nie!) Herr Klubobmann Kostelka! Oder ist das nicht die Wahrheit? (Abg. Dr. Mertel: Reden Sie vom Schweitzer? Pensionierter Turnlehrer!)
Abg. Dr. Keppelmüller: Aber Autohändler war er nie!
Was war dann seine erste Reaktion auf die Abschaffung der arbeitslosen Einkünfte? (Abg. Dr. Kostelka: Sie wissen nicht einmal, worum es geht!) Herr Klubobmann Kostelka! Diesen Vorwurf kann man Ihnen nicht ersparen. Ihre erste Reaktion war, daß Sie nach einer legistischen Möglichkeit Ausschau gehalten haben, damit Sie wieder auf die Gage kommen, die Ihnen das arbeitslose Einkommen eines pensionierten Parlamentsrates ermöglicht hat. (Abg. Dr. Keppelmüller: Aber Autohändler war er nie!) Das ist ja unglaublich! Ich frage mich: Welche Sensibilität haben Sie von Rot und Schwarz, daß Sie in einer Zeit, in der Sie ohnedies dem geplagten Bürger laufend in die fast schon leeren Taschen greifen, sich selbst eine Gehaltserhöhung bewilligen wollen? (Abg. Dr. Keppelmüller: Fußballspieler und Autohändler war er nie!) Herr Klubobmann Kostelka! Oder ist das nicht die Wahrheit? (Abg. Dr. Mertel: Reden Sie vom Schweitzer? Pensionierter Turnlehrer!)
Abg. Dr. Keppelmüller: Fußballspieler und Autohändler war er nie!
Was war dann seine erste Reaktion auf die Abschaffung der arbeitslosen Einkünfte? (Abg. Dr. Kostelka: Sie wissen nicht einmal, worum es geht!) Herr Klubobmann Kostelka! Diesen Vorwurf kann man Ihnen nicht ersparen. Ihre erste Reaktion war, daß Sie nach einer legistischen Möglichkeit Ausschau gehalten haben, damit Sie wieder auf die Gage kommen, die Ihnen das arbeitslose Einkommen eines pensionierten Parlamentsrates ermöglicht hat. (Abg. Dr. Keppelmüller: Aber Autohändler war er nie!) Das ist ja unglaublich! Ich frage mich: Welche Sensibilität haben Sie von Rot und Schwarz, daß Sie in einer Zeit, in der Sie ohnedies dem geplagten Bürger laufend in die fast schon leeren Taschen greifen, sich selbst eine Gehaltserhöhung bewilligen wollen? (Abg. Dr. Keppelmüller: Fußballspieler und Autohändler war er nie!) Herr Klubobmann Kostelka! Oder ist das nicht die Wahrheit? (Abg. Dr. Mertel: Reden Sie vom Schweitzer? Pensionierter Turnlehrer!)
Abg. Dr. Mertel: Reden Sie vom Schweitzer? Pensionierter Turnlehrer!
Was war dann seine erste Reaktion auf die Abschaffung der arbeitslosen Einkünfte? (Abg. Dr. Kostelka: Sie wissen nicht einmal, worum es geht!) Herr Klubobmann Kostelka! Diesen Vorwurf kann man Ihnen nicht ersparen. Ihre erste Reaktion war, daß Sie nach einer legistischen Möglichkeit Ausschau gehalten haben, damit Sie wieder auf die Gage kommen, die Ihnen das arbeitslose Einkommen eines pensionierten Parlamentsrates ermöglicht hat. (Abg. Dr. Keppelmüller: Aber Autohändler war er nie!) Das ist ja unglaublich! Ich frage mich: Welche Sensibilität haben Sie von Rot und Schwarz, daß Sie in einer Zeit, in der Sie ohnedies dem geplagten Bürger laufend in die fast schon leeren Taschen greifen, sich selbst eine Gehaltserhöhung bewilligen wollen? (Abg. Dr. Keppelmüller: Fußballspieler und Autohändler war er nie!) Herr Klubobmann Kostelka! Oder ist das nicht die Wahrheit? (Abg. Dr. Mertel: Reden Sie vom Schweitzer? Pensionierter Turnlehrer!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Herr Klubobmann, Gott sei Dank aber ist die Öffentlichkeit sensibel genug, und es ist hier auch einmal den Medien zu danken, daß diese Problematik in aller Form aufgezeigt wurde. In einer derart sensiblen Zeit, wo Sie mit einem Strukturanpassungsgesetz über die Bevölkerung drüberfahren, wo Sie sinnlose Gesetze machen, die einen Verwaltungsaufwand erfordern, die etwa Künstler oder Werkvertragsnehmer unbillig belasten, ausgerechnet in dieser sensiblen Zeit wollen Sie sich selber eine Gehaltserhöhung bewilligen. Das ist das Ungeheuerliche an Ihrer Vorgangsweise! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Kostelka: Reden Sie auf Zeit – oder?
Herr Klubobmann Kostelka, mich würde schon interessieren: Wo legen Sie Ihr Ohr an? – Sicher nicht beim Wähler, sonst könnte es nicht so sein, daß Sie sich selbst hier in Ihrem Tatendrang der Neuregelung, der Abschaffung der arbeitslosen Politikerbezüge eine Gehaltserhöhung bewilligen wollten . Bewilligen wollten ! (Abg. Dr. Kostelka: Reden Sie auf Zeit – oder?) Das ist ja Gott sei Dank gescheitert – aber nicht, weil Sie so einsichtig sind, sondern weil Sie hier zurückgepfiffen wurden – das wissen Sie genau – von Ihrem eigenen Bundeskanzler und von der Frau Zentralsekretär Ederer, die ja klar und deutlich gesagt hat, daß sie sich eigentlich dafür schämt, daß der eigene Klubobmann sich selber eine Gehaltserhöhung bewilligen will.
Abg. Dr. Keppelmüller: Zum Beispiel beim Fußball! 3 Millionen der Meischberger!
Auch das, meine sehr geehrten Damen und Herren, zeigt, daß Sie in der Sache überhaupt keine Sensibilität walten lassen, daß Ihnen die Problematik nicht bewußt ist, daß es sehr wohl einen Unterschied macht, ob heute ein Verleger einem Journalisten ein angemessenes Honorar oder ein hohes Gehalt zahlt, ob heute der Veranstalter von Sport-Events einem Sportler ein ordentliches Honorar bezahlt, ob irgendwelche Veranstalter von künstlerischen Ereignissen angemessene Honorare zahlen. Das ist doch ein Unterschied! (Abg. Dr. Keppelmüller: Zum Beispiel beim Fußball! 3 Millionen der Meischberger!) Wir werden alle öffentlich entlohnt, und da können Sie das doch nicht über einen Kamm scheren. Das ist doch unglaublich!
Abg. Dr. Keppelmüller: Die Meischberger-Problematik ist uns bewußt!
Und im übrigen, wenn Sie sich schon mit Künstlern und Sportlern vergleichen: Sie mögen einen Sportsgeist haben in der Verteidigung Ihrer Privilegien, und Sie mögen eine Kunst an den Tag legen, diese Privilegien zum Schein abzuschaffen und durch die Hintertür in Form einer Spesenregelung wiedereinzuführen. Das ist das einzige, was Sie mit Sportlern und Künstlern verbindet. (Abg. Dr. Keppelmüller: Die Meischberger-Problematik ist uns bewußt!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Alle Reformen, die in Oberösterreich stattgefunden haben, sind ausschließlich auf Initiative der Freiheitlichen Partei erfolgt. Wenn etwa der jetzige Landeshauptmann Pühringer, der es ja schwer hat, weil er immer wieder mit Ratzenböck verglichen wird, groß verkündet, daß Abfertigungen für Politiker in Oberösterreich längst abgeschafft sind, daß die Einkommen der Regierungsmitglieder 1995 um 10 Prozent gekürzt wurden und alle Politiker in Oberösterreich drei Jahre keine Gehaltserhöhung bekommen sollen, dann ist das, Herr Kollege Kukacka, ausschließlich ein Erfolg der Freiheitlichen Partei. Es wird von uns ein Problem aufgezeigt und auch danach gehandelt. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Kostelka: Schweitzer in Not! Schweitzer für Schweitzer!
Abgeordneter Mag. Karl Schweitzer (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Gleich vorweg Bezug nehmend auf den Sozialfonds Burgenland. (Abg. Dr. Kostelka: Schweitzer in Not! Schweitzer für Schweitzer!) Ich habe Ihnen und der Presse eine genau Auflistung dessen übergeben, was alles aus diesen Mitteln – die ich, Herr Kollege Kostelka, so wie Sie auch ungerechtfertigt bezogen habe, im Gegensatz zu Ihnen aber nicht behalten habe (Abg. Leikam: Haha! – Abg. Dr. Kostelka: Parteifinanzierung!) – gefördert wurde, wo man helfen konnte. Darüber gibt es eine genaue Aufzeichnung, Herr Kollege Kostelka. Wir haben anderen Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind, geholfen, diese Not etwas zu lindern. (Abg. Dr. Kostelka: Nur: Die wissen nichts davon!) Sie haben aber das, was Ihnen, weil Sie nicht gearbeitet haben, nicht zugestanden ist, in die Tasche gesteckt! Das ist der wesentliche Unterschied, und um den geht es heute hier, Herr Kollege Kostelka! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Leikam: Haha! – Abg. Dr. Kostelka: Parteifinanzierung!
Abgeordneter Mag. Karl Schweitzer (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Gleich vorweg Bezug nehmend auf den Sozialfonds Burgenland. (Abg. Dr. Kostelka: Schweitzer in Not! Schweitzer für Schweitzer!) Ich habe Ihnen und der Presse eine genau Auflistung dessen übergeben, was alles aus diesen Mitteln – die ich, Herr Kollege Kostelka, so wie Sie auch ungerechtfertigt bezogen habe, im Gegensatz zu Ihnen aber nicht behalten habe (Abg. Leikam: Haha! – Abg. Dr. Kostelka: Parteifinanzierung!) – gefördert wurde, wo man helfen konnte. Darüber gibt es eine genaue Aufzeichnung, Herr Kollege Kostelka. Wir haben anderen Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind, geholfen, diese Not etwas zu lindern. (Abg. Dr. Kostelka: Nur: Die wissen nichts davon!) Sie haben aber das, was Ihnen, weil Sie nicht gearbeitet haben, nicht zugestanden ist, in die Tasche gesteckt! Das ist der wesentliche Unterschied, und um den geht es heute hier, Herr Kollege Kostelka! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Kostelka: Nur: Die wissen nichts davon!
Abgeordneter Mag. Karl Schweitzer (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Gleich vorweg Bezug nehmend auf den Sozialfonds Burgenland. (Abg. Dr. Kostelka: Schweitzer in Not! Schweitzer für Schweitzer!) Ich habe Ihnen und der Presse eine genau Auflistung dessen übergeben, was alles aus diesen Mitteln – die ich, Herr Kollege Kostelka, so wie Sie auch ungerechtfertigt bezogen habe, im Gegensatz zu Ihnen aber nicht behalten habe (Abg. Leikam: Haha! – Abg. Dr. Kostelka: Parteifinanzierung!) – gefördert wurde, wo man helfen konnte. Darüber gibt es eine genaue Aufzeichnung, Herr Kollege Kostelka. Wir haben anderen Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind, geholfen, diese Not etwas zu lindern. (Abg. Dr. Kostelka: Nur: Die wissen nichts davon!) Sie haben aber das, was Ihnen, weil Sie nicht gearbeitet haben, nicht zugestanden ist, in die Tasche gesteckt! Das ist der wesentliche Unterschied, und um den geht es heute hier, Herr Kollege Kostelka! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Abgeordneter Mag. Karl Schweitzer (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Gleich vorweg Bezug nehmend auf den Sozialfonds Burgenland. (Abg. Dr. Kostelka: Schweitzer in Not! Schweitzer für Schweitzer!) Ich habe Ihnen und der Presse eine genau Auflistung dessen übergeben, was alles aus diesen Mitteln – die ich, Herr Kollege Kostelka, so wie Sie auch ungerechtfertigt bezogen habe, im Gegensatz zu Ihnen aber nicht behalten habe (Abg. Leikam: Haha! – Abg. Dr. Kostelka: Parteifinanzierung!) – gefördert wurde, wo man helfen konnte. Darüber gibt es eine genaue Aufzeichnung, Herr Kollege Kostelka. Wir haben anderen Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind, geholfen, diese Not etwas zu lindern. (Abg. Dr. Kostelka: Nur: Die wissen nichts davon!) Sie haben aber das, was Ihnen, weil Sie nicht gearbeitet haben, nicht zugestanden ist, in die Tasche gesteckt! Das ist der wesentliche Unterschied, und um den geht es heute hier, Herr Kollege Kostelka! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Peter: Nicht so laut!
Sie sind ja mit ein Anlaß dafür, daß ich als Abgeordneter dieses Hauses (Abg. Mag. Peter: Nicht so laut!) mit der Bevölkerung über Bezüge auch nicht mehr unvoreingenommen reden kann, weil die Bevölkerung zunehmend pauschal die Politiker als große Nehmer sieht, die, einmal an den Futtertrog gekommen, nicht genug bekommen können und sich auf Kosten der Steuerzahler bereichern. Herr Kollege Kostelka, Sie und Ihresgleichen sind schuld daran, daß wir alle in diesen Topf geworfen werden. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Sie sind ja mit ein Anlaß dafür, daß ich als Abgeordneter dieses Hauses (Abg. Mag. Peter: Nicht so laut!) mit der Bevölkerung über Bezüge auch nicht mehr unvoreingenommen reden kann, weil die Bevölkerung zunehmend pauschal die Politiker als große Nehmer sieht, die, einmal an den Futtertrog gekommen, nicht genug bekommen können und sich auf Kosten der Steuerzahler bereichern. Herr Kollege Kostelka, Sie und Ihresgleichen sind schuld daran, daß wir alle in diesen Topf geworfen werden. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Viele gute Reformvorstöße der Freiheitlichen sind damals versandet und maximal als kosmetische Korrekturen irgendwo zum Tragen gekommen. Eine echte Bereitschaft seitens der Regierungsparteien, diesbezüglich etwas zu reformieren, ist bis heute nicht gegeben, meine Damen und Herren. Und damit tragen Sie die Verantwortung dafür, daß alle – alle! – Kollegen heute größte Probleme haben, wenn sie mit der Bevölkerung ins Gespräch über Politikerbezüge kommen. Diese Verantwortung, Herr Kollege Kostelka, Herr Kollege Khol, wird Ihnen niemand abnehmen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Rufe bei der ÖVP: Wo ist er?
Einzig die FPÖ hat sich bis jetzt bemüht, in Sachen Privilegienabbau wirklich etwas voranzubringen. Teilerfolge wurden ja erreicht, wie heute schon mehrfach betont wurde. Man kann es nicht oft genug wiederholen, daß es vor allem der Obmann der Freiheitlichen war, der, wenn in dieser Frage etwas weitergegangen ist, auslösendes Moment dafür war. (Rufe bei der ÖVP: Wo ist er?)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Herr Bundeskanzler! Hier haben Sie es perfekt verstanden, für sich etwas auszuhandeln, was Sie der Bevölkerung gerne vorenthalten würden. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Anspruch auf Abfertigung von 14 Monatsgehältern, Pensionsregelung in Millionenhöhe, gewaltige Anrechnung von Vordienstzeiten, Versorgung der gesamten Familie – all das steht in diesem Vertrag drinnen, meine Damen und Herren! (Neuerlicher Beifall bei den Freiheitlichen.)
Neuerlicher Beifall bei den Freiheitlichen.
Herr Bundeskanzler! Hier haben Sie es perfekt verstanden, für sich etwas auszuhandeln, was Sie der Bevölkerung gerne vorenthalten würden. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Anspruch auf Abfertigung von 14 Monatsgehältern, Pensionsregelung in Millionenhöhe, gewaltige Anrechnung von Vordienstzeiten, Versorgung der gesamten Familie – all das steht in diesem Vertrag drinnen, meine Damen und Herren! (Neuerlicher Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Damit entpuppt sich der Bundeskanzler als perfekter Vertreter der eigenen Interessen. Als Interessenvertreter der Österreicherinnen und Österreicher ist dieser Abfertigungs- und Pensionskaiser allerdings unglaubwürdig, meine Damen und Herren. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Und deshalb ist auch sein Einspruch bei dieser Novelle unglaubwürdig.
Abg. Parnigoni: Hat dir das alles der Haider aufgeschrieben?
Meine Damen und Herren! Allein die Summen der Abfertigungen betragen 300 000 S von der Nationalbank, 800 000 S von der Creditanstalt und schließlich 3,7 Millionen Schilling von der Länderbank (Abg. Parnigoni: Hat dir das alles der Haider aufgeschrieben?) , Herr Kollege Parnigoni! Für drei Jahre in einer Bank, die nur mit 4 Milliarden Schilling Steuergeld vor dem Bankrott gerettet werden konnte, bekommt der gute Mann 3,7 Millionen Schilling.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Nehmen wir zum Vergleich Jörg Haider. Auch er hätte drei Abfertigungen bekommen sollen: 400 000 S und 600 000 S vom Nationalrat, 200 000 S vom Land Kärnten. Aber Jörg Haider hat im Gegensatz zu Bundeskanzler Vranitzky seinen Anspruch nie geltend gemacht. Er hat das Geld zurückgeschickt. Es lagert heute noch beim Herrn Präsidenten Fischer, meine Damen und Herren! Das ist der Unterschied zwischen einem Jörg Haider und der Qualität des Nehmens beim Bundeskanzler Vranitzky! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Grabner
Hinzu kommt die lächerliche "Kleinigkeit" einer Kanzlerpension irgendwann demnächst, meine Damen und Herren. Ich glaube, damit hat dieser Bundeskanzler jeglichen Anspruch auf Glaubwürdigkeit in Privilegienfragen verwirkt – genauso, meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie, wie zahlreiche andere Genossen, die sich – (Zwischenruf des Abg. Grabner ) – wie du, zum Beispiel – am 1. Mai noch immer als Vertreter der Arbeiterklasse feiern lassen wollen. Das spottet doch wirklich jeder Beschreibung, wenn sich solche Leute als Vertreter der Arbeiterklasse feiern lassen (Beifall bei den Freiheitlichen) , ohnehin hoch oben auf der Tribüne, und das Volk muß devot vorbeimarschieren. – Allerdings wird das Volk immer weniger, während die, die da nehmen, oben immer mehr werden.
Beifall bei den Freiheitlichen
Hinzu kommt die lächerliche "Kleinigkeit" einer Kanzlerpension irgendwann demnächst, meine Damen und Herren. Ich glaube, damit hat dieser Bundeskanzler jeglichen Anspruch auf Glaubwürdigkeit in Privilegienfragen verwirkt – genauso, meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie, wie zahlreiche andere Genossen, die sich – (Zwischenruf des Abg. Grabner ) – wie du, zum Beispiel – am 1. Mai noch immer als Vertreter der Arbeiterklasse feiern lassen wollen. Das spottet doch wirklich jeder Beschreibung, wenn sich solche Leute als Vertreter der Arbeiterklasse feiern lassen (Beifall bei den Freiheitlichen) , ohnehin hoch oben auf der Tribüne, und das Volk muß devot vorbeimarschieren. – Allerdings wird das Volk immer weniger, während die, die da nehmen, oben immer mehr werden.
Abg. Grabner: Schau nach hinten! Brauneder hast du vergessen!
Auch Präsident Fischer fällt in diese Kategorie, einer, der sein eigener Angestellter ist, genauso wie es bei Klubobmann Kostelka der Fall ist. Rudolf Nürnberger als ÖGB-Funktionär, Fritz Verzetnitsch als ÖGB-Präsident (Abg. Grabner: Schau nach hinten! Brauneder hast du vergessen!) , Eduard Koppler als Zentralbetriebsratsvorsitzender oder der Herr Elmecker als Hauptschuldirektor im zeitlich befristeten Ruhestand.
Abg. Grabner: Du hast ein paar vergessen: Brauneder, Bauer!
Dieser Herr Elmecker hat dazu bemerkt – und ich finde das schon sehr stark –: "Mir bleiben im Monat 50 000 S bei einer 70-Stunden-Woche. Für diese Arbeit bin ich das wert. Allein die Parteisteuer kostet mich 19 000 S. Moralische Skrupel? – Kaum! Sicher schaut es blöd aus, aber es ist legal." So Robert Elmecker laut "profil" vom 8. Juli 1996. (Abg. Grabner: Du hast ein paar vergessen: Brauneder, Bauer!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Ich glaube nicht, daß wir uns in Zeiten eines Belastungspaketes eine Gehaltserhöhung in dieser Form, wie sie hier heute beschlossen werden soll, leisten können. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Es bedarf in Wirklichkeit – stimmen Sie dem zu, Frau Kollegin Bauer – einer umfassenden Regelung unter Miteinbeziehung all jener, die im Sozialpartnerbereich, im Gewerkschaftsbereich, im Kranken- und Pensionsversicherungsbereich tätig sind, und zwar nach dem freiheitlichen Modell, das sich wirklich als echte Alternative anbietet: ehrliche Reformen, so wie wir es vorschlagen, statt der Legalisierung von Privilegien und der Belohnung von Nichtarbeit. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Grundentschädigung für Nationalratsabgeordnete, Auslagenersatz für Nationalratsabgeordnete maximal 15 000! Sitzungsgeld nur für das, was man tatsächlich leistet, meine Damen und Herren! Bezahlung nach dem Leistungsprinzip, Einführung der Pflichtversicherung nach dem ASVG für Nationalratsabgeordnete, Wegfall der Politikerpensionen und der Abfertigungen! – Dann könnten wir wieder mit den Leuten draußen reden, wenn Sie dem zustimmen, ohne daß wir uns beschimpfen lassen müssen. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Denn das wird die Bevölkerung verstehen! Wenn Leistung im Vordergrund steht, wird sie das verstehen! Leistung muß im Vordergrund stehen – und nicht Anhäufung von Privilegien.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Am "besten" hat es dieser Bundeskanzler vorgezeigt, der Bundeskanzler unserer Republik Österreich! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Stadler: Es gibt auch andere!
Außerdem ist ja klar, daß diese vertraglichen Bestimmungen nicht den Bundeskanzler betrafen, sondern das Vorstandsmitglied dieser Aktiengesellschaft, von der Sie sich den Vertragstext beschafft haben. (Abg. Mag. Stadler: Es gibt auch andere!)
Beifall bei der SPÖ.
Aber, meine Damen und Herren, wäre ich nicht Bundeskanzler, sondern immer noch Generaldirektor gemäß diesem Vertrag, dann hätte ich mit den Freiheitlichen nicht im Wege dringlicher Anfragen zu tun, sondern mit Bittstellern für Inserate in der "Neuen Freien Zeitung" (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie beim Liberalen Forum und den Grünen.
Jeder von uns auf der Regierungsbank oder jeder von Ihnen – ich vertrete jedenfalls diese Einschätzung, meine Damen und Herren – hat eine in höchstem Maße verantwortungsvolle Tätigkeit, die ein hohes Maß an Einsatz und Engagement sowie ein sehr großes Arbeitspensum erfordert. Ich werde mich daher auch weiter dafür einsetzen, daß die Arbeit von Politikern nicht aus irgendwelchen populistischen Gründen generalisiert und undifferenziert geringgeschätzt wird. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie beim Liberalen Forum und den Grünen.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Als ich heute die Anfrage an mich und die Begründung dazu durchgelesen habe, ist nichts anderes möglich gewesen, als das Wort "unseriös" damit zu assoziieren. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP
Es ist aber auch absurd, wenn Sie hier unter dem Titel einer dringlichen Anfrage in den meisten Fällen nur bestehende Gesetzesregeln wissen wollen, die Sie nicht nur ohnehin jederzeit selbst nachlesen könnten (Beifall bei SPÖ und ÖVP), sondern zu einem gut Teil als Abgeordnete auch selber mitbeschlossen haben.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
In meinen Augen ist es aber unverfroren, wie Sie sich scheinbar moralinsauer über Mehrfachbezüge ereifern, obwohl Sie einen – zumindest einen – ganz eklatanten Fall von Mehrfachbezug in Ihren eigenen Reihen haben. Und es ist vor allem lächerlich, wenn Sie Fragen zu meiner Einkommenssituation stellen, die eindeutig im Bezügegesetz festgehalten, jedermann zugänglich und zwischenzeitlich schon bekannt sind, während Ihr Parteiobmann Haider beispielsweise Schwierigkeiten hat, auf Befragen seinen eigenen Steuerbescheid zu veröffentlichen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Beispiele dafür gibt es auch in dieser Anfrage, Hohes Haus. Da wird so getan, als ob Abgeordnete Ederer in der jüngsten Ausgabe des "profil" behauptet hätte, ich würde heute bereits eine Pension beziehen. Das ist natürlich weder wahr, noch behauptete es Frau Ederer im Interview. Aber die Freiheitlichen sind halt keine Wahrheitsfanatiker. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Oder – bleiben wir gleich bei meiner Pension, die Sie so heftig interessiert –: Sie fragen scheinheilig, ob ich in Zukunft zwei Pensionen beziehen werde. Natürlich wissen Sie so gut wie alle anderen, daß das nicht so ist. Ich habe es immer wieder erklärt, zuletzt vor zehn Tagen in einer offiziellen Aussendung des Bundeskanzleramtes. Aber ich frage Sie: Welchen Freiheitlichen interessiert schon die Wahrheit? (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Krüger: In diese Falle möchte ich auch gerne fallen!
Oder Sie tun so, als ob der Journalist Hans Besenböck in der jüngsten Ausgabe der "WirtschaftsWoche" im Zusammenhang mit der Bezügereform von einem – wie es bei Ihnen unter Anführungszeichen heißt – "gefinkelten Vranitzky-Bonus" gesprochen hätte. Nur: Besenböck spricht dort nicht von einem Vranitzky-Bonus, sondern – im Gegenteil – von einer Falle für Vranitzky. (Abg. Dr. Krüger: In diese Falle möchte ich auch gerne fallen!) Das alles läßt sich weder mit Anfragen noch mit gesetzlichen Regelungen, sondern durch einfaches Nachlesen einer Wochenzeitung beantworten. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Oder Sie tun so, als ob der Journalist Hans Besenböck in der jüngsten Ausgabe der "WirtschaftsWoche" im Zusammenhang mit der Bezügereform von einem – wie es bei Ihnen unter Anführungszeichen heißt – "gefinkelten Vranitzky-Bonus" gesprochen hätte. Nur: Besenböck spricht dort nicht von einem Vranitzky-Bonus, sondern – im Gegenteil – von einer Falle für Vranitzky. (Abg. Dr. Krüger: In diese Falle möchte ich auch gerne fallen!) Das alles läßt sich weder mit Anfragen noch mit gesetzlichen Regelungen, sondern durch einfaches Nachlesen einer Wochenzeitung beantworten. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Es drängt sich auch gar nicht mehr die Frage auf, ob hier absichtlich Falsches behauptet wird, weil wir schon wissen, welchen Stellenwert Wahrheit für die Freiheitlichen hat. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten des Liberalen Forums.
Keine dieser Lösungen wird ohne Kritik abgehen, aber ich meine, es war von den beiden Regierungsfraktionen richtig, sich auch dieser Kritik zu stellen, als zum Beispiel in diesen wichtigen Angelegenheiten gar nicht zu reagieren und gar nicht zu handeln. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten des Liberalen Forums.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Als Erstredner zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Mag. Stadler. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen
Abgeordneter Mag. Johann Ewald Stadler (Freiheitliche): Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Der Herr Bundeskanzler kritisierte den Kollegen Schweitzer, weil er angeblich eine Leseübung veranstaltet hätte. Ich habe gesehen, daß er frei gesprochen hat. Aber der Bundeskanzler steht oben, liest Wort für Wort, was ihm seine rührigen Sekretäre, die übrigens kontrollierend mitlesen, vorbereitet haben (Beifall bei den Freiheitlichen) , alle Bonmots und alle Witzchen schön brav und säuberlich gedruckt, mit der Schreibmaschine vorformuliert. Und er gefällt sich noch in der Rolle des armen "Vranziskus", der die reinkarnierte oder inkarnierte Wahrheit ist. Die Wahrheit der Freiheitlichen, die gibt es nicht. Die Wahrheit des "heiligen Vranziskus", die ist die einzig wahre.
Zwischenbemerkung des Bundeskanzlers Dr. Vranitzky .
Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Heute wissen wir: Wenn wir Wahrheit suchen, wenn wir den Quell der Wahrheit suchen – hier sitzt er, der Quell der Wahrheit. Was Freiheitliche in eine Anfrage schreiben, was im "profil" nachzulesen ist, was seine eigene Bundesgeschäftsführerin in aller Öffentlichkeit verzapft, das ist nicht die Wahrheit. Hier sitzt sie. (Der Redner weist in Richtung Regierungsbank.) Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Erfahren Sie daher aus dem Munde des Herrn Bundeskanzlers, was wahr ist. Nur mit seiner eigenen ... (Zwischenbemerkung des Bundeskanzlers Dr. Vranitzky .)
Beifall bei der Freiheitlichen.
Herr Bundeskanzler! Darf ich Ihre Wahrheiten ergänzen? Ihre Wahrheiten sind finanziell auf ihrem Konto nachvollziehbar. Herr Bundeskanzler, und daran werden Sie weiter erinnert werden, und zwar so lange, solange Sie in die Taschen der Bürger dieses Landes greifen, und zwar links und rechts und wo immer es möglich ist, und solange Sie in diesem Lande Pensionen versprechen und dann bei nächster Gelegenheit Pensionskürzungen verordnen. (Beifall bei der Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Zu dem Zeitpunkt hat Ihr Parteigenosse Kostelka seit Jahren von einer Gebietskörperschaft, ohne auch nur einen Funken an Arbeit zu leisten, kassiert, was man laut Koalitionsübereinkommen eigentlich abstellen wollte. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Zwischenruf der Abg. Tichy-Schreder. – Abg. Dr. Stummvoll: Lesen Sie das Handelskammergesetz nach!
Unterschrieben auch von einem Herrn Maderthaner, der sich selbst ein Ministergehalt in der Bundeswirtschaftskammer genehmigt hat, weil er gar so arm ist. Damit er als Wirtschaftskammervertreter nicht am Bettelstab in Sack und Asche gehen muß, hat er sich ein Ministergehalt genehmigt, weil er, um einem anderen Abgeordneten Platz zu machen, das Hohe Haus verlassen mußte. (Zwischenruf der Abg. Tichy-Schreder. – Abg. Dr. Stummvoll: Lesen Sie das Handelskammergesetz nach!) Schütteln Sie nicht den Kopf, Sie sind nicht informiert, was sich in Ihrer Kammer abspielt. Ich hoffe, Sie wissen wenigstens, was auf Ihrem Konto stattfindet. Sie sind nämlich auch eine jener sonderbaren Unternehmervertreterinnen, die ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll. ) Mit Ihnen rede ich noch gar nicht, auf Sie komme ich gleich zu sprechen. Sie sind einer von den Abkassierern. Neben Ihnen sitzt eine Unternehmervertreterin, die gar kein Unternehmen mehr hat. (Abg. Tichy-Schreder: Wie bitte?)
Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.
Unterschrieben auch von einem Herrn Maderthaner, der sich selbst ein Ministergehalt in der Bundeswirtschaftskammer genehmigt hat, weil er gar so arm ist. Damit er als Wirtschaftskammervertreter nicht am Bettelstab in Sack und Asche gehen muß, hat er sich ein Ministergehalt genehmigt, weil er, um einem anderen Abgeordneten Platz zu machen, das Hohe Haus verlassen mußte. (Zwischenruf der Abg. Tichy-Schreder. – Abg. Dr. Stummvoll: Lesen Sie das Handelskammergesetz nach!) Schütteln Sie nicht den Kopf, Sie sind nicht informiert, was sich in Ihrer Kammer abspielt. Ich hoffe, Sie wissen wenigstens, was auf Ihrem Konto stattfindet. Sie sind nämlich auch eine jener sonderbaren Unternehmervertreterinnen, die ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll. ) Mit Ihnen rede ich noch gar nicht, auf Sie komme ich gleich zu sprechen. Sie sind einer von den Abkassierern. Neben Ihnen sitzt eine Unternehmervertreterin, die gar kein Unternehmen mehr hat. (Abg. Tichy-Schreder: Wie bitte?)
Abg. Tichy-Schreder: Wie bitte?
Unterschrieben auch von einem Herrn Maderthaner, der sich selbst ein Ministergehalt in der Bundeswirtschaftskammer genehmigt hat, weil er gar so arm ist. Damit er als Wirtschaftskammervertreter nicht am Bettelstab in Sack und Asche gehen muß, hat er sich ein Ministergehalt genehmigt, weil er, um einem anderen Abgeordneten Platz zu machen, das Hohe Haus verlassen mußte. (Zwischenruf der Abg. Tichy-Schreder. – Abg. Dr. Stummvoll: Lesen Sie das Handelskammergesetz nach!) Schütteln Sie nicht den Kopf, Sie sind nicht informiert, was sich in Ihrer Kammer abspielt. Ich hoffe, Sie wissen wenigstens, was auf Ihrem Konto stattfindet. Sie sind nämlich auch eine jener sonderbaren Unternehmervertreterinnen, die ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll. ) Mit Ihnen rede ich noch gar nicht, auf Sie komme ich gleich zu sprechen. Sie sind einer von den Abkassierern. Neben Ihnen sitzt eine Unternehmervertreterin, die gar kein Unternehmen mehr hat. (Abg. Tichy-Schreder: Wie bitte?)
Abg. Dr. Khol: Initiativanträge werden in der Regel überhaupt nicht ...!
Mir ist es neu, Herr Kollege Khol, daß man die Begutachtung eines Gesetzes bereits im ÖVP-Bundesparteivorstand durchführen kann. Aber sei’s drum. (Abg. Dr. Khol: Initiativanträge werden in der Regel überhaupt nicht ...!) Herr Kollege Kostelka! Ihre Leute bemängeln, daß keine Begutachtung bei diesem Gesetzentwurf stattgefunden hat. (Abg. Dr. Kostelka: Kostelka bin ich, er ist der Khol!) Ich verwechsle Sie immer. Sie müssen dazusagen, daß Sie Peter Khol sind und er Andreas Kostelka ist oder umgekehrt. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Kostelka: Kostelka bin ich, er ist der Khol!
Mir ist es neu, Herr Kollege Khol, daß man die Begutachtung eines Gesetzes bereits im ÖVP-Bundesparteivorstand durchführen kann. Aber sei’s drum. (Abg. Dr. Khol: Initiativanträge werden in der Regel überhaupt nicht ...!) Herr Kollege Kostelka! Ihre Leute bemängeln, daß keine Begutachtung bei diesem Gesetzentwurf stattgefunden hat. (Abg. Dr. Kostelka: Kostelka bin ich, er ist der Khol!) Ich verwechsle Sie immer. Sie müssen dazusagen, daß Sie Peter Khol sind und er Andreas Kostelka ist oder umgekehrt. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Mir ist es neu, Herr Kollege Khol, daß man die Begutachtung eines Gesetzes bereits im ÖVP-Bundesparteivorstand durchführen kann. Aber sei’s drum. (Abg. Dr. Khol: Initiativanträge werden in der Regel überhaupt nicht ...!) Herr Kollege Kostelka! Ihre Leute bemängeln, daß keine Begutachtung bei diesem Gesetzentwurf stattgefunden hat. (Abg. Dr. Kostelka: Kostelka bin ich, er ist der Khol!) Ich verwechsle Sie immer. Sie müssen dazusagen, daß Sie Peter Khol sind und er Andreas Kostelka ist oder umgekehrt. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Schieder: Diese Bemerkung ist ein bißchen an der Grenze, Herr Präsident!
Meine Damen und Herren! Das Entscheidende an der jetzigen Debatte ist aber, daß man nicht oft genug an das Sprichwort erinnert werden kann, daß der Fisch am Kopf zu stinken beginnt. Hohes Haus, der Fisch beginnt am Kopf zu stinken! Wenn dieser Kopf als personifizierte Wahrheit dann von Ungarn aus dem österreichischen Parlament ausrichtet (Abg. Schieder: Diese Bemerkung ist ein bißchen an der Grenze, Herr Präsident!), daß dieser Antrag nicht mehr eingebracht, im Verfassungsausschuß so nicht debattiert werden darf, dann müssen wir das zunächst einmal erfreut zur Kenntnis nehmen, weil es die Richtigkeit unserer Einwände, die wir während der letzten Wochen in der Öffentlichkeit vertreten haben, bestätigt. Wenn dann von diesem Kopf gleichzeitig Privilegienabbau eingemahnt wird, Privilegienabbau angekündigt wird, dann muß sich dieser Kopf die Frage gefallen lassen, wieso der Kopf nicht bei sich selbst beginnt. – Meine Damen und Herren! Ich meine nicht den Abgeordneten Kopf, der heute den Mut hat, gegen diesen unsinnigen Antrag zu stimmen, nein, ich meine den Herrn Bundeskanzler, der selbst mit gutem Beispiel vorangehen könnte.
Abg. Koppler: Nein!
Herr Bundeskanzler! Sind Sie bereit, Ihrer Fraktion auszurichten ... (Abg. Koppler: Nein!) Der erste Multifunktionär und Abzocker schreit schon nein. Wenn es heißt, man solle verzichten, dann schreien sie alle, die strammen Genossen von der SPÖ, im Chor nein. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Verzichten? – Nein! Wenn die Freiheitlichen einen Verzicht fordern, dann muß man in jedem Fall reflexartig mit einen Nein antworten.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Herr Bundeskanzler! Sind Sie bereit, Ihrer Fraktion auszurichten ... (Abg. Koppler: Nein!) Der erste Multifunktionär und Abzocker schreit schon nein. Wenn es heißt, man solle verzichten, dann schreien sie alle, die strammen Genossen von der SPÖ, im Chor nein. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Verzichten? – Nein! Wenn die Freiheitlichen einen Verzicht fordern, dann muß man in jedem Fall reflexartig mit einen Nein antworten.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Sind Sie bereit, heute Verzicht zu üben? – Hören Sie jetzt nicht auf Herrn Kollegen Koppler. – Sind Sie bereit, heute Verzicht zu üben? Sind Sie bereit, heute dem österreichischen Steuerzahler gegenüber ein Signal zu setzen und zu sagen: Ich, Franz Vranitzky, bin zum erstenmal in meinem Leben bereit, auf einen Schilling österreichischen Steuergeldes zu verzichten, Herr Bundeskanzler? – Dann haben wir einen anderen Dialog. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Heiterkeit bei der SPÖ
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Herr Abgeordneter Stadler hätte seinen Ausflug zum heiligen Franz von Assisi eher dem Bruder Haider oder dem Mitbruder Krüger überlassen sollen, die heute im Ordensgewand anwesend sind (Heiterkeit bei der SPÖ), um uns hier wieder vorzumachen, daß sie im Besitze der göttlichen Wahrheit sein müssen. Ich glaube, dem ist wirklich nicht so. Da war wohl Herr Ewald Stadler fehl am Platz, Stadler, den ich lieber als Ewald "Bello" Stadler bezeichnen möchte, aber nicht als "Bello" der Schöne, sondern als Ewald der Wadlbeißer, der immer hier herkommt, um anderen in die Waden zu beißen, anstatt sachlich zu argumentieren.
Abg. Dr. Graf: Lesen Sie unseren Antrag!
Unter Punkt 2 heißt es: "Angemessenheit der Bezüge". No na net! Natürlich sind wir für angemessene Bezüge! – Aber was sind angemessene Bezüge? Sagen Sie uns das doch endlich! Kommen Sie heraus und sagen Sie, was ein "angemessener Bezug" ist. Aber Sie verschweigen sich! (Abg. Dr. Graf: Lesen Sie unseren Antrag!) "Lesen Sie unseren Antrag", sagen Sie. Na geh!
Abg. Dr. Graf: Zukunftswerkstatt!
Ich komme zum dritten Punkt, und darum bringe ich Ihnen ein Beispiel, denn einmal haben Sie es ja gewagt. – Unter Punkt 3 steht: "Vermeidung von ungerechtfertigten Doppelbezügen". – No na net sind wir gegen ungerechtfertigte Doppelbezüge! Mich würde nur folgendes interessieren: Was sind dann gerechtfertige Doppelbezüge? Bringen Sie mir bitte Beispiele! (Abg. Dr. Graf: Zukunftswerkstatt!) Manchmal weiß man gar nicht, für welche Anzahl von Bezügen Sie überhaupt sind. Aber dazu sollten Sie den Präsidenten Brauneder reden lassen, der könnte auch über Dreifachbezüge reden. Warum Doppelbezüge, wenn es auch dreifach geht? Da hätten Sie, so glaube ich, mehr einzubringen. – Also so nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich komme zum dritten Punkt, und darum bringe ich Ihnen ein Beispiel, denn einmal haben Sie es ja gewagt. – Unter Punkt 3 steht: "Vermeidung von ungerechtfertigten Doppelbezügen". – No na net sind wir gegen ungerechtfertigte Doppelbezüge! Mich würde nur folgendes interessieren: Was sind dann gerechtfertige Doppelbezüge? Bringen Sie mir bitte Beispiele! (Abg. Dr. Graf: Zukunftswerkstatt!) Manchmal weiß man gar nicht, für welche Anzahl von Bezügen Sie überhaupt sind. Aber dazu sollten Sie den Präsidenten Brauneder reden lassen, der könnte auch über Dreifachbezüge reden. Warum Doppelbezüge, wenn es auch dreifach geht? Da hätten Sie, so glaube ich, mehr einzubringen. – Also so nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Haider: Rechnen haben Sie noch nie können! In Rechnen sind Sie so gut wie Kostelka bei seinen Doppelbezügen!
Wir hatten am 13. Dezember 1993 hier eine Diskussion, in der Sie Ihr neues Bezügemodell für Abgeordnete eingebracht haben. Ich habe in den Annalen nachgeschaut und bin draufgekommen, daß wir das damals sehr genau nachgerechnet haben. Herausgekommen ist – das war Ihr Bezügemodell, bitte, das Sie hier vehement vertreten haben; es war kompliziert, mit irgendwelchen Anwesenheitshonoraren und Stempelmarken, die man bekommen hätte, mit allen möglichen und guten Wünschen und Briefchen –, daß Abgeordneter Haider, der damals 2,056 670 Millionen Schilling bekommen hat, nach der Bezügereform, die Sie vorgeschlagen haben, 2,106 728 Millionen Schilling gehabt hätte. (Abg. Dr. Haider: Rechnen haben Sie noch nie können! In Rechnen sind Sie so gut wie Kostelka bei seinen Doppelbezügen!)
Abg. Leikam: Für weniger Leistung!
Ja da kommt ein dickes Plus heraus. (Abg. Leikam: Für weniger Leistung!) Also das ist einmal probiert worden. Man hat versucht, ein bißchen zu schwindeln, damit mehr aus dem Füllhorn herauskommt. Das war jedenfalls Ihr damaliger Versuch. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ja da kommt ein dickes Plus heraus. (Abg. Leikam: Für weniger Leistung!) Also das ist einmal probiert worden. Man hat versucht, ein bißchen zu schwindeln, damit mehr aus dem Füllhorn herauskommt. Das war jedenfalls Ihr damaliger Versuch. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Aber was steckt denn da wirklich dahinter? – Ich glaube, daß die Bezügediskussion ja nicht nur eine Diskussion über Bezüge ist, denn das wäre viel zu kurz gegriffen. Sie sollten viel ehrlicher sein! Sie sind ja heute im Ordensgewand, Sie sollten hier herauskommen, ein bisserl das Haupt neigen, die Hände verschränken und ins Mikrophon hineinmurmeln, aber ehrlich murmeln. Lieber ehrlich gemurmelt, als falsch und verlogen geschrien. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Haider: Welches Buch haben Sie heute in der Parlamentsbibliothek gesucht?
Ich meine, das Ganze ist nur eine Symptomdiskussion. Aber es geht in Wirklichkeit um eine Systemdebatte. Dahinter steckt die Strategie ... (Abg. Dr. Haider: Welches Buch haben Sie heute in der Parlamentsbibliothek gesucht?) Das Buch ist gut. Ich habe heute ein gutes Buch gefunden. Es heißt: "Ins Parlament, um es zu zerstören", von Franz Schausberger. (Abg. Dr. Haider: Das ist leider vergriffen!) Ich habe es trotzdem aufgetrieben, es ist nicht vergriffen. (Abg. Ing. Reichhold: Sie zerstören das Parlament, indem Sie die Geschäftsordnung ändern!) Das ist ein interessantes Buch. Das wäre ein Buch, aus dem man eine Lesestunde im FPÖ-Klub veranstalten sollte. Dort wird ohnehin sehr selten gelesen. – Gratulation der ÖVP zu diesem Buchautor: Franz Schausberger. Ich muß sagen: Ein wirklich ausgezeichnetes Buch, ein sehr interessantes Buch, in welchem über Initiativen und Diskussionen der damaligen Nationalsozialisten berichtet wird. (Abg. Dr. Haider: Du solltest einmal darüber nachdenken, was ihr mit der Ge
Abg. Dr. Haider: Das ist leider vergriffen!
Ich meine, das Ganze ist nur eine Symptomdiskussion. Aber es geht in Wirklichkeit um eine Systemdebatte. Dahinter steckt die Strategie ... (Abg. Dr. Haider: Welches Buch haben Sie heute in der Parlamentsbibliothek gesucht?) Das Buch ist gut. Ich habe heute ein gutes Buch gefunden. Es heißt: "Ins Parlament, um es zu zerstören", von Franz Schausberger. (Abg. Dr. Haider: Das ist leider vergriffen!) Ich habe es trotzdem aufgetrieben, es ist nicht vergriffen. (Abg. Ing. Reichhold: Sie zerstören das Parlament, indem Sie die Geschäftsordnung ändern!) Das ist ein interessantes Buch. Das wäre ein Buch, aus dem man eine Lesestunde im FPÖ-Klub veranstalten sollte. Dort wird ohnehin sehr selten gelesen. – Gratulation der ÖVP zu diesem Buchautor: Franz Schausberger. Ich muß sagen: Ein wirklich ausgezeichnetes Buch, ein sehr interessantes Buch, in welchem über Initiativen und Diskussionen der damaligen Nationalsozialisten berichtet wird. (Abg. Dr. Haider: Du solltest einmal darüber nachdenken, was ihr mit der Ge
Abg. Ing. Reichhold: Sie zerstören das Parlament, indem Sie die Geschäftsordnung ändern!
Ich meine, das Ganze ist nur eine Symptomdiskussion. Aber es geht in Wirklichkeit um eine Systemdebatte. Dahinter steckt die Strategie ... (Abg. Dr. Haider: Welches Buch haben Sie heute in der Parlamentsbibliothek gesucht?) Das Buch ist gut. Ich habe heute ein gutes Buch gefunden. Es heißt: "Ins Parlament, um es zu zerstören", von Franz Schausberger. (Abg. Dr. Haider: Das ist leider vergriffen!) Ich habe es trotzdem aufgetrieben, es ist nicht vergriffen. (Abg. Ing. Reichhold: Sie zerstören das Parlament, indem Sie die Geschäftsordnung ändern!) Das ist ein interessantes Buch. Das wäre ein Buch, aus dem man eine Lesestunde im FPÖ-Klub veranstalten sollte. Dort wird ohnehin sehr selten gelesen. – Gratulation der ÖVP zu diesem Buchautor: Franz Schausberger. Ich muß sagen: Ein wirklich ausgezeichnetes Buch, ein sehr interessantes Buch, in welchem über Initiativen und Diskussionen der damaligen Nationalsozialisten berichtet wird. (Abg. Dr. Haider: Du solltest einmal darüber nachdenken, was ihr mit der Ge
Abg. Ing. Reichhold: Also: Wer gegen Privilegien ist, ist ein Nazi!? Das ist eine interessante Feststellung!
Schausberger schreibt zum Beispiel: Besonders intensiv verfolgten die Nationalsozialisten das Politikerprivilegienthema im Niederösterreichischen Landtag. Gleich in der Konstituierenden Sitzung forderten sie in einem Antrag, den Bezug der Abgeordneten, der rund 475 S monatlich betrug, abzuschaffen, und dafür eine Entschädigung von 30 S für jede Sitzung auszubezahlen. – Man war gegen Dienstautos für Mitglieder der Landesregierung. Nachdenklich stimmt auch die Art und Weise, wie vorgegangen wurde: Einbringen zahlreicher, überwiegend dringlicher Anfragen. (Abg. Ing. Reichhold: Also: Wer gegen Privilegien ist, ist ein Nazi!? Das ist eine interessante Feststellung!) Weiters: Häufig und oftmals lang dauernde Wortmeldungen. Dann: Aktualisierung und Aufzeigen tatsächlicher oder vermeintlicher Skandale, Affären und Korruptionsfälle. (Abg. Dr. Haider: Also, wer gegen Privilegien ist, ist ein Nazi!?) Zuhören! Zuhören! Sie haben ohnehin zwei Ohren, Sie können eines ausschalten, aber mit dem zweiten wenigstens zuhören! Das ist nämlich ganz interessant. (Abg. Dr. Haider: Also, wer gegen Privilegien ist, ist ein Nazi!?)
Abg. Dr. Haider: Also, wer gegen Privilegien ist, ist ein Nazi!?
Schausberger schreibt zum Beispiel: Besonders intensiv verfolgten die Nationalsozialisten das Politikerprivilegienthema im Niederösterreichischen Landtag. Gleich in der Konstituierenden Sitzung forderten sie in einem Antrag, den Bezug der Abgeordneten, der rund 475 S monatlich betrug, abzuschaffen, und dafür eine Entschädigung von 30 S für jede Sitzung auszubezahlen. – Man war gegen Dienstautos für Mitglieder der Landesregierung. Nachdenklich stimmt auch die Art und Weise, wie vorgegangen wurde: Einbringen zahlreicher, überwiegend dringlicher Anfragen. (Abg. Ing. Reichhold: Also: Wer gegen Privilegien ist, ist ein Nazi!? Das ist eine interessante Feststellung!) Weiters: Häufig und oftmals lang dauernde Wortmeldungen. Dann: Aktualisierung und Aufzeigen tatsächlicher oder vermeintlicher Skandale, Affären und Korruptionsfälle. (Abg. Dr. Haider: Also, wer gegen Privilegien ist, ist ein Nazi!?) Zuhören! Zuhören! Sie haben ohnehin zwei Ohren, Sie können eines ausschalten, aber mit dem zweiten wenigstens zuhören! Das ist nämlich ganz interessant. (Abg. Dr. Haider: Also, wer gegen Privilegien ist, ist ein Nazi!?)
Abg. Dr. Haider: Also, wer gegen Privilegien ist, ist ein Nazi!?
Schausberger schreibt zum Beispiel: Besonders intensiv verfolgten die Nationalsozialisten das Politikerprivilegienthema im Niederösterreichischen Landtag. Gleich in der Konstituierenden Sitzung forderten sie in einem Antrag, den Bezug der Abgeordneten, der rund 475 S monatlich betrug, abzuschaffen, und dafür eine Entschädigung von 30 S für jede Sitzung auszubezahlen. – Man war gegen Dienstautos für Mitglieder der Landesregierung. Nachdenklich stimmt auch die Art und Weise, wie vorgegangen wurde: Einbringen zahlreicher, überwiegend dringlicher Anfragen. (Abg. Ing. Reichhold: Also: Wer gegen Privilegien ist, ist ein Nazi!? Das ist eine interessante Feststellung!) Weiters: Häufig und oftmals lang dauernde Wortmeldungen. Dann: Aktualisierung und Aufzeigen tatsächlicher oder vermeintlicher Skandale, Affären und Korruptionsfälle. (Abg. Dr. Haider: Also, wer gegen Privilegien ist, ist ein Nazi!?) Zuhören! Zuhören! Sie haben ohnehin zwei Ohren, Sie können eines ausschalten, aber mit dem zweiten wenigstens zuhören! Das ist nämlich ganz interessant. (Abg. Dr. Haider: Also, wer gegen Privilegien ist, ist ein Nazi!?)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.
Weiters: Polemische aggressive und provozierende Formulierungen in den Reden der NS-Abgeordneten. – Der Van der "Bello" sollte da besonders genau zuhorchen, denn das ist etwas, was ihn wirklich betrifft! (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Haider .
Ich sage es noch einmal: Nicht eins zu eins, aber es ist verdammt ähnlich! (Zwischenruf des Abg. Dr. Haider .) Mehr Demut, Bruder Haider, nicht unterbrechen im Refektorium. Im Refektorium ist Stille angesagt, Stille und Einkehr, oder ab in die Sakristei. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Nur diese Möglichkeiten gibt es heute! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich sage es noch einmal: Nicht eins zu eins, aber es ist verdammt ähnlich! (Zwischenruf des Abg. Dr. Haider .) Mehr Demut, Bruder Haider, nicht unterbrechen im Refektorium. Im Refektorium ist Stille angesagt, Stille und Einkehr, oder ab in die Sakristei. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Nur diese Möglichkeiten gibt es heute! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage es noch einmal: Nicht eins zu eins, aber es ist verdammt ähnlich! (Zwischenruf des Abg. Dr. Haider .) Mehr Demut, Bruder Haider, nicht unterbrechen im Refektorium. Im Refektorium ist Stille angesagt, Stille und Einkehr, oder ab in die Sakristei. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Nur diese Möglichkeiten gibt es heute! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Graf: Für mehr Gehalt für Abgeordnete, für weniger reden, für höhere Bezüge! – Ruf bei den Freiheitlichen: Für das Ändern der Geschäftsordnung!
Also kurz und gut: Es geht um eine Systemdiskussion. Da sage ich: Man sollte wirklich über die Stellung des Parlamentes debattieren: stärker oder schwächer gegenüber der Exekutive? Ich bin für eine Stärkung, für einen Infrastrukturausbau, für mehr Mitarbeiter. Ich glaube, daß da wirklich die Chancengleichheit ausgebaut werden sollte. (Abg. Dr. Graf: Für mehr Gehalt für Abgeordnete, für weniger reden, für höhere Bezüge! – Ruf bei den Freiheitlichen: Für das Ändern der Geschäftsordnung!)
Abg. Dr. Graf: Am besten nur diese! Keine Opposition!
Oder: die Frage des Parlamentes im politischen System, zum Beispiel in bezug auf die Sozialpartner. – Ich bin dafür, daß hier die Vertreter, die Entscheidungsträger des politischen Systems sitzen. Jawohl, sie sollen hier im Parlament sitzen und mitentscheiden! (Abg. Dr. Graf: Am besten nur diese! Keine Opposition!) Warum habe ich jetzt "Sozialpartner" gesagt? – Um mich ganz langsam an die Arbeiterkammer heranzuarbeiten, und damit komme ich zur Mitgliederbefragung der Arbeiterkammer. Und da erinnere ich mich, daß Sie ja im Zuge Ihrer Agitation für die "Dritte Republik" das alles beseitigen wollten: die Kammern, die Verbände. Sie wollen sie hier im Parlament nicht haben. Jetzt machen Sie über die Bezüge eine Diskussion. (Abg. Dr. Haider: Die Nazis wollten ja die Verbände haben!) Sie wollen diese politische System nicht haben. Aber da haben die Mitglieder der Kammer Ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht, und zwar einen gewaltigen Strich! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Haider: Die Nazis wollten ja die Verbände haben!
Oder: die Frage des Parlamentes im politischen System, zum Beispiel in bezug auf die Sozialpartner. – Ich bin dafür, daß hier die Vertreter, die Entscheidungsträger des politischen Systems sitzen. Jawohl, sie sollen hier im Parlament sitzen und mitentscheiden! (Abg. Dr. Graf: Am besten nur diese! Keine Opposition!) Warum habe ich jetzt "Sozialpartner" gesagt? – Um mich ganz langsam an die Arbeiterkammer heranzuarbeiten, und damit komme ich zur Mitgliederbefragung der Arbeiterkammer. Und da erinnere ich mich, daß Sie ja im Zuge Ihrer Agitation für die "Dritte Republik" das alles beseitigen wollten: die Kammern, die Verbände. Sie wollen sie hier im Parlament nicht haben. Jetzt machen Sie über die Bezüge eine Diskussion. (Abg. Dr. Haider: Die Nazis wollten ja die Verbände haben!) Sie wollen diese politische System nicht haben. Aber da haben die Mitglieder der Kammer Ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht, und zwar einen gewaltigen Strich! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Oder: die Frage des Parlamentes im politischen System, zum Beispiel in bezug auf die Sozialpartner. – Ich bin dafür, daß hier die Vertreter, die Entscheidungsträger des politischen Systems sitzen. Jawohl, sie sollen hier im Parlament sitzen und mitentscheiden! (Abg. Dr. Graf: Am besten nur diese! Keine Opposition!) Warum habe ich jetzt "Sozialpartner" gesagt? – Um mich ganz langsam an die Arbeiterkammer heranzuarbeiten, und damit komme ich zur Mitgliederbefragung der Arbeiterkammer. Und da erinnere ich mich, daß Sie ja im Zuge Ihrer Agitation für die "Dritte Republik" das alles beseitigen wollten: die Kammern, die Verbände. Sie wollen sie hier im Parlament nicht haben. Jetzt machen Sie über die Bezüge eine Diskussion. (Abg. Dr. Haider: Die Nazis wollten ja die Verbände haben!) Sie wollen diese politische System nicht haben. Aber da haben die Mitglieder der Kammer Ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht, und zwar einen gewaltigen Strich! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Oder warum machen Sie den Vorschlag, sieben Regierungsmitglieder reichen auch? Das haben wir ohnehin schon einmal diskutiert: Reichhold, Meischberger und so weiter! Na, das wäre eine Regierung! Na servus! (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Also da könnten sich die Österreicher bedanken. Da würde ich sagen: Da wäre es ohnehin besser, würde es nur sieben Regierungsmitglieder geben, denn wenn man sich vierzehnmal Meischberger und sechsmal Reichhold und dann noch den soundso vorstellt, Wahnsinn, und dann den "Bello" als Pressesprecher, der immer an die Öffentlichkeit tritt, das wären Sachen, ein Wahnsinn! (Ironische Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.)
Ironische Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.
Oder warum machen Sie den Vorschlag, sieben Regierungsmitglieder reichen auch? Das haben wir ohnehin schon einmal diskutiert: Reichhold, Meischberger und so weiter! Na, das wäre eine Regierung! Na servus! (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Also da könnten sich die Österreicher bedanken. Da würde ich sagen: Da wäre es ohnehin besser, würde es nur sieben Regierungsmitglieder geben, denn wenn man sich vierzehnmal Meischberger und sechsmal Reichhold und dann noch den soundso vorstellt, Wahnsinn, und dann den "Bello" als Pressesprecher, der immer an die Öffentlichkeit tritt, das wären Sachen, ein Wahnsinn! (Ironische Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Stummvoll: Sehr gut!
Also man muß sich die Frage stellen: Welche Zielsetzung steckt da dahinter? Und da gehen wir weiter. – Ich hoffe es gefällt Ihnen heute, Herr Abgeordneter Stummvoll, weil Sie immer ein sehr harter Kritiker sind, aber ich habe ohnehin den Schausberger gelobt. Also ich glaube, Ihr Stirnrunzeln ist heute etwas reduzierter. (Abg. Dr. Stummvoll: Sehr gut!)
Beifall bei der SPÖ
Genauso ist es beim nächsten Punkt, bei der Parteienförderung, bei der Parteisteuer. Ich habe irgendwo gelesen, Sie wollen die Parteisteuer abschaffen. Erstens einmal ist das unser Kaffee (Beifall bei der SPÖ), ob wir das, was wir verdienen, weitergeben. Das sage ich einmal gleich eindeutig. (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.) Zweitens kann man durchaus über all das diskutieren. Nur: Was ist die Alternative zur Parteiendemokratie? (Abg. Dr. Graf: Wenn es ein Steuerabzugsposten ist, ist es nicht allein Ihr Kaffee!) Warten Sie, ich komme gleich dazu! – Die Alternative ist, daß man vielleicht keine Parteienstrukturen will. Vielleicht will man das gar nicht? Vielleicht soll eine andere Republik, eine Republik mit anderen Führungsstrukturen aufgebaut werden. Ich behaupte: Jawohl, das ist so! – Weil es ihm zuwider ist, dauernd in Parteiengremien abfragen, abstimmen, entscheiden lassen zu müssen und so weiter. Anstelle dessen kommt der Lobbyismus der Reichen. Während wir über Spesen, Fahrtkosten und so weiter diskutieren müssen, braucht das der Bruder Haider nicht. Da kommt dann vom Himmel herab plötzlich ein Hubschrauber, plötzlich kommt er, er hat in geschickt, den Hubschrauber (Abg. Dr. Haider: Vranitzky kommt mit dem Jet!), er kann einsteigen, er bringt in wieder weg; leider laßt er ihn wieder herunter, er nimmt ihn nicht zu sich, sondern er bringt ihn ja wieder weg. Aber damit kann er von einer blauen Klause zur anderen blauen Klause reisen, kann sich transportieren lassen. (Abg. Dr. Haider: Nehmt mich einmal mit!) Man sollte das wirklich hier einmal offen diskutieren und aufarbeiten.
Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.
