Eckdaten:
Für die 127. Sitzung der 27. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 986 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Abg. Sebastian Kurz leistet die Angelobung mit den Worten „Ich gelobe“. – Anhaltender Beifall bei der ÖVP sowie Beifall bei den Grünen.
(Abg. Sebastian Kurz leistet die Angelobung mit den Worten „Ich gelobe“. – Anhaltender Beifall bei der ÖVP sowie Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP): Herr Präsident! Herr Finanzminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Bevor ich mich dem Budget 2022 widme, möchte ich ganz herzlich unseren Bundesparteiobmann und Klubobmann in unseren Reihen der Abgeordneten der Österreichischen Volkspartei willkommen heißen. Er wurde am Montagabend einstimmig von den Abgeordneten zu unserem Klubobmann gewählt. – Lieber Sebastian Kurz, herzlich willkommen in unseren Reihen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Es ist mir auch ein Anliegen, einer Abgeordneten Danke zu sagen, die dieses Mandat bis dato innehatte: unserer Irene Neumann-Hartberger, unserer Bundesbäuerin, die hier im Hohen Haus geleistet hervorragende Arbeit hat und als Bundesbäuerin weiterhin leisten wird. Für uns ist es eine wirkliche Notwendigkeit, auch von dieser Stelle aus Danke zu sagen, für ihre Tätigkeit und für all das, was sie tut und auch weiterhin tun wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, zum Budget 2022 unter dem Titel „Aufschwung, Stabilität und Nachhaltigkeit“ möchte ich einleitend ein paar Worte sagen, auch was die letzten eineinhalb Jahre betrifft. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Wir haben gerade die größte Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg hinter uns gebracht. Wir sind noch immer in der Pandemiebewältigung, es ist noch nicht vorbei, eines aber können wir sagen: Wir haben diese Wirtschaftskrise, die die größte seit dem Zweiten Weltkrieg war, gut überstanden. Wir haben sie gut gemeistert. Das ist vor allem auch einem geschuldet: dass wir in der Zeit der Krise kräftig investiert haben, dass wir die Menschen vor der Pandemie geschützt haben und dass wir die Menschen, die gesamte Bevölkerung, auch unterstützt haben, damit wir gut durch diese Krise kommen. – Herr Finanzminister, der Dank gilt vor allem auch Ihnen für über 40 Milliarden Euro, die in dieser Krisenzeit investiert wurden, die wir den Menschen zur Verfügung gestellt haben. Ich nenne nur die Kurzarbeit, ich nenne die zahlreichen Maßnahmen in Form von Unterstützungshilfen, und ich nenne auch die ersten Entlastungsschritte, die wir gesetzt haben. Der Erfolg zeichnet sich jetzt mit diesem Wirtschaftsaufschwung, den wir haben, ab. Es war die richtige Politik, das möchte ich eingangs betonen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Lukas Hammer.
Was wir über diesen Finanzrahmen auch sagen können – und das ist wichtig –: Wir haben in den letzten Jahren unter der Hauptverantwortung von Sebastian Kurz als Bundeskanzler zweimal ausgeglichen budgetiert, und das ist auch die Grundlage dafür, dass wir dieses Geld in die Hand nehmen und diese Investitionen tätigen konnten. Wir bewegen uns bis 2025 mit der Schuldenquote wieder in Richtung 70 Prozent. Das ist nachhaltig, meine Damen und Herren, das ist eine nachhaltige Finanz- und Budgetpolitik! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Lukas Hammer.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Rauch und Meinl-Reisinger.
Wir setzen einen großen Schwerpunkt, der sicherlich einer der großen Meilensteine in diesem Regierungsprogramm ist: Es ist die ökosoziale Steuerreform. Wir als Volkspartei bekennen uns ja seit 30 Jahren zur ökosozialen Marktwirtschaft, wir müssen die Nachhaltigkeit ins System bringen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Rauch und Meinl-Reisinger.) – Ja, Frau Kollegin Meinl-Reisinger, das war Joschi Riegler, da wart ihr noch nicht im Parlament. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Joschi Riegler hat vor 30 Jahren die ökosoziale Marktwirtschaft ins Leben gerufen, und das ist ein Erfolgsrezept. (Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Loacker.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.
Wir setzen einen großen Schwerpunkt, der sicherlich einer der großen Meilensteine in diesem Regierungsprogramm ist: Es ist die ökosoziale Steuerreform. Wir als Volkspartei bekennen uns ja seit 30 Jahren zur ökosozialen Marktwirtschaft, wir müssen die Nachhaltigkeit ins System bringen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Rauch und Meinl-Reisinger.) – Ja, Frau Kollegin Meinl-Reisinger, das war Joschi Riegler, da wart ihr noch nicht im Parlament. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Joschi Riegler hat vor 30 Jahren die ökosoziale Marktwirtschaft ins Leben gerufen, und das ist ein Erfolgsrezept. (Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Loacker.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Loacker.
Wir setzen einen großen Schwerpunkt, der sicherlich einer der großen Meilensteine in diesem Regierungsprogramm ist: Es ist die ökosoziale Steuerreform. Wir als Volkspartei bekennen uns ja seit 30 Jahren zur ökosozialen Marktwirtschaft, wir müssen die Nachhaltigkeit ins System bringen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Rauch und Meinl-Reisinger.) – Ja, Frau Kollegin Meinl-Reisinger, das war Joschi Riegler, da wart ihr noch nicht im Parlament. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Joschi Riegler hat vor 30 Jahren die ökosoziale Marktwirtschaft ins Leben gerufen, und das ist ein Erfolgsrezept. (Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Loacker.)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Da wird jetzt Klimaschutz mit Hausverstand gemacht. Wir haben zum einen die größte Entlastung in der Zweiten Republik für alle Menschen in diesem Lande vorbereitet, insbesondere für die arbeitenden Menschen. Wir senken die Steuersätze. Wir erhöhen den Familienbonus, der überhaupt eine Erfolgsgeschichte in der steuerlichen Entlastung unserer Familien ist. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Wir erhöhen den Familienbonus von 1 500 auf 2 000 Euro und auch den Kindermehrbetrag auf 450 Euro. Davon profitieren alle Familien mit Kindern, meine Damen und Herren. Wir setzen mit dieser Steuerreform diesen erfolgreichen Weg fort. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Da wird jetzt Klimaschutz mit Hausverstand gemacht. Wir haben zum einen die größte Entlastung in der Zweiten Republik für alle Menschen in diesem Lande vorbereitet, insbesondere für die arbeitenden Menschen. Wir senken die Steuersätze. Wir erhöhen den Familienbonus, der überhaupt eine Erfolgsgeschichte in der steuerlichen Entlastung unserer Familien ist. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Wir erhöhen den Familienbonus von 1 500 auf 2 000 Euro und auch den Kindermehrbetrag auf 450 Euro. Davon profitieren alle Familien mit Kindern, meine Damen und Herren. Wir setzen mit dieser Steuerreform diesen erfolgreichen Weg fort. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.
Beispiele sagen mehr, als wenn man nur sagt, man senkt die Steuern. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: eine Partnerschaft – der Mann verdient 1 900 Euro brutto, die Frau 1 800 Euro brutto, sie haben ein Kind, geteilter Familienbonus, sie sind in Wien wohnhaft. Inklusive Regionalbonus und Kinderzuschlag kommt diese Familie auf eine Gesamtentlastung von 1 309 Euro pro Jahr. (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Meine Damen und Herren, es ist die größte Entlastung, die wir in dieser Zweiten Republik jemals gemacht haben. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Beispiele sagen mehr, als wenn man nur sagt, man senkt die Steuern. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: eine Partnerschaft – der Mann verdient 1 900 Euro brutto, die Frau 1 800 Euro brutto, sie haben ein Kind, geteilter Familienbonus, sie sind in Wien wohnhaft. Inklusive Regionalbonus und Kinderzuschlag kommt diese Familie auf eine Gesamtentlastung von 1 309 Euro pro Jahr. (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Meine Damen und Herren, es ist die größte Entlastung, die wir in dieser Zweiten Republik jemals gemacht haben. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Wir entlasten natürlich auch die Pensionistinnen und Pensionisten und all jene, die weniger verdienen. Wir haben die Steuern schon so weit gesenkt, dass es viele Menschen gibt, die gar keine Steuern mehr zahlen. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Wir senken die Krankenversicherungsbeiträge, damit auch jenen Gruppen, die weniger verdienen oder die weniger zum Leben haben – wir haben das gerade auch in den Reihen der Pensionistinnen und Pensionisten, die ein Leben lang hart gearbeitet haben, trotzdem aber mit sehr wenig Einkommen auskommen müssen (Ruf bei der SPÖ: ... ein Leben lang gearbeitet haben!) –, mehr Geld zum Leben bleibt und damit wir auch ihnen mehr Geld zur Verfügung stellen. Das ist die sozialpolitische Verantwortung, die wir wahrnehmen, und wir unterstützen vor allem auch die Menschen mit niedrigeren Einkommen. Das ist auch der Ansatz bei dieser Steuerreform. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Ruf bei der SPÖ: ... ein Leben lang gearbeitet haben!
Wir entlasten natürlich auch die Pensionistinnen und Pensionisten und all jene, die weniger verdienen. Wir haben die Steuern schon so weit gesenkt, dass es viele Menschen gibt, die gar keine Steuern mehr zahlen. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Wir senken die Krankenversicherungsbeiträge, damit auch jenen Gruppen, die weniger verdienen oder die weniger zum Leben haben – wir haben das gerade auch in den Reihen der Pensionistinnen und Pensionisten, die ein Leben lang hart gearbeitet haben, trotzdem aber mit sehr wenig Einkommen auskommen müssen (Ruf bei der SPÖ: ... ein Leben lang gearbeitet haben!) –, mehr Geld zum Leben bleibt und damit wir auch ihnen mehr Geld zur Verfügung stellen. Das ist die sozialpolitische Verantwortung, die wir wahrnehmen, und wir unterstützen vor allem auch die Menschen mit niedrigeren Einkommen. Das ist auch der Ansatz bei dieser Steuerreform. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir entlasten natürlich auch die Pensionistinnen und Pensionisten und all jene, die weniger verdienen. Wir haben die Steuern schon so weit gesenkt, dass es viele Menschen gibt, die gar keine Steuern mehr zahlen. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Wir senken die Krankenversicherungsbeiträge, damit auch jenen Gruppen, die weniger verdienen oder die weniger zum Leben haben – wir haben das gerade auch in den Reihen der Pensionistinnen und Pensionisten, die ein Leben lang hart gearbeitet haben, trotzdem aber mit sehr wenig Einkommen auskommen müssen (Ruf bei der SPÖ: ... ein Leben lang gearbeitet haben!) –, mehr Geld zum Leben bleibt und damit wir auch ihnen mehr Geld zur Verfügung stellen. Das ist die sozialpolitische Verantwortung, die wir wahrnehmen, und wir unterstützen vor allem auch die Menschen mit niedrigeren Einkommen. Das ist auch der Ansatz bei dieser Steuerreform. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
während der Coronapandemie durchgeführt. Es ist einfach so: Das Geld kommt dann direkt bei den Mitarbeitern an, und das ist, was wir wollen – nicht dass die Hälfte im Finanzressort oder in der Sozialversicherung landet, sondern dass es in den Brieftaschen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer landet. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Das ist eine Erfolgsbeteiligung, wie wir sie uns vorstellen, und daher setzen wir das auch um. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
während der Coronapandemie durchgeführt. Es ist einfach so: Das Geld kommt dann direkt bei den Mitarbeitern an, und das ist, was wir wollen – nicht dass die Hälfte im Finanzressort oder in der Sozialversicherung landet, sondern dass es in den Brieftaschen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer landet. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Das ist eine Erfolgsbeteiligung, wie wir sie uns vorstellen, und daher setzen wir das auch um. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine Damen und Herren, wir stärken auch den Standort, und dazu bekennen wir uns. Dass die KöSt-Senkung so in der Kritik steht, verstehe ich nicht. Wir haben viele Leitbetriebe, und wir haben Zigtausende GmbHs, die auch von dieser Steuersenkung profitieren. Ich kann mich noch gut erinnern: Als wir unter Wolfgang Schüssel die Körperschaftsteuer von 34 auf 25 Prozent gesenkt haben, gab es einen Riesenaufschrei, ähnlich wie jetzt. Was war die Folge davon? – Wir hatten nur zwei Jahre einen Einbruch bei den Einnahmen, dann sind die Einnahmen senkrecht nach oben gegangen, weil die Senkung dieses Satzes für den Standort derart attraktiv war, dass sich viele Firmen angesiedelt haben. Was ist, wenn sich viele Firmen ansiedeln? – Dann bekommen wir Tausende Arbeitsplätze zusätzlich in unser Land. Wir wollen weiterhin einen attraktiven Wirtschaftsstandort haben, denn das bringt auch Arbeitsplätze, das bringt Forschung, das bringt Innovation, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.
Natürlich unterstützen wir auch unsere Landwirtschaft. Unsere Bäuerinnen und Bauern bekommen die Mehrausgaben für den Diesel, den sie brauchen, abgegolten, denn ohne Traktor kann der Bauer nicht wirtschaften – das ist ein Grundgesetz. (Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.) Wir sind stolz auf unsere Landwirtschaft, auf die heimische Produktion unserer Lebensmittel, die in einer hohen Qualität zur Verfügung gestellt werden. Daher wird der Landwirtschaft dieser Dieselmehrpreis rückerstattet. Das gibt es auch für viele Bereiche der Wirtschaft, denn es kann sich auch keiner aussuchen, ob er einen Bagger oder einen Lastwagen braucht. Das sind Dinge, die da auch abgebildet sind. Auch der Pendler braucht sein Auto, meine Damen und Herren! Daher gibt es diese Rückerstattungen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Natürlich unterstützen wir auch unsere Landwirtschaft. Unsere Bäuerinnen und Bauern bekommen die Mehrausgaben für den Diesel, den sie brauchen, abgegolten, denn ohne Traktor kann der Bauer nicht wirtschaften – das ist ein Grundgesetz. (Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.) Wir sind stolz auf unsere Landwirtschaft, auf die heimische Produktion unserer Lebensmittel, die in einer hohen Qualität zur Verfügung gestellt werden. Daher wird der Landwirtschaft dieser Dieselmehrpreis rückerstattet. Das gibt es auch für viele Bereiche der Wirtschaft, denn es kann sich auch keiner aussuchen, ob er einen Bagger oder einen Lastwagen braucht. Das sind Dinge, die da auch abgebildet sind. Auch der Pendler braucht sein Auto, meine Damen und Herren! Daher gibt es diese Rückerstattungen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Hafenecker: ... nicht für die ...!
Klimaschutz mit Hausverstand – dazu bekennen wir uns: zur CO2-Bepreisung, die eingeführt wird, und vor allem auch zum regionalen Klimabonus. Da hat man eine Zeit lang getüftelt, es ist aber ein gutes Ergebnis: von 100 bis 200 Euro, und für die Kinder gibt es noch einmal einen Zuschlag von 50 Prozent. Meine Damen und Herren, das ist Klimaschutz mit Hausverstand. (Abg. Hafenecker: ... nicht für die ...!) Wir wissen, dass wir nachhaltig wirtschaften müssen, dass wir die ökologischen Grundsätze ernst nehmen müssen – das ist keine Frage. Das bilden wir mit dieser ökosozialen Steuerreform auch ab. (Abg. Hafenecker: ...rede!)
Abg. Hafenecker: ...rede!
Klimaschutz mit Hausverstand – dazu bekennen wir uns: zur CO2-Bepreisung, die eingeführt wird, und vor allem auch zum regionalen Klimabonus. Da hat man eine Zeit lang getüftelt, es ist aber ein gutes Ergebnis: von 100 bis 200 Euro, und für die Kinder gibt es noch einmal einen Zuschlag von 50 Prozent. Meine Damen und Herren, das ist Klimaschutz mit Hausverstand. (Abg. Hafenecker: ... nicht für die ...!) Wir wissen, dass wir nachhaltig wirtschaften müssen, dass wir die ökologischen Grundsätze ernst nehmen müssen – das ist keine Frage. Das bilden wir mit dieser ökosozialen Steuerreform auch ab. (Abg. Hafenecker: ...rede!)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Leichtfried: Außer lang war diese Rede gar nichts! – Ruf bei der SPÖ: Langweilig! – Weiterer Zwischenruf bei der SPÖ.
Es ist ein gutes Budget, also stimmen Sie auch zu! (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Leichtfried: Außer lang war diese Rede gar nichts! – Ruf bei der SPÖ: Langweilig! – Weiterer Zwischenruf bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP – Abg. Schmuckenschlager: Da hättet ihr besser aufpassen müssen!
Abgeordnete Dr. Pamela Rendi-Wagner, MSc (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrter Finanzminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Wir haben gestern die Budgetrede des Finanzministers gehört. Wir haben leider nicht sehr viel Neues gehört, wir haben eigentlich überhaupt nicht viel gehört (Zwischenrufe bei der ÖVP – Abg. Schmuckenschlager: Da hättet ihr besser aufpassen müssen!), und das, obwohl ein Budget ja eigentlich – Sie haben es gesagt, Herr Kollege Wöginger – die wesentliche Grundlage für die politische Arbeit und das wesentliche politische Instrument darstellen sollte, um Weichen für die Zukunft unseres Landes zu stellen und um Weichen zur Bewältigung der großen Herausforderungen unserer Zeit zu stellen. Ist das in diesem Budget abgebildet? Glauben wir, dass dieses Budget genau das erfüllt? – Nein, Herr Finanzminister, und es wird Sie auch nicht wundern, dass wir diese Auffassung haben.
Ruf bei der ÖVP: Bravo! – Weiterer Zwischenruf bei der ÖVP.
Wir haben gestern allerdings einen Satz von Ihnen gehört, das war der Satz: Die arbeitenden Menschen werden entlastet. (Ruf bei der ÖVP: Bravo! – Weiterer Zwischenruf bei der ÖVP.) – Das ist falsch, Herr Finanzminister, denn die arbeitenden Menschen zahlen diese Steuerreform, die Sie als wesentlichen Teil Ihres Budgets vorgestellt haben, selbst. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben gestern allerdings einen Satz von Ihnen gehört, das war der Satz: Die arbeitenden Menschen werden entlastet. (Ruf bei der ÖVP: Bravo! – Weiterer Zwischenruf bei der ÖVP.) – Das ist falsch, Herr Finanzminister, denn die arbeitenden Menschen zahlen diese Steuerreform, die Sie als wesentlichen Teil Ihres Budgets vorgestellt haben, selbst. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit des Abg. Lindinger
Es waren die hart arbeitenden Menschen Österreichs, die seit 2016, seit der letzten wirklich entlastenden Steuerreform – damals unter Werner Faymann (Heiterkeit des Abg. Lindinger) –, durch die Teuerung bis heute höhere Steuern gezahlt und so Ihre Kassen gefüllt haben. Bekommen sie jetzt genau das, was sie zu viel gezahlt haben – Stichwort kalte Progression –, zurück? – Nein, sie bekommen einen Teil zurück; nicht einmal alles von dem, was Sie gezahlt haben, sondern nur einen Teil.
Zwischenruf des Abg. Fürlinger.
Wenn Sie, Herr Wöginger, sagen, die Menschen werden entlastet, und Sie uns vorrechnen, dass das mehr als 1 000 Euro Entlastung im Jahr sind, dann müssen Sie dazusagen, dass das nicht für alle gleich ist. (Zwischenruf des Abg. Fürlinger.) Da wird sehr ungleich vorgegangen, denn den größten Profit von dieser Steuerreform haben jene Menschen, die mehr als 5 000 Euro brutto verdienen. Dasselbe gilt für den Kinderbonus. Genau das ist die unfaire Situation, die Ihre Steuerreform abbildet. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn Sie, Herr Wöginger, sagen, die Menschen werden entlastet, und Sie uns vorrechnen, dass das mehr als 1 000 Euro Entlastung im Jahr sind, dann müssen Sie dazusagen, dass das nicht für alle gleich ist. (Zwischenruf des Abg. Fürlinger.) Da wird sehr ungleich vorgegangen, denn den größten Profit von dieser Steuerreform haben jene Menschen, die mehr als 5 000 Euro brutto verdienen. Dasselbe gilt für den Kinderbonus. Genau das ist die unfaire Situation, die Ihre Steuerreform abbildet. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der FPÖ.
und Studenten immer teurer geworden. Am stärksten trifft es natürlich Familien, die den größten Wohnraum brauchen. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Durch Corona sind diese Preise noch einmal explodiert. Das trifft die Mieterinnen und Mieter genauso wie die Eigentümerinnen und Eigentümer. Zusätzlich steigen die Energiekosten, auch das wissen wir, und sie steigen in den nächsten Monaten und in diesem Winter weiter und weiter. Experten rechnen mit 500 Euro Mehrbelastung im Jahr 2022 für Familienhaushalte bei Strom und Gas. Die Preissteigerung beträgt bereits jetzt über 3 Prozent. Das Leben kostet immer mehr.
Zwischenruf der Abg. Salzmann.
Ich habe gestern in Ihrer Budgetrede keine nachhaltigen Maßnahmen gehört, mit denen gegen diese Teuerungswelle vorgegangen wird. (Zwischenruf der Abg. Salzmann.) Dabei braucht es jetzt eine Teuerungsbremse für die Menschen in Österreich. Die Steuerreform und das Budget wären die Chance, diese nachhaltige Teuerungsbremse für Österreich endlich einzuziehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich habe gestern in Ihrer Budgetrede keine nachhaltigen Maßnahmen gehört, mit denen gegen diese Teuerungswelle vorgegangen wird. (Zwischenruf der Abg. Salzmann.) Dabei braucht es jetzt eine Teuerungsbremse für die Menschen in Österreich. Die Steuerreform und das Budget wären die Chance, diese nachhaltige Teuerungsbremse für Österreich endlich einzuziehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Haubner: Da bin ich gespannt auf die Wirtschaftsausführungen! ... Standortpolitik, oder?! Verstehen Sie Standortpolitik?!
Ein wirkliches Geschenk hingegen in Ihrem Budget und in Ihrer Steuerreform ist die Senkung der Konzernsteuern. Davon profitieren natürlich nicht alle Unternehmerinnen und Unternehmer unseres Landes. (Abg. Haubner: Da bin ich gespannt auf die Wirtschaftsausführungen! ... Standortpolitik, oder?! Verstehen Sie Standortpolitik?!) Es sind 5 Prozent der größten Konzerne Österreichs, die von dieser KöSt-Senkung profitieren – über 1 Milliarde Euro pro Jahr. (Abg. Haubner: Standortpolitik nennt man das, Sicherung von Arbeitsplätzen! Man verhindert Abzug von Unternehmen! Keine Ahnung!) Viel Geld, wenig Wirkung: Das sagen auch die Vertreterinnen und Vertreter der mittelständischen Wirtschaft, das sagt nicht nur die Sozialdemokratie.
Abg. Haubner: Standortpolitik nennt man das, Sicherung von Arbeitsplätzen! Man verhindert Abzug von Unternehmen! Keine Ahnung!
Ein wirkliches Geschenk hingegen in Ihrem Budget und in Ihrer Steuerreform ist die Senkung der Konzernsteuern. Davon profitieren natürlich nicht alle Unternehmerinnen und Unternehmer unseres Landes. (Abg. Haubner: Da bin ich gespannt auf die Wirtschaftsausführungen! ... Standortpolitik, oder?! Verstehen Sie Standortpolitik?!) Es sind 5 Prozent der größten Konzerne Österreichs, die von dieser KöSt-Senkung profitieren – über 1 Milliarde Euro pro Jahr. (Abg. Haubner: Standortpolitik nennt man das, Sicherung von Arbeitsplätzen! Man verhindert Abzug von Unternehmen! Keine Ahnung!) Viel Geld, wenig Wirkung: Das sagen auch die Vertreterinnen und Vertreter der mittelständischen Wirtschaft, das sagt nicht nur die Sozialdemokratie.
Abg. Haubner: Geh!
„Kleine Unternehmen haben nicht so viel davon.“ – Wissen Sie, wer das gesagt hat? Die Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung hat das festgestellt. (Abg. Haubner: Geh!) Da wird schamlos mit beiden Händen in den österreichischen Steuertopf gegriffen, in den Steuertopf, in den alle hart arbeitenden Menschen, auch die kleinen und mittleren Unternehmerinnen und Unternehmer, auch die Pensionistinnen und Pensionisten, monatlich einzahlen. Es werden Milliarden aus diesem Steuertopf rausgenommen (Abg. Pfurtscheller: Alles Blödsinn ...!), um es ein paar wenigen Großkonzernen zu schenken – ohne Wirkung für Österreich. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Pfurtscheller: Alles Blödsinn ...!
„Kleine Unternehmen haben nicht so viel davon.“ – Wissen Sie, wer das gesagt hat? Die Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung hat das festgestellt. (Abg. Haubner: Geh!) Da wird schamlos mit beiden Händen in den österreichischen Steuertopf gegriffen, in den Steuertopf, in den alle hart arbeitenden Menschen, auch die kleinen und mittleren Unternehmerinnen und Unternehmer, auch die Pensionistinnen und Pensionisten, monatlich einzahlen. Es werden Milliarden aus diesem Steuertopf rausgenommen (Abg. Pfurtscheller: Alles Blödsinn ...!), um es ein paar wenigen Großkonzernen zu schenken – ohne Wirkung für Österreich. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
„Kleine Unternehmen haben nicht so viel davon.“ – Wissen Sie, wer das gesagt hat? Die Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung hat das festgestellt. (Abg. Haubner: Geh!) Da wird schamlos mit beiden Händen in den österreichischen Steuertopf gegriffen, in den Steuertopf, in den alle hart arbeitenden Menschen, auch die kleinen und mittleren Unternehmerinnen und Unternehmer, auch die Pensionistinnen und Pensionisten, monatlich einzahlen. Es werden Milliarden aus diesem Steuertopf rausgenommen (Abg. Pfurtscheller: Alles Blödsinn ...!), um es ein paar wenigen Großkonzernen zu schenken – ohne Wirkung für Österreich. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Steinacker: Das ist Wirtschaft! – Abg. Pfurtscheller: So ein Blödsinn!
Das ist Geld – über 1 Milliarde Euro! –, das in Dividenden fließt und das keine neuen Arbeitsplätze schafft, Herr Wöginger, so wie Sie es behaupten, das nichts mit zukunftsorientierten Investitionen zu tun hat, Geld, das nicht diesen Wirtschaftsaufschwung, der jetzt gerade einmal in Gang kommt, unterstützt und beflügelt. Nein, es ist ein Geschenk, und das Perfide daran ist: Auch das zahlen die arbeitenden Menschen Österreichs, auch das zahlen die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler Österreichs, die bereits jetzt 80 Prozent aller Steuereinnahmen stemmen müssen. (Abg. Steinacker: Das ist Wirtschaft! – Abg. Pfurtscheller: So ein Blödsinn!)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, mit diesen Milliarden, mit diesen Geschenken an die Großkonzerne könnte die Kinderbetreuung flächendeckend ausgebaut werden. 1,2 Milliarden Euro wurden, Herr Kurz, 2016 und 2017 den Kindern und den Familien Österreichs weggenommen, gestohlen und vereitelt. (Beifall bei der SPÖ.) Es wäre jetzt die Chance gewesen (Zwischenruf des Abg. Schnabel), diesen Fehler mit diesem Budget auszumerzen und diese Milliarde für den Ausbau der Kinderbetreuung in Österreich zurückzugeben. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schnabel.)
Zwischenruf des Abg. Schnabel
Meine sehr geehrten Damen und Herren, mit diesen Milliarden, mit diesen Geschenken an die Großkonzerne könnte die Kinderbetreuung flächendeckend ausgebaut werden. 1,2 Milliarden Euro wurden, Herr Kurz, 2016 und 2017 den Kindern und den Familien Österreichs weggenommen, gestohlen und vereitelt. (Beifall bei der SPÖ.) Es wäre jetzt die Chance gewesen (Zwischenruf des Abg. Schnabel), diesen Fehler mit diesem Budget auszumerzen und diese Milliarde für den Ausbau der Kinderbetreuung in Österreich zurückzugeben. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schnabel.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schnabel.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, mit diesen Milliarden, mit diesen Geschenken an die Großkonzerne könnte die Kinderbetreuung flächendeckend ausgebaut werden. 1,2 Milliarden Euro wurden, Herr Kurz, 2016 und 2017 den Kindern und den Familien Österreichs weggenommen, gestohlen und vereitelt. (Beifall bei der SPÖ.) Es wäre jetzt die Chance gewesen (Zwischenruf des Abg. Schnabel), diesen Fehler mit diesem Budget auszumerzen und diese Milliarde für den Ausbau der Kinderbetreuung in Österreich zurückzugeben. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schnabel.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Mit diesen Milliarden könnte man die Arbeitslosigkeit in Österreich so gut wie abschaffen, könnte man eine Teuerungsbremse, die so notwendig ist, einziehen, damit nach dieser schweren Zeit das Leben wieder leistbar wird. Mit diesen Milliarden könnte in Österreich – das ist wesentlich – auch der Pflegenotstand beendet werden. Offenbar hat es sich aber auf der türkisen Seite ausgeklatscht, denn von Pflegerinnen und Pflegern und Respekt gegenüber diesen Berufen ist wenig in Ihrem Budget zu sehen, Herr Finanzminister! (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Mit diesen Milliarden könnte man auch den Klimawandel nicht nur oberflächlich, sondern nachhaltig bekämpfen – auch das findet sich in Ihrem Budget nicht wieder. Es ist also alles andere als eine Zukunftsansage für Österreich. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das türkis-grüne Budget, das so gut wie keinen Cent mehr für die Pflege vorsieht – das ist Zukunftsvergessenheit, die ihresgleichen sucht: 25 Millionen Euro mehr für die Pflege für 2025. Wissen Sie, wie viele Milliarden die Wirtschaft bekommt, vor allem durch die KöSt-Senkung? – 1,5 Milliarden Euro in die Wirtschaft, 25 Millionen Euro in die Pflege; 1,5 Milliarden Euro in die Wirtschaft – das 75-Fache! Da stimmt irgendetwas nicht, Herr Finanzminister! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir steuern – wir diskutieren das nicht zum ersten Mal in diesem Hohen Haus – auf einen absoluten Pflegenotstand zu. Experten rechnen damit, dass wir bis zu 100 000 Pflegekräfte zusätzlich brauchen – auch dazu keine Ansage! –, daher müsste die Pflege ein zentraler Inhalt Ihres Budgets sein, mit 25 Millionen Euro aber, Herr Finanzminister, kann man diesen Pflegenotstand nicht bekämpfen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ja, das kostet Geld, und da hätte man gezielt und nicht nur mit Überschriften und Massensteuern ohne Lenkungseffekte vorgehen müssen. Dieses Budget wäre eine Chance gewesen. Diese Chance wurde vergeben. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.
Das alles wurde gelobt. Inwieweit jeder und jede von uns hier herinnen dieses Gelöbnis mit Leben erfüllt und dann auch glaubwürdig ist und das alles verinnerlicht hat, werden am Ende die Wählerinnen und Wähler vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse zu entscheiden haben. Ich möchte nur ein Wort aus aktuellem Anlass aussprechen: Es ist halt so, dass nicht jede Abwesenheit, die nach drei Tagen endet, auch gleich eine Auferstehung ist. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.)
Der Redner hält genannte Ausgabe der Zeitschrift „Profil“ in die Höhe, auf deren Titelseite die Überschrift „Der tiefe Fall des Sebastian Kurz“ und ein Bild von Sebastian Kurz zu sehen sind.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich habe heute – und man muss der Redaktion wirklich gratulieren – das „Profil“ mitgebracht. Diese Nummer 41 vom 10. Oktober dieses Jahres ist, glaube ich, ein Stück – wie soll man denn sagen? – österreichische Zeitgeschichte. Die Titelseite ist bekannt, das ist die Kurzfassung all dessen, was passiert ist, da muss man nicht mehr darauf eingehen. (Der Redner hält genannte Ausgabe der Zeitschrift „Profil“ in die Höhe, auf deren Titelseite die Überschrift „Der tiefe Fall des Sebastian Kurz“ und ein Bild von Sebastian Kurz zu sehen sind.)
Beifall bei der FPÖ, bei Abgeordneten der NEOS sowie des Abg. Krainer. – Zwischenruf der Abg. Steinacker.
Ich glaube, viel interessanter ist die Rückseite (die Rückseite der genannten Zeitschrift, auf der unter den Überschriften „Jetzt kommt Österreichs großes Entlastungspaket“ und „Die größte Entlastung in der 2. Republik!“ ein mit einer Schnur verknotetes Bündel von Fünfzigeuroscheinen und darunter das Logo des Bundesministeriums für Finanzen zu sehen sind, in die Höhe haltend), weil uns das in die Budgetdebatte hineinführt und weil wir damit sozusagen ein Corpus Delicti vorliegen haben. Wir haben hier illustriert, was das Problem ist, worüber wir heute und seit einer Woche in diesem Land diskutieren, nämlich dass Steuergeld aus dem Finanzministerium von Ihnen, Herr Finanzminister Blümel, dafür verwendet wird, die eigene Bevölkerung zu manipulieren und zu fehlinformieren. (Beifall bei der FPÖ, bei Abgeordneten der NEOS sowie des Abg. Krainer. – Zwischenruf der Abg. Steinacker.)
Heiterkeit bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS
Jetzt sind wir in der guten Situation – deswegen ist das ein Stück Zeitgeschichte –, dass man, wenn man diese Zeitschrift dann auseinandernimmt (die Vorder- und Rückseite der aufgeschlagenen Zeitschrift nebeneinander in die Höhe haltend) und es von links nach rechts liest (Heiterkeit bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS), dann sozusagen eine Zusammenfassung dessen hat, was seit 2016 im Grunde genommen passiert ist, und das Ergebnis davon. Deshalb ist diese Nummer 41 vom 10. Oktober 2021 aus meiner Sicht ein Stück österreichische Zeitgeschichte. (Beifall bei FPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei FPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Jetzt sind wir in der guten Situation – deswegen ist das ein Stück Zeitgeschichte –, dass man, wenn man diese Zeitschrift dann auseinandernimmt (die Vorder- und Rückseite der aufgeschlagenen Zeitschrift nebeneinander in die Höhe haltend) und es von links nach rechts liest (Heiterkeit bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS), dann sozusagen eine Zusammenfassung dessen hat, was seit 2016 im Grunde genommen passiert ist, und das Ergebnis davon. Deshalb ist diese Nummer 41 vom 10. Oktober 2021 aus meiner Sicht ein Stück österreichische Zeitgeschichte. (Beifall bei FPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei FPÖ und SPÖ.
Ich muss nicht das mathematische Talent des Abgeordneten Taschner haben, damit ich mir ausrechnen kann, dass das über das Jahr gerechnet nicht einmal 1 Euro pro Tag ist, und da ja die Steuerreform nächstes Jahr erst mit 1. Juli in Kraft tritt, muss man das noch einmal halbieren. So bleiben im kommenden Jahr 2022, in dem es diese größte Entlastung aller Zeiten gibt, wie Sie es um sehr, sehr viel Steuergeld inserieren, dieser Mindestpensionistin pro Tag weniger als 50 Cent. – Das ist die größte Steuerreform der Zweiten Republik, für die sich die Österreichische Volkspartei und die Grünen landauf, landab in Inseraten feiern lassen. Meine Damen und Herren, aus meiner Sicht ist das zum Schämen! (Beifall bei FPÖ und SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Wir wissen, dass diese großartige Entlastung erst Mitte nächsten Jahres schlagend wird. Was aber ist schon jetzt? Was ist schon jetzt? – Es rollt ja jetzt eine gigantische Belastungswelle durchs Land! Schon jetzt werden zum Beispiel die Lebensmittel teurer – massive Verteuerungen, Kollege Wöginger, und zwar der Grundnahrungsmittel, nicht der Wachteleier und nicht des Kaviars und Trüffels aus der Gourmetabteilung des Herrn Rosam. Nicht diese Dinge werden teurer, sondern die Grundnahrungsmittel, nicht die asiatischen Spezialitäten des Herrn Ho, nein, die Grundnahrungsmittel. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.)
Beifall bei der FPÖ
Ich weiß nicht, ob Sie das alles nicht sehen und ob Sie an diese Dinge nicht denken, während Sie zugleich wieder Hunderttausende Euro an Steuergeld zum Beispiel in das Gourmetmagazin des Herrn Rosam investieren, das in einer solchen Krisenzeit kein Mensch braucht (Beifall bei der FPÖ), wahrscheinlich dafür, dass er im Fernsehen Propagandaarbeit für Sie macht.
Abg. Michael Hammer: Stimmt ja nicht!
Die Lebensmittel sind aber nur eine Komponente – jetzt schon. Jetzt schon: massive Erhöhungen der Treibstoffpreise. Wenn man es mit dem Vorjahr vergleicht: plus 27 Prozent bei Diesel, plus 26 Prozent bei Eurosuper, plus 26 Prozent bei Normalbenzin. – Das trifft die Autofahrer, das trifft die Pendler voll. Das trifft sie voll, und da rede ich noch gar nicht von Ihren nächsten Angriffen, die geplant sind: Streichung des Pendlerpauschales, das ist der nächste schwere Schlag (Abg. Michael Hammer: Stimmt ja nicht!); Streichung des Dieselprivilegs, das wird kommen. Im Bereich der Dienstwägen wird es eine Änderung geben, die natürlich zum Nachteil der Betroffenen ausfällt, und wenn Sie davon sprechen, dass Sie den Tanktourismus in Österreich bekämpfen wollen, dann heißt das in eine Sprache, die jeder versteht, übersetzt, dass der Sprit noch einmal teurer wird.
Beifall bei der FPÖ.
Das bedeutet es, und das ist dann der zweite Teil eines Angriffs auf die Autofahrer und überhaupt insgesamt auf die Wirtschaft, den Sie mit der NoVA-Erhöhung begonnen haben. Sie haben die Fahrzeuge, die die kleinen Gewerbetreibenden – der Installateur, der Bäcker, der Tischler – brauchen, um ihre tägliche Arbeit zu machen, in einer unverantwortlichen Art und Weise verteuert, sodass diese dazu gezwungen sind, logischerweise ihre Produkte, die ja transportiert werden müssen – das hat ja alles auch einen Anfahrtsweg –, zu verteuern; und diese Verteuerung landet dann bei den Menschen, die sich das alles ohnehin jetzt schon nicht mehr leisten können. Sie halten da mit Ihren angeblichen Entlastungsmaßnahmen, die sich unter dem Strich alle als Belastungen erweisen, eine Kettenreaktion des Negativen in Gang. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Eine großartige Leistung, die für sich in Anspruch nehmen kann, dass man damit sozial gerecht ist, ist das also mit Sicherheit nicht, und es ist auch ein schwerer Anschlag auf die Wirtschaftstreibenden in diesem Land. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Beim Blick in dieses Budget frage ich mich: Sehen Sie das alles nicht, Herr Finanzminister? Sehen Sie das alles nicht? Und warum helfen Sie den Menschen nicht, wenn Sie das alles sehen? Warum gibt es keinen – dringend notwendigen – Teuerungsausgleich? Warum gibt es keinen Preisstopp bei den Lebensmitteln? Warum gibt es keine Abschaffung der ORF-Gebühren, so wie wir es eigentlich miteinander ausgemacht haben? Warum schmeißt man auf der anderen Seite das Geld für Sinnlosigkeiten wie diese Inserate der Marke Selbstbeweihräucherung, die ich Ihnen gezeigt habe, hinaus? – Da wäre es doch viel vernünftiger, endlich einmal das Versprechen einzulösen und den Helden der Coronakrise – das haben Sie ja auf und ab, wie ein Mantra, vor sich hergetragen – einmal eine gerechte Auszahlung zukommen zu lassen. – Nichts dergleichen, nichts! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich verstehe auch den Bundespräsidenten nicht, dass er dieses Geld annimmt; oder nimmt er es deshalb an, weil er vielleicht seinerseits für den nächsten Wahlkampf Strategieberater braucht? Da gibt es ja einige, und die kosten teures Geld. Vielleicht ist das der Hintergrund, aber ehrlich gesagt hätte man diese 2 Millionen Euro einsparen können. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ist es wirklich Ihr Ernst, dass nach all dem, was da los gewesen ist, das Bundeskanzleramt, von dem wir ja jetzt wissen, dass es das Epizentrum der Manipulation der österreichischen Bevölkerung ist – mit diesem Medienstab, den Sie dort eingerichtet haben, und mit dem Thinktank –, im nächsten Jahr laut Budget wieder 22 Millionen Euro mehr bekommt? Ja haben Sie denn überhaupt nichts aus den Ereignissen der letzten Tage und Wochen gelernt? Gibt es da nicht einen Moment der Besinnung, in dem Sie sich selber einmal sagen: So geht das nicht, so können wir nicht weitertun!? – Es muss so sein, denn sonst würden da nicht plus 22 Millionen Euro drinnen stehen. Das ist unverantwortlich, und es ist obendrein unmoralisch! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage Ihnen aber nur eines: Man muss auch bedenken, dass Ihre überzogene Coronamaßnahmenpolitik, diese Milliarden Euro an Schulden, die Sie gemacht haben, dazu führen, dass es eine große Geldentwertung gibt. Das führt dazu, dass die Sparer für das, was sie sich für schwere Zeiten auf die Seite gelegt haben, von der Bank keine Zinsen mehr bekommen. Das führt dazu, dass die Menschen, die eine Lebensversicherung abgeschlossen haben, weniger herausbekommen, als sie sich vielleicht erwartet haben. Das führt dazu, dass Leute, die eine Pensionsvorsorge getroffen haben, damit sie im Alter nicht in Armut leben müssen, weniger herausbekommen werden, als beim Abschluss all dieser Dinge besprochen wurde. Sie aber tun das ohne Not, weil Sie das Geld für sogenannte Coronamaßnahmen hinausschmeißen, die es gar nicht brauchen würde, wenn man verhältnismäßig mit den Dingen umginge. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich habe aber einen großen Trost bei der ganzen Sache: Während hier herinnen diese Show weiter abgezogen wird, allen voran auch vom Finanzminister, zwitschert vielleicht andernorts ein Vögelchen. Vielleicht zwitschert ein Vögelchen in den Händen der Justiz. Und wissen Sie was? – Ich sage es frei nach Shakespeare: Für die türkise Volkspartei ist das, was da zwitschert, wahrscheinlich eine Nachtigall – danach wird es dann immer finsterer, und am Ende ist dann tiefschwarze Nacht. (Beifall bei der FPÖ.)
Anhaltender Beifall bei der FPÖ.
Für die Freunde von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit ist das, was da zwitschert, aber eine Lerche. Die Lerche kündigt einen wunderschönen Morgen an, steht am Beginn eines strahlenden Tages voll Sauberkeit und Anständigkeit. (Anhaltender Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ
Abgeordnete Sigrid Maurer, BA (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Finanzminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Wir haben heute eine Budgetdebatte mit sehr vielen Reden, mit sehr vielen einzelnen Kapiteln (Zwischenrufe bei der FPÖ), wir alle haben den sogenannten Budgetziegel geliefert bekommen – das ist ein ganz großer Stapel Papier –, und es braucht natürlich eine gewisse Expertise, um dieses Budget lesen zu können. Wir im Parlament haben den Budgetdienst, der uns Abgeordnete dabei unterstützt.
Abg. Belakowitsch: Welche Highlights?!
Wir wollen in unseren Reden insbesondere aber auch unsere Highlights aus diesem Budget hervorheben. (Abg. Belakowitsch: Welche Highlights?!) Wie und worin die österreichische Bundesregierung investiert, wofür das Steuergeld verwendet wird, betrifft nämlich alle – das Kindergartenkind, die Schülerin oder den Schüler, die UnternehmerInnen, die Künstler, die Künstlerinnen, die Pflegenden oder die PensionistInnen, die Großfamilien, die AlleinerzieherInnen, einfach alle. Ihnen allen gegenüber haben wir die Verantwortung, aus diesen Zahlen in diesem großen Budgetziegel Zukunft zu machen. Wir investieren, wir modernisieren und wir reformieren. Das alles tun wir aus Verantwortung für Österreich, aus Verantwortung gegenüber der Bevölkerung, aus Verantwortung
Beifall bei Grünen und ÖVP.
gegenüber unseren Wählerinnen und Wählern und aus Verantwortung gegenüber den SteuerzahlerInnen, und wir tun das in diesem Budget mit ökologischer, sozialer und ökonomischer Verantwortung. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
Das letzte Budget war sehr stark von der Pandemie geprägt. Nun können wir trotz Pandemie ein nachhaltiges Budget und auch eine mittelfristig sinkende Schuldenquote vorweisen. Dieser Budgetvoranschlag spiegelt die Ausrichtung der ökosozialen Steuerreform wider – auf die mein Kollege Jakob Schwarz dann im Detail eingehen wird –, aber der zentrale Punkt ist selbstverständlich, dass klimaschädliches Verhalten erstmals einen Preis bekommt und die Menschen in Österreich mit dem Klimabonus zugleich eine Belohnung für klimafreundliches Verhalten bekommen; jene, die sich nicht klimafreundlich verhalten können, werden nicht bestraft, und jenen, die die Wahl haben, beispielsweise mit den Öffis zu fahren, bleibt vom Klimabonus mehr übrig. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.)
Zwischenruf bei der SPÖ
Ich möchte ein paar Highlights aus diesem Budget herausgreifen, die uns Grünen besonders wichtig sind (Zwischenruf bei der SPÖ): Es geht einerseits um die Verantwortung für das Klima und unsere Natur. Mit diesem Budget wird der Umstieg in Richtung Klimaschutz so einfach und so günstig wie nie zuvor gemacht, beispielsweise mit den 252 Millionen Euro für das Klimaticket. Das Klimaticket wird ab 26. Oktober in ganz Österreich gelten, damit kann man mit allen Öffis, mit allen Zügen der ÖBB in ganz Österreich – in jeder Stadt, in jedem Bundesland – fahren. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ich möchte ein paar Highlights aus diesem Budget herausgreifen, die uns Grünen besonders wichtig sind (Zwischenruf bei der SPÖ): Es geht einerseits um die Verantwortung für das Klima und unsere Natur. Mit diesem Budget wird der Umstieg in Richtung Klimaschutz so einfach und so günstig wie nie zuvor gemacht, beispielsweise mit den 252 Millionen Euro für das Klimaticket. Das Klimaticket wird ab 26. Oktober in ganz Österreich gelten, damit kann man mit allen Öffis, mit allen Zügen der ÖBB in ganz Österreich – in jeder Stadt, in jedem Bundesland – fahren. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Wir tragen aber nicht nur Verantwortung für das Klima und unsere Natur, sondern wir haben auch Verantwortung für die Demokratie und den Rechtsstaat. Sie erinnern sich, wir haben Österreich bereits mit dem letzten Budget vor dem stillen Tod der Justiz bewahrt, vor dem viele Jahre gewarnt wurde. (Beifall bei den Grünen.) Wir stärken mit diesem Budget auch die Personalausstattung, die selbstverständlich wichtig ist, damit die Justiz ihre gute, wichtige, unabhängige Arbeit leisten kann. Es werden aber auch zusätzliche Mittel für Maßnahmen in der Terrorbekämpfung oder für die Modernisierung des Straf- und Maßnahmenvollzugs bereitgestellt – zum Beispiel 15 Millionen Euro für die Justizanstalt Göllersdorf –, damit wir auch da weiterkommen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir tragen aber nicht nur Verantwortung für das Klima und unsere Natur, sondern wir haben auch Verantwortung für die Demokratie und den Rechtsstaat. Sie erinnern sich, wir haben Österreich bereits mit dem letzten Budget vor dem stillen Tod der Justiz bewahrt, vor dem viele Jahre gewarnt wurde. (Beifall bei den Grünen.) Wir stärken mit diesem Budget auch die Personalausstattung, die selbstverständlich wichtig ist, damit die Justiz ihre gute, wichtige, unabhängige Arbeit leisten kann. Es werden aber auch zusätzliche Mittel für Maßnahmen in der Terrorbekämpfung oder für die Modernisierung des Straf- und Maßnahmenvollzugs bereitgestellt – zum Beispiel 15 Millionen Euro für die Justizanstalt Göllersdorf –, damit wir auch da weiterkommen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
In diesem Budget ist so viel an Mitteln für den Gewaltschutz vorgesehen wie noch nie. Insgesamt gibt es da eine Erhöhung um 20,6 Millionen Euro, und das ist dringend notwendig, denn es geht einerseits um Prävention, es geht andererseits aber natürlich auch um die Familienberatungs- und Kinderschutzzentren. Da haben wir wirklich einen großen Sprung geschafft. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Selbstverständlich haben wir auch eine Verantwortung für ein gutes Miteinander. Das betrifft beispielsweise die gute Betreuung unserer Kinder, den Ausbau der Ganztagsschulen, bessere Kindergärten – wir hatten erst letzten Mittwoch einen Ministerratsvortrag dazu, dass die 15a-Vereinbarung neu zu verhandeln ist –, verpflichtende Standards für die Länder, Qualitätsstandards für die Länder; dafür werden wir auch viel Geld in die Hand nehmen, dazu haben wir gestern hier einen Entschließungsantrag beschlossen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner.
Euro; die Zahlen, die Sie hier nennen, sind einfach nicht richtig. (Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner.) Für Pflegegeld und Pflegekarenzen sind über 2,8 Milliarden Euro, für Communitynurses – also für die direkte Unterstützung von zu pflegenden Menschen vor Ort in den Gemeinden – sind 18 Millionen Euro und für die Ausbildung der Pflegekräfte zusätzlich 50 Millionen Euro budgetiert, weil wir schauen müssen, dass mehr Menschen in diesen Beruf einsteigen, um die große Herausforderung der nächsten Jahre in diesem Bereich schaffen zu können. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Euro; die Zahlen, die Sie hier nennen, sind einfach nicht richtig. (Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner.) Für Pflegegeld und Pflegekarenzen sind über 2,8 Milliarden Euro, für Communitynurses – also für die direkte Unterstützung von zu pflegenden Menschen vor Ort in den Gemeinden – sind 18 Millionen Euro und für die Ausbildung der Pflegekräfte zusätzlich 50 Millionen Euro budgetiert, weil wir schauen müssen, dass mehr Menschen in diesen Beruf einsteigen, um die große Herausforderung der nächsten Jahre in diesem Bereich schaffen zu können. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Wir werden heute noch viele Reden zu vielen anderen Schwerpunkten, die gesetzt werden, hören. Es ist ein Budget, das nach einer sehr schwierigen Zeit in Richtung Zukunft gerichtet ist, das uns ein nachhaltiges Österreich und eine gute Zukunft für die Menschen in Österreich garantiert. – Vielen Dank. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
in Richtung Abg. Maurer
Abgeordnete Mag. Beate Meinl-Reisinger, MES (NEOS): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer! – Herr Finanzminister und auch Frau Klubobfrau Maurer, Sie haben in Ihren Reden gestern und auch heute sehr oft das Wort Zukunft beschworen; ich glaube, Ihre Budgetrede war betitelt mit: eine Ansage in Richtung Zukunft, und Sie (in Richtung Abg. Maurer) haben das eben wieder betont. – Diese Zukunft sehen wir in dem vorgelegten Budget bedauerlicherweise gar nicht, und ich möchte Ihnen auch erklären, warum das so ist.
Beifall bei den NEOS.
Ich verstehe den Wunsch danach, denn ich glaube, es ist gerade in der heutigen Zeit enorm wichtig, auf die Zukunftsfähigkeit, auf die, wie wir immer sagen, Enkelfähigkeit von Politik zu schauen; dass Politik eben nicht nur einen Horizont bis zur nächsten Wahl, diesen kurzfristigen Horizont, hat – und die Legislaturperioden wechseln bei uns ja fast schon jährlich –, sondern dass es tatsächlich eine enkelfähige Politik ist, die bereit ist, heute Reformen anzugehen, die vielleicht gar nicht so leicht sind, um eine bessere Zukunft für unsere Kinder zu haben. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Ich habe auch in den Redebeiträgen von vorhin gehört, man würde so stark investieren. – Nun, die Investitionen sind im Vergleich zum staatlichen Konsum marginal. Wir haben eine Situation – ich möchte das schon einmal sagen –, in der wir beispielsweise wissen, dass Investitionen im Bildungsbereich dringend notwendig sind. Immer mehr werden Aufgaben des Bildungssystems an Familien übertragen – nicht nur in Pandemiezeiten! –, an Familien, die zahlungskräftig genug sind, sich Nachhilfe zu leisten, oder, wenn Sie auf den Bereich der Lehre schauen, an den Mittelstand, an die Unternehmerinnen und Unternehmer übertragen. Die Defizite im staatlichen Bildungssystem haben Familien aufzufangen, hat der Mittelstand aufzufangen. Das ist nur ein Bereich, den ich herauspicke, in dem Investitionen ganz dringend nötig sind; das findet aber gemäß Ihrem Budget nicht statt, weil Sie zukunftsvergessen agieren und lieber auf den staatlichen Konsum schauen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Ich habe genau zugehört: Sie haben den Ländern gedankt, Sie haben den Gemeinden gedankt, Sie haben den Bürgermeistern gedankt, aber nicht den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern. Daher hole ich das heute nach: Danke, liebe Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, Sie sind es, die dieses Budget überhaupt erst möglich gemacht haben! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Das ist dieses Linke-Tasche-rechte-Tasche-Prinzip: eine schleichende Steuererhöhung, die man dann großzügig und in Gutsherrenart – teilweise – an die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler zurückgibt. Würde man eine wirkliche, nachhaltige Entlastung auch für kommende Generationen und insbesondere eine nachhaltige Entlastung des Mittelstands anstreben, dann – Sie wissen das – bräuchte es strukturelle Reformen. Dazu findet sich nichts, aber auch gar nichts in Ihrem Budget. Das ist ambitionslos, das ist mutlos, und das ist alles andere als tatkräftig. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Die kalte Progression hätte schon längst abgeschafft sein können, das haben wir in den letzten Tagen erfahren. Neben strafrechtlichen Fragen, die Sache der Justiz sind, ist das für mich das Empörendste: Wenn man in die Akten schaut, erhält man den Eindruck, dass da Politik eigentlich ausschließlich zum Selbstzweck gemacht wird, für einen Posten, damit man an die Macht kommt, eine Wahl gewinnt. Das, was die Menschen aber eigentlich erwarten, nämlich dass man Politik für die Menschen macht, indem man zum Beispiel die schleichende Steuererhöhung, die kalte Progression abschafft, verhindert man lieber, denn das könnte ja dann einem anderen Bundeskanzler und einem anderen Vizekanzler irgendwie zugutekommen. (Beifall bei den NEOS.) Die kalte Progression gehört weg, das wissen Sie – und es ist längst an der Zeit.
Abg. Disoski: Autobahnen bauen ...!
Das, was ihr aber da mit einem CO2-Preis von 30 Euro schafft – wir wissen das, und das sagen euch ja auch alle Expertinnen und Experten –, hat keinen Effekt. Es hat nicht den Lenkungseffekt, den ihr euch erhofft, vor allem dann nicht, wenn ihr das auf der anderen Seite mit einem Ökobonus sozusagen wieder zurückgebt. (Abg. Disoski: Autobahnen bauen ...!) So bleibt es eine reine Steuererhöhung, eine neue Steuer. Neue Steuern einführen, das haben vergangene Regierungen auch schon gekonnt, dafür haben wir nicht Türkis gebraucht. Zu wirklich zukunftsfähigen und ökologischen Schritten in Richtung Nachhaltigkeit kommen wir damit aber nicht, das ist eindeutig zu wenig. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Das, was ihr aber da mit einem CO2-Preis von 30 Euro schafft – wir wissen das, und das sagen euch ja auch alle Expertinnen und Experten –, hat keinen Effekt. Es hat nicht den Lenkungseffekt, den ihr euch erhofft, vor allem dann nicht, wenn ihr das auf der anderen Seite mit einem Ökobonus sozusagen wieder zurückgebt. (Abg. Disoski: Autobahnen bauen ...!) So bleibt es eine reine Steuererhöhung, eine neue Steuer. Neue Steuern einführen, das haben vergangene Regierungen auch schon gekonnt, dafür haben wir nicht Türkis gebraucht. Zu wirklich zukunftsfähigen und ökologischen Schritten in Richtung Nachhaltigkeit kommen wir damit aber nicht, das ist eindeutig zu wenig. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Wöginger: Wir tunʼs aber! – Zwischenruf der Abg. Salzmann.
Vielleicht ist es ja auch dieses Codewort, das ich immer so heraushöre: Klimaschutz mit Hausverstand. Da denke ich mir dann immer, lieber August Wöginger, Hausverstand ist – in Anführungszeichen – „Codewort“ für: Machen wir eh nicht! – Das ist das, was bei mir immer hängen bleibt. (Abg. Wöginger: Wir tunʼs aber! – Zwischenruf der Abg. Salzmann.)
Zwischenruf des Abg. Hanger.
Sehr geehrte Damen und Herren! Ich glaube daran, dass die Politik enkelfähig sein muss, zukunftsfähig sein muss. Ich glaube daran, dass die Politik in der Verantwortung ist, Mut und Tatkraft zu beweisen, auch und gerade dann strukturelle Reformen einzugehen, wenn es darum geht, bei sich selber zu sparen, um zu erreichen, dass man den Menschen gar nicht so viel Geld aus der Tasche zieht, das man dann wieder großzügig zurückgibt. (Zwischenruf des Abg. Hanger.)
Ruf bei der FPÖ: Nichts! – Zwischenruf des Abg. Hörl.
Was wird denn aber jetzt übrig bleiben? (Ruf bei der FPÖ: Nichts! – Zwischenruf des Abg. Hörl.) – Machterhalt als Selbstzweck – das ist zu wenig. (Beifall bei den NEOS.) Es braucht endlich die neue Politik einer anständigen, wehrhaften Mitte, und diese finden Sie bei uns NEOS. – Danke. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Was wird denn aber jetzt übrig bleiben? (Ruf bei der FPÖ: Nichts! – Zwischenruf des Abg. Hörl.) – Machterhalt als Selbstzweck – das ist zu wenig. (Beifall bei den NEOS.) Es braucht endlich die neue Politik einer anständigen, wehrhaften Mitte, und diese finden Sie bei uns NEOS. – Danke. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Was wird denn aber jetzt übrig bleiben? (Ruf bei der FPÖ: Nichts! – Zwischenruf des Abg. Hörl.) – Machterhalt als Selbstzweck – das ist zu wenig. (Beifall bei den NEOS.) Es braucht endlich die neue Politik einer anständigen, wehrhaften Mitte, und diese finden Sie bei uns NEOS. – Danke. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Brückl: Das ist die 15. Rede ...!
Abgeordneter Gabriel Obernosterer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Finanzminister! Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr verehrten Damen und Herren auf der Galerie und zu Hause vor den Fernsehschirmen! Budgetlesen kann ich, ich bin Unternehmer. 15 Budgets habe ich in diesem Haus schon durchgelesen. (Abg. Brückl: Das ist die 15. Rede ...!) Wer sich wirklich genau damit befasst hat und nicht nur reine Opposition betreibt (Heiterkeit bei Abgeordneten der NEOS), der weiß genau, dass dieses Budget die arbeitenden Menschen, die Pensionisten entlastet, dass es den Standort Österreich sichert, dass es ein Budget für die Zukunft ist und dass nicht wie in der Vergangenheit nur verwaltet wird, sondern dass die Regierung die Zukunft gestaltet. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) Lest euch das genau durch und schaut euch die genauen Posten an!
Heiterkeit bei Abgeordneten der NEOS
Abgeordneter Gabriel Obernosterer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Finanzminister! Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr verehrten Damen und Herren auf der Galerie und zu Hause vor den Fernsehschirmen! Budgetlesen kann ich, ich bin Unternehmer. 15 Budgets habe ich in diesem Haus schon durchgelesen. (Abg. Brückl: Das ist die 15. Rede ...!) Wer sich wirklich genau damit befasst hat und nicht nur reine Opposition betreibt (Heiterkeit bei Abgeordneten der NEOS), der weiß genau, dass dieses Budget die arbeitenden Menschen, die Pensionisten entlastet, dass es den Standort Österreich sichert, dass es ein Budget für die Zukunft ist und dass nicht wie in der Vergangenheit nur verwaltet wird, sondern dass die Regierung die Zukunft gestaltet. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) Lest euch das genau durch und schaut euch die genauen Posten an!
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Gabriel Obernosterer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Finanzminister! Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr verehrten Damen und Herren auf der Galerie und zu Hause vor den Fernsehschirmen! Budgetlesen kann ich, ich bin Unternehmer. 15 Budgets habe ich in diesem Haus schon durchgelesen. (Abg. Brückl: Das ist die 15. Rede ...!) Wer sich wirklich genau damit befasst hat und nicht nur reine Opposition betreibt (Heiterkeit bei Abgeordneten der NEOS), der weiß genau, dass dieses Budget die arbeitenden Menschen, die Pensionisten entlastet, dass es den Standort Österreich sichert, dass es ein Budget für die Zukunft ist und dass nicht wie in der Vergangenheit nur verwaltet wird, sondern dass die Regierung die Zukunft gestaltet. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) Lest euch das genau durch und schaut euch die genauen Posten an!
Abg. Hauser: Bis 2025!
Als dieses Budget und die ökosoziale Steuerreform zum ersten Mal auf dem Tisch gelegen sind, habe ich mir genau angeschaut, wie alle drei Oppositionsparteien dazu Stellung genommen haben. Ich habe mir Kollegen Krainer angehört: Er hat gesagt – typisch Klassenkampf –, dass den Millionären, den Bestverdienern das Geld geschenkt wird und dass es den anderen weggenommen wird, und zwar weil die KöSt im Jahr 2024 um 1 Prozent und im Jahr 2025 auch noch einmal um 1 Prozent gesenkt wird. In Summe macht das 700 Millionen Euro aus – und das bei einem Entlastungspaket, das in Summe 18 Milliarden Euro ausmacht und von dem viele Kleinunternehmer profitieren. Es gibt insgesamt 70 000 Gesellschaften (Abg. Hauser: Bis 2025!), und davon machen 70 Prozent weniger als 100 000 Euro Gewinn im Jahr – nicht im Monat, sondern im Jahr. (Ruf bei der ÖVP: So ist es!) Das heißt, für diese wird die KöSt, wenn man es berechnet, 1 000 Euro im Jahr 2024 und 2 000 Euro im Jahr 2025 weniger.
Ruf bei der ÖVP: So ist es!
Als dieses Budget und die ökosoziale Steuerreform zum ersten Mal auf dem Tisch gelegen sind, habe ich mir genau angeschaut, wie alle drei Oppositionsparteien dazu Stellung genommen haben. Ich habe mir Kollegen Krainer angehört: Er hat gesagt – typisch Klassenkampf –, dass den Millionären, den Bestverdienern das Geld geschenkt wird und dass es den anderen weggenommen wird, und zwar weil die KöSt im Jahr 2024 um 1 Prozent und im Jahr 2025 auch noch einmal um 1 Prozent gesenkt wird. In Summe macht das 700 Millionen Euro aus – und das bei einem Entlastungspaket, das in Summe 18 Milliarden Euro ausmacht und von dem viele Kleinunternehmer profitieren. Es gibt insgesamt 70 000 Gesellschaften (Abg. Hauser: Bis 2025!), und davon machen 70 Prozent weniger als 100 000 Euro Gewinn im Jahr – nicht im Monat, sondern im Jahr. (Ruf bei der ÖVP: So ist es!) Das heißt, für diese wird die KöSt, wenn man es berechnet, 1 000 Euro im Jahr 2024 und 2 000 Euro im Jahr 2025 weniger.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Die OMV kann man immer hernehmen, aber wenn man glaubt, dass man in diesem Land keine großen Betriebe mehr braucht – ja, die SPÖ-Wirtschaftspolitik kennen wir –, ist das einfach nicht korrekt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) Nebenbei möchte ich sagen, dass die SPÖ einmal mit den Zahlen zurechtkommen soll. Die Vorsitzende hat vorhin gesagt, die KöSt macht 1,5 Milliarden Euro aus, Herr Krainer sagt, sie macht 700 Millionen Euro aus. – Also bitte schön, diese Zahlenspielerei kann man ja wirklich nicht mehr ernst nehmen.
Abg. Hauser: Stimmt nicht! – Abg. Deimek: Das ist das Problem, wenn man nicht aufpasst!
Zu Ihnen, Herr Kollege Fuchs: Ich schätze Sie als Oberfachmann, als Experten wirklich – Hut ab! –, aber wissen Sie noch, was Ihre Meinung, Ihre erste Reaktion dazu war? – Ich sage es in meinen Worten: Ich traue dem nicht, was ich da sehe! – Da ist aber eigentlich alles drinnen, was im Regierungsprogramm der vorherigen Regierung von ÖVP und Freiheitlichen gestanden ist, außer einem: der CO2-Besteuerung. (Abg. Hauser: Stimmt nicht! – Abg. Deimek: Das ist das Problem, wenn man nicht aufpasst!) – Ich fasse es jetzt zusammen. So schlecht kann das also nicht sein. Herr Klubobmann Kickl, vielleicht tauschen Sie sich da einmal aus. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kassegger.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kassegger.
Zu Ihnen, Herr Kollege Fuchs: Ich schätze Sie als Oberfachmann, als Experten wirklich – Hut ab! –, aber wissen Sie noch, was Ihre Meinung, Ihre erste Reaktion dazu war? – Ich sage es in meinen Worten: Ich traue dem nicht, was ich da sehe! – Da ist aber eigentlich alles drinnen, was im Regierungsprogramm der vorherigen Regierung von ÖVP und Freiheitlichen gestanden ist, außer einem: der CO2-Besteuerung. (Abg. Hauser: Stimmt nicht! – Abg. Deimek: Das ist das Problem, wenn man nicht aufpasst!) – Ich fasse es jetzt zusammen. So schlecht kann das also nicht sein. Herr Klubobmann Kickl, vielleicht tauschen Sie sich da einmal aus. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kassegger.)
Heiterkeit bei den NEOS.
Jetzt zu den NEOS: Summa summarum haben Sie gesagt: Die kalte Progression gehört abgeschafft! – Wenn diese Regierung es sich einfach gemacht hätte, dann hätte sie gesagt: Und jetzt schaffen wir die kalte Progression ab!, ganz einfach. (Heiterkeit bei den NEOS.) Dann hätten wir nicht mehr viel - - Aber vielleicht hören Sie zu und lachen nicht immer so – es ist nicht alles so zum Lachen! (Abg. Meinl-Reisinger: Na eh nicht! Na eh nicht, es ist traurig ... die kalte Progression abzuschaffen!) Es ist nicht alles dazu angetan, zynisch zu sein.
Abg. Meinl-Reisinger: Na eh nicht! Na eh nicht, es ist traurig ... die kalte Progression abzuschaffen!
Jetzt zu den NEOS: Summa summarum haben Sie gesagt: Die kalte Progression gehört abgeschafft! – Wenn diese Regierung es sich einfach gemacht hätte, dann hätte sie gesagt: Und jetzt schaffen wir die kalte Progression ab!, ganz einfach. (Heiterkeit bei den NEOS.) Dann hätten wir nicht mehr viel - - Aber vielleicht hören Sie zu und lachen nicht immer so – es ist nicht alles so zum Lachen! (Abg. Meinl-Reisinger: Na eh nicht! Na eh nicht, es ist traurig ... die kalte Progression abzuschaffen!) Es ist nicht alles dazu angetan, zynisch zu sein.
Abg. Meinl-Reisinger: Das kommt darauf an!
Hören Sie mir zu, Frau Kollegin! Wissen Sie, was die kalte Progression im Jahr ausmacht? – 500 Millionen Euro. (Abg. Meinl-Reisinger: Das kommt darauf an!) Wissen Sie, wie viel diese Entlastungen für den österreichischen Bürger ausmachen? Wissen Sie, wie viel das ausmacht? Im Jahr 2025, wenn alle Entlastungen greifen, 7,8 Milliarden Euro. (Abg. Hauser: ... Öbag!) Unser damaliger Bundeskanzler und jetziger Klubobmann Sebastian Kurz hat das in der „ZIB 2“ genau erklärt: Wenn wir es so gemacht hätten, dann hätten wir die Leute nur ganz wenig entlastet; jetzt brauchen sie das Geld. Die Argumente sprechen dafür, und am Ende der Periode können wir alle noch darüber reden, ob wir das machen. (Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.)
Abg. Hauser: ... Öbag!
Hören Sie mir zu, Frau Kollegin! Wissen Sie, was die kalte Progression im Jahr ausmacht? – 500 Millionen Euro. (Abg. Meinl-Reisinger: Das kommt darauf an!) Wissen Sie, wie viel diese Entlastungen für den österreichischen Bürger ausmachen? Wissen Sie, wie viel das ausmacht? Im Jahr 2025, wenn alle Entlastungen greifen, 7,8 Milliarden Euro. (Abg. Hauser: ... Öbag!) Unser damaliger Bundeskanzler und jetziger Klubobmann Sebastian Kurz hat das in der „ZIB 2“ genau erklärt: Wenn wir es so gemacht hätten, dann hätten wir die Leute nur ganz wenig entlastet; jetzt brauchen sie das Geld. Die Argumente sprechen dafür, und am Ende der Periode können wir alle noch darüber reden, ob wir das machen. (Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.)
Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.
Hören Sie mir zu, Frau Kollegin! Wissen Sie, was die kalte Progression im Jahr ausmacht? – 500 Millionen Euro. (Abg. Meinl-Reisinger: Das kommt darauf an!) Wissen Sie, wie viel diese Entlastungen für den österreichischen Bürger ausmachen? Wissen Sie, wie viel das ausmacht? Im Jahr 2025, wenn alle Entlastungen greifen, 7,8 Milliarden Euro. (Abg. Hauser: ... Öbag!) Unser damaliger Bundeskanzler und jetziger Klubobmann Sebastian Kurz hat das in der „ZIB 2“ genau erklärt: Wenn wir es so gemacht hätten, dann hätten wir die Leute nur ganz wenig entlastet; jetzt brauchen sie das Geld. Die Argumente sprechen dafür, und am Ende der Periode können wir alle noch darüber reden, ob wir das machen. (Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.)
Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.
Ich bitte euch um eines: Nehmt ein bisschen etwas zur Kenntnis und schimpft nicht nur, sonst seid ihr wirklich nicht glaubwürdig! (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Und den Österreicherinnen und Österreichern sage ich nur eines: Schaut euch das Gehalt am Konto an, wenn es nächstes Jahr überwiesen wird! (Zwischenruf des Abg. Kassegger.) Das Gleiche gilt für den Unternehmer, weil wirklich jedem mehr Geld im Börsel bleibt. (Abg. Loacker: Ich hoffe, du hast ...!)
Zwischenruf des Abg. Kassegger.
Ich bitte euch um eines: Nehmt ein bisschen etwas zur Kenntnis und schimpft nicht nur, sonst seid ihr wirklich nicht glaubwürdig! (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Und den Österreicherinnen und Österreichern sage ich nur eines: Schaut euch das Gehalt am Konto an, wenn es nächstes Jahr überwiesen wird! (Zwischenruf des Abg. Kassegger.) Das Gleiche gilt für den Unternehmer, weil wirklich jedem mehr Geld im Börsel bleibt. (Abg. Loacker: Ich hoffe, du hast ...!)
Abg. Loacker: Ich hoffe, du hast ...!
Ich bitte euch um eines: Nehmt ein bisschen etwas zur Kenntnis und schimpft nicht nur, sonst seid ihr wirklich nicht glaubwürdig! (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Und den Österreicherinnen und Österreichern sage ich nur eines: Schaut euch das Gehalt am Konto an, wenn es nächstes Jahr überwiesen wird! (Zwischenruf des Abg. Kassegger.) Das Gleiche gilt für den Unternehmer, weil wirklich jedem mehr Geld im Börsel bleibt. (Abg. Loacker: Ich hoffe, du hast ...!)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Herr Finanzminister, ich habe es schon gestern gesagt: Dieses Budget können wir wirklich ins Schaufenster tragen. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Ruf: Der Sozi für alles!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Krainer. – Bitte. (Ruf: Der Sozi für alles!)
Ruf bei der ÖVP: Herr Krainer - -!
Für die, die arbeiten gehen – egal ob sie Arbeitnehmer sind, kleine Selbstständige sind oder die, die arbeiten gegangen und jetzt in der Pension sind, das heißt, die, die von Arbeit leben und deswegen Lohn- und Einkommensteuer zahlen –, ist dieses Paket klein. Für sie ist es circa halb so groß wie die Steuerreform, die damals 2015 von SPÖ und ÖVP beschlossen wurde: für die, die arbeiten gehen, halb so groß wie die Steuerreform 2015. Das ist einfach objektiv so, weil Zahlen nicht lügen, und das kann man sich dort anschauen. (Ruf bei der ÖVP: Herr Krainer - -!)
Beifall bei der SPÖ.
Das mit groß stimmt also offenbar für die meisten Österreicherinnen und Österreicher nicht, es stimmt aber natürlich für Konzerne. Ich weiß, es gibt 70 000 Körperschaften, aber es gibt nur ein paar wenige Hundert, die 80 Prozent dieser Milliarden bekommen, wenn Sie die Konzernsteuer senken. Das sind ganz, ganz wenige, für die ist das super! Zum Beispiel für die OMV – nebenbei gesagt der größte Produzent von CO2 in Österreich – ist es super: Die bekommen 10 Millionen Euro. Die zahlen 10 Millionen Euro weniger Steuern, für die ist das Paket wirklich groß. Für die Angestellten der OMV, für die, die dort gearbeitet haben und jetzt in Pension sind, ist das Paket klein. Man sieht einfach: Kapital, Vermögende – großes Paket; für die, die arbeiten gehen, für die, die in Pension sind – kleines Paket. (Beifall bei der SPÖ.) Wenn Sie groß draufschreiben, stimmt das nur für Spender und Sponsoren, aber nicht für die breite Masse der österreichischen Bevölkerung.
Beifall bei der SPÖ.
Sie schreiben dann drauf, es sei sozial. Sozial? – Auch interessant! Man kann sich das alles ja ansehen, zum Beispiel diesen Ökobonus. Da geht es darum, dass alle etwas einzahlen sollen, und beim Auszahlen soll man differenzieren. Da sagen Sie aber, es ist nicht entscheidend, ob jemand viel Geld hat oder ob er wenig Geld hat, es ist nicht entscheidend, ob jemand umweltfreundlich lebt oder nicht umweltfreundlich lebt, es ist nur entscheidend, dass jemand, wenn er in Wien lebt, möglichst wenig kriegen soll, wenn er in einer anderen Stadt in Österreich lebt – also nicht in Wien –, dann soll er so ein bisschen etwas dazwischen kriegen, und wenn er am Land lebt, dann soll er möglichst viel bekommen – vollkommen egal, was die Leute verdienen. Das heißt, eine Mindestrentnerin in der Stadt, in Wien, bekommt 100 Euro, aber ein Superverdiener, der irgendwo anders lebt, kriegt einfach das Doppelte – der kriegt das Doppelte! Das ist sozial? Es soll sozial sein, dass die Mindestrentnerin 100 Euro kriegt, aber irgendein Millionär 200 Euro? Das soll sozial sein? – Nein! Dieses Paket ist weder groß noch sozial. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Jakob Schwarz: Also was ... ja, ja!
Wenn Sie sagen, das Paket ist ökologisch, dann meine ich, die Dosis ist ja homöopathisch (Abg. Jakob Schwarz: Also was ... ja, ja!), die Wirkung, die es haben wird, dass weniger CO2 ausgestoßen wird, ist de facto kaum messbar. (Abg. Jakob Schwarz:
Abg. Jakob Schwarz: Welchen Preis würdest du nehmen?
Welchen Preis hättest du ...?) Es ist vielleicht 1 Prozent – vielleicht 1 Prozent! –, vielleicht auch weniger, das ist nicht klar. (Abg. Jakob Schwarz: Welchen Preis würdest du nehmen?)
Abg. Jakob Schwarz: Welchen Preis nimmt der Krainer?
