Eckdaten:
Für die 249. Sitzung der 27. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 984 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
überreicht vom Abgeordneten Ing. Johann Weber
Petition betreffend Wiederbelebung der Lavanttal-Bahn (Ordnungsnummer 138) (überreicht vom Abgeordneten Ing. Johann Weber)
Abg. Michael Hammer: Das ist sein Niveau, das Thema!
Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Klubobmann Kickl. – Bitte sehr, Sie gelangen zu Wort. (Abg. Michael Hammer: Das ist sein Niveau, das Thema!) Sie haben 10 Minuten Redezeit, Sie kennen das.
Abg. Michael Hammer: Das wird nicht sein!
Die Variante A lautet: Es kommt ein freiheitlicher Regierungschef (Abg. Michael Hammer: Das wird nicht sein!), ein Volkskanzler (Abg. Steinacker: Es gibt nur den Bundeskanzler in der Verfassung! Bundeskanzler!) – Volkskanzler, da reißt es sie schon wieder in den Reihen der Österreichischen Volkspartei –, und dann – und nur dann, meine sehr geehrten Damen und Herren – wird in diesem Land endlich wieder einmal für die eigene Bevölkerung regiert. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Steinacker: Es gibt nur den Bundeskanzler in der Verfassung! Bundeskanzler!
Die Variante A lautet: Es kommt ein freiheitlicher Regierungschef (Abg. Michael Hammer: Das wird nicht sein!), ein Volkskanzler (Abg. Steinacker: Es gibt nur den Bundeskanzler in der Verfassung! Bundeskanzler!) – Volkskanzler, da reißt es sie schon wieder in den Reihen der Österreichischen Volkspartei –, und dann – und nur dann, meine sehr geehrten Damen und Herren – wird in diesem Land endlich wieder einmal für die eigene Bevölkerung regiert. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Variante A lautet: Es kommt ein freiheitlicher Regierungschef (Abg. Michael Hammer: Das wird nicht sein!), ein Volkskanzler (Abg. Steinacker: Es gibt nur den Bundeskanzler in der Verfassung! Bundeskanzler!) – Volkskanzler, da reißt es sie schon wieder in den Reihen der Österreichischen Volkspartei –, und dann – und nur dann, meine sehr geehrten Damen und Herren – wird in diesem Land endlich wieder einmal für die eigene Bevölkerung regiert. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Wo?! – Abg. Steinacker: Das steht in der Redeunterlage, deswegen sagt er es!
Das kennen die Menschen draußen ja schon gar nicht mehr, wenn sie an diese Regierung denken. Ja, da kommt jetzt Unruhe im ÖVP-Sektor auf (Abg. Michael Hammer: Wo?! – Abg. Steinacker: Das steht in der Redeunterlage, deswegen sagt er es!), da verkrampfen sich alle, da fangen sie an, zu zittern.
Beifall bei der FPÖ.
Wissen Sie, dieser ÖVP-Sektor im Hohen Haus ist in der Zwischenzeit der Angsthasensektor geworden. Da sitzen die ganzen Angsthasen, die eine unglaubliche Angst davor haben, dass in diesem Land für die Bevölkerung regiert wird, dass es einen freiheitlichen Regierungschef gibt. Das führt dann so weit, dass die ÖVP vor einigen Tagen eine Messehalle in Wels zum größten Panikraum dieser Republik umfunktioniert hat. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Da hat es dann eine massentherapeutische Sitzung gegeben, bei der die Österreichische Volkspartei versucht hat, ihre eigene Angst vor der Freiheitlichen Partei und vor mir auf die Bevölkerung abzuwälzen, ihre eigene Angst vor der Freiheitlichen Partei und vor mir der Bevölkerung umzuhängen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Aber die Bevölkerung will das nicht und jetzt haben Sie noch mehr Angst.
Abg. Hörl: Na!
Sie tun mir ja fast leid, meine sehr geehrten Damen und Herren von der Österreichischen Volkspartei (Abg. Hörl: Na!), denn es muss schrecklich sein, wenn man von solchen Ängsten geplagt ist, dass bei Ihren Auftritten im Fernsehen sogar schon die Bevölkerung zu Hause im Wohnzimmer den Angstschweiß riechen kann. (Abg. Strasser: Es muss schrecklich sein, wenn man von so einer Überheblichkeit geprägt ist! Das muss schrecklich sein!) Sie sind in einem bemitleidenswerten Zustand. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strasser: Es muss schrecklich sein, wenn man von so einer Überheblichkeit geprägt ist! Das muss schrecklich sein!
Sie tun mir ja fast leid, meine sehr geehrten Damen und Herren von der Österreichischen Volkspartei (Abg. Hörl: Na!), denn es muss schrecklich sein, wenn man von solchen Ängsten geplagt ist, dass bei Ihren Auftritten im Fernsehen sogar schon die Bevölkerung zu Hause im Wohnzimmer den Angstschweiß riechen kann. (Abg. Strasser: Es muss schrecklich sein, wenn man von so einer Überheblichkeit geprägt ist! Das muss schrecklich sein!) Sie sind in einem bemitleidenswerten Zustand. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie tun mir ja fast leid, meine sehr geehrten Damen und Herren von der Österreichischen Volkspartei (Abg. Hörl: Na!), denn es muss schrecklich sein, wenn man von solchen Ängsten geplagt ist, dass bei Ihren Auftritten im Fernsehen sogar schon die Bevölkerung zu Hause im Wohnzimmer den Angstschweiß riechen kann. (Abg. Strasser: Es muss schrecklich sein, wenn man von so einer Überheblichkeit geprägt ist! Das muss schrecklich sein!) Sie sind in einem bemitleidenswerten Zustand. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Jedenfalls: Ein FPÖ-Regierungschef bedeutet – auf den ORF umgelegt –, dass die Haushalte und die Unternehmen von diesem Zwangsirrsinn befreit werden – weg damit! So einfach ist das, und da lasse ich mich von Ihnen auch gerne als einen Extremisten beschimpfen, da bin ich nämlich ein Extremist: in Sachen Fairness. Das ist etwas, was Sie schon gar nicht mehr kennen. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Das ist aber eine schwache Rede heute! Schlafwagenpartie!
sind nicht die Chefredakteure der etablierten Medien, die sich in Chatgruppen da gegen die Freiheitliche Partei verabreden. Es sind nicht als Journalisten getarnte Politakteure, die den öffentlichen Rundfunk für die Propaganda gegen die FPÖ missbrauchen. (Ruf bei der ÖVP: Das ist aber eine schwache Rede heute! Schlafwagenpartie!) Und es ist auch nicht ein Bundespräsident – das sage ich Ihnen auch ganz deutlich –, zumindest keiner, der sich an die Buchstaben und den Geist unserer Verfassung hält, der das entscheiden wird. (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Schlafwagenrede!) Nein, es sind die Millionen Wahlberechtigten, die das entscheiden werden – und das sage ich Ihnen als Demokrat. (Zwischenruf des Abg. Höfinger.)
Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Schlafwagenrede!
sind nicht die Chefredakteure der etablierten Medien, die sich in Chatgruppen da gegen die Freiheitliche Partei verabreden. Es sind nicht als Journalisten getarnte Politakteure, die den öffentlichen Rundfunk für die Propaganda gegen die FPÖ missbrauchen. (Ruf bei der ÖVP: Das ist aber eine schwache Rede heute! Schlafwagenpartie!) Und es ist auch nicht ein Bundespräsident – das sage ich Ihnen auch ganz deutlich –, zumindest keiner, der sich an die Buchstaben und den Geist unserer Verfassung hält, der das entscheiden wird. (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Schlafwagenrede!) Nein, es sind die Millionen Wahlberechtigten, die das entscheiden werden – und das sage ich Ihnen als Demokrat. (Zwischenruf des Abg. Höfinger.)
Zwischenruf des Abg. Höfinger.
sind nicht die Chefredakteure der etablierten Medien, die sich in Chatgruppen da gegen die Freiheitliche Partei verabreden. Es sind nicht als Journalisten getarnte Politakteure, die den öffentlichen Rundfunk für die Propaganda gegen die FPÖ missbrauchen. (Ruf bei der ÖVP: Das ist aber eine schwache Rede heute! Schlafwagenpartie!) Und es ist auch nicht ein Bundespräsident – das sage ich Ihnen auch ganz deutlich –, zumindest keiner, der sich an die Buchstaben und den Geist unserer Verfassung hält, der das entscheiden wird. (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Schlafwagenrede!) Nein, es sind die Millionen Wahlberechtigten, die das entscheiden werden – und das sage ich Ihnen als Demokrat. (Zwischenruf des Abg. Höfinger.)
Abg. Höfinger: Da steckt ein großer ... dahinter! Weltverschwörung!
Wir als Freiheitliche Partei werden diese Entscheidung der Wähler demütig zur Kenntnis nehmen, wie auch immer sie ausfällt. Wir nehmen den Wählerwillen auf jeden Fall ernst! – Es fällt mir ganz, ganz leicht, es ist für mich eine Selbstverständlichkeit, diesen Satz auszusprechen (Abg. Höfinger: Da steckt ein großer ... dahinter! Weltverschwörung!), der für Sie ganz offenbar das allergrößte Problem ist. Die selbsternannten Superdemokraten und Supertoleranten vom Dienst haben das größte Problem, ein Wahlergebnis zur Kenntnis zu nehmen, wenn es ihnen und ihren Machtgelüsten nicht in den Kram passt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir als Freiheitliche Partei werden diese Entscheidung der Wähler demütig zur Kenntnis nehmen, wie auch immer sie ausfällt. Wir nehmen den Wählerwillen auf jeden Fall ernst! – Es fällt mir ganz, ganz leicht, es ist für mich eine Selbstverständlichkeit, diesen Satz auszusprechen (Abg. Höfinger: Da steckt ein großer ... dahinter! Weltverschwörung!), der für Sie ganz offenbar das allergrößte Problem ist. Die selbsternannten Superdemokraten und Supertoleranten vom Dienst haben das größte Problem, ein Wahlergebnis zur Kenntnis zu nehmen, wenn es ihnen und ihren Machtgelüsten nicht in den Kram passt. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Höfinger.
Jetzt noch einmal zum ORF, zum Thema der Haushaltsabgabe, zu der Sie die teuerungsgeplagten Österreicher zwingen, durch die Sie bei ihnen jetzt noch einmal abkassieren, damit Ihre Propagandaorgel, die Propagandaorgel der Einheitspartei dadurch finanziert wird – Stichwort Corona, Stichwort Klimahysterie. (Zwischenruf des Abg. Höfinger.) Alle Österreicher kennen das, das ist ein Paradebeispiel für den fortgesetzten Wählerbetrug der Österreichischen Volkspartei. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Jetzt noch einmal zum ORF, zum Thema der Haushaltsabgabe, zu der Sie die teuerungsgeplagten Österreicher zwingen, durch die Sie bei ihnen jetzt noch einmal abkassieren, damit Ihre Propagandaorgel, die Propagandaorgel der Einheitspartei dadurch finanziert wird – Stichwort Corona, Stichwort Klimahysterie. (Zwischenruf des Abg. Höfinger.) Alle Österreicher kennen das, das ist ein Paradebeispiel für den fortgesetzten Wählerbetrug der Österreichischen Volkspartei. (Beifall bei der FPÖ.)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Höfinger
Da tönt es aus dem schwarzen Panikraum in Wels heraus: runter mit den Abgaben und runter mit den Belastungen! (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Höfinger), und in derselben Sekunde trudeln bei Millionen Haushalten und Unternehmen in Österreich die Zahlungsaufforderungen für den ORF ein (Abg. Höfinger: ... Graz gibt es auch eine!), zwischen 184 und 240 Euro, egal ob man diese Sendungen konsumiert oder nicht. 500 000 Haushalte zahlen jetzt zusätzlich.
Abg. Höfinger: ... Graz gibt es auch eine!
Da tönt es aus dem schwarzen Panikraum in Wels heraus: runter mit den Abgaben und runter mit den Belastungen! (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Höfinger), und in derselben Sekunde trudeln bei Millionen Haushalten und Unternehmen in Österreich die Zahlungsaufforderungen für den ORF ein (Abg. Höfinger: ... Graz gibt es auch eine!), zwischen 184 und 240 Euro, egal ob man diese Sendungen konsumiert oder nicht. 500 000 Haushalte zahlen jetzt zusätzlich.
Beifall bei der FPÖ.
Wissen Sie, was Sie da mit der Jugend in Österreich machen? – Das, was Sie da einheben, ist nichts anderes als eine Massengeldstrafe für die österreichischen Jugendlichen, weil die nämlich auf ihren Tablets und auf ihren I-Pads alles andere konsumieren, nur nicht den Österreichischen Rundfunk. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Leichtfried: Was ist denn das für eine ... Rede?
Und wenn sich Ihr Karl der Letzte – Ihr Karl der Letzte – dann als Anwalt der Leistungsträger aufplustert und in Wels den großen Wirtschaftsversteher spielt, dann heißt das im Klartext, dass die ÖVP die wirtschaftlichen Minderleister im ORF, die rote Zahlen schreiben, trotz der Privilegien, die sie alle haben, dann mit zusätzlichen Millionen belohnt, die von den Zwangsgebührenzahlern abkassiert werden, die mit der Haushaltsabgabe eingenommen werden, und die Millionen aus den Werbeeinnahmen gibt’s obendrauf. (Abg. Leichtfried: Was ist denn das für eine ... Rede?) Es ist das also eine Prämie für wirtschaftliches Versagen. – So viel zum Thema Wirtschaftsverständnis der Österreichischen Volkspartei. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und wenn sich Ihr Karl der Letzte – Ihr Karl der Letzte – dann als Anwalt der Leistungsträger aufplustert und in Wels den großen Wirtschaftsversteher spielt, dann heißt das im Klartext, dass die ÖVP die wirtschaftlichen Minderleister im ORF, die rote Zahlen schreiben, trotz der Privilegien, die sie alle haben, dann mit zusätzlichen Millionen belohnt, die von den Zwangsgebührenzahlern abkassiert werden, die mit der Haushaltsabgabe eingenommen werden, und die Millionen aus den Werbeeinnahmen gibt’s obendrauf. (Abg. Leichtfried: Was ist denn das für eine ... Rede?) Es ist das also eine Prämie für wirtschaftliches Versagen. – So viel zum Thema Wirtschaftsverständnis der Österreichischen Volkspartei. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Steinacker: Faktencheck ...!
Man muss bei Ihnen immer das Gegenteil von dem, was Sie sagen und ankündigen, nehmen, dann ist man bei der Wahrheit. Wenn die ÖVP verspricht, es kommt keine Impfpflicht, dann kommt sie garantiert – und der ORF peitscht sie ein. Wenn ÖVP-Minister unterschreiben, dass sie zurücktreten, dann picken sie bis zur letzten Sekunde in ihren Sesseln – und der ORF macht ihre Propaganda. Wenn die ÖVP einen strengen Asylkurs ankündigt, dann schießt die Zahl der Asylanträge in lichte Höhen – und der ORF verdreht die Zahlen in ihrem Interesse. (Abg. Steinacker: Faktencheck ...!) Und wenn
Abg. Steinacker: Und von Demokratie keine Ahnung haben! Keine Ahnung von Demokratie!
die ÖVP mich als extrem oder – ihr neues Lieblingswort ist jetzt rechtsextrem – als rechtsextrem beschimpft, dann ist das der beste Beweis dafür, dass ich aber ganz punktgenau in der Mitte der Gesellschaft stehe (Abg. Steinacker: Und von Demokratie keine Ahnung haben! Keine Ahnung von Demokratie!) und zu 100 Prozent ganz normale Positionen vertrete. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: Du bist ein Identitärer, ja! Ein Sellner-Freund bist du! – Zwischenruf der Abg. Steinacker.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: Du bist ein Identitärer, ja! Ein Sellner-Freund bist du! – Zwischenruf der Abg. Steinacker.
die ÖVP mich als extrem oder – ihr neues Lieblingswort ist jetzt rechtsextrem – als rechtsextrem beschimpft, dann ist das der beste Beweis dafür, dass ich aber ganz punktgenau in der Mitte der Gesellschaft stehe (Abg. Steinacker: Und von Demokratie keine Ahnung haben! Keine Ahnung von Demokratie!) und zu 100 Prozent ganz normale Positionen vertrete. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: Du bist ein Identitärer, ja! Ein Sellner-Freund bist du! – Zwischenruf der Abg. Steinacker.)
Abg. Michael Hammer: Heute sind wir aber wieder sehr lustig! Sind auch schon besser gewesen, die Witze!
Da können Sie die Linksextremisten, die dann beim ORF aufmarschieren und versuchen, der Bevölkerung das Gegenteil zu erklären, auch nicht mehr herausreißen, denn die Menschen haben dieses Spiel längst durchschaut und die Menschen wissen, dass es da eine ganz, ganz auffällige Parallele, eine augenscheinliche Parallele zwischen dem ORF und der ÖVP gibt: In diesem ORF haben Objektivität und Unabhängigkeit den gleichen Stellenwert, den Ehrlichkeit und Glaubwürdigkeit bei der ÖVP haben – nämlich gar keinen. Gar keinen! (Abg. Michael Hammer: Heute sind wir aber wieder sehr lustig! Sind auch schon besser gewesen, die Witze!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Meinl-Reisinger: Aber wie schaut der denn aus?
Sie beide bestätigen das jeden Tag aufs Neue. Und so wie sich der ORF in der bestehenden Form überlebt hat, so hat diese Art zu regieren, wie Sie es machen, nämlich über die Bevölkerung drüberzufahren, ausgedient. Es braucht hier wie dort einen Neustart, und diesen Neustart, meine Damen und Herren, wird es nur mit einem freiheitlichen Regierungschef geben. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Meinl-Reisinger: Aber wie schaut der denn aus?)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: Sehr schwache Rede! – Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger. – Ruf bei der ÖVP: Blutleer, die Rede!
Abgeordneter Herbert Kickl (fortsetzend): ..., dafür werden wir Freiheitliche sorgen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: Sehr schwache Rede! – Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger. – Ruf bei der ÖVP: Blutleer, die Rede!)
Abg. Kickl: Nicht einmal zuhören können Sie!
Ich möchte einmal mit der grundsätzlichen Frage nach einem öffentlich-rechtlichen Auftrag und einem öffentlich-rechtlichen Rundfunk beginnen, denn Sie, Herr Abgeordneter Kickl, haben gesagt, es geht um die Frage entweder – oder, entweder finanziert man den ORF oder man finanziert ihn nicht. Dann muss man aber auch die Wahrheit sagen (Abg. Kickl: Nicht einmal zuhören können Sie!), nämlich: Wenn man den ORF nicht finanziert, dann gibt es ihn auch nicht. Und das ist die Grundsatzfrage, in der wir uns unterscheiden: Sie sagen, es soll keinen öffentlich-rechtlichen Rundfunk (Ruf bei der FPÖ: Das stimmt ja überhaupt nicht!) in unserem Land geben (Abg. Wurm: Da haben Sie nicht zugehört, Frau Minister! – Abg. Kassegger: Das ist nicht besonders logisch, Frau Minister!), ich denke, es soll einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk geben, der dann eben auch finanziert werden muss, weil das natürlich etwas kostet. Ich denke, ich bin da mit meiner Ansicht auch in guter Gesellschaft, denn es gibt kein europäisches Land, das keinen öffentlich-rechtlichen Rundfunk hat (Abg. Kickl: Sie reden ins Leere!), und ich denke, es wäre auch nicht in
Ruf bei der FPÖ: Das stimmt ja überhaupt nicht!
Ich möchte einmal mit der grundsätzlichen Frage nach einem öffentlich-rechtlichen Auftrag und einem öffentlich-rechtlichen Rundfunk beginnen, denn Sie, Herr Abgeordneter Kickl, haben gesagt, es geht um die Frage entweder – oder, entweder finanziert man den ORF oder man finanziert ihn nicht. Dann muss man aber auch die Wahrheit sagen (Abg. Kickl: Nicht einmal zuhören können Sie!), nämlich: Wenn man den ORF nicht finanziert, dann gibt es ihn auch nicht. Und das ist die Grundsatzfrage, in der wir uns unterscheiden: Sie sagen, es soll keinen öffentlich-rechtlichen Rundfunk (Ruf bei der FPÖ: Das stimmt ja überhaupt nicht!) in unserem Land geben (Abg. Wurm: Da haben Sie nicht zugehört, Frau Minister! – Abg. Kassegger: Das ist nicht besonders logisch, Frau Minister!), ich denke, es soll einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk geben, der dann eben auch finanziert werden muss, weil das natürlich etwas kostet. Ich denke, ich bin da mit meiner Ansicht auch in guter Gesellschaft, denn es gibt kein europäisches Land, das keinen öffentlich-rechtlichen Rundfunk hat (Abg. Kickl: Sie reden ins Leere!), und ich denke, es wäre auch nicht in
Abg. Wurm: Da haben Sie nicht zugehört, Frau Minister! – Abg. Kassegger: Das ist nicht besonders logisch, Frau Minister!
Ich möchte einmal mit der grundsätzlichen Frage nach einem öffentlich-rechtlichen Auftrag und einem öffentlich-rechtlichen Rundfunk beginnen, denn Sie, Herr Abgeordneter Kickl, haben gesagt, es geht um die Frage entweder – oder, entweder finanziert man den ORF oder man finanziert ihn nicht. Dann muss man aber auch die Wahrheit sagen (Abg. Kickl: Nicht einmal zuhören können Sie!), nämlich: Wenn man den ORF nicht finanziert, dann gibt es ihn auch nicht. Und das ist die Grundsatzfrage, in der wir uns unterscheiden: Sie sagen, es soll keinen öffentlich-rechtlichen Rundfunk (Ruf bei der FPÖ: Das stimmt ja überhaupt nicht!) in unserem Land geben (Abg. Wurm: Da haben Sie nicht zugehört, Frau Minister! – Abg. Kassegger: Das ist nicht besonders logisch, Frau Minister!), ich denke, es soll einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk geben, der dann eben auch finanziert werden muss, weil das natürlich etwas kostet. Ich denke, ich bin da mit meiner Ansicht auch in guter Gesellschaft, denn es gibt kein europäisches Land, das keinen öffentlich-rechtlichen Rundfunk hat (Abg. Kickl: Sie reden ins Leere!), und ich denke, es wäre auch nicht in
Abg. Kickl: Sie reden ins Leere!
Ich möchte einmal mit der grundsätzlichen Frage nach einem öffentlich-rechtlichen Auftrag und einem öffentlich-rechtlichen Rundfunk beginnen, denn Sie, Herr Abgeordneter Kickl, haben gesagt, es geht um die Frage entweder – oder, entweder finanziert man den ORF oder man finanziert ihn nicht. Dann muss man aber auch die Wahrheit sagen (Abg. Kickl: Nicht einmal zuhören können Sie!), nämlich: Wenn man den ORF nicht finanziert, dann gibt es ihn auch nicht. Und das ist die Grundsatzfrage, in der wir uns unterscheiden: Sie sagen, es soll keinen öffentlich-rechtlichen Rundfunk (Ruf bei der FPÖ: Das stimmt ja überhaupt nicht!) in unserem Land geben (Abg. Wurm: Da haben Sie nicht zugehört, Frau Minister! – Abg. Kassegger: Das ist nicht besonders logisch, Frau Minister!), ich denke, es soll einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk geben, der dann eben auch finanziert werden muss, weil das natürlich etwas kostet. Ich denke, ich bin da mit meiner Ansicht auch in guter Gesellschaft, denn es gibt kein europäisches Land, das keinen öffentlich-rechtlichen Rundfunk hat (Abg. Kickl: Sie reden ins Leere!), und ich denke, es wäre auch nicht in
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ordnung, wenn Österreich das einzige ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Kickl: Ah! Ah!
Ich glaube auch, es hat einen Wert für eine Demokratie, dass es Meinungsvielfalt gibt, dass es Pluralismus gibt, dass es unterschiedliche Medien gibt (Abg. Kickl: Ah! Ah!) und dass es einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk gibt. Und ich denke, wenn Sie schon sagen, Sie sind gegen den ORF, dann sollten Sie die ganze Wahrheit sagen, dann sollten Sie auch sagen, dass Sie nicht nur gegen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk sind, sondern auch gegen die privaten Medien, die sogenannten Systemmedien, wie Sie sie in gewissen Reden immer bezeichnen, die ich von den freiheitlichen Funktionären höre, dann sollten Sie den Menschen draußen auch die Wahrheit sagen, dann sollten Sie auch sagen, dass Sie dagegen waren, dass es eine Qualitätsjournalismusförderung gibt, dass Sie dagegen gestimmt haben, dass es eine Digitale-Transformation-Förderung für einen privaten Medienstandort gibt, für einen dualen, wo es eine Vielfalt an Medien gibt (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), und dann sollten Sie auch sagen, warum Sie da überall dagegen sind: weil Sie Ihre eigenen Kanäle aufgebaut haben (Ruf: Fakenews-Fabrik!) über Telegram, über Whatsapp, über FPÖ-TV (Abg. Belakowitsch: Das ist eine Frechheit ...! – Ruf bei der ÖVP: Unzensuriert! „Info-direkt“!), weil Sie keine Freiheit des Journalismus wollen (Abg. Kickl: Schauen Sie sich das an!), sondern einen Mainstream, der durch Ihre Meinung bestimmt ist. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Michael Hammer: FPÖ-TV, das seichteste Programm!)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Ich glaube auch, es hat einen Wert für eine Demokratie, dass es Meinungsvielfalt gibt, dass es Pluralismus gibt, dass es unterschiedliche Medien gibt (Abg. Kickl: Ah! Ah!) und dass es einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk gibt. Und ich denke, wenn Sie schon sagen, Sie sind gegen den ORF, dann sollten Sie die ganze Wahrheit sagen, dann sollten Sie auch sagen, dass Sie nicht nur gegen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk sind, sondern auch gegen die privaten Medien, die sogenannten Systemmedien, wie Sie sie in gewissen Reden immer bezeichnen, die ich von den freiheitlichen Funktionären höre, dann sollten Sie den Menschen draußen auch die Wahrheit sagen, dann sollten Sie auch sagen, dass Sie dagegen waren, dass es eine Qualitätsjournalismusförderung gibt, dass Sie dagegen gestimmt haben, dass es eine Digitale-Transformation-Förderung für einen privaten Medienstandort gibt, für einen dualen, wo es eine Vielfalt an Medien gibt (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), und dann sollten Sie auch sagen, warum Sie da überall dagegen sind: weil Sie Ihre eigenen Kanäle aufgebaut haben (Ruf: Fakenews-Fabrik!) über Telegram, über Whatsapp, über FPÖ-TV (Abg. Belakowitsch: Das ist eine Frechheit ...! – Ruf bei der ÖVP: Unzensuriert! „Info-direkt“!), weil Sie keine Freiheit des Journalismus wollen (Abg. Kickl: Schauen Sie sich das an!), sondern einen Mainstream, der durch Ihre Meinung bestimmt ist. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Michael Hammer: FPÖ-TV, das seichteste Programm!)
Ruf: Fakenews-Fabrik!
Ich glaube auch, es hat einen Wert für eine Demokratie, dass es Meinungsvielfalt gibt, dass es Pluralismus gibt, dass es unterschiedliche Medien gibt (Abg. Kickl: Ah! Ah!) und dass es einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk gibt. Und ich denke, wenn Sie schon sagen, Sie sind gegen den ORF, dann sollten Sie die ganze Wahrheit sagen, dann sollten Sie auch sagen, dass Sie nicht nur gegen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk sind, sondern auch gegen die privaten Medien, die sogenannten Systemmedien, wie Sie sie in gewissen Reden immer bezeichnen, die ich von den freiheitlichen Funktionären höre, dann sollten Sie den Menschen draußen auch die Wahrheit sagen, dann sollten Sie auch sagen, dass Sie dagegen waren, dass es eine Qualitätsjournalismusförderung gibt, dass Sie dagegen gestimmt haben, dass es eine Digitale-Transformation-Förderung für einen privaten Medienstandort gibt, für einen dualen, wo es eine Vielfalt an Medien gibt (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), und dann sollten Sie auch sagen, warum Sie da überall dagegen sind: weil Sie Ihre eigenen Kanäle aufgebaut haben (Ruf: Fakenews-Fabrik!) über Telegram, über Whatsapp, über FPÖ-TV (Abg. Belakowitsch: Das ist eine Frechheit ...! – Ruf bei der ÖVP: Unzensuriert! „Info-direkt“!), weil Sie keine Freiheit des Journalismus wollen (Abg. Kickl: Schauen Sie sich das an!), sondern einen Mainstream, der durch Ihre Meinung bestimmt ist. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Michael Hammer: FPÖ-TV, das seichteste Programm!)
Abg. Belakowitsch: Das ist eine Frechheit ...! – Ruf bei der ÖVP: Unzensuriert! „Info-direkt“!
Ich glaube auch, es hat einen Wert für eine Demokratie, dass es Meinungsvielfalt gibt, dass es Pluralismus gibt, dass es unterschiedliche Medien gibt (Abg. Kickl: Ah! Ah!) und dass es einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk gibt. Und ich denke, wenn Sie schon sagen, Sie sind gegen den ORF, dann sollten Sie die ganze Wahrheit sagen, dann sollten Sie auch sagen, dass Sie nicht nur gegen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk sind, sondern auch gegen die privaten Medien, die sogenannten Systemmedien, wie Sie sie in gewissen Reden immer bezeichnen, die ich von den freiheitlichen Funktionären höre, dann sollten Sie den Menschen draußen auch die Wahrheit sagen, dann sollten Sie auch sagen, dass Sie dagegen waren, dass es eine Qualitätsjournalismusförderung gibt, dass Sie dagegen gestimmt haben, dass es eine Digitale-Transformation-Förderung für einen privaten Medienstandort gibt, für einen dualen, wo es eine Vielfalt an Medien gibt (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), und dann sollten Sie auch sagen, warum Sie da überall dagegen sind: weil Sie Ihre eigenen Kanäle aufgebaut haben (Ruf: Fakenews-Fabrik!) über Telegram, über Whatsapp, über FPÖ-TV (Abg. Belakowitsch: Das ist eine Frechheit ...! – Ruf bei der ÖVP: Unzensuriert! „Info-direkt“!), weil Sie keine Freiheit des Journalismus wollen (Abg. Kickl: Schauen Sie sich das an!), sondern einen Mainstream, der durch Ihre Meinung bestimmt ist. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Michael Hammer: FPÖ-TV, das seichteste Programm!)
Abg. Kickl: Schauen Sie sich das an!
Ich glaube auch, es hat einen Wert für eine Demokratie, dass es Meinungsvielfalt gibt, dass es Pluralismus gibt, dass es unterschiedliche Medien gibt (Abg. Kickl: Ah! Ah!) und dass es einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk gibt. Und ich denke, wenn Sie schon sagen, Sie sind gegen den ORF, dann sollten Sie die ganze Wahrheit sagen, dann sollten Sie auch sagen, dass Sie nicht nur gegen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk sind, sondern auch gegen die privaten Medien, die sogenannten Systemmedien, wie Sie sie in gewissen Reden immer bezeichnen, die ich von den freiheitlichen Funktionären höre, dann sollten Sie den Menschen draußen auch die Wahrheit sagen, dann sollten Sie auch sagen, dass Sie dagegen waren, dass es eine Qualitätsjournalismusförderung gibt, dass Sie dagegen gestimmt haben, dass es eine Digitale-Transformation-Förderung für einen privaten Medienstandort gibt, für einen dualen, wo es eine Vielfalt an Medien gibt (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), und dann sollten Sie auch sagen, warum Sie da überall dagegen sind: weil Sie Ihre eigenen Kanäle aufgebaut haben (Ruf: Fakenews-Fabrik!) über Telegram, über Whatsapp, über FPÖ-TV (Abg. Belakowitsch: Das ist eine Frechheit ...! – Ruf bei der ÖVP: Unzensuriert! „Info-direkt“!), weil Sie keine Freiheit des Journalismus wollen (Abg. Kickl: Schauen Sie sich das an!), sondern einen Mainstream, der durch Ihre Meinung bestimmt ist. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Michael Hammer: FPÖ-TV, das seichteste Programm!)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Michael Hammer: FPÖ-TV, das seichteste Programm!
Ich glaube auch, es hat einen Wert für eine Demokratie, dass es Meinungsvielfalt gibt, dass es Pluralismus gibt, dass es unterschiedliche Medien gibt (Abg. Kickl: Ah! Ah!) und dass es einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk gibt. Und ich denke, wenn Sie schon sagen, Sie sind gegen den ORF, dann sollten Sie die ganze Wahrheit sagen, dann sollten Sie auch sagen, dass Sie nicht nur gegen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk sind, sondern auch gegen die privaten Medien, die sogenannten Systemmedien, wie Sie sie in gewissen Reden immer bezeichnen, die ich von den freiheitlichen Funktionären höre, dann sollten Sie den Menschen draußen auch die Wahrheit sagen, dann sollten Sie auch sagen, dass Sie dagegen waren, dass es eine Qualitätsjournalismusförderung gibt, dass Sie dagegen gestimmt haben, dass es eine Digitale-Transformation-Förderung für einen privaten Medienstandort gibt, für einen dualen, wo es eine Vielfalt an Medien gibt (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), und dann sollten Sie auch sagen, warum Sie da überall dagegen sind: weil Sie Ihre eigenen Kanäle aufgebaut haben (Ruf: Fakenews-Fabrik!) über Telegram, über Whatsapp, über FPÖ-TV (Abg. Belakowitsch: Das ist eine Frechheit ...! – Ruf bei der ÖVP: Unzensuriert! „Info-direkt“!), weil Sie keine Freiheit des Journalismus wollen (Abg. Kickl: Schauen Sie sich das an!), sondern einen Mainstream, der durch Ihre Meinung bestimmt ist. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Michael Hammer: FPÖ-TV, das seichteste Programm!)
Abg. Kickl: Aber auch ohne dass sie es anschauen!
Um zu den Fakten zu kommen, zur Finanzierung: Das neue ORF-Gesetz ist mit 1. Jänner in Kraft getreten, und was Sie natürlich zu unterschlagen versuchen – ich verstehe die Argumentation –, ist, dass es für 3,2 Millionen Haushalte – für all jene, die bisher brav die GIS gezahlt haben – bedeutend günstiger wird. (Abg. Kickl: Aber auch ohne dass sie es anschauen!) Ich möchte die Zeit gerne nutzen, um das den Menschen draußen zu sagen. (Abg. Kickl: Da ist auch 1 Euro zu viel, wenn ich keine Gegenleistung habe! – Abg. Leichtfried: Jetzt redet er eine Viertelstunde, dann schreit er auch noch rein!)
Abg. Kickl: Da ist auch 1 Euro zu viel, wenn ich keine Gegenleistung habe! – Abg. Leichtfried: Jetzt redet er eine Viertelstunde, dann schreit er auch noch rein!
Um zu den Fakten zu kommen, zur Finanzierung: Das neue ORF-Gesetz ist mit 1. Jänner in Kraft getreten, und was Sie natürlich zu unterschlagen versuchen – ich verstehe die Argumentation –, ist, dass es für 3,2 Millionen Haushalte – für all jene, die bisher brav die GIS gezahlt haben – bedeutend günstiger wird. (Abg. Kickl: Aber auch ohne dass sie es anschauen!) Ich möchte die Zeit gerne nutzen, um das den Menschen draußen zu sagen. (Abg. Kickl: Da ist auch 1 Euro zu viel, wenn ich keine Gegenleistung habe! – Abg. Leichtfried: Jetzt redet er eine Viertelstunde, dann schreit er auch noch rein!)
Abg. Amesbauer: Die gibt’s immer noch, in der Steiermark zum Beispiel die höchste! Was heißt: die hat es gegeben?!
Es hat ja bisher auch gewisse Landesabgaben gegeben, die die Bundesländer mit der ORF-Gebühr eingehoben haben (Abg. Amesbauer: Die gibt’s immer noch, in der Steiermark zum Beispiel die höchste! Was heißt: die hat es gegeben?!), um damit womöglich auch gewisse Sport- oder Kulturbudgets mitzusubventionieren. Viele Bundesländer sind jetzt davon abgegangen und haben diese Abgaben ausgesetzt.
Beifall der Abg. Götze.
Das führt dazu, dass es unter anderem für all jene, die in Wien und Niederösterreich leben, günstiger wird: die Gebühr wurde von 28,25 Euro auf 15,30 Euro gesenkt. (Beifall der Abg. Götze.) Es führt dazu, dass die Gebühr für alle, die in der Steiermark leben, von 28,65 Euro auf 20 Euro gesenkt wurde. Für die Salzburgerinnen und Salzburger wurde sie von 27,15 Euro auf 15,30 Euro gesenkt, für die Tirolerinnen und Tiroler von 26,45 Euro auf 18,40 Euro, in Kärnten von 27,55 Euro auf 19,90 Euro und in Vorarlberg und Oberösterreich von 22,45 Euro auf 15,30 Euro. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Auch für die, die es nicht anschauen!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Auch für die, die es nicht anschauen!
Das führt dazu, dass es unter anderem für all jene, die in Wien und Niederösterreich leben, günstiger wird: die Gebühr wurde von 28,25 Euro auf 15,30 Euro gesenkt. (Beifall der Abg. Götze.) Es führt dazu, dass die Gebühr für alle, die in der Steiermark leben, von 28,65 Euro auf 20 Euro gesenkt wurde. Für die Salzburgerinnen und Salzburger wurde sie von 27,15 Euro auf 15,30 Euro gesenkt, für die Tirolerinnen und Tiroler von 26,45 Euro auf 18,40 Euro, in Kärnten von 27,55 Euro auf 19,90 Euro und in Vorarlberg und Oberösterreich von 22,45 Euro auf 15,30 Euro. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Auch für die, die es nicht anschauen!)
Abg. Amesbauer: Wie viel Plus bringt es dem ORF?
Das bringt den Menschen eine Ersparnis von bis zu 155,40 Euro im Jahr. (Abg. Amesbauer: Wie viel Plus bringt es dem ORF?) Das ist eine Entlastung, die 3,2 Millionen Haushalte in unserem Land betrifft. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Das bringt den Menschen eine Ersparnis von bis zu 155,40 Euro im Jahr. (Abg. Amesbauer: Wie viel Plus bringt es dem ORF?) Das ist eine Entlastung, die 3,2 Millionen Haushalte in unserem Land betrifft. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Hafenecker: Ja, es hätte aber auch so geregelt werden können, dass ...!
Sie wissen auch, dass es der Verfassungsgerichtshof war, der die bisherige Regelung als verfassungswidrig aufgehoben hat. (Abg. Hafenecker: Ja, es hätte aber auch so geregelt werden können, dass ...!) Wenn man das Urteil liest und sich damit beschäftigt, dann weiß man, dass der Verfassungsgerichtshof im Kern gesagt hat: Ja, es ist nicht fair, dass die, die eine Sendung über TV oder Radio konsumieren, zahlen, und andere, die dasselbe über Laptop oder Handy tun, nicht! (Abg. Kickl: Jetzt zahlen alle! Das ist ja unglaublich!) Dementsprechend hat uns der Verfassungsgerichtshof vorgegeben, eine neue Regelung zu schaffen. (Abg. Michael Hammer: Den akzeptiert er ja auch nicht!)
Abg. Kickl: Jetzt zahlen alle! Das ist ja unglaublich!
Sie wissen auch, dass es der Verfassungsgerichtshof war, der die bisherige Regelung als verfassungswidrig aufgehoben hat. (Abg. Hafenecker: Ja, es hätte aber auch so geregelt werden können, dass ...!) Wenn man das Urteil liest und sich damit beschäftigt, dann weiß man, dass der Verfassungsgerichtshof im Kern gesagt hat: Ja, es ist nicht fair, dass die, die eine Sendung über TV oder Radio konsumieren, zahlen, und andere, die dasselbe über Laptop oder Handy tun, nicht! (Abg. Kickl: Jetzt zahlen alle! Das ist ja unglaublich!) Dementsprechend hat uns der Verfassungsgerichtshof vorgegeben, eine neue Regelung zu schaffen. (Abg. Michael Hammer: Den akzeptiert er ja auch nicht!)
Abg. Michael Hammer: Den akzeptiert er ja auch nicht!
Sie wissen auch, dass es der Verfassungsgerichtshof war, der die bisherige Regelung als verfassungswidrig aufgehoben hat. (Abg. Hafenecker: Ja, es hätte aber auch so geregelt werden können, dass ...!) Wenn man das Urteil liest und sich damit beschäftigt, dann weiß man, dass der Verfassungsgerichtshof im Kern gesagt hat: Ja, es ist nicht fair, dass die, die eine Sendung über TV oder Radio konsumieren, zahlen, und andere, die dasselbe über Laptop oder Handy tun, nicht! (Abg. Kickl: Jetzt zahlen alle! Das ist ja unglaublich!) Dementsprechend hat uns der Verfassungsgerichtshof vorgegeben, eine neue Regelung zu schaffen. (Abg. Michael Hammer: Den akzeptiert er ja auch nicht!)
Abg. Kickl: Der hat Ihnen aber nicht diese Lösung vorgegeben! – Abg. Michael Hammer: Vokaki!
Herr Kickl, Sie können jetzt natürlich sagen: Es ist mir total egal, was der Verfassungsgerichtshof sagt! – Das tun Sie ja auch. (Abg. Kickl: Der hat Ihnen aber nicht diese Lösung vorgegeben! – Abg. Michael Hammer: Vokaki!) Wenn man aber als Bundesregierung in der Verantwortung ist, dann kann man das nicht (Abg. Kickl: Angsthaserl!), dann hat man höchstgerichtliche Erkenntnisse und Urteile zu akzeptieren und verantwortungsvoll umzusetzen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Kickl: Angsthaserl!
Herr Kickl, Sie können jetzt natürlich sagen: Es ist mir total egal, was der Verfassungsgerichtshof sagt! – Das tun Sie ja auch. (Abg. Kickl: Der hat Ihnen aber nicht diese Lösung vorgegeben! – Abg. Michael Hammer: Vokaki!) Wenn man aber als Bundesregierung in der Verantwortung ist, dann kann man das nicht (Abg. Kickl: Angsthaserl!), dann hat man höchstgerichtliche Erkenntnisse und Urteile zu akzeptieren und verantwortungsvoll umzusetzen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Herr Kickl, Sie können jetzt natürlich sagen: Es ist mir total egal, was der Verfassungsgerichtshof sagt! – Das tun Sie ja auch. (Abg. Kickl: Der hat Ihnen aber nicht diese Lösung vorgegeben! – Abg. Michael Hammer: Vokaki!) Wenn man aber als Bundesregierung in der Verantwortung ist, dann kann man das nicht (Abg. Kickl: Angsthaserl!), dann hat man höchstgerichtliche Erkenntnisse und Urteile zu akzeptieren und verantwortungsvoll umzusetzen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Natürlich haben wir das so gemacht, wie es auch unserem Grundzugang entspricht. Es muss für die Menschen günstiger werden. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk muss auch schlanker werden. Er muss sparsamer werden. Er muss dadurch für die Menschen billiger werden und er muss natürlich auch im digitalen Zeitalter ankommen und neue Formen der Verbreitung zur Verfügung stellen, um gerade auch junge Menschen zu erreichen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Belakowitsch: ... jetzt mehr Geld! – Abg. Hafenecker: ... bekommt der „Wecker“-Moderator 400 000!
Das wurde viele Jahrzehnte lang nicht angegangen, wir aber haben das getan. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk wird nun auch durch gesetzliche Maßnahmen gezwungen, einen Sparkurs einzuschlagen. Bis zu 325 Millionen Euro muss er in den nächsten Jahren einsparen, damit die Gebühr für die Menschen in diesem Ausmaß gesenkt werden kann. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat einen Wert – aber wie gesagt, wir wollen ihn schlanker, sparsamer und effizienter. (Abg. Belakowitsch: ... jetzt mehr Geld! – Abg. Hafenecker: ... bekommt der „Wecker“-Moderator 400 000!)
Abg. Belakowitsch: Na sind Sie die zuständige Ministerin? – Abg. Michael Hammer: Na soll sie eingreifen, oder wie? – Abg. Strasser: Zensur, oder wie? So denkt die FPÖ! – Abg. Kickl: Ha, haben lauter schwarze Handlanger drinnen sitzen!
Ich denke, auch die Zahlen zeigen uns, dass die Menschen grundsätzlich einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk haben wollen. Bin ich mit allem einverstanden, was im öffentlich-rechtlichen Rundfunk gezeigt oder berichtet wird? – Nein, auch nicht (Abg. Belakowitsch: Na sind Sie die zuständige Ministerin? – Abg. Michael Hammer: Na soll sie eingreifen, oder wie? – Abg. Strasser: Zensur, oder wie? So denkt die FPÖ! – Abg. Kickl: Ha, haben lauter schwarze Handlanger drinnen sitzen!), aber ich sehe, dass er einen Mehrwert für die Demokratie hat,
Abg. Loacker: Aber nur Leute über 60!
und ich sehe auch, dass die Menschen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in vielfacher Weise konsumieren. (Abg. Loacker: Aber nur Leute über 60!)
Abg. Hafenecker: ... jeden Tag in der Früh, dass er 400 000 ...!
Denken Sie an „Bundesland heute“, denken Sie an die Übertragungen von Skirennen und anderen Sportveranstaltungen, denken Sie an Ö3, denken Sie an die Kultur, an die Filmwirtschaft, die dadurch auch belebt wird! (Abg. Hafenecker: ... jeden Tag in der Früh, dass er 400 000 ...!) Es ist ein Faktum, sehr geehrte Damen und Herren, dass über 90 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher die Angebote des ORF in irgendeiner Form nutzen, fast 80 Prozent sogar täglich. Auch das hat einen Wert für die Menschen in Österreich. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Denken Sie an „Bundesland heute“, denken Sie an die Übertragungen von Skirennen und anderen Sportveranstaltungen, denken Sie an Ö3, denken Sie an die Kultur, an die Filmwirtschaft, die dadurch auch belebt wird! (Abg. Hafenecker: ... jeden Tag in der Früh, dass er 400 000 ...!) Es ist ein Faktum, sehr geehrte Damen und Herren, dass über 90 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher die Angebote des ORF in irgendeiner Form nutzen, fast 80 Prozent sogar täglich. Auch das hat einen Wert für die Menschen in Österreich. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Kickl: Ah! – Abg. Belakowitsch: Das ist ja ein grandioses Programm!
Als Familienpartei war es uns auch wichtig, für die Kinder ein Angebot zu schaffen. (Abg. Kickl: Ah! – Abg. Belakowitsch: Das ist ja ein grandioses Programm!) Wir wollten ein hochwertiges Familien- und Kinderprogramm für alle Sechs- bis 14-Jährigen ins Leben rufen und das dementsprechend gesetzlich im öffentlich-rechtlichen Auftrag abbilden.
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Klar muss natürlich Folgendes sein: Der ORF ist kein Selbstzweck. Er muss für die Menschen einen Mehrwert bringen und er muss viel transparenter werden. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Es war wichtig, dass wir den öffentlich-rechtlichen Rundfunk auch transparenter aufstellen, dass die Menschen wirklich wissen, was mit ihrem Gebührengeld passiert (Abg. Schnedlitz: Das ist eine Forderung an den Kanzler, oder? – Ruf bei der FPÖ: Genau! – Abg. Belakowitsch: Das haben Sie im Text vergessen!), dass es ein Ende der überschießenden Privilegien – in Bezug auf Sonderpensionen, Wohnungszulagen, überschießende Gehälter – gibt, die sich über Jahrzehnte eingeschlichen
Abg. Schnedlitz: Das ist eine Forderung an den Kanzler, oder? – Ruf bei der FPÖ: Genau! – Abg. Belakowitsch: Das haben Sie im Text vergessen!
Klar muss natürlich Folgendes sein: Der ORF ist kein Selbstzweck. Er muss für die Menschen einen Mehrwert bringen und er muss viel transparenter werden. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Es war wichtig, dass wir den öffentlich-rechtlichen Rundfunk auch transparenter aufstellen, dass die Menschen wirklich wissen, was mit ihrem Gebührengeld passiert (Abg. Schnedlitz: Das ist eine Forderung an den Kanzler, oder? – Ruf bei der FPÖ: Genau! – Abg. Belakowitsch: Das haben Sie im Text vergessen!), dass es ein Ende der überschießenden Privilegien – in Bezug auf Sonderpensionen, Wohnungszulagen, überschießende Gehälter – gibt, die sich über Jahrzehnte eingeschlichen
Abg. Kassegger: Wer hat denn das zugelassen, außer Ihnen? Das haben ja Sie alles zugelassen! – Abg. Kickl: Schaffen’s die Privilegien ab!
haben. (Abg. Kassegger: Wer hat denn das zugelassen, außer Ihnen? Das haben ja Sie alles zugelassen! – Abg. Kickl: Schaffen’s die Privilegien ab!)
Abg. Hafenecker: Die anders finanziert ist!
Dementsprechend gibt es neue Transparenzgebote für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Alle Gehälter ab einer Einkommenshöhe von jährlich 170 000 Euro müssen verpflichtend veröffentlicht werden, auch namentlich – ein Vorbild ist die englische BBC. (Abg. Hafenecker: Die anders finanziert ist!) Natürlich erwarte ich mir dadurch auch mehr Verantwortung im Umgang mit dem Gebührengeld, mehr Verantwortung, wenn es darum geht, bei Vertragsabschlüssen sparsam vorzugehen. Transparenz hat den Vorteil, am Ende auch zu mehr Verantwortung im Umgang mit dem – in diesem Fall – Gebührengeld zu führen. Das will ich auch. Wir haben überschießende Sonderzulagen, Wohnungszulagen, Sonderpensionen beim ORF gestrichen beziehungsweise stark reduziert – all das ist mit dem neuen ORF-Gesetz zustande gekommen –, damit es für die Menschen in unserem Land günstiger wird.
Abg. Kickl: Na servas! – Abg. Belakowitsch: ... umsetzen? Wann denn? 2030?
Sehr geehrte Damen und Herren, ich und wir in der Regierung wollen – offensichtlich im Gegensatz zu Ihnen – einen lebendigen Medienstandort. Wir wollen einen dualen Rundfunk. Wir wollen eine öffentlich-rechtliche und auch eine private Medienlandschaft. Wir wollen einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der schlank ist, der sparsam ist und der selbstverständlich objektiv berichtet. (Abg. Kickl: Na servas! – Abg. Belakowitsch: ... umsetzen? Wann denn? 2030?) Wir wollen, dass Sonderprivilegien, die sich über viele Jahre eingeschlichen haben, gestrichen werden. (Ruf bei den NEOS: Das stimmt doch nicht!) Wir wollen ein zukunftsträchtiges Programm des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu den besten Konditionen für die Menschen in unserem Land – und das haben wir im ORF-Gesetz verwirklicht. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Belakowitsch: Sehr peinlich! – Abg. Hafenecker: Ich hätte nicht gedacht, dass Sie so ahnungslos sind!)
Ruf bei den NEOS: Das stimmt doch nicht!
Sehr geehrte Damen und Herren, ich und wir in der Regierung wollen – offensichtlich im Gegensatz zu Ihnen – einen lebendigen Medienstandort. Wir wollen einen dualen Rundfunk. Wir wollen eine öffentlich-rechtliche und auch eine private Medienlandschaft. Wir wollen einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der schlank ist, der sparsam ist und der selbstverständlich objektiv berichtet. (Abg. Kickl: Na servas! – Abg. Belakowitsch: ... umsetzen? Wann denn? 2030?) Wir wollen, dass Sonderprivilegien, die sich über viele Jahre eingeschlichen haben, gestrichen werden. (Ruf bei den NEOS: Das stimmt doch nicht!) Wir wollen ein zukunftsträchtiges Programm des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu den besten Konditionen für die Menschen in unserem Land – und das haben wir im ORF-Gesetz verwirklicht. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Belakowitsch: Sehr peinlich! – Abg. Hafenecker: Ich hätte nicht gedacht, dass Sie so ahnungslos sind!)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Belakowitsch: Sehr peinlich! – Abg. Hafenecker: Ich hätte nicht gedacht, dass Sie so ahnungslos sind!
Sehr geehrte Damen und Herren, ich und wir in der Regierung wollen – offensichtlich im Gegensatz zu Ihnen – einen lebendigen Medienstandort. Wir wollen einen dualen Rundfunk. Wir wollen eine öffentlich-rechtliche und auch eine private Medienlandschaft. Wir wollen einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der schlank ist, der sparsam ist und der selbstverständlich objektiv berichtet. (Abg. Kickl: Na servas! – Abg. Belakowitsch: ... umsetzen? Wann denn? 2030?) Wir wollen, dass Sonderprivilegien, die sich über viele Jahre eingeschlichen haben, gestrichen werden. (Ruf bei den NEOS: Das stimmt doch nicht!) Wir wollen ein zukunftsträchtiges Programm des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu den besten Konditionen für die Menschen in unserem Land – und das haben wir im ORF-Gesetz verwirklicht. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Belakowitsch: Sehr peinlich! – Abg. Hafenecker: Ich hätte nicht gedacht, dass Sie so ahnungslos sind!)
Abg. Michael Hammer: Aber blutleer!
Abgeordneter Mag. (FH) Kurt Egger (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher hier im Hohen Haus und auch via Livestream! Herr Kollege Kickl hat wortreich (Abg. Michael Hammer: Aber blutleer!) ausgeführt, wie er sich manche Dinge nicht vorstellt und wie er sich manche Dinge vorstellt. Das scheint so interessant zu sein, dass nicht einmal die Hälfte seiner Abgeordneten ihm gelauscht hat. Anscheinend ist es zu früh und der Inhalt ist auch zu wenig interessant. – Das ist die erste Erkenntnis. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Mag. (FH) Kurt Egger (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher hier im Hohen Haus und auch via Livestream! Herr Kollege Kickl hat wortreich (Abg. Michael Hammer: Aber blutleer!) ausgeführt, wie er sich manche Dinge nicht vorstellt und wie er sich manche Dinge vorstellt. Das scheint so interessant zu sein, dass nicht einmal die Hälfte seiner Abgeordneten ihm gelauscht hat. Anscheinend ist es zu früh und der Inhalt ist auch zu wenig interessant. – Das ist die erste Erkenntnis. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Zweite Erkenntnis: Anscheinend wurde der Österreichplan von Bundeskanzler Karl Nehammer sehr intensiv studiert. Das spricht für den Plan und bildet hoffentlich ein wenig weiter, damit Sie wissen, wo sich der Standort hin entwickelt. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Michael Hammer: Der Vokaki war’s! – Abg. Kickl: Die weiß auch, wer gescheiter geworden ist und wer bis heute deppert ist! – He-Rufe und heftiger Widerspruch bei der ÖVP. – Abg. Michael Hammer: Primitivling! – Rufe bei der ÖVP: Unglaublich! Also bitte! – Ruf: Der will Kanzler werden!
Dritte Erkenntnis: Wir können bei den Freiheitlichen in Bezug auf den ORF das gleiche Muster erkennen wie betreffend Corona oder Migration: spalten, hetzen, diffamieren und polarisieren. Das wird am Ende des Tages nicht zum Ziel führen, denn die Bevölkerung weiß ganz genau, wer den ersten Lockdown gefordert hat, Herr Klubobmann Kickl. (Abg. Michael Hammer: Der Vokaki war’s! – Abg. Kickl: Die weiß auch, wer gescheiter geworden ist und wer bis heute deppert ist! – He-Rufe und heftiger Widerspruch bei der ÖVP. – Abg. Michael Hammer: Primitivling! – Rufe bei der ÖVP: Unglaublich! Also bitte! – Ruf: Der will Kanzler werden!) Die Bevölkerung weiß ganz genau, wer in der Zeit, in der es die höchste Zahl an Asylanträgen gegeben hat, Innenminister war. Die Bevölkerung weiß haargenau, wer einen Plan hat und wer Fahndungslisten kommuniziert – Sie nämlich. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Dritte Erkenntnis: Wir können bei den Freiheitlichen in Bezug auf den ORF das gleiche Muster erkennen wie betreffend Corona oder Migration: spalten, hetzen, diffamieren und polarisieren. Das wird am Ende des Tages nicht zum Ziel führen, denn die Bevölkerung weiß ganz genau, wer den ersten Lockdown gefordert hat, Herr Klubobmann Kickl. (Abg. Michael Hammer: Der Vokaki war’s! – Abg. Kickl: Die weiß auch, wer gescheiter geworden ist und wer bis heute deppert ist! – He-Rufe und heftiger Widerspruch bei der ÖVP. – Abg. Michael Hammer: Primitivling! – Rufe bei der ÖVP: Unglaublich! Also bitte! – Ruf: Der will Kanzler werden!) Die Bevölkerung weiß ganz genau, wer in der Zeit, in der es die höchste Zahl an Asylanträgen gegeben hat, Innenminister war. Die Bevölkerung weiß haargenau, wer einen Plan hat und wer Fahndungslisten kommuniziert – Sie nämlich. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
sind. Das geht irgendwie nicht ganz zusammen. Am Ende des Tages wird noch immer der Wähler entscheiden, und der Wähler wird sich für das bessere Programm entscheiden und er wird sich für die besseren Persönlichkeiten entscheiden. Das sind ganz sicher nicht Sie. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Nun kommen wir zum Thema: zum ORF. Bundesministerin Raab hat schon ausgeführt, dass Sie gar keinen Qualitätsjournalismus haben wollen, Sie wollen keine Medienvielfalt, das interessiert Sie nicht. Deswegen gehen Sie gegen den ORF so vor und deswegen gehen Sie auch gegen die Medien so vor, weil Fakenews, Echokammern und FPÖ-TV Ihre einzige Weisheit sind. Das wird auf Dauer nicht funktionieren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Sie spalten, hetzen und polarisieren die ganze Zeit, das wird nicht erfolgreich sein. Wir setzen uns für einen starken Standort ein, der auch die Medienvielfalt gewährleisten wird. Sie müssen irgendwann sagen, was Sie beim ORF nicht wollen – Bundesministerin Raab hat es ausgeführt –: Wollen Sie nicht die Übertragung des Neujahrskonzertes, wollen Sie keine Landesstudios, wollen Sie keine Sportveranstaltungen im ORF? – Nur hinzuhauen ist billige Polemik, das passt aber gut zu Ihnen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Kassegger: Wer zahlt denn das alles? Zahlen Sie das?
Sie können aber auch sagen, dass Sie den ORF als Wirtschaftsfaktor nicht wollen: 100 Millionen Euro für die Filmwirtschaft, 120 Millionen Euro für Kunst und Kultur, 170 Millionen Euro für die regionale Vielfalt und 100 Millionen Euro für den Breiten- und Spitzensport. (Abg. Kassegger: Wer zahlt denn das alles? Zahlen Sie das?) Er sichert damit 10 000 Arbeitsplätze. Wollen Sie das nicht? – Dann sagen Sie es laut, sagen Sie: Nein, ich will das nicht! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Sie können aber auch sagen, dass Sie den ORF als Wirtschaftsfaktor nicht wollen: 100 Millionen Euro für die Filmwirtschaft, 120 Millionen Euro für Kunst und Kultur, 170 Millionen Euro für die regionale Vielfalt und 100 Millionen Euro für den Breiten- und Spitzensport. (Abg. Kassegger: Wer zahlt denn das alles? Zahlen Sie das?) Er sichert damit 10 000 Arbeitsplätze. Wollen Sie das nicht? – Dann sagen Sie es laut, sagen Sie: Nein, ich will das nicht! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Amesbauer: Uns unterscheidet alles!
Das unterscheidet Sie von Bundeskanzler Nehammer (Abg. Amesbauer: Uns unterscheidet alles!), nämlich insofern, als es oft auch unpopulär ist, Entscheidungen zu treffen und Maßnahmen zu setzen. Wir haben uns die ORF-
Abg. Belakowitsch: Sicher!
Entscheidung nicht ausgesucht (Abg. Belakowitsch: Sicher!), aber wir haben in verantwortungsvollem Umgang mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk eine Entscheidung getroffen, und die war gut so. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Entscheidung nicht ausgesucht (Abg. Belakowitsch: Sicher!), aber wir haben in verantwortungsvollem Umgang mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk eine Entscheidung getroffen, und die war gut so. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Heiterkeit bei der FPÖ.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Herr Abgeordneter Kickl, für den Ausdruck „deppert geblieben“ darf ich Ihnen einen Ordnungsruf erteilen. (Heiterkeit bei der FPÖ.) – Ich glaube, es ist nicht angebracht, sich noch darüber lustig zu machen, Herr Klubobmann Kickl. (Abg. Michael Hammer: Er ist ein Primitivling! – Abg. Strasser: Unterscheidet in die Gescheiten und in die Depperten! Danke!)
Abg. Michael Hammer: Er ist ein Primitivling! – Abg. Strasser: Unterscheidet in die Gescheiten und in die Depperten! Danke!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Herr Abgeordneter Kickl, für den Ausdruck „deppert geblieben“ darf ich Ihnen einen Ordnungsruf erteilen. (Heiterkeit bei der FPÖ.) – Ich glaube, es ist nicht angebracht, sich noch darüber lustig zu machen, Herr Klubobmann Kickl. (Abg. Michael Hammer: Er ist ein Primitivling! – Abg. Strasser: Unterscheidet in die Gescheiten und in die Depperten! Danke!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
dann vielleicht nicht ganz glücklich darüber waren. Es ist aber auch nicht die Aufgabe von Journalistinnen und Journalisten, uns als Politiker glücklich zu machen, und ein bisschen etwas muss man da auch aushalten, Herbert Kickl. Da darf man nicht so verletzlich sein, das gehört schon auch zum Job dazu. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Heiterkeit bei SPÖ und Grünen
Ich verstehe aber persönlich, wie sich das Ganze so entwickelt. Wir haben leider nicht erfahren, was sich die FPÖ unter Medienpolitik für das Land vorstellt, auch nicht, was den Umgang mit internationalen Konzernen – Amazon, Google, im Medienbereich ganz stark Facebook – betrifft. Sie machen riesengroße Gewinne, schaffen aber kaum Arbeitsplätze in Österreich, während die Redaktionen immer mehr ums Überleben kämpfen. Darauf haben wir von Herbert Kickl keine Antworten bekommen. Wie sich die Freiheitliche Partei die Medienpolitik vorstellt, sehen wir aber tagtäglich im FPÖ-TV. Es ist im Hintergrund immer nette Musik zu hören, wir kennen sie vom Supermarkt und vom Fahrstuhl, ein bisschen ein Gedudel (Heiterkeit bei SPÖ und Grünen), und da werden dann ganz, ganz kritische Fragen an Herbert Kickl gestellt: Herbert, was ist das Geheimnis deines Erfolges, was macht dich so einzigartig? Und Herbert Kickl ist dann immer in der Lage, diese kritischen Fragen auch zu beantworten. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Ich verstehe aber persönlich, wie sich das Ganze so entwickelt. Wir haben leider nicht erfahren, was sich die FPÖ unter Medienpolitik für das Land vorstellt, auch nicht, was den Umgang mit internationalen Konzernen – Amazon, Google, im Medienbereich ganz stark Facebook – betrifft. Sie machen riesengroße Gewinne, schaffen aber kaum Arbeitsplätze in Österreich, während die Redaktionen immer mehr ums Überleben kämpfen. Darauf haben wir von Herbert Kickl keine Antworten bekommen. Wie sich die Freiheitliche Partei die Medienpolitik vorstellt, sehen wir aber tagtäglich im FPÖ-TV. Es ist im Hintergrund immer nette Musik zu hören, wir kennen sie vom Supermarkt und vom Fahrstuhl, ein bisschen ein Gedudel (Heiterkeit bei SPÖ und Grünen), und da werden dann ganz, ganz kritische Fragen an Herbert Kickl gestellt: Herbert, was ist das Geheimnis deines Erfolges, was macht dich so einzigartig? Und Herbert Kickl ist dann immer in der Lage, diese kritischen Fragen auch zu beantworten. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Heiterkeit bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und Grünen.
Dann gibt es Leute wie den Generalsekretär Hafenecker, der ganz kritische Fragen gestellt bekommt – witzigerweise ist am Zettel immer schon die Antwort vorbereitet. Die Fragen an Generalsekretär Hafenecker lauten dann zum Beispiel, nach der Rede von Karl Nehammer: Die Angst vor Herbert Kickl muss groß sein, oder? – Eine sehr kritische Frage. (Heiterkeit bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Heiterkeit bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und Grünen.
Dann wird noch einmal nachgelegt, weil man jetzt Hafenecker in die Enge getrieben hat: Die FPÖ braucht nicht Angst zu haben vor Karl Nehammer, oder? (Heiterkeit bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Heiterkeit und Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.
Noch schlimmer hat es dann Abgeordneten Schrangl erwischt, der mit den Forderungen zur Asylpolitik konfrontiert wird. Da ist er dann völlig baff, weiß nicht, wie er reagieren soll, und antwortet einer Journalistin von der FPÖ darauf: Du hast die Antwort vorweggenommen, du hast vollkommen recht, genau so ist es! – Das ist das kritische Interview der FPÖ, wie ihr euch das vorstellt. (Heiterkeit und Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Lebhafte Heiterkeit bei SPÖ, ÖVP und Grünen.
Ich möchte jetzt auch nicht mit Strache anfangen, der mit einem ordentlichen Radierer auf Ibiza gesessen ist und wo wir erlebt haben, wie er in Richtung ORF agiert hat, wie er Zeitungen verscherbeln wollte. – Herbert, aber gerade für dich wäre es so wichtig, weil du von einer gewissen Vergesslichkeit geplagt bist, dass Journalistinnen und Journalisten dich immer wieder auch mit kritischen Fakten konfrontieren. Du hast unabsichtlich – ich glaube, es war drei Jahre lang – 10 000 Euro zusätzlich über die FPÖ Wien kassiert, einen flotten Zehner jeden Monat, und bist dann damit konfrontiert worden, dass du unabsichtlich einen Zehner im Monat, zusätzlich zum Nationalratsgehalt, kassiert hast. Darauf hast du gesagt: Ich weiß nicht, wie das passieren konnte. (Lebhafte Heiterkeit bei SPÖ, ÖVP und Grünen.) Ich weiß nicht, wie das passieren konnte – das war die Antwort von Herbert Kickl. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.
Ich möchte jetzt auch nicht mit Strache anfangen, der mit einem ordentlichen Radierer auf Ibiza gesessen ist und wo wir erlebt haben, wie er in Richtung ORF agiert hat, wie er Zeitungen verscherbeln wollte. – Herbert, aber gerade für dich wäre es so wichtig, weil du von einer gewissen Vergesslichkeit geplagt bist, dass Journalistinnen und Journalisten dich immer wieder auch mit kritischen Fakten konfrontieren. Du hast unabsichtlich – ich glaube, es war drei Jahre lang – 10 000 Euro zusätzlich über die FPÖ Wien kassiert, einen flotten Zehner jeden Monat, und bist dann damit konfrontiert worden, dass du unabsichtlich einen Zehner im Monat, zusätzlich zum Nationalratsgehalt, kassiert hast. Darauf hast du gesagt: Ich weiß nicht, wie das passieren konnte. (Lebhafte Heiterkeit bei SPÖ, ÖVP und Grünen.) Ich weiß nicht, wie das passieren konnte – das war die Antwort von Herbert Kickl. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Heiterkeit und Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.
zum Beispiel aus mit dem Goldschatz in Tirol, ist der irgendwo aufgetaucht oder nicht? Wo sind die Eurofighter-Millionen? – Da gibt es einige Fragen, die man sich durchaus auch mit dem Kinderprogramm im ORF zu Gemüte führen könnte. (Heiterkeit und Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen. – Bravorufe bei der SPÖ.
Abschließend noch, weil es ein wichtiges Thema ist: Es geht in Österreich um Medienfreiheit, um Respekt, um den Umgang miteinander, darum, dass wir uns nicht gegenseitig, nur weil wir anderer Meinung sind, mit Fahndungslisten verfolgen, dass wir nicht Journalistinnen und Journalisten beschimpfen, weil sonst das passiert, was wir leider in Ungarn schon erleben müssen: dass der öffentliche Rundfunk immer mehr eingeschränkt wird, private Medien aufgekauft werden und man in Wahrheit auf dem Weg zur illiberalen Demokratie voranschreitet – zur illiberalen Demokratie, die ihr tagtäglich leben wollt, bei FPÖ-TV. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen. – Bravorufe bei der SPÖ.)
Abg. Kucher: Klagenfurter!
Abgeordneter Christian Hafenecker, MA (FPÖ): Ich möchte den Klubobmann der Schrebergartenpartei Österreichs zur Eröffnung des Villacher Faschings beglückwünschen. (Abg. Kucher: Klagenfurter!) Das ist dir gut gelungen, das waren die tollen Inhalte, auf die wir gewartet haben. Danke, lieber Philip, du hast mich auch zum Lachen gebracht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Christian Hafenecker, MA (FPÖ): Ich möchte den Klubobmann der Schrebergartenpartei Österreichs zur Eröffnung des Villacher Faschings beglückwünschen. (Abg. Kucher: Klagenfurter!) Das ist dir gut gelungen, das waren die tollen Inhalte, auf die wir gewartet haben. Danke, lieber Philip, du hast mich auch zum Lachen gebracht. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Nicht zum Lachen bringt mich aber die Inkompetenz der ÖVP. Und wenn ich jetzt gerade in die erstarrten Gesichter schaue, dann fühle ich mich an Wels erinnert, an die Selbsthilfegruppe Herbert Kickl (Zwischenrufe bei der ÖVP), die unter Vorhaltung von Waffen dort hingetrieben worden ist, weil freiwillig dort eh keiner hingefahren wäre. Ich habe ein paar von euch im Fernsehen gesehen, ihr habt dort nicht recht glücklich gewirkt, aber ich verstehe es. Kollege Egger hat gerade sein letztes Semester hier im Haus begonnen – ein
Abg. Höfinger: Parteisoldat der ersten Stunde!
paar Monate musst du noch durchhalten, dann darfst du wieder in der Privatwirtschaft wirken, aber das nur nebenbei. (Abg. Höfinger: Parteisoldat der ersten Stunde!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich weiß ja, warum die ÖVP schon wieder so finster dreinschaut: weil die Frau Minister Raab hier völlige Inkompetenz offenbart hat, völlige Inkompetenz in dem, was sie tut. Frau Minister, ich habe die halbe Rede wegschmeißen müssen, als ich Ihre gehört habe, weil ich gewisse Dinge richtigstellen muss. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Nein, nein, das passt schon! Hört zu, sonst wisst ihr es dann wieder nicht! Die Frau Minister ist ja auch nicht informiert gewesen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich weiß ja, warum die ÖVP schon wieder so finster dreinschaut: weil die Frau Minister Raab hier völlige Inkompetenz offenbart hat, völlige Inkompetenz in dem, was sie tut. Frau Minister, ich habe die halbe Rede wegschmeißen müssen, als ich Ihre gehört habe, weil ich gewisse Dinge richtigstellen muss. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Nein, nein, das passt schon! Hört zu, sonst wisst ihr es dann wieder nicht! Die Frau Minister ist ja auch nicht informiert gewesen. (Beifall bei der FPÖ.)
Nein-Rufe bei der ÖVP
Der erste Punkt ist der, Frau Bundesminister, und es wäre das kleine Einmaleins Ihres Jobs, das zu wissen: Die FPÖ hat nie davon gesprochen, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk weg muss (Nein-Rufe bei der ÖVP), sondern wir haben immer, in jeder unserer Äußerungen, gesagt, Sie sollten – und das wäre Ihr Job gewesen – einmal definieren, was der öffentlich-rechtliche Rundfunk können soll.
Abg. Egger: Aber was ist eure Idee? Ihr sagt immer nur, was nicht geht!
Das kann man in weiterer Folge natürlich auch hier im Parlament besprechen. (Abg. Egger: Aber was ist eure Idee? Ihr sagt immer nur, was nicht geht!) Was er nicht können soll, ist das, was er gerade tut: eine linke Echokammer sein, in der sich gewisse Leute in einer gegenseitigen Befruchtungsorgie gegenseitig den Ball zuspielen. Das soll der öffentlich-rechtliche Rundfunk nicht sein.
Heiterkeit des Abg. Ries
Wenn ich mir ansehe, was allein in den letzten Tagen passiert ist, dann habe ich den Eindruck, dass einerseits die Parlamentsparteien, die jetzt hier vertreten sind – und dann kommt ja noch die Bierpartei dazu, da hat Herr Kollege Kucher vielleicht gestern schon ein bisschen eine Besprechung gehabt (Heiterkeit des Abg. Ries), denn anders kann ich mir seine Rede nicht erklären –, die einen sind, die kandidieren. Mir kommt aber vor, auch der ORF tritt zu dieser Wahl an.
Beifall bei der FPÖ.
Das kann man ja auch machen – wenn Armin Wolf ständig glaubt, er müsse Politik erklären, dann soll er sich einmal aus seinem pragmatisierten Sessel herausschwingen, soll bei irgendeiner Partei antreten. Vielleicht mag er gleich bei der Bierpartei mitmachen – nein, dazu ist er zu unlustig – oder wo auch immer; aber nichtsdestotrotz, er soll kandidieren. Aber immer aus dem geschützten Bereich heraus politische Kampagnen zu fahren – und das sind Kampagnen, die Sie mit Ihrem Umfeld alle mitunterstützen – ist sicherlich nicht die Aufgabe des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei den Grünen
Sie haben davon gesprochen, Frau Bundesminister, der ORF solle sparsam sein. Wo haben Sie das irgendwie dekliniert, wie sparsam er sein muss, und wie bringen Sie es in die Umsetzung? Ist das Pius Strobl, der von den Grünen dort implantiert worden ist, der mit 450 000 Euro nach Hause geht? Ist es ein ORF-Wecker-Moderator, der mehr verdient als der Bundeskanzler? – Das würde mich ja ärgern, wenn ich Karl Nehammer wäre, vor allem jetzt, da es in den letzten Monaten noch darum geht, dass man ein bisschen etwas einstreift. – Ein ORF-Wecker-Moderator, der 400 000 Euro kassiert (Zwischenruf bei den Grünen), ein ORF-Generaldirektor Weißmann, der 380 000 Euro kassiert, und in weiterer Folge über 50 Personen, die sich dort mit 150 000 Euro im Jahr bedienen – ist das, ganz ehrlich, Ihr Begriff von Sparsamkeit, Frau Bundesminister? Glauben Sie, Sie haben Ihr Ziel erreicht, oder müssen Sie vielleicht noch ein bisschen nacharbeiten, solange Sie noch können? – Das Ziel haben Sie nicht erreicht! (Beifall bei der FPÖ.) Sie ziehen den Menschen Geld aus der
Beifall bei der FPÖ.
Sie haben davon gesprochen, Frau Bundesminister, der ORF solle sparsam sein. Wo haben Sie das irgendwie dekliniert, wie sparsam er sein muss, und wie bringen Sie es in die Umsetzung? Ist das Pius Strobl, der von den Grünen dort implantiert worden ist, der mit 450 000 Euro nach Hause geht? Ist es ein ORF-Wecker-Moderator, der mehr verdient als der Bundeskanzler? – Das würde mich ja ärgern, wenn ich Karl Nehammer wäre, vor allem jetzt, da es in den letzten Monaten noch darum geht, dass man ein bisschen etwas einstreift. – Ein ORF-Wecker-Moderator, der 400 000 Euro kassiert (Zwischenruf bei den Grünen), ein ORF-Generaldirektor Weißmann, der 380 000 Euro kassiert, und in weiterer Folge über 50 Personen, die sich dort mit 150 000 Euro im Jahr bedienen – ist das, ganz ehrlich, Ihr Begriff von Sparsamkeit, Frau Bundesminister? Glauben Sie, Sie haben Ihr Ziel erreicht, oder müssen Sie vielleicht noch ein bisschen nacharbeiten, solange Sie noch können? – Das Ziel haben Sie nicht erreicht! (Beifall bei der FPÖ.) Sie ziehen den Menschen Geld aus der
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Egger: Redezeit! – Abg. Michael Hammer: Wegen dem Bissl habt ihr die Aktuelle Stunde gebraucht!
Die Konsequenz war, dass es dann eine Kommission gegeben hat, wo über 50 Leute befragt worden sind. Und wissen Sie, wie Ihre Transparenz Marke ÖVP ausschaut? – Der Bericht dieser Kommission wird unter Verschluss gehalten, der ORF hat sich bis zum heutigen Tag nicht für den von ihm verursachten Wahlbetrug entschuldigt. Das ist Ihre Kompetenz und das ist auch Ihre Verantwortung. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Egger: Redezeit! – Abg. Michael Hammer: Wegen dem Bissl habt ihr die Aktuelle Stunde gebraucht!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordnete Sigrid Maurer, BA (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Herbert Kickl hat es gerade einmal mehr bewiesen, auch Herr Hafenecker: Es geht der FPÖ nicht um die Meinungsfreiheit, sondern darum, dass alle Medien die freiheitliche Meinung verbreiten sollen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Der Punkt ist aber, Herr Kickl: Keine Partei hat dem ORF oder irgendeinem anderen Medium vorzuschreiben, was ehrliche Information ist und was nicht. Journalismus muss unabhängig recherchieren, Fakten prüfen und auch unangenehme Fragen stellen – Herr Kucher hat hier das Gegenbeispiel des FPÖ-TV zitiert – und nicht ungefiltert fragwürdige Mythen über Pferdeentwurmungsmittel oder Putins Kriegspropaganda verbreiten, so wie Sie das auf Ihrem Kanal tun. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Belakowitsch: Sie haben auch überhaupt keine Ahnung, ... reden, oder?
Was macht die FPÖ? – Sie nennt den ORF-Beitrag eine Zwangssteuer und möchte den ORF selbst mit Steuergeld aus dem Budget finanzieren. Würde das die Finanzierung billiger machen? – Nein, natürlich nicht. Hätte es irgendeinen Vorteil für die Menschen? – Nein, natürlich nicht. Im Gegenteil: Die Gebührenbefreiung für niedrige Einkommen wäre dann zum Beispiel nicht gegeben. Das wäre natürlich sozial weniger gerecht, aber um den sogenannten kleinen Mann, wie die Freiheitliche Partei das so gerne ausdrückt (Abg. Belakowitsch: Sie haben auch überhaupt keine Ahnung, ... reden, oder?), oder die kleine Frau – das sagt sie weniger oft – geht es der FPÖ ja bekanntlich nicht.