Genauso ist es beim nächsten Punkt, bei der Parteienförderung, bei der Parteisteuer. Ich habe irgendwo gelesen, Sie wollen die Parteisteuer abschaffen. Erstens einmal ist das unser Kaffee (Beifall bei der SPÖ), ob wir das, was wir verdienen, weitergeben. Das sage ich einmal gleich eindeutig. (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.) Zweitens kann man durchaus über all das diskutieren. Nur: Was ist die Alternative zur Parteiendemokratie? (Abg. Dr. Graf: Wenn es ein Steuerabzugsposten ist, ist es nicht allein Ihr Kaffee!) Warten Sie, ich komme gleich dazu! – Die Alternative ist, daß man vielleicht keine Parteienstrukturen will. Vielleicht will man das gar nicht? Vielleicht soll eine andere Republik, eine Republik mit anderen Führungsstrukturen aufgebaut werden. Ich behaupte: Jawohl, das ist so! – Weil es ihm zuwider ist, dauernd in Parteiengremien abfragen, abstimmen, entscheiden lassen zu müssen und so weiter. Anstelle dessen kommt der Lobbyismus der Reichen. Während wir über Spesen, Fahrtkosten und so weiter diskutieren müssen, braucht das der Bruder Haider nicht. Da kommt dann vom Himmel herab plötzlich ein Hubschrauber, plötzlich kommt er, er hat in geschickt, den Hubschrauber (Abg. Dr. Haider: Vranitzky kommt mit dem Jet!), er kann einsteigen, er bringt in wieder weg; leider laßt er ihn wieder herunter, er nimmt ihn nicht zu sich, sondern er bringt ihn ja wieder weg. Aber damit kann er von einer blauen Klause zur anderen blauen Klause reisen, kann sich transportieren lassen. (Abg. Dr. Haider: Nehmt mich einmal mit!) Man sollte das wirklich hier einmal offen diskutieren und aufarbeiten.
Abg. Dr. Graf: Wenn es ein Steuerabzugsposten ist, ist es nicht allein Ihr Kaffee!
Genauso ist es beim nächsten Punkt, bei der Parteienförderung, bei der Parteisteuer. Ich habe irgendwo gelesen, Sie wollen die Parteisteuer abschaffen. Erstens einmal ist das unser Kaffee (Beifall bei der SPÖ), ob wir das, was wir verdienen, weitergeben. Das sage ich einmal gleich eindeutig. (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.) Zweitens kann man durchaus über all das diskutieren. Nur: Was ist die Alternative zur Parteiendemokratie? (Abg. Dr. Graf: Wenn es ein Steuerabzugsposten ist, ist es nicht allein Ihr Kaffee!) Warten Sie, ich komme gleich dazu! – Die Alternative ist, daß man vielleicht keine Parteienstrukturen will. Vielleicht will man das gar nicht? Vielleicht soll eine andere Republik, eine Republik mit anderen Führungsstrukturen aufgebaut werden. Ich behaupte: Jawohl, das ist so! – Weil es ihm zuwider ist, dauernd in Parteiengremien abfragen, abstimmen, entscheiden lassen zu müssen und so weiter. Anstelle dessen kommt der Lobbyismus der Reichen. Während wir über Spesen, Fahrtkosten und so weiter diskutieren müssen, braucht das der Bruder Haider nicht. Da kommt dann vom Himmel herab plötzlich ein Hubschrauber, plötzlich kommt er, er hat in geschickt, den Hubschrauber (Abg. Dr. Haider: Vranitzky kommt mit dem Jet!), er kann einsteigen, er bringt in wieder weg; leider laßt er ihn wieder herunter, er nimmt ihn nicht zu sich, sondern er bringt ihn ja wieder weg. Aber damit kann er von einer blauen Klause zur anderen blauen Klause reisen, kann sich transportieren lassen. (Abg. Dr. Haider: Nehmt mich einmal mit!) Man sollte das wirklich hier einmal offen diskutieren und aufarbeiten.
Abg. Dr. Haider: Vranitzky kommt mit dem Jet!
Genauso ist es beim nächsten Punkt, bei der Parteienförderung, bei der Parteisteuer. Ich habe irgendwo gelesen, Sie wollen die Parteisteuer abschaffen. Erstens einmal ist das unser Kaffee (Beifall bei der SPÖ), ob wir das, was wir verdienen, weitergeben. Das sage ich einmal gleich eindeutig. (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.) Zweitens kann man durchaus über all das diskutieren. Nur: Was ist die Alternative zur Parteiendemokratie? (Abg. Dr. Graf: Wenn es ein Steuerabzugsposten ist, ist es nicht allein Ihr Kaffee!) Warten Sie, ich komme gleich dazu! – Die Alternative ist, daß man vielleicht keine Parteienstrukturen will. Vielleicht will man das gar nicht? Vielleicht soll eine andere Republik, eine Republik mit anderen Führungsstrukturen aufgebaut werden. Ich behaupte: Jawohl, das ist so! – Weil es ihm zuwider ist, dauernd in Parteiengremien abfragen, abstimmen, entscheiden lassen zu müssen und so weiter. Anstelle dessen kommt der Lobbyismus der Reichen. Während wir über Spesen, Fahrtkosten und so weiter diskutieren müssen, braucht das der Bruder Haider nicht. Da kommt dann vom Himmel herab plötzlich ein Hubschrauber, plötzlich kommt er, er hat in geschickt, den Hubschrauber (Abg. Dr. Haider: Vranitzky kommt mit dem Jet!), er kann einsteigen, er bringt in wieder weg; leider laßt er ihn wieder herunter, er nimmt ihn nicht zu sich, sondern er bringt ihn ja wieder weg. Aber damit kann er von einer blauen Klause zur anderen blauen Klause reisen, kann sich transportieren lassen. (Abg. Dr. Haider: Nehmt mich einmal mit!) Man sollte das wirklich hier einmal offen diskutieren und aufarbeiten.
Abg. Dr. Haider: Nehmt mich einmal mit!
Genauso ist es beim nächsten Punkt, bei der Parteienförderung, bei der Parteisteuer. Ich habe irgendwo gelesen, Sie wollen die Parteisteuer abschaffen. Erstens einmal ist das unser Kaffee (Beifall bei der SPÖ), ob wir das, was wir verdienen, weitergeben. Das sage ich einmal gleich eindeutig. (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.) Zweitens kann man durchaus über all das diskutieren. Nur: Was ist die Alternative zur Parteiendemokratie? (Abg. Dr. Graf: Wenn es ein Steuerabzugsposten ist, ist es nicht allein Ihr Kaffee!) Warten Sie, ich komme gleich dazu! – Die Alternative ist, daß man vielleicht keine Parteienstrukturen will. Vielleicht will man das gar nicht? Vielleicht soll eine andere Republik, eine Republik mit anderen Führungsstrukturen aufgebaut werden. Ich behaupte: Jawohl, das ist so! – Weil es ihm zuwider ist, dauernd in Parteiengremien abfragen, abstimmen, entscheiden lassen zu müssen und so weiter. Anstelle dessen kommt der Lobbyismus der Reichen. Während wir über Spesen, Fahrtkosten und so weiter diskutieren müssen, braucht das der Bruder Haider nicht. Da kommt dann vom Himmel herab plötzlich ein Hubschrauber, plötzlich kommt er, er hat in geschickt, den Hubschrauber (Abg. Dr. Haider: Vranitzky kommt mit dem Jet!), er kann einsteigen, er bringt in wieder weg; leider laßt er ihn wieder herunter, er nimmt ihn nicht zu sich, sondern er bringt ihn ja wieder weg. Aber damit kann er von einer blauen Klause zur anderen blauen Klause reisen, kann sich transportieren lassen. (Abg. Dr. Haider: Nehmt mich einmal mit!) Man sollte das wirklich hier einmal offen diskutieren und aufarbeiten.
Abg. Ing. Reichhold: Ihr wollt die Opposition abschaffen und die Geschäftsordnung ändern!
Es wird bei dieser Diskussion über die Wertigkeit, über die Leistung, über das, was wir zu erbringen haben, völlig geleugnet, daß, seit Österreich Mitglied der Europäischen Union ist, der Arbeitsanfall größer geworden ist, daß durch die Aufwertung des Parlamentes der Arbeitsanfall größer geworden ist. Darüber wird nicht diskutiert. Wozu auch? – Ihr wollt ja nur die Vertrauenskrise weiter verschärfen. Man will nicht haben, daß das Parlament an Vertrauen gewinnt. (Abg. Ing. Reichhold: Ihr wollt die Opposition abschaffen und die Geschäftsordnung ändern!)
Abg. Dr. Haider: Der Ministrant steht dir gut!
Noch einmal: Mit welchen Ziel soll das passieren? – Das möchte ich hier einmal von den "blauen" Rednern, die hier herauskommen, hören! Weshalb wird das nicht hier gesagt? Es wird immer nur Selbstbeweihräucherung betrieben, bis man völlig vernebelt ist und schon den heiligen Franziskus da oben sitzen sieht. (Abg. Dr. Haider: Der Ministrant steht dir gut!) Das ist ja absurd, bitte. – Daher meine ich, daß es notwendig wäre, die Dinge klar anzusprechen.
Heiterkeit bei der SPÖ
Weil jetzt gerade die Bruderschaft hier so versammelt ist, möchte ich natürlich auch aus dem Matthäus-Evangelium ein Zitat bringen (Heiterkeit bei der SPÖ), und zwar heißt es dort: Das Maß, mit dem ihr meßt, wird auch euch angelegt werden! – Es ist überflüssig, das dem Bruder Haider zu sagen, denn er kennt natürlich das Matthäus-Evangelium sehr genau, weil das ja seine Tätigkeit neuerdings ist. – Aber das ist, glaube ich, richtig, und zwar aus zwei Gründen.
Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.
Wieso? Es wäre doch die Aufgabe von Bruder Haider, diese Veränderung einzufordern. Warum tut er das bitte nicht? (Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Haider soll seine Steuererklärung vorlegen. – Und weiters: Brauneder. Man muß sich das ansehen: 5. Juli, Parteiaussendung Brauneder. Verschämt, diese Aussendung, da er nur die Nettobezüge hineinschreibt. Wieso nur die Nettobezüge? Wenn ich mir da die Reden der F-Abgeordneten anhöre, höre ich immer nur von den Bruttobezüge der anderen. Da hört man nur: brutto, brutto, brutto! Und wenn dann der Brauneder kommt, heißt es nur: netto, netto, netto. Das ist Ihre Strategie! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Das, was da heute aufgezählt wurde, ist nichts, denn man mußte schon wissen: Wieviel wurde insgesamt in den Sozialfonds einbezahlt? Wieviel wurde insgesamt ausbezahlt? Sich einfach hier herzustellen und zu sagen, ich habe irgendwelche Kindergärten gefördert – das können wir auch, das ist keine Kunst. Aber da fehlt ja die Gesamtrechnung. Die wird aber bewußt nicht gebracht. Und das ist der Skandal! (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Heiterkeit und anhaltender Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Zu guter Letzt noch einmal Matthäus-Evangelium, das ist eine Fundgrube: "An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen!" – Ab in die Hölle! (Heiterkeit und anhaltender Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ sowie Rufe: Vierfache!
Zweitens hat Abgeordneter Cap behauptet, daß Präsident Brauneder Bezieher von Dreifachbezügen sei. Das ist unrichtig! (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ sowie Rufe: Vierfache!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Fuhrmann: Das halte ich nicht aus! Das ist doch eine Finanzierung der FPÖ Niederösterreich!
Insbesondere der Bezug eines Stadtrates wird sofort von der zuständigen Abteilung der Stadtgemeinde Baden direkt auf entsprechende Konten, die nicht seiner Verfügungsgewalt unterliegen, überwiesen. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Fuhrmann: Das halte ich nicht aus! Das ist doch eine Finanzierung der FPÖ Niederösterreich!)
Abg. Dr. Haider: Warum meldest du dich zu Wort, wenn es ohnedies sinnlos ist?
Die Debatte über die Politikerbezüge ist meines Wissen nach auch schon vor dieser Dringlichen gelaufen. Ich weiß nicht, warum wir das mit einer Dringlichen wiederholen sollen? Aber es kommt ja noch Abgeordneter Krüger hier herunter und wird uns das vielleicht erklären. (Abg. Dr. Haider: Warum meldest du dich zu Wort, wenn es ohnedies sinnlos ist?) Weil ich glaube, daß es einen Sinn macht, Jörg, zum Inhalt eurer Dringlichen Stellung zu nehmen. (Abg. Mag. Stadler: Er glaubt, es macht nur Sinn, wenn er dazu redet!) Herr Stadler! Wenn Sie das sagen, ist es wirklich peinlich. (Abg. Mag. Stadler: Sie selbst sind peinlich!) Ich danke Ihnen für das "Kompliment", Herr Stadler – aber ich werde jetzt auf Ihre weiteren Zwischenrufe nicht mehr eingehen.
Abg. Mag. Stadler: Er glaubt, es macht nur Sinn, wenn er dazu redet!
Die Debatte über die Politikerbezüge ist meines Wissen nach auch schon vor dieser Dringlichen gelaufen. Ich weiß nicht, warum wir das mit einer Dringlichen wiederholen sollen? Aber es kommt ja noch Abgeordneter Krüger hier herunter und wird uns das vielleicht erklären. (Abg. Dr. Haider: Warum meldest du dich zu Wort, wenn es ohnedies sinnlos ist?) Weil ich glaube, daß es einen Sinn macht, Jörg, zum Inhalt eurer Dringlichen Stellung zu nehmen. (Abg. Mag. Stadler: Er glaubt, es macht nur Sinn, wenn er dazu redet!) Herr Stadler! Wenn Sie das sagen, ist es wirklich peinlich. (Abg. Mag. Stadler: Sie selbst sind peinlich!) Ich danke Ihnen für das "Kompliment", Herr Stadler – aber ich werde jetzt auf Ihre weiteren Zwischenrufe nicht mehr eingehen.
Abg. Mag. Stadler: Sie selbst sind peinlich!
Die Debatte über die Politikerbezüge ist meines Wissen nach auch schon vor dieser Dringlichen gelaufen. Ich weiß nicht, warum wir das mit einer Dringlichen wiederholen sollen? Aber es kommt ja noch Abgeordneter Krüger hier herunter und wird uns das vielleicht erklären. (Abg. Dr. Haider: Warum meldest du dich zu Wort, wenn es ohnedies sinnlos ist?) Weil ich glaube, daß es einen Sinn macht, Jörg, zum Inhalt eurer Dringlichen Stellung zu nehmen. (Abg. Mag. Stadler: Er glaubt, es macht nur Sinn, wenn er dazu redet!) Herr Stadler! Wenn Sie das sagen, ist es wirklich peinlich. (Abg. Mag. Stadler: Sie selbst sind peinlich!) Ich danke Ihnen für das "Kompliment", Herr Stadler – aber ich werde jetzt auf Ihre weiteren Zwischenrufe nicht mehr eingehen.
Abg. Mag. Stadler: Das wollt ihr ja!
Ich meine, es ist notwendig, zu dieser Dringlichen Stellung zu nehmen, weil sie eine der Gründe dafür ist, warum wir die Geschäftsordnung des Nationalrates ändern müssen. Die Freiheitlichen haben zu jeder Sitzung eine neue Strategie gefunden, und die restlichen vier Fraktionen mußten nach dieser Pfeife tanzen. Eigentlich ist es bedauerlich, daß jede Form der Änderung der Geschäftsordnung letztlich auch eine Einschränkung der Oppositionsrechte ist. (Abg. Mag. Stadler: Das wollt ihr ja!), aber diese Einschränkungen der Oppositionsrechte sind offensichtlich notwendig, um eine freiheitliche Fraktion, die alle Beißhemmungen abgelegt hat, zu disziplinieren. (Abg. Mag. Stadler: Ihr schießt euch ins eigene Knie – und dann jammert ihr darüber!)
Abg. Mag. Stadler: Ihr schießt euch ins eigene Knie – und dann jammert ihr darüber!
Ich meine, es ist notwendig, zu dieser Dringlichen Stellung zu nehmen, weil sie eine der Gründe dafür ist, warum wir die Geschäftsordnung des Nationalrates ändern müssen. Die Freiheitlichen haben zu jeder Sitzung eine neue Strategie gefunden, und die restlichen vier Fraktionen mußten nach dieser Pfeife tanzen. Eigentlich ist es bedauerlich, daß jede Form der Änderung der Geschäftsordnung letztlich auch eine Einschränkung der Oppositionsrechte ist. (Abg. Mag. Stadler: Das wollt ihr ja!), aber diese Einschränkungen der Oppositionsrechte sind offensichtlich notwendig, um eine freiheitliche Fraktion, die alle Beißhemmungen abgelegt hat, zu disziplinieren. (Abg. Mag. Stadler: Ihr schießt euch ins eigene Knie – und dann jammert ihr darüber!)
Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.
Ich glaube nicht, daß es gut ist, wenn ihr so weitertut und euch dem Verdacht aussetzt – ich spreche das nicht aus, sondern ich sage: ihr setzt euch dem Verdacht aus –, vorsätzlich das Parlament zu einer "Quatschbude" machen zu wollen. Welches Interesse haben also die Freiheitlichen daran, unter einer laufenden Debatte eine Dringliche zum selben Thema dazwischenzuschieben? – Ich bitte Herrn Krüger, der dann sprechen wird, dazu etwas zu sagen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler. )
Abg. Mag. Stadler: Zwischenrufe sind gestattet!
Herr Präsident! Ich schlage vor, ich mache eine kurze Pause, bis er fertig ist. Ich habe ja noch Zeit. (Abg. Mag. Stadler: Zwischenrufe sind gestattet!) Ja, aber nur nicht von so unendlicher Dummheit, das ist das schwer Erträgliche! (Heiterkeit und Beifall beim Liberalen Forum sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Heiterkeit und Beifall beim Liberalen Forum sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Herr Präsident! Ich schlage vor, ich mache eine kurze Pause, bis er fertig ist. Ich habe ja noch Zeit. (Abg. Mag. Stadler: Zwischenrufe sind gestattet!) Ja, aber nur nicht von so unendlicher Dummheit, das ist das schwer Erträgliche! (Heiterkeit und Beifall beim Liberalen Forum sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Beifall beim Liberalen Forum.
Eine Frage ist mir auch noch wichtig, und das ist eine Frage des Selbstverständnisses diesen Hohen Hauses. Das Bezügegesetz ist eine Uraufgabe der Legislative, wo wir selbst uns die Rahmenbedingungen der Arbeit und unserer Entlohnung setzen. Sie ist kein Thema der Exekutive, daher auch kein Thema für eine dringliche Anfrage. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Bundeskanzler Dr. Vranitzky: Es ist aber mein Recht, das zu beurteilen!
Geschätzter Herr Bundeskanzler! Insofern bin auch nicht Ihrer Auffassung und finde es für nicht angebracht, wenn Sie in Beantwortung der Anfrage, die ich durchaus für korrekt im Sinne meines Verständnisses halte – ich kann nicht nachvollziehen, ob tatsächlich jede Auskunft, die Sie hier gegeben haben, richtig war –, davon sprechen, daß diese Vorgangsweise, hier überhaupt eine Anfrage zu stellen, unseriös, unverfroren und lächerlich sei. – Es ist das Recht einer Oppositionspartei, dringliche Anfragen zu stellen, und es ist das Recht einer Oppositionspartei, sie an jenem Tag zu stellen, wo sie es für notwendig erachtet. (Bundeskanzler Dr. Vranitzky: Es ist aber mein Recht, das zu beurteilen!)
Bundeskanzler Dr. Vranitzky: Sie schauen mich so herausfordernd und einladend an!
Ja, und mein Recht ist es, zu beurteilen, wie Sie etwas beurteilen. Und dieses Recht nehme ich mir jetzt heraus. Darum ist es ja lieb, wenn Sie von mir hinten zuflüstern. (Bundeskanzler Dr. Vranitzky: Sie schauen mich so herausfordernd und einladend an!) Dann wende ich Ihnen den Rücken zu und setze fort.
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Ich erlaube mir, die Meinung zu deponieren, daß mir die Ausdrücke "unseriös", "unverfroren" und "lächerlich" nicht angebracht zu sein scheinen. Ich bin ganz bestimmt nicht dem Verdacht ausgesetzt, mit dieser ganz rechten Hälfte dieses Parlaments auch nur irgendwie zu sympathisieren, denn diese Kollegen – Kolleginnen kann ich jetzt gar nicht sagen, denn es waren nur Herren – haben mir hier in Form von Zwischenrufen schon einiges, was meine Person anlangt, zugerufen, und es ist auch im Stenographischen Protokoll vermerkt, daß sie mir Verbrechen und Beteiligung daran unterstellen. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Haider: "Bello"!, "Dobermann"!
In Richtung des Kollegen Cap. Ich weiß nicht, ob ich es schon gesagt habe, aber: Einige Kolleginnen und Kollegen haben hier schon öfter in Debatten, in denen es um die Freiheitliche Partei ging, darauf hingewiesen, wie unerhört wir es finden, daß die Freiheitlichen ständig Tiervergleiche bringen, die sie auf Menschen beziehen, (Abg. Dr. Haider: "Bello"!, "Dobermann"!) Das ist doch etwas, was wir nur aus der nationalsozialistischen Zeit kennen. Darum, meine Damen und Herren, finde ich es unerhört und unpassend, unerhört geschmacklos, wenn Kollege Cap hier bei seinen Ausführungen den Kollegen Mag. Ewald Stadler als Ewald "Bello" Stadler bezeichnet. (Abg. Mag. Stadler: Mit dem kann ich leicht leben!) Ich halte das für nicht angebracht. Ich halte auch das für eine Art und Weise, wie man den politischen Stil in diesem Haus gänzlich ruiniert.
Abg. Mag. Stadler: Mit dem kann ich leicht leben!
In Richtung des Kollegen Cap. Ich weiß nicht, ob ich es schon gesagt habe, aber: Einige Kolleginnen und Kollegen haben hier schon öfter in Debatten, in denen es um die Freiheitliche Partei ging, darauf hingewiesen, wie unerhört wir es finden, daß die Freiheitlichen ständig Tiervergleiche bringen, die sie auf Menschen beziehen, (Abg. Dr. Haider: "Bello"!, "Dobermann"!) Das ist doch etwas, was wir nur aus der nationalsozialistischen Zeit kennen. Darum, meine Damen und Herren, finde ich es unerhört und unpassend, unerhört geschmacklos, wenn Kollege Cap hier bei seinen Ausführungen den Kollegen Mag. Ewald Stadler als Ewald "Bello" Stadler bezeichnet. (Abg. Mag. Stadler: Mit dem kann ich leicht leben!) Ich halte das für nicht angebracht. Ich halte auch das für eine Art und Weise, wie man den politischen Stil in diesem Haus gänzlich ruiniert.
Zwischenruf bei der SPÖ.
Ich unterstelle jetzt dem Kollegen Cap eine gute Absicht, aber lieber Kollege Cap: Genau das, was du tust, ist das, was die Freiheitlichen wollen, nämlich dieses Parlament auf eine Stufe zu stellen ... (Zwischenruf bei der SPÖ.) Das hat er ja mit dem Schausberger-Zitat getan. Nur tappt er jedesmal, wenn er hier herunterkommt, in die eigene Falle. Lieber Sepp Cap! Nicht nur, daß mir das persönlich mißfällt: Ich halte das für gefährlich, und ich halte das für dieses Haus nicht für angebracht.
Beifall bei den Grünen.
Wenn Sie aber Ihre Ausführungen – ich meine jetzt nicht so sehr jene zur dringlichen Anfrage, sondern zum Gegenstand der heutigen Diskussion – mit den Worten beendet haben: "Wir haben uns für den zweiten Weg entschieden", nämlich jetzt sofort zu handeln, "weil damit ein klares Signal der Beschränkung und der Transparenz gesetzt wird", so muß ich Ihnen dazu sagen: Geschätzter Herr Bundeskanzler! Von Transparenz kann keine Rede sein. Ich kann nur sagen: Sie irren sehr. Aber jeder, der irrt, kann auch seinen Irrtum einsehen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Wenn Sie diese Parallele anstellen, dann sagen Sie aber bitte auch gleich dazu, daß sich die soeben von mir genannten österreichischen Medien eines "Stürmer"-Jargons bedienen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Zu den Ausführungen des Herrn Bundeskanzlers. Herr Bundeskanzler! Ich habe mir einige Worte Ihrer Anfragebeantwortung notiert, um jetzt darauf eingehen zu können. Sie haben zunächst – angesprochen auf Ihre persönlichen Vertragsverhältnisse seinerzeit als Generaldirektor der Länderbank – von einem "Standardvertrag" gesprochen. – Verehrter Herr Bundeskanzler, auch durch meine Hände ist eine Vielzahl von Verträgen gegangen, und ich habe selber für Spitzenmanager der Wirtschaft Verträge formulieren dürfen. Aber ich darf Ihnen sagen: Wenn Sie diesen Vertrag, in dessen Genuß Sie gekommen sind beziehungsweise noch laufend kommen, als Standardvertrag bezeichnen, so ist das entweder eine unredliche Argumentation, oder es ist das eine bewußte Verharmlosung eines der größten Privilegienskandale in der Zweiten Republik. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Das ist das Entscheidende, Herr Bundeskanzler! Da kann man nicht sagen, ich habe von den erwähnten Banken, die meine Karriere begleitet haben, keine Abfertigung bekommen. – Es steht fest: Sie haben von der Nationalbank eine Abfertigung bekommen, Sie haben von der CA eine Abfertigung bekommen und haben schlußendlich von der Länderbank eine Abfertigung bekommen, und zwar über den gesamten Zeitraum, also auch über Zeiträume, für die Sie bereits abgefertigt waren. Da können Sie mir doch nicht erklären, daß das einem Standardvertrag entspricht. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Herr Bundeskanzler! Das müssen Sie uns hier erklären! Gestatten Sie mir die Bemerkung, daß ich es absolut nicht gerne habe, wenn man einen Bundeskanzler der Republik Österreich möglicherweise da und dort als Paten einer Privilegienwirtschaft bezeichnen kann. Ich fordere Sie daher auf, endlich reinen Tisch zu machen. Was hindert Sie daran, Herr Bundeskanzler, sich nicht hinter Formalismen zu verstecken, zu sagen, daß das keine Frage der Vollziehung ist? Sie selbst sind betroffen, und als angesprochener Betroffener hindert Sie niemand daran, reinen Tisch zu machen, den Vertrag auf den Tisch zu legen und hier die tatsächliche Lage, wenn es sich anders verhält, zu dokumentieren. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Eines möchte ich Ihnen auch noch, wenn Sie erlauben, ins Stammbuch schreiben. Wer durch den Steuerzahler entlohnt wird – egal, ob direkt vom Bund oder mittelbar über eine staatsnahe Bank –, hat sich einer Kontrolle, hat sich einer Diskussion über seine Bezüge zu stellen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Sie haben die Begehrlichkeit in Österreich salonfähig gemacht. Ich sage das wirklich im Bewußtsein der Tragweite dieser Worte. Dieser von Ihnen geübte Abfertigungs- und Pensionsexzeß hat letztlich dazu geführt, daß sich viele Abgeordnete in den eigenen Reihen, die sich auf Ihre Privilegien berufen haben – jahrelang mit Erfolg –, zur Wehr gesetzt haben, daß endlich eine gerechte Bezügereform stattfindet. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich erinnere mich noch gut daran, daß seinerzeit der damalige Landeshauptmann Ratzenböck sehr großzügig, ja herablassend lächelnd unserem Landesobmann Dr. Achatz einen Brief geschrieben hat, in dem er ihn aufgefordert hat, die Vorschläge zu unterschreiben, die Landesrat Achatz eingebracht hat, nämlich in der Erwartung, daß sie ohnedies nicht unterschrieben werden. Es war dann Landesrat Achatz, der vor laufender Kamera zu diesem Verzicht bereit war und damit bewiesen hat, daß eben die Reformvorschläge der Freiheitlichen, auch was die Bezügereform anlangt, keine Lippenbekenntnisse sind. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Krüger: Sie sind für ein und dieselbe Zeit abgefertigt worden!
Im übrigen: Wenn Sie mit dem Wort "Anwartschaft" nichts anfangen können und behaupten, große Erfahrung im Verfassen von Dienst- und Vorstandsverträgen zu haben, so ist Ihnen vielleicht doch entgangen, daß Vorstandsverträge bei großen Aktiengesellschaften stets so ausgefertigt und abgefaßt werden, daß eine gewisse Vordienstzeit angerechnet wird, denn es wird niemand unmittelbar nach Abschluß seines Studiums Vorstandsmitglied eines großen Unternehmens, sondern eben nach einer bestimmten beruflichen Zeit und einer bestimmten Erfahrung. Das war bei mir genauso, auch wenn Sie es nicht glauben und hier zehn- oder zwanzigmal das Gegenteil behaupten: Dieser Vertrag ist nahezu wortwörtlich – ich sage deshalb "nahezu", weil bestimmte Aktualisierungen immer stattfinden – der Vertrag meines damaligen Vorgängers, dessen Vertrag wieder so lautete wie jener seines Vorgängers, sodaß es hier gar nicht darum ging, irgend etwas individuell auszuhandeln, sondern das war ein Standard-Vorstandvertrag in diesem Institut, in dieser Aktiengesellschaft. (Abg. Dr. Krüger: Sie sind für ein und dieselbe Zeit abgefertigt worden!)
Abg. Dr. Haider: Er meinte, daß Sie für ein und dieselbe Zeit abgefertigt worden sind!
Sie kennen den Vertrag ohnehin genau, und wenn Sie sich so vertragskundig erweisen, dann lesen Sie ihn vielleicht noch einmal durch, dann werden Sie sehen, daß ... (Abg. Dr. Haider: Er meinte, daß Sie für ein und dieselbe Zeit abgefertigt worden sind!)
Beifall bei der SPÖ
Im übrigen, verehrter Herr Abgeordneter, meine ich und bin ich überzeugt davon, daß ich mit den Teerag-Asdag-Leuten mindestens so gut zu Rande komme wie Sie selbst (Beifall bei der SPÖ) und das auch mehrfach unter Beweis gestellt habe. Wenn Sie den Teerag-Asdag-Leuten, die dort schlechte Düfte einatmen müssen, ununterbrochen Ihre freiheitlichen Weisheiten über Arbeitsplatzsicherung erzählen, dann muß ich sagen, bin ich überzeugt davon, daß sie mir mehr glauben als Ihnen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Im übrigen, verehrter Herr Abgeordneter, meine ich und bin ich überzeugt davon, daß ich mit den Teerag-Asdag-Leuten mindestens so gut zu Rande komme wie Sie selbst (Beifall bei der SPÖ) und das auch mehrfach unter Beweis gestellt habe. Wenn Sie den Teerag-Asdag-Leuten, die dort schlechte Düfte einatmen müssen, ununterbrochen Ihre freiheitlichen Weisheiten über Arbeitsplatzsicherung erzählen, dann muß ich sagen, bin ich überzeugt davon, daß sie mir mehr glauben als Ihnen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: "Versehen" ist richtig, Herr Bundeskanzler! Sie "verstehen" nur ein Amt! Das ist richtig! Da muß ich Ihnen zum ersten Mal recht geben! Sie "verstehen" das Amt!
Abschließend, meine Damen und Herren, ist zu sagen: Ich habe sämtliche an mich gestellten Fragen beantwortet und füge hinzu, daß ich seit nunmehr zwölf Jahren den Bezug eines Vorstandsmitgliedes einer österreichischen Großbank nicht mehr beziehe, das Amt eines Mitgliedes der Bundesregierung versehe und nach dem Bezügegesetz entlohnt werde. Das ist transparent, das ist offen, es gibt keinerlei zusätzliche Bezüge, die mir zufallen. (Abg. Mag. Stadler: "Versehen" ist richtig, Herr Bundeskanzler! Sie "verstehen" nur ein Amt! Das ist richtig! Da muß ich Ihnen zum ersten Mal recht geben! Sie "verstehen" das Amt!) Aber wenn ich Ihnen zuhöre ... (Abg. Mag. Stadler: Jetzt haben Sie einmal ein Lob verdient!)
Abg. Mag. Stadler: Jetzt haben Sie einmal ein Lob verdient!
Abschließend, meine Damen und Herren, ist zu sagen: Ich habe sämtliche an mich gestellten Fragen beantwortet und füge hinzu, daß ich seit nunmehr zwölf Jahren den Bezug eines Vorstandsmitgliedes einer österreichischen Großbank nicht mehr beziehe, das Amt eines Mitgliedes der Bundesregierung versehe und nach dem Bezügegesetz entlohnt werde. Das ist transparent, das ist offen, es gibt keinerlei zusätzliche Bezüge, die mir zufallen. (Abg. Mag. Stadler: "Versehen" ist richtig, Herr Bundeskanzler! Sie "verstehen" nur ein Amt! Das ist richtig! Da muß ich Ihnen zum ersten Mal recht geben! Sie "verstehen" das Amt!) Aber wenn ich Ihnen zuhöre ... (Abg. Mag. Stadler: Jetzt haben Sie einmal ein Lob verdient!)
Abg. Mag. Stadler: Ich höre Ihnen ganz genau zu!
Ich bin ohnehin ganz erschüttert über Ihr Lob. Aber wenn Sie mich als einen guten Verseher meines Amtes betiteln (Abg. Mag. Stadler: Ich höre Ihnen ganz genau zu!), ist mir das sehr recht, denn normalerweise kommen mir, wenn Sie von da unten reden, mehr Verwesungsgerüche entgegen als Versehungsgerüche. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Haider: Jetzt ist ihm aber nicht viel eingefallen!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Haider: Jetzt ist ihm aber nicht viel eingefallen!
Ich bin ohnehin ganz erschüttert über Ihr Lob. Aber wenn Sie mich als einen guten Verseher meines Amtes betiteln (Abg. Mag. Stadler: Ich höre Ihnen ganz genau zu!), ist mir das sehr recht, denn normalerweise kommen mir, wenn Sie von da unten reden, mehr Verwesungsgerüche entgegen als Versehungsgerüche. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Haider: Jetzt ist ihm aber nicht viel eingefallen!)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Präsident! Ich meine, alle an mich gestellten Anfragen beantwortet zu haben – und rechne damit, daß von freiheitlicher Seite in der nächsten Sitzung dieselben Fragen wieder gestellt werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Schweitzer: Das war nicht sehr schlagfertig! – Bundeskanzler Dr. Vranitzky: Sei froh!
Präsident Dr. Heinz Fischer: Zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Karlsson. Redezeit: 15 Minuten. (Abg. Mag. Schweitzer: Das war nicht sehr schlagfertig! – Bundeskanzler Dr. Vranitzky: Sei froh!)
Abg. Mag. Stadler: Der Haider-Papa war sicher kein Marxist!
Es stellt sich Abgeordneter Stadler hier heraus und sagt, daß der Bundeskanzler aus einem marxistischen Elternhaus kommt. Das heißt, er insinuiert, daß der Bundeskanzler sozusagen marxistische Gedankenzüge, was an und für sich keine verbotene politische Gesinnung ist, hat. Wenn jemand dasselbe über Abgeordneten Haider sagen würde, wäre der Wirbel los. Und deshalb finde ich es ungerechtfertigt (Abg. Mag. Stadler: Der Haider-Papa war sicher kein Marxist!), jemanden aus dieser Fraktion auch nur im geringsten zu entschuldigen oder von überzogenen Vergleichen zu sprechen (Beifall bei der SPÖ) , denn hier wird mit allen Mitteln der Unterstellung, des Verleumdens, des Vernaderns gearbeitet. (Abg. Mag. Stadler: Er war KPÖ-Mitglied! Wissen Sie das nicht?)
Beifall bei der SPÖ
Es stellt sich Abgeordneter Stadler hier heraus und sagt, daß der Bundeskanzler aus einem marxistischen Elternhaus kommt. Das heißt, er insinuiert, daß der Bundeskanzler sozusagen marxistische Gedankenzüge, was an und für sich keine verbotene politische Gesinnung ist, hat. Wenn jemand dasselbe über Abgeordneten Haider sagen würde, wäre der Wirbel los. Und deshalb finde ich es ungerechtfertigt (Abg. Mag. Stadler: Der Haider-Papa war sicher kein Marxist!), jemanden aus dieser Fraktion auch nur im geringsten zu entschuldigen oder von überzogenen Vergleichen zu sprechen (Beifall bei der SPÖ) , denn hier wird mit allen Mitteln der Unterstellung, des Verleumdens, des Vernaderns gearbeitet. (Abg. Mag. Stadler: Er war KPÖ-Mitglied! Wissen Sie das nicht?)
Abg. Mag. Stadler: Er war KPÖ-Mitglied! Wissen Sie das nicht?
Es stellt sich Abgeordneter Stadler hier heraus und sagt, daß der Bundeskanzler aus einem marxistischen Elternhaus kommt. Das heißt, er insinuiert, daß der Bundeskanzler sozusagen marxistische Gedankenzüge, was an und für sich keine verbotene politische Gesinnung ist, hat. Wenn jemand dasselbe über Abgeordneten Haider sagen würde, wäre der Wirbel los. Und deshalb finde ich es ungerechtfertigt (Abg. Mag. Stadler: Der Haider-Papa war sicher kein Marxist!), jemanden aus dieser Fraktion auch nur im geringsten zu entschuldigen oder von überzogenen Vergleichen zu sprechen (Beifall bei der SPÖ) , denn hier wird mit allen Mitteln der Unterstellung, des Verleumdens, des Vernaderns gearbeitet. (Abg. Mag. Stadler: Er war KPÖ-Mitglied! Wissen Sie das nicht?)
Abg. Dr. Graf: Wie fast die ganze Bundesregierung vor zehn Jahren!
Die Eltern des Abgeordneten Haider sind oder waren, wie man aus den Zeitungen erfahren hat, Nationalsozialisten. Und das habe ich damit angesprochen. (Abg. Dr. Graf: Wie fast die ganze Bundesregierung vor zehn Jahren!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Graf: Das stimmt nicht! Er hat gesagt, er ist kein Dackel, sondern ein Dobermann!
Zum zweiten: Abgeordneter Stadler verwahrt sich dagegen, mit einem Tier verglichen zu werden. Er selbst hat sich als "Dobermann" bezeichnet, er hat sich in der letzten Sitzung dagegen verwahrt, daß ihm das "Hirn eines Dackels" zugestanden wird – zu Recht. Aufgeregte Dackelbesitzer sind der Ansicht, daß ihre Tiere intelligente Tiere sind, und daher hat Herr Abgeordneter Stadler mit seiner Verwahrung recht. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Graf: Das stimmt nicht! Er hat gesagt, er ist kein Dackel, sondern ein Dobermann!)
Abg. Rosenstingl: Frau Kollegin! Der einzige Penthouse-Besitzer ist der Gewerkschaftspräsident!
Zuletzt möchte ich aber über einen Freund von Ihnen, der mit Ihnen liebäugelt (Abg. Rosenstingl: Frau Kollegin! Der einzige Penthouse-Besitzer ist der Gewerkschaftspräsident!), ein paar Worte verlieren, – und zwar betreffend den Anlaßfall dieser Bezügegesetz-Diskussion.
Abg. Mag. Stadler: Das gleiche hat der Kostelka gemacht!
Die Regierungsparteien haben in ihrem Übereinkommen für eine Vier-Jahres-Periode sehr wohl eine Reform des Bezügegesetzes vorgehabt. Es war auch vorgesehen, diese bis Ende des Jahres hier in Ruhe und Klarheit zu diskutieren. Dann gab es einen Anlaßfall, und dieser ist immer noch nicht ausgeräumt. Es ist ihm wieder gelungen, die Täter-Opfer-Umkehr zu machen. Voriges Jahr hat Abgeordneter Höchtl alle anständigen Kollegen durch seine breitgespreizten Beine in Verruf gebracht, heute sind es die breitgespreizten Taschen. Ich lasse mich nicht von Abgeordneten Höchtl in Geiselhaft nehmen. Das haben wir, die wir auch öffentlich Bedienstete sind, die wir aber unsere Situation nach bestem Wissen und Gewissen zu lösen versuchen, nicht verdient. Denn was Abgeordneter Höchtl gemacht hat, war nicht legal, und es hat nicht dem Gesetz entsprochen. Ich möchte das auch einmal hier festgestellt haben. (Abg. Mag. Stadler: Das gleiche hat der Kostelka gemacht!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, daß wir heute einen richtigen Schritt machen – der Bundeskanzler hat das bereits in seiner Anfragebeantwortung gesagt –, daß es aber weiterhin das Vorhaben der Regierungsparteien zu erfüllen gilt, und zwar eine Einkommenspyramide zu schaffen, für eine klare Offenlegung zu sorgen, wieviel ein Politiker, eine Politikerin verdient und wofür. Wir müssen diese Reform weiterhin vorantreiben. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Khol: Der Beifall war enden wollend, Frau Karlsson!
Präsident Dr. Heinz Fischer: Nächster zu Wort kommender Abgeordnete ist Herr Abgeordneter Dr. Graf. – Bitte sehr. (Abg. Dr. Khol: Der Beifall war enden wollend, Frau Karlsson!)
Abg. Koppler: Jetzt hat auch niemand geklatscht!
Abgeordneter Dr. Martin Graf (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Meine Damen und Herren Abgeordneten! Es ist mir auch aufgefallen, daß die Rede der Abgeordneten Karlsson nahezu von überhaupt keiner Applausspende bedacht wurde. Sie war sowohl inhaltlich als auch in der ganzen Darstellung schwach. Ich werde es mir daher ersparen, näher darauf einzugehen. (Abg. Koppler: Jetzt hat auch niemand geklatscht!) – Das werden wir uns noch anschauen.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich habe am 24. März meine Freistellung von der Bank Austria AG, vorher Z–Länderbank–Bank Austria AG, vorher war es noch Länderbank oder Zentralsparkasse, beantragt. Ich darf Ihnen sagen: Es steht einem Politiker gut an, mit gutem Beispiel voranzugehen. Ich kann Ihnen gerne eine Kopie davon machen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich habe mich freistellen lassen ohne Bezüge, ohne Abfertigungsanspruch, ohne zu erwerbenden Abfertigungsanspruch, ohne Pensionsanspruch, ohne zu erwerbenden Pensionsanspruch – das ist nachzulesen – und bekomme daher auch noch monatlich meinen Lohnzettel. Ich bin sehr dankbar dafür, daß mir die Bank Austria heute immer noch Lohnzettel schickt. Ich kann es Kollegen Koppler auch zeigen, falls er es nicht glaubt. Auf diesen Lohnzetteln, die ich jeden Monat bekomme, steht, daß ich null Bezug habe, sogar 20 S minus, das heißt, ich zahle 20 S im Monat ein. Das ist der Gewerkschaftsbeitrag. Dort bin ich nach wie vor Mitglied. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Karlsson.
Daher schaut mein Lohnzettel so aus. Ich würde mir wünschen, daß der Lohnzettel des Herrn Bundeskanzlers auch so ausschaut und daß er, genauso wie der kleine Abgeordnete Martin Graf, auf seine Abfertigungsansprüche dieser Bank gegenüber verzichtet. (Zwischenruf der Abg. Dr. Karlsson. ) und daß er, genauso wie der kleine Abgeordnete Martin Graf, auf seine Pensionsansprüche verzichtet und keine korrespondierenden Ansprüche hat. Das ist eine, wie ich meine, saubere und lupenreine Lösung – und nicht das Kassieren von Abfertigungen und Mehrfachabfertigungen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Daher schaut mein Lohnzettel so aus. Ich würde mir wünschen, daß der Lohnzettel des Herrn Bundeskanzlers auch so ausschaut und daß er, genauso wie der kleine Abgeordnete Martin Graf, auf seine Abfertigungsansprüche dieser Bank gegenüber verzichtet. (Zwischenruf der Abg. Dr. Karlsson. ) und daß er, genauso wie der kleine Abgeordnete Martin Graf, auf seine Pensionsansprüche verzichtet und keine korrespondierenden Ansprüche hat. Das ist eine, wie ich meine, saubere und lupenreine Lösung – und nicht das Kassieren von Abfertigungen und Mehrfachabfertigungen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich fordere Sie diesbezüglich nicht nur als Abgeordneter dieses Hauses auf, sondern auch als Kollege der ehemalig gleichen Bank, in der wir beide gearbeitet haben, im Namen der Belegschaft: Zahlen Sie das endlich zurück! Das kann Ihnen doch nicht schwerer fallen als mir! Verzichten Sie endlich darauf! Dann werden Sie an Vertrauen sicherlich dazugewinnen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Koppler: Darum ist die dringliche Anfrage!
Ich wollte Ihnen schon einmal sagen, daß es mehrere Möglichkeiten gibt, sich von einem Arbeitgeber zu trennen. (Abg. Koppler: Darum ist die dringliche Anfrage!) – Nicht nur darum. Das ist ein Punkt dazu. Es gibt mehrere Möglichkeiten, sich von seinem Arbeitgeber zu trennen oder mit ihm eine saubere Lösung zu treffen. Diesbezüglich fordere ich Sie auf: Beherzigen Sie das, was ich gesagt habe, denn die 10 000 Mitarbeiter der Bank Austria verstehen Ihre Regelungen nicht! Ich unterhalte mich nach wie vor sehr oft mit meinen ehemaligen Kollegen. Niemand versteht das!
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wenn Sie es mit dem Abbau von Politikerprivilegien tatsächlich ernst meinen, dann stimmen Sie diesem Antrag zu! Wenn es der Herr Bundeskanzler ernst nimmt mit seinen Ausführungen, daß er auf Rechte, wie er vermeint, gemäß dem Bezügegesetz verzichtet, dann soll er auch einmal rechtsgeschäftlich verbindlich in einer Vereinbarung mit seinem ehemaligen Arbeitgeber seine ihm moralisch – wie ich meine – nicht zustehenden Bezüge auflösen und darauf verzichten und darüber hinaus seine bisher erhaltene Bank Austria-Abfertigung zurückzahlen. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Graf: Das ist eine Interpretation!
Wahr ist vielmehr, daß die Beurteilung gemäß Bezügegesetz für den Zeitpunkt gilt, in dem der Pensionsanspruch entstanden ist. (Abg. Dr. Graf: Das ist eine Interpretation!) Zu dem Zeitpunkt ist das Geldinstitut vom Rechnungshof geprüft worden, weil die Republik einen Anteil von mehr als 50 Prozent hatte. Das ist das erste. (Zwischenruf des Abg. Dr. Graf. )
Zwischenruf des Abg. Dr. Graf.
Wahr ist vielmehr, daß die Beurteilung gemäß Bezügegesetz für den Zeitpunkt gilt, in dem der Pensionsanspruch entstanden ist. (Abg. Dr. Graf: Das ist eine Interpretation!) Zu dem Zeitpunkt ist das Geldinstitut vom Rechnungshof geprüft worden, weil die Republik einen Anteil von mehr als 50 Prozent hatte. Das ist das erste. (Zwischenruf des Abg. Dr. Graf. )
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Graf.
Drittens meinen Sie, ich solle mit gutem Beispiel vorangehen. Ich sage Ihnen folgendes: Ich habe seinerzeit als Finanzminister und jetzt als Bundeskanzler ungefähr ein Drittel jenes Einkommens, welches ich früher hatte. Multiplizieren Sie das mal zwölf, dann ist das ein Vielfaches der Abfertigung, und das Beispiel ist gar nicht so schlecht. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Graf. )
Abg. Dr. Graf: Oder Sie mit mir!
Im übrigen, Herr Kollege, möchte ich Sie beruhigen: Ich bin auch bei der Gewerkschaft, ich bin auch nicht ausgetreten und zahle monatlich meinen Beitrag. Ich nehme an, es ist die gleiche Gewerkschaft, also werden Sie schlagartig viel mehr Solidarität mit mir aufbringen. (Abg. Dr. Graf: Oder Sie mit mir!)
Beifall bei den Freiheitlichen – Zwischenruf des Abg. Leikam
Herr Bundeskanzler! Sie haben nicht nur Erklärungsbedarf, Sie haben Handlungsbedarf! Verzichten Sie auf Ihren Pensionsanspruch, und gehen Sie mit gutem Beispiel voran (Beifall bei den Freiheitlichen – Zwischenruf des Abg. Leikam ), dann werden Sie für längere Zeit Ruhe vor unseren Anträgen und dringlichen Anfragen, was Ihre Privilegien betrifft, haben. Aber so wird das, wie Sie es auch prophezeit haben, auch in einigen Monaten wieder zur Debatte stehen. Also: Nicht nur reden, nicht nur erklären, herumreden und nicht nur mit gebrochener, fast weinerlicher Stimme dem Hohen Haus mitteilen, wie arm Sie sind, was Sie alles nicht bekommen, was Sie alles noch bekommen könnten, sondern gehen Sie mit gutem Beispiel voran, Herr Bundeskanzler! (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Dr. Nowotny: Halluzinationen!)
Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Dr. Nowotny: Halluzinationen!
Herr Bundeskanzler! Sie haben nicht nur Erklärungsbedarf, Sie haben Handlungsbedarf! Verzichten Sie auf Ihren Pensionsanspruch, und gehen Sie mit gutem Beispiel voran (Beifall bei den Freiheitlichen – Zwischenruf des Abg. Leikam ), dann werden Sie für längere Zeit Ruhe vor unseren Anträgen und dringlichen Anfragen, was Ihre Privilegien betrifft, haben. Aber so wird das, wie Sie es auch prophezeit haben, auch in einigen Monaten wieder zur Debatte stehen. Also: Nicht nur reden, nicht nur erklären, herumreden und nicht nur mit gebrochener, fast weinerlicher Stimme dem Hohen Haus mitteilen, wie arm Sie sind, was Sie alles nicht bekommen, was Sie alles noch bekommen könnten, sondern gehen Sie mit gutem Beispiel voran, Herr Bundeskanzler! (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Dr. Nowotny: Halluzinationen!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Neuerliche Rufe bei der SPÖ.
Vom Fischkopf wurde heute schon gesprochen, ich möchte nicht mehr näher darauf eingehen. Aber wenn der Kanzler einer Republik mit gutem Beispiel voranginge, meine Damen und Herren, wenn der Kanzler, wenn Ihr Kanzler von Ihrer Fraktion mit gutem Beispiel voranginge, dann würden nicht Abgeordnete in Ihren Reihen sitzen, hier im Hohen Haus und in den Landtagen, die sich für ihre nehmerischen Qualitäten schämen müssen! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Neuerliche Rufe bei der SPÖ.)
Heftige Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Dr. Keppelmüller: Hat sich Ihr Einkommen verändert? – Rufe bei der SPÖ: Abcasher! Abzocker!
Aber jetzt ist es so, daß der Bundeskanzler für das schlechte Gewissen der Nehmer in der sozialistischen Fraktion geradezu Baldrian ist! (Heftige Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Dr. Keppelmüller: Hat sich Ihr Einkommen verändert? – Rufe bei der SPÖ: Abcasher! Abzocker!)
Abg. Leikam: Abcasher! Abzocker!
Er ist Baldrian für das schlechte Gewissen der sozialistischen Nehmer. Und das trägt dazu bei, daß sich überhaupt nichts ändert. Da sind die Abzocker, angefangen vom Herrn Präsidenten – er ist noch da; ich habe geglaubt, er muß gerade seinen Zweitberuf als Parlamentsrat antreten, aber um 18 Uhr ist dann Wechsel, da wird er das machen können. (Abg. Leikam: Abcasher! Abzocker!) Da gibt es den Abzocker Nowotny, der zu Unrecht 100 Prozent seines Universitätsprofessorengehaltes bezieht und sich bereit erklärt, in Raten zu zahlen. Jeder andere, der zu Unrecht etwas kassiert, muß auf Heller und Pfennig ohne Frist alles zurückzahlen! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Keppelmüller: Dr. Pumberger! Ist Ihr Einkommen als Arzt gesunken?) Der Abzocker Kostelka genießt sein erhöhtes Einkommen – er ist gerade nicht hier; er wird sich gerade einen teuren Kaffee gönnen – und will mit gutem Beispiel vorangehen. (Abg. Dr. Keppelmüller: Was bekommen Sie als Arzt? Verdienen Sie als Arzt weniger? Rechnen Sie weniger ab?)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Keppelmüller: Dr. Pumberger! Ist Ihr Einkommen als Arzt gesunken?
Er ist Baldrian für das schlechte Gewissen der sozialistischen Nehmer. Und das trägt dazu bei, daß sich überhaupt nichts ändert. Da sind die Abzocker, angefangen vom Herrn Präsidenten – er ist noch da; ich habe geglaubt, er muß gerade seinen Zweitberuf als Parlamentsrat antreten, aber um 18 Uhr ist dann Wechsel, da wird er das machen können. (Abg. Leikam: Abcasher! Abzocker!) Da gibt es den Abzocker Nowotny, der zu Unrecht 100 Prozent seines Universitätsprofessorengehaltes bezieht und sich bereit erklärt, in Raten zu zahlen. Jeder andere, der zu Unrecht etwas kassiert, muß auf Heller und Pfennig ohne Frist alles zurückzahlen! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Keppelmüller: Dr. Pumberger! Ist Ihr Einkommen als Arzt gesunken?) Der Abzocker Kostelka genießt sein erhöhtes Einkommen – er ist gerade nicht hier; er wird sich gerade einen teuren Kaffee gönnen – und will mit gutem Beispiel vorangehen. (Abg. Dr. Keppelmüller: Was bekommen Sie als Arzt? Verdienen Sie als Arzt weniger? Rechnen Sie weniger ab?)
Abg. Dr. Keppelmüller: Was bekommen Sie als Arzt? Verdienen Sie als Arzt weniger? Rechnen Sie weniger ab?
Er ist Baldrian für das schlechte Gewissen der sozialistischen Nehmer. Und das trägt dazu bei, daß sich überhaupt nichts ändert. Da sind die Abzocker, angefangen vom Herrn Präsidenten – er ist noch da; ich habe geglaubt, er muß gerade seinen Zweitberuf als Parlamentsrat antreten, aber um 18 Uhr ist dann Wechsel, da wird er das machen können. (Abg. Leikam: Abcasher! Abzocker!) Da gibt es den Abzocker Nowotny, der zu Unrecht 100 Prozent seines Universitätsprofessorengehaltes bezieht und sich bereit erklärt, in Raten zu zahlen. Jeder andere, der zu Unrecht etwas kassiert, muß auf Heller und Pfennig ohne Frist alles zurückzahlen! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Keppelmüller: Dr. Pumberger! Ist Ihr Einkommen als Arzt gesunken?) Der Abzocker Kostelka genießt sein erhöhtes Einkommen – er ist gerade nicht hier; er wird sich gerade einen teuren Kaffee gönnen – und will mit gutem Beispiel vorangehen. (Abg. Dr. Keppelmüller: Was bekommen Sie als Arzt? Verdienen Sie als Arzt weniger? Rechnen Sie weniger ab?)
weitere anhaltende Zwischenrufe der Abg. Dr. Keppelmüller, Koppler und Seidinger
Daher bringe ich (weitere anhaltende Zwischenrufe der Abg. Dr. Keppelmüller, Koppler und Seidinger ), damit Ihnen die Zwischenrufe vergehen, gleich unseren
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Keppelmüller: Abzocker!
(Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Keppelmüller: Abzocker!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Keppelmüller.
Haben Sie aufgepaßt, Herr Kollege Keppelmüller? – Dann wissen Sie auch, wie Sie dann abzustimmen haben. Sparen Sie sich Ihre unqualifizierten Zwischenrufe! Ich kann Ihnen gleich etwas erzählen von Oberösterreich. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Keppelmüller. ) Ich werde Ihnen gleich etwas erzählen von Oberösterreich, und zwar von Ihrem Freund, dem Landtagsabgeordneten Helmut Schamberger, Sie kennen ihn sehr gut. Er ist ja auch einer, der sich am Bundeskanzler ein gutes Beispiel nimmt, der aber mit seiner Causa den Fall Höchtl von der ÖVP – den berüchtigten Fall Höchtl! – geradezu in den Schatten stellt.
Zwischenruf des Abg. Dr. Keppelmüller.
Sehr geehrter Herr Landtagsabgeordneter! Einem Beamten kann aus Anlaß der Vollendung einer Dienstzeit von 40 Jahren – 20 Jahre ist er schon nicht mehr in der Schule – für treue Dienste – diese Ironie! – eine Jubiläumszuwendung im Ausmaß von 400 von 100 des ihm zum Zeitpunkt des Dienstjubiläums gebührenden Monatsbezuges gewährt werden. Und nun kommt es: Da Sie, Herr Kollege Schamberger, die Voraussetzungen für das 40jährige Dienstjubiläum erfüllen, erhalten Sie eine Jubiläumszuwendung in der Höhe des vierfachen Monatsbezuges. (Zwischenruf des Abg. Dr. Keppelmüller. )
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Keppelmüller.
Seit 20 Jahren ist er nicht mehr in der Schule, und jetzt bekommt er für besonders treue Dienste eine Jubiläumszulage in der Höhe von vier Monatsgehältern! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Keppelmüller. )
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Keppelmüller: Rechnen Sie als Arzt weniger ab?
Er hat sich ein gutes Beispiel am Kanzler genommen, denn der Kanzler macht es nicht anders, und da ist er wirklich in guter Gesellschaft. Daher hat er auch kein schlechtes Gewissen, so wie Sie alle hier herinnen, die Sie nehmen, die Sie abzocken, kein schlechtes Gewissen dabei haben, während Sie den Bürgern eine Belastungswelle nach der anderen aufbrummen! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Keppelmüller: Rechnen Sie als Arzt weniger ab?)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.
Derselbe Antrag wurde 1990 wieder eingebracht – wieder abgelehnt; 1992 wieder eingebracht – wieder abgelehnt. 1994 wurde er an den Unterausschuß verwiesen. Anfang 1995, nach sechs Jahren stetigem Kampf und Einsatz der Freiheitlichen, ist es gelungen, im oberösterreichischen Landtag einen mehrheitlichen Beschluß zustande zu bringen, daß bei Politikerpensionen die Möglichkeit zum Verzicht besteht und sie abgeschafft werden. Das ist eine Errungenschaft der Freiheitlichen in Oberösterreich! Nehmt euch in Kärnten, in Vorarlberg, in Tirol und vor allem in Wien und in der Bundespolitik daran ein Beispiel! So machen es die oberösterreichischen Freiheitlichen! Das ist ein gutes Beispiel für Sie alle. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Rufe bei der SPÖ: Freiheitliche!
Noch etwas haben die oberösterreichischen Freiheitlichen zustande gebracht. Ich rede zwar immer nur von den roten Abzockern, aber es gibt auch schwarze Abzocker. (Rufe bei der SPÖ: Freiheitliche!)
Abg. Dr. Keppelmüller: Rechnen Sie weniger ab?
Das wird es also in Zukunft nicht mehr geben, zumindest von Oberösterreich aus nicht mehr. Das wurde damals angenommen. Passierte das heute, würde einem Kukacka eine Abfertigung in Höhe von sechs Monatsbezügen nicht mehr zustehen. Damals allerdings war das der Anlaßfall. Er hat noch fest abgezockt, er hat das auch nicht freiwillig zurückgezahlt, aber in Hinkunft wird so etwas nicht mehr bezahlt. – Auch eine Errungenschaft der oberösterreichischen Freiheitlichen! Meine Damen und Herren! Ich verweise daher noch einmal darauf, daß man, wenn man mit gutem Beispiel vorangeht, auch etwas erreichen kann! (Abg. Dr. Keppelmüller: Rechnen Sie weniger ab?)
Ruf bei der SPÖ: Jawohl!
Abgeordnete Edith Haller (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Hohes Haus! Immer wieder wird hier in diesem Haus die Frage nach der Sinnhaftigkeit der Menge der dringlichen Anfragen der Freiheitlichen gestellt. (Ruf bei der SPÖ: Jawohl!) Dabei ist es eigentlich ganz einfach und ganz logisch: Wenn Sie beobachtet haben, an wen unsere dringlichen Anfragen vor allem im Jahr 1996 gerichtet waren, dann wissen Sie, daß es meistens der Herr Bundeskanzler war. Es ist das für uns einfach eine legale Möglichkeit, den Herrn Bundeskanzler auf ganz formelle, legale Art mit seinen eigenen widersprüchlichen Aussagen hier im Hohen Haus zu konfrontieren, damit diese auch in den Sitzungsprotokollen des Nationalrates festgehalten werden. Sicherlich ist das auch mit ein Grund dafür, daß man uns Freiheitlichen in Zukunft dieses demokratische Mittel nicht mehr so oft zugestehen will.
Abg. Dunst: Da hat der Bundeskanzler recht!
Wenn Sie zu uns Freiheitlichen sagen, wir seien keine Wahrheitsfanatiker (Abg. Dunst: Da hat der Bundeskanzler recht!), dann kann ich Ihnen dieses "Kompliment" – unter Anführungszeichen – aber wirklich nur weitergeben. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wenn Sie zu uns Freiheitlichen sagen, wir seien keine Wahrheitsfanatiker (Abg. Dunst: Da hat der Bundeskanzler recht!), dann kann ich Ihnen dieses "Kompliment" – unter Anführungszeichen – aber wirklich nur weitergeben. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Wallner.
Wir Freiheitlichen haben seit Jahren immer ein leistungsbezogenes Einkommen für Politiker gefordert, und sind dafür eingetreten, daß die ungerechtfertigten Doppelbezüge abgeschafft werden. (Zwischenruf des Abg. Wallner. ) Wir haben zurückgezahlt! Wir Freiheitlichen schon, das unterscheidet uns ja! Wir haben da unsere eigenen moralischen Ansprüche – im Gegensatz zu Ihnen. (Neuerliche Zwischenrufe und ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Da können Sie lachen, wie Sie wollen! Der, der zuletzt lacht, lacht am besten, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen.) Unsere freiheitlichen Forderungen haben wir auch heute wieder zum x-ten Male in einem neuen Antrag formuliert; dieser liegt wieder auf dem Tisch.