Wenn wir ernsthaft etwas gegen die Klimakrise machen wollen (Abg. Jakob Schwarz: Welchen Preis nimmt der Krainer?) – dieses Paket leistet keinen messbaren Beitrag. Es ist nicht ökologisch, es ist nicht sozial, insofern können wir diesem Paket nicht zustimmen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Maurer: Aber welchen Preis möchtest du denn dann? Sag uns du einen Preis!) – Sie brauchen nicht nervös zu sein und immer zu schreien! Ich habe Ihnen schon x-fach gesagt, eine CO2-Besteuerung kann einen ganz kleinen Beitrag leisten. (Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz.) Das, was Sie machen müssen, ist Ordnungspolitik, und ich weiß nicht, ob die ÖVP da mitgeht (Abg. Jakob Schwarz: Das ist ja eine Steuerreform! Steuerreform heißt steuern!), aber das ist das, was passieren muss, um einen wirksamen Beitrag zu leisten.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Maurer: Aber welchen Preis möchtest du denn dann? Sag uns du einen Preis!
Wenn wir ernsthaft etwas gegen die Klimakrise machen wollen (Abg. Jakob Schwarz: Welchen Preis nimmt der Krainer?) – dieses Paket leistet keinen messbaren Beitrag. Es ist nicht ökologisch, es ist nicht sozial, insofern können wir diesem Paket nicht zustimmen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Maurer: Aber welchen Preis möchtest du denn dann? Sag uns du einen Preis!) – Sie brauchen nicht nervös zu sein und immer zu schreien! Ich habe Ihnen schon x-fach gesagt, eine CO2-Besteuerung kann einen ganz kleinen Beitrag leisten. (Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz.) Das, was Sie machen müssen, ist Ordnungspolitik, und ich weiß nicht, ob die ÖVP da mitgeht (Abg. Jakob Schwarz: Das ist ja eine Steuerreform! Steuerreform heißt steuern!), aber das ist das, was passieren muss, um einen wirksamen Beitrag zu leisten.
Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz.
Wenn wir ernsthaft etwas gegen die Klimakrise machen wollen (Abg. Jakob Schwarz: Welchen Preis nimmt der Krainer?) – dieses Paket leistet keinen messbaren Beitrag. Es ist nicht ökologisch, es ist nicht sozial, insofern können wir diesem Paket nicht zustimmen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Maurer: Aber welchen Preis möchtest du denn dann? Sag uns du einen Preis!) – Sie brauchen nicht nervös zu sein und immer zu schreien! Ich habe Ihnen schon x-fach gesagt, eine CO2-Besteuerung kann einen ganz kleinen Beitrag leisten. (Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz.) Das, was Sie machen müssen, ist Ordnungspolitik, und ich weiß nicht, ob die ÖVP da mitgeht (Abg. Jakob Schwarz: Das ist ja eine Steuerreform! Steuerreform heißt steuern!), aber das ist das, was passieren muss, um einen wirksamen Beitrag zu leisten.
Abg. Jakob Schwarz: Das ist ja eine Steuerreform! Steuerreform heißt steuern!
Wenn wir ernsthaft etwas gegen die Klimakrise machen wollen (Abg. Jakob Schwarz: Welchen Preis nimmt der Krainer?) – dieses Paket leistet keinen messbaren Beitrag. Es ist nicht ökologisch, es ist nicht sozial, insofern können wir diesem Paket nicht zustimmen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Maurer: Aber welchen Preis möchtest du denn dann? Sag uns du einen Preis!) – Sie brauchen nicht nervös zu sein und immer zu schreien! Ich habe Ihnen schon x-fach gesagt, eine CO2-Besteuerung kann einen ganz kleinen Beitrag leisten. (Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz.) Das, was Sie machen müssen, ist Ordnungspolitik, und ich weiß nicht, ob die ÖVP da mitgeht (Abg. Jakob Schwarz: Das ist ja eine Steuerreform! Steuerreform heißt steuern!), aber das ist das, was passieren muss, um einen wirksamen Beitrag zu leisten.
Abg. Jakob Schwarz: Das ist eine Steuerreform!
Sie brauchen Investitionen! Wieso senken Sie die Steuern für die Konzerne um bis zu 1 Milliarde Euro pro Jahr? (Abg. Jakob Schwarz: Das ist eine Steuerreform!) Ich frage Sie wirklich: Wieso machen Sie das und investieren das Geld nicht darin (Abg. Jakob Schwarz: 20 Milliarden ...!), dass Österreich ökologischer wird, indem Sie zum Beispiel Heizungstauschprogramme fördern? (Beifall bei der SPÖ.) – Das wäre eine Maßnahme! (Zwischenruf des Abg. Weratschnig.)
Abg. Jakob Schwarz: 20 Milliarden ...!
Sie brauchen Investitionen! Wieso senken Sie die Steuern für die Konzerne um bis zu 1 Milliarde Euro pro Jahr? (Abg. Jakob Schwarz: Das ist eine Steuerreform!) Ich frage Sie wirklich: Wieso machen Sie das und investieren das Geld nicht darin (Abg. Jakob Schwarz: 20 Milliarden ...!), dass Österreich ökologischer wird, indem Sie zum Beispiel Heizungstauschprogramme fördern? (Beifall bei der SPÖ.) – Das wäre eine Maßnahme! (Zwischenruf des Abg. Weratschnig.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie brauchen Investitionen! Wieso senken Sie die Steuern für die Konzerne um bis zu 1 Milliarde Euro pro Jahr? (Abg. Jakob Schwarz: Das ist eine Steuerreform!) Ich frage Sie wirklich: Wieso machen Sie das und investieren das Geld nicht darin (Abg. Jakob Schwarz: 20 Milliarden ...!), dass Österreich ökologischer wird, indem Sie zum Beispiel Heizungstauschprogramme fördern? (Beifall bei der SPÖ.) – Das wäre eine Maßnahme! (Zwischenruf des Abg. Weratschnig.)
Zwischenruf des Abg. Weratschnig.
Sie brauchen Investitionen! Wieso senken Sie die Steuern für die Konzerne um bis zu 1 Milliarde Euro pro Jahr? (Abg. Jakob Schwarz: Das ist eine Steuerreform!) Ich frage Sie wirklich: Wieso machen Sie das und investieren das Geld nicht darin (Abg. Jakob Schwarz: 20 Milliarden ...!), dass Österreich ökologischer wird, indem Sie zum Beispiel Heizungstauschprogramme fördern? (Beifall bei der SPÖ.) – Das wäre eine Maßnahme! (Zwischenruf des Abg. Weratschnig.)
Abg. Wöginger: Ja, genau!
Wieso geben Sie das Geld an irgendwelche Konzerne, anstatt es in die Umwelt zu investieren? Wieso machen Sie das? – Das wäre dann wenigstens ökologisch, aber das machen Sie nicht, und deswegen werden Sie von uns keine Zustimmung zu diesem Paket bekommen. (Abg. Wöginger: Ja, genau!) – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Weratschnig: ... Euro sind zu wenig, aber das ist ...!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Weratschnig: ... Euro sind zu wenig, aber das ist ...!
Wieso geben Sie das Geld an irgendwelche Konzerne, anstatt es in die Umwelt zu investieren? Wieso machen Sie das? – Das wäre dann wenigstens ökologisch, aber das machen Sie nicht, und deswegen werden Sie von uns keine Zustimmung zu diesem Paket bekommen. (Abg. Wöginger: Ja, genau!) – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Weratschnig: ... Euro sind zu wenig, aber das ist ...!)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter MMag. DDr. Hubert Fuchs (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzter Herr Finanzminister! Hohes Haus! Geschätzte Steuerzahlerinnen und Steuerzahler! Kollege Obernosterer hat es ja festgehalten: All die von der Bundesregierung groß angekündigten Steuerentlastungen sind ja nicht neu. Die Entlastungsschritte, von der Lohn- beziehungsweise Einkommensteuersenkung bis zur Mitarbeitererfolgsbeteiligung, entsprechen ja genau jenen Maßnahmen, die ich damals mit Finanzminister Löger ausverhandelt habe. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Deimek.
Weil du, Kollege Obernosterer, gemeint hast, da gebe es keine Unterschiede: Aufpassen! Ich werde sie dir erklären: Der Erste Klubobmann-Stellvertreter Wöginger hat ja die Mitarbeitererfolgsbeteiligung groß gelobt, und da finde ich schon einen kleinen Unterschied: Wir hätten damals die Mitarbeitererfolgsbeteiligung nicht nur von der Einkommensteuer befreit, sondern auch von der Sozialversicherung beziehungsweise den Lohnnebenkosten, und weder im Ministerratsvortrag noch in der Budgetrede steht das drinnen. Das heißt, ein guter Tipp: Ministerratsvortrag vom 1. Mai 2019 lesen, dann weißt du, was wichtig ist! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Abg. Wöginger: Tun wir nicht!
die Ökologisierung des Pendlerpauschales, sprich Abschaffung des Pendlerpauschales, die Abschaffung des Dienstwagenprivilegs (Abg. Wöginger: Tun wir nicht!), die Abschaffung des Dieselprivilegs und Maßnahmen gegen den Tanktourismus. (Abg. Wöginger: Das kommt alles nicht, lieber Kollege!)
Abg. Wöginger: Das kommt alles nicht, lieber Kollege!
die Ökologisierung des Pendlerpauschales, sprich Abschaffung des Pendlerpauschales, die Abschaffung des Dienstwagenprivilegs (Abg. Wöginger: Tun wir nicht!), die Abschaffung des Dieselprivilegs und Maßnahmen gegen den Tanktourismus. (Abg. Wöginger: Das kommt alles nicht, lieber Kollege!)
Abg. Wöginger: Sehr gut, dass du das sagst!
Wenn der Erste Klubobmann-Stellvertreter meint, „das kommt alles nicht“ (Abg. Wöginger: Sehr gut, dass du das sagst!), dann freue ich mich sehr, und ich hoffe, die grüne Seite hat das gehört. All das, was in diesem Aufbau- und Resilienzplan drinnen steht (Abg. Kassegger – in Richtung Grüne –: Kommt alles nicht, sagt der August! Kommt alles nicht, hat er gerade gesagt! Das könnt ihr euch abschminken!), wird nicht kommen, und auch was die Grünen im Regierungsprogramm mit der ÖVP vereinbart haben, wird nicht kommen. – Also vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kassegger – in Richtung Grüne –: Kommt alles nicht, sagt der August! Kommt alles nicht, hat er gerade gesagt! Das könnt ihr euch abschminken!
Wenn der Erste Klubobmann-Stellvertreter meint, „das kommt alles nicht“ (Abg. Wöginger: Sehr gut, dass du das sagst!), dann freue ich mich sehr, und ich hoffe, die grüne Seite hat das gehört. All das, was in diesem Aufbau- und Resilienzplan drinnen steht (Abg. Kassegger – in Richtung Grüne –: Kommt alles nicht, sagt der August! Kommt alles nicht, hat er gerade gesagt! Das könnt ihr euch abschminken!), wird nicht kommen, und auch was die Grünen im Regierungsprogramm mit der ÖVP vereinbart haben, wird nicht kommen. – Also vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn der Erste Klubobmann-Stellvertreter meint, „das kommt alles nicht“ (Abg. Wöginger: Sehr gut, dass du das sagst!), dann freue ich mich sehr, und ich hoffe, die grüne Seite hat das gehört. All das, was in diesem Aufbau- und Resilienzplan drinnen steht (Abg. Kassegger – in Richtung Grüne –: Kommt alles nicht, sagt der August! Kommt alles nicht, hat er gerade gesagt! Das könnt ihr euch abschminken!), wird nicht kommen, und auch was die Grünen im Regierungsprogramm mit der ÖVP vereinbart haben, wird nicht kommen. – Also vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Was unterscheidet uns noch, Kollege Obernosterer? – Diese ökoasoziale Steuerreform beinhaltet keine Strukturreform. Man findet in diesem Ministerratsvortrag keine strukturellen Maßnahmen – mit einer einzigen Ausnahme: die Erhöhung des Absetzbetrages für geringwertige Wirtschaftsgüter auf 1 000 Euro. Das ist die einzige strukturelle Maßnahme. Es gibt aber überhaupt keine administrativen und strukturellen Entlastungen für die Steuerpflichtigen und auch nicht für die Finanzverwaltung. Da geht es um Bürokratieabbau und Digitalisierung, aber all das sind bei der ÖVP lediglich Lippenbekenntnisse. (Beifall bei der FPÖ.)
Heiterkeit der Abgeordneten Belakowitsch und Kickl
Ich darf noch zwei Beispiele anführen – (auf das bereits leuchtende rote Lämpchen auf dem Rednerpult blickend) wenn es die Zeit erlaubt, nur eines, okay –: die CO2-Strafsteuer. In Wirklichkeit wissen wir, es ist lediglich eine Mineralölsteuererhöhung unter dem Deckmantel des Klimaschutzes, und da frage ich mich schon: Warum muss man extra eine eigene Steuer erfinden? Ihr hättet auch die Mineralölsteuer erhöhen können – aber das klingt natürlich nicht sexy (Heiterkeit der Abgeordneten Belakowitsch und Kickl), deshalb muss man eine eigene Steuer erfinden.
Abg. Deimek: Wo sich nicht einmal das Finanzministerium auskennt!
Herr Finanzminister, warum hebt man, so wie bei der Lohnverrechnung, eine CO2-Strafsteuer kompliziert ein, um diese in der Folge noch komplizierter an die Bevölkerung zu verteilen? (Abg. Deimek: Wo sich nicht einmal das Finanzministerium auskennt!) Es wird beim Klimabonus vier Stufen geben, und neben der Einteilung der Gemeinden in Stadt, Land und Umland kommt es dabei ausschließlich auf die Erreichbarkeit mit dem öffentlichen Verkehr an – Heizkosten, Energieversorgung bleiben dabei vollkommen unberücksichtigt. Das heißt, die CO2-Strafsteuer betrifft natürlich nicht nur die Mobilität, sondern auch das Heizen – und jetzt, Herr Finanzminister, erklären Sie mir einmal, wie man von der Qualität der Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel auf die Heiztechnik der einzelnen Haushalte schließen kann! (Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ sowie Beifall bei der FPÖ.) Das heißt, man geht offenbar davon aus, dass man umweltfreundlich heizt,
Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ sowie Beifall bei der FPÖ.
Herr Finanzminister, warum hebt man, so wie bei der Lohnverrechnung, eine CO2-Strafsteuer kompliziert ein, um diese in der Folge noch komplizierter an die Bevölkerung zu verteilen? (Abg. Deimek: Wo sich nicht einmal das Finanzministerium auskennt!) Es wird beim Klimabonus vier Stufen geben, und neben der Einteilung der Gemeinden in Stadt, Land und Umland kommt es dabei ausschließlich auf die Erreichbarkeit mit dem öffentlichen Verkehr an – Heizkosten, Energieversorgung bleiben dabei vollkommen unberücksichtigt. Das heißt, die CO2-Strafsteuer betrifft natürlich nicht nur die Mobilität, sondern auch das Heizen – und jetzt, Herr Finanzminister, erklären Sie mir einmal, wie man von der Qualität der Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel auf die Heiztechnik der einzelnen Haushalte schließen kann! (Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ sowie Beifall bei der FPÖ.) Das heißt, man geht offenbar davon aus, dass man umweltfreundlich heizt,
Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ
Noch ein Beispiel: Wer in der Ketzergasse an der Wiener Stadtgrenze zu Perchtoldsdorf wohnt und eine gerade Hausnummer hat, bekommt 100 Euro Klimabonus (Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ) wegen der angeblich guten Öffi-Anbindung; wer aber auf der anderen Straßenseite wohnt und eine ungerade Hausnummer hat, kriegt 133 Euro Klimabonus. (Neuerliche Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ sowie Beifall bei der FPÖ.)
Neuerliche Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ sowie Beifall bei der FPÖ.
Noch ein Beispiel: Wer in der Ketzergasse an der Wiener Stadtgrenze zu Perchtoldsdorf wohnt und eine gerade Hausnummer hat, bekommt 100 Euro Klimabonus (Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ) wegen der angeblich guten Öffi-Anbindung; wer aber auf der anderen Straßenseite wohnt und eine ungerade Hausnummer hat, kriegt 133 Euro Klimabonus. (Neuerliche Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ sowie Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kassegger: Schade!
Solche Kuriositäten könnte ich jetzt noch lange erzählen, aber der Ordner weist mich gerade auf das Ende meiner Redezeit hin. (Abg. Kassegger: Schade!) – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Solche Kuriositäten könnte ich jetzt noch lange erzählen, aber der Ordner weist mich gerade auf das Ende meiner Redezeit hin. (Abg. Kassegger: Schade!) – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Deimek: Ja, aber nur auf einer Straßenseite, oder?
Abgeordneter Mag. Dr. Jakob Schwarz, BA (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Hohes Haus! Liebe Zuseherinnen und Zuseher hier und vor den Geräten! Ich möchte noch kurz mit ein paar Worten auf das Budget eingehen: Ich glaube, das ist wirklich ein Zukunftsbudget. Es hat einen großen, starken Klimafokus, es ist das größte Klimabudget aller Zeiten. (Abg. Deimek: Ja, aber nur auf einer Straßenseite, oder?) Wir haben zu der jährlichen Klimamilliarde, die wir letztes Jahr herausverhandelt haben, noch einmal 700 Millionen Euro draufgelegt, und das unabhängig von der Steuerreform, die für sich selbst noch einmal 1 Milliarde Euro Klimabudget heranschaufelt, und unabhängig vom EAG, das auch für sich selbst eine Finanzierung von 1 Milliarde Euro für erneuerbare Energien zustande bringt. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Ottenschläger.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Ottenschläger.
Abgeordneter Mag. Dr. Jakob Schwarz, BA (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Hohes Haus! Liebe Zuseherinnen und Zuseher hier und vor den Geräten! Ich möchte noch kurz mit ein paar Worten auf das Budget eingehen: Ich glaube, das ist wirklich ein Zukunftsbudget. Es hat einen großen, starken Klimafokus, es ist das größte Klimabudget aller Zeiten. (Abg. Deimek: Ja, aber nur auf einer Straßenseite, oder?) Wir haben zu der jährlichen Klimamilliarde, die wir letztes Jahr herausverhandelt haben, noch einmal 700 Millionen Euro draufgelegt, und das unabhängig von der Steuerreform, die für sich selbst noch einmal 1 Milliarde Euro Klimabudget heranschaufelt, und unabhängig vom EAG, das auch für sich selbst eine Finanzierung von 1 Milliarde Euro für erneuerbare Energien zustande bringt. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Ottenschläger.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Wie man den Redebeiträgen der VorrednerInnen schon entnehmen konnte, ist der Kern dieses Budgets allerdings die ökosoziale Steuerreform mit einem historischen Gesamtvolumen von 18,6 Milliarden Euro. Das ist das Gesamtvolumen, nachdem man quasi die CO2-Bepreisung, die ja zusätzliche Einnahmen verschafft, abgezogen hat; das Entlastungsvolumen ist noch größer. Das möchte ich nur bei dieser Gelegenheit noch erwähnen, und zwar in Richtung Kai Jan Krainer, weil er die Verhältnisse zwischen Unternehmen und ArbeitnehmerInnen immer total missrepräsentiert: Es sind 3 Milliarden Euro an Entlastungen für Unternehmungen vorgesehen und 20 Milliarden Euro für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Das ist äußerst gerecht! (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Ich kann Ihnen die Zeilen im Budgetbericht und auch im Budget selbst, im Voranschlag, zeigen, da steht es schwarz auf weiß. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Da kann man irgendwelche Geschichten drum herum erzählen, aber das sind Zahlen, die da schwarz auf weiß stehen. (Abg. Matznetter: Die kalte Progression abziehen, dann schaut’s gleich anders aus! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Matznetter: Die kalte Progression abziehen, dann schaut’s gleich anders aus! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich kann Ihnen die Zeilen im Budgetbericht und auch im Budget selbst, im Voranschlag, zeigen, da steht es schwarz auf weiß. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Da kann man irgendwelche Geschichten drum herum erzählen, aber das sind Zahlen, die da schwarz auf weiß stehen. (Abg. Matznetter: Die kalte Progression abziehen, dann schaut’s gleich anders aus! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Lindner
Genau, dann komme ich gleich zu den Kritikpunkten. Fangen wir gleich mit der kalten Progression an: Die kalte Progression kostet die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler bei 1 Prozent Inflation in etwa 300 Millionen Euro. Wir entlasten in einer Größenordnung, die darüber liegt, wir reden von 3 Milliarden Euro an Entlastung. Das heißt, das ist eine komplett andere Größenordnung. Ich weiß nicht, wie Sie dazu kommen, zu glauben (Zwischenruf des Abg. Lindner), dass das das irgendwie wettmachen könnte. Wir sind da in einer ganz anderen Größenordnung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Genau, dann komme ich gleich zu den Kritikpunkten. Fangen wir gleich mit der kalten Progression an: Die kalte Progression kostet die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler bei 1 Prozent Inflation in etwa 300 Millionen Euro. Wir entlasten in einer Größenordnung, die darüber liegt, wir reden von 3 Milliarden Euro an Entlastung. Das heißt, das ist eine komplett andere Größenordnung. Ich weiß nicht, wie Sie dazu kommen, zu glauben (Zwischenruf des Abg. Lindner), dass das das irgendwie wettmachen könnte. Wir sind da in einer ganz anderen Größenordnung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Meinl-Reisinger: ... großzügiges Umverteilen!
genau darum wollen Sie Gutsherrenpolitik, ...!) Wir wollten gezielt kleine und mittlere Einkommen entlasten. (Abg. Meinl-Reisinger: ... großzügiges Umverteilen!) Es geht nicht um Goodies, nein (Abg. Meinl-Reisinger: ... Umverteilen!), es geht darum, dass wir die kleinen und mittleren Einkommen gezielt entlasten können (Abg. Meinl-Reisinger: Nein, umverteilen!), indem wir spezifische Tarifsteuersätze senken. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.)
Abg. Meinl-Reisinger: ... Umverteilen!
genau darum wollen Sie Gutsherrenpolitik, ...!) Wir wollten gezielt kleine und mittlere Einkommen entlasten. (Abg. Meinl-Reisinger: ... großzügiges Umverteilen!) Es geht nicht um Goodies, nein (Abg. Meinl-Reisinger: ... Umverteilen!), es geht darum, dass wir die kleinen und mittleren Einkommen gezielt entlasten können (Abg. Meinl-Reisinger: Nein, umverteilen!), indem wir spezifische Tarifsteuersätze senken. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.)
Abg. Meinl-Reisinger: Nein, umverteilen!
genau darum wollen Sie Gutsherrenpolitik, ...!) Wir wollten gezielt kleine und mittlere Einkommen entlasten. (Abg. Meinl-Reisinger: ... großzügiges Umverteilen!) Es geht nicht um Goodies, nein (Abg. Meinl-Reisinger: ... Umverteilen!), es geht darum, dass wir die kleinen und mittleren Einkommen gezielt entlasten können (Abg. Meinl-Reisinger: Nein, umverteilen!), indem wir spezifische Tarifsteuersätze senken. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.
genau darum wollen Sie Gutsherrenpolitik, ...!) Wir wollten gezielt kleine und mittlere Einkommen entlasten. (Abg. Meinl-Reisinger: ... großzügiges Umverteilen!) Es geht nicht um Goodies, nein (Abg. Meinl-Reisinger: ... Umverteilen!), es geht darum, dass wir die kleinen und mittleren Einkommen gezielt entlasten können (Abg. Meinl-Reisinger: Nein, umverteilen!), indem wir spezifische Tarifsteuersätze senken. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.)
Abg. Meinl-Reisinger: Ihr glaubt, ihr habt die Weisheit, was die Leute brauchen! Lasst sie doch ...!
Was Sie wollen, ist ein Automatismus, von dem immer die Reichen auch mitprofitieren. Das ist so: Wenn man die ganze Zeit die gesamte Steuerprogressionskurve nach rechts schiebt (Abg. Meinl-Reisinger: Ihr glaubt, ihr habt die Weisheit, was die Leute brauchen! Lasst sie doch ...!), profitieren natürlich die ganz oben am meisten davon. Das ist natürlich neoliberale Politik der NEOS, aber dass die SPÖ da auch dabei ist, wundert mich. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Meinl-Reisinger: Das ist ein klassisches Umverteilen!)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Meinl-Reisinger: Das ist ein klassisches Umverteilen!
Was Sie wollen, ist ein Automatismus, von dem immer die Reichen auch mitprofitieren. Das ist so: Wenn man die ganze Zeit die gesamte Steuerprogressionskurve nach rechts schiebt (Abg. Meinl-Reisinger: Ihr glaubt, ihr habt die Weisheit, was die Leute brauchen! Lasst sie doch ...!), profitieren natürlich die ganz oben am meisten davon. Das ist natürlich neoliberale Politik der NEOS, aber dass die SPÖ da auch dabei ist, wundert mich. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Meinl-Reisinger: Das ist ein klassisches Umverteilen!)
Ruf bei den NEOS: Das ist ja ein Blödsinn!
Wenn wir schon bei den NEOS sind, dann vielleicht noch kurz zur Kritik bezüglich der Lenkungswirkung: Sie von den NEOS fordern einen CO2-Preis von 350 Euro pro Tonne. Das lenkt auch, und zwar insofern, als dass Menschen, insbesondere Menschen mit einem niedrigen Einkommen, nicht mehr mit ihrem Auto in die Arbeit fahren können. (Ruf bei den NEOS: Das ist ja ein Blödsinn!) Ich frage mich, ob das die Lenkungswirkung ist, die wir haben wollen. Lenkung funktioniert über Investitionen! Wir machen einen CO2-Preis mit einem ansteigenden Pfad, der signalisiert (neuerlicher Ruf bei den NEOS: Das ist ein Blödsinn!): Wenn ich ein neues Auto kaufe, wenn ich eine neue Heizung installiere (Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff), wenn ich als Betrieb eine neue Anlage beschaffe, dann weiß ich, in Zukunft wird es sich auszahlen, wenn ich die jeweils klimafreundlichere Variante nehme. – Das ist die Lenkungswirkung, die diese CO2-Bepreisung entfaltet! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
neuerlicher Ruf bei den NEOS: Das ist ein Blödsinn!
Wenn wir schon bei den NEOS sind, dann vielleicht noch kurz zur Kritik bezüglich der Lenkungswirkung: Sie von den NEOS fordern einen CO2-Preis von 350 Euro pro Tonne. Das lenkt auch, und zwar insofern, als dass Menschen, insbesondere Menschen mit einem niedrigen Einkommen, nicht mehr mit ihrem Auto in die Arbeit fahren können. (Ruf bei den NEOS: Das ist ja ein Blödsinn!) Ich frage mich, ob das die Lenkungswirkung ist, die wir haben wollen. Lenkung funktioniert über Investitionen! Wir machen einen CO2-Preis mit einem ansteigenden Pfad, der signalisiert (neuerlicher Ruf bei den NEOS: Das ist ein Blödsinn!): Wenn ich ein neues Auto kaufe, wenn ich eine neue Heizung installiere (Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff), wenn ich als Betrieb eine neue Anlage beschaffe, dann weiß ich, in Zukunft wird es sich auszahlen, wenn ich die jeweils klimafreundlichere Variante nehme. – Das ist die Lenkungswirkung, die diese CO2-Bepreisung entfaltet! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff
Wenn wir schon bei den NEOS sind, dann vielleicht noch kurz zur Kritik bezüglich der Lenkungswirkung: Sie von den NEOS fordern einen CO2-Preis von 350 Euro pro Tonne. Das lenkt auch, und zwar insofern, als dass Menschen, insbesondere Menschen mit einem niedrigen Einkommen, nicht mehr mit ihrem Auto in die Arbeit fahren können. (Ruf bei den NEOS: Das ist ja ein Blödsinn!) Ich frage mich, ob das die Lenkungswirkung ist, die wir haben wollen. Lenkung funktioniert über Investitionen! Wir machen einen CO2-Preis mit einem ansteigenden Pfad, der signalisiert (neuerlicher Ruf bei den NEOS: Das ist ein Blödsinn!): Wenn ich ein neues Auto kaufe, wenn ich eine neue Heizung installiere (Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff), wenn ich als Betrieb eine neue Anlage beschaffe, dann weiß ich, in Zukunft wird es sich auszahlen, wenn ich die jeweils klimafreundlichere Variante nehme. – Das ist die Lenkungswirkung, die diese CO2-Bepreisung entfaltet! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn wir schon bei den NEOS sind, dann vielleicht noch kurz zur Kritik bezüglich der Lenkungswirkung: Sie von den NEOS fordern einen CO2-Preis von 350 Euro pro Tonne. Das lenkt auch, und zwar insofern, als dass Menschen, insbesondere Menschen mit einem niedrigen Einkommen, nicht mehr mit ihrem Auto in die Arbeit fahren können. (Ruf bei den NEOS: Das ist ja ein Blödsinn!) Ich frage mich, ob das die Lenkungswirkung ist, die wir haben wollen. Lenkung funktioniert über Investitionen! Wir machen einen CO2-Preis mit einem ansteigenden Pfad, der signalisiert (neuerlicher Ruf bei den NEOS: Das ist ein Blödsinn!): Wenn ich ein neues Auto kaufe, wenn ich eine neue Heizung installiere (Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff), wenn ich als Betrieb eine neue Anlage beschaffe, dann weiß ich, in Zukunft wird es sich auszahlen, wenn ich die jeweils klimafreundlichere Variante nehme. – Das ist die Lenkungswirkung, die diese CO2-Bepreisung entfaltet! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
So entfaltet eine Steuerreform eine Lenkungswirkung. Kai Jan Krainer kommentiert eine Steuerreform, hätte sich gerne aber eine ökologische Lenkungswirkung von irgendetwas anderem erwartet. Jetzt reden wir aber bitte zur Steuerreform, und bei einer Steuerreform muss man halt über Steuern eine Lenkungswirkung erzeugen und nicht über ordnungspolitische Maßnahmen. Das ist doch offensichtlich. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Heiterkeit und Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.
Noch etwas zum Begriff der Steuerreform: Wenn man Steuern senkt, profitieren klarerweise diejenigen davon – das kann man wollen oder nicht, das ist etwas, bei dem auch wir immer wieder ein bisschen anders betrachten, ob man wirklich Steuern senken muss oder nicht –, die Steuern zahlen. Das sollte jetzt niemanden überraschen. (Heiterkeit und Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.) Was wir aber in dieser Steuerreform gemacht haben, ist, dass wir zusätzlich für all jene, die so wenig verdienen, dass sie keine Steuern zahlen, sichergestellt haben, dass auch ihnen mehr Geld im Börserl bleibt, und zwar über mehrere Maßnahmen: erstens den Klimabonus – 1 Milliarde Euro jährlich stecken wir quasi in diesen Klimabonus (Abg. Meinl-Reisinger: Das bleibt nicht in der Börse! Ihr gebt es wieder zurück, am besten mit Inseraten begleitet!), für alle mindestens 100 Euro pro Jahr (Abg. Kassegger: Ihr tut halt das Geld nehmen und im Kreis herumschicken!) –; zweitens: die Krankenversicherungsbeiträge werden gesenkt; drittens: Kindermehrbetrag. Wir haben Maßnahme nach Maßnahme nach Maßnahme, die genau für diese Gruppen gelten (Ruf bei der FPÖ: Der ist auch für kleine Verdiener, der Kindermehrbetrag?), die weniger verdienen, als sie verdienen müssten, damit sie beginnen, Steuern zu zahlen. Das ist eine extrem soziale Variante einer Steuerreform. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Meinl-Reisinger: Das bleibt nicht in der Börse! Ihr gebt es wieder zurück, am besten mit Inseraten begleitet!
Noch etwas zum Begriff der Steuerreform: Wenn man Steuern senkt, profitieren klarerweise diejenigen davon – das kann man wollen oder nicht, das ist etwas, bei dem auch wir immer wieder ein bisschen anders betrachten, ob man wirklich Steuern senken muss oder nicht –, die Steuern zahlen. Das sollte jetzt niemanden überraschen. (Heiterkeit und Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.) Was wir aber in dieser Steuerreform gemacht haben, ist, dass wir zusätzlich für all jene, die so wenig verdienen, dass sie keine Steuern zahlen, sichergestellt haben, dass auch ihnen mehr Geld im Börserl bleibt, und zwar über mehrere Maßnahmen: erstens den Klimabonus – 1 Milliarde Euro jährlich stecken wir quasi in diesen Klimabonus (Abg. Meinl-Reisinger: Das bleibt nicht in der Börse! Ihr gebt es wieder zurück, am besten mit Inseraten begleitet!), für alle mindestens 100 Euro pro Jahr (Abg. Kassegger: Ihr tut halt das Geld nehmen und im Kreis herumschicken!) –; zweitens: die Krankenversicherungsbeiträge werden gesenkt; drittens: Kindermehrbetrag. Wir haben Maßnahme nach Maßnahme nach Maßnahme, die genau für diese Gruppen gelten (Ruf bei der FPÖ: Der ist auch für kleine Verdiener, der Kindermehrbetrag?), die weniger verdienen, als sie verdienen müssten, damit sie beginnen, Steuern zu zahlen. Das ist eine extrem soziale Variante einer Steuerreform. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kassegger: Ihr tut halt das Geld nehmen und im Kreis herumschicken!
Noch etwas zum Begriff der Steuerreform: Wenn man Steuern senkt, profitieren klarerweise diejenigen davon – das kann man wollen oder nicht, das ist etwas, bei dem auch wir immer wieder ein bisschen anders betrachten, ob man wirklich Steuern senken muss oder nicht –, die Steuern zahlen. Das sollte jetzt niemanden überraschen. (Heiterkeit und Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.) Was wir aber in dieser Steuerreform gemacht haben, ist, dass wir zusätzlich für all jene, die so wenig verdienen, dass sie keine Steuern zahlen, sichergestellt haben, dass auch ihnen mehr Geld im Börserl bleibt, und zwar über mehrere Maßnahmen: erstens den Klimabonus – 1 Milliarde Euro jährlich stecken wir quasi in diesen Klimabonus (Abg. Meinl-Reisinger: Das bleibt nicht in der Börse! Ihr gebt es wieder zurück, am besten mit Inseraten begleitet!), für alle mindestens 100 Euro pro Jahr (Abg. Kassegger: Ihr tut halt das Geld nehmen und im Kreis herumschicken!) –; zweitens: die Krankenversicherungsbeiträge werden gesenkt; drittens: Kindermehrbetrag. Wir haben Maßnahme nach Maßnahme nach Maßnahme, die genau für diese Gruppen gelten (Ruf bei der FPÖ: Der ist auch für kleine Verdiener, der Kindermehrbetrag?), die weniger verdienen, als sie verdienen müssten, damit sie beginnen, Steuern zu zahlen. Das ist eine extrem soziale Variante einer Steuerreform. (Beifall bei den Grünen.)
Ruf bei der FPÖ: Der ist auch für kleine Verdiener, der Kindermehrbetrag?
Noch etwas zum Begriff der Steuerreform: Wenn man Steuern senkt, profitieren klarerweise diejenigen davon – das kann man wollen oder nicht, das ist etwas, bei dem auch wir immer wieder ein bisschen anders betrachten, ob man wirklich Steuern senken muss oder nicht –, die Steuern zahlen. Das sollte jetzt niemanden überraschen. (Heiterkeit und Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.) Was wir aber in dieser Steuerreform gemacht haben, ist, dass wir zusätzlich für all jene, die so wenig verdienen, dass sie keine Steuern zahlen, sichergestellt haben, dass auch ihnen mehr Geld im Börserl bleibt, und zwar über mehrere Maßnahmen: erstens den Klimabonus – 1 Milliarde Euro jährlich stecken wir quasi in diesen Klimabonus (Abg. Meinl-Reisinger: Das bleibt nicht in der Börse! Ihr gebt es wieder zurück, am besten mit Inseraten begleitet!), für alle mindestens 100 Euro pro Jahr (Abg. Kassegger: Ihr tut halt das Geld nehmen und im Kreis herumschicken!) –; zweitens: die Krankenversicherungsbeiträge werden gesenkt; drittens: Kindermehrbetrag. Wir haben Maßnahme nach Maßnahme nach Maßnahme, die genau für diese Gruppen gelten (Ruf bei der FPÖ: Der ist auch für kleine Verdiener, der Kindermehrbetrag?), die weniger verdienen, als sie verdienen müssten, damit sie beginnen, Steuern zu zahlen. Das ist eine extrem soziale Variante einer Steuerreform. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Noch etwas zum Begriff der Steuerreform: Wenn man Steuern senkt, profitieren klarerweise diejenigen davon – das kann man wollen oder nicht, das ist etwas, bei dem auch wir immer wieder ein bisschen anders betrachten, ob man wirklich Steuern senken muss oder nicht –, die Steuern zahlen. Das sollte jetzt niemanden überraschen. (Heiterkeit und Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.) Was wir aber in dieser Steuerreform gemacht haben, ist, dass wir zusätzlich für all jene, die so wenig verdienen, dass sie keine Steuern zahlen, sichergestellt haben, dass auch ihnen mehr Geld im Börserl bleibt, und zwar über mehrere Maßnahmen: erstens den Klimabonus – 1 Milliarde Euro jährlich stecken wir quasi in diesen Klimabonus (Abg. Meinl-Reisinger: Das bleibt nicht in der Börse! Ihr gebt es wieder zurück, am besten mit Inseraten begleitet!), für alle mindestens 100 Euro pro Jahr (Abg. Kassegger: Ihr tut halt das Geld nehmen und im Kreis herumschicken!) –; zweitens: die Krankenversicherungsbeiträge werden gesenkt; drittens: Kindermehrbetrag. Wir haben Maßnahme nach Maßnahme nach Maßnahme, die genau für diese Gruppen gelten (Ruf bei der FPÖ: Der ist auch für kleine Verdiener, der Kindermehrbetrag?), die weniger verdienen, als sie verdienen müssten, damit sie beginnen, Steuern zu zahlen. Das ist eine extrem soziale Variante einer Steuerreform. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Herr: ... Zertifikate!
möchte, dann bitte nicht die OMV. Gerade was die CO2-Bepreisung betrifft – Kollege Krainer hat behauptet, die OMV sei davon ausgenommen –: Die OMV bezahlt erstens für alle großen Betriebsanlagen im ETS, im Europäischen Emissionshandel, einen CO2-Preis (Abg. Herr: ... Zertifikate!), für alle eigenen Emissionen zahlt sie jetzt durch die CO2-Bepreisung, die wir einführen, einen CO2-Preis, und zusätzlich zahlt sie den CO2-Preis für alle Österreicherinnen und Österreicher. Das ist nämlich eine Inverkehrbringerabgabe, das heißt, am Anfang bezahlt fast alles die OMV, und dann muss man schauen, ob sie es überhaupt auf die Verbraucher überwälzen kann. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
möchte, dann bitte nicht die OMV. Gerade was die CO2-Bepreisung betrifft – Kollege Krainer hat behauptet, die OMV sei davon ausgenommen –: Die OMV bezahlt erstens für alle großen Betriebsanlagen im ETS, im Europäischen Emissionshandel, einen CO2-Preis (Abg. Herr: ... Zertifikate!), für alle eigenen Emissionen zahlt sie jetzt durch die CO2-Bepreisung, die wir einführen, einen CO2-Preis, und zusätzlich zahlt sie den CO2-Preis für alle Österreicherinnen und Österreicher. Das ist nämlich eine Inverkehrbringerabgabe, das heißt, am Anfang bezahlt fast alles die OMV, und dann muss man schauen, ob sie es überhaupt auf die Verbraucher überwälzen kann. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Ottenschläger: Gute Rede!
Ich denke, man sollte sich die Unterlagen und auch den Budgetbericht noch einmal genauer anschauen. Ich kann das auch gerne gemeinsam mit Ihnen durchbesprechen. Ich glaube, diese Steuerreform ist tatsächlich zukunftsgerichtet, entlastet das Klima, es bleibt mehr Geld im Börserl, und ebenso gilt das auch für das Budget. – Vielen Dank. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Ottenschläger: Gute Rede!)
Abg. Ottenschläger: Noch besser!
Abgeordnete Dipl.-Ing. Karin Doppelbauer (NEOS): Herr Präsident! Hohes Haus! Werter Herr Finanzminister! Ihre Budgetrede gestern war besser als das, was wir dann im Budget vorgelegt bekommen haben, möchte ich zu Beginn sagen. (Abg. Ottenschläger: Noch besser!) Ich glaube, Sie wissen das auch selbst, denn Sie haben da ganz groß Zukunft draufgeschrieben, aber die Zukunft fehlt, sie fehlt wirklich in diesem Paket. Es ist einfach nicht das drinnen, was draufsteht.
Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.
Es ist ein Budget, das wieder auf Kosten der nachfolgenden Generationen gehen wird. Es ist ein Schuldenrucksack, den Sie hinterlassen und der über die nächsten drei Jahre wachsen wird, und Sie tun das, obwohl wir eigentlich ein wirklich gutes Wirtschaftswachstum haben und obwohl wir immer noch in diesem sehr niedrigen Zinsumfeld sind. Das hätte man nützen müssen. Das wäre eine ganz, ganz wichtige Chance für einen Neustart gewesen. (Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.)
Beifall bei den NEOS.
Wir wissen auch, dass Österreich wegen des erratischen Krisenmanagements – auch von Ihrer Hand – schlechter als viele andere Länder durch die Krise gekommen ist. Jetzt wird gleich wieder kommen: Das ist alles nicht richtig! – Dann lesen Sie doch bitte einfach die internationalen Studien, die Fakten zeigen Ihnen das! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
auf Gemeinde-, Länder- und Bundesebene zusammenzuführen und den Finanzausgleich dementsprechend zu entflechten. Das ist in der Krise besonders deutlich geworden. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Stichwort Pensionen: Wir haben an sich ein Pensionsversicherungssystem in diesem Land, aber ein Drittel des Bundeshaushalts sind inzwischen Zuschüsse für die Pensionen. Sie müssen endlich den Kopf aus dem Sand ziehen und eine Pensionsreform durchführen. Es geht darum, dass man das faktische Pensionsalter an die Gott sei Dank gestiegene Lebenserwartung anpasst. Ich möchte nur ein Beispiel dazu nennen: 2022 zahlen wir für Beamtenpensionen mehr, als insgesamt für die Bildung ausgegeben wird. Das passt einfach nicht mehr zusammen, meine Damen und Herren, da muss man endlich etwas tun. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz.
Viele Kritikpunkte, die wir gestern angebracht haben, wurden auch übernommen. Ein Punkt, der mir wirklich wichtig ist, in Richtung Kollegen Schwarz, der glaubt, die Abschaffung der kalten Progression sei nicht notwendig, weil man dann nichts mehr umverteilen kann: Ich finde es wirklich absurd, das zu sagen! (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz.) – Ja dann braucht es eben Reformen, damit man Gelder wieder ausgeben kann. Das heißt doch nicht, dass man Menschen das Geld aus Tasche zieht (Abg. Jakob Schwarz: Wer macht ...?), damit man es nachher wieder verteilt. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Jakob Schwarz: Wer macht ...?
Viele Kritikpunkte, die wir gestern angebracht haben, wurden auch übernommen. Ein Punkt, der mir wirklich wichtig ist, in Richtung Kollegen Schwarz, der glaubt, die Abschaffung der kalten Progression sei nicht notwendig, weil man dann nichts mehr umverteilen kann: Ich finde es wirklich absurd, das zu sagen! (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz.) – Ja dann braucht es eben Reformen, damit man Gelder wieder ausgeben kann. Das heißt doch nicht, dass man Menschen das Geld aus Tasche zieht (Abg. Jakob Schwarz: Wer macht ...?), damit man es nachher wieder verteilt. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Viele Kritikpunkte, die wir gestern angebracht haben, wurden auch übernommen. Ein Punkt, der mir wirklich wichtig ist, in Richtung Kollegen Schwarz, der glaubt, die Abschaffung der kalten Progression sei nicht notwendig, weil man dann nichts mehr umverteilen kann: Ich finde es wirklich absurd, das zu sagen! (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz.) – Ja dann braucht es eben Reformen, damit man Gelder wieder ausgeben kann. Das heißt doch nicht, dass man Menschen das Geld aus Tasche zieht (Abg. Jakob Schwarz: Wer macht ...?), damit man es nachher wieder verteilt. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Das ist wirklich unpackbar! So viel Wissen über volkswirtschaftliche Zusammenhänge hätte ich Ihnen ehrlich gesagt schon zugetraut. Die Zahlen dazu: Den arbeitenden Menschen bleibt nach der Reform in unserem Land im EU-Vergleich am drittwenigsten von ihrem hart verdienten Geld – am drittwenigsten, nach dieser Reform! Das ist das, was rauskommt. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Vielleicht noch zur ÖVP, die offenbar die kalte Progression nicht richtig berechnen kann: Kollege Obernosterer hat gesagt, das bringe ja nur 500 Millionen Euro. Ja, im ersten Jahr, und dann potenziert es sich. Bis zum Jahr 2025 sind das 4,5 bis 5 Milliarden Euro Entlastung, die man hätte geben können, meine Damen und Herren. Das ist doch wirklich unpackbar! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
als ob, ich weiß nicht - - Mein Kollege Matthias Strolz hätte gesagt: Sie reiten da ein totes Pferd. (Beifall bei den NEOS.)
Rufe bei den Grünen: Ihr hättet alle anderen Umweltsteuern abgeschafft, Karin! Keine NoVA! Wie ambitioniert ist keine NoVA?
Mit 30 Euro kommen Sie überhaupt nirgends hin. Das lenkt nicht, und das wird gar nichts bringen. Unser Modell ist das ambitioniertere. Ich sage Ihnen aber: Die Wählerinnen und Wähler werden sich merken, was Sie da machen. (Rufe bei den Grünen: Ihr hättet alle anderen Umweltsteuern abgeschafft, Karin! Keine NoVA! Wie ambitioniert ist keine NoVA?) Sie geben wirklich den grünen Weg auf. Es ist Ihre Entscheidung.
Ruf bei den NEOS: Das hätte auch gestimmt!
Was mich wirklich wütend macht, meine Damen und Herren – ich sage es Ihnen noch einmal –: Nach dem Studium der Akten der WKStA wissen wir, dass zwei ganz, ganz große Brocken eigentlich schon hätten abgeschafft werden sollen. Die Abschaffung der kalten Progression hätte den Menschen nämlich wirklich geholfen – das war schon im Programm 2017, und es war ausverhandelt – oder auch die Gratiskinderbetreuung am Nachmittag, wenn damals nicht diese grüne Prätorianergarde – Entschuldigung, die türkise, muss ich sagen (Ruf bei den NEOS: Das hätte auch gestimmt!), ich war gerade bei den Grünen, aber es sind die Türkisen gewesen –, diese türkise Prätorianergarde das verhindert hätte. Warum haben sie es verhindert? – Sie haben es verhindert, um die Macht zu übernehmen, nicht um den Menschen in diesem Lande irgendetwas Gutes zu tun. Das war das Einzige, was wichtig war: die Machtübernahme in diesem System.
Beifall bei den NEOS.
Wir hätten Ihnen gestern die Chance gegeben, das auszubessern, Herr Finanzminister, da spreche ich Sie persönlich an. Wir hätten Ihnen gestern eine Chance gegeben, zumindest ein wenig Vertrauen bei den Menschen wieder aufzubauen. Zwei Anträge zur Abschaffung der kalten Progression und einen Antrag für die Gratiskinderbetreuung haben Sie vom Tisch gewischt. Schwarz/Türkis-Grün hat das alles vom Tisch gewischt. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Wir haben in den letzten Tagen viel über Vertrauen gesprochen, meine Damen und Herren. Ich kann nur sagen: Herr Finanzminister, ich persönlich bin enttäuscht, ich bin wirklich enttäuscht, und mein Vertrauen in Sie und Ihren Willen, Reformen für die Menschen in diesem Land umzusetzen, ist erschüttert. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Abgeordneter Peter Haubner (ÖVP): Geschätzter Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich habe gerade eine Nachricht bekommen: Das Budget muss ja sehr gut sein. Die einen jammern, es sei zu wenig, die anderen sagen, es sei zu viel, da müsste man ja die Mitte perfekt getroffen haben! – Meine Damen und Herren, ich glaube, wir liegen mit diesem Budget goldrichtig. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ich sage Ihnen als Wirtschaftssprecher meiner Partei: Wir brauchen diese Unterstützung, und wir haben in Zeiten von Corona bewiesen, dass wir diese Unterstützung auch gut verwenden, die Arbeitsplätze sichern und unser Land und unsere Wirtschaft auf einem guten Weg halten. Dafür, meine Damen und Herren, möchte ich auch den Unternehmern einmal recht herzlich Danke sagen: dass sie diesen schwierigen Weg mit uns gemeinsam gegangen sind. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich sage Ihnen auch ganz deutlich: Dieses Budget ist eine klare Ansage in Richtung Zukunft. Der SPÖ möchte ich sagen: Die Wirtschaft ist unteilbar – Unternehmer und Arbeitnehmer gemeinsam, denn nur gemeinsam können wir erfolgreich sein, meine Damen und Herren. Ich halte nichts davon, dass wir immer wieder auf die Unternehmer hinhauen, so wie Sie das machen, und dass Sie, wenn wir eben einen Beitrag dahin gehend leisten, den Standort und die Unternehmer abzusichern, das dann schlechtreden, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte schon auch einen Satz zur KöSt anmerken. 20 Prozent der österreichischen Unternehmer sind körperschaftsteuerpflichtig, und die meisten sind im internationalen Wettbewerb tätig. Da müssen wir schon darauf schauen, dass sie wettbewerbsfähig bleiben und dass sie vor allem in Österreich bleiben. Schauen wir auf die anderen Länder, die im Umfeld von Österreich aktiv sind: Kroatien hat einen KöSt-Satz von 10 beziehungsweise 18 Prozent, die Slowakei einen von 21 beziehungsweise 15 Prozent, Tschechien 19 Prozent, Slowenien 19 Prozent. Ja, meine Damen und Herren, da müssen wir unseren Standort schon danach ausrichten und etwas tun, damit die Unternehmer nicht in andere Länder abwandern. Deshalb machen wir diese Körperschaftsteuersenkung: damit wir die Arbeitsplätze in Österreich sichern – die Arbeitsplätze, die wir alle brauchen. Deshalb bin ich dafür, dass wir diese Maßnahme auch entsprechend umsetzen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.
Es ist erfreulich, dass auch 80 Prozent der Unternehmer, die Personengesellschaften oder Einzelunternehmer sind, von dieser Steuerreform profitieren. Wir senken die Einkommensstufe zwei von 35 auf 30 Prozent, die Einkommensstufe drei von 42 auf 40 Prozent, wir erhöhen den Gewinnfreibetrag von 13 auf 15 Prozent, und wir geben Investitionsanreize. Das ist ganz wichtig, wie wir jetzt durch diesen Investitionsfreibetrag gesehen haben: 7 Milliarden Euro Investitionsprämie haben 80 Milliarden Euro Investitionen ausgelöst. Das hat auch Arbeitsplätze gesichert, meine Damen und Herren. Wir denken eben gemeinsam für Unternehmer und für Arbeitnehmer, und das unterscheidet uns von der SPÖ. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Meine Damen und Herren, ich fasse zusammen: Aufschwung, Stabilität und Nachhaltigkeit schaffen wir sicher, wenn wir miteinander und nicht gegeneinander arbeiten. Deshalb: Schauen wir, dass wir gemeinsam erfolgreich sind! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei SPÖ und NEOS.
Abgeordnete Eva Maria Holzleitner, BSc (SPÖ): Werte Kolleginnen! Werte Kollegen! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Für uns ist eines in diesem Budget ganz klar: Frauen, Kinder und Jugendliche sind de facto nicht berücksichtigt worden. „Der Standard“ schreibt da sehr treffend: kein Wunder bei einer Frauenministerin, die nicht „für Frauen lobbyiert“, sondern ausschließlich für „toxische Männlichkeit“. – Ich glaube, nichts anderes trifft besser auf dieses Budget zu. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS
Was eindeutig fehlt – auch der Finanzminister hat es gestern in seiner Rede nicht erwähnt –, ist der Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung, auf Kinderbildung, der Rechtsanspruch, der von Sebastian Kurz damals, 2017, den Kindern gestohlen worden ist. Für uns ist eines ganz klar: Jedes Kind ist gleich viel wert (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS), und jedes Kind hat ein Recht auf Bildung. Somit hätte auch der Rechtsanspruch auf jeden Fall eingeführt werden sollen. Aktuell macht die Bundesregierung leider keine Anstalten, dass dieser gestohlene Rechtsanspruch eingeführt wird.
Beifall bei der SPÖ.
Nicht nur das aber ist Tarnen und Täuschen à la Bundesregierung, sondern das findet sich auch in der Budgetrede des Finanzministers. Wer genau zugehört hat, konnte erfahren: 20 Millionen Euro da, 20 Millionen Euro dort, Inneres, Justiz, Soziales, Frauen, und das klingt fast so, als gäbe es diese Beträge für jedes Budgetkapitel. – Nein, wer genau hinschaut, sieht: Es sind 20 Millionen Euro insgesamt, es wurden nicht 20 Millionen Euro pro Bereich kalkuliert, nicht 20 Millionen Euro für echten Gewaltschutz, sondern insgesamt – eine übergeordnete Summe, fein ziseliert, dann irgendwo ein bisschen aufgeteilt, dort ein Tropfen auf den heißen Stein, da ein Tropfen auf den heißen Stein, definitiv aber kein echter Gewaltschutz, der den Frauen auch tatsächlich zugutekommt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Disoski: Wieso sind sie unterfinanziert? Weil ihr nichts gemacht habt!
Eines ist mir an dieser Stelle auch noch wichtig zu betonen, weil sie auch komplett vergessen wurden: die Frauenberatungsstellen, die erste Anlaufstelle, wenn es Probleme bei den Frauen zu Hause, im Privatleben, im Beruf et cetera gibt, die Frauenberatungsstellen als erste Anlaufstelle für Probleme jeglicher Art. Sie leisten wirklich wesentliche Arbeit, sind massiv unterfinanziert (Abg. Disoski: Wieso sind sie unterfinanziert? Weil ihr nichts gemacht habt!), hanteln sich von Projektfinanzierung zu Projektfinanzierung zu Projektfinanzierung, es herrschen extrem prekäre Dienstverhältnisse, und es gibt noch immer keine Basisfinanzierung für diese Stellen – keine Basisfinanzierung, die tatsächlich einerseits die Beschäftigten absichern würde und andererseits auch die Garantie dafür ist, dass das Geld wirklich bei den betroffenen Frauen, die über die Frauenberatungsstellen beraten werden, ankommt.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Holzleitner – auf dem Weg zu ihrem Sitzplatz in Richtung Abg. Disoski –: Es geht nicht darum, ob wir etwas gemacht haben oder nicht, aber dass die Frauenberatungsstellen noch immer - -! – Abg. Disoski: ... Versäumnisse! – Abg. Holzleitner: Nein, das sind doch nicht nur ausschließlich unsere Versäumnisse, wir sind jetzt vier Jahre nicht mehr in der Regierung, Meri! Das ist doch total lächerlich! – Abg. Disoski: Das ist überhaupt nicht lächerlich!
Deshalb ist dieses Budget für uns auf keinen Fall ein Meilenstein, sondern nur ein Stolperstein für viele Frauen in diesem Land. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Holzleitner – auf dem Weg zu ihrem Sitzplatz in Richtung Abg. Disoski –: Es geht nicht darum, ob wir etwas gemacht haben oder nicht, aber dass die Frauenberatungsstellen noch immer - -! – Abg. Disoski: ... Versäumnisse! – Abg. Holzleitner: Nein, das sind doch nicht nur ausschließlich unsere Versäumnisse, wir sind jetzt vier Jahre nicht mehr in der Regierung, Meri! Das ist doch total lächerlich! – Abg. Disoski: Das ist überhaupt nicht lächerlich!)
Anhaltende Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Disoski und Holzleitner.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Hammer. – Bitte. (Anhaltende Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Disoski und Holzleitner.) – Darf ich bitten! (Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Beifall bei der SPÖ.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Hammer. – Bitte. (Anhaltende Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Disoski und Holzleitner.) – Darf ich bitten! (Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Abgeordneter Lukas Hammer (Grüne): Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrter Herr Minister! Ich habe bei manchen Reden von SPÖ- und auch von NEOS-Abgeordneten ein bisschen das Gefühl gehabt, dass sie geschrieben wurden, bevor die Budgetunterlagen online gestellt wurden. (Beifall bei Grünen und ÖVP.) Ich
Beifall bei Grünen und ÖVP.
würde Sie wirklich bitten oder ersuchen, sich die Budgetunterlagen und nicht nur das, was in Ihrem Briefing steht, durchzulesen, denn manches von dem, was hier gesagt wurde, ist wirklich kontrafaktisch. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Speziell das Klimabudget betreffend: Wir haben hier – noch einmal – das historisch größte Klima- und Umweltschutzbudget, das dieses Land je gesehen hat. Allein für den Bereich Umwelt, Klima und Energie stellen wir 1,2 Milliarden Euro zur Verfügung – 1,2 Milliarden Euro! (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Frau Klubobfrau Rendi-Wagner, Sie haben gemeint, das sei vielleicht zu wenig, deshalb zur Erinnerung: Im Vergleich zu den Zahlen während der letzten SPÖ-Regierungsbeteiligung haben wir jetzt mehr als das Vierfache für diesen Bereich – mehr als das Vierfache! (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir brauchen diese historische Steigerung im Klimaschutzbudget auch – und es ist eine historische Steigerung –, weil wir damit auf eine historische Aufgabe antworten müssen, nämlich auf die Klimakrise. Es geht darum, alle Systeme in unserer Gesellschaft, in unserer Wirtschaft in Richtung CO2-Neutralität, in Richtung Umstieg auf erneuerbare Energien zu transformieren. Warum? – Weil das die Antwort auf die Klimakrise ist, aber auch deshalb – und da spreche ich speziell die Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ an –, weil wir uns endlich von der Abhängigkeit von teuren Öl- und Gasimporten befreien müssen, die dafür verantwortlich sind, dass jetzt die Energiepreise steigen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Die erneuerbaren Energien sind die Antwort darauf, dass Energie langfristig leistbar ist. Deshalb ist es aus meiner Sicht völlig unverständlich, dass die FPÖ den Ausbau der erneuerbaren Energien überall dort, wo sie regiert, verhindern will. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das Zweite, was wir machen, ist: Wir machen klimafreundliche Alternativen leistbarer. Da möchte ich das Klimaticket, das im Budget vollständig abgebildet ist, hervorstreichen, durch das sich Menschen, die mit den Öffis pendeln müssen, bis zu und teilweise auch mehr als 1 000 Euro im Jahr ersparen werden. Ich frage: Welche Steuerreform in der Geschichte hat es Menschen ermöglicht, mehr als 1 000 Euro pro Jahr einzusparen? Ich glaube, das ist schon historisch. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.
Auch wenn es kein Geheimnis ist, dass ich persönlich mir und wir Grünen uns einen größeren Lenkungseffekt gewünscht hätten, so haben wir mit der sozial-ökologischen Steuerreform doch einen Systemwandel geschaffen und eingeleitet. (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Das ist ein Systemwandel, der die letzten 30 Jahre hindurch unter anderem von der Sozialdemokratie blockiert und verhindert wurde. Wir haben es jedoch nach nicht einmal zwei Jahren Regierungszeit geschafft! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.
Auch wenn es kein Geheimnis ist, dass ich persönlich mir und wir Grünen uns einen größeren Lenkungseffekt gewünscht hätten, so haben wir mit der sozial-ökologischen Steuerreform doch einen Systemwandel geschaffen und eingeleitet. (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Das ist ein Systemwandel, der die letzten 30 Jahre hindurch unter anderem von der Sozialdemokratie blockiert und verhindert wurde. Wir haben es jedoch nach nicht einmal zwei Jahren Regierungszeit geschafft! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.)
Abg. Meinl-Reisinger: Schauen Sie nach Europa!
Ja, Frau Klubobfrau Meinl-Reisinger, viele reden vom Klimaschutz (Abg. Meinl-Reisinger: Schauen Sie nach Europa!), wir handeln! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Meinl-Reisinger: Die Europäische Kommission ist jetzt auch nicht gerade der ...! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Meinl-Reisinger: Die Europäische Kommission ist jetzt auch nicht gerade der ...! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Ja, Frau Klubobfrau Meinl-Reisinger, viele reden vom Klimaschutz (Abg. Meinl-Reisinger: Schauen Sie nach Europa!), wir handeln! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Meinl-Reisinger: Die Europäische Kommission ist jetzt auch nicht gerade der ...! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Kollege Hammer ist schon super in die koalitionäre Marketinggeschichte eingeschwungen: 1,2 Milliarden Euro für Umwelt, Klima und Energie! 1,2 Milliarden – ja. Schauen wir aber einmal ins Budget: für die Pensionen 23 Milliarden Euro, also ungefähr das Zwanzigfache, und da tun Sie nichts! (Zwischenrufe bei den Grünen.) Da tun Sie gar nichts, da schauen Sie weg!
Beifall bei den NEOS.
Im Jahr 2020 haben die Ausgaben für die Pensionen 20 Milliarden Euro ausgemacht, am Ende des Finanzrahmens werden es 27 Milliarden sein – eine Steigerung um mehr als ein Drittel. Wenn Sie dort einmal Hand anlegen würden, dann könnten Sie Klimapolitik machen, so viel Sie wollen, dann könnten Sie alle frauenpolitischen Wünsche von Kollegin Holzleitner erfüllen, Sie würden es im Budget gar nicht merken. Sie könnten Kinderbetreuung organisieren, würde man nur den größten Brocken, der ein Viertel des Budgets verschlingt, einmal anfassen. Das Gegenteil machen Sie! Sie machen noch außertourliche Pensionserhöhungen und vergrößern damit das Problem noch mehr. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Wenn jetzt junge Menschen begreifen: Ah, wir haben ein Problem mit der Altersvorsorge, ich muss privat vorsorgen und ich spare an!, und diese jungen Leute dann in Fonds etwas für das Alter sparen, dann haben Sie dafür aber wieder keine Spekulationsfrist eingeführt, und Sie besteuern die Erträge dieser Langfristsparer wie jene eines Spekulanten, der jeden Tag herumzockt. Sie tun nichts für die Altersvorsorge! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Der Punkt ist: Sie können super Populismus, Sie können super Marketing, aber Sie können nicht arbeiten! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Michael Hammer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Finanzminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher! Es ist das übliche Spiel – wir haben es gerade auch bei Kollegen Loacker gehört –, dass die Opposition natürlich das Budget zerpflückt, aber es ist wie immer auch ein Ritual und von der Substanz und vom Wahrheitsgehalt her sehr überschaubar. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir haben – das haben viele Vorredner der Koalitionsparteien auch schon gesagt, und ich glaube, das kann man gar nicht oft genug sagen und betonen – schon viele Budgets hier diskutiert, und es waren immer wieder auch Maßnahmen und Ansätze drinnen, aber dieses Budget beinhaltet schon einige ganz wesentliche Weichenstellungen und fundamentale Änderungen. Es ist der erstmalige und wirklich konsequente Einstieg in die Ökologisierung unseres Steuersystems. Umweltfreundliches Handeln wird entsprechend belohnt. Das ist ein ganz wesentlicher Schritt für Umwelt- und Klimaschutz. Ich denke, dieses Bekenntnis wird mit diesem Budget abgegeben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Ich darf noch einige Highlights herausgreifen: die Entlastung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – das wurde schon ausgeführt. Wir haben eine jährliche Entlastung von bis zu 1 200 Euro für jeden arbeitenden Menschen, und wir erhöhen zusätzlich den Familienbonus um 500 Euro pro Kind. Den österreichischen Familien bleibt also am Monatsende und am Jahresende deutlich mehr Geld übrig. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP.
Weil immer wieder gesagt wird, dass möglicherweise Größerverdiener da stärker profitieren: Wir senken die zweite und die dritte Einkommensteuerstufe, und davon profitiert die überwiegende Zahl der österreichischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und damit die breite Masse. Es ist absolut unredlich, hier immer diesen Klassenkampf herbeizureden. Es werden alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer entlastet! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Vierter Punkt: Wir investieren auch in das Bundesheer sehr viel Geld. Es gibt eine deutliche Budgetsteigerung für den Bereich der Landesverteidigung. Wir haben gesehen, dass es verschiedenste Bedrohungslagen wie auch Naturereignisse beziehungsweise Unwetterereignisse gibt. Außerdem hat das Bundesheer auch bei der Pandemiebekämpfung gezeigt, wie gut und wichtig seine Aktionen sind. Ich glaube daher, es ist konsequent und notwendig, in diesen Bereich zu investieren, und wir tun das auch. Dieses Budget trägt der Tatsache Rechnung, dass es ein starkes Bundesheer und eine starke Landesverteidigung gibt. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Dieses Budget ist eine klare Ansage für die Zukunft unseres Landes, und wir werden es mit großer Freude und Zustimmung beschließen. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Rainer Wimmer (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Herr Bundesminister gestern haben Sie die wirtschaftliche Situation Österreichs besprochen. Vor allem die Industrie ist sehr erfolgreich unterwegs. Ich sage allerdings auch von dieser Stelle aus ganz deutlich: Das ist nicht Ihr Verdienst, sondern das ist den vielen Kolleginnen und Kollegen zu verdanken, die Tag und Nacht arbeiten und dieses Land hochgehalten haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzte Damen und Herren! Die Regierung hat Coronaprämien versprochen. Ich frage jetzt von dieser Stelle aus: Was ist mit diesen Coronaprämien geschehen? Bis heute wurde nicht ein Cent – nicht ein Cent! – ausbezahlt, meine Damen und Herren! Das ist wirklich klassische Showpolitik, die Sie hier betreiben. Sorgen Sie dafür, dass diese Coronaprämien jetzt zu den Menschen gelangen, meine sehr geschätzten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich darf nur ein Beispiel nennen, weil er der Groß- und Big Spender der ÖVP bei der letzten Nationalratswahl war, nämlich Herr Pierer. Kurzarbeit: 11 Millionen Euro, Zuschüsse: 14 Millionen Euro, ausbezahlte Dividenden: 11 Millionen Euro. Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Das ist unmoralisch! Das gehört sich einfach nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Einen Satz noch zum Arbeitsmarkt – darauf wird Kollege Muchitsch dann umfassend eingehen –: Wir haben jetzt 335 000 Menschen ohne Arbeit, und 160 000 Menschen sind langzeitarbeitslos. Meine sehr geschätzten Damen und Herren von der ÖVP! Als die Aktion 20 000 von Ihnen zu Grabe getragen wurde, hatten wir 100 000 Menschen in Langzeitarbeitslosigkeit. Im Hinblick darauf frage ich mich: Was ist mit der Aktion Sprungbrett? – Diese hat überhaupt keine Wirkung! Was ist mit der Coronajob- und Weiterbildungsoffensive? Was heißt das? Wo findet sich das? Die Zahlen spiegeln ja etwas ganz etwas anderes wider. Für die Umweltstiftung ist für nächstes Jahr ein bisschen etwas budgetiert. – Ich sage Ihnen: Im Marketing sind Sie sehr gut. Bei Ihrer Politik ist aber alles Schall und Rauch, und daher werden wir dem Budget nicht zustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Yılmaz.
das derzeit im Nordosten Wiens anschauen. Es ist geplant, dort eine Stadtautobahn zu bauen. Ihr wollt entgegen jeder wissenschaftlicher Evidenz eine Fläche von 85 Fußballfeldern zubetonieren. Alle sagen euch: Macht das nicht! – Ihr aber macht es. Das ist enkelfitte Politik? Das ist zukunftsfitte Politik? (Zwischenruf der Abg. Yılmaz.) – Kollegin Nurten Yılmaz, du wirst mir nicht sagen, worüber ich reden darf! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
das derzeit im Nordosten Wiens anschauen. Es ist geplant, dort eine Stadtautobahn zu bauen. Ihr wollt entgegen jeder wissenschaftlicher Evidenz eine Fläche von 85 Fußballfeldern zubetonieren. Alle sagen euch: Macht das nicht! – Ihr aber macht es. Das ist enkelfitte Politik? Das ist zukunftsfitte Politik? (Zwischenruf der Abg. Yılmaz.) – Kollegin Nurten Yılmaz, du wirst mir nicht sagen, worüber ich reden darf! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Yılmaz.
Wie schaut zukunftsfitte und enkelfitte Politik à la NEOS aus? – Das kann man sich exemplarisch etwa an der Bildungspolitik der Wiener Stadtregierung anschauen. NEOS-Stadtrat Wiederkehr hat im Juni seine Bildungsreform präsentiert und erklärt – ich zitiere ihn –, dass es „gleich viele Gewinner wie Verlierer“ geben wird. – Was ist denn das bitte für eine Bankrotterklärung für die ehemalige Bildungspartei? Ist das enkelfitte und zukunftsfitte Politik? (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Yılmaz.)
Zwischenruf der Abg. Holzleitner.
Ja, ich bin Frauensprecherin, Kollegin Yılmaz. Kollegin Holzleitner, Sie haben gesagt, dass Frauen in diesem Budget nicht berücksichtigt werden. – Ich habe Ihnen die Budgets der vergangenen 15 Jahre mitgebracht. Ich glaube, Sie haben sich vertan! (Zwischenruf der Abg. Holzleitner.)
Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
SPÖ-Frauenministerin, SPÖ-Regierung, SPÖ-Frauenministerin, SPÖ-Regierung, so geht das die ganze Zeit hindurch. Seit dem Jahr 2007, zehn Jahre lang, gab es allerdings keine Erhöhung in SPÖ-geführten Regierungen, keine Erhöhung unter SPÖ-Frauenministerinnen, nichts! (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Jetzt haben wir es geschafft, innerhalb von zwei Jahren um 81 Prozent zu erhöhen! 81 Prozent! Ihr habt das nicht gemacht! Ich sage: Nicht nur fordern, sondern tun! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
SPÖ-Frauenministerin, SPÖ-Regierung, SPÖ-Frauenministerin, SPÖ-Regierung, so geht das die ganze Zeit hindurch. Seit dem Jahr 2007, zehn Jahre lang, gab es allerdings keine Erhöhung in SPÖ-geführten Regierungen, keine Erhöhung unter SPÖ-Frauenministerinnen, nichts! (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Jetzt haben wir es geschafft, innerhalb von zwei Jahren um 81 Prozent zu erhöhen! 81 Prozent! Ihr habt das nicht gemacht! Ich sage: Nicht nur fordern, sondern tun! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Anstrengungen in der Kinderbetreuung: Wie lange wart ihr in Regierungsverantwortung? Was hättet ihr machen können? Was habt ihr gemacht? – Nichts! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir aber machen es. Wir haben im Vorjahr gemeinsam mit dem Koalitionspartner eine große Ausbildungsoffensive für Elementarpädagoginnen und Elementarpädagogen gestartet. Erst vergangene Woche gab es einen Ministerratsvortrag, der Ausbau der Kinderbetreuung wurde beschlossen, und das kommt! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Loacker.
Anstrengungen in der Kinderbetreuung: Wie lange wart ihr in Regierungsverantwortung? Was hättet ihr machen können? Was habt ihr gemacht? – Nichts! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir aber machen es. Wir haben im Vorjahr gemeinsam mit dem Koalitionspartner eine große Ausbildungsoffensive für Elementarpädagoginnen und Elementarpädagogen gestartet. Erst vergangene Woche gab es einen Ministerratsvortrag, der Ausbau der Kinderbetreuung wurde beschlossen, und das kommt! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Zwischenruf der Abg. Yılmaz.
Gewaltschutz ist ein großes Thema. Was haben wir im Gewaltschutz gemacht? – Wir haben das Frauenbudget fast verdoppelt. Wir haben in der Justiz Akzente gesetzt, das Gesetzespaket gegen Hass im Netz ist umgesetzt worden. (Zwischenruf der Abg. Yılmaz.) Es gibt, was sehr lange von OpferschützerInnen gefordert wurde, einen Schwerpunkt bereits in der Ausbildung von StaatsanwältInnen und von RichterInnen zu Gewalt gegen Frauen und zu häuslicher Gewalt. Das wurde lange gefordert. Wir setzen es jetzt um! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Gewaltschutz ist ein großes Thema. Was haben wir im Gewaltschutz gemacht? – Wir haben das Frauenbudget fast verdoppelt. Wir haben in der Justiz Akzente gesetzt, das Gesetzespaket gegen Hass im Netz ist umgesetzt worden. (Zwischenruf der Abg. Yılmaz.) Es gibt, was sehr lange von OpferschützerInnen gefordert wurde, einen Schwerpunkt bereits in der Ausbildung von StaatsanwältInnen und von RichterInnen zu Gewalt gegen Frauen und zu häuslicher Gewalt. Das wurde lange gefordert. Wir setzen es jetzt um! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Yılmaz.
von der Stadt Wien unterstützt wird. Was aber macht die Stadt Wien? Was macht die dortige SPÖ-Frauenstadträtin? – Gewaltschutz: Das soll der Bund zahlen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Yılmaz.)
Zwischenruf des Abg. Keck.
Nein, Gewaltschutz ist nicht nur eine Bundesthematik, beim Gewaltschutz müssen alle mittun. Dazu braucht es alle miteinander, Land, Bund, Städte und Gemeinden. Das ist keine genuine Aufgabe des Bundes, da könnt ihr euch nicht aus der Verantwortung herausziehen. (Zwischenruf des Abg. Keck.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Genau deshalb muss in der Zukunft unser Fokus darauf liegen, dass wir diese ungleiche Verteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit ändern. Dafür werden wir uns wirklich einsetzen. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Disoski.
Abgeordneter Michael Bernhard (NEOS): Sehr geehrte Damen und Herren! Geschätzter Herr Bundesminister! Ich habe geglaubt, ich kann meinen Ohren nicht trauen, als ich den grünen Vorrednern und -rednerinnen dabei zugehört habe, wie sie uns eine ökosoziale Steuerreform verkaufen wollen. (Zwischenruf der Abg. Disoski.) Das Einzige, was man wirklich sagen kann, ist, die Grünen sind als brüllender Löwe in die Verhandlungen hineingegangen und als Bettvorleger wieder rausgewandert. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Michael Bernhard (NEOS): Sehr geehrte Damen und Herren! Geschätzter Herr Bundesminister! Ich habe geglaubt, ich kann meinen Ohren nicht trauen, als ich den grünen Vorrednern und -rednerinnen dabei zugehört habe, wie sie uns eine ökosoziale Steuerreform verkaufen wollen. (Zwischenruf der Abg. Disoski.) Das Einzige, was man wirklich sagen kann, ist, die Grünen sind als brüllender Löwe in die Verhandlungen hineingegangen und als Bettvorleger wieder rausgewandert. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz.
Es ist in keinerlei Weise ökologisch, was uns da vorgelegt wird. Man kann in dem Fall der ÖVP ja nur gratulieren – und man muss sich wundern, was die Grünen dafür bekommen haben –, weil das, was uns jetzt im Umweltbereich vorgelegt wird, zu 100 Prozent die inhaltliche Position der ÖVP ist. (Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz.) – Herr Kollege Schwarz, ich habe Ihren Ausführungen vorhin ganz genau zugehört.
Abg. Jakob Schwarz: ... 4 Prozent!
Ich gehe ganz kurz auf die Themen ein: Die CO2-Bepreisung ist international tatsächlich als wertvolles und wichtiges Werkzeug anerkannt, um die Emissionen im Land deutlich hinunterzubekommen. Sie ist jetzt nicht nur als Instrument wichtig, sondern auch der Preis ist ganz wichtig, weil das ein Signal an den Markt ist: Wie muss ich handeln? Die Experten und Expertinnen aus der Klimaforschung haben sich sehr genau angeschaut, was Ihr CO2-Preis bringt. Wissen Sie, was der Effekt ist? – 1 Prozent Senkung der CO2-Emissionen. (Abg. Jakob Schwarz: ... 4 Prozent!) – 1 Prozent Senkung!
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz.