Abg. Hafenecker: ... ungarischen ... Qualitätsjournalismus ...!
Warum also wäre der FPÖ eine Budgetfinanzierung lieber? – Weil sich die FPÖ jetzt schon in der nächsten Regierung sieht und die österreichischen Medien von ihrem Gutdünken abhängig machen will – wir sehen es in Ungarn –; weil sie direkten politischen Druck ausüben möchte (Abg. Hafenecker: ... ungarischen ... Qualitätsjournalismus ...!), da sie mit dem Budget ganz einfach die Mittel kürzen kann. Das ist ihr Ziel, und genau das hat die FPÖ vor, wenn sie den ORF zu einem „Grundfunk“ zusammenstutzen will, wie sie das selber nennt.
Abg. Hafenecker: ... Beispiel?
Dafür müsste sie den öffentlich-rechtlichen Auftrag im Gesetz bis zur Unkenntlichkeit umkrempeln. Was bedeutet das eigentlich? – Viele Inhalte würden komplett aus der österreichischen Medienlandschaft verschwinden, weil sie sich nicht kommerziell verwerten lassen. (Abg. Hafenecker: ... Beispiel?) Das wäre das Aus für ein vielfältiges Kulturprogramm, für Bildungsinhalte (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), für Sendungen in den Volksgruppensprachen oder barrierefreie Information. Und dass die FPÖ bei kritischer Satire schon gar keinen Spaß versteht, das musste Peter Klien bei ihrem Oktoberfest am eigenen Leib spüren. (Abg. Amesbauer: Mah!) So weit ist es schon gekommen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Dafür müsste sie den öffentlich-rechtlichen Auftrag im Gesetz bis zur Unkenntlichkeit umkrempeln. Was bedeutet das eigentlich? – Viele Inhalte würden komplett aus der österreichischen Medienlandschaft verschwinden, weil sie sich nicht kommerziell verwerten lassen. (Abg. Hafenecker: ... Beispiel?) Das wäre das Aus für ein vielfältiges Kulturprogramm, für Bildungsinhalte (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), für Sendungen in den Volksgruppensprachen oder barrierefreie Information. Und dass die FPÖ bei kritischer Satire schon gar keinen Spaß versteht, das musste Peter Klien bei ihrem Oktoberfest am eigenen Leib spüren. (Abg. Amesbauer: Mah!) So weit ist es schon gekommen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Amesbauer: Mah!
Dafür müsste sie den öffentlich-rechtlichen Auftrag im Gesetz bis zur Unkenntlichkeit umkrempeln. Was bedeutet das eigentlich? – Viele Inhalte würden komplett aus der österreichischen Medienlandschaft verschwinden, weil sie sich nicht kommerziell verwerten lassen. (Abg. Hafenecker: ... Beispiel?) Das wäre das Aus für ein vielfältiges Kulturprogramm, für Bildungsinhalte (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), für Sendungen in den Volksgruppensprachen oder barrierefreie Information. Und dass die FPÖ bei kritischer Satire schon gar keinen Spaß versteht, das musste Peter Klien bei ihrem Oktoberfest am eigenen Leib spüren. (Abg. Amesbauer: Mah!) So weit ist es schon gekommen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Dafür müsste sie den öffentlich-rechtlichen Auftrag im Gesetz bis zur Unkenntlichkeit umkrempeln. Was bedeutet das eigentlich? – Viele Inhalte würden komplett aus der österreichischen Medienlandschaft verschwinden, weil sie sich nicht kommerziell verwerten lassen. (Abg. Hafenecker: ... Beispiel?) Das wäre das Aus für ein vielfältiges Kulturprogramm, für Bildungsinhalte (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), für Sendungen in den Volksgruppensprachen oder barrierefreie Information. Und dass die FPÖ bei kritischer Satire schon gar keinen Spaß versteht, das musste Peter Klien bei ihrem Oktoberfest am eigenen Leib spüren. (Abg. Amesbauer: Mah!) So weit ist es schon gekommen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Hafenecker: ... sind auch bekannt ...!
(Abg. Hafenecker: ... sind auch bekannt ...!) – wohlgemerkt: wollte, denn die Redaktion hat sich erfolgreich gegen diese Vereinnahmung gewehrt.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
An dieser Unabhängigkeit aber rüttelt die FPÖ weiter, wenn sie darüber entscheiden will, wie objektive Informationen auszusehen haben. Wenn eine Partei den freien Medien vorschreibt, was ehrliche Information ist, dann ist es vorbei mit jeder Objektivität. Das heißt dann Propaganda, Herr Kickl, und ist genau das, was Sie jetzt schon über Ihr FPÖ-TV verbreiten. Das ist übrigens zwangsfinanziert, aus der Parteienförderung, und damit wohlgemerkt mit Steuergeld. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die FPÖ würde den freien Medien gerne streng auf die Finger schauen. Wir wollen, dass die freien Medien weiterhin der Politik und damit uns allen hier herinnen streng auf die Finger schauen, und deshalb müssen wir ihre Unabhängigkeit schützen und die Vielfalt der Medien weiter stärken! – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Kassegger: Welche Partei?
Mehr als drei Viertel der Menschen in Österreich sagen, dass die Parteien in den ORF zu viel hineinfunken – drei Viertel! (Abg. Kassegger: Welche Partei?) Und wissen Sie, was? – Diese drei Viertel haben recht. Es ist nämlich nicht nur so, dass das die Meinung ist, sondern das ist seit vielen, vielen Jahrzehnten ein Faktum.
Beifall bei den NEOS.
Das sehen wir auch an all den anderen Dingen, die schon angesprochen wurden. Da gibt es Sideletter, wie man sich Posten im ORF ausmacht. Da gibt es die Chats, wonach die FPÖ versucht, auf die ORF-Berichterstattung Einfluss zu nehmen. Da gibt es Freundeskreise von Parteien in Stiftungsräten, die sich dann irgendwie ausmachen, wer Generaldirektor wird. Von Transparenz, von Öffentlichkeit, von Hearing, von einer Governance, wie man so schön sagt, wie das ein Unternehmen, ein Medienunternehmen, heutzutage braucht, ist das weit, weit entfernt. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Ich verstehe, dass da viele Menschen sagen: Hm, ich weiß nicht, ob ich dem so richtig vertrauen kann, da funken ja die ganze Zeit die Parteien hinein. – Tatsächlich, wenn man sich anschaut, was in den letzten Jahrzehnten, möchte ich sagen – und das betrifft die ÖVP, die SPÖ und die FPÖ genauso wie jetzt auch die Grünen –, an ORF-Reformen oder überhaupt an Medienpolitik gemacht wurde, so hat man schon ein wenig den Eindruck, dass die Fantasie von Ihnen allen gerade einmal so weit reicht, wie Ihr eigenes Interesse an Einfluss in diesen Medien reicht, und das ist natürlich zu wenig! (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Egger: ... sagt der VfGH nicht!
hängigkeit, an Seriosität, an Professionalität und auch an Medienvielfalt erwarten. In Wahrheit ist es aber so, dass seit Jahrzehnten mit dem ORF Parteipolitik gemacht wird. Und in Wirklichkeit, Frau Minister, war kein Reformwille der Regierung da, sondern Sie haben müssen, weil der Verfassungsgerichtshof gesagt hat, so, wie die Finanzierung aufgestellt ist, geht das nicht. Das wundert mich nicht, wir sagen das schon seit Jahren. Jetzt sagt der Verfassungsgerichtshof – dem Verfassungsgerichtshof sei Dank! – wieder: So geht das nicht, weil mit diesen Gremien, die Sie da im ORF haben, zu viel parteipolitischer Einfluss drinnen ist. Das ist alles andere als unabhängig. (Abg. Egger: ... sagt der VfGH nicht!)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Kickl: Ah, jetzt legen Sie fest, was die Wahrheit ist?! Interessant!
Es braucht also Verlässlichkeit und es braucht Unabhängigkeit und – ja, natürlich – in diesen Zeiten schon auch jemanden als einen Baustein der Bollwerke – ich möchte nämlich die privaten Medienhäuser nicht ausnehmen – gegen all die Propaganda, Verschwörungstheorien, Fakenews und sonstige Desinformationskampagnen, die unterwegs sind. Wenn sich jetzt aber ausgerechnet die ÖVP, nein, die FPÖ, verzeihen Sie, anschickt, sich sozusagen zum Garanten für unabhängige, ehrliche Information zu machen, so ist das schon ein bisschen sehr viel von: den Bock zum Gärtner machen, denn Sie trampeln in Ihren Propagandakanälen auf der Wahrheit herum, als gäbe es sie überhaupt nicht. Und das geht wirklich überhaupt nicht zusammen, das glaubt Ihnen wirklich niemand. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Kickl: Ah, jetzt legen Sie fest, was die Wahrheit ist?! Interessant!)
Beifall bei den NEOS.
Das alles Entscheidende ist aber: Man ist schon bereit, für etwas zu zahlen, wenn man dem wirklich vertraut, und das steht und fällt mit Ihrer Bereitschaft, den ORF endlich aus diesem parteipolitischen Gängelband zu entlassen. Davon habe ich bis jetzt nichts gesehen, von keiner Partei hier! – Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Loacker: Die Frau Ministerin spielt am Handy!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Hintner. – Bitte sehr, Herr Abgeordneter. (Abg. Loacker: Die Frau Ministerin spielt am Handy!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bürstmayr.
Quadratur des Kreises, das schließt einander aus. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bürstmayr.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Wann setzt ihr den um, den Plan?
Deshalb sagen wir Ja zu dieser liberalen Demokratie, die ganz einfach einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk braucht, der Information, Bildung, Sport, Kultur und weitere Ereignisse abbildet, und genau das, das Bekenntnis dazu, ist auch im Österreichplan unseres Bundeskanzlers Karl Nehammer abgebildet. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Wann setzt ihr den um, den Plan?)
Beifall bei der ÖVP.
Schauen wir uns an, was sich ein Haushalt in Niederösterreich erspart: Der brave GIS-Bezahler hat bislang 338,99 Euro bezahlt und zahlt jetzt – da auch die Bundesländerabgabe entfällt – 183,60 Euro. Das entspricht 155,39 Euro Ersparnis. Ich denke, dass das schon etwas ist in Zeiten wie diesen. Uns ist das der öffentliche Rundfunk wert. (Beifall bei der ÖVP.)
Heiterkeit der Abg. Bogner-Strauß.
Die Frau Ministerin hat schon angedeutet, dass es ja nicht nur um die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks geht, sondern auch um die Haltung gegenüber den Privaten, gegenüber anderen Mediendiensten. Die FPÖ spricht sich gegen Erhöhungen der Medienförderung und andere Dinge aus. Was bliebe, wären Telegram oder AUF-TV – eine Horrorvorstellung für alle, die der deutschen Sprache mächtig sind und sinnerfassend denken können, sehr geehrte Damen und Herren! (Heiterkeit der Abg. Bogner-Strauß.)
Abg. Kickl: Jetzt waren es schon 30!
Lassen Sie mich noch eines sagen: Mit Neid und Missgunst lässt sich halt in Österreich trefflich Politik machen. Wenn wir uns die Glaubwürdigkeit und die Leistung seitens der FPÖ anschauen, die gegen ihren eigenen Berufsstand des Politikers opponiert, für Nulllohnrunden, für Reduzierungen ist, dann aber nichts dabei findet, dass man in Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg abkassiert oder einen Klubobmann hat, bei dem ich mich frage: Wo ist die Leistung? – fast bei 30 Sitzungen hier im Parlament waren Sie abwesend, Herr Klubobmann (Abg. Kickl: Jetzt waren es schon 30!) –, dann verstehe ich, dass man gewisse Dinge reduzieren möchte, wenn man die Leistung ganz einfach nicht erbringt. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Lausch und Steger.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Lausch und Steger.
Lassen Sie mich noch eines sagen: Mit Neid und Missgunst lässt sich halt in Österreich trefflich Politik machen. Wenn wir uns die Glaubwürdigkeit und die Leistung seitens der FPÖ anschauen, die gegen ihren eigenen Berufsstand des Politikers opponiert, für Nulllohnrunden, für Reduzierungen ist, dann aber nichts dabei findet, dass man in Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg abkassiert oder einen Klubobmann hat, bei dem ich mich frage: Wo ist die Leistung? – fast bei 30 Sitzungen hier im Parlament waren Sie abwesend, Herr Klubobmann (Abg. Kickl: Jetzt waren es schon 30!) –, dann verstehe ich, dass man gewisse Dinge reduzieren möchte, wenn man die Leistung ganz einfach nicht erbringt. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Lausch und Steger.)
Beifall des Abg. Taschner.
Zunächst einmal zur Recherche: Hugo Portisch hat von Check, Recheck, Doublecheck gesprochen. – Das könnte man öfter durchführen. Auch kommentierte Nachrichten halte ich für ein journalistisches No-Go. (Beifall des Abg. Taschner.) Werden Behauptungen in den Raum gestellt, müssen Gegenmeinungen ebenfalls dargebracht werden. Und ja, ein öffentlich-rechtlicher Sender ist auch dem Objektivitätsgebot verbunden.
Beifall bei der ÖVP.
Einige meiner Lehrer im Journalisten-Kolleg haben zu mir gesagt: Hans, Objektivität wirst du nicht finden, aber du solltest nach Ausgewogenheit trachten. Ausgewogenheit, muss ich sagen, geht mir auch oftmals ab. Horst Friedrich Mayer, der einer meiner Lehrer war, hat gesagt, er könnte mir einiges darüber erzählen, wie sie in der „ZIB“-Redaktion um gewisse Dinge ringen. Für mich gibt es aber nur eine journalistische Ausnahme in der Frage der Ausgewogenheit, nämlich dann, wenn es um Rechtsradikale, Kommunisten, Rassisten, Antisemiten und Diktatoren geht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Dabei wissen Sie ganz genau, dass nicht diese Gruppen das Problem sind, sondern Ihre Weltanschauung! Ihre Weltanschauung ist das Problem, denn gemäß Ihrer Weltanschauung wird kein Widerspruch akzeptiert und gemäß Ihrer Weltanschauung wird keine demokratische Debattenkultur akzeptiert. Es liegt doch auf der Hand, dass sich diese Kampagne gegen den ORF, die Sie hier führen, in Wirklichkeit gegen kritische Berichterstattung richtet. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage Ihnen als Politikerin und auch aus eigener Erfahrung: Es ist natürlich nicht immer angenehm und lustig, wenn man sich kritischen und hartnäckigen Fragen von Journalisten stellen muss. Genau das ist aber der Job eines Journalisten, nämlich Dinge kritisch zu hinterfragen und hartnäckig zu sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
nicht darübersteht, dann sollten Sie es vielleicht mit der Politik lassen! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hafenecker.
Ich sage Ihnen aber: Ihre Attacken gegen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk sind mehr als entlarvend. Sie spielen sich immer als die österreichischen Patrioten auf. In Wirklichkeit wissen wir aber ganz genau: Mit dem Konzept, das Sie vorschlagen, mit dem Konzept, wie Sie den ORF verschlanken wollen, werden Sie nicht nur den ORF ruinieren, sondern auch österreichisches Kulturgut ruinieren. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.)
Abg. Hafenecker: Ja, Ihre Genossen rennen immer umeinander!
Ich erkläre Ihnen einmal, warum, denn anscheinend verstehen Sie es nicht oder wollen es nicht verstehen: Der ORF ist der größte Auftraggeber der österreichischen Filmindustrie. Da geht es um unser Kulturgut (Abg. Hafenecker: Ja, Ihre Genossen rennen immer umeinander!), da geht es um österreichische Identität und österreichische Inhalte. Und wissen Sie, Ihre Politik führt dazu, dass der österreichische Medienmarkt zum Anhängsel des deutschen Medienmarktes wird. Das sind nämlich die Folgen Ihrer Politik. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Hafenecker.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Hafenecker.
Ich erkläre Ihnen einmal, warum, denn anscheinend verstehen Sie es nicht oder wollen es nicht verstehen: Der ORF ist der größte Auftraggeber der österreichischen Filmindustrie. Da geht es um unser Kulturgut (Abg. Hafenecker: Ja, Ihre Genossen rennen immer umeinander!), da geht es um österreichische Identität und österreichische Inhalte. Und wissen Sie, Ihre Politik führt dazu, dass der österreichische Medienmarkt zum Anhängsel des deutschen Medienmarktes wird. Das sind nämlich die Folgen Ihrer Politik. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Hafenecker.)
Zwischenruf des Abg. Hafenecker.
Wissen Sie, was das bedeutet? – Nehmen Sie das Beispiel unserer österreichischen Sprache und unserer Dialekte. Kennen Sie einen deutschen Film oder eine deutsche Serie, in der unsere österreichische Sprache oder unsere Dialekte vorkommen? – Ich kenne keinen solchen Film! In diesem Sinne, Herr Kickl, fallen Sie mit Ihren Forderungen der österreichischen Filmbranche in den Rücken. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Sie fallen den kreativen Menschen in Österreich in den Rücken. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wissen Sie, was das bedeutet? – Nehmen Sie das Beispiel unserer österreichischen Sprache und unserer Dialekte. Kennen Sie einen deutschen Film oder eine deutsche Serie, in der unsere österreichische Sprache oder unsere Dialekte vorkommen? – Ich kenne keinen solchen Film! In diesem Sinne, Herr Kickl, fallen Sie mit Ihren Forderungen der österreichischen Filmbranche in den Rücken. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Sie fallen den kreativen Menschen in Österreich in den Rücken. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kickl: Das sind Ihre Abonnenten!
FM4. (Abg. Kickl: Das sind Ihre Abonnenten!) Sie von der FPÖ wollen aber den Kultur- und Medienstandort Österreich schwächen und zu einem Anhängsel Deutschlands machen. Das ist völlig inakzeptabel!
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hafenecker: Ihr Herr Wrabetz hat’s nicht gemacht!
Das bedeutet allerdings nicht, dass wir von der Sozialdemokratie der Meinung sind, dass beim ORF alles eitel Wonne ist. Das sagt kein Mensch. In Wirklichkeit wissen wir, dass der ORF unabhängiger werden muss, dass er demokratischer werden muss und dass er selbstverständlich transparenter werden muss. Ich sage Ihnen: Ja, es gibt im ORF die Gruppe von Spitzenverdienern und Spitzenverdienerinnen, und deswegen treten wir für Transparenz ein. Es gibt aber auch all jene Menschen, die Sie nicht erwähnen, nämlich die vielen Mitarbeiter beim ORF, die prekär beschäftigt sind. Deswegen bringen wir – im Gegensatz zu Ihnen – Anträge zur Abschaffung der Kettenverträge ein. Was machen Sie in dieser Hinsicht? – Nichts! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hafenecker: Ihr Herr Wrabetz hat’s nicht gemacht!)
Beifall bei der SPÖ.
Wir sind dafür, über den ORF zu streiten. Wir möchten aber darüber streiten, wie wir den ORF besser machen, und nicht, so wie Sie, wie Sie den ORF ruinieren wollen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordnete Dr. Susanne Fürst (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Minister! Sehr geehrte Damen und Herren! Zunächst richte ich einmal meinen ausdrücklichen herzlichen Dank an sämtliche Vorredner für die Erwähnung von FPÖ-TV. Das ist unbezahlbare Werbung, das schont unser Budget. Vielen, vielen Dank! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Schwarz: So wie euer Klubobmann!
Ich nenne nur kurz den Lebenslauf der Dame: Sie hat keinen einzigen Tag zu Wirtschaft und Wohlstand unseres Landes beigetragen oder ist einer wertschöpfenden Tätigkeit nachgegangen. (Abg. Schwarz: So wie euer Klubobmann!) Sie studierte Politikwissenschaften, war Trainee im Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes, arbeitete in einer Mädchenberatungsstelle der Stadt Wien, war dann auf einmal Lehrbeauftragte, dann Referentin für politische Bildung in der Grünen Bildungswerkstatt, und zwar beteiligt am Projekt „Stoppt die Rechten“. – Übrigens ist ihr zweiter Schwerpunkt neben Rechtsextremismus die Herstellung der Geschlechterdemokratie: „Geschlecht (v)erlernen“.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Hafenecker: Das waren aber nur zwei von zehn ... in den letzten sechs Wochen!
Ich denke, mein Schlusssatz ist: Mehr brauche ich dazu nicht zu sagen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Hafenecker: Das waren aber nur zwei von zehn ... in den letzten sechs Wochen!)
Rufe bei der FPÖ: Was denn? Was denn?
den Tatsachen entspricht. (Rufe bei der FPÖ: Was denn? Was denn?) Das scheint die FPÖ aber sowieso nie zu kümmern, wenn es darum geht, politisches Kleingeld zu machen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
den Tatsachen entspricht. (Rufe bei der FPÖ: Was denn? Was denn?) Das scheint die FPÖ aber sowieso nie zu kümmern, wenn es darum geht, politisches Kleingeld zu machen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Hafenecker: Na den Umfragen der ÖVP glaube ich nicht!
Die Behauptung, dass die Mehrheit der Österreicher gegen die Haushaltsabgabe ist, ist natürlich schlicht falsch. Sie sollten halt nicht Ihren Umfragen glauben, die durch eine FPÖ-Population, die da befragt wird, gebiast sind (Abg. Hafenecker: Na den Umfragen der ÖVP glaube ich nicht!), ganz im Gegenteil: Die Mehrheit der Österreicher und Österreicherinnen ist der Umstellung von der GIS auf die Haushaltsabgabe gegenüber sehr positiv eingestellt, weil sie nämlich billiger ist und weil wir da mit einem neuen Tarif – 15,30 Euro – tatsächlich zur Entlastung der Haushalte beigetragen haben und die Länder – die meisten haben es eh schon gemacht – die Abgabe betreffend Kunst und Kultur streichen. Das sind also sozusagen die ersten Fakenews von den Freiheitlichen, aber das sind wir ohnehin gewohnt.
Abg. Kassegger: Das ist eine Behauptung, die durch nichts unterlegt ist!
Das betrifft genauso die Frage: Wer schaut denn den ORF und wer nützt den ORF? – Das sind ungefähr 90 Prozent der österreichischen Bevölkerung. Also so schlecht? Hallo? Ich weiß nicht, woher die FPÖ ihre Zahlen hat, aber der ORF ist der meistgesehene Sender von nahezu allen Österreicherinnen und Österreichern. Ja, da gibt es die eine oder andere Kritik, das ist auch richtig so, aber der öffentlich-rechtliche Rundfunk garantiert, dass es eine Kritik geben kann. Sie sind diejenigen, die dafür sorgen werden, dass es keine geben kann, und genau gegen diese Vorgehensweise müssen wir uns wehren. (Abg. Kassegger: Das ist eine Behauptung, die durch nichts unterlegt ist!) Der öffentlich-rechtliche Rundfunk muss dahin gehend gestärkt werden, dass jede Kritik möglich ist, dass Information und Kritik, die Sie unter keinen Umständen wollen, möglich sind. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das betrifft genauso die Frage: Wer schaut denn den ORF und wer nützt den ORF? – Das sind ungefähr 90 Prozent der österreichischen Bevölkerung. Also so schlecht? Hallo? Ich weiß nicht, woher die FPÖ ihre Zahlen hat, aber der ORF ist der meistgesehene Sender von nahezu allen Österreicherinnen und Österreichern. Ja, da gibt es die eine oder andere Kritik, das ist auch richtig so, aber der öffentlich-rechtliche Rundfunk garantiert, dass es eine Kritik geben kann. Sie sind diejenigen, die dafür sorgen werden, dass es keine geben kann, und genau gegen diese Vorgehensweise müssen wir uns wehren. (Abg. Kassegger: Das ist eine Behauptung, die durch nichts unterlegt ist!) Der öffentlich-rechtliche Rundfunk muss dahin gehend gestärkt werden, dass jede Kritik möglich ist, dass Information und Kritik, die Sie unter keinen Umständen wollen, möglich sind. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wir haben also einen kleinen Anschein davon bekommen, was passiert, wenn die FPÖ den Vorsitz im Stiftungsrat hat – dann ist es perdu mit der Unabhängigkeit, und genau das müssen wir auf allen Ebenen verhindern. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kassegger: Was ist da jetzt? Was soll denn das?
Im Übrigen bin ich der Meinung – aber Sie sind ja im Nahen Osten eher unterwegs, um Rechtsextreme von den Taliban zu befreien (Abg. Kassegger: Was ist da jetzt? Was soll denn das?) –: Bring them home! (Abg. Kickl: Das unterstützt im Übrigen auch der Herr Bundespräsident, der gehört aber zu Ihnen!) Es gibt immer noch 110 Geiseln, die von der Hamas festgehalten werden. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kickl: Das unterstützt im Übrigen auch der Herr Bundespräsident, der gehört aber zu Ihnen!
Im Übrigen bin ich der Meinung – aber Sie sind ja im Nahen Osten eher unterwegs, um Rechtsextreme von den Taliban zu befreien (Abg. Kassegger: Was ist da jetzt? Was soll denn das?) –: Bring them home! (Abg. Kickl: Das unterstützt im Übrigen auch der Herr Bundespräsident, der gehört aber zu Ihnen!) Es gibt immer noch 110 Geiseln, die von der Hamas festgehalten werden. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Im Übrigen bin ich der Meinung – aber Sie sind ja im Nahen Osten eher unterwegs, um Rechtsextreme von den Taliban zu befreien (Abg. Kassegger: Was ist da jetzt? Was soll denn das?) –: Bring them home! (Abg. Kickl: Das unterstützt im Übrigen auch der Herr Bundespräsident, der gehört aber zu Ihnen!) Es gibt immer noch 110 Geiseln, die von der Hamas festgehalten werden. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Sieber: Bei Ihnen hat jetzt auch niemand applaudiert!
Ich habe meinen Kolleginnen und Kollegen sehr genau zugehört (Abg. Sieber: Bei Ihnen hat jetzt auch niemand applaudiert!) und festgestellt, dass wir NEOS offensichtlich die Einzigen sind, die zum ORF noch ein normales Verhältnis haben. (Beifall bei den NEOS.) Die FPÖ will ihn sturmreif schießen, die SPÖ will den ORF völlig unkritisch heiligsprechen, die ÖVP wiederum sieht den ORF als verlängerte elektronische Parteizeitung (Heiterkeit bei der ÖVP), und
Beifall bei den NEOS.
Ich habe meinen Kolleginnen und Kollegen sehr genau zugehört (Abg. Sieber: Bei Ihnen hat jetzt auch niemand applaudiert!) und festgestellt, dass wir NEOS offensichtlich die Einzigen sind, die zum ORF noch ein normales Verhältnis haben. (Beifall bei den NEOS.) Die FPÖ will ihn sturmreif schießen, die SPÖ will den ORF völlig unkritisch heiligsprechen, die ÖVP wiederum sieht den ORF als verlängerte elektronische Parteizeitung (Heiterkeit bei der ÖVP), und
Heiterkeit bei der ÖVP
Ich habe meinen Kolleginnen und Kollegen sehr genau zugehört (Abg. Sieber: Bei Ihnen hat jetzt auch niemand applaudiert!) und festgestellt, dass wir NEOS offensichtlich die Einzigen sind, die zum ORF noch ein normales Verhältnis haben. (Beifall bei den NEOS.) Die FPÖ will ihn sturmreif schießen, die SPÖ will den ORF völlig unkritisch heiligsprechen, die ÖVP wiederum sieht den ORF als verlängerte elektronische Parteizeitung (Heiterkeit bei der ÖVP), und
Beifall bei den NEOS.
die Grünen schauen ganz genau zu, wie so etwas eigentlich funktioniert. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Unter anderem hat man festgestellt – Kollegin Blimlinger hat vorhin die blaue Seite, also orf.at, angesprochen –, dass User den ORF im Internet nicht deshalb nutzen, weil sie das Angebot so berauschend finden oder weil sie die 120 hauseigenen Podcasts bingehören wollen, auch nicht, weil das Neunzigerjahredesign der Seite so ansprechend ist, sondern einfach, weil es nichts kostet. Das, meine Damen und Herren, ist schon ein bisschen ein magerer USP für einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk mit einem Budget von über 1 Milliarde Euro pro Jahr. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Kickl: Nein, das gibt es ja alles nicht! – Abg. Lopatka: Redezeit!
direktoren, die massiv zugunsten der ÖVP in die Sendungen hineinintervenieren - - (Beifall bei den NEOS. – Abg. Kickl: Nein, das gibt es ja alles nicht! – Abg. Lopatka: Redezeit!)
Ruf bei der ÖVP: Es wird nicht besser!
Abgeordnete Henrike Brandstötter (fortsetzend): Entschuldigen Sie! Mein Schlusssatz: Es wird massiv hineininterveniert zugunsten der ÖVP (Ruf bei der ÖVP: Es wird nicht besser!), und was passiert? – Der Herr wird einfach nur versetzt, und das ist ein fatales Zeichen für alle Mitarbeitenden im ORF, weil sie lernen: Man kann machen, was man will, wenn man nur der richtigen Partei angehört. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Meinl-Reisinger: On fire! – Abg. Lopatka: Mein Gott!)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Meinl-Reisinger: On fire! – Abg. Lopatka: Mein Gott!
Abgeordnete Henrike Brandstötter (fortsetzend): Entschuldigen Sie! Mein Schlusssatz: Es wird massiv hineininterveniert zugunsten der ÖVP (Ruf bei der ÖVP: Es wird nicht besser!), und was passiert? – Der Herr wird einfach nur versetzt, und das ist ein fatales Zeichen für alle Mitarbeitenden im ORF, weil sie lernen: Man kann machen, was man will, wenn man nur der richtigen Partei angehört. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Meinl-Reisinger: On fire! – Abg. Lopatka: Mein Gott!)
Abg. Kickl: Bitte den Plan in die Kamera halten!
Als ersten Redner darf ich Abgeordneten Lopatka zum Pult bitten. – Sie wissen: Die Redezeit für den ersten Redner beträgt 10 Minuten. Bitte sehr. (Abg. Kickl: Bitte den Plan in die Kamera halten!)
Abg. Kickl: Besonders abgegriffen ist er noch nicht!
Haben Sie noch weitere Wünsche, Herr Abgeordneter Kickl? (Abg. Kickl: Besonders abgegriffen ist er noch nicht!) – Gut. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ottenschläger: Das ist ein guter Plan!) Den einen Wunsch habe ich Ihnen einmal erfüllt. Alle Wünsche kann ich Ihnen nicht erfüllen, aber danke für die Aufforderung, das hätte ich sonst vergessen. (Abg. Kickl: Luxuspensionist! – Weiterer Zwischenruf bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ottenschläger: Das ist ein guter Plan!
Haben Sie noch weitere Wünsche, Herr Abgeordneter Kickl? (Abg. Kickl: Besonders abgegriffen ist er noch nicht!) – Gut. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ottenschläger: Das ist ein guter Plan!) Den einen Wunsch habe ich Ihnen einmal erfüllt. Alle Wünsche kann ich Ihnen nicht erfüllen, aber danke für die Aufforderung, das hätte ich sonst vergessen. (Abg. Kickl: Luxuspensionist! – Weiterer Zwischenruf bei der FPÖ.)
Abg. Kickl: Luxuspensionist! – Weiterer Zwischenruf bei der FPÖ.
Haben Sie noch weitere Wünsche, Herr Abgeordneter Kickl? (Abg. Kickl: Besonders abgegriffen ist er noch nicht!) – Gut. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ottenschläger: Das ist ein guter Plan!) Den einen Wunsch habe ich Ihnen einmal erfüllt. Alle Wünsche kann ich Ihnen nicht erfüllen, aber danke für die Aufforderung, das hätte ich sonst vergessen. (Abg. Kickl: Luxuspensionist! – Weiterer Zwischenruf bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich zitiere: Der Tag wird kommen, wenn du, Frankreich, du, Russland, du, Italien, du, England, du, Deutschland, wenn ihr euch alle, alle Nationen des Kontinents, ohne eure Merkmale und eure hervorragende Eigenart einzubüßen, untrennbar zu einer höheren Gesellschaft zusammenschließt und eine europäische Bruderschaft bildet. Der Tag wird kommen, an dem die für Handel offenen Märkte und die für Ideen offenen Geister das einzige Schlachtfeld sein werden. – So weit die Vision von Victor Hugo. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Gorbatschow hat direkt an das Zitat angeschlossen und gemeint: „Das sind die Motive, nach denen wir unsere europäische Politik [...] stark aktivieren werden.“ „Im Grunde geht es um eine solche Umgestaltung“, denn Europa entstammt einer internationalen Ordnung, „die die gesamteuropäischen Werte entschieden in den Vordergrund rückt“ und es gestatten würde, „das traditionelle Kräftegleichgewicht durch ein Interessengleichgewicht zu ersetzen.“ (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Brandstätter und Disoski. – Abg. Kickl: Sie ist aber bei Ihnen geblieben, als wir gegangen sind!
es ist noch nicht lange her – in Moskau gestanden ist und freudestrahlend mit dieser Partei einen Freundschaftsvertrag abgeschlossen hat – meine Damen und Herren, so weit sind wir –, mit jenen, die uns mit Atomkrieg drohen. Das sind noch vor Kurzem Ihre Freunde gewesen und im Geiste auch noch heute. Die von Ihnen nominierte seinerzeitige Außenministerin ist ohnehin schon in Russland. Sie sind nur mit dem Kopf dort, die Außenministerin ist schon körperlich in Russland angekommen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Brandstätter und Disoski. – Abg. Kickl: Sie ist aber bei Ihnen geblieben, als wir gegangen sind!) – Ja, Kollege Kickl, das hören Sie nicht gerne, aber das muss man sagen. Man muss sagen, wer welche Freunde hat. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker. – Abg. Michael Hammer: Rukaki, der Russenkanzler!)
Zwischenruf des Abg. Hafenecker. – Abg. Michael Hammer: Rukaki, der Russenkanzler!
es ist noch nicht lange her – in Moskau gestanden ist und freudestrahlend mit dieser Partei einen Freundschaftsvertrag abgeschlossen hat – meine Damen und Herren, so weit sind wir –, mit jenen, die uns mit Atomkrieg drohen. Das sind noch vor Kurzem Ihre Freunde gewesen und im Geiste auch noch heute. Die von Ihnen nominierte seinerzeitige Außenministerin ist ohnehin schon in Russland. Sie sind nur mit dem Kopf dort, die Außenministerin ist schon körperlich in Russland angekommen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Brandstätter und Disoski. – Abg. Kickl: Sie ist aber bei Ihnen geblieben, als wir gegangen sind!) – Ja, Kollege Kickl, das hören Sie nicht gerne, aber das muss man sagen. Man muss sagen, wer welche Freunde hat. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker. – Abg. Michael Hammer: Rukaki, der Russenkanzler!)
Abg. Kassegger: Vollkommener Realitätsverlust!
Sie sehen ein Feindbild in der Europäischen Union. Wir sehen die Europäische Union durchaus als ein Konstrukt, von dem ich ein Freundbild habe. Das ist der große Unterschied zwischen Ihnen und uns: Wir sehen die Europäische Union als eine starke Gemeinschaft mit all den Fehlern, die es gibt (Abg. Kassegger: Vollkommener Realitätsverlust!), in der wir uns einbringen müssen, um sie besser zu machen, aber nicht, um sie zu zerstören. Das ist natürlich genau das Ziel von Putin. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Mit der AfD in Deutschland, mit Le Pen in Frankreich und Ihnen hat er hier ja entsprechende Verbündete – ja, so ist es. (Abg. Kickl: Das ist ein bisserl eine Verschwörungstheorie!) – Das ist keine Verschwörungstheorie. (Abg. Kickl: Das ist aber Schwurbelei!) – Auch keine Schwurbelei. (Abg. Kickl: Natürlich!) Ich sage Ihnen, was das ist (Abg. Kickl: Der Oberschwurbler!): Das ist eine Beobachtung Ihrer Politik, seit wir in der Europäischen Union sind, und da waren Sie immer dabei. Immer dabei! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Michael Hammer: Sicher!) Oder war der Freundschaftsvertrag ein Irrtum? (Abg. Michael Hammer: Sicher!) Ein Irrtum? (Abg. Kickl: Es war kein Vertrag! Herr Lopatka, es war kein Vertrag!) – Kein Irrtum, nein, Sie halten noch fest, das nehme ich zur Kenntnis, Klubobmann Kickl. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Den Unterschied zwischen einem Memorandum of Understanding und einem Vertrag müsstest du ja wissen! Du bist ja Jurist!)
Zwischenruf des Abg. Hafenecker.
Sie sehen ein Feindbild in der Europäischen Union. Wir sehen die Europäische Union durchaus als ein Konstrukt, von dem ich ein Freundbild habe. Das ist der große Unterschied zwischen Ihnen und uns: Wir sehen die Europäische Union als eine starke Gemeinschaft mit all den Fehlern, die es gibt (Abg. Kassegger: Vollkommener Realitätsverlust!), in der wir uns einbringen müssen, um sie besser zu machen, aber nicht, um sie zu zerstören. Das ist natürlich genau das Ziel von Putin. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Mit der AfD in Deutschland, mit Le Pen in Frankreich und Ihnen hat er hier ja entsprechende Verbündete – ja, so ist es. (Abg. Kickl: Das ist ein bisserl eine Verschwörungstheorie!) – Das ist keine Verschwörungstheorie. (Abg. Kickl: Das ist aber Schwurbelei!) – Auch keine Schwurbelei. (Abg. Kickl: Natürlich!) Ich sage Ihnen, was das ist (Abg. Kickl: Der Oberschwurbler!): Das ist eine Beobachtung Ihrer Politik, seit wir in der Europäischen Union sind, und da waren Sie immer dabei. Immer dabei! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Michael Hammer: Sicher!) Oder war der Freundschaftsvertrag ein Irrtum? (Abg. Michael Hammer: Sicher!) Ein Irrtum? (Abg. Kickl: Es war kein Vertrag! Herr Lopatka, es war kein Vertrag!) – Kein Irrtum, nein, Sie halten noch fest, das nehme ich zur Kenntnis, Klubobmann Kickl. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Den Unterschied zwischen einem Memorandum of Understanding und einem Vertrag müsstest du ja wissen! Du bist ja Jurist!)
Abg. Kickl: Das ist ein bisserl eine Verschwörungstheorie!
Sie sehen ein Feindbild in der Europäischen Union. Wir sehen die Europäische Union durchaus als ein Konstrukt, von dem ich ein Freundbild habe. Das ist der große Unterschied zwischen Ihnen und uns: Wir sehen die Europäische Union als eine starke Gemeinschaft mit all den Fehlern, die es gibt (Abg. Kassegger: Vollkommener Realitätsverlust!), in der wir uns einbringen müssen, um sie besser zu machen, aber nicht, um sie zu zerstören. Das ist natürlich genau das Ziel von Putin. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Mit der AfD in Deutschland, mit Le Pen in Frankreich und Ihnen hat er hier ja entsprechende Verbündete – ja, so ist es. (Abg. Kickl: Das ist ein bisserl eine Verschwörungstheorie!) – Das ist keine Verschwörungstheorie. (Abg. Kickl: Das ist aber Schwurbelei!) – Auch keine Schwurbelei. (Abg. Kickl: Natürlich!) Ich sage Ihnen, was das ist (Abg. Kickl: Der Oberschwurbler!): Das ist eine Beobachtung Ihrer Politik, seit wir in der Europäischen Union sind, und da waren Sie immer dabei. Immer dabei! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Michael Hammer: Sicher!) Oder war der Freundschaftsvertrag ein Irrtum? (Abg. Michael Hammer: Sicher!) Ein Irrtum? (Abg. Kickl: Es war kein Vertrag! Herr Lopatka, es war kein Vertrag!) – Kein Irrtum, nein, Sie halten noch fest, das nehme ich zur Kenntnis, Klubobmann Kickl. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Den Unterschied zwischen einem Memorandum of Understanding und einem Vertrag müsstest du ja wissen! Du bist ja Jurist!)
Abg. Kickl: Das ist aber Schwurbelei!
Sie sehen ein Feindbild in der Europäischen Union. Wir sehen die Europäische Union durchaus als ein Konstrukt, von dem ich ein Freundbild habe. Das ist der große Unterschied zwischen Ihnen und uns: Wir sehen die Europäische Union als eine starke Gemeinschaft mit all den Fehlern, die es gibt (Abg. Kassegger: Vollkommener Realitätsverlust!), in der wir uns einbringen müssen, um sie besser zu machen, aber nicht, um sie zu zerstören. Das ist natürlich genau das Ziel von Putin. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Mit der AfD in Deutschland, mit Le Pen in Frankreich und Ihnen hat er hier ja entsprechende Verbündete – ja, so ist es. (Abg. Kickl: Das ist ein bisserl eine Verschwörungstheorie!) – Das ist keine Verschwörungstheorie. (Abg. Kickl: Das ist aber Schwurbelei!) – Auch keine Schwurbelei. (Abg. Kickl: Natürlich!) Ich sage Ihnen, was das ist (Abg. Kickl: Der Oberschwurbler!): Das ist eine Beobachtung Ihrer Politik, seit wir in der Europäischen Union sind, und da waren Sie immer dabei. Immer dabei! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Michael Hammer: Sicher!) Oder war der Freundschaftsvertrag ein Irrtum? (Abg. Michael Hammer: Sicher!) Ein Irrtum? (Abg. Kickl: Es war kein Vertrag! Herr Lopatka, es war kein Vertrag!) – Kein Irrtum, nein, Sie halten noch fest, das nehme ich zur Kenntnis, Klubobmann Kickl. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Den Unterschied zwischen einem Memorandum of Understanding und einem Vertrag müsstest du ja wissen! Du bist ja Jurist!)
Abg. Kickl: Natürlich!
Sie sehen ein Feindbild in der Europäischen Union. Wir sehen die Europäische Union durchaus als ein Konstrukt, von dem ich ein Freundbild habe. Das ist der große Unterschied zwischen Ihnen und uns: Wir sehen die Europäische Union als eine starke Gemeinschaft mit all den Fehlern, die es gibt (Abg. Kassegger: Vollkommener Realitätsverlust!), in der wir uns einbringen müssen, um sie besser zu machen, aber nicht, um sie zu zerstören. Das ist natürlich genau das Ziel von Putin. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Mit der AfD in Deutschland, mit Le Pen in Frankreich und Ihnen hat er hier ja entsprechende Verbündete – ja, so ist es. (Abg. Kickl: Das ist ein bisserl eine Verschwörungstheorie!) – Das ist keine Verschwörungstheorie. (Abg. Kickl: Das ist aber Schwurbelei!) – Auch keine Schwurbelei. (Abg. Kickl: Natürlich!) Ich sage Ihnen, was das ist (Abg. Kickl: Der Oberschwurbler!): Das ist eine Beobachtung Ihrer Politik, seit wir in der Europäischen Union sind, und da waren Sie immer dabei. Immer dabei! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Michael Hammer: Sicher!) Oder war der Freundschaftsvertrag ein Irrtum? (Abg. Michael Hammer: Sicher!) Ein Irrtum? (Abg. Kickl: Es war kein Vertrag! Herr Lopatka, es war kein Vertrag!) – Kein Irrtum, nein, Sie halten noch fest, das nehme ich zur Kenntnis, Klubobmann Kickl. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Den Unterschied zwischen einem Memorandum of Understanding und einem Vertrag müsstest du ja wissen! Du bist ja Jurist!)
Abg. Kickl: Der Oberschwurbler!
Sie sehen ein Feindbild in der Europäischen Union. Wir sehen die Europäische Union durchaus als ein Konstrukt, von dem ich ein Freundbild habe. Das ist der große Unterschied zwischen Ihnen und uns: Wir sehen die Europäische Union als eine starke Gemeinschaft mit all den Fehlern, die es gibt (Abg. Kassegger: Vollkommener Realitätsverlust!), in der wir uns einbringen müssen, um sie besser zu machen, aber nicht, um sie zu zerstören. Das ist natürlich genau das Ziel von Putin. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Mit der AfD in Deutschland, mit Le Pen in Frankreich und Ihnen hat er hier ja entsprechende Verbündete – ja, so ist es. (Abg. Kickl: Das ist ein bisserl eine Verschwörungstheorie!) – Das ist keine Verschwörungstheorie. (Abg. Kickl: Das ist aber Schwurbelei!) – Auch keine Schwurbelei. (Abg. Kickl: Natürlich!) Ich sage Ihnen, was das ist (Abg. Kickl: Der Oberschwurbler!): Das ist eine Beobachtung Ihrer Politik, seit wir in der Europäischen Union sind, und da waren Sie immer dabei. Immer dabei! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Michael Hammer: Sicher!) Oder war der Freundschaftsvertrag ein Irrtum? (Abg. Michael Hammer: Sicher!) Ein Irrtum? (Abg. Kickl: Es war kein Vertrag! Herr Lopatka, es war kein Vertrag!) – Kein Irrtum, nein, Sie halten noch fest, das nehme ich zur Kenntnis, Klubobmann Kickl. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Den Unterschied zwischen einem Memorandum of Understanding und einem Vertrag müsstest du ja wissen! Du bist ja Jurist!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Michael Hammer: Sicher!
Sie sehen ein Feindbild in der Europäischen Union. Wir sehen die Europäische Union durchaus als ein Konstrukt, von dem ich ein Freundbild habe. Das ist der große Unterschied zwischen Ihnen und uns: Wir sehen die Europäische Union als eine starke Gemeinschaft mit all den Fehlern, die es gibt (Abg. Kassegger: Vollkommener Realitätsverlust!), in der wir uns einbringen müssen, um sie besser zu machen, aber nicht, um sie zu zerstören. Das ist natürlich genau das Ziel von Putin. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Mit der AfD in Deutschland, mit Le Pen in Frankreich und Ihnen hat er hier ja entsprechende Verbündete – ja, so ist es. (Abg. Kickl: Das ist ein bisserl eine Verschwörungstheorie!) – Das ist keine Verschwörungstheorie. (Abg. Kickl: Das ist aber Schwurbelei!) – Auch keine Schwurbelei. (Abg. Kickl: Natürlich!) Ich sage Ihnen, was das ist (Abg. Kickl: Der Oberschwurbler!): Das ist eine Beobachtung Ihrer Politik, seit wir in der Europäischen Union sind, und da waren Sie immer dabei. Immer dabei! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Michael Hammer: Sicher!) Oder war der Freundschaftsvertrag ein Irrtum? (Abg. Michael Hammer: Sicher!) Ein Irrtum? (Abg. Kickl: Es war kein Vertrag! Herr Lopatka, es war kein Vertrag!) – Kein Irrtum, nein, Sie halten noch fest, das nehme ich zur Kenntnis, Klubobmann Kickl. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Den Unterschied zwischen einem Memorandum of Understanding und einem Vertrag müsstest du ja wissen! Du bist ja Jurist!)
Abg. Michael Hammer: Sicher!
Sie sehen ein Feindbild in der Europäischen Union. Wir sehen die Europäische Union durchaus als ein Konstrukt, von dem ich ein Freundbild habe. Das ist der große Unterschied zwischen Ihnen und uns: Wir sehen die Europäische Union als eine starke Gemeinschaft mit all den Fehlern, die es gibt (Abg. Kassegger: Vollkommener Realitätsverlust!), in der wir uns einbringen müssen, um sie besser zu machen, aber nicht, um sie zu zerstören. Das ist natürlich genau das Ziel von Putin. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Mit der AfD in Deutschland, mit Le Pen in Frankreich und Ihnen hat er hier ja entsprechende Verbündete – ja, so ist es. (Abg. Kickl: Das ist ein bisserl eine Verschwörungstheorie!) – Das ist keine Verschwörungstheorie. (Abg. Kickl: Das ist aber Schwurbelei!) – Auch keine Schwurbelei. (Abg. Kickl: Natürlich!) Ich sage Ihnen, was das ist (Abg. Kickl: Der Oberschwurbler!): Das ist eine Beobachtung Ihrer Politik, seit wir in der Europäischen Union sind, und da waren Sie immer dabei. Immer dabei! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Michael Hammer: Sicher!) Oder war der Freundschaftsvertrag ein Irrtum? (Abg. Michael Hammer: Sicher!) Ein Irrtum? (Abg. Kickl: Es war kein Vertrag! Herr Lopatka, es war kein Vertrag!) – Kein Irrtum, nein, Sie halten noch fest, das nehme ich zur Kenntnis, Klubobmann Kickl. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Den Unterschied zwischen einem Memorandum of Understanding und einem Vertrag müsstest du ja wissen! Du bist ja Jurist!)
Abg. Kickl: Es war kein Vertrag! Herr Lopatka, es war kein Vertrag!
Sie sehen ein Feindbild in der Europäischen Union. Wir sehen die Europäische Union durchaus als ein Konstrukt, von dem ich ein Freundbild habe. Das ist der große Unterschied zwischen Ihnen und uns: Wir sehen die Europäische Union als eine starke Gemeinschaft mit all den Fehlern, die es gibt (Abg. Kassegger: Vollkommener Realitätsverlust!), in der wir uns einbringen müssen, um sie besser zu machen, aber nicht, um sie zu zerstören. Das ist natürlich genau das Ziel von Putin. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Mit der AfD in Deutschland, mit Le Pen in Frankreich und Ihnen hat er hier ja entsprechende Verbündete – ja, so ist es. (Abg. Kickl: Das ist ein bisserl eine Verschwörungstheorie!) – Das ist keine Verschwörungstheorie. (Abg. Kickl: Das ist aber Schwurbelei!) – Auch keine Schwurbelei. (Abg. Kickl: Natürlich!) Ich sage Ihnen, was das ist (Abg. Kickl: Der Oberschwurbler!): Das ist eine Beobachtung Ihrer Politik, seit wir in der Europäischen Union sind, und da waren Sie immer dabei. Immer dabei! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Michael Hammer: Sicher!) Oder war der Freundschaftsvertrag ein Irrtum? (Abg. Michael Hammer: Sicher!) Ein Irrtum? (Abg. Kickl: Es war kein Vertrag! Herr Lopatka, es war kein Vertrag!) – Kein Irrtum, nein, Sie halten noch fest, das nehme ich zur Kenntnis, Klubobmann Kickl. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Den Unterschied zwischen einem Memorandum of Understanding und einem Vertrag müsstest du ja wissen! Du bist ja Jurist!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Den Unterschied zwischen einem Memorandum of Understanding und einem Vertrag müsstest du ja wissen! Du bist ja Jurist!
Sie sehen ein Feindbild in der Europäischen Union. Wir sehen die Europäische Union durchaus als ein Konstrukt, von dem ich ein Freundbild habe. Das ist der große Unterschied zwischen Ihnen und uns: Wir sehen die Europäische Union als eine starke Gemeinschaft mit all den Fehlern, die es gibt (Abg. Kassegger: Vollkommener Realitätsverlust!), in der wir uns einbringen müssen, um sie besser zu machen, aber nicht, um sie zu zerstören. Das ist natürlich genau das Ziel von Putin. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Mit der AfD in Deutschland, mit Le Pen in Frankreich und Ihnen hat er hier ja entsprechende Verbündete – ja, so ist es. (Abg. Kickl: Das ist ein bisserl eine Verschwörungstheorie!) – Das ist keine Verschwörungstheorie. (Abg. Kickl: Das ist aber Schwurbelei!) – Auch keine Schwurbelei. (Abg. Kickl: Natürlich!) Ich sage Ihnen, was das ist (Abg. Kickl: Der Oberschwurbler!): Das ist eine Beobachtung Ihrer Politik, seit wir in der Europäischen Union sind, und da waren Sie immer dabei. Immer dabei! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Michael Hammer: Sicher!) Oder war der Freundschaftsvertrag ein Irrtum? (Abg. Michael Hammer: Sicher!) Ein Irrtum? (Abg. Kickl: Es war kein Vertrag! Herr Lopatka, es war kein Vertrag!) – Kein Irrtum, nein, Sie halten noch fest, das nehme ich zur Kenntnis, Klubobmann Kickl. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Den Unterschied zwischen einem Memorandum of Understanding und einem Vertrag müsstest du ja wissen! Du bist ja Jurist!)
Abg. Meinl-Reisinger: Die Schweiz hat auch klar festgestellt, dass wir ein Sicherheitsrisiko für die Schweiz sind!
In der Ukraine kommt der Tod für die Zivilbevölkerung vor allem aus der Luft. Da ist es richtig, dass wir uns hier auch entsprechend absichern. Sky Shield ist ein solches Projekt. In vielen Bereichen nennen Sie die Schweiz als Vorbild, in vielen Reden, auch von Ihnen. Die Schweiz hat klar festgestellt: Das ist mit der Schweizer Neutralität vereinbar – auch mit der österreichischen Neutralität (Abg. Meinl-Reisinger: Die Schweiz hat auch klar festgestellt, dass wir ein Sicherheitsrisiko für die Schweiz sind!), weil es unsere Pflicht ist, unsere Menschen zu schützen. Es ist tatsächlich so, dass die Gefahr aus der Luft kommt; ich wiederhole mich: Der Tod in der Ukraine kommt durch Drohnen, durch Raketen aus Russland. Wir müssen uns rechtzeitig vorbereiten, gemeinsam mit anderen Staaten; das könnten wir nie alleine machen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Deimek.
In der Ukraine kommt der Tod für die Zivilbevölkerung vor allem aus der Luft. Da ist es richtig, dass wir uns hier auch entsprechend absichern. Sky Shield ist ein solches Projekt. In vielen Bereichen nennen Sie die Schweiz als Vorbild, in vielen Reden, auch von Ihnen. Die Schweiz hat klar festgestellt: Das ist mit der Schweizer Neutralität vereinbar – auch mit der österreichischen Neutralität (Abg. Meinl-Reisinger: Die Schweiz hat auch klar festgestellt, dass wir ein Sicherheitsrisiko für die Schweiz sind!), weil es unsere Pflicht ist, unsere Menschen zu schützen. Es ist tatsächlich so, dass die Gefahr aus der Luft kommt; ich wiederhole mich: Der Tod in der Ukraine kommt durch Drohnen, durch Raketen aus Russland. Wir müssen uns rechtzeitig vorbereiten, gemeinsam mit anderen Staaten; das könnten wir nie alleine machen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Ruf bei der FPÖ: Ah!
Ein weiterer Punkt, den ich nur noch kurz ansprechen möchte – und das halte ich für wichtig, weil wir hier keine künstlichen Debatten führen sollen –: Österreich ist und bleibt neutral. (Ruf bei der FPÖ: Ah!) – Ja, Österreich ist und bleibt neutral. (Abg. Kickl: Neutralitätsziehharmonika der ÖVP!) – Nein, es ist kein Problem, war es auch nicht für Ihren Verteidigungsminister Mario Kunasek. Sie kennen ihn, nehme ich an. (Abg. Michael Hammer: Nein, nimmer, weil der hat ein bissl eine Baustelle!) Er war einmal Verteidigungsminister. (Abg. Kickl: Neutralitätsziehharmonika!) – Nicht Ziehharmonika! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Abg. Kickl: Neutralitätsziehharmonika der ÖVP!
Ein weiterer Punkt, den ich nur noch kurz ansprechen möchte – und das halte ich für wichtig, weil wir hier keine künstlichen Debatten führen sollen –: Österreich ist und bleibt neutral. (Ruf bei der FPÖ: Ah!) – Ja, Österreich ist und bleibt neutral. (Abg. Kickl: Neutralitätsziehharmonika der ÖVP!) – Nein, es ist kein Problem, war es auch nicht für Ihren Verteidigungsminister Mario Kunasek. Sie kennen ihn, nehme ich an. (Abg. Michael Hammer: Nein, nimmer, weil der hat ein bissl eine Baustelle!) Er war einmal Verteidigungsminister. (Abg. Kickl: Neutralitätsziehharmonika!) – Nicht Ziehharmonika! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Abg. Michael Hammer: Nein, nimmer, weil der hat ein bissl eine Baustelle!
Ein weiterer Punkt, den ich nur noch kurz ansprechen möchte – und das halte ich für wichtig, weil wir hier keine künstlichen Debatten führen sollen –: Österreich ist und bleibt neutral. (Ruf bei der FPÖ: Ah!) – Ja, Österreich ist und bleibt neutral. (Abg. Kickl: Neutralitätsziehharmonika der ÖVP!) – Nein, es ist kein Problem, war es auch nicht für Ihren Verteidigungsminister Mario Kunasek. Sie kennen ihn, nehme ich an. (Abg. Michael Hammer: Nein, nimmer, weil der hat ein bissl eine Baustelle!) Er war einmal Verteidigungsminister. (Abg. Kickl: Neutralitätsziehharmonika!) – Nicht Ziehharmonika! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Abg. Kickl: Neutralitätsziehharmonika!
Ein weiterer Punkt, den ich nur noch kurz ansprechen möchte – und das halte ich für wichtig, weil wir hier keine künstlichen Debatten führen sollen –: Österreich ist und bleibt neutral. (Ruf bei der FPÖ: Ah!) – Ja, Österreich ist und bleibt neutral. (Abg. Kickl: Neutralitätsziehharmonika der ÖVP!) – Nein, es ist kein Problem, war es auch nicht für Ihren Verteidigungsminister Mario Kunasek. Sie kennen ihn, nehme ich an. (Abg. Michael Hammer: Nein, nimmer, weil der hat ein bissl eine Baustelle!) Er war einmal Verteidigungsminister. (Abg. Kickl: Neutralitätsziehharmonika!) – Nicht Ziehharmonika! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kickl.
Ein weiterer Punkt, den ich nur noch kurz ansprechen möchte – und das halte ich für wichtig, weil wir hier keine künstlichen Debatten führen sollen –: Österreich ist und bleibt neutral. (Ruf bei der FPÖ: Ah!) – Ja, Österreich ist und bleibt neutral. (Abg. Kickl: Neutralitätsziehharmonika der ÖVP!) – Nein, es ist kein Problem, war es auch nicht für Ihren Verteidigungsminister Mario Kunasek. Sie kennen ihn, nehme ich an. (Abg. Michael Hammer: Nein, nimmer, weil der hat ein bissl eine Baustelle!) Er war einmal Verteidigungsminister. (Abg. Kickl: Neutralitätsziehharmonika!) – Nicht Ziehharmonika! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Abg. Michael Hammer: Der Herr Bösch wollte der Nato beitreten!
Warum sage ich das? – Weil das: einerseits die neutrale Position zu halten, andererseits solidarisch zu sein und bei diesem europäischen Sicherheitskonzept mitzumachen, natürlich kein Widerspruch ist. (Abg. Michael Hammer: Der Herr Bösch wollte der Nato beitreten!) Das ist kein Widerspruch, den wollen nur Sie immer wieder erzeugen.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Wer sind denn diese Nachbarländer, die uns angreifen könnten? Sind das dieselben, die in der EU sind? Sind das die gleichen?
Meine Damen und Herren! Die Europäische Union sichert unseren Frieden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Wer sind denn diese Nachbarländer, die uns angreifen könnten? Sind das dieselben, die in der EU sind? Sind das die gleichen?) Wer sind die, die uns angreifen könnten? – Die Raketen, sage ich Ihnen, die Raketen, die Russland abschießt, könnten durchaus auch in Österreich landen. (Abg. Kickl: Das ist nur blöd, dass Sky Shield nicht so weit schießt!) Vielleicht geht ihr Denken nicht so weit, aber die Raketen gehen so weit, Kollege Kickl. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Gehen sie nicht! Gehen sie nicht, gehen nur bis Bratislava!)
Abg. Kickl: Das ist nur blöd, dass Sky Shield nicht so weit schießt!
Meine Damen und Herren! Die Europäische Union sichert unseren Frieden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Wer sind denn diese Nachbarländer, die uns angreifen könnten? Sind das dieselben, die in der EU sind? Sind das die gleichen?) Wer sind die, die uns angreifen könnten? – Die Raketen, sage ich Ihnen, die Raketen, die Russland abschießt, könnten durchaus auch in Österreich landen. (Abg. Kickl: Das ist nur blöd, dass Sky Shield nicht so weit schießt!) Vielleicht geht ihr Denken nicht so weit, aber die Raketen gehen so weit, Kollege Kickl. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Gehen sie nicht! Gehen sie nicht, gehen nur bis Bratislava!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Gehen sie nicht! Gehen sie nicht, gehen nur bis Bratislava!
Meine Damen und Herren! Die Europäische Union sichert unseren Frieden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Wer sind denn diese Nachbarländer, die uns angreifen könnten? Sind das dieselben, die in der EU sind? Sind das die gleichen?) Wer sind die, die uns angreifen könnten? – Die Raketen, sage ich Ihnen, die Raketen, die Russland abschießt, könnten durchaus auch in Österreich landen. (Abg. Kickl: Das ist nur blöd, dass Sky Shield nicht so weit schießt!) Vielleicht geht ihr Denken nicht so weit, aber die Raketen gehen so weit, Kollege Kickl. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Gehen sie nicht! Gehen sie nicht, gehen nur bis Bratislava!)
Zwischenruf des Abg. Kickl.
Daher, zum Schluss kommend, meine Damen und Herren: Es ist begrüßenswert, dass die Bundesregierung in unser Bundesheer investiert, erstmals mehr als 4 Milliarden Euro. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Es ist begrüßenswert, dass wir in diese Sicherheitsgemeinschaft in Europa schon eingebunden sind, weil die Europäische Union sich von einer Friedens- zu einer Sicherheitsunion zu entwickeln hat. Und es ist gut, dass wir eine neue nationale Sicherheitsstrategie ausarbeiten (Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff), weil sich die Lage um uns herum völlig geändert hat.
Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff
Daher, zum Schluss kommend, meine Damen und Herren: Es ist begrüßenswert, dass die Bundesregierung in unser Bundesheer investiert, erstmals mehr als 4 Milliarden Euro. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Es ist begrüßenswert, dass wir in diese Sicherheitsgemeinschaft in Europa schon eingebunden sind, weil die Europäische Union sich von einer Friedens- zu einer Sicherheitsunion zu entwickeln hat. Und es ist gut, dass wir eine neue nationale Sicherheitsstrategie ausarbeiten (Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff), weil sich die Lage um uns herum völlig geändert hat.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Deimek: Da steht immer nur Kickl drin! – Abg. Michael Hammer: ... Aluhut! – Abg. Martin Graf: In der Planwirtschaft ist die ÖVP ...!
In diesem Sinne: Lesen Sie den Österreichplan (die Broschüre „Der Österreichplan“ in die Höhe haltend), Kollege Kickl, dort ist das alles festgehalten – eine empfehlenswerte Lektüre. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Deimek: Da steht immer nur Kickl drin! – Abg. Michael Hammer: ... Aluhut! – Abg. Martin Graf: In der Planwirtschaft ist die ÖVP ...!)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Stögmüller.
All dies führt in der Bevölkerung zu Unsicherheit. Noch dramatischer als das: Manche zweifeln an der Widerstandskraft unseres demokratischen und offenen Lebensmodells, dieses demokratischen Lebensmodells, das uns in den letzten Jahrzehnten Freiheit, Frieden und Wohlstand beschert hat, und daher gilt es dieses demokratische Lebensmodell mit aller Kraft zu verteidigen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Stögmüller.)
Abg. Kickl: Ja, da rächt sich Ihr Import!
Wiens! Denken Sie an den Cyberangriff auf das österreichische Außenministerium und an die täglichen Cyberangriffe auf österreichische Betriebe! Denken Sie an die fehlgeleitete Drohne, die nicht in der Ukraine, sondern in Kroatien heruntergekommen ist, oder aber auch an den dramatischen Anstieg antisemitischer Vorfälle insbesondere seit dem 7. Oktober letzten Jahres! (Abg. Kickl: Ja, da rächt sich Ihr Import!) Wir sehen hier Angriffe auf Menschen, auf Häuser, auf Institutionen, auf Synagogen. Einen traurigen Tiefpunkt hat diese Entwicklung wohl im Brandanschlag auf den jüdischen Teil des Wiener Zentralfriedhofes gefunden.
Rufe bei der FPÖ: Ah! ... selber Angst!
Ich sage all das nicht, weil ich Ihnen Angst machen möchte. (Rufe bei der FPÖ: Ah! ... selber Angst!) Österreich ist nach wie vor eines der sichersten Länder der Welt, und darauf können wir stolz sein, aber, meine sehr geehrten Damen und Herren, wir dürfen uns nicht darauf ausruhen. Die Neutralität ist Ausgangspunkt all unseres Handelns. Das Bundesverfassungsgesetz über die Neutralität definiert den Rahmen und setzt auch die Grenzen unseres Handelns.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Stögmüller
Diese Neutralität ist aber gleichzeitig Auftrag und Chance – Auftrag, weil wir eine umfassende Landesverteidigung sicherstellen müssen. Das Bundesheer zu stärken war längst überfällig. Gelungen ist das unserer Verteidigungsministerin Klaudia Tanner in dieser Regierung mit einer massiven Erhöhung des Verteidigungsbudgets um 21 Prozent (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Stögmüller) – Abgeordneter Lopatka hat es schon ausgeführt: das sind 4 Milliarden Euro – und mit Anschaffungen für das Bundesheer.
Abg. Reifenberger: Der Nato!
Nur wenige Monate nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine haben die Verteidigungsministerinnen und -minister sich darauf geeinigt, zusammenzuarbeiten, ein Ausfluss daraus ist der European Sky Shield, eine notwendige Verteidigung des Luftraumes (Abg. Reifenberger: Der Nato!) – das sollte allen spätestens seit Februar 2022 klar sein. Denken Sie an ballistische Raketen, denken Sie an fehlgeleitete Drohnen! Nicht so weit von uns entfernt, in Kroatien, ist das bereits passiert. Aber noch einmal: Es geht nicht darum, Ängste zu schüren, sondern es ist die Aufgabe der Politik, vorauszudenken, Bedrohungsszenarien zu antizipieren (Abg. Kickl: Das haben Sie bei der Zuwanderung hervorragend gemacht!) und eine leistungsfähige Luftverteidigung auch tatsächlich sicherzustellen – im Verbund. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Stögmüller.)
Abg. Kickl: Das haben Sie bei der Zuwanderung hervorragend gemacht!
Nur wenige Monate nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine haben die Verteidigungsministerinnen und -minister sich darauf geeinigt, zusammenzuarbeiten, ein Ausfluss daraus ist der European Sky Shield, eine notwendige Verteidigung des Luftraumes (Abg. Reifenberger: Der Nato!) – das sollte allen spätestens seit Februar 2022 klar sein. Denken Sie an ballistische Raketen, denken Sie an fehlgeleitete Drohnen! Nicht so weit von uns entfernt, in Kroatien, ist das bereits passiert. Aber noch einmal: Es geht nicht darum, Ängste zu schüren, sondern es ist die Aufgabe der Politik, vorauszudenken, Bedrohungsszenarien zu antizipieren (Abg. Kickl: Das haben Sie bei der Zuwanderung hervorragend gemacht!) und eine leistungsfähige Luftverteidigung auch tatsächlich sicherzustellen – im Verbund. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Stögmüller.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Stögmüller.
Nur wenige Monate nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine haben die Verteidigungsministerinnen und -minister sich darauf geeinigt, zusammenzuarbeiten, ein Ausfluss daraus ist der European Sky Shield, eine notwendige Verteidigung des Luftraumes (Abg. Reifenberger: Der Nato!) – das sollte allen spätestens seit Februar 2022 klar sein. Denken Sie an ballistische Raketen, denken Sie an fehlgeleitete Drohnen! Nicht so weit von uns entfernt, in Kroatien, ist das bereits passiert. Aber noch einmal: Es geht nicht darum, Ängste zu schüren, sondern es ist die Aufgabe der Politik, vorauszudenken, Bedrohungsszenarien zu antizipieren (Abg. Kickl: Das haben Sie bei der Zuwanderung hervorragend gemacht!) und eine leistungsfähige Luftverteidigung auch tatsächlich sicherzustellen – im Verbund. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Stögmüller.)
Abg. Kickl: Genau: Jeder schießt, wie er glaubt!
auch nicht das Zulassen militärischer Stützpunkte anderer Staaten hier in Österreich dar, und das Kommando bleibt selbstverständlich immer in Österreich. (Abg. Kickl: Genau: Jeder schießt, wie er glaubt!)
Abg. Kickl: Polizeiinspektionen sperren zu in der Nacht! Das ist unglaublich! Und Sie reden von Raketen!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, wir müssen der Realität ins Auge sehen. Die Sicherheitslage Österreichs wird sich auf absehbare Zeit wahrscheinlich nicht verbessern, sondern ist, ganz im Gegenteil, einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt (Abg. Kickl: Polizeiinspektionen sperren zu in der Nacht! Das ist unglaublich! Und Sie reden von Raketen!), wie auch die Sicherheitslage in anderen
Heiterkeit der Abgeordneten Disoski und Stögmüller.
Politik erfordert Mut, Ehrlichkeit und Stärke – Eigenschaften, die nicht jedem in diesem Hohen Haus zugesprochen werden können. (Heiterkeit der Abgeordneten Disoski und Stögmüller.) Hören Sie nicht auf jene, die Sie in Sicherheit wiegen wollen und dabei selbst den Kopf in den Sand stecken! Im Angesicht der Gefahr gibt es nur eines: ihr direkt ins Auge zu blicken und zu handeln. – Wir tun das. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Stögmüller.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Stögmüller.
Politik erfordert Mut, Ehrlichkeit und Stärke – Eigenschaften, die nicht jedem in diesem Hohen Haus zugesprochen werden können. (Heiterkeit der Abgeordneten Disoski und Stögmüller.) Hören Sie nicht auf jene, die Sie in Sicherheit wiegen wollen und dabei selbst den Kopf in den Sand stecken! Im Angesicht der Gefahr gibt es nur eines: ihr direkt ins Auge zu blicken und zu handeln. – Wir tun das. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Stögmüller.)
Abg. Kickl: Einer mit Rückgrat und Charakter – oder auch nicht!
Zu Wort gemeldet ist der Erste Vizepräsident des Europäischen Parlaments Othmar Karas. – Bitte. (Abg. Kickl: Einer mit Rückgrat und Charakter – oder auch nicht!)
Beifall bei ÖVP und NEOS sowie der Abgeordneten Disoski und Stögmüller.
Ich sage Ihnen ganz klar: Ich stehe für eine gemeinsame EU-Sicherheits- und Verteidigungsunion. Das bedeutet für mich eine Europäische Union, die in der Welt mit einer Stimme spricht und schnelle Entscheidungen trifft, nationale Armeen, die durch gemeinsame Beschaffung gut ausgerüstet sind und effizient nach einem gemeinsamen Plan zusammenarbeiten. Bevor einige hier wieder, wie ich das schon gehört habe, mit der Neutralität in unserer Bundesverfassung gegen diesen Plan argumentieren, empfehle ich ihnen, in Ergänzung zu dem, was die Frau Bundesministerin gesagt hat, noch einen Blick in die Bundesverfassung zu werfen, denn dort steht im Artikel 23j ganz klar, dass der Aufbau einer gemeinsamen europäischen Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik mit dem Neutralitätsgesetz vereinbar ist, dass sie nicht im Widerspruch dazu steht. Es gibt daher überhaupt keinen Grund für Österreich, nicht eine aktive Rolle beim Aufbau einer gemeinsamen Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik zu spielen. (Beifall bei ÖVP und NEOS sowie der Abgeordneten Disoski und Stögmüller.)
Abg. Kickl: Wie wäre es aber, das Volk zu befragen?
Für mich ist eine solche EU-Verteidigungsunion (Abg. Kickl: Wie wäre es aber, das Volk zu befragen?) auch ein gutes Beispiel dafür, dass Unabhängigkeit für die EU notwendig ist, starke Partnerschaften aber genauso wichtig sind. Die Nato – auch das sei offen gesagt – wird immer Teil einer europäischen Sicherheitsarchitektur sein, allein schon deshalb, weil fast alle EU-Staaten, bald 23 von 27, Nato-Mitglieder sind (Abg. Kickl: Ah?), aber alle 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union kommen zusammen gerade einmal auf rund ein Drittel des Nato-Budgets. Es wird einen Zeitpunkt geben, vielleicht sogar früher, als wir glauben, an dem die Vereinigten Staaten von Amerika nicht mehr bereit sind, für unsere Verteidigung zu garantieren. Wenn wir uns als Europäische Union ernst nehmen wollen, müssen wir als Europäische Union auch ohne die USA und ohne die Nato wehrhaft sein. (Beifall bei ÖVP und NEOS sowie der Abgeordneten Disoski und Stögmüller.)
Abg. Kickl: Ah?
Für mich ist eine solche EU-Verteidigungsunion (Abg. Kickl: Wie wäre es aber, das Volk zu befragen?) auch ein gutes Beispiel dafür, dass Unabhängigkeit für die EU notwendig ist, starke Partnerschaften aber genauso wichtig sind. Die Nato – auch das sei offen gesagt – wird immer Teil einer europäischen Sicherheitsarchitektur sein, allein schon deshalb, weil fast alle EU-Staaten, bald 23 von 27, Nato-Mitglieder sind (Abg. Kickl: Ah?), aber alle 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union kommen zusammen gerade einmal auf rund ein Drittel des Nato-Budgets. Es wird einen Zeitpunkt geben, vielleicht sogar früher, als wir glauben, an dem die Vereinigten Staaten von Amerika nicht mehr bereit sind, für unsere Verteidigung zu garantieren. Wenn wir uns als Europäische Union ernst nehmen wollen, müssen wir als Europäische Union auch ohne die USA und ohne die Nato wehrhaft sein. (Beifall bei ÖVP und NEOS sowie der Abgeordneten Disoski und Stögmüller.)
Beifall bei ÖVP und NEOS sowie der Abgeordneten Disoski und Stögmüller.
Für mich ist eine solche EU-Verteidigungsunion (Abg. Kickl: Wie wäre es aber, das Volk zu befragen?) auch ein gutes Beispiel dafür, dass Unabhängigkeit für die EU notwendig ist, starke Partnerschaften aber genauso wichtig sind. Die Nato – auch das sei offen gesagt – wird immer Teil einer europäischen Sicherheitsarchitektur sein, allein schon deshalb, weil fast alle EU-Staaten, bald 23 von 27, Nato-Mitglieder sind (Abg. Kickl: Ah?), aber alle 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union kommen zusammen gerade einmal auf rund ein Drittel des Nato-Budgets. Es wird einen Zeitpunkt geben, vielleicht sogar früher, als wir glauben, an dem die Vereinigten Staaten von Amerika nicht mehr bereit sind, für unsere Verteidigung zu garantieren. Wenn wir uns als Europäische Union ernst nehmen wollen, müssen wir als Europäische Union auch ohne die USA und ohne die Nato wehrhaft sein. (Beifall bei ÖVP und NEOS sowie der Abgeordneten Disoski und Stögmüller.)
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der NEOS sowie der Abgeordneten Disoski und Stögmüller.
Dafür braucht es eine europäische Sicherheitsarchitektur, und dafür müssen wir unsere nationalen Armeen miteinander kompatibel machen und dafür muss die Beschaffung nach einem europaweiten Strategie- und Arbeitsprogramm erfolgen. Der Wissenschaftliche Dienst des Europäischen Parlaments hat errechnet, dass eine verstärkte Zusammenarbeit einen Effizienzgewinn von bis zu 75,5 Milliarden Euro pro Jahr erwirtschaftet. Das heißt, Zusammenarbeit schafft mehr Effizienz und spart Kosten! (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der NEOS sowie der Abgeordneten Disoski und Stögmüller.)
Abg. Michael Hammer: Österreichplan!
Ich sage zum Schluss: Diesen Plan müssen wir jetzt konsequent umsetzen (Abg. Michael Hammer: Österreichplan!) und ehrlich kommunizieren. Dafür braucht es aber auch eine offene Debatte über unsere Sicherheitsstruktur, darüber, wie wir die Bürgerinnen und Bürger, unsere Infrastruktur, die liberale Demokratie und unsere Wettbewerbsfähigkeit und den sozialen Zusammenhalt vor alten und neuen Bedrohungsfeldern schützen können. Wir müssen darüber reden, wie, wodurch wir das Beste zum Schutz und zur Sicherheit Österreichs leisten können. (Beifall bei ÖVP, Grünen und NEOS.)
Beifall bei ÖVP, Grünen und NEOS.
Ich sage zum Schluss: Diesen Plan müssen wir jetzt konsequent umsetzen (Abg. Michael Hammer: Österreichplan!) und ehrlich kommunizieren. Dafür braucht es aber auch eine offene Debatte über unsere Sicherheitsstruktur, darüber, wie wir die Bürgerinnen und Bürger, unsere Infrastruktur, die liberale Demokratie und unsere Wettbewerbsfähigkeit und den sozialen Zusammenhalt vor alten und neuen Bedrohungsfeldern schützen können. Wir müssen darüber reden, wie, wodurch wir das Beste zum Schutz und zur Sicherheit Österreichs leisten können. (Beifall bei ÖVP, Grünen und NEOS.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordnete Eva Maria Holzleitner, BSc (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Ich darf zunächst die Gruppe der Pensionistinnen und Pensionisten aus Seiersberg-Pirka, die auf Einladung der Kollegin Karin Greiner gekommen sind, sehr herzlich bei uns im Haus begrüßen. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Bogner-Strauß und Scheucher-Pichler.
Die Europäische Union ist gleichstellungspolitisch auf dem richtigen Weg, und ja, auch das bedeutet Sicherheit: soziale Sicherheit. In den vergangenen Jahren wurden wesentliche Richtlinien für Frauen und die Gleichstellung verhandelt und auch beschlossen, insbesondere durch sozialdemokratische Kolleginnen und Kollegen wie unsere Vizepräsidentin Evelyn Regner, die nachher hier auch das Wort ergreifen wird. Egal ob Lohntransparenz oder Geschlechterquoten in Vorständen oder Aufsichtsräten: Europa geht voran. Die Gleichstellung der Geschlechter steht ganz oben auf der Agenda, und das ist auch richtig so. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Bogner-Strauß und Scheucher-Pichler.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Bei der sogenannten Women-on-Boards-Richtlinie geht es darum, dass Frauen bestmöglich dabei unterstützt werden, durch Quoten die gläserne Decke endlich zu durchbrechen. Trotz höchster Qualifikationen sind sie noch unterrepräsentiert, und das ist nicht fair. Da hilft diese Richtlinie, diesen guten Weg zu beschreiten. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Mitgliedstaaten sich verpflichten, die Konvention umzusetzen. Aktuell wird eine Richtlinie zur Bekämpfung von geschlechterspezifischer Gewalt verhandelt. Es geht darum, dass auch der Straftatbestand der Vergewaltigung europaweit geregelt werden soll. (Beifall bei der SPÖ.) Unser Standpunkt ist klar: Nur ja heißt ja! (Abg. Kickl: Sollen wir jetzt Vergewaltiger abschieben oder nicht?) Das muss für alle Frauen in Europa gelten.