Neuerliche Zwischenrufe und ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Wir Freiheitlichen haben seit Jahren immer ein leistungsbezogenes Einkommen für Politiker gefordert, und sind dafür eingetreten, daß die ungerechtfertigten Doppelbezüge abgeschafft werden. (Zwischenruf des Abg. Wallner. ) Wir haben zurückgezahlt! Wir Freiheitlichen schon, das unterscheidet uns ja! Wir haben da unsere eigenen moralischen Ansprüche – im Gegensatz zu Ihnen. (Neuerliche Zwischenrufe und ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Da können Sie lachen, wie Sie wollen! Der, der zuletzt lacht, lacht am besten, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen.) Unsere freiheitlichen Forderungen haben wir auch heute wieder zum x-ten Male in einem neuen Antrag formuliert; dieser liegt wieder auf dem Tisch.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wir Freiheitlichen haben seit Jahren immer ein leistungsbezogenes Einkommen für Politiker gefordert, und sind dafür eingetreten, daß die ungerechtfertigten Doppelbezüge abgeschafft werden. (Zwischenruf des Abg. Wallner. ) Wir haben zurückgezahlt! Wir Freiheitlichen schon, das unterscheidet uns ja! Wir haben da unsere eigenen moralischen Ansprüche – im Gegensatz zu Ihnen. (Neuerliche Zwischenrufe und ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Da können Sie lachen, wie Sie wollen! Der, der zuletzt lacht, lacht am besten, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen.) Unsere freiheitlichen Forderungen haben wir auch heute wieder zum x-ten Male in einem neuen Antrag formuliert; dieser liegt wieder auf dem Tisch.
Abg. Dunst: Uns auch in Sie!
Da muß ich sagen: Entschuldigen Sie vielmals, aber da fehlt mir schon das Vertrauen, daß dabei etwas Ordentliches herauskommt! (Abg. Dunst: Uns auch in Sie!)
Abg. Koppler: Welche?
Eines hat sich ja bisher wirklich bewiesen: Sie hätten ja schon lange Zeit gehabt, hier etwas Sinnvolles zu produzieren, aber es hat sich immer wieder bewiesen, daß ÖVP und SPÖ in diesem Bereich einander nicht weh tun, denn beide Parteien sind ja gleich betroffen. Die Fälle sind ja heute schon ein paarmal erörtert worden (Abg. Koppler: Welche?) , ich will mich da nicht wiederholen.
Abg. Koppler: Das glaube ich! – Abg. Sophie Bauer: Das glaube ich!
Jetzt noch ein paar Worte zu den Ausführungen Ihres Parteikollegen Cap, der in einer Art von Humor, der ich wirklich nicht folgen kann, immer wieder versucht (Abg. Koppler: Das glaube ich! – Abg. Sophie Bauer: Das glaube ich!) – ja, ich werde Ihnen aber auch erklären, warum –, von der Problematik der Diskussion abzulenken. Dazu kann ich nur sagen: Ich finde diese Art von Humor schäbig – schäbig und unwürdig. (Abg. Koppler: Horchen Sie dem Stadler auch zu!) Und da Sie seinen Ausführungen so begeistert Beifall gespendet haben, muß ich sagen, ich glaube, daß Sie einfach erleichtert über die Atempause waren, die er Ihnen dadurch gegeben hat. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Guggenberger: Jetzt haben wir eine Atempause! Jetzt haben wir eine Atempause bei diesen Ausführungen!)
Abg. Koppler: Horchen Sie dem Stadler auch zu!
Jetzt noch ein paar Worte zu den Ausführungen Ihres Parteikollegen Cap, der in einer Art von Humor, der ich wirklich nicht folgen kann, immer wieder versucht (Abg. Koppler: Das glaube ich! – Abg. Sophie Bauer: Das glaube ich!) – ja, ich werde Ihnen aber auch erklären, warum –, von der Problematik der Diskussion abzulenken. Dazu kann ich nur sagen: Ich finde diese Art von Humor schäbig – schäbig und unwürdig. (Abg. Koppler: Horchen Sie dem Stadler auch zu!) Und da Sie seinen Ausführungen so begeistert Beifall gespendet haben, muß ich sagen, ich glaube, daß Sie einfach erleichtert über die Atempause waren, die er Ihnen dadurch gegeben hat. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Guggenberger: Jetzt haben wir eine Atempause! Jetzt haben wir eine Atempause bei diesen Ausführungen!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Guggenberger: Jetzt haben wir eine Atempause! Jetzt haben wir eine Atempause bei diesen Ausführungen!
Jetzt noch ein paar Worte zu den Ausführungen Ihres Parteikollegen Cap, der in einer Art von Humor, der ich wirklich nicht folgen kann, immer wieder versucht (Abg. Koppler: Das glaube ich! – Abg. Sophie Bauer: Das glaube ich!) – ja, ich werde Ihnen aber auch erklären, warum –, von der Problematik der Diskussion abzulenken. Dazu kann ich nur sagen: Ich finde diese Art von Humor schäbig – schäbig und unwürdig. (Abg. Koppler: Horchen Sie dem Stadler auch zu!) Und da Sie seinen Ausführungen so begeistert Beifall gespendet haben, muß ich sagen, ich glaube, daß Sie einfach erleichtert über die Atempause waren, die er Ihnen dadurch gegeben hat. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Guggenberger: Jetzt haben wir eine Atempause! Jetzt haben wir eine Atempause bei diesen Ausführungen!)
Abg. Dr. Kräuter: Der interessiert sich genau für den Götz!
Aber eines steht fest: daß der Bürger draußen (Abg. Dr. Kräuter: Der interessiert sich genau für den Götz!) – und das wissen Sie ganz genau – für diese Diskussion und für die Argumente, die Sie hier verwenden, überhaupt kein Verständnis mehr hat. Dem Bürger sind in den letzten zwei Jahren zwei Belastungspakete ungeheuren Ausmaßes aufgebürdet worden. Und Sie beweisen jetzt wieder mit Ihren Vorschlägen, mit Ihren mickrigen Vorschlägen einer Veränderung, daß Sie selber überhaupt nicht bereit sind einzusparen.
Abg. Silhavy: Und der Causa Brauneder!
Das, was Sie heute geliefert haben, bitte, das ist doch Stückwerk, und dieses Stückwerk ist ja nicht von Ihnen aus eigener Initiative gekommen, auch wenn das so schön Initiativantrag heißt, sondern das haben Sie nur unter dem Zugzwang der öffentlichen Meinung und der Causa Höchtl produziert. (Abg. Silhavy: Und der Causa Brauneder!) Das wissen wir doch alle. Beschönigen Sie das nicht so, das hat ja keinen Sinn! Stellen sie sich einmal den Tatsachen! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Das, was Sie heute geliefert haben, bitte, das ist doch Stückwerk, und dieses Stückwerk ist ja nicht von Ihnen aus eigener Initiative gekommen, auch wenn das so schön Initiativantrag heißt, sondern das haben Sie nur unter dem Zugzwang der öffentlichen Meinung und der Causa Höchtl produziert. (Abg. Silhavy: Und der Causa Brauneder!) Das wissen wir doch alle. Beschönigen Sie das nicht so, das hat ja keinen Sinn! Stellen sie sich einmal den Tatsachen! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Silhavy: Bei einem Brauneder haben Sie es notwendig, über Moral zu reden!
Denn eines will ich dem Herrn Bundeskanzler und Ihnen zum Schluß schon noch sagen: In dieser Frage haben Sie und auch der Herr Bundeskanzler beim Wähler schon lange verloren. Es wäre, glaube ich, wirklich ein moralischer Akt Ihrerseits notwendig, um das zu korrigieren. (Abg. Silhavy: Bei einem Brauneder haben Sie es notwendig, über Moral zu reden!) Es hat sich ja bewiesen, daß es diese Art von Politikereinkommen, diese Art von arbeitslosen Einkommen nur in Österreich gibt. Das ist ein schlechtes Beispiel.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich glaube, das würde insgesamt der politischen Situation in Österreich nur guttun und würde sicher auch die Zustimmung der Freiheitlichen finden. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Ich fühle mich als einer der Privilegierten in diesem Haus. Ja – vielleicht im Gegensatz zu Ihnen –, ich fühle mich als Privilegierter, weil ich einer von 183 sein darf, die das Volk vertreten. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.) Ich höre
Abg. Ing. Reichhold: Da mußt du halt mehr Leute aufnehmen! Du mußt ja nicht alles selber machen! – Abg. Dr. Haider: Du gefährdest ja deinen Waldbestand! – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Ich nenne Ihnen meine Privilegien: Ich habe heute, bevor ich nach Wien gefahren bin, noch meine Stallarbeit geleistet. – Das ist mein Privileg. Und ich habe, meine sehr verehrten Damen und Herren, als mich vor kurzem ein Reporter meiner Lokalzeitung befragte, was ich im Urlaub machen werde, geantwortet: Zuerst werde ich meine Waldschäden aufarbeiten, weil ich bis jetzt noch nicht dazugekommen bin, weil ich viele, viele Stunden – auch mit Sondersitzungen – in diesem Hohen Haus verbringen mußte. (Abg. Ing. Reichhold: Da mußt du halt mehr Leute aufnehmen! Du mußt ja nicht alles selber machen! – Abg. Dr. Haider: Du gefährdest ja deinen Waldbestand! – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Das ist richtig, ich könnte mir Leute aufnehmen, die diese Arbeit verrichten, das ist richtig. (Abg. Dr. Haider: Du bist verpflichtet, die Waldschäden aufzuarbeiten!) Aber, ich muß, Herr Kollege ... (Abg. Ing. Reichhold: Du bist ja gesetzlich verpflichtet, die Waldschäden aufzuarbeiten!) Siehst du, Herr Kollege, und das werde ich tun. Ich bin verpflichtet, und ich werde es tun. (Abg. Ing. Reichhold: Der zweite Flug vom Borkenkäfer ist schon vorbei! – Abg. Dr. Haider: Da ist es schon ein bißchen spät! – Abg. Ing. Reichhold: Das hätte schon längst gemacht gehört!) Wir haben die Erstarbeit geleistet, und die Zweitarbeit ist jetzt noch zu machen. Ich glaube, daß du als Berufskollege und Forstwirt vielleicht auch die Möglichkeit hast, in diese berufsspezifische Art einzugreifen. (Abg. Dr. Haider: Muß ja keiner Politiker werden! – Abg. Parnigoni: Nur jemand, der es sich leisten kann! Nur jemand, der gesponsert wird wie du!) Das ist richtig, es muß ja keiner. Nur kann ich mir mit einem Waldbesitz von 4,5 Hektar, Herr Kollege Haider, im Gegensatz zu Ihnen im Bärental keine zusätzlichen Arbeiter leisten (Abg. Dr. Haider: Sag, was verdienst du denn?) und schon gar nicht vielleicht Arbeitskräfte aus dem Ausland. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Ruf: Schwarzarbeiter!)
Abg. Dr. Haider: Du bist verpflichtet, die Waldschäden aufzuarbeiten!
Ich nenne Ihnen meine Privilegien: Ich habe heute, bevor ich nach Wien gefahren bin, noch meine Stallarbeit geleistet. – Das ist mein Privileg. Und ich habe, meine sehr verehrten Damen und Herren, als mich vor kurzem ein Reporter meiner Lokalzeitung befragte, was ich im Urlaub machen werde, geantwortet: Zuerst werde ich meine Waldschäden aufarbeiten, weil ich bis jetzt noch nicht dazugekommen bin, weil ich viele, viele Stunden – auch mit Sondersitzungen – in diesem Hohen Haus verbringen mußte. (Abg. Ing. Reichhold: Da mußt du halt mehr Leute aufnehmen! Du mußt ja nicht alles selber machen! – Abg. Dr. Haider: Du gefährdest ja deinen Waldbestand! – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Das ist richtig, ich könnte mir Leute aufnehmen, die diese Arbeit verrichten, das ist richtig. (Abg. Dr. Haider: Du bist verpflichtet, die Waldschäden aufzuarbeiten!) Aber, ich muß, Herr Kollege ... (Abg. Ing. Reichhold: Du bist ja gesetzlich verpflichtet, die Waldschäden aufzuarbeiten!) Siehst du, Herr Kollege, und das werde ich tun. Ich bin verpflichtet, und ich werde es tun. (Abg. Ing. Reichhold: Der zweite Flug vom Borkenkäfer ist schon vorbei! – Abg. Dr. Haider: Da ist es schon ein bißchen spät! – Abg. Ing. Reichhold: Das hätte schon längst gemacht gehört!) Wir haben die Erstarbeit geleistet, und die Zweitarbeit ist jetzt noch zu machen. Ich glaube, daß du als Berufskollege und Forstwirt vielleicht auch die Möglichkeit hast, in diese berufsspezifische Art einzugreifen. (Abg. Dr. Haider: Muß ja keiner Politiker werden! – Abg. Parnigoni: Nur jemand, der es sich leisten kann! Nur jemand, der gesponsert wird wie du!) Das ist richtig, es muß ja keiner. Nur kann ich mir mit einem Waldbesitz von 4,5 Hektar, Herr Kollege Haider, im Gegensatz zu Ihnen im Bärental keine zusätzlichen Arbeiter leisten (Abg. Dr. Haider: Sag, was verdienst du denn?) und schon gar nicht vielleicht Arbeitskräfte aus dem Ausland. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Ruf: Schwarzarbeiter!)
Abg. Ing. Reichhold: Du bist ja gesetzlich verpflichtet, die Waldschäden aufzuarbeiten!
Ich nenne Ihnen meine Privilegien: Ich habe heute, bevor ich nach Wien gefahren bin, noch meine Stallarbeit geleistet. – Das ist mein Privileg. Und ich habe, meine sehr verehrten Damen und Herren, als mich vor kurzem ein Reporter meiner Lokalzeitung befragte, was ich im Urlaub machen werde, geantwortet: Zuerst werde ich meine Waldschäden aufarbeiten, weil ich bis jetzt noch nicht dazugekommen bin, weil ich viele, viele Stunden – auch mit Sondersitzungen – in diesem Hohen Haus verbringen mußte. (Abg. Ing. Reichhold: Da mußt du halt mehr Leute aufnehmen! Du mußt ja nicht alles selber machen! – Abg. Dr. Haider: Du gefährdest ja deinen Waldbestand! – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Das ist richtig, ich könnte mir Leute aufnehmen, die diese Arbeit verrichten, das ist richtig. (Abg. Dr. Haider: Du bist verpflichtet, die Waldschäden aufzuarbeiten!) Aber, ich muß, Herr Kollege ... (Abg. Ing. Reichhold: Du bist ja gesetzlich verpflichtet, die Waldschäden aufzuarbeiten!) Siehst du, Herr Kollege, und das werde ich tun. Ich bin verpflichtet, und ich werde es tun. (Abg. Ing. Reichhold: Der zweite Flug vom Borkenkäfer ist schon vorbei! – Abg. Dr. Haider: Da ist es schon ein bißchen spät! – Abg. Ing. Reichhold: Das hätte schon längst gemacht gehört!) Wir haben die Erstarbeit geleistet, und die Zweitarbeit ist jetzt noch zu machen. Ich glaube, daß du als Berufskollege und Forstwirt vielleicht auch die Möglichkeit hast, in diese berufsspezifische Art einzugreifen. (Abg. Dr. Haider: Muß ja keiner Politiker werden! – Abg. Parnigoni: Nur jemand, der es sich leisten kann! Nur jemand, der gesponsert wird wie du!) Das ist richtig, es muß ja keiner. Nur kann ich mir mit einem Waldbesitz von 4,5 Hektar, Herr Kollege Haider, im Gegensatz zu Ihnen im Bärental keine zusätzlichen Arbeiter leisten (Abg. Dr. Haider: Sag, was verdienst du denn?) und schon gar nicht vielleicht Arbeitskräfte aus dem Ausland. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Ruf: Schwarzarbeiter!)
Abg. Ing. Reichhold: Der zweite Flug vom Borkenkäfer ist schon vorbei! – Abg. Dr. Haider: Da ist es schon ein bißchen spät! – Abg. Ing. Reichhold: Das hätte schon längst gemacht gehört!
Ich nenne Ihnen meine Privilegien: Ich habe heute, bevor ich nach Wien gefahren bin, noch meine Stallarbeit geleistet. – Das ist mein Privileg. Und ich habe, meine sehr verehrten Damen und Herren, als mich vor kurzem ein Reporter meiner Lokalzeitung befragte, was ich im Urlaub machen werde, geantwortet: Zuerst werde ich meine Waldschäden aufarbeiten, weil ich bis jetzt noch nicht dazugekommen bin, weil ich viele, viele Stunden – auch mit Sondersitzungen – in diesem Hohen Haus verbringen mußte. (Abg. Ing. Reichhold: Da mußt du halt mehr Leute aufnehmen! Du mußt ja nicht alles selber machen! – Abg. Dr. Haider: Du gefährdest ja deinen Waldbestand! – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Das ist richtig, ich könnte mir Leute aufnehmen, die diese Arbeit verrichten, das ist richtig. (Abg. Dr. Haider: Du bist verpflichtet, die Waldschäden aufzuarbeiten!) Aber, ich muß, Herr Kollege ... (Abg. Ing. Reichhold: Du bist ja gesetzlich verpflichtet, die Waldschäden aufzuarbeiten!) Siehst du, Herr Kollege, und das werde ich tun. Ich bin verpflichtet, und ich werde es tun. (Abg. Ing. Reichhold: Der zweite Flug vom Borkenkäfer ist schon vorbei! – Abg. Dr. Haider: Da ist es schon ein bißchen spät! – Abg. Ing. Reichhold: Das hätte schon längst gemacht gehört!) Wir haben die Erstarbeit geleistet, und die Zweitarbeit ist jetzt noch zu machen. Ich glaube, daß du als Berufskollege und Forstwirt vielleicht auch die Möglichkeit hast, in diese berufsspezifische Art einzugreifen. (Abg. Dr. Haider: Muß ja keiner Politiker werden! – Abg. Parnigoni: Nur jemand, der es sich leisten kann! Nur jemand, der gesponsert wird wie du!) Das ist richtig, es muß ja keiner. Nur kann ich mir mit einem Waldbesitz von 4,5 Hektar, Herr Kollege Haider, im Gegensatz zu Ihnen im Bärental keine zusätzlichen Arbeiter leisten (Abg. Dr. Haider: Sag, was verdienst du denn?) und schon gar nicht vielleicht Arbeitskräfte aus dem Ausland. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Ruf: Schwarzarbeiter!)
Abg. Dr. Haider: Muß ja keiner Politiker werden! – Abg. Parnigoni: Nur jemand, der es sich leisten kann! Nur jemand, der gesponsert wird wie du!
Ich nenne Ihnen meine Privilegien: Ich habe heute, bevor ich nach Wien gefahren bin, noch meine Stallarbeit geleistet. – Das ist mein Privileg. Und ich habe, meine sehr verehrten Damen und Herren, als mich vor kurzem ein Reporter meiner Lokalzeitung befragte, was ich im Urlaub machen werde, geantwortet: Zuerst werde ich meine Waldschäden aufarbeiten, weil ich bis jetzt noch nicht dazugekommen bin, weil ich viele, viele Stunden – auch mit Sondersitzungen – in diesem Hohen Haus verbringen mußte. (Abg. Ing. Reichhold: Da mußt du halt mehr Leute aufnehmen! Du mußt ja nicht alles selber machen! – Abg. Dr. Haider: Du gefährdest ja deinen Waldbestand! – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Das ist richtig, ich könnte mir Leute aufnehmen, die diese Arbeit verrichten, das ist richtig. (Abg. Dr. Haider: Du bist verpflichtet, die Waldschäden aufzuarbeiten!) Aber, ich muß, Herr Kollege ... (Abg. Ing. Reichhold: Du bist ja gesetzlich verpflichtet, die Waldschäden aufzuarbeiten!) Siehst du, Herr Kollege, und das werde ich tun. Ich bin verpflichtet, und ich werde es tun. (Abg. Ing. Reichhold: Der zweite Flug vom Borkenkäfer ist schon vorbei! – Abg. Dr. Haider: Da ist es schon ein bißchen spät! – Abg. Ing. Reichhold: Das hätte schon längst gemacht gehört!) Wir haben die Erstarbeit geleistet, und die Zweitarbeit ist jetzt noch zu machen. Ich glaube, daß du als Berufskollege und Forstwirt vielleicht auch die Möglichkeit hast, in diese berufsspezifische Art einzugreifen. (Abg. Dr. Haider: Muß ja keiner Politiker werden! – Abg. Parnigoni: Nur jemand, der es sich leisten kann! Nur jemand, der gesponsert wird wie du!) Das ist richtig, es muß ja keiner. Nur kann ich mir mit einem Waldbesitz von 4,5 Hektar, Herr Kollege Haider, im Gegensatz zu Ihnen im Bärental keine zusätzlichen Arbeiter leisten (Abg. Dr. Haider: Sag, was verdienst du denn?) und schon gar nicht vielleicht Arbeitskräfte aus dem Ausland. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Ruf: Schwarzarbeiter!)
Abg. Dr. Haider: Sag, was verdienst du denn?
Ich nenne Ihnen meine Privilegien: Ich habe heute, bevor ich nach Wien gefahren bin, noch meine Stallarbeit geleistet. – Das ist mein Privileg. Und ich habe, meine sehr verehrten Damen und Herren, als mich vor kurzem ein Reporter meiner Lokalzeitung befragte, was ich im Urlaub machen werde, geantwortet: Zuerst werde ich meine Waldschäden aufarbeiten, weil ich bis jetzt noch nicht dazugekommen bin, weil ich viele, viele Stunden – auch mit Sondersitzungen – in diesem Hohen Haus verbringen mußte. (Abg. Ing. Reichhold: Da mußt du halt mehr Leute aufnehmen! Du mußt ja nicht alles selber machen! – Abg. Dr. Haider: Du gefährdest ja deinen Waldbestand! – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Das ist richtig, ich könnte mir Leute aufnehmen, die diese Arbeit verrichten, das ist richtig. (Abg. Dr. Haider: Du bist verpflichtet, die Waldschäden aufzuarbeiten!) Aber, ich muß, Herr Kollege ... (Abg. Ing. Reichhold: Du bist ja gesetzlich verpflichtet, die Waldschäden aufzuarbeiten!) Siehst du, Herr Kollege, und das werde ich tun. Ich bin verpflichtet, und ich werde es tun. (Abg. Ing. Reichhold: Der zweite Flug vom Borkenkäfer ist schon vorbei! – Abg. Dr. Haider: Da ist es schon ein bißchen spät! – Abg. Ing. Reichhold: Das hätte schon längst gemacht gehört!) Wir haben die Erstarbeit geleistet, und die Zweitarbeit ist jetzt noch zu machen. Ich glaube, daß du als Berufskollege und Forstwirt vielleicht auch die Möglichkeit hast, in diese berufsspezifische Art einzugreifen. (Abg. Dr. Haider: Muß ja keiner Politiker werden! – Abg. Parnigoni: Nur jemand, der es sich leisten kann! Nur jemand, der gesponsert wird wie du!) Das ist richtig, es muß ja keiner. Nur kann ich mir mit einem Waldbesitz von 4,5 Hektar, Herr Kollege Haider, im Gegensatz zu Ihnen im Bärental keine zusätzlichen Arbeiter leisten (Abg. Dr. Haider: Sag, was verdienst du denn?) und schon gar nicht vielleicht Arbeitskräfte aus dem Ausland. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Ruf: Schwarzarbeiter!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Ruf: Schwarzarbeiter!
Ich nenne Ihnen meine Privilegien: Ich habe heute, bevor ich nach Wien gefahren bin, noch meine Stallarbeit geleistet. – Das ist mein Privileg. Und ich habe, meine sehr verehrten Damen und Herren, als mich vor kurzem ein Reporter meiner Lokalzeitung befragte, was ich im Urlaub machen werde, geantwortet: Zuerst werde ich meine Waldschäden aufarbeiten, weil ich bis jetzt noch nicht dazugekommen bin, weil ich viele, viele Stunden – auch mit Sondersitzungen – in diesem Hohen Haus verbringen mußte. (Abg. Ing. Reichhold: Da mußt du halt mehr Leute aufnehmen! Du mußt ja nicht alles selber machen! – Abg. Dr. Haider: Du gefährdest ja deinen Waldbestand! – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Das ist richtig, ich könnte mir Leute aufnehmen, die diese Arbeit verrichten, das ist richtig. (Abg. Dr. Haider: Du bist verpflichtet, die Waldschäden aufzuarbeiten!) Aber, ich muß, Herr Kollege ... (Abg. Ing. Reichhold: Du bist ja gesetzlich verpflichtet, die Waldschäden aufzuarbeiten!) Siehst du, Herr Kollege, und das werde ich tun. Ich bin verpflichtet, und ich werde es tun. (Abg. Ing. Reichhold: Der zweite Flug vom Borkenkäfer ist schon vorbei! – Abg. Dr. Haider: Da ist es schon ein bißchen spät! – Abg. Ing. Reichhold: Das hätte schon längst gemacht gehört!) Wir haben die Erstarbeit geleistet, und die Zweitarbeit ist jetzt noch zu machen. Ich glaube, daß du als Berufskollege und Forstwirt vielleicht auch die Möglichkeit hast, in diese berufsspezifische Art einzugreifen. (Abg. Dr. Haider: Muß ja keiner Politiker werden! – Abg. Parnigoni: Nur jemand, der es sich leisten kann! Nur jemand, der gesponsert wird wie du!) Das ist richtig, es muß ja keiner. Nur kann ich mir mit einem Waldbesitz von 4,5 Hektar, Herr Kollege Haider, im Gegensatz zu Ihnen im Bärental keine zusätzlichen Arbeiter leisten (Abg. Dr. Haider: Sag, was verdienst du denn?) und schon gar nicht vielleicht Arbeitskräfte aus dem Ausland. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Ruf: Schwarzarbeiter!)
Abg. Dr. Haider: Das ist ein Blödsinn!
Ich habe das Privileg, meine sehr verehrten Damen und Herren, auch manche Dinge, die ich nicht machen konnte, spät, spät in der Urlaubszeit zu verrichten. Ich habe aber auch das Privileg – und gerade bei dieser Sondersitzung heute –, nicht dabeisein zu können, wenn mein bester Freund zu Grabe getragen wird. Das ist auch ein Privileg, meine sehr verehrten Damen und Herren. (Abg. Dr. Haider: Das ist ein Blödsinn!) Das ist ein Blödsinn, wenn ein guter Freund zu Grabe getragen wird, Herr Kollege Haider? Gegen eine derartige Aussage verwahre ich mich! Dagegen verwahre ich mich! So ist es! (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Dr. Haider: Das ist ein Blödsinn! Wenn man eine Pflicht übernimmt, dann muß man sie auch erfüllen! – Abg. Ing. Reichhold: Entweder man ist ein Abgeordneter oder nicht! – Zahlreiche weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Dr. Khol: Red weiter, Willi, red weiter!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Dr. Haider: Das ist ein Blödsinn! Wenn man eine Pflicht übernimmt, dann muß man sie auch erfüllen! – Abg. Ing. Reichhold: Entweder man ist ein Abgeordneter oder nicht! – Zahlreiche weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Dr. Khol: Red weiter, Willi, red weiter!
Ich habe das Privileg, meine sehr verehrten Damen und Herren, auch manche Dinge, die ich nicht machen konnte, spät, spät in der Urlaubszeit zu verrichten. Ich habe aber auch das Privileg – und gerade bei dieser Sondersitzung heute –, nicht dabeisein zu können, wenn mein bester Freund zu Grabe getragen wird. Das ist auch ein Privileg, meine sehr verehrten Damen und Herren. (Abg. Dr. Haider: Das ist ein Blödsinn!) Das ist ein Blödsinn, wenn ein guter Freund zu Grabe getragen wird, Herr Kollege Haider? Gegen eine derartige Aussage verwahre ich mich! Dagegen verwahre ich mich! So ist es! (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Dr. Haider: Das ist ein Blödsinn! Wenn man eine Pflicht übernimmt, dann muß man sie auch erfüllen! – Abg. Ing. Reichhold: Entweder man ist ein Abgeordneter oder nicht! – Zahlreiche weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Dr. Khol: Red weiter, Willi, red weiter!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ja, ich habe das Privileg, meine sehr verehrten Damen und Herren, und ich merke an Ihrer Aufregung, daß meine Worte doch eine gewisse Richtigkeit haben. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Dr. Haider: Unsere Wahlergebnisse stehen dem entgegen!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Diese Debatte führt dazu, daß alle Politiker, auch die Politiker der Freiheitlichen Partei, in der Bevölkerung nicht im besten Licht dastehen. (Abg. Dr. Haider: Unsere Wahlergebnisse stehen dem entgegen!) Es wird immer wieder von den Privilegien geredet (Abg. Meisinger: Von den Privilegien vom Höchtl!) , und da wird nicht unterschieden, ob jemand der ÖVP, der SPÖ oder einer Oppositionspartei angehört, es wird generell von den Politikern geredet. Und ich wage zu behaupten, daß Sie mit diesen Debatten Ihnen und uns keinen guten Dienst erweisen! (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Ing. Reichhold: Sie müssen einmal die Mißstände beseitigen!)
Abg. Meisinger: Von den Privilegien vom Höchtl!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Diese Debatte führt dazu, daß alle Politiker, auch die Politiker der Freiheitlichen Partei, in der Bevölkerung nicht im besten Licht dastehen. (Abg. Dr. Haider: Unsere Wahlergebnisse stehen dem entgegen!) Es wird immer wieder von den Privilegien geredet (Abg. Meisinger: Von den Privilegien vom Höchtl!) , und da wird nicht unterschieden, ob jemand der ÖVP, der SPÖ oder einer Oppositionspartei angehört, es wird generell von den Politikern geredet. Und ich wage zu behaupten, daß Sie mit diesen Debatten Ihnen und uns keinen guten Dienst erweisen! (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Ing. Reichhold: Sie müssen einmal die Mißstände beseitigen!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Ing. Reichhold: Sie müssen einmal die Mißstände beseitigen!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Diese Debatte führt dazu, daß alle Politiker, auch die Politiker der Freiheitlichen Partei, in der Bevölkerung nicht im besten Licht dastehen. (Abg. Dr. Haider: Unsere Wahlergebnisse stehen dem entgegen!) Es wird immer wieder von den Privilegien geredet (Abg. Meisinger: Von den Privilegien vom Höchtl!) , und da wird nicht unterschieden, ob jemand der ÖVP, der SPÖ oder einer Oppositionspartei angehört, es wird generell von den Politikern geredet. Und ich wage zu behaupten, daß Sie mit diesen Debatten Ihnen und uns keinen guten Dienst erweisen! (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Ing. Reichhold: Sie müssen einmal die Mißstände beseitigen!)
Abg. Ing. Reichhold: Was ist es denn?
Wenn heute eine Debatte über die Abschaffung von gewissen Mißständen – wie Sie es bezeichnen: Abschaffung von Mißständen (Abg. Ing. Reichhold: Was ist es denn?) – geführt wird und gerade Kollege Öllinger hier herausgeht und schon wieder über neue nachdenkt,
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Dr. Khol: Gut! Sehr gut!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich möchte noch eines zu bedenken geben: Wenn diese Debatte in dieser Art weitergeführt wird, dann, wage ich zu behaupten, haben wir über kurz oder lang nur mehr Politiker dritter Klasse oder solche, die es sich leisten können. – Ich bin nicht so überheblich, daß ich mich zu den ganz ersten zähle, aber ich habe so viel Selbstvertrauen, daß ich meine, daß ich nicht zu den dritten gehöre. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Dr. Khol: Gut! Sehr gut!)
Abg. Dr. Khol: Gewünscht! – Abg. Schwarzenberger: Das heißt: Gewünscht! – Weitere Rufe: Gewünscht! Gewünscht!
Abgeordnete Elfriede Madl (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Ich habe mir in den fast zwei Jahren, die ich in diesem Hause bin, schon sehr oft gewunschen, man möge diese parlamentarischen Debatten einmal im Fernsehen durchgehend übertragen. Ich habe mir das schon sehr oft gewunschen, aber heute habe ich mir das wirklich dringendst gewunschen (Abg. Dr. Khol: Gewünscht! – Abg. Schwarzenberger: Das heißt: Gewünscht! – Weitere Rufe: Gewünscht! Gewünscht!) , denn heute hätten all jene an den Fernsehgeräten sitzen können, die Sie alle, wie Sie da sitzen, gewählt haben, und sie hätten Ihren Debattenbeiträgen lauschen können, wie sich so manche von Ihnen krankgejammert und wirklich an Privilegien gekrallt haben, von denen Sie aber in den Sonntagsreden, bei Wahlveranstaltungen, wo Sie mit Engelszungen reden, dem Wähler, der Sie wählen soll, durchaus nichts kundgetan haben. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Abgeordnete Elfriede Madl (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Ich habe mir in den fast zwei Jahren, die ich in diesem Hause bin, schon sehr oft gewunschen, man möge diese parlamentarischen Debatten einmal im Fernsehen durchgehend übertragen. Ich habe mir das schon sehr oft gewunschen, aber heute habe ich mir das wirklich dringendst gewunschen (Abg. Dr. Khol: Gewünscht! – Abg. Schwarzenberger: Das heißt: Gewünscht! – Weitere Rufe: Gewünscht! Gewünscht!) , denn heute hätten all jene an den Fernsehgeräten sitzen können, die Sie alle, wie Sie da sitzen, gewählt haben, und sie hätten Ihren Debattenbeiträgen lauschen können, wie sich so manche von Ihnen krankgejammert und wirklich an Privilegien gekrallt haben, von denen Sie aber in den Sonntagsreden, bei Wahlveranstaltungen, wo Sie mit Engelszungen reden, dem Wähler, der Sie wählen soll, durchaus nichts kundgetan haben. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Silhavy: Sie hätten sich von Ihnen abschrecken lassen! – Abg. Dietachmayr: Den Fernseher kann man abschalten! Und jetzt hätten die Leute abgedreht!
Das hätten die Leute heute gehört! Und ich sage Ihnen eines: Sie hätten sich das nächste Mal weder durch einen Brief des Bundeskanzlers abschrecken lassen noch durch so viele Wahlversprechungen, wie sie es gewohnt sind. (Abg. Silhavy: Sie hätten sich von Ihnen abschrecken lassen! – Abg. Dietachmayr: Den Fernseher kann man abschalten! Und jetzt hätten die Leute abgedreht!) Dann hätten sie endlich gewußt, was hier gespielt wird in diesem Hohen Haus! Vielleicht geht mein Wunsch einmal in Erfüllung. Dann würde hier ein anderes Klima herrschen, nämlich jenes Klima, das auch die Koalitionsparteien dazu zwingt, einmal ein bißchen – nur ein wenig! – die Wahrheit zu sagen. Denn dann müßten Sie das, was Sie hier sagen, auch in Ihrem Wahlkreis und vor Ihren Wählern vertreten. Das wäre einmal eine gesunde Geschichte! (Abg. Dietachmayr: Jetzt würden die Leute abdrehen!)
Abg. Dietachmayr: Jetzt würden die Leute abdrehen!
Das hätten die Leute heute gehört! Und ich sage Ihnen eines: Sie hätten sich das nächste Mal weder durch einen Brief des Bundeskanzlers abschrecken lassen noch durch so viele Wahlversprechungen, wie sie es gewohnt sind. (Abg. Silhavy: Sie hätten sich von Ihnen abschrecken lassen! – Abg. Dietachmayr: Den Fernseher kann man abschalten! Und jetzt hätten die Leute abgedreht!) Dann hätten sie endlich gewußt, was hier gespielt wird in diesem Hohen Haus! Vielleicht geht mein Wunsch einmal in Erfüllung. Dann würde hier ein anderes Klima herrschen, nämlich jenes Klima, das auch die Koalitionsparteien dazu zwingt, einmal ein bißchen – nur ein wenig! – die Wahrheit zu sagen. Denn dann müßten Sie das, was Sie hier sagen, auch in Ihrem Wahlkreis und vor Ihren Wählern vertreten. Das wäre einmal eine gesunde Geschichte! (Abg. Dietachmayr: Jetzt würden die Leute abdrehen!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich finde, das ist wieder eine Umgehung. Damit werden die Leute beruhigt, und somit wird wieder über alles eine schöne Decke gebreitet, und wir können wieder ein neues Belastungspaket auf die Bevölkerung loslassen, denn die Politiker haben ja bei sich selber schon gespart. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Silhavy: Und wie ist das mit dem Brauneder?!
Es gibt auch einen zweiten Fall: Abgeordneter Robert Elmecker ist auch pensioniert, hat einen Abgeordnetenbezug, den wir alle kennen, plus 21 000 S Pension. Das hat man ihm vorgeworfen, und sofort hat er gesagt: "Allein 19 000 S" – weinerlich hat er das gesagt, das sollte wirklich übertragen werden – "muß ich aber an Parteisteuer zahlen." Das ist doch ein klarer Fall einer zusätzlichen Parteienfinanzierung, die der Steuerzahler zusätzlich zahlt, über die gesetzliche Parteienförderung hinaus noch zusätzlich. (Abg. Silhavy: Und wie ist das mit dem Brauneder?!) Wenn das die Rechtfertigung dafür sein soll, warum man ein arbeitsloses Einkommen in der Höhe von 19 000 S bezieht, dann, muß ich sagen, ist die Suppe wirklich etwas dünn.
Abg. Mag. Kukacka: Fragen Sie den Stöger!
So, meine Damen und Herren, wird hier mit 50 Prozent eines Bezuges umgegangen! Man schafft Dienststellen, die jeglicher Sinnhaftigkeit entbehren und die überhaupt nichts bringen (Abg. Mag. Kukacka: Fragen Sie den Stöger!) , nur damit jemand dort sitzen und sagen kann, ich versehe meinen Dienst, meine Arbeit hat einen Sinn. – Er gibt es aber selber zu, daß es nicht so ist. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
So, meine Damen und Herren, wird hier mit 50 Prozent eines Bezuges umgegangen! Man schafft Dienststellen, die jeglicher Sinnhaftigkeit entbehren und die überhaupt nichts bringen (Abg. Mag. Kukacka: Fragen Sie den Stöger!) , nur damit jemand dort sitzen und sagen kann, ich versehe meinen Dienst, meine Arbeit hat einen Sinn. – Er gibt es aber selber zu, daß es nicht so ist. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Krüger: Von welcher Partei ist der?
Wie gesagt, es gibt ja noch wesentlich andere Dinge, was die Bezugspyramidenregelung betreffen würde. Wir haben in unserer Stadt Steyr in Oberösterreich – das ist die viertkleinste Stadt mit eigenem Statut, 42 000 Einwohner – einen Bürgermeister, der sage und schreibe 181 000 S im Monat kassiert. (Abg. Dr. Krüger: Von welcher Partei ist der?) Von der SPÖ! Sozialistisch natürlich. Das ist ja sozialdemokratisch. Da verdient der Bürgermeister der kleinen Stadt Steyr mehr als zum Beispiel der Bürgermeister von Wels. Der regt sich natürlich maßlos auf, aber er traut sich nicht recht, etwas zu sagen, denn der Bürgermeister von Wels ist ja bei seiner Partei etwas in Ungnade gefallen, und da möchte er sich natürlich nicht auch noch lauthals über seine Bezüge beschweren.
Abg. Dr. Khol: Frau Kollegin, Sie wissen aber schon, daß die FPÖ das mitbeschlossen hat! – Abg. Schwarzenberger: 1983! – Abg. Dr. Haider: Nicht den Mißbrauch!
Herr Klubobmann Khol hat heute schon wörtlich gesagt: Machen wir nicht unseren eigenen Berufsstand schlecht! Wir machen unseren Berufsstand nicht schlecht. Schlecht machen ihn nur jene Abgeordnete, die Gesetze beschlossen haben, um ihr arbeitsloses Einkommen zu sichern – und wir werden mit diesen in einen Topf geworfen! Erst durch einen Anlaßfall, den Fall Höchtl, wird offensichtlich – das ließ sich auch nicht mehr verschweigen –, wie tief der Sumpf wirklich ist. (Abg. Dr. Khol: Frau Kollegin, Sie wissen aber schon, daß die FPÖ das mitbeschlossen hat! – Abg. Schwarzenberger: 1983! – Abg. Dr. Haider: Nicht den Mißbrauch!) Nicht den Mißbrauch, so ist es. (Abg. Dr. Haider: Den haben wir nicht mitbeschlossen! – Abg. Dr. Khol: Aber die Regelung! – Abg. Dr. Haider: Weil Sie gesagt haben, das wird streng kontrolliert, und der war 20 Jahre nicht auf dem Arbeitsplatz!) Ja, die Dienstbehörde, die jetzt auch wieder kontrollieren soll. Sie haben nur ein neues Kleid unter einen alten Hut gesteckt.
Abg. Dr. Haider: Den haben wir nicht mitbeschlossen! – Abg. Dr. Khol: Aber die Regelung! – Abg. Dr. Haider: Weil Sie gesagt haben, das wird streng kontrolliert, und der war 20 Jahre nicht auf dem Arbeitsplatz!
Herr Klubobmann Khol hat heute schon wörtlich gesagt: Machen wir nicht unseren eigenen Berufsstand schlecht! Wir machen unseren Berufsstand nicht schlecht. Schlecht machen ihn nur jene Abgeordnete, die Gesetze beschlossen haben, um ihr arbeitsloses Einkommen zu sichern – und wir werden mit diesen in einen Topf geworfen! Erst durch einen Anlaßfall, den Fall Höchtl, wird offensichtlich – das ließ sich auch nicht mehr verschweigen –, wie tief der Sumpf wirklich ist. (Abg. Dr. Khol: Frau Kollegin, Sie wissen aber schon, daß die FPÖ das mitbeschlossen hat! – Abg. Schwarzenberger: 1983! – Abg. Dr. Haider: Nicht den Mißbrauch!) Nicht den Mißbrauch, so ist es. (Abg. Dr. Haider: Den haben wir nicht mitbeschlossen! – Abg. Dr. Khol: Aber die Regelung! – Abg. Dr. Haider: Weil Sie gesagt haben, das wird streng kontrolliert, und der war 20 Jahre nicht auf dem Arbeitsplatz!) Ja, die Dienstbehörde, die jetzt auch wieder kontrollieren soll. Sie haben nur ein neues Kleid unter einen alten Hut gesteckt.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Nicht nur, daß über Spesenabrechnungen und bezahlten Zeitaufwand für die Anreise eine indirekte Erhöhung der Politikergehälter stattfindet, verlieren die Antragsteller auch kein Wort über ungerechte Abfertigungen oder viel zu kurze Pensionsanwartschaften. Es ist heute schon gesagt worden: In der Privatwirtschaft ist das so üblich! Ich komme aus der Privatwirtschaft und muß sagen: Nirgendwo gibt es Abfertigungsregelungen ähnlich jenen für Regierungsmitglieder oder Nationalratsabgeordnete. Ich kenne niemanden in der Privatwirtschaft, der nach einer Funktionsdauer von drei Jahren drei Monatsbezüge als Abfertigung bekommt. In der Privatwirtschaft bekommt jemand, der zehn Jahre lang im selben Betrieb war, eine Abfertigung von drei Monatsgehältern, aber nicht schon nach drei Jahren. Also die Behauptung, daß dies Abfertigungsregelungen ähnlich jenen in der Privatwirtschaft sind, sind wirklich eine Unwahrheit und sollen nur Sand in den Augen der Bevölkerung sein. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Mertel: Wieso "heimlich, still und leise"?
Zur Anreisezeit: Ich bin der Meinung, daß die Anreisezeit sehr wohl im Gehalt eines Abgeordneten inkludiert ist. Es bekommt ja auch kein Handelsvertreter und kein Manager eine Zeitgutschrift oder die Zeit bezahlt, die er braucht, um bei Verhandlungen dabeisein zu können. Das ist doch lächerlich. Plötzlich will man so etwas einführen, und zwar heimlich, still und leise, damit es keiner erfährt. Die Medien haben sich ja über diesen Punkt wohlweislich nicht sehr ausgelassen. (Abg. Dr. Mertel: Wieso "heimlich, still und leise"?)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Der sozial bedürftige Mitbürger kann von solchen Abfertigungen und Pensionen nur träumen oder im Lotto gewinnen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Abgeordneter Anton Blünegger (Freiheitliche): Hohes Haus! Herr Präsident! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Der Herr Bundeskanzler hat heute auf unsere dringliche Anfrage, die wir gestellt haben, eine Antwort gegeben, die mich ein bißchen schockiert hat; schockiert deshalb, weil er das Wort "unseriös" verwendet hat. Ich kann ihm nur folgendes zurückgeben: Die Beantwortung unserer dringlichen Anfrage war von ihm unseriös! Das muß er sich auch von mir sagen lassen – schade, daß er jetzt nicht hier ist. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Auch Kollege Cap hat heute wieder einen schauspielerischen Auftritt gehabt. Wenn das ein Abgeordneter sieht, der jetzt fünf Monate in diesem Parlament ist, dann muß er sich fragen, warum man eine so wichtige Debatte wie die Privilegiendebatte so ins Lächerliche zieht, wie dies Kollege Cap getan hat. Wo bleibt die parlamentarische Glaubwürdigkeit eines Abgeordneten, wenn er die Tatsache, daß es heute noch Privilegienritter hier herinnen gibt, die Doppeleinkommen, arbeitslose Einkommen und verschiedene andere Dinge haben, ins Lächerliche zieht? Für mich ist das, was Kollege Cap gemacht hat, nicht lächerlich, sondern er sollte sich dafür schämen, daß er solch einen Auftritt liefert und solch eine Rede hält. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Seidinger: Na was sonst?
Dann hat er noch den Mut gehabt, hier herauszugehen und zu sagen, daß die Mitgliederbefragung in den Kammern Österreichs ein sehr großer Erfolg war. Er braucht sich nicht zu rühmen, das war kein Erfolg! (Abg. Seidinger: Na was sonst?) Denn was ist dabei unter anderem herausgekommen? Es ist ja nicht in Frage gestellt worden, ob man die Kammern haben will oder nicht, die Frage hätte richtig lauten müssen – da hätte man den Mut haben müssen, die Menschen das zu fragen –, ob man die Pflichtmitgliedschaft haben will. Aber den Mut zu dieser Fragestellung hat man ja nicht gehabt. Wir Freiheitlichen hätten aber diese Frage beantwortet haben wollen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Dann hat er noch den Mut gehabt, hier herauszugehen und zu sagen, daß die Mitgliederbefragung in den Kammern Österreichs ein sehr großer Erfolg war. Er braucht sich nicht zu rühmen, das war kein Erfolg! (Abg. Seidinger: Na was sonst?) Denn was ist dabei unter anderem herausgekommen? Es ist ja nicht in Frage gestellt worden, ob man die Kammern haben will oder nicht, die Frage hätte richtig lauten müssen – da hätte man den Mut haben müssen, die Menschen das zu fragen –, ob man die Pflichtmitgliedschaft haben will. Aber den Mut zu dieser Fragestellung hat man ja nicht gehabt. Wir Freiheitlichen hätten aber diese Frage beantwortet haben wollen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich habe heute die Gelegenheit gehabt, unter anderen auch Klubobmann Dr. Kostelka zu hören. Wenn der Klubobmann der Sozialdemokraten hier einfach sagt, wir Freiheitlichen sollten uns schämen, dann muß ich fragen: Haben Sie kein Gefühl? Sie haben jeden Monat 40 000 S bekommen, Sie müssen sich schämen, Herr Klubobmann, nicht wir Freiheitlichen! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Neuerlicher Beifall bei den Freiheitlichen.
Als ganz normaler Arbeiter, der im Berufsleben steht, traue ich mir zu, zu sagen, daß ein Abgeordneter wie Dr. Kastelka, wenn er in einen Betrieb kommt, von den Arbeitnehmern dort sicher nicht mehr freundlich empfangen wird. – Ein arbeitsloses Einkommen beziehen und dann noch hergehen und sagen, wir sollten uns schämen! (Neuerlicher Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Kostelka: Ko-! Kostelka!
Ich habe hier auch einen unpassenden Spruch, den er geäußert hat. In der Fernsehsendung "Zur Sache" am 23. Juni 1996 haben Sie, Herr Dr. Kastelka, folgendes gesagt (Abg. Dr. Kostelka: Ko-! Kostelka!):
Beifall bei den Freiheitlichen.
Zum Unterschied von anderen habe ich nie erklärt, arbeiten zu wollen. – Das ist eine sehr gute Aussage! Aber 40 000 S haben Sie einkassiert jedes Monat – arbeitslos! (Beifall bei den Freiheitlichen.) Ich glaube, das sind Argumente, anhand derer ich unter anderem im Arbeit
Beifall bei den Freiheitlichen.
Er hätte ruhig eine Rückzahlung von seinen eigenen Freunden verlangen können. Ich kann nur aus der "Tiroler Tageszeitung" zitieren, das ist für mich sehr interessant, Herr Abgeordneter Khol ist ja auch ein Tiroler Abgeordneter. Herr Landeshauptmann Weingartner hat zu Dr. Höchtl folgendes gesagt: Ich an seiner Stelle würde Konsequenzen ziehen. – Ich werde jetzt den Klubobmann fragen, ob er das nicht auch seinen Freunden sagen sollte, daß nun Konsequenzen gezogen werden, wenn jemand so viele Jahre ein arbeitsloses Einkommen bezogen hat. Daher ist meine erste Forderung eine sofortige Rückzahlung dieses arbeitslosen Einkommens. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Jene Politiker, die unter das Volk gehen, wissen genau, daß sie jetzt schon überall einen schlechten Ruf haben, auch wenn sie der Bevölkerung erklären, daß sie Abfertigungen beziehen et cetera oder die gleichen Abschreibungsmöglichkeiten wie die Unternehmer und andere Begünstigungen in verschiedenen Bereichen haben. Diese Vergünstigungen sind Privilegien, die wir abschaffen müßten, aber auf diesem Gebiet ist leider nichts passiert. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Seidinger: Wieviel kriegt der Kollege Bauer? – Abg. Dr. Mertel: Wieviel kriegt die Kollegin Partik-Pablé?
Ein Beispiel von mir: Ich habe in meinem Privatbetrieb unter anderem eine Vereinbarung getroffen, die sich als klare und gute Lösung herausstellt. Es ist so, daß ich mindestens 60 Stunden im Monat in der Produktion stehe, somit hat der Betrieb eine Kalkulationsgrundlage. Wenn ich länger oder öfter in der Firma bin, bekomme ich das adäquat bezahlt, ich werde also genau meiner Leistung entsprechend bezahlt. Und diese Leistung ist überprüfbar, es ist nicht so, daß ich an irgendeinem Schreibtisch sitze und dort eine Tätigkeit verrichte – ob es jetzt als Mandatar ist oder nicht –, die nicht kontrollierbar ist. Bei mir ist es kontrollierbar. Wenn das nun 30 Prozent des Monatsbezuges ausmacht, dann ist das ein gerechter Lohn, bringe ich 40 Prozent zusammen, bekomme ich 40 Prozent des Bezuges bezahlt, weil ich die entsprechenden Anwesenheitsstunden habe und auch meine Leistung dementsprechend ist. (Abg. Seidinger: Wieviel kriegt der Kollege Bauer? – Abg. Dr. Mertel: Wieviel kriegt die Kollegin Partik-Pablé?)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Rufe bei der SPÖ: Woher wollen Sie das wissen? – Zwischenruf der Abg. Steibl.
Seit neuestem gibt es dort also eine Stechuhr – Gott sei Dank gibt es diese, denn jetzt muß auch Abgeordneter Niederwieser ein bisserl nach der Zeit leben. Trotzdem hat er noch die Möglichkeit, während seiner Bürotätigkeit auch Abgeordnetentätigkeit zu machen, da dies ja nicht kontrollierbar ist, wo er doch selbst Abteilungsleiter ist! – Das ist nämlich das Entscheidende! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Rufe bei der SPÖ: Woher wollen Sie das wissen? – Zwischenruf der Abg. Steibl. ) Frau Kollegin, Sie brauchen sich nicht so aufzuregen, ich habe es ja schon gesagt: Auf dieser Seite sitzen ebenso viele Privilegienritter wie auf jener Seite. (Der Redner zeigt in Richtung ÖVP und SPÖ.) Ich selbst bin kein Privilegienritter, ich habe damit kein Problem! (Abg. Steibl: Ich hab auch kein Problem!)
Abg. Steibl: Ich hab auch kein Problem!
Seit neuestem gibt es dort also eine Stechuhr – Gott sei Dank gibt es diese, denn jetzt muß auch Abgeordneter Niederwieser ein bisserl nach der Zeit leben. Trotzdem hat er noch die Möglichkeit, während seiner Bürotätigkeit auch Abgeordnetentätigkeit zu machen, da dies ja nicht kontrollierbar ist, wo er doch selbst Abteilungsleiter ist! – Das ist nämlich das Entscheidende! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Rufe bei der SPÖ: Woher wollen Sie das wissen? – Zwischenruf der Abg. Steibl. ) Frau Kollegin, Sie brauchen sich nicht so aufzuregen, ich habe es ja schon gesagt: Auf dieser Seite sitzen ebenso viele Privilegienritter wie auf jener Seite. (Der Redner zeigt in Richtung ÖVP und SPÖ.) Ich selbst bin kein Privilegienritter, ich habe damit kein Problem! (Abg. Steibl: Ich hab auch kein Problem!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich muß Ihnen einfach sagen, welche Privilegien Sie hier immer noch verteidigen! Anstatt den Mut zu haben, etwas zu beschließen, was wir Freiheitliche fordern, sind Sie immer noch dagegen! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Graf: Überstundenpauschale!
Ich habe noch so ein schönes Beispiel – ein paar Beispiele habe ich schon noch (Abg. Dr. Graf: Überstundenpauschale!), mir gehen sie nicht aus: Obmann der Tiroler Gebietskrankenkasse – was sagen Sie dazu? Vorstandsmitglied in der Tiroler Arbeiterkammer und Gewerkschaftssekretär, das ist in Ordnung, weil das ist ja sein Beruf. Nur bekommt er als Gewerkschaftssekretär nicht weniger bezahlt, obwohl er die Hälfte seiner Arbeitszeit nicht dort ist. Und das ist falsch! Er müßte die Hälfte seines Gewerkschaftssekretärsgehalts bekommen, da er ja nicht die volle Leistung bringt! Das wäre in Ordnung. Aber so hat er eben drei Einkommen. Das sind alles nur Freunde des ÖAAB. (Abg. Steibl: Ich finde das total gemein! Schauen Sie einmal in Ihre eigenen Reihen! – Abg. Dr. Haider: Ihr verzichtet auf nichts, zum Unterschied von uns!) Kollege Höchtl ist noch da. Er kann aber seinen Kollegen und Freunden eines weiterhin mit auf den Weg geben – ich habe es auch schon einmal gesagt –: Wie der Präsident Dinkhauser das richtig sagt – er verteidigt nämlich die Arbeitnehmer –: Sie brauchen keine Privilegien. Es sind aber einige hier anwesend, die das nicht tun. Daher muß ich das auch in diesem Haus einfach sagen.
Abg. Steibl: Ich finde das total gemein! Schauen Sie einmal in Ihre eigenen Reihen! – Abg. Dr. Haider: Ihr verzichtet auf nichts, zum Unterschied von uns!
Ich habe noch so ein schönes Beispiel – ein paar Beispiele habe ich schon noch (Abg. Dr. Graf: Überstundenpauschale!), mir gehen sie nicht aus: Obmann der Tiroler Gebietskrankenkasse – was sagen Sie dazu? Vorstandsmitglied in der Tiroler Arbeiterkammer und Gewerkschaftssekretär, das ist in Ordnung, weil das ist ja sein Beruf. Nur bekommt er als Gewerkschaftssekretär nicht weniger bezahlt, obwohl er die Hälfte seiner Arbeitszeit nicht dort ist. Und das ist falsch! Er müßte die Hälfte seines Gewerkschaftssekretärsgehalts bekommen, da er ja nicht die volle Leistung bringt! Das wäre in Ordnung. Aber so hat er eben drei Einkommen. Das sind alles nur Freunde des ÖAAB. (Abg. Steibl: Ich finde das total gemein! Schauen Sie einmal in Ihre eigenen Reihen! – Abg. Dr. Haider: Ihr verzichtet auf nichts, zum Unterschied von uns!) Kollege Höchtl ist noch da. Er kann aber seinen Kollegen und Freunden eines weiterhin mit auf den Weg geben – ich habe es auch schon einmal gesagt –: Wie der Präsident Dinkhauser das richtig sagt – er verteidigt nämlich die Arbeitnehmer –: Sie brauchen keine Privilegien. Es sind aber einige hier anwesend, die das nicht tun. Daher muß ich das auch in diesem Haus einfach sagen.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Daher appelliere ich einmal an alle Abgeordneten, daß wir wirklich mit gutem Beispiel vorangehen sollten – vor allem sollten die Beamten unter den Abgeordneten mit gutem Beispiel vorangehen. Wir haben auch die moralische Pflicht, uns von den Privilegien zu verabschieden, und die Bezeichnung "Volksvertreter" muß meiner Überzeugung nach wieder einen Sinn erhalten. In diesem Sinne wünsche ich mir, daß es wieder gute, ehrliche Volksvertreter gibt. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Präsident Dr. Neisser übernimmt den Vorsitz.
Während des Redebeitrages des Herrn Kollegen Cap habe ich mir heute gedacht, es wird Zeit, daß er den Herrn Muliar ablöst. Er wäre ein würdiger Nachfolger von ihm. Aber wissen Sie, meine Damen und Herren: In einer Situation, in der es eine sehr hohe Arbeitslosenquote gibt, in einer Situation, in der aus budgetären Gründen Behinderten das Taschengeld um die Hälfte gekürzt wird – von 1 100 S auf 550 S –, und in einer Zeit, in der es einen Firmencrash nach dem anderen gibt – heuer ist die Zahl der Pleiten schon höher als voriges Jahr –, in einer solchen Zeit ist mir nicht zum Lachen zumute. Wenn es Ihnen von der linken Reichshälfte, wenn es Ihnen Sozialdemokraten nach Theater, gelüstet und zum Lachen zumute ist, dann lachen Sie nur! Ich finde Ihre Vorgangsweise beschämend und traurig, und das muß ich Ihnen mitteilen! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Präsident Dr. Neisser übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Zu dem Pfusch, den Sie hier vorgelegt haben und den Sie hier heute beschließen wollen, kann ich nur folgendes sagen: Lesen Sie den "Kurier" von morgen! Herr Kollege Löschnak, den ich für einen sehr seriösen Mann halte, hat richtig festgestellt, daß das neue Bezügegesetz nicht den Titel "Reform" verdient und die Probleme damit nicht gelöst werden. Ich freue mich, daß es – Gott sein Dank – auch in Ihren Reihen noch Abgeordnete gibt, die an die Dinge so herangehen, wie ein verantwortungsbewußter Parlamentarier das tun sollte. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Herr Landeshauptmann Purtscher richtete Ihnen ja über die Medien aus, daß er nicht unglücklich wäre, wenn heute die erforderliche Mehrheit nicht zustande käme. Meine Herren von der ÖVP! Sie sollten darüber nachdenken. Herr Purtscher ist wohl noch immer ein kompetenter Politiker in Ihren Reihen. Es gibt schon sehr wenige wahre Persönlichkeiten in Ihren Reihen; Herrn Purtscher zähle ich noch dazu. Er wird schon wissen, warum er Sie ersucht, zu überdenken, ob Sie da wirklich zustimmen können.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wenn Sie sich beispielsweise die Zusammensetzung des Parlamentsklubs der Sozialdemokraten anschauen, dann können Sie feststellen, daß von 71 Parlamentariern 36 Parlamentarier im öffentlichen Dienst beschäftigt sind. Wenn Sie diese Fehlentwicklung noch weiter verfolgen und den gesamten geschützten Bereich ausloten, dann sehen Sie, daß 75 Prozent Ihrer Abgeordneten aus dem geschützten Bereich stammen. Sie wissen wahrscheinlich mittlerweile, warum das so ist, warum Sie Arbeiter oder Angestellte aus der Privatwirtschaft nicht in Ihren Reihen haben oder warum sie nicht so präsent sind, wie es aufgrund Ihrer Stärke sein müßte. Sie wissen, warum der Bauer, der Kleingewerbetreibende, der Industrielle fast nicht die Möglichkeit hat, im Nationalrat tätig zu sein: Nur aufgrund dieser von Ihnen eingeleiteten Fehlentwicklung, die 20 Jahre hindurch prolongiert wurde, die Sie als den Weg für die Zukunft propagieren! Wollen Sie denn nur mehr unter sich sitzen? Wollen Sie denn nur mehr öffentlich Bedienstete, wollen Sie nur mehr Leute aus geschützten Bereichen in Ihren Reihen haben? Denken Sie überhaupt nicht daran, daß ein Arbeiter, ein Angestellter, ein Freiberufler, ein Unternehmer dasselbe Recht hat, im Parlament die Interessen der Bürgerinnen und Bürger wahrzunehmen. Ist Ihnen jegliches Gefühl dafür völlig abhanden gekommen? Das ist doch unwahrscheinlich! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Es gibt in diesem Hohen Haus nur einen Politiker, der bis jetzt von sich behaupten kann – und es auch beweisen kann –, daß er auf zirka 1,6 Millionen Schilling Abfertigung verzichtet hat. Es gibt nur einen, und das ist eben Dr. Haider. Das müssen Sie zur Kenntnis nehmen! Ob es Ihnen paßt oder nicht, das ist völlig uninteressant, es ist so. Das ist das Entscheidende! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.