Der zweite Punkt, der ganz wesentlich ist: Die zusätzlichen Zertifikate, die wir 2030 kaufen müssen, weil Ihre Klimapolitik und Ihre eigenen Ziele, die Sie sich als Bundesregierung gesetzt haben, nicht halten werden, kosten 5 bis 9 Milliarden Euro. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz.) – Als Ökonom, der Sie sind, wissen Sie, dass Sie, wenn Sie Kosten zu erwarten haben, eine Rücklage bilden müssen. Die Kosten fallen 2030 an, sie sind in dem Budget aber nirgends abgebildet, sie sind auch im Bundeshaushalt sonst nirgendwo versteckt. Das, was Sie machen, ist die Einführung eines
Beifall bei den NEOS.
CO2-Preises, der die Emissionen faktisch nicht senkt, Mehrkosten im Staatshaushalt verursachen wird und den Menschen Sand in die Augen streut. Das ist in Wirklichkeit das Einzige, was Sie machen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe der Abgeordneten Lukas Hammer und Jakob Schwarz.
Sie haben gesagt, wir NEOS wollen einen CO2-Preis von 350 Euro pro Tonne CO2. Ich möchte jetzt genau darauf eingehen, was wir in Wirklichkeit wollen: Wir wollen das gesamte Steuersystem revolutionieren. Wir wollen weg davon, dass Arbeit so massiv besteuert wird wie heute – das haben Sie vergessen zu sagen. Es ist richtig, wir hätten keinen Bonus ausgeschüttet, und zwar aus einem einfachen Grund: Wir haben ein anderes Menschenbild; unsere Idee ist nicht, dass wir zuerst die Steuerzahlerinnen und -zahler ausräumen, ihnen alles wegnehmen, bis sie quasi fast nichts mehr haben, nachher Bonus draufschreiben und ihnen ein kleines Stück zurückgeben. Das ist nicht unser Verständnis von Steuerpolitik. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe der Abgeordneten Lukas Hammer und Jakob Schwarz.)
Beifall bei den NEOS.
Wir als Nationalrat haben beschlossen, dass Ministerin Gewessler gemeinsam mit Minister Blümel bis Juli eine Studie vorzulegen hat, die zeigen soll, wo genau diese Subventionen hingehen, damit wir dagegen vorgehen können. Ich weiß, dass das Klimaministerium seinen Beitrag geleistet hat, der Finanzminister aber nicht. Er sitzt aber hier. Sie hätten in den Verhandlungen natürlich darauf bestehen müssen, dass Herr Blümel einmal nicht den Laptop spazieren schickt, sondern dass er einmal mit einer ordentlichen Studie rauskommt. Da haben Sie versagt. Sie haben nicht nur einen CO2-Preis vorgelegt, der nicht wirkt, Sie unterstützen auch die ÖVP weiter darin, klima- und umweltschädliche Subventionen auszuzahlen. Das ist nicht unser Verständnis von Klima- und Umweltpolitik. Wir NEOS wollen eine echte Entlastung für die Mitte der Gesellschaft und ein Ende der Emissionen. Das ist all das, wofür die Grünen und die ÖVP nicht stehen. (Beifall bei den NEOS.)
Ruf bei der SPÖ: Hat er! – Zwischenruf des Abg. Kollross.
Es gibt den Vorwurf, dass Sebastian Kurz die Kinderbetreuung sabotiert hätte. (Ruf bei der SPÖ: Hat er! – Zwischenruf des Abg. Kollross.) Die „Salzburger Nachrichten“ vom 13. Oktober 2021 – Frau Kollegin Ecker, aus Ihrem Bundesland – schreiben: „Durch Fakten ist das nicht zu belegen.“ Ein zweites Medium, das einen Faktencheck gemacht hat, sagt: „Anders als die Schmid-Chats andeuten, gab es Geld.“
Abg. Cornelia Ecker: ... Rechtsanspruch! – Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Lercher.
Ich schließe mit einem Zitat unserer Ministerin Susanne Raab: „Insgesamt wurden seit 2017 1,6 Mrd. Euro für die Tagesbetreuung bereitgestellt“. (Abg. Cornelia Ecker: ... Rechtsanspruch! – Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Lercher.) Das ist das Faktum, das für uns als Familienpartei zählt. Ich ersuche da einfach um mehr Sachlichkeit, ich ersuche darum, dass man Fakten checkt. Die Fakten gehen in eine ganz andere Richtung als die öffentliche Diskussion, und das kann es nicht sein! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Wo ist der Rechtsanspruch? Wo ist er? – Zwischenruf des Abg. Leichtfried. – Abg. Matznetter: Faktencheck!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Wo ist der Rechtsanspruch? Wo ist er? – Zwischenruf des Abg. Leichtfried. – Abg. Matznetter: Faktencheck!
Ich schließe mit einem Zitat unserer Ministerin Susanne Raab: „Insgesamt wurden seit 2017 1,6 Mrd. Euro für die Tagesbetreuung bereitgestellt“. (Abg. Cornelia Ecker: ... Rechtsanspruch! – Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Lercher.) Das ist das Faktum, das für uns als Familienpartei zählt. Ich ersuche da einfach um mehr Sachlichkeit, ich ersuche darum, dass man Fakten checkt. Die Fakten gehen in eine ganz andere Richtung als die öffentliche Diskussion, und das kann es nicht sein! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Wo ist der Rechtsanspruch? Wo ist er? – Zwischenruf des Abg. Leichtfried. – Abg. Matznetter: Faktencheck!)
Neuerliche Zwischenrufe der Abgeordneten Cornelia Ecker, Leichtfried und Matznetter.
Geschätzter Herr Bundesminister! (Neuerliche Zwischenrufe der Abgeordneten Cornelia Ecker, Leichtfried und Matznetter.) – Kolleginnen und Kollegen von der Sozialdemokratie, ich habe es schon ziemlich befremdlich empfunden, dass Sie die Rede von Kollegin Disoski gestört haben. Sie können ja dann hier vom Rednerpult Ihre Meinungen kundtun, ich ersuche Sie aber, mich bitte einfach ausreden zu lassen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Geschätzter Herr Bundesminister! (Neuerliche Zwischenrufe der Abgeordneten Cornelia Ecker, Leichtfried und Matznetter.) – Kolleginnen und Kollegen von der Sozialdemokratie, ich habe es schon ziemlich befremdlich empfunden, dass Sie die Rede von Kollegin Disoski gestört haben. Sie können ja dann hier vom Rednerpult Ihre Meinungen kundtun, ich ersuche Sie aber, mich bitte einfach ausreden zu lassen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP.
Geschätzter Herr Finanzminister! Ja, es ist ein guter Tag. Ich darf mich bei dir und allen deinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedanken. Dieses Budget ist ein Beweis dafür, dass wir die Pandemie gut gemeistert haben. Dieses Budget ist ein Beweis dafür, dass sich eine sparsame Budgetpolitik langfristig auszahlt, und dieses Budget ist ein Beweis dafür, dass die österreichischen Systeme resilient sind und dass der Fleiß der Menschen in Österreich zum Ziel führt. Danke für diese Ansage, es ist ein guter Plan für die Zukunft. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Zur Land- und Forstwirtschaft: In diesem Bereich ist jeder Euro notwendig, wenn man auf die landwirtschaftlichen Einkommen schaut, und es ist jeder Euro gut investiertes Geld, damit auch in Zukunft Lebensmittel und Rohstoffe höchster Qualität in Österreich produziert werden können. Die Bäuerinnen und Bauern werden, mit diesem Budget ausgestattet, auch zukünftig viel für den Klimaschutz tun können. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Matznetter.
Zum Projekt energieautarke Bauernhöfe – danke schön –: Pro Jahr wollen wir 1 000 Höfe umstellen. Das ist ein wirtschaftlicher Faktor, aber auch ein Faktor im Sinne der Klimabilanz. Danke auch für die CO2-Vergütung im Zusammenhang mit den Treibstoffen, auch das eine Notwendigkeit, die im Sinne der Wettbewerbsfähigkeit und im Sinne unserer Klimaleistungsbilanz in Österreich eine große Rolle spielt. Österreichische Lebensmittel schmecken nicht nur gut, Holz fühlt sich nicht nur gut an, sondern der Konsum österreichischer Produkte ist auch ein Beitrag zum Klimaschutz, und deshalb ersuche ich Sie: Halten Sie uns weiterhin die Treue! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Matznetter.)
Der Redner hält eine Tafel in die Höhe, auf der ein Plakat mit dem Foto eines Mannes und dem Text „Bauern nach der Steuerreform: Was kostet die Welt?“ zu sehen ist. – Zwischenrufe der Abgeordneten Cornelia Ecker und Matznetter.
Retter der österreichischen Landwirtschaft. Frau Kollegin Ecker, wie erklären Sie sich dann dieses Bild der sozialistischen Gewerkschaft? (Der Redner hält eine Tafel in die Höhe, auf der ein Plakat mit dem Foto eines Mannes und dem Text „Bauern nach der Steuerreform: Was kostet die Welt?“ zu sehen ist. – Zwischenrufe der Abgeordneten Cornelia Ecker und Matznetter.) Wie erklären Sie uns dieses Bild?
Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wir brauchen, liebe Kolleginnen und Kollegen, keine Neiddebatte. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) In Wahrheit sind dieses Sharepic und das dazugehörige Posting ein Offenbarungseid, dass Ihre Aussagen einfach nur Lippenbekenntnisse sind. (Zwischenruf des Abg. Kollross.) Was wir brauchen, ist wirkliche Unterstützung. Ich nehme dieses Bild als Kompliment: Anscheinend ist bei der Steuerreform und beim Budget für die österreichischen Bäuerinnen und Bauern wirklich etwas gelungen. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Kollross.
Wir brauchen, liebe Kolleginnen und Kollegen, keine Neiddebatte. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) In Wahrheit sind dieses Sharepic und das dazugehörige Posting ein Offenbarungseid, dass Ihre Aussagen einfach nur Lippenbekenntnisse sind. (Zwischenruf des Abg. Kollross.) Was wir brauchen, ist wirkliche Unterstützung. Ich nehme dieses Bild als Kompliment: Anscheinend ist bei der Steuerreform und beim Budget für die österreichischen Bäuerinnen und Bauern wirklich etwas gelungen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir brauchen, liebe Kolleginnen und Kollegen, keine Neiddebatte. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) In Wahrheit sind dieses Sharepic und das dazugehörige Posting ein Offenbarungseid, dass Ihre Aussagen einfach nur Lippenbekenntnisse sind. (Zwischenruf des Abg. Kollross.) Was wir brauchen, ist wirkliche Unterstützung. Ich nehme dieses Bild als Kompliment: Anscheinend ist bei der Steuerreform und beim Budget für die österreichischen Bäuerinnen und Bauern wirklich etwas gelungen. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Die Österreichische Volkspartei ist aber nicht nur die Partei der Bauern. Wir sind die Partei der Unternehmerinnen und der Unternehmer. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Wir sind die Partei der Klein- und Mittelverdiener, der Pensionistinnen und Pensionisten, der Beamten, der Lehrer, der Familien, der Generationen, der Männer und Frauen. Wir machen Politik für alle Bevölkerungsschichten, und das werden wir auch in Zukunft tun. Wir sind Volkspartei, und diesen Weg werden wir auch in den nächsten Jahren gemeinsam mit unserem Parteiobmann Sebastian Kurz konsequent weitergehen. – Danke, alles Gute! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Cornelia Ecker.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Cornelia Ecker.
Die Österreichische Volkspartei ist aber nicht nur die Partei der Bauern. Wir sind die Partei der Unternehmerinnen und der Unternehmer. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Wir sind die Partei der Klein- und Mittelverdiener, der Pensionistinnen und Pensionisten, der Beamten, der Lehrer, der Familien, der Generationen, der Männer und Frauen. Wir machen Politik für alle Bevölkerungsschichten, und das werden wir auch in Zukunft tun. Wir sind Volkspartei, und diesen Weg werden wir auch in den nächsten Jahren gemeinsam mit unserem Parteiobmann Sebastian Kurz konsequent weitergehen. – Danke, alles Gute! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Cornelia Ecker.)
Abg. Lukas Hammer: Das hat sie nicht behauptet! – Abg. Disoski: Das habe ich nicht behauptet!
Abgeordnete Nurten Yılmaz (SPÖ): Frau Präsidentin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Frau Abgeordnete Disoski hat in ihrer Rede behauptet, dass die Wiener Frauenstadträtin das Budget für Gewaltschutz in Wien nicht erhöht hat. (Abg. Lukas Hammer: Das hat sie nicht behauptet! – Abg. Disoski: Das habe ich nicht behauptet!) – Das ist unrichtig. (Rufe bei den Grünen: Nein! Nein!) Der richtige Sachverhalt lautet: Das Budget wurde verdoppelt, von 3 Millionen Euro auf 6 Millionen Euro. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Brandstötter.)
Rufe bei den Grünen: Nein! Nein!
Abgeordnete Nurten Yılmaz (SPÖ): Frau Präsidentin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Frau Abgeordnete Disoski hat in ihrer Rede behauptet, dass die Wiener Frauenstadträtin das Budget für Gewaltschutz in Wien nicht erhöht hat. (Abg. Lukas Hammer: Das hat sie nicht behauptet! – Abg. Disoski: Das habe ich nicht behauptet!) – Das ist unrichtig. (Rufe bei den Grünen: Nein! Nein!) Der richtige Sachverhalt lautet: Das Budget wurde verdoppelt, von 3 Millionen Euro auf 6 Millionen Euro. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Brandstötter.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Brandstötter.
Abgeordnete Nurten Yılmaz (SPÖ): Frau Präsidentin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Frau Abgeordnete Disoski hat in ihrer Rede behauptet, dass die Wiener Frauenstadträtin das Budget für Gewaltschutz in Wien nicht erhöht hat. (Abg. Lukas Hammer: Das hat sie nicht behauptet! – Abg. Disoski: Das habe ich nicht behauptet!) – Das ist unrichtig. (Rufe bei den Grünen: Nein! Nein!) Der richtige Sachverhalt lautet: Das Budget wurde verdoppelt, von 3 Millionen Euro auf 6 Millionen Euro. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Brandstötter.)
Abg. Schmuckenschlager: Stimmt ja nicht!
Im Budget 2022 ist allerdings schon jetzt klar zu lesen, wo die ÖVP und die Grünen ihre politischen Schwerpunkte setzen: keine Mittel für den Ausbau der Kinderbetreuung, keine Mittel, um den Pflegenotstand zu beheben (Abg. Schmuckenschlager: Stimmt ja nicht!) und keine Mittel zur Bekämpfung der Altersarmut und der Armut insgesamt. Wenn man bedenkt, dass 2016 Herr Klubobmann Kurz und seine Prätorianer, wie sie sich selber nennen, eine flächendeckende Kinderbetreuung verhindert haben, weil ihnen Macht wichtiger war (Rufe bei der ÖVP: Stimmt ja nicht! – Zwischenruf der Abg. Baumgartner),
Rufe bei der ÖVP: Stimmt ja nicht! – Zwischenruf der Abg. Baumgartner
Im Budget 2022 ist allerdings schon jetzt klar zu lesen, wo die ÖVP und die Grünen ihre politischen Schwerpunkte setzen: keine Mittel für den Ausbau der Kinderbetreuung, keine Mittel, um den Pflegenotstand zu beheben (Abg. Schmuckenschlager: Stimmt ja nicht!) und keine Mittel zur Bekämpfung der Altersarmut und der Armut insgesamt. Wenn man bedenkt, dass 2016 Herr Klubobmann Kurz und seine Prätorianer, wie sie sich selber nennen, eine flächendeckende Kinderbetreuung verhindert haben, weil ihnen Macht wichtiger war (Rufe bei der ÖVP: Stimmt ja nicht! – Zwischenruf der Abg. Baumgartner),
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Scherak.
und dass das nicht einmal jetzt, da alles an Korruption, Bestechlichkeit und Bestechung hochkommt, korrigiert wird, dann ist das in Wirklichkeit schlimm. Das ist unsozial und das ist nicht gerecht. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Scherak.)
Abg. Strasser: ... 1,6 Milliarden Euro! 1,6 Milliarden Euro! – Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Hanger und Sieber.
Herr Präsident Strasser, vielleicht solltet ihr diese 104 Seiten wirklich lesen – auch der Herr Bundeskanzler, anstatt dass er in einem Interview einfach sagt: Ich habe es nur überflogen, es stimmt alles nicht und die Justiz, das ist ja alles nicht okay, was die da aufführt! – Lest einmal die 104 Seiten! Da werdet ihr lesen, dass Thomas Schmid im Juni 2016 schreibt: „Wir müssen bei Banken aufpassen.“ Kern und Mitterlehner wollen „1,2 Mrd Euro für Nachmittagsbetreuung mit Rechtsanspruch“. – Antwort Klubobmann Sebastian Kurz: „Gar nicht gut!!! Wie kannst du das aufhalten?“ – Und weiter: „Kann ich ein Bundesland aufhetzen?“ (Abg. Strasser: ... 1,6 Milliarden Euro! 1,6 Milliarden Euro! – Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Hanger und Sieber.)
Rufe bei der ÖVP: Das stimmt nicht!
Das ist die Wahrheit und das könnt ihr nicht wegdiskutieren! (Rufe bei der ÖVP: Das stimmt nicht!) Da könnt ihr noch hundertmal rausgehen und etwas anderes behaupten. (Beifall bei SPÖ und NEOS. – Ruf bei der ÖVP: Kollege Muchitsch, du warst auch einmal ein Seriöser!)
Beifall bei SPÖ und NEOS. – Ruf bei der ÖVP: Kollege Muchitsch, du warst auch einmal ein Seriöser!
Das ist die Wahrheit und das könnt ihr nicht wegdiskutieren! (Rufe bei der ÖVP: Das stimmt nicht!) Da könnt ihr noch hundertmal rausgehen und etwas anderes behaupten. (Beifall bei SPÖ und NEOS. – Ruf bei der ÖVP: Kollege Muchitsch, du warst auch einmal ein Seriöser!)
Beifall bei der SPÖ.
Weil Sie kein Interesse am Thema Pflege haben, sind dafür in Ihrem Budget keine Mittel vorhanden: keine Mittel für den Pflegeausbau, keine Mittel für Maßnahmen gegen die Flucht aus den Pflegeberufen, keine Mittel für die Regelfinanzierung von Hospiz- und Palliativkräften. Insgesamt würden wir 1,7 Milliarden Euro brauchen, wenn wir das Thema wirklich gemeinsam erledigen wollen, wenn wir es angehen wollen – aber nicht Hunderte Millionen bis zu 1 Milliarde Euro jenen schenken, die es gar nicht brauchen, nämlich den Großkonzernen und den Großunternehmen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hörl: Für was denn?!
Wenn wir die Probleme in der Pflege lösen wollen, dann brauchen wir diese 1,7 Milliarden Euro (Abg. Hörl: Für was denn?!) im Endausbau: für 20 Prozent mehr Personal, für den Ausbau der Pflege zu Hause, für die Verbesserung der Qualität bei den mobilen Diensten, für soziale Verbesserungen beim Pflegepersonal. Die Anträge der SPÖ für eine bessere Regelung bei den Nachtdiensten und eine Anerkennung von Schwerarbeit liegen auf dem Tisch. Ihnen braucht ihr nur zuzustimmen, und wir hätten im Bereich der Pflege wieder einen ersten Schritt gemacht.
Beifall bei der SPÖ.
Zur Aktion Sprungbrett – weil Kollege Hammer darüber gesprochen hat –: Mit eurem Sprungbrett tretet ihr komplett am Stand. (Der Redner stellt eine Tafel mit der Aufschrift „Entwicklung Langzeitbeschäftigungslose“ und einem Balkendiagramm auf das Rednerpult.) Das AMS vermittelt ohne eure Aktion alljährlich 50 000 Langzeitarbeitslose. Ihr habt gesagt, mit der Aktion Sprungbrett schaffen wir es, noch einmal 50 000 Langzeitbeschäftigungslose in Jobs zu bringen. – Schaut da her (auf die Tafel weisend): Es werden immer mehr! Die Aktion ist ein Springen am Stand. Ihr bringt die Leute nicht in Beschäftigung, das ist das Problem eurer Aktion Sprungbrett. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein Punkt zur Senkung der Beiträge bei der Krankenversicherung: Diese Senkung bedeutet über alle Träger – Arbeiter, Angestellte, Bauern, Selbstständige – 1 Milliarde Euro weniger Geld in den Gesundheitskassen. Herr Finanzminister, ihr habt versprochen, ihr werdet das mit einem Bundeszuschuss ausgleichen. Ihr macht das aber nicht, es ist nicht im Budget enthalten, das sind leere Versprechungen. Unser Vorschlag: Macht über das Finanzministerium einen SV-Bonus für Niedrigeinkommensbezieher, das ist fair, und lasst die Kassen in ihrer Selbstverwaltung, in ihrem Verantwortungsbereich in Ruhe! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Ries und Schmiedlechner. – Rufe bei der ÖVP: Hallo! Hallo!
Letzter Satz: Herr Klubobmann Kurz, ich habe gesehen, Sie sind heute noch zum Budget zu Wort gemeldet. Wissen Sie, was gescheit wäre? – Wenn Sie die 2 Millionen Euro zurückzahlen würden, die Sie an Steuergeldern gestohlen haben, und sich dann erst zum Budget 2022 zu Wort melden. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Ries und Schmiedlechner. – Rufe bei der ÖVP: Hallo! Hallo!)
Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Abg. Steinacker: Er soll ihn gefälligst zurücknehmen! Zurücknehmen! Ist eine Frechheit!
Präsidentin Doris Bures: Herr Abgeordneter Muchitsch, Sie wissen, dass der Ausdruck „gestohlen“ ein strafrechtlich relevanter Vorwurf ist. Ich erteile Ihnen deshalb dafür einen Ordnungsruf. (Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Abg. Steinacker: Er soll ihn gefälligst zurücknehmen! Zurücknehmen! Ist eine Frechheit!)
Beifall bei den Grünen.
Nachdem das Justizsystem lange Zeit hindurch regelrecht kaputtgespart wurde, hat Justizministerin Alma Zadić Jahr für Jahr mehr Budget und mehr Personal für die Justiz erreicht. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Im Jahr 2020 wurde das Justizbudget um 131 Millionen Euro aufgestockt, 2021 kamen noch einmal 65 Millionen Euro dazu, und für das Jahr 2022 wird es weitere 76,4 Millionen Euro zusätzlich für die Justiz geben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Daher noch einmal: Wir lassen die Justiz arbeiten und sorgen mit dem Budget auch dafür, dass sie die notwendigen Ressourcen dafür bekommt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den NEOS.
Dann, meine Damen und Herren, gibt es noch ein drittes Thema, und da stelle ich eine gewisse Diskrepanz fest. Herr Bundesminister, Sie haben gestern in Ihrer Budgetrede zum Justizkapitel ausgeführt: „Wir werden im Bereich der Justiz Mittel zur Umsetzung des Terrorbekämpfungspakets aufstocken. Mit einer Budgetsteigerung von insgesamt 172,1 Millionen Euro im nächsten Bundesfinanzrahmen wird das Ressort [...] bis 2025 zusätzliche Mittel für die Terrorbekämpfung vorsehen.“ – Nun, das ist sicher ein sehr wichtiges Thema, nur bezweifle ich, dass die Terrorbekämpfung wirklich ins Justizbudget gehört. Ich denke, da ist doch wieder ein gewisses Element an Showpolitik festzumachen, weil mit diesem ganzen Terrorbekämpfungspaket, so wichtig das Thema ist, eigentlich doch darüber hinweggetäuscht werden soll, dass es – und das jährt sich jetzt bald – nach dem Terroranschlag von Wien einfach darum gegangen ist, davon abzulenken, welch grobe Versäumnisse es im Innenministerium gegeben hat. (Beifall bei den NEOS.) Ich denke, das Innenministerium ist die erste Adresse, wenn es um wirksame Terrorbekämpfung geht.
Beifall bei den NEOS.
In diesem Sinne appelliere ich an Sie, Budgetmittel freizumachen, um eine wirksame Korruptionsbekämpfung zu gewährleisten. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Matznetter: Ja, aber die ist nicht jugendfrei! – Abg. Gabriela Schwarz: ... Beiträge!
Sehr berührt hat mich am Ende des Tages der Anruf meiner Nichte. Sie ist zehn Jahre alt und sie hat gesagt: Ich habe mir nach der Schule die Angelobung angehört und habe dann auch ein wenig die Debatte verfolgt. (Abg. Matznetter: Ja, aber die ist nicht jugendfrei! – Abg. Gabriela Schwarz: ... Beiträge!) Sie hat gesagt: Das ist ja furchtbar, wie da miteinander umgegangen wird!
Beifall bei der ÖVP.
Ich würde mir wirklich wünschen, dass wir ein wenig mehr zum Stil beitragen. Wenn ich an die Rede von Kollegen Muchitsch vorhin denke, dann muss ich sagen, dass das nicht das ist, was ich mir vorstelle. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Die AVL List mit über 11 000 Mitarbeitern, davon 4 000 in Graz, investiert wahrscheinlich, was sie gewonnen hat, weiterhin in Lehrlingsausbildung. Jedes Jahr sind es zwischen 30 und 40 Lehrlinge, die dort zu arbeiten beginnen. So wird das Geld dort investiert. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Das Budget ist großartig, das Budget ist ausgewogen. Peter Haubner hat gesagt: „Die Wirtschaft ist unteilbar“ zwischen MitarbeiterInnen und Unternehmen. Die Wirtschaft ist auch unteilbar zwischen den Großen und den Kleinen. Wir brauchen die großen Dampfer, wir brauchen aber auch die kleinen Schnellboote. – In diesem Sinne: Stimmen Sie dem Budget zu! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (SPÖ): Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrter Herr Kollege Egger! Was Sie gerade an Fassungslosigkeit darüber, wie furchtbar miteinander umgegangen wird, geäußert haben, kann ich nur als Reflexion dessen verstehen, was wir über Ihre eigene Partei in den letzten Tagen gelernt haben (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ) und was wir lieber nie erfahren hätten, weil es besser nicht passiert wäre.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Uns allen hier ist natürlich politische Strategie nicht fremd, echt neu ist aber, dass jemand etwas, was er für wichtig und erfolgreich hält, nicht durchsetzen will, sondern verhindern will. Und das ist auch nicht irgendetwas, sondern etwas, das für die Kinder, für die Familien in diesem Land so wichtig gewesen wäre. Wir könnten seit 2017, seit einigen Jahren tatsächlich einen wirklich großen Schub bei der Kinderbetreuung haben. Auch gestern haben die Koalitionsparteien hier wieder abgelehnt, das Recht auf Kinderbetreuung, das wir so dringend bräuchten, durchzusetzen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Was jetzt tatsächlich dringend notwendig wäre, ist eine Wiedergutmachung für die Kinder und Familien in diesem Land. Nehmen Sie ordentlich budgetäre Mittel in die Hand, führen Sie ein Recht auf Kinderbetreuung ein, für Kindergärten, für Nachmittagsbetreuung, für Ganztagsschule! Das brauchen wir, das haben sich die Familien als Wiedergutmachung für das, was passiert ist, verdient. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Meinl-Reisinger: Ich habe das ja kritisiert, Frau Kollegin!
Ich möchte jetzt aber meine Redezeit dazu verwenden, um noch auf ein paar kleinere Dinge hinzuweisen, die wirklich gestaltbare Akzente sind und mir, speziell was die Bildungsgerechtigkeit betrifft, besonders wichtig sind. Zum Beispiel die zusätzlichen Förderstunden nach Corona: Dafür sind bereits 250 Millionen Euro geflossen und fürs nächste Jahr noch einmal 65 Millionen veranschlagt. Dabei ist extrem wichtig, dass das nicht mit der Gießkanne verteilt wird, sondern dorthin fließt, wo es am dringendsten gebraucht wird, nämlich zu den Kindern und den Schulen, die es während Corona besonders schwer gehabt haben, die unter schwierigen Bedingungen arbeiteten und wenig Unterstützung hatten. Wir wollen eben nicht, wie es Kollegin Meinl-Reisinger gesagt hat, dass private Nachhilfe notwendig ist, sondern wir wollen, dass Förderung an den Schulen stattfindet. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Meinl-Reisinger: Ich habe das ja kritisiert, Frau Kollegin!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Künsberg Sarre: Dann müssen Sie in die Kindergärten investieren!
Neu budgetiert und umgesetzt wird ein Projekt, das mir besonders am Herzen liegt: die Deutschförderung. Wir wissen ja, es gibt verpflichtende Deutschförderung für Kinder im außerordentlichen Status; sobald sie in den ordentlichen Status wechseln, gibt es diesen Anspruch nicht mehr. Das ist ein Fehler, denn Sprachförderung ist ja, wie wir wissen, nicht nach wenigen Jahren abgeschlossen, sondern geht weiter. Für diese Kinder gibt es künftig einen eigenen zusätzlichen Topf für Deutschstunden, der mit jährlich 5 Millionen Euro budgetiert ist, denn wir wollen, dass alle Kinder in diesem Land ihr volles Potenzial ausschöpfen können. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Künsberg Sarre: Dann müssen Sie in die Kindergärten investieren!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Noch eine Erfolgsgeschichte ist die Sommerschule, die wird mit diesem Budget erstmals fix verankern, und zwar als neues zusätzliches Angebot für alle Kinder in den letzten beiden Ferienwochen. Für kleinere Kinder soll das eine Art Soft Opening fürs neue Schuljahr werden, ein Reinkommen in den Schulrhythmus mit spielerischem Lernen. Für Ältere kann das zum Beispiel eine gezielte Vorbereitung sein, wenn sie den Schultyp wechseln, die Vorbereitung auf eine Nachprüfung, das Nachlernen in bestimmten Fächern. Für Studierende ist das eine super Gelegenheit, Praxis zu erwerben und sich als eigenverantwortlich zu erleben. Budgetiert ist das mit 7 Millionen Euro, das heißt, die Sommerschule ist gekommen, um zu bleiben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Ein „Experiment“!
Noch ein schönes Erfolgsprojekt ist das Projekt 100 Schulen, das bereits in Umsetzung ist. Ich habe mir das an einigen Standorten angeschaut, es ist eine Freude: Das ist Selbstreflexion, Ideen entwickeln, eine Vision entwickeln, was man konkret am jeweiligen Standort machen kann. Dort passiert jetzt gezielte Schulentwicklung mit maßgeschneiderten Ressourcenpaketen. Auch das ist mit 15 Millionen Euro budgetiert, und ich bin sehr gespannt, was bei diesem Experiment herauskommt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Ein „Experiment“!)
Beifall bei den Grünen.
Noch ein wichtiges Thema ist das psychosoziale Supportpersonal. Wir alle wissen, dass Lehrkräfte nicht alles machen können und dass sie in vielen Bereichen Profis mit anderer Expertise brauchen, zum Beispiel Psychologen, Psychologinnen oder Sozialarbeiter. Diesen ganzen Bereich haben wir jetzt organisatorisch neu auf die Beine gestellt und dauerhaft abgesichert. Dafür werden Mittel aus Bund, Ländern und dem Europäischen Sozialfonds zusammengeführt. Die Zahl der derzeitigen Planstellen wird verdoppelt, dafür werden 21 Millionen Euro pro Jahr investiert. Es ist ein Riesenvorhaben, das endlich gelungen ist. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Noch ein paar Worte zur Elementarpädagogik, weil sie ja dieser Tage wirklich ein großes Thema ist: Die 15a-Vereinbarung mit den Ländern wird mit folgenden klaren Zielen neu verhandelt: Qualitätsverbesserungen, einheitliche höhere Standards, intensivere Förderung und wesentliche Ausweitung des Angebots; und selbstverständlich wird es dafür auch eine wesentliche Erhöhung des Zweckzuschusses vom Bund geben, sobald diese Verhandlungen abgeschlossen sind und klar ist, wofür. Da werden wir weiter anschieben und nicht lockerlassen. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
In den drei zentralen Zukunftsfragen – das sind jene Fragen, die über die Dauer einer Legislaturperiode hinausgehen – ist dieses Budget ein Faustschlag ins Gesicht aller jungen Menschen: Klimaschutz, Bildungspolitik und Pensionssystem. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Erstens: Die CO2-Bepreisung verdient nicht einmal ihren Namen – null Lenkungseffekt, viel zu ambitionslos, viel zu schwach. Zweitens: Umweltschädliche Subventionen, die man dringend angehen müsste, werden – das ist eine Katastrophe! – nicht angetastet, und entgegen Ihren Versprechungen werden mehr als 4 Milliarden Euro jährlich in staatliche Förderung von Umweltzerstörung fließen. Das ist ein Wahnsinn! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Wissen Sie, von wem das ist? – Das kommt vom Klimavolksbegehren – richtig! –, von den parteiunabhängigen Initiatorinnen, Initiatoren des Klimavolksbegehrens. Ich glaube, das richtet sich von selbst. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS. – Heiterkeit der Abg. Meinl-Reisinger.
Zur Bildungspolitik: Ich weiß nicht, ob wir in parallelen Welten leben, Frau Hamann. Wenn man sich anhört, was Sie da schildern, und man dann ins Budget schaut, hat man das Gefühl, das sind Paralleluniversen, Parallelgesellschaften vielleicht, in denen wir da leben. Das Budget für Bildung soll von aktuell 9,9 Milliarden Euro auf 10,1 Milliarden steigen. Wenn man sich aber anschaut, wie sich diese Budgeterhöhung zusammensetzt, muss man mit Erstaunen feststellen, dass diese 310 Millionen Euro plus aus 238 Millionen Euro für PCR- und Antigentests bestehen. Wenn das Ihre bildungspolitische Vision ist, wenn Ihre Vision aus der Durchtestung der Schülerinnen und Schüler besteht, na, dann gute Nacht! (Beifall bei den NEOS. – Heiterkeit der Abg. Meinl-Reisinger.)
Beifall bei den NEOS.
Dieses Budget ist ein feindlicher Akt gegen uns junge Menschen, und diese jungen Menschen wissen das und werden das auch bei den nächsten Wahlen ausdrücken. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Prammer und Jakob Schwarz.
Zur Behauptung, die Steuerzahler würden sich gewisse Dinge selbst bezahlen: Na, natürlich! Wer soll denn das Budget bitte bestücken? Glauben Sie, wir erfinden irgendwo Geld, dass es dann regnet? Nein, die Mittel, die im Budget stehen, kommen von allen Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern, egal ob von Einzelpersonen oder von der Wirtschaft. Es ist aber reales Geld, das in Österreich erwirtschaftet wird. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Prammer und Jakob Schwarz.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Fakt ist, wir sprechen in Summe von enormen Entlastungen und von der Wegnahme von Belastungen. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Alles, was sich da herumrankt, sind dann Nuancen, politische Nuancen, die natürlich in der Natur der Sache liegen.
Abg. Bösch: Ui! Sagt der ÖVPler!
Meine Damen und Herren und liebe Kolleginnen und Kollegen, lassen Sie mich aber noch auf ein paar andere Dinge eingehen, die hier mitschwingen. Zum einen geht es darum, ein Budget zu schaffen, das eine gute Basis für unsere Gesellschaft bietet, für einen gesellschaftlichen Frieden, dessen Basis auch ein Stück weit Moral ist. (Abg. Bösch: Ui! Sagt der ÖVPler!) Manche in diesem Haus tun so, als stünden sie moralisch über anderen und reiben sich an öffentlichen Nachrichten, an SMS, die irgendetwas suggerieren. Liebe Kolleginnen und Kollegen! Alle hier, die meinen, sie seien moralisch
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.
höherstehend – Herrn Muchitsch, Herrn Kickl, der gerade nicht da ist, Frau Rendi-Wagner –, bitte ich: Legen Sie doch bitte Ihr Handy mit einer Vollmacht zur Auswertung hier auf diesen Tisch! Dann schauen wir bitte, wer da moralisch höherstehend ist! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Abg. Lausch: Das ist die Rechtfertigung der ÖVP?
Dasselbe gilt für die Inseratendebatte. (Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Abg. Lausch: Das ist die Rechtfertigung der ÖVP?) Meine Damen und Herren, die Stadt Wien investiert mehr Budgetmittel in Inserate als alle anderen Bundesländer. (Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.) Das muss man sich vergegenwärtigen! Wien ist von SPÖ und NEOS regiert. (Zwischenruf des Abg. Silvan.) Wie geht denn das zusammen, meine Kolleginnen und Kollegen, wenn Sie sich dann so aufregen? (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.
Dasselbe gilt für die Inseratendebatte. (Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Abg. Lausch: Das ist die Rechtfertigung der ÖVP?) Meine Damen und Herren, die Stadt Wien investiert mehr Budgetmittel in Inserate als alle anderen Bundesländer. (Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.) Das muss man sich vergegenwärtigen! Wien ist von SPÖ und NEOS regiert. (Zwischenruf des Abg. Silvan.) Wie geht denn das zusammen, meine Kolleginnen und Kollegen, wenn Sie sich dann so aufregen? (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Silvan.
Dasselbe gilt für die Inseratendebatte. (Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Abg. Lausch: Das ist die Rechtfertigung der ÖVP?) Meine Damen und Herren, die Stadt Wien investiert mehr Budgetmittel in Inserate als alle anderen Bundesländer. (Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.) Das muss man sich vergegenwärtigen! Wien ist von SPÖ und NEOS regiert. (Zwischenruf des Abg. Silvan.) Wie geht denn das zusammen, meine Kolleginnen und Kollegen, wenn Sie sich dann so aufregen? (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Dasselbe gilt für die Inseratendebatte. (Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Abg. Lausch: Das ist die Rechtfertigung der ÖVP?) Meine Damen und Herren, die Stadt Wien investiert mehr Budgetmittel in Inserate als alle anderen Bundesländer. (Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.) Das muss man sich vergegenwärtigen! Wien ist von SPÖ und NEOS regiert. (Zwischenruf des Abg. Silvan.) Wie geht denn das zusammen, meine Kolleginnen und Kollegen, wenn Sie sich dann so aufregen? (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Belakowitsch: Ja, wer?
Das Dritte betrifft zum Schluss die Kinderbetreuung. 1,6 Milliarden Euro sind in die Kinderbetreuung geflossen. Wenn Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen, nun fordern, noch mehr in die Kinderbetreuung zu investieren, dann unterstreiche ich das. Bitte bedenken Sie aber auch eines: Wenn wir noch mehr in Kinderbetreuung investieren, in Gebäude, in Hüllen, bedenken Sie bitte auch, wer darin arbeiten soll. (Abg. Belakowitsch: Ja, wer?) Auch wenn wir den Betreuungsschlüssel, der Ländersache ist, um einen Deut verschieben: Uns gehen die Kindergartenpädagoginnen und Kindergartenpädagogen aus. (Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Greiner.) Wir haben sie nicht mehr, jene Menschen, die auf die Kinder schauen, von denen Sie meinen, man müsste ein Recht, ein Anrecht darauf haben, dass sie zwangsläufig in eine Kinderbetreuung gehen müssten. (Zwischenrufe der Abg. Greiner. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Greiner.
Das Dritte betrifft zum Schluss die Kinderbetreuung. 1,6 Milliarden Euro sind in die Kinderbetreuung geflossen. Wenn Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen, nun fordern, noch mehr in die Kinderbetreuung zu investieren, dann unterstreiche ich das. Bitte bedenken Sie aber auch eines: Wenn wir noch mehr in Kinderbetreuung investieren, in Gebäude, in Hüllen, bedenken Sie bitte auch, wer darin arbeiten soll. (Abg. Belakowitsch: Ja, wer?) Auch wenn wir den Betreuungsschlüssel, der Ländersache ist, um einen Deut verschieben: Uns gehen die Kindergartenpädagoginnen und Kindergartenpädagogen aus. (Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Greiner.) Wir haben sie nicht mehr, jene Menschen, die auf die Kinder schauen, von denen Sie meinen, man müsste ein Recht, ein Anrecht darauf haben, dass sie zwangsläufig in eine Kinderbetreuung gehen müssten. (Zwischenrufe der Abg. Greiner. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe der Abg. Greiner. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Das Dritte betrifft zum Schluss die Kinderbetreuung. 1,6 Milliarden Euro sind in die Kinderbetreuung geflossen. Wenn Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen, nun fordern, noch mehr in die Kinderbetreuung zu investieren, dann unterstreiche ich das. Bitte bedenken Sie aber auch eines: Wenn wir noch mehr in Kinderbetreuung investieren, in Gebäude, in Hüllen, bedenken Sie bitte auch, wer darin arbeiten soll. (Abg. Belakowitsch: Ja, wer?) Auch wenn wir den Betreuungsschlüssel, der Ländersache ist, um einen Deut verschieben: Uns gehen die Kindergartenpädagoginnen und Kindergartenpädagogen aus. (Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Greiner.) Wir haben sie nicht mehr, jene Menschen, die auf die Kinder schauen, von denen Sie meinen, man müsste ein Recht, ein Anrecht darauf haben, dass sie zwangsläufig in eine Kinderbetreuung gehen müssten. (Zwischenrufe der Abg. Greiner. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Zanger
Ich stehe für Kinderbetreuung, was Sie aber hier fordern, das ist eigentlich wiederum doppeldeutig (Zwischenruf des Abg. Zanger), das entspricht nicht den Tatsachen. Fakt ist, es wurde in Österreich so viel in Kinderbetreuung investiert wie in sonst fast keinem europäischen Land. (Abg. Künsberg-Sarre: Das stimmt nicht!) Nehmen Sie das bitte zur Kenntnis!
Abg. Künsberg-Sarre: Das stimmt nicht!
Ich stehe für Kinderbetreuung, was Sie aber hier fordern, das ist eigentlich wiederum doppeldeutig (Zwischenruf des Abg. Zanger), das entspricht nicht den Tatsachen. Fakt ist, es wurde in Österreich so viel in Kinderbetreuung investiert wie in sonst fast keinem europäischen Land. (Abg. Künsberg-Sarre: Das stimmt nicht!) Nehmen Sie das bitte zur Kenntnis!
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Prammer. – Abg. Matznetter: Warum ... der Staat und spart nur? – Abg. Zanger: Das sind überall die Gleichen!
In Summe hoffe ich auf Ihre Zustimmung zu diesem Budget. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Prammer. – Abg. Matznetter: Warum ... der Staat und spart nur? – Abg. Zanger: Das sind überall die Gleichen!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Karin Greiner (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Kollege Stark, Sie sind Ihres Zeichens Bürgermeister in Gleisdorf, wie sehen das die Frauen in Ihrer Gemeinde, wenn Sie sich hier so äußern? – Kinderbetreuung: Da brauchen wir kein Recht auf einen Platz, keinen Anspruch. – Wie sehen die Frauen das? (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Melchior: Bravo!
Zum Budget: Herr Finanzminister, ich beginne meine Budgetausführungen mit einem Zitat von Ihnen: Das Budget ist „eine Ansage Richtung Zukunft“. (Abg. Melchior: Bravo!) Ist das so, sehr geehrte Damen und Herren? Schauen wir uns das genauer an!
Beifall bei der SPÖ.
enorm, spätestens nach zwei Jahren ist ein möglicher Vorteil von der kalten Progression aufgefressen. Das sagt der Herr Minister nicht dazu. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Gabriela Schwarz: 1,6 Milliarden, Frau Kollegin! 1,6 Milliarden!
Wie schaut es mit der Kindergartenmilliarde aus? Auch die will der Herr Altkanzler nicht. Ihm ist es wichtiger, Bundesländer aufzuhetzen, als Kindern und Familien einen Anspruch auf Betreuungsplätze zu garantieren. Das ist ihm nicht wichtig. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Gabriela Schwarz: 1,6 Milliarden, Frau Kollegin! 1,6 Milliarden!) Sie, Herr Finanzminister, führen diesen Kurs weiter, und das ist eigentlich erbärmlich.
Beifall bei der SPÖ.
Schauen wir uns noch an: Wie halten Sie es mit der Transparenz der Steuergelder? Was ist mit den mehr als 9 Milliarden Euro, die bereits von Ihrem Ministerium in die Finanzierungsagentur des Bundes geflossen sind? Wer hat wann wie viel warum bekommen? – Wir wissen es nicht, weil wir keine Antworten von Ihnen erhalten. Sie persönlich, die ÖVP, der Herr Vizekanzler und bedauerlicherweise die Grünen verweigern dem Parlament die Kontrolle darüber, was mit diesen Steuergeldern passiert. (Beifall bei der SPÖ.) Sie verweigern uns die Kontrolle. Wir sind gewählte VolksvertreterInnen, und Sie schützen die Blackbox. Selbst der Rechnungshof bekrittelt die Intransparenz und die mangelnden Kontrollmöglichkeiten durch das Parlament. Das sollte Ihnen zu denken geben.
Beifall bei der SPÖ.
Herr Finanzminister, Sie agieren leider intransparent. Dieses Budget ist eine Ansage an Ihre Gönner und an Ihre Spender, aber eine bittere Enttäuschung für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die immerhin 85 Prozent unserer Steuern zahlen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.
Wenn gesagt wird, Jessas, das sind lauter Vergangenheitsausgaben, das geht auf Kosten unserer Kinder, unserer künftigen Generationen, frage ich mich immer: Die Ansprüche der älteren Menschen sind da – wollen wir sie kürzen? – Nein, das wollen wir nicht! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Ottenschläger und Weidinger.
Das ist die Herausforderung der Klimakrise, das ist die Herausforderung der sozialökologischen Transformation unserer Gesellschaft, das ist auch die Herausforderung der Pflege. Genau darum haben wir auch zuletzt das Fachkräftestipendium beispielsweise für Pflegeberufe, aber auch für elementare Bildungsberufe ausgeweitet, und deswegen haben wir 300 Millionen Euro frisches Geld für die Initiative Sprungbrett, für Maßnahmen für Langzeitarbeitslose, in diesem Budget drinnen. Das steht da! Warum jetzt irgendjemand sagt, das gibt es nicht, da passiert nichts, weiß ich nicht. Das ist da drinnen, das wird dafür eingesetzt, das war immer so geplant. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Ottenschläger und Weidinger.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die Frage des Wirtschaftsaufschwungs – das sagen die Wirtschaftsforschungsinstitute eindeutig – hängt im Wesentlichen davon ab, ob es wieder Maßnahmen gegen Corona brauchen wird. Das wollen wir alle nicht, darum: Impfen lassen und in die Zukunft schauen! – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Peter Weidinger (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Finanzminister! Werte Kolleginnen, werte Kollegen! Liebe Österreicherinnen, liebe Österreicher! Herr Kollege Muchitsch hat hier in den Raum gestellt, dass es für Pflege zu wenig Geld geben werde – das Gegenteil ist der Fall. Nächstes Jahr werden 3,7 Milliarden Euro in Pflegeleistungen investiert, 50 Millionen Euro werden 2022, 2023 und 2024 jeweils für den Pflegeberuf ausgegeben. Das ist richtig, das ist wichtig und das ist eine kluge Entscheidung dieser Regierung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Shetty: Für die Jungen auch?
Wohlstand für möglichst alle Menschen zu schaffen (Abg. Shetty: Für die Jungen auch?) und die Bürgerinnen und Bürger vor den negativen Auswirkungen des Klimawandels zu schützen.
Zwischenruf bei der SPÖ.
Das passiert mit dieser ökosozialen Steuerreform. Sie ist von der Überzeugung getragen, dass die Marktwirtschaft mit Menschen, mit Innovatoren, mit Entrepreneuren Ideen und Innovationen schafft, die unsere Probleme lösen. Wir haben in Österreich viele Betriebe, gerade im Bereich von Green Tech, die Arbeitsplätze schaffen, die Zukunftstechnologien in die Welt verkaufen. So, meine Damen und Herren, ist auch zu verstehen, warum die Senkung der Körperschaftsteuer eine so zentrale Maßnahme ist. Da wird vor allem von der Sozialdemokratie immer das alte Spiel des Klassenkampfs betrieben. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Lösen wir uns von diesen alten Schablonen! Es geht darum, Betriebe, Menschen und Ideen in Österreich zu beheimaten und neue Ideen zu entwickeln. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Prammer.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Prammer.
Das passiert mit dieser ökosozialen Steuerreform. Sie ist von der Überzeugung getragen, dass die Marktwirtschaft mit Menschen, mit Innovatoren, mit Entrepreneuren Ideen und Innovationen schafft, die unsere Probleme lösen. Wir haben in Österreich viele Betriebe, gerade im Bereich von Green Tech, die Arbeitsplätze schaffen, die Zukunftstechnologien in die Welt verkaufen. So, meine Damen und Herren, ist auch zu verstehen, warum die Senkung der Körperschaftsteuer eine so zentrale Maßnahme ist. Da wird vor allem von der Sozialdemokratie immer das alte Spiel des Klassenkampfs betrieben. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Lösen wir uns von diesen alten Schablonen! Es geht darum, Betriebe, Menschen und Ideen in Österreich zu beheimaten und neue Ideen zu entwickeln. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Prammer.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Prammer.
70 000 Unternehmungen und Gesellschaften – davon 70 Prozent machen nicht mehr als 100 000 Euro Gewinn, geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Das sind in erster Linie Familienunternehmen, die hier in Österreich, in den Regionen zu Hause sind. Das sind Gewerbebetriebe, das sind Familienunternehmen, die in Österreich Arbeitsplätze schaffen und in Generationen denken – wie die ökosoziale Marktwirtschaft. Wir entlasten die Menschen und die Bürger, wir senken die zweite und dritte Einkommensteuerstufe, wir geben den Menschen das Geld zurück und wir erhöhen den Familienbonus – ein Meilenstein in der Familienpolitik. Das ist eine christlich-soziale Marke, das ist das Verdienst dieser Regierung. – Herr Finanzminister, danke dafür. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Prammer.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Prammer und Jakob Schwarz.
In diesem Sinne kann man zusammenfassen: Dieses Budget ist ein Budget, das die Menschen und die Wirtschaft entlastet und die Umwelt unterstützt. Ich ersuche auch Sie um Ihre Unterstützung für diesen Weg. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Prammer und Jakob Schwarz.)
Abg. Ottenschläger: Das ist keine tatsächliche Berichtigung, das ist eine Meinung ... !
Der richtige Sachverhalt lautet: Es gibt viele Länder wie zum Beispiel Deutschland, Belgien, Frankreich, die zuletzt diese Gelder um das Vier- bis Siebenfache erhöht haben (Abg. Ottenschläger: Das ist keine tatsächliche Berichtigung, das ist eine Meinung ... !) und im Vergleich mit Österreich zwei Drittel mehr an Mitteln für Kinderbetreuung ausgeben. (Abg. Ottenschläger: Das ist keine tatsächliche Berichtigung! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die Julius-Raab-Stiftung hat überhaupt festgestellt, dass
Abg. Ottenschläger: Das ist keine tatsächliche Berichtigung! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Der richtige Sachverhalt lautet: Es gibt viele Länder wie zum Beispiel Deutschland, Belgien, Frankreich, die zuletzt diese Gelder um das Vier- bis Siebenfache erhöht haben (Abg. Ottenschläger: Das ist keine tatsächliche Berichtigung, das ist eine Meinung ... !) und im Vergleich mit Österreich zwei Drittel mehr an Mitteln für Kinderbetreuung ausgeben. (Abg. Ottenschläger: Das ist keine tatsächliche Berichtigung! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die Julius-Raab-Stiftung hat überhaupt festgestellt, dass
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ottenschläger: Frau Präsidentin! Das war keine tatsächliche Berichtigung! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP. – Ruf: Wir werden es uns noch einmal anhören!
Österreich bei der Kinderbetreuung im letzten Drittel der EU liegt, also nicht Erster, sondern im letzten Drittel ist. So schaut es aus! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ottenschläger: Frau Präsidentin! Das war keine tatsächliche Berichtigung! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP. – Ruf: Wir werden es uns noch einmal anhören!)
Ruf bei der ÖVP: Ja!
Abgeordneter Maximilian Lercher (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Bevor ich in meine Rede einsteige: Kollege Weidinger, Sie haben von Klassenkampf gesprochen, den die Sozialdemokratie da führt – das Gegenteil ist der Fall. (Ruf bei der ÖVP: Ja!) Sie machen mit Ihrem Budget einen Klassenkampf von oben nach unten, das haben Sie in diesen Zahlen festgeschrieben. (Beifall bei der SPÖ.) Werfen Sie da also bitte nicht uns Klassenkampf vor! (Zwischenruf des Abg. Ofenauer.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Maximilian Lercher (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Bevor ich in meine Rede einsteige: Kollege Weidinger, Sie haben von Klassenkampf gesprochen, den die Sozialdemokratie da führt – das Gegenteil ist der Fall. (Ruf bei der ÖVP: Ja!) Sie machen mit Ihrem Budget einen Klassenkampf von oben nach unten, das haben Sie in diesen Zahlen festgeschrieben. (Beifall bei der SPÖ.) Werfen Sie da also bitte nicht uns Klassenkampf vor! (Zwischenruf des Abg. Ofenauer.)
Zwischenruf des Abg. Ofenauer.
Abgeordneter Maximilian Lercher (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Bevor ich in meine Rede einsteige: Kollege Weidinger, Sie haben von Klassenkampf gesprochen, den die Sozialdemokratie da führt – das Gegenteil ist der Fall. (Ruf bei der ÖVP: Ja!) Sie machen mit Ihrem Budget einen Klassenkampf von oben nach unten, das haben Sie in diesen Zahlen festgeschrieben. (Beifall bei der SPÖ.) Werfen Sie da also bitte nicht uns Klassenkampf vor! (Zwischenruf des Abg. Ofenauer.)
Beifall bei der SPÖ
Es wäre notwendige Wiedergutmachung, Herr Klubobmann (Beifall bei der SPÖ), Wiedergutmachung für die tagtäglich arbeitenden Leistungsträgerinnen und Leistungsträger in diesem Land, die sich zu Recht mehr von uns erwarten können, denn dieses Budget ist ein Budget für die Spenderinnen und Spender und nicht für die 85 Prozent, welche die Steuerleistung erbringen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es wäre notwendige Wiedergutmachung, Herr Klubobmann (Beifall bei der SPÖ), Wiedergutmachung für die tagtäglich arbeitenden Leistungsträgerinnen und Leistungsträger in diesem Land, die sich zu Recht mehr von uns erwarten können, denn dieses Budget ist ein Budget für die Spenderinnen und Spender und nicht für die 85 Prozent, welche die Steuerleistung erbringen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die oft beschworene CO2-Steuer verschont Agrarindustrie und Konzerne und ist eine Massensteuer ohne Lenkungseffekt. Die Gemeinden und Städte bleiben mit leeren Versprechungen zurück, und die Finanzkraft, die sie dringend für Impulse in den Regionen brauchen würden, wird ihnen verwehrt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die oft und viel beschworenen Städte und Gemeinden sind in Ihrem Budget nicht abgebildet, und das ist nicht gerecht. Wissen Sie, meine sehr verehrten Damen und Herren, wenn man sich dann anschaut, wer für Sie wirklich systemrelevant ist, wenn man dieses Budget durchforstet und dem nachgeht, dann merkt man: Es sind nicht die Pflegerinnen und Pfleger, es sind nicht die Sanitäterinnen und Sanitäter, es sind nicht die Maurer. Es sind die Spenderinnen und Spender! Die bekommen die Prämie, und dem Rest wird sie verwehrt. Das, meine sehr verehrten Damen und Herren, ist nicht gerecht! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wissen Sie, wir sind alle angehalten, Vertrauen wieder aufzubauen, Sie aber, Herr Klubobmann, haben heute die Möglichkeit, in Ihrer neuen Funktion mit Entschließungsanträgen den ersten Schritt zu machen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Beweisen Sie uns, dass Sie aus Fehlern lernen, zeigen Sie Charakter, und beschließen wir heute etwas für die ganz normalen Menschen in diesem Land, sie haben es sich verdient! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wissen Sie, wir sind alle angehalten, Vertrauen wieder aufzubauen, Sie aber, Herr Klubobmann, haben heute die Möglichkeit, in Ihrer neuen Funktion mit Entschließungsanträgen den ersten Schritt zu machen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Beweisen Sie uns, dass Sie aus Fehlern lernen, zeigen Sie Charakter, und beschließen wir heute etwas für die ganz normalen Menschen in diesem Land, sie haben es sich verdient! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Der Knackpunkt in der Pflege – und das ist auch kein Geheimnis, meine Damen und Herren – ist das Personal. Es gibt viele Dinge, die wir in der Pflege angehen wollen und müssen, dafür braucht es aber mehr Personal, nämlich bis 2030 fast 100 000 Pflegekräfte mehr. Deshalb sind im Budget für die nächsten drei Jahre je 50 Millionen Euro für eine Ausbildungsoffensive im Pflegebereich niedergeschrieben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren, es wäre unverantwortlich, den Menschen etwas zu versprechen, das man nicht einhalten kann. Deshalb verspreche ich da auch nicht die Welt, und ich verspreche nicht, dass wir in den nächsten ein, zwei Jahren das Personalproblem in der Pflege lösen können, wir haben aber mit diesem Budget konkrete erste Schritte gesetzt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Dass es mehr braucht, wissen wir alle, und an diesem Mehr arbeiten wir auch alle. Ich bitte auch die Oppositionsparteien und alle Parteien hier im Hause, da mitzuhelfen. Vielleicht werden wir – die einen oder anderen von uns – irgendwann einmal auch Pflege brauchen, derzeit ist es aber so, dass die Pflege uns alle braucht. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Lercher.
Was mich als Bürgermeisterin besonders freut, ist, dass dieses Budget zur Stärkung des ländlichen Raumes und auch der Landwirtschaft beiträgt, denn da ist jeder Euro notwendig. (Zwischenruf des Abg. Lercher.) – Herr Kollege Lercher, die Ertragsanteile für Länder und Gemeinden werden steigen! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Lercher.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Lercher.
Was mich als Bürgermeisterin besonders freut, ist, dass dieses Budget zur Stärkung des ländlichen Raumes und auch der Landwirtschaft beiträgt, denn da ist jeder Euro notwendig. (Zwischenruf des Abg. Lercher.) – Herr Kollege Lercher, die Ertragsanteile für Länder und Gemeinden werden steigen! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Lercher.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Greiner und Yildirim.
Lieber Kollege Muchitsch – ich sehe ihn jetzt gerade nicht, ah, da sitzt er eh –, wenn Sie schon etwas vorlesen, dann lesen Sie bitte alles vor und reißen Sie es nicht aus dem Zusammenhang! Eine verpflichtende Ganztagsschule kann es ohne Länder und Gemeinden nicht geben, und das ist das, was Sebastian Kurz gesagt hat. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Greiner und Yildirim.) Faktum ist, dass seither auch 1,6 Milliarden Euro in die Kinderbetreuung investiert wurden. Unter keinem wurde so viel für die Familien getan wie unter Sebastian Kurz – ich sage nur: Familienbonus. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Lieber Kollege Muchitsch – ich sehe ihn jetzt gerade nicht, ah, da sitzt er eh –, wenn Sie schon etwas vorlesen, dann lesen Sie bitte alles vor und reißen Sie es nicht aus dem Zusammenhang! Eine verpflichtende Ganztagsschule kann es ohne Länder und Gemeinden nicht geben, und das ist das, was Sebastian Kurz gesagt hat. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Greiner und Yildirim.) Faktum ist, dass seither auch 1,6 Milliarden Euro in die Kinderbetreuung investiert wurden. Unter keinem wurde so viel für die Familien getan wie unter Sebastian Kurz – ich sage nur: Familienbonus. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Lercher.
Liebe Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ! Sinnerfassend zu lesen und Zusammenhänge zu erkennen lernt man in der Volksschule. (Zwischenruf des Abg. Lercher.) Meine Schwester ist Volksschullehrerin. Ich werde sie fragen, ob sie Ihnen Nachhilfe erteilt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Liebe Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ! Sinnerfassend zu lesen und Zusammenhänge zu erkennen lernt man in der Volksschule. (Zwischenruf des Abg. Lercher.) Meine Schwester ist Volksschullehrerin. Ich werde sie fragen, ob sie Ihnen Nachhilfe erteilt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Petra Wimmer (SPÖ): Frau Präsidentin! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Die Steuerreform und das aktuelle Budget mögen viele Ziele haben, die Verringerung der Armut in Österreich ist garantiert keines davon. Das zeigt sich auch in den Zielen des Budgets für Familie und Jugend. Es ist nicht einmal geplant, die Armutsgefährdungsquote zu reduzieren. Bisher reduzierten die Familienleistungen die Armutsgefährdung um 15 Prozent, und exakt das ist auch das Ziel für die folgenden Jahre. Ambitionen bei der Armutsbekämpfung gibt es also keine – wirklich beschämend für ein reiches Land wie Österreich! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Viele Leistungen werden auch als Unterstützung für die Personen angekündigt, die sie wirklich brauchen. Der Familienbonus ist das beste Beispiel dafür, dass das nicht der Fall ist. Er wird als große Unterstützung für alle Familien angepriesen, nützt aber vor allem den gutverdienenden Familienvätern. Die gut bezahlte Erwerbsarbeit steht also wieder einmal im Fokus. Die, die es am meisten brauchen und die die meiste unbezahlte Arbeit leisten, bekommen wenig oder sie bekommen gar nichts. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Jedes Kind ist gleich viel wert. – Der Familienbonus folgt diesem Grundsatz nicht. Nach der Reform gibt es 180 000 Kinder, die weder vom Familienbonus noch vom Kindermehrbetrag profitieren werden. Die Erhöhung des Familienbonus kostet uns alle 500 Millionen Euro. Hätte man diese Summe in die Erhöhung der Familienbeihilfe gesteckt, würde jedes einzelne österreichische Kind 280 Euro mehr im Jahr erhalten. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Tanja Graf.
Sehr geehrte Damen und Herren, vor sechs Jahren wurde ein fertig geplantes Paket zum Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen aus Machtgründen von Ex-Kanzler Kurz verhindert. (Zwischenruf der Abg. Tanja Graf.) Auch heute zeigen die Regierungsparteien, insbesondere die ÖVP, keine Ambitionen, den Ausbau und den Rechtsanspruch voranzutreiben. Aus unserer Sicht ist es allerhöchste Zeit, dass alle Familien die Unterstützung bekommen, die sie benötigen. Das vorgelegte Budget stimmt mich allerdings wenig optimistisch. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren, vor sechs Jahren wurde ein fertig geplantes Paket zum Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen aus Machtgründen von Ex-Kanzler Kurz verhindert. (Zwischenruf der Abg. Tanja Graf.) Auch heute zeigen die Regierungsparteien, insbesondere die ÖVP, keine Ambitionen, den Ausbau und den Rechtsanspruch voranzutreiben. Aus unserer Sicht ist es allerhöchste Zeit, dass alle Familien die Unterstützung bekommen, die sie benötigen. Das vorgelegte Budget stimmt mich allerdings wenig optimistisch. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Hörl
Abgeordneter Josef Muchitsch (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Abgeordnete Baumgartner hat hier verlautbart, dass es in diesem (Zwischenruf des Abg. Hörl) Chat um Ganztagsschulen geht.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich stelle richtig: Thomas Schmid, 16. Juni: „Wir müssen bei Banken aufpassen, die [Kern und Mitterlehner] wollen […] 1,2 Mrd für Nachmittagsbetreuung mit Rechtsanspruch und Vereinbarungen Bund Gemeinden ohne Länder! Megasprengstoff!“ (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sebastian Kurz: „Gar nicht gut!!! Wie kannst du das aufhalten?“, „Kann ich ein Bundesland aufhetzen?“(Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich stelle richtig: Thomas Schmid, 16. Juni: „Wir müssen bei Banken aufpassen, die [Kern und Mitterlehner] wollen […] 1,2 Mrd für Nachmittagsbetreuung mit Rechtsanspruch und Vereinbarungen Bund Gemeinden ohne Länder! Megasprengstoff!“ (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sebastian Kurz: „Gar nicht gut!!! Wie kannst du das aufhalten?“, „Kann ich ein Bundesland aufhetzen?“(Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ sowie des Abg. Hörl.
Präsidentin Doris Bures: Nun ist Frau Abgeordnete Eva Blimlinger zu Wort gemeldet. – Bitte. (Zwischenrufe bei der SPÖ sowie des Abg. Hörl.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Abgeordnete Mag. Eva Blimlinger (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Sehr geehrte Kollegen und Kolleginnen! Liebe Zuschauer und Zuschauerinnen! Heute ist ein wahrlich historischer Tag. Wir haben das höchste Kunst- und Kulturbudget der Zweiten Republik, und zwar wurde es auf 557 Millionen Euro erhöht. 2021 betrug es 496 Millionen Euro. Das bedeutet eine Steigerung um 61 Millionen Euro, und das ist wahrlich historisch. Das ist keiner Bundesregierung zuvor gelungen. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Heiterkeit des Abg. Deimek.
Selbstverständlich bin ich im Übrigen nach wie vor der Meinung, dass die Windisch-Kaserne in Richard-Wadani-Kaserne umbenannt werden soll. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Heiterkeit des Abg. Deimek.)
Zwischenruf bei der SPÖ
Abgeordneter Sebastian Kurz (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Finanzminister! Hohes Haus! Vor allem aber: Geschätzte Steuerzahlerinnen und Steuerzahler! Die letzten 1,5 Jahre der Pandemie haben uns in Österreich, aber auch in ganz Europa und darüber hinaus sehr viel abverlangt. Es gab einen massiven Einbruch der Weltwirtschaft, unzählige Menschen haben ihren Arbeitsplatz verloren und es war für viele eine enorme Belastung. Dank der Impfung haben wir mittlerweile nicht nur die Möglichkeit erlebt, zur Normalität zurückzukehren (Zwischenruf bei der SPÖ), sondern wir erleben ein Wirtschaftswachstum von 4 bis 5 Prozent – und die Arbeitslosigkeit ist mittlerweile niedriger, als sie vor der Krise war. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Verantwortlichen und bei allen Verhandlerinnen und Verhandlern bedanken, insbesondere beim Finanzminister. Unser Ziel war es, sicherzustellen, dass von diesem Aufschwung jetzt auch alle Menschen in unserem Land profitieren. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Sebastian Kurz (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Finanzminister! Hohes Haus! Vor allem aber: Geschätzte Steuerzahlerinnen und Steuerzahler! Die letzten 1,5 Jahre der Pandemie haben uns in Österreich, aber auch in ganz Europa und darüber hinaus sehr viel abverlangt. Es gab einen massiven Einbruch der Weltwirtschaft, unzählige Menschen haben ihren Arbeitsplatz verloren und es war für viele eine enorme Belastung. Dank der Impfung haben wir mittlerweile nicht nur die Möglichkeit erlebt, zur Normalität zurückzukehren (Zwischenruf bei der SPÖ), sondern wir erleben ein Wirtschaftswachstum von 4 bis 5 Prozent – und die Arbeitslosigkeit ist mittlerweile niedriger, als sie vor der Krise war. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Verantwortlichen und bei allen Verhandlerinnen und Verhandlern bedanken, insbesondere beim Finanzminister. Unser Ziel war es, sicherzustellen, dass von diesem Aufschwung jetzt auch alle Menschen in unserem Land profitieren. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Anhaltender Beifall bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Sebastian Kurz (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Finanzminister! Hohes Haus! Vor allem aber: Geschätzte Steuerzahlerinnen und Steuerzahler! Die letzten 1,5 Jahre der Pandemie haben uns in Österreich, aber auch in ganz Europa und darüber hinaus sehr viel abverlangt. Es gab einen massiven Einbruch der Weltwirtschaft, unzählige Menschen haben ihren Arbeitsplatz verloren und es war für viele eine enorme Belastung. Dank der Impfung haben wir mittlerweile nicht nur die Möglichkeit erlebt, zur Normalität zurückzukehren (Zwischenruf bei der SPÖ), sondern wir erleben ein Wirtschaftswachstum von 4 bis 5 Prozent – und die Arbeitslosigkeit ist mittlerweile niedriger, als sie vor der Krise war. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Verantwortlichen und bei allen Verhandlerinnen und Verhandlern bedanken, insbesondere beim Finanzminister. Unser Ziel war es, sicherzustellen, dass von diesem Aufschwung jetzt auch alle Menschen in unserem Land profitieren. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Deimek.
Es ist gut, dass ein solides Budget für die Republik Österreich vorliegt, aber das Wichtigste ist, dass dieses Budget auch eine Steuerreform beinhaltet. In dieser Steuerreform stellen wir sicher, dass kleine und mittlere Einkommen entlastet werden, dass Familien profitieren und dass auch all jene mehr bekommen, die ihr Leben lang gearbeitet haben – die Pensionistinnen und Pensionisten, die unser Land groß gemacht haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Nach zehn Jahren Regierungserfahrung weiß ich, dass Debatten hier im Hohen Haus eine klare Struktur haben: Die Regierungsfraktionen verteidigen, die Opposition kritisiert. Am Ende des Tages ist das Abstimmungsverhalten auch klar: Regierungsfraktionen stimmen zu, Opposition stimmt dagegen. Das Schöne bei einer Steuerreform ist aber: Sie wird am Ende des Tages für die Menschen spürbar. Der Familienbonus wird von 1 500 Euro auf 2 000 Euro pro Kind erhöht. Die Lohnsteuer wird von 35 auf 30 und von 42 auf 40 Prozent gesenkt, und das Wichtigste ist: Weil wir Menschen haben (Zwischenrufe bei der SPÖ), die wenig verdienen und keine Steuern zahlen, senken wir auch noch die Sozialversicherungsbeiträge, damit auch diejenigen profitieren, die gar keine Steuern mehr in unserem Land zahlen. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Anhaltender Beifall bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Nach zehn Jahren Regierungserfahrung weiß ich, dass Debatten hier im Hohen Haus eine klare Struktur haben: Die Regierungsfraktionen verteidigen, die Opposition kritisiert. Am Ende des Tages ist das Abstimmungsverhalten auch klar: Regierungsfraktionen stimmen zu, Opposition stimmt dagegen. Das Schöne bei einer Steuerreform ist aber: Sie wird am Ende des Tages für die Menschen spürbar. Der Familienbonus wird von 1 500 Euro auf 2 000 Euro pro Kind erhöht. Die Lohnsteuer wird von 35 auf 30 und von 42 auf 40 Prozent gesenkt, und das Wichtigste ist: Weil wir Menschen haben (Zwischenrufe bei der SPÖ), die wenig verdienen und keine Steuern zahlen, senken wir auch noch die Sozialversicherungsbeiträge, damit auch diejenigen profitieren, die gar keine Steuern mehr in unserem Land zahlen. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf bei der SPÖ
Zuvor sind schon die Mathematikkünste von Prof. Taschner angesprochen worden, aber man muss kein großer Mathematiker sein, um sich ausrechnen zu können (Zwischenruf bei der SPÖ), wie viel eine durchschnittliche Familie von dieser Reform profitiert. Eine Familie mit zwei Kindern, in der beide Elternteile arbeiten gehen und ein durchschnittliches Einkommen erwirtschaften, erhält pro Jahr über 2 000 Euro mehr an Entlastung. Ja, dank des Familienbonus und dieser Steuerreform sind wir mittlerweile ein Land, in
Zwischenruf bei der FPÖ.
dem Familien mit einem durchschnittlichen Einkommen gar keine Steuern mehr bezahlen werden. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Das ist gut und richtig, denn die Familien leisten einen doppelten Beitrag: einerseits, indem sie arbeiten gehen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), und andererseits, indem sie Kinder großziehen und somit auch unsere Zukunft gewährleisten. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
dem Familien mit einem durchschnittlichen Einkommen gar keine Steuern mehr bezahlen werden. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Das ist gut und richtig, denn die Familien leisten einen doppelten Beitrag: einerseits, indem sie arbeiten gehen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), und andererseits, indem sie Kinder großziehen und somit auch unsere Zukunft gewährleisten. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Anhaltender Beifall bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
dem Familien mit einem durchschnittlichen Einkommen gar keine Steuern mehr bezahlen werden. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Das ist gut und richtig, denn die Familien leisten einen doppelten Beitrag: einerseits, indem sie arbeiten gehen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), und andererseits, indem sie Kinder großziehen und somit auch unsere Zukunft gewährleisten. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Sehr geehrte Damen und Herren, es ist heute auch darüber diskutiert worden, dass in dieser Steuerreform auch Maßnahmen zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes beinhaltet sind. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Natürlich kann man das als Unterstützung für die Unternehmen kritisieren – aber ich glaube, wir haben im letzten Jahr der Pandemie alle gesehen, was es für Auswirkungen hat, wenn es der Wirtschaft nicht gut geht (Heiterkeit der Abg. Belakowitsch), und wie schnell eine schwierige Situation für ein Unternehmen dazu führen kann, dass Hunderttausende keine Arbeit mehr haben.
Heiterkeit der Abg. Belakowitsch
Sehr geehrte Damen und Herren, es ist heute auch darüber diskutiert worden, dass in dieser Steuerreform auch Maßnahmen zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes beinhaltet sind. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Natürlich kann man das als Unterstützung für die Unternehmen kritisieren – aber ich glaube, wir haben im letzten Jahr der Pandemie alle gesehen, was es für Auswirkungen hat, wenn es der Wirtschaft nicht gut geht (Heiterkeit der Abg. Belakowitsch), und wie schnell eine schwierige Situation für ein Unternehmen dazu führen kann, dass Hunderttausende keine Arbeit mehr haben.
Zwischenruf bei der SPÖ
Ich kann Ihnen sagen: Zu den schönsten Momenten in meiner Zeit in der Bundesregierung hat es gehört (Zwischenruf bei der SPÖ), als sich Unternehmen entschieden haben, in Österreich zu investieren und Arbeitsplätze zu schaffen (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen – Zwischenruf des Abg. Deimek) – ganz gleich, ob Infineon, ABB oder andere, und genauso auch heimische Unternehmen, die es seit Generationen in unserem Land gibt.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen – Zwischenruf des Abg. Deimek
Ich kann Ihnen sagen: Zu den schönsten Momenten in meiner Zeit in der Bundesregierung hat es gehört (Zwischenruf bei der SPÖ), als sich Unternehmen entschieden haben, in Österreich zu investieren und Arbeitsplätze zu schaffen (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen – Zwischenruf des Abg. Deimek) – ganz gleich, ob Infineon, ABB oder andere, und genauso auch heimische Unternehmen, die es seit Generationen in unserem Land gibt.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Ruf bei der SPÖ: Eine Entschuldigung wäre angebracht!
Wenn wir nicht sicherstellen, dass wir ein starker Wirtschaftsstandort sind, wenn wir nicht mutig sind und auch gewährleisten, dass es attraktiv ist, in Österreich zu investieren, dann laufen wir langfristig Gefahr, dass Arbeitsplätze bei uns verloren gehen und stattdessen anderswo auf der Welt entstehen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Ruf bei der SPÖ: Eine Entschuldigung wäre angebracht!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Zu guter Letzt zur Ökologisierung: Neben der Entlastung für arbeitende Menschen und der Stärkung des Standorts setzen wir bewusst auf die Ökologisierung unseres Steuerrechts. Auch das kann man kritisch sehen. Ich wäre dagegen gewesen, diese Ökologisierungsaspekte mit dem Holzhammer von heute auf morgen in brutaler Art und Weise durchzusetzen; aber mittelfristig einen Lenkungseffekt zu schaffen, sodass mittelfristig umweltschädliches Verhalten teurer wird und umweltfreundliches Verhalten sich auszahlt, mittelfristig einen Lenkungseffekt zu schaffen, dass die Menschen merken, es ist sinnvoll, auf neue Technologien, auf umweltfreundlichere Technologien umzusteigen, das ist richtig, das ist verantwortungsvoll und das sind wir der Schöpfung und unserer Umwelt schuldig. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich möchte dem Finanzminister dazu gratulieren, dass ein aus meiner Sicht guter Mix geschafft wurde, nämlich zum einen die arbeitenden Menschen in unserem Land zu entlasten und sicherzustellen, dass der Aufschwung bei allen ankommt, zum anderen aber auch verantwortungsvoll zu agieren und so zu handeln, dass die Schuldenquote, die während der Pandemie massiv angestiegen ist, bis zum Ende der Legislaturperiode auch wieder sinkt; denn genauso, wie es notwendig ist, in Krisenzeiten zu reagieren und Geld in die Hand zu nehmen, ist es notwendig, jetzt auch wieder sicherzustellen, dass das Budget unter Kontrolle ist, dass keine Überschuldung der Republik stattfindet und wir bei der nächsten Krise genauso handlungsfähig sind, wie wir es diesmal waren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Ruf bei der SPÖ: Sie entschuldigen sich!