Abg. Kickl: Sollen wir jetzt Vergewaltiger abschieben oder nicht?
Mitgliedstaaten sich verpflichten, die Konvention umzusetzen. Aktuell wird eine Richtlinie zur Bekämpfung von geschlechterspezifischer Gewalt verhandelt. Es geht darum, dass auch der Straftatbestand der Vergewaltigung europaweit geregelt werden soll. (Beifall bei der SPÖ.) Unser Standpunkt ist klar: Nur ja heißt ja! (Abg. Kickl: Sollen wir jetzt Vergewaltiger abschieben oder nicht?) Das muss für alle Frauen in Europa gelten.
Abg. Michael Hammer: Da kommt man jetzt ...! – Ruf bei der SPÖ: Zuhören! – Abg. Michael Hammer: Na ja, das muss man besprechen! Das wird schon werden! Wird schon noch kommen!
Wir wissen, dass diese Auseinandersetzungen, die auf Ebene der Europäischen Union geführt werden, wichtig sind, weil wir auch sehen, dass beim völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine Frauenrechte verletzt wurden und nach wie vor verletzt werden. (Abg. Michael Hammer: Da kommt man jetzt ...! – Ruf bei der SPÖ: Zuhören! – Abg. Michael Hammer: Na ja, das muss man besprechen! Das wird schon werden! Wird schon noch kommen!) Sexualisierte Gewalt wird in diesen kriegerischen Auseinandersetzungen nach wie vor als Kriegswaffe eingesetzt, und dass Kollegen auch hier bei diesen wirklich dramatischen Schicksalen sich nicht Zwischenrufe sparen können, ist leider bedenklich, weil es da um Schicksale von Frauen, von Opfern, von Betroffenen geht. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek – in Richtung ÖVP –: Typisch! Typisch! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek – in Richtung ÖVP –: Typisch! Typisch! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wir wissen, dass diese Auseinandersetzungen, die auf Ebene der Europäischen Union geführt werden, wichtig sind, weil wir auch sehen, dass beim völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine Frauenrechte verletzt wurden und nach wie vor verletzt werden. (Abg. Michael Hammer: Da kommt man jetzt ...! – Ruf bei der SPÖ: Zuhören! – Abg. Michael Hammer: Na ja, das muss man besprechen! Das wird schon werden! Wird schon noch kommen!) Sexualisierte Gewalt wird in diesen kriegerischen Auseinandersetzungen nach wie vor als Kriegswaffe eingesetzt, und dass Kollegen auch hier bei diesen wirklich dramatischen Schicksalen sich nicht Zwischenrufe sparen können, ist leider bedenklich, weil es da um Schicksale von Frauen, von Opfern, von Betroffenen geht. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek – in Richtung ÖVP –: Typisch! Typisch! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Sollen jetzt Vergewaltiger abgeschoben werden?
Für uns ist auch klar, dass Länder innerhalb der Europäischen Union, die Frauenrechte zurückdrängen – Gesundheitsrechte wie den Zugang zum Schwangerschaftsabbruch –, auch in die Pflicht genommen werden müssen, dass diese Frauenrechte nicht beschnitten werden dürfen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Sollen jetzt Vergewaltiger abgeschoben werden?)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Schluss möchte ich noch einen Punkt ansprechen, der für die Sicherheit der Europäischen Union ebenso wichtig ist: Die Länder des Westbalkans müssen Teil der Europäischen Union werden! Auch diesbezüglich steht unser Delegationsleiter im Europäischen Parlament Andreas Schieder klar für eine ausgestreckte Hand. Europäische Sicherheit heißt, die Länder des Westbalkans in unsere Mitte zu holen, klare Beitrittsperspektiven und nicht nur leere Versprechungen zu geben. Das heißt Sicherheit für Europa, Sicherheit für uns. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Stögmüller: ... Aussage, bitte, Wirtschaftspartei!
Mitglied des Europäischen Parlaments Harald Vilimsky (FPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es gibt schon kühne Manöver in der Politik: Kühn wäre es etwa, wenn die Grünen behaupteten, sie würden etwas von Wirtschaft verstehen und eine gute Wirtschaftspolitik machen (Abg. Stögmüller: ... Aussage, bitte, Wirtschaftspartei!), oder wenn die SPÖ daherkäme und sagte, sie stünde für Verteilungsgerechtigkeit bei Kleingärten in Wien. – Das wäre kühn, aber es ist wirklich unverfroren, um nicht zu sagen scheinheilig, wenn die ÖVP heute eine EU-Stunde hier abhält (Abg. Lopatka: Europastunde!) und meint, Sicherheit hätte irgendetwas mit Europa zu tun. – Mitnichten, Herr Kollege Lopatka, und auf Sie komme ich gleich zu spre-
Abg. Lopatka: Europastunde!
Mitglied des Europäischen Parlaments Harald Vilimsky (FPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es gibt schon kühne Manöver in der Politik: Kühn wäre es etwa, wenn die Grünen behaupteten, sie würden etwas von Wirtschaft verstehen und eine gute Wirtschaftspolitik machen (Abg. Stögmüller: ... Aussage, bitte, Wirtschaftspartei!), oder wenn die SPÖ daherkäme und sagte, sie stünde für Verteilungsgerechtigkeit bei Kleingärten in Wien. – Das wäre kühn, aber es ist wirklich unverfroren, um nicht zu sagen scheinheilig, wenn die ÖVP heute eine EU-Stunde hier abhält (Abg. Lopatka: Europastunde!) und meint, Sicherheit hätte irgendetwas mit Europa zu tun. – Mitnichten, Herr Kollege Lopatka, und auf Sie komme ich gleich zu spre-
Zwischenruf des Abg. Michael Hammer
chen, weil das, was Sie hier gesagt haben, so etwas von weit weg von der Realität ist, so etwas von unfair ist (Zwischenruf des Abg. Michael Hammer) und so etwas von ÖVP-haft ist, wo Sie, wenn Sie hier stehen, rechts blinken, aber in Wahrheit mit Ihrer Europäischen Volkspartei und mit der ÖVP hier in Wien nur links marschieren. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Lopatka: Marschieren tun Sie!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Lopatka: Marschieren tun Sie!
chen, weil das, was Sie hier gesagt haben, so etwas von weit weg von der Realität ist, so etwas von unfair ist (Zwischenruf des Abg. Michael Hammer) und so etwas von ÖVP-haft ist, wo Sie, wenn Sie hier stehen, rechts blinken, aber in Wahrheit mit Ihrer Europäischen Volkspartei und mit der ÖVP hier in Wien nur links marschieren. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Lopatka: Marschieren tun Sie!)
Abg. Lopatka: Einen Freundschaftsvertrag haben nur Sie beschlossen!
Herr Kollege Lopatka, nehmen Sie zur Kenntnis: Ja, ich war 2016 in Moskau – mah, schlimm! –, in einer Zeit, als ich weiß nicht wer aller in Moskau war. (Abg. Lopatka: Einen Freundschaftsvertrag haben nur Sie beschlossen!) Von Van der Bellen bis Maderthaner (Abg. Kickl: Frau Edtstadler hat alle ...!), von Merkel bis Obama, alle waren sie dort. – So. (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Ich war genauso in den USA, ich stehe für die Neutralität und die Mitte (Heiterkeit des Abg. Schallmeiner), mit allen etwas Gutes zu tun zu haben. Das, was Sie machen, ist aber einfach nur unfair und falsch, und Sie wissen das genau, und auf die Auseinandersetzung freue ich mich. (Abg. Lopatka: Ich auch!)
Abg. Kickl: Frau Edtstadler hat alle ...!
Herr Kollege Lopatka, nehmen Sie zur Kenntnis: Ja, ich war 2016 in Moskau – mah, schlimm! –, in einer Zeit, als ich weiß nicht wer aller in Moskau war. (Abg. Lopatka: Einen Freundschaftsvertrag haben nur Sie beschlossen!) Von Van der Bellen bis Maderthaner (Abg. Kickl: Frau Edtstadler hat alle ...!), von Merkel bis Obama, alle waren sie dort. – So. (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Ich war genauso in den USA, ich stehe für die Neutralität und die Mitte (Heiterkeit des Abg. Schallmeiner), mit allen etwas Gutes zu tun zu haben. Das, was Sie machen, ist aber einfach nur unfair und falsch, und Sie wissen das genau, und auf die Auseinandersetzung freue ich mich. (Abg. Lopatka: Ich auch!)
Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Herr Kollege Lopatka, nehmen Sie zur Kenntnis: Ja, ich war 2016 in Moskau – mah, schlimm! –, in einer Zeit, als ich weiß nicht wer aller in Moskau war. (Abg. Lopatka: Einen Freundschaftsvertrag haben nur Sie beschlossen!) Von Van der Bellen bis Maderthaner (Abg. Kickl: Frau Edtstadler hat alle ...!), von Merkel bis Obama, alle waren sie dort. – So. (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Ich war genauso in den USA, ich stehe für die Neutralität und die Mitte (Heiterkeit des Abg. Schallmeiner), mit allen etwas Gutes zu tun zu haben. Das, was Sie machen, ist aber einfach nur unfair und falsch, und Sie wissen das genau, und auf die Auseinandersetzung freue ich mich. (Abg. Lopatka: Ich auch!)
Heiterkeit des Abg. Schallmeiner
Herr Kollege Lopatka, nehmen Sie zur Kenntnis: Ja, ich war 2016 in Moskau – mah, schlimm! –, in einer Zeit, als ich weiß nicht wer aller in Moskau war. (Abg. Lopatka: Einen Freundschaftsvertrag haben nur Sie beschlossen!) Von Van der Bellen bis Maderthaner (Abg. Kickl: Frau Edtstadler hat alle ...!), von Merkel bis Obama, alle waren sie dort. – So. (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Ich war genauso in den USA, ich stehe für die Neutralität und die Mitte (Heiterkeit des Abg. Schallmeiner), mit allen etwas Gutes zu tun zu haben. Das, was Sie machen, ist aber einfach nur unfair und falsch, und Sie wissen das genau, und auf die Auseinandersetzung freue ich mich. (Abg. Lopatka: Ich auch!)
Abg. Lopatka: Ich auch!
Herr Kollege Lopatka, nehmen Sie zur Kenntnis: Ja, ich war 2016 in Moskau – mah, schlimm! –, in einer Zeit, als ich weiß nicht wer aller in Moskau war. (Abg. Lopatka: Einen Freundschaftsvertrag haben nur Sie beschlossen!) Von Van der Bellen bis Maderthaner (Abg. Kickl: Frau Edtstadler hat alle ...!), von Merkel bis Obama, alle waren sie dort. – So. (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Ich war genauso in den USA, ich stehe für die Neutralität und die Mitte (Heiterkeit des Abg. Schallmeiner), mit allen etwas Gutes zu tun zu haben. Das, was Sie machen, ist aber einfach nur unfair und falsch, und Sie wissen das genau, und auf die Auseinandersetzung freue ich mich. (Abg. Lopatka: Ich auch!)
Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger
Weil da die NEOS sitzen, muss man auch das mit aller Deutlichkeit sagen: Wer hat denn im Jahr 2017 – ich glaube, da war es – gesagt: Putin ist so wichtig und muss in die EU hinein!? – Das war Herr Haselsteiner (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger) – derselbe Herr Haselsteiner, der zwei Jahre später, im Jahr 2019, 300 000 Euro an Sie überwiesen hat. Wer ist jetzt der Putin-Erfüllungsgehilfe? (Abg. Meinl-Reisinger: Das hat offensichtlich nicht viel gebracht, weil ...!) Darüber sollten wir diskutieren. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kickl – in Richtung Abg. Brandstätter –: Herr Brandstätter, das ist doch ...!)
Abg. Meinl-Reisinger: Das hat offensichtlich nicht viel gebracht, weil ...!
Weil da die NEOS sitzen, muss man auch das mit aller Deutlichkeit sagen: Wer hat denn im Jahr 2017 – ich glaube, da war es – gesagt: Putin ist so wichtig und muss in die EU hinein!? – Das war Herr Haselsteiner (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger) – derselbe Herr Haselsteiner, der zwei Jahre später, im Jahr 2019, 300 000 Euro an Sie überwiesen hat. Wer ist jetzt der Putin-Erfüllungsgehilfe? (Abg. Meinl-Reisinger: Das hat offensichtlich nicht viel gebracht, weil ...!) Darüber sollten wir diskutieren. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kickl – in Richtung Abg. Brandstätter –: Herr Brandstätter, das ist doch ...!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kickl – in Richtung Abg. Brandstätter –: Herr Brandstätter, das ist doch ...!
Weil da die NEOS sitzen, muss man auch das mit aller Deutlichkeit sagen: Wer hat denn im Jahr 2017 – ich glaube, da war es – gesagt: Putin ist so wichtig und muss in die EU hinein!? – Das war Herr Haselsteiner (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger) – derselbe Herr Haselsteiner, der zwei Jahre später, im Jahr 2019, 300 000 Euro an Sie überwiesen hat. Wer ist jetzt der Putin-Erfüllungsgehilfe? (Abg. Meinl-Reisinger: Das hat offensichtlich nicht viel gebracht, weil ...!) Darüber sollten wir diskutieren. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kickl – in Richtung Abg. Brandstätter –: Herr Brandstätter, das ist doch ...!)
Zwischenruf des Abg. Brandstätter
Es ist auch nicht Frieden, denn wir hätten Österreich – ich habe diesen Vorschlag so oft hier gemacht – als UNO-Standort, OSZE-Standort anbieten sollen, anbieten müssen (Zwischenruf des Abg. Brandstätter), um Friedensverhandlungen hier bei uns auf Wiener Boden zu machen. Das wollte nur niemand haben (Abg. Kickl – in Richtung Abg. Brandstätter –: ... Brandstätter, ... das ist ja unglaublich!), Sie haben mit den Sanktionen weitergemacht. Sie haben es zu verantworten, dass die Energiepreise bei uns explodiert sind, dass wir über 11 Prozent Inflation hatten und dass der Wohlstand hier völlig vernichtet wurde.
Abg. Kickl – in Richtung Abg. Brandstätter –: ... Brandstätter, ... das ist ja unglaublich!
Es ist auch nicht Frieden, denn wir hätten Österreich – ich habe diesen Vorschlag so oft hier gemacht – als UNO-Standort, OSZE-Standort anbieten sollen, anbieten müssen (Zwischenruf des Abg. Brandstätter), um Friedensverhandlungen hier bei uns auf Wiener Boden zu machen. Das wollte nur niemand haben (Abg. Kickl – in Richtung Abg. Brandstätter –: ... Brandstätter, ... das ist ja unglaublich!), Sie haben mit den Sanktionen weitergemacht. Sie haben es zu verantworten, dass die Energiepreise bei uns explodiert sind, dass wir über 11 Prozent Inflation hatten und dass der Wohlstand hier völlig vernichtet wurde.
Beifall bei der FPÖ.
Da wir gerade beim Thema Frieden sind: Reden wir auch darüber, was Russland und die Ukraine an negativen Auswirkungen hier haben. Reden wir darüber – das war das einzige Richtige, das Herr Kollege Lopatka gesagt hat –, dass hier Flächenbrände entstehen konnten. Ja, aber Sie haben Öl ins Feuer gegossen, anstatt Frieden anzubieten. Das ist der falsche Weg. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Reimon: ... war ein Rechtsextremer, oder?
Um nur die ärgsten Dinge zu erwähnen: das Massaker, das im Bataclan-Theater stattgefunden hat, das Massaker, das bei „Charlie Hebdo“ stattgefunden hat, die ganzen Enthauptungen in Frankreich, die serienweise stattgefunden haben, bei uns in Österreich die Messerattentate, die Vergewaltigungen (Abg. Reimon: ... war ein Rechtsextremer, oder?) und auch die Stephansdomgeschichte. – Natürlich waren das Islamisten und natürlich haben wir dem Terror Tür und Tor geöffnet. Das ist die Art und Weise, wie Sicherheit bei uns künstlich vernichtet wurde. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Um nur die ärgsten Dinge zu erwähnen: das Massaker, das im Bataclan-Theater stattgefunden hat, das Massaker, das bei „Charlie Hebdo“ stattgefunden hat, die ganzen Enthauptungen in Frankreich, die serienweise stattgefunden haben, bei uns in Österreich die Messerattentate, die Vergewaltigungen (Abg. Reimon: ... war ein Rechtsextremer, oder?) und auch die Stephansdomgeschichte. – Natürlich waren das Islamisten und natürlich haben wir dem Terror Tür und Tor geöffnet. Das ist die Art und Weise, wie Sicherheit bei uns künstlich vernichtet wurde. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Stögmüller: Unglaublich!
Das muss man in aller Deutlichkeit sagen: Die Europäische Union ist das Gegenteil von dem, was Sicherheit bedeutet. Die Europäische Union ist verantwortlich dafür, dass es auf unserem Kontinent unsicherer und unsicherer wird. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Stögmüller: Unglaublich!)
Ruf bei der ÖVP: Gott sei Dank!
Eines ganz schnell noch – da das rote Lamperl leuchtet (Ruf bei der ÖVP: Gott sei Dank!) –, weil es auch eine Frage der Sicherheit ist: Es geht um Atomkraftwerke. Da Sie mit Ihrer Green-Deal-Politik darauf geschaut haben, den CO2-Anteil nach unten zu schrauben, anstatt erneuerbare Energieträger zu fördern, was richtig gewesen wäre, haben Sie heute eine Situation, in der Atomkraft von Ihrer tollen Europäischen Union als grün taxiert wurde. Das heißt in weiterer Folge, dass Länder wie Frankreich – die haben 69 Reaktoren und wollen künftig 14 mehr haben – künftig neue Reaktoren hochziehen wollen. In Wahrheit wird mit dem Green Deal der Atomwirtschaft ein Feld aufbereitet. Auch das ist Unsicherheitspolitik Marke EU! Daher sage ich (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen) – ich komme zum Schluss –: Wichtig wäre es, Kompetenzen von Brüssel zurückzuholen hier in das österreichische ...
Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen
Eines ganz schnell noch – da das rote Lamperl leuchtet (Ruf bei der ÖVP: Gott sei Dank!) –, weil es auch eine Frage der Sicherheit ist: Es geht um Atomkraftwerke. Da Sie mit Ihrer Green-Deal-Politik darauf geschaut haben, den CO2-Anteil nach unten zu schrauben, anstatt erneuerbare Energieträger zu fördern, was richtig gewesen wäre, haben Sie heute eine Situation, in der Atomkraft von Ihrer tollen Europäischen Union als grün taxiert wurde. Das heißt in weiterer Folge, dass Länder wie Frankreich – die haben 69 Reaktoren und wollen künftig 14 mehr haben – künftig neue Reaktoren hochziehen wollen. In Wahrheit wird mit dem Green Deal der Atomwirtschaft ein Feld aufbereitet. Auch das ist Unsicherheitspolitik Marke EU! Daher sage ich (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen) – ich komme zum Schluss –: Wichtig wäre es, Kompetenzen von Brüssel zurückzuholen hier in das österreichische ...
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Lopatka – in Richtung des sich zu seinem Sitzplatz begebenden MEP Vilimsky –: Aber der Schluss war nicht schlecht!
Mitglied des Europäischen Parlaments Harald Vilimsky (fortsetzend): Sie sollen entscheiden und nicht die in Brüssel, und das österreichische Volk soll entscheiden mit wesentlich mehr direkter Demokratie ... (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Lopatka – in Richtung des sich zu seinem Sitzplatz begebenden MEP Vilimsky –: Aber der Schluss war nicht schlecht!)
Abg. Kickl: Ansitz?
den Blick nach Europa. Das halten wir in der Form auch für einen sehr vernünftigen Ansitz, Ansicht. Der Blick Europas - - (Abg. Kickl: Ansitz?) – Anblick. (Abg. Amesbauer: Das ist ja Jägersprache!) Wir sehen Europa, und das muss ich ja nicht unnötig wiederholen, als einen zentralen, ja sogar als einen unabdingbaren Bestandteil jedweder Sicherheitspolitik. Die Herausforderungen, vor denen Österreich steht – die wirklichen Herausforderungen und nicht die Schreckensgespenster, die uns die Rechtspopulisten an die Wand malen wollen –, können und müssen wir gemeinsam bewältigen und daran müssen wir arbeiten.
Abg. Amesbauer: Das ist ja Jägersprache!
den Blick nach Europa. Das halten wir in der Form auch für einen sehr vernünftigen Ansitz, Ansicht. Der Blick Europas - - (Abg. Kickl: Ansitz?) – Anblick. (Abg. Amesbauer: Das ist ja Jägersprache!) Wir sehen Europa, und das muss ich ja nicht unnötig wiederholen, als einen zentralen, ja sogar als einen unabdingbaren Bestandteil jedweder Sicherheitspolitik. Die Herausforderungen, vor denen Österreich steht – die wirklichen Herausforderungen und nicht die Schreckensgespenster, die uns die Rechtspopulisten an die Wand malen wollen –, können und müssen wir gemeinsam bewältigen und daran müssen wir arbeiten.
Abg. Amesbauer: Dass das ein politisches Konzept ist, kapierst du nicht!
Mir fällt da ein: hohl und polemisch. Das betrifft nicht nur die Rechtspopulisten, sondern noch viel mehr diese Festung Österreich, die uns immer wieder hingemalt wird, die uns die Freiheitlichen tagtäglich aufs Auge drücken wollen. Denn eines ist klar: Diese Vorstellung, den Benefit einer EU-Mitgliedschaft zu haben und gleichzeitig eine Festung mit hohen Mauern um Österreich bauen zu können und uns zu verkriechen, die Herr Kickl haben möchte, ist ein Luftschloss. Das wird es nicht geben. Das kann nicht sein. Wir können nicht Geld einsammeln und uns gleichzeitig auf der anderen Seite verschanzen. Das wird es nicht sein, das wird es nicht spielen. (Abg. Amesbauer: Dass das ein politisches Konzept ist, kapierst du nicht!)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Scharzenberger.
Wenn Sie diese Woche über die Sanktionen gegen Ungarn in der Zeitung gelesen haben, sollte auch Ihnen klar sein, wohin dieses Modell Kickl oder – wenn man jetzt keine Urheberrechtsverletzungen begehen möchte, müsste man eigentlich sagen – dieses Modell Orbán, was es ist, führt: nämlich zur Isolation auf europäischer Ebene, zu Strafzahlungen in Milliardenhöhe und – wenn es nach der FPÖ geht –auch zur Anbiederung an Putin und an Russland. – Das brauchen wir nicht. Das wollen wir nicht. Wir wollen ein gemeinsames Europa sein, eine Sinnesgemeinschaft, die Probleme gemeinsam angeht und löst. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Scharzenberger.)
Beifall bei den Grünen.
Eine sicherheitspolitische Krise, eine der größten, steht vor der Tür, die Klimakatastrophe: Sie bedroht unser aller Lebensgrundlage, auch wenn es nur die Hälfte dieses Hauses wirklich realisiert hat. Die Lösung kann ebenso nur in Europa liegen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Kickl: Wie soll denn das funktionieren?
Europäische Lösungen sind gemeinsame, kollektive Lösungen: der Green Deal, die Hilfsleistungen an die Ukraine und auch Sky Shield. Zu Sky Shield ganz klar: Es sagen viele, eigentlich fast alle Verfassungsjuristen – außer ein paar, es gibt ein, zwei FPÖ-nahe Verfassungsjuristen, aber alle anderen Verfassungsjuristen sagen das klar –, die Neutralität wird dadurch nicht bedroht. Es gibt keine fremden Truppen in Österreich, es wird keine ausländischen Raketen in Österreich geben, die Herrschaft über diese Raketen wird Österreich wahren und das, wann und wie der Luftraum abgesichert wird, wird nur in Österreich bestimmt, von niemand anderem! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kickl: Wie soll denn das funktionieren?) – Herr Kickl, malen Sie nicht irgendwelche Gespenster an die Wand! Die Neutralität wird dadurch nicht gefährdet! Nein, es ist ein gemeinsames Konzept, um den Luftraum in Europa sicherer zu machen. Das ist der Punkt! Auch da kann Sicherheitspolitik nur durch
Beifall bei den Grünen.
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Der Blick nach Europa reicht nicht, wir brauchen mehr Europa. Wir brauchen ein tiefes, ein breites und solidarisches Europa. Die bevorstehende EU-Wahl wird eine richtungsweisende sein. Wir Grüne werden gemeinsam, Schulter an Schulter mit unserem Partner stehen und die großen sicherheitspolitischen Herausforderungen unserer Zeit gemeinsam angehen. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den NEOS. – Heiterkeit der Abgeordneten Ries, Weidinger und Zarits.
Ich habe Ihnen „Die Presse“ vom Sonntag mitgebracht (ein Exemplar von „Die Presse“ in die Höhe haltend), vom letzten Sonntag, die da einen wirklich großen Horizont beweist, muss man sagen. Da steht: „Was Österreichs Parteien in Brüssel wollen“. „Konkrete Antworten auf sicherheitspolitische Fragen haben bislang nur die Neos“. – Das schreibt „Die Presse“ und dann wird es auch stimmen. (Beifall bei den NEOS. – Heiterkeit der Abgeordneten Ries, Weidinger und Zarits.)
Abg. Kickl: Das war nicht mehrheitsfähig, nicht? Das ist das Problem in der Demokratie!
Das wissen wir ja auch seit dem letzten EU-Wahlkampf, bei dem Kollegin Claudia Gamon sehr klar darauf hingewiesen hat, dass wir eine gemeinsame Verteidigung brauchen. Damals hat man gesagt: Na, die Junge, die hat keine Ahnung! – Sie hat vor Kurzem selber gesagt, leider hat sie recht gehabt. (Abg. Kickl: Das war nicht mehrheitsfähig, nicht? Das ist das Problem in der Demokratie!) Leider hat sie recht gehabt, dass wir diese gemeinsame Verteidigung brauchen.
Beifall bei den NEOS.
Weil ich ja nicht nur Bücher lese, sondern auch Parteiprogramme, habe ich im Parteiprogramm der ÖVP nachgeschaut, und es wird Sie überraschen – Sie haben das offenbar nicht gelesen –, da steht nämlich drinnen – ÖVP –: Europa braucht eine Verteidigungsunion und langfristig auch eine gemeinsame EU-Armee. – Ich weiß nicht, ob Sie das wissen, Frau Bundesministerin, Sie haben heute jedenfalls nicht davon gesprochen. Das hat die ÖVP 2015 versprochen und jetzt haben Sie es wieder vergessen. Das ist ja auch ein Problem in Österreich, dass die Menschen kein Vertrauen mehr haben, denn Sie schreiben irgendetwas hinein, aber Sie leben es nicht, aber wir leben das. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Und leider hat uns, was die Energieversorgung betrifft, Kollege Stögmüller hat es völlig richtig angesprochen, die ÖVP auch an den Kriegsverbrecher ausgeliefert – das war, als dieser Vertrag der OMV unterschrieben wurde –; das war er damals schon und das hat jeder gewusst, und Sie waren leider auf seiner Seite. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Belakowitsch: Falsch!
Deswegen ist es ja auch endlich Zeit, dass wir dieses Sky Shield bekommen. Es sind jetzt alle für Sky Shield – auch die Schweizer – außer der FPÖ, denn die FPÖ will ja, dass wir uns an Putin ausliefern – Sie müssen das ja, weil Sie den Vertrag haben, und deswegen stellen Sie auch immer wieder Anträge, die genau so formuliert sind, wie Putin das will. (Abg. Belakowitsch: Falsch!)
Abg. Kickl: Wissen Sie was? Sie tun so, als ob es in einem Krieg Propaganda nur auf einer Seite gäbe! Das ist das Heuchlerische dabei! – Abg. Stögmüller: Unglaublich!
Noch schlimmer: Im russischen Fernsehen wird darüber geredet, wie man die ukrainischen Kinder ermorden muss, und wenn ich hier darüber rede, dann lachen Sie. (Abg. Kickl: Wissen Sie was? Sie tun so, als ob es in einem Krieg Propaganda nur auf einer Seite gäbe! Das ist das Heuchlerische dabei! – Abg. Stögmüller: Unglaublich!) Das heißt, Sie haben sogar das Verhalten der russischen Propagandisten. (Abg. Steger: Sie sind wirklich jenseitig! Jenseitig! – Weiterer Zwischenruf bei der FPÖ.) Sie machen sich darüber lustig, dass ukrainische Kinder von Russen ermordet werden. Das ist auch ein Faktum. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Steger: Sie sind wirklich jenseitig! Jenseitig! – Weiterer Zwischenruf bei der FPÖ.
Noch schlimmer: Im russischen Fernsehen wird darüber geredet, wie man die ukrainischen Kinder ermorden muss, und wenn ich hier darüber rede, dann lachen Sie. (Abg. Kickl: Wissen Sie was? Sie tun so, als ob es in einem Krieg Propaganda nur auf einer Seite gäbe! Das ist das Heuchlerische dabei! – Abg. Stögmüller: Unglaublich!) Das heißt, Sie haben sogar das Verhalten der russischen Propagandisten. (Abg. Steger: Sie sind wirklich jenseitig! Jenseitig! – Weiterer Zwischenruf bei der FPÖ.) Sie machen sich darüber lustig, dass ukrainische Kinder von Russen ermordet werden. Das ist auch ein Faktum. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Noch schlimmer: Im russischen Fernsehen wird darüber geredet, wie man die ukrainischen Kinder ermorden muss, und wenn ich hier darüber rede, dann lachen Sie. (Abg. Kickl: Wissen Sie was? Sie tun so, als ob es in einem Krieg Propaganda nur auf einer Seite gäbe! Das ist das Heuchlerische dabei! – Abg. Stögmüller: Unglaublich!) Das heißt, Sie haben sogar das Verhalten der russischen Propagandisten. (Abg. Steger: Sie sind wirklich jenseitig! Jenseitig! – Weiterer Zwischenruf bei der FPÖ.) Sie machen sich darüber lustig, dass ukrainische Kinder von Russen ermordet werden. Das ist auch ein Faktum. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Bitte: gemeinsam verteidigen! Die Menschen wissen es, sie haben nur eine Wahl, und diejenigen, die das von Anfang an gesagt haben, sind die NEOS. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Heiterkeit bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Scherak: Bist einfach selbst ...! – Abg. Meinl-Reisinger: Hast du ihn dir selber umgehängt?!
Ich stelle fest: Das ist unrichtig. Ich habe keinen Maulkorb bekommen. (Heiterkeit bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Scherak: Bist einfach selbst ...! – Abg. Meinl-Reisinger: Hast du ihn dir selber umgehängt?!) Das Zitat, auf das Kollege Brandstätter immer wieder Bezug nimmt, stammt aus einer Pressemeldung mit der Überschrift „Der geistigen Landesverteidigung muss wieder neues Leben eingehaucht werden“. Das, was wir tatsächlich tun – auch heute, der Redebeitrag von Kollegen Lopatka über die Bundesverfassung, über unsere Neutralität –, ist genau diese Diskussion über die Ausgestaltung unserer Neutralität. Das brauchen wir.
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Shetty.
Ich darf aber nun zu meiner Rede kommen: Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen im Hohen Haus! Sehr verehrte Zuseherinnen und Zuseher! Ich darf im Namen meines Kollegen Laurenz Pöttinger ganz besonders eine Besuchergruppe aus dem Ort Tollet in Oberösterreich rund um ÖVP-Bürgermeisterin Gisela Mayr begrüßen. – Herzlich willkommen! (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Shetty.)
Der Redner hält die Broschüre „Der Österreichplan“ in die Höhe. – Heiterkeit und Zwischenrufe bei Abgeordneten der FPÖ sowie Heiterkeit des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff.
Bundeskanzler Nehammer hat am vergangenen Freitag in Wels seinen Österreichplan vorgestellt. (Der Redner hält die Broschüre „Der Österreichplan“ in die Höhe. – Heiterkeit und Zwischenrufe bei Abgeordneten der FPÖ sowie Heiterkeit des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff.) Zum Thema EU und Europa ist darin festgehalten (Zwischenrufe bei der SPÖ) – hören Sie zu, vor allem die Kollegen von der FPÖ! –:
Zwischenrufe bei der SPÖ
Bundeskanzler Nehammer hat am vergangenen Freitag in Wels seinen Österreichplan vorgestellt. (Der Redner hält die Broschüre „Der Österreichplan“ in die Höhe. – Heiterkeit und Zwischenrufe bei Abgeordneten der FPÖ sowie Heiterkeit des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff.) Zum Thema EU und Europa ist darin festgehalten (Zwischenrufe bei der SPÖ) – hören Sie zu, vor allem die Kollegen von der FPÖ! –:
Abg. Belakowitsch: Das sieht man eh in der Ukraine!
Meine Damen und Herren, die Europäische Union hat uns in den letzten 30 Jahren – mehr als 30 Jahren – nicht nur wirtschaftlichen Wohlstand, sondern vor allem auch ein friedliches Zusammenleben gebracht. (Abg. Belakowitsch: Das sieht man eh in der Ukraine!) Die EU war so erfolgreich, dass wir uns an eine friedliche Konfliktlösung gewöhnt haben, nämlich eine Konfliktlösung, die auf Konsens und auf Kompromiss aufgebaut ist.
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen. – Abg. Reifenberger: Ein zaghaftes Klatschen!
Ebenso erschreckend war eine der zentralen Aussagen, nämlich dass der Krieg als eine Dimension der Politik nach Europa zurückgekehrt ist und dass es mittlerweile weltweit mehr autoritär regierte Staaten gibt als liberal, demokratisch und westlich orientierte. Umso mehr müssen sich diese Staaten zusammentun, müssen sie zusammenarbeiten, sich gegenseitig unterstützen und auch solidarisch sein. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen. – Abg. Reifenberger: Ein zaghaftes Klatschen!)
Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen
Was es aber im Verteidigungsbereich natürlich auch noch zu stärken gilt, ist die Produktion europäischer Rüstungsgüter. Auch da gilt es in Österreich noch eine Lücke zu schließen, nämlich die der Luftverteidigung, denn die Souveränität Österreichs endet nicht im obersten Stockwerk des größten Wolkenkratzers in Österreich, sondern geht darüber hinaus. Diese Souveränität gilt es auch zu verteidigen, und das tun wir, indem wir bei Sky Shield mitmachen, einer Beschaffungsinitiative, mit der wir Luftabwehrraketen beschaffen können (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen) und im Rahmen unserer Souveränität weiterhin selbst über ihren Einsatz im Bundesgebiet entscheiden.
Beifall und Bravoruf bei der ÖVP sowie Beifall der Abg. Götze.
Abgeordneter Mag. Friedrich Ofenauer (fortsetzend): Wir als ÖVP werden uns mit unserem Bundeskanzler Karl Nehammer, mit unserem Spitzenkandidaten Reinhard Lopatka für eine Freiheit in Frieden und ein starkes Österreich in einem starken Europa einsetzen. (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP sowie Beifall der Abg. Götze.)
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Brandstätter
Sicherheit heißt, dass die grundsätzlichen Werte unseres Zusammenlebens von allen eingehalten werden. Sicherheit heißt, dass Grenzen dessen bestehen, was wir als Gesellschaft akzeptieren. Gleich hier möchte ich eine dieser Grenzen für alle klarstellen: Frauen schlagen, Hass im Netz, Online-, Offlinegewalt sind eines der größten Sicherheitsprobleme in Österreich (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Brandstätter), dass jedes Jahr zig Frauen im eigenen Heim – zu Hause! – nicht sicher sind, dass sie ihre eigenen Männer, Ex-Partner, Söhne fürchten müssen. Das ist ein Sicherheitsproblem in vielen Ländern in der Europäischen Union, aber vor allem auch in Österreich.
Beifall bei der SPÖ.
Was aber geschieht dann? – Dann ist die österreichische Regierung – leider, muss ich sagen für die Bürgerinnen und Bürger in Österreich – oft säumig beim Umsetzen oder sie setzt nur ganz wenig um. Daher spüren viele Menschen in Österreich nicht, was wir tatsächlich Großartiges erreicht haben, um die Alltagsprobleme zu lösen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die europäischen Vorschläge zum Gewaltschutz erfahren wenig Unterstützung durch die FPÖ und leider auch durch die ÖVP – im Gegenteil, sie blockieren sie sogar noch: Nichts mit Schutz und Sicherheit, nein, nur, wenn die Belästiger nicht den österreichischen Pass haben, dann plötzlich gibt es einen großen Aufschrei. Ich ersuche Sie daher: Schauen Sie sich selbst in den Spiegel und unterstützen Sie dieses europäische Gewaltschutzpaket, das jetzt kurz vor dem Abschluss steht, wir brauchen da Ihre Unterstützung! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
wegnehmen könnte. Das alles ist jedoch nur Ablenkung, denn die Jobs, das Geld, die Zeit und die Chancen rauben diejenigen, die sich auf dem Rücken von uns allen dumm und dämlich verdienen und nur sehr wenige oder gar keine Steuern zahlen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Schuld ist da nicht die EU, im Gegenteil, wir arbeiten intensiv an der Verbesserung der Lebensbedingungen aller Menschen in Europa, zum Beispiel, indem wir die soziale Säule zu einem Schutzschild für alle ausbauen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte damit nun wirklich zu meinem Schlusssatz kommen: Wir müssen die Demokratie und den Frieden stärken, denn nur so schaffen wir es, unser aller Sicherheit zu garantieren! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
dass gerade Sie in den vergangenen Jahren in diesem Bereich auf ganzer Linie versagt haben! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Lopatka – erheitert –: Unterstellen!
Okay, anscheinend sind Sie aber tatsächlich so schmerzbefreit und wollten unbedingt Ihrem Spitzenkandidaten eine Bühne geben, damit dieser wieder einmal in alter ÖVP-Wahlkampfshowmanier seine Anti-FPÖ-Propaganda von sich geben und uns wieder irgendeine Russlandnähe unterstellen kann. (Abg. Lopatka – erheitert –: Unterstellen!)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kickl.
Blöd nur – also nicht gerade das perfekte Timing, muss ich sagen –, dass ausgerechnet heute zwei ominöse Russen im Kurz-Prozess ausgesagt haben. Werter Kollege Lopatka, wenn Sie also Russlandnähe suchen, sollten Sie vielleicht zuerst einmal in den eigenen Reihen und bei Ihren ehemaligen Bundeskanzlern Kurz und Schüssel anfangen – dort, sage ich Ihnen, werden Sie bestimmt fündig, bei uns jedenfalls nicht! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Beifall bei der FPÖ.
Was auch immer der Zweck dieser Ihrer Aktuellen Europastunde war, ich gratuliere Ihnen jedenfalls zu diesem gewaltigen Eigentor, denn eines ist jedenfalls klar: Sie haben in den vergangenen Jahren mehr als nur einmal bewiesen, dass Ihnen die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher wirklich vollkommen egal ist! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Ofenauer.
noch braucht es einen Blick Richtung ÖVP! (Zwischenruf des Abg. Ofenauer.) Das Einzige, das es braucht, das Einzige, das wirklich helfen würde, ist ein Blick Richtung FPÖ und ein zukünftiger Volkskanzler Herbert Kickl! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Amesbauer: Bravo!) Der wird im Gegensatz zu Ihnen nicht nach Brüssel fahren! (Abg. Michael Hammer: Weil ihn dort keiner ... will! – Ruf bei der ÖVP: Der wird die Kneissl in Moskau besuchen!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Amesbauer: Bravo!
noch braucht es einen Blick Richtung ÖVP! (Zwischenruf des Abg. Ofenauer.) Das Einzige, das es braucht, das Einzige, das wirklich helfen würde, ist ein Blick Richtung FPÖ und ein zukünftiger Volkskanzler Herbert Kickl! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Amesbauer: Bravo!) Der wird im Gegensatz zu Ihnen nicht nach Brüssel fahren! (Abg. Michael Hammer: Weil ihn dort keiner ... will! – Ruf bei der ÖVP: Der wird die Kneissl in Moskau besuchen!)
Abg. Michael Hammer: Weil ihn dort keiner ... will! – Ruf bei der ÖVP: Der wird die Kneissl in Moskau besuchen!
noch braucht es einen Blick Richtung ÖVP! (Zwischenruf des Abg. Ofenauer.) Das Einzige, das es braucht, das Einzige, das wirklich helfen würde, ist ein Blick Richtung FPÖ und ein zukünftiger Volkskanzler Herbert Kickl! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Amesbauer: Bravo!) Der wird im Gegensatz zu Ihnen nicht nach Brüssel fahren! (Abg. Michael Hammer: Weil ihn dort keiner ... will! – Ruf bei der ÖVP: Der wird die Kneissl in Moskau besuchen!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Ofenauer: Wer hat das BVT zerstört?
Der wird nicht nach Brüssel fahren, um dort die Befehle abzuholen und die Interessen der Österreicher am laufenden Band zu verraten, so wie Sie das immer tun. Der wird stattdessen – und das kann ich Ihnen jetzt schon versprechen – für den notwendigen Systemwechsel und für die notwendige Schubumkehr sorgen: beim Thema Asyl und Migration, beim Thema Unabhängigkeit, Sanktionen und Wirtschaftskrieg, beim Thema Souveränität und Neutralität – die Sie seit Jahren mit Füßen treten – und auch beim Thema Sky Shield samt Ihrer unerträglichen Nato-Anbiederung, die wir die ganze Zeit erleben! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Ofenauer: Wer hat das BVT zerstört?)
Beifall bei der FPÖ.
Werte Kollegen, ich empfehle Ihnen für die Zukunft: Fahren Sie am besten gleich im Liegewagen nach Brüssel, dann ersparen Sie sich zumindest den harten Aufprall bei Ihren ständigen Umfallern! (Beifall bei der FPÖ.)
Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.
Jedoch nicht nur die Bundesregierung, sondern auch die gesamte EU versagt beim Thema Sicherheit auf ganzer Linie: Bis heute ist die EU nicht in der Lage, für einen effektiven Außengrenzschutz zu sorgen, noch immer kommen Millionen illegaler Migranten unkontrolliert zu uns, samt Extremisten, Terroristen und Gefährdern, die da alle mitkommen. Es ist aber nicht nur das, sondern wir erleben auch ein gewaltiges Aufrüsten, und von einer Friedensunion ist schon lange nicht mehr die Rede. (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Matznetter: Staunen, was alles möglich ist!
ist die Einheitspartei! Sie sorgen dafür, dass es keine Sicherheit in Österreich und in Europa gibt – wir werden das bei den nächsten Wahlen ändern! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Matznetter: Staunen, was alles möglich ist!)
Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Brandstätter.
Mitglied des Europäischen Parlaments Dr. Monika Vana (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Es ist schon absurd, dass ausgerechnet die FPÖ, die eine Festung Österreich gegen Geflüchtete fordert, das Land gleichzeitig schutz- und wehrlos Putins Raketen und Killerdrohnen und seinen politischen Erpressungen ausliefern würde. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Brandstätter.)
Abg. Martin Graf: Ist das die Bioköchin?
Liebe Kolleginnen und Kollegen, Sicherheit geht weit über polizeiliche oder militärische Maßnahmen hinaus, das haben wir heute schon gehört. Sie reicht vom Klimaschutz über soziale Sicherheit bis zur Einhaltung der Menschenrechte. (Abg. Martin Graf: Ist das die Bioköchin?)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Brandstätter.
Innerhalb der Europäischen Union bedeutet dieser europäische Schutz ein kompromissloses Nein zu allen Versuchen à la Orbán, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte und Meinungsfreiheit einzuschränken. Deshalb setzen wir uns im Europäischen Parlament und auch anlässlich des morgigen außerordentlichen Europäischen Rates uneingeschränkt dafür ein, dass der Rechtsstaatsmechanismus der Europäischen Union konsequent umgesetzt wird und keine weiteren EU-Förderungen an Viktor Orbán ausgezahlt werden. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Brandstätter.)
Abg. Belakowitsch: Als Grüne täte ich das Wort ... nicht in den Mund nehmen!
Das gemeinsame Europa ist als Friedensunion gegründet worden und bildet das Gegenmodell zu Diktatur, zu Krieg, zu Tyrannei. Unter der Europafahne sind wir geschützt!, hört man LGBTIQ-plus-Personen bei Prides in Polen und Ungarn oft sagen. Gerade auch die Umsetzung von Grundrechten und Gleichstellung, der Kampf gegen Gewalt gegen Frauen (Abg. Belakowitsch: Als Grüne täte ich das Wort ... nicht in den Mund nehmen!) und die Bildung einer Sozialunion sind wesentlich für das Sicherheitsniveau der Bürger und Bürgerinnen. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Brandstätter.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Brandstätter.
Das gemeinsame Europa ist als Friedensunion gegründet worden und bildet das Gegenmodell zu Diktatur, zu Krieg, zu Tyrannei. Unter der Europafahne sind wir geschützt!, hört man LGBTIQ-plus-Personen bei Prides in Polen und Ungarn oft sagen. Gerade auch die Umsetzung von Grundrechten und Gleichstellung, der Kampf gegen Gewalt gegen Frauen (Abg. Belakowitsch: Als Grüne täte ich das Wort ... nicht in den Mund nehmen!) und die Bildung einer Sozialunion sind wesentlich für das Sicherheitsniveau der Bürger und Bürgerinnen. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Brandstätter.)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Brandstätter. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
darauf aufbauend eine gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik, und zwar genau in dieser Reihenfolge, und das ist wichtig: Außenpolitik, Sicherheitspolitik und Verteidigungspolitik. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Brandstätter. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Abg. Kickl: Sag mir, wo die Panzer sind, wo sind sie geblieben?
Dabei müssen die Leitlinien dieser europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik die Menschenrechte sein, das Konzept der menschlichen Sicherheit, eine Schwerpunktsetzung auf zivile Friedensarbeit und Konfliktvermeidung. (Abg. Kickl: Sag mir, wo die Panzer sind, wo sind sie geblieben?)
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich verwahre mich an dieser Stelle auch ausdrücklich gegen die Sicht, militärische Neutralität als Manko im EU-Kontext zu bewerten. Im Gegenteil: Die Neutralen innerhalb der EU ergänzen und vervollständigen die EU-Sicherheitspolitik. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Neutralität ist Vermittlung, Neutralität ist Dialog, Neutralität ist zivile Krisenhilfe, Neutralität ist humanitäres Engagement; und Neutralität und Solidarität sind ganz gewiss kein Widerspruch.
Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Loacker: Das war jetzt sogar den Grünen ein bisschen peinlich, oder?
Ich bin überzeugt: Österreich kann als neutraler Staat einen wichtigen Beitrag im Aufbau und in der Entwicklung einer gemeinsamen Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik leisten. Aktive Neutralitätspolitik ist Friedenspolitik. Sie schützt unsere Freiheit. Sie schützt unsere Demokratie in Österreich und in Europa. – Danke schön. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Loacker: Das war jetzt sogar den Grünen ein bisschen peinlich, oder?)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordneter Douglas Hoyos-Trauttmansdorff (NEOS): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Werte Damen und Herren! Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer auf der Galerie! Sie werden heute Zeugen einer sehr wichtigen und spannenden Debatte, die insbesondere deswegen verwunderlich ist, weil sie ja de facto eine Selbstanklage ist. Die ÖVP hat die Europastunde zum Thema Sicherheit auf europäischer Basis heute hier verlangt, und wenn man auf die letzten Jahre zurückblickt, dann muss man eine Sache sagen: Zu mehr Sicherheit hat diese Partei sicher nicht beigetragen. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Kickl: Sie war ganz gut!
Schauen wir uns das einmal im Verlauf der Zeit an, beziehungsweise schauen wir uns die Herausforderungen an, vor denen wir stehen und für die die ÖVP verantwortlich ist. Es wird jetzt gleich das Argument kommen: Na ja, da war ja Herbert Kickl Pferdeinnenminister oder Ähnliches. – Jetzt glaube ich, dass das keine glorreiche Zeit war (Abg. Kickl: Sie war ganz gut!), aber ganz ehrlich: Wer hat ihn damals zum Minister gemacht? – Das waren schon Sie selber (in Richtung ÖVP deutend) – das nur vorweg, falls dieses Argument kommen sollte. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Schauen wir uns das einmal im Verlauf der Zeit an, beziehungsweise schauen wir uns die Herausforderungen an, vor denen wir stehen und für die die ÖVP verantwortlich ist. Es wird jetzt gleich das Argument kommen: Na ja, da war ja Herbert Kickl Pferdeinnenminister oder Ähnliches. – Jetzt glaube ich, dass das keine glorreiche Zeit war (Abg. Kickl: Sie war ganz gut!), aber ganz ehrlich: Wer hat ihn damals zum Minister gemacht? – Das waren schon Sie selber (in Richtung ÖVP deutend) – das nur vorweg, falls dieses Argument kommen sollte. (Beifall bei den NEOS.)
Ruf bei der ÖVP: Haselsteiner!
Wir sind eines der Länder mit der meisten Spionagetätigkeit von russischer Seite. Wer ist dafür verantwortlich? – Über Jahre Innenminister von der ÖVP. Wir sind eng mit Russland verbunden, was Wirtschaft betrifft, insbesondere aber was Energiepolitik betrifft. (Ruf bei der ÖVP: Haselsteiner!) Wer hat das unterschrieben? – Die OMV unter reger Beteiligung von Sebastian Kurz, der im Hintergrund neben Wladimir Putin gestanden ist und applaudiert und ganz glücklich gelacht hat. (Abg. Kickl – auf Bundesministerin Edtstadler weisend –: Die Frau Minister war auch ganz glücklich an dem Tag! ... Höhepunkt ihrer politischen Karriere!)
Abg. Kickl – auf Bundesministerin Edtstadler weisend –: Die Frau Minister war auch ganz glücklich an dem Tag! ... Höhepunkt ihrer politischen Karriere!
Wir sind eines der Länder mit der meisten Spionagetätigkeit von russischer Seite. Wer ist dafür verantwortlich? – Über Jahre Innenminister von der ÖVP. Wir sind eng mit Russland verbunden, was Wirtschaft betrifft, insbesondere aber was Energiepolitik betrifft. (Ruf bei der ÖVP: Haselsteiner!) Wer hat das unterschrieben? – Die OMV unter reger Beteiligung von Sebastian Kurz, der im Hintergrund neben Wladimir Putin gestanden ist und applaudiert und ganz glücklich gelacht hat. (Abg. Kickl – auf Bundesministerin Edtstadler weisend –: Die Frau Minister war auch ganz glücklich an dem Tag! ... Höhepunkt ihrer politischen Karriere!)
Beifall bei Abgeordneten der NEOS.
Es gibt eine einzige Möglichkeit, wie wir dem entgegenwirken können, nämlich indem wir zusammenarbeiten – stärker zusammenarbeiten, als wir das in der Vergangenheit getan haben – und uns nicht in einer Festung oder einer Herumbrödelei in irgendeinem Kessel oder wo auch immer verschanzen und sagen, es wird uns alles nichts helfen. Die Gulaschkanone alleine wird Österreich nicht verteidigen, das ist ganz klar. (Beifall bei Abgeordneten der NEOS.)
Abg. Michael Hammer: Das dauert aber auch!
Jetzt wurde groß angekündigt: Wir arbeiten an der ÖSS. Seit mittlerweile mehr als einem Jahr wird das von der Bundesregierung propagiert. (Abg. Michael Hammer: Das dauert aber auch!) Der Bundeskanzler hat das selber hochgelobt. Aber was passiert? – Gar nichts. (Abg. Stögmüller: Seit März!) Es passiert gar nichts auf Ihrer Seite, Herr Hammer, auch wenn Sie da hineinrufen. (Abg. Leichtfried: Was, der Herr Hammer hat einmal hineingerufen? Ganz was Neues!) Es passiert nichts, weil Sie sich nicht einigen können. Es gab für den 26. Jänner einen Ausschusstermin, um darüber zu diskutieren, nur wurde der einfach nicht eingehalten. Er wurde abgesagt beziehungsweise nicht einmal das. Es gab einfach Funkstille, es ist nichts passiert.
Abg. Stögmüller: Seit März!
Jetzt wurde groß angekündigt: Wir arbeiten an der ÖSS. Seit mittlerweile mehr als einem Jahr wird das von der Bundesregierung propagiert. (Abg. Michael Hammer: Das dauert aber auch!) Der Bundeskanzler hat das selber hochgelobt. Aber was passiert? – Gar nichts. (Abg. Stögmüller: Seit März!) Es passiert gar nichts auf Ihrer Seite, Herr Hammer, auch wenn Sie da hineinrufen. (Abg. Leichtfried: Was, der Herr Hammer hat einmal hineingerufen? Ganz was Neues!) Es passiert nichts, weil Sie sich nicht einigen können. Es gab für den 26. Jänner einen Ausschusstermin, um darüber zu diskutieren, nur wurde der einfach nicht eingehalten. Er wurde abgesagt beziehungsweise nicht einmal das. Es gab einfach Funkstille, es ist nichts passiert.
Abg. Leichtfried: Was, der Herr Hammer hat einmal hineingerufen? Ganz was Neues!
Jetzt wurde groß angekündigt: Wir arbeiten an der ÖSS. Seit mittlerweile mehr als einem Jahr wird das von der Bundesregierung propagiert. (Abg. Michael Hammer: Das dauert aber auch!) Der Bundeskanzler hat das selber hochgelobt. Aber was passiert? – Gar nichts. (Abg. Stögmüller: Seit März!) Es passiert gar nichts auf Ihrer Seite, Herr Hammer, auch wenn Sie da hineinrufen. (Abg. Leichtfried: Was, der Herr Hammer hat einmal hineingerufen? Ganz was Neues!) Es passiert nichts, weil Sie sich nicht einigen können. Es gab für den 26. Jänner einen Ausschusstermin, um darüber zu diskutieren, nur wurde der einfach nicht eingehalten. Er wurde abgesagt beziehungsweise nicht einmal das. Es gab einfach Funkstille, es ist nichts passiert.
Abg. Stögmüller: Das Gesetz ist aber schon in Kraft, oder?
Das ist genau das, was bei Ihnen immer passiert, das haben wir auch beim Krisensicherheitsgesetz gehabt: Erst laut schreien, und dann kann man sich nicht einigen. (Abg. Stögmüller: Das Gesetz ist aber schon in Kraft, oder?) Bringen wir dieses Thema dahin, wo es hingehört: ins Parlament. Schauen Sie halt, dass Sie es nicht in der Regierungskoordination abgestimmt herbringen, bringen Sie es ins Parlament! Nehmen wir das, was Herr Kollege Karas gesagt hat, nämlich eine offene Sicherheitsdebatte zu führen, ernst und debattieren wir es
Beifall bei den NEOS. – Abg. Stögmüller: „Parlamentsarmee“?!
hier im Hohen Haus, dort, wo es hingehört, denn dann kommen wir auch zu dem, was die Verteidigungsministerin immer wieder propagiert: zu einer Parlamentsarmee, die diesen Namen auch verdient. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Stögmüller: „Parlamentsarmee“?!)
Zwischenruf der Abg. Holzleitner.
Abgeordnete Mag. Romana Deckenbacher (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Bundesminister! Hohes Haus! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Sehr geehrte Frau Holzleitner, ich muss kurz auf Ihren Redebeitrag eingehen. Sie wissen, ich schätze Sie sehr, und Sie wissen auch, wir unterstützen jede Maßnahme gegen Gewalt an Frauen, egal auf welcher Ebene, auch sexuelle Gewalt und sexistische Gewalt. (Zwischenruf der Abg. Holzleitner.) Ich weiß, dass Sie in Ihrem Redebeitrag auch null Toleranz gefordert haben. Umso wichtiger ist es, vor allem dann in Ihren Reihen, wenn ein Kollege das Recht der ersten Nacht einfordert, dafür zu sorgen, dass wir Frauen nicht dahinterstehen, sondern uns ganz klar dagegen aussprechen, wenn es Männer gibt, die derartige öffentliche Auftritte tätigen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Abgeordnete Mag. Romana Deckenbacher (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Bundesminister! Hohes Haus! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Sehr geehrte Frau Holzleitner, ich muss kurz auf Ihren Redebeitrag eingehen. Sie wissen, ich schätze Sie sehr, und Sie wissen auch, wir unterstützen jede Maßnahme gegen Gewalt an Frauen, egal auf welcher Ebene, auch sexuelle Gewalt und sexistische Gewalt. (Zwischenruf der Abg. Holzleitner.) Ich weiß, dass Sie in Ihrem Redebeitrag auch null Toleranz gefordert haben. Umso wichtiger ist es, vor allem dann in Ihren Reihen, wenn ein Kollege das Recht der ersten Nacht einfordert, dafür zu sorgen, dass wir Frauen nicht dahinterstehen, sondern uns ganz klar dagegen aussprechen, wenn es Männer gibt, die derartige öffentliche Auftritte tätigen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Was?
Wir leben aber in Österreich natürlich keinesfalls auf der Insel der Seligen und müssen uns daher auch dafür einsetzen, unsere Demokratie und Verfassung vor Gefahren, zum Beispiel von Klubobmann Kickl (Abg. Belakowitsch: Was?), zu sichern und zu schützen, denn sie bilden das Fundament unseres Lebens und auch unserer Gesellschaftsstruktur. (Abg. Stögmüller: Die Verfassung muss geschützt werden!) Latente Sicherheitsbedrohungen stellen aber auch Herausforderungen auf nationaler Ebene dar, die wir alleine nicht lösen können. (Abg. Belakowitsch: Sie ist eine Lehrerin!) Um diesen Bedrohungsszenarien entgegenwirken zu können, braucht es ein modernes, ein schlagkräftiges und bestens ausgerüstetes österreichisches Bundesheer. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Stögmüller: Die Verfassung muss geschützt werden!
Wir leben aber in Österreich natürlich keinesfalls auf der Insel der Seligen und müssen uns daher auch dafür einsetzen, unsere Demokratie und Verfassung vor Gefahren, zum Beispiel von Klubobmann Kickl (Abg. Belakowitsch: Was?), zu sichern und zu schützen, denn sie bilden das Fundament unseres Lebens und auch unserer Gesellschaftsstruktur. (Abg. Stögmüller: Die Verfassung muss geschützt werden!) Latente Sicherheitsbedrohungen stellen aber auch Herausforderungen auf nationaler Ebene dar, die wir alleine nicht lösen können. (Abg. Belakowitsch: Sie ist eine Lehrerin!) Um diesen Bedrohungsszenarien entgegenwirken zu können, braucht es ein modernes, ein schlagkräftiges und bestens ausgerüstetes österreichisches Bundesheer. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Sie ist eine Lehrerin!
Wir leben aber in Österreich natürlich keinesfalls auf der Insel der Seligen und müssen uns daher auch dafür einsetzen, unsere Demokratie und Verfassung vor Gefahren, zum Beispiel von Klubobmann Kickl (Abg. Belakowitsch: Was?), zu sichern und zu schützen, denn sie bilden das Fundament unseres Lebens und auch unserer Gesellschaftsstruktur. (Abg. Stögmüller: Die Verfassung muss geschützt werden!) Latente Sicherheitsbedrohungen stellen aber auch Herausforderungen auf nationaler Ebene dar, die wir alleine nicht lösen können. (Abg. Belakowitsch: Sie ist eine Lehrerin!) Um diesen Bedrohungsszenarien entgegenwirken zu können, braucht es ein modernes, ein schlagkräftiges und bestens ausgerüstetes österreichisches Bundesheer. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir leben aber in Österreich natürlich keinesfalls auf der Insel der Seligen und müssen uns daher auch dafür einsetzen, unsere Demokratie und Verfassung vor Gefahren, zum Beispiel von Klubobmann Kickl (Abg. Belakowitsch: Was?), zu sichern und zu schützen, denn sie bilden das Fundament unseres Lebens und auch unserer Gesellschaftsstruktur. (Abg. Stögmüller: Die Verfassung muss geschützt werden!) Latente Sicherheitsbedrohungen stellen aber auch Herausforderungen auf nationaler Ebene dar, die wir alleine nicht lösen können. (Abg. Belakowitsch: Sie ist eine Lehrerin!) Um diesen Bedrohungsszenarien entgegenwirken zu können, braucht es ein modernes, ein schlagkräftiges und bestens ausgerüstetes österreichisches Bundesheer. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.
Das Konzept einer umfassenden Landesverteidigung ist ein integraler Bestandteil der österreichischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Als neutraler Staat benötigen wir eine glaubhafte militärische Stärke zur Abwehr von konventionellen, aber auch hybriden Bedrohungen. (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Mag. Romana Deckenbacher (fortsetzend): Es braucht eine enge Kooperation mit unseren europäischen Partnern. Stärken wir unsere eigene Sicherheit und tragen wir zur Stabilität in Europa bei, denn der Krieg ist leider nach Europa zurückgekehrt. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, es gibt nur eine Antwort auf das Gespenst des Krieges, auf Leid, auf Tod, auf Vertreibung: Wir müssen als neutrales Land entschlossener und engagierter Friedenspolitik für das geeinte Europa zur Umsetzung bringen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
wieder in seiner Rolle als Brückenbauer auf die Weltbühne zurückkehrt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Österreich gilt als das fünftfriedlichste Land der Welt. Wir sollten daher unsere Ambitionen dahin gehend lenken, dass wir zukünftig auf das Stockerl der Friedenssieger auf dieser Welt kommen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit des Abg. Brandstätter. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Hannes Amesbauer, BA (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren! Ja, Sicherheit für Österreich betrifft auch die europäische Dimension: So ungefähr lautet der Titel dieser Aktuellen Europastunde der ÖVP. Über Sicherheit in Österreich ist aber nicht wirklich viel geredet worden; es sind da Verschwörungstheorien gewälzt worden, vor allem von Kollegen Lopatka, der immer wieder mit der alten, falschen Geschichte von der angeblichen Russlandnähe der Freiheitlichen Partei daherkommt. (Heiterkeit des Abg. Brandstätter. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das hat man auch bei den aufgeregten Zwischenrufen der ÖVP gehört. Wenn man nun einen kurzen historischen Abriss zeigt, sieht man: Gerade die ÖVP ist die Partei mit der größten Russlandnähe der Geschichte. (Zwischenruf des Abg. Brandstätter.)
Zwischenruf des Abg. Brandstätter.
Abgeordneter Mag. Hannes Amesbauer, BA (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren! Ja, Sicherheit für Österreich betrifft auch die europäische Dimension: So ungefähr lautet der Titel dieser Aktuellen Europastunde der ÖVP. Über Sicherheit in Österreich ist aber nicht wirklich viel geredet worden; es sind da Verschwörungstheorien gewälzt worden, vor allem von Kollegen Lopatka, der immer wieder mit der alten, falschen Geschichte von der angeblichen Russlandnähe der Freiheitlichen Partei daherkommt. (Heiterkeit des Abg. Brandstätter. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das hat man auch bei den aufgeregten Zwischenrufen der ÖVP gehört. Wenn man nun einen kurzen historischen Abriss zeigt, sieht man: Gerade die ÖVP ist die Partei mit der größten Russlandnähe der Geschichte. (Zwischenruf des Abg. Brandstätter.)
Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Voglauer: Aber Sie wissen schon, wer vor Putin gekniet ist! – Abg. Wurm: Na, gekniet sind wir nie! – Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen.
Tradition in der ÖVP, die vor allem im Jahr 2001 bekannt wurde: Bundeskanzler Wolfgang Schüssel beim Schifahren am Arlberg mit Wladimir Putin (eine Tafel mit einem Foto, auf dem Wolfgang Schüssel und Wladimir Putin nebeneinander im Sessellift sitzen, in die Höhe haltend) – das Foto, auf dem sie lustig in der Gondel, im Sessellift sitzen und am Arlberg beim Schifahren ihren Spaß haben, ist, glaube ich, bekannt. (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Voglauer: Aber Sie wissen schon, wer vor Putin gekniet ist! – Abg. Wurm: Na, gekniet sind wir nie! – Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Lukas Hammer: Wann warts ihr in Moskau?
2009 war Spindelegger in Moskau. 2009: Faymann bei Putin. 2009: Landeshauptmann Erwin Pröll in Moskau (Abg. Lukas Hammer: Wann warts ihr in Moskau?) – Niederösterreich hat unter Pröll offenbar eine sehr selbstbewusste Außenpolitik betrieben. 2011: Spindelegger schon wieder in Moskau. 2011: Staatsbesuch von Bundespräsident Heinz Fischer in Moskau, begleitet unter anderem von ÖVP-Kapazunder und Wirtschaftskammerpräsident Leitl.
Zwischenruf des Abg. Lopatka.
2012: Herr Lopatka, damals Staatssekretär, in Moskau – Kollege Lopatka, der so über Russland und über unsere angebliche Russlandnähe schimpft. Herr Lopatka war in Moskau und hat da einen gewissen Nikolai Patruschew getroffen. Dieser Nikolai Patruschew ist bis zum heutigen Tag Sekretär des Sicherheitsrats der Russischen Föderation und war es auch damals, und er war davor Leiter des Inlandsgeheimdienstes FSB. Er gehört dem engsten Kreis um Wladimir Putin bis heute an und gilt als radikaler EU-feindlicher Hardliner. Das sind Ihre Freunde, nicht unsere, Herr Lopatka! (Zwischenruf des Abg. Lopatka.)
Zwischenruf des Abg. Brandstätter.
2012: Landeshauptmann Pühringer in Moskau. 2013: WKÖ-Präsident Leitl wieder in Moskau. 2013: Mitterlehner in Moskau, Pröll schon wieder in Moskau. (Zwischenruf des Abg. Brandstätter.) Alles, was jetzt kommt, ist nach der Krim-Geschichte 2014. Am 24.6.2014: Faymann empfängt Putin im Kanzleramt. 2014: Leitl scherzt mit Putin über die Dauerpräsidentschaft beider Herren, mit einem lachenden Heinz Fischer daneben. Sie kennen vielleicht das Video. Im Mai 2015: Kurz als Bundesminister in Moskau, Zweiter Nationalratspräsident Kopf in Moskau, Mitterlehner in Moskau, Brandstetter in Sankt Petersburg, Schelling in Sankt Petersburg, Kurz in Moskau, Kurz wieder in Moskau, Sobotka in Moskau, da hat er ja auch Herrn Marsalek getroffen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) 2017: Kern in Sankt Petersburg (Abg. Steinacker: Was ist der Inhalt dieser Rede?) – übrigens war der nachher auch Aufsichtsrat der Staatsbahn –, Kopf wieder in Moskau. 2018: Kurz bei Putin in Moskau, Ministerin Schramböck in Sankt Petersburg. 2018: Kurz und Van der Bellen empfangen Putin in Wien (eine Tafel mit einem Foto, auf dem Sebastian Kurz und Wladimir Putin nebeneinander stehend zu sehen sind, in die Höhe haltend) – da ist Herr Kurz mit Herrn Putin. 2018: Platter in Sankt Petersburg, Kurz in Sankt Petersburg, Landeshauptmann Wallner in Moskau, Sobotka in Moskau. 15.5.2019: Van der Bellen ist bei Putin in Moskau (eine Tafel mit einem Foto, auf dem Alexander Van der Bellen und Wladimir Putin an einem kleinen Tisch sitzend zu sehen sind, in die Höhe haltend) und lobt die guten Beziehungen beider Länder. (Abg. Lopatka: Das war bei euch! ... 19, wir haben 24!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
2012: Landeshauptmann Pühringer in Moskau. 2013: WKÖ-Präsident Leitl wieder in Moskau. 2013: Mitterlehner in Moskau, Pröll schon wieder in Moskau. (Zwischenruf des Abg. Brandstätter.) Alles, was jetzt kommt, ist nach der Krim-Geschichte 2014. Am 24.6.2014: Faymann empfängt Putin im Kanzleramt. 2014: Leitl scherzt mit Putin über die Dauerpräsidentschaft beider Herren, mit einem lachenden Heinz Fischer daneben. Sie kennen vielleicht das Video. Im Mai 2015: Kurz als Bundesminister in Moskau, Zweiter Nationalratspräsident Kopf in Moskau, Mitterlehner in Moskau, Brandstetter in Sankt Petersburg, Schelling in Sankt Petersburg, Kurz in Moskau, Kurz wieder in Moskau, Sobotka in Moskau, da hat er ja auch Herrn Marsalek getroffen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) 2017: Kern in Sankt Petersburg (Abg. Steinacker: Was ist der Inhalt dieser Rede?) – übrigens war der nachher auch Aufsichtsrat der Staatsbahn –, Kopf wieder in Moskau. 2018: Kurz bei Putin in Moskau, Ministerin Schramböck in Sankt Petersburg. 2018: Kurz und Van der Bellen empfangen Putin in Wien (eine Tafel mit einem Foto, auf dem Sebastian Kurz und Wladimir Putin nebeneinander stehend zu sehen sind, in die Höhe haltend) – da ist Herr Kurz mit Herrn Putin. 2018: Platter in Sankt Petersburg, Kurz in Sankt Petersburg, Landeshauptmann Wallner in Moskau, Sobotka in Moskau. 15.5.2019: Van der Bellen ist bei Putin in Moskau (eine Tafel mit einem Foto, auf dem Alexander Van der Bellen und Wladimir Putin an einem kleinen Tisch sitzend zu sehen sind, in die Höhe haltend) und lobt die guten Beziehungen beider Länder. (Abg. Lopatka: Das war bei euch! ... 19, wir haben 24!)
Abg. Steinacker: Was ist der Inhalt dieser Rede?
2012: Landeshauptmann Pühringer in Moskau. 2013: WKÖ-Präsident Leitl wieder in Moskau. 2013: Mitterlehner in Moskau, Pröll schon wieder in Moskau. (Zwischenruf des Abg. Brandstätter.) Alles, was jetzt kommt, ist nach der Krim-Geschichte 2014. Am 24.6.2014: Faymann empfängt Putin im Kanzleramt. 2014: Leitl scherzt mit Putin über die Dauerpräsidentschaft beider Herren, mit einem lachenden Heinz Fischer daneben. Sie kennen vielleicht das Video. Im Mai 2015: Kurz als Bundesminister in Moskau, Zweiter Nationalratspräsident Kopf in Moskau, Mitterlehner in Moskau, Brandstetter in Sankt Petersburg, Schelling in Sankt Petersburg, Kurz in Moskau, Kurz wieder in Moskau, Sobotka in Moskau, da hat er ja auch Herrn Marsalek getroffen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) 2017: Kern in Sankt Petersburg (Abg. Steinacker: Was ist der Inhalt dieser Rede?) – übrigens war der nachher auch Aufsichtsrat der Staatsbahn –, Kopf wieder in Moskau. 2018: Kurz bei Putin in Moskau, Ministerin Schramböck in Sankt Petersburg. 2018: Kurz und Van der Bellen empfangen Putin in Wien (eine Tafel mit einem Foto, auf dem Sebastian Kurz und Wladimir Putin nebeneinander stehend zu sehen sind, in die Höhe haltend) – da ist Herr Kurz mit Herrn Putin. 2018: Platter in Sankt Petersburg, Kurz in Sankt Petersburg, Landeshauptmann Wallner in Moskau, Sobotka in Moskau. 15.5.2019: Van der Bellen ist bei Putin in Moskau (eine Tafel mit einem Foto, auf dem Alexander Van der Bellen und Wladimir Putin an einem kleinen Tisch sitzend zu sehen sind, in die Höhe haltend) und lobt die guten Beziehungen beider Länder. (Abg. Lopatka: Das war bei euch! ... 19, wir haben 24!)
eine Tafel mit einem Foto, auf dem Sebastian Kurz und Wladimir Putin nebeneinander stehend zu sehen sind, in die Höhe haltend
2012: Landeshauptmann Pühringer in Moskau. 2013: WKÖ-Präsident Leitl wieder in Moskau. 2013: Mitterlehner in Moskau, Pröll schon wieder in Moskau. (Zwischenruf des Abg. Brandstätter.) Alles, was jetzt kommt, ist nach der Krim-Geschichte 2014. Am 24.6.2014: Faymann empfängt Putin im Kanzleramt. 2014: Leitl scherzt mit Putin über die Dauerpräsidentschaft beider Herren, mit einem lachenden Heinz Fischer daneben. Sie kennen vielleicht das Video. Im Mai 2015: Kurz als Bundesminister in Moskau, Zweiter Nationalratspräsident Kopf in Moskau, Mitterlehner in Moskau, Brandstetter in Sankt Petersburg, Schelling in Sankt Petersburg, Kurz in Moskau, Kurz wieder in Moskau, Sobotka in Moskau, da hat er ja auch Herrn Marsalek getroffen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) 2017: Kern in Sankt Petersburg (Abg. Steinacker: Was ist der Inhalt dieser Rede?) – übrigens war der nachher auch Aufsichtsrat der Staatsbahn –, Kopf wieder in Moskau. 2018: Kurz bei Putin in Moskau, Ministerin Schramböck in Sankt Petersburg. 2018: Kurz und Van der Bellen empfangen Putin in Wien (eine Tafel mit einem Foto, auf dem Sebastian Kurz und Wladimir Putin nebeneinander stehend zu sehen sind, in die Höhe haltend) – da ist Herr Kurz mit Herrn Putin. 2018: Platter in Sankt Petersburg, Kurz in Sankt Petersburg, Landeshauptmann Wallner in Moskau, Sobotka in Moskau. 15.5.2019: Van der Bellen ist bei Putin in Moskau (eine Tafel mit einem Foto, auf dem Alexander Van der Bellen und Wladimir Putin an einem kleinen Tisch sitzend zu sehen sind, in die Höhe haltend) und lobt die guten Beziehungen beider Länder. (Abg. Lopatka: Das war bei euch! ... 19, wir haben 24!)
Abg. Lopatka: Das war bei euch! ... 19, wir haben 24!
2012: Landeshauptmann Pühringer in Moskau. 2013: WKÖ-Präsident Leitl wieder in Moskau. 2013: Mitterlehner in Moskau, Pröll schon wieder in Moskau. (Zwischenruf des Abg. Brandstätter.) Alles, was jetzt kommt, ist nach der Krim-Geschichte 2014. Am 24.6.2014: Faymann empfängt Putin im Kanzleramt. 2014: Leitl scherzt mit Putin über die Dauerpräsidentschaft beider Herren, mit einem lachenden Heinz Fischer daneben. Sie kennen vielleicht das Video. Im Mai 2015: Kurz als Bundesminister in Moskau, Zweiter Nationalratspräsident Kopf in Moskau, Mitterlehner in Moskau, Brandstetter in Sankt Petersburg, Schelling in Sankt Petersburg, Kurz in Moskau, Kurz wieder in Moskau, Sobotka in Moskau, da hat er ja auch Herrn Marsalek getroffen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) 2017: Kern in Sankt Petersburg (Abg. Steinacker: Was ist der Inhalt dieser Rede?) – übrigens war der nachher auch Aufsichtsrat der Staatsbahn –, Kopf wieder in Moskau. 2018: Kurz bei Putin in Moskau, Ministerin Schramböck in Sankt Petersburg. 2018: Kurz und Van der Bellen empfangen Putin in Wien (eine Tafel mit einem Foto, auf dem Sebastian Kurz und Wladimir Putin nebeneinander stehend zu sehen sind, in die Höhe haltend) – da ist Herr Kurz mit Herrn Putin. 2018: Platter in Sankt Petersburg, Kurz in Sankt Petersburg, Landeshauptmann Wallner in Moskau, Sobotka in Moskau. 15.5.2019: Van der Bellen ist bei Putin in Moskau (eine Tafel mit einem Foto, auf dem Alexander Van der Bellen und Wladimir Putin an einem kleinen Tisch sitzend zu sehen sind, in die Höhe haltend) und lobt die guten Beziehungen beider Länder. (Abg. Lopatka: Das war bei euch! ... 19, wir haben 24!)
weitere Zwischenrufe bei der ÖVP
Das ist ja alles in Ordnung (weitere Zwischenrufe bei der ÖVP), aber, liebe Freunde – wir haben diese Beziehungen nie gehabt, zu keinem Zeitpunkt –, jetzt wäre es einmal an der Zeit, die Kriegsrhetorik einzustellen. Euer Bundeskanzler Nehammer schwadroniert davon, dass wir weiterhin mit der Ukraine solidarisch sein müssen, weil sonst eines Tages russische Soldaten an der österreichischen Grenze stehen. Dieser Wahnsinn und diese Kriegsrhetorik müssen vorbei sein. Es muss jetzt wirkliche Friedenspolitik gelebt werden (Abg. Brandstätter: Mit einem Kriegsverbrecher?) – das ist es, was sich die Bürger von uns erwarten, und das garantiert uns auch die Sicherheit in Österreich,
Abg. Brandstätter: Mit einem Kriegsverbrecher?
Das ist ja alles in Ordnung (weitere Zwischenrufe bei der ÖVP), aber, liebe Freunde – wir haben diese Beziehungen nie gehabt, zu keinem Zeitpunkt –, jetzt wäre es einmal an der Zeit, die Kriegsrhetorik einzustellen. Euer Bundeskanzler Nehammer schwadroniert davon, dass wir weiterhin mit der Ukraine solidarisch sein müssen, weil sonst eines Tages russische Soldaten an der österreichischen Grenze stehen. Dieser Wahnsinn und diese Kriegsrhetorik müssen vorbei sein. Es muss jetzt wirkliche Friedenspolitik gelebt werden (Abg. Brandstätter: Mit einem Kriegsverbrecher?) – das ist es, was sich die Bürger von uns erwarten, und das garantiert uns auch die Sicherheit in Österreich,
Beifall bei der FPÖ. – Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.
meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ. – Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.) Ich wollte mit diesen Beispielen nur Ihre himmelschreiende Heuchelei aufzeigen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Brandstätter: Putin ist ein Kriegsverbrecher! – Zwischenruf der Abg. Steinacker.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Brandstätter: Putin ist ein Kriegsverbrecher! – Zwischenruf der Abg. Steinacker.
meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ. – Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.) Ich wollte mit diesen Beispielen nur Ihre himmelschreiende Heuchelei aufzeigen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Brandstätter: Putin ist ein Kriegsverbrecher! – Zwischenruf der Abg. Steinacker.)
Abg. Steinacker: Einen doppelten!
Präsidentin Doris Bures: Herr Abgeordneter Amesbauer, für die beiden Ausdrücke „dicke, fette Spinne“ und „himmelschreiende Heuchelei“ erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf. (Abg. Steinacker: Einen doppelten!)