Herr Kostelka! Ich habe überhaupt ein Problem mit Ihnen: Sie haben heute wieder einmal in die marxistische Argumentationskiste gegriffen, und zwar in einer Form, daß es schon peinlich war. Dazu sage ich Ihnen als 30 Jahre lang gequälter Unternehmer: Ich halte die 5,1 Millionen Schilling an Abfertigung des Bundeskanzlers und seine Vision von 4 Millionen Schilling Pension für weitaus interessanter als den Forst des Dr. Haider! Denn wenn Sie einen Forst besitzen, dann müssen Sie ihn bearbeiten, damit Sie etwas verdienen. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.) 5,1 Millionen Schilling an Abfertigung hingegen, Herr Kostelka, braucht man nur auf die Bank zu legen, um ein gutes Auskommen zu haben. Aber das ist eben Ihr zentralistisches, staatskapitalistisches Denken! So schaut das aus, so funktioniert das! (Abg. Leikam: Einmal geht’s noch! Gemma!)
Abg. Leikam: Einmal geht’s noch! Gemma!
Herr Kostelka! Ich habe überhaupt ein Problem mit Ihnen: Sie haben heute wieder einmal in die marxistische Argumentationskiste gegriffen, und zwar in einer Form, daß es schon peinlich war. Dazu sage ich Ihnen als 30 Jahre lang gequälter Unternehmer: Ich halte die 5,1 Millionen Schilling an Abfertigung des Bundeskanzlers und seine Vision von 4 Millionen Schilling Pension für weitaus interessanter als den Forst des Dr. Haider! Denn wenn Sie einen Forst besitzen, dann müssen Sie ihn bearbeiten, damit Sie etwas verdienen. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.) 5,1 Millionen Schilling an Abfertigung hingegen, Herr Kostelka, braucht man nur auf die Bank zu legen, um ein gutes Auskommen zu haben. Aber das ist eben Ihr zentralistisches, staatskapitalistisches Denken! So schaut das aus, so funktioniert das! (Abg. Leikam: Einmal geht’s noch! Gemma!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Kostelka: 187 000!
Herr Kostelka! Mit dem Rechnen haben Sie Schwierigkeiten. Sie haben unser Rechenbeispiel durchgerechnet, unseren Vorschlag durchgerechnet, aber eines war unlauter dabei: Sie haben nämlich den April zur Berechnung herangezogen, und da war die Budgetdebatte dabei. Deshalb sind Sie auf die horrenden Bezüge gekommen, Herr Genosse Kostelka! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Kostelka: 187 000!)
Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Dr. Mertel: Sie sind ein richtiger Marktschreier!
Sie sollten wirklich einmal damit beginnen, nicht nur marxistische Phrasen zu dreschen, sondern echte Vorschläge zu machen, gute, vernünftige Vorschläge, aus denen man etwas machen kann. (Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Dr. Mertel: Sie sind ein richtiger Marktschreier!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich bin überzeugt davon, daß es, um bei den Bürgerinnen und Bürgern dieses Landes wieder glaubwürdig zu sein, höchste Zeit ist, daß Sie sich bemühen, lieber Herr Kostelka – Herr Kollege Khol ist auch dazu aufgerufen; es ist sehr wichtig, daß er sich da zuschaltet, denn wenn er Sie, Herr Kostelka, allein agieren läßt, wird es wahrscheinlich sehr schwierig werden –, Gesetze zu beschließen, die von den Bürgerinnen und Bürgern mitgetragen und akzeptiert werden können. Nur so können Sie den Politikern wieder ein glaubwürdiges und ehrliches Image verleihen. Dazu ist es höchst an der Zeit. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Mertel: Er ist nicht Ihr Genosse!
Im übrigen, Herr Genosse Kostelka (Abg. Dr. Mertel: Er ist nicht Ihr Genosse!) , möchte ich Ihnen folgendes sagen – schade, daß der Herr Christdemokrat Khol nicht da ist –: Man soll im Leben das Materielle nicht überbewerten! Sie müssen sich eines merken, Herr Kollege: Ein Totenhemd hat keine Taschen! Sie können sich nichts mitnehmen, auch wenn Sie noch soviel kassieren! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Heftige Zwischenrufe bei der SPÖ.) Auch wenn sie ohne zu arbeiten kassieren, auch wenn Sie noch soviel abräumen, Sie werden einmal abtreten, und dann wird es völlig egal sein, ob Sie zwei, drei oder zehn Bezüge gehabt haben.
Beifall bei den Freiheitlichen. – Heftige Zwischenrufe bei der SPÖ.
Im übrigen, Herr Genosse Kostelka (Abg. Dr. Mertel: Er ist nicht Ihr Genosse!) , möchte ich Ihnen folgendes sagen – schade, daß der Herr Christdemokrat Khol nicht da ist –: Man soll im Leben das Materielle nicht überbewerten! Sie müssen sich eines merken, Herr Kollege: Ein Totenhemd hat keine Taschen! Sie können sich nichts mitnehmen, auch wenn Sie noch soviel kassieren! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Heftige Zwischenrufe bei der SPÖ.) Auch wenn sie ohne zu arbeiten kassieren, auch wenn Sie noch soviel abräumen, Sie werden einmal abtreten, und dann wird es völlig egal sein, ob Sie zwei, drei oder zehn Bezüge gehabt haben.
Abg. Dr. Graf: Inklusive Überstundenpauschale?
Ich habe eine Regelung, die nach der von Kollegen Blünegger genannten Berechnungsmethode 70 Prozent vorsieht: Ich habe im Mai 66 Prozent davon nach der Stechuhr gearbeitet (Abg. Dr. Graf: Inklusive Überstundenpauschale?) – inklusive – und im Juni 73 Stunden. Das ergibt im Schnitt genau diese 70 Prozent. Ich habe insgesamt von den Sollstunden nicht 140, sondern 100 Stunden gefehlt. Das sind genau 70 Prozent, für die ich eine Vereinbarung habe.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Haider .
Was er nicht dazugesagt hat, obwohl er im Vorstand war und das wissen müßte, ist, daß zusätzlich in meiner Vereinbarung eine Regelung enthalten ist, die besagt, daß, sofern ich einen Pensionsanspruch aus dem öffentlichen Amt erhalte, ein äquivalenter Pensionsanspruch aus der Arbeiterkammer entfällt. – Das wäre die vollständige Wahrheit gewesen! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Haider .)
Rufe: Dürfen! Dürfen!
Aber Herr Abgeordneter Sauer, woher Sie den Mut nehmen, sich hier an das Rednerpult zu stellen und zu sagen: Ich, Nationalratsabgeordneter Sauer, habe folgendes "Privileg": Bevor ich heute in dieses Parlament gefahren bin, habe ich in den Stall gehen müssen ... (Rufe: Dürfen! Dürfen!) Gut, dürfen.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Das sind die "Privilegien", die Sie mit Ihrer Politik den Bäuerinnen zukommen lassen. Das ist wirklich eine Schande! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Die Bestimmungen zur Bäuerinnenpension wurden rückwirkend geändert. Herr Kollege Sauer, Sie haben den Bäuerinnen vor drei Jahren versprochen, daß sie, wenn sie für eine eigene Pension einzahlen, nach 120 Monaten die Mindestpension bekommen. Herr Kollege Sauer! Wissen Sie, was mit der Pension für Bäuerinnen geschehen ist? – Sie haben die Anwartschaft dafür auf 180 Monate erhöht. Das heißt, die Bäuerinnen müssen jetzt bis zu ihrem 60., 65. Lebensjahr arbeiten. Und Sie als Nationalratsabgeordneter, der Sie nach zehn Jahren Abgeordnetentätigkeit in diesem Hohen Haus eine Pension erwerben und mit einer Abfertigung nach Hause gehen, jammern hier herunten, daß Sie in den Stall gehen müssen! Sie haben überhaupt keine Ahnung! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Steibl: Das zum Sauer zu sagen, ist eine Frechheit!
Sie haben völlig das Gefühl für die Menschen, die Sie zu vertreten haben, verloren! Sie sind der größte Privilegienritter, den es überhaupt gibt. Wahrscheinlich sitzen Sie auch noch irgendwo im Raiffeisen-Bereich und haben noch eine Aufsichtstätigkeit ... (Abg. Steibl: Das zum Sauer zu sagen, ist eine Frechheit!)
Abg. Dr. Haider: Wieviel?
Selbstverständlich! Dort sitzen sie ja auch beisammen, die Privilegienritter. Was ist denn los im Raiffeisen-Bereich? – 30 Millionen Schilling Abfertigung für einen Herrn Wittmann! Und dann nimmt man einen neuen Mann, zum Beispiel den Herrn Dr. Günter Böhm mit 45 Jahren. Das ist zufällig der Schwager von Dr. Ferdinand Maier, welcher früher Generalsekretär der ÖVP war. Dieser holt seinen Schwager in die RWA, der Schwager nimmt den alten Vertrag von der Raiffeisen-Warenzentrale mit, und würde der jetzt gekündigt, Herr Kollege Sauer, bekäme er nicht 30 Millionen Schilling wie der Herr Wittmann, sondern 60 Millionen Schilling! (Abg. Dr. Haider: Wieviel?) 60 Millionen! Aber die Bauern haften, Herr Kollege Sauer, Frau Horngacher, Herr Schwarzenberger, im Lagerhausbereich mit ihren Anteilen, unversichert, nicht wertgesichert, und wenn sie sie kündigen, dann bekommen sie sie erst in fünf Jahren ausbezahlt.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Das ist Ihre Politik! Und Sie gehen hier herunter und jammern uns die Ohren voll, daß Sie als "armer" Abgeordneter noch in den Stall haben gehen müssen. Ich sage Ihnen: Schämen Sie sich! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Herr Kollege Sauer! Du hast gejammert, du habest nur einen bezahlten Beruf. Aber du bist im Zweitberuf Bauer, und du bist Obmann vom Flecktierzüchter-Verband. Vielleicht sitzt du auch noch irgendwo bei Raiffeisen; das kann ich aber nicht genau sagen, darüber bin ich nicht informiert, aber es ist möglich. Es würde mich freuen, wenn du das alles einmal offenlegen würdest, wie das die Freiheitlichen verlangen, nämlich daß die Bezüge der Abgeordneten in einer Zeitung veröffentlicht werden. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Kollege Sauer! Das kann man doch nicht verteidigen! Das kannst du doch deinen Bauern nicht antun! Das ist eine Schande! Das sage ich dir ganz offen und ehrlich! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Oder euer Wirtschaftskammerpräsident Herr Maderthaner. Was ist der Herr Maderthaner alles? – Er war eine Zeitlang Abgeordneter im Nationalrat, jetzt ist er es nicht mehr. Er ist Präsident der Österreichischen Wirtschaftskammer. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Hört zu! – Er ist zweiter Aufsichtsratsvorsitzender-Stellvertreter der Versicherungsanstalt der österreichischen Bundesländer Versicherungs AG, Aufsichtsrat der IWG-Holding, Aufsichtsrat der Österreichischen Wirtschaftsverlag Druck- und VerlagsgesmbH, Aufsichtsrat der Wiener Messen Congress GesmbH, Aufsichtsrat der Ungar Druckerei GesmbH.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ja, Willi Sauer, willst du das wirklich hier verteidigen? Das kann doch nicht wahr sein! Sechs Aufsichtsratsposten bitte, und dazu noch Präsident! Diese Privilegien und dieser Proporz gehören abgeschafft in Österreich! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Donabauer.
Oder nehmen wir den Jakob Auer her: Er ist Bürgermeister, Nationalratsabgeordneter und Vorstandsobmann-Stellvertreter der Raiffeisenbank Oberösterreich. Meine Herrschaften! Das sind Privilegien, die abgeschafft gehören! Willi Sauer! Setz dich ein für die Bauern, nicht für die Privilegienritter hier im Parlament! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Donabauer. )
Abg. Dr. Graf: Behauptung und Gegenbehauptung!
Abgeordneter Rudolf Schwarzböck (ÖVP): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Obwohl zu Behauptungen von freiheitlichen Funktionären in der gleichen Diktion, wie sie hier Kollege Wenitsch von sich gegeben hat, ein Verfahren läuft (Abg. Dr. Graf: Behauptung und Gegenbehauptung!) , sind heute wieder solche Behauptungen aufgestellt worden. Ich stelle daher richtig: Ich beziehe neben meinem Abgeordnetengehalt eine einzige politische Aufwandsentschädigung: die vom Niederösterreichischen Landtag festgesetzte Präsidentenentschädigung für die Niederösterreichische Landwirtschaftskammer.
Beifall bei der ÖVP.
Als Vorsitzender der Präsidentenkonferenz habe ich keine Aufwandsentschädigung, weil ich darauf verzichtet habe. Die Höhe der Aufwandsentschädigung für den niederösterreichischen Kammerpräsidenten beträgt nach der gesetzlichen Grundlage ungefähr 75 000 S. Da ich in den laufenden Jahren auf Erhöhungen parallel zu den Praktiken der Politikerentschädigungen verzichtet habe, liegt sie momentan vor Steuern bei zirka 63 000 S brutto. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Haselsteiner: Den Herrn Amon hat der Andreas wieder auf Vordermann gebracht!
Zu Wort gemeldet hat sich Herr Abgeordneter Amon. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Dr. Haselsteiner: Den Herrn Amon hat der Andreas wieder auf Vordermann gebracht!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Haselsteiner.
Die Änderungen, die in diesem neuen Antrag enthalten sind, sind durchaus umfassend. Zum einen haben die Mitglieder der Präsidiale darauf verzichtet, eine Erhöhung ihrer Bezüge in Anspruch zu nehmen. Zum zweiten hat es de facto eine Halbierung des gesamten Spesenersatzes gegenüber dem ursprünglichen Entwurf gegeben. (Zwischenruf des Abg. Dr. Haselsteiner. ) Zum dritten wird der Fahrtkostenersatz jetzt nach dem Grundsatz "Was’s wiegt, das hat’s!" abgerechnet. Ich glaube, gerade Sie als Mann der Wirtschaft müßten durchaus nachvollziehen können, daß es sinnvoller ist, Kosten nach der Höhe abzurechnen, in welcher sie tatsächlich entstehen.
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, daß angesichts des vorliegenden Entwurfes – auch, wenn es noch eine Reihe von Dingen zu diskutieren gibt – die Kritik, daß es zu Erhöhungen von Bezügen kommen kann und auch wird, nicht aufrechtzuhalten ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Ihr habt es ja verlangt!
Ich möchte nun auch zum Sozialfonds etwas sagen, weil hier die Freiheitlichen herausgehen und großartig verkünden, wie toll sie sozial Schwachen, Gruppen, die in Not geraten sind, helfen. Ich muß Ihnen ehrlich sagen: Ich halte es eigentlich für beschämend, daß es notwendig ist, hier herauszugehen und eine Liste über Dinge, die Sie an Gutem geleistet haben, vorzulegen. (Abg. Scheibner: Ihr habt es ja verlangt!) Herr Kollege Scheibner, ich sage Ihnen dazu folgendes: Es gibt unzählige Abgeordnete hier im Haus, die Monat für Monat Überweisungen an in Not geratene Mitbürger tätigen, die Überweisungen an unterstützungswürdige Organisationen tätigen – ohne daß sie mit einem Taferl herumrennen und aller Welt zeigen, was sie denn alles an Gutem tun. – Das haben nur Sie notwendig! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte nun auch zum Sozialfonds etwas sagen, weil hier die Freiheitlichen herausgehen und großartig verkünden, wie toll sie sozial Schwachen, Gruppen, die in Not geraten sind, helfen. Ich muß Ihnen ehrlich sagen: Ich halte es eigentlich für beschämend, daß es notwendig ist, hier herauszugehen und eine Liste über Dinge, die Sie an Gutem geleistet haben, vorzulegen. (Abg. Scheibner: Ihr habt es ja verlangt!) Herr Kollege Scheibner, ich sage Ihnen dazu folgendes: Es gibt unzählige Abgeordnete hier im Haus, die Monat für Monat Überweisungen an in Not geratene Mitbürger tätigen, die Überweisungen an unterstützungswürdige Organisationen tätigen – ohne daß sie mit einem Taferl herumrennen und aller Welt zeigen, was sie denn alles an Gutem tun. – Das haben nur Sie notwendig! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Böhacker: Offenlegen oder nicht offenlegen?
Interessant wäre es trotzdem, wenn Sie schon großartig von einer Offenlegung in diesem Zusammenhang reden, auch einmal zu sehen, was an Summe in diesen Fonds einbezahlt wurde und was dann tatsächlich für in Not Geratene verwendet wurde. Denn nur das ist eine echte Offenlegung! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Böhacker: Offenlegen oder nicht offenlegen?)
Abg. Böhacker: Unterste Schublade ist das, was Sie da sagen!
Sie haben präsentiert, daß Sie in der Größenordnung von ungefähr 1 Million Schilling Unterstützung geleistet haben. Das entspricht etwa dem halben Jahreseinkommen nur eines Betroffenen in Ihren Reihen. Das muß man, glaube ich, auch sagen, und daher ist das eine durchaus schwindlige Angelegenheit. (Abg. Böhacker: Unterste Schublade ist das, was Sie da sagen!)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn aber die Freiheitlichen meinen, daß man ohne weiteres auf 50 Prozent der Parlamentarier in diesem Haus verzichten kann, und damit davon ausgehen, daß das dann nur die Hälfte kostet, dann wäre es wahrscheinlich am günstigsten – das ist möglicherweise ihr Ziel –, gar keine Abgeordneten zu haben, denn so würde man sich überhaupt die Kosten für den Parlamentarismus ersparen. Das kann es zweifelsohne auch nicht sein! Demokratie kostet etwas, und dazu muß man sich, glaube ich, auch bekennen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Alle Fraktionen sind eingeladen, in konstruktiver Art und Weise daran teilzunehmen. – Ich danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim Liberalen Forum.
Das ist keine gute Lösung, das wissen Sie! Die einzige Gelegenheit, das wirklich ohne Gesichtsverlust für alle richtig und gut regeln zu können, wäre es, die Vorlage an den Ausschuß rückzuverweisen und noch einmal in Diskussion zu ziehen. Es besteht überhaupt kein Grund, eine Regelung, die im September getroffen wird, nicht mit 1. August in Kraft zu setzen. Man hat im Rahmen des Strukturanpassungsgesetzes zum Sparpaket ja auch rückwirkende Regelungen getroffen. Warum also nehmen Sie sich nicht die Zeit, das ordentlich zu regeln, und setzen es dann rückwirkend mit 1. August in Kraft, wenn es Ihre Sorge ist, daß es heißen könnte, Sie wollen sich noch eine gewisse Zeit bedienen? (Beifall beim Liberalen Forum.)
Beifall beim Liberalen Forum.
Ich bitte Sie, unserem Rückverweisungsantrag zuzustimmen, damit wir wirklich zu einer guten Lösung kommen. – Danke schön. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Abg. Böhacker: Das ist schon sehr viel!
Ein Punkt sind die Fahrtkosten. In diesem Entwurf heißt es, so wie es Herr Amon gesagt hat: Was es wiegt, das hat es, das soll verrechnet werden! Selbstverständlich soll jeder die Fahrtkosten, die er hat, auch bezahlt bekommen. Die Frage ist nur: von wem? – Ich glaube, daß es angesichts der derzeitigen wirtschaftlichen Lage und aufgrund der Sparpakete, die wir seit Jahren haben, nicht vertretbar ist, daß wir diese Fahrtkosten jetzt auch noch den Bürgerinnen und Bürgern anlasten, indem wir über Staatsgeld unsere Fahrtkosten erstattet haben wollen. Das kann doch wohl nicht die Lösung dieser Frage sein! Ich habe mir ausgerechnet, was es den Bund im Jahr kosten würde, wenn jeder sein Kilometergeld verrechnet, und ich bin davon ausgegangen, daß im Durchschnitt jeder Abgeordnete im Jahr zirka 50 000 Kilometer für seine berufliche Tätigkeit unterwegs ist. (Abg. Böhacker: Das ist schon sehr viel!)
Abg. Ing. Meischberger: Woher kommt denn das Klubbudget, Kollegin?
Ich bin die Letzte, die dafür ist, daß jeder Abgeordnete seine Fahrtkosten selbst tragen muß, aber ich glaube, es kann und darf nicht die Lösung sein, daß diese Fahrtkosten auf die Bürger abgewälzt werden, sondern es muß die Lösung geben, daß Fahrtkosten, die sich über jenen des Freifahrtscheins bewegen, von den Klubs getragen, aus dem Klubbudget und nicht aus dem Staatsbudget bezahlt werden. Das wäre eine faire Lösung, und das wäre eine Lösung, die auch für die Bevölkerung vertretbar ist! (Abg. Ing. Meischberger: Woher kommt denn das Klubbudget, Kollegin?) Jeder Klub kann sich dann mit seinem Abgeordneten absprechen, ob diese Fahrt gerechtfertigt ist oder nicht, ob sie überhaupt als notwendig angesehen wird oder nicht. Aber nach dem neuen Modell von SPÖ und ÖVP bringt das nur weitere Staatsschulden, die wir uns wirklich nicht mehr leisten können. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich bin die Letzte, die dafür ist, daß jeder Abgeordnete seine Fahrtkosten selbst tragen muß, aber ich glaube, es kann und darf nicht die Lösung sein, daß diese Fahrtkosten auf die Bürger abgewälzt werden, sondern es muß die Lösung geben, daß Fahrtkosten, die sich über jenen des Freifahrtscheins bewegen, von den Klubs getragen, aus dem Klubbudget und nicht aus dem Staatsbudget bezahlt werden. Das wäre eine faire Lösung, und das wäre eine Lösung, die auch für die Bevölkerung vertretbar ist! (Abg. Ing. Meischberger: Woher kommt denn das Klubbudget, Kollegin?) Jeder Klub kann sich dann mit seinem Abgeordneten absprechen, ob diese Fahrt gerechtfertigt ist oder nicht, ob sie überhaupt als notwendig angesehen wird oder nicht. Aber nach dem neuen Modell von SPÖ und ÖVP bringt das nur weitere Staatsschulden, die wir uns wirklich nicht mehr leisten können. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Oder haben Sie sich ein Modell für jene Personen überlegt, die nicht mit dem Auto fahren können, aber auch nicht mit dem Zug fahren können, weil aufgrund der Bahnverbindung keine halbwegs vernünftige Anreisezeit möglich ist? Auch da gäbe es eine Möglichkeit: Sie könnten den Gegenwert des Freifahrtscheines an jene Abgeordneten auszahlen, die auf den Freifahrtschein verzichten. Nur die Differenz von 20 000 S wäre wieder steuerlich absetzbar. Alles, was sonst noch an Fahrkosten hinzukommt, sollten die Klubs aus ihren Klubbudgets bezahlen, das ist Sache der jeweiligen Klubs. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Bei diesem Entwurf aber ist es genau umgekehrt, und deshalb werde ich diesem Entwurf meine Zustimmung nicht geben. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Zunächst ein Wort zum Kollegen Amon, einem meiner Vorredner. Kollege Amon! Es ist schon ein bißchen ein durchsichtiges Spiel gewesen, das du hier aufgeführt hast. Denn zuerst etwas zu verlangen, nämlich die Offenlegung unseres Fonds, und dann gerade diese Offenlegung zu kritisieren, das ist schon doppelbödig. Aber das kennen wir ja schon. Gerade auch von deiner Fraktion haben wir dieses Spielchen ja schon im Burgenland erlebt. Bürgermeister Steindl war ja auch ein Betroffener. Da haben jene, die Doppelbezüge kassiert haben, die anderen, die sie an einen Fonds abgeliefert haben, kritisiert. Man mußte sogar zu Gericht gehen, um zu beweisen, daß alles seine Rechtmäßigkeit hat. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Kollege Amon! Du warst einer jener, die diese Regelung in der Öffentlichkeit sehr scharf kritisiert haben. (Zwischenruf des Abg. Amon .) – Aha, das war früher. Ich habe eigentlich gehofft, daß du konsequent bleibst und auch zu denen gehören wirst, die dafür sorgen, daß wir in Ruhe eine gescheite Lösung finden können – und nicht dieses Husch-Pfusch-Gesetz, das wieder nur zur Verwirrung beiträgt und zu dem schlechten Image, das heute auch wieder von allen Fraktionen beklagt wurde.
Zwischenruf des Abg. Amon .
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Zunächst ein Wort zum Kollegen Amon, einem meiner Vorredner. Kollege Amon! Es ist schon ein bißchen ein durchsichtiges Spiel gewesen, das du hier aufgeführt hast. Denn zuerst etwas zu verlangen, nämlich die Offenlegung unseres Fonds, und dann gerade diese Offenlegung zu kritisieren, das ist schon doppelbödig. Aber das kennen wir ja schon. Gerade auch von deiner Fraktion haben wir dieses Spielchen ja schon im Burgenland erlebt. Bürgermeister Steindl war ja auch ein Betroffener. Da haben jene, die Doppelbezüge kassiert haben, die anderen, die sie an einen Fonds abgeliefert haben, kritisiert. Man mußte sogar zu Gericht gehen, um zu beweisen, daß alles seine Rechtmäßigkeit hat. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Kollege Amon! Du warst einer jener, die diese Regelung in der Öffentlichkeit sehr scharf kritisiert haben. (Zwischenruf des Abg. Amon .) – Aha, das war früher. Ich habe eigentlich gehofft, daß du konsequent bleibst und auch zu denen gehören wirst, die dafür sorgen, daß wir in Ruhe eine gescheite Lösung finden können – und nicht dieses Husch-Pfusch-Gesetz, das wieder nur zur Verwirrung beiträgt und zu dem schlechten Image, das heute auch wieder von allen Fraktionen beklagt wurde.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Es war ja schon ein bißchen auffällig – wir diskutieren jetzt schon einige Stunden hier über diese Vorlage –, daß man von den Vertretern der Regierungsfraktionen sehr wenig gehört hat, was denn jetzt wirklich die Substanz, das Positive an dieser Reform sein soll. Von Ihrer Seite hat es nur Ablenkungsmanöver und Angriffe gegen die Freiheitlichen, die jetzt das alles kritisierten, gegeben. Kollege Kukacka hat sogar Volksanwalt Schender "herangezerrt" – kann man fast sagen – als Beispiel, wie man bei uns mit Leuten umgeht. Das paßt da überhaupt nicht her. Herr Kollege Kukacka, es ist schon merkwürdig, daß Sie der Meinung sind, daß jemand, wenn er Volksanwalt wird, auf irgendeinen Versorgungsposten abgeschoben wird. Ich würde mir nie erlauben, dasselbe von Ihrer ehemaligen Generalsekretärin Korosec zu behaupten, denn ich glaube, die Volksanwaltschaft ist eine wichtige Institution, und jedem, der dieses Amt erreichen kann, ist größte Hochachtung zu zollen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Das ist die Klarheit, die Sie mit dieser Regelung schaffen! Ich glaube, allein dieser eine Paragraph zeigt, daß Sie gerade dem Ansehen der Politik, das Sie hier eingemahnt haben, einen sehr schlechten Dienst erwiesen haben. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Stimmen Sie diesem Antrag zu! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Ing. Reichhold: Ich lege mein Gehalt jedes Jahr offen! Da brauch’ ich keinen Beschluß!
Ich kann mich erinnern, welche Personen in diesem Hause zugestimmt haben. Die Freiheitlichen waren auf jeden Fall nicht dabei. – Auch Sie nicht, Herr Kollege Haider, auch Sie nicht, Herr Kollege Reichhold, und der Herr Stadler war, glaube ich, noch nicht im Hause damals, 1987. (Abg. Ing. Reichhold: Ich lege mein Gehalt jedes Jahr offen! Da brauch’ ich keinen Beschluß!) – Ja, selbstverständlich! Möglicherweise der Frau, aber sonst niemandem.
Abg. Dr. Haselsteiner: Damals haben sie nicht dürfen!
Meine Damen und Herren! Die Freiheitliche Partei hat hier nie zugestimmt. Die ÖVP hat hier nie zugestimmt, und auch die SPÖ hat nicht zugestimmt, obwohl die SPÖ damals signalisiert hat, daß sie diesem Antrag zustimmen wird. Die ehemaligen Mitglieder der Freiheitlichen Partei, die jetzt bei den Liberalen sind, haben damals auch nicht zugestimmt, damals der Herr Frischenschlager, damals der Herr Peter und damals die Heide Schmidt. (Abg. Dr. Haselsteiner: Damals haben sie nicht dürfen!) Ich weiß, Herr Kollege Haselsteiner, Sie konnten damals nicht zustimmen. Ich bin überzeugt davon, Sie hätten sofort zugestimmt. (Abg. Dr. Haselsteiner nickt zustimmend.) Bravo! Da kann ich nur sagen: Hochachtung!
Abg. Dr. Haselsteiner nickt zustimmend.
Meine Damen und Herren! Die Freiheitliche Partei hat hier nie zugestimmt. Die ÖVP hat hier nie zugestimmt, und auch die SPÖ hat nicht zugestimmt, obwohl die SPÖ damals signalisiert hat, daß sie diesem Antrag zustimmen wird. Die ehemaligen Mitglieder der Freiheitlichen Partei, die jetzt bei den Liberalen sind, haben damals auch nicht zugestimmt, damals der Herr Frischenschlager, damals der Herr Peter und damals die Heide Schmidt. (Abg. Dr. Haselsteiner: Damals haben sie nicht dürfen!) Ich weiß, Herr Kollege Haselsteiner, Sie konnten damals nicht zustimmen. Ich bin überzeugt davon, Sie hätten sofort zugestimmt. (Abg. Dr. Haselsteiner nickt zustimmend.) Bravo! Da kann ich nur sagen: Hochachtung!
Abg. Mag. Stadler – auf die Regierungsbank weisend –: Da ist die Regierung!
Herr Abgeordneter Haider! Wenn Sie es tatsächlich wollen, wie Sie heute hier lang und breit erklärt haben, haben Sie jetzt die Gelegenheit, endlich so einem Antrag wirklich zuzustimmen. Herr Abgeordneter Stadler kann das natürlich auch. Sie waren ja damals noch nicht im Hause, als wir diese wunderbaren Anträge schon eingebracht haben. Der Herr Meischberger, glaube ich, war schon hier. Er hat es leider damals noch versäumt. Aber es ist alles eine Frage der Entwicklung und der Reife. Wenn der Meischberger gewußt hätte, ... (Abg. Mag. Stadler – auf die Regierungsbank weisend –: Da ist die Regierung!) – Ich weiß schon! Aber wir hätten damals zumindest von der Opposition der Freiheitlichen erwartet, Herr Kollege Stadler, daß sie dieser Offenlegung zustimmt. (Zwischenruf des Abg. Ing. Reichhold .) Herr Kollege Reichhold! Heute – immerhin schon etwas.
Zwischenruf des Abg. Ing. Reichhold .
Herr Abgeordneter Haider! Wenn Sie es tatsächlich wollen, wie Sie heute hier lang und breit erklärt haben, haben Sie jetzt die Gelegenheit, endlich so einem Antrag wirklich zuzustimmen. Herr Abgeordneter Stadler kann das natürlich auch. Sie waren ja damals noch nicht im Hause, als wir diese wunderbaren Anträge schon eingebracht haben. Der Herr Meischberger, glaube ich, war schon hier. Er hat es leider damals noch versäumt. Aber es ist alles eine Frage der Entwicklung und der Reife. Wenn der Meischberger gewußt hätte, ... (Abg. Mag. Stadler – auf die Regierungsbank weisend –: Da ist die Regierung!) – Ich weiß schon! Aber wir hätten damals zumindest von der Opposition der Freiheitlichen erwartet, Herr Kollege Stadler, daß sie dieser Offenlegung zustimmt. (Zwischenruf des Abg. Ing. Reichhold .) Herr Kollege Reichhold! Heute – immerhin schon etwas.
Abg. Ing. Reichhold: Beschäftigst du dich noch immer mit dem Antrag aus dem 87er Jahr?
Meine Damen und Herren! Wir werden (Abg. Ing. Reichhold: Beschäftigst du dich noch immer mit dem Antrag aus dem 87er Jahr?) Nein, ich habe hier einen neuen Antrag, Herr Kollege Reichhold.
Beifall bei den Grünen.
Meine Damen und Herren! Wir beenden hier vorläufig ein trauriges Kapitel mit dem ... (Unruhe im Saal.) Die Nervosität ist schon auf dem Höhepunkt, weil die Kollegen Khol und Kostelka nicht wissen, ob sie die Zweidrittelmehrheit zustande bringen. Das kann eine fürchterliche Niederlage werden. Wenn ich jetzt so in die Reihen schaue, glaube ich, es ist am besten, ich beende meine Rede gleich. Bei der ÖVP fehlen nämlich noch einige, und somit ist die Wahrscheinlichkeit einer Niederlage sehr groß. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Haselsteiner .
Abgeordneter Sigisbert Dolinschek (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Die gesamte Debatte zur Bezügereform und auch zur dringlichen Anfrage an den Herrn Bundeskanzler hat gezeigt, daß sich hier sämtliche Kollegen aus der Koalition bemüßigt gefühlt haben, sich selbst zu verteidigen, daß sie das früher nicht gewußt haben, daß das halt immer so war, und so weiter, und so fort. (Zwischenruf des Abg. Dr. Haselsteiner .)
Abg. Wabl: Keine Unwahrheiten!
Herr Kollege Haselsteiner! So war das nicht. Wir Freiheitlichen haben schon seit zehn Jahren, seit ich diese Politik näher beobachte – und ich bin jetzt schon fast sechs Jahre lang hier in diesem Hohen Haus –, diese Privilegien immer wieder kritisiert. Wir haben immer wieder darauf hingewiesen (Abg. Wabl: Keine Unwahrheiten!), daß es eben Unterschiede gibt zwischen den einzelnen Bevölkerungsschichten, repräsentiert von den Volksvertretern hier im Hohen Hause. Diese Unterschiede gibt es nun einmal: Es sind hier Selbständige, Bauern und Freiberufler, Unselbständige, Beamte, in der Privatwirtschaft Beschäftigte, Beschäftigte aus dem sogenannten geschützten Bereich, den Kammern, den Sozialversicherunganstalten, der Nationalbank und des Österreichischen Gewerkschaftsbundes.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wenn Sie das durchbringen, dann, so meine ich, ist es eine echte Politikerbezügereform, die man auch nach außenhin vertreten kann – aber so nicht. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Haigermoser: Wahrlich ungeheuerlich!
Bei Friedhelm Frischenschlager sehe ich das ja noch ein, den hat man ja mit seinen Kosten, die er – wie hieß es in der APA-Aussendung? – für die Scheidung aufzubringen hatte, ordentlich am Drücker gehabt, deswegen mußte er auch ein bißchen "höchtln". Den hat man am Drücker gehabt, denn sonst hätten wahrscheinlich heute eine strafende SPÖ und eine ÖVP dem Antrag Petrovic und Genossen zugestimmt und das Geld zurückgefordert. Also da sehe ich es ja noch ein: Er hatte private Interessen zu verfolgen, als er "höchtln" ging, und er hatte private Interessen zu verfolgen, als er dieser Geschäftsordnung zugestimmt hat. Nämlich in völliger Verkehrung dessen, Herr Kollege Frischenschlager, was du früher selbst in der Presse kundgetan hat. (Abg. Haigermoser: Wahrlich ungeheuerlich!)
Abg. Schieder: Aber "lieber Ewald" hat sie noch nie geschrieben!
Meine Damen und Herren! Auch die Chefin dieser Gründung, dieser Blinddarmgründung, war ja im Jahre 1992, als sie noch Dritte Präsidentin des Hauses war, in einem ausführlichen Schreiben vom 7. September 1992 der Meinung – wie ja unser Klubobmann heute bereits zitiert hat –, daß die Rechte der Minderheit, die Rechte der Opposition, insbesondere Rederechte, massiv ausgebaut werden sollten. Damals hat sie noch an den "lieben Jörg" umfangreiche Vorschläge gemacht, daß man – und ich zitiere jetzt wörtlich ... (Abg. Schieder: Aber "lieber Ewald" hat sie noch nie geschrieben!) Nein, das hat sie noch nie geschrieben (Abg. Schieder: Das ist ihr zugute zu halten!) , das halte ich mir zugute. Darauf lege ich Wert!
Abg. Schieder: Das ist ihr zugute zu halten!
Meine Damen und Herren! Auch die Chefin dieser Gründung, dieser Blinddarmgründung, war ja im Jahre 1992, als sie noch Dritte Präsidentin des Hauses war, in einem ausführlichen Schreiben vom 7. September 1992 der Meinung – wie ja unser Klubobmann heute bereits zitiert hat –, daß die Rechte der Minderheit, die Rechte der Opposition, insbesondere Rederechte, massiv ausgebaut werden sollten. Damals hat sie noch an den "lieben Jörg" umfangreiche Vorschläge gemacht, daß man – und ich zitiere jetzt wörtlich ... (Abg. Schieder: Aber "lieber Ewald" hat sie noch nie geschrieben!) Nein, das hat sie noch nie geschrieben (Abg. Schieder: Das ist ihr zugute zu halten!) , das halte ich mir zugute. Darauf lege ich Wert!
Abg. Haigermoser: Hat sie "lieber Peter" geschrieben? – "Lieber Peter" auch nicht?
Lieber Kollege Schieder! Für diesen Zwischenruf bin ich außerordentlich dankbar. Ich kann damit klarstellen: Ein derartiges Schreiben existiert nicht, meine Damen und Herren! (Abg. Haigermoser: Hat sie "lieber Peter" geschrieben? – "Lieber Peter" auch nicht?) Nein! An den "lieben Peter" muß sie ja nicht schreiben, solange sie an den "lieben Heinz" nicht zu schreiben braucht! (Heiterkeit bei den Freiheitlichen.)
Heiterkeit bei den Freiheitlichen.
Lieber Kollege Schieder! Für diesen Zwischenruf bin ich außerordentlich dankbar. Ich kann damit klarstellen: Ein derartiges Schreiben existiert nicht, meine Damen und Herren! (Abg. Haigermoser: Hat sie "lieber Peter" geschrieben? – "Lieber Peter" auch nicht?) Nein! An den "lieben Peter" muß sie ja nicht schreiben, solange sie an den "lieben Heinz" nicht zu schreiben braucht! (Heiterkeit bei den Freiheitlichen.)
Abg. Schieder: Die Schlußfolgerung vom kleineren zum größeren stimmt oft nicht!
Meine Damen und Herren! Dieses Schreiben ist ein einziger Beleg für die Richtigkeit oppositioneller Positionen bei einer Geschäftsordnungsreform, nämlich ein Mehr an Parlamentarismus, ein Mehr an Oppositionsrechten, ein Mehr an Kontrollrechten. In Zeiten, in denen das Parlament durch den EU-Beitritt ohnehin von einer Kompetenzausdünnung bedroht ist – zumindest, Herr Kollege Schieder, vertreten das Ihre Genossen in Vorarlberg wortgleich; ich kann Ihnen zahllose Reden bringen, gute Reden meines Freundes Dr. Keckeis, gute Reden des ehemaligen Vorsitzenden der Sozialisten in Vorarlberg Karl Falschlunger, die mit beredten Worten das verlangt haben, was wir heute einfordern. Was Ihnen in Vorarlberg billig ist ... (Abg. Schieder: Die Schlußfolgerung vom kleineren zum größeren stimmt oft nicht!) Argumentum a minoria ad maius, stimmt, das ist eine juristische Disziplin, die nach wie vor gültig ist, meine Damen und Herren, Hohes Haus. Was Ihre Genossen in Vorarlberg mit beredten und richtig gesetzten Sätzen fordern, das sollte Ihnen hier billig sein, Herr Kollege Schieder! Statt dessen gehen Sie her und machen ein Parlament – und nicht nur eine Opposition, nein, ein ganzes Parlament! – mit einer sogenannten Geschäftsordnungsreform, die den Namen Reform nicht verdient, sondern die eine Geschäftsordnungsknebelung ist, regierungskonform, regierungsgerecht, so wie es der Herr Bundeskanzler haben will.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Das wird Ihnen, Herr Kollege Schieder, der Sie ein alter und guter Parlamentarier sind, wahrscheinlich in der Seele weh tun. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Ihrem Klubobmann Kostelka, vermute ich, ist das nur recht, denn seit der Kollege Kostelka Ihren Klub als Obmann übernommen hat – und wie ich meine, wird selbst in der SPÖ diese Entscheidung wahrscheinlich schon bedauert werden –, hat sich herausgestellt, daß diese SPÖ in jedem Fall mit Fuhrmann noch besser bedient war. Fuhrmann hätte sich nicht zum willfährigen Büttel der Bundesregierung gemacht, Fuhrmann hätte nicht auf Kommandoruf des "wahrheitsliebenden" Bundeskanzlers reagiert (Beifall bei den Freiheitlichen) und die Parlamentsrechte – und zwar, sage ich, die gesamten Parlamentsrechte – in einem Akt massiv beschnitten in einer Art und Weise, vor der
Beifall bei den Freiheitlichen
Das wird Ihnen, Herr Kollege Schieder, der Sie ein alter und guter Parlamentarier sind, wahrscheinlich in der Seele weh tun. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Ihrem Klubobmann Kostelka, vermute ich, ist das nur recht, denn seit der Kollege Kostelka Ihren Klub als Obmann übernommen hat – und wie ich meine, wird selbst in der SPÖ diese Entscheidung wahrscheinlich schon bedauert werden –, hat sich herausgestellt, daß diese SPÖ in jedem Fall mit Fuhrmann noch besser bedient war. Fuhrmann hätte sich nicht zum willfährigen Büttel der Bundesregierung gemacht, Fuhrmann hätte nicht auf Kommandoruf des "wahrheitsliebenden" Bundeskanzlers reagiert (Beifall bei den Freiheitlichen) und die Parlamentsrechte – und zwar, sage ich, die gesamten Parlamentsrechte – in einem Akt massiv beschnitten in einer Art und Weise, vor der
Beifall bei den Freiheitlichen.
Daher bin ich der Überzeugung, daß heute nicht jeder Sozialist freudig diesem Vorschlag zustimmt, daß nicht jeder Sozialist freudig apportieren geht, wenn es der Herr Bundeskanzler verlangt, daß nicht jeder Sozialist so handzahm ist, wie das Frau Schmidt und ihr sogenanntes Liberales Forum für die Regierungspartei SPÖ ist. Nein, meine Damen und Herren, ich bin der Überzeugung, daß es auch in den Regierungsparteien den einen oder anderen gibt, der weiß, daß das ein ganz massiver und, wie ich sage, unerhörter Anschlag auf den Parlamentarismus in Österreich ist! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Haigermoser: Ich auch nicht!
Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Bei Friedhelm Frischenschlager wundere ich mich schon gar nicht mehr, daß er dabei lacht. (Abg. Haigermoser: Ich auch nicht!) Der Parlamentarismus wird abmontiert – Friedhelm Frischenschlager lacht. Früher hat er gesagt, das sei – ich darf dich noch einmal zitieren – eine "völlig absurde Idee". (Abg. Dr. Frischenschlager: Was ist das?) Ich frage dich , was das war! Jetzt beschließt du heute mit und bejubelst das noch als eine große Geschäftsordnungsreform, was du noch vor Jahren als eine "völlig absurde Idee" bezeichnet hast. (Abg. Haigermoser: Als Landesobmann hat er auch diese Töne gespuckt!) Wer ist jetzt stärker – i, der Friedi, oder i, der Friedi? – Das ist das Problem des Friedhelm Frischenschlager (Beifall bei den Freiheitlichen), das er – aber ich kenne dich ja schon lange genug – nicht zum erstenmal hat. Das hat er schon in seiner Studentenzeit gehabt, das hat er in seiner freiheitlichen Zeit in Salzburg gehabt. Er hat nie gewußt, wem er die Hand schüttelt, er hat nie gewußt, wo er hingehört. Er weiß auch heute nicht, was er mitbeschließt und was er im Jahre 1987 noch als eine "völlig absurde Idee" bezeichnet hat. (Abg. Dr. Frischenschlager: Dein Niveau möchte ich einmal erleben!) Mit seiner Vorsitzenden Heide Schmidt, unter deren Kuratel er offensichtlich steht, die noch im Jahre 1992 an den "lieben Jörg" Vorschläge gemacht hat, die wir zum Teil – und diesen Genuß haben wir uns natürlich schon bereitet – wörtlich übernommen haben.
Abg. Dr. Frischenschlager: Was ist das?
Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Bei Friedhelm Frischenschlager wundere ich mich schon gar nicht mehr, daß er dabei lacht. (Abg. Haigermoser: Ich auch nicht!) Der Parlamentarismus wird abmontiert – Friedhelm Frischenschlager lacht. Früher hat er gesagt, das sei – ich darf dich noch einmal zitieren – eine "völlig absurde Idee". (Abg. Dr. Frischenschlager: Was ist das?) Ich frage dich , was das war! Jetzt beschließt du heute mit und bejubelst das noch als eine große Geschäftsordnungsreform, was du noch vor Jahren als eine "völlig absurde Idee" bezeichnet hast. (Abg. Haigermoser: Als Landesobmann hat er auch diese Töne gespuckt!) Wer ist jetzt stärker – i, der Friedi, oder i, der Friedi? – Das ist das Problem des Friedhelm Frischenschlager (Beifall bei den Freiheitlichen), das er – aber ich kenne dich ja schon lange genug – nicht zum erstenmal hat. Das hat er schon in seiner Studentenzeit gehabt, das hat er in seiner freiheitlichen Zeit in Salzburg gehabt. Er hat nie gewußt, wem er die Hand schüttelt, er hat nie gewußt, wo er hingehört. Er weiß auch heute nicht, was er mitbeschließt und was er im Jahre 1987 noch als eine "völlig absurde Idee" bezeichnet hat. (Abg. Dr. Frischenschlager: Dein Niveau möchte ich einmal erleben!) Mit seiner Vorsitzenden Heide Schmidt, unter deren Kuratel er offensichtlich steht, die noch im Jahre 1992 an den "lieben Jörg" Vorschläge gemacht hat, die wir zum Teil – und diesen Genuß haben wir uns natürlich schon bereitet – wörtlich übernommen haben.
Abg. Haigermoser: Als Landesobmann hat er auch diese Töne gespuckt!
Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Bei Friedhelm Frischenschlager wundere ich mich schon gar nicht mehr, daß er dabei lacht. (Abg. Haigermoser: Ich auch nicht!) Der Parlamentarismus wird abmontiert – Friedhelm Frischenschlager lacht. Früher hat er gesagt, das sei – ich darf dich noch einmal zitieren – eine "völlig absurde Idee". (Abg. Dr. Frischenschlager: Was ist das?) Ich frage dich , was das war! Jetzt beschließt du heute mit und bejubelst das noch als eine große Geschäftsordnungsreform, was du noch vor Jahren als eine "völlig absurde Idee" bezeichnet hast. (Abg. Haigermoser: Als Landesobmann hat er auch diese Töne gespuckt!) Wer ist jetzt stärker – i, der Friedi, oder i, der Friedi? – Das ist das Problem des Friedhelm Frischenschlager (Beifall bei den Freiheitlichen), das er – aber ich kenne dich ja schon lange genug – nicht zum erstenmal hat. Das hat er schon in seiner Studentenzeit gehabt, das hat er in seiner freiheitlichen Zeit in Salzburg gehabt. Er hat nie gewußt, wem er die Hand schüttelt, er hat nie gewußt, wo er hingehört. Er weiß auch heute nicht, was er mitbeschließt und was er im Jahre 1987 noch als eine "völlig absurde Idee" bezeichnet hat. (Abg. Dr. Frischenschlager: Dein Niveau möchte ich einmal erleben!) Mit seiner Vorsitzenden Heide Schmidt, unter deren Kuratel er offensichtlich steht, die noch im Jahre 1992 an den "lieben Jörg" Vorschläge gemacht hat, die wir zum Teil – und diesen Genuß haben wir uns natürlich schon bereitet – wörtlich übernommen haben.
Beifall bei den Freiheitlichen
Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Bei Friedhelm Frischenschlager wundere ich mich schon gar nicht mehr, daß er dabei lacht. (Abg. Haigermoser: Ich auch nicht!) Der Parlamentarismus wird abmontiert – Friedhelm Frischenschlager lacht. Früher hat er gesagt, das sei – ich darf dich noch einmal zitieren – eine "völlig absurde Idee". (Abg. Dr. Frischenschlager: Was ist das?) Ich frage dich , was das war! Jetzt beschließt du heute mit und bejubelst das noch als eine große Geschäftsordnungsreform, was du noch vor Jahren als eine "völlig absurde Idee" bezeichnet hast. (Abg. Haigermoser: Als Landesobmann hat er auch diese Töne gespuckt!) Wer ist jetzt stärker – i, der Friedi, oder i, der Friedi? – Das ist das Problem des Friedhelm Frischenschlager (Beifall bei den Freiheitlichen), das er – aber ich kenne dich ja schon lange genug – nicht zum erstenmal hat. Das hat er schon in seiner Studentenzeit gehabt, das hat er in seiner freiheitlichen Zeit in Salzburg gehabt. Er hat nie gewußt, wem er die Hand schüttelt, er hat nie gewußt, wo er hingehört. Er weiß auch heute nicht, was er mitbeschließt und was er im Jahre 1987 noch als eine "völlig absurde Idee" bezeichnet hat. (Abg. Dr. Frischenschlager: Dein Niveau möchte ich einmal erleben!) Mit seiner Vorsitzenden Heide Schmidt, unter deren Kuratel er offensichtlich steht, die noch im Jahre 1992 an den "lieben Jörg" Vorschläge gemacht hat, die wir zum Teil – und diesen Genuß haben wir uns natürlich schon bereitet – wörtlich übernommen haben.
Abg. Dr. Frischenschlager: Dein Niveau möchte ich einmal erleben!
Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Bei Friedhelm Frischenschlager wundere ich mich schon gar nicht mehr, daß er dabei lacht. (Abg. Haigermoser: Ich auch nicht!) Der Parlamentarismus wird abmontiert – Friedhelm Frischenschlager lacht. Früher hat er gesagt, das sei – ich darf dich noch einmal zitieren – eine "völlig absurde Idee". (Abg. Dr. Frischenschlager: Was ist das?) Ich frage dich , was das war! Jetzt beschließt du heute mit und bejubelst das noch als eine große Geschäftsordnungsreform, was du noch vor Jahren als eine "völlig absurde Idee" bezeichnet hast. (Abg. Haigermoser: Als Landesobmann hat er auch diese Töne gespuckt!) Wer ist jetzt stärker – i, der Friedi, oder i, der Friedi? – Das ist das Problem des Friedhelm Frischenschlager (Beifall bei den Freiheitlichen), das er – aber ich kenne dich ja schon lange genug – nicht zum erstenmal hat. Das hat er schon in seiner Studentenzeit gehabt, das hat er in seiner freiheitlichen Zeit in Salzburg gehabt. Er hat nie gewußt, wem er die Hand schüttelt, er hat nie gewußt, wo er hingehört. Er weiß auch heute nicht, was er mitbeschließt und was er im Jahre 1987 noch als eine "völlig absurde Idee" bezeichnet hat. (Abg. Dr. Frischenschlager: Dein Niveau möchte ich einmal erleben!) Mit seiner Vorsitzenden Heide Schmidt, unter deren Kuratel er offensichtlich steht, die noch im Jahre 1992 an den "lieben Jörg" Vorschläge gemacht hat, die wir zum Teil – und diesen Genuß haben wir uns natürlich schon bereitet – wörtlich übernommen haben.
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Frischenschlager: Primitiver Pöbelparlamentarismus!
Ich kann eine Fraktion, die sich derartig halswenderisch verhält, nur als Appendix bezeichnen. Sie verdienen es nicht mehr, als Oppositionsfraktion in diesem Haus in irgendeiner Weise ernst genommen zu werden! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Frischenschlager: Primitiver Pöbelparlamentarismus!) Du brauchst dich jetzt nicht herauszureden! Du hast die Diskette gewechselt, das wissen wir. Du hast die freiheitliche Diskette herausgenommen und die sogenannte liberale Diskette von links hineingeschoben. Das ist uns nicht neu. Aber du solltest wenigstens soviel Ehrlichkeit haben zu sagen: Ich habe mich halt drehen müssen. Die politischen Sachzwänge meiner großen Vorsitzenden sind eben zu groß, als daß ich es durchgestanden hätte, etwa wie heute Kollege Kopf den Mut aufzubringen, um zu opponieren und für die Rechte des Parlamentes, insbesondere für die Rechte einer politischen Minderheit, für mehr Kontrolle in diesem Haus und für ein Gleichziehen des Parlamentarismus mit europäischem Niveau einzutreten. Dazu reicht der Mut, der zugegebenermaßen noch nie sehr groß war, beim Kollegen Frischenschlager nicht! (Abg. Dr. Frischenschlager: Das Wort "Niveau" würde ich an deiner Stelle nicht in den Mund nehmen!) Mach dir bitte keine Sorgen um mein Niveau! Das ist mein Problem! Ich mache mir vielmehr Sorgen um einen Mann, der heute das Gegenteil von dem vertritt, was er noch vor einigen Jahren vertreten hat! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Frischenschlager: Das Wort "Niveau" würde ich an deiner Stelle nicht in den Mund nehmen!
Ich kann eine Fraktion, die sich derartig halswenderisch verhält, nur als Appendix bezeichnen. Sie verdienen es nicht mehr, als Oppositionsfraktion in diesem Haus in irgendeiner Weise ernst genommen zu werden! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Frischenschlager: Primitiver Pöbelparlamentarismus!) Du brauchst dich jetzt nicht herauszureden! Du hast die Diskette gewechselt, das wissen wir. Du hast die freiheitliche Diskette herausgenommen und die sogenannte liberale Diskette von links hineingeschoben. Das ist uns nicht neu. Aber du solltest wenigstens soviel Ehrlichkeit haben zu sagen: Ich habe mich halt drehen müssen. Die politischen Sachzwänge meiner großen Vorsitzenden sind eben zu groß, als daß ich es durchgestanden hätte, etwa wie heute Kollege Kopf den Mut aufzubringen, um zu opponieren und für die Rechte des Parlamentes, insbesondere für die Rechte einer politischen Minderheit, für mehr Kontrolle in diesem Haus und für ein Gleichziehen des Parlamentarismus mit europäischem Niveau einzutreten. Dazu reicht der Mut, der zugegebenermaßen noch nie sehr groß war, beim Kollegen Frischenschlager nicht! (Abg. Dr. Frischenschlager: Das Wort "Niveau" würde ich an deiner Stelle nicht in den Mund nehmen!) Mach dir bitte keine Sorgen um mein Niveau! Das ist mein Problem! Ich mache mir vielmehr Sorgen um einen Mann, der heute das Gegenteil von dem vertritt, was er noch vor einigen Jahren vertreten hat! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich kann eine Fraktion, die sich derartig halswenderisch verhält, nur als Appendix bezeichnen. Sie verdienen es nicht mehr, als Oppositionsfraktion in diesem Haus in irgendeiner Weise ernst genommen zu werden! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Frischenschlager: Primitiver Pöbelparlamentarismus!) Du brauchst dich jetzt nicht herauszureden! Du hast die Diskette gewechselt, das wissen wir. Du hast die freiheitliche Diskette herausgenommen und die sogenannte liberale Diskette von links hineingeschoben. Das ist uns nicht neu. Aber du solltest wenigstens soviel Ehrlichkeit haben zu sagen: Ich habe mich halt drehen müssen. Die politischen Sachzwänge meiner großen Vorsitzenden sind eben zu groß, als daß ich es durchgestanden hätte, etwa wie heute Kollege Kopf den Mut aufzubringen, um zu opponieren und für die Rechte des Parlamentes, insbesondere für die Rechte einer politischen Minderheit, für mehr Kontrolle in diesem Haus und für ein Gleichziehen des Parlamentarismus mit europäischem Niveau einzutreten. Dazu reicht der Mut, der zugegebenermaßen noch nie sehr groß war, beim Kollegen Frischenschlager nicht! (Abg. Dr. Frischenschlager: Das Wort "Niveau" würde ich an deiner Stelle nicht in den Mund nehmen!) Mach dir bitte keine Sorgen um mein Niveau! Das ist mein Problem! Ich mache mir vielmehr Sorgen um einen Mann, der heute das Gegenteil von dem vertritt, was er noch vor einigen Jahren vertreten hat! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Barmüller: Herr Präsident! Sind Sie dieser Fremdwörter mächtig?
Wobei ich heute schon dazusage, meine Damen und Herren: Diese Appendixpartei wird es nicht mehr treffen, aber eine der beiden SVP-Parteien! (Abg. Mag. Barmüller: Herr Präsident! Sind Sie dieser Fremdwörter mächtig?) Zumindest eine der SVP-Parteien wird irgendwann einmal – dessen sind sich wenigstens die Sekretäre bewußt, betreffend die Abgeordneten bin ich mir da nicht so sicher, weil die Ignoranz wirklich sagenhaft ist – beziehungsweise schon in absehbarer Zeit unter dieser Geschäftsordnung wahrscheinlich zu leiden haben. Davon bin ich felsenfest überzeugt!
Zwischenruf des Abg. Wabl .
Seiner Ansicht nach, gemeint ist Wabl, bringe die geplante Kürzung der Redezeit von 20 auf 15 Minuten – man muß sich das vergegenwärtigen: von 20 auf 15 Minuten, wie traumhaft schön wäre es, wenn das wirklich in der Geschäftsordnungsreform stünde! – eine "einschneidende Verschlechterung". Die Mehrheit könne der Minderheit vorschreiben, wieviel sie reden dürfe. Wabl: "In dieser sensiblen Frage können keine Kompromisse geschlossen werden." (Zwischenruf des Abg. Wabl .)
Abg. Haigermoser: Das wäre interessant! – Abg. Wabl: Gehalt von Brauneder!
Wabl hat sich über den Tisch ziehen lassen. Das ist die Quintessenz. Und ich würde gerne wissen, Herr Kollege Wabl, was man Ihnen dafür geboten hat, daß Sie sich eine Viertelstunde vor einer Pressekonferenz über den Tisch ziehen ließen! (Abg. Haigermoser: Das wäre interessant! – Abg. Wabl: Gehalt von Brauneder!) Das kann es nicht sein, Herr Kollege Wabl. Denn wären Sie an den Fonds abgeliefert worden, und Kollege Trattner würde sich dagegen wehren, daß Sie plötzlich Bestandteil unseres Sozialfonds sind! Nein, das kann es nicht sein, Herr Kollege Wabl! Was hat man Ihnen geboten? (Abg. Wabl: Einen Arbeitsplatz, wie ihn Bauer hat!)
Abg. Wabl: Einen Arbeitsplatz, wie ihn Bauer hat!
Wabl hat sich über den Tisch ziehen lassen. Das ist die Quintessenz. Und ich würde gerne wissen, Herr Kollege Wabl, was man Ihnen dafür geboten hat, daß Sie sich eine Viertelstunde vor einer Pressekonferenz über den Tisch ziehen ließen! (Abg. Haigermoser: Das wäre interessant! – Abg. Wabl: Gehalt von Brauneder!) Das kann es nicht sein, Herr Kollege Wabl. Denn wären Sie an den Fonds abgeliefert worden, und Kollege Trattner würde sich dagegen wehren, daß Sie plötzlich Bestandteil unseres Sozialfonds sind! Nein, das kann es nicht sein, Herr Kollege Wabl! Was hat man Ihnen geboten? (Abg. Wabl: Einen Arbeitsplatz, wie ihn Bauer hat!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Herr Kollege Wabl! Das ist eine kurzsichtige Rechnung, glauben Sie mir! Denn die Anzahl an Mandaten, die Sie in die Waagschale bringen, bringen wir in den ersten drei Reihen noch allemal in die Waagschale, glauben Sie mir! Und daran wird sich auch in den nächsten Jahren nichts ändern. Wenn Sie so weitermachen, dann werden Sie weiter atomisiert werden, Sie sind ja mittlerweile die fünftgrößte Partei in diesem Hohes Hause, und das zu Recht! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wie Sie als Klubobmann einer Minderheitspartei – Sie sollten sich vergegenwärtigen, daß Sie als Teil der SVP-Koalition immer noch eine Minderheitspartei sind! – Regelungen zustimmen können, nach denen nahezu jede Kleinigkeit vom Willen eines Mehrheitsbeschlusses abhängig gemacht wird, das ist mir unverständlich, Herr Kollege Khol! Das ist mir völlig unverständlich! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Eine Partei, die in allen Meinungsumfragen derzeit einen sagenhaften Absturz erleidet, kann doch nicht sehenden Auges in eine Geschäftsordnung hineinlaufen, die letztlich nichts anderes ist als eine Knebelung, auch einer Partei von der Größe der Österreichischen Volkspartei! Daher bin ich sehr erstaunt, daß die ÖVP dem Druck der Sozialisten ein weiteres Mal nachgegeben hat und heute bereit ist, die Zahl der Sondersitzungen – Khol hat noch bejammert, daß es so wenig Plenarsitzungen gibt! – und die Zahl der dringlichen Anfragen zu beschränken. Damit wird ein wichtiges Kontrollinstrument des Parlamentarismus geknebelt. Auch die Redezeit soll nach unten beschränkt werden, und zwar, meine Damen und Herren, soll es zum Teil nur noch 5-Minuten-Reden geben. Das ist ein Niveau, bei dem dieses Haus die Begriffsbezeichnung "Parlament" – das kommt ja von "reden" – nicht mehr verdient, meine Damen und Herren, Hohes Haus! (Beifall bei den Freiheitlichen.) 5 Minuten gesteht man der Opposition für Debattenbeiträge noch zu!