Zum Abschluss, sehr geehrte Damen und Herren (Ruf bei der SPÖ: Sie entschuldigen sich!), noch eine Bemerkung, die, glaube ich, nicht unwesentlich ist: Wir sind gerade in einer Phase des Wirtschaftswachstums, die Arbeitslosigkeit geht zurück, wir stehen gut da, aber wir müssen uns alle bewusst sein: Der Grund dafür ist, dass wir die Pandemie unter Kontrolle haben und dass wir durch die Impfung zur Normalität zurückkehren konnten. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Es ist nach wie vor eine volatile Situation,
Zwischenruf des Abg. Hafenecker.
Zum Abschluss, sehr geehrte Damen und Herren (Ruf bei der SPÖ: Sie entschuldigen sich!), noch eine Bemerkung, die, glaube ich, nicht unwesentlich ist: Wir sind gerade in einer Phase des Wirtschaftswachstums, die Arbeitslosigkeit geht zurück, wir stehen gut da, aber wir müssen uns alle bewusst sein: Der Grund dafür ist, dass wir die Pandemie unter Kontrolle haben und dass wir durch die Impfung zur Normalität zurückkehren konnten. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Es ist nach wie vor eine volatile Situation,
Ruf bei der SPÖ: ... Wöginger!
Das bedeutet nicht nur, noch den einen oder anderen zu gewinnen, der sich noch nicht hat impfen lassen, sondern das bedeutet auch – und ich bin der Bundesregierung dankbar dafür, dass darauf ein Schwerpunkt gelegt wird (Ruf bei der SPÖ: ... Wöginger!) –, dass all jene ihre dritte Impfung erhalten, die sie brauchen, damit die Normalität, die wir jetzt erleben, das Wirtschaftswachstum, das wir jetzt erleben, und die niedrigsten Arbeitslosenzahlen, die wir jetzt erleben (Abg. Belakowitsch: Welche niedrigsten Arbeitslosenzahlen?), nicht nur eine kurzfristige Phase sind, sondern auch mittelfristig so bleiben. – Vielen Dank. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Welche niedrigsten Arbeitslosenzahlen?
Das bedeutet nicht nur, noch den einen oder anderen zu gewinnen, der sich noch nicht hat impfen lassen, sondern das bedeutet auch – und ich bin der Bundesregierung dankbar dafür, dass darauf ein Schwerpunkt gelegt wird (Ruf bei der SPÖ: ... Wöginger!) –, dass all jene ihre dritte Impfung erhalten, die sie brauchen, damit die Normalität, die wir jetzt erleben, das Wirtschaftswachstum, das wir jetzt erleben, und die niedrigsten Arbeitslosenzahlen, die wir jetzt erleben (Abg. Belakowitsch: Welche niedrigsten Arbeitslosenzahlen?), nicht nur eine kurzfristige Phase sind, sondern auch mittelfristig so bleiben. – Vielen Dank. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Anhaltender Beifall bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Das bedeutet nicht nur, noch den einen oder anderen zu gewinnen, der sich noch nicht hat impfen lassen, sondern das bedeutet auch – und ich bin der Bundesregierung dankbar dafür, dass darauf ein Schwerpunkt gelegt wird (Ruf bei der SPÖ: ... Wöginger!) –, dass all jene ihre dritte Impfung erhalten, die sie brauchen, damit die Normalität, die wir jetzt erleben, das Wirtschaftswachstum, das wir jetzt erleben, und die niedrigsten Arbeitslosenzahlen, die wir jetzt erleben (Abg. Belakowitsch: Welche niedrigsten Arbeitslosenzahlen?), nicht nur eine kurzfristige Phase sind, sondern auch mittelfristig so bleiben. – Vielen Dank. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Geh bitte! – Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Präsidentin Doris Bures: Bevor ich nun dem nächsten Redner das Wort erteile, möchte ich Ihnen bekannt geben, dass ich mir das vorläufige Stenographische Protokoll habe zukommen lassen, weil ich es nicht genau gehört habe. Nach dessen Studium erteile ich Frau Abgeordneter Baumgartner für die Aussage: „Liebe Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ! Sinnerfassend zu lesen und Zusammenhänge zu erkennen lernt man in der Volksschule“, Sie bekommen „Nachhilfe“ et cetera, natürlich einen Ordnungsruf. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Geh bitte! – Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Nun erteile ich Abgeordnetem Christoph Matznetter das Wort. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Melchior: Jetzt kommt ein Ordnungsruf nach dem anderen!
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Frau Präsidentin! Kolleginnen und Kollegen auf der Regierungsbank und in den Abgeordnetenreihen! (Abg. Melchior: Jetzt kommt ein Ordnungsruf nach dem anderen!) Herr Abgeordneter Kurz! Der Seitensprung hierher statt dem eigentlich initiierten Rücktritt kann auch etwas Gutes haben: Sie können hier am Abgeordnetenpult vielleicht lernen, dass ein bisschen Achtung vor der Vertretung des Volkes angebracht ist. (Abg. Lopatka: Allein die Optik schon ...!)
Abg. Lopatka: Allein die Optik schon ...!
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Frau Präsidentin! Kolleginnen und Kollegen auf der Regierungsbank und in den Abgeordnetenreihen! (Abg. Melchior: Jetzt kommt ein Ordnungsruf nach dem anderen!) Herr Abgeordneter Kurz! Der Seitensprung hierher statt dem eigentlich initiierten Rücktritt kann auch etwas Gutes haben: Sie können hier am Abgeordnetenpult vielleicht lernen, dass ein bisschen Achtung vor der Vertretung des Volkes angebracht ist. (Abg. Lopatka: Allein die Optik schon ...!)
Abg. Michael Hammer: Das müssen Sie sagen!
Die Art, die Sie an den Tag gelegt haben in diesen Jahren, ganz spürbar die Missachtung hier für dieses Haus, all das können Sie jetzt von der anderen Seite positiv erledigen. (Abg. Michael Hammer: Das müssen Sie sagen!) Aber ein bissel was lernen hätten Sie schon können; Sie hätten sich bei Ihrer ersten Rede zum Beispiel entschuldigen können für das, was hervorgekommen ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Art, die Sie an den Tag gelegt haben in diesen Jahren, ganz spürbar die Missachtung hier für dieses Haus, all das können Sie jetzt von der anderen Seite positiv erledigen. (Abg. Michael Hammer: Das müssen Sie sagen!) Aber ein bissel was lernen hätten Sie schon können; Sie hätten sich bei Ihrer ersten Rede zum Beispiel entschuldigen können für das, was hervorgekommen ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sie sagen in Interviews, Sie seien kein Roboter, aber der menschliche Anteil, Herr Kurz, wäre gewesen, sich bei all jenen zu entschuldigen, die auf diesem Weg Opfer geworden sind. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Damit meine ich nicht nur die beseitigten Personen wie Reinhold Mitterlehner. Ich meine damit auch die Hunderttausenden Frauen, Kinder und Väter, die zum Beispiel dadurch, dass die Form des Rechtsanspruchs Ihrerseits nicht gewünscht war, enorme Schwierigkeiten hatten, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. (Beifall bei der SPÖ.) Es wäre Ihnen gut angestanden, diesen Menschen einfach zu sagen: Entschuldigung, mir war meine Karriere wichtiger als das, wie es euch geht! (Abg. Eßl: Konnten Sie das nicht vor sechs Jahren sagen?)
Beifall bei der SPÖ.
Sie sagen in Interviews, Sie seien kein Roboter, aber der menschliche Anteil, Herr Kurz, wäre gewesen, sich bei all jenen zu entschuldigen, die auf diesem Weg Opfer geworden sind. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Damit meine ich nicht nur die beseitigten Personen wie Reinhold Mitterlehner. Ich meine damit auch die Hunderttausenden Frauen, Kinder und Väter, die zum Beispiel dadurch, dass die Form des Rechtsanspruchs Ihrerseits nicht gewünscht war, enorme Schwierigkeiten hatten, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. (Beifall bei der SPÖ.) Es wäre Ihnen gut angestanden, diesen Menschen einfach zu sagen: Entschuldigung, mir war meine Karriere wichtiger als das, wie es euch geht! (Abg. Eßl: Konnten Sie das nicht vor sechs Jahren sagen?)
Abg. Eßl: Konnten Sie das nicht vor sechs Jahren sagen?
Sie sagen in Interviews, Sie seien kein Roboter, aber der menschliche Anteil, Herr Kurz, wäre gewesen, sich bei all jenen zu entschuldigen, die auf diesem Weg Opfer geworden sind. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Damit meine ich nicht nur die beseitigten Personen wie Reinhold Mitterlehner. Ich meine damit auch die Hunderttausenden Frauen, Kinder und Väter, die zum Beispiel dadurch, dass die Form des Rechtsanspruchs Ihrerseits nicht gewünscht war, enorme Schwierigkeiten hatten, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. (Beifall bei der SPÖ.) Es wäre Ihnen gut angestanden, diesen Menschen einfach zu sagen: Entschuldigung, mir war meine Karriere wichtiger als das, wie es euch geht! (Abg. Eßl: Konnten Sie das nicht vor sechs Jahren sagen?)
Zwischenruf des Abg. Sieber.
Jetzt zu diesem Thema hier zurückkommend: Da stellen sich Abgeordnete der ÖVP her und erklären, das wäre eh alles erfolgt. Dabei besteht der Rechtsanspruch bis jetzt nicht, obwohl ihn nicht nur linksextreme Organisationen wie die Industriellenvereinigung fordern. Also so schwierig kann es für die ÖVP wohl nicht sein. Rechtsanspruch auf die Betreuung am Nachmittag, ganz einfach, Kolleginnen und Kollegen! (Zwischenruf des Abg. Sieber.) Das können wir heute, morgen, nächste Woche erledigen, machen, um das, wofür Sie sich nicht entschuldigen, Herr Kurz, ungeschehen zu machen, wenigstens fünf Jahre später!
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte aber die Frage der Spendenbegünstigung durch diese Steuerreform nicht stehen lassen. Es gibt einen Regierungschef, der die Erhöhung der Körperschaftsteuer von 21 Prozent auf 28 Prozent zum Programm gemacht hat, und das, um ein billionenschweres Programm für erneuerbare Energie, Infrastruktur und vor allem für Soziales auf den Weg zu bringen. Dieser Regierungschef heißt Joe Biden. Daran sieht man, dass jugendlich-frische Politik nicht vom Lebensalter abhängt. Dieser Schritt ist das genaue Gegenteil von dem, was hier von – mittlerweile – Schwarz und Grün geliefert wird. (Beifall bei der SPÖ.) Das ist keine Ansage für die Zukunft, das ist nichts anderes als der Versuch, eigene Gönner zu fördern.
Abg. Hörl: Nein, nein, nein!
Steht davon irgendwo etwas? Keine Senkung, keine Abschaffung, nein, dort, wo am meisten gezahlt wird, wird runtergeschraubt, die, die es bräuchten, kriegen genau nichts. (Abg. Hörl: Nein, nein, nein!) Ehrlich gesagt, liebe grüne Freundinnen und Freunde, für dieses Reförmchen hat es sich nicht ausgezahlt, diese Koalition weiter aufrechtzuerhalten.
Beifall bei der SPÖ.
Was den Ökobonus betrifft: Ich bin Liesinger. Machen wir eine Exkursion in die Ketzergasse! Die Häuser mit den Nummern 228 und 251 sind genau 10 Meter voneinander entfernt. Erklären Sie den Bewohnern des Mietshauses gegenüber, wieso sie weniger Ökobonus bekommen als die auf der anderen Straßenseite! Da sehen Sie, wie vernünftig Ihre Reformen sind. – Danke, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Andreas Ottenschläger (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Nur ein Satz zum Kollegen Matznetter – ich habe es, glaube ich, an diesem Pult schon ein paar Mal gesagt –: Dass Sie die Wirtschaft und die Unternehmerinnen und Unternehmer in diesem Lande vertreten, das glaubt Ihnen heute auch niemand. – So viel einmal dazu! (Beifall bei der ÖVP.)
Rufe bei der SPÖ: Ja! Ja! Genau! – Abg. Zanger: Uij! – Heiterkeit bei der FPÖ
Ich möchte aber angesichts der jetzt geführten Debatte vor allem für die Zuseherinnen und Zuseher für Aufklärung und Fakten sorgen. Es werden immer SMS-Nachrichten völlig aus dem Zusammenhang gerissen (Rufe bei der SPÖ: Ja! Ja! Genau! – Abg. Zanger: Uij! – Heiterkeit bei der FPÖ) und die Tatsachen verdreht. Anhand des Beispiels der Debatte über die Kinderbetreuung möchte ich – wie gesagt vor allem für die Zuseherinnen und Zuseher, weil es die Oppositionsabgeordneten zum Großteil nicht hören wollen – Folgendes feststellen: Die Kinderbetreuung liegt im Vollzug der Bundesländer,
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
insofern ist es völlig klar, dass in einer Angelegenheit wie dieser die Bundesländer auch entsprechend einbezogen werden. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Und nichts anderes hat Sebastian Kurz damals gemeint, als dass ohne die Bundesländer da kein ordentliches Programm umgesetzt werden kann. – Fakt Nummer eins. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
insofern ist es völlig klar, dass in einer Angelegenheit wie dieser die Bundesländer auch entsprechend einbezogen werden. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Und nichts anderes hat Sebastian Kurz damals gemeint, als dass ohne die Bundesländer da kein ordentliches Programm umgesetzt werden kann. – Fakt Nummer eins. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Yildirim: Es kommt nur nichts an! ...!
Fakt Nummer zwei: Die finanziellen Mittel fließen. 1,6 Milliarden Euro werden seit 2017 für die Kinderbetreuung zur Verfügung gestellt. – So viel dazu. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Yildirim: Es kommt nur nichts an! ...!)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Fakt Nummer drei: Worum hat sich die Diskussion damals noch gedreht? – Es ging auch darum, ob es zu einer verpflichtenden Einführung der Ganztagsschule kommt oder ob es – wofür wir eintreten und auch Sebastian Kurz damals eingetreten ist und das auch noch heute tut – eine Wahlfreiheit für unsere Familien geben soll. Und zu dieser Wahlfreiheit stehen wir auch heute noch! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Es wurde schon vieles dazu gesagt, was ich nicht wiederholen möchte, aber ein Satz zum Thema ökosoziale Steuerreform sei mir noch erlaubt: Wenn die CO2-Bepreisung kritisiert wird – sie sei zu niedrig –, möchte ich schon darauf hinweisen, dass viele Länder, die diese CO2-Bepreisung eingeführt haben, wie zum Beispiel die Kollegen in Deutschland, genauso begonnen haben und auf einem ähnlichen Niveau unterwegs sind. Die Rückerstattung an die Bürgerinnen und Bürger, der Ökobonus, ist übrigens auch keine rein österreichische Erfindung, wir machen es nur besser. Skandinavische Länder, die Sie immer wieder als Beispiel vorgebracht haben, oder auch die Schweiz haben ähnliche Systeme. – So viel sei hier einmal angefügt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Doppelbauer: Medientransparenzgesetz!
Weiters wurde die Inseratenvergabe von Bund und Ländern hier angesprochen. Meine Damen und Herren, man kann das diskutieren und kritisieren und bessere Vorschläge machen. Bei der SPÖ ist ja meine Hoffnung nicht sehr groß, aber ich schaue jetzt in die Reihen der NEOS (Abg. Doppelbauer: Medientransparenzgesetz!): Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, Sie sitzen seit einem Jahr mit der SPÖ in Wien in der Landesregierung. Ich habe bis jetzt noch nichts darüber gehört, dass Sie in Wien das größte Budget für Inserate und Kampagnen in diesem Staat haben. Ich glaube, wenn man es zusammenrechnet: Alle anderen Bundesländer haben – gemeinsam! – nicht so viel Budget dafür wie die Stadt Wien. Vielleicht fangen Sie einmal da an und zeigen Sie hier Vorbildwirkung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Weiters wurde die Inseratenvergabe von Bund und Ländern hier angesprochen. Meine Damen und Herren, man kann das diskutieren und kritisieren und bessere Vorschläge machen. Bei der SPÖ ist ja meine Hoffnung nicht sehr groß, aber ich schaue jetzt in die Reihen der NEOS (Abg. Doppelbauer: Medientransparenzgesetz!): Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, Sie sitzen seit einem Jahr mit der SPÖ in Wien in der Landesregierung. Ich habe bis jetzt noch nichts darüber gehört, dass Sie in Wien das größte Budget für Inserate und Kampagnen in diesem Staat haben. Ich glaube, wenn man es zusammenrechnet: Alle anderen Bundesländer haben – gemeinsam! – nicht so viel Budget dafür wie die Stadt Wien. Vielleicht fangen Sie einmal da an und zeigen Sie hier Vorbildwirkung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Zum Abschluss noch eines, weil betreffend diverse Chatnachrichten auch die moralische Frage angesprochen wurde: Da sollte jeder einmal in sein eigenes Handy schauen, was er geschrieben hat. Vielleicht überdenken Sie seitens der SPÖ einmal Ihren Umgang damit, oder fragen Sie einmal Frau Kollegin Rendi-Wagner, was sie glaubt, was im Handy von Herrn Doskozil über sie steht – dann werden Sie sich nicht mehr mit dieser moralischen Überhöhung hierherstellen und solche Attitüden von sich geben. Das sollten Sie sich wirklich einmal überlegen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Ja, eh! Ja, eh!
Richtig ist tatsächlich: Thomas Schmid an Sebastian Kurz: „Wir müssen bei Banken aufpassen. Die“ – Kern und Mitterlehner – „wollen [...] 1,2 Mrd für Nachmittagsbetreuung mit Rechtsanspruch und Vereinbarungen Bund Gemeinden ohne Länder! Mega Sprengstoff!“ (Ruf bei der ÖVP: Ja, eh! Ja, eh!) – Sebastian Kurz: „Gar nicht gut!!! Wie kannst du das aufhalten?“ „Kann ich ein Bundesland aufhetzen?“ – Und „aufhetzen“ ist das Gegenteil von miteinbeziehen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Eßl: Das ist keine tatsächliche Berichtigung gewesen! – Abg. Michael Hammer: Frau Präsidentin, was war das? Man könnte auch einmal unparteiisch hier sein! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Eßl: Das ist keine tatsächliche Berichtigung gewesen! – Abg. Michael Hammer: Frau Präsidentin, was war das? Man könnte auch einmal unparteiisch hier sein! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Richtig ist tatsächlich: Thomas Schmid an Sebastian Kurz: „Wir müssen bei Banken aufpassen. Die“ – Kern und Mitterlehner – „wollen [...] 1,2 Mrd für Nachmittagsbetreuung mit Rechtsanspruch und Vereinbarungen Bund Gemeinden ohne Länder! Mega Sprengstoff!“ (Ruf bei der ÖVP: Ja, eh! Ja, eh!) – Sebastian Kurz: „Gar nicht gut!!! Wie kannst du das aufhalten?“ „Kann ich ein Bundesland aufhetzen?“ – Und „aufhetzen“ ist das Gegenteil von miteinbeziehen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Eßl: Das ist keine tatsächliche Berichtigung gewesen! – Abg. Michael Hammer: Frau Präsidentin, was war das? Man könnte auch einmal unparteiisch hier sein! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Mit diesem Papier (ein Exemplar der vom Bundesministerium für Finanzen herausgegebenen Budgetrede in die Höhe haltend) könnte man jetzt das machen, was Herr Schallenberg gestern mit den Unterlagen der Frau Kollegin Meinl-Reisinger gemacht hat. Man könnte es hinter dem Rücken (einen Wurf über die Schulter andeutend) entsorgen. Das mache ich jetzt nicht, Frau Präsidentin, ich will Sie nicht erschrecken, und es wäre auch respektlos. (Beifall bei der FPÖ.)
Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Strasser: Eine super Rede!
Herr Klubobmann Kurz, jetzt wären wir aber beim Thema. Sie haben sich ziemlich am Ende der Debatte zu Wort gemeldet, und ich habe Ihre Rede mit Erwartungen erwartet. (Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Strasser: Eine super Rede!) Ich hätte mir eine Entschuldigung des Herrn Klubobmannes Kurz gegenüber der österreichischen Bevölkerung erwartet (Abg. Eßl: Für was?), eine Entschuldigung dafür, was für einen Schaden er diesem Land, unseren Bürgern, der Demokratie, unserer wunderschönen Republik zugefügt hat – und die Bürger hätten sich das auch erwartet. Stattdessen stellt er sich hierher, feiert sich ab und sagt: Es ist mir eigentlich eh alles wurscht, was da momentan an Kritik kommt, ich habe ja nichts verbrochen, ich bin ja ohnehin immer der Arme!
Abg. Eßl: Für was?
Herr Klubobmann Kurz, jetzt wären wir aber beim Thema. Sie haben sich ziemlich am Ende der Debatte zu Wort gemeldet, und ich habe Ihre Rede mit Erwartungen erwartet. (Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Strasser: Eine super Rede!) Ich hätte mir eine Entschuldigung des Herrn Klubobmannes Kurz gegenüber der österreichischen Bevölkerung erwartet (Abg. Eßl: Für was?), eine Entschuldigung dafür, was für einen Schaden er diesem Land, unseren Bürgern, der Demokratie, unserer wunderschönen Republik zugefügt hat – und die Bürger hätten sich das auch erwartet. Stattdessen stellt er sich hierher, feiert sich ab und sagt: Es ist mir eigentlich eh alles wurscht, was da momentan an Kritik kommt, ich habe ja nichts verbrochen, ich bin ja ohnehin immer der Arme!
Beifall bei der FPÖ.
zur Seite gestanden sind und einen auch immer gefördert haben. Das ist nicht anständig, das ist moralisch nicht integer, das ist charakterlos! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Die Problematik an der Geschichte ist ja die: Vom Sittenbild, das hier gezeichnet wurde, ist gestern schon viel gesprochen worden. Es ist auch wahr: Das ist nicht das Sittenbild der Politik im Gesamten, sondern es ist das Sittenbild der türkisen ÖVP! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Es gibt aber ein Problem, und zwar: Der einfache Wähler und der einfache Mensch draußen auf der Straße sagt sich nämlich eines: Ja, wenn man das hört, dann sieht man wieder, es sind eh alle gleich! Dagegen wehre ich mich! Ich bin nicht gleich wie Herr Kurz, Sie, die geschätzten Sozialdemokraten, sind es nicht (neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP), die Grünen sind es nicht, die NEOS sind es nicht, und meine freiheitlichen Kollegen sind es auch nicht! Wir sind nicht gleich – wir sind nicht gleich wie Herr Kurz und sein System, und das werden wir auch entsprechend sagen! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Lopatka.)
neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP
Die Problematik an der Geschichte ist ja die: Vom Sittenbild, das hier gezeichnet wurde, ist gestern schon viel gesprochen worden. Es ist auch wahr: Das ist nicht das Sittenbild der Politik im Gesamten, sondern es ist das Sittenbild der türkisen ÖVP! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Es gibt aber ein Problem, und zwar: Der einfache Wähler und der einfache Mensch draußen auf der Straße sagt sich nämlich eines: Ja, wenn man das hört, dann sieht man wieder, es sind eh alle gleich! Dagegen wehre ich mich! Ich bin nicht gleich wie Herr Kurz, Sie, die geschätzten Sozialdemokraten, sind es nicht (neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP), die Grünen sind es nicht, die NEOS sind es nicht, und meine freiheitlichen Kollegen sind es auch nicht! Wir sind nicht gleich – wir sind nicht gleich wie Herr Kurz und sein System, und das werden wir auch entsprechend sagen! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Lopatka.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Lopatka.
Die Problematik an der Geschichte ist ja die: Vom Sittenbild, das hier gezeichnet wurde, ist gestern schon viel gesprochen worden. Es ist auch wahr: Das ist nicht das Sittenbild der Politik im Gesamten, sondern es ist das Sittenbild der türkisen ÖVP! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Es gibt aber ein Problem, und zwar: Der einfache Wähler und der einfache Mensch draußen auf der Straße sagt sich nämlich eines: Ja, wenn man das hört, dann sieht man wieder, es sind eh alle gleich! Dagegen wehre ich mich! Ich bin nicht gleich wie Herr Kurz, Sie, die geschätzten Sozialdemokraten, sind es nicht (neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP), die Grünen sind es nicht, die NEOS sind es nicht, und meine freiheitlichen Kollegen sind es auch nicht! Wir sind nicht gleich – wir sind nicht gleich wie Herr Kurz und sein System, und das werden wir auch entsprechend sagen! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Lopatka.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Es ist traurig: Ihr seid dafür verantwortlich, dass die Wahlbeteiligung in den nächsten Jahren wahrscheinlich noch weiter sinken wird (Zwischenrufe bei der ÖVP) – ein trauriges Zeichen in dieser Demokratie.
Ruf bei der SPÖ: Na ja! – Heiterkeit bei der SPÖ.
Ich möchte ja gar nicht wissen, welche Worte Herr Kurz und seine Partie, wenn sie schon so despektierliche Worte gegenüber ihren eigenen honorigen Menschen gefunden haben, dann für den einfachen Bürger, den Wähler gefunden haben, als sie beschlossen haben: Wir türken jetzt Umfragen, wir verkaufen die Bürger für dumm und deppert, mit den mit uns verhaberten Unternehmen und Medien et cetera! – Es ist ein sehr, sehr trauriges Bild, das da entsteht, und ich verstehe auch viele Leute in der ÖVP nicht, von denen ich weiß, dass sie anständige Leute sind. (Ruf bei der SPÖ: Na ja! – Heiterkeit bei der SPÖ.) Stattdessen kam gestern Kollege Obernosterer heraus und empörte sich über die böse Opposition, darüber, dass wir sagen: Herr Kurz und die ÖVP sind schuld. – Na ja, bitte: Wie arm ist denn die ÖVP schon? Das ist ja auch so! Es ist ja auch so, dass ihr schuld seid! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich möchte ja gar nicht wissen, welche Worte Herr Kurz und seine Partie, wenn sie schon so despektierliche Worte gegenüber ihren eigenen honorigen Menschen gefunden haben, dann für den einfachen Bürger, den Wähler gefunden haben, als sie beschlossen haben: Wir türken jetzt Umfragen, wir verkaufen die Bürger für dumm und deppert, mit den mit uns verhaberten Unternehmen und Medien et cetera! – Es ist ein sehr, sehr trauriges Bild, das da entsteht, und ich verstehe auch viele Leute in der ÖVP nicht, von denen ich weiß, dass sie anständige Leute sind. (Ruf bei der SPÖ: Na ja! – Heiterkeit bei der SPÖ.) Stattdessen kam gestern Kollege Obernosterer heraus und empörte sich über die böse Opposition, darüber, dass wir sagen: Herr Kurz und die ÖVP sind schuld. – Na ja, bitte: Wie arm ist denn die ÖVP schon? Das ist ja auch so! Es ist ja auch so, dass ihr schuld seid! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hafenecker.
Ich gebe euch jetzt einen Rat: Nehmt den Besen und kehrt vor der eigenen Tür, zeigt nicht immer mit dem Finger auf die anderen! Dann habt ihr euch möglicherweise irgendwann das Attribut staatstragend wieder verdient, denn momentan, mit dieser türkisen Partie, seid ihr nicht staatstragend. Das ist de facto nicht der Fall. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.)
Zwischenruf des Abg. Eßl.
Zu Herrn August Wöginger, der immer als Bibelzitierer auftritt: Von wegen, wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein! – Ich sage ihm jetzt etwas, was mir einmal ein Pfarrer gesagt hat, als ich in der Politik angefangen habe. (Zwischenruf des Abg. Eßl.) Er hat mir auch ein Zitat ans Herz gelegt, und das liegt mir heute noch am Herzen. Er hat gesagt: „Wo Hochmut ist, da ist auch Schande; aber Weisheit ist bei den Demütigen.“ – Kurz hat unermesslichen Schaden angerichtet. Das ist auch seine Schande – ein Anagramm seines Hochmuts. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Zu Herrn August Wöginger, der immer als Bibelzitierer auftritt: Von wegen, wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein! – Ich sage ihm jetzt etwas, was mir einmal ein Pfarrer gesagt hat, als ich in der Politik angefangen habe. (Zwischenruf des Abg. Eßl.) Er hat mir auch ein Zitat ans Herz gelegt, und das liegt mir heute noch am Herzen. Er hat gesagt: „Wo Hochmut ist, da ist auch Schande; aber Weisheit ist bei den Demütigen.“ – Kurz hat unermesslichen Schaden angerichtet. Das ist auch seine Schande – ein Anagramm seines Hochmuts. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Schauen wir uns jetzt bitte einmal die Fakten an, was diese Regierung selber dazu beigetragen hat (eine Tafel mit den Nächtigungszahlen der Saison 2020/2021 in Österreich und in der Schweiz auf das Rednerpult stellend) und wie sie unseren Schuldenstand massiv erhöht hat, weil sie beratungsresistent war! Sie wissen, ich bin der Tourismussprecher, und jetzt mache ich einen Vergleich zwischen der Schweiz und Österreich. Im ersten Lockdown hat die Schweiz denselben Weg beschritten wie Österreich: Sie hat das Land zugesperrt. Der Einbruch war massiv. Die Schweiz hat aber dazugelernt: Es hat, wie Sie wissen, von November letzten Jahres bis Mai dieses Jahres einen zweiten Lockdown gegeben, und da hat die Schweiz die Hotels geöffnet, auch die Bergbahnen waren geöffnet. Unter dem Strich haben sie erkannt, dass man die Wirtschaft arbeiten lassen muss, dass Geld verdient werden muss und dass dieses Geld nicht aus dem Zauberkasten herauskommt und in die Wirtschaft hineinfließt. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Hörl: Weil die Grenze zu war!
Schauen Sie sich bitte diese Grafik an: Die Schweiz hatte zum Beispiel im letzten April ein Nächtigungsminus von nur 20 Prozent, während wir in Österreich im April ein Nächtigungsminus von 87 Prozent gehabt haben – selbst verschuldet, Dauerlockdown. Schauen Sie sich an – ich nehme noch eine Zahl heraus –: Im Jänner 2021 hatte Österreich ein Nächtigungsminus von 95 Prozent (Abg. Hörl: Weil die Grenze zu war!), die Schweiz nur eines von 50 Prozent. Die Schweizer haben unter dem Strich nur 30 Prozent Wertschöpfungsverlust gehabt. (Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hörl.
Schauen Sie sich bitte diese Grafik an: Die Schweiz hatte zum Beispiel im letzten April ein Nächtigungsminus von nur 20 Prozent, während wir in Österreich im April ein Nächtigungsminus von 87 Prozent gehabt haben – selbst verschuldet, Dauerlockdown. Schauen Sie sich an – ich nehme noch eine Zahl heraus –: Im Jänner 2021 hatte Österreich ein Nächtigungsminus von 95 Prozent (Abg. Hörl: Weil die Grenze zu war!), die Schweiz nur eines von 50 Prozent. Die Schweizer haben unter dem Strich nur 30 Prozent Wertschöpfungsverlust gehabt. (Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Zwischenruf des Abg. Hörl
Wir als Freiheitliche Partei haben in diesem Hohen Haus gefordert: Sperrt wenigstens die Ferienwohnungen und Ferienhäuser auf! Nehmen wir Geld in die Hand, um Sicherheitskonzepte zu erstellen! – Lieber Franz Hörl, wir haben Sicherheitskonzepte erstellt (Zwischenruf des Abg. Hörl), nur haben die Sicherheitskonzepte, die wir erstellt haben, die Schweizer angewendet – unsere Sicherheitskonzepte! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hörl.) Ihr habt zugeschaut, auch ihr von der Wirtschaftskammer, dass bei uns der Tourismussektor zugesperrt worden ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hörl.
Wir als Freiheitliche Partei haben in diesem Hohen Haus gefordert: Sperrt wenigstens die Ferienwohnungen und Ferienhäuser auf! Nehmen wir Geld in die Hand, um Sicherheitskonzepte zu erstellen! – Lieber Franz Hörl, wir haben Sicherheitskonzepte erstellt (Zwischenruf des Abg. Hörl), nur haben die Sicherheitskonzepte, die wir erstellt haben, die Schweizer angewendet – unsere Sicherheitskonzepte! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hörl.) Ihr habt zugeschaut, auch ihr von der Wirtschaftskammer, dass bei uns der Tourismussektor zugesperrt worden ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir als Freiheitliche Partei haben in diesem Hohen Haus gefordert: Sperrt wenigstens die Ferienwohnungen und Ferienhäuser auf! Nehmen wir Geld in die Hand, um Sicherheitskonzepte zu erstellen! – Lieber Franz Hörl, wir haben Sicherheitskonzepte erstellt (Zwischenruf des Abg. Hörl), nur haben die Sicherheitskonzepte, die wir erstellt haben, die Schweizer angewendet – unsere Sicherheitskonzepte! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hörl.) Ihr habt zugeschaut, auch ihr von der Wirtschaftskammer, dass bei uns der Tourismussektor zugesperrt worden ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Salzmann.
Das hat natürlich einen massiven Schaden für die Volkswirtschaft und für die Mitarbeiter verursacht. Die Mitarbeiter haben deswegen die Branche verlassen. Jetzt fehlen uns 50 000 Mitarbeiter. (Zwischenruf der Abg. Salzmann.) Wieso sind sie gegangen? – Weil sie nicht über ein Dreivierteljahr mit einer Nettoersatzrate von 55 Prozent auskommen. Auch das ist selbst verschuldet. Wir wollten haben, dass die Nettoersatzrate auf 70 Prozent erhöht wird – das habt ihr abgelehnt. So gesehen habt ihr einen großen Beitrag – leider Gottes negativ – dazu geleistet (die Tafel vom Rednerpult nehmend), dass jetzt massiv Mitarbeiter fehlen.
Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz.
Bild? Was erkennen Sie da? (Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz.) – Das sind Schlote. Das wird von der Österreich-Werbung, von der österreichischen Tourismuswerbung, als nachhaltig präsentiert. Das ist unser Stand bei der Expo in Dubai, die derzeit läuft, und das wird uns Österreichern als nachhaltig verkauft.
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Eßl.
Es ist also ein Geldverbrennen, vom Dauerlockdown bis hin zu einer Tourismuswerbung, die weder nachhaltig noch heimatverbunden ist. Dafür, was die Österreich-Werbung da präsentiert hat und was wir da jetzt machen, dafür geniere ich mich, das sage ich ganz ehrlich. Es ist Geld, das man viel, viel besser verwenden könnte, als es für solche Dinge (das Bild in die Höhe haltend), die nicht nachhaltig sind, zu verbrennen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Eßl.)
Zwischenruf des Abg. Obernosterer
Abgeordnete Julia Elisabeth Herr (SPÖ): Eigentlich wollte ich gerade den neuen Kollegen, den neuen Nationalratsabgeordneten Kurz willkommen heißen (Zwischenruf des Abg. Obernosterer), aber nach seiner allerersten Rede und den erwartungsgemäß danach erfolgten kritischen Redebeiträgen ist er jetzt hinausgegangen. (Abg. Ottenschläger: Das war das erste Mal! – Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.) Ist das die verantwortungsvolle Politik, dass man, wenn Kritik kommt, hinausgeht? (Heftiger Widerspruch bei der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Also lächerlicher geht es ja nicht mehr!) Alle haben gerade auf seine erste Rede geantwortet. (Ruf bei der ÖVP: Wo ist denn Ihre Fraktionsvorsitzende? – Abg. Sieber: Wo ist Pamela Rendi-Wagner? Wo ist sie? – Ruf bei der ÖVP: Geh, mach dich nicht lächerlich! – Abg. Wöginger: Das ist ein Witz!) – Ja, da sind Sie ganz nervös, aber was ich sagen wollte, ist (anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP – Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen): Das war die erste Rede von Abgeordnetem Kurz, danach gab es ein paar Redebeiträge, die direkt auf ihn repliziert haben, und da ist er aufgestanden. Was ich ihm sagen wollte, ist - - (Zwischenruf des Abg. Strasser. – Abg. Lopatka: Ungeheuerlich! – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ich sage es auch gerne Ihnen.
Abg. Ottenschläger: Das war das erste Mal! – Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.
Abgeordnete Julia Elisabeth Herr (SPÖ): Eigentlich wollte ich gerade den neuen Kollegen, den neuen Nationalratsabgeordneten Kurz willkommen heißen (Zwischenruf des Abg. Obernosterer), aber nach seiner allerersten Rede und den erwartungsgemäß danach erfolgten kritischen Redebeiträgen ist er jetzt hinausgegangen. (Abg. Ottenschläger: Das war das erste Mal! – Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.) Ist das die verantwortungsvolle Politik, dass man, wenn Kritik kommt, hinausgeht? (Heftiger Widerspruch bei der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Also lächerlicher geht es ja nicht mehr!) Alle haben gerade auf seine erste Rede geantwortet. (Ruf bei der ÖVP: Wo ist denn Ihre Fraktionsvorsitzende? – Abg. Sieber: Wo ist Pamela Rendi-Wagner? Wo ist sie? – Ruf bei der ÖVP: Geh, mach dich nicht lächerlich! – Abg. Wöginger: Das ist ein Witz!) – Ja, da sind Sie ganz nervös, aber was ich sagen wollte, ist (anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP – Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen): Das war die erste Rede von Abgeordnetem Kurz, danach gab es ein paar Redebeiträge, die direkt auf ihn repliziert haben, und da ist er aufgestanden. Was ich ihm sagen wollte, ist - - (Zwischenruf des Abg. Strasser. – Abg. Lopatka: Ungeheuerlich! – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ich sage es auch gerne Ihnen.
Heftiger Widerspruch bei der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Also lächerlicher geht es ja nicht mehr!
Abgeordnete Julia Elisabeth Herr (SPÖ): Eigentlich wollte ich gerade den neuen Kollegen, den neuen Nationalratsabgeordneten Kurz willkommen heißen (Zwischenruf des Abg. Obernosterer), aber nach seiner allerersten Rede und den erwartungsgemäß danach erfolgten kritischen Redebeiträgen ist er jetzt hinausgegangen. (Abg. Ottenschläger: Das war das erste Mal! – Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.) Ist das die verantwortungsvolle Politik, dass man, wenn Kritik kommt, hinausgeht? (Heftiger Widerspruch bei der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Also lächerlicher geht es ja nicht mehr!) Alle haben gerade auf seine erste Rede geantwortet. (Ruf bei der ÖVP: Wo ist denn Ihre Fraktionsvorsitzende? – Abg. Sieber: Wo ist Pamela Rendi-Wagner? Wo ist sie? – Ruf bei der ÖVP: Geh, mach dich nicht lächerlich! – Abg. Wöginger: Das ist ein Witz!) – Ja, da sind Sie ganz nervös, aber was ich sagen wollte, ist (anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP – Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen): Das war die erste Rede von Abgeordnetem Kurz, danach gab es ein paar Redebeiträge, die direkt auf ihn repliziert haben, und da ist er aufgestanden. Was ich ihm sagen wollte, ist - - (Zwischenruf des Abg. Strasser. – Abg. Lopatka: Ungeheuerlich! – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ich sage es auch gerne Ihnen.
Ruf bei der ÖVP: Wo ist denn Ihre Fraktionsvorsitzende? – Abg. Sieber: Wo ist Pamela Rendi-Wagner? Wo ist sie? – Ruf bei der ÖVP: Geh, mach dich nicht lächerlich! – Abg. Wöginger: Das ist ein Witz!
Abgeordnete Julia Elisabeth Herr (SPÖ): Eigentlich wollte ich gerade den neuen Kollegen, den neuen Nationalratsabgeordneten Kurz willkommen heißen (Zwischenruf des Abg. Obernosterer), aber nach seiner allerersten Rede und den erwartungsgemäß danach erfolgten kritischen Redebeiträgen ist er jetzt hinausgegangen. (Abg. Ottenschläger: Das war das erste Mal! – Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.) Ist das die verantwortungsvolle Politik, dass man, wenn Kritik kommt, hinausgeht? (Heftiger Widerspruch bei der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Also lächerlicher geht es ja nicht mehr!) Alle haben gerade auf seine erste Rede geantwortet. (Ruf bei der ÖVP: Wo ist denn Ihre Fraktionsvorsitzende? – Abg. Sieber: Wo ist Pamela Rendi-Wagner? Wo ist sie? – Ruf bei der ÖVP: Geh, mach dich nicht lächerlich! – Abg. Wöginger: Das ist ein Witz!) – Ja, da sind Sie ganz nervös, aber was ich sagen wollte, ist (anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP – Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen): Das war die erste Rede von Abgeordnetem Kurz, danach gab es ein paar Redebeiträge, die direkt auf ihn repliziert haben, und da ist er aufgestanden. Was ich ihm sagen wollte, ist - - (Zwischenruf des Abg. Strasser. – Abg. Lopatka: Ungeheuerlich! – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ich sage es auch gerne Ihnen.
anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP – Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen
Abgeordnete Julia Elisabeth Herr (SPÖ): Eigentlich wollte ich gerade den neuen Kollegen, den neuen Nationalratsabgeordneten Kurz willkommen heißen (Zwischenruf des Abg. Obernosterer), aber nach seiner allerersten Rede und den erwartungsgemäß danach erfolgten kritischen Redebeiträgen ist er jetzt hinausgegangen. (Abg. Ottenschläger: Das war das erste Mal! – Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.) Ist das die verantwortungsvolle Politik, dass man, wenn Kritik kommt, hinausgeht? (Heftiger Widerspruch bei der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Also lächerlicher geht es ja nicht mehr!) Alle haben gerade auf seine erste Rede geantwortet. (Ruf bei der ÖVP: Wo ist denn Ihre Fraktionsvorsitzende? – Abg. Sieber: Wo ist Pamela Rendi-Wagner? Wo ist sie? – Ruf bei der ÖVP: Geh, mach dich nicht lächerlich! – Abg. Wöginger: Das ist ein Witz!) – Ja, da sind Sie ganz nervös, aber was ich sagen wollte, ist (anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP – Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen): Das war die erste Rede von Abgeordnetem Kurz, danach gab es ein paar Redebeiträge, die direkt auf ihn repliziert haben, und da ist er aufgestanden. Was ich ihm sagen wollte, ist - - (Zwischenruf des Abg. Strasser. – Abg. Lopatka: Ungeheuerlich! – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ich sage es auch gerne Ihnen.
Zwischenruf des Abg. Strasser. – Abg. Lopatka: Ungeheuerlich! – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordnete Julia Elisabeth Herr (SPÖ): Eigentlich wollte ich gerade den neuen Kollegen, den neuen Nationalratsabgeordneten Kurz willkommen heißen (Zwischenruf des Abg. Obernosterer), aber nach seiner allerersten Rede und den erwartungsgemäß danach erfolgten kritischen Redebeiträgen ist er jetzt hinausgegangen. (Abg. Ottenschläger: Das war das erste Mal! – Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.) Ist das die verantwortungsvolle Politik, dass man, wenn Kritik kommt, hinausgeht? (Heftiger Widerspruch bei der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Also lächerlicher geht es ja nicht mehr!) Alle haben gerade auf seine erste Rede geantwortet. (Ruf bei der ÖVP: Wo ist denn Ihre Fraktionsvorsitzende? – Abg. Sieber: Wo ist Pamela Rendi-Wagner? Wo ist sie? – Ruf bei der ÖVP: Geh, mach dich nicht lächerlich! – Abg. Wöginger: Das ist ein Witz!) – Ja, da sind Sie ganz nervös, aber was ich sagen wollte, ist (anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP – Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen): Das war die erste Rede von Abgeordnetem Kurz, danach gab es ein paar Redebeiträge, die direkt auf ihn repliziert haben, und da ist er aufgestanden. Was ich ihm sagen wollte, ist - - (Zwischenruf des Abg. Strasser. – Abg. Lopatka: Ungeheuerlich! – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ich sage es auch gerne Ihnen.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Präsidentin Doris Bures: Frau Abgeordnete, ich ergreife kurz das Wort. Meine sehr geehrten Damen und Herren, Sie wissen: Zwischenrufe sind ein parlamentarisches Instrument, und daher machen wir davon auch Gebrauch. Das geht nur nicht so weit, dass man dann die Rednerin oder den Redner nicht mehr hört. Das heißt, ich ersuche darum, dass wir den Lärmpegel wieder ein wenig senken, damit die Frau Abgeordnete jetzt ihre Ausführungen fortführen kann. – Bitte. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Strasser.
Abgeordnete Julia Elisabeth Herr (fortsetzend): Danke, Frau Präsidentin! – Da sieht man, wie nervös die ÖVP derzeit ist. (Zwischenruf des Abg. Strasser.) Ich verstehe es, in der Regierung läuft es wohl nicht so rund (Ruf bei der ÖVP: Wo ist denn die Rendi-Wagner?), da hat es ein paar Chats gegeben. Ich stelle aber einfach an Sie die Frage, die ich Herrn Abgeordneten Kurz stellen wollte. (Abg. Wöginger: Klubobmann ist er!) Ich habe ihm nämlich sehr genau zugehört (Abg. Lopatka: Da können Sie was lernen!), und die Entschuldigung war immer noch nicht dabei. Kommt die noch? (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Auch an Sie gerichtet: Kommt noch eine Entschuldigung dafür (Beifall bei der SPÖ), dass den Familien in diesem Land der Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung genommen wurde, wie wir alle in den Chats nachlesen konnten?
Ruf bei der ÖVP: Wo ist denn die Rendi-Wagner?
Abgeordnete Julia Elisabeth Herr (fortsetzend): Danke, Frau Präsidentin! – Da sieht man, wie nervös die ÖVP derzeit ist. (Zwischenruf des Abg. Strasser.) Ich verstehe es, in der Regierung läuft es wohl nicht so rund (Ruf bei der ÖVP: Wo ist denn die Rendi-Wagner?), da hat es ein paar Chats gegeben. Ich stelle aber einfach an Sie die Frage, die ich Herrn Abgeordneten Kurz stellen wollte. (Abg. Wöginger: Klubobmann ist er!) Ich habe ihm nämlich sehr genau zugehört (Abg. Lopatka: Da können Sie was lernen!), und die Entschuldigung war immer noch nicht dabei. Kommt die noch? (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Auch an Sie gerichtet: Kommt noch eine Entschuldigung dafür (Beifall bei der SPÖ), dass den Familien in diesem Land der Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung genommen wurde, wie wir alle in den Chats nachlesen konnten?
Abg. Wöginger: Klubobmann ist er!
Abgeordnete Julia Elisabeth Herr (fortsetzend): Danke, Frau Präsidentin! – Da sieht man, wie nervös die ÖVP derzeit ist. (Zwischenruf des Abg. Strasser.) Ich verstehe es, in der Regierung läuft es wohl nicht so rund (Ruf bei der ÖVP: Wo ist denn die Rendi-Wagner?), da hat es ein paar Chats gegeben. Ich stelle aber einfach an Sie die Frage, die ich Herrn Abgeordneten Kurz stellen wollte. (Abg. Wöginger: Klubobmann ist er!) Ich habe ihm nämlich sehr genau zugehört (Abg. Lopatka: Da können Sie was lernen!), und die Entschuldigung war immer noch nicht dabei. Kommt die noch? (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Auch an Sie gerichtet: Kommt noch eine Entschuldigung dafür (Beifall bei der SPÖ), dass den Familien in diesem Land der Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung genommen wurde, wie wir alle in den Chats nachlesen konnten?
Abg. Lopatka: Da können Sie was lernen!
Abgeordnete Julia Elisabeth Herr (fortsetzend): Danke, Frau Präsidentin! – Da sieht man, wie nervös die ÖVP derzeit ist. (Zwischenruf des Abg. Strasser.) Ich verstehe es, in der Regierung läuft es wohl nicht so rund (Ruf bei der ÖVP: Wo ist denn die Rendi-Wagner?), da hat es ein paar Chats gegeben. Ich stelle aber einfach an Sie die Frage, die ich Herrn Abgeordneten Kurz stellen wollte. (Abg. Wöginger: Klubobmann ist er!) Ich habe ihm nämlich sehr genau zugehört (Abg. Lopatka: Da können Sie was lernen!), und die Entschuldigung war immer noch nicht dabei. Kommt die noch? (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Auch an Sie gerichtet: Kommt noch eine Entschuldigung dafür (Beifall bei der SPÖ), dass den Familien in diesem Land der Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung genommen wurde, wie wir alle in den Chats nachlesen konnten?
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Abgeordnete Julia Elisabeth Herr (fortsetzend): Danke, Frau Präsidentin! – Da sieht man, wie nervös die ÖVP derzeit ist. (Zwischenruf des Abg. Strasser.) Ich verstehe es, in der Regierung läuft es wohl nicht so rund (Ruf bei der ÖVP: Wo ist denn die Rendi-Wagner?), da hat es ein paar Chats gegeben. Ich stelle aber einfach an Sie die Frage, die ich Herrn Abgeordneten Kurz stellen wollte. (Abg. Wöginger: Klubobmann ist er!) Ich habe ihm nämlich sehr genau zugehört (Abg. Lopatka: Da können Sie was lernen!), und die Entschuldigung war immer noch nicht dabei. Kommt die noch? (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Auch an Sie gerichtet: Kommt noch eine Entschuldigung dafür (Beifall bei der SPÖ), dass den Familien in diesem Land der Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung genommen wurde, wie wir alle in den Chats nachlesen konnten?
Beifall bei der SPÖ
Abgeordnete Julia Elisabeth Herr (fortsetzend): Danke, Frau Präsidentin! – Da sieht man, wie nervös die ÖVP derzeit ist. (Zwischenruf des Abg. Strasser.) Ich verstehe es, in der Regierung läuft es wohl nicht so rund (Ruf bei der ÖVP: Wo ist denn die Rendi-Wagner?), da hat es ein paar Chats gegeben. Ich stelle aber einfach an Sie die Frage, die ich Herrn Abgeordneten Kurz stellen wollte. (Abg. Wöginger: Klubobmann ist er!) Ich habe ihm nämlich sehr genau zugehört (Abg. Lopatka: Da können Sie was lernen!), und die Entschuldigung war immer noch nicht dabei. Kommt die noch? (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Auch an Sie gerichtet: Kommt noch eine Entschuldigung dafür (Beifall bei der SPÖ), dass den Familien in diesem Land der Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung genommen wurde, wie wir alle in den Chats nachlesen konnten?
Abg. Steinacker: Das stimmt ja gar nicht, das stimmt ja nicht!
ganz genau lesen (Abg. Steinacker: Das stimmt ja gar nicht, das stimmt ja nicht!): Da wurden Bundesländer aufgehetzt, um ganz einfach diese Reform zu verhindern. (Abg. Steinacker: Das wissen Sie gar nicht! Sie behaupten ...!) – Das kann ich lesen, schwarz auf weiß (Abg. Steinacker: Sie behaupten ...!), aber okay, Sie sind nervös, die Nerven liegen blank, das ist ja nachvollziehbar. (Zwischenruf der Abg. Steinacker. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Steinacker: Das wissen Sie gar nicht! Sie behaupten ...!
ganz genau lesen (Abg. Steinacker: Das stimmt ja gar nicht, das stimmt ja nicht!): Da wurden Bundesländer aufgehetzt, um ganz einfach diese Reform zu verhindern. (Abg. Steinacker: Das wissen Sie gar nicht! Sie behaupten ...!) – Das kann ich lesen, schwarz auf weiß (Abg. Steinacker: Sie behaupten ...!), aber okay, Sie sind nervös, die Nerven liegen blank, das ist ja nachvollziehbar. (Zwischenruf der Abg. Steinacker. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Steinacker: Sie behaupten ...!
ganz genau lesen (Abg. Steinacker: Das stimmt ja gar nicht, das stimmt ja nicht!): Da wurden Bundesländer aufgehetzt, um ganz einfach diese Reform zu verhindern. (Abg. Steinacker: Das wissen Sie gar nicht! Sie behaupten ...!) – Das kann ich lesen, schwarz auf weiß (Abg. Steinacker: Sie behaupten ...!), aber okay, Sie sind nervös, die Nerven liegen blank, das ist ja nachvollziehbar. (Zwischenruf der Abg. Steinacker. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Steinacker. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
ganz genau lesen (Abg. Steinacker: Das stimmt ja gar nicht, das stimmt ja nicht!): Da wurden Bundesländer aufgehetzt, um ganz einfach diese Reform zu verhindern. (Abg. Steinacker: Das wissen Sie gar nicht! Sie behaupten ...!) – Das kann ich lesen, schwarz auf weiß (Abg. Steinacker: Sie behaupten ...!), aber okay, Sie sind nervös, die Nerven liegen blank, das ist ja nachvollziehbar. (Zwischenruf der Abg. Steinacker. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Steinacker.
Ich komme daher zu einem anderen Punkt, den ich ansprechen wollte, der ökosozialen Steuerreform. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Steinacker.) Wir haben gehört: historisch!, wir haben gehört: Quantensprung!, all diese Wörter. Ich will es kurz einordnen. Es gibt 80 Millionen Tonnen CO2-Ausstoß in diesem Land. Nicht einmal für die Hälfte gilt die CO2-Bepreisung, denn 30 Millionen Tonnen für die Industrie wurden gleich von vornherein ausgenommen. Es stimmt schon – die Grünen haben vorhin darauf verwiesen –, dass dafür der Zertifikatehandel auf EU-Ebene da ist, aber auch da wollen Sie ja – Ministerin Schramböck – Gratiszertifikate weiter verlängern, um genau diese Unternehmen, die einen so großen CO2-Ausstoß haben, auszunehmen; erste Klientel, die die ÖVP ausgenommen hat. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Ich komme daher zu einem anderen Punkt, den ich ansprechen wollte, der ökosozialen Steuerreform. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Steinacker.) Wir haben gehört: historisch!, wir haben gehört: Quantensprung!, all diese Wörter. Ich will es kurz einordnen. Es gibt 80 Millionen Tonnen CO2-Ausstoß in diesem Land. Nicht einmal für die Hälfte gilt die CO2-Bepreisung, denn 30 Millionen Tonnen für die Industrie wurden gleich von vornherein ausgenommen. Es stimmt schon – die Grünen haben vorhin darauf verwiesen –, dass dafür der Zertifikatehandel auf EU-Ebene da ist, aber auch da wollen Sie ja – Ministerin Schramböck – Gratiszertifikate weiter verlängern, um genau diese Unternehmen, die einen so großen CO2-Ausstoß haben, auszunehmen; erste Klientel, die die ÖVP ausgenommen hat. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Zweitens: die Landwirtschaft. Circa 10 Millionen Tonnen kommen aus der Landwirtschaft. Methan ist anscheinend nicht so ein gefährliches Treibhausgas wie CO2, denn das haben Sie ausgenommen. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Abg. Lopatka: Bleiben Sie bei der Wahrheit! – Abg. Berlakovich: Das stimmt einfach nicht!
Also ganz klar: Einige Gruppen haben Sie ausgenommen, die arbeitenden Menschen sollen es zahlen. Was wird davon überbleiben? – Das Einsparungspotenzial von circa 1 Prozent. (Abg. Lopatka: Bleiben Sie bei der Wahrheit! – Abg. Berlakovich: Das stimmt einfach nicht!) Ich sage das jetzt ja gar nicht hämisch, denn ich will ja auch, dass wir CO2 einsparen, und frage deshalb nur: Was machen wir mit den anderen 99 Prozent? (Abg. Lopatka: Lügen haben kurze Beine!)
Abg. Lopatka: Lügen haben kurze Beine!
Also ganz klar: Einige Gruppen haben Sie ausgenommen, die arbeitenden Menschen sollen es zahlen. Was wird davon überbleiben? – Das Einsparungspotenzial von circa 1 Prozent. (Abg. Lopatka: Bleiben Sie bei der Wahrheit! – Abg. Berlakovich: Das stimmt einfach nicht!) Ich sage das jetzt ja gar nicht hämisch, denn ich will ja auch, dass wir CO2 einsparen, und frage deshalb nur: Was machen wir mit den anderen 99 Prozent? (Abg. Lopatka: Lügen haben kurze Beine!)
Beifall bei der SPÖ.
Mein Vorschlag wäre: Schaffen wir endlich ein Klimaschutzgesetz mit echten gesetzlichen Einsparungszielen, das in diesem Land seit einem Jahr fehlt! Wir haben keine gesetzlichen CO2-Reduktionsziele. Das wäre doch einmal wichtig. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Ich ersuche darum, dass wir jetzt nicht eine Diskussion darüber beginnen, was die Anwesenheit der Klubobleute hier im Plenarsaal anbelangt. Ich habe erahnt, dass das kommen wird, wenn Sebastian Kurz als Klubobmann angelobt wird. (Zwischenruf bei der FPÖ.)
Rufe bei der SPÖ: Schon wieder ein Schmuddeldossier? Wer hat denn da mitgeschrieben? Der Herr Hanger?
Kollegin Rendi-Wagner – ich sage es nur; wir haben gestern mitgeschrieben – war eine Stunde anwesend (Rufe bei der SPÖ: Schon wieder ein Schmuddeldossier? Wer hat denn da mitgeschrieben? Der Herr Hanger?), von 10 bis 11 Uhr, und dann von 19 Uhr bis zum Schluss, sonst den ganzen Tag nicht. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Kollegin Rendi-Wagner – ich sage es nur; wir haben gestern mitgeschrieben – war eine Stunde anwesend (Rufe bei der SPÖ: Schon wieder ein Schmuddeldossier? Wer hat denn da mitgeschrieben? Der Herr Hanger?), von 10 bis 11 Uhr, und dann von 19 Uhr bis zum Schluss, sonst den ganzen Tag nicht. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich ersuche wirklich darum, das ruhen zu lassen. Es sind jetzt alle Oppositionsklubobleute nicht da. Wir haben das noch nie gemacht, und ich ersuche darum, dass das auch jetzt nicht gemacht wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Lopatka: Der vermeintliche Klubobmann spricht jetzt!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zur Geschäftsbehandlung: Bitte schön, Herr Abgeordneter Leichtfried. (Abg. Lopatka: Der vermeintliche Klubobmann spricht jetzt!)
Abg. Lopatka: Was?! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Also es ist interessant, dass jetzt auch schon im Nationalrat Schmuddeldossiers verfasst werden. (Abg. Lopatka: Was?! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich würde meinen – ich bin da vielleicht etwas kritischer als Herr Wöginger –, das hier ist nicht der Platz, das zu tun, geschätzte Damen und Herren! (Abg. Wöginger: Ihr habt es ja getan! – Ruf bei der ÖVP: „Schmuddeldossiers“? Einen Ordnungsruf, das ist eine Unterstellung!) Wir haben zu debattieren und uns auszutauschen, aber nicht Notizen übereinander zu machen! (Beifall bei der SPÖ.) Das ist nicht das, was ich mir unter Parlamentarismus vorstelle. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Wöginger: Ihr habt es ja getan! – Ruf bei der ÖVP: „Schmuddeldossiers“? Einen Ordnungsruf, das ist eine Unterstellung!
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Also es ist interessant, dass jetzt auch schon im Nationalrat Schmuddeldossiers verfasst werden. (Abg. Lopatka: Was?! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich würde meinen – ich bin da vielleicht etwas kritischer als Herr Wöginger –, das hier ist nicht der Platz, das zu tun, geschätzte Damen und Herren! (Abg. Wöginger: Ihr habt es ja getan! – Ruf bei der ÖVP: „Schmuddeldossiers“? Einen Ordnungsruf, das ist eine Unterstellung!) Wir haben zu debattieren und uns auszutauschen, aber nicht Notizen übereinander zu machen! (Beifall bei der SPÖ.) Das ist nicht das, was ich mir unter Parlamentarismus vorstelle. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Also es ist interessant, dass jetzt auch schon im Nationalrat Schmuddeldossiers verfasst werden. (Abg. Lopatka: Was?! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich würde meinen – ich bin da vielleicht etwas kritischer als Herr Wöginger –, das hier ist nicht der Platz, das zu tun, geschätzte Damen und Herren! (Abg. Wöginger: Ihr habt es ja getan! – Ruf bei der ÖVP: „Schmuddeldossiers“? Einen Ordnungsruf, das ist eine Unterstellung!) Wir haben zu debattieren und uns auszutauschen, aber nicht Notizen übereinander zu machen! (Beifall bei der SPÖ.) Das ist nicht das, was ich mir unter Parlamentarismus vorstelle. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Also es ist interessant, dass jetzt auch schon im Nationalrat Schmuddeldossiers verfasst werden. (Abg. Lopatka: Was?! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich würde meinen – ich bin da vielleicht etwas kritischer als Herr Wöginger –, das hier ist nicht der Platz, das zu tun, geschätzte Damen und Herren! (Abg. Wöginger: Ihr habt es ja getan! – Ruf bei der ÖVP: „Schmuddeldossiers“? Einen Ordnungsruf, das ist eine Unterstellung!) Wir haben zu debattieren und uns auszutauschen, aber nicht Notizen übereinander zu machen! (Beifall bei der SPÖ.) Das ist nicht das, was ich mir unter Parlamentarismus vorstelle. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Wöginger: Ja eben, dann lasst es!
Zum konkreten Fall: Ja, selbstverständlich sind nicht alle Mitglieder dieses Hauses hier immer anwesend. (Abg. Wöginger: Ja eben, dann lasst es!) Ich möchte da gar keinen Unterschied machen (Zwischenruf der Abg. Steinacker – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP), aber ich hätte schon etwas erwartet. Ich gehe einmal von mir aus: Wenn ich als Abgeordneter hier meine Erstrede halte, erwarte ich schon (Ruf bei der ÖVP: Das hat er schon gemacht!), dass auch darauf repliziert werden wird. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wenn darauf repliziert wird, dann wäre ich auch anwesend gewesen. (Abg. Lopatka: Das geht ja gar nicht mehr!)
Zwischenruf der Abg. Steinacker – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP
Zum konkreten Fall: Ja, selbstverständlich sind nicht alle Mitglieder dieses Hauses hier immer anwesend. (Abg. Wöginger: Ja eben, dann lasst es!) Ich möchte da gar keinen Unterschied machen (Zwischenruf der Abg. Steinacker – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP), aber ich hätte schon etwas erwartet. Ich gehe einmal von mir aus: Wenn ich als Abgeordneter hier meine Erstrede halte, erwarte ich schon (Ruf bei der ÖVP: Das hat er schon gemacht!), dass auch darauf repliziert werden wird. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wenn darauf repliziert wird, dann wäre ich auch anwesend gewesen. (Abg. Lopatka: Das geht ja gar nicht mehr!)
Ruf bei der ÖVP: Das hat er schon gemacht!
Zum konkreten Fall: Ja, selbstverständlich sind nicht alle Mitglieder dieses Hauses hier immer anwesend. (Abg. Wöginger: Ja eben, dann lasst es!) Ich möchte da gar keinen Unterschied machen (Zwischenruf der Abg. Steinacker – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP), aber ich hätte schon etwas erwartet. Ich gehe einmal von mir aus: Wenn ich als Abgeordneter hier meine Erstrede halte, erwarte ich schon (Ruf bei der ÖVP: Das hat er schon gemacht!), dass auch darauf repliziert werden wird. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wenn darauf repliziert wird, dann wäre ich auch anwesend gewesen. (Abg. Lopatka: Das geht ja gar nicht mehr!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Zum konkreten Fall: Ja, selbstverständlich sind nicht alle Mitglieder dieses Hauses hier immer anwesend. (Abg. Wöginger: Ja eben, dann lasst es!) Ich möchte da gar keinen Unterschied machen (Zwischenruf der Abg. Steinacker – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP), aber ich hätte schon etwas erwartet. Ich gehe einmal von mir aus: Wenn ich als Abgeordneter hier meine Erstrede halte, erwarte ich schon (Ruf bei der ÖVP: Das hat er schon gemacht!), dass auch darauf repliziert werden wird. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wenn darauf repliziert wird, dann wäre ich auch anwesend gewesen. (Abg. Lopatka: Das geht ja gar nicht mehr!)
Abg. Lopatka: Das geht ja gar nicht mehr!
Zum konkreten Fall: Ja, selbstverständlich sind nicht alle Mitglieder dieses Hauses hier immer anwesend. (Abg. Wöginger: Ja eben, dann lasst es!) Ich möchte da gar keinen Unterschied machen (Zwischenruf der Abg. Steinacker – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP), aber ich hätte schon etwas erwartet. Ich gehe einmal von mir aus: Wenn ich als Abgeordneter hier meine Erstrede halte, erwarte ich schon (Ruf bei der ÖVP: Das hat er schon gemacht!), dass auch darauf repliziert werden wird. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wenn darauf repliziert wird, dann wäre ich auch anwesend gewesen. (Abg. Lopatka: Das geht ja gar nicht mehr!)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist vielleicht ein anderer Zugang zu diesem Thema, aber das wäre mein Zugang dazu, geschätzte Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Lopatka: Der sucht die Rendi, der andere sucht die Meinl-Reisinger!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Bitte schön, Herr Abgeordneter Scherak. (Abg. Lopatka: Der sucht die Rendi, der andere sucht die Meinl-Reisinger!)
Beifall bei NEOS und ÖVP sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen.
Das ist vielleicht etwas Grundsätzliches, woran wir uns erinnern sollten. Ich finde diese Debatten, ob jemand anwesend ist, insbesondere vor dem Hintergrund, worauf wir uns geeinigt haben, einigermaßen entbehrlich. (Beifall bei NEOS und ÖVP sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen.)
Beifall des Abg. Laimer.
Ich kann nur sagen, was ich aus den Beschwerde-E-Mails herauslese, ist vielmehr, dass sich die Zuseher und Zuseherinnen beschweren, dass die Mandatare gar so oft mit dem Handy beschäftigt sind. (Beifall des Abg. Laimer.)
Beifall bei der SPÖ.
Das Schulstartgeld ist 2011 eingeführt und erstmalig ausbezahlt worden. Da die Kosten immer steigen, wäre es wichtig, eine Weiterentwicklung zu machen und das Schulstartgeld auf 200 Euro zu verdoppeln. Diese Unterstützung muss einfach passieren. Wir finden es auch ehrlicherweise nicht sehr in Ordnung, dass die Bundesregierung einfach wegschaut, wenn es um diese finanzielle Spitze in einem Kalenderjahr geht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Im Ausschuss haben wir auch darüber diskutiert und ich war wirklich total über die Argumentation schockiert, die dann mit der Vertagung quasi eingebracht worden ist: Man sei ja nicht sicher, ob das Geld zum Schulstart dann auch noch tatsächlich bei den Familien da ist. – Ich glaube, das ist wirklich eine Verhöhnung und eine Unterstellung, dass dieses Schulstartgeld zweckentfremdet wird. Ich glaube, das kann man den Familien schon zutrauen, dass es auch den Kindern und Jugendlichen für den Schulstart zugutekommt. So etwas überhaupt zu diskutieren ist eigentlich ziemlich letztklassig. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir werden nächstes Jahr die Regierungsfraktionen auch wieder an diesen wirklich extrem konstruktiven Vorschlag erinnern, weil uns versprochen wurde, dass das Finanzministerium die frühe Auszahlung prüft. Wir sind der Meinung, es wäre möglich. Es muss spätestens im Sommer 2022 möglich sein. Spätestens dann werden wir Sie daran erinnern. Wir hoffen auch, dass diese Unterstützung für die Familien tatsächlich kommen wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Loacker: Es verdient halt nicht jeder so viel wie du! – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Die SPÖ hätte halt gerne wieder die Geldgießkanne ausgepackt, pauschal verdoppelt von 100 auf 200 Euro. Abgesehen davon, dass das eine Mehrbelastung des Budgets um 90 Millionen Euro wäre, verstehe ich nicht ganz die Logik dahinter, denn Sie fordern 200 Euro, aber es gibt ja 2 000 Euro für jedes Kind – mit dem Familienbonus Plus. Man muss also schon sagen: Bleiben Sie auch bei den Fakten! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Loacker: Es verdient halt nicht jeder so viel wie du! – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Shetty.
Wenn wir schon bei der Schule sind, dann muss ich natürlich auch auf das Thema Kinderbetreuung eingehen: Ich habe es vorhin bereits gesagt, ich bin auch eine Mama, ich bin eine arbeitende Mutter eines siebenjährigen Sohnes. Kinderbetreuung ist mir natürlich wichtig und ist uns wichtig und ich brauche sie auch und ich will sie auch. Bleiben wir aber bei den Fakten: Ja, es gab 2016 Diskussionen zwischen ÖVP und SPÖ zur schulischen Nachmittagsbetreuung, und das ist kein Geheimnis, das war in den Medien. Ich habe hier einen Artikel von der Tageszeitung „Die Presse“ vom 15. Juli 2016 (eine Kopie des genannten Artikels in die Höhe haltend), da ist das thematisiert. (Zwischenruf des Abg. Shetty.) 750 Millionen Euro für Ganztagsschulen?, war da die Frage, und da steht auch: „SPÖ und ÖVP sind uneins.“ – Na ja, dann ist es aber kein Wunder, dass das auch intern diskutiert wird. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Shetty. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Shetty. – Zwischenruf bei der SPÖ.
Wenn wir schon bei der Schule sind, dann muss ich natürlich auch auf das Thema Kinderbetreuung eingehen: Ich habe es vorhin bereits gesagt, ich bin auch eine Mama, ich bin eine arbeitende Mutter eines siebenjährigen Sohnes. Kinderbetreuung ist mir natürlich wichtig und ist uns wichtig und ich brauche sie auch und ich will sie auch. Bleiben wir aber bei den Fakten: Ja, es gab 2016 Diskussionen zwischen ÖVP und SPÖ zur schulischen Nachmittagsbetreuung, und das ist kein Geheimnis, das war in den Medien. Ich habe hier einen Artikel von der Tageszeitung „Die Presse“ vom 15. Juli 2016 (eine Kopie des genannten Artikels in die Höhe haltend), da ist das thematisiert. (Zwischenruf des Abg. Shetty.) 750 Millionen Euro für Ganztagsschulen?, war da die Frage, und da steht auch: „SPÖ und ÖVP sind uneins.“ – Na ja, dann ist es aber kein Wunder, dass das auch intern diskutiert wird. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Shetty. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Kucharowits.
Was war das Problem? – Eine verpflichtende Ganztagsschule, das sehen wir einfach nicht, das ist nicht unser Zugang. Ich möchte selber entscheiden können, wann mein Kind wie oft und wie lange in eine Tagesbetreuung geht. Das muss nicht immer den ganzen Tag sein, vielleicht möchte ich das flexibel gestalten. Außerdem möchte ich vielleicht das Talent meines Kindes auch noch fördern und selber darüber entscheiden, ob es am Nachmittag vielleicht dreimal in der Woche zum Fußballtraining geht oder ein Instrument lernt oder, oder, oder. (Zwischenruf der Abg. Kucharowits.) Wir stehen für Wahlfreiheit. – Das war die Diskussion, nicht mehr und nicht weniger. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Was war das Problem? – Eine verpflichtende Ganztagsschule, das sehen wir einfach nicht, das ist nicht unser Zugang. Ich möchte selber entscheiden können, wann mein Kind wie oft und wie lange in eine Tagesbetreuung geht. Das muss nicht immer den ganzen Tag sein, vielleicht möchte ich das flexibel gestalten. Außerdem möchte ich vielleicht das Talent meines Kindes auch noch fördern und selber darüber entscheiden, ob es am Nachmittag vielleicht dreimal in der Woche zum Fußballtraining geht oder ein Instrument lernt oder, oder, oder. (Zwischenruf der Abg. Kucharowits.) Wir stehen für Wahlfreiheit. – Das war die Diskussion, nicht mehr und nicht weniger. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Sie wissen auch ganz genau, dass beim Thema Schule Bund, Länder und Gemeinden zusammenarbeiten müssen, sonst funktioniert es nämlich nicht. Fragen Sie einmal Ihre Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, wie das ist! Und ja, einen Rechtsanspruch gibt es sogar, seit 2016, ab 15 Kindern. Kleine Gemeinden können das vielleicht nicht alleine stemmen, fragen Sie einmal Ihre Bürgermeisterinnen und Bürgermeister! Das ist auch ein Faktum, und das war kein Geheimnis, dass wir nicht für eine Ganztagsschule sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kucharowits: Bleiben Sie bei den Fakten!
Unsere Bundesministerin Susanne Raab setzt sich wahnsinnig für Familien und für Kinder ein, und hier zu sagen, es ist etwas verhindert worden: Bleiben Sie bei den Fakten! (Abg. Kucharowits: Bleiben Sie bei den Fakten!) Es sind seit 2016 nicht nur 1,2 Milliarden Euro investiert worden, nein, es sind 1,6 Milliarden Euro in die Tagesbetreuung von Kindern investiert worden. Also: Hier wird gestaltet, bleiben Sie bitte bei den Fakten! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Unsere Bundesministerin Susanne Raab setzt sich wahnsinnig für Familien und für Kinder ein, und hier zu sagen, es ist etwas verhindert worden: Bleiben Sie bei den Fakten! (Abg. Kucharowits: Bleiben Sie bei den Fakten!) Es sind seit 2016 nicht nur 1,2 Milliarden Euro investiert worden, nein, es sind 1,6 Milliarden Euro in die Tagesbetreuung von Kindern investiert worden. Also: Hier wird gestaltet, bleiben Sie bitte bei den Fakten! (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Das hat sie auch nicht behauptet!
Abgeordnete Mag. Selma Yildirim (SPÖ): Abgeordnete Maria Großbauer hat in ihrer Rede behauptet, dass es mit dem Familienbonus Plus für jedes Kind 2 000 Euro geben wird. – Das ist unrichtig. (Ruf bei der ÖVP: Das hat sie auch nicht behauptet!)
Abg. Eßl: Was wollen Sie uns jetzt sagen?
Der richtige Sachverhalt lautet: Nur wenn es entsprechend hohe Steuerleistungen gibt, wird es diese bis zu 2 000 Euro pro Kind geben. All diejenigen – und das betrifft zu zwei Drittel Frauen –, die in Teilzeitbeschäftigungsverhältnissen verharren müssen, fallen um diese 2 000 Euro um. Das bedeutet, das ist nicht nur ein Von-unten-nach-oben-Umverteilen (Abg. Eßl: Was wollen Sie uns jetzt sagen?), sondern auch eine Umverteilung von Geldern von Frauen an die Männer. Das ist der Grund, warum wir uns über diese 1,2 Milliarden Euro so empören (Beifall bei der SPÖ), die Herr Sebastian Kurz aktiv
Beifall bei der SPÖ
Der richtige Sachverhalt lautet: Nur wenn es entsprechend hohe Steuerleistungen gibt, wird es diese bis zu 2 000 Euro pro Kind geben. All diejenigen – und das betrifft zu zwei Drittel Frauen –, die in Teilzeitbeschäftigungsverhältnissen verharren müssen, fallen um diese 2 000 Euro um. Das bedeutet, das ist nicht nur ein Von-unten-nach-oben-Umverteilen (Abg. Eßl: Was wollen Sie uns jetzt sagen?), sondern auch eine Umverteilung von Geldern von Frauen an die Männer. Das ist der Grund, warum wir uns über diese 1,2 Milliarden Euro so empören (Beifall bei der SPÖ), die Herr Sebastian Kurz aktiv
Abg. Schnabel: Ist das eine tatsächliche Berichtigung? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
verhindert hat. (Abg. Schnabel: Ist das eine tatsächliche Berichtigung? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das ist der Grund, warum wir gesagt haben, vom Bund direkt an die Gemeinden, weil die Länder - -
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller.
Abgeordnete Mag. Selma Yildirim (fortsetzend): Alles klar, berichtigt ist es. Die Behauptung ist also unrichtig, Frau Abgeordnete Großbauer. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller.)
Beifall bei der FPÖ.
Zum Antrag der SPÖ, jenem von Frau Holzleitner, die das Schulstartgeld von 100 Euro auf 200 Euro verdoppeln will: Wir haben diesbezüglich auch schon im Ausschuss mitgestimmt und diesen Antrag unterstützt. Wir sind auch dafür, dass die Ausbezahlung vorgezogen wird, dass dieser Betrag schon früher, im August, ausbezahlt wird, denn viele Eltern kaufen die Schulsachen schon früher ein, viele bekommen schon zum Schulschluss die Einkaufslisten und suchen auch nach Angeboten. Daher finden wir, dass dieser Antrag unterstützenswert ist. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Bernhard.
ganz kurz noch darauf einzugehen, dass der Herr Präsident gesagt hat, es gab Beschwerden von den ZuseherInnen, die angemerkt haben, dass wir sehr viel am Handy wären. Vielleicht nur ganz kurz zur Erklärung: Wir sind nicht am Candy-Crush-Spielen oder Sonstigem, sondern wir müssen es als Arbeitsgerät nutzen, wir haben auch die Parlamentsapp am Handy. Auch wenn das ein fragwürdiges Bild macht, aber wir sind am Handy, weil es ein Arbeitsgerät ist – dies nur zur Klarstellung. (Beifall bei Grünen und ÖVP, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Bernhard.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Schnabel.