Beifall bei Grünen, SPÖ und Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Brandstätter
Abgeordneter Michel Reimon, MBA (Grüne): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen, auch aus dem Europaparlament! Als Erstes möchte ich auf eines hinweisen: Der Titel dieser Aktuellen Stunde ist mit Sicherheit für Österreich ein sehr allgemeiner und es sind vier Rednerinnen, vier Frauen, herausgekommen, die über Sicherheit für Frauen und Richtlinien auf europäischer Ebene gesprochen haben – und dann kommen Zwischenrufe von Männern, vor allem aus dem rechten Lager, dass es darum nicht gehen könnte. Vielleicht, liebe Komannsbilder, solltet ihr ein bisschen darüber nachdenken, was Sicherheit sein könnte, wenn vier Frauen (Beifall bei Grünen, SPÖ und Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Brandstätter) – immerhin aus drei Parteien – darüber reden und das für ein relevantes Thema halten.
Beifall bei den Grünen.
Gerade wir als Österreicher und Österreicherinnen sollten darauf schauen. Wir haben diesen Fall – und seien wir doch bitte froh, dass wir das friedlich gelöst haben, dass die Kärntner Slowenen und Sloweninnen, die burgenländischen Ungarn und Ungarinnen und auf der anderen Seite die deutschsprachigen Menschen in Südtirol eine friedliche Lebensweise miteinander zusammengebracht haben und dass wir uns nicht militärisch bedroht fühlen, weder in die eine noch in die andere Richtung! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Genauso gehört das in Europa geregelt. Mir ist es ehrlich gesagt vollkommen egal, wie die Grenze zwischen der Ukraine und Russland verläuft und welche Minderheit auf welcher Seite der Grenze lebt, aber wenn dort eine Grenze verschoben wird, dann muss das friedlich in Verhandlungen passieren und nicht so, dass ein Land einmarschiert, Krieg führt und versucht, etwas zu erobern. Das ist das, was Europa nicht akzeptieren kann. Da geht es dann auch um unsere Grenzen, wenn wir das ein einziges Mal akzeptieren und durchlassen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Kassegger
Wir haben es einmal fast akzeptiert und durchgelassen, nämlich vor zehn Jahren. Am 20. Februar vor zehn Jahren – leider ist in drei Wochen das Jubiläum – hat Putin die Krim attackiert, sich die Krim einverleibt. Europa hat es akzeptiert, wenn auch nicht offiziell die Grenzverschiebung, aber seit zehn Jahren ist die Krim von Putin beherrscht (Zwischenruf des Abg. Kassegger), und danach gab es Treffen mit ihm, Verhandlungen mit ihm, Wirtschaftsabkommen mit ihm und so weiter. Europa hat diese Grenzverschiebung realpolitisch akzeptiert – und das war der Fehler. Die Folge davon ist die Grenzverschiebung, die jetzt passiert ist. Wenn wir es jetzt wieder zulassen, dann wird die nächste passieren und die nächste passieren und die nächste passieren. Das ist inakzeptabel! (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Steinacker.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Steinacker.
Wir haben es einmal fast akzeptiert und durchgelassen, nämlich vor zehn Jahren. Am 20. Februar vor zehn Jahren – leider ist in drei Wochen das Jubiläum – hat Putin die Krim attackiert, sich die Krim einverleibt. Europa hat es akzeptiert, wenn auch nicht offiziell die Grenzverschiebung, aber seit zehn Jahren ist die Krim von Putin beherrscht (Zwischenruf des Abg. Kassegger), und danach gab es Treffen mit ihm, Verhandlungen mit ihm, Wirtschaftsabkommen mit ihm und so weiter. Europa hat diese Grenzverschiebung realpolitisch akzeptiert – und das war der Fehler. Die Folge davon ist die Grenzverschiebung, die jetzt passiert ist. Wenn wir es jetzt wieder zulassen, dann wird die nächste passieren und die nächste passieren und die nächste passieren. Das ist inakzeptabel! (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Steinacker.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kassegger: Erstens ist es kein Vertrag und zweitens ...!
keiner Plenarsitzung davor in dieser Deutlichkeit gemacht. Wenn drei Redner:innen rauskommen, dann ist das offensichtlich der Kommunikationsplan für die Europawahl in den nächsten Monaten. Wir werden uns das natürlich in jeder einzelnen Sitzung anschauen. Sie haben recht: Es haben natürlich Politiker:innen aller möglichen Parteien Putin und Russen getroffen, aber den Freundschaftsvertrag haben nur Sie unterschrieben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kassegger: Erstens ist es kein Vertrag und zweitens ...!)
Abg. Kassegger: 2021 ausgelaufen!
Der Freundschaftsvertrag Ihrer Partei mit Putins Partei läuft fünf Jahre, steht drin – ich habe ihn hier schon mehrfach hergezeigt –, und wird automatisch verlängert, wenn er nicht gekündigt wird. Zeigen Sie uns die Kündigung! Wenn er nicht gekündigt ist, läuft dieser Freundschaftsvertrag. Sie haben noch nie eine Kündigung hergezeigt. (Abg. Kassegger: 2021 ausgelaufen!) Sie sind Freunde Putins in Österreich. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Der Freundschaftsvertrag Ihrer Partei mit Putins Partei läuft fünf Jahre, steht drin – ich habe ihn hier schon mehrfach hergezeigt –, und wird automatisch verlängert, wenn er nicht gekündigt wird. Zeigen Sie uns die Kündigung! Wenn er nicht gekündigt ist, läuft dieser Freundschaftsvertrag. Sie haben noch nie eine Kündigung hergezeigt. (Abg. Kassegger: 2021 ausgelaufen!) Sie sind Freunde Putins in Österreich. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Lopatka: Der ist bei Radio Moskau! Interview, Radio Moskau!
Herr Vilimsky, der da drüben sitzt und der Erste war, der herausgegangen ist und das kritisiert hat (Abg. Lopatka: Der ist bei Radio Moskau! Interview, Radio Moskau!), ist der Einzige, der einen solchen Freundschaftsvertrag mit Moskau hat, auch wenn er es jetzt bestreitet.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Stögmüller: Unglaublich! Ein Sittenbild!
Der ist übrigens überhaupt der Einzige, das finde ich auch noch spannend, das sollte schon erwähnt werden: Da ist jetzt von Follow the Money eine Studie zu Unkorrektheiten im Europäischen Parlament veröffentlicht worden. Dort sind fast ein Viertel der Abgeordneten derzeit in Untersuchung: Rechtsextreme, die im Gefängnis sitzen und per Video teilnehmen, rechte Italiener:innen, bei denen 500 000 Euro irgendwo fehlen, und so weiter. Ein einziger Österreicher kommt vor, und das ist Herr Vilimsky in der freiheitlichen Spesenaffäre. Von allen österreichischen Abgeordneten ist der Einzige im Follow-the-Money-Bericht Herr Vilimsky, Ihr Spitzenkandidat. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Stögmüller: Unglaublich! Ein Sittenbild!) Vielleicht ist das auch ein Problem.
Beifall bei den Grünen.
Abgeordneter Michel Reimon, MBA (fortsetzend): Das ist ein bisschen zu wenig Politik, Freunde! (Beifall bei den Grünen.)
Allgemeiner Beifall.
noch die Zuseherinnen und Zuseher hier auf der Galerie herzlich begrüßen, im Besonderen den Seniorenbund Kroatisch Geresdorf im Namen von Niki Berlakovich. – Herzlich willkommen! (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Belakowitsch: Ja, Österreich!
Im weltweit größten Datensatz zur Demokratie wird von der Universität Göteborg aufgezeigt, dass im vergangenen Jahrzehnt über 40 Länder autokratischer geworden sind. Die Fortschritte in der weltweiten Entwicklung der Demokratie in den vorangegangenen drei Jahrzehnten sind wieder weg. Erstmals seit über 20 Jahren gibt es mehr geschlossene Autokratien als liberale Demokratien. 42 Länder sind im vergangenen Jahrzehnt autokratischer geworden. (Abg. Belakowitsch: Ja, Österreich!) Die machen zusammen 43 Prozent der Weltbevölkerung aus.
Zwischenruf des Abg. Hafenecker.
Wir alle genießen die bürgerlichen Freiheiten: Eigentum schaffen, Erwerbsfreiheit, Niederlassungsfreiheit. Die Polizei unterliegt einer klaren Kontrolle. Sie ist zu einer Menschenrechtspolizei geworden und verteidigt heute die Meinungsfreiheit. Sie lässt sogar Meinungsfreiheit so weit zu, dass sie von jemandem missbraucht wird, um Menschen zu verlocken, wenn es etwa um ein Mittel geht, das eigentlich für Pferde und nicht für Menschen ist. Auch das wird in Österreich durch die Polizei zugelassen. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
In Österreich steht kein politisch Andersdenkender auf der Fahndungsliste. Jedenfalls so lange nicht, so lange ein gewisser Herbert Kickl nicht seine Machtfantasien ausleben kann. Die Politik des friedlichen Miteinanders, die wir in den letzten 35 Jahren in Europa hatten, ist nicht selbstverständlich. Wir sehen die Entwicklungen und Auswirkungen des Putin’schen Angriffskrieges jeden Tag. Doch die Antworten sind nicht Vokabeln der alten Nazis – Systemparteien – oder billige Wortspiele wie Bla-bla für Andreas Babler oder „fette [...] Spinne“ für Alfred Gusenbauer, wie sie Herbert Kickl gebracht hat. Ich sage, spalten ist out, miteinander ist die Zukunft. Das Miteinander gibt uns den materiellen, den sozialen, den kulturellen, den wissenschaftlichen und vor allem den emotionalen Reichtum. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Überlassen wir die Demokratie nicht den linken oder den rechten Hetzern. In der Mitte liegt die Kraft. Im Superwahljahr 2024 entscheidet fast die Hälfte der Weltbevölkerung, ob Demokratien oder Autokratien gestärkt werden. Geben wir der Demokratie eine zweite Chance. Sie macht uns reicher in Gedanken, Worten und Werken. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Hafenecker: ... setzt Intellekt voraus!
Nun ist Herr Abgeordneter Christian Drobits zu Wort gemeldet. – Bitte. (Abg. Hafenecker: ... setzt Intellekt voraus!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Schallmeiner.
Für uns ist daher wichtig, dass die Minderheiten in Österreich weiterhin unterstützt werden. Ich und wir als Partei sind dafür, dass nicht die Lautesten berücksichtigt werden. Wir wollen, dass es eine funktionierende Demokratie gibt, in der alle, die vielen berücksichtigt und gehört werden und nicht die Lautesten. Bei diesem Volksbegehren haben wir einerseits den Eindruck, dass die Lautesten gehört werden sollen, und andererseits auch, dass die Sprachwahl zu Irritationen führt. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Schallmeiner.)
Die Abgeordneten Schallmeiner und Weratschnig: Das russische Gas war ein Volksentscheid!
machen? (Die Abgeordneten Schallmeiner und Weratschnig: Das russische Gas war ein Volksentscheid!)
Beifall bei der FPÖ.
Die Regierung will Millionen in einen Klimafonds verschieben, damit die Grünen ihre Träume verwirklichen können, für die sie eben keinen Rückhalt in der Bevölkerung haben, daher will man gerade von dieser Seite natürlich keine direkte Demokratie. Umso mehr möchten wir sie haben. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Aber fossile Diktatur geht? Ja, dann ist es ja eh klar! Fossile Diktatur ist gut, die Ökodiktatur ist böse! – Abg. Hafenecker: Fossile Diktatur geht, Frau Präsident?
Präsidentin Doris Bures: Frau Abgeordnete Fürst, für den Ausdruck: sie wollen „eine Ökodiktatur errichten“, erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf. (Abg. Belakowitsch: Aber fossile Diktatur geht? Ja, dann ist es ja eh klar! Fossile Diktatur ist gut, die Ökodiktatur ist böse! – Abg. Hafenecker: Fossile Diktatur geht, Frau Präsident?)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Mag. Georg Bürstmayr (Grüne): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Lassen Sie mich zunächst stellvertretend für Kollegin Salzmann 80 Studentinnen und Studenten der PH Oberösterreich mit ihren Professor:innen herzlich begrüßen! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Scherak.
Das Echte-Demokratie-Volksbegehren enthält diskutable Vorschläge, aber in seiner Begründung bedauerlicherweise über Strecken eine indiskutable Sprache. Da ist die Rede von einer Elite, von Globalisten, von manipulativen Wahlen, ja, von einer Parteiendiktatur, und damit wird unsere Demokratie, damit werden wir beschrieben. Dem, meine Damen und Herren, kann ich mich nicht anschließen. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Scherak.)
Beifall bei Grünen, ÖVP und SPÖ.
Lassen Sie mich aber ein paar Worte zum Titel sagen: Was ist echte Demokratie? – Echte Demokratie denkt nach, sie akzeptiert Mehrheiten, aber sie schützt Minderheiten; echte Demokratie schließt Kompromisse, auch, wenn diese manchmal wehtun. Sie hat sich aber und vor allen Dingen einem Grundsatz verschrieben: Die Würde des Menschen ist unantastbar. (Beifall bei Grünen, ÖVP und SPÖ.)
Abg. Hafenecker hebt die Hand.
Zu einer echten Demokratie gehört daher auch, dass Zehntausende, ja Millionen Menschen aufstehen, wenn letzte Grenzen, wenn absolute rote Linien überschritten werden. (Abg. Hafenecker hebt die Hand.) Wenn ein paar Herren und Menschen in Herrenmenschenmanier in einer Villa in Potsdam seelenruhig erörtern, wie man Millionen von Menschen (Abg. Hafenecker: Zur Geschäftsordnung!) massenhaft aus Deutschland vertreiben könnte, dann sagt eine demokratische Gesellschaft: Nein!
Abg. Hafenecker: Zur Geschäftsordnung!
Zu einer echten Demokratie gehört daher auch, dass Zehntausende, ja Millionen Menschen aufstehen, wenn letzte Grenzen, wenn absolute rote Linien überschritten werden. (Abg. Hafenecker hebt die Hand.) Wenn ein paar Herren und Menschen in Herrenmenschenmanier in einer Villa in Potsdam seelenruhig erörtern, wie man Millionen von Menschen (Abg. Hafenecker: Zur Geschäftsordnung!) massenhaft aus Deutschland vertreiben könnte, dann sagt eine demokratische Gesellschaft: Nein!
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Nun hat der Generalsekretär der Freiheitlichen Partei Österreichs, Herr Hafenecker, ohne Not, ohne gefragt worden zu sein, diesen Herren und Menschen letztlich zugestimmt, sie verteidigt, diese wahnwitzigen Ideen verteidigt. Er nennt diese Herrenmenschen „patriotische Politiker“, er nennt diese Ideen „unsere Pflicht“. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Darauf, meine Damen und Herren, gibt es nur eine klare Antwort: Nein!
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Salzmann. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Wenn Sie Derartiges wollen, die Vertreibung von Millionen Menschen, selbst jene deutscher und österreichischer Staatsbürgerschaft, aus Deutschland und Österreich, dann müssen Sie an uns vorbei. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Salzmann. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Heiterkeit des Abg. Wurm.
Gemeinsam mit Millionen Menschen in Deutschland und Österreich sagen wir ein klares Nein zu derartigen Vorschlägen, denn: Das darf nicht passieren, das wird nicht passieren, nie wieder. – Wir sind echte Demokratie! (Heiterkeit des Abg. Wurm.) – Danke fürs Zuhören. (Beifall bei Grünen, ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei Grünen, ÖVP und SPÖ.
Gemeinsam mit Millionen Menschen in Deutschland und Österreich sagen wir ein klares Nein zu derartigen Vorschlägen, denn: Das darf nicht passieren, das wird nicht passieren, nie wieder. – Wir sind echte Demokratie! (Heiterkeit des Abg. Wurm.) – Danke fürs Zuhören. (Beifall bei Grünen, ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Christian Hafenecker, MA (FPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Frau Präsidentin! Nur eine kurze Frage zur Praxis, was Ordnungsrufe betrifft: Kollege Reimon hat soeben von einer fossilen Diktatur gesprochen, das ist nicht geahndet worden. Kollegin Fürst hat vollkommen zu Recht von einer Ökodiktatur gesprochen, daraufhin hat es einen Ordnungsruf gegeben. Ich interpretiere das jetzt so, dass der inkriminierende Begriff Diktatur ist, und da müssen wir dann aber, glaube ich, trotzdem einmal in der Präsidiale über die Spruchpraxis seitens des Präsidiums reden. Ich stelle daher auch den Antrag, die Vergabepraxis von Ordnungsrufen vielleicht in der nächsten Präsidiale zu diskutieren, denn für mich ist Ihr Vorgehen tatsächlich nicht nachvollziehbar. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Das hat sie aber nicht gesagt! – Abg. Hafenecker: Außer beim Kollegen Reimon! Das ist ja genau der Punkt!
Ich mache noch einmal darauf aufmerksam – da alle Abgeordneten hier im Haus auf die österreichische Bundesverfassung und damit auf unser politisches System und die Demokratie angelobt sind und diese Gelöbnisformel ausgesprochen haben –, wenn ganz konkret Abgeordneten im Haus vorgeworfen beziehungsweise unterstellt wird, sie würden eine Diktatur errichten, dass ich auch in Zukunft einen Ordnungsruf erteilen werde. (Abg. Belakowitsch: Das hat sie aber nicht gesagt! – Abg. Hafenecker: Außer beim Kollegen Reimon! Das ist ja genau der Punkt!)
Abg. Belakowitsch: Das ist jetzt eine billige Ausrede! – Abg. Hafenecker: Und der Kollege Reimon, bitte? – Abg. Belakowitsch: Er hat gesagt, ...! – Abg. Hafenecker: Schauen Sie noch einmal ins Protokoll von mir aus! – Abg. Belakowitsch: Lassen Sie sich beide ...!
Aber wir können das in der Präsidialkonferenz gerne diskutieren. (Abg. Belakowitsch: Das ist jetzt eine billige Ausrede! – Abg. Hafenecker: Und der Kollege Reimon, bitte? – Abg. Belakowitsch: Er hat gesagt, ...! – Abg. Hafenecker: Schauen Sie noch einmal ins Protokoll von mir aus! – Abg. Belakowitsch: Lassen Sie sich beide ...!)
Heiterkeit der Abg. Prammer.
Da wird auch die Forderung aufgestellt, dass Volksabstimmungen bei knappen Mehrheiten, nämlich von 50 bis 53 Prozent, wiederholt werden sollen. (Heiterkeit der Abg. Prammer.) Also 53 Prozent ist für mich eine sehr klare Mehrheit. Man kann sich’s halt nicht so richten, wie man es gerne hätte.
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Vielleicht eine letzte Sache: Das Volksbegehren spricht auch davon, dass nur Bundesminister, die entsprechend qualifiziert sind, Minister sein sollten. Das sehe ich auch so. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Aber wenn man dem ehemaligen Verteidigungsminister Darabos oder Frau Bundesministerin Tanner aufgrund der Tatsache, dass sie keinen Wehrdienst geleistet haben, die Qualifikation abspricht, dann halte ich das für falsch.
Beifall bei den NEOS.
Es sind also manche gute Forderungen, manche Begründungen sind irritierend. Wir werden uns weiter intensiv damit auseinandersetzen, direkte Demokratie in Österreich zu stärken. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der FPÖ.
Hier über die Initiatoren so ein bisschen die Nase zu rümpfen, finde ich nicht richtig. Es ist immer ein bisschen billig, sich über die Wortwahl und Ähnliches auszulassen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Voglauer: Nein, das nehmen Sie jetzt zurück!
Tatsache ist, dass es sehr wesentlich darum gegangen ist, die direkte Demokratie weiter auszubauen. Frau Kollegin Fürst hat bereits sehr schön erläutert, was dabei unser Ansatz ist. Bezeichnend war für mich die Rede des Herrn Kollegen Bürstmayr von den Grünen, der erklärt hat, dass in Deutschland ein privates Bespitzelungsinstitut, Correctiv, eine Veranstaltung abgehört und dann das Wort – was haben sie geprägt? – Deportation und Ähnliches selbst ins Spiel gebracht hat und hochzieht, dass das jetzt ein Grund gegen die direkte Demokratie wäre. – Das ist so typisch, diese Argumentation! Was jetzt abläuft, ist, dass genau jene Politiker, die dafür verantwortlich sind, dass die AfD, aber auch die FPÖ, gute und immer bessere Umfragewerte haben, zu Demonstrationen gegen diese Parteien aufrufen. Also die Regierung ruft zu Demonstrationen gegen die Opposition auf! (Abg. Voglauer: Nein, das nehmen Sie jetzt zurück!) Das kennt man an sich noch ganz gut aus der DDR. Also das ist die Vorgangsweise und die Denkweise, mit der man gegen die direkte Demokratie auftritt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Tatsache ist, dass es sehr wesentlich darum gegangen ist, die direkte Demokratie weiter auszubauen. Frau Kollegin Fürst hat bereits sehr schön erläutert, was dabei unser Ansatz ist. Bezeichnend war für mich die Rede des Herrn Kollegen Bürstmayr von den Grünen, der erklärt hat, dass in Deutschland ein privates Bespitzelungsinstitut, Correctiv, eine Veranstaltung abgehört und dann das Wort – was haben sie geprägt? – Deportation und Ähnliches selbst ins Spiel gebracht hat und hochzieht, dass das jetzt ein Grund gegen die direkte Demokratie wäre. – Das ist so typisch, diese Argumentation! Was jetzt abläuft, ist, dass genau jene Politiker, die dafür verantwortlich sind, dass die AfD, aber auch die FPÖ, gute und immer bessere Umfragewerte haben, zu Demonstrationen gegen diese Parteien aufrufen. Also die Regierung ruft zu Demonstrationen gegen die Opposition auf! (Abg. Voglauer: Nein, das nehmen Sie jetzt zurück!) Das kennt man an sich noch ganz gut aus der DDR. Also das ist die Vorgangsweise und die Denkweise, mit der man gegen die direkte Demokratie auftritt. (Beifall bei der FPÖ.)
neuerlicher Zwischenruf der Abg. Voglauer
Wir haben immer klar gesagt: Wir sind für die repräsentative Demokratie, wir halten auch unser System für grundsätzlich gut (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Voglauer), aber wir wollen eine Möglichkeit der Ergänzung haben; und diese Möglichkeit der Ergänzung ist eben, dass aus der Bevölkerung heraus Gesetze initiiert werden können.
Beifall bei der FPÖ.
Wir sind Abgeordnete. Wir spüren vielleicht nicht immer den Puls der Bevölkerung. Manchmal wäre es gut, wenn wir dieses Korrektiv hätten – ein Korrektiv im Sinne einer Korrektur dessen, was wir hier vielleicht nicht im Sinne der Mehrheit der Bevölkerung durchführen. Daher: Mehr direkte Demokratie würde uns allen guttun! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir als ÖVP sehen dieses Vorgehen und diese Initiative durchaus sehr positiv. Wir möchten diese auch in Zukunft begleiten, aber es ist in unserem Sinne durchaus wünschenswert, eine zusätzliche Fragmentierung hinsichtlich Zeitzonen, hinsichtlich Zeitperspektiven auf europäischer Ebene hintanzuhalten und eine möglichst einheitliche Lösung zu finden. Danke den Initiatoren und danke den 168 000 Menschen, die dieses Volksbegehren unterschrieben haben! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Scherak: Ist das Geografie mit Prof. Matznetter?
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Frau Präsidentin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Initiatoren und Initiatorinnen und Unterschreibende – 168 000, wir haben es gerade gehört –, die Sie ein wichtiges Thema hier ins Haus gebracht haben! Geschätzte Zuhörerinnen und Zuhörer! Die Erdachse ist um 23,27 Grad gegenüber der Ekliptik geneigt, also der Umlaufbahn unseres Planeten um die Sonne, was nicht nur dazu führt, dass es im Sommer wärmer und im Winter kälter ist, sondern auch dazu, dass die Lichtzeiten während der Drehung der Erde nicht nur an jedem einzelnen Breitengrad anders sind, sondern es wegen der Neigung noch dazu im Winter auf der Nordhalbkugel kürzere Tage und im Sommer längere Tage gibt. (Abg. Scherak: Ist das Geografie mit Prof. Matznetter?)
Abg. Obernosterer: Das war der Kreisky!
In einer Zeit, in der selbst sehr gescheite und berühmte Regierungschefs Nassrasieren statt Trockenrasieren zum Energiesparen diskutiert haben, gab es in mehreren Staaten – auch in Österreich – eine Mode, zu sagen: Hey, wir sparen Energie, indem wir eine Sommerzeit einführen! Da ist es länger hell, deshalb drehen wir später das Licht auf! (Abg. Obernosterer: Das war der Kreisky!) – Genau.
Abg. Wurm: Aha!
Die vergangenen Jahrzehnte haben gezeigt, dass kein messbarer Erfolg vorhanden ist. Was wir aber gesehen haben, ist, dass die Situation der milchgebenden Kühe, der Kinder, die früher oder später aufstehen müssen, der Eisenbahnen und Flugzeuge, die eine Stunde warten müssen oder für die dann gar unterschiedliche Fahrpläne – mit 3A und 3B – gemacht worden sind, sagen wir einmal so, eher ein bisschen kafkaesk anmutet. (Abg. Wurm: Aha!)
Abg. Wurm: Ein Freiheitlicher!
Daher habe ich ein tiefes Verständnis dafür, dass die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union ein Ende dieses Zirkusses wollte, aber – und das ist etwas, das ich als Pro-Europäer leidvoll sagen muss – wir haben leider einen nicht funktionierenden Entscheidungsapparat in der Europäischen Union. Die Kommission hat – Kollegin Himmelbauer hat schon davon gesprochen – in der Folge einen unzureichenden Vorschlag vorgelegt. Die Ratspräsidentschaften – die letzte, die das überhaupt noch diskutiert hat, war übrigens die österreichische (Abg. Wurm: Ein Freiheitlicher!) – haben das Thema, wie man in Wien vielleicht sagen würde, versandeln lassen.
Abg. Wurm: In Los Angeles und New York auch!
Wir hätten am liebsten eine einzige Zeitzone in der ganzen Europäischen Union, was quasi undenkbar ist, weil man mit der Natur nicht diskutieren kann. Es ist nicht zumutbar, dass dieselbe Zeit, die in Warschau und Bukarest gilt, auch in Lissabon gilt – auch heute nicht –, weil die Menschen dort völlig außerhalb jeden Zeitrahmens wären. (Abg. Wurm: In Los Angeles und New York auch!) Das merken ja schon unsere Kolleginnen und Kollegen Abgeordneten aus Vorarlberg – auch dort gehen die Uhren anders, dort ist es einfach länger hell (Abg. Scherak: Aber auch länger dunkel in der Früh!), was daran liegt, dass diese Kugel sich dreht und daher die Sonne anders steht. (Abg. Wurm: Ein Wunder, dass das nicht in Brüssel entschieden wird!)
Abg. Scherak: Aber auch länger dunkel in der Früh!
Wir hätten am liebsten eine einzige Zeitzone in der ganzen Europäischen Union, was quasi undenkbar ist, weil man mit der Natur nicht diskutieren kann. Es ist nicht zumutbar, dass dieselbe Zeit, die in Warschau und Bukarest gilt, auch in Lissabon gilt – auch heute nicht –, weil die Menschen dort völlig außerhalb jeden Zeitrahmens wären. (Abg. Wurm: In Los Angeles und New York auch!) Das merken ja schon unsere Kolleginnen und Kollegen Abgeordneten aus Vorarlberg – auch dort gehen die Uhren anders, dort ist es einfach länger hell (Abg. Scherak: Aber auch länger dunkel in der Früh!), was daran liegt, dass diese Kugel sich dreht und daher die Sonne anders steht. (Abg. Wurm: Ein Wunder, dass das nicht in Brüssel entschieden wird!)
Abg. Wurm: Ein Wunder, dass das nicht in Brüssel entschieden wird!
Wir hätten am liebsten eine einzige Zeitzone in der ganzen Europäischen Union, was quasi undenkbar ist, weil man mit der Natur nicht diskutieren kann. Es ist nicht zumutbar, dass dieselbe Zeit, die in Warschau und Bukarest gilt, auch in Lissabon gilt – auch heute nicht –, weil die Menschen dort völlig außerhalb jeden Zeitrahmens wären. (Abg. Wurm: In Los Angeles und New York auch!) Das merken ja schon unsere Kolleginnen und Kollegen Abgeordneten aus Vorarlberg – auch dort gehen die Uhren anders, dort ist es einfach länger hell (Abg. Scherak: Aber auch länger dunkel in der Früh!), was daran liegt, dass diese Kugel sich dreht und daher die Sonne anders steht. (Abg. Wurm: Ein Wunder, dass das nicht in Brüssel entschieden wird!)
Beifall bei der SPÖ.
Vielen, vielen Dank, dass Sie das Thema wieder aufgebracht haben! Ich verspreche Ihnen, wir werden es öfter ansprechen, und – ich komme zurück auf meine Vorrednerin – ich werde gemeinsam mit Eva Himmelbauer versuchen, das Thema wieder öfter auf das Tapet zu bringen und zu fragen: Was ist jetzt? Wann hören wir mit dem kafkaesken Zeitumstellen auf? – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Loacker: In Kärnten ist die Sonne vom Himmel gefallen!
Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Maximilian Linder. – Bitte. (Abg. Loacker: In Kärnten ist die Sonne vom Himmel gefallen!)
Abg. Lindner: -in!
Abgeordneter Maximilian Linder (FPÖ): Frau Präsident! (Abg. Lindner: -in!) Geschätzte Kolleginnen, geschätzte Kollegen! Liebe Zuhörerinnen, liebe Zuhörer! Das Volksbegehren Beibehaltung Sommerzeit hat 168 700 Unterstützer – Hut ab davor! Danke all jenen, die sich die Arbeit angetan haben, das zu unterstützen und für ihre Meinung einzutreten.
Heiterkeit der Abgeordneten Obernosterer und Pfurtscheller
Wir alle kennen die Probleme rund um die Zeitumstellung: die Belastung des Biorhythmus, die Probleme, die Kinder an die neue Zeit zu gewöhnen, sie zur Schule zu bringen, sie in der Schule zu motivieren, dass sie bei der Sache bleiben, dass sie mitarbeiten, die großen Probleme der Landwirte in der Milchwirtschaft, die Kühe umzustellen (Heiterkeit der Abgeordneten Obernosterer und Pfurtscheller) – wir alle kennen all diese Probleme und Schwierigkeiten.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Obernosterer: Bravo!
Es ist ein schwieriges Thema, und wir werden uns noch ganz intensiv damit auseinandersetzen müssen. Wir können da nicht einfach drüberfahren und sagen: Hurra, das oder das ist das Richtige! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Obernosterer: Bravo!)
Abg. Wurm: Wenn ihr in der Regierung seid, oder wann? Wann macht ihr das?
Wir haben im Ausschuss sehr viel über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Zeiten diskutiert. Was aus der Diskussion eindeutig hervorgegangen ist: Die Menschen wünschen sich ein Abstellen des Umstellens. Genau da muss man dranbleiben, denn das Umstellen ist das, was die Menschen eigentlich am meisten daran stört, weil das, glaube ich, die meisten gesundheitlichen Auswirkungen hat. Deswegen ist es total wichtig, dass wir da zu einer Lösung kommen. Ich denke, wir müssen auch den Druck wieder erhöhen, dass bei den Mitgliedstaaten und unter dem neuen EU-Vorsitz dieses Thema auch wieder aufs Tapet kommt, damit wir da zu einer Lösung kommen, denn es ist wirklich – wir haben es auch schon gehört – ein bisschen ein Armutszeugnis, dass es in diesem Punkt noch keine Lösung gibt. (Abg. Wurm: Wenn ihr in der Regierung seid, oder wann? Wann macht ihr das?)
Abg. Wurm: Habt ihr keine Grünen in Brüssel, oder was?
Ihr (in Richtung FPÖ) könnt vielleicht mit Kollegen Orbán reden, der könnte es in Zukunft auf die Tagesordnung setzen; angeblich habt ihr eh einen so guten Draht. Seit Österreich den Vorsitz gehabt hat, ist da leider Gottes nicht mehr viel passiert. Das wäre vielleicht ein Anspruch. Als Techniker sage ich, viele Beginnzeiten könnten wir ja wieder anpassen – wir haben es gehört: Schule, Arbeit und so weiter –, aber ich glaube, wir brauchen auf jeden Fall eine Lösung, die dafür sorgt, dass das Umstellen abgeschafft wird. Ob die Zeitzonen – aktuell haben wir in der EU drei – genau so bleiben müssen oder sich doch teilweise verschieben können, das sollten doch bitte die Mitgliedstaaten relativ rasch klären können. (Abg. Wurm: Habt ihr keine Grünen in Brüssel, oder was?)
Beifall bei den Grünen.
neuen EU-Vorsitz wieder auf die Tagesordnung kommt und in Zukunft auch wieder behandelt wird, nachdem es Österreich als Letzter behandelt hat. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Wurm: Einen freiheitlichen Bürgermeister brauchen wir dort!
Abgeordnete Mag. Julia Seidl (NEOS): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Ich spreche ja heute das letzte Mal vor Ihnen in diesem Hohen Haus, weil ich mich entschieden habe, Wahlkampf in Innsbruck zu machen. Ich glaube, dass es dringend notwendig ist, dass wir dort vorwärtskommen – Sie kennen die Situation. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Wurm: Einen freiheitlichen Bürgermeister brauchen wir dort!)
Abg. Kickl: Noch kälter?
Ich finde es schön, dass ich zur Sommerzeit reden darf. Es ist ja Usus in diesem Haus, dass man sich bei seiner Abschiedsrede auch ein bisschen vom Thema entfernen darf. Ich werde das auch tun, aber ich finde es, wie gesagt, schön, dass ich zur Sommerzeit reden darf, und zwar weil ich glaube, dass wir in Österreich aufpassen müssen, dass wir – im übertragenen Sinne – politisch und gesellschaftspolitisch in den nächsten Jahren nicht in einer Winterzeit aufwachen, in der es ziemlich kalt, dunkel und düster werden wird. (Abg. Kickl: Noch kälter?)
Abg. Pfurtscheller: Es ist ein taktisches Kalkül, eine Wahl zu gewinnen?
Mein Befund über die letzten zweieinhalb Jahre sagt Ähnliches: Wir sehen, dass dieses taktische Kalkül, immer wieder eine Wahl zu gewinnen, immer wieder an der Macht zu bleiben (Abg. Pfurtscheller: Es ist ein taktisches Kalkül, eine Wahl zu gewinnen?) – Frau Pfurtscheller gefällt das nicht –, dazu führt, dass man ständig versucht, die größten Zielgruppen zu bedienen. Warum ist das problematisch, meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen? – Sie bedienen sich hier umfassend und Sie begehen hier umfassend und massiv einen Zukunftsraub an den nächsten Generationen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Mein Befund über die letzten zweieinhalb Jahre sagt Ähnliches: Wir sehen, dass dieses taktische Kalkül, immer wieder eine Wahl zu gewinnen, immer wieder an der Macht zu bleiben (Abg. Pfurtscheller: Es ist ein taktisches Kalkül, eine Wahl zu gewinnen?) – Frau Pfurtscheller gefällt das nicht –, dazu führt, dass man ständig versucht, die größten Zielgruppen zu bedienen. Warum ist das problematisch, meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen? – Sie bedienen sich hier umfassend und Sie begehen hier umfassend und massiv einen Zukunftsraub an den nächsten Generationen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Kickl: Aber ihr steht Gewehr bei Fuß, den Mehrheitsbeschaffer zu machen!
Ein Kollege von der ÖVP hat heute schon gesagt: Manchmal sind die richtigen Entscheidungen die unpopulären. Wissen Sie, was? Er hat recht. Interessanterweise ist aber genau die ÖVP nicht in der Lage, diese unpopulären Entscheidungen zu treffen, weil sie alles dafür gibt, an der Macht zu bleiben. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Kickl: Aber ihr steht Gewehr bei Fuß, den Mehrheitsbeschaffer zu machen!)
Abg. Hafenecker: Eine Wiederkehr des alten Systems!
trennen die Kinder immer noch zu einem Zeitpunkt, zu dem dies nicht notwendig wäre. Wir schaffen es in unserem Bildungssystem immer noch nicht, Bürgern und Bürgerinnen die Chance zu geben, ihre Talente zu entfalten, damit sie schlussendlich ihr Leben alleine, eigenverantwortlich mit dem Rüstzeug, das sie brauchen, meistern können. (Abg. Hafenecker: Eine Wiederkehr des alten Systems!) Wir haben ein System in der Bildung, das sich ganz stark an Fehlern orientiert, und aus meiner Sicht ist es nicht zukunftsfähig. Wir müssen doch schauen, dass die Kinder in der Schule nicht abstumpfen! Wir müssen doch schauen, dass sie das lernen, was sie können, und dass sie dort, wo sie gut sind, noch besser werden!
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Ganz nebenbei haben wir ein Förderalismussystem und ein Fördersystem gebaut, in dem wir die Menschen mittlerweile von Förderungen abhängig gemacht haben. Woran erkennt man das? – Wenn wir uns überlegen, was in unserem Staat alles passieren würde, wenn wir die Förderungen kürzen würden, dann müssten wir feststellen, glaube ich, dass die Situation dann nicht mehr sehr gut ausschauen würde. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den NEOS.
Unternehmertum, Bürokratieabbau – nichts; ich muss ehrlicherweise sagen: Viel ist da nicht passiert! Der Staat ist und bleibt nach wie vor gefräßig wie eh und je. Die Menschen sind abhängig vom Goodwill des Staates, der Nanny State schreitet voran und schreitet voran. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
Abschließend möchte ich mich bei meinen Ausschusskolleginnen und -kollegen aus dem Tourismusausschuss, aus dem Kulturausschuss bedanken. Wir hatten sehr gute Gespräche. Wir haben oft sehr hart debattiert, waren aber eigentlich immer fair zueinander, und das finde ich schon schön. An die Zuhörer und Zuhörerinnen: Das ist etwas, was man oft nach außen hin nicht wahrnimmt, aber das gibt es auch! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
Wenn Sie in Zukunft als Nationalrat, wenn Sie, meine sehr verehrten Damen und Herren, in Zukunft hier herinnen Entscheidungen treffen, möchte ich Ihnen eine Sache mitgeben: Überlegen Sie, wie Sie diese Entscheidungen treffen würden, wenn Kinder und Jugendliche in diesem Land nicht nur eine Stimme hätten, sondern ihre Stimme doppelt zählen würde! Welche Entscheidungen würden Sie treffen? – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Es gab dieses EU-Volksbegehren, bei dem über 80 Prozent für die Abschaffung der Umstellung gestimmt haben. Dann hat das EU-Parlament beschlossen, dass die Sommerzeit 2021 endgültig abgeschafft wird – und das war es auch schon. Das war die Demokratie in dieser EU. Das ist eine Demokratiesimulation gewesen, die da stattgefunden hat, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Loacker: ... Spaß ... Freiheitlichen ..., wollen keine lauen Sommerabende!
Die EU – nur zum Abschluss noch – hat bereits bis ins Jahr 2026 die Termine für die Umstellung in Richtung Sommerzeit oder Normalzeit festgesetzt – Normalzeit nämlich. Es gibt keine Winterzeit, es gibt nur die Normalzeit, die ja auch in den Biorhythmus des Menschen hineingeht. Hormone werden nach der Helligkeit ausgeschüttet. Wenn wir das zu sehr verschieben, dann wird es zu einem Problem. (Abg. Loacker: ... Spaß ... Freiheitlichen ..., wollen keine lauen Sommerabende!) – Kollege Loacker ist ganz nervös, weil ich seine heilige EU hier kritisiert habe, es ist aber nun einmal so: Der menschliche Biorhythmus ist auf hell und dunkel angewiesen, und wenn das verschoben wird, dann kann es zu einem Problem werden.
Beifall bei der FPÖ.
Ich glaube, in diesem Sinne kann Österreich durchaus einmal eine Vorreiterrolle einnehmen: Setzen Sie sich endlich dafür ein, dass diese Zeitumstellung abgeschafft wird, und zwar nicht erst irgendwann nach 2026, sondern sofort! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Gödl
Das ist eine Bankrotterklärung, und ich sage es für die Bevölkerung hier in Österreich vor allem im Hinblick auf den 9. Juni: Da wählen Sie das Europäische Parlament (Zwischenruf des Abg. Gödl) und Sie wählen auch die Richtung in Europa, und da kann es nur eine geben, nämlich jene der Freiheitlichen, damit
Beifall bei der FPÖ.
Und ein letzter Hinweis: Dass da nichts passiert, könnte möglicherweise daran liegen – ganz einfach –, dass da niemand finanziell profitiert. Das ist der wahre Grund. Da gibt es keine Lobbyisten, keine Großkonzerne, die Geld dabei verdienen, deshalb ruht das Thema und deshalb sind wir da, wo wir sind. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Rufe bei der FPÖ: Hahaha!
Abgeordneter Mag. (FH) Kurt Egger (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher auf der Galerie und via Livestream! Wir haben jetzt heute die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zum zweiten Mal auf der Tagesordnung, in diesem Fall jetzt aufgrund eines Volksbegehrens, das sich für die Abschaffung der GIS-Gebühren ausspricht. So gesehen war das Volksbegehren bereits erfolgreich, weil es die GIS-Gebühren in der Form ja nicht mehr gibt. (Rufe bei der FPÖ: Hahaha!)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne: Wir haben dafür gesorgt, dass Vielfalt, Unabhängigkeit und Qualität gesichert werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kickl: In der gewohnten Form!
Abgeordnete Mag. Muna Duzdar (SPÖ): Herr Präsident! Werte Kollegen und Kolleginnen! Sehr geehrte Zuseher und Zuseherinnen! Wir behandeln heute dieses Volksbegehren betreffend Nein zu GIS-Gebühren. Es ist von meinem Vorredner ja schon richtig gesagt worden, dass es die GIS-Gebühren in der Form nicht mehr gibt, aber in diesem Zusammenhang geht es natürlich um die Diskussion der finanziellen Absicherung des öffentlichen Rundfunks. Es ist kein Geheimnis, dass wir vonseiten der Sozialdemokratie der Meinung sind: Wenn man den ORF in dieser gewohnten Form fortsetzen will, dann braucht es eine solide finanzielle Grundlage. (Abg. Kickl: In der gewohnten Form!)
Beifall bei der SPÖ.
Und was uns besonders wichtig ist und wofür wir als Sozialdemokratie eintreten – ich sehe heute auch sehr viele junge Menschen auf der Galerie –, ist, dass junge Menschen, die in einem eigenen Haushalt leben, bis zu ihrem 24. Lebensjahr vom ORF-Beitrag befreit werden sollen. Es wäre doch ein demokratiepolitisch wichtiges Signal, dass junge Menschen kostenlos den öffentlichen Rundfunk nutzen können. Das wäre wirklich von Interesse, um die Jungen auch stärker an den ORF heranzuführen. Die dadurch fehlenden Mittel sollen aus dem Budget refundiert werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Wir diskutieren jetzt das Volksbegehren betreffend GIS-Gebühr abschaffen. Das ist nicht überholt, wie der Vorredner der ÖVP, Herr Egger, gemeint hat. Es ist nicht überholt: Es gibt zwar keine GIS-Gebühr mehr, aber es gibt jetzt die Haushaltsabgabe, und die ist noch viel, viel schlimmer, als es die GIS-Gebühr war, denn die Haushaltsabgabe belastet jetzt alle österreichischen Haushalte, auch jene, die vorher nichts bezahlt haben, weil sie eben kein Fernsehgerät, kein Radiogerät haben, oder jene, die vielleicht nur Radio gehört haben. Das sind immerhin einige Hunderttausend Haushalte in unserem Land, die jetzt eine Haushaltsabgabe zahlen müssen, ohne eine Gegenleistung dafür zu erhalten. Meine Damen und Herren, das ist eigentlich unfassbar, was Sie hier eingeführt haben! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Loacker: Hast du ein Abo gehabt? Geh bitte!
Weil die Vertreter der Bundesregierung und natürlich auch die SPÖ und die NEOS, also die Einheitspartei, immer so gerne von der Medienvielfalt sprechen: Ich möchte Sie nur daran erinnern, dass es viele Medien in Österreich gibt, aber diese Bundesregierung hat es geschafft, die älteste Tageszeitung einzustellen, die „Wiener Zeitung“. (Abg. Loacker: Hast du ein Abo gehabt? Geh bitte!) Diese hat Krisen überlebt, diese hat Kriege überlebt, diese hat Revolutionen überlebt, aber diese schwarz-grüne Bundesregierung hat sie nicht überlebt. Das sollte man auch einmal dazusagen, weil Sie sie sich so gerne damit
Beifall bei der FPÖ.
brüsten, welch großartige Medienpolitik Sie hier machen, meine Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dann hat man dort im ORF tatsächlich die Zivilbevölkerung interviewt. Wissen Sie, wer bei dieser Zivilbevölkerung gestern im ORF interviewt worden ist? – Ein gewisser Franz Riepl. Vielen von Ihnen, meine Damen und Herren, wird er gar nichts sagen. Er war 17 Jahre hier als Nationalratsabgeordneter. Gut, ich gebe es zu, er hat nicht viel von sich reden gemacht, er hat auch nicht viele besondere Reden gehalten. 17 Jahre Nationalratsabgeordneter der SPÖ – das wird dann vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk als Zivilbevölkerung tituliert. Das ist unredlich, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Sollte es nach der nächsten Wahl, und davon bin ich felsenfest überzeugt, einen Volkskanzler Herbert Kickl geben, dann wird, das verspreche ich Ihnen, diese Haushaltsabgabe ersatzlos gestrichen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich bitte um Zustimmung. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kickl: Sagen Sie das noch einmal! – Abg. Loacker: Aber das eine wollen sie schauen, das andere interessiert sie nicht! Das ist der Unterschied!
Lassen Sie mich aber noch ein Wort dazu sagen, da immer mit der Teuerung argumentiert wird, dass quasi alles teurer wird und wir jetzt diese unerträgliche Haushaltsabgabe einführen: Wenn man sich anschaut, wie die Zahlungen für Netflix oder andere Pay-TV-Sender steigen, dann muss ich mich manchmal schon fragen, ob nicht diese 15,30 Euro im Monat eigentlich zu niedrig angesetzt sind. (Abg. Kickl: Sagen Sie das noch einmal! – Abg. Loacker: Aber das eine wollen sie schauen, das andere interessiert sie nicht! Das ist der Unterschied!) Wenn es dem privaten Sektor gelingt, mit seinen Aboangeboten seine Gewinne massiv zu steigern, dann ist es offensichtlich keine besondere Belastung, diese 15,30 Euro zu zahlen, noch dazu, wenn es dafür die Garantie eines öffentlich-rechtlichen Rundfunks gibt, der eben nicht wie manche Private Fakenews verbreitet. Das ist, glaube ich, ein zentraler Punkt.
Beifall bei den Grünen.
Im Übrigen bin ich der Meinung: Bring them home now! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Hörl: So ein Blödsinn!
Ich möchte das noch einmal kurz zusammenfassen: Der ORF ist nach wie vor meilenweit von politischer Unabhängigkeit entfernt, Stichwort Sideletter, Postenbesetzungen von Grünen und ÖVP. (Abg. Hörl: So ein Blödsinn!) Auch der VfGH hat festgestellt, dass die Gremien dringend entpolitisiert werden müssen, aber gleichzeitig gibt es da seitens der Regierungsparteien kein Tempo.
Beifall bei den NEOS.
Wir NEOS sind der Meinung, dass das ganze ORF-Gesetz ohnehin zurück an den Start sollte. Wir wollen, dass erst einmal ein zivilgesellschaftlicher Dialog darüber geführt wird, was denn die Aufgaben des ORF heute sind. Und: Ehe man über die Finanzierung spricht, muss man wissen, was die Aufgaben des ORF sind, welche Infrastruktur er dafür braucht; und dann erst spricht man darüber, wie man das finanziert. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Wir fordern unter anderem die Schärfung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags, er braucht eine transparente und nachvollziehbare Programmstruktur. Wir fordern eine echte Gremienreform. Weg mit den Stiftungsräten! Weg mit den Freundeskreisen! Wir wollen einen unabhängigen Aufsichtsrat, der auch einen dreiköpfigen Vorstand bestimmt, wie das in professionellen Milliardenunternehmen bitte schön der Fall ist. Wir wollen eine Unabhängigkeit von den Landeshauptleuten schaffen. Nach wie vor dürfen die Landeshauptleute mit einem Anhörungsrecht mitbestimmen, wer denn eigentlich Landesdirektor oder Landesdirektorin im ORF wird. Das kann es doch einfach nicht mehr geben! (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Kickl: Pawlicki haben Sie vergessen!
ein Riesenthema mit der Compliance hat (Abg. Kickl: Pawlicki haben Sie vergessen!) und völlig falsche Signale an all die Mitarbeitenden sendet, die einfach jeden Tag einen verdammt guten Job im ORF machen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
ein Riesenthema mit der Compliance hat (Abg. Kickl: Pawlicki haben Sie vergessen!) und völlig falsche Signale an all die Mitarbeitenden sendet, die einfach jeden Tag einen verdammt guten Job im ORF machen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Noch kurz ein paar Worte zur SPÖ: Ich bekomme immer Kopfweh, wenn ihr Probleme erfindet, die jetzt dringend gelöst werden müssen. Nur einmal zum Vergleich: Wenn jemand 3 000 Euro brutto in diesem Land verdient – und damit ist man unter dem Medianeinkommen –, dann zahlt diese Person, ob sie will oder nicht, 15 Euro pro Monat an die Arbeiterkammer, und da hört man überhaupt nichts davon, dass das endlich abgeschafft werden sollte. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie sollten sich nämlich – und das ist eine Frage der internationalen, der globalen Wettbewerbsfähigkeit, bei der Europa ja immer schlechter dasteht – darauf konzentrieren können, das Wesentliche, ihre Leistung, zu erbringen, das ist ein gutes Produkt oder eine gute Dienstleistung zu einem guten Preis, und sollten mit überschießenden Aufzeichnungspflichten, Berichtspflichten, Kontrollpflichten, Strafandrohungen und Ähnlichem in Ruhe gelassen werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Ich sage nur Klimakonferenz!
Das Problem ist nur: Mit der Welt redet niemand. Niemand hat die ganze Welt gefragt, insbesondere bei der Klimapolitik hat man die Chinesen nicht gefragt, die Amerikaner nicht gefragt, und so weiter. Die machen natürlich alle nicht mit, was in weiterer Folge wiederum ein Baustein im internationalen, globalen Wettbewerb ist. (Ruf bei der ÖVP: Ich sage nur Klimakonferenz!) Wir bekennen uns selbstverständlich dazu: Europa ist im globalen Wettbewerb und das ist auch gut so, Wettbewerb ist gut, grundsätzlich sind auch Handelsbeziehungen gut. Wir befinden uns da in einem globalen Wettbewerb, und die Europäische Union ergeht sich da wiederum in einer moralinsauren Hybrisüberheblichkeit, die absolut nicht angebracht ist.
Abg. Ottenschläger: Ich glaube, ihr habt da zugestimmt, oder?
Gehen wir wieder zurück zu einer vernünftigen Politik! Da warte ich auch auf den Beitrag der ehemaligen Wirtschaftspartei ÖVP, weil all diese Dinge natürlich auch mit der Zustimmung der ÖVP auf europäischer Ebene beziehungsweise dann in der Umsetzung im österreichischen Parlament erfolgen, da warten wir also noch. (Abg. Ottenschläger: Ich glaube, ihr habt da zugestimmt, oder?)
Abg. Ottenschläger: Aber ihr habt zugestimmt, oder?
Wir sind auch sehr gespannt: Dieses Lieferkettengesetz ist ja jetzt in der Europäischen Union (Abg. Ottenschläger: Aber ihr habt zugestimmt, oder?) – wir haben nicht zugestimmt! – auch auf der Tagesordnung. Wir werden uns das genau anschauen, wie der Herr Bundeskanzler im Rat die Interessen der Republik Österreich vertritt oder auch nicht. Meistens nicht, ich weiß das aus Erfahrung: Wir, Kollegin Petra Steger und ich, sitzen jedes Mal im EU-Unterausschuss, alle unsere Vorschläge werden einfach vom Tisch gewischt und abgelehnt. In dem Fall schauen wir uns genau an, wie sich der Herr Bundeskanzler da verhalten wird. Im Interesse der österreichischen Bevölkerung und der österreichischen Wirtschaft dürfte er diesem geplanten Lieferkettengesetz nicht zustimmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir sind auch sehr gespannt: Dieses Lieferkettengesetz ist ja jetzt in der Europäischen Union (Abg. Ottenschläger: Aber ihr habt zugestimmt, oder?) – wir haben nicht zugestimmt! – auch auf der Tagesordnung. Wir werden uns das genau anschauen, wie der Herr Bundeskanzler im Rat die Interessen der Republik Österreich vertritt oder auch nicht. Meistens nicht, ich weiß das aus Erfahrung: Wir, Kollegin Petra Steger und ich, sitzen jedes Mal im EU-Unterausschuss, alle unsere Vorschläge werden einfach vom Tisch gewischt und abgelehnt. In dem Fall schauen wir uns genau an, wie sich der Herr Bundeskanzler da verhalten wird. Im Interesse der österreichischen Bevölkerung und der österreichischen Wirtschaft dürfte er diesem geplanten Lieferkettengesetz nicht zustimmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP
Diese überbordende Bürokratie, die damit einhergeht, treibt vor allem unseren kleinen KMUs ganz einfach den Angstschweiß auf die Stirn (Beifall bei der ÖVP), und das in wirtschaftlich ohnehin angespannten Zeiten, in denen wir im starken, globalen Wettbewerb stehen. Lassen wir doch die Unternehmen, meine Damen und Herren, Produkte produzieren und nicht Papier im Sinne der Bürokratie! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Loacker.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Loacker.
Diese überbordende Bürokratie, die damit einhergeht, treibt vor allem unseren kleinen KMUs ganz einfach den Angstschweiß auf die Stirn (Beifall bei der ÖVP), und das in wirtschaftlich ohnehin angespannten Zeiten, in denen wir im starken, globalen Wettbewerb stehen. Lassen wir doch die Unternehmen, meine Damen und Herren, Produkte produzieren und nicht Papier im Sinne der Bürokratie! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Loacker.)
Abg. Kassegger: Der war immer schön ruhig im Rat die letzten zwei Jahre!
Unser Bundeskanzler Karl Nehammer hat am Freitag in seiner Rede gesagt, die USA seien innovativ, China sei produktiv und die EU sei regulativ. – Das ist aber meiner Meinung nach ehrlich gesagt keine Auszeichnung. (Abg. Kassegger: Der war immer schön ruhig im Rat die letzten zwei Jahre!) Mir wäre lieber, wir wären innovativ und produktiv. Auch Präsidentin von der Leyen hat gesagt, sie würde gerne 25 Prozent der Regularien abschaffen. Auch wir haben im Österreichplan ganz klar festgeschrieben, dass wir Deregulierung wollen, dass wir Bürokratieabbau wollen (Ruf bei der ÖVP: Jawohl!), dass wir kein Gold Plating wollen. Wir waren auch die einzige Partei in Brüssel, die gegen dieses Gesetz gestimmt hat. Das muss ich auch den NEOS sagen: Ihr habt dafürgestimmt. Die Freiheitliche Partei hat sich enthalten beziehungsweise anfangs dafürgestimmt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Wir haben uns enthalten! Ich kann aber auch erklären, warum wir uns enthalten haben! – Ruf bei der ÖVP: Ja, ja, ja!)
Ruf bei der ÖVP: Jawohl!
Unser Bundeskanzler Karl Nehammer hat am Freitag in seiner Rede gesagt, die USA seien innovativ, China sei produktiv und die EU sei regulativ. – Das ist aber meiner Meinung nach ehrlich gesagt keine Auszeichnung. (Abg. Kassegger: Der war immer schön ruhig im Rat die letzten zwei Jahre!) Mir wäre lieber, wir wären innovativ und produktiv. Auch Präsidentin von der Leyen hat gesagt, sie würde gerne 25 Prozent der Regularien abschaffen. Auch wir haben im Österreichplan ganz klar festgeschrieben, dass wir Deregulierung wollen, dass wir Bürokratieabbau wollen (Ruf bei der ÖVP: Jawohl!), dass wir kein Gold Plating wollen. Wir waren auch die einzige Partei in Brüssel, die gegen dieses Gesetz gestimmt hat. Das muss ich auch den NEOS sagen: Ihr habt dafürgestimmt. Die Freiheitliche Partei hat sich enthalten beziehungsweise anfangs dafürgestimmt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Wir haben uns enthalten! Ich kann aber auch erklären, warum wir uns enthalten haben! – Ruf bei der ÖVP: Ja, ja, ja!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Wir haben uns enthalten! Ich kann aber auch erklären, warum wir uns enthalten haben! – Ruf bei der ÖVP: Ja, ja, ja!
Unser Bundeskanzler Karl Nehammer hat am Freitag in seiner Rede gesagt, die USA seien innovativ, China sei produktiv und die EU sei regulativ. – Das ist aber meiner Meinung nach ehrlich gesagt keine Auszeichnung. (Abg. Kassegger: Der war immer schön ruhig im Rat die letzten zwei Jahre!) Mir wäre lieber, wir wären innovativ und produktiv. Auch Präsidentin von der Leyen hat gesagt, sie würde gerne 25 Prozent der Regularien abschaffen. Auch wir haben im Österreichplan ganz klar festgeschrieben, dass wir Deregulierung wollen, dass wir Bürokratieabbau wollen (Ruf bei der ÖVP: Jawohl!), dass wir kein Gold Plating wollen. Wir waren auch die einzige Partei in Brüssel, die gegen dieses Gesetz gestimmt hat. Das muss ich auch den NEOS sagen: Ihr habt dafürgestimmt. Die Freiheitliche Partei hat sich enthalten beziehungsweise anfangs dafürgestimmt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Wir haben uns enthalten! Ich kann aber auch erklären, warum wir uns enthalten haben! – Ruf bei der ÖVP: Ja, ja, ja!)
Abg. Wurm: Warum macht ihr das dann? Warum unterstützt das die ÖVP?
keit. Auf der anderen Seite ist es so, dass teilweise unsere Unternehmen Unternehmen aus diesen Ländern einfach nicht mehr in ihren Lieferantenkreis aufnehmen, und das schadet, glaube ich, auch diesen Ländern. (Abg. Wurm: Warum macht ihr das dann? Warum unterstützt das die ÖVP?)
Abg. Wurm: Na klar! Sind wir ja auch!
Lassen Sie mich zum Schluss aber noch einmal auf die Aussagen meines Vorredners eingehen! Herr Kollege Kassegger, Sie haben sich als der große Robin Hood der Unternehmen dargestellt. (Abg. Wurm: Na klar! Sind wir ja auch!) Herr Kollege, ganz ehrlich, das ist wirklich scheinheilig, denn in Brüssel habt ihr für dieses Gesetz gestimmt beziehungsweise euch dann enthalten. (Beifall bei ÖVP und NEOS. – Abg. Kassegger: Das ist aus dem 22er-Jahr! Das ist schon Geschichte! Reden wir über den ... im Dezember! Das ist Fakenews!) Das können Sie einfach nicht abstreiten, auch wenn Sie noch so viel hier hereinrufen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Falschmeldungen verbreiten! Das ist aus dem Jahre Schnee!)
Beifall bei ÖVP und NEOS. – Abg. Kassegger: Das ist aus dem 22er-Jahr! Das ist schon Geschichte! Reden wir über den ... im Dezember! Das ist Fakenews!
Lassen Sie mich zum Schluss aber noch einmal auf die Aussagen meines Vorredners eingehen! Herr Kollege Kassegger, Sie haben sich als der große Robin Hood der Unternehmen dargestellt. (Abg. Wurm: Na klar! Sind wir ja auch!) Herr Kollege, ganz ehrlich, das ist wirklich scheinheilig, denn in Brüssel habt ihr für dieses Gesetz gestimmt beziehungsweise euch dann enthalten. (Beifall bei ÖVP und NEOS. – Abg. Kassegger: Das ist aus dem 22er-Jahr! Das ist schon Geschichte! Reden wir über den ... im Dezember! Das ist Fakenews!) Das können Sie einfach nicht abstreiten, auch wenn Sie noch so viel hier hereinrufen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Falschmeldungen verbreiten! Das ist aus dem Jahre Schnee!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Falschmeldungen verbreiten! Das ist aus dem Jahre Schnee!
Lassen Sie mich zum Schluss aber noch einmal auf die Aussagen meines Vorredners eingehen! Herr Kollege Kassegger, Sie haben sich als der große Robin Hood der Unternehmen dargestellt. (Abg. Wurm: Na klar! Sind wir ja auch!) Herr Kollege, ganz ehrlich, das ist wirklich scheinheilig, denn in Brüssel habt ihr für dieses Gesetz gestimmt beziehungsweise euch dann enthalten. (Beifall bei ÖVP und NEOS. – Abg. Kassegger: Das ist aus dem 22er-Jahr! Das ist schon Geschichte! Reden wir über den ... im Dezember! Das ist Fakenews!) Das können Sie einfach nicht abstreiten, auch wenn Sie noch so viel hier hereinrufen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Falschmeldungen verbreiten! Das ist aus dem Jahre Schnee!)
Beifall bei der ÖVP
Das ist typisch FPÖ: Wasser predigen, Wein trinken, den Leuten Sand in die Augen streuen, A sagen und B machen. Ich sage Ihnen eines: So agiert die FPÖ in allen Dingen, das ist Kickl-Stil (Beifall bei der ÖVP), das unterstützen wir auf keinen Fall, und ich bitte auch Sie: Lassen Sie sich davon nicht blenden! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das ist typisch FPÖ: Wasser predigen, Wein trinken, den Leuten Sand in die Augen streuen, A sagen und B machen. Ich sage Ihnen eines: So agiert die FPÖ in allen Dingen, das ist Kickl-Stil (Beifall bei der ÖVP), das unterstützen wir auf keinen Fall, und ich bitte auch Sie: Lassen Sie sich davon nicht blenden! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ottenschläger: Dann passt es eh!
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Die Vorrednerin war zwar pro eingemeldet und hat kontra gesprochen, aber ich kann das allermeiste von dem, was Kollegin Niss gesagt hat, unterstützen. (Abg. Ottenschläger: Dann passt es eh!)
Abg. Kassegger: Na ja, sicher!
Die Lieferkettenrichtlinie hat das Ziel, die Unternehmen zu verpflichten, den Schutz der Menschenrechte entlang der Lieferkette zu garantieren. Wir sind natürlich alle für die Einhaltung der Menschenrechte – ganz klar. Wir müssen aber schon aufpassen, was wir mit der Art der Regelung bewirken: Wenn sich nämlich Unternehmen aus bestimmten Ländern aus Sorge vor Strafzahlungen zurückziehen und damit dann die Investitionen aus Österreich nicht in diese Länder – Länder, die am meisten von solchen Investitionen profitiert hätten – fließen, dann ist keinem gedient. (Abg. Kassegger: Na ja, sicher!)
Abg. Wurm: Wohnungen werden billiger!
So, wie die Lieferkettenrichtlinie momentan ausschaut, ist das für Unternehmen ab 500 und bei Risikobranchen ab 250 Mitarbeitern gedacht, da sind wir schon im wirtschaftlichen Mittelstand drin. Auch der Bausektor gilt als Risikobranche und man kann sich ausrechnen, was zusätzliche bürokratische Vorschriften für den Bausektor bedeuten. (Abg. Wurm: Wohnungen werden billiger!) Das Bauen wird teurer – oh, Überraschung! Man kann natürlich die Probleme, die man schon hat, noch einmal vergrößern.
Beifall bei den NEOS.
internationale Handelsabkommen Standards zu vereinbaren, die für alle Seiten gelten. Solche Standards werden beispielsweise in Handelsabkommen vereinbart, Handelsabkommen wie das Mercosur-Abkommen, das die meisten Parteien hier ablehnen. Wenn Sie sich der internationalen Diskussion verweigern, wenn Sie sich den internationalen Abkommen verweigern, dann verunmöglichen Sie es auch, gemeinsame internationale Standards zu vereinbaren, die den Menschenrechten helfen, nämlich nicht nur in Europa, sondern auch in anderen Ländern, und darum sollte es gehen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Ich danke Ihnen. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.
Geschätzte Frau Kollegin Niss, Sie haben angesprochen, dass es in der EU auch schon Vorschläge gegeben hat und das überbordend ist. Wie es Kollege Loacker vor mir gesagt hat: Sie waren pro eingemeldet und haben kontra gesprochen. Daran sieht man schon auch die Haltung Ihrer Partei. Ich glaube, die Konsumentinnen und Konsumenten sind es, die geschützt werden müssen. (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Und die riesengroßen, milliardenschweren Konzerne müssen sich ihrer Verantwortung bewusst sein und dieser nachkommen. (Abg. Meinl-Reisinger: Und was ist mit den Klein- und Mittelbetrieben?)
Abg. Meinl-Reisinger: Und was ist mit den Klein- und Mittelbetrieben?
Geschätzte Frau Kollegin Niss, Sie haben angesprochen, dass es in der EU auch schon Vorschläge gegeben hat und das überbordend ist. Wie es Kollege Loacker vor mir gesagt hat: Sie waren pro eingemeldet und haben kontra gesprochen. Daran sieht man schon auch die Haltung Ihrer Partei. Ich glaube, die Konsumentinnen und Konsumenten sind es, die geschützt werden müssen. (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Und die riesengroßen, milliardenschweren Konzerne müssen sich ihrer Verantwortung bewusst sein und dieser nachkommen. (Abg. Meinl-Reisinger: Und was ist mit den Klein- und Mittelbetrieben?)
Abg. Kassegger: Wird es aber geben! Man muss die Dinge zu Ende denken! Wer zahlt dann das Ganze?
Für mich als Sozialdemokraten ist klar: Ein Abputzen an den Konsumentinnen und Konsumenten kann es definitiv nicht geben. (Abg. Kassegger: Wird es aber geben! Man muss die Dinge zu Ende denken! Wer zahlt dann das Ganze?) Wir müssen jene in die Pflicht nehmen, die vom Raubbau an Mensch und Natur profitieren und dabei systematisch Arbeitsrechte und Umweltschutzstandards missachten. (Abg. Kassegger: Wunsch und Wirklichkeit!) Es ist deshalb Zeit für ein echtes Lieferkettengesetz, das Konzerne in die Schranken weist. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kassegger: Wunsch und Wirklichkeit!
Für mich als Sozialdemokraten ist klar: Ein Abputzen an den Konsumentinnen und Konsumenten kann es definitiv nicht geben. (Abg. Kassegger: Wird es aber geben! Man muss die Dinge zu Ende denken! Wer zahlt dann das Ganze?) Wir müssen jene in die Pflicht nehmen, die vom Raubbau an Mensch und Natur profitieren und dabei systematisch Arbeitsrechte und Umweltschutzstandards missachten. (Abg. Kassegger: Wunsch und Wirklichkeit!) Es ist deshalb Zeit für ein echtes Lieferkettengesetz, das Konzerne in die Schranken weist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Für mich als Sozialdemokraten ist klar: Ein Abputzen an den Konsumentinnen und Konsumenten kann es definitiv nicht geben. (Abg. Kassegger: Wird es aber geben! Man muss die Dinge zu Ende denken! Wer zahlt dann das Ganze?) Wir müssen jene in die Pflicht nehmen, die vom Raubbau an Mensch und Natur profitieren und dabei systematisch Arbeitsrechte und Umweltschutzstandards missachten. (Abg. Kassegger: Wunsch und Wirklichkeit!) Es ist deshalb Zeit für ein echtes Lieferkettengesetz, das Konzerne in die Schranken weist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Für mich ist ganz klar: Das kann nur der Anfang sein. Wir als SPÖ fordern ein echtes Lieferkettengesetz, das Unternehmen dazu verpflichtet, ihre Subunternehmen zu prüfen. Deshalb, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, möchte ich mich bei über 120 000 Österreicherinnen und Österreichern bedanken, die dieses Volksbegehren unterschrieben haben und dieses Thema wieder ins Parlament gebracht haben. Ich möchte mich bei Expertin Bettina Rosenberger vom Netzwerk soziale Verantwortung für ihre Expertise beim Hearing im Ausschuss bedanken und hoffe, dass dieses Lieferkettengesetz auch ein gutes für Österreich wird. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Gut gemeint ist leider nicht immer gut. Es werden die Unternehmen dazu verpflichtet, bis ins letzte Glied ihrer Lieferkette sehr hohe Wertvorstellungen der EU umzusetzen. Was das für die Firmen bedeutet, habe ich vorhin dem Kollegen schon zu erklären versucht: Es bedeutet Bürokratiewahnsinn und Wettbewerbsnachteile. (Beifall bei der FPÖ.) Dazu kommt dann auch noch, dass die Betriebe die Haftung für jeden einzelnen Lieferanten übernehmen sollen, und das ist einfach ein Bürokratiewahnsinn und ein Risiko, das man sehr schwer kontrollieren und sehr schwer übernehmen kann.
Beifall bei der FPÖ.
Wir sind gegen diesen Wahnsinn, wir sind gegen diese überbordende Bürokratie. Wir setzen uns für die lokale Produktion, für die regionale Produktion ein, diese schafft Arbeitsplätze und sichert unseren Wirtschaftsstandort in Österreich. Besser regional als global! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Wurm: Nein, wir werden es nicht beschließen! Wir werden es nicht beschließen!
Abgeordneter Michel Reimon, MBA (Grüne): Herr Präsident! Werte Kolleginnen und Kollegen! Im Dezember haben sich das Europäische Parlament und der Rat – auch mit der Zustimmung der österreichischen Regierung – auf ein europäisches Lieferkettengesetz geeinigt, das im nächsten halben Jahr ausgearbeitet und hoffentlich beschlossen werden soll, genauer gesagt: auf eine Richtlinie, und das bedeutet, dass es danach zur jeweiligen nationalen Gesetzgebung kommt; der österreichische Nationalrat wird eine österreichische Ausformung davon beschließen müssen. (Abg. Wurm: Nein, wir werden es nicht beschließen! Wir werden es nicht beschließen!) Diese wird strenger sein, als es das deutsche Lieferkettengesetz jetzt ist, und das ist richtig so. (Abg. Wurm: Falsch!)
Abg. Wurm: Falsch!
Abgeordneter Michel Reimon, MBA (Grüne): Herr Präsident! Werte Kolleginnen und Kollegen! Im Dezember haben sich das Europäische Parlament und der Rat – auch mit der Zustimmung der österreichischen Regierung – auf ein europäisches Lieferkettengesetz geeinigt, das im nächsten halben Jahr ausgearbeitet und hoffentlich beschlossen werden soll, genauer gesagt: auf eine Richtlinie, und das bedeutet, dass es danach zur jeweiligen nationalen Gesetzgebung kommt; der österreichische Nationalrat wird eine österreichische Ausformung davon beschließen müssen. (Abg. Wurm: Nein, wir werden es nicht beschließen! Wir werden es nicht beschließen!) Diese wird strenger sein, als es das deutsche Lieferkettengesetz jetzt ist, und das ist richtig so. (Abg. Wurm: Falsch!)
Abg. Wurm: Müssen S’ nachdenken, Herr Kollege ...!
Die Vorwürfe, die dann kommen, sowohl von freiheitlicher Seite als auch vonseiten der Volkspartei, finde ich vollkommen falsch. Wenn Sie etwas für kleine österreichische Unternehmen tun wollen (Abg. Wurm: Müssen S’ nachdenken, Herr Kollege ...!), dann stimmen Sie für ein solches Lieferkettengesetz, nämlich aus zwei Gründen:
Abg. Wurm: Nicht gelesen!
Was dort vorgeschrieben ist, ist nicht, dass ein Unternehmen aus Europa jeden einzelnen Schritt der Lieferkette kontrollieren (Abg. Wurm: Nicht gelesen!) und die Anforderungen mit hochgradiger Bürokratie erfüllen muss. (Abg. Wurm: Nicht gelesen!) Das erzählen Sie gerne, aber das stimmt schlicht und einfach nicht. (Abg. Wurm: Nicht gelesen!) Was dort zum Beispiel vorgeschrieben sein wird – und es wird dann unsere Aufgabe sein, das in einem österreichischen Gesetz im nächsten Jahr gut umzusetzen –, ist, dass man zum Beispiel eine Meldestelle einrichtet.
Abg. Wurm: Nicht gelesen!
Was dort vorgeschrieben ist, ist nicht, dass ein Unternehmen aus Europa jeden einzelnen Schritt der Lieferkette kontrollieren (Abg. Wurm: Nicht gelesen!) und die Anforderungen mit hochgradiger Bürokratie erfüllen muss. (Abg. Wurm: Nicht gelesen!) Das erzählen Sie gerne, aber das stimmt schlicht und einfach nicht. (Abg. Wurm: Nicht gelesen!) Was dort zum Beispiel vorgeschrieben sein wird – und es wird dann unsere Aufgabe sein, das in einem österreichischen Gesetz im nächsten Jahr gut umzusetzen –, ist, dass man zum Beispiel eine Meldestelle einrichtet.
Abg. Wurm: Nicht gelesen!
Was dort vorgeschrieben ist, ist nicht, dass ein Unternehmen aus Europa jeden einzelnen Schritt der Lieferkette kontrollieren (Abg. Wurm: Nicht gelesen!) und die Anforderungen mit hochgradiger Bürokratie erfüllen muss. (Abg. Wurm: Nicht gelesen!) Das erzählen Sie gerne, aber das stimmt schlicht und einfach nicht. (Abg. Wurm: Nicht gelesen!) Was dort zum Beispiel vorgeschrieben sein wird – und es wird dann unsere Aufgabe sein, das in einem österreichischen Gesetz im nächsten Jahr gut umzusetzen –, ist, dass man zum Beispiel eine Meldestelle einrichtet.
Abg. Wurm: Sie verstehen von Wirtschaft gar nichts, das ist das Problem!
Ein österreichisches Unternehmen mit 500 Mitarbeiter:innen – darunter gilt das gar nicht – muss eine Meldestelle einrichten - - (Abg. Wurm: Sie verstehen von Wirtschaft gar nichts, das ist das Problem!) – Herr Wurm, Sie können zuhören, ohne die Lippen zu bewegen. (Abg. Meinl-Reisinger: Aber eine Meldestelle ist ja auch Bürokratie!) Ich bin mir sicher, Sie haben das Talent dazu, Sie schaffen das. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Meinl-Reisinger: Aber eine Meldestelle ist ja auch Bürokratie!
Ein österreichisches Unternehmen mit 500 Mitarbeiter:innen – darunter gilt das gar nicht – muss eine Meldestelle einrichten - - (Abg. Wurm: Sie verstehen von Wirtschaft gar nichts, das ist das Problem!) – Herr Wurm, Sie können zuhören, ohne die Lippen zu bewegen. (Abg. Meinl-Reisinger: Aber eine Meldestelle ist ja auch Bürokratie!) Ich bin mir sicher, Sie haben das Talent dazu, Sie schaffen das. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Ein österreichisches Unternehmen mit 500 Mitarbeiter:innen – darunter gilt das gar nicht – muss eine Meldestelle einrichten - - (Abg. Wurm: Sie verstehen von Wirtschaft gar nichts, das ist das Problem!) – Herr Wurm, Sie können zuhören, ohne die Lippen zu bewegen. (Abg. Meinl-Reisinger: Aber eine Meldestelle ist ja auch Bürokratie!) Ich bin mir sicher, Sie haben das Talent dazu, Sie schaffen das. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Kassegger: Da fliegen S’ dann nach Bangladesch?
Ein österreichisches Unternehmen mit 500 Mitarbeiter:innen muss eine Meldestelle einrichten, da kann man ein E-Mail hinschicken und sagen: Ich habe Sklavenarbeit beobachtet, ich habe beobachtet, dass Frauen in der Näherei in Bangladesch ausgebeutet werden! Da muss in Österreich ein E-Mail von Aktivist:innen, die das aus Afrika, aus Bangladesch von sonst wo schicken, gelesen werden, in dem das drinnen steht, und dann muss kontrolliert werden. – Herr Wurm, Sie schaffen das! (Abg. Kassegger: Da fliegen S’ dann nach Bangladesch?) So viel Bürokratie würden sogar Sie schaffen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ein österreichisches Unternehmen mit 500 Mitarbeiter:innen muss eine Meldestelle einrichten, da kann man ein E-Mail hinschicken und sagen: Ich habe Sklavenarbeit beobachtet, ich habe beobachtet, dass Frauen in der Näherei in Bangladesch ausgebeutet werden! Da muss in Österreich ein E-Mail von Aktivist:innen, die das aus Afrika, aus Bangladesch von sonst wo schicken, gelesen werden, in dem das drinnen steht, und dann muss kontrolliert werden. – Herr Wurm, Sie schaffen das! (Abg. Kassegger: Da fliegen S’ dann nach Bangladesch?) So viel Bürokratie würden sogar Sie schaffen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Meinl-Reisinger: ... nur in der Idee so! – Zwischenruf des Abg. Kassegger
Das stellt doch eine Chancengleichheit und eine Produktionsgleichheit her (Abg. Meinl-Reisinger: ... nur in der Idee so! – Zwischenruf des Abg. Kassegger), wenn wir das im österreichischen Gesetz, im nationalen Gesetz fair hinkriegen und beschließen. Das wird die Aufgabe sein.
Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Schaffen Sie doch faire Produktionsbedingungen für die österreichischen Klein- und Mittelbetriebe mit unter 500 Mitarbeiter:innen! Das hilft den österreichischen Arbeitnehmer:innen. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.) Wenn Sie es gescheit machen, dann kommt vielleicht noch eine Produktion zurück nach Österreich, dann haben wir österreichische Arbeitsplätze (Abg. Meinl-Reisinger: Das klingt alles super ...! Und in Wirklichkeit ...!) statt Sklavenhandel und Sklavenarbeit irgendwo im Nahen Osten, in Bangladesch oder in Afrika. Das sollten Sie hinkriegen! Zuhören und nicht reden dabei, dann geht das! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Meinl-Reisinger: Das klingt alles super ...! Und in Wirklichkeit ...!