Abg. Haigermoser: Friedhelm! Hast du dem zugestimmt?
Für den Fall eines Fristsetzungsantrages ist die Regelung sogar so unsinnig konstruiert, daß beispielsweise eine Debatte über einen Antrag auf Einsetzung eines Untersuchungausschusses gar nicht mehr geführt werden kann. Das muß man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen: Ein Fristsetzungsantrag kann von einem Klub und bloß einmal – einmal! – pro Woche gestellt werden. (Abg. Haigermoser: Friedhelm! Hast du dem zugestimmt?)
Abg. Wabl: Sie kennen die Geschäftsordnung nicht!
Meine Damen und Herren! Eine Fristsetzung kann es nur noch einmal pro Woche und Fraktion des Hauses geben. Derzeit besteht hingegen unbegrenzt die Möglichkeit, Fristsetzungsanträge zu stellen. (Abg. Wabl: Sie kennen die Geschäftsordnung nicht!) Ich kenne die Geschäftsordnung sehr wohl. Sie können heute mit einer Fraktion von unserer Größe praktisch unbegrenzt Fristsetzungsanträge stellen! (Abg. Wabl: Praktisch!) Ja selbstverständlich! (Abg. Wabl: Zeigen Sie uns die Bestimmung!) Hören Sie zu, Herr Kollege Wabl: Für Ihr Träumeland kann man keine Geschäftsordnung machen! Wenn ich von "Opposition" spreche, dann spreche ich nur von meiner Fraktion. Ihre Fraktion kann ja nicht in Anspruch nehmen, eine Oppositionsfraktion zu sein! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Wabl: Praktisch!
Meine Damen und Herren! Eine Fristsetzung kann es nur noch einmal pro Woche und Fraktion des Hauses geben. Derzeit besteht hingegen unbegrenzt die Möglichkeit, Fristsetzungsanträge zu stellen. (Abg. Wabl: Sie kennen die Geschäftsordnung nicht!) Ich kenne die Geschäftsordnung sehr wohl. Sie können heute mit einer Fraktion von unserer Größe praktisch unbegrenzt Fristsetzungsanträge stellen! (Abg. Wabl: Praktisch!) Ja selbstverständlich! (Abg. Wabl: Zeigen Sie uns die Bestimmung!) Hören Sie zu, Herr Kollege Wabl: Für Ihr Träumeland kann man keine Geschäftsordnung machen! Wenn ich von "Opposition" spreche, dann spreche ich nur von meiner Fraktion. Ihre Fraktion kann ja nicht in Anspruch nehmen, eine Oppositionsfraktion zu sein! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Wabl: Zeigen Sie uns die Bestimmung!
Meine Damen und Herren! Eine Fristsetzung kann es nur noch einmal pro Woche und Fraktion des Hauses geben. Derzeit besteht hingegen unbegrenzt die Möglichkeit, Fristsetzungsanträge zu stellen. (Abg. Wabl: Sie kennen die Geschäftsordnung nicht!) Ich kenne die Geschäftsordnung sehr wohl. Sie können heute mit einer Fraktion von unserer Größe praktisch unbegrenzt Fristsetzungsanträge stellen! (Abg. Wabl: Praktisch!) Ja selbstverständlich! (Abg. Wabl: Zeigen Sie uns die Bestimmung!) Hören Sie zu, Herr Kollege Wabl: Für Ihr Träumeland kann man keine Geschäftsordnung machen! Wenn ich von "Opposition" spreche, dann spreche ich nur von meiner Fraktion. Ihre Fraktion kann ja nicht in Anspruch nehmen, eine Oppositionsfraktion zu sein! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Eine Fristsetzung kann es nur noch einmal pro Woche und Fraktion des Hauses geben. Derzeit besteht hingegen unbegrenzt die Möglichkeit, Fristsetzungsanträge zu stellen. (Abg. Wabl: Sie kennen die Geschäftsordnung nicht!) Ich kenne die Geschäftsordnung sehr wohl. Sie können heute mit einer Fraktion von unserer Größe praktisch unbegrenzt Fristsetzungsanträge stellen! (Abg. Wabl: Praktisch!) Ja selbstverständlich! (Abg. Wabl: Zeigen Sie uns die Bestimmung!) Hören Sie zu, Herr Kollege Wabl: Für Ihr Träumeland kann man keine Geschäftsordnung machen! Wenn ich von "Opposition" spreche, dann spreche ich nur von meiner Fraktion. Ihre Fraktion kann ja nicht in Anspruch nehmen, eine Oppositionsfraktion zu sein! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Wabl: Bestimmung zeigen!
Meine Damen und Herren! Wenn Sie dann noch bereit sind zuzustimmen, daß die Zahl der Redeminuten bei einem Untersuchungsausschußantrag auf Null reduziert wird – auf Null! –, dann wird diese Geschäftsordnungsreform zu einem oppositionsfeindlichen, kontrollfeindlichen Instrumentarium, mit dem das Parlament in seiner Kontrollfunktion mundtot gemacht wird. (Abg. Wabl: Bestimmung zeigen!)
Abg. Wabl: Herr Präsident! Helfen Sie ihm!
Meine Damen und Herren! Der Klubdirektor des freiheitlichen Klubs und meine Wenigkeit, die in der Arbeitsgruppe tätig waren, die die Aufgabe hatte, die Sitzung des Geschäftsordnungsausschusses inhaltlich vorzubereiten, haben umfangreiche Vorschläge gemacht. (Abg. Wabl: Herr Präsident! Helfen Sie ihm!) Wir haben umfangreiche Vorschläge gemacht, wie man die Debatte, gemessen an europäischen Regelungen, durchaus verbessern und den einen oder anderen Punkt ausbauen kann, ohne Oppositionsrechte im Ergebnis zu schmälern. (Abg. Mag. Barmüller: Gemessen an welchen europäischen Regelungen?) Diese Vorschläge wurden sogar
Abg. Mag. Barmüller: Gemessen an welchen europäischen Regelungen?
Meine Damen und Herren! Der Klubdirektor des freiheitlichen Klubs und meine Wenigkeit, die in der Arbeitsgruppe tätig waren, die die Aufgabe hatte, die Sitzung des Geschäftsordnungsausschusses inhaltlich vorzubereiten, haben umfangreiche Vorschläge gemacht. (Abg. Wabl: Herr Präsident! Helfen Sie ihm!) Wir haben umfangreiche Vorschläge gemacht, wie man die Debatte, gemessen an europäischen Regelungen, durchaus verbessern und den einen oder anderen Punkt ausbauen kann, ohne Oppositionsrechte im Ergebnis zu schmälern. (Abg. Mag. Barmüller: Gemessen an welchen europäischen Regelungen?) Diese Vorschläge wurden sogar
Zwischenruf des Abg. Dr. Kostelka .
Warum waren sie für die Katz? – Weil alles bereits ausgepackelt war! Es war von vornherein klar, daß man die Geschäftsordnungsreform nicht mit den Freiheitlichen durchführen will! Es war für Klubobmann Kostelka von vornherein klar, daß er sich das Feigenblatt bei den Appendix-Parteien holen wird und daß man mit der Opposition im Hohen Hause gar nicht reden will. Sie verhielten sich genauso wie bei der Bezügereform, immer nach dem Motto: Weniger Kontrolle, weniger Arbeit, mehr kassieren! – Das ist Klubobmann Kostelka wichtig gewesen, und das ist auch Klubobmann Khol wichtig gewesen. Wer es nicht glaubt, der soll sich den ersten Antrag der Zwillinge anschauen, in dem es darum ging, sich auf Ministergehälter hochzukatapultieren. Das ist parallel gelaufen. Diese Ungeheuerlichkeit muß man sich vor Augen führen! (Zwischenruf des Abg. Dr. Kostelka .)
Zwischenruf des Abg. Dr. Kostelka .
Ich glaube schon, daß Sie das lustig finden! Ich fände es aber an Ihrer Stelle nicht mehr lustig, denn so, wie Sie in Ihrer eigenen Fraktion diskutiert werden, sind Ihre Tage als Klubobmann gezählt! Der Parlamentarismus hat in der Zwischenzeit genug Schaden unter Ihnen erlitten, weil Sie eine derartige Regelung zu verantworten hätten! Der Parlamentarismus hat letztlich fünf vor zwölf, mit dem Druck der öffentlichen Meinung gerade noch verhindern können, daß Sie auch noch mit einem Ministergehalt ausgestattet sind und sich noch besser gestellt haben, als Sie vorher beim "Höchtln" waren, Herr Kostelka! (Zwischenruf des Abg. Dr. Kostelka .)
Abg. Mag. Barmüller: Sehr beschränkt allerdings!
Meine Damen und Herren! Eine derartige Vorgangsweise kann meine Fraktion nicht billigen, weil sie sich nach wie vor – im Gegensatz zu den beiden Appendix-Parteien – als echte Oppositionsfraktion versteht, die ihre Kontrollfunktion lückenlos wahrnimmt. Und das wird auch in Zukunft so sein! So sehr werden Sie unsere Möglichkeiten gar nicht beschränken können, das kann ich Ihnen heute schon voraussagen. Da unterschätzen Sie unsere Phantasie und die verbleibenden Möglichkeiten gewaltig! Wir werden vieles eben in den außerparlamentarischen Raum verlagern. (Abg. Mag. Barmüller: Sehr beschränkt allerdings!) Bitte? – Das ist ein seltenes Eingeständnis, wenn Kollege Barmüller von "beschränkt" redet. Herr Kollege Barmüller! Eine gewisse Selbsterkenntnis ist der Beginn der Besserung! Denn das, was Ihre Partei hier aufführt, ist in der Tat – da haben Sie recht! – völlig beschränkt. Das ist die Beschränkung des Parlamentarismus auf ein derartiges Niveau, daß er jedenfalls die Bezeichnung "Parlamentarismus" nicht mehr verdient! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Barmüller: Das sind deine Ideen, Stadler!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Barmüller: Das sind deine Ideen, Stadler!
Meine Damen und Herren! Eine derartige Vorgangsweise kann meine Fraktion nicht billigen, weil sie sich nach wie vor – im Gegensatz zu den beiden Appendix-Parteien – als echte Oppositionsfraktion versteht, die ihre Kontrollfunktion lückenlos wahrnimmt. Und das wird auch in Zukunft so sein! So sehr werden Sie unsere Möglichkeiten gar nicht beschränken können, das kann ich Ihnen heute schon voraussagen. Da unterschätzen Sie unsere Phantasie und die verbleibenden Möglichkeiten gewaltig! Wir werden vieles eben in den außerparlamentarischen Raum verlagern. (Abg. Mag. Barmüller: Sehr beschränkt allerdings!) Bitte? – Das ist ein seltenes Eingeständnis, wenn Kollege Barmüller von "beschränkt" redet. Herr Kollege Barmüller! Eine gewisse Selbsterkenntnis ist der Beginn der Besserung! Denn das, was Ihre Partei hier aufführt, ist in der Tat – da haben Sie recht! – völlig beschränkt. Das ist die Beschränkung des Parlamentarismus auf ein derartiges Niveau, daß er jedenfalls die Bezeichnung "Parlamentarismus" nicht mehr verdient! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Barmüller: Das sind deine Ideen, Stadler!)
Abg. Dr. Ofner: Zur Geschäftsordnung!
Wenn es nach Ihnen ginge, dann wäre das Maximum an Parlamentarismus erreicht, wenn wir vom Anfang bis zum Ende der Sitzung nur Dringliche hätten, bei denen permanent Argumente wiederholt werden, die schon allen bekannt sind, die aber mit der Realität nichts zu tun haben. (Abg. Dr. Ofner: Zur Geschäftsordnung!) Herr Abgeordneter Ofner! Nehmen Sie zur Kenntnis, daß auch für Sie gilt: Eine Meldung zur Geschäftsbehandlung ist während der Rede eines Abgeordneten nicht zulässig! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie können sich wahrlich nicht beherrschen! – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Präsident Dr. Brauneder gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie können sich wahrlich nicht beherrschen! – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Präsident Dr. Brauneder gibt das Glockenzeichen.
Wenn es nach Ihnen ginge, dann wäre das Maximum an Parlamentarismus erreicht, wenn wir vom Anfang bis zum Ende der Sitzung nur Dringliche hätten, bei denen permanent Argumente wiederholt werden, die schon allen bekannt sind, die aber mit der Realität nichts zu tun haben. (Abg. Dr. Ofner: Zur Geschäftsordnung!) Herr Abgeordneter Ofner! Nehmen Sie zur Kenntnis, daß auch für Sie gilt: Eine Meldung zur Geschäftsbehandlung ist während der Rede eines Abgeordneten nicht zulässig! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie können sich wahrlich nicht beherrschen! – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Präsident Dr. Brauneder gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Haigermoser: Nehmen Sie den Schaum vom Mund!
Es gibt in diesem Hause Gott sei Dank auch Fraktionen, die parlamentarisch arbeiten wollen, denen es um Gesetze geht und nicht nur darum, meine Damen und Herren, immer wieder denselben Stuß vorzukauen! (Abg. Haigermoser: Nehmen Sie den Schaum vom Mund!) Und das tun Sie gegen alle Beweise, gegen alle nachdrücklichen Fakten, die auf den Tisch gelegt werden. Sie wollen nur krakeelen, von einem Tag zum anderen! Und das, was wir mit dieser Geschäftsordnungsreform sicherstellen wollen, ist, daß wir Plenarsitzungen haben, bei denen keine Fidel-Castro-Reden mehr gehalten werden, sondern eine rasche Abfolge von Argumenten erreicht wird! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haigermoser: Das ist letztklassig! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haigermoser: Das ist letztklassig! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Es gibt in diesem Hause Gott sei Dank auch Fraktionen, die parlamentarisch arbeiten wollen, denen es um Gesetze geht und nicht nur darum, meine Damen und Herren, immer wieder denselben Stuß vorzukauen! (Abg. Haigermoser: Nehmen Sie den Schaum vom Mund!) Und das tun Sie gegen alle Beweise, gegen alle nachdrücklichen Fakten, die auf den Tisch gelegt werden. Sie wollen nur krakeelen, von einem Tag zum anderen! Und das, was wir mit dieser Geschäftsordnungsreform sicherstellen wollen, ist, daß wir Plenarsitzungen haben, bei denen keine Fidel-Castro-Reden mehr gehalten werden, sondern eine rasche Abfolge von Argumenten erreicht wird! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haigermoser: Das ist letztklassig! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Stadler: Er ist gut!
Meine Damen und Herren von den Freiheitlichen! Allein Ihr Minderheitenbericht ist unendlich demaskierend. (Abg. Mag. Stadler: Er ist gut!) Er zeigt Ihre Haltung: Am freiheitlichen Wesen soll der Parlamentarismus genesen. Wissen Sie, was in diesem Bericht steht? – Ich bringe ein Beispiel für die Vorschläge der Freiheitlichen. Da steht:
Abg. Scheibner: Bravo! Sehr gut!
"Darüber hinaus war die freiheitliche Vorstellung zur Geschäftsordnungsreform auf eine Belebung und Weiterentwicklung des freien demokratischen Parlamentarismus österreichischer Prägung gerichtet." – Soweit, so gut. (Abg. Scheibner: Bravo! Sehr gut!) Dann kommt der einzige Vorschlag, den Sie gemacht haben: "So wurde von der freiheitlichen Fraktion unter anderem die Schaffung der Zwischenrede nach dem Muster des Deutschen Bundestages vorgeschlagen und eingefordert." (Abg. Haigermoser: Unter anderem, na klar!)
Abg. Haigermoser: Unter anderem, na klar!
"Darüber hinaus war die freiheitliche Vorstellung zur Geschäftsordnungsreform auf eine Belebung und Weiterentwicklung des freien demokratischen Parlamentarismus österreichischer Prägung gerichtet." – Soweit, so gut. (Abg. Scheibner: Bravo! Sehr gut!) Dann kommt der einzige Vorschlag, den Sie gemacht haben: "So wurde von der freiheitlichen Fraktion unter anderem die Schaffung der Zwischenrede nach dem Muster des Deutschen Bundestages vorgeschlagen und eingefordert." (Abg. Haigermoser: Unter anderem, na klar!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Ein Blick nach Bonn ist Ihre Weiterentwicklung des österreichischen Parlamentarismus. – Das ist wirklich freiheitliche Logik! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Die Geschäftsordnungsreform wird diffamiert als kleriko-marxistischer Anschlag auf die Demokratie. Meine Damen und Herren! Das ist schlicht und einfach lächerlich, nichts anderes als lächerlich! (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Ist die Schaffung eines Arbeitsplanes nach dem Modell: eine Plenarwoche, zwei Ausschußwochen und eine sitzungsfreie Woche wirklich ein kleriko-marxistischer Anschlag auf den Parlamentarismus? (Abg. Haigermoser: Für Ihre Rede muß man sich ja genieren!) Wissen Sie, was das Ergebnis dieser Reform ist? – Das Ergebnis ist, daß es mehr Plenartage und mehr Ausschußtage im Jahr geben wird als bisher. Und das soll eine Einschränkung der Arbeitsmöglichkeiten des Parlaments sein? Sie können anscheinend die Plenartage und die Ausschußtage nicht zusammenzählen, weil sonst kämen Sie nicht zu Ihrem Ergebnis! (Rufe und Gegenrufe bei den Freiheitlichen und der SPÖ.)
Abg. Haigermoser: Für Ihre Rede muß man sich ja genieren!
Die Geschäftsordnungsreform wird diffamiert als kleriko-marxistischer Anschlag auf die Demokratie. Meine Damen und Herren! Das ist schlicht und einfach lächerlich, nichts anderes als lächerlich! (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Ist die Schaffung eines Arbeitsplanes nach dem Modell: eine Plenarwoche, zwei Ausschußwochen und eine sitzungsfreie Woche wirklich ein kleriko-marxistischer Anschlag auf den Parlamentarismus? (Abg. Haigermoser: Für Ihre Rede muß man sich ja genieren!) Wissen Sie, was das Ergebnis dieser Reform ist? – Das Ergebnis ist, daß es mehr Plenartage und mehr Ausschußtage im Jahr geben wird als bisher. Und das soll eine Einschränkung der Arbeitsmöglichkeiten des Parlaments sein? Sie können anscheinend die Plenartage und die Ausschußtage nicht zusammenzählen, weil sonst kämen Sie nicht zu Ihrem Ergebnis! (Rufe und Gegenrufe bei den Freiheitlichen und der SPÖ.)
Rufe und Gegenrufe bei den Freiheitlichen und der SPÖ.
Die Geschäftsordnungsreform wird diffamiert als kleriko-marxistischer Anschlag auf die Demokratie. Meine Damen und Herren! Das ist schlicht und einfach lächerlich, nichts anderes als lächerlich! (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Ist die Schaffung eines Arbeitsplanes nach dem Modell: eine Plenarwoche, zwei Ausschußwochen und eine sitzungsfreie Woche wirklich ein kleriko-marxistischer Anschlag auf den Parlamentarismus? (Abg. Haigermoser: Für Ihre Rede muß man sich ja genieren!) Wissen Sie, was das Ergebnis dieser Reform ist? – Das Ergebnis ist, daß es mehr Plenartage und mehr Ausschußtage im Jahr geben wird als bisher. Und das soll eine Einschränkung der Arbeitsmöglichkeiten des Parlaments sein? Sie können anscheinend die Plenartage und die Ausschußtage nicht zusammenzählen, weil sonst kämen Sie nicht zu Ihrem Ergebnis! (Rufe und Gegenrufe bei den Freiheitlichen und der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist doch nur lächerlich! Sie sind nur neidig, daß dieses Recht nicht Ihnen allein zusteht, sondern darüber hinaus auch anderen Fraktionen. Das ist es! Wehleidig sind Sie wie immer, wenn hier um parlamentarische Rechte gerungen wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Was Sie verzapfen, ist ein schlechter Witz!
Es wird zusätzlich dringliche Anträge geben, ein völlig neues Instrument, das es bisher nicht gab. Oppositionsparteien können ein Regierungsmitglied nicht nur befragen, sie werden es in kürzester Zeit auch mit einem Antrag konfrontieren können. (Abg. Mag. Stadler: Was Sie verzapfen, ist ein schlechter Witz!) Ist das weniger Parlamentarismus? Ist das weniger Kontrolle? Ist das weniger Auseinandersetzung mit der Regierung? – Anscheinend sind Sie nicht bereit und in der Lage, sich die Möglichkeiten, die sich in diesem Zusammenhang für Sie ergeben werden, auch tatsächlich auszumalen.
Abg. Haigermoser: Ich fürchte, Sie glauben, was Sie uns erzählen!
Wir haben die Öffentlichkeitsrechte wesentlich ausgeweitet. Es gibt eine Enderledigung im Ausschuß, die öffentlich zu sein hat. (Abg. Haigermoser: Ich fürchte, Sie glauben, was Sie uns erzählen!) Der Rechnungshofausschuß kann in weiten Bereichen öffentlich sein. Im Hauptausschuß werden die EU-Beratungen öffentlich sein. Expertenhearings in Ausschüssen werden öffentlich sein, und es wird darüber hinaus in Enquete-Kommissionen öffentliche Hearings geben.
Abg. Scheibner: All das sind Mehrheitenrechte!
Meine Damen und Herren! Bedeutet diese zusätzliche Öffentlichkeit, die eine Unterstützung für die Opposition ist, ein Weniger an Parlamentarismus? – Ich verstehe Sie wirklich nicht! Entweder verstehen Sie die Möglichkeiten, die in diesem Zusammenhang für eine Opposition gegeben sind, nicht, oder Sie sind ganz einfach wieder einmal auf der Schiene: Etwas zu behaupten ist eine Sache, die Tatsache selbst ist eine andere. (Abg. Scheibner: All das sind Mehrheitenrechte!)
Abg. Scheibner: Das darf doch nicht wahr sein, daß Sie das selbst glauben!
Man könnte noch viele Argumente bringen. Zuletzt möchte ich sagen: In Zukunft werden die zwei sensibelsten Kontrollinstrumente des Parlaments, nämlich die Ständigen Unterausschüsse betreffend Stapo und Heeres-Nachrichtenamt, nicht nur halbjährlich, sondern vierteljährlich zu beraten und zusammenzutreten haben. Meine Damen und Herren! Es handelt sich um eine Erhöhung der Schlagzahl dieser hochsensiblen, wichtigen Ausschüsse. (Abg. Scheibner: Das darf doch nicht wahr sein, daß Sie das selbst glauben!) Ist das etwa ein Minus an Parlamentarismus?
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren von den Freiheitlichen! Sie sitzen im Schmollwinkel. Es gibt eine Geschäftsordnungsreform unter breiter Beteiligung der Opposition mit Ausnahme Ihrer Partei, und das ist etwas, was in die freiheitliche Welt ganz einfach nicht paßt. Es gibt einen Parlamentarismus in Österreich, der lebt, und dieser sagt nein zu einer Oppositionspolitik, wie Sie sie betreiben. Heute in diesem Theater und am Freitag endgültig wird es beschlossen! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Abgeordneter Dr. Harald Ofner (fortsetzend): Herr Präsident! Ich beantrage wegen dieses unerhörten Zwischenfalls eine Unterbrechung der Sitzung, damit die Präsidiale zusammentreten kann. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Kiss: Dürfen wir das Ergebnis erfahren?
Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Mag. Haupt. Ich erteile ihm das Wort. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Kiss: Dürfen wir das Ergebnis erfahren?)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Es wird die Sitzung nicht unterbrochen, es wird keine Präsidiale einberufen. Ich habe die Klubobleute gebeten, dafür zu sorgen, daß die Diskussion in einem sachlichen Ton fortgeführt wird. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Schieder: Von der Uhrzeit her schon!
Herr Präsident! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Es ist leider so, wie ich es am Vormittag befürchtet habe: Sternstunde des Parlamentarismus ist der heutige Tag keiner geworden. (Abg. Schieder: Von der Uhrzeit her schon!) Herr Kollege Schieder, von der Uhrzeit her vielleicht, aber vom Wetter draußen auch nicht. (Abg. Dr. Löschnak: Herr Kollege Haupt, wir können nichts dafür!) Herr Kollege Löschnak, das gebe ich Ihnen gerne zu; Sie haben sich bemüht.
Abg. Dr. Löschnak: Herr Kollege Haupt, wir können nichts dafür!
Herr Präsident! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Es ist leider so, wie ich es am Vormittag befürchtet habe: Sternstunde des Parlamentarismus ist der heutige Tag keiner geworden. (Abg. Schieder: Von der Uhrzeit her schon!) Herr Kollege Schieder, von der Uhrzeit her vielleicht, aber vom Wetter draußen auch nicht. (Abg. Dr. Löschnak: Herr Kollege Haupt, wir können nichts dafür!) Herr Kollege Löschnak, das gebe ich Ihnen gerne zu; Sie haben sich bemüht.
Zwischenruf des Abg. Wabl .
Eines erscheint mir aber schon erwähnenswert: Bei den Debatten wurde es von allen Rednern – und ich nehme an, es werden sich auch einige Nachredner die Protokolle der letzten 40 Jahre zu Geschäftsordnungsdebatten angesehen haben – immer bis 1993 als unbestreitbarer Vorteil angesehen, daß alle hier mitgewirkt haben und daß die wichtigsten Reformen in diesem Hause von der Gemeinsamkeit und auch von der gemeinsamen Optik geprägt waren, nämlich nicht aus der Sicht der Regierung oder aus der Sicht der Opposition das Parlament zu betrachten, sondern aus der Sicht jedes einzelnen. (Zwischenruf des Abg. Wabl .)
Abg. Schieder: Aber die Vertraulichkeit muß auch mit Mehrheit beschlossen werden!
Und so, Herr Kollege Schieder, kann es nicht sein, daß es dann der Herr Kollege Kostelka als Minderheitsrecht verkauft. Heute sind alle Beiträge, die von allen Oppositionsparteien und die von den Regierungsparteien, zwar nicht Wort für Wort, aber sinngemäß für jeden nachlesbar. (Abg. Schieder: Aber die Vertraulichkeit muß auch mit Mehrheit beschlossen werden!) Dann, Herr Kollege Schieder, wird, wenn ein Thema auf der Tagesordnung ist, das die Regierung interessiert, die qualifizierte Mehrheit beschließen, wer, je nach Raumlage, die Parlamentsmitarbeiter oder Zeitungen oder wer immer, als Öffentlicher zugelassen wird. Aber die Mehrheit wird das beschließen. (Abg. Schieder: Aber jetzt doch auch! Wenn es die Mehrheit beschlossen hat!)
Abg. Schieder: Aber jetzt doch auch! Wenn es die Mehrheit beschlossen hat!
Und so, Herr Kollege Schieder, kann es nicht sein, daß es dann der Herr Kollege Kostelka als Minderheitsrecht verkauft. Heute sind alle Beiträge, die von allen Oppositionsparteien und die von den Regierungsparteien, zwar nicht Wort für Wort, aber sinngemäß für jeden nachlesbar. (Abg. Schieder: Aber die Vertraulichkeit muß auch mit Mehrheit beschlossen werden!) Dann, Herr Kollege Schieder, wird, wenn ein Thema auf der Tagesordnung ist, das die Regierung interessiert, die qualifizierte Mehrheit beschließen, wer, je nach Raumlage, die Parlamentsmitarbeiter oder Zeitungen oder wer immer, als Öffentlicher zugelassen wird. Aber die Mehrheit wird das beschließen. (Abg. Schieder: Aber jetzt doch auch! Wenn es die Mehrheit beschlossen hat!)
Abg. Schieder: Bisher war es auch die Mehrheit!
Sie werden dann einen engeren Kreis qualitativ zulassen oder nicht zulassen. (Abg. Schieder: Bisher war es auch die Mehrheit!) Ich sehe das, verzeihen Sie mir das, Herr Kollege Schieder, nicht als mehr Rechte für die Opposition, sondern ich sehe das als eine Einschränkung. (Abg. Schieder: So wie bisher!)
Abg. Schieder: So wie bisher!
Sie werden dann einen engeren Kreis qualitativ zulassen oder nicht zulassen. (Abg. Schieder: Bisher war es auch die Mehrheit!) Ich sehe das, verzeihen Sie mir das, Herr Kollege Schieder, nicht als mehr Rechte für die Opposition, sondern ich sehe das als eine Einschränkung. (Abg. Schieder: So wie bisher!)
Abg. Dr. Kostelka: Können Sie ein Beispiel dafür nennen?
Und ich sage Ihnen auch eines, Herr Kollege Schieder. Wenn Ihr Klubobmann Dr. Kostelka hier etwas im Brustton der Überzeugung als Wahrheit sagt, so muß ich sagen: Ich habe in zehn Jahren Parlamentarismus, in der Zeit, als Kostelka Staatssekretär war, eines gelernt: Wenn Kostelka angibt, eine richtige Rechtsinterpretation zu sagen, dann werde ich doppelt vorsichtig. Denn in meiner Erinnerung war in den letzten zehn Jahren der Herr Klubobmann Kostelka der einzige Abgeordnete und dann der einzige, der als Vertreter der Regierung, als Staatssekretär, im Verfassungsausschuß gesessen ist und dem Verfassungsausschuß wider besseres Wissen und obwohl seine eigenen Mitarbeiter heftigst dagegen protestiert haben Rechtsinterpretationen gegeben hat, die mit keinem einzigen Wort, um nicht das Wort der Lüge zu verwenden, den vorliegenden Gesetzesmaterien zu entnehmen waren. (Abg. Dr. Kostelka: Können Sie ein Beispiel dafür nennen?)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Es gibt die Beispiele dafür, wo er zusammenpacken und den Ausschuß wieder verlassen mußte, und die Österreichische Volkspartei hat dann dort die Gelegenheit ergriffen und Bezügereformen durchgeführt. Ich erinnere mich noch daran. Und daher erinnere ich mich auch ganz genau daran, wenn Kostelka Rechtszitate hier verwendet, mit welchem Mann ich es zu tun habe und mit welcher Rechtswahrheit ich es zu tun habe, Herr Kollege Kostelka. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Barmüller .
Und auf der anderen Seite überlegen Sie einmal: Es wird hier beklagt, daß die Diktion immer härter und immer härter wird. Ja, wundern Sie sich noch, wenn die Redezeiten auf drei und fünf Minuten ab dem dritten Redner eingeschränkt werden können und die Erstredner nur mehr 10 oder 20 oder 15 Minuten, je nachdem, haben werden? (Zwischenruf des Abg. Mag. Barmüller .)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Kollege Barmüller, was soll denn dann jemand noch groß ausführen, was er an den Regierungsprogrammen positiv findet, wenn er eine Reihe von Abweichungspunkten hat, die er in entsprechender Form redezeitmäßig gar nicht mehr über die Runden bringen wird? Dann werden Sie sich wieder aufregen, daß die Diktion immer härter wird, die Farben immer mehr schwarzweiß werden, nur mehr das Gute an den Anträgen der eigenen Fraktion und das Schlechte an den Anträgen der anderen Fraktionen gesehen wird und die Schwarzweißmalerei klassisch wird. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Barmüller .
Herr Kollege Barmüller, vielleicht machen Sie sich auch einmal die Mühe, sich hinunterzubegeben in die Bibliothek und sich die Reden anzuschauen! (Zwischenruf des Abg. Mag. Barmüller .)
Abg. Mag. Barmüller: Das ist doch pathetisch!
Ich weiß, es ist für Sie unerträglich, Herr Kollege Barmüller, nachgewiesen zu kriegen, daß Sie die Oppositionsrechte nicht ausgeweitet haben. Aber damit werden Sie, wenn Sie heute hier mitstimmen, leben müssen. Und dieses Leben damit werde ich Ihnen nicht leichter machen, sondern ich werde Sie darauf hinweisen, daß Sie damit leben müssen, daß Sie sich verantworten müssen. (Abg. Mag. Barmüller: Das ist doch pathetisch!) Selbstverständlich, Kollege Barmüller: Wer mitstimmt, muß sich auch dafür verantworten. Das ist das Prinzip hier im Parlament. Dafür haften Sie Ihren Wählern gegenüber, Ihrer Klientel gegenüber, Ihren Interessenten gegenüber, und davon wird Sie auch niemand entbinden.
Zwischenruf des Abg. Mag. Barmüller
Und Sie werden sich – und deswegen ist es mir auch klar – den Vorwurf gefallen lassen müssen, daß es Ihnen ja schon unerträglich geworden ist, anderen Meinungen zuzuhören. Daher dürfen diese anderen Meinungen nur mehr sehr kurz werden. Und diese anderen Meinungen sollen möglichst so kurz werden, daß man sie gar nicht mehr hört – das wäre Ihnen mit Sicherheit, Kollege Barmüller, das liebste (Zwischenruf des Abg. Mag. Barmüller ) , wenn ich Sie jetzt so erlebe, wie Sie sich exaltieren und ausgeben, weil es Ihnen offensichtlich schon unerträglich geworden ist, hier abweichende Meinungen von den Ihren anhören zu müssen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Und Sie werden sich – und deswegen ist es mir auch klar – den Vorwurf gefallen lassen müssen, daß es Ihnen ja schon unerträglich geworden ist, anderen Meinungen zuzuhören. Daher dürfen diese anderen Meinungen nur mehr sehr kurz werden. Und diese anderen Meinungen sollen möglichst so kurz werden, daß man sie gar nicht mehr hört – das wäre Ihnen mit Sicherheit, Kollege Barmüller, das liebste (Zwischenruf des Abg. Mag. Barmüller ) , wenn ich Sie jetzt so erlebe, wie Sie sich exaltieren und ausgeben, weil es Ihnen offensichtlich schon unerträglich geworden ist, hier abweichende Meinungen von den Ihren anhören zu müssen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Barmüller: Ab 15 Uhr!
Jetzt wird die dringliche Anfrage zum gleichen Instrument. (Abg. Mag. Barmüller: Ab 15 Uhr!) In Zukunft werden die dringlichen Anfragen zeitmäßig beschränkt. Sie werden zwar eine Stunde vorverlegt auf 15 Uhr – aber dafür werden dann die Regierungsparteien jeweils auch das Instrument haben. Der Kollege Kostelka hat vergessen, in seiner Statistik auch festzustellen, daß in 25 Jahren nicht nur sechs Sondersitzungen waren, sondern daß wir es auch in den letzten fünf Jahren das erste Mal wieder gehabt haben nach 20 Jahren, daß die Regierungsparteien zwei Dringliche gegen sich selbst eingebracht haben.
Abg. Dr. Khol: Warum eigentlich?
Ein Instrument der Courtoisie, das eigentlich nur der Opposition zustehen sollte, nämlich jenes der dringlichen Anfrage gegen die Regierung, wurde von Ihnen ... (Abg. Dr. Khol: Warum eigentlich?) Selbstverständlich, sehen Sie nach! (Abg. Dr. Khol: Das Parlament kontrolliert die Regierung!) Können Sie sich nicht mehr erinnern, wie Sie unsere Dringlichen hinten ansetzen wollten? Und dieses Instrument haben Sie sich jetzt noch besser geschaffen, denn Sie, die beiden Regierungsparteien, bringen üblicherweise keine Dringliche ein. (Abg. Schieder: Das bringen doch Abgeordnete ein, nicht Parteien!) Sie werden dann, wenn eine Dringliche einer Oppositionspartei auf dem Tisch liegt, die Ihnen nicht in den Kram paßt, Herr Kollege, nunmehr ein neues Mittel haben. Sie werden dann von seiten der Regierung oder einer der Regierungsparteien eine Dringliche einbringen, die wird selbstverständlich aufgerufen werden, weil Sie ja schon länger keine gehabt haben, und jene der Opposition, ganz egal, welche Oppositionspartei sie einbringt, wird nicht stattfinden. Wenn dann in der nächsten Woche die Oppositionspartei die gleiche Dringliche macht, wird die zweite Regierungspartei ihre Dringliche einbringen. (Abg. Dr. Khol: So würden Sie das handhaben!) Nein, genauso wird das gehandhabt werden in dringenden Fällen. (Abg. Dr. Schwimmer: Wie der Schelm denkt, so ist er!) Sie werden das sehen, Herr Kollege Khol. Und ich habe da keine Zweifel aus den Erfahrungen der letzten fünf Jahre, wie Sie das Instrument der Dringlichen hier eingesetzt haben und wozu und für welchen Zweck. (Abg. Dr. Khol: Eine einzige haben wir gemacht!) Und diese Möglichkeit haben Sie sich jetzt noch verbessert. Diese Möglichkeit, Herr Kollege Khol, haben Sie sich jetzt noch verbessert. Darüber gibt es keine Diskussion, das ist eine Tatsache. Und das Gesicht des Kollegen Schieder ist ja beredt, denn er weiß genau, daß diese Verbesserung zugunsten der Regierungsparteien nunmehr in dieser Geschäftsordnung hier drinnen ist.
Abg. Dr. Khol: Das Parlament kontrolliert die Regierung!
Ein Instrument der Courtoisie, das eigentlich nur der Opposition zustehen sollte, nämlich jenes der dringlichen Anfrage gegen die Regierung, wurde von Ihnen ... (Abg. Dr. Khol: Warum eigentlich?) Selbstverständlich, sehen Sie nach! (Abg. Dr. Khol: Das Parlament kontrolliert die Regierung!) Können Sie sich nicht mehr erinnern, wie Sie unsere Dringlichen hinten ansetzen wollten? Und dieses Instrument haben Sie sich jetzt noch besser geschaffen, denn Sie, die beiden Regierungsparteien, bringen üblicherweise keine Dringliche ein. (Abg. Schieder: Das bringen doch Abgeordnete ein, nicht Parteien!) Sie werden dann, wenn eine Dringliche einer Oppositionspartei auf dem Tisch liegt, die Ihnen nicht in den Kram paßt, Herr Kollege, nunmehr ein neues Mittel haben. Sie werden dann von seiten der Regierung oder einer der Regierungsparteien eine Dringliche einbringen, die wird selbstverständlich aufgerufen werden, weil Sie ja schon länger keine gehabt haben, und jene der Opposition, ganz egal, welche Oppositionspartei sie einbringt, wird nicht stattfinden. Wenn dann in der nächsten Woche die Oppositionspartei die gleiche Dringliche macht, wird die zweite Regierungspartei ihre Dringliche einbringen. (Abg. Dr. Khol: So würden Sie das handhaben!) Nein, genauso wird das gehandhabt werden in dringenden Fällen. (Abg. Dr. Schwimmer: Wie der Schelm denkt, so ist er!) Sie werden das sehen, Herr Kollege Khol. Und ich habe da keine Zweifel aus den Erfahrungen der letzten fünf Jahre, wie Sie das Instrument der Dringlichen hier eingesetzt haben und wozu und für welchen Zweck. (Abg. Dr. Khol: Eine einzige haben wir gemacht!) Und diese Möglichkeit haben Sie sich jetzt noch verbessert. Diese Möglichkeit, Herr Kollege Khol, haben Sie sich jetzt noch verbessert. Darüber gibt es keine Diskussion, das ist eine Tatsache. Und das Gesicht des Kollegen Schieder ist ja beredt, denn er weiß genau, daß diese Verbesserung zugunsten der Regierungsparteien nunmehr in dieser Geschäftsordnung hier drinnen ist.
Abg. Schieder: Das bringen doch Abgeordnete ein, nicht Parteien!
Ein Instrument der Courtoisie, das eigentlich nur der Opposition zustehen sollte, nämlich jenes der dringlichen Anfrage gegen die Regierung, wurde von Ihnen ... (Abg. Dr. Khol: Warum eigentlich?) Selbstverständlich, sehen Sie nach! (Abg. Dr. Khol: Das Parlament kontrolliert die Regierung!) Können Sie sich nicht mehr erinnern, wie Sie unsere Dringlichen hinten ansetzen wollten? Und dieses Instrument haben Sie sich jetzt noch besser geschaffen, denn Sie, die beiden Regierungsparteien, bringen üblicherweise keine Dringliche ein. (Abg. Schieder: Das bringen doch Abgeordnete ein, nicht Parteien!) Sie werden dann, wenn eine Dringliche einer Oppositionspartei auf dem Tisch liegt, die Ihnen nicht in den Kram paßt, Herr Kollege, nunmehr ein neues Mittel haben. Sie werden dann von seiten der Regierung oder einer der Regierungsparteien eine Dringliche einbringen, die wird selbstverständlich aufgerufen werden, weil Sie ja schon länger keine gehabt haben, und jene der Opposition, ganz egal, welche Oppositionspartei sie einbringt, wird nicht stattfinden. Wenn dann in der nächsten Woche die Oppositionspartei die gleiche Dringliche macht, wird die zweite Regierungspartei ihre Dringliche einbringen. (Abg. Dr. Khol: So würden Sie das handhaben!) Nein, genauso wird das gehandhabt werden in dringenden Fällen. (Abg. Dr. Schwimmer: Wie der Schelm denkt, so ist er!) Sie werden das sehen, Herr Kollege Khol. Und ich habe da keine Zweifel aus den Erfahrungen der letzten fünf Jahre, wie Sie das Instrument der Dringlichen hier eingesetzt haben und wozu und für welchen Zweck. (Abg. Dr. Khol: Eine einzige haben wir gemacht!) Und diese Möglichkeit haben Sie sich jetzt noch verbessert. Diese Möglichkeit, Herr Kollege Khol, haben Sie sich jetzt noch verbessert. Darüber gibt es keine Diskussion, das ist eine Tatsache. Und das Gesicht des Kollegen Schieder ist ja beredt, denn er weiß genau, daß diese Verbesserung zugunsten der Regierungsparteien nunmehr in dieser Geschäftsordnung hier drinnen ist.
Abg. Dr. Khol: So würden Sie das handhaben!
Ein Instrument der Courtoisie, das eigentlich nur der Opposition zustehen sollte, nämlich jenes der dringlichen Anfrage gegen die Regierung, wurde von Ihnen ... (Abg. Dr. Khol: Warum eigentlich?) Selbstverständlich, sehen Sie nach! (Abg. Dr. Khol: Das Parlament kontrolliert die Regierung!) Können Sie sich nicht mehr erinnern, wie Sie unsere Dringlichen hinten ansetzen wollten? Und dieses Instrument haben Sie sich jetzt noch besser geschaffen, denn Sie, die beiden Regierungsparteien, bringen üblicherweise keine Dringliche ein. (Abg. Schieder: Das bringen doch Abgeordnete ein, nicht Parteien!) Sie werden dann, wenn eine Dringliche einer Oppositionspartei auf dem Tisch liegt, die Ihnen nicht in den Kram paßt, Herr Kollege, nunmehr ein neues Mittel haben. Sie werden dann von seiten der Regierung oder einer der Regierungsparteien eine Dringliche einbringen, die wird selbstverständlich aufgerufen werden, weil Sie ja schon länger keine gehabt haben, und jene der Opposition, ganz egal, welche Oppositionspartei sie einbringt, wird nicht stattfinden. Wenn dann in der nächsten Woche die Oppositionspartei die gleiche Dringliche macht, wird die zweite Regierungspartei ihre Dringliche einbringen. (Abg. Dr. Khol: So würden Sie das handhaben!) Nein, genauso wird das gehandhabt werden in dringenden Fällen. (Abg. Dr. Schwimmer: Wie der Schelm denkt, so ist er!) Sie werden das sehen, Herr Kollege Khol. Und ich habe da keine Zweifel aus den Erfahrungen der letzten fünf Jahre, wie Sie das Instrument der Dringlichen hier eingesetzt haben und wozu und für welchen Zweck. (Abg. Dr. Khol: Eine einzige haben wir gemacht!) Und diese Möglichkeit haben Sie sich jetzt noch verbessert. Diese Möglichkeit, Herr Kollege Khol, haben Sie sich jetzt noch verbessert. Darüber gibt es keine Diskussion, das ist eine Tatsache. Und das Gesicht des Kollegen Schieder ist ja beredt, denn er weiß genau, daß diese Verbesserung zugunsten der Regierungsparteien nunmehr in dieser Geschäftsordnung hier drinnen ist.
Abg. Dr. Schwimmer: Wie der Schelm denkt, so ist er!
Ein Instrument der Courtoisie, das eigentlich nur der Opposition zustehen sollte, nämlich jenes der dringlichen Anfrage gegen die Regierung, wurde von Ihnen ... (Abg. Dr. Khol: Warum eigentlich?) Selbstverständlich, sehen Sie nach! (Abg. Dr. Khol: Das Parlament kontrolliert die Regierung!) Können Sie sich nicht mehr erinnern, wie Sie unsere Dringlichen hinten ansetzen wollten? Und dieses Instrument haben Sie sich jetzt noch besser geschaffen, denn Sie, die beiden Regierungsparteien, bringen üblicherweise keine Dringliche ein. (Abg. Schieder: Das bringen doch Abgeordnete ein, nicht Parteien!) Sie werden dann, wenn eine Dringliche einer Oppositionspartei auf dem Tisch liegt, die Ihnen nicht in den Kram paßt, Herr Kollege, nunmehr ein neues Mittel haben. Sie werden dann von seiten der Regierung oder einer der Regierungsparteien eine Dringliche einbringen, die wird selbstverständlich aufgerufen werden, weil Sie ja schon länger keine gehabt haben, und jene der Opposition, ganz egal, welche Oppositionspartei sie einbringt, wird nicht stattfinden. Wenn dann in der nächsten Woche die Oppositionspartei die gleiche Dringliche macht, wird die zweite Regierungspartei ihre Dringliche einbringen. (Abg. Dr. Khol: So würden Sie das handhaben!) Nein, genauso wird das gehandhabt werden in dringenden Fällen. (Abg. Dr. Schwimmer: Wie der Schelm denkt, so ist er!) Sie werden das sehen, Herr Kollege Khol. Und ich habe da keine Zweifel aus den Erfahrungen der letzten fünf Jahre, wie Sie das Instrument der Dringlichen hier eingesetzt haben und wozu und für welchen Zweck. (Abg. Dr. Khol: Eine einzige haben wir gemacht!) Und diese Möglichkeit haben Sie sich jetzt noch verbessert. Diese Möglichkeit, Herr Kollege Khol, haben Sie sich jetzt noch verbessert. Darüber gibt es keine Diskussion, das ist eine Tatsache. Und das Gesicht des Kollegen Schieder ist ja beredt, denn er weiß genau, daß diese Verbesserung zugunsten der Regierungsparteien nunmehr in dieser Geschäftsordnung hier drinnen ist.
Abg. Dr. Khol: Eine einzige haben wir gemacht!
Ein Instrument der Courtoisie, das eigentlich nur der Opposition zustehen sollte, nämlich jenes der dringlichen Anfrage gegen die Regierung, wurde von Ihnen ... (Abg. Dr. Khol: Warum eigentlich?) Selbstverständlich, sehen Sie nach! (Abg. Dr. Khol: Das Parlament kontrolliert die Regierung!) Können Sie sich nicht mehr erinnern, wie Sie unsere Dringlichen hinten ansetzen wollten? Und dieses Instrument haben Sie sich jetzt noch besser geschaffen, denn Sie, die beiden Regierungsparteien, bringen üblicherweise keine Dringliche ein. (Abg. Schieder: Das bringen doch Abgeordnete ein, nicht Parteien!) Sie werden dann, wenn eine Dringliche einer Oppositionspartei auf dem Tisch liegt, die Ihnen nicht in den Kram paßt, Herr Kollege, nunmehr ein neues Mittel haben. Sie werden dann von seiten der Regierung oder einer der Regierungsparteien eine Dringliche einbringen, die wird selbstverständlich aufgerufen werden, weil Sie ja schon länger keine gehabt haben, und jene der Opposition, ganz egal, welche Oppositionspartei sie einbringt, wird nicht stattfinden. Wenn dann in der nächsten Woche die Oppositionspartei die gleiche Dringliche macht, wird die zweite Regierungspartei ihre Dringliche einbringen. (Abg. Dr. Khol: So würden Sie das handhaben!) Nein, genauso wird das gehandhabt werden in dringenden Fällen. (Abg. Dr. Schwimmer: Wie der Schelm denkt, so ist er!) Sie werden das sehen, Herr Kollege Khol. Und ich habe da keine Zweifel aus den Erfahrungen der letzten fünf Jahre, wie Sie das Instrument der Dringlichen hier eingesetzt haben und wozu und für welchen Zweck. (Abg. Dr. Khol: Eine einzige haben wir gemacht!) Und diese Möglichkeit haben Sie sich jetzt noch verbessert. Diese Möglichkeit, Herr Kollege Khol, haben Sie sich jetzt noch verbessert. Darüber gibt es keine Diskussion, das ist eine Tatsache. Und das Gesicht des Kollegen Schieder ist ja beredt, denn er weiß genau, daß diese Verbesserung zugunsten der Regierungsparteien nunmehr in dieser Geschäftsordnung hier drinnen ist.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich glaube, daß ein Wort vom Kollegen Pilz, den ich sonst nicht schätze, das aber in den parlamentarischen Protokollen auf der Seite 10117 nachzulesen ist, heute vielleicht zutreffender ist als damals, als er es gesprochen hat, nämlich in der 88. Sitzung der XVII. GP am 14. 12. 1988. "Das, was Sie heute hier versuchen", sagte Pilz, "nämlich das Rederecht einzuschränken und sich gleichzeitig unverschämt mitten in der Nacht auf Kosten der Steuerzahler zu bereichern, ist nichts anderes als ein Anschlag auf die österreichische Demokratie." Und so sehe ich auch den heutigen Tag! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Schieder: Nicht daß Sie es getan haben, sondern er hat gesagt, daß Sie es geschrieben haben!
Zum einen – das habe ich bereits erwähnt – den seinerzeitigen Vorschlag der vormaligen Dritten Präsidentin des Nationalrates ... (Abg. Schieder: Nicht daß Sie es getan haben, sondern er hat gesagt, daß Sie es geschrieben haben!)
Abg. Schieder: Das ist zu prüfen, ob der Satz dortsteht!
Nein, er hat gesagt: Damit werde klar, wo wir Anleihe nehmen. (Abg. Schieder: Das ist zu prüfen, ob der Satz dortsteht!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Graf: Ah so ist das?
Aber, Herr Kollege Kostelka, was Sie mehr interessieren dürfte: Wir haben Anleihe genommen in der Stellungnahme der sozialdemokratischen Parlamentsfraktion zur Reform des Geschäftsordnungsgesetzes vom 27. Oktober 1992 unter Ihrem hochgeschätzten Vorgänger Dr. Fuhrmann, wo es unter Punkt V wörtlich heißt – ich zitiere –: "Die Einführung einer Zwischenrede nach deutschem Muster wird von der SP-Fraktion begrüßt." Ende des Zitats. – Das haben wir in dem Minderheitsbericht und in unsere Vorschläge aufgenommen. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Graf: Ah so ist das?)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Abgeordneter Dr. Andreas Khol (ÖVP): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! In der Tat habe ich mich seit 1986 für einen zeitgemäßen Parlamentarismus und eine umfassende Parlamentsreform eingesetzt. Es ist richtig, was Herr Kollege Haider heute in der Früh zitiert hat. Ich habe bereits 1986 gesagt, daß es zuwenig Parlamentstage gibt. – Wir haben inzwischen mehr Parlamentstage, und durch den Arbeitsplan, den wir heute beschließen, werden wir wesentlich mehr Parlamentstage haben. Und daher ist ein Punkt, den ich 1986 angeregt habe, durchgeführt. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Fünf! Das waren fünf!
Ich habe also angeregt (Abg. Mag. Stadler: Fünf! Das waren fünf!) – ja –, wir sollten die Kurzreden einführen, wie das in manchen Parlamenten der Fall ist. Dort wird jener Redner, der sich von vornherein verpflichtet, nicht länger als fünf Minuten zu reden, bei der Wortmeldung privilegiert.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Meine Damen und Herren! Ich bin mir selber treu geblieben, wir haben die Kurzreden eingeführt, und ich bin stolz darauf, daß mein Klub seit zwei Jahren nicht länger redet als 20 Minuten und der Durchschnitts-ÖVP-Redner nicht länger redet als zehn Minuten. Ich glaube, das ist lebendiger Parlamentarismus, und ich würde dem Herrn Haider empfehlen, meine Wortmeldungen – wenn er sie schon liest – zu Ende zu lesen, damit er sie vollständig zitieren kann. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Ihre Restredezeit beträgt noch zwei, drei Minuten!
Meine Damen und Herren! Wir schlagen heute eine umfassende Parlamentsreform vor. (Abg. Mag. Stadler: Ihre Restredezeit beträgt noch zwei, drei Minuten!) Ich bin froh, daß sich hier die Grünen und die Liberalen auch in den Dienst eines wehrhaften Parlamentarismus stellen, wenn es darum geht, nicht ein Parteiwohl in den Vordergrund zu stellen, sondern das Gemeinwohl an einer wirkungsvollen Gesetzgebung, an einer wirkungsvollen Kontrolle und an einem zeitgemäßen Ablauf parlamentarischer Prozesse. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Wir schlagen heute eine umfassende Parlamentsreform vor. (Abg. Mag. Stadler: Ihre Restredezeit beträgt noch zwei, drei Minuten!) Ich bin froh, daß sich hier die Grünen und die Liberalen auch in den Dienst eines wehrhaften Parlamentarismus stellen, wenn es darum geht, nicht ein Parteiwohl in den Vordergrund zu stellen, sondern das Gemeinwohl an einer wirkungsvollen Gesetzgebung, an einer wirkungsvollen Kontrolle und an einem zeitgemäßen Ablauf parlamentarischer Prozesse. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Graf: Opas Parlament – Kollege Schieder, warum zeigt er auf dich?
Meine Damen und Herren! Wir haben eine ganze Reihe neuer Herausforderungen zu beantworten, denn Opas Parlament ist tot. (Abg. Dr. Graf: Opas Parlament – Kollege Schieder, warum zeigt er auf dich?) Das neue Parlament muß sich den Herausforderungen der Medien stellen, weil es neue Herausforderungen gibt, denn die Medien sind überall und immer dabei. Wir müssen unser Erscheinungsbild verbessern, und vor allem müssen wir den Eindruck in der Öffentlichkeit bekämpfen, daß Parlament nur im Plenum stattfindet und daß die Ausschußarbeit unter Ausschluß der Öffentlichkeit stattfindet.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Wir sind diesem Mediengesetz gefolgt, wir werden auf der einen Seite Öffentlichkeit in den Ausschüssen haben, wir werden kürzere Reden haben, wir werden Widerrede-Rede-Widerrede haben, und die Fidel-Castro-ähnlichen Reden, wie sie mein Kollege Kostelka zu Recht apostrophiert hat, gehören der Geschichte an. Sie werden niemandem abgehen! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Und ich verstehe schon Ihren Schmerz, Herr Kollege Stadler, Herr Kollege Haupt: Sie reagieren so wie ein Kind, dem man sein liebstes Spielzeug weggenommen hat. (Heiterkeit und Beifall bei ÖVP und SPÖ.) Genauso ist es! (Abg. Mag. Stadler: Noch eine Minute, Herr Khol!) Herr Kollege Stadler! Wie lange ich hier rede, ist meine eigene Entscheidung. (Abg. Mag. Stadler: Das haben Sie sich selber zuzuschreiben! Fünf Minuten, haben Sie gesagt!) Das einzige Positive, was ich von Ihnen heute gehört habe, ist, daß Sie mich als Angehörigen der SVP bezeichnet haben. Das interpretiere ich als die Südtiroler Volkspartei, und darauf bin ich stolz. (Heiterkeit und Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Noch eine Minute, Herr Khol!
Und ich verstehe schon Ihren Schmerz, Herr Kollege Stadler, Herr Kollege Haupt: Sie reagieren so wie ein Kind, dem man sein liebstes Spielzeug weggenommen hat. (Heiterkeit und Beifall bei ÖVP und SPÖ.) Genauso ist es! (Abg. Mag. Stadler: Noch eine Minute, Herr Khol!) Herr Kollege Stadler! Wie lange ich hier rede, ist meine eigene Entscheidung. (Abg. Mag. Stadler: Das haben Sie sich selber zuzuschreiben! Fünf Minuten, haben Sie gesagt!) Das einzige Positive, was ich von Ihnen heute gehört habe, ist, daß Sie mich als Angehörigen der SVP bezeichnet haben. Das interpretiere ich als die Südtiroler Volkspartei, und darauf bin ich stolz. (Heiterkeit und Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Das haben Sie sich selber zuzuschreiben! Fünf Minuten, haben Sie gesagt!
Und ich verstehe schon Ihren Schmerz, Herr Kollege Stadler, Herr Kollege Haupt: Sie reagieren so wie ein Kind, dem man sein liebstes Spielzeug weggenommen hat. (Heiterkeit und Beifall bei ÖVP und SPÖ.) Genauso ist es! (Abg. Mag. Stadler: Noch eine Minute, Herr Khol!) Herr Kollege Stadler! Wie lange ich hier rede, ist meine eigene Entscheidung. (Abg. Mag. Stadler: Das haben Sie sich selber zuzuschreiben! Fünf Minuten, haben Sie gesagt!) Das einzige Positive, was ich von Ihnen heute gehört habe, ist, daß Sie mich als Angehörigen der SVP bezeichnet haben. Das interpretiere ich als die Südtiroler Volkspartei, und darauf bin ich stolz. (Heiterkeit und Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Und ich verstehe schon Ihren Schmerz, Herr Kollege Stadler, Herr Kollege Haupt: Sie reagieren so wie ein Kind, dem man sein liebstes Spielzeug weggenommen hat. (Heiterkeit und Beifall bei ÖVP und SPÖ.) Genauso ist es! (Abg. Mag. Stadler: Noch eine Minute, Herr Khol!) Herr Kollege Stadler! Wie lange ich hier rede, ist meine eigene Entscheidung. (Abg. Mag. Stadler: Das haben Sie sich selber zuzuschreiben! Fünf Minuten, haben Sie gesagt!) Das einzige Positive, was ich von Ihnen heute gehört habe, ist, daß Sie mich als Angehörigen der SVP bezeichnet haben. Das interpretiere ich als die Südtiroler Volkspartei, und darauf bin ich stolz. (Heiterkeit und Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Meine Damen und Herren! Wir haben auch auf unsere Zeitgestaltung Rücksicht zu nehmen, denn bitte nur wir herinnen empfinden es als eine ungeheure Weltsensation, wenn zwei Dringliche abgeführt werden, wenn die Minister herbeizitiert werden, wenn die Minister in den Couloirs warten, bis ihr Auftritt kommt. Alle anderen sagen: Hier wird Zeit verplempert. – Es soll regiert werden, es soll kontrolliert werden, es soll diskutiert werden. Aber all das, meine Damen und Herren, unter rationalem Einsatz der einzigen nicht wieder ersetzbaren Ressource: der Zeit. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Herr Kollege Stadler! Sie haben gesagt – und da haben Sie sicher recht –, daß jede Fraktion in diesem Haus die Geschäftsordnungsrechte so zu beurteilen hat, daß sie, wenn sie heute Regierungspartei ist, auch einmal Oppositionspartei sein könnte und diese dann dennoch für sie akzeptabel wären. Das ist ein völlig richtiger Gesichtspunkt! Und wir haben uns ernsthaft geprüft, ob wir uns nicht als Oppositionspartei mit dieser Geschäftsordnung geknebelt fühlen würden. Wir haben das genau geprüft und haben festgestellt: Es macht keinen Unterschied, ob wir jetzt eine dringliche Anfrage in fünf Stunden oder in zwei Stunden abhandeln. In zwei Stunden kann man sinnvollerweise wesentlich mehr ausrichten als mit 30 Rednern in sieben Stunden! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich glaube, daß es um die Zeitnutzung geht. Wir haben darüber sehr ernsthaft diskutiert. Meine Damen und Herren! Letztlich müssen natürlich auch wir das Gemeinwohl im Auge haben. Aber auch einer Oppositionspartei muß es um die Qualität der Gesetzgebung und die Möglichkeit zur Gesetzgebung gehen, und auch eine Oppositionspartei muß die Kirche im Dorf lassen, wenn sie an den Parlamentarismus glaubt. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Dr. Graf: Es wird Zeit dazu, daß wir Sie in die Opposition schicken!
Meine Damen und Herren! Ich komme schon zum Schluß. Wir alle in diesem Haus haben Verantwortung dafür, daß niemand draußen oder auch hier im Haus selbst Grund hat, dieses Parlament als "Quatsch-Bude" zu verhöhnen! (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Dr. Graf: Es wird Zeit dazu, daß wir Sie in die Opposition schicken!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Abgeordneter Dr. Harald Ofner (Freiheitliche): Herr Präsident! Hohes Haus! Die heutige Debatte um die Geschäftsordnungsreform beziehungsweise um Reform überhaupt hat erst durch die Entgleisung des Klubobmanns der Sozialdemokraten Kostelka das richtige Schlaglicht erhalten. – Personen wie Kostelka stellen mit ihrem zynischen Zündeln eine Belastung für den Parlamentarismus und für die Demokratie und ein Unglück für die Sozialdemokratie dar! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Viele von Ihnen haben es vielleicht schon erkannt, die anderen werden es noch erkennen: Klubobleute von diesem Zuschnitt belasten die Fraktionen, denen sie vorstehen, ungeheuerlich. Und es wird Ihnen noch ganz stark auf den Kopf fallen, daß Sie so einen zynischen, haßerfüllten Klubobmann haben, der buchstäblich vor nichts zurückschreckt! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Khol: Ihr habt ja keine Mehrheit dafür gehabt!