Es geht aber nicht nur um den finanziellen Ausgleich, sondern es geht auch um die sogenannten Sachleistungen, denn wir dürfen nicht vergessen, dass die Schule nicht mehr völlig analog stattfindet, sondern die Digitalisierung auch in die Schulen Eingang gefunden hat. Wir wissen, dass die elektronische Ausstattung wesentlich teurer ist als ein paar Schulhefte, und darum haben wir mit den Laptops beziehungsweise Tablets für die 5. und 6. Schulstufen eine sehr gute Aktion gestartet, mit einem maximalen Selbstbehalt von 25 Prozent, auf vier Jahre aufgeteilt. Das sind 25 Euro im Jahr, und für einkommensschwache Familien ist es völlig kostenlos. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Schnabel.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zusammengefasst: Ich halte wenig davon, wenn wir auch da wieder beginnen, das Geld mittels Gießkannenprinzip auszuschütten, denn wir müssen schauen, dass wir einen finanziellen Ausgleich in unserer Gesellschaft schaffen. Da ist das Instrument der Gießkanne nicht die beste Lösung. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Schnabel.
Sebastian Kurz und seine Prätorianer hingegen hat es offensichtlich nie wirklich interessiert, ernsthaft interessiert, wie sich etwa eine alleinerziehende Mutter fühlt, die Job und Erziehung unter einen Hut bringen muss. Sie haben in den Chatverläufen selbst den Beweis dafür geliefert, wo ihre Prioritäten liegen, nämlich: Statt mehr als 1 Milliarde Euro für den Ausbau ganztägiger Schulformen und der Nachmittagsbetreuung gibt es 1 Milliarde Euro an Steuergeschenken für Konzerne, für die Großspender von Sebastian Kurz. (Zwischenruf des Abg. Schnabel.) Das ist in Wahrheit die Familienpolitik der ÖVP! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sebastian Kurz und seine Prätorianer hingegen hat es offensichtlich nie wirklich interessiert, ernsthaft interessiert, wie sich etwa eine alleinerziehende Mutter fühlt, die Job und Erziehung unter einen Hut bringen muss. Sie haben in den Chatverläufen selbst den Beweis dafür geliefert, wo ihre Prioritäten liegen, nämlich: Statt mehr als 1 Milliarde Euro für den Ausbau ganztägiger Schulformen und der Nachmittagsbetreuung gibt es 1 Milliarde Euro an Steuergeschenken für Konzerne, für die Großspender von Sebastian Kurz. (Zwischenruf des Abg. Schnabel.) Das ist in Wahrheit die Familienpolitik der ÖVP! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sebastian Kurz hat vielleicht den Platz gewechselt, sein türkises System sitzt mit Rückendeckung der Grünen aber nach wie vor auf dieser Regierungsbank, und das müssen die Familien in Österreich schmerzhaft spüren. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Sieber: Das hat sie so nicht gesagt!
Das ist weder im jetzigen System gewährleistet noch wird es durch die Erhöhung des Schulstartgelds verbessert. Genau da wollen wir ansetzen, und da gehen wir einen anderen Weg als ÖVP-Abgeordnete Kollegin Großbauer – das muss man vielleicht auch noch einwenden –, die gesagt hat, jedes Kind habe ja jetzt durch die Erhöhung des Familienbonus 2 000 Euro im Jahr zur Verfügung. (Abg. Sieber: Das hat sie so nicht gesagt!)
Beifall bei den NEOS.
Jetzt aber zurück zum Schulstartgeld: Beim Schulstartgeld ist der Zugang von uns als NEOS, dass wir wirklich eine Basis für alle Kinder schaffen, und wir glauben, es ist nicht zielführend, mehr Geld auszuschütten, sondern die Schulen, und zwar von der Volksschule über das Gymnasium und die Mittelschule bis hin zu jeder weiterführenden Schule, sollen dieses Schulmaterial zur Verfügung stellen. Stellen Sie sich einfach vor: Kinder kriegen das Material, das sie in der Schule brauchen, wirklich in der Schule! Das hätte riesengroße Vorteile. Es wäre auch keine solche Stigmatisierung mehr möglich, und als dreifacher Vater darf ich Ihnen ganz nebenbei sagen, es würde auch ein bisschen Druck von den Eltern nehmen, weil sie dann nicht lauter einzelne Einkäufe pro Fach zu erledigen hätten. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
In diesem Sinne: Suchen wir nach Lösungen, die den Kindern die Flügel heben, und nicht nach Lösungen, die nur den Staatshaushalt aus den Angeln heben! – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
ja auch ganz logisch. Ich verstehe nicht, dass irgendjemand etwas dagegen haben kann, dass jene Menschen, die mehr in unser System einzahlen und damit garantieren, dass wir für alle Menschen in unserem Land Familienleistungen sicherstellen können, auch ein Mehr an Entlastung erfahren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das soll der Familienbonus sicherstellen. Er wurde 2019 eingeführt und ist ein Meilenstein in der österreichischen Familienpolitik. Gleichzeitig wird nun die Erhöhung des Familienbonus von 1 500 auf 2 000 Euro die arbeitenden Eltern, insbesondere nach dieser schwierigen Zeit, nochmals entlasten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Neßler.
Wir sind nicht auf einem Auge blind! Natürlich sehen wir, dass es Familien gibt, die in finanziell schwierigen Situationen sind. Besonders als Frauenministerin sehe ich, dass es viele AlleinerzieherInnen und AlleinverdienerInnen gibt, die in einer schwierigen finanziellen Situation sind und bei denen die Doppelbelastung noch einmal mehr zuschlägt, und deshalb haben wir natürlich auch dafür Vorsorge getroffen und werden den Kindermehrbetrag von 250 auf 450 Euro erhöhen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Neßler.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Neßler.
Ich glaube, dass die Steuerreform besonders für die Familien einen wirklich großen Mehrwert bringt. Ich bin überzeugt davon, dass das Geld dort richtig investiert ist, denn Familien sind, und das haben wir in der Coronakrise gesehen, die stärkste Einheit in unserem Staat. Dass wir im Rahmen der Steuerreform den Familien das Geld genau dafür zurückgeben, für das es besonders gebraucht wird, nämlich zur Entlastung innerhalb der Familie, ist ein richtiger und wichtiger Schritt. Dafür bin ich als Familienministerin sehr dankbar. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Neßler.)
Beifall bei der ÖVP.
Ein anderes Thema liegt mir auch am Herzen – das wurde bereits mehrfach debattiert, und das möchte ich jetzt auch ansprechen –, nämlich der gesetzliche Anspruch auf Kinderbetreuung: Laut Imas – und das betrifft vor allem den ländlichen Raum – müssen Gemeinden zwei Faktoren bieten, um in Zukunft gut dazustehen. Ein Faktor ist eine gute Breitbandinfrastruktur, eine digitale Infrastruktur. Dahin gehend haben wir ja gestern mit dem Telekommunikationsgesetz Wichtiges beschlossen – die SPÖ verwunderlicherweise nicht; daran sieht man, wie wichtig ihnen der ländliche Raum ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Die qualitätsvolle Kinderbetreuung ist uns ganz wichtig. Diese Mär von 1,2 Milliarden Euro, die verhindert wurden, wurde mit Fakten bereits mehrfach widerlegt. Wir haben seit 2017 1,6 Milliarden Euro bereitgestellt. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Beifall bei der ÖVP.
Ein weiterer Faktor ist die Errichtung von Gebäuden und die Schaffung von Raumangebot – Herr Kollege Stark hat das heute schon angesprochen –: Wir vonseiten des Bundes finanzieren ungefähr ein Viertel oder ein Drittel mit, aber die wesentlich größere Hürde hinsichtlich des finanziellen Bereichs ist für die Gemeinden der laufende Betrieb. Die Kinderbetreuung für eine Gruppe kostet circa 150 000 Euro pro Jahr, und das geht an die Grenzen der Gemeindebudgets. Da braucht es Verhandlungen, um auch den Betrieb in den Gemeinden langfristig sicherzustellen, um damit auch im ländlichen Raum eine wohnortnahe Kinderbetreuung zu ermöglichen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich danke aber auch unserem Herrn Klubobmann Sebastian Kurz, dass er schon vor fünf Jahren mit Weitblick erkannt hat, dass die Gemeinden und die Städte die Partner der Kinderbetreuung sind, dass es gemeinsame Verhandlungen und gemeinsame Zielsetzungen braucht. Dieses Gemeinsame eint uns heute, und das muss auch für die Zukunft gelten, damit wir dementsprechend flächendeckend eine qualitätsvolle Kinderbetreuung anbieten können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Der umfangreiche Bericht der Kommission wird auch demnächst im Ausschuss behandelt, und spätestens da erwarte ich mir, dass Sie, werte Kolleginnen und Kollegen von ÖVP und Grünen, die Empfehlungen ernst nehmen und die entsprechenden Schritte setzen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Wir nehmen sie ernst, daher haben wir auch im Ausschuss dem §-27-Antrag der Regierungsparteien zugestimmt, obwohl dieser unsere Forderungen wieder einmal verwässert. Aus gutem Grund wissen wir, dass unbegleitete Flüchtlinge ab dem ersten Tag unter der Obsorge der Kinder- und Jugendwohlfahrt stehen sollten. Auch im Sinne der Kinderrechte und der Kinderrechtskonvention brauchen wir das, um ihnen ein sicheres Leben zu ermöglichen und sie zu schützen. 700 Kinder sind allein in Österreich einfach verschwunden, 18 000 in ganz Europa. Da können wir nicht wegschauen, das kann uns nicht gleichgültig sein! Da reichen keine Absichtserklärungen, da braucht es konkret Ressourcen und finanzielle Mittel für die Länder. Setzen Sie Taten, sehr geehrte Damen und Herren! Setzen Sie die Empfehlungen der Kindeswohlkommission um! – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Ruf bei der SPÖ: Davon haben aber die ...!
Es wurde schon mehrfach erwähnt: Seit 2017 wurden 1,6 Milliarden Euro für die Tagesbetreuung bereitgestellt, der Familienbonus wurde von 1 500 auf 2 000 Euro erhöht. (Ruf bei der SPÖ: Davon haben aber die ...!) Insgesamt bringt die geplante Steuerreform für
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek
eine durchschnittliche Familie (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek) eine Entlastung von über 2 000 Euro. Diesen familienfreundlichen Weg werden wir auch in Zukunft fortführen, darauf können Sie sich verlassen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
eine durchschnittliche Familie (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek) eine Entlastung von über 2 000 Euro. Diesen familienfreundlichen Weg werden wir auch in Zukunft fortführen, darauf können Sie sich verlassen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Wir Freiheitliche sind sofort dabei, wenn es um wirkliche Kinder – also bis zur Strafmündigkeit, bis zum 14. Lebensjahr – geht. Das wäre ein super Antrag, da wären wir dabei. Macht aber doch den Schleppern nicht die Tür auf und schafft damit für die Polizei und für die Exekutive eine Erschwerung, indem ihr mit minderjährigen Flüchtlingen daherkommt! (Zwischenruf bei der ÖVP.) Um Gottes willen, wo lebt ihr denn?
Abg. Shetty: Unfassbar! – Abg. Stögmüller: Können Sie die Behauptung belegen?!
Schon jeder dritte, vierte Flüchtling ist minderjährig. Die Schlepper wissen das, das alles hat ja System, das ist ja alles mafiös organisiert. Ihr stellt euch aber jetzt damit hierher – da muss sich doch jeder Soldat und jeder Polizist in dieser Republik mehr oder weniger verraten vorkommen. (Abg. Shetty: Unfassbar! – Abg. Stögmüller: Können Sie die Behauptung belegen?!)
Zwischenruf des Abg. Brandweiner.
Ich verstehe es ja bei den Grünen. Es ist ja schon wieder nett, dass die Grünen euch die Mauer machen, das verstehe ich alles. Ich verstehe die Intentionen, auch die Intention für den Antrag der Kollegin Kucharowits verstehe ich. Bei euch, die ihr euch immer als die Sicherheitspartei, die Unterstützer der Beamten aufspielt, verstehe ich aber nicht, dass ihr so etwas unterstützt und dass euch nichts Besseres einfällt. (Zwischenruf des Abg. Brandweiner.)
Abg. Brandweiner: Sehr kreativ!
Ihr sagt: Im Sinne unserer Polizistinnen und Polizisten, unserer Soldatinnen und Soldaten, die an der österreichischen Grenze tagtäglich ihren Kopf für uns hinhalten, machen wir für die Illegalität die Tür zu!, und kommt dann mit so einem Antrag, der quasi den Schleppern sagt: Schiebt Flüchtlinge mit illegalen Papieren nach Österreich und macht alle zu Minderjährigen! (Abg. Brandweiner: Sehr kreativ!) – Das verstehe ich ehrlich gesagt nicht, dafür fehlt mir das Verständnis, und das geht in eure Richtung als
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Shetty und Stögmüller.
selbst ernannte Sicherheitspartei, die ihr schon lange nicht mehr seid. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Shetty und Stögmüller.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und NEOS. – Zwischenruf des Abg. Lausch.
Abgeordnete Barbara Neßler (Grüne): Herr Präsident! Geschätzte Ministerin! Liebe Kollegen und Kolleginnen! Liebe Zuseher und Zuseherinnen! Ich muss schon sagen: Was hier von der FPÖ kommt, macht mich ein bisschen sprachlos. Entschuldigen Sie, aber diesen rassistischen Schmarren können Sie sich komplett schenken! Was Sie hier abliefern, ist eine komplette Themenverfehlung. Es geht nicht um einen Aufenthaltstitel, sondern es geht um Betreuung. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und NEOS. – Zwischenruf des Abg. Lausch.)
Heiterkeit bei der SPÖ.
Wenn man schon hetzt, dann sollte man zumindest Ahnung vom Thema haben. (Heiterkeit bei der SPÖ.) Weil Sie „wirkliche Kinder“ gesagt haben: Geflüchtete Kinder sind auch wirkliche Kinder, denn ein Kind ist ein Kind. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ein Kind ist ein Kind, das Betreuung braucht, das versorgt werden muss – ich hoffe, da stimmen mir die Parteien im Parlament zumindest über weite Strecken zu. Es gibt in Österreich aber Kinder, die auf sich allein gestellt sind. Die Kollegin von der SPÖ hat es schon angesprochen: Derzeit befinden sich über 400 unbegleitete minderjährige Schutzsuchende im Erstaufnahmezentrum in Traiskirchen, 14 davon sind unter 14 Jahre alt.
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wenn man schon hetzt, dann sollte man zumindest Ahnung vom Thema haben. (Heiterkeit bei der SPÖ.) Weil Sie „wirkliche Kinder“ gesagt haben: Geflüchtete Kinder sind auch wirkliche Kinder, denn ein Kind ist ein Kind. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ein Kind ist ein Kind, das Betreuung braucht, das versorgt werden muss – ich hoffe, da stimmen mir die Parteien im Parlament zumindest über weite Strecken zu. Es gibt in Österreich aber Kinder, die auf sich allein gestellt sind. Die Kollegin von der SPÖ hat es schon angesprochen: Derzeit befinden sich über 400 unbegleitete minderjährige Schutzsuchende im Erstaufnahmezentrum in Traiskirchen, 14 davon sind unter 14 Jahre alt.
Abg. Lausch: Danke!
Ich danke unserem Koalitionspartner, dass wir diesen Antrag einbringen konnten (Abg. Lausch: Danke!), denn im Asylverfahren soll besonderes Augenmerk auf das Kindeswohl gelegt werden. Ein umfassendes Schulungsangebot soll einerseits für die verfahrensführenden Referentinnen und Referenten und andererseits für das Betreuungspersonal gemacht werden.
Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abg. Krisper.
Liebe Kollegen und Kolleginnen! Ein Kind ist ein Kind, egal ob es hier geboren wurde oder zu uns gekommen ist. Man muss ganz klar dazusagen: Natürlich kann man es auch bei uns schlecht erwischen, aber im Grunde haben wir alle einen Lottosechser gezogen, weil wir in Österreich und damit in einem Land, in dem es sicher ist, auf die Welt gekommen sind. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abg. Krisper.)
Zwischenruf des Abg. Lausch.
Ich habe selbst in einem Flüchtlingsheim gearbeitet, und als ich dort die Erfahrungsberichte von Personen gehört habe, habe ich mir gedacht: Es ist schon ein Wahnsinn, wie viel manch eine Person ertragen muss und wie viel manch eine Person aushalten kann. (Zwischenruf des Abg. Lausch.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Pfurtscheller.
Ein Kind ist ein Kind, egal, wo es zur Welt gekommen ist, denn ein Geburtsort ist kein Leistungsnachweis und darf auch kein Schicksalsurteil sein. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Pfurtscheller.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es ist unsere menschliche Pflicht, dass wir jedem Kind hier in Österreich eine Kindheit geben, egal, ob es hier geboren wurde oder zu uns gekommen ist – und Sie können sich darauf verlassen, dass wir Grüne uns mit aller Kraft dafür einsetzen werden, dass die Obsorge ab dem ersten Tag Realität wird. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordnete Katharina Kucharowits (SPÖ): Herr Präsident! Werte Frau Bundesministerin! Geschätzte Kollegen und Kolleginnen! Kollegin Neßler hat es in ihrem Redebeitrag auf den Punkt gebracht: Ein Kind ist ein Kind ist ein Kind, und alle Kinder haben die gleichen Rechte. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.) Darauf haben wir uns in Österreich schon lange committet – schon lange aufgrund der UN-Kinderrechtskonvention, aber natürlich auch aufgrund des Bundesverfassungsgesetzes betreffend Kinderrechte.
Beifall bei der SPÖ.
Sie kommen in Österreich an, haben eine unfassbare Fluchterfahrung, sind traumatisiert, sind – es ist angesprochen worden – die vulnerabelste Gruppe, waren konfrontiert mit Gewalt, mit sexueller Ausbeutung, ja, und mit Menschenhandel, auch mit militärischer Ausbeutung oder auch mit Kinderarbeit. Wir können uns das in Österreich nicht vorstellen, aber das ist die Realität von vielen Kindern, die sich auf den Weg machen mussten, um ein besseres Leben zu haben. Deshalb gilt es, in Österreich, endlich, endlich alles zu tun, damit alle Kinder zu diesen Rechten kommen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Und ja, ich finde es wichtig und gut, dass ÖVP und Grüne unseren Antrag aufgenommen haben – aber eben nur bedingt. Kollegin Neßler! In eurem Antrag steht leider nichts von Obsorge ab dem ersten Tag, ihr sprecht davon, dass es „schnelle Obsorge“ geben soll. Es braucht sie aber eben ab dem ersten Tag, an dem die Kinder und Jugendlichen unbegleitet hier ankommen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bitte Sie wirklich, das mit aller Vehemenz zu unterstützen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Lausch.
Mein Kollege Lukas Brandweiner hat bereits vieles dazu ausgeführt, aber, Kollege Lausch, nur um die Dinge auch etwas auseinanderzuhalten: Du sagst hier, uns gehe es nicht um die Kinder, aber der Antrag behandelt eben Kinder, also kann man da nicht so leicht darüber hinweggehen. (Zwischenruf des Abg. Lausch.) Du sagst in deinem Redebeitrag: Wir sind bei einer Altersgrenze der Strafmündigkeit bei 14 Jahren dabei! Wo ist dazu der Antrag von euch? – Ihr wisst ja selber, dass das Unsinn ist, denn die UN-Kinderrechtskonvention sagt vollkommen klar: Alle Jugendlichen, Kinder unter 18 Jahren sind als Kinder zu behandeln (Abg. Lausch: Ja, eh!), und auch darüber können wir uns nicht einfach so locker hinwegturnen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Lausch: Ja, eh!
Mein Kollege Lukas Brandweiner hat bereits vieles dazu ausgeführt, aber, Kollege Lausch, nur um die Dinge auch etwas auseinanderzuhalten: Du sagst hier, uns gehe es nicht um die Kinder, aber der Antrag behandelt eben Kinder, also kann man da nicht so leicht darüber hinweggehen. (Zwischenruf des Abg. Lausch.) Du sagst in deinem Redebeitrag: Wir sind bei einer Altersgrenze der Strafmündigkeit bei 14 Jahren dabei! Wo ist dazu der Antrag von euch? – Ihr wisst ja selber, dass das Unsinn ist, denn die UN-Kinderrechtskonvention sagt vollkommen klar: Alle Jugendlichen, Kinder unter 18 Jahren sind als Kinder zu behandeln (Abg. Lausch: Ja, eh!), und auch darüber können wir uns nicht einfach so locker hinwegturnen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Mein Kollege Lukas Brandweiner hat bereits vieles dazu ausgeführt, aber, Kollege Lausch, nur um die Dinge auch etwas auseinanderzuhalten: Du sagst hier, uns gehe es nicht um die Kinder, aber der Antrag behandelt eben Kinder, also kann man da nicht so leicht darüber hinweggehen. (Zwischenruf des Abg. Lausch.) Du sagst in deinem Redebeitrag: Wir sind bei einer Altersgrenze der Strafmündigkeit bei 14 Jahren dabei! Wo ist dazu der Antrag von euch? – Ihr wisst ja selber, dass das Unsinn ist, denn die UN-Kinderrechtskonvention sagt vollkommen klar: Alle Jugendlichen, Kinder unter 18 Jahren sind als Kinder zu behandeln (Abg. Lausch: Ja, eh!), und auch darüber können wir uns nicht einfach so locker hinwegturnen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
In diesem Chatprotokoll, das Sie in Ihrem Antrag abgedruckt haben, steht: „Wir müssen bei Banken aufpassen. Die [Kern und Mitterlehner] wollen [...] 1,2 Mrd für Nachmittagsbetreuung mit Rechtsanspruch und Vereinbarungen Bund Gemeinden ohne Länder!“ – ohne Länder. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Jetzt lese Ihnen noch etwas von Herrn Mitterer, dem Gemeindeverbandspräsidenten, vor, der auch klar sagt, der Widerstand gegen dieses Paket kam nicht aus Wien, sondern von den Gemeinden, weil sie nicht in der Lage gewesen wären, dieses Paket zu stemmen. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Beifall bei der ÖVP.
Deswegen sage ich vollkommen klar: Danke, Sebastian Kurz, dass hier die Initiative ergriffen wurde und dass hier auch die Zusammenarbeit mit den Ländern und den Gemeinden gesucht wurde! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Ich weiß, meine Damen und Herren, dass die SPÖ es nicht so mit Fakten hat (Zwischenrufe bei der SPÖ) und uns gegenüber vielleicht eine verständliche Skepsis gegeben ist, aber nehmen wir doch die „Salzburger Nachrichten“ her. (Ruf bei der SPÖ: Nehmen ... die Chatprotokolle!) Die „Salzburger Nachrichten“ schreiben klar: „Hat Kurz Kinderbetreuung sabotiert? [...] Durch Fakten ist das nicht zu belegen.“ – Durch Fakten ist das nicht zu belegen! Na, wie schauen wir denn da aus? Also wirklich, es ist unfassbar! (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Ruf bei der SPÖ: Nehmen ... die Chatprotokolle!
Ich weiß, meine Damen und Herren, dass die SPÖ es nicht so mit Fakten hat (Zwischenrufe bei der SPÖ) und uns gegenüber vielleicht eine verständliche Skepsis gegeben ist, aber nehmen wir doch die „Salzburger Nachrichten“ her. (Ruf bei der SPÖ: Nehmen ... die Chatprotokolle!) Die „Salzburger Nachrichten“ schreiben klar: „Hat Kurz Kinderbetreuung sabotiert? [...] Durch Fakten ist das nicht zu belegen.“ – Durch Fakten ist das nicht zu belegen! Na, wie schauen wir denn da aus? Also wirklich, es ist unfassbar! (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Ich weiß, meine Damen und Herren, dass die SPÖ es nicht so mit Fakten hat (Zwischenrufe bei der SPÖ) und uns gegenüber vielleicht eine verständliche Skepsis gegeben ist, aber nehmen wir doch die „Salzburger Nachrichten“ her. (Ruf bei der SPÖ: Nehmen ... die Chatprotokolle!) Die „Salzburger Nachrichten“ schreiben klar: „Hat Kurz Kinderbetreuung sabotiert? [...] Durch Fakten ist das nicht zu belegen.“ – Durch Fakten ist das nicht zu belegen! Na, wie schauen wir denn da aus? Also wirklich, es ist unfassbar! (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
geredet. Darum ist es überhaupt nicht gegangen! (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Es ging nicht um Klein-, sondern um Schulkinder, das ist Faktum (Zwischenruf der Abg. Greiner), aber in Ihrem Zorn, in Ihrer Wut haben Sie das natürlich alles vermischt.
Zwischenruf der Abg. Greiner
geredet. Darum ist es überhaupt nicht gegangen! (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Es ging nicht um Klein-, sondern um Schulkinder, das ist Faktum (Zwischenruf der Abg. Greiner), aber in Ihrem Zorn, in Ihrer Wut haben Sie das natürlich alles vermischt.
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Faktum ist, dass wir damals in einer gemeinsamen Koalition mit Ministerin Sonja Hammerschmid auf den Weg gebracht haben, dass 750 Millionen Euro für Kinderbetreuung, Nachmittagsbetreuung bereitgestellt werden. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.
Meine Damen und Herren! Ich sage Ihnen eines: Für uns als ÖVP ist und bleibt die Wahlfreiheit der Eltern – die Wahlfreiheit, wie sie eben ihre Kinder betreuen wollen – ein wichtiges und zentrales Gut. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Es wurde bereits mehrfach gesagt, ich möchte es noch einmal wiederholen: Seit dem Jahr 2017 wurden 1,6 Milliarden Euro für die Kinderbetreuung bereitgestellt, beispielsweise, wenn es um einen Anspruch auf einen Ganztagesschulplatz gemäß 15a-Vereinbarungen geht, auch solche zur Elementarpädagogik. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Wir haben darüber hinaus den Familienbonus geschaffen, bei dem Sie ganz genau wissen, dass die Familien davon massiv profitieren.
Ruf bei der SPÖ: Nicht alle! – Zwischenruf der Abg. Kucharowits.
Darüber hinaus wissen wir, dass wir gemeinsam – gemeinsam! – über all die Jahre – auch in anderen Regierungskonstellationen – extrem viel für die Familien erreicht haben. Österreich hat ein Budget von über 9 Milliarden Euro, das für die Familien zur Verfügung steht. (Ruf bei der SPÖ: Nicht alle! – Zwischenruf der Abg. Kucharowits.) Wichtig ist jedoch, und das möchte ich schon betonen, dass es gerade die letzten Jahre, ob es in der Koalition ÖVP-FPÖ war oder auch jetzt in der Koalition mit den Grünen unter Bundeskanzler Sebastian Kurz, gelungen ist, Familien wirklich nachhaltig und kräftig zu entlasten – ein Weg, den wir auch in Zukunft weitergehen werden. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Darüber hinaus wissen wir, dass wir gemeinsam – gemeinsam! – über all die Jahre – auch in anderen Regierungskonstellationen – extrem viel für die Familien erreicht haben. Österreich hat ein Budget von über 9 Milliarden Euro, das für die Familien zur Verfügung steht. (Ruf bei der SPÖ: Nicht alle! – Zwischenruf der Abg. Kucharowits.) Wichtig ist jedoch, und das möchte ich schon betonen, dass es gerade die letzten Jahre, ob es in der Koalition ÖVP-FPÖ war oder auch jetzt in der Koalition mit den Grünen unter Bundeskanzler Sebastian Kurz, gelungen ist, Familien wirklich nachhaltig und kräftig zu entlasten – ein Weg, den wir auch in Zukunft weitergehen werden. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich kenne jetzt schon die Argumente, die von Kollegen Lopatka und von anderen Rednern wahrscheinlich kommen werden – das haben wir schon im Menschenrechtsausschuss gehört. Da heißt es: Wir sind rechtlich dazu verpflichtet, unsere österreichischen Staatsbürger zu evakuieren. – Na ja, das mag vielleicht stimmen, bei den Asylberechtigten aber, die Sie auch im Antrag drinnen haben, die einen Aufenthaltstitel in Österreich haben, die aber Afghanen, afghanische Staatsbürger sind, sehe ich das nicht so. Wer Heimaturlaub im angeblichen Fluchtland macht, trotz der schärfsten Reisewarnungen des Außenministeriums, hat dort zu bleiben, meine Damen und Herren, und hat in Österreich überhaupt nichts mehr verloren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir brauchen andere Lösungen. Wir brauchen ein Aussetzen des Asylrechts, wir brauchen einen echten Grenzschutz, sodass die Polizisten nicht mehr nur ein Empfangskommando sind, und wir brauchen außereuropäische Asylzentren. In Wahrheit brauchen wir das Zehnpunkteprogramm von Herbert Kickl, dann könnten wir die Asylproblematik in Österreich in absehbarer Zeit lösen. Ich fordere Sie, insbesondere die ÖVP, auf: Unterstützen Sie uns dabei! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Das Grundsätzliche ist: Österreich hat sich schon sehr früh festgelegt, wo die internationale Gemeinschaft Schwerpunkte setzen soll – und das war die Linie der Bundesregierung Sebastian Kurz, wie Sie das richtig angesprochen haben. Das Interessante ist, es hat letzte Woche Tagungen gegeben: Die G20 haben sich auf Einladung des italienischen Ministerpräsidenten getroffen, um sich mit dieser Frage zu beschäftigen, und die Europäische Union hat sich mit dieser Frage befasst. Beide kommen genau zu dem Ergebnis, das unsere Grundhaltung am Beginn war: Wir müssen alles tun, um die Region zu stärken, und wir müssen alles tun, um den Taliban ganz klar zu sagen: keine Anerkennung, aber im Interesse der Menschen, die dort leben, sehr wohl Vereinbarungen, was Hilfslieferungen betrifft. – Also: Hilfe vor Ort, Stärkung in der Region, aber niemand von uns hat gesagt, dass wir Afghanen aufnehmen wollen! Das sei ganz deutlich gesagt. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Amesbauer: Lesen Sie den Antrag!
Daher folge ich dem UNO-Generalsekretär, der meint: Wenn wir da nicht vor Ort helfen, werden wir einen hohen Preis zahlen, weil sich dann die Menschen auf der Suche nach einem besseren Leben zu uns aufmachen müssen, denn jeder von uns hat Gott sei Dank einen starken Drang, zu überleben. Daher ist die Positionierung der österreichischen Bundesregierung absolut richtig: Hilfe vor Ort, Stabilisierung in der Region, aber nicht – wie fälschlicherweise von Kollegen Amesbauer behauptet worden ist – jetzt quasi die Einladung aussprechen, dass Afghanen zu uns kommen sollen. Das macht auch die Europäische Union nicht mehr. (Abg. Amesbauer: Lesen Sie den Antrag!) – Lesen Sie die Schlussfolgerungen der G20! Auch dort finden Sie das nicht. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Amesbauer.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Amesbauer.
Daher folge ich dem UNO-Generalsekretär, der meint: Wenn wir da nicht vor Ort helfen, werden wir einen hohen Preis zahlen, weil sich dann die Menschen auf der Suche nach einem besseren Leben zu uns aufmachen müssen, denn jeder von uns hat Gott sei Dank einen starken Drang, zu überleben. Daher ist die Positionierung der österreichischen Bundesregierung absolut richtig: Hilfe vor Ort, Stabilisierung in der Region, aber nicht – wie fälschlicherweise von Kollegen Amesbauer behauptet worden ist – jetzt quasi die Einladung aussprechen, dass Afghanen zu uns kommen sollen. Das macht auch die Europäische Union nicht mehr. (Abg. Amesbauer: Lesen Sie den Antrag!) – Lesen Sie die Schlussfolgerungen der G20! Auch dort finden Sie das nicht. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Amesbauer.)
Abg. Amesbauer: Das hat ja damit nichts zu tun!
Im Übrigen leisten österreichische Abgeordnete auch einen Beitrag. Wir sind übernächstes Wochenende in Usbekistan – damit möchte ich schließen –, um dort die Wahlen zu beobachten, auch der nächste Redner aus Ihrer Fraktion, Kollege Amesbauer (Abg. Amesbauer: Das hat ja damit nichts zu tun!), ist mit dabei, und Kollege Troch. Ich darf diese Wahlbeobachtung leiten. Um es auf den Punkt zu bringen: Die Usbeken, die Tadschiken, die Kirgisen, die Nachbarn können viel mehr helfen als wir von Europa aus leisten können. Sie kennen die Mentalität, sie wissen, was notwendig ist, um zu einer halbwegs friedlichen Lösung zu kommen, um dort eine Stabilisierung zu erreichen. Das ist der richtige Weg. (Abg. Amesbauer: ... überhaupt nichts verloren da!) Machen wir den Österreicherinnen und Österreichern keine unnötigen Sorgen! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Amesbauer: ... überhaupt nichts verloren da!
Im Übrigen leisten österreichische Abgeordnete auch einen Beitrag. Wir sind übernächstes Wochenende in Usbekistan – damit möchte ich schließen –, um dort die Wahlen zu beobachten, auch der nächste Redner aus Ihrer Fraktion, Kollege Amesbauer (Abg. Amesbauer: Das hat ja damit nichts zu tun!), ist mit dabei, und Kollege Troch. Ich darf diese Wahlbeobachtung leiten. Um es auf den Punkt zu bringen: Die Usbeken, die Tadschiken, die Kirgisen, die Nachbarn können viel mehr helfen als wir von Europa aus leisten können. Sie kennen die Mentalität, sie wissen, was notwendig ist, um zu einer halbwegs friedlichen Lösung zu kommen, um dort eine Stabilisierung zu erreichen. Das ist der richtige Weg. (Abg. Amesbauer: ... überhaupt nichts verloren da!) Machen wir den Österreicherinnen und Österreichern keine unnötigen Sorgen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Im Übrigen leisten österreichische Abgeordnete auch einen Beitrag. Wir sind übernächstes Wochenende in Usbekistan – damit möchte ich schließen –, um dort die Wahlen zu beobachten, auch der nächste Redner aus Ihrer Fraktion, Kollege Amesbauer (Abg. Amesbauer: Das hat ja damit nichts zu tun!), ist mit dabei, und Kollege Troch. Ich darf diese Wahlbeobachtung leiten. Um es auf den Punkt zu bringen: Die Usbeken, die Tadschiken, die Kirgisen, die Nachbarn können viel mehr helfen als wir von Europa aus leisten können. Sie kennen die Mentalität, sie wissen, was notwendig ist, um zu einer halbwegs friedlichen Lösung zu kommen, um dort eine Stabilisierung zu erreichen. Das ist der richtige Weg. (Abg. Amesbauer: ... überhaupt nichts verloren da!) Machen wir den Österreicherinnen und Österreichern keine unnötigen Sorgen! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Ernst-Dziedzic
Das widerspricht sich also (Zwischenruf der Abg. Ernst-Dziedzic), ist aber typisch und bezeichnend für das grundsätzliche Glaubwürdigkeitsproblem, das nicht nur Sie, Herr Kollege Lopatka, haben, sondern auch der neue Kollege hier im Nationalrat (in Richtung Abg. Kurz blickend), der ja die Balkanroute geschlossen hat – was auch nicht stimmt! –, oder Herr Innenminister Nehammer, der sagt: Ja, selbstverständlich finden die Abschiebungen wie gehabt statt!, und auf Nachfrage, wie viele das seien, dann zugeben muss: null. Das ist also eine völlig sinnverzerrende Behauptung.
in Richtung Abg. Kurz blickend
Das widerspricht sich also (Zwischenruf der Abg. Ernst-Dziedzic), ist aber typisch und bezeichnend für das grundsätzliche Glaubwürdigkeitsproblem, das nicht nur Sie, Herr Kollege Lopatka, haben, sondern auch der neue Kollege hier im Nationalrat (in Richtung Abg. Kurz blickend), der ja die Balkanroute geschlossen hat – was auch nicht stimmt! –, oder Herr Innenminister Nehammer, der sagt: Ja, selbstverständlich finden die Abschiebungen wie gehabt statt!, und auf Nachfrage, wie viele das seien, dann zugeben muss: null. Das ist also eine völlig sinnverzerrende Behauptung.
Zwischenruf der Abg. Ernst-Dziedzic. – Abg. Amesbauer: Das geht uns nichts an! – Abg. Ernst-Dziedzic: Sehr wohl!
(Zwischenruf der Abg. Ernst-Dziedzic. – Abg. Amesbauer: Das geht uns nichts an! – Abg. Ernst-Dziedzic: Sehr wohl!) Die Verantwortung liegt zuallererst bei den Amerikanern und in zweiter Linie bei den Nato-Ländern, die sich am Krieg beteiligt haben. Wenn man es ein bisschen weiter spannen will, liegt sie möglicherweise auch noch bei Russland als Nachfolgestaat der Sowjetunion, weil die ja in den Neunzigerjahren Ähnliches erlitten haben, als sie geglaubt haben, durch kriegerische Intervention irgendwelche Probleme lösen zu können.
Beifall bei der FPÖ.
Das ist meines Erachtens der springende Punkt. Es geht nicht um die SPÖ oder die Grünen, es geht um die FPÖ, die in diesem Bereich die richtigen Prioritäten setzt, die Verhältnismäßigkeit im Auge hat und glaubwürdig ist, und es geht um die ÖVP, die all diese drei Dinge eben nicht hat. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ
Im Menschenrechtsausschuss haben wir von der SPÖ diesen Antrag auch noch einmal eingebracht, leider ist er von den Regierungsfraktionen nicht fürs Plenum zugelassen worden. Ich halte das für eine Zensur. Wenn das Thema Afghanistan ohnehin schon auf der Tagesordnung steht, dann den SPÖ-Antrag abzusetzen, also zu vertagen (Beifall bei der SPÖ), aber schnell an einem türkis-grünen Gegenantrag zu basteln, damit man doch etwas macht, das halte ich nicht für seriös. Das halte ich auch nicht für eine gute parlamentarische Gepflogenheit – von Pluralismus brauchen wir da gar nicht zu reden. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Krisper.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Krisper.
Im Menschenrechtsausschuss haben wir von der SPÖ diesen Antrag auch noch einmal eingebracht, leider ist er von den Regierungsfraktionen nicht fürs Plenum zugelassen worden. Ich halte das für eine Zensur. Wenn das Thema Afghanistan ohnehin schon auf der Tagesordnung steht, dann den SPÖ-Antrag abzusetzen, also zu vertagen (Beifall bei der SPÖ), aber schnell an einem türkis-grünen Gegenantrag zu basteln, damit man doch etwas macht, das halte ich nicht für seriös. Das halte ich auch nicht für eine gute parlamentarische Gepflogenheit – von Pluralismus brauchen wir da gar nicht zu reden. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Krisper.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Natürlich gibt es in Afghanistan auch große Enttäuschung über die internationale Gemeinschaft. Das Scheitern der Amerikaner ist ja eigentlich unglaublich, auch, wie die Menschen im Stich gelassen wurden. Der Minister für Bildung in Afghanistan, Haqqani, sagt nur, die Koedukation sei mit dem Islam nicht vereinbar. Bei dieser Trennung von Frauen und Männern in Afghanistan sind nur die Frauen die Leidtragenden: Sie sollen zu Hause bleiben, solange ihre Sicherheit nicht gewährleistet ist. Das ist der Zynismus der Taliban, und da müssen wir etwas machen! – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Abg. Kassegger: Dann haben Sie nicht zugehört!
Abgeordnete Dr. Ewa Ernst-Dziedzic (Grüne): Herr Präsident! Frau Ministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich habe jetzt überlegt, was man alles richtigstellen müsste, es wäre aber eigentlich schade um meine Redezeit. Nur vielleicht eines in Richtung FPÖ: Sie wollen keine Flüchtlinge in Europa, Sie wollen nicht vor Ort helfen, Sie sprechen sich gegen jegliche Maßnahmen aus, und ich habe von Ihnen noch nie einen lösungsorientierten Ansatz gehört, was es wirklich bräuchte, um diese globalen Herausforderungen gemeinsam bewältigen zu können. (Abg. Kassegger: Dann haben Sie nicht zugehört!) Es ist aber egal, es ist immer der gleiche Mix: ein bissel Populismus, ein bissel rassistische Polemik, ein bisschen Resistenz gegen jegliche Fakten; und das spricht sozusagen anscheinend auch Ihre Wählerschaft an, der das genügt.
Beifall bei den Grünen.
Deshalb mein Plädoyer abseits der außenpolitischen Komponente an Sie, Frau Bundesministerin: Nehmen Sie solche Treffen auch wahr! Reden Sie mit der afghanischen Community! Es sind wunderbare Menschen, die hier leben. Da geht es um unsere Zukunft – Sie sagen selber, vor allem Mädchen sind die Zukunft –, und diese sollten wir pflegen und nicht permanent kriminalisieren. Das wäre meine innenpolitische Bitte an dieser Stelle. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei NEOS und SPÖ.
Wir haben einen Antrag eingebracht, dass sich die Grundrechteagentur der EU diese Situation anschauen soll, damit wir hier ehrlich diskutieren können. Wir können an den europäischen Grenzen die Menschenwürde der Flüchtlinge achten, um uns in den Spiegel schauen zu können, und Kontrolle durchsetzen, indem wir registrieren, in konstruktiver europäischer Zusammenarbeit unter den Mitgliedstaaten Verfahren aufteilen, abhandeln, integrieren oder abschieben – das aber nicht mit Türkis und auch nicht mit Grün. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Beifall des Abg. Zarits. – Heiterkeit bei der FPÖ.
Abgeordnete Dr. Gudrun Kugler (ÖVP): Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Es zeigt sich wieder einmal, dass der beste Weg der Weg der Mitte ist. (Beifall des Abg. Zarits. – Heiterkeit bei der FPÖ.) Wenn man dieser Debatte folgt, stellt man fest, dass der Weg der Mitte der einzig richtige ist. Ich werde jetzt auf einiges, was hier gesagt wurde, eingehen und darf bei der FPÖ beginnen.
Abg. Amesbauer: Aber die wollen ...!
Die Kollegen Amesbauer und Kassegger sagen also, die ÖVP wolle zusätzliche Afghanen einfliegen. – Liebe Kollegen, die Afghanen mit Aufenthaltstitel sind schon bei uns aufgenommen. (Abg. Amesbauer: Aber die wollen ...!) Ihre Fälle sind individuell geprüft, und dass wir ihnen helfen, versteht sich von selbst. Ich sage euch auch, warum: weil wir hier auf dem Boden der Rechtsstaatlichkeit stehen. Ja, es ist möglich, dass jemand, der aufgrund der Asylbestimmungen einen Aufenthaltstitel in Österreich hat und dann in das Herkunftsland fährt, diesen Aufenthaltstitel verliert, das entscheidet aber nicht die FPÖ, die sagt: Alle weg!, sondern das entscheiden bei uns die Behörden, und das nennt man Rechtsstaatlichkeit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Die Kollegen Amesbauer und Kassegger sagen also, die ÖVP wolle zusätzliche Afghanen einfliegen. – Liebe Kollegen, die Afghanen mit Aufenthaltstitel sind schon bei uns aufgenommen. (Abg. Amesbauer: Aber die wollen ...!) Ihre Fälle sind individuell geprüft, und dass wir ihnen helfen, versteht sich von selbst. Ich sage euch auch, warum: weil wir hier auf dem Boden der Rechtsstaatlichkeit stehen. Ja, es ist möglich, dass jemand, der aufgrund der Asylbestimmungen einen Aufenthaltstitel in Österreich hat und dann in das Herkunftsland fährt, diesen Aufenthaltstitel verliert, das entscheidet aber nicht die FPÖ, die sagt: Alle weg!, sondern das entscheiden bei uns die Behörden, und das nennt man Rechtsstaatlichkeit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Amesbauer: Uns auch nicht, die Österreicher! Ihr wollt ...!
Liebe FPÖ, uns sind die Menschen nicht egal. (Abg. Amesbauer: Uns auch nicht, die Österreicher! Ihr wollt ...!) Als wir die Mittel für den Auslandskatastrophenfonds erhöht haben, haben Sie dagegengestimmt. Die Menschen hungern, den Menschen ist kalt. Uns ist wichtig, dass wir die humanitäre Situation nicht vergessen. (Abg. Kassegger: Auf der ganzen Welt, nur nicht in Österreich, das ist Ihnen wichtig! Aber wenigstens ...!)
Abg. Kassegger: Auf der ganzen Welt, nur nicht in Österreich, das ist Ihnen wichtig! Aber wenigstens ...!
Liebe FPÖ, uns sind die Menschen nicht egal. (Abg. Amesbauer: Uns auch nicht, die Österreicher! Ihr wollt ...!) Als wir die Mittel für den Auslandskatastrophenfonds erhöht haben, haben Sie dagegengestimmt. Die Menschen hungern, den Menschen ist kalt. Uns ist wichtig, dass wir die humanitäre Situation nicht vergessen. (Abg. Kassegger: Auf der ganzen Welt, nur nicht in Österreich, das ist Ihnen wichtig! Aber wenigstens ...!)
Abg. Krisper: EU-Resettlement-Programm!
Jetzt noch zu den NEOS, zu dem, was Kollegin Krisper gesagt hat: Liebe Frau Kollegin, niemand am G20-Gipfel, haben wir gerade gehört, hat sich für Aufnahmen ausgesprochen, und das hat gute Gründe: In Afghanistan gibt es 3,5 Millionen Flüchtlinge, Binnenvertriebene. Wenn wir jetzt anfangen, ein paar auszusuchen, dann ist das willkürlich und dann ist das auch ungleich (Abg. Krisper: EU-Resettlement-Programm!), und mit all dem Geld, das wir dafür verwenden würden, können wir dort so viel mehr Menschen helfen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Jetzt noch zu den NEOS, zu dem, was Kollegin Krisper gesagt hat: Liebe Frau Kollegin, niemand am G20-Gipfel, haben wir gerade gehört, hat sich für Aufnahmen ausgesprochen, und das hat gute Gründe: In Afghanistan gibt es 3,5 Millionen Flüchtlinge, Binnenvertriebene. Wenn wir jetzt anfangen, ein paar auszusuchen, dann ist das willkürlich und dann ist das auch ungleich (Abg. Krisper: EU-Resettlement-Programm!), und mit all dem Geld, das wir dafür verwenden würden, können wir dort so viel mehr Menschen helfen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Krisper: Oh mein Gott! – Zwischenruf des Abg. Loacker
Noch etwas: Du hast eindrucksvoll davon gesprochen, was es heißt, Mensch zu sein, und was es heißt, Frau zu sein. Es ist gut, dass du das ansprichst, denn die gleiche Frage, nämlich was es heißt, Mensch zu sein, und was es heißt, Frau zu sein, können wir uns auch in Bezug auf Afghaninnen in Wien stellen. In Wien sind die NEOS in der Regierung, und da müsstet ihr viel mehr tun (Abg. Krisper: Oh mein Gott! – Zwischenruf des Abg. Loacker), denn wir wissen, wie schwierig es in Fragen der Integration in Wien ist. Das AMS sagt, dass gemäß Kompetenzcheck 25 Prozent der Afghaninnen und Afghanen Analphabeten sind. (Zwischenruf der Abg. Krisper.) Ihr müsstet da mehr machen.
Zwischenruf der Abg. Krisper.
Noch etwas: Du hast eindrucksvoll davon gesprochen, was es heißt, Mensch zu sein, und was es heißt, Frau zu sein. Es ist gut, dass du das ansprichst, denn die gleiche Frage, nämlich was es heißt, Mensch zu sein, und was es heißt, Frau zu sein, können wir uns auch in Bezug auf Afghaninnen in Wien stellen. In Wien sind die NEOS in der Regierung, und da müsstet ihr viel mehr tun (Abg. Krisper: Oh mein Gott! – Zwischenruf des Abg. Loacker), denn wir wissen, wie schwierig es in Fragen der Integration in Wien ist. Das AMS sagt, dass gemäß Kompetenzcheck 25 Prozent der Afghaninnen und Afghanen Analphabeten sind. (Zwischenruf der Abg. Krisper.) Ihr müsstet da mehr machen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Amesbauer und Hoyos-Trauttmansdorff.
Wir wissen, dass Frauen in den Bereichen Arbeit und Bildung unterdurchschnittlich vorkommen, dass mehr als die Hälfte der Afghanen in Österreich sagen, Gewalt ist eine Möglichkeit zur Verteidigung der Ehre und so weiter. Wenn die NEOS sich hier also um das Menschsein und das Frausein sorgen, dann beginnt bitte schön in Wien! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Amesbauer und Hoyos-Trauttmansdorff.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Zusammenfassend kann ich nur sagen: Danke für die breite Unterstützung unseres Antrages. Es geht um die Stabilisierung der Region, es geht um die Einhaltung der Konditionalitäten der Europäischen Union, die, liebe Frau Kollegin Krisper, sehr wohl etwas bringen, denn dort geht es um den Schutz der Menschenrechte und den Schutz und die Einbindung von Frauen und Mädchen, und es geht um humanitäre Hilfe. Es geht um Hunger und Kälte, die vor Ort herrschen. Und Österreich – das ist eine gute Nachricht, mit der ich meine Rede beenden möchte – ist erstmals im Donorklub des UNHCR, weil wir so viel und so viel mehr geben. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte einfach sagen: Es gibt so viele gute Beispiele, etwa den Fall des jungen afghanischen Burschen, der erfolgreich in einer Sozialberufsschule in Stams seine Ausbildung macht, hervorragend integriert sowie unbescholten ist und sich in einem Mangelberuf ausbilden lässt. Ich nenne exemplarisch den Fall von Reshad, es gibt aber sehr viele Frauen und Männer, die sich als Pflegerinnen und Pfleger ausbilden lassen, die auch in Mangelberufen in der Gastronomie hervorragende Ausbildungen absolvieren, und diese Leute stehen vor der Abschiebung. Das versteht keiner, nicht nur aus volkswirtschaftlicher Sicht, sondern auch aus menschlicher Sicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Krisper.
Und verzeihen Sie mir, Herr Präsident, Ihnen gebe ich diese Stimmen jetzt auch nicht und Herrn Altbundeskanzler Kurz auch nicht. Ich werde mein Glück beim neuen Bundeskanzler versuchen. – Ich danke. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Krisper.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Als Direktorin einer Mittelschule bin ich, genauso wie meine Lehrerinnen und Lehrer, immer wieder erstaunt darüber, mit wie viel Wissen und mit welchen Fähigkeiten die zehnjährigen Kinder nach dem Besuch des Kindergartens und der Volksschule zu uns in die Sekundarstufe I kommen. Für diese großartige Arbeit der Pädagoginnen und Pädagogen möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bedanken. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Hamann und Maurer.
Besonders freut mich, dass in meinem Bezirk in der Südoststeiermark seit Schulbeginn ein Kolleg für Elementarpädagogik angeboten wird. Dies trägt dazu bei, dass in unserer ländlichen Region, in der großer Bedarf besteht, Personen für diesen wunderbaren Beruf ausgebildet werden können. – Vielen Dank dafür, Herr Minister Faßmann! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Hamann und Maurer.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Hamann und Maurer.
Bedanken möchte ich mich aber auch bei Minister Kocher, der es möglich gemacht hat, Elementarpädagogik in die Liste der förderbaren Ausbildungen im Rahmen des Fachkräftestipendiums beim Arbeitsmarktservice aufzunehmen. So können Interessierte den Umstieg in die Elementarpädagogik gefördert bekommen. Das ist eine richtige und wichtige Maßnahme. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Hamann und Maurer.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
und mit den neuen Ausbildungsmöglichkeiten werden die Elementarpädagogikberufe weiter attraktiviert. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Maurer und Künsberg Sarre.
Es darf aber nicht die einzige Maßnahme bleiben. Es müssen vielmehr die Arbeitsbedingungen verbessert werden, es braucht ein Gesamtkonzept für die Rahmenbedingungen, für einheitliche Rahmenbedingungen, und die Gehälter müssen erhöht werden, denn ElementarpädagogInnen sind genauso PädagogInnen wie jene in der Volksschule, in der Mittelschule oder in der AHS. Die Gruppengrößen gehören verringert. Man darf auch den Praxisanteil in der Ausbildung nicht vergessen. Das sind alles Maßnahmen, die diesen Beruf insgesamt attraktiver machen würden und vielleicht auch mehr Männer dazu bringen würden, ihn auszuüben. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Maurer und Künsberg Sarre.)
Beifall bei der SPÖ.
Lassen Sie mich auf die 1,2 Milliarden Euro zurückkommen, die in aller Munde sind, die es schon seit 2016 für den Ausbau der Ganztagsschulen und der Kinderbetreuung geben sollte. Das wurde als Projekt gutgeheißen, wurde dann aber für eigene Bedürfnisse eingestanzt, torpediert und abgedreht. Und Frau Kollegin Großbauer, nur zur Information: Es war damals nicht eine verpflichtende Ganztagsschule, sondern es war das Recht auf einen ganztägigen Schulplatz vorgesehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Seit 2017 könnten Tausende Familien, Kinder und vor allem Frauen Chancen auf ein besseres Leben, auf eine bessere Ausbildung haben, vor allem Frauen, die statt einer Teilzeitstelle eine Vollzeitstelle haben könnten und damit dann auch ihre Pensionsbeiträge anders hätten einzahlen können. Die großen Verlierer einer solchen Politik sind die Kinder und die Frauen, vor allem die Alleinerziehenden waren in den letzten vier bis fünf Jahren die großen Verlierer. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Strasser: Sie wohnen in einer SPÖ-Gemeinde, oder?
Lassen Sie mich sagen, warum ich das so genau weiß. Ich kann Ihnen das sagen, weil ich damals alleinerziehend war. Ich wollte einen Ganztagesplatz, ich habe aber keinen bekommen und musste meinen Sohn in eine Privatschule geben. (Abg. Strasser: Sie wohnen in einer SPÖ-Gemeinde, oder?) Das hat viel Geld gekostet, das ich damals nicht hatte. Dank meiner Eltern, die mich da mitfinanziert haben, war das möglich. Die öffentliche Schule ist nicht ausgebaut worden. (Abg. Strasser: SPÖ-Gemeinde, Frau
Abg. Strasser: Das glaube ich schon!
Kollegin?) Ich bin auch eine von denen, deswegen weiß ich, wovon ich spreche. (Abg. Strasser: Das glaube ich schon!) Das war keine SPÖ-Gemeinde, nein, es war eine ÖVP-Gemeinde, und das seit vielen Jahren.
Beifall bei der SPÖ.
Das Vertrauen und die Glaubwürdigkeit sind weg. Sie sind keine Familienpartei, bei allem Respekt, und die Entscheidung zur Verhinderung dieser Investitionen, die 2016 gefällt wurde, ist moralisch nicht in Ordnung. Zum Schluss spreche ich hier für viele Tausende, die das wahrscheinlich gerne an meiner Stelle gesagt hätten: Schämen Sie sich! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Hohes Haus, diesem Gesetzentwurf, der neue Quereinstiegsmöglichkeiten bietet, werden wir zustimmen. Das kann aber nicht der Schluss sein, da muss noch mehr kommen, da muss noch mehr folgen, denn unsere Kinder müssen uns das schlussendlich auch wert sein. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Hamann: Dann muss ich halt schneller reden!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Frau Kollegin Hamann, Sie wissen, dass wir um 15 Uhr mit der Dringlichen Anfrage beginnen. 3 Minuten – das wird wahrscheinlich eine Punktlandung werden. (Abg. Hamann: Dann muss ich halt schneller reden!) – Bitte, Frau Abgeordnete.
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP – Zwischenruf der Abg. Kucharowits
Abgeordnete Mag. Sibylle Hamann (Grüne): Herr Präsident! Lieber Herr Bundesminister! Ja, die Elementarpädagogen und Elementarpädagoginnen haben sich heute draußen auf der Straße wieder in Erinnerung gerufen – und das ist gut so. Ich möchte ihnen nicht nur für ihre Arbeit danken, sondern auch für ihren Protest (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP – Zwischenruf der Abg. Kucharowits), weil er uns immer wieder daran erinnert, wie wichtig ihr Beruf ist, und dass ohne das, was sie jeden Tag machen, alles zusammenbrechen würde, inklusive unserer Wirtschaft.
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Kucharowits.
Ich verstehe auch sehr gut, dass viele von ihnen unter den derzeitigen Arbeitsbedingungen ausbrennen. Was sie und was wir alle brauchen, ist völlig klar: mehr Zeit, auch für Vorbereitung und Reflexion, für Gespräche, kleinere Gruppen, weniger Stress, bessere Bezahlung und auf jeden Fall einheitliche Standards in ganz Österreich. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Kucharowits.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Vorderwinkler.
Vieles von dem, was ich jetzt aufgezählt habe, eigentlich alles, ist im Moment Kompetenz der Länder, auch von Wien – was Kollegin Vorderwinkler gerade vorhin erwähnt hat. Dass wir uns alle einig sind, dass wir da etwas ändern müssen, ist wunderbar. Ich zähle darauf, dass im Zuge der 15a-Verhandlungen, die jetzt stattfinden, wir alle von allen Seiten anschieben, damit dabei auch etwas Substanzielles herauskommt. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Vorderwinkler.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Und weil Sprache auch immer Bewusstsein schafft, war die Umbenennung der Bezeichnung KindergärtnerIn, die künftig überall durch das Wort Elementarpädagoge beziehungsweise Elementarpädagogin ersetzt wird, dringend notwendig – wie so vieles, das in diesem Bereich noch weitergehen muss. Ich kann Ihnen versprechen: Wir bleiben dran. – Danke schön. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
eine Tafel mit Fotos von Sebastian Kurz und weiteren Personen in die Höhe haltend und der Reihe nach auf die jeweiligen Fotos deutend
Hier (eine Tafel mit Fotos von Sebastian Kurz und weiteren Personen in die Höhe haltend und der Reihe nach auf die jeweiligen Fotos deutend) haben wir das Team des Projekt Ballhausplatz, das sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Projekt Ballhausplatz: in der Mitte natürlich der ehemalige Bundeskanzler Kurz, Stefan Steiner zum Beispiel, der als Beschuldigter geführt wird, ebenso Gerald Fleischmann – Herr Kurz wird ja auch in mehreren Verfahren als Beschuldigter geführt – und Herr Bernd Brünner, der im Projekt Ballhausplatz – bei der Übernahme des Bundeskanzleramts – dafür zuständig war, dass dort möglichst schnell alle nicht-türkisen Sektionschefs und Abteilungsleiter entfernt und durch Getreue ersetzt werden. Das war seine Aufgabe.
Abg. Strasser: Ganz transparent!
Bernd Brünner war auch der erste Kabinettschef von Herrn Kurz als Bundeskanzler und ist seitdem von ihm als Generalsekretär eingesetzt gewesen – und er hat diesen Auftrag gegeben. Er hat diesen Auftrag zur großen Löschung gegeben, noch dazu zu einem Zeitpunkt, als Herr Kurz noch im Amt war. (Abg. Strasser: Ganz transparent!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.
Da kommt von der rechten Hand des Bundeskanzlers an alle Beamtinnen, an alle Beamten des Hauses der Auftrag – das letzte Mal hat der Untersuchungsausschuss Material bekommen, das geht nicht ein zweites Mal –: Wir werden am 10. November alles löschen, alles löschen, was nicht manuell gesichert ist! – Das ist der Auftrag, was da passieren soll, den die rechte Hand des ehemaligen Bundeskanzlers Kurz gegeben hat. Ich sage: Das darf sich ein Parlament nicht gefallen lassen! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Gahr.
Das geht einfach nicht. Seit einigen Wochen ist allen, die es wissen wollen, bekannt, dass ein neuer Untersuchungsausschuss kommt, der dort beginnt, wo der Ibiza-Untersuchungsausschuss aufgehört hat. Der wurde ja wegen großen Erfolges von der ÖVP abgedreht, und deswegen kommt jetzt ein neuer. (Zwischenruf des Abg. Gahr.) Wir wissen, das ist alles eine Zeitverzögerung. Wir wissen, dass die Akten und die Unterlagen vom Parlament an die Ministerien zurückgestellt werden mussten.
Zwischenrufe der Abgeordneten Blimlinger und Maurer.
Weiters steht darin: Sie werden „aufgefordert, jedenfalls sicherzustellen, dass für die Wahrnehmung der parlamentarischen Kontrollrechte, wie insbesondere den zuletzt eingesetzten Untersuchungsausschuss“ - - – Was ist der zuletzt eingesetzte Untersuchungsausschuss? – Der Ibiza-Untersuchungsausschuss. Das ist der zuletzt eingesetzte Untersuchungsausschuss. (Zwischenrufe der Abgeordneten Blimlinger und Maurer.) – Ich sage es Ihnen: Der zuletzt eingesetzte Untersuchungsausschuss ist nicht der ÖVP-Korruptionsausschuss. Der ist eingebracht, der ist verlangt, aber nicht eingesetzt. Eingesetzt kann er erst im nächsten Plenum werden, am 17. November. Das heißt, die Formulierung mit dem „zuletzt eingesetzten Untersuchungsausschuss“ bezieht sich auf den Ibiza-Untersuchungsausschuss und nicht den ÖVP-Korruptionsausschuss. (Zwischenruf des Abg. Stögmüller.)
Zwischenruf des Abg. Stögmüller.
Weiters steht darin: Sie werden „aufgefordert, jedenfalls sicherzustellen, dass für die Wahrnehmung der parlamentarischen Kontrollrechte, wie insbesondere den zuletzt eingesetzten Untersuchungsausschuss“ - - – Was ist der zuletzt eingesetzte Untersuchungsausschuss? – Der Ibiza-Untersuchungsausschuss. Das ist der zuletzt eingesetzte Untersuchungsausschuss. (Zwischenrufe der Abgeordneten Blimlinger und Maurer.) – Ich sage es Ihnen: Der zuletzt eingesetzte Untersuchungsausschuss ist nicht der ÖVP-Korruptionsausschuss. Der ist eingebracht, der ist verlangt, aber nicht eingesetzt. Eingesetzt kann er erst im nächsten Plenum werden, am 17. November. Das heißt, die Formulierung mit dem „zuletzt eingesetzten Untersuchungsausschuss“ bezieht sich auf den Ibiza-Untersuchungsausschuss und nicht den ÖVP-Korruptionsausschuss. (Zwischenruf des Abg. Stögmüller.)
Abg. Maurer: Mimimimimi! – Zwischenruf des Abg. Stögmüller
Der Antrag ist an die falsche Person gerichtet, es ist der falsche Untersuchungsausschuss genannt, weil der ÖVP-Korruptionsausschuss noch nicht eingesetzt ist (Abg. Maurer: Mimimimimi! – Zwischenruf des Abg. Stögmüller), und es muss auch ganz klar gesagt werden, wie lange die Aussetzung dauert.
Beifall bei SPÖ und NEOS.
Es ist sehr lustig, Frau Kollegin Maurer, dass Sie jetzt „Mimimimimi“ sagen. Das ist kein mimimimimi, denn es geht um ein Kontrollrecht dieses Hauses. (Beifall bei SPÖ und NEOS.) Früher hat es einmal Grüne gegeben, denen dieses Kontrollrecht heilig war. Ich weiß, dass Ihnen das nicht heilig ist. Ich weiß, wie Sie damit umgehen, nämlich persönlich. Solche Zwischenrufe sollten Sie sich wirklich sparen. (Abg. Wöginger: Und du solche Dringlichen! – Abg. Strasser: Solche Fantasiekonstrukte! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Wöginger: Und du solche Dringlichen! – Abg. Strasser: Solche Fantasiekonstrukte! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Es ist sehr lustig, Frau Kollegin Maurer, dass Sie jetzt „Mimimimimi“ sagen. Das ist kein mimimimimi, denn es geht um ein Kontrollrecht dieses Hauses. (Beifall bei SPÖ und NEOS.) Früher hat es einmal Grüne gegeben, denen dieses Kontrollrecht heilig war. Ich weiß, dass Ihnen das nicht heilig ist. Ich weiß, wie Sie damit umgehen, nämlich persönlich. Solche Zwischenrufe sollten Sie sich wirklich sparen. (Abg. Wöginger: Und du solche Dringlichen! – Abg. Strasser: Solche Fantasiekonstrukte! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Ich sage noch eines, bevor ich zum Schluss komme: Wir sind sehr gespannt auf die Anfragebeantwortung. Ich möchte besonders auf Frage 17 aufmerksam machen. Da geht es nämlich darum, dass wir auch Hinweise haben, dass wenige Stunden vor der Hausdurchsuchung ein externer Dienstleister, ein Transportunternehmen, Sachen aus dem Bundeskanzleramt abgeholt hat und angeblich verschiedene Ordner, verschiedene Akten, Unterlagen, angeblich sogar PCs eingeladen und weggeführt wurden. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Wir sind sehr gespannt, ob diese Informationen, die wir haben, wirklich akkurat sind und ob wirklich wenige Stunden vor der Hausdurchsuchung Akten, Unterlagen und Computer aus dem Bundeskanzleramt abgeholt worden sind.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich ersuche Sie wirklich, diesen Entschließungsantrag entsprechend abzuändern, weil er sonst nämlich überhaupt keine Wirkung hat. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Rauch.
Bundesminister für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport Vizekanzler Mag. Werner Kogler: Herr Präsident! Geschätzte Abgeordnete! Hohes Haus! Das ist eine außergewöhnliche Situation. So oft kommt es, glaube ich, nicht vor, dass der Vizekanzler die Beantwortung einer Dringlichen Anfrage für einen Bundeskanzler vornimmt. (Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Rauch.) Es ist aber klar geregelt. Ich darf Ihnen diese Regeln auch gleich näherbringen, damit es zu keinen Missverständnissen kommt.
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Martin Graf.
Ich werde extra ausweisen, wenn ich – und das betrifft jetzt nur die folgende Passage – in meiner Verantwortung als Vizekanzler und Minister etwas sagen möchte. Ich möchte in dieser Verantwortung festhalten, dass es weder in meinem noch in einem anderen grün geführten Ressort, jedenfalls nach meinem Informationsstand, eine Anordnung zur zentralen Löschung von Daten gibt und es auch keine geben wird. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Martin Graf.)
Abg. Rauch: Sagt wer?
Zwischen der Zielsetzung und den Maßnahmen im Projekt IT-Konsolidierung, das ja ein gutes ist – es ist auch im Regierungsprogramm zu finden –, und einer allfällig möglichen Anordnung von Löschungen von E-Mails und Daten besteht deshalb aus meiner Sicht und der Sicht meiner Ressortkollegen, die ich angesprochen habe, kein kausaler Zusammenhang. (Abg. Rauch: Sagt wer?) Ich betone aber: einer allfällig möglichen Anordnung von Löschungen von E-Mails. Das wird sich ja noch aufklären, denken wir. Abschließend: Der Umsetzungsstand ist bei dieser IT-Konsolidierung je nach Ressort natürlich unterschiedlich weit gediehen – so weit meine Stellungnahme dazu.
Zwischenrufe bei der SPÖ
Zu den Fragen 18 und 19 antwortet das Bundeskanzleramt beziehungsweise der Bundeskanzler (Zwischenrufe bei der SPÖ) – ziehen Sie Ihre Schlüsse selbst, aber lassen Sie mich die letzten Fragen noch beantworten –:
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Damit sind, denke ich, vom Bundeskanzleramt alle Fragen beantwortet. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Hörl: Entschuldige dich jetzt für die Vorwürfe vom Krainer!
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Geschätzte Damen und Herren der Bundesregierung! Sehr verehrte Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Damen und Herren! (Abg. Hörl: Entschuldige dich jetzt für die Vorwürfe vom Krainer!) Herr Vizekanzler Kogler, ich bin jetzt schon ein bisschen entsetzt. Sie kennen mich gut, wir kennen uns gut: Wenn ich ein bisschen entsetzt sage, bin ich eigentlich ordentlich entsetzt. (Abg. Hörl: Na was jetzt?)
Abg. Hörl: Na was jetzt?
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Geschätzte Damen und Herren der Bundesregierung! Sehr verehrte Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Damen und Herren! (Abg. Hörl: Entschuldige dich jetzt für die Vorwürfe vom Krainer!) Herr Vizekanzler Kogler, ich bin jetzt schon ein bisschen entsetzt. Sie kennen mich gut, wir kennen uns gut: Wenn ich ein bisschen entsetzt sage, bin ich eigentlich ordentlich entsetzt. (Abg. Hörl: Na was jetzt?)
Abg. Hörl: Der ist ausgelaufen, mein Freund!
Ich war schon entsetzt, als die Grünen gemeinsam mit den Türkisen den Ibiza-Untersuchungsausschuss abgedreht haben (Abg. Hörl: Der ist ausgelaufen, mein Freund!), weil eigentlich noch genug herauszufinden gewesen wäre. (Abg. Lopatka: Was heißt „abgedreht“?)
Abg. Lopatka: Was heißt „abgedreht“?
Ich war schon entsetzt, als die Grünen gemeinsam mit den Türkisen den Ibiza-Untersuchungsausschuss abgedreht haben (Abg. Hörl: Der ist ausgelaufen, mein Freund!), weil eigentlich noch genug herauszufinden gewesen wäre. (Abg. Lopatka: Was heißt „abgedreht“?)
Vizekanzler Kogler: Aber Sie kennen schon die Bundesverfassung?
Und jetzt, Herr Vizekanzler, wiederholt sich mein Entsetzen ein bisschen. Ich erkenne das an, Sie sagen, in Ihrem Zuständigkeitsbereich wird es keine Löschungen geben. Sie stellen sich aber her und lesen vor, was die türkise Familie Ihnen sozusagen zur Verfügung stellt. Das müssen Sie machen, das verstehe ich auch. (Vizekanzler Kogler: Aber Sie kennen schon die Bundesverfassung?) Dass aber kein Wort der Kritik, keine wie immer geartete Kritik an diesen Vorgängen, die jetzt anscheinend im Bundeskanzleramt stattfinden, geäußert wird – Herr Kogler, das wäre früher sicher nicht so geschehen. (Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen.) Das muss man auch einmal ganz klar sagen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Strasser und Wöginger. – Ruf bei der ÖVP: Das ist ja nur Show!)
Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen.
Und jetzt, Herr Vizekanzler, wiederholt sich mein Entsetzen ein bisschen. Ich erkenne das an, Sie sagen, in Ihrem Zuständigkeitsbereich wird es keine Löschungen geben. Sie stellen sich aber her und lesen vor, was die türkise Familie Ihnen sozusagen zur Verfügung stellt. Das müssen Sie machen, das verstehe ich auch. (Vizekanzler Kogler: Aber Sie kennen schon die Bundesverfassung?) Dass aber kein Wort der Kritik, keine wie immer geartete Kritik an diesen Vorgängen, die jetzt anscheinend im Bundeskanzleramt stattfinden, geäußert wird – Herr Kogler, das wäre früher sicher nicht so geschehen. (Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen.) Das muss man auch einmal ganz klar sagen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Strasser und Wöginger. – Ruf bei der ÖVP: Das ist ja nur Show!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Strasser und Wöginger. – Ruf bei der ÖVP: Das ist ja nur Show!
Und jetzt, Herr Vizekanzler, wiederholt sich mein Entsetzen ein bisschen. Ich erkenne das an, Sie sagen, in Ihrem Zuständigkeitsbereich wird es keine Löschungen geben. Sie stellen sich aber her und lesen vor, was die türkise Familie Ihnen sozusagen zur Verfügung stellt. Das müssen Sie machen, das verstehe ich auch. (Vizekanzler Kogler: Aber Sie kennen schon die Bundesverfassung?) Dass aber kein Wort der Kritik, keine wie immer geartete Kritik an diesen Vorgängen, die jetzt anscheinend im Bundeskanzleramt stattfinden, geäußert wird – Herr Kogler, das wäre früher sicher nicht so geschehen. (Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen.) Das muss man auch einmal ganz klar sagen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Strasser und Wöginger. – Ruf bei der ÖVP: Das ist ja nur Show!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Wöginger: Nur Unterstellungen! Nur Unterstellungen! – Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller. – Abg. Strasser: Wo ist jetzt die sachliche Kritik?
Ich darf Sie nur auf eine interessante Antwort aufmerksam machen. À la longue sind wahrscheinlich die meisten Antworten sehr interessant, die Sie vorgelesen haben, ich möchte aber nur auf eines aufmerksam machen. Frage 17 war: Wurden Transporte durchgeführt? Und die Antwort war: Es wurden keine beauftragt! – Das ist schon etwas anderes. Anscheinend sind also Transporte durchgeführt worden, und ich glaube, es wird für die Zukunft sehr interessant sein, was aus dem Bundeskanzleramt abtransportiert worden ist, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Wöginger: Nur Unterstellungen! Nur Unterstellungen! – Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller. – Abg. Strasser: Wo ist jetzt die sachliche Kritik?)
Abg. Wöginger: Ich glaube, sicher zu wissen!
Der Wahlkampf der Grünen war von einigen interessanten Schlagwörtern geprägt, unter anderem dass der Anstand die Grünen wählen würde. Ich glaube, sicher zu wissen (Abg. Wöginger: Ich glaube, sicher zu wissen!), dass Sie jetzt ein bisschen versucht haben, die Fortsetzung der größten Schredderaktion in dieser Republik zu rechtfertigen. (Abg. Stögmüller: Ist das jetzt der Bundeskanzler?!) Das, Herr Vizekanzler, sind nicht Sie, das ist Ihrer nicht würdig! Das muss ich auch einmal ganz, ganz klar sagen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Stögmüller: Ist das jetzt der Bundeskanzler?!
Der Wahlkampf der Grünen war von einigen interessanten Schlagwörtern geprägt, unter anderem dass der Anstand die Grünen wählen würde. Ich glaube, sicher zu wissen (Abg. Wöginger: Ich glaube, sicher zu wissen!), dass Sie jetzt ein bisschen versucht haben, die Fortsetzung der größten Schredderaktion in dieser Republik zu rechtfertigen. (Abg. Stögmüller: Ist das jetzt der Bundeskanzler?!) Das, Herr Vizekanzler, sind nicht Sie, das ist Ihrer nicht würdig! Das muss ich auch einmal ganz, ganz klar sagen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen.
Der Wahlkampf der Grünen war von einigen interessanten Schlagwörtern geprägt, unter anderem dass der Anstand die Grünen wählen würde. Ich glaube, sicher zu wissen (Abg. Wöginger: Ich glaube, sicher zu wissen!), dass Sie jetzt ein bisschen versucht haben, die Fortsetzung der größten Schredderaktion in dieser Republik zu rechtfertigen. (Abg. Stögmüller: Ist das jetzt der Bundeskanzler?!) Das, Herr Vizekanzler, sind nicht Sie, das ist Ihrer nicht würdig! Das muss ich auch einmal ganz, ganz klar sagen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Stögmüller: Aber geh! Das ist eine schlechte Rede!