Schaffen Sie doch faire Produktionsbedingungen für die österreichischen Klein- und Mittelbetriebe mit unter 500 Mitarbeiter:innen! Das hilft den österreichischen Arbeitnehmer:innen. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.) Wenn Sie es gescheit machen, dann kommt vielleicht noch eine Produktion zurück nach Österreich, dann haben wir österreichische Arbeitsplätze (Abg. Meinl-Reisinger: Das klingt alles super ...! Und in Wirklichkeit ...!) statt Sklavenhandel und Sklavenarbeit irgendwo im Nahen Osten, in Bangladesch oder in Afrika. Das sollten Sie hinkriegen! Zuhören und nicht reden dabei, dann geht das! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Schaffen Sie doch faire Produktionsbedingungen für die österreichischen Klein- und Mittelbetriebe mit unter 500 Mitarbeiter:innen! Das hilft den österreichischen Arbeitnehmer:innen. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.) Wenn Sie es gescheit machen, dann kommt vielleicht noch eine Produktion zurück nach Österreich, dann haben wir österreichische Arbeitsplätze (Abg. Meinl-Reisinger: Das klingt alles super ...! Und in Wirklichkeit ...!) statt Sklavenhandel und Sklavenarbeit irgendwo im Nahen Osten, in Bangladesch oder in Afrika. Das sollten Sie hinkriegen! Zuhören und nicht reden dabei, dann geht das! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Reimon: Ich red’ jetzt einfach durch!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Nächster Redner ist Abgeordneter Peter Wurm. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Reimon: Ich red’ jetzt einfach durch!)
Zwischenrufe des Abg. Reimon.
Abgeordneter Peter Wurm (FPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Werte Zuseher! Herr Kollege Reimon, ich empfehle Ihnen: Sie sollten einmal die Unterlagen lesen – ich schicke sie Ihnen gerne per E-Mail –, ansonsten empfehle ich eine Schulung; die Wirtschaftskammer macht bereits seit Herbst Schulungen zu diesem Thema in ganz Österreich. (Zwischenrufe des Abg. Reimon.) Machen Sie einmal eine Schulung bei der Wirtschaftskammer, dann würden Sie wissen,
Beifall bei der FPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe des Abg. Reimon.
worum es geht, Herr Kollege Reimon! Sie haben von Wirtschaft keine Ahnung, aber das sei nur am Rande angemerkt. (Beifall bei der FPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe des Abg. Reimon.)
Anhaltende Zwischenrufe des Abg. Reimon. – Heiterkeit bei Abgeordneten der Grünen.
Ich sage das jetzt in aller Deutlichkeit, auch für alle Zuseher zu Hause, und zwar für Konsumenten und Unternehmer: Wenn sich dieser Irrsinn in Brüssel beim Lieferkettengesetz fortsetzt und wenn das im Februar so beschlossen wird, wie die Richtlinie bereits vorliegt, wird das für alle Konsumenten in Österreich wiederum massive Verteuerungen bringen, massive Inflation bringen, und vor allem bringt man alle Kleinunternehmen in Österreich um. (Anhaltende Zwischenrufe des Abg. Reimon. – Heiterkeit bei Abgeordneten der Grünen.)
Anhaltende Zwischenrufe des Abg. Reimon. – Heiterkeit bei Abgeordneten der Grünen.
Herr Kollege, wenn Sie sich auskennen würden, dann wüssten Sie – ich erkläre es Ihnen ganz kurz –: Was jetzt schon passiert, ist – und die ÖVP, es sind ja einige vom Wirtschaftsbund da, sollte das wissen –, dass die großen Unternehmen in Österreich ihren Lieferanten mit drei Mitarbeitern jetzt schon diese Richtlinie vorschreiben. Und jetzt erklärt mir einmal, wie ein Tischler, der bei einem großen Unternehmen in Tirol – ich sage einfach einmal: Swarovski – etwas liefert - - (Anhaltende Zwischenrufe des Abg. Reimon. – Heiterkeit bei Abgeordneten der Grünen.)
Heiterkeit bei den Grünen
Herr Abgeordneter Reimon, wir haben es, Ihren Protest sozusagen, eh verstanden (Heiterkeit bei den Grünen), aber es ist dann doch ein bissl zu viel an durchgehenden Zwischenrufen. Vielleicht können wir trotzdem - - (Abg. Reimon: Na gut, unter Burgenländern! – Neuerliche Heiterkeit bei den Grünen.) – Danke schön. Danke! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Reimon: Na gut, unter Burgenländern! – Neuerliche Heiterkeit bei den Grünen.
Herr Abgeordneter Reimon, wir haben es, Ihren Protest sozusagen, eh verstanden (Heiterkeit bei den Grünen), aber es ist dann doch ein bissl zu viel an durchgehenden Zwischenrufen. Vielleicht können wir trotzdem - - (Abg. Reimon: Na gut, unter Burgenländern! – Neuerliche Heiterkeit bei den Grünen.) – Danke schön. Danke! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Abgeordneter Reimon, wir haben es, Ihren Protest sozusagen, eh verstanden (Heiterkeit bei den Grünen), aber es ist dann doch ein bissl zu viel an durchgehenden Zwischenrufen. Vielleicht können wir trotzdem - - (Abg. Reimon: Na gut, unter Burgenländern! – Neuerliche Heiterkeit bei den Grünen.) – Danke schön. Danke! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Leichtfried: Der Einzige, der nichts versteht, sind Sie!
Also: Wenn die große Firma – Swarovski, sage ich einfach einmal – dem Dreimannbetrieb jetzt vorschreibt, er muss das Lieferkettengesetz einhalten, und der Tischler einen 17-Seiten-Vertrag vorgelegt kriegt, auf dem er unterschreiben muss, dass er das zur Kenntnis nimmt und im Falle, dass er es nicht einhält, der Firma Swarovski schadenersatzpflichtig ist, was machen Sie dann, meine Kollegen? Und das passiert jetzt schon! Das habt ihr von der Sozialdemokratie nie verstanden (Abg. Leichtfried: Der Einzige, der nichts versteht, sind Sie!): Ihr ruiniert wieder die Kleinbetriebe in Österreich, weil die großen Unternehmen selbstverständlich diesen Druck ausüben und diese Regelungen nach unten weitergeben. Das kann man überall nachlesen. (Abg. Leichtfried: Wo kann man das nachlesen?)
Abg. Leichtfried: Wo kann man das nachlesen?
Also: Wenn die große Firma – Swarovski, sage ich einfach einmal – dem Dreimannbetrieb jetzt vorschreibt, er muss das Lieferkettengesetz einhalten, und der Tischler einen 17-Seiten-Vertrag vorgelegt kriegt, auf dem er unterschreiben muss, dass er das zur Kenntnis nimmt und im Falle, dass er es nicht einhält, der Firma Swarovski schadenersatzpflichtig ist, was machen Sie dann, meine Kollegen? Und das passiert jetzt schon! Das habt ihr von der Sozialdemokratie nie verstanden (Abg. Leichtfried: Der Einzige, der nichts versteht, sind Sie!): Ihr ruiniert wieder die Kleinbetriebe in Österreich, weil die großen Unternehmen selbstverständlich diesen Druck ausüben und diese Regelungen nach unten weitergeben. Das kann man überall nachlesen. (Abg. Leichtfried: Wo kann man das nachlesen?)
Abg. Leichtfried: Wo kann man das nachlesen?
Es ist ja auch heute wieder symptomatisch (Abg. Leichtfried: Wo kann man das nachlesen?): Vier Parteien wollen dieses Gesetz haben, nämlich die ÖVP, die NEOS, die Grünen und ihr. (Abg. Leichtfried: Wo kann man das nachlesen? Wo?) Die Einzigen, die es nicht haben wollen – deshalb steht hier kontra –, sind die Freiheitlichen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Meinl-Reisinger: Bei uns steht auch kontra, Herr Wurm! – Ruf bei der FPÖ: Die NEOS sind auch kontra! – Abg. Meinl-Reisinger: Wir sind auch kontra! Hallo! Seid ihr in eurem Einheitsparteimantra?)
Abg. Leichtfried: Wo kann man das nachlesen? Wo?
Es ist ja auch heute wieder symptomatisch (Abg. Leichtfried: Wo kann man das nachlesen?): Vier Parteien wollen dieses Gesetz haben, nämlich die ÖVP, die NEOS, die Grünen und ihr. (Abg. Leichtfried: Wo kann man das nachlesen? Wo?) Die Einzigen, die es nicht haben wollen – deshalb steht hier kontra –, sind die Freiheitlichen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Meinl-Reisinger: Bei uns steht auch kontra, Herr Wurm! – Ruf bei der FPÖ: Die NEOS sind auch kontra! – Abg. Meinl-Reisinger: Wir sind auch kontra! Hallo! Seid ihr in eurem Einheitsparteimantra?)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Meinl-Reisinger: Bei uns steht auch kontra, Herr Wurm! – Ruf bei der FPÖ: Die NEOS sind auch kontra! – Abg. Meinl-Reisinger: Wir sind auch kontra! Hallo! Seid ihr in eurem Einheitsparteimantra?
Es ist ja auch heute wieder symptomatisch (Abg. Leichtfried: Wo kann man das nachlesen?): Vier Parteien wollen dieses Gesetz haben, nämlich die ÖVP, die NEOS, die Grünen und ihr. (Abg. Leichtfried: Wo kann man das nachlesen? Wo?) Die Einzigen, die es nicht haben wollen – deshalb steht hier kontra –, sind die Freiheitlichen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Meinl-Reisinger: Bei uns steht auch kontra, Herr Wurm! – Ruf bei der FPÖ: Die NEOS sind auch kontra! – Abg. Meinl-Reisinger: Wir sind auch kontra! Hallo! Seid ihr in eurem Einheitsparteimantra?)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Meinl-Reisinger: Wir sind kontra! – Abg. Wurm – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: Aber da drinnen steht ihr mit pro! – Abg. Meinl-Reisinger: Nein, ...!
Also, noch einmal – zusammengefasst –: Wenn dieser Irrsinn Realität wird, ist das wieder ein Schlag für die Konsumenten und für die Bürger, aber noch viel schlimmer für die kleinstrukturierte Wirtschaft in Österreich. – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Meinl-Reisinger: Wir sind kontra! – Abg. Wurm – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: Aber da drinnen steht ihr mit pro! – Abg. Meinl-Reisinger: Nein, ...!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Johann Höfinger (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Um an meinen Vorredner anzuschließen: Die Freiheitlichen haben in Brüssel zugestimmt und haben sich dann der Stimme enthalten. – Also bitte stellt euch nicht hierher und transportiert etwas Falsches! – Das zum einen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Wurm: Danke für die Bestätigung!
Dieses Thema ist enorm wichtig und hat eine große Bandbreite, die in viele Facetten des unternehmerischen Handelns eingreift, die auch eine große politische Dimension hat. Warum? – Ich denke, wir sind uns einig: Menschenrechte, Schutz von Natur, Tierwohl, alles, was damit zusammenhängt, den Klimaschutz weltweit zu verbessern, das ist eine einheitliche Basis. Darüber brauchen wir, glaube ich, nicht zu diskutieren. Von dem gehen wir hier in unserer Diskussion aus.Über die Facetten dieses Lieferkettengesetzes, wie es jetzt seine Ausformung angenommen hat, gilt es aber sehr wohl sehr intensiv zu diskutieren, denn so, wie es momentan vorliegt, ist es für unsere Betriebe, vor allem für die kleine und mittlere Wirtschaft (Abg. Wurm: Danke für die Bestätigung!), aber auch für die größeren produzierenden Betriebe, auch für das Gewerbe nicht annehmbar. (Abg. Wurm: Na hoffentlich!)
Abg. Wurm: Na hoffentlich!
Dieses Thema ist enorm wichtig und hat eine große Bandbreite, die in viele Facetten des unternehmerischen Handelns eingreift, die auch eine große politische Dimension hat. Warum? – Ich denke, wir sind uns einig: Menschenrechte, Schutz von Natur, Tierwohl, alles, was damit zusammenhängt, den Klimaschutz weltweit zu verbessern, das ist eine einheitliche Basis. Darüber brauchen wir, glaube ich, nicht zu diskutieren. Von dem gehen wir hier in unserer Diskussion aus.Über die Facetten dieses Lieferkettengesetzes, wie es jetzt seine Ausformung angenommen hat, gilt es aber sehr wohl sehr intensiv zu diskutieren, denn so, wie es momentan vorliegt, ist es für unsere Betriebe, vor allem für die kleine und mittlere Wirtschaft (Abg. Wurm: Danke für die Bestätigung!), aber auch für die größeren produzierenden Betriebe, auch für das Gewerbe nicht annehmbar. (Abg. Wurm: Na hoffentlich!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abg. Meinl-Reisinger.
Dennoch müssen wir uns mit diesem Vorschlag jetzt auseinandersetzen, und da sage ich ganz klipp und klar: Versuchen wir, das in geordnete Bahnen zu lenken. Es kann nicht sein, dass ein mittlerer produzierender Betrieb in Österreich dafür haftet, wenn vielleicht in der dritten Kette davor ein falsches Zertifikat ausgestellt wurde, und er vielleicht dann mit existenzbedrohenden Sanktionen und Geldstrafen belegt wird! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abg. Meinl-Reisinger.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher: Beschäftigen wir uns intensiv damit! Seien wir nicht so verträumt und wählen wir nicht jenen Zugang, den manche hier herinnen zu diesem Gesetz gefunden haben, sondern brechen wir es pragmatisch herunter! Da haben wir in den nächsten Monaten noch eine große Aufgabe vor uns. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ
EU endlich darauf verlassen können, dass keine Kinderarbeit in der Schokolade (Beifall bei der SPÖ), keine zerstörte Umwelt in unseren Textilien und keine Sklavenarbeit in den Pflastersteinen steckt. Das ist, denke ich mir, ein wichtiger Schritt und ein erster Schritt.
Beifall bei der SPÖ.
Wie schon gesagt, der Weg war nicht einfach, die Einigung war schwierig, und die Einigung ist weit davon entfernt, dass alle Stakeholder auch nur ansatzweise damit zufrieden sind, aber es ist eine Einigung, und ich erwarte, dass auch Österreich und österreichische Minister und Ministerinnen es zur Kenntnis nehmen und das mittragen, wenn es diese Einigungen gibt, wie sie das sonst auch tun. Es ist schön, dass es eindeutige Signale in diese Richtung von der Justizministerin gibt, aber es ist bedauerlich, dass sich der Wirtschaftsminister der Stimme enthält – wir haben es gehört – und darauf zurückzieht, dass es keine österreichische Position gäbe, als ob wir nicht Zeit gehabt hätten oder als ob die Regierung nicht Zeit gehabt hätte, jetzt über Jahre auch eine Position dazu zu entwickeln. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
betrifft alle Zulieferer!) – Das ist nicht falsch. Die Berechnungen gehen davon aus, dass es ungefähr 600 Betriebe sind. Ich fände es zum Beispiel unglaublich wichtig – und auch da legt sich Österreich quer –, auch den Finanzsektor miteinzubeziehen, denn wirklich große Produktionen, die eine globale Lieferkette brauchen, sind meistens auch sehr finanzintensiv. Und da, denke ich mir, ist durchaus der Finanzsektor auch in der Ziehung und sollte auch durchleuchtet werden. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Österreich hat momentan Strafen von 2 000 Euro – by the way: die sind gemessen an der ursprünglichen Höhe schon vervierfacht worden –, während hingegen Deutschland für dieselben Vergehen 50 000 Euro und Luxemburg 100 000 Euro an Strafen ansetzt, und es ist nicht so, dass die luxemburgischen Firmen wesentlich größer oder reicher wären als die österreichischen. Also ich denke mir, auch die Frage von Strafen ist eine zu diskutierende, und wenn jetzt vorgesehen ist, dass es bis zu 5 Prozent des Jahresumsatzes sein können, die eine solche Strafe ausmachen kann, dann sollten wir das auch möglichst ausschöpfen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Darum geht es, und ich wünsche mir sehr, dass wir ins Tun kommen, in ein verantwortungsvolles Tun kommen, und das im Sinne von Menschenrechten, von Umwelt und von sozialem Zusammenhalt. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Ich darf, bevor Sie, Frau Dr. Götze, das Wort ergreifen, die Schüler:innen und das Lehrpersonal der HLW Pinkafeld sehr herzlich hier im Plenarsaal willkommen heißen. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei den Grünen.
Wir reden davon, dass Konzerne Gesetze ausnützen, die in anderen Ländern schwach sind, ausbeuterisch sind, und zwar was die Arbeitsbedingungen, die Arbeitssicherheit betrifft, aber auch was die Umweltbedingungen betrifft. Das, was sie hier in Europa nie machen dürften, können sie dort machen, und zwar unbeschadet. Das schadet den Menschen vor Ort, aber es schadet auch ganz massiv den Betrieben hier in Europa, die das nicht tun und die sich an gute Arbeitsregeln oder gute Bedingungen halten. Deswegen sind wir für ein starkes Lieferkettengesetz. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
ein Recht darauf haben, dass sie mit gutem Gewissen etwas kaufen können und wissen, dass das fair hergestellt ist. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Wurm: Sozialdemokraten in Deutschland!
Tatsache ist, dass eh noch gar nichts fix ist, weil wir ja mitbekommen haben, dass sich Deutschland jetzt querlegt – also die stellen da richtig einen Baum auf (Abg. Wurm: Sozialdemokraten in Deutschland!) –, wahrscheinlich auch deshalb, weil dieses Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, das in Deutschland seit März vergangenen Jahres gilt (Abg. Wurm: Das ist aber ein roter Bundeskanzler!), ja eine Lightvariante darstellt, und die wollen sich da nicht unbedingt sozusagen in die Suppe spucken lassen. Darum probieren sie, da nachzutarockieren, was natürlich schlecht ist, weil der europäische Vorschlag, der jetzt am Tisch liegt, eindeutig besser, eindeutig weiter reichend ist.
Abg. Wurm: Das ist aber ein roter Bundeskanzler!
Tatsache ist, dass eh noch gar nichts fix ist, weil wir ja mitbekommen haben, dass sich Deutschland jetzt querlegt – also die stellen da richtig einen Baum auf (Abg. Wurm: Sozialdemokraten in Deutschland!) –, wahrscheinlich auch deshalb, weil dieses Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, das in Deutschland seit März vergangenen Jahres gilt (Abg. Wurm: Das ist aber ein roter Bundeskanzler!), ja eine Lightvariante darstellt, und die wollen sich da nicht unbedingt sozusagen in die Suppe spucken lassen. Darum probieren sie, da nachzutarockieren, was natürlich schlecht ist, weil der europäische Vorschlag, der jetzt am Tisch liegt, eindeutig besser, eindeutig weiter reichend ist.
Abg. Kassegger: Willst du jetzt die Welt retten? ... bitte schön auf Österreich! Willst du jetzt Bangladesch retten oder wie?
Liebe Kolleginnen und Kollegen, das ist ja das, was wir eh schon lange kennen: Immer dann, wenn es darum geht, Arbeitsbedingungen von Menschen in irgendeiner Form zu verbessern, kommen dieselben Argumente, und, liebe Kolleginnen und Kollegen, das geht einfach nicht! Da kann man einfach nicht wegschauen, da gehört reagiert! (Abg. Kassegger: Willst du jetzt die Welt retten? ... bitte schön auf Österreich! Willst du jetzt Bangladesch retten oder wie?)
Abg. Loacker: Österreicher sind da dabei?
Die Zahlen der ILO sind wirklich unverdächtig: Über eine Milliarde Menschen gelten weltweit als arm. (Abg. Loacker: Österreicher sind da dabei?) 160 Millionen Kinder – 160 Millionen Kinder! – arbeiten regelmäßig mehrere Stunden täglich und 27,6 Millionen Menschen verrichten Zwangsarbeit.
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geschätzten Damen und Herren, diese Zahlen müssen uns wachrütteln! Es ist schon besprochen worden: Wir haben ja schon 2021 einen Entschließungsantrag eingebracht, mit dem wir versucht haben, dieses Problem zu lösen. Dieser wurde natürlich immer vertagt, wurde nicht angenommen. Jetzt geht es darum, schnell zu handeln, und wir als Sozialdemokraten stehen dafür bereit. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Loacker: ... Haufen da!
Danke auch Kollegen Wurm! Er hat nämlich Kollegen Leichtfried vorhin empfohlen, sich bei der Wirtschaftskammer zu erkundigen. Ich darf, da ich seit 2005 die Ehre habe, dort Vizepräsident zu sein, gerne ein paar Dinge dazu erklären, Herr Kollege Wurm. (Abg. Loacker: ... Haufen da!) Danke für Ihr Beispiel des Tischlers. Warum? – Weil der österreichische Tischler als Lieferant fürs Möbelhaus natürlich überhaupt kein Problem mit dem Lieferkettengesetz hat, denn der hat die Arbeitsinspektion, die auf die Einhaltung der Bestimmungen schaut, der hat eine Betriebsanlagengenehmigung, wo auch die einzuhaltenden Werte festgeschrieben sind, damit er nicht womöglich die Nachbarn vergiftet. (Abg. Wurm: Wo hat er seine Leute her ...?) Der hat alles heute schon. Kollege Wurm mit seinem Modell und seiner Ablehnung will aber, dass Großkonzerne wie Ikea zum Beispiel nicht kontrollieren müssen, woher das billige Spanholzmöbel kommt, und nämlich genau das verhindert, dass der österreichische Tischler Zulieferer ist. (Abg. Hörl – in Richtung des Abg. Wurm –: ... hat er recht ...!)
Abg. Wurm: Wo hat er seine Leute her ...?
Danke auch Kollegen Wurm! Er hat nämlich Kollegen Leichtfried vorhin empfohlen, sich bei der Wirtschaftskammer zu erkundigen. Ich darf, da ich seit 2005 die Ehre habe, dort Vizepräsident zu sein, gerne ein paar Dinge dazu erklären, Herr Kollege Wurm. (Abg. Loacker: ... Haufen da!) Danke für Ihr Beispiel des Tischlers. Warum? – Weil der österreichische Tischler als Lieferant fürs Möbelhaus natürlich überhaupt kein Problem mit dem Lieferkettengesetz hat, denn der hat die Arbeitsinspektion, die auf die Einhaltung der Bestimmungen schaut, der hat eine Betriebsanlagengenehmigung, wo auch die einzuhaltenden Werte festgeschrieben sind, damit er nicht womöglich die Nachbarn vergiftet. (Abg. Wurm: Wo hat er seine Leute her ...?) Der hat alles heute schon. Kollege Wurm mit seinem Modell und seiner Ablehnung will aber, dass Großkonzerne wie Ikea zum Beispiel nicht kontrollieren müssen, woher das billige Spanholzmöbel kommt, und nämlich genau das verhindert, dass der österreichische Tischler Zulieferer ist. (Abg. Hörl – in Richtung des Abg. Wurm –: ... hat er recht ...!)
Abg. Hörl – in Richtung des Abg. Wurm –: ... hat er recht ...!
Danke auch Kollegen Wurm! Er hat nämlich Kollegen Leichtfried vorhin empfohlen, sich bei der Wirtschaftskammer zu erkundigen. Ich darf, da ich seit 2005 die Ehre habe, dort Vizepräsident zu sein, gerne ein paar Dinge dazu erklären, Herr Kollege Wurm. (Abg. Loacker: ... Haufen da!) Danke für Ihr Beispiel des Tischlers. Warum? – Weil der österreichische Tischler als Lieferant fürs Möbelhaus natürlich überhaupt kein Problem mit dem Lieferkettengesetz hat, denn der hat die Arbeitsinspektion, die auf die Einhaltung der Bestimmungen schaut, der hat eine Betriebsanlagengenehmigung, wo auch die einzuhaltenden Werte festgeschrieben sind, damit er nicht womöglich die Nachbarn vergiftet. (Abg. Wurm: Wo hat er seine Leute her ...?) Der hat alles heute schon. Kollege Wurm mit seinem Modell und seiner Ablehnung will aber, dass Großkonzerne wie Ikea zum Beispiel nicht kontrollieren müssen, woher das billige Spanholzmöbel kommt, und nämlich genau das verhindert, dass der österreichische Tischler Zulieferer ist. (Abg. Hörl – in Richtung des Abg. Wurm –: ... hat er recht ...!)
Beifall bei der SPÖ
Dieses Gesetz fördert resiliente, lokale Anbieter, weil sie die Vorschriften einhalten (Beifall bei der SPÖ), und die Gegner davon sind jene, die zulasten der ordentlich arbeitenden Betriebe (Zwischenruf des Abg. Loacker) jene weiter fördern wollen (Abg. Hörl: Na, na, so einfach ist das nicht!), die Profit aus Ausbeutung, Zwangsarbeit, Kinderarbeit und Umweltverschmutzung ziehen. Das ist moralisch und ethisch nicht aufrechtzuerhalten, daraus Gewinn zu ziehen muss abgestellt werden! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Loacker
Dieses Gesetz fördert resiliente, lokale Anbieter, weil sie die Vorschriften einhalten (Beifall bei der SPÖ), und die Gegner davon sind jene, die zulasten der ordentlich arbeitenden Betriebe (Zwischenruf des Abg. Loacker) jene weiter fördern wollen (Abg. Hörl: Na, na, so einfach ist das nicht!), die Profit aus Ausbeutung, Zwangsarbeit, Kinderarbeit und Umweltverschmutzung ziehen. Das ist moralisch und ethisch nicht aufrechtzuerhalten, daraus Gewinn zu ziehen muss abgestellt werden! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hörl: Na, na, so einfach ist das nicht!
Dieses Gesetz fördert resiliente, lokale Anbieter, weil sie die Vorschriften einhalten (Beifall bei der SPÖ), und die Gegner davon sind jene, die zulasten der ordentlich arbeitenden Betriebe (Zwischenruf des Abg. Loacker) jene weiter fördern wollen (Abg. Hörl: Na, na, so einfach ist das nicht!), die Profit aus Ausbeutung, Zwangsarbeit, Kinderarbeit und Umweltverschmutzung ziehen. Das ist moralisch und ethisch nicht aufrechtzuerhalten, daraus Gewinn zu ziehen muss abgestellt werden! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Dieses Gesetz fördert resiliente, lokale Anbieter, weil sie die Vorschriften einhalten (Beifall bei der SPÖ), und die Gegner davon sind jene, die zulasten der ordentlich arbeitenden Betriebe (Zwischenruf des Abg. Loacker) jene weiter fördern wollen (Abg. Hörl: Na, na, so einfach ist das nicht!), die Profit aus Ausbeutung, Zwangsarbeit, Kinderarbeit und Umweltverschmutzung ziehen. Das ist moralisch und ethisch nicht aufrechtzuerhalten, daraus Gewinn zu ziehen muss abgestellt werden! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wurm: Das garantieren Sie dem Tischler ...!
Und ich warne Sie vor einem Punkt, Kolleginnen und Kollegen: das große Monster Bürokratie aufzustellen. Ich empfehle die Lektüre von § 164 des österreichischen Strafgesetzbuches über Hehlerei, dann werden Sie nämlich draufkommen – leider ist nur Vermögensschaden als Ursprungsdelikt konzipiert, aber das gilt ja bei der Zwangsarbeit auch –, welche Gefängnisstrafen dafür drohen. Eigentlich wäre es bei einer Firma, die hier verkauft und mehr als 300 000 Euro Vermögensvorteil aus der Zwangsarbeit zum Beispiel von Uiguren zieht und damit diese um ihr Gehalt gebracht hat, notwendig, dass die Staatsanwaltschaft einschreitet, den Schriftverkehr beschlagnahmt und dieser Art der Hehlerei ein Ende bereitet. Das wäre die richtige Vorgangsweise. Seien Sie froh, dass die EU und auch dieses Parlament in der folgenden Umsetzung der Richtlinie Vorschriften machen, die den Tischler fördern, und nicht die von Herrn Wurm geforderte Förderung umgesetzt wird (Abg. Wurm: Das garantieren Sie dem Tischler ...!), die Förderung von Ausbeutern, von Großkonzernen, bei denen Kinder arbeiten und Zwangsarbeit herrscht und die Umwelt verdreckt wird! – Danke für diese Wortmeldung, Kollege Wurm. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Leichtfried: Der Kollege Wurm wird jetzt ver...!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Leichtfried: Der Kollege Wurm wird jetzt ver...!
Und ich warne Sie vor einem Punkt, Kolleginnen und Kollegen: das große Monster Bürokratie aufzustellen. Ich empfehle die Lektüre von § 164 des österreichischen Strafgesetzbuches über Hehlerei, dann werden Sie nämlich draufkommen – leider ist nur Vermögensschaden als Ursprungsdelikt konzipiert, aber das gilt ja bei der Zwangsarbeit auch –, welche Gefängnisstrafen dafür drohen. Eigentlich wäre es bei einer Firma, die hier verkauft und mehr als 300 000 Euro Vermögensvorteil aus der Zwangsarbeit zum Beispiel von Uiguren zieht und damit diese um ihr Gehalt gebracht hat, notwendig, dass die Staatsanwaltschaft einschreitet, den Schriftverkehr beschlagnahmt und dieser Art der Hehlerei ein Ende bereitet. Das wäre die richtige Vorgangsweise. Seien Sie froh, dass die EU und auch dieses Parlament in der folgenden Umsetzung der Richtlinie Vorschriften machen, die den Tischler fördern, und nicht die von Herrn Wurm geforderte Förderung umgesetzt wird (Abg. Wurm: Das garantieren Sie dem Tischler ...!), die Förderung von Ausbeutern, von Großkonzernen, bei denen Kinder arbeiten und Zwangsarbeit herrscht und die Umwelt verdreckt wird! – Danke für diese Wortmeldung, Kollege Wurm. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Leichtfried: Der Kollege Wurm wird jetzt ver...!)
Abg. Steinacker: Na, wohl die Richter!
Im Moment ist die Garantin für die unabhängige Justiz unsere Justizministerin Alma Zadić. (Abg. Steinacker: Na, wohl die Richter!), und wir werden das absichern, wir werden schauen, dass wir es auch auf gesetzliche Beine stellen und dass wir auch für die Zukunft Strukturen und Regelungen und strukturelle Rückhalte schaffen, damit die Unabhängigkeit gesichert ist, denn die Justiz, eine unabhängige und damit sorgenfreie Justiz, ist ein Eckpfeiler und ein Grundpfeiler im Fundament für eine richtige, funktionierende Demokratie. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Im Moment ist die Garantin für die unabhängige Justiz unsere Justizministerin Alma Zadić. (Abg. Steinacker: Na, wohl die Richter!), und wir werden das absichern, wir werden schauen, dass wir es auch auf gesetzliche Beine stellen und dass wir auch für die Zukunft Strukturen und Regelungen und strukturelle Rückhalte schaffen, damit die Unabhängigkeit gesichert ist, denn die Justiz, eine unabhängige und damit sorgenfreie Justiz, ist ein Eckpfeiler und ein Grundpfeiler im Fundament für eine richtige, funktionierende Demokratie. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Selma Yildirim (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Unsere Justiz ist unabhängig! Wir wollen ihre Unabhängigkeit ausbauen und stärken, das ist unser Anspruch als Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir als sozialdemokratische Bewegung fordern das ja an und für sich seit 20 Jahren in Form von parlamentarischen Anträgen und Anfragen, es scheitert aber immer – seit mehr als 20 Jahren – an der Blockadehaltung der ÖVP. Wir sehen, dass es jetzt immer noch so ist, dass es an Ihnen beiden, an Schwarz und Grün scheitert, dass wir dieses Projekt endlich umsetzen, ein Projekt, das die Unabhängigkeit der Justiz stärken und ausbauen würde. Nur so ist garantiert, dass die Qualität unseres Rechtsstaates und unserer Demokratie weiterentwickelt werden kann. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.
Das zweite Thema ist die Bundesstaatsanwaltschaft. Wir haben schon oft darüber debattiert, und ich halte heute wieder ganz bewusst fest: Wir als FPÖ sind gegen diese Bundesstaatsanwaltschaft. Wir sind überzeugt, dass es richtig ist, dass die Weisungsspitze der Staatsanwaltschaft beim Justizminister angesetzt ist. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Daher bitte nicht irgendwie Sand in die Augen streuen und glauben, es würde damit parteipolitisch unabhängig werden, dass wir jetzt plötzlich einen Bundesstaatsanwalt hätten, der eben angeblich völlig unabhängig ist! Daher ist diese Idee abzulehnen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
geschoben. Damit hat man genau dieses Problem, dass man jetzt bereits im ersten Teil des Verfahrens, in der Voruntersuchung, einen Weisungsgebundenen hat. Früher hatte man das nicht. Wenn man jetzt also in diese Richtung gehen würde – insofern verstehe ich auch dieses Anliegen –, den Untersuchungsrichter wieder einzuführen, oder zumindest mehr in die Richtung gehen würde, dass es echte Instrumente der Rechtsdurchsetzung im Vorverfahren gibt, dann würde man auch etwas gewinnen und würde dieses Problem der Weisungsgebundenheit tatsächlich beseitigen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Bundesstaatsanwaltschaft: striktes Nein. – Untersuchungsrichter oder jedenfalls etwas, das in diese Richtung geht: Ja, da wären wir eindeutig dafür. (Beifall bei der FPÖ.)
in Richtung des sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. Stefan
Präsident Ing. Norbert Hofer: Herr Abgeordneter (in Richtung des sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. Stefan), wollten Sie noch einen Entschließungsantrag einbringen? – Bitte schön. (Abg. Leichtfried: Ja, das habt ihr heute nicht so drauf!)
Abg. Leichtfried: Ja, das habt ihr heute nicht so drauf!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Herr Abgeordneter (in Richtung des sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. Stefan), wollten Sie noch einen Entschließungsantrag einbringen? – Bitte schön. (Abg. Leichtfried: Ja, das habt ihr heute nicht so drauf!)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Man muss sich schon die Frage stellen, was denn der Zweck dieser Forderung ist, die WKStA in der Verfassung abzusichern. Der Zweck kann ja wohl nur sein, eine Organisationsverbesserung herbeizuführen, aber mit dieser Forderung würde eine solche Organisationsverbesserung wohl nicht erreicht werden. (Beifall bei der ÖVP.) Ich glaube, in diesem Punkt sind wir uns auch fraktionsübergreifend einig.
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte eines festhalten: Die direkte Demokratie ist ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Gesellschaft – allerdings dürfen Volksbegehren als Instrument der Gesetzesinitiative nicht zum Geschäftsmodell der immer gleichen Proponenten werden! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Scherak: Wieso macht er dann nichts? – Abg. Krisper: ... Mitleid!
die Anliegen der Bevölkerung sind, und hat sie in diesem Österreichplan niedergeschrieben. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Scherak: Wieso macht er dann nichts? – Abg. Krisper: ... Mitleid!)
Zwischenruf der Abg. Krisper.
Leider ist es aber so, dass sich die Politik zu einer Politik der Strafanzeigen entwickelt hat. Manche Kolleginnen und Kollegen hier im Hohen Haus machen sich nämlich einen Sport daraus, anonyme Anzeigen zu schreiben. (Zwischenruf der Abg. Krisper.) – Ja, Frau Kollegin Krisper. Sie tun damit insgesamt der Politik nichts Gutes, und das trägt keinesfalls zu einer positiven Entwicklung der politischen Landschaft bei. (Abg. Leichtfried: Ihre Redezeit ist um!)
Abg. Leichtfried: Ihre Redezeit ist um!
Leider ist es aber so, dass sich die Politik zu einer Politik der Strafanzeigen entwickelt hat. Manche Kolleginnen und Kollegen hier im Hohen Haus machen sich nämlich einen Sport daraus, anonyme Anzeigen zu schreiben. (Zwischenruf der Abg. Krisper.) – Ja, Frau Kollegin Krisper. Sie tun damit insgesamt der Politik nichts Gutes, und das trägt keinesfalls zu einer positiven Entwicklung der politischen Landschaft bei. (Abg. Leichtfried: Ihre Redezeit ist um!)
Beifall bei der ÖVP.
Da es gerade aktuell ist, wir haben es vorgestern in den Medien gehört: Die Vorwürfe gegen Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka haben sich einmal mehr als falsch herausgestellt. (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Oh!
Ich glaube, dass wir da von Ehrlichkeit weit entfernt sind, wenn wir uns in Erinnerung rufen, was auch in der Staatsanwaltschaft Graz geschehen ist – oder besser gesagt, was nicht geschehen ist. Es steht nämlich im Raum, dass wegen eines Freundschaftsverhältnisses eines Staatsanwalts zu Herrn Eustacchio von der FPÖ Steiermark Ermittlungshandlungen unterlassen wurden. (Ruf bei der ÖVP: Oh!)
Beifall bei der ÖVP.
Ein interessantes Detail noch am Rande ist, dass Herr Prof. Mayer, der bei diesem Hearing von der SPÖ als Experte geladen wurde, ein Gutachten für Herrn Kunasek erstellt und darin erklärt hat, wie es für Herrn Kunasek möglich ist, die Betriebskosten seines Privathauses legal über die Partei abzurechnen. Das ist übrigens derselbe Herr Kunasek, dem vorgeworfen wird, dass er den Bau seiner Villa über die Partei finanziert hat – und selbst dann, wenn es strafrechtliche Auswege gibt, bleibt da immer noch die politische Verantwortung! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Fischer und Prammer.
Eines ist jedenfalls klar: In dieser Causa FPÖ Steiermark ist der Slogan der FPÖ: „Unser Geld für unsere Leut’“, wohl zu wörtlich genommen worden. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Fischer und Prammer.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Ragger begibt sich zum Redner:innenpult.
Daher mein Appell an die Regierungsparteien: ÖVP, Grüne, rauft euch zusammen, solange es in dieser Gesetzgebungsperiode noch geht, und bringt auf Basis der Ergebnisse der vom Justizministerium eingesetzten Arbeitsgruppe das Projekt zu Ende, eine unabhängige Weisungsspitze in Österreich einzurichten. Wir werden das voraussichtlich sehr notwendig brauchen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Ragger begibt sich zum Redner:innenpult.)
Abg. Leichtfried: Man soll schon warten, bis man aufgerufen wird!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Nächste Rednerin ist Mag.a Ruth Becher, habe ich hier auf meiner Liste. Herr Abgeordneter Ragger, Sie schauen der Kollegin nicht ähnlich. (Abg. Leichtfried: Man soll schon warten, bis man aufgerufen wird!)
Beifall bei der SPÖ
Schließlich basiert unser Rechtsstaat auf dem Prinzip der Gewaltentrennung, und jede Einflussnahme der Politik auf politische Verfahren schädigt natürlich den Glauben an eine faire Rechtsprechung. Allein schon der Anschein der Einflussnahme ist zwingend zu vermeiden, und das ist mit einem Weisungsrecht der Justizministerin an die Staatsanwaltschaft unvereinbar (Beifall bei der SPÖ), und das umso mehr, als sich die gerichtliche Aufarbeitung einiger Regierungen über Jahre zieht.
Beifall bei der SPÖ.
Der Unterton sind schlampige Verhältnisse in der österreichischen Justiz, und daher liegt Österreich brandaktuell im gestern veröffentlichten Korruptionsindex auf dem schlechten 20. Platz hinter Ländern wie Estland oder Hongkong. Das ist die juristische Weltkarte, wie sie die ÖVP und die Grünen im Jahr 2024 zeichnen; zum Leidwesen der Österreicherinnen und Österreicher und sicher auch zum Leidwesen der Initiatoren des Volksbegehrens. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Baumgartner und Scharzenberger.
gibt es bis zum heutigen Tage weder eine Einvernahme von Kollegen Kunasek noch eine Einvernahme von Kollegen Eustacchio. (Zwischenrufe der Abgeordneten Baumgartner und Scharzenberger.) Also das ist schon einmal mehr als bedenklich, das hat nichts mit der Freunderlwirtschaft irgendwelcher Staatsanwaltschaften zu tun, aber einmal mehr zeigt es eben, wie nervös die ÖVP ist, dass offensichtlich jetzt im November gewählt wird, denn jetzt muss man halt quasi die Leute herausziehen, die man irgendwie anpatzen möchte. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
gibt es bis zum heutigen Tage weder eine Einvernahme von Kollegen Kunasek noch eine Einvernahme von Kollegen Eustacchio. (Zwischenrufe der Abgeordneten Baumgartner und Scharzenberger.) Also das ist schon einmal mehr als bedenklich, das hat nichts mit der Freunderlwirtschaft irgendwelcher Staatsanwaltschaften zu tun, aber einmal mehr zeigt es eben, wie nervös die ÖVP ist, dass offensichtlich jetzt im November gewählt wird, denn jetzt muss man halt quasi die Leute herausziehen, die man irgendwie anpatzen möchte. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Heiterkeit und Rufe bei der ÖVP: Ja, genau! – Abg. Michael Hammer: Hast du das dem Hafenecker auch schon gesagt?
Das Dirty Campaigning der ÖVP kennen wir seit Jahrzehnten. Deswegen zum zweiten Punkt: Gerade in diesem Moment sind die letzten Zeugeneinvernahmen Ihres Bundeskanzlers außer Dienst im Gange, und wir werden sehen. Wir gehen nicht so weit wie Sie, dass wir jetzt bereits hier vom Rednerpult aus eine Vorverurteilung vornehmen, denn wir halten uns daran, dass in dubio pro reo – im Zweifel für den Angeklagten – gilt. (Beifall bei der FPÖ. – Heiterkeit und Rufe bei der ÖVP: Ja, genau! – Abg. Michael Hammer: Hast du das dem Hafenecker auch schon gesagt?)
Zwischenruf der Abg. Scharzenberger.
Das Dritte ist: Auf Ihrer Anklagebank sitzen mehr Menschen, als wir Mitglieder im Nationalrat haben, also lassen Sie die Kirche im Dorf und schauen Sie, dass Sie die Wahlen in der Steiermark dort lassen, wo sie hingehören. (Zwischenruf der Abg. Scharzenberger.) Das versuchen wir, dort auch entsprechend politisch zu argumentieren. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: Wer ist eigentlich wir? Ist ja keiner da für euch! – Abg. Lindinger: Die ganzen Steirer FPÖler sind hinausgegangen!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: Wer ist eigentlich wir? Ist ja keiner da für euch! – Abg. Lindinger: Die ganzen Steirer FPÖler sind hinausgegangen!
Das Dritte ist: Auf Ihrer Anklagebank sitzen mehr Menschen, als wir Mitglieder im Nationalrat haben, also lassen Sie die Kirche im Dorf und schauen Sie, dass Sie die Wahlen in der Steiermark dort lassen, wo sie hingehören. (Zwischenruf der Abg. Scharzenberger.) Das versuchen wir, dort auch entsprechend politisch zu argumentieren. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: Wer ist eigentlich wir? Ist ja keiner da für euch! – Abg. Lindinger: Die ganzen Steirer FPÖler sind hinausgegangen!)
Heiterkeit der Abg. Voglauer.
vielen, vielen, vielen Gründen. (Heiterkeit der Abg. Voglauer.) Ich werde Ihnen die einmal auflisten. Wahrscheinlich, Frau Kollegin Voglauer, waren Sie noch so jung (Abg. Voglauer: Danke für das Kompliment!), Sie können da noch nicht so mitreden über die Genesis, die Entwicklung dieser Bundesstaatsanwaltschaft, aber ich war dabei. (Abg. Voglauer: Sie sind ja auch schon ...!)
Abg. Voglauer: Danke für das Kompliment!
vielen, vielen, vielen Gründen. (Heiterkeit der Abg. Voglauer.) Ich werde Ihnen die einmal auflisten. Wahrscheinlich, Frau Kollegin Voglauer, waren Sie noch so jung (Abg. Voglauer: Danke für das Kompliment!), Sie können da noch nicht so mitreden über die Genesis, die Entwicklung dieser Bundesstaatsanwaltschaft, aber ich war dabei. (Abg. Voglauer: Sie sind ja auch schon ...!)
Abg. Voglauer: Sie sind ja auch schon ...!
vielen, vielen, vielen Gründen. (Heiterkeit der Abg. Voglauer.) Ich werde Ihnen die einmal auflisten. Wahrscheinlich, Frau Kollegin Voglauer, waren Sie noch so jung (Abg. Voglauer: Danke für das Kompliment!), Sie können da noch nicht so mitreden über die Genesis, die Entwicklung dieser Bundesstaatsanwaltschaft, aber ich war dabei. (Abg. Voglauer: Sie sind ja auch schon ...!)
Abg. Yildirim: Schlechter Vergleich!
Ich gebe Ihnen zwei Beispiele, wie negativ sich das entwickelt. Erstens – und das habe ich im Ausschuss allen Mitgliedern auch schon gesagt – bin ich selbst Anwalt in Italien und kann Ihnen sagen, dort hat sich ein Staat im Staat entwickelt: 2 000 Richter, Staatsanwälte sind dort ein Staat im Staat mit eigenem Budget, eigener Ausbildung, und sie sortieren ihre Leute aus. (Abg. Yildirim: Schlechter Vergleich!)
neuerlicher Zwischenruf der Abg. Yildirim
Das ist der negative Teil, und ich gebe Ihnen noch ein zweites Beispiel: Wenn Sie sagen: Ja, okay, die Italiener sind halt die Italiener! (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Yildirim), schauen Sie sich die Staaten Rumänien und Bulgarien an! Dort sind sie den Oberstaatsanwalt nicht losgeworden. Was haben sie gemacht? – Sie haben ihn in die Luft gesprengt. Sie haben ihn mit einem Bombenanschlag weggesprengt, weil es nicht möglich war, ihn abzuberufen, er aber der höchste, korrupteste Beamte in ganz Bulgarien gewesen ist. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.
Das ist der negative Teil, und ich gebe Ihnen noch ein zweites Beispiel: Wenn Sie sagen: Ja, okay, die Italiener sind halt die Italiener! (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Yildirim), schauen Sie sich die Staaten Rumänien und Bulgarien an! Dort sind sie den Oberstaatsanwalt nicht losgeworden. Was haben sie gemacht? – Sie haben ihn in die Luft gesprengt. Sie haben ihn mit einem Bombenanschlag weggesprengt, weil es nicht möglich war, ihn abzuberufen, er aber der höchste, korrupteste Beamte in ganz Bulgarien gewesen ist. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Prammer: Alles Unsinn! Sie reden von Dingen, die niemand in irgendeiner Form vorhat!
Wollen Sie wirklich, dass wir eine zentrale Staatsanwaltschaft einführen, die unabhängig von jeglicher Kontrolle ist, auch von parlamentarischer Kontrolle? So, wie Sie, die ÖVP, es wahrscheinlich dann mit den Grünen verhandeln werden, und umgekehrt die Grünen mit der ÖVP, werden wir wahrscheinlich so ein Feigenblatt wie beim Cofag-Beirat haben, wobei wir als Parlamentarier überhaupt keine Kontrolle haben werden, und das will keiner in dieser Republik. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Prammer: Alles Unsinn! Sie reden von Dingen, die niemand in irgendeiner Form vorhat!)
Beifall bei der FPÖ.
Daher zum Schluss noch einmal zusammenfassend: Ich begrüße das Volksbegehren, es ist absolut wichtig, damit wir in der direkten Demokratie weiterkommen – Frau Kollegin, deswegen brauchen Sie sich nicht so zu echauffieren –, Faktum ist aber: Die Bundesstaatsanwaltschaft wird in dieser Periode nicht umgesetzt und in der nächsten schon gar nicht. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strasser: Das haben wir gut gemacht!
Sparen im System und nicht bei den Menschen – auf den ersten Blick denkt man sich, das ist vielleicht eine klasse Geschichte. (Abg. Strasser: Das haben wir gut gemacht!) Da hat es so Dinge wie eine Patientenmilliarde gegeben, bei der alle gedacht haben – ihr erinnert euch vielleicht –, da wird alles besser werden; eine Patientenmilliarde und gleich gute Leistungen für alle Menschen in Österreich im Bereich der Gesundheitsversorgung.
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir als Sozialdemokratie – Beppo Muchitsch, Rainer Wimmer und viele Kolleginnen und Kollegen – haben damals schon gewarnt und gesagt, allein bei der Unfallversicherung eine halbe Milliarde herauszunehmen, wird die Situation in Österreich nicht besser machen. Einfach zu sparen, zu kürzen, statt mehr Geld im Gesundheitsbereich zu investieren, wird dramatische Folgen haben. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Saxinger: Ja!
Die Kolleginnen und Kollegen, die damals hier gesessen sind und die Patientenmilliarde und die Zerschlagung der Sozialversicherung beschlossen haben, darf ich heute ganz offen und ehrlich fragen: Gibt es heute noch irgendjemanden in diesem Raum, vor allem in den Reihen der ÖVP und der FPÖ, der ganz ehrlich sagen würde, das war eine gute Idee? Gibt es irgendjemanden, der das noch behaupten würde? (Abg. Saxinger: Ja!) – Ui, Kollege Saxinger, das ist mutig! Ich meine, du hast das damals nicht mitbeschlossen, aber du hast anscheinend dann auch den Rechnungshofbericht nicht gelesen. (Zwischenruf des Abg. Muchitsch.) Dazu hast du aber heute am Abend noch die Gelegenheit, denn real ist die Situation deutlich, deutlich schlechter geworden.
Zwischenruf des Abg. Muchitsch.
Die Kolleginnen und Kollegen, die damals hier gesessen sind und die Patientenmilliarde und die Zerschlagung der Sozialversicherung beschlossen haben, darf ich heute ganz offen und ehrlich fragen: Gibt es heute noch irgendjemanden in diesem Raum, vor allem in den Reihen der ÖVP und der FPÖ, der ganz ehrlich sagen würde, das war eine gute Idee? Gibt es irgendjemanden, der das noch behaupten würde? (Abg. Saxinger: Ja!) – Ui, Kollege Saxinger, das ist mutig! Ich meine, du hast das damals nicht mitbeschlossen, aber du hast anscheinend dann auch den Rechnungshofbericht nicht gelesen. (Zwischenruf des Abg. Muchitsch.) Dazu hast du aber heute am Abend noch die Gelegenheit, denn real ist die Situation deutlich, deutlich schlechter geworden.
Abg. Strasser: Das stimmt ja nicht! Na, na!
Die Einsparungen hat es nie gegeben. Der Rechnungshof hat schwarz auf weiß belegt, dass die versprochene Patientenmilliarde nie im Leben eingetroffen ist, im Gegenteil, es hat Hunderte Millionen Euro Mehrkosten gegeben. Hunderte Millionen Euro! (Abg. Strasser: Das stimmt ja nicht! Na, na!) Da ist Geld für irgendwelche Logos investiert worden. (Abg. Hechenberger: Das hast du dir aus die Ärmel gebeutelt!) Dann hat es millionenschwere Beraterhonorare gegeben, über die wir nicht einmal informiert werden, weil Frau Hartinger-Klein gesagt hat, das ist ihre Privatsache, und diese Akten 25 Jahre lang als Privatsache versiegeln hat lassen. Die liegen alle im Staatsarchiv.
Abg. Hechenberger: Das hast du dir aus die Ärmel gebeutelt!
Die Einsparungen hat es nie gegeben. Der Rechnungshof hat schwarz auf weiß belegt, dass die versprochene Patientenmilliarde nie im Leben eingetroffen ist, im Gegenteil, es hat Hunderte Millionen Euro Mehrkosten gegeben. Hunderte Millionen Euro! (Abg. Strasser: Das stimmt ja nicht! Na, na!) Da ist Geld für irgendwelche Logos investiert worden. (Abg. Hechenberger: Das hast du dir aus die Ärmel gebeutelt!) Dann hat es millionenschwere Beraterhonorare gegeben, über die wir nicht einmal informiert werden, weil Frau Hartinger-Klein gesagt hat, das ist ihre Privatsache, und diese Akten 25 Jahre lang als Privatsache versiegeln hat lassen. Die liegen alle im Staatsarchiv.
Beifall bei der SPÖ.
Das heißt, nicht einmal die Informationen, wie damals die Millionen verteilt worden sind, sind vorgelegt worden, aber es gibt keine einzige Person im Gesundheitsministerium, die heute im Nachhinein sagt, dass sie jemals daran geglaubt hätte, dass der ganze Schmäh funktioniert. – Das zur Patientenmilliarde. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
rede ich von einer Termingarantie. Das wird nicht von einem Tag auf den anderen gehen, aber das, was skandinavische Länder hinbekommen, werden wir auch in Österreich schaffen, wenn wir es miteinander beschließen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Singer.
Wir haben bis heute österreichweit keine Mindeststandards und keinen Mindestpersonalschlüssel. Es tut sich im Bereich der Arbeitszeiten, im Gehaltsbereich nichts. (Zwischenruf des Abg. Singer.) Wo ist die Pflegeoffensive? Wir als Sozialdemokratie haben ganz konkret vorgeschlagen, dass das, was wir gemeinsam für die Polizistinnen und Polizisten in Ausbildung erkämpft haben, dass diese 2 300 Euro bezahlt kriegen, doch bitte auch die Menschen in der Pflege bekommen sollen. Das wären ganz konkrete Maßnahmen, um jungen Menschen entgegenzukommen und nicht nur von Respekt zu reden, sondern ganz konkrete Maßnahmen zu setzen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben bis heute österreichweit keine Mindeststandards und keinen Mindestpersonalschlüssel. Es tut sich im Bereich der Arbeitszeiten, im Gehaltsbereich nichts. (Zwischenruf des Abg. Singer.) Wo ist die Pflegeoffensive? Wir als Sozialdemokratie haben ganz konkret vorgeschlagen, dass das, was wir gemeinsam für die Polizistinnen und Polizisten in Ausbildung erkämpft haben, dass diese 2 300 Euro bezahlt kriegen, doch bitte auch die Menschen in der Pflege bekommen sollen. Das wären ganz konkrete Maßnahmen, um jungen Menschen entgegenzukommen und nicht nur von Respekt zu reden, sondern ganz konkrete Maßnahmen zu setzen. (Beifall bei der SPÖ.)
In Richtung Abg. Meinl-Reisinger:
das schon! – Ich habe das alles noch im Ohr. (In Richtung Abg. Meinl-Reisinger:) Nicht du (Abg. Meinl-Reisinger: Ich mache auch viel!), Kollegin Hartinger-Klein. (Heiterkeit bei SPÖ und NEOS.) Ich möchte da keine Vergleiche anstellen.
Abg. Meinl-Reisinger: Ich mache auch viel!
das schon! – Ich habe das alles noch im Ohr. (In Richtung Abg. Meinl-Reisinger:) Nicht du (Abg. Meinl-Reisinger: Ich mache auch viel!), Kollegin Hartinger-Klein. (Heiterkeit bei SPÖ und NEOS.) Ich möchte da keine Vergleiche anstellen.
Heiterkeit bei SPÖ und NEOS.
das schon! – Ich habe das alles noch im Ohr. (In Richtung Abg. Meinl-Reisinger:) Nicht du (Abg. Meinl-Reisinger: Ich mache auch viel!), Kollegin Hartinger-Klein. (Heiterkeit bei SPÖ und NEOS.) Ich möchte da keine Vergleiche anstellen.
Beifall bei der SPÖ.
Deswegen bitte ich, dass ihr heute unseren Antrag unterstützt, dass wir diese versprochene Patientenmilliarde wirklich mit Leben erfüllen und dafür sorgen, dass alle Menschen in Österreich eine gleich gute und bestmögliche Versorgung bekommen und wir die Termingarantie umsetzen, die in anderen Ländern längst möglich ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Ich darf inzwischen die Sportmittelschule aus Waidhofen an der Ybbs recht herzlich bei uns auf der Galerie begrüßen. (Allgemeiner Beifall.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Dr. Josef Smolle (ÖVP): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Gestatten Sie zuerst, dass ich eine Gruppe von Senioren aus Sollenau auf der Galerie ganz herzlich willkommen heiße. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Die Krankenkassenreform war natürlich keine Zerschlagung, sie war eine Zusammenführung von Krankenkassen. Was hat sich da inzwischen finanziell getan? Im Jahr 2020 hat die Österreichische Gesundheitskasse 14,9 Milliarden Euro für die Versicherten ausgegeben. Im Jahr 2023 waren es 18,2 Milliarden Euro. Es sind also mittlerweile im Jahr 3,3 Milliarden mehr als der Ausgangswert. Das heißt, die sogenannte Patientenmilliarde ist schon mehrfach bei den Versicherten angekommen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Das war immer so!
Es ist auch durchaus beachtlich, und ich finde, man sollte positiv anmerken, dass in der Österreichischen Gesundheitskasse 98 Prozent des Budgets an die Versicherten geht, in die Gesundheitsleistungen fließt und lediglich 2 Prozent für die Verwaltung aufgewendet werden. (Ruf bei der SPÖ: Das war immer so!) Es hat sich da enorm viel getan, denn es sind zusätzliche Verwaltungsaufgaben dazugekommen. Ich denke nur an die gesamte Abwicklung im Bereich Covid-19: Tests, Impfungen und so weiter. Dies ist ohne Personalaufstockung gelungen. Im Prinzip kommt man mittlerweile mit weniger Personal aus, als das vor der Fusion der Fall gewesen ist. Das heißt, da werden Synergien genutzt, da wird Effizienz gesteigert – und das kommt unmittelbar den Patientinnen und Patienten zugute. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist auch durchaus beachtlich, und ich finde, man sollte positiv anmerken, dass in der Österreichischen Gesundheitskasse 98 Prozent des Budgets an die Versicherten geht, in die Gesundheitsleistungen fließt und lediglich 2 Prozent für die Verwaltung aufgewendet werden. (Ruf bei der SPÖ: Das war immer so!) Es hat sich da enorm viel getan, denn es sind zusätzliche Verwaltungsaufgaben dazugekommen. Ich denke nur an die gesamte Abwicklung im Bereich Covid-19: Tests, Impfungen und so weiter. Dies ist ohne Personalaufstockung gelungen. Im Prinzip kommt man mittlerweile mit weniger Personal aus, als das vor der Fusion der Fall gewesen ist. Das heißt, da werden Synergien genutzt, da wird Effizienz gesteigert – und das kommt unmittelbar den Patientinnen und Patienten zugute. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schallmeiner.
erreicht haben. Alleine in den letzten Jahren sind es um 3 000 mehr geworden. Es kommt darauf an, das kassenärztliche System attraktiv zu machen und die Ärztinnen und Ärzte wirklich dafür zu gewinnen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schallmeiner.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schallmeiner.
Skandinavien wird immer wieder mit nur 14 Tagen Wartezeit für Fachärzte erwähnt. Dort ist es extrem restriktiv, dass man überhaupt zu einer Fachärztin oder einem Facharzt darf – dann geht es sich leicht aus. Wir schauen darauf, dass es weiterhin niederschwellig für jeden, der es braucht, möglich ist. Wir arbeiten daran. Machen wir es gemeinsam! – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schallmeiner.)
Beifall bei der SPÖ.
Smolle, hat es Verbesserungen gegeben. Das wäre ja noch schöner, wenn keinerlei Weiterentwicklung feststellbar wäre. Faktum ist: Versprechen, die für das Gesundheitswesen getätigt wurden, sind bei Weitem nicht eingetroffen. Das waren reine Täuschungsmanöver – und ich werde Ihnen erklären, warum! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich darf mit einem Zitat beginnen: „Wir sparen in der Verwaltung, wir sparen bei den Funktionären, wir sparen im System und schaffen es so, eine Milliarde bis 2023 zu lukrieren“, Zitat Altkanzler Kurz, September 2018 – und es passt nicht, Herr Kollege, weil diese Milliarde nicht existiert. Das sagen nicht nur wir als sozialdemokratische Fraktion, das sagt auch der Rechnungshof. (Beifall bei der SPÖ.) Mit dieser schönen Schlagzeile wollte man die Kassenfusionierung hübsch darstellen. Es war eine Täuschung.
Rufe bei der ÖVP: Kommt schon, kommt schon! – ... gar nicht!
Was ist aus den hübschen Ankündigungen der damaligen türkis-blauen Regierung und den dann auch später noch getätigten Ankündigungen geworden? Gibt es diese eingesparte Milliarde, die ja den Patient:innen hätte zugutekommen sollen? Das wäre wünschenswert und notwendig gewesen! (Rufe bei der ÖVP: Kommt schon, kommt schon! – ... gar nicht!) – Ja, zu spät, lieber
Beifall bei der SPÖ.
Kollege. Damals hat es geheißen, bis 2023. Es gibt sie bei Weitem nicht, diese Milliarde. Was gibt es allerdings? – Es gibt ein Minus von 388 Millionen Euro. (Beifall bei der SPÖ.) Das klafft gewaltig auseinander.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Linder.
Wir als SPÖ wollen, dass die Patient:innen dringend notwendige medizinische Versorgung sofort erhalten und dafür nicht die Kreditkarte zücken müssen oder warten müssen, bis es zu spät ist. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Linder.)
Beifall bei der FPÖ.
hat, war eine Strukturreform. Es hat vor 2018 das Problem gegeben, dass Versicherte im Rahmen der Landeskrankenkassen komplett unterschiedliche Leistungen gehabt haben, je nachdem, in welchem Bundesland sie gewohnt haben. Diese Ungerechtigkeit hat die Sozialversicherungsreform im ersten Schritt sofort beseitigt. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kucher: Ihr habt die Mehrheit! Machen!
Für diejenigen, die so geschichtsvergessen sind, dass sie vielleicht nicht mehr wissen, was dann 2019 passiert ist: 2019 wurde die schwarz-blaue Bundesregierung aufgelöst, und die Sozialversicherungsreform, die sich gerade in Umsetzung befunden hat, wurde vor allem von den SPÖ-nahen Organisationen (Abg. Kucher: Ihr habt die Mehrheit! Machen!) und innerhalb der Sozialversicherung von Anfang an torpediert, und dann wurde die Umsetzung gestoppt. Der Rechnungshof hat in seinem Bericht so nett formuliert, dass nach fünf Jahren die „Fusions– bzw. Integrationsbemühungen [...] nicht abgeschlossen“ sind.
Abg. Kucher: Ihr stellt den Obmann! Richtet das dem Kollegen Krenn aus!
Na, es ist überhaupt nichts passiert, weil überall dort, wo die SPÖ mit ihren Vertretern gesessen ist, von Anfang an alles blockiert wurde. Deshalb haben wir zum Beispiel in der ÖGK noch immer föderale Strukturen (Abg. Kucher: Ihr stellt den Obmann! Richtet das dem Kollegen Krenn aus!), obwohl das schon seit fünf Jahren hätte abgeschafft werden können, deshalb haben wir bis heute noch
Abg. Kucher: Ihr habt ja das Geld gekürzt! Privatkliniken hast du finanziert! Das ist deine Politik!
Wenn Herr Kollege Kucher sich heute hierherstellt und eine Termingarantie für Patienten fordert: Ich würde mir auch wünschen, dass unsere Patienten eine verbindliche Zusage für schnelle Behandlungs- und Untersuchungstermine hätten. Was haben Sie aber im Rahmen der Sozialversicherung gemacht, in der Ihre Mitglieder drinnen sitzen und die Strukturen mitbeeinflussen? Welche Verträge haben Sie denn abgeschlossen? Inwiefern haben Sie sich denn da selber bemüht? (Abg. Kucher: Ihr habt ja das Geld gekürzt! Privatkliniken hast du finanziert! Das ist deine Politik!) Wie schaut es denn in Wien oder im Burgenland aus, Herr Kollege Kucher? Gibt es in Wien im KAV eine Termingarantie? Warum haben Sie eine solche nicht schon längst umgesetzt? Erklären Sie mir das doch bitte! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Dafür hätten Sie doch längst Zeit gehabt. – Im über Jahrzehnte absolut regierten Wien gab es das auch nicht.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn Herr Kollege Kucher sich heute hierherstellt und eine Termingarantie für Patienten fordert: Ich würde mir auch wünschen, dass unsere Patienten eine verbindliche Zusage für schnelle Behandlungs- und Untersuchungstermine hätten. Was haben Sie aber im Rahmen der Sozialversicherung gemacht, in der Ihre Mitglieder drinnen sitzen und die Strukturen mitbeeinflussen? Welche Verträge haben Sie denn abgeschlossen? Inwiefern haben Sie sich denn da selber bemüht? (Abg. Kucher: Ihr habt ja das Geld gekürzt! Privatkliniken hast du finanziert! Das ist deine Politik!) Wie schaut es denn in Wien oder im Burgenland aus, Herr Kollege Kucher? Gibt es in Wien im KAV eine Termingarantie? Warum haben Sie eine solche nicht schon längst umgesetzt? Erklären Sie mir das doch bitte! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Dafür hätten Sie doch längst Zeit gehabt. – Im über Jahrzehnte absolut regierten Wien gab es das auch nicht.
Beifall bei der FPÖ.
Weiters gibt es noch ein paar Extrapunkte. Wenn man natürlich so, wie das diese Bundesregierung und auch die Verantwortlichen in einzelnen Bundesländern gemacht haben, die Mitarbeiter in den Krankenanstaltenverbänden und auch die Vertragspartner im niedergelassenen Bereich drangsaliert und mit Auflagen, mit Einschränkungen, mit zusätzlicher Bürokratie und Zwängen schikaniert, dann darf man sich auch nicht wundern, dass das Leistungsangebot für die Versicherten immer weniger wird und dass sich immer weniger Ärzte und Personen in anderen Gesundheitsberufen finden, die in diesem System arbeiten wollen. Das haben Sie auch alle in den letzten fünf Jahren zu verantworten, und das hat zu diesen Verschlechterungen geführt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es braucht offensichtlich eine andere Regierung, es braucht wahrscheinlich wieder eine freiheitliche Regierungsbeteiligung, damit wir diesen ganzen Sumpf aufarbeiten und die Sozialversicherungsreform so, wie sie ursprünglich angedacht war, und zum Wohle der Patienten tatsächlich umsetzen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schrangl.
Abgeordneter Ralph Schallmeiner (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Galerie und zu Hause vor den Bildschirmen! Ich halte es immer ein bisschen für eine gefährliche Drohung, wenn gesagt wird, dass es eine FPÖ-Regierungsbeteiligung braucht, um einen Sumpf aufzuarbeiten. Ich glaube eher, das würde den Sumpf größer machen. Wenn wir uns heute noch den Rechnungshofbericht anschauen werden, werden wir ja sehen, dass dieser Sumpf ein sehr großer ist, über den wir dann noch diskutieren müssen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schrangl.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Loacker.
Wenn man diesen Faktencheck durchliest, sieht man schon ein bisschen ein differenzierteres Bild. Dann kommt man nämlich drauf, dass die Probleme, die wir haben – und die sind nicht klein und die will ich nicht kleinreden –, nicht von heute auf morgen entstanden sind, nicht mit einem einzigen, singulären Ereignis, wie eben einer Kassenfusion, zusammenhängen, sondern über Jahre und Jahrzehnte in diesem Land entwickelt worden sind, in denen man sich halt einfach um das Gesundheitswesen sehr wenig geschert hat, wie man sagen muss, wenn man ehrlich ist. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Loacker.)
Abg. Stöger: Hat das wer gesagt?
Da sich jetzt hinzustellen und zu sagen, alles das, was heute Fakt ist – und das ist nicht gut; also es ist nicht einfach nur gut, sondern wir haben Probleme in unserem System –, hängt nur mit dieser einen Reform zusammen, das stimmt einfach nicht. So weit müssen wir in diesem System schon differenzieren. (Abg. Stöger: Hat das wer gesagt?) – Na ja, es kommt immer so rüber. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Da sich jetzt hinzustellen und zu sagen, alles das, was heute Fakt ist – und das ist nicht gut; also es ist nicht einfach nur gut, sondern wir haben Probleme in unserem System –, hängt nur mit dieser einen Reform zusammen, das stimmt einfach nicht. So weit müssen wir in diesem System schon differenzieren. (Abg. Stöger: Hat das wer gesagt?) – Na ja, es kommt immer so rüber. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Den Unterschied sehen wir jetzt, denn wir Grüne machen eine Gesundheitsreform, die diesen Namen auch verdient. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.) Bei uns geht die Sozialversicherung nach der Verhandlung des Finanzausgleichs mit mehr Geld hinaus, als sie hineingegangen ist. Das hat es zu eurer Zeit (in Richtung FPÖ) nicht gegeben – das hat es zu eurer Zeit (in Richtung SPÖ) leider auch nicht gegeben –, aber bei uns kommen sie mit mehr Geld als dem, mit dem sie hineingegangen sind, aus den Verhandlungen heraus. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Den Unterschied sehen wir jetzt, denn wir Grüne machen eine Gesundheitsreform, die diesen Namen auch verdient. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.) Bei uns geht die Sozialversicherung nach der Verhandlung des Finanzausgleichs mit mehr Geld hinaus, als sie hineingegangen ist. Das hat es zu eurer Zeit (in Richtung FPÖ) nicht gegeben – das hat es zu eurer Zeit (in Richtung SPÖ) leider auch nicht gegeben –, aber bei uns kommen sie mit mehr Geld als dem, mit dem sie hineingegangen sind, aus den Verhandlungen heraus. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.
Wir gehen halt auch her und geben nicht einfach der Sozialversicherung zusätzliche Aufgaben und sagen, kümmert euch darum, aber schaut, wie ihr es finanziert, sondern wir überlegen uns sehr wohl, welche Finanzierungsmöglichkeiten es braucht. Wir schreiben 100 neue zusätzliche Kassenstellen aus, über 400 Ärztinnen und Ärzte bewerben sich darum. Ich glaube, das ist ein Erfolg. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.
Wir reparieren das Primärversorgungsgesetz – davor haben wir innerhalb von sechs Jahren 37 Primärversorgungseinheiten in Österreich gehabt, jetzt haben wir binnen sechs Monaten 23 zusätzliche. Also ich glaube, der Erfolg gibt uns recht. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abgeordneten Diesner-Wais und Smolle.
Wir kommen mit dem Gesundheitswesen im 21. Jahrhundert an, wir kümmern uns darum, dass Digitalisierung stattfindet, dass Diagnosecodierung stattfindet. Wir kümmern uns darum, dass wir mit unserem Gesundheitswesen dorthin kommen, wo andere Länder bereits sind. Liebe Kolleginnen und Kollegen, das ist Erfolg. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abgeordneten Diesner-Wais und Smolle.) Das ist Arbeiten im Sinne der Patientinnen und Patienten, das ist nicht eine Murksreform, wie ihr sie gemacht habt. Das ist halt auch nicht einfach nur ein Schlechtreden von allem. Ich glaube, es ist nötig, ein bisschen mehr zu differenzieren. Davon haben dann auch die Patientinnen und Patienten in diesem Land etwas. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kucher: Und von Taten auch!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kucher: Und von Taten auch!
Wir kommen mit dem Gesundheitswesen im 21. Jahrhundert an, wir kümmern uns darum, dass Digitalisierung stattfindet, dass Diagnosecodierung stattfindet. Wir kümmern uns darum, dass wir mit unserem Gesundheitswesen dorthin kommen, wo andere Länder bereits sind. Liebe Kolleginnen und Kollegen, das ist Erfolg. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abgeordneten Diesner-Wais und Smolle.) Das ist Arbeiten im Sinne der Patientinnen und Patienten, das ist nicht eine Murksreform, wie ihr sie gemacht habt. Das ist halt auch nicht einfach nur ein Schlechtreden von allem. Ich glaube, es ist nötig, ein bisschen mehr zu differenzieren. Davon haben dann auch die Patientinnen und Patienten in diesem Land etwas. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kucher: Und von Taten auch!)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Voglauer: Danke!
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Das muss man sagen: Was Kollege Schallmeiner gesagt hat, war in dieser Debatte bisher der Beitrag, der am nächsten an der Wahrheit war. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Voglauer: Danke!)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.
Das war der Gegendeal, dass der schwarze Bernhard Wurzer weiterhin der Generaldirektor in der Österreichischen Gesundheitskasse bleiben darf. Also am Schluss sind sich die zwei alten Traditionsparteien dann schon einig, wenn es um das Aufteilen der Macht geht, wie es immer war. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Ruf: Schluss!
Jetzt erzähle ich Ihnen noch kurz etwas: Ich habe von der ÖGK einen Brief mit einer Rechnung eines Namensdoppelgängers von mir bekommen. Da ist gestanden: Sie sind ja gar nicht bei uns versichert, Herr Loacker, darum schicken wir Ihnen das zurück. (Ruf: Schluss!) Jetzt hat die schlamperte Partie dort
Beifall bei den NEOS.
nicht die Adresse und nicht die Sozialversicherungsnummer angeschaut und hat mir die Rechnung einer fremden Person geschickt. – So super arbeiten die! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Warum ist denn das überhaupt so? – Nach 37 Jahren Regierungsbeteiligung der ÖVP fällt ihnen auf: Ups, die Lohnnebenkosten sind zu hoch! Die sind aber nicht erst heute oder seit gestern zu hoch, sondern das hat diese Dauerregierungspartei ÖVP in 37 Jahren erfolgreich hochgezogen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Lausch.
Wir wissen, und auch das hat Karl Nehammer gesagt, dass von den Wohnbauförderungsbeiträgen, die Sie zahlen, wenn Sie Arbeiter beziehungsweise Angestellte sind – 1 Prozent Ihres Gehalts geht unter dem Titel Wohnbauförderungsbeitrag weg –, nur 37 Prozent tatsächlich in die Wohnbauförderung fließen. Der Rest versickert in den Budgets der Landeshauptleute. Da könnte man ja sagen: Wenn die das nicht fürs Wohnen brauchen, lassen wir doch den Leuten mehr Netto vom Brutto! Ja, das könnte man sagen, und die ÖVP hatte 37 Jahre lang die Chance, das umzusetzen, und hat diese Chance 37 Jahre lang nicht genützt. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Lausch.)
Beifall bei den NEOS.
Wir bringen heute nach einer Analyse der Nehammer-Rede und einer Analyse des Österreichplans 18 Fristsetzungsanträge zu Themen ein, die Nehammer im Österreichplan hat und zu denen wir hier im Haus Anträge eingebracht haben. Diese 18 Anträge von uns sind alle von der Regierungsmehrheit gekübelt worden, und jetzt wird so getan, als ob die ÖVP die Erleuchtung gehabt hätte und nach 37 Jahren draufgekommen sei: Ups, wir müssen etwas tun! Nicht: Wir haben vielleicht 37 Jahre lang etwas versäumt!, sondern: Jetzt aber wirklich! – Sie kennen ja diese Leute, die schon lange mit dem Rauchen aufhören. Eine Freundin von mir hört jedes Jahr siebenmal mit dem Rauchen auf – jetzt aber wirklich! So ist es mit der ÖVP und mit den Lohnnebenkosten auch: Jetzt aber wirklich! (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenruf der Abg. Baumgartner.
So ist es auch mit der steuerlichen Entlastung. Wir haben uns angeschaut, wie die ÖVP mit schöner Regelmäßigkeit verspricht, dass sie nach der nächsten Wahl steuerlich entlasten will. Hier (eine Tafel mit einer Grafik und der Überschrift „Das immer gleiche Versprechen: Die ÖVP verspricht vor der Wahl eine niedrigere Steuer- und Abgabenquote“ auf das Redner:innenpult stellend) sehen Sie, gekennzeichnet durch den türkisen Streifen, den Zeitpunkt, zu dem die ÖVP das versprochen hat, und an der schwarzen Linie sehen Sie, wie sich danach die Steuerlast entwickelt hat, nämlich jedes einzelne Mal nach oben. Immer dann, wenn die ÖVP verspricht: Wir senken jetzt die Steuern!, haben Sie eine Garantie, dass es raufgeht. (Zwischenruf der Abg. Baumgartner.) So wird es Ihnen auch 2024 gehen. Die werden Ihnen wieder das Blaue vom Himmel versprechen und das Gegenteil tun! (Beifall bei NEOS und FPÖ.)
Beifall bei NEOS und FPÖ.
So ist es auch mit der steuerlichen Entlastung. Wir haben uns angeschaut, wie die ÖVP mit schöner Regelmäßigkeit verspricht, dass sie nach der nächsten Wahl steuerlich entlasten will. Hier (eine Tafel mit einer Grafik und der Überschrift „Das immer gleiche Versprechen: Die ÖVP verspricht vor der Wahl eine niedrigere Steuer- und Abgabenquote“ auf das Redner:innenpult stellend) sehen Sie, gekennzeichnet durch den türkisen Streifen, den Zeitpunkt, zu dem die ÖVP das versprochen hat, und an der schwarzen Linie sehen Sie, wie sich danach die Steuerlast entwickelt hat, nämlich jedes einzelne Mal nach oben. Immer dann, wenn die ÖVP verspricht: Wir senken jetzt die Steuern!, haben Sie eine Garantie, dass es raufgeht. (Zwischenruf der Abg. Baumgartner.) So wird es Ihnen auch 2024 gehen. Die werden Ihnen wieder das Blaue vom Himmel versprechen und das Gegenteil tun! (Beifall bei NEOS und FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.
Jetzt wissen die Kollegen (in Richtung ÖVP deutend) da drüben – die sind ja auch mit Intelligenz gesegnet, auch wenn sie das nicht immer merken, aber sie sind es –, dass die Steuern zu hoch sind. Das wissen sie. Deshalb sagen sie das, was wir antragsmäßig eingereicht haben, nämlich: Wir bräuchten einen Vollzeitbonus für die Menschen, die Vollzeit arbeiten, damit es sich rentiert, wenn man voll anpackt, dass man davon auch voll profitiert. – Super! Warum macht ihr das dann nicht? (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Lausch.
Wir haben einen Antrag eingebracht, dass den Sparern die KESt erspart werden soll. Warum nascht der Finanzminister mit, wenn Sie Ihr sauer Erspartes auf das Sparbüchl legen und eh nur einen kleinen Zins bekommen? Sie wissen eh: Die wirklich reichen Leute, die wirklich Geld haben, die haben es nicht auf dem Sparbuch liegen. Es sind die kleinen Leute, die das Geld auf dem Sparbuch liegen haben, daher könnte man dort ruhig die KESt beiseitelegen. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Lausch.)
Abg. Baumgartner: Sehr schön!
Es ist auch super, dass die ÖVP jetzt sagt: Wir wollen Überstunden steuerfrei stellen. – Wir sind sofort dabei, wenn Sie das machen. (Abg. Baumgartner: Sehr schön!) Auf meine Frage, warum im neuen Einkommensteuergesetz 18 Überstunden freigestellt werden und nicht 17, 19 oder 20, habe ich im Ausschuss aber nicht einmal eine Antwort bekommen. Sie machen also eine Regel, mit der Sie die Steuerbegünstigung begrenzen, können nicht einmal erklären, warum (Abg. Baumgartner: Irgendwo muss die Grenze sein, Herr Kollege!), und wenige Wochen danach sagen Sie: Wir hätten eigentlich gerne alles steuerfrei! – Ja was denn nun?
Abg. Baumgartner: Irgendwo muss die Grenze sein, Herr Kollege!