Ich erinnere mich an die vier Jahre der kleinen Koalition. Damals hat die Opposition, das war damals die ÖVP, zu Recht – das war ihr gutes Recht, es hat uns geärgert, aber es ist uns nicht eingefallen, es ihr strittig zu machen – hier im Parlament und auch außerhalb des Parlaments einiges aufgeführt! Sie hat von ihren Rechten reichlich Gebrauch gemacht. Sie hat uns auf der Regierungsbank in Verlegenheit gebracht. Sie hat die damaligen Sozialisten und die damaligen Freiheitlichen gefordert. Aber niemandem, weder den Sozialdemokraten noch den Freiheitlichen, wäre es auch nur eine Sekunde lang eingefallen, zu sagen: Jetzt ändern wird die Geschäftsordnung und sorgen dafür, daß die nichts mehr zu reden haben, auch nicht im Parlament. (Abg. Dr. Khol: Ihr habt ja keine Mehrheit dafür gehabt!) Wir alle waren damals wirklich noch Demokraten, niemals wäre es uns eingefallen, Ihnen einen Knebel zu verpassen, so wie es jetzt geschieht, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Weitere Zwischenrufe des Abg. Khol. )
Beifall bei den Freiheitlichen. – Weitere Zwischenrufe des Abg. Khol.
Ich erinnere mich an die vier Jahre der kleinen Koalition. Damals hat die Opposition, das war damals die ÖVP, zu Recht – das war ihr gutes Recht, es hat uns geärgert, aber es ist uns nicht eingefallen, es ihr strittig zu machen – hier im Parlament und auch außerhalb des Parlaments einiges aufgeführt! Sie hat von ihren Rechten reichlich Gebrauch gemacht. Sie hat uns auf der Regierungsbank in Verlegenheit gebracht. Sie hat die damaligen Sozialisten und die damaligen Freiheitlichen gefordert. Aber niemandem, weder den Sozialdemokraten noch den Freiheitlichen, wäre es auch nur eine Sekunde lang eingefallen, zu sagen: Jetzt ändern wird die Geschäftsordnung und sorgen dafür, daß die nichts mehr zu reden haben, auch nicht im Parlament. (Abg. Dr. Khol: Ihr habt ja keine Mehrheit dafür gehabt!) Wir alle waren damals wirklich noch Demokraten, niemals wäre es uns eingefallen, Ihnen einen Knebel zu verpassen, so wie es jetzt geschieht, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Weitere Zwischenrufe des Abg. Khol. )
Abg. Dr. Khol: Darauf, daß man Tiroler ist, kann man sich auch etwas einbilden! Auf den Universitätsprofessor bilde ich mir nichts ein! – Zwischenruf der Abg. Steibl.
Sie von der ÖVP bemühen sich, Kaffeehausstimmung aufkommen zu lassen und zu zeigen, daß Sie zwar im Parlament sitzen, aber geringschätzig plaudern und so tun kann, als ob Sie all das nichts anginge, den Klubobmann miteinbezogen. – Sie signalisieren: Es redet ja ohnedies nur die Opposition. Bald wird sie kürzer reden dürfen, bald nur mehr ein paar Minuten. Jetzt darf der Oppositionsangehörige noch lang reden. Er will dem Khol was sagen, aber Sie sorgen dafür, zu demonstrieren, daß ein Khol nicht einmal zuhorchen muß, wenn der Ofner redet. Und das ist das ungehörige, was einem Universitätsprofessor, der sich noch dazu etwas darauf einbildet, Tiroler zu sein – und das ist ja was –, nicht ansteht! (Abg. Dr. Khol: Darauf, daß man Tiroler ist, kann man sich auch etwas einbilden! Auf den Universitätsprofessor bilde ich mir nichts ein! – Zwischenruf der Abg. Steibl. )
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Steibl: Sie gehören ja zur Altherrenpartei!
Aber vom hohen Roß, mein lieber Andreas, ist man schneller wieder unten, als man glaubt! Ich weiß, wovon ich rede. Mach dich darauf gefaßt. Es kann dir jeden Tag passieren, und den anderen wird das genauso geschwind passieren! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Steibl: Sie gehören ja zur Altherrenpartei!) Frau Kollegin! Sie haben sich heute schon einmal für mich unverständlicherweise aufgeregt. Ich sehe, daß Sie heute nicht gut drauf sind. Ich rate Ihnen: Schonen Sie Ihre Nerven! Denn auch wenn man einer Regierungspartei angehört, muß man seine Nerven bewahren. Oder der Betreffende verläßt, wie Kostelka, wenn für ihn unangenehme Redner kommen, das Lokal. Das ist natürlich auch möglich! (Abg. Dr. Khol: Was willst du mir denn sagen, Harald?)
Abg. Dr. Khol: Was willst du mir denn sagen, Harald?
Aber vom hohen Roß, mein lieber Andreas, ist man schneller wieder unten, als man glaubt! Ich weiß, wovon ich rede. Mach dich darauf gefaßt. Es kann dir jeden Tag passieren, und den anderen wird das genauso geschwind passieren! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Steibl: Sie gehören ja zur Altherrenpartei!) Frau Kollegin! Sie haben sich heute schon einmal für mich unverständlicherweise aufgeregt. Ich sehe, daß Sie heute nicht gut drauf sind. Ich rate Ihnen: Schonen Sie Ihre Nerven! Denn auch wenn man einer Regierungspartei angehört, muß man seine Nerven bewahren. Oder der Betreffende verläßt, wie Kostelka, wenn für ihn unangenehme Redner kommen, das Lokal. Das ist natürlich auch möglich! (Abg. Dr. Khol: Was willst du mir denn sagen, Harald?)
Weitere Zwischenrufe der Abg. Steibl.
Es ist genauso ungehörig, aus dem Gremium ein Kaffeehaus machen zu wollen, wie es ungehörig und der Demokratie widersprechend ist, die Opposition knebeln zu wollen. (Weitere Zwischenrufe der Abg. Steibl. ) Ich rede mit dem Klubobmann, und ich diskutiere nicht wie im Kaffeehaus! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Khol: Ich weiß, was ich rede!) Ich habe es dir schon gesagt: Du wirst vom hohen Roß schneller unten sein, als du glaubst! (Abg. Dr. Khol: Was willst du mir sagen?) Das war das eine, was ich dir sagen wollte. Dein Koalitionspartner hat schon "jawohl" gesagt, falls du es überhört haben solltest. (Abg. Dr. Khol: "Jawohl" ist eher eure Diktion!) Nicht ganz! Das ist wahrscheinlich die tirolerische Diktion. (Abg. Dr. Khol: Wir sagen "ja" oder "wohl, wohl"!) – Ist in Ordnung, ich werde es mir merken!
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Khol: Ich weiß, was ich rede!
Es ist genauso ungehörig, aus dem Gremium ein Kaffeehaus machen zu wollen, wie es ungehörig und der Demokratie widersprechend ist, die Opposition knebeln zu wollen. (Weitere Zwischenrufe der Abg. Steibl. ) Ich rede mit dem Klubobmann, und ich diskutiere nicht wie im Kaffeehaus! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Khol: Ich weiß, was ich rede!) Ich habe es dir schon gesagt: Du wirst vom hohen Roß schneller unten sein, als du glaubst! (Abg. Dr. Khol: Was willst du mir sagen?) Das war das eine, was ich dir sagen wollte. Dein Koalitionspartner hat schon "jawohl" gesagt, falls du es überhört haben solltest. (Abg. Dr. Khol: "Jawohl" ist eher eure Diktion!) Nicht ganz! Das ist wahrscheinlich die tirolerische Diktion. (Abg. Dr. Khol: Wir sagen "ja" oder "wohl, wohl"!) – Ist in Ordnung, ich werde es mir merken!
Abg. Dr. Khol: Was willst du mir sagen?
Es ist genauso ungehörig, aus dem Gremium ein Kaffeehaus machen zu wollen, wie es ungehörig und der Demokratie widersprechend ist, die Opposition knebeln zu wollen. (Weitere Zwischenrufe der Abg. Steibl. ) Ich rede mit dem Klubobmann, und ich diskutiere nicht wie im Kaffeehaus! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Khol: Ich weiß, was ich rede!) Ich habe es dir schon gesagt: Du wirst vom hohen Roß schneller unten sein, als du glaubst! (Abg. Dr. Khol: Was willst du mir sagen?) Das war das eine, was ich dir sagen wollte. Dein Koalitionspartner hat schon "jawohl" gesagt, falls du es überhört haben solltest. (Abg. Dr. Khol: "Jawohl" ist eher eure Diktion!) Nicht ganz! Das ist wahrscheinlich die tirolerische Diktion. (Abg. Dr. Khol: Wir sagen "ja" oder "wohl, wohl"!) – Ist in Ordnung, ich werde es mir merken!
Abg. Dr. Khol: "Jawohl" ist eher eure Diktion!
Es ist genauso ungehörig, aus dem Gremium ein Kaffeehaus machen zu wollen, wie es ungehörig und der Demokratie widersprechend ist, die Opposition knebeln zu wollen. (Weitere Zwischenrufe der Abg. Steibl. ) Ich rede mit dem Klubobmann, und ich diskutiere nicht wie im Kaffeehaus! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Khol: Ich weiß, was ich rede!) Ich habe es dir schon gesagt: Du wirst vom hohen Roß schneller unten sein, als du glaubst! (Abg. Dr. Khol: Was willst du mir sagen?) Das war das eine, was ich dir sagen wollte. Dein Koalitionspartner hat schon "jawohl" gesagt, falls du es überhört haben solltest. (Abg. Dr. Khol: "Jawohl" ist eher eure Diktion!) Nicht ganz! Das ist wahrscheinlich die tirolerische Diktion. (Abg. Dr. Khol: Wir sagen "ja" oder "wohl, wohl"!) – Ist in Ordnung, ich werde es mir merken!
Abg. Dr. Khol: Wir sagen "ja" oder "wohl, wohl"!
Es ist genauso ungehörig, aus dem Gremium ein Kaffeehaus machen zu wollen, wie es ungehörig und der Demokratie widersprechend ist, die Opposition knebeln zu wollen. (Weitere Zwischenrufe der Abg. Steibl. ) Ich rede mit dem Klubobmann, und ich diskutiere nicht wie im Kaffeehaus! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Khol: Ich weiß, was ich rede!) Ich habe es dir schon gesagt: Du wirst vom hohen Roß schneller unten sein, als du glaubst! (Abg. Dr. Khol: Was willst du mir sagen?) Das war das eine, was ich dir sagen wollte. Dein Koalitionspartner hat schon "jawohl" gesagt, falls du es überhört haben solltest. (Abg. Dr. Khol: "Jawohl" ist eher eure Diktion!) Nicht ganz! Das ist wahrscheinlich die tirolerische Diktion. (Abg. Dr. Khol: Wir sagen "ja" oder "wohl, wohl"!) – Ist in Ordnung, ich werde es mir merken!
Rufe und Gegenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Aber die Steirer sagen offenbar "jawohl". Irgend jemand hat "jawohl" gesagt. War es Koppler? – Nein? Ist in Ordnung! Irgendeiner hat "jawohl" gesagt. Ein Koalitionspartner von dir freut sich schon darauf ... (Rufe und Gegenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Er gibt es nicht einmal zu.
Abg. Dr. Maitz: Deswegen sind sie auch von euch weggegangen!
Eines werdet ihr beide aber noch erkennen, das sage ich vor allem den beiden Herren, die sicher federführend waren, Friedhelm Frischenschlager, der jahrelang mein Zimmergenosse war, und Thomas Barmüller, der mein Konzipient war. Ich kenne beide relativ gut. Beide sind gescheite Burschen. Sie wissen, was sie anstellen. (Abg. Dr. Maitz: Deswegen sind sie auch von euch weggegangen!) – Danke, ganz lieb! Ich kann dir auch sagen, warum sie weggegangen sind.
Abg. Dr. Frischenschlager: Das habe ich nie gesagt!
Der Friedhelm Frischenschlager ist weggegangen – er möge mir nicht böse sein, aber ich wurde jetzt von Kollegen Maitz provoziert –, nachdem er mir jahrelang in den Ohren gelegen ist. Er hat gesagt: Was soll ich machen? Ich weiß, sie stellen mich in Salzburg nimmer auf. Lieber Harald! Mach bitte nicht den Fehler, so wie ich, daß du nicht dort wohnst, wo du kandidierst. Ich kann doch nicht mit 50 Jahren als Assistent an die Universität zurückgehen. (Abg. Dr. Frischenschlager: Das habe ich nie gesagt!) Das war der Weg. Er hat nicht so gehandelt, weil er so gescheit war. Er hat wieder im Parlament sein wollen. Und diese Rechnung ist aufgegangen. Ich habe das bist jetzt nicht verraten, aber ich wurde dazu provoziert. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Weiterer Zwischenruf des Abg. Dr. Maitz. ) Jawohl, er dankt es dir, lieber Maitz.
Beifall bei den Freiheitlichen. – Weiterer Zwischenruf des Abg. Dr. Maitz.
Der Friedhelm Frischenschlager ist weggegangen – er möge mir nicht böse sein, aber ich wurde jetzt von Kollegen Maitz provoziert –, nachdem er mir jahrelang in den Ohren gelegen ist. Er hat gesagt: Was soll ich machen? Ich weiß, sie stellen mich in Salzburg nimmer auf. Lieber Harald! Mach bitte nicht den Fehler, so wie ich, daß du nicht dort wohnst, wo du kandidierst. Ich kann doch nicht mit 50 Jahren als Assistent an die Universität zurückgehen. (Abg. Dr. Frischenschlager: Das habe ich nie gesagt!) Das war der Weg. Er hat nicht so gehandelt, weil er so gescheit war. Er hat wieder im Parlament sein wollen. Und diese Rechnung ist aufgegangen. Ich habe das bist jetzt nicht verraten, aber ich wurde dazu provoziert. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Weiterer Zwischenruf des Abg. Dr. Maitz. ) Jawohl, er dankt es dir, lieber Maitz.
Abg. Dr. Khol: Und was ist mit Barmüller?
Und das gilt in gewissem Sinne für alle, die so rasch gewechselt haben. Niemand war ein überzeugter Liberaler und hat es deswegen bei uns nicht mehr ausgehalten. Aber jeder hat gewußt, daß er bei uns nicht mehr kandidieren können wird. Und dann hat er eben eine Partei gesucht, bei der es möglich sein würde, wieder ins Parlament zu kommen. So war es! (Abg. Dr. Khol: Und was ist mit Barmüller?)
Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich traue beiden – und den meisten anderen Grünen und Liberalen auch – zu, daß sie erkennen, was sie für die Zukunft zu Lasten aller Oppositionsparteien anrichten mit dieser ihrer Zustimmung; mit dieser Zustimmung geben sie den Regierungsparteien Deckung, mit deren Hilfe sich diese die unangenehme Opposition vom Hals schaffen können. Mit dieser Zustimmung glauben sie, heute die Möglichkeit zu haben, uns zu schlagen. In Wahrheit treffen sie damit alle. Übrigens wird jetzt gleich die tatsächliche Berichtigung von Klara Motter kommen, daß sie weder meine Zimmerkollegin noch meine Konzipientin war. Ich bin gespannt darauf, was sie berichten wird. (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Khol: Genau das ist euch widerfahren!
Die Opposition hat nur das Parlament oder die Straße, wobei wir nicht hoffen wollen, daß der eine oder andere – nicht aus unserer Partei, sondern aus anderen Parteien – sich letzterer bedient. Wenn man aber der Opposition die parlamentarischen Rechte beschneidet, sie in dieser Möglichkeit, sich bemerkbar zu machen, einschränkt und etwa die Redezeit auf Minutendauer verkürzt, dann ist das ein Unterfangen, das der Hybris entstammt. Meine Damen und Herren! Ich habe den Eindruck, daß Sie von Hybris erfaßt sind. Bei den alten Griechen nannte man das Gefühl, alles tun und lassen zu können, Hybris. Aber die Hybris kommt immer vor dem Fall. Sie wird auch bei Ihnen vor dem Fall kommen! (Abg. Dr. Khol: Genau das ist euch widerfahren!)
Abg. Dr. Stummvoll: Ich weiß nicht, wer da noch gesündigt hat!
Sie hätten sich nicht getraut, über eine geschlossene Opposition drüberzufahren. Sie haben die beiden kleinen Oppositionsparteien einkaufen müssen, und zwar mit ein paar kleinen Zuckerln, wie etwa daß ihnen je eine Sondersitzung des Nationalrates zusteht. Sonst hätten Sie sich das nicht leisten können! Die beiden großen Parteien haben eine Sünde gegen die Demokratie und gegen den Parlamentarismus begangen und die Oppositionsparteien – noch dazu die Opposition schlechthin – auf lange Zeit geschädigt. (Abg. Dr. Stummvoll: Ich weiß nicht, wer da noch gesündigt hat!) Und das wird, so fürchte ich jedenfalls, nicht zu reparieren sein.
Abg. Dr. Ofner: Das kannst du nicht berichtigen, das habe ich nicht gesagt!
Abgeordneter Mag. Thomas Barmüller (Liberales Forum): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Herr Abgeordneter Ofner hat jetzt in Anspielung auf die Situation des 4. Februar 1993 gemeint, daß es – ich war damals bei ihm Konzipient – bloß durch meine Aussage am Vortag, daß ich am nächsten Tag nicht dasein werde, zum Abschied von mir, seinem Konzipienten, gekommen sei. (Abg. Dr. Ofner: Das kannst du nicht berichtigen, das habe ich nicht gesagt!)
Beifall beim Liberalen Forum.
Lieber Harald! Wahr ist vielmehr: Es hat sehr wohl dieses Gespräch, das du angeschnitten hast, gegeben. Es hat in der Folge aber noch ein persönliches Gespräch gegeben, das erstens die Begründung meines Schrittes und zweitens die einvernehmliche Auflösung des Dienstverhältnisses zum Gegenstand gehabt hat. Es tut mir leid, daß das Niveau, das damals zwischen uns geherrscht hat, heute auf ein so tiefes gesunken ist! – Danke schön. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Abg. Mag. Barmüller: Das war auch nicht unser letztes Gespräch!
Abgeordneter Dr. Harald Ofner (Freiheitliche): Herr Abgeordneter Barmüller hat etwas berichtigt, was ich nicht behauptet habe: Ich habe gar nicht davon geredet, daß das unser letztes Gespräch war. (Abg. Mag. Barmüller: Das war auch nicht unser letztes Gespräch!) Ich habe davon geredet, daß er gesagt hat: Chef, ich bin morgen nicht da. (Abg. Mag. Barmüller: Und das ist unrichtig, Harald!) Das sagst du mir aber nicht ins Gesicht! Das sagst du mir aber nicht ins Gesicht!
Abg. Mag. Barmüller: Und das ist unrichtig, Harald!
Abgeordneter Dr. Harald Ofner (Freiheitliche): Herr Abgeordneter Barmüller hat etwas berichtigt, was ich nicht behauptet habe: Ich habe gar nicht davon geredet, daß das unser letztes Gespräch war. (Abg. Mag. Barmüller: Das war auch nicht unser letztes Gespräch!) Ich habe davon geredet, daß er gesagt hat: Chef, ich bin morgen nicht da. (Abg. Mag. Barmüller: Und das ist unrichtig, Harald!) Das sagst du mir aber nicht ins Gesicht! Das sagst du mir aber nicht ins Gesicht!
Beifall bei den Freiheitlichen.
Abgeordneter Dr. Harald Ofner (fortsetzend): Ich bin morgen nicht da. Das hat er schlicht und einfach gesagt. Und am nächsten Tag hat er, anstatt anwaltlichen Tätigkeiten nachzugehen, im Presseclub "Concordia" eine Pressekonferenz über die Gründung des Liberalen Forums abgehalten. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Ofner: Sei froh, daß es kein Duell mehr gibt! – Zwischenruf des Abg. Scheibner.
Abgeordneter Dr. Friedhelm Frischenschlager (Liberales Forum): Herr Präsident! Hohes Haus! Ich wollte an sich auf die Ausführungen des Abgeordneten Stadler, die an Niveaulosigkeit nicht mehr zu überbieten waren, eigentlich nicht eingehen. Und ich möchte auch gar nicht auf das persönliche Niveau des Herrn Kollegen Ofner eingehen, der wider besseres Wissen hier etwas aus persönlichen Gesprächen erzählt hat. (Abg. Dr. Ofner: Sei froh, daß es kein Duell mehr gibt! – Zwischenruf des Abg. Scheibner. )
Beifall beim Liberalen Forum. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Lieber Harald! Sei froh, daß ich manches, was du mir über deine Partei gesagt hast, hier nicht zum besten gebe. Das sind nämlich auch Realitäten! (Beifall beim Liberalen Forum. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Lebhafte Zwischenrufe bei den Freiheitlichen, beim Liberalen Forum und bei der SPÖ.
Präsident MMag. Dr. Willi Brauneder (das Glockenzeichen gebend): Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Ich möchte auf etwas hinweisen: Wir haben vorher in der Besprechung der Klubsekretäre und der Klubobmänner festgestellt, daß persönliche Anwürfe zu unterbleiben haben. Ich bitte, das wirklich im Auge zu behalten. – Entschuldigen Sie, daß ich Sie unterbrochen habe, Herr Abgeordneter. Fahren Sie fort. (Lebhafte Zwischenrufe bei den Freiheitlichen, beim Liberalen Forum und bei der SPÖ.) Ich meine alle, jede Seite.
Beifall beim Liberalen Forum. – Abg. Dr. Graf: Die ÖVP hat nie, wenn sie in der Regierung war, die Bauern auf die Straße geschickt! – Die liberalen Studenten sind auf die Straße gegangen, unsere nicht!
Und das wird dann noch überhöht: Wenn hier eine Mehrheit auf demokratische Weise gebildet wird, dann paßt es ja gut dazu, daß Kollege Stadler noch mit außerparlamentarischen Aktionen droht. – Da frage ich mich, wenn ich diesen polemischen Stil und die persönlich diffamierende Art und Weise ins Kalkül ziehe, ob man sich nicht manche totalitären Aspekte dieser Rede sehr genau merken soll. Und das ist das eigentliche Problem! (Beifall beim Liberalen Forum. – Abg. Dr. Graf: Die ÖVP hat nie, wenn sie in der Regierung war, die Bauern auf die Straße geschickt! – Die liberalen Studenten sind auf die Straße gegangen, unsere nicht!)
Abg. Mag. Stadler: Du bist am Ausrasten!
Kollege Stadler hat sich heute mit seiner geifernden Rede selbst demaskiert. Er ist ausgerastet, weil andere Parteien einen Konsens gefunden haben, der mit seinen politischen Interessen im Widerspruch steht. Damit können die Freiheitlichen nicht umgehen. Sie wollen immer allein im Besitz dessen sein, was Opposition ist und was richtig ist. Das ist das Problem, das ihr habt. Das erklärt diesen Ton, diese miserable parlamentarische Kultur und diese, Kollege Stadler, ausrastende Art. (Abg. Mag. Stadler: Du bist am Ausrasten!) Ich überhaupt nicht, nein! Lies deine Rede im Protokoll nach und schäm dich für diesen miserablen Stil und für die diffamierende Art! (Beifall beim Liberalen Forum und bei der SPÖ.) Aber macht nur so weiter, ihr werdet auch damit nicht weiterkommen! (Abg. Dr. Ofner: Und du schau dir die Auswirkungen eures Handelns in ein paar Jahren an!) Ja, ist schon recht, ist schon recht!
Beifall beim Liberalen Forum und bei der SPÖ.
Kollege Stadler hat sich heute mit seiner geifernden Rede selbst demaskiert. Er ist ausgerastet, weil andere Parteien einen Konsens gefunden haben, der mit seinen politischen Interessen im Widerspruch steht. Damit können die Freiheitlichen nicht umgehen. Sie wollen immer allein im Besitz dessen sein, was Opposition ist und was richtig ist. Das ist das Problem, das ihr habt. Das erklärt diesen Ton, diese miserable parlamentarische Kultur und diese, Kollege Stadler, ausrastende Art. (Abg. Mag. Stadler: Du bist am Ausrasten!) Ich überhaupt nicht, nein! Lies deine Rede im Protokoll nach und schäm dich für diesen miserablen Stil und für die diffamierende Art! (Beifall beim Liberalen Forum und bei der SPÖ.) Aber macht nur so weiter, ihr werdet auch damit nicht weiterkommen! (Abg. Dr. Ofner: Und du schau dir die Auswirkungen eures Handelns in ein paar Jahren an!) Ja, ist schon recht, ist schon recht!
Abg. Dr. Ofner: Und du schau dir die Auswirkungen eures Handelns in ein paar Jahren an!
Kollege Stadler hat sich heute mit seiner geifernden Rede selbst demaskiert. Er ist ausgerastet, weil andere Parteien einen Konsens gefunden haben, der mit seinen politischen Interessen im Widerspruch steht. Damit können die Freiheitlichen nicht umgehen. Sie wollen immer allein im Besitz dessen sein, was Opposition ist und was richtig ist. Das ist das Problem, das ihr habt. Das erklärt diesen Ton, diese miserable parlamentarische Kultur und diese, Kollege Stadler, ausrastende Art. (Abg. Mag. Stadler: Du bist am Ausrasten!) Ich überhaupt nicht, nein! Lies deine Rede im Protokoll nach und schäm dich für diesen miserablen Stil und für die diffamierende Art! (Beifall beim Liberalen Forum und bei der SPÖ.) Aber macht nur so weiter, ihr werdet auch damit nicht weiterkommen! (Abg. Dr. Ofner: Und du schau dir die Auswirkungen eures Handelns in ein paar Jahren an!) Ja, ist schon recht, ist schon recht!
Zwischenruf des Abg. Dr. Graf.
Ein nächster Punkt: Die Freiheitliche Partei ist offensichtlich der Ansicht, daß sie ein Monopol auf Opposition hat. Und sie verlangt selbstverständlich, daß andere Oppositionsparteien sich ihren Wünschen unterordnen. So ist das! (Zwischenruf des Abg. Dr. Graf. ) Herr Präsident! Es ist nicht möglich, zu reden, wenn hier Dauerzwischenrufe gemacht werden! (Abg. Mag. Stadler: Sei nicht so empfindlich!) Ich bin überhaupt nicht empfindlich! Aber euer parlamentarischer Stil besteht im Antiparlamentarischen, das bei euch immer wieder auftaucht, jetzt durch Dauerzwischenreden zum Beispiel! (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Stadler: Sei nicht so empfindlich!
Ein nächster Punkt: Die Freiheitliche Partei ist offensichtlich der Ansicht, daß sie ein Monopol auf Opposition hat. Und sie verlangt selbstverständlich, daß andere Oppositionsparteien sich ihren Wünschen unterordnen. So ist das! (Zwischenruf des Abg. Dr. Graf. ) Herr Präsident! Es ist nicht möglich, zu reden, wenn hier Dauerzwischenrufe gemacht werden! (Abg. Mag. Stadler: Sei nicht so empfindlich!) Ich bin überhaupt nicht empfindlich! Aber euer parlamentarischer Stil besteht im Antiparlamentarischen, das bei euch immer wieder auftaucht, jetzt durch Dauerzwischenreden zum Beispiel! (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Ein nächster Punkt: Die Freiheitliche Partei ist offensichtlich der Ansicht, daß sie ein Monopol auf Opposition hat. Und sie verlangt selbstverständlich, daß andere Oppositionsparteien sich ihren Wünschen unterordnen. So ist das! (Zwischenruf des Abg. Dr. Graf. ) Herr Präsident! Es ist nicht möglich, zu reden, wenn hier Dauerzwischenrufe gemacht werden! (Abg. Mag. Stadler: Sei nicht so empfindlich!) Ich bin überhaupt nicht empfindlich! Aber euer parlamentarischer Stil besteht im Antiparlamentarischen, das bei euch immer wieder auftaucht, jetzt durch Dauerzwischenreden zum Beispiel! (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Wo steht das?
Abgeordneter Dr. Friedhelm Frischenschlager (fortsetzend): Herr Präsident! Ich mache noch einmal darauf aufmerksam, daß Zwischenrufe ein Recht der Abgeordneten sind, aber nicht Dauerzwischenreden. (Abg. Scheibner: Wo steht das?) Außerdem haben Abgeordnete nicht auf einem Platz zu sitzen, wo sie nicht hingehören, wie jetzt etwa Kollege Graf. Er soll sich hinsetzen, wo er hingehört! (Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Graf. – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Präsident Dr. Brauneder gibt abermals das Glockenzeichen.)
Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Graf. – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Präsident Dr. Brauneder gibt abermals das Glockenzeichen.
Abgeordneter Dr. Friedhelm Frischenschlager (fortsetzend): Herr Präsident! Ich mache noch einmal darauf aufmerksam, daß Zwischenrufe ein Recht der Abgeordneten sind, aber nicht Dauerzwischenreden. (Abg. Scheibner: Wo steht das?) Außerdem haben Abgeordnete nicht auf einem Platz zu sitzen, wo sie nicht hingehören, wie jetzt etwa Kollege Graf. Er soll sich hinsetzen, wo er hingehört! (Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Graf. – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Präsident Dr. Brauneder gibt abermals das Glockenzeichen.)
Abg. Mag. Stadler: Herr Lehrer! Firlinger sitzt auch auf dem falschen Platz!
Ich komme jetzt zu einem weiteren Punkt, der ganz interessant ist. Die Freiheitliche Partei stellt sich jetzt in den Reden so dar, als ob sie um den Parlamentarismus kämpfe; dieselbe Partei legt aber natürlich in ihren verfassungspolitischen Vorstellungen auf das Parlament überhaupt keinen großen Wert. Ein Parteiobmann dieser Partei kann sich hinstellen und sagen: 100 sind eigentlich genug, aber warum eigentlich nicht nur 50 oder 20, das wäre noch praktischer und noch billiger! (Abg. Mag. Stadler: Herr Lehrer! Firlinger sitzt auch auf dem falschen Platz!) Dabei wissen Sie genau, daß hier dieses Parlament auf Fraktionen beruht, die nicht nur zusammenarbeiten sollen, sondern die auch eine bestimmte Arbeitssubstanz haben müssen. Aber nach dem freiheitlichen Parlamentsverständnis könnten wir diese Zahl reduzieren, zunächst auf 100 und dann vielleicht auf noch weniger. Denn das Parlament könnte ja vielleicht lästig sein, wenn wir einmal eine Dritte Republik mit einem Bundesministerpräsidenten haben. – All das, was Sie heute in Richtung Parlamentarismus sagen, ist also Schall und Rauch. Man weiß ganz genau: Im Grunde genommen geht es euch um ganz andere politische Strukturen, und deshalb bin ich froh, daß ich nicht mehr bei euch bin, wirklich wahr! (Beifall beim Liberalen Forum, bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall beim Liberalen Forum, bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich komme jetzt zu einem weiteren Punkt, der ganz interessant ist. Die Freiheitliche Partei stellt sich jetzt in den Reden so dar, als ob sie um den Parlamentarismus kämpfe; dieselbe Partei legt aber natürlich in ihren verfassungspolitischen Vorstellungen auf das Parlament überhaupt keinen großen Wert. Ein Parteiobmann dieser Partei kann sich hinstellen und sagen: 100 sind eigentlich genug, aber warum eigentlich nicht nur 50 oder 20, das wäre noch praktischer und noch billiger! (Abg. Mag. Stadler: Herr Lehrer! Firlinger sitzt auch auf dem falschen Platz!) Dabei wissen Sie genau, daß hier dieses Parlament auf Fraktionen beruht, die nicht nur zusammenarbeiten sollen, sondern die auch eine bestimmte Arbeitssubstanz haben müssen. Aber nach dem freiheitlichen Parlamentsverständnis könnten wir diese Zahl reduzieren, zunächst auf 100 und dann vielleicht auf noch weniger. Denn das Parlament könnte ja vielleicht lästig sein, wenn wir einmal eine Dritte Republik mit einem Bundesministerpräsidenten haben. – All das, was Sie heute in Richtung Parlamentarismus sagen, ist also Schall und Rauch. Man weiß ganz genau: Im Grunde genommen geht es euch um ganz andere politische Strukturen, und deshalb bin ich froh, daß ich nicht mehr bei euch bin, wirklich wahr! (Beifall beim Liberalen Forum, bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Graf.
Meine Damen und Herren! Nun komme ich zum Inhalt dieser Geschäftsordnungsreform. (Zwischenruf des Abg. Dr. Graf. ) Ich meine, daß sie tatsächlich nur einen Kompromiß darstellt, einen Annäherungswert, wie alle bisherigen Geschäftsordnungsreformen. Ich weiß das, weil das die vierte ist, die ich mit verhandelt habe. Es war immer so, und wir sollten das auch ganz offen sagen: Es gibt ganz natürlich Interessengegensätze zwischen Regierung und Opposition, es gibt logischerweise Gegensätze zwischen den einzelnen Oppositionsparteien und vielleicht sogar zwischen den Regierungsparteien. (Weiterer Zwischenruf des Abg. Dr. Graf .)
Weiterer Zwischenruf des Abg. Dr. Graf .
Meine Damen und Herren! Nun komme ich zum Inhalt dieser Geschäftsordnungsreform. (Zwischenruf des Abg. Dr. Graf. ) Ich meine, daß sie tatsächlich nur einen Kompromiß darstellt, einen Annäherungswert, wie alle bisherigen Geschäftsordnungsreformen. Ich weiß das, weil das die vierte ist, die ich mit verhandelt habe. Es war immer so, und wir sollten das auch ganz offen sagen: Es gibt ganz natürlich Interessengegensätze zwischen Regierung und Opposition, es gibt logischerweise Gegensätze zwischen den einzelnen Oppositionsparteien und vielleicht sogar zwischen den Regierungsparteien. (Weiterer Zwischenruf des Abg. Dr. Graf .)
Beifall beim Liberalen Forum. – Abg. Mag. Stadler: Du bist über den Tisch gezogen worden!
Und jetzt sage ich es noch einmal, meine Kollegen von der Freiheitlichen Partei: Jedes Mal waren es kleine Schritte, jedesmal gab es einen Kompromiß, und deshalb betone ich, daß mich diese Diffamierung des Kompromisses so stört. Denn darin läßt sich tatsächlich ein Mangel an demokratischer, parlamentarischer Arbeitsweise und Einstellung erkennen. Das ist das wesentliche! (Beifall beim Liberalen Forum. – Abg. Mag. Stadler: Du bist über den Tisch gezogen worden!)
Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.
Sehen wir uns nun an, ob bei dieser Geschäftsordnungsreform etwas herausgekommen ist. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler. ) Aufgrund all meiner schriftlichen und auch mündlichen Äußerungen können Sie mir nicht einmal vorwerfen, daß ich meine Meinung geändert hätte! (Abg. Haigermoser: Nicht nur einmal! – Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen.) Nein, nein, nicht ein einziges Mal. (Abg. Mag. Stadler: Im Zeitungsartikel, den ich hier habe, ist die Antwort darauf zu lesen!)
Abg. Haigermoser: Nicht nur einmal! – Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen.
Sehen wir uns nun an, ob bei dieser Geschäftsordnungsreform etwas herausgekommen ist. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler. ) Aufgrund all meiner schriftlichen und auch mündlichen Äußerungen können Sie mir nicht einmal vorwerfen, daß ich meine Meinung geändert hätte! (Abg. Haigermoser: Nicht nur einmal! – Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen.) Nein, nein, nicht ein einziges Mal. (Abg. Mag. Stadler: Im Zeitungsartikel, den ich hier habe, ist die Antwort darauf zu lesen!)
Abg. Mag. Stadler: Im Zeitungsartikel, den ich hier habe, ist die Antwort darauf zu lesen!
Sehen wir uns nun an, ob bei dieser Geschäftsordnungsreform etwas herausgekommen ist. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler. ) Aufgrund all meiner schriftlichen und auch mündlichen Äußerungen können Sie mir nicht einmal vorwerfen, daß ich meine Meinung geändert hätte! (Abg. Haigermoser: Nicht nur einmal! – Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen.) Nein, nein, nicht ein einziges Mal. (Abg. Mag. Stadler: Im Zeitungsartikel, den ich hier habe, ist die Antwort darauf zu lesen!)
Beifall bei Liberalen Forum.
Das haben wir durch diese Geschäftsordnungsreform geändert. Es besteht nun das erste Mal die Möglichkeit, daß oppositionelle inhaltliche Anträge im Ausschuß zur individuellen Behandlung und Abstimmung stehen, im Plenum als eigener Tagesordnungspunkt diskutierbar sind und diese Vorgangsweise innerhalb eines Jahres durchsetzbar ist. Das ist ein wesentlicher Fortschritt zur inhaltlichen Arbeitsstärkung des Parlaments, insbesondere im Hinblick auf Oppositionsanträge. Das war mir zum Beispiel sehr, sehr wichtig. Ihr wißt es! (Beifall bei Liberalen Forum.)
Beifall beim Liberalen Forum.
Ein zweiter Punkt: Wir haben bei dieser Geschäftsordnungsreform etwas meines Erachtens sehr Gutes erreicht, nämlich daß es nicht nur eine dringliche Anfrage gibt, die kontrolliert, die also versucht, insbesondere natürlich von der Opposition her, die Regierung zu kontrollieren, sie oppositionell zu attackieren. Ich empfinde die Weiterentwicklung, daß wir jetzt auch einen dringlichen Antrag haben, wo die Oppositionsfraktionen eine Regierung mit einem inhaltlichen Anliegen auf den Punkt genau konfrontieren können, von ihr eine Positionierung verlangen können, ebenfalls für eine ganz, ganz wesentliche Weiterentwicklung der inhaltlichen Aufgabe des Parlamentarismus. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Abg. Scheibner: Wann war das?
Ein dritter Punkt. Es ist zwar jetzt fast schon Parlamentspraxis praeter legem, seit wir Mitglied der Europäischen Union sind, aber ich halte es nach wie vor als ein Verdienst der Zeit, als die große Koalition keine Zweidrittelmehrheit hatte, daß wir damals durchsetzen konnten, daß in EU-Angelegenheiten das Parlament den Regierungsmitgliedern inhaltliche Aufträge erteilen kann und daß das über den Hauptausschuß zu formulieren ist. (Abg. Scheibner: Wann war das?) Das ist mehrfach passiert, du warst offensichtlich nicht drinnen. – Und vor allem ist es die
Abg. Scheibner: Mit Mehrheitsbeschluß!
Der zweite ist, daß wir diese Debatte öffentlich durchführen können. Es ist wesentlich, daß diese Entscheidungen auch in einer Medienöffentlichkeit ans Tageslicht gebracht werden können. Das scheint mir auch ganz wesentlich zu sein. Wie ich überhaupt meine, daß diese Geschäftsordnungsreform einen Ausbau der Öffentlichkeitsmöglichkeiten mit sich bringt. Denn es ist jetzt möglich, daß in Ausschüssen Expertenhearings der Medienöffentlichkeit zugänglich gemacht werden, es ist jetzt möglich bei den Enquete-Kommissionen et cetera, es wird beim Rechnungshofausschuß die Anhörung ermöglicht. (Abg. Scheibner: Mit Mehrheitsbeschluß!) Ja, mag sein, daß vielleicht das eine oder andere noch nicht so in unserem Sinn ist. Aber, Kollege Scheibner, Hand aufs Herz: Es sind Schritte, und zwar relativ große Schritte, in die richtige Richtung. Und das ist der springende Punkt, daß ich meine, daß wir mit dieser Geschäftsordnungsreform, durch die Öffnung der Ausschüsse zum Teil für die Öffentlichkeit zu einer wesentlichen Belebung der Ausschüsse kommen und damit dem Charakter des Arbeitsparlamentes eine wesentliche politische Schärfe auch geben. Denn das ist das Wesentliche. Ich glaube tatsächlich, daß dann, wo Öffentlichkeit dabei ist, sich eine Regierungspartei es sich nicht mehr leisten kann, über geäußerte Meinungen, zum Beispiel von Experten, einfach sang- und klanglos drüberzugehen. Sie müssen zumindest argumentieren. Und das ist das Wesentliche, dieser Argumentationszwang, der durch diese Öffnung der Ausschüsse zum Beispiel bei den Berichten et cetera hergestellt wird. Und das ist wiederum ein wesentlicher Fortschritt des Parlamentarismus. (Beifall beim Liberalen Forum und des Abg. Wabl .)
Beifall beim Liberalen Forum und des Abg. Wabl .
Der zweite ist, daß wir diese Debatte öffentlich durchführen können. Es ist wesentlich, daß diese Entscheidungen auch in einer Medienöffentlichkeit ans Tageslicht gebracht werden können. Das scheint mir auch ganz wesentlich zu sein. Wie ich überhaupt meine, daß diese Geschäftsordnungsreform einen Ausbau der Öffentlichkeitsmöglichkeiten mit sich bringt. Denn es ist jetzt möglich, daß in Ausschüssen Expertenhearings der Medienöffentlichkeit zugänglich gemacht werden, es ist jetzt möglich bei den Enquete-Kommissionen et cetera, es wird beim Rechnungshofausschuß die Anhörung ermöglicht. (Abg. Scheibner: Mit Mehrheitsbeschluß!) Ja, mag sein, daß vielleicht das eine oder andere noch nicht so in unserem Sinn ist. Aber, Kollege Scheibner, Hand aufs Herz: Es sind Schritte, und zwar relativ große Schritte, in die richtige Richtung. Und das ist der springende Punkt, daß ich meine, daß wir mit dieser Geschäftsordnungsreform, durch die Öffnung der Ausschüsse zum Teil für die Öffentlichkeit zu einer wesentlichen Belebung der Ausschüsse kommen und damit dem Charakter des Arbeitsparlamentes eine wesentliche politische Schärfe auch geben. Denn das ist das Wesentliche. Ich glaube tatsächlich, daß dann, wo Öffentlichkeit dabei ist, sich eine Regierungspartei es sich nicht mehr leisten kann, über geäußerte Meinungen, zum Beispiel von Experten, einfach sang- und klanglos drüberzugehen. Sie müssen zumindest argumentieren. Und das ist das Wesentliche, dieser Argumentationszwang, der durch diese Öffnung der Ausschüsse zum Beispiel bei den Berichten et cetera hergestellt wird. Und das ist wiederum ein wesentlicher Fortschritt des Parlamentarismus. (Beifall beim Liberalen Forum und des Abg. Wabl .)
Abg. Scheibner: Aber das war ja auch euer Anliegen! Ihr wart für die Abschaffung dieser Möglichkeiten!
Ich frage nämlich: Wenn schon der Ausbau der Rechte so wichtig wäre, hat es dann irgendeine Idee von der freiheitlichen Seite gegeben, die Rücksicht darauf genommen hätte, daß es noch andere Oppositionsfraktionen gibt? Das war wie selbstverständlich: Wir haben diese Rechte, es ist ja auch die Freiheitliche Partei stärker geworden, und da sind Ihnen die kleinen Fraktionen egal. (Abg. Scheibner: Aber das war ja auch euer Anliegen! Ihr wart für die Abschaffung dieser Möglichkeiten!)
Abg. Dr. Ofner: Du redest schon viermal so lang, als erlaubt ist!
Momenterl! Abgeschafft ist gar nichts, sondern das ist rein eure Phantasie! Abgeschafft wird gar nichts! Aber etwas ist erreicht worden: daß auch andere Oppositionsfraktionen diese parlamentarischen Kontrollrechte stärker nützen können. Das war unser Interesse, aber im Interesse auch des Parlaments. (Abg. Dr. Ofner: Du redest schon viermal so lang, als erlaubt ist!) Das ist mein Recht! Kollege Ofner, das ist mein Recht! (Abg. Dr. Ofner: Du schaffst es ab, dein Recht!) Das ist schon möglich. Aber es ist mein Recht. (Abg. Dr. Ofner: Du schaffst dir selber dein Recht ab!) Ich rede jetzt 17 Minuten, also ich halte mich sogar an die zukünftige Redezeit. (Abg. Dr. Ofner: Es gibt dann nur fünf Minuten!) Nein.
Abg. Dr. Ofner: Du schaffst es ab, dein Recht!
Momenterl! Abgeschafft ist gar nichts, sondern das ist rein eure Phantasie! Abgeschafft wird gar nichts! Aber etwas ist erreicht worden: daß auch andere Oppositionsfraktionen diese parlamentarischen Kontrollrechte stärker nützen können. Das war unser Interesse, aber im Interesse auch des Parlaments. (Abg. Dr. Ofner: Du redest schon viermal so lang, als erlaubt ist!) Das ist mein Recht! Kollege Ofner, das ist mein Recht! (Abg. Dr. Ofner: Du schaffst es ab, dein Recht!) Das ist schon möglich. Aber es ist mein Recht. (Abg. Dr. Ofner: Du schaffst dir selber dein Recht ab!) Ich rede jetzt 17 Minuten, also ich halte mich sogar an die zukünftige Redezeit. (Abg. Dr. Ofner: Es gibt dann nur fünf Minuten!) Nein.
Abg. Dr. Ofner: Du schaffst dir selber dein Recht ab!
Momenterl! Abgeschafft ist gar nichts, sondern das ist rein eure Phantasie! Abgeschafft wird gar nichts! Aber etwas ist erreicht worden: daß auch andere Oppositionsfraktionen diese parlamentarischen Kontrollrechte stärker nützen können. Das war unser Interesse, aber im Interesse auch des Parlaments. (Abg. Dr. Ofner: Du redest schon viermal so lang, als erlaubt ist!) Das ist mein Recht! Kollege Ofner, das ist mein Recht! (Abg. Dr. Ofner: Du schaffst es ab, dein Recht!) Das ist schon möglich. Aber es ist mein Recht. (Abg. Dr. Ofner: Du schaffst dir selber dein Recht ab!) Ich rede jetzt 17 Minuten, also ich halte mich sogar an die zukünftige Redezeit. (Abg. Dr. Ofner: Es gibt dann nur fünf Minuten!) Nein.
Abg. Dr. Ofner: Es gibt dann nur fünf Minuten!
Momenterl! Abgeschafft ist gar nichts, sondern das ist rein eure Phantasie! Abgeschafft wird gar nichts! Aber etwas ist erreicht worden: daß auch andere Oppositionsfraktionen diese parlamentarischen Kontrollrechte stärker nützen können. Das war unser Interesse, aber im Interesse auch des Parlaments. (Abg. Dr. Ofner: Du redest schon viermal so lang, als erlaubt ist!) Das ist mein Recht! Kollege Ofner, das ist mein Recht! (Abg. Dr. Ofner: Du schaffst es ab, dein Recht!) Das ist schon möglich. Aber es ist mein Recht. (Abg. Dr. Ofner: Du schaffst dir selber dein Recht ab!) Ich rede jetzt 17 Minuten, also ich halte mich sogar an die zukünftige Redezeit. (Abg. Dr. Ofner: Es gibt dann nur fünf Minuten!) Nein.
Abg. Dr. Ofner: 22 Minuten und ist für die Verkürzung!
Als letzter Punkt zur Redezeit. Da wird natürlich geheuchelt, wie nicht so bald noch einmal. (Abg. Dr. Ofner: 22 Minuten und ist für die Verkürzung!) Ja, Kollege Ofner, es ist schon so: Wenn man so wie heute das dringliche Instrument – völlig rechtlich, aber ich würde sagen schikanös – einsetzt, wenn also das Bezügegesetz auf der Tagesordnung ist und man am selben Tag die Dringliche zum selben Thema einsetzt, dann ist genau das passiert, wo ich sage ...
Abg. Dr. Ofner: Einmal ist er froh, daß er reden darf!
Abgeordneter Dr. Friedhelm Frischenschlager (fortsetzend) : Es hat sich aufgeklärt, ich habe das Recht, weiterzureden. (Abg. Dr. Ofner: Einmal ist er froh, daß er reden darf!)
Abg. Haigermoser: Endlos waren die Grünen!
Daher möchte ich noch einmal festhalten zur Redezeit: Das Wesentliche meines Erachtens ist, daß man ehrlich ist bei der Redezeitbeschränkung. Der moderne Parlamentarismus besteht nicht in Redeschlachten mit einem Dauerwettbewerb. Es ist einfach vernünftiger, wenn wir heute bei unseren Debatten die Diskussionen knapper fassen, wenn die Meinungen kürzer aufeinanderprallen und diese Auseinandersetzungen eben in Diskussionsform und nicht in Dauerredenform abgehandelt werden. Das ist ein alter Streit. Natürlich kann man sagen: Die Redefreiheit des Abgeordneten ist grenzenlos. Aber es ist nicht parlamentarisch, und man weiß ganz genau, daß das natürlich ... (Abg. Haigermoser: Endlos waren die Grünen!) Mag ja sein: Fest steht, es tut der parlamentarischen Debatte und der Öffentlichkeit, die eine Debatte auch aufnehmen soll, gut, wenn wir uns knapper fassen. Und diese Redezeitbeschränkungen sind Verkürzungen, sie sind nicht im geringsten eine Abschaffung der Redefreiheit, aber es sind Reformen hinsichtlich der Redezeit, wie es sich international weitgehend durchgesetzt hat. Das zu diffamieren als Wegnehmen des Rederechtes ist eine massive Übertreibung und ist natürlich überhaupt kein konstruktiver Beitrag.
Beifall beim Liberalen Forum und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Zusammengefaßt: Natürlich ist das nicht die große Parlamentsreform, natürlich ist das nicht eine Novellierung der Geschäftsordnung, wo ich sage, daß alle wesentlichen Wünsche schon erfüllt sind. Aber es sind Schritte in die richtige Richtung für ein öffentlichkeitsgerechteres Parlament, für ein Parlament, das mehr Pluralität bei den Oppositions- und Kontrollrechten bringt, und letzten Endes für ein Parlament, das eben für den Bürger, für die Öffentlichkeit durchschaubarer und nachvollziehbarer ist. Das sind wesentliche Punkte, die bei dieser Geschäftsordnungsreform durchgesetzt worden sind, und deshalb werden wir ihr zustimmen. (Beifall beim Liberalen Forum und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Frischenschlager: Ich? – Auf die ÖVP weisend: – Die!
Nur zu einem möchte ich noch Stellung nehmen. Wenn du darauf hingewiesen hast, daß der Abgeordnete Stadler angekündigt hat, daß man, wenn man hier im Parlament nicht mehr zu Wort kommt, halt dann außerhalb des Parlamentes Aktionen setzen muß, um auf die Anliegen aufmerksam zu machen, dann frage ich schon, Kollege Frischenschlager, wer denn zum Beispiel mit den linken Studentenorganisationen die Streiks und Demonstrationen organisiert hat auf der Straße? Da frage ich dich, Kollege Frischenschlager, wenn ihr jetzt in einem Boot sitzt mit den Regierungsparteien und mit den Grünen, wer denn immer gedroht hat und es zum Teil auch umgesetzt hat, die Bauern auf die Straße zu bringen mit ihren Traktoren? Da erinnere ich dich. (Abg. Dr. Frischenschlager: Ich? – Auf die ÖVP weisend: – Die!) Du sitzt ja mit denen in einem Boot, dann kritisiere das einmal! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Nur zu einem möchte ich noch Stellung nehmen. Wenn du darauf hingewiesen hast, daß der Abgeordnete Stadler angekündigt hat, daß man, wenn man hier im Parlament nicht mehr zu Wort kommt, halt dann außerhalb des Parlamentes Aktionen setzen muß, um auf die Anliegen aufmerksam zu machen, dann frage ich schon, Kollege Frischenschlager, wer denn zum Beispiel mit den linken Studentenorganisationen die Streiks und Demonstrationen organisiert hat auf der Straße? Da frage ich dich, Kollege Frischenschlager, wenn ihr jetzt in einem Boot sitzt mit den Regierungsparteien und mit den Grünen, wer denn immer gedroht hat und es zum Teil auch umgesetzt hat, die Bauern auf die Straße zu bringen mit ihren Traktoren? Da erinnere ich dich. (Abg. Dr. Frischenschlager: Ich? – Auf die ÖVP weisend: – Die!) Du sitzt ja mit denen in einem Boot, dann kritisiere das einmal! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Ofner: Wir haben nicht dagegengeredet, sondern dagegengestimmt!
Ich sage, es war in Ordnung, daß wir darüber diskutiert haben, denn das war das Recht einer Fraktion, daß sie damals die Möglichkeiten der Geschäftsordnung nicht ausgenutzt – ich habe gesagt "damals" –, sondern genutzt hat. Wir haben nie gesagt, daß das ein Mißbrauch ist. (Abg. Dr. Ofner: Wir haben nicht dagegengeredet, sondern dagegengestimmt!) So, ich glaube, jetzt ist das auch geklärt. (Abg. Wabl: 1988 habt ihr zugestimmt!) Kollege Wabl, diese Benutzung der Geschäftsordnung oder das Ausnützen der Geschäftsordnung war nicht 1988, sondern das war später, wenn ich dir damit auf die Sprünge helfen darf. Wir haben damals nicht vom Mißbrauch gesprochen, obwohl man auch darüber diskutieren kann, ob es Sinn der Geschäftsordnungen
Abg. Wabl: 1988 habt ihr zugestimmt!
Ich sage, es war in Ordnung, daß wir darüber diskutiert haben, denn das war das Recht einer Fraktion, daß sie damals die Möglichkeiten der Geschäftsordnung nicht ausgenutzt – ich habe gesagt "damals" –, sondern genutzt hat. Wir haben nie gesagt, daß das ein Mißbrauch ist. (Abg. Dr. Ofner: Wir haben nicht dagegengeredet, sondern dagegengestimmt!) So, ich glaube, jetzt ist das auch geklärt. (Abg. Wabl: 1988 habt ihr zugestimmt!) Kollege Wabl, diese Benutzung der Geschäftsordnung oder das Ausnützen der Geschäftsordnung war nicht 1988, sondern das war später, wenn ich dir damit auf die Sprünge helfen darf. Wir haben damals nicht vom Mißbrauch gesprochen, obwohl man auch darüber diskutieren kann, ob es Sinn der Geschäftsordnungen
Abg. Mag. Dr. Fekter: Aber nicht mißbraucht!
Auch ich kann mich noch gut erinnern. Ich war damals noch nicht in diesem Haus, aber ich kann mich gut erinnern, welche Debatten waren und wie Sie die Möglichkeiten der Geschäftsordnung genutzt haben als Oppositionsfraktion. (Abg. Mag. Dr. Fekter: Aber nicht mißbraucht!) Wenn eine Wortmeldung des Bundeskanzlers oder eines Ministers gegenüber der Opposition in einem derartigen Ton, wie das heute wieder der Fall gewesen ist, erfolgt wäre, was wäre dann in diesem Haus los gewesen? Da hätte es Sitzungsunterbrechungen gegeben, da hätte es solcher Wortmeldungen wie der des Herrn Kostelka gar nicht bedurft, um eine Sitzungsunterbrechung zu erwirken, denn damals hatte dieses Parlament gegenüber der Regierung noch ein Selbstbewußtsein. Da hat man sich eben das alles nicht gefallen lassen. Da war man stolz, sowohl die Mehrheitsfraktion als auch die Minderheitsfraktionen, daß man hier Rechte hat gegenüber der Regierung (Beifall bei den Freiheitlichen) , daß man hier Legislative ist, daß es hier Gewaltentrennung gibt, daß man hier selbstbewußte Abgeordnete hat. Das ist anscheinend alles in den letzten Jahren verlorengegangen, meine Damen und Herren.
Beifall bei den Freiheitlichen
Auch ich kann mich noch gut erinnern. Ich war damals noch nicht in diesem Haus, aber ich kann mich gut erinnern, welche Debatten waren und wie Sie die Möglichkeiten der Geschäftsordnung genutzt haben als Oppositionsfraktion. (Abg. Mag. Dr. Fekter: Aber nicht mißbraucht!) Wenn eine Wortmeldung des Bundeskanzlers oder eines Ministers gegenüber der Opposition in einem derartigen Ton, wie das heute wieder der Fall gewesen ist, erfolgt wäre, was wäre dann in diesem Haus los gewesen? Da hätte es Sitzungsunterbrechungen gegeben, da hätte es solcher Wortmeldungen wie der des Herrn Kostelka gar nicht bedurft, um eine Sitzungsunterbrechung zu erwirken, denn damals hatte dieses Parlament gegenüber der Regierung noch ein Selbstbewußtsein. Da hat man sich eben das alles nicht gefallen lassen. Da war man stolz, sowohl die Mehrheitsfraktion als auch die Minderheitsfraktionen, daß man hier Rechte hat gegenüber der Regierung (Beifall bei den Freiheitlichen) , daß man hier Legislative ist, daß es hier Gewaltentrennung gibt, daß man hier selbstbewußte Abgeordnete hat. Das ist anscheinend alles in den letzten Jahren verlorengegangen, meine Damen und Herren.
Zwischenruf der Abg. Dr. Mertel
Und beschnitten werden im großen und ganzen die Dinge, die lästig geworden sind, lästig geworden, weil sie benutzt wurden – nicht ausgenutzt, sondern benutzt wurden –, um Ihre Fehler aufzuzeigen (Zwischenruf der Abg. Dr. Mertel ), Frau Kollegin Mertel. Und sagen Sie doch nicht, daß diese Sondersitzungen Mißbrauch gewesen sind oder unnütz gewesen sind. (Abg. Leikam: Mißbrauch!) In Ihren Augen war das Mißbrauch, selbstverständlich. Denn Sie wollen das natürlich nicht, daß man den Finger auf Ihre Wunden gibt und vielleicht noch Salz hineinstreut und sieht, was da los ist in diesem Land. (Abg. Böhacker: Sie wollen nur zudecken!) Ja was waren denn das für Sondersitzungen, die wir beantragt haben, vom "Konsum" über HTM bis zur Ausländerpolitik und und und? Das waren doch alles wichtige Fragen! (Beifall bei den Freiheitlichen.) Ich erinnere Sie, Herr Kollege Leikam, und ich erinnere Sie, Frau Kollegin Fekter, in den Jahren 1994 und 1995 waren Sie doch froh, daß wir Sondersitzungen verlangt und Dringliche eingebracht haben! Sie hätten doch damals nicht einmal eine Tagesordnung zusammengebracht, weil Sie sich auf keine Vorlagen einigen konnten! So ist doch die Realität gewesen! Da wäre doch Ihre Handlungsunfähigkeit noch offensichtlicher gewesen gegenüber der Bevölkerung, wenn nicht die Freiheitlichen mit den Sondersitzungen und mit den dringlichen Anfragen das Geschehen im Parlament bestimmt hätten! Das ist Ihnen natürlich unangenehm gewesen, das ist ganz klar!
Abg. Leikam: Mißbrauch!
Und beschnitten werden im großen und ganzen die Dinge, die lästig geworden sind, lästig geworden, weil sie benutzt wurden – nicht ausgenutzt, sondern benutzt wurden –, um Ihre Fehler aufzuzeigen (Zwischenruf der Abg. Dr. Mertel ), Frau Kollegin Mertel. Und sagen Sie doch nicht, daß diese Sondersitzungen Mißbrauch gewesen sind oder unnütz gewesen sind. (Abg. Leikam: Mißbrauch!) In Ihren Augen war das Mißbrauch, selbstverständlich. Denn Sie wollen das natürlich nicht, daß man den Finger auf Ihre Wunden gibt und vielleicht noch Salz hineinstreut und sieht, was da los ist in diesem Land. (Abg. Böhacker: Sie wollen nur zudecken!) Ja was waren denn das für Sondersitzungen, die wir beantragt haben, vom "Konsum" über HTM bis zur Ausländerpolitik und und und? Das waren doch alles wichtige Fragen! (Beifall bei den Freiheitlichen.) Ich erinnere Sie, Herr Kollege Leikam, und ich erinnere Sie, Frau Kollegin Fekter, in den Jahren 1994 und 1995 waren Sie doch froh, daß wir Sondersitzungen verlangt und Dringliche eingebracht haben! Sie hätten doch damals nicht einmal eine Tagesordnung zusammengebracht, weil Sie sich auf keine Vorlagen einigen konnten! So ist doch die Realität gewesen! Da wäre doch Ihre Handlungsunfähigkeit noch offensichtlicher gewesen gegenüber der Bevölkerung, wenn nicht die Freiheitlichen mit den Sondersitzungen und mit den dringlichen Anfragen das Geschehen im Parlament bestimmt hätten! Das ist Ihnen natürlich unangenehm gewesen, das ist ganz klar!
Abg. Böhacker: Sie wollen nur zudecken!
Und beschnitten werden im großen und ganzen die Dinge, die lästig geworden sind, lästig geworden, weil sie benutzt wurden – nicht ausgenutzt, sondern benutzt wurden –, um Ihre Fehler aufzuzeigen (Zwischenruf der Abg. Dr. Mertel ), Frau Kollegin Mertel. Und sagen Sie doch nicht, daß diese Sondersitzungen Mißbrauch gewesen sind oder unnütz gewesen sind. (Abg. Leikam: Mißbrauch!) In Ihren Augen war das Mißbrauch, selbstverständlich. Denn Sie wollen das natürlich nicht, daß man den Finger auf Ihre Wunden gibt und vielleicht noch Salz hineinstreut und sieht, was da los ist in diesem Land. (Abg. Böhacker: Sie wollen nur zudecken!) Ja was waren denn das für Sondersitzungen, die wir beantragt haben, vom "Konsum" über HTM bis zur Ausländerpolitik und und und? Das waren doch alles wichtige Fragen! (Beifall bei den Freiheitlichen.) Ich erinnere Sie, Herr Kollege Leikam, und ich erinnere Sie, Frau Kollegin Fekter, in den Jahren 1994 und 1995 waren Sie doch froh, daß wir Sondersitzungen verlangt und Dringliche eingebracht haben! Sie hätten doch damals nicht einmal eine Tagesordnung zusammengebracht, weil Sie sich auf keine Vorlagen einigen konnten! So ist doch die Realität gewesen! Da wäre doch Ihre Handlungsunfähigkeit noch offensichtlicher gewesen gegenüber der Bevölkerung, wenn nicht die Freiheitlichen mit den Sondersitzungen und mit den dringlichen Anfragen das Geschehen im Parlament bestimmt hätten! Das ist Ihnen natürlich unangenehm gewesen, das ist ganz klar!