Auch wenn jetzt in dieser – vorgegebenen – Anfragebeantwortung zu erläutern versucht wurde, dass am Ende eh nichts gelöscht wurde (Abg. Stögmüller: Aber geh! Das ist eine schlechte Rede!), geht aus der Anordnung, die der Generalsekretär erlassen hat – und die zählt in diesem Fall, und da steht es wortwörtlich drinnen –, ganz, ganz klar hervor, dass gelöscht wird. (Abg. Tomaselli: Return to sender! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Das ist die größte Löschungsaktion der Zweiten Republik, um zu verhindern, dass weitere Korruption, weitere Missstände und weitere Unmoral in diesem Land aufgedeckt werden. Daran werden wir uns sicher nicht beteiligen. Im Gegenteil: Wir werden alles dafür tun, dass das aufgedeckt wird, geschätzte Damen und Herren! Es ist einfach unpackbar, das muss ich ganz offen sagen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Tomaselli: Return to sender! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Auch wenn jetzt in dieser – vorgegebenen – Anfragebeantwortung zu erläutern versucht wurde, dass am Ende eh nichts gelöscht wurde (Abg. Stögmüller: Aber geh! Das ist eine schlechte Rede!), geht aus der Anordnung, die der Generalsekretär erlassen hat – und die zählt in diesem Fall, und da steht es wortwörtlich drinnen –, ganz, ganz klar hervor, dass gelöscht wird. (Abg. Tomaselli: Return to sender! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Das ist die größte Löschungsaktion der Zweiten Republik, um zu verhindern, dass weitere Korruption, weitere Missstände und weitere Unmoral in diesem Land aufgedeckt werden. Daran werden wir uns sicher nicht beteiligen. Im Gegenteil: Wir werden alles dafür tun, dass das aufgedeckt wird, geschätzte Damen und Herren! Es ist einfach unpackbar, das muss ich ganz offen sagen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Auch wenn jetzt in dieser – vorgegebenen – Anfragebeantwortung zu erläutern versucht wurde, dass am Ende eh nichts gelöscht wurde (Abg. Stögmüller: Aber geh! Das ist eine schlechte Rede!), geht aus der Anordnung, die der Generalsekretär erlassen hat – und die zählt in diesem Fall, und da steht es wortwörtlich drinnen –, ganz, ganz klar hervor, dass gelöscht wird. (Abg. Tomaselli: Return to sender! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Das ist die größte Löschungsaktion der Zweiten Republik, um zu verhindern, dass weitere Korruption, weitere Missstände und weitere Unmoral in diesem Land aufgedeckt werden. Daran werden wir uns sicher nicht beteiligen. Im Gegenteil: Wir werden alles dafür tun, dass das aufgedeckt wird, geschätzte Damen und Herren! Es ist einfach unpackbar, das muss ich ganz offen sagen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
in Richtung Vizekanzler Kogler
Womit haben wir es da zu tun? Da können Sie (in Richtung Vizekanzler Kogler) nichts dafür, das ist mir klar, und ich höre schon mit der Kritik an Ihnen auf. (Abg. Prammer: Ja aber dann - -! – Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) Womit haben wir es da aber zu tun? – Wir haben es mit dem Versuch zu tun, diese illegale Verhinderung von Datenlieferungen, wie Herr Blümel es vorgemacht hat, weiter zu betreiben. (Zwischenruf des Abg. Strasser.) Es hat den Verfassungsgerichtshof und den Bundespräsidenten gebraucht, um das zu unterbinden. Jetzt versucht das Bundeskanzleramt, so davonzukommen. Das ist etwas, was nicht akzeptabel ist, geschätzte Damen und Herren! Sie wollen so den Rechtsstaat beugen und das akzeptieren wir einfach nicht. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Wöginger: Das ist eine bodenlose Frechheit, wirklich!)
Abg. Prammer: Ja aber dann - -! – Zwischenruf des Abg. Stögmüller.
Womit haben wir es da zu tun? Da können Sie (in Richtung Vizekanzler Kogler) nichts dafür, das ist mir klar, und ich höre schon mit der Kritik an Ihnen auf. (Abg. Prammer: Ja aber dann - -! – Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) Womit haben wir es da aber zu tun? – Wir haben es mit dem Versuch zu tun, diese illegale Verhinderung von Datenlieferungen, wie Herr Blümel es vorgemacht hat, weiter zu betreiben. (Zwischenruf des Abg. Strasser.) Es hat den Verfassungsgerichtshof und den Bundespräsidenten gebraucht, um das zu unterbinden. Jetzt versucht das Bundeskanzleramt, so davonzukommen. Das ist etwas, was nicht akzeptabel ist, geschätzte Damen und Herren! Sie wollen so den Rechtsstaat beugen und das akzeptieren wir einfach nicht. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Wöginger: Das ist eine bodenlose Frechheit, wirklich!)
Zwischenruf des Abg. Strasser.
Womit haben wir es da zu tun? Da können Sie (in Richtung Vizekanzler Kogler) nichts dafür, das ist mir klar, und ich höre schon mit der Kritik an Ihnen auf. (Abg. Prammer: Ja aber dann - -! – Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) Womit haben wir es da aber zu tun? – Wir haben es mit dem Versuch zu tun, diese illegale Verhinderung von Datenlieferungen, wie Herr Blümel es vorgemacht hat, weiter zu betreiben. (Zwischenruf des Abg. Strasser.) Es hat den Verfassungsgerichtshof und den Bundespräsidenten gebraucht, um das zu unterbinden. Jetzt versucht das Bundeskanzleramt, so davonzukommen. Das ist etwas, was nicht akzeptabel ist, geschätzte Damen und Herren! Sie wollen so den Rechtsstaat beugen und das akzeptieren wir einfach nicht. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Wöginger: Das ist eine bodenlose Frechheit, wirklich!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Wöginger: Das ist eine bodenlose Frechheit, wirklich!
Womit haben wir es da zu tun? Da können Sie (in Richtung Vizekanzler Kogler) nichts dafür, das ist mir klar, und ich höre schon mit der Kritik an Ihnen auf. (Abg. Prammer: Ja aber dann - -! – Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) Womit haben wir es da aber zu tun? – Wir haben es mit dem Versuch zu tun, diese illegale Verhinderung von Datenlieferungen, wie Herr Blümel es vorgemacht hat, weiter zu betreiben. (Zwischenruf des Abg. Strasser.) Es hat den Verfassungsgerichtshof und den Bundespräsidenten gebraucht, um das zu unterbinden. Jetzt versucht das Bundeskanzleramt, so davonzukommen. Das ist etwas, was nicht akzeptabel ist, geschätzte Damen und Herren! Sie wollen so den Rechtsstaat beugen und das akzeptieren wir einfach nicht. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Wöginger: Das ist eine bodenlose Frechheit, wirklich!)
Beifall bei SPÖ und FPÖ.
Geschätzte Damen und Herren! Herr Klubobmann Wöginger hat gerade einen Zwischenruf getätigt und gemeint, was ich hier sage sei eine „bodenlose Frechheit“. Ich sage Ihnen etwas: Das, was die türkise Familie treibt, ist eine bodenlose Frechheit, und zwar gegenüber dem ganzen Land! (Beifall bei SPÖ und FPÖ.)
Abg. Pfurtscheller: Die werden nicht gelöscht! – Abg. Gabriela Schwarz: Die werden nicht - -!
Die Frage ist aber, und das ist meines Erachtens die wichtigste Frage: Warum tun sie das? Warum machen sie ständig Dinge, die für andere Menschen einfach nicht nachvollziehbar sind? Warum wollen sie, wie es passiert ist, anonym etwas schreddern? Das macht doch kein normaler Mensch. Warum wollen sie sämtliche E-Mails im Bundeskanzleramt löschen? (Abg. Pfurtscheller: Die werden nicht gelöscht! – Abg. Gabriela Schwarz: Die werden nicht - -!) Warum tut man das? – Erklären Sie mir das bitte einmal! Warum tun Sie das? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Frage ist aber, und das ist meines Erachtens die wichtigste Frage: Warum tun sie das? Warum machen sie ständig Dinge, die für andere Menschen einfach nicht nachvollziehbar sind? Warum wollen sie, wie es passiert ist, anonym etwas schreddern? Das macht doch kein normaler Mensch. Warum wollen sie sämtliche E-Mails im Bundeskanzleramt löschen? (Abg. Pfurtscheller: Die werden nicht gelöscht! – Abg. Gabriela Schwarz: Die werden nicht - -!) Warum tut man das? – Erklären Sie mir das bitte einmal! Warum tun Sie das? (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Strasser.
Ich kann Ihnen die Antwort liefern. Die Antwort ist, dass Sie verhindern wollen, dass weitere Dinge, die dort geschehen sind, ans Licht kommen. Das ist das, was Sie möchten. (Zwischenruf des Abg. Strasser.) Es gibt ja den Verdacht, dass die Hausdurchsuchungen verraten worden sind, es gibt den Verdacht, dass die Ermittlungen konzertiert eingeschränkt und behindert werden. Vielleicht, geschätzte Damen und Herren, steht das in diesen E-Mails, die es im Bundeskanzleramt vielleicht gibt, und sie wollen verhindern, dass es herauskommt. Darum geht es einfach in dieser Frage und da spielen wir nicht mit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich kann Ihnen die Antwort liefern. Die Antwort ist, dass Sie verhindern wollen, dass weitere Dinge, die dort geschehen sind, ans Licht kommen. Das ist das, was Sie möchten. (Zwischenruf des Abg. Strasser.) Es gibt ja den Verdacht, dass die Hausdurchsuchungen verraten worden sind, es gibt den Verdacht, dass die Ermittlungen konzertiert eingeschränkt und behindert werden. Vielleicht, geschätzte Damen und Herren, steht das in diesen E-Mails, die es im Bundeskanzleramt vielleicht gibt, und sie wollen verhindern, dass es herauskommt. Darum geht es einfach in dieser Frage und da spielen wir nicht mit. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hörl: Seit wann braucht der ...?
Geschätzte Damen und Herren, deshalb wollen wir auch einen Entschließungsantrag einbringen (Abg. Hörl: Seit wann braucht der ...?) – Herr Präsident, ich trage den Antrag jetzt vor –:
Rufe bei den Grünen: Wie lange?
Herr Vizekanzler! (Rufe bei den Grünen: Wie lange?) Geschätzte Kolleginnen und Kollegen von der grünen Fraktion! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen von den Türkisen! Wenn Sie es mit der Aufklärung ernst nehmen, dann stimmen Sie diesem Antrag und nicht Ihrem, der in Wahrheit nicht viel bewirken wird, zu. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Ein Wahnsinn! – Abg. Stögmüller: Das war keine gute Rede!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Ein Wahnsinn! – Abg. Stögmüller: Das war keine gute Rede!
Herr Vizekanzler! (Rufe bei den Grünen: Wie lange?) Geschätzte Kolleginnen und Kollegen von der grünen Fraktion! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen von den Türkisen! Wenn Sie es mit der Aufklärung ernst nehmen, dann stimmen Sie diesem Antrag und nicht Ihrem, der in Wahrheit nicht viel bewirken wird, zu. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Ein Wahnsinn! – Abg. Stögmüller: Das war keine gute Rede!)
Allgemeiner Beifall.
Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Gerstl, der heute einen runden Geburtstag, den Sechziger, feiert. – Alles Gute zum Geburtstag, lieber Wolfgang! Ich darf dich zur Präsentation des Geburtstagsgeschenks auffordern. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf der Abg. Steger.
Abgeordneter Mag. Wolfgang Gerstl (ÖVP): Herr Präsident, vielen Dank für die Glückwünsche! Ich hätte eigentlich gerne begonnen mit: Schämen Sie sich, Herr Krainer!, aber, Herr Kollege Leichtfried, Sie haben mich jetzt mehr entsetzt, denn obwohl der Herr Vizekanzler Ihnen klar dargelegt hat, dass es eine IT-Sicherheitsstrategie gibt und das keine Löschung ist, beharren Sie auf Ihren Vorwürfen. Das enttäuscht mich von der Sozialdemokratie. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf der Abg. Steger.)
Abg. Leichtfried: Lesen Sie einfach das Schreiben des Generalsekretärs! – Abg. Hafenecker: Warum lachen Sie, Herr Präsident?
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Vizekanzler! Herr Präsident! Frau Gewessler hat es schon getan. Der Herr Arbeitsminister hat es schon getan. Die Frau Kulturstaatssekretärin hat es schon getan. Herr Mückstein hat es schon getan. Der Herr Finanzminister hat es schon getan. Alle haben das Gleiche gemacht, nämlich die Sicherheitsstrategie des Bundes erfüllt, indem sie die Daten aus Sicherheitsgründen von ihrem Ressort in das Bundesrechenzentrum migrieren, also dorthin entsenden, zur Sicherung der Daten. (Abg. Leichtfried: Lesen Sie einfach das Schreiben des Generalsekretärs! – Abg. Hafenecker: Warum lachen Sie, Herr Präsident?) Wir haben da also eine Sicherung der Daten und keine Löschung, Herr Kollege Leichtfried. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Vizekanzler! Herr Präsident! Frau Gewessler hat es schon getan. Der Herr Arbeitsminister hat es schon getan. Die Frau Kulturstaatssekretärin hat es schon getan. Herr Mückstein hat es schon getan. Der Herr Finanzminister hat es schon getan. Alle haben das Gleiche gemacht, nämlich die Sicherheitsstrategie des Bundes erfüllt, indem sie die Daten aus Sicherheitsgründen von ihrem Ressort in das Bundesrechenzentrum migrieren, also dorthin entsenden, zur Sicherung der Daten. (Abg. Leichtfried: Lesen Sie einfach das Schreiben des Generalsekretärs! – Abg. Hafenecker: Warum lachen Sie, Herr Präsident?) Wir haben da also eine Sicherung der Daten und keine Löschung, Herr Kollege Leichtfried. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Litschauer.
also zur Sicherstellung in den elektronischen Akt. Sie behaupten das Gegenteil. Herr Kollege Leichtfried, schämen Sie sich! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Litschauer.)
Abg. Pfurtscheller: Ja eh!
Was machen Sie? – Das Mail, das an die Personalvertretung des Bundeskanzleramtes geht – und dort saß wahrscheinlich einer von der Sozialdemokratie (Abg. Pfurtscheller: Ja eh!) –, interpretieren Sie jetzt als Mail, wo irgendetwas hintenherum gemacht werden sollte, und Sie versuchen, das zu skandalisieren, obwohl das Bundeskanzleramt da § 9 des Personalvertretungsgesetzes nachkommt, damit alle Bediensteten wissen, wie ihre Daten in Zukunft gesichert werden und gesichert werden sollen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Hafenecker: Gelöscht werden!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Hafenecker: Gelöscht werden!
Was machen Sie? – Das Mail, das an die Personalvertretung des Bundeskanzleramtes geht – und dort saß wahrscheinlich einer von der Sozialdemokratie (Abg. Pfurtscheller: Ja eh!) –, interpretieren Sie jetzt als Mail, wo irgendetwas hintenherum gemacht werden sollte, und Sie versuchen, das zu skandalisieren, obwohl das Bundeskanzleramt da § 9 des Personalvertretungsgesetzes nachkommt, damit alle Bediensteten wissen, wie ihre Daten in Zukunft gesichert werden und gesichert werden sollen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Hafenecker: Gelöscht werden!)
Abg. Belakowitsch: Ah so einfach ist das! – Abg. Matznetter: Cyberabwehr gegen ...!
Wenn Sie noch einmal nachlesen wollen: Das Projekt heißt „Stärkung der Cyberabwehrfähigkeiten im BKA“ – im Bundeskanzleramt. Dafür ist eine „Leitlinie Informationssicherheit“ geschaffen worden. (Abg. Belakowitsch: Ah so einfach ist das! – Abg. Matznetter: Cyberabwehr gegen ...!)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ja, es ist die Aufgabe der Opposition, auch für Kontrolle zu sorgen, aber Kontrolle braucht Qualität. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.) Skandalisierungen sind zu wenig.
Abg. Meinl-Reisinger: Habt ihr nicht den Doskozil angezeigt? Ich meine, Entschuldigung!
Meine Damen und Herren! So skandalisiert die SPÖ. (Abg. Meinl-Reisinger: Habt ihr nicht den Doskozil angezeigt? Ich meine, Entschuldigung!) Sie versucht, mit Strafanzeigen Politik zu machen. Wir weisen das auf das Schärfste zurück. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) – Herr Kollege Matznetter, lieber hätte ich gehabt, wenn Sie uns etwas über den Ermittlungsstand in der Sache Commerzialbank erzählen, zum Beispiel, wo die Millionen geblieben sind. Lieber hätte ich gewusst, und viele Leute fragen sich das auch: Gab es Hausdurchsuchungen im Land Burgenland? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Was ist der Ermittlungsstand in der Sache Commerzialbank?
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Meine Damen und Herren! So skandalisiert die SPÖ. (Abg. Meinl-Reisinger: Habt ihr nicht den Doskozil angezeigt? Ich meine, Entschuldigung!) Sie versucht, mit Strafanzeigen Politik zu machen. Wir weisen das auf das Schärfste zurück. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) – Herr Kollege Matznetter, lieber hätte ich gehabt, wenn Sie uns etwas über den Ermittlungsstand in der Sache Commerzialbank erzählen, zum Beispiel, wo die Millionen geblieben sind. Lieber hätte ich gewusst, und viele Leute fragen sich das auch: Gab es Hausdurchsuchungen im Land Burgenland? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Was ist der Ermittlungsstand in der Sache Commerzialbank?
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Meine Damen und Herren! So skandalisiert die SPÖ. (Abg. Meinl-Reisinger: Habt ihr nicht den Doskozil angezeigt? Ich meine, Entschuldigung!) Sie versucht, mit Strafanzeigen Politik zu machen. Wir weisen das auf das Schärfste zurück. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) – Herr Kollege Matznetter, lieber hätte ich gehabt, wenn Sie uns etwas über den Ermittlungsstand in der Sache Commerzialbank erzählen, zum Beispiel, wo die Millionen geblieben sind. Lieber hätte ich gewusst, und viele Leute fragen sich das auch: Gab es Hausdurchsuchungen im Land Burgenland? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Was ist der Ermittlungsstand in der Sache Commerzialbank?
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Viele Leute fragen sich auch: Wie war das, als Frau Kollegin Wehsely – seinerzeit Stadträtin der SPÖ in Wien, verantwortlich für den Millionenschaden des Krankenhauses Wien Nord – ihr Amt übergeben hat? (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Warum ist zu diesem Zeitpunkt der Reisswolf im Rathaus gestanden? Was ist da geschehen? – Klären Sie uns darüber einmal auf! (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Vielleicht ist es normal, dass bei Ihnen der Reisswolf steht, wenn von Frau Wehsely nach dem Skandal Krankenhaus Wien Nord ihr Amt übergeben wird. Von vielen in der Bevölkerung wird das nicht so gesehen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Viele Leute fragen sich auch: Wie war das, als Frau Kollegin Wehsely – seinerzeit Stadträtin der SPÖ in Wien, verantwortlich für den Millionenschaden des Krankenhauses Wien Nord – ihr Amt übergeben hat? (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Warum ist zu diesem Zeitpunkt der Reisswolf im Rathaus gestanden? Was ist da geschehen? – Klären Sie uns darüber einmal auf! (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Vielleicht ist es normal, dass bei Ihnen der Reisswolf steht, wenn von Frau Wehsely nach dem Skandal Krankenhaus Wien Nord ihr Amt übergeben wird. Von vielen in der Bevölkerung wird das nicht so gesehen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Viele Leute fragen sich auch: Wie war das, als Frau Kollegin Wehsely – seinerzeit Stadträtin der SPÖ in Wien, verantwortlich für den Millionenschaden des Krankenhauses Wien Nord – ihr Amt übergeben hat? (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Warum ist zu diesem Zeitpunkt der Reisswolf im Rathaus gestanden? Was ist da geschehen? – Klären Sie uns darüber einmal auf! (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Vielleicht ist es normal, dass bei Ihnen der Reisswolf steht, wenn von Frau Wehsely nach dem Skandal Krankenhaus Wien Nord ihr Amt übergeben wird. Von vielen in der Bevölkerung wird das nicht so gesehen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Meine Damen und Herren, viele Leute fragen sich auch: Warum wird in der Öffentlichkeit nur über diese eine Sache geredet? (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Warum wird nicht auch darüber geredet: Wie viele Beschuldigte gab es in der Sache Chorherr? (Zwischenruf bei der SPÖ.) Wie viele Hausdurchsuchungen gab es in der Sache Chorherr, gab es dort auch Mobiltelefonauswertungen? – Man wundert sich über
Zwischenruf bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, viele Leute fragen sich auch: Warum wird in der Öffentlichkeit nur über diese eine Sache geredet? (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Warum wird nicht auch darüber geredet: Wie viele Beschuldigte gab es in der Sache Chorherr? (Zwischenruf bei der SPÖ.) Wie viele Hausdurchsuchungen gab es in der Sache Chorherr, gab es dort auch Mobiltelefonauswertungen? – Man wundert sich über
Zwischenruf des Abg. Scherak
so manche Berichterstattung in den Medien. Wir können aber davon ausgehen (Zwischenruf des Abg. Scherak), dass die Justiz ihrer Aufgabe nachkommt. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
so manche Berichterstattung in den Medien. Wir können aber davon ausgehen (Zwischenruf des Abg. Scherak), dass die Justiz ihrer Aufgabe nachkommt. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, in Zeiten wie diesen kommt es nicht nur auf Kontrolle an, sondern noch mehr auf den Zusammenhalt. Wir brauchen weder Zündler von links noch Zündler von rechts. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf bei der SPÖ.) Wir haben – Corona ist immer noch nicht vorbei – weiterhin eine ernste Situation, die Auswirkungen auf unser privates Leben und auf das gesamte Wirtschaftsleben hat, daher gilt es für uns alle, zusammenzuarbeiten. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Die Bevölkerung erwartet sich, dass nicht skandalisiert, nicht Dreck geschleudert wird, sie erwartet sich keine Giftküche, Herr Krainer, sondern Mitarbeit am Aufbau dieses Landes. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Rauch.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, in Zeiten wie diesen kommt es nicht nur auf Kontrolle an, sondern noch mehr auf den Zusammenhalt. Wir brauchen weder Zündler von links noch Zündler von rechts. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf bei der SPÖ.) Wir haben – Corona ist immer noch nicht vorbei – weiterhin eine ernste Situation, die Auswirkungen auf unser privates Leben und auf das gesamte Wirtschaftsleben hat, daher gilt es für uns alle, zusammenzuarbeiten. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Die Bevölkerung erwartet sich, dass nicht skandalisiert, nicht Dreck geschleudert wird, sie erwartet sich keine Giftküche, Herr Krainer, sondern Mitarbeit am Aufbau dieses Landes. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Rauch.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Rauch.
Meine Damen und Herren, in Zeiten wie diesen kommt es nicht nur auf Kontrolle an, sondern noch mehr auf den Zusammenhalt. Wir brauchen weder Zündler von links noch Zündler von rechts. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf bei der SPÖ.) Wir haben – Corona ist immer noch nicht vorbei – weiterhin eine ernste Situation, die Auswirkungen auf unser privates Leben und auf das gesamte Wirtschaftsleben hat, daher gilt es für uns alle, zusammenzuarbeiten. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Die Bevölkerung erwartet sich, dass nicht skandalisiert, nicht Dreck geschleudert wird, sie erwartet sich keine Giftküche, Herr Krainer, sondern Mitarbeit am Aufbau dieses Landes. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Rauch.)
Vizekanzler Kogler: Wobei?
Noch eines ist interessant: Ich schaue zum Herrn Vizekanzler, der mir in diesem Zusammenhang wirklich leidtut (Vizekanzler Kogler: Wobei?), weil er heute einige Probleme hatte, zuerst war es ein Verkehrsproblem. Dass man zu spät kommt, kann passieren, das ist nicht schlimm, ich bin aber trotzdem dankbar, dass es passiert ist, da es auch zeigt, wie wichtig es ist, dass Ihre Verkehrsministerin ordentliche Verkehrspolitik macht und nicht Straßenbauprojekte stoppt. Man sieht, sogar der Vizekanzler ist mittlerweile von dieser Situation betroffen. Vielleicht richten Sie ihr aus, dass sie sich ein bisschen darauf konzentrieren soll. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Noch eines ist interessant: Ich schaue zum Herrn Vizekanzler, der mir in diesem Zusammenhang wirklich leidtut (Vizekanzler Kogler: Wobei?), weil er heute einige Probleme hatte, zuerst war es ein Verkehrsproblem. Dass man zu spät kommt, kann passieren, das ist nicht schlimm, ich bin aber trotzdem dankbar, dass es passiert ist, da es auch zeigt, wie wichtig es ist, dass Ihre Verkehrsministerin ordentliche Verkehrspolitik macht und nicht Straßenbauprojekte stoppt. Man sieht, sogar der Vizekanzler ist mittlerweile von dieser Situation betroffen. Vielleicht richten Sie ihr aus, dass sie sich ein bisschen darauf konzentrieren soll. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ – Zwischenrufe bei der ÖVP
Sie wollten Bundesländer aufhetzen, um die Kinderbetreuung zu verhindern. Wissen Sie, wenn Sie heute schon angelobt worden sind, und ich gratuliere Ihnen natürlich dazu, dass Sie jetzt auch den Schritt in die Legislative gemacht haben, das ist ein spannender Wechsel in der Gewaltentrennung – relativ schnell bei Ihnen –, Herr Altkanzler, so hätte ich mir von Ihnen schon erwartet, dass Sie zumindest einmal die Schneid haben und hier herauskommen und sagen: Ich habe einen Fehler gemacht, ich habe die Bevölkerung um Steuergelder betrogen, aus Eigennutz (Beifall bei der FPÖ – Zwischenrufe bei der ÖVP), ich habe eine Verantwortung, mein Handeln der letzten Jahre wieder gutzumachen!, oder dass Sie, wenn es nicht anders geht, Herr Altkanzler, schlicht und ergreifend Entschuldigung dafür sagen, was Sie getan haben. Niemand aus Ihrer Fraktion hat das bisher zustande gebracht, und ich finde das auch entsprechend schade.
Abg. Strasser: Was hat das mit der Anfrage zu tun?
Kollege Ottenschläger, die Gewaltentrennung ist recht interessant, das ist mein nächster Punkt auf der Liste, dahin wollte ich gerade kommen. Die Gewaltentrennung sehe ich mit dem System, das da gerade fortgesetzt wird, sehr, sehr gefährdet, einfach deswegen, weil gerade aus der Legislative heraus – das hat uns ja der neue Bundeskanzler Schallenberg auch gesagt – ein Bundeskanzler von einem Klubobmann ferngesteuert wird, der jetzt sozusagen nur auf Pause hier sitzt und wartet, bis er eventuell wieder zurückkommt. (Abg. Strasser: Was hat das mit der Anfrage zu tun?) Ich kann Ihnen nur sagen: Das wird nicht der Fall sein.
Abg. Strasser: Sehr gerne!
Was die Anfrage betrifft – da kommen wir zum nächsten Punkt, danke für den Hinweis (Abg. Strasser: Sehr gerne!) –, ist da aus meiner Sicht ein sehr perfides Spiel gespielt worden, werte Kollegen von der ÖVP, denn man hat da ja auf jeden Fall Cyberangriffe und Cybersicherheit vorgeschoben. Ich sage Ihnen eines: Der ärgste Cyberangriff, den es in dieser Republik gegeben hat, ist von Ihnen ausgegangen, das war Ihre Löschaktion. Was dahintersteht, toppt ja alles bisher Dagewesene. Was heißt es aber im Umkehrschluss, wenn man erstens einmal automatisiert Nachrichten löscht, die älter als ein Jahr sind, und auf der anderen Seite so perfide ist, so vorgeht und sagt: Wenn Sie Nachrichten länger behalten wollen, dann gehen Sie bitte zum EDV-Administrator und sagen Sie, dass diese Nachrichten nicht gelöscht werden sollen!? – Es ist sozusagen ein automatisiertes Spitzelwesen innerhalb Ihres Ministeriums gewesen. Sie hätten sozusagen
Zwischenruf des Abg. Strasser.
nachvollziehen können, wenn irgendwelche E-Mails, die älter als ein Jahr sind, noch in Umlauf geraten wären und hätten dann sofort gewusst, wer dieses E-Mail weiter gespeichert hat. Ich denke, da sind wir genau bei dem tiefen Staat, vor dem wir warnen. (Zwischenruf des Abg. Strasser.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Steinacker und Strasser.
Ich glaube nicht, dass es seitens der ÖVP angebracht ist, darüber hinwegzureden, weiter zu vertuschen und zu mauern. Es geht einfach darum, dass wir es nicht angehen lassen wollen, dass Sie weiter verdunkeln. Herr Altbundeskanzler, das System funktioniert so nicht. Ich würde Sie wirklich bitten und ich appelliere auch an Ihre Vernunft, dieses System nicht weiter fortzusetzen und sich nicht an dieses System zu klammern, denn es ist – es wurde ja schon mehrfach gesagt – diesbezüglich Game over. Es ist eine Frage der Zeit, bis wir die weiteren Informationen bekommen, was in den anderen Ministerien passiert ist. Ich habe ähnliche Informationen aus dem Finanzministerium erhalten, auch dort wird auf Hochtouren geschreddert, manchmal sieht man ja diese Lichtschwankungen im Haus, das ist immer dann, wenn Ihre Ministerien die Schreddermaschinen anwerfen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Steinacker und Strasser.)
Abg. Strasser: Kein einziges Argument!
Auch wenn die Diskussion unangenehm war, Herr Altbundeskanzler, bitte trotzdem: Klären Sie uns auf, was da passiert ist! (Abg. Strasser: Kein einziges Argument!) Sagen Sie uns auch, was der weitere Plan ist und ob sich die ÖVP jetzt doch noch an der Aufklärung der ganzen Geschichten beteiligen möchte oder ob Sie weiterhin auf Ihrem Standpunkt beharren und es nicht der Mühe wert finden, sich bei der Bevölkerung zu entschuldigen! (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Der Einzige, der sich zu entschuldigen hat, ist Hafenecker! – Zwischenruf des Abg. Martin Graf. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Der Einzige, der sich zu entschuldigen hat, ist Hafenecker! – Zwischenruf des Abg. Martin Graf. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Auch wenn die Diskussion unangenehm war, Herr Altbundeskanzler, bitte trotzdem: Klären Sie uns auf, was da passiert ist! (Abg. Strasser: Kein einziges Argument!) Sagen Sie uns auch, was der weitere Plan ist und ob sich die ÖVP jetzt doch noch an der Aufklärung der ganzen Geschichten beteiligen möchte oder ob Sie weiterhin auf Ihrem Standpunkt beharren und es nicht der Mühe wert finden, sich bei der Bevölkerung zu entschuldigen! (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Der Einzige, der sich zu entschuldigen hat, ist Hafenecker! – Zwischenruf des Abg. Martin Graf. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Eva Blimlinger (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Sehr geehrte Minister, Ministerinnen! Ich möchte die SPÖ schon darauf hinweisen, dass es gegen alle parlamentarischen Usancen ist, jemanden vorzuladen, von dem man weiß, dass er nicht in Österreich ist und dass stattdessen hier der Vizekanzler erscheinen muss. Sie machen das wider besseres Wissen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Wenn Sie das alles schon eine Woche wissen, wie Kollege Krainer sagt, na dann hätten Sie sie halt gestern eingebracht und nicht heute, dann hätten Sie den Bundeskanzler dagehabt und nicht den Vizekanzler. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Das ist nicht nachvollziehbar und verstößt wirklich gegen jede parlamentarische Usance. Seid mir nicht böse, aber das ist wirklich kein Benehmen! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wenn Sie das alles schon eine Woche wissen, wie Kollege Krainer sagt, na dann hätten Sie sie halt gestern eingebracht und nicht heute, dann hätten Sie den Bundeskanzler dagehabt und nicht den Vizekanzler. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Das ist nicht nachvollziehbar und verstößt wirklich gegen jede parlamentarische Usance. Seid mir nicht böse, aber das ist wirklich kein Benehmen! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Noch etwas – das sage ich gleich vorab: Euer Entschließungsantrag ist ja rührend, aber warum unterstützt ihr nicht unseren? (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Die Bundesregierung ist ein Kollegialorgan – ja –, aber es gibt eine Einzelbindung. Ich kann doch nicht sagen: Die sind nicht verpflichtet, nur als Kollegialorgan! – Natürlich ist der Einzelne
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
im Kollegialorgan verpflichtet und diese Entscheidung ist bindend. Also, Herr Kollege Krainer: ein bisschen mehr Übersicht über Vorgänge, Kollegialorgane, Einzelentscheidungen! (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Vielleicht noch eine kleine Anmerkung: Die größte Schredderaktion – zu diesem Zeitpunkt war ich im Staatsarchiv tätig – hat unter Bundesminister Edlinger stattgefunden, als er 2000 sein Büro geräumt hat. (Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Dort war nämlich am Ende nicht einmal mehr ein Telefon drinnen. Es war empty, und es war geschreddert, und nur ein kleiner Teil – ein ganz kleiner Teil – ist im Staatsarchiv gelandet. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Hörl.) Die Vorwürfe der beiden Parteien – wer was mehr geschreddert hat – sind also immer gegenseitig. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Hörl.
Vielleicht noch eine kleine Anmerkung: Die größte Schredderaktion – zu diesem Zeitpunkt war ich im Staatsarchiv tätig – hat unter Bundesminister Edlinger stattgefunden, als er 2000 sein Büro geräumt hat. (Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Dort war nämlich am Ende nicht einmal mehr ein Telefon drinnen. Es war empty, und es war geschreddert, und nur ein kleiner Teil – ein ganz kleiner Teil – ist im Staatsarchiv gelandet. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Hörl.) Die Vorwürfe der beiden Parteien – wer was mehr geschreddert hat – sind also immer gegenseitig. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Vielleicht noch eine kleine Anmerkung: Die größte Schredderaktion – zu diesem Zeitpunkt war ich im Staatsarchiv tätig – hat unter Bundesminister Edlinger stattgefunden, als er 2000 sein Büro geräumt hat. (Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Dort war nämlich am Ende nicht einmal mehr ein Telefon drinnen. Es war empty, und es war geschreddert, und nur ein kleiner Teil – ein ganz kleiner Teil – ist im Staatsarchiv gelandet. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Hörl.) Die Vorwürfe der beiden Parteien – wer was mehr geschreddert hat – sind also immer gegenseitig. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ – Präsident Sobotka gibt neuerlich das Glockenzeichen
Ein Wort zur IT-Konsolidierung im Bund (neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ – Präsident Sobotka gibt neuerlich das Glockenzeichen): Wir haben das im Regierungsprogramm stehen, das ist auch gut und richtig so. Ich sage nur zwei Beispiele: IT-Konsolidierung bestehender Bundessysteme, Verankerung des Einsatzes des Elaks im E-Government-Gesetz. Ein einheitlicher IT-Arbeitsplatz: dass es nicht einheitlich ist, davon können viele Beamte und Beamtinnen im Bundesdienst ein Lied singen, die würden sich das sehr wünschen. Auch ein einheitliches E-Mail-System gibt es im Bund nicht. Ich würde das gleich zusätzlich für alle Zoom-artigen Meetings erbitten, weil auch da hat, wie wir in den letzten eineinhalb Jahren gesehen haben, jedes Ministerium ein anderes System. Sozusagen im Sinne der Übersichtlichkeit wäre da eine Koordinierung sicher sinnvoll.
Abg. Martin Graf: Es gibt kein grünes Ministerium, es gibt nur ...!
Die grünen Ministerien sind natürlich auch Teil dieser IT-Konsolidierung. Es wird bei manchen, auch bei einzelnen Sektionen, schon jetzt ins BRZ migriert – Kollege Gerstl hat ein paar Ministerien angeführt –, das ist noch nicht vollständig durchgeführt. (Abg. Martin Graf: Es gibt kein grünes Ministerium, es gibt nur ...!) Dort, wo die Migration der Daten ins BRZ schon stattfindet, wird nicht gelöscht. Es gibt auch keine Anordnungen zu irgendwelchen Löschungen.
Zwischenruf des Abg. Hörl.
gegründet. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Es ist ihrer Initiative zu verdanken, dass es das überhaupt gibt, dass das jahrhundertelange Projekt und der immer wieder gescheiterte Plan, ein zentrales Herrschaftsarchiv des Hauses Habsburg zu machen, verwirklicht werden konnten – ein Meilenstein, wie ich meine. (Abg. Silvan: Der Abgeordnete Krainer ...! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Silvan: Der Abgeordnete Krainer ...! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
gegründet. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Es ist ihrer Initiative zu verdanken, dass es das überhaupt gibt, dass das jahrhundertelange Projekt und der immer wieder gescheiterte Plan, ein zentrales Herrschaftsarchiv des Hauses Habsburg zu machen, verwirklicht werden konnten – ein Meilenstein, wie ich meine. (Abg. Silvan: Der Abgeordnete Krainer ...! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen. – Abg. Ottenschläger: Hören Sie zu, jetzt ist es einmal interessant!
Maria Theresia wollte damit die Verfügbarkeit von Akten sicherstellen. Ausschlaggebend dafür waren schließlich die Schwierigkeiten, in die sie beim Ausbruch des Österreichischen Erbfolgekriegs 1740 bis 1748 geraten war. Der Österreichische Erbfolgekrieg brach aus, als nach dem Tod Kaiser Karls VI., und damit dem Aussterben der männlichen Linie des Hauses Habsburg, seine Tochter Maria Theresia den österreichischen Erzherzogthron bestieg und mehrere europäische Fürsten eigene Ansprüche auf die Habsburgischen Erblande erhoben. (Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen. – Abg. Ottenschläger: Hören Sie zu, jetzt ist es einmal interessant!) Es haben nämlich jene alten Urkunden zum Beweis ihrer Erbfolgerechte gefehlt. Solche Malversationen wollte sie für alle Zukunft ausschließen – eine gescheite Frau, die daran interessiert war, Akten aufzuheben. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Maria Theresia wollte damit die Verfügbarkeit von Akten sicherstellen. Ausschlaggebend dafür waren schließlich die Schwierigkeiten, in die sie beim Ausbruch des Österreichischen Erbfolgekriegs 1740 bis 1748 geraten war. Der Österreichische Erbfolgekrieg brach aus, als nach dem Tod Kaiser Karls VI., und damit dem Aussterben der männlichen Linie des Hauses Habsburg, seine Tochter Maria Theresia den österreichischen Erzherzogthron bestieg und mehrere europäische Fürsten eigene Ansprüche auf die Habsburgischen Erblande erhoben. (Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen. – Abg. Ottenschläger: Hören Sie zu, jetzt ist es einmal interessant!) Es haben nämlich jene alten Urkunden zum Beweis ihrer Erbfolgerechte gefehlt. Solche Malversationen wollte sie für alle Zukunft ausschließen – eine gescheite Frau, die daran interessiert war, Akten aufzuheben. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich sage nur eines: Hätte es die Erbfolgedokumente nicht gegeben, wären wir vielleicht heute Schlesier, Bayern, Spanier – je nachdem, aus welcher Perspektive des Erbfolgekriegs man das sieht. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
In diesem Sinne kann ich nur sagen, dass im Übrigen die Windisch-Kaserne in Richard-Wadani-Kaserne umbenannt werden soll. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wenn wir schon von Geschichte reden: Ich könnte jetzt die Regierung Klaus II oder die Regierung Kreisky I aufzählen. Was möchte ich damit sagen? Die Geschichte der Zweiten Republik ist sehr wechselhaft, aber einmal mit ein bisschen mehr Vertrauen in die Politik, einmal mit ein bisschen weniger Vertrauen in die Politik – ausgelöst durch verschiedene Ereignisse, auch Skandale der beiden ehemaligen Großparteien. Eines aber sage ich jetzt ganz ernst: In so kurzer Zeit so die Politik zu beschädigen und so viel Vertrauen zu verlieren, das hat es noch nie gegeben. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Rauch: ... ist mit dem Laptop spazieren gegangen!
Ich muss Ihnen sagen, das führt auch zu traurigen persönlichen Erlebnissen. Ich habe vorhin kurz das Parlament verlassen und sehe vor mir eine Frau, die einen Kinderwagen schiebt. Ich schaue wirklich gern in Kinderwagen hinein, weil ich das Wunder Mensch und das Wunder Leben so faszinierend finde. (Abg. Rauch: ... ist mit dem Laptop spazieren gegangen!) – Es war Gott sei Dank ein Baby drin (Heiterkeit bei der FPÖ), aber allein, dass wir bei so wunderbaren Erlebnissen wie jenem, einen Kinderwagen und ein Baby zu sehen, an solche Straftaten denken müssen – und nun gelange ich gleich zum Schreddern –, das macht mich dann schon sehr traurig. (Zwischenruf des Abg. Angerer.)
Heiterkeit bei der FPÖ
Ich muss Ihnen sagen, das führt auch zu traurigen persönlichen Erlebnissen. Ich habe vorhin kurz das Parlament verlassen und sehe vor mir eine Frau, die einen Kinderwagen schiebt. Ich schaue wirklich gern in Kinderwagen hinein, weil ich das Wunder Mensch und das Wunder Leben so faszinierend finde. (Abg. Rauch: ... ist mit dem Laptop spazieren gegangen!) – Es war Gott sei Dank ein Baby drin (Heiterkeit bei der FPÖ), aber allein, dass wir bei so wunderbaren Erlebnissen wie jenem, einen Kinderwagen und ein Baby zu sehen, an solche Straftaten denken müssen – und nun gelange ich gleich zum Schreddern –, das macht mich dann schon sehr traurig. (Zwischenruf des Abg. Angerer.)
Zwischenruf des Abg. Angerer.
Ich muss Ihnen sagen, das führt auch zu traurigen persönlichen Erlebnissen. Ich habe vorhin kurz das Parlament verlassen und sehe vor mir eine Frau, die einen Kinderwagen schiebt. Ich schaue wirklich gern in Kinderwagen hinein, weil ich das Wunder Mensch und das Wunder Leben so faszinierend finde. (Abg. Rauch: ... ist mit dem Laptop spazieren gegangen!) – Es war Gott sei Dank ein Baby drin (Heiterkeit bei der FPÖ), aber allein, dass wir bei so wunderbaren Erlebnissen wie jenem, einen Kinderwagen und ein Baby zu sehen, an solche Straftaten denken müssen – und nun gelange ich gleich zum Schreddern –, das macht mich dann schon sehr traurig. (Zwischenruf des Abg. Angerer.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Dann wurde die Justiz angegriffen; ich möchte den Zusammenhang auch noch einmal erklären. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Es gab im November 2019 Hausdurchsuchungen bei Herrn Schmid und bei ÖVP-Politikern; und im Jänner 2020 gab es ein sogenanntes Hintergrundgespräch – Auftrag: bitte schreiben –, bei dem Herr Kurz damals Journalistinnen und Journalisten erzählt hat, das sei ein Netzwerk roter Staatsanwälte, die kommen alle aus dem BSA (Zwischenruf bei der ÖVP), da müsse man nun die Strafgesetze ändern, weil das ganz gefährlich ist, was die machen, und man müsse die Kompetenzen beschneiden. Ich habe vor Kurzem über Rumänien gesprochen. Liviu Dragnea hat auch versucht, die Kompetenzen der Staatsanwaltschaft zu beschneiden, weil er verfolgt wurde. Da hat jemand schon gewusst, dass er einmal verfolgt werden wird. Ich habe nicht für möglich gehalten, was in diesem Land möglich war.
Zwischenruf bei der ÖVP
Dann wurde die Justiz angegriffen; ich möchte den Zusammenhang auch noch einmal erklären. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Es gab im November 2019 Hausdurchsuchungen bei Herrn Schmid und bei ÖVP-Politikern; und im Jänner 2020 gab es ein sogenanntes Hintergrundgespräch – Auftrag: bitte schreiben –, bei dem Herr Kurz damals Journalistinnen und Journalisten erzählt hat, das sei ein Netzwerk roter Staatsanwälte, die kommen alle aus dem BSA (Zwischenruf bei der ÖVP), da müsse man nun die Strafgesetze ändern, weil das ganz gefährlich ist, was die machen, und man müsse die Kompetenzen beschneiden. Ich habe vor Kurzem über Rumänien gesprochen. Liviu Dragnea hat auch versucht, die Kompetenzen der Staatsanwaltschaft zu beschneiden, weil er verfolgt wurde. Da hat jemand schon gewusst, dass er einmal verfolgt werden wird. Ich habe nicht für möglich gehalten, was in diesem Land möglich war.
Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf bei der ÖVP.
Wenn ich bei der Verwaltung bleibe: Ja, in der SPÖ und in der ÖVP sind immer wieder politische Besetzungen vorgenommen worden, da sind die Kabinette gebildet worden und sie sind größer geworden. Es ist neu, dass ein Finanzminister 30 Kabinettsmitglieder – glaube ich – hat, dass überall in den Kabinetten immer mehr Leute sind, 80 Pressesprecher! Gleichzeitig ist es auch neu, dass die Kabinettsmitglieder auch noch in die Verwaltung hineingehen, um dort wirklich alles politisch – nein, parteipolitisch! – zu kontrollieren. Auch das hat zu einem extrem starken Vertrauensverlust geführt. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Hörl
Nun komme ich zu Herrn Kurz: Im Ausschuss war die Frage (Zwischenruf des Abg. Hörl), ob denn alles weitergegeben wurde (Zwischenruf des Abg. Strasser) – Moment! –, weil das ja ins Staatsarchiv muss, Frau Kollegin Blimlinger. Ich habe heute selbst mit einem der Beamten dort gesprochen, der erklärt hat: Natürlich müssen die Kalender der Bundeskanzler eins zu eins, so wie sie sind, übergeben werden – und alle Bundeskanzler der Zweiten Republik und die Frau Bundeskanzlerin haben das gemacht. Was hat Herr Kurz gesagt? – Nein, das habe ich nicht gemacht, weil ja ich entscheide, was ich übergebe! – Falsch, schon wieder eine Falschaussage. Ich gebe zu, in diesem Fall war es vielleicht nicht vorsätzlich, in anderen Fällen auch. (Zwischenruf des Abg. Haubner.)
Zwischenruf des Abg. Strasser
Nun komme ich zu Herrn Kurz: Im Ausschuss war die Frage (Zwischenruf des Abg. Hörl), ob denn alles weitergegeben wurde (Zwischenruf des Abg. Strasser) – Moment! –, weil das ja ins Staatsarchiv muss, Frau Kollegin Blimlinger. Ich habe heute selbst mit einem der Beamten dort gesprochen, der erklärt hat: Natürlich müssen die Kalender der Bundeskanzler eins zu eins, so wie sie sind, übergeben werden – und alle Bundeskanzler der Zweiten Republik und die Frau Bundeskanzlerin haben das gemacht. Was hat Herr Kurz gesagt? – Nein, das habe ich nicht gemacht, weil ja ich entscheide, was ich übergebe! – Falsch, schon wieder eine Falschaussage. Ich gebe zu, in diesem Fall war es vielleicht nicht vorsätzlich, in anderen Fällen auch. (Zwischenruf des Abg. Haubner.)
Zwischenruf des Abg. Haubner.
Nun komme ich zu Herrn Kurz: Im Ausschuss war die Frage (Zwischenruf des Abg. Hörl), ob denn alles weitergegeben wurde (Zwischenruf des Abg. Strasser) – Moment! –, weil das ja ins Staatsarchiv muss, Frau Kollegin Blimlinger. Ich habe heute selbst mit einem der Beamten dort gesprochen, der erklärt hat: Natürlich müssen die Kalender der Bundeskanzler eins zu eins, so wie sie sind, übergeben werden – und alle Bundeskanzler der Zweiten Republik und die Frau Bundeskanzlerin haben das gemacht. Was hat Herr Kurz gesagt? – Nein, das habe ich nicht gemacht, weil ja ich entscheide, was ich übergebe! – Falsch, schon wieder eine Falschaussage. Ich gebe zu, in diesem Fall war es vielleicht nicht vorsätzlich, in anderen Fällen auch. (Zwischenruf des Abg. Haubner.)
Abg. Strasser – ein Dokument in die Höhe haltend –: Zur ...!
Es geht darum – und das möchte ich ganz deutlich sagen –, wieder Vertrauen aufzubauen. Es sind auch andere Berufsgruppen beschädigt worden. Was können die hierzulande ordentlich und gut arbeitenden Meinungsforscher dafür, dass sie jetzt alle schlechtgemacht werden? – Nein, da gibt es auch anständige, ich habe auch mit welchen zusammengearbeitet. So wie da gearbeitet wurde, ist allerdings Vertrauen verloren gegangen. (Abg. Strasser – ein Dokument in die Höhe haltend –: Zur ...!) Ich möchte es noch einmal sagen: Sie haben so viel Vertrauen beschädigt. Bitte fangen wir an, dass wir dieses Vertrauen zurückholen! Ich begrüße es sehr, dass der Bundeskanzler heute in Brüssel ist – und er soll auch andere Auslandsreisen in Europa machen, weil unser Ansehen in Europa massiv gelitten hat.
Zwischenruf des Abg. Strasser
Ich sage das nur ganz bescheiden zum Schluss: Es ist eine tolle Biografie über Alois Mock (Zwischenruf des Abg. Strasser): „Ein Politiker schreibt Geschichte“. (Der Redner hält das Buch „Alois Mock. Ein Politiker schreibt Geschichte“ von Martin Eichtinger in die Höhe.) Ich möchte nur so viel sagen: Alois Mock hat allein mit seiner Europapolitik, als er in den 1970er- und 1980er-Jahren schon gesagt hat, wie wichtig Europa ist, Geschichte geschrieben, obwohl er nicht Bundeskanzler war. Sie können das nun auch umdrehen. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS. – Heiterkeit der Abg. Meinl-Reisinger.)
Beifall bei den NEOS. – Heiterkeit der Abg. Meinl-Reisinger.
Ich sage das nur ganz bescheiden zum Schluss: Es ist eine tolle Biografie über Alois Mock (Zwischenruf des Abg. Strasser): „Ein Politiker schreibt Geschichte“. (Der Redner hält das Buch „Alois Mock. Ein Politiker schreibt Geschichte“ von Martin Eichtinger in die Höhe.) Ich möchte nur so viel sagen: Alois Mock hat allein mit seiner Europapolitik, als er in den 1970er- und 1980er-Jahren schon gesagt hat, wie wichtig Europa ist, Geschichte geschrieben, obwohl er nicht Bundeskanzler war. Sie können das nun auch umdrehen. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS. – Heiterkeit der Abg. Meinl-Reisinger.)
Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Meinl-Reisinger: Ein guter ..., war nur kein Witz!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordnete Herr. – Bitte. (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Meinl-Reisinger: Ein guter ..., war nur kein Witz!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Julia Elisabeth Herr (SPÖ): Herr Präsident! Wertes Hohes Haus! Jetzt ist schon wieder etwas passiert, die nächste politische Bombe ist geplatzt. In der österreichischen Innenpolitik ist mittlerweile mehr Drama zu finden als in jeder Netflix-Serie. Aber von Anfang an: Alle Abgeordneten hier im Hohen Haus haben die parlamentarische Aufgabe, die Bundesregierung, die Macht und Einfluss genießt, zu kontrollieren. Die Regierung arbeitet, wir kontrollieren, weil Macht immer Kontrolle braucht, das ist klar. (Beifall bei der SPÖ.) – Ja, da kann man auch applaudieren.
Zwischenruf des Abg. Koza.
Unser wichtigstes Instrument für diese Aufklärung ist ein Untersuchungsausschuss, wenn man ihn nicht abdreht – an dieser Stelle: danke, ÖVP und Grüne. Wenn er nicht abgedreht wird, gibt es in einem Untersuchungsausschuss die Möglichkeit, Unterlagen anzufordern, Dingen nachzugehen und möglicherweise Korruption aufzudecken. (Zwischenruf des Abg. Koza.) Noch bevor der nächste Untersuchungsausschuss zu arbeiten beginnen kann – wann auch immer das ist –, wenn nicht wie zuletzt wieder die Einsetzung verhindert wird – danke ÖVP, danke Grüne! –, müssen wir uns allerdings die Frage stellen: Was ist denn dann noch da?
Zwischenruf des Abg. Gerstl
Wir haben es schon gehört: Gestern in der Nacht haben Whistleblower und Whistleblowerinnen sich an die SPÖ gewendet, mit einem Mail, das gekommen ist, mit dem Auftrag, Daten zu löschen. Noch bevor die Aufklärung beginnen kann, wird also bereits schon wieder gelöscht. Wenn das kein demokratiepolitischer Skandal ist (Zwischenruf des Abg. Gerstl), dann weiß ich auch nicht weiter! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben es schon gehört: Gestern in der Nacht haben Whistleblower und Whistleblowerinnen sich an die SPÖ gewendet, mit einem Mail, das gekommen ist, mit dem Auftrag, Daten zu löschen. Noch bevor die Aufklärung beginnen kann, wird also bereits schon wieder gelöscht. Wenn das kein demokratiepolitischer Skandal ist (Zwischenruf des Abg. Gerstl), dann weiß ich auch nicht weiter! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Frau Blimlinger, zur Frage, warum heute diese Dringliche Anfrage kommt: na, weil diese Information erst gestern in der Nacht gekommen ist. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Eines müssen Sie mir nun auch zugestehen: Dass Sie sich nun als grüne Abgeordnete hierherstellen, quasi in den Dienst der ÖVP, und das mit verteidigen, das geht gar nicht! Das geht gar nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Blimlinger, zur Frage, warum heute diese Dringliche Anfrage kommt: na, weil diese Information erst gestern in der Nacht gekommen ist. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Eines müssen Sie mir nun auch zugestehen: Dass Sie sich nun als grüne Abgeordnete hierherstellen, quasi in den Dienst der ÖVP, und das mit verteidigen, das geht gar nicht! Das geht gar nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Eßl.
Was wäre wirklich zu tun? – Drei Dinge: nicht länger die politische, die parlamentarische Aufklärungsarbeit behindern; mit allen Mitteln dafür sorgen, dass das weitere Löschen, das weitere Schreddern gestoppt wird – ich hoffe, Sie unterstützen unseren diesbezüglichen Antrag. (Zwischenruf des Abg. Eßl.) Und drittens: Schützen Sie bitte nicht länger mutmaßliche, vermeintliche Verbrecher und Verbrecherinnen – auch das muss man ja klar sagen –, denn wer nichts zu verbergen hat, der hat auch nichts zu löschen,
Beifall bei der SPÖ.
wer nichts zu verbergen hat, der hat auch nichts zu schreddern, das ist ja wohl logisch. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Hafenecker.
In einem allerletzten Satz: Wir warten immer noch auf eine Entschuldigung für all diesen großen Schaden, der dieser Republik zugefügt wurde – wegen des Anstands wär’s. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Hafenecker.)
Abg. Martin Graf – in Richtung Abg. Herr –: Eine Superrede! Und einen englischen Begriff deutsch zu gendern ist eine Meisterleistung! – Unruhe im Saal. – Ruf bei der SPÖ: Danke!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Gödl. – Bitte. (Abg. Martin Graf – in Richtung Abg. Herr –: Eine Superrede! Und einen englischen Begriff deutsch zu gendern ist eine Meisterleistung! – Unruhe im Saal. – Ruf bei der SPÖ: Danke!)
Abg. Rauch: Das Sie hier abgeben!
Ich möchte an eine vor zwei Tagen hier gehaltene Rede anschließen, nämlich an eine Rede von meiner sehr geschätzten Kollegin Claudia Plakolm, JVP-Bundesobfrau. Sie hat vor zwei Tagen in der Sondersitzung folgende Fragen aufgeworfen: „Warum tust du dir das an?“ Warum gehst du in die Politik? – Diese Fragen wurden in den vergangenen Tagen sicher einigen von uns gestellt. Diese Fragen wurde auch mir gestellt, von mehreren Seiten, unter anderem auch von meiner 13-jährigen Tochter. Das Bild, das wir hier abgeben, meine Damen und Herren, ist wirklich fatal (Abg. Rauch: Das Sie hier abgeben!): ein Bild des Streits, ein Bild der Missgunst (Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen), ein Bild des gegenseitigen Belauerns, ein Bild der verbalen Respektlosigkeit. (Abg. Rauch: Kollege Gödl, Sie sind zu bedauern!) Der Eindruck, den manche Abgeordnete vermitteln, ist tatsächlich beschämend. (Abg. Matznetter: Dann sagen Sie Ihrer Tochter ...!) – Ich sage ganz bewusst manche Abgeordnete – wie Sie, Herr Matznetter, von der Opposition. Ich will es einfach nicht glauben, dass Sie Ihren vom Wählerwillen abgeleiteten Auftrag darin sehen, gegen alles zu kampagnisieren und dauernd mit Unterstellungen zu arbeiten! (Beifall bei der ÖVP. – Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich will es einfach nicht glauben, dass Abgeordnete
Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen
Ich möchte an eine vor zwei Tagen hier gehaltene Rede anschließen, nämlich an eine Rede von meiner sehr geschätzten Kollegin Claudia Plakolm, JVP-Bundesobfrau. Sie hat vor zwei Tagen in der Sondersitzung folgende Fragen aufgeworfen: „Warum tust du dir das an?“ Warum gehst du in die Politik? – Diese Fragen wurden in den vergangenen Tagen sicher einigen von uns gestellt. Diese Fragen wurde auch mir gestellt, von mehreren Seiten, unter anderem auch von meiner 13-jährigen Tochter. Das Bild, das wir hier abgeben, meine Damen und Herren, ist wirklich fatal (Abg. Rauch: Das Sie hier abgeben!): ein Bild des Streits, ein Bild der Missgunst (Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen), ein Bild des gegenseitigen Belauerns, ein Bild der verbalen Respektlosigkeit. (Abg. Rauch: Kollege Gödl, Sie sind zu bedauern!) Der Eindruck, den manche Abgeordnete vermitteln, ist tatsächlich beschämend. (Abg. Matznetter: Dann sagen Sie Ihrer Tochter ...!) – Ich sage ganz bewusst manche Abgeordnete – wie Sie, Herr Matznetter, von der Opposition. Ich will es einfach nicht glauben, dass Sie Ihren vom Wählerwillen abgeleiteten Auftrag darin sehen, gegen alles zu kampagnisieren und dauernd mit Unterstellungen zu arbeiten! (Beifall bei der ÖVP. – Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich will es einfach nicht glauben, dass Abgeordnete
Abg. Rauch: Kollege Gödl, Sie sind zu bedauern!
Ich möchte an eine vor zwei Tagen hier gehaltene Rede anschließen, nämlich an eine Rede von meiner sehr geschätzten Kollegin Claudia Plakolm, JVP-Bundesobfrau. Sie hat vor zwei Tagen in der Sondersitzung folgende Fragen aufgeworfen: „Warum tust du dir das an?“ Warum gehst du in die Politik? – Diese Fragen wurden in den vergangenen Tagen sicher einigen von uns gestellt. Diese Fragen wurde auch mir gestellt, von mehreren Seiten, unter anderem auch von meiner 13-jährigen Tochter. Das Bild, das wir hier abgeben, meine Damen und Herren, ist wirklich fatal (Abg. Rauch: Das Sie hier abgeben!): ein Bild des Streits, ein Bild der Missgunst (Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen), ein Bild des gegenseitigen Belauerns, ein Bild der verbalen Respektlosigkeit. (Abg. Rauch: Kollege Gödl, Sie sind zu bedauern!) Der Eindruck, den manche Abgeordnete vermitteln, ist tatsächlich beschämend. (Abg. Matznetter: Dann sagen Sie Ihrer Tochter ...!) – Ich sage ganz bewusst manche Abgeordnete – wie Sie, Herr Matznetter, von der Opposition. Ich will es einfach nicht glauben, dass Sie Ihren vom Wählerwillen abgeleiteten Auftrag darin sehen, gegen alles zu kampagnisieren und dauernd mit Unterstellungen zu arbeiten! (Beifall bei der ÖVP. – Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich will es einfach nicht glauben, dass Abgeordnete
Abg. Matznetter: Dann sagen Sie Ihrer Tochter ...!
Ich möchte an eine vor zwei Tagen hier gehaltene Rede anschließen, nämlich an eine Rede von meiner sehr geschätzten Kollegin Claudia Plakolm, JVP-Bundesobfrau. Sie hat vor zwei Tagen in der Sondersitzung folgende Fragen aufgeworfen: „Warum tust du dir das an?“ Warum gehst du in die Politik? – Diese Fragen wurden in den vergangenen Tagen sicher einigen von uns gestellt. Diese Fragen wurde auch mir gestellt, von mehreren Seiten, unter anderem auch von meiner 13-jährigen Tochter. Das Bild, das wir hier abgeben, meine Damen und Herren, ist wirklich fatal (Abg. Rauch: Das Sie hier abgeben!): ein Bild des Streits, ein Bild der Missgunst (Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen), ein Bild des gegenseitigen Belauerns, ein Bild der verbalen Respektlosigkeit. (Abg. Rauch: Kollege Gödl, Sie sind zu bedauern!) Der Eindruck, den manche Abgeordnete vermitteln, ist tatsächlich beschämend. (Abg. Matznetter: Dann sagen Sie Ihrer Tochter ...!) – Ich sage ganz bewusst manche Abgeordnete – wie Sie, Herr Matznetter, von der Opposition. Ich will es einfach nicht glauben, dass Sie Ihren vom Wählerwillen abgeleiteten Auftrag darin sehen, gegen alles zu kampagnisieren und dauernd mit Unterstellungen zu arbeiten! (Beifall bei der ÖVP. – Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich will es einfach nicht glauben, dass Abgeordnete
Beifall bei der ÖVP. – Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich möchte an eine vor zwei Tagen hier gehaltene Rede anschließen, nämlich an eine Rede von meiner sehr geschätzten Kollegin Claudia Plakolm, JVP-Bundesobfrau. Sie hat vor zwei Tagen in der Sondersitzung folgende Fragen aufgeworfen: „Warum tust du dir das an?“ Warum gehst du in die Politik? – Diese Fragen wurden in den vergangenen Tagen sicher einigen von uns gestellt. Diese Fragen wurde auch mir gestellt, von mehreren Seiten, unter anderem auch von meiner 13-jährigen Tochter. Das Bild, das wir hier abgeben, meine Damen und Herren, ist wirklich fatal (Abg. Rauch: Das Sie hier abgeben!): ein Bild des Streits, ein Bild der Missgunst (Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen), ein Bild des gegenseitigen Belauerns, ein Bild der verbalen Respektlosigkeit. (Abg. Rauch: Kollege Gödl, Sie sind zu bedauern!) Der Eindruck, den manche Abgeordnete vermitteln, ist tatsächlich beschämend. (Abg. Matznetter: Dann sagen Sie Ihrer Tochter ...!) – Ich sage ganz bewusst manche Abgeordnete – wie Sie, Herr Matznetter, von der Opposition. Ich will es einfach nicht glauben, dass Sie Ihren vom Wählerwillen abgeleiteten Auftrag darin sehen, gegen alles zu kampagnisieren und dauernd mit Unterstellungen zu arbeiten! (Beifall bei der ÖVP. – Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich will es einfach nicht glauben, dass Abgeordnete
Beifall bei der ÖVP.
Diese Dringliche Anfrage passt genau in dieses Bild: Ein Projekt, das im Regierungsprogramm verankert ist, das seit über einem Jahr über alle Ministerien läuft, wofür seit August 2020 ein Lenkungsausschuss eingesetzt ist und IT-Server aus guten technischen Gründen von den Ministerien an das Bundesrechenzentrum übertragen werden, soll aus billigsten populistischen Motiven kriminalisiert werden, und das kann es doch nicht sein! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich will einfach nicht daran glauben, meine Damen und Herren, dass Sie Ihren einzigen Wählerauftrag darin sehen – so wie heute schon den ganzen Tag in der Debatte –, gegen alles zu sein, gegen eine ökosoziale Steuerreform, gegen den Budgetentwurf für das kommende Jahr 2022, in dem zum Beispiel sichergestellt wird, dass mehr denn je in Bildung, in die Umwelt, in Beschäftigungsprogramme investiert wird. Nein, meine Damen und Herren, ich will nicht daran glauben, dass die einzige Mission Ihres Daseins in diesem Haus ist, Ihre Energie in Destruktion, in Zerstörung zu investieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Erasim
Warum tut man sich dann Politik eigentlich an, meine Damen und Herren? – Ich sage Ihnen: weil ich an Besseres glaube (Zwischenruf der Abg. Erasim), weil ich daran glaube, dass am Ende des Tages in einer Demokratie nicht die Zerstörer, sondern die Gestalter der Zukunft das Vertrauen der Bevölkerung gewinnen (Beifall bei der ÖVP), weil ich daran glaube, meine Damen und Herren, dass die Justiz alles aufklären wird und jegliche politische Agitation ins Leere laufen lässt.
Beifall bei der ÖVP
Warum tut man sich dann Politik eigentlich an, meine Damen und Herren? – Ich sage Ihnen: weil ich an Besseres glaube (Zwischenruf der Abg. Erasim), weil ich daran glaube, dass am Ende des Tages in einer Demokratie nicht die Zerstörer, sondern die Gestalter der Zukunft das Vertrauen der Bevölkerung gewinnen (Beifall bei der ÖVP), weil ich daran glaube, meine Damen und Herren, dass die Justiz alles aufklären wird und jegliche politische Agitation ins Leere laufen lässt.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.
Es ist kein Zufall, dass Österreich heute in vielen internationalen Rankings Spitzenpositionen erreicht, so beispielsweise in jenem von Bloomberg im Zusammenhang mit der Pandemiebekämpfung, in dem Österreich weltweit weit vorne ausgewiesen ist. Dieser Erfolg, meine Damen und Herren, ist das Ergebnis der positiven politischen Arbeit in unserem Land, ganz besonders unter der Führung von Kanzler Kurz und Vizekanzler Werner Kogler. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.)
Abg. Lausch: Herr Kollege ...!
Allein die Tatsachen, dass wir heute nach der im Auslaufen befindlichen Pandemie und nach der größten Wirtschaftskrise der Zweiten Republik sogar weniger Arbeitslose als vor zwei Jahren haben, dass wir ein sehr hohes Wirtschaftswachstum haben, zeigen, wozu positive Politik imstande ist. (Abg. Lausch: Herr Kollege ...!) Dafür tue ich mir Politik an, nämlich für diese positive Politik, und das erwartet sich auch die Bevölkerung.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, ich rufe alle Österreicherinnen und Österreicher auf, sich hinter jenen Kräften zu versammeln, die positive Politik im Auge haben, die Positives gestalten wollen, hinter jenen Abgeordneten, die in der Mehrheit in diesem Haus sind, die Positives gestalten wollen, hinter dieser Bundesregierung, die Positives gestalten will, und hinter einem Sebastian Kurz, der schon bisher bewiesen hat, wie positiv er gestalten kann, und der in Zukunft noch vieles positiv für unser Land gestalten wird. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Maurer.
Meine Damen und Herren, wir stehen für positive Gestaltung und nicht für Destruktion, wir stehen für Verbesserung im Lebensalltag und nicht für Zerstörung. Dafür sind wir gewählt – auch Sie von der Opposition. Wir sind dafür gewählt, dass wir dereinst unsere Kinder nicht als Hinterbliebene, sondern als Erben eines florierenden Landes hinterlassen. Dafür tue ich mir Politik an. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Maurer.)
Ruf bei der ÖVP: ... wieder freigelassen!
Wir werden wie in den vorhergehenden Untersuchungsausschüssen mitwirken, um festzustellen, was an diesen ungeheuerlichen Vorwürfen dran ist, die sich bereits aus den bestehenden Aktenteilen ergeben. Seit den Hausdurchsuchungen vorige Woche, der Festnahme einer Meinungsforscherin und dem Löschungsauftrag im BKA stehen nun weitere Verdachtsmomente im Raum. (Ruf bei der ÖVP: ... wieder freigelassen!) Es sind dies der Bruch des Amtsgeheimnisses, Unterdrückung von Beweismitteln und Datenbeschädigung.
Abg. Strasser: Das ist eine Anfrage!
ungerechtfertigt anpatzen werden, weder die Justiz, noch die Polizei. Kritik werden wir üben, wenn sie angebracht ist, aber eine Pauschalverdächtigung, wie wir sie von Ihnen aus der ÖVP gehört haben, werden Sie von uns nicht hören. (Abg. Strasser: Das ist eine Anfrage!)
Beifall bei der FPÖ.
Liebe Christdemokraten in der ÖVP, Sie werden doch sicher die Bibelgeschichte vom Propheten Daniel in der Löwengrube kennen. An Ihrer Stelle würde ich nicht darauf vertrauen, dass Sie aus Gottes Gnade aus dieser Grube errettet werden. Da werden Sie schon selber mithelfen müssen. Wenn Sie nichts zu verbergen haben, dann werden Sie ohne Kratzer wieder aus dieser Grube emporsteigen. Wenn sich aber die bestehenden Vorwürfe erhärten, dann werden es die scharfen Zähne der Justiz und des Untersuchungsausschusses sein, die ein biblisches Happy End verhindern werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Herr.
Abgeordnete Mag. Agnes Sirkka Prammer (Grüne): Herr Präsident! Geschätzter Herr Vizekanzler! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Ich habe mich gefragt, warum diese Anfrage an den Bundeskanzler heute gestellt wird, wo er – breit angekündigt – einen Auslandsbesuch macht. (Zwischenruf der Abg. Herr.) Wir wissen es jetzt: Ihr hattet tatsächlich die Befürchtung (Zwischenruf des Abg. Matznetter), es wäre Gefahr in Verzug. (Abg. Matznetter: Die ist beantwortet! Gestern Nacht!) Ihr hattet die dahinter liegenden Vorgänge nicht verstanden, das ist okay. Die Anfrage wurde beantwortet, es sollte jetzt alles klar sein. (Abg. Herr: Gestern Nacht! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter
Abgeordnete Mag. Agnes Sirkka Prammer (Grüne): Herr Präsident! Geschätzter Herr Vizekanzler! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Ich habe mich gefragt, warum diese Anfrage an den Bundeskanzler heute gestellt wird, wo er – breit angekündigt – einen Auslandsbesuch macht. (Zwischenruf der Abg. Herr.) Wir wissen es jetzt: Ihr hattet tatsächlich die Befürchtung (Zwischenruf des Abg. Matznetter), es wäre Gefahr in Verzug. (Abg. Matznetter: Die ist beantwortet! Gestern Nacht!) Ihr hattet die dahinter liegenden Vorgänge nicht verstanden, das ist okay. Die Anfrage wurde beantwortet, es sollte jetzt alles klar sein. (Abg. Herr: Gestern Nacht! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Matznetter: Die ist beantwortet! Gestern Nacht!
Abgeordnete Mag. Agnes Sirkka Prammer (Grüne): Herr Präsident! Geschätzter Herr Vizekanzler! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Ich habe mich gefragt, warum diese Anfrage an den Bundeskanzler heute gestellt wird, wo er – breit angekündigt – einen Auslandsbesuch macht. (Zwischenruf der Abg. Herr.) Wir wissen es jetzt: Ihr hattet tatsächlich die Befürchtung (Zwischenruf des Abg. Matznetter), es wäre Gefahr in Verzug. (Abg. Matznetter: Die ist beantwortet! Gestern Nacht!) Ihr hattet die dahinter liegenden Vorgänge nicht verstanden, das ist okay. Die Anfrage wurde beantwortet, es sollte jetzt alles klar sein. (Abg. Herr: Gestern Nacht! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Herr: Gestern Nacht! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Abgeordnete Mag. Agnes Sirkka Prammer (Grüne): Herr Präsident! Geschätzter Herr Vizekanzler! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Ich habe mich gefragt, warum diese Anfrage an den Bundeskanzler heute gestellt wird, wo er – breit angekündigt – einen Auslandsbesuch macht. (Zwischenruf der Abg. Herr.) Wir wissen es jetzt: Ihr hattet tatsächlich die Befürchtung (Zwischenruf des Abg. Matznetter), es wäre Gefahr in Verzug. (Abg. Matznetter: Die ist beantwortet! Gestern Nacht!) Ihr hattet die dahinter liegenden Vorgänge nicht verstanden, das ist okay. Die Anfrage wurde beantwortet, es sollte jetzt alles klar sein. (Abg. Herr: Gestern Nacht! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen. – Ruf bei der SPÖ: Aber?! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Viel wichtiger sind aber jene Informationen, um die es euch geht. Das dahinter liegende Anliegen, nämlich Informationen zu sichern, die ein künftiger Untersuchungsausschuss zur Aufklärung braucht, unterstützen wir ja zu 100 Prozent. (Beifall bei den Grünen. – Ruf bei der SPÖ: Aber?! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Wir sind der festen Überzeugung, dass Demokratie nur dann funktionieren kann, wenn Verwaltung transparent ist. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Nur dann, wenn der Souverän Zugang zu den Vorgängen hat, die in den Amtsstuben passieren, um sich ein Urteil darüber bilden zu können, ob die Verwaltung in seinem Sinne arbeitet, kann das System funktionieren. In einer Demokratie ist der Souverän das Volk. Wir alle sind der Souverän. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wir sind der festen Überzeugung, dass Demokratie nur dann funktionieren kann, wenn Verwaltung transparent ist. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Nur dann, wenn der Souverän Zugang zu den Vorgängen hat, die in den Amtsstuben passieren, um sich ein Urteil darüber bilden zu können, ob die Verwaltung in seinem Sinne arbeitet, kann das System funktionieren. In einer Demokratie ist der Souverän das Volk. Wir alle sind der Souverän. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Köchl.
steht. Dies werden wir mit dem Informationsfreiheitsgesetz machen. (Zwischenruf des Abg. Köchl.) Ich weiß, es ist noch nicht da, und es wird auch noch eine Zeit lang dauern, bis es kommt – da will ich euch gar nichts vormachen –, aber ich kann Ihnen sagen, warum das so lange dauert (Zwischenruf des Abg. Matznetter): Wir stellen damit ein Prinzip auf den Kopf, das es in diesem Land seit dem 18. Jahrhundert gibt. Das ist jetzt sicher keine Ausrede, aber es ist eine Erklärung dafür, warum es so viele Widerstände gibt.
Zwischenruf des Abg. Matznetter
steht. Dies werden wir mit dem Informationsfreiheitsgesetz machen. (Zwischenruf des Abg. Köchl.) Ich weiß, es ist noch nicht da, und es wird auch noch eine Zeit lang dauern, bis es kommt – da will ich euch gar nichts vormachen –, aber ich kann Ihnen sagen, warum das so lange dauert (Zwischenruf des Abg. Matznetter): Wir stellen damit ein Prinzip auf den Kopf, das es in diesem Land seit dem 18. Jahrhundert gibt. Das ist jetzt sicher keine Ausrede, aber es ist eine Erklärung dafür, warum es so viele Widerstände gibt.
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Köchl.
Es ist ein kompletter Wandel in dem Verständnis, das die Beamtenschaft seit Jahrhunderten hat. Damit dürfen wir die Menschen, die an den betroffenen Stellen arbeiten, auch nicht alleine lassen. Wir nehmen diese Bedenken, die sich daraus ergeben, ernst, weil wir wissen, dass wir damit einen Kulturwandel schaffen, aber: Wir werden das umsetzen. Wir werden in Österreich einen durchsetzbaren Anspruch auf Information über alle Verwaltungsvorgänge schaffen. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Köchl.)
Zwischenruf bei der SPÖ
Wir schaffen damit Transparenz in einem noch nie dagewesenen Ausmaß. Wir alle hier im Hohen Haus (Zwischenruf bei der SPÖ) sind Parlamentarierinnen und Parlamentarier und wir haben den Auftrag und die Pflicht, die Kontrolle über die Verwaltung auszuüben. Deshalb sind wir alle daran interessiert, dass Untersuchungsausschüsse effektiv arbeiten können. Weil hier schon ein paar Mal gesagt wurde: Ihr habt den Untersuchungsausschuss abgedreht! – Wäre der Untersuchungsausschuss damals verlängert worden, hätte er auch Mitte September zu arbeiten aufgehört, und wir hätten nicht schon den nächsten in der Pipeline. Ich wollte es nur noch einmal angemerkt haben. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ. – Abg. Rauch: Das können Sie gar nicht wissen! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ. – Abg. Rauch: Das können Sie gar nicht wissen! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Wir schaffen damit Transparenz in einem noch nie dagewesenen Ausmaß. Wir alle hier im Hohen Haus (Zwischenruf bei der SPÖ) sind Parlamentarierinnen und Parlamentarier und wir haben den Auftrag und die Pflicht, die Kontrolle über die Verwaltung auszuüben. Deshalb sind wir alle daran interessiert, dass Untersuchungsausschüsse effektiv arbeiten können. Weil hier schon ein paar Mal gesagt wurde: Ihr habt den Untersuchungsausschuss abgedreht! – Wäre der Untersuchungsausschuss damals verlängert worden, hätte er auch Mitte September zu arbeiten aufgehört, und wir hätten nicht schon den nächsten in der Pipeline. Ich wollte es nur noch einmal angemerkt haben. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ. – Abg. Rauch: Das können Sie gar nicht wissen! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Abg. Rauch: Wie wollen Sie denn wissen, was die Opposition gemacht hätte?