Es ist auch super, dass die ÖVP jetzt sagt: Wir wollen Überstunden steuerfrei stellen. – Wir sind sofort dabei, wenn Sie das machen. (Abg. Baumgartner: Sehr schön!) Auf meine Frage, warum im neuen Einkommensteuergesetz 18 Überstunden freigestellt werden und nicht 17, 19 oder 20, habe ich im Ausschuss aber nicht einmal eine Antwort bekommen. Sie machen also eine Regel, mit der Sie die Steuerbegünstigung begrenzen, können nicht einmal erklären, warum (Abg. Baumgartner: Irgendwo muss die Grenze sein, Herr Kollege!), und wenige Wochen danach sagen Sie: Wir hätten eigentlich gerne alles steuerfrei! – Ja was denn nun?
Abg. Baumgartner: Das hab ich nicht gesagt! – Abg. Meinl-Reisinger: 37 Jahre!
Jetzt sagt Kollegin Baumgartner: Wir können das ja nicht allein entscheiden, die Grünen reden ja mit! (Abg. Baumgartner: Das hab ich nicht gesagt! – Abg. Meinl-Reisinger: 37 Jahre!) Bei der ÖVP redet aber immer jemand mit. In den 37 Jahren haben Sie mit der SPÖ regiert, Sie haben mit der FPÖ regiert, Sie haben mit den Grünen regiert, und egal, mit wem Sie regiert haben, die Steuerbelastung ist hinaufgegangen. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Lausch.)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Lausch.
Jetzt sagt Kollegin Baumgartner: Wir können das ja nicht allein entscheiden, die Grünen reden ja mit! (Abg. Baumgartner: Das hab ich nicht gesagt! – Abg. Meinl-Reisinger: 37 Jahre!) Bei der ÖVP redet aber immer jemand mit. In den 37 Jahren haben Sie mit der SPÖ regiert, Sie haben mit der FPÖ regiert, Sie haben mit den Grünen regiert, und egal, mit wem Sie regiert haben, die Steuerbelastung ist hinaufgegangen. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Lausch.)
Heiterkeit und Beifall bei den NEOS sowie Beifall bei der FPÖ.
Das ist wie mit einem Geisterfahrer: Vielleicht liegt es gar nicht an den anderen? (Heiterkeit und Beifall bei den NEOS sowie Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Ottenschläger: Jetzt bin ich aber gespannt!
ist anders!) – Ja, für Wien können wir ein aktuelles Beispiel hernehmen (Abg. Ottenschläger: Jetzt bin ich aber gespannt!): Dort ist jetzt auf unsere Initiative hin die Landesabgabe zur ORF-Gebühr abgeschafft worden. (Beifall bei den NEOS.) Wer das saure Gesicht von Michael Ludwig gesehen hat, der weiß auch, dass ihn das nicht gefreut hat. (Abg. Ottenschläger: Aber dafür wird eine andere Abgabe eingeführt, lieber Kollege!) Das ist etwas, was den Wienerinnen und Wienern direkt zugutekommt – auf Initiative von NEOS, das kann die ÖVP nicht wegreden.
Beifall bei den NEOS.
ist anders!) – Ja, für Wien können wir ein aktuelles Beispiel hernehmen (Abg. Ottenschläger: Jetzt bin ich aber gespannt!): Dort ist jetzt auf unsere Initiative hin die Landesabgabe zur ORF-Gebühr abgeschafft worden. (Beifall bei den NEOS.) Wer das saure Gesicht von Michael Ludwig gesehen hat, der weiß auch, dass ihn das nicht gefreut hat. (Abg. Ottenschläger: Aber dafür wird eine andere Abgabe eingeführt, lieber Kollege!) Das ist etwas, was den Wienerinnen und Wienern direkt zugutekommt – auf Initiative von NEOS, das kann die ÖVP nicht wegreden.
Abg. Ottenschläger: Aber dafür wird eine andere Abgabe eingeführt, lieber Kollege!
ist anders!) – Ja, für Wien können wir ein aktuelles Beispiel hernehmen (Abg. Ottenschläger: Jetzt bin ich aber gespannt!): Dort ist jetzt auf unsere Initiative hin die Landesabgabe zur ORF-Gebühr abgeschafft worden. (Beifall bei den NEOS.) Wer das saure Gesicht von Michael Ludwig gesehen hat, der weiß auch, dass ihn das nicht gefreut hat. (Abg. Ottenschläger: Aber dafür wird eine andere Abgabe eingeführt, lieber Kollege!) Das ist etwas, was den Wienerinnen und Wienern direkt zugutekommt – auf Initiative von NEOS, das kann die ÖVP nicht wegreden.
Abg. Meinl-Reisinger: ... für die eigenen Kabinettsmitarbeiter!
Diese Partei ist mit der Kammer beschäftigt – wichtig ist, dass alle in der Kammer sind, den richtigen Gewerbeschein haben, die richtige Kammerumlage zahlen – und diese Partei ist auch für die Beamten da, damit der öffentliche Dienst Ihnen dann sagt, was Sie zu tun haben. (Abg. Meinl-Reisinger: ... für die eigenen Kabinettsmitarbeiter!) Sie ist aber nicht für jene da, die das Geld erwirtschaften, mit dem wir diesen ganzen Staat zahlen und finanzieren.
Beifall bei den NEOS.
Es geht doch um die, die mit ihrer Arbeit das Rad am Laufen halten, und die brauchen eine Entlastung. Und wenn eine Partei gezeigt hat, dass sie es nicht kann, dann ist es die ÖVP, die regelmäßig schöne Reden hält. (Beifall bei den NEOS.)
Ruf bei der FPÖ: Weil sie müssen!
Wenn ich mir nämlich nur den Text von Karl Nehammer hernehme oder den Text, den Staatssekretärin Plakolm, mit der ich gestern bei Puls 4 war, wiedergibt: Der ist schön. Das klingt alles nett in meinem Ohr. Nur: Wer soll das bitte glauben? Das glaubt euch einfach keiner mehr und es glauben euch auch die eigenen Leute nicht mehr, die genieren sich ja schon. Die trauen sich noch gemeinsam in die Halle nach Wels (Ruf bei der FPÖ: Weil sie müssen!), aber wenn man sie irgendwo trifft und privat anspricht, dann ist es ihnen superpeinlich. Die sind auch alle von Kurz getäuscht worden und sind jetzt enttäuscht. Ihr werdet ein Problem haben, gebt es zu!
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Lausch. – Ruf bei der ÖVP: Was fantasiert denn der da?
Und wenn nichts mehr weitergeht: Befreit uns davon! Lassen wir es gut sein, bringen wir es hinter uns! (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Lausch. – Ruf bei der ÖVP: Was fantasiert denn der da?)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Herr Präsident! Zunächst darf ich auf Wunsch meiner Kollegin Zopf die Bezirksbäuerinnen aus dem Bezirk Kirchdorf hier bei uns im Hause begrüßen: Herzlich willkommen! (Allgemeiner Beifall.)
Ruf bei den NEOS: Wieso macht man nichts dagegen?
Nun zum Thema: Die Lohnnebenkosten in diesem Lande sind eindeutig zu hoch, da hat Herr Kollege Loacker schon recht, aber diese Weisheit teilt er ja mit vielen. (Ruf bei den NEOS: Wieso macht man nichts dagegen?)
Abg. Lindner: Auf Kosten der Arbeitnehmer:innen!
geschehen sei. In den letzten zehn Jahren sind der Reihe nach Unfallversicherungsbeiträge (Abg. Lindner: Auf Kosten der Arbeitnehmer:innen!), Insolvenzentgeltsicherungsbeiträge (Abg. Lindner: Auf Kosten der Arbeitnehmer:innen!), Beiträge zum Familienlastenausgleichsfonds, Arbeitslosenversicherungsbeiträge (Abg. Lindner: Auf Kosten der Arbeitnehmer:innen!) kontinuierlich gesenkt worden: in Summe um 1,6 Prozentpunkte. Umgerechnet heißt das, dass die Lohnnebenkosten um 2,5 Milliarden Euro pro Jahr höher wären (Abg. Kassegger: Noch höher!), hätte es die ÖVP in der Regierung nicht gegeben. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Lindner: Auf Kosten der Arbeitnehmer:innen!
geschehen sei. In den letzten zehn Jahren sind der Reihe nach Unfallversicherungsbeiträge (Abg. Lindner: Auf Kosten der Arbeitnehmer:innen!), Insolvenzentgeltsicherungsbeiträge (Abg. Lindner: Auf Kosten der Arbeitnehmer:innen!), Beiträge zum Familienlastenausgleichsfonds, Arbeitslosenversicherungsbeiträge (Abg. Lindner: Auf Kosten der Arbeitnehmer:innen!) kontinuierlich gesenkt worden: in Summe um 1,6 Prozentpunkte. Umgerechnet heißt das, dass die Lohnnebenkosten um 2,5 Milliarden Euro pro Jahr höher wären (Abg. Kassegger: Noch höher!), hätte es die ÖVP in der Regierung nicht gegeben. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Lindner: Auf Kosten der Arbeitnehmer:innen!
geschehen sei. In den letzten zehn Jahren sind der Reihe nach Unfallversicherungsbeiträge (Abg. Lindner: Auf Kosten der Arbeitnehmer:innen!), Insolvenzentgeltsicherungsbeiträge (Abg. Lindner: Auf Kosten der Arbeitnehmer:innen!), Beiträge zum Familienlastenausgleichsfonds, Arbeitslosenversicherungsbeiträge (Abg. Lindner: Auf Kosten der Arbeitnehmer:innen!) kontinuierlich gesenkt worden: in Summe um 1,6 Prozentpunkte. Umgerechnet heißt das, dass die Lohnnebenkosten um 2,5 Milliarden Euro pro Jahr höher wären (Abg. Kassegger: Noch höher!), hätte es die ÖVP in der Regierung nicht gegeben. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kassegger: Noch höher!
geschehen sei. In den letzten zehn Jahren sind der Reihe nach Unfallversicherungsbeiträge (Abg. Lindner: Auf Kosten der Arbeitnehmer:innen!), Insolvenzentgeltsicherungsbeiträge (Abg. Lindner: Auf Kosten der Arbeitnehmer:innen!), Beiträge zum Familienlastenausgleichsfonds, Arbeitslosenversicherungsbeiträge (Abg. Lindner: Auf Kosten der Arbeitnehmer:innen!) kontinuierlich gesenkt worden: in Summe um 1,6 Prozentpunkte. Umgerechnet heißt das, dass die Lohnnebenkosten um 2,5 Milliarden Euro pro Jahr höher wären (Abg. Kassegger: Noch höher!), hätte es die ÖVP in der Regierung nicht gegeben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
geschehen sei. In den letzten zehn Jahren sind der Reihe nach Unfallversicherungsbeiträge (Abg. Lindner: Auf Kosten der Arbeitnehmer:innen!), Insolvenzentgeltsicherungsbeiträge (Abg. Lindner: Auf Kosten der Arbeitnehmer:innen!), Beiträge zum Familienlastenausgleichsfonds, Arbeitslosenversicherungsbeiträge (Abg. Lindner: Auf Kosten der Arbeitnehmer:innen!) kontinuierlich gesenkt worden: in Summe um 1,6 Prozentpunkte. Umgerechnet heißt das, dass die Lohnnebenkosten um 2,5 Milliarden Euro pro Jahr höher wären (Abg. Kassegger: Noch höher!), hätte es die ÖVP in der Regierung nicht gegeben. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Hörl – in Richtung des Abg. Loacker –: Da schaust wie ein Autobus, gell?
Und weil du gerade die Wirtschaftskammer angesprochen hast: Auch die Wirtschaftskammer senkt jetzt gerade um 10 Prozent ihre Beiträge, vor allem bei der KU 1, also bei der lohnnebenkostenwirksamen Kammerumlage, um 40 Millionen Euro (Abg. Hörl – in Richtung des Abg. Loacker –: Da schaust wie ein Autobus, gell?), das sind 10 Prozent des gesamten Aufkommens. Das ist auch nicht zu verachten. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Die ÖVP ...!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Die ÖVP ...!
Und weil du gerade die Wirtschaftskammer angesprochen hast: Auch die Wirtschaftskammer senkt jetzt gerade um 10 Prozent ihre Beiträge, vor allem bei der KU 1, also bei der lohnnebenkostenwirksamen Kammerumlage, um 40 Millionen Euro (Abg. Hörl – in Richtung des Abg. Loacker –: Da schaust wie ein Autobus, gell?), das sind 10 Prozent des gesamten Aufkommens. Das ist auch nicht zu verachten. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Die ÖVP ...!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
nenne nur Schulbücher, Schülerfreifahrten, die Pensionsversicherungsbeiträge für Kindererziehungszeiten oder auch die Unterhaltsvorschüsse, die daraus bezahlt werden. Das ist nicht ursächliche Aufgabe der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber alleine, sondern der gesamten Gesellschaft. Genau da kann man ansetzen, meine Damen und Herren. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das sichert die Wettbewerbsfähigkeit, das sichert damit letzten Endes auch die Arbeitskraft und auch die Kaufkraft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – und das ist genau der richtige Weg, den wir gehen müssen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Meinl-Reisinger: Das hast du ja in Österreich auch, dramatisch!
Das heißt: In Ländern mit niedrigem Lebensstandard und mit wenig sozialstaatlichen Leistungen ist das Leistungsniveau natürlich niedriger. Deswegen muss man das mitberücksichtigen. Dort, wo Länder sich aus der öffentlichen Leistung zurückziehen, dort sind natürlich auch die Lohnnebenkosten niedriger. Das bedeutet aber auch, dass die privaten Ausgaben der Versicherten steigen, nämlich bei Gesundheitsleistungen und bei der Pensionsvorsorge. (Abg. Meinl-Reisinger: Das hast du ja in Österreich auch, dramatisch!)
Beifall bei der SPÖ.
Daher ist unsere Position: Wir sind für mehr Staat und für weniger privat, wenn es um Leistungen für Menschen geht, was Krankheit betrifft, was Pensionsleistungen betrifft, was Unfall- und Arbeitslosenversicherung betrifft. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es kann nicht sein, wie es der Herr Bundeskanzler in Wels angekündigt hat, dass man die Arbeitslosenversicherung runterschrauben muss. Das ist nicht unser Weg, nicht unsere Position! Wir Sozialdemokrat:innen stehen zu diesen Lohnnebenkosten, weil sie wirklich etwas leisten, wenn es um die Finanzierung des Sozialstaates geht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was bedeutet die Senkung der AK-Umlage? - Wenn jemand 2 500 Euro brutto verdient, macht die Arbeiterkammerumlage 10 Euro im Monat aus. 2 500 brutto, davon 0,5 Prozent, sind 10 Euro. Wenn man die AK-Umlage von 0,5 Prozent auf 0,4 Prozent senkt, sind das 8 Euro Belastung. 2 Euro weniger Belastung im Monat für einen Arbeitnehmer bedeuten aber 20 Prozent weniger Leistung durch die Arbeiterkammer für die Beschäftigten in diesem Land. Ich glaube, das will keiner! Das braucht keiner! Das ist es jedem Beschäftigten auch in Zukunft wert! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich mache jedem den Vorschlag: Ruft den Obmann der AUVA an und fragt ihn, ob ihr einmal das UKH Meidling besuchen und sehen könnt, was an diesem Standort in Zukunft geplant ist! Das ist eine Investition für die Zukunft, das ist ein Teil unserer Gesundheitsversorgung. Und auch da werden wir nicht mittun, wenn es um diese Diskussion geht, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend: Wenn man betreffend die erste Säule über Steuersenkungen spricht, darüber, dass dort die Lohnnebenkosten reduziert werden sollen, dann muss aber auch klar sein, dass es innerhalb des Steuersystems einen Ausgleich gibt, einen Steuerausgleich. Das heißt: Wo wir sehr wohl zustimmen, ist, dass jene Betriebe, die personalintensiv arbeiten, entlastet werden, dass es aber bei Unternehmen mit wenig Personal und hohen Gewinnen zu einer höheren Steuerbelastung kommt. Wir wollen also einen internen Ausgleich bei den Steuern auf den Faktor Arbeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Höfinger: Genau, wir schauen in die Zukunft!
Ich hätte mir bei der Rede des Herrn Bundeskanzlers an die Nation eigentlich eine Leistungsbilanz erwartet. Er hat keine Leistungsbilanz geliefert, sondern uns erzählt, was er alles machen wird (Abg. Höfinger: Genau, wir schauen in die Zukunft!) – unausgesprochen: wenn ich einmal Kanzler werde. Das Problem ist nur, er ist seit zwei Jahren Kanzler, das Problem ist nur, die ÖVP ist seit 38 Jahren Teil von Regierungen. (Abg. Höfinger: Das hast ja auch du erfunden, deshalb ist es halblustig! Er hat gerade 37 Jahre gesagt! Die Opposition ist sich nicht einig!) Da fragt man sich: Was haben Sie in diesen 38 Jahren geleistet? – Ich werde es Ihnen sagen: Nicht besonders viel! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Höfinger: Das hast ja auch du erfunden, deshalb ist es halblustig! Er hat gerade 37 Jahre gesagt! Die Opposition ist sich nicht einig!
Ich hätte mir bei der Rede des Herrn Bundeskanzlers an die Nation eigentlich eine Leistungsbilanz erwartet. Er hat keine Leistungsbilanz geliefert, sondern uns erzählt, was er alles machen wird (Abg. Höfinger: Genau, wir schauen in die Zukunft!) – unausgesprochen: wenn ich einmal Kanzler werde. Das Problem ist nur, er ist seit zwei Jahren Kanzler, das Problem ist nur, die ÖVP ist seit 38 Jahren Teil von Regierungen. (Abg. Höfinger: Das hast ja auch du erfunden, deshalb ist es halblustig! Er hat gerade 37 Jahre gesagt! Die Opposition ist sich nicht einig!) Da fragt man sich: Was haben Sie in diesen 38 Jahren geleistet? – Ich werde es Ihnen sagen: Nicht besonders viel! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich hätte mir bei der Rede des Herrn Bundeskanzlers an die Nation eigentlich eine Leistungsbilanz erwartet. Er hat keine Leistungsbilanz geliefert, sondern uns erzählt, was er alles machen wird (Abg. Höfinger: Genau, wir schauen in die Zukunft!) – unausgesprochen: wenn ich einmal Kanzler werde. Das Problem ist nur, er ist seit zwei Jahren Kanzler, das Problem ist nur, die ÖVP ist seit 38 Jahren Teil von Regierungen. (Abg. Höfinger: Das hast ja auch du erfunden, deshalb ist es halblustig! Er hat gerade 37 Jahre gesagt! Die Opposition ist sich nicht einig!) Da fragt man sich: Was haben Sie in diesen 38 Jahren geleistet? – Ich werde es Ihnen sagen: Nicht besonders viel! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Höfinger: Hätte, sollte, müsste! Qua, qua, qua!
Wenn er nämlich eine Leistungsbilanz gezogen hätte, dann hätte er in Wahrheit sagen müssen (Abg. Höfinger: Hätte, sollte, müsste! Qua, qua, qua!): Wir haben in den letzten Jahren vollkommen versagt (Abg. Schrangl: ... versagt! – Ruf bei den Grünen: Ihr wart schon auch paar Mal in der Regierung, oder?), was Wirtschafts- und Standortpolitik betrifft.
Abg. Schrangl: ... versagt! – Ruf bei den Grünen: Ihr wart schon auch paar Mal in der Regierung, oder?
Wenn er nämlich eine Leistungsbilanz gezogen hätte, dann hätte er in Wahrheit sagen müssen (Abg. Höfinger: Hätte, sollte, müsste! Qua, qua, qua!): Wir haben in den letzten Jahren vollkommen versagt (Abg. Schrangl: ... versagt! – Ruf bei den Grünen: Ihr wart schon auch paar Mal in der Regierung, oder?), was Wirtschafts- und Standortpolitik betrifft.
Abg. Steinacker: Geh, bitte! – Abg. Höfinger: Qua, qua, qua! – Abg. Voglauer: Sind wir froh, dass wir nicht in Ungarn sind, dort, wo ihr uns haben wollt!
Es gab ein vollkommenes Versagen, deswegen hat Kanzler Nehammer nichts darüber gesagt, ein vollkommenes Versagen in der Coronapolitik – womit Sie den Wirtschaftsstandort massiv geschädigt haben –, ein vollkommenes Versagen in der Schuldenpolitik – 20 Milliarden Euro Defizit, wobei uns die Zinsen noch umbringen werden beziehungsweise eine schwere Belastung für den Wirtschaftsstandort, eine schwere Belastung für die Zukunft zu Lasten unserer Kinder sein werden –, ein vollkommenes Versagen in der Sanktionspolitik. (Abg. Steinacker: Geh, bitte! – Abg. Höfinger: Qua, qua, qua! – Abg. Voglauer: Sind wir froh, dass wir nicht in Ungarn sind, dort, wo ihr uns haben wollt!)
Abg. Höfinger: Schreibt dir der Kickl die Reden? – Abg. Michael Hammer: Na klar!
Es gab auch ein vollkommenes Versagen in der Klimapolitik, wo man durchaus von Greenflation sprechen kann. Das ist alles überschießend und im Übrigen relativ planwirtschaftlich und totalitär. Das hat mit freier Wirtschaft überhaupt nichts zu tun. (Abg. Höfinger: Schreibt dir der Kickl die Reden? – Abg. Michael Hammer: Na klar!) Das freiheitliche Selbstverständnis von Wirtschaft ist jenes, dass prioritär die Kunden bestimmen, was sie kaufen, welches Auto sie fahren, welches Haus sie bauen, und nicht die Obrigkeit den Menschen vorschreibt: Dieses Auto hast du zu fahren, diese Heizung hast du zu benutzen!, et cetera. (Abg. Höfinger: Das freiheitliche Wirtschaftsverständnis ist das der Grazer Freiheitlichen! – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Michael Hammer. – Abg. Voglauer: Themenverfehlung!) Das ist etwas diametral anderes, aber Sie haben offensichtlich überhaupt kein Problem mit der planwirtschaftlichen Ausrichtung dieser Klimapolitik. Das tragen Sie alles mit.
Abg. Höfinger: Das freiheitliche Wirtschaftsverständnis ist das der Grazer Freiheitlichen! – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Michael Hammer. – Abg. Voglauer: Themenverfehlung!
Es gab auch ein vollkommenes Versagen in der Klimapolitik, wo man durchaus von Greenflation sprechen kann. Das ist alles überschießend und im Übrigen relativ planwirtschaftlich und totalitär. Das hat mit freier Wirtschaft überhaupt nichts zu tun. (Abg. Höfinger: Schreibt dir der Kickl die Reden? – Abg. Michael Hammer: Na klar!) Das freiheitliche Selbstverständnis von Wirtschaft ist jenes, dass prioritär die Kunden bestimmen, was sie kaufen, welches Auto sie fahren, welches Haus sie bauen, und nicht die Obrigkeit den Menschen vorschreibt: Dieses Auto hast du zu fahren, diese Heizung hast du zu benutzen!, et cetera. (Abg. Höfinger: Das freiheitliche Wirtschaftsverständnis ist das der Grazer Freiheitlichen! – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Michael Hammer. – Abg. Voglauer: Themenverfehlung!) Das ist etwas diametral anderes, aber Sie haben offensichtlich überhaupt kein Problem mit der planwirtschaftlichen Ausrichtung dieser Klimapolitik. Das tragen Sie alles mit.
Ruf bei der FPÖ: Die läuft schon!
Was machen Sie? – Sie werfen jetzt – das kenne ich, ich bin auch schon länger im Geschäft – wieder die Kopiermaschine an (Ruf bei der FPÖ: Die läuft schon!), die Wahlkampf-ÖVP-Kopiermaschine, und kopieren damit massig freiheitliche Ideen. Das sind ja auch unsere Ideen: Lohnnebenkosten senken, Bürokratie einschränken und so weiter und so fort. (Abg. Höfinger: Und? Darf das nur einer haben, oder was?) Vieles von dem, was da drinnen steht, ist ja durchaus in Ordnung, nur glaubt Ihnen niemand mehr. Auf die Frage: Wann wollen Sie denn das machen?, kommt nämlich die Antwort: Dann, wenn ich Bundeskanzler bin! Von Kanzler Nehammer kommend ist das wenig überzeugend.
Abg. Höfinger: Und? Darf das nur einer haben, oder was?
Was machen Sie? – Sie werfen jetzt – das kenne ich, ich bin auch schon länger im Geschäft – wieder die Kopiermaschine an (Ruf bei der FPÖ: Die läuft schon!), die Wahlkampf-ÖVP-Kopiermaschine, und kopieren damit massig freiheitliche Ideen. Das sind ja auch unsere Ideen: Lohnnebenkosten senken, Bürokratie einschränken und so weiter und so fort. (Abg. Höfinger: Und? Darf das nur einer haben, oder was?) Vieles von dem, was da drinnen steht, ist ja durchaus in Ordnung, nur glaubt Ihnen niemand mehr. Auf die Frage: Wann wollen Sie denn das machen?, kommt nämlich die Antwort: Dann, wenn ich Bundeskanzler bin! Von Kanzler Nehammer kommend ist das wenig überzeugend.
Abg. Lukas Hammer: Bieder dich nicht so an, Axel!
SPÖ eingebracht werden. Offensichtlich haben Sie daran aber kein Interesse. Dann dürfen Sie sich aber nicht wundern, wenn Sie vollkommen an Glaubwürdigkeit verlieren. (Abg. Lukas Hammer: Bieder dich nicht so an, Axel!)
Abg. Michael Hammer: Mit dem Vokaki nicht!
Im Übrigen, wenn ich mir das Programm anschaue – es ist wie gesagt relativ wirtschaftsliberal –, dann frage ich mich auch, mit wem Sie das denn umsetzen wollen. Mit den Grünen? Mit den Sozialdemokraten? (Abg. Michael Hammer: Mit dem Vokaki nicht!) – Das kann und das wird sich meines Erachtens nicht ausgehen.
Abg. Meinl-Reisinger: Wie wollt ihr das denn finanzieren?
Die Frage, die Kanzler Nehammer vollkommen unbeantwortet lässt: Wie wollen Sie denn das finanzieren? Kollege Kopf, wir können schon den Flaf-Beitrag und so weiter senken – dieser Meinung sind wir auch. Übrigens wurden in den letzten Jahren – Kollege Loacker hat es schon erwähnt – 18 Anträge der NEOS abgelehnt. Ich könnte sie Ihnen jetzt vorlesen: 20, 25 diesbezügliche Anträge der Freiheitlichen Partei wurden auch alle abgelehnt. Das heißt, was vollkommen fehlt, ist die Gegenfinanzierung. (Abg. Meinl-Reisinger: Wie wollt ihr das denn finanzieren?) Es wird nicht anders gehen, als in dem einen oder anderen Bereich einzusparen, die Ausgaben des Staates, der vollkommen überbordend ist (Abg. Ottenschläger: Sicher!), einmal genau zu analysieren und zu sagen: Dies ist notwendig, jenes nicht!
Abg. Ottenschläger: Sicher!
Die Frage, die Kanzler Nehammer vollkommen unbeantwortet lässt: Wie wollen Sie denn das finanzieren? Kollege Kopf, wir können schon den Flaf-Beitrag und so weiter senken – dieser Meinung sind wir auch. Übrigens wurden in den letzten Jahren – Kollege Loacker hat es schon erwähnt – 18 Anträge der NEOS abgelehnt. Ich könnte sie Ihnen jetzt vorlesen: 20, 25 diesbezügliche Anträge der Freiheitlichen Partei wurden auch alle abgelehnt. Das heißt, was vollkommen fehlt, ist die Gegenfinanzierung. (Abg. Meinl-Reisinger: Wie wollt ihr das denn finanzieren?) Es wird nicht anders gehen, als in dem einen oder anderen Bereich einzusparen, die Ausgaben des Staates, der vollkommen überbordend ist (Abg. Ottenschläger: Sicher!), einmal genau zu analysieren und zu sagen: Dies ist notwendig, jenes nicht!
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Höfinger: Na, da war aber jetzt alles dabei! – Abg. Kassegger – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: Ja, da habe ich in 5 Minuten alles hineingetan!
Nichts von dem tun Sie, weil Sie das nicht wollen, weil Sie mittlerweile zur Gießkannenverteilpartei geworden sind. Das ist natürlich für den Standort Österreich sehr schade. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Höfinger: Na, da war aber jetzt alles dabei! – Abg. Kassegger – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: Ja, da habe ich in 5 Minuten alles hineingetan!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Loacker: Danke, dass du erklärst, dass wir gegen Steuererhöhungen sind!
Die andere Seite der Medaille wird hier herinnen nicht gerne erwähnt: Gleichzeitig sagen nämlich die OECD und auch die EU-Kommission in ihren Länderanalysen immer wieder, dass die Abgabenlast auf Vermögen und auf Umwelt in Österreich besonders niedrig ist und dass im Gegenzug zur Senkung der Abgaben auf Arbeit doch bitte auch die Abgaben – die Steuern – auf Vermögen und Umweltverschmutzung erhöht werden sollen. Interessanterweise finde ich von diesem zweiten Punkt in diesem Antrag der NEOS rein gar nichts. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Loacker: Danke, dass du erklärst, dass wir gegen Steuererhöhungen sind!)
Beifall bei den Grünen.
Auch wir sind der Meinung – das hat ja Sigi Maurer zuletzt in „Im Zentrum“ gesagt, das sagen wir schon seit Ewigkeiten –, dass das nicht alles aus Arbeit finanziert werden muss. Man kann die Abgabenbelastung auf Arbeit schon reduzieren, aber dann muss man auch sagen, wie man den anderen Teil finanzieren wird. Das wird halt nur über Vermögensteuern und über Umweltsteuern gehen. Diese Form von Sozialabbau, diese Form von Aushungern der Kommunen wollen wir uns nämlich mit Sicherheit nicht leisten, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Meinl-Reisinger: Die fehlende Finanzierung hat euch beim Budget ja auch nicht gestört!
Wie gesagt, ich habe es zuerst schon erwähnt: Die NEOS schreiben in ihrem Antrag, dass man vor allem betreffend nicht arbeitnehmerbezogene Lohnnebenkosten, die keine Sozialversicherungsleistung darstellen, eine breitere Finanzierung andenken muss. Ja, da sind wir dabei. Von einer breiteren Finanzierung finden wir in diesem Antrag allerdings rein gar nichts – und solange das nicht gegeben ist, werden wir dem sicher nicht zustimmen. – Danke. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Meinl-Reisinger: Die fehlende Finanzierung hat euch beim Budget ja auch nicht gestört!)
Abg. Höfinger: Nein, die gehen jetzt!
und Zuseher (Abg. Höfinger: Nein, die gehen jetzt!), schon sagen, worum es uns grundsätzlich geht, bevor wir zum Klein-Klein kommen.
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Zweiter Punkt: Was zur Unfallversicherung von Kollegen Muchitsch gesagt wurde, ist inhaltlich auch falsch. Es geht darum, dass derzeit 1,1 Prozent der Lohnsumme für die Unfallversicherung verrechnet werden. Im öffentlichen Dienst sind es beispielsweise nur 0,47 Prozent. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Wie erklären sich diese 1,1 Prozent? – Die erklären sich aus Berufsbildern, aus früheren Gefahrenpotenzialen, aus früheren Unfallszenarien, aber die Berufswelt hat sich komplett verändert.
Abg. Silvan: Ein Rehazentrum gibt es!
Oder: Warum bezahlt man zum Beispiel eine Unfallversicherung in Vorarlberg und in Tirol, wo es gar kein solches Krankenhaus gibt, das aus der Versicherung heraus finanziert wird? (Abg. Silvan: Ein Rehazentrum gibt es!)
Beifall bei den NEOS.
Wir sind nicht gegen eine wirklich gute Gesundheitsvorsorge. Wir sind nur dagegen, dass Geld verschwendet wird, das andere Leute erwirtschaften müssen, ohne dass es irgendeinen Sinn in diesem Land ergibt. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
All das steht in diesen Anträgen drinnen, nämlich: wie wir wirklich Lohnnebenkosten senken können, damit Betriebe wieder gut wirtschaften können; wie wir das Bildungssystem nach vorne bringen können – dafür braucht es einen besseren Mitteleinsatz und ein besseres Funktionieren –; und auch – das ist ganz zentral –, wie wir Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer entlasten können, damit sie sich ihr Leben besser leisten können. All das hat die ÖVP versprochen und all das hat die ÖVP in den letzten 37 Jahren gebrochen, und genau das wollen wir als NEOS ändern. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der SPÖ.
Was ich hier kritisch anmerken will, sind die Querschüsse der ÖVP gegen die unabhängige Justiz, ist die Einflussnahme von Politikern, wo immer wieder auch Beamte unter Druck gesetzt werden. Eine klare Forderung der SPÖ, um der Einflussnahme von Parteipolitik entgegenzuwirken, ist die Einrichtung eines Generalstaatsanwalts oder eines Bundesstaatsanwalts – egal ob als Einzelperson oder als Gremium, als Jury, das kann man diskutieren. Wir glauben, dass das ein wesentliches Instrument wäre, um die politische Einflussnahme zu stoppen. (Beifall bei der SPÖ.) Man sollte den Bundesminister oder die Bundesministerin für Justiz von der Befehlsausgabe für die Staatsanwaltschaft befreien und ein klares, kompetentes Gremium installieren, das nicht politisch, sondern jeweils nach dem Fall seriös und fachkundig entscheidet. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was ich hier kritisch anmerken will, sind die Querschüsse der ÖVP gegen die unabhängige Justiz, ist die Einflussnahme von Politikern, wo immer wieder auch Beamte unter Druck gesetzt werden. Eine klare Forderung der SPÖ, um der Einflussnahme von Parteipolitik entgegenzuwirken, ist die Einrichtung eines Generalstaatsanwalts oder eines Bundesstaatsanwalts – egal ob als Einzelperson oder als Gremium, als Jury, das kann man diskutieren. Wir glauben, dass das ein wesentliches Instrument wäre, um die politische Einflussnahme zu stoppen. (Beifall bei der SPÖ.) Man sollte den Bundesminister oder die Bundesministerin für Justiz von der Befehlsausgabe für die Staatsanwaltschaft befreien und ein klares, kompetentes Gremium installieren, das nicht politisch, sondern jeweils nach dem Fall seriös und fachkundig entscheidet. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Voglauer: Ja, dass es Sie stört, dass wir Berichtspflichten abgeschafft haben, versteh ich schon!
Es wird sehr oft von der Schönheit der Verfassung gesprochen. (Abg. Voglauer: Ja, dass es Sie stört, dass wir Berichtspflichten abgeschafft haben, versteh ich schon!) Die Verfassung sagt: Der Gesetzgeber darf ja gar nicht Verwaltungsbehörden derart einrichten, dass die Erteilung von Weisungen durch die obersten Organe der Vollziehung ausgeschlossen ist.
Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller. – Abg. Michael Hammer: Den Vokaki!
Meine sehr verehrten Damen und Herren, das ist keine Weisung durch einen Minister, sondern das ist eine Form der demokratischen Kontrolle durch das Volk und daher durch die Staatsbürger dieser Republik. Sonst könnten wir ja gleich einen Kaiser wiederbeleben oder einen Tyrannen einsetzen. (Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller. – Abg. Michael Hammer: Den Vokaki!)
Abg. Meinl-Reisinger: Aber Entschuldigung, das ist ja Legendenbildung! Legistische Legendenbildung!
Meine sehr verehrten Damen und Herren, das Volk, dessen Herrschaft in der Demokratie durch die Verfassung garantiert wird, kann durch seine Minister von oben Kontrolle ausüben. Die Abschaffung dieser ministeriellen Aufsichtspflicht wäre eine wesentliche Änderung unserer Verfassung. Sie würde – und nur das passiert – die Kontrolle durch das Volk beschränken und damit das demokratische Element unseres Rechtsstaates infrage stellen. Vielleicht ist das von den verschiedenen Parteipolitikern aber genau so gewollt. (Abg. Meinl-Reisinger: Aber Entschuldigung, das ist ja Legendenbildung! Legistische Legendenbildung!) – Na ja, Frau Kollegin, nachschauen in der Verfassung und überlegen, dann wissen Sie es! (Zwischenruf der Abg. Voglauer.)
Zwischenruf der Abg. Voglauer.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, das Volk, dessen Herrschaft in der Demokratie durch die Verfassung garantiert wird, kann durch seine Minister von oben Kontrolle ausüben. Die Abschaffung dieser ministeriellen Aufsichtspflicht wäre eine wesentliche Änderung unserer Verfassung. Sie würde – und nur das passiert – die Kontrolle durch das Volk beschränken und damit das demokratische Element unseres Rechtsstaates infrage stellen. Vielleicht ist das von den verschiedenen Parteipolitikern aber genau so gewollt. (Abg. Meinl-Reisinger: Aber Entschuldigung, das ist ja Legendenbildung! Legistische Legendenbildung!) – Na ja, Frau Kollegin, nachschauen in der Verfassung und überlegen, dann wissen Sie es! (Zwischenruf der Abg. Voglauer.)
Abg. Voglauer: Nicht alles, was gescheit ... will, ist auch ein gescheiter ...! – Abg. Meinl-Reisinger: Ja! Das ist ja nicht das Thema!
Generell verfehlt wäre es auch, die Staatsanwaltschaft ähnlich der richterlichen Gewalt frei von wirksamer Kontrolle walten zu lassen (Abg. Voglauer: Nicht alles, was gescheit ... will, ist auch ein gescheiter ...! – Abg. Meinl-Reisinger: Ja! Das ist ja nicht das Thema!), denn die politische Besetzung von Ministerposten, insbesondere des Justizministers, ist eben ein Teil der demokratischen Rechte des Volkes. (Abg. Meinl-Reisinger: Aber nicht der Weisungskette ...! – Zwischenruf der Abg. Prammer.) Das Volk soll dadurch vor einer beamteten Willkür geschützt werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Meinl-Reisinger: Aber nicht der Weisungskette ...! – Zwischenruf der Abg. Prammer.
Generell verfehlt wäre es auch, die Staatsanwaltschaft ähnlich der richterlichen Gewalt frei von wirksamer Kontrolle walten zu lassen (Abg. Voglauer: Nicht alles, was gescheit ... will, ist auch ein gescheiter ...! – Abg. Meinl-Reisinger: Ja! Das ist ja nicht das Thema!), denn die politische Besetzung von Ministerposten, insbesondere des Justizministers, ist eben ein Teil der demokratischen Rechte des Volkes. (Abg. Meinl-Reisinger: Aber nicht der Weisungskette ...! – Zwischenruf der Abg. Prammer.) Das Volk soll dadurch vor einer beamteten Willkür geschützt werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Generell verfehlt wäre es auch, die Staatsanwaltschaft ähnlich der richterlichen Gewalt frei von wirksamer Kontrolle walten zu lassen (Abg. Voglauer: Nicht alles, was gescheit ... will, ist auch ein gescheiter ...! – Abg. Meinl-Reisinger: Ja! Das ist ja nicht das Thema!), denn die politische Besetzung von Ministerposten, insbesondere des Justizministers, ist eben ein Teil der demokratischen Rechte des Volkes. (Abg. Meinl-Reisinger: Aber nicht der Weisungskette ...! – Zwischenruf der Abg. Prammer.) Das Volk soll dadurch vor einer beamteten Willkür geschützt werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Schwarz: Ihr seid ... Transparenz!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Der ehemalige Präsident des Obersten Gerichtshofes, Eckart Ratz, der wirklich nicht der FPÖ zuzurechnen ist, hat das in einem Artikel in der „Kleinen Zeitung“ auf den Punkt gebracht. (Abg. Schwarz: Ihr seid ... Transparenz!) Er sagte damals: Es geht nicht an, dass Staatsanwälte einen Staat im Staat bilden können. – Ich, sehr verehrte Damen und Herren, gehe sogar noch weiter. Ich sage: Es spricht überhaupt kein Argument dafür, den Beamten der Staatsanwaltschaft die Bestimmung der Interessen des Staates alleine zu überlassen. In diesem Punkt stimme ich
Abg. Voglauer – in Richtung Abg. Kassegger –: Axel, bist auch schon ausgestiegen? – Heiterkeit des Abg. Kassegger.
Ich komme zum Schluss: Weisungen des Justizministers sind schriftlich zu erteilen und zu begründen, sind also transparent, und der Minister hat über diese Weisungen jährlich dem Parlament zu berichten. (Abg. Voglauer – in Richtung Abg. Kassegger –: Axel, bist auch schon ausgestiegen? – Heiterkeit des Abg. Kassegger.)
Abg. Voglauer: Mah bitte! Sie müssen aber ...! – Abg. Schwarz: Es ist eh schon rot! – Abg. Leichtfried: Es reicht eh schon länger!
Ich möchte – auch das ist ein Novum für einen freiheitlichen Abgeordneten – mit einem Zitat von Georg Zanger schließen (Abg. Voglauer: Mah bitte! Sie müssen aber ...! – Abg. Schwarz: Es ist eh schon rot! – Abg. Leichtfried: Es reicht eh schon länger!), und zwar schreibt er im „Standard“: „Auch wenn er“ – die Abschaffer des justiziellen Weisungsrechts – „sich der Claqueure“ – des Applauses – „aus der Staatsanwaltschaft und der Journaille sicher sein kann: Es ist der falsche Weg!“ – Sagt er; und ich sage: Es ist der falsche Weg. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich möchte – auch das ist ein Novum für einen freiheitlichen Abgeordneten – mit einem Zitat von Georg Zanger schließen (Abg. Voglauer: Mah bitte! Sie müssen aber ...! – Abg. Schwarz: Es ist eh schon rot! – Abg. Leichtfried: Es reicht eh schon länger!), und zwar schreibt er im „Standard“: „Auch wenn er“ – die Abschaffer des justiziellen Weisungsrechts – „sich der Claqueure“ – des Applauses – „aus der Staatsanwaltschaft und der Journaille sicher sein kann: Es ist der falsche Weg!“ – Sagt er; und ich sage: Es ist der falsche Weg. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Steinacker: Das stimmt ja nicht!
Der zweite Punkt ist – da bin ich auch wieder bei diesen 5 000 Einwohnern –: Das Informationsfreiheitsgesetz gilt nicht für Gemeinden, die weniger als 5 000 Einwohner haben. Das heißt, etwa 40 Prozent der österreichischen Bevölkerung werden jetzt von diesem Gesetz nicht erfasst. (Abg. Steinacker: Das stimmt ja nicht!) Wir werden dann hören: Ja, die können das aber freiwillig machen, und so weiter. Ja, diese Gemeinden können freiwillig diese Transparenz
Beifall bei der FPÖ.
Also das ist ein echtes Manko, und es stellt sich die Frage: Warum ist das notwendig? Warum hat man 40 Prozent der Bevölkerung ausgeschlossen? Man wird argumentieren, die Bürgermeister der kleinen Gemeinden oder die Verwaltung seien überfordert. Ja, das ist alles ein Problem, diese ganze Informationsfreiheit wird am Anfang eine Riesenumstellung sein. Man hätte halt diese kleinen Gemeinden auch unterstützen müssen, aber man kann jetzt nicht hinsichtlich Informationsfreiheit Menschen erster und zweiter Klasse in Österreich schaffen. Das ist ein Grundfehler, und deswegen lehnen wir in erster Linie den Gesetzentwurf ab. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es sind jetzt leider etliche Punkte schwach geregelt, oder man hat sich nicht getraut, und das ist ein Grund, dass wir sagen: Das ist nicht das, was wir uns unter einem echten Informationsfreiheitsgesetz vorgestellt haben, und daher lehnen wir das heute ab. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Abgeordneter Mag. Wolfgang Gerstl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Frau Bundesministerin! Ja, in der Tat, ich sehe das etwas anders als mein Vorredner. Ich würde im Gegensatz sogar sagen, die Abschaffung des Amtsgeheimnisses und die Einführung eines Grundrechts auf Information sind nicht nur ein Paradigmenwechsel, sondern wirklich ein historischer Schritt, für alle Universitätsprofessoren, für alle Betroffenen, für alle, die Lehrbücher schreiben, für alle Menschen, die Informationen vom Staat haben wollen, eine grundsätzliche Änderung, die wir heute hier beschließen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Meinl-Reisinger: Absolutismus!
Meine Damen und Herren! 1925 wurde die Amtsverschwiegenheit in die Verfassung geschrieben. Damals folgte Österreich auch internationalen Vorbildern, aber vor allem Gepflogenheiten der Monarchie. (Abg. Meinl-Reisinger: Absolutismus!) Damals galt der Grundsatz, Staatsangelegenheiten betreffen nur den Staat und nicht die Bürger, oder wie es Joseph II. gesagt hat: „Alles für das Volk; nichts durch das Volk“. Was er entschied, war gut und richtig. Solche Personen kennen wir auch hier in diesem Haus, die meinen: Nur was er entscheidet, wäre gut und richtig. Nein, das schaffen wir ab, nicht einer entscheidet, was gut und richtig ist, sondern Bürgerinnen und Bürger haben nun ein Recht auf Information! (Abg. Meinl-Reisinger: Das ist eine Kritik am Präsidenten!)
Abg. Meinl-Reisinger: Das ist eine Kritik am Präsidenten!
Meine Damen und Herren! 1925 wurde die Amtsverschwiegenheit in die Verfassung geschrieben. Damals folgte Österreich auch internationalen Vorbildern, aber vor allem Gepflogenheiten der Monarchie. (Abg. Meinl-Reisinger: Absolutismus!) Damals galt der Grundsatz, Staatsangelegenheiten betreffen nur den Staat und nicht die Bürger, oder wie es Joseph II. gesagt hat: „Alles für das Volk; nichts durch das Volk“. Was er entschied, war gut und richtig. Solche Personen kennen wir auch hier in diesem Haus, die meinen: Nur was er entscheidet, wäre gut und richtig. Nein, das schaffen wir ab, nicht einer entscheidet, was gut und richtig ist, sondern Bürgerinnen und Bürger haben nun ein Recht auf Information! (Abg. Meinl-Reisinger: Das ist eine Kritik am Präsidenten!)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Daher ist es eigentlich nur gut und recht, dass wir hier alle zusammenkommen, dass wir das alle schaffen, aber nicht nur die Beteiligten hier, sondern auch die Gemeinden und die Bundesländer, die intensiv dabei waren. Wir wollten nämlich nicht ein Gesetz nur für die Bundesebene, sondern vor allem auch eines, das für ganz Österreich nach den gleichen Spielregeln gilt – dafür ein großes Danke an den Gemeindebund, an den Städtebund und an alle Bundesländer, die da entsprechend mitgewirkt haben. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Wir haben noch viele Aufgaben vor uns, die wir da im Detail noch regeln müssen. Das ist uns bewusst, aber das Recht auf Information bleibt, und daran führt kein Weg mehr vorbei. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall des Abg. Hörl.
Abgeordneter Dr. Nikolaus Scherak, MA (NEOS): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Frau Bundesministerin! Herr Vizekanzler, Sie haben heute bei einer Pressekonferenz gesagt: Wer bei 99 Prozent Erfolg das Glas nur halb leer sieht, der sei bösartig. (Beifall des Abg. Hörl.) Ich würde jetzt für mich einmal in Anspruch nehmen, dass ich nicht bösartig bin (Abg. Prinz: Ausschließen würde ich es aber auch nicht!), aber ich würde es umkehren und Ihnen entgegnen: Wer bei dem, was er hier vorlegt, glaubt, dass es ein 99-prozentiger Erfolg ist, der ist entweder ein bisschen naiv oder zu lange schon in der Bundesregierung. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Prinz: Ausschließen würde ich es aber auch nicht!
Abgeordneter Dr. Nikolaus Scherak, MA (NEOS): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Frau Bundesministerin! Herr Vizekanzler, Sie haben heute bei einer Pressekonferenz gesagt: Wer bei 99 Prozent Erfolg das Glas nur halb leer sieht, der sei bösartig. (Beifall des Abg. Hörl.) Ich würde jetzt für mich einmal in Anspruch nehmen, dass ich nicht bösartig bin (Abg. Prinz: Ausschließen würde ich es aber auch nicht!), aber ich würde es umkehren und Ihnen entgegnen: Wer bei dem, was er hier vorlegt, glaubt, dass es ein 99-prozentiger Erfolg ist, der ist entweder ein bisschen naiv oder zu lange schon in der Bundesregierung. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Nikolaus Scherak, MA (NEOS): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Frau Bundesministerin! Herr Vizekanzler, Sie haben heute bei einer Pressekonferenz gesagt: Wer bei 99 Prozent Erfolg das Glas nur halb leer sieht, der sei bösartig. (Beifall des Abg. Hörl.) Ich würde jetzt für mich einmal in Anspruch nehmen, dass ich nicht bösartig bin (Abg. Prinz: Ausschließen würde ich es aber auch nicht!), aber ich würde es umkehren und Ihnen entgegnen: Wer bei dem, was er hier vorlegt, glaubt, dass es ein 99-prozentiger Erfolg ist, der ist entweder ein bisschen naiv oder zu lange schon in der Bundesregierung. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei NEOS und FPÖ.
Im Übrigen ist diese Regelung, und das wissen Sie ja genau, dass Gemeinden unter 5 000 Einwohnern nicht proaktiv veröffentlichen müssen, ja nur deswegen zulässig, weil Sie es in den Verfassungsrang gehoben haben. Das heißt, Sie wissen natürlich, dass es sachlich vollkommen ungerechtfertigt gewesen wäre, da eine normale Bestimmung zu machen; alleine deswegen ist das einigermaßen schwierig. (Beifall bei NEOS und FPÖ.)
Abg. Prammer: Das sind ja nur ein paar, gell!?
Neben den Gemeinden unter 5 000 Einwohnern, die nicht proaktiv veröffentlichen müssen, sind übrigens auch Landtage von dieser proaktiven Veröffentlichungspflicht ausgenommen. Gänzlich ausgenommen und nur gegenüber ihren Mitgliedern verantwortlich sind die Kammern. Sie wissen, die Arbeiterkammer sitzt aufgrund der Zwangsbeiträge auf einer Rücklage in Millionenhöhe, die Wirtschaftskammer in Milliardenhöhe. Diese sind nur ihren Mitgliedern Rechenschaft schuldig (Abg. Prammer: Das sind ja nur ein paar, gell!?) und müssen nicht allen Menschen in Österreich entsprechend Rechenschaft geben. Ich halte das für grundsätzlich falsch.
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich glaube, als selbstbewusstes Parlament und als Parlament, das den Bürgerinnen und Bürgern eigentlich mehr Informationen zur Verfügung stellen will, sollte man solche Wege nicht gehen und sie quasi zum Verfassungsgerichtshof schicken, sondern man sollte von selbst eine Regelung schaffen, die es allen Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht, Informationen auch zu bekommen. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.
Alles in allem: Was Sie hier vorschlagen, wird von Ihnen Informationsfreiheitsgesetz genannt. Nur weil man etwas Informationsfreiheitsgesetz nennt, heißt das noch lange nicht, dass alle Menschen in Österreich auch wirklich Informationsfreiheit bekommen werden, und das ist leider das traurige Ergebnis eines sehr schwachen Kompromisses, den Sie heute hier vorlegen. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Lausch: Die Sozialdemokraten hören wir immer gern!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Leichtfried. – Bitte. (Abg. Lausch: Die Sozialdemokraten hören wir immer gern!)
Abg. Meinl-Reisinger – erheitert –: Geh!
Ich möchte es nicht verhehlen, dass es in den letzten zehn Jahren die Sozialdemokratie war, die ständig versucht hat, Druck zu machen (Abg. Meinl-Reisinger – erheitert –: Geh!), die ständig versucht hat, ein Informationsfreiheitsgesetz einzufordern. Ich habe Kollegen Drobits noch im Ohr, der die Frau Bundesministerin seit vier Jahren fragt, wann es vorgelegt wird. Jetzt ist es vorgelegt worden. Es war Kollege Ostermayer, der 2013, vor zehn Jahren, begonnen hat, dieses Thema in der Bundesregierung zu thematisieren. 2014 hat er den ersten Gesetzentwurf vorgelegt, das ist dann gescheitert. (Abg.
Beifall bei der SPÖ.
Hörl: Am Häupl ist es gescheitert!) Es war Kollege Drozda, der es wieder versucht hat, der die Einigung mit der ÖVP gefunden hat, eine Einigung mit den Bundesländern gefunden hat, wobei dann durch den Kurz-Umsturz auch das wieder Geschichte war. Es war die schwarz-blaue Regierung, die sich dann strikt geweigert hat, im Bereich Informationsfreiheit irgendetwas weiterzutun. Herr Kurz hat sich dagegen gewehrt, dass es zur Informationsfreiheit kommt. Inzwischen wissen wir besser, warum Herr Kurz gegen Informationsfreiheit in diesem Land war, geschätzte Kolleginnen und Kollegen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scherak: Jetzt legalisierst du die Cofag ...!
Im November 2019 haben wieder wir versucht, dieses Thema im Verfassungsausschuss voranzutreiben. (Abg. Scherak: Jetzt legalisierst du die Cofag ...!) Heute, fünf Jahre später, liegt endlich ein Gesetzentwurf vor und steht auf der Tagesordnung der Nationalratssitzung. Mit dem heutigen Beschluss werden wir eine elfjährige Diskussion zu einem guten Ende bringen und endlich Informationsfreiheit für die Menschen in Österreich schaffen.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich glaube aber, das Wichtigste insgesamt ist, dass wir es geschafft haben, vom Grundprinzip der Amtsverschwiegenheit zum Grundprinzip der Informationsfreiheit zu kommen. Das ist eine wesentliche Änderung im gesamten Staatswesen der Republik Österreich, geschätzte Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Meinl-Reisinger: Geh bitte!
Ich muss aber auch sagen: Heute ist relativ klar, was geschehen wird, denn die, die heute gegen dieses Gesetz stimmen werden, werden auch gegen mehr Transparenz stimmen, die werden gegen eine Verbesserung des Interpellationsrechtes stimmen (Abg. Meinl-Reisinger: Geh bitte!), die werden gegen den Schutz von Journalistinnen und Journalisten stimmen (Abg. Meinl-Reisinger: Die stimmen auch dagegen! Was soll das?) und die werden für das Beibehalten des Amtsgeheimnisses stimmen. Das ist das, was FPÖ und NEOS heute tun werden. Das muss auch vollkommen klar sein. (Beifall bei SPÖ und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Scherak.)
Abg. Meinl-Reisinger: Die stimmen auch dagegen! Was soll das?
Ich muss aber auch sagen: Heute ist relativ klar, was geschehen wird, denn die, die heute gegen dieses Gesetz stimmen werden, werden auch gegen mehr Transparenz stimmen, die werden gegen eine Verbesserung des Interpellationsrechtes stimmen (Abg. Meinl-Reisinger: Geh bitte!), die werden gegen den Schutz von Journalistinnen und Journalisten stimmen (Abg. Meinl-Reisinger: Die stimmen auch dagegen! Was soll das?) und die werden für das Beibehalten des Amtsgeheimnisses stimmen. Das ist das, was FPÖ und NEOS heute tun werden. Das muss auch vollkommen klar sein. (Beifall bei SPÖ und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Scherak.)
Beifall bei SPÖ und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Scherak.
Ich muss aber auch sagen: Heute ist relativ klar, was geschehen wird, denn die, die heute gegen dieses Gesetz stimmen werden, werden auch gegen mehr Transparenz stimmen, die werden gegen eine Verbesserung des Interpellationsrechtes stimmen (Abg. Meinl-Reisinger: Geh bitte!), die werden gegen den Schutz von Journalistinnen und Journalisten stimmen (Abg. Meinl-Reisinger: Die stimmen auch dagegen! Was soll das?) und die werden für das Beibehalten des Amtsgeheimnisses stimmen. Das ist das, was FPÖ und NEOS heute tun werden. Das muss auch vollkommen klar sein. (Beifall bei SPÖ und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Scherak.)
Beifall bei SPÖ und Grünen. – Abg. Scherak: ... wenn der Kollege Leichtfried mit der Geschäftsordnung ein bisschen über Kreuz ist und nicht weiß, was wir heute abstimmen!
Ich verstehe es ehrlich gesagt bei der FPÖ, warum sie gegen Transparenz ist. Schauen Sie einmal nach Graz, dann wird einiges klar! Bei den NEOS, glaube ich, ist es dieses Mal reiner politischer Opportunismus. – Herzlichen Dank, geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei SPÖ und Grünen. – Abg. Scherak: ... wenn der Kollege Leichtfried mit der Geschäftsordnung ein bisschen über Kreuz ist und nicht weiß, was wir heute abstimmen!)
Beifall bei der FPÖ.
So sage ich zum Abschluss: Dieses Gesetz schafft in meinen Augen keine Informationsfreiheit, es schafft Ungleichbehandlung und einen erheblichen Mehraufwand für die betroffenen Gemeinden, insbesondere für die kleineren Gemeinden, die wohl die eine oder andere Rechtsstreitigkeit zu ihrem Nachteil in Kauf nehmen müssen, um endlich dann das sichergestellt zu bekommen, was uns diese Bundesregierung heute als großen Erfolg verkaufen will. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei den Grünen: Yeah!
der am strengsten gehandhabten Amtsgeheimnisse habe. Die österreichische Regelung sei von der internationalen Entwicklung [...] längst überholt worden.“ Diese Meldung wurde am 15. Mai 1987 veröffentlicht. (Ruf bei den Grünen: Yeah!) Es ist eine Zeit lang her, ich war damals zwei Jahre alt. (Heiterkeit bei den Grünen.) In Österreich hat seinerzeit Franz Vranitzky regiert – damals noch in einer wirklich großen Koalition –, und die Grünen waren überhaupt erst seit einem halben Jahr im Parlament. In der Zwischenzeit hat sich die Welt stark geändert. Mittlerweile sind die Grünen in der Regierung und es ist ein Paradigmenwechsel eingetreten. (Beifall bei den Grünen.)
Heiterkeit bei den Grünen.
der am strengsten gehandhabten Amtsgeheimnisse habe. Die österreichische Regelung sei von der internationalen Entwicklung [...] längst überholt worden.“ Diese Meldung wurde am 15. Mai 1987 veröffentlicht. (Ruf bei den Grünen: Yeah!) Es ist eine Zeit lang her, ich war damals zwei Jahre alt. (Heiterkeit bei den Grünen.) In Österreich hat seinerzeit Franz Vranitzky regiert – damals noch in einer wirklich großen Koalition –, und die Grünen waren überhaupt erst seit einem halben Jahr im Parlament. In der Zwischenzeit hat sich die Welt stark geändert. Mittlerweile sind die Grünen in der Regierung und es ist ein Paradigmenwechsel eingetreten. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
der am strengsten gehandhabten Amtsgeheimnisse habe. Die österreichische Regelung sei von der internationalen Entwicklung [...] längst überholt worden.“ Diese Meldung wurde am 15. Mai 1987 veröffentlicht. (Ruf bei den Grünen: Yeah!) Es ist eine Zeit lang her, ich war damals zwei Jahre alt. (Heiterkeit bei den Grünen.) In Österreich hat seinerzeit Franz Vranitzky regiert – damals noch in einer wirklich großen Koalition –, und die Grünen waren überhaupt erst seit einem halben Jahr im Parlament. In der Zwischenzeit hat sich die Welt stark geändert. Mittlerweile sind die Grünen in der Regierung und es ist ein Paradigmenwechsel eingetreten. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Was wir hier heute beschließen: Das verstaubte Amtsgeheimnis ist Geschichte und an seine Stelle tritt ein neues Grundrecht, das Recht aller Bürgerinnen und Bürger auf Information. (Beifall bei den Grünen.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Jetzt ist Schluss mit der Geheimniskrämerei. Wo Bürgerinnen und Bürger bisher Bittsteller:innen waren, können sie sich in Zukunft darauf verlassen, dass das Gesetz auf ihrer Seite steht. Was ein Grundrecht auf Information alles kann, wissen wir aus anderen Ländern, die ein solches Grundrecht schon lange haben, wie zum Beispiel die USA. Dank des Freedom of Information Acts war es dort beispielsweise möglich – natürlich auch wegen der mutigen Arbeit von Whistleblowern und Journalist:innen –, einen der größten Skandale aller Zeiten aufzudecken, die Iran-Contra-Affäre. Ihr erinnert euch vielleicht, dass die Reaganregierung Einnahmen aus illegalen Waffenverkäufen an die rechte Guerilla in Nicaragua vercheckt hat. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Heiterkeit der Rednerin.
Wir debattieren an dieser Stelle das Informationsfreiheitsgesetz schon sehr, sehr lange. Vor elf Jahren hat sich die NGO Forum Informationsfreiheit gegründet. Ich war damals auch immer wieder dabei. Wir alle fragen uns: Wer hat diesen Begriff erfunden? (Heiterkeit der Rednerin.) Na ja, man versteht nicht sofort, was Informationsfreiheit heißt und was man damit anfangen kann, aber dieses Gesetz ist hoch relevant für alle Bürgerinnen und Bürger.
Beifall bei den Grünen.
Künftig ist es so: Sie können in jeder Gemeinde des Landes anrufen – und zwar völlig wurscht, wie groß oder wie klein die ist – und die Information zu diesem ominösen Gutachten anfordern. Die Behörde hat die Pflicht, sie herauszugeben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Diesner-Wais und Steinacker.
Die Abschaffung des Amtsgeheimnisses ist sehr lange diskutiert und besprochen worden. Viele haben sich gewehrt und dem Projekt Steine in den Weg gelegt; es ist auch das eine oder andere Hackl ins Kreuz geflogen. An jeder Ecke in der Republik fand sich jemand, der einen Grund fand, warum das Abschaffen des Amtsgeheimnisses eine schlechte Idee ist, dass das so viel Bürokratieaufwand auslöst und so weiter. Die Zahl der Gegenargumente und auch die Energien derjenigen, die versucht haben, dieses Gesetz zu verhindern, waren immer sehr groß. Es ist aber der Hartnäckigkeit und dem Durchhaltevermögen von vielen Aktivist:innen, Journalistinnen und Journalisten und auch Politiker:innen zu verdanken, dass dieses Gesetz zur Abschaffung des Amtsgeheimnisses und zur Einführung des neuen Grundrechts auf Information heute den österreichischen Nationalrat passiert. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Diesner-Wais und Steinacker.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Krisper: Na ja!
In einer modernen Demokratie sind Bürger:innen keine Bittsteller:innen, in einer modernen Demokratie gibt es kein generisches „Das geht dich nichts an!“, keine Geheimniskrämerei. In einer modernen Demokratie gibt es eine offene und transparente Verwaltung und Politik. Seit der Verschärfung des Parteiengesetzes haben politische Parteien gläserne Kassen; Ministerien und öffentliche Ämter müssen bei der Inseratenvergabe ab dem ersten Euro genau ausweisen, was die Aufträge sind, und nachvollziehbar machen, warum sie diese vergeben haben; wir haben auch das Korruptionsstrafrecht verschärft. Mit dem Informationsfreiheitsgesetz haben wir die lange Liste, die wir im Regierungsprogramm aufgezählt haben, zu grüner Politik, zu sauberer Politik abgearbeitet. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Krisper: Na ja!)
Zwischenruf der Abg. Disoski.
Sie merken es vielleicht: Ich freue mich einfach wahnsinnig, mir geht heute ein bisschen das Herz über. (Zwischenruf der Abg. Disoski.) Trotz aller Widerworte – ich möchte mich bei allen bedanken, die mit uns gemeinsam dafür gekämpft haben, die am Gesetzestext gearbeitet haben, die kritische Dinge eingebracht haben. – Ja, Niki Scherak, auch dir danke, auch wenn du heute nicht mitstimmst; es ist trotzdem ein riesiger Meilenstein und ich freue mich einfach wahnsinnig.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich freue mich sehr, dass es uns heute gelingt, das zu beschließen, es ist ein riesiger Meilenstein. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Heiterkeit bei den Grünen – Abg. Disoski: Ja! Der Anlass ist auch oscarwürdig!
Abgeordnete Mag. Beate Meinl-Reisinger, MES (NEOS): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer! Das ist ja fast wie bei einer Oscarrede hier gewesen: Ich danke, ich danke, ich danke. (Heiterkeit bei den Grünen – Abg. Disoski: Ja! Der Anlass ist auch oscarwürdig!) Leider ist es halt nicht so gut wie so mancher Film bei einer Oscarverleihung. Glauben Sie mir, auch ich würde gerne hier stehen und sagen, dass mir das Herz übergeht. (Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer.)
Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer.
Abgeordnete Mag. Beate Meinl-Reisinger, MES (NEOS): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer! Das ist ja fast wie bei einer Oscarrede hier gewesen: Ich danke, ich danke, ich danke. (Heiterkeit bei den Grünen – Abg. Disoski: Ja! Der Anlass ist auch oscarwürdig!) Leider ist es halt nicht so gut wie so mancher Film bei einer Oscarverleihung. Glauben Sie mir, auch ich würde gerne hier stehen und sagen, dass mir das Herz übergeht. (Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer.)
Abg. Disoski: Haben Sie das gelesen ...?!
Umso größer wäre die Chance gewesen, etwas wirklich Großartiges zu schaffen, sodass wir hier hätten sagen können: Das ist jetzt einmal richtig geil, was da gelungen ist!, und zwar parteiübergreifend. Das ist aber leider nicht der Fall. Da sind nicht nur ein paar Wermutstropfen drinnen, sondern schon ganz wesentliche Brocken, die der echten Freiheit (Abg. Disoski: Haben Sie das gelesen ...?!) auf Information und vor allem auch der Transparenz im Wege stehen. Ein bisschen etwas ist ja schon angesprochen worden, ich möchte es noch einmal erläutern.
Zwischenruf der Abg. Baumgartner.
Auf was hinauf, frage ich Sie sehr ernsthaft, werden bei uns zukünftig Menschen in ländlichen Regionen in Bezug auf den Zugang zu Information schlechtergestellt als Menschen in urbanen Räumen oder in kleineren Städten – auf was hinauf? (Zwischenruf der Abg. Baumgartner.) In den Dunkeldörfern, die entstehen werden (Ruf bei der ÖVP: Geh bitte! – Abg. Steinacker: Dunkeldörfer – geh bitte!), also Gemeinden unter 5 000 Einwohnern, stellt man sich auf den Standpunkt: Das ist alles viel zu kompliziert, das würde die Verwaltung nur unnötig lahmlegen. Und dort gibt es dann sozusagen dieses Zweiklassenrecht auf Information, dort haben die Bürgerinnen und Bürger nicht diesen
Ruf bei der ÖVP: Geh bitte! – Abg. Steinacker: Dunkeldörfer – geh bitte!
Auf was hinauf, frage ich Sie sehr ernsthaft, werden bei uns zukünftig Menschen in ländlichen Regionen in Bezug auf den Zugang zu Information schlechtergestellt als Menschen in urbanen Räumen oder in kleineren Städten – auf was hinauf? (Zwischenruf der Abg. Baumgartner.) In den Dunkeldörfern, die entstehen werden (Ruf bei der ÖVP: Geh bitte! – Abg. Steinacker: Dunkeldörfer – geh bitte!), also Gemeinden unter 5 000 Einwohnern, stellt man sich auf den Standpunkt: Das ist alles viel zu kompliziert, das würde die Verwaltung nur unnötig lahmlegen. Und dort gibt es dann sozusagen dieses Zweiklassenrecht auf Information, dort haben die Bürgerinnen und Bürger nicht diesen
Ruf bei der ÖVP: Keine Ahnung!
Zugang zu Information (Ruf bei der ÖVP: Keine Ahnung!), zu Transparenz wie in urbanen Räumen. Auf was hinauf? Ich verstehe es nicht.
Beifall bei den NEOS.
Ich erinnere mich: Herr Bundeskanzler Nehammer ist ja manchmal ein Quell origineller Wortmeldungen, und er hat einmal – ich glaube, bei einem Parteitag; ich weiß nicht, was das von euch war – gesagt: Na ja, die Verwaltung, da könnte ja quasi der Bürger kommen, es könnten Querulanten kommen und die Verwaltung in diesen kleinen Gemeinden lahmlegen. – Sehen Sie, ich glaube, darin liegt auch des Pudels Kern: dass Sie immer noch dieses Verständnis haben, dass Verwaltung ein Selbstzweck ist. Dem Bürger, der Bürgerin wird einmal grundsätzlich unterstellt, dass es sich um einen Querulanten oder eine Querulantin handelt, und damit sind wir nicht einverstanden. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Michael Hammer: Sicher, das sind lauter klasse Leute! – Zwischenruf der Abg. Baumgartner.
Gerade in einer kleinen Gemeinde – das wissen Sie ja – ist es nicht lustig, sich mit dem Bürgermeister oder mit der Bürgermeisterin dort anzulegen, wenn man eine Information nicht bekommt. (Abg. Michael Hammer: Sicher, das sind lauter klasse Leute! – Zwischenruf der Abg. Baumgartner.) Dann ist man auf eigene Kosten wieder wie ein Bittsteller darauf angewiesen, dass man sich dieses Recht bei den Gerichten ausficht – anstatt begleitet zu werden, wie das in anderen Ländern der Fall ist, durch einen Informationsfreiheitsbeauftragten oder
Abg. Michael Hammer: Das ist ja eine Unterstellung!
eine Informationsfreiheitsbeauftragte. Das könnte man ja durchaus auch bei Behörden, die schon existieren, ansiedeln. Man will also gar nicht, dass die Bürger zum Recht kommen. (Abg. Michael Hammer: Das ist ja eine Unterstellung!)
Beifall bei den NEOS.
Das ist so schade, denn es hätte so geil sein können! Dann hätten wir auch zugestimmt und mir wäre auch das Herz übergegangen, aber so – aus Protest –: Nein zu diesem Gesetz! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Bereits der Philosoph Max Weber hat einmal die Politik beschrieben als „ein starkes langsames Bohren von harten Brettern mit Leidenschaft und Augenmaß“. – Und ja, genau das war notwendig, um dieses Gesetz zu erreichen. Die Kritik, die höre ich wohl, alleine: Lassen wir uns den Erfolg, den Durchbruch, der mit dem heutigen Beschluss gelingen wird, nicht kleinreden! Wir lassen uns das nicht nehmen: Das ist ein großer Erfolg! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Es ist gelungen, sie zu finden, und deshalb möchte ich Ihnen ganz kurz noch einmal die Eckpunkte dieses Gesetzes sagen: Wir drehen das bisherige System um 180 Grad. Zukünftig ist Transparenz die Regel und Geheimhaltung nur mehr die Ausnahme. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Lausch: Über 5 000!
Das fußt auf zwei Säulen – sie wurden schon beschrieben –: Informationen von allgemeinem Interesse werden zukünftig proaktiv zur Verfügung gestellt werden müssen – mit einigen Einschränkungen, die ich auch noch nennen werde. Die zweite Säule ist die passive Informationspflicht. Das bedeutet nichts anderes, als dass jeder Bürger und jede Bürgerin, der oder die – egal in welcher Gemeinde – einen Antrag stellt (Abg. Lausch: Über 5 000!), auch ein Recht auf Zugang zu diesen Informationen hat. (Ruf bei der FPÖ: Hat er jetzt auch schon!)
Ruf bei der FPÖ: Hat er jetzt auch schon!
Das fußt auf zwei Säulen – sie wurden schon beschrieben –: Informationen von allgemeinem Interesse werden zukünftig proaktiv zur Verfügung gestellt werden müssen – mit einigen Einschränkungen, die ich auch noch nennen werde. Die zweite Säule ist die passive Informationspflicht. Das bedeutet nichts anderes, als dass jeder Bürger und jede Bürgerin, der oder die – egal in welcher Gemeinde – einen Antrag stellt (Abg. Lausch: Über 5 000!), auch ein Recht auf Zugang zu diesen Informationen hat. (Ruf bei der FPÖ: Hat er jetzt auch schon!)
Abg. Lausch: Da gibt’s überall Bezirkshauptmannschaften! Doppelverwaltung!
Ein Anliegen war uns – und da komme ich noch einmal zur Gemeindegröße –, dass wir die Verwaltung selbstverständlich handlungsfähig erhalten müssen und selbstverständlich darauf achten müssen, dass gerade kleinere Einheiten (Abg. Lausch: Da gibt’s überall Bezirkshauptmannschaften! Doppelverwaltung!) in dieser Flut von Informationsanfragen nicht untergehen; diese wird wahrscheinlich am Anfang, nach Inkrafttreten dieses Gesetzes, größer sein, aber ich gehe davon aus, dass sich das einpendelt. Jede Gemeinde kann selbstverständlich von sich aus Informationen online stellen. Das ist etwas, das, glaube ich, dann irgendwann auch gut genutzt werden wird, damit man sozusagen nicht Einzelanfragen abarbeiten muss, sondern auf dieses Register verweisen kann. (Abg. Lausch: ...! Wollen tun sie es nicht! Transparenz und ÖVP passt nicht zusammen!)
Abg. Lausch: ...! Wollen tun sie es nicht! Transparenz und ÖVP passt nicht zusammen!
Ein Anliegen war uns – und da komme ich noch einmal zur Gemeindegröße –, dass wir die Verwaltung selbstverständlich handlungsfähig erhalten müssen und selbstverständlich darauf achten müssen, dass gerade kleinere Einheiten (Abg. Lausch: Da gibt’s überall Bezirkshauptmannschaften! Doppelverwaltung!) in dieser Flut von Informationsanfragen nicht untergehen; diese wird wahrscheinlich am Anfang, nach Inkrafttreten dieses Gesetzes, größer sein, aber ich gehe davon aus, dass sich das einpendelt. Jede Gemeinde kann selbstverständlich von sich aus Informationen online stellen. Das ist etwas, das, glaube ich, dann irgendwann auch gut genutzt werden wird, damit man sozusagen nicht Einzelanfragen abarbeiten muss, sondern auf dieses Register verweisen kann. (Abg. Lausch: ...! Wollen tun sie es nicht! Transparenz und ÖVP passt nicht zusammen!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Es gibt einen zweiten Grund, warum diese Legisvakanz wichtig ist: Wir lassen auf dem Weg zum Informationsfreiheitsgesetz und zu diesem großen Paradigmenwechsel niemanden im Stich. Das Bundeskanzleramt und auch die Datenschutzbehörde werden Leitfäden erstellen, werden Schulungen durchführen, damit sich diejenigen, die Informationen erteilen müssen, aber auch diejenigen, die Informationen anfragen, auskennen. Das ist etwas, das auch angeführt worden ist: dass man den Bürger angeblich alleine lassen würde. – Nein, das Gegenteil ist der Fall! Ich widerspreche nur ungern, aber in einem Punkt muss ich dir, liebe Sigi Maurer, widersprechen: Ich glaube, Informationsfreiheit ist jetzt breit angekommen, und eigentlich weiß jeder, was es ist, genauso wie die Abschaffung der kalten Progression. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Wurm: Das war eine Liebeserklärung, Werner!
Ich möchte mich zuallererst beim Koalitionspartner und bei dir, lieber Werner Kogler, für deine Beharrlichkeit ganz herzlich bedanken (Abg. Wurm: Das war eine Liebeserklärung, Werner!), aber natürlich auch beim Verhandlungsteam des Verfassungsdienstes, bei meinem Kabinett, bei allen, die anfänglich Sorgen hatten, die Kritiker waren und mit denen wir ins Gespräch gekommen sind – Länder, Gemeindebund, Städtebund, die Gemeinden selbst, die Sozialpartner, die Zivilgesellschaft –, und ein Dank geht auch an die Wissenschaft, die bis zum Hearing im Verfassungsausschuss wirklich auch konstruktive Beiträge geliefert hat, auf die wir hingehört haben.
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Last, but not least bedanke ich mich bei den im Parlament vertretenen Parteien, die heute diesem Gesetz auch zustimmen, namentlich beim Verfassungssprecher der ÖVP Wolfgang Gerstl, aber auch bei der Verfassungssprecherin der Grünen Agnes Sirkka Prammer, und ein ganz besonderer Dank geht auch an die SPÖ. Ohne die SPÖ wäre dieses Gesetz nicht möglich, und ich möchte mich wirklich auch bei dir, lieber Jörg Leichtfried, ganz herzlich für die konstruktiven Gespräche und Verhandlungen bedanken. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, Transparenz ist ein Gebot der Stunde. Die Bürger des 21. Jahrhunderts haben sie verdient. 100 Jahre nach Einführung des Amtsgeheimnisses verbannen wir es in die Mottenkiste der Republik. Das ist gut so. Streichen Sie sich den 1. September 2025 rot im Kalender an! Wir schaffen das Grundrecht auf Zugang zu Informationen, und ich muss Ihnen ganz ehrlich sagen, ich bin stolz darauf. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
und Bürger trägt deine Handschrift und wird immer mit dir verbunden sein, und ich danke dir ganz besonders herzlich für deinen großartigen persönlichen Einsatz. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall der Abg. Baumgartner und bei den Grünen
Ich persönlich erachte es als unendlich schade, dass sowohl die Klubobfrau der NEOS Meinl-Reisinger als auch Kollege Scherak versucht haben, diese großartige Reform, dieses neue Gesetz dermaßen negativ darzustellen. Wenn von „Dunkeldörfern“ die Rede ist, von Schwierigkeiten, von Dingen, die nicht durchsetzbar waren oder auch aus gutem Grund nicht durchgesetzt wurden, dann möchte ich schon sagen: Wir haben dieses Gesetz auf Augenhöhe mit Partnern verhandelt, nämlich mit den Ländern und Gemeinden (Beifall der Abg. Baumgartner und bei den Grünen), und wir haben auf die Länder und Gemeinden auch gehört, und Länder und Gemeinden sind auch in Zukunft unsere Partner.
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP und bei den Grünen – Zwischenruf der Abg. Künsberg Sarre
Länder und Gemeinden sind in der Bundesverfassung, im bundesstaatlichen Grundprinzip verankert, und Kollege Scherak, der gerade hereinkommt und sehr wohl die Verfassung kennt, weiß genau, dass die Länder Bestandteil dieser Verfassung sind, und deswegen müssen die Länder auch und werden auch in Zukunft bei Änderungen dieser Gesetzeslage ein Mitspracherecht haben. So verstehen wir das bundesstaatliche Prinzip – und nicht so wie die NEOS anscheinend, die den Diskurs und die Auseinandersetzung mit anderen nicht suchen. – Wenn Sie als NEOS sich jetzt schon überall als Regierungspartner für die Zukunft präsentieren, dann mag das Ihr gutes Recht sein, aber eines möchte ich schon sagen: Regieren heißt, Lösungen zu finden und die Dinge ins Ziel zu bringen (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP und bei den Grünen – Zwischenruf der Abg. Künsberg Sarre), und heißt nicht, auf halbem Weg mit irgendwelchen Dingen stehen zu bleiben, die man dann nicht umsetzen kann.