Beifall bei den Freiheitlichen.
Und beschnitten werden im großen und ganzen die Dinge, die lästig geworden sind, lästig geworden, weil sie benutzt wurden – nicht ausgenutzt, sondern benutzt wurden –, um Ihre Fehler aufzuzeigen (Zwischenruf der Abg. Dr. Mertel ), Frau Kollegin Mertel. Und sagen Sie doch nicht, daß diese Sondersitzungen Mißbrauch gewesen sind oder unnütz gewesen sind. (Abg. Leikam: Mißbrauch!) In Ihren Augen war das Mißbrauch, selbstverständlich. Denn Sie wollen das natürlich nicht, daß man den Finger auf Ihre Wunden gibt und vielleicht noch Salz hineinstreut und sieht, was da los ist in diesem Land. (Abg. Böhacker: Sie wollen nur zudecken!) Ja was waren denn das für Sondersitzungen, die wir beantragt haben, vom "Konsum" über HTM bis zur Ausländerpolitik und und und? Das waren doch alles wichtige Fragen! (Beifall bei den Freiheitlichen.) Ich erinnere Sie, Herr Kollege Leikam, und ich erinnere Sie, Frau Kollegin Fekter, in den Jahren 1994 und 1995 waren Sie doch froh, daß wir Sondersitzungen verlangt und Dringliche eingebracht haben! Sie hätten doch damals nicht einmal eine Tagesordnung zusammengebracht, weil Sie sich auf keine Vorlagen einigen konnten! So ist doch die Realität gewesen! Da wäre doch Ihre Handlungsunfähigkeit noch offensichtlicher gewesen gegenüber der Bevölkerung, wenn nicht die Freiheitlichen mit den Sondersitzungen und mit den dringlichen Anfragen das Geschehen im Parlament bestimmt hätten! Das ist Ihnen natürlich unangenehm gewesen, das ist ganz klar!
Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.
Aber jetzt wird nicht einmal darüber ausführlich diskutiert werden können, meine Damen und Herren, und ich glaube, das ist ein weiterer Tiefpunkt in der Geschichte des österreichischen Parlaments. (Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei dem Freiheitlichen.
Aber ihr seid jetzt froh, daß ihr im Jahr eine Sondersitzung abhalten könnt, und da vergeßt ihr alles andere. Alles andere, was hier an Oppositionsrechten beschnitten wird, ist vergessen. Hauptsache, wir haben uns eine Sondersitzung herausgeholt, damit wir nicht so untergehen in der Berichterstattung, wie das in der Vergangenheit gewesen ist. Aber ich glaube, das Nichtbeachtetwerden in der Öffentlichkeit hat nichts damit zu tun, daß man hier Sondersitzungen einsetzt, sondern es hat halt mit der Politik zu tun, die man in Permanenz hier abhält. Und da wird euch die eine Sondersitzung auch nichts nützen! (Beifall bei dem Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Keine Gesetze werden gemacht, keine Debatten werden über die Runden gebracht werden, und auch über die Redezeit hätten wir diskutieren können. Ja selbstverständlich, auch bei den dringlichen Anfragen kann man darüber diskutieren, ob der 20. Redner noch 15 Minuten Redezeit haben soll. Aber was Sie jetzt hier machen, ist nicht nur eine Beschneidung der Dauer der Redezeit, sondern auch bei diesen Kontrollrechten eine Beschneidung der Anzahl der Redner. Und das finde ich so gravierend. Ich glaube doch, und wenn jemand 5 Minuten Redezeit hat, daß jedem Abgeordneten in diesem Haus, der der Bevölkerung verantwortlich ist für seine Handlung, die Möglichkeit gegeben werden muß, daß er sich zu Wort meldet, meine Damen und Herren. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Das kann doch nicht sein,
Beifall bei den Freiheitlichen.
Gott sei Dank gibt es noch das Regulativ des Wählers, und der wird sicherlich hier auch das letzte Wort sprechen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dkfm. Holger Bauer: Geh hör auf!
Meine Damen und Herren! Ich hätte es gerne gesehen, daß wir im Geschäftsordnungskomitee mit den Freiheitlichen zu einem Ergebnis kommen. (Abg. Dkfm. Holger Bauer: Geh hör auf!) Sie brauchen mir das nicht zu glauben, es ist ja nicht notwendig. Nur eines, Herr Kollege Bauer, ist ein Problem: wenn hier in diesem Haus ein Instrument so lange in einer Art und Weise benützt wird, daß es nicht nur unerträglich ist für die Regierungsparteien, sondern auch für die anderen Oppositionsparteien. (Abg. Haigermoser: Jute-Rede!)
Abg. Haigermoser: Jute-Rede!
Meine Damen und Herren! Ich hätte es gerne gesehen, daß wir im Geschäftsordnungskomitee mit den Freiheitlichen zu einem Ergebnis kommen. (Abg. Dkfm. Holger Bauer: Geh hör auf!) Sie brauchen mir das nicht zu glauben, es ist ja nicht notwendig. Nur eines, Herr Kollege Bauer, ist ein Problem: wenn hier in diesem Haus ein Instrument so lange in einer Art und Weise benützt wird, daß es nicht nur unerträglich ist für die Regierungsparteien, sondern auch für die anderen Oppositionsparteien. (Abg. Haigermoser: Jute-Rede!)
Abg. Dr. Krüger: Sie reden wie ein Pflichtverteidiger! – Abg. Haigermoser: Wo ist der gute alte Wabl!
Herr Kollege Stadler hat ein ganz richtiges Wort gesagt: Das Parlament wird zur Fassade. Er hat allerdings etwas anderes gemeint. Das, was in den letzten Monaten hier Parteichef Haider gemacht hat, bei den dringlichen Anfragen, bei den Sondersitzungen, war eine klare Degradierung des gesamten Hauses zu einer Fassade für sein Bierhausspektakel. Meine Damen und Herren! Kollege Haider ist hereingekommen in dieses Haus, hat 40 Minuten die Regierung verächtlich gemacht – jetzt kann man dazu sagen, na gut, als Opposition kann man sich darüber freuen, daß der Herr Haider es dem Vranitzky und den anderen Regierungsmitgliedern ordentlich hineingibt (Abg. Dr. Krüger: Sie reden wie ein Pflichtverteidiger! – Abg. Haigermoser: Wo ist der gute alte Wabl!) –, aber Sie haben nicht nur die Regierung verächtlich gemacht, sondern Sie haben alle anderen Redner und alle anderen Oppositionsparteien verächtlich gemacht. Und dann, nachdem der Herr Haider 40 Minuten geredet hat, hat er sich gedacht: Jetzt gehe ich
Abg. Dr. Ofner: Wir werden es überleben!
Meine Damen und Herren! Ich war immer ein grundsätzlicher Gegner von Redezeitbeschränkungen und habe auch heute noch schwere Bedenken dabei. (Abg. Dr. Ofner: Wir werden es überleben!)
Abg. Dr. Ofner: Nein!
Meine Damen und Herren! Herr Kollege Ofner! Sie haben 1988 für die Redezeitbeschränkungen gestimmt (Abg. Dr. Ofner: Nein!) , Sie haben 1993 ... (Abg. Dr. Ofner: Nein! Ich habe immer dagegen geredet und immer dagegen gestimmt!) Herr Kollege Ofner! Sie vielleicht als Person. (Abg. Dr. Ofner: Da können Sie behaupten was Sie wollen!) Ich habe hier das Protokoll. Schauen Sie, hier hat der Herr Frischenschlager, damals noch ihr Fraktionskollege, eine fulminante Rede gehalten für die Kürzung der Redezeiten. Dann steht hier: "Beifall bei FPÖ, SPÖ und ÖVP." (Abg. Dr. Ofner: Ja, Beifall! Ich habe dagegen gestimmt!) Ich kann mir nicht vorstellen, daß damals der Herr Frischenschlager ein Oppositionsredner war und massiv gegen die Regierungsparteien gesprochen hat. (Abg. Dr. Ofner: Aber der Harald Ofner hat dagegen gestimmt!) Vielleicht haben Sie als Person dagegen gestimmt. Alle Achtung. (Abg. Dr. Ofner: Aus Selbsterhaltungstrieb!) Aus Selbsterhaltungstrieb.
Abg. Dr. Ofner: Nein! Ich habe immer dagegen geredet und immer dagegen gestimmt!
Meine Damen und Herren! Herr Kollege Ofner! Sie haben 1988 für die Redezeitbeschränkungen gestimmt (Abg. Dr. Ofner: Nein!) , Sie haben 1993 ... (Abg. Dr. Ofner: Nein! Ich habe immer dagegen geredet und immer dagegen gestimmt!) Herr Kollege Ofner! Sie vielleicht als Person. (Abg. Dr. Ofner: Da können Sie behaupten was Sie wollen!) Ich habe hier das Protokoll. Schauen Sie, hier hat der Herr Frischenschlager, damals noch ihr Fraktionskollege, eine fulminante Rede gehalten für die Kürzung der Redezeiten. Dann steht hier: "Beifall bei FPÖ, SPÖ und ÖVP." (Abg. Dr. Ofner: Ja, Beifall! Ich habe dagegen gestimmt!) Ich kann mir nicht vorstellen, daß damals der Herr Frischenschlager ein Oppositionsredner war und massiv gegen die Regierungsparteien gesprochen hat. (Abg. Dr. Ofner: Aber der Harald Ofner hat dagegen gestimmt!) Vielleicht haben Sie als Person dagegen gestimmt. Alle Achtung. (Abg. Dr. Ofner: Aus Selbsterhaltungstrieb!) Aus Selbsterhaltungstrieb.
Abg. Dr. Ofner: Da können Sie behaupten was Sie wollen!
Meine Damen und Herren! Herr Kollege Ofner! Sie haben 1988 für die Redezeitbeschränkungen gestimmt (Abg. Dr. Ofner: Nein!) , Sie haben 1993 ... (Abg. Dr. Ofner: Nein! Ich habe immer dagegen geredet und immer dagegen gestimmt!) Herr Kollege Ofner! Sie vielleicht als Person. (Abg. Dr. Ofner: Da können Sie behaupten was Sie wollen!) Ich habe hier das Protokoll. Schauen Sie, hier hat der Herr Frischenschlager, damals noch ihr Fraktionskollege, eine fulminante Rede gehalten für die Kürzung der Redezeiten. Dann steht hier: "Beifall bei FPÖ, SPÖ und ÖVP." (Abg. Dr. Ofner: Ja, Beifall! Ich habe dagegen gestimmt!) Ich kann mir nicht vorstellen, daß damals der Herr Frischenschlager ein Oppositionsredner war und massiv gegen die Regierungsparteien gesprochen hat. (Abg. Dr. Ofner: Aber der Harald Ofner hat dagegen gestimmt!) Vielleicht haben Sie als Person dagegen gestimmt. Alle Achtung. (Abg. Dr. Ofner: Aus Selbsterhaltungstrieb!) Aus Selbsterhaltungstrieb.
Abg. Dr. Ofner: Ja, Beifall! Ich habe dagegen gestimmt!
Meine Damen und Herren! Herr Kollege Ofner! Sie haben 1988 für die Redezeitbeschränkungen gestimmt (Abg. Dr. Ofner: Nein!) , Sie haben 1993 ... (Abg. Dr. Ofner: Nein! Ich habe immer dagegen geredet und immer dagegen gestimmt!) Herr Kollege Ofner! Sie vielleicht als Person. (Abg. Dr. Ofner: Da können Sie behaupten was Sie wollen!) Ich habe hier das Protokoll. Schauen Sie, hier hat der Herr Frischenschlager, damals noch ihr Fraktionskollege, eine fulminante Rede gehalten für die Kürzung der Redezeiten. Dann steht hier: "Beifall bei FPÖ, SPÖ und ÖVP." (Abg. Dr. Ofner: Ja, Beifall! Ich habe dagegen gestimmt!) Ich kann mir nicht vorstellen, daß damals der Herr Frischenschlager ein Oppositionsredner war und massiv gegen die Regierungsparteien gesprochen hat. (Abg. Dr. Ofner: Aber der Harald Ofner hat dagegen gestimmt!) Vielleicht haben Sie als Person dagegen gestimmt. Alle Achtung. (Abg. Dr. Ofner: Aus Selbsterhaltungstrieb!) Aus Selbsterhaltungstrieb.
Abg. Dr. Ofner: Aber der Harald Ofner hat dagegen gestimmt!
Meine Damen und Herren! Herr Kollege Ofner! Sie haben 1988 für die Redezeitbeschränkungen gestimmt (Abg. Dr. Ofner: Nein!) , Sie haben 1993 ... (Abg. Dr. Ofner: Nein! Ich habe immer dagegen geredet und immer dagegen gestimmt!) Herr Kollege Ofner! Sie vielleicht als Person. (Abg. Dr. Ofner: Da können Sie behaupten was Sie wollen!) Ich habe hier das Protokoll. Schauen Sie, hier hat der Herr Frischenschlager, damals noch ihr Fraktionskollege, eine fulminante Rede gehalten für die Kürzung der Redezeiten. Dann steht hier: "Beifall bei FPÖ, SPÖ und ÖVP." (Abg. Dr. Ofner: Ja, Beifall! Ich habe dagegen gestimmt!) Ich kann mir nicht vorstellen, daß damals der Herr Frischenschlager ein Oppositionsredner war und massiv gegen die Regierungsparteien gesprochen hat. (Abg. Dr. Ofner: Aber der Harald Ofner hat dagegen gestimmt!) Vielleicht haben Sie als Person dagegen gestimmt. Alle Achtung. (Abg. Dr. Ofner: Aus Selbsterhaltungstrieb!) Aus Selbsterhaltungstrieb.
Abg. Dr. Ofner: Aus Selbsterhaltungstrieb!
Meine Damen und Herren! Herr Kollege Ofner! Sie haben 1988 für die Redezeitbeschränkungen gestimmt (Abg. Dr. Ofner: Nein!) , Sie haben 1993 ... (Abg. Dr. Ofner: Nein! Ich habe immer dagegen geredet und immer dagegen gestimmt!) Herr Kollege Ofner! Sie vielleicht als Person. (Abg. Dr. Ofner: Da können Sie behaupten was Sie wollen!) Ich habe hier das Protokoll. Schauen Sie, hier hat der Herr Frischenschlager, damals noch ihr Fraktionskollege, eine fulminante Rede gehalten für die Kürzung der Redezeiten. Dann steht hier: "Beifall bei FPÖ, SPÖ und ÖVP." (Abg. Dr. Ofner: Ja, Beifall! Ich habe dagegen gestimmt!) Ich kann mir nicht vorstellen, daß damals der Herr Frischenschlager ein Oppositionsredner war und massiv gegen die Regierungsparteien gesprochen hat. (Abg. Dr. Ofner: Aber der Harald Ofner hat dagegen gestimmt!) Vielleicht haben Sie als Person dagegen gestimmt. Alle Achtung. (Abg. Dr. Ofner: Aus Selbsterhaltungstrieb!) Aus Selbsterhaltungstrieb.
Abg. Dr. Ofner: Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie sagen könnten, daß das nicht alles gegen uns gerichtet ist!
Meine Damen und Herren! Wenn ich mir anschaue, was jetzt passiert ist mit den Redezeitbeschränkungen, dann muß ich feststellen: Wenn die Freiheitlichen weiterhin auf ihrem Kurs fahren, exzessives Ausnützen der Geschäftsordnung, Verächtlichmachung aller und jedes, außer es sind Freiheitliche, dann kommen wir immer noch auf zwölf Stunden am Tag. Ich frage Sie, ob das für Sie der Normarbeitstag ist? Ich frage Sie, ob das Parlamentarismus ist, vor allem wenn in diesen zwölf Stunden fast ausschließlich Ihr Parteichef Haider die alleinseligmachenden Wahrheiten verkündet? Herr Kollege Ofner! (Abg. Dr. Ofner: Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie sagen könnten, daß das nicht alles gegen uns gerichtet ist!) Nein, das ist nicht alles gegen Sie gerichtet! Ich spreche zunächst einmal nur von dem, was mir weh tut.
Zwischenruf des Abg. Dr. Ofner.
Ich hätte es gerne gesehen, daß die Regierungsparteien und auch Sie von den Freiheitlichen es mit mehr Gelassenheit gesehen hätten, als die Grünen mit Filibusterreden ein Gesetz torpedieren wollten, das sie für verheerend hielten. (Zwischenruf des Abg. Dr. Ofner. ) Ich hätte auch für mehr Gelassenheit plädiert, als ihr Parteiobmann das ganze Haus verächtlich gemacht hat, weil ich der Meinung bin, daß eine Demokratie das aushalten muß.
Abg. Dr. Ofner: Ich weiß selbst, was ich getan habe!
Meine Damen und Herren! Wir haben in den jetzigen Verhandlungen sehr, sehr viel von dem erreicht, was Sie 1988 und 1993 verkauft und sehr billig abgegeben haben. Wir haben bereits im Jahr 1993 darüber verhandelt, daß es Öffentlichkeit des Rechnungshofausschusses gibt. Was haben Sie aber gemacht? – Sie haben für ein paar Anfragebesprechungen dieses Konsensergebnis wieder verkauft und zugestimmt. (Abg. Dr. Ofner: Ich weiß selbst, was ich getan habe!)
Abg. Apfelbeck: Überhaupt nichts!
Jetzt gebe ich Ihnen schon recht, Herr Kollege Ofner! Die Regierungsparteien können selbstverständlich sagen: Nein, wir wollen keine Öffentlichkeit in diesem Rechnungshofausschuß. – Was passiert Ihrer Meinung nach in der Öffentlichkeit? (Abg. Apfelbeck: Überhaupt nichts!) Sie meinen selbstverständlich, daß nichts passiert, denn die Öffentlichkeit, von der Sie reden, sagt natürlich nichts. Der genügt es, wenn sie quasi krönend zuhören kann, was Ihr Parteichef sagt. Aber es gibt eine Öffentlichkeit, die sehr sensibel ist, eine Öffentlichkeit, die darüber diskutiert, was hier in diesem Haus passiert. (Zwischenruf des Abg. Dkfm. Holger Bauer. ) Herr Kollege Bauer! Es gibt eine Öffentlichkeit, die sehr sensibel beobachtet, was hier in diesem Haus diskutiert wird und was hier in diesen Ausschüssen gemacht wird. (Abg. Haigermoser: Contenance, Herr Wabl!)
Zwischenruf des Abg. Dkfm. Holger Bauer.
Jetzt gebe ich Ihnen schon recht, Herr Kollege Ofner! Die Regierungsparteien können selbstverständlich sagen: Nein, wir wollen keine Öffentlichkeit in diesem Rechnungshofausschuß. – Was passiert Ihrer Meinung nach in der Öffentlichkeit? (Abg. Apfelbeck: Überhaupt nichts!) Sie meinen selbstverständlich, daß nichts passiert, denn die Öffentlichkeit, von der Sie reden, sagt natürlich nichts. Der genügt es, wenn sie quasi krönend zuhören kann, was Ihr Parteichef sagt. Aber es gibt eine Öffentlichkeit, die sehr sensibel ist, eine Öffentlichkeit, die darüber diskutiert, was hier in diesem Haus passiert. (Zwischenruf des Abg. Dkfm. Holger Bauer. ) Herr Kollege Bauer! Es gibt eine Öffentlichkeit, die sehr sensibel beobachtet, was hier in diesem Haus diskutiert wird und was hier in diesen Ausschüssen gemacht wird. (Abg. Haigermoser: Contenance, Herr Wabl!)
Abg. Haigermoser: Contenance, Herr Wabl!
Jetzt gebe ich Ihnen schon recht, Herr Kollege Ofner! Die Regierungsparteien können selbstverständlich sagen: Nein, wir wollen keine Öffentlichkeit in diesem Rechnungshofausschuß. – Was passiert Ihrer Meinung nach in der Öffentlichkeit? (Abg. Apfelbeck: Überhaupt nichts!) Sie meinen selbstverständlich, daß nichts passiert, denn die Öffentlichkeit, von der Sie reden, sagt natürlich nichts. Der genügt es, wenn sie quasi krönend zuhören kann, was Ihr Parteichef sagt. Aber es gibt eine Öffentlichkeit, die sehr sensibel ist, eine Öffentlichkeit, die darüber diskutiert, was hier in diesem Haus passiert. (Zwischenruf des Abg. Dkfm. Holger Bauer. ) Herr Kollege Bauer! Es gibt eine Öffentlichkeit, die sehr sensibel beobachtet, was hier in diesem Haus diskutiert wird und was hier in diesen Ausschüssen gemacht wird. (Abg. Haigermoser: Contenance, Herr Wabl!)
Abg. Dr. Ofner: Diese Überheblichkeit ist unerträglich! – Zwischenruf der Abg. Apfelbeck .
Frau Abgeordnete Apfelbeck! Herr Haider und Herr Stadler haben sich beschwert, daß man die Rede in den Verhandlungen im Rechnungshofausschuß auf 10 Minuten beschränkt. – Sie haben offenbar das Gesetz nicht gelesen. Darin steht nämlich: soll beschränkt werden. Und wissen Sie, warum im Gesetz "soll" steht? – Weil wir in Zukunft Öffentlichkeit haben werden und manche Abgeordnete der Opposition – und dazu gehören Sie leider – bei ihrer Erstrede nicht nur 10 Minuten oder eine Viertelstunde, sondern 30 Minuten reden. Und alle anderen Abgeordneten müssen aus Höflichkeit warten, bis Sie endlich Schluß machen. (Abg. Dr. Ofner: Diese Überheblichkeit ist unerträglich! – Zwischenruf der Abg. Apfelbeck .)
Zwischenruf des Abg. Dr. Ofner. – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Frau Abgeordnete Apfelbeck! Sie können dann wieder 10 Minuten und wieder 10 Minuten und wieder 10 Minuten reden. Nur innerhalb einer Runde, Frau Abgeordnete Apfelbeck, gibt es eine kleine Korrektur! Ich weiß schon, daß es schwierig für Sie ist, in einem solchen Ausschuß mit den ganzen Fragen zu Rande zu kommen, die Ihnen irgend jemand aufschreibt. (Zwischenruf des Abg. Dr. Ofner. – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Weiterer Zwischenruf des Abg. Dr. Ofner.
Herr Abgeordneter Ofner! Es ist einfach nicht erträglich, wenn Sie glauben, daß dieses Haus Ihnen allein als Bühne dienen muß, und alles andere sei angepaßt, kompromißlerisch und und und. (Weiterer Zwischenruf des Abg. Dr. Ofner. ) Herr Abgeordneter Ofner! Darum geht es überhaupt nicht! Wir haben jetzt Öffentlichkeit im Hauptausschuß, wir haben Öffentlichkeit in den Enqueten, wir haben Öffentlichkeit in den Ausschüssen, wenn Dinge enderledigt werden. (Abg. Dr. Ofner: Aber nur aufgrund eines Mehrheitsbeschlusses!) Ja, natürlich aufgrund eines Mehrheitsbeschlusses. Ich gebe schon zu, daß ich gern mehr gehabt hätte. Ich hätte auch schon letztes Mal, als Sie zugestimmt haben, gern den Untersuchungsausschuß mit einem Viertel Minderheitsquorum gehabt.
Abg. Dr. Ofner: Aber nur aufgrund eines Mehrheitsbeschlusses!
Herr Abgeordneter Ofner! Es ist einfach nicht erträglich, wenn Sie glauben, daß dieses Haus Ihnen allein als Bühne dienen muß, und alles andere sei angepaßt, kompromißlerisch und und und. (Weiterer Zwischenruf des Abg. Dr. Ofner. ) Herr Abgeordneter Ofner! Darum geht es überhaupt nicht! Wir haben jetzt Öffentlichkeit im Hauptausschuß, wir haben Öffentlichkeit in den Enqueten, wir haben Öffentlichkeit in den Ausschüssen, wenn Dinge enderledigt werden. (Abg. Dr. Ofner: Aber nur aufgrund eines Mehrheitsbeschlusses!) Ja, natürlich aufgrund eines Mehrheitsbeschlusses. Ich gebe schon zu, daß ich gern mehr gehabt hätte. Ich hätte auch schon letztes Mal, als Sie zugestimmt haben, gern den Untersuchungsausschuß mit einem Viertel Minderheitsquorum gehabt.
Beifall bei den Grünen, beim Liberalen Forum und bei der SPÖ. – Abg. Leikam: So ist es!
Ich hätte beim letzten Mal schon gern gehabt, daß im Rechnungshofausschuß die Minderheit die Auskunftspersonen bestimmen kann. Aber warum geht denn das nicht? – Weil Ihre Fraktion Auskunftspersonen bestellt, die dann nicht befragt werden. Dann sitzen zehn Leute im Rechnungshofausschuß, unter anderem Leute, die aus Innsbruck oder aus Linz et cetera angereist sind, aber Sie fahren dann schon nach Hause oder gehen Tennis spielen mit Ihrem Parteichef. – Das ist das Problem, und das ist für Regierungsparteien unerträglich! (Beifall bei den Grünen, beim Liberalen Forum und bei der SPÖ. – Abg. Leikam: So ist es!)
Abg. Scheibner: In jedem Ausschuß haben wir Anträge gestellt
Meine Damen und Herren! Wir haben selbstverständlich – und da gebe ich Ihnen auch recht – bei den Geheimdienstausschüssen versucht, ein effizientes Instrument zu finden. Aber, Kollege Scheibner, wie oft haben Sie denn dort einen (Abg. Scheibner: In jedem Ausschuß haben wir Anträge gestellt) Antrag gestellt, damit die Unterlagen herausgegeben werden? – Kollege Anschober erzählt mir immer: Es schläft dort immer jemand, nämlich Herr Scheibner, er meldet sich überhaupt nie. (Abg. Scheibner: Wie kann Anschober etwas aus dem Ausschuß erzählen?) Es sollte doch ein bißchen Zusammenarbeit geben innerhalb der Opposition! Und daher bin ich froh, Herr Kollege Scheibner, daß endlich ein bißchen Öffentlichkeit in den Ausschüssen ist. Herr Kollege Scheibner! Denn wenn das Plenum der einzige Ort der Öffentlichkeit ist, dann genügt es für Sie offensichtlich, wenn Ihr Parteichef hier großartige Reden hält. Aber wenn es auch in den Ausschüssen Öffentlichkeit gibt, dann wird es darauf ankommen, was jeder oder jede einzelne von Ihnen an Anträgen stellt. Und ich bin auch davon überzeugt, daß sich auch die einzelnen Abgeordneten von den Regierungsparteien mehr bemühen müssen. Dann könnte dieser Ausschuß auch tatsächlich ein Arbeitsausschuß werden. (Abg. Ing. Meischberger: Wer muß sich bemühen?) Herr Kollege Meischberger! (Abg. Ing. Meischberger: Das ist interessant! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Wie kann Anschober etwas aus dem Ausschuß erzählen?
Meine Damen und Herren! Wir haben selbstverständlich – und da gebe ich Ihnen auch recht – bei den Geheimdienstausschüssen versucht, ein effizientes Instrument zu finden. Aber, Kollege Scheibner, wie oft haben Sie denn dort einen (Abg. Scheibner: In jedem Ausschuß haben wir Anträge gestellt) Antrag gestellt, damit die Unterlagen herausgegeben werden? – Kollege Anschober erzählt mir immer: Es schläft dort immer jemand, nämlich Herr Scheibner, er meldet sich überhaupt nie. (Abg. Scheibner: Wie kann Anschober etwas aus dem Ausschuß erzählen?) Es sollte doch ein bißchen Zusammenarbeit geben innerhalb der Opposition! Und daher bin ich froh, Herr Kollege Scheibner, daß endlich ein bißchen Öffentlichkeit in den Ausschüssen ist. Herr Kollege Scheibner! Denn wenn das Plenum der einzige Ort der Öffentlichkeit ist, dann genügt es für Sie offensichtlich, wenn Ihr Parteichef hier großartige Reden hält. Aber wenn es auch in den Ausschüssen Öffentlichkeit gibt, dann wird es darauf ankommen, was jeder oder jede einzelne von Ihnen an Anträgen stellt. Und ich bin auch davon überzeugt, daß sich auch die einzelnen Abgeordneten von den Regierungsparteien mehr bemühen müssen. Dann könnte dieser Ausschuß auch tatsächlich ein Arbeitsausschuß werden. (Abg. Ing. Meischberger: Wer muß sich bemühen?) Herr Kollege Meischberger! (Abg. Ing. Meischberger: Das ist interessant! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Ing. Meischberger: Wer muß sich bemühen?
Meine Damen und Herren! Wir haben selbstverständlich – und da gebe ich Ihnen auch recht – bei den Geheimdienstausschüssen versucht, ein effizientes Instrument zu finden. Aber, Kollege Scheibner, wie oft haben Sie denn dort einen (Abg. Scheibner: In jedem Ausschuß haben wir Anträge gestellt) Antrag gestellt, damit die Unterlagen herausgegeben werden? – Kollege Anschober erzählt mir immer: Es schläft dort immer jemand, nämlich Herr Scheibner, er meldet sich überhaupt nie. (Abg. Scheibner: Wie kann Anschober etwas aus dem Ausschuß erzählen?) Es sollte doch ein bißchen Zusammenarbeit geben innerhalb der Opposition! Und daher bin ich froh, Herr Kollege Scheibner, daß endlich ein bißchen Öffentlichkeit in den Ausschüssen ist. Herr Kollege Scheibner! Denn wenn das Plenum der einzige Ort der Öffentlichkeit ist, dann genügt es für Sie offensichtlich, wenn Ihr Parteichef hier großartige Reden hält. Aber wenn es auch in den Ausschüssen Öffentlichkeit gibt, dann wird es darauf ankommen, was jeder oder jede einzelne von Ihnen an Anträgen stellt. Und ich bin auch davon überzeugt, daß sich auch die einzelnen Abgeordneten von den Regierungsparteien mehr bemühen müssen. Dann könnte dieser Ausschuß auch tatsächlich ein Arbeitsausschuß werden. (Abg. Ing. Meischberger: Wer muß sich bemühen?) Herr Kollege Meischberger! (Abg. Ing. Meischberger: Das ist interessant! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Ing. Meischberger: Das ist interessant! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Wir haben selbstverständlich – und da gebe ich Ihnen auch recht – bei den Geheimdienstausschüssen versucht, ein effizientes Instrument zu finden. Aber, Kollege Scheibner, wie oft haben Sie denn dort einen (Abg. Scheibner: In jedem Ausschuß haben wir Anträge gestellt) Antrag gestellt, damit die Unterlagen herausgegeben werden? – Kollege Anschober erzählt mir immer: Es schläft dort immer jemand, nämlich Herr Scheibner, er meldet sich überhaupt nie. (Abg. Scheibner: Wie kann Anschober etwas aus dem Ausschuß erzählen?) Es sollte doch ein bißchen Zusammenarbeit geben innerhalb der Opposition! Und daher bin ich froh, Herr Kollege Scheibner, daß endlich ein bißchen Öffentlichkeit in den Ausschüssen ist. Herr Kollege Scheibner! Denn wenn das Plenum der einzige Ort der Öffentlichkeit ist, dann genügt es für Sie offensichtlich, wenn Ihr Parteichef hier großartige Reden hält. Aber wenn es auch in den Ausschüssen Öffentlichkeit gibt, dann wird es darauf ankommen, was jeder oder jede einzelne von Ihnen an Anträgen stellt. Und ich bin auch davon überzeugt, daß sich auch die einzelnen Abgeordneten von den Regierungsparteien mehr bemühen müssen. Dann könnte dieser Ausschuß auch tatsächlich ein Arbeitsausschuß werden. (Abg. Ing. Meischberger: Wer muß sich bemühen?) Herr Kollege Meischberger! (Abg. Ing. Meischberger: Das ist interessant! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Uns werfen Sie immer vor, daß wir die Verschwiegenheit verletzen! – Was erzählt Ihnen Anschober also aus dem Geheimdienstausschuß?
Herr Kollege Scheibner! Sie haben heute gemeint, bei den Sondersitzungen ... (Abg. Scheibner: Uns werfen Sie immer vor, daß wir die Verschwiegenheit verletzen! – Was erzählt Ihnen Anschober also aus dem Geheimdienstausschuß?) Nichts! Vielleicht unterliegt es dem Datenschutz, daß Sie dort schlafen. Das kann schon sein, ich glaube es nicht. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Herr Kollege Scheibner! Sie haben heute gemeint, bei den Sondersitzungen ... (Abg. Scheibner: Uns werfen Sie immer vor, daß wir die Verschwiegenheit verletzen! – Was erzählt Ihnen Anschober also aus dem Geheimdienstausschuß?) Nichts! Vielleicht unterliegt es dem Datenschutz, daß Sie dort schlafen. Das kann schon sein, ich glaube es nicht. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Ofner: Das haben wir schon gehört!
Meine Damen und Herren! Ich halte diesen Kompromiß für einen Schritt in die Richtung von mehr Kontrolle in bestimmten Bereichen. (Abg. Dr. Ofner: Das haben wir schon gehört!) Ich hätte mir mehr gewünscht. Die Frage der Redezeitbeschränkungen ist meines Erachtens bereits 1988 und 1993 entschieden worden. Wir gehen in die Richtung der Handhabung im Europaparlament oder in anderen Parlamenten, etwa im deutschen Parlament. Ich halte das für ein Problem. Mir wäre es lieber gewesen, wenn wir hier länger reden könnten.
Zwischenruf des Abg. Dkfm. Holger Bauer.
Grundsätzlich gibt es einige Verbesserungen. Meines Erachtens bestehen die Verschlechterungen darin, daß wir in Zukunft nur mehr zwölf Stunden pro Tag verhandeln können. (Zwischenruf des Abg. Dkfm. Holger Bauer. ) Herr Abgeordneter Bauer! Ich will Ihnen nicht die Reden der Freiheitlichen Partei vorlesen, die Beschimpfungen wegen unserer Filibusterreden enthalten. Ich will Ihnen das ersparen. (Abg. Dkfm. Holger Bauer: Ihr habt es aber so gemacht!) Selbstverständlich haben wir das gemacht! Ich will Ihnen aber auch eine Vorlesung der großen Lobesreden des Abgeordneten Haupt im Jahr 1993 und des Abgeordneten Frischenschlager im Jahr 1988 ersparen. Die grüne Fraktion stimmt dieser Geschäftsordnungsnovelle zu, weil wir glauben, daß damit Fortschritte erzielt werden, weil es nicht mehr zumutbar ist, daß wir tagelang und nächtelang hier sitzen und uns anagitieren in einer Art und Weise, die unerträglich ist. (Abg. Dr. Ofner: Ein Geständnis ist kein Milderungsgrund!)
Abg. Dkfm. Holger Bauer: Ihr habt es aber so gemacht!
Grundsätzlich gibt es einige Verbesserungen. Meines Erachtens bestehen die Verschlechterungen darin, daß wir in Zukunft nur mehr zwölf Stunden pro Tag verhandeln können. (Zwischenruf des Abg. Dkfm. Holger Bauer. ) Herr Abgeordneter Bauer! Ich will Ihnen nicht die Reden der Freiheitlichen Partei vorlesen, die Beschimpfungen wegen unserer Filibusterreden enthalten. Ich will Ihnen das ersparen. (Abg. Dkfm. Holger Bauer: Ihr habt es aber so gemacht!) Selbstverständlich haben wir das gemacht! Ich will Ihnen aber auch eine Vorlesung der großen Lobesreden des Abgeordneten Haupt im Jahr 1993 und des Abgeordneten Frischenschlager im Jahr 1988 ersparen. Die grüne Fraktion stimmt dieser Geschäftsordnungsnovelle zu, weil wir glauben, daß damit Fortschritte erzielt werden, weil es nicht mehr zumutbar ist, daß wir tagelang und nächtelang hier sitzen und uns anagitieren in einer Art und Weise, die unerträglich ist. (Abg. Dr. Ofner: Ein Geständnis ist kein Milderungsgrund!)
Abg. Dr. Ofner: Ein Geständnis ist kein Milderungsgrund!
Grundsätzlich gibt es einige Verbesserungen. Meines Erachtens bestehen die Verschlechterungen darin, daß wir in Zukunft nur mehr zwölf Stunden pro Tag verhandeln können. (Zwischenruf des Abg. Dkfm. Holger Bauer. ) Herr Abgeordneter Bauer! Ich will Ihnen nicht die Reden der Freiheitlichen Partei vorlesen, die Beschimpfungen wegen unserer Filibusterreden enthalten. Ich will Ihnen das ersparen. (Abg. Dkfm. Holger Bauer: Ihr habt es aber so gemacht!) Selbstverständlich haben wir das gemacht! Ich will Ihnen aber auch eine Vorlesung der großen Lobesreden des Abgeordneten Haupt im Jahr 1993 und des Abgeordneten Frischenschlager im Jahr 1988 ersparen. Die grüne Fraktion stimmt dieser Geschäftsordnungsnovelle zu, weil wir glauben, daß damit Fortschritte erzielt werden, weil es nicht mehr zumutbar ist, daß wir tagelang und nächtelang hier sitzen und uns anagitieren in einer Art und Weise, die unerträglich ist. (Abg. Dr. Ofner: Ein Geständnis ist kein Milderungsgrund!)
Abg. Dr. Ofner: Das ist ja nicht wahr! Ich habe nur dagegen geredet!
Herr Ofner! Sie waren der einzige, der immer dagegen gestimmt hat. (Abg. Dr. Ofner: Das ist ja nicht wahr! Ich habe nur dagegen geredet!) Ihre ganze Fraktion hat aber immer dafür gestimmt. Wir werden in den nächsten Jahren sehen, wie sich diese Instrumente auswirken. Frau Kollegin Apfelbeck wird Ihnen sicher berichten, wie erfolgreich die Verbesserungen waren. – Ich danke schön. (Beifall bei den Grünen, beim Liberalen Forum und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen, beim Liberalen Forum und bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Ofner! Sie waren der einzige, der immer dagegen gestimmt hat. (Abg. Dr. Ofner: Das ist ja nicht wahr! Ich habe nur dagegen geredet!) Ihre ganze Fraktion hat aber immer dafür gestimmt. Wir werden in den nächsten Jahren sehen, wie sich diese Instrumente auswirken. Frau Kollegin Apfelbeck wird Ihnen sicher berichten, wie erfolgreich die Verbesserungen waren. – Ich danke schön. (Beifall bei den Grünen, beim Liberalen Forum und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Wo war er denn?
Abgeordnete Ute Apfelbeck (Freiheitliche): Herr Präsident! Zuerst möchte ich einmal Herrn Kollegen Wabl berichtigen. Er hat gemeint, ich würde im Ausschuß meine Fragen stellen und dann Tennis spielen gehen. Ich stelle richtig: Das stimmt nicht, weil ich überhaupt nicht Tennis spielen kann. Richtig ist vielmehr, daß Herr Abgeordneter Wabl zum vorletzten Rechnungshofausschuß überhaupt nicht gekommen ist. (Abg. Scheibner: Wo war er denn?) Nachdem wir 5 Minuten zugewartet hatten, mußten wir die Rechnungshofsitzung selbst leiten. Und daß die Auskunftspersonen, Herr Abgeordneter Wabl, nicht zur Befragung gekommen sind, das liegt an Ihrer Ausschußführung und an sonst gar nichts! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Haigermoser: Wenn Wabl den Vorsitz führt, dann herrscht das Chaos!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Haigermoser: Wenn Wabl den Vorsitz führt, dann herrscht das Chaos!
Abgeordnete Ute Apfelbeck (Freiheitliche): Herr Präsident! Zuerst möchte ich einmal Herrn Kollegen Wabl berichtigen. Er hat gemeint, ich würde im Ausschuß meine Fragen stellen und dann Tennis spielen gehen. Ich stelle richtig: Das stimmt nicht, weil ich überhaupt nicht Tennis spielen kann. Richtig ist vielmehr, daß Herr Abgeordneter Wabl zum vorletzten Rechnungshofausschuß überhaupt nicht gekommen ist. (Abg. Scheibner: Wo war er denn?) Nachdem wir 5 Minuten zugewartet hatten, mußten wir die Rechnungshofsitzung selbst leiten. Und daß die Auskunftspersonen, Herr Abgeordneter Wabl, nicht zur Befragung gekommen sind, das liegt an Ihrer Ausschußführung und an sonst gar nichts! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Haigermoser: Wenn Wabl den Vorsitz führt, dann herrscht das Chaos!)
Abg. Dr. Nowotny: Wer hat Ihnen denn diese Rede geschrieben?
Meine Damen und Herren des Hohen Hauses! Die Änderung der Geschäftsordnung ist der Akt eines absoluten Herrschers, und dementsprechend führen Sie sich auch auf. Sie ist einem Akt der Abschaffung der freien Meinungsäußerung gleichzusetzen. (Abg. Dr. Nowotny: Wer hat Ihnen denn diese Rede geschrieben?) Sie ist ein Akt, der die Demokratie in Österreich zumindest sehr, sehr stark einengt. Und das haben Sie von den kleinen Parteien mitzuverantworten! Denn die große Koalition konnte die Geschäftsordnungsreform mit Hilfe der kleinen Oppositionsparteien durchsetzen. Sie wirken damit an Ihrer eigenen Abschaffung mit, und das müssen Sie dann auch draußen vor Ihren Wählern verantworten, Herr Kollege Wabl! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren des Hohen Hauses! Die Änderung der Geschäftsordnung ist der Akt eines absoluten Herrschers, und dementsprechend führen Sie sich auch auf. Sie ist einem Akt der Abschaffung der freien Meinungsäußerung gleichzusetzen. (Abg. Dr. Nowotny: Wer hat Ihnen denn diese Rede geschrieben?) Sie ist ein Akt, der die Demokratie in Österreich zumindest sehr, sehr stark einengt. Und das haben Sie von den kleinen Parteien mitzuverantworten! Denn die große Koalition konnte die Geschäftsordnungsreform mit Hilfe der kleinen Oppositionsparteien durchsetzen. Sie wirken damit an Ihrer eigenen Abschaffung mit, und das müssen Sie dann auch draußen vor Ihren Wählern verantworten, Herr Kollege Wabl! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Pumberger: Mit dem sie euch aufhängen wird?
Es stellt sich für mich die Frage: Um welchen Preis hat euch die große Koalition den Strick abgekauft, mit dem sie euch und uns dann knebeln wird? (Abg. Dr. Pumberger: Mit dem sie euch aufhängen wird?) So weit will ich gar nicht gehen! Was kann denn nur so wertvoll sein, daß eine politische Oppositionspartei in einer freien Demokratie ihre demokratischen Freiheitsrechte verkauft, jene demokratischen Freiheitsrechte, von denen eine demokratische Opposition über
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dkfm. Holger Bauer: Hervorragend!
Vom Liberalen Forum kann ich die Zustimmung zu ihrer eigenen Abschaffung eher verstehen: Sie sind eben so liberal, daß sie sich schon selbst abschaffen! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dkfm. Holger Bauer: Hervorragend!)
Abg. Dr. Krüger: Wir haben uns gedacht, daß das Ihre Meinung ist.
Abgeordneter Peter Schieder (SPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Ich glaube, daß die neue Geschäftsordnung gut ist, daß sie zur Schaffung eines lebendigeren Parlaments und auch zur Möglichkeit, daß mehr Personen tatsächlich das Wort ergreifen können, beitragen wird. (Abg. Dr. Krüger: Wir haben uns gedacht, daß das Ihre Meinung ist.)
Abg. Dr. Krüger: Wir freuen uns, daß wir uns abgrenzen!
Vor allem die freiheitliche Fraktion hat hier sehr harte Worte gegen diese neue Geschäftsordnung gefunden. Das wird wohl ein bisserl daran liegen, daß Sie sich darüber ärgern, daß es bei den fünf Fraktionen vier zu eins in der Frage der Zustimmung zur Geschäftsordnungsreform steht. (Abg. Dr. Krüger: Wir freuen uns, daß wir uns abgrenzen!)
Abg. Haigermoser: Wir ärgern uns nicht, wir sind empört!
Außerdem ärgern Sie sich wohl auch deswegen – obwohl Sie es nicht zugeben können –, weil manche von Ihnen selbst die Vermutung haben werden, daß Sie das Ganze selbst ein bisserl verschuldet haben, da Sie mit Sondersitzungen, dringlichen Anfragen et cetera übertrieben haben. Und immer, wenn man sich in seinem Innersten selbst schuldig fühlt, dann ärgert man sich doppelt, wenn etwas Bestimmtes eintritt. (Abg. Haigermoser: Wir ärgern uns nicht, wir sind empört!) Ich glaube, daß das auch ein bisserl bei Ihnen der Fall ist. Aber das werden Sie sicherlich nicht zugeben können. (Abg. Ing. Meischberger: Wie kann sich ein Abgeordneter für parlamentarische Aktivitäten schuldig fühlen?) Ich weiß nicht, ob Sie sich schuldig fühlen können! Aber Sie ärgern sich möglicherweise darüber! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Meischberger: Wie kann sich ein Abgeordneter für parlamentarische Aktivitäten schuldig fühlen?
Außerdem ärgern Sie sich wohl auch deswegen – obwohl Sie es nicht zugeben können –, weil manche von Ihnen selbst die Vermutung haben werden, daß Sie das Ganze selbst ein bisserl verschuldet haben, da Sie mit Sondersitzungen, dringlichen Anfragen et cetera übertrieben haben. Und immer, wenn man sich in seinem Innersten selbst schuldig fühlt, dann ärgert man sich doppelt, wenn etwas Bestimmtes eintritt. (Abg. Haigermoser: Wir ärgern uns nicht, wir sind empört!) Ich glaube, daß das auch ein bisserl bei Ihnen der Fall ist. Aber das werden Sie sicherlich nicht zugeben können. (Abg. Ing. Meischberger: Wie kann sich ein Abgeordneter für parlamentarische Aktivitäten schuldig fühlen?) Ich weiß nicht, ob Sie sich schuldig fühlen können! Aber Sie ärgern sich möglicherweise darüber! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Außerdem ärgern Sie sich wohl auch deswegen – obwohl Sie es nicht zugeben können –, weil manche von Ihnen selbst die Vermutung haben werden, daß Sie das Ganze selbst ein bisserl verschuldet haben, da Sie mit Sondersitzungen, dringlichen Anfragen et cetera übertrieben haben. Und immer, wenn man sich in seinem Innersten selbst schuldig fühlt, dann ärgert man sich doppelt, wenn etwas Bestimmtes eintritt. (Abg. Haigermoser: Wir ärgern uns nicht, wir sind empört!) Ich glaube, daß das auch ein bisserl bei Ihnen der Fall ist. Aber das werden Sie sicherlich nicht zugeben können. (Abg. Ing. Meischberger: Wie kann sich ein Abgeordneter für parlamentarische Aktivitäten schuldig fühlen?) Ich weiß nicht, ob Sie sich schuldig fühlen können! Aber Sie ärgern sich möglicherweise darüber! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich glaube, die Sorge, die Sie haben, ist also wirklich nicht berechtigt. Diese Reform wird vielmehr zu einer besseren Einteilung der Arbeit, zu einem vernünftigeren Ablauf der Sitzungen, zu einer besseren Debatte und daher auch zu einer besseren parlamentarischen Kultur insgesamt mit mehr Chancen für den einzelnen Abgeordneten führen. Und aus diesem Grund sind wir dafür! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dkfm. Holger Bauer: Es gibt noch eine Möglichkeit! Wir schaffen die namentliche Abstimmung ab!
Jetzt äußere ich noch meine Privatmeinung. Ich spreche jetzt nicht im Namen der Fraktion, denn das ist noch nicht ausdiskutiert. Ich persönlich glaube auch, daß wir uns überlegen sollten ... (Abg. Dkfm. Holger Bauer: Es gibt noch eine Möglichkeit! Wir schaffen die namentliche Abstimmung ab!) Herr Kollege! Ich möchte meinen Gedanken zu Ende führen! Stören Sie mich jetzt bitte nicht! Sie können nachher dann rufen! – Ich glaube, daß es auch wichtig wäre, daß wir uns überlegen, ob jener inhaltliche Abstimmungsvorgang bei Gesetzen, also jenes sklavische Festhalten – wie ich es nennen möchte – an kelsenianischen Entitäten, wirklich notwendig ist. Viele andere Parlamente machen das viel einfacher und kommen auch zu Gesetzen, und der Staat funktioniert auch. Ich glaube daher, wir sollten uns für die Zukunft auch vornehmen, daß wir darüber noch in aller Ruhe sprechen. Mit all den Verbesserungen der Arbeitsmöglichkeiten, auch der Parlamentsmitarbeiter der letzten Jahre, mit dieser Geschäftsordnung und mit weiteren Überlegungen werden wir sicherlich zu einem Parlament kommen, das seine Arbeit besser leisten kann. Und wenn das Parlament seine Arbeit besser leistet, dann ist das auch besser für einen Staat und für eine Demokratie! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Jetzt äußere ich noch meine Privatmeinung. Ich spreche jetzt nicht im Namen der Fraktion, denn das ist noch nicht ausdiskutiert. Ich persönlich glaube auch, daß wir uns überlegen sollten ... (Abg. Dkfm. Holger Bauer: Es gibt noch eine Möglichkeit! Wir schaffen die namentliche Abstimmung ab!) Herr Kollege! Ich möchte meinen Gedanken zu Ende führen! Stören Sie mich jetzt bitte nicht! Sie können nachher dann rufen! – Ich glaube, daß es auch wichtig wäre, daß wir uns überlegen, ob jener inhaltliche Abstimmungsvorgang bei Gesetzen, also jenes sklavische Festhalten – wie ich es nennen möchte – an kelsenianischen Entitäten, wirklich notwendig ist. Viele andere Parlamente machen das viel einfacher und kommen auch zu Gesetzen, und der Staat funktioniert auch. Ich glaube daher, wir sollten uns für die Zukunft auch vornehmen, daß wir darüber noch in aller Ruhe sprechen. Mit all den Verbesserungen der Arbeitsmöglichkeiten, auch der Parlamentsmitarbeiter der letzten Jahre, mit dieser Geschäftsordnung und mit weiteren Überlegungen werden wir sicherlich zu einem Parlament kommen, das seine Arbeit besser leisten kann. Und wenn das Parlament seine Arbeit besser leistet, dann ist das auch besser für einen Staat und für eine Demokratie! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Etwas ist eigenartig: Gerade aus Anlaß der heutigen Sondersitzung werden sehr wesentliche Dinge, die uns Parlamentarier betreffen, geregelt. Dennoch ist niemand von den Regierungsparteien auch nur im leisesten Ansatz auf die Idee gekommen zu sagen, daß diese Sitzung heute unnotwendig ist. Und das ist deshalb eine Ironie, weil die heutige Sondersitzung ganz deutlich zeigt, wie wichtig dieses Minderheitsrecht in der Geschäftsordnung ist, nach dem einem Fünftel der Abgeordneten die Möglichkeit eingeräumt wird, eine Sondersitzung zu beantragen. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Und das eben Gesagte betrifft nicht nur die heutige Sondersitzung, die durchaus lebhaft und interessant war und im Zusammenhang mit sehr wesentlichen Gesetzesmaterien abgeführt wird, sondern auch andere Sondersitzungen.
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Fekter: Aber nein! – Abg. Parnigoni: Überschätzen Sie sich nicht gar so! – Abg. Wurmitzer: Das ist eine maßlose Eigenüberschätzung!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich garantiere Ihnen eines: Wenn die freiheitliche Fraktion nicht die heutige Sondersitzung initiiert hätte, Sie können sicher sein, daß der völlig untragbare Erstentwurf der Klubobleute Kostelka und Khol zur Bezügereform heute so, wie er war, verhandelt und beschlossen worden wäre und nicht in der Fassung des Abänderungsantrages. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Fekter: Aber nein! – Abg. Parnigoni: Überschätzen Sie sich nicht gar so! – Abg. Wurmitzer: Das ist eine maßlose Eigenüberschätzung!)
Abg. Wurmitzer: Das stimmt ja gar nicht! Das stimmt überhaupt nicht!
Es wird hier in einer Übertextierung in der Präambel dargelegt, daß neue Möglichkeiten für Minderheiten geschaffen werden, auf der anderen Seite wird aber sehr nobel verschwiegen und nur in Parenthese angeführt, daß eines der wichtigsten Minderheitsrechte, nämlich daß ein Fünftel der Abgeordneten des Hohen Hauses eine Sondersitzung beantragen kann, ganz einfach kaltschnäuzig abgeschafft wird. (Abg. Wurmitzer: Das stimmt ja gar nicht! Das stimmt überhaupt nicht!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Das war damals wirklich allen Demokraten und allen mit den parlamentarischen Werten einer Demokratie verbundenen Menschen uneinsichtig, daß ausgerechnet zwei Oppositionsparteien die wichtige Funktion des Vizepräsidenten des Rechnungshofes abschaffen wollten. Denn ich brauche Ihnen ja nicht zu erklären, daß der Rechnungshof ein Hilfsorgan des Parlaments ist und es naturgegeben so ist, daß die Opposition darauf pochen muß, daß der Rechnungshof seine Arbeit ungeschmälert, auch personell ungeschmälert, durchführen kann. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Schmidt: "Judaslohn" – das ist eine so widerwärtige Sprache! Das ist unerträglich!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir haben damals in der Debatte die Frage gestellt, was denn der Judaslohn dafür ist, daß Sie hier die Oppositionsrechte, obwohl Sie selbst angeblich in Opposition sind, beschneiden wollen. (Abg. Dr. Schmidt: "Judaslohn" – das ist eine so widerwärtige Sprache! Das ist unerträglich!) Vielleicht war das, meine Damen und Herren, auch Bestandteil des Gesamtpaketes, denn auch in der vergangenen Legislaturperiode hat man sich daran gestoßen, daß wir Freiheitlichen Sondersitzungen einberufen haben. Da hat man Ihnen offenbar versprochen, in einer Geschäftsordnungsreform werden die Rechte der Grünen und der Liberalen zu Lasten der freiheitlichen Opposition wahrgenommen.
Abg. Dr. Nowotny: Ein Sophist!
Wer hier im Gleichschritt mit den Mächtigen in diesem Land, wer hier im Gleichschritt mit der SPÖ eine Geschäftsordnungsreform schafft, eine Geschäftsordnungsreform befürwortet, sich dann noch stolz ins Fernsehen setzt und eine gemeinsame Pressekonferenz der sogenannten Viererbande ermöglicht – bitte stoßen Sie sich nicht an diesem Begriff, denn Bande ist ja nichts anderes, als daß man sich verbindet, und Sie haben sich ja sehr stark verbunden (Abg. Dr. Nowotny: Ein Sophist!) –, wer so einer Beschneidung der freiheitlichen Opposition oder überhaupt der Opposition Rechnung trägt, nur um sich den einen oder anderen Judaslohn einräumen zu lassen, den wird der Wähler bestrafen. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Nowotny: Was ist das für eine Sprache? Das ist Ihre Sprache! – Abg. Dr. Mertel: Pharisäer! – Abg. Dr. Karlsson: Pharisäer und Schriftgelehrter! – Abg. Mag. Stadler: Dann sind Sie eine Quäkerin! – Abg. Dr. Karlsson: Lieber Quäker als Pharisäer! Aber seien Sie nicht so schmissig! Man sieht es Ihnen eh an! Schmissig kann man ja sagen? Oder? – Abg. Dr. Nowotny: Der fühlt sich noch geschmeichelt!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Nowotny: Was ist das für eine Sprache? Das ist Ihre Sprache! – Abg. Dr. Mertel: Pharisäer! – Abg. Dr. Karlsson: Pharisäer und Schriftgelehrter! – Abg. Mag. Stadler: Dann sind Sie eine Quäkerin! – Abg. Dr. Karlsson: Lieber Quäker als Pharisäer! Aber seien Sie nicht so schmissig! Man sieht es Ihnen eh an! Schmissig kann man ja sagen? Oder? – Abg. Dr. Nowotny: Der fühlt sich noch geschmeichelt!
Wer hier im Gleichschritt mit den Mächtigen in diesem Land, wer hier im Gleichschritt mit der SPÖ eine Geschäftsordnungsreform schafft, eine Geschäftsordnungsreform befürwortet, sich dann noch stolz ins Fernsehen setzt und eine gemeinsame Pressekonferenz der sogenannten Viererbande ermöglicht – bitte stoßen Sie sich nicht an diesem Begriff, denn Bande ist ja nichts anderes, als daß man sich verbindet, und Sie haben sich ja sehr stark verbunden (Abg. Dr. Nowotny: Ein Sophist!) –, wer so einer Beschneidung der freiheitlichen Opposition oder überhaupt der Opposition Rechnung trägt, nur um sich den einen oder anderen Judaslohn einräumen zu lassen, den wird der Wähler bestrafen. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Nowotny: Was ist das für eine Sprache? Das ist Ihre Sprache! – Abg. Dr. Mertel: Pharisäer! – Abg. Dr. Karlsson: Pharisäer und Schriftgelehrter! – Abg. Mag. Stadler: Dann sind Sie eine Quäkerin! – Abg. Dr. Karlsson: Lieber Quäker als Pharisäer! Aber seien Sie nicht so schmissig! Man sieht es Ihnen eh an! Schmissig kann man ja sagen? Oder? – Abg. Dr. Nowotny: Der fühlt sich noch geschmeichelt!)
Abg. Dr. Mertel: Was ist das jetzt? Geisterstunde ist jetzt!
Abgeordnete Mag. Dr. Maria Theresia Fekter (ÖVP): Werter Herr Präsident! Hohes Haus! Im Jahr 1897, also vor 99 Jahren, erreichte die Parlamentskrise, die seit mehr als einem halben Jahr das gesamte innenpolitische Leben des cisleithanischen Teils der österreich-ungarischen Monarchie lahmgelegt hatte, ihren Höhepunkt und führte zu gewalttätigen Unruhen, die tiefe Spuren in der österreichischen Gesellschaft hinterlassen haben. (Abg. Dr. Mertel: Was ist das jetzt? Geisterstunde ist jetzt!) Ausgelöst wurde diese Parlamentskrise damals durch jahrelang ausgeübte Obstruktion als parlamentarisches Instrument, und diese Obstruktion eskalierte.
Abg. Mag. Stadler: Die Grünen!
Als Mittel zur Erreichung dieses Zieles gelten Dauerreden (Abg. Mag. Stadler: Die Grünen!) , die klassische Form der Obstruktion, der Versuch, durch Absenz das zur Beschlußfähigkeit notwendige Quorum zu verhindern (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen) , das dauernde Einbringen neuer Anträge (Abg. Mag. Stadler: Ja, durch die Regierung!) , die häufige Herbeiführung von Abstimmungen, möglichst in der aufwendigen Form namentlicher Abstimmungen, sowie die exzessive Nutzung des parlamentarischen Frage- und Interpellationsrechtes. (Abg. Haigermoser: Und die verfassungsmäßige Gesetzgebung rückwirkend!)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen
Als Mittel zur Erreichung dieses Zieles gelten Dauerreden (Abg. Mag. Stadler: Die Grünen!) , die klassische Form der Obstruktion, der Versuch, durch Absenz das zur Beschlußfähigkeit notwendige Quorum zu verhindern (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen) , das dauernde Einbringen neuer Anträge (Abg. Mag. Stadler: Ja, durch die Regierung!) , die häufige Herbeiführung von Abstimmungen, möglichst in der aufwendigen Form namentlicher Abstimmungen, sowie die exzessive Nutzung des parlamentarischen Frage- und Interpellationsrechtes. (Abg. Haigermoser: Und die verfassungsmäßige Gesetzgebung rückwirkend!)
Abg. Mag. Stadler: Ja, durch die Regierung!
Als Mittel zur Erreichung dieses Zieles gelten Dauerreden (Abg. Mag. Stadler: Die Grünen!) , die klassische Form der Obstruktion, der Versuch, durch Absenz das zur Beschlußfähigkeit notwendige Quorum zu verhindern (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen) , das dauernde Einbringen neuer Anträge (Abg. Mag. Stadler: Ja, durch die Regierung!) , die häufige Herbeiführung von Abstimmungen, möglichst in der aufwendigen Form namentlicher Abstimmungen, sowie die exzessive Nutzung des parlamentarischen Frage- und Interpellationsrechtes. (Abg. Haigermoser: Und die verfassungsmäßige Gesetzgebung rückwirkend!)
Abg. Haigermoser: Und die verfassungsmäßige Gesetzgebung rückwirkend!
Als Mittel zur Erreichung dieses Zieles gelten Dauerreden (Abg. Mag. Stadler: Die Grünen!) , die klassische Form der Obstruktion, der Versuch, durch Absenz das zur Beschlußfähigkeit notwendige Quorum zu verhindern (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen) , das dauernde Einbringen neuer Anträge (Abg. Mag. Stadler: Ja, durch die Regierung!) , die häufige Herbeiführung von Abstimmungen, möglichst in der aufwendigen Form namentlicher Abstimmungen, sowie die exzessive Nutzung des parlamentarischen Frage- und Interpellationsrechtes. (Abg. Haigermoser: Und die verfassungsmäßige Gesetzgebung rückwirkend!)