Wir haben hier einen Entschließungsantrag eingebracht, der sicherstellen wird (Abg. Rauch: Wie wollen Sie denn wissen, was die Opposition gemacht hätte?), dass nichts gelöscht wird und dass alles vorhanden ist, was der zukünftige Untersuchungsausschuss theoretisch brauchen könnte. Ich nehme an, ihr werdet da zustimmen, aber wenn nicht, ist es auch nicht schlimm, denn dann sorge eben die Regierungsparteien allein dafür, dass der Untersuchungsausschuss alles hat, was er braucht. (Beifall bei den Grünen. – Heiterkeit der Abg. Yılmaz. – Ruf bei der FPÖ: Wird das jetzt auch ein Satireprojekt?)
Beifall bei den Grünen. – Heiterkeit der Abg. Yılmaz. – Ruf bei der FPÖ: Wird das jetzt auch ein Satireprojekt?
Wir haben hier einen Entschließungsantrag eingebracht, der sicherstellen wird (Abg. Rauch: Wie wollen Sie denn wissen, was die Opposition gemacht hätte?), dass nichts gelöscht wird und dass alles vorhanden ist, was der zukünftige Untersuchungsausschuss theoretisch brauchen könnte. Ich nehme an, ihr werdet da zustimmen, aber wenn nicht, ist es auch nicht schlimm, denn dann sorge eben die Regierungsparteien allein dafür, dass der Untersuchungsausschuss alles hat, was er braucht. (Beifall bei den Grünen. – Heiterkeit der Abg. Yılmaz. – Ruf bei der FPÖ: Wird das jetzt auch ein Satireprojekt?)
Beifall bei den NEOS.
Deswegen hat mein Kollege Hannes Margreiter schon im April dieses Jahres einen Initiativantrag eingebracht, der nächste Woche im Justizausschuss diskutiert wird, nämlich dahin gehend, dass man Beweismittelunterdrückung auch vor dem Untersuchungsausschuss strafbar macht. Im Moment sind nur die falsche Beweisaussage – was wir wissen – vor dem Untersuchungsausschuss und die Verfälschung eines echten Beweismittels strafbar. Jetzt könnte man aber sagen, wenn nur die Verfälschung eines Beweismittels, nicht aber die Unterdrückung strafbar ist, dann verliert halt ein Zeuge lieber ein Handy, bevor er es aufwändig manipuliert. Da gibt es also eine klare Gesetzeslücke bezüglich Beweismittelunterdrückung, und diese wollen wir nächste Woche im Justizausschuss schließen. (Beifall bei den NEOS.) Jeder redliche Geist in diesem Hause sollte sich dem anschließen, besonders jeder, der nichts zu verbergen hat.
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Weiters erwarte ich mir, natürlich aufgrund der heutigen Aussagen und des Antrages der Regierungsparteien, dass es keinen Grund gibt, nächste Woche nicht mitzugehen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Jetzt sind die anderen schuld! Wir haben nicht geschreddert!
Abgeordneter Mag. Klaus Fürlinger (ÖVP): Hohes Präsidium! Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Ich habe mich eigentlich schon sehr auf das Comeback der Politik im Herbst gefreut – auf Sacharbeit, auf Steuerreform, Budget, Arbeitsmarkt, viele besondere Dinge, die anstehen, die in unserem Regierungsprogramm drinnen sind. Mit dieser Motivation bin ich hierher nach Wien gefahren, aber wie es so schön bei Schiller heißt, meine Damen und Herren: „Es kann der Frömmste nicht im Frieden bleiben, / Wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt.“ (Ruf bei der SPÖ: Jetzt sind die anderen schuld! Wir haben nicht geschreddert!) Leider ist die Stunde der Misanthropen wieder angebrochen, leider sind jene Damen und Herren, die es vereinzelt in diesem Haus gibt, die die Destruktion vor die Konstruktion setzen, wieder unter uns. (Abg. Belakowitsch: Was ist Konstruktion? – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Was ist Konstruktion? – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Klaus Fürlinger (ÖVP): Hohes Präsidium! Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Ich habe mich eigentlich schon sehr auf das Comeback der Politik im Herbst gefreut – auf Sacharbeit, auf Steuerreform, Budget, Arbeitsmarkt, viele besondere Dinge, die anstehen, die in unserem Regierungsprogramm drinnen sind. Mit dieser Motivation bin ich hierher nach Wien gefahren, aber wie es so schön bei Schiller heißt, meine Damen und Herren: „Es kann der Frömmste nicht im Frieden bleiben, / Wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt.“ (Ruf bei der SPÖ: Jetzt sind die anderen schuld! Wir haben nicht geschreddert!) Leider ist die Stunde der Misanthropen wieder angebrochen, leider sind jene Damen und Herren, die es vereinzelt in diesem Haus gibt, die die Destruktion vor die Konstruktion setzen, wieder unter uns. (Abg. Belakowitsch: Was ist Konstruktion? – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Die Abgeordneten Lausch und Rauch halten Tafeln mit den Aufschriften „Game over“ beziehungsweise „# Game over“ in die Höhe.
Leider leben wir wieder in der Zeit, in der ganz normale Dinge, die für die Republik wichtig sind, wie die Modernisierung eines EDV-Systems, die Zentralisierung eines EDV-Systems, die Verschlankung der Strukturen, dazu führen, dass Menschen das kriminalisieren. Es kommen Leute hierher, die Dringliche Anfragen machen, weil sie einen Teil eines Mails an einen Personalvertreter bekommen haben, in dem drinnen steht, dass Daten gesammelt und nicht gelöscht werden. Das alleine aber reicht vor dem Hintergrund einer ganz besonderen Pressekonferenz, die gestern stattgefunden hat, in der man ein Verlangen auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses eingebracht hat. (Die Abgeordneten Lausch und Rauch halten Tafeln mit den Aufschriften „Game over“ beziehungsweise „# Game over“ in die Höhe.) Diese Überschrift deckt sich allerdings in keiner Weise mit dem, was in dieser (ein Schriftstück in die Höhe haltend), ich würde sagen, parteipolitischen Hetzschrift, meine Damen und Herren, drinnen ist, denn juristisch ist nicht das drinnen, was oben draufsteht.
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Litschauer.
Es wäre schön, wenn sich Juristen gelegentlich auch damit beschäftigen würden, denn dieses Verlangen ist mit den Worten des Gesetzes und unserer Bundesverfassung nicht in Einklang zu bringen. Würde man heute einen Rechtspraktikanten bitten, ein Verlangen auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zu schreiben, und er würde das schreiben, würde seine berufliche Karriere möglicherweise nicht sehr weit führen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Litschauer.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Meinl-Reisinger: Entschuldigung, was soll denn das?
Meine Damen und Herren, dass jene, deren politisches Geschäft das Herabsetzen und das Verächtlichmachen oder das Verleumden ist, das so haben wollen, ist der eine Teil, dass bedauerlicherweise der von mir sehr geschätzte Kollege Scherak, der gerade nicht im Saal ist, seine Unterschrift daruntergesetzt hat, kann wohl nur damit im Zusammenhang stehen, dass er es nicht gelesen hat, denn es wäre seiner Kompetenz nicht angemessen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Meinl-Reisinger: Entschuldigung, was soll denn das?)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf bei der SPÖ.
Ich würde mir wünschen, dass Kollege Bürstmayr, der auch schon einmal festgestellt hat, dass das juristische Niveau im Haus durchaus zu wünschen übrig lässt, vielleicht noch einmal einen Blick darauf wirft, denn ich glaube nicht, dass ein solcher Schriftsatz je seine Kanzlei verlassen hat. Dieses Verlangen auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses ist nicht das wert, was darübersteht, es ist juristisch eine Armutserklärung. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
jeden dieser Meter gehen, um diesen teilweise ungeheuerlichen Vorwürfen und Unterstellungen, die Sie uns hier machen, entgegenzutreten – und wir werden sie Punkt für Punkt aufklären. Das, was ich dann möchte, ist, dass jene, die in diesem unglaublichen Pamphlet so viel Schmutz verbreiten, die Ehre und den Anstand haben, hier herauszukommen und sich für das, was sie getan haben, zu entschuldigen, weil wir das einfordern werden. – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Meinl-Reisinger: Herr Präsident, zur Geschäftsordnung!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Herr Vizekanzler Kogler. (Abg. Meinl-Reisinger: Herr Präsident, zur Geschäftsordnung!)
Beifall und Bravoruf bei den NEOS sowie Beifall bei SPÖ, FPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordnete Mag. Beate Meinl-Reisinger, MES (NEOS) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Ich melde mich selten zur Geschäftsordnung zu Wort, aber den Antrag auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses, der gestern eingebracht wurde, hier vor allen im Hohen Haus als „Hetzschrift“ und „Pamphlet“ zu benennen, das verdient, wie ich finde, einen Ordnungsruf. Das ist der Würde des Hohen Hauses nicht angemessen! – Danke. (Beifall und Bravoruf bei den NEOS sowie Beifall bei SPÖ, FPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Kollross: Was macht er jetzt, der Präsident? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Der Herr Vizekanzler ist zu Wort gemeldet. – Bitte. (Abg. Kollross: Was macht er jetzt, der Präsident? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Was? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Der Herr Vizekanzler ist zu Wort gemeldet. (Ruf bei der SPÖ: Was? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Den Usancen entspricht es allerdings auch, dass diejenigen Bundesregierungsmitglieder eine Dringliche Anfrage ereilt, die auch wirklich im Lande sind. Es gibt jetzt vielleicht Gründe dafür, wir haben uns darüber nicht beschwert, aber eines möchte ich schon sagen, insbesondere an den sehr geschätzten, ansonst sehr geschätzten Abgeordneten Leichtfried: Wenn man sich mit zunehmender Energie in zunehmende Empörung reinsteigert, dann darf man schon erwarten, dass man einen Teil dieser Energie dafür verwendet, die österreichische Bundesverfassung zu verstehen, auf die Sie immerhin angelobt wurden, und da sind die Vertretungsrechte klipp und klar geregelt – klipp und klar geregelt! (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Anhaltender Beifall bei den Grünen sowie Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Ich darf Sie darauf aufmerksam machen, dass Art. 73 Abs. 3 B-VG gewisse Hinweise dazu gibt. Es geht da um eine parlamentarische Vertretung und nicht darum, dass ich in Abwesenheit des Bundeskanzlers ins Bundeskanzleramt hineinregiere – wo würden wir da überhaupt hinkommen? Sie haben das aber hier absichtlich verdreht, und das müssen Sie sich jetzt vorhalten lassen, selbst von der Regierungsbank aus. So geht das nicht! (Anhaltender Beifall bei den Grünen sowie Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. )
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zur Wortwahl anlässlich dieser Debatte: Ich habe zu den Aussagen, man habe „die Bevölkerung um Steuergelder betrogen“ sowie „vermeintliche Verbrecher und Verbrecherinnen“ keine dementsprechende Anmerkung gemacht, um nicht schlussendlich noch mehr Emotionen hineinzubringen. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Wir werden das in der Präsidiale diskutieren. Dass ich alle dazu aufrufe, sich zu mäßigen und dementsprechend zuzuhören, auch wiederholt und auch mit dem Glockenzeichen, ist, glaube ich, als Vorsitzender meine Aufgabe.
Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.
Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Schnedlitz. – Bitte. (Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf bei der FPÖ.
Abgeordneter Michael Schnedlitz (FPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren! Herr Vizekanzler! Werte Regierungsmitglieder! Dann fassen wir einmal zusammen! Ja, es ist schon wieder etwas passiert, denn es vergeht kein Tag, ohne dass neue türkise Grauslichkeiten in unserer Republik detonieren. Kein Tag vergeht, ohne dass unsere Republik erschüttert wird und Schaden nimmt, sehr geehrte Damen und Herren, und kein Tag vergeht, ohne dass Unfassbares ans Tageslicht tritt, für das jeder redliche Politiker längst zurückgetreten wäre. Bei Ihnen (in Richtung ÖVP) wird man zur Belohnung noch zum Klubobmann gewählt, Gratulation! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf bei der FPÖ.)
Beifall bei FPÖ und SPÖ.
Die Opposition muss natürlich handeln und kann jetzt nicht auch noch auf Termine Rücksicht nehmen, wenn die Republik täglich Schaden nimmt. Wir würden eh gern, aber es geht halt nicht! Weder die SPÖ noch die NEOS noch die Grünen – und auch nicht die Freiheitlichen – können etwas für das, was Sie aufgeführt haben, sehr geehrte Damen und Herren, und deshalb müssen Sie auch aushalten, wenn hier so etwas eingebracht wird. (Beifall bei FPÖ und SPÖ.)
Abg. Gerstl schüttelt den Kopf. – Rufe bei der ÖVP: Es wird ja nichts gelöscht!
Herr Kollege Gerstl! Ein trauriger Vergleich – Sie löschen Daten wie jene, über die Sie gerade täglich stolpern, und nennen das „IT-Sicherheitsstrategie“. (Abg. Gerstl schüttelt den Kopf. – Rufe bei der ÖVP: Es wird ja nichts gelöscht!) – Werte Kollegen der ÖVP, nur weil ihr es den Grünen einreden könnt, heißt das noch lange nicht, dass ihr die Menschen in diesem Land mit dem Schmäh für dumm verkaufen könnt oder dass es SPÖ, NEOS und wir euch abkaufen! So einfach ist das. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Kollege Gerstl! Ein trauriger Vergleich – Sie löschen Daten wie jene, über die Sie gerade täglich stolpern, und nennen das „IT-Sicherheitsstrategie“. (Abg. Gerstl schüttelt den Kopf. – Rufe bei der ÖVP: Es wird ja nichts gelöscht!) – Werte Kollegen der ÖVP, nur weil ihr es den Grünen einreden könnt, heißt das noch lange nicht, dass ihr die Menschen in diesem Land mit dem Schmäh für dumm verkaufen könnt oder dass es SPÖ, NEOS und wir euch abkaufen! So einfach ist das. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Heiterkeit und Zwischenrufe bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Und liebe Grüne, es ist ja auch offensichtlich, warum ihr hier so zur Verteidigung ausrückt! Ihr habt euch von der ÖVP so schnell über den Tisch ziehen lassen, dass allein durch die Reibungswärme 2 Grad Klimaerwärmung entstanden sind. Deshalb müsst ihr jetzt hier ausrücken. (Beifall bei der FPÖ. – Heiterkeit und Zwischenrufe bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg Ottenschläger.
halten? (Zwischenruf des Abg Ottenschläger.) Was denken Sie, was die Menschen draußen über Sie denken, wenn Sie, anstatt dass Sie Ihren Job erledigen, mit Dingen beschäftigt sind, für die jeder Otto Normalbürger längst seinen Job verloren hätte? Gerade in Zeiten wie diesen würde man sich von einer staatstragenden oder – Pardon! – ehemals staatstragenden Partei erwarten (Abg. Michael Hammer: Das wart ihr nie, ja!), dass sie etwas Weitsicht an den Tag legt und zumindest – und darauf wartet ganz Österreich – das Verhalten, das zu diesem tiefen Fall ihres ehemaligen türkisen Engels, der da jetzt in der ersten Reihe sitzt, nicht einmal auf dem ersten Platz (Heiterkeit des Redners), sondern auf dem zweiten, geführt hat, sofort – aber auch sofort! – einstellt. Wir warten vergebens, und die Österreicherinnen und Österreicher warten vergebens.
Abg. Michael Hammer: Das wart ihr nie, ja!
halten? (Zwischenruf des Abg Ottenschläger.) Was denken Sie, was die Menschen draußen über Sie denken, wenn Sie, anstatt dass Sie Ihren Job erledigen, mit Dingen beschäftigt sind, für die jeder Otto Normalbürger längst seinen Job verloren hätte? Gerade in Zeiten wie diesen würde man sich von einer staatstragenden oder – Pardon! – ehemals staatstragenden Partei erwarten (Abg. Michael Hammer: Das wart ihr nie, ja!), dass sie etwas Weitsicht an den Tag legt und zumindest – und darauf wartet ganz Österreich – das Verhalten, das zu diesem tiefen Fall ihres ehemaligen türkisen Engels, der da jetzt in der ersten Reihe sitzt, nicht einmal auf dem ersten Platz (Heiterkeit des Redners), sondern auf dem zweiten, geführt hat, sofort – aber auch sofort! – einstellt. Wir warten vergebens, und die Österreicherinnen und Österreicher warten vergebens.
Heiterkeit des Redners
halten? (Zwischenruf des Abg Ottenschläger.) Was denken Sie, was die Menschen draußen über Sie denken, wenn Sie, anstatt dass Sie Ihren Job erledigen, mit Dingen beschäftigt sind, für die jeder Otto Normalbürger längst seinen Job verloren hätte? Gerade in Zeiten wie diesen würde man sich von einer staatstragenden oder – Pardon! – ehemals staatstragenden Partei erwarten (Abg. Michael Hammer: Das wart ihr nie, ja!), dass sie etwas Weitsicht an den Tag legt und zumindest – und darauf wartet ganz Österreich – das Verhalten, das zu diesem tiefen Fall ihres ehemaligen türkisen Engels, der da jetzt in der ersten Reihe sitzt, nicht einmal auf dem ersten Platz (Heiterkeit des Redners), sondern auf dem zweiten, geführt hat, sofort – aber auch sofort! – einstellt. Wir warten vergebens, und die Österreicherinnen und Österreicher warten vergebens.
Zwischenruf der Abg. Gabriela Schwarz.
Als ob das, was Sie gemacht haben und worüber Sie gestolpert sind, nicht schon schlimm genug wäre, fliegen Sie jetzt auch noch damit auf, dass Sie versuchen, zuzudecken und zu vertuschen. Sehr geehrte Damen und Herren, das ist der Beweis, dass es täglich schlimmer wird und nicht besser! (Zwischenruf der Abg. Gabriela Schwarz.) Es wird täglich nicht sauberer, sondern schmutziger – und auch deshalb danke für diese Dringliche, sehr geehrte Damen und Herren! Deshalb müssen wir diesem Schauspiel Einhalt gebieten und diesem System endlich den Stecker ziehen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.
Als ob das, was Sie gemacht haben und worüber Sie gestolpert sind, nicht schon schlimm genug wäre, fliegen Sie jetzt auch noch damit auf, dass Sie versuchen, zuzudecken und zu vertuschen. Sehr geehrte Damen und Herren, das ist der Beweis, dass es täglich schlimmer wird und nicht besser! (Zwischenruf der Abg. Gabriela Schwarz.) Es wird täglich nicht sauberer, sondern schmutziger – und auch deshalb danke für diese Dringliche, sehr geehrte Damen und Herren! Deshalb müssen wir diesem Schauspiel Einhalt gebieten und diesem System endlich den Stecker ziehen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Niemand in Österreich will von jemandem regiert werden, dessen Schmutz zeigt, wie moralisch bankrott er ist. Eines aber verspreche ich Ihnen, so wahr ich hier stehe: Wir Freiheitlichen werden gemeinsam mit der österreichischen Bevölkerung dafür sorgen und in diesem Land sicherstellen, dass Ihrem moralischen Bankrott auch Ihr politischer Bankrott folgen wird. Kurz ist weg, sehr geehrte Damen und Herren, die Türkisen kommen weg. Dafür wird der Wähler sorgen, versprochen! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Lopatka: Das ist eine bewusste Irreführung! Das stimmt ja nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Bleiben wir ruhig und sachlich: Just am 4. Oktober, genau an jenem Tag, an dem die Staatsanwaltschaft sozusagen die Einsatzkräfte für die Hausdurchsuchungen am 6. Oktober sammelt, kommt eine Anordnung, die darauf hinausläuft, dass am 10.im Bundeskanzleramt die gesamten Back-up-Daten, die hinter dem Exchange Server laufen, gelöscht werden, es sei denn, dass jeder einzelne Mitarbeiter, jede einzelne Mitarbeiterin des Amtes individuell meldet: Wir brauchen das noch. (Abg. Lopatka: Das ist eine bewusste Irreführung! Das stimmt ja nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Und genau dieser Umstand wurde in der Nacht von gestern auf heute bekannt gegeben. Alle Einwendungen, man hätte es früher machen können: gegenstandslos. Was sonst, wenn nicht das, ist Anlass für eine solche Dringliche? – Ehrlich!
Rufe bei den Grünen: „Insbesondere“!
Das Ganze geht jetzt natürlich weiter. Abgeordneter Krainer hat ganz klar nachgewiesen, warum der geplante – damals war er noch nicht eingebracht – Entschließungsantrag untauglich ist: Statt jedes einzelnen Mitglieds der Bundesregierung wird das Kollektivorgan aufgefordert. Den entscheidenden Teil, nämlich zum „eingesetzten Untersuchungsausschuss“ (Rufe bei den Grünen: „Insbesondere“!), hat Kollege Krainer völlig richtig ja während seiner Begründung noch einmal vorgelesen. (Neuerliche Rufe bei den Grünen:
Abg. Stögmüller: „Insbesondere“! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.
„Insbesondere“!) – Ihr habt 30 Minuten für die Korrektur gehabt. (Abg. Stögmüller: „Insbesondere“! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.) Habt ihr es zusammengebracht? – Nein! (Abg. Stögmüller: Da kennst du dich aber nicht aus damit! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Keiner hat es erklärt, nur: Ihr habt das falsch eingebracht.
Abg. Stögmüller: Da kennst du dich aber nicht aus damit! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
„Insbesondere“!) – Ihr habt 30 Minuten für die Korrektur gehabt. (Abg. Stögmüller: „Insbesondere“! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.) Habt ihr es zusammengebracht? – Nein! (Abg. Stögmüller: Da kennst du dich aber nicht aus damit! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Keiner hat es erklärt, nur: Ihr habt das falsch eingebracht.
Zwischenrufe bei den Grünen.
So, und jetzt komme ich aber zum Inhalt dessen, was sonst passiert ist. Wieso führt ihr das auf? Ist das ein Stockholmsyndrom? (Zwischenrufe bei den Grünen.) Habt ihr eigentlich Kollegen Gerstl zugehört, der Vorwürfe getätigt hat? Nicht, dass er gesagt hat: Wir werden keine Straftaten mehr begehen, damit niemand eine Anzeige machen muss!, nein, er hat gesagt: Wieso findet beim Chorherr keine Hausdurchsuchung statt? (Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) Er hat sich verstiegen in der Unterstellung, dass die frühere Stadträtin Wehsely unter falschem Namen die Firma Reisswolf beschäftigt hätte, die Rechnung nicht bezahlt hätte und Festplatten geschreddert hätte. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Stögmüller.
So, und jetzt komme ich aber zum Inhalt dessen, was sonst passiert ist. Wieso führt ihr das auf? Ist das ein Stockholmsyndrom? (Zwischenrufe bei den Grünen.) Habt ihr eigentlich Kollegen Gerstl zugehört, der Vorwürfe getätigt hat? Nicht, dass er gesagt hat: Wir werden keine Straftaten mehr begehen, damit niemand eine Anzeige machen muss!, nein, er hat gesagt: Wieso findet beim Chorherr keine Hausdurchsuchung statt? (Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) Er hat sich verstiegen in der Unterstellung, dass die frühere Stadträtin Wehsely unter falschem Namen die Firma Reisswolf beschäftigt hätte, die Rechnung nicht bezahlt hätte und Festplatten geschreddert hätte. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
So, und jetzt komme ich aber zum Inhalt dessen, was sonst passiert ist. Wieso führt ihr das auf? Ist das ein Stockholmsyndrom? (Zwischenrufe bei den Grünen.) Habt ihr eigentlich Kollegen Gerstl zugehört, der Vorwürfe getätigt hat? Nicht, dass er gesagt hat: Wir werden keine Straftaten mehr begehen, damit niemand eine Anzeige machen muss!, nein, er hat gesagt: Wieso findet beim Chorherr keine Hausdurchsuchung statt? (Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) Er hat sich verstiegen in der Unterstellung, dass die frühere Stadträtin Wehsely unter falschem Namen die Firma Reisswolf beschäftigt hätte, die Rechnung nicht bezahlt hätte und Festplatten geschreddert hätte. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei Grünen und ÖVP
Und wie reagiert ihr auf solche Unterstellungen? – Eva Blimlinger hält uns einen Vortrag über die Einrichtung des Archivs im 18. Jahrhundert (Zwischenrufe bei Grünen und ÖVP) – ehrlich?! –, statt dass ihr hergeht und sagt: Freunde, aus jetzt! Es wird untersucht, das Schreddern wird jetzt gestoppt (Beifall bei SPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ), jetzt schauen wir uns jede einzelne Information an, um diesen Sumpf trockenzulegen!
Beifall bei SPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ
Und wie reagiert ihr auf solche Unterstellungen? – Eva Blimlinger hält uns einen Vortrag über die Einrichtung des Archivs im 18. Jahrhundert (Zwischenrufe bei Grünen und ÖVP) – ehrlich?! –, statt dass ihr hergeht und sagt: Freunde, aus jetzt! Es wird untersucht, das Schreddern wird jetzt gestoppt (Beifall bei SPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ), jetzt schauen wir uns jede einzelne Information an, um diesen Sumpf trockenzulegen!
Zwischenrufe bei den Grünen.
Das wäre eure Aufgabe gewesen, und ich wiederhole hier, was ich gestern schon gesagt habe: Möge der Anstand grün gewählt haben – aber wenn er es gemacht hat, hat er inzwischen politisches Asyl in Skandinavien gesucht. Dort gibt es nämlich ein Informationsfreiheitsgesetz – ihr habt es nicht zusammengebracht. Es hätte uns geholfen, denn dann wären die ganzen Lösch- und Schredderaktionen, die jetzt flächendeckend stattfinden, nicht möglich gewesen. (Zwischenrufe bei den Grünen.)
Abg. Zorba: Ja ...!
Zur Ausrede: Wir machen doch jetzt ein anderes System! – Freunde, die Back-ups der Back-ups müssen da sein. (Abg. Zorba: Ja ...!) Und die Frage, ob eine Hausdurchsuchung verraten wurde, möge jeder einzelne für sich beantworten. Liebe Zuseherinnen und Zuseher, denkt einmal darüber nach! (Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) Bei Herrn Schmid gibt es eine Hausdurchsuchung, das Handy ist gelöscht, er gibt sogar den Code her. Der Herr Bundeskanzler a. D. erklärt uns: Das Diensthandy verwende ich ja gar nicht, ich verwende nur das private Handy von der Partei! Die Nächste, zu der sie kommen, Frau Beinschab, müssen sie für zwei Tage festnehmen (Zwischenruf der Abg. Scheucher-Pichler), weil die Festplatten gelöscht waren, als sie dort erschienen sind. (Ruf bei der ÖVP: So ein Blödsinn!) Frau Gaby Schwarz erklärt eine Woche vor der Hausdurchsuchung: Es gibt bei uns in der ÖVP-Parteizentrale nichts mehr zu finden! (Zwischenruf der Abg. Gabriela Schwarz.)
Zwischenruf des Abg. Stögmüller.
Zur Ausrede: Wir machen doch jetzt ein anderes System! – Freunde, die Back-ups der Back-ups müssen da sein. (Abg. Zorba: Ja ...!) Und die Frage, ob eine Hausdurchsuchung verraten wurde, möge jeder einzelne für sich beantworten. Liebe Zuseherinnen und Zuseher, denkt einmal darüber nach! (Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) Bei Herrn Schmid gibt es eine Hausdurchsuchung, das Handy ist gelöscht, er gibt sogar den Code her. Der Herr Bundeskanzler a. D. erklärt uns: Das Diensthandy verwende ich ja gar nicht, ich verwende nur das private Handy von der Partei! Die Nächste, zu der sie kommen, Frau Beinschab, müssen sie für zwei Tage festnehmen (Zwischenruf der Abg. Scheucher-Pichler), weil die Festplatten gelöscht waren, als sie dort erschienen sind. (Ruf bei der ÖVP: So ein Blödsinn!) Frau Gaby Schwarz erklärt eine Woche vor der Hausdurchsuchung: Es gibt bei uns in der ÖVP-Parteizentrale nichts mehr zu finden! (Zwischenruf der Abg. Gabriela Schwarz.)
Zwischenruf der Abg. Scheucher-Pichler
Zur Ausrede: Wir machen doch jetzt ein anderes System! – Freunde, die Back-ups der Back-ups müssen da sein. (Abg. Zorba: Ja ...!) Und die Frage, ob eine Hausdurchsuchung verraten wurde, möge jeder einzelne für sich beantworten. Liebe Zuseherinnen und Zuseher, denkt einmal darüber nach! (Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) Bei Herrn Schmid gibt es eine Hausdurchsuchung, das Handy ist gelöscht, er gibt sogar den Code her. Der Herr Bundeskanzler a. D. erklärt uns: Das Diensthandy verwende ich ja gar nicht, ich verwende nur das private Handy von der Partei! Die Nächste, zu der sie kommen, Frau Beinschab, müssen sie für zwei Tage festnehmen (Zwischenruf der Abg. Scheucher-Pichler), weil die Festplatten gelöscht waren, als sie dort erschienen sind. (Ruf bei der ÖVP: So ein Blödsinn!) Frau Gaby Schwarz erklärt eine Woche vor der Hausdurchsuchung: Es gibt bei uns in der ÖVP-Parteizentrale nichts mehr zu finden! (Zwischenruf der Abg. Gabriela Schwarz.)
Ruf bei der ÖVP: So ein Blödsinn!
Zur Ausrede: Wir machen doch jetzt ein anderes System! – Freunde, die Back-ups der Back-ups müssen da sein. (Abg. Zorba: Ja ...!) Und die Frage, ob eine Hausdurchsuchung verraten wurde, möge jeder einzelne für sich beantworten. Liebe Zuseherinnen und Zuseher, denkt einmal darüber nach! (Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) Bei Herrn Schmid gibt es eine Hausdurchsuchung, das Handy ist gelöscht, er gibt sogar den Code her. Der Herr Bundeskanzler a. D. erklärt uns: Das Diensthandy verwende ich ja gar nicht, ich verwende nur das private Handy von der Partei! Die Nächste, zu der sie kommen, Frau Beinschab, müssen sie für zwei Tage festnehmen (Zwischenruf der Abg. Scheucher-Pichler), weil die Festplatten gelöscht waren, als sie dort erschienen sind. (Ruf bei der ÖVP: So ein Blödsinn!) Frau Gaby Schwarz erklärt eine Woche vor der Hausdurchsuchung: Es gibt bei uns in der ÖVP-Parteizentrale nichts mehr zu finden! (Zwischenruf der Abg. Gabriela Schwarz.)
Zwischenruf der Abg. Gabriela Schwarz.
Zur Ausrede: Wir machen doch jetzt ein anderes System! – Freunde, die Back-ups der Back-ups müssen da sein. (Abg. Zorba: Ja ...!) Und die Frage, ob eine Hausdurchsuchung verraten wurde, möge jeder einzelne für sich beantworten. Liebe Zuseherinnen und Zuseher, denkt einmal darüber nach! (Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) Bei Herrn Schmid gibt es eine Hausdurchsuchung, das Handy ist gelöscht, er gibt sogar den Code her. Der Herr Bundeskanzler a. D. erklärt uns: Das Diensthandy verwende ich ja gar nicht, ich verwende nur das private Handy von der Partei! Die Nächste, zu der sie kommen, Frau Beinschab, müssen sie für zwei Tage festnehmen (Zwischenruf der Abg. Scheucher-Pichler), weil die Festplatten gelöscht waren, als sie dort erschienen sind. (Ruf bei der ÖVP: So ein Blödsinn!) Frau Gaby Schwarz erklärt eine Woche vor der Hausdurchsuchung: Es gibt bei uns in der ÖVP-Parteizentrale nichts mehr zu finden! (Zwischenruf der Abg. Gabriela Schwarz.)
Zwischenruf des Abg. Haubner
Fällt Ihnen irgendein Zusammenhang auf? – Ehrlich gesagt gibt es also zwei Möglichkeiten: Entweder die Staatsanwaltschaft sagt: Wir wissen nicht, was wir mit Ihnen machen!, sie kündigt sich vorher an, schreibt ein Brieferl: Wir kommen vielleicht im Oktober!, oder es gibt andere Quellen (Zwischenruf des Abg. Haubner), die rechtzeitig darüber informieren. Eines ist aber bitte auch klar, meine Damen und Herren von der ÖVP: Ein anständiger Mensch hat vielleicht die Unterlagen vorbereitet, aber übergibt nicht ein gelöschtes Handy. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Fällt Ihnen irgendein Zusammenhang auf? – Ehrlich gesagt gibt es also zwei Möglichkeiten: Entweder die Staatsanwaltschaft sagt: Wir wissen nicht, was wir mit Ihnen machen!, sie kündigt sich vorher an, schreibt ein Brieferl: Wir kommen vielleicht im Oktober!, oder es gibt andere Quellen (Zwischenruf des Abg. Haubner), die rechtzeitig darüber informieren. Eines ist aber bitte auch klar, meine Damen und Herren von der ÖVP: Ein anständiger Mensch hat vielleicht die Unterlagen vorbereitet, aber übergibt nicht ein gelöschtes Handy. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Gabriela Schwarz: Da braucht man das Handy des Landeshauptmannes Doskozil!
drauf waren, beantragen kann. (Abg. Gabriela Schwarz: Da braucht man das Handy des Landeshauptmannes Doskozil!) – So viel zum Thema Intelligenz.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Mein letzter Appell geht an die junge Frau Gödl: Sie haben recht, wenn Sie Ihren Vater kritisieren, weil er dabei ist, aber, junge Dame, versuchen Sie Ihren Papa zu überreden, dort auszutreten, denn wenn er nicht mehr dabei ist, ist er ein anständiger Abgeordneter. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich beglückwünsche Sie, wenn es Ihnen gelingt, Frau Gödl! – Vielen Dank, auf Wiederschauen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Tanja Graf: ... letztklassig! – Weitere Rufe bei der ÖVP: Super! Na gratuliere! Das gibt’s ja nicht!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Tanja Graf: ... letztklassig! – Weitere Rufe bei der ÖVP: Super! Na gratuliere! Das gibt’s ja nicht!
Mein letzter Appell geht an die junge Frau Gödl: Sie haben recht, wenn Sie Ihren Vater kritisieren, weil er dabei ist, aber, junge Dame, versuchen Sie Ihren Papa zu überreden, dort auszutreten, denn wenn er nicht mehr dabei ist, ist er ein anständiger Abgeordneter. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich beglückwünsche Sie, wenn es Ihnen gelingt, Frau Gödl! – Vielen Dank, auf Wiederschauen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Tanja Graf: ... letztklassig! – Weitere Rufe bei der ÖVP: Super! Na gratuliere! Das gibt’s ja nicht!)
Unruhe im Saal. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Abgeordnete Mag. Martina Künsberg Sarre (NEOS): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Herr Minister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Wir von den NEOS, das ist kein Geheimnis, sind fest davon überzeugt, dass der PädagogInnenberuf – egal ob für die Schule oder für den Kindergarten – der wichtigste in der Republik ist. (Unruhe im Saal. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Wir brauchen für den PädagogInnenberuf die Besten und die Motiviertesten, und für diese brauchen wir die besten Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen.
Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Ofenauer.
Seit dem letzten Ausschuss ist aber relativ viel passiert. Ich sage es jetzt noch einmal, denn man kann es nicht oft genug sagen: „1,2 Mrd“ – Milliarden – „für Nachmittagsbetreuung mit Rechtsanspruch [...] Mega Sprengstoff!“, „Gar nicht gut!!!“, „Wie kannst du das aufhalten?“ – Kollege Sieber von der ÖVP hat vorhin erklärt, es handelt sich hinsichtlich der 1,2 Milliarden Euro ja gar nicht um Kindergartenkinder, sondern um Schulkinder. – Ich weiß nicht, was Sie erwarten. Das macht doch das Geschriebene nicht weniger arg, nur weil es Schulkinder betrifft! (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Ofenauer.)
Beifall bei den NEOS.
Die ÖVP ist ja heute mehrmals ausgerückt, um klarzustellen, dass wir im Vergleich mit anderen Ländern hinsichtlich Kinderbetreuung gar nicht so weit weg sind. Ein Kollege von der ÖVP hat gemeint, es gibt ganz wenige Länder, die mehr in die Kinderbetreuung investiert haben als wir. Ich darf das kurz für Sie darstellen: Die skandinavischen Länder geben für die Kinderbetreuung 2 Prozent des BIP aus, das OECD-Mittel ist 0,8 Prozent. Österreich – große Überraschung! – hat 0,6 Prozent des BIP für die Kinderbetreuung ausgegeben. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Liebe Frau Kollegin Hamann, Sie haben gesagt, dass wir beim Kindergartenthema alle zusammenhelfen müssen. – Ja, das stimmt, da gebe ich Ihnen recht; Bund, Länder und Gemeinden, wir alle müssen schauen, dass da etwas weitergeht. Dann aber immer automatisch in einem Nebensatz zu sagen: Eigentlich sind die Länder dafür zuständig!, damit machen Sie es sich, finde ich, echt ein bisserl leicht. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Meinl-Reisinger: Genau!
Es ist mir ehrlich gesagt auch vollkommen egal, wer den Lead bei diesem Thema übernimmt, ob das der Bildungsminister, ob das die Familienministerin, ob das der Vizekanzler oder sogar der Bundeskanzler ist oder vielleicht auch Sie sind. Es muss irgendjemand die Verantwortung übernehmen, sich dafür verantwortlich fühlen (Abg. Meinl-Reisinger: Genau!), das zu übernehmen und etwas auf die Beine zu stellen. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.) Es reicht nicht, immer nur zu sagen: Wir wollen eh, aber eigentlich sind es die Länder, die das dann vielleicht nicht wollen!
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Es ist mir ehrlich gesagt auch vollkommen egal, wer den Lead bei diesem Thema übernimmt, ob das der Bildungsminister, ob das die Familienministerin, ob das der Vizekanzler oder sogar der Bundeskanzler ist oder vielleicht auch Sie sind. Es muss irgendjemand die Verantwortung übernehmen, sich dafür verantwortlich fühlen (Abg. Meinl-Reisinger: Genau!), das zu übernehmen und etwas auf die Beine zu stellen. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.) Es reicht nicht, immer nur zu sagen: Wir wollen eh, aber eigentlich sind es die Länder, die das dann vielleicht nicht wollen!
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Seit diesen unsäglichen Kommentaren sind 2 000 Tage vergangen – 2 000 Tage, in denen Kinder besser hätten betreut werden können, egal ob in der Schule oder im Kindergarten. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Brandstätter – erheitert –: Nein!
Ich bin auch dafür, und das ist das zweite Argument, weil wir uns mitten in einem demografischen Wandel befinden und daher die Vereinbarungsproblematik noch einmal akzentuiert wird. Herr Brandstätter, Jahrgang 1955, und ich, wir sind ja gleichsam die Vorboten dieses demografischen Wandels. Wir sind schon nahezu in der Pension (Abg. Brandstätter – erheitert –: Nein!), die anderen, die Babyboomer folgen uns und hinterlassen eine ordentliche Lücke. Wir werden daher so etwas wie die Anhebung der Frauenerwerbsquote als eine Notwendigkeit eines funktionierenden Arbeitsmarktes betrachten müssen, und damit die Erwerbsquoten steigen, ist es unzweifelhaft notwendig, die Vereinbarungsproblematik zu lösen. Das ist also abermals ein Argument für den Ausbau der elementarpädagogischen Einrichtungen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bin auch dafür, und das ist das zweite Argument, weil wir uns mitten in einem demografischen Wandel befinden und daher die Vereinbarungsproblematik noch einmal akzentuiert wird. Herr Brandstätter, Jahrgang 1955, und ich, wir sind ja gleichsam die Vorboten dieses demografischen Wandels. Wir sind schon nahezu in der Pension (Abg. Brandstätter – erheitert –: Nein!), die anderen, die Babyboomer folgen uns und hinterlassen eine ordentliche Lücke. Wir werden daher so etwas wie die Anhebung der Frauenerwerbsquote als eine Notwendigkeit eines funktionierenden Arbeitsmarktes betrachten müssen, und damit die Erwerbsquoten steigen, ist es unzweifelhaft notwendig, die Vereinbarungsproblematik zu lösen. Das ist also abermals ein Argument für den Ausbau der elementarpädagogischen Einrichtungen. (Beifall bei der ÖVP.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Weil die Sache mit den Arbeitsbedingungen so ist, wie sie ist, und weil viele nicht in den Bereich hineingehen und viele auch wieder hinausgehen, ist es aber auch notwendig, gleichsam über die Möglichkeit eines Quereinstiegs neue Interessenten für diese Berufstätigkeit zu finden. Das ist ja der eigentliche Inhalt unserer Regierungsvorlage: den Quereinstieg zu fördern und auch eine sprachliche Modernisierung durchzuführen. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP.
Dahinter gibt es also eigentlich nur positive Dinge, aber die grundsätzliche Problematik habe ich Ihnen kurz geschildert: Das ist natürlich ein Zusammenspiel zwischen Bund, Land und Gemeinden, und je besser wir dieses Zusammenspiel schaffen, desto besser werden wir die grundsätzlichen Ziele, die wir, glaube ich, beide teilen, auch erreichen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Hamann.
Zusätzlich zur fünfjährigen Bafep und zu den Kollegs, die der Bundesminister schon angesprochen hat, soll es auch die Möglichkeit eines eigenen Lehrgangs an pädagogischen Hochschulen geben, nämlich Elementarpädagogik genauso wie Inklusive Elementarpädagogik. Das erleichtert den Quereinstieg – da denke ich jetzt nicht nur an RückkehrerInnen, Wiedereinsteiger und Wiedereinsteigerinnen ins Berufsleben, sondern auch an viele Jugendliche, und darunter auch Gott sei Dank immer mehr junge Burschen, die sich gerade nach einem Zivildienst im Sozialbereich – vielleicht auch direkt in einem Kindergarten – für die Elementarpädagogik begeistern können und sich für eine Ausbildung in diesem Bereich entscheiden. Auch das ist ein Quereinstieg, den wir dringend brauchen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Hamann.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Hamann.
Schülerinnen und Schüler brauchen das soziale Umfeld, sie brauchen den lehrplanmäßigen Unterricht im Klassenzimmer durch Lehrerinnen und Lehrer, und da haben wir deutlichen Handlungsbedarf. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Hamann.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Katharina Kucharowits (SPÖ): Frau Präsidentin! Werter Herr Bundesminister! Geschätzte Kollegen und Kolleginnen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Endlich wird heute einmal auch im Rahmen einer Regierungsvorlage über Elementarpädagogik diskutiert. Man möchte eigentlich fast schon jubeln – aber auch nur fast, weil es in der Regierungsvorlage, die da am Tisch liegt, das ist ja auch schon ausgeführt worden, vorwiegend um Adaptierungen geht, was Berufsbezeichnungen anbelangt. Natürlich geht es auch um eine Personalinitiative, die gesetzt wird, um einen Quereinstieg zu ermöglichen, aber, Herr Bundesminister und werte Kollegen und Kolleginnen von den Grünen und der ÖVP, das kann und darf ganz einfach nicht das Einzige einer Kinderbildungsinitiative sein! (Beifall bei der SPÖ.) Da braucht es mehr – bedeutend mehr! –, aber leider machen Sie im Moment nicht mehr, denn auch im Budget ist nicht mehr zu finden.
Beifall bei der SPÖ.
Es braucht außerdem ein einheitliches System für ganz Österreich. Es kann, glaube ich, niemand verstehen, warum es für Kinder am Neusiedler See anders ist als am Bodensee. Deshalb braucht es dringend den bundeseinheitlichen Qualitätsrahmen, den wir schon so oft gefordert haben, den wir aber noch immer nicht auf die Füße gebracht haben, verbunden mit einem Rechtsanspruch auf einen Kinderbildungsplatz ab dem ersten Lebensjahr. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Der, geschätzte Kollegen und Kolleginnen, soll bitte auch kostenlos sein, denn es darf nicht vom Geldbörsel der Eltern abhängen, ob ein Kind in die Kinderkrippe geht und damit Bildung erfährt oder nicht. Ganz ehrlich, drei Bundesländer machen es vor – Wien, das Burgenland und Kärnten –, und es wäre höchst an der Zeit, in ganz Österreich den kostenlosen Bildungsplatz von Anfang an auf die Füße zu bekommen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
den Frauen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist wirklich unerträglich und erschütternd, deshalb umso mehr und umso lauter: Her mit den 1,2 Milliarden Euro, die Herr Kurz bewusst versemmelt hat! Es braucht ganz einfach wirklich dringend mehr Geld für die Kinder, eine bessere Bezahlung für die PädagogInnen und BetreuerInnen und den kostenlosen Kindergarten überall, für alle Kinder in Österreich. Und: Bitte mehrknoedel.at der Kinderfreundinnen und Kinderfreunde unterstützen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ
Wenn hier moniert wird, dass sich die Debatte heute viel zu wenig um die Elementarpädagogik gedreht hat, dann muss ich den Ball wieder an die SPÖ zurückspielen: Wer hat denn heute diese Diskussion vor allem für ein politisches Hickhack genutzt (Zwischenruf bei der SPÖ), das so viele in diesem Land im Prinzip schon leid sind? Ich muss aber aus der Debatte auch eines mitnehmen: Zumindest größtenteils nehme ich heute mit, dass uns allen beziehungsweise den meisten in diesem Raum das Thema Betreuung (Ruf bei der SPÖ: Nein, dem Kurz nicht!) im Kindergarten oder in der Schule ein zentrales und wichtiges Thema ist. Es ist in den letzten Jahren auch in diesem Bereich sehr viel investiert worden.
Ruf bei der SPÖ: Nein, dem Kurz nicht!
Wenn hier moniert wird, dass sich die Debatte heute viel zu wenig um die Elementarpädagogik gedreht hat, dann muss ich den Ball wieder an die SPÖ zurückspielen: Wer hat denn heute diese Diskussion vor allem für ein politisches Hickhack genutzt (Zwischenruf bei der SPÖ), das so viele in diesem Land im Prinzip schon leid sind? Ich muss aber aus der Debatte auch eines mitnehmen: Zumindest größtenteils nehme ich heute mit, dass uns allen beziehungsweise den meisten in diesem Raum das Thema Betreuung (Ruf bei der SPÖ: Nein, dem Kurz nicht!) im Kindergarten oder in der Schule ein zentrales und wichtiges Thema ist. Es ist in den letzten Jahren auch in diesem Bereich sehr viel investiert worden.
Abg. Heinisch-Hosek: 428, erstreckt bis 2032!
Ich darf Sie daran erinnern: Auch wenn Sie es jetzt anders wahrnehmen, sind im Bildungsinvestitionsgesetz 750 Millionen Euro für die schulische Nachmittagsbetreuung vorgesehen (Abg. Heinisch-Hosek: 428, erstreckt bis 2032!) beziehungsweise ist dies in einer 15a-Vereinbarung festgeschrieben worden. Ich bin durchaus der Meinung, dass es, wenn wir so etwas umsetzen, dann nicht nur der Bund ist, der hier Verantwortung trägt, sondern natürlich auch das Land, die Länder und die Gemeinden, die wir alle drei an Bord brauchen, um da voranzuschreiten. (Abg. Heinisch-Hosek: Die Summe stimmt nicht!) Da verstehe ich, dass man durchaus skeptisch ist, wenn bei einem Beschluss wie jenem, der 2016 hätte gefasst werden sollen, die Länder gänzlich zur Seite geschoben werden, denn: Wer baut denn aus? – Nicht der Bund, sondern die Länder und die Gemeinden sind für die Nachmittagsbetreuung und die Betreuungsform vor Ort zuständig. (Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Herr.) Also dass man diese da einbinden wollte, verstehe ich absolut. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Heinisch-Hosek: Die Summe stimmt nicht!
Ich darf Sie daran erinnern: Auch wenn Sie es jetzt anders wahrnehmen, sind im Bildungsinvestitionsgesetz 750 Millionen Euro für die schulische Nachmittagsbetreuung vorgesehen (Abg. Heinisch-Hosek: 428, erstreckt bis 2032!) beziehungsweise ist dies in einer 15a-Vereinbarung festgeschrieben worden. Ich bin durchaus der Meinung, dass es, wenn wir so etwas umsetzen, dann nicht nur der Bund ist, der hier Verantwortung trägt, sondern natürlich auch das Land, die Länder und die Gemeinden, die wir alle drei an Bord brauchen, um da voranzuschreiten. (Abg. Heinisch-Hosek: Die Summe stimmt nicht!) Da verstehe ich, dass man durchaus skeptisch ist, wenn bei einem Beschluss wie jenem, der 2016 hätte gefasst werden sollen, die Länder gänzlich zur Seite geschoben werden, denn: Wer baut denn aus? – Nicht der Bund, sondern die Länder und die Gemeinden sind für die Nachmittagsbetreuung und die Betreuungsform vor Ort zuständig. (Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Herr.) Also dass man diese da einbinden wollte, verstehe ich absolut. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Herr.
Ich darf Sie daran erinnern: Auch wenn Sie es jetzt anders wahrnehmen, sind im Bildungsinvestitionsgesetz 750 Millionen Euro für die schulische Nachmittagsbetreuung vorgesehen (Abg. Heinisch-Hosek: 428, erstreckt bis 2032!) beziehungsweise ist dies in einer 15a-Vereinbarung festgeschrieben worden. Ich bin durchaus der Meinung, dass es, wenn wir so etwas umsetzen, dann nicht nur der Bund ist, der hier Verantwortung trägt, sondern natürlich auch das Land, die Länder und die Gemeinden, die wir alle drei an Bord brauchen, um da voranzuschreiten. (Abg. Heinisch-Hosek: Die Summe stimmt nicht!) Da verstehe ich, dass man durchaus skeptisch ist, wenn bei einem Beschluss wie jenem, der 2016 hätte gefasst werden sollen, die Länder gänzlich zur Seite geschoben werden, denn: Wer baut denn aus? – Nicht der Bund, sondern die Länder und die Gemeinden sind für die Nachmittagsbetreuung und die Betreuungsform vor Ort zuständig. (Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Herr.) Also dass man diese da einbinden wollte, verstehe ich absolut. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich darf Sie daran erinnern: Auch wenn Sie es jetzt anders wahrnehmen, sind im Bildungsinvestitionsgesetz 750 Millionen Euro für die schulische Nachmittagsbetreuung vorgesehen (Abg. Heinisch-Hosek: 428, erstreckt bis 2032!) beziehungsweise ist dies in einer 15a-Vereinbarung festgeschrieben worden. Ich bin durchaus der Meinung, dass es, wenn wir so etwas umsetzen, dann nicht nur der Bund ist, der hier Verantwortung trägt, sondern natürlich auch das Land, die Länder und die Gemeinden, die wir alle drei an Bord brauchen, um da voranzuschreiten. (Abg. Heinisch-Hosek: Die Summe stimmt nicht!) Da verstehe ich, dass man durchaus skeptisch ist, wenn bei einem Beschluss wie jenem, der 2016 hätte gefasst werden sollen, die Länder gänzlich zur Seite geschoben werden, denn: Wer baut denn aus? – Nicht der Bund, sondern die Länder und die Gemeinden sind für die Nachmittagsbetreuung und die Betreuungsform vor Ort zuständig. (Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Herr.) Also dass man diese da einbinden wollte, verstehe ich absolut. (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei der SPÖ: Auch die Vorteile nicht!
Ich sehe das zumindest auch bei mir in der Region. – Ich muss immer dazusagen, nicht ganz Österreich ist Wien, nicht alle Probleme, die wir aus Wien kennen, kennen wir auch in den anderen Bundesländern, Gemeinden und Städten. (Ruf bei der SPÖ: Auch die Vorteile nicht!) Das Land Österreich ist sehr divers – Gott sei Dank –, wir haben sehr unterschiedliche Herangehensweisen und auch sehr unterschiedliche Herausforderungen. Es gibt Regionen, die von Überalterung betroffen sind, es gibt aber auch Regionen,
Beifall bei der ÖVP.
Meine Redezeit ist schon wieder vorbei, es gäbe noch viel mehr zu sagen. Ich darf trotzdem allen danken, die heute diesem Gesetz ihre Zustimmung geben, und ich freue mich auf vieles Weitere, das hier noch kommen wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Brandstätter: Die mach ich mir schon länger!
Jetzt möchte ich noch auf einen zweiten Punkt zu sprechen kommen, und da spreche ich ganz besonders die Zuseher und Zuseherinnen zu Hause an: Wir sind heute den dritten Tag in dieser Woche hier im Plenum. Ich sitze da ganz hinten, oben im Eck, und habe das ganze Plenum ständig vor mir, und ich muss mir wirklich um die Zukunft der Politik in Österreich Sorgen machen. (Abg. Brandstätter: Die mach ich mir schon länger!) Die Kultur, die hier teilweise gelebt und praktiziert wird, macht mich sehr, sehr nachdenklich. (Abg. Brandstätter: Ja!) Unter Umständen wird es nicht lange dauern, und wir werden dasselbe Problem, das wir in der Elementarpädagogik haben, auch in der Politik haben: dass wir einen Mangel an Leuten haben, die noch bereit sind, überhaupt in die Politik zu gehen (Abg. Brandstätter: Ja! Gib Vollgas der Kirche, wer hat das gesagt? Wer hat es gesagt: Gib Vollgas der Kirche!?), denn das, was hier vorgelebt wird, ist alles andere als motivierend. Mich wundert es daher nicht, dass die Politikverdrossenheit in der Bevölkerung draußen im Steigen begriffen ist. (Abg. Brandstätter: Der Kirche Vollgas geben, macht ihr das? Wer hat das gesagt?) Das ist etwas, da müssen
Abg. Brandstätter: Ja!
Jetzt möchte ich noch auf einen zweiten Punkt zu sprechen kommen, und da spreche ich ganz besonders die Zuseher und Zuseherinnen zu Hause an: Wir sind heute den dritten Tag in dieser Woche hier im Plenum. Ich sitze da ganz hinten, oben im Eck, und habe das ganze Plenum ständig vor mir, und ich muss mir wirklich um die Zukunft der Politik in Österreich Sorgen machen. (Abg. Brandstätter: Die mach ich mir schon länger!) Die Kultur, die hier teilweise gelebt und praktiziert wird, macht mich sehr, sehr nachdenklich. (Abg. Brandstätter: Ja!) Unter Umständen wird es nicht lange dauern, und wir werden dasselbe Problem, das wir in der Elementarpädagogik haben, auch in der Politik haben: dass wir einen Mangel an Leuten haben, die noch bereit sind, überhaupt in die Politik zu gehen (Abg. Brandstätter: Ja! Gib Vollgas der Kirche, wer hat das gesagt? Wer hat es gesagt: Gib Vollgas der Kirche!?), denn das, was hier vorgelebt wird, ist alles andere als motivierend. Mich wundert es daher nicht, dass die Politikverdrossenheit in der Bevölkerung draußen im Steigen begriffen ist. (Abg. Brandstätter: Der Kirche Vollgas geben, macht ihr das? Wer hat das gesagt?) Das ist etwas, da müssen
Abg. Brandstätter: Ja! Gib Vollgas der Kirche, wer hat das gesagt? Wer hat es gesagt: Gib Vollgas der Kirche!?
Jetzt möchte ich noch auf einen zweiten Punkt zu sprechen kommen, und da spreche ich ganz besonders die Zuseher und Zuseherinnen zu Hause an: Wir sind heute den dritten Tag in dieser Woche hier im Plenum. Ich sitze da ganz hinten, oben im Eck, und habe das ganze Plenum ständig vor mir, und ich muss mir wirklich um die Zukunft der Politik in Österreich Sorgen machen. (Abg. Brandstätter: Die mach ich mir schon länger!) Die Kultur, die hier teilweise gelebt und praktiziert wird, macht mich sehr, sehr nachdenklich. (Abg. Brandstätter: Ja!) Unter Umständen wird es nicht lange dauern, und wir werden dasselbe Problem, das wir in der Elementarpädagogik haben, auch in der Politik haben: dass wir einen Mangel an Leuten haben, die noch bereit sind, überhaupt in die Politik zu gehen (Abg. Brandstätter: Ja! Gib Vollgas der Kirche, wer hat das gesagt? Wer hat es gesagt: Gib Vollgas der Kirche!?), denn das, was hier vorgelebt wird, ist alles andere als motivierend. Mich wundert es daher nicht, dass die Politikverdrossenheit in der Bevölkerung draußen im Steigen begriffen ist. (Abg. Brandstätter: Der Kirche Vollgas geben, macht ihr das? Wer hat das gesagt?) Das ist etwas, da müssen
Abg. Brandstätter: Der Kirche Vollgas geben, macht ihr das? Wer hat das gesagt?
Jetzt möchte ich noch auf einen zweiten Punkt zu sprechen kommen, und da spreche ich ganz besonders die Zuseher und Zuseherinnen zu Hause an: Wir sind heute den dritten Tag in dieser Woche hier im Plenum. Ich sitze da ganz hinten, oben im Eck, und habe das ganze Plenum ständig vor mir, und ich muss mir wirklich um die Zukunft der Politik in Österreich Sorgen machen. (Abg. Brandstätter: Die mach ich mir schon länger!) Die Kultur, die hier teilweise gelebt und praktiziert wird, macht mich sehr, sehr nachdenklich. (Abg. Brandstätter: Ja!) Unter Umständen wird es nicht lange dauern, und wir werden dasselbe Problem, das wir in der Elementarpädagogik haben, auch in der Politik haben: dass wir einen Mangel an Leuten haben, die noch bereit sind, überhaupt in die Politik zu gehen (Abg. Brandstätter: Ja! Gib Vollgas der Kirche, wer hat das gesagt? Wer hat es gesagt: Gib Vollgas der Kirche!?), denn das, was hier vorgelebt wird, ist alles andere als motivierend. Mich wundert es daher nicht, dass die Politikverdrossenheit in der Bevölkerung draußen im Steigen begriffen ist. (Abg. Brandstätter: Der Kirche Vollgas geben, macht ihr das? Wer hat das gesagt?) Das ist etwas, da müssen
Abg. Brandstätter: Wer hat es gesagt: Der Kirche Vollgas geben!? Wer hat es gesagt? Wer?
wir alle dagegenwirken. (Abg. Brandstätter: Wer hat es gesagt: Der Kirche Vollgas geben!? Wer hat es gesagt? Wer?)
Abg. Brandstätter: Ja!
Wir Politiker werden vom Volk gewählt. Wir werden auf Zeit gewählt (Abg. Brandstätter: Ja!), während dieser Zeit haben wir den Auftrag, für das Volk zu arbeiten (Zwischenruf des Abg. Lausch), und diesem Auftrag müssen wir nachkommen.
Zwischenruf des Abg. Lausch
Wir Politiker werden vom Volk gewählt. Wir werden auf Zeit gewählt (Abg. Brandstätter: Ja!), während dieser Zeit haben wir den Auftrag, für das Volk zu arbeiten (Zwischenruf des Abg. Lausch), und diesem Auftrag müssen wir nachkommen.
Zwischenruf des Abg. Hauser.
Jede Legislaturperiode hat auch ein Ende, das wissen wir alle, und dann gibt es die nächste Wahl. In der Schule gibt es das Zeugnis, für uns Politiker gibt es die Wahl, und da wird man bestätigt oder eben nicht bestätigt. Wir sollen es den Menschen draußen, der Bevölkerung überlassen, sich frei die Meinung zu bilden. (Zwischenruf des Abg. Hauser.) Sie sollen die Arbeit der Politiker an ihren Taten messen, an dem, was sie für das Volk leisten, und ich verwehre mich gegen jede Art der Vorverurteilung, denn man muss sich schon auch fragen: Was ist dann, wenn sich herausstellt, dass alles nicht so ist, wie man immer gesagt hat, dass diese Anschuldigungen alle nicht zutreffen? (Rufe: Die sind frei erfunden! – Wer hat die Chats ...?) Was dann? – Jemanden anzupatzen oder zu beschädigen, das ist etwas ganz Einfaches, aber den Ruf, der zerstört worden ist, dann wieder hinzubringen, das ist sehr, sehr schwierig.
Rufe: Die sind frei erfunden! – Wer hat die Chats ...?
Jede Legislaturperiode hat auch ein Ende, das wissen wir alle, und dann gibt es die nächste Wahl. In der Schule gibt es das Zeugnis, für uns Politiker gibt es die Wahl, und da wird man bestätigt oder eben nicht bestätigt. Wir sollen es den Menschen draußen, der Bevölkerung überlassen, sich frei die Meinung zu bilden. (Zwischenruf des Abg. Hauser.) Sie sollen die Arbeit der Politiker an ihren Taten messen, an dem, was sie für das Volk leisten, und ich verwehre mich gegen jede Art der Vorverurteilung, denn man muss sich schon auch fragen: Was ist dann, wenn sich herausstellt, dass alles nicht so ist, wie man immer gesagt hat, dass diese Anschuldigungen alle nicht zutreffen? (Rufe: Die sind frei erfunden! – Wer hat die Chats ...?) Was dann? – Jemanden anzupatzen oder zu beschädigen, das ist etwas ganz Einfaches, aber den Ruf, der zerstört worden ist, dann wieder hinzubringen, das ist sehr, sehr schwierig.
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne: Wir alle sind gewählt, um für Österreich zu arbeiten – und das ist das, was zählt, und das fordere ich von jedem Einzelnen ein. Das sind wir unserem wunderbaren Staat und der Bevölkerung Österreichs schuldig! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS.
Die meisten abgemeldeten Kinder sind im Volksschulalter. Das macht mir große Sorgen. Die Kinder brauchen einander, sie lernen voneinander, und wir können da nicht zuschauen. Es hat mit Sicherheit auch mit Vertrauensverlust zu tun, aber ich freue mich darauf, die wahren Gründe zu erfahren. Die gute Nachricht dieser Woche ist: Es sind mehr als 500 Kinder wieder zurück in die Schule gekommen – und die anderen holen wir uns auch noch. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Shetty.
Mag sein, dass einige Eltern sich deshalb so entscheiden, weil sie auf die Äußerungen der Klubobfrau der NEOS gehört haben, dass unser Bildungssystem grottenschlecht sei. Das ist natürlich falsch! Es ist genauso falsch wie die Aussage, dass fünf eine gerade Zahl wäre. Wenn jemand behauptet, fünf sei gerade, ist es einfach falsch und es macht nichts. Wenn jemand aber behauptet, dass das Bildungssystem grottenschlecht sei, nimmt er mit dieser falschen Aussage auch eine Verantwortung auf sich, nämlich die Verantwortung dafür, dass die Eltern glauben, dass dieses Schulsystem wirklich schlecht ist. Das ist es nämlich nicht. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Shetty.)
Abg. Shetty: Bezeichnend! – Zwischenruf des Abg. Eypeltauer.
Die Eltern wissen, dass sich die Lehrerinnen und Lehrer, die Direktorinnen und Direktoren und auch das Ministerium bemühen, dass das Bildungssystem sehr gut ist. Wir haben auch gute Erfolge: bei den Lehrlingen bis hin zu den Universitätsprofessoren. Unser Bildungssystem ist gut und nicht grottenschlecht. (Abg. Shetty: Bezeichnend! – Zwischenruf des Abg. Eypeltauer.) Hier wird verantwortungslos einfach nur etwas Falsches gesagt. (Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff.)
Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff.
Die Eltern wissen, dass sich die Lehrerinnen und Lehrer, die Direktorinnen und Direktoren und auch das Ministerium bemühen, dass das Bildungssystem sehr gut ist. Wir haben auch gute Erfolge: bei den Lehrlingen bis hin zu den Universitätsprofessoren. Unser Bildungssystem ist gut und nicht grottenschlecht. (Abg. Shetty: Bezeichnend! – Zwischenruf des Abg. Eypeltauer.) Hier wird verantwortungslos einfach nur etwas Falsches gesagt. (Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Brandstätter. – Abg. Obernosterer: Ich hoffe, ihr habt das verstanden!
Ich erlaube mir ganz zum Schluss noch, das Ganze auf eine größere Bühne zu bringen, betreffend die Causa prima, denn da wird ja auch gesagt, es drohe eine katilinarische Verschwörung. Das ist nicht nur falsch, das ist verantwortungslos, auch der Demokratie gegenüber, der wir zu dienen haben. Das möchte ich betonen. Vor allem: Von denjenigen, die das sagen, hat keiner das Format eines Cicero. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Brandstätter. – Abg. Obernosterer: Ich hoffe, ihr habt das verstanden!)
Abg. Totter: Das redet ihr ihnen ein!
Diese Zahl steigt, weil die Eltern Angst haben: Sie haben Angst um ihre Kinder, sie haben Angst um die Zukunft ihrer Kinder, sie haben Angst um das Fortkommen ihrer Kinder, sie haben Angst, dass ihre Kinder psychische Schäden erleiden, und sie haben vor diesen Regierungsmaßnahmen Angst. (Abg. Totter: Das redet ihr ihnen ein!) Nur ein paar Zahlen – um das nicht unbegründet stehen zu lassen –, die schon sehr oft genannt wurden, aber ich darf sie immer wieder in Erinnerung rufen: Der Anteil der Kinder mit Angstzuständen und Zukunftsängsten ist im Zuge der Coronakrise um 220 Prozent gestiegen, der Anteil der Kinder mit Schlafstörungen um 240 Prozent – aufgrund der Regierungsmaßnahmen –, der Anteil der Kinder mit Suizidgedanken um fast 60 Prozent.
Beifall bei der FPÖ.
Das ist der einzige Weg, die einzige Möglichkeit für diese Kinder, die jetzt im häuslichen Unterricht sind. Ich darf das auch anmerken: Ich würde das meinen Kindern vermutlich nicht zumuten, aber die gesetzliche Möglichkeit ist da. Wir müssen diesen Kindern helfen, und daher muss mit den Maßnahmen in den Schulen Schluss sein. Das Ablaufdatum muss mit 26. Oktober, dem Tag der Freiheit, vorgegeben werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP
Testen oder das Impfen aus ideologischen Gründen ablehnt oder weil man gar der Regierung eins auswischen will, wie man das auch manchmal hört, dann tun mir diese Kinder leid; auch dann, wenn der Grund darin liegt, wie es Herr Brückl gerade angedeutet hat, dass sie Angst haben. Diese Angst wird ja gemacht (Beifall bei Grünen und ÖVP), sie wird gemacht, indem man immer wieder von Zwangsmaßnahmen spricht und so dazu beiträgt.
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ich bin ja immer und in allen Zusammenhängen für aufsuchende Elternarbeit; das gilt natürlich dann auch für diese Situation. Ich bin sehr dafür, dass man Kontakt zu den Familien hält, immer wieder nachschauen geht, spätestens nach einem Semester, wie das mit dem Unterricht zu Hause funktioniert. Ich will auch, dass der Staat dort einschreitet, wo es Anzeichen gibt, dass Parallelgesellschaften entstehen, wo es vielleicht sogar Anzeichen gibt, dass sektenähnliche Bewegungen am Werk sind, wo Gesetze verletzt werden oder wo gar das Kindswohl gefährdet ist. Aber ich will auf jeden Fall – egal, aus welchen Gründen die Eltern diesen Schritt gesetzt haben –, dass für alle Kinder die Tür in die Schule sperrangelweit offen bleibt. Laut Medienberichten dieser Tage kommen ja bereits einige Hundert Kinder zurück – wahrscheinlich, weil sich die Eltern den Heimunterricht einfacher vorgestellt haben, als er ist, weil sie überfordert sind, oder einfach auch, weil die Kinder sich beschweren und quengeln, weil sie die Schule und ihre Freunde und Freundinnen vermissen. In Richtung all dieser Kinder wollen und werden wir die Hand ausstrecken und wir freuen uns, wenn sie wieder da sind. – Danke schön. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Taschner: Das Wort grottenschlecht rechtfertigt das trotzdem nicht!
Abgeordnete Mag. Martina Künsberg Sarre (NEOS): Frau Präsidentin! Herr Minister! Hohes Haus! Herr Taschner, Sie machen es mir echt nicht einfach. In Bezug auf diesen Antrag muss ich Ihnen jetzt schon noch etwas zu unserem Schulsystem sagen. Also wenn wir in internationalen Studien immer maximal ins Mittelfeld kommen, wenn wir wissen, dass seit 20 Jahren zwischen 20 und 25 Prozent der 15‑Jährigen, die aus der Pflichtschule rauskommen – nach neun Jahren –, nicht sinnerfassend lesen können, dann müssen doch selbst auch Sie einmal zugeben, dass im Bildungssystem irgendetwas nicht so gut funktioniert, wie Sie das vielleicht glauben. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Taschner: Das Wort grottenschlecht rechtfertigt das trotzdem nicht!)
Beifall bei den NEOS.
vielleicht folgen – hat mit sämtlichen Familien das Gespräch gesucht, und jetzt sind mehr als 350 Kinder wieder zurück in ihren Klassen. Das halte ich für einen sehr, sehr guten Weg. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Vielen Dank für die Zusammenarbeit. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Abgeordnete MMMag. Gertraud Salzmann (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen hier im Hohen Haus! Aber auch liebe Zuseherinnen und Zuseher daheim – ich hoffe, dass noch einige dieser doch interessanten Bildungsdebatte folgen! Im letzten Jahr, meine Damen und Herren, haben wir alles darangesetzt, die Schüler möglichst lange im Präsenzunterricht zu halten. Mit den regelmäßigen und verpflichtenden Tests, Herr Minister, die von Ihrem Ministerium unter Ihrer Führung angeordnet wurden, und den wichtigen Hygienemaßnahmen konnten wir die Schüler ab 8. Februar wieder sukzessive aus dem Distancelearning heraus und in die Schulen hinein bringen. Österreich hat da unter Ihrer Federführung wirklich eine absolute Vorreiterrolle in Europa eingenommen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Genau!
Herr Kollege Brückl – ich sehe ihn jetzt nicht –, Sie sprechen zu Recht von den Lernrückständen. Ja, die sollten wir aufholen, aber bitte im Klassenverband, das ist wichtig. (Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Genau!)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ich weiß um die gute Qualität, die im Unterricht geleistet wird. Ich kenne das hohe Engagement der Pädagoginnen und Pädagogen, das weit über den Unterricht hinausgeht. Herr Minister Faßmann, Sie haben auch bereits erste Maßnahmen auf Schiene gebracht. Es gibt Beratungsgespräche mit den Eltern, nicht nur in Wien. Ich weiß dezidiert, es gibt sie auch in Salzburg und in anderen Bundesländern. Daher konnten auch etliche Eltern davon überzeugt werden, die Schüler doch in die Schule zu schicken. Es wird auch Rückmeldungen über den Lernstand im Semester geben, und für die Prüfungen, die am Ende abzulegen sind, wird es in Zukunft fixe Schulen und somit keinen Prüfungstourismus mehr in andere Bundesländer geben. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.
Lassen Sie mich abschließend auf mein Pink Ribbon verweisen – Frau Präsidentin Bures, Sie sitzen hinter mir, Sie haben uns diese Pink Ribbons gestern zur Verfügung gestellt – und sagen: Meine Damen und Herren, bitte gehen Sie zur Vorsorgeuntersuchung! Die Früherkennung ist der beste und wichtigste Schritt bei der Krebstherapie! – Herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ.
Das Gleiche gilt bei den Lehrlingen – ich als Lehrlingssprecher ersuche Sie immer wieder darum –: Machen wir etwas in den Berufsschulen! Schauen wir, dass die Lehrlinge eineinhalb oder zwei Tage in die Berufsschule gehen, dass sie dort eine top Ausbildung bekommen – Englisch, Förderunterricht, alles, was diese Jugendlichen brauchen –, geben wir Geld aus für Ausbildungsplätze, für Berufsschulen, für Lehrwerkstätten! Dann wird das, glaube ich, besser gehen, dann wird es Arbeitslosigkeit nicht so sehr geben, und gut ausgebildete Kinder sind Garanten dafür, dass wir alle einmal eine Pension kriegen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Für viele Kinder und Jugendliche hat sich einmal mehr auch in der Krise gezeigt, wie wichtig der Präsenzunterricht ist. Immer wieder haben Schülerinnen und Schüler kommuniziert, wie sehr sie sich auf ihre Schule freuen. Bundesminister Faßmann hat alle notwendigen Maßnahmen gesetzt, damit Präsenzunterricht jetzt wieder möglich ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Hauser: Nein! Geh ins Netz!
Die Ursachen für die Abmeldungen sind vielfältig. Jeder von uns, auch Sie, Herr Abgeordneter Brückl von der FPÖ, können diesbezüglich wirklich nur Vermutungen anstellen. (Abg. Hauser: Nein! Geh ins Netz!) Umso wichtiger ist es auch, die Gründe zu eruieren.
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Erlauben Sie mir zum Schluss, eines noch zu erwähnen: Das, was alle am Schulleben Beteiligten an allen österreichischen Standorten und in allen Schultypen täglich für unsere Kinder leisten, ist großartig, und dafür möchte ich mich herzlich bedanken. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Hörl: Und Professor!
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (FPÖ): Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Minister! Hohes Haus! Ich bin froh, dass ich heute noch einmal die Möglichkeit habe, den Herrn Minister direkt anzusprechen. Wir sind zwar öfters unterschiedlicher Meinung, aber es ist, glaube ich, gegenseitiger Respekt vorhanden. Herr Minister Faßmann, Sie sind ja Wissenschaftler (Abg. Hörl: Und Professor!), und gerade bei Ihnen kann man annehmen, dass Sie wissenschaftlich fundierte Entscheidungen treffen, die Wissenschaft akzeptieren und sich auch mit der Wissenschaft auseinandersetzen. Davon gehe ich aus und an sich weiß ich auch, dass Sie das machen. Deswegen bin ich sehr überrascht, dass Sie die Entscheidungen nicht faktenbasiert treffen.
Zwischenruf der Abg. Götze
Was bedeutet das? – Covid stellt für jüngere Menschen wirklich keine große Gefahr dar. Die Impfungen und deren Nebenwirkungen sind die viel größere Gefahr (Zwischenruf der Abg. Götze), nämlich auch für die Kinder.
neuerlicher Zwischenruf der Abg. Götze
Wie ist es denn nun? Sperren Sie, da die Zahl der Toten durch Grippe dreimal so hoch ist, im kommenden Winter die Schulen zu (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Götze), weil nicht jedes Kind eine Grippeimpfung hat? Man muss sich diese Zahlen wirklich anschauen. (Abg. Kirchbaumer: So einen Blödsinn habe ich schon lange nicht gehört!) Sie müssen doch sehen, dass die Grippe laut dieser Statistik wesentlich gefährlicher ist, da dreimal so viele Kinder an Grippe verstorben sind wie an Covid. (Zwischenrufe der Abgeordneten Hamann und Stögmüller.)
Abg. Kirchbaumer: So einen Blödsinn habe ich schon lange nicht gehört!
Wie ist es denn nun? Sperren Sie, da die Zahl der Toten durch Grippe dreimal so hoch ist, im kommenden Winter die Schulen zu (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Götze), weil nicht jedes Kind eine Grippeimpfung hat? Man muss sich diese Zahlen wirklich anschauen. (Abg. Kirchbaumer: So einen Blödsinn habe ich schon lange nicht gehört!) Sie müssen doch sehen, dass die Grippe laut dieser Statistik wesentlich gefährlicher ist, da dreimal so viele Kinder an Grippe verstorben sind wie an Covid. (Zwischenrufe der Abgeordneten Hamann und Stögmüller.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Hamann und Stögmüller.
Wie ist es denn nun? Sperren Sie, da die Zahl der Toten durch Grippe dreimal so hoch ist, im kommenden Winter die Schulen zu (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Götze), weil nicht jedes Kind eine Grippeimpfung hat? Man muss sich diese Zahlen wirklich anschauen. (Abg. Kirchbaumer: So einen Blödsinn habe ich schon lange nicht gehört!) Sie müssen doch sehen, dass die Grippe laut dieser Statistik wesentlich gefährlicher ist, da dreimal so viele Kinder an Grippe verstorben sind wie an Covid. (Zwischenrufe der Abgeordneten Hamann und Stögmüller.)
Zwischenruf des Abg. Stögmüller.