Ruf bei der ÖVP: Genau!
Und ich sage Ihnen: Unsere Gemeinden sind modern. Unsere Gemeinden wissen, was sie zu tun haben (Ruf bei der ÖVP: Genau!), und wissen, wie sie mit den Bürgern umzugehen haben. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen. – Bravoruf bei der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen. – Bravoruf bei der ÖVP.
Und ich sage Ihnen: Unsere Gemeinden sind modern. Unsere Gemeinden wissen, was sie zu tun haben (Ruf bei der ÖVP: Genau!), und wissen, wie sie mit den Bürgern umzugehen haben. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen. – Bravoruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer. – Rufe bei der ÖVP: Gute Rede! Sehr gute Rede!
Die Bürger stehen nämlich für uns an erster Stelle, und es sind auch die Menschen, die für uns da sind und die uns das Vertrauen schenken. Und weil wir ihnen jetzt die Möglichkeit geben, dass sie unser Vertrauen gewinnen können – durch die Informationsfreiheit –, deswegen werden sie uns bei der Wahl ihr Vertrauen schenken, und wir werden viele Maßnahmen des Österreichplans umsetzen und ganz besonders auf Basis dessen, dass wir transparent und informativ mit den Maßnahmen, die wir umsetzen werden, umgehen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer. – Rufe bei der ÖVP: Gute Rede! Sehr gute Rede!)
Beifall bei der SPÖ.
Vom Amtsgeheimnis hin zu einem Recht auf Information: Ich würde sagen, das ist ein guter Tag für Österreich. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir schaffen das Amtsgeheimnis ab und beschließen gleichzeitig ein Grundrecht auf Information. Das ist ein Meilenstein, und einer der Experten im Hearing im Verfassungsausschuss hat gesagt: Das macht Österreich von einem der letzten Länder in Europa, die ein Amtsgeheimnis in der Verfassung hatten, zum ersten Land, das das Grundrecht auf Information in der Verfassung hat. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Ja, natürlich: Falls Gesetze, die verfassungswidrig sind, beschlossen werden, dann muss man sie vor dem Verfassungsgerichtshof bekämpfen. Das ist aber keine Tragik, das ist nichts Schlimmes, so funktioniert der Rechtsstaat. Das ist unser System, so funktioniert das, und das ist gut so. – Natürlich werden wir dann vom Verfassungsgerichtshof festgestellt bekommen: Das ist ein verfassungswidriges Gesetz, denn es widerspricht dem freien Zugang auf Information. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Wir haben hier heute schon sehr viele Sprichwörter gehört, und ich möchte auch noch eines sagen. Eines dieser Sprichwörter lautet: „Das Bessere ist der Feind des Guten.“ – Genau das passt hier, wenn Frau Klubobfrau Meinl-Reisinger sagt: Wir hätten ein noch besseres Informationsfreiheitsgesetz gemacht. – Nein, das hättet ihr nicht gemacht, weil ihr das nicht durchgebracht hättet! Wir haben hier nicht das beste Informationsfreiheitsgesetz der Welt, aber wir haben das beste Informationsfreiheitsgesetz für Österreich. Hinter dem steht ganz Österreich. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
nein, das ist Demokratie: So funktioniert das System! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ich war aber immer überzeugt davon, dass wir das zusammenkriegen, und zwar einerseits deshalb, weil ich wusste, dass bei uns im Klub alle dafür kämpfen, und weil ich wusste, dass wir in der Frau Bundesministerin eine echte Verbündete haben. Sie hat das mit wirklicher Überzeugung und mit Leidenschaft und mit ganz, ganz, ganz viel Energie durchgekämpft. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Das sind natürlich harte Gespräche gewesen, aber das waren sie zu Recht, denn all diese Einwände kommen ja nicht einfach von irgendwoher. Niemand sagt: Ach, ihr wollt das machen und ich will das nicht, und ich tue euch das zufleiß! – Nein, das waren doch durchaus berechtigte Einwände, und man muss jetzt einfach schauen, dass man eine Lösung findet, mit der alle leben können, denn wir wollen ja, dass dieses Gesetz lebt. Wir wollen ja, dass die Information wirklich zu den Leuten kommt, wir wollen, dass die Menschen die Informationen verfügbar haben, wir wollen, dass die Menschen wissen, was die Verwaltung macht, denn Verwaltung ist immer – zu jedem einzelnen Zeitpunkt und in jeder einzelnen Behörde – Handeln im Auftrag der Bevölkerung und für die Bevölkerung. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ich sage euch, meine ernsthafte Überzeugung ist: Ihr würdet euch da nicht hinsetzen und sagen: Wir können da nicht zustimmen, weil es nicht gut genug ist, wenn ihr euch nicht darauf verlassen könntet, dass wir es trotzdem beschließen. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Ing. Manfred Hofinger (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzte Vertreter der Bundesregierung! Am Beginn möchte ich eine Besuchergruppe bei uns im Haus begrüßen, und zwar darf ich im Namen von Niki Berlakovich, meinem Kollegen, die ÖVP Pinkafeld recht herzlich im Hohen Haus begrüßen. (Allgemeiner Beifall.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
gebraucht hat, dass das Amtsgeheimnis abgeschafft wird. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich glaube, diese Bundesregierung mit Karl Nehammer hat das geschafft, gemeinsam mit der Verfassungsministerin Karo Edtstadler. – Herzliche Gratulation dazu! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Fischer und Prammer.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Fischer und Prammer.
gebraucht hat, dass das Amtsgeheimnis abgeschafft wird. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich glaube, diese Bundesregierung mit Karl Nehammer hat das geschafft, gemeinsam mit der Verfassungsministerin Karo Edtstadler. – Herzliche Gratulation dazu! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Fischer und Prammer.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Michael Hammer: Eine ganz starke Rede!
Wir stehen hinter unseren Gemeinden, wir stehen hinter unseren Bürgern, und wir stehen für Augenmaß, wir stehen für Leistung, wir stehen für Sicherheit für unsere Familien, wir stehen für den ländlichen Raum und für unsere Gemeinden. Das steht auch im Österreichplan. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Michael Hammer: Eine ganz starke Rede!)
Beifall der Abgeordneten Greiner und Oberrauner.
Wenn wir heute ein Informationsfreiheitsgesetz und die bundesverfassungsrechtlichen Regelungen gemeinsam beschließen dürfen – ÖVP, Grüne und auch SPÖ –, liegt das daran, dass vor allem die SPÖ seit den letzten zehn Jahren immer wieder auf Transparenz gepocht hat und auch in einer Oppositionsrolle die Gespräche durchaus konstruktiv geführt hat, aufgrund dessen wir eingeladen worden sind. (Beifall der Abgeordneten Greiner und Oberrauner.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Ich sehe auch durchaus eine Lösung im Verfassungsbereich. Ich sehe nicht ein, Kollege Scherak, wie du darauf kommst, dass die Verfassung in irgendeiner Weise in Gefahr wäre. Wir haben einen Verfassungsgerichtshof, Kollegin Agnes Prammer hat das angesprochen, und der Verfassungsgerichtshof ist genau dafür da. Das ist blanker Opportunismus, wenn du behauptest, deshalb da nicht mitgehen zu können. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Abg. Lukas Hammer: Tut sie eh!
Ich denke und bin dafür, dass auch die FPÖ ihr wahres Gesicht zeigen müsste. (Abg. Lukas Hammer: Tut sie eh!) Wenn man Freiheit in seinem Namen hat, sollte man einem Gesetz, das Informationsfreiheitsgesetz heißt, auch zustimmen dürfen. Die Begründung mit den 5 000 Einwohnern ist eine lapidare. Ihr Vorsitzender Herbert Kickl hat bereits 2013 erwähnt, das Kind nicht mit dem Bade ausschütten zu wollen. Anscheinend dürfte sich die Meinung nicht geändert haben, obwohl eigentlich sehr viel passiert ist.
Abg. Michael Hammer: Außer in Wien!
Ich bin auch dafür, dass diese Transparenz herrscht, weil wir als SPÖ immer gegen Korruption agieren. (Abg. Michael Hammer: Außer in Wien!) Korruption ist unserer Meinung nach durchaus etwas, das mit der Informationsfreiheit hintangehalten werden kann. Korruption ist Unkraut, und Unkraut kann mit dem Informationsfreiheitsgesetz gejätet und vernichtet werden.
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abgeordneten Lindinger.
Wir als SPÖ werden, genauso wie es auch Kollege Leichtfried gesagt hat, diesem Gesetz jedenfalls zustimmen. Ich bedanke mich auch, Frau Bundesministerin, dass Sie meinen hartnäckigen Fragen: Wann wird es kommen?, und: Wie wird es aussehen?, immer wieder Rechnung getragen haben. Jetzt ist es da und wir werden es heute gemeinsam beschließen. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abgeordneten Lindinger.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Höfinger.
Auch für die Oppositionspolitiker:innen vor Ort ist das ein entscheidender Faktor, denn nicht alle bekommen alle Infos, die sie haben möchten, aber für eine gute Arbeit vor Ort brauchen. Informationsfreiheit bedeutet also das Recht, Informationen zu bekommen, und das ist wirklich ganz großartig. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Höfinger.)
Abg. Krisper: Nein, wir sind um zwei schlechter geworden!
auf Platz 20, haben uns scheinbar verbessert von 22 auf 20, allerdings bei der gleichen Punktezahl. (Abg. Krisper: Nein, wir sind um zwei schlechter geworden!) Insofern kann man sagen, okay, wir sind zumindest nicht schlechter geworden. Ich möchte aber in diesem Zusammenhang auch sagen, dass es ja eine Zeit lang dauert, bis diese Wahrnehmung, dass sich in Österreich wirklich so viel ins Transparente, ins Bessere verändert, bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommt.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir haben jetzt bereits die Novelle zum Parteiengesetz – Parteienfinanzierung – und auch die Ausweitung des Korruptionsstrafrechts beschlossen. Ich bin wirklich davon überzeugt, dass das, was wir heute beschließen, das Informationsfreiheitsgesetz, noch einmal einzahlt bei den Bürger:innen, dass sie das Gefühl haben, Österreichs Verwaltung ist vertrauenswürdig. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordnete Sabine Schatz (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Gut Ding braucht Weile. Ich kann mich ehrlicherweise an keine Gesetzesmaterie erinnern – ich persönlich –, die wir in dieser Gesetzgebungsperiode behandelt hätten, auf die dieser Satz so genau zutrifft, wie auf das Informationsfreiheitsgesetz. Mit einem anderen Satz oder mit anderen Worten gesprochen: Heute wird nach elfjähriger Debatte und Diskussion das Amtsgeheimnis abgeschafft und durch ein Grundrecht der Bürgerinnen und Bürger auf Information ersetzt, und das ist gut so. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Fischer.
Jetzt, nachdem es uns gelungen ist, in den Verhandlungen mit den Regierungsparteien noch einige wesentliche Verbesserungen in einem gemeinsamen Abänderungsantrag durchzusetzen, wird endlich das Informationsfreiheitsgesetz geschaffen. Das ist eine Forderung, die wir als Sozialdemokratie – Kollege Leichtfried hat vorhin die Historie erwähnt – sozusagen in den letzten elf Jahren auch mit Initiativen gestellt haben. Jetzt wird diese Forderung endlich umgesetzt, und das ist gut. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Fischer.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich möchte auch auf die Ausweitung des Anfragerechts für uns Abgeordnete hinweisen – das ist auch schon mehrfach zitiert worden. Ich glaube, wir alle kennen Anfragebeantwortungen aus den unterschiedlichen Ministerien, die uns immer furchtbar ärgern, weil wir keine oder unzureichende Beantwortungen auf die Fragen bekommen, weil es beim Interpellationsrecht einen Verweis auf eben die Amtsverschwiegenheit gibt. Auch das wird in Zukunft in dieser Form nicht mehr möglich sein. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.) Das parlamentarische Kontrollrecht wird tatsächlich einen wirklich zentralen Schub bekommen, und das ist auch wichtig für unsere Arbeit als Abgeordnete hier im Parlament. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich möchte auch auf die Ausweitung des Anfragerechts für uns Abgeordnete hinweisen – das ist auch schon mehrfach zitiert worden. Ich glaube, wir alle kennen Anfragebeantwortungen aus den unterschiedlichen Ministerien, die uns immer furchtbar ärgern, weil wir keine oder unzureichende Beantwortungen auf die Fragen bekommen, weil es beim Interpellationsrecht einen Verweis auf eben die Amtsverschwiegenheit gibt. Auch das wird in Zukunft in dieser Form nicht mehr möglich sein. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.) Das parlamentarische Kontrollrecht wird tatsächlich einen wirklich zentralen Schub bekommen, und das ist auch wichtig für unsere Arbeit als Abgeordnete hier im Parlament. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Brandstötter und Loacker.
Ganz ehrlich, ein bissl verwundern tut es mich schon, dass die NEOS, die eigentlich bei jeder Gelegenheit mehr Transparenz einfordern, heute gegen mehr Transparenz stimmen. Das verwundert mich wirklich. (Zwischenrufe der Abgeordneten Brandstötter und Loacker.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
mich nicht, dass die FPÖ Angst hat – da braucht man aktuell nur nach Graz zu schauen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Heiterkeit und Zwischenrufe bei den NEOS sowie Heiterkeit bei Abgeordneten der Grünen
Abgeordnete Mag. Ulrike Fischer (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Heute ist ein historischer Moment. Heute ist ein Paradigmenwechsel. Wir lassen uns dieses Gesetz von niemandem kleinreden, auch nicht von den NEOS (Heiterkeit und Zwischenrufe bei den NEOS sowie Heiterkeit bei Abgeordneten der Grünen), und auch nicht von irgendjemandem, der sagt, das sei ein schlechtes Gesetz. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Mag. Ulrike Fischer (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Heute ist ein historischer Moment. Heute ist ein Paradigmenwechsel. Wir lassen uns dieses Gesetz von niemandem kleinreden, auch nicht von den NEOS (Heiterkeit und Zwischenrufe bei den NEOS sowie Heiterkeit bei Abgeordneten der Grünen), und auch nicht von irgendjemandem, der sagt, das sei ein schlechtes Gesetz. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Matznetter: Also sind die NEOS die ...! – Zwischenrufe bei den NEOS.
Wenn die NEOS heute sagen, es gibt Dunkeldörfer, dann tappen sie im Dunkeln. (Abg. Matznetter: Also sind die NEOS die ...! – Zwischenrufe bei den NEOS.) Es ist nämlich nicht richtig, es ist nicht richtig. Es ist nicht richtig, dass man, wenn man keine Information bekommt, keinen Bescheid bekommt – das ist nicht richtig. (Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff.) § 11 – in den Erläuterungen kann ich es noch deutlicher nachlesen, wenn ich es im Paragrafen nicht erkennen kann – sagt klar: Wenn man innerhalb von zwei Monaten keine Information bekommt, dann bekommt man einen negativen Bescheid. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff.) – Das ist nicht die Regel und so soll es nicht sein.
Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff.
Wenn die NEOS heute sagen, es gibt Dunkeldörfer, dann tappen sie im Dunkeln. (Abg. Matznetter: Also sind die NEOS die ...! – Zwischenrufe bei den NEOS.) Es ist nämlich nicht richtig, es ist nicht richtig. Es ist nicht richtig, dass man, wenn man keine Information bekommt, keinen Bescheid bekommt – das ist nicht richtig. (Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff.) § 11 – in den Erläuterungen kann ich es noch deutlicher nachlesen, wenn ich es im Paragrafen nicht erkennen kann – sagt klar: Wenn man innerhalb von zwei Monaten keine Information bekommt, dann bekommt man einen negativen Bescheid. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff.) – Das ist nicht die Regel und so soll es nicht sein.
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff.
Wenn die NEOS heute sagen, es gibt Dunkeldörfer, dann tappen sie im Dunkeln. (Abg. Matznetter: Also sind die NEOS die ...! – Zwischenrufe bei den NEOS.) Es ist nämlich nicht richtig, es ist nicht richtig. Es ist nicht richtig, dass man, wenn man keine Information bekommt, keinen Bescheid bekommt – das ist nicht richtig. (Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff.) § 11 – in den Erläuterungen kann ich es noch deutlicher nachlesen, wenn ich es im Paragrafen nicht erkennen kann – sagt klar: Wenn man innerhalb von zwei Monaten keine Information bekommt, dann bekommt man einen negativen Bescheid. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff.) – Das ist nicht die Regel und so soll es nicht sein.
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen – Oh-Rufe bei der SPÖ – Zwischenruf des Abg. Eßl – Zwischenrufe bei den NEOS
Was bringt dieses Gesetz? – Dieses Gesetz bringt mir, und ich bin eine Nutznießerin als Bürgermeisterinanwärterin, als Vizebürgermeisterin, den Vorteil (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen – Oh-Rufe bei der SPÖ – Zwischenruf des Abg. Eßl – Zwischenrufe bei den NEOS), dass ich die Verpflichtung habe, alles auf der Informationsebene zu veröffentlichen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), wenn dem nicht irgendeine Geheimhaltung entgegensteht. Ich habe das
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Was bringt dieses Gesetz? – Dieses Gesetz bringt mir, und ich bin eine Nutznießerin als Bürgermeisterinanwärterin, als Vizebürgermeisterin, den Vorteil (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen – Oh-Rufe bei der SPÖ – Zwischenruf des Abg. Eßl – Zwischenrufe bei den NEOS), dass ich die Verpflichtung habe, alles auf der Informationsebene zu veröffentlichen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), wenn dem nicht irgendeine Geheimhaltung entgegensteht. Ich habe das
Beifall bei den Grünen.
Recht und die Verpflichtung, und das ist gut so. Es räumt Spekulationen aus. Es räumt aus: Na ja, die Gemeinden, die Verwaltung wollen nicht hergeben! – Die Verwaltung ist in vielen Fällen hilfreich und will Informationen hergeben, und jetzt schaffen wir das entsprechende Gesetz, dass sie das machen kann. (Beifall bei den Grünen.)
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen sowie Beifall bei der ÖVP.
Liebe NEOS, das ist kein Eierantrag – auch der Eierantrag war nicht schlecht –, sondern das ist ein richtig gutes Gesetz. Wenn ihr Eier habt, dann stimmt ihr heute mit! – Danke. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen sowie Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und NEOS.
Abgeordneter Maximilian Linder (FPÖ): Frau Präsident! Herr Vizekanzler! Frau Minister! Geschätzte Kolleginnen! Geschätzte Kollegen! Kollegin Fischer, wenn Sie Männlichkeit gezeigt hätten, hätten Sie den Mut gehabt, dieses Gesetz für alle Bürger zu machen und nicht 40 Prozent der Bürger auszuschließen! (Beifall bei FPÖ und NEOS.)
Ruf bei der ÖVP: Wie viele hat denn Afritz?
Bei Gemeinden unter 5 000 Einwohner gibt es diese Transparenz nämlich nicht, da ist es offenbar nicht notwendig, Dinge von vornherein transparent offenzulegen. (Ruf bei der ÖVP: Wie viele hat denn Afritz?)
Beifall bei den Grünen. – Ruf bei den Grünen: Ja hoffentlich!
Meine Damen und Herren, wenn ihr glaubt, dass wir uns damit Arbeit sparen, da seid ihr ganz, ganz fehl am Platz: In jeder Gemeinde gibt es besonders interessierte Bürger, was auch gut so ist, und die werden uns tagtäglich mit Anfragen beschäftigen! (Beifall bei den Grünen. – Ruf bei den Grünen: Ja hoffentlich!)
Abg. Voglauer: Bei der Bürgerin!
Wenn wir die gleichen Rechte und die gleichen Pflichten hätten, dann würden wir das gleich von vornherein offenlegen, aber nein, man verheimlicht und sagt, die kleinen Gemeinden, die brauchen wir nicht. Liebe Kolleginnen und liebe Kollegen, was bleibt übrig beim Bürger draußen? (Abg. Voglauer: Bei der Bürgerin!) Was bleibt wirklich übrig? – Bei euch in den kleinen Gemeinden wird gemauschelt, deswegen braucht ihr es nicht offenzulegen. Warum habt ihr nicht den Mut gehabt – und ich sage das nicht in Ihren Worten, Kollegin Fischer –, diesen Gesetzentwurf so zu machen, dass er für alle Gemeinden gilt und so jeder Bürger das gleiche Recht hat? (Abg. Baumgartner: Das ist eine Unterstellung!)
Abg. Baumgartner: Das ist eine Unterstellung!
Wenn wir die gleichen Rechte und die gleichen Pflichten hätten, dann würden wir das gleich von vornherein offenlegen, aber nein, man verheimlicht und sagt, die kleinen Gemeinden, die brauchen wir nicht. Liebe Kolleginnen und liebe Kollegen, was bleibt übrig beim Bürger draußen? (Abg. Voglauer: Bei der Bürgerin!) Was bleibt wirklich übrig? – Bei euch in den kleinen Gemeinden wird gemauschelt, deswegen braucht ihr es nicht offenzulegen. Warum habt ihr nicht den Mut gehabt – und ich sage das nicht in Ihren Worten, Kollegin Fischer –, diesen Gesetzentwurf so zu machen, dass er für alle Gemeinden gilt und so jeder Bürger das gleiche Recht hat? (Abg. Baumgartner: Das ist eine Unterstellung!)
Abg. Voglauer: Bürgerin!
Übrig bleibt genau eines: In den kleinen Gemeinden kann weiter getrickst werden, denn dort müssen wir erst fragen und darum betteln, Informationen zu kriegen. Das ist ein Grund dafür, dass viele Bürger in den kleinen Gemeinden die Bürgermeister leider als Dorfkaiser bezeichnen: Mit genau solchen Gesetzen wird diese Mär weiterhin genährt und am Leben gehalten. Das ist ein Grund, warum wir Freiheitliche das Gesetz nicht mittragen: weil wir glauben, dass jeder Bürger (Abg. Voglauer: Bürgerin!), egal ob er in einer kleinen oder in einer großen Gemeinde lebt, das gleiche Recht hat. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Übrig bleibt genau eines: In den kleinen Gemeinden kann weiter getrickst werden, denn dort müssen wir erst fragen und darum betteln, Informationen zu kriegen. Das ist ein Grund dafür, dass viele Bürger in den kleinen Gemeinden die Bürgermeister leider als Dorfkaiser bezeichnen: Mit genau solchen Gesetzen wird diese Mär weiterhin genährt und am Leben gehalten. Das ist ein Grund, warum wir Freiheitliche das Gesetz nicht mittragen: weil wir glauben, dass jeder Bürger (Abg. Voglauer: Bürgerin!), egal ob er in einer kleinen oder in einer großen Gemeinde lebt, das gleiche Recht hat. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen. – Ruf bei den Grünen: Juhu!
Wer dem vorliegenden Gesetzentwurf auch in dritter Lesung seine Zustimmung gibt, den ersuche ich um ein Zeichen. – Der Gesetzentwurf ist auch in dritter Lesung mit der erforderlichen Zweidrittelmehrheit angenommen. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen. – Ruf bei den Grünen: Juhu!)
Beifall bei der SPÖ.
Diese eingeschränkte Ausrichtung dieser KI-Servicestelle spiegelt sich auch in der Zusammensetzung des Beirats wider, die Bereiche wie Bildung und Soziales außen vor lässt. Die Mitglieder des Beirats sind ja ausschließlich von Bundeskanzler und Finanzminister nominiert, und sie sind alle im Bereich des Rechts und der Technik spezialisiert – es gibt null Einbindung der Sozialpartner, es gibt null Einbindung der Zivilgesellschaft. Sie haben zwar bei der Präsentation der KI-Servicestelle betont, dass es Ihnen darum gehe, die Bürger:innen niederschwellig mit KI-Wissen zu versorgen, aber da muss ich Ihnen leider entgegenhalten, dass das eben nicht der Fall ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben unsere Kritik im Ausschuss kundgetan, aber leider war Ihnen das sichtlich egal. Das ist auch der Grund, weshalb wir heute nicht mitstimmen werden: weil es da von Ihnen überhaupt keine Bewegung gegeben hat. Es ist zwar nett und schön, dass Sie gestern ein E-Mail ausgeschickt und darin verlautbart haben, es solle da noch ein anderes Forum geben, nur das ist nicht das, was wir heute beschließen. Ich muss Ihnen daher leider sagen: Wenn Sie wollen, dass wir hier zustimmen, dann müssen Sie eine Servicestelle einrichten, die viel breiter aufgestellt wird und die auch den Namen verdient, eine Servicestelle für Bürgerinnen und Bürger zu sein! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Das ist aber nicht die einzige Stelle, die sich mit dem Thema befassen soll. Kollegin Duzdar hat es heute vielleicht noch nicht weitergeleitet bekommen, aber gestern erst haben wir eine E-Mail des Staatssekretariats bekommen, in der es darum geht, wie die weitere Ausbaustufe sein soll, um neben der KI-Servicestelle, dem KI-Beirat, der etabliert wird, auch die Möglichkeit zu schaffen, viele verschiedene Stakeholder – beispielsweise aus der Interessenvertretung, aus Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer, aus Non-Profit-Organisationen, Vereinen, die sich mit dem Thema intensiv beschäftigen – zu bündeln, zusammenzubringen und das Thema KI-Umsetzung und -Weiterentwicklung in Österreich sowie rechtliche Rahmenbedingungen voranzutreiben. Das ist durchaus sehr begrüßenswert. Danke, Herr Staatssekretär, dass Sie – dass du da auch immer wieder so bemüht bist. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Insgesamt ist es also ein guter Antrag, eine gute Gesetzesänderung, die wir hier beschließen, und eine Kernaufgabe und wichtige Aufgabe, die die Servicestelle durchführen soll. Ich bitte um breite Zustimmung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Zorba: Aber Duxi, das ist ja kein Gold Plating, bitte!
Man nennt dieses überbordende Treffen von Regulierungen Gold Plating und dieses Vorreiten der österreichischen Bundesregierung ist sozusagen jetzt schon ein Gold Plating, bevor man eigentlich gold platen kann. Das ist ja eine Situation, die wir einfach in dieser Art und Weise noch nicht erlebt haben; das ist, finde ich, durchaus bemerkenswert. (Abg. Zorba: Aber Duxi, das ist ja kein Gold Plating, bitte!)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Die künstliche Intelligenz wird unser Leben in einer Art und Weise verändern, wie es wahrscheinlich davor der Buchdruck getan hat; und dann zu sagen: Na ja, das machen wir uns unter den Regierungsparteien aus und wir hören nicht auf die Expertise von außen!, das halte ich für fahrlässig, denn diese Expertise könnte man in genau solch einem Begutachtungsprozess einholen. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Voglauer
Wir haben nun folgende Situation: Erstens will Herr Staatssekretär Tursky so schnell wie möglich weg aus seinem Amt, soweit mir das bewusst ist, und Bürgermeister in Innsbruck werden. Zweitens wird es vielleicht nicht immer so sein, dass wir einen Staatssekretär für Digitalisierung haben. Wir stehen vor Neuwahlen – das ist der nächste Tagesordnungspunkt, der relativ bald kommen wird (Zwischenruf der Abg. Voglauer) –, und was passiert dann mit dieser KI-Servicestelle, wenn es plötzlich gar keinen Staatssekretär für Digitalisierung mehr gibt? – Die ist weg. Das zeigt eben, dass diese Bundesregierung oft sehr oberflächlich, nicht in die Tiefe gehend arbeitet.
Beifall bei den NEOS.
Ich glaube, das wären die Dinge, um die sich die Bundesregierung jetzt kümmern sollte, weil wir da höchste Eisenbahn haben, längst in die Umsetzung gehen sollten; auch die europäischen Ebenen haben ja schon die Beschlüsse gefasst. Wir sollten liefern, aber Sie fokussieren sich momentan lieber auf Nebelgranaten. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zuletzt noch ein Appell an uns als Parlament: Wir befinden uns im Superwahljahr, und vermutlich ist auch die Versuchung sehr groß, mit KI-Tools Wahlkampf oder Desinformation zu betreiben. Ich glaube, damit wir uns nicht gegenseitig und auch nicht der Demokratie schaden, sollten wir davon absehen, diese Tools im Superwahljahr stark einzusetzen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Kraft ist; er wird nächste Woche abgestimmt. Sie haben zu Recht in Ihrer Rede kritisiert, dass wir in Österreich manchmal bei der Umsetzung europäischer Regulatorien hinterherhinken. Sie haben auch zu Recht den Data Governance Act ins Treffen geführt, über den ich noch sprechen werde. Diesmal ist das aber nicht der Fall. Warum? – Weil wir jetzt eine KI-Servicestelle einsetzen wollen, um in Österreich schnellstmöglich fähig zu sein, KI-Lösungen nach dem AI-Act zu zertifizieren. Wir werden damit neben Holland und Spanien das einzige Land sein, das eine solche Einrichtung hat, um den Wettbewerbsvorteil für die österreichischen Unternehmen zu schaffen, dass hier in Österreich für ganz Europa gültige KI-Lösungen in Verkehr gebracht werden können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Auch bei der KI-Strategie wird es aufgrund der neuen Voraussetzungen innerhalb der künstlichen Intelligenz notwendig sein, die Sozialpartnerschaft und alle Stakeholder einzubinden. Ich habe mir deshalb gestern noch erlaubt, das angesprochene Organigramm mit allen überblickbaren Informationen zur Verfügung zu stellen, damit Sie sehen, was wir in diesem Bereich wirklich vorhaben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Am Ende des Tages wird es bei der künstlichen Intelligenz darum gehen, die Chancen für die Österreicherinnen und Österreicher zu nützen – und damit beschäftige ich mich inzwischen seit zwei Jahren. Uns muss bewusst sein, dass die Art und Weise, wie wir zwar die Risiken ansprechen, aber die Chancen von Innovation, künstlicher Intelligenz und Digitalisierung nützen, entscheidend für den österreichischen Standort sein wird. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Jetzt komme ich aber zum Aber. Das war – und es ist heute schon erwähnt worden – eine Schnell-schnell-Aktion. Es gab einen Initiativantrag von den Grünen und von der ÖVP, bei dem wieder einmal alle anderen Fraktionen nicht eingebunden waren. Ich möchte nicht wehleidig sein, weil es nicht darum geht. Es waren aber auch alle anderen nicht eingebunden – auch nicht Expertinnen und Experten. Um nämlich etwas wirklich Gutes und Fundiertes auf die Füße zu stellen, ruft man Begutachtungsverfahren ins Leben und lässt in einer Demokratie Expert:innen, Zivilgesellschaft und viele mehr mitreden. All das ist leider wieder einmal nicht passiert. Das ist sehr, sehr schade, Herr Staatssekretär – wirklich sehr, sehr schade. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Zorba: Wer verwendet diese Anwendungen?
Die Servicestelle für künstliche Intelligenz adressiert genau eine Gruppe – das sei auch erwähnt –, der Herr Staatssekretär hat es soeben in seinen Ausführungen noch einmal untermauert: Es geht ganz einfach um die Rechtssicherheit von KI-Anwendungen für Unternehmen – Punkt. Es geht nicht darum, ob Bürgerinnen und Bürger dort Informationen bekommen, wie Kollege Zorba ausgeführt hat. (Abg. Zorba: Wer verwendet diese Anwendungen?) – Nein, diesen gesetzlichen Auftrag gibt es in eurem Antrag nicht, das steht nicht drinnen. Das würden wir uns wünschen, das würden wir fordern, aber das gibt es nicht. Es ist eine reine Anlaufstelle für Unternehmen, okay, aber nicht das, was ihr hier heute sozusagen verkaufen wollt. Das stimmt einfach nicht.
Beifall bei der SPÖ.
Mit dem Beirat kann man diese Kritik ganz gut untermauern, weil dieser einfach mit wenigen Disziplinen besetzt ist. Es fehlt völlig die Wissenschaft im Bereich der Bildung, im Bereich des Sozialen und im Bereich von Genderfragen. Die Zivilgesellschaft wird im Beirat auch nicht abgebildet. Das ist unser großer Kritikpunkt und deswegen werden wir dem heutigen Antrag leider keine Zustimmung erteilen können, weil für uns eine umfassende KI-Servicestelle für alle Bürgerinnen und Bürger da sein muss, vor allem divers sein muss. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Kucharowits.
Umso wichtiger ist es, dass die neue Servicestelle für künstliche Intelligenz, die wir heute hier auf den Weg bringen, tatsächlich einen ersten Schritt in die richtige Richtung darstellt, weil diese Servicestelle neben ihrer beratenden, analysierenden, informierenden Funktion durch den elfköpfigen Beirat, von dem wir jetzt auch schon gehört haben, natürlich diese und auch die nächstfolgenden Regierungen dabei beraten soll, wie man technische, ethische und auch gesellschaftliche Aspekte, die in Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz stehen, und Probleme, die damit auftreten, wirklich gut und fundiert bearbeiten kann. Selbstverständlich beinhaltet das auch das Thema Gewaltschutz und das Thema Sicherheit von Frauen im Sinne von Cybersicherheit von Frauen. (Zwischenruf der Abg. Kucharowits.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich persönlich finde es sehr gut, dass uns dieser erste Schritt gelingt, und hege sehr große Hoffnungen, dass weitere Schritte folgen werden. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Steinacker: Eine sehr einseitige Sichtweise, Herr Kollege!
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ): Frau Präsidentin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Wir haben vor kurzer Zeit einen der wenigen Lichtblicke dieser Regierungstätigkeit erlebt (Abg. Steinacker: Eine sehr einseitige Sichtweise, Herr Kollege!), und die Sozialdemokratie ist als konstruktive Kraft in diesem Haus natürlich bereit, gute Dinge zu unterstützen.
Beifall bei der SPÖ.
Bei all diesen Dingen haben Sie keinen Plan, keinen Willen, die Probleme zu lösen, oder es ist Ihnen einfach wurscht, geschätzte Damen und Herren von den Regierungsfraktionen. So geht man nicht mit den Menschen in diesem Land um. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Lukas Hammer: Quod erat demonstrandum! – Abg. Schwarz: Bitte, Jörg!
Ich sage Ihnen jetzt etwas, sehr geehrte Damen und Herren – ich sage das immer wieder –: Showpolitik ersetzt keine Politik für die Menschen im Land. (Abg. Lukas Hammer: Quod erat demonstrandum! – Abg. Schwarz: Bitte, Jörg!)
Beifall bei der SPÖ.
Es wird Zeit, dass man diesem Schrecken ein Ende setzt, es wird Zeit für eine neue Regierung, es wird Zeit für einen echten Reformkanzler. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Es ist ja fast ein bisschen bezeichnend, dass die FPÖ einen Neuwahlantrag einbringt, gleichzeitig aber kaum Abgeordnete zu dieser Debatte entsendet. Ich glaube, ihr wollt neu wählen, damit ihr frische Kräfte hereinbekommt – die jetzigen wirken etwas müde. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Stöger: Nein, Bundeskanzler will er werden!
Ja, bei der SPÖ ist ja nachvollziehbar, dass sie früher wählen möchte. Der neue Vorsitzende, der sich nach einigen internen Wahlauseinandersetzungen durchgesetzt hat, hat ja kein Nationalratsmandat. Ihr wollt ihn natürlich hier hereinbringen, damit er Philip Kucher von der Bürde des Klubobmanns befreien kann (Abg. Stöger: Nein, Bundeskanzler will er werden!) und hier seine marxistischen Thesen verbreiten kann. (Abg. Heinisch-Hosek: Was redet der Hammer schon wieder?)
Abg. Heinisch-Hosek: Was redet der Hammer schon wieder?
Ja, bei der SPÖ ist ja nachvollziehbar, dass sie früher wählen möchte. Der neue Vorsitzende, der sich nach einigen internen Wahlauseinandersetzungen durchgesetzt hat, hat ja kein Nationalratsmandat. Ihr wollt ihn natürlich hier hereinbringen, damit er Philip Kucher von der Bürde des Klubobmanns befreien kann (Abg. Stöger: Nein, Bundeskanzler will er werden!) und hier seine marxistischen Thesen verbreiten kann. (Abg. Heinisch-Hosek: Was redet der Hammer schon wieder?)
Heiterkeit der Abgeordneten Belakowitsch und Fürst
dreht (Heiterkeit der Abgeordneten Belakowitsch und Fürst) und die Umfragen, an denen Sie immer schnuppern und an denen Sie sich ergötzen, sich nicht so entwickeln. Es geht etwas nach unten, wie man merkt. Das Prädikat Volkskanzler, das Sie so gerne verwenden – ich kann mich an Plenarsitzungen erinnern, in denen jeder Abgeordnete fünfmal Volkskanzler gesagt hat – (Abg. Lausch: ... Funktionäre von euch ...!), sagt ihr jetzt gar nicht mehr, weil ihr wisst, niemand will diesen Volkskanzler und schon gar nicht Kickl. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf bei der FPÖ.)
Abg. Lausch: ... Funktionäre von euch ...!
dreht (Heiterkeit der Abgeordneten Belakowitsch und Fürst) und die Umfragen, an denen Sie immer schnuppern und an denen Sie sich ergötzen, sich nicht so entwickeln. Es geht etwas nach unten, wie man merkt. Das Prädikat Volkskanzler, das Sie so gerne verwenden – ich kann mich an Plenarsitzungen erinnern, in denen jeder Abgeordnete fünfmal Volkskanzler gesagt hat – (Abg. Lausch: ... Funktionäre von euch ...!), sagt ihr jetzt gar nicht mehr, weil ihr wisst, niemand will diesen Volkskanzler und schon gar nicht Kickl. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf bei der FPÖ.
dreht (Heiterkeit der Abgeordneten Belakowitsch und Fürst) und die Umfragen, an denen Sie immer schnuppern und an denen Sie sich ergötzen, sich nicht so entwickeln. Es geht etwas nach unten, wie man merkt. Das Prädikat Volkskanzler, das Sie so gerne verwenden – ich kann mich an Plenarsitzungen erinnern, in denen jeder Abgeordnete fünfmal Volkskanzler gesagt hat – (Abg. Lausch: ... Funktionäre von euch ...!), sagt ihr jetzt gar nicht mehr, weil ihr wisst, niemand will diesen Volkskanzler und schon gar nicht Kickl. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ
Ihr merkt natürlich auch, dass diese Dauerempörung und diese Dauerskandalisierung den Österreicherinnen und Österreicher mittlerweile auf die Nerven geht. Es gibt auch noch einen anderen Grund, und den halte ich schon wieder für sehr bedenklich: Ihr wollt natürlich relativ bald wählen, damit ihr in euren Reihen eure Freunde von der Identitären Bewegung – die NGO von rechts, wie es Kollege Kickl nennt – da hereinholen könnt – sie konnten durch einen Sicherheitsmangel auf das Dach des Parlaments klettern – (Zwischenrufe bei der FPÖ), damit sie dann ohne Sicherheitsschleuse auf euren Plätzen Platz nehmen können. Eure Freunde von den Identitären sind also auch ein Grund, die wollt ihr schnell hereinholen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ihr merkt natürlich auch, dass diese Dauerempörung und diese Dauerskandalisierung den Österreicherinnen und Österreicher mittlerweile auf die Nerven geht. Es gibt auch noch einen anderen Grund, und den halte ich schon wieder für sehr bedenklich: Ihr wollt natürlich relativ bald wählen, damit ihr in euren Reihen eure Freunde von der Identitären Bewegung – die NGO von rechts, wie es Kollege Kickl nennt – da hereinholen könnt – sie konnten durch einen Sicherheitsmangel auf das Dach des Parlaments klettern – (Zwischenrufe bei der FPÖ), damit sie dann ohne Sicherheitsschleuse auf euren Plätzen Platz nehmen können. Eure Freunde von den Identitären sind also auch ein Grund, die wollt ihr schnell hereinholen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Kaniak: ... CO2-Bepreisung!
Die Bevölkerung sieht es ja wie wir, es stellt sich überhaupt nicht die Frage, wann gewählt wird. Die Bürgerinnen und Bürger lehnen diese Wahlen ab, sie wollen keine Neuwahlen. Es geht vielmehr darum, wohin die Reise geht und wohin sich Österreich entwickelt. Ich möchte gar nicht aufzählen, was die Erfolge der Regierung in den letzten Jahren waren: Wir haben ein großes Projekt dieser Regierung, die ökosoziale Steuerreform, die Entlastung der Österreicherinnen und Österreicher (Abg. Kaniak: ... CO2-Bepreisung!), die Abschaffung der kalten Progression umgesetzt, das wird auch international gesehen. (Abg. Belakowitsch: Entlastung? – Ruf bei der FPÖ: Die CO2-Steuer!) Zum Beispiel wurde ganz bezeichnend gerade heute Finanzminister Brunner mit dem
Abg. Belakowitsch: Entlastung? – Ruf bei der FPÖ: Die CO2-Steuer!
Die Bevölkerung sieht es ja wie wir, es stellt sich überhaupt nicht die Frage, wann gewählt wird. Die Bürgerinnen und Bürger lehnen diese Wahlen ab, sie wollen keine Neuwahlen. Es geht vielmehr darum, wohin die Reise geht und wohin sich Österreich entwickelt. Ich möchte gar nicht aufzählen, was die Erfolge der Regierung in den letzten Jahren waren: Wir haben ein großes Projekt dieser Regierung, die ökosoziale Steuerreform, die Entlastung der Österreicherinnen und Österreicher (Abg. Kaniak: ... CO2-Bepreisung!), die Abschaffung der kalten Progression umgesetzt, das wird auch international gesehen. (Abg. Belakowitsch: Entlastung? – Ruf bei der FPÖ: Die CO2-Steuer!) Zum Beispiel wurde ganz bezeichnend gerade heute Finanzminister Brunner mit dem
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Europäischen Steuerzahlerpreis für die Entlastung der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler ausgezeichnet. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Die FPÖ braucht sich auch nicht auf Neuwahlen zu freuen. Ihr seid ja im Dauerwahlkampf. Ihr habt eure Fakenewsfabrik ja schon seit Corona angeworfen. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Kollege Schnedlitz wird uns dann wieder einen Gruß aus dieser Fakenewsküche vorbringen. Ja, bei Corona hat man es ja gesehen: Ihr wollt ja nur skandalisieren. Kickl war der Erste, der den Lockdown forderte, und – das steht ja in einem Protokoll des Landesparteivorstands der Steiermark – um die Menschen ist es euch da ja nie gegangen. Ihr wollt skandalisieren und die Gegner der Coronamaßnahmen zu Wählern machen. Das steht im Kunasek-Protokoll. Es geht euch also nur um die Stimmen und nicht um die Menschen, wie wir dort gesehen haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Die FPÖ braucht sich auch nicht auf Neuwahlen zu freuen. Ihr seid ja im Dauerwahlkampf. Ihr habt eure Fakenewsfabrik ja schon seit Corona angeworfen. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Kollege Schnedlitz wird uns dann wieder einen Gruß aus dieser Fakenewsküche vorbringen. Ja, bei Corona hat man es ja gesehen: Ihr wollt ja nur skandalisieren. Kickl war der Erste, der den Lockdown forderte, und – das steht ja in einem Protokoll des Landesparteivorstands der Steiermark – um die Menschen ist es euch da ja nie gegangen. Ihr wollt skandalisieren und die Gegner der Coronamaßnahmen zu Wählern machen. Das steht im Kunasek-Protokoll. Es geht euch also nur um die Stimmen und nicht um die Menschen, wie wir dort gesehen haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Lausch.
Worum geht es? – Es geht um ein Miteinander und nicht um ein Gegeneinander. Es geht nicht, wie es Kollege Kickl vorbringt, um Missgunst, um Spaltung, um Treten, um Fahndungslisten, um einen Kampf gegen das politische System, dessen Teil Kollege Kickl am längsten – 30 Jahre – von allen Spitzenkandidaten ist. (Zwischenruf des Abg. Lausch.) Kollege Kucher hat heute auch schon ausgeführt, dass Kickl neben seinem Abgeordnetengehalt als Generalsekretär noch 10 000 Euro versehentlich dazugekriegt hat. Der Bonze Kickl ist also das System. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Worum geht es? – Es geht um ein Miteinander und nicht um ein Gegeneinander. Es geht nicht, wie es Kollege Kickl vorbringt, um Missgunst, um Spaltung, um Treten, um Fahndungslisten, um einen Kampf gegen das politische System, dessen Teil Kollege Kickl am längsten – 30 Jahre – von allen Spitzenkandidaten ist. (Zwischenruf des Abg. Lausch.) Kollege Kucher hat heute auch schon ausgeführt, dass Kickl neben seinem Abgeordnetengehalt als Generalsekretär noch 10 000 Euro versehentlich dazugekriegt hat. Der Bonze Kickl ist also das System. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Belakowitsch: ... aber ihr werdet das machen, ...!
Sicherheit gewährleisten wir, indem wir Maßnahmen umsetzen, und nicht indem wir – wie ihr das immer macht – große Sprüche klopfen. Als Kickl Innenminister war, hat er überhaupt nichts zustande gebracht, außer den Verfassungsschutz zu zerstören (Abg. Belakowitsch: ... aber ihr werdet das machen, ...!) und sich auf ein Ross zu setzen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Sicherheit gewährleisten wir, indem wir Maßnahmen umsetzen, und nicht indem wir – wie ihr das immer macht – große Sprüche klopfen. Als Kickl Innenminister war, hat er überhaupt nichts zustande gebracht, außer den Verfassungsschutz zu zerstören (Abg. Belakowitsch: ... aber ihr werdet das machen, ...!) und sich auf ein Ross zu setzen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Liebe Freunde und Kolleginnen von der SPÖ und von der FPÖ, ich habe auch eine gute Nachricht: Die Wahlen kommen näher, sie werden heuer stattfinden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Voglauer.
Abgeordneter Michael Schnedlitz (FPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Lieber Kollege Hammer, es ist durchaus in Ordnung, wenn du hier heraußen deinen Gefühlen freien Lauf lässt. Ich verstehe das, wenn man nicht mehr oft die Chance dazu hat. Es ist also durchaus in Ordnung. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Voglauer.)
Abg. Voglauer: Da habt ihr Erfahrung!
Liebe ÖVP! Der Punkt ist nun einmal, dass niemand in der Bevölkerung Politiker mag, die Wahlversprechen brechen. (Abg. Voglauer: Da habt ihr Erfahrung!) Das heißt, niemand in der Bevölkerung mag Politiker, die vor einer Wahl etwas versprechen, was sie dann nach der Wahl nicht halten und nicht umsetzen. Ich glaube ja, das ist hier in diesem Haus bekannt. (Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.)
Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.
Liebe ÖVP! Der Punkt ist nun einmal, dass niemand in der Bevölkerung Politiker mag, die Wahlversprechen brechen. (Abg. Voglauer: Da habt ihr Erfahrung!) Das heißt, niemand in der Bevölkerung mag Politiker, die vor einer Wahl etwas versprechen, was sie dann nach der Wahl nicht halten und nicht umsetzen. Ich glaube ja, das ist hier in diesem Haus bekannt. (Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.)
Beifall bei der FPÖ.
zusammengebracht, dass er das in einem Aufwaschen macht. Herr Nehammer geht nicht her und verspricht vor der Wahl etwas, was er dann nach der Wahl nicht umsetzt, sondern der schafft das sogar gleichzeitig, sehr geehrte Damen und Herren! – Gratulation, das muss man kommunikationstechnisch auch erst einmal auf den Boden bringen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Schallmeiner
Da würde mich interessieren – vielleicht kann es einmal jemand von der Österreichischen Volkspartei erklären –, was euer Ziel ist. Wenn das Ziel Unglaubwürdigkeit ist, dann hat das in Wels wirklich sehr gut funktioniert, dieses Betriebssystem Wählertäuschung (Zwischenruf des Abg. Schallmeiner), denn ich glaube ja gar nicht, dass ihr mittlerweile so weit von den Menschen entfernt seid, dass ihr glaubt, dass das funktioniert.
Abg. Voglauer: ... Lektüre der Staatsanwaltschaft Klagenfurt!
Sollte das nämlich der Fall sein, empfehle ich ganz einfach die Lektüre der Kommentare auf der Facebook-Seite von Herrn Nehammer zur Nehammer-Rede. (Abg. Voglauer: ... Lektüre der Staatsanwaltschaft Klagenfurt!) Ich darf nur einen kleinen Auszug zitieren, das sind rund 1 500 Kommentare, sehr geehrte Damen und Herren. Für die meisten würde man einen Ordnungsruf bekommen, denn die Bevölkerung und die Leser dort haben mittlerweile natürlich völlig berechtigt Zorn und Wut, was diese Politik betrifft, aber lassen Sie mich grundsätzlich ein paar herausgreifen.
Zwischenruf der Abg. Reiter.
Da schreibt zum Beispiel ein User auf der Facebook-Seite von Herrn Nehammer: Darf Satire denn eigentlich wirklich alles? – Ein anderer schreibt: Wer sagt es eigentlich dem Karl, dass er schon seit über zwei Jahren Kanzler ist? (Zwischenruf der Abg. Reiter.) – Oder: Der Kanzler hält eine Rede darüber, was er machen würde, wenn er Kanzler wäre – kannst nicht erfinden. – Oder zusammenfassend für die Sportler unter Ihnen: Wie unglaubwürdig kann man eigentlich sein? Im Fußball würde man sagen, ein selbst aufgelegtes Eigentor.
Beifall bei der FPÖ.
durchschaut. (Beifall bei der FPÖ.) Aus dem großen Versuch eines Befreiungsschlags ist ein Knieschuss geblieben, sehr geehrte Damen und Herren. Statt Trendwende wurde die Glaubwürdigkeit weiter ramponiert, der Untergang für die Österreichische Volkspartei sogar noch beschleunigt. (Zwischenruf der Abg. Reiter.) – Frau Kollegin, lassen auch Sie ruhig Ihren Gefühlen freien Lauf! Wer weiß, wie lange Sie es noch können, machen Sie nur weiter! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Reiter.
durchschaut. (Beifall bei der FPÖ.) Aus dem großen Versuch eines Befreiungsschlags ist ein Knieschuss geblieben, sehr geehrte Damen und Herren. Statt Trendwende wurde die Glaubwürdigkeit weiter ramponiert, der Untergang für die Österreichische Volkspartei sogar noch beschleunigt. (Zwischenruf der Abg. Reiter.) – Frau Kollegin, lassen auch Sie ruhig Ihren Gefühlen freien Lauf! Wer weiß, wie lange Sie es noch können, machen Sie nur weiter! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
durchschaut. (Beifall bei der FPÖ.) Aus dem großen Versuch eines Befreiungsschlags ist ein Knieschuss geblieben, sehr geehrte Damen und Herren. Statt Trendwende wurde die Glaubwürdigkeit weiter ramponiert, der Untergang für die Österreichische Volkspartei sogar noch beschleunigt. (Zwischenruf der Abg. Reiter.) – Frau Kollegin, lassen auch Sie ruhig Ihren Gefühlen freien Lauf! Wer weiß, wie lange Sie es noch können, machen Sie nur weiter! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Erzählung geht ja natürlich noch weiter: Jetzt, mit einem Koalitionspartner, den Grünen – in Wahrheit einem Minikoalitionspartner –, nein, da kann man nichts auf die Reihe bekommen und auf die Reise schicken, aber nach der nächsten Wahl, da machen wir dann eine Österreichampel. Da nimmt die ÖVP dann nicht einen linken Koalitionspartner, sondern gleich zwei linke Parteien als Koalitionspartner, und dann, aus dieser Position der Schwäche heraus, wenn man nicht einmal mehr die Hälfte der Bundesregierung stellt, dann setzt man aber alles um. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Dabei hätte der Kanzler in Wels aber eine große Chance gehabt: Er hätte die große Chance gehabt, die Republik aus diesem Wahnsinn zu befreien und durchaus, wenn das so schrecklich ist, auch die Österreichische Volkspartei zu befreien. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Zwischenruf des Abg. Michael Hammer. – Abg. Scheucher-Pichler: Man soll sich nicht zu früh freuen!
Es wird ja nicht besser, es wird schlechter. Es wird nicht besser für Österreich, aber es wird ja auch nicht besser für die Österreichische Volkspartei. Das ist eine ganz einfache Rechnung, die Sie alle ja mittlerweile kennen: Bei jedem Auftritt von Nehammer schlägt die Wählergunst für die Österreichische Volkspartei ja nicht nach oben aus, sondern nach unten. (Zwischenruf des Abg. Michael Hammer. – Abg. Scheucher-Pichler: Man soll sich nicht zu früh freuen!) Selbst die Nichtmathematiker unter Ihnen haben bereits durchschaut, dass nach jedem Auftritt – je öfter der Herr Nehammer auftritt, umso mehr – nach der Wahl um drei bis vier Mandatare weniger von Ihnen hier herinnen sitzen werden, sehr geehrte Damen und Herren.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: Da gibt es bald einen neuen Generalsekretär, wenn der so schwach ist! Soll der Hafenecker das allein machen, wenn der andere so schwach ist!
Dann, sehr geehrte Damen und Herren, profitiert auch Österreich. Dann ist Schluss damit, dass der Scherbenhaufen für die Menschen draußen, für die Bevölkerung immer größer wird. Dann ist der Weg frei, dass wir wieder die Wende einleiten, damit es den Menschen in diesem Land endlich wieder besser geht. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: Da gibt es bald einen neuen Generalsekretär, wenn der so schwach ist! Soll der Hafenecker das allein machen, wenn der andere so schwach ist!)
Heiterkeit der Abg. Voglauer.
Abgeordneter Lukas Hammer (Grüne): Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Es ist immer eine Herausforderung, nach Kollegen Schnedlitz zu sprechen. (Heiterkeit der Abg. Voglauer.) Kollege Hammer, ich habe tatsächlich nachgezählt: Es ist der sechste Neuwahlantrag in dieser Legislaturperiode. Wir haben von Anfang an immer das Gleiche gehört: Diese Regierung tut nichts. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Heute stehen wir schon wieder hier und debattieren einen Neuwahlantrag, weil die Regierung angeblich nichts zusammenbringt (Abg. Lausch: Richtig!) und die Wahlversprechen nicht einhält.
Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
Abgeordneter Lukas Hammer (Grüne): Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Es ist immer eine Herausforderung, nach Kollegen Schnedlitz zu sprechen. (Heiterkeit der Abg. Voglauer.) Kollege Hammer, ich habe tatsächlich nachgezählt: Es ist der sechste Neuwahlantrag in dieser Legislaturperiode. Wir haben von Anfang an immer das Gleiche gehört: Diese Regierung tut nichts. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Heute stehen wir schon wieder hier und debattieren einen Neuwahlantrag, weil die Regierung angeblich nichts zusammenbringt (Abg. Lausch: Richtig!) und die Wahlversprechen nicht einhält.
Abg. Lausch: Richtig!
Abgeordneter Lukas Hammer (Grüne): Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Es ist immer eine Herausforderung, nach Kollegen Schnedlitz zu sprechen. (Heiterkeit der Abg. Voglauer.) Kollege Hammer, ich habe tatsächlich nachgezählt: Es ist der sechste Neuwahlantrag in dieser Legislaturperiode. Wir haben von Anfang an immer das Gleiche gehört: Diese Regierung tut nichts. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Heute stehen wir schon wieder hier und debattieren einen Neuwahlantrag, weil die Regierung angeblich nichts zusammenbringt (Abg. Lausch: Richtig!) und die Wahlversprechen nicht einhält.
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ich kann Ihnen nur sagen, dass eines unserer zentralen Wahlversprechen ein Informationsfreiheitsgesetz und die Schaffung eines Grundrechts auf Information war, und heute haben wir es beschlossen. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Belakowitsch: Ja, haben wir, Gott sei Dank! Gut! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Sie haben bei allem dagegengestimmt. Ein gewisses Muster ist da erkennbar. Genauso haben Sie gegen sämtliche Klimaschutzgesetze, gegen sämtliche Gesetze, die wir hier beschlossen haben, wie das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz zur Förderung von heimischen erneuerbaren Energien, gestimmt. (Abg. Belakowitsch: Ja, haben wir, Gott sei Dank! Gut! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Sie wollen das nicht. Inhaltlich wollen Sie es nicht. (Abg. Belakowitsch: Völlig richtig!) Die Antikorruptionsgesetze wollen Sie natürlich nicht, weil Sie ein massives Korruptionsproblem haben – jedes Mal, wenn Sie in der Regierung waren, haben wir das eindrucksvoll bewiesen bekommen. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf der Abg. Steger. – Abg. Belakowitsch: Was denn? Was habt ihr denn bewiesen gekriegt?)
Abg. Belakowitsch: Völlig richtig!
Sie haben bei allem dagegengestimmt. Ein gewisses Muster ist da erkennbar. Genauso haben Sie gegen sämtliche Klimaschutzgesetze, gegen sämtliche Gesetze, die wir hier beschlossen haben, wie das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz zur Förderung von heimischen erneuerbaren Energien, gestimmt. (Abg. Belakowitsch: Ja, haben wir, Gott sei Dank! Gut! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Sie wollen das nicht. Inhaltlich wollen Sie es nicht. (Abg. Belakowitsch: Völlig richtig!) Die Antikorruptionsgesetze wollen Sie natürlich nicht, weil Sie ein massives Korruptionsproblem haben – jedes Mal, wenn Sie in der Regierung waren, haben wir das eindrucksvoll bewiesen bekommen. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf der Abg. Steger. – Abg. Belakowitsch: Was denn? Was habt ihr denn bewiesen gekriegt?)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf der Abg. Steger. – Abg. Belakowitsch: Was denn? Was habt ihr denn bewiesen gekriegt?
Sie haben bei allem dagegengestimmt. Ein gewisses Muster ist da erkennbar. Genauso haben Sie gegen sämtliche Klimaschutzgesetze, gegen sämtliche Gesetze, die wir hier beschlossen haben, wie das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz zur Förderung von heimischen erneuerbaren Energien, gestimmt. (Abg. Belakowitsch: Ja, haben wir, Gott sei Dank! Gut! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Sie wollen das nicht. Inhaltlich wollen Sie es nicht. (Abg. Belakowitsch: Völlig richtig!) Die Antikorruptionsgesetze wollen Sie natürlich nicht, weil Sie ein massives Korruptionsproblem haben – jedes Mal, wenn Sie in der Regierung waren, haben wir das eindrucksvoll bewiesen bekommen. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf der Abg. Steger. – Abg. Belakowitsch: Was denn? Was habt ihr denn bewiesen gekriegt?)
Abg. Belakowitsch: Das machen Sie, glaube ich!
Neben dieser inhaltlichen Ebene gibt es aber auch noch eine andere: Sie bauen eine Parallelwelt auf (Abg. Belakowitsch: Das machen Sie, glaube ich!), fern von allen Fakten. Sie haben kein Interesse an einer konstruktiven Debatte hier und an irgendwelchen konstruktiven Lösungen. Sie haben überhaupt kein Interesse daran, gesellschaftliche Probleme zu lösen. Die Spitze des Eisbergs ist dann Kollege Hauser, der auf Pressekonferenzen erzählt, dass die Weltgesundheitsorganisation eine Organisation ist, die die Weltherrschaft an sich reißen will. (Heiterkeit der Abg. Voglauer. – Abg. Strasser: Der Herr Kickl glaubt das auch!) Es wäre eigentlich unglaublich lustig, wenn er nicht ein Abgeordneter dieses Hauses wäre, der eigentlich auch Verantwortung trägt. Von Ihnen
Heiterkeit der Abg. Voglauer. – Abg. Strasser: Der Herr Kickl glaubt das auch!
Neben dieser inhaltlichen Ebene gibt es aber auch noch eine andere: Sie bauen eine Parallelwelt auf (Abg. Belakowitsch: Das machen Sie, glaube ich!), fern von allen Fakten. Sie haben kein Interesse an einer konstruktiven Debatte hier und an irgendwelchen konstruktiven Lösungen. Sie haben überhaupt kein Interesse daran, gesellschaftliche Probleme zu lösen. Die Spitze des Eisbergs ist dann Kollege Hauser, der auf Pressekonferenzen erzählt, dass die Weltgesundheitsorganisation eine Organisation ist, die die Weltherrschaft an sich reißen will. (Heiterkeit der Abg. Voglauer. – Abg. Strasser: Der Herr Kickl glaubt das auch!) Es wäre eigentlich unglaublich lustig, wenn er nicht ein Abgeordneter dieses Hauses wäre, der eigentlich auch Verantwortung trägt. Von Ihnen
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
kennen wir aber nichts anderes. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Kucher: Die Teuerung! Die Teuerung wär’s!
Enttäuschend ist für mich, dass auch die Sozialdemokratische Partei, die vormals staatstragend war, in diesem Fahrwasser, in diesem Katastrophismus mitschwimmt und behauptet, dass gar nichts passiere und die Bundesregierung gar nichts zustande bringe. Wenn wir dann zum Beispiel eine automatische Inflationsanpassung von Familien- und Sozialleistungen beschließen: haben wir nicht gesehen, haben wir nicht mitbekommen. (Abg. Kucher: Die Teuerung! Die Teuerung wär’s!) – Wenn wir beschließen, in die Preise einzugreifen (Abg. Kucher: Ja, wo denn? – Zwischenruf bei den Grünen) und eine Stromkostenbremse einzuführen, damit in einer Phase mit sehr hohen Energiepreisen jeder nur 10 Cent für den Strom zahlt: kennen wir nicht, ignorieren wir. (Beifall bei den Grünen.) – Das ist eine Verantwortungslosigkeit, die nicht Ihnen, sondern einzig und allein der FPÖ hilft, und das ist unwürdig.
Abg. Kucher: Ja, wo denn? – Zwischenruf bei den Grünen
Enttäuschend ist für mich, dass auch die Sozialdemokratische Partei, die vormals staatstragend war, in diesem Fahrwasser, in diesem Katastrophismus mitschwimmt und behauptet, dass gar nichts passiere und die Bundesregierung gar nichts zustande bringe. Wenn wir dann zum Beispiel eine automatische Inflationsanpassung von Familien- und Sozialleistungen beschließen: haben wir nicht gesehen, haben wir nicht mitbekommen. (Abg. Kucher: Die Teuerung! Die Teuerung wär’s!) – Wenn wir beschließen, in die Preise einzugreifen (Abg. Kucher: Ja, wo denn? – Zwischenruf bei den Grünen) und eine Stromkostenbremse einzuführen, damit in einer Phase mit sehr hohen Energiepreisen jeder nur 10 Cent für den Strom zahlt: kennen wir nicht, ignorieren wir. (Beifall bei den Grünen.) – Das ist eine Verantwortungslosigkeit, die nicht Ihnen, sondern einzig und allein der FPÖ hilft, und das ist unwürdig.
Beifall bei den Grünen.
Enttäuschend ist für mich, dass auch die Sozialdemokratische Partei, die vormals staatstragend war, in diesem Fahrwasser, in diesem Katastrophismus mitschwimmt und behauptet, dass gar nichts passiere und die Bundesregierung gar nichts zustande bringe. Wenn wir dann zum Beispiel eine automatische Inflationsanpassung von Familien- und Sozialleistungen beschließen: haben wir nicht gesehen, haben wir nicht mitbekommen. (Abg. Kucher: Die Teuerung! Die Teuerung wär’s!) – Wenn wir beschließen, in die Preise einzugreifen (Abg. Kucher: Ja, wo denn? – Zwischenruf bei den Grünen) und eine Stromkostenbremse einzuführen, damit in einer Phase mit sehr hohen Energiepreisen jeder nur 10 Cent für den Strom zahlt: kennen wir nicht, ignorieren wir. (Beifall bei den Grünen.) – Das ist eine Verantwortungslosigkeit, die nicht Ihnen, sondern einzig und allein der FPÖ hilft, und das ist unwürdig.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Liebe Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ, noch etwas zu Ihrem Neuwahlantrag: Vielleicht können Sie sich nicht vorstellen, dass eine Bundesregierung die gesamte Legislaturperiode durchhält. Sie haben das in vier Anläufen nie geschafft. Wir werden es schaffen. Wir werden durcharbeiten. Wir arbeiten! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Das Arbeiten haben Sie in Ihrer Regierungszeit vielleicht nicht ganz so ernst genommen (Heiterkeit der Abg. Voglauer), Sie haben sich eher Ihre Taschen vollgestopft, und da Sie wussten, dass das irgendwann einmal zu Ende geht, weil Sie eigentlich jedes Mal über sich selber gestolpert sind, haben Sie das sehr schnell machen müssen. Wir halten fünf Jahre durch, und das ist gut so, weil wir Positives für dieses Land geschafft haben und noch schaffen werden. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Heiterkeit der Abg. Voglauer
Liebe Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ, noch etwas zu Ihrem Neuwahlantrag: Vielleicht können Sie sich nicht vorstellen, dass eine Bundesregierung die gesamte Legislaturperiode durchhält. Sie haben das in vier Anläufen nie geschafft. Wir werden es schaffen. Wir werden durcharbeiten. Wir arbeiten! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Das Arbeiten haben Sie in Ihrer Regierungszeit vielleicht nicht ganz so ernst genommen (Heiterkeit der Abg. Voglauer), Sie haben sich eher Ihre Taschen vollgestopft, und da Sie wussten, dass das irgendwann einmal zu Ende geht, weil Sie eigentlich jedes Mal über sich selber gestolpert sind, haben Sie das sehr schnell machen müssen. Wir halten fünf Jahre durch, und das ist gut so, weil wir Positives für dieses Land geschafft haben und noch schaffen werden. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Liebe Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ, noch etwas zu Ihrem Neuwahlantrag: Vielleicht können Sie sich nicht vorstellen, dass eine Bundesregierung die gesamte Legislaturperiode durchhält. Sie haben das in vier Anläufen nie geschafft. Wir werden es schaffen. Wir werden durcharbeiten. Wir arbeiten! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Das Arbeiten haben Sie in Ihrer Regierungszeit vielleicht nicht ganz so ernst genommen (Heiterkeit der Abg. Voglauer), Sie haben sich eher Ihre Taschen vollgestopft, und da Sie wussten, dass das irgendwann einmal zu Ende geht, weil Sie eigentlich jedes Mal über sich selber gestolpert sind, haben Sie das sehr schnell machen müssen. Wir halten fünf Jahre durch, und das ist gut so, weil wir Positives für dieses Land geschafft haben und noch schaffen werden. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf bei der SPÖ: Klimaschutzgesetz!
In meinem Bereich, der Energie- und Klimapolitik, haben wir auch noch sehr viel vor. (Ruf bei der SPÖ: Klimaschutzgesetz!) Wir wollen einen neuen Rechtsrahmen für die gesamte Energiewirtschaft schaffen; das Gesetz ist in Begutachtung. Wir wollen ein neues Gesetz für die Förderung von heimischem
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Lausch: Jetzt hast du in deiner Aufgeregtheit die NEOS vergessen, das haben sie auch nicht verdient! Die stimmen nämlich auch für Neuwahlen! Das haben sich die NEOS auch nicht verdient!
Wir wurden gewählt, damit wir arbeiten. Diese Bundesregierung wurde vom Bundespräsidenten angelobt, damit sie arbeitet und das Regierungsprogramm umsetzt, und genau das werden wir weiterhin machen, ob es Ihnen passt oder nicht. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Lausch: Jetzt hast du in deiner Aufgeregtheit die NEOS vergessen, das haben sie auch nicht verdient! Die stimmen nämlich auch für Neuwahlen! Das haben sich die NEOS auch nicht verdient!)
Abg. Lausch: Beide!
Abgeordneter Douglas Hoyos-Trauttmansdorff (NEOS): Herr Präsident! Hohes Haus! Ja, was soll man denn zu dieser ganzen Debatte sagen? – Herr Hammer hat hier Realitätsverweigerung betrieben. (Abg. Lausch: Beide!) Beide Herren Hammer haben Realitätsverweigerung betrieben, denn wir sehen, dass die Bundesregierung in ganz entscheidenden Dingen, in ganz entscheidenden Projekten einfach nichts weiterbringt. (Abg. Voglauer: Das war der falsche Text! – Abg. Lukas Hammer: Bist du zu spät gekommen heute? – Abg. Bogner-Strauß: Geh bitte! Das nennt man Realitätsverweigerung! Haben Sie Kinder? – Weitere Zwischenrufe bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Voglauer: Das war der falsche Text! – Abg. Lukas Hammer: Bist du zu spät gekommen heute? – Abg. Bogner-Strauß: Geh bitte! Das nennt man Realitätsverweigerung! Haben Sie Kinder? – Weitere Zwischenrufe bei Grünen und ÖVP.
Abgeordneter Douglas Hoyos-Trauttmansdorff (NEOS): Herr Präsident! Hohes Haus! Ja, was soll man denn zu dieser ganzen Debatte sagen? – Herr Hammer hat hier Realitätsverweigerung betrieben. (Abg. Lausch: Beide!) Beide Herren Hammer haben Realitätsverweigerung betrieben, denn wir sehen, dass die Bundesregierung in ganz entscheidenden Dingen, in ganz entscheidenden Projekten einfach nichts weiterbringt. (Abg. Voglauer: Das war der falsche Text! – Abg. Lukas Hammer: Bist du zu spät gekommen heute? – Abg. Bogner-Strauß: Geh bitte! Das nennt man Realitätsverweigerung! Haben Sie Kinder? – Weitere Zwischenrufe bei Grünen und ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Die Entlastung steigt!
Schauen wir uns zum Beispiel das Thema Entlastung an: Die Entlastung steigt. Die Entlastung steigt tagtäglich mit dieser Bundesregierung. (Ruf bei der ÖVP: Die Entlastung steigt!) Im Regierungsprogramm, von dem Kollege Hammer – diesmal ist der von den Grünen gemeint – noch gesagt hat: Wir arbeiten daran!, stand der Pfad Richtung 40 Prozent. Wo sind wir aktuell? – Wir steigen wieder auf über 43 Prozent und sind dort angekommen, wo diese Bundesregierung übernommen hat. (Ruf bei den Grünen: Bei was?) Das ist der Plan, den Sie haben.
Ruf bei den Grünen: Bei was?
Schauen wir uns zum Beispiel das Thema Entlastung an: Die Entlastung steigt. Die Entlastung steigt tagtäglich mit dieser Bundesregierung. (Ruf bei der ÖVP: Die Entlastung steigt!) Im Regierungsprogramm, von dem Kollege Hammer – diesmal ist der von den Grünen gemeint – noch gesagt hat: Wir arbeiten daran!, stand der Pfad Richtung 40 Prozent. Wo sind wir aktuell? – Wir steigen wieder auf über 43 Prozent und sind dort angekommen, wo diese Bundesregierung übernommen hat. (Ruf bei den Grünen: Bei was?) Das ist der Plan, den Sie haben.
Beifall bei den NEOS.
Die Steuer- und Abgabenquote gehört gesenkt. Wo ist dieser Plan in den letzten drei Jahren und in den letzten 37 Jahren umgesetzt worden? (Beifall bei den NEOS.)
Rufe bei der ÖVP: Abschaffung der kalten Progression! Kaufkraftsteigerung! – Abg. Steinacker: Er will es ja nicht sagen! – Ruf bei der ÖVP: Wollen Sie nicht die Kaufkraftsteigerung auch in Erwägung ziehen?
Dann gibt es das Thema Inflation. (Rufe bei der ÖVP: Abschaffung der kalten Progression! Kaufkraftsteigerung! – Abg. Steinacker: Er will es ja nicht sagen! – Ruf bei der ÖVP: Wollen Sie nicht die Kaufkraftsteigerung auch in Erwägung ziehen?) – Sie reden jetzt über Kaufkraftsteigerung, aber wo bringt das den Menschen am Ende des Tages etwas? (Abg. Steinacker: Dass sie sich Sachen zum Leben kaufen können! – Ruf bei der ÖVP: Die Kaufkraftsteigerung!) – Nein, schauen Sie, damit machen Sie es sich zu einfach! Die Inflation in Österreich hat einen europaweiten Höchstwert, wir sind weit über dem europäischen Durchschnitt. (Abg. Michael Hammer: Die Gehälter aber auch!) Sie feiern sich wegen 0,01 Prozent ab, kriegen nichts weiter und schreien hier irgendetwas herein. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Lausch. – Abg. Steinacker: Wie einseitig ist denn diese Betrachtungsweise?)
Abg. Steinacker: Dass sie sich Sachen zum Leben kaufen können! – Ruf bei der ÖVP: Die Kaufkraftsteigerung!
Dann gibt es das Thema Inflation. (Rufe bei der ÖVP: Abschaffung der kalten Progression! Kaufkraftsteigerung! – Abg. Steinacker: Er will es ja nicht sagen! – Ruf bei der ÖVP: Wollen Sie nicht die Kaufkraftsteigerung auch in Erwägung ziehen?) – Sie reden jetzt über Kaufkraftsteigerung, aber wo bringt das den Menschen am Ende des Tages etwas? (Abg. Steinacker: Dass sie sich Sachen zum Leben kaufen können! – Ruf bei der ÖVP: Die Kaufkraftsteigerung!) – Nein, schauen Sie, damit machen Sie es sich zu einfach! Die Inflation in Österreich hat einen europaweiten Höchstwert, wir sind weit über dem europäischen Durchschnitt. (Abg. Michael Hammer: Die Gehälter aber auch!) Sie feiern sich wegen 0,01 Prozent ab, kriegen nichts weiter und schreien hier irgendetwas herein. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Lausch. – Abg. Steinacker: Wie einseitig ist denn diese Betrachtungsweise?)
Abg. Michael Hammer: Die Gehälter aber auch!
Dann gibt es das Thema Inflation. (Rufe bei der ÖVP: Abschaffung der kalten Progression! Kaufkraftsteigerung! – Abg. Steinacker: Er will es ja nicht sagen! – Ruf bei der ÖVP: Wollen Sie nicht die Kaufkraftsteigerung auch in Erwägung ziehen?) – Sie reden jetzt über Kaufkraftsteigerung, aber wo bringt das den Menschen am Ende des Tages etwas? (Abg. Steinacker: Dass sie sich Sachen zum Leben kaufen können! – Ruf bei der ÖVP: Die Kaufkraftsteigerung!) – Nein, schauen Sie, damit machen Sie es sich zu einfach! Die Inflation in Österreich hat einen europaweiten Höchstwert, wir sind weit über dem europäischen Durchschnitt. (Abg. Michael Hammer: Die Gehälter aber auch!) Sie feiern sich wegen 0,01 Prozent ab, kriegen nichts weiter und schreien hier irgendetwas herein. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Lausch. – Abg. Steinacker: Wie einseitig ist denn diese Betrachtungsweise?)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Lausch. – Abg. Steinacker: Wie einseitig ist denn diese Betrachtungsweise?
Dann gibt es das Thema Inflation. (Rufe bei der ÖVP: Abschaffung der kalten Progression! Kaufkraftsteigerung! – Abg. Steinacker: Er will es ja nicht sagen! – Ruf bei der ÖVP: Wollen Sie nicht die Kaufkraftsteigerung auch in Erwägung ziehen?) – Sie reden jetzt über Kaufkraftsteigerung, aber wo bringt das den Menschen am Ende des Tages etwas? (Abg. Steinacker: Dass sie sich Sachen zum Leben kaufen können! – Ruf bei der ÖVP: Die Kaufkraftsteigerung!) – Nein, schauen Sie, damit machen Sie es sich zu einfach! Die Inflation in Österreich hat einen europaweiten Höchstwert, wir sind weit über dem europäischen Durchschnitt. (Abg. Michael Hammer: Die Gehälter aber auch!) Sie feiern sich wegen 0,01 Prozent ab, kriegen nichts weiter und schreien hier irgendetwas herein. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Lausch. – Abg. Steinacker: Wie einseitig ist denn diese Betrachtungsweise?)
Abg. Michael Hammer: Volkswirtschaft ist nicht dein Thema!
Es ist immer dasselbe mit der ÖVP: Sie löst die Probleme nicht, sie schiebt sie in die Zukunft. Keiner der Reformvorschläge, die vorliegen, wird angenommen. (Abg. Michael Hammer: Volkswirtschaft ist nicht dein Thema!) Das Einzige, was daherkommt, ist, dass Herr Nehammer einen Plan bringt. Er bringt einen Plan, was das Thema Asyl und Migration betrifft, gleichzeitig blockieren Sie ständig europäische Lösungen wie jene auf Schengenebene. Das ist die Lösungskompetenz, die Sie hier bringen. Ich finde das, ehrlich gesagt, erbärmlich und nichts anderes.
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich glaube, es ist längst überfällig, dass diese Bundesregierung etwas macht, was sie schon lange hätte machen sollen, nämlich dass sie sagt: Es reicht, es ist einfach genug! Sie spüren das ja selber. Hören Sie in Ihre Organisationen hinein, hören Sie zu: Es geht nicht mehr. Wie ist das in einer Beziehung, wenn es miteinander nicht mehr geht? – Dann sollte man sagen: Ende, es geht nicht mehr, lassen wir es! Auf Wiedersehen! Dieses Land hat wirklich Besseres verdient. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Ihr seid besonders lustig heute!
Abgeordnete Dr. Susanne Fürst (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Kollege Hammer von der ÖVP, Ihr Redebeitrag war offensichtlich eine Fortsetzung der vorgezogenen Faschingsveranstaltung von Wels. Das war sehr lustig, was Sie da gebracht haben. (Abg. Michael Hammer: Ihr seid besonders lustig heute!)
Abg. Michael Hammer: Der Kickl ist eh ein Linker, sozialpolitisch!
Ihre Rede steht auch stellvertretend für das Bildungsversagen der ÖVP. Sie unterstellen uns, dass wir eine Volksrepublik errichten wollen. Sie wissen offensichtlich nicht, dass dieser Begriff kommunistischen Systemen innewohnt, und davon sind wir wirklich denkbar weit entfernt. (Abg. Michael Hammer: Der Kickl ist eh ein Linker, sozialpolitisch!) Das ist sehr peinlich. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Voglauer: Was tut denn ein Volkskanzler ohne Volksrepublik?
Abg. Lukas Hammer: Dagegen habt ihr gar nicht gestimmt! – Abg. Schwarz: Da habt ihr zugestimmt!