Abg. Scheibner: Aber damals war es die Opposition, jetzt ist es die Regierung! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Sehr verehrte Damen und Herren! Lieber Herr Kollege Haigermoser! Diese Definition, die ich gerade vorgelesen habe, beschreibt nicht das Verhalten einer Fraktion in diesem Haus, sondern diese Definition stammt bereits aus dem Jahr 1910 von Oswald Koller. Ähnlichkeiten mit heutigem Verhalten sind aber nicht nur zufällig, sondern beabsichtigt. (Abg. Scheibner: Aber damals war es die Opposition, jetzt ist es die Regierung! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dkfm. Holger Bauer: Na und?! – Abg. Scheibner: Da war noch die schöne Monarchie! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Khol: Scheibner, da schaust du! Eine gescheite Frau!
Lieber Herr Kollege Bauer! Der Oswald Koller hat eine Schrift verfaßt: "Die Obstruktion – Eine Studie aus dem vergleichenden Parlamentsrecht". Sie wurde 1910 herausgegeben. (Abg. Dkfm. Holger Bauer: Na und?! – Abg. Scheibner: Da war noch die schöne Monarchie! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Khol: Scheibner, da schaust du! Eine gescheite Frau!) Und diese Definition der Obstruktion zeigt ganz deutlich, wie notwendig Geschäftsordnungen sind, um einen effizienten Parlamentarismus zu gewährleisten. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Lieber Herr Kollege Bauer! Der Oswald Koller hat eine Schrift verfaßt: "Die Obstruktion – Eine Studie aus dem vergleichenden Parlamentsrecht". Sie wurde 1910 herausgegeben. (Abg. Dkfm. Holger Bauer: Na und?! – Abg. Scheibner: Da war noch die schöne Monarchie! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Khol: Scheibner, da schaust du! Eine gescheite Frau!) Und diese Definition der Obstruktion zeigt ganz deutlich, wie notwendig Geschäftsordnungen sind, um einen effizienten Parlamentarismus zu gewährleisten. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Dkfm. Holger Bauer: Wer hat das geschrieben? Das wird ein beauftragter Schreiberling gewesen sein!
Die Ähnlichkeit dieser damaligen Definition mit heutigen Verhältnissen oder mit Verhältnissen der vergangenen Monate (Abg. Dkfm. Holger Bauer: Wer hat das geschrieben? Das wird ein beauftragter Schreiberling gewesen sein!) , Herr Kollege Bauer, ist nicht zufällig. Ich empfinde nämlich das Verhalten der freiheitlichen Fraktion schon länger als obstruktiv.
Abg. Dkfm. Holger Bauer: Für spätes Nachhausekommen!
Die heutige Sondersitzung ist ein klassischer Fall. (Abg. Dkfm. Holger Bauer: Für spätes Nachhausekommen!) In einer Sitzung, in der das Bezügegesetz debattiert wird, eine dringliche Anfrage zum selben Thema einzubringen, ist in meinen Augen zwar formal gerechtfertigt, aber materiell-rechtlich ein Mißbrauch der Geschäftsordnung. Und wie ernst Herr Dr. Haider dieses Hohe Haus nimmt, beweist diese Einladung, meine sehr verehrten Damen und Herren! Hier lädt Herr Dr. Haider zu einem gemütlichen Info-Sommerabend ein (Ruf: Wann?) , im kleineren Kreis. (Rufe: Wann? Wann? – Abg. Dr. Leiner: Das rechtfertigt eine Sondersitzung!) Morgen abend, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Abg. Parnigoni: Da gehen wir alle hin! – Abg. Dr. Khol: Da gehen wir alle hin!) Dort gibt es nämlich Gelegenheit, mit Herrn Dr. Haider in lockerer Atmosphäre das eine oder andere Hintergrundgespräch zu führen. (Abg. Dr. Khol: Ach so! In lockerer Atmosphäre! – Abg. Dr. Mertel: Wo? – Abg. Dr. Khol: Wo ist das?) Also für alle, die den Dr. Haider morgen zu gewissen Hintergründen befragen wollen: Schweizerhaus im Wiener Prater, eine sehr stimmige Gegend. (Lebhafte Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Dr. Mertel: Der Haider geht, das Stimmvieh bleibt da!)
Ruf: Wann?
Die heutige Sondersitzung ist ein klassischer Fall. (Abg. Dkfm. Holger Bauer: Für spätes Nachhausekommen!) In einer Sitzung, in der das Bezügegesetz debattiert wird, eine dringliche Anfrage zum selben Thema einzubringen, ist in meinen Augen zwar formal gerechtfertigt, aber materiell-rechtlich ein Mißbrauch der Geschäftsordnung. Und wie ernst Herr Dr. Haider dieses Hohe Haus nimmt, beweist diese Einladung, meine sehr verehrten Damen und Herren! Hier lädt Herr Dr. Haider zu einem gemütlichen Info-Sommerabend ein (Ruf: Wann?) , im kleineren Kreis. (Rufe: Wann? Wann? – Abg. Dr. Leiner: Das rechtfertigt eine Sondersitzung!) Morgen abend, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Abg. Parnigoni: Da gehen wir alle hin! – Abg. Dr. Khol: Da gehen wir alle hin!) Dort gibt es nämlich Gelegenheit, mit Herrn Dr. Haider in lockerer Atmosphäre das eine oder andere Hintergrundgespräch zu führen. (Abg. Dr. Khol: Ach so! In lockerer Atmosphäre! – Abg. Dr. Mertel: Wo? – Abg. Dr. Khol: Wo ist das?) Also für alle, die den Dr. Haider morgen zu gewissen Hintergründen befragen wollen: Schweizerhaus im Wiener Prater, eine sehr stimmige Gegend. (Lebhafte Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Dr. Mertel: Der Haider geht, das Stimmvieh bleibt da!)
Rufe: Wann? Wann? – Abg. Dr. Leiner: Das rechtfertigt eine Sondersitzung!
Die heutige Sondersitzung ist ein klassischer Fall. (Abg. Dkfm. Holger Bauer: Für spätes Nachhausekommen!) In einer Sitzung, in der das Bezügegesetz debattiert wird, eine dringliche Anfrage zum selben Thema einzubringen, ist in meinen Augen zwar formal gerechtfertigt, aber materiell-rechtlich ein Mißbrauch der Geschäftsordnung. Und wie ernst Herr Dr. Haider dieses Hohe Haus nimmt, beweist diese Einladung, meine sehr verehrten Damen und Herren! Hier lädt Herr Dr. Haider zu einem gemütlichen Info-Sommerabend ein (Ruf: Wann?) , im kleineren Kreis. (Rufe: Wann? Wann? – Abg. Dr. Leiner: Das rechtfertigt eine Sondersitzung!) Morgen abend, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Abg. Parnigoni: Da gehen wir alle hin! – Abg. Dr. Khol: Da gehen wir alle hin!) Dort gibt es nämlich Gelegenheit, mit Herrn Dr. Haider in lockerer Atmosphäre das eine oder andere Hintergrundgespräch zu führen. (Abg. Dr. Khol: Ach so! In lockerer Atmosphäre! – Abg. Dr. Mertel: Wo? – Abg. Dr. Khol: Wo ist das?) Also für alle, die den Dr. Haider morgen zu gewissen Hintergründen befragen wollen: Schweizerhaus im Wiener Prater, eine sehr stimmige Gegend. (Lebhafte Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Dr. Mertel: Der Haider geht, das Stimmvieh bleibt da!)
Abg. Parnigoni: Da gehen wir alle hin! – Abg. Dr. Khol: Da gehen wir alle hin!
Die heutige Sondersitzung ist ein klassischer Fall. (Abg. Dkfm. Holger Bauer: Für spätes Nachhausekommen!) In einer Sitzung, in der das Bezügegesetz debattiert wird, eine dringliche Anfrage zum selben Thema einzubringen, ist in meinen Augen zwar formal gerechtfertigt, aber materiell-rechtlich ein Mißbrauch der Geschäftsordnung. Und wie ernst Herr Dr. Haider dieses Hohe Haus nimmt, beweist diese Einladung, meine sehr verehrten Damen und Herren! Hier lädt Herr Dr. Haider zu einem gemütlichen Info-Sommerabend ein (Ruf: Wann?) , im kleineren Kreis. (Rufe: Wann? Wann? – Abg. Dr. Leiner: Das rechtfertigt eine Sondersitzung!) Morgen abend, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Abg. Parnigoni: Da gehen wir alle hin! – Abg. Dr. Khol: Da gehen wir alle hin!) Dort gibt es nämlich Gelegenheit, mit Herrn Dr. Haider in lockerer Atmosphäre das eine oder andere Hintergrundgespräch zu führen. (Abg. Dr. Khol: Ach so! In lockerer Atmosphäre! – Abg. Dr. Mertel: Wo? – Abg. Dr. Khol: Wo ist das?) Also für alle, die den Dr. Haider morgen zu gewissen Hintergründen befragen wollen: Schweizerhaus im Wiener Prater, eine sehr stimmige Gegend. (Lebhafte Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Dr. Mertel: Der Haider geht, das Stimmvieh bleibt da!)
Abg. Dr. Khol: Ach so! In lockerer Atmosphäre! – Abg. Dr. Mertel: Wo? – Abg. Dr. Khol: Wo ist das?
Die heutige Sondersitzung ist ein klassischer Fall. (Abg. Dkfm. Holger Bauer: Für spätes Nachhausekommen!) In einer Sitzung, in der das Bezügegesetz debattiert wird, eine dringliche Anfrage zum selben Thema einzubringen, ist in meinen Augen zwar formal gerechtfertigt, aber materiell-rechtlich ein Mißbrauch der Geschäftsordnung. Und wie ernst Herr Dr. Haider dieses Hohe Haus nimmt, beweist diese Einladung, meine sehr verehrten Damen und Herren! Hier lädt Herr Dr. Haider zu einem gemütlichen Info-Sommerabend ein (Ruf: Wann?) , im kleineren Kreis. (Rufe: Wann? Wann? – Abg. Dr. Leiner: Das rechtfertigt eine Sondersitzung!) Morgen abend, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Abg. Parnigoni: Da gehen wir alle hin! – Abg. Dr. Khol: Da gehen wir alle hin!) Dort gibt es nämlich Gelegenheit, mit Herrn Dr. Haider in lockerer Atmosphäre das eine oder andere Hintergrundgespräch zu führen. (Abg. Dr. Khol: Ach so! In lockerer Atmosphäre! – Abg. Dr. Mertel: Wo? – Abg. Dr. Khol: Wo ist das?) Also für alle, die den Dr. Haider morgen zu gewissen Hintergründen befragen wollen: Schweizerhaus im Wiener Prater, eine sehr stimmige Gegend. (Lebhafte Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Dr. Mertel: Der Haider geht, das Stimmvieh bleibt da!)
Lebhafte Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Dr. Mertel: Der Haider geht, das Stimmvieh bleibt da!
Die heutige Sondersitzung ist ein klassischer Fall. (Abg. Dkfm. Holger Bauer: Für spätes Nachhausekommen!) In einer Sitzung, in der das Bezügegesetz debattiert wird, eine dringliche Anfrage zum selben Thema einzubringen, ist in meinen Augen zwar formal gerechtfertigt, aber materiell-rechtlich ein Mißbrauch der Geschäftsordnung. Und wie ernst Herr Dr. Haider dieses Hohe Haus nimmt, beweist diese Einladung, meine sehr verehrten Damen und Herren! Hier lädt Herr Dr. Haider zu einem gemütlichen Info-Sommerabend ein (Ruf: Wann?) , im kleineren Kreis. (Rufe: Wann? Wann? – Abg. Dr. Leiner: Das rechtfertigt eine Sondersitzung!) Morgen abend, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Abg. Parnigoni: Da gehen wir alle hin! – Abg. Dr. Khol: Da gehen wir alle hin!) Dort gibt es nämlich Gelegenheit, mit Herrn Dr. Haider in lockerer Atmosphäre das eine oder andere Hintergrundgespräch zu führen. (Abg. Dr. Khol: Ach so! In lockerer Atmosphäre! – Abg. Dr. Mertel: Wo? – Abg. Dr. Khol: Wo ist das?) Also für alle, die den Dr. Haider morgen zu gewissen Hintergründen befragen wollen: Schweizerhaus im Wiener Prater, eine sehr stimmige Gegend. (Lebhafte Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Dr. Mertel: Der Haider geht, das Stimmvieh bleibt da!)
Abg. Ing. Meischberger: Aber, Frau Kollegin, er nimmt dieses Haus so ernst, daß er nicht barfuß herumläuft!
Daß Herr Dr. Haider das Hohe Haus nicht wirklich ernst nimmt, beweist nämlich diese Einladung zu einem Zeitpunkt, wo wir morgen hier die Sozialdebatte abführen werden. (Abg. Ing. Meischberger: Aber, Frau Kollegin, er nimmt dieses Haus so ernst, daß er nicht barfuß herumläuft!) Zugunsten einer Schlagzeile interessiert nämlich Herrn Dr. Haider die Sozialdebatte nicht. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Dr. Khol: Meischberger, kennst du den Begriff "Praterstrizzi"? – Abg. Dr. Partik-Pablé: Gehen Sie morgen auch ins Schweizerhaus? – Abg. Schwarzenberger: Alle gehen wir hin!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Dr. Khol: Meischberger, kennst du den Begriff "Praterstrizzi"? – Abg. Dr. Partik-Pablé: Gehen Sie morgen auch ins Schweizerhaus? – Abg. Schwarzenberger: Alle gehen wir hin!
Daß Herr Dr. Haider das Hohe Haus nicht wirklich ernst nimmt, beweist nämlich diese Einladung zu einem Zeitpunkt, wo wir morgen hier die Sozialdebatte abführen werden. (Abg. Ing. Meischberger: Aber, Frau Kollegin, er nimmt dieses Haus so ernst, daß er nicht barfuß herumläuft!) Zugunsten einer Schlagzeile interessiert nämlich Herrn Dr. Haider die Sozialdebatte nicht. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Dr. Khol: Meischberger, kennst du den Begriff "Praterstrizzi"? – Abg. Dr. Partik-Pablé: Gehen Sie morgen auch ins Schweizerhaus? – Abg. Schwarzenberger: Alle gehen wir hin!)
Abg. Ing. Meischberger: Aber die Schuhe hat er nie ausgezogen!
Wenn ich von obstruktivem Verhalten spreche, dann ist auch diese Schlagzeile obstruktiv gewesen, Herr Kollege Meischberger. (Abg. Ing. Meischberger: Aber die Schuhe hat er nie ausgezogen!) Ich meine nämlich hier den Mißbrauch der parlamentarischen Instrumente.
Abg. Ing. Meischberger: Aber er hat dabei immer die Schuhe an!
Hohes Haus! Demokratie gebietet Respekt vor den Institutionen und den Minderheitenrechten. Das Ernstnehmen der Institutionen zeigt sich aber zum Beispiel auch im Umgang mit diesen. Wer zudem zuläßt, daß in weiten Teilen der Bevölkerung der Eindruck entsteht, hier gerät der Parlamentarismus zeitlich oder auch thematisch aus den Fugen, weil nichts mehr planbar ist oder Dringlichkeit vorgegaukelt wird, Sondersitzungen verlangt werden, obwohl ohnehin Plenarsitzungen unmittelbar bevorstehen (Abg. Ing. Meischberger: Aber er hat dabei immer die Schuhe an!) , handelt demokratiepolitisch bedenklich. (Abg. Ing. Meischberger: Er hat immer die Schuhe an! – Abg. Dr. Mertel: Sie würden sonst einen Geruch verbreiten!) Dazu paßt die Demontage des Politikers insgesamt, was heute durch die stellenweise unwürdige Debatte im Hinblick auf die Bezüge bewiesen worden ist und für mich das obstruktive Tüpfelchen auf dem i war.
Abg. Ing. Meischberger: Er hat immer die Schuhe an! – Abg. Dr. Mertel: Sie würden sonst einen Geruch verbreiten!
Hohes Haus! Demokratie gebietet Respekt vor den Institutionen und den Minderheitenrechten. Das Ernstnehmen der Institutionen zeigt sich aber zum Beispiel auch im Umgang mit diesen. Wer zudem zuläßt, daß in weiten Teilen der Bevölkerung der Eindruck entsteht, hier gerät der Parlamentarismus zeitlich oder auch thematisch aus den Fugen, weil nichts mehr planbar ist oder Dringlichkeit vorgegaukelt wird, Sondersitzungen verlangt werden, obwohl ohnehin Plenarsitzungen unmittelbar bevorstehen (Abg. Ing. Meischberger: Aber er hat dabei immer die Schuhe an!) , handelt demokratiepolitisch bedenklich. (Abg. Ing. Meischberger: Er hat immer die Schuhe an! – Abg. Dr. Mertel: Sie würden sonst einen Geruch verbreiten!) Dazu paßt die Demontage des Politikers insgesamt, was heute durch die stellenweise unwürdige Debatte im Hinblick auf die Bezüge bewiesen worden ist und für mich das obstruktive Tüpfelchen auf dem i war.
Abg. Dkfm. Holger Bauer: Ein Racheakt ist keine Reform!
Werte Kollegen von der freiheitlichen Fraktion! Sie haben durch Ihr Verhalten diese Geschäftsordnungsreform geradezu provoziert, weil Sie den Respekt vor den parlamentarischen Spielregeln vermissen lassen. (Abg. Dkfm. Holger Bauer: Ein Racheakt ist keine Reform!) Nein, Herr, Kollege Bauer, kein Racheakt, sondern (Abg. Dkfm. Holger Bauer: Sondern ein Geständnis!) es ist die Sorge um den Parlamentarismus in dieser Republik gewesen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dkfm. Holger Bauer: Sondern ein Geständnis!
Werte Kollegen von der freiheitlichen Fraktion! Sie haben durch Ihr Verhalten diese Geschäftsordnungsreform geradezu provoziert, weil Sie den Respekt vor den parlamentarischen Spielregeln vermissen lassen. (Abg. Dkfm. Holger Bauer: Ein Racheakt ist keine Reform!) Nein, Herr, Kollege Bauer, kein Racheakt, sondern (Abg. Dkfm. Holger Bauer: Sondern ein Geständnis!) es ist die Sorge um den Parlamentarismus in dieser Republik gewesen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Werte Kollegen von der freiheitlichen Fraktion! Sie haben durch Ihr Verhalten diese Geschäftsordnungsreform geradezu provoziert, weil Sie den Respekt vor den parlamentarischen Spielregeln vermissen lassen. (Abg. Dkfm. Holger Bauer: Ein Racheakt ist keine Reform!) Nein, Herr, Kollege Bauer, kein Racheakt, sondern (Abg. Dkfm. Holger Bauer: Sondern ein Geständnis!) es ist die Sorge um den Parlamentarismus in dieser Republik gewesen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Stadler: Aufpassen! Genau in der Zeile bleiben!
Der Respekt vor den demokratischen Institutionen ist ein Wert an sich, der Ihnen bedauerlicherweise fremd ist. (Abg. Mag. Stadler: Aufpassen! Genau in der Zeile bleiben!) , und die große Mehrheit in diesem Haus will diesen Wert nicht einer Titelstory opfern, sondern effizient debattieren – unter Wahrung der Minderheitenrechte.
Abg. Dr. Mertel: Da wurden schon die Kinder kontrolliert! Unter Dollfuß wurden schon die Kinder kontrolliert! – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Wir von der ÖVP haben gelernt aus der Geschichte, denn gerade angesichts des relativ jungen österreichischen Parlamentarismus schufen die Obstruktionsszenen 1897 ... (Abg. Dr. Mertel: Da wurden schon die Kinder kontrolliert! Unter Dollfuß wurden schon die Kinder kontrolliert! – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Passen Sie auf, Herr Kollege Scheibner, Nachhilfeunterricht in Geschichte tut Ihnen nämlich gut. (Beifall bei der ÖVP.) Die Obstruktionsszenen 1897 schufen bei weiten Teilen der Bevölkerung eine Klischeebild vom Parlament als einen Ort sinnentleerter Verbalauseinandersetzungen (Abg. Mag. Stadler: Wie hat denn damals das Parlament geheißen?) oder überhaupt der Destruktion und des Chaos, insbesondere bei der studierenden Jugend. (Abg. Mag. Stadler: Wie hat denn damals das Parlament geheißen?)
Beifall bei der ÖVP.
Wir von der ÖVP haben gelernt aus der Geschichte, denn gerade angesichts des relativ jungen österreichischen Parlamentarismus schufen die Obstruktionsszenen 1897 ... (Abg. Dr. Mertel: Da wurden schon die Kinder kontrolliert! Unter Dollfuß wurden schon die Kinder kontrolliert! – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Passen Sie auf, Herr Kollege Scheibner, Nachhilfeunterricht in Geschichte tut Ihnen nämlich gut. (Beifall bei der ÖVP.) Die Obstruktionsszenen 1897 schufen bei weiten Teilen der Bevölkerung eine Klischeebild vom Parlament als einen Ort sinnentleerter Verbalauseinandersetzungen (Abg. Mag. Stadler: Wie hat denn damals das Parlament geheißen?) oder überhaupt der Destruktion und des Chaos, insbesondere bei der studierenden Jugend. (Abg. Mag. Stadler: Wie hat denn damals das Parlament geheißen?)
Abg. Mag. Stadler: Wie hat denn damals das Parlament geheißen?
Wir von der ÖVP haben gelernt aus der Geschichte, denn gerade angesichts des relativ jungen österreichischen Parlamentarismus schufen die Obstruktionsszenen 1897 ... (Abg. Dr. Mertel: Da wurden schon die Kinder kontrolliert! Unter Dollfuß wurden schon die Kinder kontrolliert! – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Passen Sie auf, Herr Kollege Scheibner, Nachhilfeunterricht in Geschichte tut Ihnen nämlich gut. (Beifall bei der ÖVP.) Die Obstruktionsszenen 1897 schufen bei weiten Teilen der Bevölkerung eine Klischeebild vom Parlament als einen Ort sinnentleerter Verbalauseinandersetzungen (Abg. Mag. Stadler: Wie hat denn damals das Parlament geheißen?) oder überhaupt der Destruktion und des Chaos, insbesondere bei der studierenden Jugend. (Abg. Mag. Stadler: Wie hat denn damals das Parlament geheißen?)
Abg. Mag. Stadler: Wie hat denn damals das Parlament geheißen?
Wir von der ÖVP haben gelernt aus der Geschichte, denn gerade angesichts des relativ jungen österreichischen Parlamentarismus schufen die Obstruktionsszenen 1897 ... (Abg. Dr. Mertel: Da wurden schon die Kinder kontrolliert! Unter Dollfuß wurden schon die Kinder kontrolliert! – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Passen Sie auf, Herr Kollege Scheibner, Nachhilfeunterricht in Geschichte tut Ihnen nämlich gut. (Beifall bei der ÖVP.) Die Obstruktionsszenen 1897 schufen bei weiten Teilen der Bevölkerung eine Klischeebild vom Parlament als einen Ort sinnentleerter Verbalauseinandersetzungen (Abg. Mag. Stadler: Wie hat denn damals das Parlament geheißen?) oder überhaupt der Destruktion und des Chaos, insbesondere bei der studierenden Jugend. (Abg. Mag. Stadler: Wie hat denn damals das Parlament geheißen?)
Zwischenruf des Abg. Scheibner
Herr Kollege Stadler! Weil Ihnen eben dieses Geschichtswissen fehlt (Zwischenruf des Abg. Scheibner ) , gehen Sie derart mißachtend gegenüber dem Parlament vor. (Abg. Mag. Stadler: Wie hat es denn geheißen? Geben Sie doch einmal eine Antwort! – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Mag. Stadler: Wie hat es denn damals geheißen?) Herr Kollege Stadler, lassen Sie mich fortfahren! (Abg. Mag. Stadler: Ich habe eine Frage gestellt, Frau Geschichtslehrerin! Geben Sie mir eine Antwort!)
Abg. Mag. Stadler: Wie hat es denn geheißen? Geben Sie doch einmal eine Antwort! – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Mag. Stadler: Wie hat es denn damals geheißen?
Herr Kollege Stadler! Weil Ihnen eben dieses Geschichtswissen fehlt (Zwischenruf des Abg. Scheibner ) , gehen Sie derart mißachtend gegenüber dem Parlament vor. (Abg. Mag. Stadler: Wie hat es denn geheißen? Geben Sie doch einmal eine Antwort! – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Mag. Stadler: Wie hat es denn damals geheißen?) Herr Kollege Stadler, lassen Sie mich fortfahren! (Abg. Mag. Stadler: Ich habe eine Frage gestellt, Frau Geschichtslehrerin! Geben Sie mir eine Antwort!)
Abg. Mag. Stadler: Ich habe eine Frage gestellt, Frau Geschichtslehrerin! Geben Sie mir eine Antwort!
Herr Kollege Stadler! Weil Ihnen eben dieses Geschichtswissen fehlt (Zwischenruf des Abg. Scheibner ) , gehen Sie derart mißachtend gegenüber dem Parlament vor. (Abg. Mag. Stadler: Wie hat es denn geheißen? Geben Sie doch einmal eine Antwort! – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Mag. Stadler: Wie hat es denn damals geheißen?) Herr Kollege Stadler, lassen Sie mich fortfahren! (Abg. Mag. Stadler: Ich habe eine Frage gestellt, Frau Geschichtslehrerin! Geben Sie mir eine Antwort!)
Abg. Mag. Stadler: Die Antwort hängt bei Ihnen im Klub! Das war der Austrofaschismus!
Abgeordnete Mag. Dr. Maria Theresia Fekter (fortsetzend): Der Beginn der dreißiger Jahre war geprägt durch dieses Parlament. (Abg. Mag. Stadler: Die Antwort hängt bei Ihnen im Klub! Das war der Austrofaschismus!) Und liest man das 1937 erschienene programmatische Buch des damaligen Bundeskanzlers Kurt Schuschnigg "Dreimal Österreich", so wird diese Annahme bestätigt. (Abg. Mag. Stadler: Der Austrofaschismus war das! – Abg. Scheibner: Wo war denn das Parlament damals? – Zahlreiche weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Abg. Scheibner: Monarchisten und Austrofaschisten!)
Abg. Mag. Stadler: Der Austrofaschismus war das! – Abg. Scheibner: Wo war denn das Parlament damals? – Zahlreiche weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Abg. Scheibner: Monarchisten und Austrofaschisten!
Abgeordnete Mag. Dr. Maria Theresia Fekter (fortsetzend): Der Beginn der dreißiger Jahre war geprägt durch dieses Parlament. (Abg. Mag. Stadler: Die Antwort hängt bei Ihnen im Klub! Das war der Austrofaschismus!) Und liest man das 1937 erschienene programmatische Buch des damaligen Bundeskanzlers Kurt Schuschnigg "Dreimal Österreich", so wird diese Annahme bestätigt. (Abg. Mag. Stadler: Der Austrofaschismus war das! – Abg. Scheibner: Wo war denn das Parlament damals? – Zahlreiche weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Abg. Scheibner: Monarchisten und Austrofaschisten!)
Abg. Mag. Stadler: Sie zitiert Austrofaschisten als Rechtfertigung für die Geschäftsordnungsreform! Das ist ja unglaublich!
Inzwischen hat der Parlamentarismus in Österreich tiefe und gesunde Wurzeln geschlagen, und die heutige Geschäftsordnungsreform trägt dazu bei (Abg. Mag. Stadler: Sie zitiert Austrofaschisten als Rechtfertigung für die Geschäftsordnungsreform! Das ist ja unglaublich!) , daß Tendenzen, wie wir sie in diesem Jahrhundert schon erlebt hatten, nicht aufkommen können. (Abg. Scheibner: Jetzt wissen wir wenigstens, woran wir sind!) Der Mehrparteienkonsens war dabei unumgängliche demokratiepolitische Voraussetzung.
Abg. Scheibner: Jetzt wissen wir wenigstens, woran wir sind!
Inzwischen hat der Parlamentarismus in Österreich tiefe und gesunde Wurzeln geschlagen, und die heutige Geschäftsordnungsreform trägt dazu bei (Abg. Mag. Stadler: Sie zitiert Austrofaschisten als Rechtfertigung für die Geschäftsordnungsreform! Das ist ja unglaublich!) , daß Tendenzen, wie wir sie in diesem Jahrhundert schon erlebt hatten, nicht aufkommen können. (Abg. Scheibner: Jetzt wissen wir wenigstens, woran wir sind!) Der Mehrparteienkonsens war dabei unumgängliche demokratiepolitische Voraussetzung.
Abg. Scheibner: So wie 1934! Das ist ein Wahnsinn!
Wenn wir wollen, daß unsere Kinder den notwendigen Respekt vor unserer Demokratie und ihren Institutionen mitbekommen (Abg. Scheibner: So wie 1934! Das ist ein Wahnsinn!) , dann soll unsere Arbeit hier im Hohen Haus nicht für Selbstdarstellung oder für eine Schlagzeile von morgen mißbraucht werden, sondern es muß ein effizientes Gesetzgebungsorgan und ein schlagkräftiges Kontrollinstrument sein. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Wenn wir wollen, daß unsere Kinder den notwendigen Respekt vor unserer Demokratie und ihren Institutionen mitbekommen (Abg. Scheibner: So wie 1934! Das ist ein Wahnsinn!) , dann soll unsere Arbeit hier im Hohen Haus nicht für Selbstdarstellung oder für eine Schlagzeile von morgen mißbraucht werden, sondern es muß ein effizientes Gesetzgebungsorgan und ein schlagkräftiges Kontrollinstrument sein. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Scheibner: Da können Sie nicht dabeigewesen sein!
Die Geschäftsordnungsreform ist auch nach meiner Einschätzung das Ergebnis von Vernunft, von Augenmaß und von der Kompromißfähigkeit (Abg. Scheibner: Da können Sie nicht dabeigewesen sein!) , die auch Interessengegensätze zwischen oppositionellen Anliegen und Regie
Beifall beim Liberalen Forum und bei den Grünen.
Wenn eine dringliche Anfrage sozusagen dazu verkommt, daß sie dazu verwendet wird, daß man mit einem bestimmten Timing die Reihenfolge der sonst vorhandenen Rednerlisten verändern kann, dann ist sie kein Oppositionsrecht, sondern dann ist sie ein Instrument zur Verwendung von Stilmitteln, die mit Parlamentarismus nichts zu tun haben, sondern nur mehr mit Schaubühne. Das ist aber eben etwas, was eine Oppositionspartei mit dem Verständnis des Liberalen Forums nicht nachvollziehen kann. Denn für uns ist das Parlament natürlich ein Ort der öffentlichen Auseinandersetzung, aber keine Schaubühne, auf der ausschließlich nach dem Timing von Medienerfordernissen und ausschließlich nach dem Gesichtspunkt, was spektakulär und überschriftentauglich ist, diskutiert wird, sondern wo es um inhaltliche Auseinandersetzungen geht. (Beifall beim Liberalen Forum und bei den Grünen.)
Ruf bei der SPÖ. Unerhört!
Das war der härteste Ausspruch des Kollegen Krüger. Die anderen Ausdrücke, die er verwendet hat, sind die ihm eigenen Stilmittel. "Anschlag auf den Parlamentarismus" und "Judaslohn" – das ist Krüger im Originalton. Aber für sich mit einer Arroganz sondergleichen in Anspruch zu nehmen, daß alle, die mit dieser Geschäftsordnungsreform einverstanden sind, keine Demokraten sind – weil nicht entsetzt offenbar, denn nur jemand, der entsetzt ist über diese Reform, ist ein Demokrat –, das ist dieses ganz, ganz primitive Schwarz-Weiß: Wir die Guten, alle anderen die Bösen. (Ruf bei der SPÖ. Unerhört!) Und sei die Mehrheit noch so groß! Wenn sie nicht die Mei
Zwischenruf des Abg. Dr. Krüger.
Ich zitiere hier nur Krüger. Und ich wiederhole noch einmal, und ich würde es gerne auch zum wiederholten Male in den Stenographischen Protokollen lesen: Wenn alle Demokraten entsetzt waren über das, was in den Verhandlungen zwischen SPÖ, ÖVP, Liberalen und Grünen herausgekommen ist, dann sind offenbar diese vier Parteien keine Demokraten. Denn sonst müßte ich sagen: Khol war entsetzt über sein eigenes Ergebnis. Er war es nicht, also ist er kein Demokrat! (Zwischenruf des Abg. Dr. Krüger. ) Kostelka war nicht entsetzt über das eigene Ergebnis: Er ist also kein Demokrat. Waren Schmidt und Frischenschlager entsetzt? – Nein, also sind sie keine Demokraten. Wabl war nicht entsetzt, also ist er auch kein Demokrat. (Abg. Haigermoser: Und Kier?) Kier ist auch nicht entsetzt, also ist er auch kein Demokrat. Aber Haider – er ist abwesend, sozusagen nur in Astralleibform vorhanden – war entsetzt. Daraus schließe ich folgerichtig, daß er ein Demokrat ist! Wenn man also in der Minderheit bleibt, dann braucht man nur für sich in Anspruch nehmen, daß man entsetzt war: Dann ist man ein Demokrat.
Abg. Haigermoser: Und Kier?
Ich zitiere hier nur Krüger. Und ich wiederhole noch einmal, und ich würde es gerne auch zum wiederholten Male in den Stenographischen Protokollen lesen: Wenn alle Demokraten entsetzt waren über das, was in den Verhandlungen zwischen SPÖ, ÖVP, Liberalen und Grünen herausgekommen ist, dann sind offenbar diese vier Parteien keine Demokraten. Denn sonst müßte ich sagen: Khol war entsetzt über sein eigenes Ergebnis. Er war es nicht, also ist er kein Demokrat! (Zwischenruf des Abg. Dr. Krüger. ) Kostelka war nicht entsetzt über das eigene Ergebnis: Er ist also kein Demokrat. Waren Schmidt und Frischenschlager entsetzt? – Nein, also sind sie keine Demokraten. Wabl war nicht entsetzt, also ist er auch kein Demokrat. (Abg. Haigermoser: Und Kier?) Kier ist auch nicht entsetzt, also ist er auch kein Demokrat. Aber Haider – er ist abwesend, sozusagen nur in Astralleibform vorhanden – war entsetzt. Daraus schließe ich folgerichtig, daß er ein Demokrat ist! Wenn man also in der Minderheit bleibt, dann braucht man nur für sich in Anspruch nehmen, daß man entsetzt war: Dann ist man ein Demokrat.
Beifall beim Liberalen Forum, bei den Grünen und bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Im Sinne der Kollegin Apfelbeck ist "der Akt des Herrschers über die Demokraten gerollt." Denn sie hat ja gesagt, daß dieser Kompromiß ein Akt des Herrschers war. Wenn also eine Mehrheit sich zu einem Kompromiß findet und entsprechend abstimmt, dann wird das zum Gesetz. Das Recht soll in diesem Lande das letzte Wort haben, und insofern herrscht es auch. Aber der Herrscher, den Kollegin Apfelbeck gemeint hat, sitzt in ihrer Fraktion und ist momentan nicht anwesend. Er demonstriert damit, daß er sich für die Geschäftsordnung überhaupt nicht interessiert, was mich auch nicht wundert. Denn wozu braucht er sie? – Er braucht sie bestenfalls für seine Selbstdarstellung. Und das ist im 24.20 Uhr nicht mehr gut möglich. Logischerweise ist er daher nicht da. In einer "Dritten Republik" würden wir keine Geschäftsordnung mehr haben. Da werden alle Demokraten zwar entsetzt sein, aber dann die wirklichen. – Danke schön. (Beifall beim Liberalen Forum, bei den Grünen und bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ, des Liberalen Forums.
Abgeordnete Dr. Gertrude Brinek (ÖVP): Herr Präsident! Hohes Haus! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen. Wir debattieren über die Geschäftsordnung. Wenn man die Geschäftsordnungsreform in der Öffentlichkeit oder bei der Basis im Wahlkreis diskutiert, wird man oft mit dem Argument konfrontiert: Das ist doch ganz einfach! In anderen Arbeitsforen werden auch Gesetze gemacht, Wissen produziert, Entscheidungen getroffen und so weiter. – Mit dem Parlament und mit dem Parlamentarismus hat es jedoch – wie wir heute schon deutlich sehen konnten – eine andere Bewandtnis. Es ist nicht so leicht, wie ein Außenstehender vielleicht meint, zu einem einstimmigen Ergebnis zu kommen. Daher freut es mich als noch nicht so lange im Amt seiende Parlamentarierin umso mehr, daß es zu einem Beschluß kommt, dem sich vier aufrecht demokratische parlamentarische Fraktionen anschließen, was sie auch vertreten können. Das ist ein schönes Erlebnis! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ, des Liberalen Forums.) Ich glaube, daß wir zu diesem Ergebnis auch mit einem Blick einerseits über die Grenzen und andererseits ein bißchen in die Tradition gekommen sind. Die europäischen Parlamente beziehen sich im wesentlichen auf die Demokratie und die Mitbestimmungsvorstellungen des klassischen Athen. Auch dort hat man bereits erkannt, daß überall dort, wo Menschen arbeiten, das "Menscheln" natürlich auch diszipliniert werden muß, daß man sich Instrumentarien schaffen muß, um Arbeit zu ermöglichen und gleichzeitig aber alle möglichen negativen Seiten auszuschließen. Wissen Sie übrigens, wie lange die dort mit der Wasseruhr gemessene Redezeit sein durfte? – Sechs Minuten! – Wir beschließen hier also eine eigentlich traditionelle und gleichzeitig sehr moderne Variante der Geschäftsordnung!
Beifall bei der ÖVP.
Apropos pragmatisch: Ein funktionierendes Parlament ist auch eine Arbeitsstätte. Das kann ich feststellen, wenn ich hier zu meiner Linken, zu meiner Rechten und auch an meine Rückseite blicke. – Angestellte, Arbeiter, öffentlich Bedienstete leisten hier Arbeit, erbringen wesentliche Dienste und tragen zum guten Gelingen unserer Gesetzes- und Kontrollarbeit bei. Daher meine ich, daß künftig arbeitsrechtliche und arbeitnehmerschutzrechtliche Normen nicht nur verabschiedet, sondern auch eingelöst werden müssen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Planbarkeit der Arbeit – etwa im britischen Parlament weiß man heute schon, was im November an einem ganz bestimmten Tag auf der Tagesordnung stehen und behandelt werden wird – entspricht im wesentlichen den Vorstellungen von parlamentarischer und politischer Arbeit wie sie auch Frauen gerne mögen, und das gar nicht zu Unrecht. – Darüber freue ich mich! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Es kann wirklich keine Dauerlösung sein, daß man einen geregelten Sitzungsablauf immer nur auf die Hoffnung aufbaut, daß Fraktionen ihre Redezeit nicht ausschöpfen beziehungsweise darauf verzichten. Es kommt bei jeder Sitzung zu zeitlichen Auswüchsen. Es ist für uns Abgeordnete so gut wie nichts mehr planbar. – Die Hauptschuldigen sind natürlich beinahe immer die Freiheitlichen. Es ist wirklich höchst an der Zeit, daß diesem unhaltbaren Zustand mit einer neuen Geschäftsordnungsreform Einhalt geboten wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich bin erfreut darüber, daß die beiden kleinen Oppositionsparteien aufgrund von entsprechenden Verhandlungen diese Geschäftsordnungsreform mittragen werden. Das zeigt auch, daß diese Änderung nicht über die Köpfe der kleinen Parteien hinweggeht, sondern die Auswüchse, die meist durch die Freiheitlichen verursacht werden, verhindern hilft und einen geregelten Parlamentsbetrieb gewährleisten wird. – Liebend gerne werde ich dieser neuen Geschäftsordnung meine Zustimmung geben. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Das hat kein Mensch gesagt!
Abgeordneter Mag. Thomas Barmüller (Liberales Forum): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Es ist mir wichtig, zur Sondersitzung noch folgendes anzumerken: Es wurde den Liberalen und den Grünen sehr geneidet, aber sie werden in Zukunft auch die Möglichkeit haben, zu wichtigen Themen eine Sondersitzung zu verlangen. (Abg. Scheibner: Das hat kein Mensch gesagt!) Außerdem – und das ist der eigentliche Sinn der Sondersitzung, und so war sie in diesem Gesamtregime auch zu sehen – soll jede Oppositionsfraktion die Möglichkeit haben, den Sitzungsfluß für den Fall aufrechtzuerhalten – und dieser könnte eintreten –, daß eine Regierung
Zwischenruf des Abg. Dr. Graf.
Herr Abgeordneter Haupt – Frau Abgeordnete Brinek hat das schon kurz gestreift – hat in seiner Rede heute gemeint, daß sich niemand zu wundern braucht, wenn in Zukunft die Ausdrücke härter werden, weil es eine Redezeitbeschränkung geben wird. – Ihm ist entgegenzuhalten, daß er Ursache und Wirkung verwechselt. Denn in den letzten Jahren ist die Ausdrucksweise im Hohen Haus zwar qualitativ nicht unbedingt gestiegen, aber jedenfalls härter geworden: Und das ist etwas, was wohl nicht er persönlich, aber doch zu einem guten Teil seine Fraktion zu verantworten hat. Meine Damen und Herren! Ich meine, daß die Regelungen betreffend die Redezeitbeschränkung letztlich nur der Versuch sind, daß eine gewisse Redekultur im Hause selbst noch gewahrt werden kann. (Zwischenruf des Abg. Dr. Graf. )
Beifall beim Liberalen Forum sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Meine Damen und Herren! Eine freiwillige Beschränkung von Redezeiten wäre in diesem Haus wünschenswert gewesen, hätte aber erfordert, daß Fraktionen in der Präsidiale nicht einen Standpunkt vertreten und dann hier im Plenum anders handeln. Insofern wird diese Geschäftsordnungsreform eine Bereicherung für dieses Haus darstellen. Es wird interessanter werden, und die Medien werden das Ganze leichter beobachten und transportieren können. – Danke schön. (Beifall beim Liberalen Forum sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Abg. Dr. Ofner: Das genügt schon!
Im Zusammenhang mit dem Neubau der Brücke im Bereich des Straßengrenzüberganges Langegg/Jurski wurde der Glanzbach (Gemeinde Glanz) reguliert. Die Staatsgrenze wurde in die Mitte des Regulierungsgerinnes verlegt. Die aufgrund dieser Vermessung vorgenommen Berechnungen ergaben eine Flächendifferenz von 92 m2 zugunsten der Republik Österreich, die im trockenen Teil ausgeglichen wird. (Abg. Dr. Ofner: Das genügt schon!) Ich kürze ohnedies! (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Freiheitlichen.) Der ganze Bericht ist fünf Mal so lang!
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Freiheitlichen.
Im Zusammenhang mit dem Neubau der Brücke im Bereich des Straßengrenzüberganges Langegg/Jurski wurde der Glanzbach (Gemeinde Glanz) reguliert. Die Staatsgrenze wurde in die Mitte des Regulierungsgerinnes verlegt. Die aufgrund dieser Vermessung vorgenommen Berechnungen ergaben eine Flächendifferenz von 92 m2 zugunsten der Republik Österreich, die im trockenen Teil ausgeglichen wird. (Abg. Dr. Ofner: Das genügt schon!) Ich kürze ohnedies! (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Freiheitlichen.) Der ganze Bericht ist fünf Mal so lang!
Abg. Mag. Guggenberger: Danke!
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche): Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Meine Damen und Herren! Es wurde heute sehr viel geklagt über zu lange Sitzungen und darüber, daß man bis spät in die Nacht hinein tagt. Kollege Guggenberger gähnt schon, deshalb werde ich es ganz kurz machen. (Abg. Mag. Guggenberger: Danke!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Nach diesen bewegenden Worten des Berichterstatters bleibt mir eigentlich zu diesen beiden Vorlagen nicht mehr viel zu sagen. Es geht also um Grenzveränderungen, die aus der Regulierung des Glanzbaches und des Rischbergbaches resultieren. Ich kann sagen, daß meine Fraktion diesen beiden Vorlagen zustimmen wird. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Abg. Schieder: Österreich ist größer geworden.
Das ist etwas Positives, denn es geht um wichtige Dinge. Es ist erstaunlich und auch sehr schön, daß es Grenzveränderungen auf dem Vertragswege gibt. Und ich glaube, Herr Berichterstatter, daß die Veränderungen zugunsten Österreichs vorgenommen wurden. (Abg. Schieder: Österreich ist größer geworden.) Das ist ja eine Verbesserung! Man kann, glaube ich, nur aus vollstem Herzen zustimmen, daß unser Land jetzt um rund 93 m2 größer geworden ist.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Es ist allerdings auch zu bedenken, daß es nicht zu gewissen Erscheinungen kommt: So mußten wir etwa jetzt im Zusammenhang mit der Türkei aufgrund des Assoziierungsabkommens der EU mit diesem Staat bemerken, daß über die Hintertür Maßnahmen greifen, die für uns sehr negativ sind. Eine dieser Maßnahmen könnte die Landwirtschaft treffen. Über diese Problematik wird dann noch meine Kollegin Aumayr zu Ihnen sprechen, die eine etwas differenziertere Haltung zu diesem Punkt hat. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Aumayr: Uns bleibt nichts erspart!
Präsident Dr. Heinz Fischer: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Dr. Mock. – Er hat das Wort. (Abg. Aumayr: Uns bleibt nichts erspart!)
Abg. Dr. Ofner: Dafür bin ich dankbar! Ich bitte, nicht nachzulassen!
Minderheitenfragen sind wesentliche Bestandteile der Menschenrechtsproblematik, und wir hoffen, daß es auch in diesem Zusammenhang Fortschritte geben wird. Die Slowenen sind sich dessen bewußt, und es wurde ihnen auch oft genug gesagt. (Abg. Dr. Ofner: Dafür bin ich dankbar! Ich bitte, nicht nachzulassen!)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Schieder.
Meine Damen und Herren! Aufgrund der Situation Österreichs in der europäischen Staatengemeinschaft haben wir nicht nur eine Solidaritätsverpflichtung gegenüber Ländern, die mit dem schwierigen Erbe des kommunistischen Regimes belastet sind. Die Sicherheit und die Stabilität dieser Länder in den kommenden Jahren ist auch unsere Stabilität. Es ist gar nicht so uneigennützig, wenn wir dazu beitragen, daß die Länder wirtschaftliche und politische Stabilität erreichen. Die Stabilität Ungarns, der Slowakei, Tschechiens, Polens, Sloweniens und anderer Länder bedingt in hohem Maß auch die österreichische Zukunft. Wir haben an der Stabilität dieser Länder ein bedeutendes Interesse, und ich spreche auf jeden Fall für meine Partei, wenn ich sage, daß wir uns mit allen unseren Kräften dafür einsetzen, daß diese Länder möglichst rasch Mitglieder der Europäischen Union werden. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Schieder. )
Beifall bei der ÖVP.
Das Ziel ist ein politisches Ziel: eine politische Handlungsfähigkeit eines geeinten Europa. Und das braucht eben Effizienz, gemeinsames Bewußtsein und Stärke. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Leikam . – Abg. Mag. Ederer: Ich bin dafür nicht verantwortlich! – Abg. Leikam – zur Abg. Mag. Ederer –: Du mußt etwas machen! – Abg. Mag. Ederer: Ich? – Heiterkeit.
Jetzt hat Stadtrat Swoboda sehr klar Stellung bezogen. Wir brauchen, um die Sicherheit in Europa und den Frieden zu sichern, die Solidarität zwischen uns und den Mitgliedern der Europäischen Union. Er hat das sehr klar gesagt, er ist dafür eingetreten, daß zwischen den Mitgliedern der Europäischen Union auch ein Vertragsverhältnis begründet wird, das diese Solidarität sichert. Ich bin für diese Solidarität. Ich hoffe, niemand holt den Vorreiter der Sozialisten zurück. Lassen Sie diesen Vorreiter! Ich bin überzeugt davon, er geht den richtigen Weg. (Zwischenruf des Abg. Leikam . – Abg. Mag. Ederer: Ich bin dafür nicht verantwortlich! – Abg. Leikam – zur Abg. Mag. Ederer –: Du mußt etwas machen! – Abg. Mag. Ederer: Ich? – Heiterkeit.) Ich akzeptiere voll seine Sprache, und ich bin überzeugt davon: Sie werden ihm eines Tages folgen. Wir ersparen uns Reibereien und erreichen einen Punkt, wo wir sagen können: Wir haben auch den Integrationsprozeß zu einer gemeinsamen Sicherheit, zu einer gemeinsamen Außenpolitik gemeinsam erreicht.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Bundespräsident Klestil hat auch klare Worte gesprochen, sowohl im politischen Integrationsprozeß als auch jetzt zur Frage der gemeinsamen Sicherheitspolitik. Wir brauchen weder Bremser noch Euphoriker, wir brauchen Realisten und Patrioten, dann wählen wir auch die richtige Vorgangsweise für die gemeinsame Sicherheit eines friedlichen Europa. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Mag. Kukacka – da die Rednerin einen Stoß Unterlagen hat –: Das ist wieder ein Abfall!
Abgeordnete Anna Elisabeth Aumayr (Freiheitliche): Herr Präsident! Hohes Haus! (Abg. Mag. Kukacka – da die Rednerin einen Stoß Unterlagen hat –: Das ist wieder ein Abfall!) Nein, sehr geehrte Kollegen, ich lese Ihnen das nicht vor, aber darüber stimmen Sie heute ab, und ich frage: Wer von Ihnen hat es gelesen? (Abg. Dr. Neisser: Wir alle! – Abg. Dr. Khol: Sie sicher nicht!) Doch, ich habe es gelesen. (Ironische Rufe ungläubigen Staunens. – Abg. Rosemarie Bauer: Die Frage ist nicht, ob Sie es gelesen haben, sondern ob Sie es verstanden haben!) Und ich werde daraus zitieren. Ich kann es Ihnen leider nicht ersparen.
Abg. Dr. Neisser: Wir alle! – Abg. Dr. Khol: Sie sicher nicht!
Abgeordnete Anna Elisabeth Aumayr (Freiheitliche): Herr Präsident! Hohes Haus! (Abg. Mag. Kukacka – da die Rednerin einen Stoß Unterlagen hat –: Das ist wieder ein Abfall!) Nein, sehr geehrte Kollegen, ich lese Ihnen das nicht vor, aber darüber stimmen Sie heute ab, und ich frage: Wer von Ihnen hat es gelesen? (Abg. Dr. Neisser: Wir alle! – Abg. Dr. Khol: Sie sicher nicht!) Doch, ich habe es gelesen. (Ironische Rufe ungläubigen Staunens. – Abg. Rosemarie Bauer: Die Frage ist nicht, ob Sie es gelesen haben, sondern ob Sie es verstanden haben!) Und ich werde daraus zitieren. Ich kann es Ihnen leider nicht ersparen.
Ironische Rufe ungläubigen Staunens. – Abg. Rosemarie Bauer: Die Frage ist nicht, ob Sie es gelesen haben, sondern ob Sie es verstanden haben!
Abgeordnete Anna Elisabeth Aumayr (Freiheitliche): Herr Präsident! Hohes Haus! (Abg. Mag. Kukacka – da die Rednerin einen Stoß Unterlagen hat –: Das ist wieder ein Abfall!) Nein, sehr geehrte Kollegen, ich lese Ihnen das nicht vor, aber darüber stimmen Sie heute ab, und ich frage: Wer von Ihnen hat es gelesen? (Abg. Dr. Neisser: Wir alle! – Abg. Dr. Khol: Sie sicher nicht!) Doch, ich habe es gelesen. (Ironische Rufe ungläubigen Staunens. – Abg. Rosemarie Bauer: Die Frage ist nicht, ob Sie es gelesen haben, sondern ob Sie es verstanden haben!) Und ich werde daraus zitieren. Ich kann es Ihnen leider nicht ersparen.
Abg. Dr. Cap: So ist es!
Herr Dr. Mock! Ich gebe Ihnen in weiten Bereichen ihrer Rede recht, nur eines muß ich sagen: Wenn man sagt, die österreichische Bevölkerung hat mit einer Zweidrittelmehrheit für den Beitritt zur Europäischen Union gestimmt (Abg. Dr. Cap: So ist es!) – so ist es –, dann muß man ehrlicherweise auch sagen (Abg. Haigermoser: Die Wahrheit!) : Unter Vorspiegelung falscher Tatsachen. (Abg. Dr. Cap: So ist es nicht!) So ist es! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Haigermoser: Die Wahrheit!
Herr Dr. Mock! Ich gebe Ihnen in weiten Bereichen ihrer Rede recht, nur eines muß ich sagen: Wenn man sagt, die österreichische Bevölkerung hat mit einer Zweidrittelmehrheit für den Beitritt zur Europäischen Union gestimmt (Abg. Dr. Cap: So ist es!) – so ist es –, dann muß man ehrlicherweise auch sagen (Abg. Haigermoser: Die Wahrheit!) : Unter Vorspiegelung falscher Tatsachen. (Abg. Dr. Cap: So ist es nicht!) So ist es! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Cap: So ist es nicht!
Herr Dr. Mock! Ich gebe Ihnen in weiten Bereichen ihrer Rede recht, nur eines muß ich sagen: Wenn man sagt, die österreichische Bevölkerung hat mit einer Zweidrittelmehrheit für den Beitritt zur Europäischen Union gestimmt (Abg. Dr. Cap: So ist es!) – so ist es –, dann muß man ehrlicherweise auch sagen (Abg. Haigermoser: Die Wahrheit!) : Unter Vorspiegelung falscher Tatsachen. (Abg. Dr. Cap: So ist es nicht!) So ist es! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Herr Dr. Mock! Ich gebe Ihnen in weiten Bereichen ihrer Rede recht, nur eines muß ich sagen: Wenn man sagt, die österreichische Bevölkerung hat mit einer Zweidrittelmehrheit für den Beitritt zur Europäischen Union gestimmt (Abg. Dr. Cap: So ist es!) – so ist es –, dann muß man ehrlicherweise auch sagen (Abg. Haigermoser: Die Wahrheit!) : Unter Vorspiegelung falscher Tatsachen. (Abg. Dr. Cap: So ist es nicht!) So ist es! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Rosemarie Bauer: Nein, nur verstanden haben Sie es nicht!
Und eines kann ich Ihnen noch sagen, Herr Dr. Mock: Der Frieden und die Sicherheit wurden ununterbrochen zitiert, auch von Ihnen heute wieder, aber wenn ich daran denke, daß der deutsche Bundeskanzler Dr. Kohl bei einem Parteitag der ÖVP, und zwar vor den Wahlen 1995, gesagt hat, die Frage der Einheitswährung sei eine Frage über Krieg oder Frieden in Europa, dann, muß ich sagen, Herr Dr. Mock, wird mir angst und bange dabei. (Abg. Rosemarie Bauer: Nein, nur verstanden haben Sie es nicht!)
Abg. Ing. Reichhold: Genauso ist es!
Zehntausende bäuerliche Existenzen würden im Falle einer weiteren Liberalisierung ruiniert. Die heimischen Konsumenten würden ,auf diese Weise genau jenen Produktionsweisen ausgeliefert, die heute in Österreich mit Entschiedenheit bekämpft und verhindert werden’, so Schwarzböck." (Abg. Ing. Reichhold: Genauso ist es!)
Ruf bei der SPÖ: Nach Kirgisien?
Aber ich gehe nicht nur auf die Landwirtschaft ein: Diese Abkommen bedeuten einen weiteren Schritt in Richtung Absiedelung von Arbeitsplätzen, denn in den Ländern Kirgisien, Kasachstan sind momentan Löhne ... (Ruf bei der SPÖ: Nach Kirgisien?) Na, selbstverständlich, Herr Kollege Schwarzböck, und das müßte auch die Kollegen von der SPÖ interessieren, denn dort sind momentan Löhne an der Tagesordnung, die weit, weit unter dem Standard von Slowenien oder Kroatien oder Polen oder Ungarn liegen. Diese Abkommen werden natürlich in der Folge weitere Betriebsabsiedlungen und Arbeitsplatzverluste für Österreich bedeuten. Das ist überhaupt keine Frage! Denn dann wird die Produktion natürlich in diese Billiglohnländer transferiert.
Abg. Dr. Karlsson: Das ist doch überhaupt nicht wahr!
Dem wird immer entgegengehalten, wir hätten auch einen Gewinn, wenn wir mit diesen Ländern Handel betreiben, denn wir exportieren schließlich und endlich auch etwas in diese Länder. Dorthin exportieren wir in erster Linie Arbeitsplätze! Das muß uns natürlich bewußt sein, das ist überhaupt keine Frage. (Abg. Dr. Karlsson: Das ist doch überhaupt nicht wahr!)
Präsident Dr. Neisser übernimmt den Vorsitz.
Aber man muß sich auch die Produkte anschauen, die jetzt zollfrei, ohne jede Einschränkung aus Israel nach Österreich kommen: Lebendtiertransporte, genießbare Schlachtnebenerzeugnisse, Blut, menschliches Blut, tierisches Blut, Würste, Fleisch, Abfälle von Lebensmittelprodukten, die zu Tiermehl verarbeitet werden, Asbestfaser – das muß man sich einmal vorstellen, in Österreich bereits verboten –, die ganze Chemiepalette, alle Dünger für die Landwirtschaft, Pestizide, Herbizide und – zollfrei! – Kernreaktoren- und Brennstoffelemente für Kernreaktoren oder zum Beispiel Panzerkraftwagen und andere selbstfahrende gepanzerte Kraftfahrzeuge, auch mit Waffen. (Präsident Dr. Neisser übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Da muß ich schon sagen: Ich finde es eigentlich unerhört, daß solche Abkommen im österreichischen Parlament beschlossen werden, ohne daß sie in einem Ausschuß behandelt worden sind! Das sind nichts anderes als Befehle aus Brüssel, Befehle der EU, und diese vollziehen Sie hier und heute zum Schaden der österreichischen Wirtschaft und zum Schaden der österreichischen Landwirtschaft! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Ing. Reichhold: Können Sie zu den vorliegenden Abkommen auch etwas sagen, Frau Kollegin?
Erstens: Dieser Gipfel ... (Abg. Ing. Reichhold: Können Sie zu den vorliegenden Abkommen auch etwas sagen, Frau Kollegin?) Ich werde schon darauf eingehen, das ist meine Sache. (Lebhafte Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Ich gehe auf die Punkte 4 bis 7, Partnerschaftsverträge der EU mit osteuropäischen Ländern, ein, und in diesem Zusammenhang halte ich diesen Gipfel für die Entwicklung und Zukunft der osteuropäischen Länder für außerordentlich wichtig. (Beifall bei der SPÖ.)
Lebhafte Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Erstens: Dieser Gipfel ... (Abg. Ing. Reichhold: Können Sie zu den vorliegenden Abkommen auch etwas sagen, Frau Kollegin?) Ich werde schon darauf eingehen, das ist meine Sache. (Lebhafte Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Ich gehe auf die Punkte 4 bis 7, Partnerschaftsverträge der EU mit osteuropäischen Ländern, ein, und in diesem Zusammenhang halte ich diesen Gipfel für die Entwicklung und Zukunft der osteuropäischen Länder für außerordentlich wichtig. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Erstens: Dieser Gipfel ... (Abg. Ing. Reichhold: Können Sie zu den vorliegenden Abkommen auch etwas sagen, Frau Kollegin?) Ich werde schon darauf eingehen, das ist meine Sache. (Lebhafte Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Ich gehe auf die Punkte 4 bis 7, Partnerschaftsverträge der EU mit osteuropäischen Ländern, ein, und in diesem Zusammenhang halte ich diesen Gipfel für die Entwicklung und Zukunft der osteuropäischen Länder für außerordentlich wichtig. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ
Drittens: Ich halte es für sehr problematisch, daß viele osteuropäische Länder den Beitritt zur NATO in der jetzigen Situation anstreben. Ich halte auch die Aussage des Bundespräsidenten Klestil und die Forderung der ÖVP und der FPÖ nach einem sofortigen NATO-Beitritt für äußerst problematisch (Beifall bei der SPÖ) – dies vor allem deswegen, weil ein umfassendes europäisches Sicherheitssystem nur unter Einbeziehung Rußlands funktionieren kann. Der russische Präsidentenberater Dmitri Ryurikow kritisierte erst vor kurzem, wie man über einen guten Willen sprechen könne, wenn man die mächtigste Streitmacht bis an die Grenze Moskaus vorantreibe.
Beifall bei der SPÖ.
Aus diesem Grund ist es mir wichtig, daß diese Frage eines gesamteuropäischen Sicherheitssystems umfassend diskutiert wird. Wir werden uns daran intensiv zu beteiligen haben, aber zum momentanen Zeitpunkt, denke ich, ist der NATO-Beitritt abzulehnen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Khol: Da ist der Haupt auch dafür!
Ich bitte jene Damen und Herren, die hiezu ihre Zustimmung geben, um ein entsprechendes Zeichen. – Dieser Antrag ist einstimmig angenommen. (Abg. Dr. Khol: Da ist der Haupt auch dafür!)
Abg. Dr. Kostelka – in Richtung Freiheitliche –: Ihr habt auch keine Disziplin mehr!
Ich bitte jene Damen und Herren, die hiezu ihre Zustimmung geben, um ein entsprechendes Zeichen. – Das ist mehrheitlich angenommen . (Abg. Dr. Kostelka – in Richtung Freiheitliche –: Ihr habt auch keine Disziplin mehr!)