Herr Minister, ich fasse die Absurdität von Zwangsimpfungen in Schulen und speziell an Volksschulkindern noch einmal zusammen: In Österreich gibt es 1,3 Millionen Kinder, die unter 15 Jahre alt sind. Davon sind in den letzten eindreiviertel Jahren, ich habe es Ihnen bereits gesagt, drei Kinder an Covid-19 verstorben. (Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) Der prozentuelle Anteil an Covid-Toten beträgt in dieser Altersgruppe 0,00023 Prozent. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.) Das Nationale Impfgremium hat die Impfung von Kindern über zwölf Jahren deshalb zugelassen, weil Biontech/Pfizer eine Studie betreffend Zulassung des Impfstoffes für Zwölf- bis 15-Jährige gemacht hat. Diese Studie umfasste lediglich 1 131 Teilnehmer und bei 86 Prozent davon traten Impfreaktionen auf. Bei 0,4 Prozent gab es schwerwiegende unerwünschte Ereignisse – 0,4 Prozent! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) Der Anteil der an Covid-19 verstorbenen Kinder liegt dagegen bei 0,00023 Prozent.
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.
Herr Minister, ich fasse die Absurdität von Zwangsimpfungen in Schulen und speziell an Volksschulkindern noch einmal zusammen: In Österreich gibt es 1,3 Millionen Kinder, die unter 15 Jahre alt sind. Davon sind in den letzten eindreiviertel Jahren, ich habe es Ihnen bereits gesagt, drei Kinder an Covid-19 verstorben. (Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) Der prozentuelle Anteil an Covid-Toten beträgt in dieser Altersgruppe 0,00023 Prozent. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.) Das Nationale Impfgremium hat die Impfung von Kindern über zwölf Jahren deshalb zugelassen, weil Biontech/Pfizer eine Studie betreffend Zulassung des Impfstoffes für Zwölf- bis 15-Jährige gemacht hat. Diese Studie umfasste lediglich 1 131 Teilnehmer und bei 86 Prozent davon traten Impfreaktionen auf. Bei 0,4 Prozent gab es schwerwiegende unerwünschte Ereignisse – 0,4 Prozent! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) Der Anteil der an Covid-19 verstorbenen Kinder liegt dagegen bei 0,00023 Prozent.
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Stögmüller.
Herr Minister, ich fasse die Absurdität von Zwangsimpfungen in Schulen und speziell an Volksschulkindern noch einmal zusammen: In Österreich gibt es 1,3 Millionen Kinder, die unter 15 Jahre alt sind. Davon sind in den letzten eindreiviertel Jahren, ich habe es Ihnen bereits gesagt, drei Kinder an Covid-19 verstorben. (Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) Der prozentuelle Anteil an Covid-Toten beträgt in dieser Altersgruppe 0,00023 Prozent. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.) Das Nationale Impfgremium hat die Impfung von Kindern über zwölf Jahren deshalb zugelassen, weil Biontech/Pfizer eine Studie betreffend Zulassung des Impfstoffes für Zwölf- bis 15-Jährige gemacht hat. Diese Studie umfasste lediglich 1 131 Teilnehmer und bei 86 Prozent davon traten Impfreaktionen auf. Bei 0,4 Prozent gab es schwerwiegende unerwünschte Ereignisse – 0,4 Prozent! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) Der Anteil der an Covid-19 verstorbenen Kinder liegt dagegen bei 0,00023 Prozent.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Lukas Hammer: Schlechte Rede!
Die Schlussfolgerung ist also: Hören Sie bitte auf, mit der Zwangsimpfung Druck auf Kinder und Eltern zu machen. Schauen Sie auf die Wissenschaft und agieren Sie bitte zukünftig wissenschaftlich basiert, damit die Schulabmeldungen von Kindern zurückgehen. – Ich bedanke mich. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Lukas Hammer: Schlechte Rede!)
Abg. Hauser: Sie sollen keine Geschichten erzählen, schauen Sie auf die Wissenschaft! – Zwischenruf der Abg. Salzmann.
Abgeordneter Ing. Manfred Hofinger (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte Herrn Hauser gleich antworten, da er die Impfungen und die Testungen von Kindern infrage stellt. Ich schildere ein kurzes Beispiel aus meiner Gemeinde: In der Volksschule sind letztes Jahr vor Weihnachten drei Kinder erkrankt. (Abg. Hauser: Sie sollen keine Geschichten erzählen, schauen Sie auf die Wissenschaft! – Zwischenruf der Abg. Salzmann.) Danach sind fünf Großfamilien schwer erkrankt und mussten zum Teil sogar ins Spital. – In der Praxis ist das also leider ein bisschen anders, als Sie es mit den Zahlen immer darstellen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Hauser: ... die Statistik der Ages!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Hauser: ... die Statistik der Ages!
Abgeordneter Ing. Manfred Hofinger (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte Herrn Hauser gleich antworten, da er die Impfungen und die Testungen von Kindern infrage stellt. Ich schildere ein kurzes Beispiel aus meiner Gemeinde: In der Volksschule sind letztes Jahr vor Weihnachten drei Kinder erkrankt. (Abg. Hauser: Sie sollen keine Geschichten erzählen, schauen Sie auf die Wissenschaft! – Zwischenruf der Abg. Salzmann.) Danach sind fünf Großfamilien schwer erkrankt und mussten zum Teil sogar ins Spital. – In der Praxis ist das also leider ein bisschen anders, als Sie es mit den Zahlen immer darstellen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Hauser: ... die Statistik der Ages!)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Götze und Litschauer.
hört, dass unser Schulsystem so schlecht sein soll, motiviert einen das wirklich nicht. Es kommt immer auf die handelnden Personen vor Ort an. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Götze und Litschauer.)
Beifall bei der ÖVP.
Jetzt zum Heimunterricht: Ja, die Schule ist der Ort der Bildung, wo einerseits Fachwissen vermittelt wird, aber andererseits natürlich auch soziale Kompetenzen erlernt werden. Soziale Kompetenzen – man lernt, Konflikte zu lösen und das Verhalten in der Gruppe, man lernt, sich durchzusetzen und dass man auch einmal zurückstecken muss, man feiert gemeinsam Erfolge und lernt, Niederlagen gemeinsam hinzunehmen – sind Kompetenzen, welche die jungen Menschen für das Leben prägen. Fachwissen – das ist durch Studien erwiesen – ist vergänglich, vor allem wenn man es nicht oft abruft, diese Grundkompetenzen sind aber ganz wesentlich, und daher kommt den Lehrerinnen und Lehrern in diesem Bereich ganz große Verantwortung zu. Und dass sie diese wahrnehmen, dafür möchte ich mich recht herzlich bedanken. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne bedanke ich mich bei allen Lehrerinnen und Lehrern, welche diese Mühen auf sich nehmen, unsere Kinder schützen und einen großartigen Einsatz für diese leisten. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung Dr. Heinz Faßmann: Ich musste mich zu Wort melden, denn Sie haben mich hinsichtlich einer faktenbasierten politischen Maßnahme natürlich bei meiner Ehre gepackt. Herr Hauser, ich weiß, dass wir in diesem Punkt nicht zusammenkommen. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Ich versuche es dennoch und sage Ihnen meine Motive, warum wir so vorgegangen sind – und ich glaube, dass wir hinsichtlich der Schulen vernünftig vorgegangen sind.
Zwischenruf des Abg. Hauser.
Hinsichtlich der Motive wäre ich nicht ganz so voreilig. Es ist ja das Wesen einer Analyse, dass man abwarten sollte, was am Ende der Analyse herauskommt. Sie sagen, es seien sogenannte Zwangsmaßnahmen. – Ich komme viel mit Eltern in Kontakt und manche sagen mir, dass es genau umgekehrt ist, sie sagen: Es sind zu wenige Maßnahmen, ich habe Angst, dass sich meine Kinder infizieren! (Zwischenruf des Abg. Hauser.) – Warten wir ab, was herauskommt, dann können wir die weiteren Schritte setzen.
Abg. Hauser: Herr Minister, auch Geimpfte stecken an! Sie wissen das!
In einem Punkt haben Sie sicherlich recht: Covid ist, Gott sei Dank, keine Krankheit, die bei Kindern und Jugendlichen in der Regel schwer verläuft. Nichtsdestotrotz gibt es solche Fälle, es gibt Krankheitssymptome und es gibt Long Covid. Das betrifft auch Kinder und Jugendliche. Das Wesentliche ist aber, dass Kinder, wenn sie infiziert sind, andere anstecken können. (Abg. Hauser: Herr Minister, auch Geimpfte stecken an! Sie wissen das!) Ich habe daher auch immer gesagt: Wenn die Eltern gleich einem Schutzschild um die Kinder herum alle geimpft wären, dann wäre das ein viel geringeres Problem. (Abg. Hauser: Auch Geimpfte können anstecken! – Zwischenruf der Abg. Salzmann.) Herr Hauser, das sind sie aber leider nicht. Sie wissen ganz genau, dass die Impfquote bei den Jahrgängen der über 35-, 45-Jährigen auslässt. Hätten wir dort eine höhere Quote, wäre ich viel beruhigter.
Abg. Hauser: Auch Geimpfte können anstecken! – Zwischenruf der Abg. Salzmann.
In einem Punkt haben Sie sicherlich recht: Covid ist, Gott sei Dank, keine Krankheit, die bei Kindern und Jugendlichen in der Regel schwer verläuft. Nichtsdestotrotz gibt es solche Fälle, es gibt Krankheitssymptome und es gibt Long Covid. Das betrifft auch Kinder und Jugendliche. Das Wesentliche ist aber, dass Kinder, wenn sie infiziert sind, andere anstecken können. (Abg. Hauser: Herr Minister, auch Geimpfte stecken an! Sie wissen das!) Ich habe daher auch immer gesagt: Wenn die Eltern gleich einem Schutzschild um die Kinder herum alle geimpft wären, dann wäre das ein viel geringeres Problem. (Abg. Hauser: Auch Geimpfte können anstecken! – Zwischenruf der Abg. Salzmann.) Herr Hauser, das sind sie aber leider nicht. Sie wissen ganz genau, dass die Impfquote bei den Jahrgängen der über 35-, 45-Jährigen auslässt. Hätten wir dort eine höhere Quote, wäre ich viel beruhigter.
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Im Nationalen Impfgremium sitzen wirklich kluge Köpfe, denen ich vertraue. Sie erinnern sich, die österreichische Gesellschaft der Kinderärzte hat das auch bestätigt und letztlich in etwa gesagt: Nach Abwägen aller Fakten würden wir anraten, dass Eltern ihre Kinder impfen lassen – anraten, keine Impfverpflichtung, und das seitens der österreichischen Gesellschaft der Kinderärzte. Ich kann da nur sagen: No comment!, ist weiterhin notwendig; da gibt es ein ganz klares Urteil. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Bevor jetzt wieder jemand von der ÖVP reflexartig mit diesem Wienbashing daherkommt – damit scheinen ja die Sprechautomaten für diese drei Plenartage irgendwie gefüttert worden zu sein – und meint, dass wir das alles in Wien ja auch machen könnten: Ja, in Wien machen wir das! In Wien machen wir das, und davon bin ich überzeugt, wirklich besser! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Wir haben die Zahl der Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter um 20 Prozent aufgestockt. Verantwortlich dafür: Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr. Man muss eben nur die richtigen Prioritäten setzen, aber die Jugend war leider noch nie eine Priorität dieser Bundesregierung. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.
wie stark die Rollenbilder, die wir eigentlich als veraltet qualifizieren sollten, in unseren Köpfen immer noch verankert sind. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.
Man kann jetzt sagen, Mädchen mögen halt Kochen, sie mögen halt Einhörner, sie mögen halt Prinzessinnen. Ich habe auch nichts dagegen, dass sie Prinzessinnen mögen, aber ich habe etwas dagegen, dass die Prinzessinnen meistens schwach sind und dass sie von starken Prinzen gerettet werden, denn das kann einfach nicht gut für das Selbstvertrauen und den Glauben an die eigene Stärke sein. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.
Österreich ist ein Land, in dem Rollenbilder und Stereotype noch ganz besonders stark ausgeprägt in den Köpfen verankert sind. Das fängt im Babyalter an und wirkt sich natürlich auch auf das Selbstbild aus. Ich habe mir zum Ziel gesetzt, das zu verändern. Ich weiß, das ist eine Mammutaufgabe, denn natürlich lassen sich diese Rollenbilder nicht so einfach ändern, weil sie eben stark in unseren Köpfen verankert sind, ich möchte aber meinen Beitrag dazu leisten, denn ich finde dieses Gesellschaftsbild zutiefst unfair. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.
FPÖ nicht mit, aber das wundert mich unter der Führung von Herbert Kickl auch nicht wirklich – einen wirklich guten Antrag vorgelegt. Wir haben gezeigt, dass man auch gemeinsam in eine Richtung gehen kann. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Bundesminister Faßmann: Gute Rede!
Meine Damen und Herren, ich muss schon sagen, das, was wir hier in den letzten drei Tagen an undifferenzierten und nicht sachorientierten Aussagen und Anfeindungen gehört haben, finde ich nicht gut: Es ist nicht gut für das Bild des Parlaments, es ist nicht gut für das Land, und es ist nicht gut für unsere Zukunft und vor allem auch nicht für die unserer Kinder. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Bundesminister Faßmann: Gute Rede!)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Himmelbauer.
Dieses Rätsel zeigt eindrücklich: Sprache schafft Bewusstsein. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Himmelbauer.) Sie erzeugt Bilder in unseren Köpfen und reproduziert Geschlechterrollen. Wenn man das Wort Chirurg hört, denkt man an einen Mann im OP-Kittel. Dieses Phänomen zeigt sich nicht nur in diesem Beispiel, werte Kolleginnen und Kollegen, sondern findet sich überall dort, wo Geschlechterrollen vorherrschen, so auch in den Schulbüchern.
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten von Grünen und NEOS sowie der Abg. Salzmann.
Das nächste Mal würde ich die Antragstellerinnen der Regierungsparteien bitten, auch die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten zu kontaktieren – unsere Telefonnummer haben Sie –, denn dieser Antrag ist ein Herzenswunsch von uns allen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten von Grünen und NEOS sowie der Abg. Salzmann.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir wollen damit erreichen, dass Genderverhältnisse und Genderstereotype im Unterricht thematisiert werden, das Thema in der PädagogInnenaus- und -weiterbildung verankert wird, Stereotype in Lehrmaterialien vermieden werden und auch in den Begutachtungskommissionen ausreichend Kompetenz dafür da ist. Damit machen wir die Welt wieder ein kleines Stückchen gendergerechter und besser, und das kann uns alle freuen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Wenn wir wollen, dass die Gespräche und Haltungen bei fast Volljährigen sich ändern, müssen wir früh ansetzen und möglichst rasch diesen Antrag umsetzen. Herr Minister, ich freue mich, wenn Sie sehr, sehr rasch damit beginnen, denn die Beispiele, die wir gehört haben, sind schlichtweg wirklich unterirdisch, und wir sollten aufhören, in solchen Rollenbildern zu denken. – Danke. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es ist ein wesentlicher Beitrag, den Anteil des öffentlichen Verkehrs am Modal Split in Österreich – 16 Prozent – ab 2018 gerechnet mit Blick auf die Zukunft, auf 2040, auf 25 Prozent auszubauen. In diesem Sinne: Mobilität in aller Vielfalt! Werte Abgeordnete, ich ersuche um breite Zustimmung. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
In diesem Sinne danke ich Ihnen für den Einsatz für die Schiene. Es bleibt noch einiges zu tun. Die Elektrifizierung der Bahn ist dringend notwendig, und ich sage: nicht nur in Tirol, sondern auch in allen anderen Bundesländern. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Herzlichen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Insgesamt ist es eine positive Entwicklung, aus Umweltsicht ein Projekt, das man absolut befürworten kann. Die Pendlerinnen und Pendler können günstiger, umweltgerechter und schneller zu ihrem Arbeitsplatz kommen. – In diesem Sinne: Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den NEOS.
Insgesamt ist das aber wirklich ein sehr schönes Projekt. Es ist sehr erfreulich, dass es gelungen ist, diese Finanzierung zu stemmen. Die Fertigstellung ist Ende 2022. Ich hoffe sehr, Frau Bundesministerin, dass wir uns, wenn wir dann noch im Amt sein sollten, dort bei der Eröffnungsfeier treffen. Ich würde mich sehr freuen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Deswegen auch von meiner Seite noch einmal ein Danke an alle, die seit vielen Jahren mitgearbeitet haben, dass dieses Projekt jetzt so dastehen kann, dass dieses Projekt zur Genehmigung vorliegt. Ich würde mich über eine breite Zustimmung freuen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das Gleiche gilt auch für die Anschlussstelle Wernberg. Ich war jetzt 14 Jahre im Kärntner Landtag, und es war schon immer ein Thema, für Wernberg und Umgebung eine Autobahnabfahrt von der Süd-Autobahn zu bekommen. Das, glaube ich, gehört umgesetzt. Ich ersuche Sie als Kärntner Abgeordneter – ich glaube, im Namen aller Kärntner Abgeordneten –, das bitte in Angriff zu nehmen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP, es muss doch möglich sein, dass man einen solchen Antrag unterstützt, der genau das will, was die Bevölkerung will. Schauen wir einmal, was heute beim vierten Anlauf herauskommt! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich kann Ihnen sagen, in Völs – ich habe da einen Betrieb – freut man sich darauf, dass diese Regionalbahn kommt, weil man dann einen direkten Anschluss in die Stadt hat. Auch in Rum – das ist ein sehr guter Point – braucht es wirklich eine Park-and-ride-Anlage. Da gebe ich den Kollegen recht. Die Finanzierung kommt zu 55 Prozent vom Land Tirol, zu 45 Prozent vom Bund. Ich glaube, dass es im Sinne aller ist, dass wir diesen Verkehr im Speckgürtel von Innsbruck auf die Schiene verlagern, genauso wie der transitierende Güterverkehr – nicht jener der heimischen Wirtschaft, sondern der transitierende Verkehr – auf die Schiene verlagert werden muss. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich hoffe, dass diesem Antrag die Zustimmung erteilt wird. Es wäre schade, wenn er abgelehnt würde, sonst blieben wohl diese morgige Resolutionsunterfertigung und Pressekonferenz nichts weiter als ein medienwirksames und öffentliches Zurschaustellen einer Bekundung. Es wäre aber wichtig, dass es entsprechende Beschlüsse hier im Nationalrat gibt, damit das auch umgesetzt wird. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.
was aber nicht bedeutet, dass man an diesem Projekt nicht weiterarbeitet. – Danke. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Das, was aber bitte raschest repariert werden soll und müsste, ist das Anrecht auf ein Pensionsticket für Frauen ab dem 60. Geburtstag, nämlich ab dem Eintritt in die Pension, und nicht erst fünf Jahre danach. Wir alle wissen: Altersarmut ist sehr oft weiblich. Da würde ich Sie ersuchen, dass man da noch Nachschärfungen vornimmt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Bitte stimmen Sie diesem wichtigen Antrag zu, um die Städte und Gemeinden nicht im Stich zu lassen! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie schwierig es war, als wir 2013 in Tirol über das Tirolticket verhandelten, das 2017 umgesetzt wurde, alle Differenzen in einem Bundesland auszuräumen und zu einer längerfristigen Beziehung zu kommen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP
Bundesministerin Leonore Gewessler hat es mit ihrem Team, dem Koalitionspartner, einer Mehrheit hier im Haus – mit NEOS und SPÖ – einfach umgesetzt. Das sind die Fakten, das ist entscheidend. Es gibt eine Jahresnetzkarte und einen Preis (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP), ein Klimaticket für leistbare Mobilität, ein Preis für alles, ein Preis für alle, eines für alle und alle für ein Ticket. Davon profitieren am Ende des Tages die PendlerInnen: eine Karte für mehr Klimaglück – Klimaglück, das wir alle in Zukunft brauchen werden. Gratulation an alle, die daran gearbeitet haben!
Abg. Stögmüller: Mattigtalbahn!
Ausbau der Franz-Josefs-Bahn (Abg. Stögmüller: Mattigtalbahn!), die Modernisierung der Zillertalbahn, der Mattigtalbahn, der Gleichenberger Bahn – also man könnte über die Redezeit hinaus, glaube ich, jene Bahnen auflisten, bei denen Handlungsbedarf gegeben ist. Wir greifen da jetzt zu und investieren. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ausbau der Franz-Josefs-Bahn (Abg. Stögmüller: Mattigtalbahn!), die Modernisierung der Zillertalbahn, der Mattigtalbahn, der Gleichenberger Bahn – also man könnte über die Redezeit hinaus, glaube ich, jene Bahnen auflisten, bei denen Handlungsbedarf gegeben ist. Wir greifen da jetzt zu und investieren. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
In den ländlichen Regionen sind es die Busverkehre, die wir vor allem zu den Tagesrandzeiten brauchen. Das alles sind Projekte, bei denen wir gemeinsam arbeiten, für den Einstieg gibt es das Klimaticket. Die Lizenz zum Klimaschutz haben wir selbst in der Hand, werte Abgeordnete, das ist das Wichtigste. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Da braucht es weiterhin viel Kraft, das auch für Bus und Bahn umzusetzen. Steigen wir um! Time for Change! Wir sind alle dabei, und ich lade alle dazu ein, auch umzusteigen und selbst das Klimaticket zu nutzen. – Danke schön. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
In Richtung Abg. Weratschnig:
Abgeordneter Dipl.-Ing. Gerhard Deimek (FPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Die Vorteile des Klimatickets haben wir jetzt lang und breit gehört. (In Richtung Abg. Weratschnig:) Da stimme ich dir über weite Strecken zu. Wir wollten aber heute über die Finanzierung des Tickets reden, das ist ganz klar. (Abg. Weratschnig: Sicher! Sicher!)
Abg. Weratschnig: Sicher! Sicher!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Gerhard Deimek (FPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Die Vorteile des Klimatickets haben wir jetzt lang und breit gehört. (In Richtung Abg. Weratschnig:) Da stimme ich dir über weite Strecken zu. Wir wollten aber heute über die Finanzierung des Tickets reden, das ist ganz klar. (Abg. Weratschnig: Sicher! Sicher!)
Beifall bei der FPÖ.
morgen klären, da wir in den kommenden paar Wochen das Budget behandeln, aber grundsätzlich sollte es in der kommenden Zeit auf sichere Beine gestellt werden, weil sich die ÖBB das eigentlich verdient hätten. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Dazu werden Rekordsummen investiert, sie sind für die nächsten Jahre bereitgestellt. Wir haben ja heute auch schon über das Budget debattiert: Über 17 Milliarden Euro fließen die kommenden Jahre in den Ausbau der öffentlichen Infrastruktur. Ich denke also, wir sind da gemeinsam, auch in dieser Koalition, auf einem sehr guten Weg. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Heiterkeit bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Abgeordneter Dr. Johannes Margreiter (NEOS): Herr Präsident! Geschätzte Frau Bundesministerin! Kolleginnen und Kollegen im Hohen Haus! Vieles ist schon gesagt worden. Da Kollege Weratschnig erklärt hat: Die Frau Bundesministerin hat es „einfach umgesetzt“!, muss ich doch einen Einwand erheben: Einfach war es sicher nicht. (Heiterkeit bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei den NEOS.
Natürlich werden wir aber heute auch mit entsprechender Freude diesem Finanzierungsantrag zustimmen, damit die Finanzierung gesichert ist. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den Grünen.
Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie Leonore Gewessler, BA: Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Abgeordnete! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Seit 15 Jahren steht dieses Projekt in Regierungsprogrammen, und jetzt ist es da: das Klimaticket – große Freude! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Man kann auch am Wochenende einen Ausflug mit der Familie machen, ohne zu überlegen: Geht sich das aus?, oder sich Gedanken zu machen: Wie komme ich zu meinem Ticket? – So einfach, so günstig, so bequem wie nie zuvor, und das ab 26. Oktober 2021! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Das ist ein Ticket, auf das sehr viele Menschen in unserem Land schon warten, das die Menschen auch wirklich wollen und gut annehmen.
Beifall bei den Grünen
Kollege Weratschnig hat vorhin die Verkaufszahlen erwähnt. Wir sind derzeit bei 40 000 verkauften Tickets (Beifall bei den Grünen), wir sehen also nach eineinhalb Wochen, dass die Menschen das wollen, weil es eine günstige Alternative ist, weil es eine bequeme Alternative ist – und weil es gut für den Klimaschutz ist. Öffifahren bedeutet schließlich mehr Lebensqualität. Wir haben es auch in der vorherigen Debatte besprochen: Es hält unsere Luft sauber, es befreit Anrainerinnen und Anrainer von den Staulawinen – und es schützt das Klima. Seit 1. Oktober läuft der Vorverkauf, und zwar für ganz Österreich. Alle Bundesländer sind von Anfang an mit an Bord, eine ganz besonders große Freude.
Zwischenruf der Abg. Erasim.
Abgeordnete Erasim hat eine Anmerkung zur Frage der Tickets für Seniorinnen und Senioren gemacht. Darauf möchte ich gleich im Zuge meines Redebeitrags antworten: Bis 2010 hatten wir teilweise unterschiedliche Altersgrenzen für die SeniorInnen-Ermäßigung, und zwar mit einem unterschiedlichen Alter für Männer und Frauen. Diese Differenzierung aufgrund des Geschlechts wurde als verfassungswidrig aufgehoben und ist daher nicht verfassungskonform. Deswegen haben sich 2010 die Verkehrsverbünde, die Länder, die ÖBB und der Bund in Folge dieses Spruchs zusammengesetzt und eine schrittweise Angleichung durch die Heranführung auf die Altersgrenze von 65 Jahren vereinbart. Das war ein Prozess, der über zehn Jahre dauern sollte und der 2022, eben mit dieser Angleichung auf die Altersgrenze von 65 Jahren, abgeschlossen sein wird. – So viel zum Hintergrund dieser Regelung, wie sie nun getroffen wurde. Mit den 699 Euro, glaube ich, können wir aber allen unter 26-Jährigen, allen über 65-Jährigen und allen mit eingeschränkter Mobilität in unserem Land ein wirklich unglaublich günstiges Angebot machen. (Zwischenruf der Abg. Erasim.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
unterschiedlichen Voraussetzungen beleuchtet, gemeinsam an vielen Schrauben gedreht und jeweils die beste Lösung für das jeweilige Bundesland gefunden. Wir haben aber auch hier im Haus – deswegen geht das Danke wirklich auch an Sie alle! – die gesetzliche Grundlage für das Klimaticket geschaffen. Wir haben das Budget dafür gesichert – und ja, es ist über die vertraglichen Lösungen für die Verbünde nachhaltig gesichert. Wir haben uns mit den unterschiedlichen Verbünden die passenden Abgeltungsmodelle ausgemacht und wir haben Schritt für Schritt Lösungen gefunden – deswegen ein großes Danke an alle, die konstruktiv auf diesem Weg mit dabei waren und ihn unterstützt haben, und ein großes Danke auch an Sie alle hier im Hohen Haus, die das Projekt begleitet haben! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir haben mit dem Mobilitätsmasterplan strategische Leitlinien erstellt, wir haben also mit Hochdruck an allen drei Säulen gearbeitet, die der öffentliche Verkehr der Zukunft braucht: an einer modernen Infrastruktur, an einem guten Angebot und an einfachen und leistbaren Tarifen mit dem Klimaticket. Ich glaube, da sind viele gute Entscheidungen und Projekte in diesem Jahr vorangegangen. Gemeinsam werden wir noch viele weitere gute Projekte auf den Weg bringen – und dafür ein herzliches Danke für Ihre Unterstützung! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Rauch: Wen würde der Anstand wählen? Die Grünen sicher nicht!
Abgeordneter Lukas Hammer (Grüne): Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Frau Ministerin! (Abg. Rauch: Wen würde der Anstand wählen? Die Grünen sicher nicht!) Ja, aus meiner Sicht haben Sie Geschichte geschrieben, Sie und Ihr Team haben wirklich verkehrspolitische Geschichte geschrieben, indem Sie dieses Projekt, an dem man sich so lange versucht hat – über 15 Jahre, teilweise gehen die Ideen schon länger zurück –, nun umsetzen. Ich glaube, wir wissen und Sie wissen nun wahrscheinlich im Rückblick, warum das öfters gescheitert ist: weil es wirklich eine Mammutaufgabe war, die Sie, Ihr Team und alle, die daran beteiligt waren, zu bewältigen hatten. Es gab zig Verhandlungsrunden mit allen neun Bundesländern, aber nun ist es geschafft – und noch einmal: wirklich ganz herzliche Gratulation an Sie und Ihr Team! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Lukas Hammer (Grüne): Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Frau Ministerin! (Abg. Rauch: Wen würde der Anstand wählen? Die Grünen sicher nicht!) Ja, aus meiner Sicht haben Sie Geschichte geschrieben, Sie und Ihr Team haben wirklich verkehrspolitische Geschichte geschrieben, indem Sie dieses Projekt, an dem man sich so lange versucht hat – über 15 Jahre, teilweise gehen die Ideen schon länger zurück –, nun umsetzen. Ich glaube, wir wissen und Sie wissen nun wahrscheinlich im Rückblick, warum das öfters gescheitert ist: weil es wirklich eine Mammutaufgabe war, die Sie, Ihr Team und alle, die daran beteiligt waren, zu bewältigen hatten. Es gab zig Verhandlungsrunden mit allen neun Bundesländern, aber nun ist es geschafft – und noch einmal: wirklich ganz herzliche Gratulation an Sie und Ihr Team! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das Klimaticket wird nun auch immer wieder mit der Österreichcard der ÖBB verglichen, die selbst 1 944 Euro kostet, aber dieser Vergleich ist eigentlich nicht richtig. Man muss sich anschauen, was Pendlerinnen und Pendler tatsächlich bisher bezahlt haben. Ich habe mir das rausgesucht: Eine Pendlerin, die von Stegersbach nach Wien pendelt, zahlt im Jahr 2 232 Euro – nur für diese Strecke und die Kernzone Wien; das heißt, sie kann nicht im Sommer mit der Bahn auf Urlaub fahren und dann die Öffis benutzen. Nur für diese Strecke erspart sie sich mit dem Klimaticket 1 283 Euro, das ist sensationell. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich glaube, das ist wirklich eines der schönsten Projekte, das wir in dieser Legislaturperiode bis jetzt umsetzen konnten. Noch einmal herzliche Gratulation und vielen Dank! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ich möchte mich an dieser Stelle auch bei unserem Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko und unserer Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sehr herzlich für die konsequente und umsichtige Verhandlung bedanken. Es ist ein großartiges Ergebnis geworden, ein Ergebnis, dass den Menschen eine spürbare Entlastung bringt. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Abschließend möchte ich als Waldviertler darauf hinweisen, und das ist mir besonders wichtig, dass wir natürlich auch den Straßenverkehr brauchen. Auch die Busse fahren auf den Straßen, genauso wie die Autos mit alternativen Antrieben. Ich glaube, das dürfen wir auf keinen Fall vergessen. Auch da haben wir mit dem Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko einen verlässlichen Partner. In diesem Sinne freue ich mich auf die weitere gemeinsame Zusammenarbeit. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Wenn man das jetzt noch kombiniert mit dem Klimabonus, Klimaschutz mit Hausverstand, kommen noch einmal 200 Euro dazu; und das sind schon Beträge, bei denen wir von einem Anreizsystem zum Umsteigen auf den öffentlichen Verkehr sprechen können. Das ist hiermit wirklich gut gelungen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Erasim.
Die Gemeinden finanzieren dieses Mikro-ÖV-System mit, und damit komme ich zum Antrag, den Frau Kollegin Erasim von der SPÖ eingebracht hat: Bei manchen Dingen dauert es eben länger, bis man draufkommt, dass sie gut sind. Monatelang oder über ein Jahr lang wurde uns gesagt, das kommunale Investitionsprogramm ist nicht gut, das kommt bei den Gemeinden nicht an. Jetzt haben wir einen Entschließungsantrag, in dem genau ein KIP gefordert wird. (Zwischenruf der Abg. Erasim.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Kollross.
Es ist also auch bei den SPÖ-Gemeinden angekommen, dass das eine gute Geschichte war und toll funktioniert hat. Wir haben das bis ins nächste Jahr hinein verlängert, damit die Investitionen auch aus diesem Paket heraus finanziert werden können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Kollross.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Deswegen kann man getrost sagen, der Antrag ist gut, denn Sie erkennen, dass wir schon vor einem Jahr richtig lagen, aber er ist hinfällig, weil sich durch die positive wirtschaftliche Entwicklung sowieso vieles gut erledigt. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer.
Abgeordneter Franz Leonhard Eßl (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Frau Ministerin! Fürs Erste freut es mich, dass sich der Koalitionspartner bei diesem Punkt dazu bekannt hat, dass mit einem Anreizsystem sehr gute Politik zu machen ist. Ich wünsche mir das auch in anderen Bereichen, die wir derzeit verhandeln. (Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer.) Großes Lob für dieses Anerkenntnis! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Franz Leonhard Eßl (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Frau Ministerin! Fürs Erste freut es mich, dass sich der Koalitionspartner bei diesem Punkt dazu bekannt hat, dass mit einem Anreizsystem sehr gute Politik zu machen ist. Ich wünsche mir das auch in anderen Bereichen, die wir derzeit verhandeln. (Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer.) Großes Lob für dieses Anerkenntnis! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Erasim
Zum Zweiten gibt mir dieser Punkt die Möglichkeit, mich ein bisschen mit der SPÖ auseinanderzusetzen (Zwischenruf der Abg. Erasim), da der Antrag, der verlangt, „die
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Bemerkenswert dabei ist nämlich, dass Kollege Stöger mehrere Jahre als Minister tätig war, mehr als ein Jahr sogar als Verkehrsminister tätig war, und das offensichtlich nicht geschafft hat. Diese Regierung schafft es, und das ist der Unterschied. Die SPÖ kritisiert und wir setzen um. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Am 25. Mai 2021 haben wir die gesetzlichen Grundlagen geschaffen. Die Frau Bundesministerin hat in schwierigen Verhandlungen mit den Ländern ein praxistaugliches Paket, eine praxistaugliche Lösung geschaffen – herzliche Gratulation! –, und nun haben wir das Klimaticket. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Rauch.
In diesem Fall können wir durchaus auch mit der Zustimmung der Freiheitlichen Partei rechnen, denn Abgeordneter Rauch hat seinerzeit am 25.3. gesagt: „Es sind die Taten, die zählen, nicht die Ankündigungen!“ – Jetzt sind die Taten da, ich bitte um die Zustimmung. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Rauch.)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rauch
Das Klimaticket ist da und mit dem vorliegenden Budget ist auch die nachhaltige Finanzierung gesichert. Das passt genau in die Zielsetzung der ökosozialen Marktwirtschaft (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rauch), die von Joschi Riegler entwickelt worden ist und als Leitbild der Österreichischen Volkspartei auch gelebt wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das Klimaticket ist da und mit dem vorliegenden Budget ist auch die nachhaltige Finanzierung gesichert. Das passt genau in die Zielsetzung der ökosozialen Marktwirtschaft (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rauch), die von Joschi Riegler entwickelt worden ist und als Leitbild der Österreichischen Volkspartei auch gelebt wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Rauch.
Als Letztes darf ich aber doch noch einen Satz oder ein paar Sätze zu der Diskussion, die heute den ganzen Tag über gelaufen ist, sagen. Als Parlamentarier ist es mir wichtig, ein paar Sätze über den Umgang und über die Arbeitsweise in diesem Parlament zu sagen. (Zwischenruf des Abg. Rauch.) Die SPÖ wirft unserem Klubobmann vor, mit einem Chateintrag vor fünf Jahren verhindert zu haben, dass über 1 Milliarde Euro zu den Bürgerinnen und Bürgern gelangt wäre. Inhaltlich ist das am heutigen Tag Gott sei Dank schon von meinen KollegInnen widerlegt worden. Inhaltlich ist gesagt worden, dass das falsch ist.
Zwischenrufe bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Rauch.
Wenn das aber wirklich so gewesen wäre: Zu diesem Zeitpunkt vor fünf Jahren war die SPÖ in der Regierung, zu diesem Zeitpunkt vor fünf Jahren gab es einen sozialistischen Bundeskanzler und zu diesem Zeitpunkt vor fünf Jahren waren von Ihnen, meine lieben Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ, mindestens zehn Leute schon dabei. Ich frage, warum Sie nicht damals vor fünf Jahren gesagt haben: Das ist ein Skandal, das brauchen wir, das muss unbedingt her! (Zwischenrufe bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Rauch.) Was haben Sie in dieser Zeit getan? Haben Sie in dieser Zeit geschlafen oder haben Sie das einfach nicht bemerkt? (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn das aber wirklich so gewesen wäre: Zu diesem Zeitpunkt vor fünf Jahren war die SPÖ in der Regierung, zu diesem Zeitpunkt vor fünf Jahren gab es einen sozialistischen Bundeskanzler und zu diesem Zeitpunkt vor fünf Jahren waren von Ihnen, meine lieben Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ, mindestens zehn Leute schon dabei. Ich frage, warum Sie nicht damals vor fünf Jahren gesagt haben: Das ist ein Skandal, das brauchen wir, das muss unbedingt her! (Zwischenrufe bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Rauch.) Was haben Sie in dieser Zeit getan? Haben Sie in dieser Zeit geschlafen oder haben Sie das einfach nicht bemerkt? (Beifall bei der ÖVP.)
Heiterkeit der Abg. Heinisch-Hosek.
Gute Arbeit für die Menschen in unserem Land schaut auf alle Fälle anders aus. Diese gute Arbeit, glaube ich, liefern wir. (Heiterkeit der Abg. Heinisch-Hosek.) Gerade mit diesem Klimaticket ist das auch gelungen. Wir dürfen also den negativen Ausschussbericht durchaus annehmen und damit den Antrag vom Kollegen Stöger ablehnen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Gute Arbeit für die Menschen in unserem Land schaut auf alle Fälle anders aus. Diese gute Arbeit, glaube ich, liefern wir. (Heiterkeit der Abg. Heinisch-Hosek.) Gerade mit diesem Klimaticket ist das auch gelungen. Wir dürfen also den negativen Ausschussbericht durchaus annehmen und damit den Antrag vom Kollegen Stöger ablehnen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ein Stückchen mehr ungeteilt wird Kärnten 2025 mit der Fertigstellung der Koralmbahn werden. Es wird eine schnellere Erreichbarkeit von Wien, von Graz bis nach Villach, mitten ins Herz des Kärntner Zentralraums, und von dort weiter in die Regionen geben. Das ist ein großes, wichtiges Infrastrukturprojekt, das von Vorgängerregierungen auf die Schiene gebracht wurde und das in dieser Kontinuität weiterverfolgt und umgesetzt wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Fischer.
In diesem Sinne: Ich danke abschließend noch einmal Dr. Steindl, Christoph Neuscheller, Peter Unterluggauer und Herbert Zankl rund um die Bürgerinitiative, die sich gemeinsam mit uns parteiübergreifend massiv dafür einsetzen, diesen Traum für Kärnten und für Österreich Wirklichkeit werden zu lassen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Fischer.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Eine kleine Anmerkung zu den Grünen: Obwohl ihr euch das Thema der Abschaffung des Dieselprivilegs so auf die Fahnen heftet, wart ihr nicht einmal bereit, über dieses Thema im Umweltausschuss überhaupt weiterzudiskutieren, sondern ihr habt gesagt: Nein, das ist enderledigt, wir wollen mit dem Thema nichts mehr zu tun haben! – So viel zu eurer Glaubwürdigkeit, weil ihr euch heute ständig abfeiert und auch gestern schon gefeiert habt, was ihr mit der ökosozialen Steuerreform nicht schon weitergebracht habt. – Das Dieselprivileg gibt es nach wie vor. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Lieber Kollege Weidinger, ich habe Ihnen den Gesetzestext bereits überreicht, den können Sie auch gerne Ihrem zuständigen ÖVP-Regierungsmitglied in Kärnten übergeben. In diesem Fall dürfen Sie abschreiben, wir haben nichts dagegen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Abschließend möchte ich mich beim Ausschussvorsitzenden für die konstruktive Zusammenarbeit bedanken, und bei der Parlamentsdirektion, dass sie alle Stellungnahmen immer so umfassend vorbereitet. – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei NEOS und SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Fischer.
Frau Kollegin Fischer –, wäre es mir lieber, kein Kompliment zu bekommen, dafür aber mehr Erfolge im Petitionsausschuss zu haben. (Beifall bei NEOS und SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Fischer.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich habe das Privileg, seit acht Jahren im Petitionsausschuss arbeiten zu dürfen, und es ist tatsächlich so, dass es in den acht Jahren noch nie so schlimm war wie unter der grünen Regierungsbeteiligung. Wir haben im Petitionsausschuss eine Stillstandskoalition aus ÖVP und SPÖ erlebt, danach die ÖVP mit der FPÖ und dann die ÖVP mit den Grünen, und es gab in diesem Ausschuss immer mehr Engagement, mehr Diskussion und mehr Lösungsorientierung als jetzt unter der türkis-grünen Regierung. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS sowie der Abgeordneten Lausch und Schrangl.
Und ich möchte da jetzt noch eines sagen: Die ÖVP ist zumindest konsequent. Sie behauptet von sich nicht, dass sie für Bürgerbeteiligung steht. Es gibt auch keinen ÖVP-Abgeordneten, der sich einmal draußen hinstellt und sagt: Jawohl, wir brauchen mehr Partizipation im Parlament! – Sie bringen ihre Petitionen ein, da ist immer etwas Regionales dabei, Wahlkreisarbeit – so soll es sein. Da gibt es gar keine Kritik, denn in diesem einen konkreten Fall stehen Sie für das, was Sie sagen. Ich als NEOS-Abgeordneter finde das furchtbar, aber Sie sind da konsequent. (Beifall bei den NEOS sowie der Abgeordneten Lausch und Schrangl.)
Beifall bei den NEOS sowie der Abgeordneten Lausch und Schrangl.
Die Grünen allerdings behaupten, sie stehen für Bürgerbeteiligung, sie stehen für die Stärkung der Bürgerin und des Bürgers, für mehr Mitsprache, Partizipation. Sobald sie aber in einer Machtposition sind und sobald sie die Möglichkeit haben, im Kleinen die Rädchen zu verändern, zerstören sie nicht nur genau dieses Versprechen, sondern auch die Hoffnung, die die Menschen in der Vergangenheit in sie gesetzt haben. (Beifall bei den NEOS sowie der Abgeordneten Lausch und Schrangl.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ. – Rufe bei NEOS und FPÖ: Sehr gute Rede!
Wenn Sie das unterstützen, können Sie vielleicht all die Pannen und die Bauchflecke, die Sie in den letzten zwei Jahren gemacht haben, wiedergutmachen. Im Moment ist Ihre Arbeit im Petitionsausschuss leider nicht genügend. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ. – Rufe bei NEOS und FPÖ: Sehr gute Rede!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ursprünglich wären 133 Millionen Euro vorgesehen gewesen, tatsächlich sind es dann 140 Millionen Euro geworden, die auch im Budget für 2022 ihren Niederschlag finden. Das ist auch ein besonderer Erfolg unserer Kollegin Theresia Niss. Herzlichen Glückwunsch zu dieser Initiative und zur Umsetzung im Budget! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Eine zweite Petition hatte den Titel „Abschaffung des Dieselprivilegs“. Ich sage es unumwunden: Ob die niedrigere Dieselbesteuerung ein Privileg ist, lasse ich für mich einmal dahingestellt, weil wir auch wissen, dass es da Betriebsmittel gibt, die weit höher angesetzt sind. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Tatsache ist allerdings, dass wir im Zuge der ökosozialen Steuerreform ein Gesamtpaket geschnürt haben, in dem selbstverständlich auch der Diesel dabei ist, und für jene, die das benötigen und brauchen, werden wir auch Rückerstattungsansätze bringen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Eine zweite Petition hatte den Titel „Abschaffung des Dieselprivilegs“. Ich sage es unumwunden: Ob die niedrigere Dieselbesteuerung ein Privileg ist, lasse ich für mich einmal dahingestellt, weil wir auch wissen, dass es da Betriebsmittel gibt, die weit höher angesetzt sind. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Tatsache ist allerdings, dass wir im Zuge der ökosozialen Steuerreform ein Gesamtpaket geschnürt haben, in dem selbstverständlich auch der Diesel dabei ist, und für jene, die das benötigen und brauchen, werden wir auch Rückerstattungsansätze bringen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Deswegen glaube ich, dass Mehreinnahmen durch die Erhöhung der Dieselbesteuerung durchaus sinnvoll wären. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Damit sind wir schon beim regionalen Klimabonus: eine Pfuschaktion bis zum Gehtnichtmehr. Ich frage mich wirklich: Habt ihr euch das ausgewürfelt, wie ihr die Gemeinden einstuft? Ich bringe dazu ein Beispiel aus meinem Heimatbezirk Wiener Neustadt: Zwei Gemeinden, gleiche Busverbindung, gleiche Bahnverbindung – die einen bekommen einen Klimabonus in Höhe von 200 Euro, die anderen bekommen ihn in der Höhe von 167 Euro. Es ist eine Katastrophe, eine Schnapsidee, die nur dazu führt, dass man die Menschen weiter auseinanderdividiert. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Scheucher-Pichler.
Abschließend möchte ich noch etwas zu den Bauern sagen: Da wird sichtbar, wie scheinheilig und falsch die ÖVP wieder agiert. (Zwischenruf der Abg. Scheucher-Pichler.) 2015 hat man den Bauern den vergünstigten Agrardiesel weggenommen, um ihnen jetzt, nach massiven Verteuerungen und Belastungen, eine Vergünstigung als großes Geschenk zu verkaufen. Das ist einfach lächerlich!
Abg. Michael Hammer: Wie steht es mit dem Kinderbonus, da bist voll dabei, oder?!
ihr gerne mich fragen. Ich erkläre es euch, wie es in der Landwirtschaft wirklich ausschaut, denn umsonst müssen nicht jeden Tag elf Betriebe zusperren: Die bäuerlichen Familien trifft die Inflation massiv (Abg. Michael Hammer: Wie steht es mit dem Kinderbonus, da bist voll dabei, oder?!) und der Kaufkraftverlust ist katastrophal, und die Tierschutzauflagen und die anderen Auflagen, wie etwa die Umweltauflagen, die die bäuerlichen Familien treffen, werden ständig mehr. Es stellt sich die Frage, wer zukünftig die Lebensmittel produzieren soll.
Beifall bei der FPÖ.
Meine Frage an die SPÖ: Habt ihr das wirklich nötig, dass ihr auf eine Berufsgruppe, die eh schon am Boden liegt, noch einmal hintretet? (Der Redner hält ein Plakat der FSG in die Höhe, auf dem „Bauern nach der Steuerreform: Was kostet die Welt?“ steht und worauf ein Mann, der ein kariertes Hemd und einen Strohhut trägt und etwas durch seine ausgestreckte Hand rieseln lässt, abgebildet ist.) Schämt euch! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Heimat, das Salzkammergut, ist schon jetzt ein touristischer Hotspot, und mit dem Projekt Kulturhauptstadt 2024 wird sich die Verkehrssituation sicherlich noch mehr zuspitzen. Die B 145 ist schon jetzt gänzlich überlastet, und zusätzlich kommt der Verkehr auf dieser Straße, die zwischen Bergen und Seen führt, durch Naturkatastrophen wie Muren und Lawinenabgänge immer wieder über einen längeren Zeitraum zum Erliegen. Eine Bahnverbindung ist ein essenzieller Bestandteil zur Versorgung und Erhaltung der Schul- und Arbeitswege und außerdem touristisch dringend notwendig. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
ihre Kinder nicht in den Zug einsteigen können. Der Zug hält zwar immer noch an diesem geschlossenen Bahnhof, weil dort eine Begegnungszone der Züge ist, die Fahrgäste dürfen jedoch nicht ein- und aussteigen. Das verstehen die Betroffenen nicht. Deswegen habe ich die Petition gegen die Bahnhofsschließungen der Zugverbindung auf dieser Teilstrecke im Salzkammergut eingebracht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.
Da hier zwei SPÖ-geführte Gemeinden unmittelbar betroffen sind, möchte ich schon auch ganz klar festhalten, dass es mir immer um die Sache geht. Ich bin zuversichtlich, dass wir auch da gemeinsam mit dem Koalitionspartner an einer Lösung arbeiten können, denn eine klimafreundliche Fortbewegung funktioniert nicht nur mit dem Klimaticket. Ich werde an dieser Sache dranbleiben, oder wie ich es zu Hause sagen würde: Aufgegeben wird nur der Brief! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.)
Zwischenruf des Abg. Michael Hammer
Opfer als auch Täter war. Wenn wir uns an die Oslo-Abkommen aus den Neunzigerjahren erinnern, dann wissen wir, wer in der ganzen Welt als einer der geistigen Väter dieser Abkommen genannt wurde: Es war Bruno Kreisky – ein Staatsmann (Zwischenruf des Abg. Michael Hammer), der die Welt nicht in Schwarz und Weiß, nicht in Gut und Böse unterschieden hat. Genau dahin müssen wir zurück, um eine weitere Polarisierung mit möglichen weiteren fatalen globalen Auswirkungen nicht noch zusehends zu befeuern.
Beifall bei der SPÖ.
Derzeit haben wir dort eine völlig instabile geopolitische Lage, eine sogenannte Weltunordnung. Wir haben alle Hände voll zu tun, auch als Republik Österreich, wieder eine aktive Neutralitätspolitik zu betreiben. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es liegt leider Gottes, aber die ÖVP steht dazu – ich bitte, das jetzt auch nicht falsch zu verstehen –, an der ÖVP, dass da sehr wenig weitergeht, dass alles immer schneller wird, alles immer schneller abgehandelt wird, aber ihr seid halt nicht die Partei der direkten Demokratie, der Bürgerbeteiligung. Das wart ihr noch nie, aber ihr steht auch dazu. Das ist halt in dem Sinne bei euch zwar ungewohnt, aber auch sehr ehrlich. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Lausch: Aber zuweisen kann man sie! Zuweisen!
Wenn eine Petition eingebracht wird, eine Bürgerinitiative eingebracht wird, dann gibt es den Wunsch nach sehr vielen Stellungnahmen. Diese Stellungnahmen können von den Klubs angeschaut werden, können von den Abgeordneten angeschaut werden, dann bildet man sich sozusagen eine Meinung, wie man damit umgeht. Daraus ergibt sich dann eine Zustimmung, vielleicht eine Zuweisung an einen Ausschuss – was es angeblich ja auch gibt –, es gibt die Kenntnisnahme oder man muss vertagen, weil Stellungnahmen noch nicht da sind. Es hätte aber keinen Sinn, dass man Bürgerinitiativen und Petitionen vielleicht fünf oder zehn Jahre lang transportiert (Abg. Lausch: Aber zuweisen kann man sie! Zuweisen!), da muss es Entscheidungen geben!
Beifall bei der ÖVP.
Aber das ist einfach so – das gehört zur Politik dazu –, wenn man glaubt, man müsse etwas hochziehen, auch wenn es nichts genützt hat, nämlich politisch nichts genützt hat. Die ÖVP hat die Bürgermeisterwahl und die Gemeinderatswahl klar gewonnen, weil die Leute wissen, wer nachhaltig arbeitet. – In diesem Sinne: Einen schönen Abend! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
nicht bekommen sollen –, und die, die ihn kriegen sollen, haben ihn auch noch nicht. Daher hat, glaube ich, diese Petition auch weiterhin eine wichtige Aufgabe. Ich hoffe, dass man sie nicht einfach zur Kenntnis nimmt und sagt: Okay, ein bisschen etwas ist eh erledigt. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Fischer.
Frau Bundesministerin Gewessler hat mitgeteilt, dass die Schäden an der Holzlärmschutzwand an der A 1 bereits behoben seien. Ich habe mich da allerdings vor Ort erkundigt und die Information erhalten, dass dem offensichtlich nicht so ist. Das heißt, auch das wäre vielleicht vonseiten der Asfinag noch zu überprüfen, genauso wie ich grundsätzlich anrege, bei der Asfinag zu überprüfen, ob diese Lärmschutzwand einerseits hinsichtlich der Ausgestaltung, andererseits hinsichtlich des aktuellen durchschnittlichen täglichen Verkehrs noch dem Stand der Technik entspricht. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Fischer.)
Beifall bei ÖVP und Grünen
Sie sehen, ich freue mich ganz besonders. Es waren intensive Bemühungen, die wir da unternommen haben. Ich möchte mich auch bei den zuständigen Forschungsministerien, vor allem dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung, bedanken, die aktiv daran mitgewirkt haben, dass wir das umsetzen können (Beifall bei ÖVP und Grünen) und damit auch die Petition übererfüllen konnten.
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Meine Damen und Herren, warum mich das so besonders freut, ist, weil das Mittel sind, die zusätzlich zu vielen Forschungsmitteln, die wir im Budget noch dazubekommen haben, zur Verfügung stehen. Das sind über 300 Millionen Euro im Rahmen der Wissenschaft und Grundlagenforschung in den nächsten vier Jahren, aber auch 400 Millionen Euro beispielsweise im Bereich Wasserstoff, in der Mikroelektronik, in der angewandten Forschung. Wir stellen damit sicher, dass Österreich aktiv an der digitalen, aber auch an der ökologischen Transformation teilnehmen kann – und das ist gut, wichtig und nachhaltig. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Meine Damen und Herren, wir entlasten mit diesem Budget nicht nur die Menschen, wir arbeiten nicht nur daran, dass wir den Wirtschaftsstandort weiterhin nachhaltig wettbewerbsfähig halten – ich nenne hier nur die ökosoziale Steuerreform –, sondern wir sorgen damit auch dafür, dass der Forschungsstandort nachhaltig gesichert wird, und das ist zukunftsträchtig. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Das ist auch das, was ich mir von einer zukunftsgewandten Bundesregierung erwarte. Lassen Sie mich daher feststellen, meine Damen und Herren: Zukunftsgerichtete Politik war immer im Hauptaugenmerk der Regierung in den vergangenen Jahren, sie ist es jetzt, und sie wird es auch in Zukunft unter einer Regierung der jetzigen Koalition sein, die vor allem daran arbeitet, dass sie das Regierungsprogramm Punkt für Punkt abarbeitet. – Danke. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Andreas Kühberger (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Frau Rechnungshofpräsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Österreicherinnen und Österreicher! Gott sei Dank haben wir in Österreich die Möglichkeit, dass wir jederzeit eine Vielzahl an gesunden und hochwertigen Lebensmitteln zur Verfügung haben. Diese Versorgungssicherheit, meine Damen und Herren, ist nicht selbstverständlich. Erlauben Sie mir, dass ich an dieser Stelle auf diesem Wege den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der gesamten Lebensmittelkette, aber vor allem auch unseren Bäuerinnen und Bauern für die hochwertigen Lebensmittel, die sie hier in Österreich produzieren, welche auch sehr gesund sind – und ich habe als Zeichen heute auch einen steirischen Apfel mit (einen Apfel in die Höhe haltend) –, für diese nachhaltige Produktion danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte heute ein besonderes Projekt erwähnen, und zwar Unser Schulbuffet, das gesunde Schulbuffet. Warum möchte ich das heute hier erwähnen? – Weil wir auch in unserer Mittelschule in meiner Heimatgemeinde, in Mautern in der Obersteiermark, ein Schulbuffet haben. Dieses Projekt war sehr erfolgreich. Was ist da geschehen? – Man hat Kindern und Jugendlichen gesunde Lebensmittel schmackhaft gemacht, und das ist wirklich ein Erfolg, meine Damen und Herren. Auch die Wertschöpfung hat sich erhöht, weil diese gesunden Lebensmittel bei uns zu Hause aus dem regionalen Kreise kommen. (Beifall bei der ÖVP.) Wenn das in meiner Heimatgemeinde Mautern im Kleinen möglich ist, dann – und das ist auch eine Empfehlung des Rechnungshofes – ist es auch im Größeren in ganz Österreich möglich.
Abg. Kühberger beißt in den mitgebrachten Apfel. – Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
In diesem Sinne Danke – und ich lasse mir jetzt den steirischen aromatischen Golden Delicious schmecken. – Danke. (Abg. Kühberger beißt in den mitgebrachten Apfel. – Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Was erwarten wir uns vom Gesundheitsminister? – Dass er erstens die Verordnung schnellstmöglich repariert, damit Daten auch entsprechend weitergeleitet werden können, und dass er wirklich alle Beteiligten dazu anhält, konstruktiv zu kooperieren. Mit allen Beteiligten meine ich Bund, Länder, Gemeinden, damit meine ich natürlich die Politik, damit meine ich aber auch die ÖGK, die Ages und alle anderen Expertinnen und Experten, die da gutes Datenmaterial zur Verfügung stellen können – mit dem Ziel, und das muss unser aller Ziel sein, dass man präzise Maßnahmen ableiten kann, um die Gesundheitsförderung auch wirklich breit wirken lassen zu können. Viele Einzelmaßnahmen reichen nicht, eine wirkliche Gesundheitsförderung, die breit wirksam ist, sollte das Ziel sein. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Der Bericht zeigt deutlich, dass es wirksame Maßnahmen gibt, wo wir ansetzen können, und ich hoffe, dass wir das alle gemeinsam in den nächsten Jahren schaffen. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Zusammengefasst muss man sagen: In Zeiten, in denen die Finanzierung des Gesundheitssystems doch auf wackeligen Beinen steht, müssen Einsparungsmöglichkeiten im Bereich des Gesundheitsministeriums viel stärker genutzt werden. In jüngster Vergangenheit war dem nicht so, aber vielleicht wird das dem neuen Gesundheitsminister gemeinsam mit dem Rechnungshof besser gelingen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei NEOS und Grünen.
Abgeordneter Mag. Felix Eypeltauer (NEOS): Herr Präsident! Hohes Haus! Frau Präsidentin! Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer! (Der Redner stellt einen Laptop auf das Rednerpult.) Ich sage es gleich vorweg, das ist kein Gag oder irgendetwas, das ist mein Laptop. Die Drucker funktionieren nicht, deshalb muss ich meine Rede von Word ablesen beziehungsweise halten. – So viel vorweg. (Heiterkeit und Beifall bei NEOS und Grünen.)
Beifall bei NEOS, SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Meinl-Reisinger: Woohoo!
Das besonders Schöne ist, dass das meine letzte Rede hier im Hohen Haus als Abgeordneter zum Nationalrat ist und ich wieder etwas Neues ausprobieren darf. Das ist aber nicht das einzige Neue, das ich dieser Tage ausprobieren darf: Ich habe die Ehre, am 23. Oktober als Klubobmann der NEOS im Oberösterreichischen Landtag angelobt zu werden, deshalb darf ich mich hier und heute verabschieden. (Beifall bei NEOS, SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Meinl-Reisinger: Woohoo!)
Beifall bei den NEOS sowie der Abgeordneten Maurer und Stögmüller.
und bei Abgeordneten der Grünen.) Da haben Sie bei uns NEOS natürlich offene Türen eingerannt, wenn man so will. Sie haben angekündigt, dass der Rechnungshof da einen Gesetzesvorschlag machen wird. Da haben Sie völlig recht. Das haben auch wir gesagt, das hat auch der Vorsitzende des Rechnungshofausschusses Douglas Hoyos gesagt, weil ja alles, das in Ibiza feuchtfröhlich besprochen worden ist, nach wie vor möglich ist. Das ist natürlich ein unhaltbarer Zustand und ich hoffe sehr, dass Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen, daraus endlich die Konsequenzen ziehen und entsprechende gesetzliche Regelungen treffen. (Beifall bei den NEOS sowie der Abgeordneten Maurer und Stögmüller.)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Stögmüller.
Dieser Mut zur gelebten Unabhängigkeit, Frau Präsidentin Kraker, ist lebenswichtig für unsere Demokratie. Es ist lebenswichtig für unsere Demokratie, dass Sie diesen Mut haben, dass alle Landesrechnungshöfe diesen Mut haben, dass die Kontrollämter diesen Mut haben. Das haben wir – und das muss ich in dem Zusammenhang einfach sagen – in den letzten Tagen anhand der Causa prima, die uns alle, ganz Österreich, so erschüttert und beschäftigt hat, gesehen. Das sehen wir auch bei den Staatsanwaltschaften, bei der WKStA und bei den Gerichten. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Stögmüller.)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Stögmüller.
Wir müssen, und das ist ein Appell, natürlich aus Ibiza lernen, aber, liebe Kolleginnen und Kollegen, wir müssen auch aus dieser Causa, aus dieser Inseratenaffäre – wie immer Sie sie nennen wollen – lernen und die entsprechenden Konsequenzen ziehen. Solange in Österreich Kanzler und Ministerinnen und Minister jährlich weit über 200 Millionen Euro an Werbegeldern in den Medienmarkt pumpen können, so lange haben wir nichts gelernt. Wir müssen das dringend verbessern, weil das unsere Demokratie ganz einfach braucht. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Stögmüller.)
Beifall bei den NEOS.
Es geht darum, unser Land besser zu machen, und ich glaube daran, dass das möglich ist. Ich glaube daran, dass unser Land, dass Österreich besser sein kann, dass Politik besser sein kann, ehrlicher sein kann, authentischer sein kann, aufrichtiger sein kann und nicht zuletzt auch menschlicher sein kann. Und wissen Sie, was mir da Hoffnung gibt? – Mir gibt Hoffnung, dass ich in diesem Haus von jeder Fraktion Politikerinnen und Politiker kennenlernen durfte, die diese Menschlichkeit, die diesen Anstand, diese Sachlichkeit und diesen Charakter haben, in den ich so viel Hoffnung setze. Ich bin ein Liberaler, und als Liberaler habe ich ein realistisches Menschenbild, das lautet: Der Mensch ist im Grunde gut und er kann lernen, er kann besser werden und er kann sich selbst erkennen. (Beifall bei den NEOS.)
Allgemeiner Beifall sowie lang anhaltender, stehend dargebrachter Beifall und Bravorufe bei den NEOS.
Das ist unsere Aufgabe als PolitikerInnen gerade in der Zeit des Umbruchs, in der wir uns am Beginn des 21. Jahrhunderts befinden, wo viel Altes langsam, aber vielleicht auch nicht gleich vergeht und viel Neues entsteht, das wir aber noch nicht sehen. Das ist Ihre Aufgabe als Abgeordnete im Hohen Haus, bei der ich Ihnen in Zukunft ganz viel Mut, Entschlossenheit und Klarsicht wünsche, und das wird auch meine Aufgabe im Oberösterreichischen Landtag sein. Ich darf mich verabschieden mit einem: Pfiat eich! (Allgemeiner Beifall sowie lang anhaltender, stehend dargebrachter Beifall und Bravorufe bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
Wie schaut denn eigentlich die ärztliche Versorgung im niedergelassenen Bereich aus? Das ist einer der Kernbereiche in der Gesundheitsversorgung, und ich möchte mich an dieser Stelle einmal bei allen niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten bedanken, die auch in der Krise die Stellung gehalten haben, die dazu beigetragen haben, dass alles funktioniert, und die für die Impferfolge mitverantwortlich sind. – Danke den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten! (Beifall bei der ÖVP.)
Rufe: Philip Kucher!
Ich schaue jetzt alle Gesundheitssprecher an: Ralph Schallmeiner, Gerhard Kaniak, Gerald Loacker, Gaby Schwarz. Wir sind da sehr konsensuell unterwegs, wir sind nicht weit voneinander entfernt. (Rufe: Philip Kucher!) – Philip Kucher, Entschuldigung, lieber Philip! (Abg. Kollross: Der ist nicht zum Anschauen!) Wir sind sehr konsensuell unterwegs, und wir haben – auch etwas relativ Neues – die Österreichische Gesundheitskasse, glaube ich, mittlerweile im Boot.
Abg. Kollross: Der ist nicht zum Anschauen!
Ich schaue jetzt alle Gesundheitssprecher an: Ralph Schallmeiner, Gerhard Kaniak, Gerald Loacker, Gaby Schwarz. Wir sind da sehr konsensuell unterwegs, wir sind nicht weit voneinander entfernt. (Rufe: Philip Kucher!) – Philip Kucher, Entschuldigung, lieber Philip! (Abg. Kollross: Der ist nicht zum Anschauen!) Wir sind sehr konsensuell unterwegs, und wir haben – auch etwas relativ Neues – die Österreichische Gesundheitskasse, glaube ich, mittlerweile im Boot.
Beifall bei der ÖVP.
Ich würde sagen: Packen wir es an! Die Menschen würden es uns danken, wenn wir einige Versorgungslücken zu ihrem Wohle schließen und ein neues Denken und Miteinander schaffen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Heiterkeit bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ. – Abg. Gabriela Schwarz: ... einen Auftrittsapplaus kriegen!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gelangt nun der vorhin angesprochene Philip Kucher. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Heiterkeit bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ. – Abg. Gabriela Schwarz: ... einen Auftrittsapplaus kriegen!)
Abg. Salzmann: Unterschätze uns nicht!
Abgeordneter Philip Kucher (SPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Frau Präsidentin! Felix Eypeltauer hat mit seiner leidenschaftlichen Rede, in der er so viel Reformfreude, Begeisterung, so ein positives Menschenbild vermittelt hat, jedenfalls bewirkt, dass auch Kollege Saxinger begeistert ist. – Ich habe dich lange nicht mehr so begeistert erlebt. Man glaubt ja gar nicht, dass du Teil einer konservativen Partei bist. Das war ja ein Feuerwerk aus Leidenschaft, aus Reformfreude. (Abg. Salzmann: Unterschätze uns nicht!) Ich bin ganz begeistert. Diesen Grundgedanken sollten wir alle in der Gesundheitspolitik mitnehmen. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.
Abgeordneter Philip Kucher (SPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Frau Präsidentin! Felix Eypeltauer hat mit seiner leidenschaftlichen Rede, in der er so viel Reformfreude, Begeisterung, so ein positives Menschenbild vermittelt hat, jedenfalls bewirkt, dass auch Kollege Saxinger begeistert ist. – Ich habe dich lange nicht mehr so begeistert erlebt. Man glaubt ja gar nicht, dass du Teil einer konservativen Partei bist. Das war ja ein Feuerwerk aus Leidenschaft, aus Reformfreude. (Abg. Salzmann: Unterschätze uns nicht!) Ich bin ganz begeistert. Diesen Grundgedanken sollten wir alle in der Gesundheitspolitik mitnehmen. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Gerald Loacker wird jetzt vielleicht ein bisschen auf mich beleidigt sein, aber vielleicht gibt er mir auch recht: Was Felix Eypeltauer gesagt hat, sein Menschenbild, dieser positive Zugang – das ist für mich ein sehr sozialdemokratischer Zugang, und ich frage mich, ob das nicht unter Umständen für euch alle der richtige Weg wäre. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Ich habe da jedenfalls, glaube ich, auch den langjährigen Einfluss von Alois Stöger herausgehört, der in Oberösterreich anscheinend seine Wirkung entfaltet hat. Ich habe da sehr, sehr viel herausgehört, vielleicht kann man das bilateral noch klären. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Gerald Loacker wird jetzt vielleicht ein bisschen auf mich beleidigt sein, aber vielleicht gibt er mir auch recht: Was Felix Eypeltauer gesagt hat, sein Menschenbild, dieser positive Zugang – das ist für mich ein sehr sozialdemokratischer Zugang, und ich frage mich, ob das nicht unter Umständen für euch alle der richtige Weg wäre. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Ich habe da jedenfalls, glaube ich, auch den langjährigen Einfluss von Alois Stöger herausgehört, der in Oberösterreich anscheinend seine Wirkung entfaltet hat. Ich habe da sehr, sehr viel herausgehört, vielleicht kann man das bilateral noch klären. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Schallmeiner.
Der zweite Punkt ist: Versuchen wir, Gesundheit und Pflege ganzheitlich zu sehen! Wir werden Gott sei Dank alle immer älter. Starten wir miteinander eine Pflegeoffensive! Felix Eypeltauer wird uns kritisch begleiten, sozusagen aus Oberösterreich beobachten, und die wachsamen Augen der Präsidentin werden uns auch mit Follow-up-Berichten, die ja immer wie ein Damoklesschwert über uns schweben, begleiten. Hoffen wir alle miteinander, dass zumindest die ärztliche Versorgung so offensiv in Angriff genommen wird, dass die Follow-up-Berichte voll des Lobes sein werden! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Schallmeiner.)
Beifall bei der FPÖ.
Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen und NEOS.
Da überall gilt es anzusetzen, da braucht es im Endeffekt uns als Politik, da braucht es aber auch ein Einlenken der ÖGK, da braucht es auch ein Einlenken der Ärztekammer. Standesdünkel sind da einfach fehl am Platz. (Beifall bei Grünen und NEOS.) Es braucht aus unserer Sicht ein modernes Vertragswesen, und es braucht eine vernünftige Primärversorgung, die wir auch mithilfe der Mittel aus der Recovery and Resilience Facility der EU dementsprechend pushen können.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die Länder sind gefordert, wie schon gesagt. Ich glaube, da haben wir ganz schön viel zu tun, und ich nehme den Auftrag, den Philip Kucher uns allen erteilt hat, gerne mit. Ich glaube, da werden wir als Politik gemeinsam eine entsprechende Lösung suchen und auch finden. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Allgemein kann man, glaube ich, über die Debatte in diesem Ausschuss und insbesondere zu den Anträgen sagen, dass es einen massiven Aufholbedarf im Gesundheitsbereich gibt, dass es da einige Baustellen gibt, auf die der Rechnungshof über die letzten Jahre hingewiesen hat und – das sieht man insbesondere, wenn man sich auch den Follow-up-Bericht anschaut – bei denen die Politik bisher zu wenige Maßnahmen gesetzt hat. Wir müssen da schleunigst in die Gänge kommen. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei Grünen und NEOS.
Zu Beginn möchte ich mich bei Herrn Abgeordneten Eypeltauer für die Zusammenarbeit im Rechnungshofausschuss und für die inhaltliche Befassung mit den Berichten bedanken. Wir legen ja regelmäßig Berichte vor. Ein Trost für ihn möge sein, dass wir Berichte auch den Landtagen vorlegen und ihm der Rechnungshof als Bund-Länder-Organ erhalten bleibt und er sich dann auch im Oberösterreichischen Landtag weiterhin mit unseren Berichten auseinandersetzen kann. Ich würde dort auch hinkommen. (Beifall bei Grünen und NEOS.)
Allgemeiner Beifall.
dass die Empfehlungen noch weiter mit Nachdruck verfolgt werden müssen. – Ich danke für die Aufmerksamkeit. (Allgemeiner Beifall.)
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Erfreulich ist für mich als Tiroler, dass es gelungen ist, gerade Novartis in Kundl als Standort sicherzustellen und auszubauen und damit die Antibiotikaproduktion in Österreich sicherzustellen. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Unser Ziel muss es sein, zukünftig mehr Eigenständigkeit und Versorgungssicherheit in Europa zu erlangen. Vielen Dank, Frau Präsident, für diesen aufschlussreichen Rechnungshofbericht. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Erfreulich ist für mich als Tiroler, dass es gelungen ist, gerade Novartis in Kundl als Standort sicherzustellen und auszubauen und damit die Antibiotikaproduktion in Österreich sicherzustellen. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Unser Ziel muss es sein, zukünftig mehr Eigenständigkeit und Versorgungssicherheit in Europa zu erlangen. Vielen Dank, Frau Präsident, für diesen aufschlussreichen Rechnungshofbericht. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Das Modell Rehageld Neu soll eigentlich das Verbleiben am Arbeitsmarkt ermöglichen und nicht dazu führen, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in die Langzeitarbeitslosigkeit geraten. Da braucht es dringend Verbesserungen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Aufgrund dieses Rechnungshofberichtes sollen aber auch weitere Schritte gesetzt werden. So haben wir im Ausschuss erfahren, dass in den überprüften Bundesländern etwa das Vergabegesetz, das eben im Grund zu transparenten und kostengünstigen Beschaffungen durch die öffentliche Hand führen sollte, eigentlich gar nicht eingehalten wird. Da wäre es sicher gut, den Ländern zur Seite zu stehen und gemeinsam zu versuchen, diese Beschaffungsprozesse auf transparente und auch gute Beine zu stellen. Ich glaube, das wäre auch notwendig. In Umsetzung dieser zentralen Empfehlungen des Rechnungshofes könnte der Bund, also wir, ja seine Expertise und Erfahrungen im Bereich der öffentlichen Vergaben einbringen und die Länder so als guter Partner gerade bei diesen Verbesserungen des Einkaufs unterstützen. Immerhin geht es dabei um unser aller Steuergeld, und wir sind es den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern schuldig und ihnen gegenüber verpflichtet, mit ihrem Geld achtsam zu haushalten. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den NEOS.
Damit haben wir nächstes Mal hoffentlich bessere Daten, wenn sich der Rechnungshof das anschaut. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Unter Rudi Hundstorfer wurden die Invaliditätspensionen für unter 50-Jährige ins Rehabilitationsgeld umgewandelt. Das Ziel war, dass jedes Jahr 2 700 Menschen über die Rehabilitation wieder in den Beruf kommen. Das Ziel wurde bei Weitem verfehlt. Im beobachteten Jahr waren es 120 statt der angestrebten 2 700 – also in Wirklichkeit sind gleich viele Leute in Frühpension gegangen wie zuvor. Das politische Ziel von Rudi Hundstorfer, die Statistik zu schönen und das Pensionsantrittsalter scheinbar nach oben zu schrauben, hat aber funktioniert, weil der Rehabgeldbezieher nicht als Pensionist zählt, der Invaliditätspensionsbezieher aber schon. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) So war die Statistik des Rudi Hundstorfer schöner, und auf einmal sind die Leute scheinbar eineinhalb Jahre später in Pension gegangen.
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Angestrebt wurde eine Einsparung von 650 Millionen Euro über fünf Jahre. Geschafft wurde das nicht, sondern die Mehrkosten betragen jetzt 500 Millionen in einem Jahr. Man hat also ein neues Modell geschaffen, das den Menschen gar nichts bringt und den Steuerzahlern zusätzliche Kosten verschafft. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Von acht Empfehlungen sind zwei teilweise und sechs gar nicht umgesetzt worden. Das war Rudi Anschober wurscht, und wie ich im Ausschuss gesehen habe, ist es Minister Mückstein genauso wurscht.
Beifall bei den NEOS.
Bitte, Frau Präsidentin, bleiben Sie dran! Wir bleiben auch dran. Das geht auf Kosten der Steuerzahler, und das kann man alles im Sinne der Gesundheit der Menschen viel besser machen. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Abgeordneter Laurenz Pöttinger (ÖVP): Herr Präsident! Frau Präsidentin des Rechnungshofes! Sehr geehrte Damen und Herren! Ein großes Danke für die Überprüfung, für die Follow-up-Überprüfung betreffend Invaliditätspension – unter Anführungszeichen, denn das war damals 2014 – „Neu“. Ich habe mir auch angesehen, in wessen Bereich das von 2014 bis 2018 gefallen ist – die Überprüfung war dann im August 2019 –, nämlich in den von Rudi Hundstorfer, dann Stöger, Oberhauser, Rendi-Wagner, Hartinger-Klein, Pöltner und Zarfl. (Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Beifall bei der ÖVP.
Positiv zu erwähnen ist, dass es bei der Finanzierung des Casemanagements mittlerweile eine Einigung zwischen PVA und ÖGK gegeben hat. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Bei der Aussprache im Rechnungshofausschuss mit dem Herrn Gesundheitsminister, der dort ebenfalls teilgenommen hat, waren wir uns, glaube ich, alle einig, dass es da dringende Maßnahmen braucht. (Beifall bei der SPÖ.) Ich habe nur ein bisschen den Eindruck gehabt, dass in diesem Bereich seitens des Gesundheitsministeriums ein bisschen das Konzept und die Strategie fehlen, wie wir da wirklich gegensteuern. Deshalb, glaube ich, ist es umso wichtiger, dass es diesen Bericht gibt, dass man darauf aufmerksam
Beifall bei der SPÖ.
macht und dass man wirklich versucht, gesundheitspolitisch Akzente zu setzen, damit die ärztliche Versorgung vor allen Dingen im ländlichen Bereich – das sage ich jetzt als Kommunalpolitiker – eine Verbesserung erfährt. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Mir ist das auch deswegen ein ganz wichtiges Thema, weil das Schließen von Stationen bedeutet, dass die Ärzte in den Krankenhäusern weniger werden, und das bedeutet, dass wir auch Probleme bei der Notarztversorgung, aber auch beim Nachbesetzen von Arztstellen haben. Deswegen ist es mir ein ganz wichtiges Thema, dass wir diese Versorgung aufrechterhalten. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)