Der grüne Abgeordnete Hammer macht Werbung für uns, indem er aufzählt, wogegen wir alles gestimmt haben. Ja, das stimmt vollkommen, wir haben natürlich geschlossen gegen die Erhöhung von Steuern, gegen die CO2-Steuer (Abg. Lukas Hammer: Dagegen habt ihr gar nicht gestimmt! – Abg. Schwarz: Da habt ihr zugestimmt!), gegen die ORF-Zwangssteuer, gegen Überregulierung, gegen die ganzen Verbote, die sich die Grünen ausdenken, gegen die EU-Zentralisierung, gegen diese völlig irrationale Klima- und Außenpolitik und gegen die Abschaffung der individuellen Mobilität gestimmt. (Abg. Voglauer: Sie leben in einer eigenen Welt!) Sie wollen ja, dass keiner mehr mit dem Auto fährt. Natürlich haben wir da überall dagegengestimmt, dazu stehen wir auch. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Voglauer: Sie leben in einer eigenen Welt!
Der grüne Abgeordnete Hammer macht Werbung für uns, indem er aufzählt, wogegen wir alles gestimmt haben. Ja, das stimmt vollkommen, wir haben natürlich geschlossen gegen die Erhöhung von Steuern, gegen die CO2-Steuer (Abg. Lukas Hammer: Dagegen habt ihr gar nicht gestimmt! – Abg. Schwarz: Da habt ihr zugestimmt!), gegen die ORF-Zwangssteuer, gegen Überregulierung, gegen die ganzen Verbote, die sich die Grünen ausdenken, gegen die EU-Zentralisierung, gegen diese völlig irrationale Klima- und Außenpolitik und gegen die Abschaffung der individuellen Mobilität gestimmt. (Abg. Voglauer: Sie leben in einer eigenen Welt!) Sie wollen ja, dass keiner mehr mit dem Auto fährt. Natürlich haben wir da überall dagegengestimmt, dazu stehen wir auch. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Der grüne Abgeordnete Hammer macht Werbung für uns, indem er aufzählt, wogegen wir alles gestimmt haben. Ja, das stimmt vollkommen, wir haben natürlich geschlossen gegen die Erhöhung von Steuern, gegen die CO2-Steuer (Abg. Lukas Hammer: Dagegen habt ihr gar nicht gestimmt! – Abg. Schwarz: Da habt ihr zugestimmt!), gegen die ORF-Zwangssteuer, gegen Überregulierung, gegen die ganzen Verbote, die sich die Grünen ausdenken, gegen die EU-Zentralisierung, gegen diese völlig irrationale Klima- und Außenpolitik und gegen die Abschaffung der individuellen Mobilität gestimmt. (Abg. Voglauer: Sie leben in einer eigenen Welt!) Sie wollen ja, dass keiner mehr mit dem Auto fährt. Natürlich haben wir da überall dagegengestimmt, dazu stehen wir auch. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kassegger: Gefährliche Drohung!
Wenn Abgeordneter Hammer ankündigt, dass Sie in der Klimapolitik noch ganz viel vorhaben (Abg. Kassegger: Gefährliche Drohung!), dann ist das eine gefährliche Drohung, die Sie aber nicht mehr werden umsetzen können. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Egger.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Egger.
Wenn Abgeordneter Hammer ankündigt, dass Sie in der Klimapolitik noch ganz viel vorhaben (Abg. Kassegger: Gefährliche Drohung!), dann ist das eine gefährliche Drohung, die Sie aber nicht mehr werden umsetzen können. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Egger.)
Abg. Voglauer: Da geht was weiter!
Wir haben den Neuwahlantrag schon vor einigen Monaten eingebracht. Es gibt vielfältige Gründe dafür. Der durch diese Bundesregierung angerichtete Schaden ist einfach unermesslich. Das spüren die Menschen ohnehin jeden Tag, man muss gar nicht alles aufzählen. Es ist auch völlig klar, dass es dort, wo Grüne in der Regierung sind, bergab geht. (Abg. Voglauer: Da geht was weiter!) Das ist bei uns so, das ist in der Bundesrepublik so – unabhängig davon, wer Koalitionspartner ist. Weder die ÖVP noch SPD und FDP in Deutschland setzen sich gegen den grünen Zeitgeist durch. Da wird einfach zerstört, was das Zeug hält.
Abg. Voglauer: Besser ein Schaulaufen als ein Schaustellen!
Wenn wir den Antrag nicht schon gestellt hätten, dann würden wir das jetzt, nach diesem Welser Schaulaufen, aber auch nach den heutigen Auftritten von Vizekanzler Kogler und Verfassungsministerin Edtstadler machen. (Abg. Voglauer: Besser ein Schaulaufen als ein Schaustellen!) Sie haben heute Vormittag
Abg. Strasser: Wie viele sind für Neuwahlen?
eine Pressekonferenz abgehalten. Der Herr Vizekanzler meint, er muss jetzt wirklich Verantwortung für Österreich übernehmen – gemäß dem Regierungsprogramm. Er meint, die Mehrheit ist gegen vorgezogene Neuwahlen. Was er nicht erwähnt, ist, dass die überwiegende Mehrheit – das ist eigentlich wirklich eine Schande –, über 70 Prozent, gegen diese Bundesregierung ist. (Abg. Strasser: Wie viele sind für Neuwahlen?) Sie haben nur mehr einen Rückhalt von circa 30 Prozent, wenn es gut hergeht. Von einer Legitimation kann man da wirklich nicht mehr sprechen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
eine Pressekonferenz abgehalten. Der Herr Vizekanzler meint, er muss jetzt wirklich Verantwortung für Österreich übernehmen – gemäß dem Regierungsprogramm. Er meint, die Mehrheit ist gegen vorgezogene Neuwahlen. Was er nicht erwähnt, ist, dass die überwiegende Mehrheit – das ist eigentlich wirklich eine Schande –, über 70 Prozent, gegen diese Bundesregierung ist. (Abg. Strasser: Wie viele sind für Neuwahlen?) Sie haben nur mehr einen Rückhalt von circa 30 Prozent, wenn es gut hergeht. Von einer Legitimation kann man da wirklich nicht mehr sprechen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Der Herr Vizekanzler meinte auch noch, in den letzten Regierungsjahren sei wirklich vieles gelungen, das sehr gut für die Republik war. Ja, natürlich, die Inflation ist so hoch wie nie, das Gesundheitssystem ist im Eimer, die illegale Einwanderung ungebrochen. Sie haben es 2022 sogar geschafft, das negative Rekordjahr 2015 zu übertrumpfen, und die Milliarden unserer Steuerzahler, der österreichischen Bevölkerung, wandern nun großteils in die Ukraine und bleiben nicht in Österreich. Das ist alles wirklich super für Österreich! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Oje, oje!
Als noch ausständiges Projekt – sein Lieblingsprojekt, sagt er, er möchte es unbedingt noch umsetzen – nennt Vizekanzler Kogler heute die Maßnahmen gegen die Krise der Bauwirtschaft mittels Initiativen im sozialen und ökologischen Wohnbau. (Abg. Belakowitsch: Oje, oje!) Bitte nicht! Lassen Sie die Baubranche in Ruhe, die hat es schon schwer genug! Lasst sie in Ruhe mit euren Auflagen, ihr ruiniert alles! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Voglauer: Ende der Rede!) Die Wohnungen, die gebaut werden, können sich die Leute aufgrund eurer Politik ohnehin nicht mehr leisten.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Voglauer: Ende der Rede!
Als noch ausständiges Projekt – sein Lieblingsprojekt, sagt er, er möchte es unbedingt noch umsetzen – nennt Vizekanzler Kogler heute die Maßnahmen gegen die Krise der Bauwirtschaft mittels Initiativen im sozialen und ökologischen Wohnbau. (Abg. Belakowitsch: Oje, oje!) Bitte nicht! Lassen Sie die Baubranche in Ruhe, die hat es schon schwer genug! Lasst sie in Ruhe mit euren Auflagen, ihr ruiniert alles! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Voglauer: Ende der Rede!) Die Wohnungen, die gebaut werden, können sich die Leute aufgrund eurer Politik ohnehin nicht mehr leisten.
Abg. Voglauer: Frau Fürst, Ende der Rede!
Beim Klimaschutz hat der Herr Vizekanzler selbst schon Zweifel. Herr Abgeordneter, ob das noch etwas wird? – Nein, definitiv nicht! (Abg. Voglauer: Frau Fürst, Ende der Rede!)
Abg. Lukas Hammer: Das haben Sie schon gesagt, bitte! – Abg. Voglauer: Sie wiederholen sich!
Über die Präsentation des Österreichplans am 26.1., über diese Peinlichkeit, muss man, glaube ich, eine Decke hüllen. Da erklärt uns ein amtierender Bundeskanzler nach zwei Jahren Kanzlerschaft, aber im fünften Jahr dieser Regierung, wofür er und seine Partei stehen. Das muss man sich einmal vorstellen – als ob fraglich wäre, wofür er steht! (Abg. Lukas Hammer: Das haben Sie schon gesagt, bitte! – Abg. Voglauer: Sie wiederholen sich!) Ich hätte es ihm sagen können, da hätte man den ganzen Zirkus in Wels gar nicht aufführen müssen. Er steht für Versagen, für Versagen dieser Regierungspolitik – Inflation, Energiewende, Außenpolitik, Einwanderung, Asyl. Er steht für pures Versagen, er steht für Schwäche. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Über die Präsentation des Österreichplans am 26.1., über diese Peinlichkeit, muss man, glaube ich, eine Decke hüllen. Da erklärt uns ein amtierender Bundeskanzler nach zwei Jahren Kanzlerschaft, aber im fünften Jahr dieser Regierung, wofür er und seine Partei stehen. Das muss man sich einmal vorstellen – als ob fraglich wäre, wofür er steht! (Abg. Lukas Hammer: Das haben Sie schon gesagt, bitte! – Abg. Voglauer: Sie wiederholen sich!) Ich hätte es ihm sagen können, da hätte man den ganzen Zirkus in Wels gar nicht aufführen müssen. Er steht für Versagen, für Versagen dieser Regierungspolitik – Inflation, Energiewende, Außenpolitik, Einwanderung, Asyl. Er steht für pures Versagen, er steht für Schwäche. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Voglauer: Hochmut kommt vor dem Fall!
Ihr (in Richtung ÖVP) habt zugelassen, dass der Vorvorgänger von Herrn Bundeskanzler Nehammer maßgeblich vom Koalitionspartner, von den Grünen, herausgeschossen wurde. Ihr sagt Danke dafür, Danke für die gute Zusammenarbeit, und werdet dafür bei der nächsten Wahl ungefähr halbiert. (Abg. Voglauer: Hochmut kommt vor dem Fall!)
Abg. Michael Hammer: Das hat euch Kopfweh gemacht!
Er steht für Unehrlichkeit, und zwar weil er vor seiner Rede schon Häppchen über die Medien hinauslässt. Das ist übrigens eine super Methode, man hat dann nämlich schon gewusst, was er sagen wird. (Abg. Michael Hammer: Das hat euch Kopfweh gemacht!) – Da sind wir echt zittrig geworden.
Abg. Leichtfried: Die Redezeit ist um!
Er will sich gegen das Gendern positionieren. (Abg. Leichtfried: Die Redezeit ist um!) Sämtliche ÖVP-Minister haben zungenbrecherisch diese Genderform
Abg. Disoski: Die Redezeit wäre vorbei! – Abg. Lukas Hammer: Wir wollen abstimmen! Das ist langweilig! – Abg. Voglauer: Frau Fürst, Sie sind langweilig! – Ruf bei den Grünen: Kamingespräch!
verwendet – na gut. Er will sich jetzt positionieren, er wurde aber eines Besseren belehrt (Abg. Disoski: Die Redezeit wäre vorbei! – Abg. Lukas Hammer: Wir wollen abstimmen! Das ist langweilig! – Abg. Voglauer: Frau Fürst, Sie sind langweilig! – Ruf bei den Grünen: Kamingespräch!): Die ÖVP hat mit den Grünen als internationaler Vorreiter beschlossen, dass wir jetzt auf den Meldezetteln sechs Geschlechter zur Auswahl haben. (Abg. Stögmüller: Ich würde Sie auch auf die No-go-Liste setzen!) Da können wir ankreuzen. (Rufe bei den Grünen: Kickl, Kickl! Kickl war’s!) Sie haben das beschlossen. – Ah, es sind schon sieben. Sind Sie auch dabei? Kann man ÖVP ankreuzen? (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Stögmüller: Ich würde Sie auch auf die No-go-Liste setzen!
verwendet – na gut. Er will sich jetzt positionieren, er wurde aber eines Besseren belehrt (Abg. Disoski: Die Redezeit wäre vorbei! – Abg. Lukas Hammer: Wir wollen abstimmen! Das ist langweilig! – Abg. Voglauer: Frau Fürst, Sie sind langweilig! – Ruf bei den Grünen: Kamingespräch!): Die ÖVP hat mit den Grünen als internationaler Vorreiter beschlossen, dass wir jetzt auf den Meldezetteln sechs Geschlechter zur Auswahl haben. (Abg. Stögmüller: Ich würde Sie auch auf die No-go-Liste setzen!) Da können wir ankreuzen. (Rufe bei den Grünen: Kickl, Kickl! Kickl war’s!) Sie haben das beschlossen. – Ah, es sind schon sieben. Sind Sie auch dabei? Kann man ÖVP ankreuzen? (Beifall bei der FPÖ.)
Rufe bei den Grünen: Kickl, Kickl! Kickl war’s!
verwendet – na gut. Er will sich jetzt positionieren, er wurde aber eines Besseren belehrt (Abg. Disoski: Die Redezeit wäre vorbei! – Abg. Lukas Hammer: Wir wollen abstimmen! Das ist langweilig! – Abg. Voglauer: Frau Fürst, Sie sind langweilig! – Ruf bei den Grünen: Kamingespräch!): Die ÖVP hat mit den Grünen als internationaler Vorreiter beschlossen, dass wir jetzt auf den Meldezetteln sechs Geschlechter zur Auswahl haben. (Abg. Stögmüller: Ich würde Sie auch auf die No-go-Liste setzen!) Da können wir ankreuzen. (Rufe bei den Grünen: Kickl, Kickl! Kickl war’s!) Sie haben das beschlossen. – Ah, es sind schon sieben. Sind Sie auch dabei? Kann man ÖVP ankreuzen? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
verwendet – na gut. Er will sich jetzt positionieren, er wurde aber eines Besseren belehrt (Abg. Disoski: Die Redezeit wäre vorbei! – Abg. Lukas Hammer: Wir wollen abstimmen! Das ist langweilig! – Abg. Voglauer: Frau Fürst, Sie sind langweilig! – Ruf bei den Grünen: Kamingespräch!): Die ÖVP hat mit den Grünen als internationaler Vorreiter beschlossen, dass wir jetzt auf den Meldezetteln sechs Geschlechter zur Auswahl haben. (Abg. Stögmüller: Ich würde Sie auch auf die No-go-Liste setzen!) Da können wir ankreuzen. (Rufe bei den Grünen: Kickl, Kickl! Kickl war’s!) Sie haben das beschlossen. – Ah, es sind schon sieben. Sind Sie auch dabei? Kann man ÖVP ankreuzen? (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf: Der Kickl hat das gemacht!
Man kann jetzt nicht nur männlich, weiblich, sondern auch offen, divers, inter und keinen Eintrag – bitte, wenn ich es nicht sagen will, sage ich es nicht! – ankreuzen. (Ruf: Der Kickl hat das gemacht!) Für den Meldezettel ist ja wirklich völlig unwichtig, welches Geschlecht ich habe. Das haben Sie gemacht – und jetzt will man sich gegen die Genderpolitik positionieren. (Abg. Leichtfried: Die Redezeit ist aus!)
Abg. Leichtfried: Die Redezeit ist aus!
Man kann jetzt nicht nur männlich, weiblich, sondern auch offen, divers, inter und keinen Eintrag – bitte, wenn ich es nicht sagen will, sage ich es nicht! – ankreuzen. (Ruf: Der Kickl hat das gemacht!) Für den Meldezettel ist ja wirklich völlig unwichtig, welches Geschlecht ich habe. Das haben Sie gemacht – und jetzt will man sich gegen die Genderpolitik positionieren. (Abg. Leichtfried: Die Redezeit ist aus!)
Abg. Disoski: Und das ist gut so! Danke, dass Sie es noch einmal erwähnen!
Mit Ihnen ist übrigens auch das erste Gesetz in rein weiblicher Form beschlossen worden. (Abg. Disoski: Und das ist gut so! Danke, dass Sie es noch einmal erwähnen!) Zuerst haben Sie gedonnert, das werde niemals kommen. – Ja, eingeknickt sind Sie!
Abg. Voglauer: Langweilig! Langweilig! – Abg. Michael Hammer: Von nun an ging es bergab!
Alle Themen, die in der Welser Rede sonst noch angesprochen wurden, denen man sich jetzt widmen will – Wirtschaft, Industriestandort, Umweltschutz, Familie –, sind ganz, ganz wichtig, insbesondere die Leitkultur, nachdem wir Hunderttausende hereingelassen haben, aber niemanden abschieben, weil die Grünen alles verhindern. (Abg. Voglauer: Langweilig! Langweilig! – Abg. Michael Hammer: Von nun an ging es bergab!) Jetzt damit daherzukommen ist einfach lächerlich.
Abg. Voglauer: Da sind wir wieder bei Corona!
Was auch wirklich sehr, sehr staatsmännisch vom Herrn Kanzler ist: diese Rede zu halten, Interviewrunden zu machen und dann in Deckung zu gehen und eine Woche abzuwarten, ob sich das auf die Umfragedaten auswirkt (Abg. Voglauer: Da sind wir wieder bei Corona!), denn: Wenn wir 2, 3 Prozent mehr
Abg. Disoski: Es gibt keine Neuwahlen!
haben, rufen wir vielleicht Neuwahlen aus (Abg. Disoski: Es gibt keine Neuwahlen!), sonst vergessen wir es! – Das ist wirklich sehr staatsmännisch, das beweist wirklich Haltung. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
haben, rufen wir vielleicht Neuwahlen aus (Abg. Disoski: Es gibt keine Neuwahlen!), sonst vergessen wir es! – Das ist wirklich sehr staatsmännisch, das beweist wirklich Haltung. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Es hört eh keiner mehr zu!
Noch eine Randbemerkung zur SPÖ (Ruf bei der ÖVP: Es hört eh keiner mehr zu!): SPÖ-Chef Babler hat sich mit seinem Kommentar zur Welser Rede dann auch zum Teil dieser Faschingsveranstaltung erklärt. (Abg. Voglauer: Frau Fürst, das ist etwas für FPÖ-TV, nicht für den Nationalrat!) Ich muss sagen, tiefer geht es nicht mehr. Man darf Gschertheit nicht mit Volksverbundenheit verwechseln. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Voglauer: Frau Fürst, das ist etwas für FPÖ-TV, nicht für den Nationalrat!
Noch eine Randbemerkung zur SPÖ (Ruf bei der ÖVP: Es hört eh keiner mehr zu!): SPÖ-Chef Babler hat sich mit seinem Kommentar zur Welser Rede dann auch zum Teil dieser Faschingsveranstaltung erklärt. (Abg. Voglauer: Frau Fürst, das ist etwas für FPÖ-TV, nicht für den Nationalrat!) Ich muss sagen, tiefer geht es nicht mehr. Man darf Gschertheit nicht mit Volksverbundenheit verwechseln. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Noch eine Randbemerkung zur SPÖ (Ruf bei der ÖVP: Es hört eh keiner mehr zu!): SPÖ-Chef Babler hat sich mit seinem Kommentar zur Welser Rede dann auch zum Teil dieser Faschingsveranstaltung erklärt. (Abg. Voglauer: Frau Fürst, das ist etwas für FPÖ-TV, nicht für den Nationalrat!) Ich muss sagen, tiefer geht es nicht mehr. Man darf Gschertheit nicht mit Volksverbundenheit verwechseln. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Lebenserwartung war im Jahr 2000 um mehr als zehn Jahre höher als im Jahr 1960; die Zahl der Geburten allerdings war 1963 um rund 80 Prozent höher als im Jahr 2001. Das war auch der Grund für eine umfassende Pensionsreform 2003/2004, die eine nachhaltige Finanzierbarkeit sicherstellen sollte. Dass das zum Teil gelungen ist, belegen auch die Zahlen im Rechnungshofbericht. Laut diesem lag die Nettoersatzrate der Pensionen im Jahr 2019 bei 83,6 Prozent. Also unsere Pensionistinnen und Pensionisten bekommen durchschnittlich über 80 Prozent vom letzten Lohn als Pension, und das kann sich vor allem im Vergleich mit anderen EU-Ländern sehen lassen. Wir sind diesbezüglich im Spitzenfeld und sichern damit auch den Wohlstand unserer älteren Generation. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.
Werte Kolleginnen und Kollegen, es ist mir wichtig, dass wir in Zukunft gemeinsam daran arbeiten und auch 2030 sagen können: Österreich ist ein Land mit sicheren Pensionen. (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ – Abg. Hörl: Dann ist Covid gekommen!
Im Jahr 2018 hat der damalige Kanzler gesagt: Wir sparen im System, wir sparen bei der Verwaltung, und so wird es uns gelingen, 1 Milliarde Euro an Kosten einzusparen! – Diese Milliarde hätte an und für sich, so wurde es zumindest proklamiert, den Patient:innen zugutekommen sollen. Manche lächeln mich an, in der Hoffnung, dass es diesmal wahr ist, dass sie da ist, die Milliarde. Nein, es gibt diese Milliarde nicht! Der Rechnungshofbericht hat das schwarz auf weiß belegt: Dieses Versprechen, diese vollmundige Ankündigung war eine Täuschung (Beifall bei der SPÖ – Abg. Hörl: Dann ist Covid gekommen!), eine wunderbar formulierte Überschrift, die aber leider jegliche Befüllung mit Inhalten vermissen lässt – getan wurde nämlich nichts! (Abg. Hörl: Covid haben Sie vergessen!)
Abg. Hörl: Covid haben Sie vergessen!
Im Jahr 2018 hat der damalige Kanzler gesagt: Wir sparen im System, wir sparen bei der Verwaltung, und so wird es uns gelingen, 1 Milliarde Euro an Kosten einzusparen! – Diese Milliarde hätte an und für sich, so wurde es zumindest proklamiert, den Patient:innen zugutekommen sollen. Manche lächeln mich an, in der Hoffnung, dass es diesmal wahr ist, dass sie da ist, die Milliarde. Nein, es gibt diese Milliarde nicht! Der Rechnungshofbericht hat das schwarz auf weiß belegt: Dieses Versprechen, diese vollmundige Ankündigung war eine Täuschung (Beifall bei der SPÖ – Abg. Hörl: Dann ist Covid gekommen!), eine wunderbar formulierte Überschrift, die aber leider jegliche Befüllung mit Inhalten vermissen lässt – getan wurde nämlich nichts! (Abg. Hörl: Covid haben Sie vergessen!)
Abg. Hörl: Wegen Wien!
Die Milliarde gibt es nicht, das wissen wir mittlerweile, aber was es gibt, das ist ein sattes Minus von 388 Millionen Euro – bravo! (Abg. Hörl: Wegen Wien!) – für die Versorgung der Patient:innen. Lieber Kollege, das ist leider gar nicht zum Scherzen, uns stört das massiv, und das muss man auch aufzeigen, weil das eine inakzeptable Situation ist. Und wir warten nach wie vor auf Vorschläge, wo man 1 Milliarde herbekommt, um die Patient:innen ordentlich zu versorgen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Milliarde gibt es nicht, das wissen wir mittlerweile, aber was es gibt, das ist ein sattes Minus von 388 Millionen Euro – bravo! (Abg. Hörl: Wegen Wien!) – für die Versorgung der Patient:innen. Lieber Kollege, das ist leider gar nicht zum Scherzen, uns stört das massiv, und das muss man auch aufzeigen, weil das eine inakzeptable Situation ist. Und wir warten nach wie vor auf Vorschläge, wo man 1 Milliarde herbekommt, um die Patient:innen ordentlich zu versorgen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Uns ist es wichtig, dass Patient:innen eine sofortige Versorgung bekommen. Eine Versorgung, die notwendig ist, muss sofort gegeben sein. Daher bitte ich Sie um breite Zustimmung. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Bundeskanzler Kurz u.a. in der ORF-ZiB 13:00, 14.9.2018
„Wir sparen in der Verwaltung, wir sparen bei den Funktionären, wir sparen im System und schaffen es so, eine Milliarde bis 2023 zu lukrieren.“ (Bundeskanzler Kurz u.a. in der ORF-ZiB 13:00, 14.9.2018)
Abg. Greiner: Na es ist ein Skandal, Herr Kollege, seien Sie mir nicht böse! Eine Milliarde gibt’s nicht!
Allerdings ist mir vollkommen unbegreiflich, wie Kollegin Greiner sich hierherstellen kann und aus einem im schlimmsten Fall nicht eingehaltenen Versprechen einer Einsparung oder Umschichtung einen großen Skandal machen kann (Abg. Greiner: Na es ist ein Skandal, Herr Kollege, seien Sie mir nicht böse! Eine Milliarde gibt’s nicht!), wenn wir gleichzeitig Berichte des Rechnungshofes hier vorliegen haben, laut derer in den letzten Jahren Milliardenbeträge von der schwarz-grünen Bundesregierung verschwendet und verschleudert worden sind. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der SPÖ.
Allerdings ist mir vollkommen unbegreiflich, wie Kollegin Greiner sich hierherstellen kann und aus einem im schlimmsten Fall nicht eingehaltenen Versprechen einer Einsparung oder Umschichtung einen großen Skandal machen kann (Abg. Greiner: Na es ist ein Skandal, Herr Kollege, seien Sie mir nicht böse! Eine Milliarde gibt’s nicht!), wenn wir gleichzeitig Berichte des Rechnungshofes hier vorliegen haben, laut derer in den letzten Jahren Milliardenbeträge von der schwarz-grünen Bundesregierung verschwendet und verschleudert worden sind. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Holzleitner: Na ja! – Abg. Kickl: Nix „Na ja!“
Warum Ihnen (in Richtung Rechnungshofpräsidentin Kraker) diese Studie nicht vorgelegt worden ist, erschließt sich mir nicht, damals hat es sie im Gesundheitsministerium auf jeden Fall gegeben. Dass dann innerhalb der Sozialversicherung die weitere Umsetzung und Realisierung der Reform und der Einsparungsmöglichkeiten, vor allem unter dem Einfluss der SPÖ, nicht durchgeführt wurde, haben wir heute schon ausreichend diskutiert. Das können Sie aber sicherlich nicht der Freiheitlichen Partei vorwerfen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Holzleitner: Na ja! – Abg. Kickl: Nix „Na ja!“)
Beifall bei der FPÖ.
Und was hat das Ganze bewirkt, wo stehen wir da zu guter Letzt? – Der Letztstand, den der Rechnungshof festgestellt hat, ist ein Bestellvolumen von 70 Millionen Impfdosen, von denen Ende 2022 nicht einmal 20 Millionen tatsächlich verimpft waren. Dafür waren 10 Millionen Impfdosen schon abgelaufen, 7,5 Millionen Impfdosen sind schon verschenkt worden. Und was mit den restlichen 25 Millionen Impfdosen, die noch im Zulauf sind, passieren wird, das können Sie sich vorstellen: Geimpft wird so gut wie nicht mehr mit den Covid-19-Impfstoffen in Österreich, das heißt, wir werden weitere 20 Millionen Impfdosen der Vernichtung zuführen müssen, kostenpflichtig entsorgen müssen, sehr geehrte Damen und Herren. Das bedeutet, da ist für den Staat Österreich und für die Steuerzahler ein Schaden von mindestens einer halben Milliarde Euro entstanden. Ein Schaden von 500 Millionen Euro, verursacht und zu verantworten vom Gesundheitsministerium und dem Bundeskanzleramt: So schaut grün-schwarzes Regieren aus, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Ragger – in Richtung des sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. Kaniak –: Zahlen sprechen mehr als Worte!
Posten 4,5 Milliarden Euro gespart, die wir im Gesundheitssystem ganz, ganz dringend an anderer Stelle gebraucht hätten. Das hat auch diese schwarz-grüne Bundesregierung zu verantworten. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Ragger – in Richtung des sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. Kaniak –: Zahlen sprechen mehr als Worte!)
Abg. Koza: Ja, leider!
Abgeordneter David Stögmüller (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Rechnungshofpräsidentin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Können Sie sich noch an Frau Ministerin Hartinger-Klein erinnern? (Abg. Koza: Ja, leider!) Sie ist nicht nur durch ihre Aussage, mit 150 Euro pro Monat komme man eh durch, aufgefallen. (Abg. Loacker: Da warst du noch gar nicht im Nationalrat!) – Ich war im Bundesrat, Herr Kollege Loacker, aber ich habe es mir gut angeschaut, und jedem ist ihr „Wer schafft die Arbeit?“-Sager im Ohr geblieben. Nein, nicht nur das hat sie umgesetzt, sondern sie hat auch diese Zusammenlegung der Sozialversicherungsträger umgesetzt, und darüber möchte ich heute reden.
Abg. Loacker: Da warst du noch gar nicht im Nationalrat!
Abgeordneter David Stögmüller (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Rechnungshofpräsidentin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Können Sie sich noch an Frau Ministerin Hartinger-Klein erinnern? (Abg. Koza: Ja, leider!) Sie ist nicht nur durch ihre Aussage, mit 150 Euro pro Monat komme man eh durch, aufgefallen. (Abg. Loacker: Da warst du noch gar nicht im Nationalrat!) – Ich war im Bundesrat, Herr Kollege Loacker, aber ich habe es mir gut angeschaut, und jedem ist ihr „Wer schafft die Arbeit?“-Sager im Ohr geblieben. Nein, nicht nur das hat sie umgesetzt, sondern sie hat auch diese Zusammenlegung der Sozialversicherungsträger umgesetzt, und darüber möchte ich heute reden.
Beifall bei den Grünen.
Meine Damen und Herren, die Fusion der Krankenversicherungsträger ist ein wahres Paradebeispiel dafür, was passiert, wenn man den Staat denen überlässt, die lieber reißerisch reden als verantwortungsvoll handeln wollen. Das ist der Punkt, und ich finde es auch ganz wichtig, anzumerken: Verantwortungsvoll zu handeln ist gerade im Sozialbereich ganz, ganz wichtig. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Kaniak.
So schaut die Transparenz der FPÖ aus, Herr Kickl! Das können Sie mir einmal erklären, was Hartinger-Klein da gemacht hat. Dann haben Sie auch Beraterverträge als Privatakten abgelegt – alles offene Fragen. Das ist die Täuschungsaktion der FPÖ. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Kaniak.)
Beifall bei den Grünen.
Disoski den schwarz-blauen Verschleierungsversuchen in den Weg stellen. Sie werden da Licht ins Dunkel bringen, denn mit uns ist ganz klar: Transparenz und Kontrolle dürfen da nicht aufhören, das ist ein Megaskandal, da gehört nachgeschaut. Das ist unser Leitmotiv, wir werden nachschauen, wir werden Licht ins Dunkel bringen. Mit vereinten Kräften des Kontrollorgans Rechnungshof, der aufgedeckt hat, und des Untersuchungsausschusses, der aufdecken wird, wird das gesamte parlamentarische Kontrollinstrumentarium auch wirklich mächtig, und wir als Grüne werden wieder einmal mehr Licht in das schwarz-blaue Dunkel bringen. Das haben sich die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler mehr als verdient. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Stögmüller: Eine Milliarde ist ja zu wenig! NEOS ist eine Milliarde wurscht! – Abg. Greiner: Ist das die gleiche Hypothese, Herr Kollege?
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Herr Präsident! Frau Präsidentin des Rechnungshofes! Geschätzte Zuschauerinnen und Zuschauer! Wir diskutieren hier vier Rechnungshofberichte unter einem, und wie es so oft ist, konzentrieren sich die meisten Redner auf das kleinste der vier Probleme, nämlich auf diese Patientenmilliarde (Abg. Stögmüller: Eine Milliarde ist ja zu wenig! NEOS ist eine Milliarde wurscht! – Abg. Greiner: Ist das die gleiche Hypothese, Herr Kollege?), von der schon bei der Präsentation des Gesetzes klar war, dass sie gar nie kommen kann. Dass wir aber 5 Milliarden Euro sinnlos für Tests ausgegeben haben, das wird eher ignoriert.
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Kaniak.
Oder: Dass der Bericht über die Impfstoffbeschaffung belegt, dass wir mit Rudi Anschober einen völlig überforderten und inkompetenten Minister hatten, der wenig Impfstoff bestellt hat, als wir ihn gebraucht hätten, und viel Impfstoff bestellt hat, als wir ihn nicht mehr gebraucht haben, das wird geflissentlich verschwiegen. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Kaniak.)
Beifall bei den NEOS.
Wie der Rechnungshof ausweist, gehen wir nicht einmal im selben Alter in Pension, wie unsere Vorfahren 1970 in Pension gegangen sind – wir leben aber inzwischen viel länger. Das ist schön, das ist erfreulich, aber wir müssen uns auch der Frage stellen: Wie finanzieren wir das? – Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Stöger: Ja, dann tuts es!
Drittens: das Thema Risikostrukturausgleich. Die Österreichische Gesundheitskasse ist mit 7,5 Millionen Versicherten der größte Risikostrukturausgleich in Österreich. Es gibt einen Spielraum, den die Bundesländer früher nicht hatten, und der ermöglicht, Leistungen für die Versicherten bundesweit zu harmonisieren und auszubauen – ein wichtiger Bereich. (Abg. Stöger: Ja, dann tuts es!) – Ich habe es schon angesprochen, Herr Kollege Stöger.
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schallmeiner.
Sehr geehrte Damen und Herren, all diese Argumente im Bereich der Verbreiterung der Risikogemeinschaft, der Erhöhung der Handlungsfähigkeit sowie der Nutzung von Synergien führten zu einer grundsätzlich positiven Beurteilung durch den Rechnungshof. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schallmeiner.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Koza.
Der Rechnungshof bestätigt weiters, dass die ASVG-Pensionen – und das betrifft immerhin zwei Millionen Pensionistinnen und Pensionisten – durch die Beiträge fast zur Gänze abgedeckt sind. Anders ist es bei den Selbstständigen und bei den Bauern, dort sind wir leider nach wie vor dort, wo der niedrigste Deckungsgrad ist. Das heißt übersetzt – wieder zurück zu den ASVG-Pensionen –: Für diese zwei Millionen ASVG-Pensionist:innen besteht an der Finanzierbarkeit und an der Nachhaltigkeit des Pensionssystems kein Zweifel. Es ist, glaube ich, wichtig, nicht immer alle in einen Topf zu werfen und zu sagen, dass es auch dort Kürzungen geben muss. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Koza.)
Beifall bei der SPÖ.
Nächstes Thema: gesundes Arbeiten bis zur Pension ermöglichen. Eine Studie von Wifo und Forba sagt eindeutig, dass nur etwa 50 Prozent der Frauen aus der Erwerbstätigkeit in die Pension gehen können – aus der Erwerbstätigkeit, nicht aus der Arbeitslosigkeit, wie es Kollege Loacker immer darstellt, sondern aus der Erwerbstätigkeit. Das heißt, nur jede zweite Frau schafft es, aus dem Erwerbsleben in ihre Pension zu kommen. Deswegen brauchen wir da weitere Maßnahmen, damit man länger und gesund im Arbeitsleben stehen kann. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn Sie unserem Antrag zustimmen, dann brauchen wir nicht alle paar Wochen hier in diesem Parlament diese Debatte zu führen, denn dann sind unsere Pensionen auch sicher. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Voglauer: Na, ihr seid ja auch nicht alle da!
Für die Frau Rechnungshofpräsidentin, weil Klubobmann Kucher jetzt nicht hier ist: Er hat seine Show heute schon abgezogen, jetzt interessieren ihn der Rechnungshof und eine Kurzdebatte weniger (Abg. Voglauer: Na, ihr seid ja auch nicht alle da!), obwohl er auch mit einem lachenden Gesicht hier gestanden ist und sich noch gefreut hat, dass die Patientenmilliarde bei den Patienten nicht angekommen ist. So viel zu den Sozialdemokraten, die sich sogar noch darüber freuen, dass die Patientenmilliarde bei den Patienten nicht angekommen ist – eine Freude war das, mit lachendem Gesicht ist Klubobmann Kucher hier gestanden. (Abg. Greiner: Das ist ja ein Skandal! Das ist ja absurd, Ihre Wortmeldung! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) – Kollegin, Sie haben wenigstens ein betroffenes Gesicht gehabt, als Sie hier am Rednerpult gestanden sind, aber Kollege Kucher hat sich noch gefreut, dass das nichts geworden ist. (Abg. Matznetter: Entschuldigen Sie sich!)
Abg. Greiner: Das ist ja ein Skandal! Das ist ja absurd, Ihre Wortmeldung! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Für die Frau Rechnungshofpräsidentin, weil Klubobmann Kucher jetzt nicht hier ist: Er hat seine Show heute schon abgezogen, jetzt interessieren ihn der Rechnungshof und eine Kurzdebatte weniger (Abg. Voglauer: Na, ihr seid ja auch nicht alle da!), obwohl er auch mit einem lachenden Gesicht hier gestanden ist und sich noch gefreut hat, dass die Patientenmilliarde bei den Patienten nicht angekommen ist. So viel zu den Sozialdemokraten, die sich sogar noch darüber freuen, dass die Patientenmilliarde bei den Patienten nicht angekommen ist – eine Freude war das, mit lachendem Gesicht ist Klubobmann Kucher hier gestanden. (Abg. Greiner: Das ist ja ein Skandal! Das ist ja absurd, Ihre Wortmeldung! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) – Kollegin, Sie haben wenigstens ein betroffenes Gesicht gehabt, als Sie hier am Rednerpult gestanden sind, aber Kollege Kucher hat sich noch gefreut, dass das nichts geworden ist. (Abg. Matznetter: Entschuldigen Sie sich!)
Abg. Matznetter: Entschuldigen Sie sich!
Für die Frau Rechnungshofpräsidentin, weil Klubobmann Kucher jetzt nicht hier ist: Er hat seine Show heute schon abgezogen, jetzt interessieren ihn der Rechnungshof und eine Kurzdebatte weniger (Abg. Voglauer: Na, ihr seid ja auch nicht alle da!), obwohl er auch mit einem lachenden Gesicht hier gestanden ist und sich noch gefreut hat, dass die Patientenmilliarde bei den Patienten nicht angekommen ist. So viel zu den Sozialdemokraten, die sich sogar noch darüber freuen, dass die Patientenmilliarde bei den Patienten nicht angekommen ist – eine Freude war das, mit lachendem Gesicht ist Klubobmann Kucher hier gestanden. (Abg. Greiner: Das ist ja ein Skandal! Das ist ja absurd, Ihre Wortmeldung! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) – Kollegin, Sie haben wenigstens ein betroffenes Gesicht gehabt, als Sie hier am Rednerpult gestanden sind, aber Kollege Kucher hat sich noch gefreut, dass das nichts geworden ist. (Abg. Matznetter: Entschuldigen Sie sich!)
Abg. Schallmeiner: Weil man die „Kronen Zeitung“ in Ibiza verscherbeln wollte!
Es war immer klar, die Koalition war frühzeitig beendet (Abg. Schallmeiner: Weil man die „Kronen Zeitung“ in Ibiza verscherbeln wollte!), und es hat natürlich immer geheißen, man müsse dieses Projekt der Zusammenlegung, ein Megaprojekt, weiterentwickeln. (Abg. Matznetter: Die Ausrede glaubt nicht einmal der Herbert Kickl!) Was haben die grünen Minister gemacht? – Kollege Loacker hat eh – wenn Sie es uns nicht glauben – die Leistung des Bundesministers Anschober beschrieben: Da wurde nichts weiterentwickelt (Zwischenrufe der Abgeordneten Koza und Schallmeiner), unter Mückstein nichts weiterentwickelt und jetzt unter Rauch nichts weiterentwickelt – lauter untätige grüne Gesundheitsminister. (Abg. Schallmeiner: Wir machen eure Hacken!) Und dann stellen sich viele her und freuen sich darüber, dass die Patientenmilliarde bei den Patienten nicht angekommen ist.
Abg. Matznetter: Die Ausrede glaubt nicht einmal der Herbert Kickl!
Es war immer klar, die Koalition war frühzeitig beendet (Abg. Schallmeiner: Weil man die „Kronen Zeitung“ in Ibiza verscherbeln wollte!), und es hat natürlich immer geheißen, man müsse dieses Projekt der Zusammenlegung, ein Megaprojekt, weiterentwickeln. (Abg. Matznetter: Die Ausrede glaubt nicht einmal der Herbert Kickl!) Was haben die grünen Minister gemacht? – Kollege Loacker hat eh – wenn Sie es uns nicht glauben – die Leistung des Bundesministers Anschober beschrieben: Da wurde nichts weiterentwickelt (Zwischenrufe der Abgeordneten Koza und Schallmeiner), unter Mückstein nichts weiterentwickelt und jetzt unter Rauch nichts weiterentwickelt – lauter untätige grüne Gesundheitsminister. (Abg. Schallmeiner: Wir machen eure Hacken!) Und dann stellen sich viele her und freuen sich darüber, dass die Patientenmilliarde bei den Patienten nicht angekommen ist.
Zwischenrufe der Abgeordneten Koza und Schallmeiner
Es war immer klar, die Koalition war frühzeitig beendet (Abg. Schallmeiner: Weil man die „Kronen Zeitung“ in Ibiza verscherbeln wollte!), und es hat natürlich immer geheißen, man müsse dieses Projekt der Zusammenlegung, ein Megaprojekt, weiterentwickeln. (Abg. Matznetter: Die Ausrede glaubt nicht einmal der Herbert Kickl!) Was haben die grünen Minister gemacht? – Kollege Loacker hat eh – wenn Sie es uns nicht glauben – die Leistung des Bundesministers Anschober beschrieben: Da wurde nichts weiterentwickelt (Zwischenrufe der Abgeordneten Koza und Schallmeiner), unter Mückstein nichts weiterentwickelt und jetzt unter Rauch nichts weiterentwickelt – lauter untätige grüne Gesundheitsminister. (Abg. Schallmeiner: Wir machen eure Hacken!) Und dann stellen sich viele her und freuen sich darüber, dass die Patientenmilliarde bei den Patienten nicht angekommen ist.
Abg. Schallmeiner: Wir machen eure Hacken!
Es war immer klar, die Koalition war frühzeitig beendet (Abg. Schallmeiner: Weil man die „Kronen Zeitung“ in Ibiza verscherbeln wollte!), und es hat natürlich immer geheißen, man müsse dieses Projekt der Zusammenlegung, ein Megaprojekt, weiterentwickeln. (Abg. Matznetter: Die Ausrede glaubt nicht einmal der Herbert Kickl!) Was haben die grünen Minister gemacht? – Kollege Loacker hat eh – wenn Sie es uns nicht glauben – die Leistung des Bundesministers Anschober beschrieben: Da wurde nichts weiterentwickelt (Zwischenrufe der Abgeordneten Koza und Schallmeiner), unter Mückstein nichts weiterentwickelt und jetzt unter Rauch nichts weiterentwickelt – lauter untätige grüne Gesundheitsminister. (Abg. Schallmeiner: Wir machen eure Hacken!) Und dann stellen sich viele her und freuen sich darüber, dass die Patientenmilliarde bei den Patienten nicht angekommen ist.
Abg. Schallmeiner: Ah! Ein bisschen Rassismus muss immer sein!
Eines muss ich schon sagen – wieder zu den Sozialdemokraten –: Ich bringe jetzt einen Entschließungsantrag ein, in dem es darum geht, dass illegale Zuwanderung in unser Sozialsystem – vor allem Wien ist davon betroffen – extrem viel Steuergeld der österreichischen Steuerzahler verschlingt. (Abg. Schallmeiner: Ah! Ein bisschen Rassismus muss immer sein!) Ich betone es noch
in Richtung Abg. Schallmeiner
einmal, weil es bei den Grünen so ein Raunen gibt: Es sind illegale Zuwanderer. Kollege (in Richtung Abg. Schallmeiner), du kommst eh noch einmal dran, du kannst hier deine Weisheiten noch zum Besten geben und kannst dann auch replizieren, das halten wir alles aus. (Abg. Matznetter: Illegal ist der ...! Vulnerable Gruppen beeinflussen ...!)
Abg. Matznetter: Illegal ist der ...! Vulnerable Gruppen beeinflussen ...!
einmal, weil es bei den Grünen so ein Raunen gibt: Es sind illegale Zuwanderer. Kollege (in Richtung Abg. Schallmeiner), du kommst eh noch einmal dran, du kannst hier deine Weisheiten noch zum Besten geben und kannst dann auch replizieren, das halten wir alles aus. (Abg. Matznetter: Illegal ist der ...! Vulnerable Gruppen beeinflussen ...!)
Beifall bei der FPÖ.
Das wird es so nicht spielen. Für unsere Landsleute bringen wir diesen Entschließungsantrag ein, und ihr wärt gut beraten, da mitzugehen. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Betreffend Kosten der Covid-19-Tests, die 5,2 Milliarden Euro ausgemacht haben: Die ursprüngliche Strategie war ein zielgerichtetes risikobasiertes Testen. Dann kamen bevölkerungsweite Tests, die später eingeführt wurden. Da entstanden Kosten von 5,2 Milliarden Euro, und der Rechnungshof hat 306 Millionen Tests zusammengerechnet. Es gab da keine Übersicht, auch bei der Abrechnung mit den Ländern – der Bund hat ja die Kosten ersetzt – hat der Bund den Ländern keine Vorgaben für diese Testungen gemacht. Für das Pandemiemanagement ist das Gesundheitsministerium zuständig, und wir stellen uns vor, dass künftig in vergleichbaren Fällen die Steuerung durch das Gesundheitsministerium sichergestellt ist. Das könnte man als Lessons learned aus der Pandemie sehen. – Danke schön. (Allgemeiner Beifall.)
Zwischenruf der Abg. Seidl.
soziale Kosten. Das heißt, so eindeutig ist das Ergebnis da keineswegs; außer man sagt natürlich: Nein, nein, die Pension wird deswegen nicht höher, sondern es wird einfach der Pensionsanspruch gestreckt, man geht später mit der gleichen Pension in Pension. (Zwischenruf der Abg. Seidl.) Dann muss man aber ganz ehrlich sagen, das ist eine Pensionskürzung im Vergleich zum jetzigen Status quo – und dafür stehen wir auf jeden Fall so nicht zur Verfügung.
Beifall bei den Grünen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es ist tatsächlich so: Wir brauchen zumindest ein paar Grundprämissen, wenn es um das Pensionssystem geht. Arbeit darf nicht krank machen, damit die Menschen tatsächlich in Gesundheit alt werden können. Wir müssen ein entsprechendes Altern in Würde gewährleisten. Und ja, das kostet, muss aber in einer reichen Gesellschaft wie der unseren tatsächlich leistbar sein. Das sind Nachhaltigkeitskriterien, die wir bitte alle außer Streit stellen sollten. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wer das Buch von hinten liest, wird immer klüger sein. Wir sollten daraus lernen und Erkenntnisse mitnehmen. – Vielen Dank, Frau Präsident, für diesen Bericht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hörl: He, übertreib nicht so!
Abgeordneter Michael Seemayer (SPÖ): Frau Rechnungshofpräsidentin! Herr Präsident! Ich möchte schon noch einmal auf die nicht auffindbare Patientenmilliarde zurückkommen beziehungsweise auf das, was damit einhergegangen ist: Unter dem Deckmantel Reform der Sozialversicherungsträger wurde nämlich der größte Anschlag auf die Selbstverwaltung der Gebietskrankenkasse vollzogen, den es in der Geschichte der Kassen jemals gegeben hat. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hörl: He, übertreib nicht so!) – Dass das wirklich so ist, Kollege Hörl, zeigt uns ein Blick in die Vergangenheit.
Abg. Kaniak: Ihr hättet sie nur heben brauchen!
Selbstverwaltung bedeutet, dass die Versicherten ihre Kasse selbst verwalten können. Das können Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in ihrer Kasse bei einem Verhältnis von eins zu eins nicht mehr. Was bei den Bauern und Selbstständigen selbstverständlich ist, nämlich dass sie ihre Kasse selbst verwalten, hat man den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern weggenommen. Um das umzusetzen, habt ihr die Betriebsrätinnen und Betriebsräte, die sich in der Selbstverwaltung engagiert haben, schlechtgemacht, als Bonzen und Abkassierer hingestellt. Ihr habt den Menschen eine Patientenmilliarde vorgegaukelt, die es nie gegeben hat, wie jetzt auch der Rechnungshofbericht zeigt. (Abg. Kaniak: Ihr hättet sie nur heben brauchen!)
Beifall bei der SPÖ.
Es braucht daher ganz klar eine Rückkehr zur echten Selbstverwaltung in der Gebietskrankenkasse. Dazu stehen wir. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Diese Regierung hat sich jetzt eben auch um dieses Thema zu kümmern gehabt, weil beispielsweise die letzte Regierung, die in der letzten Legislaturperiode hier im Amt befindliche Regierung, sich eben nicht darum gekümmert hat, weil es ihr in Wirklichkeit wurscht war. Ich habe es heute am Nachmittag schon einmal gesagt und ich sage es jetzt wieder: In Wirklichkeit war Sozial- und Gesundheitsministerin Hartinger-Klein das Gesundheitswesen ziemlich wurscht. Der ist es nur darum gegangen, mit irgendwelchen dubiosen Reformen die besten Posten für ihre Leute zu bekommen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
bissl schwierig zu erwirtschaften. – Wie sollte das gehen? Ich meine, das ist ja Voodooökonomie, um es einmal so zu sagen. Oder anders gefragt: Hat euch, liebe Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ, das euer Chefstatistiker, Kollege Hauser, hergerechnet? Genau so hört es sich nämlich in Wirklichkeit an. Das ist dahergeschwurbelt bis zum Gehtnichtmehr. 650 Millionen Euro – 1 Milliarde Euro soll das bringen: Seid mir nicht böse, aber ich meine, kaufmännisch rechnen könnt ihr offensichtlich nicht, wenn ihr solche Dinge behauptet. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen
Liebe Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ, dieser Rechnungshofbericht ist eine schallende Ohrfeige für das, was ihr da abgeliefert habt, und er belegt einmal mehr: Euch geht es nicht um das Gesundheitswesen, euch geht es nicht um die Patientinnen und Patienten in diesem Land, euch geht es nur um euch selbst (Beifall bei Abgeordneten der Grünen), um den sogenannten kleinen Mann – denn das ist nämlich bei euch euer Klubobmann, euer
Beifall bei den Grünen. – Ruf: Ja, das stimmt! – Abg. Kickl: Die nächste U-Ausschuss-Periode wird sich mit euch auseinandersetzen! – Rufe bei der FPÖ: Da schauen wir einmal, was ihr alles ausgeschrieben habts in der Coronazeit! Das wird a Gaudi werden! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Parteiobmann. Um den geht es euch, und um nichts anderes geht es euch in eurer Partei. (Beifall bei den Grünen. – Ruf: Ja, das stimmt! – Abg. Kickl: Die nächste U-Ausschuss-Periode wird sich mit euch auseinandersetzen! – Rufe bei der FPÖ: Da schauen wir einmal, was ihr alles ausgeschrieben habts in der Coronazeit! Das wird a Gaudi werden! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zusammenfassend kann man sagen: Die Covid-Bewältigung der Regierung geht in die Geschichte ein. Es ist ein besonders teures Unterfangen gewesen, das zu einer größeren wirtschaftlichen Umverteilung – größer als jene durch so manche Revolution dieser Welt – geführt hat, aber in dieser Form ist es eine Umverteilung von Arm zu Reich gewesen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Zusammenfassend, sehr geehrte Damen und Herren, darf ich festhalten, dass die zentralen Empfehlungen des Rechnungshofes bereits in hohem Maße umgesetzt wurden. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Weiters stellt sich die Frage, wer davon profitiert. Profitieren alle gleichermaßen von Förderungen, sprich Großbetriebe und kleinere Betriebe? Da wäre es uns als SPÖ sehr wichtig, dass auch Kleinbetriebe entsprechend fit gemacht werden und gute und gleiche Voraussetzungen haben, um an entsprechende Förderungen zu gelangen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Höfinger: Unser Statistiker!
Schaut man sich hingegen die Bevölkerungsentwicklung in Österreich im gleichen Zeitraum an, so erkennt man, dass wir im Jahr 1994 eine Bevölkerung von 7,9 Millionen Bürger hatten, jetzt sind es hingegen schon knapp neun Millionen. Das ist ein gewaltiges Plus von fast 13 Prozent. (Abg. Höfinger: Unser Statistiker!)
Abg. Kühberger: Nein, das seid ihr im EU-Parlament! Der Vilimsky, schau mal, was der tut! Ich komme ja noch dran nachher!
Täglich schließen bäuerliche, landwirtschaftliche Betriebe, täglich geben Betriebe auf und sagen: Das ist für uns nicht mehr wirtschaftlich, da machen wir nicht mehr mit! – Gleichzeitig wächst die Bevölkerung. Dann geht die ÖVP her und verkündet lauthals: Das ist alles sicher, das passt alles, die Ernährungssicherheit ist gegeben! (Abg. Kühberger: Nein, das seid ihr im EU-Parlament! Der Vilimsky, schau mal, was der tut! Ich komme ja noch dran nachher!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Höfinger: Schau dir einmal die Anträge vom Vilimsky an! – Abg. Kühberger: Vilimsky ... Pflanzenschutz! Den kennen wir eh! Hast selber ...! – Zwischenruf des Abg. Höfinger.
Da fragt man sich wirklich, welche Kalkulationen die ÖVP wohl verwendet. Wahrscheinlich verwendet sie dasselbe Programm wie die SPÖ am Parteitag und kommt dann zu solchen Zahlen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Höfinger: Schau dir einmal die Anträge vom Vilimsky an! – Abg. Kühberger: Vilimsky ... Pflanzenschutz! Den kennen wir eh! Hast selber ...! – Zwischenruf des Abg. Höfinger.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wer soll die Bevölkerung ernähren? (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Sie können dann eh rausgehen und das klarstellen. (Abg. Kühberger: Ich melde mich eh! – Zwischenruf des Abg. Lausch. – Ruf: Die Anträge ...!) Die Tatsache ist: Fakten und Zahlen lügen nicht. (Ruf bei der ÖVP: Aber du lügst!) Mit Ihrer Politik, die Sie auch mit der EU verstärken, verursachen Sie Wettbewerbsnachteile für die österreichische Landwirtschaft. (Rufe und Gegenrufe zwischen ÖVP und FPÖ.)
Abg. Kühberger: Ich melde mich eh! – Zwischenruf des Abg. Lausch. – Ruf: Die Anträge ...!
Wer soll die Bevölkerung ernähren? (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Sie können dann eh rausgehen und das klarstellen. (Abg. Kühberger: Ich melde mich eh! – Zwischenruf des Abg. Lausch. – Ruf: Die Anträge ...!) Die Tatsache ist: Fakten und Zahlen lügen nicht. (Ruf bei der ÖVP: Aber du lügst!) Mit Ihrer Politik, die Sie auch mit der EU verstärken, verursachen Sie Wettbewerbsnachteile für die österreichische Landwirtschaft. (Rufe und Gegenrufe zwischen ÖVP und FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Aber du lügst!
Wer soll die Bevölkerung ernähren? (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Sie können dann eh rausgehen und das klarstellen. (Abg. Kühberger: Ich melde mich eh! – Zwischenruf des Abg. Lausch. – Ruf: Die Anträge ...!) Die Tatsache ist: Fakten und Zahlen lügen nicht. (Ruf bei der ÖVP: Aber du lügst!) Mit Ihrer Politik, die Sie auch mit der EU verstärken, verursachen Sie Wettbewerbsnachteile für die österreichische Landwirtschaft. (Rufe und Gegenrufe zwischen ÖVP und FPÖ.)
Rufe und Gegenrufe zwischen ÖVP und FPÖ.
Wer soll die Bevölkerung ernähren? (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Sie können dann eh rausgehen und das klarstellen. (Abg. Kühberger: Ich melde mich eh! – Zwischenruf des Abg. Lausch. – Ruf: Die Anträge ...!) Die Tatsache ist: Fakten und Zahlen lügen nicht. (Ruf bei der ÖVP: Aber du lügst!) Mit Ihrer Politik, die Sie auch mit der EU verstärken, verursachen Sie Wettbewerbsnachteile für die österreichische Landwirtschaft. (Rufe und Gegenrufe zwischen ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Im Bericht steht dann auch: „Das Landwirtschaftsministerium konnte keine aktuelle Risikoanalyse oder eine Risikomatrix für die Sicherstellung der Lebensmittelversorgung vorlegen.“ – Was denn, nach 37 Jahren ÖVP-Landwirtschaftsministerium könnt ihr nichts vorweisen? Da fragt man sich wirklich: Was habt ihr gemacht? (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Schmuckenschlager: Ihr werdet uns sagen, was wir sagen dürfen!
Was ihr macht, ist, die Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln zu zerstören und gleichzeitig Laborfleisch und Insekten in Lebensmitteln zu forcieren, und dann – nach 37 Jahren Regierungsbeteiligung der ÖVP – stellt ihr euch hin und sagt: Es ist alles in Ordnung, und jetzt verkünden wir einen Österreichplan – einen Plan für Österreich! (Abg. Schmuckenschlager: Ihr werdet uns sagen, was wir sagen dürfen!) – Dabei verkündet ihr das, was ihr die letzten 37 Jahre nicht zusammengebracht habt, und verkauft die Leute für dumm! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kühberger: Du hast ja gar keinen Plan! Du bist ja planlos! – Ruf bei der ÖVP: ... nicht einmal gerade stehen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kühberger: Du hast ja gar keinen Plan! Du bist ja planlos! – Ruf bei der ÖVP: ... nicht einmal gerade stehen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Was ihr macht, ist, die Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln zu zerstören und gleichzeitig Laborfleisch und Insekten in Lebensmitteln zu forcieren, und dann – nach 37 Jahren Regierungsbeteiligung der ÖVP – stellt ihr euch hin und sagt: Es ist alles in Ordnung, und jetzt verkünden wir einen Österreichplan – einen Plan für Österreich! (Abg. Schmuckenschlager: Ihr werdet uns sagen, was wir sagen dürfen!) – Dabei verkündet ihr das, was ihr die letzten 37 Jahre nicht zusammengebracht habt, und verkauft die Leute für dumm! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kühberger: Du hast ja gar keinen Plan! Du bist ja planlos! – Ruf bei der ÖVP: ... nicht einmal gerade stehen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Voglauer: Was jetzt?! Bittest um Zustimmung oder erwartest dir was?
Ich bitte um Zustimmung. Von der ÖVP erwarte ich mir nichts, weil Feiglinge wie ihr das nicht können. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Voglauer: Was jetzt?! Bittest um Zustimmung oder erwartest dir was?)
Abg. Schmuckenschlager: Herr Präsident, „Feiglinge“ ist nicht angebracht! – Ruf bei der ÖVP: Die primitive Linie setzt sich durch bei der FPÖ! – Anhaltende Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Der Entschließungsantrag ist ordnungsgemäß eingebracht und steht somit auch mit in Verhandlung. (Abg. Schmuckenschlager: Herr Präsident, „Feiglinge“ ist nicht angebracht! – Ruf bei der ÖVP: Die primitive Linie setzt sich durch bei der FPÖ! – Anhaltende Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.)
Abg. Schmuckenschlager: Wir verarbeiten gerade die Rede vom Vorgänger!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Entschuldigen Sie, Frau Abgeordnete! – Meine Herren, bitte lassen Sie doch die Frau Kollegin auch zu Wort kommen! (Abg. Schmuckenschlager: Wir verarbeiten gerade die Rede vom Vorgänger!) – Bitte, Frau Abgeordnete.
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Ulrike Maria Böker (fortsetzend): Kann man dann die Zeit ein bisschen für mich richten? – Es geht um den Rechnungshofbericht Wald im Klimawandel, und es ist ein sehr aufschlussreicher, aber zugleich auch ein sehr erschreckender Bericht. In einer Umfrage des WWF vom Jänner 2024 geben 81 Prozent – das sind drei von vier Menschen – an, dass Gesundheit und Wohlbefinden auf intakten Wäldern, Wiesen und Auen beruhen, und ich denke, das wird hier herinnen niemand bestreiten. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Unsere Erde wird nicht kaputtgehen, aber ob sie, wenn wir so weitermachen, für die Menschen noch bewohnbar bleibt, das steht auf dem Spiel. Ein widerstandsfähiger Wald, wie ihn auch das Europäische Parlament in einer Verordnung vom November 2023 fordert, ist ein wichtiger Garant für einen lebenswerten Planeten. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Weratschnig.
Über all dem steht eben diese fehlende Strategie, die der Rechnungshof einmahnt und die, glaube ich, auch höchst notwendig wäre, weil es wie gesagt ein Stück weit ja ein Schmuckkästchen der Republik Österreich ist. Wie gesagt 10 Prozent des Grund und Bodens in Österreich – damit sind die Bundesforste einer der größten Grundeigentümer in Österreich –, der den Steuerzahlerinnen und Steuerzahler gehört: Da muss genau hingeschaut werden, und diese Empfehlungen, die der Rechnungshof da gegeben hat, müssen aus meiner Sicht auch rasch umgesetzt werden. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Weratschnig.)
Beifall bei der ÖVP.
Forststrukturen und an alle, die Verantwortung für den Wald tragen. Wir wollen gemeinsam unseren Wald nützen, und den müssen wir auch schützen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.
Wir haben betreffend dieses Thema entsprechende Empfehlungen ausgesprochen. Wichtig erscheint uns, dass wir gut vorbereitet sind, damit man im Ernstfall auf Basis von Daten und Fakten treffsichere Maßnahmen setzen kann. Es geht um Maßnahmen, die nicht überschießend, aber eben vorausschauend sind, um den Spielraum für Stimmungsmache einzuschränken und um einer nachhaltigen Landbewirtschaftung gerecht zu werden. – Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Prinz.
In Erinnerung ist uns ebenfalls noch die Errichtung zweier Luxuswohnungen auf einem öffentlichem Badeplatz in Weyregg am Attersee. Dort wurde auf einem Badeplatz der Bundesforste ein Neubau für private Nutzung errichtet und der Öffentlichkeit der Seezugang entzogen, damit zwei gutbetuchte Mieter oder Mieterinnen einen Privatbadeplatz haben. Als Ersatz für den entzogenen Seezugang wurde der Badeplatz im hinteren Bereich erweitert, so nach dem Motto: erste Reihe für Millionäre und jene, die es sich leisten können, dahinter der Rest der Bevölkerung. (Zwischenruf des Abg. Prinz.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Weratschnig.
Ich gehe davon aus, dass sich die Österreichischen Bundesforste die Rechnungshofberichte zu Herzen nehmen und so manche Praktiken überdenken werden – wir werden auf jeden Fall wachsam sein und da genau hinschauen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Weratschnig.)
Zwischenruf des Abg. Strasser.
einer Rückforderung vor den Kopf stoßen? Oder ist man gar nicht in der Lage, diese durchzuführen? (Zwischenruf des Abg. Strasser.)
Beifall bei der FPÖ.
Abschließend möchte ich aber noch eine Frage in den Raum stellen. Wenn versucht wird, diese Überförderung – oder Mehrförderung, wie sie auch genannt wurde – zu bagatellisieren, dann frage ich mich schon: Wer entscheidet dann, ab welchem Betrag genau zurückgefordert werden soll? Ab 100 Euro? Ab 1 000 Euro? Ab 10 000 Euro, ab 1 Million Euro? – Keiner weiß es! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Ein dritter, letzter Punkt noch zu diesen Liegenschaftsverwertungen und -verkäufen: Auch die Gemeinden spielen dabei eine wesentliche Rolle. Es ist, glaube ich, gerade für Gemeinden wichtig, nachvollziehbare Richtlinien zu haben, die Vertragsraumordnung in den Ländern nach den Landesgesetzen anzuwenden, vor allem auch in dem Sinne, das Allgemeinwohl vor das Einzelinteresse zu stellen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei NEOS und Grünen.
Aus unserer Sicht ist die Frage des Bodenverbrauchs zentral. Es ist ein Drama, dass Bodenverbrauch und Flächenverbrauch nicht in dem Ausmaß Aufmerksamkeit bekommen, wie es der Boden in Wirklichkeit verdient. Das muss sich ändern. – Vielen Dank. (Beifall bei NEOS und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
In diesem Bericht sind aber natürlich auch einige Gefahren festgestellt worden. Bevor ich aber zu diesen komme, möchte ich schon meiner Freude Ausdruck verleihen und auch unseren Bäuerinnen und Bauern Danke sagen, denn der Rechnungshof hat festgestellt, dass wir in Österreich nicht nur ausreichend, sondern auch ausgezeichnete Lebensmittel zur Verfügung haben und somit auch unsere Versorgungssicherheit im Griff haben. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wichtig ist aber auch, meine Damen und Herren, sich bei den Konsumentinnen und Konsumenten zu bedanken – erlauben Sie mir, das auf diesem Wege zu tun –, genau bei denen nämlich, die beim Einkauf auf österreichische, regionale Lebensmittel zurückgreifen. Auch dadurch fördern sie unsere heimische Landwirtschaft und unsere Versorgungssicherheit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Kickl: Erdäpfel!
Wichtig sind natürlich die politischen Entscheidungen. Liebe Freiheitliche Partei, ihr wollt euch immer wieder als Bauernvertreter verstehen. Wir haben jetzt im Juni eine EU-Wahl, und ich frage mich schon, Herr Kollege Kickl – vielleicht auf Kärntnerisch (einen Kärntner Akzent imitierend) –: Was ist dann, Herr Kollege Kickl? – Dann haben wir einen Spitzenkandidaten Vilimsky, der den Pflanzenschutz komplett minimieren möchte. Ich erwähne als Beispiel nur die Kartoffel, bei der wir keine Versorgungssicherheit mehr haben. (Abg. Kickl: Erdäpfel!) – Ja, die Erdäpfel, Herr Kollege Kickl, die brauchen einen Pflanzenschutz, denn da haben wir ein Problem mit dem Drahtwurm! (Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Schnedlitz.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Schnedlitz.
Wichtig sind natürlich die politischen Entscheidungen. Liebe Freiheitliche Partei, ihr wollt euch immer wieder als Bauernvertreter verstehen. Wir haben jetzt im Juni eine EU-Wahl, und ich frage mich schon, Herr Kollege Kickl – vielleicht auf Kärntnerisch (einen Kärntner Akzent imitierend) –: Was ist dann, Herr Kollege Kickl? – Dann haben wir einen Spitzenkandidaten Vilimsky, der den Pflanzenschutz komplett minimieren möchte. Ich erwähne als Beispiel nur die Kartoffel, bei der wir keine Versorgungssicherheit mehr haben. (Abg. Kickl: Erdäpfel!) – Ja, die Erdäpfel, Herr Kollege Kickl, die brauchen einen Pflanzenschutz, denn da haben wir ein Problem mit dem Drahtwurm! (Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Schnedlitz.)
Abg. Strasser: … aus mit der konventionellen Landwirtschaft! – Zwischenruf des Abg. Schmiedlechner.
ist nicht der Bauer zuständig, sondern sind andere Stellen zuständig. (Abg. Strasser: … aus mit der konventionellen Landwirtschaft! – Zwischenruf des Abg. Schmiedlechner.)
Abg. Schnedlitz: … türkise Krawatte!
Vilimsky fordert noch vieles mehr. Ich denke da an die Kälberiglus. Ich kann mir vorstellen, dass Kollege Schmiedlechner, der da gerade so groß geredet hat, zu Hause auch welche hat. Das ist ja nichts Schlimmes, aber bitte erklär das auch deinem Kollegen! (Abg. Schnedlitz: … türkise Krawatte!)
Abg. Schnedlitz: … wenn du nicht weißt, wie alt sie sind!
Ich kenne Familienbetriebe. Es gibt ein Ehepaar, 30 bis 35 Jahre alt (Abg. Schnedlitz: … wenn du nicht weißt, wie alt sie sind!), sie haben zwei Kinder, sie haben vor einigen Jahren investiert, damit sie leichter arbeiten können, auch in Tierwohl. Sie haben in ein System investiert, das europa- und eigentlich weltweit gelebt wird: Vollspaltenböden – dieses Wort traut man sich ja fast nicht mehr auszusprechen.
Ruf bei der FPÖ: ... Regierung!
Ich möchte das nun erklären. Sie haben investiert, mit Planungssicherheit, und am Sonntagvormittag erfahren sie – das war für diese Familie auch ein Stich ins Herz, sie hat nämlich Kredite aufgenommen –, dass es keine Planungssicherheit mehr gibt (Ruf bei der FPÖ: ... Regierung!), weil Minister Rauch ohne Absprache mit Spartenvertretern das Jahr 2030 festgesetzt hat. In meinem Bundesland betrifft das 1 200 bäuerliche Betriebe, in ganz Österreich 6 000 Familienbetriebe – für jeden Einzelnen ein Stich ins Herz.
Abg. Matznetter: Kollege Kühberger zwei Wochen am Vollspaltenboden ...!
Ich weiß, wenn man jetzt eine Umfrage machen würde, wären 90 Prozent gegen den Vollspaltenboden – aber 90 Prozent kaufen Fleisch von diesen Vollspaltenböden, und das geht sich dann nicht aus. Bitte merken Sie sich diesen Satz: Mit jedem einzelnen Mastplatz (Abg. Matznetter: Kollege Kühberger zwei Wochen am Vollspaltenboden ...!), der in Österreich weniger Fleisch produziert, wird irgendwo außerhalb unserer Kontrolle, vielleicht außerhalb der EU, produziert – und trotzdem greifen Menschen dann zu diesem Schweinfleisch. Das heißt, jeder einzelne Mastplatz weniger bedeutet mehr Tierleid. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich weiß, wenn man jetzt eine Umfrage machen würde, wären 90 Prozent gegen den Vollspaltenboden – aber 90 Prozent kaufen Fleisch von diesen Vollspaltenböden, und das geht sich dann nicht aus. Bitte merken Sie sich diesen Satz: Mit jedem einzelnen Mastplatz (Abg. Matznetter: Kollege Kühberger zwei Wochen am Vollspaltenboden ...!), der in Österreich weniger Fleisch produziert, wird irgendwo außerhalb unserer Kontrolle, vielleicht außerhalb der EU, produziert – und trotzdem greifen Menschen dann zu diesem Schweinfleisch. Das heißt, jeder einzelne Mastplatz weniger bedeutet mehr Tierleid. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Kollege Kühberger zwei Wochen am Vollspaltenboden!
Jetzt komme ich wieder zum Thema Gerechtigkeit, meine Damen und Herren, Gerechtigkeit gegenüber unseren Familienbetrieben, die in dieser schwierigen Zeit Existenznöte ausstehen müssen. Wir wissen, wir müssen eine Lösung herbeiführen, aber auf Augenhöhe und ohne reinen Populismus diskutieren; das ist Gerechtigkeit. – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Kollege Kühberger zwei Wochen am Vollspaltenboden!)
Abg. Voglauer: Elisabeth, du hast dir das schöne Thema ausgesucht!
Abgeordnete Elisabeth Feichtinger, BEd BEd (SPÖ): Herr Präsident! Frau Rechnungshofpräsidentin! Hohes Haus! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Nach Kollegen Kühberger kommen wir vom Stall wieder zurück in den Wald. Um den steht es tatsächlich auch nicht sehr gut. (Abg. Voglauer: Elisabeth, du hast dir das schöne Thema ausgesucht!)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
der Wald gelitten hat. Etwa ein Drittel des österreichischen Schutzwaldes ist durch klimatische Bedingungen weit zerfallen und veraltet, wie auch Kollegin Ulli Böker schon erwähnt hat. (Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Abg. Hörl: Davon verstehst du aber nix!
Es gibt auch weitere Empfehlungen des Rechnungshofes, wie die Schaffung von Förderanreizen zur Aufforstung und das Erhöhen der Widerstandsfähigkeit. Außerdem sollen auch präventive Maßnahmen zur Sicherung der Schutzfunktionen der Schutz- und Bannwälder gesetzt werden. Auch der Wildschaden ist natürlich eine große Herausforderung. (Abg. Hörl: Davon verstehst du aber nix!) Wir haben es im Landwirtschaftsausschuss auch thematisiert, denn manche Regionen sind vorbildlich, manche müssen noch einiges tun. Ich hoffe, dass wir da in den nächsten Monaten gemeinschaftlich noch einiges weiterbringen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Matznetter und Voglauer.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Matznetter und Voglauer.
Es gibt auch weitere Empfehlungen des Rechnungshofes, wie die Schaffung von Förderanreizen zur Aufforstung und das Erhöhen der Widerstandsfähigkeit. Außerdem sollen auch präventive Maßnahmen zur Sicherung der Schutzfunktionen der Schutz- und Bannwälder gesetzt werden. Auch der Wildschaden ist natürlich eine große Herausforderung. (Abg. Hörl: Davon verstehst du aber nix!) Wir haben es im Landwirtschaftsausschuss auch thematisiert, denn manche Regionen sind vorbildlich, manche müssen noch einiges tun. Ich hoffe, dass wir da in den nächsten Monaten gemeinschaftlich noch einiges weiterbringen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Matznetter und Voglauer.)
Zwischenruf des Abg. Hörl
Forststraßen werden uns beim Klimawandel sicher nicht unterstützen (Zwischenruf des Abg. Hörl), und sie werden auch die Menschen nicht vor den Katastrophen schützen. In diesem Sinne: Schauen wir, dass wir etwas weiterbringen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Forststraßen werden uns beim Klimawandel sicher nicht unterstützen (Zwischenruf des Abg. Hörl), und sie werden auch die Menschen nicht vor den Katastrophen schützen. In diesem Sinne: Schauen wir, dass wir etwas weiterbringen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Matznetter: Ich seh’ vor lauter Subventionen den Wald nicht mehr!
Zu Wort gelangt Frau Dipl.-Ing. Olga Voglauer. – Bitte schön, Frau Abgeordnete. (Abg. Matznetter: Ich seh’ vor lauter Subventionen den Wald nicht mehr!)
Zwischenruf des Abg. Hörl
Kommen wir zunächst zum Höfesterben: Es gibt, glaube ich, niemanden in diesem Haus, den die Proteste der Bäuerinnen und Bauern in Europa nicht bewegen. Ich habe vor Kurzem vor bäuerlichen Funktionärinnen und Funktionären ein Referat halten dürfen. Da habe ich eines herausgegriffen: Was ist uns Bäuerinnen und Bauern denn in den letzten Jahren passiert? Ganz viele sind über Jahrzehnte auf die Straße gegangen und haben darauf hingewiesen, wie viele Kolleginnen und Kollegen von uns zusperren müssen. Die gegenwärtigen Proteste in Europa (Zwischenruf des Abg. Hörl), die zwar auf andere Faktoren abzielen, erinnern mich und meine Familie als bäuerliche Familie daran, dass wir die letzten zehn Jahre doch etwas zu sehr zugeschaut haben. Es war uns ein bisschen zu viel wurscht: dass die Nachbarin, der Nachbar zusperrt, dass die Kollegin, der Kollege aufhört. Da müssen wir hinschauen.
Beifall bei den Grünen.
Nun lassen Sie mich zum Bodenverbrauch kommen: Wir haben heute von Greenpeace eine Analyse präsentiert bekommen, in der wir lesen, dass auch dieses Jahr wieder die Fläche von Wels verbaut wird – 4 300 Hektar! Das ist heuer einfach der Fall, und das kann uns nicht wurscht sein, weil das für uns Bäuerinnen und Bauern eine einmalige Fruchtfolge bedeutet. Das heißt, wir haben in Österreich wieder einen Asphaltierungswettbewerb, einen Betonwettbewerb ausgeschrieben. Wir werden uns vom Beton und vom Asphalt nichts abbeißen können. Das müssen wir verstehen, wenn uns Lebensmittelsicherheit, so wie es der Rechnungshof präsentiert hat, wirklich wichtig ist. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Strasser.
Nein, es sei uns allen ins Stammbuch geschrieben: Wir sind noch 1,5 Prozent der österreichischen Bevölkerung. Wir werden es selber nicht lösen können. Wir brauchen euch alle, die an unserer Seite gemeinsam marschieren, um diese klimafitte, tierwohlgerechte, tierethische, aber auch menschenethische Zukunft in der Landwirtschaft zu bauen. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Strasser.)
Beifall bei den Grünen.
Es reicht nicht, nur Konsumentinnen und Konsumenten auf unserer Seite zu haben. Die brauchen wir schon, aber dafür brauchen wir offene Hofstalltüren. Die sollen sich anschauen, wie bei uns die Produktion passiert. Dann kriegen sie auch ein Gefühl dafür, dass sie das Tierwohlschnitzel kaufen, denn sie werden das Vollspaltenbodenschnitzel nicht kaufen wollen, wenn sie es sich anschauen. Das sei in dieser Deutlichkeit auch einmal gesagt. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager.
Insofern also: Wir alle sind gefragt, einen guten politischen Kompromiss zu verhandeln. Und ja, es gibt mir auch einen Stich ins Herz bei jeder Kollegin, bei jedem Kollegen, die zusperren. Sie sperren nicht zu, weil ein Minister einmal etwas verkündet. Da hätte ich schon oft zugesperrt. Warum sperren sie zu? – Weil sie das Gefühl haben, dass immer andere über sie entscheiden. (Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager.)
Beifall bei den Grünen.
sitzen einige Bauern, einige Bäuerinnen, auch da (auf den Sektor der SPÖ weisend) vernehme ich Bauern und Bäuerinnen. Es liegt an uns, dass wir, die wir in diesem Haus vertreten sind, dafür sorgen, dass nicht über uns entschieden wird und die Lösungen, die wir erarbeiten, gute sind. In der Vergangenheit haben wir bewiesen, dass wir das können. – Herr Kühberger, wir werden keinen Stich im Herz haben, sondern wir werden das auch in Zukunft schaffen, denn es kann nicht heißen: Liebe Bäuerinnen und Bauern, träumt süß von sauren Gurken! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Geradezu dramatisch ist die Situation in Bezug auf die Ressourcen- und Grundwasserversorgung. Der Wasserverbrauch wird sich laut Rechnungshof von aktuell 753 Millionen Kubikmeter bis 2050 auf 850 Millionen Kubikmeter erhöhen. Der Rechnungshof sagt, man müsste endlich für die Bewilligungen zur Entnahme von Grundwasser kürzere Entnehmungszeiträume haben. Das ist ein Auftrag an die Politik, und den sollte das Parlament durchaus ernst nehmen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)